Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Beihilfe beim Entkleiden

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Natürlich wird es nicht goutiert, wenn man Frauen in aller Öffentlichkeit entkleidet - es sei denn, man nimmt ihnen, wie es der Anstand verlangt, den Mantel ab. Zumindest war es früher so, und bei dieser kleinen, unbedeutenden Geste konnte sich schon das grösse, bedeutende Ereignis der Nacht andeuten. Heute gerät dieses kontrollierte Spiel der Leidenschaft leider in Vergessenheit, und zurück bleibt eine gewisse Verunsicherung, über die der Fortschritt, den Blick auf den Computer gerichtet, achtlos weiterzieht.

Sex action und leidenschaftliche Orgien. Das ist es doch, was Du auch willst, oder?
Anja (über 18), aus meinem Spamordner

Zu den angenehmen Seiten des Umstandes, dass sich der Winter allenfalls noch an den Spitzen der bayerischen und österreichischen Berge festklammert, gehört fraglos auch die mit der Erwärmung einsetzende Neigung von Frauen, sich etwaiger Mäntel, oder allgemein formuliert, warmer Überkleider, zu enthalten. Wo kein Mantel ist, kann man auch keinen Fehler machen, wo die Dame so angezogen verbleibt, wie sie gekommen ist, gibt es keinen Anlass für die Unsicherheit, die einen überfallen mag, stellt man sich die Frage: Hilft man ihr im Sinne eines grossen Auftritts aus und in den Mantel, oder lässt man es bleiben?

Bild zu: Beihilfe beim Entkleiden

Die Frage ist nun wahrlich keine Marginalie, so man es genau so gelernt hat, als mittlerer Akt zwischen „die Tür aufhalten“ und „den Stuhl schieben“. Diese drei Tätigkeiten wurden in meiner Kindheit noch einstudiert, aber üblich, wenn überhaupt, ist nur noch das Aufhalten der Türe, so es denn angesichts der Konstruktion der Eingänge überhaupt möglich ist. Moderne Restaurants sind so eng und raumeffizient gestaltet, dass dergleichen meist nicht ohne Gedränge erfolgt, zumal, wenn man nicht ein dürrer Hering ist. Auf Anhieb würden mir allenfalls noch ein paar Auktionshäuser einfallen, die echte Tore für angemessenes Benehmen haben, ein paar alte Hotels, die noch keine Schiebetüren haben, mein Haus, aber das ist ja auch schon etwas älter. Noch älter sogar als diese Sitte übrigens, denn als es errichtet wurde, war Frauen der Zutritt nicht gestattet, und wäre es anders gewesen, hätte man dafür einen Diener gehabt – und für diesen Diener wiederum gab es früher auch ein gemauertes Bankerl, auf dem er an der Tür warten und aufpassen konnte, dass eben gerade kein Frau herein oder ein Buchdieb hinaus gelangen konnte.

In jener Zeit, als Bücher noch so wertvoll waren, dass man sie gern entwendete, war eine Dame bei offiziellen Anlässen so etwas wie ein Schmuckstück, und die Umsorgung für eine möglichst glänzende Präsentation war unabdingbar. Die Tür musste aufgehalten werden, damit die Dame erscheinen, gleichsam auftreten konnte, der Mantel musste abgenommen werden, damit sie auf der Bühne des gesellschaftlichen Lebens nicht behindert wurde, und den Stuhl musste man schieben, weil es mit grossen Röcken und einem Korsett auch so schwierig genug war, die Kleider bei diesem Vorgang richtig zu sortieren. Was man uns da in den frühen 70er Jahren noch beibrachte, war die Etikette einer Welt, die damals schon weitgehend verschwunden war; heute ist es allenfalls im Theater noch so, dass die Männer die Mäntel zur Garderobe bringen, während die Frauen beisammen stehen und sich schon einmal auf die Themen des Abends einigen.

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Trotzdem ist er da, der Reflex, immer, ich sitze und warte, sie kommt, ich stehe auf, reiche die Hand, eine angedeutete Verbeugung – und dann müsste ich neben sie treten, was ja, seien wir ehrlich, keine unangenehme Aufgabe ist, man kommt sich sonst in der normalen Öffentlichkeit kaum näher als in diesem Moment, man bekommt etwas zu sehen und berühren, was früher in anderen Moralwelten jenseits dieses Augenblicks undenkbar war. Unter dem Mantel verbirgt sich heute seltenst ein ausgefallenes Kleid, auch der Mantel ist oft genug einer Jacke gewichen, und es gibt kein Verlangen mehr, dass jemand die Kleidung aufhängt. Schliesslich ist oft noch die Kamera dort gelagert, oder eine andere technische Unvermeidlichkeit des Lebens, sie brauchen das Stück bei sind, und manchmal haben auch die Lokalitäten keine Garderobe mehr: Man stünde dumm mit der Kleidung da und müsste sie irgendwie los werden, der Dame wieder reichen – man lässt es also besser bleiben, wenn man die Sache nicht gut geplant hat.

Vor allem ist da die Frage, ob es überhaupt gewünscht wird. Üblicherweise ist es ja so, dass der Mann gar nicht die Initiative übernehmen muss; es ist im Ernmessen der Frau, sich mit einer leichten Drehung in eine Position zu begeben, in der es dem Manne möglich ist, ihr den Mantel von der Seite her abzunehmen und dabei den dankbaren Blick zu erhaschen. Das wiederum ist der Punkt, an dem Bekannte, die derartiges Benehmen noch schätzen würden, den Männern die Schuld am Niedergang zuschreiben: Sie hätten sich ein paar Mal zu oft ein wenig gedreht, und derweilen, hastenichtgesehen, würde der Mann schon wieder breit auf seine vier Buchstaben zurückplumpsen, weil er die Aufforderung weder zu deuten weiss, noch überhaupt eine Ahnung hat, dass es sich bei dieser Bewegung um eine Art Einladung handelt. Also verzichten sie lieber ganz darauf, zu oft fühlten sich halbgewendet im Raum vernachlässigt, während von unten schon die Frage erklang, wie denn der „Tag im Job“ gewesen sein: Der bessere Teil des Tages war da fraglos schon vorüber, aber das sagen sie natürlich nicht. Sie werden nur schon vor der Nachspeise sehr, sehr müde.

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Der Zauber der Angelegenheit besteht eigentlich darin, dass man, so man es tut, nichts sagen müsste; wissen beide Seiten, was sich gehört, können sie es wortlos unternehmen, selbst wenn es nur Galanterie ist, und nicht zwingend gutes Benehmen: Entspringt das Verhalten doch im Kern der bürgerlichen Gesellschaft, die solche Dienste selbst übernehmen musste, weil in aller Regel kein Diener zur Hand war, dem man solche Aufgaben überlassen konnte. Man machte aus der Not eine Tugend und aus der relativen Armut eine freundliche Annäherung; ein wenig liegt darin noch die Höflichkeit im Sinne der Courtoisie, aber deren Epoche liegt dann doch schon zu weit im Nebel der Vergangenheit, als dass man sie den Kindern noch als Erklärung beigebracht hätte. Aber so kommt es dann, dass aus einer Selbstverständlichkeit ein spezielles Benehmen wird, das nicht mehr allgemein verstanden wird, und von da an, weil es nicht mehr vorausgesetzt wird, ausstirbt. Vielleicht zurecht.

Denn das Vergnügen, dass eine Frau jemanden den ansonsten als anrüchig geltenden Blick von der Seite oder gar über die Schulter zuwirft, dieses Verpacken einer Unzulässigkeit in ein zulässiges Ritual, die Möglichkeit der Frau, durch die Art des Blickes zwischen einem formellen „Vielen Dank“, einem kopfgeneigten „Danke sehr“, und einer vom Augenaufschlag begleiteten Einladung mit dem Wort „sehr liebenswürdig“ zu bedeuten, woran ihr wirklich gelegen ist – das alles braucht man in Zeiten der durchgängigen Pornographisierung nicht mehr. Das alles würde angesichts dessen, was uns an Plakaten und Reklametafeln selbst für so unsinnliche Dinge wie Internettarife entgegenflutet, nur noch antiquiert wirken. Altmodisch. Anrüchige Blicke sind überall verfügbar, man muss zu mehr als nur Andeutungen greifen, um als attraktiv zu gelten und Geschlechtspartner zu finden, und für ihre Abwehr, so sie nicht passen, werden Telefone ausgeschaltet, Emails nicht beantwortet und Profile geändert. Das ist die Sprache, das sind die Codes, die heute verstanden werden. Von allen. Es ist nicht kompliziert, weil es überdeutlich ist. Die Holzhämmer unter den Kommunikationsstrategien, mit denen man sich die Hände nicht schmutzig macht.

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So, keine Frage, geht es natürlich auch. Eine Bekannte mit Kindern schrieb mir kürzlich, sie könnte die nächste Stunde eine Mail nicht beantworten, die Tochter (7) wolle jetzt mit ihrer Freundin chatten, und sie würde aufpassen, dass alles gut geht, man könne nicht früh genug anfangen, den Kindern Medienkompetenz beizubringen. Sonst stellt sie mit 12 Nacktphotos ins Netz, was der unausgesprochene Hintergedanke. Nicht nur die Frauen haben sich geändert, auch die Erziehung und die Herausforderungen, und ob die Tochter sich später mal selbst bis auf das Tank Top entblättert, oder erwartet, dass ihr der Macker dabei den angesagten Designerfetzen von H&M abnimmt, ist, relativ betrachtet, unwichtig. Zumal der Knabe gar nicht mehr weiss, dass es da mal einen Unterschied gegeben hat. Eine zivilisatorische Unsicherheit weniger. Das ist eigentlich alles.

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181 Lesermeinungen

  1. Sehr geehrter Don! Was für...
    Sehr geehrter Don! Was für ein charmanter Artikel! Er beschreibt etwas, was mir oft passiert. Selbst wenn ich mit einem Herrn rein geschäftlich ausgehe, falle ich automatisch in die Erwartungen einer bürgerlichen Dame. Nimmt er mir den Mantel ab, kriegt er Pluspunkte. Männer scheinen zu denken, es passe zu der von Politikerinnen propagierten Quotenwelt, sich vor der Dame durch die Tür zu quetschen und sofort auf einen Stuhl fallen zu lassen. Pech, da sammeln sie Minuspunkte, noch bevor wir zum Thema gekommen sind. Und sich bei mir in einer geschäftlichen Angelegenheit von Minuspunkten zu reinigen, ist schwierig.

  2. Die jungen Damen, denen ich...
    Die jungen Damen, denen ich aus dem Mantel (Outdoorjacke eher) helfe, frage ich aufgrund der 20 Jahre Altersunterschied, wie sie die Beihilfe erleben. Standardantwort: „Etwas seltsam, aber erträglich.“ Tja, lieber Don: Sie sind seltsam, aber es geht noch so. So gerade.

  3. Ergänzend: Zuletzt hielt ich...
    Ergänzend: Zuletzt hielt ich einer jungen Dame in den 90ern die Tür auf. Reaktion (erbost): Ob ich denn im Alleingang die Emanzipation der Frau rückgängig machen wolle!?
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    Und: Im ZUgabteil half ich damals noch einer jungen Frau, ihren Koffer ins Gepäcknetz zu wuchten. Die Dame verließ dann kurz die Szene, und eine schon länger im Abteil sitzende weitere junge Frau fuhr mich an: Warum haben Sie der geholfen!? Ich hätte gern gesehen, wie die selbst zurecht kommt! – Frauen unter sich, wer, bei Verstand, wollte sich noch einmischen?

  4. Der Tiger, ich habe auch...
    Der Tiger, ich habe auch desöfteren den Eindruck, dass „die Quote“ in etwa das ist, was das Londoner Abkommen für die finanzielle Schadensregulierung des 3. Reiches war: Eine Art Schlusspunkt, nach dem man einfach alles andere bleiben lassen kann, rein rechtlich hat man sich aller Pflichten entledigt, was soll das Genöle, soll sie sich selbst Blumen kaufen.

  5. sterne, das war schon immer...
    sterne, das war schon immer so: Ist man zu einer Frau herzlich, macht man sich viele andere zum Feind – besonders, wenn ihre Männer in der Öffentlichkeit eher Trampel sind. Über weibliche Solidarität kann ich weniger Negatives sagen; bei der Bloggerei hier scheint es mit einer starken Frauenmehrheit bestens zu laufen, es kommt wohl immer auf den Einzelfall an. Das Aufhalten von Türen sehe ich immer noch als „üblicher“ an, als das Helfen in den Mantel.

  6. Don, ein interessanter...
    Don, ein interessanter Asspekt! Vielen Dank!
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    Erlauben Sie mir, gleichwohl heute eher eine amüsierte Distanz zu halten.

  7. Aber selbstverständlich....
    Aber selbstverständlich.

  8. Mein Tipp : Wer seine...
    Mein Tipp : Wer seine Herzdame erobern will – NICHT AUFGEBEN (und sebstverständlich die Türen aufhalten).

  9. Lieber Don, lassen Sie es...
    Lieber Don, lassen Sie es bitte nur ja nicht bleiben! Behalten Sie Ihre Höflichkeiten bei und Sie werden bei den Damen unvergessen sein … auch wenn diese im Augenblick der Wohltat aus Überraschung „cool“ reagieren und so tun, als wären Ihnen die kleinen Aufmerksamkeiten zu viel des Guten … Liebenswürdigkeiten bleiben was sie sind … eben sehr liebenswürdig!

  10. Da wo ich lebe, in Afrika,...
    Da wo ich lebe, in Afrika, wird es seitens einheimischer „Damen“, aber selbst auch Damen erwartet, daß man als ihr Begleiter ein Restaurant, einen Club oder eine Bar selbstverständlich NACH ihr betritt, was beim Türaufhalten Probleme bereitet, und VOR ihr verläßt, beides lt. Graudenz/Pappritz natürlich grundfalsch. Grund für diese afrikaniche Besonderheit ist, daß es der Begleiterin sehr darum zu tun ist, jeglichen von ihr nicht kontrollierten (auch nur Blick-) Kontakt einer anderen“Dame“/Dame mit ihrem Begleiter auszuschließen. (Beim Aufenthalt in solchen Lokalitäten wird vom Begleiter ein gewisser „Röhrenblick“ auf die „Dame“/Dame selbst erwartet.) Beihilfe beim Ent-/Bekleiden an solchen Orten kommt nicht Betracht, weil sowohl von „Damen“ als auch von Damen ohnehin abends wenig genug getragen wird; es sei denn, sie geht „ethnic“; aber da gibt es sowieso nichts, wo man helfen könnte. (Hilfe beim Auswickeln? Nein!) Ansonsten ist aber festzustellen, daß eine Afrikanerin es zunächst zwar sehr komisch findet, aber dann sehr genießt, wenn man sich in der Öffentlichkeit sehr galant ihr gegenüber verhält. Weil das weiße Männer Afrikanerinnen gegenüber leider kaum für nötig halten, erhöht das ihr – das der Afrikanerin – „Standing“ gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen ungemein und macht dann auch beiden Partnern großen Spaß; es wird zum unterhaltsamen Spiel. – Soviel aus Afrika.

  11. In unserer Kommune kann man...
    In unserer Kommune kann man durch Manieren nur noch negativ auffallen.
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    Vor ein paar Monaten hat irgendwo eine Italienerin das Befremden beschrieben, dass sie bei Deutschen immer auslöst, wenn sie ihnen die Tür aufhält. Nicht Dank erntet sie sondern Mißtrauen. Wenn ein Fremder zu einem Stoffel wie mir nett ist, dann nur weil er von mir was will. Wenn ich nicht weiß, was er will, dann beunruhigt mich das erst recht.
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    — Ach so, er will einfach nur, dass ich mich ihm gegenüber genauso höflich und zuvorkommend benehmen soll? Das ist die schlimmste aller Möglichkeiten, denn genau das kann ich doch nicht, das habe ich doch nie gelernt.
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    Darum fühle ich mich unter ebenso schlecht erzogenen Menschen viel wohler, die flößen mir keine Komplexe ein. Gegenüber dem Türaufhalter aber hege ich doch gleich den Verdacht, dass er mich bloßstellen will. Was für eine arrogante Person! Die wird gut aufpassen müssen, wenn sie nicht davongemobbt werden will.

  12. Und wer geht immer auf dem...
    Und wer geht immer auf dem Gehsteig auf der der Straße zugewandten Seite, und wer kriegt immer zuerst auf seinem Teller vorgelegt? Und wer probiert den Wein? Und wer bestellt? Und wer bezahlt? Es erinnert doch alles auch ein wenig an die Sorge um ein Kind. So wie in alten Filmen manche junge Damen (aber im heiratsfähigen Alter) ja auch ein eher kindliches Benehmen zeigen, da kullern dann auch mal schnell die Tränen oder die Gefühle gehen mit ihr durch – Verhalten, das für eine männliche Rolle höchstens angemessen wäre, wenn diese als Wahnsinniger angelegt wäre, oder als hochgradig betrunken. In der Realität konnte damals derweil der mantelabnehmende Ehemann auch über die Berufswahl seiner Frau bestimmen.
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    Ich weiß nicht, ich finds doch ganz gut, dass das alles vorbei ist. So ganz ist es ja auch nicht vorbei.

  13. Schöner Text, mit einem Hauch...
    Schöner Text, mit einem Hauch von ganz leichter Melancholie, vielen Dank.
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    Sogar in den wilden Zeiten Ende der 80er Jahre habe ich es mir erlaubt, militanten Emanzen aus der Studentenpolitik an der Uni nach irgendwelchen Gremiensitzungen in den Mantel zu helfen und die Tür aufzuhalten.
    Bei Abwehrreaktionen habe ich mich entschuldigt mit Hinweis auf die so schlecht abzuschüttelnden Überreste meiner bürgerlichen Erziehung. Das hat immer funktioniert und es funktioniert auch heute noch. Es ist ein Spiel mit den Konventionen einer vergangenen Zeit, aber auch die Frauen von heute beherrschen dieses Spiel instinktiv und mühelos.

  14. @Don: Charmant.
    @HansMeier:...

    @Don: Charmant.
    @HansMeier: Nicht immer so negativ. Davon wächst kein Baum.
    @Realist: Fortiter in rem, suaviter in modo. Und das kann „Mann“ auch und gerade heute von „Frau“ lernen.

  15. @Realist: So schwarz oder...
    @Realist: So schwarz oder weiß würde ich das nicht sehen, geht es in dem Beitrag doch nicht zuletzt um feine Zwischentöne. Zum formvollendeten Kavalier fehlt mir selbst einiges, aber ich weiß, dass meine Frau diese kleinen Gesten von Anfang an sehr zu schätzen wusste. Wo ich mit den Jahren nachgelassen habe, ist beim Öffnen ihrer Beifahrertür, das ich noch praktizierte, solange wir keine Autos mit Zentralverriegelung und/oder Funkmechanismus fuhren. Würde mich mal interessieren, wie es die hier Anwesenden damit halten.

  16. Die Forderung nach gutem...
    Die Forderung nach gutem Benehmen hat mit den Jahren stark nachgelassen. Leider! Aber die Ueberraschung, wenn es mal wieder aus dem Keller geholt wird, bietet viele Chancen:
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    „Oh, wie reizend, dass Du mir aus dem Mantel hilfst!“
    „Darf es wenig mehr sein?“
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    Das rettet nicht immer den Abend…

  17. Filuooooooo: Ich bin ein...
    Filuooooooo: Ich bin ein anständiges Mädchen, ich ziehe alles selber aus.

  18. lieber Settembrini, die zv ist...
    lieber Settembrini, die zv ist ein wahres problem, die nachlässigkeit ansonsten aufmerksamer herren ein weiteres.
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    ich verfüge über einen äusserst schweren lammfellmantel, ein prächtiges, ausgefallenes stück, das mich, zierlich zwar, doch hochgewachsen, selbst mit hohen absätzen völlig einhüllt.
    stundenlanges flanieren stellt kein problem dar – schliesslich bin ich da geübt -, aber ich freue mich immer sehr über die herren, die mir aus dem mantel helfen möchten und sacht stöhnend unter seinem gewicht zusammenbrechen. vor allem wenn sie vertikal herausgefordert sind, bereitet es ihnen koordinationsaufgaben, nicht über ihn zu fallen, wenn sie ihn zur garderobe bringen. wenn ich übelstes erwarten darf und ich meinen mütterlichen tag habe, warne ich schon mal vor, was kurioserweise dazu führt, dass erst recht der ehrgeiz zutage tritt, ganz besonders wenig zu stöhnen.
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    für ihr zuvorkommen werden sie mit einem lächeln aus strahlenden augen belohnt, ganz klassisch…

  19. @ realist: Schön. Endlich...
    @ realist: Schön. Endlich sind wir offiziell beim Thema Weltfrauentag und die Entwicklung der Rollenbilder seit den 1950ern angelangt. Das ist auch hier in Wien ein Thema, obwohl die Sitten aufgrund der fehlenden „Revolution“ von 1968 noch etwas konservativer sind. Siehe http://www.profil.at/articles/1109/574/290604/elfriede-hammerl-romy-conny-peter

  20. @ Marco: Ich liebe es, wenn...
    @ Marco: Ich liebe es, wenn mir mein Mann die Autotüre öffnet und schließt, -vor allem, man in der Ballsaison einen Bausch Seide zu bändigen hat…

  21. Marco Settembrini di Novetre,...
    Marco Settembrini di Novetre, dazu muß ich etwas sagen. Mit der Beifahrertür. Ich mache das schon immer, so lange ich denken kann und ein Auto habe, was ungefähr zusammenfallen dürfte. Sie haben recht, die Zentralverriegelung hat das nicht einfacher gemacht. Ich stelle mich jetzt immer direkt neben die Beifahrertür, drücke aufs Knöpfchen und öffne jene Tür zuerst. Das klappt. Allerdings weiß ich nicht, was ein Funkmechanismus ist. Soweit bin ich noch nicht.
    Und zum Mantel: Ich habe das früher geübt! Mit meinem Vater. Ja, auch die Damenseite muß üben! Was denken Sie. Beim Entkleiden ist es natürlich nicht so wichtig, aber wenn man sich wieder anziehen möchte schon. Sonst greift man nämlich schnell neben die Ärmel und stochert im Umhang herum, und das ist dann auch wieder peinlich.

  22. 'das kann ich selba!'...
    ‚das kann ich selba!‘ (standardantwort westgermanischer frauen)

  23. Don Carlos, ich kenne das vor...
    Don Carlos, ich kenne das vor allem von den Ostgermaninnen.
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    Dulcinea, ich hatte um Üben eine Freundin meiner Schwester, da ging das ganz vorzüglich. Und danach fesselten wir ihre kleine Schwester an den Kirschbaum und versuchten, sie anzuzünden.

  24. Gretel, bei mir ist immer...
    Gretel, bei mir ist immer Weltfrauentag, ich bin immer gleich höflich.
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    donna laura, das sind dann die Mäntel, für die man besser gleich hinter die Frau tritt und mit beiden Händen zugreift.

  25. Sehen Sie Herr Don A., es...
    Sehen Sie Herr Don A., es wurde ja in den letzten Tagen und Wochen gegen die Aristokratie mächtig „vom Leder gezogen“, streiten Sie´s nicht ab, auch hier im Blog. Alle Courtoisie kommt bekanntlich vom Hofe, das ist die ungemein schmerzende
    Wunde des Bourgeois, auch wenn es mittlerweile-fast-nur noch, ein Phantom-schmerz ist. Das Entzücken breitester Kreise, bis in die entlegensten Winkel der Republike, wurde ja auch gerade von den tadellosen Manieren eines Barons z. G……..g angefacht. Es liess 80 v. H. der hiesigen TV-Betrachter/innen und B..D-Leser/innen, von Null auf Hundert, durchaus in rosarote Sissiträume entschwinden und ihnen das Herzchen höher schlagen. Gewiß ein uralter Atavismus. Ungeachtet dessen, es macht mir immer ein Vergnügen von auserlesener Höflichtkeit gegenüber dem tumben Trutscherl bis hin zur elegantesten Dame aufzutreten. Grundsätzlich, wenn ich eingeladen bin, wird die Dame des Hauses, mit einem angedeuteten Handkuß von mir beglückt. Interessant ist, daß vor einigen Jahren ein äthiopischer Prinz uns, dem hiesigen Publikum, bezüglich Manieren, die Leviten ins Gästebuch, etc. schrieb. Die Resonanz war durchaus positiv.
    Im Feuilleton erkühnte sich sogar ein Schreiber in der heutigen FAZ, ein Bulgare,
    in anderem Zusammenhang, von der parasitären Aristokratie zu schreiben. Diese Auffassung vermag ich, so generalisierend geäussert, nicht teilen. Aus eben dessen Heimat habe ich einen Aristokraten kennengelernt, der sein Land als Diplomat nach der Wende vertrat, es war ein Genuß seine unprätentiösen Manieren zu beobachten.
    Manieren haben meines Erachtens schlicht und ergreifend etwas mit Zivilisation und Kultur zu tun. Wobei es durchaus sein kann, daß hiesige Manieren in anderen Breiten befremdend wirken können. Dort gelten halt andere Standards der Höflichkeit. Man sollte sich nur vor der Einreise damit vertraut machen.
    Es grüßt Sie mit Empfehlung an …………, als Kavalier alter Schule, Ihr Ihnen durchaus wohlgesinnter P.

  26. Ich war doch einigermaßen...
    Ich war doch einigermaßen überrascht als mir vor kurzem eine Sprechstundenhilfe beim Arzt aus dem und in den Mantel half, wobei ich doch sehr in die Knien gehen mußte, weil der Größenunterschied schon sehr deutlich war. Es zählt aber der Wille.

    Und wer diesen nicht anerkannt, sich also partout weigert, sich helfen zu lassen, wird von mir auch nicht mehr mit Aufmerksamkeit bedacht. Mit anderen Worten: ich lege auf weibliche Begleitung keinen Wert, die meine Erziehung nicht goutiert.

  27. lieber don, sie schlingel. und...
    lieber don, sie schlingel. und was wurde aus dem kirschbaum?

  28. Ach werter Don, dieses...
    Ach werter Don, dieses Verhalten hat Mann nicht nur in der besseren Gesellschaft gelernt, sondern durchaus auch in der kleinbürgerlichen Welt. Meine Oma und meine Mutter haben mir das auch in den 70zigern beigebracht. Und wenn ich heute mit meinen Models Modefotos mache und Ihnen die Tür aufhalte, den Wagen öffne oder in die bzw. aus der Jacke helfe, wird das immer wohlwollend bemerkt. Damit macht man auch bei Mitte Zwanzigjährigen noch Eindruck.
    Ich weiß sogar noch, auf welcher Seite man am Auto vorbei läuft, wenn man der Dame behilflich beim Einsteigen war und nun zum Fahrersitz eilt.

  29. Filou weil sie dann vielleicht...
    Filou weil sie dann vielleicht noch mehr anzieht, was nicht zielführend ist?
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    Marco Settembrini di Novetre, nachdem mein Auto gerne zufriert und auch sonst ganz fiese Marotten hat, halte ich gezwungenermassen auf – es sei denn, dass auf dem Beifahrersitz so viel Müll liegt, dass ich erst einmal aufräumen muss.

  30. donna laura, unsere Mütter...
    donna laura, unsere Mütter hielten das Geständnis der kleinen Schwester, sie sei eine Hexe, für nicht ausreichend für eine Verbrennung. Alles was Spass macht, wird einem verboten!
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    Oheim, , ich fürchte, da wird in ZUkunft die Auswahl eher eng und begrenzt sein – aber viellleicht kann man ja erziehend einwirken.

  31. Realist, ich denke, man kann...
    Realist, ich denke, man kann die Form durchaus wahren, ohne dass deshalb eine Restauration der alten Beziehungsverhältnisse einhergehen muss.
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    apreslude, das ist dann ein wenig „der widerspenstigen Zähmung“, aber an Aufmerksamkeiten, so zumindest meine Erfahrungm gewöhnt man sich schneller, als an Missachtung und rüdes Benehmen.

  32. Die Kunst scheint mir darin zu...
    Die Kunst scheint mir darin zu bestehen, die Balance zwischen Aufmerksamkeit und der Gefahr der fürsorglichen Entmündigung zu wahren.
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    Es ist für mich immer noch selbstverständlich, einer Dame in den Mantel zu helfen, ihr aber beim Stuhl zurechtrücken behilflich zu sein, würde ich mittlerweile als zu aufdringlich empfinden, außer bei den alten Tanten, die wirklich Hilfe benötigen.
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    Höflichkeiten kommen sehr auf die Situation an. Meiner Frau Baby und Babyzubehör abzunehmen und sie selber die Autotür aufmachen zu lassen scheint mir aufmerksamer zu sein, als Ihr die Tür zu öffnen und dann seelenruhig zuzusehen wie sie Kind und Krempel auf dem Rücksitz verstaut.

  33. Oh Gottchen, welch'...
    Oh Gottchen, welch‘ unglaubliche Verwicklungen man heutzutage mit Höflichkeit auszulösen vermag, in einer Welt voller granziger Berlinerinnen und ostdeutscher Frauen. Auch der Schwierigkeiten durch die multikulturellen Herausforderungen werden nicht kleiner: wie helfe ich zum Beispiel der Muslimin aus der Burka? Bei unsachgemässer Vorgehensweise hat man da schnell ein Messer im Rücken! Don Alphonso klären Sie uns auf! Bitte, dringend!!

  34. Don (11:34)
    Das war ja nur ein...

    Don (11:34)
    Das war ja nur ein Beispiel fuer das Eintreten eines goldgelockten Wesens, dessen huebsches Gesicht von tausenden funkelnden kleinen Sternchen umgeben ist.
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    Aber auch:
    „Wohl bekomms“, sagt der Kellner, und macht den siebenten Strich auf meinen Deckel.
    Endlich ist sie eigetrudelt, laesst sich auf den Stuhl fallen, haengt den Mantel ueber die Lehne eines anderen Stuhles, verstaut die Einkaufstueten unter dem Tisch: „Tschuldigung, hat was laenger gedauert. Viel zu viel Volk auf der Strasse!“
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    „Typisch. Du kommst immer erst, wenn ich halb besoffen bin. Machst Du das absichtlich, damit ich Dich dann schoen finde?“

  35. Ich muss ganz ehrlich sagen,...
    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nur Frauen kenne, die sich westlich kleiden, und welche Religion die haben, ist da wirklich egal.

  36. hansgeier333@: Das...
    hansgeier333@: Das Gegenargument:
    http://www.baulinks.mobi/news/2006/0873.htm

  37. apreslude@: Das sehen Sie...
    apreslude@: Das sehen Sie leider zu subjektiv: Sie müßen den Stuhl elegant
    und unmißverständlich, mit leichtem Nachdruck, ohne zu zögern in die Kniekehlen der Betreffenden (gleich welchen Alters) rücken/drücken.

  38. nä. native ostgermaninnen...
    nä. native ostgermaninnen setzen bestimmte verhaltensweisen voraus und zögern leicht vor türen sowie beim ablegen der garderobe, um die einhaltung der normen zu ermöglichen. einschlägige erfahrungen mit ehemaligen traktor- oder panzerfahrerinnen liegen allerdings nicht vor. auf der anderen seite der welt dagegen wird man(n) schonmal bei derartig befremdlichen verschrobenheiten aus dem nun zukünftig auch per quote eingeebneten weg gekegelt. die bauindustrie blickt darob recht optimistisch in die auftragszukunft, denn die breiten ellenbogen werden in den vorstandsetagen der weiblichen quotenzukunft breitere türen erfordern und auch die damentoiletten werden für stehpinkler eingerichtet.

  39. @Gärtner: Etwas peinlich, Ihr...
    @Gärtner: Etwas peinlich, Ihr Beitrag.
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    Etikette ist schön, sogar hilfreich, weil sie uns komplizierten Menschenwesen den Umgang erleichtert. Man und frau kennen die Regeln des Miteinanders, bevor sie sich selbst richtig kennen. Das schützt vor Peinlichkeiten und entspannt, weil viele Situationen schon eingeübt sind und keiner den anderen mit nonkonformen Verhalten überrascht. Aber es ist wie mit dem Standardtanzen: Das Tanzpaar harmoniert, es kann blind über die Tanzfläche schweben, weil beide zuvor sich in Tanzschulen mit dem Auswändiglernen von Schrittfolgen synchronisiert haben. Aber die wahre Leidenschaft, das wahre Leben, der wahre Witz, das echte Harmonieren basiert auf Spontanität – und nicht Dressiertheit. Weshalb ich der Dame gerne den Stuhl heranrücke und mich dafür loben lasse, aber sehr schnell sehr distanziert bin, wenn man über die Formelsprache hinaus nicht kommt.

  40. Gärtner, wenn Sie schon so...
    Gärtner, wenn Sie schon so weit sind, dass Sie einer Muselfrau aus der Burka helfen dürfen, dann sind Sie mitten im Paradies: im Harem nämlich!
    http://www.youtube.com/watch?v=m9B7wRLV6r8&feature=fvwrel

  41. Confratre, mein Palm lädt...
    Confratre, mein Palm lädt gerade auf. Danke. Nur, was haben Bausünden mit solchen der süssesten gemein?

  42. Obwohl ich weder aus der...
    Obwohl ich weder aus der älteren Generation noch aus der „besseren Gesellschaft“ stamme, finde ich es dennoch ganz entzückend, wenn mir ein Herr die Tür aufhält und aus dem/in den Mantel (ja, Mantel) hilft, nur das Aufhalten der Autotür ist mir viel zu umständlich ;)

  43. DasSan, und wie vermitteln Sie...
    DasSan, und wie vermitteln Sie Männern, was Sie erwarten?
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    JMense, ich würde es niemand übel nehmen, der keinen Wert darauf legt – es ist nur ein Reflex, mehr nicht, und echte Defizite sehen nochmals anders aus.

  44. Don Carlos, soweit mir das...
    Don Carlos, soweit mir das berichtet wurde, war „bürgerliches Verhalten“ im Osten eher verpönt. Ich habe mal im Filmmuseum einen Film aus der DDR der 70er Jahre gesehen, in dem die Leute beim Essen den Ellenbogen auf dem Tisch hatten, sich über die Teller beugten und mit offenem Mund … und das waren nicht die Schurken, sondern die Leitbilder. Schrecklich. Wobei man sich in Zeiten, da Berliner Asoziale mit der Bierflasche in der Hand auf der Strasse herumlaufen, nicht mehr wundern muss.
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    Filou, das kann einem als Abstinenzler natürlich nicht passieren. Das mit dem Schwips, das mit der Frau ist mir erst letzte Woche passiert.

  45. Schöner Eintrag, hab ich sehr...
    Schöner Eintrag, hab ich sehr genossen. Ich habs übrigens gern, wenn mir jemand den Mantel abnimmt. Zugegeben, ich bin ein Mantelfetischist, aber mich vor den Augen des schon am Tisch sitzenden Begleiters (man sollte sich doch eher vor als in Restaurants verabreden) aus dem guten Stück zu winden, ist mir eher peinlich. Das hat den Geruch öffentlicher Entblößung und ich fühle mich dann etwas exponiert. Natürlich könnte man sich umdrehen und die Hüllel langsam den Rücken hinabgleiten lassen … aber das wär in manchen Fällen unverdient.

  46. Hätte ich die Stunde der...
    Hätte ich die Stunde der letzten Vespätung vor dem Restaurant gewartet, wäre ich fraglos erfroren.

  47. Mit Bedauern muss ich zugeben,...
    Mit Bedauern muss ich zugeben, dass ich mangels Übung stets den rechten Zeitpunkt, neudeutsch das Timing, verpasse. Handelt es sich um ein Familientreffen, ernte ich regelmäßig strafende Blicke meiner lieben Mutter, aber es hilft ja nichts. Meine Frau stellt sich bewusst oder unbewusst indifferent. In jenen raren Momenten, in denen meinerseits die Geistesgegenwart überraschend nun doch aufblitzt, bemerke ich, wie sie – wohl auch mangels Übung – sodann stochernd nach dem Ärmel sucht. Man merke sich: Es gibt jene, die von unten nach oben in den Ärmel fahren wollen und jene, die die klassische von oben nach unten Methode verwenden. Das aus dieser Inkompabiliät resultierende Auf-Ab-Spielchen (ich hebe, sie senkt, ich senke, sie hebt) trug schon öfter zum allseitigen Amüsement bei, diese Peinlichkeit des mißlungenen Benehmensrituals. Ach, wie ich dieses schneidige Kavalierstum, diese beiläufige und elegante Routine, doch beneide! Doch selbst meine Frau Mama zuckte bereits überrascht zurück als ein Kavalier meine, ihre Hand zum Kusse an sich reißen zu müssen (Zug, Ruck nach oben, Schmatz!!!). Lassen wir solche Dinge außerhalb der derlei Dinge geübten besseren Gesellschaft doch besser vergangen sein.

  48. @DA -- Das ist fraglos ein...
    @DA — Das ist fraglos ein Argument. Sollte Ihnen (oder jedermann/frau) aber nur einmal passieren.

  49. Dieses schöne Thema bietet...
    Dieses schöne Thema bietet viele eklektizistische Anknüpfungspunkte: Meiner Privat-
    statistik zufolge helfen MmMs (Männer mit Mantel) Frauen häufiger in den- und aus
    demselben als Baseballkappen gekrönte Unisex-Anorakträger, die eindeutig das Straßenbild dominieren. Die rare Spezies der Mainstream-Resistenten bedarf des Zuspruchs und der Ermunterung, denn bei allen anderen sind ohnehin Hopfen und
    Malz verloren und jeder Versuch der Nachschulung ist eher zwecklos.
    Ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, lieber Don, aber das o.g. Mutter-Tochter-Gespann scheint mir keine geeignete Klientel für derart verfeinerte Umgangsformen,
    auch wenn diese allenthalben an Terrain verloren haben.

  50. Courtoisie ist ein wunderbares...
    Courtoisie ist ein wunderbares Mittel, gemein zu sein.
    In einer Parfumerie zickte so ein schoenes blondes Kind aus irgendwelchen Gruenden mit mir ‚rum. Am Ende erreichten wir gleichzeitig den Ausgang. Ich hielt ihr die Tuer auf und bekam einen komisch fragenden Blick. Ich laechelte sie freundlich an: „Alter vor Schoenheit!“
    .
    Und dann nix wie weg.

  51. Zuviel des guten Tones ist...
    Zuviel des guten Tones ist heute m.M.n. altmodisch. Nie übertreiben!
    @ filou 10.06h Not a bad start! Mit anderen Wörten, good!

  52. Das kann einem nicht...
    Das kann einem nicht passieren, wenn man sich mit Aceton und Felgenreiniger wäscht!

  53. Das riecht so streng. Da mache...
    Das riecht so streng. Da mache ich lieber einen auf Iltis.

  54. Wenn 'Mantel' und 'Stuhl' beim...
    Wenn ‚Mantel‘ und ‚Stuhl‘ beim Herrn subkutan ablaufen wie der Gangwechsel in einem Kfz mit handgeschaltetem Getriebe, gehen die Fälle des damenseitig geoffenbarten Überraschtseins gegen null. Ich nenne es „Überwältigung durch Selbstverständlichkeit“.
    .
    In der Tat ist es irritierend, wie bei jedem, aber auch wirklich jedem Thema wenigstens ein Kommentator seine Probleme mit dem allfälligen Messer-Muslim ausbreiten muß.
    .
    Hier noch ein Kalauer aus der Finsternis:
    „Wenn ein Mann einer Frau die Autotür aufhält, ist entweder das Auto neu oder die Frau.“

  55. Ich möchte nur kurz...
    Ich möchte nur kurz einwerfen, daß hier bei uns die Kirschblüte langsam beginnt, auch frieren hier weder Autos noch junge Männer ein. Die Frauen lieben es dennoch, Mäntel zu tragen. Es ist nicht alles schlecht.

  56. Natürlich soll niemand beim...
    Natürlich soll niemand beim Warten vor der Tür erfrieren, sondern sich in schönem, wohl temperierten Ambiente auf das Kommende einstimmen. In dem Etablissement wird doch hoffentlich ein Kellner zugegen sein, der die Erwartete zum Tisch geleitet und dem Kavalier alsdann den Mantel der Dame abnehmen kann?
    Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich beobachten darf, wie ein weibliches Wesen vom Sitz hochschnellt, um ihn zu begrüßen und sich vorzustellen: „Ich bin die Frau Sowieso“

  57. Nun, in diesem Lokal war...
    Nun, in diesem Lokal war wenigstens ein Telefon, über das mir von der Verspätung berichtet wurde – wie so oft war mein Mobilelefon ausgeschaltet. Und bei dieser jungen Dame lohnt sich das Warten.
    .
    Dulcinea, zu meinem Umglück kann ich die Blüte nur bestätigen, zwingt sie mich doch ins Haus.

  58. Leonore, nun, die Töchter...
    Leonore, nun, die Töchter (beide) konnten später aus vielen Ausdenmäntelnhelfern wählen, da war immer genug Angebot, und stets so, dass man sich keine Sorgen machten musste, sie würden unter Baseballkappenträger fallen.

  59. Merkwürden, dass es fast nur...
    Merkwürden, dass es fast nur um Mäntel und Auto- und Eingangstüren und ein bisschen um Stühlerücken geht. Ein wirklich nettheißes Eisen kann sich die Frage nach Wer-bezahlt? entwickeln. Bei gegenseitigem Gefallen der Mann? Bei sehr langer Bekanntschaft ebenfalls? Bei gemeinsamen Konto auch? Beim ersten Date nur die Getränke oder die gesamte Rechnung? Und so weiter. Dererlei Facetten sind mannigfaltig und so vielfältig sie sind, so problembeladen im Zweifel. Sie: ‚Er hat nicht mal den Kaffee bezahlt, der alte Knauser.‘ Oder sie (gleiche Situation): ‚Was sollte das denn? Meint der, mich mit einer Einladung zum Essen herum zu kriegen?‘ Oder: ‚Meint der, ich verdiene nicht mein eigenes Geld?‘

  60. fionn (15:50), ach, das...
    fionn (15:50), ach, das versteckte Kompliment kommt oft garnicht an, wenn die Damen nicht schnell genug denken. Ich hab’s mal mit einer Kannibalen-Metapher angesichts einer sagenhaft schoenen Schulterpartie probiert; „Wie meinen Sie das denn?“
    Schon war die Begeisterung verflogen und ich konnte mich nur surrealistisch retten: „Wissen Sie, immer nur Missionare-auf Dauer ist das langweilig!“
    Man erntet sehr viel Misstrauen. Voellig zu Unrecht, denn ich hatte den Kochtopf im Auto gelassen.
    So, Filou hat fuers’s erste genug geschaekert. Filou muss noch etwas arbeiten.

  61. Nörgler, das muss Sie nicht...
    Nörgler, das muss Sie nicht zuwingend irritieren. Es ist Luxus, auf den allfälligen Messer-Muslim nicht eingehen zu müssen. Ein Luxus, den sich Kopten z.B. nicht leisten können, wollen sie leben. Seien Sie also froh, lieber Nörgler, in diesem Luxus zu leben.
    .
    Irritierend finde ich eher, dass „der Gärtner“, sobald er (oder sie) sich äußert, hier vom Hausherrn oder Paldinen reflexhaft angerülpst wird. Etwas Grandezza bitte, oder wenns dazu nicht hinreicht, normale Wald+Wiesenhöflichkeit. Sollte gehen.

  62. filou, mein Beileid....
    filou, mein Beileid.

  63. lieber Nörgler, es ist...
    lieber Nörgler, es ist heutzutage schon bemerkenswert, wer in diesen kraut-und-rüben-zeiten diese selbstverständlichkeit verinnerlicht hat: kellner und verkäuferinnen helfen aus der äussersten hülle (da sollte dann auch schluss sein, zumindest bei ersteren), geschniegeltes wachpersonal grüsst freundlich und hält gekonnt die tür auf, und der herr vorstandsvorsitzende… seufz, dieser bekommt es fertig, schwungvoll auf ein kleines spielchen von der kniggefront hereinzufallen und sich von der vornehmen dame im zobel die tür aufhalten zu lassen, die ausser dem geschlecht nichts mit seiner sekretärin gemein zu haben pflegt. ein klassischer fall von dat gloria vires vermutlich.
    .
    immerhin: mein friseur fällt auch immer über mich her… götter dürfen das.
    .
    lieber JMense, es ist nicht weiter schwierig, einen ganzen abend vorsichtig signale zu setzen und die geisteshaltung zu eruieren. ausserdem kommt es darauf an, was sie mit der dame vorhaben. bei freunden mache ich es so: mal ich, mal sie/er.
    .
    cher Filou, der hinweis auf alles missionarische jedoch muss gewisse personen unweigerlich ziemlich misstrauisch machen, vor allem, da sie zuvor vermutlich die dental betriebene penetration der lämmchenschulter mehr als nur andeuteten. sie haben sicherlich denkprozesse, auch wenn sie im hirnchen nicht rasch voranschritten, angestossen.
    ihr letzter absatz von 15.45 uhr wäre in diesem zusammenhang recht ratsam, vor allem, wenn der zu goldlöckchen gehörende schrank im anflug sein sollte.

  64. Ist das jetzt alles verbürgte...
    Ist das jetzt alles verbürgte Kulturgeschichte…
    oder denkt der Don, dass das so gewesen sein könnte, z.B. das mit dem zuständigen Diener, später dann der fehlenden Diener …aus dem dann dieses Der-Dame-aus-dem-Mantel-helfen hervorsprang.
    .
    Ich wollte mal ganz besonders höflich sein und half der Nachbarin, den Korb mit Wäsche in den Keller zum Aufhängen zu tragen. Dort erwies sich der Inhalt des Korbes dann als sehr -hm- interessante Reizwäsche, Tangas, etc. und das war überhaupt nicht mein Begehr in dem Moment und überhaupt. Tja, Höflichkeit es kann auch mal schief gehen.

  65. Eine sehr hübsche Idee wäre...
    Eine sehr hübsche Idee wäre es, wenn man sich gegenseitig die Mäntel abnimmt. Diese Geste unterstreicht, dass beide auf Augenhöhe miteinander verkehren und sich gegenseitig eine Hilfe sein möchten und können. Dass beide aufmerksam sind.
    .
    In der Tat habe ich auch schon mal einem Mann aus seinem Gewölle geholfen, weils grad so gepasst hat, praktisch war.
    .
    Dumme Reden gab es keine, sondern ein schlichtes Danke! Das genügte auch, ohne weitere staatstragende Gedanken, warum und mit welcher Absicht oder emanzenhafter Hinterkünftigkeit.
    .
    Also ich mags: Ich selbst kriege gern geholfen und helfe gern. Ob Mantel oder Tischreservierung oder die dumme, dauernd zuklappende Tür aufhalten. Wer grad physisch passend dasteht, zeigt für mich damit, dass er auf Zack ist und mitten im Leben steht, wahrnehmen kann. Verpennte oder unhöfliche Existenzen, die nichts merken oder strikt nach starren Regeln parieren: auweia! Auf beiden Seiten der Geschlechter macht das keine Freude.
    .
    Zuhause bei meinen Eltern steht ein kleiner Knigge, wie er in den 50ern glaube ich überall stand. Der strich in fast jedem Kapitel deutlich heraus, dass es sehr unmanierlich ist, stur auf starre Höflickeitsgesten zu bestehen. Wahre Höflichkeit, wahrer Takt, kam laut diesem Buch aus dem Herzen und nicht daraus, wie eng man vorgestanzte Formalien nimmt. Eigentlich ein hochmodernes Buch, wenn nicht drin allerliebst und altmodischerweise drin stände, welches Cocktail- oder Abendkleid man zu welcher Stunde zu tragen hätte oder für Männer, wie der Handkuss genau geht (sich nicht zu sehr buckeln, die Hand nicht abschlabbern… *gn*)

  66. Werter Don Alphonso,

    als...
    Werter Don Alphonso,
    als Ostgermanin muss ich mich gegen einige Behauptungen verwahren! (13:32 Uhr und 14:39 Uhr) Ich fuhr zwar keinen Panzer, auch keinen Traktor, nur einen Trabant. Jedoch genieße ich genau diese Aufmerksamkeiten, in den Mantel geholfen oder die Tür aufgehalten zu bekommen.
    Einen genüsslichen Abend wünscht die
    PadE

  67. @Donna Laura, nur kurz: auf...
    @Donna Laura, nur kurz: auf einer Party habe ich die Lippen am Bierglas (ersatzweise ekliger Prosecco) und die Zaehne im Canapé, niemals aber habe ich auf einer Party die Zaehne in einer Traumschulter. Was sollen denn die Leute denken?
    (Der Rest ihrer Anmerkungen wird spaeter abgearbeitet. Nattern!)

  68. naja, film, Don Alphonso......
    naja, film, Don Alphonso… laut film bestand bundesbürgerlichkeit bei tisch aus reizlosen frauen jenseits der zwanzig mit frisuren wie aufgeplatzte matratzen in formlosen strickplünnen, aus denen eine schlaffe brust hing, an der ein kind genährt wurde. was eigentlich nur noch durch die spätere schmerzhafte realität übertroffen wurde, in der es sich um frauen jenseits der vierzig handelte. die proletarisierung scheint ein gesamtdeutsches phänomen zu sein.

  69. @Don Alphonso Ich erwarte...
    @Don Alphonso Ich erwarte wenig und freue mich stattdessen über nette Gesten, sollte der Herr keine Anstalten machen, bin ich ohne Ressentiments auch selbst in der Lage mir die Tür zu öffnen und den Mantel auszuziehen.
    @Prinzessin auf der Erbse – dito!

  70. Liebe PadE, aber so war es...
    Liebe PadE, aber so war es doch! Sie erinnern sich nur nicht. Natürlich hatten wir beim Essen den Ellenbogen auf dem Tisch, beugten uns über die Teller und … mit offenem Mund. Wir rissen auch die Bierflaschen mit unseren Zähnen auf! Daran müssen Sie sich doch erinnern! Wie wir in unseren Tropfsteinhöhlen saßen? Wir waren Dachdecker oder Zerspaner, unsere Mädchen hießen Mandy, unsere Jungs Ronny, und wir badeten alle gemeinsam am FKK-Strand. Jetzt die guten Seiten: Wir waren nicht egoistisch. Bei uns gab es viele Obstbäume und bedeutend weniger Heuschnupfen, so daß man sich mit fast jedem Liebsten unter den blühenden Kirschbaum werfen konnte. Wir sind vielleicht unmodern, manchmal sogar altmodisch, auch inflexibel, aber für die Liebe hatten wir immer Zeit. Oder nicht?

  71. leger-legerer-am legersten,...
    leger-legerer-am legersten, also praktisch frei von allen Anstrengungen.
    Wer es so gerne hat, der steht denen in großer Anzahl gegenüber, die sich in irgendwelchen Enkalverestaurants aus den Mänteln helfen,Stühle rücken, Türen aufhalten.
    Frau Holle reißt sich die Arme aus, um das Kissen mit den Federn aufzuschütteln,
    und wir lassen unseres maximal reinigen und mit neuen Federn auffüllen.
    Das Ergebnis ist Klump im Kissen.
    Wir wissen doch gar nichts mehr von den hergebrachten Höflichkeiten,und wie kommt es denn an?-doch genau wie D.A. sagt: als letzte zivilisatorische Unsicherheit.
    Ja, der Knigge-und dann folgen Fischmesser und dergleichen-praktisch als letztes zivilisatorisches Missverständnis: während die Kopie vorschlägt:
    Auch im Lokal möglichst nicht rauchen,solange andere am gleichen Tisch noch essen.Hund an die Leine nehmen S.43, der moderne Knigge, K. v. Weißenfels
    -. da geht es beim Freiherrn Knigge auf knapp 500 seiten, 170 Jahre zuvor über den Handkuss hinaus.-da liegt es,und ich habs noch nicht gelesen.
    .
    Ich habe gestern auf ZDF info eine Sendung geguckt: login.de, mit gesellschaftspolitischen Themen von ganz jungen Moderatoren, die souverän und intelligent etwas zustande bringen, was manch mantelausziehender,Schlipsträger nie zustande bringt.

  72. Verehrter Don, Sie können...
    Verehrter Don, Sie können alles machen, wenn Ihre innere Einstellung die Richtige ist. Sie machen es für sich, nicht für einen anderen. Kultivierte Damen haben immer noch für so etwas ein Auge und geben Ihnen stets etwas zurück. Die anderen, die man aber auch so leicht übersehen kann, bekommen für ihre Undankbarkeit dann ein breites, verächtliches Grinsen spendiert, wobei man sie beim Passieren genau zu mustern hat. Das sitzt, auch bei verhärmten MännerhasserInnen.

  73. liebe Vroni, die grossonkel...
    liebe Vroni, die grossonkel und die älteren freunde der famille kommen selbstverständlich in den genuss, sich in den mantel winden zu lassen und minutenlang unter lachanfällen die ärmel nicht zu finden, aber wehe, ich versuchte, meinem (‚)alten(‚) prof in den mantel zu helfen!
    höflichster und umständlichster protest wäre programmiert! ausserdem wäre er beleidigt.
    .
    j’attends de vos nouvelles, cher Iltis. des couleuvres?
    .
    Don Carlos, mein bester, sie verstehen es doch immer wieder, als heckenschütze aufzufallen… sie mögen fassbinder vermutlich nicht besonders?
    .
    lieber kleinerberg, das problem ist, dass hunde den knigge nicht wirklich verinnerlicht haben und zuweilen *ähem* ‚rauchen‘, also es sich unter dem esstisch etwas zu gemütlich machen, was dazu führt, dass die gemütlichkeit der geschöpfe oberhalb der tischplatte doch in hektik umschlägt und man rasch die fenster aufreisst. proleten!

  74. Beim Durchlesen fiel mir auch...
    Beim Durchlesen fiel mir auch eine ähnliche, schon längst vergessene Schote wieder ein, wie sterne sie am Anfang der Kommentare beschrieben hat: Eine wenig nette Unbekannte quittierte Türaufhalten mit der gefauchten Frage, ob ich ihr denn als Frau nicht zutrauen würde, selber die Tür zu öffnen.
    Ich ließ sie weitergehen, blieb stehen und wartete vergeblich darauf, dass eine wichtigtuerisch grinsende TV-Kreatur von irgendwo hervorstürzt um mir die versteckte Kamera zu zeigen.

  75. Verehrte donna laura, wie...
    Verehrte donna laura, wie schön, wieder einmal etwas von Ihnen zu lesen! Durch Ihre Beiträge springt das Niveau hier in fast nicht mehr erhoffte Höhen. Ich genieße Ihre Anmerkungen und habe sie und Sie sehr vermisst.

  76. Egal wie man es macht, es...
    Egal wie man es macht, es ist meistens falsch, aber manchmal ist es
    richtig und man weiß bescheid. mfG.T.

  77. Großartiger Artikel! Vielen...
    Großartiger Artikel! Vielen Dank dafür! Er spricht mir so aus der Seele.
    (Auch wenn ich mir etwas mehr „ß“ gewünscht hätte…)

  78. Ein Detail haben Sie...
    Ein Detail haben Sie vergessen. Während das Ausziehen des Mantels einer Frau in der Regel noch reibungslos funktioniert, können viele Frauen sich diesen nur schwer wieder anziehen lassen. Die Arme viel zu weit auseinander, so dass sie es dem Mann fast unmöglich machen nicht stümperhaft auszusehen. Ich habe mir angewöhnt bei solchen Momenten zu fragen, ob die Dame denn so selten die Jacke angezogen bekommen?

  79. Amüsanter Artikel, Danke. Tja...
    Amüsanter Artikel, Danke. Tja in Zweiten der propagierten Gleichberechtigung und in Zeiten von Quoten (ist ja gerade wirder aktuell) sind dann doch erfreut, wenn noch ein Mann uns aus dem Matel hilft. In dem Moment kann mir die Quote gestohlen bleiben, aber nicht nur dann!!

  80. Ihr Kommentar erinnert mich...
    Ihr Kommentar erinnert mich stark an ein Berichte über inversive Spezies. Nutzlose Tierarten, die durch die Globalisierung eingeschleppt wurden und aufgrund des Fehlens natürlicher Fressfeinde, in den vorgefundenen Bedingungen üppig gedeihen.
    Die uns gewohnten und teuren Arten werden zurückgedrängt und immer seltener. Vom Aussterben und Vergessen bedroht, gehen sie alleingelassen zugrunde. Aber der Teufel ist ein Eichhörnchen?
    Willkommen in einem Zeitalter, in dem das Internet mit der industriellen Revolution gleichgesetzt wird!
    Sollten Sie sich noch an Zeiten erinnern können, in denen Briefe als Kommunikationsmittel genutz wurden, so sollten Sie sich vor Augen führen, dass gerade nach Möglichkeiten gesucht wird, dies abzuschaffen.
    Vielleicht verhält es sich mit Anstand, Manieren und Etikette ähnlich?

  81. Danke, werter Don
    Ein...

    Danke, werter Don
    Ein liebenswerter Artikel. All dies haben wir am Wochenende vor, während und nach dem Besuch der Hamburger Staatsoper zelebriert.
    Die Pornographisierung des volkstümlichen Stücks fand ihren Anschluss in DIV. Etablissements auf der Reeperbahn – wo es – zu unserem Erstaunen, absolut unklischeehaft zuging. Es war meiner Frau und mir eine wahre Freude.

  82. Sehr schöner...
    Sehr schöner Kommentar!
    Leider wird hier nur allzudeutlich der Anfang von Untergang der Gesellschaft skizziert. Heute sind nakte Frauen und Männer überall und sofort verfügbar, der Respekt vor dem anderen Menschen ist uns vollends abhanden gekommen.
    Klar, daß uns dann auch solche „Kleinigkeiten“ wie gutes Benehmen gar nicht mehr in den Sinn kommen.
    Ich für meinen Teil finde es schön, sogar essentiell für eine Beziehung, wenn der Mann einer Frau die Tür aufhält, ihr in den Mantel oder von mir aus auch in die Winterjacke hilft oder den Stuhl rückt. Es kommt doch nicht auf das Kleidungsstück an, sondern auf die durch diese kleinen Gesten demonstrierte Wertschätzung. Ich gehe auch lieber mit einem Mann aus, der diese Art von Verhalten noch kennt, denn ich weiß, daß es heute Seltenheitswert hat und vor allem dem Mann etwas abverlangt. Ich bin für ihn folglich keine Selbstverständlichkeit, keine Ware, die er sich im Zweifel auch umsonst im Internet bestellen kann, weil es dort nur so von Pornographie wimmelt. Wenn er sich hingegen auch gleich auf seine vier Buchstaben fallen läßt, dann werde ich auch immer sehr schnell, sehr müde…
    Liebe Frauen, laßt die Männer Männer sein und beraubt euch nicht selbst des Zaubers solcher Gesten indem ihr dieses Verhalten zurückweist!
    Liebe Männer: bitte laßt euch nicht entmutigen, denn es gibt sie noch da draußen: Frauen, die gutes Benehmen wirklich noch zu schätzen wissen!

  83. In einem alten Benimmbuch las...
    In einem alten Benimmbuch las ich einmal: an der Theatergarderobe lässt der Herr sich beide Mäntel geben, zieht seinen an und hilft dann der Dame in ihren. An eine Begründung kann ich mich nicht erinnern, kann jemand helfen?
    Heute jedenfalls wäre dieses Vorgehen ohne explizite Absprache nicht mehr möglich, die Dame würde sich selbst helfen.

  84. Aufmerksamkeiten sind...
    Aufmerksamkeiten sind natürich auch immer auch ein Zeichen von Selbstbewußtsein. Da dieses bei einem Mann in einigen Kreisen als gefährlich eingestuft wird, da solche Männer kaum manipulierbar sind, liegt darin wohl die Ablehnung begründet. Geistige Freiheit war noch immer schlecht, um Menschen umzubiegen.

  85. Würden Sie dieser Dame aus...
    Würden Sie dieser Dame aus dem Dirndl helfen?
    http://www.stupidedia.org/stupi/Datei:Claudiaroth_dirndl.jpg
    Oder lieber dieser Dame den Regenschirm halten?
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Claudia_Schiffer_20091006_Chanel_03.jpg&filetimestamp=20091112140801

  86. donna laura, beste, ist es...
    donna laura, beste, ist es nicht schlimm, wenn realismus als angriff aus dem hinterhalt gilt? der realist erscheint als mieser steinewerfer, der die glänzenden scheiben der sonnendurchfluteten, feuchtwarmen und pflanzenüberwucherten idylle zerstört und einen kalten, alles austrocknenden wind hereinläßt. doch die idylle ist eher eine heitere halluzination, wie sie bei der durch seekrankheit, unterkühlung und entkräftung einsetzenden schläfrigen euphorie einer geschwächten besatzung im halb gefluteten, nach gummi und kotze stinkenden, korkengleich und gnadenlos-endlos schaukelnden rettungsfloß auftritt oder die erstaunt und erfreut über die plötzliche stille und die bedeutungslosigkeit des daseins gelassen dem ende im schneesturm entgegendämmert. der realist stört diesen freundlichen dämmerzustand, in dem es keine schmerzen gibt, der hell und frei von kälte oder anstrengung, aber trotzdem nur eine illusion innerhalb dramatischer und an sich abstoßender umstände ist. nicht aus gehässig-sadistischer ablehnung von schönheit, sondern eher aus dem drang, die wärme, helligkeit und heitere gelassenheit in der realität jenseits der wohltuenden müden schlaffheit der illusion zu erreichen.

  87. ich denke, frauen sind...
    ich denke, frauen sind mittlerweile fähig genug (ich vermute, sie waren es schon immer), ihren mantel selbst aufzuhängen. frauen, die von einem mann erwarten, dass er ihr beim be- und entkleiden behilflich ist, benötigen wahrscheinlich psychologische betreuung. man möge mir bitte den sinn erläutern, einer gesunden frau derart behilflich zu sein ( ;-) ). menschen mit behinderung (durch alter o.ä.) helfe ich selbstverständlich gern in den mantel, durch die tür usw.
    im restaurant der gentleman und auf dem heimweg 3x die vorfahrt genommen. wir verpassen so viele gelegenheiten „höflich“ zu sein, da hilft das türaufhalten und aus dem mantel helfen dem gewissen nur wenig…

  88. @Don Carlos: gut beschrieben....
    @Don Carlos: gut beschrieben.

  89. Wie Meryl Streep in "Der...
    Wie Meryl Streep in „Der Teufel trägt Prada“ ihren Mantel aufghäng(en läss)t.

  90. Die Filmszene vergess ich nie....
    Die Filmszene vergess ich nie.

  91. Was die Deutschen nicht...
    Was die Deutschen nicht begreifen: Das Aus-dem-Mantel-helfen hat absolut nichts mit Flirten zu tun, das ist einfach nur gute Erziehung, man schuldet es jeder Begleiterin, egal ob man sie attraktiv findet oder nicht.
    .
    Alles weitere wäre eine Sache minimaler Nuancen und der Einbildung.
    .
    Und in einer kultuvierten Gesellschaft helfen die Bedienten selbstverständlich nicht nur Damen, sondern auch Herren aus dem Mantel, selbst jugendlichen, die das bestimmt nicht „brauchen“. Aber gegenüber der Herrschaft gehört sich das nun mal so.
    .
    — Auch wir heutigen Westeurasier nach hundert Jahren Kommunismus davon so weit weg sind wie die Erde vom Mond.

  92. lieber HansMeier555,...
    lieber HansMeier555, bedauerlich ist nur, dass zuvörderst domestiken dies noch tun, nicht aber der kavalier als diener der dame.
    .
    bester Don Carlos, mit einem schmunzeln zu konstatieren ist es, dass sie dieser tage recht häufig das wort jenseits benutzen. nun, es ist durchaus möglich, dass sich ein solches wort in die hirnwindungen einschleicht und dort lustiges treibt, das kommt in den besten familles vor – aber gestatten sie mir eine kleine, möglicherweise dümmliche, doch auf jeden fall korinthenhafte analyse, die aber trotzdem spassig ist, denn es muss ja nicht alles schlau sein: jenseits der zwanzig, jenseits der vierzig, jenseits der wohltuenden schlaffheit. wenn jenseits eine grenze der verortung darstellt, dann müssten sie, mein bester, unter zwanzig sein (wenn ja, dann: sie sind mir aber ein früchtchen), es sei denn die damen sind mit dem entenhintern auf dem kopf seien unter zwanzig…
    immerhin ergeben sie sich nicht der schlaffheit, n’est-ce pas?
    .
    und, ja, es ist schlimm, ist es nicht? gerade hedonisten sollten sich unbedingt dem realismus verschreiben.
    fassbinder mögen sie also. kennen sie die deutsche eiche?
    .
    liebe/r Chaîne anglaise, für ihr charmantes kompliment danke ich ihnen sehr, ganz bescheiden mit geneigtem köpfchen und zarten lächeln im nur leicht geröteten gesichtchen – vor allem angesichts meines letzten absatzes vor ihrem so geschätzten beitrag (den mit den schlecht erzogenen hunden) und meines jetzigen letzten absatzes, s, bitte unten.
    es ist zu hoffen, dass es gelingen sollte, wieder vermehrt zeit für das plaudern zu finden – denn das schlimmste ist vorüber, wie auch immer. und der ganze rest sind letztlich petitessen, nadelstiche, gemeinheiten, die einem zeigen, dass das leben auch schöner sein könnte. und es auch wieder werden wird.
    .
    doch es wird frühling, die pollen fliegen (von denen unser geschätzter gastgeber so unfreundlich geplagt wird, ausgerechnet jetzt, wo eine andere dicke, plag-ende polle mit ‚rauch über dem wasser‘ sich von hinnen machte: http://www.youtube.com/watch?v=oCH60m4oNSY. kreisch!), und das zitronensorbet ruft schon von weitem.
    .
    dass die bundeswehr äusserst vielseitig ist und wahre talente beherbergt, zeigt sich an folgendem: http://www.youtube.com/watch?v=bq0rb_7BYEw. richtig schick wird es ab 5.51 min.

  93. @ Besucher (11.03.2011,...
    @ Besucher (11.03.2011, 00:00): Besonders lustig ist das von Ihnen beschriebene Verhalten (Unterstellung mangelnden Zutrauens in die weiblichen Fähigkeiten) natürlich bei denjenigen Damen, die sich ansonsten für die Einführung von Quoten aussprechen….

  94. Das hängt alles mit...
    Das hängt alles mit Sicherheit zusammen, fragen Sie den Neandertaler. Es ist Aufgabe des Mannes, die Höhle zu schützen, also achtet er auf einen reibungslosen Ablauf bei Ankunft und Abgang. Frauen sind nachsichtiger und machen oft zu laute Geräusche, das zieht Feinde an.

  95. Ich habe- aus klimatischen...
    Ich habe- aus klimatischen Gruenden, lebe im ewigen Sommer- kaum je Gelegenheit, einen Mantel abzunehmen. Wenn ich es denn, auf Besuch in kuehlerem Gefilde, versuche, dann muss ich mich sehr ranhalten und quasi darum kaempfen, hoeflich sein zu duerfen.
    .
    Was mich nervt, sind uebereifrige Kellner, die die Stuehle ruecken, bevor ich das tun kann. Ist oftmals ein Wettrennen…
    .
    Warum ich ueberhaupt solch altmodisches Benehmen wahre? Es ist eine Frage des Respektes. Solche kleinen Gesten zeigen: der Mitmensch ist es mir wert, einen extra Schritt zu gehen.
    .
    Deshalb pflege ich auch eine etwas formellere Umgangssprache, habe das „Sie“ noch nicht verlernt, und stehe auch im Bus noch fuer aeltere Mitreisende auf.
    .
    Beklagt hat sich noch nie jemand….

  96. @GruberHans
    Man zieht den...

    @GruberHans
    Man zieht den eigenen Mantel zuerst an, damit man die Hände frei hat.
    Das Schwierige ist allerdings, bei manchen Damen die erforderliche Geduld durchzusetzen, einfacher, wenn die Garderobe weit genug entfernt ist.
    Außerdem kann man das erledigen, wenn sie ohnehin noch mal vor den Spiegel muß.
    .
    Eine Beleidigung wegen Türaufhaltens mußte ich mir auch schon öfter anhören, aber bin ich denn verpflichtet, der Person hinter mir die Tür vor die Nase zu schlagen, nur weil sie weiblich ist? Ich halte auch Männern die Tür auf.

  97. Sich über Zuvorkommenheit zu...
    Sich über Zuvorkommenheit zu beschweren ist dumm, und Höflichkeit und gutes Benehmen sind immer erstrebenswert, aber man sollte nicht glauben, wie das hier manche Kommentatoren zu tun scheinen, daß vollendete Umgangsformen zwingend mit einem guten Charakter einhergehen. Ich wäre da lieber vorsichtig…
    Daß jemand einer Dame nicht aus dem Mantel bzw. in den Mantel helfen kann oder will, bedeutet nicht, daß er das Herz nicht auf dem rechten Fleck hat, und auch der Fisch schmeckt nicht unbedingt besser, wenn er mit Fischbesteck serviert wird.

  98. Wenn ich das Haus verlasse,...
    Wenn ich das Haus verlasse, brauche ich für die Ankleidung kaum mehr als 20 bis 30 Sekunden.
    .
    Manche Geschöpfe schaffen es, den Prozeß auf 15 bis 20 Minuten auszudehnen. Wie das geht, weiß ich nicht. Man müsste es heimlich filmen, um das Rätsel wissenschaftlich klären zu können.

  99. @Frosch
    Die Form um der Form...

    @Frosch
    Die Form um der Form willen bringt es gewiß nicht, aber haben Sie schon mal Fisch mit einem Stahl (kein Edelstahl) geschnitten? Schmeckt halt nach Eisen. Ein Fischmesser konnte man aus Silber herstellen, mußte ja nicht so scharf sein.
    Aber schon wahr: Mit dem Edelstahl erübrigt sich die Notwendigkeit des Fischbestecks, dann ist es nur noch schön.

  100. Das Problem ist, sich erst mal...
    Das Problem ist, sich erst mal aufzuraffen. Ironischerweise brauche ich am meisten Zeit, wenn ich zum Sport gehe. Alles andere geht sehr viel schneller.

  101. lieber Frosch, sicher, solange...
    lieber Frosch, sicher, solange man den champagner noch nicht aus der schnabeltasse trinken muss…
    .
    zum glück fand in den vergangenen jahren zur garnierung der zahlreichen assessmentcenter auch in bürgerlichen familien eine kniggeoffensive statt, so dass man sich jetzt des öfteren wieder guten benehmens erfreuen darf, zimindest bei den jüngeren und wenn es sich nicht gerade um karrierebelange dreht.
    ein wenig ist es schon so, dass man auf die kinderstube schliessen darf.
    ausserdem ist es – als dame gesprochen – sehr nett, wenn man begleitet von einem sehr charmanenten lächeln freundlich den vortritt erhält, wenn man um zehntelsekunden unterschiedlich an einer warteschlange eintrifft.
    zudem kommt man so eventuell ins gespräch, zumindest als student sollte man sich diese gelegenheit zum üben nicht entgehen lassen, nur soll es halt nicht platt-dreist-berechnend sein, denn:
    es gibt kaum ein grösseres desaster als schönheit, die sich selbst als schön anpreist.

  102. cara donna laura, schlaffheit...
    cara donna laura, schlaffheit sollte nicht ausschließlich ziel, sondern so lange wie möglich ausgangspunkt neuer aktivitäten mit dem ziel neuer schlaffheit sein. nach der schlaffheit ist vor der steifheit. oder so. jenseits der psychoanalytischen interpretation deutet die häufige verwendung des wortes ‚jenseits‘ vielleicht auch nur auf eingeschränkte ausdrucksmöglichkeiten hin…? realist zu sein bedeutet ja nicht, den realismus an sich oder gar andere ‚realisten‘ zu mögen. als intellektualisierte form von niederträchtigem pessimismus, der selbst das unabwendbar schlechte nochmals explizit machen muß oder einer kritik, die alles mit einer durchaus auch möglichen negativen interpretation versieht oder der ‚erweckung‘ anderer durch aufzeigen ausschließlich negativer aspekte einer ansonsten über lange zeit erträglichen realität ist realismus ziemlich abstoßend. jenseits dessen wäre realismus eher eine art dissonanz, die eine zufriedenheit mit einer ‚realität‘ nicht akzeptiert, nur weil diese infolge eingeschränkter wahrnehmungsfähigkeit oder einer art neglekt sowie mangels vorstellungskraft und/oder antrieb endgültig erscheinen mag.

  103. @HansMeier: für alltägliches...
    @HansMeier: für alltägliches Aus-dem-Haus-Gehen brauche ich auch nur 10 Sekunden, aber wenn eine Gruppe aufbrechen soll… dann zieht es sich.

    Erstmal allen verkünden, daß man nun doch $irgendwohin wolle. Dann müssen erstmal alle erst noch aufräumen. Dann wird erstmal diskutiert, was man denn anziehen solle. Das wird dann gesucht, angezogen, vor dem Spiegel oder von den anderen als nicht passend empfunden und mehrfach geändert. Anschließend erhebt sich die Frage, was man mitnehmen müsse – etwa ein Taschentuch, eine Tasche, die Kamera oder wasimmer. Derweil drückt das Gedärm und läßt es ratsam erscheinen, doch nochmal das Häuschen aufzusuchen. Da es mehreren so geht, muß man sich anstellen. Die, die fertig sind, stehen derweil angezogen herum und schwitzen oder frieren oder bekommen wieder Hunger, was dazu führt, daß sie sich wieder zerstreuen, so daß sie auf die Nachfrage, ob man denn nun gehen könne, gesucht werden müssen.
    Es ist immer wieder ein Wunder, daß dann doch tatsächlich noch der Ausflug stattfindet.

  104. @HansMeier
    Dann verkleiden Sie...

    @HansMeier
    Dann verkleiden Sie sich doch mal als Frau, dann werden Sie schon sehen, daß Sie in ganz anderen Zeiteinheiten denken müssen. Allein so eine Strumpfhose kann verdammt widerspenstig sein. Am deutlichsten aber ist der Unterschied bei den Haaren. Dieses Problem ist mit einem männlichen Gehirn nicht lösbar.

  105. @Donna Laura: Champagner aus...
    @Donna Laura: Champagner aus der Schnabeltasse, igitt. Das ist so ähnlich wie Essen aus der Pappschachtel. Wobei das Essen aus der Pappschachtel immer noch igitt ist, auch wenn es auf Meißner Porzellan daherkommt.

  106. Beim Abschied kann heikle...
    Beim Abschied kann heikle Themen zur Sprache bringen. Nie hat der andere so wenige Möglichkeiten wegzulaufen als wie kurz bevor man tatsächlich geht.
    .
    Ähnlich beim Hereinkommen, wenn alle schon beim Essen sitzen. Man bleibt im Türrahmen stehen, noch im Mantel mit der Mütze in der Hand, und beginnt eine Rede zu halten. Alle müssen ihre Unterhaltungen unterbrechen und mir zuhören! Erst nach langer Zeit lasse ich mich dazu erweichen, endlich einmal die Türe zuzumachen und ganz langsam den Mantel abzulegen.
    Wenn hinter mir noch andere Gäste stehen, die auch gerne hineinmöchten, aber an mir nicht vorbeikommen, dann umso besser. Das steigert meine Präsenz.

  107. "nach der schlaffheit ist vor...
    „nach der schlaffheit ist vor der steifheit.“ – bester Don Carlos, sagen sie dies mal dem werten freiherrn knigge: http://www.knigge.de/. und solange die steifheit nicht eine illusion (s.o.) bleibt…
    (wenn schon unautorisierte eigenzitate, dann korrekt, n’est-ce pas?)
    .
    fassbinder mögen sie dann doch nicht, als suprahedonistischer hyperrealist mit stark ideal-utopistischen motivationen? kann es sein, dass sadness ein momentum des umgangs mit dem, was realität geschimpft wird, ist? oder war das jetzt abseitig?
    .
    liebe colorcraze, wie beneidenswert.
    mea parvitas benötigt für das Ausgehen schon ein wenig Zeit, allein der kleiderwechsel, da ich mit schokoladenbroschen oder weissem baustellenstaub an den hosen nicht auszugehen pflege, sowie die frisur, die selbstverständlich unter innerhäusigen aktivitäten leidet. ungeordnet in der konditorei oder an der kasse des feinkostgeschäftes? jamais!
    .
    Don Sebastian ist in dieser hinsicht völlig zuzustimmen.
    zudem ist dieses problem meist nicht im ansatz mit den ausprägungen männlicher haarpracht lösbar…
    .
    dann die schuhe: sind sie für das wetter und für diesen wagen geeignet, die passende handtasche, sind alle schlüssel vorhanden, das portefeuille griffbereit, die handys – aufgeladen? nein, nur halbmast heute -, wo ist denn der ganz kleine regenschirm, ach nein, wo ist der grosse, verzierte? immer ist alles von den erbinnen und erben verschleppt. ausserdem passt dann die lieblingsjacke der woche nicht zum pullover, der aber die farbe der schuhe, was wiederum das auto –
    bon.
    wenigstens falle ich im strassenbild nicht unbedingt negativ auf.
    .
    geschätzter HansMeier555, nehmen sie noch einen limoncello, das dämpft, wenn in massen zu sich genommen.

  108. gary ist es übrigens völlig...
    gary ist es übrigens völlig egal, wie er aussieht, wenn er das haus verlässt. nur die schuh-, gürtel- und jackenfarbe müssen harmonieren, aber dies klärt sich bereits beim umstieg aus dem morgenmantel.
    .
    kräusele ich jedoch ganz sacht nur die nasenwurzel, und das kommt hin und wieder vor, benötigt er zur korrektur eventueller missgriffe zumeist länger als ich.

  109. "Besorg' Dir mal'n neuen...
    „Besorg‘ Dir mal’n neuen Guertel“, sagt Madame. Sie sagt das schon seit fuenf Jahren.
    .
    „Mach‘ nicht so’n Theater mit Deinen Klamotten“, sag‘ ich, „Dir steht doch alles. Sogar Pressspan.“
    .
    (Kann mir mal einer sagen, warum wir Maenner uns bei Frauen immer so anstellen? Raus aus dem Maentelchen, rein ins Maentelchen, Tuerchen auf, Stuehlchen ran. Haben gnaedige Frau sonst noch einen Wunsch? Was darf ich Ihnen heute von den Augen ablesen? Und wenn WIR mal einen Schnupfen haben, nennen die uns Memmen. )
    Man koennte glatt ‚was an sich kriegen…

  110. ...und dann beim...
    …und dann beim Robbie-Williams-Konzert mit Hoeschen werfen.
    (Natterngezuecht, das!)

  111. ...sag' ich's doch!...
    …sag‘ ich’s doch! Bitte:
    http://www.youtube.com/watch?v=ZycerjSPLHQ

  112. @donna laura:
    Ausgehen ist...

    @donna laura:
    Ausgehen ist anders als Aus-dem-Haus-gehen!
    Aus dem Haus gehe ich zum Einkaufen – Mantel, Mütze, Schuhe an, Einkaufstasche vom Haken genommen, fertig.
    Umschalen hingegen, von Maler- oder Gärtnerklamotten* auf Stadtkompatibles oder gar auf Ausgehen (Auftritt!! Erfordert Vorbereitung!!) dauern bei mir gewiß mindestens so lange, wahrscheinlich eher länger, als bei Ihnen.
    * Anders als beim Kochen sind mir die üblichen Kleider für das Beflecktwerden mit Lack, Erde, Baustaub und dergl. denn doch nicht recht.

    Aber „verschleppt“ ist ein gutes Stichwort. Wehe, wehe. Da kommen mindestens gleich 10 Minuten dazu, eher deutlich mehr.

  113. @HansMeier: verwandt damit: in...
    @HansMeier: verwandt damit: in einem äußerst engen Gang in einem Restaurant an der Garderobe zwanglos noch ein Schwätzchen zu halten (3 ältere Herren und 2 ältere Damen), alldieweil die alte Dame ihren Mantel sucht und ihn gereicht haben sollte, derweil keine Anstalten machen, wenigstens den eigenen Mantel zu nehmen, während andere Gäste (ich) einfach nur schnell zugreifen und gehen möchten, mangels Platz aber bereits dem Kellner im Weg stehen müssen.

  114. @Filou: mit eins der...
    @Filou: mit eins der schwierigsten Kunststücke der Ehefrau ist, den lieben Ehemann zu Kleider- oder Schuhkauf zu domptieren…

  115. Liebe Dulcinea!

    Jetzt wo Sie...
    Liebe Dulcinea!
    Jetzt wo Sie es erwähnen, fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren. Ich erinner mich genau, wie die „Männchen“ mit der Keule im Busch warteten, um uns nach einem komatösem Kopftreffer, mit eben jenem Gerät, in die Höhle zerrten und uns fortan ihr eigen nannten.
    Wie konnte mir das nur entfallen!
    Amnesistische Grüße
    PadE

  116. @apreslude (10.3.): das ist...
    @apreslude (10.3.): das ist sehr gut auf den Punkt gebracht – nicht jede Form von Aufmerksamkeit paßt zu jeder Situation.

  117. liebe colorcraze, den begriff...
    liebe colorcraze, den begriff ausgehen verwandte ich im – zugegeben – leicht angestaubten sinn für das haus und das gehöft verlassen. eine gewisse sorgfalt gehört dazu. der grosse auftritt, nun, das wäre der ball.
    .
    cher Filou, mon petit, sie ärmster! man bietet ihnen nicht einmal einen liebevoll bereiteten grog mit damoiseau 1989 an? streichelt sie nicht über das rote, schniefende, mit keimen und schleimen vollgesogene köpfchen? lässt sie nicht ins höschen schneuzen? ei, au, nun, das kommt davon.
    dennoch herzlichste grüsse an Madame! glauben sie mir, sie weiss, was sie tut. fragen sie mal die grossmutter unseres verehrten gastgebers.

  118. Ich wusste gar nicht, dass es...
    Ich wusste gar nicht, dass es außerhalb von Berlin überhaupt Sex gibt bzw. so etwas wie Interesse an Erotik besteht. Ich denke, die betreiben alle nur Landwirtschaft…

  119. Es fehlt an Aufgaben? Wir...
    Es fehlt an Aufgaben? Wir wüssten immer welche. Wie wäre zur Abwechslung mal mit „Holland vom Grundwasser befrein?“

  120. Du kriegst die Tür nicht...
    Du kriegst die Tür nicht zu… isnhierlos!?
    Doneinneuesthemaschnellsonstfolgthandkuss

  121. perfect!57, "...das sollst du...
    perfect!57, „…das sollst du in der Wueste bereuen.“
    .
    chlorcraze, Frauen nennen das gemeinhin „Maennererziehung“. Kein Wunder, dass die grossen Jungs staendig in der Eckkneipe hocken. So wird das nie was.
    .
    OT: Nun hat es Wolfgang Petersen wirklich uebertrieben.

  122. donna laura, missionarisch......
    donna laura, missionarisch… schläffe oder nichtschläffe… steife als illusion… sadness als momentum… und das gleich nach dem mantelablegen! die oben geäußerte kritik an der pornographisierung des alltags ist aber sowas von an Ihrer geschätzten schaflederrüstung abgeprallt, wurde schlicht ignoriert oder deren wahrnehmung von Ihren altruistischen neigungen überlagert. was kommt da zum dessert…?

  123. Beispiel für...
    Beispiel für Bayrisch-Apartheid? (Der neue CSU-Innenminister)
    .
    Unser Lieblingsweltkrieg wäre welcher? (Schäuble gegen Schäuble natürlich)
    .
    Wir sind übrigens für Vielfalt. Vielfalt ist unsere Kartoffel, äh Stärke.
    .
    Und Prof. Mayer wird empfohlen, „Bayreuths Bestes“; tatsächlich, sagt man:
    .
    „The Rhetoric of Toxic Discourse: Uses of Irony in John Cheever’s Oh What A Paradise It Seems”. Representing the Unimaginable. Narratives of Disaster. Eds. Angela Stock and Cornelia Kühle. Frankfurt: Lang, 2007. 163-72.“
    .
    http://www.americanstudies.uni-bayreuth.de/de/team/Mayer_Sylvia/index.html

  124. donna Laura, Sie herzloses...
    donna Laura, Sie herzloses Geschoepf, die Grossmutter des Gastgebers meinte, dass es ein Guter uebersteht und um einen Schlechten es nicht schad‘ sei.
    .
    Oder: Was uns nicht umwirft, macht uns nur noch haerter (mein paukbodenerfahrener Onkel. Drei Mensuren, zwei Schnitte.)

  125. cher Don Carlos, honi soit qui...
    cher Don Carlos, honi soit qui mal y pense.

  126. @donna laura: (Wort...
    @donna laura: (Wort „ausgehen“) ah, in dieser Verwendungsart kannte ich es nicht. Ob das nun „angestaubt“ oder vielleicht eher regional oder noch was andres ist, könnte man durch eine Umfrage bei desd zu ergründen versuchen, aber ich laß es mal… ja, Auftritt ist Ball, Oper, Hochzeit und dergleichen – bei mir auch.
    @Filou: „Männererziehung“, soso, da hat also jemand den Glauben an die Veränderbarkeit noch nicht verloren… ich bin ja eher ungläubig und rechne damit, daß es auch in 20 Jahren noch ca. 1 Jahr für neue Schuhe und 6 Jahre für einen neuen Gürtel braucht.

  127. Männererziehung ist genauso...
    Männererziehung ist genauso sinnvoll wie die Konstruktion sicherer Atomkraftwerke.

  128. Wenn man wenigstens einen...
    Wenn man wenigstens einen schönen kühlen Tegernsee nebenan hätte.

  129. Ja, das wäre jetzt eine feine...
    Ja, das wäre jetzt eine feine Sache. Wohin treibt eigentlich der Pazifik die ganze Suppe, wenn sie ausläuft?

  130. Lese gerade, sie wollen Dampf...
    Lese gerade, sie wollen Dampf aus dem Reaktor ablassen, ohne Gefahr für Mensch und Umwelt. Komisch, ich dachte, Siedewasserreaktoren haben nur einen einzigen Dampfkreislauf, und der ist verseucht?

  131. Strom und Wasser: zwei...
    Strom und Wasser: zwei wirklich primitive Zutaten, die in einem hochentwickelten Industrieland der gemäßigten Klimazone immer vorhanden sein sollten – auch nach einer Naturkatastrophe.
    .
    Ich dachte immer, Dieselaggregatoren seien primitive Saurier aus dem 19. Jahrhundert, die jeder Dorfschmied reparieren kann.

  132. @Don
    Hauptsache, es kommt...

    @Don
    Hauptsache, es kommt nicht zur Kernschmelze.

  133. @DA: ach, sinnvoll wär das...
    @DA: ach, sinnvoll wär das vielleicht mitunter schon, aber ob es auch wirklich funktioniert, das ist doch die Frage. – KKW: vielleicht lassen sies in einen Gasballon ab… (vor ein paar Wochen machte mich mein Mann auf ein Bild aufmerksam, das er im Netz gesehen hatte: Chinesen mit schwebenden Riesenluftballons, die sie an einem Strick hielten. Man wundert sich natürlich zuerst, was das wohl ist. Aber es handelte sich wohl um Anwohner einer Gaspipeline, die sich ihr Haushaltsgas an einer Stelle kostenlos abzapfen dürfen und es in den Ballons nach Hause bringen.)

  134. "Wohin treibt eigentlich der...
    „Wohin treibt eigentlich der Pazifik die ganze Suppe, wenn sie ausläuft?“ In den Indik, dort ist noch viel Platz.

  135. D.A., die Suppe treibt nach...
    D.A., die Suppe treibt nach Amerika… ein spätes Dankeschön für Hiroshima und Nagasaki an die „christlichen Barbaren“…
    Ein Kimono braucht, soweit ich weiss, keine Beihilfe beim Entkleiden. Er entblättert sich ganz von alleine.
    Ich man die Japaner sehr. Sogar der grosse Nachbar China blickt traditionell mit Ehrfurcht nach Japan. So wie die Berliner nach Paris blicken; unerreichbar.

  136. @Tillmann: man solls nicht...
    @Tillmann: man solls nicht beschreien, aber zumindest jetzt ist _die_ Suppe noch nicht angerührt. Und der japanischen Unerschrockenheit, Technik- und Erdbebenkenntnis traue ich auch zu, daß sie das noch verhindert bekommen.

  137. Man braucht ja auch keinen...
    Man braucht ja auch keinen Strom, um Licht im Hause zu haben. In einer ostwestfaelischen Stadt (glaube ich) hat man das Tageslicht mit Koerben nach innen getragen. Wie das mit dem Heizen ging, stand nicht in dem Buch. Gruener Verlag eben.

  138. Die Suppe treibt nicht nur...
    Die Suppe treibt nicht nur nach Amerika! Der Dampf der abgelassen werden soll,
    ist natürlich kontaminiert. Es sieht nicht gut aus, Kernschmelze ist wahrscheinlich.

  139. Die Amerikaner fliegen...
    Die Amerikaner fliegen Kühlmittel ein — und woher holen sie es? Aus Kalifornien? Und wie lange braucht ein Flugzeug dafür? Oder haben sie anderswo Vorräte auf einer Militärbasis? Oder sollte es nicht andere, näher gelegene Länder geben (Russland, China, Korea, etc., Japan selber), die so was vorrätig haben?

  140. Ich fand die Meldung auch...
    Ich fand die Meldung auch etwas, hm, schräg. Das Kühlmittel ist Wasser, und eigentlich sollte Japan eher Zusätze haben, als die USA. Aber man wird sehen. Es hiess ja schon vor Stunden, Lastwägen hätten die nötigen Dinge gebracht, und von Leichensäcken war nicht die Rede,

  141. @Hillu: ah, Westwind......
    @Hillu: ah, Westwind…

  142. Tja so spielt der Lauf der...
    Tja so spielt der Lauf der Dinge. Ich möchte nicht zynisch wirken, aber im Westen interessiert sich die nächsten Tage öffentlich keiner für den Herrn Gaddafi, was den sicher freut. Es tun sich viele Interviewmöglichkeiten auf für Hansel von Greenpeace und Co.
    Schade für den Herrn Guttenberg, dass es nicht etwas früher passiert ist, das wäre das ideale Ablenkungsmanöver gewesen, aber sowas kann noch nichtmal die CSU in Bayern heraufbeschwören.

  143. Jetzt wird aber mächtig ...
    Jetzt wird aber mächtig von unseren allwissenden übertrieben, stellen
    Sie sich einmal ein Beben der Stärke 8,9 (Richter) in Deutschland vor,
    Würde Ihr Haus, Residenz oder Schloß da noch mitspielen? mfG.T.

  144. Heute ausgemessen:...
    Heute ausgemessen: Einschlagtiefe einer 20mm-Kanone (WKII) in die Hinterhaussubstanz weniger als 5 Zentimeter. Ob es halten würde? Die Mauern sind bis zu 1,20 m dick, besser als die meisten Neubauten sicher. Wie auch immer: Kernschmelze ist Kernschmelze.

  145. @DA: 1,20 m? Respekt. Solider...
    @DA: 1,20 m? Respekt. Solider Bau. Der sollte noch ein paar Jahrhunderte halten.

  146. Die Gesellschaft Jesu hätte...
    Die Gesellschaft Jesu hätte nie gedacht, dass sie nur 170 Jahre später raus musste. Die haben für die Ewigkeit gebaut.

  147. @DA: Sie sind gut dran, ...
    @DA: Sie sind gut dran, Zeit zu entspannen . Wir vergnügen uns hier ja
    auch eher mit kleineren Erdbeben, zum Glück selten. In meiner Lebens-
    zeit wird mir die Eifel hoffentlich nicht mehr um die Ohren fliegen. lch
    wünsche den Japanern alles Gute und hoffe daß sie halbwegs glimpflich
    davonkommen. mfG.T.

  148. Mein Satz von h:23.02 ...
    Mein Satz von h:23.02 bezog sich übrigens auf alle. Das hat man davon
    wenn man höflich „sie“ großschreibt, damit wären wir schon wieder beim
    ursprünglichen Thema. Beim Tür aufhalten habe ich mehr Glück. mfG.T.

  149. In Berlin federt der Sandboden...
    In Berlin federt der Sandboden alles ab.

  150. Heut wenig Touristen am...
    Heut wenig Touristen am Schloß. Einem fotografierenden Pärchen ausweichend, dachte ich: „genießt die Ruhe. Morgen kommen die Japaner.“. Mein Mann hörte was im Fernsehen, die Flughäfen wären übervoll, sie versuchten wegzukommen (heute morgen). Gestern erzählte ihm einer, er sei grad aus Libyen zurück. Und die kellnernde Studentin schreibt eine Abschlußarbeit über Frauen in Tunesien. So zieht es sich bis in unseren Block.
    @DA: und in Ihren, wenn Ihr Haus von der SJ stammt und die Illuminaten beherbergte.

    FAS gelesen: Aris Fioretos, „der letzte Grieche“. „Menschen bestehen aus anderen Menschen“. So ist es. Nur durch andere Menschen wird man zum Menschen und wirkt als Mensch auf die Menschen zurück.

    Die Zyprioten haben mir gestern einen Kaffee ausgegeben.
    Mein wöchentliches Alkohollimit erhöht sich in letzter Zeit etwas (halber Liter Rotwein statt garnicht).
    Die Chickenhunters brachten den Berlin-Blues mit „Last Commander Standin'“ auf den Punkt. http://www.last-commander.com/
    Das Zeitungskaffee wird von 2 griechischen Schwestern weiterbetrieben, die zum Glück Zeitungen, Ambiente und Sortiment, auch von Kuchen, beibehalten haben.
    Aber irgendwie fehlt mir immer noch das Wiederaufleben der Geselligkeit.

  151. Ich weiss nicht. Es gibt...
    Ich weiss nicht. Es gibt Zeiten, da gibt es Wichtigeres als Plaudereien. Ich habe Sushi immer verabscheut, aber ein anderes Ende des Mordens auf dem Meer hätte ich klar bevorzugt.

  152. Aber das hier möchte ich...
    Aber das hier möchte ich nochmal vorlegen:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2010/08/27/ein-kernreaktor-fuer-den-tegernsee.aspx

  153. @DA: "Es gibt Zeiten, da gibt...
    @DA: „Es gibt Zeiten, da gibt es Wichtigeres“ – Wasn? Munich Re retten?

  154. Nun es gab Zeiten, die ohne...
    Nun es gab Zeiten, die ohne Zentralverriegelung am PKW, da konnte man noch den „Schlampentest“ durchführen, Wagentür geöffnet für die Dame, Tür geschlossen und wenn sie nicht in der Lage war das „Knöpfchen“ der Fahrertür hoch zu ziehen…, durchgefallen.

  155. Die Frage vom 11. März 2011,...
    Die Frage vom 11. März 2011, 15:44 Uhr, wurde weder von Mann noch Weib beantwortet. Wegen der Selbstverstaendlichkeit, die mir entgeht, oder aus Feigheit?

  156. Don, bei aller Ehre. Habe Sie...
    Don, bei aller Ehre. Habe Sie einen Raum, mit solch wie oben beschriebenen Tassen schon mal betreten ( um sich von ihrer Tätigkeit mit der Sie ihren Lebensunterhalt bestreiten zu erholen). Ja, wahrscheinlich damals in Berlin. Wo Sie quasi einmal durch die Hölle gehen mussten um die Welt mit neuen Augen zu sehen. Oder haben sie im Separee noch eine Sammlung mit Spruchtassen. Ihr kleiner Fetisch sozusagen.
    Nein, der Artikel ist wirklich gut, und ich möchte Niemandes Arbeit schmälern.
    Nur bei den Bildern, aus oben verlinktem Blog und dem Ihrigen hatte ich komische Assoziationen im Kopf. Wie jemand er sich mit einem Verkäufer bei New Yorker über Manschettenknöpfe unterhalten möchte. Oder die Vor und Nachteile verschiedener Krawattenknoten.
    gruß Kaktus

  157. @Fiilou
    Betr.:13.3., 0h58;...

    @Fiilou
    Betr.:13.3., 0h58; 11.3.,14h44.
    Dafür haben Männer Mütter.

  158. @colorcraze: "Menschen...
    @colorcraze: „Menschen bestehen aus anderen Menschen“…
    Japan ist das beste Beispiel. Trotz aller Zerstörung überraschen die Fotos und Videos vor allem durch die wohl einmalige „Menschenklasse“; eine Hochkultur der Zivilisation, Würde, Disziplin und des Respekts und Anstands. Nicht vorzustellen, wie Menschen andernorts auf der Welt „aussehen“ würden – auch in Europa – nachdem ihr Land untergegangen ist.
    .
    Eindrucksvolle Videos zeugen von Japans beispielhafter Kultur am Beispiel der Shinkansen-Züge mit durchschnittlich nur 6 (sechs) Sekunden Verspätung. Nur durch übermenschliche Naturgewalten zu stoppen…
    — Perfektion: http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/world_news_america/7955345.stm
    — Stoppuhr: http://www.youtube.com/watch?v=PToHQ0kOJfk&feature=related
    — Anstatt ICE: http://www.youtube.com/watch?v=16F_bWwyAuE&feature=related
    — Kinderspiel: http://www.youtube.com/watch?v=jhfg2u__TrE&NR=1
    — Bahnkultur: http://www.youtube.com/watch?v=-5nBPx1fOvY&feature=related
    — Tradition: http://www.youtube.com/watch?v=RwbsZetmtJk
    .
    Das Desaster haben die Japaner nicht verdient, ihre Vorfahren haben sich offenbar die falschen Inseln ausgesucht…

  159. Man darf einfach Eliten nicht...
    Man darf einfach Eliten nicht alles überlassen, auch wenn sie einem noch so elegant die Wagentür aufhalten oder sonstige antiquierte Manöver beherrschen. Ob in Japan oder hier.
    .
    Eine Übersicht über deutsche Reaktoren:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kernkraftwerke_in_Deutschland.png
    So wenig man vielleicht Berlin mag, weil da der „Pöbel“ residiert, aber da steht laut diesem Plan keins.

  160. @Tillmann: umgekehrt wird ein...
    @Tillmann: umgekehrt wird ein Schuh draus: weil sie solchen Naturgewalten ausgesetzt sind, sind sie so organisiert.
    @Vroni: SIW ist nach 1990 (oder noch früher) ja auch keins mehr gebaut worden, weil man in der BRD keine mehr wollte. Und die DDR hatte nur wenige. Stendal war wohl noch angedacht, aber das wurde nach der Überflutung 1990 mit West-Nein nicht mehr gebaut.

  161. @ colorcraze,
    warum das so...

    @ colorcraze,
    warum das so ist, ist mir schon klar. Rückschrittlichkeit kann auch manchmal ein scharfer Vorteil sein.
    .
    Auch wenn man dank des Fallouts, der aus dem Westen kommt, trotzdem genug geküsst sein wird, explodiert einem als „Pöbel“ in Neufünfland keins direkt vor der Nase.

  162. @Vroni: na, dafür wurde mir...
    @Vroni: na, dafür wurde mir in meiner Jugendzeit direkt eins vor die Nase gebaut – Leibstadt(CH), vielleicht 10 km Luftlinie. Ich war nicht begeistert und unterschrieb eine Petition dagegen (vorher hatte sich eine kleine Gruppe an Gegnern gebildet, hauptsächlich Zahnärzte und einige wenige Lehrer). Da meine Herkunftsfamilie nach wie vor da lebt, ist es aus meinem Bewußtsein auch nicht weg. Auch die Endlagerproblematik ist durchaus vorhanden, denn in 20 km Nähe werden die Schweizer Endlager erkundet. Das letzte, was ich gehört habe, war aber, daß sie wohl mit dem Suchen nochmal anfangen, weil die Leute nicht überzeugt sind. Aber die Schweizer machen das mit anderen Methoden, nicht mit dieser Endzeitprotestfolklore wie die deutschen Grünalternativen.

  163. Ansonsten: heute keine Japaner...
    Ansonsten: heute keine Japaner zu sehen, nur erratisch radfahrende behelmte Rentner, Ökos kurz vor der Pensionierung und Kopftuchoma+Opa, die die Enkelkinder ausgefahren haben. Die bleiben ihren Inseln doch treu, die laufen nicht weg.

  164. In Japan ist die...
    In Japan ist die Restwahrscheinlichkeit schlagend geworden. Wer weiss denn, was uns am Rheingraben so alles droht … und was die Folge einer Evakuierung von z.b. Hessen nach Bayern wäre (Werter Don: Wie wärs damit: Das Frankfurter Banker-Westend erhält Asyl rund um den Tegernsee ?)
    .
    Atomtechnologie ist auch vom deutschen Ingenieur nicht beherrschbar. Das gilt sowohl im Betrieb, als auch in der Endlagerung. 10 hochqualifizierte deutsche In-Genie(urs)-Exemplare haben von ihrer sicher auch höchstbezahlten Arbeitsstätte in Japan sofort die Flucht ergriffen.
    .
    Wir opfern täglich einen Teil des künftigen deutschen Wohlstands an den Verhandlungstischen der „EUR-Krise“. Warum fordert „Mutti“ nicht einen gesamteuropäischen Atomausstieg innert 3 Jahren als Gegenleistung?

  165. Werter @Köstlich, die Antwort...
    Werter @Köstlich, die Antwort auf Ihre Fragen ist eher unappetitlich:
    Weil unsere Geschichte sich so wiederholt wie die Erdbeben in Japan, weil wir längst wieder wie 1919-1933 in einer WEIMARAR REPUBLIK leben, mitten in der nächsten deutschen Jahrhundertkatastrophe, mitten in den Trümmern politischer Inkompetenz und Korruption.
    .
    Japan hat das Glück im Unglück, dass brutale Naturgewalten nachhelfen und der Welt über Nacht die Trümmer vor Augen führen. Deutschland hat wie üblich das Pech, dass seine heuchlerischen Medien ihm jeden Trümmerhaufen als nationale Heldentat verkaufen. Während Japaner bereits an Jodtabletten würgen, schluckt der deutsche Michel noch brav seine Schlaftabletten.
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    Was nach der letzten deutschen Jahrhundertkatastrophe einst in der rheinischen Idylle als Bonner Republik begonnen hatte, das ist seit dem Umzug der Kohligarchie ins preussische Berlin längst wieder zu einer Zweiten Weimarer Republik entartet. Nur perfider als vor knapp 100 Jahren; „alternativlose“ Diktaturen haben heute politisch-korrekte Verpackungen – EU-Parlament, Rettungsschirm, Sparpaket, Bündnistreue, Energiewirtschaft, und ein langes Etcetera.
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    Die Parallelen zu 1919-1933 sind erschreckend. Von Jedermann vergleichbar, sofern man nicht um seinen heiligen Schlaf gebracht werden will.
    Dann lieber Japan; lieber ein Ende mit Schrecken…

  166. @Köstlich: wenn man in Berlin...
    @Köstlich: wenn man in Berlin den Mauerfall erlebt hat und relativ erzählfreudige Eltern hatte, die über Krieg und Nachkriegszeit berichteten, ist man nicht geneigt, bei solchen Vorstellungen schnell in Panik zu verfallen.
    @Rheinwein: wie muß dieser Bedeutungsverlust Bonns doch schmerzen.

  167. Entkleidungshilfe für Mutti....
    Entkleidungshilfe für Mutti.

  168. @Köstlich: Oh nein, für...
    @Köstlich: Oh nein, für Rheinländer war „die Politik“ schon immer eine Fremdmacht; je weiter weg, desto besser – irgendwo im alten Rom, in Paris, Burgund, Flandern, Preussen oder an anderen Höfen. Ausser Steuern nichts gewesen…
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    Immerhin war das Bundesdorf Bonn einige Jahrzehnte lang überschaubar. Der Umzug nach Berlin hat uns nicht „geschmerzt“, wohl aber die Konsequenz, dass wir jetzt wieder von unberechenbaren Preussen regiert werden…

  169. @colorcraze: Pardon, die...
    @colorcraze: Pardon, die Antwort @Köstlich ist für Sie.
    Wir halten eben mehr von Köstlichkeiten als von verrückten Farben ;-)

  170. @Rheinwein: zumindest die...
    @Rheinwein: zumindest die Nähe von Brüssel sollte doch ein wenig trösten, aber das ist ja auch wieder nicht recht. Wieso halten Sie Preußen für unberechenbar? Weil die ab und an Klüngel zerschlagen?

  171. @Rheinwein: oder ist es die...
    @Rheinwein: oder ist es die unterschwellige Abneigung gegen das Nichtkatholische, in der daraus folgenden Stellung von Staat über Kirche, die Rheinländer sich den Preußen so fremd fühlen läßt?

  172. @colorcraze: Ohne mich in...
    @colorcraze: Ohne mich in Feinheiten zu verlieren, aber diese beiden Institutionen zählen Rheinländer zu den Fremdmächten der besonders feudalen Art… Die hatte ich bereits unter Flandern und Rom subsumiert ;-)
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    Aus unserer Sicht: In Brüssel wuchert der preussische Klüngel und lässt ebendort unser Steuergeld versickern. Eine Art Nachfolger des Vatikanischen Ablasshandels. Aber zugegeben: Die Abschaffung des Katholizismus hat Napoleon versäumt, wenn auch aus naheliegenden Gründen. Das Rheinland ist eben nur französische Provinz – so wie Polen für Preussen…
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    Dennoch liegt uns Paris in jeder Hinsicht näher als Berlin. Welch ein Glück!
    Und für Burgunder lassen wir sogar den Rheinwein stehen und Holland ist unser Tor zum Rest der Welt.
    Also: Wozu brauchen wir Preussen…? Aus dem Osten kam noch nie was Gutes.

  173. @colorcraze, der Rheinlaender...
    @colorcraze, der Rheinlaender an sich schaetzt die menschliche Waerme auch bei Geschaeften. Aber nicht nur da. Den Preussen fehlt das gewisse Etwas, das den Menschen rundet.
    Oder empfinden Sie etwa den Protestantismus als menschlich warm? I wo! Das ist der Unterschied von Herdfeuer zu Zentralheizung. Das eine ist echt, das andere braucht staendig Kemptner. Bessoffen im Phaeton.

  174. Moin. Und die Nordfriesen...
    Moin. Und die Nordfriesen würden gerne wieder zu Dänemark gehören, bis nach Hamburg, mehr brauchen wir nicht.
    Es sei denn, die deutsche Hauptstadt wird nochmal verlegt, zum Beispiel in ein Kuhdorf im Sauerland oder in Osthessen. Dahin, wo nix zu holen ist. Und von wo aus nix zu holen ist.

  175. 'Auch von offizieller Seite...
    ‚Auch von offizieller Seite ist bereits gestern darauf hingewiesen worden, dass die deutschen Kernkraftwerke so ausgelegt sind, dass die Schutzziele auch bei starken Erdbeben eingehalten werden
    Das deutsche Atomforum in einer Pressemitteilung zu Fukushima‘

    Werter Don, wo ist Ihr netter Beitrag von gestern hin:
    ‚Die Göttlichkeit der Atommaschine nach menschlichem Ermessen‘
    ???
    Selbstzensur im Anbetracht der neuesten Meldungen oder abgeschaltet von der Sicherheit der Blogaufsichtsbehörde?

  176. Warum sollte er weg sein, er...
    Warum sollte er weg sein, er ist doch hier:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/100968.aspx

  177. Ah, danke, da hat wohl was mit...
    Ah, danke, da hat wohl was mit der Email-Benachrichtigung nicht geklappt, angekündigt war der Beitrag jedenfalls für die STÜTZEN… – Und man will ja schließlich nicht alles lesen…

  178. @Filou: als ich klein war,...
    @Filou: als ich klein war, paßten Protestantens auf mich auf – ich kann bezüglich menschlicher Wärme und einer gewissen Feinsinnigkeit nicht meckern.
    @Rheinwein: ah, daß sich die Rheinländer als französische Provinz verstehen, hätte ich nun nicht gedacht… sprechen sie doch ähnlich wie die Limburger… aber jedenfalls zuvörderst als Provinz, nun ja.

  179. "Aus dem Osten kam noch nie...
    „Aus dem Osten kam noch nie was Gutes.“
    EiEiEi mutige Aussagen finde ich. Ich finde man sollte niemanden vor verurteilen, nur weil er z.B. aus dem Osten kommt.
    Viele grüße
    Jörg

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