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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
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Die Geschichte vom verlorenen Berufssohn

20.02.2011, 21:13 Uhr  ·  Alle fiebern mit Guttenberg, aber die Leiden, die normale Söhne besserer Häuser durch diesen Herrn und sein Betragen erdulden müssen, werden nicht beachtet. Weder sind sie Idole irgendwelcher schlecht verdienenden Massen, noch schlechte Plagiatoren. Mit diesem Herrn haben sie nichts zu tun, selbst wenn nun die schwarzen Flügel des Verdachts sie streifen.

Von

Meine Mutter meinte, ich sollte es nicht schreibe, aber die Haushälterin sagte, ich sollte unbedingt. Nachdem die Haushälterin meine Mutter beständig über den Zustand meines Bades informiert, habe ich mich im Loyalitätskonflikt für die mir genehme Seite entschieden.

Der Mann im Kofferraum beschwert sich nicht. Er hat keine Einwände, wenn ich den Wagen, ihn kräftig durchschüttelnd, über den bröckelnden Asphalt der schönen Stadt München jage. Es geht nicht anders, ich muss einen Termin einhalten, und der Mann im Kofferraum hat Löcher, und obendrein ist er schon lange tot, was für ihn wenig erfreulich gewesen ist, mir die Sache aber durchaus erleichtert. Es ist Freitag, später Vormittag, als ich ankomme, den Mann herausziehe und über düstere Treppen hinauf zu einem Herrn schleppe, der sich anheischig macht, die Löcher im Mann aus dem Kofferraum zu verschliessen. So etwas ist nicht ganz billig, aber was tut man nicht alles für die Gemäldesammlung. Rasen, Biedermeierportraits schleppen, Presseauftritte versäumen, später dann: Antiquariate plündern.

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Schwer arbeitende Menschen werden das nicht durchgehend befürworten, aber so ist nun mal das Leben: Man kann es sich aussuchen. Gut, obliegt es mir zu sagen, das ist jetzt leicht gelogen, auch in meinem irdischen Dasein gibt es Pflichten und Unvermeidliches, aber zu den Annehmlichkeiten des Daseins als Plauderer gehört es, dass ich keinen Tag Urlaub brauche, um mich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern. So ein Besuch beim Restaurator ist für einen Sammler inmer ein wenig wie der Gang zum jüngsten Gericht: Man erfährt, ob man nur Müll gekauft hat, der mehr oder weniger geschickten Hand eines Kopisten oder Plagiators aufgesessen ist, sein Geld sinnlos an einen dreisten Fälscher verschwendete, und sich zu lang mit minderwertigem Plunder an der Wand den gesellschaftlichen Ruf ruinierte. Der Restaurator behandelt das alles mit grösster Diskretion, aber so eine Fehlentscheidung kann einem Wochen und Monate das Leben ruinieren, und man fragt sich sicher, wie dumm man war, derartig falsche Hoffnungen… nun, die 18? 20? 21? Semester Kulturwissenschaften waren nicht vergebens, der Restaurator ist über alle Massen mit dem Auge des Käufers und dem Werk zufrieden, lobt dessen Ausführung von Meisterhand, und verspricht, die Löcher zu schliessen: So, dass es keinem mehr auffalle.

Weit, weit weg, in einem anderen Ort, der in seinen schönsten Ecken so aussieht, dass man in München einen baldigen Abriss fordern würde, werden auch Löcher gestopft, aber einerseits wenig erfolgreich und andererseits so, dass ich es nicht mitbekomme, denn ich habe ja Besseres zu tun: Karl-Theodor zu Guttenberg versucht mit mubarakösen 90-Sekundenansprache den Umstand zu bemänteln, dass der Umgang mit anderer Leuten geistigem Eigentum in seiner Dissertation so lässig wie Berlusconis Umgang mit Frauen bei einer Bunga Bunga Party war. Alle fragen sich jetzt: Darf der das? Aus der Richtung von Springer und Burda quakt es Ja, Medien mit halbwegs gebildeter Leserschaft jenseits der strukturellen Analphabeten sagen eher: Nein. Aber das ist doch gar nicht die Frage. Die Frage ist: Wieso hat er das nötig?

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Es ist doch so: Ein nicht ganz unerheblicher Teil dessen, was man als Faszination, Bewunderung, Neid, Ranwanzen und Hass gegenüber Reichen, und hier gerade den unverdient in gute Verhältnisse Hineingeborenen empfindet, entspringt doch gerade dem Umstand, dass viele Unannehmlichkeiten für sie genau das sind, was der Wortsinn ausdrückt: Dinge, die man nicht annimmt. Jeder, aber nicht ich. Andere Trottel gerne, aber ich habe etwas Besseres zu tun. Sie suchen Herausforderungen? Da hinten rechts können Sie sich mit einem Vermögensverwalter streiten, rufen Sie meine Haushälterin an, wenn die Anwälte Sie auffressen, aber bitte nicht nächste Woche, da bin ich in Italien.

Kein Publikum wird durch diese Haltung über Gebühr verwöhnt, keiner nimmt es einem übel: Ein Konkurrent weniger. Es könnte alles bestens sein, solange man nicht den Fehler begeht, sich als tugendsam, sittenstreng, ehrlich, entschlussfreudig, zuverlässig, an des Bäckermeisters junger Verkäuferin desinteressiert, konsequent, aufrecht, erfolgreich, zielorientiert, hochperformant und anderer Blödsinn aus dem Beratersprech zu verkaufen. Es ist, das sage ich aus eigener Erfahrung in meinem Umfeld, absolut leicht und überzeugend, den beruflich komplett desinteressierten Faulenzer zu geben, der es sich leisten kann, weil es sich seine Eltern nicht leisten können, ihn wegen so einer arttypischen Petitesse irgendeinem unsinnigen Ernst des Lebens anderer Leute, die man nicht kennt, zu überlassen. Kein Mensch käme je auf die Idee, das in Frage zu stellen. Schlimmstenfalls wird man halt auch Notar, Apotheker, Chefarzt oder Vermögensverwalter. Wozu sollte man besondere Tugenden auch benötigen, wenn sie im realen Lebensumfeld eher verzichtbar sind. Damit man etwas vortäuschen kann, was nicht da ist, und am Ende nur noch bei Springer, Burda und deren Lesern als vorzeigbar gilt? Jeder Blick in die eigene, Familiengeschichte zeigt doch, dass es mit den Heiligen und 110%igen (sic!) nicht weit her ist; egal, was danach in den Trauerreden verkündet wurde.

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Insofern möchte ich gar nicht wissen, ob der Herr zu Guttenberg das, was er auf vielen Seiten getan hat, darf. Natürlich durfte er, weil er konnte; das war in der schwärzsten bayerischen Provinz vor der grossen Karriere mit den grossen Tugenden für die Zeitung mit den grossen Buchstaben. Hier streitet man noch, ob das Frühmittelalter schon vorbei ist, hier hätte früher kein Hahn danach gekräht. Aber diese Selbstentwürdigung in Folge zu grosser und aus der Art geschlagenen Versprechungen; die Notwendigkeit, im Ausweichen Zuflucht zu suchen, diese Spitzfindigkeiten in den Formulierungen, das gehetzte Vermeiden, das Verbot von Nachfragen, das Fehlen jeder Grösse, das aus dem Bewusstsein entspringt, dass man es sich leisten kann: Das war alles schon sehr kleinbürgerlich. Der Versuch, das durch eine herrische Attitüde zu berichtigen: Das ist dagegen schlechtes Benehmen, selbst – was man ihm zugute halten könnte – wenn es insgesamt nur ein kleines mea Gulpa (sig!) für die billigen Plätze gewesen sein sollte.

Das ramponierte Ansehen einer Uni im fränkischen Urwald, das schwindende Vertrauen in die Politik sind mir egal. Nicht egal kann es mir sein, dass man von solchen Gestalten erst gesellschaftlich unter Druck gesetzt wird, weil plötzlich viele meinen, in diesem Popanz verbindliche Lebensmaximen zu finden, denen man nacheifern sollte. Guttenberg hat das Antechambrieren auf dem 2. Heiratsmarkt gerade für Männer aufgrund gestiegener Erwartungshaltungen nicht einfacher gemacht. Und dann, im Schadensfall, wird gegenüber der unkundigen Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, Berufssöhne wären obskure Gestalten, bei denen man stets genau hinschauen müsste, die sicher Dreck am Stecken haben, und unredlich in den Genuss ihrer Privilegien kommen. Guttenberg ist sowas wie die New Economy unter den Berufssöhnen: Er hat den Markt sowohl für professionell Beteiligte als auch für die kleinen Dummen kaputt gemacht.

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Meine Hoffnung ist nun, dass sich das frei herrliche (sic+sic!!) Spectaculum etwas hinziehen möchte, auf dass alle verstehen: Der Mann ist nicht stellvertetend für normale, mittelschlechte Qualitätssöhne aus besserem Haus. Wir versprechen zu wenig, als dass wir es in dramatischer Weise nicht halten könnten. Mit unsereins bekommt man vielleicht ein paar Barockportraits zu viel, und die Haushälterin hat mehr zu erzählen, als dem Ruf genehm sein kann, aber wir können passabel Walzer tanzen, gehen freiwillig in die Oper, und nach 20 Semestern Kulturgeschichte oblügt (süc!) es uns auch nicht, Bildung beim Gang durch Museen vorzutäuschen. Irgendwas bleibt immer hängen – das aber ist hoffentlich auch alles, was uns mit diesem schwarzen Schaf des schwarzen Familienschaftums verbindet.

 

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (629)
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Sehr schön geschrieben, habe...

Sehr schön geschrieben, habe mich wirklich köstlich amüsiert. Genauer betrachtet, rückt Ihr Text den KT in das Licht, in welches er gehört. Ist der bei der Hochzeitsfeier in GB eigendlich geladen?

Dieser Guttenberg ist schlicht...

Dieser Guttenberg ist schlicht ein Betrüger, den die dumm-freche Frau Hohlmeier im TV gerade mit absonderlichen Argumenten verteidigt. Und Alice Schwarzer ist moralisch so heruntergekommen, dass es einen Normalbürger mit einigermassen intaktem Rechtsbewußtsein graust. Armes Deutschland! Deine Eliten sind moralisch total verkommen. Ob die Leute das endlich einmal merken?

"mea Gulpa" genia!...

"mea Gulpa" genia!

0 Dissertant 20.02.2011, 21:48 Uhr

Eine interessante Dissertation...

Eine interessante Dissertation wäre "Die CSU und ihre Beziehungen zu den juristischen Fakultäten in Bayern unter besonderer Berücksichtigung der Lehrstühle des öffentlichen Rechts". Jo mei...

Ob jetzt alle Eliten moralisch...

Ob jetzt alle Eliten moralisch verkommen sind, mag ich pauschal nicht sagen. . Wenn ich jedoch in FAZ-Kommentaren a.a.O. von KT-Verteidigern lese, dass es erbenszählerisch sei, was abgehe. Und dass man dann bitte alle Doktortitel von Mandatsträgern ebenso akribisch überprüfen möge (durchsichtige Dumm-Rhetorik des "wo kämen wir denn hin, wenn alle..."), so bitte ich herzlich darum! Hartz-4-Empfänger werden von der Politik und ihren Ausführenden der ARGEN AGENTUR ja ebenfalls akribisch bis auf die Zahnbürste (Bedarfsgemeinschaft...) überprüft. Dann bitte auch die Prüfung unserer ehrenwerten Vertreter. . Und zwar egal, ob Rot, Schwarz, Gelb, Grün oder Mausgrau, alle. Alle Berufssöhne und -töchter, die behaupten, das Volk regieren zu wollen. . Gez. der Souverän, das Volk.

0 Graf Xerox 20.02.2011, 22:27 Uhr

Die Dissertation hatte mir...

Die Dissertation hatte mir "jemand" in den Briefkasten geschoben. Jetzt weiß ich auch, warum. O tempora, o mores. Per aspera ad astra. Veritas temporis filia. Sehen Sie - ich kann auch Latein!

0 Graf Xerox 20.02.2011, 22:33 Uhr

Veni, vidi, vinci. Factum...

Veni, vidi, vinci. Factum illud; fieri infectum non potest. Errare humanum est.

@ Vroni 22:58 : Wenn man...

@ Vroni 22:58 : Wenn man anfänge alle Arbeiten zu überprüfen, die als eigenes Ergebniss von Arbeit ausgegeben werden, käme man auf ernüchternde Ergebnisse. Alte Binsenweisheit : gefällt dir etwas, dann lies es kein 2. Mal, sondern gib den ERSTEN Eindruck mit deinen eigenen Worten wieder. So erhält man den (für einen selbst) relevanten Inhalt und entgeht dem Vorwurf des abschreibens. Man kann sogar den eigenen Stil durchhalten, wenn man länger an einem Thema arbeitet. Ansonsten ist es kein Zeichen von Dummheit, wenn man sich an die übliche Vorgehensweise hält (Zitate kennzeichnen, Fremdinhalte dem Autor zuordnen). . "Gez. der Souverän, das Volk." *ein Schenkelklopfer, echt lustig*

Guttenberg hätte 1 Semester...

Guttenberg hätte 1 Semester Kulturgeschichte gereicht, um zu verstehen, dass das Bürgertum beim Thema Bildung keinen Spaß versteht - so wendet es sich entsetzt von ihm ab. Es bleiben Guttenberg damit nur noch das wirklich kleingeistige Kleinbürgertum (siehe ProGuttenberg auf Facebook) und die Leute, die sich von ihm nähren wollten (zur Zeit Teile der CSU), als Gefolgschaft. Mag er davon zehren und sich auf sein Schloss zurückziehen - vielleicht sehen wir ihn ja wie Frederick von Anhalt mal auf Explosiv wieder. Hoffen wir ansonsten, dass sein Schicksal ab Abschreckung für weiter Heißluft-Adelige dienen wird.

0 colorcraze 20.02.2011, 23:17 Uhr

Da ist Ihnen jetzt aber eine...

Da ist Ihnen jetzt aber eine schöne Glosse gelungen. "Wir versprechen zu wenig, als dass wir es in dramatischer Weise nicht halten könnten." - Ja, so mach ich das auch. Man hält sich viel unnützen Ärger vom Leib und erhält sich eine hohe Glaubwürdigkeit damit.

0 staff aureus 20.02.2011, 23:28 Uhr

Abwarten, wann die...

Abwarten, wann die Deprivationsforschung das Fallbeispiel des KT und seinen (traumabedingten ?) Narzismus aufnimmt. Als Scheidungskind arm dran, trotz Reichtum. Da kann die Hülle noch so edel sein, der Schaden im Innern bleibt. Adel schützt nicht vor diesem Problem, eher im Gegenteil, siehe Prinzessin Diana.

0 staff aureus 20.02.2011, 23:50 Uhr

"Die innere Notwendigkeit,...

"Die innere Notwendigkeit, immer neue Illusionen und Verleugnungen aufzubauen, um die eigene Wahrheit nicht zu erleben, verschwindet, wenn diese Wahrheit einmal erlebt wurde. Wir sehen dann, daß wir das ganze Leben etwas gefürchtet und abgewehrt haben, was gar nicht mehr passieren kann, weil es bereits passiert ist und zwar am Anfang unseres Lebens, als wir wehrlos waren." ALICE MILLER, "Das Drama des begabten Kindes"

Wirklich nicht übel, Don! Gut...

Wirklich nicht übel, Don! Gut schrieben, das Ganze ist noch ein bisschen verquast, aber der Weg ist richtig... Und wenn Du jetzt noch den Begriffen wie "Berufssohn", "Reich sein", "Wohnungen vermieten" und "regiert werden" einfach die positiven Seiten abgewinnst, ohne im streng humanistischen Sinn auch einen einen Augenblick zynisch zu werden, dann hast Du etwas geschafft, von dem Du gar nicht wusstest, dass es das gibt. Und wenn Du wieder wissen willst, was denn Humanismus heute sei, ziehe ich Kurt Vonnegut jr. (als Zitat gekennzeichnet :-) heran: "Ich brauche Gott nicht. Aber wenn ich Jesu Bergpredigt nicht kennen würde, könnte ich auch eine Klapperschlange sein!"

0 donalphonso 21.02.2011, 00:08 Uhr

Genreller Hinweis: ich schalte...

Genreller Hinweis: ich schalte hier keine Nonsenskommentare frei. Wer so etwas lesen will, mache sein eigenes Blog auf. . Holly01, danke, ich habe offen gesagt keine Ahnung - dass dieser Mann etwas Besonderes sein aoll, musste ich mir auch erst erzählen lassen, ich lese normalerweise nur Bücher, und TV und Radio nutze ich auch nicht.

1 donalphonso 21.02.2011, 00:10 Uhr

Tippex, so war Bayern und so...

Tippex, so war Bayern und so ist es oft immer noch. Das ist die Schattenseite des Landes. . Dissertant, Rechtswissenschaften ziehen halt ein gewisses Publikum an, das kann man nicht ändern, und an echte Trennung zwischen Forschung, Lehre und Politik glaubt eh keiner - ist aber bei den Soziologen auch nicht anders.

@ Holly01 . ? Mitnichten und...

@ Holly01 . ? Mitnichten und mitneffen habe ich das Falsch-Zitieren verteidigt. Im Gegentum.

"Irgendwas bleibt immer...

"Irgendwas bleibt immer hängen" ... :-))))

@ Vroni 01:54 :...

@ Vroni 01:54 : Entschuldigung, ich habe es nicht gut zum Ausdruck gebracht. Mein "Schenkelklopfer" war nur auf den Souverän, das Volk bezogen". Wenn in "D" irgendeine Teilmenge keinerlei Macht hat, dann das Volk im allgemeinen. Ansonsten fühle ich mich Ihnen (wie oft) inhaltlich verbunden. . Ich erinnere nur gerne daran, dass man an HarziV zwar 2,5 Milliarden unmittelbar sparen konnte, aber eine Einigung über immerhin 5€-11€ wegen der FDP Blockade unmöglich scheint. Je abhängiger und wirtschaftlich schwächer sich jemand in Deutschland präsentiert, desto uninteressanter ist er für irgendeine politische Richtung und wird nur "verwaltet".

0 Schlendrian 21.02.2011, 04:36 Uhr

..dem Manne (KT) kann geholfen...

..dem Manne (KT) kann geholfen werden.. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Security-Firma-entwirft-Tools-zur-Meinungsmache-mit-Kunstfiguren-1193436.html

0 Il Signor Bruschino 21.02.2011, 06:49 Uhr

An dieser Stelle will ich...

An dieser Stelle will ich gerne nochmal in des Dons Horn stoßen, wenn auch etwas lauter. Der Herr Baron ist nun einma Jurist und damit Geschwätzwissenschaftler. Insofern ist es eigentlich ziemlich egal, was er geschrieben hat. Der Fehler liegt einzig darin, daß er das Geschwätz anderer Leute als sein eigenes ausgegeben hat. Es ist sogar möglich, daß der Teil den er nicht andererorts kopiert hat, gar nicht so unoriginell war. Im Zeitalter von ausgefeilten Suchmaschinen muß man sich aber fragen, ob man die geistige Größe des Freiherrn nicht erheblich überschätzt hat. Die Tatsache, daß sich aber Menschen finden, die einen solchen Betrug zu entschuldigen suchen und damit meinen Pfusch und geistiger Diebstahl seien verzeihlich, wiegt erheblich schwerer, zeigt sich doch daß es einen erheblichen Teil der Bevölkerung gibt, dessen eigenes Bildungsniveau nicht einmal ausreicht der Wert einer Dissertation zu verstehen. Insofern könnte man ja gleich Promotions Castingshows veranstalten, das sparte eine Menge Zeit und wäre intelektuell keine deutliche Verschlechterung zum dreisten Abkupfern. An dieser Stelle sei noch gefragt, ob der Herr Verteidigungsminister wohl für die "Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" Kampagne dieser Zeitung zur Verfügung stünde.

0 donalphonso 21.02.2011, 07:31 Uhr

Diese Haltung von Jan-Eric...

Diese Haltung von Jan-Eric Peters, Markwort und anderen ist vielleicht mit das Widerlichste an der ganzen Geschichte: Dass solche Leute mit publizistischem Einfluss sich tatsächlich anheischig machen, so etwas herunterzuspielen und zu rechtfertigen. Für Guttenberg bedeutet das aber, dass es hinab geht in die Hölle der Dummen, Dreisten und Ungebildeten, denen es nur noch um Glamour und Show geht: Am Ende wird es ihn nur aus einem Grund nicht ins Dschungelcamp ziehen: Dafür ist er dann doch zu reich.
.
Erbärmlich.
.
Seine Hofschranzen jedoch peitsche man verbal kräftig durch, wenn man sie sehe.

0 ALASANDRO ALEGRE 21.02.2011, 08:01 Uhr

gleiches Recht fuer...

gleiches Recht fuer alle http://blog.rebellen.info/wp-content/uploads/2011/02/Raubkopierer-Guttenberg.jpg

Holly01 "Schenkelklopfer" Volk...

Holly01 "Schenkelklopfer" Volk sehe ich nicht. Erschreckend humorlos wie ich bin. Eher faules Volk, das gut daran täte, sich aus seiner Komfortzone zu bewegen. . (Man kennt ja die Tricks, mit denen man sich im britischen System medial gewisser Politiker entledigt: ihnen eine Prostituierte an den Hals hängen und sie dann per Sun über die Klinge springen zu lassen. Bei uns jagt man zu gegebener Zeit, aber erst zu gegebener Zeit, krumme Lebensläufe, falsche Titel oder irgendwelche krummen Spendendinge. Mich stören solche Jagdsaisons, sie riechen nach inszenierter rechter oder linker Kampagne. Viel besser, auch eleganter wäre es, die faulen Eier zuzeiten, bevor sie sich vereidigen lassen, so akribisch wie eben Hartz-4-Beantragende auf krumme Sachen zu durchleuchten. Und gleich weg mit ihnen, bevor sie als Verteidigungsminis oder Präsis Schaden anrichten. . Wir sind ein faules Volk, das sich an eine faule "Eliten"-Demokratie gewöhnt hat. Genau deswegen hat mich der ägyptische Aufstand erfrischt. Mögen die Ägypter nie so faul sein, sich solche Schein-Pharaos und so ein korruptes System gefallen zu lassen wie unseres.

0 donalphonso 21.02.2011, 08:09 Uhr

Eine andere Lösung wäre eine...

Eine andere Lösung wäre eine Titelinflation: Den Bachelor für die qualifizierte Hauptschule (das würde die CSU und die Focus-Mitarbeiter sicher freuen), Master schon zum Abitur, den Doktor zum Bachelor, Junior-Professor zum Master, Rektor zum Doktor und wer selbst für die Sonderschule zu blöd ist, darf Redakteur bei der Bild werden. Damit wäre allen gedient.

0 donalphonso 21.02.2011, 08:10 Uhr

Man nenne es dann "Die grosse...

Man nenne es dann "Die grosse karl-theodorianische Bildungsoffensive".

0 donalphonso 21.02.2011, 08:10 Uhr

(suck!)...

(suck!)

Derlei pauschale...

Derlei pauschale Vorverurteilungen halte ich für skan-da-lös! Zumindest die Rezension von Iris Radisch hätte man noch abwarten können.

0 f.luebberding 21.02.2011, 09:07 Uhr

Don "Seine Hofschranzen...

Don "Seine Hofschranzen jedoch peitsche man verbal kräftig durch, wenn man sie sehe." Zahlen die dafür?

0 Barocke Hörerin 21.02.2011, 09:12 Uhr

Warum aber hat zu Guttenberg...

Warum aber hat zu Guttenberg überhaupt den Doktortitel gewollt oder gar nötig gehabt? Ein Kommentar (in der Süddeutschen?) gibt darauf eine einleuchtende Antwort: Danach hat Guttenberg das zweite juristische Staatsexamen nicht gemacht, ist also nicht das, was man einen "Volljuristen" nennt. Nur mit dem ersten Staatsexamen kann man aber in der Regel nichts anfangen, außer vielleicht Politiker werden. Diesem Makel, lediglich "Halbjurist" zu sein, kann eine Promotion in gewisser Weise abhelfen, jedenfalls nach außen. Hatte nicht auch Barzel nur das 1. juristische Staatsexamen, dafür aber den Doktortitel? Womöglich lohnt es sich, auch seine Doktorarbeit mal genauer anzuschauen.

0 donalphonso 21.02.2011, 09:17 Uhr

Was soll bitte so toll daran...

Was soll bitte so toll daran sein, sich Jurist nennen zu können? Ich mein, Dirigent, Künstler, Philosph - aber Jurist? . f.luebberding, auf die paar mickrigen Cent bin ich zum Glück nicht angewiesen.

0 colorcraze 21.02.2011, 09:29 Uhr

@DA: "Was soll bitte so toll...

@DA: "Was soll bitte so toll daran sein, sich Jurist nennen zu können?" - Das frage ich mich zwar auch, aber ich denke mal: ein Abschluß, irgendein Abschluß! Als Studienabbrecher kann man doch eigentlich nur Kleinunternehmer werden. Man muß über die Titelinflation ja nicht räsonnieren, die ist ja da, seit ab etwa meiner Generation (ich bin bald 50) die "Bildungskatastrophe" ausgerufen wurde und ein Drittel oder inzwischen sogar schon mehr eines Jahrgangs aufs Gymnasium kamen. Zu Zeiten meiner Eltern waren das vielleicht 10%! Das alles verschiebt sich dann natürlich aufs Akademische, und dort wird entsprechend Blähstoff produziert.

0 colorcraze 21.02.2011, 09:34 Uhr

@DA: Und außerdem ist die...

@DA: Und außerdem ist die Juristerei das Rekrutierungsfeld für Politik, so wie es früher die Lehrer waren. Als Hausverwalter werden sie auch gern tätig.

Stimmt, Jurist ist gar nix,...

Stimmt, Jurist ist gar nix, wie man ja jetzt sieht. Wenn schon, dann Volljurist.

Pardon, Barocke Hörerin,...

Pardon, Barocke Hörerin, hatte Ihren Kommentar noch nicht gelesen...

Nein, ich habe nix dagegen,...

Nein, ich habe nix dagegen, wenn Berufssöhne sich mandatsmäßig tummeln wollen. Wenn sie über das Normalmaß hinaus (= mehr als man in einer Werbeagentur braucht, um dort mindestens 3 Monate zu überleben) sado-masochistisch veranlagt sind und zugleich über eine robuste Leber verfügen. . Damit ersparen sie es einer anderen wackeren Person, ihren bürgerlichen sinnstiftenden Erwerbsberuf aufzugeben, dem Bundestagsalkohol, dem abwesenden Wochenendelterntum zu verfallen und einen ausgesprochen schlechten Umgang (Berater, Presse) zu haben.

@Don, nunja nur mit dem...

@Don, nunja nur mit dem ersten Stex, kann man soviel nicht machen. Gut für Taxifahren oder Politik reicht es. Aber sie dürfen niemanden vor Gericht vertreten oder als Anwalt arbeiten. Wenn man also irgendwann mal einen der klassischen Berufe ausüben möchte, auf den dieses Studium vorbereitet tut man gut daran auch das 2. Examen zu schreiben. Sonst kann man noch irgendwas mit Bwl machen und kommt so vielleicht noch bei einem drittklassigen Steuerberater unter. Achso, was sie in ihrem Artikel so oft anführen, dass es sich quasi vererbt Notar zu werden. Dem ist mitnichten so, da müssen sie schon zu den 2% besten der Leute gehören die das Examen schreiben und bestehen. kaktus

"Genreller Hinweis: ich...

"Genreller Hinweis: ich schalte hier keine Nonsenskommentare frei." Wie? Guttenberg kommentiert hier? Doch, Herr Don, bitte schalten Sie das frei(herr)!

Zitat:"Als es Edison erstmals...

Zitat:"Als es Edison erstmals gelungen war, eine funktionierende Glühbirne herzustellen, erzählte er einem Reporter auch von den 250 Versuchsglühbirnen, die er für diesen Erfolg benötigt hatte:"Aus jedem Fehler habe ich etwas gelernt, das ich beim nächsten Versuch berücksichtigen konnte." Heute weiß jeder, dass Entwicklung, ja lernen überhaupt, ohne Fehler nicht möglich ist. Und wem es ein Rätsel bleibt, ob sich im Leben denn etwas zustande bringen lässt, das man eindeutig "richtig" oder "falsch" nennen kann, dem wird das Wort Fehler ohnehin nur angebracht erscheinen, wenn man Tun und Treiben einer sehr kurzfristigen Betrachtungsweise unterwirft. Denn sobald man den Blick auf eine längere Zeitspanne richtet, stellen sich viele Entscheidungen, die prima vista als Fehler erscheinen mochten, dann doch als Knotenpunkte oft wichtiger Geschehnisse heraus - und damit in der Konsequenz als förderlich und nützlich." Es gefiel mir, Ich hatte es mir herauskopiert. Mittlerweile habe ich vergessen, von wem es ist, aber ich will ja auch nichts dafür haben, was ich Weib und Kind widmen könnte. Naturwissenschaft ist einfach schöner als all das Gelaber und die Schnörkelgeschmäcklerei, was immer das Zeugs auf dem Markt hergibt. Ohne Bergpredigt, wird's auch in den Naturwissenschaften nüscht.

Was ich hier nun frage, ist...

Was ich hier nun frage, ist ohne Polemik und Hintersinn, es würde mich nur einfach die Meinung des Forums interessieren: wie wird so eine Doktorarbeit eigentlich korrigiert? Gibt es da keine Stichproben in Bezug auf "Abschreiben"? Unterliegt es nicht der Sorgfaltspflicht der Prüfer, solche Proben vorzunehmen? Meine Diplomarbeit liegt so viele Jahre zurück; damals war es derselbe Aufwand, etwas abzuschreiben oder gleich selber zu formulieren.

Zumindest kennt der Gutte den...

Zumindest kennt der Gutte den Unterschied zwischen Urkundenfälschung und dem Gebrauch einer gefälschten Urkunde zum Zweck des Betruges. Das hat er bei seiner Einlassung erkennen lassen. Er hat schon mal in vorauseilendem Gehorsam ein - sein - strafmilderndes Plädoyer gehalten.

0 Et Jüppche 21.02.2011, 10:33 Uhr

(In rheinisch-heiterem,...

(In rheinisch-heiterem, gesungenem Idiom vorzutragen) Tünnes: "Daaf dea dat dann?" Schäl: "Dat daaf dea!" Tünnes:"Dat dea dat daaf!?!?"

0 Patron Poldi 21.02.2011, 10:45 Uhr

Fragen eines lesenden...

Fragen eines lesenden Privatiers: Warum verließ KT die Bundeswehr als Unteroffizier d.R. statt wie üblich in alten Familien als Leutnant? Ein Zeichen von Rebellentum gegen standestypische Verhaltensweisen, so wie der Vater Dirigent geworden ist? Oder wollte da jemand einfach 12 Monate Lebenszeit sparen? Zeit sparen, so wie beim Verzicht aufs zweite Staatsexamen? Und auch die Promotion ein bisschen beschleunigen? Um dann mit aller Eile an die Spitze der politischen Nahrungskette zu kommen? Riecht es hier etwa nach hundsgemeinem Ehrgeiz?

0 Smultronstället 21.02.2011, 10:45 Uhr

@Don: brilliant und frech,...

@Don: brilliant und frech, endlich mal wieder

0 hansgeier333 21.02.2011, 10:47 Uhr

Bei Blaublütern gang und...

Bei Blaublütern gang und gäbe: http://www.youtube.com/watch?v=qH4nPMUt7EU

0 Le Plagiateur 21.02.2011, 10:51 Uhr

Man machte sich Gedanken über...

Man machte sich Gedanken über mein Metier, ts,ts. Karl Lauterbach gestern in der Talkshow von Anne Will: “Wenn Guttenberg damit durchkomme, könne man das Prüfen an Universitäten auch einstellen. Wenn man das nicht so wichtig findet, kann man ja auch weiterhin irgendjemanden darüber reden lassen.”

0 specialmarke 21.02.2011, 11:00 Uhr

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Neue Sprachempfehlung für Adjudanten: "Ein paar hundert vergessene Fußnoten sind doch kein Grund zum Rücktritt...

0 donalphonso 21.02.2011, 11:09 Uhr

Soviel ist klar: Es wird bis...

Soviel ist klar: Es wird bis zum letzten Anführungszeichen gekämpft.

Willkommen im...

Willkommen im Mutanten-Stadl, der Mensch liegt schon auf dem Schafott, und ein Bauernopfer aus dem Adel, das ist moralischer Bankrott.

hg333, 11,47, der ist gut....

hg333, 11,47, der ist gut. Flott dabei.

0 Wimmerl d. Ä. 21.02.2011, 11:19 Uhr

Grüass Eahna Herr Don...

Grüass Eahna Herr Don Fonsi! Oiso aso gehts fei net! Gö! Brofylaggddisch erhöbe ich umgehendsden intanazionalen soforti wirksamen Uarrhebarrechtsschutz af olli meine gsammltn, weatvollen Kommendarrä in düsem Blog allhiero. Ohne WENN & ABERR! Dea wo die Raubkopiat und einiwuzzelt (copy & paste) ohnä mei Gred, kriagt a pfundige Rechts-Linkswatschn in sei Lätschn. Domit des scho a moi glarr is, gö! Un vo dera Britschn, dera Frau H....... loss i mi net dableckn, do loss i mia garr nie nix sogn, vo wegn das unsa Gutti ois deafa duat, weils grod da CSU-Schtaatsräsong d`etre recht is. Voi- Schwarzern loss i mi aa net. Mei, wo kemma mia dann do hi, aus is, mi leckst? Ja ham un kenna mia grad koa Morral nicht mea nicht, heitzutag? Wo samma dann? Schaugn´S nurr zua, dass ma wieda sauba werrn!

0 rintintin 21.02.2011, 11:20 Uhr

Nun, wie geht's weiter. Ich...

Nun, wie geht's weiter. Ich denke, Guttenberg wird seine Berater das mediale Echo inklusive Rezipientenecho allerorten sondieren lassen, bis sich vielleicht eine Strömung herauskristallisiert, auf deren Welle es sich einigermaßen elegant zu surfen erlaubt. Rätselhaft: Guttenberg als öffentliche Person mußte wissen, dass sich der eine oder andere früher oder später mit seiner Diss würde beschäftigen wollen. Aus diesem Grund bezweifle ich, dass die Arbeit von ihm stammt, ebenso, dass er von den Plagiaten gewußt hat. Bleibt die andere Möglichkeit des Ghostwriters, und das ist amüsant: Die fremdgeschriebene Diss wird ihn einiges an Geld gekostet haben, reklamieren kann er diese Bequemlichkeit (für ihn ebenso wie für den plagiierenden Ghostwriter) aber sicher schlecht: Klagen gegen diese Faulerei! Welche Blamage in ganz vielen Hinsichten! Gibt es eine andere oder dritte Möglichkeit? Vielleicht hat ihm jemand die Diss samt Ghostwriter geschenkt.. seine Eltern.. seine Frau.. ? Die Diss ist blauäugig eingeheimst worden. Nicht blaublütig, wenn man den Stützen der Gesellschaft Diskretion und Beziehungen unterstellen darf. Sofern sie nicht edel und stolz sind, selbstverständlich, und dies nicht nötig haben. Auf jeden Fall zeigt diese Geschichte, über welch sonniges Gemüt oder Naivität oder Optimismus oder Dummheit unser Minister verfügt. Ich versteh s nicht..

0 Il Signor Bruschino 21.02.2011, 11:33 Uhr

@Kastanie: Wie es in der...

@Kastanie: Wie es in der Juristerei aussieht weiß ich nicht, in den Naturwissenschaften liest der Doktorvater und mindestens ein unabhängiger Gutachter die Arbeit. (Hatte das Vergnügen mit einem Emeritus fast jede Seite einzeln zu besprechen.) Allerdings sind in den Naturwissenschaften die Versuchsergebnisse das Wichtigste. Natürlich müssen die Quellen stimmen, aber man zitiert nicht seitenweise die Meinung anderer Leute, sondern stellt heraus, was vor der eigenen Arbeit bereits bekannt war und wer die Methoden deren man sich bedient erfunden und entwickelt hat. Da in den Geistes- und verwandten Wissenschaften die Meinung anderer Menschen erheblich mehr zählt, stellt sich natürlich nicht nur die Frage, ob die tatsächlichen Quellen wirklich benannt wurden, sondern auch ob sie sachgerecht verwendet worden sind. Gemessen daran wie viele Politiker meinen, sie seien von ihren Kollegen aus dem Kontext zitiert worden, darf man wohl auch hier seine Zwefeln hegen und kultivieren. Wie schon in einigen Kommentaren angeklungen: es dürfte interessant werden, wie sich die Universität winden wird. Abgesehen, vom politischen Druck, müßten sich die Herren Rechtsgelehrten ja eingestehen, daß man ihnen etwas vorgelogen hat ohne daß sie es gemerkt hätten. Hier wird die Frage, wer die Dissertation, wenn überhaupt und wie weit, gelesen hat doch erst richtig interessant.

0 donalphonso 21.02.2011, 11:39 Uhr

Wümmal, nixn gibds, dös is...

Wümmal, nixn gibds, dös is fei gwies. Do kint jo a jeda saubreis gemman und wons so an grindiga Noagalzuzla vo Baireid is. . rintintin, die Welle wird ja gerade gemacht: Burda, Rheinische Post, komplette Springergruppe, etliche Boulevardzeitungen halten sich zurück... ich glaube, das Problem ist, dass diese Sache einfach immer und überall hockommen wird. Bei den Hartz-IV-Sätzen spielt es keine Rolle, ob da bei den Verhandlungen wer eine Zweitfrau hat, aber dieses niedere Vergehen kann immer und jederzeit aufgebracht werden. Und nach meiner Beobachtung sind diejenigen, bei denen er an Achtung verloren hat, auch diejenigen, deren Achtung man als Titelträger haben möchte. Vor den besseren Kreisen ist er bis auf die Knochen blamiert. Und das macht ihn in gewisser Weise auch zur Belastung.

0 Alex Achill 21.02.2011, 11:46 Uhr

Mir scheint wir sind Zeuge...

Mir scheint wir sind Zeuge eines völlig neuen Phänomens: Eines Dopingtests für geistige Erzeugnisse via Internet, der vor allem auch nachträglich wirkt und nachtragend ist. Nach Jahren noch kann so geistiges Eigentum aufgespürt werden, das in Wirklichkeit keines ist und so auch auch nicht gekennzeichnet ist. Dass es jetzt den jungen Karl-Theodor erwischt, liegt daran, dass er sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat. Dabei wollte er u.a. etwas, was uns allen gut täte. Die Halbierung der Bundeswehr und Ihrer unsäglichen Bürokratie. Aber legen Sie sich mal mit 3000 handverlesenen Beamten zugleich an. Nun wird es wohl ein anderer richten und zu Ende bringen. Oder es bleibt alles beim Alten.

0 Nichts ist gut 21.02.2011, 11:47 Uhr

"Es wird bis zum letzten...

"Es wird bis zum letzten Anfuehrungszeichen gekaempft" und man ist fuer alle Veniedlichungen zu haben: "SCHUMMELAFFAERE". Also so was Gemuetliches wie ne Polonaise nach Blankenese oder auch eine STEUERSUENDE.

"Die Wissenschaft" formieren...

"Die Wissenschaft" formieren sich zur Ehrenrettung der Uni und fomuliert auf der Facebook-Unterstützerseite eloquent (Autor: Prof. Dr.-Ing. Wilhelm G. Spruth, Böblingen. Quelle: http://www.facebook.com/ProGuttenberg#!/ProGuttenberg?sk=info ): . [...] "Die derzeitigen Angriffe richten sich deshalb weniger gegen Herrn Dr. zu Guttenberg, sondern in erster Linie gegen die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth. Die dortige Promotionskommission setzt sich aus sechs hochkarätigen Wissenschaftlern sowie mindestens einem externen Gutachter zusammen. Summa cum laude erfordert einen einstimmigen Beschluss der Kommissionsmitglieder und des externen Gutachters. Es kann unterstellt werden, dass die Gutachter über den Stand der Wissenschaft auf ihrem eigenen Fachgebiet bestens informiert sind." . [...] "Ein Plagiat liegt nur dann vor, wenn ein relevanter fremder Beitrag als eigene wissenschaftliche Leistung dargestellt wird. Ein derartiger Vorwurf ist bis heute aber nicht erhoben worden. Das bloße Quotieren von Textpassagen rechtfertigt diesen Verdacht jedenfalls nicht." . [...] . "Quellenangaben für verwendete Textbausteine sind dann zwingend erforderlich, wenn damit zwischen fremden wissenschaftlichen Beiträgen und den eigenen wissenschaftlichen Leistungen unterschieden wird. In allen anderen Fällen ist die Quellenangabe eine übliche und sicher sehr erwünschte Höflichkeitsgeste gegenüber dem Autor, aber auch nicht mehr." . (Absatz von mir wg. bessere Lesbarkeit, d. S.) . "Die Frankfurter Allgemeine verdient Anerkennung für ihren hervorragenden Journalismus. Sie ist aber keine wissenschaftliche Fachzeitung. Ein Textbaustein aus der Frankfurter Allgemeinen mag eine brilliante Formulierung enthalten, trägt aber kaum etwas zu dem wissenschaftlichen Beitrag und Wert einer Doktorarbeit bei." . (dito, s.o.) . "Der Versuch, einem erfolgreichen Politiker auf diese Weise am Zeug zu flicken, ist schlechter politischer Stil. Hier wird der Versuch unternommen, auf diese Art und Weise etwas anzuhängen." . . O.k., das war jetzt fast ein Vollzitat, ging aber nicht anders, sondern kapiert man diese Gedankengänge nicht recht. Ich vemute, Prof. Spruth hat diese Eingabe zur Ehrenrettung einer Uni (sprich der eigenen Kreise), einer ganzen Prüfungskommisssion, zu einem Zeitpunkt geschrieben, an dem ihm und anderen noch nicht klar war, dass vermutlich über 60% der Guttenberg-Arbeit aus anderen Quellen stammen. . Aber so steht das jetzt festbetoniert auf der Facebook-Unterstützer-Seite... Mit der typischen Einschüchterungs-Wissenschaftler-Arroganz formuliert ("aus sechs hochkarätigen Wissenschaftlern", "auf ihrem eigenen Fachgebiet bestens informiert sind" etc.).

0 specialmarke 21.02.2011, 11:56 Uhr

Als nächstes will man bei...

Als nächstes will man bei GuttenPlag seine Hausarbeiten überprüfen. Vielleicht hat der Mann nur letztlich nur Abitur... . Weitere mögliche Szenarien: Seine ehrenwörtliche Erklärung an der Uni Bayreuth ist verschwunden. Der Mann ist nie ordnungsgemäß über die Risiken einer Dissertation aufgeklärt worden. In analoger Anwendung der dem Bankenberatungsgesetz zugrundeliegenden Rechtsgrundsätze könnte die Uni Bayreuth zu Schadenersatz verurteilt werden. . Will jemand darüber eine Dissertation verfassen? - Aber bitte bald... . Vielleicht tritt er auch zurück, aber frühestens am 9. März. Da haben wir Aschermittwoch. - Vorläufig ist noch Narrentreiben...

Um den "Gebrauch einer...

Um den "Gebrauch einer gefälschten Arbeit" den Vortritt zu geben wegen Arbeitsüberlastung, Familienvater etc., könnte Gutti in der Schlacht die Variante "Ehrenwort" des Bimbes-Kanzlers a.D. wählen. Er müsste zunächst allerdings in Afghanistan noch so viel leisten, gar Kanzler werden, daß man ihm diese Unregelmäßigkeit nachsähe. Der fleißige Schreiber könnte so dann ungenannt weiterschreiben. Freunde nicht verraten käme doch im Kontext mit Bundeswehr irgendwie schlüssig rüber.

Vroni, 12,49, das ist...

Vroni, 12,49, das ist erschütternd, hoffnungslos, selbstgeblendet. Ich muss an die frische Luft.

0 donalphonso 21.02.2011, 12:16 Uhr

"weil nicht sein kann, was...

"weil nicht sein kann, was nicht sein darf"

0 Violandra_Temeritia_von_Avila 21.02.2011, 12:21 Uhr

Ich denke nicht, dass...

Ich denke nicht, dass Guttenberg eine Gefahr für die ehrenhaften Berufssöhne darstellt. Wir Frauen mit Geschmack wundern uns seit Merkel ihn aus der Grube hob, woher die rosaroten Brillen kamen, die sich Medien seither vor ihrer Berichterstattung über ihn auf die Nase gesetzt haben. Gutaussehend? Eloquent? Charisma? Mal ganz davon abgesehen, dass wohl nur die Frauen bildungsferner Schichten von dem Prinzen träumen, der sie aufs Schloss entführt und aushält – wie kommen dann die Schreiberlinge dieser Republik auf die Idee, ihn auch in Stilfragen so hoch zu schreiben? Der Verdacht liegt nahe, dass diese sich nicht mit ihren Kolleginnen unterhalten, sondern allenfalls den Blick auf die Boulevardpresse schweifen lassen, die nun einmal willkürlich Attribute als Textfüller verleiht. Ein junger, nicht kahler Politiker heißt in der Boulevardsprache dann eben attraktiv, glänzend gegeltes Haar wird zu "Glamour" gedichtet. Schließlich ist Guttenberg, wie auch in der FAS gestern dann endlich geschrieben stand, kein Intellektueller. Worin sollte also der Reiz für die höheren Töchter bestehen?

0 Wimmerl d. Ä. 21.02.2011, 12:22 Uhr

Don Alphonso@: Betreff:...

Don Alphonso@: Betreff: Urheberrechtsschutz/ Geistiges Eigentum i. d. Blogkomm. DA / FAZ.NET Mein AZ: W.d.Ä I /011-xyz Engerlfing, den 21.02.2011 Sehr geehrter Herr! Förmlich werden Sie jetzt von mir im Anschluss durch den Anwalt meines Vertrauens abgemahnt und ggf. gehe ich im Klagefall bis zum BGH. Mich, einen alteingessenen Bajuwaren in einem Atemzug mit Preußen zu nennen, erfüllt ausserdem den Tatbestand der Beleidigung. So nicht! Man sieht sich. Hochachtungsvollst Gez. W.d.Ä.

0 donalphonso 21.02.2011, 12:30 Uhr

Teresa Maria Bücker, naja,...

Teresa Maria Bücker, naja, wenn man den durchschnittlichen Mitarbeiter einer der üblichen Jubelzeitungen mit den Guttenbergs vergleicht, dann sieht der schon nicht schlecht aus. So relativ gesehen.

0 donalphonso 21.02.2011, 12:30 Uhr

Also, wenn man das überhaupt...

Also, wenn man das überhaupt vergleichen kann.

Man könnte es in der...

Man könnte es in der Beweisfrage durch div. Simulationen rein schulmässig-naturwissenschaftlich versuchen: "Die Regel, nach der die bedingte Wahrscheinlichkeit berechnet wird, geht auf den englischen Mathematiker Thomas Bayes (1702 - 1761) zurück und wird daher auch Bayes'sche Regel oder auch Satz von Bayes genannt." (aus www.brinkmann-du.de)

0 rintintin 21.02.2011, 12:35 Uhr

Ja, Don Alphonso, das ist dann...

Ja, Don Alphonso, das ist dann wohl eher positiv für Guttenberg, wenn man vermutet, dass er mit den Verlagen in Kontakt ist... oder eher schlecht, weil Guttenberg sich so nicht orientieren kann? Wo positionieren sich hier die Medien? Die Medien und Guttenberg halten sich zurück, die Zeit soll wieder alle Wunden heilen? Die Kanzlerin hält die Medien zurück, weil wir nun mal (auch) ein korruptes Land sind, ein Land des geringeren Widerstandes, weil man ja eigentlich auch gerne den Guttenberg behalten will, diesen (noch?) Sympathieträger.. ? Zwickmühle. ... alle warten.. Ja, an u.a. entscheidenen Stellen ist und bleibt er blamiert bis auf die Knochen, diese ehrpusselige Schummelei wird immer wieder auf ihn zurückfallen, auch in 50 Jahren noch nicht vergessen sein, als "Plagiats-Affaire" auch der Nachwelt erhalten bleiben. Ich bin wirklich gespannt, wie es mit ihm weiter geht. Ich trau ihm was Cleveres zu.. oder das war's dann.

Nauplius, es ist vor allem ein...

Nauplius, es ist vor allem ein professoraler... Blankoscheck. Wie unvorsichtig. . Obzwar ich ein spontanes Kerlchen bin, das gelegentlich schneller schießt und schreibt als sein Schatten, würde ich in der Rolle als ernstzunehmender Wissenschaftler so etwas nie blankoschecken, bevor ich die Arbeit nicht selber gelesen habe. Scheint aber ne Krankheit unter denen zu sein, q.e.d.

0 donalphonso 21.02.2011, 12:45 Uhr

Als konservatives Idol ist...

Als konservatives Idol ist Guttenberg trotz allem nicht zu ersetzen; zudem ist er sowas wie der einzige Zugang zur Jugend, der gerade funktioniert - insofern können Medien, die populär-konservativ sind, gar nicht anders, als sich hinter ihm scharen. Alles andere wäre Verrat an ihren Idealen. . Bei den elitär-konservativen Erzeugnissen sieht es anders aus: Die können entweder ihre Ideale oder Guttenberg verteidigen.

0 Schluchten-Ossi 21.02.2011, 12:47 Uhr

@DA, 13:16: das ist aber schon...

@DA, 13:16: das ist aber schon sehr österreichisch, geschätzter Don Alphonso. Bei unserem EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn soll es sich bei seiner Dissertation, nach dem was man so gehört hat, um ein ähnliches Qualitätsniveau handeln wie bei Ihrem Freiherren Verteidigungsminister, aber die Universität habe kein großes Interesse an entsprechenden Nachforschungen gehabt. Halt Karpatenberlin.

0 donalphonso 21.02.2011, 12:51 Uhr

Naja, die einen sind...

Naja, die einen sind Österreicher und die anderen sind Franken, da braucht einen nichts wundern. Nur die echten Bayern, die hätten mehr bezahlt. . Spass beiseite, ich war quasi daneben, als die Tochter eines ganz hohen bayerischen Tieres durchs erste Staatsexamen gerasselt ist. Das war schlimm für die Familie, aber sie haben es einfach so hingenommen. Seitdem habe ich einen gewissen Respekt vor diesem Mann.

0 rintintin 21.02.2011, 12:52 Uhr

Wie praktisch, wenn man beides...

Wie praktisch, wenn man beides in seinem Verlag hat. Dann kann man ich die Warterei mit ein bißchen ping-pong-Spiel vertreiben.

0 donalphonso 21.02.2011, 12:57 Uhr

Naja, zwischen Welt und Bild...

Naja, zwischen Welt und Bild passt in der Sache kein Blatt Papier. Ausserdem ist das eine für Unterschichten und das andere für Unterschichten in Verkleidung.

0 dse ess uh 21.02.2011, 13:06 Uhr

Theresa, ich denke, es ging...

Theresa, ich denke, es ging bei KT eher darum, auszutesten ob der Köder geschluckt wird, das Bunte-lesende Volk jubelt, die Sehnsuchtsmaschinen und Reflexe der RTL-Gucker anspringen. Er ist ein Designerprodukt für die Massen. Man braucht einen zukünftigen Kanzlerkandidaten, man braucht einen CSU-Star. Da ist jemand, der das füllen kann, der im "Politbarometer" an anderen vorbei zieht und nach oben wandert. Mitsamt Ritterburg, Privatvermögen und adeliger Steffi. Da nimmt man halt den, wenn er so zieht, und schreibt ihn bei der BILD schön. Höhere Töchter mit Bildung und Nähe zum KT-Milieu sind als Zielgruppe viel kleiner als die riesige Kundschaft der ZDF-Traumhochzeiten und Adelspostillen in Reihenhäusern, auf Spielplätzen und bei McDonalds. Dort zieht er, und das zählt. das unheimliche an der ganzen Geschichte ist eher, wie in einem demokratisch verfassten Gemeinwesen plötzlich wieder darauf vertraut wird, dass die besten Leute aus dem Adel stammen. Der Subtext davon: "Vielleicht war es ja doch nichts mit der Demokratie, vielleicht war die alte Ordnung der Welt doch ganz gut. Vielleicht wäre ein weiser adeliger König besser als Streitereien im Parlament" - also der komplette Gegensatz zu dem, was in Arabien derzeit geschieht. Wo man ja seine realen Erfahrungen damit hat. Der alte deutsche Obrigkeitsglaube, nach unten treten, nach oben ducken und schleimen. 80 Millionen Bürger, aber rein zufällig ist KT von denen am besten geeignet - als Wirtschaftsminister, als Verteidigungsminister, als anzler - egal. Er ist einfach gut. . Glücklicherweise ist der ganze Adels-Hype eine Blase und zerplatzt so schnell, wie er sich zuvor blähte. Der Donnersmarck macht Murks in Hollywood und wird dort ausgelacht. Der KT hat abgeschrieben. Der Ole in Hamburg hatte keine Lust mehr und verreiste nach Diktat. Auch sonst: Prügelprinzen, Steuervergehen, Spendenskandale. Statt erlsenen Charakteren. Die Kaiser sind nackt. . Leute mit wirklichem Intellekt, Charme, mit Raffinesse und Stil, intelligente Leute findet man meist nicht in der Politik, denn sie sind nicht gemacht für Bigotterie, Heuchelei, Ränkespiele und Parteisoldatentum, Fraktionszwang und Listenplatzliebdienerei. Sie werden schnell weggebissen oder ertragens einfach nicht. Das liegt aber nicht an der Demokratie an sich, sondern eher an ihrer speziellen Ausprägung hierzulande. Da sind keine Visionen oder Ideen oder gar Kontroversen gefragt. Da gehts um Aussitzen, bella figura, Image und "Stabilität". Und um "Führung" und Verfestigung von Macht. . Ob KT in der Schweiz auch Erfolge gefeiert hätte, weiß ich zb. nicht.

0 colorcraze 21.02.2011, 13:34 Uhr

Ich weiß wirklich nicht was...

Ich weiß wirklich nicht was Ihr alle habt, Titel Baron, Gel im Haar, schludrige Ghostwriter, tätowierte Frau, das paßt doch alles bestens zusammen zu Gala-Faktor.

Was sich geändert hat, seit...

Was sich geändert hat, seit aus dem geistesriesigen Freiherrn ein betrügender Guttenzwerg wurde: Als Doktorand werde ich von absolut jedem, Oma, Opa, Onkel, Tante, Nachbar, Freunde... angesprochen, ob ich denn wenigstens ehrlich arbeite. Ich gewöhne mir an, zu antworten: "Oma, der Ehrliche ist der Dumme. Das Rollenmodell unserer Zeit heißt Karl Theodor, Großkönig aller Dreckskerle."

0 colorcraze 21.02.2011, 13:47 Uhr

Seht es doch mal positiv: bis...

Seht es doch mal positiv: bis zum Stand eines Monsieur Blingbling oder eines Cavaliere Bungabunga sind noch viele Fauxpas Luft.

Jetzt zitiere ich mal ohne...

Jetzt zitiere ich mal ohne Namensnennung meinen Nachbarn, einen Dr. iur. alten Schlages: Das Wort Rechtswissenschaft ist eine contradictio in adiecto, Recht hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Und der muß es schließlich wissen. Wozu dann diese ganze Debatte? Gruß K

0 bertholdIV 21.02.2011, 14:12 Uhr

ein kollege von mir studiert...

ein kollege von mir studiert an der webster in wien. die müssen alle aufsätze hier einen tag vorher einreichen: http://turnitin.com/static/index.php ergo: guttenbergs plagiat musste m.e. seinem doktorvater vorher bekannt gewesen sein und vielen anderen auch.

Ich segele hier ja als...

Ich segele hier ja als halbseidener Träumer in Jesuslatschen. So schlecht ist das nicht. Aber das Spiel geht ja so: Arbeitshypothese, so verwegen wie möglich, und dann mal schauen, ob's stimmt. Ausprobieren, Härtetest unter allen Bedingungen, wasserdicht machen, methodisch sauber, auf dem aktuellsten Stand. Wer immer mit irgend etwas Neuem kommt, wird sofort von den Platzhirschen weg gepustet und die Schleichkatzen klauen es. Wenn die Daten aber stimmen, der Flieger tatsächlich über den Atlantik fliegt und nicht runter fällt, dann muss da was dran sein. Jeder Fehler haut unmittelbar, direkt zurück, erbarmungslos. Das ist das Schöne daran. Je mehr halbwahre oder weniger wahre Derivate zwischen Hoffnung und Realität geschummelt werden, desto eher gehen die Lehmänner unter. Der junge Dr. und der Bimbiss Dicke. Interessante Frage. Meine Gefühl dabei ist der persönliche Vorteil. Ich glaube nicht, dass sich Kohl persönlich bereichert hat. Macher machen halt in der Welt, wie sie ist und bei Transparency International e.a. sieht Deutschland nicht blütenrein aus, niemand auf der Welt. So ist es, vielleicht nicht schön, ich kann's nicht ändern. KT hat da schon ein anderes Gschmäckle. Es gibt etwas, wobei mir mulmig wird und deswegen mache ich ja hier in der guten Stube einfach ungefragt Radau: Das sind diese Volksbelehrer, die alle Untertanen zur Prozession aufstellen, kontrollieren, ob Schuhe und Fingernägel geputzt sind und alle mit ihren Megaphonen hinter nackten Kaisern hertreiben. Wehe, da stellt einer eine Frage. Wenn an diesem Spiel sich nicht nur die Fliegenschwärme der Medien beteiligen, sondern die Unis selber im Verbund mit den hohen Staatsfunktionen, dann verliere ich Vertrauen. Das ist eine grundverkehrte Vorstellungswelt und ein grundverkehrtes Menschenbild. Nackte Kaiser sind immer an DrDrDrDrmultmultmult zu erkennen. Wenn dämliche, fette Macht und Schwulst Meinung diktiert, dann stimmt hier was nicht. Wenn sich so ein ganz doll Wissender vor mir aufbaut, dann mach ich einen Bogen und guck mir Zellen, Vögel oder sonstwas an. Der ärgert sich dann, aber das ist sein Problem. Ich trage die Konsequenzen. Das ist es mir wert. Wenn aber grübeln, denken, meinen, sagen, egal was, von der Richtlinienkompetenz als nicht hilfreich glatt gebügelt werden und Mister Armtwister schon mal Napoleons Apotheose anvisiert, dann wird mir mulmig. Solche Equipagen landen immer im Graben, egal wie viele Lakaien sich da rauf drängeln. Kamtschatka ist vielleicht wirklich netter, zwischendurch mal? Ich wollte eigentlich viel lieber Jacob Taubes: Eschatologie des Abendlandes lesen. Nicht, um einer Meinung mit ihm zu sein, das ist mir wurscht. Ich möchte wissen, was der gedacht hat.

0 1 Euro Hausmeister, Antifa, EU 21.02.2011, 14:17 Uhr

Jeder der die UDSSR kannte und...

Jeder der die UDSSR kannte und selbstverständlich ebenso liebte, liebt auch Deutschland im Jahr 2011. Die zunehmenden Ähnlichkeiten: frapant. Bald ist es geschafft. Und: Nun haben wir, auch, unseren Grasser-Fall. Man muss also nicht mehr neidisch nach EU Österreich schielen. Früher waren es die Juden. Mal sehen, welche Gruppe nach den Kapitalisten drankommt. Wie wäre es mit Co2 unter der Erde lagern-Gegnern?

Ursachenforschung? Ein...

Ursachenforschung? Ein Beitrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Wir_am%C3%BCsieren_uns_zu_Tode

0 Paulchen P 21.02.2011, 14:43 Uhr

Und wieder erkennen wir das...

Und wieder erkennen wir das bilanzielle Muster der Finanzmarktkrise: Irgendein Erbsenzähler hat den Ghostwriter unter Nutzenaspekten durchoptimiert und dabei die systemischen Risiken der Namensbürgschaft nicht in die Bilanz eingestelllt. Nun ist der Herr im freien Fall. P.s.: Werter Don, legen Sie Ihre Blogs nicht mehr ab? Mein Vorschlag "Klassenkampf nach oben. Ikarus. Freier Herr in freiem Fall. 2. Heiratsmarkt. Neureiche. Finanzmarktkrise."

0 donalphonso 21.02.2011, 14:55 Uhr

Um den Freiherrn selbst zu...

Um den Freiherrn selbst zu zitieren: . Strauß hat auch mich geprägt. Daher empfinde ich weder Scham noch Scheu, mich immer wieder ausdrücklich auf das beeindruckende Erbe eines Franz Josef Strauß zu berufen. . So gegenüber der Bild, als er noch Generalsekretär der CSU war. Und was soll ich sagen: Das war ehrlich!

0 HansMeier555 21.02.2011, 15:00 Uhr

Irgendwann muss er wieder vor...

Irgendwann muss er wieder vor die Presse treten. Dann hat er zwei Möglichkeiten: Entweder schweigt er stur (mit Hinweis darauf, dass die Uni Bayreuth die Entscheidung treffen muss), oder er tut öffentlich Abbitte: "Ja, ich habe ein wenig geschummelt, ja ich schäme mich dafür, ja, ich habe meinen Rücktritt angeboten, aber auf Bitten der Werktätigen bleibe ich tapfer in meinem Amt..." . Die erste Methode wäre ihm bestimmt lieber, wird aber auf Dauer schwer durchzuhalten sein. Immer wieder wird man ihn danach fragen, auch im privaten Umfeld und auch seine Ministerkollegen: "Also hör mal, wie war das eigentlich..."? . Nach Methode zwei hätte er "reinen Tisch gemacht", Kritiker könnten danach als beckmesserische Querulanten hingestellt werden und BILD bekäme sein großes Drama von Reue und Vergebung. "Ja, ich habe gelogen" und: "Warum ich trotzdem im Amt bleibe". Die Frage ist nur, ob er diesen weiteren Schritt tiefer hinein in die Gosse mit seiner Selbstachtung vereinbaren kann. Ich fürchte ja.

0 HansMeier555 21.02.2011, 15:02 Uhr

KT = kann täuschen....

KT = kann täuschen.

0 HansMeier555 21.02.2011, 15:08 Uhr

Auch eine Art, sich gegenüber...

Auch eine Art, sich gegenüber dem Elternhaus mit alle seinen unerfüllbaren Forderungen zu emanzipieren. . Ein coming out sui generis: Ihr seid adlig, ich bin Proll und stolz darauf und habe Erfolg damit. Ätsch! . Genau wie beim Fleischhacker, nur halt drei Nummern grösser.

0 Rudolf Krüger 21.02.2011, 15:13 Uhr

84529 Tittmoning, Pallinger...

84529 Tittmoning, Pallinger Str. 21 Ich möchte mich nicht verstecken! Mehrmals habe ich den Atem angehalten, aber 14:40 war es vorbei mit der Beherrschung: "Mein Gott, mein Gott!" Ja, die Jagd ist bald vorbei, er hängt schon am Kreuz. Jetzt noch anspucken und mit Kot bewerfen ...

0 HansMeier555 21.02.2011, 15:16 Uhr

"Ich bin nicht so geworden,...

"Ich bin nicht so geworden, wie ihr mich wolltet, dafür lieben mich jetzt zig Millionen bildungsferne Mittelschichtler."

HansMeier555, hab ich auch...

HansMeier555, hab ich auch gelesen, bei "Berlin drinnen" oder so. Lustige Umnennung.

dse ess uh um 13.06h Re KT ...

dse ess uh um 13.06h Re KT Schweizer Sprichwort "Nur nicht auffallen, liebes Kind".

0 f.luebberding 21.02.2011, 15:29 Uhr

"Die Frage ist nur, ob er...

"Die Frage ist nur, ob er diesen weiteren Schritt tiefer hinein in die Gosse mit seiner Selbstachtung vereinbaren kann. Ich fürchte ja." Nun, das wäre ehrlich - nur war halt vorher eine Lüge zuviel.

HansMeier555, sorry: "Berlin...

HansMeier555, sorry: "Berlin vertraulich"; SIE lesen stern.de?

0 specialmarke 21.02.2011, 15:40 Uhr

Was ich schon früher nie...

Was ich schon früher nie richtig verstanden habe: Da heiratet Hinz und Kunz in einer fränkischen Kleinstadt. Und wo muß die kirchliche Trauung stattfinden? Möglichst natürlich in der Kirche des Stadtschlosses! Das kostet extra, aber das macht nichts. Und das Festmal findet im Roten Saal eines anderen alten Gemäuers statt, das ebenfalls dem örtlich zuständigen Adelsgeschlecht gehört. Ein mir bekanntes Paar - sie von Aussehen, Gemüt und Weltbild nah an Alice Schwarzer, beide Akademiker - lassen ihr mit viel Mühe und ärztlicher Hilfe produziertes Kind in der Kapelle eines weiteren "Schlosses" taufen, das allerdings keinem Adligen mehr, sondern einem Münchner Immobilienheini gehört. - Immer dieses Bedürfnis nach feudalem Rahmen für die großen Ereignisse des kleinbürgerlichen Lebens. Und dann diese elenden Seifenopern im Fernsehen, die irgendwo in Wales oder Irland oder im Voralpenland auf irgendwelchen Herrenhäusern stattfinden. Fürchterlich, fürchterlich! Und jetzt haben wir auch noch so einen Verteidigungsminister, der aussieht als war er einer solchen Soap entsprungen. Und er führt sich auch noch so auf. Und man muß fürchten, daß dies wie in diesen Serien läuft: es endet niemals. - Wie schön waren doch die Dramen früher. Da ist der Protagonist nach angemessener Zeit von der Klippe gesprungen, oder hat das letzte Mal den Saal für immer verlassen, nachdem alles gesagt war...

0 bertholdIV 21.02.2011, 15:51 Uhr

@rudolf krüger we hängt am...

@rudolf krüger we hängt am kreuz? vergleichen sie jetzt kt mit diesem unter tiberius gekrezigten juden? das ist blasphemie. aber in bayern gab es bis vor ein paar jahren noch eine deggendorfer gnad..

0 HansMeier555 21.02.2011, 15:53 Uhr

Mein Lieblingszenario: Merkel...

Mein Lieblingszenario: Merkel und CDU halten, ermutigt durch die überraschend guten Umfrageergebnisse, ostentativ an ihm fest. Dann aber setzt sich im Zeitraum von zwei Wochen auch an der Basis, (d.h. bei den Leuten, die nicht so viel im Internet surfen und noch nicht auf Guttenplag.de geklickt haben und reflexartig immer an die linke Kampagnentheorie glauben), der Eindruck durch, den wir hier jetzt schon haben: dass die Vorwürfe voll und ganz zutreffen und Guttenberg tatsächlich ein mutwilliger Betrüger ist. Wer weiß, vielleicht stellt sich dann heraus, dass die bisherigen Umfrageerbebnisse nur dem Nichtwissen geschuldet waren. Und dann muss Merkel ihn nach einem Monat doch noch vom Hof jagen und ist selber mitbeschädigt.

"Durchhalten, heißt die...

"Durchhalten, heißt die Parole einstweilen. Aber auch Merkel ist bewusst: Sollte die Universität Bayreuth Guttenbergs Dissertation in weiten Teilen tatsächlich als Plagiat brandmarken und ihm die Doktorwürde wieder entziehen, wäre Guttenberg kaum noch zu halten - zumal das auch bedeuten würde, dass der Minister die Unwahrheit gesagt hat." . Diesem perfiden politischen Druck hält selbst ein halbwegs anständiger Professor nur kurz stand. Das Bayreuther Gesindel knickt schon vermutlich bereits vorauseilend ein... Dem kriminellen Gaunerberg kann nichts passieren.

0 HansMeier555 21.02.2011, 16:07 Uhr

Gruß an den...

Gruß an den Nachwuchs: . http://www.gkrw.uni-bayreuth.de/ http://www.gkrw.uni-bayreuth.de/index.php?id=vorschriftensammlung

@ nauplius 15:13 : Sie haben...

@ nauplius 15:13 : Sie haben die http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsr%C3%A4son entdeckt. Da es unser aller Staat ist, können wir uns auch alle dazu veranlasst sehen uns diesem zu unterwerfen. So haben die Bush´s die USA in den jetzigen Wahnsinn getrieben. War wirklich easy going. Fubzt auch in D..............

0 HansMeier555 21.02.2011, 16:09 Uhr

@sterne Manchmal nutze ich...

@sterne Manchmal nutze ich google-news.

@ sterne 16:56 : Eine...

@ sterne 16:56 : Eine Universität entzieht nicht, der Probant verzichtet. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34230/1.html

0 Herrentorte 21.02.2011, 16:15 Uhr

Ich würde dem Filius des...

Ich würde dem Filius des Hauses Guttenberg noch eine Chance geben. Wenn er heute abend die Wahrheit sagt und gleichzeitig seinen Rücktritt ankündigt. Er wäre dann noch grade so aus der Sache rausgekommen und frei, sein Erbe zu entwickeln. Er könnte z.B. ein Wellness-Hotel draus machen. Mit Golfplatz drumrum und Botox-Praxis. In solch einer Umgebung könnte ich ihn mir sehr gut vorstellen. Als Geschäftsführer des selbst geerbten Hotels, in der Lounge Filmstars und Zahnarzt-Gattinnen mit seinen hochvollendeten Umgangsformen begrüßend. Da passt dann auch die Gel-Frisur. Es kann doch noch was werden aus dem Jungen. Jeder hat eine zweite Chance verdient.

0 HansMeier555 21.02.2011, 16:33 Uhr

@sterne . Ich glaub, mutti...

@sterne . Ich glaub, mutti startet jetzt voll durch und bindet sich den Brocken ans Bein auf Gedeih und Verderb. Ein halbes Dutzend hat sie weggeekelt, den muss sie jetzt behalten.. Auch sie spielt va banque.

0 perfekt!57 21.02.2011, 16:40 Uhr

Wie immer ein paar richtig...

Wie immer ein paar richtig genial gute Sätze drin. Immer die alte Sache: Die Wahrheit ist wie das Leben - spreche ich bloß mutig aus, schaffe ich Literatur (auch wenn manche das im ersten Moment nicht glauben). Trivial ist immer nur die Einseitigkeit, die Lüge, das Bloß-um-Darstellung-bemühte. (Und eine Schande, dass angeblich Mut zur Wahrheit gehört.) . Und Antichambrieren kann auch Kunst sein. . Und "InsideWikileaks" gehört für "die Generation Dr.Don" derzeit wohl auch zur Pflicht, zur Kenntnis genommen zu haben zumindest, was heute ist. Das Team und Domscheid-Berg haben etwas zu sagen. http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Domscheit-Berg . Jahrgang 1978 - mit solchen werden viele Gestalter dieser Jahrgänge später mal "auf die Zeit der toten Leichen wie Berlusconi, Mubarak und Co" zurückschauen. http://openleaks.org/ . http://www.youtube.com/watch?v=soOdG1dcOxc&feature=related . Und der verlorene Sohn kommt zurück, ist einsichtig, kann sich (wieder)annehmen lassen. Das sehen wir hier noch nicht so ganz. Viel eher wirkt es wie dauerhafter Abstieg, dauerhafter Verlust der Noblesse. . Und das "ER - Don" sich zu solchen in Beziehung setzte war nicht wirklich nötig: Es hätten eher wenige den Vergleich angestellt, anstellen mögen, über mehr/weniger, höher/niedriger nachdenken wollen wie am möglichen Beispiel Don - Freiherr. (Wer schon strebt - zumal in einem bürgerlichen Beruf wie Politiker/Minister - der ist es nicht, nobel halt. Und auch das nicht von uns.) . Und es geht und ging auch weiterhin nicht um die Person zu Guttenberg - es geht um diese Republik, wie sie ist heute - und umgeht (oder nicht, oder umgehen lässt, nicht wahr?).

0 HansMeier555 21.02.2011, 16:40 Uhr

Unfassbar: Er hat auch aus den...

Unfassbar: Er hat auch aus den geöffneten Soldatenbriefen abgeschrieben...

0 HansMeier555 21.02.2011, 16:46 Uhr

Früher oder später wird sich...

Früher oder später wird sich auch innerhalb der CDU Opposition bilden, vielleicht ausgehend von den parteinahen Stiftungen. Die haben ja ein ausgedehntes Programm von Promotionsstipendien...

0 Pérégrinateur 21.02.2011, 16:49 Uhr

Man kann den EIndruck...

Man kann den EIndruck gewinnen, der stets oben schwimmende Schaum sei zur Zeit besonders luftig. Aber vielleicht täusche ich mich ja damit und es war wirklich zu allen Zeiten ganz genauso. Zu manchen sicher. Der da jetzt hat an der Universität Bayreuth studiert; ein anderer, in den der Athener Pöbel sich vergafft hatte, war dagegen sogar Schüler von Sokrates. Alles andere im selben Verhältnis. Der da ist also erst der Täufer, der wahre Heiland kommt wohl noch. Kauft euch Feldflaschen, für die sizilianischen Steinbrüche!

0 AnnSophie Anti-Laser 21.02.2011, 16:49 Uhr

@HansMeier 16:53 . Wir...

@HansMeier 16:53 . Wir glauben: Guttenberg ist bereits politisch so tot, töter gehts nicht. Nur er selbst weiß das womöglich noch nicht, eben dass die Zustimmung der Parteifreunde bloß naturnotwenig jetzt noch einer Beerdigung erster Klasse vorrausgehen musste: Er tritt zurück. . Selber eben und einsichtig (sobald er es ist, es wurde), weil er nur so niemanden beschädigt/mitreisst.

0 KT zu Schlechttenberg 21.02.2011, 16:50 Uhr

Fichtenholz? Im Ofen? Wollen...

Fichtenholz? Im Ofen? Wollen Sie sich umbringen?

Ich zitiere (ich betone,...

Ich zitiere (ich betone, zitiere!) aus der FAZ, ich betone Z: "Selbst in Abschnitten mit reiner Sachinformation fand der Autor dafür keine eigenen Worte, sondern lieh sich die Formulierungen aus Seminarreferaten unter hausarbeiten.de aus, um sie als die seinen auszugeben. So etwas ist kein „Fehler“." . "Der Ausdruck „mühevollste Kleinarbeit“, den der Minister in seiner Erklärung zu dem Umständen seiner Promotion bemühte, passt. Eine so aufwendige und liebevoll hergestellte Täuschung findet man in der jüngeren deutschen Universitätsgeschichte nicht so leicht. Wer hier am Werk war, wusste, was er tat, und dass es nicht gestattet ist." . Klasse, FAZ. Weiter so. Die Ausreden des Lügenbarons stinken zum Himmel.

0 manuelito 21.02.2011, 17:00 Uhr

guttenberg hat sein dings...

guttenberg hat sein dings genau so wenig selbst verfaßt wie helene hegemann das ihre. sie wissen selbst nicht, was da drin steht, und deswegen faseln die beiden auch so verblüffend nichtsahnend über ihr werk, weil sie keine ahnung haben, was drin steht und worüber sie eigentlich reden. rudolf krüger, was haben Sie für ein problem?

Gutter Artikel von Herrn...

Gutter Artikel von Herrn Kraube, und kein bisschen geklaut. . Der Schluß: "Jemanden, der sich einen Karriereabschnitt zusammenfingiert hat und wissenschaftlich posieren wollte, ohne etwas Eigenes anbieten zu können, hat Frau Merkel jedenfalls zum Verteidigungsminister dazubekommen. Man könnte fragen, wie gescheit man sich jemanden vorstellen soll, dessen Ehrgeiz ihn für so wenig so viel hat riskieren lassen. Aber wenn der Ehrgeiz gegen Einsicht siegt, ist man an Regierungstischen natürlich nachsichtig miteinander." . Die Herablassung Merkels, sie brauche ja keinen "wissenschaftlichen Assistenten", ist erstaunlich dumm. Braucht sie denn einen Betrüger? . Wofür nochmal genau, Frau Merkel?

Wehrter Don, Ihr seid ein...

Wehrter Don, Ihr seid ein Schlingel. Doch danke für diese Zeilen. Herzlichst P.

Frostige Frischluft tut...

Frostige Frischluft tut gut. Ich hab einen Vorschlag, alles wird gut: Bajuvaria geben wir jetzt einen Kaiser. KT darf sich auch in einem Eisenbahnwaggon vor Wien seine Mütze selber auf den Kopf setzen. Brauereien und Antiquitätenhändler kommen nicht mehr hinterher und die ganze Welt pilgert dorthin, wo die Welt noch in Ordnung ist. Es gibt nicht genügend Betten, um all diese Burgen zu besichtigen. Angela, na ja, Denkmal in Templin. Vielleicht macht sie dann ja auch mal wieder Physik, so'n richtig knackiges Experiment, wo ihr die Realität direkt um die Ohren fliegt, ohne milchlige Assistentenjüngelchen. Weiß ich nicht. Und wir? Also ich bin für einen Handwerker, der weiß nämlich, was eine Rechnung ist und der weiß auch, was das ist, was da drauf steht. Sonst weiß das ja niemand. Die wissen gar nicht mehr, was Zahlen bedeuten. Sie zahlen ja die Rechnungen nicht, Hahahihihoho. Keine Ahnung, wer sie zahlt. Also Marx und Lenin schminken wir uns ab. Wir schminken uns alle ab. Wir fummeln die Manschettenknöpfe da raus, krempeln die Ärmel hoch und gucken uns zusammen die realen Zahlen an: Einnahmen, Ausgaben. Dann gucken wir, was den Chinesen, Indern, Indonesiern, Brasilianern fehlt und sind ganz freundlich zu denen und schicken unser Zeugs da rüber, dass die Container platzen. Und dann ziehen wir in der EU mal die Vorhänge auf, vor allem zwischen den Unis. Aber da kriegen wir ein Problem. Wer auf der Welt will schon auf unsere Unis?

Inzwischen wachen auch einige...

Inzwischen wachen auch einige Juristen auf: ""Ich kann mir keine andere Reaktion der Universität Bayreuth vorstellen als die Entziehung des Doktorgrades", sagte der Professor der Rechtswissenschaften Peter Landau. Als Konsequenz müsse Guttenberg zurücktreten. Landau sieht offenbar auch die Möglichkeit eines Ghostwriters: Er könne sich relativ schwer vorstellen, dass zu Guttenberg vorsätzlich plagiiert habe, sagte er. Wenn es aber kein Vorsatz sei, müsse jemand anderes die Arbeit angefertigt haben. Zu Guttenberg habe dann ein falsches Ehrenwort gegeben." (Zitiert aus einem bösen Blatt, lieber Don. Augen zu!)

0 HansMeier555 21.02.2011, 17:17 Uhr

Und noch ein Verdacht: Merkel...

Und noch ein Verdacht: Merkel ist in der Wendehals-Ost-CDU-Ex-Blockpartei politisch sozialisiert worden und glaubt darum womöglich, eine hundertprozentige Zynikerpartei zu regieren. . Dabei vergißt sie, dass die CDU ihre Macht nicht nur der Hinterzimmerkorruption, sondern auch der Gutgläubigkeit verdankt: All diese Professorinnengattinen...

0 Dummheit und Moral 21.02.2011, 17:27 Uhr

Die Wurstigkeit, mit der das...

Die Wurstigkeit, mit der das Heer der selbsternannten Verteidiger zu Guttenbergs dessen Betrug als Schülerstreich herunterspielen will, ist mittlerweile genau so ärgerlich wie die Sache selbst. Jeder, der einmal eine größere wissenschaftliche Arbeit verfasst hat, kennt die Panikattacken bei der Schlussredaktion, wenn die Quelle für ein Zitat sich nicht finden lässt: Das hektische Durchforsten des Zettelkastens, die erneute Ausleihe von Literatur auf bloßen Verdacht hin und natürlich (seit geraumer Zeit) die Recherche im Netz. Sollte die Quelle unauffindbar bleiben, muss das Zitat entfernt und der entsprechende Absatz so umformuliert werden, dass er seine Konsistenz bewahrt. Das tut weh. Und dann gibt es noch – wie wir gerade überdeutlich vorgeführt bekommen – die Möglichkeit, nicht Zitate, wohl aber deren An- und Abführungszeichen verschwinden zu lassen. Ist das denn wirklich so schlimm? Es ist mehr als schlimm. Es ist dumm. Denn es zersetzt tendenziell den wissenschaftlichen Diskurs, indem Belege (die Zitate) zum eigentlichen Ergebnis ohne argumentative Unterfütterung gemacht werden. Damit sind sie dem Fegefeuer der Kritik entzogen, in dem sich ihr Wahrheitsgehalt erst hätte beweisen können. Sie werden zur bloßen Behauptung degradiert. Der Wert einer Behauptung ohne Beleg ist jedoch nicht nur in der Wissenschaft gleich Null. Herr zu Guttenberg verhält sich somit wie der Mann, der den Nordpol ein zweites Mal entdeckt und laut heureka schreit. Es ist spätestens seit Hannah Arendt keine taufrische Erkenntnis, dass Phänomene, die wir als moralisch verwerflich zu erachten geneigt sind, bei Lichte lediglich als unfassbare Dummheit sich erweisen. Herr zu Guttenberg setzt alles daran, in diesem Sinne zu einem exemplarischen Fall zu werden.

specialmarke 16:40: So...

specialmarke 16:40: So schlecht sind Sie gar nicht, wenn sie sich sehr anstrengen. Natürlich werfe ich ein: Jede Prinzessin will in einem Schloß heiraten. Und welche Frau ist keine Prinzessin? Sie haben aber recht, geiermarke, und das "Bedürfnis nach feudalem Rahmen für die großen Ereignisse des kleinbürgerlichen Lebens" (specialmeier, 2011) führt v.a. die nach höherem strebenden Töchter kleiner Handwerksunternehmen oder des örtlichen Buslinienbetreibers in das Schloß. . Lachen wir, aber gönnen wirs ihnen, denn jede Frau soll einmal im Leben von einer gemieteten Schloßtreppe winken dürfen. Das macht die ersten Jahre im eigenen Schloß (weißer Klinker, Beton"säulen" am Pultdachbürzel über dem Eingang, bodentiefe Fenster mit Sprosse in Aspik, 400 qm im Ligustergeviert) erträgllich.

Tief Blicken (mit großem B -...

Tief Blicken (mit großem B - und worauf, man sich der Leser fragen) lasse es, sagt die von Vroni angeführte Facebook-Seite einleitend zu Professor Spruths Diagnose der wirklichen, stillosen Gründe für Kritik an Dissertations-Techniken, wenn schamlos angegriffen würde. Mit messerscharfer Logik argumentiert dann ein zitierter Experte für Großrechner (Leipzig, Tübingen), dass ein nicht gekennzeichnetes Übernehmen von Absätzen aus der FAZ in die Einleitung einer Dissertation deswegen kein Mangel sei, weil diese Absätze "kaum etwas zu dem wissenschaftlichen Beitrag und Wert einer Doktorarbeit" beitrügen. . Äh... Und ähnlich zwingend Logisches steht da noch mehr! . Kinnlade wieder oben, hat es hier einen Experten für Rabulistik, der oder die genügend Energie aufzubringen Lust hätte, eine wenigstens vergnügliche Replik zu streuen?

Nichts mit Berufssohn. Der...

Nichts mit Berufssohn. Der Knabe hatte nicht nur eine schwere Kindheit, er hatte überhaupt keine. Schon im zarten Alter von 7 Jahren musste er ran und als jüngster Bundestagsabgeordneter aller Zeiten sein Heimatdorf vor Fremdbestimmung und Eingemeindung retten. "Glück hatte die Gemeinde im Zuge der Gebietsreform 1978, als durch die Bemühungen des damaligen Landtagsabgeordneten Herbert Hofmann und des Bundestagsabgeordneten Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg die Selbständigkeit erhalten werden konnte." http://www.gemeinde-guttenberg.de/

Ich will mich ja nicht endlos...

Ich will mich ja nicht endlos an Lumpenberg abarbeiten. Allerdings verspottet er mich und alle aus dem Graduiertenkolleg hohnlachend, das ärgert. . Seine Arbeit sei "in mühevollster Kleinarbeit entstanden." Und? Das gilt - außer für die "Arbeit" Gaunerbergs - für jede Doktorarbeit. Sie entsteht so oder gar nicht (außer eben als Plagiat) Er war "junger Familienvater." Und? Mir kommen die Tränen! Als seien andere Doktoranden das nicht - müssen aber dazu noch ohne Personal, also ein Geschwader an Hausdienern und Ghostwritern, zurecht kommen. . Lügenberg hat jedem Wissenschaftler, ich betone Wissenschaftler, mit Vergnügen ins Gesicht gespuckt, ich betone Vergnügen. An dieser Stelle eine - wenn auch allzu höfliche - Antwort (vgl. Ausdrucksweise deutscher Außenminister): . Herr zu Schlechttenberg, mit Verlaub: Sie sind ein Ar...! . (Jaja, ich weiß: Zorn ohne Macht wird verlacht. Aber vielleicht kommt das Gelächter des Großkopierers über die aus seiner Sicht bescheuerten ehrlichen Doktoranden doch noch zu einem Ende. Für ihn, seine Doktorväter - und hoffentlich für Lumpenstärkerin Merkel.)

0 dse ess uh 21.02.2011, 17:48 Uhr

Aber, Sterne, ist es nicht...

Aber, Sterne, ist es nicht eigentlich egal, was in Bayreuth nun "offiziell" "herauskommt"? Es sind ja objektive, bekannte, von jedermann überprüfbare Regeln, gegen die wohl verstoßen wurde. Jeder kann die Prüfung selbst nachvollziehen, jeder kann "Bayreuth" spielen. Die Fakten liegen ja auf dem Tisch. 2+2 ergibt einfach nicht 5, auch wenn man dies nun auf politischen Druck hin in Bayreuth so sehen wollte. . Und jeder Student könnte sonst zukünftig exakt so vorgehen wie G., und schon bei leiser Kritik nur lapidar auf die Bayreuther Entscheidung pro G. verweisen. Und dann? Der "Bayreuther Doktor" würde bald zum Synonym für Hochstapelei und Scharlatane, für Liebedienerei und Schildbürgertum. Das kann die Uni dort kaum dulden wollen. . Was aber sollten die politischen Druckmittel sein, um Druck auszuüben? Kürzungen der Mittel, Personalien? Wer sollte den Druck konkret ausüben? Wer ihn empfangen? Was, wenn Bayreuth bei Druck diesen sofort thematisieren und der Presse transparent machte? Als Koch das ZDF an die kurze Leine nehmen wollte, kam er zwar letztendlich damit durch. Aber der entstandene Schaden war größer als der erhoffte Nutzen. Er verabschiedete sich bald danach aus der Politik. . Und was, wenn es doch ein Ghostwriter war, und KT in die Kameras gelogen hat? Wäre es schlimmer, oder weniger schlimm, als ein "eigenhändiges" Plagiat? Eine lose/lose-Situation. . Berlusconi konnte das, er war dreist genug, gegen alle Regeln von Anstand und Moral einfach weiterzumachen, in der Sicherheit, dass ein Großteil der Italiener das gerade goutierte. Aber irgendwann, spätestens, wenn die vorherige Kritik oder Kampagne der Gegner nur noch in allgemeines Gelächter münden, und der eigene Säulenheilige anderswo als Witzfigur überhaupt nicht mehr ernst genommen wird, ist es dann auch für die Fantruppe vorbei, und dann kann es ganz schnell gehen. KTs Sturz wäre ein Schnitt und eine herbe Niederlage, aber die Alternative ist hier wohl Ben Al oder Gaddafi, metaphorisch betrachtet: Selbst erkennen, wann es vorbei ist. Oder Augen zu und durch, und die anderen sagen einem dann etwas unsanfter, dass es vorbei ist. . Warum hat er denn nicht einfach selbst eine ordentliche Dissertation verfasst, wenn er so scharf auf den Titel war? Ich verstehs immer noch nicht. Aber man steckt halt nicht drin. In seinem vorherigen job ließ er aber, meine ich mich zu erinnern, auch schon Gesetze von Kanzleien erarbeiten, vulgo Sachen von anderen schreiben. Vielleicht sieht er seine Rolle ja einfach grundsätzlich als eine Art Kellner, der publikumswirksam serviert, was andere gekocht haben. Er delegiert eben und repräsentiert. Das machen ja viele. Das Bild seiner Fans von ihm war blos ein anderes. Momentan hofft man jedenfalls wohl, dass das harte Scheinwerferlicht der Medien sich wieder anderen Dingen zuwendet, und dann im Halbdunkel was gemauschelt werden kann. Denn das hat ja auch bei anderen Fällen so funktioniert. Der Lausbub mit dem verschmierten Schokoladenmund sagt, er habe nicht an der Schokolade genascht. Im Wissen, dass es ja nun wirklich wichtigeres gibt als unerlaubte Nascherei.

0 bertholdIV 21.02.2011, 17:57 Uhr

"Prof. Sauer [144] Frank...

"Prof. Sauer [144] Frank Muschalle (Royalflush) Was sagt eigentlich Prof. Dr. Joachim Sauer dazu?" auf: http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFD4E1E1A128C4A388760CEE978C4A7A1~ATpl~Ekom~SKom.html#547044 habe ich auch erlebt, vorsichtig jetzt wird es frauenfeindlich: eine hübsche lehramtsstudentin in physik und wie mehrere lst. inhaber...

0 hansgeier333 21.02.2011, 17:57 Uhr

Da hilft doch nicht das ewige...

Da hilft doch nicht das ewige Gezerre um den Zölibat; nein, die Ausweitung der Unfehlbarkeit auf adelige Minister und Bunga-Bunga-Tänzer (und nicht auf Bloggerianer) ist das Zeichen aus Rom, auf das alle warten.

0 Rechtsstaats Kniekehlen 21.02.2011, 18:05 Uhr

"Der Bundestagsabgeordnete...

"Der Bundestagsabgeordnete Lauterbach (SPD) hat es richtig gesagt: Man kann das Prüfen an den Universitäten einstellen, wenn das Argument, es gebe Wichtigeres, Schule macht. Ein solches Argument ist sogar geeignet, dem Rechtsstaat in die Kniekehlen zu treten. ... Ob ein Verteidigungsminister promoviert ist, tut in der Tat nichts zur Sache. Kanzlerin Merkels Spruch aber, sie habe keinen wissenschaftlichen Assistenten ins Kabinett berufen, ist wohlfeil und herablassend gegen Leute, die es mit der Wahrheit und der Leistung ernster nehmen. Denn nicht die juristische Qualität der Arbeit, sondern die Ehrlichkeit ihres Verfassers steht in Frage. Jemanden, der sich einen Karriereabschnitt zusammenfingiert hat und wissenschaftlich posieren wollte, ohne etwas Eigenes anbieten zu können, hat Frau Merkel jedenfalls zum Verteidigungsminister dazubekommen. Man könnte fragen, wie gescheit man sich jemanden vorstellen soll, dessen Ehrgeiz ihn für so wenig so viel hat riskieren lassen. ..." http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFD4E1E1A128C4A388760CEE978C4A7A1~ATpl~Ecommon~Scontent.html . Sagten wir doch: Es geht um Deutschland.

0 hansgeier333 21.02.2011, 18:16 Uhr

Wer hat denn da schon wieder...

Wer hat denn da schon wieder am Vernidot genascht (18:27)? Beine wie Säulen und Arme wie Keulen haben wir doch schon genügend in Hosenanzüglichkeiten. Betonfrisur gegen Geel im Haar – das wäre doch mal eine wunderbare DSDS-Angelegenheit. Was hat eigentlich der Dieter bisher zu KT verlauten lassen?

0 HansMeier555 21.02.2011, 18:34 Uhr

Merkel hält an ihm fest. Es...

Merkel hält an ihm fest. Es ist atemberaubend, wie sehr dieses "Phänomen" die CDU schon im Griff hat. KT ist systemrelevant, "too big to fail". Wir stehen am Beginn eines Superwahljahres. . Ich kann mich täuschen, aber vielleicht ist diese Geschichte das Ende der Ära Merkel. Wenn Merkel jetzt an ihm festhält (und offenbar hat sie das vor), dann wird das der Union einen Knacks geben ins Mark. Die Union lebt nicht nur von korrupten Bauunternehmern, sondern auch vom guten Glauben der Provinzakademiker und ihrer Gattinnen, die vom Steuerrecht und Bauafträgen nichts, aber von akademischen Zitierweisen einiges verstehen. . Schon seit 10 Jahren stöhnt und leidet die Union in den Südstaaten unter Frau Merkel und hat nie einen Hebel gefunden, sie loszuwerden. Wenn sich Gutti im Superwahljahr aber nicht als Zugnummer, sondern als Belastung erweist, dann hätte die konservative Opposition endlich ihren Ansatzpunkt gefunden: Die causa Guttenberg könnte dann zum Fall Merkel werden. . Vielleicht hat RA Friedrich Merz (ohne Dr., aber mit 2. Staatsexamen Jura) schon zum Telefon gegriffen?

Libyen .......... wir schauen...

Libyen .......... wir schauen auf eine Groteske ohne Bedeutung und verpassen den Umbruch in Nordafrika ........ . Frage ..... : wer wird der nächste sein? Frage ...... : Warum überhaupt und warum jetzt?

@ hansgeier 19:16 : Ich würde...

@ hansgeier 19:16 : Ich würde unterstellen, er trinkt sein Blut. Schon weil er abkupfern ja anscheinend nicht schlimm findet und da Moleküle von Jugend und Erfolg im Blut schwimmen könnten. Kritik scheint bei DB ja sowieso abzuperlen........ vielleicht sollten die beiden Blutproben zum austrinken tauschen .....

Ich hab den ultimativen...

Ich hab den ultimativen Ausweg: Die Uni Bayreuth erklärt ihm zum Dr. h.c. Sauber aus der Nummer raus.

0 sobieski_król_polski 21.02.2011, 18:56 Uhr

Wobei ich mir jetzt nicht...

Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, was mich derzeit mehr empört: Der "in mühevollster Kleinarbeit" plagiierende K.T. --- oder die abstrusen Thesen des Zwergs aus der Bonner Südstadt mit dem Aussehen eines Koranschülers, der das Feuilleton einer einstmals angesehenen, inzwischen jedoch eher richtungslosen großen deutschen Zeitung leitet.

Beine wie Postamente,...

Beine wie Postamente, hansgeier333, Postamente. Hört sich wissentschaftlicher an. Und wenn's der FrauenQuote dient... Wer nun en passant von der Wirtschaft in die Verteidigung wechseln muß, soll der sich nun lange mit Doktorarbeiten aufhalten? Nicht wirklich. Wir haben es ihm ja auch nicht angemerkt.

0 hansgeier333 21.02.2011, 19:03 Uhr

Bevor wir uns über...

Bevor wir uns über Anführungszeichen und Missbräuche doppelt-gedoktorter Bundestagsassis aufregen, sollten wir lieber die Kaliber betrachten, deren unsere nunmehrige Berufsarmee über Meer und Gebirge noch imstande ist ins Gefecht zu werfen: Den Tornados ohne Echtzeit-Info brechen die Beine bei der Landung, den Leo-II-Panzern fehlt es angeblich an Leichtgewicht, obwohl die Kanadier sie gerne verwenden, die Infanterie kämpft neun Stunden ohne Luftnahunterstützung; jeder Gefallene ein Staatsbegräbnis. Gaddafi rastet aus und keiner fragt, was die sechste US-Flotte so vorhat. Wo sind die wirklichen Probleme?

0 Observator 21.02.2011, 19:05 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen,...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bayreuther ihm das durchgehen lassen werden - es wäre das Ende ihrer wissenschaftlichen Reputation und im Unterschied zu einem Verteidigungsminister (der Name dieses Amtes bekommt im aktuellen Fall eine ganze neue Bedeutung) können Professoren nicht darauf verweisen, dass sie ja "ansonsten" gute Arbeit leisteten. Wie auch immer es ausgehen mag, als Aushängeschild für Ehre, Moral, Anstand et al. taugt der Gelbaron jedenfalls nicht mehr. @herrentorte, 17.15h Gab es da nicht auch einmal einen "schönen Konsul"? Keine Ahnung, wo der geblieben ist, doch diese Nische könnte der Ungutti problemlos besetzen.

Es ist schwer und man muss...

Es ist schwer und man muss vorsichtig sein. Es wiegelt sich so leicht und beim wiegeln kommt nie etwas Vernünftiges heraus. 1. Priorität sind immer die eigenen, naheliegenden Belange. Und Loyalität, Zusammengehörigkeit dort wo man lebt machen doch immer mit am meisten aus für die Lebensqualität. Mir rutscht immer wieder mal Rabaukiges heraus und das ist auch gelegentlich mehr Lärm als Inhalt. Realität ist, dass fast alle Länder der Welt sich freuen würden, wenn sie nur unsere Probleme hätten. Das zu halten und zu verbessern ist viel wert. Ich mag nur solche Meinungsglocken nicht, unter die auch ich gekehrt werden soll und sagen soll, das Wasser fließe bergauf. Ich habe alle solche Gedankenmonopole in sich zusammenkrachen sehen. Kontroversen muss man aushalten und verbale Kontroversen müssen sachbezogen versuchen, die Sachlage nach vorne zu befördern und das ist nicht leicht, aber immer der einzige tatsächliche Ort der Handlung. Beste Grüße.

sobieski_król_polsk, Drushba!...

sobieski_król_polsk, Drushba!

0 Avantgarde 21.02.2011, 19:15 Uhr

Nun, die "Kleinarbeit" des Dr....

Nun, die "Kleinarbeit" des Dr. (ruh.) KT ist ja inzwischen im bösen Netz auch komplett verfügbar. Sich in die Plagiatjäger einzureihen erübrigt sich aber längst. Interessanter scheint mir die Frage: Wie war es möglich, dass dieses Elaborat unter kritischen wissenschaftlichen Augen mit einem summa cum laude bewertet werden konnte? Macht man sich die Mühe einer nur kursorischen Lektüre der ersten 50 Seiten, dann fällt vor allem eines auf: die wissenschaftliche Leere. Da ist nichts, außer mit Füllwörtern aneinandergereihte, stilistisch unterschiedliche Texte. Und man muss KEINEN dieser Texte kennen, um die Brüche, die argumentatorischen Irrläufe, die Frage nach dem "Was will er eigentlich?" zu bemerken. Eine Dissertation "will" etwas, sie will etwas zeigen, was andere (so) noch nicht gesehen/gezeigt haben. Amerikanische und europäische Verfassungsgenese zu vergleichen? Das ist die Hausarbeit eines Proseminar. Eine Doktorarbeit will Neues aufzeigen, sie möchte - wenn sie schon diesen Vergleich zum Thema hat - im Vorwort skizzieren, was sie will, und was die neuen Erkenntnisse sind. Doch da ist nichts außer Geschwalle, Aneinanderreihungen von Textversatzstücken mit "gleichwohl", "indes", "Szenenwechsel" etc. Als Doktorvater hätte ich bereits nach der Lektüre des Vorworts diese Arbeit abgelehnt. Dass dies nicht geschah, ist ein akademischer (und wegen der Person Guttenbergs auch politischer) Skandal. Die völlige Uneinsichtigkeit Guttenbergs, die Dreistigkeit, mit der er diese misslungene Textcollage ("enthalt fraglos einige Fehler") verteidigt, ist der nächste Skandal. Dass er wegen längst erwiesenen Betrugs nicht bereits hochkant gefeuert wurde, und zwar ohne großen Zapfenstreich, ist wieder einer. Von den Beschönigungsarien der Springerpresse wollen wir gar nicht erst anfangen. Sie sind ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der in jahrelanger Arbeit seine Dissertation schreibt, ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der sich, ohne zu betrügen, mit harter Arbeit - nicht nur im akademischen Bereich - Anerkennung erwirbt. Vielleicht sollte man einen Handwerkermeister fragen, ob er es gut fände, wenn sein Konkurrent sein "Meisterstück" einfach aus einigen von anderen vorgefertigten Teilen zusammenklebt oder lötet.

0 bertholdIV 21.02.2011, 19:15 Uhr

@hansgeier333 kann es nicht...

@hansgeier333 kann es nicht sein, dass kt deshalb so hochstablerisch forsch als verteidigungsminister auftritt - heisst das nicht das leben der soldaten aufs spiel setzen, wenn ich zur ablenkung von meinem plagiat mit ankündigung nach afghanistan fahre - um von seinem "betrug" abzulenken. wahrscheinlcih steht er jeden morghenauf und denkt sich, hoffentlich hält mein doktorvater still... das turnitin.com programm funktioniert wirklich, also glaube ich immer mehr, dass das auch mit dem doktorvater abgekartet war?

0 Pérégrinateur 21.02.2011, 19:18 Uhr

@sobieski_król_polski Sagen...

@sobieski_król_polski Sagen Sie bloß, der von Ihnen Kritisierte ist Ihnen nicht katholisch genug? Zugegeben, er argumentiert, das kann da schon mal stören …

Radiosendung zum Thema...

Radiosendung zum Thema Ghostwriter und Plagiate bei HR2 "Geliehener Geist - Wenn der Autor ein anderer ist" http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=14224

0 Péregrinateur 21.02.2011, 19:26 Uhr

@hansgeier333 21. Februar...

@hansgeier333 21. Februar 2011, 20:03 Sie werden doch nicht glauben, dass der Blog- und sonstige Pöbel Einfluss auf Außen- und Militärpolitik haben dürfte? Dafür sind andere zuständig, ein paar mehr dürfen die aus höherem Ratschluss geborenen Entschlüsse noch propagandistisch begleiten. Für uns bleibt das demokratische Kindergärtlein: Passt der Scheitel? Sind die Haare gefärbt? Ist er glaubwürdig? Ist er sympathisch?

...

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/hessische-cdu-bejubelt-zu-guttenberg/3868920.html Vielleicht wollen Menschen nicht denken? Sie wollen glauben, irgendetwas, was immer. Hauptsache oben.

Egal, man kann ja in diesem...

Egal, man kann ja in diesem freien Land eine Meinung äussern: Mit dem eröffnen der Subelite über den 2. Bildungsweg hat sich (natürlich) die Elite nach "Oben" zurückgezogen. Ich unterstelle, keiner von den entsprechenden Herrschaften schreibt den Quark selbst. Früher war ein Abi normal, heute ist es der Doktor (so weit überhaupt gewünscht), da liest tatsächlich keienr nach. Suma cum Abstammung und feddisch ist das. Das aufblähen der Gymnasien zum Bürgertum hin war doch nur die Vorstufe zur Lohndrückerei. Früher hat ein Industriemeister einen Werksteil verantwortlich geleitet und hatte 10-300 Mitarbeiter einzusetzen. Heute laufen 2 Ingeneure auf einer Autobahnbaustelle herum und fragen den Vorarbeiter ob er etwas benötigt. . Es hat doch hoffendlich niemand wirklich geglaubt, die deutsche Gesellschaft habe eine Durchlässigkeit von unten nach oben entwickelt..... . Die einzige Frage zu KT ist wer setzt sich durch? Softpower : lasst die träumen und denken und sich gegenseitig gute Nacht Geschichten erzählen. Je mehr das tun, desto besser für uns und desto besser läuft es. Hardpower : wird zeit auch mal ein Zeichen zu setzen wer der Ochs ist, der den Karren zu ziehen hat. . Wenn Merkel, Mohn und Springer abtauchen und die münchner Schickeria tief Luft holt, dann ist KT zu keiner Zeit in irgend einer Gefahr. Seine Äusserungen zeigen ja auch, das er keinen Hauch von Bedrohung verspürt. . Der Rest ist Kullisse.

0 halberrusse 21.02.2011, 19:47 Uhr

das ist eine kampfansage und...

das ist eine kampfansage und ich nehm die durchaus persönlich http://www.echo-online.de/region/rhein-main/-bdquo-Ich-streiche-nicht-sofort-die-Segel-ldquo-%3Bart7943,1625422

0 Confratre 21.02.2011, 19:50 Uhr

In den Nachrichten wurde es...

In den Nachrichten wurde es gerade angesagt: Er, Herr K. Th. v. und zu Guttenberg, wolle zukünftig das akademische Präfix für alle Zeiten nicht mehr führen. Da erhebt sich doch glatt die akademische Frage: Kann er das sui generis so einfach? Im ersten Programm läuft gerade die Show der Ordensverleihung in Aachen in absentia. Die Kanzlerin ist mit der Beißzange, Rödeldraht, Löt-und Schweißwerkzeug zugange um ihm, dem Erlauchten, ein stärkendes Korsettchen zu verbrasseln. Deswegen muß der Bruder als Knappe den Stellvertreter in AC mimmen. -- Dabei hat sie doch dringend anderes zu tun, die Schlappe in HH vertuschen, Regenschirme aufspannen, die FRONTEX-Dschungens einschwören, ja keinen Nordafrikaner über den virtuellen europäischen Schutzwall zu lassen. Die Bankgeschäfte der Kabul-Bank des sauberen Herrn Karzai, als Hauptmitinhaber derselben, in Afghanistan sind auch zu stützen, Recht und Ordnung müssen sein, auch am Hindukusch. -- Die Globalisierung soll tunlichst nur Kapitalien und Investoren vorbehalten bleiben, in beiden Richtungen. Ein Hoch auf den Mitbruder Gaddafi, der doch so schön bisher Gas und Öl vertragsgerecht lieferte. Dringender Anruf bei Berlusconi und Sarkozy sie wüssten doch wie die hochgehenden Wogen als Nachbarn zu glätten seien? Ist eigentlich immer noch keinem der Regierenden aufgefallen, das sämtliche Machtgewissheiten auf diesem Planeten in´s Rutschen, in Schieflage geraten? Die Karten werden neu gemischt. http://de.wikipedia.org/wiki/Bye_Bye_Berlusconi! demnächst in diesem Theater: by, by .....?

0 HansMeier555 21.02.2011, 19:51 Uhr

Bingo, er hat Variante zwei...

Bingo, er hat Variante zwei gewählt: Patre peccavi! Reue und Vergebung. Ganz großes Kino! Wer wird der glückliche TV-Journalist sein, bei dem er sich zur großen Beichte auf die couch setzt? Beckmann vermutlich.

0 HansMeier555 21.02.2011, 19:53 Uhr

Er wußte einfach nicht, dass...

Er wußte einfach nicht, dass Wissenschaftler so nicht arbeiten.

0 HansMeier555 21.02.2011, 20:01 Uhr

Einer zum Bomben einer zum...

Einer zum Bomben einer zum Knuddeln

0 rintintin 21.02.2011, 20:05 Uhr

Nun, ein wirkliches Problem...

Nun, ein wirkliches Problem ist sicher auch unsere desaströse Bildungspolitik. Aber vielleicht steckt darin auch ein gewisses Kalkül. Je dümmer man die Jugend läßt, desto eher goutiert sie Guttenberg, hauptsache gegelt und mit markigen Sprüchen beseelt. Die populär-konservativen Medien warten noch eine Runde länger und so warten wir alle miteinander auf das, was Guttenberg dann irgendwann doch zu vermelden hat oder vermelden läßt. Ich bleibe gespannt, egal wie lange er es hinauszögert.

Die elpais sieht es...

Die elpais sieht es so: http://www.elpais.com/articulo/internacional/ministro/Defensa/aleman/renuncia/doctorado/ser/acusado/plagio/elpepuint/20110219elpepiint_13/Tes También es destacable la pasión alemana por los títulos académicos. En Alemania no es raro que un catedrático se adorne con las siglas "Prof. Dr.". Entre las élites mediáticas y políticas del país, el título de Doktor se considera una distinción valiosa que pocos se olvidan de anteponer a sus nombres. Por eso es muy común hacer trampas para obtenerla.

0 HansMeier555 21.02.2011, 20:16 Uhr

Um die (physische) Gesundheit...

Um die (physische) Gesundheit des (echten) Autors (Kompilators) muss man sich jetzt wohl ernsthaft Sorgen machen.

0 HansMeier555 21.02.2011, 20:28 Uhr

Welch ein Fressen, welch ein...

Welch ein Fressen, welch ein Triumph für die Gossenmedien! Von jetzt an ist er von ihnen voll und ganz abhängig, ihr Maskottchen und ihr Teddybär. Danke, BILD!

hansmeier555, ich schrieb...

hansmeier555, ich schrieb schon heute mittag: KT wird sagen, er habe sein Ehrenwort gegeben, den Autor zu stützen äh schützen, wenn es mächtig stonkt äh stinkt. Ach, der Stern und die Hitler-Tagebücher, das war ne tolle Sache. KT ist auf gutem Wege.

0 rintintin 21.02.2011, 20:44 Uhr

Nun ja, die Gossenmedien...

Nun ja, die Gossenmedien bleiben schon von ihm abhängig, einfach deshalb, weil die Kanzlerin dem Guttenberg gut ist und die Springerpresse der Kanzlerin gut ist, gell? Deshalb wird ja auch der Ball so flach gespielt, dass er überall hängenbleibt und die Richtung ändert. Ein Malheure ist das.. Bei "Bayreuth" muß ich immer an die Festspiele denken..

0 ceterum censeo 21.02.2011, 20:45 Uhr

Dass das westöstliche Zimmer...

Dass das westöstliche Zimmer wiederaufgesperrt, das Licht gedimmt, die Schondecke vom Sofa gezogen, die Heizung aufgedreht und die Mezze auf den ornamentierten Tisch gestellt werden, wiewohl sich der Blick dann erneut gegen das Morgenland richten mag, wo soeben wieder die Tyrannen stürzen.

0 Confratre 21.02.2011, 20:50 Uhr

Ach was, die Roth, der...

Ach was, die Roth, der Trittin, der Gabriel (i), der Gysi samt Lafonaine sollen sich nicht vertun: Sie sind ebenso Mischpoke. Angestaubt, unglaubwürdig, verlogen. Man braucht sich doch nur die Zahlen der Nichtwähler anzusehen, diese unbekannte drohende Wolke, die über dieser Republike schwebt. Dieses schwarze Loch im Scheinuniverum deutscher Realpolitik und deren Demokratie(un)verständnis. Ein Glück, das dieses nachgemachte Faschisten-Gelichter in Dresden und anderswo keinen Demagogen hat/kennt, der die Plebs aufmischt und um sich zu scharen vermag, dann wäre der Jammer und die Not groß: "Huhu wie konnte es nur dazu kommen?"

0 HansMeier555 21.02.2011, 20:51 Uhr

Vermutlich war es so: Er hatte...

Vermutlich war es so: Er hatte einen Ghostwriter, mit dem er sich ein paar Mal nett und geistreich unterhalten hat. Er hat ihm ein paar Thesen und Gedanken aufgeschrieben und gebeten, das zu verwursten. Woraufhin der tat, was er tat. Guttenberg hat das Produkt dann gecheckt und fand seine Thesen und Hauptaussagen richtig wiedergegeben, hielt das ganze darum für seine eigene Leistung (was Chefs sowieso immer tun, wenn ein Unterling für sie was erledigt) und glaubte, dass (auch wegen der Fülle der Fußnoten) alles proper gelaufen sei. Dann tranken sie noch einige Bier und flachsten herum. . Als die Vorwürfe auftauchten, glaubte Gutti immer noch fest an die Professionalität seines Ghostwriters und reagierte entsprechend arrogant. ("Abstrus /Ein paar Fußnoten falsch gesetzt"). Da er in Afghanistan keine Zeit hatte, auf GooglePlag zu klicken, kam es zur fatalen Pressekonferenz. . Erst am Wochenende hat er das nachgeholt. Beim Anblick des Balkendiagramms ("Plagiate auf 250 von 400 Seiten") hat er endlich begriffen, in welch katastrophalem Ausmaß er von seinem Ghostwriter betrogen worden ist. (Ob er der Versuchung nachgab, den anzurufen und anzubrüllen? Oder einfach nur fragte: Welchen Listenplatz /welche Stiftungsprofessur /welchen Aufsichtsratsposten brauchst Du?). .

0 auch-einer 21.02.2011, 20:54 Uhr

“Wenn Guttenberg damit...

“Wenn Guttenberg damit durchkomme, könne man das Prüfen an Universitäten auch einstellen." . herr lauterbach weiss gar nicht wie recht er hat. . v. ihering weist in seinem "scherz und ernst in der jurisprudenz" darauf hin (nein ich zitiere jetzt nicht) dass die juristische staatsprüfung eine verhältnismässig neue sache sei, zuvor sei es ohne gegangen, wer damals meinte, genug studiert zu haben, stürzte sich eben ins pralle leben, ganz ungeprüft. um dann in einer fussnote darauf hinzuweisen, dass die deutsche einigung möglicherweise anders verlaufen wäre, wenn otto v. bismarck hätte eine staatsprüfung ablegen müssen.

Meine liebe colorcraze, stimmt...

Meine liebe colorcraze, stimmt es wirklich, was Sie sagen? Des KT sein Weib ist ebenfalls tätowiert? Wie beim Bundespräsidenten seine Hilde (geb. Bettina)? Ich komme ins Grübeln. Ob die nicht alle doch bei DSDS gecastet wurden? Noch eins muss ich dem KT persönlich vorwerfen: Ich verliere in einer wirklich spannenden Zeit viel zu viel Zeit mit dem Geplänkel um seine Wenigkeit. Ich ärgere mich auch über mich selbst. @sterne: "Zorn ohne Macht"? Dachte Mubarak (zur Erinnerung: Rubys Onkel) auch. Gadaffi & Söhne glauben ebenfalls süffisant, sie wären zu gutt für die Laternenpfähle. Warten wir es ab.

0 HansMeier555 21.02.2011, 21:14 Uhr

@rintintin BILD braucht er...

@rintintin BILD braucht er jetzt, weil der Anspruch, typischer Vertreter der traditionellen Eliten zu sein, nicht mehr aufrecht zu erhalten ist: Er muss einen Identitätswechsel vollziehen, er muß sich jetzt vom Dr. jur Freiherr von Schnösel in einen "einfachen, echten, authentischen Kerl" verwandeln, der mit Soldaten im Zelt schläft und halt auch mal ein wenig schummelt. Einer, der sich gegenüber seiner Herkunft emanzipiert hat! . Bisher wollt ich Elite sein, jetzt habe ich meinen Platz im Schoße des Volkes gefunden. Das Establishment sieht jetzt auf mich herab, aber die BILD-Leser lieben mich. Den strengen Maßstäben des Elternhauses konnte ich nicht entsprechen, aber im Wahlkampfzelt darf ich einfach nur Mensch sein. Bei mir zu Hause musste ich krampfhaft Intellektualität heucheln, aber die Menschen im Land mögen mich einfach nur als netten Kerl, der ich im Grunde doch bin. Bis ich das begriffen habe, musste viel Zeit vergehen. Aber die überwältigende Zustimmung, die ich gerade in meiner schwierigsten Stunde von all den einfachen Menschen erhalten habe, hat mir die Kraft gegeben, mich vom Ballast innerlich freizumachen... . Peinlich, ja, aber was sein muss muss sein. Trotzdem werden sie ihn abservieren werden, wenn ein anderer Jungstar auftaucht, der noch authentischer ist.

0 auch-einer 21.02.2011, 21:18 Uhr

"Eine andere Lösung wäre...

"Eine andere Lösung wäre eine Titelinflation: Den Bachelor für die qualifizierte Hauptschule (das würde die CSU und die Focus-Mitarbeiter sicher freuen), Master schon zum Abitur, den Doktor zum Bachelor, Junior-Professor zum Master, Rektor zum Doktor und wer selbst für die Sonderschule zu blöd ist, darf Redakteur bei der Bild werden. Damit wäre allen gedient." . da sind wir doch schon, oder marschieren stracks drauf zu. . der schreistaat faxen kennt keine hauptschule mehr, es gibt da nur noch die mittelschule, die in einen hauptschulbildungsgang und einen realschulbildungsgang zerfällt. die sonderschule ist zur allgemeinbildenden förderschule geworden, die anderen 50% der entsprechenden jahrgänge gehen aufs gymnasium mit dem ziel abitur. ist doch prima, 50% aburenten und das in acht jahren. oder? den bachele gibts innerhalb von drei jahren, gern über die berufsakademie, das ist so eine art anakademisierte lehre oder ein verausgebildetes studium. ist im einzelhandel der grosse renner,kaufmännische lehre war gestern. die industrie springt für ihre kaufleute auch schon drauf, klar, die sind billiger und, wei sie jung sind, willliger (obwohl, es scheint da in der jugend einen paradigmenwechsel zu geben). . mit den profs ist es so einesache, da hängt der titel an der stelle. da aber auch die lehre nicht allzuviel kosten soll, ist die hürde, dozent zu werden, nicht mehr so hoch, wie sieeinmal war. . erinnert sich noch wer an die bild-aktion leserreporter, mit dem der paparazzo in jedermann geweckt werden sollte?

Wenn ich das hier...

Wenn ich das hier lese: http://www.sueddeutsche.de/bayern/schloss-guttenberg-zusammenhalten-auf-schloss-guttenberg-1.1063080 "Selbst die Opposition steht in Guttenbergs Heimat zu ihrem Baron. Nur der Mann, der ihn in die Politik holte, übt leise Kritik - am Doktorvater. " weiß ich wieder, warum ich aus meiner oberfränkischen Heimat (Kulmbach, Stadtsteinach, 7 km von Guttenberg entfernt) rechtzeitig abgehauen bin. . Den einen aus dem Artikel kenne ich persönlich, der andere war mit meiner damaligen Freundin liiert. Und die oberfränkische SPD dort will laut diesen Artikels auch nie gar nie nicht ein böses Wort über KT sagen, owohl er sein lokales Mandat dort kaum wahrnimmt. Was für eine all-fränkische Nibelungentreue dort auch der Lokal-SPD dort. . Danke liebe Süddeutsche, dass du mir deutlich gemacht hast, dass die Gegend da oben nix für mich war, obwohl ich da geboren bin. Manchmal zweifelt man mit fränkischem Migrationshintergrund in München sitzend ein bisschen und hat unintegrierte Nostalgieanfälle wg. der um Klassen besseren oberfränkischen Bäcker.

0 Wörtherseeprirat 21.02.2011, 21:43 Uhr

Was auch noch zu wenig bekannt...

Was auch noch zu wenig bekannt ist: nicht nur seine Doktorarbeit, sein ganzer Kopf ist ein Plagiat. Er hat eine Frisur wie Phillip Bouhler, er trägt eine Brille wie Phillip Bouhler, er macht meistens auch dasselbe Gesicht wie Obergruppenführer Phillip Bouhler, Chef der Kanzlei des Führers und Beauftragter für die Durchführung der 'Aktion T4' im Rahmen der NS-Euthanasie (siehe etwa: http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Bouhler). Wenn man dann 'Phillip Bouhler' auf der Funktionstaste 'Bilder' googelt sieht man es noch deutlicher.

0 Observator 21.02.2011, 21:52 Uhr

Dass er einer ist, der erst...

Dass er einer ist, der erst redet und dann denkt, hat er nun mehrfach zur Begeisterung des Publikums unter Beweis gestellt. Was wird er wohl als nächstes unbedacht dahinsagen? Und wem wird es dann den Kopf kosten? Hoffentlich nur einem Geistschreiber... Lassen wir das. In Libyien geht es gerade rund und um vor allem: Da agieren wirklich noch Menschen und nicht nur Politavatare

0 colorcraze 21.02.2011, 21:55 Uhr

@pardel: ich kann auch die...

@pardel: ich kann auch die eine mit der anderen verwechselt haben. Selber Gala gucken, bitte. @Hansmeier: ach, wahrscheinlich war es noch schlimmer und er stückelte zu einem Großteil selbst, aber ich wills gar nicht wissen. Doktorausflug beendet, jetzt steht Bewährung an, und da sieht es noch nicht so richtig gut aus. Ob er den Nerv zum Verteidigungsminister aufbringt? Er bräuchte einen wirklich verläßlichen Assistenten, auf den er auch hört, und er müßte seine Flüchtigkeit und Faulheit etwas überwinden, damit er solche Dinge wie das Pressegeschrei um die Gorch Fock nicht zu spät mit der Brechstange angeht, sondern dann, wenns auftaucht.

Ich habe das Gefühl, ich sei...

Ich habe das Gefühl, ich sei in einem schlechten Film und bekomme den Eindruck, alle seine Parteifreunde tätscheln KT deswegen so herzhaft ab, weil er nun einer der Ihren ist. Feuertaufe: Willkommen im Klub. Alle lachen sich kaputt. Endlich das blöde Nachdenken auf den Müll. Der hat's den Profs aber mal so richtig gezeigt. Schützenkönig wird gefeiert. Ich bin sicher, der lässt sich einen Flugzeugträger bauen, damit der auch mal in voller Montur aus der Pilotenkanzel einer F-16 rausklettern kann, schlimmstenfalls in Babelsberg. Unsere Wissenslandschaften werden mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sein. Auf mich wirkt dies wie eine Wende in eine Richtung, die nicht die meine ist.

Warum gibt es keine Debatte,...

Warum gibt es keine Debatte, wieviele Prozent des Stimmenverlustes in Hamburg auf seine Kappe gehen? Wäre das nicht der übliche Reflex der Verlierer?

...

Lybien. http://www.debka.com/article/20691/ Wenn's einmal losgeht, weiß niemand mehr, wie es weitergeht.

Abgesehen davon, dass hier...

Abgesehen davon, dass hier mancher Kommentator sich auffuehrt wie ein triumphierender Gartenzwerg, moechte ich doch zur Sache G. folgendes anfuehren: . Waere ich Soldat in Afghanistan (oder sonstwo), wuerde es mich extrem stoeren von einem karrieristischen Ehrgeizling befehligt zu werden, einem, der erst alles abstreitet, dann etwas mehr zugibt und dann die Fahne streicht. Das Vortaeuschen von Haltung ohne stabiles Fundament-Pfui! Und als Soldat wuerde es mich extrem belasten, von einem ehemaligen Stabunteroffizier befehligt zu werden. Frag' mal einer Mannschaftsdienstgrade, was der StUffz bedeutet . (So, das war jetzt wirklich Leserbriefniveau. Aber mir reicht dieses Schaulaufen mit blonder Tusse und saturiertem Showmaster, mit guten Anzuegen, mit dollem Titel und einem Grossvater, der noch in 70ern gerne rechts von Adolf von Thadden eingeordnet wurde. ) . Ein bissel viel Boulevard verkoerperte dieser Mensch schon. Boulevard des kleinbuergerlichen Waehlerpotentiales. Fuer die anderen haben wir die Gruenen, fuer die Heuchler gibts die Kaessmann, fuer den Rest den Papst. Stimmt nicht. Da gibt es ja auch noch die Gysi'sche Linke; auch so eine Chimaere fuer Doofe. . Etwas weniger eingebildete Bildung und etwas mehr platter Realismus koennte helfen. Jute Nacht!

0 Schluchten-Ossi 21.02.2011, 22:51 Uhr

Carthago war aber dort, wo...

Carthago war aber dort, wo heute Tunesien ist. Mein Vorschlag, für Algerien das Sofa wieder zu wärmen, wurde mit der vorgeschobenen Unkenntnis der Verhältnisse abgelehnt. Aber Lybien ist ja näher dran an Ägypten und mitten in der Wüste findet der Don dann vielleicht die Grenze nicht...

0 sobieski_król_polski 21.02.2011, 23:42 Uhr

@ Pérégrinateur er...

@ Pérégrinateur er argumentiert eben nicht, das ist ja das Problem! Haben Sie die heutigen Rezensionen nicht gelesen, dann erübrigt sich doch alles weitere !!! Außerdem: es ist in der Tat schwer, einem Polen katholisch genug zu sein, aber das nur nebenbei!

Habe das Video seines...

Habe das Video seines Auftritts in Kelkheim ungläubig dreimal durchlaufen lassen: Er macht den Strauß. Er gestikuliert, betont und wippt wie FJS.

0 donalphonso 22.02.2011, 01:42 Uhr

Oh, absolut. Nur wird es ihm...

Oh, absolut. Nur wird es ihm mittelfristig wenig helfen - ausser vielleicht bei Bild-Lesern. Das mögen viele sein, aber halt leider auch die Falschen.

0 Pérégrinateur 22.02.2011, 01:51 Uhr

@sobieski_król_polski, 22....

@sobieski_król_polski, 22. Februar 2011, 00:42 Nein, die heutigen Rezensionen habe ich nicht gelesen, insofern kann ich zu ihrem Urteil dazu auch nichts sagen. Zugeben will ich gerne, dass er zuweilen etwas hochgeistig-verschwurbelt schreibt und auch gerne für die behandelte Sache unnötige Bildungsprunkstücke platziert. Das ist aber, seit ich es kenne, fürs FAZ-Feuilleton typisch, so wie der pointenlose, breitgetretene Quark fürs Zeit-Feuilleton. Im NZZ-Feuilleton dagegen schreibt man eher nach der Maxime, etwas schlicht zu sagen heißt es gut zu sagen. Er schreibt und begründet jedoch merklich besser als etwa sein fast immer bedeutsamkeitswedelnder, aber dabei oft windschief argumentierender Chef. Wenig lehrreich finde ich ihn meist, man verzeihe mir die Bemerkung, gerade wenn er sich auf seinen katholischen Wertgewissheiten ausruht; denn Letztbegründungen taugen nun einmal nicht. Früher, fand ich, schrieb er noch besser; höher gestellt zu sein korreliert anscheinend auch bei Journalisten damit, sich eher auf die eigene selbstverständliche Einsicht denn aufs Argument zu stützen, wer hätte das gedacht!

0 Pérégrinateur 22.02.2011, 01:56 Uhr

@Don Alphonso, 22. Februar...

@Don Alphonso, 22. Februar 2011, 02:42 Wieso sollte das stören? Nicht, wenn er nach den Falschen seine Netze auswirft und seinen Fang an die Richtigen verkauft.

0 donalphonso 22.02.2011, 02:09 Uhr

"Das ist aber, seit ich es...

"Das ist aber, seit ich es kenne, fürs FAZ-Feuilleton typisch" . Ich möchte vor Verallgemeinerungen warnen - es passiert, aber nicht überall. Ich privat empfinde dergleichen als Fehleinschätzung der Leser, die keine Belehrung nötig haben. . Was eine Besinnung auf Nichteliten angeht: Man kann es als Volkstribun versuchen. Aber neben "Strauss" kommen mir da noch zwei andere Herrschaften in den Sinn: "Haider" und "Strache". Mit so etwas bekommt man heute keine Mehrheiten, sondern nur noch Spaltung.

0 donalphonso 22.02.2011, 02:12 Uhr

Ach so, und an noch einen muss...

Ach so, und an noch einen muss ich denken: An den ehemaligen österreichischen Finanzminister und Ebensokarl Karl-Heinz Grasser. . http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Heinz_Grasser

0 Pérégrinateur 22.02.2011, 02:44 Uhr

@Don Alphonso, 22. Februar...

@Don Alphonso, 22. Februar 2011, 03:09 "fürs FAZ-Feuilleton typisch:" Man will etwa in einem Artikel über einen Monarchen Amt und Person trennen und auch die Wahrnehmung dieser Trennung behandeln. Dann kann man natürlich den Ausdruck "die zwei Körper des Königs" benutzen (Aha, Kantorowicz!), was aber zur Sache nicht eigentlich viel beiträgt. Vor allem dann nicht, wenn man damit nur Nomenklatur-Dropping betreibt. Belehrung findet dann nämlich gar keine statt. (Beispiel schon etwas älter.) . "Besinnung auf Nichteliten": Vielleicht taugt man damit nicht zum Kanzler, aber man kann doch seiner Partei spezifische Wählerschichten zuführen. Womöglich ist ja gerade das Hauptproblem der Volksparteien heute – dass sie nicht für jede Klientel einen haben, der dieser nach dem Munde redet. Die "langue de bois", also die nichtssagende Dauer-Genscher-Suada, Inbegriff der "nichtspaltenden" Sprache, scheint ja auch nicht mehr besonders anzukommen. . Übrigens, wieso führt Einfügen eines schließenden Anführungszeichen (U+0094 per Alt+0148) dazu, dass man unter Verlust der Eingabe auf die Eingangsseite dieses Blogs geschickt wird? Sehr unangenehm! Da will man schon (drei-)mal die richtigen Anführungszeichen setzen, und dann das!

Hier wippt er besonders...

Hier wippt er besonders sexy: http://www.youtube.com/watch?v=ocx2CuNjXrc

0 weis auch was 22.02.2011, 03:15 Uhr

Neben der Ortschaft Guttenberg...

Neben der Ortschaft Guttenberg liegt Kupferberg. Vielleicht wirkte da der genius loci, gleichsam als ob es vorhersehbar gewesen wäre.

0 weis auch was 22.02.2011, 03:27 Uhr

Jetzt wirds ja noch...

Jetzt wirds ja noch toller: Gar nicht weit davon liegt Hermes. Namentlich steht Hermes auch für den Gott der Diebe. Und Schwärzleinsdorf passend für die Zitateforscher. Und etwas entfernt Neuensorg für die Zukunft. Und Möhrenreuth für die Qualität, nah bei Neuguttenberg. (Quelle Google Satellitenkarte)

0 Pérégrinateur 22.02.2011, 04:19 Uhr

@Wörtherseeprirat, 21....

@Wörtherseeprirat, 21. Februar 2011, 22:43 Der gröfaz und Charles Chaplin waren sich auch körperlich ähnlich. Daraus folgt – nichts.

0 Pérégrinateur 22.02.2011, 04:22 Uhr

@Don Alphonso, Nachtrag wegen...

@Don Alphonso, Nachtrag wegen U+0094 Das Ärgernis scheint am Browser zu liegen.

0 No Dr No Cry 22.02.2011, 05:13 Uhr

Ein weiteres schönes Beispiel...

Ein weiteres schönes Beispiel fuer die Leistungen dieses gewesenen dr.s, Titel: "Guttenbergs Geschenke für die Rüstungsindustrie" http://www.mdr.de/fakt/8118072.html

0 HansMeier555 22.02.2011, 05:16 Uhr

In den USA ist das schon...

In den USA ist das schon gelaufen: Anfangs freute sich die GOP über die Unterstützung der Murdoch-Medien, inzwischen sind sie dort nur noch Angestellte. . Bisher freute sich die CDU über die Unterstützung durch Springer, jetzt befinden sie sich in deren Geiselhaft. Die Union als BILD-Partei.

Wow! Guttenberg hat einen...

Wow! Guttenberg hat einen Doppelgänger! http://www.gaydoul-group.ch/en/philippe_gaydoul/zur_person

Schlagzeilen: "Guttenberg...

Schlagzeilen: "Guttenberg verzichtet auf Doktortitel" Also - "Ende gutti, alles gutti?"

1986, irgendwie hatte ich eine...

1986, irgendwie hatte ich eine Einladung nach Reinhardsbrunn erhalten. Früher herzogliches Jagdschloss, dann Akademie der Wissenschaften der DDR. Die Welten waren noch eindeutig, hüben wie drüben. Russen, Japaner, Ost- und Westeuropäer, Amerikaner, schöne Gespräche und überall die wirklich wissenden, wichtigen Herren in grauen Anzügen, die nie etwas sagten und immer mitschrieben. Auf dem Hinweg in Leipzig gab es beim Umsteigen eine mehrstündige Pause. Strengstens verboten ging ich in die Stadt, landete in einem Antiquariat und fand einen Text, der niemandem etwas wert war, eine Alu Mark: Schillers Antrittsvorlesung in Jena, ein Juwel. Er redet über Bildung. Derjenige, der Bildungsburgen baut, Wissensschatz auf Wissensschatz türmt und als stolzer Besitzer des größten Wissensschatzes mächtig über alle Lande strahlt. Problem: Das Wissen der Welt ändert sich, immer schneller, und der arme Wissensritter muss unentwegt das Zerbröckeln seiner Wissensburg bekämpfen. Ein anderer, von Neu- Gier geplagt, wie ein Fisch gegen die Strömung, sucht unentwegt, wie es hinter der nächsten Ecke aussieht und er findet nie ein Ende, wo auch einmal Schluss sein muss, in diesen unendlichen, rasch anwachsenden Ozeanströmungen des Wissens. Neues suchen und weiterbasteln, nicht nur Fertiges nehmen und Festhalten. Kleine Lichter sind immerhin Lichter und Zwerge sind so schlecht nicht. Bei näherem Hinsehen sind so viele Titanen nicht unterwegs. Wie das mit der Aufregung geht, mit dem wer oder was und mit den Kategorienkästchen, dazu fällt mir nichts Neues ein. Individuum, ohne Kästchen, ganz schlimm, immer, garantiert. Satire hat einen festen Platz in einer freien Presse, aber auch hier ist immer die Frage, wer lacht mit wem über wen. Manche mögen Münder am liebsten geschlossen, andere nicht. Ich geh mir jetzt Jacob Taubes einverleiben und Drücke die Daumen. Gutes Gelingen, oder auch Waidmannsheil.

0 donalphonso 22.02.2011, 08:30 Uhr

Pérégrinateur, da bin ich...

Pérégrinateur, da bin ich aber beruhugt.

0 hansgeier333 22.02.2011, 09:18 Uhr

Dr. Don, das mit dem Uhu war...

Dr. Don, das mit dem Uhu war von mir, Sie Plagiateur!

0 donalphonso 22.02.2011, 09:28 Uhr

Ich habe im Übrigen nichts...

Ich habe im Übrigen nichts dagegen, wenn man meinen Texten anmekrt, dass ich Tucholsky gelesen habe. Thomas Mann habe ich auch gelesen, aber das merkt man hoffentlich weniger.

0 donalphonso 22.02.2011, 09:29 Uhr

Übrigens: Nachher kommt der...

Übrigens: Nachher kommt der von manchen so sehnlichst gewünschte Beitrag über New York.

0 Assist. scienc. et Doct. perdit. 22.02.2011, 09:30 Uhr

Sehr verheerte Anwesende! Aus...

Sehr verheerte Anwesende! Aus allerallerhöchstem Mündchen wurde es verkündet: Alle Arbeit vergeblich getan und aller Schweiß umsonst vergossen etlicher unter Euch, für Euer Streben nach den höheren akademischen Weihen. Ein Doktortitel ist vulgo noch nicht einmal das Papierchen wert, auf dem es Magnifizenzen beliebte, der erschauernden Nachwelt, die Leistung zu testieren, zumal auch garniert mit summa cum laude. Nu is es raus! Damit darf auch der hochmögenden Dame unverfroren die Frage gestellt werden, wie waren eigentlich die Begleitumstände ihrer eigenen Promotion? Zumal sie, damit es richtig bombensicher wurde, sogar ihren eigenen Doktorvater ehelichte (Der Rheinländer sagt dazu: "Jong, do kannste ens dran föhle"). Andere Gerüchte sollen erst garnicht aufgerührt werden, gedachter früherer Vergangenheiten in der Dädäär wegen. Soviel Chuzpe muss sein sprach Löwenstein, in dem Lande der unbegrenzten Zumutbarkeiten. Nun, die jetzige Regierung, samt Chefin, ist angezählt, da gibt es kein Vertun. Schade nur, die Opposition ist ebenso keinen Schuß Pulver wert. Mal sehen was uns auf dem Agitpolittheater sonst noch so an Ridikülitäten vorgeführt wird in den nächsten Tagen. Der Selbstverteidiger bleibt uns, auf kurzfristigen Abruf hin, vorerst erhalten. Horsti und seine Partei belieben noch darüber nachzudenken, ob und wie dessen politische Verwendbarkeit weiterhin opportun ist. Es soll der Partei ihr Schade nicht sein.

0 Le Plagiateur 22.02.2011, 09:32 Uhr

hansgeier333@: Monsieur, wie...

hansgeier333@: Monsieur, wie freue ich mich, das Sie meiner gedachten!

0 specialmarke 22.02.2011, 09:39 Uhr

@D.A.: Geht es am Ende um...

@D.A.: Geht es am Ende um bayerische Bürgersöhne als Praktikanten in der Neuen Welt?

nauplius@: Sauber ihr...

nauplius@: Sauber ihr Blattschuß in memory of the dearest honey doublejuhu Bush jr.. Mich erinnerte das Verhalten des T. K. z. G. auch immer an diesen damaligen hingestrunzten fake auf dem Fluzeugträger etliche 40 miles vor der Küste der USA.

0 donalphonso 22.02.2011, 09:47 Uhr

Nein, es gibt eine von mir...

Nein, es gibt eine von mir sehr geschätzte, junge Bloggerin, die gerade für drei Monate New York lebt und erzählt, wie es dort jenseits der Hauptreisezeit ist. Vielleicht, dachte ich, gefällt den Leuten hier mal etwas Abwechslung, und vion mir ist ein NY-Beitrag in den nächsten Lebenszyklen kaum zu erwarten. Seien Sie also nett zu der jungen Dame.

0 Confratre 22.02.2011, 09:48 Uhr

BILDung macht frei!...

BILDung macht frei!

nach langer Abstinenz melde...

nach langer Abstinenz melde ich mich auch mal wieder zu Wort und mache mich erstmal unbeliebt. Die schamvolle Wahrheit ist: Ich mochte (Betonung auf dem Präteritum!!!) KT. Mir gefiel es, endlich mal ein bischen mehr Glamour in der Politik zu sehen. Ja, ich mag auch solche Frisuren. Endlich mal einer mit ein bischen Ausstrahlung (ja ja ich gebs ja zu, ich fand den Mann attraktiv. So, jetzt ists raus, wir sind ja unter uns hier). Aber diese Geschichte macht mich SAUER! In meinem Studiengang wurde jede Hausarbeit aufs Schärfste nachkontrolliert, jeder wusste wenn er abschreibt bedeutet das Exmatrikulation, ohne wenn und aber. Und dann kommt so einer daher mit einer dermaßenden Dreistigkeit, dass es einem die Sprache verschlägt. Erst dachte ich ja da will sich nur jemand wichtig machen, aber die Beweislast ist sowas von erdrückend. Wie kann man nur so blöd sein?! Das meine ich in beiden möglichen Fällen, sowohl für den Fall dass er tatsächlich selber abgeschrieben hat als auch für den Fall des Ghostwriters. Denn wenn ich schon einen Ghostwriter engagiere mache ich doch wenigstens mal ein paar Googleproben bevor ich das als Doktorarbeit einreiche (noch schlimmer die hier zitierte Stellungnahme der Bayreuther, da kommts einem wirklich hoch). Tja, jetzt bleibt mir wohl nur noch Obama zum Anhimmeln :-(

0 donalphonso 22.02.2011, 10:00 Uhr

unellen, herzlich wollkommen -...

unellen, herzlich wollkommen - die Geschmäcker sind halt verschieden; und ich kann mit Männern ohnehin nichts anfangen. Gut, er sieht wirklich besser aus als Gaddafi und Mubarak. Aber wenn es nach der Optik ginge, wäre Merkel sicher nicht Kanzlerin.

Werter Don, einen etwas...

Werter Don, einen etwas verspäteten Dank für diese sehr treffende Darstellung. Als Zeitgenosse mit zur Hälfte fränkischen Wurzeln muss ich allerdings betonen, dass der Herr Minister nicht repräsentativ für die Region ist. . Vielleicht sollte man den Mann einfach für 1-2 Jahre zur Läuterung ins Kloster schicken. Es findet sich in seiner Heimat dafür sicher ein geeignetes Etablissement...

0 donalphonso 22.02.2011, 10:19 Uhr

Chris, gern geschehen. Nachdem...

Chris, gern geschehen. Nachdem das in einem bayerischen Vasallenstaat stattfindet, kann es mir nicht egal sein. So weit kommt es noch, dass ein Oberfranke sich aufschwingt.

0 sobieski_król_polski 22.02.2011, 10:29 Uhr

@Pérégrinateur Es geht mir...

@Pérégrinateur Es geht mir nicht um die Analyse des deutschsprachigen Feuilletons, das scheint mir heute übrigens genau so austauschbar wie die Redakteure - gab es nicht mal das große Bäumchen-wechsle-dich von der FAZ zur SZ? Und selbst im Politikteil kann man sich kaum noch auf eine Zeitung verlassen (wie vermisse ich z.B. Heinz-Joachim Fischer! Inzwischen ist die Italien-Berichterstattung der FAZ leider auch 08/15). Es geht mir darum, dass ein schlechtes und schlecht begründetes und an den Realitäten vorbei diskutierendes Buch geschrieben wurde, da können Sie mir jetzt noch so oft ex cathedra erklären, wie hellsichtig und trefflich der Autor zu argumentieren verstünde. (P.S. Komme ich in dem Buch eigentlich vor?)

0 donalphonso 22.02.2011, 10:33 Uhr

"das scheint mir heute...

"das scheint mir heute übrigens genau so austauschbar wie die Redakteure" . Nun, in meinem Fall nicht - das hat aber auch etwas mit der Fähigkeit einer Persönlichkeit zu tun, sich zu präsentieren. . Darf ich fragen, um welches Buch es genau geht?

0 Confratre 22.02.2011, 10:37 Uhr

No Dr No Cry@:WOW! Dagegen...

No Dr No Cry@:WOW! Dagegen verblaßt ja fast der Joke mit der Ghostwriter-Doktorarbeit. Da müßte eine alte Oma aber ssehr, ssehr lange stricken um diese verjuxte Kohle wieder reinzuholen. Eigentlich müßte die hauseigene Ministerial-bürokratie aufjaulen ob der ihr zugefügten Quälereien, vom Finanzminister ganz zu schweigen. Haben wir eigentlich einen tätigen Bundesrechnungshof?

0 schwarzkutte 22.02.2011, 10:39 Uhr

Ich würde gern den grafischen...

Ich würde gern den grafischen Berufsaufbau des Plagiators/ der Plagiatorin mit allen seinen Beziehungen zu anderen Berufszweigen sehen. Ich bin mir fast sicher: Diese Dissertation war eine Auftragsarbeit. Von jemandem geschrieben, der/die so etwas schon lange macht. Begonnen wurde mit der Berufsaufnahme bestimmt schon zu Zeiten, in den weder ein Handy noch Internet präsent waren. Das war sicherlich lukrativ und brachte in bestimmten Kreisen große "Popularität". Dem Herrn Minister wurde bestimmt die Kontaktaufnahme "vorgeschlagen". Leider sind Internet und Handy dazu gekommen. Und eine ganze Generation, die heute Informationen austauscht, wie früher andere Quartett-Karten. Leider glaube ich das unsere Gesellschaft mit Ihren "Gesetzmäßigkeiten" so sehr an unserem Leben vorbei geht, das der einzige "Fehler", den der Herr Minister gemacht hat darin besteht und bestand, der falschen Person den Auftrag zu erteilen. Wir sind bestimmt alle über etwas entrüstet, was in jenen Kreisen zwar teuer aber normal ist. Es gibt bestimmt noch so vieles anderes zu entdecken. Mich würde interessieren, wer den Tipp für diesen "Fremdschreiber" gegeben hat? Jemand aus seiner Partei? Seiner Familie? Aus dem Umfeld der Universität? Vielleicht lag die Arbeit ja auch schon fertig in einer Schublade der Universität? Sie brauchte vielleicht nur noch gekauft werden? Ich denke die wahren Zusammenhänge und Beziehungen sind einfach und banal. Jetzt muss der Herr Minister vielleicht beruflich etwas anderes machen. Na und?

Don Alphonso@: Rühren sie...

Don Alphonso@: Rühren sie bloß nicht dran. Die Burggrafen von Nürnberg waren ehedem Hohenzollern. In Bayreuth eine ähnliche Machtbelehnung. Da kämen Sachen zutage: Wittelsbach und der Wiener Kongress. Aber hallo. Sonst steigt Ihnen noch der sel. Fränkische Reichskreis als Nachtmahr aufs Dachl.

auch interessant - laut...

auch interessant - laut wikipedia hat der gute Mann 7 (!) Jahre für die Dissertation gebraucht, wikipedia gibt als Zeitraum 2000-2007 an. Scheint mir ein bischen sehr lang.... wurde da vielleicht jemand gedrängt endlich mal fertig zu werden? Schaut man sich mal an, welche Ämter er alle in diesem Zeitraum innehatte wundert man sich wie da jemand noch eine Dissertation zustande bringen soll. Bestärkt mich ja in meinem Verdacht, dass ein ghostwriter das zusammengeschmiert hat.

0 Jeff Kelly 22.02.2011, 11:02 Uhr

Was Menschen außerhalb...

Was Menschen außerhalb Bayerns immer schwer zu erklären ist. wie tief die "Gschaftlhuberei" in Bayern in der "Volksseele" steckt. Strauß ist bis heute selbst bei seinen Gegnern hoch angesehen, weil er aus seinem Charakter nie einen Hehl gemacht hat. Strauß war ein krummer Hund aber er war immer unser krummer Hund und gerade die Tatsache dass er seinen Charakter nie versteckt hat haben die Menschen respektiert. Deshalb beginnt auch heute noch jeder zweite Satz über Strauß mit den Worten "A' krummer Hund war er ja scho' der Strauß, aber..." Deshalb kenne ich auch kaum jemanden, selbst in Franken, der Guttenberg mag, mir scheint dass eher eine Liebe der 'Zugreisten' zu sein. Tatsache ist, das ihn vor seiner Ministerzeit eigentlich kaum jemand kannte, nicht mal die Leute aus Franken. Das Problem dabei ist, dass Leute wie Guttenberg nicht einmal mehr auf die 'ehrliche' Art mauscheln können, die in Bayern zur Lebensart gehört - mag man davon auch halten was man will. Das bedeutet nämlich insbesondere keine Hochstapelei nach Art eines Felix Krull, die den reinen Anschein bedient und wo man fragwürdige Adels- und Doktortitel braucht, mit denen man den Mangel eigener Kompetenz verbergen kann. Leute vom Schlage eines Strauß wollten nie etwas sein, außer vielleicht am Ende eines Geschäftes reicher als vorher und dafür brauchte man keine Titel, im Gegenteil, mit hochnäsigen 'Preussen' die einem ob der Herkunft unterschätzten liessen sich wunderbar Geschäfte machen. Beckenbauer hat gefühlt ein dutzend Kinder mit ebensovielen Frauen und vermutlich dauernd irgendwelche 'Weibergschichten' laufen ist aber ein hoch angesehener Mensch, das wäre er nicht, wenn er das so 'gschamig' verstecken täte. Das ist keine Lobeshymne auf die alten Amigo-Politiker, aber insgeheim respektiert fast jeder Bayer (selbst die Franken) diese Haltung, da sie dem Land in den letzten hundert Jahren auch sehr genutzt hat. Die junge Generation der CSU hat jedoch nur auf den schönen Schein gesetzt. Ein Söder hat die Wandlung vom Saulus zum Paulus durchgemacht um sich für höhere Ämter in der CSU zu empfehlen. (Übrigens auch Dr. jur.) Ich kenne genug Leute die ihn noch vor seiner CSU Zeit kannten

0 Ghostwriter 22.02.2011, 11:04 Uhr

Vertraulich! Wer möchte mein...

Vertraulich! Wer möchte mein Buch rezensieren? "Hoffnungsträger der Nation" Meine Jahre als Minister. Verlagsvorabdruck kostenlos.

0 donalphonso 22.02.2011, 11:07 Uhr

Naja, "erzreaktionäre...

Naja, "erzreaktionäre Quasidiktatoren" wie Strauss sind halt was anderes als "gelegenheitskonservative Promiminister" wie Guttenberg. Falsch sind sie beide, aber ganz anders.

Der Großplagiator ist...

Der Großplagiator ist wahrhaft ein Meister der Manipulation. Er will die Universität Bayreuth bitten, den Dr.-Titel zurückzunehmen. Das ist maximal perfide. Entzieht die Universität ihm den Titel, sieht es nun so aus, als folge sie nur der Anweisung eines Herrn Ministers. Der Lügenbaron behält das Gesetz des Handelns für sich und treibt diese unglaublich dumme Universität lachend vor sich her. . Der Betrüger hat den Ruf der Universität zuerst schwer beschädigt, jetzt nimmt er ihr geschickt die Möglcihkeit, Konsequenzen zu ziehen. Alles was die Universität macht, macht sie, so der Betrüger im Ministeramt, "auf mein Geheiß". . Will die Universität Bayreuth die spärlichen Rest ihres geringen Rufes irgendwie retten, geht sie darauf nicht ein. (Nun, sie will nicht.) . Ginge es nicht um einen Betrüger mit Macht, dürfte die Universität das auch gar nicht. Keine Universität darf wegen "handwerklicher Fehler" einen Dr.-Titel "zurücknehmen". Sie kann allesnfalls die Note anpassen (also das kriecherische "Summa cum laude" des Herrn "Prof." Häberle in ein noch gut gemeintes "rite" verwandeln". . ABER: Auch hier betrügt das Schw... meisterlich. Es geht nicht um "handwerkliche Fehler", es geht um Betrug in größtem Ausmaß. Die Universität KANN bei diesem Betrug NICHT gehorsamst den Titel zurücknehmen, sondern hat ZWINGEND Strafanzeige zu erstatten. . DAs traut sich an der Kriecheruniversität Bayreuth natürlich niemand. Damit ist diese Einrichtung, der selbs tder Titel "Universität" entzogen werden müsste, tot. Sie darf sich, gine es mit rechten Dingen zu, nur noch Titeldiscounter Nordbayern nennen.

0 Seinefordschaft 22.02.2011, 11:13 Uhr

@ilnonno Die Hamburgerschlappe...

@ilnonno Die Hamburgerschlappe scheint mir eher das Misstrauen der Leute gegen Merkel und Co. wegen des Verschleuderns des deutschen Tafelsilbers gen Süden zu sein. wg. Sonnyboy Der Sonnyboy ist vermutlich erpressbar und damit zum Sicherheitsrisiko geworden. Das scheint zwar Merkels Traummitarbeiterprofil zu sein, aber bitte , der Mann ist Verteidigungsminister, ein Albtraum. M.

Werter Herr DA: Mein...

Werter Herr DA: Mein Kaspersky-firewall meldete mir gerade eine Virusattacke via FAZ.NET. Vielleicht veranlassen Sie einen entsprechenden check.

0 Spiegelleser (höhö) 22.02.2011, 11:18 Uhr

Jungs, ihr habt euch geirrt,...

Jungs, ihr habt euch geirrt, wenn ihr dachtet, der Täter käme diesmal nicht durch, weil er hier kein Bauernopfer bringen kann. Aber das ist nicht so: Das Bauernopfer ist diesmal die Doktorarbeit. . Ich frage mich, wen diese skrupellose Figur opfert, wenn es einmal wirklich eng wird? Seine gefärbte Frau? Den alten Enoch mit Sessel? Zögern wurde der Bursche keine Sekunde.

0 Jeff kelly 22.02.2011, 11:40 Uhr

@Don "Falsch sind sie beide,...

@Don "Falsch sind sie beide, aber ganz anders." Ja klar. Nur viele Bayern hoffen auf einen 'neuen Strauß' und sind doch jedes Mal wieder enttäuscht wenn sich der neue Parteivorsitzende doch nicht als solcher entpuppt. Auf den Guttenberg hat aber selbst in bayern eigentlich keiner gewartet...

@ Jeff Kelly "[Beckenbauer, d....

@ Jeff Kelly "[Beckenbauer, d. S.]... ist aber ein hoch angesehener Mensch, das wäre er nicht, wenn er das so 'gschamig' verstecken täte.". . Hoch angesehen ist übertrieben. Man nimmt Beckenbauer bei uns... hin. Das ist etwas anderes. Diese ehemalige fußballerische Lichtgestalt ist verbal ein hohler Töner, aber das ist jetzt glernt und bleibt a so. :-) Zudem ist er nicht für junge Soldaten am anderen Ende der Welt verantwortlich und kann weniger Schaden anrichten mit seim Gschmatz (oberfränkisch für hohles oder dummes Gesabbel).

0 Pérégrinateur 22.02.2011, 11:49 Uhr

@sobieski_król_polski, 22....

@sobieski_król_polski, 22. Februar 2011, 11:29 . Ob Sie vorkommen: Weiß ich nicht. Ich lese nur Bücher von Schriftstellern und Wissenschaftlern, nicht von Journalisten. Statt der Tagestraktate genügt dann auch das Feuilleton. @Don Alphonso, 22. Februar 2011, 11:33 . Das gemeinte Buch ist wohl "Die Panikmacher".

0 sobieski_król_polski 22.02.2011, 11:50 Uhr

@ Don Alphonso Werter Don, ich...

@ Don Alphonso Werter Don, ich weiß, bitte entschuldigen Sie, es handelt sich hier um ein Nebenthema. Es geht um: "Die Panik-Macher". Hätten Sie jetzt meine Beiträge gar nicht freischalten dürfen ? :-)) serdeczne pozdrowienia

0 donalphonso 22.02.2011, 12:12 Uhr

Sollte jemand auf die Idee...

Sollte jemand auf die Idee kommen, mir zu verbnieten, normale Kommentare freizuschalten, wäre es ein klarer Verstoss gegen die Freiheiten, die ich bei dieser Tätigkeit für unabdingbar halte. Meines Erachtens ist der besagte Komplex ohnehin nur das übliche Feuilletonschlagabtauschen.

0 Pérégrinateur 22.02.2011, 12:26 Uhr

@Don Alphonso . Ich weiß...

@Don Alphonso . Ich weiß nicht, wie es in der FAZ-Redaktion zugeht, ich weiß auch deshalb nicht, ob diese Anmutung jetzt nicht vielleicht zu weit geht, dann bitte übersehen. Also grade raus: Wer hat das Placet für die jüngste Sarrazin-Antikritik gegeben? Etwa der Chef des Feuilletons selbst? – Das würde mir gefallen.

dse ess uh, 18:48: da haben...

dse ess uh, 18:48: da haben Sie recht. Und die Formulierung "Bayreuther Doktor" finde ich klasse. . Ansonsten bleibe ich, ob freigeschaltet oder nicht, dabei, dass die Universität die Verharmlosung "handwerkliche Fehler" nicht akzeptieren darf, sondern den Betrug zu ahnden hat. Betrug ist kein handwerklicher Fehler, sondern eine Straftat.

0 HansMeier555 22.02.2011, 12:50 Uhr

Mal abwarten, wie er sich...

Mal abwarten, wie er sich morgen im Bundestag schlägt. . Das Bierzelt mit CDU-Anhängern ist das eine, die Öffentlichkeit ist was anderes. . Von jetzt an kann ihn jederzeit immer einen Lügner oder Betrüger nennen, und weder er noch seine Anhänger und Anwälte können irgendwas dagegen tun (z.B. Beleidigungsklage einreichen und den Prozeß riskieren). . Man kann ihn auch subtil "Herr Doktor" nennen, und hat die Kicherer auf seiner Seite. . Bisher haben ihm alle wie selbstverständlich großen Respekt entgegengebracht, er kennt nichts anderes. Wenn er seine Karriere tatsächlich fortsetzen will, muß er ein unglaublich dickes Fell haben. . Es wird Leute geben, die ihn nicht mehr anrufen und renommierte Institutionen, die ihn nicht mehr auf die Rednerliste setzen. Wenn das mal nicht in einer menschlichen Tragödie endet, wie das bei Rockstars oft der Fall war. Ich glaube wirklich, dass ein Rückzug aus der Politik gerade auch für ihn selbst das beste wäre. Ohne jede Ironie. Die CDU und die Merkel gewähren ihm nochmal einen Rausch, aber wer wird ihm helfen, wenn der Kater da ist?

Guttenberg, Sie haben jedem...

Guttenberg, Sie haben jedem ehrlichen Doktoranden im Land ins Gesicht gespuckt. . Guttenberg, Sie haben jeden redlichen Wissenschaftler im Land zum ehrlichen Trottel erklärt. . Guttenberg, Sie haben der Welt gezeigt, wie in Deutschland "Wissenschaft" zustande kommt. . Guttenberg, ich hoffe, dass sich die mutigen unter den deutschen Wissenschaftlern zu wehren beginnen. Aktiv. Nicht nur mit Landauschen Phrasen.

0 donalphonso 22.02.2011, 12:57 Uhr

Ich habe offen gesagt keine...

Ich habe offen gesagt keine Ahnung, wie das gelaufen ist, und nachdem das eine eher typische Sache ist, habe ich mich auch nicht darum gekümmert. Diese ganzen Islamempörer sind einfach kein Thema, mit dem ich mich gern beschäftige. Ich hoffe, die Menschen in Ägypten haben sie hinweggefegt.

Oh, die "Universität"...

Oh, die "Universität" Bayreuth hat den Gnadenakt des Lügenbarons bereits dankbar-kniefällig angenommen: "Dass Herr zu Guttenberg den Doktortitel zurückgibt, erleichtert uns die Arbeit sehr. Wir möchten uns bei Herrn zu Guttenberg dafür bedanken." (Kein Witz. Alles echt. Vom Pressesprecher der "Universität". Bayreuth eben.)

Liebe sterne, Quellen bitte...

Liebe sterne, Quellen bitte zur Wald-Universität! (Links und trallala...). Sehr interessiert an dem Witz. . (Wenigstens unsereinem darf doch der Überblick über die Quellen nicht verlorengehen, handwerklich gesehen und mit dem Schimmer der Erkenntnis.)

0 Confratre 22.02.2011, 14:04 Uhr

Haben die Partei- und...

Haben die Partei- und Regierungsmitglieder der CDU-CSU eigentlich noch immer nicht begriffen, daß sie inmitten einer fulminanten Wertekrise stecken? Was muß eigentlich noch alles passieren? Sie werden leider die kommenden Wahlen ebenso haushoch verlieren wie in Hamburg. Sie werden sich unversehens dort wiederfinden wo sich die arabischen ehemals Mächtigen befinden: Im Abseits. Der erste der das begriffen hat im westlichen Europa, ist der britische Premier Cameron.

Was bedeutet eigendlich...

Was bedeutet eigendlich "wertkonservativ"?. Hat das etwas mit Konserven zu tun?

0 colorcraze 22.02.2011, 15:13 Uhr

@confratre: nach 2...

@confratre: nach 2 Legislaturperioden ein Wechsel der führenden, kanzlerstellenden Partei ist die Normalität. Einzig Adenauer und Kohl hatten bis jetzt 3 Amtsperioden. Adenauer wegen der gärenden 50er Jahre, Kohl wegen der Wiedervereinigung. Das derzeitige Elend ist eher, daß in der SPD kein Kopf zu sehen ist. Gabriel geht als Kanzler nichtmal im Witz durch. Da werden sie noch fleißig suchen müssen.

Den Steinbrueck wuerde ich...

Den Steinbrueck wuerde ich sehr gerne als Kanzler sehen.

0 colorcraze 22.02.2011, 15:23 Uhr

@confratre ("wie in Hamburg"):...

@confratre ("wie in Hamburg"): Hamburg ist eine Stadt. Städte sind traditionell SPD-und-Verwandte-affin, wenn die von der CDU regiert werden, ist das die Ausnahme. Von daher ist die Wahl von EBm Scholz ein Zeichen von Normalisierung und nicht von Apokalypse.

0 colorcraze 22.02.2011, 15:24 Uhr

@Filou: ja, den Steinbrück...

@Filou: ja, den Steinbrück fand ich auch ziemlich gut.

Auf der Skala des moralischen...

Auf der Skala des moralischen Bankrotts sind einige Politiker Meilen vor Guttenberg. Zuallererst der steinewerfende Taxifahrer, in den vorderen Reihen auch Gabriel's Opportunismus in der so wichtigen oeffentlichen Debatte ueber Sozialleistungen. Deshalb bin ich bereit, dem Guttenberg es als Jugendsuende durchgehen zu lassen. Ich weiss, die akademische Ehre, aber daran ist die Uni auch nicht ganz unschuldig, dass es soweit kam. Ich sehe auch keinen Politiker, der Anspruch auf seinen Posten erhebt.

0 Don Carlos 22.02.2011, 16:02 Uhr

muß man immer einer person...

muß man immer einer person oder einer partei hinterherrennen...? volksentscheide machen's leichter, wenn man keine akzeptablen volksvertreter hat.

...

http://www.mobilfunk-talk.de/news/30363-windows-phone-7-bekommt-copypaste-funktion-erst-2011/ Schade, erst jetzt?

@ sceptic 16:57 : Der Klügere...

@ sceptic 16:57 : Der Klügere gibt nach bis er der Dümmere ist. Vielleicht ist es ja auch nur mein Fehler und mein eingeschränkter Horizont, aber die CDU hätte ich schon anders einsortiert. Kein Wort zu den Zuständen in Bayreuth ? Ist das normal? Ist die Tatsache, dass sich ein guter Teil der CDU ins Kaiserreich zurückverfolgen lässt die wahre Antwort auf Sarazzin und die Leitkulturdebatte? Ist in Deutschland weder Geist noch Leistung wichtig, sondern Abstammung? Kann ich dann die Erhaltung des Reichparteitaggeländes nicht als kulturhistorisch betrachten, sondern muss das als Werterhalt ansehen? Ist die Aufgabe eines Guttenberg der Erhalt seiner Familie, in Bezug auf Einfluss und offene Türen für seine Söhne? Dann ist die Argumentation : ich habe einen Minister ernannt, keinen Assistenten konsequent. Wenn diese Kontinuität in der deutschen Elite vom Kaise über Weimar und das dritte Reich bis heute reicht, wofür stehen denn diese Leute? Das ganze hat den Geschmack und Eindruck von Eisbergspitze einer Paralellgesellschaft, von der wir alle nichts wissen wollen. Oder dürfen? Warum ist das ganze überhaupt in den Medien? Eine Dissertation wird zerpflückt. Na und, das erfährt sonst kein Mensch. Also die Hintergründe finde ich viel spannender, als diesen Gelfrisurträger.

Er hat alle vorgeführt. In...

Er hat alle vorgeführt. In Erinnerung: http://www.gert-postel.de/

0 rintintin 22.02.2011, 17:25 Uhr

... via volksentscheid...

... via volksentscheid entscheiden, ob wir guttenberg als ministerpräs behalten wollen...

0 specialmarke 22.02.2011, 17:26 Uhr

@sceptic: Bei Bankraub ist...

@sceptic: Bei Bankraub ist auch immer die Bank schuld, hat es dem Räuber zu leicht gemacht...

0 Onzapintada 22.02.2011, 17:34 Uhr

Gustav Lenz Streit um...

Gustav Lenz Streit um Guttenberg: Amerikanische gegen deutsche Interessen. Es geht um eine Auseinandersetzung zwischen einerseits den Verfechtern deutscher Interessen und andererseits amerikanischen Neokonservativen, die Guttenberg als Kanzler installieren wollen, damit die USA in Deutschland weiterhin und auf Dauer das Sagen haben, u.a. damit die Rettungsaktionen (für andere Staaten und Banken) weitergehen können, und somit die US-Börse und auch die defizitären USA insgesamt weiter mit den deutschen Überschüssen (einiger anderer Länder natürlich auch) über Wasser gehalten werden, es geht also um die Kontinuität deutscher Transferleistungen. Merkel und Schäuble vertreten zwar dieselbe neokonservative Richtung, aber auch die brauchen erstens irgendwann einen Nachfgolger, und wenn der zweitens auch noch (angeblich) so beliebt beim eigenen Volk ist, welches ihn in Verkennung der Tatsachen für seinen Fürsprecher hält, und dem er anschließend das Fell über die Ohren ziehen soll, dann lassen sich diese Interessen um so leichter durchsetzen. Zu Details siehe das Guttenberg-Dossier von Friederike Beck: http://www.zeitgeist-online.de/exklu...er-teil-1.html http://www.zeitgeist-online.de/exklu...er-teil-2.html = > „Der demnächst erscheinende Teil 3 wird sich mit den Zielen und dem Treiben des „Aspen-Instituts“ beschäftigen, in dessen Young-Leaders-Programm unser Wirtschaftsminister ebenfalls aufgenommen wurde.“ (Stand Mai 2009 – jetzt natürlich Verteidigungsminister) In der Medienlandschaft gibt es auf der einen die deutschen Neokonservativen, die G unterstützen: Springer, Burda, der Großteil der SPIEGEL-Journalisten. Diese sind gleichzeitig auch pro Rettungspakete. Zu dieser Fraktion gehören große Teile der CDU und der Grünen, Teile der SPD wie der CSU, da immerhin Guttenbergs Parteibasis. Auf der anderen Seite steht das Lager der national Denkenden, in der Presselandschaft vertreten durch die FAZ, die einen Kanzler Guttenberg deshalb verhindern wollen. Die FAZ schreibt als einzige große Zeitung auch gegen Banken- und Euro-Rettungspakete. Hierzu gehören Teile von FDP und CSU, auch der SPD, und der BDI. Die Linken spielen hier nur eine geringe Rolle, da sie sich hier ideologisch offenbar selbst auf dem Schlauch stehen. Es geht jedenfalls nicht nur um irgendeine obskure Doktorarbeit SUB OMNI CANONE, sondern um viel Geld. Wenn die Guttenberg-Fraktion noch lange an den Futtertrögen bleibt, wird das für Deutschland sehr teuer werden. Die Rechnung kommt dann – verlassen Sie sich drauf.

0 colorcraze 22.02.2011, 17:36 Uhr

@Don Carlos: ja, muß man,...

@Don Carlos: ja, muß man, weil irgendwer ja auch drauf achten muß, daß es auch umgesetzt wird. Bis die Tage ist das tolle Ergebnis des Volksentscheids nämlich schon längst wieder vergessen.

0 specialmarke 22.02.2011, 17:36 Uhr

70 Hochschullehrer beziehen...

70 Hochschullehrer beziehen Stellung...

@sceptic, vermutlich sind Sie...

@sceptic, vermutlich sind Sie selbst noch im Jugend- oder Kindesalter. Besagter Minister jedenfalls ist erwachsen und voll verantwortlich nicht nur für sich, er hat (noch) ein staatstragendes Amt inne. Verantwortlichkeit scheint weiten Kreisen in diesem Lande ein fremder Begriff zu sein.

0 colorcraze 22.02.2011, 17:43 Uhr

@Don Carlos: wenn das Volk...

@Don Carlos: wenn das Volk entscheidet, daß nachts von 2-3 die Sonne scheinen soll, dann passiert das trotzdem nicht.

0 specialmarke 22.02.2011, 17:57 Uhr

Komme von bild.de. Umfrage...

Komme von bild.de. Umfrage "Deutschlands schnellste Meinung". Ich wurde als 586 651. Leser zu Guttenberg befragt und bekam anschließend Einsicht in das aktuelle Umfrageergebnis: Er sollte zurücktreten 54 Prozent (!!!) Er macht seinen Job gut 36 Prozent Er macht eine unglückliche Figur 5 Prozent Ihm ist der Erfolg offenbar zu Kopf gestiegen 5 Prozent (22.2.11, 18:45)

Einer geht noch...

Einer geht noch rein: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/332436/332437.php

2.Seite, dritter Absatz...

2.Seite, dritter Absatz : http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34242/1.html . Hat die USA Schnupfen, bekommen wir Lungenentzündung.

0 confratre 22.02.2011, 19:30 Uhr

colorcraze@: Im Prinzip (lt....

colorcraze@: Im Prinzip (lt. Radio Eriwan) möchte ich Ihnen gern beipflichten. Meiner Einschätzung liegt eine tiefere Grundströmung in der Nation vor, die sich in dem Wahldesaster für die CDU Bahn brach. Von Apocalypse war nicht die Rede, der gute Herr Scholz wird nur eine Übergangserscheinung bleiben. Es sei denn, er entwickelt ungeahnte Fähigkeiten. .. sceptic@: Zur Not findet sich immer ein Jemand. Das ist nicht das eigentliche Problem. Der Hund liegt in der mangelnden Glaubwürdigkeit der Politklasse begraben. Schon allein wenn ich die rührend mahnenden Kommentare der FAZ zu den jeweiligen Aktionen z.B. in der Wirtschaftspolitik lese, weiss ich für mich selbst, was die Stunde geschlagen hat. Die BW-Reform ist ebenfalls nicht in den berühmten trockenen Tüchern. -- Don Carlos@. Ohne glaubhafte Figuren, die gewissermassen in ihrem Handeln die politisch gefragten Grundtendenzen verkörpern können, wird es schwerlich gehen. Und zwar ohne Getue und Gemache, sondern mit vertrauenerweckender Stetigkeit und Verlässlichkeit.

0 bertholdIV 22.02.2011, 19:47 Uhr

@filou darüber stolpert er...

@filou darüber stolpert er jetzt. die grenzland uni bayreuth wird zwar bevor sie der akademischen lächerlichkeit preis gegeben wird und zur außenstelle der hans-seidel-stiftung degradiert noch alle register der verschleppung ziehen. aber titelmissbrauch ist nicht verschleiherbar...die kanzlerin muss halt die fraktionen bei der stange halten, damit die immunität hält..., aber auch andere csu politiker wollen an den posten

0 Don Carlos 22.02.2011, 19:49 Uhr

colorcraze, das passiert auch...

colorcraze, das passiert auch nicht, wenn es eine partei beschließt...

0 bertholdIV 22.02.2011, 19:53 Uhr

mein kollege aus dem...

mein kollege aus dem burgenland fragte mich schon letzte woche, ob scholz der neue kanzler wird (bilderberkonferenz teilnehmer etc..). langsam glaube ich es auch. wer immer kt als kanzler wollte. die investition wird abgeschrieben: forget sunk cost's

nico@: Einfach Spitze der Herr...

nico@: Einfach Spitze der Herr Gert Postel. Warum? Weil das genau die eine Kehrseite der Medaille ist, über die wir so heiß und innig uns momentan die Finger wund schreiben. Herrlich die "Verfilmung der Kant´schen Philosophie" als Projekt einem Germanisten angedient, auf dessen Frage was er denn so mache. Die Tiefendimen sion des Verabsolutieren des "Akademischen" von der Juristerei angefangen bis hin zur Theologie (Jesus kam ohne Theologiestudium zum Fatum des Erlösers). Michelangelo hat die Kuppel des Petersdoms in Rom ohne TH-Studium be-wältigt. Julius Jaynes legte in seinem Werk "Der Ursprung des Bewußtseins" rororo, den Finger in die Wunde z. B. bei den Physikern. Die bleiben an dem Postulat hängen: Es können zwei Körper nicht zugleich einen Ort besetzen. Uns kommt es so vor es sei so, aber ist es das wirklich? Oder das Zeitprinzip. Was ist, wenn es im Eigentlichen keine Zeit gibt? Vorbeugend: Klar bin ich verrückt. Und das gern, weil ich hier im Blog unter meinesgleichen bin ;-)

0 colorcraze 22.02.2011, 20:17 Uhr

@Holly01: die Stadt Berlin hat...

@Holly01: die Stadt Berlin hat das schon weitgehend hinter sich (Wowereit/Sarrazin), und Guttenberg schrumpft gerade die Bundeswehr. Wie immer apart: http://www.leap2020.eu/GEAB-N-52-ist-angekommen-Umfassende-weltweite-Krise-Zerfall-der-Welt-und-offentlichen-Ordnung-Jahresende-2011-Fall-der_a5949.html

0 ulrichmoskopp 22.02.2011, 20:56 Uhr

TAHRIRPLATZ FAZ Die...

TAHRIRPLATZ FAZ Die Kommentare der Leser auf FAZNET der letzten Woche zu Guttenbergs Betrug und zu der unsäglichen Reaktion der Union hierauf, müssen unbedingt in einer Sonderausgabe der FAZ gedruckt erscheinen, am besten nächsten Sonntag in der FAS!!! Bitte, liebe Mitleser, beteiligen Sie sich bei diesem Aufruf, indem Sie hier dies auch der Redaktion mitteilen.

Ganz so beispiellos ist die...

Ganz so beispiellos ist die Causa K.T. z. G. nun auch wieder nicht. Auch in allerhöchstderoselben Kreisen herrschte in den 1970er Jahren wilderness. Wat dem eenen sin Uhl, is dem annern sin Nahtegall. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34230/1.html

0 onzapintada 22.02.2011, 21:03 Uhr

Guttenberg gleicht sozusagen...

Guttenberg gleicht sozusagen einem amerikanischen U-Boot, das zwar nun schon zum 3. Mal beinahe durch Zufallstreffer versenkt worden wäre, von dessen Existenz der grösste Teil der Medien, dem die Abwehr zukäme – allein die FAZ ist in dieser Richtung aktiv - allerdings immer noch nichts wissen will.

0 simplicissimus 22.02.2011, 21:04 Uhr

Auch dieser Text ... "Ein...

Auch dieser Text ... "Ein nicht lediglich wissenschaftliches Kraftfeld" (vgl. auch KTG). Fraglich bleibt, ob da am Freitag nicht möglicherweise der "Kairos" verpasst wurde, einige Dinge zum Buch klarzustellen, über das jetzt plötzlich alle reden. - Unglücksraben, die Bayreuther ! Gottesbezug ? Bitteschön: "Man soll Gott für alles danken, selbst für einen Oberfranken" [solange, dieser nur an der richtigen Uni war]. "Quamvis sint sub aqua, sub aqua maledicere temptant" ;-) ------------------------- Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Alberto Contador Sylvester, ... und allen, die sich sonst noch angesprochen fühlen. - LG

0 Kurt Michler 22.02.2011, 21:06 Uhr

Jetzt verstehe ich, warum mein...

Jetzt verstehe ich, warum mein verehrter Grossvater immer sagte: Junge, Jurist wird man nicht, Juristen hält man sich! ;-)

Ich weiß zwar, dass...

Ich weiß zwar, dass Majestätsbeleidigung ziemlich vorhersehbar auf dem Scheiterhaufen endet, ich habe dieses Delikt aber nie recht verstanden. Mir geht es so, dass ich nach Zustimmung, oder Beifall, was wirklich sehr selten vorkommt, so schlau dastehe, wie vorher. Wenn mir aber jemand richtig vor die Rübe knallt: Alles Blödsinn, Schrott, dann fange ich an zu grübeln. Habe ich etwas übersehen? Hat der einen Punkt? Dann habe ich wirklich was gelernt. Danke. In der Werkstatt, im Labor, da fliegen die Fetzen, nix politically correct, da kracht's. Fand ich immer lustig, da haben wir alle immer gelacht, dass der ganze Flur betreten guckte: Ob das man gut geht? Das Leben muss halt auch Spass machen. Auf Kosten anderer ist immer am lustigsten, aber umgekehrt geht’s auch, zur Not. Nix ernst nehmen. War da nicht kürzlich was mit Realität? Phantomschmerzen haben wir alle ja schon mal gehört und Oliver Sacks fand ich schon verdammt gut,http://www.oliversacks.com/ aber das hier ist auch zu schön, um es für mich zu behalten: Im BBC world service health check ein schöner Bericht darüber, wie unsere Erwartung die Wirkung von Medikamenten beeinflusst. http://downloads.bbc.co.uk/podcasts/worldservice/healthc/healthc_20110221-1032a.mp3 http://stm.sciencemag.org/content/3/70/70ra14.abstract Wo immer man hinguckt, in unserem schlauen Kopf, kommt einem so etwas entgegen. Nicht leicht mit der verflixten Wahrheit.

Ja, lieber Don Alphonso, die...

Ja, lieber Don Alphonso, die Frage stellt sich in der Tat: Warum hat Guttenberg das nötig? Und die Anwort könnte lauten: Weil er nicht ist, was er sein will! Er ist jemand, der sich als adelig ausgibt, aber niemals adelig war (da er erst nach 1949 geboren wurde). Er ist jemand, der nur als halber Jurist gilt, weil er kein 2. Staatsexamen hat. Er ist jemand, der sich als Konzernlenker „verkauft“, aber lediglich ein familieneigenes 3-Mann-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 25.000 Euro leitete. Er ist jemand, der in seinem Lebenslauf mehrwöchige Praktika als „berufliche Stationen“ ausweist. Er ist jemand, der wegen Diebstahls und Ehrenwortbruchs ent-promoviert werden wird. Folglich fallen sein Anspruch und sein Sein derart auseinander, dass er es nötig hat, dieses Auseinanderfallen durch die ihm eigene Wolken-Rhetorik - flankiert mit Yellow-Press-Hochglanz-Bilder - zu kaschieren. Und noch scheint diese seine Taktik zu funktionieren – zumindest bei den Bevölkerungsteilen, deren IQ nicht oberhalb von 110 liegen dürfte.

0 dunnhaupt 22.02.2011, 21:33 Uhr

Aberkennung des Doktorats ist...

Aberkennung des Doktorats ist die einzige zur Verfügung stehende akademische Maßnahme, doch damit bekommt die Uni Bayreuth ihre verlorene Reputation nicht zurück. In der akademischen Welt kann eine Institution über Nacht ihren Ruf einbüßen, doch dauert es Jahrzehnte, falls überhaupt, ehe sie ihn zurück gewinnt. Noch auf Jahre hinaus werden die Leute grinsen, wenn jemand zugeben muss, er habe -- haha -- in Bayreuth "studiert".

Bin leider sehr spät mit...

Bin leider sehr spät mit meinem Beitrag und konnte auch nicht alles lesen, was bisher in diesem Blog geschrieben wurde, aber ich lese viel "herum". Da wurde geschrieben von einem "Fahnenjunker-Lehrgang für die Abiturienten", an dem der Baron nicht teilnehmen wollte, weil ihm der zu elitär war. Komisch. Ich habe (1974) an einer Reserveoffizierbewerber-Vorauswahl der Luftwaffe teilgenommen und mußte zum Unteroffizierlehrgang (ROA) ins Fränkische (Roth bei Nürnberg). Die Nachbar-Kompanie bildete "normale" Unteroffizieranwärter - darunter auch Abiturienten - aus. Die (wirklich) wunderschöne Tochter des Kantinenwirts in der Kantine haben wir alle gemeinsam angehimmelt. Nicht nur da gab es keine intellektuellen Unterschiede. Inzwischen schäme ich mich inzwischen, lange Jahre aktives Mitglied einer Partei gewesen zu sein, deren heutige Vorsitzende, ehem. Wissenschaftlerin, hinnimmt, daß so ungefähr alles abschwimmen gelassen wird, was einmal - ohne juristisch werden zu wollen - zum Kernbestand wissenschaftlichen Anstands gehörte. Ach, es ist einfach müßig, sich dazu weiter zu äußern. Ich finde es sehr traurig, was heutzutage zum Machterhalt für akzeptabel gehalten wird. Es ist einfach nur verkommen. Man sollte diesen Songwriter, der damals diesen tollen Schröder-Song in die Welt gesetzt hatte, ermuntern, einen zG-Song zu texten und zu intonieren. Hier hilft nur noch agressive Ironie. Wenn diese nicht zugleich unseren Staat verächtlich machte.

0 AchGottchen 22.02.2011, 21:59 Uhr

ICH plagiiere so viel ich...

ICH plagiiere so viel ich will, weil ICH es bin! Die Alma Mater und ihre Hintersassen: alles nur Popanze. Es ist schlicht das gleiche Tableau wie bei Ludwig XIV., der vor seiner versammelten Dienerschaft locker in die Ecke gesch... hat, weil er dergestalt eh nicht als Seinesgleichen wahrgenommen hat. Knüpft ihn auf (sinnbildlich) !!

0 rieseling 22.02.2011, 22:00 Uhr

gibt es nicht eine...

gibt es nicht eine Möglichkeit, diesen Mann geräuschlos irgendwohin zu verfrachten, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann? Immerhin war vor Abgabe der Arbeit eine Erklärung an Eides Statt abzugeben. Grüße vom Ural.

"Medien mit halbwegs...

"Medien mit halbwegs gebildeter Leserschaft jenseits der strukturellen Analphabeten sagen eher: Nein." Schade, dass dennoch im Artikel die Nase etwas zu hoch getragen wird...ja ja...die Bildungskluft!

0 colorcraze 22.02.2011, 22:24 Uhr

@Plindos: Ja, der Jaynes,...

@Plindos: Ja, der Jaynes, dessen These ist ganz interessant. Manche Kalifornier habens ja mit dem Bewußtsein, ob Robert Wilson oder Ken Wilber (ein ziemlicher Fan: http://www.integrale-psychotherapie.de/einf.html ). Und sie meinen dann immer, das gehe endlos nach oben oder hinten weiter oder es gäbe die eine Theorie von allem. Ich aber sage Euch: das haut nicht hin und ist nicht so. Was Raum und Zeit angeht, naja, wir sind halt ein expandiertes Knäul aus wackligen Fäden. @true111: naja, immerhin ist er schon einige Jahre Abgeordneter und somit politisch nicht völlig unerfahren. Nur ist er wie kein anderer gehypt worden – ich glaube, nicht so sehr aus Dummheit, sondern aus einem Hang zu schönen Bildern. In gewisser Weise aus einer Ersatzsucht wegen Merkels Askese. So eine Art Trachtenjankermode in Berlin (sowas gabs mal, in den 1920ern). @confratre: Ich denke nicht, daß die Erdbebenzeit vorbei ist, nur wirds nicht glimpflicher, wenn wir uns als Staat völlig handlungsunfähig machen.

0 ErnstWilhelm 22.02.2011, 23:16 Uhr

"Die Phantasie trainiert man...

"Die Phantasie trainiert man am besten durch juristische Studien. Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt wie ein Jurist die Wirklichkeit." - Jean Giraudoux

0 Ludovico Settembrini 23.02.2011, 00:10 Uhr

Machen wir uns keine...

Machen wir uns keine Illusionen: "Dr." zu Guttenberg ist doch nur ein Fall unter vielen. Ein Kollege von der FR hat einmal recherchiert, wie Fräulein "Dr." Bertelsmann, Brigitte Mohn, zu ihrem Titel gekommen ist: http://www.fr-online.de/kultur/medien/unbequeme-wahrheiten/-/1473342/4572572/-/index.html . Das ist sicherlich nur die Spitze eines Eisbergs - aber es ist eine besonders bizarre!

Antechambrieren....hehe , gut...

Antechambrieren....hehe , gut geschrieben- wenn man dem Mann wahrscheinlich auch Unrecht tut denn normallerweise lässt man solche Arbeiten doch schreiben ... also ist streng genommen nicht mal der Minister der Verursacher -ein gewisser Neid derjenigen welche für ihre DR Arbeit Tag und Nacht gearbeitet und in einige Ärsche gekrochen sind ist natürlich nicht von der Hand zu weisen -aber Neid bleibt eben eine Todsünde -Neid gegenüber Geschick -da ist mir ein geschickter Minister doch lieber - als einer von den Neidhammeln- jetzt muss er Geschick beweisen und die PresseKampagne überleben , meinen Segen hat er...ich hoffe er verbietet Öffentlich - Unrechtlich wenn er Bundeskanzler wird

Klaut, wenn nötig. Lügt...

Klaut, wenn nötig. Lügt immer. so der Rat des Schriftstellers Onetti. Onetti???? kennen Sie nicht? Fragen Sie Vargas LLosa... ;-) Juan Carlos Onetti wurde am 1. Juli 1909 in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo geboren. Er lebte ab 1939 vom Schreiben: zum einen als Journalist – er war Redakteur der international bedeutenden Zeitschrift für Politik und Kultur Marcha –, zum anderen als Romancier. Sein erster Roman El Pozo (Der Schacht) erschien 1939, es folgten zahlreiche weitere Romane und Erzählungen, u.a. Para esta noche (Für diese Nacht, jüngst verfilmt von Werner Schröter), La vida breve (Das kurze Leben) und El astillero (Die Werft). Nachdem er während der uruguayischen Militärdiktatur eine Gefängnisstrafe absitzen musste, weil er als Jurymitglied daran beteiligt gewesen war, einen regimekritischen Text auszuzeichnen, siedelte er 1975 ins spanische Exil über. Er starb 1994 in Madrid.

kopieren ist seliger als .......

kopieren ist seliger als .... so Cervantes im Prolog zum Quijote Kurz, mein lieber Herr und Freund«, so fuhr ich fort, »ich bin entschlossen, daß der Herr Don Quixote in den Archiven von la Mancha begraben bleibe, bis der Himmel den sende, der ihn mit allen diesen Dingen schmückt, die ihm jetzt mangeln, denn ich bin unfähig, sie zu ergänzen, aus Mangel an Geschick und Gelehrsamkeit, auch weil ich von Natur furchtsam bin, auch zu träge, um Autoren mühsam aufzusuchen, die das sagen, was ich wahrlich ohne sie sagen kann. Daher diese Verwirrung und Spannung, [9] in welcher Ihr mich getroffen habt, und gewiß ist vollgültige Ursache dazu das, was Ihr soeben gehört habt.« Als mein Freund dies hörte, schlug er sich vor die Stirn, brach in das lauteste Gelächter aus und sagte: »Bei Gott, Bester, nunmehr erst verliere ich eine Täuschung, in welcher ich mich in der ganzen langen Zeit befunden habe, seitdem ich Euch kenne, daß ich Euch immer für verständig und klug in allen Euren Unternehmungen hielt; aber jetzt sehe ich, daß Ihr ebensoweit davon entfernt seid, wie es der Himmel von der Erde ist. Wie? Ist es möglich, daß so geringfügige Dinge, die so leicht zu machen sind, stark genug sein sollen, einen so reifen Geist, wie der Eurige ist, zu binden und zu verwirren, dem es ein kleines sein muß, durch weit größere Schwierigkeiten zu brechen? Verzeiht, dies entsteht nicht aus Mangel an Geschicklichkeit, sondern aus Überfluß an Trägheit und Ersparnis der Überlegung. Soll ich Euch den Beweis darüber führen? Nun, so hört mir aufmerksam zu, und Ihr werdet sehen, wie ich, indem man eine Hand umwendet, alle Eure Schwierigkeit hebe, allen Mangel, von dem Ihr sprecht, ersetze, der Euch so verwirrt und beängstigt, weshalb Ihr sogar der Welt nicht Euren berühmten Don Quixote schenken wollt, das Licht und den Spiegel der ganzen irrenden Ritterschaft.« »Nun so sagt doch«, erwiderte ich, ihm aufmerksam zuhörend, »wie wollt Ihr die Leere meiner Furcht ausfüllen und das Chaos meiner Verwirrung in lichte Ordnung bringen?« Worauf er antwortete: »Zuerst, woran Ihr Euch stoßt, was die Sonette, Epigramme oder Lobgedichte betrifft, die vor Eurem Buche fehlen und die von würdigen, angesehenen Leuten sein müssen, so macht sich dies bald, denn Ihr dürft Euch nur selbst einige Mühe geben, sie zu schreiben und sie nachher zu taufen, und Namen vorsetzen, welche Ihr nur immer wollt, sie dem Priester Johann von Indien zuschieben oder dem Kaiser von Trapezunt, von denen ich weiß, daß sie als berühmte Poeten bekannt waren; und sind sie es auch nicht gewesen und kömmt irgendein Pedant oder Baccalaureus, die Euch deshalb von hinten anfallen und die Wahrheit bezweifeln wollen, so achtet dies keinen Groschen wert, denn wenn sie Euch selbst der Lüge überführen können, so dürfen sie Euch doch die Hand nicht abhauen, womit Ihr es geschrieben habt. In Ansehung der Bücher und Autoren, die Ihr auf dem Rande zitieren wollt und aus denen Ihr Sentenzen und Phrasen nehmen dürftet, welche in Eurer Geschichte vorkommen, so ist nichts weiter nötig, als daß Euch gerade recht einige Sentenzen oder lateinische Brocken kommen, die Ihr auswendig wißt oder die Euch wenigstens nicht viele Mühe machen, sie aufzusuchen, wie zum Beispiel, wenn Ihr von Freiheit oder Sklaverei sprecht: Non bene pro toto libertas venditur auro, gleich nennt Ihr auf dem Rande den Horatius, oder wer es sonst gesagt hat; sprecht Ihr von der Macht des Todes, so besinnt Euch nur geschwinde auf das: Pallida mors aequo pulsat pede Pauperum tabernas regumque turres. Sprecht Ihr von der Freundschaft und Liebe, die Gott auch gegen den Feind befiehlt, so dürft Ihr nur gleich in die Heilige Schrift einbrechen, wo Ihr sogar mit der pünktlichsten Genauigkeit das Wort Gottes selbst gebrauchen könnt: Ego autem dico vobis: diligite inimicos vestros. [10] Handelt Ihr von schlechten Gedanken, so kommt mit dem Evangelium: ›De corde exeunt cogitationes malae‹; von der Unzuverlässigkeit der Freunde, seht da den Cato, der Euch sein Distichon anbietet: Donec eris felix, multos numerabis amicos, Tempora si fuerint nubila solus eris, und mit diesen lateinischen Sprüchen und ähnlichen halten sie Euch schon für einen Grammatiker, welches in unsern Tagen etwas Ansehnliches und Treffliches ist. Was aber die Anmerkungen am Ende des Buches betrifft, so dürft Ihr es nur ganz dreiste so machen. Nennt Ihr irgendeinen Riesen in Eurem Buche, so laßt es den Riesen Goliat sein, und bloß mit diesem, der Euch doch so gut wie gar keine Unkosten macht, könnt Ihr schon eine große Anmerkung ausfüllen, denn Ihr dürft nur schreiben: Dieser Riese Goliat oder Goliath war ein Philister, den der Schäfer Daniel mit einem Steinwurf im Tale Terebintus tötete, wie es im Buche der Könige erzählt wird, in demselben Kapitel, welches davon handelt. Nach diesem, um Euch als ein Mann zu zeigen, der auch in den humanen Wissenschaften und der Kosmographie erfahren ist, richtet es ein, daß in Eurer Geschichte der Fluß Tajo genannt wird, und gleich ist für Euch eine neue, ausbündige Anmerkung da: Der Fluß Tajo führt seinen Namen von einem Könige von Spanien, er entspringt da und da und ergießt sich in den Ozean, indem er vorher die Mauern der berühmten Stadt Lissabon küßt, auch meint man, daß er Goldsand mit sich führe, usw. ... Sprecht Ihr von Räubern, so will ich Euch die Geschichte des Cacus schenken, die ich auswendig weiß; wenn von unzüchtigen Weibern, so gibt es ja den Bischof von Mondoñedo, der Euch die Lamia, Laïs und Floria liefert, deren Anführung Euch in ziemliches Ansehen setzen wird; wenn von grausamen, so bietet Euch Ovidius die Medea an; wenn von Zauberinnen und Hexen, so hat Homerus die Kalypso und Virgilius die Circe; wenn von tapfern Feldherren, so gibt Julius Caesar sich Euch selbst in seinen ›Kommentarien‹, und Plutarch gibt Euch tausend Alexander; wenn Ihr von Liebe sprecht, so trefft Ihr, wenn Ihr nur ein Quentchen Italienisch wißt, auf den Leo Hebraeus, der Euch das Maß häuft, und wollt Ihr nicht deshalb in fremde Länder wandern, so habt Ihr ja den Fonseca ›Von der Liebe Gottes‹ zu Hause, wo Ihr und der Scharfsinnigste so viel über diese Materie finden wird, als sein Herz nur wünscht. Kurz, Ihr braucht nichts weiter zu tun, als diese Namen zu nennen oder diese Geschichten, die ich soeben genannt habe, in die Eurige aufzunehmen, und dann laßt mich nur für die Bemerkungen und Anmerkungen sorgen, denn ich schwöre Euch, daß ich den ganzen Rand vollschreiben und wohl vier Bogen am Ende des Buches verderben will. Laßt uns jetzt auf die Zitation der Autoren kommen, die man in andern Büchern findet und die in dem Eurigen fehlen. Diesem abzuhelfen, gibt es ein sehr bequemes Mittel, denn Ihr braucht nur eins von den Büchern zu nehmen, in denen sie alle von A bis Z zitiert sind; denn dieses nämliche Alphabet müßt Ihr Eurem Buche einverleiben; sieht man auch die Lüge ganz deutlich, so tut Euch das nichts, da Ihr alle diese Autoren nicht braucht; und vielleicht ist doch einer oder der andre so einfältig, daß er glaubt, Ihr hättet sie wirklich alle bei Eurer einfachen, schlichten Erzählung genützt; und wenn dies auch zu weiter nichts dient, so wird jenes weitläufige Verzeichnis von Autoren wenigstens dazu dienen, dem Buche eine plötzliche Autorität zu verschaffen, um so mehr, da sich niemand die Mühe geben wird, zu untersuchen, ob Ihr ihnen gefolgt seid oder nicht, da dies nichts zur Sache tut; da vorzüglich, wenn ich es anders recht begreife, dieses eine Buch gar nichts von denen Dingen bedarf, die, wie Ihr sagt, ihm mangeln, denn das ganze Buch ist gegen die Ritterbücher gerichtet, die Aristoteles nicht kannte, die der heilige Basilius nicht erwähnt und Cicero niemals anführt; auch gehören in die Erzählung seiner [11] erdichteten Torheiten nicht die Pünktlichkeiten der Wahrheit noch die Beobachtungen der Astrologie, auch sind hier keine geometrischen Messungen von Belang noch die Widerlegung der Argumente, deren sich die Rhetorik bedient; auch soll keinem eine Predigt gehalten werden, indem das Weltliche mit dem Göttlichen vermischt wird, eine Art von Mischung, mit welcher sich kein christlicher Verfasser schmücken sollte, sondern es soll nur die Nachahmung dessen erreichen, was es beschreiben will, und um so vollendeter diese ist, um so vollendeter wird das Beschriebene sein; und da diese Eure Schriftstellerei zum Hauptzwecke hat, das Ansehen zu vernichten, in dem bei der Welt und dem Haufen die Ritterbücher stehen, so habt Ihr auch nicht nötig, den Philosophen Sentenzen, dem Worte Gottes Lehren, den Poeten Fabeln, den Rhetorikern Reden und den Heiligen Wunder abzubetteln; sondern Euer Augenmerk ist, Eure Erzählung in einem einfachen, ausdrucksvollen, edlen und geziemenden Stil zu verfassen, daß Eure Perioden sich wohlklingend und anständig fortbewegen und daß Ihr nach Eurer Absicht alles deutlich darstellt, ohne Eure Ideen durch Spitzfindigkeit oder Dunkelheit zu verwirren. Bewirkt, daß beim Lesen Eures Buches der Melancholische zum Lachen bewegt, der Lacher noch aufgeräumter werde, daß der Einfältige sich ergötze und der Verständige die Erfindung bewundere, daß der Ernste sie nicht verwerfe und der Klügere sie nicht verachte. Kurz, richtet Euer Augenmerk dahin, das schlecht gegründete Gebäude dieser Ritterbücher zu zerstören, die von so vielen gehaßt und von noch mehrern gerühmt werden; denn wenn Euch dies gelingt, so ist Euch nichts Kleines gelungen.« Mit andächtigem Stillschweigen hörte ich, was mein Freund mir sagte, und seine Gedanken waren mir so einleuchtend, daß ich sie alle, ohne mit ihm zu disputieren, billigte, ja mir selbst vornahm, aus ihnen diesen Prolog zu bilden, in welchem du nun, freundlicher Leser, den Verstand meines Freundes siehst, mein Glück, ihn zu einer Zeit zu finden, da mir guter Rat so nötig war, und deinen Trost, so wahrhaft und ohne Umänderungen die Geschichte des berühmten Don Quixote von la Mancha zu erhalten, der, wie alle Einwohner auf dem Gefilde Montiel behaupten, der keuscheste Verliebte sowie der tapferste Ritter gewesen ist, den man wohl seit vielen Jahren in jenen Gegenden gesehen hat. Ich will dir den Dienst nicht sehr hoch anrechnen, den ich dir damit erweise, daß ich dich mit einem so merkwürdigen und ehrenvollen Ritter bekannt mache; aber das verlange ich von dir, daß du mir für die Bekanntschaft seines berühmten Stallmeisters Sancho Pansa danken sollst, in welchem ich alle stallmeisterliche Lieblichkeit, die in den Scharen der unnützen Ritterbücher zerstreut ist, habe vereinigen wollen. Und hiemit Gott befohlen, der mich auch nicht vergessen möge. Lebe wohl!

Ich, der Soldat Abstrus...

Ich, der Soldat Abstrus Absurd, quittiere heute den Dienst mit der Waffe für Deutschland und die Deutschen. Nicht sie sind wichtig - Ich allein bin Maß und Rhytmus und kenne meinen Wert.

0 waste of time 23.02.2011, 07:57 Uhr

Was mich irritiert, was mich...

Was mich irritiert, was mich wundert, was mich verblüfft ist die Tatsache, dass KT so unglaublich dumm seine Dissertation zusammenklaute. Allein diese Dummheit macht ihn doch für jedes, aber auch wirklich jedes Amt untauglich. Dass er seinen Lebenslauf auf so durchsichtige, so leicht durchschaubare Weise fälschte, ist ebenso dämlich - oder hält er die Öffentlichkeit wirklich für so bekloppt, dass sie nichts merkt? "Man kann alle eine zeitlang bescheißen, man kann einige immer betrügen- aber alle immer hintergehen - das klappt nicht".

@ colorcraze 21:17 : Sollten...

@ colorcraze 21:17 : Sollten die USA implodieren, wäre Europa nicht der Gewinner. Im Gegenteil, es ist am wahrscheinlichsten, dass Europa in das Trauma vor dem WK I zurück fällt und umgehend die Reste im Streit miteinander zerstört. Ich setze nach wie vor meine Hoffnungen auf den Osten Europas und sehe die Briten als das größte Problem an (innereuropäisch). . In Deutschland graben sich gerade die Fraktionen ein. Wirklich Vorteilhaft ist das auch nicht. Mal schauen, wen die Atlantiker sich vornehmen ........

0 donalphonso 23.02.2011, 08:15 Uhr

Ein Kommenmtar wurde auf...

Ein Kommenmtar wurde auf Wunsch des Kommentators wieder gelöscht - nur falls sich jemand wundern sollte....

@Plindos, selig sind, die...

@Plindos, selig sind, die über sich selber lachen können, auch wenn oder gerade, wenn sie verrückt sind. Die Schizophränie bietet auch gewisse Reize. . Prof. Dr. Dr......klingt so schön. Man nehme einen ganz einfachen Beweggrund für Gutti. Die Bekannschaftsanzeigen in allen Großen Zeitungen und die PV`s sprechen doch eine deutliche Sprache. Der mehrfache Titel vor dem Namen ist da quasi die Eintrittskarte für eine vielzahl von Bewerberinnen, die bisweilen auf gepackten Koffern sitzen, um dem Fels in der Brandung zur Seite zu stehen. Den Eliten und ihrem Habitus hierzulande geschuldet, will man eben dazugehören, koste es, was es wolle. Beim Hauptmann von Köpenick war es schon so, heute ist es nicht anders. Und bei den Versprechen der Nadelstreifenbanker sowieso. Ein Mensch will eben besch..... werden, und an die Lüge zu glauben, ist auch einfach schöner - als an die Liebe.

0 Falkenherz 23.02.2011, 09:17 Uhr

Hallo, mal wieder. Ist jemand...

Hallo, mal wieder. Ist jemand der unzähligen Gäste hier selbst promoviert, vielleicht gar als Dr. iur.? Ich bin es, und ich bin erneut so deprimiert, wie ich es während meiner Promotion war, als ich gelegentlich auch Werke von Kollegen zitieren wollte, mit Fußnote selbstverständlich. Im Übrigen zeigt sich mal wieder, Deutschland verdient die Politiker, die es hat.

0 Guttenzwerg 23.02.2011, 09:53 Uhr

Kinder, wie sich die Zeiten...

Kinder, wie sich die Zeiten ändern, die Sampling-Popkultur hat ihre akademische Weihen erhalten. Karl-Theodor zu Guttenberg rockt das Hohe Haus mit "Sweet Copycat", da brauchen wir keine Lena mehr. Später gibt's dann Mutti mit dem Song "Gutti lieben, heißt siegen". Eine einsame Stimme aus dem Plenum: "Blues for truth". . Mein Kommentar: Gutti-Demokratie-Update 2.0 misslungen oder "When the music ist over, turn out the light". . Gute Nacht Deutschland!

0 bertholdIV 23.02.2011, 10:14 Uhr

@falkenherz ja, aber nicht in...

@falkenherz ja, aber nicht in iur.

0 Kugelkopfschreibmaschine 23.02.2011, 10:23 Uhr

Danke, Karl Theodor. Auch...

Danke, Karl Theodor. Auch wenn ich nicht so viele Namen und Namenszusätze habe wie Du, so haben mich die unglaublichen Plagiatsvorwürfe zu Deiner Dissertation veranlasst, nach fast 30 Jahren einmal wieder mein eigenes Werk zu lesen, sozusagen als Wochenendlektüre. Und ich muss sagen, dass ich darauf stolz bin, auf jedes Wort und alles was ich geschrieben habe. Gut, damals gab es noch kein Internet, kein copy & paste, kein Unterstützernetzwerk. Aber die Regeln für wissenschaftliches Arbeiten und die notwendigen eidesstattlichen Erklärungen sind wohl auch heute noch gültig, oder täusche ich mich? Was mich sehr befremdet ist die äußerst zurückhaltende Reaktion des deutschen Wissenschaftsbetriebes. Ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, dass sich bei den Professoren und den Universitäten seither einiges verändert hat. Hier gilt es bei der Ursachenfindung anzusetzen. Kann Karl Theodor mit seinem Blödsinn tatsächlich dazu beitragen? Zweifel sind wohl erlaubt.

0 Seinefordschaft 23.02.2011, 10:23 Uhr

@dse ess uh In der Schweiz...

@dse ess uh In der Schweiz wird jeder herausragende (ob gut oder schlecht) Kopf in der höheren Politik umgehend abgesäbelt. Sonnyboy hätte hier als attraktiver Adliger also keine Chance. Unser Vorteil ist halt die direkte Demokratie, wir können abstimmen, wenn die Schweinereien zu gross werden. Umgesetzt wird es dann allerdings durch Beamte... Sonnyboy ist sicher noch hilfreich um eure Landesmutter bei den nächsten Wahlen zu entsorgen, jeden Dreck macht der Bürger wohl dann doch nicht mit. Soweit zum schmalen Gespräch, echt Sorgen macht mir derzeit allerdings das Gemetzel in Libyen und da schlafen die Politiker wieder mal vor sich hin. Sauerei! M.

0 HansMeier555 23.02.2011, 10:24 Uhr

"Ich war nie in Versuchung,...

"Ich war nie in Versuchung, Quellen oder Zitatangaben zu unterschlagen. Ganz im Gegenteil. Ich mußte mich immer sehr beherrschen, um nicht meine eigenen irren Ideen und immerhin plausiblen Tatsachenbehauptungen irgendwelchen Autoritäten zuzuschreiben, um ihnen dadurch mehr Plausibilität zu verleihen." (Unpaginierter Roman ohne Autor und Titel)

0 colorcraze 23.02.2011, 10:27 Uhr

@Holly01: ich seh die EU eher...

@Holly01: ich seh die EU eher als ein Mittel, Abstand zu gewinnen von dem gewaltigen Sog, den das Abtauchen der USA noch erzeugen wird. Es klappt ja manchmal, sich ins Beiboot zu setzen und kräftig zu rudern, wenn das Schiff untergeht. Solange China und Indien noch fett im Saft stehen, ist es jedenfalls schon sehr ratsam, eine einheitliche Zentrale mit einheitlicher Politik gegenüber diesen zu haben (auch gegenüber Rußland ist das sehr sinnvoll), sonst reißen die uns in Stücke und kannibalisieren uns, denn die sind größer und stärker als wir. Die sitzen schlicht am sehr viel längeren Hebel. Eingraben, hm... einerseits kann D nicht mehr finanzielle Verpflichtungen für die anderen übernehmen, weil einfach kein Geld da ist, andererseits reicht nur Neinsagen auch nicht, denn es muß da ein Modus her, wie man die EU-Angelegenheiten ordnet, so daß wir durch den Winter kommen. (Weder gefällt mir die französische Idee einer Wirtschaftsregierung so richtig, noch finde ich die deutsche „Schuldenbremse“, die ja seinerzeit von den Deutschen als Ersten ausgehebelt wurde, irgendwie überzeugend)

0 hansgeier333 23.02.2011, 10:33 Uhr

Herr Ex-Dr. zu Guttenberg ist...

Herr Ex-Dr. zu Guttenberg ist ein hervorragender Verteidigungsminister. Zu meiner aktiven Zeit galt noch die Faustformel: tarnen, täuschen und verpissen. Die ersten beiden Fähigkeiten hat er grandios nachgewiesen. Fehlt nur noch, dass er sich endlich ...

Sehr amüsant. Aber wieso ist...

Sehr amüsant. Aber wieso ist noch nie jemandem aufgefallen, dass der tolle Baron Guttenhausen auf seiner Dissertation (die ja jetzt ein Phantom ist) als Freiherr (Frhr.) firmiert. Meines Wissens gibt es Adelstitel seit 1918/19 nicht mehr - das putzige "zu" ist lediglich Bestandteil (ich "betone" Bestandteil) seines Namens, alles weitere ist doch Etikettenschwindel, namensrechtlich betrachtet ein Rechtsverstoß. Vielleicht sollte er den Künstlernamen "von und zu Wettertanne" führen (hoffentlich gerät er da aber nicht mit Kleist in Konflikte) - denn als Kunstwerk der gekonnten Montage könnte man seine tolle Arbeit ja auffassen. Bis auf ein Neues

0 Confratre 23.02.2011, 10:38 Uhr

BERLIN (aus den umlaufenden...

BERLIN (aus den umlaufenden Kolportagen abgeschöpft) Ein Monteur kommt ins Verteidigungsministerium. An der Pforte wird er vom wachhabenden Soldaten gefragt, was er will. „Ich soll hier den Kopierer reparieren“, sagt der Monteur. „Oh“, entgegnet der Soldat, „das geht heute nicht, der Minister ist in Afghanistan.“

0 Dr. hic. Heinz Maul 23.02.2011, 11:03 Uhr

Hilfe !!!! Habe letzte Nacht...

Hilfe !!!! Habe letzte Nacht einen rätselhaften Albtraum gehabt. Menschen in einem großen, dunklen Wald, Finsternis trotz Vollmond, dann geht eine Leuchtreklame an: Baumschule Grafenforst Kulmbach: Sägen sie sich ihre fränkische Wettertanne selbst ab, auch wenn Weihnachten schon längst vorbei ist. Sie werden reichlich belohnt. Eine Stimme aus der Dunkelheit: Nur die dümmsten Kälber, wählen sich den Schreiner selber. Ich fange zu sägen an und rufe: Nur die dümmsten der Barone, bekommt man so von ihrem Throne. So ists Recht, mein Herr Brecht, ruft es aus dem Wald, den man vor lauter Bäumen fast gar nicht sehen kann. Und dann bin ich schweißnass aufgewacht, in der Hand eine feuchte und zerknitterte Urkunde. Eine Promotionsurkunde der Baumschule Grafenforst. Ich bin glücklich. Endlich habe ich meinen Doktortitel. So einfach war das letztlich, trotz aller Versagensängste. Danke, liebe Baumschule, Dank auch dem lieben Doktorvater Karl Theodor. So hat Deutschland wieder eine Zukunft. Wir brauchen mehr Baumschulen. Und das mit der Pisastudie das wird dann wohl auch besser werden in Zukunft. Natürlich. Ich sags doch, deutsche Baumschulen, da geht nichts drüber. Wer mag, meine restlichen Alpträume habe ich hier zusammengefasst: http://freakileaks.jimdo.com/

0 HansMeier555 23.02.2011, 11:06 Uhr

Lieber Don, Egal ob Gutti...

Lieber Don, Egal ob Gutti durchkommt oder nicht: Die Deutschen sehnen sich mit ganzer Seele nach einem Feudalherrn. . Das ist jetzt ja wohl unübersehbar geworden, oder? . Wenn er abstürzt, wird er bald unverdrossene Nachahmer finden, die höchstwahrscheinlich noch viel dreister und unapettitlicher sein werden (Gutti hat z.B. noch gar nicht richtig gegen Ausländer gepestet).

0 MichaelFFMuc 23.02.2011, 11:47 Uhr

Vorschlag für Dissertationen...

Vorschlag für Dissertationen zum Dr. iur. a. D. strg. c. von Guttenberg: 1. "Sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Promotion des Dr. iur von Guttenberg einerseits und seinen öffentlichen Ansprachen andererseits" Mit der Arbeit werden die öffentlichen und damit ihm sicher zuordenbaren Reden des Grafen von Guttenberg ("KT") anhand der von ihm eingereichten Promotion analysiert und versucht, Beweis zu führen, welche Teile der Promotion sicher von ihm stammen (mit hoher Wahrscheinlichkeit). 2. "Die Promotion des Grafen Dr. iur von Guttenberg im Lichte des Urheberrechts und des Strafrechts und seine Folgen für seine politische Karriere" Zugegeben, eine sehr komplexe Arbeit. 3. "Die Glaubwürdigkeit des Graf Karl-Theodor von Guttenberg im Lichte seiner Promotion zum Dr. iur unter Berücksichtigung seiner öffentlichen Erklärungen zum Zustandekommen dieser" 4. "Fragen der Ehre am Bespiel des Dr. iur von Guttenberg"

Der ältere Bruder meines...

Der ältere Bruder meines Vaters, 17 jährig auf einer Wirtschaftsschule, da oben in der Gegend, wo Deutsche und Russen oder andere Einheimische gerne Tannenberg spielten. Es gehörte ja zu Russland und die Russen hatten in Erinnerung, dass verbrannte Erde funktionieren kann, also, alles was vier Beine hat, ab nach Osten. Die jungen Bengel mussten das machen, auch am Wochenende. Im Juli nachmittags kamen Pastors Jungs und wollten mit meinem teeny Onkel auf einer Insel im Fluss schwimmen gehen. Zurück und munter wurden sie von den unauffälligen Herren mit den Notizblöcken freundlich empfangen, Pastorskinder wurden mit Schulterklopfen nach Hause geschickt und mein Onkel verschwand im Bunker. Ein halbes Jahr hörte niemand irgendetwas. Dann, er war längst in Sibirien, Todesurteil durch Strang, Hochverrat. Alles wurde mobilisiert. Berufssöhne gab's immer, ein hochgebildeter Jurist aus dem Nachbarshaus, hatte einen glänzenden Auftritt und erklärte dem Russki Richter viel von Herr- licher Deutscher Kultur und Vergangenheit. Genau das hatte dem roten Russki Richter gefehlt. Brotration gekürzt, verschärfte Haft und paar Stationen weiter nördlich, polar, im Winter. Fast 2 Jahre dauerte dieses Lehrstück in Vernunft und Empathie, bis er freigesprochen wurde, mangels Beweisen. Auf dem Rückweg liefen diese Rumpel- Waggons einem ganz addretten, neuzeitlichen Ordnungshüter in die Hände. Papiere? deutsch? Aus besserer Gesellschaft? Ab zurück ins Kästchen. Begründung: Deutsch, aus besserem Hause. Nochmal ein halbes Jahr. Als er wieder zu Hause war, wurde er in seinen besseren Kreisen beäugt, tz tz. Ich bin mir sicher, zwischenzeitlich ist eine Vernunftepidemie ausgebrochen unter allen Suleimännern dieser Welt. So etwas fällt mir halt immer mal zu meinem Lieblingsthema Kategorien- bashing ein. Ich kann's nicht ändern, will's auch nicht. Das Argument, man müsse Menschen blutig hauen, oder unter die Erde buddeln, um die Welt schöner zu machen, habe ich wirklich noch nie verstanden. Vor der Professionalität der Sicherheitskräfte habe ich größten Respekt, ohne Flax.

0 Der Volkstribun zu Kelkheim 23.02.2011, 12:07 Uhr

Ad nova homines concurrunt, ad...

Ad nova homines concurrunt, ad nota non veniunt. (Zum Neuen strömen die Menschen zusammen, zum Bekannten kommen sie nicht.)

0 ErnstWilhelm 23.02.2011, 12:14 Uhr

@ waste of time Als Schlauheit...

@ waste of time Als Schlauheit getarnte Dummheit gepaart mit fehlendem Mut. Ein Charakteristikum der heutigen Zeit?

Ist er nun Graf oder Baron,...

Ist er nun Graf oder Baron, der Gutte? Und was macht eigentlich der Schöne Konsul Weyer? Am Ende hat der da noch seine Finger und vor allem Feder im Spiel.

0 HansMeier555 23.02.2011, 12:26 Uhr

@nauplius Pastors Jungs,...

@nauplius Pastors Jungs, ja? Das kommt davon, wenn man das Zölibat abschafft.

Es ist schon erstaunlich,...

Es ist schon erstaunlich, wieviel Häme und Schadenfreude aus den aus ganzen Komentaren hervorgehen, da zeigt sich mal wieder deutlich der ganze Neid auf diejenigen, die wie im 1. Komentar augedrückt "unverdient in vermögende Verhältnisse Hineingeborenen.Wo leben wir eigentlich ? Muss man hierzulande eine solche Herkunft verstecken? Oder werden einem nur dann Fehler nachgesehen, wenn man sich alles selbst erarbeitet hat? ArmesDeiutschland!!

Ritter, hört, hört, ich habe...

Ritter, hört, hört, ich habe gehört, Jacob Taubes soll's geschrieben haben, Friedrich Barbarossa, dessen Schwert ja nicht untätig war, habe aber etwas viel Wirksameres vollbracht: Einen neuen Stand geschaffen, freie Intellektuelle an den neu gegründeten Universitäten, unabhängig von Klerus und Adel, frei zu suchen, zu lesen, zu denken, zu reden und zu schreiben und auch mit Passierschein zu reisen zwischen den Ländern der Welt. Warum? Was hatte der davon? So funktioniert's halt besser, hoffentlich. Ich suche das Originalzitat.

0 HansMeier555 23.02.2011, 12:53 Uhr

Ich muß ja auch damit leben,...

Ich muß ja auch damit leben, dass jeder Star-Soziologe bei mir seine Beobachtungen klaut. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,747016,00.html . Die gedanklichen Übernahmen das nächste Mal bitte deutlich machen: "Vgl. auch HansMeier555, FAZ-Blog "Don Alphonso: Stützen der Gesellschaft", Leserkommentare (notorisch unter jedem Beitrag).

@jumatra "Neid" ist das...

@jumatra "Neid" ist das übliche Totschlagargument von Leuten, die nicht bereit sind, sich mit Kritik auseinanderzusetzen, mag sie noch so berechtigt sein.

0 Sockpuppet 23.02.2011, 13:19 Uhr

Ist es nicht doch so, daß die...

Ist es nicht doch so, daß die wenigen Mitglieder der „interessierten Kreise“ nicht auch fortwährend auf der Hut sein müssen, die Interessen ihrer Kreise wirksam zu verteidigen? Sonst sind sie nämlich irgendwann samt Geld und Nimbus weg. Ist man sich also erst mal unter den Erben einig, daß jahrhundertealte Traditionen sowie Milliarden in konvertierbaren Währungen es wert zu verteidigen sind, wäre es dann nicht klug, strategisch zu handeln? Prüft man als „Outsider“ alle Ausprägungen der „Kreise“, ob es sich nicht vielleicht um Teile von Verteidigungsstrategien zur Sicherung der Macht handeln könnte, kommt man zu einem neuen Verständnis des Phänomens Guttenberg. Nehmen wir die Karriere: innerhalb 7 Jahre aus dem Nichts bis zum geheimen Kanzlerkandidaten. Früher hätte man gesagt, der muß mit dem Teufel im Bunde sein. Heute würde man ähnlich, aber weltlicher eher ein starkes „Backoffice“ vermuten. Daß da andere Kaliber als Guttenberg sitzen müssen, ist angesichts seines etwas schwächlichen strategischen Auftrittes mehr als offensichtlich – ausschließlich seine Intelligenz reicht nicht für so langfristige Planungen. Dann wäre da das schiere Geld hinter der Person Guttenberg. Alleine sein Vermögen und das der direkt mit ihm Verwandten, macht die Person sowie seine Entourage ja erst gesellschaftlich satisfaktionsfähig. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist damit erfüllt, um die Machtelite hinter dieser Fahne zu sammeln. Schließlich hat Guttenberg dank seiner ausgeprägten Eitelkeit und Profilneurose einen Hang zum öffentlichkeitswirksamen Auftreten. Das mag ihn im üblichen Geplänkel der Söhne etwas zum Außenseiter gemacht haben. Aber gerade diese Eigenschaften sind es dann, die ihn zum geeigneten Kandidaten machten, um mit ihm den nicht unerheblichen Aufwand auf sich zu nehmen, die verdeckte Aktion seiner „erfolgreichen Karriere“ zu wagen. Daß Guttenberg sich statt V-Waffe nun als Rohrkrepierer herausstellte, ist bitter für die Kreise. Vermutlich kann der Guttenberg selbst am wenigsten dafür, handelte er nach meiner These lediglich auf Anraten, vielleicht hatte er selbst nicht einmal die Idee, eine Dissertation zu schreiben. Trifft dies zu, kann ich ihre launig dargelegte, und für meine Begriffe verharmlosende These der Söhne ohne Initiative nicht unwidersprochen lassen. Zur Verteidigung von Vermögen und Macht finden sich immer Söhne und Töchter, die die Verteidigung klug und offensiv angehen. Daß in „den Kreisen“ wie überall gelangweilt aussehende Hängersöhne herumlungern: geschenkt. Daß Adel und Erbeliten mehrheitlich ihre Pfründe unverteidigt lassen sollen und sich dafür nicht sehr intensiv engagieren: glaub ich eher nicht.

0 Confratre 23.02.2011, 13:37 Uhr

Kleinbloggersdorf, im Februar...

Kleinbloggersdorf, im Februar 2011 Wie aus offiziösen und gewöhnlich gut unterunterrichteten Kreisen zu erfahren ist, soll unsere Stadt Standort einer privaten Exzellenzuniversität mit Promotionsrecht werden. Eine entscheidende Bedeutung gewinnt dieser Schritt, auch für das zukunftsorientierte Geistesleben unserer Stadt, der durch die hochherzige unduneigennützige Stiftung eines bekannten Medienkonzerns ermöglicht wurde, im Lichte der jüngsten Ereignisse. Im Gründungs-Kuratorium sitzen u. a. die beiden bekannten freiherrlichen Brüder aus Oberfranken, die Absolventen der renommierten Ritterakademie zu Aachen sind. Einer der beiden Herren, der auch, wie allseits bekannt ist, Minister für Verteidigung im Bundeskabinett ist, wird Gastvorlesungen halten. Das Thema der 1. Antrittsvorlesung: Das internationale Interventionsrecht der NATO am Beispiel Afghanistans (unter Ausklammerung Lybiens).

0 HansMeier555 23.02.2011, 13:45 Uhr

Als nächstes wird er die...

Als nächstes wird er die Leute, die ihn einen Plagiator nennen, wegen Verleumdung verklagen.

Immer wenn ich wütend über...

Immer wenn ich wütend über solchen Eliten-Kram wie Lug, Trug & Guttenschacher laut im Büro grummle: "Verdammt, WA_RUM machen die das?" Sagt mein Mann mit schöner Regelmäßigkeit: "Because they can!"

0 donalphonso 23.02.2011, 13:53 Uhr

Für mich klang das so, als...

Für mich klang das so, als wüsste die Opposition schon was und bräuchte nur Munition.

Ach, Malena, 3,02, was könnte...

Ach, Malena, 3,02, was könnte es Schöneres geben? Niemand soll sagen, es lohne sich nicht. Was will man? Suchen, oder zeigen was man kann? Berufsweise müssen's zeigen und raue Ritter haun halt einfach um sich, vielleicht quiekt ja wo was, dann hamse wieda was jelernt, hoffentlich. „Everything should be made as simple as possible, but not more so“. „Strive for simplicity, but mistrust it“. Soll man sagen, wer's gesagt hat? Matter - mind - matter - mind – matter, Viele knabbern dran rum, alle nicht dumm.

0 Don Carlos 23.02.2011, 14:01 Uhr

sockpuppet, aber es gibt...

sockpuppet, aber es gibt anscheinend keinen ersatzmann. und das ist schwach für kreise mit dem von Ihnen vermuteten starken geistigen und finanziellen hintergrund. es sei denn, sie legen es auf eine spaltung der gesellschaft in 'pragmatiker' (wünschen lösung von gesellschaftlichen problemen um jeden preis) und 'intellektuelle' (verlangen wahrhaftigkeit in allen belangen) an. denn das passiert doch gerade. die politik kann keine lösungen mehr anbieten und schon gar keine glaubwürdigen vertreter für irgendwelche lösungen. der adelige war auch deren letzte hoffnung. er müßte eigentlich gehen, aber dann fehlt den pragmatikern die identifikationsfigur, die sich die intellektuellen auch wünschen, aber selbst nicht aufbieten wollen/können, und die politik hat ohnehin verspielt. wenn es diese machtelite wirklich gibt, müßte sie genau zu diesem zeitpunkt eine völlig neue partei erschaffen, welche die probleme der pragmatiker aufgreift und auch die ideale der intellektuellen erfüllt. es gibt zwar genügend warnungen vor einer situation wie vor 1933. aber an sich gleicht die momentane konzeptionslosigkeit eher der situation vor 1618. das mag für die welt insgesamt beruhigender sein, für deutschland ist es das überhaupt nicht.

0 HansMeier555 23.02.2011, 14:04 Uhr

Er hätte das Plagiat zugeben...

Er hätte das Plagiat zugeben und von sich aus zurücktreten müssen. Und anschliessend für zwei Jahre abtauchen müssen, vielleicht an eine US-Elite-Uni als Gastprofessor (Nicht Jura, sondern Politik and Krieg Studies) -- Dann hätte er sich einen Rest von Würde bewahrt und hätte später wieder einsteigen können. . Jetzt wird es tragisch, there will be blood.

0 HansMeier555 23.02.2011, 14:09 Uhr

Und Sie, Herr Dr. Engholm,...

Und Sie, Herr Dr. Engholm, hören bitte auf so dreckig zu grinsen.

Sehr schöner Beitrag :-). Und...

Sehr schöner Beitrag :-). Und am besten gefallen hat mir der Hinweis auf die klein(st)bürgerliche Reaktion von Guttenberg - der Mann hat ja nicht einmal mehr den Rest Mut, der dazu gehört, sich sofort zu stellen und schlicht zu bekennen, man habe bewusst Mist gebaut. Stattdessen eine von Imageberatern in einer solchen Situation empfohlene "demütige" Entschuldigung, gefolgt von einem Ablenkungsmanöver. Meine Vorfahren drehen sich sicher in ihrer Gruft, und der feine Baron ist als intellektueller und moralischer Hochstapler entlarvt. Hochmut kommt vor dem Fall - und Arroganz muss man sich leisten können und sich zu leisten trauen. Danke, Thorsten Haupts

0 donalphonso 23.02.2011, 14:45 Uhr

6 Gutachten statt "nur" 4 -...

6 Gutachten statt "nur" 4 - das war es, was die SPD wusste.

0 HansMeier555 23.02.2011, 14:46 Uhr

Schon diese Woche will...

Schon diese Woche will Bayreuth die Entscheidung treffen? Das spricht doch gegen die Vermutung, man hätte (mit Hilfe von GuttenPlag und in rastloser Tag-und-Nachtarbeit) noch schnell ein Abgabe-Manuskript erstellt, in dem alle Fussnoten korrekt angegeben sind (die in der späteren Druckversion durch einen Verlagsfehler verloren gingen). Denn dafür hätten die fünf Tage wohl nicht ausgereicht.

0 HansMeier555 23.02.2011, 15:05 Uhr

@Don Alphonso . Das wissen...

@Don Alphonso . Das wissen Sie, oder ist das Vermutung? Und damit wollen die ihn jetzt in die Enge treiben? . Ich wüsste lieber, wer was darüber weiss, mit welcher Begründung ihm Bayreuth den Titel aberkennen und wie stark die Formulierung ausfallen wird. Ob es da CSU-Land hin oder her, vielleicht doch jemanden gibt, der die Sache so sieht wie wir?

0 donalphonso 23.02.2011, 15:10 Uhr

Das hat die SPD gerade wissen...

Das hat die SPD gerade wissen lassen.

0 HansMeier555 23.02.2011, 15:13 Uhr

Er bettelt um Liebe. Genau wie...

Er bettelt um Liebe. Genau wie Martin Walser.

0 HansMeier555 23.02.2011, 15:26 Uhr

4 oder 6 is wurscht...

4 oder 6 is wurscht

"4 oder 6 is wurscht". . Sag...

"4 oder 6 is wurscht". . Sag des nie einem Franken, wenn er "6 auf Kraut" bestellt. Nie.

Angesichts Gabriels in der...

Angesichts Gabriels in der Aktuellen Stunde, neige ich mich mild dem Guttenberg zu. . Ist der Pfusch vom KT eigentlich schon amtlich? Oder ist das eine Voruebung?

Nee, es nagt und er versucht...

Nee, es nagt und er versucht zu verstehen, worüber Menschen sich ärgern, so ärgern, dass sie zu Messer, Knüppel oder sonst was greifen. Messer, Knüppel oder sonst was streichen wir mal aus unseren Köpfen, ein für alle mal. Fragezeichen sind ergiebiger. Mit etwas Glück kommen dann ja auch Gedanken dahinter. Was ist hier eigentlich los? Wer ärgert sich worüber? Wer hat Angst wovor? Matter and mind ist lustig. Was den Leuten alles in den Sinn kommt im Laufe der Jahrtausende. Und dann diese Gesetze alle. Bin ich wirklich der Einzige der fragt? Francis Crick, Richard Feynman fragen auch. Tschulligung, schon wieder. Nicht verstanden, nicht gelesen, darf ich gar nicht. Die Fragen, die Jungs. Die sind schlau, ich bin doof. Ist mir wurscht, ich frage.

Schaut her ihr lieben Leut,...

Schaut her ihr lieben Leut, was sich hinter den Spreeinseln zusammenbraut: Großartig blinken die Fahnen der marschierenden Reihen der Ironheads der Koalitionäre, die Libertären mit den spinnefeinden Haufen der Bayern und die preussischen Protestanten mit den katholischen Rheinländern um die C-Fahne sich duckend. Zögernd nur und langsam sich die Tercios der Souveränitäterin bewegend, dem großen Defensor folgend. Der große Kurfürst in München hält freundlich lächelnd seine murrende Partei auf Linie, seinem Instikte nur trauend. Wer hat die 70 Professoren nur aufgehetzt? Dagegen: Die Plaubilisitäter hinterm Gebüsch lauernd, die 6 Hakenbüchsen gespannt, ob er wohl allein durch den Hohlweg hochgemut geritten kömmt? Hinter einer Bodenwelle alles versammelt und aufgeboten was nur irgends Links sich nennt, Rot seis Panier und marxistisch (in Abstufungen versteht sich). Verwegen hat der Adlige sich von allem hinderlichen Ballast befreit, hoffend, dass die Lehnsherrin ihm, dem strahlenden Liebling des Vaterlandes, Succurs entsendet, ihm beisteht in der offenen Feldschlacht. Obwohl er sie durch den Verlust seines Renommées bei der Plünderung Bayreuts und seiner Alma Mater arg in Bedrängnis gebracht. Seine Parteigänger zeigen dem Volkstribun noch freundlichwinkend ´s Panier. Ob ein Brutus unter ihnen schon den Schwenk nach hinten ohnverehns signalisiert und Parlamentäre unkenntlich die Linien beidseitig durchqueren zu mancher Abred? Die Kartauenen donnern, Drommeten lärmen, die Kesselpauken der Medienfürsten rühren mit donnerndem Schalle. Giftig die Pfeile der Kommentaristen grausam wüten. Wie mag´s ausgehen das heisse Treffen? Sieg oder Niederlage? Fauler Waffenstillstand auf offenem Theater? Wir werden dem werten publico berichten.

@ MichaelFFMuc 12:47 : Die...

@ MichaelFFMuc 12:47 : Die Frage ist nicht KT gut oder schlecht. Da muss schon jeder selbst sein Wertesystem bemühen. Die Frage ist : Bayreuth, wie konnte das pasieren? Wie können die mit dem Thema im nachhinein (als Universitätbetrieb) so ein Verhalten an den Tag legen? Warum ist der gesamte Vorstand der juristischen Fakultät noch nicht zurückgetreten / rausgeschmissen worden? . Es gibt da ein paar huhderttausen Doktoren, Ingeneure und andere Träger von wissenschaftlichen Weihen. Deutschland ist Forschungsstandort und das was da gerade diskutiert wird, ist die Basis für das alles. Keine Basis, keine Grundlagen = keine Reputation, kein Zugang zur intellektuellen Elite der Welt . Fatal ist nicht KT, fatal ist der Umgang der Uni Bayreuth und der Politik mit dem Vorfall. . Leitkultur ......... ich könnte ja wieder "voll abgehen".

Ich frage mich ja schon, wozu...

Ich frage mich ja schon, wozu meine Eltern, in ihrer Erziehung, mir mit großer Mühe und viel Aufwand Werte mitgegeben haben, die gerade allesamt dank dieses verunglückten Nachfahren niedrigrangiger feudaler Volksausbeuter zuschanden geritten werden. Was die Regierungsparteien betrifft, fällt mir aus Fassungslosigkeit eigentlich nichts mehr ein. Was die Mehrheit des Volkes betrifft, die diesen Parvenue anscheinend unnützerweise auch noch ganz grandios findet und den ganzen ungeheuerlichen Vorgang für halb so wild: Die bittere Rechnung für soviel brüllende Dummheit kommt so sicher wie das Amen in der Kirch'. Und das wird dann alle betreffen, und wahrscheinlich so, wie sich das niemand in seinen schlimmsten Albträumen wünscht. Ich erspare mir hier jetzt, den Herrn Liebermann und seine Ausführung zu Speisen und Speien von 1933 zu zitieren mit dem, was seltsamerweise stets fälschlich dem verehrten Tucholsky zugeordnet wird.

0 HansMeier555 23.02.2011, 15:56 Uhr

Mutti nicht im Plenum!...

Mutti nicht im Plenum!

0 HansMeier555 23.02.2011, 15:57 Uhr

Ach Filou....

Ach Filou.

0 HansMeier555 23.02.2011, 15:57 Uhr

Nomen est omen...

Nomen est omen

0 HansMeier555 23.02.2011, 15:59 Uhr

Skandal: Er hat auch aus den...

Skandal: Er hat auch aus den geöffneten Feldpostbriefen abgeschrieben.

0 HansMeier555 23.02.2011, 16:03 Uhr

Die CDU-Leute sagen: "Erstens:...

Die CDU-Leute sagen: "Erstens: Er ist populär, ätsch!". Aber dann schon 2. "Bayreuth, Bayreuth!"

Ich sehe hier einen naechtlich...

Ich sehe hier einen naechtlich um's Feuer springen.

0 PetraMeyer 23.02.2011, 16:14 Uhr

Don Carlos: ich hab ja auch...

Don Carlos: ich hab ja auch keine Ahnung ob meine Vermutung was taugt. Deshalb kann ich auch nur versuchen zu erraten, wie stark der Rückhalt Guttenbergs wirklich ist. Ich vermute aber nach allem was ich erkennen kann, daß er das Ergebnis eines eher „mittelständischen“ Netzwerkes zu sein scheint, das zwar begrenzten, aber bereits ausreichenden Einfluß in verschiedenen Belangen der Wirtschaft, als auch der bayrischen wie Bundespolitik hat, um sehr zielorientiert einen Kandidaten (aber eben nur einen) erfolgreich zu lancieren. Wie alle mittleren Unternehmen scheinen eben auch hier die Ressourcen begrenzt. Spontan stelle ich mir als potentielle Treiber die allseits bekannten politisch hervorragend vernetzten und sehr vermögenden Adelshäuser zumindest aus dem Fränkischen und Bayrischen vor. Ich glaube, das Ziel war tatsächlich, einen demokratischen Volkstribun zur Rettung der „konservativ“ genannten Werte (die vielleicht lediglich diese vermurxte Melange aus Bürgertum, Adel und Sozialdemokratie bedeuten, wie sie uns das zusammengebrochene Kaiserreich seit 1918 hinterlassen hat) zu erschaffen. Es geht ja auch schwer anders, der Kerl muß ja von Mehrheiten gewählt werden, daran geht kaum ein vernünftiger Weg vorbei. Probates Mittel: man läßt den Personenkult von der Kette. Nun zeigt sich aber eines: in Deutschland kann man zwar (historisch bewiesen) wie kaum in einem anderen Land der Welt mit Hilfe des Personenkultes das Wasser teilen, die erforderliche Aktivierungsenergie dazu ist aber extrem hoch. Die Deutschen brauchen schon ein Weilchen, bevor sie ihrem Führer aus der Hand fressen. Und wehe, es findet sich ein Haar in der Suppe, dann ist’s vorbei mit dem Segen! Auch mir scheint das Land heute orientierungsloser denn je. 1618 überblicke ich nicht. Eher 1918 - 1933, denn davon haben mir meine Großeltern erzählt. Gerade in dieser Zeit gab es innen- wie außenpolitisch einige Ingredienzien, die denen der heutigen Zeit zunehmend ähneln (neben anderen, die weniger oder nicht vergleichbar sind). Ob dies eine erneute deutsche Orgie des Personenkultes motivieren kann? Die Causa Guttenberg und die damit verbundenen nun häufiger anzutreffenden Kommentare in öffentlichen Foren mit dem Duktus „Führer befiehl, wir folgen dir …“ zeigen mir jedoch, daß man Menschen in Deutschland durchaus weiterhin demagogisch anfeuern kann. Und Etwas mulmig ist mir schon bei dem Gedanken, daß vielleicht mal wieder einer den uns eigenen Selektionsdruck überleben und den Führer erfolgreicher mimen könnte als der nun öffentlich als Amateur entlarvte Guttenberg.

0 donalphonso 23.02.2011, 16:21 Uhr

Ich denke, man musste den...

Ich denke, man musste den Medien gar nicht gross sagen, dass sie den Mann zur Lichtgestalt hochschreiben -das haben Focus, Spiegel und Bild schon von alleine gemacht; nach der letzten Wahl sicher auch aus einem gewissen Verdruss über die Kanzlerin

0 HansMeier555 23.02.2011, 16:30 Uhr

Bayreuth wird den Titel...

Bayreuth wird den Titel aberkennen wegen Täuschung. . Und dann? Ist es dann amtlich, dass er ein Lügner ist? Keineswegs. Er kann vor Gericht ziehen und gegen die Aberkennung klagen. Und Trittin verklagen wegen "übler Nachrede". Und dann auf die bayerische Justiz hoffen und darauf, dass die Zeit vergeht und es hinterher wirklich allen egal ist. . Eigentlich hatte ich gar nciht so viel gegen den. Seine PR-Inszenierungen fand ich peinlich, aber nicht wirklich schlimm. Dass er sich bei Kundus verheddert hat, habe ich seiner Unerfahrenheit zugeschrieben. . Ich bin zwar beileibe kein CDU-Anhänger, aber wenn sie hier und da ein paar Wahlen gewinnen, verdirbt mir das sonst nicht die Lebensfreude. . Was mich jetzt aber wirklich beklemmt, ist die Reaktion seines Lagers. Das Bündnis aus Macht, Geld und Gosse, das den Zynismus jetzt auch explizit zum Programm erhoben hat. . Beklemmend aber auch die Angst, die sie zu so was treibt: Glaubt die Union wirklich, sie könnte auf ihn nicht verzichten? Ist die Personaldecke wirklich so dünn? Zu Zeiten von STrauss und Dregger hatte die Union noch wirklich ein Weltbild, eine ideologische Position zu verteidigen. Guttenberg aber steht nur für glamour. Ausser Glamour hat er nichts, was andere nicht auch hätten. Aber sein Glamour hilft ihnen, Wahlen zu gewinnen, Mandate zu kriegen und Posten abzugreifen. . Für die Hinterbänkler, die auch alle plagiiert haben, ist seine Verteidigung eine Existenzfrage. Ihr Haus ist noch nicht abbezahlt, die Kinder sollen studieren, sic. . Darum ist ihnen der Schrecken ohne Ende lieber als das Ende mit Schrecken. . Jetzt bibbern sie der Stellungnahme von Mutti entgegen: Wird sie ihn auch dann halten, wenn BAyreuth klar und deutlich von Täuschung spricht? Das steht noch nicht fest.

Wer mal schauen mag...

Wer mal schauen mag : http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_karl_theodor_freiherr_von_und_zu_guttenberg-575-37619.html Die Seite hat (nmM) mal mehr Informationen angeboten, aber es ist über das Tätigkeitsprofil immer noch eine gute Quelle.

0 bertholdIV 23.02.2011, 16:42 Uhr

@plindos der ultramontane...

@plindos der ultramontane blogg steht: andreas schockenhoff betrat die bühne. wahrscheinlich hat ihm sein bruder noch die letzte ausgabe der zeitschrift communio am morgen zugesteckt

0 HansMeier555 23.02.2011, 16:46 Uhr

@Filou Sie meinen Gaddafi,...

@Filou Sie meinen Gaddafi, nehme ich an.

0 bertholdIV 23.02.2011, 16:47 Uhr

@HJM sie haben recht, treten...

@HJM sie haben recht, treten wir die uni bayreuth in den mistkübel und ansonsten zertritt die kanzlerin gerade den rechtstaat. der plagiat von und zu lügt weiter ungestraft und darf minister sein. warum s.o. verteidigt der vatican (schockenhoff) den diesen parvenu. nur weil er katholisch ist?

0 HansMeier555 23.02.2011, 16:58 Uhr

@b4 . Warten wir's ab. Mutti...

@b4 . Warten wir's ab. Mutti war heute nicht im Plenum. Angesichts der Beliebtheit von Gutti etc. konnte sie es sich gar nicht leisten, ihn früher vom Hof zu jagen. Selbst wenn sie schon längst entschlossen ist. Das hätte sie ihrer eigenen Basis nicht vermitteln können. Sie mußte schon noch das Urteil der Bayreuther abwarten, das ist klar. . Aber sie musste (gesetzt den Fall) auch dafür sorgen, dass er selber klar und deutlich den Betrug bestreitet. Damit sie die Hände in Unschuld waschen kann. . So gesehen war das timing perfekt. Die Blamage bliebe an Frau Schavan kleben.

@HM555, da ich Sie wirklich...

@HM555, da ich Sie wirklich mag: ja, Ghaddafi.

0 bertholdIV 23.02.2011, 17:05 Uhr

@HM555 die reaktion der union...

@HM555 die reaktion der union ist das gefährliche. sie werfen alles, was ihnen heilig war?, über bord. das verhalten des badener ultramontanen erinnert mich an den ständestaat in österreich, hauptsache das eigene lager wird gerettet.. mir wird kotzübel, was da im moment alles über bord geht..

0 HansMeier555 23.02.2011, 17:08 Uhr

@b4 . Wer (außer der...

@b4 . Wer (außer der Opposition) konnte eigentlich Interesse daran haben, dass Gutti schon VOR dem Bayreuther Urteil im Bundestag Rede und Antwort stehen muß?

0 HansMeier555 23.02.2011, 17:11 Uhr

@Filou Andre gucken Fußball....

@Filou Andre gucken Fußball.

0 HansMeier555 23.02.2011, 17:12 Uhr

@filou Auch ich hab meine...

@filou Auch ich hab meine Laster wie sie sehen

@ bertholdIV 18:05 : Sichtbar...

@ bertholdIV 18:05 : Sichtbar wird, oder? Da es offensichtlich keinerlei Widerstand gibt, kann man kaum annehmen, da wären noch eine Resterampe. So gesehen, ist KT doch zu etwas gut : die CDU zeigt ihr "wahre"? Gesicht. Bitter für Deutschland und seine Konservativen.

0 HansMeier555 23.02.2011, 17:17 Uhr

Dipsy. Manchmal vermisse ich...

Dipsy. Manchmal vermisse ich ihn.

0 HansMeier555 23.02.2011, 17:18 Uhr

@b4 . Haben Sie zur Kenntnis...

@b4 . Haben Sie zur Kenntnis genommen, wie dünnhäutig die auf den Berlusconi-Vergleich reagiert haben?

@ HansMeier555 18:08 : Die CDU...

@ HansMeier555 18:08 : Die CDU und KT, weil die Masse der deutschen Springer- und Mohnleser je zum Glück kein Interesse an den Vorwürfen hat. Ein "Urteil" einer Instanz ist da etwas greifbares, da könnten selbst Leute mit einem IQ auf Zimmertemperaturniveau aufhorchen. Nein, ich sehe nicht alle KT Anhänger oder CDU Wähler als dumm an, es war nur verstärkende Beschreibung der angedachten Botschaftsempfänger. Also voreilende Diskussion und nachher sagen zu können : hatten wir ja alles schon besprochen.

0 HansMeier555 23.02.2011, 17:20 Uhr

Die haben selber ein flaues...

Die haben selber ein flaues Gefühl im Magen. Soweit ich mitgekriegt habe, hat keiner expressis verbis gesagt, dass er Gutti GLAUBT. Sie haben gesagt: Wir finden es gut, dass er seine Fehler eingesehen hat.

0 donalphonso 23.02.2011, 17:32 Uhr

Im Prinzip war es die Bitte,...

Im Prinzip war es die Bitte, nichts mehr zu sagen. Weniger die Bitte einzusehen, dass es doch nicht so schlimm war. Jedem ist klar, wie schlimm es ist.

Ja Dipsy vermisse ich auch. Es...

Ja Dipsy vermisse ich auch. Es gibt ein Lockmittel: Korken an einer vollen Ginflasche reiben und quietschen lassen.

@ DA : Gladio-Prinzip : Der...

@ DA : Gladio-Prinzip : Der übergeordneten Sache (Macht) ist alles unter zu ordnen und alle erforderlichen Opfer sind zu erbringen. Da erschiesst man auch schon mal die eigenen Grundlagen, Prinzipien oder Anhänger.

Max Delbrück, John Maynard...

Max Delbrück, John Maynard Smith, William Hamilton, die Frage gibt es. Fachfragen. Wer findet schon leicht Antworten?

Wer auf der Quadratur des...

Wer auf der Quadratur des Kreises besteht, wird eine Loesung bekommen, die behauptet dies zu tun. Beispiel Folter, der Gefangene wird wenn noetig Informationen erfinden, um den Zustand der Folter zu beenden. Planvorgaben in Firmen, - wenn die Zielvorgabe unerfuellbar ist, dann kann man dies nicht aendern und wird jene anpassen, um eine Produkt als fertig zu bezeichnen. Dasselbe mit dieser Promotion. Fuer 99,9% aller Doktoranden heisst Promotion Jahre intensiver Arbeit, sich durchbeissen, und hoffen, dass das, woran man arbeitet nicht schon jemand getan hat, Stichwort zu viele Wissenschaftler. Professoren wissen genau, dass man eine Promotion nicht nebenbei so einfach hinlegen kann. Kaum einer schafft es neben einem acht Stunden Job, es braucht Vertiefung in die Sache, Zeitbloecke, in denen man ungestoert arbeiten, zieloffen forschen kann. Von einem Bundestagsabegeordneten anzunehmen, dass dies moeglich ist, da ist der Wunsch Mutter des Gedanken. Die Uni haette Guttenberg daher nicht als Doktoranden annehmen sollen, zumindest nicht ohne einen speziellen Plan zu haben, um sicherzustellen, dass diese Arbeit Erfolg haben kann. Guttenberg begann die Arbeit so um 2000, da war er 31 Jahre alt und ich kann nachvollziehen, dass er so naiv war, nicht zu sehen, dass dies nichts werden kann. Andere haetten es sehen sollen. Ein paar Jahre spaeter haette er die Reife haben sollen, die Promotion abzubrechen. Das moralische Straffmass, das hier angewendet wird, sollte den Umstaenden Rechnung tragen, dass hier ein kollektives “Wir beharren auf der Moeglichkeit der Quadraur des Kreises” Syndrom bestand. Wenn er Wissenschaftler werden woellte und Jahre den Hauptteil seiner Zeit in die Arbeit gesteckt haette, sollte er geaechtet sein, da er eine Aufgabe hatte, die erfuellbar war und in der Wissenschaft arbeiten moechte, wo auch Plagiate ernsten Schaden fuer die Forschung bedeuten. Die Promotionsordnung der Bundeswehr hat keine Toleranz fuer Plagiate. Auch dort muss die Praemisse herrschen, dass die Erfuellung der Promotionskriterien machbar ist. Man wird ein Talent nicht zur Promotion schicken, dort ausbrennen lassen und dann aufgrund eines Nichterfuellens der Promotionskriterien absaegen, soviel Talent hat man nicht zu vergeuden. Der Guttenberg hat nicht bei der Bundeswehr promoviert, noch ist eine Bundeswehrkarriere Voraussetztung fuer den Posten des Verteidungsministers. Qualifikation fuer seinen Job ist politische Ideen vermitteln und implementieren und als Politker erstmal gewaehlt zu werden. Die Inhaber von Doktotiteln die sich entruesten, wissen, dass sie die Ochsentour der politischen Karriere nicht nebenbei koennten und wollen wuerden. Unter diesem Gesichtspunkt, - allgemeiner Konsens der Anforderung der Quadratur des Kreises an einen Anfangdreissiger und der Relevanz der Promotion fuer seinen Job, finde ich die moralische Entruestung zum Teil verlogen. Die Analogien und Kontext stimmen nicht ganz. Aber richtig, ihn im Amt zu behalten ist eine weitere Quadratur des Kreises. Dummer Fehler, einige stolpern ueber eine Spendenaffaere, andere ueber eine nicht notwendige Promotion. Gibt es schon das Wiki fuer die Diss von Westerwelle? Mach besser nichts, dann machts Du keine Fehler. Oder halte die Erwartungen niedrig, vom Steinewerfer ohne Abitur zum Princeton Gastlektor, dazu braucht es auch Chuzpe.

0 HansMeier555 23.02.2011, 18:20 Uhr

Grade bei fefe...

Grade bei fefe gefunden: . "Vor seiner umstrittenen Promotion an der Universität Bayreuth war Karl-Theodor zu Guttenberg dort gleichzeitig Student und Sponsor. Die Rhön-Klinikum AG, bei der die familieneigene Beteiligungsgesellschaft derer zu Guttenberg ein dickes Aktienpaket hielt, gehört zu den Stiftern des Lehrstuhls für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften, der im Jahr 2000 eingerichtet wurde und bei der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt ist. Nach Tagesspiegel-Informationen fließt dafür pro Jahr von der Rhön-Klinikum AG ein sechsstelliger Beitrag." . Quellenangabe ebendort.

Ich besitze ja diese...

Ich besitze ja diese ausgesprochen schöne Transferwaren-Terrine ohne Deckel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die eignet sich bestimmt vortrefflich zum stilvollen Speien, wenn ich vor Ekel über die Zustände im Land demnächst dann gar nicht mehr anders kann.

0 bertholdIV 23.02.2011, 18:35 Uhr

@HM555 dipsy ist nicht der...

@HM555 dipsy ist nicht der einzige, der vermisst wird... warum meldet sich devin08 nicht zu wort in einer solche situation?

0 HansMeier555 23.02.2011, 18:45 Uhr

Ist das Zynismus oder...

Ist das Zynismus oder psychotischer Realitätsverlust? . Ich weiss es nicht, wirklich nicht. Also bei Gutti weiß ich es nicht. Bei seinem Rudel weiß ich es.

0 simplicius 23.02.2011, 18:48 Uhr

(c) Cicero: "Quamquam animus...

(c) Cicero: "Quamquam animus mihi quidem numquam defuit, tempora defuerunt, quae simul ac primum aliquid lucis ostendere visa sunt, princeps vestrae libertatis defendendae fui. Quodsi id ante facere conatus essem, nunc facere non possem." "Zwar hatte es mir nie am guten Willen gefehlt, aber die Zeitverhältnisse sprachen dagegen. Sobald sich diese nun wieder etwas aufzuhellen schienen, war ich der erste, der eure Freiheit verteidigte. Hätte ich versucht, dies früher zu tun, so könnte ich es jetzt nicht tun."

Mit anderen Worten,...

Mit anderen Worten, HansMeier555: der beflissene Doktorvater und die Gutachter haben den ehrgeizigen Burschen unbewusst in die Falle laufen lassen. Das kann ich mir echt vorstellen. Ohne Ironie. Auch Magnifizenzen sind feige.

Kohl mit 16 Dr.hcs (etwa,...

Kohl mit 16 Dr.hcs (etwa, vielleicht vertue ich mich) spottete öffentlich, liebe Leute, bitte verschont mich. Ihm war wichtig, was hinten raus kommt. Hand in Hand mit Mitterand vor den Gräbern. Kohl hat so komisch gesprochen, aber sein Standpunkt, sein Verhalten wirkten in Ost und West Vertrauen erweckend. Dieses Vertrauen in Deutschland 1989 wurde auch umgesetzt und überführt in die Konstruktionen EU und €. Gut nachvollziehbar, fand ich. Aber diese Anfangsarbeit wurde vielleicht nicht aufmerksam und intensiv genug weiterentwickelt. Ist ja auch nicht leicht. Die einzige Frage wurde Kohle. Hoffentlich kriegen wir das wieder hin.

HM555, 19,20. So läuft's...

HM555, 19,20. So läuft's wirklich, überall mit Habils und Privatdozenturen. Hamwer wieder einen abgeproft, heißt das im Jargon. Wer mag, kann ja mal alle Appelprofs in Industrie und Politik nach ihren Habilschriften, Vorlesungsskripten und Studentenzahlen befragen. Selbst so einer wie ich (hach, nicht schon wieder) musste 2 mal nee danke sagen. Wie jemand auf den Gedanken kommen kann, ich hätte Kohle oder sonstwas, ist mir heute noch schleierhaft.

0 HansMeier555 23.02.2011, 19:18 Uhr

Man sollte ihn ohrfeigen. Ich...

Man sollte ihn ohrfeigen. Ich meine im buchstäblichen Sinne. Vor großem Publikum auf der Bühne dass ihm die Brille runterfliegt. . Prince matecki, machen Sie das für uns?

Cicero ist schön. Ich ärgere...

Cicero ist schön. Ich ärgere die Leute hier mit Worten, in der Hoffnung ….. Ach ja, ein Mann ein Wort. Nur eins?

@ simplicius 19:48, nauplius...

@ simplicius 19:48, nauplius 20:10, sceptic 19:17 und vielleicht 2 oder 3 andere: Ich finde diese Relativierungen und gezielt am Thema vorbeigeschrieben Texte sehr aufschlussreich. Danke. Es geht aber nicht um menschliches Verständniss, das kann man einer Person die man weder direkt noch indirekt kennt als Bonus entgegenbringen, es geht um Handwerk. Ein Hausbauer kann den Hinterbliebenen auch nicht sagen, das Baby zahnt gerade und ich war absolut müde und abgelenkt. KT droht nun auch mit Anzeigen, ja sehr reuig, sehe ich auch so .... und so .... menschlich nachvollziebar. . Es ist ein Einzelfall, der auf systematische Tendenzen zu prüfen ist. Egal ob Minister, Papst oder Landwirt, es gibt da Regeln und diese Regeln sind für uns alle wichtig.

bertholdIV@:Da Bappa werds...

bertholdIV@:Da Bappa werds scho richtn. Gemach! Noch ist er nicht übern Berg (Ultramontan mal anders rum). Die Meisterkickerin wird auch ihn wegkegeln, sobald der ihr genehme Zeitpunkt gekommen ist. Und der verdutzte Plebs geht zur Tagesordnung über, vergisst über der aufgemotzten Gas-und Elektrorechnung sinnierend, dass er schon wieder politisch und ökonomisch übers Ohr balbiert wurde.

0 HansMeier555 23.02.2011, 20:42 Uhr

Zuwendung, Distinktion, Gnade!...

Zuwendung, Distinktion, Gnade!

Sceptic, Wirklich? Verstehen...

Sceptic, Wirklich? Verstehen Zellen und Moleküle Visionen und Trendsprech? Können die auch Häkchen in Formularkästchen machen? Sorry, Holly, das war's jetzt wirklich. Alles angekommen, besten Dank.

0 HansMeier555 23.02.2011, 21:56 Uhr

Ein Hoffnungsschimmer: Alle...

Ein Hoffnungsschimmer: Alle schreiben ihn jetzt runter. D.h. alle, die Qualitätsmedien sein möchten, und von denen ich das schon so lange nicht mehr erlebt habe. Von jetzt an hat er die gegen sich. BILD alleine und die jetzigen Umfragewerte werden ihm nicht reichen. . Und es wird noch weitere Gerichtsverhandlungen geben. . Im eigenen Ministerium liebt man ihn nicht. Da kann schnell mal was geleakt werden. Gerade wenn dramatische Kürzungen anstehen. . Da draussen geht der Afghanistankrieg weiter und das nächste Kunduz ist nur eine Frage der Zeit.

@Holly, ich hab' ja nur -mal...

@Holly, ich hab' ja nur -mal wieder- blöd ovidisch-ciceronisch dahergeredt'. Welche Rolle hat eigentlich dieser Showmaster bei der ganzen Sache gespielt ? - ... Mal ernsthaft, die Beteiligten (inkl. Bayreuth) sollten sich halt überlegen, ob und wie sie weitermachen. Ich für meine Person bin dann jedenfalls mal weg, was insb. auch die Leser entlasten möge.

Was ist das eigentlich fuer...

Was ist das eigentlich fuer eine Universitaet, die erst ein "summa cum laude" austeilt, und dann ratzfatz binnen kuerzester Zeit ein "ungenuegend" ausspricht? . Man sollte sich diesen Verein mal genauer anschauen. Irgendwas stimmt da nicht.

0 Schluchten-Ossi 23.02.2011, 22:52 Uhr

Vielleicht sollte sich der...

Vielleicht sollte sich der noch amtierende bundesdeutsche Verteidigungsminister mit dem Herrn Meischberger fragen: Wos woar mei Leistung?

0 bertholdIV 23.02.2011, 23:07 Uhr

@plindos wenn sie es sagen,...

@plindos wenn sie es sagen, dann wird es so kommen.. apropos bayreuth. ein abiturkollege von mir ist dort mitinhaber einer großen anwaltskanzlei. nicht nur die juristische fakultät ist dort csu... btw: gibt es einen juristen hier im blogg? zitat aus einem leserbrief auf der faz:Sue Felicitas (Sue.F) "Eine Aberkennung des Doktogrades bedarf m.E. entsprechend §16 PromO der Feststellung einer Täuschung." http://www.rw.uni-bayreuth.de/de/committees/downloads/Promotionsordnung_nichtamtliche_Gesamtfassung_des_Dekanats_Mai_07.pdf was ist da heute eigentlich passiert, außer: "Die Entscheidung der Uni Bayreuth liegt auf der Linie dessen, was der Verteidigungsminister vorgegeben hat", sagte Merkel nach Angaben eines Regierungssprechers am Mittwochabend am Rande einer Veranstaltung in Freiburg. "Sie macht daher Sinn." §16 ungültigkeit oder entzug §35 oder ist das das selbe?

0 bertholdIV 23.02.2011, 23:14 Uhr

sehe ich das jetzt richtig,...

sehe ich das jetzt richtig, dass die uni bayreuth für kt ein eigenes verfahren kreirt hat um §16 der promotionsordnung nicht anwenden zu müssen. bitte um hilfe, ich habe nur kirchenrecht gehört..

Ich sehe es gibt einen Artikel...

Ich sehe es gibt einen Artikel in der Sueddeutschen ueber die Quadratur des Kreises und den Taxifahrer. Ich schwoere eidesstattlich, nicht plagiiert zu haben.

Interessant wie hier Don...

Interessant wie hier Don Alphonso, für den Steuerhinterziehung in der Schweiz ja offensichtlich kein Problem ist, auf den schwankenden Guttenberg noch mutig seine Moralkeule niedersausen läßt. Der Adel ist halt doch dem arrivierten Bourgeois ein schlimmer Dorn im Auge.

0 TucholskyfuerArme 24.02.2011, 00:28 Uhr

@BertholdIV Man hat das...

@BertholdIV Man hat das Verwaltungsverfahrensgesetz (Bund) nach §48 benutzt um ihm die Promotion zu entziehen. . Ich kann nicht beurteilen inwieweit dieses Gesetz für Universitäten gültig ist, die ja eigentlich durch Landesgesetze geregelt werden. . Interessanterweise müsste man ihm die Promotionsurkunde nach Absatz 2 entzogen haben, da Absatz 1 den Entzug bei arglistiger Täuschung, Drohung und Bestechung regeln würde. Dieses scheint man ja durch Nichtanwendung der eigenen Promotionsverordnung zu vermeiden suchen. Lustigerweise hat der "Ex-Doktor" dadurch bei Entstehen geldwerter Nachteile durch den Entzug sogar Anspruch auf Entschädigung...kopfschüttel... . Das alles macht doch den Eindruck einer ziemlichen juristischen Flickschusterei. Langsam beschleicht mich das Gefühl, das es wohl am besten wäre die juristische Fakultät an der Uni Bayreuth doch lieber zu schließen... Oder in einigen Jahren kriegt dann jemand seine Promotion bzw. Habilitation von der juristischen Fakultät, weil er nachgewiesen hat, dass das alles einwandfrei abgelaufen ist...

0 TucholskyfuerArme 24.02.2011, 00:37 Uhr

...

Nachtrag: http://dejure.org/gesetze/BVwVfG/48.html

@ bertholdIV : Man hat...

@ bertholdIV : Man hat vorbereitend verbreitet, dass Prüfungen auf abschreiben oder wiederverwerten in der Regel nicht erfolg sind. Nur in Ausnahmefällen sei sehr gelegendlich geprüft worden und da auch nur Stichprobenartig. So steht es zumindest in einigen berichten. Der Entzug des Titel ist (so weit ich den Wortlaut richtig verstehe) ohne jede Prüfung des Vorgangs erfolgt. Man hat dem ungewöhnlichen Wunsch desd KT kein Doktor mehr sein zu wollen entsprochen. Das entbindet von jedem Controlling des Vorgangs, denn es gibt ja ebend keinen Vorgang. . Wäre ich Dekan einer Uni würde ich suma cum laude nach Gewicht der gebundenen Arbeit erteilen. Leere Seiten wären ausdrücklich erwünscht. Eine Prüfung würde die Unschuldsvermutung aktivieren (Fehler der Druckerei) und die Länge einer Überprüfung scheint nicht definiert zu sein. Ich könnte als Dekan also Doktoren suma cum laude produzieren und ein Leben lang i.P. (in Prüfung) halten, ohne das es eine Auszeichnungspfliche oder Anzeigepflicht für diesen Vorgang gäbe. Ich weiss garnicht, warum sich einige so viel Arbeit machen ............

Immer drängender werden die...

Immer drängender werden die Fragen : Warum konnten die vollbeamteten Eliten mit den acht Wochenstunden Pflichtarbeitszeit ein Summa cum laude vergeben? -Und überhaupt ,wenn soetwas schon im oberfränkischen vorkommen kann ,wie sieht es dann erst an den Universitäten in Berlin oder Bonn aus ? Sollten nicht vor den Studenten ersteinmal die unfähigen Proffessoren abtreten ? So als Vorbild -oder Elite -? Die einstigen Ansprüche der jetzt lehrenden 68iger sind verschwunden -was nicht unbedingt verwundert....- Nachdem sich die Juristen in Deutschland und Österreich zur Zeit am liebsten selbst abschaffen -kann man den Beamtenstatus für Proffessoren eigentlich zumindest für Jura aufheben ,quasi als Privatisierung der freien Leere bzw Lehre.

0 HansMeier555 24.02.2011, 07:05 Uhr

Die Sache wird noch vor...

Die Sache wird noch vor Gericht kommen, und dabei wird auch das Verhalten der Uni Bayreuth nochmal eine Rolle spielen. . Guttenberg hat von so vielen Leuten abgekupfert, da sind bestimmt ein paar heftige Querulanten dabei (hoffentlich mehr Volljuristen als Politologen). . Lieber Filou, was von den Professoren und ihrem "summa" zu halten ist? Also eine Blamage ist es in jedem Fall, aber bewußtes Falschverhalten muss man ihnen nicht zwangsläufig unterstellen. Ein zu Guttenberg, dessen Familie die Uni mit Millionenbeträgen unterstützt, schiebt dort schon mal eine enorme Bugwelle vor sich her. Andererseits gibt es im Akademikerleben weitaus größere Vergnügungen, als Abschlußarbeiten zu lesen, von denen man weiß, daß sie nur für den Titelerwerb geschrieben wurden. Guttis Dateiausdruck war vermutlich eine willkommene Abwechslung. Was über große Zusammenhänge in Geschichte und Politik, kein Paragraphenkleinklein. Nicht die Materie, mit der sie sich wirklich gut auskannten. Die Textblöcke stammten auch nicht aus den ihnen gut bekannten Standardwerken, und Fachzeitschriften, sondern aus Feuilletonartikeln, Gesinnungsblättern, etc. . Und dann: Zu gutt geschrieben, flüssiger Stil! Wie erfrischend, welch angenehmer Kontrast zu dem, was sie sonst lesen müssen. Trotzdem haben sie es nicht von A bis Z gelesen, sondern nur geblättert, haben Einleitung und Schluß verglichen, dann noch mal ein Kapitel zwischendrin, sich zehn Stichworte gemacht und daraus ihr Bullshitgutachten gebastelt. . Ich nehme an, dass der junge Herr Sponsor im Seminar tatsächlich einen Tick netter und geistreicher war als all die Karrierejuristen neben ihm. Wer will den verdächtigen und ihm an den Karren fahren. . Sicher gab es einen Ghostwriter. Nicht von einer professionellen Promotionsberatung, sondern (mit guten Referenzen) privat vermittelt. Der hat gute Arbeit geleistet: Die Arbeit glatt durch die Prüfung gebracht. Der kennt die Prüfer und weiß, was die selber lesen und wie er es machen muß, damit es DENEN nicht auffällt. Normalerweise ist der Job damit erfüllt: Der Kandidat hat seinen Titel auf der Visitenkarte und nach dem Text kräht kein Schwein. . Er war zu guttgläubig. Er hätte wissen müssen, dass man sich bei Huren den Tripper holen oder, weitaus schlimmer, eine ungewollte Vaterschaft einhandeln kann. Also hätte er sich damit begnügen müssen, der Publikationspflicht dadurch zu genügen, dass er die Pflichtexemplare vom Copy-shop ausdrucken läßt, die dann in den Tiefmagazinen der Unibibliotheken endgelagert werden. Aber nein, er wollte auch noch glänzen. Es musste ein renommierter Verlag sein, ein Hauptstadtmedium. Einer, der seine Titel routinemäßig an die Fachzeitschriften schickt, damit sie dort rezensiert werden. Und dann hat es ein außerbayerischer Kollege rezensiert und erst dadurch kam die Lawine ins Rollen. Also NICHT durch die Schnüffelei des politischen Gegners, sondern ganz normal im Laufe der wissenschaftlichen Selbstkontrolle. (Buch 2009 veröffentlicht, 2011 rezensiert, das ist eine ganz normale Frist). Die offenbar immer noch besser funktioniert als die politische Selbstkonrolle. Mein Vorschlag ist ja seit langem: 1.) Alle Abschlussarbeiten müssen in der Abgabeversion online verfügbar sein. 2.) Auch die Gutachten müssen veröffentlicht werden. (Dann würden die Betreuer von Anfang an besser arbeiten). . Aber soviel Transparenz werden sich die deutschen Unis auch künftig nicht aufzwingen lassen.

0 HansMeier555 24.02.2011, 07:40 Uhr

Bei Duncker und Humblot heisst...

Bei Duncker und Humblot heisst der Gerichtsstand Berlin. Auch daran hätte er denken müssen.

0 Don Carlos 24.02.2011, 08:46 Uhr

HansMeier555, das war der satz...

HansMeier555, das war der satz des tages: 'Alle Abschlussarbeiten müssen in der Abgabeversion online verfügbar sein.'! vielleicht nichtmal so sehr zur öffentlichen kontrolle, sondern des wissenszuwachses wegen. alle abschlußarbeiten aller hochschulen weltweit - das müßte einen sagenhaften erkenntnisschub geben. und es dürften sich ungeahnte forschungsnetzwerke bilden, weil erkennbar wird, wer noch alles am selben thema arbeitet. als ich das weltnetz nur vom hörensagen kannte, hatte ich ja den naiven glauben, es wäre genau dafür geschaffen worden. die realität ist inhaltliche ödnis in erschlagender fülle.

"Meine Mutter meinte, ich...

"Meine Mutter meinte, ich sollte es nicht schreibe ..." Ische sollte esse nische schreibe? Wurumme esse denne nische, Don Alfonso?

@HansMeier555, ich sag's ja,...

@HansMeier555, ich sag's ja, er wird mit der Kohlschen Ehrenwort-Variante kommen: Freunde verrät man nicht! Kommt beim Bild-Volk gut an. Das wird ja derzeit unter Federführung Honneckers Rache bedient.

0 zeitungsmaus 24.02.2011, 09:26 Uhr

Wenn zwei das Gleiche tun, ist...

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es wohl wahr nicht das Selbe! Erinnern wir uns an: einlösen eines Pfandbeleges, verzehren von Essen, dass im Müll gelandet wäre ff.... Aber Abkupfern und dann als Volksvertreter fungieren, das "mea culpa" als Entschuldigung wird als "ehrenwert" anerkannt. Wie tief kann die Moral noch sinken?

0 HansMeier555 24.02.2011, 09:43 Uhr

@Don Carlos Zum Wissenszuwachs...

@Don Carlos Zum Wissenszuwachs würde die redigierte und lektorierte Version mehr beitragen. Wenn man Zugriff auf Guttis Mailbox, seinen Rechner und seine Unterlagen hätte, dann würde man den Ghostwriter ruckzuck finden. . Vielleicht ist er auch den Verlagslektoren bekannt. Gutti hat ihn mit Korrekturlesen beauftragt, etc. . Vielleicht leakt ja bald mal einer was. So ein Parteifreund, der selber grade an einer Dissertation sitzt.

Humanities, Sciences, ich bin...

Humanities, Sciences, ich bin der erste, der sich über die verschiedenen Sichtweisen und Denkspielregeln auf diesen beiden Spielwiesen unserer Köpfe wundert. Der Teufel der Sciences ist Wunschdenken und dieser Teufel residiert hochherrschaftlich mit blendend renovierter Fassade in jedem Menschenkopf. Die unstillbare Sehnsucht ist Wahrheit. Der kritische Kopf, seit je, muss zähneknirschend eingestehen, dass er dieses Biest nicht zu fassen kriegt. Das einzige, was ihm gelingt, ist, nicht seinen eigenen Kopf, sondern alles andere dort draußen außerhalb des eigenen Kopfes, das der Menschenherrschaft nicht gehorcht, zu befragen, indem er ihm Fallen stellt, gut versteckte Fallgruben bastelt, mal sehen ob was da rein plumpst. Haha, erwischt. Die Erde dreht sich wahrscheinlich um die Sonne. Das schmeckt nicht allen, Pech gehabt, ist aber zumindest jedesmal so, wenn jemand sich die Mühe macht, genauer hin zu sehen. Verifizieren ist Illusion. Wir haben nichts anderes, als leidvoll herauszutüfteln, was nicht funktioniert, Falsifikation. Dadurch entstehen Arbeitshypothesen, die, aufgeschichtet, Gerüste ergeben, mit deren Hilfe wir recht und schlecht Flieger, Bildschirme, Bomben, Medikamente, was immer basteln können, wie es Euch gefällt. Mit diesem Spiel kommen aber wirklich unappetitliche Dinge auf den Tisch. http://www.nick-lane.net/Nick%20Lane%20Publications.htm Ich habe nicht alles gelesen, tz tz, aber was ich gelesen habe, hat mir gefallen. Fragen hören nie auf. Mit jeder Meiose und Zygote ist wieder ein neuer Aktor mit neuen Fragen auf der Bühne, die sich selbst mit all diesen neuen Schau- Spielern mit- verändert. Niemals bleibt irgendetwas stehen im Leben, seit knapp vier Milliarden Jahren. Das Buch des Lebens ist in DNA geschrieben, oder? Und in unseren Köpfen sind Zellen, oder? Tejo ein ander mal? Fragen sind schön. Ich mag sie.

Zur Frage von "Wert und...

Zur Frage von "Wert und Demokratie in der modernen Verfassung": Zitat aus Carl Schmitt "Verfassungslehre" Verlag Duncker & Humblot (sic!), Berlin 7. Auflage 1989, ISBN 3-428-01334-4, § 19, Seite 252: "So erklärt sich wohl auch die Ansicht Kelsens (Wesen und Wert der Demokratie, 1920), für den die Gerechtigkeit der Demokratie darauf beruht, daß es gerechter ist, wenn von hundert Menschen neunzig über zehn, als wenn zehn über neunzig herrschen. Hier ist der politische Sinn der Demokratie ganz entfallen; die Frage nach der Substanz der demokratischen Gleichheit wird nicht mehr gestellt. Bei Rousseau dagegen ist das Bewußtsein dieses Unterschiedes noch sehr stark: er weiß noch, daß es keineswegs demokratisch ist, wenn neunzig korrupte Menschen über zehn anständige Menschen herrschen und daß, wenn die Substanz der Demokratie- für Rousseau die vertu-entfällt, auch die Einstimmigkeit aller Beschlüße nichts nützt. Der Wille von hundert sklavisch gesinnten Menschen ergibt auch bei Einstimmigkeit keinen freien Willen, ein unpolitischer Wille von tausend politisch gleichgültigen Menschen ergibt in der Addition keinen gerechterweise beachtlichen politischen Willen."

0 Discountmarkt Universalia Bayreuth 24.02.2011, 10:45 Uhr

Heute billig im...

Heute billig im Angebot: Sonderposten 1a) gebundene Diss.-Plagiate, mit s.c.l.-Testat auf handeschöpftem Büttenpapier! Konkurrenzlos: Ramsch-Rücknahmegarantie bei Nichtgefallen, Kurzzeitprüfung!!

0 Confratre 24.02.2011, 11:21 Uhr

nauplius@:Jetzt hab ich die...

nauplius@:Jetzt hab ich die Genesis, dank ihrer Linkangaben, der hiesig heiß diskutierten Fragen über Promotionsrecht, Falsiikation, Zitate (angeführte und nichtangeführte in Dissertationen), sowie die der Verunglimpfung des Adels, verstanden. Es lag am Oxygenmangel, daß es zu diesen Ausfall-Erscheinungen kam, damit große Rehabilitation (...ich betone, in jeder Hinsicht, möglich). Dergl. kann jedem widerfahren. Das Leben geht weiter, so oder so.

0 HansMeier555 24.02.2011, 11:29 Uhr

Jaja, die Uni Bayreuth. . Sie...

Jaja, die Uni Bayreuth. . Sie gibt uns wichtigen Anschauungsunterricht. Man soll halt nicht glauben, man könnte die Verteidigung elementarer Werte an irgendwelche "unabhängigen, objektiven, glaubwürdigen" blabla Instanzen delegieren. . Manchmal muss die Zivilgesellschaft das schon selber machen.

Pressemeldung...

Pressemeldung Buyreuth: "Stellen sich solche Mängel, wie im vorliegenden Fall, erst nachträglich heraus, kann der Doktorgrad auf der Grundlage des Artikels 48 Verwaltungsverfahrensgesetz zurückgenommen werden." der Oberhammer dabei ist ja: (3) Wird ein rechtswidriger Verwaltungsakt, der nicht unter Absatz 2 fällt, zurückgenommen, so hat die Behörde dem Betroffenen auf Antrag den Vermögensnachteil auszugleichen, den dieser dadurch erleidet, dass er auf den Bestand des Verwaltungsaktes vertraut hat, soweit sein Vertrauen unter Abwägung mit dem öffentlichen Interesse schutzwürdig ist. Falls er innerhalb eines Jahres sein Ministersold dadurch verliert, kann er die gesponsorten Gelder für den Leerstuhl zurückfordern ... hahaha .... und wer zahlt den dann ;-)

0 donalphonso 24.02.2011, 11:50 Uhr

Bruder gaddafi sagt...

Bruder gaddafi sagt dazu: http://www.youtube.com/watch?v=quTpCrqmtKs

0 HansMeier555 24.02.2011, 12:16 Uhr

Im Grunde muss man Muttigutti...

Im Grunde muss man Muttigutti dankbar sein. So schönen Anschuungsunterricht in Sachen politische Bildung haben die Elfenbeintürmlinge schon lang nicht mehr bekommen.

Quantitative easing: title...

Quantitative easing: title printing press, for some? Wissenschaftsrat = FED? Lachen tut gut.

Aus aktuellem Anlass ......

Aus aktuellem Anlass ... wiederholt sich Geschichte etwa doch ?: Im ca. 2 Jahre alten Interview mit Alexander Kluge äussert sich "Oberstleutnant Sanftleben" (aka "Dombrowski") zu aktuellen Problemen der Bundeswehr (geht auch ohne Javascript, ca. 45min, "Das Weichziel ist der Mensch"). P.S.: Googeln könnts' selbst :D

Mitbruder, Dank. Sie richten...

Mitbruder, Dank. Sie richten ja nichts an, ich mag das ganz gern. Was meinen Sie, was ich alles anrichte, wenn mein limbisches Dingsda in Bewegung gerät. Grüße.

Die intransigente Haltung der...

Die intransigente Haltung der Frau Bundeskanzlerin wird ihr die ungeheure Mißachtungt zumindest aller Redlichdenkenden einbringen und eine ungeahnte, tiefgehende Spaltung des Offizierskorps bewirken. Die steinernen Mienen der Offiziere im Plenarsaal auf den Tribünen liessen das Kommende schon erahnen.

0 donalphonso 24.02.2011, 12:42 Uhr

Es sprengt vor allem das...

Es sprengt vor allem das konservative Lager. Ich denke wirklich, eine kluge Taktik wäre gewesen, ihn auf Bewährung zurück zu ziehen und dann wieder kommen zu lassen. Damit wäre man beiden Fraktionen gerecht geworden. So ist es eine Auslieferung an Guttenberg und die Gossenschreiber. Mit ungewissem Ausgang.

0 bertholdIV 24.02.2011, 12:54 Uhr

@plindos aber bisher haben die...

@plindos aber bisher haben die offiziere noch keinen sprengsatz hochgehen lassen... das wird nicht besser durchs warten..

0 HansMeier555 24.02.2011, 12:58 Uhr

Merkel hat sich vom...

Merkel hat sich vom Rotzlöffel abhängig gemacht und der Rotzlöffel ist vom Ghostwriter erpressbar. . Ja, er hätte den Bussibär geben müssen, wie Käßmann für zwei Jahre nach Amiland. Aber jetzt? . Langsam scheint mir wirklich, dass Mutti zum ersten Mal seit 2005 wirklich in Gefahr ist. Wenn sie wirklich an ihm festhalten will, warum hat sie ihn dann gestern vorführen lassen (Er hat sich erstaunlich gut gehalten, aber wer konnte das wissen)? Wenn sie glaubte, dadurch die Luft rauslassen zu können, hat sie sich getäuscht. . Und die Euro-Krise ist ja immer noch da. . Bayreuth will die Täuschungsvorwürfe gesondert doch noch prüfen. Und es werden auch noch Zivil- und Strafprozesse vor ordentlichen Gerichten stattfinden. Ob die wohl Täuschung erkennen können oder nicht? . In den letzten 10 Jahren hat sich die SPD selber abgeschafft, jetzt ist die Union dran. Was kommt danach?

0 donalphonso 24.02.2011, 13:00 Uhr

Ich denke, jedem Offizier ist...

Ich denke, jedem Offizier ist klar, dass er damit seine Karriere ruiniert, egal wie es ausgeht - und wie Guttenberg andere fertigmacht, um selbst gut dazustehen, sah man ja bei der Kundus-Affäre.

0 HansMeier555 24.02.2011, 13:06 Uhr

Aber der Offizier kann ihm ja...

Aber der Offizier kann ihm ja auch so ein Bein stellen, dass er selber nicht sichtbar wird. Anonym. Sie lassen ihn in irgendein Messer laufen. Sie finden mit Hilfe des MAD heraus, wer der Ghostwriter war. (Kann ja für einen Privatdetektiv nicht allzu schwer sein).

0 donalphonso 24.02.2011, 13:07 Uhr

Ich denke auch, dass die...

Ich denke auch, dass die Kanzlerin alles auf eine Karte gesetzt hat - vielleicht auch in einer falschen Einschätzung der Lage nach dem letzten Donnerstag, als es noch nicht so schlimm aussah. Da hat man offensichtlich die Sprachregelung festgeklopft (und eventuell den Ghostwriter, so es ihn gubt, zum Schweigen gebracht), und ist dann von der Dynamik überfahren worden. Wenn er jetzt dezidiert Ausarbeitungen benutzt hat, ohne auf sie auch nur zu verweisen, ist es ein weiterer Schritt zum Abgrund. Das wird für die Kanzlerin kein Spass, scheibchenweise in Nachfolge von Guttenberg Schlimmeres schönzureden.

Damit ich von meinen...

Damit ich von meinen Kommentaren abgeleitet, nicht mißverstanden werde: Perönlich weiß ich die Meriten von großen Teilen des deutschen Adels in der Geschichte durchaus zu schätzen und zu würdigen. Von einzelnem Fehlverhalten kann nicht auf die Gesamtheit eines Teils der Nation geschlossen werden. Das Bürgertum hat sich auch nicht immer mit Ruhm bekleckert. Z. B. war Enoch zu Guttenberg vor 30 Jahren einer der Mitbegründer des BUND. http://www.ixquick.com/do/metasearch.pl

@ DA 14:00 : Und bei der GF....

@ DA 14:00 : Und bei der GF. Der Kapitän ist wahrscheinlich kein Fan .......

0 HansMeier555 24.02.2011, 13:20 Uhr

Dass sie jetzt Ruckzuck...

Dass sie jetzt Ruckzuck Milliarden für die Bundeswehr bereitgestellt haben, sagt auch genug. Jetzt muß auf Teufel komm raus die Truppe ruhiggestellt werden, bevor sie putscht. . @b4, andere: Vielleicht haben wir der Uni Bayreuth Unrecht getan? Der Entscheid nach § 48 war nur ein erster Schritt. Folgen ihm weitere, war es korrekt.

0 HansMeier555 24.02.2011, 13:22 Uhr

@Don was haben sie mit dem...

@Don was haben sie mit dem Ghostwriter gemacht? Sinekure beim Bayerischer Rundfunk (Dickes Geld, nix machen, unsichtbar, nur Klappe halten)? Lebensstellung in einer Guttenberg-Firma? Betonpfeiler?

bertholdIV@: Das werden sie,...

bertholdIV@: Das werden sie, die Offiziere, auch tunlichst sein lassen. Noch gilt der Primat der Politik, siehe bei C. v. Clausewitz. Einen Ausnahmezustand haben wir gegenwärtig (noch) nicht zu verzeichnen. Don Alphonso@: Zumindest im Plenarsaal hatte sie ihm den Sukkurs versagt. Das muß ihm jeder bescheinigen: Haltung hatte er gezeigt. Noch besser wäre es freilich gewesen er hätte demissioniert, wie Sie schon klarstellten.

Gab es nicht einen...

Gab es nicht einen vorbestrafeten Wirtschaftsminister? Der war wenn mich die Erinnerung nicht trügt FDP -Mitglied, oder? Seiner politischen karriere hat das aber nicht geschadet, der Kohl hat das auch ausgesessen.

0 HansMeier555 24.02.2011, 13:30 Uhr

@Holly01 Falsch. Der Marktgraf...

@Holly01 Falsch. Der Marktgraf ist zurückgetreten, sobald das Hauptverfahren eingeleitet wurde. Also noch lange vor der Urteilsverkündung. Das war im Orwelljahr.

0 bertholdIV 24.02.2011, 13:42 Uhr

@plindos tun und hören (steht...

@plindos tun und hören (steht irgendwo in der torah...). ziehe ich in dem moment den dt.(?) gedankenreich und tatenarm vor.... wieso clausewitz? doch eher bürger in uniform oder und wennd er ober befehlshaber ein "schuft" ist?

0 HansMeier555 24.02.2011, 13:47 Uhr

Kurz: Die...

Kurz: Die Lambsdorff-Geschichte hat Kohl noch lange, lange nach dessen Rücktritt geschadet. Und bis heute erinnnert sich ja jeder daran. Steuerhinterziehung! Ein Strafverfahren gegen einen leibhaftigen Minister! Welch ein Skandal, hat man so was schon gesehen. Die gute alte Zeit.

0 donalphonso 24.02.2011, 13:50 Uhr

Das Profil des Ghostwriters,...

Das Profil des Ghostwriters, so es ihn gäbe, sähe nach meinen Überlegungen so aus - alles nur rein hypothetisch: . - Auf den letzten Drücker angeheuert - Höchstens für ein paar Monate oder ein Jahr beschäftigt - eher nicht im Bundestagsbüro (das würde auffallen, wenn da einer die Diss komplett schreibt) - Jurist - aber kein sehr guter Jurist - vermutlich unter hohem Druck - vermutlich auch mit Kennntis der Lage in Bayreuth . Insofern würde man am ehesten auf einen persönlich verbundenen Studienkollegen tippen, der um 2006 herum die nötige Zeit hatte, dem Häberle etwas Nettes zu schreiben. Das Szenario sähe so aus, dass Guttenberg irgendwann Druck bekommen hat, endlich fertig zu werden, und mit den Fortschritten vielleicht etwas geflunkert hat. Plötzlichn ist da eine Deadline, die zum erfundenen Stand der Arbeit passt, aber nicht zur Realität. Dann wird eben das ganze, zusammengetragene Material jemandem gegeben, der etwas Zeit hat, und der macht es sich nicht allzu schwer. Die Ahnungslosigkeit von Guttenberg, die gestern aufgefallen ist, würde bedeuten, dass es nicht Hand in Hand geschah, sondern wirklich extern, ohne viele Kontakte. . Das würde auch erklären, warum da keiner aus dem Busch kommt: Nehmen wir an, der Dank ist die Anstellung als Jurist in irgendeiner der bayerischen Adelskanzleien, aufgrund der Fürsprache... dann wäre der Mann für den Rest seines Lebens wieder bei Verkehrsunfällen, und nicht mehr in der Vermögensverwaltung. . Kurz, ich würde nach einer bürgerlichen, nicht allzu guten Person mit Studiienort Bayreuth suchen, die nach 2006 einen angenehmen Job in einer v.-irgendwas-Kanzlei oder Beratungs/Verwaltungsklitsche bekam. Mutmasslich in Franken; in Nürnberg etwa sitzen einige derartige Häuser, und die SZ hat dort wenig erfahrenes Personal. Wenn die natürlich nur THEORETISCH ANGENOMMENE Person in München sässe, hätte die SZ sie schon gefunden.

Geehrter Don, das Requiem für...

Geehrter Don, das Requiem für Gutti und Angie ist intoniert, sodann könnten Sie - sozusagen als flankierenden Beitrag bis der Ghostwriter detektiert ist- "Bestattungstourismus: Abgesang auf die Heuchelei mit der Pietät" in Angriff nehmen?!

0 Confratre 24.02.2011, 13:58 Uhr

Von "Oberst Sanftleben" (1-5)...

Von "Oberst Sanftleben" (1-5) bis Thilo Sarrazin(1-5). Aus der Folge: Vordenker und Antizipatoren der Nation in Zeiten der Globalisierung. http://www.youtube.com/watch?v=a5fX7E7nbTI&feature=related http://www.youtube.com/watch?v=nhYFH3d5ZW4

0 bertholdIV 24.02.2011, 13:59 Uhr

@DA na dann hoffe ich nicht,...

@DA na dann hoffe ich nicht, dass das mein abiturkollege war (vorsichtig satire) mit der teilhaberschaft an einer anwaltskanzlei in bayreuth, auch wenn die politische gesinnung ähnlich ist. aber vielleicht sollte man wirklich in bayreuth suchen. ich glaube auch, dass das im kleinen zirkel geschehen ist. jeder weitere mitwisser hätte von solchen dingen abgeraten.

Don, ein schönes Konstrukt,...

Don, ein schönes Konstrukt, rein hypothetisch. So vermute ich es auch. Leyendecker macht das schon, er ist ja Sammler, wie man hörte.

0 bertholdIV 24.02.2011, 14:02 Uhr

@DA wenn ich aran denke, was...

@DA wenn ich aran denke, was mir jemand von diehl mal über stückelung von parteispenden gesagt hat... die haben auch eine rechtsabteilung .... alles natürlich nur für theoretisch existierende personen...

bertholdIV@: Mann Jottes, nu...

bertholdIV@: Mann Jottes, nu sein´Se doch nich so pingelich. Da is ma mal ernsthaft und belegt die Ansicht sojar.....winkt der Herr ooch noch mit de Thora ab.

0 HansMeier555 24.02.2011, 14:10 Uhr

"bürgerlichen, nicht allzu...

"bürgerlichen, nicht allzu guten Person". . Wieviel würde SPON der jetzt bieten? 200.000? Mehr? Also wenn sie z.B. handschriftliche Anweisungen von ihm hätte und aussagekräftige Beweise? . Muttis Freudensprung gestern nach dem Bayreuther Urteil: War das nicht unglaublich dumm?

bertholdIV@: Nachtrag zu C. v....

bertholdIV@: Nachtrag zu C. v. Clausewitz "Vom Kriege" v. Prof. Dr. W. Hallwag kritisch gewürdgt. Dümmler Verlag Bonn, ISBN 3-427-82018-1, 1973: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik unter Einbeziehung anderer Mittel” (Vom Kriege I, 1, 24). Gemeint ist damit, dass das Militär der Politik stets untergeordnet sei. Die Politik bestimme demnach durch den Zweck die Anwendung von militärischer Gewalt, also von Krieg, als Mittel zur Lösung eines Konflikts. Der Krieg sei so der Politik immer untergeordnet." .. Und das gilt auch heutzutage noch, der Krieg in Afghanistan wurde von Politikern, gleich welcher Couleur, angerührt, nicht von Militärs.

0 HansMeier555 24.02.2011, 14:18 Uhr

Sie hat ihm ein Kind gemacht....

Sie hat ihm ein Kind gemacht.

0 donalphonso 24.02.2011, 14:30 Uhr

Würde ich den Namen...

Würde ich den Namen kennen,stünde er, so es ihn gäbe, hier. . Ich weiss nicht, was der Spiegel bei sowas zahlt. . Aber nach meiner Erfahrung beim Niederknallen einer FPÖ-Charge im frühhaiderischen Wien, deren Zeuge ich wurde, würde man das ohne Geld machen: So man so eine Person kennen würde, ginge man zu ihr und böte ihr einen Deal an. Du sagst uns, was Du weisst, wirgehen zu Guttenberg und sagen ihm, wir hätten von Parteifeind X den Namen. Und jetzt hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder wir drucken die Story böse ohne Dich oder halbwegs ehrenhaft-bedauernd mit Dir, und exklusiv. Und auf diese Weise käme der Ghostwriter mit einer gewissen Chance für sein Restleben heraus - es gibt eine gewisse Deckung, und vielleicht kennt aiuch keiner seinen Namen.

Nebenstrang: Der Herr Eusebius...

Nebenstrang: Der Herr Eusebius von Wallenstein hatte, eindringlich beschriebs Golo Mann in dessen Biographie wie vorher F. Schiller als Historiker und Dramenschreiber, den Spagat zwischen Politiker und Militär in personam, beschrieben. Im Grunde gilt gleiches auch für Napoleon. Die Rechnung geht anscheinend auf die Dauer nie so richtig auf. Siehe auch Ghaddaffi. @@ "Tut" der Name soviel zur Sache? Dealformen sind gewiss etliche denkbar, sofern es -Einen- solchen gab.

0 HansMeier555 24.02.2011, 14:51 Uhr

Sogar die BILD-Leser wollen...

Sogar die BILD-Leser wollen ihn loswerden! . Also von jetzt an geht es nicht mehr um den Schnösel.

0 HansMeier555 24.02.2011, 14:53 Uhr

Ist Mutti jetzt weg?...

Ist Mutti jetzt weg?

bertholdIV@ Der OB ist meines...

bertholdIV@ Der OB ist meines Wissens formal der Bundespräsi. Wenn bei dem nicht in dessen Vita auch noch ein Geschicht´chen vor sich hinschlummert, heiss ich zukünftig Achilles (-ferse).

Was mich aergert ist, dass es...

Was mich aergert ist, dass es bisher noch keiner geschafft hat, den lieben Doktorvater zu befragen. Wo ist der Mann denn bloss abgeblieben? Hat er sich heimlich in den Guttenbergschen Waeldern versteckt, lebt er wie weiland Lenin in einer heimlichen Huette, baumelt er im Dachstuhl, hat man schon im Beau-Rivage nachgesehen?

So einfach und schnell geht...

So einfach und schnell geht das mit den Demissionierungen, ratz-fatz, zumindest in den höheren Sphären des Klerus. http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/demission_bistum_chur_generalvikar_rellstab_1.9666909.html

3 Dinge: 1. Ich vermute...

3 Dinge: 1. Ich vermute stark, dass Merkel ihn gezwungen hat zu bleiben. 2. Ich vermute, dass kein halbwegs bei Sinnen seiender Profi-Ghostwriter dermaßen stark beim Zitieren schlampt, selbst wenn er schlecht ist. 3. Ich vermute vorsichtig, es war seine Frau. Das würde das lang brennende Licht, das der umweltschützende Vater Enoch laut SZ bemängelte erklären. Wiewohl ich solche typischen persönlich klingenden Presseschoten sämtlicher Pressefritzen nie glaube. . (Gar nicht so weit hergeholt. Mir wurde das auch mal angetragen, als Freundin eine fremde Doktorarbeit nicht nur zu tippen, sondern zusammenzutragen und fertigzuschreiben. Allerdings kannte ich, anders als Gs nette/r Schreibkamerad/in, die Zitierregeln halbwegs und hätte sie auch angewendet. Eine ihm bereits vorhandene Lebensgefährtin schrieb/tippte bereits dran, aber die Beziehung war am Scheitern. Lehnte ich ab, da einzusteigen oder weiterzumachen. Er hatte bereits Karriere in der Klinik gemacht, es fehlt ihm nur noch der amtliche Doktorgrad. Der "Wisch". Die Versuche/Studien waren fertig und er hatte bloß keine Zeit oder war zu faul dazu, sie schlüssig zu dokumentieren und nachvollziehbar zusammenzutragen, zu formulieren. Nein, ich sage nicht einmal unter Folter wer's war.)

0 HansMeier555 24.02.2011, 17:05 Uhr

@Filou Geheimnissen Sie nicht...

@Filou Geheimnissen Sie nicht zuviel in die Rolle der Doktorväter hinein. Betreuung von Arbeiten findet im Ernst doch gar nicht mehr statt. Man meldet sie an, und nach einem halben Jahr schickt man ihm mal 50 Seiten, und kriegt die dann im günstigen Fall nach zwei Monaten zurück, mit ein paar Randbemerkungen. Vielleicht gibt es noch ein halbstündiges Gespräch. Von sich aus kümmert sich kein Professor um seine Doktoranden, die müssen schon selber zu ihm kommen. Und wenn einer kommt und sagt: Ey Prof, ich hab den Text fertig. Dann sagt der:Wie schön, dann machen wir einen Prüfungstermin. Dann gibt er das Ding seinem Assistenten. Der liest es (?) und macht dem Prof Stichtpunkte fürs Gutachten, brieft ihn auch mündlich. Sagt ihm: Eigentlich kein summa, aber nun ja. Und der Prof sagt: Eigentlich nicht, und lacht. Und dann blättert eine Stunde lang drin rum, denkt auf dem Heimweg drüber nach, ob es nicht doch irgendwie summa sein könnte und hackt am nächsten Tag das Bullshitgutachten in die Maschine. Dann kommt die mündliche Prüfung und der Koprüfer ist bei der CSU. So läuft es, wenn alles korrekt läuft. Was soll denn bei dem Interview schon rauskommen?

0 Seinefordschaft 24.02.2011, 17:14 Uhr

Es gibt ja auch die völlig...

Es gibt ja auch die völlig Unangreifbaren, denen jedes Versagen toleriert wird. Vielleicht gehört der Herr Doktor ade ja auch dazu wie damals Sankt Strauss, mit fast 300 Abstürzen immer noch Rekordhalter der Versager. Muttis Netzwerk wird den allfälligen Gostwhriter wohl genügend unter Druck haben, so leichtfertig geht sie wohl nicht mit ihrer Macht um. Mal sehen. Jedenfalls beschäftigt sich die Bürokratie wieder einmal mit sich selbst und im Süden wäre allerdringendster Handlungsbedarf. Pfui. M.

Huch, die Bildung so rasch...

Huch, die Bildung so rasch nach Italien verreist? Danke, ich wolltss hald nurr ma wisse. Tutt mir leid, ich kriegs nich hin. Herzliche Grüße.

Genaus DAS, lieber HansMeier,...

Genaus DAS, lieber HansMeier, soll dabei rauskommen. Es ist schon vor zig Jahren, als ich meine Diplomarbeit (keine Heldentat) ablieferte, so gewesen. Die Herren Dozenten raffeln ihren Lehrstoff ab. Kommen mal welche mit einer originellen Idee, sieht man denen am Stirmschweiss an, dass sie ueberfordert sind. Kann sein, dass es bei Jura anders ist. Eins weiss ich sicher: bei mir, war der hauptbeteiligte Lehrer damit beschaeftigt seine Amour mit einer haesslichen Studentin zu verschleiern und nebenbei aus dem Studentenpotential freundliche (kriecherische) Helfer fuer den Aufbau seines Ferienhauses in Suedfrankreich zu rekrutieren. So gesehen: was heisst hier Bildungskatastrophe? Es gilt die IT-Weisheit: Garbage in = Garbage out. . (Wenn ich mal richtig besoffen und gut gelaunt bin, erzaehle ich gerne, wie wir (wir waren drei) den Laden mit einem grandiosen Bluff aufmischten. Ach, das ist lang her.)

0 HansMeier555 24.02.2011, 17:49 Uhr

@Vroni Seine damalige "Frau"...

@Vroni Seine damalige "Frau" (von der die Eltern nix wissen).

0 HansMeier555 24.02.2011, 17:54 Uhr

Die Frage, die jetzt alle...

Die Frage, die jetzt alle bewegt: Wer wird neuer Propagandaminister? . Wann tauschen Gutti und Wulff ihre Ämter? ("Geniale Befreiungs-Rochade"). . Darf die Bundeswehr auf BILD-Leser schießen? . Mit wem telefoniert RA Friedrich Merz (nicht promoviert, 2. Staatsexamen) die ganze Zeit?

0 HansMeier555 24.02.2011, 17:56 Uhr

@Filou Und wen soll das...

@Filou Und wen soll das schockieren?

0 colorcraze 24.02.2011, 17:58 Uhr

(OT) Jetzt neu bei mir im...

(OT) Jetzt neu bei mir im Block: Silberkannen und russisches Majakowski-Revolutionsporzellan.

0 specialmarke 24.02.2011, 17:58 Uhr

Demo am Wochenende in Berlin....

Demo am Wochenende in Berlin. Ich fürchte nur, Guttenberg rettet mit der Marine persönlich Deutsche Bürger aus Gaddafiis Krallen. Bild ist exklusiv dabei...

0 colorcraze 24.02.2011, 18:00 Uhr

@Filou: oh, da hoffe ich, daß...

@Filou: oh, da hoffe ich, daß bald mal wieder genügend Vorrat im Raume steht, die Story würd ich gern lesen.

0 HansMeier555 24.02.2011, 18:02 Uhr

@Don Was halten Sie von...

@Don Was halten Sie von infratest dimap?

@colorcraze, meine Gesundheit...

@colorcraze, meine Gesundheit ist Ihnen wohl scheissegal, was?

0 HansMeier555 24.02.2011, 18:07 Uhr

Wage mal eine Prognose:...

Wage mal eine Prognose: Spätestens nach den BW-Wahlen tritt Merkel zurück und macht Platz für Wolfgang Böhmer (Sachsen-Anhalt).

@HansMeier555, wenn's niemand...

@HansMeier555, wenn's niemand mehr schockiert, warum machen wir dann um den ganzen akademischen Zirkus so ein Gewese? Weil der Dr.-Titel das Adelspraedikat des buergerlichen Spiessers ist?

Ein wirklich exzellent...

Ein wirklich exzellent geschriebener Artikel - nur stellt sich mir mal wieder die Frage, ob hier eigentlich keiner mehr mit der deutschen Rechtschreibung umgehen kann - schließlich gibt es immer noch ein "ß" - aber anscheinend ist das kein Buchstabe für die gebildete faz-community.

0 HansMeier555 24.02.2011, 18:47 Uhr

@Filou Wer macht denn darum...

@Filou Wer macht denn darum ein Gewese?

0 colorcraze 24.02.2011, 18:52 Uhr

@Filou: (19:19)...

@Filou: (19:19) Wahrscheinlich. (19:07) ah, Übellaunigkeit ist gesünder? Dann müßte ich mir mal wieder eine Übellaunigkeit anschaffen... aber wie? Zur Zeit ist mir noch gequältes Naserümpfen zuviel der Beachtung irgendwelcher Weltzustände.

0 colorcraze 24.02.2011, 18:55 Uhr

@specialmarke: nennen Sie mir...

@specialmarke: nennen Sie mir lieber die Tage, an denen keine Demo, kein Streik und kein Fußballspiel ist, das wäre mal eine Abwechslung.

@colorcraze, hammse falsch...

@colorcraze, hammse falsch verstanden. Froindschoft!

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:02 Uhr

@Filou Erst in den letzten...

@Filou Erst in den letzten Tagen habe ich auf Wikipedia ein bissel rumgeguckt, wer von den Politikern Dr. ist und wer nicht. Das war mir bisher dermaßen schnuppe. Olaf Scholz und Friedrich Merz sind es offenbar nicht, Frau Schavan aber schon. Und auch Zehetmayer, wenn der ihnen was sagt. In der Wissenschaft kenne ich Nichtpromovierte, deren fachliche Kompetenz ich höher einschätze als die von von manchem Prof. Dr.. Das sind sicher Ausnahmen, aber es gibt sie. . Ebenso egal ist mir, ob mein Chirurg, Hausarzt oder Anwalt einen Dr. hat. Das hat mich noch nie interessiert. . Aber wenn einer auf 280 von 400 Seiten Plagiate benutzt, dann ist er ein Betrüger. Dabei spielt es auch gar keine so große Rolle, ob das nun eine Dissertation war oder ein Kriminalroman. . Typisch auch, die Namen der Gutachtenschreiber zu unterschlagen. "Ich dachte, es genügt, den Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags anzugeben" -- für ihn sind die Autoren namenlose Unterlinge, deren Leistung er sich selber zuschreiben kann, weil er sie ja "bezahlt" hat, oder weil sie, ihm, wie in diesem Fall, als Fronleistung zur Verfügung steht.

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:05 Uhr

Also wenn es einen...

Also wenn es einen kryptokommunistischen Flashmob gegeben hätte, der seine Schläfer aufgerufen hätte, mal ganz schnell auf BILD.DE zu klicken und gegen Gutti zu stimmen -- dann hätten wir das doch mitkriegen müssen. Über 600.000 Stimmen?! Ich vermute mal, das sind WIRKLICH die BILD-Leser. Nichtmal die sind so blöd, wie Elfriede glaubt. . Schlechte Zeiten für die gegelten. (Ich weiss schon, warum der immer häufiger nach Afghanistan jetten musste ;-))

0 specialmarke 24.02.2011, 19:08 Uhr

@colorcraze: Habe leider kein...

@colorcraze: Habe leider kein Wohnzimmerfenster mehr in Berlin und lese auch nichts davon. Ist es in der Bundeshauptstadt wirklich wieder so schlimm (oder abwechslungsreich...)?

0 specialmarke 24.02.2011, 19:24 Uhr

Lieber Herr Duden, obwohl ich...

Lieber Herr Duden, obwohl ich aus alter Gewohnheit das "ß" noch regelmäß(sic!)ig benutze, meldet sich jedesmal die Rechtschreibkorrektur des Computers und sagt "falsch" , jedes Mal übrigens auch bei "jedesmal" - Ich würde vorschlagen: Jacqun à son goût (hier ist angeblich alles falsch)... Filou, bin ich falsch?

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:31 Uhr

Welcher normale BILD-Leser hat...

Welcher normale BILD-Leser hat denn Fax?!?

0 specialmarke 24.02.2011, 19:32 Uhr

HansMeier555 (20:05): Also,...

HansMeier555 (20:05): Also, ich bin kein Bild-Leser und habe trotzdem mitgestimmt. Ich habe von dieser Umfrage auch hier berichtet und das Zwischenergebnis mit Datum in diesem Blog niedergelegt (22.2., 18:57)...

0 Don Carlos 24.02.2011, 19:32 Uhr

HMDLV, das wäre aber eine...

HMDLV, das wäre aber eine interessante sichtweise, die bedeutete, daß da 'forschung' außerhalb jeglichen kontexts stattfände. normalerweise wird ja das interesse eines professors an den arbeiten seiner doktoranden schlicht daraus gespeist, daß sie zuarbeiten zu seinem eigenen forschungsthema sind. wenn das dort nicht so läuft, wäre die frage: was machen die da überhaupt...?

0 specialmarke 24.02.2011, 19:43 Uhr

Werter Don Alphonso, wie wäre...

Werter Don Alphonso, wie wäre es statt eines Berlin-Trips mit einer kleinen Mittelmeerreise (Anmeldeformular liegt bei). Für Gespräch mit Minister Extraformular bei der Pressestelle anfordern...

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:47 Uhr

@specialmarke Dann müsste man...

@specialmarke Dann müsste man mal gucken, wieviele Gutti-Gegner von hier kamen.

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:51 Uhr

Ausgerechnet BILD wird zur...

Ausgerechnet BILD wird zur Hinrichtungsstätte, wo ihm das Fallbeil ins Genick saust. . Also das wichtigste in solchen Fällen ist es, Haltung zu bewahren. Wie Marie Antoinette.

0 Papierkram 24.02.2011, 19:52 Uhr

Boehmer geht nicht, ist auf...

Boehmer geht nicht, ist auf der Beliebtheitsskala von infratestdimapdeutschlandtrendpolitbarometer nicht darstellbar. Ginge ungefaehr in die Papandreou-Cowen-Richtung (wohlwollend geschoente, wissenschaftlich noch vertretbare Interpretation). Auf einen Johannes XXIII Effekt wuerde ich nicht wetten wollen.

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:53 Uhr

Ein Hoch auf die...

Ein Hoch auf die "Zivilgesellschaft".

0 donalphonso 24.02.2011, 19:53 Uhr

Die Minen, die der Minister...

Die Minen, die der Minister suchen sollte, sind nicht im Mittelmeer.

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:56 Uhr

"Die Menschen"......

"Die Menschen"...

0 specialmarke 24.02.2011, 19:57 Uhr

Lieber Hans-Meier555: "Welcher...

Lieber Hans-Meier555: "Welcher normale Bildleser hat denn Fax?!" - Ich fürchte, Sie haben eine falsche Vorstellung von der Bild-Leserschaft. Da sind jede Menge selbständige Handwerker dabei, Industriemeister , Beamte und Akademiker, die das Blatt wegen seiner Sportberichterstattung lesen - behaupte ich mal so aufgrund eigener Wahrnehmungen. Auf dem Lande ist teilweise "Bild am Sonntag" die einzige Sonntagszeitung, die Sie ins Haus geliefert bekommen...

0 HansMeier555 24.02.2011, 19:59 Uhr

@Don Das Mittelmeer ist auch...

@Don Das Mittelmeer ist auch so eine Art Badewanne.

0 prince Matecki 24.02.2011, 20:05 Uhr

Um eine oben geäußerte...

Um eine oben geäußerte Vermutung, die einem oft begegnet, richtig zu stellen: Der Herr Bundespräsident ist nicht der OB oder Oberbefehlshaber der Bundeswehr. Was sagt der gewissenhafte Jurist: Im Zweifelsfall hilft der Blick ins Gesetzbuch, in diesem Fall das Grundgesetz, GG. Was sagt das GG? Siehe Artikel 65a (1) Der Bundesminister für Verteidigung hat die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte Soso Und was passiert wenn? Auch das steht im GG: Artikel 115b Mit der Verkündung des Verteidigungsfalles geht die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte auf den Bundeskanzler über. Also dann hat Mutti sowieso das sagen. Heute las ich im Heise online Forum dass die Firma in deren Aufsichtsrat ein Gtt saß in jener Zeit der Universität Bayreuth insgesamt 760.000,- Euro spendete für einen Stiftungslehrstuhl - just in der Fakultät des cand. jur. Honni soit qui mal y pense - Ein Schelm der Böses dabei denkt. Was bin ich heute wieder für ein Schelm ..... oh da fehlen die "" und natürlich ist der letzte Satz von Heinz Ehrhardt.

0 HansMeier555 24.02.2011, 20:21 Uhr

"Das Volk" (Handelsblatt)...

"Das Volk" (Handelsblatt)

0 HansMeier555 24.02.2011, 20:24 Uhr

Für 700.000 Euro hätte er...

Für 700.000 Euro hätte er sich das Ding doch von Häberle selber schreiben lassen können (2.000 Euro pro Seite). . Nicht am falschen Ende sparen.

specialmarke@: Die mußaber...

specialmarke@: Die mußaber auch BILD lesen diese Zielgruppe, weil die Frage jeden Tag auf´s neue gestellt wird im Kollegen-, Kunden-, Bekannten- und Verwandtenkreis: "Ham´Se schon in BILD geguckt, was da wieder für ne Sauerei passiert ist?" Ausserdem ist die Headline so schön fett und übergroß gedruckt, da weiß man/frau ohne allzuviel Lesen ohne weiteres wo man dran ist. Die Machart ist seit mehr als einem halben Jahrhundert erprobt und haargenau auf das Clientele abgestimmt. Never change a winning horse.

prince Matecki@ Es heißt aber...

prince Matecki@ Es heißt aber auch korrekt: "Honi soit qui mal y pense" (Altfranzösisch; wörtlich: „Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt.“), ausserdem hatte ich meine Vermutung bezüglich des OB im Konjunktiv formuliert. ..Also dann hat Mutti sowieso das sagen... Sofern sie das dann noch kann oder darf, wenn die Ereignisse sich überschlagen und ggf.eine ungeahnte Richtung einschlagen sollten.

Mit anderen Worten: dieses...

Mit anderen Worten: dieses Lehrinstitut ist eine Einrichtung zum Durchwinken von titelbeduerftigen Soehnchen der Besseren Gesellschaft, die eigentlich banale Lebenslaeufe haben und einer gewissen Erhoehung beduerfen. Alle anderen Studierenden werden gnaedig abgehandelt. Da profitiert doch jeder.

0 colorcraze 24.02.2011, 20:51 Uhr

@specialmarke: saukalt ist es...

@specialmarke: saukalt ist es (-10°), aber überall (außer vor dem Matratzenladen in Lichtenrade gestern) sauber gefegt und Sonnenschein. Nein, ich wollte darauf hinaus, daß Demo, Bahnstreik etc. eben öder Alltag sind und es mal eine Abwechslung wäre, wenn das nicht wäre. Davon abgesehen sind die Demos aber recht klein, und da ich mich nicht an einer der gern genommenen Strecken aufhalte, bemerke ich sie äußerst selten.

0 specialmarke 24.02.2011, 20:54 Uhr

@price Matecki: Der Wert,...

@price Matecki: Der Wert, beziehungsweise der Kaufpreis für einen Dr., läßt sich recht gut berechnen. Durchschnittlich verdient ein Berufsanfänger mit Titel monatlich ca 500 Euro mehr als ein Kollege ohne Titel. Mit zunehmendem Alter erhöht sich der Verdienstunterschied noch deutlich. Bei 35 Berufsjahren kommt man auf ein Zuverdienst von 300 bis 400 000 Euro. Herr Dr. h.c. Carsten Maschmeyer hat der Universität Hildesheim für ein Sonderforschungsprojekt 500 000 Euro gespendet und anschließend seinen Dr. ehrenhalber erhalten. 700 000 Euro für die Universität Bayreuth waren also durchaus eine großzügige Zahlung. Da hätte man allerdings von der Hochschule ein bißchen mehr Sorgfalt erwarten dürfen...

0 colorcraze 24.02.2011, 21:04 Uhr

@Don Carlos: Titel vergeben...

@Don Carlos: Titel vergeben für Unterhalt und Unterhaltung, warum?

0 Schluchten-Ossi 24.02.2011, 21:33 Uhr

@HM555, 20:51: Er hat aber...

@HM555, 20:51: Er hat aber keinen Bart zu retten wie weiland Thomas Morus (hab die Quelle leider, leider vergessen - und ich war nicht dabei).

0 colorcraze 24.02.2011, 22:19 Uhr

@Filou: so der Grundgedanke....

@Filou: so der Grundgedanke. Nur sind die Ungenannt-h.c.s und Durchrutscher (vermutlich so einige Politiker, Unternehmer und Altreiche) normalerweise eben so vorsichtig, ihre Doktorarbeit möglichst von den Mühlen der Rezension fernzuhalten, wie HansMeier ganz richtig anmerkte.

0 HansMeier555 24.02.2011, 22:43 Uhr

Die "Welt" scheint ihn nicht...

Die "Welt" scheint ihn nicht mehr schützen zu wollen.

0 bertholdIV 24.02.2011, 23:01 Uhr

eine angenehmere...

eine angenehmere nachtlecktüre als das nachdenken über den schummler aus ofr.: http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~EEF78CB51AA484FA9B1821EC1C8A41913~ATpl~Ecommon~Scontent.html

0 bertholdIV 24.02.2011, 23:05 Uhr

noch ein zitat...

noch ein zitat dazu: http://www.dhi-roma.it/fileadmin/user_upload/pdf-dateien/Veranstaltungsprogramme/2011/Luther_in_Rom.pdf

Früher hatten Adelige und...

Früher hatten Adelige und Offiziere eine Ehre! Aber offenbar ist unser Volk zu 78% moralisch so verkommen, dass man nichts dabei findet, so dreist zu lügen. Lag die Hoffnung nicht bei der Tadellosigkeit und Ehrlichkeit des Mannes?? Zu seinen Spitzenbeamten hatte er schnell kein Vertrauen mehr. Wo bleibt die gleiche Messlatte für Eigenverschulden?? Er hat den Kairos ( günstigen Zeitpunkt einer Entscheidung) für seinen Rücktritt verpasst. Vielleicht kriegt er ja den Doktor E h r e n h a l b e r noch.

Scheint alles zu passen...

Scheint alles zu passen : http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34259/1.html Charakterlich scheint es aus einem besonderen Holz zu sein. Süssholz?

0 HansMeier555 25.02.2011, 04:10 Uhr

Ich weiß, wie man ihn bis...

Ich weiß, wie man ihn bis Dienstag endgültig abschießen könnte. Es ist ganz simpel. . 1. Man besorgt sich einen Performance-Künstler, eine Anwaltskanzlei, ein Fernsehteam, und ein paar Leute mit Medien-Kontakten. 2. Man besorgt sich eine Person, die irgendwie ins Ghostwriter-Profil passen könnte. 3. Diese Person reicht bei einer Anwaltskanzlei, beim TV-Team, bei Herrn Lammert eine eidesstattliche ERklärung ein: Ich habe die Arbeit für Herrn Guttenberg geschrieben! Ich bin der Ghostwriter! Ich habe mit ihm studiert und Geld gebraucht! Meine Freundin war schwanger und ich brauchte das Geld so dringend! Ich wusste nicht, dass es für Guttenberg ist, das habe ich erst jetzt gemerkt, als ich Guttenplag aufklickte...." Der Anwaltskanzlei soundso ist meine Identität bekannt! Dazu ein LIveinterview (mit dem Rücken zur Kamera). 4. Dann geht das in die Nachrichtenticker. EILMELDUNG EILMELDUNG EILMELDUNG! Am Samstagabend zur besten Sendezeit. 5. Frage an die Anwaltskanzlei: Ist IHnen die Person bekannt? - Ja, ist sie. Wir kennen vollen, Namen und Anschrift. Frage: Hat sie ein Schreiben eingereicht? Ja, hat sie. Es belastet Herrn Guttenberg schwer. 6. Dann taucht die Person ab und ist nicht mehr aufzufinden. Aber die Eilmeldung sorgt übers Wochende für einen neuen Hype: Der Aufreger schlechthin. 7. Am Sonntag verkündet das Anwaltsbüro eine Pressekonferenz in Berlin: Für Donnerstag: Der Ghostwriter soll der gesammelten Hauptstadtpresse präsentiert werden. Zugleich wird ein weiteres Schreiben des Ghostwriters in Umlauf gesetzt, mit "Hintergrund-Angaben" zur Bayreuhter Jura-Fakultät um 2005-2006. Alles harmloser Klatsch und alles stimmt. Tausend investigative Journalisten schwärmen los, um dei Fakten zu checken. 8. Am Donnerstag die große PRESSEKONFERENZ. Trommwelwirbel. Alle warten angespannt auf den GHOSTWRITER. Zwischendurch erhalten "Vertreter der juristischen Fachverlalge" (Klostermann, Nomos, Duncker, etc.) die Gelegenheit, die versammelten Presseleuten mit der einen oder anderen fünfzehnminütigen Kurzrepräsentation irgendeiner knackigen Neuerscheinung zu laaaangweilen: wie z.B.: Aktienrecht und Kapitalmarktrecht, Herausgegeben von RA Dr. Thomas Heidel, FAStR, 3. Auflage 2011, 3301 S., Gebunden, ISBN 978-3-8329-5606-6, Subskriptionspreis 168,-€ (bis zum 31.3.2011, danach 188,-...). EEEEENDLich koommt ER: Der GHOSTWRITER. 9. Der G-Writer tritt auf und guckt in die Kameras, sagt aber nix. Dann tritt ein Anwalt auf und sagt, dass ihm KEINE Fragen gestellt werden dürfen,und er nur eine Erklärung verlesen will. Diese Erklärung sieht dann etwa so aus: "Meine von mir verfaßte eideststattliche Erklärgung vom letzten Freitag ist kein Plagiat. Zwefellos enthält sie zahlreiche Fehler. Wie ich erst gestern feststellte, habe ich vielen Sätzen einfach das Wörtchen "nicht" oder "kein" vergessen. Statt "ich habe Herrn zu Guttenbergs Arbeit geschrieben" hätte es heißen müssen: "ich habe sie NICHT geschrieben". ... Ich bitte Sie diesen Fehler zu entschuldigen ... ich war letzte Woche sehr gestreßt (meine Katze hatte Schluckauf), so dass ich mich beim Schreiben meiner Eidesstattlichen ERklärung einfach nicht richtig konzentriren konnte. Sollte ich dadurch Herrn zu Guttenberg irgendwie geschadet haben, so bitte ich iihn in aller christlichen Demut ausdrücklich um Vergebung..."

Niemand kann sich gegen die...

Niemand kann sich gegen die normative Kraft des Faktischen ernsthaft wehren. Auch eine Uni nicht.

Offene Systeme funktionieren...

Offene Systeme funktionieren besser, entwickeln sich schneller, mit geringeren Reibungsverlusten als geschlossene, die immer nur ruckweise, in Brüchen sich ändern, adaptieren können an aktuelle, sich immer ändernde Realitäten. Warum versuchen Menschen dann, in ihren Köpfen ewige Wahrheits- Hallen zu zimmern, mit dem Ergebnis, dass ausnahmslos alle sich wegen dieser Wahrheiten wechselseitig die Schädel zertrümmern? Angst. Angst vor dem Leben. Die Kapitäne der Dampfer und die Piloten der Jumbos sollten nicht die Vendettas der Wahrheitsschlachten, sondern die Zeiger ihrer Instrumententafeln im Auge haben. Solange sie den Joystick in Händen halten, sollen sie ihren Kopf nicht driften lassen in die Bereiche, die nachts in ihren Köpfen driften. Dafür wähle ich Funktionsträger unseres Staates, in der Hoffnung, dass sie das können. Wer immer sich in seine narzistoiden Wahrheitswinkel kuschelt, und meint, das sei das Leben auf dieser Welt, sollte dem cockpit fern bleiben. Wer Regierung, F & E, Ökonomie, e.a. nicht frei halten kann von gedanklichen Wohlfühlwelten, tut nie gut. Antike Telefonbücher auswendig lernen mag tun, wer will, sollte das aber niemandem als Realität verkaufen. Nicht mir.

0 Don Carlos 25.02.2011, 10:26 Uhr

nauplius, die realität ist...

nauplius, die realität ist aber nicht so. selbst ein begnadetes fliegertalent darf ohne abgeschlossene prüfung kein verkehrsflugzeug steuern. warum darf ein genialer segler keinen containerfrachter führen? es gibt mathematisch interessierte abiturienten, die durchaus in der lage sind, die statik eines hochhauses oder einer brücke zu erstellen - ohne prüfung und staatliche zulassung dürfen sie es nicht. viele tüftler und erfinder sind genial, dürfen jedoch nicht als ingenieure arbeiten. es gibt mit sicherheit medizinisch interessierte menschen, die ohne medizinisches studium krankheiten heilen könnten - warum verweigert man diesen die zulassung als arzt? und es könnte sich bestimmt jeder halbwegs intelligente mensch auf ein rechtsgebiet spezialisieren, doch ohne abschluß verweigert man ihm die möglichkeit, damit seinen lebensunterhalt verdienen. - man kann sicher darüber reden, ob für manche tätigkeiten nicht eine weniger aufwendige ausbildung ausreichend wäre. und die zulassung als arzt, rechtsanwalt, architekt oder statiker durch die verschiedenen kammern dient weitgehend dazu, den zugang zu diesem tätigkeitsmarkt zu beschränken und konkurrenz zu verhindern. doch die bildungsabschlüsse bieten auch sicherheit. man kann innerhalb eines bestimmten toleranzbereiches, ohne große experimente und mißerfolge, bestimmte leistungen erwarten, weil der inhaber einer berufsbezeichnung seine befähigung zu diesen leistungen bereits nachgewiesen hat. diese sicherheit ist besonders in einem dicht besiedelten und hoch entwickelten lebensraum wie deutschland von sehr großer bedeutung. - es geht bei dieser diskussion eben nicht hauptsächlich darum, ob ein regierungsmitglied zu unrecht einen doktortitel getragen hat. es geht vielmehr darum, daß das gesamte bildungssystem und seine sanktionsmöglichkeiten völlig entwertet werden, wenn präzedenzfälle in der behandlung von regelverstößen geschaffen werden. gleichzeitig werden auf diese weise bildungsabschlüsse zu einem willkürlichen instrument zur personalauswahl für führungspositionen - waren es früher adelstitel, würden nun akademische titel zur postenverteilung dienen. bildet dann jede partei ihr genehmes personal an eigenen universitäten aus? was machen menschen, die sich keinen titel leisten können, sich jedoch auch nicht als opportunisten bei einer partei verdingen wollen? - die nichteinhaltung von regeln führt zu anarchie und/oder willkür. wenn die politik der meinung ist, die regeln sind überholt und müßten nicht weiter anerkannt werden, hat sie ja wohl eindeutig die position, diese regeln zu ändern und den aktuellen problemen anzupassen. alles andere zeugt von mangelndem problem- und verantwortungsbewußtsein. oder noch schlimmer, vom vorsatz anarchische/willkürliche zustände herbeizuführen. gibt es für deutschland tatsächlich wichtigere themen?

@HansMeier555 24. Februar...

@HansMeier555 24. Februar 2011, 12:58 "Langsam scheint mir wirklich, dass Mutti zum ersten Mal seit 2005 wirklich in Gefahr ist. " Ich will das nicht zur Gewohnheit werden lassen, biete aber erneut eine Wette an: In spätestens 1 Woche ist Guttenberg schlicht kein öffentliches Thema mehr. Die Mediengesetze fordern einen Neuigkeitswert. Und Guttenbergs grösster Fehler bestand darin, nicht am ersten Tag nach den ersten Vorwürfen sofort den klassischen Dreiklang zu geben: 1) Alles Vorgeworfene sofort voll zugeben 2) Entschuldigung in Demut 3) Doktortitel vor Einleitung einer Prüfung zurückgeben Er hat´s drei Tage zu spät, aber am Ende denn doch gerade rechtzeitig richtig gemacht. Jetzt ist die Luft raus, die Medien werden in wenigen Tagen neue Säue durch´s Dorf treiben. Dieses Muster ist so verlässlich und so durchschaubar, dass ich mich über die Dummheit des scheibchenweisen Zugebens bei an sich intelligenten Mächtigen schon seit 20 Jahren amüsiere. Wenn man nicht zurücktreten will - alles am ersten Tag nach den Vorwürfen raus, auch das, was noch gar nicht publik wurde. Deckel drauf und Geschichte erledigt, so funktioniert das. Denn den Medien geht´s weder um Moral noch um Gerechtigkeit. Sondern um Auflage oder Quote. Und dafür taugen nur "neue" Nachrichten. Conclusio: "Mutti" ist nicht in Gefahr, wenn Guttenberg noch eine Woche durchhält. Und die Chance dafür ist sehr hoch, daran würde auch ein jetzt auftretender Ghostwriter nichts mehr ändern. Der könnte Guttenberg sogar helfen, weil ihm nicht mehr Textdiebstahl, sondern nur noch indirekter Titelkauf im Raume stünde. Und da sollte man sich nicht täuschen - das ist für viele Menschen kein rücktrittsrelevanter Vorwurf ... Gruss, Thorsten Haupts

Get that poor old donkey out...

Get that poor old donkey out of that damn hole, here, now. Who cares what weekday it is or what not. Manche Mützen mögen das nicht. That is not law versus romantic nothing. That is dream versus reality. My truly, dear friend with whom I deeply sympathise, open your tense fist, get your nose briefly out of these too many too old books, get a glimpse of Echnaton's Aton, perhaps. It isn't proprietary. And just drop this bloody Us versus Them, for good. Let's have a sip of one of these slightly toxic bavarian brews and let's make ruthlessly fun about whatever may come to mind. Have a nice day, pfuitdi.

Don Carlos, danke sehr. Mein...

Don Carlos, danke sehr. Mein Fehler. Ich habe viele Fehler. Ich wirke immer mal wieder wie ein Anarch, ich glaube nicht, dass ich einer bin. Ich unterscheide zwischen Profession und Hobby. Profession geht alle an, genau wie Sie sagen. Geht Hobby wirklich alle etwas an? Akademia sehe ich wie Sie, denke ich. Ich habe hier Dinge hineingeschoben, die vielleicht weiter reichen, vielleicht auch diese Plattform missbrauchen, ich weiß es nicht. Ich probiere auch ein wenig free speech und Satire, was wir unseren orientalischen Freunden so warm empfehlen. Es ist nicht meine Absicht, zu verletzen. Aber Fragen …. Beste Grüße.

nauplius@:Zur Bedeutung von...

nauplius@:Zur Bedeutung von Werten, materiellen wie imateriellen ist zu konstatieren: Die Logbücher der Vergangenheit, der Antike werden z. Z. auf dem Ramschmarkt, wie die Währungen der Staaten, für noch billigeres, wertloses Geld verhökert. Die Massen in den arabischen Nationen haben uns, in Europa und USA etwas, zumindest in Teilen, voraus, dass es sich sogar lohnen kann, das Leben für immaterielle Werte in die Schanze zu schlagen. Nämlich sich von der Korrumpierung durch die Popanze zu befreien. Aber das ist erst der Anfang der Bewußtwerdung. Die klitzekleine Marginalie des Titelbetrugs hier im Land samt dem Showbizz um die im Ansatz schon gescheiterte Reform der BW, ist nur ein Symptom der Verrottung. Zeigt nicht das eigentliche Desaster in allen verzweigten Myzelen und Dimensionen der Soziostrukturen auf (Wir als Gattungswesen sind ja auch nur eine Art Bioschicht auf dem Korallenriff Erde). Grotesk und bezeichnend die Reaktion des Saudi-Königs auf das Grummeln und das Knacken im Gebälk, dieses mit dicker Schmiere von 31 Milliarden Juros oder meinetwegen Dollares abzudämpfen. Wenn die Rettungsschirme versagen sind die Dollares lediglich nur "imaginäre " Zahlen ohne Bedeutung (Petrodollares sind eh so und so nix wert, weil so gut wie kein echter Produktionsbeitrag z. B. der saudischen Bevölkerung drinsteckt, von der herrschenden Clique schon gar nicht). Die unsrigen P.e samt den Eurokraten in ihrem abgeschotteten Elfenbeintürmchen stehen nun mit vollen Hosen ratlos in Bruxelles herum. Die alten Rezepturen geben nix mehr her. Momentan weiss eh niemand auf dem weiten-kleinen Erdenrund so richtig was Sache ist, mich kleinen Wichtelwilli mit inbegriffen.

Don Carlos@: Sie treffen...

Don Carlos@: Sie treffen präzis den Nagel auf den Kopf, viel besser, als ich es konnte mit meinem verschwurbelten Aneinanderreihungen. Übrigens, meine Frau(Heilpraktikerin) hat in den letzten Wochen, Monaten zwei hochbegabte Gymnasiasten im Alter von zehn Jahren geheilt, sie waren von den Unikliniken schon als geistig unheilbar etikettiert, aufgegeben worden. Nun schreiben sie wieder weiter ihre Einsen in den Klassenarbeiten. So gesehen: "Was nicht sein darf kann auch nicht sein!" sprach Meister Lampe. Die Welt hat eigentlich immer noch alle Anarchismen nach den Umbruchphasen überwunden. Besser als ein Anarchist zu sein, ist es m. E., ein Anarch zu sein. Mit und ohne Doktortitel.

0 Don Carlos 25.02.2011, 11:35 Uhr

nauplius, wenn das versuchte...

nauplius, wenn das versuchte satire sein soll, ist es strafbar. und es wundert angesichts dieser empfehlung nicht, daß die taliban sich so hartnäckig wehren... - es gibt keine promotionsordnung für hobbypromotionen. ebenso keine unterscheidung zwischen einem professionellen dr. jur. und einem hobbymäßigen dr. jur. light.

Plindos, danke sehr. Ich weiss...

Plindos, danke sehr. Ich weiss wirklich nichts als Fragen, aber manche tun, als ob sie wüssten, und auch die müssen sich befragen lassen, finde ich. Ein waches, konzentriertes, berufserfahrenes Auge auf die Instrumentenzeiger unserer Gesellschaften wünsche ich mir, ohne es selbst anbieten zu können. Nouriel Roubini macht doch genau das: Er hat den Globus mit einem dichten Netz von Zahlensensoren überzogen, analysiert und interpretiert mit Erfahrung und extrapoliert gelegentlich. So schlecht ist das nicht. Realitätsdichter und -näher, als mancher andere. Das verkauft er, mittlerweile zu teuer, aber wirkliche Monopole hat ja niemand. Jeder darf, hier, heute, auf der aktuellen Bühne des Lebens, innerhalb der gesetzlichen Rahmen selbstverständlich, mitspielen, wenn er mag, bzw. als gewählter Funktionsträger, wenn er muss. Ich polemisiere hier ein wenig gegen historische Gedankenwolken, die gelegentlich den Blick auf die aktuellen Instrumentenanzeigen erschweren können, vielleicht. Die Spannung zivilisierter Kontroversen hat mir selber öfter geholfen, meine Gedanken zu sortieren. Das mag ich an Gesprächen. Herzliche Grüße.

0 Diter_Rot 25.02.2011, 11:58 Uhr

Ich habe es woanders in der...

Ich habe es woanders in der FAZ auch schon gefragt - und frage nun auch hier, weil mich wirklich die Antwort(en) interessieren: Eingereicht 2006 - Quellen aus 2007 ? Ich kenne mich mit den Gepflogenheiten bei Doktorarbeiten nicht aus... und wäre dankbar, wenn mir mal jemand erklären könnte, wie man eine Arbeit im Jahr 2006 einreichen kann, die Plagiate / Übernahmen / Inspirationen (oder wie auch immer man es nennen mag) aus dem Jahr 2007 enthalten kann? Ich habe eben extra noch mal nachgeguckt - so oder ähnlich stand es überall: "Der CSU-Bundestagsabgeordnete Guttenberg hatte seine mit der Bestnote bewertete Doktorarbeit im Jahr 2006 eingereicht." So als Nichtauskenner kommt einem schon die Idee, dass der Autor, einer der Autoren, in der Universität Bayreuth zu suchen ist...

Honor 25. Februar 2011,...

Honor 25. Februar 2011, 01:38 "Früher hatten Adelige und Offiziere eine Ehre!" Lange nicht so viele, wie uns Kinoverfilmungen häufig weismachen wollen, Adlige und Offiziere sind Menschen. Aber es gab immerhin das anzustrebende, von der Schicht mehrheitlich geteilte, Ideal der personengebundenen Ehre. Und genau dieses Ideal war eine der Haupttriebfedern des viel zu späten und stümperhaften militärischen Widerstandes 1944, in dem einer der Hauptträger dieses Ideals unterging - der preussische Militäradel. Gruss, Thorsten Haupts

Don Carlos, wenn es strafbar...

Don Carlos, wenn es strafbar ist, ziehe ich es zurück, auch aus dem Blog, wenn es Konsens ist. Von mir kommt es als Frage. Danke für die Hilfe.

Ich finde, wenn man sich so...

Ich finde, wenn man sich so adelig gibt wie Sie, Herr Don Alphonso, dann verstehe ich nicht, warum Sie so kleinbürgerlich auf Herrn zu Guttenberg "verbal einpeitschen" (Zitat: D.A. 21.02.2011, 08:31) Grandezza und Noblesse sind für mich etwas anderes - aber dies scheint Ihnen abhanden gekommen zu sein. Sie müßten doch eigentlich aus der Psychologie wissen, dass der Andere immer ein Spiegel für unseren eigenen Schatten ist. Je mehr ich etwas im Anderen bekämpfe, umso mehr ist dies etwas, was ich an mir nicht anschauen möchte. Und daher stört mich diese ganze Diskussion um Guttenberg, da der Neid der vielen, die sich mühsam durch die Universitäten gequält haben und durch ihren akademischen Titel zeigen können, dass sie in dieser Aufsteigergesellschaft es zu etwas gebracht haben, nur allzu sichtbar wird. Und Neid finde ich immer noch viel schlimmer als Abschreiben und Falschzitieren. Wenn Guttenberg dafür kritisiert wird, dass er nicht sofort angemessen reagiert hat, dann denke ich, dass es viel damit zu tun hat, dass er den Neid unterschätzt hat. Und damit sind wir bei Ihrer Kernfrage: Wieso hat er das nötig ? Die Antwort: Nein, er hat es eben nicht nötig - aber die vielen, die ihn beneiden, die haben es nötig.

Athene 25. Februar 2011,...

Athene 25. Februar 2011, 12:00 "Und Neid finde ich immer noch viel schlimmer als Abschreiben und Falschzitieren." Sehr hochherzig. Also schlimmer als Betrug und Diebstahl. Wann lesen wir von ihrer Initiative gegen Haftstrafen für diese Delikte? Gruss, Thorsten Haupts (ohne akademischen Titel, also neidlos)

@Thorha, es wäre der Gebrauch...

@Thorha, es wäre der Gebrauch einer gefälschten Urkunde und damit weniger schlimm. Und KT spielt noch den Ahnungslosen, der reingelegt wurde. Verraten will und wird er ihn dennoch nicht - wie einst Kohl, der das Parteifinanzierungsgestz brach und in Beugehaft gehört hätte und am Ende mit 300Tsd€ davonkam - und steht als Ehrenmann da vor seinen Soldaten und Angie. So dreht man dann die Sache imagemäßig ins Positive.

0 Wimmerl d. Ä. 25.02.2011, 12:25 Uhr

Unsa Horsti is scho a Hund,...

Unsa Horsti is scho a Hund, gö? Da schaugst Buaschi,ha? A Linienkriagsschiffkommandant hets aa net bessa hiakriagt die leise Wendung aus da Linie: „Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Fehler beim Abfassen seiner Doktorarbeit eingestanden und sich entschuldigt. Als CSU-Vorsitzender möchte ich, dass wir mit der Angelegenheit zurückhaltend und verantwortlich umgehen und ab sofort keine weiteren Debatten über die Sache führen. Mein Auftritt bei der Vorstellung einer Biographie über Karl-Theodor zu Guttenberg wäre mit einer solchen Linie unvereinbar. Daher muss ich ihn leider absagen.“ .. Athene@ Oiso wia die Pallas den Zeus bschissn hot i dera Affär um den Achilles vor Troja, des hot si fei aa net ghörrt im Göttahimi afm Olümbb. Des is fei aa net sauba gweng. Oba so sans hoit...de Götta.

0 Don Carlos 25.02.2011, 12:43 Uhr

Athene, frauen lehnen gewalt...

Athene, frauen lehnen gewalt gegen frauen ab. ist das ausdruck ihrer eigenen aggressionen gegen frauen - also neid auf gewalttätige männer? es gibt auch männer, die gewalt gegen frauen bekämpfen. weil sie neidisch auf die gewalttätigen männer sind?

Zur Erklärung: Meine Absicht...

Zur Erklärung: Meine Absicht ist nicht Agitation. Fragen gehen in meinem kleinen Kopf umher. Worüber hat Erasmus von Rotterdam sich so sehr geärgert? Von Martin Luther reden wir mal nicht. Worüber haben Annas und Kaiphas sich so geärgert? Was hat die Orthodoxen so böse gemacht, Baruch Spinoza auszuschließen? Auch Maimonides hatte schon mächtig Schwierigkeiten gekriegt. Ich habe Rabbi Meyer Kayserling's Schriften gelesen, nicht alle, aber einige, 1860 – 1900 etwa, über Moses Mendelssohn, die Geschichte der Iberischen Halbinsel und anderes. Ich versuche, breit zu hören, zu kommunizieren und versuche zu verstehen, die Tiefe und Schärfe eines Konfliktes, der seit 2000 Jahren durch die Kirchengeschichte und darüber hinaus immer wieder für alle so entsetzlich schmerzhaft auftaucht und der mich selbst so sehr belastet, wie jeden anderen auch. Ich beziehe keine Partei, überhaupt nicht und ich habe immer größte Sympathie für Menschen, die gejagt und verfolgt werden, egal, wer es ist. Diesen Konflikt finde ich so beängstigend und so bedrückend. Gibt es Auswege? Warum nicht? Ich weiß es nicht. Ich versuche, Fragen zu stellen. Wenn ich damit gegen geltendes Recht verstoße, nehme ich meine Fragen vollständig zurück und entschuldige mich in jeder angemessenen Form und Weise. Wenn ich meine Kompetenzen überschreite, akzeptiere ich das und versuche, es in Zukunft nicht weiter zu tun. Herzliche Grüße.

Don Carlos, Sie haben etwas...

Don Carlos, Sie haben etwas nicht verstanden: Athene ist eine Göttin und sie beschützt Männer und Frauen. Göttinnen sind nicht neidisch - dies haben sie nicht nötig, denn sie sind unsterblich.

0 donalphonso 25.02.2011, 13:25 Uhr

Nun, hier wäre halb plagiiert...

Nun, hier wäre halb plagiiert schon voll gewonnen: Hera war auf die Göttin Leto wegen eines Fehltritts von Zeus neidisch, Leto selbst war auf Niobe sauer und schickte ihre aus dem Fehltritt hervorgegangenen Kinder Apollo und Artemis, damit sie deren Kinder umbrachten, und als einmal ein Opfer für Artemis vergessen wurde, als alle anderen Götter bedacht wurden, schickte sie den kalydonischen Eber... und immer so weiter. Und wie neidisch Göttinnen sind.

ThorHa@: Claus Schenk Graf v....

ThorHa@: Claus Schenk Graf v. Stauffenberg war Mitglied des Süddeutschen Adels, war nicht Abkömmling des Preussischen Militäradels. In der späteren BW gab es immer noch genügend Angerhörige des Adels, auch des Preußischen Militäradels, die außerordentlich pflichtbewußt und ehrenhaft waren und sind. Ich glaube nicht, daß das Attentat auf A. H. in seiner Vorbereitung und Ausführung stümperhaft war. Sie unterschätzen glatt die äusserst gefährlichen Umstände der damaligen Zeit und in der Beschaffung des geeigneten Materials (hier brit. Beutezeugs). Frh. Philipp von Boeselager hatte ja geschildert, daß er ganz nahe neben dem "Gröfaz" stand, mit umgegürteter Pistole und zu lange überlegte, er war wirklich ein persönlich sich einsetzender Draufgänger an den div. Fronten des WK II, kein Feigling.

0 Hermes conta Athene 25.02.2011, 13:39 Uhr

Γυνὴ γὰρ οἴκῳ...

Γυνὴ γὰρ οἴκῳ πῆμα καὶ σωτηρία. Die Frau ist nämlich Leid und Rettung für das Haus. Θεὸν ἐπιορκῶν μὴ δόκει λεληθέναι. Nie, glaub’s nur, bleibt vor Gott ein Meineid unbemerkt.

0 colorcraze 25.02.2011, 13:45 Uhr

(@ErnstWilhelm 23.02.2011...

(@ErnstWilhelm 23.02.2011 00:16, 13:14, @confratre 11:38 @Don Carlos 25.02.2011 11:26, @ThorHa 11:27, @plindos 12:01, 12:21, @nauplius 9:35) Was mich an der ganzen Welt derzeit nervt, sind die bloßen Auflösungserscheinungen. Es kommt doch keiner mehr dazu, in irgendeinem Gebiet wirklich Erfahrung zu sammeln, weil er gar nicht erst gelassen wird. Der problematische Punkt sind weniger die expliziten Zugangsbeschränkungen zum noch Bestehendem, die immer enger gezogen werden, als daß nichts nachwächst, sich keine neuen funktionierenden Wege und Möglichkeiten auftun. Nur zufälliges Geholper irgendwo im nirgendwo, und alles überzogen von einer Blase ratlosen Schwätzens, das sich lediglich auf „das nicht“ einigen kann und vor der Inangriffnahme von Projekten oder strategischer Voraussicht zuverlässig zurückschreckt und sich ohnmächtig auf den Boden wirft. Es werden noch nichtmal kleine Brötchen gebacken, sondern unter viel Wind garkeine. Das ist es, was mich so ärgert. Wind gibts noch, Mehl, Wasser, Salz auch, aber man verweigert sich der Zielrichtung, das zu nutzen.

0 Don Carlos 25.02.2011, 13:51 Uhr

Athene, die göttin mit...

Athene, die göttin mit konversionssyndrom...

0 Hermes contra Athene 25.02.2011, 13:51 Uhr

κρέσσον...

κρέσσον οἰκτιρμοῦ φθόνος Neid ist besser als Mitleid (Pind.Pyth.1,84)

0 colorcraze 25.02.2011, 13:55 Uhr

Und überhaupt ist ständiges...

Und überhaupt ist ständiges Erdbeben keine Entschuldigung dafür, ein Haus nicht zu bauen. Denn man _kann_ erdbebensichere Häuser bauen. Man muß es nur tun.

colorcraze@: Fein, dann lass...

colorcraze@: Fein, dann lass uns doch mit dem Räsonnieren aufhören, zeigen Sie doch der Mitwelt wo´s Futuremäßig langzugehen hätte. Womöglich würden Ihnen ja zumindest alle diejenigen, die oben bei Ihnen in der Kreide stehen, folgen. Vorausgesetzt...

0 Don Carlos 25.02.2011, 14:12 Uhr

colorcraze, diese erkenntnis,...

colorcraze, diese erkenntnis, eigentlich zu mehr fähig, aber durch den allgegenwärtigen zwang zur improvisation eingeschränkt zu sein, war der eigentliche auslöser der wende 1989. die befreiung bestand darin, daß die einengenden denkschemata beseitigt waren. die herausforderung bestand in der bevorstehenden beseitigung der nun vollends sichtbaren probleme. sie sollte umgangen werden durch die unterwerfung unter ein bis dahin erfolgreiches wohlstandssystem. der preis war der verlust der gerade gewonnenen freiheit und die teilhabe am allmählichen untergang dieses systems. die hoffnung besteht in einer erneuten wende.

0 onzapintada 25.02.2011, 14:20 Uhr

Wenn man schon den Adel ins...

Wenn man schon den Adel ins Spiel bringt, dann bitte den richtigen Heute im Spiegel Online: „Was "KT" noch durchlebt, hat er schon hinter sich: Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen, Ur-Enkel des letzten deutschen Kaisers, verlor 1973 wegen einer Plagiatsaffäre seinen Doktortitel. Im Interview erzählt er, wie peinlich ihm das bis heute ist - und was er vom Handeln des Ministers hält.“ Ein gutes Stichwort: Anstatt dass die Medien einen bayrischen Freiherrn hypen, der sich in erster Linie an US-Interessen orientiert und der jetzt glücklicherweise entzaubert wird, würden wir gerne mehr über das heutige Haus Preußen lesen. Der Neffe des Interviewten, Prinz Georg Friedrich, Ururenkel Kaiser Wilhelms II und derzeitiges Oberhaupt des Hauses, ist jemand, der sich für Deutschland einsetzt und im übrigen ein gutes Staatsoberhaupt abgäbe. In den kommenden Stürmen, verursacht durch den Abstieg oder gar Zusammenbruch des West-Imperiums und des Hochkommens der neuen imperialen Macht im Osten sowie eines an seine Grenzen stoßenden und aus dem Gleichgewicht geratenden Wirtschaftssystems braucht Deutschland die besten Leute an der Spitze, um nicht in diesen Strudel hineingerissen zu werden. Eines ist zumindest sicher: Schlechter als unsere derzeitigen Spitzenpolitiker, die es nachgewiesenermaßen nicht können, kann er jedenfalls auch nicht sein. Hierzu bitte mehr, gilt auch für die FAZ.

0 HansMeier555 25.02.2011, 14:41 Uhr

@ThorHa . Die Umfragewerte...

@ThorHa . Die Umfragewerte muß man kritisch sehen. Vielleicht hat sein Ansehen nur bei 25 Prozent der Bevölkerung gelitten, aber es kommt auch darauf an, bei welchen 25 Prozent. . Vor den Akademikern hat nicht nur er, sondern auch seine Partei sich bis auf die Knochen blamiert und diskreditiert, viel grausamer als es durch einfach nur schlechte Politik je möglich gewesen wäre. Und die haben ein langes Gedächtnis. . Dann die Medien: Die sehen ihn jetzt viel kritischer als zuvor, und auch das wird ihm nachhängen. Auch dann, wenn nicht mehr übers Plagiat, sondern seine Arbeit als Minister berichtet wird. Eine Hofberichterstattung wie bisher wird es kaum wieder geben. Der nächste Skandal wartet aber schon. Wer bisher so dummdreist vorging, wird auch künftig dicke Fehler machen. . Ein großer Teil seiner hochrangigen Offiziere haßt ihn innig. Also genau die Leute, die er jetzt zur Durchsetzung der Reformen dringend bräuchte. So ein Apparat kann einen Oberchef ganz schön auflaufen lassen, manchmal auch das Messer in den Rücken stecken (indem man peinliche Dokumente dem Spiegel oder WikiLeaks zuspielt). Er wird also einen Klüngel von Speichelleckern um sich scharen müssen, die dann aber auch für sich selber was rausholen wollen. . Und natürlich die Affäre selber: Es wird weitere Prozesse geben. Einen an der Uni Bayreuth, dann einen Strafprozess und zahlreiche Zivilprozesse. Überall wird das Urteil eindeutig sein. . Der Ghostwriter bleibt ein Sicherheitsrisiko. Für fremde Geheimdienste ist es nicht schwer, ihn zu finden. Und dann können sie Gutti erpressen. Vielleicht haben sie es schon erfolgreich getan, seit 2006 oder schon seit 2009? (Leider war die Opposition zu blöd, dieses Argument im Bundestag zur Sprache zu bringen. (Manchmal will man denen eine SMS schicken)). . Die Sticheleien! Er hat sein Gesicht verloren. Und auch dadurch, dass er sich im Amt halten kann, kriegt er es nicht zurück. Für einen Menschen, für den der Auftritt das wichtigste ist, muß es ein Handicap sein, dass er jetzt nirgendwo mehr auftreten kann, ohne dass ihn einer "Lügner" nennt. Und das muß man ihm ja nicht immer ins Gesicht brüllen, man kann es auch hinterhältig und boshaft formulieren. So dass alle grinsen und er gar keine Möglichkeit hat, vernünftig zu antworten. Er selber wird gar nicht mehr eingeladen oder lieber freiwillig verzichten. Und das betrifft nicht nur ihn, sondern auch sämtliche akademischen MItarbieter der BW-Universitäten, der Konrad-Adenauer-Stiftung, des RCDS. Und auch des Wissenschafstministeriums. Frau Schavan kann gegenüber den Professoren jetzt nicht mehr so auftreten wie bisher. Diese Dinge stehen nicht groß in der Zeitung, aber die Politiker spüren so was jeden Tag. . Man kann jede seiner Behauptungen, Anordnungen, Einschätzungen in Zweifel ziehen. (Leidet er schon wieder Realitätsverlust?). . Ab jetzt ist er extrem verwundbar durch frei erfundene Gerüchte. Das ist auch intern, d.h. gegenüber seinem innersten Zirkel der Getreuen ein Problem. Auc die können NIE wissen, ob nicht was dran ist, und hinterher will keiner dastehen wie jetzt Häberle und die Uni Bayreuth. . Ausserdem ist jetzt erstmal Wahlkampf, und für die CDU sieht es schlecht aus. . . Aber wenn alle meine obigen Argumente falsch sind, dann ist eben meine Haupttese richtig: Die Refeudalisierung schreitet mit Riesenschritten voran...

0 HansMeier555 25.02.2011, 14:55 Uhr

@ThoRa . Sehen Sie, die Uni...

@ThoRa . Sehen Sie, die Uni Bayreuth hat ihn schon ausgeladen. . Unter den dortigen gesellschaftlichen Verhältnissen hat so was weitaus mehr Gewicht als ein ungünstiger Spiegel-Aritkel. Er hat seinen natürwüchsigen Klienten, genau denjenigen, die ihn kritik- und bedingungslos unterstützt hätten, monströs ins Nest geschissen. Die dort gehen nicht einfach wieder "zur Tagesordnung über". . Und wenn ein CSU-Schleimer ihn irgendwann wieder einladen sollte, werden andere wichtige Leute wegbleiben. . Ich glaube, diese Affäre entwickelt sich jetzt zu einem unterirdischen Schwelbrand, den Merkel nie wieder löschen kann.

@Don Carlos 25. Februar 2011,...

@Don Carlos 25. Februar 2011, 14:12 Allmählicher Untergang - mag sein. Eher nicht. Unter allen bisher ausprobierten Politiksystemen und unter allen ausprobierten Wirtschaftssystemen sind Demokratie und Marktwirtschaft bisher die am besten an den bestehenden menschen angepassten. Beide haben darüber hinaus den Vorteil, aus sich selbst heraus zu Veränderungen fähig zu sein, ohne die Systeme grundsätzlich in Frage stellen zu müssen, sie sind also (wie der Mensch) anpassungsfähig. Das heisst nicht, dass der Mensch sich letztlich nicht doch als fähig erweisen wird, auch dieses bisher erreichte "Optimum" zu ruinieren (darin ist er nämlich grossartig), aber die Chance zu situationsangemessenen Korrekturen ist real. Vorausgesetzt, der Leidesdruck wird gross genug. Und vorausgesetzt, er wird schneller gross genug, als die langfristigen irreparablen Schäden an der beide Systeme tragenden Infrastruktur, aka "Erde", wachsen.

0 colorcraze 25.02.2011, 15:00 Uhr

@Plindos: ich kann ja schlecht...

@Plindos: ich kann ja schlecht was gegen Räsonnieren haben, wenn ich selbst nur räsonniere, es ist mehr diese Fixiertheit aufs Betrachten von Untergangsspektakeln wie Stehen unter Jesus am Kreuz, die ich überhabe. Das Räsonnieren könnte doch vielleicht auch mal gut sein um funktionierende Möglichkeiten herauszufiltern. @Don Carlos: Einverstanden bis auf "Untergang des Systems" - je nachdem, was man darunter versteht. Ohne irgendeine Art von System kommen Menschen mMn nicht aus, insofern ist Zusammenbruch von System 1 idR nur Ablösung durch System 2 (3, 4... usw..). System 2 ist nicht notwendig besser, größer, leistungsfähiger als System 1, aber anders. Nicht jedoch ganz anders, denn innerhalb der Möglichkeiten der lebenden Menschen muß es bleiben. In diesem Sinne interessiert mich mehr, was wir in Deutschland und Europa die nächsten Jahre brauchen, um durchzukommen, weniger was alles zusammenkracht.

@Plindos - Stauffenberg Nicht...

@Plindos - Stauffenberg Nicht nur Stauffenberg, auch andere kamen auch aus nichpreussischen Adelshäusern (obwohl Stauffenberg ein Urenkel von Scharnhorst war). Das ändert nichts daran, dass der Widerstandskern sich liest wie ein "who is who" des preussischen Militäradels: Moltke, Kleist, Hammerstein, Witzleben, Brockdorf-Ahlefeldt, Schwerin, Tresckow, Gersdorff etc. usw.

nauplius@: Das Unanständige...

nauplius@: Das Unanständige von Spinoza war, daß er Fragen gestellt hatte. Das kann und darf nicht sein. Basta. Deswegen erscheint der Regierenden samt ihrem Selbstverteidiger (der kein wissenschaftlicher Assistent sein mußte) die gegenwärtige Diskussion völlig überflüssig, wenig hilfreich und abstrus. Merkwürdigerweise besteht da ein untergründiger Zusammenhang mit dem Hinauskegeln des Herrn Thilo Sarrazin, bezüglich seiner Analyse zur Lage der Nation, aus der Deutschen Bundesbank. Man wird sehen.

0 HansMeier555 25.02.2011, 15:20 Uhr

@ThorHa, nico . Wenn der...

@ThorHa, nico . Wenn der Ghostwriter auftaucht, spielen juristische Spitzfindigkeiten keine Rolle mehr. Denn dann versteht sogar der BILD-Leser, dass er ein Lügner ist, und er wird es erfahren. Wenn nicht von BILD, dann halt aus dem Fernsehen. . . Und wenn ich bei GoogleNews "Guttenberg" suche, dann habe nicht das Gefühl, diese Meldung könnte unter den Tisch fallen. Auch nächste Woche nicht. . Erinnern Sie sich an Helmut Kohl? Im Winter 1999/2000 sorgte das Bekanntwerden von Parteispenden aus dem Jahr 1991 für riesigen Skandal. Dabei war Kohl schon längst abgewählt...

0 Confratre 25.02.2011, 15:25 Uhr

Diter_Rot@: ....Eingereicht...

Diter_Rot@: ....Eingereicht 2006 - Quellen aus 2007 ?... Da haben sie leider keine Ahnung nich von. Nämlich das war der zweite Versuch nach H.G. Wells eine Zeitmaschine zu bauen. Das Experiment ist leider, mal wieder, gescheitert. http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Zeitmaschine

Athene hat was falsch...

Athene hat was falsch verstanden. Der Don gibt sich nicht adlig. (auch wenn er sich den titel Don anmaßt. in Italien ist ein falscher Don noch viel peinlicher als ein falscher dr.) Don Alphonso ist ein arrivierter Bourgeois und hat als solcher einen unbändigen wenn auch meist unterdrückten Haß auf den Adel, auch wenn - oder gerade weil - dieser seiner Klasse in allem als Vorbild dient. Bei Gelegenheit darf dieser Haß hervorbrechen, was hier hübsch zu beobachten ist. Natürlich ist Guttenbergs Doktorarbeit eine Schweinerei und sein Abwiegeln auf "Fehler" peinlich. Dahingestellt sei aber, ob das schlimmer ist als "leicht illegaler Geldtransport in die Schweiz" beispielsweise.

0 ErnstWilhelm 25.02.2011, 15:52 Uhr

@ colorcraze Veränderungen,...

@ colorcraze Veränderungen, wie von Ihnen gewünscht, wären möglich, falls die Mittelschicht beziehungsweise die "professional-managerial class" sich zu einer revolutionären Rolle hinreißen ließe. Davon ist sie aber, zumindest in der westlichen Welt, noch weit entfernt. In Nordafrika sieht es anders aus. Dort spielt die Mittelschicht die Rolle, die Marx dem Proletariat zugedacht hatte. Eine interessante Gemeinsamkeit bleibt. Ob nun im Westen oder anderswo. Nur die Mittelschicht hat das Know-How, die Ressourcen und die Kenntnisse um den Laden am Laufen zu halten, und um ihn falls gewünscht auflaufen zu lassen. Von "The White Man's Burden" zur "The Middle Class' Burden".

Der Neid genießt bei den hier...

Der Neid genießt bei den hier Schreibenden offenbar ein sehr hohes Ansehen. Zwar gehörte der Neid einmal zu den sieben Todsünden - aber im allgemeinen Werteverfall scheint auch dies vergessen. Dass ausgerechnet die hier Schreibenden sich über diesen Werteverlust echauffieren und sich über das beschädigte Ansehen der Wissenschaft etc. ereifern, wo sie ihm doch so augenscheinlich selbst nacheifern, ist nur ein weiteres Versatzstück in der Selbstwahrnehmung vieler Zeitgenossen.

0 specialmarke 25.02.2011, 16:31 Uhr

Werter Don Alphonso, wir...

Werter Don Alphonso, wir benötigen dringend eine neue "Stütze" - wenn Ihnen gerade nichts einfällt, schreiben Sie einfach bei Tucho oder Kästner ab. Wir haben Verständnis...

0 HansMeier555 25.02.2011, 16:33 Uhr

Bernhard Vogel, ja ja. . Der...

Bernhard Vogel, ja ja. . Der älteste Polit-Rentner und der allerallerletze Hinterbänkler kann jetzt sofort auf Seite Eins von SPON kommen. Er muss einfach nur in ein Mikrofon sagen, was wir alle denken und wissen. . Also wenn Gutt sich jetzt tatsächlich bis Jahresende Im Amt hält, dann werden wir uns bald wieder politische Witze erzählen.

Don Alphonso, übrigens danke...

Don Alphonso, übrigens danke für den Beweis, dass von den 18? 20? 21? Semestern Kulturwissenschaften doch einige Kenntnisse in griechischer Mythologie hängengebleiben sind !

@ Don Carlos 15:12 : Die neue...

@ Don Carlos 15:12 : Die neue Wende besteht aus GEMA und GEZ, sowie dem Verbot von Kinderliedern in Kindergärten, da dort ja Gebühren fällig würden. Unsere Gesellschaft wird systematisch ausgebeutet und um die Leistungen betrogen, die von dem Gemeinwesen in Gänze erbracht wurden. Der Skandal liegt viel tiefer und viel systematischer. Deutschland beschäftigt heute mehr Personal imPolizeiwesen als zur Zeit des 3. Reichs (ich weiss die Quelle nicht mehr, aber es klang gut begründet). Die Bundeswehrreform wird die Bundeswehr von der Allgemeinheit entfremden und dann macht es auch Sinn diese Bundeswehr innerhalb Deutschlands einsetzen zu können. Wir machen keine Wende, wir schlagen Loopings.

0 donalphonso 25.02.2011, 16:58 Uhr

Athene, die Wohnungh in der...

Athene, die Wohnungh in der richtigen Unioversitätsstadt gab es zum Studium, und das war München, insofern sicher kein Neid auf jemand, der in Bayreuth bleiben musste - und meinen Gustav Schwab kannte ich schon, bevor ich aufs Gymnasium ging. Solches Minimalwissen wurde im Studium selbstverständlich vorausgesetzt - dort ging es dann eher um Kirchenväter und Lockenzählen.

0 Don Carlos 25.02.2011, 16:58 Uhr

ThorHa, setzen Sie getrost...

ThorHa, setzen Sie getrost voraus, daß es in den vergangenen zwanzig jahren hinreichend staatsbürgerliche schulung gab. langweilig. allein bei der bundesrepublik von einem 'anpassungsfähigen system' oder einer 'marktwirtschaft' zu reden, disqualifiziert jeglichen bekehrungsversuch.

0 Don Carlos 25.02.2011, 17:07 Uhr

Holly01, also im osten kam die...

Holly01, also im osten kam die wende auch nicht von der regierung... wäre gutes timing gewesen: bundeswehreinsatz im inneren durch schäuble ermöglicht und berufsarmee durch zu guttenberg. aber wir brauchen uns keine sorgen zu machen, denn das system ist anpassungsfähig, ohne sich selbst in frage zu stellen. siehe chile. argentinien. usw.

Geschätzte Athene, was in...

Geschätzte Athene, was in aller Welt verführt Sie zu der Ansicht „Der Neid genießt bei den hier Schreibenden offenbar ein sehr hohes Ansehen.“ Ich bin ein schlichter Bürger, ich neide dem Freiherrn weder seinen Stammbaum, noch seine Frau, noch sein Vermögen. Nicht einmal sein Ministeramt, er ist dort unter seinesgleichen. Was ich heftigst mißbillige ist seine dreiste Art, sich einen akademischen Titel mit unlauteren, wissenschaftlich unakzeptablen und die Wissenschaft diskreditierenden Mitteln zu erschleichen. Ich habe zu großen Respekt vor allen Wissenschaftlern, die teilweise unter höchst prekären ökonomischen Umständen ihrer Idee und ihrem Ethos folgen, die ihr Leben der Wissenschaft opfern, um fast am Karriereende (in Guttenbergsch-Bild-Sprech: als Gruftie) ein opus magnum zu veröffentlichen, wie es jüngst Jürgen Osterhammel mit „Verwandlung der Welt“ tat. Neid? Auf diese aristokratische Karikatur aus Franken? Ich bitte Sie, ich habe ganz andere Helden. . Don Alphonso hat übrigens seine adligen Weihen ganz regulär vom Seigneur de Lesage empfangen.

0 specialmarke 25.02.2011, 17:42 Uhr

"Mit Werten in Führung gehen"...

"Mit Werten in Führung gehen"

0 HansMeier555 25.02.2011, 17:58 Uhr

Gutti ist doch derjenige, der...

Gutti ist doch derjenige, der Neid empfand. Auf alle Titelträger.

Athene@: Allerverehrteste! Sie...

Athene@: Allerverehrteste! Sie werden es nicht glauben, ich bin der Adoptivsohn des Principe et Duca La Sagne. Is dat nix? Den Titel hab ich irgendwo in einem mittelitalienichen Städtchen, ich glaube es hieß Borgo di Berlusconi, sehr preiswert erstanden. Von wegen Invidia wäre meine Taufpatin gewesen.

0 Confratre 25.02.2011, 18:21 Uhr

HansMeier555@: Soll der Herr...

HansMeier555@: Soll der Herr V. Kauder die allfällige "Begräbnisrede" (nein, nicht auf Herrn K.T. zu G.) auf den Untergang des Abendlandes halten?

0 Schluchten-Ossi 25.02.2011, 18:22 Uhr

Sehr geehrter...

Sehr geehrter HansMeier555, "Zuwendung, Distinktion, Gnade" predigen Sie jetzt bald das dritte Jahr in diesem Salon. Ich habe das schon so verinnerlicht, daß mir bei "RCDS" nur Royal Credit Default Swap eingefallen ist. Ihre Propaganda wirkt, wie Sie sehen. Allerdings nur bei einem Ausländer.

0 HansMeier555 25.02.2011, 18:22 Uhr

Muttis Strategie ist im Grunde...

Muttis Strategie ist im Grunde ein Menschenversuch. Kann ein, der so eindeutig und unbestreitbar bis auf die Knochen als Lügner blamiert ist, nicht trotzdem einfach weitermachen? Das findet sie jetzt einfach mal heraus, und das gesamte Rudel folgt ihr dabei. . Ich denke, der Versuch ist zum Scheitern verurteilt. . Zur Erklärung ist mir folgende Geschichte erinnerlich: Zu Beginn der rot-grünen Koalition (so um 1999) gab es mal das Projekt, auch die sexuelle Prostition arbeistrechtlich als ganz normalen Dienstleistungsberuf zu behandeln, mit Kranken- und Sozialversicherung, etc. So war damals der Trend. Und man hoffte natürlich auch, dem Milieu die Schutzgelder abzugraben). Als aber dann ein Arbeitsamt zum ersten Mal einer jungen Mutter einen Sexjob vermitteln wollte, und die Frage aufkam, ob man ihr nicht die Leistungen kürzen müsste, falls sie nicht annimmt --- nun ja, danach war das Projekt schnell wieder vom Tisch.

0 HansMeier555 25.02.2011, 18:24 Uhr

@specialmarke: Sehen Sie, da...

@specialmarke: Sehen Sie, da muss man überhaupt keinen hämischen Kommentar mehr dazuschreiben. Die Sache läuft von selbst.

HansMeier (19:22), echt? Noe!...

HansMeier (19:22), echt? Noe! Gibt's doch nicht. Bin platt. So bloed? (Darauf einen Calvados! Auf Ihr Wohl!) . Sowas aber auch....

Herr Savall, sehen Sie, dass...

Herr Savall, sehen Sie, dass ist der Unterschied zwischen Ihnen und mir: Ich bin in der naturwissenschaftlichen Welt zu Hause und da ist mir bei einigen Wissenschaftlern (nicht bei allen !) inzwischen der Respekt abhanden gekommen. Um es klar zu sagen: Natürlich ist es nicht richtig, zu zitieren bzw. abzuschreiben, ohne die Quelle zu nennen, aber das Geschrei, dass nun um die sogenannten Werte der Wissenschaft veranstaltet wird, dass nervt mich doch gehörig. Wissenschaft, zumal Naturwissenschaft, ist ein Geschäft und hat mit Werten oft nicht so viel zu tun, wie gemeinhin behauptet wird. Aber im Glanz der Vergabe der Nobelpreise will dies dann niemand wahrhaben. Und hier hat doch ein gewisser König in Schweden, der die Nobelpreise dann aushändigt, meines Erachtens doch ziemlich viel Federn in seinem Ansehen lassen müssen - aber eine Abdankung habe ich noch nicht gesehen. Sex ist aber wohl nicht so schlimm wie Abschreiben und die Nobelpreisträger schütteln ihm weiterhin die Hand. Ist doch einfach widerlich !

0 specialmarke 25.02.2011, 19:12 Uhr

Liebe Mitkommentatoren, wenden...

Liebe Mitkommentatoren, wenden wir uns doch einfach wieder alltäglicheren Problemen zu, um der tiefen Depression zu entgehen, in der wir uns offensichtlich befinden...

„Die Sache läuft von...

„Die Sache läuft von selbst.“ In der Tat, MansMeier555, das ist nur noch Realsatire. Zu Guttenberg fällt mir nichts ein. (Ich will das fränkische Unglück nicht zu höheren dämonischen Weihen erheben, aber dennoch.) Ich bin mir bewußt, daß ich mit diesem Resultat längeren Nachdenkens und vielfacher Versuche, das Ereignis und die bewegenden Kräfte zu erfassen, beträchtlich hinter den Erwartungen zurückbleibe. Aber es gibt Übel, vor denen das Gehirn sich keines Gedankens mehr fähig dächte. Ich fühle mich vor den Kopf geschlagen, bevor ich es wäre und wenn ich mich gleichwohl nicht begnügen möchte, sprachlos zu scheinen, wie ich bin, so gehorche ich dem Zwang, auch über ein Versagen Rechenschaft zu geben. Nun erst werde Unsägliches gesagt; und das gelänge nur bis zu dem Versuch, die Untauglichkeit des Mittels zu erweisen. . Und wer mir sagt, bei wem ich Vorstehendes unwissentlich und versehentlich gemopst habe, kriegt ein Zuckerstangerl.

Don Carlos 25. Februar 2011,...

Don Carlos 25. Februar 2011, 16:58 "disqualifiziert jeglichen bekehrungsversuch." Oh, ich bekehre niemanden. Als wahrer Skeptiker behalte ich mir nur auch ein gerütteltes Mass an Skepsis gegenüber Untergangsphantasien vor. Die gab es in den letzten 150 Jahren nun wirklich reichlich, von Malthus über Marx zu Spengler und seinem Epigonen Toynbee. Und übrig bleib nach jeder zweiten Revolution in der Welt ein mehr oder weniger demokratischer, mehr oder weniger rechtsstaatlicher, mehr oder weniger marktwirtschaftlicher Nationalstaat. Und fast alle diese Staaten HATTEN bisher die Flexibilität, sich in erheblichem Ausmass zu wandeln (befragen Sie Ihre Eltern und sehen sich auf der Strasse um, wenn´s um Westdeutschland geht). Untergangsgeraune ist eine billig zu habende Alterserscheinung - weil ICH nur die ungeliebte Veränderung als Verfall sehe, verfällt alles.

Athene 25. Februar 2011,...

Athene 25. Februar 2011, 16:31 "Der Neid genießt bei den hier Schreibenden ..." Gnädige Frau, lernen Sie lesen. Die Kritik entzündet sich neben dem Betrug mindestens ebenso an der fehlenden Haltung. Der gute Mann wollte aber in dieser Disziplin Vorbild sein - und ist mit Karacho unter der selbst gesetzten Messlatte durchgelaufen. Dies sehr wohl wissend hat er jetzt auch noch die Chuzpe, seine Feigheit zur Haltung zu erklären. Bei einem echten Schlawiner (FJS qanyone?) wäre mein Abscheu nicht ein Drittel so gross geworden. Aber ich verabscheue feige, moralinsaure Heuchler - und Guttenberg hat bewiesen, dass er einer ist. Und einer ist, der vollkommen bedenkenlos Leute opfert, um selbst aus der Schusslinie zu kommen, das verabscheue ich als ehemaliger Offizier. Gruss, Thorsten Haupts

0 HansMeier555 25.02.2011, 19:50 Uhr

Guttenberg ist längst in die...

Guttenberg ist längst in die Phase eingetreten, wo man ihn vor sich selbst schützen müsste. . Leider hat er keine erwachsenen Menschen um sich herum, sondern nur vampirische Groupies, die sich einem neuen Star zuwenden werden, wenn er in der Entzugsklinik landet.

0 HansMeier555 25.02.2011, 20:04 Uhr

Auch das...

Auch das Bernhard-Vogel-Interview auf SPON: Was für eine Knallgasmischung! . Der einzige sinnvolle Satz wurde zur Überschrift. Und ich bin voll drauf reingefallen.(Wäre sonst wohl nicht veröffentlicht worden, das Interview - auch das spricht Bände). . Vogel voll auf Parteilinie. . "Die Uni Bayreuth ist schuld. Sie haben den Betrug nicht gemerkt". - . Das ist jetzt die Verteidigungslinie: Ich klaue jemandem 10.000 Euro und sage: Er war selber schuld. Er hat den Panzerschrank nicht abgeschlossen, bevor er den Raum verließ. Wie unverantwortlich von ihm mir gegenüber, mich so in Versuchung zu führen! Mich, einen jungen Familienvater!... . Add insult to injury! . Warum macht der das? Er ist doch kein Dobrint oder Kauder, für die noch was auf dem Spiel steht. . Langsam sollten man mal schwarze Kringel um die Namen der CDU-Kader malen, die noch nix gesagt haben, und Schlußfolgerungen ziehen.

Ich habe mich ja immer...

Ich habe mich ja immer gefragt, wie das mit A.H. lief. Der Aufbau und dieser Personenkult, der jedes Hinterfragen verhindert. Naja, das hat sich dann auch geklärt, es funktioniert auch heute noch. (nein KT ist mit AH ganz sicher nicht zu vergleichen, ich meine das rein technisch)

@ HansMeier555 25. Februar...

@ HansMeier555 25. Februar 2011, 14:41 - "Aber wenn alle meine obigen Argumente falsch sind, dann ist eben meine Haupttese richtig: Die Refeudalisierung schreitet mit Riesenschritten voran..." Hmm, ich glaube weiterhin, alle Ihre Argumente haben auch zusammengenommen nicht ausreichende Durchschlagskraft. Sie überschätzen das dauerhafte Erregungspotential von Moral. Und unterschätzen den allgemein verbreiteten Zynismus arrivierter Leute, egal, in welchem Betätigungsfeld. - Mein Ergebnis ist Ihrem übrigens diametral entgegengesetzt - die Guttenberg-Affäre, so er sie durchsteht, wäre ein schlagender Beweis für den endgültigen Sieg der Kleinbürger- und Unterschichtmoral und -kultur über den des Adels und seines Möchtegernnachfolgers Grossbürgertum. Bei kleinen Leuten haben ein paar nichtgekennzeichnete Sätze in irgendeinem dicken, unverständlichen Papier schlicht kein Gewicht, da zählen nur direkte Straftaten (und die doppelt). Diese Wachablösung beobachte ich in Gesellschaft und Kultur bereits seit 30 Jahren. Gruss, Thorsten Haupts

@ HansMeier555 25. Februar...

@ HansMeier555 25. Februar 2011, 20:04 "Langsam sollten man mal schwarze Kringel um die Namen der CDU-Kader malen, die noch nix gesagt haben, und Schlußfolgerungen ziehen." Mich freut, dass Lammert bereits Stellung bezogen hat, wenn auch leise. Man ist immer froh, wenn man sich in Leuten nicht irrt ...

0 colorcraze 25.02.2011, 20:30 Uhr

@conté: „Dahingestellt sei...

@conté: „Dahingestellt sei aber, ob das schlimmer ist als ‚leicht illegaler Geldtransport in die Schweiz’ beispielsweise.“ Das ist mMn ein ganz gutes Schlaglicht. Wenns ums eigene Geld geht, wird akzeptiert, daß es jeder in die eigene Tasche steckt, aber wenns um den Ruf des Standes geht, soll der Staat ihn vor Unbill schützen. Ich selbst bin nicht in der Lage, mich über eine mißratene Doktorarbeit aufzuregen, da mir die Ambitionen von Politikern, sich auch mit akademischen Weihen zu umgeben, spätestens seit Kohl bekannt sind. Mich über die Empörung darüber aufzuregen, bringe ich aber auch nicht fertig, denn er bläst sein bißchen Dabeisein einfach so extrem auf, daß man sich schon fragt, ob unter der extradicken Hochglanzlackschicht auch genug Substanz ist. Auf der anderen Seite ist mir solch allzu persönliches Nitpicken äußerst zuwider, denn viele sich durchaus als fähig herausstellende Menschen hatten heftige Macken. Für mich stellt sich eher die Frage: ist es gut, Militär, Akademia, Unternehmertum und Politik völlig zu trennen? Ich meine, nein. Das Problem ist nur, im wirklichen Leben ist es nicht einlösbar, dies alles unter einen Hut zu bekommen – und eben das sieht man nun an Guttenberg. Das ist zuviel Breite für eine Person, da kann man nur noch pfuschen und hoffen, wenn man sich dann auf eins festlegt, eine Gnadenfrist zu bekommen. Übrigens sehe ich die Empörer über Guttenbergs Doktorarbeit als verwandt mit den Verteidigern von Sarrazin an: beides sind Strukturkonservative, auch wenn sie sich gegenseitig nicht über den Weg trauen. (Und der von HansMeier 19:22 geschilderte Fall gehört auch dazu) @ErnstWilhelm: daß in Nordafrika die Mittelklasse _die_ tragende Rolle spielt, sehe ich auch so. Nicht nur dort, auch hier (Europa, D) wabert sie vor sich hin. Revolutionäre Rolle, ich weiß nicht. Das macht immer so viel kaputt, weil zu ideologisch und zuwenig lapidar-realistisch. Nach Demokratie kommt eher nichts mehr, nur noch Anomie, und die ist für die Mehrheit tödlich. Ich bin aber sehr fürs Konsolidieren der Welt, also daß jede Weltregion zuvörderst ihr eigenes Auskommen hat und alle das Zeug austauschen, das sie viel haben und anderswo wenig, gegen Zeug, das anderswo viel ist und hier wenig. @Plindos: was ich mir u.a. von unserer Räsonniererei hier erhoffe, ist, die richtigen Begriffe in die Welt zu setzen, denn „Begriffe sind die Griffe, an denen man die Welt bewegt“ (Husserl). @Holly01: Die Möglichkeit, daß die Bundeswehr auf das eigene Volk schießt, sehe ich auch bei einer Berufsarmee nicht gegeben. Da müßten so einige andere Faktoren hinzukommen, die aber nicht vorhanden sind und auch unter heftig veränderten Umständen äußerst unwahrscheinlich zustandekommen könnten.

Nicht der ganze Springer-Block...

Nicht der ganze Springer-Block ist auf KT Linie : http://www.welt.de/politik/deutschland/article12643729/Als-ein-Plagiat-das-Karriere-Aus-in-der-CDU-bedeutete.html

Pour que tout ce qui reste...

Pour que tout ce qui reste comme il est, tout ce qui doit changer. Bonne nuit et bon rêve.

0 colorcraze 25.02.2011, 21:13 Uhr

@Schluchtenossi: oh weh,...

@Schluchtenossi: oh weh, werden wieder die Ausländer verwirrt, weil sie meinen, nur weil die Deutschen so direkt sind, zielten sie auch gerade auf das Angepeilte. Ist aber nicht so. Da ist immer ein schiefer Ansatz und eine Verständigung mit den Umstehenden dabei. @Filou: Proust, gönne mir gerade ein Lübzer (it’s FRIDAY NIGHT!!!) @HansMeier („keine erwachsenen Menschen um sich herum, sondern nur vampirische Groupies“): das ist doch das allgemeine Elend der, wie nannte es jemand mit vergessenem Namen, der Berlusconi analysierte, „Mediokratie“ (von mittelmäßig und Medien gleichermaßen) derzeit. Wir haben ja (zum Glück, darüber können wir verdammt froh sein) keine Schlägerherrschaft (aka fascisti/SA), aber eine Gelehrtenherrschaft (à la iranischen Theokraten) tut uns eben auch nicht gut. Weswegen ich hier ständig gegen das Abschießen mißratener Doktorarbeiten von manchen grummle. @ThorHa: hm, das mit der Kleinbürgerlichkeit hat was, das wurde seinerzeit auch bei Lady Dis Bekenntnissen schon vermerkt, und zudem ist mir Cherie Blair in heftiger Erinnerung, die mich zum Tobsuchtsanfall brachte ob ihrem Ansinnen, sie bekomme ein Kind, der Mann solle sich nun um die Familie kümmern: Jahrtausendelang haben die Chefmütter ihre Kinder den Ammen und Kindermädchen gegeben, weil sie sich nur Teilzeit um ihre Kinder kümmern konnten, da sie gleichzeitig als erwachsene gesellschaftliche Menschen mit Urteilsvermögen gefordert waren – warum diese Verweigerung?

0 Don Carlos 25.02.2011, 21:32 Uhr

genau, Thorha, welch...

genau, Thorha, welch prosperierendes land! die straßen sehen aus wie in der ddr, die ortschaften sind entvölkert, in jedem ort leere schulgebäude, die einmal gebraucht wurden, das abitur gibt's mit fünfen in zwei hauptfächern, menschen, die arbeiten und trotzdem stütze benötigen und menschen, die nicht benötigt werden.. Sie haben sicher recht - am ende wird es immer auf ein mehr oder weniger demokratisches und irgendwo marktwirtschaftliches gebilde hinauslaufen. worauf auch sonst, wenn der austausch von waren überlebenswichtig ist? auch pinochet hat es geschafft, chile in der marktwirtschaft zu halten. es ging nicht um eine untergangsphantasie, sondern um den preis der phantasielosigkeit.

Die Huehnerdiebe! Die...

Die Huehnerdiebe! Die Huehnerdiebe, schlagt sie, macht sie fertig! (Das Sofa, ist es von der Reinigung zurueck?)

Thorha, 21,17, ich mache...

Thorha, 21,17, ich mache spaßeshalber mal wieder etwas sehr sehr Böses, etwas Fürchterliches. Ich bin nicht so pessimistisch. Alles, was außerhalb unserer Gesetze, Normen, Vorschriften in der Welt herum wuselt, ist doch wirklich erstaunlich schön. Also, so eine Mönchsgrasmücke, jedes Jahr wieder da, im Garten, die hat was. Zaunkönig, Rotkehlchen, Hausrotschwänzchen, Fliegenschnäpper, manchmal sogar Nachtigall und manchmal gar der Pirol und viele, viele andere mehr, keiner von uns singt so schön, wie die. Ganz von alleine? Ohne Ge- und Verbot? Ohne Zielvereinbarungen und Controlling, und auch ganz ohne Mitarbeitergespräche? Warum? Lüge, Täuschung, Vertrauen, Fairness, Ausnutzen, Schummeln, Vordrängeln, Grapschen, Klauen, Rumgockeln, Bite and Run, Zankereien, all das gibt es bei denen auch. Alles hat seinen Preis. No free lunch. Wir alle schleppen bergeweise Schrott in unserem Genom mit uns herum. Wenn es nicht all zu großen Schaden anrichtet, lohnt sich das weg rationalisieren nicht. Macht nix. Wenn es heftig schadet, fliegt's raus. Wenn es wirklich klasse nutzt, bleibt es erhalten. Es sind Effizienz- Spiele, unverwüstlich. Keine Katastrophe kriegt das klein, seit knapp 4 Milliarden Jahren. Das blüht alles immer, in jedem Frühling, garantiert. Ob wir uns mit unseren schlauen, antiken Büchern, unseren Bildschirmen, Finanzkrisen oder Carpet Bombing die Zeit vertreiben, in jedem Frühjahr blüht es. Das ist doch schon mal etwas. Keine Bange. Unsere Köpfe kapieren das alles nicht, kriegen Angst, werden melancholisch, suchen Geländer und Wegweiser. Die anderen wachsen einfach. Geht bestens und sie erfreuen und erfrischen uns mit gutem Duft, schönem Anblick und schönem Gesang, ganz von alleine. Unsere Ökonomien funktionieren ja ähnlich. Die Jungen, die Alten, die Kranken brauchen Schutz und Hilfe, Infrastruktur und alle Staatsfunktionen geben Stabilität und Rechtssicherheit und alle anderen probieren von alleine aus, wie es am besten funktioniert. Da gibt es die großen und die kleinen Organisationen, jeder findet hoffentlich seine Nische. Kaputt sind die Spengler Köpfe und was sich alles so danach zusammenbraute. Wir gucken auf Einnahmen und Ausgaben, hören und sehen uns Musik und alles andere an, was uns wirklich begeistert, geben uns die Hand, trauern gemeinsam an den Gräbern und wir überlegen gemeinsam, was da eigentlich wirklich abgelaufen ist, was wir wirklich da angerichtet haben und warum. Wir lassen unseren Köpfen einfach freien Lauf und sprechen miteinander. Nach vorne gucken und pfiffig ausprobieren, ist erlaubt. Schöner könnte es doch gar nicht sein? Wir leben in Frieden und in Wohlstand. Beides ist nicht selbstverständlich. Das geht jetzt manchen waaaaahnsinnig auf den Keks. Muss man aushalten. Prost.

0 HansMeier555 25.02.2011, 21:50 Uhr

@Holly01 Sogar Springer wird...

@Holly01 Sogar Springer wird die Nummer peinlich. . @ThorHa Wenn es um höhere Moral ginge, hätten Sie recht. Es gibt aber noch andere Motive, jemanden im Namen der Moral zu hetzen und zu jagen. Auch innerhalb des Rudels. Denn der Mensch stammt nicht vom Wolf ab sondern vom Affen.

0 Don Carlos 25.02.2011, 22:02 Uhr

colorcraze, es ist eine armee,...

colorcraze, es ist eine armee, die sich seit jahren in einem krieg befindet, dessen sinn sie nicht versteht. sie stützt dort eine korrupte regierung, die kaum rückhalt in der bevölkerung hat und anscheinend durch wahlmanipulation an der macht ist. sie befindet sich dort unter einer bevölkerung, die seit jahrzehnten im krieg lebt, zu der sie mental keinen bezug hat und die in ihren augen völlig irrational handelt und nicht vertrauenswürdig ist. in der heimat fühlt sich diese armee nicht verstanden und unterstützt. ihr personal wird noch so lange einen querschnitt der gesamten bevölkerung darstellen, bis die meisten berufssoldaten der wehrpflichtarmee ihre dienstzeit beendet haben. die klaren verhältnisse der zeit von 1949 bis 1990 sind vorbei und fehlentscheidungen in unübersichtlichen lagen werden wahrscheinlicher. ein einsatz im inneren scheint schon seit längerem wünschbar. vielleicht ist das zu pessimistisch gedacht. die zeit der absoluten gewißheiten ist jedenfalls vorbei.

Ich mache spaßeshalber hier...

Ich mache spaßeshalber hier mal wieder etwas sehr sehr Böses, etwas Fürchterliches. Ich bin nicht so pessimistisch, gar nicht. Alles, was außerhalb unserer Gesetze, Normen, Vorschriften in der Welt herum wuselt, ist doch wirklich erstaunlich schön. Also, so eine Mönchsgrasmücke, jeden Frühling wieder da, im Garten, die hat was. Zaunkönig, Rotkehlchen, Hausrotschwänzchen, Fliegenschnäpper, manchmal sogar Nachtigall und manchmal gar der Pirol und viele, viele andere mehr, keiner von uns singt so schön, wie die. Ganz von alleine? Ohne Ge- und Verbot? Ohne Zielvereinbarungen und Controlling, und auch ganz ohne Mitarbeitergespräche? Warum? Lüge, Täuschung, Vertrauen, Fairness, Ausnutzen, Schummeln, Vordrängeln, Grapschen, Klauen, Rumgockeln, Bite and Run, Zankereien, all das gibt es bei denen auch. Alles hat seinen Preis. There is no free lunch. Wo Fehler Konsequenzen haben, ist die Welt ziemlich in Ordnung. Wir alle schleppen bergeweise Klein- Schrott in unseren Genomen mit uns herum. Wenn es nicht all zu großen Schaden anrichtet, lohnt sich das Wegrationalisieren nicht. Macht halt nix. Wenn es heftig schadet, fliegt's raus. Wenn es wirklich klasse nutzt, bleibt es erhalten. Es sind Effizienz- Spiele, unverwüstlich. Keine Katastrophe kriegt das klein, seit knapp 4 Milliarden Jahren nicht und da ist wirklich ne Menge passiert. Das blüht alles immer, in jedem Frühling, garantiert. Ob wir uns mit unseren schlauen, antiken Büchern, unseren Bildschirmen, Finanzkrisen oder Carpet Bombing die Langeweile vertreiben, in jedem Frühjahr blüht es. Das ist doch schon mal etwas. Keine Bange. Unsere Köpfe kapieren das alles nicht, kriegen Angst, werden melancholisch, suchen Geländer und Wegweiser und böse Andere, die sie schlachten können, um sich selbst zu erleichtern. Lebewesen wachsen einfach. Geht bestens und sie erfreuen und erfrischen uns mit gutem Duft, schönem Anblick und schönem Gesang, ganz von alleine. Unsere Ökonomien funktionieren ja ähnlich. Die Jungen, die Alten, die Kranken und die, die es nicht hinkriegen, brauchen Schutz und Hilfe, Infrastruktur und alle Staatsfunktionen geben Stabilität und Rechtssicherheit und alle anderen probieren von alleine aus, wie es am besten funktioniert. Da gibt es die großen und die kleinen Organisationen, jeder findet hoffentlich seine Nische. Kaputt sind die Spengler Köpfe. Alles, was sich so danach zusammenbraute, ist wirklich nicht leicht zu verstehen. Wir, heute, gucken auf Einnahmen und Ausgaben und alle anderen wichtigen Zahlen, wir halten Kontroversen aus und arbeiten mit Gedanken und Worten. Wir hören und sehen uns Musik und alles andere an, was uns wirklich begeistert, geben uns die Hand, trauern gemeinsam an den Gräbern und wir überlegen gemeinsam, was da eigentlich wirklich abgelaufen ist, was wir da angerichtet haben, warum. Wir lassen unseren Köpfen einfach freien Lauf und sprechen miteinander. Nach vorne gucken und ausprobieren, ist erlaubt. Schöner könnte es doch gar nicht sein? Wir leben in Frieden und in Wohlstand. Beides ist nicht selbstverständlich. Das geht jetzt manchen waaaaahnsinnig auf den Keks. Muss man aushalten. Prost.

0 colorcraze 25.02.2011, 22:19 Uhr

(nicht zum Thema passend, nur...

(nicht zum Thema passend, nur am Rande) - die 3. Generation - ich gehöre ja zur zweiten Geneartion, die, die zwischen den Stühlen sitzt zwischen Seßhaftigkeit (bei mir: Mutterseite, Hotzenwald) und Flüchtlingsstatus (bei mir: Vaterseite, Ostpreußen). - Hotzenwald/Ostpreußen sind vielfältig austauschbar, z.B. D/TR, X/PS, whatever. Für die dritte Generation stellt sich die Weltsicht anders dar - aber wie? Jedenfalls bleibt nicht aus, daß auch sie irgendeine Partei ergreifen, aber können sie auch so derart zwischen den Stühlen sitzen bleiben? Geht das für sie noch, beides irgendwo anzuerkennen und eine Art Mittelweg zu finden? Wie sehen ihre Lebenswege aus?

Dem Don sei dank, ein...

Dem Don sei dank, ein Qualitätsblog schenkt der Welt meine Meinung zu KT. Weil ich jetzt das Entscheidende zu diesem Thema sage: nichts. Jeder echte Sohn weiß schließlich, nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler. Über Sünden reden wir ja nicht, oder? Die Sünde, ja die Sünde, dieses altmodische Ding, war das im heutigen Medien-Universum der Beliebigkeiten und des Anything goes nicht das, wovon Holly01 schreibt: die Verführung, ja, genau! Das was mir noch nie passiert ist, mal so richtig verführt zu werden. Das wovon jeder Berufssohn täglich träumt, mal so richtig richtig verführt zu werden. Mit Worten. Damals. Im Radio. Heute eher vielleicht in einem blog, der so irgendwie von irgendeiner PR-Agentur bezahlt wird. Meinung eben. Ist doch alles frei. Nicht frei im Kopf, bei den wenigsten ist der Kopf frei. Eher frei im Miteinander. Jeder darf mal, so richtig. An der Tastatur mal so richtig auskotzen (sorry, Don, ob der Begrifflichkeit, aber jeder Berufssohn kennt das sehr gut, das Kotzen). Mal so richtig denen, die so miese sind, sagen, wie miese sie sind. Und danach ins Kino. Oder joggen. Mit Freunden. Kinder geht ja nicht, gibts ja nicht. Sorry, Don, wollte nicht abschweifen: also das mit der Verführung ist doch interessant. Da bewundern und verteidigen Leute ihnen total fremde Leute, weil sie ihnen so nahe sind. So authentisch, so leuchtend, so toll. Und andere, weil sie so echt falsch sind. So richtig falsch aber, weil sie sie genau beobachtet haben, im Fernsehen, in der 1:30 Sequenz nachher auf tagesschau.de noch mal ganz genau, dreimal. Und auch die Interviews gelesen haben. Die, die genau so gesagt wurden, sind ja Interviews. Da kann man gar nichts mehr nachher ändern, gesagt ist gesagt. Für immer und ewig. Über tausende von Jahren noch abrufbar im Internet. Berufssöhne wissen ziemlich genau, daß sie das gar nicht mehr erleben müssen, weil sie sich vorher totgelangweilt haben, wenn es gut läuft. Ich kann nur sagen: hingehen. In echt. Wo sie sind. Die Leute. In der stinkenden U-Bahn - perfekt. OK. Berufssöhne besser ins Bierzelt. Hinsehen und zuhören, wenn sie reden, die Großkopferten. Und siehe da: da entstehen sie, die Eindrücke, ob einer verführen kann oder nicht. Ja, liebe Internet-Kinder: glaubt ihr denn wirklich, das wird sich jemals ändern? Hat denn keiner von Euch Joschka gewählt? Oder Willy? Oder Gorbi? Oder Obama? Oder den Putin? Keiner? Na, ich weiß nicht. Jetzt habe ich tatsächlich nichts über KT gesagt. Das hebt mich doch heraus, auch hier, bei Dir, lieber Don, nicht wahr? Hab ich nicht recht? Wie immer?

@ Prof. Dr. Oliver Lepsius :...

@ Prof. Dr. Oliver Lepsius : Ihnen gewidmet als Antwort auf Ihre Feststellung Bayreuth IST eine der 10 besten Rechtsfakultäten in Deutschland. Inhalt fiktiv, unfair und frei erfunden. . Szene 1 : Kleiner Personenkreis in einem holzgetäfelten Saal mit schweren Brokatvorhängen und diverser Ölgemälden als Dekoration. Inhalt : Verleihung der Doktorwürde. . Szene 2 : Grosses Wohnesszimmer mit Terasse, eine Party mit etwa 10 Anwesenden, aus denen nur ein Altsemester heraussticht. . Er, in das gut gelaunte Treiben der Anwesenden : "Ich habe gerade meinen Doktortitel erhalten." . Lebendsgefährtin im cremfarbenen Kleid strahlt in voller Zuneigung und Stolz an. . Der Tonfall ändert sich. Das Geschnatter wird zielgerichtet und es ist zu hören:"Klasse, habe von so einem Vollblutjuristen wie Dir nichts anders erwartet" oder "Prima, endlich mal ein normaler Mensch den ich Doktor nennen kann." . Der Bariton des Altsemesters übertönt die Jungtenöre:" Stolze Leistung, hast Du garnichts davon erzählt. Darf ich fragen wo?" . Eine halbe Sekunde Stille. Der Jungdoktor hat reflexartig sein Gerichtssaallächeln Pokerface aufgesetzt, die Lebensgefährtin strahlt und gurrt noch immer. . Er bellt mehr als er antwortet : Bayreuth. . Eine weitere halbe Sekunde Stille dann ein losbrechen von Gelächter, Daumen werden hochgestreckt. . Kommentare schwirren durch den Raum: "Der war ja Klasse." , "Er wusste schon immer wie man im richtigen Moment Stimmung macht." . Der Altsemester sieht die Lebensgefährtin und weiss es stimmt etwas nicht. Laut über seine Barmixerkünste redend, dreht er die schmallippige mit den Wangenknochen mahlende Frau zur Bar weg. . Er trägt nach einer kurzen Mitlachaction wieder sein Gerichtssaallächeln Pokerface. . ................................ später am Abend............................................ . Der Altsemester zu Ihm : Nun seien sie mal nicht so verzweifelt. Wir haben recht gute Verbindungen nach München, da werden Sie ein richtiger Doktor. Die werden Verständniss haben und ein nettes Thema aussuchen, bei dem keiner Fragen stellt und nur die Textbausteine richtig gekennzeichnet werden müssen. In 2 oder 3 Jahren kommen Sie dann als Dr.Dr auf das Kanzleischild und keiner fragt danach. . Er : Aber was mach ich denn bis dahin? . Altsemester : Ich muss Ihnen doch nicht sagen, dass schweigen eines unserer sichersten Erfolgsrezepte ist. Denken Sie ich will sie als Dr.KT Bayreuth auf den Gerichtsfluren laufen sehen? Ist schon so schwer genug das Geschäft und Sie fangen doch gerade erst mit den Grosskunden an. Wir werden mal schauen, ob wir den Doktor inoffiziell bei Ihnen einpreisen können. . Die Gesichtsfarbe der Lebensgefährtin besteht nur noch aus dem Rouge und dem Lidschatten. . Sie zischt Ihm leise in das Ohr. . Lebensgefährtin : Nur um sicher zu sein. Du hast mich 4 jahre mit einem Kinderwunsch hingehalten weil deine scheiss Doktorarbeit so immens wichtig wäre und nun ist das alles Müll? . Vorhang . Ich weiss nicht wie viele Fakultäten der Rechtslehre es in Deutschland gibt, aber Bayreuth geht es nach meiner Auffassung wie Gladbach in der Bundesliga. Der Tabellenplatz sagt nicht alles zur Manschaft aus, aber Sie sind nun einmal letzter. Opfer sind anscheinend immer die Fans.

@HansMeier 16:20, bin...

@HansMeier 16:20, bin vollkommen Ihrer Meinung - wenn denn der Ghostwriter gefunden wird. Aber noch sind wir nicht so weit. Mir ging es um eine weitere Variante Guttis, sich weiter an den Abgrund zu bewegen, sofern das noch möglich ist. Vergessen Sie nicht: Kohls anonyme Spender hat man auch nie gefunden, oder irre ich? Sollte der Schreiber allerdings irgendwo archiviert haben oder das Kopfgeld ist ein unmoralisches Angebot........... . Unglaublich und grotesk erscheint mir allerdings, daß manche die sexuellen Abenteuer des schwedischen Königs mit dem Diebstahl geistigen Eigentums zur Erlangung eines höheren finanz. und gesell. Status gleichzusetzen versuchen. Sprich: mundtot machen wollen. Letzteres ist ja zumeist die letzte Waffe in einem Krieg auf verlorenem Posten. Sollen wir den Diebstahl hoffähig machen? Offensichtlich sind Menschen nicht gewillt zu unterscheiden, nur weil der König die Nobelpreise übergibt. Den Schweden steht es frei zu protestieren und Nobelpreisempfänger können die Annahme aus seinen "befleckten" Händen verweigern, wenn ihnen die Moral so hoch hängt. Hier geht es um uns und um die Unverschämtheit der Kanzlerin, dies mit einem Grinsen im Bundestag zu goutieren. Fazit: In Zukunft wird also ein Lehrer nur seinen Vorsitz im Lehrerkollegium aufgeben müssen, wenn er als Pädophiler überführt ist. Tolle Aussichten für den Staat. Spart viel Kosten für Anwalt, Gerichte und Gefängnisse ein. FJS würde KT sagen: Du wolltest mein Nachfolger werden, warum nur läßt du dich erwischen!

0 HansMeier555 26.02.2011, 08:37 Uhr

@Holly Vermutlich gibt es eine...

@Holly Vermutlich gibt es eine dreistellige Zahl an Jura-Fakultäten (wenn man FHs mitzählt). Diese Uni-Rankings sind allesamt quatsch, stören seriöse Forscher bei der Arbeit, schaffen unnötig Betätigungsfelder für PR-Fuzzis und korrumpieren den Betrieb. . Dass die Bundesligatabelle als Vorbild gewählt wird, zeigt auch schon, für wen diese Rankings entwickelt werden. . Daß die Uni Bayreuth mit Schnucki für ihre Ausbildung werben wollte, zeigt ja, worin die "Qualität der Ausbildung" letztlich gesehen wird. Selbst wenn Schnuck tatsächliche eine tolle Arbeit (selber) geschrieben hätte, wären solche Werbevideos eine Peinlichkeit. Natürlich wird das heute überall gemacht und fällt längst niemandem mehr auf.

@Holly01, Chapeau! Super,...

@Holly01, Chapeau! Super, amüsant und echt, da frei erfunden! Aber genau so ist es im richtigen Leben. Que abundante este tema.

0 HansMeier555 26.02.2011, 09:33 Uhr

Ich glaube, das war die...

Ich glaube, das war die Ghostwriterin... . http://www.amazon.de/Strategische-%C3%96ffentlichkeitsarbeit-politischer-Parteien-PR-Praxis/dp/3890780091/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1298712704&sr=8-1

0 HansMeier555 26.02.2011, 10:58 Uhr

Subtil: ""Die Einhaltung der...

Subtil: ""Die Einhaltung der Sparvorgaben ist eine Frage der persönlichen Glaubwürdigkeit", sagte Wissing." (...) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,747890,00.html

0 colorcraze 26.02.2011, 11:15 Uhr

@Don Carlos: Ja, mit...

@Don Carlos: Ja, mit Gewißheiten ist zur Zeit nicht viel. Aber ich denke schon, daß Sie in dieser Angelegenheit zu mißtrauisch bzw. pessimistisch sind. Ich konnte mich vor Jahren mal 3 Stunden sehr intensiv mit einem Berufssoldaten unterhalten. Es war eine mir bisher völlig unbekannte Welt, die mir da aufging. Jedenfalls komme ich zu meiner Einschätzung aufgrund dessen, was ich da erfahren habe. @Holly01: jetzt haben Sie die Titelspirale aber hübsch aufgespießt. Im IT-Bereich gibts ja auch so ein paar Leute mit X Zertifikaten. Aber so flächendeckend wie anderswo scheint sich der Papierwahn da noch nicht durchgesetzt zu haben – zum Glück.

@ Don Carlos 25. Februar 2011,...

@ Don Carlos 25. Februar 2011, 21:32 "genau, Thorha, welch prosperierendes land!" Historisch betrachtet - exakte Beschreibung. In der gesamten Menschheitsgeschichte absolut einmalig prosperierend, aus der Perspektive des Jahres 1000 n.Chr. sehr nahe an einem Wunder, insbesondere für Menschen einfacher Herkunft. "die straßen sehen aus wie in der ddr, die ortschaften sind entvölkert, ..." Ja, in einigen Regionen sieht´s so aus. Und? Landflucht ist die Folge der kollektiven Wirkung vieler individueller Entscheidungen. Einmal abgesehen von der Frage, ob dieser Prozess überhaupt umkehrbar wäre, bliebe in jedem Falle zu klären, wieviel ein Versuch zur Umkehr kosten würde und wer das bezahlen soll. "es ging nicht um eine untergangsphantasie, sondern um den preis der phantasielosigkeit." Der Vorwurf der Phantasielosigkeit wird nach meiner Lebenserfahrung immer dann gemacht, wenn es in Wirklichkeit ein Streit um Ressourcenverwendung ist, den man nicht offensichtlich machen will. Gruss, Thorsten Haupts

0 Ghostrider 26.02.2011, 12:36 Uhr

Wer reitet so spät durch´n...

Wer reitet so spät durch´n Wind nach Bayreuth Oh, habt acht, das ist der Familjenvater, ungereut Er birgt das Kind, das teure, an seiner Heldenbrust Ungesehn ein Testimon nach der Zeugung Lust.

0 HansMeier555 26.02.2011, 12:56 Uhr

Also das ist nicht...

Also das ist nicht vorbei . http://offenerbrief.posterous.com/causa-guttenberg-offener-brief-von-doktorande

colorcraze@: Die Macht der...

colorcraze@: Die Macht der Standardmodelle und ihre Beharrungskraft am Beispiel der Theoriebildung in der Astronomie: http://faz-community.faz.net/blogs/planckton/archive/2011/02/25/kritik-der-reinen-physik-1-der-geist-der-revolution.aspx

Mich ärgert nur, wenn niemand...

Mich ärgert nur, wenn niemand an die wirklichen Opfer dieser Affäre denkt. So ein "Doktorvater" der mit 72 anscheinend meint sein ganzes Berufsleben das Klo runter spülen zu müssen, den kann ich verschmerzen. Das die Lemminge dem "Guru" folgen und das scl abzeichnen ist irgendwo nachvollziehbar. Die Verluste an Reputation und den Makel am Namen können die ja auch ertragen. Aber was ist denn mit dem Rest? Ich meine da werden Menschenjahre an Arbeit abgewertet. Hoffnungen von Absolventen die nichts falsch gemacht haben gehen den Bach runter. Lebensplanung ist ja nicht umkehrbar. Aber der KT hat ja anscheinend nie mit Absicht gelogen. Wer würde das auch in Frage stellen. Bei knapp 1300 offiziellen Zitaten und knapp 300 inoffiziellen, was bliebe denn da noch an eigenem Text? 475 Seiten Brutto wären geschätzte 450 Seiten Arbeitsumfang. Einige Zitate sind mehrer Seiten lang. Das sind etwa 4 Zitate pro Seite. Ich dachte ja schon irgendwie, ein Doktor will etwas mitteilen und nicht bestätigen das andere etwas mitgeteilt haben......... Die ganze "ach es ist doch so menschlich nachvollziehbar" Debatte trifft in keiner Weise den Kern der Angelegenheit. Die Opfer liegen quasi auf der Strasse und die Imagewriter fahren bei ihrer Parade drüber weg.

0 Ghostrider 26.02.2011, 14:06 Uhr

Ein teutsches Dramolett (1...

Ein teutsches Dramolett (1 Aufzug) -.- Almosenier: (atemlos nach schrfem Ritt) Nehmet nun, oh Ihr erlauchten Magnificencen, diese geringe Gabe, so Eurer Hohen Schola zugedacht, um dero Alumni willen und zur Mehrung der löblichen Wissenschaften. Testimonier: Nicht doch, würdger Held! Ihr Spross ruhm- reichen Geschlechts, wir sind nun in Eurer Huld und Schuld. Getilgt sei´s geschwinde, redet nur: Was könn wir tun? Unter den Hauben, der Blitz des Geistes ist unser nur. Mephistoph: (beiseit) So wird´s gehn! Superbia, Vanitas, Stultitia, hach, nun der Geschwisterschar bald reicht ihm Saures, Hartes, Ärgres noch. Auch mit des Plebs Invidia gar hübsch garniert. Sagt an: Wie gaht`s besser mit des Unheils Lauf?

Offener Brief ist in Gänze zu...

Offener Brief ist in Gänze zu unterstützen, selbst wenn man nicht Doktorrand ist. Wie ist Angie eigentlich zum Titel der Physik gekommen? Wenn ich demnächst am Offenen Herzen operiert werde, so möchte ich, daß zumindest ein ausgebildeter Arzt und Chirurg das Messer wetzt. Bleibt sowas ohne Strafe, kann man wie folgt verfahren: Mehrere CD-Brenner kaufen und alles was zu kopieren ist, kopieren und auf dem Wochenmarkt feilbieten. Und vor Gericht den Ahnungslosen spielen. Wird bestraft, dann muß, insbesondere wegen der Systematik über sieben Jahre, eigene Aussage, also kein Zufallsprodukt, besonders geahndet werden. Einem halbwegs gebildeten Menschen nebst seinem Umfeld müßte irgendwann zu Ohren kommen, merkt er es selbst nicht, daß man irgendwie auf dem Holzweg ist, meine ich. Alles kann also nur im anonymen Schreiber enden, um irgendwie die Kurve zu kriegen.

0 HansMeier555 26.02.2011, 15:09 Uhr

Wer hätte das vor drei...

Wer hätte das vor drei Monaten noch gedacht, dass Westerwelle den poliitisch überlebt.

0 donalphonso 26.02.2011, 15:23 Uhr

Der war gut!...

Der war gut!

0 HansMeier555 26.02.2011, 15:46 Uhr

Leyendecker wird sich beeilen...

Leyendecker wird sich beeilen müssen.

@ colorcraze 25. Februar 2011,...

@ colorcraze 25. Februar 2011, 21:30 : Entschuldigung, ich hatte es überlesen. Es ist für junge Menschen in Deutschland (zugegeben nicht nur in Deutschland) extrem schwer eine sichere Lebenslage aufzubauen. Für junge Menschen mit niedrigem oder fehlendem Schulabschluss ist es geradezu unmöglich. Auf der gleichen Basis hat man die Berufsarmeen in anderen Ländern, von der Bevölkerung entfremdet und zum reinen Machtinstrument der Herrscherklasse (bei uns unsere demokratisch legitimierte Regierung), transformiert. Warum das in Deutschland nicht möglich sein sollte erschliesst sich mir nicht. Die fehlende Möglichkeit von der Bundeswehr in ein funktionierendes Zivilleben zurückzukehren ist als Druckmittel allemal stark genug. Die andere Richtung, also nur die Bundeswehr als Möglichkeit zur gesicherten Selbstversorgung, kann man für viele schon als gegeben ansehen. Man darf ja auch die fehlende soziale Anbindung (kein Familienaufbau) nicht ausser Acht lassen. Kurz und gut, ich sehe den Umbau der Bundeswehr mit sehr gemischten Gefühlen und weiter als Machtoption unserer Polis.

0 Confratre 26.02.2011, 15:59 Uhr

Eh bien, et Monsieur Sarkozy?...

Eh bien, et Monsieur Sarkozy? Comment il conclut que, lorsqu'elle doit donner? Msr. G. W. il a le diable au corps! Le vice-chancelier perky saisit le pouvoir.!

0 HansMeier555 26.02.2011, 16:03 Uhr

Die Begründung wird lauten,...

Die Begründung wird lauten, er habe Frau und Kinder dem Stress und den Anfeindungen nicht laenger aussetzen wollen.

0 f.luebberding 26.02.2011, 16:07 Uhr

"Die Begründung wird lauten,...

"Die Begründung wird lauten, er habe Frau und Kinder dem Stress und den Anfeindungen nicht laenger aussetzen wollen." Was ich verstehen kann: meine Frau ist auch schon von Guttenberg genervt. Kann dummerweise nur nicht zurücktreten.

0 HansMeier555 26.02.2011, 16:08 Uhr

Mutti wird sagen, dass sie es...

Mutti wird sagen, dass sie es sehr bedauert, aber "Verstaendnis hat" und dass er jederzeit wieder zurückkommen darf. . Aber selbst dann, fürchte ich, wird er hinterher noch für Mappus Wahlkampf machen.

0 Et Jüppche 26.02.2011, 16:08 Uhr

nico@: Wie kann ein Mensch nur...

nico@: Wie kann ein Mensch nur so vell Drüsen habben? Isch kumme ens de Dach ungere et Metz. Wenn´Se die Händ vu mingem Proffessa sehn könntn, isch traue jo de Doktas net vo he bess do, ewer minge Professa, nein diese Hände, Jottbejnadet!

0 donalphonso 26.02.2011, 16:11 Uhr

Wenn ihm denn noch so viel...

Wenn ihm denn noch so viel Zeit bleibt. Nachdem der Focus jetzt über die Schuldlosigkeit des Gorch-Fock-Kapitäns berichtet, sehe ich zwei Ansätze: . 1. Jemand im Ministerium leckt, um zu schaden . 2. Jemand im Ministerium leckt, um einen Vorwand für einen Rücktritt zu haben, der durch seine Art von Dingen wie "Ghostwriter" ablenkt.

0 HansMeier555 26.02.2011, 16:17 Uhr

Exit strategy. . Dann kann ja...

Exit strategy. . Dann kann ja Wulff jetzt Verteidigungsminister werden und Schnucki die Rolle übernehmen, für die er prädestiniert ist: Staatsoberhaupt. . Aber erstmal wird er noch in BW täglich als Wahlkämpfer auftreten und Mappus die absolute Mehrheit verschaffen.

@ Confratre 16:59 : Mein...

@ Confratre 16:59 : Mein französisch ist leider sehr dünn. Also entschuldigung, wenn die Antwort an Ihrem Beitrag vorbei geht. Wir haben keine Fremdenlegion und von daher fehlen uns auch diese Erfahrungen. Die "Befürchtungen" basieren auch mehr auf irrationaler Angst als auf tatsächlich gegebem Anlass. In einer Demokratie sind Entwicklungen schliesslich wandelbar. Bei Fehlentwickluungen kann man immer noch gegenlenken. Zum Teufel im Innern kann ich nur sagen : es ist Teil jeder Führungsaufgabe (egal ob Militär oder Wirtschaft) einen festen Rahmen und Standards zu setzen. Die Einhaltung bedarf natürlich der Kontrolle. Dieser Blog ist gerade mit diesem Thema sehr beschäftigt. Das ist in Deutschland nicht anders als in jedem anderen Land. Meine bevorzugte Option ist die Zusammenführung der Armeen in Europa, also eine Internationalisierung. Das bedeutet aber auch Entfremdung und erzwingt geradezu eine Berufsarmee. Sarkozys Positionen zum Militär kenne ich leider nicht, ich denke aber er ist da austauschbar, denn er lebt in diesem Politikfeld von den Eingebungen anderer.

0 HansMeier555 26.02.2011, 16:21 Uhr

Wie konnte Mutti sich nur so...

Wie konnte Mutti sich nur so täuschen? Oder war das wirklich nötig, um das Rudel davon zu überzeugen, dass sie nichts dafür kann? Für den Mob da draußen käme es auch jetzt noch zu früh, viel zu früh.

0 HansMeier555 26.02.2011, 16:30 Uhr

@Don Die Leakerei ueberrascht...

@Don Die Leakerei ueberrascht mich kein bissel, nur dass es so frueh kommt. Die koennens nit erwarten. Es war nix gravierendes dabei, nur eben der Fakt, dass jetzt seit 5h45 zurueckgetreten wied.

"Also, das ist nicht...

"Also, das ist nicht vorbei." Doch, ist es. Was wir jetzt erleben, sind Nachhutgefechte. G. bleibt im Amt - und die Politik hat wieder einen kleinen Schaden genommen. Wie so viele in der Vergangenheit. Gruss, Thorsten Haupts

DA: 3) Jemand im Ministerium...

DA: 3) Jemand im Ministerium leckt, damit die Debatte sich auf einen Punkt verlagert, in dem G. behaupten kann, es richtig gemacht zu haben?

0 HansMeier555 26.02.2011, 17:02 Uhr

Pech für Schnucki, dass das...

Pech für Schnucki, dass das "Leistungsschutzgesetz" noch nicht in kraft ist. Sonst wär er fein raus.

0 donalphonso 26.02.2011, 17:07 Uhr

Nun, wir können ja...

Nun, wir können ja Einschätzungen verkünden: Ich glaube, es wird in den nächsten beiden Wochen vorbei sein mit dem Minister. Eher schnell als langsam.

0 HansMeier555 26.02.2011, 17:14 Uhr

@ThorHa Behaupten kann er, die...

@ThorHa Behaupten kann er, die Überschriften macht SPON.

0 Prinzessin auf der Erbse 26.02.2011, 17:15 Uhr

Alles eine Frage der Ehre! Wer...

Alles eine Frage der Ehre! Wer hat die denn schon im Leib? Politiker? Adlige? wohl kaum...

0 HansMeier555 26.02.2011, 17:24 Uhr

Wenn dieser Artikel kein purer...

Wenn dieser Artikel kein purer Bullshit ist, dann glaubt er womöglich tatsächlich und immer noch, das Ding selber geschrieben zu haben. . http://www.zeit.de/2011/09/Karl-Theodor-zu-Guttenberg?page=1 . Dann ist er womöglich tatsächlich geisteskrank?! . Auch im Bundestag sprach er von "zwei Stellen", an denen er Fehler gemacht habe. Komisch, dass da keiner genauer nachgefragt hatte.

0 Confratre 26.02.2011, 17:43 Uhr

Holly01@ Seien Sie getröstet,...

Holly01@ Seien Sie getröstet, meins ist auch saumiserabel, hab die Sentenz mühsam zusammengebaut. Also ich wollte nur sagen: Der gute Dr. Guido Westerwelle als Vizekanzler hat der Kanzlerin in Sachen Schirm, mit all den Abkürzungsfleckerln, mit eilender Hand flug draufgenäht, die rote Linie gezeigt. Der Herr greift schon direkt nach der Macht. Die Position der Dame wird laufend unhaltbarer, ähnlch wie die von Gadaffi. Die grauen Granden ziehen schon unsichtbar die segnenden Hände von Beiden zurück. Wir haben fertig! On ne sait jamais.

0 Onkel Alfons 26.02.2011, 17:51 Uhr

Zitat Don Alphonso "Eher...

Zitat Don Alphonso "Eher schnell als langsam." Wahrscheinlich wird es jetzt sehr schnell gehen.

0 HansMeier555 26.02.2011, 18:05 Uhr

Er hat sich mit der Arbeit...

Er hat sich mit der Arbeit lange gequält (mühevolle Kleinarbeit), daran kann er sich noch gut erinnern. Irgendwann hat er als Schlafwandler das alles einem REdaktuer übergeben, der daraus den Text gebastelthat. Den hat er dann eingereicht und eine gute Note bekommen. Da hatte er schon komplett verdrängt, dass es jemand anders gemacht hatte. Auch jetzt kann er sihc nicht mehr daran erinnern und glaubt ehrlich, was er sagt. . Solche Fälle gibt es gar nicht selten. . Unerklärlich bleibt mir nur das Verhalten von Mutti.

0 HansMeier555 26.02.2011, 18:15 Uhr

Auch wer wegen psychiatrisch...

Auch wer wegen psychiatrisch diagnostizierter Unzurechnungsfähigkeit aus den Ämtern scheiden musste, kann ja trotzdem ein guter Wahlkämpfer sein. . Vielleicht muss man das ungefähr so Frau Merkel nahebringen.

0 Wimmerl d. J. 26.02.2011, 18:16 Uhr

Mei unsana Hoffnunksdräger,...

Mei unsana Hoffnunksdräger, unsa Obama, itza hom de Kommentaristen eahm dabatzt, selchane Hundlinge, selchane gscheadn. Mei aus is!

@ Confratre 18:43 : Die Merkel...

@ Confratre 18:43 : Die Merkel wird länger im Amt sein, als es Kohl war. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder für sich entscheiden. Westerwelle ist ein Auslaufmodell. Die Hamburgwahl hat ihn gestützt, sicher, aber die FDP hat mit ihm abgeschlossen. Da sehe ich die Frage nicht im "ob" sondern im "wann". Bei KT bin ich mir nicht sicher. Merkel wird ihn nicht fallen lassen. Ich denke wenn die CSU es einmal schafft zusammen zu halten, dann bleibt der tatsächlich gegen den intelektuellen Widerstand im Amt. Die Merkel wird KT im Rahmen der Bundeswehrreform verschleissen. Viele Details, viele Zahlen und Planungen, also Arbeit die Schweiss treibt und Übersicht erfordert. Das ist nicht sein Ding und das geht über Jahre. Daran reibt er sich auf, mitsamt seinem Hochglazimage. Da wäre ja auch hinter ihm keiner/keine die man nachziehen könnte. Die CSU kann ja schwerlich dem Seehofer als Verteidigunsminister schicken. Die CSU ist personel weitgehend alternativlos. Die BayernLB hat viele misskreditiert. Stoiberfreunde wurden abgesägt und Seehofer Freund will keiner sein, weil der es auch nicht mehr lange macht. Ausserdem ist es ein Schleudersitz an dem Geheimdienste, die drei Waffengattungen und die Industrie herumzerren. Viel Feind wenig Ehr´. Alles deutet auf ein langes Leben des Totgesagten.

0 Giannozzo 26.02.2011, 18:29 Uhr

Mal was Erfreuliches: Im...

Mal was Erfreuliches: Im Moment ca. alle 5 Sek. ein neuer Unterzeichner. . http://offenerbrief.posterous.com/

0 prinece Matecki 26.02.2011, 18:45 Uhr

Vielleicht entsinnt sich der...

Vielleicht entsinnt sich der ein oder andere hier eines Verteidigungsministers, der auch zu Anfang einen Skandal hinter sich brachte (Stichwort General K.) und dann noch eine ganze Weile amtierte und sogar zu NATO Ehren kam...

0 prince Matecki 26.02.2011, 19:04 Uhr

man soll nicht in der Hektik...

man soll nicht in der Hektik zwischen dem Bügeln zweier Diensthemden posten, dann verschreibt man sich auch nicht beim Nick ;-)

@ Don Alphonso "Nun, wir...

@ Don Alphonso "Nun, wir können ja Einschätzungen verkünden: Ich glaube, es wird in den nächsten beiden Wochen vorbei sein mit dem Minister. Eher schnell als langsam." Auch wenn Sie das letzte Mal letztendlich doch Recht behalten haben, ich halte auch diesmal dagegen.

0 Don Carlos 26.02.2011, 19:11 Uhr

ThorHa, immerhin scheinen Sie...

ThorHa, immerhin scheinen Sie repräsentativ zu sein. denn es gibt ja viele, die reihenhaussiedlungen, flachbildschirme und breitreifen für insignien des wohlstands halten. politische bildung ersetzt kultur. 'you've never had it so good!' (lord young). - colorcraze, weil in unserer famosen wehr genau der thorha'sche typus vorherrscht, für den der aktuelle politisch-ökonomische zustand den gipfelpunkt der menschlichen entwicklungsgeschichte darstellt. allerdings nur, weil er ihnen persönlich einen sozialen wie materiellen status ermöglicht, der ihnen nur unter den bedingungen der bundesrepublik erreichbar erscheint. ausnahmen sind selten, aber immerhin möglich. ihre lebenserfahrung in ökonomischen fragen beschränkt sich einerseits lediglich auf hochsubventionierte, durch starke gesetze vom markt abgeschottete, aber deshalb wirtschaftlich umso machtvollere konzerne und andererseits lediglich auf ständig im überlebenskampf befindliche kleinunternehmen in einem eng begrenzten, staatlich relativ unbeeinflußten, aber dafür umso stärker umkämpften kleinbürgermarkt. dem markt der konzerne fühlen sie sich nicht gewachsen und der tägliche kampf um kleingeld wäre ihnen lästig. so sind sie froh, daß ihnen der öffentliche dienst oder die bundeswehr einen ihnen erträglichen sozialen status und hinreichende materielle absicherung bis hin zur pension bieten. für ihre kleinbürgerliche weltsicht bedeutet die 'bundesrepublik, alt' eine sichere heimat. sie schwärmen von der anpassungsfähigkeit des systems, sie akzeptieren, daß sich jeder den verändernden bedingungen anpassen muß und sie fordern, daß anpassungsunwillige von der fürsorge des staates ausgeschlossen bleiben. solange ihr dienstposten, ihre dienstbezüge oder ihre pensionen nicht gefährdet sind. und da jede veränderung für träger dieser lebenshaltung zumindest die gefahr einer verschlechterung der lebenssituation, einer bedrohung und herabstufung des sozialen status sowie des verlustes der materiellen absicherung bedeuten kann, werden sie jede veränderung der verhältnisse mit allen mitteln zu verhindern suchen, selbst wenn die veränderung eine chance auf verbesserung der lebensverhältnisse aller bedeutet.

Ich erinnere das sehr gut....

Ich erinnere das sehr gut.

Aber der Mann war von anderem...

Aber der Mann war von anderem Kaliber. OLT d.R. Starfighter-Pilot. Trotzdem war die Geschichte nicht gut. Hinter das Raetsel Gen. K. ist man wohl bisher nicht gekommen.

0 HansMeier555 26.02.2011, 19:32 Uhr

@Filou Bi...

@Filou Bi

@Don Carlos: "ThorHa, immerhin...

@Don Carlos: "ThorHa, immerhin scheinen Sie repräsentativ ..." "colorcraze, weil in unserer famosen wehr genau der thorha'sche typus vorherrscht, ..." Ich schenke mir eine angemessene Antwort, die würde nur von Gentlemen verstanden. Und belasse es bei einem freundlichen "Schwurbelkönig".

0 Don Carlos 26.02.2011, 19:41 Uhr

ThorHa, heer?...

ThorHa, heer?

@Prinzessin auf der Erbse 26....

@Prinzessin auf der Erbse 26. Februar 2011, 17:15 "Alles eine Frage der Ehre! Wer hat die denn schon im Leib? Politiker? Adlige? wohl kaum..." Zum einen muss man sich persönliche Ehre (samt allen daraus ggf. erwachsenden Konsequenzen) leisten können, wenn man nicht bereit ist, sie über das eigene Leben zu stellen. Und kann man sie sich leisten (wie bei G.), dann muss man sie sich auch leisten wollen. Weshalb historisch personengebundene Ehre als interpersonell gültiges Konzept auf die relativ kleine Gruppe waffentragender Edelleute beschränkt war, deren Wertekanon zumindest theoretisch verlangte, der Erhaltung der eigenen Ehre alles andere unterzuordnen. Seit der Ablösung dieser Schicht durch die Kaufleute ist das Konzept persönlicher Ehre ohnehin antiquiert ...

0 HansMeier555 26.02.2011, 19:50 Uhr

@Prince Matecki . Bei Wörner...

@Prince Matecki . Bei Wörner konnten die meisten Menschen den Skandal ebensowenig nachvollziehen. Schwule müssen doch überwacht werden, oder nicht? . In Schnuckis Fall kann man jedem strukturellen Analphabeten (mit etwas Geduld) erklären, was er falsch gemacht hat. Beim Wörnerskandal ging das prinzipiell nicht: Da wollten alle immer nur wissen, ob K. nun schwul war oder nicht und es war ihnen schlichtweg nicht zu vermitteln, dass es um was anderes ging. ("Wenn Wörner nicht schwul ist, warum soll er dann zurücktreten?")

0 HansMeier555 26.02.2011, 19:55 Uhr

Von jetzt an bitte hierhin...

Von jetzt an bitte hierhin gucken. http://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahl_in_Baden-W%C3%BCrttemberg_2011 . @ThorHa Habe gestern mit lieben erzreaktionären Verwandten gesprochen, die ungelogen seit 60 Jahren CDU wählen (und es bis ans Lebensende tun werden). Sie waren hellauf entsetzt über Schnucki. Wie kann die Merkel so jemanden im Amt halten? Das begreifen die alten Leute einfach nicht mehr. Will sie die CDU von innen heraus kaputtmachen? Denen kommt das so vor.

@Filou 26. Februar 2011,...

@Filou 26. Februar 2011, 19:20 "Aber der Mann war von anderem Kaliber. OLT d.R. Starfighter-Pilot. Trotzdem war die Geschichte nicht gut. Hinter das Raetsel Gen. K. ist man wohl bisher nicht gekommen." Die Geschichte eignet sich übrigens gut, um die doch begrenzten Möglichkeiten eines Apparates aufzuzeigen, einen Minister fallen zu lassen. Ich war zur Zeit der Kiessling Affäre aktiver Truppenoffizier. Und ich erinnere mich, dass die Wut des Offizierkorps über Wörners absolut unsägliche Entwürdigung eines Generals gross war. Trotzdem ist er darüber nicht gefallen, was auch etwas damit zu tun hat, dass die grundsätzlich schon damals pazifistische Öffentlichkeit einen General nicht mehr unter "Mensch" eingeordnet hat und seinen Fall daher schnell abgehakt hat. Denn unter dem Strich ist "die Öffentlichkeit" nichts als ein hungriger Haifisch mit wechselnden Vorlieben und Abneigungen.

0 HansMeier555 26.02.2011, 20:09 Uhr

Stoiber hat am Ende auch...

Stoiber hat am Ende auch geglaubt, er könnte, nachdem er in Berlin desiginierter Superminister war, wieder nach München zurückkommen, alle Stühle zurückschieben und weitermachen als wär nix gewesen. Da wußte noch niemand was über die Hobbies von Frau Pauli. . Schrecklich fand ich am Mittwoch diese rhetorische Hilflosigkeit im Parlament. Was Herbert Wehner mit Schnucki gemacht hätte? - Und dann dieser langweilige Trittin.

0 HansMeier555 26.02.2011, 20:25 Uhr

@ThorHa . Auch Helmut Kohl war...

@ThorHa . Auch Helmut Kohl war von anderem Kaliber als Mutti. Und er war selber loyal gegenüber den Seinen. Ein Patriarch und Patron. Genau das, was Schnucki nicht ist. . Und der Minister wurde dann ja auch schon weggelobt, seine politischen Interessen waren beschränkt. Für Schnucki ist das BMV doch nur eine Zwischenstation. . Bei Kießling gab es eine Überkreuz-Konstellation: Wer Bürgerrechte verteidigte (Schutz vor Bespitzelung, Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, etc.) war im Zweifelsfall eher links, die Linken wiederum konnten in einem General beim besten willen kein der Solidarität würdiges "Opfer" erkennen. . Die Offiziere, die sich über "die Entwürdigung des Generals" grün und blau ärgerten, hätten vermutlich bei anderen Gelegenheiten nicht so viel Probleme mit Homophobie und Spitzelei gehabt (wenn's der Staatssicherheit diente und gegen Linke ging). . Aber Schnuckis Plagiate betreffen wirklich alle Akademiker, vollkommen unabhängig von ihrer sonstigen sexualpolitischen Orientierung. Seit den 80er Jahren hat es das nicht mehr gegeben, dass Intellektuelle und Presse (außer Bild) so geschlossen Front machen gegen einen Minister. Man könnte fast nostalgisch werden. . (Ist natürlich nur ne Seifenblase, aber trotzdem).

0 donalphonso 26.02.2011, 20:31 Uhr

Nachdem sich die Seite hier...

Nachdem sich die Seite hier mit 614 Kommentaren (ich denke, sicher einer der meistkommentierten Beiträge von FAZ.net) etwas unübersichtlich darstellt. gibt es einen neuen Beitrag, der inhaltlich daran anknüpft und darüber hinaus weist: . http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/02/26/guttenberg-kohl-und-andere-bei-dante.aspx

0 HansMeier555 26.02.2011, 20:32 Uhr

Könnte mir schon vorstellen,...

Könnte mir schon vorstellen, dass die CDU in Panik ist: DAs Superwahl hat mit einer saftigen Niederlage begonnen, das Schnucki-Gate kam absolut unvorhergesehen, und auf einmal haben sie alle Zeitungen (außer BILD) gegen sich! Und überall ist Wahlkampf! . So was hat es seit der Wende nicht mehr gegeben. Kann mir schon vorstellen, wie hektisch da jetzt rumtelefoniert wird.

@ThorHa, eine...

@ThorHa, eine Killerdiffamierung (?): vom Oesterreichischen Gefreiten zum Fraenkischen StUffz? (Wenn BLOED-Zeitung das jetzt verwendet, dann klage ich)

Die Rehabilitierung des...

Die Rehabilitierung des Admirals kommt zur rechten Zeit: Ich vegebe -vergebt bitte auch mir.

0 prince Matecki 26.02.2011, 21:01 Uhr

Aus der Zeit der Affäre...

Aus der Zeit der Affäre General K kann ich eine Geschichte erzählen. Ich war damals was im Heer der Chef einer selbstständigen Kompanie gewesen wäre. (Nein, ich bin nicht im Heer...) Und es begab sich aber zu der Zeit, dass der Kommandeur einer höheren Kommandobehörde alle seine nachgeordneten Kommandeure und die Chefs selbstständiger Einheiten zu morgens früh in sein Kommando einbestellte. Dort gab er vor uns allen eine persönliche Ehrenerklärung für General K. ab, er sei (was zu Anfang der Bw üblich war und jetzt wieder ist) auf dem gemischten Generalstabs-/ Admiralstabslehrgang anderthalb Jahre mit K zusammen gewesen, man habe in der Führungsakademie Tür an Tür gehaust in der Unterkunft, er verbürge sich für den Charakter. Das war ein Mann, dieser Vorgesetzte! Er war noch kriegsgedient, hatte nach der Gefangenschaft etwas studiert, dazu promoviert, war 1956 wieder eingetreten. Aus späterer Kenntnis weiß ich, dass er eine höher führende Karriere ausschlug, als man ihn nötigen wollte hinsichtlich der charakterlichen Eignung von Lehrgangsteilnehmern an der FüAk Kompromisse zu machen, er war zu diesem Zeitpunkt Fachleiter für seine Teilstreitkraft. Offensichtlich hielt er etwas von Selbstachtung und Ehre. Sicher hatte ich es einfacher als manch andere Untergebene bei ihm, die unter seiner Arbeitswut und seinem Intellekt litten, ich war schrecklich jung, ab und an respektlos und erinnerte ihn wohl an seine Söhne. Es war mir eine Ehre, mit meinen Männern bei der Paradeaufstellung zu seiner Pensionierung anzutreten.

Ein Must See:...

Ein Must See: http://www.tvmovie.de/Wider-den-tierischen-Ernst-2011.84.0.html?&detail=16389329 Heute. Im WDR. Ich liebe das Rheinland. Obwohl: ist Aachen nicht schon Belgien?

KT sollte jetzt ne Auszeit...

KT sollte jetzt ne Auszeit nehmen, wie einst Scharping mit seiner Gräfin auf Mallorca. Diese Bilder braucht jetzt Bild-Deutschland.

0 colorcraze 26.02.2011, 23:04 Uhr

@Thorha: Haifischbecken paßt....

@Thorha: Haifischbecken paßt. Ich sehe G.s Chancen als 50:50 - wenn er einen Sargdeckel für seinen Doktortitel findet _und_ ein neuer, genügend starker Medienaufreger dafür sorgt, daß die Aufmerksamkeit von ihm abgezogen wird (eher in umgekehrter Reihenfolge), kann er durchkommen, wenn jedoch die Medienaufmerksamkeit bleibt und sich noch mehr an ihm verbeißt (z.B. weil ihn jemand als Verteidigungsminister abschießen will), ist er nicht mehr zu halten. Womit man dann wieder bei meiner alten Frage "wer dann?" angekommen wäre. - Die K.-Geschichte war und ist mir völlig rätselhaft. Mehr als daß K. in eine gestellte Falle lief, ist mir daran nicht begreifbar. Aber warum, wieso es dazu kam, aus welchem Grund und zu welchem Zweck, ist mir völlig nebulös. (Mit dem Besitzer des nämlichen Bordells bekanntgemacht zu werden, ließ sich vor Jahren gerade noch abwenden - eine unerquickliche Geschichte, die ich unter "Du mußt immer damit rechnen, daß deine Geschäftspartner Arschlöcher sind" verbuchte. Übrigens eine, hm, Bayern-Connection.)

Mutti oder Frau Mehrkohl muss...

Mutti oder Frau Mehrkohl muss einfach mal mehr auf den Tisch hauen notfalls die ganze öffentlich unrechtliche Spd Journallie mit sofortigen Besoldungsstopp bedrohen -oder überhaupt unwichtige überbezahlte Intendanten kicken bis da mal wieder Ruhe und Geist einkehrt -es gibt wichtigeres als Kts Summa cum Laude -diese Kampagne wird mit ein bisschen Glück genau ins Gegenteil laufen können ... dafür brauch man aber gute Leute...

0 Wimmerl d. Ä. 27.02.2011, 11:27 Uhr

S´God! Wos de Einlassunghen...

S´God! Wos de Einlassunghen vo meim Filus ogehnduat in Pezug af de Affär um den Fränggischn Zutzla do, so bedone ich, das des koa "unsana Obama" is un woar, sondan a leera Reservekanista gweng is. Habedärä!

0 HansMeier555 27.02.2011, 16:49 Uhr

Dr. fil: (Doktor der...

Dr. fil: (Doktor der Filoulogie)

0 HansMeier555 27.02.2011, 20:57 Uhr

Es ist egal, ob die Geschichte...

Es ist egal, ob die Geschichte von seiner Geliebten echt ist oder ein hoax. . Entscheidend ist, dass die Gosse genau jetzt damit rauszukommt, weil es nächste Woche ja schon zu spät sein kann. . Man sollte den Artikel raubkopieren und auf den Wahlkampfveranstaltungen der CDU verteilen. Genau ans richtige Publikum.

0 colorcraze 27.02.2011, 21:29 Uhr

@Hansmeier: mein Mann meinte...

@Hansmeier: mein Mann meinte heute morgen am Frühstückstisch, daß es mit G. vorbei ist, weil er nun als Betrüger dasteht und auch sonst nur einen Scherbenhaufen hinter sich zurückläßt - Frau zerstört mit leichtfertigem Gutmeinen Existenzen, er fängt eine Bundeswehrreform mit der Brechstange an, ohne Struktur - denn schlichtes Absägen der Wehrpflicht heißt soviel wie Laden dicht für irgendeinen Nachwuchs -, und gefährdet mit seinen Besuchen in Afghanistan die Soldaten dort mehr als ihnen zu helfen. Mein Mann meinte, wenn sich G. nach dem Aufkommen seiner Doktorarbeit sofort hingestellt hätte und umfassend zugegeben, wie er gemurkst hatte, wäre es vielleicht gegangen, aber so mit Salamitaktik nun nicht mehr.

0 colorcraze 27.02.2011, 21:33 Uhr

Genauer: mein Mann meinte,...

Genauer: mein Mann meinte, wenn G. gleich unter Entschuldigung zurückgetreten wäre und sich die nächsten 12, 15 Jahre mit einem Bundestagsmandat begnügt hätte, hätte er alle Chancen gehabt, nach Merkels mutmaßlichem SPD-Nachfolger womöglich Kanzler zu werden. Aber so nicht.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.