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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Guttenberg, Kohl und andere bei Dante

| 494 Lesermeinungen

Haltung war einmal ein schönes Wort, bis es zusammen mit Anstand und Aufrichtigkeit zur blossen Hülse im politischen Gerede wurde. Jeder Plagiator hat Haltung, jeder Spendenannehmer hat Anstand, und jeder Eugeniker hält sich für aufrichtig. Und wenn es sich zeigt, dass derartige Ansprüche doch nicht zu halten sind, verlieren die Unwürdigen ihren Schutz. Die anderen aber, die Ideale leben wollen, verlieren die Grundlagen.

Verdammter Vogel, wirst du rückwärts tanzen?
Dante, Die göttliche Komödie I 22

Weisst Du, sagte die B. zu mir, es ist schon auffällig: Ein vor Überfremdung warnender Macho Berlusconi wird mit einer minderjährigen Einwanderin erwischt. Kohl mit seiner geistigmoralischen Wende kann nachlesen, was sein Sohn von der real existierenden Moral hält. Und jetzt erwischen sie auch noch den angeblich so anständigen Guttenberg mit einem Plagiat. Als würde sich jemand für Sünden passende Strafen ausdeken. Es ist nicht von der Hand zu weisen, möchte man hinzufügen: Als hätte das Schicksal genug von diesen Figuren, als bräche der Tag des jüngsten Gerichts an, als wäre Dante aus dem Grab gekommen, um seine Kreise des Fegefeuers und der Hölle im Diesseits fortzuschreiben.

Bild zu: Guttenberg, Kohl und andere bei Dante

Man kann im Übrigen der B. noch weniger als mir vorwerfen, dass sie etwas gegen konservative Lebensmodelle hat. Ihr Vater hatte strenge Prinzipien, so streng, dass er eine wenig zun ihm passende Frau sofort heiratete, als er erfuhr, dass sie mit der B. schwanger war. Seine Prinzipien waren so streng, dass B.s Geburt durch einen Aufenthalt in einer anderen Stadt vor allzu neugierigen Blicken vertuscht wurde, wodurch vorerst der Schein erhalten blieb, sie sei ehelich gezeugt worden. Ihr Vater wollte seinen Töchtern alle Prinzipien mitgeben, aber wenn es zu viel wurde, griff seine Frau zugunsten der Kinder nonchalant ein. Die Prinzipien ihres Vaters liessen nicht zu, dass er sich, als B. und ihre Schwester aus dem Haus waren, vielleicht doch eine Frau suchte, die besser zu ihm und seinen Prinzipien passte. Es wurde, alles in allem, zwischenzeitlich eine etwas schräge Familie mit überkorrektem Vater und fideler Mutter, aber heute hat sich alles wieder eingerenkt. Grossartige Töchter. Eine hochdotierte Zierde für den Heiratsmarkt.

Wie in jedem besseren Viertel gab es natürlich auch damals bei uns den ein oder anderen, der meinte, sich in die Erziehung anderer Leute einmischen zu müssen; mit guten Ratschlägen und leichten Stössen, mitunter gar mit recht unverblümten Ansagen, wenn etwas Schlimmeres passierte. Über den Vater der B. hörte man dergleichen nie; er begrenzte seine Prinzipien strikt auf seine Familie, und verzichtete auf jede Ratscherei. Ich vermute, dass es vielleicht etwas mit seinen eigenen Erfahrungen zu tun hat; die Zeiten, als die Herkunft der B. dann allgemein bekannt wurde, waren keinesfalls mehr mit dem repressiven Klima der Vor-68er vergleichbar. Bezeichnenderweise stellte die B. bei ihren eigenen Beziehungen dann klar, dass es ohne Kinder keine Hochzeit und vor der Hochzeit keine Kinder geben würde – der Umstand, dass die Kinder dann ausblieben, ist letztlich nur Schicksal zuzuschreiben, aber keinerlei Absicht.

Bild zu: Guttenberg, Kohl und andere bei Dante

 Mein Lebensentwurf war früher anders und ist auch anders geblieben; dass ich mich trotzdem mit der B. verstehe, liegt daran, dass sie zwar in vielen Punkten reaktionär ist, aber diese Haltung nur von sich selbst einfordert, bei anderen aber nachsichtig. Nachdem ich auch die drei Kinder ihrer kleinen Schwester erleben musste und zudem weiss, dass die B. nicht einmal die Versuchung empfindet, diese unverschämten Antiquitätenmörder und Katzenquäler ein paar Wochen in den Waschkeller zu sperren, möchte ich ihr diese gütige Zurückhaltung gerne glauben. Freunde aktiv-besserer Familienpoliik fand sie übrigens – im Gegensatz zu Kohl, dem Alptraum unserer Jugend, dem geschniegelten Guttenberg und dem unerträglichen Berlusconi – in vielen Punkten richtungsweisend: Gerade bei der Frage, ob jene, die es sich leisten könnten und gebildet sind, nicht mehr Kinder bekommen sollten. Sollten sie natürlich. Und immer schwingt da die Frage mit, warum ich mich dagegen so wehre.

Als hätte das Schicksal wirklich genug von diesen Figuren, stellt sich nun heraus, dass mitunter die Protagonisten dieser Haltung, auch auch sichere, unbeugsame, ehrliche, das ja wohl noch sagen dürfende, aufrechte, für Ideale kämpfende Säulen der Selbstvergewisserung vieler Konservativer nicht davon verschont bleiben, in ihrem Umfeld anwaltliche Vorkommnisse zu erleben, was insgesamt eher nicht den landläufigen Vorstellungen idealer Verhältnisse entspricht. Ich will mich hier gar nicht an jenen Spekulationen über die Lebensumstände von Personen beteiligen. Ich kenne diese Leute nicht und möchte ihnen auch nicht vorgestellt werden. Aber unzweifelhaft ist in der ganzen Kinder- und Elitenzuchtdebatte, dass die Ausformulierung von Idealvorstellungen keinesfalls alle Aspekte der Realität widergibt. Da wird bei konservativen Vorreitern Härte und Disziplin gefordert, und gleichzeitig verschwiegen, dass im gelebten Beispiel die Folgen absolut nicht Traumvorstellungen entsprechen müssen. Auch eine Art der Verleugnung.

Bild zu: Guttenberg, Kohl und andere bei Dante

In manchen Kreisen mag das vergleichsweise egal sein; wo man Kindern mit 15 die Alcopops nicht wegnimmt, und sich alle so verhalten, wie es die Zuchtanhänger gerne anderen unterstellen, mögen harte Brüche normal sein. Zumindest in meiner Welt jedoch gilt die Familie über jeden Kummer und Ärger hinaus als unverbrüchliche Schicksalsgemeinschaft, das Blut läuft zusammen, sagen wir in Bayern. Mitunter kam es auch hier zum Bruch zwischen Eltern und Kindern, aber niemand hätte nach einem grossen Problem gesagt, wie man ordentliche Familien macht. So etwas kann passieren, manche bringen sich um, andere landen in der Psychiatrie und bisweilen bleibt einem nur das Abschieben schwer Erziehbarer in ein Internat. Es ist vermutlich auch selten die Schuld eines Beteiligten allein; es sind die Höllenkreise, für die man Mitleid empfindet. Nach meiner Erfahrung zerreist sich darüber auch kaum jemand missgünstig das Maul, man würde sich, um es wieder auf bayerisch zu sagen, versündigen, würde man darin etwas anderes als eine Schicksalsschlag erkennen.

Aber auf dem Felde der Erziehungs- und Züchtungsdebatten erleiden nicht nur Familien Schicksalsschläge; es betrifft mehr noch jene scheinbar vorbildlichen Lebensmodelle, die einem ganzen Weltbild diesseits von Scheidung, Patchwork und bröckelnder Moral Sinn und Form gaben. Dass alles zeitgleich aufkommt und generationenübergreifend Mythen zu Staub zerfallen lässt, wirft die Frage auf, ob das Schicksal mit den Figuren auch gleich uns alle loswerden möchte, die Heuchler mit den Ehrlichen, die selbsternannten Leitbilder mit den vom Glauben Abgefallenen, in deren ironischem Lächeln immer auch ein klein wenig Bedauern mitschwingt. Hätten sie nur, wünscht man sich, den Mund gehalten, ein Vorbild, oder wenn es Probleme gibt, auch ein Bemühen angesichts des Versagens gelebt, ein stetig strebendes Bemühen, statt diese mit Feindbildern und Abgrenzungen angereichterten Scheinideale anderen aufzuschwatzen, im Wissen um die Verführbarkeit der Massen durch Worte wie Anstand, Vertrauen, Leistung, Haltung, Sicherheit und Disziplin.

Bild zu: Guttenberg, Kohl und andere bei Dante

Ich kenne die B. gut genug, um zu wissen, wie sie mir gegenüber reagieren wird, wenn sie von den Problemen seines Vordenkers in Erziehungsfragen erfährt. Deshalb, mein lieber Alphonso, würde sie sagen, ist es ja wichtig, dass wir Kinder bekommen: Damit es anständige Leute werden, weder bildungsfern noch heuchlerisch, weder apathisch noch verhetzend. Die B. würde ein Hohelied auf die Tugenden singen, die ihr Vater vorgelebt hat, und es ist eine tröstliche Vorstellung, dass nach dem Sturz der titanenhaften Götzen immer noch die eigene Erfahrung da ist, die feine Menschen schafft, wenn man Glück hat. Allein, ich sehe den Berlusconi, den Gaddafi und den Mubarak, die auch gegen das Andere, Fremde, Faule, Drogensüchtige und die Medien hetzten, ich sehe deren Vorstellungen von Eliten, Anstand und Moral, und darunter den Abgrund und den Feuerschein, der diese Menschen und alles, was ihnen auch nur entfernt ähnelt, erwarten wird. Vielleicht liegt die Rettung der Konservativen in eher zurückhaltenden Menschen wie der B. und ihrem Vater, vielleicht aber gehen wir auch einfach unter, und die neuen Guttenbergs, Kohls und andere haben bessere Ghostwriter, Parteispender und Anwälte.

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494 Lesermeinungen

  1. Tja. Haltung zeigt man, indem...
    Tja. Haltung zeigt man, indem man sie ganz einfach lebt. Weshalb sich sofort meine Nackenhaare sträuben, wenn jemand ernsthaft Haltung öffentlich einfordert, für sich reklamiert oder von jemand anderem verlangt.
    Ich frage mich allerdings schon länger, ob die letztlich protestantisch-puritanische, vorherrschende öffentliche Moral in vielen westlichen Staaten, die das Eins-Sein von täglichem Reden und Handeln in einem doch sehr engen Moralkorsett von Ehrlichkeit, bereitwilliger Verantwortungsübernahme, Unbestechlickeit und Objektivität fordert (um diese Eigenschaften bei passender Gelegenheit als “langweilig” zu diffamieren) dem realen Menschen tatsächlich angemessen ist. Vielleicht ist die mir als japanisch geschilderte Geisteshaltung, die unter allen Umständen die Aufrechterhaltung der Form (im Westen als Fassde diskreditiert) fordert, die einer Gesellschaft von Menschen angemessenere. Denn dass innere Haltung und Moral nicht ausreichen, um wiederkehrende Ausbrüche von Barbarei zu verhindern, hat nicht nur das als hochzivilisiert geltende Deutschland in der jüngeren Vegangenheit erfahren. Barbarische Zivilisationsbrüche scheinen aber nur zu verhindern zu sein, wenn es über die zum Teil krassen Unterschiede persönlicher Lebensvorstellungen und Ideologien hinaus einen gesellschaftlichen Comment über Dinge gibt, die man einfach nicht tut.

  2. Hallo

    hat ja gedauert - aber...
    Hallo
    hat ja gedauert – aber in der aufzählung fehlt der “hochstabler” – der aus den besten kreisen kommt – genauer: besten gesellschaft.
    ich finde es witzig, dass frauen immer darauf reinfallen – die aus den besseren kreisen (gesellschaft). in diesem fall die frau bundeskanzlerin auf den hochstabler aus den besseren kreisen. oder sind adelige nicht mehr teil der besseren kreise? könnte ja sein.
    dazu fällt mir Walter Serner ein, der wunderbare geschichten über hochstabler – männliche wie weibliche – geschrieben hat.
    werde mal wieder einige seiner geschichten lesen.

  3. "der Umstand, dass die Kinder...
    “der Umstand, dass die Kinder dann ausblieben, ist letztlich nur Schicksal zuzuschreiben, aber keinerlei Absicht.”
    @DA sie geben den guttenberg.

  4. bertholdIV, nicht jede Frau...
    bertholdIV, nicht jede Frau kann eine Eleonore von Toledo sein.
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    Plagiiert habe ich nur an einer Stelle bei Göethe.

  5. Die Kochrezepte gewisser Leute...
    Die Kochrezepte gewisser Leute erscheinen jetzt in einem völlig anderen Licht. Da sorgte sich jemand um die Ernährungsgewohnheiten seiner Familienmitglieder. Sehr lobenswert.

  6. Ich denke ohnehin, dass ich...
    Ich denke ohnehin, dass ich jetzt sehr vieles sehr viel besser verstehe – auch wenn das vielleicht gar nicht erwünscht ist, siehe Anwalt.

  7. Moin.

    Ich verstehe die...
    Moin.
    Ich verstehe die Aufregung nicht. So, wie es das von Westerwave inkriminierte leistungslose Grundeinkommen gibt, gibt es die leistungslose Dissertation. Die Frage ist doch nur, ob letztere eine Unterstützung nach Sozialgesetzbuch II rechtfertigen würde. Das wissen wir nicht, weil in Bayreuth bisher keiner drauf promoviert hat. Ich wüßte aber einen, der das könnte.
    gruß fb

  8. da, gibts denn schon Ärger,...
    da, gibts denn schon Ärger, wenn der Namen im Klartext in den Kommentaren fällt ? Wer weiss wieviele zu den Sünden passenden Strafen nicht bekannt werden, weil die Anwälte schnell genug sind.

  9. Die Ansprüche an sich selbst...
    Die Ansprüche an sich selbst und an andere. Ja das ist ein weites Feld.
    Leider wird es kaum noch beackert. So verkommen wir alle zu zynischen und oft selbstgerechten Schwaflern.
    Fern aller Vorbilder (wer bleibt schon nach 56 Jahren Nachkriegsdeutschland?) und verlassen von allen Idealen (der Osten ist böse – der Westen ist gut) und betrogen von unseren Freunden (der Ami und die anderen zahlen ihre Schulden später bestimmt noch zurück), stehen wir recht einsam in der Landschaft.
    Ich könnte wieder einmal das Narrenschiff von Rainhard Mey verlinken, den ich so sehr mag, aber heute will ich ihn nicht bemühen.
    Statt desser erinnere ich mal an einen Film “Wenn der Vater mit dem Sohne”.
    Tja, das waren einfache Zeiten, oder?
    .
    Ne, waren auch keine leichteren Zeiten. Entschuldigung, aber mein alter Herr würde mir gerade sagen : Mensch Junge, hab´ich Dir beigebracht dich hinzusetzen und zu flennen? Beweg deinen bequemen Hintern und mach was, egal wo du anfängst, aber fang endlich AN.
    .
    Also mit über 600 Beiträgen war das keine schlechte Show oder ?

  10. Gut !-Nachdem den genannten...
    Gut !-Nachdem den genannten Eliten die neun Höllenkreise Dantes als auch(?)
    noch bevorstehen möchte der ein oder andere vielleicht gar nicht mit ihnen tauschen ….
    Für die zögernden noch-nicht-Väter um die vierzig mit jungen Frauen gilt : “Alles hat seine Zeit” (alt.testament) , aber diese Zeit ist sehr begrenzt
    das präpubertäre hinter Frauen herlaufen ist auf Dauer auch nicht unbedingt ein Mittel was der Abwechslung dient…68ig kommt heute nicht so gut an…
    morgen wird man es verachten…

  11. Vielen Dank fuer den Hinweis...
    Vielen Dank fuer den Hinweis auf den Anwalt, sehr aufschlussreich. Ich glaube schon vermehrt beobachtet zu haben, dass 2. Generationen von zufaellig aufgestiegenen Mittelmassintelligenzen ein Problem haben, da sich Eltern auf einmal in die bessere Gesellschaft hineindefinieren ohne mitred-/halten zu koennen (wer ist denn so gut, dass er fehlende Vorgaenger-Generationen ausgleicht?). “Gesellschaftlich neureich.”
    Zum Thema Guttenberg: Ich glaube, die landesweit von vielen ueber die letzten Jahre gern hervorgeholte Leier von “ich brauche das nicht, mache das nur, um Euch alle mit mir zu begluecken” ist langsam am Ende. Der Markt ist smarter, sieht Qualitaet.

  12. Pränatale Eschatologie....
    Pränatale Eschatologie.

  13. @ Rebound 7:00 : Ich...
    @ Rebound 7:00 : Ich analysiere anders. Guttenberg ist gerade erst interessant, weil er die Etablierten zum quicken bringt.
    Seine Anhänger interessieren sich garnicht um den Gegenstand der Empörung, es geht ihnen um die Unruhe ansich.
    Für Politikverdrossene und Politikabhängige gab es über Jahrzehnte viel zum schlucken. Und nun das : da ist einer der hat sich nicht hochgbuckelt und hochgeschlafen, der ist nicht einmal genial, nein der ist einfach da oben hingeschoben worden.
    Alle Vorwürfe prallen ab, weil es ja gerade “schön” ist, dass der Lebenslauf geschönt ist, er nur ein Examen abgelegt hat und bei der Doktorarbeit hat er ein scl abgestaubt.
    Klar grob gegen alle Grundsätze verstossen, aber das -> ist ja gerade das schöne <-.
    .
    Kullmbach oder wie das Kaff heisst war der Testlauf. Wie reagiert die hochgradig enttäuschte Anhängerschaft auf das weitere Geständniss?
    Seine klare Aussage : ich habe es getan.
    Die klare Antwort : gegröhle, gejohle und feiern.
    Springer und Mohn puschen ihn nicht, sie hängen sich an ihn dran.
    .
    Ist KT ein Ausdruck der Politikverdrossenheit dann ist er eine Gefahr für unsere Demokratie.
    Es spielt nicht einmal eine Rolle welche Ziele er hat.
    Ebenso woe A.H. kann er seine Anhänger nur zusammenhalten, wenn er nicht etabliert und angepasst ist.
    Er muss damit gegen Regeln verstossen. Nur so bleibt er interessant.
    .
    Ich bleibe dabei : ihn im Amt zu lassen und in Schweiss treibende Arbeit zu zwingen, bei der es um Euro, Projekte, Planungen und Personal geht könnte die einzige Art sein, ihn am Ende leer laufen zu lassen.
    Erst dann könnte man ihn gefahrlos abhalftern.
    Besonderes Augenmerk verlangt die Bundeswehr und sein Status dort. Er versucht sich eine grüne Hausmacht aufzubauen.
    .
    Just my 5 Cent.

  14. Rebound, das Problem ist...
    Rebound, das Problem ist durchgängig, dass dort, wo die Eltern ihre Villen bauten, der Nachwuchs gerade mal eine Wohnung oder eine DHH hinbekommt. Alles, was den Eltern so leicht schien (bei Inflationsraten auf der Höhe der Kredite und garantiertem Lohnzuwachs in sicherer Stellung) ist heute elend schwer. Und wenn einem das nur lang egnug als Familienwaffe unter die Nase gehalten wird, kann es sein, dass Kinder in die andere Richtung gehen und sagen: Dann halt nicht!
    .
    Superbia, was nun dieses Thema angeht, so halte ich es mit Wedekind, der da dichtete:
    Meide nicht die irdschen Schätze
    Wo sie liegen, nimm sie mit.
    Hat die Welt doch nur Gesetze
    dass man sie mit Füssen tritt.
    .
    Und was so schlecht an jungen Frauen ist, möchte man mir bitte hier auch erklären. Torschlusspanik ist immer ein schlechter Ratgeber.

  15. bestpilot, nun, man wird...
    bestpilot, nun, man wird sehen, wie sich das entwickelt. Klarnamen hin oder her, die Katze ist aus dem Sack, und man wird manche Texte in Zukunft ein wenig ideologiekritisch lesen müssen. Und sollte jemand über Erziehung schreiben, wird man sich nicht allein auf Anwaltshilfe berufen können. Aber es ist schon erstaunlich, wie von Seiten der Manwirdjawohlnichsagendürfens jetzt gegen Medien vorgegangen wird, wenn das Gesagte nicht passt.
    .
    Holly01, das war vermutlich Rekord, allein, die FAZ hat da keine Annalen. Kommentare, da verrate ich kein Geheimnis, gelten vielen absolut nichts. So mancher würde sie gerne abschaffen.
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    Ich selbst habe ja zum Glück keine besondere Moral, die ich anderen aufdrücken könnte, und um Liderleichkeit zu verschönern und mit Lügen zu umhängen, bin ich viel zu faul. Ich frage mich aber, ob man damit nicht generell besser fahren würde, als mit Täuschung.

  16. Holly01, das Problem des...
    Holly01, das Problem des Guttenberg ist ein anderes: Die Gegner wird er nicht spalten, aber durchaus die eigenen Kreise. Man sieht die Johlenden und die 300.000 bei Facebook, aber die anderen gibt es auch noch. Die Vorstellung, man könnte jetzt arrogante Medien und Wissenschaftler vorführen, ist für Konservative brandgefährlich.
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    Folkher Braun, vielleicht würde es helfen, wenn alle Bundestagsabgeordneten den Dr. als Geschenk bei Amtsantritt dazu bekommen, idealerweise mit einer gesponsorten Arbeit irgendeines armen Schluckers, der gut ist, aber es sich sonst nicht leisten könnte. Damit wäre allen geholfen, ausser vielleicht der Grundordnung des Staates.

  17. @ DA : Das ist doch gerade das...
    @ DA : Das ist doch gerade das neue. Lügen und täuschen ist quasi Politikstandart. Links blinken und rechts abbiegen ist Normalzustand, man unterstellt es und wird selten enttäuscht.
    KT macht das anders : der kloppt eine Ei nach dem anderen auf und sagt immer nur grinsend, “sry aber ich bin halt so”.
    Wer keine Verluste hat, dem gefällt das. Wer selbst zu klein ist um die Eier der grossen aufzuklopfen, der brüllt vor Schadenfreude.

  18. nachdem ich schon eine...
    nachdem ich schon eine Narrenkapp – äh – Doktormütze hab – stellt sich bloß noch eine Frage: Wo kauf ich mir einen von und zu? Tipps?

  19. Malena, die billigste Version...
    Malena, die billigste Version ist, das Dr. einfach vor den Namen zu setzen – das prüft sowieso keiner.
    .
    Holly01, so etwas ab und zu tun – das geht sicher, wenn es die Interessen des Publikums nicht schädigt. Aber wirklich so etwas durchziehen: Das schafften nur Berlusconi und Jörg Haider, und auch die hatten Grenzen. Das erstaunliche an Guttenberg und anderen ist, dass sie es aus der Mitte heraus versuchen, aber damit vielleicht an den Rändern enden. Und auch dieses Ressort braucht stets Nachschub: Lange galt der Broder als Vorzeigeislamfeind, und dann kam der Sarrazin. Ich bin mir sicher, dass wir in ein paar Monaten von vielen Medien in der Muttermilch der Familienministerin ertränkt werden, und dann gibt es einen neuen Star.

  20. (Abgesehen davon: Es scheint,...
    (Abgesehen davon: Es scheint, als würden die Umfragewerte, auch bekannt als einzige echte Politikwährung, für Guttenberg langsam fallen. Ich denke, der Meinungsumschwung braucht einfach etwas Zeit.)

  21. @ malena:

    die gibts nun...
    @ malena:
    die gibts nun wirklich nachgeschmissen, z.B. Herzog für 69,90 Euro inkl. MwSt zzgl. Versandkosten:
    http://www.adelstitel-kaufen.com/deutsche-adelstitel.html

  22. Ach was, den "Don" habe ich...
    Ach was, den “Don” habe ich mir auch selbst geschnitzt, und heute steht er in der FAZ – alles ganz einfach mit der Titelei.

  23. Wobei, beim Adelstitel würde...
    Wobei, beim Adelstitel würde ich vielleicht etwas nehmen, das nicht so arg auffällt. Man denke da an die Szene mit dem in der Hoteltoilette arbeitenden Graf von Droste-Schattenburg im Film 1, 2, 3. Was früher für Amerikaner reichte, sollte jetzt auch für Deutsche reichen!
    .
    meint Don Alphonso Pricipe da Montemolesto.

  24. "Der Musikhistoriker Ambros...
    “Der Musikhistoriker Ambros schrieb einmal: ‘Die Langmut des deutschen Publikums ist vielleicht noch etwas größer als jene des Himmel.’ Er bezog sich auf künstlerische Dinge. … Aber das Wort von der himmlischen Langmut kann viel besser auf politische Dinge bezogen werden. Was sich die dichtende und denkende Nation alles gefallen läßt, streift das Märchen. …
    Was sich gegenwärtig abspielt, ist im wesentlichen ein Kampf der Kulturanständigen und Kulturselbständigen gegen ein gewalthaberisches Rittertum. Eine mystische, geistig zurückgebliebene Macht, die über starke physische Mittel verfügt, tappt wahnbefangen und mit nervöser Willkür hemmend in der Weltgeschichte herum. Das Bewußtsein ihres Drohnencharakters dämmert ihr nicht einen Augenblick, das Bewußtsein der ernsten Sachlage ist auch nicht embryonal in ihr vorhanden; und die Gottähnlichkeit eines Irrsinnigen kann nicht erschreckender wirken als die unbekümmerte Ruhe dieser stramm im Zeichen der Verkehrtheit herumwirtschaftenden Gewalten.
    Das Rittertum, das Phantastisch-Unmoderne im lächerlichsten Sinn, feiert eine Auferstehung. Besser: eine Auffrischung. Denn tot ist es nie gewesen. Die einzelnen Vertreter des Prinzips … waren einfach vom Stamme Nimm und Haltefest; auf die Mystik pfiffen sie.”
    (Alfred Kerr: Essay vom 11. Juli 1897. In: Wo liegt Berlin? Briefe aus der Reichshauptstadt. Aufbau-Verlag, Berlin 1997, S. 284-285)

  25. malena, für die männlichen...
    malena, für die männlichen nachkommen kann man preisgünstig vorsorgen. nenne deinen sohn mit vornamen “dragomir philipp”. dann kann er sich ganz legal “dr. phil.” abkürzen.

  26. Danke für das Kerr-Zitat!...
    Danke für das Kerr-Zitat!

  27. Mutti muß ihn fallenlassen,...
    Mutti muß ihn fallenlassen, sobald sich herausstellt, dass er wirklich glaubt was er sagt.
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    Ein Psychopath als Verteidigungsminister, das wird sogar ihr zu heiß.
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    Stelle mir gerade vor, wie er sich mit seinem Anwalt trifft, um mit ihm das Vorgehen in den Plagiatsprozessen zu besprechen.

  28. Ich bin auch sehr wütend auf...
    Ich bin auch sehr wütend auf seinen Bruder. Sein Auftritt beim Karnevalsorden war Teil einer Strategie, ihn im Amt zu halten. Zugegebenermaßen wirklich geniale PR — aber es ist der eigene Bruder, der da verschlissen wird.
    .
    Was hat sich der eigentlich dabei gedacht?

  29. In der Bild war so ein...
    In der Bild war so ein typischer Februar-45-Beitrag drin, a la wie er im Kreise der Familie leidet und kämpft. Das alles las sich so, als würde er nicht mehr völlig absolut zweifellos weitermachen. Vielleicht höre ich Gras wachsen, aber es könnte mehr als nur ein Mitleidsbeitrag gewesen sein.
    .
    Man darf nicht übersehen, dass nach dem ungünstigen Ausgang der Gorch-Fock-Affäre möglicherweise auch in der Bundeswehr einiges an Ärger da ist. Mehr, als man vielleicht in Ruhestand versetzen kann.

  30. Bei den BAyreuther Dozenten...
    Bei den BAyreuther Dozenten liegen bestimmt noch ein paar Guttenberg-Hausarbeiten im REgal herum. Was die wohl auf dem Schwarzmarkt jetzt kosten? Vielleicht hat er sich vom ersten Semester an alles von anderen schreiben lassen.

  31. Die einzige Frage ist nur, ob...
    Die einzige Frage ist nur, ob er nicht doch noch im BW-Wahlkampf auftreten kann.
    .
    Wo das Volk ihn doch so liebt.

  32. Vielleicht "Zweitgeborene sind...
    Vielleicht “Zweitgeborene sind ersetzbar”?

  33. Wenn nicht einmal auf dieser...
    Wenn nicht einmal auf dieser Seite die Fremdwörter richtig geschrieben werden… Nonchalant heisst es, nicht nonchalont. Das erschüttert mich jetzt doch ein bisschen.

  34. Ausserdem, Kloster, Karneval,...
    Ausserdem, Kloster, Karneval, wo ist da der Unterschied in Zeiten von Mixa.

  35. Entschuldigung (wenigstens...
    Entschuldigung (wenigstens habe ich es nicht abgeschrieben).

  36. Qualitätsjournalisten,...
    Qualitätsjournalisten, Qualitätspolitiker
    .
    SPON, FAZ und SZ und Holtzbrinck werden jubelnd behaupten: Schaut her, wir haben BILD besiegt!
    Welt und Focus sind auch schon übergelaufen.

  37. Wenn es irgendwo in der CDU...
    Wenn es irgendwo in der CDU einen Hinterbänkler gibt, der sich für irgendwas rächen will, dann kann er jetzt seinen großen Auftritt haben, so à la Gabriele Pauli.
    .
    Aber er muß sich beeilen.

  38. "Aber es ist schon...
    “Aber es ist schon erstaunlich, wie von Seiten der Manwirdjawohlnichsagendürfens jetzt gegen Medien vorgegangen wird, wenn das Gesagte nicht passt.”
    In der Tat! “Schön” finde ich auch, dass es im Fall der Familie S. sowohl Vater als auch Mutter trifft … Ich dachte nur, der arme Sohn, was soll aus dem auch werden bei den Eltern ..

  39. Nix Karneval, ich empfehle...
    Nix Karneval, ich empfehle Ottis Schlachthof vom Freitag, 25.02.2011, die ersten ca. 7 Minuten zu “Dr. G.” Wiederholung heute abend um 22:45 bei BR3http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/ottis-schlachthof/index.xml

  40. Re Guttenberg.

    Ich muss...
    Re Guttenberg.
    Ich muss endlich etwas gestehen. Auch ICH habe gemogelt.
    I was in my first year Economics at university, and I had a friend who had already graduated at the same uni, with 1st class honours Economics. He gave me the notes he had taken during the first year Economics lectures. The SAME lecturer was giving the SAME lectures (nearly word for word) when I started my first year and I had my friend’s notes on my knees under the desk listening to the lecturer. Of course my exam results were very good.
    Nun, darf ich weiterhin auf diesem Blog schreiben, oder will DA mich rauswerfen?

  41. @Filou,
    .
    ein Bonbon speziell...

    @Filou,
    .
    ein Bonbon speziell für Sie:
    http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-02/guttenberg-plagiatsvorwurf

  42. Don, *Sie* lesen die *Bild*...
    Don, *Sie* lesen die *Bild* (9:56)?
    Mein Weltbild schwankt schon wieder, und das am Sonntagvormittag…
    Ja, das ist nicht schön.

  43. Die Rhönklinik-Spende, die...
    Die Rhönklinik-Spende, die Intelligenz von KT im Widerspruch zum angeblichen Vorsatz, das “sitting-duck” des Häberle ohne Kommentar über den Algorithmus der Arbeit, der empörte Aufschrei des Uni-Präsidenten: Wir wissen erst 10% von dem, was wir wissen müssten, um urteilen zu können. Der Aufschrei von Gabriel, das Getöse von Trittin, alle um MORAL kämpfend: Ein gewisser Waschzwang ist unverkennbar. Die Gesetze des SKANDALS laufen unerbittlich weiter und hoffentlich bald werden alle wieder an den richtigen Problemen unserer Nation arbeiten. Gustav Adolf Pourroy, München

  44. Verblüffend, wieviel Hass...
    Verblüffend, wieviel Hass und Häme nach fast einem Jahrhundert ständischer Gleichheit Namensbestandteile/zusätze in einer so erfolgreichen Aufsteigergesellschaft wie der deutschen hervorrufen können. In der Person G. wird der Protagonist einer imaginierten Gruppe vernichtet, die höchstens noch in Neidphantasien existiert. Diese Strategie hat sich von der berechtigten und notwendigen Sachkritik weitgehend gelöst. Nicht zufällig werden Forderungen nach amtlicher Abschaffung laut.

  45. Gefährlich wird es für...
    Gefährlich wird es für Linke, die sich da nicht abgrenzen
    .
    @Don Alphonso: „Die Vorstellung, man könnte jetzt arrogante Medien und Wissenschaftler vorführen, ist für Konservative brandgefährlich.“ Das ist wohl richtig. Dennoch wird es getan. Der Mob wird, dieses Risiko voll in Kauf nehmend, gegen die Akademiker mobilisiert. Um Guttenberg zu retten, um diese Regierung zu retten, um diese gierige Seilschaft zu retten (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1454). Doch gefährlich wird es dann für eine Linke, die sich da drauf heben lässt. Für Linke nämlich, und nur für die, sind anti-intellektuelle Instinkte (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1449) so unbrauchbar wie der Antisemitismus.

  46. Holly01@ Mi scusi, mio...
    Holly01@ Mi scusi, mio Signore, Nachkriegs-Deutschland gibs schon seit mittlerweile 66 Jahren.
    @@:
    Aus Dantes “Göttliche Komödie” IV. Gesang 6. Stanze:
    Die Sonne, und ich sah ncht ihre Lage
    Als wir nach dorthin , wo vereint
    Die Seelen riefen: “Hier ist eure Frage!”
    So ruft verzweifelt Deutschlands Akademikerschar nach des wissenschaftlichen Assistenten Verbleib. Wo ist er geblieben? Die Antwort, jeder kann sie finden, gewittert in facebook.

  47. "Man darf nicht übersehen,...
    “Man darf nicht übersehen, dass nach dem ungünstigen Ausgang der Gorch-Fock-Affäre möglicherweise auch in der Bundeswehr einiges an Ärger da ist. Mehr, als man vielleicht in Ruhestand versetzen kann.”
    .
    der ärger ist nicht sie gorch-fock-affäre (navigare necesse est, vivere non necesse est, auch die hanseaten kannten ihre klassiker) sondern die umstrukturierung der bw. da meren jetzt schon manche, dass ihre posten und damit sie entbehrlich werden. zudem hat sich die csu das so vorrgestellt, dass sie das bmvg besetzt, damit in bayern keien standorte geschlossen werden.
    von daher bedeutet ein rücktritt des herrn dr. jur, dass entweder die csu einen ministeriablen verteidigungsexperten vorweist (was sie nicht kann, schöne volkspartei, das, sonst hätte sie es längst getan und der vonundzu würde auf guttenberg kohl bauen), oder aber ein umfassendes revirement der regierung dr. merkel / dr. westerwelle / ex dr. guttenberg erforderlich würde, was auf nichts anderes als auf neue kolaitionsverhandlungen hinauslaufen würde.
    .
    dagegen ist anschis alternative eben nur, augen zu und durch.
    erstmal die wahlen 2011 hinter sich bringen und dann schauen, wie es weitergeht
    entweder weiter so wie bisher und der dr. jur darf sich im bmvg abstrampeln, mit dem nebeneffekt, dass er es war, wenn die bundeswehrreform nicht im sinne der beteiliigten läuft (das ist schon jetzt abzusehen, eigentlich braucht der herr dr. nur noch seine getreuen zählen, da ist er bald fertig), eben, der vonundzu mal wieder. langsam ist er entbehrlich. was nach meiner überzeugung anschis plan von anfang an war, den fränkischen kleinadligen auf einen schleudersitz zu postieren, damit ihre mädelriege weiter unbeschadet…
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    oder aber, 2011 ist keien jahr für die union und die fdp. fann eben radikaler schnitt, neuwahlen und nach mir die sinttflut, denkt sich frau dr. merkel.

  48. Lieber Don, letztendlich ist...
    Lieber Don, letztendlich ist Ihr Moralismus auch nichts anderes als die Kritik der Landratte am weiten Meer. Wenn Sie schon dieser Welt den Rücken kehren wollen, so schlagen Sie bitte Alternativen vor. Daneben zu stehen und alles unfair zu finden reicht nicht.
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    “Vielleicht liegt die Rettung der Konservativen in eher zurückhaltenden Menschen wie der B. und ihrem Vater, vielleicht aber gehen wir auch einfach unter, und die neuen Guttenbergs, Kohls und andere haben bessere Ghostwriter, Parteispender und Anwälte.”
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    Schlapp, sehr schlapp!

  49. aprés nous la deluge-aber...
    aprés nous la deluge-aber weit und breit keine rettende Arche oder ein Ararat in Sicht? Es finden sich immer welche, die die Retter spielen möchten. Daran hatte es noch nie gefehlt. Man denke nur an das, mittlerweile reichlich, zur Verfügung stehende Quoten-Reservoir an Mädels. Und wenn gar nichts mehr geht, dann malen wir uns halt einen/eine ;-)

  50. Devin08@: Ihre Beiträge,...
    Devin08@: Ihre Beiträge, sofern nicht immer all zu lang, finde ich sehr interessant und enthalten oft kräftigenden Honig. Die “Linke” (welche?) die Sie meinen, ist ziemlich mausetot. Würden Sie stattdessen für den gesunden Menschenverstand plädieren, dann wäre Ihnen gewiß mehr Beifall sicher. Auch von den versprengten Haufen sog. “Konservativen”, sofern diese nicht lediglich faule, aufgeplatzte Konserven sind.

  51. „Ich sehe was, was Du nicht...
    „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ ist doch ein schönes Spiel. Jeder darf mitspielen. Ich sehe Adel unaufregend. Über 1000 Jahre lang war selbstverständliche Praxis, dass politische Funktion ohne Titel, der am männlichen Familiennamen kleben blieb, nicht möglich war. Was Menschen in diese durch Namensbestandteile erkennbaren Familiennamen heute selbst hineinlesen, verwundert mich schon mein Leben lang. Erwartungen, Vorstellungen aus den eigenen Köpfen. Mit Vernunft kann ich mir so etwas nicht erklären. Für mich ist es Gelegenheit, Dinge zu lesen, die ich sonst nie lesen würde, und dabei stolpere ich auch immer wieder mal über Indiviuen, die ich interessant finde, oft schöner, lebendiger als Romanfiguren.
    Ein anderer Punkt: Unsere gesellschaftlichen Vorstellungen, Konzepte, Vereinbarungen, von denen hier die Rede ist, ist ein sehr wichtiges Segment unserer Welt. Auch wenn es vielen die einzig bekannte und vorstellbare Welt ist, ist sie dennoch überhaupt nicht die einzige. Uns gibt es noch nicht lange und die Reichweite unserer Vorstellungen und Konzepte ist leider recht eng begrenzt, selbst dann, wenn so wunderschöne Dinge wie B. in einem so eindrucksvollen Beitrag wie diesem darunter sind. Ist es nicht so, dass unsere Vorstellungswelten evolvieren, wie alles andere Leben auf diesem Planeten? Informationen aus diesen anderen, außerhalb unserer gesellschaftlichen Vereinbarungen liegenden Bereichen der Welt mit unseren Köpfen zu erfassen und in unseren Gesellschaften zu kommunizieren, bereitet notorisch Schwierigkeiten. Wundert das jemanden?

  52. "Der Mob wird, dieses Risiko...
    “Der Mob wird, dieses Risiko voll in Kauf nehmend, gegen die Akademiker mobilisiert.”
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    devin, aber woher denn.
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    dem mann auf der strasse wird gesagt, es handle sich bei den ganzen um eine petitesse, fussnote vergessen. wo doch die kopfnoten abgeschafft worden sind, was ist denn eine fussnote?
    der frau auf der strasse gefällt der dr. iur vonundzu, weil er adlig ist und dazu noch gut aussieht, dazu noch eine frau hat, die im fernsehen so gut aussieht, wie sie auch im fernsehen aussehen möchte. ein doktor ist für sie ein arzt, das ist ihr liebling nicht, der ist minister, ein guter minsiter, das sagt sogar die kanzlerin und die muss es doch wissen, oder?!!
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    die herstellung einer umfassenden vernutzbarkeit ist nicht dem akademilker feindlich, ganz im gegenteil, der anakademiserte bachele-insch oder bwler meint doch, man hat es ihn lange und überzeugend genug eingeredet, dass er gleich hinter einstein kommt. mit system, methode und überlegung wird die verdummung und verarmung einer generation auch noch als bildung verkauft, von der leyen seis panier.
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    mobilisiert wird gegen andere, die sich bislang der unmittelbaren verwertung ihres denkens sperrten, gegen die intellektuellen. bei der postelisierung der republik ist für zweifel, den eigentlichen antrieb des intellektuellen, kein platz.

  53. Oiser keyboard Hinault müsst...
    Oiser keyboard Hinault müsst als Kommandör von a cyber-Wildschützn-Schar?
    (Faschismus wollte auch schon in jenen Jahren eben Avantgarde werdern…wie bei Kurti Suckert aus Sachsen)
    Na des passt net! Es passt net wi a fetter Oarsch auf an Rennsattl!

  54. @HM555 (10:55), ein...
    @HM555 (10:55), ein Leckerchen. Man hat es geahnt; man schreibt ab wo es geht und nennt es wissenschaftliche Arbeit. Einen Tick Genie braucht’s halt immer. Genies sind selten. Meistens sind’s Schwaetzer. Und so geht’s dem schaerfsten Gedanken wie beim Spiel “Stille Post”:
    http://www.youtube.com/watch?v=FzjzSWfZ3xM
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    Womit ich dann wieder auf meinem Niveau gelandet waere.

  55. nauplius@: Sie werden´s nicht...
    nauplius@: Sie werden´s nicht glauben, aber ich vermute, das bei genügend gesichertem k=x und ungefähr 5-6 Sichtungsstufen genügend stochastische Erkenntnisse über unsere jeweils eigenen genetischen Adelsvorfahren via sog. Bastarde herauskäme. Diese Art von Funktion einer Kaste resp. Klasse können Sie über so ziemlich alle Hochkulturen verfolgen. Trotz aller möglichen Distinktions- und Abgrenzungsversuche seitens dieser Schichten.
    Dieses Lamento taugt nicht allzuviel.
    Gegenwärtig haben wir halt einen Entwicklungssprung bei dem die alten Strukturen hinfällig werden.
    “Mein Vater isiiist von Adel, er füüüührt diiiie Naaadel”!
    Um aus dem Sumpf herauszukommen, dazu muß uns schon etwas anderes einfallen. Aber was, das ist die vertrackte Frage. Die Artisten turnen (momentan)ratlos in der Zirkuskuppel.

  56. @ Ghostwriter:

    vllt. will ja...
    @ Ghostwriter:
    vllt. will ja der Großteil keinen Bush-junior (d.h. young leader alumni) – mit allen absehbaren Nebenwirkungen – als zukünftigen Kanzler …
    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html

  57. Einen kleinen Beitrag gegen...
    Einen kleinen Beitrag gegen ein weit verbreitetes, naives Politikverständnis kann ich nur leisten, indem ich den Gutti- oder Thilo-Apologeten aus meinem Bekanntenkreis verbal in den Allerwertesten trete. Immer schön höflich, aber deutlich spürbar. Wirkt oft Wunder.

  58. Filou@: Nu stellen´se ma...
    Filou@: Nu stellen´se ma Ihren Intellekt, bzw. Ihr Schenie nich untan Melkeima..Evolutionär gesehen, ma ganz ährlch:
    http://www.youtube.com/watch?v=RhaNNedalgU&feature=related

  59. Plindos, danke. Meine eigene...
    Plindos, danke. Meine eigene Arbeitshypothese ist, dass bei diesen Fragen der gesellschaftlichen „performance“, die so gerne quantifiziert wird, Genetik selten eine primäre Rolle spielt. Ich selber habe eher Aufwachsbedingungen, Familienkonstellationen, vor allem Familienkultur und Club d.h. wer kennt und fördert wen und stärkt wem den Rücken, etc. in Verdacht. Fehltritte haben immer so eine lüstliche Brisanz und werden auch gerne in irgendjemanden hineingesehen. Na klar, womit sollten Medien sich sonst verkaufen? Mir sagt’s nichts, geht mich nichts an, interessiert mich nicht. Besten Gruß.

  60. Den H_eiratsmarkt gibt es...
    Den H_eiratsmarkt gibt es nicht mehr. Deshalb war es auch richtig Anfang des Jahrtausends in Biotech-Werte (Vaterschaftsfeststellung) zu investieren. Q-Tip und Reagenzglas statt Ü-Eier und Zahlungen für Gemeindepaläste welche einer zutiefst Registerfeindlichen Religion dienen.
    Wir müssen dem hocheffizienten Beamtenstaat die Büros bezahlen damit er uns die Arbeistzimmer besteuern kann.
    “jene, die es sich leisten könnten… Kinder bekommen sollten.” Erstens ist der Besitz an Menschen abgeschafft und zwotens werden diejenigen “die es sich leiten könnten” ja meist von denjenigen subventioniert (gemeinsame steurliche veranlagung etc.) die es sich gerade deshalb nicht mehr leisten können.
    Wenn Sie so wollen ist die Alleinerziehende mit Ransferleistungsnaspruch welche die selbsvreschuuldete Unvereinbarkeit von Beruf und Karriere beklaget, weshalb ihr dann noch eine Kidnerkrippe und Peroonal gelich mitfinanziert wird wobei sie sich dann darüber beschwert, daß vom Brutto, aus welchem dieses gegenfianziert wird so wenig Netto übrigbleibt, der perfekte Ausdruck dieser Entwicklung.
    Arbeitslose sind der Adel der Neuzeit. Diejenigen, welche andere für sich arbeiten lassen. Wobei die “Forderung, jede zumutbare Arbeit anzunehmen” einfach mal gesetzlich auf die Zahlvaterschaftsgemeinschaft Staat übertragen wurde.

  61. @muscat
    Genau....

    @muscat
    Genau. Zivilgsellschaft.

  62. @ guest 15:58 :
    Das kannte...

    @ guest 15:58 :
    Das kannte ich noch nicht. Ist aber wirklich starker Tobak, vor allem wenn man das Erstellungsdatum anschaut und die Inhalte auf heute beziehen kann.
    Danke für den Link.

  63. ...
    UberSichSelbstRichtenderRichter, nun, der selbstverwaltete Heiratsmarkt ist ins Internet gegangen, aber der alte Markt existiert immer noch und ist gar nicht so ineffektiv. Nur zu langsam für moderne Menschen. Ich glaube, viele machen das im Netz, weil es effektiver ist.
    .
    muscta mit mir redet man schon lange nicht mehr über diese Leute. Sollte sich das wieder ändern, wird vielleicht neu gedacht.

  64. @Filou
    Guttis VErhalten...

    @Filou
    Guttis VErhalten gegenüber der Uni Bayreuth ist für mich einer der Gründe, warum ich an sein baldiges Scheitern glaube. (Und glaube, dass er selbst ohne die Plagiatsaffäre keine große Zukunft gehabt hätte).
    .
    Sie haben es ihm leicht gemacht, und was ist jetzt sein Dank? Er setzt ihnen dieses faule Ei ins Nest und schickt dann auch noch seine Groupies und PR-Leute los, damit sie in den Foren seine ehemaligen Betreuer verhöhnen. (“Selber schuld”, “haben nicht geprüft”, “Den Doktor braucht eh keiner”, etc. pp.).
    .
    Da darf er sich jetzt nicht wundern, dass sie ihn jetzt im Fernsehen einen “Betrüger” nennen. Dass sie ihn jetzt noch schonen werden, glaube ich kaum.
    .
    In der Bundeswehr dasselbe: Kaum ist er im Amt, schon schasst er die höchsten Beamten dort raus… Wer so was tut, muß ungeheures Vertrauen in seine eigenen Führungsqualitäten haben (werde alle auf meine Seite ziehen) — oder eben jemand sein, dem der Wahrnehmungsverlust Flügel verleiht.
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    “Verzichte lieber auf einen loyalen Klienten als auf eine knackige BILD-Überschrift” — mit dieser Devise sind Strauss und Kohl nicht großgeworden.
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    Es hat schon seinen Grund, warum andere Politiker viel vorsichtiger agieren.
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    Schnucki ist wie ein Sportwagen ohne gute Bremsen. In den würde ich nicht einsteigen.

  65. Guter Artikel, Don.
    .
    Was mir...

    Guter Artikel, Don.
    .
    Was mir jedoch auffiel: Der große Irrtum ist, eine wertkonservative Haltung (Anstand, aber auch eine gewisse Grundtoleranz der Meinung anderer gegenüber, um das Zusammenleben nicht unerträglich zu machen) grundsätzlich und nur als Teilmenge der Metamenge der wohlhabenden konservativen bürgerlichen Klasse zuzurechnen. Das sind ein paar Adjektive zu viel.
    .
    Sehr wohl gibt es auch viele Nicht-Bürgerliche, Linke, Liberale, Nicht-Wohlhabende, die im Kern wertkonservativ sind und das erträgliche ideologie-abgespeckte Zusammenleben favorisieren. Alles auskömmliche und anständige Menschen, die das gesellschaftliche Tarnen, Täuschen und Tricksen nicht sonderlich prickelnd finden. Überall zu finden, nicht nur in den Westvierteln.
    .
    Es könte sogar sein, dass diese – noch – sogar die knappe Mehrheit darstellen, also auf bairisch die Mehran sind. Nur spricht keiner über sie, keiner kennt sie. Sie sind die wahren hidden heroes, die unaufgeregt ihren Alltag bewältigen und nebenher auch noch Kinder großziehen, von denn nur ein Teil Brüllaffen oder “quere articles” sind.
    .
    Meiner Meinung nach gibt es eine Gauß’sche Verteilung dieser Haltung quer durch alle sozialen Schubladenschichten. Daher komme ich nicht damit klar, sie rhetorisch nur aus der Schicht der konservativen Bürgerlichen zu ziehen. Dass dann einige aus der Gauß’schen Verteilung den Guttenberg und Trickser immer noch verteidigen: geschenkt. Das kommt zu mindest 70% daher, dass er so massiv angegriffen wird.
    .
    Ob zu Recht oder nicht, das überlegt diese im Grunde halbwegs anständige Gauß’sche Masse erst an zweiter Stelle. An erster Stelle sieht sie jemanden mit dem Rücken zur Wand und will “ausgleichen”.
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    Ich habe dieses Verhalten schon oft erlebt, egal ob eine Person zu Recht oder zu Unrecht am Pranger steht. Denn dieses an den Pragner stellen (egal ob zu Rcht oder Unrecht) ist gerade diesen Menschen nicht recht, die das soziale auskömmliche Miteinander suchen. Daher reden sie in ihrer ersten spontanen Reaktion dagegen.
    .
    Natürlich gibt es in dieser nach Gauß’scher Art verstreuselten Metamenge dann auch noch eine Unterteilmenge, die es zu gerne sieht, wenn es dem aus ihrer Sicht überverschnöselten und eingebildeteten Hochakademikertum an den Kragen geht (“überflüssiges kleinliches Gedöns um Fußnoten”), aber wen wunderts. In der Schule waren den meisten von ihnen die stromlinienförmigen Streber und Klugscheißer am verhasstesten.
    .
    Dass G. ebenfalls wie ein allglatter stromlinienförmiger Streber wirkt und am Ende einer ist, möglichwerweise ein Hochstapler sogar, das verschwindet als Aspekt merkwürdigerweise hinter dem zur Zeit als wichtiger empfundenden Aspekt des dem massiv Angegriffenen innerlich zur Hilfe eilen Müssens.
    .
    Bitte nicht als Plädoyer für G. Punkt missverstehen, eher bitte als Versuch verstehen, die Reaktanzen der im Grunde um Auskömmlichkeit bemühten Anständigen besser einordnen zu können. Es sind nur Reaktanzen. G. wird früher oder später trotz dieser anständig und gut gemeinten innerlichen sozialen Hilfsreflexe keinen Boden mehr auf die Füße kriegen.

  66. Vroni, sicher, aber das ist...
    Vroni, sicher, aber das ist nun mal das Umfeld, aus dem ich komme, und über das ich kompetent berichten kann. Das Elend hier ist halt die Frage, wie die Entideologisierung läuft. Sicher nicht so wie Guttenberg – also anders. Aber wie? Das muss man selbst beantworten, und in vielen Bereichen beschleicht mich ein gewisses Unbehagen.

  67. <p>Was das Guttenberg-Dossier...
    Was das Guttenberg-Dossier angeht: Da wäre ich etwas vorsichtig, was die Einsortierung angeht: Das Council on Foreign Relations ist (wie übrigens auch die Atlantikbrücke) nicht im Mindesten so von Partikularinteressen gesteuert, wie es dort beschrieben wird.
    .
    Mitglied bei der DGAP kann man als Journalist für 75 Euro werden – da ist also nichts dabei.

  68. Der Deutsche reagiert...
    Der Deutsche reagiert naturgemäß sowieso immer am Besten mit Innerlichkeit. Das ist sein Metier.
    .
    (Im Nachhinein werden die unblutig-regressiven Teile “des Deutschtum”s, wie z. B. “Le Lied”, von den anderen immer wieder gerne genomme. “Hüten wir uns vor beidem!” möchte man ausrufen, wenn das sinnvoll wäre, bei den Deutschen dauerhaft Fähigkeit und Neigung bestünde, sich von außen zu sehen. http://sites.radiofrance.fr/francemusique/accueil/ Im Übrigen scheint es den französischen Intellektuellen und Journalisten mit ihrer “Führung” gerade auch nicht viel anders zu ergehen; es gibt ein vielfältiges Angebot http://sites.radiofrance.fr/francemusique/pod/ mal scrollen)

  69. Don, wegen der...
    Don, wegen der Unbehaglichkeit: Bleibt zu hoffen, dass solche Reaktanzen nur eine psycholgische zu bewertende Erstreaktion sind, die später bei Verdauung der Ereignisse einer fundierteren Abwägung weicht.
    .
    So habe ich die fundiertere Abwägung nahc dem Erstschreck jedenfalls im privaten Kreis immer erlebt, denn ich kenne als Grenzgänger verschiedene Schichten und daraus viele “Aus-Prinzip-Dagegenplauderer” und “Aus -Prinzip-Helfer”, die am Schluss, wenn die Aufregung abebbte, dann doch ganz vernünftig urteilten.
    .
    Falls das dann doch nicht so sein sollte und die Ver-BILD-isierung quer durch alle Schichten sich als stabiler als erhofft erweist, dann hilft wirklich nur noch die unermüdliche “Keule gegen die Dummheit” eines Mitkommentators hier: solchen im privaten Kreis beim Tee, beim Rotwein oder beim Bier (je nach Schicht) ordentlich ins Steißbeintreten und deren relativierendem Gewaaf Paroli bieten. Flagge wider die ausgleichen wollende politische Naivität, die nur Kutes will, aber stets das Pöse schafft.

  70. Die Deutschen können zwar...
    Die Deutschen können zwar Englisch, verstehen es aber nicht.
    .
    “Caught in a landslide
    No escape from reality”
    .
    Das ist doch wohl, was hier gerade gewünscht wird: Wenn schon gefangen im Erdrutsch, dann aber bitte mit! escape from reality.
    .
    Diese Rapsodie ist längst vorhanden. http://www.lyricsfreak.com/q/queen/bohemian+rhapsody_20112599.html

  71. @Don
    Unsere dahinscheidende...

    @Don
    Unsere dahinscheidende Demokratie war ein hochkonzentriertes Ideologieprodukt, ihr Grundgesetz die Lightversion des Kommunistischen Manifests: Dass alle Menschen gleich sein sollen, und so fort.
    .
    Entideologisierung bedeutet (strukturelle, nicht kulturelle) Refeudalisierung.

  72. @ Don:

    Ich kann nur hoffen...
    @ Don:
    Ich kann nur hoffen Sie haben Recht, letztendlich profitieren aber nur ein Paar Prozent der (Partikular oder Welt-)Bevölkerung.
    Ich meine damit sowas wie:
    http://www.youtube.com/watch?v=SilLUhgB99k
    (was mir gefühlt als richtig erscheint …)

  73. @nauplius 27. Februar 2011,...
    @nauplius 27. Februar 2011, 13:36
    So einfach …
    “„Ich sehe was, was Du nicht siehst“ ist doch ein schönes Spiel. Jeder darf mitspielen. Ich sehe Adel unaufregend. Über 1000 Jahre lang war selbstverständliche Praxis, dass politische Funktion ohne Titel, der am männlichen Familiennamen kleben blieb, nicht möglich war. Was Menschen in diese durch Namensbestandteile erkennbaren Familiennamen heute selbst hineinlesen, verwundert mich schon mein Leben lang.”
    … ist es denn doch nicht. Die ursprüngliche Herkunft des Adels liegt in den erfolgreichen Kriegsanführerern, die Fürstenfamilien erwarben ihren Anspruch also mit Blut und Eisen. Etwas davon war im deutschen Adel immer präsent – die als selbstverständlich vorausgestzte Bereitschaft, für eine als richtig empfundene Sache das eigene Leben einzusetzen. Trotz aller Adelstitel, die insbesondere in den letzten Jahrhunderten vor der Ablösung des Adels als Führungsschicht nach Herrscherwillkür vergeben wurden. Deshalb auch die tiefsitzende Verachtung des Adels für die reinen Geldmacher (Kaufleute). Weshalb der historisch ohnehin kurzlebige Versuch des Grossbürgertums, den Adel unter Imitation seiner Sitten und Gebräuche abzulösen, immer etwas sehr parvenühaftes hatte.

  74. @Vroni 27. Februar 2011,...
    @Vroni 27. Februar 2011, 16:07
    “Was mir jedoch auffiel: Der große Irrtum ist, eine wertkonservative Haltung (Anstand, aber auch eine gewisse Grundtoleranz der Meinung anderer gegenüber, um das Zusammenleben nicht unerträglich zu machen) grundsätzlich und nur als Teilmenge der Metamenge der wohlhabenden konservativen bürgerlichen Klasse zuzurechnen. Das sind ein paar Adjektive zu viel.”
    In der Sache völlig korrekt. Aber um daraus öffentlich Kapital zu schlagen, braucht man die Wahrnehmung der breiten Massen. Und die wollen neben der Haltung selbst eben auch Pathos, Pomp, optische Gefälligkeit und Roter Teppich Tauglichkeit. Auch wenn der Freiherr es selbst vielleicht nie begreift – sein Verhalten und das seiner Frau sind der ultimative Kotau einer vergangenen Führungsschicht unter die Werte und Normen des Pöbels, deren Sprachrohr die Yellow Press ist.

  75. Man kommt bei diesem Fall...
    Man kommt bei diesem Fall nicht umhin, auf diese Bildgosse zu schauen.
    .
    Oder auf Die Aktuelle (keine Ahnung, ob das echt ist):
    http://a6.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/184317_170428629671692_100001136690433_323671_7819190_n.jpg

  76. @ ThorHa
    Umgekehrt wird ein...

    @ ThorHa
    Umgekehrt wird ein Schuh (aktuelle Bedeutung: *gn*) draus:
    Ich glaube das weiß G. nur zu gutt, dass Pomp und Optik wirken.
    Der begreift das sehr wohl.
    Wer das nicht begreift, ist das Volk, das wie eh und je kaum drüber reflektiert, wie es eigentlich tickt.

  77. Werter Don,
    lassen Sie Ihren...

    Werter Don,
    lassen Sie Ihren Dante ruhig mal stecken – das sind doch nur katholische Ammenmaerchen (Komoedie!) oder protestantische Wunschvorstellungen. Und Fausts spaete Erloesung, weil er sich denn immer strebend bemuehte, ist auch nur eine Ausgeburt des Weimarer Klassik – der junge Urfaustgoethe haette das nie durchgehen lassen (behaupte ich jetzt mal einfach, lasse mich aber gerne eines besseren belehren). Schiller uebrigens bis zu seinem Tod nicht…
    Der einzige Grund, weshalb die Eliten immer schon die besseren Suender waren – weil sie die Moeglichkeiten dazu hatten/haben! Der Unterschied ist doch bloss, das heute gelegentlich darueber berichtet wird. Sehen Sie sich den Skandal um Madam Bovary an. Was war das Problem? Nicht WORUEBER Flaubert geschrieben hat, sondern DASS er DARUEBER geschrieben hat.
    Unser Zusammenleben waere sicher einfacher und ehrlicher, wenn wir besser zwischen oeffentlicher und persoenlicher Moral unterscheiden wuerden (wobei Guttenbergs fauxpas sicherlich in den oeffentlichen Bereich faellt). Von aussen hatte ich immer das Gefuehl, dass die Franzosen z.B. das ganz gut hinkriegen (also NACH Robespierre) – kann das jemand bestaetigen, der auch mal eine zeitlang in F gelebt hat?
    @ThorHa: Ob die Japaner als Gegenbeispiel zu den boesen Deutschen taugen, sei mal dahingestellt.
    Gruesse,
    T.I.M. [Dr. rer. nat.]

  78. Hat Guttenberg Verwandte in...
    Hat Guttenberg Verwandte in der BILD Redaktion?
    http://kress.de/kresskoepfe/kopf/profil/15266-karl-ludwig-von-guttenberg.html

  79. @HansMeier555,
    ad 1:...

    @HansMeier555,
    ad 1: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,747408,00.html
    .
    So wie in diesem Artikel beschrieben, duerfen Sie mittlerweile meine Haltung zu Thema Gutti sehen.
    Es ist was dran an der Kritik zu den Zustaenden an manchen (allen?) geisteswissenschaftlichen Fakultaeten. Zumindest ist es meine strenge Vermutung, weil sie plausibel ist, aber mit den Faechern hatte ich nie viel am Hut.
    .
    Blender? Hochstapler? Kann sein. Wenn es so ist, hat man es ihm (G) leicht gemacht. Leicht gemacht durch den Professorgewordenen Spiesser, der noch immer dem Reiz einer romantisierenden Adelsidee erliegt, der vor ganz viel Geld in die Knie geht-und nach dem anstrengenden Erklimmen der akademischen Huehnerleiter dann doch seine Ruhe bei gutem Gehalt geniessen moechte.
    .
    Jeder Mensch, so lernten wir einst, ist das Produkt seiner Umwelt. Der 1971 geborene G. kam wohlversorgt in der Angeberrepublik BRD an. In eine Republik, in der die kriegsmueden, wiederaufbauerschoepften und mittlerweile ruhebduerftigen Eliten von Frueher das Sagen hatten. Die Alliierten sorgten fuer den Frieden, die Bundeswehr tat so, als lieferte sie ihren Beitrag, war in Wirklichkeit aber ein Versorgungsunternehmen der alten Kaempen und junger Leute, die gerne Freiheit gegen Sicherheit eintauschten. Die nichtproduktiven Teile der Gesellschaft machten Maskenball. Der produktive Teil ackerte und brachte den Laden voran. Wer nun glueckhaft in eine vermoegende Adelsfamilie hineingeboren wird, kann muehelos diese andere Welt verinnerlichen; er kennt sie nicht anders. So Einer glaubt ganz naiv, der Rest der Welt waere auch so.
    Nehmen wir ein Unterschichtenkind als Gegenbeispiel, um die Realitaetswahrnehmung milieugepraegter Existenzen besser zu begreifen. Da auch sie keine andere Welt kennen, als die in der sie leben, ist es fuer sie klar: Papa malocht bei Krupp, also gehe ich auch zu Krupp, heirate ein nettes Maedchen, gruende eine Familie, kriege im Stahlwerk Tinnitus und zuechte Tauben. Das Erkennen anderer Milieus ist sehr schwer, der Wechsel noch schwieriger. Besonders, wenn die Welt der Erwachsenen die Sicht blockiert.
    Diejenigen, die sich um einen freien Blick bemuehen, habe es in Elternhaus und Schule sehr schwer. Die muessen wirklich arbeiten.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=bGhJbr7DMmg

  80. @ DA 17:23 : Ich lese weniger...
    @ DA 17:23 : Ich lese weniger inhaltlich. Es ist subjektiv und ich kann aus den Zitaten in 2h einen ganz anderen Inhalt machen. Es ist aber interessant, welche Personen man da verbinden kann. Özdemir, Merkel, Westerwelle und KT z.B.
    Im Grossen und Ganzen erwarte ich von meinen Politikern das sie mit den Wölfen schlafen, ihre Flöhe sind mir egal.
    Ein Telefonanruf bei jemanden den man gut kennt, ist alle mal besser als ein Termin der Sekretärin mit der Bürovorsteherin des Büros vom Ausschuss für …. wegen einem Telefonat unter Unbekannten.
    Da keiner von uns dabei ist/war ist alles andere Spekulatius und den Kontext wählt der Textersteller.
    Man darf (denke ich) nur nicht in ein “es kann nicht sein, was nicht sein darf” abgleiten.
    Die KT Herkunft erklärt es aber schon schlüssig (Atlantikfraktion).

  81. Der Mensch ist nun mal ein...
    Der Mensch ist nun mal ein widersprüchliches Wesen; das soll nich das Plagiat entschuldigen.
    Vielleicht kann diese Sicht aber milde stimmen.
    Wenn ich Leute wir Trittin oder eine Person namens Schwarzer als Moralapostel sehe, die politisch weidlich ausschlachten was zu G. sich selbst eingebrockt hat.
    Keine Milde, kein Nachsehen, unerbittlich, hart, bis …;
    ja bis das eigene “Plagiat” offenbart wird. Aber wer wollte dann zurückschlagen?

  82. @HansMeier555 27. Februar...
    @HansMeier555 27. Februar 2011, 16:46
    “Unsere dahinscheidende Demokratie war ein hochkonzentriertes Ideologieprodukt, ihr Grundgesetz die Lightversion des Kommunistischen Manifests: Dass alle Menschen gleich sein sollen, und so fort.”
    Für Deutschland kann man diese These vertreten, für die Demokratie insgesamt eher nicht. Man lese nach bei Toqueville …

  83. Holly01, ach, dieses...
    Holly01, ach, dieses Schaulaufen bei Veranstaltungen und Stiftungen würde ich nicht überbewerten, ich habe das oft genug selbst erlebt: Da geht man halt hin, weil man hingeht. Da machen alle einen auf Influencer und sagen, wenn ma jetzt kommt und was beiträgt, fliesst das vielleicht sogar noch in ein Gesetz oder einen Vertrag ein: Nur Gerede. Man müsste mal was über das Elend deutscher Think Tanks machen, zumal über die ganz mickrigen Dinger von Telcos und drögen Verbänden. Alle wollen grosse Networker sein. Wer es glauben mag.

  84. Verehrter Don Alphonso,

    darf...
    Verehrter Don Alphonso,
    darf ich Ihren Link (um 18:01 Uhr gepostet) so verstehen?:
    “Aus AKTUELLEm Anlass treiben wir jetzt auch die Sau durchs Dorf.”
    Herzlichst PadE

  85. Liebste Prinzessin a.d.E., ...
    Liebste Prinzessin a.d.E., wir in Bayen pflegen zu sagen, dass selten ein Schaden ist, wo nicht auch ein Nutzen ist. Und ich denke, nach der freudlosen Unerquicklichkeit der letzten Woche kann ein jeder froh sein, wenn in Zuge dessen die Sache lebendiger und lustvoller wird. Aber wie gesagt: We don’t invent reality, we link it.

  86. Thorha, 13,36, danke. Bei dem...
    Thorha, 13,36, danke. Bei dem Versuch, zu verstehen, was denn die Menschen im Kopf haben, wenn ihnen ein titulierter Familienname begegnet, von innen wie von außen gesehen, treibt es mich, wie immer bei solchen Versuchen, in Archive und Bibliotheken. Ich mag die Originaltexte und Urkunden. Meine Wahrnehmung ist, dass Menschen und Staaten Sachfragen begegnen, ökonomischen Fragen, Konflikten, militärischen Fragen, und wie sie diese einzelnen Situationen bewältigen, sehr stark von der individuellen Persönlichkeit abhängt, nicht so sehr vom Familiennamen. Nahezu alle öffentlichen Funktionen, waren ohne Stand und Privileg nicht möglich, d.h. Neben den Regierenden waren Beratung, Verwaltung, Diplomatie, Hof und natürlich Militär wichtige Bereiche im Staat. Selbst Postkutschen und künstlerisch kulturelle Aktivitäten waren darunter. Auch heute ist es ja nicht so, dass die eine Partei Arbeitsplätze schafft und die andere Schulden macht. Alle stehen vor den selben Sachfragen und es sind einzelne, individuelle Menschen, die sich darin mehr oder weniger „erfolgreich“ bewegen, was immer jemand im Einzelnen darunter verstehen mag.

  87. " Dass alles zeitgleich...
    ” Dass alles zeitgleich aufkommt und generationenübergreifend Mythen zu Staub zerfallen lässt, wirft die Frage auf, ob das Schicksal mit den Figuren auch gleich uns alle loswerden möchte, die Heuchler mit den Ehrlichen, die selbsternannten Leitbilder mit den vom Glauben Abgefallenen, in deren ironischem Lächeln immer auch ein klein wenig Bedauern mitschwingt.”
    .
    Aber sicher doch: Das Ergebnis der 30-jährigen Krieges war ein lang andauernder Friedenskongress, mit Notwendigkeit durchgeführt von den überlebt habenden Eliten, sowie ein um 70% entvölkertes Mitteleuropa sowie mehrere Sprachwerke: Schiller, Mann u.v.m..
    .
    Alles eine frah´ge der vernunft und der zukünftigen Selbsterhaltungskräfte. und um die soll man sich keine Siorgen machen. Sorgen wie die geschilderten sind nämlich lediglich die Sorgen/das Weltbild einer nutzlosen Zwischengeneration, so will es die moderne Soziologie wissen: Jüngere verstehe das alles angeblich nicht.
    .
    Wir meinen:
    .
    Die Jahrgänge +/-1942 waren prägrend für ihre Zeit.
    Die Jahrgänge +/-1962 sind eine Zwischengeneration.
    Die Jahrgänge +/-1982 werde die nächste große Generation, stilbildend, stilprägend.
    .
    Und die Jahrgänge +/-1982 sind bereits voll auf dem Weg. Z.B. die Gründer und Macher von Computerbase.de sind mit ihrer Page http://de.wikipedia.org/wiki/ComputerBase seit 12 Jahren unterwegs. (Und alle Themen, die für 1954 noch fraglich, sind für diese Generation bereits klar und gelöst. Auch Daniel Domscheit-Berg gehört zu der Generation – und hat bereits etwas erlebt.)
    .
    Nachtrag: Auch von daher würde man annehmen, dass Frau Dr. Merkel (geb. 1954) historisch nicht wirklich gute Chancen hat wiedergewählt zu werden. (Denn sie stünde für Denken und Lösungen, die sich schneller überholten, als man glauben würde. In Hamburg war die CDU kürzlich eine 11% Partei. 11,5 von hundert Wahlberechtigten haben sie gewählt. Aber ihr Ehemann ist von 1949 und nicht ganz ohne Einfluss, wenn wir an unsere auch normale Ehe denken… .)
    .
    Andere, die evtl. mit der Psychologie leidlich auf einer Höhe sind, würden wahrscheinlich wiederum noch sagen “wenn man nur Kinder hätte und nicht so früh so alt wäre, dann wüsste man auch mehr”, hätte Computerbase und anderes schon immer um sich herum – ok, wer das nicht will braucht dann auch nicht meckern. Z.b. auch nicht, wenn man ihn nicht ernst nimmt.
    Aber jeder wie er will.
    .
    Und “aber jeder wie er will” ist eben gerade nicht Westviertel, nicht wahr? Auch wir freuen uns also über die Haltung derr B. und rufen ihr zu: “Sie sind nicht alleine gnädige Frau!”

  88. @ P.a.d.E. 18:45 :
    Ich...

    @ P.a.d.E. 18:45 :
    Ich fürchte Sie haben den Umfang nicht ganz eruiert. Sollte KT tatsächlich als Plagiator von der Uni Bayreuth geoutet werden, kann es sich einen Balken suchen.
    Die Amis kontrollieren praktisch nie bei Abschlüssen. Je höher man schaut, desto eindeutiger die Message : Eigenverantwortung als Dogma.
    Das “ich bin dieses Teil vom Ganzen”, ist nicht nur Show, es ist auch Inhalt.
    Sollte KT also aus “atlantischer Sicht” ein Plagiator sein, hat er sein Leben das Klo runter gespült.
    Just my 5 Cent.

  89. @ Don 18:45

    Oberflächliches...
    @ Don 18:45
    Oberflächliches Gerede als (Aushänge-)Schild gibt es sicherlich.
    Interessant ist doch was von diesen ganzen Gruppierungen (bei denen z.B. die Politiker antanzen müssen um überhaupt “was werden” zu können) so durchsickert. Jahre (bzw. Jahrzehnte) später darf man dann beobachten wie und mit welchen Mitteln sie ihre Agenda umgesetzt haben.
    Also von wegen Hunde die bellen beissen nicht … passt doch alles wie die Faust aufs Auge.

  90. ThorHa@: So ist es nun mal,...
    ThorHa@: So ist es nun mal, wie Sie es ausführten. ressentiments helfen nicht gegen Fakten.
    Die Sache wurde halt mit der Zeit uneinsichtiger, als der erbliche Adel sich immer weiter herausbildete, um das einmal errungene Gut für seine ins Unendliche gedachte Linie zu erhalten. Was die revvolutionären Bedingungen in Frankreich anbelangt so stellt sich die Sache doch etwas problematischer dar, der ehem. Außenminister im 19. Jhdt. Alexis de Toqueville hat das in seinen Schriften sehr prägnant dargelegt. Die Zündschnur wurde schon durch den absolutistischen Staat des 17. /18. Jhdts gelegt mit seiner umsichtigen Art, immer mehr Privilegien des Adels systematisch seit Richelieu zu beseitigen…..S. die Ruinen großer Schlösser in vielen Gegenden Frankreichs.
    Aus ähnlichen Erwägungen heraus hatte die kath. Kirche den Zölibat eingeführt, da dieser Institution auf diese Weise das Vermögen als Korporation erhalten blieb.
    ..
    Das wir alle “Adelsblut” in uns haben (können) wird allein durch die Namen der Nachkommen des polnischen Kleinadels, der Schlachta deutlich. Z. B. im Ruhrgebiet.
    wie Kalinowski, Kaminski etc. durch die Zuwanderung im Zuge der Hochindustrie-alisierung.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Adel
    http://de.wikipedia.org/wiki/Szlachta

  91. Und was am deprimierendsten...
    Und was am deprimierendsten ist:
    SPON fängt an, Westerwelle wieder hochzuschreiben!
    .
    Aus dem Dreck der Gosse sind wie gemacht,
    Und in den Dreck der Gosse werden wir wieder zurückkehren.

  92. guest, ich bin da einfach ein...
    guest, ich bin da einfach ein wenig vorsichtig, denn wenn man meine Tage in Berlin nach Anwesenheit bei solchen Vereinen beurteilen müsste, dann könnte man auch über mich ganzu böse Geschichten basteln. Da wird einfach eine Menge Zinnober um Nichtigkeiten gemacht. Es gibt nur begrenzte Einflussmöglichkeiten, und um die schlagen sich hunderte von Organisationen, die alle möglichst einflussreich wirken wollen. Und Journalisten tun sich gerne damit gross, wenn sie da und dort auch auftauchen dürfen. Ein elender Affenzirkus, mehr kann ich da nicht erkennen.
    .
    Was den Balken für das weitere Leben angeht: Aber nein. Es gibt danach immer noch zig Organisationen, bei denen man oben sitzen kann. Vielleicht nicht gerade die Studienstriftung des deutschen Volkes, aber um nur mal eine Sache zu nennen: Rüstungsindustrie! Da gibt es jede Menge Posten für einen Ex-Minister. Gerade in Bayern.

  93. Lieber Filou,
    .
    da sehen Sie...

    Lieber Filou,
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    da sehen Sie aber auch das Problem: Wir haben jetzt über 10 Jahre Bildungsreform hinter uns, es wurden “Exzellenz-Cluster”, Uni-Rankings und die Bolognareform eingeführt und durchgesetzt, aber die im Artikel erwähnten Probleme sind die selben wie immer.
    .
    DAS hat da nämlich nie eine Rolle gespielt.
    .
    “Exzellenz” ist ein funkelnde Etikett, nichts, was im Ernst jemand braucht oder erwartet.
    Die Hochschulen konzentrieren sich immer mehr auf PR, Lobbyismus, Antragslyrik und haben immer weniger Zeit für ihre eigentliche Arbeit.
    .
    Das Problem ist nicht, dass irgendwo ein eher mittelmäßiger Professor sitzt und wenig Forschung zustande bringt, das Problem ist, dass die engagierten und besseren Leute gar nicht mehr zum arbeiten kommen, weil sie sonst im Gehechel zurückfallen.
    .
    Die Publikationsschwemme ist auch so ein Mißstand. Publizieren, publizieren, publizieren. Da bleibt einem gar nix übrig, als dieselbe Idee dreimal (unter geringfügig abweichenden Aspekten) zu verwursten. Das ist zwar kein Betrug, aber auch nicht sehr schön.
    .
    Trotzdem würde ich gerade die Geisteswissenschaften in Schutz nehmen. In der Philologie oder der Geschichte werden Dissertationen nicht am Fließband produziert. Dort muß man wirklich mühevolle Kleinarbeit leisten. Und die Texte, die man abkupfern könnte, gibt es einfach nicht (in der FAZ steht nicht so viel über den zweit- oder drittrangigen antiken Autor, über den man promoviert) — und alle anderen Texte sind dem Professor bekannt.

  94. "Unsere dahinscheidende...
    “Unsere dahinscheidende Demokratie war ein hochkonzentriertes Ideologieprodukt”
    .
    Nein, Filou hat Recht: ein Produkt der West-Allierten, welches immer noch andauert: “Werden die Deutschen Frieden und Demokratie dauerhaft lernen, oder zerfällt alles doch wieder in “Deutsche Innerlichkeit” plus unreflektiertem Grenzüberschreiterstreben und Weltgenesereien?” (… nachdem Augstein, Böll, Gehlen, Globke, MRR und Unseld demnächst einige wenige Jahrzehnte tot sein werden?)
    .
    Das Buch zur Zeit, sagt man: http://www.hammett-krimis.de/krimis/kriminalroman/14142-Dominique-Manotti_Letzte-Schicht – Wir können es nicht so ganz glauben.
    .
    Ein Begriff noch wird dazu anscheinend gesellschaftsfähiger: Es ist das vom “Parlamentarismus”. Vollkommen undenkbar wohl, dass solche im Unterhaus säßen, die vom Parlament glaubten, dass es “bloß” “Parlamentarismus” verkörperte, welcher “historisch” durch “demokratischen Sozialismus” abzulösen wäre, welcher erneut “historisch” durch “Kommunismus” abgelöst würde … . http://www.parlamentarismus.de/tag/parlamentarismuskritik/ http://www.saarbreaker.com/2009/09/parlamentarismus-kritik/
    .
    Und Demokratie ist überhaupt kein “Ideologieprodukt”, dagegen wehren wir uns entschieden!
    .
    Ansonsten empfehlen wir “sich selbst hin- und wieder einmal den Winston Churchill zu machen”, also die Deutschen des nächtens im inneren Monolog von außen zu sehen, eben aus angelsächischer Sicht, was ja ganz leicht ist:
    .
    Sir Churchill war ja höchstes ein 6-fach Stigmatisierter: Geboren in Blenheim Palace, von Geburt an Sprachfehler (Stotterer), fiel mit knapp zwanzig als ausgesprochenes Bewegungstalent mit Bewegungsdrang als “Base-Jumper” 8 bis 12 Meter in die Tiefe und lag danach wochenlang wie tot im Koma, konnte sich kurz darauf in keine Ordnung und Universität einfügen, wurde 2x Premierminister und erhielt den Nobelpreis für Literatur.
    .
    Aus dessen Sicht würden wir meiden, “dass auch weiterhin schon viel gewonnen wäre, wenn die Deutschen auch weiterhin zu einer leidlichen Selbstverwaltung “von alleine” fähig wären – und sonst in den größeren Größenordnungen keine Probleme machten”. (Und kluge Blogger leisteten Beiträge dazu, nicht wahr? Wären nicht, könnten nicht sich selbst über sich selbst und ihre Zeit und Lage erheben. Wofür wir Sir Winston jederzeit in den Zeugenstand rufen würden.) http://de.wikipedia.org/wiki/Blenheim_Palace

  95. Von und zu Guttenberg in der...
    Von und zu Guttenberg in der bayrischen Rüstungsindustrie? Von keinem guten Profiler der Vorschlag: Bunte Hunde mit halbseidener Vergangenheit kann man da nicht gebrauchen. Eher das Gegenteil.
    .
    Er soll Schlittschuh lernen (auf winters zugefrorenen bayrischen Seen), dann kann er noch zu “Holiday on ice”.

  96. @ Don 19.22

    "begrenzte...
    @ Don 19.22
    “begrenzte Einflussmöglichkeiten” – ja, ich denke da nur an die Heuschrecken-Stories.
    Die sollen ja auch mit ein paar % irgendwo einsteigen, danach Lobby-Arbeit von wegen Unterbewertung ist Betrug am Aktionär. Etwas später haben sie dann die Kontrolle und das Ausschlachten geht los. Das Überbleibsel darf dann zusehen wie es weiter überleben kann (Unternehmen, Gesellschaft – egal).
    Dieses Prinzip verallgemeinert findet sich imho auch in der Regierung, wo z.B. Gesetze mittlerweile selber geschrieben werden. Man sieht, viel brauchts nicht.
    “Affenzirkus” en masse und man übersieht wenn der Fuß in der Tür ist …

  97. Na, wenn die den KH Schreiber...
    Na, wenn die den KH Schreiber nehmen, sollte für den KT Guttenberg auch ein Platzerl frei sein.

  98. "zu langsam für moderne...
    “zu langsam für moderne Menschen”
    Das sieht man auch am hiesigen OLG Briefkasten (nicht dem gemeinsamen von AG und LG eine Ecke weiter) da steht irgendwas in der Richtung “keine Fresspakete” drauf. Der wiehrende Amtsschimmel hat was gegen Sporen.

  99. Irgendwo muss hiwer noch ein...
    Irgendwo muss hiwer noch ein Buch der Bertelsmann Stiftung zum Thema Nationbuilding rumstehen, aus der guten, alten Zeit unter Weidenfeld. Da gab es eine grandiose Veranstaltung unter dem Gesichtspunkt Afghanistan und wenn man dabei war, hätte man denken können, die Amerikaner und die Deutschen würden wirklich miteinander reden wollen, wie man da weiter macht. Da sassen dann alle relevanten Leute auf einem Haufen, und das Ding muss Heerscharen von Mitarbeitern auf Trab gehalten haben. Nur waren die meisten Beteiligten komplett uninformiert und auf dem Sprung, und die Wissenschaftler wurden belächelt. Zwischendrin irgendwelche Pa

  100. "dem der Wahrnehmungsverlust...
    “dem der Wahrnehmungsverlust Flügel verleiht.”
    GdP? Oder wie ist das mit den “Roten” (kommunismus assoziiere ich mit Gewerkschaft) “Bullen” zu verstehen. Statt Gummibärensaft mal lieber Heinz Schenks Zaubetrank probieren.
    Mit Beamten ist das wie mit Soldaten. Die dürfen nicht streiken. Da ist Dienst nach Vorschrift das höchste der Gefühle.
    http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_40907171
    Sonst wird ruck zuck die Beschaffung neuer “Bobbie” Cars gestrichen.

  101. 'HansMeier555, 27. Februar...
    ‘HansMeier555, 27. Februar 2011, 17:46
    @Don
    Unsere dahinscheidende Demokratie war ein hochkonzentriertes Ideologieprodukt, ihr Grundgesetz die Lightversion des Kommunistischen Manifests: Dass alle Menschen gleich sein sollen, und so fort. Entideologisierung bedeutet (strukturelle, nicht kulturelle) Refeudalisierung.’

    warum bekommen Sie dafür eigentlich nicht den auszug aus dem vortrag ‘politische bildung’ der FüAkBw: “Unter allen bisher ausprobierten Politiksystemen und unter allen ausprobierten Wirtschaftssystemen sind Demokratie und Marktwirtschaft bisher die am besten an den bestehenden menschen angepassten. Beide haben darüber hinaus den Vorteil, aus sich selbst heraus zu Veränderungen fähig zu sein, ohne die Systeme grundsätzlich in Frage stellen zu müssen, sie sind also (wie der Mensch) anpassungsfähig.” (T.H., 25. Februar 2011)??? übrigens ohne quellenangabe. scheint in eine weitverbreitete schwäche zu sein…

  102. <p>"Das alles zeitgleich...
    “Das alles zeitgleich aufkommt und generationenübergreifend Mythen zu Staub zerfallen lässt, wirft die Frage auf, ob das Schicksal mit den Figuren auch gleich uns alle loswerden möchte, die Heuchler mit den Ehrlichen, die selbsternannten Leitbilder mit den vom Glauben Abgefallenen, in deren ironischem Lächeln immer auch ein klein wenig Bedauern mitschwingt.
    .
    Aber sicher doch: Das Ergebnis der 30-jährigen Krieges war ein lang andauernder Friedenskongress, mit Notwendigkeit durchgeführt von den überlebt habenden Eliten, sowie ein um 70% entvölkertes Mitteleuropa sowie mehrere Sprachwerke: Schiller, Mann u.v.m..”
    .
    Klar ist nur eines: Die eine Welt von heute, von Wiki, Facebook, Twitter usw. braucht keine nationalen Verteidigungsarmeen mehr. Gerade auch Nordafrika hat das jetzt gezeigt. Sind dem Kapitalismus und der Marktwirtschaft viel zu teuer. Und absolut ineffizient für die zukünftig anfallenden Aufgaben.
    .
    Von daher sehen wir nur die (globale) Fortsetzung eines Vorganges (aus den USA kommend), den man evtl. als “downgraden” bezeichnen könnte: Immer preiswertere Leute können in immer engerer Abstimmung und ganz eigenständig (wichtig, weil billig) immer anspruchsvollere Aufgaben erledigen.
    .
    Und da sind Unsicherheiten, also Soldaten und Grenzen und Rüstungsindustrie auch weiter stark im Wege und werden von den historischen Kräften der globalen Märkte durch bessere Varianten (s.o.) ersetzt.
    .
    Wobei es auch hier wieder Beispiele für die deutsche Betrachtungsweise in der Vielfalt der möglichen Betrachtungsweisen gibt: http://www.dradio.de/…/1343719
    .
    [Edit: Fulltextquotes entfernt. Don]
    .

    http://www.dradio.de/…/133295

  103. "die unaufgeregt ihren Alltag...
    “die unaufgeregt ihren Alltag bewältigen und nebenher auch noch Kinder großziehen””In der Schule waren den meisten von ihnen die stromlinienförmigen Streber und Klugscheißer am verhasstesten. ”
    An T. (Nomen est Omen?) Schweiger sieht man doch deutlich was von den gegelten erwartet wird: Wenn ihr AkadmeikerINNENärsche Scheiße (war das jetzt proletarisch-fäkalisch genug) mit unseren Kindern baut (also denjenigen von denen wir Männer gnädigerweise in Kenntnis gesetzt wurden) und da geht es um einen minimalen Konsens des Anstands, dann können wir auch anders.
    Und wie wusste schon Ralf Königs “Kleines Arschloch” zum Thema Elternelchtest zu sagen: “Ich habt alle gefickt” und der Rest hat da nichts zu suchen.

  104. Kleines Arschloch ist von...
    Kleines Arschloch ist von Moers, Walter Moers. Verfasser der Ode an die griechische Vase. Grosse Literatur.

  105. werter Don, gut gefällt...
    werter Don, gut gefällt mir:
    < <<
    Alles, was den Eltern so leicht schien (bei Inflationsraten auf der Höhe der Kredite und garantiertem Lohnzuwachs in sicherer Stellung) ist heute elend schwer. Und wenn einem das nur lang egnug als Familienwaffe unter die Nase gehalten wird, kann es sein, dass Kinder in die andere Richtung gehen und sagen: Dann halt nicht!
    <<<
    .... das Problem ist, dass die elterliche "Nachkriegs+Wachstums-Generation" vom Nachwuchs stets die mindestens gleiche Leistung -gemessen in qm und EUR- erwartet.
    .
    Wir sind getrieben von diesem "Kapital", das sein Glück selbst in einem "Entwicklungsland = Nachkriegsdeutschland" gemacht hat und nun - seit mehr als 60 Jahren in Friedenszeiten- ohne "Umverteilung" (=Krieg oder Revolution)" - selbstzufrieden rumhockt.
    .
    Dieser selbstzufriedenen Elterngeneration lässt sich nur durch Auswanderung in die neuen Kolonien ("Schwellenländer") begegnen. Wer das nicht möchte oder kann, dem bietet nur der folgende Denkansatz Hoffnung, den Sie werter Don m.E. bereits konsequent kultivieren:
    .
    http://www.ftd.de/politik/international/:top-oekonomen-robert-skidelsky-schluss-mit-der-geldgier/60004202.html

  106. Ein Toter in der Villa! Heidi...
    Ein Toter in der Villa! Heidi Klum total geschockt.
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    http://a6.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash4/184317_170428629671692_100001136690433_323671_7819190_n.jpg
    .
    Jetzt kann Leyendecker einpacken.

  107. "Deshalb, mein lieber...
    “Deshalb, mein lieber Alphonso, würde sie sagen, ist es ja wichtig, dass wir Kinder bekommen: Damit es anständige Leute werden, weder bildungsfern noch heuchlerisch, weder apathisch noch verhetzend. Die B. würde ein Hohelied auf die Tugenden singen, die ihr Vater vorgelebt hat, und es ist eine tröstliche Vorstellung, dass nach dem Sturz der titanenhaften Götzen immer noch die eigene Erfahrung da ist, die feine Menschen schafft, wenn man Glück hat. ” Amen.
    .
    Blieben, aus Erfahrung gesprochen, noch mindestens zwei Gesichtspunkte:
    .
    Erstens ist man über die Ergebnisse immer wieder überrascht. (Es werden ganz eigene Menschen von, “von Höheren Mächten gewollt” eben). Und zweitens ist die Reproduktion via Generationenabfolge das historisch bewährteste Modell (garantiert, auch wenn manche es nicht glauben wollen oder bezweifeln). Von daher darf man auch Vertrauen haben, auch wenns manchmal schwerfällt.

  108. Ich verstehe die...
    Ich verstehe die Niedergeschlagenheit überhaupt nicht. Was haben wir vor einer Woche den Ägyptern so warm empfohlen? Ich selber finde es doch viel schöner, wenn sich nicht festgezurrt auf den Schienen meiner Gene unentrinnbar dem Geschick, mein Leben von der Rolle abspult. Meine Gene stellen mir einen weiträumigen Envelope, aus dem ich nicht heraus kann, innerhalb dessen aber meinem Kopf, wenn nicht alle, so doch sehr viele Welten weit offen stehen. Kultur heißt das dann. Übrigens, der mütterliche Beitrag zum Kind ist deutlich größer als der väterliche. Das Spermium ist praktisch nur ein Chromosomensatz, die Eizelle ist dagegen riesig, mit viel intrazellulärer Information. Das X- Chromosom enthält deutlich mehr Information als das sehr kleine Y- Chromosom. Mitochondriale DNA kommt ausschließlich von der mütterlichen Seite. Der Fötus wächst im mütterlichen Körper heran und in den ersten Lebensmonaten ist die mütterliche Brust das Ein und Alles. Von daher gesehen könnte man fragen, warum eigentlich der patrilineare Familienname? Es ist geschichtliche Tradition und hatte historische Gründe. Es sind gesellschaftliche Spielregeln, Vereinbarungen, die ja auch gut und schön sind, aber wer in seinem Genom die Allele für die Vortrefflichkeit seines väterlichen Stammbaums tausend Jahre zurückverfolgen will, hat sich eine große Aufgabe vorgenommen. Sachfragen angucken, Ärmel aufkrempeln, dann hellt sich die Stimmung auch wieder auf, garantiert.

  109. Vroni, Sie vergessen die...
    Vroni, Sie vergessen die zunächst mal “Aus-Prinzip-” Minderheitenposition-Bezieher.
    Als ein solcher bekomme ich aber egal ob bei Apfelsaft, Wein oder Bier das Kotzen wenn sich herausstellt daß es nicht um Gleichberechtigung sondern um Vorteile wegen Zugehörigkeit zu einer Minderheit geht.
    Kein Satanist würde auf die Idee kommen sich einen Lehrstuhl für Satanismus fianzieren zu lassen weil bei rückläufigen Kirchgänger-zahlen (letzteres Wort im doppelten ebensolchen Sinne) die – und da liegt der Trugschluß – des wegen noch lange nicht zum Islam übertreten.
    Dann schon lieber ne zackige Ansprache vom einäugigen Presseoffizier über Eschatologie am Beispiel von: Wie ich Auge um Auge den nuklearen Gegenschlag erlebte.

  110. Ich weiss gar nicht warum alle...
    Ich weiss gar nicht warum alle von Untergang reden. Transformation ist das Moto. Nun lasst dem Amis doch mal etwas Zeit und denkt immer schön dran, wir sehen alle nur die Produkte von Abläufen, die teilweise Jahre oder Jahrzehnte früher gestartet wurden.
    Wir wissen doch noch gar nicht, wo die Reise hingeht. Die bisherige Reiseleitung war doch wohl im Durchschnitt ok.
    Wir sind doch im Grossen und Ganzen gut weg gekommen oder? Man darf ja nicht vergessen das wir ´45 besiegt wurden und Generalkapitalution abgegeben haben.
    Das heist nun mal, sich fügen und tun was einem gesagt wird … na dann machen wir das doch : KT zum Bundeskanzler! Ich bin dafür …………
    Und hinter mir stehen 77% der deutschen Bevölkerung. Oder steh ich hinter denen … naja egal.

  111. Don Carlos 27. Februar 2011,...
    Don Carlos 27. Februar 2011, 19:13
    Seufz. Schon wieder am Schwurbeln, werter Don? Ich war nie an der Führungsakademie, ich formuliere meine Texte selber (immer im Bewusstsein, dabei natürlich vom geistigen Gut weit Grösserer zu zehren) und ich verdiene seit 1986 mein Geld in der freien Wirtschaft. Freies Erfinden und freischwebendes Unterstellen sind übrigens weiter verbreitet als fehlende Quellenangaben. Vor allem unter Pseudonymen im Netz …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  112. nauplius 27. Februar 2011,...
    nauplius 27. Februar 2011, 17:54
    “… Bei dem Versuch, zu verstehen, was denn die Menschen im Kopf haben, wenn ihnen ein titulierter Familienname begegnet, …”
    Da brauchen Sie gar nicht tief zu graben. Im Normalfall – eine “König Artus” oder ähnliche Verfilmung. Edle Ritter, züchtige Burgfräulein, der Sieg des Edlen, Schönen und Reinen über das Niederträchtige, Finstere, Gemeine. Die Sehnsucht des Menschen nach einem Nicht-Menschen in der grauen Alltagsrealität.

  113. @Holly01 " Die bisherige...
    @Holly01 ” Die bisherige Reiseleitung war doch wohl im Durchschnitt ok.”
    Auch wenn das ironisch gemeint war, im Ergebnis stimmt das. Und wenn die “Amis” tatsächlich echten Einfluss auf die Auswahl eines Kanzlerkandidaten hätten, wäre Wiliy Brandt wohl nie Bundeskanzler geworden – die Realität ist immer ernüchternd, so es um den tatsächlichen Einfluss der “Grossen und Mächtigen” geht. Ja, ich werde vom Vatikan, dem Grosskapital und dem CIA bezahlt …

  114. Bitte bei einem Nick bleiben....
    Bitte bei einem Nick bleiben.

  115. "reinen Geldmacher...
    “reinen Geldmacher (Kaufleute)” Wohl auf dem Bazar zu Bazra feilschen gelernt oder was? Bereitstellen von Produkten an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt und alles was damit zusammenhängt. Nicht Logistik sondern die Organisationseben drüber.

  116. Noch ein Bonbon, lieber...
    Noch ein Bonbon, lieber Filou.
    .
    http://www.sueddeutsche.de/karriere/peter-haeberle-guttenbergs-verzweifelter-doktorvater-1.1065414
    .
    (Aber bitte nicht losheulen).

  117. @ ThorHa 21:14 : Willi hat...
    @ ThorHa 21:14 : Willi hat etwas getan, zu dem Adenauer nicht fähig gewesen wäre. Der Kniefall in Warschau, die Ostverträge und die Besuche in der DDR mit entsprechendem Zuspruch der Massen.
    Man muss ein kalkulierbares Risiko eingehen, wenn man bestimmte Ergebnisse erzielen will.
    Manchmal blinkt der name auf wenn man fragt : was will ich erreichen und wer wäre dazu fähig.
    Johannes Paul der VI hat schliesslich auch einen grossen Beitrag zum Ende des kalten Krieges beigetragen.
    Das er die Kirche 300 Jahre zurückgeworfen hat, ist da eher Beigabe als Hauptargument (auf politischer Sicht, bevor BertholdIV sauer wird).
    .
    Bedenklich finde ich nur das Pisa so weit geht. Eine alte deutsche Familie ist nicht dazu in der Lage ihren Spross sauber zu installieren. Trotz gutem Umfeld und matereill ausreichenden Mitteln.
    Armes Deutschland.

  118. Victor I. A. Zugvogel@: Ach...
    Victor I. A. Zugvogel@: Ach was diese Organisationen bekommen gerade die Reiß-Beisserchen gezogen. Kapitalismus und der Marktwirtschaft in der gewohnten Form, auch die aus der sog. linken Perspektive gesehen, werden sich in Asche verwandeln,
    wie der erledigteseiner Zeit real existierende bürokratische Sozialismus.
    Nein, nein nicht der vielbeschworene lachhafte “Dritte Weg” wird´s sein.
    Wiki, Facebook, Twitter sind lediglich die unumgänglichen Katalysatorschäumchen.
    Das legt sich das Getue.
    bloodyArmy@: Ungeheuer sachlich, genau so hättens wir gern. Vielleicht so richtig
    hipig mit Leolook und so, genau: prollig. Genau so lachhaft.

  119. Nochmal: Einen Nickname...
    Nochmal: Einen Nickname aussuchen und dabei bleiben. Alles andere ist unhöflich.

  120. Die Feinheit in der...
    Die Feinheit in der Gemeinheit
    .
    @auch einer: Sie erkennen nicht die Feinheit in der Gemeinheit. Oh, das reimt sich („Die Gemeinheit in der Feinheit“, kann es ob des Mangels an Feinheit, nicht heißen). Also. In dem man nun so tut, als wäre es nur ein Problem der Akademiker, die sich da nämlich so aufregen, über das was der Guttenberg da gemacht hat, wo er doch so ein guter Verteidigungsminister sei, und ein Edelmann sowieso, wird der Mob in seinen Vorurteilen gegenüber der Intelligenz (endlich) bestätigt. Es darf doch mal gesagt sein! Nicht wahr? Oder wie es die Frau Kanzler ausdrückte: Ich hab ihn nicht als Doktor eingestellt (naja: sinngemäß)…Genau diese Ebene der Verteidigung ist eine im höchsten Maße reaktionäre, auch wenn dabei ein gewisses Klientel, nämlich das konservative, brüskiert wird.
    .
    Aber auch das wird in Kauf genommen. Denn die Konservativen gehen der Merkel-Regierung eh schon auf die Nerven. Recht geschieht ihnen also. Jetzt dürfen sie mal erleben, hier im Westen gar (!) was so eine richtige „Volks“demokratie ist. Eine zum Wohlfühlen. Und da der Gysi dem Guttenberg empfehlen wollte, sich wie ein Adliger (von früher) zu verhalten, in dieser Peinlichkeit, schlussfolgere ich, dass die Linke hier zum Wildern in einer falschen Ideologie verführt wird. Und genau das ist für mich als Linker unerträglich. Es gehört sich einfach nicht, als Linker da den „Wertkonservativen“ raus zu kehren. Das ist billig und es geht nach hinten los. In all meinen Beiträgen habe ich hervor gehoben, dass der Guttenberg nicht als Mann von Adel vorzuführen ist, sondern als Bourgeois. Als einer, der die Privilegien seiner Klasse sehr wohl nutzt, nur sind das nicht die Privilegien der Aristokratie. Es ist eine verquere Sicht auf die Geschichte, wenn man die Epochen durcheinander bringt.
    .
    Es ist eine Gunst der Stunde, auch und gerade für linke Kritik. Dennoch eine nicht ungefährliche. Wenn die Linke sich hier prinzipienlos verhält, wird sie nicht nur nichts erreichen, sondern den größten Schaden davon tragen. Die Herrschenden wissen das. Und sie spielen daher all ihre Trümpfe aus.
    .
    Wir müssen diese bürgerlich-bürokratische Seilschaft aufdecken, die da so skrupellos ihren eigenen Titel opfert – dem Ganzen wegen. Und das Ganze ist die bürgerliche Herrschaft (nicht nur in Form dieser Regierung!), die, die da vor aller Augen so in die Krise treibt. Die Legitimation der Macht (begründet auf dem alten Mythos um das Herrschaftswissen) wird zugunsten der Notwendigkeit der Erhaltung der Macht aufs Spiel gesetzt. Der Mythos wird entschleiert, dennoch wird das Herrschaftsverhältnis nicht in Frage gestellt, sondern nur neu „formuliert“. Zumal die Bürokratie auch ohne Doktor kann. Das wissen wir längst. Das ist reinstes Poker, übelster bürgerlicher Pragmatismus. Und zugleich die freche „Ideologie“ von Emporkömmlingen, Hochgedienten. Ministerialbürokraten, die da ihre gefüllten Fleischtöpfe verteidigen. Mit allen Mitteln.
    Im Übrigen: Den (Wert-)Konservativen stinkt das natürlich, denn diese Frechlinge mausern sich auf ihre Kosten. Dennoch sind sie nicht in der Lage dem ernsthaft was entgegen zu setzen. Denn sie sind das Problem, nicht die Lösung.

  121. @Devin08:
    Wo haben Sie denn in...

    @Devin08:
    Wo haben Sie denn in der aktiven Politik einen echten Wertkonservativen gesichtet?

  122. @HansMeier: „das Problem...
    @HansMeier: „das Problem ist, dass die engagierten und besseren Leute gar nicht mehr zum arbeiten kommen, weil sie sonst im Gehechel zurückfallen.“ Völlig einverstanden. Es ist genau dasselbe wie mit den Turbokühen mit der ewigen Euterentzündung oder den magersüchtigen Skispringern: man züchtet völlig vereinseitigte, nicht selbständig lebensfähige, zu Substanzaufbau und –erhaltung unfähige Arten heran. Totalvermassung, und die Maximalextreme werden genommen. In gewisser Weise kam zuerst die Vermassung des Adels (wenn ich Plindos’ Hinweis auf den Vorlauf des Absolutismus mal aufnehmen darf) am Hof Louis XIV, dann die Vermassung der Arbeiter in der Industrialisierung, und jetzt haben wir eine Vermassung der Akademiker.
    @Holly: weil Sie „Atlantikfraktion“ erwähnten. Das dürften wohl die letzten ihrer Art sein, so wie das Davoser Treffen vermutlich in den kommenden Jahren einschlafen wird.
    @DA: oh yeah, Thinktanks von Telcos… was ist auch das?
    @Rigisbunt: also die Spielkinder auf computerbase haben mich nicht überzeugt von der Richtigkeit Ihrer Einteilung. Die ist schon ein bißchen spezieller. Obama bspw. ist Jahrgang 61, die Generation Golf (nach meinem Verständnis eine „Zwischengeneration“) eher 65-69.

  123. @Filou
    und das nochmal...

    @Filou
    und das nochmal nachgeschoben: Der Professor hat die Arbeit betreut, lange nachdem er schon emeritiert war. (Das ist nicht unüblich). Als Schnucki den Text einreichte, was Häberle schon 73 und vermutlich kein virtuoser Internetnutzer.
    .
    Trotzdem ist es blamabel, aber gerade deswegen ist es ja auch so eine Schweinerei: Schnucki hat sich extra einen arglosen eitlen alten Mann ausgesucht, um den mit seinem Charme übers Ohr zu hauen ganz genau wie so ein Anlagebetrüger.

  124. ThorHa, da kann man mal sehen,...
    ThorHa, da kann man mal sehen, wie lange dieser spruch schon unabgewandelt und stets gleich durch die sphären kreisen muß. wahrscheinlich wurde der schon seit den ersten tagen der FüAk in den hirnen implementiert und von dort aus multipliziert.

    aber die frage war, warum HM555 nicht damit malträtiert wurde, während er an den grundfesten unserer demokratie rüttelte.

    ‘schwurbelkönig’ ist übrigens ein ganz schweres geschütz…

  125. nauplius@: Warum das...
    nauplius@: Warum das Patriarchat so schön funktionierte? Na, das Motiv und die kongruente Ausführung waren doch sehr erfolgreich und praktisch ;-) Nach dem Motto: Never change a winning horse. Aber das Changement ist schon im vollen Gange, möglicherweise in eine unvorhergesehene Richtung.
    perfekt!57@: Pflichte Ihnen gerne bei. Da können weder Kondome noch Pillen gegen an. Diese “selbstverwirklichten Kneifenden ohne Nachkommen”, ob Männlein oder Weiblein werden, als vor sich hingreinende Zombies, demnächst und zwar in Kürze, die Altenheime und Kliniken bevölkern. S. Aldous Huxley “Brave New World”.
    Unser allseits verehrter DA ausgenommen, weil er sich´s doch noch kurz vor Toreschluß anders überlegen wird, wetten das?
    ..
    Herrlich, wie das hier argumentativ kunterbunt zugeht.

  126. @ThorHa
    Noch ein Unterschied...

    @ThorHa
    Noch ein Unterschied zu Wörner: Dem konnte man die verteidigungspolitische Kompetenz wirklich nicht absprechen. Und er wollte nie Kanzler werden. Und er mußte im Amt gehalten werden, damit er zur Nato wechseln konnte.
    .
    Aber wohin kann Schnucki jetzt noch wechseln?

  127. Die Leute von denen Herr zu...
    Die Leute von denen Herr zu Guttenberg abschrieb, gehören damit automatisch zur zitierenswerten Klasse. Ich gehöre nicht zu seinem Klientel, von mir hat er nix abgeschrieben. Eigentlich ein sehr beruhigendes Gefühl.

  128. ThorHa, 21,09, danke. Ich...
    ThorHa, 21,09, danke. Ich finde das einen sehr guten Punkt, ganz nah dran: St. Michael zertritt das Gewürm, oder Arthur, Roland, die christlichen Könige Iberiens. In Cordoba im paradiesischen Garten sind sie zu sehen, wunderbar stattlich, wirklich. Diese Versuche, gut, edel, schön, hell und heldenhaft hierhin zu packen und alle düstere Niedertracht dorthin, damit wir endlich mit dem Hammer draufhauen und siegen können, funktioniert auf der Leinwand immer. Auf der Erde gibt es dann leider immer irgendjemanden, der die Zeche zahlt. Soll ja schon mal vorgekommen sein.
    Es gab ja auch schon mal einen anderen Gedanken: Hell und dunkel in sich selbst und jedem anderen gleichermaßen akzeptieren. Dann wird das Leben schöner.
    Devin08, es ist mir ein Rätsel, wem solche Kategorien irgendetwas helfen können. Und mal wieder etwas ganz Fürchterliches: Alois Hahn hat einen wunderbaren Artikel zu Konsensfiktionen in solchen menschlichen Zusammenschlüssen geschrieben.

  129. @Plindos
    .
    Sogar der Almöhi...

    @Plindos
    .
    Sogar der Almöhi hatte am Ende seinen Brüllaffen.

  130. colorcraze@ Dank für die...
    colorcraze@ Dank für die Erwähnung. Ihre Fortführung des Gedankens finde ich treffend, auch den angedeuteten Conter-Bum gegenüber Rigisbunt. Solche Ausschliessungszenarien halte ich noch nicht einmal für verwegen, sondern schlicht für überholt.
    HansMeier555@: Es lohnt nicht mehr, er verdient nur noch Mitleid, ebenso der angezählte Herr Minister samt angezählter Protektorin. Letztere wird es nur noch nicht wahrhaben wollen. Wie die FAZ.Net richtig heute bemerkte: Die Kanzlerin und die C-Parteien sitzen in der von Herrn K.Th. z. G.s angerichteter Geiselfalle. Ein fulminanter Rohrkrepierer, um es militärisch auszudrücken. Aber die Opposition wähnt sich allzu Siegessicher, ihr Problem ist nicht minder gravierend.

  131. @ HansMeier555 22:32 : Wer so...
    @ HansMeier555 22:32 : Wer so eine Arbeit selbst schreibt, so einen Lebenslauf selbst abfasst und solche Verteidigungsreden so abarbeitet, der wartet, bis ihm gesagt wird, wo es hingehen soll.
    .
    @ colorcraze 22:11 : Ich schreibe die noch lange nicht ab. Die Amis haben erstmal alle Handelsplattformen unter ihre Kontrolle gebracht, die für die Industrieländer relevant sind.
    Der “Zufall” des politischen Umbruchs in Nordafrika ist ganz sicher harte Vorbereitung “gedankt” und es wird weiter gehen.
    Die Rohstoffpreise explodieren weiter und die Amis stehen immer dreist lächelnd da und halten die Hand auf. Die Amis machen locker 100 Milliarden pro Monat und lassen die ganze Welt für ihre Schulden schwitzen.
    Der Derivatemarkt ist mittlerweile so gross, dass die Amis die ganze Welt kaufen können. Nun ich denke weniger wird es auch nicht sein.
    Es ist demokratisch, jeder hat die Wahl : Revolution oder Verkauf.
    Wir sollten da schön im Schatten der Stars&Stripes sitzen bleiben und auf doof machen, weil ja keiner wirklich weiss wie man reagieren könnte.
    Also, machen wir alle für 2€ ein dummes Gesicht und staunen …… über KT z.B.

  132. @Köstlich: ich finde den...
    @Köstlich: ich finde den Artikel aus der FTD furchtbar nichtssagend. Selbstverständlich kommt der Mensch ohne Erwerbssinn aus, das wußte doch schon Lafargue, und Max Weber überlieferte das Jammern der ersten Industrialisierungsversuche, als die Arbeiter schlicht wegblieben, nachdem sie genügend Geld eingenommen hatten (sie waren recht bescheiden und wollten lieber weniger arbeiten als mehr haben).

  133. Devin08@: Sie spielen leider...
    Devin08@: Sie spielen leider Blindekuh, ich sags zum wieder holten Mal. Ihre sog. Linke ist inexistent, die Linken von 68 sind entweder in Pension (via Fleischtöpfe) oder haben sich wg. NichtzuEndeDenkens ins Knie geschossen. So ein Nachläufer aus der Schule von Adorno wie Herr Prof. Habermas lässt sich doch nur noch mit Preisen (sei´s ihm gegönnt) überhäufen, der große erwartete Wurf kam nicht. Herr Prof. Sloterdik mit seiner kritischen Ironie kann auch keinen Hund mehr hinterm Ofen hervorlocken. Es läuft ein ganz anderer Film vor unseren Augen ab. Mehr demnächst in diesem Theater der (längst fälligen) Abrechnungen. Frischer Wind und Durchzug allenthalben.

  134. @Don Carlos:
    "aber die frage...

    @Don Carlos:
    “aber die frage war, warum HM555 nicht damit malträtiert wurde, während er an den grundfesten unserer demokratie rüttelte.”

    Tja. Wahrscheinlich, weil ich in pessimistischen Stunden nicht so weit von seiner Grundanalyse (Refeudalisierung) entfernt bin, es ist die typische Weltsicht eines im Herzen Konservativen (Veränderung als Verfall). Ihre Polemik gegen die Verteidiger des Bestehenden erinnerte mich dagegen stark an die vollkommen realitätsfernen Utopien theoretischer Weltveränderer an den Unis, mit denen ich mich vor langer Zeit rumschlagen durfte. Und die ausserstande waren, die Ruinen des damals stärksten weltverändernden Impulses zu sehen, lange bevor die Mauern fielen.

    “‘schwurbelkönig’ ist übrigens ein ganz schweres geschütz…”
    Spricht für Sie, wenn Sie es so empfinden. War Ihrer Polemik angemessen. In dem Beitrag, auf den sich das bezog, haben Sie mir letztlich die Fähigkeit zum Denken abgesprochen… Was das “schwere Geschütz” angeht, habe ich hier doch Rücksicht auf den durch DA vorgegebenen Ton zu nehmen versucht. In anderen Zusammenhängen hätte das eine lustvolle Gegenpolemik ausgelöst.

  135. @Plindos
    Ich halt auch nix von...

    @Plindos
    Ich halt auch nix von dieser Opposition.
    .
    Beim Gucken der BT-Debatte am Mittwoch ist mir mal wieder so richtig aufgefallen, wie miserabel es um die rhetorische Kunst in unserer res publica bestellt ist. Das kommt davon, dass bei uns vor Gericht keine Geschworenen entscheiden und dass die Leute nicht mehr in die Kirche gehen, um PRedigten zu hören. Es gibt keine Rhetorik mehr.
    Herbert Wehner hätte den Schnösel aus dem Stegreif dermassen zusammengefaltet, daß die Zeitungen seine REde absatzweise hätten zitieren müssen. Auch Joschka Fischer hätte den Kniff gefunden, ihn zum Gespött zu machen.
    .
    Trittin dagegen steht ja wirklich da wie Gymnasiallehrer vor seiner wilden Klasse.
    .
    R.I.P.: Schnucki war eigentlich ein netter Kerl, lieb und harmlos im Vergleich zu denen, die nach ihm kommen werden. Hauptsache er gründet jetzt keine Landesbank in Franken.

  136. Werter Don Alphonso,

    eine...
    Werter Don Alphonso,
    eine Frage. (Nochmal.) Über Hinweise würde ich mich freuen.
    “Doch die Plagiatsvorwürfe um seine Doktorarbeit aus dem Jahr 2006 setzen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (39, CSU) stark unter Druck.”
    Zitat aus der Bildzeitung, dem Fachblatt zu allen Fragen zu Guttenberg, gefunden im Netz mit Datum 27.02.2011 – 16:25 Uhr
    “Die fertige Dissertation wird bei der fachlich zuständigen Fakultät eingereicht, die das Promotionsverfahren eröffnet und einen Promotionsausschuss bestellt.”
    Zitat aus der Wikipedia
    Laut GuttenPlag Wiki ist zum Beispiel Seite 16 der Doktorarbeit übernommen aus: Dr. Barbara Zehnpfennig, “Das Experiment einer großräumigen Republik.” In: FAZ, 27. November 1997.
    Wie kann man eine “fertige” Dissertatuion im Jahr 2006 mit einem Ziatat aus dem Jahr 2007 einreichen? Und ich vermute jetzt mal nicht, dass Frau Dr. Zehnpfennig bei Guttenberg abgeschrieben hat.
    Kann es sein, dass es bis Ende 2007 keine “fertige”, also vollständige, Doktorarbeit gegeben hat?

  137. @HansMeier555 27. Februar...
    @HansMeier555 27. Februar 2011, 21:32
    Was Wörners Kompetenz angeht, stimmt. Sowohl menschlich als auch professionell allerdings war die Handhabung der K. Affäre unter aller Sau.

    Was Guttenberg angeht, rate ich zu distanzierter Betrachtung. Sollte nicht aus noch unerwarteter Richtung nachgelegt werden können, ist die Affäre für ihn fast ausgestanden. Daran werden auch noch so viele Empörungsschreie von Doktoren nichts ändern, die Wissenschaft hatte mehr Einfluss, als die Zahl von Promovierten deutlich kleiner war (vermutlich deshalb). Das Thema ist im wesentlichen durch, bis Mitte nächster Woche nur noch Nachhutgefechte in sich besonders getroffen fühlenden Medien (faz vorneweg, war immer die Leib- und Magenzeitung der Professoren Deutschlands). Natürlich nimmt die Politik insgesamt erneut Schaden (vor allem bei den Gebildeten), aber das nehmen Politiker aller Farben seit Jahrzehnten schulterzuckend in Kauf.

  138. @Holly01: aber wie wollen sie...
    @Holly01: aber wie wollen sie die Welt weiter zwingen, Geschäfte in Dollar abzuwickeln, wenn die entsprechenden Weltgegenden das einfach nicht mehr wollen?

  139. @Holly01: Scheinblüte würde...
    @Holly01: Scheinblüte würde ich das nicht nennen, eher leichte Stabilisierung.

  140. Die bleiernen, romantisierten...
    Die bleiernen, romantisierten 70ziger mit Rheingold-Kultur-RAF und Wehrsportgruppen-Attitüde sind Vergangenheit. Die Deutschen befinden sich in den 80zigern des letzten Jahrhunderts. TopGun Cruise/Gutti/Scientology/MiamiVice “anything goes” Feeling.
    Gleich kommt die Zarah und floetet unserem kleinen Pimpf KT ob der laienhaften Inszenierung ein “Davon geht die Welt nicht unter” ins Kontor.
    Der pariert aus seiner familienorientierten Vergangenheit schizophren. Das Volk goutiert es. Schließlich kennt der Mob das Schauspiel aus Babelsberg/Hollywood.
    Wir warten auf den Endsieg mit Happy End und nicht auf das Bildungsbürgertum.

  141. "Hätten sie nur, wünscht man...
    “Hätten sie nur, wünscht man sich, den Mund gehalten, ein Vorbild, oder wenn es Probleme gibt, auch ein Bemühen angesichts des Versagens gelebt, ein stetig strebendes Bemühen, statt diese mit Feindbildern und Abgrenzungen angereichterten Scheinideale” – das ist schön gesagt. Wollen wir es nicht einfach besser machen – und schweigen über diese unsäglichen Leute? Ich meine, so Typen wie Guttenberg oder Sarrazin, die gibt es überall, beispielsweise im eigenen Kollegenkreis – aber man setzt sich doch nicht freiwillig mit ihnen an einen Tisch in der Kantine!

  142. @ colorcraze 23:08 und 23:15 :...
    @ colorcraze 23:08 und 23:15 :
    habe ich doch geschrieben, Revolution oder Verkauf, man hat in der Demokratie immer die freie Wahl. Die USA sind die grösste Militärmacht der Welt. Sie können Ihrem Militär nicht die Schnürsenkel erneuern, aber wenn es drauf ankommt, setzten Sie es trotzdem ein.
    Müssen die Amis in diesem Fall aber garnicht.
    .
    Stabilisierung……. naja man hat einige tausend Milliarden weltweit investiert, um die Delle auszugleichen und mit dem Rückgang der Staatsinterventionen kommt analog der “Aufschwung” zum erliegen.
    Ok, dieses Mangel an Dynamik mag man auch Stabilisierung auf hohem Niveau nennen können.
    Für die Amis wird das jedenfalls recht spannend und damit auch für uns.

  143. wieso gibt er, Guttenberg,...
    wieso gibt er, Guttenberg, eigentlich nicht auch seine weiteren namensbestandteile zurück und nennt sich künftig “Karl Berg”?

  144. übrigens hat Mutti auch...
    übrigens hat Mutti auch einen. Und seltsamerweise hat se sich für ihre Doktorarbeit – sie hat ja Physik studiert – ein doch recht chemisches Thema rausgesucht. Und seltsamerweise ist der Herr Gemahl ein Professor für Chemie. Im Vorwort dankt sie jenem Herrn für die “Durchsicht” der Arbeit…. Naja, ich denke, Guttenberg hat alles Recht der Welt, auf die Uni Bayreuth sauer zu sein: Erst wird er dazu überredet, sich einen Doktortitel anhängen zu lassen (als kleine Erkenntlichkeit fürs Gespendete) und dann teilt man ihm so ne Niete von Ghostwriter zu. Ich könnte mir vorstellen, dass man ihm in Bayreuth was Gutes tun wollte und ihm die Promoviererei praktisch aufgedrängt hat (keine Angst, lieber Gutti, Sie müssen gaaaar nix tun….. nein nein, kein Zeitaufwand für Sie…. wir machen das schon….) Naja, ist meine These zum Thema – und? Meinungen hierzu?

  145. @ malena 01:08 :
    Da driften...

    @ malena 01:08 :
    Da driften wir schnell in den Bereich der Ehrabschneidung. Allgemein denke ich ein Jurist der mitten in einer Doktorarbeit steckt und grundsätzlich überfordert ist geht zu seinem “Doktorvater”.
    Das ist der Weg für Menschen mit Rückrad.
    Nach einem ernsten Gespräch wird die Arbeit ruhen oder man findet eine andere Lösung alá : “ich nehme was Sie da so haben und schau mal drüber”.
    Nach der kurzen -allgemeinen- Frage ob der Probant etwas gegen etwaige Änderungen hat und ob der Doktorvater die extra vermerken soll, ist das Gespräch mit der Übergabe der Arbeit dann beendet.
    Im Falle eines Stifterssohnes mit äusserst respektabler Familie und starker Bindung zur Uni würde die Arbeit den Anforderungen des Doktorvaters genügen.
    Der frischbackene Doktor wäre anschliessend selbst erstaunt, wie nahe er doch an der Lösung war.
    Rückfragen, keine.
    Gespräche, keine.
    Andere Beteiligte, schon gar keine.
    Spende im Nachhinein, auch keine, man will niemanden beschämen.
    Das Problem bei solchen Sachen ist nämlich, Menschen sind neidisch und quatschen.
    .
    So stelle ich mir das vor, aber ich lese auch gerne englische Roame.

  146. @Holly01, danke für die...
    @Holly01, danke für die Erläuterungen. Wenn es so gewesen sein sollte, wenn der Doktorvater nach einem solchen Gespräch sich der Arbeit lediglich “erbarmt” hat und die Sache durchwinken wollte, dann wäre es für Guttenberg wie Doktorvater wirklich maximal dumm gelaufen. Und tatsächlich ergibt die Version Sinn: Der etwas ältere Doktorvater, der google und das Interesse an einer Doktorarbeit weit unterschätzt hat und ein Doktorand, der einfach bloß froh war, die Arbeit endlich vom Tisch zu haben und mit dem halbgaren Stückwerk von Zitatensammlung so glatt durchgekommen zu sein. Und dass man innerhalb von 6 Jahren den roten Faden verliert und nicht mehr genau weiß, was man am Anfang geschrieben hat, was zu beweisen war usw. kann ich eigentlich ganz gut nachvollziehen.

  147. Ist das auf dem dritten Bild...
    Ist das auf dem dritten Bild häusliche Gewalt seitens der B. oder probiert sie ein neues bildgebendes Verfahren aus, um an seine Amygdala heranzukommen?

  148. ...möchte man, Thomas...
    …möchte man, Thomas Bernhard leicht inkorrekt zitierend, anmerken. Von der geistig-moralischen Wende zum geistig-moralischen Ende. Erosion im Zeitraffer. Erschütternde, aber kenntnisreiche Innenansichten hinter wohlanständigen Fassaden. Wären es Häuser, um die es ginge – man käme um eine Kernsanierung wohl nicht mehr herum. Wäre es ein herunter- und in die Jahre gekommenes Gemälde – und nach schlechter Malerarbeit riecht es verdächtig: könnte man noch wirklich guten Gewissens empfehlen, die Löcher im moralischen Flickenteppich zu stopfen? Es scheint doch mehr so zu sein wie bei Löchern in einem Damm: das wird nicht mehr besser, und die Dinge müssen ihren Lauf nehmen. Hier ein Leak, dort ein Spalt, am Ende lauter Teile, und es fällt auseinander, was nicht mehr zusammenhält.
    Kein Deichgraf, der noch etwas von seinem Amt versteht, kein gütiger Gott, der die Fluten teilt um sein auserwähltes Volk ins gelobte Land heimzuführen. Und doch, wo ein Exodus, da auch ein Moses und weitere tüchtige Männer und Frauen. Aus Trümmern und Ruinen stehen starke Geschlechter wieder auf.

  149. Ich finde es es lächerlich,...
    Ich finde es es lächerlich, wie sich der dritte Stand über diese “Titel” aufregt. Diese Spießbürger! Der eigentliche Skandal besteht darin, dass es heute selbst für einen Grafen notwendig ist, einen bürgerlichen “Titel” zu führen um die ihm gebührende gesellschaftliche Stellung zu erlangen. Ich bin daher für eine umfassende Besitzreform bez. landwirtschaftlicher Güter und zwar in den Grenzen von 1792!!

  150. @Diter_Rot
    .
    Es gibt zwei...

    @Diter_Rot
    .
    Es gibt zwei Fassungen, die Abgabeversion, die er 2006 bei der Uni eingereicht hat, und die gedruckte Ausgabe, die 2009 bei Duncker&Helmholtz erschien.
    .
    Vor Veröffentlichung werden Manuskripte meistens nochmal überarbeitet, Fehler getilgt, stilistisch geglättet, ggf. auch noch neuerschienene Literatur mitverwertet.
    Das ist legitim und auch erwünscht.
    .
    Es kommt auch vor, dass zwei Leute unabhängig von einander fast zur selben Zeit am gleichen Thema arbeiten, ohne von einander zu wissen. Kurz vor Fertigstellung fast die eigene Arbeit (geschrieben (nicht plagiiert) von jemand anderem) im Neuerscheinungsregal zu finden, ist der Alptraum jedes Doktoranden.

  151. @ThorHa
    .
    Das mit Wörner war...

    @ThorHa
    .
    Das mit Wörner war Staatsräson. Der wurde wirklich gebraucht, und nicht als Wahlkämpfer, nicht wegen seiner Umfragewerte. Und der Dicke hat ihn mit seiner Autorität beschützt, auch wenn es weh tat. Aber der Dicke hatte auch im eigenen Laden viel mehr Autorität als Merkel. Aber das war nicht die Regel. Lambsdorff, Barzel, Boenisch und andere sind ziemlich rasch zurückgetreten.
    .
    Wer aber liebt Schnucki wirklich? Westerwelle kann jetzt seine Rache kalt genießen. Schnucki hat ihn zu oft gedemütigt. Das ist auch so ein typischer Fehler. Der jüngste im Kabinett und gleich diejenigen provozieren, die ihm 20 Jahre politischer Erfahrung voraushaben. Ohne dringenden Grund, nur aus Spaß. Weil die Groupies das toll finden.

  152. “Wenn einer, der mit Mühe...
    “Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vögel wär’, so irrt sich der!” Wilhelm Busch
    zwei geklonte brüder im geiste kämpfen um die macht des einen (der andere hat sie von fr. springer sowieso)
    > http://commonman.de/wp/?page_id=2582
    > http://commonman.de/wp/?page_id=1428
    die ähnlichkeit ist unverkennbar
    was übrigbleibt ist scham aus der humor erwächst
    > http://commonman.de/wp/?page_id=2538
    > http://commonman.de/wp/?page_id=2372

  153. Da hier ab und zu Bemerkungen...
    Da hier ab und zu Bemerkungen zu Anachronismen in der Zitationsweise unseres eingesprungenen Guglbergers getroffen werden – eine kleine Zusatzinformation zu einem Tatbestand, der mE noch nicht berücksichtigt worden ist: Diskrepanzen zwischen der Erstfassung der KT-Disqualifikationsschrift (2007) und der Druckfassung (laut Vorwort Ende 2008). Es sieht so aus, als ob die allermeisten Klauereien schon in der begutachteten Erstfassung standen – aber eben nicht alle! Soll heißen: KT hat auch bei der Überarbeitung munter weiter “adaptiert” und nicht nur jüngste Lit. (zB seines Zweitgutachters Strienz 2008) nachgeschoben. Das wiederum wirft die von den Bayreuther Juristen wortreich überspielte Frage auf, warum sie nicht zuerst auf die Promotionsordnung rekurriert haben, sondern gleich auf § 48 BayrVerwverfGes. Im übrigen ist es üblich, daß eine “Summa cum laude” benotete Diss ohne inhaltliche Änderungen druckfähig ist – das ansonsten erforderliche “Imprimatur” durch die Gutachter (nach Wiedervorlage der überarbeiteten Diss) ist quasi schon mit der Höchstnote erteilt.

  154. Es ist übrigens erschütternd...
    Es ist übrigens erschütternd zu sehen, wie wenig sich die öffentliche Meinung an offizielle Sprachregelungen hält. Gerade die akademische Gilde, und unter ihr ganz besonders der ehrwürdige Stand der Juristen, fällt derzeit mit Äußerungen auf, da riebe sich so mancher Abwahnwütige freudig die Hände: Da ist die Rede von Vorsatz, da wird offen infrage gestellt, dass es sich um reine Fehler und nicht um bewusstes Plagiat handelt, da fällt das Wort Betrug ganz ungeniert, da ist die üble Rede von Urheberrechtsverletzung – all das so, als gäbe es weder die Gegendarstellung des Betroffenen und als fehlte noch eine entsprechende eindeutige Feststellung durch den Promotionsausschuss der zuständigen Universität, deren Namen ich nicht nennen möchte, allerdings nicht aus rechtlichen Gründen, sondern aus ästhetischen, und ein wenig auch aus moralischen Erwägungen… schließlich ist der Schaden ja schon groß genug, wenn er auch noch nicht so gänzlich absehbar ist.
    Das deutsche Hochschulsystem, Humboldt, Preußenehre und Gloria… passé, perdu…

  155. Ich vermute, da legen es...
    Ich vermute, da legen es manche darauf an, die Causa Guttenberg vor Gericht zu erledigen: Sollte Guttenberg nicht klagen – Pech für ihn, dann muss er damit leben. Sollte er dagegen klagen – Pech für ihn, dann bekommt er es eben richterlich zu hören. So oder so, er kann nicht gewinnen.Im Prinzip dürfte es sowas wie die öffentliche Ohrfeigung sein, die wir gerade erleben. Und Guttenbergs Nichtreaktion nach der öffentlichen Ankündigung im Bundestag spricht Bände.
    .
    Was die Nachträge und Nachkopien anch 2006 angeht, wird die Verteidigungslinie sein, dass man noch wichtige Nachträge einarbeiten musste, um das Buch aktuell zu halten. Allerdings sehe ich das Problem auch, wobei man eruieren müsste, ob so etwas nicht gar von der Universität abgenickt wurde, so sehr sie Guttenberg auch sonst entgegen kamen. Von der SZ erwarte ich mir da übrigens wenig Aufklärung, da verteidigt man den Doktorvater al.s Betrogenen, der zu grossherzig war.

  156. @LIBERTASNUNC 28. Februar...
    @LIBERTASNUNC 28. Februar 2011, 07:47
    Bei etwa 100 Seiten mit nicht gekennzeichneten Zitaten erübrigt sich die Frage nach Vorsatz. Es gibt dafür nämlich nur drei plausible Möglichkeiten – Vorsatz, geistige Unzurechnungsfähigkeit oder Ghostwriter. Bei zwei Seiten übrigens wäre mein Urteil anders ausgefallen, das der Standesjuristen wohl ebenfalls.

  157. @Don
    Klar, die SZ dreht die...

    @Don
    Klar, die SZ dreht die Mitleids-Schiene jetzt um. Nicht nur der Minister hat Frau und Kind, die unter dem Skandal leiden.

  158. @Don
    Das Vier-Augen-Gespräch...

    @Don
    Das Vier-Augen-Gespräch Guttenbergs mit seinem Anwalt stelle ich mir auch lustig vor.
    Irgendwer in seinem engten Vertrauten- und Familienkreis muß ich doch mal die Nachricht überbringen dass ihm kein Mensch glaubt und auch sie selber ihm nicht glauben. Auch seine Eltern und seine Frau werden von ihm doch irgendeine Erklärung haben wollen, was da gelaufen ist.
    .
    Dass er seine Leugnungs-Haltung dort einfach ausknipsen kann und sagt: “Na klar hab ich das zusammengepfuscht, aber nach außen hin werde ich das einfach nicht zugeben und alles aussitzen, darum wundert euch nicht.” — also das kann ich mir dann doch nicht vorstellen.

  159. ThorHa, der konservativismus,...
    ThorHa, der konservativismus, d.h. die verteidigung bzw. die akzeptanz des bestehenden beschränkt sich in bundesdeutschland auf eher politisch vorgegebene punkte:
    – ohne amerika und die eu sind wir nichts,
    – föderalismus ist unantastbar,
    – das schulsystem muß dreigliedrig sein und der länderhoheit unterliegen,
    – hochschulen/universitäten dürfen nicht ‘verschult’ sein,
    – subventionen sind richtig, denn ohne gäbe es noch mehr arbeitslose,
    – lohnzurückhaltung sichert arbeitsplätze,
    – vor den wahlen wird immer gelogen, trotzdem wählt man irgendeine etablierte partei,
    – gerichtsverhandlungen dauern lange und ihr ergebnis ist nicht vorhersehbar,
    – erfolgreiche lokalpolitik äußert sich im zugang zu fördermitteln,
    – der staat kann nicht pleite gehen.
    obwohl es sich um grundsätze mit ewigkeitsanspruch und einen halt sichernden rahmen zu handeln scheint, erzeugen diese ‘leitlinien’ des denkens einen permanenten zwang zur improvisation, einen ständigen impuls zu stetiger veränderung, einen verlust an leistungskraft, einen unglaublichen verschleiß, ständige unrast und unsicherheit sowie letztendlich einen verlust an lebensfreude, daß es zwanghaft wirkt, in diesem zusammenhang von konservativen werten zu sprechen. es erzeugt ein chaos und eine haltlosigkeit, die mit ‘freiheit’ und ‘verantwortung des einzelnen’ bezeichnet werden, was irgendwie zynisch und vorsätzlich boshaft wirkt. insofern besaß der begriff ‘verteidigung des bestehenden’ eine eher negative konnotation.

    die neigung zum feudalismus deutet jedoch eher auf einen konservativismus im sinne von verstetigung, ruhe, gelassenheit, selbstsicherheit, berechenbarkeit, vorhersehbarkeit, stärke und durchsetzungsfähigkeit. zustände, die nur jemand ablehnen kann, der aus ihrem nichtvorhandensein einen nutzen zieht oder nicht erkennen kann, daß eine gewisse ordnung mindestens ebensoviele chancen bei größerem wohlbefinden für alle bietet als das chaos. die monarchie in deutschland war nicht gerade fortschrittsfeindlich. aber sie war zum schluß zu sehr instrument und sündenbock für die eigenen bestrebungen der generalität und des parlaments, als daß sie die erorderliche ordnung (im sinne einer systematik, nicht unterdrückung) hätte aurechterhalten können.

  160. Das Problem mit der...
    Das Problem mit der Realitätsverweigerung haben in Bayern auch noch andere:
    .
    http://www.infranken.de/nachrichten/bayern/Horst-Seehofer-Norbert-Lammert-Kritik-Karl-Theodor-zu-Guttenberg-Plagiatsaffaere-Guttenberg-Affaere-Seehofer-kritisiert-Lammert;art179,135730
    .
    Scheinbar ist Seehofer nicht ganz zufrieden mit den nicht ganz geschlossenen Unionsreihen. Sehr bayerrisch, das alles.

  161. Stoiber ist auch noch ein...
    Stoiber ist auch noch ein volles Jahr lang als Zombie herumgelaufen.
    .
    Aber irgendwo wartet schon eine Frau Pauli.

  162. Das einzig schlechte am...
    Das einzig schlechte am Skandal ist, dass die FDP davon profitieren wird.

  163. Horst Seehofer ist nun schon...
    Horst Seehofer ist nun schon gezwungen zu dekretieren “Es bestehen nicht die geringsten Zweifel, dass die Unionsparteien geschlossen hinter einem Minister Guttenberg stehen!”. Das klingt nach Gutsprech aus dem Wahrheitsministerium – Orwell lässt grüßen. “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!” (oder einen Minister zu fällen)…
    Das Volk hört die Signale und fängt schon mal an zu spekulieren, wer die Neuen im Bundeskabinett sein werden. Die ganze Truppe muss ja neu aufgestellt werden, die Front bricht ja wo man hinschaut. Wer wird das Rückzugssignal geben? Auch für dies gilt ja: wenn es zu spät kommt, wird die Schlacht verloren.

  164. ziemlich hart, vllt wurde er...
    ziemlich hart, vllt wurde er vergessen von der csu?
    http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/plagiat-zu-guttenberg-professor-lepsius-ID1298652527365.xml

  165. Schavan rudert schon heftig...
    Schavan rudert schon heftig zurück. Sie ärgert sich, dass sie letzte Woche nicht einfach die Klappe hielt.
    Zwar will auch sie ihm scheinheilig eine “zweite Chance” geben, aber dabei weiß sie genau, welcher Teil ihrer Aussage in die Schlagzeile kommt.
    .
    “Scham”: Dieses Begriffsfeld wurde jetzt betreten.
    .
    Langsam wird es für SPON mal Zeit, den Herrn Friedrich Merz anzurufen. Und ihn dabei auch gleich nach der Euro-Krise zu befragen…

  166. Das wird nicht reichen. Ich...
    Das wird nicht reichen. Ich vermute, da geht es jetzt zu wie unter Mubarak, wo sich viele fragen, was ihr Gewinn ist, und was der Verlust sein kann. Gerade der “wissenschaftliche Hilfskraft”-Sager war ein ganz schwerer Fehler, und ich frage mich, ob sich Merkel dadurch nicht unlösbar an den Guttenbergab gebunden hat.

  167. @malena
    danke, endlich steigt...

    @malena
    danke, endlich steigt jemand in mein lieblingsthema in diesem blogg mit ein. ja bei mutti ist es viel spannender… ich muss mich mal auf der frühjahrstagung in dresden umhören, was die, die mutti kennen, dazu sagen…

  168. och nöö, nicht friedrich...
    och nöö, nicht friedrich merz! argumentiert stets herablassend und persönlich, beschränkt sich auf die herabsetzung fremder argumente, ohne eigene zu haben oder durchsetzen zu können, läßt sich aber in der eigenen partei ins abseits schieben und haut dann beleidigt ab. wer braucht einen französischen panzer mit zehn rückwärtsgängen und nur einem vorwärtsgang?

  169. Kein feiner Zug von Beckstein...
    Kein feiner Zug von Beckstein am Protegee seines Meuchlers:
    .
    http://www.stern.de/politik/deutschland/plagiatsaffaere-guttenberg-es-wird-einsam-um-dr-googleberg-auch-in-der-union-1658583.html
    .
    Jaja, die CSU. Sie ist, wie sie ist.

  170. @HansMeier555
    "Es gibt zwei...

    @HansMeier555
    “Es gibt zwei Fassungen, die Abgabeversion, die er 2006 bei der Uni eingereicht hat…” – ist diese erste Fassung einsehbar? Kommt so eine “Erstfassung” in ein irgendwie zugängliches Archiv?
    (Schließlich wurde doch die “Erstfassung” bewertet, oder?)
    “Noch neuerschienene Literatur mitverwertet”? In der Einleitung? Ohne Hinweis darauf, dass jetzt noch was ganz tolles und wichtiges erschienen ist, was unbedingt nachgereicht werden müsse?
    Und irgendwo anders stand zu lesen, dass der, der nachbessern müsse, automatsich sich für die Bestnote disqualifiziert hätte…

  171. <p>@Don Carlos</p>
    <p>Oha, da...

    @Don Carlos
    Oha, da machen Sie ein Fass auf. Ohne das hier weiterführen zu wollen (falsche Gabel), in folgenden Punkten war ich in meiner aktiven Politzeit an den Hochschulen dann wohl nicht konservativ:
    – föderalismus ist unantastbar,
    – das schulsystem muß dreigliedrig sein und der länderhoheit unterliegen,
    – hochschulen/universitäten dürfen nicht ‘verschult’ sein,
    – subventionen sind richtig, denn ohne gäbe es noch mehr arbeitslose,
    – vor den wahlen wird immer gelogen, trotzdem wählt man irgendeine etablierte partei,
    – gerichtsverhandlungen dauern lange und ihr ergebnis ist nicht vorhersehbar,
    Trotzdem schlage ich vor, dass wir das in diesem Fred nicht weiterverfolgen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  172. Ein Hinweis auf eine...
    Ein Hinweis auf eine Selbstdemontage:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748031,00.html

  173. <p>@DA</p>
    <p>Alles...

    @DA
    Alles Nachhutgefechte. In denen sich die vorsichtigeren Unionsgranden schon mal von Guttenberg absetzen, ohne ihn allzu offenkundig ans Messer zu liefern. Solange Partei-,Regierungs- und Fraktionsführung an ihm festhalten, ist er nicht in Gefahr. Man muss in die jetzt hochgespülten Meinungsäusserungen der zweiten Unionsgarde nicht zuviel hineingeheimnissen …

  174. Noch ein Hinweis: weshalb der...
    Noch ein Hinweis: weshalb der unterdurchschnittliche G. überhaupt promovieren “durfte”:
    http://www.presseportal.de/pm/2790/1773749/der_tagesspiegel
    .
    Die Partei, die Partei, die hat …

  175. Gut, aber etwas einseitig....
    Gut, aber etwas einseitig. Fügen sie dem Katalog der Werte noch soziale Gerechtigkeit hinzu und schon wird klar, das es hier nicht um konservative Werte geht, sondern um die Werte der Gesellschaft an sich und den Umgang damit.
    Missbrauch, Heuchelei sind keine konservativen Eigenschaften, sie finden sich bei allen Ehrgeizigen, egal ob konservativ oder nicht, sobald sie ihre Masstäbe anderen aufzwingen.
    H.

  176. Jetzt aber raus mit der...
    Jetzt aber raus mit der WAHRHEIT.
    Wo ist mein Held, der Ghostwriter, der diesen akademischen Aufschneider gerade so richtig standesgemäß vorführt – und zwar gerade noch rechtzeitig, bevor er weiter lächerlicherweise als zukünftiger Bundeskanzler gehandelt wurde.
    Stehen nicht in der F.A.Z. diese kleinen Anzeigen: “Ich schreibe Ihre Doktorarbeit.”? Da wird er sich wohl beworben haben. Und der Typ konnte diesen Quacksalber wohl überhaupt nicht leiden und dachte, dem zeig ich’s jetzt mal.
    Uns Deutschen reicht’s langsam mit den ganzen selbstherrlichen, an der Krankheit des übersteigerten Geltungsbedürfnisses leidenden Psychopathen in der Politik.
    Sollen sie doch erst alle einmal zum Psychologen wandern, bevor sie in die Politik gehen dürfen. Die Zurechnungsfähigkeit muß erst einmal offiziell festgestellt werden! Zum Schutze von uns Deutschen ist das aus geschichtlichen Gründen schon mehr als wichtig, recht und billig. Ich frage mich, wie lange dauert das noch, bevor der zu gehen hat? Jeder andere in einem Unternehmen Entlarvte müßte sofort seinen Hut nehmen und hätte im realen Leben keine allzu große Chance mehr auf eine Karriere. Man stelle sich nur mal vor, er hätte abgeschrieben und zwar von einem, der jetzt sein Kollege ist, wie wäre das denn?
    Das Ganze hat jetzt Vorbildfunktion, dessen sollte sich unsere Kanzlerin endlich bewußt werden, sonst wandern noch mehr fähige Leute aus diesem Land ins Ausland ab, wo es solche Possen nicht gibt. Sie wäre gut beraten gewesen, hätte sie den Verteidigungsminister sofort abgesetzt.
    Und dann erst seine Erklärung “…als junger Familienvater überfordert…” – das war dann an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten, was ist er doch für eine Memme, ein Schlappschwapp…..

  177. Vor hundert Jahren hätte Herr...
    Vor hundert Jahren hätte Herr Gabriel (SPD) getroffenen Äusserung vor dem Reichs-tag: “Er ist ein Hochstapler!” stante pedes eine Forderung, Herr Gabriel wäre sicher als satisfaktionsfähig angesehen worden, erhalten oder aber der Beschimpfte hätte kurzentschlossen eine andere Wahl getroffen……
    O tempora, o mores!

  178. Vielleicht ist Doppelmoral...
    Vielleicht ist Doppelmoral nicht unbedingt ein absolutes Privileg der Privilegierten, aber es scheint ein, hmmja, Talent zu sein, dass in bestimmten privilegierten Kreisen besondere Pflege erhält.
    .
    Weitere Beispiele? Vergleichbares geschieht z.B. auch im inzwischen beinahe gutbürgerlichen Haus eines bekannten Alarmisten und islamfeindlichen Statistikverdrehers, der zusammen mit seiner pädagogisch eher ungeeigneten Ehefrau im Fall des eigenen Nachwuchses mit dem schönen Vornamen Richard ebengenau das produziert und erzeugt haben, wovor sie andere und unser ganzes Land warnen, bei Gefahr der angeblich eigenen Vernichtung, falls diese anderen gegenüber zuviel Toleranz üben sollten. Wirklich:
    .
    Verrückte Welt.

  179. jan fleischhauer in SPONs...
    jan fleischhauer in SPONs schwarzem kanal: ein maulwurf von bild?

  180. Mich ärgert ein wenig, dass...
    Mich ärgert ein wenig, dass Lepsius mit der Ausrede, die Universität Buyreuth sei einem Betrüger “aufgesessen”, unwidersprochen durchkommt. Zwischen Kooperieren und Aufsitzen besteht schon noch ein Unterschied.
    .
    Und ich bezweifle auch, dass Lepsius einen Doktorvater, der eine zusammengepantsche Plagiatesuppe kriecherisch mit “summa cum laude” durchwinkt, wirklich für so “honorig” hält, wie er behauptet.
    .
    Widerwärtig ist das schon, wie das betrügerische Dreigestirn Guttenberg, Häberle und Lepsius ganz selbstverständlich das Gleiche tut: sich dreist in Unschuld waschen.

  181. <p>John Dean@:Haben Sie das...
    John Dean@:Haben Sie das Buch, des von Ihnen so abfällig als “Alarmisten”, Herrn Thilo Sarrazin, bezeichneten, schon einmal angefasst von weniger etwa gelesen? Haben Sie vielleicht auch zufällig die unverschämte Haltung und die Äusserungen eines ausländischen allerhöchsten Politikers in Düsseldorf in einer öffentlichen Versammlung dieser Tage bezüglich einer ehemaligen Immigrantengruppe (tüchtiger und rechtschaffener Menschen), deren Mitglieder im grösseren Umfang deutsche Staatsbürger sind, im TV gehört und gesehen? Versuchen Sie doch einmal eine ähnliche Rede öffentlich in jenem Land zu halten, dem Sinne nach: Keine Christen, kritische Journalisten, mehr zu ermorden und die Mörder endlich vor ein ordentliches Gericht zu stellen, eine sehr, sehr große Bevölkerungsgruppe nicht mehr militärisch und kulturell zu unterdrücken, sowie eine Geschichtsrevision bezüglich eines Riesenmassakers, verübt an einer uralten anderen Bevökerungsgruppe im Jahre des Heils 1917 in Mesopotamien, vorzunehmen. Sie würden wirklich und wahrhaftig ein blaues Wunder erleben. Wenn jener “Alarmist” ein islamfeindlicher Statistikverdreher ist, dann sind Sie ein Hypokrit!

  182. <p>@manuelito: Kann sein, aber...
    @manuelito: Kann sein, aber er kommt eh eine Woche zu spät mit seinem Gestammel. Deo könnte er auch gebrauchen; zuvor wäre ihm jedoch anzuraten, sich den Fäkalgeruch unter den Armen wegzuwaschen.

  183. <p>@sterne</p>
    <p>.</p>
    <p>Da...

    @sterne
    .
    Da behaupten Sie etwas, was Sie nicht wissen.
    Die Plagiatprüfung gehört nicht zum normalen Prüfungsverfahren. Häberle war schon 73 und gehört nicht zur Google-Generation. In diesem Alter nimmt auch das Gedächtnis ab. So einem Freiherrn traut man Betrug nicht zu. Die Arbeit war tatsächlich eine geschickte Collage.
    .
    Es bleibt eine Blamage. Vielleicht sollte man in diesem Alter auch keine Arbeiten mehr betreuen. An eine Komplizenschaft der Profs glaube ich aber nicht. Das war eine Mischung aus Eitelkeit, Schleimerei, Faulheit und Arglosigkeit.
    .
    Wären die Herren aktiv involviert gewesen, wäre es anders gelaufen. Dann wäre das Ding nie und nimmer bei Duncker&Helmholtz erschienen, sondern im Selbstverlag und läge heute ungelesen im Tiefmagazin der Uni-Bibliothek.

  184. <p>@plindos: Ach was, vor...
    @plindos: Ach was, vor über 100 Jahren lief in einer beutepreußischen Universitätsstadt (ich sage nur – Bierkriege) das anstandswauwauige Rencontre zwischen beleidigtem Machthaber und kränkendem Möchte-gern-Mitredner keineswegs nur auf Pistolen oder schwere Säbel hinaus. Szene in einer Kneipe: Ein junger schneidiger Leutnant fühlt sich am Ehrenschwänzchen geschnippelt, tritt vor den Tisch bürgerlicher Honoratioren und verlangt Satisfaktion. Daraufhin steht der alte Germanistikprof auf, dreht sich um, hebt seinen Bratenrock und läßt einen fahren. “Hier, mein Herr, haben Sie meine Antwort!”. Brüllendes Gelächter, zwei stämmige Bierknechte rücken dem Schnösel ruhig auf den Pelz, der wiederum retiriert mit puterrotem Kopf …

  185. <p>@sterne </p>
    <p>Und Sie...

    @sterne
    Und Sie dürfen auch den kulturellen Faktor nicht vergessen. Zwischen Professor und Doktorand kann sich schon ein privates, freundschaftliches Verhältnis einstellen, mit gemeinsamen Spaziergängen, Klatsch über Kollegen und so weiter.
    Und da erwart man eben keinen Betrug. Wenn der junge Baron bei Ihnen im Büro sitzt und Sie mal kurz austreten müssen, dann schließen Sie ja auch nicht vorher die Schublade zu, damit er nicht das Portemonnaie klaut, während Sie weg sind. Das ist einfach undenkbar.
    Da kann man sich als Dieb nicht hinterher drauf rausreden, “er hätte die Armbanduhr halt nicht so provozierend auf dem Tisch liegen lassen dürfen”.
    .
    Der Ehrbegriff der (bürgerlichen wie adligen) Gesellschaft beruht ja darauf, dass man dem anderen (Ehren-)Menschen ein Grundvertrrauen entgegenbringen kann, das kleinliche Kontrollen überflüssig macht.
    .
    Eben darum ist der Vorfall so brisant. Guttenberg hat jetzt keine Ehre mehr. Müsste er in irgendeinem Prozeß als Zeuge vor Gericht (oder vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuß aussagen , so wäre es für den Anwalt der GEgenseite kein Problem, seine Glaubwürdigkeit anzuzweifeln.
    .
    Aber so weit muß es nicht kommen. Auch an Kabinettstischen wird gestritten. Schwer vorstellbar, dass seine Kollegen sich das Argument Nr.1 verkneifen.

  186. <p>@manuelito: Nicht alles,...
    @manuelito: Nicht alles, was schwarz und blind ist und sich im Dreck wühlt ist ein Maulwurf.

  187. Bezüglich der...
    Bezüglich der Anwaltsgeschichte scheint mir bemerkenswert, dass zwar die deutschen Medien einheitlich die Online-Berichterstattung gelöscht haben, nicht aber die der Schweiz.
    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/leute/In-seinen-Ohren-klingt-Vaters-Sozialkritik-wie-ein-Hohn/story/28324524
    Ich habe generell in den letzten Jahren den Eindruck, das Lesen Schweizer Medien wird wichtiger. Die Anwaltsgeschichte ist nicht wirklich wichtig, aber beispielsweise die Eurokrise.

  188. "Vielleicht ist Doppelmoral...
    “Vielleicht ist Doppelmoral nicht unbedingt ein absolutes Privileg der Privilegierten, aber es scheint ein, hmmja, Talent zu sein, dass in bestimmten privilegierten Kreisen besondere Pflege erhält.”

    Den Unsinn kann ich nicht mehr hören. Ein Beispiel (von hunderten aus meinem erweiterten Bekanntenkreis):
    Autofahrt als Mitfahrgelegenheit. Fahrer schimpft auf der Fahrt über “die da oben”. Und lässt sich wenig später genüsslich darüber aus, wie er sein neues, wunderbares Autoradio finanzierte (nämlich über nackten Versicherungsbetrug). Auf meine Anmerkung, er verhalte sich exakt wie “die da oben”, nur eben im Rahmen seiner Möglichkeiten, flog ich aus dem Auto. Dass der einfache Mann etwa gut, gerecht, aufrecht und anständig sei, ist für die Märchenstunde. Was man besonders gut an jenen Aufsteigern aus ganz kleinen Verhältnissen erkennen kann, die es nach ganz oben geschafft haben … Nein, Doppelmoral, Heuchelei, fehlende Selbstkritik und Selbstbetrug sind Volkssportarten! Das macht das Verhalten einiger “die da oben” nicht besser – aber es sollte unsere eigene Moralüberhöhung in der Empörungsschleife in Grenzen halten.

  189. "An eine Komplizenschaft der...
    “An eine Komplizenschaft der Profs glaube ich aber nicht. Das war eine Mischung aus Eitelkeit, Schleimerei, Faulheit und Arglosigkeit.” Mag sein, HansMeier555, mag sein.

  190. specialgeyer, Lepsius will...
    specialgeyer, Lepsius will seinen Häberle schützen. Das ist alles. Sobald der Betrügerdoktorand erledigt ist, kommt aber der Betrügerdoktorvater an die Reihe. Aufgesessen ist so glaubhaft wie “nicht bewusst betrogen”.

  191. Der Verlag in dem besagte...
    Der Verlag in dem besagte Dissertation veröffentlicht wurde heißt aber Duncker & Humblot, mit Sitz in Berlin seit altersher. Der Verlag hat diese Diss., soweit mir bekannt ist, mittlerweile aus seinem Verzeichnis gelöscht.
    Im übrigen wird die Diskussion hierüber langweilig, d. h. aber nicht Schwamm drüber.

  192. ...
    http://www.faz.net/s/Rub1ED0C280BBA14ACAB16800E2F760DF3E/Doc~E980FC446E8E9434687F407E07744151A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    ja schwandorf. nur weil der landkreis unter waa zeiten rot war, muss man das als revanchefoul nicht so heftig treiben.
    aber die uni bayreuth ist da nicht die einzige csu durchsetzte organisation, fh amberg-weiden etc…

  193. Meine Güte, was haben die...
    Meine Güte, was haben die Bürger komische Aufassungen von Professoren!
    .
    Na ja, bis zum ersten Staatsexamen scheint die Uni Bayreuth Schnucki ja angemessen benotet zu haben. Das muss man jetzt auch mal zur Kenntnis nehmen.

  194. Das ist Merkels Konflikt,...
    Das ist Merkels Konflikt, nicht Guttenbergs. Erst einen neuen Führer aufbauen und bei dessen akademischen Freitod den Endsieg für die Bundeswehr ausrufen…; ich halte die Frau für gefährlich. Sorry!

  195. Don Alphonso,
    was bedeuten...

    Don Alphonso,
    was bedeuten eigentlich die “Buchstaben?” “Römische Zahlen?” “Zeichen?” im
    ersten Bild A L x L 5 oder Y L x L ?
    Danke

  196. Wenn G. 50% seiner...
    Wenn G. 50% seiner BAföG-schulden erlassen wurden, war er auch unter den besten 25% seines Jahrgangs.

  197. 'Erhellend sind die Studien...
    ‘Erhellend sind die Studien über Guttenberg als Wirtschaftsminister – ein skurriles Kapitel seiner Karriere, denn wenn man den Autoren glauben darf, hatte Guttenberg denkbar wenig Ahnung von seinem Metier. Seine Referenz, im eigenen Familienbetrieb Erfahrung gesammelt zu haben, erweist sich als Windei. Das Familienvermögen verwaltet heute der jüngere Bruder – damit erübrigt sich die deutsche Erbschaftssteuer – in einer österreichischen Stiftung.’ (http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenberg-biographie-auf-dem-sonnendeck-der-titanic-1.1066174) – demnach anscheinend auch so einer, wegen dem sie jede daten-cd über deutsche bankkunden im ausland mit steuerzahlergeld kaufen müssen, um sie unter das steuergeheimnis fallen lassen zu können. wie kann man politiker eines landes sein, dem man seine steuergelder nicht gönnt…?

  198. @Diter_Rot
    .
    Die erste Fassung...

    @Diter_Rot
    .
    Die erste Fassung wird vom Doktoranden normalerweise in drei (?) Exemplaren eingereicht. Von denen landet dann eine im Archiv, eine in der Seminarbibliothek, eine im Bücherschrank des Professors. Oder so.
    .
    Bei der Uni Bayreuth müsste die Abgabeversion für jedermann, der das will, einsehbar sein. Geheimhaltung gibt es nicht – normalerweise ist auch eine Frist vorgeschrieben, in der die Arbeit (zwischen Abgabezeitpunkt und Prüfungstermin) an der Fakultät “ausliegen” muß, damit jeder INteressierte hineinsehen kann. (Etwa wenn Kollegen das Gefühl haben, dass Professor X einen schwachen Kandidaten durch die Prüfung mogeln will, können sie auch in die Arbeit reingucken und ggf. Einwände erheben).
    .
    Macht aber normal kaum jemand, alle haben so schon zuviel zu tun.

  199. auch @ HansMeier555
    .
    Kann...

    auch @ HansMeier555
    .
    Kann denn in diese erste Fassung nicht mal jemand reingucken und berichten? Da würde sich doch einiges klären lassen, denke ich. (Da ich in Berlin (ach) lebe und mein Nick durchaus auf meine Profession verweist… )
    .
    All das Getue – und so wenig Recherche…

  200. @Diter_Rot
    .
    Die Uni Bayreuth...

    @Diter_Rot
    .
    Die Uni Bayreuth wird sicher beide Versionen verglichen haben, bevor sie eine Entscheidung fällte. Auch hat Guttenberg nie behauptet, ein anderes Manuskript eingereicht zu haben.
    .
    Eine andere Erklärung kann sein, dass viele Arbeiten in mehrmals neuaufgelegt werden. Der in der 2009er Fassung aus einer 2007er 3. Auflage zitierte Text kann schon 2001 in einer 1. Auflage erschienen sein.
    .
    Anonsten glaube ich, dass er von sich aus bald hinschmeißt. Ohne Glamour und ohne kreischende Groupie-Journalisten macht ihm der Job keinen Spaß mehr.
    .
    Er wird drei Tage im Büro über der Bundeswehrreform brüten (mühevolle Kleinarbeit!), sich langweilige Vorträge anhören und am vierten Tag der Mutti eine SMS schreiben.

  201. @Diter_Rot
    Nehme an, die...

    @Diter_Rot
    Nehme an, die Originalversion wird derzeit streng unter Verschluß gehalten. Nicht wegen GEheimhaltung, sondern als Beweismittel, das jetzt bitte nicht verschwinden darf.

  202. …und verzweifelt hoffen alle...
    …und verzweifelt hoffen alle Merkels und co auf die nächste Sau, die durch Deutschlands Dorf tiegern wird und endlich vom Thema Gutenberg ablenkt. Wer oder was aber bloß könnte endlich die nächste Sau sein?

  203. Militärtputsch?...
    Militärtputsch?

  204. raison d`etat: so,so.
    Frau...

    raison d`etat: so,so.
    Frau Merkel könne „durchaus“ Erregungen und verletzte Gefühle in der Wissenschaft über Guttenbergs Doktorarbeit verstehen. Sie komme aber zu einem anderen politischen Schluss.

  205. yast2000@: Das Huhn hat den...
    yast2000@: Das Huhn hat den Korn nicht gefunden, aber der blinde Säufer!

  206. @HansMeier555
    .
    Es würde die...

    @HansMeier555
    .
    Es würde die Verantwortlichen der Universität Bayreuth erst Mal entlasten, wenn sie eine “reale” Arbeit von Gutenberg aus dem Jahr 2006 auf den Tisch legen könnten.
    .
    Zweitens könnte sich genauer ein Bild gemacht werden, auf welcher Grundlage Guttenberg dann Anfang 2007 geprüft wurde… und die damalige Einleitung der Arbeit zu lesen könnte auch aufschlussreich sein.
    .
    Und zur vorzeitigen Führung eines Dr. Titels (auf Antrag) berechtigt nur eine “druckreife” (was immer das ist) Arbeit… Also sollte aus Anfang 2007 eine solche Version beim Verlag (real) vorgelegen haben. Hat da mal jemand nachgefragt?

  207. geehrte Arabella ...
    geehrte Arabella 17:10
    vielen Dank für lhre netten Worte aus einem anderen Blog, ich hätte
    niemals erwartet wir wären jemals einer Meinung, aber in diesem Fall
    vertrete ich auch voll lhre Seite und hoffe akademischer Betrug ver-
    sagt und die wahre Wissenschaft obsiegt.
    ln meinem Fall handelt es sich um Naturwissenschaften, aber das muss
    ja nicht unbedingt schädlich sein. herzliche Grüße, sp4

  208. Müsste schon was im Inland...
    Müsste schon was im Inland sein. Oder Revolution in China. Ein paar arabische Volksaufstände interessieren auch schon lang keinen mehr. Vor diesem KLangteppich ist es wirklich schwer, den richtigen Skandl zu finden.
    .
    Ausserdem: Die Wut geht von den Akademikern aus, und die lassen sich nicht so leicht ablenken.
    .
    .
    .
    Äh, ich hab’s: Das Eingeständnis von Habermas, dass auch er in der SS war. Das könnte helfen.

  209. Mal ganz ehrlich, über was...
    Mal ganz ehrlich, über was wird hier eigentlich geredet?
    Fakt ist doch, dass Guttenberg als VORBILD für junge Menschen in diesem Land UNTRAGBAR geworden ist, das müßte doch auch Frau Merkel endlich mal sehen.
    Außerdem muß man bezüglich seiner angeblichen Befähigung mal die tatsächlichen Leistungen zur Kenntnis nehmen: Erstes Staatsexamen nur mit befriedigend, wo in der freien Wirtschaft in adäquaten Positionen Prädikatsexamina verlangt werden. Kein zweites Staatsexamen, wohl bereits unfähig oder zu faul dafür. Sondergenehmigung für die Doktorarbeit… und nochmal zur Erinnerung: ” …als junger Familienvater überfordert…!” laut eigenen Aussagen.
    Als Frau und Mutter muss ich da wirklich laut schallend lachen. Sind nicht die Kinder immer noch recht klein? Hat er diese Phase also auch noch nicht hinter sich gelassen! Hat er sich dadurch nicht obendrein noch selbst für sein jetziges Amt weiter disqualifiziert. Und kann hier in Deutschland eigentlich jeder Depp, der sonst nirgendwo unterkommt (siehe allein seine angeführten angeblich so tollen Praktikastellen) unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Minister werden? Man muss es doch mal auf den Punkt bringen: Wir leben derzeit in einem Land mit extremem Werteverfall, in dem Unternehmer sich erlauben, aus Profitgier vorsätzlich Dioxin ins Tierfutter zu mischen und bei der Bevölkerung Krebserkrankungen verursachen, vorwiegend katholische Pfaffen sich an der Jugend vergreifen (schnell mal im Anschluss in den Beichtstuhl huschen und dem Kollegen die eigene Sünde beichten und alles ist wieder in bester Ordnung! -und morgen wird gleichwohl weiter gesündigt, wie’s bei den Katholischen so üblich ist), Wohlhabende den Hals nicht voll genug kriegen und ihr Geld kriminell an der Steuer vorbei ins Ausland auf geheime Konten schieben, und zwar im großen Rahmen. Steuergelder also für Kinderbetreuungsstätten und Bildungseinrichtungen und vieles mehr nicht zur Verfügung stehen. Sonst könnten wir uns nämlich zum Beispiel den Import von Akademikern aus dem Ausland sparen, denn unsere Akademikerinnen taugen auch was, wenn man sie nur lassen würde – und wenn die Betreuung der Kinder gewährleistet wäre.
    Früher hieß es: Wer nichts wird, wird Wirt. Und heute könnte man reimen: Entgegen jeglicher Kritik, bleib in der Politik! Es wird in Deutschland – soviel zum derzeitigen Werteverfall – gelogen, betrogen, geheuchelt und als Ausrede nur mit Dummschwätzerei reagiert (man höre Herrn Guttenberg nur mal genau zu).
    Was sollen unsere Kinder da noch für einen redlichen Weg einschlagen, wenn so ein Baron Münchhausen, oder wie ihn Trittin nannte, Felix Krull, scheinbar schadlos ohne Konsequenzen für seine abgekupferte Doktorarbeit – in politischer Öffentlichkeit – im Amt bleiben darf. Der Tenor und das Signal sind doch für die normalsterbliche Öffentlichkeit – Frau Merkel, jetzt lesen Sie mal ganz genau mit -, dass jeder Politiker, der lügt, betrügt, heuchelt und dummschwätzt mit keinen Konsequenzen zu rechnen hat. Damit ist Lügnern und Betrügern auf der höchsten Ebene Tür und Tor geöffnet, ohne selbst Schaden nehmen zu müssen. Frau Merkel, Sie sind dafür bekannt, nicht gerade die Schnellste zu sein, was Ihre Entscheidungsfähigkeit angeht, aber langsam sollten Sie doch endlich mal richtig reagieren, zur Tat schreiten und die Entlassungspapiere unterschreiben. Damit Deutschland ein Land bleibt, in dem es auch weiterhin mit richtigen Dingen zugeht. Ansonsten packen Sie am besten gleich mit Ihre Koffer – wegen eigener Unfähigkeit.
    Was schrieb doch gleich Laurence J. Peter: In einer Hierarchie steigt jeder bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit auf. Und diese ist in diesem Fall bereits erreicht. Fragen Sie mal die Jugend, Gymnasiasten oder Studenten, die zukünftigen Eliten dieses Landes! Kindermund tut Wahrheit kund: “Der muss gehen und ersetzt werden!” Und was, wenn er bei einer zukünftigen Krise in seiner jetzigen Funktion eine Fehlentscheidung mit tödlicher Folge zu verantworten hätte…Was sagen Sie dann den Witwen, Witwern, Kindern und Eltern der Soldaten? Es tut mir sehr leid, aber ich hätte es doch früher sehen müssen…er ist halt doch nur ein Blender und ein unfähiger Politiker….oder, ich hatte nur gerade keinen besseren Minister… oder …oder… oder. Wo bleiben da in Deutschland noch die Moral und die Ethik, Frau Merkel?

  210. @colorcraze: Ich finde es...
    @colorcraze: Ich finde es bemerkenswert, dass ein englischer Ökonom wider den american way of life und die Smithsche Freihandelsdoktrin argumentiert. Nun der ist auch nicht mehr so jung und karrieregeil wie unser Herr von und zu Militärputsch.

  211. Nebennebeneinschub: Wenigstens...
    Nebennebeneinschub: Wenigstens stehe ich mit meiner Haltung nicht allein da.
    http://nachrichten.t-online.de/integrationsdebatte-kritik-an-tuerkischem-ministerpraesidenten-erdogan/id_44665724/index

  212. Andere Leute heissen...
    Andere Leute heissen “Windhorst” und kriegen trotzdem ne immer wieder ne Chance.

  213. uni-truth, was soll ich sagen?...
    uni-truth, was soll ich sagen? Wer Frau Merkel länger beobachtet, sollte davon nicht sonderlich überrascht sein. Die gleiche Störung lag schon beim Aufruf der Atomlobby für billigen Strom vor, diesmal ist es halt noch eine Runde weiter gedreht.

  214. HM555, der war gut. Und...
    HM555, der war gut. Und gemein!

  215. Noch nie hat jemand mit so...
    Noch nie hat jemand mit so wenig Aufwand und auf so harmlose Weise die Republik so sehr auf die Knochen blamiert.
    .
    Wißt ihr, was ich glaube? Der Schnucki Eulenspiegel ist in Wirklichkeit einer von uns.

  216. sterne, hansmeier555: Ich...
    sterne, hansmeier555: Ich würde nicht sagen, dass Häberle die Diss. des Plagiators aus Dämlichkeit mit dem “summa” bewertete. Er war betagt, ok, aber nicht senil, sondern, wie aller, er seelbst besonders, immer sagen: ein toller Hecht. Und um die Schwächlichkeit der Diss. zu erkennen, brauchte es kein Google. War aber Eitelkeit der Beweggrund? Sich eines illustren Doktoranden rühmen zu wollen? Häberle ist aber Profi in Sachen Eitelkeit. Die Eitelkeit mit dem “summa” unklug zu überziehen, hätte der bei aller Ruhmseligkeit kaum gebracht. Ein “Der Freiherr ist mein Doktorand, aber kein Licht” wäre eitle Rede genug gewesen.
    .
    Wäre es denn ausgeschlossen, dass Häberle etwas ganz anderes anzielte? Dass er geschickt eine Zeitbombe in Guttenbergs Lebenslauf setzte, die, mit dem lockenden Köder “summa” versehen, eines Tages hochgehen musste? Sicherlich, die Explosion hatte zwingend Häberles wissenschaftlichen Tod mit zur Folge. Aber das schließt nichts aus – der erste Selbstmordattentäter dieser Welt wäre er nicht.

  217. sp4, immer gern, aber mit dem...
    sp4, immer gern, aber mit dem Besen.

  218. HM555, kein...
    HM555, kein Oppositionspolitiker hätte je so viel bürgerlichen Flurschaden anrichten können, und es ist nicht nur der schlimmste Sprengsatz, sondern auch die schlimmste Problembehandlung.

  219. Annette Schavans...
    Annette Schavans Promotionsthema:
    “Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung”.
    .
    Schnuck schnuck!

  220. @Plindos, Sie sind nicht...
    @Plindos, Sie sind nicht allein. Ganz sicher nicht.

  221. Nun ruft Häberle "Haltet den...
    Nun ruft Häberle “Haltet den Dieb!” Fällt außer Lepsius wer drauf rein?
    .
    Die Mängerl kannte Häberle damals so gut wie heute. Durchgewunken aus Eitelkeit – und heute ahnungslos tun? Oder wirklich Absicht, wie der böse Bernd meint?

  222. @Bernie
    .
    Bloss nicht zuviel...

    @Bernie
    .
    Bloss nicht zuviel nachdenken über diese Professoren! Ich kenne sie zu gut, es sind hilflose Menschen, die wie Schnucki auch nur “liebevollen Umgang” brauchen.
    .
    @Don
    Es macht den Hochstapler aus, dass man ihm auch noch nach seiner Entlarvung noch glaubt.
    .
    Und er macht all die andere verborgene Hochstapelei sichtbar. So gesehen kann man ja hoffen, dass er noch ein bissel im Amt bleibt. (Ob Mutti nächstes Mal mitfliegen muß nach Afghanistan, damit es nicht zum Eklat kommt? Ob sie bei ihm zu Hause einzieht und aufpasst, dass er brav seine Pillen niimmt? Zum ersten Mal seit langem interessiere ich mich wieder für Politik. Landtagswahlkämpfe! Umfragen! Richtig spannend.

  223. @christian goldbach Da der...
    @christian goldbach Da der Hausherr offenbar Ihre Frage übersehen hat … Die eingeritzten Zeichen bedeuten “1775”, darüber steht ein Kreuz, das wie ein “X” aussieht (in Gestalt der 3 Kreuze, die man macht, wenn man des Schreibens unkundig ist … oder ein Aufnahmegelübde ablegt, wie im Professbuch von St. Gallen).

  224. Na, Don, der Flurschaden ist...
    Na, Don, der Flurschaden ist ja wohl weniger bürgerlich als möchtegernnochadelig. Googleberg zeigt ja wohl nur eines, dass man mit “Dasstehtmiralsbaronzu”-Lässigkeit eben nur scheinbar die fleißig promovierenden Bürgerskinder auslachen oder gar überholen kann. Man reicht nach Gutsherrenart – schmieriger Steigbügelhaltedoktorväter zum Trotz – nicht einmal von ferne an sie heran.
    .
    Besser als Gaunerberg hat das bislang keiner demonstriert.

  225. Pardon, ich war heute in...
    Pardon, ich war heute in München unterwegs, darunter leidet dann immer die Beantwortung von Fragen. Die Jahreszahl bexchreibt ein Todesjahr auf dem Grabstein; hier: Ein Exemplar auf Pfons in Tirol.

  226. @ Plindos 22:26 : Ich...
    @ Plindos 22:26 : Ich wiederhole mal O-Ton eines guten Bekannten mit türkischem Migrationshintergrund und deutschem Pass (er war in Düsseldorf dabei):
    “Nix als Ärger mit den scheiss Türken.”
    Meine Frage : “Darfst du als Deutscher so was sagen?”
    Antwort:” Als Deutscher muss ich so was sagen und türkisch verstehst Du sowieso nicht. Bei Dir bin ich Aussengeländer und bei dem auch”
    .
    Erdogan will einen Rückzug der Türken aus Deutschland mit allen Mitteln verhindern. Er möchte ansich nicht einmal die Türken mit Winterruhesitz in der Türkei dort haben.
    Die dortige Elite hat eine panische Angst vor Intellektuellen aus Deutschland.
    Der Herr hätte gerne den alten Zustand der DUMMEN, weil ungebildeten Türken, die Ihre Euro in die Türkei schicken und Lira in der Türkei ausgeben können.
    Die Türken und Deutschen mit türkischen Migrationshintergrund sind aber nicht mehr so dumm, weil sie eben sowohl in deutsche als auch islamische Schulen gehen.
    Wer von mehr als einer Seite bedrängt wird und Argumente zu hören bekommt, erkennt auch den doppelten Boden schnell.
    Die Deutschtürken auf die es ankommt (in der türkischen Gemeinde) scheinen einen ganz anderen Weg zu gehen und sind wirtschaftlich ziemlich erfolgreich.
    Diese Gruppe hat auch nur ein oder 2 Kinder, mehr ist auch nicht erwünscht.
    Frechheit hin oder her, Erdogan reden zu lassen war die beste Option. Er hat sich und seine persönlichen Wünsche hinreichend deutlich gemacht : ich will nicht Euch sondern euer Geld.
    Wahlkampf auch in der Türkei………

  227. Ich könnte mir übrigens...
    Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass es dem Seehofer bald noch nasser als der Merkel reingeht, bei den ganzen bösen Geschichten in Bayern.

  228. @Arabella
    Er hat aber auch die...

    @Arabella
    Er hat aber auch die Bereitschaft der Bürgen [sic] entlarvt, sich damit zu arrangieren. Er schwindelt, sie haften.

  229. @Don
    Seehofer is eh scho weg....

    @Don
    Seehofer is eh scho weg. Und dann? Halleluja Markus Söder!

  230. Don Alphonso 28. Februar 2011,...
    Don Alphonso 28. Februar 2011, 21:55
    “HM555, kein Oppositionspolitiker hätte je so viel bürgerlichen Flurschaden anrichten können, und es ist nicht nur der schlimmste Sprengsatz, sondern auch die schlimmste Problembehandlung.”

    Stimmt. Nur leben wir seit mindestens Ende der achtziger eben nicht mehr in einer bürgerlich geprägten Republik (wenn es sie je gab). An der haben erfolgreich die verschiedensten Strömungen genagt – von den halbgar-möchtegernrevolutionären 68ern über die Individualisierungstotalitaristen bis hin zur totalen Mobilitätsökonomie, um nur einige zu nennen. Seitdem die paradigmatische Aufsteigerpartei FDP in allen deutschen Qualitätsmedien tatsächlich als integraler Bestandteil des “bürgerlichen Lagers” durchgeht, ist eine kulturelle Deutungshoheit des Bürgertums nur noch Teil der deutschen Folklore. Der jetzt offenkundig werdende Schaden spült nur einige der noch verbliebenen Ruinenreste hinfort, mit denen mühsam kaschiert werden konnte, dass auch das Bürgertum als Gesellschaftselite seinen Zenit lange überschritten hatte. Vorher.

  231. hm555, Volltreffer! Aus Ihnen...
    hm555, Volltreffer! Aus Ihnen wird noch etwas!

  232. Nach dieser Geschichte ist es...
    Nach dieser Geschichte ist es gesichert. Google mag zwar Bücher online stellen und verfügbar machen, aber in Deutschland werden dem sehr sehr enge Grenzen gesetzt sein.
    Man stelle sich nur vor eine KT Diskussion alle 30 min.
    Die Software zum aufspüren von Plagiaten wird jetzt auch viel besser und teuerer, damit die Verfügbarkeit nicht mehr gegeben ist.
    Ein guter Bekannter von der Uni Dortmund meinte, wenn man alles anfängt zu hinterfragen, dann ist der Wissenzuwachs in jeder Arbeit und die Zitatensammelung in allen Arbeiten eine Fundgrube besonderer Art.
    Wer die Möglichkeit hätte die ehemaligen Wissenklassiker aus DDR Zeiten zu benutzen um Plagiate aufzudecken wäre begeistert.
    Sehr viel gute Literatur war ja nur inoffiziell verfügbar. Die Rechte zu verfolgen wäre auch lohnenswert.
    .
    @ Bernhardin von Saragoza 22:40 : Es scheint direkte Zitate aus Arbeiten des Zweitbeurteilers zu geben. So etwas KANN man nicht übersehen.
    .
    Diter_Rot 22:10 : Ich verstehe Ihren Ärger und Ihren Wunsch nach detaierter Aufklärung. Die Details sind aber für die Beurteilung nicht wichtig. KT stellt ja nicht in Zweifel, dass die Plagiatsstellen stimmen und das die Grundlage der Sammlung richtig ist.
    .
    Ob das scl eine Handgranate ohne Stift war, die man absichtlich in KTs Tasche gesteckt hat, ist eine gute Frage.
    Leider kaum aufzuklären. Es sei denn man setzt den BND als Koautor an.

  233. @sterne
    Mein Gott, lassen Sie...

    @sterne
    Mein Gott, lassen Sie doch mal den alten Mann in Ruhe.
    .
    Wäre Häberle wirklich am Betrug beteiligt gewesen, dann hätte er (zu einem einfacheren Thema) die Arbeit einfach selber geschrieben, d.h. er hätte die ARgumentationsstränge vorgegeben, Schnucki hätte ein Rohmanuskript erstellt (in Umgangssprache), ein professioneller Verlagslektor hätte den Text zur Publikationsreife gebracht, und dieser wäre dann von Häberle “geprüft” worden.
    .
    Kurz gesagt: WEnn Sie den prüfenden Prof auf Ihrer Seite haben, dann müssen Sie gar nicht plagiieren, denn dann können Sie den Betrug so gestalten, dass hinterher alles proper und sauber ist.

  234. Vorschlag zur Güte:...
    Vorschlag zur Güte: Guttenberg macht künftig Wetten, dass. Und Gottschalk wird der neue Verteidigungsminister “mit Humor”. Wär das was? Sonst könnte “Baron Dublette” aber auch einfach Zauberer in Las Vegas werden. Danke an die FAZ für diese wunderbar irrsinnige Guttenbergartikelcollage heute.

  235. Arabella 28. Februar 2011,...
    Arabella 28. Februar 2011, 22:07
    “… Man reicht nach Gutsherrenart – schmieriger Steigbügelhaltedoktorväter zum Trotz – nicht einmal von ferne an sie heran. Besser als Gaunerberg hat das bislang keiner demonstriert. ”

    Halten zu Gnaden, bitte??? Was G. demonstriert, ist – ich wiederhole mich – der Kotau des Adels vor dem Pöbel. Bei Bekanntwerden der Vorwürfe lässig verkünden “Oh, da hat mein Ghostwriter geschlampt. Na ja, gutes Personal ist heute schwer zu bekommen.” – das wäre adlige Arroganz gewesen. Der Freiherr weiss ja nicht einmal mehr, wie man anständig arrogant ist und die Seele eines Nichatdligen in kochende Wut treibt :-).

  236. Den größeren Fluschaden als...
    Den größeren Fluschaden als der, der eine Möglichkeit nutzte, richtete der an, der sie eröffnete.
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    Häberle hat die magere Arbeit des Lügenbaron mit “summa” durchgewunken. Dass sie mager war, konnte er erkennen, auch wenn er Google nicht kannte: denn mager war sie auch mit Plagiaten.
    .
    Wenn sich heute empörte Akademiker gegen Guttenberg wenden, haben sie einen blinden Fleck. Der Schaden kam nicht aus der Politik, sondern vom Doktorvater. Von einem von ihnen selbst.

  237. Guttenberg darf nicht...
    Guttenberg darf nicht zurückgetreten werden. Das wäre seine Chance, nach einer Schampause gottesgnadenreich aufzuerstehen, goldener als zuvor. Nein, er muss zuende scheitern, im Amt. Damit eine Rückkehr sich auf immer verunmöglicht.

  238. HansMeier555, den alten Mann...
    HansMeier555, den alten Mann in Ruhe lassen? Weil er alt ist? Mein Lieber, diese Exkulpation zieht in der alternden Gesellschaft nicht, Altersdiskriminierung beginnt, so out zu sein wie Sexismus oder Rassismus.
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    ThorHa, das konnte Guttenberg nicht, war doch schon die Gier nach dem Dr.-Titel kleinbürgerlich (bestenfalls Ziel emporkommender Daimler-Benz-Vorstände). Was braucht der Sonnenkönig auf eigener Ponderosa einen Kleinbürgerschmuck, wo er Adelstitel, Geld und Barbie längst hat? Adlige Arroganz hätte den Knaben – damals – geradezu retten können. Sie fehlt ihm, die Leerstelle füllt Krämergeist.

  239. Das Bündnis aus Kapital und...
    Das Bündnis aus Kapital und Gosse: Er wird nicht Wissenschaftsminister, er wird nicht Bundespräsident, er wird:
    .
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    Präsident der EZB!

  240. Und gibt es auch nur noch...
    Und gibt es auch nur noch einen Linken…
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    @ThorHa: Entweder schreibe ich das so: „wertkonservativ“, bzw. so: („wert“-)konservativ. Die Wertkonservativen ohne Gänsefüsschen wären somit nicht wirklich konservativ, sondern im Prinzip vielleicht gar revolutionär. So zumindest würde das Zizek (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1092) formulieren.
    .
    @Plindos: Ich selber bin ein Linker. Also spiele ich nicht „Blindekuh“, sondern rede u. U. gar von mir selber. Und gibt es da auch nur noch einen Linken auf dieser Welt, dann gibt es auch weiterhin die „Linke“ (nicht zu verwechseln mit: „Die Linke“). Und jeder, der sich für einen Linken hält, trägt die Verantwortung für die Linke insgesamt. Überhaupt wäre das der authentischste Beweis seiner linken Identität. Denn der Linke spricht immer im Interesse/im Auftrag/in der Verantwortung für die revolutionäre Klasse, von deren revolutionären Einheit er auszugehen hat. Was eben nicht heißen soll, dass ich für das pseudolinke, antirevolutionäre Geschwätz (Habermas…) anderer Linker dann verantwortlich bin (oder dies gar dulden müsse); denn diesbezüglich verpflichtet mich eben diese Verantwortung zur Kritik, was zugleich die Bedingung dafür ist, dass ich selber solches eben nicht verzapfe. Und Sloterdijk ist schon gar kein Linker. Auch das habe ich mehr als einmal dargestellt (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1309).
    .
    Auf die Vertiefung dieses Themas („den ganz anderen Film“) warte ich mit Spannung. Dann werde ich das auch näher begründen, was ich da gerade behaupte (wenn ich es nicht schon getan habe, siehe oben: „Gefährlich wird es für Linke, die sich nicht abgrenzen“).
    .
    Nur das vielleicht vorweg: Dass es die Linke nicht mehr gäbe, ist genauso kleinbürgerliches Wunschdenken, wie das bezüglich eines Klassenkampfes, der da verschwunden sei. Solange es den Kapitalismus gibt, gibt es den Klassenkampf, bleibt der Sozialismus der einzig mögliche Ausweg und damit auch eine sozialistische Theorie als Bedingung für die Bewegung eines revolutionären Subjekts (einer „Revolutionären Linken“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=986). Denn als solche ist diese Bewegung die authentische Bewegung des revolutionären Proletariats selbst, einer Bewegung, die sich immer als eine weltweite verstanden hat und die sich weiterhin so versteht (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1372).

  241. also gutt! also gutt! dann...
    also gutt! also gutt! dann werde ich eben berühmter mailändischer modedesigner, oder pabst, oder professor in äl äi. ich bekomme den goldenen nobelpreis für numismatik und enteromologie. ich geh nach barcelona und schreibe bestseller. das könnt ihr gern so haben. ich geh ins ausland. andere lecken sich die finger nach so einem. ok, kompromissvorschlag: verkehrsminister? nein? staatssekräter im landwirtschaftsministerium? kommt schon, leute. intendant des br? chefredakteur? was geht?

  242. geehrte Arabella, Sie und ...
    geehrte Arabella, Sie und Hans Meier 555 würden mich wirklich eifer-
    süchtig machen. Den Besen sollten Sie aber anderswo anwenden, z. B.
    um akademischen Müll auszukehren. Auf der anderen Seite…
    gehört hier nicht hin, obwohl nicht weniger obzön als anderer Leute
    Promotion. Freundliche Grüße, SP4.

  243. wieviel peinlicher geht es ...
    wieviel peinlicher geht es eigentlich noch als mit einer “Sondergenehmigung” für eine Dissertation?
    mfG. T.

  244. @ zu rückenberg 01:13 : Sie...
    @ zu rückenberg 01:13 : Sie könnten Mitherausgeber der Zeit werden. Vielleicht treffen Sie da Helmut Schmidt und verhelfen ihm zu neuer Vitalität. Ich könnte mir vorstellen, der würde ihnen gerne die Hand geben (rechts und links), ob ihrer Duisseligkeit.

  245. @Bernhardin
    .
    Da steigern Sie...

    @Bernhardin
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    Da steigern Sie sich in was rein. Ohne Plagiate wäre das schon ein Text gewesen, den man zur Prüfung annehmen konnte. Und mit welcher Note, ja mei. Ob summa, magna oder einfach nur “cum laude”. Das ist doch wurscht, das “eröffnet” doch keine “Möglichkeiten” — zumindest nicht aussehalb der Wissenschaft.
    Ein echter Skandal gewesen wäre diese Zugutbenotung nur, wenn Schnucki vorgehabt hätte, Juraprofessor zu werden. Dann hätte ihm das gegenüber besseren Bewerbern einen Vorteil verschafft.
    In der Außenwelt fragt Sie kein Mensch nach Ihrer Examensnote.
    Und Mutti hat ihn WIRKLICH nicht als wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt.

  246. - Die Bundeswehr schafft sich...
    - Die Bundeswehr schafft sich selber ab – das hat auch sein Gutes: “Militärseelsorger” koennen zurück an die Basis, sprich in die Gemeinden.
    – Warum Militärputsch, wo es auch E10 gibt. Drei Flashmobs mit Verdi und GDL Staffage vor Esso Aral und BP reichen aus und wenn Brüderle seine Beschwichtigungsparolen (“Kartellamt muss prüfen”) verteilt, wird es noch lustig dazu.

  247. "Mit fremden Feder" aus der...
    “Mit fremden Feder” aus der NZZ am Sonntag 27. Feb.
    >>Thomas Nemet ist von Beruf Ghostwriter. Er führt die Firma Acad Write (die ihren Hauptsitz unlängst von Deutschland nach CH-Kloten verlegt hat). Die Firma und seine angeblich ca. 250 zumeist freien Mitarbeiter verfasst “für Gott und die Welt wissenschaftliche Arbeiten”…..
    Eine Dissertation in Kernphysik kostet zwischen 50 000 und 100 000 Franken, sagt Thomas Nemet. Rund 10% der 5 000 Aufträge (seit 2004) stammten aus der Schweiz…. Im Internet finden sich zahlreiche Anbieter wie Acad Write….
    Also, in Deutschland und der Schweiz (sogar in der ganzen EU?) sollen Untersuchungen eingeleitet werden?

  248. Auch auf die Gefahr hin zu...
    Auch auf die Gefahr hin zu nerven:
    .
    Was mir am Häberle-Bashing nicht gefällt, ist das Gefühl, dass Schnucki damit irgendwie entlastet werden soll. So als hätte ihm der Opa das Wechselbalg gemacht. Das ist Nonsens! Schnuckis Vorgehen verrät ein beträchtliches Maß an “krimineller Energie”, weitaus mehr, als man sich in den besseren akademischen Kreisen einander unterstellt.
    .
    Bei Diebstahl- und Unterschlagungsprozessen wird dem Delinquenten oft zugute gehalten, dass der Bestohlene ihm die Tat “überaus einfach gemacht” und damit halt in Versuchung geführt habe.
    Aber das gilt halt v.a. für Berufe, wo Angestellte unmittelbar mit Geld zu tun haben. Soll der Professor seine Schüler so akribisch kontrollieren wie die Bundesbank ihre Angestellten, die die Geldscheine drucken?
    Das Argument: “Er hätte mir halt nicht vertrauen dürfen, denn wir Menschen sind allzumal Sünder und schwach” ist in diesem Falle aber wohl nicht so gut anwendbar. Schnucki ist ein armer kleiner Angestellter und der Lehrstuhl kein Juwelierladen.
    .
    Die Bedeutung der Notengebung wird durch die in Deutschland hochgehaltene Publikationspflicht (die es in USA, F, GB, Osteuropa leider nicht gibt) relativiert.
    Diese Publikationspflicht sorgt dafür, dass Professor und PRüfling die Leiche nicht so leicht aus der Welt schaffen können. Wer betrügt, muß sein Leben lang fürchten, irgendwann doch noch aufzufliegen.
    .
    Aber auch diesseits des Betrugs wirkt die Kontrolle. Die Kollegen bilden sich ihr Urteil in der Regel (selbst) anhand der eröffentlichten Monographie, und nicht anhand des Gutachtens oder der Note.
    .
    Ambitionierte Dissertationsveröffentlichungen (guter Verlag, gutes Layout, knackiges Thema) bleiben nicht lange unrezensiert (der Verlag selber schickt Neuerscheinungen an potentielle Rezensenten, weil positive Rezensionen die beste Werbung sind). Spätestens dann kommt ein externer unbefangener Opponent zu Wort, so auch im Falle von Schnucki.

  249. @Devin08
    Ich wollte schon...

    @Devin08
    Ich wollte schon immer mal ein wirklich revolutionäres Subjekt treffen, das im Interesse einer ganzen revolutionären Klasse handelt. Freut mich, dass das in einem faz blog gelingt.

  250. @ HansMeier555 07:58 :
    Ja und...

    @ HansMeier555 07:58 :
    Ja und spätestens hier drehen wir uns wieder im Kreis. Das Thema ist durch wie ein Soufflé nach dem kalten Luftzug.
    Wir wissen nicht, wir vermuten und unterstellen, was die Umstände angeht. Wir können immer wieder feststellen, dass es alles nicht zusammen passt, aber nicht entwirren wer-was-warum-getan-oder-unterlassen-hat.
    Ausserdem stellen Sie sich mal vor Ramsauer als Minister der Verteidigung.
    .
    Mir persönlich wäre es wurst wenn er die Welle heiratet und Frau Aussenminister würde. Es ist privat.
    Der nichtprivate Teil wurde mehr als ausreichend auf der Basis der vorhandenen Informationen betrachtet (denke ich).
    .
    Man kann sicher noch eine Menge dazu fragen, warum man Millionen in Ihn investiert und ihn planmässig (aber offensichtlich erfolglos) aufgebaut hat. Ich frage mich: wo war sein Stab bei all dem?
    Warum nimmt man so einen (der Berichtslage nach) Dussel?
    Don´t shit where you eat.
    So eine (mögliche) Hohlnudel in solche (selbsternannten) erlauchtesten Kreise einzuführen (unterzuschieben), wer hat das denn betrieben?
    Wer waren seine Bürgen?
    Der Mann wurde (anscheinend)unserer Schutzmacht unserern einzigen Souverän angedient seit Jahren.
    (ja er ist Jurist, und hat auch Freunde die sauer werden könnten, da muss man schon relativieren um sich bissel zu schützen…..)
    Es ist eine typisch deutsches Bühnenstück. Ich sitze immer noch da und grübel : “wie es war der Gärtner?”
    .
    Er wird davon kommen. Bayreuth wird für lange Zeit kein scl mehr vergeben und lange wird man sich erinnern an diesen faux pas. Die Wissenschaft wird nicht sterben. Deutschland geht nicht unter.
    Die Spuren im Quark beweisen immer noch, dass der Elefant im Kühlschrank war.
    .
    Die Folgen werden aber schrecklich sein ……. er bleibt im Amt.

  251. Da auch WELT und FOCUS ihn...
    Da auch WELT und FOCUS ihn jetzt jagen, ist es höchste Zeit, einen Aufruf an Frau Merkel herumzuschicken mit der Forderung: “Schnucki muß Minister bleiben!”.
    .
    Je länger er im Amt ist, um so lustiger wird es. Ich hab mich an diese Polit-Soap gewöhnt und will nicht, dass sie jetzt einfach wieder aufhört.
    .
    Also gründen wir sie jetzt, die Initiative! Das einzige Problem ist, dass ich mich dafür bei Fakebook anmelden müsste. Aber mit Zustimmung des Don geht das vielleicht auch hier im Blog?
    .
    Auf Filou und sterne rechne ich fest, aber vielleicht sind auch Tiger, Holly, Plindos und Berthold IV dabei. Wenn genügend Rückmeldungen eintreffen, dann mach ich mich ans Formulieren.

  252. "Die Folgen werden aber...
    “Die Folgen werden aber schrecklich sein ……. er bleibt im Amt.”
    Sach ich doch …

  253. Jaja, Haltung zeigt man, indem...
    Jaja, Haltung zeigt man, indem man sie einfach lebt. Und man lebt einfach, indem man sich gut er-hält. Gibt also kein Problem für den Herrn zu Guttenberg, außer, dass er in der ersten Klasse spielen wollte und jetzt mal auf die Schnauze gefallen ist.

  254. @ThorHa,
    .
    Und Sie auch! Wenn...

    @ThorHa,
    .
    Und Sie auch! Wenn wir uns jetzt nicht melden, dann verliert er wirklich die Lust und tritt am Ende doch noch zurück.
    .
    Wir müssen uns beeilen. Am besten, wir schicken schnell mal an die CSU-Parteizentrale eine Mail und sagen, dass wir eine Initiative gegründet haben: “Akademiker für Schnucki!” – “Wir sind Doktoranden, Promovierte und Professoren, finden Schnucki toll und wollen, dass er unbedingt Minister bleiben muß!” “Wir haben einen Aufruf gestartet und unter Akademikern schon über 1.000 Unterschriften gesammelt”. — Könnten wir vielleicht mit Ihnen Kurzfristig einen Termin vereinbaren, gerne mit anschließender Pressekonferenz….Klar Schnucki muß natürlich auch dabei sein und eine seiner Reden halten. — Am besten wir machen es irgendwo auf dem Campus der LMU ….?”

  255. <p>Und nun zu den echten...
    Und nun zu den echten Katastrophen des Daseins: Die Rodelbahn am Wallberg ist gesperrt!
    .
    Ich denke immer noch, dass sie den nicht werden halten können. 1. kommt immer mehr heraus, 2. rottet sich der Widerstand gerade erst zusammen, 3. fliegt ihnen die eigene Wählerschaft um die Ohren. Und wenn da noch mehr ist, und Guttenhberg erst in zwei Wochen geht, ist es für immer vorbei mit ihm.

  256. @Don
    Eben drum müssen wir ihn...

    @Don
    Eben drum müssen wir ihn jetzt noch zwei Wochen halten.
    .
    Trommeln wir ein paar Dutzen Akademiker zusammen, erfinden nochmal hundert Namen dazu, verticken der Presse, dass es tatsächlich so was gibt wie Grasswurzel-Unterstützung für Guttenberg gibt, und erst wenn er sich aus Dankbarkeit mit den Initiatoren dieser Bewegung vor laufenden Kameras trifft, wird er nach und nach merken, dass “irgendwas nicht stimmt”…

  257. Kleiner Beitrag eines...
    Kleiner Beitrag eines Spiegelblogs über die Empörungshype betreff Gutti:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-748031,00.html

  258. Jaja, Stahlhelm-Fleischhauer...
    Jaja, Stahlhelm-Fleischhauer mal wieder auf dem Weg zum Endsieg.

  259. ZU spät, ihr rettet den...
    ZU spät, ihr rettet den Freund nicht mehr: Guttenberg tritt zurück.

  260. @Holly01
    Das bleibt...

    @Holly01
    Das bleibt abzuwarten! Immerhin ist ein weiteres Mal die Titelitis demontiert worden. Als “Der Spiegel” noch echte Qualität hatte las ich den Begriff “Nomenklatura” in Bezug auf die russische Herrscherklasse. Diese gibt es auch in Deutschland, allerdings nicht so monolithisch. Guttenberg als Vollmitglied wurde auf den Schild gehoben, vielleicht weil er mit Zeitzündung versehen war. Ich habe auch Mutti im Verdacht, war anscheinend auch eine 1er Absolventin in ihrer Kaderschmiede. Anders ist diese irre Politik kaum noch erklärbar.
    .
    Wer aus einem bestimmten, besseren Hause kommt wird doch mindestens Direktor, auch wenns ein mässigbegabtes Patenkind ist. Als ich bei einer Prüfung in Warendorf in der Reithalle stand, gab der Direktor der Reitschule grossartig Unterricht und alle Lehrlinge und Bereiter folgten brav dem Gefasel, obwohl alle wussten, dass er keine Ahnung von der Praxis hat.
    Es muss halt immer ein Akademiker sein, möglichst mit Doktortitel. Viele grosse Begabungen bleiben da auf der Strecke weil die Mamma vielleicht nur gebrochen deutsch spricht und niemand den armen Wurm fördert. Jeder kennt so einen, der Pech hatte (blöd gelaufen).
    Man sollte generell aufhören den Titelhelden und Akademikern die entscheidenden Positionen zu reservieren und statt dessen Lebenserfahrung und schlichte, glaubhafte, charakterliche Eigenschaften als Grundlage nehmen.
    Besonders viel Verstand braucht man in vielen Toppositionen wirklich nicht, das ist wohl eher nötig für die klassischen Wissenschaften und die Facharbeiter. Charakterlich sind diese Positionen aber sehr anspruchsvoll.
    Also, lasst normale, gestandene Menschen da ran und schickt die Eierköpfe endlich zur Arbeit.M.

  261. Der Gärtner 10:30 : Das...
    Der Gärtner 10:30 : Das einzige beeindruckende an dem Artikel ist, das der Schreiber anscheinend Geld bekommen hat. So einen inhaltslosen Quark liest man zum Glück selten.

  262. @ Hans Meier555 + Don
    ......

    @ Hans Meier555 + Don
    … vorbei.

  263. Vielleicht weil folgendes...
    Vielleicht weil folgendes zutrifft
    .
    @HansMeier555: Ein Beitrag von mir, der auch nach 2-maligem Versuch, von der FAZ-Redaktion nicht freigeschaltet wurde. Vielleicht weil er zutrifft. Oder auch weil Herr Geyer solches sich nicht mehr leisten kann, nachdem ein Herr Bahner ihn wohl in seiner Stellung beerbt hat: „Die bevorzugte Option”, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1467.
    Andererseits höre ich gerade, dass Guttenberg die Brocken schmeißt. Das Trommelfeuer war wohl nicht ganz umsonst.
    Vielleicht ein Sieg für die Massen.

  264. Wie meinte nicht mal die...
    Wie meinte nicht mal die fränkischer Wettertanne so schön? “Solche Stürme hält man aus”
    .
    Überlege mir gerade, wie man den Schaden für die Union noch grösser hätte machen können. Der kelkheimer Auftritt wird ihm für immer nachhängen. wie ein Ehrenwort oder die brutalstmögliche Aufklärung.

  265. (Wobei ich den Verdacht nicht...
    (Wobei ich den Verdacht nicht loswerde, dass es gestern Nacht in der CDU/CSU auch eine stille Revolte gab)

  266. @Don
    .
    Wie konnte sich Mutti...

    @Don
    .
    Wie konnte sich Mutti so irren? Haben Sie dafür eine Erklärung?

  267. Obwohl ich bezweifle, dass man...
    Obwohl ich bezweifle, dass man Erfolg haben wird, schliesse ich mich der Bewegung an. Immerhin bin ich ein fruehes Mitglied der PARTEI (Nr. 589) und war korrespondierendes Mitglied der “Bewegung fuer kompetente Demokratie”, die sich fuer Moelleman als Bundespraesident einsetzte. Meine Taetigkeit als Prior des “Missionswerk rheinischer Frohsinn” wird solange ausgesetzt.
    Ich bin kein Vollakademiker, stehe aber komplett hinter den Intentionen unseres guetigen Fuehrers HansMeier 555. Er lebe hoch!

  268. Nochmal: Er wird es damit...
    Nochmal: Er wird es damit begründen, dass er Frau und Kind nicht länger zumuten will, Opfer einer Haßkampagne zu sein.

  269. Und wie die Sonne dazu vom...
    Und wie die Sonne dazu vom Himmel lacht… (man glaubt es kaum: auch über dem Taunus).
    Danke an Don Alphonso und alle Mitstreiter!

  270. Schade! Ejaculatio preacox....
    Schade! Ejaculatio preacox.

  271. HansMeier, mit Mutti dauert es...
    HansMeier, mit Mutti dauert es jetzt auch nicht mehr lang.

  272. "Die Bunderwehr braucht bei...
    “Die Bunderwehr braucht bei ihren schwierigen Aufgaben den vollen Rückhalt der Bevölkerung und der Medien. In mühevollster Kleinstarbeit habe ich mich neben meinen Pflichten als Vater einer jungen Familie stets daruim beüht, das Ansehen der Truppe hoch zu halten. Jetzt, da versucht wird, der Bundeswehr durch Angriffe wegen einiger Zitatfehler zu schaden, stehe ich selbstverstänbdlich und mit grösster Hingabe zu meiner Pflicht, den Soldatinnen und Soldaten in ihrer schwierigen Lage beizustehen, und Schaden von ihnen zu nehmen. Ich habe deshalb freiwillig – ich betone freiwillig – die Kanzlerin gebeten, mir ein paar Jahre Urlaub zur Reorganisation meiner zukünftigen Pflichten zu gewähren, und mir solange den Stuhl im Kanzleramt warm zu halten.”
    .
    Nachfragen werden nicht zugelassen

  273. Was ist eigentlich die beste...
    Was ist eigentlich die beste Headline?
    .
    “Guttenbergab”
    .
    oder
    .
    “rücKTritt”?

  274. Vielleicht hat auch jemand...
    Vielleicht hat auch jemand damit gedroht, dass er doch noch was durchlässt, von wegen Ghostwriter….

  275. Don

    Tolle...
    Don
    Tolle Rücktrittserklärung.

  276. Gegen mögliche "Ich bin hier...
    Gegen mögliche “Ich bin hier das Opfer” Inszenierung von Guttenberg hilft (bedingt)
    Aufklärung.
    Und da meine ich nicht etwa “Belehrung” der Nicht-Akademiker, sondern die Klärung aller Vorgänge um die Promotion.
    .
    Und so wenig, wie Guttenberg nicht nur ein paar Fussnoten vergessen hat, so wenig wahrscheinlich – bis zum Gegenbeweis – ist eine einfache “Fehleinschätzung” der Lage bei Merkel…

  277. Zweiter Schicksalsschlag: Jane...
    Zweiter Schicksalsschlag: Jane Russell ist auch tot.

  278. @ Don Alphonso
    .
    "Von wegen...

    @ Don Alphonso
    .
    “Von wegen Ghostwriter…” – mein Tipp: das war (auch) ein Inside-Job. Es hat jemand, der in der Uni Bayreuth sitzt, mitgeschrieben. Anders ist die Situation / Reaktion von Häberle kaum zu erklären.

  279. Ist dies doch noch nicht...
    Ist dies doch noch nicht Berlusconien? Doch noch kein BILD-Bonapartismus? Erleben wir jetzt gar noch einen innerweltlichen contrapasso? – Nun, wahrscheinlich stecken wir erst im limbo, wo ein Rücktritt immerhin die richtige Marschrichtung ist, auch wenn die Masse ja durchaus weiter hineinzudrängen scheint und den Acheron lieber heute als morgen überschreiten möchte. Verstehe einer die Leute!

    per ch’io dissi: “Maestro, or mi concedi
    ch’i’ sappia quali sono, e qual costume
    le fa di trapassar parer sì pronte
    com’i’ discerno per lo fioco lume.”
    (Dante, divina commedia, inferno III,72-75)

  280. @Don, f.luebberding
    .
    Ich...

    @Don, f.luebberding
    .
    Ich glaub das war ein Plagiat.

  281. Aber eigentlich war Schnucki...
    Aber eigentlich war Schnucki gar nicht schlimm. Verglichen mit dem, was Strauss gemacht hat und Schäuble bei Gelegenheit tun würde.
    Er war kein Rechtsausleger und seinen Krieg hatte er nicht angefangen. Er war einfach nur einer der lustigen Hochstapler, die unser Zeitalter prägen.
    .
    Jetzt wieder zur Eurokrise.

  282. Jetzt können wir uns wieder,...
    Jetzt können wir uns wieder, den wirklich wichtigen Sachen zuwenden. Käse aus Italien, Torten aus der süddeutschen Provinz, klassische Musik und alte Fahrräder.

  283. In dieser Regierung ernsthaft,...
    In dieser Regierung ernsthaft, kreativ und glaubwürdig mitzuwirken, dürfte kaum möglich sein. Welcher Teil der Bevölkerung kann Merkel und den vehementen Verteidigern Guttenbergs künftig vertrauen? Nicht der wertorientierte Teil der Bevölkerung, nicht der Teil, der mit Kindern gesegnet ist oder zu tun hat, nicht die Sportler und kein Steuerzahler! Diese Regierung muss Platz machen für einen Neuanfang mit ernstzunehmenden Politikern, oder wir brauchen ein Alternativsystem.

  284. Nun ist die Götterdämmerung...
    Nun ist die Götterdämmerung I. Teil heut über die Bühne. Mal sehen wie lange
    der Walküre der Besitz des Ringes noch verblebt.
    Filou@: Getreuester der Getreuen, nun schwillt mir die wieder Brust voll neuen Muts.
    Auf zum Entsatz von Wien mit König Sobieski, aber wir sind spät dran ;-)
    Im Ernst, noch hält Deutschland seine 3/4´s wiedergewonnene Soveränität.
    ..
    Filou@: John Wayne († 11. Juni 1979) lebt noch in unseren Herzen weiter, eben so wie sie, die Schöne J.R.. Dann ist´s noch nicht aus mit´m Weste(r)n.

  285. Guttenbergs Ende ist der...
    Guttenbergs Ende ist der Beginn der antimedialen Dolchstosslegende.

  286. @ThorHa: (28.2.2011 17:01):...
    @ThorHa: (28.2.2011 17:01): das sind auch die Fälle, in denen es mich vor Ekel schüttelt, wegen der Selbstgerechtigkeit im Verein mit überzogenen Ansprüchen an andere. (28.2.2011 23:22) „wenn es Sie je gab“. Hm. Ja eben: wo und wann könnte man denn sagen, daß es so war? Aber die Strömungsbeschreibung der „halbgar-möchtegernrevolutionären 68ern über die Individualisierungstotalitaristen bis hin zur totalen Mobilitätsökonomie“ gefällt mir ganz gut. Fehlen vielleicht noch die gesinnungsfromm-ängstlichen Lebensreformer. (1.3.2011 9:41) Sieht so aus, ja. Das Thema wird halt schnell langweilig.
    @Holly01: „Bei Dir bin ich Aussengeländer und bei dem auch“ – ja, das ist das Elend. Mein Vater hatte auch die Nase voll vom Flüchtlingsein, gleichwohl wollte er seine ostpreußische Herkunft nicht verleugnen. Irgendeine Exzentrik bleibt einem immer, wahrscheinlich wird man erst nach 3 sehr erfolgreichen Generationen dieses ewige „homo novus“-Gefühl los…
    @Köstlich: „Ich finde es bemerkenswert, dass ein englischer Ökonom wider den american way of life und die Smithsche Freihandelsdoktrin argumentiert.“ Stimmt, das hatte ich übersehen, daß es insofern eine Ausnahme ist.
    @unitruth: „Und kann hier in Deutschland eigentlich jeder Depp, der sonst nirgendwo unterkommt (siehe allein seine angeführten angeblich so tollen Praktikastellen) unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Minister werden?“ Nein, kann er nicht. Denn er muß es erstmal schaffen, Abgeordneter zu werden und sich als solcher einige Jahre zu halten, sowie in seiner Partei als ministrabel zu erscheinen. Dazu muß diese Partei auch noch bei Wahlen an die Regierung gekommen sein und er muß gerade ins aktuelle parteieigene Quotenschema passen (in G.s Fall: Bayern CSU). Fachkoryphäen sind für Politik im Allgemeinen nicht zu gebrauchen, wegen ihres fachlichen Tunnelblicks und Divenverhaltens. Politik funktioniert anders – Leute treffen, Sitzungen aushalten, Parolen mit Widerhall ausgeben. Wer relativ früh in die Politik geht, um sich in einer Partei einen relativ guten Stand zu erarbeiten, kann eigentlich beruflich und bildungsmäßig nur dilettieren – wie an G. nun im grellen Licht zu sehen. Quer- bzw. Späteinsteiger wie Merkel oder Nußbaum, die sich vorher Bildung und Beruf gewidmet haben und dann erst politisch lernen, haben selten eine Chance.

  287. @ HansMeier555
    "Aber...

    @ HansMeier555
    “Aber eigentlich war Schnucki gar nicht schlimm.”
    .
    Ach, jetzt plötzlich… ;-)
    .
    Welcher Hochstapler mit dubios erworbenen akademische Graden und Elegant-Nullsprech wird sich jetzt vorgeknöpft?
    Die schöne Schröderine?

  288. <p>Italienischer Käse? Hätte...
    Italienischer Käse? Hätte jungen, sardischen Pecorino im Angebot:
    .

  289. "Kanonengutter" oder...
    “Kanonengutter” oder “Gutterdämmerung” hätte ich auch noch im Angebot.

  290. Man sollte jetzt aber...
    Man sollte jetzt aber konsequent sein und wirklich aufräumen: Schließlich hat das deutsche Volk Frau Merkel als ostdeutsche Quotentussi eingestellt und nicht als weitsichtige Politikerin. :-)

  291. Vorzüglich Don, aber mit...
    Vorzüglich Don, aber mit diesem Bild nötigen Sie mich meinen Kühlschrank aufzusuchen…

  292. Holly01@ Darf Sie doch...
    Holly01@ Darf Sie doch zitieren?
    “Die Spuren im Quark beweisen immer noch, dass der Elefant im Kühlschrank war.”
    ..und solcher breitgetreten, bleibt auch welcher…toucher! En garde! Attaque…

  293. Na, das wird ein politischer...
    Na, das wird ein politischer Aschermittwoch… vom ALLERFEINSTEN.
    .
    Doch jetzt erst mal
    http://www.youtube.com/watch?v=KGiJzaLiFIE

  294. Kaktus, es ist abstrus, ich...
    Kaktus, es ist abstrus, ich sage abstrus, deshalb von mir zu fordern, den Rücktritt bei Herrn Schirrmacher einzureichen!

  295. @vroni
    die diss der...

    @vroni
    die diss der schröderine dürfte ähnlich schlecht sien, aber der prof aus mainz, wird ihr gesagt haben, darf ruhig dünn sein, hauptsache du schreibst sie selber und ich darf ins fernsehen

  296. Nu mal langsam, Yast2000,
    der...

    Nu mal langsam, Yast2000,
    der Bundeskanzler, die Bundeskanzlerin, wird nicht direkt vom deutschen Volk gewählt.
    .
    Und da ich pro Quote bin und Merkel zwar alles ist, aber wirklich keine Tussi …
    http://www.allmystery.de/dateien/mg12781,1270667042,die_tussi.jpg

  297. @seinefordschaft: „Wer aus...
    @seinefordschaft: „Wer aus einem bestimmten, besseren Hause kommt wird doch mindestens Direktor“ Nö. Vorbei. Allenfalls noch Abverkäufer an die Heuschrecken mit Insolvenz. Der Beck aus Rheinland-Pfalz ist mE genau so ein gestandener, normaler Mensch. Aber was wurde der rausgebissen wegen fehlendem Uni-Odeur.

    Na gut, hat er doch das Handtuch geworfen (vielleicht sah Geißler, daß sonst der Wahlkampf in BaWü verloren geht). Und wer ist der nächste? Und wie lang kann der sich auf dem Personalkarussell halten?

    Die USA schulden China 1 Bio $, hat mein Mann gerade gelesen. “Na, dann werden sie wohl die Landwirtschaftsflächen in den USA aufkaufen damit.” – “Da werden sich die Amis aber freuen, wenn überall Chinesen rumwuseln.”

    Das Personalkarussell in der Politik hat sein Pendant auf dem Arbeitsmarkt, wo 20 Personalvermittler für einen einzigen Dreimonatsjob 2000 Leute suchen. Grobes Mißverhältnis.

  298. Die revolutionäre Tat des Don...
    Die revolutionäre Tat des Don Quijote zu Guttenberg
    .
    Seine Rücktrittserklärung ist ein einzige Don Quijoterie. Wer hat denn dafür gesorgt, dass es „auf dem Rücken der Soldaten“ nur noch um seine Person ging? Mal abgesehen davon, dass in Bezug auf Afghanistan alles „auf dem Rücken der Soldaten“ geschieht. Er beleidigt die Massen, die ihn gestürzt haben. Die ihn quasi in einer Art revolutionären (wenn auch hauptsächlich medialen) Aktion (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1470) zu Fall gebracht haben. Ein Umstand, der von der Presse übrigens mit keinem Wort erwähnt wird. Wenn Guttenberg nicht zu Fall gebracht worden wäre, wäre diese Regierung gestützt. Was im Übrigen noch kommen kann. Das ist noch nicht ausgestanden für sie. Und gerade diese Rücktrittserklärung bietet dafür die Angriffsfläche. Die Kritikermassen haben dieses Szenarium nicht gewollt. Sie wollten seine bedingungslose Abdankung, eine sofortige und eine ungeschönte Aufdeckung seiner Missetat. Was er in Don Quijote-Manier „tapfer“ zu ignorieren suchte. Ja, seine ganze Tapferkeit bestand vielleicht gerade darin, sich einer solchen „revolutionären Einsicht“ solange zu widersetzen, mit der Absicht, dem Rad der Geschichte die Macht seiner skurrilen Persönlichkeit, welche vielleicht seiner Herkunft geschuldet ist, aber auch im Besonderen, die „Solidarität“ der bürgerlichen Klasse, die er so schamlos zu nutzen wusste, entgegen zu stemmen. Dennoch ist es ihm fast gelungen, diese Regierung wie seine Klasse in „mühevoller Kleinarbeit“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1465) irreversibel zu schädigen. Wenn das keiner revolutionären Tat gleichkommt, was dann?

  299. Ich finde, wir sollten uns mal...
    Ich finde, wir sollten uns mal wieder mehr den Hausaufgaben zuwenden: wie kriegen wir Europa durch den Winter, so daß es im Frühling dann blüht. Immerhin, die Reben haben haarige Böllchen, sie wollen Blätter bekommen.

  300. Jedenfalls ist der akademische...
    Jedenfalls ist der akademische Grad Doktor aus meiner Sicht ordentlich beschädigt. G. geht, der Titelschaden bleibt. Frei nach Johnny Walker.
    .
    Meine Nachfahrin hat gerade in Erlangen ihre Promotion zum Dr.-Ing. hinter sich und drei Jahre lang (nicht sieben, das sind die Prokrastinateure) die Diss neben der Ganztags-Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin erstellt. Und dann das von der oberfränkischen Dunkelfichte. Mein mütterlicher Groll ist ihm sicher.

  301. Der neue Defiliermarsch ist...
    Der neue Defiliermarsch ist da: http://www.youtube.com/watch?v=TziyOcb96q0

  302. @ Vroni:
    -
    HTML wurde in den...

    @ Vroni:

    HTML wurde in den USA erfunden, wo man für satirische Übertreibungen keine Kennzeichnung wie kursiv oder fett braucht. In Deutschland dagegen fehlen nun die irony-Tags, weil Deutsche alles für ernst nehmen, was man ihnen erzählt. Die grafische Darstellung der Qotentussi ist allerdings nett, na ja und Merkel ist eben auch eine Tussi, wenn sie sich aus Machtkalkül dämlich stellt und damit völlig falsche Signale an die Bevölkerung sendet. Spröde, wissenschaftliche Assistenten gegen sich aufzubringen, dazu gehört auch schon eine ordentliche Portion Ungeschicklichkeit. Die Sarrazin-Debatte hat sie dank Erdogan auch wieder an der Backe, das ist einfach nicht hilfreich. Ein Mangel an Intelligenz kann sich übrigens auch daran zeigen, dass man auf falsche Berater setzt und am Ende mit dem Arsch wieder einreißt, was man sich mühselig aufgebaut hat.

  303. Zu Löwenstein
    fällt mir...

    Zu Löwenstein
    fällt mir nichts ein.
    .
    Auch zur Torte
    hab ich keine Worte.

  304. Devin08
    "Er beleidigt die...

    Devin08
    “Er beleidigt die Massen, die ihn gestürzt haben.”
    Nur zur Klarstellung: Er hat das akademische Bürgertum beleidigt. Nicht die Massen.
    .
    Die haben zudem gar nix gestürzt.
    Da ist was hinter den Kulissen gelaufen.

  305. Den Schnuckibär-Fanclub...
    Den Schnuckibär-Fanclub können wir ja immer noch gründen.
    Und der CSU das Fürchen lehren.
    Brummm!

  306. Devin08@: Sie vertreten in der...
    Devin08@: Sie vertreten in der Tat die schätzenswerten Eigenschaften der deutschen Kathedersozialisten. Nämlich hart idealistisch am Ball schreibend. Nur mit der Praxis happert es leider, der revolutionären versteht sich. Ihre Girlanden haben einen gewissen Charme. Sobald dann doch die Revolutionäre an die Macht kamen, mutierten sie zu fürchterlichen Pedanten, nachdem der Überschwang verflogen. Das die Chose mit dem “Kapital” noch nicht ausgestanden ist, um das zu wissen, braucht man kein Linker zu sein. Die SPD selber z. B. ist keine klassische Linke mehr.
    ..
    yast2000@: So isses (im Prinzip, lt. Radio Eriwan). Aber bedenken Sie, SIE wurde entspr. den systemimmanenten Kriterien der repräsentativen Demokratie nicht
    d i r e k t vom Volk gewählt, deswegen diese merkwürdigen Polls in den Medien und Meinungsforschungsinstituten, wie denn gerade des Volkes Stimmlage sei (gilt für alle Parteien die gerade am Zuge sind). Das ist der Hinkefuß der Verfassung nach 1948/49, nachdem mit den Braunen so schlechte Erfahrungen gemacht wurden hinsichtl. der Weimarer Verfassung (Stellung u. Macht des Reichspräsidente und die des Reichskanzlers). Es gab keine “Machtergreifung” für A. H., er hatte sich ganz legal das Mandat per Wahlen in den Reichstag verschafft. Die Reichswehr, die Schutzpolizei, SPD und Kommunisten, die Linken insgesamt, die dem Einhalt hätten gebieten können, waren aus den unterschiedlichsten Gründen gelähmt. Wären sie, die Letzteren aktiv geworden, dann wäre es wahrscheinlich zum Bürgerkrieg gekommen…..

  307. Zu Löwenstein möchte ich das...
    Zu Löwenstein möchte ich das tun, was gewissen PR-Militaristen gut bekommen wäre: Schweigen.
    .
    Ansonsten möchte ich hier zitieren, aus dem Lieblingslied des Ex-Ministers “Hell Bells” von ACDC:
    .
    Hell’s bells, satan’s coming to you
    Hell’s bells, he’s ringing them now
    Those hells bells, the temperature’s high
    Hell’s bells, across the sky
    Hell’s bells, they’re taking you down
    Hell’s bells, they’re dragging you down
    Hell’s bells, gonna split the night
    Hell’s bells, there’s no way to fight

  308. „Jeder hat das Recht, seine...
    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“ , hatte ich mal gelesen. „Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit ist als unmittelbarster Ausdruck der menschlichen Persönlichkeit in der Gesellschaft eines der vornehmsten Menschenrechte überhaupt. Für eine freiheitlich-demokratische Staatsordnung ist es schlechthin konstituierend.“ (BverfGE 7, 198 (208) – Lüth). Gilt das heute noch?
    Schon mal aus dem Flieger geguckt, all diese Kästchen? Die waren nicht immer da.
    Unsere Menschenköpfe überziehen die Erdoberfläche mit Kästchen und Monokulturen, auf den Feldern und in den Köpfen. Schon mal in SAP rein geguckt? Was in kein Kästchen und SAP Kategoriensprech passt, gibt es nicht. Schön einfach. Enorm beruhigend. Jede soziale Gruppierung ist in strikte Hierarchiekästchen untergliedert. Seit Menschen Natur beobachten, basteln sie Kästchen, Vor- und Familiennamen zum Einsortieren, auch wenn draußen keine Sortierkästchen, sondern Individuen herum laufen. Die evolutive Einheiten sind nicht Kategoriekästchen wie Art oder Gattung, sondern das individuelle Genom. Seit Organismen Gameten machen und Zygoten entstehen, und das tun sie schon lange, gab es noch nie zwei identische Gameten oder Zygoten, aus gutem Grund. Wer es anders macht, ist meistens schnell nicht mehr dabei. Unsere Neurone dagegen können leider nur mit Kästchen arbeiten. Deswegen ist das mit der Wahrheitsfindung nicht leicht.
    Als der Prophet mit Bombe im Turban durch europäische Blätterwälder geisterte, hatte mein afrikanischer Studienkollege, Christ und global erfolgreich tätig, mich empört gefragt, wie ich so eine Respektlosigkeit sehe. Ich nehme so etwas locker, Papier ist Papier, da steht viel drauf und manchmal ist Satire auch hilfreich, um Gedanken aus starren Gleisen zu geleiten.
    Ich mag Experimente gern, da zeigt sich Realität, mit ein wenig Glück. Es ist immer die Frage, wer mit wem über wen lacht. Die Rollen umkehren ist lebensgefährlich.
    Mir geht es wie vor über 40 Jahren: Wo ist ein Fenster, raus aus diesen gefährlichen Kategorienkästchen? Mir selber gefielen und gefallen Lebewesen, leider auch eingetütet in dem Kästchen „Biologie“. Und, tatsächlich, im neuen Bund, geschrieben vor knapp 2000 Jahren, blättere ich immer mal wieder gerne herum. Aktueller, als ich früher mal dachte. Ich lese immer und alles am liebsten ohne Interpretationshoheiten. (Streng verboten.)

  309. nach diesem erfolgreichen...
    nach diesem erfolgreichen erstschlag gegen die regierungsfähigkeit der koalition sollte sich dieses forum ernsthaft mit fragen der regierungsübernahme befassen.

  310. @Yast2000
    Ich weiß nicht, ob...

    @Yast2000
    Ich weiß nicht, ob das typisch Deutsch ist.
    Der Smiley ist auch nicht von uns. :-)
    .
    Gez.
    Dr. spast.

  311. Vroni@: Meiner ist Ihnen...
    Vroni@: Meiner ist Ihnen kongenial mit/nachempfunden, im Sinne für meine Tochter, behangen mit Dr. med (s.c.l.) Chirurgin sowie deren Ehemann, ebenfalls behangen mit Dr. med. (s.c.l.).
    Wenn hier schon gestrunzt wird, denn aba richtich ;-)

  312. @yast: Politiker ohne...
    @yast: Politiker ohne Machtkalkül sind keine, sondern Schwafler. Wollen Sie noch mehr Schwafler? Ohne Macht kann man nichts umsetzen. Impotenz zeugt keine Kinder.

  313. @nauplius: na, wenn Sie...
    @nauplius: na, wenn Sie Experimente immer noch gern haben, dann nehmen Sie es wohl auch ganz gelassen, wenn Sie als Versuchskaninchen verbraucht werden. Ich habe die Nase gestrichen voll davon und halte mich gerne an Erprobtes und ein paar Grundvereinbarungen, denn Improvisieren muß ich sowieso ständig die ganze Zeit.

  314. Werter Don, "Gutenbergab" find...
    Werter Don, “Gutenbergab” find ich herrlich! Wieder sehr amüsantes Geplauder die letzten Tage! Das es jetzt doch so schnell ging mit KT hätt ich nicht gedacht.
    Grüße
    FS

  315. @DA 12:37: naja, "judgment...
    @DA 12:37: naja, “judgment night” von Ice-T wär vielleicht ein passenderer Soundtrack.

  316. @DA:
    "(Wobei ich den Verdacht...

    @DA:
    “(Wobei ich den Verdacht nicht loswerde, dass es gestern Nacht in der CDU/CSU auch eine stille Revolte gab)”

    Das ist eigentlich die einzige plausible Erklärung für einen Rücktritt zum falschen Zeitpunkt. Und ich hatte zum zweiten mal Unrecht – muss mal meine Kriterien überprüfen, die sind wohl eingerostet aka veraltet.

  317. nauplius@: Sag ich´doch immer...
    nauplius@: Sag ich´doch immer wieder: Unsere jetzige Situation als Gattungswesen
    ist ein evolutionärer Grenzfall (incl. all dem Gedöns (wahlweise herausgegriffen) wie
    IN, SAP, Parteien, Wissenschaften, Kindergarten, Pippi Langstrumpf, Nordkorea-nischer Staats-u. Parteichef, die A-Nuke, die H-Nuke, Aids, Herpes, Neuro-Enhancement, Drama, Tragödie, “die” Antike, Harz IV, Pensionen, Seniorenheime, Militär, Polizei, Heilsarmee, Astro-nomie-logie, Mathematik, Rhein. Karneval, Untergang des Abendlandes, Heidi, FAZ, BILD, BUNTE, Radio, TV, Nobelpreis, zu Gbg, Don Alphonso, Der Tiger, Filou, Plindos, nauplius, Filou, Don Carlos, HansMeier555, Christentum Ilam, Buddhismus, Humor, Trauer, Prohibition, Koks, Dope, Geld, Theismus, Agostizismus, Kapitalismus, Sozialismus, Ehe, Polygamie, Buntstifte, Dauerlutscher, Medizin, Pharmaindustrie, Kondome, Pille, ARD, ZDF, BR, WDR3, Cloud, Assenge, EU, NATO, USA, Weinkönigin, Dissertationen, BW, Gaddafi, Berlusconi, Belgien, Neujahrsraketen, Atomare Raketen, Schlittschuhlaufen etc.). Es hätte auch anders, gemütlicher, wärmer, Nahrung und Saufen im Überfluß, im Urschlamm sich aalend, (Sex?)kommen, verbleibend können.

  318. Eine Schule für die...
    Eine Schule für die Massen
    .
    @Vroni/Plindos: Mag sein, dass er die das „akademische Bürgertum“ beleidigt hat. Nicht wenige darunter hat er mit Sicherheit trefflich repräsentiert. Und die haben jetzt berechtigten Grund zur Sorge. Dennoch hat er vor allem die Massen beleidigt, deren guten wie deren schlechten Geschmack. Er hat vorgeführt, wie man sich benimmt, wenn man einer der ihren sein will. So bar jedes Titel s (bis auf den Baron, aber der eignet sich auch für die Seifenoper, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1470). Den schlechten Geschmack beleidigt es dahingehend, dass da „Big Brother“ und Dschungelcamp getoppt wurden. Den guten Geschmack derer, die solche Auftritte, gleich von wem auch immer und mit welchem Format, schon gar nicht mögen. Diese Massen gibt es, nicht wenige, eben gerade gleich mit oder ohne Doktortitel.
    .
    Stichwort: Kathedersozialismus. Gerade im Interesse des unerbittlichen Kampfes gegen solche „Sozialisten“ – Gysi, Lafontaine… -, schreibe ich an. Rücke ich Prinzipien ins Licht, verteidige ich die grundlegenden Interessen der Massen, nicht deren naheliegenden. Widersetze ich mich jedes Opportunismus‘ und jeder Bequemlichkeit. Revolutionäre, die in solchem Geist aufwachsen, mögen nicht selten auch enttäuschen (darin widerlegt wie bestätigt zugleich die Praxis geradezu jede Theorie), dennoch sind sie auch darin, ja: gerade darin, eine Schule für die Massen (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1261).
    .
    Der Sozialismus ist leider nicht wesentlich besser, wenn nicht gar schlechter, als der Kapitalismus, den er abzulösen hat (http://blog.herold-binsack.eu/?p=986). Daher kann es nicht schaden, den Kapitalismus, wo immer möglich, kräftig in den Hintern zu treten. Ihm die Flausen auszutreiben, solange es noch möglich und nötig ist. Eben im Interesse eines möglichst besseren, oder eben nicht gar so schlimmen, Sozialismus.
    .
    Und wie da Guttenberg abserviert wurde, wird wohl auf lange Zeit eine solcher Tritt in den Hintern der Herrschenden gewesen sein. Kosten wir ihn aus.

  319. dpa. - Die Situation in Berlin...
    dpa. – Die Situation in Berlin ist derzeit völlig unklar. In den Straßen patroullieren Feldjäger. Eine nächtliche Ausgangssperre wurde verhängt. In Tempelhof landeten am frühen Morgen drei Transall-Maschinen unbekannter Herkunft. Am Potsdamer Platz sind nun auch Panzer aufgefahren. In Kreuzberg waren laut Anwohnern in den Nachtstunden vereinzelt Schüsse zu hören. Alle Banken und Geschäfte haben weiterhin geschlossen. Die Studenten der FU wurden im Radio aufgefordert “zu Hause zu bleiben und zu lernen”. Kanzlerin Merkel soll sich noch in Hannover aufhalten, eine Pressekonferenz wurde allerdings soeben wieder abgesagt. Gerüchte, sie stünde dort unter Hausarrest, konnten bisher nicht bestätigt werden. Das Staatsfernsehen sendet derzeit in einer Schleife patriotische Lieder, Bilder von der letzten Fußball-WM und aus Afghanistan, und den Spielfilm “Die Feuerzangenbowle”. Derweil scheinen Regierungstruppen die Kontrolle über Teile des Südens verloren zu haben. Aus Freiburg und Tübingen wird gemeldet, dass dort Akademiker die Waffendepots gestürmt haben. Parteigebäude und Büros einer Boulevardzeitung wurden in Brand gesteckt. Heftige Wortgefechte auch in Erlangen und Ingolstadt. In Kiel haben Matrosen der Gorch Fock den örtlichen Kommandanten abgesetzt und einen Rat zur Verwaltung der Stadt gebildet. Über Lübeck kreisten nach Berichten am Morgen Apache-Hubschrauber. Aus Bayreuth wird berichtet, die Universität sei bis auf die Grundmauern niedergebrannt, das Personal geflohen. In den Straßen herrsche Chaos, Bücher, wissenschaftliche Unterlagen und Akademikerbekleidung seien überall verstreut. In München ist die LMU weiterhin in der Hand von Doktoranden. Die Polizei hat sich dort völlig zurückgezogen. Dafür kam es dort nach Telefonberichten am westlichen Stadtrand nachts zu Plünderungen durch Schläger “in volkstümlichen Trachten”, die mit Geländewägen “aus den Wäldern” kamen. Dei Battaillone Gebirgsjäger sollen sich nun auf dem Weg in die Landeshauptstadt befinden. Für den Abend hat Generallissimo zu Guttenberg laut seinem Informationsminister Diekmann nun eine Fernseherklärung angekündigt. Derweil rief Hillary Clinton die neue Regierung dazu auf, die Sorgen und Nöte der Akademiker ernstzunehmen, und ihr Recht auf Meinungsäußerung nicht zu beschneiden. Es müssten bald freie Wahlen stattfinden. Der Weltsicherheitsrat tritt morgen auf Antrag Russlands zusammen…
    .
    Puh, ist es doch nicht so gekommen, haben wir ja nochmal Glück gehabt.

  320. @colorcraze:
    Danke für die...

    @colorcraze:
    Danke für die Erläuterungen zu “Wie werde ich Minister” und “Machtkalkül”. Komme mir im Netz manchmal einsam vor, wenn ich die Politik (bei aller Kritik im einzelnen) gegen die dummdreiste Überheblichkeit der schlechtinformierten Wutbürger (“alles Nazis ausser Mutti”) in Schutz nehme. Und ich vertraue aus Prinzip keinem Politiker, der aktiv leugnet, nach Macht zu streben. Entweder er lügt oder er will wirklich nichts bewegen (letzteres finde ich schlimmer).

  321. Zehn Flaschen Vernidot darauf,...
    Zehn Flaschen Vernidot darauf, dass Söder der nächste Verteidigungsmnister wird!

  322. Ah!
    "Dummdreiste Wutbürger...

    Ah!
    “Dummdreiste Wutbürger …”
    “von den Massen gestürzt…”
    Es wird an Legenden gefeilt.
    .
    Wer nach Macht strebt, ist nicht per se ein guter Politiker.
    Biss und Streb hatte er groß im Rausschmeißen und in überkandidelten Reden.
    Weil jetzt schon die nihil-nisi-bene-Nachrufe prasseln ( bla, “guter Politiker”, bla)
    frag ich mich doch, WO denn G. gute Politik gemacht hat. Wo.
    .
    Diese berechtigte Frage ging in der letzten Zeit etwas unter.

  323. @ThorHa: vielleicht ist es...
    @ThorHa: vielleicht ist es einfach so: in der Krise suchen die Leute vertraute Qualitäten. Und die werden nicht angeboten. Also bleibt das „weg mit dem Dreck“-Karussell erhalten. (ach ja, ich wollte ja eigentlich immer mal Schumpeter lesen – den mit der kreativen Zerstörung… aber ich glaub, das ist jetzt auch nicht angesagt. Eher langsames, geduldiges Bauen.)
    @Plindos: och, das Problem läßt sich eigentlich relativ einfach physikalisch umreißen: hohe Erdbevölkerung, die nicht mehr vom Jagen und Sammeln leben kann und sich auch nicht mehr traut, sich in Großgruppen zu streiten, weil ihr das zu lebensgefährlich geworden ist, und gleichzeitig Ende der bis eben gut funktioniert habenden auf fossile Energie gestützten Ökonomie. Jetzt, mach was. Patentlösung hat keiner.

  324. @ThorHa: naja, vielleicht...
    @ThorHa: naja, vielleicht hilfts ja manchmal, lapidar zu sagen, wie es ist.

  325. @Vroni: ach, wissen Sie, ich...
    @Vroni: ach, wissen Sie, ich bin unter den heutigen Verhältnissen schon an dem Punkt angekommen, daß ich ganz bescheiden schon froh bin, wenn ein Politiker _überhaupt_ Politik macht, ich wär mit einer halbschlechten schon ganz zufrieden, denn eine gute hinzubekommen ist momentan unmöglich.

  326. Wer Schnuckis Nachfolger als...
    Wer Schnuckis Nachfolger als bmv wird, ist eigentlich egal.
    .
    Viel interessanter finde ich, ob Mutti wieder Tritt findet. In BW war die CDU trotz S-21 schon wieder auf der Siegesstraße. Wenn sie jetzt wegen Schnucki die Wahl verlieren, dann muß sich Mutti warm anziehen.
    .
    Mal sehen wie ihr heute abend die Wahlkampfauftritte in Karlsruhe und Stuttgart gelingen.

  327. @ThorHa
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    Im konkreten Fall...

    @ThorHa
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    Im konkreten Fall war ihre Prognose falsch, aber die Gesamtlage sehen Sie völlig richtig.

  328. Saludos Amigos, Buam und...
    Saludos Amigos, Buam und Maderln,
    es wurde hier wahrscheinlich schon thematisiert, aber falls den ‘Guttenplag-Buam’ langweilig sein sollte, gibt’s Gaddafiplag schon ? Drittmittel gab es augenscheinlich ebenfalls. Mea culpa, aber so viele Quellen wie hier kann ich mir unmöglich durchlesen :D
    Noch eine Quelle ? – hüstel – , … here you go: http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/21/saif-al-islam-gaddafi

  329. … dass der zurückgetretene...
    … dass der zurückgetretene Gutenberg selbst die nächste Sau wird, die durchs Dorf tiegert, damit hatten Frau Merkel und Co wohl nicht gerechnet. Arme Mutti!

  330. Nach Guttenbergs Rücktritt:...
    Nach Guttenbergs Rücktritt: Gibt es etwas, was die Politik auch vom klar an sich selbst gescheiterten Freiherren lernen könnte?

    Ich denke ja. Etwas sehr einfaches. Den ganzen Bullshit Bingo an Politeuphemismen vergessen, Sachverhalte klar beim Namen benennen – inlusive des Preises, den jede Entscheidung, jeder Vorschalg, jede Lösung kostet. Möglich wäre das. Denn das Ziel der Politeuphemismen, der venebelnden Sprache, des Ausweichens ins Ungefähre – Vermeidung von Kritik – wird eh nicht erreicht, also kann ich von vornherein Klartext reden. Heiss wird´s in der Küche gegebenenfalls sowieso. Warum das wichtig ist? Ganz einfach – je mehr sich die Leute durch die Politeuphemismen veralbert fühlen, umso leichter haben es (in Westeuropa Rechts-)Populisten. Und umso mehr verachten die Bürger Politiker, weil sie den Eindruck haben, nicht ernst genommen zu werden.

  331. Ich finde es schon...
    Ich finde es schon bedenklichen Realitätsverlust, wenn einige so tun, als hätte ausgerechnet dieser Blog am Rücktritt einen messbaren Beitrag zugesteuert.
    .
    Wir äussern unsere meinung.
    .
    Andere lesen es oder lassen es sein. Antworten oder lassen es sein.
    .
    Die ganze cause Guttenberg ist nicht ausgestanden. Der Umgang der CDU mit den Vorwürfen, muss von der Partei dringend erklärt werden.
    Die Uni Bayreuth muss dringend offen legen, ob dort tatsächlich nie auf Abschreiben geprüft wurde. Ist das wirklich so, dann ist, das eine Verletzung der Sorgpfaltspflicht, für mich eine grobe Verletzung und stellt die Uni als solche in Frage.
    Man ist dort zur Abnahme von Prüfungen offensichtlich weder inhaltlich noch charakterlich in der Lage (sollte nur die kleinere Hälfte der Informationen stimmen).
    Guttenberg ist zurückgetreten, dafür danke ich Ihm. Noch mehr würde ich ihm danken, wenn er tatsächlich die Umstände der ganzen Doktorarbeit offen legen würde.
    Warum ist der Prüfungsausschuss noch nicht zurückgetreten worden?
    .
    Entschuldigung, ich sehe nur Arbeit und noch lange keine Feier.

  332. Devin08@: Dank für Ihre...
    Devin08@: Dank für Ihre Replik. Fühle mich fast geadelt. Den, in Ihrer Website angesprochenen, “revolutionionären” Massen ging die heißdiskutierte Causa, außer den auf ihren Stühlchen Sitzenden in den Medien und div. Blogs, ziemlich am A…. vorbei. Die Ersteren haben nämlich keine R. im Sinn sondern versuchen lediglich im globalisierten Sumpf und Brackwasser den Kopf über diesen Elementen zu halten. Der größerere Teil der (nicht nur virtuell hier vor ihren PCs) Sitzenden vermutlich auch.

  333. @ colorcraze
    Das ist wohl auch...

    @ colorcraze
    Das ist wohl auch der PR-Abteilungstrick, der am Volke probiert wird: Dass es bescheiden werde und schon froh sein müsse, wenn die Bolliddigg nicht ganz mies ist. (Wie die seit Jahrhunderten gequälten Iren tapfer sagen: “Could be worse!”)
    .
    Dann hält es bereits diejenigen, die ihr G’fries zu jeder Tag- und Nachtzeit in die Kameras hängen und Talkshows im Hindukusch inszenieren für Tüchtige.
    Sternstunde für G.s PR-Abteilung in “guten Tagen” – Nichtsternstunde für die Krisen-PR der gleichen Abteilung. Die war um so mieser und übel nassforschgrün hinter den Ohren.

  334. @thorHa: mag sein, daß das...
    @thorHa: mag sein, daß das hilft, aber Politik funktioniert eben immer auch durch verbindende neue Oberbegriffe – und insofern ist da immer ein Zwang zu Blausprech. Lösungen sind ja immer erst zu schaffende Sachverhalte! (Wie beim Anwendungsentwickeln…)
    @HansMeier: nein das ist nicht egal, ich will keinen Vollpfosten.

  335. @Holly1
    .
    Mein Gott, der...

    @Holly1
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    Mein Gott, der Prüfungsausschuß! Gibt es denn wirklich nichts wichtigeres für Sie als die Benotung irgendeiner Doktorarbeit an einer Provinzuni?
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    So schlimm kann die Korruption an der Uni Bayreuth auch wieder nicht sein, wenn Schnucki, obwohl er der großen Sponsorenfamilie angehörte, beim ersten Staatsexamen nur eine drei minus bekam.
    .
    Die Professoren waren arglos, faul und allzu wohlwollend und er war eben ein arglistiger Betrüger. Woher sollten die das wissen? Die akademische Welt ist eben sehr bürgerlich und ist generell sehr vertrauensselig. So ein Professor würde sich schämen, wenn er seinem Doktoranden irgendeine relevante Aussage nicht glaubt. Das ist gemütlich und komfortabel, und gerade deswegen ist Schnuckis Verhalten so eine Schweinerei. Er hat es heimtückisch mißbraucht.
    .
    Und ich nehme fest an, dass das weder seine erste noch seine letzte dreiste Lüge war. Vermutlich hat er schon früh in der Jugend sein Talent entdeckt, glaubwürdig zu lügen und tut das jetzt ganz selbstverständlich, ohne dabei Unrecht zu empfinden.
    .

  336. Holly01, das war kein kleiner...
    Holly01, das war kein kleiner erfolg. immerhin sind die streitkräfte jetzt führer- und kopflos und damit für uns erstmal ungefährlich. bei dieser schlagzahl sitzen wir im september im kanzleramt in berlin (bloghof dann auf einem berg am tegernsee vielleicht).

  337. Holly01, es mag ja sein, dass...
    Holly01, es mag ja sein, dass unser Beitrag zum Rücktritt nicht messbar ist.
    Aber die BLÖD-Zeitung hat es eben auch nicht geschafft, mit ihrer schleimigen Hofberichterstattung und der kostenpflichtigen, pseudodemokratischen Umfrage-Hotline den Schwindler im Amt zu halten.
    Für mich zumindest ein kleiner Lichtblick.

  338. HansMeier555; Holly01@ et....
    HansMeier555; Holly01@ et. al.: Sicher, aber ob “denen”, dem gesamten Parteienspektrum von L, G, S, und beiden C´s die Analyse halbwegs gelingt , wage ich zu bezweifeln. Über´m Tagesgeschäft in den Parlamenten und dem Machterhalt übersehen sie glatt, daß sich längstens, via IN befeuert, eine neue Form von Politikverständnis herausgebildet hat. Deren Form noch ziemlich konturlos, schwabbelig aber ebend “da” ist. Phrasendrescherei wird sofort in Lichtgeschwindig-keit durchschaut, kommentiert und “gnattenlos” zerpflückt, im schlimmsten Falle der Lächerlichkeit preisgegeben.
    Man sehe sich nur mal an, wie der hiesige Blogwart, Herr DA, von seinen Fahrradeln, fulminanten Schmankerlberichten und Westviertel-Süffisancen zur politisch-kritischen Hochform in den letzten Wochen aufgelaufen ist (nichts für ungut).
    “Die” Wissenschaft wird sich mehr und mehr nach außen hin öffnen müßen, etwa so wie Oxbridge-Serrenissimi ihre Essays vollverständlich schreiben, weg von diesem oft verquasten Jargon. Aber nüchtern und ohne Glanzpapier- oder Anlage-Berater-Deutsch. “Adprime in vita est utile, ut nequid nimis.” (Ter.Andr.61 )> Ganz besonders nützlich ist im Leben: Nichts zu viel!
    ..
    Wissensstandort Deutschland: Die Analphabeten-Rate in Deutschland ist erschreckend hoch. Wie werden von diesen Menschen überhaupt Politik(Beteiligung daran) und Wissenschaften gesehen? Was ist da schiefgelaufen? What shall we do?
    http://nachrichten.t-online.de/studie-7-5-millionen-analphabeten-in-deutschland/id_44671740/index

  339. @Holly01: Man sollte Ironie...
    @Holly01: Man sollte Ironie nicht bierernst nehmen :-).Und egal wieviele Fragen Sie haben – die eine oder andere wird in Randnotizen in den nächsten Monaten beantwortet werden, aber mit dem Rücktritt ist die Sau jetzt wirklich aus dem Dorf (sprich den Medien). Rechnen Sie also nicht mit zuviel Erkenntnisgewinn …

  340. "Wer nach Macht strebt, ist...
    “Wer nach Macht strebt, ist nicht per se ein guter Politiker.”
    Wer nicht nach Macht strebt aber mit absoluter Scherheit ein schlechter.

  341. oui bien sûr, lieber ThorHa,...
    oui bien sûr, lieber ThorHa, man könnte versucht sein, idealrealistisch vorzugehen, und es spricht für sie, was sie einfodern.
    doch überdenken sie das präfix: denn wer möchte denn noch einmal den lafontaine geben? dann doch lieber von blühenden landschaften träumen lassen.
    .
    abgesehen davon ist m.e. klarheit das letzte, das im politischen umfeld herrscht.
    sie, die politikerinnen und politiker, wissen es doch selbst nicht besser, doch geben es, falls (if!) sie es erkennen, nur äusserst ungerne zu, und sehen stets nur einen teil der chose.
    wenn sie subkomplex entwickelt sind, und so etwas sollte es geben, halten sie den teil für das ganze.
    .
    das nichtvollumfänglicherkennen(können) ist das problem bei (hyper)komplexen systemen mit black box-charakter. dazu kommt, dass das politische system ein soziales ist, und – tautologisch formuliert – variable soziale interaktionen äusserst schwer halbwegs adäquat in watson einzuspeisen sind.
    .
    daher auch das hemdsärmelige herumwurschteln oder vorsichhinnuscheln.
    klarheit! aber doch nicht vor wahlen! ceterum ist nach der wahl auch vor der wahl. alors…
    .
    lieber HansMeier555, sich im sparring auf die angeschlagene seite zu begeben war noch nie gut, wie leicht fängt man sich da ein ausgewachsenes veilchen ein!
    eher verfahre man nach der methode ‘heisse kartoffel'; dies ist zwar nicht löblich i.s.v. nibelungentreue, aber ungeheuer ‘hilfreich’
    – dies aber hat madame m. irgendwie vergessen, so wie ein gewisser monsieur die fussnoten, auch ging in der ‘wissenschaftliche assistenten’-sache das zaumzeug mit ihr durch.
    die pferde sind bereits scheu; sie wollte mit ihrer einmaligen treue-aktion wohl vermeiden, dass man mal wieder von ihr behaupten durfte, einen potenziellen konkurrenten wegzubeissen. es war wohl das falsche pferd, das ihr die story vom pferd auftischte.
    mal sehen, wie fest madame m. im sattel sitzt…
    .
    ein jeder blamiere sich halt, so gut er kann.
    ei.
    .
    sie, bester HansMeier555, dürften sich doch noch ein wenig an der chose delektieren: die seifenoperette geht weiter, bis ein neuer grossstallmeister für das polit-rodeo gefunden wurde.

  342. @Holly01, sterne, u.a.
    .
    Viele...

    @Holly01, sterne, u.a.
    .
    Viele Leute hegen jetzt ähnliche Verdächtigungen wie Sie, und Sie können mir glauben, dass den empfindsamen Professorengemütern so etwas weitaus heftiger zusetzt als robusten Politikermägen. Häberle ist schon 77 und wer weiß, wie es um seine Gesundheit steht.
    .
    Dass Schnucki sich nicht zu seinem Betrug bekennen will, ist ja auch gerade der Uni Bayreuth und seinen ehemaligen BEtreuern gegenüber eine Riesensauerei.
    .
    Wäre Schnucki ein Gentleman-Schummler, dann könnte er sich jetzt vor die Kamera stellen und sagen:
    .
    “Ja, ich habe betrogen, ja ich hatte einen Ghostwriter. Bitte sucht ihn nicht, liebe Presseleute, denn es spielt ja im Grunde keine Rolle, wer es war. Die Schuld liegt bei mir und der Ghostwriter hat auch so schon genug Probleme im Leben.
    .
    Ja, ich habe meine Betreuer, die mir trotz meiner mittelmäßigen Examensnote eine Chance geben wollten, getäuscht und ihre Arglosigkeit und ihr Vertrauen heimtückisch mißbraucht.
    Dafür möchte ich mich bei Ihnen, ihrer Familie wie auch bei allen anderen Mitarbeitern, Studenten und Absolventen der Universität Bayreuth entschuldigen.
    Als ich meine getürkte Arbeit einreichte, habe ich fahrlässigerweise nicht bedacht, wieviel Schwierigkeiten anderen Menschen daraus erwachsen könnten.”
    .
    Nach so einer Erklärung könnte er dann womöglich auf Verzeihung hoffen (aber keineswegs einfordern).

  343. @holly01: nix da, nicht mal...
    @holly01: nix da, nicht mal einen Zehntelcent gebe ich für “Aufräumarbeiten” an den Unis. Daran, daß die STRG c STRG v Arbeit aufgeflogen ist, sieht man ja, daß das herkömmliche System sehr wohl funktioniert hat. Und der Karacho, mit dem die PR-Versuche eingeschlagen sind, wird wohl bei den Vorsichtigeren durchaus dazu führen, daß sie in Zukunft ein paar Studenten stundenweise dafür bezahlen, die Abschlußarbeiten durch Google laufen lassen. Und das reicht. Wirklich besser wird das mit der Qualität erst wieder, wenn der Run auf die Unis nachläßt, also die Ausbildung nicht mehr dorthin ausgelagert wird.

  344. @Holly01: ich meine, was...
    @Holly01: ich meine, was wollen Sie an einem Fall “Uni macht sich auf Jahre zum Gespött durch untauglichen PR-Versuch mittels Emeritus und überschätztem Student” denn noch klären, der gleißt doch schon völlig im Licht?

  345. Ein weiser Gelehrter, belesen...
    Ein weiser Gelehrter, belesen in vielen Schriften, alt und neu, antwortete mir vor einer Weile:
    „I am afraid I do not have answers to many of your queries which I am troubled by too. All human endeavours, be they religion, economics, art or politics should ultimately be judged by the goodness they promote.“
    Don’t spill human blood, fand ich schon mal einleuchtend.
    Wenn uns etwas begegnet, was wir nicht gleich in ein bekanntes Kästchen einordnen können, dann füllen wir ein Kästchen mit dem, was wir in unserem eigenen Kopf finden. Alle machen das. Es geht gar nicht anders (fast).
    Military Intelligence, leicht und gerne veräppelt, wie halt alles und jeder, ist so unergiebig nicht. Die haben im Laufe ihres langen Lebens herausgekriegt, durch Versuch und Irrtum, dass, wenn sie wirklich wissen wollen, wer wer ist, Benehmen Kleidung, Titel, Namen, Partei- und Glaubens- zugehörigkeit, Text- und Gedächtnisinterpretationen, e.a. wenig helfen. Fingerabdruck und Iris sind da schon besser. Wenn nur Zellen zu haben sind, gibt das Genom über das Individuum Auskunft. Immerhin, damit sind schon über 200 Menschen, die von Alleswissern mit Genugtuung in death rows verfrachtet worden waren, in die Freiheit des Lebens zurück befördert worden. Das gefällt mir.

  346. wer hätte je gedacht, daß...
    wer hätte je gedacht, daß google mal zu einem wichtigeren instrument zur prüfung von promotionen avancieren würde als ein hochbesoldeter professor! die welt ist aus den fugen…

  347. Ich persönlich meine, man...
    Ich persönlich meine, man sollte die Universität Bayreuth um ihre Fakultät der Rechtswissenschaften erleichtern und den Laden schliessen.
    Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sollte man aus dem Amt jagen.
    .
    Grund : selbsterklärend. So etwas darf Profis nicht passieren. Die Grundsätze gelten nicht nur für Studeten. Professoren -> bürgen <- für die Einhaltung.
    .
    Die betreffenden haben für mich gezeigt, dass Sie nicht dazu in der Lage sind.
    .
    Soweit meine Meinung dazu.
    .
    Es ist mir schnurz ob es persönliche, politische oder intelektuelle Erpressung, Nötigung, Schmeichelei oder Vorteilsnahme war, die Herren haben fertig.
    Wenn nicht wegen der Affäre dann wegen dem Umgang mit der Affäre.
    .
    Schade, der Fr. Merkel hätte ich gerne mal ein paar Dinge persönlich gesagt……… die würde aber kaum zuhören.

  348. Schwarze Schafe gibt es immer....
    Schwarze Schafe gibt es immer.

  349. Die Medien sehen für G. schon...
    Die Medien sehen für G. schon wieder eine Zukunft.
    .
    Ich sehe für ihn nur eine in einer PR- oder Werbeagentur oder ähnlichen Ponyhöfen.
    .
    Da hätte ich ihn von Anfang am reingesteckt. Aber nicht als Typograf oder als Coder, da würde er mir zu viele Fehler im Detail machen, sondern eher als Kontakter (früher: Pappenträger). Bella figura machen. Mehr ist fast nicht nötig. Und wenn sich vor dem Kunden rausstellt, dass die Aufgabenstellungen nicht verstanden wurden und damit die Layouts fehlerhaft sind, dann ist so ne Art Direktor (eh nur Fantasietitel) schuld oder auch der Dichter Nebel – und werden beide sofort entlassen. Anders als bei Segelschiffkommandanten oder Generälen kräht auch keiner danach.

  350. DA um 11.00h

    I like both (are...
    DA um 11.00h
    I like both (are they your very own flashes of inspiration?) but I love
    Guttenbergab. Today has been a bad hair day for me – I’m a Guttifan.

  351. lieber Don Carlos, dass sie so...
    lieber Don Carlos, dass sie so grosses vertrauen in die professorenschaft zu setzen scheinen, ehrt sie.
    .
    aber gugel wichtiger als ein prof? mais non…
    doch gibt es denn keine anderen einschlägigen programme? sonst müsste man doch immer kleine mosaikteilchen eingeben lassen und sich fragen, wie klein sie denn noch sein sollten… und sich fragen, ob wirklich alles eingestellt wurde et cetera.
    so wird aus einem hochangesehenen wissenschaftler ganz schnell ein gugelprof.
    .
    hätte gugel verhindert, dass ein gewisser schlagersänger, der ja auch von einem südseevolk abgekupfert haben soll, und dem man ihm ewig nicht auf die schliche gekommen sei, wie ich mir habe zuflüstern lassen, reüssierte: http://www.youtube.com/watch?v=G-b6yv7r2LA.
    .
    eine neue pausenbeschäftigung für unsere junge ex-hoffnung (nein, doch nicht lena, wie ein alter recke der bundesregierung einmal in einem vergleich bemerkte. vielleicht tauscht man ja: eine trällerine als ministerin)? zu hülfe!

  352. " ... wenn ein Politiker...
    ” … wenn ein Politiker _überhaupt_ Politik macht, ich wär mit einer halbschlechten schon ganz zufrieden, denn eine gute hinzubekommen ist momentan unmöglich. …”

    Völlig unmöglich. Aus wenigen, sehr einfachen Gründen:
    1) Deutschlands Konsensdemokratie und Überkreuzverantwortung begrenzt den Machtspielraum eines einzelnen Politikers seeeehr eng
    2) Während die Wirtschaften der Welt bereits engstens verflochten sind, ist die Politik noch immer national
    3) Es gibt einer übersteigerte, manchmal geradezu hysterische Anspruchshaltung an Politik, paradoxerweise begleitet von einer deutlich abnehmenden Bereitschaft, Kompromisse als notwendiges Übel von Interessenausgleich zu schlucken
    4) Menschen, das scheint auch wissenschaftlich gut bestätigt, beurteilen ihre Lage nicht mit einem Blick in die Vergangenheit. Sondern mit einem Ausblick in ihre wahrscheinliche Zukunft. Und da sehen im wohlhabenden Westen selbst die Optimisten nur noch ein Plateau
    Voila, eine im Wortsinne unmöglich zu managende Gemengelage. Und egal, was ein Politiker konkret tut, seine Politik wird fast sicher mehr Unzufriedene als Zufriedene erzeugen. Und da die Kritik inzwischen – kleiner Blick in die faz Kommentare – aus nichtigem Anlass unmässig wird, gibt es immer weniger fähige Bewerber für die Politik. Gut ist der sich daraus ergebende Ausblick nicht.

  353. Ein Fruehverbrannter ist er....
    Ein Fruehverbrannter ist er. Was haette aus ihm werden koennen, wenn nicht der politische Ehrgeiz seiner Familie ihn auf die Klippen getrieben haette.
    .
    Vor einigen Wochen: Filou zappt. Filou zappt gern. Filou liebt Fernseh. Filou bleibt an einer offentlich-rechtlichen PR-Schmonzette ueber die Gutti-Famlie haengen. Filou sieht eine Adelstante hoeheren Alters. Sie sitzt in einem Sessel und kraeht: “Guttenbergs ohne Politik? Das kommt in unserer Familie nicht vor!”
    Das ist ein Merksatz, denkt Filou und aergert sich ueber sein abgelaufenes Abo im Pornokanal. Der ware ihm jetzt lieber gewesen. Also muss Filou uber das Gesehene nachdenken. Er kombiniert wie Knatterton:
    .
    Gutti-Opa war ein politisches Schwergewicht mit Renommé. Gutti-Papi wollte Kuenstler werden und beruehmt, kam aber ueber die Provinz nicht hinaus. Ausserdem war er in Liebesdingen zu deutlich zu liederlich. Das ist nicht gut fuer eine Familie von und zu Hochnase. Also muss der talentierte Karl an die Front. Karl ist ambitioniert, jedoch durchschnittlich. Karl wird aber als einzige Hoffnung gefoerdert wo es nur geht. Viele helfen ihm in die Partei, denn besser als der Seehofer sieht er aus, und kann auch besser reden. Das ist sehr gut fuer einen Politiker; man stelle sich nur Willy Brandt mit Klumpfuss und Buckel vor-keine Chance.
    Die Guttis haben Geld. Mit Geld kann man ein Orchester bezahlen, dass sich geduldig von Gutti-Papi dirigieren laesst, aber man kann mit Geld auch einen Schlaumeier finden, der fuer Karl eine nicht vorankommenwollende Dissertation fertigt, eine, die Karls Standartmass, den Durchschnitt, uebertreffen muss…
    …und so wurde Karlchen Minister. Dem Familienstolz war Genuege getan.
    .
    So kombiniert Filou, ist stolz drauf, zuendet sich ein Bier an und trinkt einen Cigarrillo mit C vorne. Oder so. Donnerstag ist Weiberfastnacht.

  354. Wenn er schlau ist, macht er...
    Wenn er schlau ist, macht er jetzt auf Biobauer und verkauft seinen Fans fränkische Landprudukte vom Guttenberg. Jörg Haider musste CDs besingen, das kann man ihm nicht zumuten. Nein, so ein Biohof, das wäre es.

  355. Das Logo: Die Wettertanne....
    Das Logo: Die Wettertanne.

  356. Don, für einen Biohof fehlt...
    Don, für einen Biohof fehlt ihm die Ehrlichkeit (menno, schon vergessen… geht aber schnell…). Das sein Zeug auch wirklich Bio ist und die Hühner nicht mit Mais aus der Ukraine gefüttert sind.
    .
    Ein Hof ohne rosa Krawatte aber mit Gummistiefel, Muh und Mäh ist zudem seine Bühne nicht.

  357. Unser Verkaufsschlager:...
    Unser Verkaufsschlager:
    Edelschimmelähnliches Molkeprodukt aus hofeigenem… äh… Stall.

  358. colorcraze@: Es gibt noch ein...
    colorcraze@: Es gibt noch ein Leben jenseits des hier immer noch brandenden
    Diskurses. Vielleicht fällt Ihnen etwas “Störendes” zu meinen dort vertretenen Auffassungen ein.
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/02/28/auf-stadtsuche.aspx

  359. HansMeier555 (15:38) - Herr zu...
    HansMeier555 (15:38) – Herr zu Guttenberg hat Recht studiert, aber offensichtlich nicht sonderlich gut aufgepasst. Dass er strafrechtlich wegen Betrug belangt werden kann, wenn er zugibt, einen Ghostwriter gehabt zu haben, scheint ihm klar zu sein. Aber hat er auch bedacht, dass die Beispiele, die in dem FAZ Artikel von Oliver Georgi (18. Februar 2011) angeführt werden, den selben Schluss nahelegen?

  360. Filou@: Isch han et doch ümme...
    Filou@: Isch han et doch ümme jeahnd dat Ühr so jet lurre dohd. Se sollen sesch jet schamme!!! (Op welleschem Kanal han Se dann jeluurt, hät et vell jekost?? ) Lossen Se doch dä ärem Lück en Rauh, watt sid Ühr Üsch dann so am expleziere? Dat Theater is doch ens jeloofe. Isch waaden op dat nieuwe Säu´sche watt duresch de Huh Stroß jedrieve wäade soll. Middenmangs en de Zoch erä. Täteretä! Schabau un Bumsvallera! Alaaf!

  361. @Plindos,
    bin zwar nicht...

    @Plindos,
    bin zwar nicht colorcraze
    “Vielleicht fällt Ihnen etwas “Störendes” zu meinen dort vertretenen Auffassungen ein. ”
    .
    Nein.
    Nur dann, wenn sie kopiert sind.

  362. Nix Biobauer. Fondsmanager,...
    Nix Biobauer. Fondsmanager, oder noch genauer – Fondsverkäufer. Geschlossener Immobilienfonds, Laufzeit 10 jahre, für die Halbreichen, die gerne ganz reich (und endlich wichtig!) sein wollen. Nicht für die ganz Grossen (die lachen ihn aus), sondern für die Zahnärzte, 3 Haus Besitzer, Rechtsanwälte, gutverdienenden Freiberufler. Denen er das Gefühl der grossen weiten Welt, verbunden mit dem Flair seines telegenen Auftretens, geben kann.

  363. Warum nicht Volks- und...
    Warum nicht Volks- und Fernsehschauspieler, und entsprechende Rollen übernehmen.
    Da bräuchte er an seinem Habitus nicht viel zu ändern.
    Und BILD könnte weiter über ihn berichten.
    .
    Er könnte TV-Serien moderieren. Oder halt Bundespräsident.

  364. Hoffentlich ist jetzt endlich...
    Hoffentlich ist jetzt endlich a Rua. Der fränkische Baron hat dem Adel für meinen Geschmack sowieso in letzter Zeit ein bissl zu viel Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit verschafft. Don Alphonso hatte heute seinem day of glory, den wir ihm herzlich gönne, er sollte sich aber langsam wieder seiner mittelmäßigen Kunstsammlung und seinem leicht spießigem Teegeschirr widmen.
    Vielen Dank.

  365. @Tiger
    Wegen Betruges kann er...

    @Tiger
    Wegen Betruges kann er sowieso belangt werden. Aber wenn er alles zugibt, kommt er vielleicht glimpflicher weg.
    .
    Solange er schweigt, sieht es aber so aus, als wollte er sich die Möglichkeit vorbehalten, im Verfahren eventuell die Professoren anzuschwärzen. Solange er die Schuld nicht klar eingesteht, bleiben die Professoren unter Verdacht. Und darin besteht auch die Gemeinheit. Er will immer noch lavieren und tricksen, auch auf Kosten anderer.
    .
    Meine Strategie an seiner Stelle wäre gewesen: Sofort Selbstanzeige zu stellen und mich von da an “als Beschuldigter in einem laufenden Strafverfahren” nicht mehr zur Sache zu äußern. Punktum, fertig: Warten wir ab, was die Instanzen entscheiden. Das ist eine konsistente Haltung, gegen die niemand was sagen kann. Dann wäre die Aufregung erstmal wieder abgeflaut. Dann hätte er in aller Ruhe mit seinen PR-Leuten und Anwälten beraten können, wieviel Reue und Buße nun angemessen sind.
    .
    Aber durch seine agressive REaktion (“abstrus”, “meine von mir selbst verfaßte Arbeit ist kein Plagiat”) entlarvte er sich ein für alle mal als Lügner und Hochstapler.

  366. il conte, wie sagte Dobrindt...
    il conte, wie sagte Dobrindt nicht so schön im Bundestag und wedelte mit dem Finger: “Das schmeckt Ihnen nicht…”

  367. Vroni@ So gesehen sind wir...
    Vroni@ So gesehen sind wir alle, einige, ich zumindest, Kopisten. Wenn ich an all die halbverdauten Bücher, Scripts, Kommentare, Reden etc. Anderer denke und sie oft als eigenes Denken VOR MIR SELBST beim Repetieren im Laufe der Zeit ausgebe…
    Wiederholter geistiger Diebstahl in Tateinheit mit Selbstbeweihräucherung verbunden.

  368. @Et Jüppche, aehh Plindos@,...
    @Et Jüppche, aehh Plindos@, es war ein Geschenk zum Geburtstag. Ich weiss also nicht was es gekostet hat. Ich versichere Sie, es lohnt nicht. Staendig wird “Die Architekten in der Zirkuskuppel, ratlos” gesendet. Sowas macht nur den Intellekt an-man haette ihn denn.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=80d-O686y2o

  369. Unklar bleibt mir aber...
    Unklar bleibt mir aber folgendes:
    1. Wie konnte sich Mutti nur so täuschen? Man erkennt sie gar nicht wieder.
    2. Warum ist er zur Fragestunde im BT erschienen? Er war grossartig und es hätte gar nicht besser für ihn laufen können. Trotzdem war der Eindruck katastrophal. Er hätte da nicht hingehen müssen.
    3. Focus und Welt haben ihn fallenlassen. Was war da los?

  370. Hans Meier 555 18.23 Uhr

    Das...
    Hans Meier 555 18.23 Uhr
    Das hätte wohl nicht funktioniert. Hätte er am Freitag im Bendler Block diese Erklärung mit seinem Rücktritt verbinden müssen? Aber konnte er da schon die späteren Reaktionen ahnen? Wohl nicht. Die konnte niemand vorhersehen. Zum Zeitpunkt der Bundestagdebatte hätte er noch eine Chance gehabt, aber nur wenn er seinen heutigen Schritt schon dann vollzogen hätte. Zu dem Zeitpunkt waren die Fakten klar, die Frontlinien auch. Es war klar worum es ging und dass es letztlich auf einen brutalen Machtkampf herauslaufen wird. Wird die Lüge enttabuisiert – und jeder wusste, dass sein absichtsloses Plagiieren eine solche war. Wenn er damit durchgekommen wäre, hätte das dieses Land im Kern verändert. Spätestens zu diesem Zeitpunkt musste er wissen, dass er es nicht mehr mit den üblichen Mechanismen in politischen Affären zu tun hatte. Er konnte sich aber nicht entscheiden, sondern lavierte weiter. Zu dem Zeitpunkt verlor er endgültig die Deutungshoheit über diese Angelegenheit. Er hätte Volkes Meinung in die Schlacht führen müssen – und beließ es zum Glück doch bei der Generalmobilmachung. Biedenkopüf hat ihm dann gestern Abend die Kapitulationserklärung verlesen.
    E musste heute nur noch unterschreiben.

  371. Er wurde von Anfang an als...
    Er wurde von Anfang an als Medienfigur aufgebaut und konzipiert wie ein Popstar, mit den übliche Verdächtigen als Boten seiner Herrlichkeit. Das versuchte er dann zwar auch ein wenig zu füllen, mit Profilierung und Substanz. Aber eigentlich ging es immer um die schillernde Figur, die auf ein Adelschmonzetten- und Pilcher- und Bunte-Publikum abgestimmt war, und um eine Nachwuchshoffnung der CSU. So hat die ganze Sache auch etwas bayerisch-bauernschlaues, wie man da versuchte, per Bild und Glamourpostillen konservative politische Inhalte durchzudrücken. Und Stefanie – was wäre sie für eine Evita Peron geworden! Oder auch nicht. Dass er den Krieg Krieg nannte, naja, sind wir denn schon so weit, dass das Aufgeben einer Lüge und Aussprechen einer schlichten Wahrheit bestaunt und beklatscht werden muss? Scheinbar sind wir das. Was mir richtig übel aufstieß, war das Bekenntnis zur Bundeswehr als Mittel, wirtschaftliche Interessen zu sichern. Da gibt es andere Wege, und das geht garnicht. Auch die verbrannten afghanischen Tanklasteropfer wären für mich ein gravierenderer Rücktrittsgrund gewesen – wenn auch da nur stellvertretend. So wars halt die dreist zusammenstibitzte Doktorarbeit und die Akademikerempörung statt der 50-100 Menschenleben damals. Seine Rolle war aber auch zwiespältig. Wo er, wie damals, oder bei der Gorch Fock, sich mit Bundeswehrseilschaften und -Kameraderie anlegte, und Verantwortliche flugs feuerte, war er für mich eigentlich noch am Besten. Allgemein aber zu schaumschlägerisch und ostentativ-provinziell glamourös für den distinguierten Adeligen, den man uns da verkaufte. Und “Kanzler”, also bitte… Letztlich verschafft es nun alles nur der SPD unverdient Pluspunkte, wie in Hamburg, und das bringt auch nichts Gutes, aber es war eine amüsante Posse, mit überraschend-absehbarem Ende.

  372. wenn er fürderhin die umwelt...
    wenn er fürderhin die umwelt mit (e)missionen beglücken möchte, schule er auf sänger und interpret um. fans schwenken sicher fleissig fähnchen.
    .
    wie auch immer: der fisch ist geputzt.

  373. Vielleicht könnten in Zukunft...
    Vielleicht könnten in Zukunft solche Jung-Politiker kometenhafte Aufstiege in der repräsentativen Demokratie hinlegen, die durch Ideen, überraschende Konzepte, Widerspenstigkeit, Intelligenz, Intellektulität oder herausragende Leistungen von sich reden machen, ginge das vielleicht? Das man mal von dieser personalisierenden Popstarnummer wegkommt? Oder ist das gar nicht mehr möglich?

  374. "Vielleicht könnten in...
    “Vielleicht könnten in Zukunft …”
    Nein, könnten nicht und können nicht. Niemals. Die nämlich will das gemeine Volk nun wirklich nicht. Leute, die geistig grösser sind, als ich? Geht ja gar nicht! Weshalb eine Regel immer, d.h. ausnahmslos, gilt – leistet irgendjemand irgendwo dauerhaft Herausragendes, gibt es die kleinen Wadenbeisser, die unter dem Vorwand der “Aufklärung” im Liebes-, Sexual- und sonstigen Leben des Herausragenden solange herumwühlen, bis sie der Umwelt triumphierend verkünden können, bei dem Herausragenden handle es sich um einen Homosexualitätsverdränger mit Bettnässerproblemen. Woraufhin unser aller Weltbild wieder in Ordnung ist – also doch nur ein kleines Würstchen.

  375. @f.luebberding
    Ich denke...

    @f.luebberding
    Ich denke trotzdem, es hätte funktionieren können. Sein Fehler war, agressiv zu bestreiten. Er hätte es erstmal weder bestreiten noch zugeben sollen, sondern verkünden: “Die Gerichte müssen den Fall klären! Nicht alles, was eindeutig scheint, ist es auch! Ich verfahre mich gegen Vorverurteilungen, und schließe einen Rücktritt aus. Kümmern wir uns bis dahin nur um Afghanistan, BW-Reform, etc..”.
    .
    Das hätte seine Gegner sehr geärgert, aber sie hätten einen Angriffspunkt mehr gefunden. Ein paar wütende und hämische KOmmentare in den Zeitungen, aber dann nichts mehr, v.a. keine BT-Fragestunde.
    .
    Inzwischen hätten seine Anwälte herausgefunden: Nix zu machen, Plagiat, gibt ne Verurteilung.
    Aber seine PR-Agenten und Demoskopen hätten herausgefunden: Den meisten Leuten ist es wurscht, die wissen gar nicht, was ein Plagiat überhaupt ist.
    .
    Fazit: Wir warten ab, bis der GErichtsprozess so weit gediehen ist, wir signalisieren dem Gericht Kooperationsbereitschaft, geben, was nicht abzustreiten ist, zu (aber nicht vor laufenden TV-Kameras, sondern per Anwaltsschriftssatz (paragraphengespickt, jurasprech, langweilig, medial nicht verwertbar) und machen dann einen Deal (Strafbefehl 100.000 Euro (ohne Vorstrafe), plus Bereitschaft zum Schadensersatz aller Geschädigter).
    .
    Dann kann keiner sagen, er hätte seine Schuld nicht eingestanden: Hat er doch, per Anwaltsschreiben.
    FAll erledigt, jeder macht mal Fehler, schwamm drüber, Afghanistan…

  376. @ HM555 und div. andere...
    @ HM555 und div. andere Kommentatoren hier im Blog – Sie können aufatmen! Soeben hat RTL II erklärt, die Pläne für die Show “Stephanie zu Guttenberg jagt Ministerschänder im Internet” aufgrund anderweitiger (familiärer?) Verpflichtungen von Frau zu Guttenberg nicht weiter zu verfolgen. Man sei aber unverändert vom Show-Talent der Eheleute zu Guttenberg und den damit erreichbaren Einschaltquoten überzeugt und hoffe auf spätere, gemeinsame Projekte.

  377. Filou@: Watt is dat für ene...
    Filou@: Watt is dat für ene schäle Pavian dä P.? Mir kenne där nit! Wieso Intellekt?
    Kenne mir ooch nit, mir hale ons aan Üch. Han mir än Doktaarebeet versaut? Sos noch bittä? Itz is et äwer bal johd hä, hat Ür dä Jong ümmer noch em Köppche? Dä is doch esu fott, dat he fott is!

  378. So viel Verlogenheit und...
    So viel Verlogenheit und Scheinheiligkeit war selten in Deutschland.

  379. Das schmale Rinnsal der...
    Das schmale Rinnsal der Geschichte
    .
    @Plindos: Vielleicht habe ich es immer noch nicht klar genug ausgedrückt. Die Rede ist nicht von den „revolutionären Massen“, sondern von einer „revolutionären Massenaktion“ Dazwischen liegt ein feiner Unterschied. Eine Massenaktion kann in ihrer Wirkung eine revolutionäre sein, obwohl die Massen selber alles andere als revolutionär sind, jedenfalls nicht subjektiv. In ihrer Mehrheit sind sie gar konservativ. Aber was will das schon heißen? Auch was Guttenberg da selber veranstaltet hat, kommt einer revolutionären Aktion näher als einer konterrevolutionären. Er und nur er hat es geschafft, was eine Generation von überzeugten Linken nicht schaffen konnte: die Demontage dieser bürgerlichen Regierung, eine Blamage des Finanzkapitals wie nie zuvor, damit eine Schwächung des kapitalistischen Systems, wie nicht erwartet. Und das alles nur, weil er ein unbelehrbarer Tropf ist, ein Don Quijote?
    .
    In der deutschen Geschichte steht solches nicht einsam da. Auch ein Bismarck hat die sozialistische Bewegung mehr gefördert, als alle damaligen Sozialisten zusammen das vermocht hätten. Allein durch seinen Übereifer. Nach den Sozialistengesetzen war die Sozialdemokratie, die damals noch eine revolutionäre war, definitiv stärker als zuvor. Dennoch reicht das nicht hin. Hinter jedem „Tropf“, hinter jedem Übereifer, steht die „Notwendigkeit“ Pate.
    .
    So wie es Bismarck damals nötig hatte, so hat ein Guttenberg es heute auch – nötig, bitter nötig. Deutschland musste damals im Affentempo die kapitalistische Entwicklung seiner Konkurrenten nachholen – bei Strafe des Untergangs -, vor allem musste es das englische Monopol brechen, mit Hilfe seines Intimfeindes gar – Frankreich (und das war Bismarcks „Eigenleistung“ zum Gang der Geschichte). Die sozialistische Bewegung drohte den Lauf der Geschichte zu verzögern. So sah er das jedenfalls. Sie schien ihm brandgefährlich. Dennoch war sie nicht aufzuhalten. Das aber hatte er nicht mehr zu bestimmen. Ja, er konnte das nicht mal erkennen. Dazu war zu reaktionär, zu sehr dünkelhaft. Heute hat Deutschland ein vergleichbares Problem. Entweder gelingt es Deutschland in Europa die Hauptmacht zu werden, oder es sinkt in die Bedeutungslosigkeit zurück. Solches veranlasst die Bourgeoisie zu nervösem Aktionismus. Und da vergreift man sich beim Kader u. U. sehr schnell. Nun Guttenberg ist kein Bismarck, das wäre er gern (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1414. Daher ist er vor seiner Zeit schon gescheitert. Ohne eine erkennbare „Eigenleistung“ hinterlassen zu haben. Außer der, dass er seiner eigenen Klasse und nicht dem Klassengegner am meisten geschadet hat. Bismarck wäre nicht amüsiert, über diesen verschwägerten Tropf.
    .
    Die Bourgeoisie ist sich hierbei selber der größte Feind. Sie kann gar nicht anders. Diesbezüglich hat sie tatsächlich keine Alternative.
    .
    Der Sozialismus lebt von solchen Taten (sonst hätte er nur hartes Brot zu beißen), von den alternativlos-objektiv revolutionären. Wenn es auch klar ist, dass er sich darauf nicht ausruhen kann. Nämlich damit noch lange keine Revolution geschafft ist. Dennoch ist das der letzte Beleg dafür, dass der Marxismus als Wissenschaft zu verstehen ist. Welcher auch und gerade Faktoren zu würdigen weiß, die er nicht selber verzapft hat.
    .
    Natürlich bleibt vielleicht die Antwort auf die Frage, warum Guttenberg? nicht wirklich beantwortbar. Denn welches Schicksal da eine solche Gelegenheit zur Wirklichkeit reifen lässt, lässt sich vielleicht im Nachhinein mal, in 50 bis 100 Jahren, beantworten. Guttenberg ist und bleibt ein Hasardeur, einer der nicht lange fackelt, der es versteht Gelegenheiten wahr zu nehmen. Das spülte ihn in das schmale Rinnsal einer solchen Geschichte. Dennoch war er dumm genug, um sich zu überschätzen, wodurch er beizeiten wieder ausgespült worden war. War die Bourgeoisie völlig überfordert mit ihm? Oder hatte sie wirklich keine Wahl? War ihr jedes Mittel recht, oder hat sie keine andere Mittel?
    .
    Die Antwort bringt uns in die Nähe einer notwendigen Analyse, nämlich nach dem Zustand dieses Staates, dieser Gesellschaft, den Beziehungen zwischen ihren Klassen. Befinden wir uns am Rande einer politischen Krise, einer Systemkrise? Habe ich Recht, wenn ich behaupte, dass „Arabien“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1456) uns bald eingeholt haben wird? Dass auch in Deutschland eine revolutionäre Situation schnell heran reifen kann? Die Bedingungen werden andere sein als in Arabien, aber für nicht Wenige, dann nicht weniger überraschend kommen.
    Diese Fragen werden beantwortet. Beizeiten. Von den Massen selber. Die Theoretiker haben das nur zu formulieren.

  380. HansMeier 555

    Das...
    HansMeier 555
    Das Zeitargument – bis zur Bundestagsfragestunde – leuchtet durchaus ein. Aber dafür hätte er die spätere Dynamik antizipieren müssen – und einen Meier als Berater gebraucht … .

  381. 'er hat eine politische...
    ‘er hat eine politische zukunft’ klingt wie eine drohung, ausgesprochen in der gewißheit, daß man für einen verdienten genossen entweder schon einen wahlkreis finden werde, in dem sein name der einzige auf dem wahlzettel ist oder daß man schon andere wege findet, ihn erneut zu installieren. die quotenausländerin in hannover wurde ja auch ohne wahl im landtag eingebaut. das system bundesrepublik – alles wird bis zur totalen apathie wiederholt, bis sich keiner mehr wehrt. nicht gegen politiker, nicht gegen unpopuläre gesetze, nicht gegen auslandseinsätze, nicht gegen anleihenaufkäufe. ein land im kollektiven burnout, verschlissen durch eine nervenzehrende politikerkaste mit der ausdauer und ignoranz ungebetener gäste.

  382. @f.luebberding
    Grundregel,...

    @f.luebberding
    Grundregel, nicht nur für Politiker: Wenn Sie mit ernsthaften Vorwürfen konfrontiert werden und sich Ihrer Unschuld nicht zu 100 Prozent sicher sind, dann ist es immer am besten, so wenig zu sagen wie irgendwie möglich. Angriffsfläche klein halten, alles auf die Bank schieben, hinter Anwälten verstecken, günstige Entwicklungen abwarten, herausfinden, was die Gegenseite weiß und will, im schlimmsten Fall einen Deal anstreben. Keine Emotionen schüren. Klappe halten. Gut gelaunt lächeln, aber: Kein Victoryzeichen!

  383. @f.luebberding
    .
    Wer seine...

    @f.luebberding
    .
    Wer seine Berater eigentlich waren, das wäre mal eine Recherche für sich. Was hat ihm sein PR-Fuzzi gesimst, während er von Afghanistan zurückflog? Vermutlich ist der eher bildungsfern und war darum unfähig, die Brisanz des GuttiPlag-Balkendiagramms zu erkennen. Mene mene menetekel…

  384. @ HansMeier555 - Eine...
    @ HansMeier555 – Eine Selbstanzeige zu stellen, braucht viel Mut. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Ich habe zweimal ein Disziplinarverfahren gegen mich selbst initiiert, die Betroffenen hat der Schock getroffen. Ich glaube aber man macht das nur, wenn man sich seiner Überlegung, Strategie und Taktik sehr sicher ist.

  385. Mein Vermieter findet es...
    Mein Vermieter findet es “schade”, daß Guttenberg zurückgetreten ist. Muß ich mir jetzt einen neuen Tümpel suchen?

  386. @Devin08 01. März 2011,...
    @Devin08 01. März 2011, 12:19
    wunderbare analyse ganau richtig. ein tag länger im amt und es hätte die “reaktionären” kräfte der cdu nachhaltigst zerlegt. aber wie sie sagen, kann ja noch (hoffentlich) kommen.

  387. "Dennoch ist das der letzte...
    “Dennoch ist das der letzte Beleg dafür, dass der Marxismus als Wissenschaft zu verstehen ist. ”
    Sie gestatten mir ein höfliches “ROFLMAO”? Danke.

  388. @Frosch:
    Ich fand es auch...

    @Frosch:
    Ich fand es auch schade. Von mir aus hätte diese lustige Show ruhig über Aschermittwoch hinaus fortgesetzt werden dürfen.
    .
    Mein Vorschlag, ein Schnucki-Solidaritätskomitee zu gründen, kam leider zu spät.

  389. @Tiger
    Ihren Mut hatte er...

    @Tiger
    Ihren Mut hatte er nicht.

  390. @HansMaier555:
    Für´s...

    @HansMaier555:
    Für´s Überleben hätte Ihre Strategieskizze vermutlich gereicht. Aber danach wäre er nie mehr die Lichtgestalt gewesen …
    Weshalb ich eine andere geraten hätte: Alles zugeben, ohne direkten Betrug einzuräumen. Alle und jeden um Entschuldigung bitten (dabei echte Demut zeigen, inklusive eines total zerknautschten Gesichtes). Sofortiger Rücktritt von allen Ämtern, einschliesslich Bundestagsmandat, am ersten Tag. Danach ein Jahr vollständig abtauchen (zwischengeparkt in einer Stiftung, um Anschluss an Netzwerke zu halten. Stiller Deal mit der StA wie bei Ihnen. Vorsichtiges Rückkehrantesten in bayrischen Bierzelten …

  391. Frosch, erst mal mit...
    Frosch, erst mal mit Mietminderung versuchen.

  392. Tja, die neuen Medien!
    .
    Den...

    Tja, die neuen Medien!
    .
    Den Guttenberg-Gegnern “Scheinheiligkeit” vorzuwerfen, ist für das Bierzelt sicher das richige ARgument: Die Anwesenden daran zu erinnern, dass sie einem Lager angehören.
    .
    Aber im FAZ-Forum, wo die Gegner gerade noch ihren Sieg feiern, kommt das wohl nicht so gut. Jetzt lenkt sie die Wut der Kampagnarden (die schon dabei waren, sich zu zerstreuen) direkt auf sich selbst über.

  393. @Et Jüppche, keine Antwort....
    @Et Jüppche, keine Antwort.

  394. Die Heuchelei um Guttenberg...
    Die Heuchelei um Guttenberg stinkt zum Himmel.
    Tausende Doctores laufen in Deutschland mit gekauften Titeln herum, für die sie keinen Finger krummgemacht haben; ausser für die Unterschrift auf dem Barscheck.
    Die deutsche Titelsucht ist ohnehin peinlich und wird nur noch in Österreich übertroffen, dort bis zum Exzess. Im Rest der Welt ist dieser mittelalterliche Egotrip unbekannt, dort steht ein akademischer Titel – wenn überhaupt – diskret hinter (!) dem Namen…

    Das Peinlichste am “Fall Guttenberg” (ich wähle weder diese Regierung noch eine Oppositionspartei!) ist deshalb die Verlogenheit der deutschen Medien.

    Es wäre nützlicher und erfreulicher für alle Leser, Bürger und Steuerzahler, wenn sich die Medien einmal derart verbissen mit den korrupten Schweinereien im Politikgewerbe und seinen grunzenden Nahrungsketten beschäftigen würden.

    Damit hätten Ihre “Kollegen”, werter D.A., mehr Seiten zu füllen, als die Papiereinkäufer Ihrer Druckhäuser bezahlen können. Was sich natürlich nicht rechnet… ;-))

  395. Strauß kommt wieder groß in...
    Strauß kommt wieder groß in Mode.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748486,00.html

  396. Da habe ich wenig Angst -...
    Da habe ich wenig Angst – Strauss war ein ganz anderes Kaliber. Der hätte nicht mal reagiert und einfach weiter gemacht.

  397. @donna laura: klar gibt es...
    @donna laura: klar gibt es einschlägige Programme, und die, die welche entwickelt haben, würden sie auch gern verkaufen (haben hierzuzeitung ja schon Laut gegeben), aber Uni hat prinzipiell kein Geld und muß es auf die billige Tour machen, also: Studenten vor Google. Erschlägt garantiert nicht alles, aber bereits die nötigen 80%.
    @Vroni: naja, nur wenn garnichts anderes mehr geht.
    @thorHa: 3) ja. 4)auch. Und 4) ist böse. Dafür muß es Haue geben, denn das ist unrealistisch. (Wenn ich nur solche Träumereien höre wie „in 20 Jahren sind wir alle im Altenheim bei guter Pflege“. Bullshit. Dazu reicht bei den wenigsten meiner Generation das Geld. Wir werden wieder arme Rentner ohne Krankenversicherung in der Hutzelbude sein wie unsere Großeltern.)
    „Und da die Kritik inzwischen – kleiner Blick in die faz Kommentare – aus nichtigem Anlass unmässig wird, gibt es immer weniger fähige Bewerber für die Politik.“ yepp. Völlige Zustimmung. Das ist auch meine größte Sorge dabei. Denn zu gewinnen haben Politiker recht wenig, als daß sich das fortdauernde Abgewatschtwerden jemand antun wollte.
    @Plindos: ah, sehr schön Ihre Antwort. Mir fällt dazu aber wenig ein, zwar mache ich mir über Stadtentwicklung auch Gedanken, aber wenn ich schon höre „Meditation auf Kongreß“, dann weiß ich, das ist nichts für mich. Ich bin in der Lage, mit wachen Sinnen à la Joseph Roth durch die Stadt zu gehen, und ich will dann auch was wahrnehmen. Meditieren tu ich beim Einschlafen im Bett. Und es stört mich seit jeher, verpennte Trantüten in der U-Bahn umkurven zu müssen. Das sind keine Zustände für die Öffentlichkeit.

  398. Hans Meier555

    Die Antwort auf...
    Hans Meier555
    Die Antwort auf die Frage nach seinen PR-Beratern würde mich auch interessieren. Wahrscheinlich war das Problem, dass es PR-Berater gewesen sind. Zu gut ausgebildet und zu wenig gebildet … . Sie sind ihrer eigenen Cleverness zum Opfer gefallen, weil sie sich einfach nicht vorstellen konnten, dass es tatsächlich einmal um mehr ging als nur um die üblichen Spielchen professionellen Krisenmanagements. Dazu kommt natürlich ein Minister, der die Antwort – das bekommen wir noch mit einigen Blessuren hin – gerne hört.

  399. Don

    Ich meinte auch nur das...
    Don
    Ich meinte auch nur das Modell Strauß aus der Spiegel-Affäre. Strauß hätte seine Erklärung von heute vielleicht auch auf Latein gehalten … . Dafür darf zu Guttnberg jetzt Platon auf griechisch lesen. Zeit hat er ja.

  400. @ThorHa
    .
    Lichtgestalt hin,...

    @ThorHa
    .
    Lichtgestalt hin, Lichtgestalt her.
    Schnucki hat seine eigene Popularität bei “den Menschen” unterschätzt, und ihre Bereitschaft, ihm zu verzeihen.

  401. Die...
    Die Stahlgewitter-Argument!
    Der Rudelführer, der soviele Skandale unbeschadet überstanden hat, dass er endgültig über dem Gesetz steht, ist das Modell, zu dem man sich wieder offen bekennt: Keine Schreckensvision, sondern ein Wunschtraum.
    .
    […]

  402. Er hat gar nicht gemerkt, in...
    Er hat gar nicht gemerkt, in welchem Maß sich das Konzept der “Lichtgestalt” schon von selber trägt.
    Darum hat er viel zu dünnhäutig und viel zu gereizt reagiert.

  403. @kriegsdienstverweigerer: Ihr...
    @kriegsdienstverweigerer: Ihr Link zum Defiliermarsch “Highway to hell” von ac/dc ist ja schön laut, aber Chuck Berry hätte das ganz alleine besser gemacht, den Entenmarsch inklusive…

    Passend zum Thema: China ist bekanntlich nur deshalb zur alleinigen Weltmacht anvanciert, weil es mit viel Geduld und Klugheit aus den Fehlern des Westens gelernt hat. Und sogar unsere schönsten Traditionen noch perfektioniert hat; siehe Höllenmarsch in Ballett-Vollendung …
    http://www.youtube.com/watch?v=_dLzgPa28Ds
    und neben der Pink Army sieht jede US-Cheerleader-Truppe alt aus …
    http://www.youtube.com/watch?v=S4DZQhfrl5Y&feature=related

    Unser nächster Verteidigungsminister sollte sich ein Beispiel an China nehmen. Dazu muss er nicht mal Kriege führen. Das kann er zu Hause auf dem Ku’damm umsonst haben – zum Wohle der Bundeswehr und der Steuerzahler…

  404. HansMeier555 01. März 2011,...
    HansMeier555 01. März 2011, 21:20
    “Die Stahlgewitter-Argument! Der Rudelführer, …”
    Zustimmung. Auch das ist ein drastischer Kommentar zum Zustand von Gesellschaft und Politik. Lese ihn jeder, wie er will. Ich bekenne offen, das schon immer so gesehen zu haben. Lieber ein (in den Grenzen einer Demokratie) korruptes, aber fähiges, Arschloch, als die grauen, durchaus anständigen, Wegducker, die das Ideal akademisch vorgebildeter öffentlich-rechtlicher Angestellter darstellen. Nach einem kurzen Blick in die Geschichte – meine drei politischen Vorbilder (Friedrich der Grosse, Churchill und George Washington) würden es heute in keiner westlichen Gesellschaft mehr zum Landrat bringen …

  405. Die Sehnsucht des Menschen...
    Die Sehnsucht des Menschen nach dem Erlöser bleibt grenzenlos.
    P.S.: Kann sich die faz eigentlich keine anständige Forensoftware (mit Baumdarstellung und so) leisten?

  406. Merkels völlige Überraschung...
    Merkels völlige Überraschung auf der Cebit war übel. Das ist ein Einblick, der hätte nicht öffendlich sein dürfen.
    Merkel war sowieso während der ganzen Sache nicht einmal auf Ballhöhe. Keine Ahnung was sie und ihr Stab gerade treiben, aber es geht um ganz andere Dinge.
    Die Merkel wusste ja scheinbar nicht mal vom Redeinhalt des Erdogan, bzw. hat es sie überhaupt nicht interessiert.
    Die Dimension war und ist nicht Guttenberg. Die Umstände und der Ablauf der Affäre waren sonderbar und KT ist jemand, der fällt nicht. Das ganze Umfeld, der Bezug zu den Amis und zur Wirtschaft, der könnte ansich nackt durch Berlin laufen und Leute verhauen und dabei noch rauben und plündern und würde trotzdem nicht fallen.
    .
    Frankreich, GB und Deutschland : ausgebrannte Politsysteme. Überall das letzte Aufgebot, welches sich wie Streichhölzer an der Fläche reibt bis die Funken fliegen.
    .
    Der Amis droht in Lybien mit Militäreinsatz und hat nicht einmal das Geld für den Sprit.
    Sichern die USA in Nordafrika ihren Einfluss oder verlieren sie ihn? Wenn die USA ihren Einfluss verlieren, wer gewinnt dann Einfluss?
    Die ganze Sache klingt nach Geheimdienstposse. So viele Indizien ohne Täter, so viel Dynamik ohne erkennbare Kräfte, das ist alles grosses Kino.
    Europa ist während dessen blockiert. Mein Vater sagt immer : “ein Zufall erfordert sehr viel harte Arbeit”. Wessen Arbeit?

  407. früher hat uns der böse...
    früher hat uns der böse Russe vor der Globalisierung geschützt.
    .
    schützt uns jetzt der Chinese vor der Weltregierung?
    .
    (in Afrika reissen die sich ja schon länger Agrarland unter den Nagel)

  408. @Holly01: "Mein Vater sagt...
    @Holly01: “Mein Vater sagt immer: ein Zufall erfordert sehr viel harte Arbeit. Wessen Arbeit?”
    .
    Man hat lange nichts von Greenspan & Co. gehört. Das bedeutet: Diese Herrschaften sind die einzigen, die “arbeiten”… Während deren Fussvolk – Obama, Barroso, Merkel, Sarko, Berlusconi, und wie sie alle heissen – kalte Füsse kriegen. Und deren Handlangern wie Mubarak-Gaddafi & Co längst die Fetzen um die Ohren fliegen.
    .
    Wie soll Frau Merkel sich da noch um die “Tagespolitik” kümmern können?
    Die “echten” Despoten haben jahrzehntelang wenigstens Goldbarren gehortet.
    Aber unsere heimische Kleptokratie? Die wird einfach nur arbeitslos…

  409. @holy01
    ich habe am montag in...

    @holy01
    ich habe am montag in frankfurt herrn rogoff gehört. war nicht weit von ihrer analyse weg, dass europa noch ausgebrannter ist. aber das kann man sich alles an fünf fingern ausrechnen, dass bei diesen demografischen entwicklungen in der brd und da hilft nicht mal mehr die rettung der rentenkasse durch die kürzung der leistungen für die gesetzlich krankenversicherten….

  410. @DA
    bitte keine blogsoftware...

    @DA
    bitte keine blogsoftware mit baumdarstellung, das ist m.e. für….

  411. @devin08
    sie haben sehr schön...

    @devin08
    sie haben sehr schön vom rhön klinikum gesprochen. da hatten die guttenbergs ja große anteile. interessant warum eine solche gesellschaft so viel wert werden konnte (verkauf klinikum marburg gießen etc und die ganzen diskussionen) und hier wieder der rückbau der leistungen der gesetzlichen kv.
    zur raf, da braucht es m.e. gar nichts mehr. wenn man den swr blogg über den prozeß in stuttgart ließt…. bei den morden herrhausen, rohwedder täte so ein prozeß auch not…aber noch mehr schweigen in der medienlandschaft dazu

  412. apropos rhön...
    apropos rhön klinikum:
    http://www.boerse-frankfurt.de/EN/index.aspx?pageID=223&ISIN=DE0007042301
    im aufsichtsrat: herr lauterbach, frau mohn und früher mal (?) herr zu guttenberg
    http://rhk.gb09.corporate-publications.com/content/view/11001/99/lang,de/
    @devin
    sagen sie mir doch bitte, dass das alles nur ein böser traum ist

  413. Da wir jetzt bei allen...
    Da wir jetzt bei allen wunderschönen Verschwörungstheorien angelangt sind (die x beherrschen die Welt und Ihr Blödel merkt´s nicht mal), klinke ich mich aus. Ansonsten werde ich aggressiv polemisch, und das möchte ich den Forenteilnehmern nicht zumuten. Aktive Dummheit hat mich schon immer stärker gereizt als aktive Bosheit.

  414. Nun, was man über das denkt,...
    Nun, was man über das denkt, was andere schreiben, bleibt einem selbst überlassen; würde ich aber löschend eingreifen, wenn ich anderer Meinung bin, wäre es auch nicht gut. Ich finde es nicht leicht, die Balance zu finden, aber im Zweifelsfall hilft einfaches Ignorieren.

  415. @ bertholdIV 00:20 : Es ist...
    @ bertholdIV 00:20 : Es ist mir ein Rätsel wie deutsche und europäische Banken tatsächlich Dividenden ausschütten können.
    Die sollten jeden Cent in ihren Kapitalstock pumpen. Die Regierungen müssten die Kapitalpolster der Banken per Gesetz erheblich erhöhen (Vorbild Schweiz).
    .
    Die nächste Runde kommt und es wird noch viel viel viel mehr Geld sein, das von den Allgemeinwesen / Staatswesen in die Finanzblase gepumpt werden muss.
    Die USA werden sich nehmen was sie brauchen und die brauchen dieses mal mehr als beim letzten mal.
    .
    Zu Ihrem letzten Satz von 00:46 : nein kein Traum … und es wird immer besser …..

  416. @Tillmann, ich habe meinen...
    @Tillmann, ich habe meinen Doktortitel mit ziemlich viel Arbeit, zernagt von Zweifeln und ohne Abschreiben erworben. Also…. und ich kenn einen Haufen Leute, denen es ähnlich ging wie mir (zugegeben, ich red von Naturwissenschaften).
    @HM555 3 – im ersten Staatsexamen – ja deshalb heißt es ja auch so, nämlich Staatsexamen. Da kann man nix machen, die schriftliche Arbeit wird eingesammelt und extern bewertet. Da kann so eine Uni einfach nicht im Sinne der Stifterfamilie nachhelfend eingreifen…. traurig aber wahr. Das ist so entlarvend und schlimm wie Zentralabitur oder Pisa-Ergebnisse
    @Berthold ich mag Mutti nichts unterstellen – normalerweise kümmern sich Physiker jedoch mehr um die Methoden und deren Verbesserung/Ausarbeitung und überlassen das Ausrechnen von Geschwindigkeitskonstanten abstruser Reaktionen ganz gerne den Kollegen von der Chemie. Ich kann mich aber auch gründlich irren.

  417. @Don
    .
    Bitte keine...

    @Don
    .
    Bitte keine Baumdarstellung. Es ist gut, wie es ist.

  418. @ThorHa, Holly01
    träumereien...

    @ThorHa, Holly01
    träumereien sind manchmal einfach schöner als diese bösen verschwörungstheorien.. am besten man träumt sie weg, wenn sie eintreten, ein guter rat für arme leute, wenn ihnen nur noch eine zweiter klasse medizin gewährt wird

  419. @ HansMeier55501. März 2011,...
    @ HansMeier55501. März 2011, 00:07
    Das Bündnis aus Kapital und Gosse:
    .
    Präsident der EZB!
    .
    Die Position ist m.E. schon gut geeignet; ich meine aber KT kann auch Ackermann … und freue mich auf dieses Comeback!

  420. @Don: ich brauche auch keine...
    @Don: ich brauche auch keine Baumdarstellung – einfache Strukturen für die man keinen Dr. braucht sind mir am liebsten ….. aber ein “Direkt zur Kommentarbox” Knopf würde die Wischerei auf dem Smartphone verringern.

  421. @Tillmann
    Chuck in allen...

    @Tillmann
    Chuck in allen Ehren, AC rocken aber auch gewaltig!
    Die Pink Army allerdings ist ja echt der Hammer, was für ein Fortschritt und Gutti wäre der perfekte Vorsitzende dazu. Herrlich!M.

  422. <p>Lybien: Ölkrieg statt...
    Lybien: Ölkrieg statt Friedensnobelpreis für Nordafrikaner?
    .
    Sind DAFÜR Tausende Aufständische abgeschlachtet worden? Riskieren DAFÜR Hunderttausende Unterdrückte in Nordafrika ihr Leben?
    Damit Obama und London (ausgerechnet) den nächsten Ölkrieg vor Europas Haustür anzetteln und ihre Nahrungskette füttern? Seit Bush & Blair hat sich also nichts geändert. Das Greenspan-Kartell regiert die Welt; auf Teufel komm raus.
    .
    Jetzt endlich ergeben die dummen Sprechblasen unserer EU-Politiker einen Sinn. So wird ein Schuh draus: Das Öl für Amis und Briten, die Flüchtliche und die “Reparaturkosten” (“Schul- und Brunnenbau”) für Europa…
    .
    Rücktritt und Neuwahlen, Frau Merkel! Dasselbe für die Handlanger in Paris und Rom! Verschwinden Sie, bevor Sie verschwunden werden!
    .
    **** Obama & Co.! Wirklich schade, dass China noch keine Flotte im Mittelmeer hat… Man kriegt ja richtig Lust aufs Überlaufen zu einer zivilisierten Weltmacht…

  423. colorcraze@: Nö, meditieren...
    colorcraze@: Nö, meditieren war mit meinen Argumenten nicht gemeint. Das mag jede Frau /Mann halten wie der berühmte Dachdecker (wenn der sich nicht hält, fällt er runter). Eher, schlicht umsetzen, das, was so von den Klassikern geschrieben wurde. Ist ja nicht alles davon ein alter Zopf. Da täten wir uns heutzutage aus geistiger Faulheit/Trägheit und Futuro-Gedöns allerdings ziemlich schwer.
    ..
    Nachlese zur Abgangsrede @: …auf den Schultern der Soldaten hatte sich nicht ein Aar sondern lediglich ein Piepmatz niedergelassen.
    ..
    Köstlich@: Habe sogar schon doktorierte Taxifahrer kennengelernt.
    Bitte keine Baumdarstellungen. Das funktioniert doch herrllch hier. Ausserdem würde der Herr Zensor sonst den Überblick verlieren. Er müßte ja daraufhin zu einer vielarmigen Gottheit mutieren. Wollen wir das wirklich?

  424. Tillmann, 01. März 2011,...
    Tillmann, 01. März 2011, 21:51: ‘Die Heuchelei um Guttenberg stinkt zum Himmel. Tausende Doctores laufen in Deutschland mit gekauften Titeln herum… Die deutsche Titelsucht ist ohnehin peinlich… Im Rest der Welt ist dieser mittelalterliche Egotrip unbekannt… Das Peinlichste am “Fall Guttenberg” ist deshalb die Verlogenheit der deutschen Medien. Es wäre nützlicher und erfreulicher…, wenn sich die Medien einmal derart verbissen mit den korrupten Schweinereien im Politikgewerbe und seinen grunzenden Nahrungsketten beschäftigen würden.’

    irgendwie erscheint Ihre argumentation nicht schlüssig. nicht ‘die leute’ sind titelgeil, sondern unsere sogenannte führungs- und leistungselite. dort an der spitze des landes oder der unternehmen sitzen doch die, die sich als besonders leistungsfähig darstellen wollen, um als bespielgebend zu gelten und von anderen mehr leistungen zu verlangen und dafür einen titel benötigen, um sich gegen die ‘minderleister’ abzugrenzen. sehen Sie sich doch die lebensläufe an, sagenhaft, was die leistungsträger schon alles absolviert haben. nicht ohne grund werden überall ihre wöchentlichen arbeitszeiten von 70 bis 90 stunden breitgetreten. damit sollen die treudoofen würstchen zu noch mehr leistung angeheizt werden, denn sie bekommen es ja ‘so vorgelebt’.

    doch was steckt wirklich dahinter? die 80 bis 90 stunden wochenarbeitszeit beinhalten sehr wahrscheinlich gemeinsame mittagessen mit partei-/geschäftsfreunden. da man repräsentieren muß, gehören friseur-, kosmetik-, sport- und schneidertermine garantiert zum arbeitspensum. politische/geschäftliche dinge kann man auch in der sauna oder auf dem golfplatz besprechen. es soll auch angehörige dieser kaste gegeben haben, die besprechungen in einem puff in rio abhielten. alles aktivitäten, die angehörige der nichtelite in ihrer kargen freizeit abreißen müssen, was deren erholungswert drastisch senkt.

    ebenso akademische titel. es gab mal einen bericht, daß sich ein chemiekonzern tatsächlich den spaß leistete, 1000 promovierte chemiker – für die der arbeitsmarkt nicht gerade glänzend ist – einem eignungstest zu unterziehen, um zwei stellen zu besetzen, die anschließend auch noch beide in konkurrenz zueinander arbeiteten, sodaß der überlegene kandidat den unterlegenen aus dem job kegelte. und das ist doch kein einzelfall – mittlerweile ist das schon stoff für unterhaltungssendungen mit medialen gladiatorenkämpfen um simple facharbeiterjobs.

    kurz: ein großteil von bewerbern um ‘beschäftigung’ – die können sich nämlich nicht allein beschäftigen, sondern brauchen einen vorturner – muß sich beim rennen um die stelle einiges bieten lassen. die prüfung der echtheit der vorgelegten qualifikationen ist dabei noch das erträglichste und nachvollziehbarste. und da kommt doch tatsächlich so ein polittalent mit befriedigendem juristischen ersten staatsexamen, heißt – ohne abschluß – wie jack aus der box gehüpft und leitet mal eben aus der tasche eine wirtschaft, ‘in der nur die besten bestehen’ und eine wehr, die unser aller freiheit mit zähnen und klauen auf allen meeren sowie am hindukusch verteidigt!?

    vielleicht hätte er’s ja wirklich drauf. doch es interessiert keine sau, ob es ein normal sterblicher nicht auch draufhätte. der kommt noch nichtmal in die nähe einer chance, seine fähigkeiten auch nur andeutungsweise zu zeigen. weil da schon irgendeine führungskraft sitzt, die sich durch beziehungen an diese stelle laviert hat und nun in all seiner unterdurchschnittlichkeit und in kooperation mit ähnlichen persönlichkeitstypen die geschicke dieses landes oder eines unternehmens beeinflußt bis beeinträchtigt, dabei die position für menschlich wie fachlich bessere (jedoch weniger rücksichtslose und damit weniger durchsetzungsfähige) blockiert, und von dort aus auch noch regeln für die allgemeinheit bestimmt, deren einhaltung ihr nicht im entferntesten in den sinn käme. wo, wenn nicht an genau dieser stelle, wollen Sie denn anfangen, korruption zu bekämpfen?

  425. Devin08@: Schön Ihre Analyse,...
    Devin08@: Schön Ihre Analyse, aber purer Voluntarismus bezüglich der revolution”ö”ren Massen und deren Esprit. Diese sind ein Phantom (behaupte ich). Der volonté generale ist doch immer von Einzelnen inspiriert, geführt worden, weil die Zustände halt soweit gereift waren. Im gegenwärtigen Zustand des arabischen Raumes wird es letztlich nicht anders sein. Wo nicht, artet es in Chaos oder in regellose Willkür aus. Die regelhafte Willkür dagegen ist der bewußte, revolutionäre terreur (Lyon, Nantes) wie durch Fouché exekutiert, dem Alleskönner, der spätere Herr Herzog von Otranto (sic!). Das ist aber ein ganz anderes Konzept zur Erlangung der Macht bzw. deren Erhalt gegenüber der, propagandistisch an die Wand gemalten, sog. Reaktion.

  426. lieber Don Carlos, das haben...
    lieber Don Carlos, das haben sie schön formuliert an einem sonnigen morgen…

  427. donna laura, irgendwie mußte...
    donna laura, irgendwie mußte ich doch Ihre aufmerksamkeit erlangen…

  428. lieber Don Carlos, es ist...
    lieber Don Carlos, es ist ihnen gelungen! doch zumeist fahren sie dann aber andere geschütze auf, n’est-ce pas…

  429. Don Carlos@: Bericht aus der...
    Don Carlos@: Bericht aus der Praxis: Wurde mal angeheuert, um einen Näßeschaden an einem vermurksten “Altbau “-Keller aus den 70igern zu begutachten und möglichst auch beseitigen zu lassen. Gab mir redlich sachbezogen Mühe. Beim Treffen vor Ort mit Eigentümer, Dr. jur. Wirtschaftsprüfer, und Mieter, Dr. phil, Byzantinist, trug ich vor etc. . Zu Dritt geriet man sich in die Wolle–jedoch auf einmal verstand man sich prächtig zu meinen Lasten, obwohl vorher bitterböse Briefe ausgetauscht wurden. C’est ce que la douleur pleuvoir dans mon cœur ;-))

  430. Holly01@: Sie irren leider: Da...
    Holly01@: Sie irren leider: Da stieben keine Funken mehr, das ist nur noch ein Verglimmen.

  431. DA@: Sie waren es also?...
    DA@: Sie waren es also?
    “Verdammter Vogel, wirst du rückwärts tanzen?”
    Dante, Die göttliche Komödie I 22

  432. Tillmann@: Ooch he in Kölle...
    Tillmann@: Ooch he in Kölle könne mia prunke, p. e. met de Prinzenjarde un möt´nem schtaatse Funkemariesche op de Schuldere vun´em Major. Un zum Schluß dat oblijatorische Föttche-Ritual (Ananeineinanderreiben der Ä….e) von dene Jrenadiere. Do jeht de Post af, met Klatschmarsch vum hinjerissenen Publikum
    (sea vell Prüße us Bealin sin dann zom Rosenmondach injefloche).
    Dat wör doch noch jet, Vereidijung vo däm nieuwen Verteidija vor dea aanje-trodenen Prinzenjarde un döm Rest vo der BW no dea Reform. Tschingbumm & Alaaf
    http://www.youtube.com/watch?v=EOyFFYgqBFE&feature=related

  433. @Don Carlos:
    "... wo, wenn...

    @Don Carlos:
    “… wo, wenn nicht an genau dieser stelle, wollen Sie denn anfangen, korruption zu bekämpfen?”
    Niemand kann Sie hindern, dort anzufangen. Wundern Sie sich allerdings nicht über seltsam unenthusiastische Mitstreiter – Vitamin B ist de facto gesellschaftlich anerkannt und vermutlich in die menschlichen Gene eingebaut. Zumal die einzige Alternative – Personalauswahl strikt nach Zeugnisnote, Zertifikat und Testergebnis (der Gewerkschaftstraum) – mindestens ebenso saudumme Ergebnisse zeitigen wird, wie die althergebrachte Personalauswahl nach Bildungsstand, Geburt und Bekanntschaft. Als Mensch mit nicht-linearem Lebenslauf UND der Erfahrung mit einem voll bürokratisierten Personalauswahlsystem (Belgien) fürchte ich mich mehr vor “alleine auf Leistung” (???) beruhenden Auswahlsystemen als vor solchen, die auf Vitamin B beruhen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  434. donna laura, das ist die folge...
    donna laura, das ist die folge der operanden konditionierung durch frauen, die gern beim philosophieren zuhören, aber zur erhaltung ihrer aufmerksamkeit ab und an schon mal sein geschütz aufgefahren wünschen, um sich im gegenzug der aufmerksamkeit des philosophen zu vergewissern und sich nicht auf eine bloße publikumsrolle reduzieren zu lassen. natürlich ist hier ein schematisches, an verallgemeinerungen orientiertes und dementsprechend unsensibles vorgehen nicht akzeptabel.

  435. @ThorHa, 02. März, 01.15hrs:...
    @ThorHa, 02. März, 01.15hrs: Was Sie als “Verschwörungstheorie” verbuchen, realisieren Andere als klassische “Geschäftspraktik”.
    Freilich klingt Ersteres so schön abwertend, aber ich muss Sie enttäuschen: Beide Termini technici – Verschwörung und Geschäft, Theorie und Praxis – liegen näher beieinander als Ihnen lieb ist. Da bleibt auch machiavellischen Jesuiten kein Spielraum für Interpretationsmanöver. Hier ist der wissenschaftliche Beweis aus der Uni Basel:
    http://www.youtube.com/watch?v=6Kt0EYvo-z0&feature=related

    @malena, 02. März, 03.34hrs: Die Schweiss- und Tränenarbeit an Ihrem Doktortitel habe ich mit keiner Silbe in Frage gestellt, liebe Malena. Das ändert aber nichts an der geschilderten Tatsache, dass hierzulande Tausende Doctores ihren Titel gekauft haben. Und es ändert nichts an der deutschen Unsitte = Ursache, den “Dr.” missbräulich als Blendwerk VOR den Namen zu setzen, statt wie im Rest der Welt, und wenn überhaupt, diskret dahinter.
    Ganz gewiss werden einem akademische Weihen auch in Alaska, England und Japan nicht mit dem Pizza-Dienst frei Haus geliefert… ;-))

  436. donna und Don C., ihr Ferkel,...
    donna und Don C., ihr Ferkel, wird Zeit, dass ihr euch ein Zimmer nehmt.

  437. @Don Carlos: ich verstehe...
    @Don Carlos: ich verstehe immer nicht dieses Weinen über die angeblich so schrecklichen Führungskräfte. Beziehungen und Durchsetzungsfähigkeit sind integraler Bestandteil eines solchen Jobs und müssen erfüllt sein, denn sonst kann der Job schlicht nicht erfolgreich ausgefüllt werden. Weswegen Nichtdurchsetzungsfähige da eben nichts verloren haben – das wäre so, wie ein dreijähriges Kind in die Steuerkanzel eines großen Baukrans zu setzen: sorgt garantiert für Schaden, evt. sogar Tote. Rücksichtnahme dünkt mich auch ein seltsames Ansinnen in diesem Fall – es geht doch nicht um zuvorkommendes Kellnern und Betüddeln von Gästen, es geht darum, daß etwas bewirkt und gemacht wird – und zwar effektiv und effizient -, und das ist anstrengend und ein Kampf. Fairness dabei, ja, die muß gewahrt werden. Aber berücksichtigt werden muß die Sache, um die es geht, und die Fußkranken, die im Weg stehen, sollten zur Seite treten.
    @Plindos (Antwort auf Devin08): ich seh da auch nichts Revolutionäres, nur Abbau und Chaos. Auch eine Revolution braucht Köpfe, und solche sehe ich da nirgendwo, nur immer brüchigere Strukturen (wegen Machtverlust und Rückgang der ökonomischen Effizienz), die inzwischen bereits bei den kleinsten Bodenunebenheiten ins Stolpern geraten.
    (Stadtsuche) Neinnein, in dem Eingangstext war irgendwo von meditieren auf der Konferenz die Rede, mit Ihnen hatte das nichts zu tun. Ich finde halt, meditieren und Urbanität verträgt sich nicht – diesen meinen Unmut wollte ich nur dazu kundtun. Ansonsten war diese Konferenz wohl ein Designstudenten- und Künstlerspaß, aber Stadtentwicklung ist etwas ganz anders, die muß einen gaaaanz laaaaangen Atem haben und sich eher mit Raumplanung und Bürger- oder Anwohnerbeteiligung befassen – also mit Menschen und materieller, gebauter Umwelt – , temporäre Bekunstung kann dazu wenig beitragen.

  438. @ Don Carlos
    "... und da kommt...

    @ Don Carlos
    “… und da kommt doch tatsächlich so ein polittalent mit befriedigendem juristischen ersten staatsexamen, heißt – ohne abschluß – wie jack aus der box gehüpft und leitet mal eben aus der tasche eine wirtschaft, ‘in der nur die besten bestehen’ und eine wehr, die unser aller freiheit mit zähnen und klauen auf allen meeren sowie am hindukusch verteidigt!?” [Und der Rest auch, nur nicht hingepastet, sonst wirds ein Vollzitat)
    .
    Das trifft genau den Punkt. Auch die Art, wie denn solche überhaupt ihre Wochenstunden zusammenbekommen, ist nachdenkenswert. (So gezählt, käme ich als Freiberufler auch auf ein hübsches Sümmchen und könnte mich anderen als übermenschliches Leistungstierchen darstellen. Was ich gar nicht bin, und was unfair und unredlich wäre.)
    .
    Auch wenn andere so etwas gerne als Neidargument abkanzeln, wenn die Leistung unserer sogenannten Leistungsträger gründlicher untersucht würde. Was es nicht ist. Es ist einfach der Gerechtigkeitsgedanke, der von unseren ach so “leistungsbewussten” Pseudo-“Vorturnern” so armselig mit Füßen getreten wird.
    .
    (Frau Professorin Nüsslein-Volhardt z. B. glaube ich uneingeschränkt, dass sie ackert und hat ackern müssen, um da hinzukommen, wo sie jetzt ist. Bei den Naturwissenschaften sich ausruhen, ist den Anschluss verlieren, so einfach ist das. In der Politik gilt jedoch das Arbeiten an der Selbst-Darstellung als Arbeit. )

  439. @ThorHa: linearer Lebenslauf...
    @ThorHa: linearer Lebenslauf schränkt den Horizont auf Bürointerna ein. Ich halte das auch nicht für die beste Vorbereitung auf Herausforderungen, die das Leben so stellt…

  440. @Et Jüppche: Schöööne...
    @Et Jüppche: Schöööne Parade us Kölle!
    Die sollten Sie nach Peking exportieren!
    Oder wenigstens nach Preussen, damit die Bundeswehr endlich neu eingekleidet wird. Die deutsche Kartoffelsack-Uniform war mir schon als Wehrpflichtiger peinlich; daran hat sich seit 50 Jahren nichts geändert.

    Der Neue aus Bonn (soeben erfahren) wird die Uniform auch nicht lustiger machen. Für den ist der Kartoffelsack ja buchstäblich massgeschneidert…

  441. @ Colorcraze
    .
    Ich bin schwer...

    @ Colorcraze
    .
    Ich bin schwer dagegen, “Durchsetzungskraft” implizit mit agressiverer Art (“Biss”) oder gar Hinterfotztum oder Trickserbegabung gleichzusetzen. Falls das darwinistisch mitschwingt.
    .
    Durchsetzungskraft kann so anders aussehen.
    Hatte einen Biologie- und Erdkundelehrer, der seine 45 Rabauken, Jungs & Mädls, mehr Jungs, beim Eintritt in die Klasse nach der Pause im Hof, wo sie aufgeputscht waren, ruhig und aufmerksam kriegte, indem er sich gerade vor die Klasse hinstellte, energisch guckte und … gar nicht sagte.
    .
    Nach 2 Minuten war es ruhig. Dann redete er in leisen und wohlgesetzten Worten, sie spitzten noch mehr die Ohren. Man konnte eine Stecknadel fallen hören. Bei anderen Lehrern war die selbe Klasse nicht so. Sie hatten Mühe, sich trotz ihres Gebrülls und ihrer Androhnungen während des Unterrichts durchzusetzen.
    .
    Also verwechsle mir keiner ein ruhiges, unaggressives Wesen mit mangelnder Durchsetzungskraft. :-)

  442. "temporäre Bekunstung" find'...
    “temporäre Bekunstung” find’ ich gut. Schoen gesagt.

  443. ThorHa, darum geht es doch....
    ThorHa, darum geht es doch. korruption, auswahl von politischen oder geschäftlichen partnern nach nase, postenschacherei sind doch vollkommen verständlich, nachvollziehbar, menschlich. es geht eben nicht darum, eine ideale welt zu formen. das anspruchsdenken, das demokratische wahlrecht, der leistungsgedanke, die gleichheit aller, das fördern und fordern, die kontrolle und aufsicht, das besondere vertrauensverhältnis zwischen dienendem und dienstherrn, die vorbildwirkung stammen doch nicht aus irgendwelchen zu kurz gekommenen und dafür umso idealistischeren zirkeln, sondern dienen knallharten durchsetzungsinteressen. und das wird jetzt allmählich offensichtlich. nur, womit wird sich unsere ‘elite’ durchsetzen, wenn sie selbst die überflüssigkeit und ungültigkeit ihrer eigenen vorgaben und ‘ideale’ vorführt?

  444. Sinnverändernder Tippfehler...
    Sinnverändernder Tippfehler “Androhungen” statt “Androhnungen”.
    Man weiß nie wodurch man tief wird.

  445. liebe muscat, Don Carlos weiss...
    liebe muscat, Don Carlos weiss eben, was sich gehört…

  446. muscat, 'sich ein zimmer...
    muscat, ‘sich ein zimmer nehmen’ ist so rational, unspontan, entzaubernd, leidenschaftslos.

  447. @Don Carlos:
    Gut, jetzt habe...

    @Don Carlos:
    Gut, jetzt habe ich Ihre Frage verstanden. Und frage mich gerade, wer denn den von Ihnen verkündeten Blödsinn je ernsthaft geglaubt hat? Ich nie – und soooo intelligent bin ich auch nicht. Also wird´s da schon viele mehr geben. Vielleicht funktioniert unser politisch-wirtschaftliches System leidlich, weil es eben funktioniert? Die einen formulieren irreale Ideen, die anderen tun so, als würden sie die glauben. Und alle sind zufrieden, solange es allen leidlich gut geht? Wie Bertie Ahern ganz richtig sagte – der einfache Mann will ab und zu Sex, genug Geld verdienen, um das feierabendbier leisten zu können. Und sonst von der Politik in Frieden gelassen werden.

  448. Don Carlos (heute 13.32 Uhr),...
    Don Carlos (heute 13.32 Uhr), allerbesten Dank!
    Wes’ Double oder Pseudonym Sie auch sein mögen, finden Sie eine politische Formation, die Ihren Text wortwörtlich ins Programm schreibt.
    Zählen Sie auf meine aktive Unterstützung. Ich übersetze gerne den dazu passenden Text der Marseillaise, der ebenfalls ins Programm gehört, nämlich…
    als Problemlösung: http://www.youtube.com/watch?v=SIxOl1EraXA
    A bientôt.

  449. Filou@: Den Damen hier im...
    Filou@: Den Damen hier im Blog, das muß der Neid ihnen lassen, ist schon
    manch umwerfende und treffende Bemerkung aus der “lamäng” in dieser Runde gelungen. “temporäre Bekunstung”sollte in den Wortschatz von manchem Kustoden, Galeristen, Planer, Feuilletonisten, Politiker einfliessen.
    muscat@: ??? Nur kein Neid, man muß gönnen können.

  450. Nun, liebste donna laura, das...
    Nun, liebste donna laura, das kommt ganz darauf an, was genau er da für ein “Geschütz auffährt”. Und ob dieses dann nicht besser auf dem Perserteppich als auf dem Sofa aufgehoben wäre.
    Aber es ist ja auch nicht mein Wohnzimmer…

  451. aus dringenden Zeitgründen...
    aus dringenden Zeitgründen (so lange ist die Kaffeepause leider nicht) muss ich das Lesen aller Kommentare auf später verschieben, jetzt aber die Frage loswerden die mir unter den Nägeln brennt:
    @Don Alphonso: Was hat denn die Mutter der B. zu dem allen gesagt? Sie schreiben “fidele Mutter”, ich frage mich jedoch: hat es sie denn nie gestört ihrem Gatten eine eher unpassende Frau zu sein? Oder zum Zwecke der Niederkunft in eine andere Stadt auszuweichen? Wollte sie überhaupt sofort geheiratet werden oder musste der Vater der B. sie förmlich überreden?
    Weil: Für mich liest sich das ja so, als wäre der ausgleichende Einfluss der Mutter notwendig gewesen, dass aus den Töchtern eine Zierde wurde – sonst hätten selbige vielleicht zu sehr gegen die Prinzipien ihres Vaters rebelliert.

  452. unellen, die gängige Version...
    unellen, die gängige Version ist so, dass es einfach keine Alternative in jener Zeit gegeben hat. Man hört, dass allen Beteiligten damals klar war, dass es keine Alternative zum Heiraten gab. 40 Jahre davor gab es nicht mal das, da gab es nur die Unehrenhaftigkeir, die Donau oder, für Reichere, das Jagdgewehr.
    Ich kenne aber die Mutter, und ich finde, sie passt zwar nicht, aber sie ist trotzdem eine famose Frau. Wer weiss, ob es mit einer anderen besser geworden wäre. Und arm war ihre Familie auch nicht.

  453. also wenn jetzt auch Yunus von...
    also wenn jetzt auch Yunus von seiner Bank zuruecktreten musste und das als Nobelpreistraeger, dann kanns um unseren zu Guttenberg nicht so schlecht bestellt sein soll jeder der keinen Dreck am Stecken hat vortreten mal sehen wieviele uebrig bleiben

  454. @Vroni: es gibt ganz...
    @Vroni: es gibt ganz verschiedene Durchsetzungsstile, und nicht jeder funktioniert in jeder Situation bzw. Umgebung – wie Ihr Beispiel sehr schön illustriert.
    @Filou: das Wort „Bekunstung“ stammt nicht von mir, ich habe es vor langer Zeit mal irgendwo aufgeschnappt, weil ich es so treffend fand. Es gibt ja immer mal so Phasen, in denen Kunst in die Öffentlichkeit getragen wird. Die „Puppenallee“ der Kaiserzeit fällt mir dazu ein, aber zuvörderst die Wandgemälde der 1970er (hier um die Ecke ist noch eins erhalten, die Brandmauer mit dem Reißverschluß), und in meiner Herkunftsprovinz diverse Brunnen und Skulpturen. So einiges mag man nach einiger Zeit einfach nicht mehr sehen. So vermerkte ich mit großer innerer Befriedigung, daß das nichtssagende 70er-Jahre-Bild neben der Baller-Turnhalle in der Schloßstraße vor ca. 2 Jahren dann eines Tages doch irgendwann verschwunden war. Auch daß die grobschlächtigen 1970er-Streifen auf der Hofseite des Hauses, in dem ich lebe, bei einem neuerlichen Fassadenanstrich wegkamen, war mir sehr recht. Die wenigsten Kunstwerke sind so gut und passend, daß man ihnen ein Dauerrecht auf Öffentlichkeit geben mag. Wenn die dann von vornherein nur temporär angelegt sind – wie z.B. Lichtinstallationen – ist das ganz in Ordnung. Eine Lichtinstallation ist kurze Zeit ganz zauberhaft und erfreut, aber man hat sie schneller über als eine Straßenlaterne.

    De Maiziere als Verteidigungsminister. Uff. Also kein unbekanntes Gesicht aus der 3. Reihe, sondern jemand, dem man Erfahrung und Wissen zutrauen kann.

  455. @Don Carlos 13:52: die...
    @Don Carlos 13:52: die Gartenhecke fand ich seinerzeit auch sehr viel verführerischer, aber ich fürchte, dort wäre es jetzt zu kalt!
    @unellen: gute Überlegung, da könnte was dran sein.

  456. „Der Weg zum Ziel beginnt an...
    „Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.“
    Dante Alighieri

  457. So ist es, @colorcraze,...
    So ist es, @colorcraze, @plindos, vor dem Roemisch-Gemanischen-Museum in Koeln steht auch so etwas, das ein genialer Mensch einst “Hodenbarrikade” taufte. Und der “Gefrorene Verkehr” von Vostell wird in K. auch alle paar Jahre umgeraeumt, weil wegschmeissen geht nicht. Ist aus Beton und war teuer.
    “Bekunstung” koennte noch vom seligen Heiner Mueller sein. Auf sowas kam der auch ohne Whisky.

  458. Plindos, ich gönne jedem sein...
    Plindos, ich gönne jedem sein kleines Geschütz.

  459. Jau, liebe colorcraze,
    es gibt...

    Jau, liebe colorcraze,
    es gibt verschiedene Durchsetzungsstile.
    Dann sind wir uns einig.
    .
    Wobei der aggressive, trickserische gemeinhin als der führungskräftigere angesehen wird. Das ist das Problem.

  460. colorcraze, versprochen: die...
    colorcraze, versprochen: die körperliche betätigung, der wärmeaustausch zwischen schwitzenden leibern sowie der ausstoß von andrenalin und kortisol lassen die kälteempfindung in den hintergrund treten.

    ach nee, ThorHa, und letztens noch die standardphrase von füak-absolventen von der flexibilität UNSERER demokratie zitieren… :P aber die politik läßt niemanden in ruhe: konkurrenz mit chinesischen billigarbeitskräften wird gefordert. das feierabendbier wurde durch die feierabendtankfüllung ersetzt. und der sexualtrieb der untertanen kann viel besser in wirtschaftskraft sublimiert werden. mal sehen, wie lange noch.

  461. @Don Carlos, 02. März,...
    @Don Carlos, 02. März, 10.24h: “irgendwie erscheint Ihre argumentation [01.März, 21.51h] nicht schlüssig. nicht ‘die leute’ sind titelgeil, sondern unsere sogenannte führungs- und leistungselite. dort an der spitze des landes oder der unternehmen sitzen doch die, die sich als besonders leistungsfähig darstellen wollen…”

    Wo ist die Diskrepanz zwischen Ihrer und meiner Aussage?
    Bei allem Respekt vor Ihrer schöneren Schreibe: Ich bin mit einem Drittel Ihrer Textlänge zur selben “Schlüssigkeit” gelangt; nämlich Titel-Unsitte = Blendwerk, und Politgewerbe (inklusive Presse) = Korruption (Manipulation).

    Allerdings lege ich Wert auf Differenzierungen beim Begriff “Wirtschaft”:
    “Unternehmer” sind das schiere Gegenteil von “Mänadschern”, jener selbsternannten Elite von Konzern-Fuzzis, die ich zur unmittelbaren Nahrungskette unseres Politgewerbes zähle.
    Ein klassischer Unternehmer (ich zähle mich selbst dazu, obwohl im Ruhestand) macht einen weiten Bogen um die Politik, weil die sein freies Denken und Handeln einschränkt. Genau so wie das Geldgewerbe, zu dessen Sklaven er sich macht, sobald er vom Fremdkapital abhängig wird.
    Nein, werter Don Carlos, ein Unternehmer ist unserem verkommenden System ein ebenso armes Schwein wie seine angestellten Mit-Arbeiter, und er arbeitet ein Vielfaches vom Pensum seiner Angestellten, sonst könnte er sie am Monatsende nicht bezahlen! Nehmen Sie das bitte als Tatsache; auch wenn diese Leistung eine freiwillige Veranstaltung ist.

    Keineswegs “freiwillig” ist jedoch der Umstand, dass Unternehmerarbeit und Mit-Arbeiter jährlich die gigantische Unsumme von XXL Milliarden Euro Steuergeld generieren (zwangsweise bezahlen!), das von den Eliten der Nation sodann im Handumdrehen geplündert wird. Obendrein werden wir ungefragt verschuldet und zahlen für die Staatsverschuldung ungefragt und zusätzlich zu unseren Steuern noch die Zinsen an das Geldgewerbe.

    Sollte sich Ihr Magen jetzt immer noch nicht abgewendet und umgedreht haben, dann schafften es diese Vorlesungen über Geld und Zinsen …
    http://www.youtube.com/watch?v=GnEqS4TwCfE&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=Y780J3HFiqI&feature=fvwrel
    Nehmen Sie sich zwei Stunden Zeit dafür; die verfliegen wie Minuten.

  462. Sie sind Teil des Systems, das...
    Sie sind Teil des Systems, das sie bekämpfen
    .
    @ThorHa: Ergänzend zu Tillmann, möchte ich erwähnen, dass im Prinzip schon ein ganz ordinäres Kartell eine „Verschwörung“ darstellt. Eine gegen das System, das es hervor gebracht hat. Dennoch gibt es Kartelle, von deren Aufdeckung und Zerschlagung man hin und wieder was hört – Mühlenkartell, Kaffeekartell… Doch habe ich bis heute nicht gehört, dass man aufgeräumt hätte mit dem Ölkartell, dem Kartell der Petrochemie, dem Kartell der Gesundheitsindustrie, dem Energiekartell, usw., usf.
    .
    Was eine Verschwörung ist oder auch nicht, ist natürlich auch eine Definitionsfrage, eine Frage nach den Grenzen und Übergängen von Verschwörung in Politik – und zurück. Geheimdienste sind per se Verschwörungsinstrumentarien. Der älteste Geheimdienst der Welt war vermutlich das Orakel von Delphi. Ich habe darüber orakelt (http://www.herold-binsack.eu/downloads/Was%20dem%20Manne%20sein%20Orakel.pdf). Aber auch der Vatikan ist sowohl ein Kartell als auch eine verschworene Gemeinschaft, die Mafia ist das ebenso.
    .
    Wenn der Markt das wäre, was er verspricht, dann wären Verschwörungen in der Marktwelt eigentlich nicht möglich. Doch was dem Gesamtkapital heilig ist, ist dem einzelnen Kapitalisten in der Regel ein Ärgernis. Wie oft versucht der einzelne Kapitalist (versuchen einzelne Kapitalsgruppen) den Markt zu beherrschen, ihn auszuschalten. Seine Versuche, den Markt zu seinen Gunsten umzustimmen, ähneln dem Gebet des Gläubigen an den Erzengel Gabriel, der da diesen inständig bittet, sich doch auf seine Seite zu begeben.
    .
    Der Markt ist Fetisch und Hassobjekt in einem. Das lädt geradezu ein, ihn zu beschwören, ihn zu manipulieren, ihn zu vernichten.
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    Letztlich ist es die Art von Verschwörung, die dem Kapital mehr schadet als nützt. Daher auch die gelegentlichen Versuche, damit fertig zu werden. Dennoch: wo es Monopolmacht gibt, wo einzelne Unternehmen über eine größere Bilanzsumme verfügen als ganze Staatsapparate, wo Geheimdienste und Kirchenorganisationen über mehr „Geheimwissen“ verfügen, als Wikileaks je aufdecken könnte, da sind die Verschwörungen zu Hause. Die Finanzkrise 2008 wäre ein Beleg mehr dafür. Dennoch war diese im Wesentlichen keine Verschwörung, aber durchaus im Detail, in den Formen, in den Wirkungen, in den Behandlungen, und nicht zuletzt in den Folgen.
    Verschwörungen sind Teil des Systems, das sie bekämpfen. Und sie verschwinden mit dem System, wenn dies untergeht. Mehr dazu auch hier: http://blog.herold-binsack.eu/?p=596.

  463. @Don Carlos: Jedes dauerhaft...
    @Don Carlos: Jedes dauerhaft funktionsfähige System muss flexibel sein, sonst kracht es irgendwann zusammen wie ein Kartenhaus. Ich sehe keinen Widerspruch. Und würde meine Worte auch sonst wiederholen – unter dem Strich hat die Kombination aus Demokratie, Marktwirtschaft und Rechtsstaat dem Normalmenschen ein Ausmass an Wohlstand und Freiheit vor willkürlicher Verfolgung gebracht, über das man historisch tatsächlich nur staunen kann. Ob dabei alle hochgehaltenen oder beschworenen Ideale Realität wurden/werden – geschenkt. Mich interessiert, was hinten rauskommt. Heisst nicht, es könnte nicht noch besser gehen. Aber wer mir dafür einen Systemwechsel aufschwatzen will, muss erst mal über meine hohe Skepsishürde – frei nach Sir Karl R. Popper haben alle Versuche, den Himmel auf Erden zu errichten, noch immer in die Hölle geführt.

  464. liebe muscat, Don Carlos ist...
    liebe muscat, Don Carlos ist ein recht aufmerksamer liebhaber des wortes, dabei mit interessanter ironie bewaffnet. seine auslassungen legen durchaus in teilen zustimmung nahe, doch philosophieren… nein, das würde ich als in dieser hinsicht selbstverständlich völlig unbeschlagene und mithin ungeheuer passives wesen vielmehr als sinnieren über die politik umschreiben. und ab und an die gern mehrfach vorhandene weiblichkeit mit geschützen bespassen, dies gehöre also auch dazu, weil es den holden sonst zu fad würde, ihm aber sicher auch, ausserdem lenken solcherlei wohlgestalte ablenkungen zu sehr vom denken ab und-
    doch, liebste muscat, legen wir über diese indignierenden geschehnisse den liebenden, doch reichlich fadenscheinigen mantel des diskret zurückgehaltenen schweigens…
    .
    liebe colorcraze, eine hecke, soso. gemütlich.
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    lieber Don Carlos, ein zum glück weit entfernter bekannter verfasste einmal ein machwerk, in dem eine äusserst leidenschaftliche szene in einem waldtümpel vorkam, über die man hier sehr herzlich lachte. denn der gute hatte übersehen, das seine prosa im bereits schneefallgeplagten spätherbst spielt…
    .
    doch zum vorletzten satz ihres werten kommentars von 15.30 uhr: das hätte tatsächlich wortwörtlich von gary cooper stammen können, wenn ich nicht genau wüsste, dass er ihn nicht geschrieben haben kann, weil eben meine wenigkeit den vermaledeit einzig funktionierenden anschluss blockiert.
    .
    die sublimierung des sexualtriebes setzt notwendigerweise an ganz anderer stelle kräfte frei, die sich energetisch leichter und ziemlich nutzbringend im system verwenden lassen
    – androhnung, liebe Vroni, merke ich mir dankbar, und unterschlage sicherlich in künftigen diskussionen mit gary die fussnoten –
    denn was geschähe, gäbe es diesbezüglich keine moralischen einschränkungen (ausser den eigenen, die erst in bislang nicht vorhandener, dergestalter freiheit geformt werden müssten), wohl aber eine durchdachte, letztlich etablierte beziehungserziehung, die verklemmungen und ressentiments dem jeweils angepeilten geschlecht gegenüber nicht erst entstehen lässt?
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    der mensch wäre m.e. zufriedener und ausgeglichener, konsumierte weniger, müsste nicht unbedingt leistungen erbringen, die über das überleben hinaus notwendig wären.
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    ziemlich schlecht für die wirtschaft. denn wer steht schon gerne frühmorgens um vier auf, um zur arbeit zu fahren (ich bestenfalls, wenn ich mal wieder die explosionsartig sich vermehrenden wildschweine schiessen muss: und auch nur, um nicht mal wieder dem dauermaulenden bauer den blöden mais zu zahlen).
    .
    doch, gebe ich zu, dies erklärt noch nicht vollumfänglich die guttenbergeritis, oder?

  465. cara donna laura, in Ihren...
    cara donna laura, in Ihren armen bietet sich zuflucht und vergessen vor dem unverständnis von Tillmann und ThorHa, die militanten hedonismus für eine staatsgefährdende ideologie halten, die dem schaffensreichen leben aller leistungswilligen rücksichtslos den sinn raubt. dabei betrachte man doch nur das sinnenfrohe und doch tatenreiche leben der menschen in der brakteatenzeit 1150 bis 1450, deren architektonische zeugnisse unseren städten heute zumindest noch einen rest von gesicht geben. was von den heutigen leistungen, außer dem endlager gorleben, wird in sechshundert jahren von unserer alles niederreißenden wirtschaftlichen leistungsfähigkeit zeugen…?

  466. Liebe donna laura, lassen Sie...
    Liebe donna laura, lassen Sie sich nicht abhalten… zumal es hier ja nun etwas ruhiger und somit diskreter zugeht. Ich schaue Ihnen beiden gern zu. Vielleicht lerne ich noch was.

  467. Der Zweitgutachter spricht:
    ....

    Der Zweitgutachter spricht:
    .
    “Da die Ansätze dem Stil von Arbeiten, die bei Professor Häberle geschrieben werden, entsprachen, fand ich keine Auffälligkeiten.”

  468. Eines der beliebtesten...
    Eines der beliebtesten Karnevalskostüme dieses Jahr:
    Der knackige Mogel-Matrose (ohne Schiff und mit ständig verrutschender Kopfbedeckung).

  469. liebe muscat, sie frönen also...
    liebe muscat, sie frönen also dem laster der neugierde?
    .
    lieber Don Carlos, ars longa, vita brevis.

  470. donna laura, das könnte - so...
    donna laura, das könnte – so aus dem zusammenhang – auch mit ‘komm zur sache’ übersetzt werden. vielleicht läßt sich muscat ja zur tätigen mithilfe animieren.

  471. Das soll ein Laster sein? Ja,...
    Das soll ein Laster sein? Ja, wenn´s denn so ist – ich kann gut damit leben.
    Und der Don A. vermutlich auch.
    .
    Schw*nzus longus, vita durum (dachte ich).

  472. Oh la la, Sie Schlingel.
    Mal...

    Oh la la, Sie Schlingel.
    Mal sehen, evtl. nach meinen Ballett-Etudes, so ab 21.30 Uhr.

  473. Oh ja, bitte! Die Kinder...
    Oh ja, bitte! Die Kinder duerfen ausnahmsweise spaeter ins Bett.

  474. @Filou: ah, gefrorener...
    @Filou: ah, gefrorener Verkehr! Am Anfang des Kudamms gibt es etwas ähnliches, auch so eine Auto-Skulptur, aber ich weiß garnicht, von wem. – (Bekunstung) Hm, Heiner Müller, vielleicht. Zuzutrauen wärs ihm gewiß. Ich meine mich allerdings ganz vage und wolkig an einen Aufsatz einer Frau in einem Sammelband zu erinnern, den ich in den 1980ern mal las, daß es dort vorgekommen wäre. Vielleicht was zur IBA? Jedenfalls las ich von Heiner Müller allenfalls ein paar kurze Interviews, direkt von ihm kann ichs nicht haben.
    @Vroni: Trickserisch, tatsächlich? Ich würde da eher auf schnellen Vertrauensverlust rechnen. Aber Anbrüllen kann sehr wirksam sein, ich habe es selbst mal mit höchst befriedigendem Erfolg ausprobiert (Anlaß war, daß ich mit verkatertem Kopf Samstags um 9 von Cellogequäl in Verein mit Klaviergeklimper und mißbrauchtem Schlagzeug geweckt wurde. Das traute man sich danach nie wieder, so lange ich in diesem Haus wohnte.).
    @Don Carlos: haha.
    @donna laura: _Sie_ haben das doch aufgebracht gehabt mit der Hecke!
    @Devin08: Sie fassen „Verschwörung“ aber weit auf! Ist das nicht ein bißchen zu umfassend?

  475. @colorcraze, Fanny Mueller?...
    @colorcraze, Fanny Mueller? Die kann das auch. Ansonsten: Friedhofsmauer, geht auch.

  476. Wir machen hier weiter, gell?...
    Wir machen hier weiter, gell? Da drueben geht es in die Hegelsche Wiederholung (Farce).

  477. Filou, dann sollten wir ein...
    Filou, dann sollten wir ein massenkompatibles thema jenseits der ungefragten wie zwanghaften selbstvergewisserung und gegenseitigen versicherung, kein nazi zu sein und nur in einem leben in einem freiheitlich-demokratischen rechtsstaat einen lebenssinn erkennen zu können, finden. wie wär’s mit etwas seemannsgarn?

  478. 240 Dosen Bier auf 8m...
    240 Dosen Bier auf 8m Segelboot?

  479. Das Thema hatten wir doch...
    Das Thema hatten wir doch schon gefunden. Massenkompatibel ist es auch, aber vielleicht dennoch nicht für jedermanns Augen bestimmt.
    Also, aufgewärmt bin ich nun jedenfalls.

  480. Nur zu. Ohne Brille bin ich so...
    Nur zu. Ohne Brille bin ich so gut wie blind. Aber seid leise. Meine Ohren sind fantastisch. Wie bei allen Blinden.

  481. momentan benötigt muscat ein...
    momentan benötigt muscat ein wenig aufmerksamkeit. sie hat sich extra mit den ballett-etudes beeilt und ist nun leicht erhitzt…

  482. Nicht nur erhitzt, sondern...
    Nicht nur erhitzt, sondern auch gut gedehnt.
    Aber donna laura scheint uns abhanden gekommen zu sein.
    Nun gut, fangen wir ohne sie an.
    .
    Es war der Wildhüter. Er stand auf dem Pfad wie Bileams Esel und versperrte ihr den Weg. “Was ist das denn?” sagte er überrascht. “Wie kommst Du hierher?” keuchte sie…
    .
    Jetzt kommt gleich die Stelle mit dem dichten Fichtengehölz, da können Sie übernehmen, Don C….

  483. soso, aufgewärmt ist sie, die...
    soso, aufgewärmt ist sie, die liebe muscat. dann erfreut sie doch sicher bald Don Carlos mit ihrem werten feuerchen.
    .
    cher Filou, bier ja, dose – äh: nein. bitte ein glas, oder einen minerve-kelch. aber von muscat fernhalten: sie ist ‘leicht erhitzt’, das schadet der kohlensäure.
    und wenn schon farce, dann n u r kulinarrisch.
    lasst es uns gemütlich machen…

  484. Die Verschwörung und der...
    Die Verschwörung und der historische Materialismus
    .
    @Colorcrace: Ich sagte ja, dass es eine Frage der Abgrenzung ist. Allerdings geht es mir darum, dieses Totschlagsargument von wegen: „alles nur Verschwörungstheorie“ zu entkräften. Also den Leuten was gegen zu halten, die so abgeklärt daher reden, wenn sie sich über Verschwörungstheorien entrüsten. Dazu muss man schon mal den Bogen größer spannen. Dennoch: den Vatikan als Verschwörung betrachtet zu haben, das wäre doch eng genug gefasst, oder?
    .
    Ich gehe sogar soweit und behaupte, dass schon bei Einführung der Klassengesellschaft, der ersten, die da schon „zusammenfiel“ mit der „Unterdrückung der Frau“ (Engels, Über den Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“) – dem Patriarchat -, eine gute Portion Verschwörung mit dabei gewesen sein muss.
    .
    Der Mythos um die Übernahme des Orakels von Delphi durch den Gott Apollon („Was dem Manne sein Orakel“, http://www.herold-binsack.eu/downloads/Was%20dem%20Manne%20sein%20Orakel.pdf), will heißen: die Erbeutung dieses Orakels von der Muttergöttin Gaia – ursprünglich war Delphi ein weibliches Orakel -, indem „man(n)“ (er/dessen Priester?) deren Schlange/den Drachen „Phythia“ erschlug (wir kennen da so eine ähnliche Geschichte, die mit Sigfried dem Drachentöter), lässt eine solche Deutung durchaus zu.
    .
    Die Installation des Patriarchats erscheint vor diesem Hintergrund als eine Art Palastrevolte der Götter. Wir wissen natürlich, dass es so nicht gewesen ist. Dennoch offenbart der Mythos eine solche Intention. Wie die Sklaverei in die Gesellschaft dennoch kam, d.h. wie die erste Gesellschaft auf der Sklaverei aufgebaut werden konnte, können wir uns auch so vorstellen, dass ab irgendeinem Moment die Kriegsbeute nicht mehr einfach nur erschlagen, sondern versklavt wurde, die Männer zum Sklavendienst, die Frauen fürs Bett. Fertig wäre beides: Klassengesellschaft und Patriarchat. Aber das dürfte so einfach nicht gewesen sein. Solange Frau die Hüterin der Weisheit war, die Besitzerin des magischen Wissens über die Fruchtbarkeit, solange hätte Mann nicht gewagt, sie derart zu entwürdigen. Dieser Schleier musste erst gelüftet sein. Mann musste also wissen, dass Fruchtbarkeit ein mehr oder weniger natürlicher Vorgang und eben kein mythisches Orakel ist. Der Mann musste sich gewissermaßen erst emanzipieren, musste Teil haben am Wissen der Zeit, um der Frau die Stirn zu bieten. (Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?)
    .
    Dennoch: mächtig gewordene Männerbünde (Die „Phatrias“/die männlichen Gegenstücke zur weiblichen „Gens“, also antike Clans – nachzulesen bei Bornemann: „Das Patriarchat” http://blog.herold-binsack.eu/?p=1447) waren dann die Drahtzieher. Die Frau musste „entmachtet“ werden. Im Sinne von hintergangen/umgangen/getäuscht/missbraucht/benutzt, wenn es sein musste: erschlagen, denn so was wie eine Macht, eine weibliche gar, eine politische gewissermaßen, gab es nicht unter der „Gens“. Also wieder wäre da das Element der Verschwörung. Denn mit der Unterdrückung wurde die „Macht“ ins Leben gerufen. Nicht nur ein gewaltsamer Akt ist dies, auch ein Akt, der eine gehörige Portion Dreistigkeit erfordert. Nur Verschwörer bringen diese Dreistigkeit auf. Da sie sich sicher wähnen, unbeobachtet, unverletzbar. Ja selbst beseitigt wurde die Verschwörung manchmal durch eine Verschwörung, wie wir am Mord Cäsars nachvollziehen können. Eine gerade zu öffentlich demonstrierte Verschwörung. Und die ist historisch belegt.
    .
    Wer das Element der Verschwörung komplett zu ignorieren sucht, der heiligt die Geschichte mehr als diese es verdient hätte. Denn dass die Menschen ihre Geschichte manchmal doch so machen, wie in schlechten Filmen dargestellt, das widerspricht natürlich unserem ach so „aufgeklärten“ Geist. Nur vergessen wir bitte nicht: wir mögen ja aufgeklärt sein, nur die Zeit, in der wir leben, hält sich nicht daran. Dennoch machen wir diese „schlechten Filme“ natürlich nicht voraussetzungslos, quasi gegen die Zeit gerichtet, sondern auf einer historischen Bühne und somit auch von dieser begrenzt. Und das reicht mir für mein historisch-materialistisches Weltbild. Ich muss es nicht idealisieren.

  485. Das einzige Problem mit...
    Das einzige Problem mit moderierten Onlineforen – auch erhitzte gemüter bekommen die unvermeidliche Abkühlung in der Freischaltungs-Warteschleife :-).

  486. Liebe Donna Laura, ach so,...
    Liebe Donna Laura, ach so, stimmt, Sie waren eine Weile nicht hier. Nun eine kleine Erklaerung zum Dosenbier:
    Vor einigen Wochen unterhielt ich mich mit Windsbraut ueber meine Segeltour nach London; Scheveningen-Kanal-Themse-St. Catherines Dock. Windsbraut uebrigens hat ein schlankes, huebsches, hoelzernes Boot an der Ostsee. Nun, Herr Carlos haelt die Geschichte fuer Seemannsgarn. Besonders die Zuladung von 240 Dosen Bier gegen die Dehydrierung von vier durstigen Seglern will er nicht glauben. Als ehrlicher Skipper wollte ich nun die wahre Geschichte der 240 Dosen erzaehlen. Sie handelt vom Bleidiebstahl in hollaendischen Haefen, dem Improvisationsvermoegen beherzter Maenner, dem verantwortungsbewussten Antialkoholismus waehrend der Fahrt ueber den nebligen Kanal bei Nacht und schaendlicher Trunksucht, die uns vor Dunkerque beinahe das Boot gekostet haette. Tscho, nun ist es Nacht. Ich gehe in die Koje und verbleibe mit froehlichem Ahoi Ihr Kaeppten Blaubaer.
    Kinnings, der Letzte gibt dem Klabautermann noch’n Koehm!

  487. lieber Tillmann- wie kommen...
    lieber Tillmann- wie kommen Sie nur auf Schweiss und Tränen? Weil man zuweilen ins Grübeln und Zweifeln gerät? Jamas! Nun muss sich ein fröhlicher Wissenschaftler stets im Verdacht haben, denke ich. Felsenfeste Gewissheit hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Natürlich gibt es den ehrlichen und auch weiterführenden Irrtum und hundertprozentige Gewissheit ist für Doofe. Und auch sonst glaub ich Ihnen die Tausendschaften der falschen Doktoren nicht. Die Welt ist sicherlich besser als Sie meinen ;-)

  488. Querida Malena, der Optimismus...
    Querida Malena, der Optimismus hält uns am Leben – selbst wenn man die Hoffnung mit ins Grab nimmt… Bleiben Sie fidel und nehmen Sie Ihre Zweifel sportlich. Wenn uns die “bessere Welt” dann wieder eines Schlechteren belehrt, dann sind wir wenigstens nicht doof gestorben.

    Zum Trost: Mit der “felsenfesten Gewissheit” verhält es sich ja so ähnlich. “Du bist der Fels, auf dem ich meine Bank baue!” Oder so. Ein Glück, dass auch der härteste Brocken irgendwann zu Staub wird. Wirklich schade, dass man nicht häufig wiedergeboren wird (jedenfalls nicht mit den paar Gramm Hirn im Kopf, die man vorher mühsam gehamstert hat), um das verkosten zu können…
    Zwar bin ich praktizierender Atheist, Gott sei Dank, aber in diesem letzten Punkt haben die Naturgesetze noch eine Lücke zu schliessen ;-))

  489. Schöner Text! Danke....
    Schöner Text! Danke.

  490. Auch hier kann man Adelstitel...
    Auch hier kann man Adelstitel ab 50€ erwerben http://adelstitel-kauf.de/de/Deutsche-Adelstitel

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