Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Eschatologie des Strahlenfeuers

| 395 Lesermeinungen

Mit der Aufkläreung kam die Wissenschaft von den letzten Dingen etwas aus der Mode, aber Voltaire kannte ja auch nur das Erdbeben von Lissabon, als er über den Tod Gottes spekulierte, und kein Fukushima. Das hat zwar auch nicht bewiesen, dass es einen Gott gibt, aber an der Existenz eines Fegefeuers ist kaum zu zweifeln.

Wohl mancher dürft auf seinen Geist vertrauen,
dem noch die Sehnsucht, alles zu erkunden,
geblieben ist zu ewiglichem Graun.
Dante, Die göttliche Komödie, Purgatorio, Dritter Gesang

Hinten über meinem Kühlschrank, und vor allem über den dort gelagerten Marmeladenvorräten, hängt das Fragment eines Holzschnitt. Es ist die untere Hälfte des „Grossen Rosenkranzes“ von Erhard Schön, entstanden vor rund 500 Jahren in Nürnberg, Oben würde man Christus, Heilige und Engel sehen. Unten, und darauf kommt es mir an, ich habe es nicht so mit Heiligen, ist das Fegefeuer. Ein Flammenmeer. Die Betrachter des 16. Jahrhunderts waren überzeugt, dass sie nach dem Tod dort eine Weile würden verbringen müssen, und sorgten sich schon im Leben um jene unerfreuliche Phase, die ihnen dort bevorstand. Vieles von dem, was heute in Museen als sakrale Kunst ausgestellt wird, entstand aus dem Wunsch der Stifter heraus, im Jenseits kürzer zu brennen.

Bild zu: Die Eschatologie des Strahlenfeuers

Sie, liebe Leser, sind vermutlich nicht allzu oft in Kreisen aufgewachsen, die auch heute noch ein derartiges Jenseitsbild mit all seinen unschönen Aspekten befürchten. Ich dagegen, der ich meine Jugend im erzkatholischen Bayern zugebracht und obendrein recht viel Nichtpartyzeit meines Studiums mit Patristik und mittelalterlichen Grabungsfunden gefüllt habe – mir ist das so nah, dass ich es tatsächlich gerne über meinen Kühlschrank bei den himmelsüssen Marmeladen sehe. Weniger gegessen habe ich dennoch nicht. Auch um 1500 herum war man wegen solcher Abbildungen nicht besonders tugendsam. Die Frage ist nur: Glaubt man der Eschatologie, die einem dieses Feuer garantiert, oder glaubt man eher der modernen Wissenschaft, die bislang weder einen Gott noch ein Fegefeuer, sehr wohl aber Einschaltquoten für Amateure beim Singen und Spaltkräfte des Atoms nachweisen kann. Sie, liebe Leser, nehme ich an, präferieren wie die meisten Bewohner der westlichen Welt die Aufklärung und die wissenschaftlichen Analysen. Die katholische Kirche selbst setzte sich schon im 16. Jahrhundert von allzu drastischen Vorstellungen des Fegefeuers ab; inzwischen hat man es als akzeptable „grosse Läuterung“ rebrandet. Läuterung klingt schon mehr noch Gnadenakt, so wie Kontamination auch nicht mehr zwingend an Vergiftung, sondern eher an „Da ist dann halt was“ erinnert.

Kurz, die Eschatologie, die Lehre von den letzten Dingen, hat sich unter dem Druck der Konkurrenz von Lutheranern, Calvinisten, Aufklärern und anderem heute nicht mehr brennbaren Material dazu entschieden, mehr die Heilsaspekte denn die Strafandrohung in den Vordergrund zu stellen. Wirklich prächtige Schmerzensdarstellungen findet man denn auch in Rokokokirchen kaum mehr, und auch in bayerischen besseren Kreisen ist es jetzt nicht mehr üblich, Töchter ins Kloster zu stecken und zu hoffen, dass sie Wundmale bekommen, zum Ruhme der Familie. Wir glauben alle nicht mehr dran. Und das ist vielleicht auch ganz gut so. Wer will schon das Fegefeuer sehen, wenn es kommt?

Bild zu: Die Eschatologie des Strahlenfeuers

Der mittelalterliche Mensch hätte vermutlich weniger Probleme, das Geschehen rund um Fukushima richtig einzuordnen. Wir modernen Menschen reden über Millisievert und Jahresdosen, wir lesen von Berechnungen und Krebswahrscheinlichkeiten, wir lassen uns immer wieder sagen, dass es keinen Anlass zu Sorge gibt, keine gesundheitliche Gefährdung, zumindest nicht akut, wir lesen von Modellen, wie sich das Spaltmaterial im Ozean verdünnt, und von Plänen, auf den ganzen Krempel einen Deckel zu tun. Wir haben beste Informationen und garantiert neutrale Wissenschaftler, wir haben Medien, die genau wissen, welcher Studie man trauen kann, wir blicken in die Details und sehen das Grosse nicht. Das Grosse ist, aus mittelalterlicher Sicht: Der Mensch mag nicht mehr ins Purgatorium, also kommt es unausweislich zum Menschen, durch sein eigenes Verschulden. Und es ist nicht im mindesten so amüsant, wie Dante es sich ausgemalt hat. Es hat keinerlei Dolce Stil Nuovo.

Der mittelalterliche Mensch würde nicht von einer statistisch leicht ansteigenden Möglichkeit der Erkrankung mit Leukämie sprechen, er würde das strafende Feuer, die Allmacht Gottes sehen, das die Menschen scheinbar ohne Logik und Gnade von innen heraus verbrennt: Vielleicht den Statistziker oder die Tochter des Atomkraftgegners, vielleicht die Geliebte des Atomkraftverkäufers oder denjenigen, den das alles gar nicht interessiert. Er würde in der Zufälligkeit, die wir als Wahrscheinlichkeitsrechnung abtun, den Willen sehen, diese Menschheit zu strafen, niemand kennt den Tag und die Stunde, und er würde sich gegen dieses Schicksal, das Fatum, das in der Stochastik steckt, wappnen und seine Gebete verrichten. Die Rücksichtslosigkeit des Schicksals, die einen zu verbrennen und die anderen zu verschonen, mal die Partikel auf das Meer zu blasen und mal auf Tokio, das alles würde ihm das Gefühl geben, klein und hilflos vor der grossen Macht zu sein. Er würde nicht einfach nur das Versagen eines Stromkonzerns nach einem Erdbeben sehen, sondern das Strafgericht, das Fegefeuer im Diesseits. Er würde einen Schritt weiter als die Wissenschaft denken.

Bild zu: Die Eschatologie des Strahlenfeuers

Dass man die Gefahr nicht schmeckt und nicht riecht, dass man nicht wie vor dem Feuer davonlaufen und nur hoffen kann, dass das Schicksal anderen den Körper von innen heraus mit Metastasen umpflügt, würde ihn nur in seinen Überzeugungen bestärken. Es tötet nicht wie der Krieg und es rafft nicht dahin wie die Pest, es wartet, es entwickelt sich langsam und brennt Jahrzehnte, in den Opfern, ihren Angehörigen, und niemand wird sagen können, wer es natürlich bekam, und wer durch die Strahlung. Nur die Missgeburten, seit jeher Zeichen göttlicher Ungnade, die kranken Kinder ohne Hoffnung, sie werden Zeichen sein und jeder Mutter Sorge machen. Wollte man dem Fegefeuer entgehen, musste man beten, fürchten, sich niederwerfen, demütig sein: Früher kaufte man den Ablass, heute Jod. Und die Eschatologie hatte doch recht.

Dieses Ding dort an der japanischen Küste, dieses 100 mal 400 Meter grosse Areal, von dem keine Wissenschaft sagen kann, was in ihm vorgeht, das die Menschen verbrennt, die sich ihm nähern, muss von solchen verdammten Menschen noch viele Jahre gekühlt werden. Oben schüttet man Wasser hinein, unten läuft Gift heraus. Es gibt keinen kühlen Platz in diesem Fegefeuer, nur unterschiedlich unangenehme Orte, wie bei Dante. Man kann es wie das Fegefeuer nicht löschen, nur durch Opfer lindern, vielleicht, aber so genau weiss das keiner. Dem Mensch den Mittelalters wäre das wohlbekannt, auch die fast unendlichen Zeiträume, zu denen in Fukushima das Diesseits verurteilt wurde. Mein ist die Rache, spricht der Herr.

Bild zu: Die Eschatologie des Strahlenfeuers

Wir aber haben Wissenschaftler. Und Stromkonzerne. Und bessere Reaktoren Und bessere Wahrscheinlichkeitsrechnungen. In zwanzig Jahren auch genaue Analysen, dass allenfalls Promille der Bevölkerung betroffen sind, und erwarten Sie bitte keine Berichte, wie es denjenigen geht, die von diesen Kleinstunwahrscheinlichkeiten betroffen sind, runtergerechnet auf den Einzelfall in der Millionenmetropole Tokio, vom Morphium, das sie Tage und Wochen bekommen, weil sie sonst die Schmerzen nicht ertragen, in denen sie sterben. Wir dagegen dürfen schon wieder davon lesen, dass es auch andere Reaktortypen gäbe, deren Rückstände uns nur 500 Jahre zur Last fallen. Was sehr viel besser als zigtausend Jahre mit diesem Fegefeuer ist, das in Abklingbecken, Zwichenlagern und Salzstöcken irgendwo verbleibt. Wir haben es erst mal gut aufgeräumt, unser Fegefeuer, und das nächste, versichern uns Experten, geht ganz schnell. 500 Jahre, was ist das schon. Genau so viel, wie Sie, liebe Leser, von dem Holzschnitt über meinem Kühlschrank trennt. 500 Jahre Fegefeuer.

Der spätmittelalterliche Mensch, der den Stich gekauft hat, wäre bei diesem Urteil der Eschatologie in die Knie gegangen, und hätte zu Gott gebetet, er möge seiner Seele gnädig sein. Wir dagegen haben Experten, die Studien zur Bedeutung geringer Strahlenmengen auf den menschlichen Organismus verfertigen, und die zum Schluss kommen, dass es praktisch nicht nachweisbar ist, wer von innen heraus verbrennt, weil wir das Purgatorium selbst angezündet haben. Ob es danach wirklich statistisch eine Erlösung gibt – das war auch vor 500 Jahren schon stark umstritten. Restrisiko würde man heute zu dieser Verdammnis sagen.

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395 Lesermeinungen

  1. Arigato gozaimasu,...
    Arigato gozaimasu, Alphonso-san.

  2. Dieser konstruierte Gegensatz...
    Dieser konstruierte Gegensatz zwischen Mittelalter und Neuzeit kam mir schon immer arg übertrieben vor.

  3. Danke Ihnen allen, Sie...
    Danke Ihnen allen, Sie Rasselbande. Ohne Sie würde ich längst 6 Monate Urlaub machen.
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    Jordanus, man sollte auch nicht vergessen: So richtig finster wurde das Mittelalter eigentlich erst in der Neuzeit.

  4. Die Menschem im Mittelatr...
    Die Menschem im Mittelatr hatten vielleiht eine LEbenserwartung von 30-40 Jahren. Soviel Zeit zum Suendigen war da nicht, insbesondere weil es weder Springer noch Bertelsmann noch Murdoch gab. Von welchen Suenden wollten sie also gereinigt werden? Und wer hat sie damals „manipuliert“, dass sie das Fegefeuer kritiklos akzeptierten?

  5. Ich habe mal versucht, das...
    Ich habe mal versucht, das gesamte Ausmass der Japan-Atomkatastrophe, Risiken und Gefahren der Atomkraft und was sie fuer Europa bedeuten hier uebersichtlich zusammenzufassen:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=208864
    Dort auch Hinweise zum Umgang mit radioaktiv verseuchtem Wasser.

  6. BWV 21: Ich hatte viel...
    BWV 21: Ich hatte viel Bekümmernis.

  7. Können der Verfasser bzw. die...
    Können der Verfasser bzw. die technisch für den Blog Verantwortlichen sich möglicherweise vorstellen, dass die „seit Jahr und Tag“ fehlenden Leerzeichen in dem per E-Mail versandten Blogbeitrag mit der Zeit zu stark steigendem Unmut führen — zumal der Fehler schon vielfach gemeldet worden ist?
    Siehe Screenshot: http://666kb.com/i/bs9kpyl41up0suljw.png
    Leute, könnt Ihr das jetzt bitte ENDLICH reparieren?

  8. Im Mittelalter baute man...
    Im Mittelalter baute man Mauern gegen die Pest, heute versprüht man Kunstharz. Die alten Römer beobachteten den Vogelflug, wir heute den DAX-Kurs. Wo ist der Unterschied?

  9. Hier haetten Sie auch gerne...
    Hier haetten Sie auch gerne aus Goethe’s Zauberlehrling zitieren koennen, „die Geister die ich rief …“. Mit dem Gedanken an Fegefeuer und Gottesstrafe stehen Sie auch nicht allein, das hatte gleich nach Tohoku Erdbeben und Tsunami auch der Gouverneur von Tokyo, Mr. Shintaro Ishihara gesagt, der die Katastrophe als goettliche Strafe fuer japanischen Egoismus bezeichnete, nur um dies am Tag danach mit einer Bitte um Entschuldigung zurueckzunehmen. Und weil es in Deutschland so viele starke Erdbeben und Tsunamis gibt, macht es natuerlich Sinn, vorbeugend viele KKW’s hier abzuschalten. – Uebrigens, warum schreiben sie denn den Namen Ihrer Kunstfigur falsch, es muss doch bei dem in Spanien, Portugal und Italien gebraeuchlichen „Don“ schliesslich „Alfonso“ heissen!! Siehe auch Don Alfonso in Cosi fan tutte.

  10. Ach, das ist eine lange...
    Ach, das ist eine lange Geschichte. Nach 12 Jahren habe ich mich an das ph gewöhnt, wie ein Wissenschaftler an die Unterbringung im Luxushotel beim Kongress für Strahlensicherheit eines AKW-Betreibers.

  11. Die Reformation hat den Himmel...
    Die Reformation hat den Himmel entvölkert. Und dabei gleich die Hölle und das Fegefeier geleert. Der Verlust des Jenseitigen führte wahrscheinlich dazu, daß nun alles in das Dieseits gepackt werden muß. Das Böse, die Höllenqualen, das Strafgericht alles im Hier und Jetzt. Was tun, wenn alles erklärt werden muß. Der Mensch ist Maß aller Dinge geworden. Wer kann das Unglück annehmen, wenn niemand anders Schuld hat als der Mensch? Kein Sündenbock, den wir in die Wüste schicken können. Und alles werde gut…

  12. Lieber Don Alphonso,...
    Lieber Don Alphonso, herzlichen Glueckwunsch zum 300sten Blog, das es wirklich in sich hat. Und auch zum Rucktritt vom Ruecktritt.
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    Wissenschaftlich allerdings wird uebrigens gar nicht bestritten, dass Chernobyl (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12067803) oder aber auch deutsche Reaktorenlecks (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1469929/?tool=pubmed) schlecht fuer die Gesundheit sind.
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    Jetzt kommt es allerdings darauf an, wie man auf diese Erkenntnis reagiert.
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    Akut in Panik zu verfallen und alle Atomreaktoren abzustellen naemlich hilft uns genauso wenig, wie ab sofort nicht mehr zu suendigen: das Fegefeuer/ die Strahlenbelastung ist fuer uns alle schon da.
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    Zuegig, aber wohlbedacht die Energiequelle zu wechseln ist da richtiger. Eschatologisch im chrictlichen Sinne leben wir ja sowohl in als auch vor der Endzeit, und koennten so auch der atomischen Endzeit begegnen- vielleicht nicht durch Immitatio, wohl aber durch Imaginatio, positives Denken und Forschung und Investition in alternative Energiequellen.
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    Wie es die Daemonen/ Teufel in den Darstellungen des Fegefeuers trieben, so haben wir aber mit „den Militaers“ zu rechnen- denn letztlich, haette „das Atom“ nicht geknallt, waere seinerzeit dieser Forschungszweig recht kuemmerlich gewesen…

  13. So ist das im Fegefeuer. Man...
    So ist das im Fegefeuer. Man wartet auf Orpheus und dann kommt Jesus.

  14. Ah, ich verstehe, die Macht...
    Ah, ich verstehe, die Macht der Gewohheit :-). Erinnert an ein englisches Teeunternehmen, das im 19. Jhrdt. fuer seinen Teeverkauf zu Hause in London ein chinesisches Zeichenlogo wollte – und von einem chinesischen Schreiber bekam. Als man spaeter mal fragte, was das denn eigentlich hiesse, bekam man die Uebersetzung „einmal aufgegossenen Tee fuer die auslaendischen Teufel.“ Die Teegesellschaft hat ihr Logo dann auch behalten! — Kompliment uebrigens zu dem „roten Skelett,“ dem die Schlangen durch die Augenhoehlen schleichen und monstroese Ratten an der Leistengegend nagen – das sagt doch etwas ueber die spezifischen Aengste der Gemeinschaft, in denen diese Grabskulptur entstand!

  15. Heiliga Florian hülf,...
    Heiliga Florian hülf, bittschön!
    ..
    I zünd da aa zehni vo denni großn, dickän Wachskeazn oo! (Vui gressane as wias da Don Fonsi dia selchane opfan dat, dass das grad woasst!)
    ..
    Mea culpa, maxima culpa! (Geh, wannst unbdingt moanst: Zünd dem Japanes, dem Franzos, dem Russ, dem Inda, dem Nega, dem Omerikaner sei AKW-Heisl o, oba, bittschön, grad net d´Unsrigen! (Weil mia brauchn de dringendst fia unsane Exporrtovvensivä, woasst!))
    ..
    Dank da aa schee im Vorrrraus un im Nachanein!
    Pfüatdi!
    Wimmerl d. Ä.

  16. Orpheus macht Musik, Jesus...
    Orpheus macht Musik, Jesus machte Zoff.

  17. verehrter Don,
    sehr, sehr ...

    verehrter Don,
    sehr, sehr schön, überaus gelungen wiederum!
    Danke, danke, danke!
    Und freundlichen Gruß und Dank auch dem Herrn Möglichmacher!

  18. Great blog guys. I recommend...
    Great blog guys. I recommend this to my friends.

  19. Im Buddhismus wusste man schon...
    Im Buddhismus wusste man schon immer, dass alles Leiden rein hier auf Erden geschieht (die erste hehre Weisheit: Leben ist Leiden!). Leiden begruendet sich allerdings nicht auf den Verstoss gegen die Regeln einer Gottheit, die sich selbst um die ordnungsgemaesse Nahrungsaufnahme kuemmern mag, oder von dem Schwager einer durch ihn entstandenen Witwe verlangt, mit dieser fuer Nachwuchs zu sorgen. Sondern alles Leiden liegt schlussendlich im menschlichen Verlangen begruendet. Und die Strafe, soweit man von Strafe sprechen kann, gegen unethisches Verhalten kommt durch die Wiedergeburt – wer hier auf Erden seine Perversionen und Verbrechen gegen die Ordnung des Lebens auslebt, wird als Grabwurm von Rottach-Egern wiedergeboren! Falls er/sie sich dann als ordentlicher Wurm bewaehrt, ist eine Wiedergeburt in eine hoehere Wesensform moeglich. Also kommt man ganz ohne Fegefeuer aus, und die Eschatologie richtet sich auf eine voellige Aufloesung des Selbsts, die allein ein endgueltiges Ende des wiederkehrenden Leidens erschafft.

  20. Werter Don, vergessen Sie aber...
    Werter Don, vergessen Sie aber nicht die diversen antiken Glaubensrichtungen, in denen der Eingang zur Unterwelt teils von erheblicher Bedeutung für die religiöse Praxis war. Entsprechend wäre also an eine Pilgerfahrt nach Fukushima zu denken – alternativ könnte man sich hier einen eigenen Zugang schaffen…
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    Gelungener Neustart würde ich sagen, wir Kommentatoren wüssten aber natürlich gerne, welcher Art denn die neue Abmachung ist und wie in Zukunft verhindert wird, dass unsere Beiträge im Datennirvana landen. Und ist eigentlich die Reinkarnation der Fluchtgedanken in Aussicht?

  21. Ausgerechnet ein zotteliger...
    Ausgerechnet ein zotteliger Jude. So hatten sie sich die Erlösung nicht vorgestellt.

  22. Konnen sie bitte bei Herr...
    Konnen sie bitte bei Herr Schirmacher sagen er soll „Love You“ Button machen, so wie „Like this“. Viel Dank. Ich wurde auch viel clicken weil you know: Jesus loves you all!
    [Jesus loves you]

  23. tous pour un, un pour tous,...
    tous pour un, un pour tous, lieber don. merci!
    gratulation!
    (wivo schlägt gerade die creme für die torte auf, den geräuschen nach zu urteilen…, HansMeier555 besorgt gerade die opferkerzen aus der nächstgelegenen kapelle…, Filou sucht alkoholfreien calvados…)
    .
    liebe/r wivo, es gibt keinen unterschied. heutzutage ist man ebenso felsenfest von der richtigkeit der annahmen übersäugt wie damals.
    .
    Rodenbach, man vergisst zuweilen, dass es kein versprechen auf glück im leben gibt und man mithin daraus keinen anspruch ableiten kann; eine scheinbare ausnahme mag das postulat in der amerikanischen verfassung bilden, doch das ist eine andere geschichte.
    insofern fällt es leicht, negativ geprägte vorstellungen, die einst auch im jenseits eingelagert waren und als hölle bezeichnet wurden, in das leben selbst zu integrieren und nun hier seine kleine menschenewigkeit damit zu feiern: sind wir schon tot und ist dies die hölle?
    der buddhismus findet übrigens andere antworten; dessen annahme ist auch, dass es das leben leidvoll sei, und man nur – knapp gefasst – rein und sozial genug sein müsse, dazu versenkt in effektive contemplatio, um dereinst endlich wirklich einmal nicht mehr wiedergeboren werden zu müssen. das ganze kann man auch an den regional unterschiedlichen umständen des lebens festmachen.

  24. Man wird sehen wie sich das...
    Man wird sehen wie sich das dem „sakralen“ nahestehende Marketing entwickelt.
    Strahlende Reliquien hätten doch einen ganz eigenen Zauber, quasi nahezu unverwesliche Vergänglichkeit. Da käme zu Ihrem Erlebnis mit Walburgas Öl (rebellmarkt.blogger.de/stories/442267/) noch die schummrige Beleuchtung dank eines neuzeitlichen Heiligen.

  25. Meine Großmutter hatte in den...
    Meine Großmutter hatte in den 60er Jahren der Gemeinde das Land für den neuen Friedhof nur unter der Bedingung verkauft, dass sie bei ihrem eigenen Ableben ein völlig unberührtes Grab bekommt: „damit sie am jüngsten Tag ihre eigenen Knochen nicht unter lauter fremden Knochen zusammensuchen muss“.
    .
    Schön, dass es hier weitergeht. Danke.

  26. Echt klasse, wie da die...
    Echt klasse, wie da die Blaupause des Verständnisses der aktuellen Vorgänge aufgezeigt wird. Zum Glück hat der Herr Schirrmacher Sie zum Weiterschreiben bewegen können. Denn solcherart kunsthistorisch und ein bißchen auch religionshistorisch fundierten Hintergrund liefert sonst keiner.

  27. feine Haltung!
    .
    Ungejätetes...

    feine Haltung!
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    Ungejätetes Gesprächsunkraut, ich bin mir sicher, dass in Hollywood schon geplant wird für den Fukushima-Schocker

  28. Werter Don,
    schön sie zurück...

    Werter Don,
    schön sie zurück zuhaben zum 300. Beitrag hier. Ja das Purgatorium, die Hölle tragen wir alle in uns selbst und die Streichhölzer zum zündeln leider auch.
    Allein die Skelett Darstellung zeigt doch, dass die Menschen früher ein viel enspannteres und natürlicheres Verhältnis zum Tod hatten, als wir heute. Der Tod gehört dazu, ist Preis gar dieses Lebens, das Supermarktgleich uns beglückt und an der Kasse sitzt der große Schnitter und fordert den Zins für unsere Zeche.

  29. Lieber Don Alphonso, ich...
    Lieber Don Alphonso, ich gehör(t)e zu Ihren und Andrea Dieners treuen Lesern. Habe ich es richtig verstanden? Sie machen weiter? Das wäre für mich himmelhochjauchzend erfreulich.

  30. @Chris: sehen Sies doch...
    @Chris: sehen Sies doch einfach so, die Vorsehung hat entschieden, flüchten und zusammenbrechen is nich, es wird hiergeblieben. Was sich ja glücklicherweise nun auch in einer neuen Abmachung und einem neuen Beitrag manifestiert hat.

  31. man hat meine Kündigungen...
    man hat meine Kündigungen irgendwie nicht annehmen wollen, was soll ich tun, irgendwann wurde ich mürbe wie ein überhitzter Brennstab.

  32. PS: Ich hoffe mal, dass dieser...
    PS: Ich hoffe mal, dass dieser Beitrag und die inkludierte Message (huch Neudeutsch) kein Aprilscherz ist und der RückRücktritt unumkehrbar ist und bleibt.

  33. Werter Don Alphonso,
    meine...

    Werter Don Alphonso,
    meine grauen Bürostunden werden nun weiterhin aufgehellt durch die
    Lektüre Ihrer Beiträge.Dafür herzlichen Dank.
    Beste Grüsse aus der Gegend rund um Gundremmingen.
    Auch bei uns im tiefsten CSU Herzland Bayerisch Schwaben tut sich
    Unerhörtes: Nicht mal mehr die örtlichen Schwarzen sehen die
    Atomkraft als Brückentechnologie.

  34. Juhuu ! Der Freitag in der Bib...
    Juhuu ! Der Freitag in der Bib ist gerettet ;-)
    Gruß vom Kaktus

  35. lieber Blackjack, das leben...
    lieber Blackjack, das leben als feinkostgeschäft wäre eine deutlich angenehmere vorstellung. auch da gibt es stinkekäse und verschimmeltes fleisch.

  36. Wer hier, außer DAph fährt...
    Wer hier, außer DAph fährt mit einer alten Schrottkiste presto durch die Gegend, Adagietto ist da angesagt, aber besser geht es Richtung pressa per rottami, mit den RDB und das weltweit.

  37. <p>Das hier entstand sogar vor...
    Das hier entstand sogar vor 20.000 Jahren:
    static.rp-online.de/…/36156-venus-schwarz-seite.jpg
    Ob zu dieser Zeit ein Matriachat existierte, ist noch sehr umstritten. Oder ob die Menschen es damals gut hatten. Aber Kriege und Banken, Ackerbau, Adel und Atomkraftwerke wurden erst später erfunden, soviel scheint festzustehen.

  38. :-) hello again...ischhh sag...
    :-) hello again…ischhh sag einfach, hello again…

  39. Einige Tage schien der Blog...
    Einige Tage schien der Blog ganz krank
    nun strahlt er wieder,
    wem auch immer sei Dank.
    Was uns sehr erwärmt
    die Halbwertszeit scheint noch ziemlich entfernt
    Und jetzt bloß nicht ins Abklingbecken
    gilt es doch noch manches auszuhecken
    .
    Frei (nicht herrlich) plagiiert nach Knittel dem Vers
    in mühefreiem Übermut

  40. Man muss allerdings darauf...
    Man muss allerdings darauf hinweisen, dass das Fegefeuer, diese schöne Erfindung der katholischen Kirche – rein finanziell gesehen -, im Grunde eine frühe Form der modernen Fortschrittsgläubigkeit ist: Wenn man sich nur anstrengt und viel investiert, springt am Ende die Glückseligkeit heraus. Nur ein paar tausend Jahre und alles ist gut. Die Atomenergie ist da aus anderem Holz geschnitzt (wenn ich mir dieses schiefe Bild erlauben darf) und vielleicht doch eher mit Dantes Inferno zu vergleichen.
    Generell sollte man diese verschiedenen Etablissements des Jenseits sorgfältig differenzieren. Entscheidend ist, wie immer, was hinten rauskommt.

  41. Sie meinen also,...
    Sie meinen also, Ähnlichkeiten mit Fukushima wären nicht rein zufällig? – Es sieht ganz so aus…

  42. qwivo: Früher war mehr...
    qwivo: Früher war mehr L…… (Sie wissen schon)

  43. Es geschehen Zeichen und...
    Es geschehen Zeichen und Wunder …

  44. "Er würde in der...
    „Er würde in der Zufälligkeit (…) den Willen sehen, diese Menschheit zu strafen, (…) und er würde sich gegen dieses Schicksal, das Fatum, das in der Stochastik steckt, wappnen und seine Gebete verrichten.“
    Das altgriechische „Tyche“ bedeutet sowohl „Zufall“ als auch „Schicksal“. –
    .
    Schön, dass es hier weitergeht!

  45. Blitzgescheit beobachtet. So...
    Blitzgescheit beobachtet. So manche Hölle auf Erden ähnelt der Hölle.

  46. Dantes „schwarze Messe“...
    Dantes „schwarze Messe“ für die Herrschenden
    .
    Dante steht für mich für das Mysterium des Geistes schlechthin. Auch einen Hafiz (http://blog.herold-binsack.eu/?page_id=17) könnte man da hinzustellen. Das wäre das west-östliche Tandem, ähnlich dem, welches die Realität überhaupt verknüpft, mit dem Denken, gleichermaßen metaphorisch, so wie das „west-östlich“ selbst, denn gefangen in dessen allegorischen Traumbildern. So ist doch auch die Vorstellung eines „Letzten“, eines „Ausweges“/“Jenseits“, eines „Dings“, mehr Allegorie, mehr Irrweg, als ein Beleg für eine alles durchdringende Geisteskraft. Ob der Unmöglichkeit des Menschen ein solches überhaupt zu denken, schaut er in das eigene „Graun“. Wir schauen in das Dunkel unseres Nichtwissens. Gleichermaßen in das Dunkel einer fernen „Unendlichkeit“, die wir uns nur als ein „Jenseits“ vorstellen können, vielleicht als ein Paradies, ob der bekannten irdischen „Hölle“. Und wovon ein „Diesseits“ eben durch unseren Horizont getrennt ist.
    .
    Doch ist Dante auch ein Beispiel für, wie die Vorstellungskraft dieses Dunkel füllt. Mal mit bunten, mal mit schwarzen Bildern. Seine Göttliche Komödie könnte man auch als eine Anspielung betrachten, nämlich darauf, wohin die Abwesenheit von Geist treibt. Denn wo die reine Leiblichkeit regiert, somit die Leichtigkeit der Vorstellungskraft fehlt, regiert die tumbe Schwerkraft. Eine schwarze Messe für gewisse Päpste, wie anderen damaligen Prominenten, die da ober dieser Schwerkraft gleich in die tiefste Hölle fallen. Also füllte er die Vorstellungskraft seiner Zeitgenossen, mit reichlich buntem wie schwarzem Material, um die Welt zu „erleichtern“. Sie „leichter“ zu machen. Sie durchgeistigen. Sie geistiger zu machen.
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    Fegefeuer, Hölle, Paradies ein in sich geschlossenes, doch letztlich auch wieder offenes Universum. Das Paradies lockt da, noch als Teil des „Graun“, dennoch schon auch als Ausweg. Somit wieder eine Allegorie auf die nicht vorstellbare Beziehung von Unendlichkeit zur Endlichkeit. Die Vorstellung bzgl. eines expandierenden, ja vielleicht gar gleichzeitig sich „zusammenziehenden“ Universums (man müsste sich nur die Beziehung zwischen Mikro- und Makrokosmos entsprechend modifiziert denken, nämlich als die paradoxen Antipoden, die kein Anfang und kein Ende zulassen, da in sich verschlungen, in einem zeitlos zu denkenden „Hyperraum“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1304) gab es zu seiner Zeit noch nicht. Galileo, Kepler und erst Einstein waren als Götter noch nicht entdeckt. Und in noch weiterer Ferne waren die modernen Stringtheoretiker.
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    Die Gleichung eines Brian Green (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1054) R (der Radius eines expandierenden Universums) = 1/R (= dem eines sich zusammenziehenden) war fern jeder nur denkbaren Vorstellungskraft. Ist doch die Betrachtung durch die theoretische Physik hindurch zu einem „eleganten“ Bild von dieser Welt ( „Das elegante Universum“), nicht mehr oder weniger paradox, wie die eines Dante, von den „neun Kreisen der Hölle“ zu den „sieben Kreisen eines Purgatorio“, und von da aus zu den „neun Sphären des Paradieses“. Schaun wir da doch immer nur auf eine Welt ohne Anfang und ohne Ende, welche doch begrenzt ist – durch unseren jeweiligen Horizont.

  47. "man hat meine Kündigungen...
    „man hat meine Kündigungen irgendwie nicht annehmen wollen, was soll ich tun, irgendwann wurde ich mürbe wie ein überhitzter Brennstab.“
    .
    Ähm…war das nicht ein wenig anders?

  48. <p>Das Kind war dem Professor...
    Das Kind war dem Professor böse, weil es umsonst um den Zauberer geweint hatte. Der Backfisch grollte dem Sir, weil die Tränen um seinen Detektiv nicht hätten fließen müssen. Und nun trödelt man dem Jenseits entgegen und freut sich wie Bolle, weil der werte Hausherr zurück ist. Da soll nochmal einer behaupten, der Mensch würde sich nicht weiterentwickeln! Von daher auch ob des Inhalts: Die Hoffnung stirbt zuletzt… Danke!

  49. lieber specialmarke,
    sehr...

    lieber specialmarke,
    sehr schönes Bild! Man muß sich Mühe geben, daß man auch zu seinen Hunden ins Paradies kommt

  50. Don, ich gratuliere ebenfalls...
    Don, ich gratuliere ebenfalls artig zum 300sten!
    Und bitte: kein Moratorium.

  51. Das ist in der Tat kein...
    Das ist in der Tat kein Aprilscherz Don, Ihre Heimkehr hier – bin hocherfreut und danke dafür den einsichtigen Damen und Herren der FAZ. Und so haben auch wir bisher Schweigenden unser Stimm-Votum erfolgreich abgegeben.

  52. Schön, dass Sie weitermachen!...
    Schön, dass Sie weitermachen!

  53. Werter Don (13:46), wie soll...
    Werter Don (13:46), wie soll denn daraus ein Hollywood-Schocker werden:
    .
    „…es entwickelt sich langsam und brennt Jahrzehnte, in den Opfern, ihren Angehörigen, und niemand wird sagen können, wer es natürlich bekam, und wer durch die Strahlung.“
    .
    Ihren Fegefeuer-Text sollte Muttis KKW-Kommission (bei der zum Glück die Lobby einmal nicht geladen ist) zur Einstimmung lesen. Herr Schirrmacher (vielen Dank für die 9 Gemeinplätze) gehört m.E. in die Kommission geladen.

  54. "Echt klasse, wie da die...
    „Echt klasse, wie da die Blaupause des Verständnisses der aktuellen Vorgänge aufgezeigt wird.“ Nö. Wird nicht. Solche Vergleiche sind vielmehr a) alt und b) unzutreffend. Eine himmelblaue Glaskaraffe ist nicht der Himmel – trotz himmelblauer Farbe.
    .
    „Denn solcherart kunsthistorisch und ein bißchen auch religionshistorisch fundierten Hintergrund liefert sonst keiner.“ Damit tun Sie sogar der FAZ Unrecht.

  55. Lieber Don Alphonso, ich habe...
    Lieber Don Alphonso, ich habe nun auch mitbekommen, dass ihr Blog beinahe geendet haette, weil man Ihnen boes ins Handwerk gepfuscht hat. Das waere sehr, sehr schade gewesen und ich freue mich SEHR, dass Sie weitermachen, und offenbar einen modus vivendi gefunden haben, unter dem es sich weitermachen laesst – in aller „Dignitaet,“ wie es neudeutsch anderswo in der recenten FAZ statt „Wuerde“ so schoen anglisierend hiess :-). Vielen Dank fuer Ihren anregenden Beitrag mit dem so gar schauerlichen Skelett!! – Wird der Sunbeam den Fruehling auf der Strasse erleben?!

  56. Und wenn du glaubst es geht...
    Und wenn du glaubst es geht nicht mehr
    kommt ganz schnell ein neuer Grenzwert her…
    .
    Schön, dass es weitergeht. Respekt Herr Schirrmacher!

  57. <p>naja, liebe Arabella, noch...
    naja, liebe Arabella, noch ist niemand zurückgekommen.
    .
    ausser dem geschätzten gastgeber: sein ‚I’ll be back‘ – http://www.youtube.com/watch – wird dereinst legendär sein. aber der verlorene sohn war auch nicht in der hölle.
    .
    korrespondierender wein zum oben aufgeführten mahl: http://www.youtube.com/watch.

  58. In weiser Voraussicht auf...
    In weiser Voraussicht auf diesen Beitrag schrieb ich gestern von Vladimir Jankelevitch: Vater, vergib ihnen nicht, denn sie wissen, was sie tun. Feuer marsch!
    – Und vielleicht müssen die AKWs nun mal ne Versicherung vorweisen. Ein versicherbares Rest- Risiko gibts somit ja. Wie mögen da erst die Prämien sein.

  59. Die Hölle, das sind die...
    Die Hölle, das sind die anderen.

  60. der gedanke ist bestechend und...
    der gedanke ist bestechend und liefert auch die begründung für den völlig irrationalen einsatz, den ökonomisch komplett uninteressante menschen in zahllosen ungefragten kommentaren für kernenergie auch in dieser zeitung aufbieten. auf der suche nach verständnis für diese neuartige strahlengeilheit fanden sich keinerlei rational nachvollziehbare argumente – die stromversorgung ist durch abschaltung von kernkraftwerken nicht gefährdet, denn andere energieerzeugungsformen freuen sich über höhere nachfrage und die stromkosten würden aufgrund des gewinnmaximierungsstreben auch mit kernkraft nicht sinken.

    doch als rationalisierung eines unterbewußten strebens nach irdischem leiden sowie als steigerungsform der selbstkasteiung mit grün-braun gefliesten bädern, wohnzimmern und deckenvertäfelungen in eiche-rustikal und schmutzigweißen häusern mit dachziegeln und dachumrandungen in anthrazit sind kernkraftwerke DIE bisher fehlende diagnose, von der auch die ansonsten widersprüchliche kombination von oral- und analfixierung abgedeckt wird: es wird zwar höchstens eine 25-W-lampe im jeweiligen aufenthaltsraum genutzt und auch ansonsten wirken die orte eher wie im verdunkelungszustand vor einem luftangriff, doch die (oralfixierte) sorge vor einem mangel an energiereserven kann nach derzeitigem erkenntnisstand nur durch die schier unendlichen leistungsreserven der kernenergie beruhigt werden (ebenso wie die völlig irrationale neigung zu autos mit über 400PS antriebsleistung bei menschen, die auch zwischen den ortschaften nur 40 fahren), während die (analfixierte) angst vor dem verlust von hab und gut infolge einer irgendwie nicht greifbaren katastrophe hervorragend durch einen potentiell stets zu befürchtenden störfall in einem kernkraftwerk genährt werden kann, in dem der ohnehin stets imaginierte materielle totalverlust von zahllosen anderen ebenso ertragen werden müßte, also kein selbstverschuldetes einzelschicksal aufgrund einer stets erwarteten fehlentscheidung mehr darstellt und somit auch keine belastung für das ohnehin schon gepeinigte ego.

  61. Die Hölle, das ist man...
    Die Hölle, das ist man selbst.

  62. Zuerst hatte ich mich riesig...
    Zuerst hatte ich mich riesig gefreut eine neue Ausgabe der Stützen zu lesen. Beim Lesen aber habe ich gemerkt, daß sich die Sätze in ihrer „Liebe“ zum Erzählen einer Geschichte unterscheiden.
    .
    Jawohl – während die alten Texte quasi direkt vom Bildschirm in das Gehirn gewandert sind – und dort Reaktionen verschiedenster Art ausgelöst haben … war dieser Artikel irgendwie – ich bin ehrlich – tot.
    .
    Es fehlte – trotz der vielen Worte – die persönliche Liebesbeziehung zum Text. Die Liebe zu Schreiben – die Liebe eine persönliche Geschichte zu erzählen. Die Liebe, sich Zeit zu nehmen und jedes einzelne Wort auf eine Waagschale zu werfen und mit den wunderbaren Geschichten der Vergangenheit zu vergleichen.
    .
    Aber es liegt höchstwahrscheinlich an mir, daß die heutigen Worte keinen Applaus in meinem Bewustsein hervorrufen.

  63. Danke!! , dass es doch...
    Danke!! , dass es doch weitergeht mit Ihrem Blog. Es ist immer eine Freude, wenn es von den Stützen der Gesellschaft Neues zu erfahren gibt, ob alltägliches oder schicksalhaftes.
    Ein Gruss in den Süden aus der Lüneburger Heide! (Nähe Krümmel)

  64. @foersterliesel, ne...
    @foersterliesel, ne nee:
    http://images.amazon.com/images/P/3442079322.03._SCLZZZZZZZ_.jpg

  65. Und wenn der gelöschte...
    Und wenn der gelöschte Beitrag wieder online ist, nenne ich mich auch nicht um in Gabriele Pauli.

  66. aere perennius- glückwunsch!...
    aere perennius- glückwunsch!

  67. Jo mei, der Don. Do isser jo...
    Jo mei, der Don. Do isser jo wida! Di hätt i fei scho vermisst…. Darauf a Weißwuarscht mit Radi un a Weißbia….

  68. @Foersterliesel, und schon tue...
    @Foersterliesel, und schon tue ich Busse:
    http://blog.stuttgarter-zeitung.de/wp-content/naumanns-katzeschinderei.jpg

  69. Hasta la victoria siempre....
    Hasta la victoria siempre.

  70. das ging ja noch schneller als...
    das ging ja noch schneller als beim Herrn Kuhn!

  71. "Sie, liebe Leser, sind...
    „Sie, liebe Leser, sind vermutlich nicht allzu oft in Kreisen aufgewachsen, die auch heute noch ein derartiges Jenseitsbild mit all seinen unschönen Aspekten befürchten.“
    Nein, aber ich habe schon zum zweiten Mal die Ehre den Platz an meiner Seite mit einer abtrünnigen Katholikin zu besetzen – gut, dass die katholische Kirche noch nicht von der GEZ gelernt hat, sonst wäre ich ihr schon wegen der dadurch bereiteten Vergnügen steuerpflichtig.

  72. Ein immer wieder interessanter...
    Ein immer wieder interessanter Blog.
    Sie sollten mal ein Buch schreiben, am besten einen Roman.
    Das wuerde mir gefallen.

  73. Hellooo - was ist hier los? ...
    Hellooo – was ist hier los?
    Normal service has been resumed!

  74. so gehörts sich für die FAZ...
    so gehörts sich für die FAZ SEHR SCHÖN

  75. Danke, daß Sie wieder da...
    Danke, daß Sie wieder da sind. Genial!
    Ich habe diesen Artikel sicherheitshalber gespeichert!

  76. Es scheint so, als sei nichts...
    Es scheint so, als sei nichts mehr endgültig, heutzutage.
    Und Halbwerte sind auch nicht mehr der Zeitraum, der sie mal waren.
    So wird’s dann wohl auch in Fukushima sein.
    Nur die deutschen AKW’s, die werden wahrscheinlich endgültig platt gemacht, so, wie die Wiederaufarbeitungstechnik in den 80-ern.
    Aber gut, wenn es dann hier keine Industriebauten mehr gibt, dann kann ja auch der kalte Wind besser durch’s Land pfeifen und die lustigen Windräder drehen, deren Produkt dann aber gar nicht mehr gebraucht wird.
    Na ja, viele schaffen sich halt ihr Fegfeuer selbst, und die, die es mit betrifft, müssen dann halt versuchen, das wieder zu ändern. So ist das nun mal, seit dem Biß in den Apfel.

  77. Hoffentlich kein Aprilscherz...
    Hoffentlich kein Aprilscherz !
    Gratulation zum 300.
    Unsere Meinung hat vielleicht auch etwas geholfen?
    Oder einige haben in der Kirche Santa Maria Assunta von San Gimignano
    in der „Bibel des Volkes“ die Fresken des Fegefeuers gesehen!!

  78. Da - He comes and...
    Da – He comes and goes…
    http://www.youtube.com/watch?v=JmcA9LIIXWw

  79. Und es geht doch wieder...
    Und es geht doch wieder weiter. Schön.

  80. Vielen, vielen Dank an Sie,...
    Vielen, vielen Dank an Sie, werter Don Alphonso und an alle Mitstreiter in Ihrem Salon! Ad multos annos!!

  81. Ja, mei, is des a Freud....
    Ja, mei, is des a Freud. Welcome home. Ich hab´den Beitrag noch nicht mal gelesen. Ich hab´Sie vermisst.

  82. arabella, da Sie schon dort...
    arabella, da Sie schon dort waren, plaudern Sie: gibt es dort noch mehr Hexen?

  83. Verzeihung, ich vergass es:...
    Verzeihung, ich vergass es: Ein herzliches „Welcome back“ & FULL ACK mit FJS, egghat & schlendrian !!!

  84. @P.seudonym, katholisch...
    @P.seudonym, katholisch bleibts, auch wenns abtrünnt

  85. donna laura, ich schrieb zu...
    donna laura, ich schrieb zu fein, sorry. Der kurze Satz sollte sagen: Unsere Vorstellungen von der Hölle leiten wir aus den bösen Sachen unserer Welt im diesseits ab. Daher brennt die mittelalterliche Hölle, daher foltern Teufel. Jede Zeit baut sich also eine Höllenvorstellung, die ihren diesseitigen Möglichkeiten entspricht. Deshalb ist natürlich ein Vergleich zwischen den Höllenvorstellungen der Alten und Fukushima, das unsere moderne Höllenvorstellung animiert, ganz selbstverständlich und zwingend. Und eben deshalb zugleich ganz überflüssig und platt. Anders formuliert: der Don mag auferstanden sein, er ist aber vielleicht nicht mehr er selbst. Nicht jedem gelingt die Auferstehung. Warten wir noch.

  86. Eschatologie, griechisch...
    Eschatologie, griechisch εσχατολογία, von altgriech. τὰ ἔσχατα ta és-chata, „die äußersten/letzten Dinge“ ist ein theologischer Begriff, der die Lehre von den Hoffnungen auf Vollendung des Einzelnen (individuelle Eschatologie) und der gesamten Schöpfung (universale Eschatologie) beschreibt. Früher verstand man darunter die Lehre von den „letzten Dingen“ und damit verbunden die „Lehre vom Anbruch einer neuen Welt“.
    ..
    Ja was´ísn nacha des? Moant´a itza, da Herr Don Fonsi si sölba, un sei Perfexion
    im iadischn Blog oda sei eigne Himmifahrt in a neiche Wöld? Am End kehrt ea reihig
    nach no in den Schoß der Alloansseligmachändän z´ruck? Mei, aus is!

  87. Ich setze BWV 214 dagegen,...
    Ich setze BWV 214 dagegen, HansMeier555: Tönet ihr Pauken! Erschallet Trompeten! Für die ganz hartgesottenen auch den Alternativtext aus BWV 248. Heute ist manches erlaubt.
    .
    Nun zum eigentlich Eschatologischen oder doch gleich zum Chiliasmus? Nein, doch nicht. Ich vertraue letzen Endes doch auf Goethes „Wir heißen euch hoffen“. Jedes Jahrhundert, zumindest in dieser Weltgegend, hatte ihre Bedrohung, die den Menschen unabwendbar schien. Und doch haben die Menschen von mal zu mal dazugelernt. Natürlich nicht ohne gleich wieder neue Fehler zu machen. Aber wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Im 19. Jahrhundert gab es in München Zehntausende Cholera-Tote, weil der verantwortliche Arzt Pettenkofer glaubte, daß die Cholera durch schlechte Dünste und nicht durch bakterienverseuchtes Wasser übertragen werde. Ein Zyniker könnte darüber lachen, ich kann es nicht. Was mich mit zunehmendem Alter immer mehr verstimmt und pessimistisch macht ist die Hybris des Menschen, gesellschaftliche und/oder natürliche Prozesse steuern zu wollen. Es geht einfach nicht. Die Historie hat es wieder und wieder bewiesen. Aber es stimmt wohl offensichtlich das Wort, das einzelne Menschen, aber niemals Gesellschaften aus der Geschichte lernen können. Wobei wir wieder beim Ablaßhandel wären. Wieviele unserer derzeitigen Zwangsneurosen sind denn nichts anderes? Mülltrennung, Bio, schadstoffarme Autos, eine Plakette hier, eine Plakette da. Und wir lächeln über Ablaßbriefe? Wohlgemerkt, ich schließe mich in die Kritik ein. Wenigstens habe ich kein Auto.
    .
    Das Purgatorio verdient noch eine Bemerkung als ein ideologisches Konstrukt. Ich vermute, Don Alphonso, daß der Ansatzpunkt so gemeint war. Die Entstehung des Purgatoriums war eine reine Propaganda-Idee aus dem 12. Jahrhundert. Gestützt auf eine winzige Schriftstelle (1. Kor 3,15: quasi per ignem / wie durchs Feuer hindurch) wurde eine gargantueske theologische Konstruktion ersonnen, die einen heute noch schwindlig macht. Ursprünglich übrigens nicht als Beutelschneiderei gedacht, sondern zur Disziplinierung der Gläubigen. Und mit einer Propaganda-Unterstützung, die sich mit unseren heutigen Medien messen kann. Wer nachlesen möchte, suche bitte nach der „Visio Thurkilli“ (der Vision des Bauern Thurkill über das Fegefeuer). Das ist paßgenaue propaganda fide vom feinsten.

  88. Don A:
    Schön, daß Sie das...

    Don A:
    Schön, daß Sie das Aufhören aussitzen konnten und mit dem Aussetzen aufgehört haben!
    .
    Seitdem ich weiß, daß Tarkowskijs „Stalker“ in Tschernobyl (vor dem Unglück) gedreht wurde, finde ich den Film doppelt unheimlich. Da gehts auch um Buße und Schuld…
    .
    CaoKy60:
    Daß die Max-Planck-Gesellschaft das China-Sonderheft ihres Wissenschaftsmagazins ‚mal mit altchinesischer Bordellwerbung verziert hat, haben Sie mitbekommen?
    .
    Gesprächsunkraut:
    Schönes Geknittel, man merkt allseits die Erleichterung.

  89. Lieber Filou (16:15),
    ich...

    Lieber Filou (16:15),
    ich warne Sie! Es gibt auch Bilder von gekreuzigten Kätzchen…

  90. lieber Filou,
    als ich...

    lieber Filou,
    als ich das
    http://www.syberberg.de/Syberberg4_2011/26_Maerz1.html
    sah, hab ich gleich an Sie gedacht.

  91. Ach, Herr Ingendaay, schön,...
    Ach, Herr Ingendaay, schön, daß ich Sie hier treffe. (Man kann ja als armer Galeerensklave gar nicht soviel kommentieren, wie man gerne möchte.) Dank für den Mark-Twain-Beitrag. Grandios!

  92. Schön, dass es hier...
    Schön, dass es hier weitergeht. Dieser Blog hätte mir persönlich sehr gefehlt…

  93. Empfehle den Klassiker...
    Empfehle den Klassiker „Nemesis divina“ vom lutherischen Carl von Linne.

  94. Willkommen lieber Don, Schön,...
    Willkommen lieber Don, Schön, sehr schön, daß Sie weitermachen. Danke

  95. "... und hätte zu Gott...
    „… und hätte zu Gott gebetet, er möge seiner Seele gnädig sein. Wir dagegen haben Experten, die Studien zur Bedeutung geringer Strahlenmengen auf den menschlichen Organismus verfertigen, …“
    .
    Das ist, weil Wissenschaft jetzt die Religion ist.
    Hohepriester sind jetzt die Experten.
    Geglaubt wird immer.

  96. Werter Don,
    ich bin auch sehr...

    Werter Don,
    ich bin auch sehr froh, dass Sie hier wieder gewohnt eloquent schreiben.
    Mich erinnert das aber sehr an Flann O’Brien. Der hat allerdings jedesmal, wenn er sich mit der Irisch Times verkracht hatte, sein Kolumne unter leicht verändertem Pseudonym geschrieben. Dann ist er am 1. April verstorben. Man kann also, wie mein Lieblingshamburger schreibt, nicht ganz sicher sein, dass er tot ist. Und Sie legen uns eine Auferstehung zum 1. April hin.
    Bleiben Sie hübsch lebendig!

  97. Meine Hölle bin ich selbst....
    Meine Hölle bin ich selbst. Dafür benötige ich weder Brennstäbe noch Streichhölzer. Aber hat sich jemand schon die Frage gestellt, wohin mit dem ganzen strahlenden Vermächtnis von stillgelegten KKW’s?
    Werter Don Alphonso,
    Sie sollten Ihren Urlaub erst durch alle Kommentatoren genehmigen lassen oder klammheimlich abreisen. Sonst wird das nie was!
    Ich lese Sie und die Rasselbande sehr gern.
    Ihre PadE

  98. Vroni, "geglaubt wird immer",...
    Vroni, „geglaubt wird immer“, ist was dran, denn unser Pfarrhaus beherbergt inzwischen eine Finanzvermittlung & Makler. Der Gegend schadet es nicht. Naja, die Spritualitaet, die ist hin. War aber schon vorher nicht besonders.

  99. Liebe Foersterseele, der arme...
    Liebe Foersterseele, der arme Karli! Hundebiss? Ich hab’s geahnt.

  100. Auch in diesem Sinne: weiter...
    Auch in diesem Sinne: weiter so!
    .
    Apropos schließen des Blogs. Da habe ich wohl was versäumt. Will mich da jemand aufklären? Ich, als gewöhnlicher Leserkommentator spüre auch einen deutlichen Stimmungswandel in der FAZ. Die Zensur wird so allmählich dichter, wenn auch undurchsichtiger. Man zensiert Zeugs von mir, wo ich nur drüber lachen kann, Kinderkram zum Beispiel (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1556), und wieder anderes geht durch wie Butter (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1558). Und so ganz nebenbei stechen auch einzelne Redakteure/Redakteurinnen (!) negativ hervor (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1559).
    .
    Dons Klassenkampf von oben scheint bestens zu funktionieren. Aber wie gesagt: gerade der gemeinste Zensor ist der zuverlässigste Lektor (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1534).
    .
    Auch in diesem Sinne: weiter so!

  101. specialmarke, wenn Sie mal...
    specialmarke, wenn Sie mal Zeit haben duerfen Sie sich schaemen. Aber nicht vergessen.

  102. Wir hatten es schon geahnt:...
    Wir hatten es schon geahnt: Man möchte nebenbei doch besser auch ein wenig wissen, was das Volk denkt und redet. Und dazu war genau dieser blog ganz hervoragend geeignet. Also bleiben wir nützlich. Wie ja überhaupt Kommunikation nützlich ist, Ausgleich und Kennenlernen fördert. (1)
    .
    Haben tatsächlich immer auch theologische Dimensionen die großen Naturkatastrophen. Wahrscheinlich deshalb gibt es sie deshalb auch immer wieder.
    .
    Und wir lernen heute mehr und schneller dazu, als jemals zuvor. Wer kannte schon vor Fukushima den Naturreaktor Oklo?
    .
    „Die hohe Urankonzentration entstand vor ca. zwei Milliarden Jahren, also im Erdzeitalter des Proterozoikum. Der Kernreaktor war ca. 500.000 Jahre lang aktiv . Die Halbwertszeit von 235U beträgt ca. 704 Millionen Jahre. Da der Reaktor längst erloschen ist, fehlen in seinem Umfeld alle Reaktionsprodukte kurzer Halbwertszeit. Reaktionsprodukte längerer Halbwertszeit existieren in genau jenem Isotopenverhältnis, wie man es von einem Reaktor mit verbrauchtem Brennstoff erwartet. Beispielsweise unterscheidet sich das Isotopenverhältnis bei Neodym im Oklo-Erz deutlich vom Weltdurchschnitt: nur 6 % 142Nd statt der üblichen 27 %.“
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo
    .
    Im Neodym also liegt Wahrheit, wussten wir das schon?
    .
    Die Natur kann nicht nur, sie wird auch weiter warten.
    .
    (1) Wobei es oft auch therapeutisches Schweigen ganz sinnvoll sein kann. Z.B. mit ganzen Völkern oder Volksgruppen: Nichts fokussiert sie mehr. Und auch das kann notwendiger Effekt sein.
    .
    Nachtrag: „Neue Untersuchungen zeigen, dass dieser natürliche Reaktor durch Zufluss von (Grund-)Wasser moderiert wurde, was eine zyklische Aktivität nach sich zog: Etwa 30 Minuten lang bremste das Wasser die Neutronen auf die erforderliche Geschwindigkeit für die Kernspaltung ab. Dabei erhitzte es sich und verdampfte. Ohne Wasser waren die Neutronen zu schnell für eine Kettenreaktion, was zur Folge hatte, dass diese zeitweilig zum Erliegen kam. In dieser Zeit – etwa 2 bis 2,5 Stunden – lief Wasser nach, bis wieder genügend für die Kettenreaktion vorhanden war und der Zyklus erneut begann.“
    .
    „Für die moderne Wissenschaft liefern Naturreaktoren äußerst interessante Erkenntnisse. Sie lassen unter anderem Rückschlüsse darauf zu, wie sich radioaktive Stoffe in der Natur verbreiten, was im Hinblick auf die Planung atomarer Endlager große Bedeutung hat. Allerdings schreibt etwa die NAGRA, solche Natur-Analoga dürften dennoch nicht als 100-Prozent-Beweise, sondern nur als „Hinweise“ für das Verhalten von Endlagern betrachtet werden. Das vorgefundene Verhältnis von Nukliden lässt einen Rückschluss darauf zu, dass vor zwei Milliarden Jahren die Kernreaktionen genauso abliefen wie heute, und setzt damit einer möglichen Veränderung von Naturkonstanten, insbesondere der Feinstrukturkonstanten, enge Grenzen.“
    .
    Es handelt sich anscheinend tatsächlich um längere Zeiträume.

  103. Wir leben in interessanten...
    Wir leben in interessanten Zeiten. Alles wird besser.
    .
    Wer hätte z.B. früher je angenommen, dass der Welt (genau der) Picassos Guernica einmal so zugänglich sein würde?
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=xQ_uGbQanNw
    .
    Man hätte doch wohl eher angenommen, es würde mit der Zeit doch mehr eine Sache für wenigere … .
    .
    Unseren Glückwunsch also fürs Fortbestehen der Aufgabe.

  104. In der Philosophie ist ein...
    In der Philosophie ist ein Zombie ein hypothetisches Wesen ohne (phänomenales) Bewusstsein, das sich jedoch wie ein Mensch verhält. Philosophische Zombies (auch „p-zombies“) unterscheiden sich (in den meisten Versionen des Gedankenexperiments) von Menschen nicht dadurch, dass sie nicht auf Dinge in Ihrer Umwelt (intentional) Bezug nehmen könnten, sondern dadurch, dass sie kein entsprechendes phänomenales Bewusstsein aufweisen.
    (Wikipedia)

  105. Ich will ja nicht persönlich...
    Ich will ja nicht persönlich werden, perfekt!57, und Sie haben sicher recht. Aber was nützen mir 704 Millionen Jahre seitdem es die Rente mit 67 gibt?

  106. Alle sagen, der Blog hier sei...
    Alle sagen, der Blog hier sei was Besonderes, Aussergewöhnliches.
    .
    Aber nein; das hier ist das Normale.

  107. lieber Filou,
    aber nein, eine...

    lieber Filou,
    aber nein, eine Sache unter Katern. Ich mag doch Hund UND Katz. –
    Übrigens: haben Sie den Calvados schon mal an einen Geigerzähler gehalten?

  108. Sie sprechen ein großes Wort...
    Sie sprechen ein großes Wort gelassen aus, HansMeier555. Sind Sie aus Tantalus‘ Geschlecht?

  109. @martin Emmerich: "Seitdem ich...
    @martin Emmerich: „Seitdem ich weiß, daß Tarkowskijs „Stalker“ in Tschernobyl (vor dem Unglück) gedreht wurde, finde ich den Film doppelt unheimlich.“
    .
    Wie kommen Sie darauf? Die Angaben zum Tarkowsky-Film von 1979 nennen ganz andere Dreh-Orte.
    Sie meinen wahrscheinlich ein neueres Video-Spiel, das S.T.A.L.K.E.R. heißt (im Untertitel: Shadow of Chernobyl).

  110. Das Gerippe aus rotem Marmor:...
    Das Gerippe aus rotem Marmor: außer den Schlangen, ist da noch ein Incubus?

  111. Fast , aber nur fast...
    Fast , aber nur fast verpasst.
    Gratulation zum 300.
    Bis bald
    Hartmut

  112. Great to have you back.
    Now I...

    Great to have you back.
    Now I will read your latest post.
    THB

  113. @Arabella: "er ist aber...
    @Arabella: „er ist aber vielleicht nicht mehr er selbst“ Hm. Hm. *Kopfkratz*. Ich sag mal so: an einem ersten April traue ich mich nicht, das zu beurteilen.
    @Zossen: naja, es war doch gar viel Bußfertigkeit in der Reaktion auf Fukushima. Und Umkehrfuror. Also was sehr Katholisches, und ich finde, das kommt in Dons Bild gut raus. Eigentlich hat nur ein Savonarola gefehlt, da HansMeier sich nicht dazu durchringen konnte.

  114. Zum Restrisiko:
    Risiko eines...

    Zum Restrisiko:
    Risiko eines Ereignisses = Eintrittswahrscheinlichkeit mulipliziert mit den Auswirkungen des Ereignisses
    so ist es definiert.
    in Bezug auf AKWs bedeutet dass, das man schlicht und einfach kein Risiko errechnen kann – die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Super-GAUs geht gegen null, die Auswirkungen eines Supergaus gehen gegen unendlich. Da kann mathematisch nur Müll bei rauskommen.
    So gut ich die Argumente der Kernkraftgegner ja verstehe: Selbst wenn wir jetzt alle AKWs abschalten – den Müll müssen wir nach wie vor entsorgen *, die stillgelegten AKWs müsen wie nach wie vor rückbauen, von daher ist das Kind also schon in den Brunnen gefallen wenn man so will. Uran reicht sowieso nur noch für maximal 60 Jahre. Ein geordneter Ausstieg unter Weiterbetreibung der bestehenden Anlagen so lange sie nicht zu alt sind wäre zumindest aus meiner Sicht die vernünftigste Alternative. Aber Leute wie Bürgermeister aus meiner Region die die sofortige Abschaltung französischer AKWs fordern machen sich schlicht und einfach lächerlich.
    Man könnte von den Kohlekraftwerken die chinesische Steinkohle verbrennen ähnliche Höllenszenarien erdenken, nur sind die Leiden der Verdammten dort kein Höllenfeuer sondern das langsame Ersticken in dunklen Tunneln hunderte Meter unter dem Tageslicht. Nicht die Atomkraft schafft dantehafte Szenarien, wir selber mit unserem unersättlichen Lifestyle bauen uns die Höllen selber.
    * oh, es gibt viele Leute sich die haufenweise Gedanken darum gemacht haben wo man den Atommüll für Millionen Jahre so sicher lagern kann wie es irgendwie geht. Wenn man diese ganzen GeologInnen und IngenieurInnen in Ruhe arbeiten lassen würde hätte man auch in absehbarer Zeit einen geeigneten Ort. Leider lässt die Politik sie nicht (das fatale Experiment in Tschernobyl war auch eine politische Entscheidung über den Kopf der Techniker hinweg)

  115. Ich war schon als Kind leicht...
    Ich war schon als Kind leicht verstrahlt, liebe Foersterliesel. Verstrahlter Calvados ist ein homoeopathisches Heilmittel.
    (Grosse Zottelhunde mag ich wohl.)

  116. Werter Don Alphonso,

    gerade...
    Werter Don Alphonso,
    gerade wollte ich mich an einen weiteren Abschiedskommentar im letzten Beitrag machen, da sehe ich mit großem Vergnügen, dass es in diesem Blog wieder weitergeht. Vielen Dank dafür, dass Sie weitermachen, noch mehr Dank für Ihre Haltung.
    .
    Ihren Vergleich des mittelalterlichen Fegefeuers mit dem heutigen finde ich sehr passend. Jedoch habe ich den Eindruck, dass die derzeitige Diskussion um das „wie“ der Energieerzeugung eine Wahlmöglichkeit vortäuscht, die es so nicht gibt: Totale Abhängigkeit von der netten Gazprom? Solarkraftwerke bei Onkel Gaddafi? Die echte Alternative hatten Sie in Ihrem Beitrag „Kleine Kulturgeschichte der Steckdose“ sehr gut aufgezeigt: Weniger Energie verbrauchen – und zwar eklatant. Ich befürchte jedoch, dass dann jede Aufregung über bspw. die stillosen modernen Leuchtkörper in den Lampen das geringste ist, was uns umtreibt.

  117. @unellen 01. AprilApril 2001,...
    @unellen 01. AprilApril 2001, 21:43
    „…wir selber mit unserem unersättlichen Lifestyle bauen uns die Höllen selber.“
    Sie haben ja so recht. Ab morgen esse ich, wie meine Ärzte mir geraten haben, nur noch Blumen und mache es jetzt wie Peter Lustig immer gesagt hat: Abschalten!

  118. zum oben genannten, guten...
    zum oben genannten, guten text, faellt mir der klassiker von John Donne ein ( haut ja mit den 500 lenzen ungefaehr hin )also:…..and therefore never send to know for whom the bell tolls; it tolls for thee.

  119. Lieber Filou,
    ich habe auf den...

    Lieber Filou,
    ich habe auf den Link verzichtet, aber Sie haben wohl gegoogelt und die Katzen-Kunstwerke (akademischer Künstler!) gefunden. – Ganz ehrlich, ich würde mir so etwas auch nicht ins Wohnzimmer hängen…

  120. Da muss ich doch auch meiner...
    Da muss ich doch auch meiner Freude Ausdruck verleihen, dass unser Gastgeber wieder da ist und mich gleich dazu gebracht hat, meine alte Dante-Ausgabe wieder hervorzuholen. Das Fegefeuer war ja schon eine recht erstrebenswerte Örtlichkeit im Vergleich zum Inferno, das er vorher durchquerte; und so steuere ich vom Fuße des Läuterungsberges eine meiner liebsten Dante-passagen bei:
    dolce color d’oriental zaffiro
    che s’accoglieva nel sereno aspetto
    del mezzo, puro insino al primo giro
    alli occhi miei ricominciò diletto
    tosto ch’io usci‘ fuor dell aura morta
    che m’avea contristati li occhi e ‚l petto
    (Purgatorio I, 13-18; Bedeutung in etwa – ich besitze leider keine Übersetzung -: süße Farbe orientalischen Saphirs, die sich vereinte im heiteren Anblick des Äthers, rein bis zum ersten Himmelskreis, begann in meinen Augen Freude neu, sobald ich aus der toten Luft heraus war, die mir Auge und Herz betrübt hatte)
    Ob man aber mit Reuemülltrennung, Bußwindrädern und Ablaß-solardächern der selbstgemachten Hölle entgehen wird – ach, wär nicht schlecht….

  121. hansgeier, unsere Heimat...
    hansgeier, unsere Heimat wollen Sie nicht kennen. So, wie Sie unterwegs sind, würde Sie schon eine einzigee Hexe überfordern.
    .
    colorcraze, es spielt auch keine Rolle. Selbst wenn der Don nur noch Pflegeanleitungen für Campagnologruppen und selbstgemachte Kunsthistorien zu Wiegendrucken und Treppenlackierungen einstellte, würden die Kommentatoren weiterhin wert sein, dass man ihnen antwortet. Solange ich filou, donna laura, meiermarke und specialgeier, bertholdIV, grimalgiraldlei, unellenonnovroni oder perfect!57 und alle anderen lesen kann, nehme ich einen Blubb übers Kernfegefeuer gleichmütig in Kauf.

  122. Hauptsache, die Zähnchen...
    Hauptsache, die Zähnchen bleiben schön gesund.

  123. den Hollywood-Schocker gibt es...
    den Hollywood-Schocker gibt es schon(fast)
    http://www.youtube.com/watch?v=tVWhZ_qGD7g

  124. Ich gestehe: der erste Ihrer...
    Ich gestehe: der erste Ihrer Blogs, werter Don, der mich angelockt hat, war der Bericht über einen fränkisch-barocken Puttenkopf im Durcheinander eines Trödelmarktes – namentlich beeindruckt hat die Parallele zwischen neuzeitl. Wahrnehmung von Papsttum und unverhübschtem Landbarock. Heute kehren Sie zurück von den hoffentlich kulinarisch gelungenen Schweinetrögen der Italiener – und es ist verdammt (sorry) gut. Wir alle hier schlachten das Mastkalb (nochmals sorry, Herr Vegetarier, aber sonst geht die biblische Wendung einfach nicht auf).
    .
    Es werden noch Wetten darüber angenommen, wieviele Blogs es dauert, bis herauskommt, dass Herr Schirrmacher sein Sommer-Häuschen in den Schweizer Weinbergen vorübergehend – und ich betone: vorübergehend – einem gewissen …

  125. Trouvaille, wenn...
    Trouvaille, wenn „Reuemülltrennung, Bußwindräder und Ablaß-solardächer“ von Ihnen ist, verdienen Sie den Lorbeerkranz Petrarcas zweiter Klasse. Mindestens.

  126. Wie ich eben las, hat die...
    Wie ich eben las, hat die Konfuzianisierung Chinas auch die FAZ erreicht. Was dort lieber nicht besprochen wird: Meister Kongh ielt im Sinne seiner einheitlichen autoritären Staatstheorie die Unterdrückung, ja Abschaffung störender religiöser Minderheiten für sehr wünschenswert. Ein toleranteres China ist mit dem jüngsten Ideologiewechsel leider nicht zu erhoffen.
    .
    hansgeiler, möp se stesso!

  127. "Ob man aber mit...
    „Ob man aber mit Reuemülltrennung, Bußwindrädern und Ablaß-solardächern der selbstgemachten Hölle entgehen wird“
    hmm, weiss nicht, aber „abschalten“ halte ich zumindest bei der Freizeitgestaltung für einen guten Ansatz. Wenn es nach mir ginge: ich bin für die Wiedereinführung des Schmuß und Betttags, und zwar nicht nur einmal im Jahr, sondern jeden Tag.

  128. @unellen
    .
    Politiker ist...

    @unellen
    .
    Politiker ist jeder, der politische Entscheidungen trifft.
    .
    Womit ich jetzt nicht sagen willl, unser kommunistisches Wahlrecht sei eine vernünftige Einrichtung.

  129. Wimmerl, wanst naikumma wuist:...
    Wimmerl, wanst naikumma wuist: jeds Keazl kost an Euro!

  130. hab herrn alfonso ja schon mal...
    hab herrn alfonso ja schon mal heftig angegriffen wegen seiner resentiments der klassischen moderne gegenüber (&ihn auf alle zeiten verdammt ;-) der beitrag zum thema strahlengefahr mit kulturgeschichtlichem hintergrund versöhnt mich ganz und gar und ist, abgesehen von der mir zusagenden polemik gegen den verantwortungslosen einsatz von nuklearenergie (und der warnung vor den beknackten thorium reaktoren die uns irgendwie die atomkraft doch noch schönreden sollen als würde die jetzigen dadurch harmloser) ist herr alfonso voll in seinem element. ganz klasse geschrieben, tief überzeugt von dem was er schreibt. ein beitrag wo sich jemand etwas von der seele schreibt und metaphern bemüht die ihm vertraut sind. voll in form, voll in seinem element. dadurch galubwürdig und überzeugend. gratulation, hut ab, respekt.

  131. Danke für das Lob. Der...
    Danke für das Lob. Der Beitrag ist zwar nicht ganz mein Metier, aber irgendwie lag mir die Sache doch am Herzen. Die überaus liebevollen Worte zum Thoriumreaktor und den fast vernachlässigbaren 500 Jahren habe ich auch mit den Ergötzen gelesen, mit dem man sich Filme anschaut, bei der die Katze Tom vom Hund Spike verdroschen wird.
    .
    jean-jacques, gwern geschehen, man tut, was man kann. Ansonsten fühle ich mich am Tegernsee bestens aufgehoben, die Schweizer liegen mir nicht besonders – Meran wäre etwas anderes.

  132. Jemand mal auf das Datum...
    Jemand mal auf das Datum geachtet?

  133. Es ist immer noch echt....
    Es ist immer noch echt.

  134. Wie der Don auf einmal so...
    Wie der Don auf einmal so schön singen kann:
    http://www.youtube.com/watch?v=er-cK5ry7jg

  135. Trouvaille, seien wir ehrlich:...
    Trouvaille, seien wir ehrlich: Je weniger Schmerz und Pein, desto weniger Lesefreude.
    .
    Werter beamtson, es wäre jan auch etwas komisch gewesen, hätte ich 6 Monate Urlaub gemacht und die Leser hätten sich verlaufen – irgwendwie ist das nicht das, was ich mir unter einer Aufbauleistung vorstelle, wenn man es langfristig betrachtet. So eine Runde kann man nicht mal eben erschreiben. Danke für die netten Worte. Eine echte Antwort weiss ich auch nicht, aber die einfachste und sinnvollste ÖLöung würde an der Wurzel ansetzten: Weniger Menschen. Einfach etwas mehr Kinderlosigkeit. Wer nicht existiert, braucht keinen Strom.

  136. Hartmut, danke. Auf zum...
    Hartmut, danke. Auf zum 400sten.
    .
    Kaffeetrinker, schön, dass Sie bleiben.

  137. Das "rote Skelett" scheint mir...
    Das „rote Skelett“ scheint mir doch eher die Darstellung einer Sarggeburt zu sein: wenn eine Schwangere verstirbt und durch den Gasdruck der Verwesung der ungeborene Embryo partiell oder ganz den Koerper der Mutter verlaesst (also nicht mit nagenden Ratten zu verwechseln)…darf ich fragen, woher die Darstellung stammt und wie alt sie ist?
    Ansonsten Gratulation zum 300. Blog. Sehr erhellend!

  138. Lieber Don Alphonso,
    ich...

    Lieber Don Alphonso,
    ich möchte mich einigen Vorrednern anschließen, ich freue mich sehr, dass Sie weitermachen! Seit ich Ihren Blog vor 1/2 Jahren zufällig gefunden habe, lese ich ihn regelmäßig (auch die Kommentare). Einige habe ich sogar gespeichert, schön fein säuberlich mit Quelle, Datum und Uhrzeit, für den Fall, dass ich davon in meinem Bekanntenkreis zitierten möchte. Es ist geradezu ein Ritual geworden, jeden Donnerstag und Sonntag bei der FAZ vorbeizuschauen. Ich hätte es sehr vermisst.
    P.S. 1: Für Ihren Herausgeber: Ich habe vorher nie, nie die FAZ online gelesen, und nun lese ich sie so im vorübergehen doch – das kann ihn doch nur freuen, nicht war?
    P.S. 2: Mein Mann lässt fragen, ob die Turnstange in besagten Gymnasium neu gestrichen wurde, als Sie dort waren. In den 60igern war die Farbe ganz schön abgeblättert (Ihr Blog Aus der bösen, alten Zeit des Bayerischen Abiturs, 20. Januar 2011, 11:46 Uhr).
    Mit besten Grüßen aus Heidelberg.

  139. schapo don,
    seuchen...

    schapo don,
    seuchen erschaffen sich immer selbst – ob aus endemien pandemien werden , das waltet wohl immer ein anderer – aber man hat ja die möglichkeit zu überzeugen und engagement zu zeigen- und das tun sie – herzlichen dank für die vielen beiträge und die oft so schön gelungen herausgearbeiteten klugen vergleiche –
    schön wäre es zum beispiel, könnte sich unsere erziehungsmaschinerie mal durchringen, zum kritischen denken anzuregen und gelungene beiträge wie diesen in einer schulstunde der diskussion zu opfern – denn meiner unerheblichen meinung nach hilft nur nachdenken aus seuchen wie krieg, atomverstrahlung und medialer volksverblödung heraus.
    in diesem sinne freue ich mich auf weiter beiträge , die ich immer gerne weiterleite…..

  140. Dieses Blog ist immer mit...
    Dieses Blog ist immer mit Standpunkten aufgefallen, die eine qualifizierte Mehrheit der Gesellschaft (des Volkes, der Bevölkerung, der Menschen in unserem Lande) keinesfalls teilen kann. War das erfrischend politisch unkorrekt. Wenn freitags wieder wider den Stachel gelöckt wurde mit nicht bildzeitungsfähigen Meinungen. Mit einer arrogant und schnoddrig vorgetragenen Haltung, gegründet auf einen x hundert Jahre langen Stammbaum, den wir sogar zu glauben bereit waren. Edler Schmierfink, wie nah warst Du unserm Herzen!
    Dahin.
    Natürlich darf Er gegen das sein, was in Fukushima mal summte und brummte, aber es ist doch peinlich, darüber zu sprechen, wenn alle so reden. Und eine Apologie der Windmühle ist nur akzeptabel, wenn sie in ein umfassendes, exzentrisches Bekenntnis zum 14. Jahrhundert eingebettet ist, nicht aber, wenn sie auf einer dümmlichen romantischen Sehnsucht nach dem (offenbar gründlich mißverstandenen) 19. Jahrhundert beruht. Die Volte kam zu früh, sie wäre dann zu schlagen, wenn die Gesellschaft (insonderheit die deutsche, also die Menschen in unserem Lande) in der Moderne und Postmoderne angekommen wären. (Wir wissen, das wird nicht passieren. Zwar schafft Deutschland sich nicht ab, aber es zieht sich unauffällig in vormoderne Zeiten zurück.)
    Oder schwamm Er immer nur im Mainstream, verliert sich die Erinnerung an Seine Ahnen jenseits von 1860 im Dunkeln wie bei der Mehrheit der Menschen in unserem Lande? Bestand Seine Attitüde bisher nur in allerfeinster doppelter Ironie, so elaboriert, daß Er uns alle an der Nase herumgeführt hat? Hatte dann der Herr Schirrmacher kürzlich ein Gespräch mit Ihm? Hat gesagt: „Don, wir haben Infratest mit einer Untersuchung beauftragt. Sie haben festgestellt, daß Ihr Blog, ähm… Jedenfalls erwarten wir von Ihnen, daß Sie künftig nicht mehr ironisch, sondern nur noch satirisch schreiben, denn Frauen und Deutsche verstehen keine Ironie, mithin also ist Ihr Blog mehr als 50% der Menschen in unserem Lande unzugänglich.“
    So wird es wohl gewesen sein. Don macht weiter, jetzt als eine wahre Stütze der Gesellschaft, der Menschen in unserem Lande.
    „Die erste Wirkung einer Anpassung an andere ist, daß man langweilig wird.“ (Elias Canetti)

  141. Lieber Don Alphonso,
    .
    Für...

    Lieber Don Alphonso,
    .
    Für gewöhnlich halte ich mich mit der Lektüre von i-net blogs zurück, da ich diese zu nah an blobs wähne. Doch haben sie einen Titel gewählt, der mich zm Lesen animiert hat – erstes Kompliment.
    Nach Lektüre ihres Beitrags sehe ich mich nun sogar dazu veranlasst, auch noch meinen Senf dazu zu geben – zweites Kompliment.
    .
    Ihren Vergleich mit dem dantesken Fegefeuer sehe ich allerdings etwas kritisch, da Dante in seiner „divina commedia“ ja ausdrücklich das Jenseits beschreibt – incl. der Überquerung des Hades mit Caronte’s Hilfe.
    Auch steht dort das Fegefeuer für den Bereich der Läuterung als Vorbereitung auf das Paradies.
    Genau hier aber sehe ich die Gefahr des Vergleiches – das Fegefeuer ist weit weg, im Jenseits, vom Schicksal kontrolliert (auch wenn durch Taten im Diesseits beeinflusst). Doch der Zusammenhang ist eher mittelbar.
    .
    Daher sehe ich es lieber, wenn – wie ein Mitforist bereits erwähnt hat – Goethes Zauberlehrling zitiert wird: Der Bezug zum eigenen Tun ist wesentlich unmittelbarer und „diesseitiger“ und stellt auch keinen Einzug in’s Paradies durch Läuterung in Aussicht, auch nicht am jüngsten Tag.
    Im Gegensatz zum dantesken Fegefeuer (und auch Goethes Faust), das/der sich ja auf ganz persönliche Schicksale und Konsequenzen konzentriert, handelt der Zauberlehrling vom Entfesseln und vom vollständigen Kontrollverlust, von einem Mechanismus, der sich verselbständigt und der zumindest theoretisch das Potential hat, letztendlich die gesamte Schöpfung in den Abgrund zu reissen.
    .
    Nun frage ich einmal recht ketzerisch: Ist es nicht ein Grundzug der (katholischen) Lehre, der Bequemlichkeit halber den Großteil der Folgen auf das Jenseits zu verschieben? Ist dies nicht vielleicht sogar eine wichtige Grundlage für unreflektiertes Tun? Die Strafe Gottes folgt doch erst nach dem Ableben, so what?
    Somit ziehe ich in diesem Fall vor, mich eher an Goethe zu orientieren, der sich vielmehr mit den Auswirkungen im Diesseits befasst, als am hochverehrten Dante, der sich mehr mit den Auswirkungen im Jenseits befasst..
    Vielen Dank für ihre Initialzündung für Diskussionen, die ich nun im Bekanntenkreis – persönlich bei einem guten Glas Nebbiolo und nicht im i-net ;-) – weiterführen werde.

  142. Eschatologische...
    Eschatologische Gespreiztheiten. Ohne Kernenergie wird es sehr sehr eng, sieben, demnächst zehn Milliarden energiehungrige Individuen satt zu bekommen. Satt mit allem, was ihnen die Konsumindustrie als besitzenswert suggeriert. Oder wenigstens mit dem, was sie zu einem anständigen Leben brauchen. Und um weiter eschatologische Betrachtungen anstellen zu können.

  143. meinen dank an den, der...
    meinen dank an den, der überredet hat, meinen dank an den, der sich hat überreden lassen. schlimm, wenn man als sdg-blog-süchtling auf einmal ohne wäre. umso schöner, wenn es dann weitergeht und der hausherr schon einmal nahziele vorgibt.
    .
    das weite feld der geistlichen und weltlichen theologie überlasse ich dem zuchthausprediger süptitz.

  144. Die Weiterentwicklung des dem...
    Die Weiterentwicklung des dem Individuum innewohnenden Egos, hält nach wie vor nicht mit dem Tempo des Fortschrittes auf der realen, grobstofflichen Ebene Schritt. Verblendung und Verharren in überkommenen Denkmustern führen in eine immer schneller drehende Spirale von Katastrophen. Eine Umkehr im Denken und Handeln ist jedoch noch kaum erkennbar, obwohl dessen Erfolg letztlich über das Schicksal der Menschheit entscheidet. Aus der feinstofflichen Ebene kommen immer noch nicht genug Impulse auf das `reale Geschehen`. Rückkopplung dahin, woher wir kommen und damit `Healing` ist vordringlich und unverzichtbar.

  145. "Die globale Erwärmung...
    „Die globale Erwärmung heutiger Tage wird noch midnestens 200 Jahre anhalten, bis die wirtschaftlich gewinnbaren fossilen Brennstoffe erschöpft sind.“
    (Lapidarer Satz aus einem aktuellen Buch über die Steinzeit)
    .
    Die Annahme, die Weltmenschheit könnte aus purer Vernunft der Entwicklung zuvorkommen und früher damit aufhören, ist wohl die eigentliche Dummheit der Klimagegner.
    .
    Bin mir sicher, dass da unsere Gene dran schuld sind: Da gibt es ein Zukunfts-Gen, das den inneren Terminkalender verwaltet, und ggf. Warnsignale ausstösst. Seine nahe Zukunft zu sichern hat der Affensohn ein dringendes BEdürfnis. Wer nicht weiss, wie er im Winter heizen wird, kann schon im Herbst nicht ruhig schlafen, und wer nicht weiss, ob die Vorräte bis zur nächsten Ernte reichen, fühlt sich auch in der geheizten Stube nicht wohl.
    Da gibt es einen biologischen Organismus, eine Art Schmerzgefühl, die uns nicht ruhen läßt und in den Alkoholismus treibt. Ja, sogar über ihren Tod denken die Menschen hinaus und sorgen vor für ihre Kinder und Enkel, nicht nur aus Großzügigkeit, sondern weil sie nicht anders können, weil das „Gewissen“ sie sonst quält.
    — aber weiter reicht es dann halt nicht mehr. Was in 100 Jahren sein wird, können wir womöglich durch vernünftiges Schlußfolgern prognostizieren, der Kopf kann es erfassen, aber den Nervenapparat läßt es gleichgültig. 100 Jahre, das ist ein gefühltes „NIE“: Die Warnlampe bleibt dunkel, und wer vor Folgen warnt, die in 100 Jahren eintreten werden, gilt als reif für die Klapse.
    .
    Genausogut könnte man den Schwarzwaldkühen erzählen, wie die EU oder der ALDI funktionieren.

  146. @Kürbistarte, wauwau!!! ...
    @Kürbistarte, wauwau!!! schleckschleck

  147. “Wir haben beste...
    “Wir haben beste Informationen und garantiert neutrale Wissenschaftler, wir haben Medien, die genau wissen, welcher Studie man trauen kann, wir blicken in die Details und sehen das Grosse nicht.”
    Sehr richtig! Am wenigsten einsichtig, wirklich blind, zeigen sich in den Debatten der letzten Wochen paradoxerweise diejenigen, denen man abnimmt, dass sie wirklich die meisten Details in der Atom-Materie kennen und damit sogar rechnen können: die Techniker und Ingenieure. Wie “verstockt” sie sind, zeigt sich ironischerweise daran, dass sie allen Atomenergie-Skeptikern gerne “oekoreligiöses” “Mittelalter” im Denken vorwerfen. Dass ihre eigenen technischen Argumente und Todeszahlen-Aufrechnungen angesichts einer Halbswertszeit von 24000 Jahren (Plutonium) von Vornherein unvernünftig sind, dass das Atomproblem sich durch seine Qualität einer vernünftigen Quantifizierbarkeit entzieht, dass bei ihnen selbst über ihrer verstandesmäßig-instrumentellen Ingenieurskunst das vernünftige Werturteil unterentwickelt ist, nehmen sie gar nicht wahr. Es ist, als hätte sich bei diesen Menschen der instrumentelle Verstand gegenüber einer regulativen, Ziele setzenden Vernunft verselbständigt. Das aber ist gerade nicht Aufklärung, die diese Leute ja polemisch für sich beanspruchen. Wer etwa die “Kritik der reinen Vernunft” liest, und zwar nicht nur den ersten Teil, der gewinnt einen Eindruck, wie beschränkt diese selbsternannten Erben der Aufklärung mit den Ansprüchen der Aufklärung verfahren. Was sie betreiben, ist nicht Aufklärung, sondern einfach banausische Überheblichkeit, die ein technisch-instrumentelles Detail zum großen Ganzen erklärt. Hybris, superbia, Hoffart. Für die Freunde des Mittelalters hier: eine Todsünde.

  148. och, man kann schon ohne...
    och, man kann schon ohne Kernenergie auskommen (ich erinnere nochmal daran: Uran ist in 60 Jahren beim jetzigen Verbrauch alle!), Kohle reicht noch für über 500 Jahre und bis dahin wissen wir vielleicht wie wir gewinnbringend durch Kernfusion Strom erzeugen können. Nur darf man nicht vergessen dass das mit dem CO2 und dem Klimawandel kein leeres Gerede ist, von daher stellt sich die Frage was nun schlimmer ist: fossile Brennstoffe zu verbrauchen und dabei ständig massenweise Treibhausgase mit allen negativen Folgen in die Luft zu pusten (fragen sie mal die Leute in Bangladesh, die Eisbären, die Innuit, oder die Leute in der Sahelzone) oder Kernenergie zu nutzen und dabei zu riskieren dass erfahrungsgemäß so alle 25 Jahre irgendwo ein Unfall unter dauerhafter Verseuchung kleinerer Gebiete passiert (vom Klimawandel sind meistens ärmere Länder betroffen die nix dafür können, während bei einem GAU der Mist genau da alles verseucht wos passiert. Ein Schelm wer dabei Böses denkt).
    Was den Ausbau Erneuerbarer Energien angeht, so siehts in Deutschland etwa wie folgt aus:
    – Windkraft im Inland ist so gut wie ausgeschöpft. Oft ist es sogar so, dass an den besten Standorten die ältesten WKAs mit geringer Leistung stehen, weil man diese Standorte zuerst genutzt hat. Die Betreiber würden gerne die teilweise 20 Jahre alten Anlagen durch neue austauschen, das Problem ist nur dass man das nirgendwo mehr genehmigt kriegt (ganz zu Schweigen vom Protest der Bevölkerung)
    – Off-shore Windparks könnten bei uns weitere 9 GW Leistung bereitstellen (zur Erinnerung: AKWs bringen ca. 20 GW). Ein zäher Kampf mit den Behörden, Anwohnern und den Umweltschützern ist grade im vollen Gange.
    – Potential von PV in Deutschland: nicht so doll. Wieso: einfach mal hier klicken, dann sieht man wieso: http://www.sma.de/de/news-infos/pv-leistung-in-deutschland.html
    – Biomasse: viel Potential (20% der Ackerflächen der EU liegen derzeit brach), aber man sieht ja schon am Getöse um E10 dass die Leute dagegen sind.
    Letzteres ist so ziemlich das Grundproblem, hier sehr schön karikiert:
    http://www.youtube.com/watch?v=gjY4IuKfFQw&feature=player_embedded
    ich hab mal spaßeshalber die glühenden Atomkraftgegner in meinem Umfeld gefragt wieviel Strom sie denn verbrauchen, die meisten konnten mir darauf keine Antwort geben. Aber Hauptsache dagegen.

  149. Es gab das schreckliche...
    Es gab das schreckliche Fegefeuer, aber es gab auch die Hoffnung, durch die Gebete der Nachkommen da vorzeitig wieder rauszukommen.
    .
    Und wenn man die protestantische Polemiken gegen den Ablasshandel liest, könnte man ja direkt denken, der Neubau von St.Peter sei kein unterstützenswertes Projekt gewesen. Wann in den letzten 500 Jahren wurde Geld jemals sinnvoller ausgegeben? Und dass es den armen Seelen nix gebracht hat, konnte durch unabhängige Studien noch niemals beweisen werden.
    .
    http://getawallpaper.com/categories/Regions/Italy-Holidays/St.%20Peter%27s%20Basilica,%20Rome,%20Italy.jpg

  150. @CaoKy6001 & Obliviana: Im...
    @CaoKy6001 & Obliviana: Im Unterleib des rosa Skeletts sind weder Ratten noch Föten, es sind Kröten. Im Mittelalter noch Zeichen der Sünde, ich glaube Geiz & Wollust. Trotz Gebärmuttervotiven im bayrischen Raum (typisch Bayern halt) sieht der rosa Kerl oben doch ganz scharf nach Sünde aus. Hier noch ein schönes Beispiel, man achte auf den Rücken der törichten Jungfrau links im Bild: http://www.kirchengucker.de/wp-content/uploads/2007/07/800px-cathedrale-de-strasbourg-img_1204.jpg
    Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Sündensymbolik allerdings etwas gewandelt. Zeitgenössische Darstellungen sehen in der Regel so aus: http://www.fotocent.de/imgp/38df9771bc7167ef789837d3f5a09128.jpg

  151. na, geht doch. da hat aber die...
    na, geht doch. da hat aber die faz aber wieder einen pluspunkt, wem immer da zu danken ist. vor allem don für seine denkwürdigen beiträge.
    mit der nachricht von der (angeblichen?) abschaffung des fegefeuers durch den vatikan ( http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,478599,00.html ) habe ich seinerzeit meine tiefgläubige schwiegermutter nicht wenig verunsichert.
    der aufbau der hölle auf erden ist menschenwerk, dafür der vatikan schon seit längerem nicht mehr zuständig. am erfolg bestehen kaum noch zweifel, begründet und durchgesetzt wird das aufbauwerk von den veranstaltern stets mit paradiesischen versprechungen. den geißfuß und die hörnchen der gut gekleideten verführer übersieht man gerne, und auf gehts ins sichere verderben. spassig, wenns nicht so furchtbar wäre.

  152. @faz: wir vermissen immer noch...
    @faz: wir vermissen immer noch den gelöschten fahrradfluchtbeitrag nebst kommentaren, da bleibt noch was zu tun! ganz wiederhergestellt ist die reputation noch nicht.

  153. @unellen: "ich hab mal...
    @unellen: „ich hab mal spaßeshalber die glühenden Atomkraftgegner in meinem Umfeld gefragt wieviel Strom sie denn verbrauchen, die meisten konnten mir darauf keine Antwort geben. Aber Hauptsache dagegen.“
    Und was sagt uns das? Nix. Auch Atombefürworter „in meinem Umfeld“ werden nicht auf Anhieb Auskunft geben können.
    Oder was das nur Ironie? gar ein Aprilscherz?

  154. Liebe unellen,
    .
    das Problem...

    Liebe unellen,
    .
    das Problem ist, dass sich der Entscheidungsdruck nicht erzeugen lässt, solange die Auswirkungen nicht fühlbar sind. Solange Energie billig überall verfügbar ist, wirken alle noch so vernünftigen Argumente irgendwie „irrational“ oder, schlimmer noch, „moralinsauer“.
    .
    Gegen die Haltung, erst mal alles aufzubrauchen und später weiterzusehen, kommt man damit nicht an.
    .
    Auch wegen der Neidreflexe: Warum sollen wir damit aufhören, solange andere noch weitermachen. Wenn schon alles begrenzt ist, warum sollen dann nicht wir diejenigen sein, die das letzte Stück verspeisen. … Und auch das Abfallproblem kann man am Ende eben politisch lösen, d.h. man drückt die Lasten denjenigen auf Auge, die arm, schwach, weit weg und unfähig sind zum Widerstand.
    .
    Und genau so denken die „Eliten“, auch wenn sie es natürlich nicht laut sagen dürfen. Eine verantwortungsvolle Politik muss jetzt so aussehen, dass wir von den knappen Ressourcen den grössten Nutzen haben, die Folgelasten aber andere tragen müssen. Früher oder später wird auch bei den Wählern die Bereitschaft da sein, das genau so zu unterstützen…

  155. Wie schon gesagt, hier passt...
    Wie schon gesagt, hier passt Chris Rhea wie die Faust aufs Auge: „This is no technological breakdown, it´s the road to hell.“

  156. @Vebraucher: Ich finde, das...
    @Vebraucher: Ich finde, das uns das schon sehr wohl was sagt. Man hat ja die AKWs nicht einfach deswegen gebaut weil man das so geil fand, sondern um die Menschen mit Strom zu versorgen. Ehe ich also die Abschaltung von AKWs fordere sollte ich doch wirklich als allererstes mal selber schauen wieviel Strom ich verbrauche und schauen, wo ich Energie sparen kann. Alles andere ist pure passive Wutbürger- Bequemlichkeits- und Einforderungshaltung (wir erinnern uns: Unser Energieverbrauch steigt. Ständig!). Also sicher keine Ironie und der erste April ist auch schon vorbei.
    Ist für mich etwa das gleiche als wenn jemand auf Demos gegen Massentierhaltung geht und mir dann nicht sagen kann ob er Eier aus Käfighaltung oder Freilandhaltung kauft.

  157. Per purgatorium ad...
    Per purgatorium ad refrigerium, lieber Don?! Hach, wie lieb‘ ich doch Unzucht mit Metaphern und Allegorien. Deshalb schnell noch ein paar Analekten zum Thema Fegefeuer. Das rote Skelett – natürlich ein armer Sünder (männlich); dazu die passende Stelle aus dem Narrenschiff des Sebastian Brant: „ein dotenbein, daran würm, schlangen, krotten nagen“, letztere sehr gern unterleiblich, da wo das Krottenschlechte angesiedelt war.
    Dantes Purgatorio greift gewiß eher Vergils Aeneis auf – und nicht so sehr die loca purgatoria der Frühscholastik. Seit Le Goffs berühmtem Buch „La naissance du purgatoire“ ist man gewohnt, das Fegefeuer für eine Erfindung der französischen Theologen des 12. Jh. zu halten – zu viel der Gloire für Petrus Comestor (et alii) und parteiliches Ausblenden früherer sehr deutlicher Anschauungen. Der ignis purgatorius brannte auch munter zwischen Niederaltaich, St. Emmeram zu Regensburg und – Tegernsee, an dessen Gestade der dortige Mönch Otloh sich das Schreiben selbst beigebracht hat. Als Mittfünfziger im Fuldaer Exil erinnerte sich O. 1062 im Liber visionum an die Prophezeiung des hl. Eremiten Gunther von Rinchnach, wonach wir zuerst durch das reinigende Feuer schreiten, ehe wir in Abrahams Schoß (refrigerium animae) gelangen. Glühende Ketten für Bösewichte waren selbstverständlich – und die korrupten Würdenträger blieben nicht verschont: Der höhere glühende Stuhl gebührte dem Regensburger Bischof, der niedrigere dem Prager.
    Und das Feuer, das von innen den Körper verzehrt?! Da hätten wir doch den Ignis sacer (auch Antoniusfeuer) oder Mutterkornbrand, der zu gräßlichem Leiden (incl. Verlust von Gliedmaßen durch Gangrän) führte – man schaue sich nur den Kranken auf dem Isenheimer Altar der Antoniter-Kirche an. Ergotismus war im Mittelalter epidemisch – und scheinbar unvermeidlich, da die einfachen Menschen ohne Brotverzehr nicht auskamen.

  158. Ist das wirklich wahr ?

    Haben...
    Ist das wirklich wahr ?
    Haben WIR das Purgatorium selbst angezündet ?
    Warum sollten wir das tun ?
    Hindern WIR uns etwa daran, es wieder auszublasen ?

  159. Werter Don,

    Als "Stuetzen der...
    Werter Don,
    Als „Stuetzen der Gesellschaft“ koennen Sie sich nicht einfach so davon machen.
    Und was die Kinderlosigkeit anbelangt, moegen Sie Recht haben, aber ich ahne
    es, Sie haben keine und vielleicht ist es gut so, sonst wuerden Sie weniger Zeit
    fuer das Wesentliche haben.
    Beatrice Portinari

  160. En homoquemadmodem natat!...
    En homoquemadmodem natat! Petron. 115,10
    (Da sieh den Menschen, wie er schwimmt!)
    Ein Gottesfürchtiger mehr: Der ehemalige MP von BW, Mister Günther Oettinger,
    EU High Commisioner for Energy, in Bezug auf Fukushima ruft er hochoffiziell die höhern Mächte an. Ein Eschatologe mehr.
    Verbraucher@: Für demnächst mal.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Verbrauch

  161. zu 10:14, ein schoener...
    zu 10:14, ein schoener Bahnhof. Hauptbahnhof Rattenlinie.

  162. GAU und Wahlkampf hab' ich...
    GAU und Wahlkampf hab‘ ich zwar verpennt,
    und sicher bin ich auch ein Wähler,
    doch vor allem bin ich Dirigent
    und brauche meinen Geigerzähler.

  163. Bibliotheken sind eine...
    Bibliotheken sind eine Brutstätte des Geistes, textete einst Klaus Staeck, und erregte damit Anstoß.
    Heutzutage sind Bibliotheken wohl verwaiste und zunehmend musealere Orte, ähnlich den Friedhöfen Orte für wahre Flaneure und Connaisseure, und auch auf den Bühnen von Theater und Oper scheint eine gewisse Überalterung und Entropie sich unabwendbar zu vollziehen, und auch die Printmedien siechen irgendwie schon ziemlich – und doch lodert noch eine gewisse Restglut des Geistes, zumindest hier und da noch.
    Im Gegensatz zu Atommeilern droht aber durch Blogs wie diesen weder durch Alterungsprozesse, noch durch verlorengehendes Wissen oder allzumenschliche Nachlässigkeit wirkliche Gefahr für Leib und Leben, weder ein metaphysisches noch ein real-physikalisches Höllenfeuer – und doch scheinen manche von Panik getrieben die sofortige Stilllegung kritischer Stimmen wichtiger und relevanter zu finden als das begründete Risiko, sich mit dem Fahrrad über die Alpen flüchten zu müssen.
    Wenn Dinosaurier gedacht haben können sollten – dann könnten sie vermutlich so gedacht haben.
    .
    „Weiter so!“ ist ja eigentlich mein Unwort der Milleniumsdekade, aber hier mache ich mal eine Ausnahme: Kompliment, DonAlphonso, und bitte weiter so!

  164. In der heutigen Print-Ausgabe...
    In der heutigen Print-Ausgabe gibt es von Martina Heßler, rekurrierend auf Günther Anders, einen bemerkenswerten Artikel. Ein Zitat daraus:
    „Nach dem Unfall in Tschernobyl füllten sich die Kirchen. Menschen, die Atheisten waren, suchten Antworten jenseits rationaler Welterklärungen von Physik und Mathematik. Angesichts der Lage in Fukushima sagte der EU-Energiekommissar Günther Oettinger kürzlich, man müsse befürchten, daß nun alles in Gottes Hand liege. Die Fähigkeit, Dinge herzustellen, denen der Mensch im Sinne des prometheischen Gefälles nicht gewachsen ist, führt auf merkwürdige Weise zur Anrufung numinoser Kräfte.“
    Salvatore würde sagen: „Penitenziagite!“

  165. unellen, gerade habe ich den...
    unellen, gerade habe ich den von Ihnen empfohlenen Link ausprobiert (http://www.sma.de/de/news-infos/pv-leistung-in-deutschland.html). Dort werden im Moment 12,2 GW aus Photovoltaik angezeigt. Zu einer Spitzenlast von 82 GW in Deutschland ist das doch ein ganz beachtlicher Beitrag! Wenn man in Rechnung stellt, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland so richtig erst vor 10 Jahren begonnen hat, sieht das – trotz aller Einwände, die gegen so eine Momentaufnahme vorgebracht werden müssen – doch recht vielversprechend aus.

  166. Sehr geehrter Don – der...
    Sehr geehrter Don – der Aufstand der Rasselbande hat sich gelohnt! Beim Lesen Ihres Beitrags kam mir nur insofern Zweifel am Vergleich: insoweit ich mich als protestantische Schülerin einer katholischen Mädchenschule erinnern kann, kommt nach dem Fegefeuer das ewige Leben als Engel. Aber nach einem atomaren Strahlentod ist Schluss. Eine Engelkarriere ist da nicht vorgesehen.

  167. Hallo Zaunkoenig, vielen Dank...
    Hallo Zaunkoenig, vielen Dank fuer den Hinweis und die beiden schoenen Photos! Das mit den Kroeten stimmt sicher, und passt dann auch perfekt zu den Schlangen. – Don Alphonso, sind Sie mit dem Sunbeam auf einer Ausfahrt?

  168. Liebe/r unellen,
    wennste mal...

    Liebe/r unellen,
    wennste mal den Energieverbrauch pro Kopf hier:
    http://www.google.com/publicdata?ds=wb-wdi&met=eg_use_pcap_kg_oe&idim=country:DEU&dl=de&hl=de&q=energieverbrauch+deutschland#met=eg_use_pcap_kg_oe&idim=country:DEU:CHN
    anschaust, dann sieht man sehr schön: Gut Luft nach unten bei D. Und ist eh am Sinken. Warum soll es nicht gelingen, dass D mittelfristig auf AKW verzichten kann.
    (PS: In Ihrer Aufzählung haben Sie die Wasserkraft vergessen)
    .
    Der Vorwurf, dass keiner seinen privaten Verbrauch kenne, sticht nicht ganz:
    Meinen persönlichen Energieverbrauch an Strom (Kilowattstunden) kenne ich gut (2er Haushalt mit Miez und 3 Rechnern: jedes Jahr deutlich unter 2000 kWh) und kann ihn aus dem Stand sagen, ebenso den Verbrauch an Erdgas. Unser Haushalt geht seit Jahren mit Ökostrom, in dem eingepreist ist, in regenerative Energiegewinnung zu investieren. Ich kenne andere (zugebenermaßen Hausbesitzer, vielleicht macht Eigenes sensibler), die das ebenfalls können und ihre Verbräuche aus dem Stand sagen können.
    .
    Autofahrer unter uns wissen zudem sehr genau, was sie monatlich zu tanken haben und wieviel dafür draufgeht.
    .
    Der Privatverbrauch ist natürlich nicht alles. Wer laufend neue Geräte oder neue Autos kauft, der sollte wissen, dass der Stromverbrauch der Industrie, der dafür notwendig ist, nicht schlecht ins Kontor haut.
    .
    Also mit der neuesten Kat-Karre deutsch brav vor die Mülltrennungscontainer fahren und Plastikmüll trennen, ist nicht öko, sondern scheinheilig bis dumm. Wer mit ungebrochenen, aber gezieltem Konsum (nur Echtes, nur Bio, nur das Beste aus der Region, nur die neustesten sparsamsten Geräte) per LOHAS-Ablasshandel die Welt retten will, solte seine Tunnelsicht beenden. Am besten ist: erst gar nicht konsumieren, erst gar nicht Ressourcen verbrauchen. Besser: alte behalten, Dinge reparieren.
    .
    Alles hängt mit allem zusammen, viele ahnen es. Aber es ist halt schwer aber menschlich, von heute auf morgen abrupt seinen neuen Erkenntnissen folgend seinen Lebenswandel umzustellen und das umzusetzen. Es braucht Zeit, wir sind Gewohnheitstiere. Meinereiner brauchte als Freiberufler z. B., ganz schön, um sich von vorwiegender Nachtarbeit wieder auf Tagesarbeit umzustellen, ging nur mit fiesen Tricks gegen die eingebaute Schweinekatze und dauerte 2 Jahre. Leichte Rückfälle ab und an.
    .
    Was ich gar nicht goutiere, ist den Leuten absolutistisch und von vorneherein abzusprechen, dass sie als Atomgegner eh keine Ahnung ihrer privaten Nemesis hätten und wenn, dann eh nix ändern würden. Und daher für diese Dussel nix an Atomkraft vorbei ginge. Wie rasch ging es plötzlich, dass der Zeitgeist sich drehte, mit ihm der soziale Anpassungsdruck, dass Rauchen gefühlt von heute auf morgen nicht mehr cool ist? Demnächst wird man sich schämen, im Restaurant Steaks zu bestellen. Es dauert halt, wie es dauert, aber wenn das Momentum erreicht ist, dann ist nichts mehr wie vorher.
    .
    Ich spreche jedenfalls den Leuten, egal wo auf der Welt, Lernfähigkeit nicht ab.
    Habe grade einen Artikel über die Soul-Motorshow gelesen und gemerkt, wie intensiv und stolz in Korea an „grünen“ kleinen Autos für die wuselnden Städte gearbeitet wird. Überspitzt ausgedrückt: Hielt man doch vorher Asiaten fast pauschal für umweltsündernde Copycats, die nur unsere altbackene PS-strotzende zu große Technik nachmachen.
    .
    Zu Don und seiner Liebe :-) für Dante’sche Höllengeschichten:
    Das Katholische war schon immer ein Hort von üblen Drohungen und ein Pfuhl neurotischer Schuldgefühle (statt von Erlösung, wie sie versprachen). Die Kirche, der Verein mit einem Todesfolterwerkezug als Logo, hat jahrtausendelang nur dadurch ihren Status gesichert, dass sie ihren Schäflein klar gemacht hat, sie würden bereits von Sünde befleckt sein und deswegen der Verdammnis in der Hölle anheim gegeben sein, wenn sie es nur gewagt haben, lediglich geboren zu werden (Erbsünde, nur durch Taufe auf Reset).
    .
    Der Standard-Kathole ging gebückt und gebeugt durchs Leben, weil auch einschnaufen war Sünde, hatte an nichts Spaß außer am Jenseits und war auf diese Weise gut beherrschbar. Die Imaginierung der Hölle, das genüssliche Auskleiden der die bis in die Unendlichkeit währende, unvorstellbaren Qual, ist für Herrscher, für neurotiche Künstler und Literaten – und für Therapeutenpraxen – eine verdammt prima Erfindung. Das ist ein fetter Punkt, weshalb ich die Katholische Kirche nicht ausstehen kann.
    .
    @ Meier555
    Die Leute sind in meinen Augen durchaus imaginationsfähig, weil sie sich bei einer gewissen Grundreligiosität anscheinend über Millionen Jahre fiktive andauernde Höllenqualen lebhaft vorstellen können und daher ducken. Sonst würden sie sich doch nicht so manipulieren lassen.
    .
    Wir sollten aber besser an unserer Imaginationsfähigkeit für Höllen arbeiten, die im Dieseits und auch auf Jahrtausende stattfinden. Sie bemerkten richtig, dass der Mensch zwar in die unmittelbare Zukunft bis max. zu seinen Enkeln vorsorge, weil er sich eintretende Übel bis dahin gerade noch vorstellen kann. Er aber geistig nicht mehr in der Lage sei, sich eine größere Zeitspanne von über 100 Jahren vorzustellen. Und von da an alle Ansätze scheitern würden, dass die Menschheit Dummheiten unterlässt, die länger andauern („Nach mir die Sintflut“).
    .
    Ich bin der provokativen Meinung, es ist nur fehlendes Training.
    .
    Imaginieren können wir doch sehr wohl: Qualen in der Unendlichkeit des Jenseits, da durch die katholische Kirche trainiert und gebrainwasht. Hat schon immer Kreative, Maler und Literaten aller Zeiten inspiriert, dies uns in opulente Bilder auszukleiden. Es fehlt uns nur der Trainer, der uns die Imagination von schrecklicher Unbill bis auf Mio Jahre im Diesseits antrainert und uns kreativ in ebenso einschlagende Bilder auskleidet.
    .
    Gehen tuts, da bin ich überzeugt.
    T. Coraghessan Boyle hat es als diesseitiger Dante bereits vorexerziert in „Ein Freund der Erde“. Dazu auch ein Artikel der FR:
    http://www.fr-online.de/panorama/-bis-uns-die-dinger-um-die-ohren-fliegen-/-/1472782/8264528/-/view/asFirstTeaser/-/index.html
    Titel: „Bis uns die Dinger um die Ohren fliegen.“

  169. @Don Alphonso:Je weniger...
    @Don Alphonso:Je weniger Schmerz und Pein, desto weniger Lesefreude.
    Sie haben ja so recht!
    Trotz aller bildungsheroischen guten Vorsätze bin ich auch nie bis zum Paradiso vorgedrungen. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass wir, wenn wir uns die Hölle vorstellen, im nächsten Moment das Buch zuklappen und ja auch was anderes tun können. Und wenn wir es nicht tun, so könnten wir es eben, und schaudern und freuen uns gleichzeitig an unserer Freiheit.

  170. Gegen die Angst vor dem...
    Gegen die Angst vor dem Fegefeuer hilft fleißiges Ave-Maria- und Vater-unser-Beten. Keine Zeitung versäumt es, uns beten zu lehren, und sie drucken ihre Litaneien ab, damit wir wissen, was ein Bequerel, ein Sievert ist, welche ausgefeilten Reaktoren und noch ausgefeiltere Notsysteme wir haben, und wie sehr sich alles verdünnt im Meer und in der Luft, so daß wir keine Angst zu haben brauchen. Nun ja, die Japaner, das ist bedauerlich, aber die haben ja auch schon zwei Atombomben überstanden und wahrscheinlich beten die irgendwie auch…
    .
    Und wenn man an das Fegefeuer denkt, fällt einem als kleiner Bildungsbürger ja auch sofort das Sprüchlein des Herrn Tetzel ein, gegen das sich Luther so ereifert hat „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegfeuer springt“ – na klar, jetzt warten wir einfach ein paar Tage ab, bis die ergebnisoffene Prüfung unserer Reaktoren stattgefunden hat (das Geld geht in die Kästen der modernen Oberpriester unserer Gesellschaft, der Gutachter) und dann gibt es eine klitzekleine Sprachregelung, die kaum auffällt, und wir haben zu unserer Beruhigung wieder unsere alten, etwas aufgehübschten Litaneien, deren regelmäßiges Herunterbeten uns wieder zur Ruhe kommen lässt. Und auf dem Altar werden ein paar marode Kernkraftwerke geopfert als Weihrauch der Beruhigung…
    .
    Die Untersuchung der Ursachen von Havarien in Kernkraftwerken wird „ergebnisoffen“ immer wieder aufs Neue bestätigen, daß diese Systeme gegen technische Störungen durch Materialermüdung und Bedienungsfehler gut gerüstet sind und selbstverständlich auch allen realistisch denkbaren Störungen von außen gut widerstehen, aber die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des letzten Vierteljahrhunderts müssen uns befürchten lassen, daß die größten und eigentlich nicht hinnehmbaren Risiken von unverantwortlichen Betreibern und unzureichend ausgebildeten Wartungs- und Bedienungsmannschaften ausgehen. Ein Kernkraftwerk wird notabgeschaltet und am nächsten Morgen geht keiner mehr hin, aus welchen Gründen auch immer, – eine apokalyptische Vorstellung , was dann noch so alles passieren kann…

  171. Der Geist des Space...
    Der Geist des Space Age:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Ford_Nucleon

  172. unellen, ich habe mal...
    unellen, ich habe mal spaßeshalber die glühenden Atomkraftbefürworter in meinem Umfeld gefragt, wieviel Morphium wir den verbrauchen, um die Todesqualen eines verstrahlten Kindes etwas zu mildern, die meisten konnten mir darauf keine Antwort geben. Aber Hauptsache dafür.
    .
    Thbez, hier politisch unkorrekt? Hä wie? Kein Blog ist politisch korrekter als dieser. Machen Sie den Selbstversuch und versuchen Sie einen kritischen Kommentar über islamische Gewalt oder gar einen positiven über das Christentum. Sie werden staunen.

  173. @hansmeier555
    ich hatte...

    @hansmeier555
    ich hatte gestern abend als ich von wien nach regensburg gefahren bin mit meinem freund aus heidelberg – dem spd mitglied, katholischer linker altbayer, praktiziert weniger die riten der rkk glaubt aber eher an sie als ich – über die wundersame wendung im blogg diskutiert. also die wiederauferstehung am xten tag. den rest der diskussion erspare ich dem gremium hier, aber ihm ist gleich aufgefallen, dass ihre kommentare eine andere qualität zeigen. ich habe das nicht gleich geglaubt, aber nachdem ich jetzt nach knapp einem tag wieder in den blogg sehe.. ist das der hansmeier555 auf standby?
    wurde er nicht in alter frische in stützen der gesellschaft II erweckt. ich bin sehr verwirrt – lost in translation?

  174. @unellen01. April 2011, 21:43...
    @unellen01. April 2011, 21:43 Zum Restrisiko:
    Risiko eines Ereignisses = Eintrittswahrscheinlichkeit mulipliziert mit den Auswirkungen des Ereignisses
    ist das so? wenn ja, dann ist das eine zahl, die sie risikomaß“technisch“ wegwerfen können.
    zu risikomaßen gilt auch nicht nur für mathematik, finanzen et al.
    http://www.math.ethz.ch/~delbaen/ftp/preprints/CoherentMF.pdf
    was sie ober schreiben wäre versicherungstechnisch eine färe prämie, die aber dazu führt, dass sie als versicherer, in dem fall die erdenbevölkerung mit sehr hoher wahrscheinlichkeit „pleite“ gehen

  175. @unellen
    der VAR, das wäre...

    @unellen
    der VAR, das wäre hier ein großer (95%, 99%-Konfidenz) Supergau, ist aber wie Artzner immer sagt auch nichts wert, aber zumindest hat ihn riskmetrics, jpmorgan in die finanzwelt und in solvency II etc. eingeführt

  176. @DA
    der fahrradbeitrag?...

    @DA
    der fahrradbeitrag?

  177. Sehr geehrter Don,
    es freut...

    Sehr geehrter Don,
    es freut mich außerordentlich, dass Sie sich noch einmal zu Wort melden wollten.
    Und wieder gefällt mir, einem erzkonservativ katholischen CSUler, Ihr Beitrag über die Maßen.
    Vielleicht werden wir ja doch noch etwas mehr von Ihnen lesen.
    Und nur weil die eine Oper mit einem Furioso endet, heißt das ja noch lange nicht, dass nicht eine nächste komponiert wird.

  178. Ich persönlich bin ja der...
    Ich persönlich bin ja der Meinung, daß es sich beim Fegefeuer um das Missverständnis der Kremierung/Einäscherung handelt.

  179. Eben aus dem häuslichen...
    Eben aus dem häuslichen Briefkasten gefischt:
    .
    CHANCENFORUM 2011, mit „Unterstützung der IHK für Oberfranken“ stehen die Experten bereit. Ihre Themen 1. Aus Nein mach Ja – Verbale und nonverbale Verhandlungsstrategien, 2. Schlüsselfaktoren erfüllter Arbeit – Die 7 Lügenmärchen von der Arbeit, 3. Souveränes Verhalten in schwierigen Gesprächen – Das 1 x 1 des Gesprächsklimas, 4. Durchschaut! – Das Geheimnis, kleine und große Lügen zu entlarven, 5. Mach dein Ding! – Klartext für Ihr Leben, 6. QUERMACHER braucht das Land! – Erst Regeln, dann Rekorde brechen.
    .
    Einer ergebnisoffenen Überprüfung der Kernkraftwerke steht nichts mehr im Wege…

  180. Zur eschatologischen Deutung...
    Zur eschatologischen Deutung der Nuklearkatastrophe passt ja dann der Ablasshandel: Co2 Steuer, E 10 – Strafzahlung für die Mineralölhersteller (die natürlich auf alle Sorten umgelegt wird und aufgeschlagen) (ja ich habe den alten 3erBMW meines Vaters heute betankt, mit ultimate 100, und mich geärgert).
    Leider sind aber hier irdisch nur zeitliche Ablässe zu haben, irgendwie nicht wirklich befriedigend.
    Fegefeuer und Ablass korrelieren eng mit dem Aufkommen der Geldwirtschaft insbesondere in den Handelsstätten. Man kann Zeit und Ort auf Karten des Mittelalters eintragen, wo die Theologen das erstmals kommentierten:
    Oberitalien, Köln, Paris….
    Damals Städte mit Handelshäusern, die gerade Wechsel, Kontokorrentkredit, Bilanz und viele andere schöne Dinge entwickelten.

  181. @CaoKy60: FEGE-Feuer und der...
    @CaoKy60: FEGE-Feuer und der Zauberlehrling „Besen, besen seids gewesen“
    angeneheme: Cehre-woche vor der eigenen Türe noch !
    http://img222.imageshack.us/i/heilhilfetmcarefee.jpg/

  182. Während wir in der IT uns vor...
    Während wir in der IT uns vor 12 Jahren mit der Y2K-Weltuntergangsstimmung beschäftigen durften war so manchem mein Verweis (oder um es Hyper/Intertextuell zu formulieren der Link) auf das Identitätsfäschlungsproblem vom Census beim Y0K (sie wissen schon, diese Geschite die mit … er(zeugte) … er(zeugte) … er(zeugte) … doch da kam der weibliche Ableger von Lari Fari Mogelzahn ….) also der Fleckentferne(R) Empfängnis bei den Registern/Authentifizierung dann doch eher ein Rätsel.
    Ich mag InventuHr wenn sie mit „H“ geschrieben wird.

  183. Hier wird so viel kommentiert,...
    Hier wird so viel kommentiert, dass ich mit dem Lesen kaum nachkomme. Und die Kommentare sind zum Teil, was man von der FAZ gar nicht gewohnt ist, sehr gut, vor allem:
    .
    @unellen 02. April 2011, 10:06
    guter Kommentar, vielen Dank. Vor allem dass Sie das Stichwort Kernfusion genannt haben.
    .
    @Jonas Amazonas
    Halt! Bitte nicht alle Techniker und Ingenieure in einen Topf werfen. Ihre Kritik mag in bestimmten Fällen zutreffend sein, denn vieles was wir in den Medien von sogenannten Experten (oder soll ich besser sagen: der Stromkonzern-Lobbyisten, deren abhängig Beschäftigten, Spekulanten, Gewinnmaximierern etc.) sehen und gesehen haben, dient(e) nur den eigenen Interessen. Es gibt sehr wohl auch vernünftige und unabhängige Physiker und Ingenieure, die schon lange vor den Gefahren der mit Kernspaltung arbeitenden Kernkraftwerke warnen und sich auch Gedanken über umweltschonende Energiegewinnung und -speicherung machen. Nur treten diese Ingenieure ausserhalb der Hörsäle kaum in der Öffentlichkeit oder den Massenmedien (und schon gar nicht in Form von hellgrün gefärbten FAZ-Kommentaren) auf, die nur an Klickraten und Einschaltquoten zwecks Gewinnmaximierung interessiert sind.

  184. akzeptieren sie endlich, daß...
    akzeptieren sie endlich, daß der Mann über die E(y|i)e(r|s) und die zwote Nase verfügt aus deren Rotz der Bauplan für Leben entsteht, genau wie es sich bei dem was sie Beine nennen um stärkere arme handelt. Die genetische Mutation, die wohl einem Zufall bei der Veränderung von DNA im Rahmen des Beschusses durch NATÜRLICH vorkommende Radioaktivität geschuldet ist (nuklearere Zerfall findet auch ohne Menschengemachte Atomkraft statt) Genau wie das Verwachsen von Eierschale und Körper im Falle von Säugetier-Schwangerschaften. Und ein Krokodil ist von der menschlichen Anatomie auch nicht wirklich weit enfernt.
    Im Gegensatz der zur Dogmaische Festlegung von Textinterpretationen Nichtwissenschaft Theologie allenfalls als Unterwissenschaft der Sprachwissenschaften lässt sich Evolutionsbiologie beweisen.
    Und da sind wir bei den Missgeburten/Strahlenopfern welche Evolutuion als Folge genetischer Muttion nachweisen.
    Wer den Fehler eines linearen Zeitablaufes macht, der braucht natürlich einen intelligenten Designer und – das enttarnt jedwelche Religion als dumm (aber glaübig) sind sie – dann wieder etwas, woher dieser intelligente designer kommen muss.
    In der Programmierung würden wir sowas eine Schleife mit fehlerhafter Endbedingung nennen.

  185. "In zwanzig Jahren auch genaue...
    „In zwanzig Jahren auch genaue Analysen, dass allenfalls Promille der Bevölkerung betroffen sind, und erwarten Sie bitte keine Berichte, wie es denjenigen geht, die von diesen Kleinstunwahrscheinlichkeiten betroffen sind, runtergerechnet auf den Einzelfall in der Millionenmetropole Tokio, vom Morphium, das sie Tage und Wochen bekommen, weil sie sonst die Schmerzen nicht ertragen, in denen sie sterben.“
    wirklich klug. erkenntnistheorie auf stecknadelgröße. ich mag das.

  186. 1.b4 g5...
    1.b4 g5

  187. Interessant wäre doch mal ein...
    Interessant wäre doch mal ein Beitrag über die Stützen der Gesellschaft so im Jahre 1950. Als Trödler bearbeite ich gerade den fotografischen Nachlaß einer um 1920 geborenen Dame, die ab Ende der40er die gesamte Welt bereist hat und auch immer mit den “ Gadgets“ der Zeit ausgestattet war, insbesondere schicken US-Cabriolets. Aber was hat man zu der Zeit gedacht über die zukünftige Technisierung der Welt? War man blind zukunftsgläubig oder gab es schon eine Ahnung der uns heute bewußten Gefahren der Technik?

  188. Wir hatten einen Lehrer in der...
    Wir hatten einen Lehrer in der Schule (Philosophie/Deutsch/Ehik) der behauptete, die Ermordung Abels sei die Erbsünde gewesen.
    .
    Bestimmt dachte er auch, Fegefeuer und Hölle seien dasselbe.

  189. > Machen Sie den Selbstversuch...
    > Machen Sie den Selbstversuch und versuchen Sie einen kritischen Kommentar
    > über islamische Gewalt oder gar einen positiven über das Christentum.
    Gehen Sie doch zu PI, da finden Sie genau das wonach Sie suchen. Machen Sie mal dort den Selbstversuch, schreiben KEINE Hetze über den Islam und schauen ob es freigeschatet wird.
    Umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus: Wann lesen wir denn einmal in der so feinen „abendländisch jüdisch-christlich geprägten Wertegemeinschaft“ (harharhar) einmal etwas positives über den Islam, Türken oder Araber? Oder um es für Sie verständlicher mit dem spaßig diskriminierenden Wortschatz auszudrücken: die „Kulturbereicherer“? Wann gab es in der FAZ etwas negatives über das Christentum zu lesen, wenn nicht wieder einmal ein durchgeknallter Priester oder Pfarrer ein Kind sexuell misshandelt hat? Von den Kreuzzügen in den Irak, Afghanistan und überall wo Erdöl fließt ganz zu schweigen.

  190. @b4
    Erinnere mich an meinen...

    @b4
    Erinnere mich an meinen Ärger bei zufälliger Rolf-Schneider-Lektüre „Winter in Wien“. IAEO statt AEIOU, das war sein Fazit.
    .
    Warum nicht eine Litanei zusammenstellen, in der weltweit alle AKWs aufgezählt werden: Dass Du uns von Unfällen in Temelin verschonen mögest, oh Herr.
    Sonst halt Votivtafeln.

  191. Ach wo, Moslems.
    .
    Ausser...

    Ach wo, Moslems.
    .
    Ausser Berthold IV gibt es hier nicht mal bekennende Protestanten.

  192. @ Nil Pferd
    Natürlich wollte...

    @ Nil Pferd
    Natürlich wollte ich niemanden bloß aufgrund seines Berufs angreifen; insbesondere unter Physikern kenne ich auch persönlich sehr nachdenkliche und kritische Wissenschaftler, die diese Bezeichnung fürwahr verdienen. Beim Schreiben hatte ich vielmehr die auch von Ihnen angeführten Verfasser der „hellgrün gefärbten FAZ-Kommentare“ vom Schlage eines ‚Vandalen‘ vor Augen.

    Als ich vor Jahren zum ersten Mal die berühmt gewordenen Tagebücher von Victor Klemperer las, habe ich mich gewundert, was er als Romanistik-Professor mit seinen Vorlesungen ausgerechnet an der Technischen Hochschule Dresden zu tun hatte. Wie wir jetzt sehen, wären profundere Kenntnisse des Dante’schen Fegefeuers auch in der Ingenieursausbildung nicht fehl am Platze.

  193. unellen, 01. April 2011,...
    unellen, 01. April 2011, 21:43: ‚Man könnte von den Kohlekraftwerken die chinesische Steinkohle verbrennen ähnliche Höllenszenarien erdenken, nur sind die Leiden der Verdammten dort kein Höllenfeuer sondern das langsame Ersticken in dunklen Tunneln hunderte Meter unter dem Tageslicht. Nicht die Atomkraft schafft dantehafte Szenarien, wir selber mit unserem unersättlichen Lifestyle bauen uns die Höllen selber.‘

    uran kommt auch nicht vom bäcker… länder wie niger – woher das uran in deutschen kernkraftwerken stammen dürfte, bevor es in frankreich abgereichert wird – gelten nicht gerade als vorreiter der arbeits-, gesundheits- und strahlenschutzes.

  194. ...
    http://www.sueddeutsche.de/politik/blutige-proteste-in-afghanistan-un-bestuerzt-ueber-toetung-von-mitarbeitern-1.1080487
    „US-Prediger … Jo(+h)n(-e-s)“
    Heute gibt es gegrillte Echsen, sozusagen Echsenverbrennung!

  195. @vroni:Liebste Vroni,
    mir lag...

    @vroni:Liebste Vroni,
    mir lag fern alle Atomkraftgegner in einen Topf zu schmeißen, natürlich gibt es auch viele die ihre Meinung auf eine fundierte Basis stellen und auch an ihren eigenen Verbrauch denken.
    Was mir nur gehörig auf den Keks geht sind die Leute die nur protestieren um zu protestieren, Allgemeinplätze übernehmen, sich aus Halbwissen Meinungen bilden aber noch nicht mal bereit sind das kleinste Bischen am eigenen Verhalten zu ändern, und in meiner Wahrnehmung ist das momentan die Mehrheit. Wir in Deutschland können ja auch dank des Ausbaus von Windkraft, etc. mittelfristig aussteigen aus der Atomkraft (aber um eine gewisse Kompensierung mit fossilen Brennstoffen werden wir dennoch nicht herumkommen!).
    Wasserkraft ist hier übrigens ziemlich ausgeschöpft und überdies ökologisch auch nicht unproblematisch (so sind Staustufen an Flüssen Hindernisse für die Tierwelt, etc.)
    @BertholdIV: Das ist die offizielle Definition in der Risikoforschung.
    @sterne: „Hauptsache dafür“ ist natürlich auch keine Meinung, die man sich ohne jegliches Hintergrundwissen bilden sollte.
    @Nil_Pferd: Vielen Dank für die Verteidung meines Berufstandes :-)

    es macht einfach keinen Sinn nur mit den negativen Auswirkungen eines Atomunfalls und dessen Schrecken zu argumentieren solange man diese negativen Auswirkungen nicht anderen Energieerzeugungsformen gegenüberstellt. Im Zeitraum 1992 bis 2002 kamen China 59.543 Bergleute bei Grubenunglücken ums Leben. Nimmt man die indirekten Auswirkungen wie Klimawandel hinzu so ist die Bilanz bei Atomkraft in Bezug auf Todesfälle besser, da gibts einfach nichts dran zu rütteln.

  196. So haben denn unsere...
    So haben denn unsere Stossgebete allfälligst gefrommt, Euer Liebden. Willkommen zu Hause !!! Gerne würden wir an Statt des Übels in Japan zu commerorieren unsere Plauderien auf angenehmere Dinge lenken, wie z. B. disputationes über höhere Töchter. Eschatologisch gesehen ist aber auch dieser Drops eher gelutscht, wenn man ihn in Relation zu dieser üblen Katastrophe setzt. Sollten die Verantwortlichen Seppuku begehen zu wollen … ein Sekundant mehr steht ihnen zur Verfügung.

  197. Oder versuchen Sie doch mal,...
    Oder versuchen Sie doch mal, was gegen den Protestantismus zu sagen – Sie werden aufs grausamste niedertoleriert.

  198. Nach der Demo du dem Herrgott...
    Nach der Demo du dem Herrgott dankst!
    Wir standen wütend an der Schranke.
    Ganz ehrlich, sie macht mir wirklich Angst!
    Atomkraft? Nein, Anke!

  199. unellen, 02. April 2011,...
    unellen, 02. April 2011, 10:06: ‚ich hab mal spaßeshalber die glühenden Atomkraftgegner in meinem Umfeld gefragt wieviel Strom sie denn verbrauchen, die meisten konnten mir darauf keine Antwort geben. Aber Hauptsache dagegen.‘

    es gibt inzwischen die kalte fusion – ihre nutzung scheitert bisher lediglich daran, daß eine erklärung der abläufe fehlt (…!). es gibt diesel aus müll. es gibt fahrzeugbatterien mit reichweiten von 600km. ein russischer geologe hat die theorie, daß öl nicht in jahrhundertelangen prozessen aus versunkenen regenwäldern entsteht, sondern an den kontaktflächen bestimmter tektonischer formationen. co2 stellt ein klimaproblem dar, jedoch nicht die sich ausbreitenden kondensstreifen von flugzeugen. wir müssen alle kraftstoffe sparen, es gibt aber kaum noch neuwagen mit weniger als 100 PS, besonders sparsame modelle haben 350 PS. die produktion fast aller güter erfolgt in asien, was zusätzliche transportkosten erzeugt. obst und lammfleisch kommen per flugzeug aus neuseeland. rindfleisch per schiff aus argentinien. klingt das irgendwie nach drohender ölknappheit oder der verzweifelten suche nach alternativen energiequellen?

  200. @HansMeier555 02. April 2011,...
    @HansMeier555 02. April 2011, 19:50
    steht bei mir im schrank, hat mir ein freund rkk-religions und deutschlehrer an einem gymnasium in deropf, mal zum geburtstag geschenkt. ist (beinahe) zum eklat gekommen, da ich dieses rkk-reaktionäre buch nicht wollte. will es jemand im blogg; luxusausgabe mit vielen bildern von wien?

  201. @specialmarke, ".....gut...
    @specialmarke, „…..gut gerüstet und von außen gut überstehen……….“
    Was auch immer das heißt. Lesen Sie mal „Restrisiko“ heute in der SZ/Report(Print).
    Ich meine, die Abrechnung kommt immer am Schluß.
    .
    Feuer und Fegefeuer der kath. Kirche. Zur Zeit der spanischen Inquisition hatten die verurteilten Häretiker dies schon zu Lebzeiten zu spüren bekommen. Auf die Hölle brauchten die nicht erst zu warten.

  202. Dem Einen oder Anderen zu...
    Dem Einen oder Anderen zu Lektüre anempfohlen. Aufklärung über die spätindustrielle Gesellschaft, Zerfall von Familie und Bildung.
    >Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-29304-1< Verblüffend für mich immer wieder, wie naßforsch über Glaube und Religion ohne nähere Kenntnis in sog. liberalen Kreisen schwadroniert wird. Deum colit, qui novit. Sen.epist.95,47 (Gott verehrt, wer ihn kennt.)

  203. Sorry, der Beitrag...
    Sorry, der Beitrag „Restrisiko“ in der SZ steht unter „Wissen“, unter Report steht ein mindestens so interessanter: „Reif für die Sonne“. Solarthermiekraftwerke Andasol 1-3 im spanischen Guadix/Andalusien. Entwicklungen für Desertec in Nordafrika. Deutsche Unternehmen RWE und Siemens dort führend. Wie Franz Alt sagt: Die Sonne schickt uns keine Rechnung.

  204. @unellen: danke für Ihren...
    @unellen: danke für Ihren Kommentar, der gefällt mir am besten. Weil er echte Verantwortungsethik anspricht und sich darum kümmert, was morgen auf den Teller kommt, statt in der Bußprozession mitzuklagen.
    Irgendwie scheint sich zunehmend eine Ideologie des Vegetierens auszubreiten, als ob Menschen Matratzentierchen seien (die Fossilien, die im warmen eozänischen Ozean vor sich hin photosynthetisierten). Das ist doch einfach inadäquat.
    @kampfstrampler: und solche kleinen historischen Ausflüge sind mir auch sehr willkommen.
    @prince matecki: interessante Beobachtung. Und nun sind wir wohl beim Flusserschen Konsumenten, durch den alles reibungslos hindurchfließt, und dem Lenken und Hindernisse überwinden fremd geworden sind.

  205. @BertholdIV
    Interessant. Und...

    @BertholdIV
    Interessant. Und woher haben Sie den Petersdorff?

  206. @unellen.
    Über die...

    @unellen.
    Über die chinesischen Bergwerke wissen Sie ja gut bescheid. Jetzt warten wir mal gespannt auf die chinesischen Atomkraftwerke.

  207. Willkommen zurück, Don...
    Willkommen zurück, Don Alphonso und schön, dass der letzte Text nicht das letzte aller hiesigen Dinge war.
    @ unellen und Mitdiskutanden: Atomgegner wüßten nicht um ihren Stromverbrauch – dafür bin ich ein Gegenbeispiel, auch wenn hier jeder alles behaupten kann. Ohne Nachschauen: Meiner liegt zwischen 840 und 890 Kilowattstunden pro Jahr. Ich hab mich neulich mit Freunden unterhalten, die kannten ihren auch genau.

  208. Seit 1945 fanden auf diesem...
    Seit 1945 fanden auf diesem Planeten eine Menge Kernwaffentests statt, von denen jeder einzelne als GAU bezeichnet werden kann.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Atomwaffenversuch
    .
    Das Geheule hier ist das Zetern einer gelangweilten Generation, die unbedingt eine sensationelle Katastrophe braucht, um endlich mit ihren Vorfahren gleich zu ziehen.
    .
    Unellen, colorcraze, wie so viele Frauen seid Ihr sehr vernuenftig.

  209. @Don Carlos: Ihre Alternativen...
    @Don Carlos: Ihre Alternativen in Ehren – jeder würde sich freuen, wenn daraus was würde. Nachdem ich als junger Leser in den 50er Jahren von Autos las, die bald mit Atomkraft fahren, und immer noch darauf warte, bin ich beim Lesen solcher guten Nachrichten etwas skeptischer geworden…

  210. @unellen, sicher vieles...
    @unellen, sicher vieles richtig, was Sie schreiben, nur just im letzten Satz belegen sie sehr eindrucksvoll, daß es eben so einfach nicht ist. Die toten Grubenarbeiter sind tot, und hörte man heute auf zu graben, kämen keine nach bis auf die Staublungentoten. Ähnlich wie bei Bäckern. Abgesehen davon möcht ich vermuten, daß die Chinesen Kraft ihrer Erziehung eher der Gefahr ins Auge zu blicken gewillt sind, als deutsche Kollegen. Warum ziehen Sie die nicht heran? Die Bilanz sähe anders aus. Ich kenne Leute, die in China waren; wie man dort zum Teil noch arbeitet, ist für unseren Stand der Arbeitssicherheit apokalyptisch.
    Von der Atomkraft können wir doch gar nichts sagen, nur das Jetzt, die alten Kraftwerke sollen aber noch, da gerade verlängert, bis 2018 laufen. Und noch nicht einmal ist die Endlagerfrage geklärt. Die Hypothek auf die Zukunft ist unermeßlich. Theoretisch müßte man alle AKWe abschalten, gäbe man Gorleben auf. Asse strahlt schon jezt und kostet immens. Können Sie da ne Risikoprognose wagen? Ich nicht.
    Ganz abgesehen von den Anekdoten der Kosten, die man uns auftischt, um dies und jenes zu rechtfertigen. Die Atomkraft ist nun mal absolut gesehen nicht beherrschbar und finanzierbar. Andere Energien – fossile und erneuerbare- schon. Und günstig ist sie auch nicht, denn die Preise sind in Leipzig drastisch gesunken, nur kommt davon nix beim Verbraucher an.

  211. Oh, Don Carlos ist ein...
    Oh, Don Carlos ist ein Anhänger von Verschwörungstheorien (dennoch müssen Autobatterien auch irgendwo aufgeladen werden). Energiegewinnung aus kalter Fusion ist ein Mythos.
    Mein Auto (zwei Jahre alt) hat übrigens 69 PS. Und ich kaufe weder Lamm aus Neuseeland noch Rind aus Argentinien (noch im April Erdbeeren aus Spanien). Es zwingt keiner die Leute sowas zu kaufen, aber offenbar wird das so von der Masse gewollt. Würde keiner mehr das Zeugs kaufen, würde es auch nicht mehr hergestellt.
    @Nico: diese Technologien sind in der Tat ebenfalls vielversprechend, für den Hausgebrauch macht übrigens Solarthermie zur Warmwasserbereitung energetisch den meisten Sinn was Nutzung von Sonnenkraft in Deutschland angeht.

    ich muss bei solchen Diskussioen immer an eine Begebenheit aus einem Kurs an der Uni denken, dort ging es um Nachhaltigkeit. Wir sollten uns als Hausaufgabe überlegen was denn jeder von uns konkret für Umwelt und Nachhaltigkeit tun könnte. Ein Kommilitone meinte ganz lässig „also es wäre super nachhaltig, wenn wir zu Hause einfach komplett auf Strom verzichten würden “ die Kursleiterin so „also, neeeee, das ist ja auch keine wirkliche Alternative…“ Kommilitone daraufhin „Wieso denn nicht? In meiner Heimat ist das ganz normal, auf dem Land hat fast keiner Strom zu Hause“.
    Er kam aus Kamerun.
    Und er hat wunderbar entlarvt, dass viel von dem mit dem wir uns als Umweltschutz brüsten angesichts unseres Lebensstandards pure Augenwischerei ist. Wir können noch so viele A+ Geräte haben, brav den Stecker ziehen, Müll trennen und die Pinkeltaste auf dem Klo drücken, das ändert wenig daran dass wir Unmengen an Energie benötigen, mehr als wir mit erneuerbaren Energien bisher decken können.
    @colorcraze: Danke für das Kompliment :-) manchmal wäre ich auch lieber ein friedlich hintreibendes Matrazentierchen, das würde jedenfalls vieles einfacher machen.

  212. @pulsar
    Whether we bring our...

    @pulsar
    Whether we bring our enemies to justice, or bring justice to our enemies, justice will be done. We’ll meet violence with patient justice — assured of the rightness of our cause, and confident of the victories to come. In all that lies before us, may God grant us wisdom, and may He watch over the United States of America. Amen!
    [Jesus loves you all]

  213. unellen und helga schulze...
    unellen und helga schulze wirken wie zwei vom vormundschaftsgericht entsandte sozialarbeiterinnen, die mitbürger entmündigen wollen, welche der meinung sind, etwas weniger übermaß sei immernoch genügend wohlstand. ablehnung stachelt ihren missionierungseifer noch an. dabei könnten die liquidatoren in fukushima ihren zuspruch viel besser gebrauchen. nicht, daß dort noch große überzeugungsarbeit geleistet werden müßte – wer unter diesen bedingungen kämpft, hat keine zweifel am nutzen der technologie für das gemeinwohl. doch nach einem harten arbeitstag, der mit einem glas orangensaft und keksen beginnt und mit einem fertiggericht endet, könnten ein paar wärmende worte von einer ebenso kerntechnologiebegeisterten mitstreiterin im geiste die fehlende bleidecke ersetzen. der hinflug nach japan ist billiger als der rückflug (zufall?). und in einer diskussionsrunde mit atomangsthasen dürfte der hinweis auf den eigenen einsatz für die energiesicherheit aller (selbst derer, die keine benötigen), ein unschlagbares argument sein. wohin kann man für den flug spenden?

  214. @unellen:

    An Ihrer Stelle...
    @unellen:
    An Ihrer Stelle würde ich das argentinische Steak kaufen. Begründung 1: die Viecher leben draußen. Begründung 2: Die werden sehr sparsam nach Europa gebracht. Nehmen wir an, in einem 40 ft.-Kühlcontainer sind 200 Bullenhinterviertel. netto 16 Tonnen. Jetzt nehmen wir an, auf dem Containerschiff stehen 4.000 Container (für Experten: gerechnet in FEU statt in TEU). Das Schiff verbraucht 250 Tonnen Schweröl pro Tag (der Einfachheit wegen 1 kg/l statt 0,91). Es fährt in 24 Stunden mit 20 Knoten und schafft dabei 888 Kilometer. Pro 100 km: 281.532 Liter. Pro Container 70,38 Liter/100 km. Pro Kilogramm Bullenhinterviertel 0,0044 Liter/100 km. In Rotterdam (oder sonstwo) wird der Kühlcontainer auf einen Container-Sattelzug umgeschlagen. Einschließlich Generatorset zum Antrieb der Kühlmaschine braucht der 35 Liter/100km. Für die 200 km zu Ihnen nach Bottrop also 70 Liter. Pro Kilogramm also 0,218 Liter/100 km. Wir lassen jetzt mal das Kühlhaus und den Nahverkehrs-Kühl-Lkw weg, und nehmen mal an, Sie fahren mit Ihrem 69 PS-Nennleistungs-Pkw einen Kilometer zum Metzger Ihres Vertrauens, um dort ein Kilogramm Steak aus dem Container aus Argentinien zu kaufen. Also Gesamtstrecke 2 km. Da der Motor in der Warmlaufphase – aus der kommen Sie wegen der geringen Entfernung nicht heraus – 20 l/100 km verbraucht macht das 0,4 Liter für die Aktion insgesamt. Also: Nicht die Langstrecke ist das Problem: Sie mit Ihrer Beschaffungslogistik sind es.
    gruß fb

  215. @Filou (22:14): so isses....
    @Filou (22:14): so isses.
    @Don Carlos: meine Familie hat sich im 20. Jhdt für Strom entschieden (qua Verkauf von Wald für ein Staubecken), und ich will keine Stromunterbrechung. Auch keine durchglühenden Leitungen und auch keine an der Grenze hochgehenden Meiler. Und jetzt hurtig Gaskraftwerke hochzuziehen geht auch ein paar Jahre. Sie werden sich also noch ein wenig gedulden müssen.

  216. Sachte, Freund: finem lauda,...
    Sachte, Freund: finem lauda, nur das Ende soll man loben. (Don Alfonso)
    So betrügt das Schicksal die Menschen in ihren Hoffnungen. Ach wer könnte bei soviel Unglück, wer könnte das Leben noch lieben? (Alle)
    (Così fan tutte.)

    03.04.2011 KEIN APRILSCHERZ

    HIER stirbt der Grenzgänger. Für immer!
    Er wird Ihnen somit die Aufmerksamkeit entziehen. Ihre Art von Selbstdarstellung und Selbstvergewisserung durch Feststellung wer treue(r) Anbetende(r) ist, empfinde ich als Unerträglichkeit. Das ist eine Schmierenkomödie und Scheinheiligkeit.
    Treten Sie zurück Herr von und zu Tegernsee!

    Aber nein: Der Kapitän des Hauses hat noch einmal ein Machtwort gesprochen, nachdem die beleidigte Leberwurst vom Tegernsee keinen angemessenen Zeitraum zu Klärung der Vorfälle und Vorwürfe warten konnte. Statt dessen wurden von ihm die ansonsten so verachteten Massen mobilisiert und getragen von einem zu siegen habenden Heilsblog wurde er zurückgefordert.
    Ein Hans Zehrer sind Sie (noch) nicht.
    Die Sinne von denen im Maschinenraum sind nunmehr gestärkt, getrimmter…

    Gratulation zum Rücktritt vom Rücktritt….
    .
    Time can tear down a building, or destroy a woman’s face
    Hours are like diamonds, don’t let them waste.
    And time waits for no man, no favours has he.
    And time waits for no one
    And it won’t wait for me.
    (The Rolling Stones)

    PS. Machen Sie es gut lieber Filou, auch wenn Sie für F. Zappa keine Begeisterung zeigen konnten. Immerhin haben wir beide etwas gemeinsam. Wir mögen Bayern Alpha.
    Und hier noch etwas für Sie was Sie vermutlich eher bevorzugen.
    http://www.youtube.com/watch?v=Geb5mJdCnKo&playnext=1&list=PLCFA5A09F8B6C7013

    Denn manche von uns hier unten können nicht nur Western, sondern auch Country..

  217. Wie sagte Epikur:„Der Tod...
    Wie sagte Epikur:„Der Tod geht mich eigentlich nichts an. Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und solange ich bin, ist er nicht.“
    Die Notwendigkeit sich über die Konsequenzen seiner Handlungen auch über den Tod hinaus zumachen, wird erst durch solch schrulligen Fegefeuervorstellungen produziert.
    Nachdem die Aufklärung uns davon befreit hat, bedurfte es nun mehr fast 200 Jahre bis man unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ ein funktionales Äquivalent gefunden hatte.

  218. "Eine echte Antwort weiss ich...
    „Eine echte Antwort weiss ich auch nicht, aber die einfachste und sinnvollste ÖLöung würde an der Wurzel ansetzten: Weniger Menschen.“ (02. April 2011, 03:08)
    @DA
    Die eschatologischen Werkzeuge für die einfachste und sinnvollste ÖLöung, die Sie propagieren, schlummert in den Arsenalen der Militärs und das Restrisiko für das Erleben ihres Einsatzes wird in den kommenden Jahrzehnten nicht kleiner werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei deutlich mehr Staub aufgewirbelt wird als heuer in Fukushima, ist beträchtlich. Ich werde am Tag nach Eintreten des Restrisikos beim Betrachten der Fernsehbilder ein paar gesalzene Erdnüsse knabbern, mein Glas heben und mich mit Ihnen freuen: wieder ein paar Hunderttausende weniger.
    Bottoms up!

  219. geehrter Hans Meier 555, nun...
    geehrter Hans Meier 555, nun haben Sie sich einmal nicht so, Luther
    war kein schlechter Kerl und langsam reicht es mit den Evangelen.
    Die Katholiken waren immer bösartiger.

  220. Hier im Glockenturm der...
    Hier im Glockenturm der Eloquenz ein schlichtes Bimmeln. Den Atomrealisten, (wenn sie es doch läsen), das Morphium zu prophezeien stand aus. Gut, Mister Don.

  221. Noch ein...
    Noch ein Wendehals:
    http://www.youtube.com/watch?v=If-0t4EJsPY

  222. Eher schon ein...
    Eher schon ein Brummkreisel:
    http://www.youtube.com/watch?v=ZbKDwj-fMk4&feature=related

  223. @unellen.
    gbt es die...

    @unellen.
    gbt es die offizielle definition der risikoforschung?, in der finanzwelt wäre das var (solvencyii), also ein maximaler schaden. aber gibt viele risikomaße und nicht nur in der finanzforschung (VaR, Vola, lower partial moments, erwartungswert des schadens (gaus?) („ihr“ risikomaß). diseses maß, dass sie angegeben haben ist eines auch oft benutzt, aber eigentlich ein sehr einfaches und eines das unterschätzt.
    hier findet sich einiges, auch wenn ich dort schon öfters vorträge gehalten habe, erlaube ich mir das trotzdem anzugeben, auch wenn herr helbing vorsitzender ist ;o)
    http://www.dpg-physik.de/dpg/organisation/fachlich/aksoe.html
    da kann man auch nachlesen, ich bin zwar auch mitglied, aber m.e. ist die organisation nicht so der brüller:
    http://www.rma-ev.org/
    gut von mathematischer seite m.e. immer noch paul embrechts und nicht nur, weil er persönlich sehr angenehm ist:
    2008. McNeil, A.J., Frey, R. and Embrechts, P. Quantitative Risk Management: Concepts, Techniques and Tools Japanese translation published by arrangement with Princeton University Press.
    2007. Balkema, G. and Embrechts, P. High Risk Scenarios and Extremes. A geometric approach Zurich Lectures in Advanced Mathematics, European Mathematical Society Publishing House, 388 pages. For more information, see European Mathematical Society
    2005. McNeil, A.J., Frey, R. and Embrechts, P. Quantitative Risk Management: Concepts, Techniques, Tools Princeton Series in Finance, 608 pages Princeton University Press
    2002. Embrechts, P. and Maejima, M. Selfsimilar Processes Princeton University Press book
    2003. Embrechts, P. Klüppelberg, C. and Mikosch, T. Modelling Extremal Events for Insurance and Finance Springer-Verlag, 648 pages, corr. 4th printing, 1st ed. 1997 book
    schön ist immer, wenn er var (so etwas wie der maximale schaden) immer mit der deichhöhe vergleicht – ich glaube er stammt aus antwerpen- sehr schöne stadt btw:

  224. @plindos
    das betriftt aber...

    @plindos
    das betriftt aber nicht nur die theologie. auch bei risiken wird naßforsch dahergeredet.
    die schweiz lässt die risiken der energieerzeugung immer am paul scherer institut untersuchen? weiß jemand wo die analysen veröffentlicht sind?
    btw: eine risikodefinition, wie hier im blogg für kernkraftwerke diskutiert, würde ihnen in der finanzwelt, aber ein gutes internes kontrollsystem längst um die ohren hauen: so nach der methode: im mittel/erwartungswert reicht mein eigenkapital….

  225. @spezialgeyer 444
    nein: als...

    @spezialgeyer 444
    nein: als oberpfälzer muss ich ihnen sagen, das uns den schädeleinhauen – katholische taliban wie mein freund aus heidelber immer sagte – bei der rekatholisierung geschah nur zu zu unserem seelenheil. wir sind dankbar dafür

  226. @Savall, 1.4., 1801h: Man kann...
    @Savall, 1.4., 1801h: Man kann Pettenkofer da nicht verurteilen- das war im 19. Jahrhundert vorherrschende Lehrmeinung („Miasmische Theorie der Infektionen“) war die Luft Schuld. Die Cholera von London 1849 fuehrte zur Erfindung der medizinischen Statistik- und zwar urspruenglich in VERTEIDIGUNG der miasmischen Theorie. Erst durch John Snow (englische wikipedia, weil ausfuehrlicher: http://en.wikipedia.org/wiki/John_Snow_%28physician%29) wurde ein verseuchter Brunnen als Infektionsquelle identifiziert. Interessanterweise- die Quellen habe ich derzeit nicht zur Hand- hat John Snow uebrigens herzlich geschummelt bei den Daten- erst die Xte Auflage zeigt Daten, die mit modernen Methodenals nicht ehem bereinigt erscheinen….

  227. @unellen
    Der Hinweis auf die...

    @unellen
    Der Hinweis auf die chinesischen Bergwerke ist nun wirklich unapettitlich.
    Da könnte man auch nach der Mortalität beim Atomreaktorbau in Nordkorea fragen.
    Oder wieviele Leute beim Holzeinschlag in Stalins sibirischem Gulag umkamen.

  228. "Hier stehe ich, ich kann...
    „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“.

    Nein, das ist kein Werbespruch für —-

  229. @unellen
    Wie die Physiker so...

    @unellen
    Wie die Physiker so ticken:
    .
    Ihr Leute seid blödes Konsumvieh, das gedankenlos Unmengen von Energie verschwendet, aber Euch dann über unsere schönen Atomkraftwerke aufregt. Haltet Euch raus, ihr versteht nix davon.
    .
    Die Politiker sind umfragengesteuerte Populisten, die uns mit ihren opportunistischen Entscheidungen ins Handwerk pfuschen und uns Physiker daran hindern, in aller Ruhe die objektiv beste Technik zu entwickeln und zu betreiben.
    Sollten sich raushalten, sie verstehen nix davon.
    .
    Bleiben nur wir Atomphysiker selber übrig. Auf unsere Professionalität, Rationalität und Integrität soll sich das Konsumvieh gefälligst verlassen. Wir haben das alles schon sorgfältig ausgerechnet.

  230. Das war aber eine schnelle...
    Das war aber eine schnelle Reise.
    Schön, dass Sie wieder da sind !
    Sie sollten das arme alte Auto nicht so jagen.

  231. Um was geht es hier eigentlich...
    Um was geht es hier eigentlich ?
    Und kommen Sie bitte nicht noch einmal damit, das hier sei doch nur Feuilleton !
    Selbst die Knödlkanone SZ hat zumindest die Frage gestellt, ob der FUKUPENG an Technik an sich oder dem Kapitalism.. ahem, Wirtschaftlichkeit liegt.
    Aber Eschatologie ?

  232. "Aber was hat man zu der Zeit...
    „Aber was hat man zu der Zeit gedacht über die zukünftige Technisierung der Welt? War man blind zukunftsgläubig oder gab es schon eine Ahnung der uns heute bewußten Gefahren der Technik?“
    .
    stimmviech,
    in den fünfzigern war man in den us of a grenzenlos zukunftsgläubig.
    .
    es gab da eher bescheidene vorstellungen von mit kuppeln überdachten städten, nahverkehr mit einschienbahnen, rohrpostbahnen und für kurze strecken mit rollwegen in drei geschwindigkeiten. die etwas grosszügigeren vorstellungen gingen in richtung unterwasserstädte, interplanetarische raumfahrt, raumstationen. es gibt dazu auch reichlich grafische quellen, bei google books ist z.b. die zeitschriften popular mechanics und popular science hinterlegt; die populärtechnischen zeitschriften der damaligen zeit waren die träger dieser vorstellungen (in der brd die zeitschrift hobby).
    .
    interessant dabei ist, dass auch in der udssr in diese richtung gedacht wurde, was ziemlich deckungsgleiche fantasien hervorbrachte. ich erinnere mich an das titelbild einer jugendzeitung aus der ddr der fünfziger jahre, das den entsprechenden darstellungen aus den us of a in keiner weise nachstand.
    .
    die grundlage dieser vorstellungen, billige energie, wurde solange nicht hinterfragt, bis im herbst 1973 offenkundig wurde, dass diese in zukunft nicht mehr zu haben ist.
    übrigens war es die science fiction, die seit etwa ende der sechziger auf ökologische probleme einging.

  233. <p>Kroesus2, es bgeht um das...
    Kroesus2, es bgeht um das Herunterbrechen des Themas auf ein menschliches Mass, und ich denke durchaus, dass man dabei ein paar gebrochene Themenknochen in Kauf nehmen kann. Vielleicht ist auch etwas Subversion dabei. Und vielleicht für manchen auch eine zweite Bedeutungsebene. Wer weiss das schon?
    .

    .
    Ich jedenfalls bin gleich wieder weg. Schöne Grüsse vom Tegernsee!

  234. Ich schreibe auch mal wieder...
    Ich schreibe auch mal wieder eine Spam in diesen Kommentarblock:
    Im katholischen Münsterland, dass ja ein paar Jahrzehnte vor dem Kulturkampf an Preußen kam, kursieren auch noch einige großartige Relikte aus eben jener Zeit:
    Mit 16 gab mir meine Großmutter ein Buch aus dem ausgehenden 19. Jh, das von den „armen Seelen“ handelte. Also von den Seelen, die da im Fegfeuer (statt des jetzt üblichen Fegefeuers) büßten und gereingt/geläutert wurden. Erst handelte es von dem heilsamen ausbrennen aller Sünd und Fäulnis,nach dem dann die ewige, ungehinderte Vereinigung mit dem göttlichen stattfinden kann.
    Dann kam eine theologische Abhandlung darüber, ob es ein besseres Werk wäre für die armen Seelen zu beten, oder hinnieden Heil zu stiften (ich glaube ersteres war vorzuziehen, wenn ch mich recht entsinne).
    Zum Abschluss kamen dann noch allerlei Geschichtchen, die die Existenz des Fegfeuers belegen. So gingen dann nicht wenige Seelen hier um. Entweder durch Gebete oder sonstiges kirchliches Heilswerk wurden ja ab und an Pausen für die gemarterten erreicht. Die verbrützelten dann allerdings auf ihrem Heimaturlaub allerlei Taschentücher, Tischdecken, Holzfußböden und sonstiges leicht entflammbares Inventar der westfälischen Bauernstuben und Bürgerhäuser. Meine Großmutter schauert immernoch bei diesen Geschichten.
    Eine zweite Anmerkung noch:
    Der Begriff Risiko ist, wenn ich das recht behalten habe, ein reines Machwerk der Neuzeit. Riskare hieß, glaube ich, Felsen zu umschiffen oder so. Vielelicht sollte man Das Risiko wieder durch die Plage und das Unheil ersetzen, dass beruhigt irgendwie.
    Übrigens, noch ein praktischer Hinweis:
    An Allerheiligen muss man besonders mit Messern aufpassen. Wenn die mit der Schneide nach oben liegengelassen werden, dann müssen die armen Seelen der verstorbenen Verwandten darauf reiten.
    So, ich verabschiede mich zum sonntäglichen Frühschoppen am Kamin…

  235. Franz von Hahn, wer wird denn...
    Franz von Hahn, wer wird denn sein Licht, zumal es keine Neutronenfackel ist, unter den gescheffelten Teppich kehren

  236. Sehr geehrter Don...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    Ein Unglück, dass – wenn überhaupt – nur statistisch zu erfassen ist, war zur Entstehungszeit Ihres Freskos wohl eher der Inbegriff des Himmels als des Fegefeuers. Im Übrigen erinnert mich die Diskussion um die Abschaltung perfekt funktionierender Industrieanlagen an Aristoteles: hat sich die Verfassung von Monarchie über Aristokratie bzw. Oligarchie zur Demokratie entwickelt, so entwickelt sich diese laut Aristoteles früher oder später unweigerlich zu einer „Herrschaft der Minderwertigen“. Die wirtschaftliche Leistungskraft wird zerrüttet und schlussendlich begrüßt das Volk einen neuen Alleinherrscher, und der Zyklus beginnt von neuem. Wer wird denn das ganze Warmwasser liefern, wenn jetzt alle Warmduscher nach Abschaltung der Heizer plärren? Natürlich ist der drohende Übergang ins Totalitäre eher ein Problem für die Liberalen, die Bürgerlichen werden sich’s schon richten.
    MFG

  237. Und das haben Sie jetzt...
    Und das haben Sie jetzt angerichtet mit Ihrem Posting:
    „Das Ganze ist jetzt in Gottes Hand.“
    Für EU-Energiekommissar Günther Oettinger ist die Lage im AKW Fukushima außer Kontrolle.
    Damit löste er an den Märkten weitere Kursverluste aus.

  238. Restrisiko: Der Legende nach...
    Restrisiko: Der Legende nach sollen im Mittelalter Delinquenten aus den Kerkern für den finalen Schlag des Haltekeils beim Stapellauf im Schiffbau herangezogen worden sein. Dies geschah auf freiwilliger Basis, niemand wurde gezwungen.
    Obwohl die Rückkehrquote gleich null war, waren immer wieder mehr Freiwillige als nötig bereit, diesen Job ins Jenseits zu verrichten. Sie hätten womöglich die Frage nach dem Restrisiko gar nicht verstanden oder mit „Augen zu und durch“ erklärt. Vielleicht aber wollten Sie einfach nur noch einmal etwas Gutes tun.
    .
    @unellen, ja, die Solarthermie ist ne tolle Sache, nur leider erkennt man das in Berlin nicht so recht, denn die Förderprogramme dafür sind ein Greuel, und die jungen Leute können sich schlüssige Konzepte nicht leisten bzw. finanzieren, weil schon das mobil, TFT-Bildschirm, Auto etc. auf Credo läuft; die alten sagen, da sterben wir drüber weg, und das Öl und Gas ist ja auch noch nicht teuer genug. Obwohl schon sehr viel installiert wurde, stehen wir erst am Anfang der energetischen Sanierung. Wenn ich da den Bedarf von Unternehmen sehe, ist das ein enormes Potential.
    Und die Photovoltaik ist dann richtig schlüssig, wenn die Speicherkapazitäten in Form von Brennstoffzellen bzw. Energiezellen technisch und wirtschaftlich realisierbar sind. Da kann auf jedes dach ne Anlage zum Eigenverbrauch. Noch sind sie es nicht. Deswegen muß man Pumpenspeicherkraftwerke und neue Netze bauen, wo es eben geht. Da muß auch manch ein Grünfink im Gedenken an irgendwelche schützungswürdigen Biotope zurückstecken.
    Es geht um Weichenstellung. Jetzt. Bei Atomkraft müssen wir noch in Dekaden rechnen, selbst wenn wir morgen abschalteten, was gar nicht geht, und nur Fantasten wirklich wollen. Wir müssen aber ebenso in großen Zeiträumen bei den Erneuerbaren denken und investieren, und nicht mit Aktionismus. Das ist unser Kapital, da sind wir sogar Weltmarktführer. – Nicht bei der Mauttechnologie, deren Strategen einst etwas ganz Großes, was Einzigariges schaffen wollten – Mercedes und Telekom: andere Länder sind zu doof -, anstatt einfach Plaketten zu verteilen, wie es in anderen Ländern seit Jahrzehnten gut funktioniert. Und eben diese Arroganz der Machbarkeit ist die eigentliche Gefahr.

  239. Mit unserer Zivilisation ist...
    Mit unserer Zivilisation ist es wie mit einem Menschen, der sich in freiem Fall befindet. Noch ist er gesund, das Fliegen macht Spaß und von ihm aus könnte es immer so weitergehen.
    .
    Kann natürlich sein, dass von jetzt keine Reaktoren mehr durchbrennen und die Radioaktivität in Wirklichkeit gar nicht so ungesund ist wie Panikmacher immer behaupteten. Vielleicht ist auch das mit dem Klimawandel nur eine Horrorvision von grünen Spinnern.
    .
    Aber Öl, Kohle und Uran gehen trotzdem irgendwann zur Neige. Und dann?

  240. huch, kaum wirft man einige...
    huch, kaum wirft man einige Fakten in den Raum wird man zum Atomkraftbefürtworter erklärt. Das ist ja putzig.
    HansMeier schrieb:
    „Ihr Leute seid blödes Konsumvieh, das gedankenlos Unmengen von Energie verschwendet, aber Euch dann über unsere schönen Atomkraftwerke aufregt. Haltet Euch raus, ihr versteht nix davon.“
    also die ersten zwei Sätze sind ja gar nicht so verkehrt ;-) meine Schlussfolgerung ist jedoch eine andere: Setzt Euch mit Eurem Konsumverhalten bitte erstmal auseinander bevor Ihr Euch nur hinstellt und protestiert.
    dann schrieben Sie:
    „Die Politiker sind umfragengesteuerte Populisten, die uns mit ihren opportunistischen Entscheidungen ins Handwerk pfuschen und uns Physiker daran hindern, in aller Ruhe die objektiv beste Technik zu entwickeln und zu betreiben. Sollten sich raushalten, sie verstehen nix davon.“
    Ich schmunzel mal in mich rein und sag lieber nix dazu :-) Aber schauen Sie sich mal an was in Tschernobyl passiert ist, schauen Sie sich das Gezerre um Gorleben an, schauen Sie mal wie sich Lokalpolitiker profilieren wenn es um den Bau einer Windkraftanlage auf ihrem Hoheitsgebiet geht. Nennen Sie mich arrogant, aber ich glaube tatsächlich dass Physiker und Ingenieure zumeist besser mit Problemen solcher Art auskennen.
    Ach was, Sie müssen ja noch nicht mal so weit weggehen, planen Sie mal in einer Kommune eine simple Kanalsanierung, sie würden Bauklötze stauen wie sehr einem da tatsächlich die Politik ins Handwerk pfuscht.
    „Der Hinweis auf die chinesischen Bergwerke ist nun wirklich unapettitlich.
    Da könnte man auch nach der Mortalität beim Atomreaktorbau in Nordkorea fragen.
    Oder wieviele Leute beim Holzeinschlag in Stalins sibirischem Gulag umkamen.“
    Wieso denn unapettitlich? Ich wollte nur darauf hinaus, dass keine Form der Energieerzeugung folgenlos bleibt und wie ich schon ausgeführt habe schneidet da sogar die Atomkraft gar nicht mal so schlecht ab, das ist einfach ein objektives Faktum. Aber man muss zu Umweltauswirkungen von Kohlekraft gar nicht so weit gehen, fahren Sie mal zum Tagebau Garzweiler II und schauen sich die Landschaftsverwüstung an, die da betrieben wird.
    Der einzige Fehler der seitens der hier so gescholtenen Techniker und Physiker gemacht wurde war, die Ängste der Menschen (denn wie ich schon gesagt habe ist Risiko bei Atomkraft nicht kalkulierbar) nicht ernst zu nehmen.
    Auf der anderen Seite stelle ich aber auch an die protestierenden Leute den Anspruch, sich besser über ihr Protestthema zu informieren. Da wird sich z.B. aufgeregt, dass die Betreiber keine umfassenden Sanierungsmaßnahmen an den AKWs vornehmen. Aber wie hätten die das denn auch machen sollen? Unter rot-grün wurde der Atomausstieg beschlossen, der Betreiber musste also damit rechnen dass seine Anlage eh bald stillgelegt wird. Dann Regierungswechsel, Ausstieg aus dem Ausstieg. Jetzt wieder Aussetzung des Ausstiegs aus dem Ausstieg.
    Bauliche Maßnahmen an AKWs brauchen einen ziemlich langen Planungsvorlauf, wenn sie eine größere Sache da machen wollen müssen von dem Zeitpunkt an wo man es beschließt ca. 5 Jahre Planungszeit (weil jede Schraube, jeder Dübel einzeln geprüft wird) einkalkuliert werden bevor ein Handwerker auch nur die Bohrmaschine in die Hand nimmt.
    @Folkher Braun: Ihre Rechnung geht so nicht auf, weil Sie puren Kraftstoffverbrauch als einzige Umweltauswirkung rechnen. Eine Ökobilanz muss aber noch viele andere Faktoren berücksichtigen, z.B. Schadstoffausstoß (ganz ganz großes Problem bei Containerschiffen!), Landverbrauch, Auswirkungen auf Gewässer, Verbrauch erneuerbarer Ressourcen, Vebrauch endlicher Ressourcen etc.
    und auch wenn in dem von Ihnen gerechneten Beispiel der Erwerb argentinischen Rinderfleisches mit dem eines deutschen Erzeugnisses gegenübergestellt wird so mag die private Beschaffungslogistik zwar immer noch den Löwenanteil der Umweltauswirkung ausmachen, insgesamt würde dann aber das deutsche Rind besser abschneiden (zumal ich erstens Kurzstrecken eh nie mit dem Auto fahren, zweitens nie zum Kauf einer einzigen Ware in ein Geschäft fahre und drittens höchstens zwei Mal die Woche in den Supermarkt zum Großeinkauf fahre und das drittens so gut wie immer auf dem Rückweg von der Arbeit weils auf dem Weg liegt ;-))
    Außerdem haben Sie den Transportweg von der argentinischen Rinderfarm zum Containerschiff nicht einkalkuliert, der könnte die ganze Bilanz schon total zerschießen.
    @Don Carlos: Morgens pflege ich Tee und Toast zu mir zu nehmen, und Fertiggerichte esse ich aus Prinzip nicht.

    ach Mist, jetzt verpasse ich noch die Sendung mit der Maus – Ihnen allen einen schönen Sonntag!

  241. Fatale Technik "Unsere Scham...
    Fatale Technik „Unsere Scham vor der Maschine“ FAZ/Feuilleton. Bleibt (fast) nix zu sagen.

  242. sterne, das nervt wirklich....
    sterne, das nervt wirklich. Kommentatoren werden hier anscheinend bereits nach einmaligem Andersdenken rausgeworfen. Dagegen beweist eine Zeitung, die von 100en Blogs einen löscht, nachgerade himmlische Geduld. Davon wäre auch dem Don ein wenig zu wünschen. Bislang gilt eher der Satz, der eigentlich Berlusconi zugedacht ist: „Wird er behandelt, wie er andere behandelt, fühlt er sich misshandelt.“
    .
    Das ist der Pferdefuß an diesem Blog. Bei allem Wortgeklingel fehlt die Großherzigkeit, die Grandezza (herzens-)gebildeter Menschen.

  243. Unellen,
    Ihre langatmige...

    Unellen,
    Ihre langatmige Argumentation hapert:
    Umweltschäden und Landschaftsvernichtung durch Kohle sind rückbaubar.
    Schäden durch Kernschmelze nicht.
    .
    Auch das immer wieder gern vorgebrachte Argument, Atomgegner sollten doch bitte erst ein Physikstudium absolvieren (überspitzt jetzt), bevor sie mitgackern dürften, ist hinterkünftig. Warum? Unser hoffnungsfrohes Jahrtausend hat damit begonnen, dass die sogenannten Experten zu Recht ihre Wirkkraft und Deutungshoheit verlieren. Wer hätte gedacht, dass die von Hochhausexperten errichteten Twintowers je bis zum Sockel niederkrachen könnten, wer hätte gedacht, dass eine langweilige Immobilienblase die Finanzwirtschaft weltweit in Bedrängnis bringt und sie krachen lässt. Experten sind heute zu Recht in der Defensive, man hat ihnen zu lange 100%ig vertraut.
    .
    Daher überlässt heute kein Mensch mehr, der halbwegs wach ist, seine Geschicke und die seiner Familie den Experten. Diese sind meist NERDs*, wie Sie selbst zugeben (Zitat: „Der einzige Fehler der seitens der hier so gescholtenen Techniker und Physiker gemacht wurde war, die Ängste der Menschen […]nicht ernst zu nehmen.“).
    *NERD übersetzt: Non Emotional Responding Dude. :-)
    .
    Dass Politiker und die schleimige oder korrupte Art, wie sie Projekte der guten armen Physiker nach draußen an die Wähler verkaufen, die Dinge nicht einfacher machen, stattgegeben. Mich als Design-NERD ärgern auch immer Auftraggeber, die meine schönen feingeistigen Konzepte zerschmeißen, weil sie angeblich am POS nichts taugen. :-)) sncr

  244. Liebe unellen,
    .
    wer seinen...

    Liebe unellen,
    .
    wer seinen Gesprächspartnern von vornherein Ignoranz unterstellt, will vermutlich gar keine sinnvolle Diskussion führen.
    .
    Ansonsten denken Sie offenbar wirklich so, wie ich es oben karikiert habe und haben darum auch nicht verstanden, worauf ich eigentlich hinauswollte.
    .
    Darum formuliere ich es jetzt mal langsam und deutlich:
    .
    Die Entscheidung über den Bau und Betrieb von Atomkraftwerken ist in jedem Fall eine POLITISCHE. Schon allein deswegen, weil im Schadensfalle eben die gesamte Bevölkerung dafür die Kosten haften muss.
    Eine Möglichkeit, über politische Fragen „ohne Politiker“ zu entscheiden, ist schon aus Gründen der elementaren Logik nicht denkbar. — Selbst wenn man, wie es Ihnen offenbar vorschwebt, die Zuständigkeit über die Energiepolitik dem Bundestag entziehen und einer fachlich kompetenten selbstkonstituierten Atomphysiker-Experten-Kommission übertragen würde, dann wäre deren Entscheidung immer noch eine politische, und deren Mitglieder wären von da an auch so was wie „Politiker“ — einfach weil die Frage, um die es geht, eine politische ist. — Sie können mir soweit folgen?
    .
    Und Ihre Hoffnung, dass diese Experten-Politiker auf die irrationale Volksmeinung weniger Rücksicht nehmen müssten als die chinesische Bergbauverwaltung, könnte sich am Ende als Illusion erweisen.

  245. Le Goff hat durchaus die...
    Le Goff hat durchaus die früheren Ansätze zum Fegefeuer erwähnt, Kampfstrampler. Es ist aber wie bei der Entdeckung Amerikas. Natürlich waren die Wikinger früher da. Allein, es hatte keine Auswirkungen.
    .
    Warum in die Ferne schweifen, Don Carlos?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnensucher
    .
    Das ist ja das Problem, Mondry. Snow hatte die Ursache entdeckt. Daß sie so spät akzeptiert wurde, hat Zehntausende von Menschenleben gekostet. Das ist der Punkt, auf den es mir ankommt. Auch wissenschaftliche Expertise ist fehlbar. Mit tödlichen Konsequenzen.
    .
    Zur Frage des Energiesparens habe ich noch eine kuriose Anekdote: Wir mußten im vergangenen Jahr einen Standort unserer Firmengruppe schließen. Ursache war u.a. der Preisverfall aufgrund von Billigimporten aus China. Das Haus war als Zero-Emissions-Gebäude konzipiert. Solarenergie plus Nutzung der Abwärme der Maschinen. Das Haus ist derzeit unverkäuflich und nicht vermietbar, weil durch die fehlenden Maschinen das Gebäude nicht beheizbar ist. Ironisch, nicht?

  246. '..., dass keine Form der...
    ‚…, dass keine Form der Energieerzeugung folgenlos bleibt und wie ich schon ausgeführt habe schneidet da sogar die Atomkraft gar nicht mal so schlecht ab, das ist einfach ein objektives Faktum. Aber man muss zu Umweltauswirkungen von Kohlekraft gar nicht so weit gehen, fahren Sie mal zum Tagebau Garzweiler II und schauen sich die Landschaftsverwüstung an, die da betrieben wird.‘

    und inwiefern schneidet jetzt atomkraft besser ab? die urangewinnung erfolgt durch sammeln sammeln von uranbäuschen in schattigen plantagen durch zufriedene, lachende und sonnengebräunte plantagenarbeiter? oder doch im uranbergbau in kasachstan oder in niger, deren umwelt- und gesundheitsschutzstandards für einen moderaten rohstoffpreis sorgen? ein urantagebau oder -bergwerk bleibt ohne auswirkungenn auf die natur? das uran wird mit schwefelsäure aus dem gestein gewaschen, welche nach verlust ihrer brauchbarkeit direkt vor ort entsorgt wird – folgenlos für mensch und natur? die wärmetauscher zur kühlung der schwefelsäure sowie das gesamte material zur urangewinnung aus dem gestein nach kontakt mit dem uran nach dessen raschem verschleiß – kein umwelt- oder gesundheitsproblem, weil die inder türklinken daraus machen können? für eine technologie, deren energieträger angeblich nur noch sechzig jahre reicht – steigender rohstoffverbrauch und folglich steigende rohstoffkosten nicht gerechnet – nur unwesentliche auswirkungen. alles sehr einfach. wenn man keinen dunst hat.

    ‚Nennen Sie mich arrogant, aber ich glaube tatsächlich dass Physiker und Ingenieure zumeist besser mit Problemen solcher Art auskennen.‘

    zeigt, daß da keinerlei detailkenntnis über die tätigkeit von ingenieuren vorliegt. natürlich werden alle möglichen dinge berechnet. anhand von bewährten modellen und berechnungsgrundlagen. bewährt für anwendungen, die VORHANDEN sind. ein ingenieur soll aber anwendungen erschließen, die über bewährtes oder vorhandenes HINAUSGEHEN. sonst bräuchte man keinen ingenieur, sondern es würde ein meister genügen. wie berechnet man etwas bisher nicht dagewesenes, wofür noch keine bewährten modelle vorliegen können? dieses UNBEKANNTE ist das restrisiko, und die einzige möglichkeit, die wahren risiken herauszufinden, besteht in der durchführung. es ist kein abschätzbares risiko, und auch wenn natürlich alles zu dessen einschätzung und minimierung versucht wird, es bleibt vorerst UNBEKANNT. vollständig. ingenieure sind keine helden. ihre sozialisierung im studium macht sie zu risikoscheuen bedenkenträgern. viele technische anwendungen kämen nach ihrer einschätzung nicht zum einsatz oder wären unbezahlbar. daß es sie gibt, verdankt sich ökonomischen oder oder machtinteressen sowie zahlreicher mutiger, welche die neuen errungenschaften testen. aber das sind spezielle naturen, einzelfälle, keine menschenmassen. die sendung mit der maus entspricht tatsächlich der hier gezeigten erkenntnishöhe.

  247. in servus tv haben sie vor gut...
    in servus tv haben sie vor gut einer woche den rückbau eines brd akws dokumentiert. bis jetzt 10a, dauert noch 5a, kosten bis dato 700 mio eur. ich dachte immer, die rückstellungen für kernkraftbau sind ehr die schwarze rückstellungskasse, da wegen nicht nachvollziehbarkeit auch beliebig dotierbar

  248. Kroesus2@: Wie kreativ Sie...
    Kroesus2@: Wie kreativ Sie meinen Gedankenanstoß umgesetzt haben mit FUKUPENG. Darauf wäre ich nun so ohne weiteres auch nicht gekommen ;-)
    http://faz-community.faz.net/blogs/formfrei/archive/2011/04/01/modern-talking.aspx
    Da die meisten der hier anwesenden Feuilletonisten/innen zwar eine Diss. des Th. K. z. Gbg. durchaus noch beurteilen können (moi aussi), so hörts bei jener der Aktivistin A.K. doch i.d.R. auf.
    Task force bertholdIV bitte übernehmen Sie mit rkkem Beistand mittels höherer Warte! Vielleicht hätte gerade diese Autorin diesen FUKUPENG verhindern können unter Einsatz Ihrer fundierten fachlich-theoretischen Wissenstheoreme.

  249. HansMeier555...
    HansMeier555 @10.38h
    http://www.cash.ch/news/topnews/die_usa_griechischer_als_die_griechen-1019825-771
    „It’s not over until it’s over“ (Yogi Bear)

  250. unellen@: In Ihrer letzten...
    unellen@: In Ihrer letzten Bilanz haben Sie die Löhne der Cowboys, Vaqueros sowie die Kosten der Pharmagaben an die Rinder varrjessen. Letztere bei der Verabreich-ung während der Insemination, dann bei der Aufzucht, schliesslich beim Streß zum Finale für die Erzeugung des so wohlschmeckenden T-Bonesteaks….und die Händler dazwischen in der Wertschöpfungskette, die wollen schließlich auch leben. Nebbich!
    Und die Kosten der Atomkraft haben Sie ebenfalls verjessen, weil die irchendswie mit drinne steckt, zumal die ist nämlich ungemein wichtich gegen den (Energie-)Hunger in der Zwotten u.Dritten Welt.

  251. Der Don Alphonso, scheitert am...
    Der Don Alphonso, scheitert am Vorbild Rossini, ja wer hätts denkt!
    .
    Arabella, ich schließe mich Ihrer Meinung voll und ganz an.
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    Vroni, Ihr Bild vom mürrisch griesgrämigen Katholik sollten Sie mal überarbeiten. Beispiel: „Der Karneval findet fast ausschließlich in katholischen, in abgewandelter Form auch in orthodoxen Gebieten statt. Dieses hängt sicherlich nicht nur mit der Fastenzeit zusammen, sondern auch mit dem früher stärker vorherrschenden Katholizismus als Lebensform.“ (der Einfachheit halber aus Wikipedia zitiert)
    .
    CrisisMaven, extra für Sie gemacht: http://oekoreligion.npage.de/
    .
    Grenzgänger, mein Vater war mal mit dem Flughafenservice in Bremen scher überkreuz und flog dann nur noch von Hannover, was doppelt weit weg ist. Ein halbes Jahr hat er durchgehalten, dann flog er wieder von Bremen. Nach seinem Wankelmut befragt antwortete er: „Ich hab mir überlegt: Warum soll ich mich ständig selber bestrafen wenn eigentlich andere die Idioten sind?!“
    .
    Kor 3, 13-15: „so wird eines jeden Werk offenbar werden; denn der Tag wird es erweisen, weil er sich mit Feuer offenbart. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer zeigen. Wenn jemandes Werk, das er darauf baute, Bestand haben wird, so wird er Lohn empfangen. Wenn aber jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, jedoch so wie durch Feuer hindurch.“

  252. ... Denn tausend Jahre sind...
    … Denn tausend Jahre sind vor die wie der Tag, der gestern vegangen ist, wie eine Nachtwache…Denn unsere Missethat stellest Du vor dich, unsre unerkannte Sünde in’s Licht vor deinem Angesichte. Darum fahren wir unsre Tage dahin, durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz…
    Ps 90.
    Nach dieser Indiskretion : so kurz war es also à Dieu. Aber, auch wenn ich eigentlich nach zwiemal Gottesdienst (bei hl Messe schon nach der Hälfte meistens denke: Spock beam mich hier raus) die Idee, dass der Reaktorunfall ausgerechnet in Japan kein Zufall war, oder wie unser atheistischer, in Ihrem Bayern gewiss undenkbarer, Deutsch, Geschichte und Philosophie Lehrer gesagt: genaugenommen ist Zufall auch nicht plausibler als der Herr…gehen wir also weiter durch das Leben. Und lieben hoffentlich trotzdem noch oder vor Allem die zivilisierten Freuden dieses kurzen Lebens.

  253. Savall@:Die Beschäftigung mit...
    Savall@:Die Beschäftigung mit Physik und Chemie kann sehr gefährlich sein.
    ..und watt is nu mit A. L. Lavoisier? (Chemiker & Physiker,* 26. August 1743 in Paris; † 8. Mai 1794)
    „Nichts wird bei den Operationen künstlicher oder natürlicher Art geschaffen, und es kann als Axiom angesehen werden, dass bei jeder Operation eine gleiche Quantität Materie vor und nach der Operation existiert.“
    ..
    Folgendes ist eine unbestätigte Legende: Als Lavoisier zum Tode durch die Guillotine verurteilt wurde, entschied er sich, sein Leben mit einem Experiment zu beenden: Nachdem ihm der Kopf abgeschlagen wurde, wollte er versuchen so oft wie möglich mit den Augen zu blinzeln, bevor er das Bewusstsein verliert, um anderen zu zeigen, wie lange ein Mensch nach einer Enthauptung noch lebe. Lavoisier blinzelte elf Mal. (Quelle: Motion Mountain – Christoph Schiller, kostenloses Physikbuch)

  254. @Don Carlos, estoy muy...
    @Don Carlos, estoy muy encantado por sus palabras – aunque ne le conozco.
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    „dieses UNBEKANNTE ist das restrisiko, und die einzige möglichkeit, die wahren risiken herauszufinden, besteht in der durchführung. es ist kein abschätzbares risiko, und auch wenn natürlich alles zu dessen einschätzung und minimierung versucht wird, es bleibt vorerst UNBEKANNT. vollständig.“
    De acuerdo! Das ist auch schon so bei „banaleren“ Techniken wie Software. Beim Anwender wird zu Ende entwickelt. Die Risiken und Nebenwirkungen allerdings sind dann doch weit harmloser.

  255. @sterne, Arabella
    .
    Das ist...

    @sterne, Arabella
    .
    Das ist halt auch wieder so ein Dilemma. Polemisiert man heftig drauflos, fühlen sich andere schon verfolgt. Sie behaupten dann, Leute wie ich hätten ihnen „das Reden verbieten“ wollen, wo ich ihnen in Wirklichkeit doch nur die geistige Gesundheit, guten Geschmack, elementare Schulbildung und moralische Integrität abgesprochen, sie als Idioten oder Deppen, bezahlte Einflußagenten als islamophobe Antisemiten oder noch als schlimmeres bezeichnet habe, wie es halt in jeder guten Diskussion öfter mal vorkommt. — Aber den Mund verboten ?!? —
    .
    Aber wenn ich immer nur lieb und nett bin, dann habe ich ja niiiie eine Chance, von der Mainstreampresse zum „Größten lebenden und von der Mainstreampresse zu Unrecht verfolgten Tabubrecher“ gekürt zu werden. Und genau das möchte ich doch so gern. Und wenn das nicht klappt, dann doch zumindest das kleine Politisch-Unkorrekt-Abzeichen in Silber zum Anstecken. Denn so weit, dass ich mit moralinsauren Gutmenschen verwechselt werden möchte, geht meine Zivilcourage dann auch wieder nicht.
    .

  256. @Don Carlos: Über die...
    @Don Carlos: Über die Gesamtbilanz betrachtet schneidet die Kernkraft unter anderem deshalb besser ab da man aus einem Kilo Uran mehr Energie gewinnen kann als aus einem Kilo Kohle und weil man viel weniger Treibhausgase und andere Schadstoffe in die Luft pustet (fun fact: Kohlekraftwerke emittieren im Betrieb aufgrund der Verbrennung radioaktiver Isotope mehr Strahlung als AKWs). Ich habs im Studium im Rahmen einer Übung mal durchrechnen müssen, aber Sie müssen mir das natürlich nicht glauben (zumal solche Bilanzen eine zu Recht umstrittene Wissenschaft für sich sind). Aber klicken Sie mal auf Falkenherzens Link, da findet sich einiges zum Thema.
    „zeigt, daß da keinerlei detailkenntnis über die tätigkeit von ingenieuren vorliegt“
    oha, dann sollte ich mein Ingenieurdiplom wohl besser zurückgeben. Und morgen sofort meinen Job kündigen.
    @Vroni: Ein Physikstudium verlange ich bei weitem nicht. Kenntnis über den eigenen Stromverbrauch wäre jedoch schonmal ein guter Anfang (damit meine ich nicht Sie persönlich, aber wie schon gesagt die Leute die ihre Nase nur nach dem Fähnchen der grade vorherrschenden Meinung richten. Und in meinem Umfeld gibt es eine Menge davon, ich behaupte mal einfach ganz frech dass die Teilnehmer dieses erlauchten Salons zu den Menschen gehören die vielleicht mehr über den Tellerrand hinaus als andere bereit zu schauen sind). Weitergehendes nützliches Wissen wäre z.B.: Wie funktioniert ein Atomkraftwerk, welche Reaktortypen gibt es und warum ist ein Unfallablauf wie er in Tschernobyl passiert ist in deutschen AKWs nicht möglich, Was sind Grund-, Mittel- und Spitzenlast.
    @HansMeier: In Bezug auf Atomkraft möchte ich zu bedenken geben dass es vor Tschernobyl meines Wissens nach auch keine breite Volksmeinung gegen Atomkraft gab. Seitdem sind ja hierzulande auch keine neuen mehr gebaut worden, deshalb kann man nicht behaupten dass den Ängsten der Menschen nun gar keine Rechnung getragen worden wäre.
    Was das Unterstellen von Ignoranz angeht: Das lag nicht in meiner Absicht. Generell ist es aber vielleicht nicht das schlechteste Mittel, Leute dazu zu bringen sich zu informieren (damit meine ich nicht Sie und auch sonst keinen der hier Anwesenden, siehe Antwort oben an Vroni).
    @Plindos: Damit haben Sie eins der Grundprobleme von Ökobilanzen erkannt. Nur: wenn ich den Transportweg mit meinem Auto zum Metzger berücksichtige kann ich nicht den Transportweg von der Weide zum Containerschiff außer Acht lassen.
    @Falkenherz: Sehr interessanter Link. Aber nur weil die Bilanzierung schwierig ist sollte man nicht aufgeben über Alternativen nachzudenken

  257. salonsurfer - ehemals...
    salonsurfer – ehemals ‚gelegentlicher Mitleser‘
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    @Arabella (12:27). Sicher, der Don kann schon mal granteln und einzelnen Gästen unhöflich die Tür weisen. Doch kenne ich keinen zweiten Blog mit solch einer Besucher-Rundumbetreuung bis tief in die Nacht. Und auch ein Salon-Betreiber hat mal einen schlechten Tag. Finde in den Betrachungen von Uellen mehr als ein wahres Korn, reine Gesinnungs-Predigten helfen hier nicht weiter, gute Argumente umso mehr. Möchte in Dons virtuellen Salon auch gern ein Gläschen Rotwein mit Dipsy, Uellen und anderen Querdenkern trinken, auf unser aller Wohl in unübersichtlichen Zeiten.

  258. @unellen
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    Vielleicht war das...

    @unellen
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    Vielleicht war das regional unterschiedlich, aber nach meinem Erleben war Tschernobyl 86 keine große Zäsur. Die Atomkraft-Nein-Danke Bewegung war schon in der ersten Hälfte der 80er sehr stark, wie man an den damals notorischen Autoaufklebern sehen konnte (heute hat keiner mehr Aufleber an seinem Auto, aber damals fast alle).
    Was da an linker Literatur produziert wurde, mit physikalischen Exkursen, unglaublich.
    .
    Es gab auch den Anti-Antiaufkleber „Steinzeit nein Danke“, und all die anderen Argumente Pro Kernkraft … das ist eine Enldosschleife, die bald 40 Jahre läuft. Und zwischendurch wurde ein Atomausstieg beschlossen.
    .
    Aber Sie sagen, keiner von denen hätte sich informiert. Da frage ich mich wirklich, in welchem Land Sie aufgewachsen sind. Oder Sie sind halt noch sehr jung.

  259. Aber, aber lieber Meier; Sie...
    Aber, aber lieber Meier; Sie waren doch garnicht gemeint. Gemeint war hier jemand, dessen Haltung zu den Dingen eindeutig und leider etwas zu kompromisslos ist.

  260. Woher kenne ich...
    Woher kenne ich Filme/Beiträge die erst wesentlich später (beispielsweise jetzt über die Zellhaufenentwicklung iVm siamesischen Zwillingen auf RTL2) laufen

  261. Unellen, der Link...
    Unellen, der Link repräsentiert natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss und auch nicht meine Meinung. Aber man darf sich ruhig mal damit auseinander setzen anstatt z.B. in einem „gelben Forum“ in Fettdruck darauf hinzuweisen „Was Sie woanders lesen, wenn es den hier gemachten Ausfuehrungen widerspricht, koennen Sie getrost vergessen – die fundierte Beschreibung bzw. Bewertung der Katastrophe finden Sie hier.“ So gehts schonmal gar nicht.
    .
    Ich selber bin ein Freund des gemäßigten Reflektierens in beide Richtungen, und ich kann es im Übrigen gar nicht leiden, wenn der Mensch vor der Natur kuscht, auch vor der aus den Atomkernen. Respektieren, ja; Kuschen, nein. Leider hat der Vandale in dem Link ein bisserl Recht, da in dieser Diskussion zumeist Glauben gegen Wissen steht. Die aktuelle Debatte ist leider meist von denen geprägt, die das Holzschnitt-artige Fegefeuer beschwören (wieso nicht gleich die „Hölle“?) obwohl das nicht mehr aktueller (Wissens-)Stand sein dürfte. Ich empfehle dem geneigten Leser „Spe Salvi“.
    .
    Auf einem anderen Blatt steht die grundsätzliche Verantwortungsfähigkeit des Menschen. Die ist – aufgrund der Masse an homo sapiens – in beide Richtungen extrem ausgeprägt. Das ist für mich einer der wenigen wirklich stichhaltigen Gründe mal auf die Suche nach alternativen Stromquellen und einen Umbau der Netzstrukturen zu gehen. Und währenddessen auch der Kernkraft die Chance zu geben, sich zu etwas weniger Gefährlichem weiter zu entwickeln. Das war unter dem Stichwort „Brückentechnologie“ ja eigentlich schon lange Konsenz. Aber solange wir Atombomben und etwa 400 weiter AKW auf dem Erdball haben, ist ja die Hexenjagd hier in Deutschland schon etwas sehr relativ zu sehen. Was passiert wohl, wenn wir uns irgendwann mal Antimaterie technisch gefügig gemacht haben? Erste Klagen gegen das CERN gabs ja schon. Das ist wie vieles anderes nicht eine Frage des „ob“ sondern des „wann“.
    .
    Ich kenne meinen eigenen Stromverbrauch übrigens nicht, jedenfalls nicht genau. Ich weiss was meine Nebenkosten sein dürfen, und es passt. Ansonsten nehme ich mir das Recht heraus, diejenigen elektronischen Geräte zu verwenden, die ich möchte. Andererseits lasse ich mich von denen auch nicht bevormunden. Ob beim PC oder im Kernkraftwerk: „Aus“ muss auch „aus“ sein.
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    Wir sind so arrogant und meinen die Welt verstanden zu haben. Tatsächlich beschwören so Hexenmeister wie Al Gore apokalyptische Bilder. Früher hat man ans Fegefeuer, Hexen und Drachen geglaubt. Jetzt brauchen wir halt Klimakollaps, korrupte Politiker („Verbrennen sollte man sie alle!“) und AKWe. Was uns anstünde, wäre etwas mehr Bescheidenheit vor Gott. Wir sind nach wie vor armselige Sünder und können nichts weiter tun als mit Vertrauen und Bedacht einen Schritt nach dem anderen tun. Und hoffen dass unser Werk dem Feuer standhält.
    .
    So, das war mein Wort zum Sonntag. Don Alphonso, wie wäre es, wenn Sie als Buße für Ihren Rücktritt vom Rücktritt den gegenständlichen gelöschten Beitrag restaurieren würden? Oder gestehen wir, dass uns unser Geschwätz von gestern nicht mehr interessiert? Wir können ja täglich neues produzieren.

  262. Falkenherz,
    "Vroni, Ihr Bild...

    Falkenherz,
    „Vroni, Ihr Bild vom mürrisch griesgrämigen Katholik…“.
    .
    Sorry, ist nicht mein Bild. Meiner, den ich meine, tickt über Schuld und schlechtes Gewissen. Das ist das core asset der katholischen Kirche.
    Das regelmäßig über die Stränge Hauen gehört bei solchen Typen immanent dazu: Immer wieder ein hübsches ego te absolveo zwischendurch, dann darf wieder gelumpert werden.
    (Griesgrämig erscheinen mir oft Protestanten.)
    .
    Bierernste Unellen,
    ich gebs auf.
    Nicht einmal, wenn ich einer Metapher das Wort „überspitzt“ verpasse, sind Sie bereit, dies wahrzunehmen und nehmen sie wortwörtlich. Und ansonsten gebe ich es auch mit Ihnen auf. Macht aber nichts.

  263. Chère Unellen, meiner dunklen...
    Chère Unellen, meiner dunklen Erinnerung nach waren Atomkraft nein Danke Aufkleber schon vor meiner Konfirmation weit verbreitet, Tchernobyl fand im Jahr selbiger statt.
    Für und wider AKW muss ich zugeben noch keine fundierte Meinung zu haben, denke aber – natürlich schwingen da eine Menge Vorurteile über Japaner als ordentliche, disziplinierte Leute und Japan als hochindustrialisiertes Land durch, vielleicht waren die bei Tepco ja die grösste anzunehmende Schlamperbande – der Umstand dass es offenkundig gerade in Japan zu einem GAU kommt, das, entkräftet das Argument, in Deutschland könne es zu keinen grösseren Unfall können, da wir hier rationale, ordentliche Menschen in einem hochindustrialisierten Land sind. Wobei der Canard Enchaîné dieser und letzter Woche viel Lesenswertes zu den täglichen Betriebsbedingungen französischer AKWs, welche nach hiesiger MEinung die sichersten der Welt sind, gehabt hat

  264. Chère Unellen, meiner dunklen...
    Chère Unellen, meiner dunklen Erinnerung nach waren Atomkraft nein Danke Aufkleber schon vor meiner Konfirmation weit verbreitet, Tchernobyl fand im Jahr selbiger statt.
    Für und wider AKW muss ich zugeben noch keine fundierte Meinung zu haben, denke aber – natürlich schwingen da eine Menge Vorurteile über Japaner als ordentliche, disziplinierte Leute und Japan als hochindustrialisiertes Land durch, vielleicht waren die bei Tepco ja die grösste anzunehmende Schlamperbande – der Umstand dass es offenkundig gerade in Japan zu einem GAU kommt, das, entkräftet das Argument, in Deutschland könne es zu keinen grösseren Unfall können, da wir hier rationale, ordentliche Menschen in einem hochindustrialisierten Land sind. Wobei der Canard Enchaîné dieser und letzter Woche viel Lesenswertes zu den täglichen Betriebsbedingungen französischer AKWs, welche nach hiesiger MEinung die sichersten der Welt sind, gehabt hat

  265. @Klaus 01. April 2011, 21:13...
    @Klaus 01. April 2011, 21:13 (Stalker in Tschernobyl gedreht)
    Hmm, ich habe das mal irgendwo gelesen, ich meine im Rahmen einer Tarkowskij-Retrospektive in der Provinz. Aber https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Stalker_%28Film%29 Wikipedia ist da recht klar, nix Tschernobyl. Ob es sich da um eine urbane Legende handelt? Das würde auch die Benennung des Videospiels erklären…
    .
    @unellen
    Entscheidend ist doch nicht die Kenntnis der Höhe der Stromrechnung, sondern wie man diese niedrig hält. Wie auch den gesamten direkten und indirekten Energieverbrauch.
    .
    @sie kennen das Werk 03. April 2011, 11:02
    Von „perfekt funktionierenden Industrieanlagen“ kann ja angesichts mehrerer Tausend meldepflichtiger Vorfälle (s. https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Liste_meldepflichtiger_Ereignisse_in_deutschen_kerntechnischen_Anlagen ) alleine in Deutschland kaum die Rede sein. Die Spitzenreiter und den Schrottreaktoren überschreiten die Dreihundertermarke.
    An AKWs festzuhalten ist also offensichtlich die irrationale Handlungsweise.

  266. gruenenrgie scheint vielen...
    gruenenrgie scheint vielen dder ausweg zu sein doch es mangelt derzeit an abfangbecken (staupumpwerke?) fuer uebermaessige strommaenge, wie aber augenscheinlich wurde, ist die akw fukujapan ebenfalls kein garant fuer langjaehrige energielieferungsvertraege. der ausweg? verbot der fernsehapparate? individualverkehrsmittels? bombardierung chinas? keine kommentare mehr? auch e – mails verbrauchen strom

  267. Arabella, wollte sagen ich...
    Arabella, wollte sagen ich schließe mich Ihren Bemerkungen zum Thema an. – Was das faire zu-Wort-kommen-lassen angeht, das ist doch wohl in Ordnung!
    .
    Ich habe in einem anderen Blog den Don zwar auch mal „ganz witzig“ gelesen, Zitat: „weil ich nicht einsehe, warum ich mir das in meiner Freizeit von einem digitalen Nichts sagen lassen sollte. Und ich verspreche Ihnen: Dieses digitale Nichts werden Sie sein, wenn ich Sie nach der nächste Unterstellung lösche.“ – Das war eigentlich sehr amüsant. Zumal in der Replik doch ausreichend Humor verblieb, wieder Zitat: „Mit gehöriger Vorsicht wage ich Don Alphonso die Begriffe „Tariq ibn Ziyad“ und „Al-Andalus“ als Geruchsprobe zuzureichen.“
    Naja etwas vom Thema hier weg, aber die Diskussionskultur im Internet allgemein sollte nie vernachlässigt werden, auch wenn man stets wie hier auf einem äußerst hohem Diskussionsniveau ist. Hier gibts aber wirklich keinen Grund zur Klage.

  268. Vroni, in dem Fall hatte ich,...
    Vroni, in dem Fall hatte ich, Zitat, „Der Standard-Kathole ging gebückt und gebeugt durchs Leben, weil auch einschnaufen war Sünde, hatte an nichts Spaß außer am Jenseits und war auf diese Weise gut beherrschbar.“ wohl falsch verstanden. Ich würde aber auch eher auf den Protestanten zeigen wollen. Im Übrigen hats auch der Don Alphonso in seinem Beitrag sarkastisch angemerkt: Ist es nicht schön zu sehen, wie das Gesetz von Angebot und Nachfrage auch vor Religionen nicht Halt macht?
    .
    Was das Aufbürden eines permanenten schlechten Gewissen angeht: In dem Fall haben die mittelalterlische katholische Kirche und die AKW-Gegner bzw. Ökobewegung wohl etwas gemeinsam? Fastenzeit mal anders: Strom fasten. Ersthafte Vorschläge dieser Tage beinhalteten auch den Internet-Verzicht.

  269. dipl.-ing. unellen, das macht...
    dipl.-ing. unellen, das macht Ihr geschreibe noch unverständlicher… dann müßten Sie doch die probleme kennen, wenn die praktischen ergebnisse nicht mit den theoretischen berechnungen übereinstimmen und neue rechenmodelle geschaffen werden müssen. wenn kennwerte fehlen und eigene ermittelt werden müssen, allerdings unter modellbedingungen, nicht unter einsatz- oder gar extrembedingungen. der wunsch, ein problem weiter zu untersuchen und der zeitdruck, der eine entscheidung fordert. die zweifel, ob alles bedacht und nichts übersehen wurde. die grenzbereiche, die mit einer anlage nicht erreicht werden sollten, weil ihr verhalten dafür unklar ist oder weil für die damit verbundenen probleme keine lösungen vorliegen. die grenzen des materials, die abhängigkeit von gründlichen materialprüfungen, wartungen, instandsetzungen. die probleme bei der inbetriebnahme und die zuweilen dauerhafte improvisation zu ihrer beseitigung. usw… reflektieren Sie auch, was Sie da machen oder gibt es gründe, daß sich Ihre beispiele nur auf übungsaufgaben im studium beziehen?

  270. @falkenherz
    mit der buße hat...

    @falkenherz
    mit der buße hat es der don nicht so. eher wie die piusbrüder. wieder aufgenommen in die rkk, aber mitd er anerkennung von vat 2 happert es. wenns chon die gnade vorausgeht, sollten irgendwann taten folgen…, irgendwie fruchten unsere bitten nach der wiederherstellung des beitrags nicht – schade
    ansonsten würde ich trotzdem die publikation von artzner et al. empfehlen,
    btw: übrigens auch eine mär, dass man über den gau von akw gar keine vernünftige statistik bekommt. bei der vielzahl der akw’s einige hundert – s.a. den artikel in der faz vor ein paar tagen.

  271. @DA
    haben sie schon eien...

    @DA
    haben sie schon eien auswertung über die frequenz und die translation der kommentatoren von sdg I zu sdg II? wenn ich zu böse werde, saegen sie es bitte-wirklich.
    heute schreibt herr schirrmacher einen sehr schönen artikel in der faz am sonntag? haben sie den gelesen?

  272. gutes beispiel für das...
    gutes beispiel für das problembewußtsein im umgang mit radioaktiven stoffen: ‚Der Landesregierung von NRW sind mehr als 2000 Brennelementekugeln aus dem Forschungszentrum Jülich abhandengekommen. Die Behörden schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Aus dem Atommüll ließen sich mehrere schmutzige Bomben bauen.‘ (http://www.sueddeutsche.de/politik/nrw-atommuell-brennelemente-aus-forschungsreaktor-vermisst-1.1080647).

  273. @berthold-IV
    .
    Ja, der...

    @berthold-IV
    .
    Ja, der ominöse Beitrag. Wann sollen wir die Frist sezten? Würde den 22. April vorschlagen.

  274. hansmeier555, 16:13: Wegen...
    hansmeier555, 16:13: Wegen einer Neuentdeckung (Vernidot, aber aus Deutschland!!!) habe ich einen Kommentar für Sie leider selbst wieder gelöscht (bin besser als der Don). Das wesentliche zusammengefasst: Klasse! Ich bin vor Lachen vom Stuhl gefallen. Aber bedenken Sie das Risiko Ihrer Verbalisierungen! Ich brauche Sie noch, schon um meinen Besen zu Zeiten anzuwenden.

  275. Ganz im Vetrauen: wir alten...
    Ganz im Vetrauen: wir alten Hexen (ich bin ja auch schon über 20) teilen das Katholikenhauen nicht. Wir haben in den Büchern (eine meiner ältesten Kolleginnen – die fährt allen Ernstes noch auf einer Zaunlatte Baujahr 1803 – ist Archivarin) Verlustlisten, die erst nach der Reformation dicke Bücher werden, und da aus den protestantischen Regionen aufzählen.
    .
    Falkenherz, anderen die Existenz zu nehmen, geht gar nicht. Nicht mal im Scherz – und der Don, mit Verlaub, ist im Geiste ungefähr so humorvoll wie ein Pietischt.

  276. @unellen. Nun ist jetzt aber...
    @unellen. Nun ist jetzt aber mal genug mit diesem Gefasel. Ich wuerde raten, dass Sie ihre masslose Arroganz an anderem Orte weiter kultivieren, der dieser vielleicht ein besseres Publikum auf gleicher Ebene beschert. Wir hier sind alle nicht so recht auf den Kopf gefallen, so unterschiedlich unsere ideologische Couleur und Vorlieben auch sein moegen, und bisher haben wir vermieden, Ihnen in allen Europaeischen (alten und neuen) Dialekten Ihre Scheinfachsimpelei um die Ohren zu hauen. Man braucht nicht Physik studiert zu haben, um eine dezidierte und wohlfundierte Meinung zu dem Thema zu haben und als aufgeklaerter Buerger eine wertvolle und verantwortungsvolle Stimme zu haben.
    1. Bisher besitzt *keiner* die noetige Kompetenz, die einmal verfluessigten Pellets als Folge der ausgefallenen Kuehlung wieder kontrollierbar zu machen. 2. Wenn Sie einen Schimmer von Kenntnis in Geochemie haetten, wuessten Sie, dass Uran/Plutonium/Caesium-verseuchtes Grundwasser in Dekaden und nicht Jahren umgewaelzt wird, umgewaelzt in die Nahrung, die Sie und unsere Kinder (falls wir welche haben) zu sich nehmen werden. Schauen Sie sich um, sowas hat man schon mal gemessen, gemodelled etc, das ist keine Terra incognita. 3. Sie wuessten auch um die Adsorptionskinetik radioaktiver Isotope und koennten Sich zumindest schlau machen, wie nett diese durch deutsche oder zentraleuropaeische Sedimente diffundieren wuerden, wenn Deutschland oder seine Nachbarn einen GAU haetten. 4. Sie wuessten auch um die Halbwertszeiten des genutzten Plutoniums (24000 Jahre ist schon was) und koennten Ihr wertes Physikergehirn mit der Frage beschaeftigen, wie man das wieder los wird und wohin. 5. Sie koennten Prof Lengfelder konsultieren, der Ihnen Fundiertes zu den biologischen und medizinischen Konsequenzen der Verstrahlung zu sagen haette – wogegen die depraviertesten Danteschen Hoellenkreise einen netten Nachmittagsspaziergang bedeuten wuerden (und das ist nicht uebertrieben). 6. die Unversicherbarkeit der Atomkraft (es gibt keinerlei Rueckversicherung fuer einen atomaren Unfall) sollten einem in Zahlen Denkenden deutlich machen, wie hoch die Hypothek hier ist, die wir alle auf die Gegenwart und zukuenftige Generationen aufgenommen haben, genauer gesagt, die uns Lobbies mit dem Lieschen-Mueller-Waschmaschine Totschlagsargument seit Jahren vorgegaukelt haben. 7. Schauen Sie sich die Oekonomie an, schauen Sie sich an, wer die Hauptverbraucher der Kernenergie weltweit und in Deutschland sind – und sie werden feststellen, dass es NICHT die Haushalte sind, sondern dass es sich dabei um die grosse Industrie handelt, die entweder an der Kernkraft gut verdient (EON, RWE und Kollegen), oder sie nicht prueft (von den Energiekonzernen finanzierter TUV) oder billigen Strom bekommt, den sie nicht teurer bezahlen will. Gegen diese sind die Haushalte, die Lieschen Muellers, die nach Ihrer Meinung wissen sollten, wie viel STrom sie verbrauchen, eine voellig zu vernachlaessigende Groesse. Ein naturwissenschaftlich Gebildeter sollte dieser Propaganda wohl nicht so eklatant zum Opfer fallen. 7. *Keiner* hat das Problem der Endlagerung geloest, – keiner. Jeder sieht, wie gerade Europa strampelt, auch nur 1-2 sichere Endlager zu identifizieren und dies bisher nicht geschafft hat – und dies Jahrzehnte nach dem Beginn dieser Technologie. 8. Welches Anrecht haben wir, unseren Kindern und Dutzenden uns nachfolgenden Generationen unsicher gelagerte hochgefaehrlicher Radioaktivitaetsmengen zu vererben, weil die grossen Energiekonzerne und ihre Grosskunden nach dem Floriansprinzip vorgegangen sind. Die Verhaeltnismaessigkeit zwischen kollektiv eingegangenem Risiko und singulaer verdientem Geld ist nicht einloesbar – einmal euphemistisch formuliert. Es gibt einen Grund, warum die Konservativen aufgewacht sind – sie wollen nicht auf der falschen Seite der Geschichte stehen und die letzten sein, die es raffen. CO2 ist ein alberner Nebenschauplatz, wenn auch nur ein einziger GAU im dichtbesiedelten Europa stattfaende, geschweige denn, wenn dieser von Terroristen (religioesen Hintergrundes mit klar definierten Interessen, evtl die Apokalypse zu beschleunigen, weil man dann schneller in den Himmel kommt) katalysiert wuerde durch einen dem Stuxnet vergleichbaren Angriff. Dann koennen Sie in Ihrem Kaemmerlein so viel ueber den Energiegehalt von Uran rumrechnen, wie Sie wollen und auch Bleidecken fuer die Nacht wuerden nicht helfen. Ich hoffe, das reicht vorerst.

  277. Blogs sind...
    Blogs sind Brückenjournalismus.

  278. jrtzt reicht es aber ...
    jrtzt reicht es aber wirklich mit der Verunglimpfung der Protestanten,
    wegen der Katholiken dürfen wir uns jetzt mit den lslamisten herum-
    schlagen. RKK- nein danke. Agnostiker in die Atomkraftdebatte !

  279. Hier etwas für den Don...
    Hier etwas für den Don (schaudergruselablehnnichtfreischaltrülps): http://www.perlentaucher.de/artikel/3644.html
    Passt so garnicht in die eigenen Vorurteile. Weg damit.

  280. sterne, wenn Necla Kelek über...
    sterne, wenn Necla Kelek über jemanden schreibt, der sich die Rechtspopulistin Hirsi Ali beurteilt, kommen halt solche Schmähstücke raus. Was das hier soll, verstehe ich nicht, aber ich sage gerne: Ich lese, was diese Frau schreibt. Aber deshalb sage ich noch lange nicht, dass es stimmt.

  281. @georgy koentges

    Endlager....
    @georgy koentges
    Endlager.
    Ich will ja nun nicht behaupten die leicht bis schwer gestörten in Ihrer Dekadenz fast niedlichen Feministen incl. des sg. Regierungschefs und seiner Worthülsenverbreiter hier oben hätten das Problem gelöst, abär:
    Sie wollen eines bauen.
    150 Kilomterchen südlich Stockholm.
    Bis 2018 fertig.
    Angeblich eine absolut sichere Sache.
    Todsicher.
    Das Schöne daran ist:
    Fliegt der Dreck so oder so in die Luft wie es zu erwarten ist, siehe Asse, Sellafield ect. pp. landet das Zeug wieder da wo es größtenteils herkommt: In der ehemalig demokratischen Republik D und weiter südlich.
    Meine Nichtigkeit viel weiter nördlich wird dann die Grinsekatze spielen und bei stark reduziertes Gesamtbevölkerung endlich seine absolute Ruhe habe.
    Oder eben mein noch zu findender Nachfolger.
    Wie auch immer: Bringt euch nur alle schön um, die dies überleben können nur daraus lernen und es gffl. besser machen.

  282. @hm555
    ja gut...

    @hm555
    ja gut 22.4.2011.
    welche sanktionen bei nichterfüllung? anstiftung des frank s. den neuen vertrag zu kündigen?

  283. @Savall re: 03. April 2011,...
    @Savall re: 03. April 2011, 12:58: Snow war- zu Recht- nicht unumstritten zum Zeitpunkt der Erstveroeffentlichung seiner Unertsuchungen zur Cholera in London- erschienen, soweit ich mich erinnere, etwa fuenf Jahre nach der Seuche. Pettenkofer selber hat sich dann wohl auf Epedemien zu etwa derselben Zeit berufen.
    .
    Uebrigens wird er in der Rezeption anders gesehen: http://www.mvp.uni-muenchen.de/geschichte.html.
    .
    Mein post- doc supervisor, Jahrgang 1935, sagte mir mit der vollen Ueberzeugung der Generation, die den ersten Mondflug moeglich machte: „everything new is good until proven otherwise“.
    .
    Sehr optimistisch, und heutzutage sicher nicht von den bedenkentraegern zu hoeren. Abgesehen von der langsameren Penetranz neuen Wissens im 19. Jahrhundert (man musste tatsaechlich noch in der Biobliothek die gedruckten Monatsschriften lesen, die oft mit langer Verspaetung aus dem Ausland eintrafen) werden Ideen, die ein bestehendes Gedankengefuege umstuerzen, wohl grundsaechlich mit Skepis betrachtet, und brauchen Zeit, sich durchzusetzen (oder nicht).
    .
    Wenn es Sie interssiert, wie schwer es manche Theorien haben, lesen Sie mal Trevor Pinch’s „The Golem: What everybody should know about science“. Etwa hier: http://sciencepolicy.colorado.edu/students/envs_5110/collins_the_golem.pdf

  284. Neben dem Atomkraft Nein danke...
    Neben dem Atomkraft Nein danke duerfte sehr of ein Stoppt Strauß Aufkleber geprangt haben. Der blaue Elefant zog erst sehr viel spaeter in die Sendung mit der Maus ein. Shaun das Schaf habe ich noch viel später wahrgenommen.

  285. sterne, arabella - wenn ich...
    sterne, arabella – wenn ich hier Kommentare lösche, dann ist das a) extrem selten (unter 1%) und b) immer so, dass ich es gut begründen kann. Wenn hier mal jemand nicht freigeschaltet wird, weil er unbedibgt das Thema Rechtspopulismus anschneiden will, einfach weil hier was los ist und man schön trollen kann – soll er sich halt einen anderen Spielplatz suchen. Das betrifft dann eben auch mal „Wiederholungstäter“ wie sterne. Dazu stehe ich aber, denn das hier ist nötig, damit es keine Hass- und Trollbude wird. Die allermeisten „gelöschten“ Beiträge beruhen auf der Unzulänglichkeit der Blogsoftware, bei der man schnell etwas übersieht. Insofern wäre ich dankbar, wenn man hier auf Verschwörungstheorien verzichten könnte.

  286. @b4: Sanktionen? Erstmal nur...
    @b4: Sanktionen? Erstmal nur admonitio, d.h. Umzug zu Strobl.
    An Herrn S. die Anweisung, dass er hier nur noch OPEL-Werbung schalten darf.
    .
    Nachher damnatio: Umzug zu Niggemann….

  287. "Alle 1 Mio. Betriebsjahre...
    „Alle 1 Mio. Betriebsjahre muß in einem AKW mit einem schwerwiegenden Reaktorunfall gerechnet werden. Tschernobyl und Fukushima waren schon dran.
    Wir haben für die anderen AKW jetzt also erst einmal 2 Mio. Jahre Ruhe.“
    Gut, gell !

  288. @HansMeier: ich schrieb zur...
    @HansMeier: ich schrieb zur Anti-Atombewegung vor Tschernobyl „meines Wissen nach“ weil ich mich selber an diese Zeit nicht erinnern kann (ich war als die Tschernobyl-Katastrophe passierte erst 4 Jahre alt).
    @Don Carlos: Was Sie über die Freuden und Herausforderungen der Ingenieursarbeit ausführen ist mir durchaus bekannt, ich verdiene schließlich meine Brötchen damit (wenn auch noch nicht sehr lange, siehe oben). Bezüglich des Themkomplexes „Modelle und ihre Anwendbarkeit in der Praxis“ hatte ich anfangs oft genug schlaflose Nächte. Mein Berufalltag befasst sich jedoch mit Ökobilanzen weniger, deshalb blieb es diesbezüglich bei den Rechenbeispielen aus der Uni.
    @georgy koentges: Nunmal bitte langsam, bevor Sie mir Arroganz vorwerfen lesen Sie bitte meine Beiträge mal gründlich. Dass Risiko bei Atomkraft nicht kalkulierbar ist (genau aus den Gründen die Sie so schön ausformuliert haben) und dies ein gerechtfertigter Grund ist Atomkraft abzulehnen habe ich mehrfach geschrieben. Mit einem Endlager müssen wir uns jedoch so oder so auseinandersetzen, da führt jetzt kein Weg mehr dran vorbei, selbst wenn wir auf einen Schlag alle AKWs dieser Welt abschalten.
    Ich sehe die ganze chose nunmal pragmatisch, nicht mehr und nicht weniger. Das macht mich aber nicht zur hirnlosen, alle Gefahren verneinenden glühenden Atomkraftbefürworterin.
    @Rundum Teaser: Shaun das Schaf ist spitze, nicht wahr?
    ….
    Bezüglich der Kenntnis des eigenen Stromverbrauchs: Das ist sicher nicht der Weisheit einziger Schluss, aber doch ein Anfang und in meinen Augen notwendig wenn es darum geht, sich mit den ökologischen Auswirkungen des eigenen Lifestyles zu beschäftigen. Und ich bleibe dabei, die Bereitschaft dies zu tun bringt der Großteil der Protestbürger (noch?) nicht mit.

  289. "Und ich bleibe dabei, die...
    „Und ich bleibe dabei, die Bereitschaft dies zu tun bringt der Großteil der Protestbürger (noch?) nicht mit.“
    .
    Das ist auch nur wieder so eine Behauptung ohne Beleg.
    .
    Atomkraftgegner, nicht nur hysterisch, nicht nur noch saublöd.
    Sondern auch faule, bequeme Verschwender.
    Da wird mir ums Herz ganz warm für RWE, Eon, EnBW und Vattenfall.

  290. Liebe unellen,
    die Sache mit...

    Liebe unellen,
    die Sache mit dem Stromverbrauch muß nun wirklich kein Thema sein, das regelt der Markt über die im Zweifelsfall steigenden Preise. Das ist jedem Atomkraftgegner klar und hindert ihn offenkundig nicht, ein Atomkraftgegner zu sein. Und die Zukunft muß täglich neu erfunden werden…

  291. Lieber Don, wie waren Sie denn...
    Lieber Don, wie waren Sie denn am Tegernsee unterwegs – Fahrrad, FIAT, Sunbeam?

  292. Arabella (04. April 2011,...
    Arabella (04. April 2011, 00:16), Ihre Verwendung des Wortes „Existenz“ ist bemerkenswert. Ich stimme Ihnen ja auch grundsätzlich zu. Im Vergleich zum sonstigen Web 2.0 ist das hier aber kaum erwähnenswert, zumal der Don sich sogar die Mühe macht, Zweifelsfälle zu begründen. Mir ist mal auf einem Flirt-Portal sämtliche „Email“ von und zu einer Dame gelöscht worden, einfach so. Ich habe sie dann aber trotzdem wiedergefunden und geheiratet, und zwar erst recht!
    .
    bertholdIV, vernünftige Quellen jederzeit und gerne. Es ist schwer genug, solche zu finden.
    .
    georgy koentges, dankeschön, dieser Blog ist zu schade für technisch/ideologische Debatten, er soll uns doch vornehmlich unterhalten. Ich denke aber man unterschätzt die technischen Möglichkeiten und macht aus der Technik einen Dämon, einfach weil man es nicht mehr überblickt. Das in der Debatte entscheidende Problem ist doch der Faktor Mensch, was das ganze brennen lässt. Ein vielleicht unfundiertes Beispiel, aber es verdeutlicht das Prinzip: Hätten die Japaner die Hilfsaggregate richtig gesichert, wäre die Kühlung nicht ausgefallen. Hätten die Japaner diese Wasserstoff-Sicherungstanks gehabt, wäre nichts explodiert und der Reaktorkern wäre intakt geblieben. Hätte, hätte… Aber all dies hat man der Kosten wegen oder schlichtweg aus Ignoranz heraus nicht gemacht. Selbst der profundeste AKW-Befürworter, den ich im Internet gefunden habe (Vandale, siehe mein Link 03. April 2011, 14:50), gibt zu, dass ein AKW mit allen abstakt denkbaren (und vielleicht unsinnigsten?) Sicherungsmaßnahmen zu teuer und daher nicht mehr wirtschaftlich wäre.

  293. nicht so leicht
    schwieriges...

    nicht so leicht
    schwieriges einfach zu erklären, ist herausfordernd schwer. Versuche es, Deinem Kind zu sagen, und Du weißt, ob Du es selbst verstanden hast. Soviel zur Sendung mit der Maus, die ihre Arbeit ganz ordentlich macht.
    .
    Haben wir es nicht „nur“ mit verschieden großen „Feuern“ (Kohle bzw. Atom) zu tun? Haben wir Lieschen Müllers, die wir alle sind, die Rezeptoren, den Verstand, die Weitsicht, die jeweiligen Neigungswinkel des „prometheischen Gefälles“ (Zit.: F.A.Z., 02.04.2011, Nr. 78 / Seite 33) zu unterscheiden?
    .
    Mühsam genug für die rkk, das Containment für ihren „strahlenden Inhalt“ 2000 Jahre lang zu erhalten. So weit reicht also unsere Macht! Plutonium? 24000 Jahre und erst zur Hälfte nicht mehr giftig? Das können wir nicht verstehen. Und das Endlagerproblem haben wir nun.
    .
    Das einzig erfreuliche könnte sein, dass wir nach dem kalten Krieg – vielleicht – schlau genug geworden sind, die Erde nicht in Stücke zu bomben.
    Erfreulich, weil es sicher Bakterien, oder sogar Insekten geben wird, die den Menschen und seine hoffärtigen „Sonne auf der Erde“ – Projekte überleben werden. Zum Beispiel die Küchenschaben.
    .
    Man soll dem Volk aufs Maul schauen, sagt der irdisch-frohe Martin. Nur dann weiß man, was Lieschen Müller denkt, was sie lernen muss: Stromverbräuche abschätzen, nur zum Beispiel, hilft gegen die stets drohende Ignoranz :-))
    Das Erstellen von Ökobilanzen überfordert das Lieschen – und uns alle hier – mit Sicherheit.
    .
    Zu Großherzigkeit, wie sie Arabella hier vorschlägt hingegen sollten wir alle fähig sein. (siehe 2000 Jahre strahlendes Vorbild am Kreuze). Ich bin überrascht, wie sehr einigen mir lieb gewordenen Kommentatoren der Kamm schwillt. Die ungebrochene Kraft der Jugend spricht mit blanken Augen, verzapft missverständliches und wird weggebissen? Gnade!

  294. CaoKy60, mit dem Fiat in...
    CaoKy60, mit dem Fiat in Sterzing.

  295. Lieber Don, dass soll ja eine...
    Lieber Don, dass soll ja eine sehr schoene Ecke des Sees sein. – Aber faehrt der Sunbeam gar nicht mehr? Haben Sie wegen des „water wetting“ Problems aufgegeben? Ansonsten wuerden Sie sicher kein E 10 in seinen Tank geben – E 10 waere doch auch mal einen Blog wert :-). Das Thema Energie fuehrt nun zu grosser Plauderei hier bei Ihnen im viruellen Salon.

  296. "Mir ist mal auf einem...
    „Mir ist mal auf einem Flirt-Portal sämtliche „Email“ von und zu einer Dame gelöscht worden, einfach so. Ich habe sie dann aber trotzdem wiedergefunden und geheiratet, und zwar erst recht!“
    .
    Was für eine Geschichte. Ein Roman in drei Zeilen. Ich läse darüber gern mehr, leider wärs indiskret. Zur Damen Ihnen Glückwunsch und der Dame zu Ihrer Hartnäckigkeit.
    .
    Wahre Liebe…seufz
    .
    vNatzmer, da müssten Sie erst einmal meinen schwarzen Kater erleben.
    .
    Don alphonso vor acht: Ha, seien Sie froh, dass Ihre Kommentatoren alle so dickfellig sind. Sensible Naturen halten sich hier nicht lange. (Sorry, colorcraze, mit Ausnahmen, natürlich.)

  297. @Martin Emmerich: Über die...
    @Martin Emmerich: Über die Drehorte des STALKER-Films findet man etwas in der „International Movie Data Base“ (IMDb).
    Einmal: „The film was shot in Tallinn, Estonia.“
    Dann, auch noch:
    „Filming locations for Stalker (1979): Dolgopa, Russia // Tallinn, Estonia // near Isfara, Tajikistan.“

  298. Aber auch hier wieder das...
    Aber auch hier wieder das Dilemma:
    .
    Wenn jemand in den letzten 30 Jahren ernsthaft versucht hat, Energie zu sparen, etwa durch den Kauf eines PS-schwachen Autos, durch den Verzicht auf Flugreisen oder Tetrapacks, etc., dem wurde vorgeworfen, ein moralinsaurer Ökofreak zu sein, der sich in irrationalen „Bußritualen“ ergeht.
    .
    Wer aber wider besseren Wissen einfach die billigen Angebote nutzte, dem wirft man halt vor, er sei durch sein Verhalten ja selber schuld daran, dass wir auf die Atomkraft noch (wir betonen „NOCH“) nicht verzichten können. Mitgefangen, mitgehangen…
    .
    Aus meiner Sicht sind das nur Beispiele für die Wirksamkeit obstruktiver Störmanöver, um unbequeme Debatten abzuwürgen, genau wie bei Kleinkindern.

  299. CaoKy60, beim Sunbeam ist...
    CaoKy60, beim Sunbeam ist alles gut mit Ausnahme der Tachowelle und ein paar Petitessen, die nicht so wichtig sind – nur angemeldet ist er noch nicht.

  300. @HM555, Sie meinen mundtot...
    @HM555, Sie meinen mundtot machen?!
    .
    Lieder versucht man (der Deutsche) alles in einem abzuwaschen. Ihm reicht es nicht, in einer andalusischen Tapas-Bar ein nettes Gespräch zu führen über die Dinge des Lebens; nein, es muß auch der persönl. Werdegang, die Legitimation hinterfragt werden, ohne man den Gegenüber und dessen Gesagtes nicht einschätzen und bewerten kann.
    .
    Über den Stromverbrauch eines jeden nun die AKWe zu legitimieren, ist wirklich nicht konstruktiv bzw. der zweite Schritt vorm ersten. Das führt zum Hinterfragen jedweder Handlung und jeden Konsums. Und dann ist man bei der Deutungshoheit der Konsummoral. Wie soll das gehen. Nicht bei jeder Ananas, die beim discounter liegt: „Sie kriegen doch morgen wieder frische? Sicher doch, lieber Kunde“ kann die CO2 Bilanz aufgestellt werden. Wenn doch bei Ananas, dann aber nicht bei Batterien, Turnschuhen und Textilien? Und was die Containerschiffe aus Argentinien angeht – man darf hier nicht die Kreuzfahrtschiffe ausnehmen, die dann noch abschaffungswürdiger sind -, so entscheidet natürlich der Konsument. Täglich.
    Wenn der Ausstieg aus Atomkraft – derzeit ca. 40%, Anteil Erneuerbare ca 17% – geschafft ist bis 2020, dann wird man sehen, wie sich das auf die Preise auswirkt, und die haben in der Marktwirtschaft schon immer am besten geregelt. Kein Verbraucher verschwendet bewußt Energie. Und ist die dann eben viel teurer, muß man eben auf das ein oder andere verzichten. „Mehr Licht!“ konkurriert dann eben mit weniger Schokolade.
    Man kann aber auch jetzt schon statt einer neuen E-Klasse alle 3Jahre vor dem bezahlten Haus, mit der man dann vorzugsweise zum discounter und nach Badenweiler fährt, eine Solarthermieanlage oder PV-Anlage montieren und spart damit 20-50% des Eigenverbrauchs. Hier sollte die 50+ Gesellschafft, die das Geld hat, beispielhaft vorangehen. Für die muß ein Marketing her, nicht nur für Inkontinenz, Treppenlifte und Abführmittel.

  301. @b4
    .
    Sie sind weder Hus noch...

    @b4
    .
    Sie sind weder Hus noch Trotzki, warum dann diese Propaganda der permanenten Reformation?

  302. Verehrte Arabella,
    Vernidot...

    Verehrte Arabella,
    Vernidot aus Deutschland? – Wir hatten ja schon französischen, dann den italienischen aus dem Tal der leeren Gläser. Sie machen mich neugierig. Können Sie nicht doch ein bißchen mehr davon berichten? Ich hoffe sehr, daß es sich um keine dieser faden, süsslichen Limonaden aus der Pfalz handelt, die absolut nicht helfen, die schwierigen Zeiten besser zu ertragen. Stark benebelnd und euphorisierend sollte er schon sein, dieser Vernidot…

  303. Kein Verbraucher verschwendet...
    Kein Verbraucher verschwendet bewußt Energie?
    .
    Na ja, wenn ich jetzt bequeme Gelegenheit hätte, mit dem Zweisitzer über die Alpenpässe zu jagen, dann würde ich aus puren Energiesparerwägungen vermutlich nicht darauf verzichten. So ist das halt.
    .
    Natürlich könnte die Menschheit ihr Verkehrsaufkommen um 70 oder 80 Prozent reduzieren, ohne „echte“ Nachteile zu erleiden.
    Die richtige Industrialisierung begann erst vor circa 170 Jahren, das ist ein historisch sehr kurzer Zeitraum. Aber das Zeitalter der überall billig verfügbaren Energie könnte auch bald wieder vorbei sein. Das wäre dann nicht unbedingt die Apokalypse, sondern einfach die Rückkehr zur Normalität.
    .
    Und welche Gesellschaftsordnung dieser Normalität am besten entspricht, muß ich ja wohl nicht wiederholen.
    .
    @Don: Mal was über Subsistenz, Chiliasmus und den Hl. Benedikt?

  304. nico, viel Wahres dran,...
    nico, viel Wahres dran, allerdings ist das von Ihnen beschriebene doch auch im Allgemeingut ordentlicher „Flamewars“ weltweit vorhanden. Ich meine ja, der Deutsche an sich liebt es, anderen vorzuschreiben, wie und was sie zu denken haben. Selbst die modernen deutschen Autos befehlen schon mittels drangsalierendem Piepton, dass man gefälligst den Sicherheitsgurt anzulegen habe. Wo soll das mal enden!?

  305. Werter Don,
    ich habe (zum...

    Werter Don,
    ich habe (zum Glück) gar nicht mitbekommen, dass Sie mit Ihrem Blog aufhören wollten. Seien Sie dafür bedankt, dass Sie weitermachen. Die Tagen wären öder, wenn ich nicht hin und wieder hier etwas von Ihnen lesen könnte.

  306. @hm555
    weder hus noch trotzki?...

    @hm555
    weder hus noch trotzki? und wenn doch?
    abe rsie haben recht: hus war doch ein bisschen zu sehr rkk-mainstream..
    wie ist denn der blogg von niggeman? gut? trifft man dort auch wieder bekannte leute?

  307. Es gab Zeiten, da wurde der...
    Es gab Zeiten, da wurde der gesamte Überseehandel ausschließlich mit Windenergie betrieben. Vielleicht könnte man ja auch Segelsupertanker bauen, die selbst kein Öl brauchen?

  308. HansMeier555
    (Stichwort...

    HansMeier555
    (Stichwort Segelschiffe)
    Das Elend und damit das Ende der christlichen Windkraft ging doch damit los, dass Merry Old England nicht schnell genug den frisch gepflückten Darjeeling First Flush haben konnte. Cheers.

  309. Der Steuerknüppel ward so zu...
    Der Steuerknüppel ward so zu eines Männchens stärkstem Attribut
    .
    Da das Thema hier noch nicht abgeschlossen ist, und ich folgenden Beitrag bei Schirrmacher selber (http://www.faz.net/s/Rub469C43057F8C437CACC2DE9ED41B7950/Doc~E12710F160603459695C9160AC8D5C493~ATpl~Ecommon~Scontent.html) nicht unter zu bekommen vermochte (zwei mal habe ich es versucht, und dass er so empfindlich ist, politisch, hätte ich ihm nicht zugetraut, aber vielleicht ärgert er sich auch nur, weil es mir nun doch noch gelungen ist, meine, von ihm seinerzeit unterdrückte „Walserkritik“, bzgl. dessen Antisemitismus nämlich, und einer diesbezüglichen Schweigepflicht bei der FAZ, unterzubringen, in seiner Zeitung, und ausgerechnet in Thomas Strobls „Plauderblog“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1545). Aber ich sagte es ja schon: die Luft wird dünner, sprich: die Zensur immer nervöser, bzw. auch lächerlicher (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1556), oder gar kleinlicher (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1546).
    .
    So stelle ich Ihnen hier diesen Beitrag zur Verfügung. (Im Original ist er in 2 Teilen gesendet worden).
    Ergänzen, bzw. vorweg stellen, möchte ich die dort von mir noch zurück gehaltene Bemerkung, dass nämlich die „2. technische Fehlentwicklung“, die des Verbrennungsmotors (lieber Don, Sie verzeihen mir hoffentlich diesen Generalangriff auf eine solchermaßen von mir damit in Frage gestellte ethische Grundlage auch für Ihr Hobby, ich meine das sicherlich nicht persönlich!), die Verwahrlosung der sozialen Beziehungen noch mit sich brachte. (Mit dieser kulturkritischen, eigentlich wertkonservativen Einschätzung, dürfte ich dann aber doch wieder auf Ihrer Linie liegen, oder?)
    .
    Zwischenmenschliche Kommunikation (Intersubjektivität, wie Husserl sagen würde) verkam zum Exhibitionismus besonderer Art. Vorgeführt werden aber nicht nackte Körper, oder gar sich in erotische Beziehung verstehende „soziale Wesen“, sondern nur erotischen Fantasien entstammende Blechkörper. Wenn es einen ganz dinglichen Hinweis gibt auf den „Fetischismus in der Warenform“ (vgl. Karl Marx/Das Kapital), dann doch genau diesen. Nur mit der entsprechenden PS (wohlgemerkt: „Pferdestärke“, auf den begrifflichen Rückgriff auf einen diesbezüglich vielleicht auch ganz sinnlichen Fetischismus, sei verwiesen) und dem dazu gehörigen „erotischen Fahrwerk“ unterm Hintern, ist man zu dieser Gesellschaft überhaupt noch zugelassen (auch das sexuelle Attribut einer Frau, nämlich ihre Formen, wird seitdem mitunter unter den Begriff „Fahrwerk“ subsumiert).
    .
    Jeder anderer Kommunikationsversuch wird sogleich als „unpassend“ entlarvt. (Manche erinnern sich vielleicht noch, wie ich mal versuchte, das Thema „Wohnmobil“ in diese erlauchte Runde einzuschmuggeln (http://blog.herold-binsack.eu/?p=419), und wie ich da als „Alien“ gewissermaßen schnell erkannt war. Und das, obwohl auch ein Wohnmobil nur mit einem Motor mobil ist, somit unter die diesbezügliche Fetischismuskritik selbstredend auch fällt. Doch ist hierbei eben der Motor nur Nebensache, denn nicht sein hervor tretendes Attribut (hingegen das Fahrrad vielleicht am Heck des Wohnmobils). Wie auch immer: ein Wohnmobil bewegt sich unterhalb der Klasse, die da unter sich sein will.
    .
    Dass das gewissermaßen patriarchalische Attribute überhaupt verstärkt, jener Motorfetischismus, dürfte auf der Hand liegen, in der Hand, gewissermaßen. Der Steuerknüppel ward so zu eines Männchens stärkstem Attribut. Nun zum inkriminierten Text:
    .
    „Das Erpressungspotential der Atomkraft gegen die „sozialen Mächte“ (So die Originalüberschrift)
    .
    Es gab gleich zwei gigantische technische Fehlentwicklungen, welche nicht nur die Umwelt des Menschen so nachhaltig schädigten, wie nur irgendwie denkbar, sondern auch deren Zusammenleben pervertierten. Das eine ist die Atomkraft. Was ihr ökonomischer Nutzen angeht, dürfte sie von Anfang an von zweifelhaftem Wert gewesen sein. Mehr noch aber als Bombe, als Waffe. Selbst die ersten und zugleich letzten Einsätze dieser Bombe, nämlich in Hiroshima und Nagasaki, waren als solche schon überflüssig gewesen. Die japanische Armee lag bereits am Boden. Auch wenn sie sich selbst das nicht eingestehen wollte. Aber auch in zivilisatorischer Hinsicht hat sich die Bombe nicht bewährt – vom ökonomischen Einsatz wollen wir gar nicht reden. Dass die Bombe den Krieg „der Welten“ sozusagen verhindert hätte, ist nach dem Massensterben eines 2. Weltkrieges – ohne diese Bombe -, nur ein wohlfeiles Märchen. Wer heute noch einen 3. Weltkrieg anzettelt, mit oder ohne Atombombe, muss verrückt sein. Es wäre das sofortige Ende des Kapitals.
    .
    Also leistet man sich fortgesetzt kleinere Kriege, um mit möglichst „kleinem“ Einsatz, das zu erreichen, was dieser „große“ für zu gefährlich erscheinen lassen will. – Nicht wegen der Atomkraft, nein: wegen der Kraft der sozialen Mächte, die dann in Bewegung gerieten. Die zweite technische Fehlentwicklung war die des Verbrennungsmotors. Auf diesen geht nicht nur nur die bereits begonnene Klimakatastrophe zurück, sondern auch die Herausbildung eben
    jener wirtschaftlichen wie politischen Mächte, die die Welt nicht nur in Atem halten, wenn irgendwo ein Atomkraftwerk explodiert. Die Energiegiganten, welche ihre Macht ursprünglich auf Kohle und Stahl begründeten, monopolisieren nunmehr den gesamten Energiemix, den es gegenwärtig zu beherrschen gilt. Und diese Macht ist es, welche auch die Atomkraft weiter am Leben hält. Denn sie ist längst das Erpressungspotential eben gegen genau jene „sozialen Mächte“, die zu entfesseln, man so fürchtet.“

  310. HansMeier555@
    gibt es schon...

    HansMeier555@
    gibt es schon lange , der Erfinder wurde 20 Jahre lang verlacht und ausgebuht nun fährt das erste Schiff mit Drachen. Treibstoffersparnis locker 30 bis 40 %, das läpppert sich . und es ginge noch mehr wenn… aber hat ja keiner ein Interesse dran genauso wie Wasserstoff, könnte alles schon längst laufen aber da sind die Konzerne vor, Technik an sich ist schon ausgereift seit Ewigkeiten.

  311. Das Ende mit Rossini war...
    Das Ende mit Rossini war ungemein elegant, aber verstanden habe ich auch nix. Man muss aber auch nicht jeden Kelch leeren. Dass Gott ins Spiel gebracht wird, wenn es ganz dicke kommt, bereitet mir Unbehagen. Ich bin sicher, wenn alles gut gegangen wäre, redete jeder vom High-Tech-Land Japan, ist aber nur Low-Tech, technisches Versagen halt. Der grossartige mittelalterliche Mensch konnte sicher Menschen-und Gotteswerk unterscheiden. Die Vermutung, dass hinter jeder Ecke Strafgerichte Gottes lauern, scheint mir eine sehr neuzeitliche Paranoia. Vielen Dank, Don Alphonso, dass Sie weitermachen.

  312. HansMeier555 Iserne Shipp,...
    HansMeier555 Iserne Shipp, hölzerne Männer/ Hölzerne Schippe, iserne Kerls. Wenn Sie zu Windenergie usw wollen, dann wird wohl die Erziehung etwas härter werden müssen, als das jetzige jedes Kindlein. Zur Schule fahren, dass ihm auch nichts widerfahre.

  313. @Falkenherz
    Flamewars ? Ein...

    @Falkenherz
    Flamewars ? Ein richtiger schöner solcher, DAS wäre mal wieder was. Aber seid das Usenet Tod ist, mehr oder weniger, und Donnerhacke nebst Wau und anderen kaum noch da sind, oder gegangen ( was macht eigentlich Köhntop ? ) sind das da keine echten Flamewars mehr sondern nur noch das seichte Austauschen von Wi… und Fo,…. . Macht keinen Spaß mehr..

  314. ...Ok, dann bewußte...
    …Ok, dann bewußte Verschwenderei über das normale Maß im Haushalt eben, denn…nun ja, so ganz zurück in die Sklaverei und Gutsherrentum des 19. Jahrhunderts will man doch dann auch nicht; oder Unternehmen ohne Gewerkschaften, mit Kinderarbeit, ohne medizinische Versorgung etc? Gerade las ich von König Ludwig und seinem stets stinkenden Maul wegen der vergammelten Zähne. Also einen gewissen Versorgungsstand…Normalität wäre dann eher die Steinzeit. Und wenn Sie, Herr Meier, über die Alpenpässe fahren und möglicherweise dem Don auf dem Rad begegnen, nun, die paar Liter, dafür sind sie dann nicht auf der Aida.
    .
    Oh ja, die Autos entwickeln sich zu einem wahren Albtraum in Sachen Wirkungsgrad und sinnvoller Ausstattung. Mit dem Piepton hatte Volvo schon in den Siebzigern.
    .
    300000 BRT nur mit Segeln, das wird schwer, es sei denn, es ist egal, in welchem Hafen sie anlegen. In der Antike soll im übrigen jedes vierte Schiff verlustig gegangen sein, also hohes Restrisiko. Eine Exxon Valdez sinkt da nicht so oft.

  315. Und, Falkenherz, mich wundert...
    Und, Falkenherz, mich wundert an dem Regulierungswahn der Schildermafia an deutschen Straßen, daß an Raststätten die Blattzahlentnahme des Toi-Pap noch nicht reguliert ist. Gerade, wo jetzt vermehrt afrikanische Drückerkolonen zum Tip nötigen wie die Frontscheibenwäscher in Berlin.

  316. Arabella: Entschuldigung,...
    Arabella: Entschuldigung, versprätet Dankeschön fürs Kompliment. Wir haben nicht nur den Lebenspartner im Internet gefunden, sondern auch Hochzeitsort, -kleid, Traiteur, Haus, Kredit, Handwerker, Leuchtmittel und Stromanbieter! Das soll uns mal einer nachmachen. Wahrlich, „Existenz“!
    .
    Otaku: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-53066.html
    .
    Hans Meier 555: „Aber das Zeitalter der überall billig verfügbaren Energie könnte auch bald wieder vorbei sein. Das wäre dann nicht unbedingt die Apokalypse, sondern einfach die Rückkehr zur Normalität.“ -> Jetzt träumen Sie aber!
    .
    Allgemein zur Risiko-Wahrnehmung von Deutschen siehe auch:
    http://www.br-online.de/wissen/forschung/schwarzes-loch-cern-lhc-ID1207055863675.xml
    Kein Witz!

  317. @Falkenherz
    Und nun ?
    Das war...

    @Falkenherz
    Und nun ?
    Das war nix.
    Versuchs doch noch mal.
    Substanzieller.
    Aber mache dir nix draus man kann nicht alles können.

  318. @kroesus
    Oettinger sagte...

    @kroesus
    Oettinger sagte sogar: „Man muß im Grunde genommen befürchten, dass das Ganze in Gottes Hand ist.“ Das ist noch verräterischer. In Gottes Hand zu sein, ist für unsere Versicherungsmentalität der GAU schlechthin!wir versuchen eigentlich alles, um zu zeigen, dass wir nicht in Gottes Hand sind, nie! Und nicht mal das klappt!

  319. @Devin08: ach, die...
    @Devin08: ach, die Straßenkreuzer mit den Heckflossen waren doch ein langer Quell der Erheiterung. Und als Fetischismus weitaus weniger eklig als Lotusfüße. –
    Ich sah ja 20 Jahre lang keinerlei explosionsscharfen Gegensatz, der einen WK 3 anzünden hätte können, aber inzwischen meine ich, die Wetterecke China-Indien-Pakistan könnte so ein Brandherd sein.
    @HansMeier: ja, und ich hab da auch schon die Idee, was: Altenteile in Selbstbewirtschaftung durch Alleinstehende/Kinder- bzw. Enkellose der Generation 60+. Rente, Pflegeheim und dergleichen kommt einfach zu teuer.

  320. @nico: (Volvo hatte Piepton...
    @nico: (Volvo hatte Piepton zuerst) na, das paßt. Lehrerkarre halt.

  321. Werter Don, es geht also doch...
    Werter Don, es geht also doch weiter!? Potzblitz, welch freudige Überraschung!
    Grüße FS

  322. HansMeier555@: Da es ja beim...
    HansMeier555@: Da es ja beim Chiliasmus in der Tat nicht um Chili con Carne geht, sondern um ein politisch-religiöses Unterfangen der europäischen Geistesgeschichte (incl. ehemals Jahrhundertelang christlicher nordafrikanischer und kleinasiatischer Provinzen) geht, kann doch resümiert werden: Der Kampf des Guten gegen das Böse in jeweilig verwandelter, quasi transmutierter Gestalt, geht munter weiter.
    http://www.ixquick.com/do/metasearch.pl
    ..
    Daß das putzige CERN-Maschinschen noch ungehindert laufen soll ist gewißlich nur Zweckpropaganda geschuldet, um weitere Kohle locker zur Beschäftigung der großen Zahl angeheuerter Physiker (5.000?) zu machen. (Grundlegende Forschungen und Erkenntnisse im 19. Jhdt brachten gerademal einige Dutzend Wissenschaftler zuwege). Der Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt hätte bestimmt zu dem Thema ein „Die Physiker II“, etwa am schönen Lac Leman handelnd, aufgelegt, so er denn noch lebte. Auch an die Schweizer AKWs hätte er bestimmt boshaft leuchtend-ironisch-literarisches Zündeln gelegt. Furchtbar wäre es gewesen sich den daraus ergebenden SUPERGAU im Zürcher Schauspielhaus anzusehen.
    http://www.rhetoriksturm.de/die-physiker.php

  323. @colorcraze, und das mit...
    @colorcraze, und das mit Sitzkontakt. Nur der Ordnung halber: ich hatte keinen, und Lehrer bin ich auch nicht. Wenn ich recht erinnere, so wurde der auch viel von Campern, Pferdequälern, Autohändlern, Marktstandbetreibern gefahren wegen der hohen Zuglast am Hängerfinger (im Autohändlerlatein heißt der noch anders, schaltet Don wohl aber nich frei). Lehrer, Architekten und Anwälte sicher auch, sie waren aber auch sehr reparaturunanfällig und E-Teile teuer.

  324. @nico
    .
    Man kann sich ja mal...

    @nico
    .
    Man kann sich ja mal spasseshalber vorstellen, wie sich die Menschheit ohne große Vorräte an fossilen Energieträgern entwickelt hätte. Die Entdeckung der Elektrizität wäre ja trotzdem möglich gewesen, ebenso ihre Nutzung, nur halt in geringerem Umfang.
    .
    Ehrlich gesagt habe ich weniger Angst vor der Erschöpfung der Energiequellen als vor dem blutigen Hauen und Stechen, das um die letzten Lagerstätten entbrennen könnte.
    .
    BP hat angeblich wieder mit Tiefbohrungen im Golf von Mexico begonnen. Die letzte Ölpest liegt ja auch schon wieder gefühlte 100 Jahre zurück.

  325. @plindos
    wie wahr. in 2005...

    @plindos
    wie wahr. in 2005 habe ich mich – war zufällig der tag an dem ratzinger papst wurde mit einem habilitanten in physik an der uni mainz getroffen. es ging um publikationen im umfeld der aksoe der dpg. so ein tenor des gesprächs war, dass in der physik ein bisschen die luft raus ist, insbesondere cern ist nicht wirklcih etwas spannendes, standardmodell beweisen – oh wie langweilig.
    physik verkommt m.e. ein bisschen. vielleicht ist das was physik in den 20ern ware heute die stammzellenforschung.
    btw: selten ist die rkk so auf dem falschen fuß erwischt worden wie darin, oder sterbehilfe. aber wenn ein schockenhoff in freiburg als guter moraltheologe gilt, dann na ja…die reformierten sollten ihre schätze besser zeigen, die rkk hat ja nicht mehr viel
    dieser blogg ist schon sehr rkk freundlich, warum eigentlich?: korrelation cdu/fazleser vs. rkk-zugehörigkeit?

  326. CERN? Das war der versuch von...
    CERN? Das war der versuch von ein paar grenzdebilen Religiöse Prestsiousenhädler mit zwo Ringen neues Leben herzstellen. Die Verschwendung einer solchen femininen lockeren Schraube hätte jeder Handwerker ihnen erklären können.,
    http://www.familie-reinartz.com/ebaybilder/DIN934.jpg

  327. Klick. Drrring! (soll das...
    Klick. Drrring! (soll das Schellen einer Kasse nachahmen, einer mechanischen)http://www.faz.net/s/Rub469C43057F8C437CACC2DE9ED41B7950/Doc~EBE4F7491BCB148318D317F9ADB681B64~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  328. Vroni@: Auf eine Tasse...
    Vroni@: Auf eine Tasse Darjeeling First Flush (only for ladies & gentlemen).
    http://www.tee-seite.de/r-ge2-r.htm

  329. @berthold IV
    .
    keine Ahnung,...

    @berthold IV
    .
    keine Ahnung, aber wir finden es dann schon heraus.

  330. @Donna Laure, 1.4.,15:36: In...
    @Donna Laure, 1.4.,15:36: In der amerikanischen Verfassunng heißt es „pursuit of happiness“, ob man diese „happiness“ erreicht, bleibt jedem selbst überlassen. Und neoliberal könnte man den Nachsatz hineinlesen, dass sich der Staat bitte in die Zielerreichung nicht einzumischen habe.
    .
    @Savall 2.4., 13:47: Zum Gottesbezug gibt es berufenere Münder. Hier eine kleine Zusammenstellung vertrauenswürdiger Quellen: http://gott.es/bekenntnisse.htm
    .
    @Grenzgänger 3.4.,01:33: Dem vermeintlichen Fanal des Gastgebers ein Fanal des Gastes entgegenzusetzen … wie albern. Als ob man Anspruch auf Gastfreundschaft hätte und, darin verletzt, sich beschweren könnte. Wo ist die Pointe?
    .
    @Vroni 3.4.,19.04: Da haben Jürgen Becker und Norbert Alich mal etwas sehr nettes gemacht: http://www.youtube.com/watch?v=eqGAT-h_Cjw
    .

  331. Ups, es geht ja schon weiter...
    Ups, es geht ja schon weiter … wird denn hier nicht geklingelt? (Stopft sich ein letztes Stück Pausenbrezel in den Mund, wühlt nach dem Programmheft, achja, hm, was mir dazu einfällt:)
    .
    Vor ziemlich genau 50 Jahren hat der damalige US-Präsident Kennedy eine erstaunliche Rede vor dem Kongress gehalten. Mit der Raumfahrttechnologie war es damals nicht weit her. Die USA hatten gerade einen Mann in einer Blechbüchse knapp 200 km in den Weltraum geschossen, die Russen waren auch nicht viel weiter. Zu diesem Zeitpunkt also sagte Kennedy: „I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth.“ – Wahrscheinlich gab es damals Leute, die kluge Dinge gesagt haben wie: „Wir haben die Technologie noch nicht, wie soll das gehen?“ oder „Von den anderen fliegt auch keiner zum Mond, warum ausgerechnet wir?“ oder „Wer weiß, wie das endet, lasst uns lieber weiter Blechbüchsen in die Atmosphäre schießen!“ Bekanntlich sind die Amerikaner trotzdem pünktlich auf dem Mond gelandet.
    .
    Warum ich das anführe? Mir scheint, wir erleben in Deutschland gerade so einen (potenziellen) Kennedy-Moment. Und sind auf dem besten Wege, ihn zu verpassen. Raus aus der Atomenergie bis zum Ende des Jahrzehnts: unvorstellbar, bei grade mal 24 Prozent Anteil am Energiemix? Gewiss, wir haben die Technologie noch nicht …
    .
    Und für alle Freunde der Registrierkasse ist dies vielleicht noch lesenswert:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/pandoras_atomkraftwerke_1.10012987.html

  332. @Otaku
    Einmal (richtige...

    @Otaku
    Einmal (richtige Schreibweise!) googlen hätte geholfen: http://blog.koehntopp.de/

  333. Kommentatoren sind Vampire....
    Kommentatoren sind Vampire.

  334. @b4
    .
    Was haben Sie eigentlich...

    @b4
    .
    Was haben Sie eigentlich gegen die RKK?

  335. HM555, nun, das ist...
    HM555, nun, das ist hypothetisch und bringt uns nicht wirklich weiter. Wie hätte man auch die Häuser ohne Kohle oder Holz heizen und letztlich Strom machen können. Und davon gabs ja genug. Ebenso wie Fischreichtum. Ausbeutung war da noch kein Thema. Das Hauen und Stechen, wie es jetzt schon praktiziert wird, erleben wir in der Endphase wohl nicht mehr mit, aber wer weiß. Die Sonne indes bietet Planungssicjerheit für die nächsten 50000 Jahre. Man muß sie nur nutzen wollen. Alles hat seine Zeit. Der Blick muß nach vorn gerichtet sein, meine ich. BP hat im übrigen auch ne Solar Sparte – fürs image wohl.

  336. @Martin Emmerich
    Ähm sorry...

    @Martin Emmerich
    Ähm sorry aber das war ne Rhetorische Frage und absichtlich falsch, ausnahmsweise, den, ähm ja auch egal, trotzdem danke.
    Aber schön wenn man immer wieder unterschätzt wird ;-)
    Und noch schöner das der Name noch wem was sagt, so dem so sei.

  337. @hansmeier555
    mich stört ihre...

    @hansmeier555
    mich stört ihre extreme anfälligkeit für den zeitgeist um ein neues wort zu gebrauchen, meist dann wenn dieser zeitgeist schon wieder am abflauen ist, läuft man ihm nach (erklärt auch, warum sie immer gegen den zeitgeist wettert – sie kenenn ja den spruch der neuen frankfurter schule).
    beispiele?
    neuplatonismus, scholastik, ständestaat in italien und aut?, sie kennen die beispiele ja auch. witzigerweise wird das dann immer als tradition verstanden, was ja auch stimmt, denn tradition ist ja weitergabe, btw:
    yves congar: La Tradition et les traditions Étude historique (Vol. I), Étude théologique (Vol, II), Paris, Fayard, 1960-1963
    aber das ist hier im blogg auch schon zig mal diskutiert worden, nichtsdestoweniger
    denke ich, dass auch hier im blogg schon der krieg rkk – reformierte weiter geführt wird (wo übrigens nicht) und zumindest zahlenmäßig scheinen mir die truppen der liga hier deutlich stärker.

  338. Unsereins mit dem Hang zur...
    Unsereins mit dem Hang zur levantinischen Ursowiesonichtreligiosität verbleibt da neutral – icjh mag den katjholischen Dogmatismus nichtz, schätze aber die heisse Sünde und Lust, ich verstehe die moderneren Protestanten, aber kann man bei denen essen?

  339. Don, sogar trinken!...
    Don, sogar trinken!

  340. ... cabrito al horno sicher...
    … cabrito al horno sicher nicht!

  341. Des Protestanten Lust wie des...
    Des Protestanten Lust wie des Katholiken Gier
    .
    @Don Alphonso: Auch wenn das jetzt wieder so ein Schlag in die Gerüchteküche ist. Aber, ich denke, dass die Protestanten nur einmal Lust haben – beim Geldzählen (oder beim Zählen ihrer Nebeneinkünfte, manchmal auch beim Zählen ihrer Kinder, was letztlich aufs selbe hinaus läuft). Abgesehen davon rekrutieren sie aus ihren Reihen die Prototypen des deutschen Patriarchen, manchmal aber auch die schrägsten Vögel, wie Westerwelle zum Beispiel. Auch so ein Kandidat, der seine Nebeneinkünfte zählen muss (http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Westerwelle), die Betriebsunfälle des Patriarchats gewissermaßen. Allerdings repräsentieren sie eigentlich nur die kleinen Gierhälse, denn die großen sind die katholischen Kirchenfürsten. Die verspeisen mit derselben Lust ihre Pfründe, wie sie ihre Gemeinde vernaschen. (Ich will das jetzt nicht näher beschreiben, aber ich denke, wir haben uns verstanden, nach so gewissen Skandalen).

  342. "mich stört ihre extreme...
    „mich stört ihre extreme anfälligkeit für den zeitgeist um ein neues wort zu gebrauchen, meist dann wenn dieser zeitgeist schon wieder am abflauen ist, läuft man ihm nach (erklärt auch, warum sie immer gegen den zeitgeist wettert – sie kenenn ja den spruch der neuen frankfurter schule).“
    .
    der zeitversatz kommt hier (wie anderswo, ich bin jetzt einfach zu faul, beispiele zu suchen, aber bei den evangelen wirds nicht anders sein) daher, dass es einige zeit braucht, bis man vom konvikt in die höheren positionen gelangt ist.

  343. Don Alphonso - Sie und...
    Don Alphonso – Sie und Suende??! Nimmermehr! „Sie trinken nicht, Sie singen nicht, in Ihrem Keller brennt kein Licht!“ – Ich kann nicht glauben, dass Ihr Tortenkonsum die Grenze zur Todsuende der Voellerei ueberschreitet. Tee ist nur den Mormonen untersagt, von denen Sie ja keiner sind! Ansonsten – in welcher Religion ist feingeistige Askese denn Suende? Und der Fuerstbischof kam doch nicht ins Schlafzimmer, wenn ich mich richtig erinnere.

  344. @Fionn: Mit Yogi Berra und...
    @Fionn: Mit Yogi Berra und Baseball wird das bei den europäischen SDG nichts.
    Der werte Gastgeber wird das trotz Exkursion in seinen jungen Jahren bis an den Pazifik sicher bestätigen können. Läuft eher unter exotische Bräuche in fremden fernen Ländern, auch wenn Mr. President die Saison mit dem ersten Pitch eröffnet.

  345. Devin08@: Ach, hatten Sie das...
    Devin08@: Ach, hatten Sie das nötig?

  346. Weiter oben las ich gerade,...
    Weiter oben las ich gerade, dass Hirsi Ali eine Populistin sei. Nanu? Woher weiss man das denn? In erster Instanz begriff ich sie als niederlaendisches Phaenomen, dass erst richtig international prominent wurde, als ihr „Mitstreiter“ (absichtlich in ironische Gaensefuesschen gesetzt) Theo van Gogh von einem Irren viehisch auf offener Strasse ermordet wurde.
    Dass Hirsi Ali sich mit ihrer Religion kritisch auseinandersetzt, hat auch etwas damit zu tun, dass sie das Opfer-ihr wurde als Kind die Klitoris beschnitten- einer durch Geburt aufgezwungenen Religion wurde.
    Welcher Mensch mit Intelligenz UND Stolz wuerde gegen diese schmerzhafte Demuetigung, die ein Menschenleben lang andauert, nicht aufstehen?
    Es sei denn, er waere Deutscher, nach 1945 geboren und in der Provinz (es darf auch Berlin sein) geboren. Und er waere politischer und ethischer Verdraenger.
    Der Vasall eines Donaldisten. Wir wissen, wen wir meinen, nicht wahr?

  347. „Eschatologie“, wörtlich...
    „Eschatologie“, wörtlich „Lehre von den letzten Dingen“:
    habe soeben meinem 13jährigen Sohn eine app vom neuen ipod gelöscht.
    Ein „Spiel“, freigegeben ab 12 Jahren, das der Bengel sich ungefragt heruntergeladen hatte (und vor seinen Eltern verstecken wollte, er wusste schon warum). Nachdem ich die Rezension gelesen hatte, wusste ich es auch, Zitat: „ein verbessertes Kopfschusserlebnis verleihen dem Spiel noch eine tiefere Intensität.“ Widerlich ! Oder muß man diese modernen Schreckensbilder erdulden, wie die Menschen vor 500 Jahren die Bilder des Fegefeuers angstvoll schauten ?
    P.S.: das Kind hat jetzt nur noch App-Altersfreigabe 9 Jahre auf seinem Gerät, verliert Zugang zu FAZ-mobile und SPON, es bleiben Tagesschau und Süddeutsche.
    Elternsorgen, dem Hausherrn hier fremd.

  348. Die Seuche und die...
    Die Seuche und die Zumutung
    .
    @Plindos: Natürlich habe ich es manchmal nötig, auch nur aus Spaß zu schreiben, oder auch aus Ärger. Solche Statements sind natürlich niemals mehr als bestenfalls die halbe Wahrheit. Und eine Gerüchteküche, die man vorweg bestätigt, minimiert solche halbe Wahrheit noch einmal. Doch meine Aversion gegen die katholische Kirche kommt wahrlich aus ganzem Herzen, insofern durfte das mal gesagt sein. Und diesbezüglich habe ich nichts zu relativieren. Die katholische Kirche ist so eine Seuche, wie die protestantische eine Zumutung ist. Und das ist für mich keine halbe Wahrheit.

  349. @devin, plindos
    was soll ich...

    @devin, plindos
    was soll ich jetzt dazu sagen mit dem nötig?
    ich kenne jetzt selber einen fall, wo der dorfpfarrer ein mädchen missbraucht hat, ich kenne den pfarrer und das mädchen.. das ist ziemlich scheiße. und auch wenn die faz immer versucht, den skandal mit dem in der odenwaldschule zu überwiegen, ich glaube die rkk hat da schon ein massives problem. hat man wirklich viel gelernt?
    die juden und die evangelischen „zwingen“ die kinder so mit 12, 13 zur beachtung der entsprechenden pflichten. die rkk mit 8, oder was soll die kommunion zu dieser zeit? von ratzinger glaube ich gibt es einen text aus seiner zeit als erzbischof von münchen, in denen er fordert im rahmen dieser feier die kinder schon zu prägen, je jünger umso leichter seien sie zu prägen.. und, wenn sie wie in der rkk soweit gehen, dass sie die priesterausbildung (mit einführung des zölibats) der sicherung der kirchenpfründe unterordnen (so hat mir mein lehrer in kirchengeschichte des ma an der uni es gelehrt), dann…
    vielleicht ist das auch alles richtig, was die rkk tut (wirklich ohne ironie), wenn es der „seelenrettung“ dient..ich bin da ratlos

  350. @b4
    .
    Ihr Hauptvorwurf...

    @b4
    .
    Ihr Hauptvorwurf gefällt mir. Superb! Aber hätten Sie gegenüber jemand anderem dieselbe Frage genauso beantwortet?
    Aber kann man den Zeitgeist exorzieren? Unterlag das Christentum nicht schon in den ersten beiden Jahrhunderten dem Zeitgeist? Diese ganzen hellenistisch-vorderasiatischen Geschichten und so.

  351. @Filou
    .
    Für Sie hätt ich...

    @Filou
    .
    Für Sie hätt ich noch Jugendweihe und Ehrendienst im Angebot.

  352. @plindos, plindos
    in psalm 1...

    @plindos, plindos
    in psalm 1 gibt es eine stelle, wo es um die mitgliedschaft im kreise der spötter, zyniker geht. man kann damit schon leben auch als theologe oder priester der rkk, mit all den bonmots über die g-ttgewoltheit des zölibats, über den franzen spotten, wenn er die päpste seit petrus anführt und den gläubigen erzählt man etwas anderes..
    aber dann sehen sie so etwas wie den neuen bischof von limburg und all ihr zynismus hilft ihnen nicht weiter, vielmehr stellen sie sich die frage: glaubt der das oder ist der noch viel viel zynischer als ich?

  353. @hansmeier555
    ich beantworte...

    @hansmeier555
    ich beantworte die frage immer so und jeder der die kirchengeschichte kennt, muss sie auch so beantworten. ich habe bei norbert brox eine augustinusvorlesung gehört. der gute mann wusste am ende gar nicht mehr ein und aus von all den kon- und rekonversionen…

  354. @hm555
    "Unterlag das...

    @hm555
    „Unterlag das Christentum nicht schon in den ersten beiden Jahrhunderten dem Zeitgeist? Diese ganzen hellenistisch-vorderasiatischen Geschichten und so.“
    bezüglich der hellenisten? was denken sie?

  355. HansMeier555 04. April 2011,...
    HansMeier555 04. April 2011, 23:47
    „@Filou
    Für Sie hätt ich noch Jugendweihe und Ehrendienst im Angebot.“
    seien sie bitte vorsichtig und überziehen sie nicht. oder sie schreiben den spruch auf die grabsteine, derer die durch rkk-erziehung in der psychiatrie, im suizid oder sonstwo gelandet sind. so wenige sind das gar nicht.
    Erwin Ringel: 1985: Religionsverlust durch religiöse Erziehung. Tiefenpsychologische Ursachen und Folgerungen, (gemeinsam mit Alfred Kirchmayr), Verlag Herder, ISBN 978-3210247793
    hans meier: ich schätze ihren zynismus, aber in diesem fall wird er mir zu blutig.
    ich möchte auch als mitglied der rkk nicht so hopp la hopp über all die opfer der rkk – nicht nur die der oben genannten art hinweggehen –

  356. Devin, nehmen wir den...
    Devin, nehmen wir den Herrschaftsanspruch beider Kirchen aus der Betrachtung und widmeten wir uns den menschlichen Produkten der religioesen Indoktrination, so wuerde uns doch auffallen, dass der Mitmensch in seiner Vielzahl ein recht Ertraeglicher ist. Die Kirchen als Huren der Politik sind das Eine, der durch Religion geformte INTELLIGENTE und FREIE Mensch ist doch wieder etwas ganz anderes.
    Ich moechte nicht allzusehr ins Private abgleiten, aber ich muss doch feststellen, dass all die weiblichen Teilzeitbegleiter meines Lebens (ich wurde zwangsprotstantisch erzogen) aeusserst solide, dem Leben zugewandte, froehliche Menschenkinder waren-und sind. Witzig dabei, und darauf kommt es mir explicit an: alle waren und sind katholisch! Alle!
    Das gab mir zu denken. Ich tat es nicht, denn das Ergebnis zaehlt.
    Ein ironischer Apercu: ein guter Freund heiratete eine Protestantin aus der DDR. Der Freund brachte sich um. Das war traurig, aber verstaendlich. Man soll seine Seele nicht an die Partei geben, sondern die tieferen Werte des Parteiprogrammes selektiv verinnerlichen. Ein bisschen korrupt ist es schon. Aber so ist das Leben. Das Leben scheint katholisch zu sein.
    (Die Musik ist sowieso besser)

  357. Es gibt ein neues...
    Es gibt ein neues Thema:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/04/04/der-grosse-schwarzgruene-unnuetz.aspx
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    Nur so am Rande…

  358. Hae, hae, HM555! Jugendweihe...
    Hae, hae, HM555! Jugendweihe hatten wir. Plus Schwur auf die Glorreiche. Aber was zaehlt schon ein Schwur auf ein Zwangssystem? Man sch….t drauf.
    Wissen Sie, man sieht auch heutzutage Menschen, die lautstark rumkaspern, mal die eine, mal die andere „Wahrheit“ verkuendent. Irgendwann kommt einer, zieht denen die Hosen runter-und was sieht man? Einen kastrierten Clown.
    Applaus, Applaus! Der Zirkusbesuch hat sich gelohnt. Ein nackter Demagoge schwenkte seine Buecher…

  359. @filou
    der fröhliche...

    @filou
    der fröhliche r-katholik (widerspruch in sich) und wo man ihn findet..ein interessantes thema. ich versuch es mal in zaitzkofen oder in deggendorf

  360. @bertholdIV, nach meinem...
    @bertholdIV, nach meinem Systemwechsel lernte ich die koelner Variante kennen. Als freudloser, disziplinierter Sachen-Anhalter, erzogen im Bohnerwachsgeruch evangelischer Gemeindezentren, irritierte mich die strenge, aber auch lebenszugewandte rheinische Art doch sehr. Die Fakten waren staerker als die Ideologie: ich ergab mich den Verhaeltnissen. Eine Niederlage! Aber eine nette.
    (Wie das in Franken ist, kann ich nicht beurteilen. Der Eifeler Katholizismus meiner Tanten war furchtbar, der Katholizismus meiner sudetenlaendisch gepragten Freundinnen war angenehm. Und die Rheinlaender? Die Rheinlaender spinnen!)
    Es geht doch endlich um die Frage: wie kann ich friedlich und heiter leben? Ist der Tod nicht ernst genug? Bis dahin hat’s noch Zeit. Also…

  361. zu den rechtspopulisten...
    zu den rechtspopulisten hier:
    ihr pickt euch einzelfälle heraus, auf die ihr scheinbar geradezu gewartet habt, damit ihr eure kriege gegen eine andere, euch konkurrierende religion rechtfertigen könnt. leute wie hirsi ali oder kelek dienen dabei als nützliche alibi idioten. da ich religion grundsätzlich für nicht vereinbar mit demokratie bzw. den werten freiheit, gleichheit, toleranz und humanismus halte, bin ich, im unterschied zu xenophoben islamkritikern, für eine religionskritische diskussion, wie sie hier in ansätzen auch zu lesen ist. die allermeisten, die islamkritik üben, wollen bloß ihre fremdenfeindlichkeit unter dem deckmantel der islamkritik verbergen. es ist notwendig, dass diejenigen, die islamkritik betreiben, weil sie für eine humanere, offenere gesellschaft eintreten, sich noch deutlicher als bisher von jenen abgrenzen, die eine angebliche überfremdung der deutschen kultur befürchten.
    .
    an den politischen und ethischen verdränger filou:
    warum schreibt niemand etwas gegen die witwenverbrennungen in indien? ist das nicht mindestens genauso schlimm wie klitorisbeschneidung? eine ziemlich hohe warte, von der aus sie herabreden. haben sie sich denn gegen ihre kommunion oder konfirmation zur wehr gesetzt? oder gegen ihre einschulung? und warum tragen unterlippentellerneger unterlippenteller in der unterlippe? und wieso findet man hier in deutschland fast keine frau ohne durchstochenes ohrläppchen? erinnern sie sich noch wann und wieso sie erstes bier tranken, obwohl es ihnen nicht schmeckte?

  362. @HansMeier555.'
    Unterlag das...

    @HansMeier555.‘
    Unterlag das Christentum nicht schon in den ersten beiden Jahrhunderten dem Zeitgeist? Diese ganzen hellenistisch-vorderasiatischen Geschichten und so.‘
    Das einzige, was diese Sklavenreligion der analphabetischen Weichlinge oder konvertierten Zeloten mit Omnipotenzphantasien ein bisschen zivilisiert hat, Theologie, Theorie, Nachdenken ueber NettseinzuLieschenMuellerHInaus – all das Verdanken wir jenemn Zeitgeist (und natuerlich auch die demuetigende Einsicht, die Macht mit einer anderen Macht, einem Kaiser teilen zu muessen), all diese zeitgeistigen Nettigkeiten waren schon toll ….bis natuerlich die Entmythologisierung des 20. Jhdts diese Schichten der Verfeinerung wieder abgeloest hat und nur der blanke Primitivismus wieder durchschien, der immer noch den Ewiggestrigen Schwierigkeiten macht ;-)

  363. @b4
    .
    In puncto Urchristentum...

    @b4
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    In puncto Urchristentum bin ich kaum ein Gesprächspartner für sie, hab da nur Drittelsbildung. Aber nichtjüdische, nichtmonotheistische, neoplatonische und sonst irgendwie kleinasiatische Einflüsse sollen stark gewesen sein. Können wir davon ausgehen, dass Jesus das so gewollt hat?
    Und wollte er überhaupt eine [RK]K?

  364. @b4
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    Sie haben schon...

    @b4
    .
    Sie haben schon verstanden: Dostojewskijs Großinquisitor, das bin ich. Kein paranoides Scheusal, sondern ein Verantwortungsethiker mit einer vernünftigen, praktikablen, in Jahrhunderten erprobten Position.

  365. "Ich möchte eine RKK, die...
    „Ich möchte eine RKK, die auch mal zuschlagen kann“.
    .
    (Werbespruch aus dem Jahr 2025, den aufs ganz große Plakat zu drucken sich die DBK nach einer Marathonsitzung dann doch nicht durchringen konnte).

  366. HansMeier55505. April 2011,...
    HansMeier55505. April 2011, 08:25 @b4
    In puncto Urchristentum bin ich kaum ein Gesprächspartner für sie, hab da nur Drittelsbildung. Aber nichtjüdische, nichtmonotheistische, neoplatonische und sonst irgendwie kleinasiatische Einflüsse sollen stark gewesen sein. Können wir davon ausgehen, dass Jesus das so gewollt hat?
    Und wollte er überhaupt eine [RK]K?
    beidemale ja:

  367. Filou, das haben Sie schön...
    Filou, das haben Sie schön gesagt.
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    In diesem Artikel gibts ein gutes Bild des ewig brennenden Feg-Plu-feuers.
    http://www.faz.net/s/Rub163D8A6908014952B0FB3DB178F372D4/Doc~E4A06CA28A8B84A7DB76C5FF6631C998E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    .
    Giannozzo, ein sehr interessanter Artikel, vielen Dank! Die Kasse bei uns wird die nächsten Jahre trotzdem erstmal mechanisch sein, die atomar betriebene Registerkasse der Franzosen freut sich einstweilen aber, ohne dass der von Ihnen angegebene Artikel etwas dran ändern würde. So kommts wenn man im Hauruck-Verfahren auf Ausknöpfe drückt.

  368. Wo der Spießbürger zum IM...
    Wo der Spießbürger zum IM wird
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    @Filou: Ich war ja auch katholisch. Aber nie sehr gläubig. Das war niemand bei uns in der Familie. Überhaupt ist das mit dem Glauben bei den Katholiken weniger ernst zu nehmen, als vermutlich bei den Protestanten. Die Katholiken lieben das Theater, die Rituale, die Farben, vielleicht gar die Musik in den Kirchen. Hin und wieder auch das Geschwätz des Pfarrers. Sie suchen einen Grund, sich wenigstens einmal die Woche festlich anzuziehen. Man will sehen und gesehen werden, manche in der Kirche, andere in der Dorfkneipe um die Ecke. Die Katholiken sind, wenn sie nicht geborene Opportunisten sind, wohl Agnostiker. Sie gehen auf Nummer sicher. Am Ende weiß man ja nicht, ob es da nicht doch noch eine Hölle gibt.
    Und ich gestehe es: auch meine Art Marxismus ist nicht wenig katholisch geprägt. Auch ich habe so ein paar Hintertürchen. Selbst auch mein „Marxismus“ hat etwas häretisches, auch dort suche ich die Außenseiter, die Kritiker. Ich denke, bei den Protestanten geht das so nicht. Daher ist auch jener DDR-Sozialismus so erbärmlich gescheitert. Nämlich an demselben Doktrinarismus, der auch schon dem preußischen Protestantismus so anhaftet. An jener Spießbürgermentalität, die solch Rechtgläubige zu den geborenen IMs hat werden lassen.
    .
    Auch wenn der Katholik zum Revoluzzer wird, meint er es ernst, aber niemals so bierernst wie ein Protestant. Er wechselt ja nicht wirklich seine Überzeugungen, sondern nur seine Ansichten, seine Argumente, seine Draufsichten. Im Innern war er immer schon derselbe. Ein Bazi eben. Der Prototyp des katholischen Revoluzzers ist für mich übrigens Oskar Maria Graf. Ich erwähnte ihn schon. Und wenn ich ganz ehrlich mit mir bin, dann fühle ich persönlich eher anarchistisch als kommunistisch, so wie Graf auch. Nur die anarchistische „Theorie“ überzeugt mich nicht. Die hat keine Stringenz. Sie ist so wachsweich wie der Protestantismus verhärtet.

  369. @devin:
    "Die Katholiken sind,...

    @devin:
    „Die Katholiken sind, wenn sie nicht geborene Opportunisten sind, wohl Agnostiker. Sie gehen auf Nummer sicher. Am Ende weiß man ja nicht, ob es da nicht doch noch eine Hölle gibt. “
    stimme ihnen zu, nur meinen die katholiken es sehr wohl und dann extrem bierernst, wenn jemand ihr geschäftsmodell ihre dogmen und die institution in frage stellt. ansonsten können sie tun und lassen, was sie wollen, sie sind kompatibel zu jedem herrschaftssystem. wie sie sagten de facto agnostiker. so der traditionsbegriff, der an jede unwahrscheinlichkeit oder noch so kleinste fußnote oder assoziation der oder auch nicht der bibel anknüpfen kann. beispiele brauche ich nicht wirklich aufführen.

  370. @1.B4
    .
    Wenn Sie jetzt Papst...

    @1.B4
    .
    Wenn Sie jetzt Papst wären — was wären Ihre ersten drei oder fünf Maßnahmen (Oktoberdekrete)?

  371. Nur die Interessen...
    Nur die Interessen zählen
    .
    @bertoldIV: Sie haben völlig Recht. Aber das betrifft dann weniger die Frage des Glaubens als des Interesses.

  372. @devin08
    des interesses ja,...

    @devin08
    des interesses ja, schon richtig. aber ein residuum an glauben ist halt als label/kern für das interesse eingesetzt.

  373. Seh ich das richtig? Da wird,...
    Seh ich das richtig? Da wird, werter Don A., in der aktuellen Ausgabe Ihres Arbeitgebers heftig gegen Ihre Vortsellung von Eschatologie und Atomarer Strahlung gewettert, freundlicherweise ohne Sie namentlich zu erwähnen (Geisteswissenschaften, Seite N3).

  374. Ich habe die heutige FAZ noch...
    Ich habe die heutige FAZ noch nicht gelesen, aber es wäre zu viel der Ehre, wenn jetzt Print hinter den Blogs herhecheln würde. Was steht denn drin?

  375. Ah, jetzt sehe ich, der Herr,...
    Ah, jetzt sehe ich, der Herr, der hier in den Blogs ab und zu etwas über Randgruppensport schreibt, hat sich auch mit Eschatologie beschäftigt. Finde das nicht schlecht, allein, er hätte mich ja auch fragen können, dann hätte ich ihm etwas Sekundärliteratur zukommen lassen.

  376. Nun im grossen und ganzen...
    Nun im grossen und ganzen läuft es darauf hinaus, dass die Verbindung von Eschatologie und Fukushima auf Denkfaulheit beruht („feinsinnige Geistesfaulenzer“ steht im Artikel)

  377. <p>Nun ja, als...
    Nun ja, als Kulturhistoriker, der sich seinen Studiengang anders raushängen lässt, als es sonst so üblich ist (studierte in Würzburg, München, etc, Fächer, von denen viele vermutlich noch nicht mal die Namen kennen, wie etwa Epigraphik, und buddelte zwischen Partyexzessen eifrig in mittelalterlichen Gräberfeldern) gebe ich gerne zu, dass das Thema durchaus meines ist, und ich dafür nicht extra recherchieren musste. Ich hätte natürlich auch andere Vergleiche heranziehen können, gerade aus dem Manichäismus, oder der Frage, ob Fukushima nicht der gelebte Gegenbeweis zur Apokatastasis ist.
    .
    Ansonsten würde ich gerne wissen, was an „grobunsinnigen Hirnstrebern“ so toll ist, dass man das Gegenteil derartig darstellen muss; allerdings ist es ja schon länger meine Rede, dass Print anfängt, Online hinterherzulaufen. Der eine schreibt vor, der andere versucht hintendran, die Worte zu verdrehen. Ist doch fein! Vielleicht schreibe ich morgen ja wirklich was zur Frage, ob die Vorstellungen von Gregor von Nyssa, der sich gute Gedanken dazu gemacht hat, nicht auch auf die Wissenschaft übertragbar sind.

  378. Ein neuplatonischer Kommentar...
    Ein neuplatonischer Kommentar zum Hohelied muss echt nicht sein, dann lieber eine kräftige Illustration an der Höhlenwand.

  379. Neuplatonische Kommentare......
    Neuplatonische Kommentare… staubtrocken, kein Wunder, dass die Aufklärung am Ende plaudernd darüber hinweg gegangen ist.

  380. @DA
    Apokatastasis: oh ja bitte...

    @DA
    Apokatastasis: oh ja bitte origines, bitte bitte

  381. @HansMeier555 05. April 2011,...
    @HansMeier555 05. April 2011, 20:50
    @1.B4 .Wenn Sie jetzt Papst wären — was wären Ihre ersten drei oder fünf Maßnahmen (Oktoberdekrete)?
    B16 – 12 =?
    was sagt uns diese symbolik? zufall?

  382. ad 1) freut mich Ihr Austieg...
    ad 1) freut mich Ihr Austieg vom Austieg!
    ad 2) möge in Ihrem selbstgepflückten Bärlauch nie Herbstzeitlose oder Maiglöckchen sein; in dem Photo ihres letzten Blogbeitrags „Der Große schwarzgrüne Unnütz“ erkenne ich eher Maiglöckchen. Aber Sie haben das Pesto ja schon überlebt.
    ad 3) danke für den „grossen Unnütz“; mir als Flachlandtiroler bisher unbekannt
    ad 4) man sollte gönnen können: Der Artikel von Herrn Kaube „Geistesfaulenzer“, den ich übrigens charmant auf Sie gemünzt finde, verdient durchaus Ihre wohlmeinende Aufmerksamkeit. Inhaltlich hat er m. E. völlig recht, und es gibt ja am Ende nur eine Wahrheit, der wir uns oft auf verschlungenen Pfaden nähern. Sie aufzuschreiben aber hat er Sie zum Anlaß gebraucht. Bin gespannt, ob er sich an die dort jetzt aufgeschriebenen Maximen halten kann. Eigentlich ist der Artikel der Parmesan auf Ihrem Gehackten. Den Geistesfaulenzer empfehle ich à la Talleyrand als Auszeichnung zu betrachten. Von Salonschwachsinn sind Sie noch entfernt; ich kenne mich in dem Feld aus.
    Für mich geht es jetzt zurück in den Salonschwachsinn; eine Kommissionssitzung dräut.

  383. Aurispa. im Kern geht es ja...
    Aurispa. im Kern geht es ja darum, ob es das Purgatorium, sprich die Bestrafung von Sünden auch im Diesseits geben kann: Das sagt Augustinuns ganz klar, das wurde von der katholischen Kirche im Mittelalter auch 1:1 so übernommen – und es hat sich angesichts von Katastrophen ja durchaus auch angeboten. Es gibt Legionen von Predigten, die sich der relativen Wirkungslosigkeit eines Purgatoriums im Jenseits bewusst sind, und deshalb gezielt die Flammen aus dem Jenseits ins Diesseits schlagen lassen – was im übrigen damals auch oft nicht so stark getrennt war, wie man das im Zeitalter der Wissenschaft tut.
    .
    Ich möchte mich deshalb ganz herzlich bei den Lesern entschuldigen, unfreiwillig den Anlass für so ein Stück Ahnungslosigkeit geliefert zu haben – aber ich kann nichts dafür, und hätte man mich gefragt, hätte ich sicher etwas tun können, damit der besagte Beitrag besser geraten wäre.

  384. @B12
    12 hat nix zu sagen, 12...

    @B12
    12 hat nix zu sagen, 12 ist ein Irrtum, es sind entweder 11 Heilige oder halt gleich 13 oder 14.

  385. Versäumnis, Verhängnis,...
    Versäumnis, Verhängnis, Vergebung. Das Porträt eines Mannes, der erst, als er alles verliert, begreift was er besaß.

  386. Vor ein paar Wochen hat er...
    Vor ein paar Wochen hat er einen tollen Kommentar zu Guttenberg geschrieben.
    .

  387. Also für mich sieht Fukushima...
    Also für mich sieht Fukushima weniger nach Sünde und Fegefeuer sondern mehr wie Karma aus. Und das manifestiert sich halt immer im Diesseits.

  388. @BertholdIV: Sehr hübsch, wie...
    @BertholdIV: Sehr hübsch, wie Sie bei der Bitte um Apokatastasis nach „origines“ verlangen. Genau denselben originellen „Fehler“ hat schon der Sachsenspiegler (vor 1225) gemacht, als er nach dem Selbstverschnippler Origenes, einem der Väter des reinigenden Feuers, verlangte, ihn aber in Anlehnung an die weitverbreitete Enzyklopädie Isidors von Sevilla, Etymologiae sive origines eben „Origines“ umtaufte. So geht das eben mit der Büüüldung.

  389. @kampfstrampler
    bin ich da...

    @kampfstrampler
    bin ich da falsch? uups

  390. @hansmeier555
    was lustiges zur...

    @hansmeier555
    was lustiges zur nacht. sehr amüsant… herr berger.
    http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/100418_nachtstudio_nst.asx

  391. noch was zu origines äh...
    noch was zu origines äh origenes:
    http://www.decemsys.de/benedikt/audienzen2/origines1.htm

  392. Der Zynismus als die Kehrseite...
    Der Zynismus als die Kehrseite der „Vernunft“
    .
    Auch den folgenden Beitrag hat die FAZ nicht gesendet (http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EA7A2208B9DFF4835931FE9C0CDE39B74~ATpl~Ecommon~Scontent.html und http://blog.herold-binsack.eu/?p=1577). Und da der Appell an die Vernunft auch hier, trotz einer gewissen zur Schau getragenen „Abgeklärtheit“ zu vernehmen ist – ist doch der Zynismus nur die Kehrseite des Glaubens an die Vernunft -, möchte ich Sie damit konfrontieren:
    .
    „Die Klasseninteressen bedingen die sprachlichen Codes/den semantischen Horizont (Originalüberschrift)
    .
    In der Tat erscheint mir hier eines Wittgensteins „semantische Philosophie“ als die Todesfalle. Und somit dieser Selbstmord als so dramatisch wie sinnlos, aber auch paradigmatisch. Mit Adorno wurde der „Marxismus“ in Deutschland sukzessive von seinen hegelschen Ursprüngen (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1573) getrennt (und damit von einem Weltverständnis, das sich von „semantischen Grenzen“ nicht beeindrucken lässt). Seitdem herrscht in gewissen linken Schulen Nabelschau vor, nicht Weltbetrachtung, schon gar nicht Weltveränderung. Der Versuch, das kantsche „unerkennbare Ding an sich“ doch noch zu einem „erkennbaren Etwas“ werden zu lassen, ohne den „Umweg“ über das „Ding für sich/für es/für uns“ (bei Hegel „Erfahrung“/Phänomenologie des Geistes, bei Marx „gesellschaftliche Praxis“/Feuerbachthesen, http://blog.herold-binsack.eu/?p=642), erweitert nicht ein „geistiges Reich“ (Hegel), sondern den semantischen Irrgarten. Eine „gemeinsame Sprache“ finden zu wollen, ausgerechnet mit der Klasse, die mit Hilfe eben dieser Atompolitik (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1542) die Welt zu beherrschen sucht, ist so unglaublich romantisch wie eben auch so fern jeder marxistischen Einsicht. „Die Vernunft“, soweit es eine solche gibt, oder nennen wir es besser: das „Weltverständnis“, ist fest eingebunden in die Klasseninteressen, die wiederum die sprachlichen Codes bedingen.“ (Links wurden nachträglich eingefügt, da in den FAZ-Leserkommentaren nicht erlaubt!)

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