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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Ornament und bürgerliches Verbrechen

| 339 Lesermeinungen

Nicht allen ist es erlaubt, London zu betreten - etwa, wenn die Gesundheit einen bösen Streich spielt. Somit bleibt der Verfasser bereits am Taunus liegen, wo er seine Chronistenpflicht am vorhandenen Deutschen Haus ableistet, statt sich in der Welthauptstadt der Neugotik über den gebauten Anachronismus und seine tiefere Bedeutung zu wundern.

Out flew the web and floated wide- the mirror crack’d from side to side;
Alfred Tennyson, The Lady of Shalott

Am skandalös frühen Morgen, um 10.36 Uhr verlässt mein ICE das Vortaunusstädtchen Frankfurt a. Main in Richtung Brüssel, und von dort aus geht es mit dem Eurostar nach London. Ich trage eine schwarze Rolex Oyster, Socken von Burlington, einen nachtblauen Pyjama mit dünnen, roten Streifen und eine silberne Teekanne. Der Zug nimmt Fahrt auf, rumpelt etwa einen Kilometer von mir entfernt durch Griesheim, und rast Richtung einer Stadt, in der gutes Essen den gleichen Stellenwert wie gute Politik in Berlin hat. Am Samstag findet in London der Tweed Run statt, aber dieses Spektakel ist nichts gegen das, was in meinem Kiefer zur Aufführung kam, nachdem ich die Bahnkarte erworben habe. Die Entzündung sei psychosomatisch, spottet eine liebe Freundin, mein Innerstes wollte zurück nach Italien. Deshalb bin ich nicht an Bord des Zuges, deshalb wird man in London andere vergiften, deshalb muss ich weiche Marzipantorte essen, deshalb muss der geplante Beitrag über die Untauglichkeit der Bahn für echte Reisende ausfallen, wie alles andere auch, und ich trage Pyjama und Übergewicht, das ich mir in Erwartung von fünf Fastentagen in London angegessen habe. Aber Sie, liebe Leser – Sie wollen trotz all der Un- und sonstigen Pässlichkeiten bespasst werden.

Bild zu: Ornament und bürgerliches Verbrechen

Genauere wissenschaftliche Erklärungen dessen, was mich von der Reise abgehalten hat, würden Sie vermutlich nicht darüber hinweg trösten können, dass damit auch er geplante Beitrag über das schauderhafte, vor allem spätere Gothic Revival des victorianischen Zeitalters ausfallen muss – sogar bei Teekannen greife ich lieber zu Exemplaren der edwardianischen oder georgianischen Epoche. Zum Glück jedoch ereilte mich die Niederstreckung in einem Ortsteil, der in Zeiten des Historismus erblühte, und gleich um die Ecke ist das, was Sie dort oben im schlimmsten Detail sehen: Das deutsche Haus.

Das deutsche Haus ist nicht gerade neogotisch, sondern ein Stilmischmasch. Der Herold? Stadtbläser? Wächter? mit Trompete, Fahne und einer sehr unvorteilhaften Gesichtsbehaarung, die alle breiten Anlagen nur noch betont, nimmt auf die Mitte des 16. Jahrhunderts Bezug. Die mit vorgetäuschten Zinnen bekrönten Spitzgiebel wirken dagegen etwas älter, und erinnern an Bürgerhäuser der 2. Hälfte des 15. Jahrhundert. Die breiten Fenster mit ihren leicht gerundeten Fensterstürzen berufen sich auf die Renaissance. Ganz unten und entlang der Hauskanten hat man roh behauene Quader gesetzt, wie sie in der Zeit der Staufer an Türmen und Häusern sehr modern waren. Kurz, das deutsche Haus, das hier im Viertel als Inbegriff der auffälligen Architektur des wilhelminischen Zeitalters gelten darf, ist mit jeder Menge Deutschtum – oder was man dafür hielt – früherer Zeiten übergossen.

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Man stelle sich jetzt noch einen Männerchor dazu vor, lauter breite Gestalten, die 10 Jahre älter und unvorteilhafter aussehen, als sie sind, und nochmal 10 Jahre geistig unbeweglicher, und dieser Chor intoniert der an dieser Stelle unter dem Herold „Heil Dir im Siegerkranz“. Oder den „Trompeter von Säckingen“. Oder „Oh Du alte Burschenherrlichkeit“. Oder „Als die Römer frech geworden“. Oder Schlimmeres, das 19. Jahrhundert, das so vielversprechend mit Heine und zarten Biedermeiermöbeln begonnen hatte, bekam zum Ende hin so einen gewissen Drall… man muss es sich nur vorstellen. Wie es wäre, wenn man so eine Darbietung eine Stunde ertragen müsste. Und danach den Kaiser hochleben lassen. Und danach mit einer Stütze der Gesellschaft die Plastik am Hause wohlwollend besprechen. Sicherlich stimmig. Es gibt Vergangenheiten wie die Pest bei Boccaccio oder den 7-jährigen Krieg bei Voltaire, die bei allem Schrecken durchaus ihren menschlichen Charme bewahrt haben. Und eben andere – deutscher Historismus, Wiener Barock, Gothic Revival – anhand derer man sich die Frage stellen kann: Wäre die Sache nicht doch besser gelungen, wenn man sich nicht gar so deutlich auf eine Ideologie, hergeleitet aus einer ebenso zusammengeschusterten wie idealisierten Vergangenheit, verlassen hätte?

Denn die Erbauer von Neugotik wollten nicht spielen, sie meinten das ernst. Ob nun Westminster Palace in London, das Rathaus von München oder eben dieses deutsche Haus: Nichts davon sollte ironisch, skurril oder „gothic“ im Sinne von schauerlich wirken, man wollte beeindrucken mit Geschichte, Vergangenheit und Tradition. Derartige zurückgreifende Legitimierungsbemühungen haben es nun mal so an sich, dass man sich keinerlei Hohnlachen dazu wünscht, heute nicht und morgen auch nicht. Westminster Palace gilt immerhin als Sehenswürdigkeit, Japaner und Amerikaner bestaunen das Müncher Glockenspiel, aber hier nun, in der mittelmässigen Adaption als Dekor, Ornament und Verbrechen ist die ganze Erhabenheit dahin.Von hier ausgehend, muss man – pardon – in Richtung München und London sagen: Die anderen haben ihre nicht so ganz vorhandene Geschichte nur besser und grösser vorgetäuscht.

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Die nettere Interpretation solcher Bauten unterstellt ihren Schöpfern, sie seien angeödet von den Massenprodukten und Umwälzungen der Industrialisierung gewesen, und hätten sich in eine Epoche der Handwerker, Zünfte und stabiler Ordnung zurück geträumt: Der Historismus als gebautes Manufactum des 19. Jahrhunderts. Weniger nett ist dagegen der Vergleich der damals modernen deutschen Tugenden, von denen Opern, Romane und die Gartenlaube kündeten, Bescheidenheit, Anstand, Fleiss, Sparsamkeit, Sittsamkeit, Keuschheit, mit den gebauten Monstrositäten, die eine ganz andere Geschichte erzählen. Verschwendung, Geltungsbedürfnis, Aufschneiderei, das Heraushängenlassen von Qualitäten, hinter denen ganz normaler Backstein verbaut ist, die Obszönität des goldenen Horns auf Unterleibshöhe, die Arroganz, die aus Türmen und Zinnen spricht. Über dem Eingang steht in goldenen Lettern „Grüss Gott“, aber das gilt nicht für Humor, Ironie und leises Kichern.

Dieses deutsche Haus eines auf dem Grillhendlspiess der Geschichte geistig-moralisch gewendeten deutschen Bürgertums, das erst in unseren Tagen langsam verblasst – dieses Haus ist eine bierernste Angelegenheit. Was vielleicht auch der Grund ist, warum sich darin heutzutage keine Gastwirtschaft auf Dauer halten kann. Immer wieder wird es versucht, aber fast macht es den Anschein, das Haus sabotiere jeden Anlauf, in ihm etwas anzubieten, das nicht Sauerkraut, Bier und Eisbein in Aspik ist. Glaubt man, dass es ein wahrhaft deutsches Haus ist, dann singt man darin gerne traditionell vom Gott, der Eisen und Worschtberge wachsen liess. Ringt man sich aber dafür ein ironisches Lächeln ab – geht man vielleicht doch lieber woanders hin. Es ist leider zu bombastisch, um noch als amüsante Irrung gelten zu können. Und nicht monumental genug, um davor wohligen Schauder zu empfinden. Oft denke ich mir: Was für ein Glück, dass meine Familie damals keinen Neorenaissanceklotz gebaut hat, sondern einen richtigen Renaissancewohnsitz erwarb.

Bild zu: Ornament und bürgerliches Verbrechen

Mitunter neigt man dazu, der Bürgerlichkeit ein nahes Aussterben nachzusagen, und tatsächlich habe ich oft den Eindruck, dass diese neue Welt, das neue Deutschland, das uns bald aus neuen Zahlen entgegen tritt, wenig von den alten Befindlichkeiten des Westviertels hält. Man wird sich etwas einfallen lassen müssen, um nicht bedeutungslos zu werden, aber wie man hier sieht: Man klebe besser keine unvorteilhaften Requisiten vergangener Zeiten an die Häuser, erfinde sich dazu Sekundärtugenden und denke, damit sei die Zukunft bewältigt. Aussterben ist nicht schön; das hat die alte Bürgerlichkeit im ersten Weltkrieg dann auch Heil Dir in Siegertrance wo Eisen wuchs vorgeführt. Aber wenigstens sollte man dabei eine Substanz hinterlassen, zu der den Nachfolgenden Erfreulicheres als das Netteste einfällt, das mir beim Historismus in den Sinn kommt:

Ts.

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339 Lesermeinungen

  1. Die Oxforder Colleges gefallen...
    Die Oxforder Colleges gefallen mir aber, egal ob sie nun 1380 oder 1850 gebaut wurden.

  2. @ Don Alphonso: Huebscher...
    @ Don Alphonso: Huebscher waere sicher ein Photo der Marzipantorte gewesen…
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    In Ihrem Sentiment hier aber geben Sie sich ganz klar als Kind einer Generation zu erkennen, der man die Formal „Nationalismus = Nazitum= darf nicht sein“ so richtig eingeimpft hat.
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    Hat man dann Deutschland nur lang genug verlassen, schmecken auch Eisbeine wieder richtig gut. Und daran verdienen dann die Expat Metzger, in Peking, Bankok, Santiago…
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    Ich kann jede Ihrer Impressionen nachvollziehen- die Liebe zur Marzipantorte eingerechnet.
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    Nur, ganz manchmal, da sage ich mir: wenn ich nun Franzose, Englaender oder gar Amerikaner waere, dann haette ich etwas nationalen Selbsthass weniger, und mir wuerde doch nichts fehlen.
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    Emotional, zumindest…

  3. Well it is a shame, isn't it....
    Well it is a shame, isn’t it. Now we miss the London run. But very funny exculpation, why you haven’t attended, indeed very funny.
    Nun aus dem Neudeutschen hin zum altdeutschen Sprachgebrauch (müsste ich jetzt mehr Latein verwenden?) der Grillhendlspieß der Geschichte ist ja wohl ein famoser Aphorismus, lassen Sie sich den ruhig schützen, bevor es ein Anderer tut. Ja und ich denke wir machen gerade mal wieder Geschichte mit einer Rückbesinnung auf das kleinbürgerliche, denn nichts anderes ist es, was die Grünen jetzt so nach oben spült. Der Wunsch des Michels, dass alles bleibt wie es ist und doch gemütlich und sicher ist. Doch das Leben belohnt eher den, der mutig ist und den Sturm zu segeln weiß. In diesem Sinne werden wohle leider doch mehr Kleindeutsche Häuser gebaut als großartige Visionen.

  4. Reisen Sie doch zum Tegernsee,...
    Reisen Sie doch zum Tegernsee, dort stehen doch die schöner stiblütenden Bauten.

  5. HansMeier555, ich möchte da...
    HansMeier555, ich möchte da auch keinesfalls irgendwelche Länder ausschliessen. Beim Wiederaufbau von Westminster gab es eine grosse Debatte. ob man die späte Gotik oder nicht doch lieber den Klassitzismus bemühen sollte – letzteren hatten wir hier ja auch schon mal, insofern ist es nur ausgleichende Ungerechtigkeit.
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    Mondry, das hat nichts zu sagen, denn, um den bekannten britischen Bewegungsphilosophen Jeremy Clarkson zu zitieren: Ich hasse alle gleich.
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    Ungeachtet dessen hat sich mir das Konzept der Nation noch nie so richtig erschlossen. Meine Lebenswirklichkeit hat mitr der eines Trinkhallenbetreibers in Dortmund oder eines digitalen Penners in Berlin nichts gemein, und ich habe zu denen auch keine besondere Beziehung. Ich kann mit dem Besitzer eines alten Hauses Jaffa besser sprechen, als mit dem deutschen Runtermieter. Man wird bei mir im Übrigen auch wenig positivies über Nationalbegeisterung im Italien des 19. Jahrhunderts lesen.

  6. Blackcowboy, die Grünen haben...
    Blackcowboy, die Grünen haben natürlich den Vorteil, dass sie keine echte Geschichte haben, auf die sie zurückgreifen könnte – was auch immer vior 200 Jahren öko war, Knecht, Suahirt, des Bauern Gschpusi – ist nun wirklich nicht vorzeigbar. Sprich, man hat wohl keine andere Wahl, als sich erst mal selbst zu erfinden. Und ich bin mir sicher, dass da einiges herauskommt, was kaum weniger ergötzulich als der Mann mit dem goldenen Horn ist.

  7. Erstmal wünsche ich Ihnen...
    Erstmal wünsche ich Ihnen gute Besserung. Zahnschmerzen machen einen leicht giftig.
    Das englische Essen – zumal das angloindische – ist m. E. viel besser als sein Ruf aus viktorianischer Zeit. Und damit meine ich nicht mal „Chef Blumenkohl vom Fat Cock.“ Sollten Sie mal in London sein, empfehle ich eines der vielen „indischen“ Restaurants in der Nähe des Sir John Soane Museums (http://www.soane.org/). Auf der Seite gibt es auch eine virtuelle Tour, aber das ersetzt nicht die Atmosphere, den Geruch, wenn man selbst dort hingeht. Es ist nur schwer geworden, einen Tag ohne Massenandrang zu treffen. Das Museum ist nicht gerade ein Geheimtipp; wir verdanken es missratenen Söhnen. Waren Sie schon einmal in diesem Kleinod? Da lebte ein nachgebliebener Renaissance-Mensch ganz frei seinen Interessen. Ich bin mir sicher, es würde Sie zu einem tollen Text und mehr inspirieren können. Und vielleicht gibt es dann in einer Stadt an der Donau, neben einem kleinen, guten medizinhistorischen Museum einmal eine autochthone, idiosynkratische Stiftung von Büchern, Musikdateien und Silberkannen.

  8. Binding Bier passt in das...
    Binding Bier passt in das Gemäuer prima rein.
    Der Kopfschmerz danach ist so derb; von Ihrer Kieferentzündung hätten Sie nix mehr gespürt…
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    Die OP reichte nicht, nein, er musste sich obendrein noch einen Ausflug in das vermeintliche Stadtzentrum von Ffm. geben. Selber ts.

  9. "De gustibus et coloribus non...
    „De gustibus et coloribus non est disputandum.“
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    Ich habe dies immer so interpretiert, dass sich eben nicht streiten lässt.
    Es gibt ihn, den einen guten Geschmack, und dieser basiert auf einer durch den goldenen Schnitt begründeten Ästhetik.

  10. @Don: hatte lange ähnliche...
    @Don: hatte lange ähnliche Vorurteile bzgl der engl. Küche, wurde aber bei unserem letzen Urlaub pos. überascht, vor allem von St. Johns Bread and wine – sehr zu empfehlen, auch etliche vegetarische Gerichte.

  11. Der Bundestag im...
    Der Bundestag im Reichstagsgebäude.

  12. @ Don Alphonso: Den Mangel an...
    @ Don Alphonso: Den Mangel an Nationastolz, den wuerde ich ganz sicher als eine Generationsfrage ansehen. Manch (deutlich) aelterer Deutscher wird Nationalstolz als natuelrich empfinden, manch einer der juengeren Generation- als so um 20- wird dieses Gefuel und Gebaren als Protest gegen unsere Generation ansehen.
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    Wir haben gerade zwei Jahre China Aufenthalt hinter uns. Da habe ich einerseits die tolle Ausbildung schon meiner jetzt vierjaehrigen Tochter bewundert. Und andererseits geschaudert, als beim Sportfest nicht viel aeltere Jungs im Stechschritt marschierend, Plastikgewehre schwingend die Rote Fahne praesentierten (und meine Tochter ploetzlich ganz die falsche Nationalhymne sang).
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    Intellektuell bemitleide ich diese Nation (China), die zum Konformismus zwingt. Und kann mich daher auch ganz wie Sie eher mit Leuten in aehnlichen persoenlichen individuellen Lebensumstaenden (altes Haus, grosse Bibliothek etc) verstehen.
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    Aber macht uns diese intellektuelle Ueberlegenheit wirklich gluecklicher? Vor etwa zwanzig Jahren war ich massiv beeindruckt von einem Dokumetationsfilm, der die insektenhaften Menschenstroeme der Pilger an der ka’aba zeigte. Dieses Aufgehen in einem groesseren Ganzen… Unglaublich!
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    Vielleicht steckt ja doch mehr Ameise in uns, als wir denken. Und erklaert Phaenomene wie die Begeisterung auch der intellektuellen jungen Deutschen zu Beginn des ersten Weltkrieges, der Massen fuer den Faschismus damals und fundamentalistische Rattenfaenger jeder Couleur heute, fuer Sarah Palin und wie sie alle heissen…
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    Fuer uns Deutsche aber hat eigentlich schon Gustav Heinemann das schlussgueltige Wort fuer das rechte Verhaeltnis zwischen Staat und Buerger gesprochen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heinemann „Ich liebe nicht den Staat, ich liebe meine Frau.“
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    Was Torten angeht uebrigens stammt das letzte Wort auch von einem Heinemann, dem Konditor naemlich. Es lautet „Herrentorte“. https://www.konditorei-heinemann.de/

  13. Where is the photo of DA with...
    Where is the photo of DA with his black Rolex and his socks from Burlington?

  14. @ Don Alphonso
    wirklich schade...

    @ Don Alphonso
    wirklich schade dass Sie die Marzipantorte nicht zeigen;
    ansonsten wünsche ich gute Besserung!

  15. Lieber Don,
    ich wünsche Ihnen...

    Lieber Don,
    ich wünsche Ihnen gute Besserung!
    Zur Neogothik muss ich dieses Bauwerk in den Raum werfen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Hlubok%C3%A1_nad_Vltavou
    das habe ich vor ein paar Jahren besichtigt und war ob der Detailverliebtheit schier überwältigt. Z.B. hier:
    http://www.hrady.cz/data_g/863/5099.jpg
    der Rabe der in einen Türkenkopf pickt – der Rabe ist das Wappentier der Schwarzenbergs, die bei der Belagerung von Wien mit gegen die Türken kämpften.
    oder diese Brüstung:
    http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/1142855.jpg
    (hier gibts noch mehr Bilder:
    http://www.zamky-hrady.cz/1/hluboka-e.htm)
    innen setzt sich das Ganze in dem Stil fort, feinstes böhmisches Kristall wohin das Auge blickt, was aussieht wie Marmor ist auch Marmor und kein aufgemalter, was aussieht wie massiver Stein ist auch welcher, die Bücher in der Bibliothek die alt aussehen sind es auch, etc. Seitdem bin übrigens völlig unbeeindruckbar was Schlösser aus dieser Epoche angeht, erst kürzlich waren mein Gatte und ich in Neuschwanstein. Überflüssig zu sagen dass wir hinterher nur dachten „joah, ganz nett, aber das schönste war eigentlich die Aussicht“. Im Vergleich zum Schloss Hluboka wirkt Neuschwanstein einfach nur – piefig.
    Sie haben da schon recht, wenn man Geschichte vortäuscht, dann muss man es richtig machen, sonst wirkt es nicht. Wobei das Fürstenhaus Schwarzenberg genug eigene Geschichte vorzuweisen hat, vielleicht wirkt das Schloss Hluboka deswegen so authentisch, man hat eher das Gefühl dass sich dort jemand gründlich ausgetobt hat diesen Baustil hübsch fand und zuviel Geld hatte.

  16. Unvergeßliches Erlebnis in...
    Unvergeßliches Erlebnis in England für mich in den Siebzigern die berühmten sandwich: Toastbrot (ungetoastet), Gurkenscheiben und Mortadella. Schmeckte wie ein nasser Schwamm. Jahrzente später auf einem Rückflug von Buenos Aires Nothalt wegen schlechten Wetters in Mailand. Wir verharrten Stunden in der Maschine – und man reichte uns, wie ich befürchtete: den nassen Schwamm in feine servietten gehüllt.

  17. @ nico.

    More British food -...
    @ nico.
    More British food – Scottish really (no Englishman would survive eating a haggis)
    http://www.google.ch/search?q=Picture+of+a+haggis&hl=de&sa=G&prmd=ivns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ei=7dWeTfmVAcPpOYb5rfsE&ved=0CB4QsAQ

  18. Gut, für diesmal bin ich dem...
    Gut, für diesmal bin ich dem Problem entgangen. Ich hätte in England nur verlieren können: Entweder hätten sich meine Vorurteile als falsch herausgestellt. Oder man hätte mich vergiftet. Oder – worst case – ich hätte mich erst geirrt, und dann hätte man mich vergiftet.
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    Tortenbilder habe ich nicht gemacht, aber das kann ich nachholen. Im Moment geht hier alles drei Stufen langsamer.

  19. @ DA: Wie, nachholen? Ich...
    @ DA: Wie, nachholen? Ich dachte, die Torte ist gegessen??? :)

  20. Das Bürgertum produziert seit...
    Das Bürgertum produziert seit 200 Jahren nur minderwertigen Brei.
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    Langsam aber sicher scheint sich diese Erkenntnis auch bei der Blogredaktion durchzusetzen.

  21. unellen, vielen Dank für den...
    unellen, vielen Dank für den Hinweis. Ein anderes, noch extremeres Beispiel findet sich in Kalifornien, nur war die Erbauerin auch wirklich so verrückt, dass man es merkte:
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    http://en.wikipedia.org/wiki/Winchester_Mystery_House
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    Man kann solche Dinge schon mal bauen und zwecks der Ornamente lieben – aber zu der Zeit war es nicht so schrullig gemeint, wie man es heute sieht. Irgendwie schuf man damit eine Geisteswelt, die Menschen dazu brachte, sich im ersten Weltkrieg niederschiessen und vergasen zu lassen (man ahnt, es wird eine Fortsetzung zu diesem Beitrag geben).
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    Mondry, privat bin ich eher ein kontaktscheuer und schüchterner Einzelgänger. Menschenmassen bereiten mir massives Unbehagen, sogar in Momenten, in denen ich nicht umhin kann, mich ihnen anzuschliessen. Jede Demonstration erweckt in mir eine instinktive Ablehnung, selbst wenn ich die Ziele teile. Mein Weg auf den Berg ist immer jener, auf dem die wenigsten aufsteigen. Ich betrete ungern Bahnhöfe. Kurz: Ich kann mit Menschenmengen nichts anfangen. Und mit Konformismus schon gleich gar nichts. Ich habe stets den Eindruck, dass dessen Regeln und Menschenbildern von Leuten gemacht werden, die mir zu dumm sind. Wenn man so will, ist dieses Blog auch ein antikonformes Experiment – ich negiere gezielt die Regeln dieses Berufes, und es läuft dennoch. Um es mit einem Video zu sagen:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=i7ebfrcv4tc

  22. DA@: Das muß einmal ganz...
    DA@: Das muß einmal ganz deutlich gesagt und festgehalten werden: Sie haben das strenge vorösterliche Fastengebot, das 40-tägige, welches auch bei Abkömmlingen aus der gegenreformatorischen Stadt an der Donau gilt, gebrochen. Somit müßen Sie büßend die Folgen Ihres frevelnden Tuns ertragen. Ohne Wenn und Aber. nulla poena sine lege.
    ..
    Zu den nachklassizistischen Verirrungen und Wirrungen in der Stilgeschichte, und heutiger Exzesse in der Körperkultur breiterster Schichten, fällt mir nur der bekannte öster. Architekt Adol Loos (*10.12.1870+23.08.1933) mit seinem Dictum ein:
    „Ornament ist vergeudete Arbeitskraft und dadurch vergeudete Gesundheit … Heute bedeutet es auch vergeudetes Material, und beides bedeutet vergeudetes Kapital … Der moderne Mensch, der Mensch mit den modernen Nerven, braucht das Ornament nicht, er verabscheut es.“
    und
    „der moderne mensch, der sich tätowiert, ist ein verbrecher oder ein degenerierter. es gibt gefängnisse, in denen achtzig prozent der häftlinge tätowierungen aufweisen. die tätowierten, die nicht in haft sind, sind latente verbrecher oder degenerierte aristokraten. wenn ein tätowierter in freiheit stirbt, so ist er eben einige jahre, bevor er einen mord verübt hat, gestorben.“ (Adolf Loos, Ornament und Verbrechen,1908)

  23. "Doch Elagabal, verderbt durch...
    „Doch Elagabal, verderbt durch seine Jugend, sein Vaterland und seinen Reichtum, überließ sich mit unbändiger Raserei den rohesten Vergnügungen und empfand inmitten seiner Lustbarkeiten bald Ekel und Überdruß. Die aufreizenden Kräfte, ein bunter Wechsel von Frauen, Weinen und Speisen, ebenso wie die vielfältigen, ausgeklügelten Posen und Saucen sollten seine erstorbene Begierde wieder erwecken…“ (Gibbon)
    .
    Sehen Sie, DARUM haben die Engländer so eine schlechte Küche: Weil sie davon überzeugt sind, dass gutes Essen eine Dekadenzerscheinung ist, die unweigerlich den Untergang des Imperiums nach sich zieht.

  24. Schweriiiiin! Halleluja...
    Schweriiiiin! Halleluja Schweriiiin…

  25. fionn, danke, mir ist schon...
    fionn, danke, mir ist schon schlecht, hab gerade mein pa amb oli weg. Mutet alles an wie von der Bounty. Kenne den Habitus dieser Seefahrernation nur zu gut aus Andalusien. Uns was die morgens schon essen können…., der frißt auch kleine Kinder. Allerdings gibt es nichts amüsanteres als in Andalusien in eine British Bar einzukehren, vorzugsweise um 5.
    Eine Lanze aber muß gebrochen werden: Der Humor ist nicht zu überbieten. Was haben wir schon gelacht auf Englichen Parties – mit Iren.

  26. @ DA. Please delete my post...
    @ DA. Please delete my post with the Link to „Fawlty Towers“ – it’s not funny any more.

  27. Ich wollte ja fasten - in...
    Ich wollte ja fasten – in London. Höhere Gewalt! Deus non vult!
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    Ich ziehe gleich nochmal los und kaufe neue Marzipantorte nach.

  28. (Und alles nur für die...
    (Und alles nur für die Leser!)

  29. @ Don Alphonso: Mir geht es...
    @ Don Alphonso: Mir geht es genauso- sobald die Runde groesser wird als ich moegliche Gespraeche fuehren kann (also: mehr als tafelgross) fuehle ich mich unwohl.
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    Und manchmal dann fuehle ich mich unwohl in der eigenen Haut, vielleicht ist ja was falsch an mir wenn alle anderen Massenveranstaltungen nicht scheuen, sondern suchen. Da ist dann eine gewisse Sehnsucht in mir, so sein zu wollen wie die- denn es ist schwieriger, anders zu sein als die Massen. Und manchmal waere einfacher doch vielleicht schoen…
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    Interessant hier dieser link: http://www.zeit.de/1966/39/sehnsucht-nach-dem-abenteuertum , nicht Nationalismus sondern eher Abentuerlust als Grund, warum so viele bedeutende deutsche Kuenstler freiwillig in den Grossen Krieg zogen. Und darin umkamen…
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    Kurz: wie Sie bin ich ganz und gar Individualist. Gebe aber zu, gelegentlich Normalo sein zu wollen, Burger zu essen, etc. Wie es im vorigen Beitrag einer der anderen Kommentatoren ausdrueckte: Verstehen heisst verzeihen.
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    Und deshalb waere ich auch ganz untauglich und fehl am Platze als Gastgeber einer Runde wie dieser hier, die ja im besten Sinne von der Kontroverse lebt.

  30. Werter Don, wieder ein sehr...
    Werter Don, wieder ein sehr intersannter und amüsanter Beitrag! Und tätsächlich ist englisches Essen nicht so schlecht wie sein Ruf, wobei ich zugeben muß dass man auch fürchterlich reinfallen kann!
    Gruß und gute Beserung FS

  31. FS, danke! Wenn das mit mir...
    FS, danke! Wenn das mit mir und England so weiter geht – nie kam ich weiter als nach Surrey – dann werde ich es wohl nie erfahren.
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    Mondry, ich frage mich, ob es sowas wie „Normalo“ überhaupt gibt. In meinem Bekanntenkreis gibt es wenige Frauen, die klassische Familienideale haben – die sind aber allesamt ansonsten recht ausgefallen. Ist es nicht vielmehr so, dass jeder normale Ecken und anormale Kanten hat? Ich persönlich kann mit „normal“ wenig anfangen; insofern bin ich eher Libertin und lasse andere sein, wie sie wollen, solange mir auch keiner reinredet.

  32. Don Alphonso@: Hätten Sie...
    Don Alphonso@: Hätten Sie geschrieben: „Alles nur für Deutschland!“ Dann wäre Ihnen, womöglich, höhern Orts noch einmal verziehen worden. Aber so? Am frühen Morgen schon Marzipantorte vertilgen-kein Wunder dass es Ihnen den Kiefer derbatzt.
    Mein Rat: Meditieren Sie so viel Sie nur können. Übrigens: Wasser und Brot (Vollkorn!) machen Wangen rot!

  33. Lieber Don,
    .
    nach Ihren...

    Lieber Don,
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    nach Ihren Ausführungen von 9:56 Uhr scheinen Sie eine soziale Abgrenzung einer ethnischen vorzuziehen: das mag ein anderes Kriterium sein, bleibt aber prinzipiell eine Abgrenzung.
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    Dieses – wie Mondry schon schrieb – generationstypische Verhältnis zum eigenen Land dürfte ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal darstellen, ich bin nicht sicher, ob der von Ihnen bemühte „Besitzer eines alten Hauses (in?) Jaffa“ da so mit Ihnen übereinstimmen würde.
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    Lieber Mondry,
    unser Altbundespräsident Heinemann liebte bestimmt nicht nur seine Frau, sondern auch seine Kinder. Deswegen war er aber sicherlich kein Kinderschänder. Ein wenig mehr sprachliches Differenzierungsvermögen wäre da schon wünschenswert gewesen. Ein Politiker, der ein positives Verhältnis zum eigenen Land abstreitet, offenbart damit im Übrigen, daß er sich nur aus eigensüchtigen Motiven (Geld, Ruhm, Macht) zur Wahl stellt. Insoweit finde ich den zitierten Spruchg eher als peinlich.

  34. @ fionn

    Was haben Sie gegen...
    @ fionn
    Was haben Sie gegen Haggis? Möglicherweise hat schon Varius Avitus Bassianus etwas ähnliches auf einer seiner Orgien gegessen. Diese Schafsreste mit Hafermehl oder Graupen, heiß mit mashed potatoes and mushy peas am warmen Kamin mit trockenen Socken…nach einer Wanderung im schottischen Hochland bei Regen oder Schnee im kalten April… eine Offenbarung… und die Rettung aus dem Fegefeuer oder ein Zeichen von gutem Karma, wenn man Hunger noch kennt und auch „einfaches“ geniessen mag. Am Ende ist Haggis ein „very sophisticated product“, und die Schotten machen es nun mal am besten.
    Sicher nichts für jeden Tag, aber wer es kann, sollte es probieren. Meine Meinung.

  35. Meine Tages-Empfehlung zur...
    Meine Tages-Empfehlung zur Deutschen Baukunst. Stilsicher ganz mit ohne Ornament.
    http://www.immonet.de/nordrhein-westfalen/recklinghausen-recklinghausen-roellinghausen-reihenhaus-kaufen-11638d1126-1.html

  36. Es gibt 'ne einfache, leicht...
    Es gibt ’ne einfache, leicht zu merkende Grund-Regel für das s-z (ß):
    Wenn der Selbstlaut (a,e,i,o,u) lang gesprochen wird (Spaß) dann: ß.
    Wird er kurz gesprochen (Die Hose passt), dann dass Doppel-s.
    Als nicht bes-passt, sondern be-spaßt.
    Es ist ganz einfach. Also ich – Volksschule – hab’s ganz schnell begriffen.
    (es gibt noch mehr simple Regeln, aber die lassen wir erstmal weg)
    Manch nette Menschen machen daraus leider ’ne Ideologie, igitt. Nicht mein Bier.
    Ich möchte einen guten (!) Text einfach besser lesen können, mehr nicht.

  37. @ Aursipa - Ja, Haggis...
    @ Aursipa – Ja, Haggis schmeckt, stimmt: Doch „Schafsreste“??? Was steckt drin? Wurstwaren esse ich auch nicht.
    Re DA’s abgesagte Reise nach London. Am besten bleibt Don daheim – we can’t afford to lose him!

  38. Von wegen deutscher...
    Von wegen deutscher Selbsthass.
    Das da hatten wir ja schon mal gewürdigt:
    .
    http://danehansenlaw.com/wp-content/uploads/2010/07/salem-oregon-capitol1a.jpg

  39. @Mondry:
    Richtig - Glück und...

    @Mondry:
    Richtig – Glück und Wohlbefinden sind relativ. Als ich mich von einem chinesischen Freund nach einem ruhigen und für mich sehr, sehr angenehmen Plauderspaziergang verabschiedete, meinte er, nun müsse er aber unbedingt noch in den überfüllten Park, um „in Menschen zu baden“. Er brauche das normalerweise, um sich gut zu fühlen. Was ist schon „normal“.

  40. V: ""De gustibus ..."

    Sagen...
    V: „“De gustibus …“
    Sagen das nicht immer die, denen es an „gustibus“ mangelt?
    (Sorry, es musste sein)

  41. Da habe ich den größten Teil...
    Da habe ich den größten Teil meines bewusst erlebten Lebens in Frankfurt verbracht und kenne dieses Dings nicht.
    Außerdem wollte ich anmerken, dass wir es gar nicht toll finden, als freie Reichsstadt von den Preußen annektiert zu werden. Immer noch nicht.

  42. Haggis mit Römer-Pils....
    Haggis mit Römer-Pils. Gehört ab sofort aufs Schwarze Brett vom Deutschen Haus.

  43. unellen@: Bei uns is ooch nich...
    unellen@: Bei uns is ooch nich allet schlechte. Die bescheidenere kgl.- preußische Variante zu dem Schwarzenberg´schen Gothic-Style (imported by the british taste) vom Schinkelschüler F. A. Stüler entwickelt. S. auch die Pfaueninsel einige Zeit früher von J. G. Brendel geplant.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Babelsberg
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Pfaueninsel

  44. Das ist keine Bürgerlichkeit...
    Das ist keine Bürgerlichkeit sondern die bornierte Bourgoisie. Fontane fand dafür den tollen Begriff: Neoborussianismus. Lesen die dazu doch auch die Ausführungen der Gräfin Dönhoff: Mass und Masslosigkeit.
    Ihre Diskreditierung des Begriffs der Bürgerlichkeit schlägt einmal mehr fehl.

  45. Rösleres neuester Beitrag zur...
    Rösleres neuester Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen: Fuldaer Roulette: unsterilisiertes OP-Besteck gegen Gottvertrauen. Die Kernschmelze, jammert der griesgrämige Dukatenverweser der Sch(n)eideanstalt
    http://www.fuldaerzeitung.de/nachrichten/fulda_und_region/Fulda-Region-Klinikum-Skandal-Auf-der-Suche-nach-Schuldigen;art25,400245

  46. @Plindos: Wääh, da ist ja...
    @Plindos: Wääh, da ist ja die Treppe im Wohnzimmer, wie ungemütlich. Ansonsten sage ich lieber gar nix zu, der Gatte und ich leiern grade den eigenen Hausbau an und wenn ich hier eine Voransicht verlinke werde ich hochkant rausgeworfen und auf alle Ewigkeit fürs Kommentieren gesperrt. Wenigstens wird unseres komplett freistehend (und NICHT im Neubaugebiet).
    @Don Alphonso: Kommen Sie mal in meine Firma, da finden Sie so viele Normalos dass Sie nach zwei Minuten vermutlich schreiend rauslaufen. Ich will ja gar nicht zu sehr lästern, sind alles eigentlich nette Leute, aber – naja, Sie wissen schon.
    Diese Szene aus men in black ist toll, danke fürs Verlinken :-)

    bezüglich englischer Küche: also ich finde steak & kidney pie, Frühstück mit Bacon, Toast, baked beans und Spiegelei, englische Teemischungen, Toastbrot (allerdings getoastet!) und vor allem diese kleinen Törtchen sehr sehr lecker. Und Worcestersauce! Und salt & vingegar chips.

  47. HansMeier555@: Nein, wir...
    HansMeier555@: Nein, wir wurden sogar geliebt! …………….Nebbich. Hat sich was.
    http://www.zeit.de/2011/14/L-S-Cioran
    http://de.wikipedia.org/wiki/Corneliu_Zelea_Codreanu
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mircea_Eliade

  48. @Plindos (jetzt erst gesehen):...
    @Plindos (jetzt erst gesehen): Gemalte Torbögen?! Ernsthaft?! Neee, dann lieber gar nicht. Das ist ja wie eine dreireihige Kette aus Kunstperlen.

  49. Werter Don Alphonso,
    so sehr...

    Werter Don Alphonso,
    so sehr mir auch Ihre Architekturkritik gefällt, hat jedoch die Erwähnung einer silbernen Teekanne doch meine ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bilder von Marzipantorten in allen Ehren, aber wie wäre es mit einer Fotostrecke Ihres Teegeschirrs? Oder gleich ein Artikel über Tee? (falls nicht schon geschehen, ich kenne Ihren Blog ja erst seit kurzem).

  50. Dipsy. Über Sie haben wir...
    Dipsy. Über Sie haben wir auch gesprochen. Und ich muss leider sagen, dass Ihre Meinung, ich gehörte hier nicht her, an der entscheidenden Stelle explizit nicht geteilt wird. Zuidem müssen Sie mir nachsehen, dass ich nicht gleich auswalze, wer hier was wie verurteilt hat – ich hätte mich da übrigens bei Heine und Tucholsky bedient, das Problem gewissermassen von vorne und hinten in die Zange genommen – sondern jenen, die sich so sehen, erst mal ihren Willen lasse. Wären Tucholsky und Heine etwas anderes als eine Minderheit gewesen, hätten sich die Zeitläufe anders entwickelt. Natürlich ist es verführerisch, sich im nachhinein die historisch „richtige“ Haltung herauszusuchen, aber man muss sich auch mal eiungestehen können, dass grosse Teile des Bürgertums lange Zeit nicht gerade ideal gehandelt haben.
    .
    schusch, ich weiss, für Frankfurter ist es schlimm – aber für unsereins ist es nun mal der unbestreitbare Beweis, dass hinter dem Main Preussen anfängt.

  51. Der neue Flughafen von...
    Der neue Flughafen von Dortmund:
    .
    http://mobil.dortmund-airport.de/typo3temp/pics/1247ba280d.jpg

  52. Der Historismus als gebautes...
    Der Historismus als gebautes Manufactum des 19. Jahrhunderts: Sehr schön.
    Würde man des Deutschen Haus gepflegt seinem Verfall überlassen, den Zahn der Zeit sein Werk tun lassen, so könnte ich dem Ergebnis sogar noch etwas abgewinnen. Richtig scheußlich werden die alten Buden ja erst, wenn sie zwanghaft dauerrenoviert, aufgehübscht, geweisselt und von allen Spuren der Zeit befreit werden. So kann man sich dann auch ein niegelnagelneues Stadtschloss daneben hinstellen, sieht auch nicht anders aus. Die Bauwirtschaft freut sich. Der Aristokrat von früher hingegegen wusste, warum er sich malerische Ruinen in seinen Schlosspark bauen ließ. Wenn er nicht sowieso gerade im Nahen Osten weilte, um dort Reste uralter Tempel auszugraben. Das Problem an dieser Unser-Großdorf-muß-schöner-werden-Nummer ist ja, dass sie Verfall, Risse, Untergang nicht ertragen will und verdrängt. Besonders den eigenen. Und daher darf nichts daran gemahnen, und selbst der Friedhof – „picobello“. Das andere Problem: Will man nach vorne blicken und nicht im Gestern hängen, baut man modern. Aber: Was ist heute modern?

  53. @ V & Jeeves: Wenn man sich...
    @ V & Jeeves: Wenn man sich darüber streitet, ob sich über Geschmack streiten lässt, streitet man sich dann nicht schon über Geschmack?

  54. Jeeves. Na und?...
    Jeeves. Na und?

  55. Der einzig wahre Wahlfahrtsort...
    Der einzig wahre Wahlfahrtsort in England: Coventry.
    http://www.google.de/m/search?q=jaguar+e-type&pbx=1&aq=0&oq=jaguar%2520e&aqi=g6-k9d1t0&fkt=7519&fsdt=22284&htf=&his=&csll=&action=&ltoken=8559ebdc
    .
    Wuhstersauce natürlich nur von Lea & Perrins.
    .
    Das Imperium ist ja nun auch so untergegangen wie das der Portugiesen.

  56. "von vorne und hinten in die...
    „von vorne und hinten in die Zange genommen“ Schönen Gruß an Westerwelle!

  57. Selbstverständlich ist die...
    Selbstverständlich ist die Lage ausschlaggebend.
    .
    Und Kronleuchter gibt’s auch:
    http://www.kuhn-partner.com/index.php?option=com_kuhn&view=reference&reference=0109065

  58. Geehrter Don Alphonso,
    Sie...

    Geehrter Don Alphonso,
    Sie stellen Ihre wahrsagenden, natürlich Recht habenden Tanten schon schwer auf die Probe. Soll man die fehlenden zahnärztlichen Besuche unter „No risk, no fun“ einordnen? Oder ergibt sich das halt einfach so?
    Aufstöhnend wünsche ich Ihnen halt wieder eine gute Besserung & guten Appetit bei der Genesung

  59. Den typischen Mandelkuchen...
    Den typischen Mandelkuchen kann man natürlich gerne auch selbst backen:
    http://www.fetasoller.com/de/mallorca-shop.php/rezepte/nachspeisen/mallorquinischer_mandelkuchen

  60. Gekauft schmeckt aber auch...
    Gekauft schmeckt aber auch gut:
    http://mallorca-menorca.blogspot.com/2010/02/mandelblute-auf-mallorca.html

  61. Yog Sothoth, Esq., über...
    Yog Sothoth, Esq., über silberne Teekannen eine Menge, über den Inhalt dagegen nichts – das ist einer der Themen, bei denen man nur verlieren kann.
    .
    Realist, ab und zu muss man natürlich was machen, und dann bietet es sich an, das Gerüst gleich umfassend zu nutzen und alles auf ein Mal zu erledigen. In Deutschland kommt das Problem der weissen Häuser dazu: Das sieht nicht nach Patina, sondern nach Dreck aus. Von den Italienern kann man in Sachen pittoresker Zerfall viel lernen.

  62. unellen@: Pfaueninsel: Das war...
    unellen@: Pfaueninsel: Das war eben die preußische Variante der Lüftlmalerei.
    ..
    HansMeier555@: Das wär doch was für den berühmten Kulturkritiker Devin08!
    Die Postmoderne röhrt. Es soll Menschen gegeben haben die sind dort 1989 reingegangen und haben seitdem nicht mehr herausgefunden….
    ..
    DA@: Nach dem Krieg von 1866, Bayern stand auf der falschen Seite und Hessen wurde kassiert, Frankfurt eingemeindet und blieb bis 1945 preußisch!

  63. Schluchten-Ossi, ohne wie eine...
    Schluchten-Ossi, ohne wie eine Tante klingen zu wollen: Eigentlich geht es mir gut. Aber der Heuschnupfen wütet, und kann nach ein paar Wochen anderes nach sich ziehen. Das sind verflixte drei Monate iom Jahr. Meine Mutter sagt immer, ich sollte mir im März, April und Mai nichts vornehmen, was nicht in die Berge, ans meer oder nach Oberitalien führt.

  64. Yog Sothoth, Esq., wenn, dann...
    Yog Sothoth, Esq., wenn, dann wäre er sicher im Recht. Jedoch streiten weder Jeeves noch meine Wenigkeit. Jeeves hat lediglich zu scherzen beliebt. Den Tee, bitte.

  65. Begleitmusik: Der...
    Begleitmusik: Der Waffenschmied von Albert Lortzing. Wobei gegen die Musik selber nix einzuwenden ist.

  66. @nico: Genau, erstens weil die...
    @nico: Genau, erstens weil die am besten schmeckt (mein Gatte hat mir einmal welche nach Dresdner Art mitbebracht, das war nix), zweitens weil das Design der Etiketten so herrlich ist, drittens weil draufsteht ‚By appointment to Her Majesty the Queen‘.
    @Realist: Sie haben zwar Recht, aber man muss beachten dass alte Bauten ab und zu saniert werden MÜSSEN wenn sie nicht einkrachen sollen.
    Mir persönlich gefällt ältere Architektur immer dann am besten wenn sie vor einigen Jahren saniert wurde, dann ist die Farbe nicht mehr ganz so frisch und grell, das Efeu hatte Zeit um zu wieder zu ranken aber es sieht immer noch adrett aus und nicht wie eine halbe Ruine. Es sollen ja schließlich auch Leute drin wohnen können ohne befürchten zu müssen dass es reinregnet.

    Einen Blogeintrag über die silbernen Teekannen würde ich auch begrüßen.

  67. @DA
    Gibt es eigentlich auch...

    @DA
    Gibt es eigentlich auch Antiquitäten, die ihnen zu alt sind? Barock ist noch ok? Aber davor? Oder nur zu teuer? Oder nicht mehr benutzbar und nur für die Vitrine, daher nein? Meines Wissens waren die klassischen Antiquities oder Antiken ja die Dinge, die sich die Leute des 19. oder 18. Jahrhunderts als solche kauften, deren Hausstand wir uns heute wiederum gerne als „Antiquitäten“ kaufen. Griechische und römische Klassik, Uschebtis und Osirisstatuetten. Oder gleich was aus Baktrien oder Mesopatamien. Mit heute so beliebten Wagenrädern, oder Dreschflegeln des 19. Jahrhunderts hätte man denen nicht kommen brauchen, da hätten die nur befremdet abgewunken, und verächtlich was über „those Germans“ in ihren fein geschnittenen Bart gemurmelt …

  68. Die Postmoderne "röhrt" aber...
    Die Postmoderne „röhrt“ aber schon etwas länger, gerade im Bürgertum:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Chinoiserie
    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptomanie
    So gesehen ist natürlich auch der Historismus modern, oder er wäre es, verfügte er über Ironie und Distanz zu seinem Gegenstand. Dass wir nur noch in Museen leben können, dmit werden wir uns abfinden müssen. Oder ab in den suburb.

  69. @ Plindos: Ja auch das Ghztm...
    @ Plindos: Ja auch das Ghztm Hessen war bundestreu. Hatte mit uns aber nix zu tun. Mit Offebäschern wollte mer schon damals net.

  70. Was beweist die Architektur...
    Was beweist die Architektur dieses „Deutschen Hauses“ mehr als dass offenbar in jeder Epoche die meisten Bauwerke mittelmäßig bis schlecht sind. Wie sollte es auch anders sein. Die Architekten und Baumeister vergangener Jahrhunderte waren wie auch heute mit der der selben Wahrscheinlichkeit in ihrem Beruf mittelmäßig wie alle anderen Mitmenschen auch. Die Baukunst hat den Nachteil, dass eben auch das mittelmäßige und schlechte eine lange Lebensdauer haben kann. Der miese Arzt, der unfähige Anwalt, der lausige Bäcker sind bald vergessen.
    Der Historismus war nun auch keine Spezialität des deutschen Bürgertums. Er war wohl Ausdruck einer unsicheren Zeit. Industriealisierung, Ingenieur- und Naturwissenschaften krempelten die Welt um. Da waren ein Rathaus im Renaissancestil, ein barocker Bahnhof, eine gotische Fabrikhalle oder ein Mietshaus in Backsteingotik optische Placebos, die einen den verwirrenden Wandel vergessen ließen. Heute hat die Architektur allzu oft weder den Mut zur Kopie noch das Zeug zum Original.

  71. Don, 3 Monate könnte man doch...
    Don, 3 Monate könnte man doch mit Leichtigkeit ab 1500 m Höhe pollenfrei in der eigenen Villa bloggend verbringen – der Rest des Jahres wird vermietet, und so trägt sich die Investition von selbst, oder?

  72. Reisen Sie wirklich mit...
    Reisen Sie wirklich mit silberner Teekanne? Oder handelt es sich dabei um eine klitzekleine silberne Krawattennadel in Form einer Teekanne, die Sie an Ihren Reisepyjama stecken? Ein persönliches Ornament so zu sagen. Ich frage das, denn ich existiere in Form einer kleinen goldenen Krawattennadel mit Rubinaugen. Die steckt Madame immer an Ihr Kostüm, wenn sie inkognito mit mir auf Reisen geht.

  73. zu 14:30 (Letzter Satz),...
    zu 14:30 (Letzter Satz), genau. Dann geht man in sich und sagt: Wie wir’s auch machen es wird mies aussehen. Also machen wir garnix falsch und legen es unter die Erde. Wie S-21. Prima Loesung.

  74. So sehen alle Bahnhofsviertel...
    So sehen alle Bahnhofsviertel aus mit ihren Alkikneipen, aber auch dort ist unsere Heimat. Es sind menschliche Orte, in denen niemand von einem Leistungen und Lebensläufe abverlangt.

  75. Essen in London: ich habe dort...
    Essen in London: ich habe dort seinerzeit (2004) knapp 5 Monate verbringen dürfen und mich derweil an der ostafrikanischen Küste herunter- und an der westafrikanischen wieder herauffuttern können. Danach ging es kulinarisch von Casablanca aus östlich, bis ca. Pakistan. Aus jedem Staat wenigstens ein Spezialitätenrestaurant, das soll sich woanders erst mal finden. Dabei habe ich mein Übergewicht durchaus halten können und fühlte mich keineswegs vergiftet – eher inspiriert. Aber Moment… „Britische Küche“? Nicht mal die Londonians konnten mir sagen, was das denn sein soll. Probably pub food – yuck. Get a Beer!

  76. @Don Alphonso: Heuschnupfen...
    @Don Alphonso: Heuschnupfen plagt mich auch grade, so sehr dass mein Chef heute schon meinte, er wüsste mein Engagement ja sehr zu schätzen aber ich möge doch bitte nach Hause gehen bevor ich die ganze Firma mit meiner Erkältung anstecke. Und ich dumme Nuss sagte „Nee, ist nur ein bischen Heuschnupfen“.
    Meine Berliner Allergologin hat mir mal ein Nasenspray mit Cortison verschrieben, das hat fantastisch geholfen (ging wegen Prüfungszeit nicht anders). Habe da sonst ja Skrupel, aber die Antihistaminika die ich derzeit nehme (Ceterizin als Tablette und Allergodil Duo) reichen nicht aus und ich frage mich, ob es nicht gesünder ist jeden Morgen einen Sprühstoß böse Cortison-Chemie in die Nase zu geben und für den Rest des Tages Ruhe zu haben oder sich alle paar Minuten die Nase putzen und niesen zu müssen. Hat jemand hier vielleicht ein Geheimrezept?

  77. Filou@ Was direkt zur...
    Filou@ Was direkt zur Erinnerung an ein sg. Deutsches Architekturzentrum in Berlin führt. Im Nachhinein: Grausige Leute, grausige Entwürfe, grausiges Essen. Gibts den Laden noch ?

  78. @plindos
    jetzt ist im haus...

    @plindos
    jetzt ist im haus ohne augenbraunen am michaelerplatz die raiffeisen drin..

  79. An so einem Ort zu ueberleben...
    An so einem Ort zu ueberleben ist schon Leistung an sich. Die Lebenslaeufe sind simpel und beduerfen keiner Manipulation. Das ist die Ehrlichkeit des Unakademischen.

  80. @otaku
    Ja, DAZ gibts noch:...

    @otaku
    Ja, DAZ gibts noch: http://www.daz.de/daz/home/de/

  81. @unellen
    Ein Geheimrezept habe...

    @unellen
    Ein Geheimrezept habe ich nicht. Mir hat eine Desensibilisierung beim HNO-Arzt sehr geholfen. Viele Termine, viele Spritzen, viel rumgesessen. Es hat sich aber gelohnt. Seit Jahren ist Heuschnupfen bei mir kein Thema mehr.

  82. @Otaku, keine Ahnung. Bin kein...
    @Otaku, keine Ahnung. Bin kein Berliner. Madame faehrt naechste Woche hin. Ich wollte nicht. Werde sie fragen, ob ihr was aufgefallen ist.

  83. Werter Don,

    ich hätte einen...
    Werter Don,
    ich hätte einen mikroskopisch winzigen Verbesserungsvorschlag für ihre nahezu unübertreffliche Institution.
    Das Meer der Kommentare, das Ihren Artikeln stets hinterherfließt, birgt doch die eine oder andere funkelnde Schaumkrone. Seien Sie so freundlich, und heben sie sie auf irgendeine Art heraus, sodass sich das Erbauliche vom Geschwätzigen besser trennt. Vielleicht eine Methode, um dem hirnfreien Gesabbel Einhalt zu gebieten?
    Gern geschehen, Sie sind mir schließlich auch eine Stütze. (Auch weiterhin, hoffe ich)

  84. unellen, haben Sie es schon...
    unellen, haben Sie es schon mit Akupunktur versucht?
    Meiner Mutter hat es jedenfalls geholfen.
    .
    http://www.daegfa.de/PatientenPortal/Anwendungsgebiete.Heuschnupfen2.aspx

  85. @ unellen
    Ich empfehle Ihnen...

    @ unellen
    Ich empfehle Ihnen Ebastel 20 mg, damit dürften Sie mindestens 12 Stunden Ruhe haben.
    VG PadE

  86. Zur Ehrenrettung des Herrn...
    Zur Ehrenrettung des Herrn Loos sei gesagt: Die American Bar ist ganz fantastisch.

  87. bester don, ich verbessere sie...
    bester don, ich verbessere sie nur äusserst ungern, doch man hätte auch ‚ornament und bürgerliches erbrechen‘ titulieren können.
    .
    es steht zu befürchten, dass im umkreis von 800 km um die drosselgasse recht viele solcherlei zu ignorierenden, stilistisch muffigen behausungen untergebracht sind.
    dass man in ihnen keinen freien geist – ausser dem frei verfügbaren weingeist – finden wird, scheint auf der hand zu liegen.
    .
    lieber elbsegler, sie haben völlig recht. die innenstädte zahlreicher deutscher städte sind, allerdings aus ganz anderen gründen selbstverständlich, nicht ganz zu unrecht von den allierten umdekoriert worden.
    insofern muss man sich nun bestenfalls noch auf immobilieninvestoren und den entsprechenden ‚kuratoren‘, vermietungsfirmen und pfusch am bau verlassen.
    alternativ könnte man in erwägung ziehen, schönere häuser zu bauen, ältere zu erhalten, wobei dies nicht ganz erschwinglich ist.
    .
    leider sind die sdg nicht unbedingt ein garant für individualästhetik, der auch noch dem goldenen schnitt folgen sollte:
    ein freund von uns liebt die ‚mediterranen‘ ‚toskana‘-häuser und würde, sobald es seine persönlichen lebensumstände zuliessen, seinen amg liebend gerne in eine solche doppelgarage stellen.
    seufz.
    .
    doch ich kann ihn auch verstehen: unsere burg macht recht viel arbeit, und da die schwingholzböden nicht besonders massiv gebaut wurden, ist sie leider etwas hellhörig, von stockwerk zu stockwerk wohlgemerkt, nicht von zimmer zu zimmer. wenn oben gequietscht wird, bekommt die partygesellschaft unten den wortlaut mit. naja. gut, dass es zwei flügel gibt…
    .
    wie wäre es das nächste mal mit der russellschen teekanne, lieber don?

  88. nico@: GB hängt jedoch, n o c...
    nico@: GB hängt jedoch, n o c h, nicht am Tropf. Die ham ja asserdem ihr eigenes (P)Fund. (Wie sieht derzeit, in der Schirm-und Papierkrise, die Bilanz einer (Staats-)Bank aus? On the left side there’s nothing right and on the right side there’s nothing left.)
    ..
    Bauen, zeit- und „un“-gemäßes: Diese Frage wurde hier schon des öfteren andis-kutiert, in diversen Alternativen durchdekliniert, mit tiefer Kenntnis kunst-u. stilhistorisch, sogar (voll-)ideologisch betrachtet, argumentativ hin- und hergewendet. Das Erbe pflegen und hegen sei die Devise (wir versaufen der Oma ihr klein Häus´chen…).
    Möge der Essay im u. a. Link zur weiteren Belebung im besten Sinne zu der Salonunterhaltung beitragen:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/948536/

  89. @elbsegler: Desensibilisierung...
    @elbsegler: Desensibilisierung habe ich schon hinter mir :-( hat drei Jahre gedauert, beim Hausstaub hats auch wunderbar geholfen, aber der Heuschnupfen wurde nur etwas eingedämmt und kam dieses Jahr heftigst wieder.
    ich überlege ob ich im Herbst eine Auffrischung der Desensibiliseriung in Form einer saisonalen Therapie probiere, aber die Nebenwirkungen schrecken mich ein bischen (hatte immer eine schmerzhafte Schwellung an der gepieksten Stelle und war an dem Tag ab nachmittags sehr müde. Ist aus diesem Grund auch nicht wirklich arbeitskompatibel).

  90. die faz sollte mal nach einem...
    die faz sollte mal nach einem guten fussball-blogg ausschau halten:
    http://szmstat.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/35556

  91. unellen, Telfast 180. Ist aber...
    unellen, Telfast 180. Ist aber m.W. verschreibungspflichtig. Und teuer. Aber es hilft bei starken Beschwerden einfach am besten und macht nicht müde.
    Habe es früher oft genommen.
    .
    Don, gibt es wirklich nichts, was Ihnen an Ffm. gefällt außer klebrigen Mini-Törtchen? Nicht mal das kleine http://www.holzhausenschloesschen.de/en/node/2
    ?

  92. unellen@: Ja, Ihnen könnte...
    unellen@: Ja, Ihnen könnte ein für allemal geholfen werden. Hier darf aber, aus guten, wohlerwogenen Gründen, keine Werbung erscheinen.
    Cortison ist zwar kurzfristig der Bringer, langfristig…oh, oh!

  93. @unellen
    Auch auf die Gefahr...

    @unellen
    Auch auf die Gefahr hin jetzt in die von Ildefonso neu geschaffenen Kategorie des geistfreien Gesabbels eingeordnet zu werden: Ein zweiter Anlauf empfiehlt sich. Inzwischen gibt es neue Behandlungskonzepte, zum Teil ohne Spritzen, zum Teil mit sehr viel weniger Spritzen. Denn unbehandelt kann man sich über den Heuschnupfen auch Asthma einhandeln. Zunächst gute Besserung! (Auch dem Don!)

  94. Und dann bitte noch den Bogen...
    Und dann bitte noch den Bogen schlagen zur Architektur der 50er und 60er Jahre. Das Grauen.

  95. @ Don Alphonso: so halte ich...
    @ Don Alphonso: so halte ich es ja auch- allerdings eher liberal statt libertin. Und gebe doch zu, gelegentlich die verfuehrerische Suesse des Durchschnitts zu ersehenen…

  96. @DA: ach, die Hochzeit der...
    @DA: ach, die Hochzeit der Bier- und Bahnhofskneipen… wer schonmal entsprechend warten mußte, ist auch über solcherlei Wartecks froh… und das Figürchen ist doch sogar bunt, und doch netter anzusehen als die derzeitigen grauenhaft langweiligen Tabula-Rasa-Lochfassaden, wie sie allenthalben aus dem Boden sprießen. Ja nun, was will man machen mit so einem Haus… unten muß da Kneipe oder Laden rein, und die Pächter sollten möglichst drüber wohnen, das ist halt nunmal die althergebrachte städtische Lebensform.
    @otaku: meinen Sie das Ding, was mal in den Savignybögen war? Außer Kaffee und Hörnchen gabs dort eigentlich nix Eßbares…
    @unellen: oh, nehmen Sie bloß um Himmels Willen das Cortisonspray nicht dauerhaft, mein Vater bekam davon nach allzuviel Gebrauch scheußliche Daueratemnot, und zwar recht lange.

  97. @ Don Aldduck: Heinemann hat...
    @ Don Aldduck: Heinemann hat das schon ganz richtig gesehen. Liebe sollte man Personen zuwenden, die man kennt, nicht unbekannten Massen. Und auch kein Land nicht lieben- darin darf man sich wohlfuehlen, das Klima, die Kultur, die Sitten der Einwohner schaetzen. Aber lieben, lieben kann und darf man nur Menschen!
    @escalera_de_caracol: ja, die Vorliebe fuer Menschenmassen. Ob da nicht aus der Not eine Tugend gemacht wurde? Meine Frau uebrigens zieht Restaurants vor, vor denen sich eine Warteschlange bildet. Ihre Begruendung: da muss das Essen dann ja gut sein… In China zumindest klappt das zumeist. In Hong Kong sollte man lieber vorher reservieren :)

  98. "Über dem Eingang steht in...
    „Über dem Eingang steht in goldenen Lettern „Grüss Gott“, aber das gilt nicht für Humor, Ironie und leises Kichern.“
    .
    Darf man dann diesem Blog neugotisch nennen?

  99. @DA: Immerhin wirken die...
    @DA: Immerhin wirken die Ornamente dieses Sammelsuriums selbstgezimmert. Viel lustiger wird es bei einem Spaziergang durch die Bonner Südstadt. Nach fünf Minuten kennt man alle drei Typen balkonstützender Amazonen. Historische Originale aus industrieller Fertigung.
    .
    @Aurispo: Ja, John Soane’s House wäre ein must-see für unseren werten Don. Es könnte sich fast um einen entfernten Seelenverwandten handeln.
    .
    @Klaus: DAs ist hoffnungslos. Dipsy auch.
    .
    @donna laura: Dass die Aliierten die deutschen Innenstädte „neudekoriert“ hätten, scheint mir ja eher eine Geschichtsklitterung zu sein. Die Schönheiten aus den 50er und 60er Jahren sind schon selbstverschuldet. Sie sind allerdings meist so hässlich, dass sie nicht einmal dem ungebildeten Auge eine Groschenroman der Architektur vorgaukeln.
    Es kann auch nicht ausschließlich am erheblichen Bedarf bei trotz Wirtschaftswunder beschränkten Mitteln gelegen haben. Wenn man sich die Londoner Architektur zur Schließung gewisser Baulücken aus der ausgehenden ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts anschaut, sieht man die gleiche Häßlichkeit.
    Hätte Konsalik so geschrieben, wie zu dieser Zeit gebaut worden ist…

  100. @HM555,15:41: Schon geschehen....
    @HM555,15:41: Schon geschehen.

  101. Guten Fußball-Blog:...
    Guten Fußball-Blog:
    Extrem-parteiisch, gibts hier : http://www.blog-g.de
    Analytisch hier: http://www.zonalmarking.net/
    Nicht alles muss bei der F.A.Z. sein.

  102. Plindos 12:48: Mir gefallen...
    Plindos 12:48: Mir gefallen diese verspielten Häubchen über den Türen nicht. Recklinghäuser Barock eben.

  103. Liebe unellen,
    .
    könnten Sie...

    Liebe unellen,
    .
    könnten Sie uns vielleicht noch erklären, was Sie von den Neuigkeiten aus dem Fermilab halten? Haben die Alchemisten das 5. Element entdeckt oder der Stuxnet ihr Rechenzentrum infiziert?
    .
    @filou, und andere:
    Es geht ja nicht ums Deutschsein, sondern um den agressiven Stumpfsinn der bildungsfernen Mittelschichten („Bürgentum“).

  104. L`hopital du Libertin libre...
    L`hopital du Libertin libre invite à une lecture de la poésie sans cortison…
    http://de.wikipedia.org/wiki/Libertin
    http://www.youtube.com/watch?v=pM9FMRhjcYM

  105. HansMeier555
    Sie kann...

    HansMeier555
    Sie kann lexikalisch geholfen werden. Gar nich um ignorieren…
    http://www.nrw-architekturdatenbank.uni-dortmund.de/orte2.php?abc=A

  106. ...
    @muscat
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fexofenadin
    danke. ich sage das mal meiner frau, die ist auch damit geplagt.

  107. @HansMeier555
    Die Architektur...

    @HansMeier555
    Die Architektur der 50er Jahre würde ich nicht mit der der 60er Jahre in einen Topf werfen. Meines Erachtens haben manche gutgestaltetete Gebäude der 50er Jahre durchaus ihren Reiz. Diese filigranen Fenster, die schwebenden Dächer und auch die Fassadengestaltung mit ihren organisch-runden Formen ist zum Teil sehr gelungen, wenn eben „typisch 50er“. Das Problem ist eben, dass die Architektur je minimalistischer sie wird umso besser sein muss, was die Wahl der Materialien und Proportionen anbelangt. Das Schicksal der 50er Jahre Bauten sind die „Renovierungen“ und lieblos-rücksichtslosen „Modernisierungen“ der späteren Jahrzehnte, insbesondere der brutalen 70er Jahre.

  108. ...und auch den...
    …und auch den Kneipenliebhabern kann geholfen werden.
    http://kneipen.beeplog.de/
    sterne@: Aber gerade dieses Vordach in seiner kompromißlosen Strenge war es, welches mich bewogen hatte…..

  109. Ein kleines Verbrechen am...
    Ein kleines Verbrechen am Gebäude ist auch bei diesem Antiquariat in der Altstadt Nürnbergs, Weißgerbergasse, passiert (aus unserem Blog): http://the-missinglink.blogs.com/logisches/2011/04/mit-welcher-mystik-mu%C3%9F-er-dann-indikativ-und-konjunktiv-das-nahestehende-pr%C3%A4sens-das-hohe-perfektum-.html (Bild: fränkisches Fachwerk und Knallfarbe …)
    .
    Ob das Antiquariat genau deswegen schließen musste, ist uns nicht bekannt :-)

  110. Als Drittplatzierter im...
    Als Drittplatzierter im Pierre-Besuchow-lookalike-contest von Wallratshausen erlaube ich mir, in diesem Salon trotz der gegenwärtigen Cortisonproblematik etwas zum Thema zu sagen. Ich finde Historismus gut. Trotzdem ich in meiner Jugend in heftiger Aufwallung dem Bauhaus anhing, halte ich nunmehr Ornament für kein Verbrechen mehr. (Vielen Dank übrigens an dieser Stelle an Plindos für das Tätowierungszitat.) Warum kein Verbrechen? Weil alles, was danach kam entweder von erhabener Scheußlichkeit oder elender Langeweile war. Le Corbusier Nachf. sei Undank. Nein, nein, da lob ich mir doch unser Neues Rathaus in LE. Eine imitierte Renaissance-Ritterburg. Aber immer noch schöner als eine Mercedes-Niederlassung im Schuhkarton-Stil. Das Rathaus ist ideologisch, das Reichsgericht nicht minder, vom Völkerschlachtdenkmal ganz abgesehen. Allein, man zeige mir die besseren Alternativen.
    .
    Für unteure Antiquities hätte ich den Vorschlag, Realist, den Reprint von Stuart/Revetts Standardwerk „The Antiquities of Athens“ in Erwägung zu ziehen. Nicht billig, aber preiswert. Vor allem die Genre-Darstellungen, die zeigen, wie unbekümmert man in jenen Jahren um 1760 mit den Ruinen umging, sind sehenswert.
    .
    HansMeier555, ich bedauere, Sie korrigieren zu müssen. Wörlitz ist kein Historismus. Der Wörlitzer Park ist hundert Jahre früher und mit ganz anderen Intentionen entstanden.
    .
    Das Soane-Museum hätte D.A. schon längst gesehen, wenn seine bösen englischen Fata (in diesem Fall ein Schneesturm) es nicht verhindert hätten:
    http://gig.antville.org/stories/1962970/

  111. für die anderen physiker im...
    für die anderen physiker im blogg:
    http://arxiv.org/abs/1104.0699

  112. @Plindos, noch nicht, wohl...
    @Plindos, noch nicht, wohl aber am Pint. therefore take one for the road and two for the ditch.
    Nun, dann geht Portugal erstmal vorweg, und das gute an der Neunzig-Milliarden-Spritze, ist, daß vielleicht der Jammergesang des Fado in den Gassen Lissabons verstummt und Indianergeheul intoniert wird.
    .
    @unellen, ich empfehle Ihnen ne Strahlenkur in Fukushima, wenn Sie Hemmungen vor Cortizon haben. Das gibts in Spanien ohne Rezept: no se preocupe, no pasa nada.

  113. Zum Thema Architekten hat sich...
    Zum Thema Architekten hat sich HM Enzensberger mal polemisch so geäußert: „Architekten verdienen zwar besser als Dichter, dafür werden sie aber auch vom schwelenden Hass all derjenigen verfolgt, die gezwungen sind, in ihren Werken zu hausen.“
    .
    DA, sehr erfreulich, daß Sie wieder und weiter hier Ihr Tagewerk zu unser aller Nutz und Frommen verrichten!
    Aber … die zahllosen Trauer- Schmerzens- und Dankesbezeugungen, dazu noch empörendes DA-Bashing von Dipsy, zum Beitrag vom 24. März waren
    a u c h wirklich schön. Trotzdem: Kein Bedarf an Wiederholung.
    .
    Gibt es eigentlich irgendeine nachzulesende Äußerung von der FAZ zu der Affaire?

  114. liebes Paulchen P, natürlich...
    liebes Paulchen P, natürlich gibt es allerorten recht viele scheusslichkeiten. doch muss ich zu meinem leidwesen insistieren, denn zahlreiche innenstadtkerne (relativ) grosser städte sehen zum beispiel in ch flächenmässig deutlich historischer aus als in d.
    .
    münchen wurde einigermassen verschont, was seinen reiz ausmacht; auch konstanz hat aufgrund der grenznähe überlebt, auch wenn erst kürzlich ein uraltes gebäude dem co2-wolkenreich übereignet wurde.

  115. Paulchen P@: Sie übertreiben...
    Paulchen P@: Sie übertreiben maßlos ;-) Wenn Sie z. B. die Meckenheimer Allee in Richtung Poppelsdorfer Schloß streben, dann am Botanischen Garten, am Schloßteich, einen linken Schwenk in Richtung Argelander-. weiter zur Roon- und Blücherstr, machen, so werden Sie kaum auf jene, von Ihnen monierten, Karyatiden stoßen….
    Man darf ein Nierenbecken nicht mit zu kalten Bieren necken.
    http://www.bonn-region.de/deutsch/sightseeing/historisches-bonn/bonner-suedstadt.html

  116. Don Alphonso, "O alte...
    Don Alphonso, „O alte Burschenherrlichkeit“ habe ich immer gerne gesungen und es erinnert zumindest mich heutzutage an schoene Tage als Student.
    Was Leute an Rolex-Uhren und Burlington-Socken finden ist mir schleierhaft. Rolex ist zu protzig, Burlington-Socken haesslich. Ich bevorzuge eher Nomos-Uhren und Pringle-Socken im Streifenmuster.
    Und so schlecht wie man immer sagt ist das Essen in England nicht. Man muss nur die richtigen Orte finden. ;-)

  117. @Plindos, "......und auch den...
    @Plindos, „……und auch den Kneipenliebhabern kann geholfen werden.
    http://kneipen.beeplog.de/ …“
    Vordach und Biermarke sind Programm: Holsten knallt am dollsten, im Schädel; säuft ein Pferd gar Krombacher, so läßt es Holsten Edel.
    En vino veritas.

  118. @savall: stimmt, letztes Mal...
    @savall: stimmt, letztes Mal wars der Schneesturm…
    @donna laura: ach, die Schweiz, die hat ja auch keine Kriege, Bürgerkriege und Revolutionen gehabt. Da konnte sich der Deig schön durchgängig halten. Jedenfalls seit der Industrialisierung. – Schaffhausen bekam übrigens 45 auch 2 Bomben ab. Die Grenze ist da sehr, sehr unübersichtlich…

  119. Wer so und in solcher...
    Wer so und in solcher Gesellschaft und zu Zwecken nach England will, wird eben sehr wahrscheinlich solche Erfahrungen machen.
    .
    Und Ludwig war höchstwahrscheinlich auch nicht reiner Geschmack: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a5/De_20_jarige_Ludwig_II_in_kroningsmantel_door_Ferdinand_von_Piloty_1865.jpg/290px-De_20_jarige_Ludwig_II_in_kroningsmantel_door_Ferdinand_von_Piloty_1865.jpg („Hermelin, wie elend! Und sicher auch noch schlecht verarbeitet!“)
    .
    Da bleibe ich lieber in meinem Gärtchen – oder gehe lieber gleich zu Fuß. ( … nach Syrakus, wohin auch sonst, man weiß … .) (Oskar Werner sprichts wohl recht gut: http://www.youtube.com/watch?v=6zSOg4zB9Uo&feature=related )

  120. savall,
    .
    ja.
    .
    das alte...

    savall,
    .
    ja.
    .
    das alte rathaus schätze ich auch, mitsamt der börse daneben. wie überhaupt leipzig dem flaneur immer noch manches zu bieten hat, wie etwa den jugenstiligen und sehr schön rennovierten (ich kenne ihn noch davor) repräsentativen bau gegenüber dem coffeebaum, (die eisdiele/milchbar dahinter ist klassiche 50er jahre, schliesslich musste man dem messfremden ja auch etwas weltoffen kommen) und auch das riquethaus – sie alle sind nicht historisierend.
    .
    noch nicht einmal die mädlerpassage passt ins historismus-klischee, wenigstens gab es vor jahren in auerbachs keller noch das, was früher gutbürgerliche küche hiess.
    .
    .
    überhaupt, ist denn der vom hausherrn beschriebene baustil mitsamt der beschriebenen beiz typisch für den grossbürger der es-ist-erreicht! – epoche? für einen diedrich hessling vielleicht, aber der war zu seiner zeit nicht alter reichtum, sondern eben auch nur ein von der konjunktur hochgeschwemmter emporkömmling.
    .
    fabrikanten bauten anders.
    in der stadt, in der ich geboren wurde und aufwuchs, baute sich ein lederfabrikant, damals am stadtrand, neben seien fabrik eine villa. klassizistisch, sehr schön in proportionen und in der ansicht. die familie kam auch aus der schweiz.
    auf dem dorf, in dem ich heute lebe, baute sich ein papierfabrikant seine grabstätte: repräsentativ über den tod hinaus, dabei würde und geschmack beweisend. ein anderer (der chemnitzer fabrikant unger, ihm wird die erfindung des fleischwolfs nachgesagt), liess sich einen marmorengel aufs grab setzen – damals möglicherweise massenware,nur wird heute in einzelfertigung nichts besseres geschaffen.
    .
    wenn das, was aus unserer epoche an architektonischen leistungen für spätere generationen übrigbleibt, der sparkassen-volksbankstil ländlich geprägter unter- und mittelzentren ist (man wird die epoche später die hässlichen achtziger jahre nennen), haben wir keinen, gar keinen grund, uns gescheiter und klüger als unsere grossväter oder urgrossväter zu dünken.

  121. @schusch
    danke danke sehr...

    @schusch
    danke danke sehr schöne bloggs. vielelicht rettet ja der erste blogg die fr und nicht nur anonyme blogger beim herausgeber. ich fand – die fans die paar mal, die ich bei der eintracht im stadion war – immer sehr gut, aber auch aus der zeit gefallen, heute spreche ja die marktführer ganz andere kundschaft an.

  122. @schusch
    und das ist...

    @schusch
    und das ist schlechter fußballblogg oder?
    http://www.11freunde.de/ballkultur/116034
    interessant, dass bertelsmann jetzt auch dieses feld beackert

  123. das sollte jetzt nichts gegen...
    das sollte jetzt nichts gegen bertelsmann/rtl/gruner+jahr, gerade in diesem blogg

  124. Vielen Dank, auch-einer, für...
    Vielen Dank, auch-einer, für Ihr Lob. Ich habe ja gewiß keinen Anteil am Zustandekommen dieser Gebäude, aber mich freut’s, wenn es jemanden freut. Was Sie im übrigen meinten, ist eines der schönsten erhaltenen profanen Renaissance-Gebäude in Deutschland, nämlich das Alte Rathaus:
    http://www.acappella-online.de/files/images/286f12.jpg
    Wider erwarten überstand es alle widrigen Zeitläufte. Allein, das Gebäude, das ich meinte ist das Neue Rathaus:
    http://www.leipzig-sachsen.de/leipzig-fotos/neues_rathaus_leipzig.jpg
    Historismus pur, allerdings die Form der alten Pleißenburg (wissen eh schon: Luther und Eck) aufnehmend.
    Jenseits allen Lokalpatriotismus meine ich, daß gerade diese Form des erneuernden Aufnehmens bestehender Traditionen nicht falsch ist. Zum ideologisch motivierten Traditionalismus möchte ich noch folgendes anmerken: die Krakauer Altstadt wurde, konservatorisch falsch, nach dem WK II wieder errichtet. Wer wollte dem zugrundeliegenden Gedanken widersprechen? Noch in diesem Jahr wird die „via regia“-Ausstellung in Görlitz beginnen. Man möchte ja allen Interessierten sagen: Geh und sieh!

  125. Das mit der Frankfurter...
    Das mit der Frankfurter Rundschau beschäftigt mich. Die soll in der Zukunft von Berlin aus betrieben und beschrieben werden. Das klingt wie der Suhrkamp Verlag, nach Berlin ziehen, um sich wirtschaftlich zu erholen. Warum glauben die linken Publizierer, dass Berlin ein besseres wirtschaftlicheres Milieu bietet als Frankfurt?

  126. Lieber Savall,
    .
    es gibt das...

    Lieber Savall,
    .
    es gibt das Alter und die Intentionen, es gibt aber auch einfach die Aussenfassade als solche, der man auf so einem Foto beides nicht ansieht.
    Anhalt-Dessau 1770, aber es könnte halt auch Cleveland/Ohio 1890 sein. Gotik ist zeitlos, v.a. die englische, und taugt auch für Fabrikhallen.
    .
    Das ist gut fuer die Nerven, es reduziert das Entfremdungsgefuehl.
    .
    Es ist das ewige Verdienst der DDR, durch Nichtrenovierung die bröselnden Ornamente der Mietshausfassaden über die Zeit gerettet zu haben.

  127. Es gibt übrigens ein paar...
    Es gibt übrigens ein paar Änderungen: Ich reduziere die Schlagzahl etwas, auf 8-10 Beiträge im Monat – einfach, weil die Betreuung der Kommentare sonst zu nachlässig und wurschtig wird. Versuche natürlich, das durch bessere Qualität aufzuwiegen.

  128. @derTiger
    alles sehr...

    @derTiger
    alles sehr unverständlich dieser auszug von frankfurt nach berlin. ich meine, frankfurt war doch sicherlich nicht das schlechteste pflaster für suhrkamp etc. aber da wären wir wieder bei der berlin debatte und dem versuch mit dem bild berlin den 20ern zu spielen.
    die fr ist ein trauerspiel. ich mein, das war bis in die 90er hinein eine bedeutende überregionale zeitung. aber ganuso wenig, wie man reiseführer von dumont kauft, sollte man halt bei diesem verlag unterschlupf suchen auch wenn es der letzte verbleibende nothelfer ist.

  129. Don Alphonso,
    10 Beiträge im...

    Don Alphonso,
    10 Beiträge im Monat sind akzeptabel, Ihre Kultisten halten sich ja mit Kommentierungen recht gut über Wasser.

  130. warum sind die ehemaligen ...
    warum sind die ehemaligen Ossis hier eigentlich so aktiv ? mfG.T.

  131. ja wie progressiv, ein bischen...
    ja wie progressiv, ein bischen was geschichte angelesen und dann mit der dünn übertünschten 80er provinzgermanien grundausbildung einen auf intellektuell dicke hose machen. aber eigentlich nur der durchschnitts halbbegabte mit anspruch sein.
    „durak s initiativi“ oder so ähnlich würde jemand sagen, der das von haus aus besser versteht als ich.
    3 punkte aus der pseudoprogressiven gedankenwelt der mainstream möchtegernkünstler bundesgermanen:
    – ornament ist schlecht
    – deutschtum dasgleiche
    – bürgertum alles spiesser wiederliche
    – wir wissen es besser, so gelernt vor 30 jahren
    – keine ahnung von london
    – keine ahnung von deutschland, vor oder nach den 70,80ern
    – dabei zutiefst monokulturell
    – anscheinend auch noch ungereist
    – zweifellos mittellos
    – west-inlandswicht
    – ist er ja selbst der deutsche spiesser, den er nicht mag, zu recht
    genauso lallen sie alle seit den 68ern, zwar auch nicht alles grundsätzlich falsch, aber so ein f..ing bart, nur dass die kunst-progressiven aus diesem fakt heraus noch schuldiger sind ob der nachgebeteten geistesleere. DA, spring in den fluss. wäre dein ultimativ bester beitrag. sonst langweilt deine hintergrundideologie noch selbst den letzten präpotenten chipperfield fanbirni. was sie nicht erfühlen, das werden sie auch nicht erjagen. friedel.
    du bist gemeint, weichei, ungereistes. angepasster mainstream modernist, deutschler.
    schafft mir diese verkrampften angegreisten ornamentstürmer aus dem visier, ich werde zu alt um mir den gleichen repetitiven urseich noch weitere 30 jahre anzuhören.

  132. Ref: Heuschnupfen
    Nordsee ...

    Ref: Heuschnupfen
    Nordsee hilft, ist aber unendlich weit entfernt von Bayern, Pech, mfG.T.

  133. als ehemaliger Expat geht ...
    als ehemaliger Expat geht mir das auf den Wecker, mfG.T.

  134. Pseudofatzkes, mit Verlaub, ...
    Pseudofatzkes, mit Verlaub, Sie sind ein A…h, sp4

  135. bitte nicht freischalten, ...
    bitte nicht freischalten, Sie werden überaktiv, mfG.T.

  136. Lieber Don Alphonso, sind Sie...
    Lieber Don Alphonso, sind Sie sich sicher, dass das von Ihnen abgebildete Haus dem Historismus zuzuordnen ist? Einige Freunde Ihres Blogs reagieren dann mit Bildern aus Wörlitz (erste Neugotik auf dem Kontinent) oder mit Babelsberg (Tudor-Stile), während Ihr Deutsches Haus wohl eher um 1900 erbaut wurde. Sollte ich Recht haben, würde man diesen Stil für solche Mietshäuser eher als wilhelminisch bezeichnen, also typisch für den von Ihnen auch beschriebenen Eklektizismus. Der Historismus, den die meisten – ohne profunde Kenntnisse – ablehnen, hatte seinen Höhepunkt um 1850 und wir Frankophilen haben das Werk von Eugène Emmanuel Viollet-le-Duc, der die Gotik in 10 Bänden rezipierte und echten – gotisierenden, stilistisch reinen – Historismus betrieb.
    Erkenne ich nun an Ihrem abgebildeten Deutschen Haus Kunststofffenster übelster Machart und ahne die geschlossene Gaststätte, möchte ich gleich nach England fahren, zu herausragenden historistischen Bauwerken. „Gothic Style“ fing dort ja schon im 18. Jahrhundert, also weit vor der Regentschaft Victorias an. Nur nebenbei: Leben wir nicht in einer längeren Phase des Historismus ohne es zu wahrnehmen zu wollen?

  137. ick stell mir jerade vor, wie...
    ick stell mir jerade vor, wie der guttenberg aus dem deutschen haus, da oben im fenster mit aussenrollo, huldvoll dem deutschen welt-bürgertum zuwinkt.
    denn kronberg ist ja nun wohl verbrannte erde.
    http://www.faz.net/s/Rub4D6E6242947140018FC1DA8D5E0008C5/Doc~E0A28838D3013498198D7269F17C119C3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  138. @Klaus/08. April 2011,...
    @Klaus/08. April 2011, 12:49
    Komm grad nach hause und mu“ss“ das mal wieder lesen!
    Es gibt auch Menschen, welche auf keinem „teutschen“ PC schreiben.
    Auf meiner AZERTY gibt es kein „SZ“, aber dafuer kann ich é, è, ç, à und ù schreiben.

  139. Leben und leben lassßen....
    Leben und leben lassßen.

  140. Kronberg kann den...
    Kronberg kann den v.Guttenbergs m.W. egal sein und bleiben, der Familie gehören m.W. mit den vormaligen Fürsten Leinberg u.a. ehemaligen Adligen weite Teile der südlichen Bundesrepublik.
    Lieber Don A.,
    Sie klingen, weil klagend – heute insbesondere-, wie weiland der verblichene spanische Jose Ortega Y Gasset. Der wurde auch gedruckt, aber kaum verstanden.
    Jeder “ las“, aber verstand wirklich nur die Fragmente, die seinem persönlichen Geisteszustand glichen. So what.
    Bildung ist alles. Wirkliche Bildung.
    Kennen Sie ein Land auf der Erde, das wirkliche Bildung ( Lehre nach Eignung und Neigung der einzelnen Lehrlinge ) jemals vermittelt hat ? Ich nicht.
    Dass solche Gesellschaften ideale wären, könnten Sie den pawlowschen Möchtegern-Eliten an Tausenden von bekannten Beispielen nachweisen, alleine:
    Es würde die Herrschaftsverhältnisse so sehr verändern, dass die Bluthunde unten und der Geist oben wäre.
    Alle Gesellschaften der Welt sind aufgebaut wie Armeen; Ameisenstaaten.So sind die Bildungskriterien inkraft ( seit tausenden von Jahren) und so wird sortiert.

  141. "Du bist gemeint, weichei,...
    „Du bist gemeint, weichei, ungereistes. angepasster mainstream modernist, deutschler!
    Schafft mir diese verkrampften angegreisten ornamentstürmer aus dem visier, ich werde zu alt um mir den gleichen repetitiven urseich noch weitere 30 jahre anzuhören. “
    Wer immer das geschrieben hat, ich bin auf seiner Seite. Ich reihe mich ein.
    Ich fechte mit ihm, ich gehe in die Schlacht.
    Ich hasse diese Glas- Beton- Welt. Ich liebe Burgen und historistische Haeuser der Gruenderzeit und alte Gaerten und alte Brunnen. Mittelalter und 18. Jahrhundert, die vor-industrielle Welt, alles mag in einen Bau mit eingehen, ich liebe ihn so. Und all die Architekten, die haessliche Betonhaeuser bauen, leben in Gruenderzeitvillen. Warum nur sind sie alle so beliebt und begehrt und erzielen so hohe Preise und man kann in Staedten wie Freiburg oder Bonn kaum irgendwo eine Wohnung in so einem Haus finden, weil sie so begehrt sind?
    Weil sie etwas in uns ansprechen, was man Gemuet oder Empfindsamkeit nennen kann, weil sie uns Waerme geben und ausserdem sind sie in grosszuegigen Massen gebaut, mit grossen Fenstern, grossen und hohen Raumen und von Gaerten umgeben. Und das Auge hat etwas zu sehen bei diesen Fassaden, das kleine Kind in uns darf staunen und schauen.
    Nicht hasse ich mehr als ein Haus, das ich auf den ersten Blick schon begriffen habe, weil es nichts zu entdecken gibt und das Auge nicht verweilen moechte.
    Aber natuerlich, ein bisschen Modergeruch strahlen sie schon aus, diese Bauten,
    ein Hauch von Schmerz wehrt einem entgegen, Verbrechen und Duenkel und Klassenbewusstsein der Elite, die die Welt beherrschen wollte und dabei fast voellig unterging. Aber ist die Glas-Beton-Architektur eine Alternative?
    Es muesste etwas Neues geben, dazwischen…

  142. Könnte mich schlapplachen ob...
    Könnte mich schlapplachen ob der bieder-bürgerlich-akademisch-bemüht-intellektuellen Kommentare der Vorredner. Niemand hat offenbar Ihren Lebenslauf gelesen , egal, ob jener wirklich oder gefakt.

  143. Die FR ist tot wenn sie nicht...
    Die FR ist tot wenn sie nicht mehr die Frankfurter Rundschau sondern nur noch Berliner Scheißdreck mit Frankfurter Lokalteil ist. Und da hängen Jobs von meinen Freunden dran.

  144. zum > Ornament<

    hat m.E....
    zum > Ornament< hat m.E. niemand Klügeres bemerkt als Herr Siegfried Krakauer. Zu den übrigens auch nicht.
    Im Zeitalter der Rückentwicklung derselben kann man ihn nicht mehr befragen.
    Aber er war ein Mann der Ge::::::::: was………

  145. @ Don Alphonso: Danke, dass...
    @ Don Alphonso: Danke, dass Sie uns auch mal die hatemail zeigen. Mich interessiert schon, wie oft Sie solche bekommen?
    .
    Wichtiger als das jedoch: Sie schulden uns noch ein Bild der Marzipantorte!

  146. Jesses, was war denn diese...
    Jesses, was war denn diese Nacht los? Eine kollektive Reise nach Petuschki?
    Um Ihre Frage zu beantworten, Trias: der Große Vorsitzende hat uns in der letzten Parteiversammlung befohlen, daß wir die westlichen Stützen der Gesellschaft unterwandern sollen.
    .
    Nunja, HansMeier555, Tudor ist letztendlich auch nur modifizierte norddeutsche Backsteingotik (und ja, ich weiß, daß es keine Backsteine gibt). Womit wir wieder in Lübeck wären.

  147. schön oder häszlich, ist das...
    schön oder häszlich, ist das die Frage? Jede Antwort hätte was pädagogisches, belehrerndes, besserwisserisches. Aber, Kinders, wertes Kommentatorenvolk, was macht man denn, wenn alles schöne Ornament, Einzelanfertigung, mit Zeit und Muße von Handwerkerhand geschöpft, nun auf einmal industrielle Massenware wird, jeder sein Ornament auf alles pappen kann, obs nun passt, Stilbruch ist oder nicht (ich denke da auch an hellenistische Säulen in wildem epochendurcheinander vor Reihenhaushäusern). Das Ornament ist entwertet.
    .
    Da ist das Weglassen, der Rückzug auf die Grundform immerhin eine Alternative, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Arbeitermassenhaltung (bebildert von Zille) , der Ein Frau Küche Arbeitsplatz,– anderesThema.
    .
    Ich stehe davor, schaue, fühle wie die Nackenhaare sich anspannen und denke: brrr, nee, schaurig. Woher wissen meine Nackenhaare das? Ist das eine Bildungsfrucht? Ist es ein Art eingebautes Maßband? Wann Nackenhaare welchen Neigungswinkel annehmen – von gesträubt fauch bis zu schnurr – kann man das lernen? Das ist die Kür, die man beim Faulenzen der Gedanken treibt. Nicht die Pflicht der Wissenserwerbsniederungen, ohne die, das sei eingeräumt, natürlich gar nichts geht. Aber ich will schlicht nicht jeden Schweißtropfen nachzählen können. Das wäre dann wirklich anstrengend.

  148. Bonjour mitenand.

    Here's a...
    Bonjour mitenand.
    Here’s a photo of the Burg Zug. Until it was restored ca. 30 years ago, it was „home“ to all types of „unauthorized persons“ who had moved in without permission to live in the Burg.
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:BurgZug.JPG&filetimestamp=20081226160153

  149. Die Unterscheidung zwischen...
    Die Unterscheidung zwischen „echter“ und eingebildeter/konstruierter Geschichte ist sehr fragwürdig.
    Jede Kunst ist ein „Stilmischmasch“, weil keine Kultur/Sprache/Kunst etc. am grünen Tisch entworfen wird, sondern sich immer selektiv aus Vorangegangenem bedient. Das trifft sowohl auf den „historisierenden“ Stil zu, als auch auf die vermeintlichen Originale, von daher ist es einigermaßen lächerlich, auf sein „echtes“ Renaissancehaus zu rekurrieren, da man auch in der Renaissance munter selektiv zusammengewurschtelt hat, gerade dort!
    Das Wesen des Ornaments wie sowieso jedem tradierten kulturellen Element ist es, dass man seinen Ursprung entweder gar nicht mehr kennt (bzw. den Ursprung des Ursprungs; warum feiern wir Weihnachten am 24.12. mit Tanne und Lametta, wen interessiert’s?), oder aber es etwas repräsentieren soll, was man sich bewusst hinkonstruiert hat, meist unter irgendwelchen mythischen, transzendentalen oder sonstigen irrationalen Leitmotiven.
    Aber es ist völlig wurscht, ob der Betrachter des Hermanndenkmals seine Abstammungslinie tatsächlich bis Arminius dem Cherusker zurückführen kann, oder ob jeder Berliner weiß, was die Quadriga auf dem Brandenburger Tor symbolisiert, solange das Gefühl der Tradition erzeugt, Identität gestiftet wird.
    Was am Ornament „wahr“ oder „authentisch“ ist, ist völlig wurscht. Es geht darum, dass irgendetwas repräsentiert wird, egal was, hauptsache es bewirkt eine gewisse gemeinsam geteilte emotionale Bindung, und der Erbsenzähler, der referiert, dass dieser Rundbogen eigentlich aus einer ganz anderen Epoche komme als jener Spitzbogen, wen interessiert der schon.
    Es ist höchstens von akademischem Interesse, auf welche volkstümliche französische Melodie „Heil Dir im Siegerkranz“ und „God save the Queen“ zurückgehen; man könnte, etymologisch ganz weit ausholend, „beweisen“, dass die deutsche Sprache völlig „unauthentisch“ ist, genauso wie alle Stile, Kulturen und alles vom Menschen gemachte überhaupt.
    Ob es wünschenswerter ist, dass geschichtslose RTL2-Junkies in garantiert ornamentfreien Betonklötzen vor sich hinvegetieren, als dass Menschen in konstruierten Trachten mit konstruierter Identität vor historistischen Bauten ihrer imaginären Tradition zuliebe „Als die Römer frech geworden“ trällern, – dürfen Sie entscheiden.

  150. Mondry, so etwas passiert...
    Mondry, so etwas passiert nicht allzu oft. Manchmal lösche ich, manchmal lasse ich aber auch einfach zu, weil es nichts ändert. Ich verstehe nicht, wie man so etwas schreiben kann, aber es spricht für sich selbst. Mit der Marzipantorte wird es eher eng, fürchte ich.

  151. Auch mir gefallen...
    Auch mir gefallen Wilhelmbauten besser als so ziemlich alles was im 20. Jh. im Massenwohnungsbau entstand. Schon wegen der Substanz, den Proportionen, den Fensterrahmen, etc. Wo das Dekor peinlich oder ideologisch wird, kann man das ja mit einfachen Mitteln ironisch brechen.
    .
    Häuser wie das abgebildete haben zudem oft das Pech, im damals fortschrittlichen, heute aber versifften Bahnhofsviertel zu stehen.
    .
    Aber es geht ja nicht wirklich um Architektur und Immobilien, sondern um eine Archälogie der Mentalitäten, die naturgemäß nur subjektiv betrieben werden kann.
    Auch die Welt des Räubers Hotzenplotz wird vom Bratwurst-und-Sauerkrautgeruch und Melodien wie „Alles neu macht der Mai…“ durchzogen. Und Sekundärtungenden werden auch dort propagandiert, z.B. dass die Polizeiuniform immer schön sauber sein muss.

  152. @B4 – Eine meiner...
    @B4 – Eine meiner Tigerbabies hat mich mal nach Berlin geschleppt. An die zwanziger Jahre hat mich da nichts erinnert. Ich fand die ganze Stadt einfach peinlich. Die Regierungsgebäude stehen isoliert und überproportional zum tatsächlich und eigentlichen Machtzusammenhang herum, und die Lindenallee ist wie ein wilhelminisches Disneyland. Ich habe jedenfalls nicht vor, diese Stadt zu besuchen.

  153. Die moderne...
    Die moderne Bauhaus-Architektur hat zwar die hübscheren Ornamente, ist dafür aber nicht so zweckmäßig.

  154. @ v.Natzmer
    "Aber, Kinders,...

    @ v.Natzmer
    „Aber, Kinders, wertes Kommentatorenvolk, was macht man denn, wenn alles schöne Ornament, Einzelanfertigung, mit Zeit und Muße von Handwerkerhand geschöpft, nun auf einmal industrielle Massenware wird, jeder sein Ornament auf alles pappen kann, obs nun passt, Stilbruch ist oder nicht …“
    .
    Ich würde das alles nicht so eng sehen wollen.
    Don selbst hat sich Stuckleisten nachträglich hingepappt. Sagte er selbst. (Es war die Tegernseer Wohnung, wenn ich mich nicht täusche. Glaube ich zumindest wo gelesen zu haben.)
    .
    Plädiere eh für einen entspannten Umgang mit Ornament und Historismus oder Zuckerbäckertorten-Architektur.
    Mein Problem mit Architektur ist ein anderes:
    .
    Aushol: Zur Zeit gibt es Bürgerversammlung in unserem Glockenbachviertel, Ecke Ehrengut, um den Rodenstock-Neubau zu bekakeln. Mit der Klassischen Moderne oder damit, was sich einige Architekten der BayWoBau darunter vorstellen, haben gewisse Zuckertortenstuck-Anwohner ein massives Problem.
    .
    Ich etwas weniger vom Prinzip her. Obwohl ich der festen Meinung bin, ein Neubau, eigentlich jedwedes Haus − auch ein altes, muss „gucken“ können. Und dieser geplante Neubau „guckt“ nicht.
    .
    Sein Antlitz besteht aus vielen, unruhig unharmonisch strukturierten Schlitzen wie ein vogonisches Kriegsschiff mit Kanonenschlitzen, derartige Öffnungen früher als Fenster bekannt. Es hat keine eindeutigen Augen, keinen eindeutigen Schwerpunkt und wirkt daher wuchtiger und unheimlicher als jede Kaserne. Man fühlt sich schon nicht sehr wohl bei einer solchen Fassade. Wohl fühlen sollte sich der Mensch schon, strenge Lehrmeinungen und akademische Dispute hin oder her.
    .
    Auch Häuser, die formal widersprüchliche Botschaften aussenden, wie das mit dem goldenen Horn, sehe ich als solche schwierigen Häuser, die man nicht mögen muss.
    .
    Noch ein bisschen Küchen-Psychologie:
    Jeder Autodesigner weiß, dass Autos „gucken“ müssen und designt ihm ein freundliches Gesicht mit Mund (Kühler), Augen (Scheinwerfer) und Stirn (Frontscheibe). Unfreundlich guckende Autos verkaufen sich mies, egal wie top in Technik oder CO²-Ausstoß sie sind.
    (Das Bötchen grinst z. B. nett, es ist ein freundliches Autochen. Obwohl man einen Schuhlöffel braucht, um reinzukommen.)

  155. Ach Berlin und seine Bullen in...
    Ach Berlin und seine Bullen in den sauberen Uniformen. Da faehrt Madame mit dem Leihwagen-hinten sass der Kleene- und mir durch den Grunewald. Die Bullen wollen kontrollieren, und als Madame in ihrem Taeschchen nach den Fleppen sucht, wusste ich, was los ist: „Haack dir nich jesacht, det wird nuescht. Mitten jeklauten Auto, ohne Papiere un dann noch besoffen…“
    Und das Geld fuer das Knoellchen hatten wir auch nicht dabei. Madame ist Hollaenderin und denkt, wenn man kein Geld mitnimmt, kann man keins ausgeben, hat man wieder was gespart.
    (Der Beamte kannte offensichtlich den Spruch. Muss wohl, denn er hat nicht gelacht.)

  156. @bertholdIV.

    Ich bin Abonnent...
    @bertholdIV.
    Ich bin Abonnent der 11Freunde, seit ich von denen Kenntnis genommen habe, also früh.
    Besser finde ich allerdings den Ballesterer (Ö!). Dafür geh ich an die Bahnhofsbuchhandlung.
    Das beste im Fußball gibt es aber nach wie vor beim Guardian. Unübertroffene Weltspitzenklasse oder so.

  157. Lieber Hansmeier555,
    was...

    Lieber Hansmeier555,
    was verstehen Sie unter „moderner“ Bauhaus-Architektur?
    Bauhaus-Architektur ist per se nicht ornamental.
    Was da lebt ist Form und maximal das Material.

  158. @Der Tiger, an den...
    @Der Tiger, an den Nebenfluessen des Ku-Dammes findet man noch den Charme der 20er. Aber dafuer muss man nicht nach Berlin. Die 20er sind ein Mythos.
    .
    Ja det is Balin, ja det is Balin,
    Eene Stadt die sich jewaschen hat,
    Ja, det is Balin.
    (Schlusslied der „Insuaner“, einer braesigen Kabarettsendung des ehrwuehrdigen RIAS (Radio Im Amerikanischen Sektor))

  159. Ich würde gern noch einmal...
    Ich würde gern noch einmal auf die ideologische Komponente der Architektur zurückkommen. Freilich transportiert Architektur Ideen. Aber tut sie das aus sich heraus? Evoziert das „Deutsche Haus“ die Wacht am Rhein und den Wilhelminismus oder lesen wir es hinein, weil wir um die Hintergründe wissen? Das Reichsgericht ist ein gutes Beispiel. Seine Architektur transportiert zweifellos einen Machtgedanken. Aber welchen? Zu DDR-Zeiten hieß es „Dimitroff-Museum“ wegen des Reichstagsbrand-Prozesses. Dimitroffs sonstige Verfehlungen beiseitegelassen war es ein Zeugnis dafür, daß die braune Bande offensichtlich nicht in der Lage war, rechtliche Mittel zur Verteidigung ihrer Unrechtsherrschaft zu verwenden. Im Zusammenhang mit dem heutigen Artikel von Bahners zum Eichmann-Prozeß (dessen Beginn sich zum 50. Mal jährt) wird die Differenz sichtbar. Heute ist das Reichsgericht das Bundesverwaltungsgericht. Es präsentiert immer noch Macht und ist durchaus dazu angetan, Kläger und Beklagte einzuschüchtern. Ist das gut, ist das schlecht? Kann das Gebäude dafür? Sollte man es abreißen zugunsten eines Beton-Schuhkartons von schlichter Rationalität? Und warum kennt die zeitgenössische Architektur keinen anderen Baustoff als Beton? Die Kostenfrage allein kann es nicht sein. Unser unseliger, unnützer City-Tunnel kostet nach derzeitiger Schätzung 960 Millionen. Dafür hätte man jede Menge Steinarchitektur haben können.

  160. @@:
    Schon die ollen Römer ...

    @@:
    Schon die ollen Römer sind nach Etrurien und nach Ägypten gereist (nach der Liaison von Cleo & Cäsi ), weil´s dort so schön exotisch war. Zu ersterem Tourismus-Ziel wg. der lockeren, laxen (Sex)-Mysterien und freizügigen Darstellungen und zu letzterem überhaupts.
    ..
    Die Schlösser und Herrensitze im England des 18. Jhdts. und danach im restlichen Europa sind nur auf dem Hintergrund von dessen Geistes-und Gesellschafts-geschichte zu sehen. Beginnend mit der Adaption ägyptischer Formen und im weiteren eines idealisierten Griechentums. Shaftesbury und die Folgen in der Entwicklung des Landschaftsgarten in Ablösung von der strengen Barockform.: The wildless pleases. (The Moralist) 1709) Korrelierend mit dem Revival des (vermeintl.) Gothic Style in England. Zusammenhängend mit der sich radikalisierenden Auseinandersetung in der Konkurrenz von monarchistischen (tradionalistischen) und republikanischen (rationalen) Ideologien. In Deutschland gipfelnd in den gebauten Gärten Lennés und Fürst Pücklers. Gebautes von Schinkel, Stüleru. a.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Gothic_Revival_architecture
    ..
    Urmel auf dem Eis@: S. Kracauers „Der verbotene Blick“: Eben alles Bürgerliche, und solche die es werden wollen, halt Schlittschuhläufer auf dünnem Eis die sich hier bewegend tummeln. Op Rheinisch säht ma dozu: Ma muß jönne könne!
    ..
    HansMeier555@: Falls Sie einmal dort hinkommen sollten, Sayn/Bendorf bei Neuwied.Eine wunderschöne Industriearchitektur mit neogotschen Anklängen. Ende des 18. Jhdt. /Anfang des 19.Jhdt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sayner_H%C3%BCttes 19. Jhdt.

  161. Savall: Der "irre" Brüsseler...
    Savall: Der „irre“ Brüsseler Justizpalast oder die Pariser Opera (nicht der Quark am Place de la Bastille) gehören mit in diese Zeit. Es ist dieser Bau, der Justizpalast, ein wahres Ungeheuer an überwältigender Judikative. Beides stilistisch mehr im Sinne von Ekklektizismus (ἐκλεκτός, eklektos, „ausgewählt“) zu sehen.
    ..
    Generell: Es liegt an der Ferne des Blickes heutiger Politiker, die sich an ihre Mittelmäßigkeit klammern und sich nicht als wahre Bauherren verstehen können.
    Man sehe sich unter diesem Gesichtspunkt die Formen des Regierungsmeilers in Berlin im Zusammenhang mit Kohls Selbstverständnis und seiner 16-jährigen Regierungszeit an. Die „Andern“ waren auch nicht besser.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Justizpalast_(Br%C3%BCssel)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Op%C3%A9ra_Garnier
    ..
    Hansmeier555@. Det bissken Ornament beim Bauhaus?

  162. @schusch
    guardian, habe ich...

    @schusch
    guardian, habe ich auch hier schon mal gebloggt, die beste fußballseite, zumindest, die die ich lesen kann.. vor der wm 2006 stellten sie mal die alten berichte der vorherigen wm’s ins netz, sehr gut und zeitgeschichtlich interessant, z.b. vom endspiel 54. 11 freunde lese ich ab und zu, sehr unterhaltsam, aber mir doch ein bisschen brav, und jetzt im „rtl konzern“ wird es vermutlich nicht besser.
    die seite mit den taktikanalysen http://www.zonalmarking.net/ ist ja vorzüglich – interessant und zeigt die qualität der seite, das lob für die leverkusener mannschaft von 2002. werden sie wahrscheinlich wissen, dass das eine riesenbetätigungsfeld für mathematiker etc. ist, die analysen der lauf/passmuster – der standard druckt so etwas oft nach cl/länderspielen.
    ansonsten kauf ich mir heute noch in der traffik das ballesterer – danke für den hinweis.

  163. @Filou – Jedenfalls ist Ihre...
    @Filou – Jedenfalls ist Ihre Madame nicht meine Madame, denn meine Madame keine Holländerin, sondern bezeichnet sich als in den Niederlande lebende Europäerin. Außerdem ist sie nie ohne Geld, und zwar so viel Geld, dass sie einspringt, wenn ihr Vater, die Tigerbabies, deren Freunde, Cousins und sonst wer auf der Reise auf einmal kein Geld mehr haben… zum Beispiel weil ihnen die Börse gestohlen wurde.

  164. @schusch
    apropos fussball:
    vor...

    @schusch
    apropos fussball:
    vor zwei monateln war ich im panewien zu mittag mit einem kollegen essen – leider ist die justizministerin von aut oft auch gast dort; ich als wirt würde ihr ja zu verstehen geben, dass sie nicht emin gast sein soll – als wir dann gegangen sind fragte mich der kolleg, ob ich den stattlichen älteren herrn am nebentisch gekannt habe. es war der sohn von edi fingerl:
    http://www.youtube.com/watch?v=rw-0nL1cwYM

  165. Ja eben, Plindos, eine Pariser...
    Ja eben, Plindos, eine Pariser Opera wär mir entschieden lieber gewesen als der öde City-Tunnel. Dessen Hauptnutzen darin besteht, 5 Minuten früher nach Chemnitz zu kommen. Was soll ich in Chemnitz? Und auch noch 5 Minuten früher? Im ganzen ist es wohl richtig, daß unsere Zeiten entschieden kleingeistig sind. Man wird sich unser architektonisch mit Schaudern erinnern. Immerhin hat unsere Generation keinen Krieg angezettelt. Ein Fortschritt.

  166. bertholdIV@: Sauba sog i,...
    bertholdIV@: Sauba sog i, Eahna Blick füa Qualität. Die Marlene Dietrich hot aa so Augenbrauen ghobt, de braktisch so dinn gweng sand, dass koane woarn. Und de Bar vum Adi Loos, laafts aa allaweil no?
    ..
    Fußball ist eigentlich eine sehr schwitzige Sach, oba a Experte is a jeda.

  167. Und erst der Hauptbahnhof von...
    Und erst der Hauptbahnhof von Antwerpen. Eine Kathedrale der damaligen Moderne. Ist uebrigens sehr schoen restauriert. Losse mer stonn!
    http://www.google.de/images?hl=de&source=hp&q=Hauptbahnhof+Antwerpen&btnG=Bilder+suchen&gbv=2&aq=f&aqi=g1&aql=&oq=
    .
    @Der Tiger. Portefeuilles koennen nicht gestohlen werden. Wir haben nichts. Armut ist ein grosser Glanz von Innen. Eines Tages, am Eingang zum Fegefeuer, wird es sich erweisen: Wir werden in den mildwarmen Teil der Hoelle geleitet, dorthin, wo der Wein themperiert ist und gutgekleidete Damen nur fuer mich tanzen: http://www.youtube.com/watch?v=JIXsS16mhQY. Das ist der Lohn der Bescheidenheit. Das Leben ist kurz, der Rest waehret ewiglich.

  168. eine großartige eröffnung....
    eine großartige eröffnung. beispielhaft.

  169. Das mit den "hübscheren...
    Das mit den „hübscheren Bahausornamenten“ war ein Witz, mein ernster Verdacht ist aber schon der, dass die Modernen mituner dem Design die Funktionalität opferten — ganz im Gegenteil zu ihrem Credo.
    Der Vorwurf der Doppelmoral (Sandsteinplättchen an die Fassade kleben, aber billige Backsteine oder gar Pfuschfachwerk dahinter) trifft umgekehrt auch auf sie zu.

  170. Muß das sein mit dem...
    Muß das sein mit dem Fußball? Da können wir uns ja gleich über Privatfernsehen unterhalten.
    Dann lieber Wappenkunde.

  171. @unellen Ich empfehle in...
    @unellen Ich empfehle in solchen Fällen die Nasensprays mit chemisch verändertem Cortisol-Analogon. Die systemische Resorptionsquote ist minimal (bei „Beconase“ (R) noch etwas höher als beim neueren „Nasonex“ (R)) und die Wirkung gut. Die halbgebildeten Cortisonkritiker hier informieren sich bitte vor weiteren Postings darüber was die normale Tagessekretion im Körper beim 80 kg Erwachsenen ist und wie wenig 50 Mikrogramm je Sprühstoß sind und wie wenig davon bei einer Resorptionsquote von 15 % im Körper ankommt (und nicht auf der Schleimhaut in der Nase wirkt).
    .
    Ich mag Häuser mit Stilmischmasch. Als wir noch eigene große hatten zeigten die das auch – es hat jede Generation daran gebaut und der Respekt vor dem vorigen war noch nicht so groß. Auch bei der Inneneinrichtung gilt: stilrein sind Museumsräume. Bewohnte Zimmer vertragen Möbel und Bilder aus unterschiedlichen Epochen.

  172. Geht es eigentlich um dieses...
    Geht es eigentlich um dieses Gebäude in Frankfurt-Sachsenhausen ?
    „Am 4. Oktober 1943 brannte das Deutsche Haus völlig aus; die Kirche erlitt schwere Schäden, die erst Ende der fünfziger Jahre einigermaßen beseitigt waren. Am 8. Oktober 1958 erwarb die Priesterprovinz des Deutschen Ordens die zerstörten Gebäude des Deutschen Hauses. Unter Erhaltung und Restaurierung der historischen Außenmauern und zweckmäßiger neuer Raumaufteilung im Innern wurde vom Deutschherrenbund der Gebäudekomplex auf dem 1961 in Erbpacht erworbenen Gelände neu errichtet und 1965 durch den Hochmeister geweiht.“
    http://www.pfarrei-deutschorden.de/geschichte.php
    .
    Wenn ja, dann ist´s wohl kein Historismus, sondern schlechte 50er-Jahre Architektur.
    .
    Für das Verschwinden des Bürgertums in F-Sachsenhausen findet sich in google-earth ein schönes Beispiel: Frankfurt a.M., Paradiesgasse 65,gegenüber von Amir, neben dem Köylü-Döner die deutsche (?) „Gaststätte Harmonie“.
    Der Männerchor steht vor der Tür. Wodka-Energy 2,- €.
    .
    Sehenswert, in google-streetview !

  173. @filou
    .
    Anvers 21?...

    @filou
    .
    Anvers 21?

  174. Unellen@: Gerne darf ich...
    Unellen@: Gerne darf ich Ihnen, mit ausdrücklicher permissio von Sign. DA, den kompetenten Pharmareferenten vorbeischicken, der hat bestimmt etwas für Sie im Körbchen. Guckn Se ma, ma janz ährlich, Ihre Lebenserwartung schteigt doch eh schon in´s Unermessliche. Wat wollen`Se da? Vajessen´Se Heuschnupfn. Tatsache wahr! Herr Rösler mit Ihnen!
    Jute Besserung!
    http://www.youtube.com/watch?v=une9Nncb79w
    ..
    bertholdIV@: Grüße in die Pannonische Mark!

  175. "Ja eben, Plindos, eine...
    „Ja eben, Plindos, eine Pariser Opera wär mir entschieden lieber gewesen als der öde City-Tunnel. Dessen Hauptnutzen darin besteht, 5 Minuten früher nach Chemnitz zu kommen. Was soll ich in Chemnitz? Und auch noch 5 Minuten früher?“
    .
    wer fünf minuten früher in chemnitz ankommt, kann fünf minuten früher wieder aus chemnitz abreisen abreisen und ist so zehn minuten früher wieder in leipzig. das muss einem das viele geld doch wert sein.
    .
    eigentlich warte ich auf die fertigstellung der a 72. da bin ich dann eine viertelstunde eher in leipzig.

  176. @hansmeier555
    über was reden...

    @hansmeier555
    über was reden wir dann? über teilnahme an wer wird millionär?

  177. @plindos
    i kenn mi im fussball...

    @plindos
    i kenn mi im fussball nead wirkli aas. wo is den die bar vom los adi in wian? in wian gibd’s deas biachl ibas aziagn in an jednm g’schäft

  178. @ HansMeier555.

    Ich bin...
    @ HansMeier555.
    Ich bin Casual, ich prügel mich in Burberry. Uffs Maul.

  179. @beat: danke, danke!...
    @beat: danke, danke! Nachdenklichere Architekturbeobachter sehen inzwischen Historismus auch eher als eine recht lange Phase. Ein echter Architekturbruch kam um 1910-1930 mit der Moderne, oder sagen wir einfach mal, eine neue Gestaltungsart mit Fensterform als Ornamentik und radikaler Vereinfachung des bisherigen Bauschmucks. So eine Art neue Romanik. Davor hatte man nie von den diversen ausgearbeiteten Formen gelassen: Sockel, Mittelteil, Dach; mehr oder weniger Schmuckformen (sichtbares Fachwerk würde ich da auch dazuzählen). Es ist doch nicht wirklich einzusehen, wieso man die Neogotik und andere Neo-Stile nicht dem Historismus zuordnen sollte. – Leider habe ich mir den Ort nicht aufgeschrieben, aber in F im 19. Jhdt. soll es zumindest Pläne gegeben haben, Dinge wie die Pyramiden und andere Sehenswürdigkeiten an den Ort anzubauen, so daß man nicht extra hinreisen müßte. Ein Gedanke, der später in Las Vegas in vielen Hotels nachgebaut wurde. – Diese aufwendigen Eckkneipen würde ich auch eher auf die wilhelminische Zeit setzen, vielleicht sogar Gründerzeit, die so ein schweres, figurenreiches Dekor bevorzugte.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Wilmersdorf
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilmersdorfer_See#Geschichte
    Aber es gab während der Wilhelminischen Zeit einige Jahre, in denen Stilmischmasch ungemein angesagt war. Also gewissermaßen postmodern oder eklektisch mit noch nicht voll durchgebrochenem Ironiefaktor. Das Märkische Museum in Berlin ist so ein Fall (Renaissance, Gotik, ein bißchen funktionaler Jugendstil – die Fassade sollte darstellen, was drin ist, ähnlich wie bei der Staatsgalerie Stuttgart später); in Basel am Marktplatz gibt es ein Haus, das versucht, alle bisherigen Stilmerkmale zu vereinen. Man hat diese Gebäude eine Zeitlang „historistisch“ genannt und all die Neo- und Neoneo-Stile des 19. Jhdts. (bis 1918) beim Namen; aber im Nachhinein könnte man das mehr zusammenfassen. Diese eklektizistischen Gebäude vor oder um die Jahrhundertwende erscheinen mir jedenfalls als eine Art Vorwegnahme des postmodernen Pastiche.

  180. @HansMeier: russisches...
    @HansMeier: russisches Revolutionsporzellan. Nicht wirklich funktional, aber ausschließlich aus Grundformen aufgebaut.

  181. staff aureus, nein, dieses...
    staff aureus, nein, dieses deutsche Haus steht in Griesheim und ist nicht 20. Jahrhundert.
    .
    colorcraze, ich könnte auch noch ein paar Turmanbauten aus den 70er Jahren zeigen, die mit der Rustikalwelle erreichtet wurden. Nur waren die nicht mehr ideologisch aufgeladen, sondern nur noch normal geschmacklos.

  182. Naja, bei russischem...
    Naja, bei russischem Revolutionsporzellan war das nicht so wichtig, man hatte ja nichts, was man davon hätte essen können.

  183. HansMeier555@ Danke ich wollte...
    HansMeier555@ Danke ich wollte das schon wesentlich heftiger anmerken, es gibt kaum eine sg. „Sportart“ außer Tennis die mehr Proletenhaft und auf Vera… aufgebaut ist. Mit Sport hat das alles wenig zu tun.
    Darf ich nochmal Snooker in den virtuellen Raume werfen ? Das ist wenigstens Sport für Körper und Geist..
    prince Matecki@ Das mag ja alles sein indes die Gretchenfrage ist : Woher komme die ganzen komischen Allergien den ?? Man könnte ja fast auf den Gedanken kommen es seinen Anzeichen einer zunehmenden Dekadenz..

  184. Aber wäre die deutsche...
    Aber wäre die deutsche Geschichte im 20. Jh. so wohltuend ereignisarm verlaufen wie die Schweizerische, dann fände man den Wilhelminismus heute einfach nur putzig wie dieses Wandbild:
    .
    http://images.gadmin.st.s3.amazonaws.com/91085/images/7791_Bundesbriefmuseum-Schwyz_1a.jpg

  185. schusch@ Ich bedaure...
    schusch@ Ich bedaure außerordentlich Ihnen selbiges mitteilen zu müssen, aber :
    Wenn man schon nicht über die geistigen Kapazitäten verfügt seine Probleme oder die mit anderem in der Diskussion / Diskurs zu lösen, dann bitte lässt man Prügeln. Man selber bedient sich wenn, dann des Handschuhes rechts links und beschmutzt sich nixht die Hände..

  186. @Vroni: "gucken" ist ein...
    @Vroni: „gucken“ ist ein Faktor, ein anderer ist „Ensemble“. Die Häuser sollen zueinander passen. Nicht gleich sein, das wäre entsetzlich langweilig, sondern soweit voneinander abweichen, daß es noch gut aussieht. Zu brutale Kontraste (Gründerzeit neben 1970er Waschbeton) sind unschön, aber allzuviel gleiches, wie es in zur gleichen Zeit angelegten Siedlungen oft vorkommt, wirkt auch nicht so richtig echt.

  187. @DA: 1970er Turmanbauten der...
    @DA: 1970er Turmanbauten der Rustikalwelle? Kenne ich noch nicht. Haben Sie Photos zur Hand?

  188. Ewgbn. Liebden prince...
    Ewgbn. Liebden prince matecki@:
    Da wir uns nun auf so ein, weit vom eigentlichen Thema abkommendes Gebiet begeben haben, hier nun mit großen Fragezeichen versehene Historia zum Fall des ehem. franz. Staatspräs. Pompidou und Cortison aus unterschiedlichen Quellen betrachtet. Im übrigen mag ja sein, was Sie da so, gewiss sehr kompetent berichten, will ich gar nicht bestreiten, nur mit Ihrer Dosierung und dem anempfohlenen Mittel können Sie unter Garantie m. E. Heuschnupfen nicht heilen. Das bestreite ich als geprüfter Halbgebildeter (schwer erworben).
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41784477.html
    http://www.fas.org/irp/cia/product/remote.pdf
    Nachstehend Nebenwirkungen von Glucocorticoiden u. a. Nasonex (Quelle: Rote Liste 2009):
    Z 4 c. Erw. u.Jugendl. Kopfschmerzen (8%). Nasenbluten 8%)Pharingitis (4%), Brennen . Reizung der Nasenschleimhaut(2%), Utzeration d. Nasenschleimhaut(1%)Kdr. Nasenbluten(6%), Kopfschmerzen(3%), Reiz d. Nasenschleimhaut (2%), Niesen (2%), NW-Häufigkeit bei Pat. mit Nasenpolypen (2%) mit Placebo vergleichbar u. ähnl. d. bei aller Rhinitis-Pat. Ther.-bedingte unerwünschte Ereignisse (größer, gleich)1% d. Pat. mit Polyposis: Infekt d. oberen Atemwege, Epistaxis, Reiz m. Rachen, Kopfschmerzen, Selten: Überempfindlichkeitreakt. vom Soforttyp einschl. Bronchspasmus u. atemnot. Sehr selten : Anaphylaxe u. Quinck-Ödem sowie Änderungen d. Geschmacks-u. Geruchssinns. Perforation d. Nasenseptums, erhöhter Augeninnendruck. System. Wirk. können bei nasalen Corticosteroiden auftreten, insbes. wenn hohe Dosen für längere Zeit verschrieben werden.
    Tox.:U. U.Auswirk. auf Hormonspiegel. beeinträchtigung d. Wachstums u. Entw. bei Kindern.
    Weiter herausgegriffen: auf weitere Verweise u. a. ev. Haarausausfall, Osteoporose,
    Hautathrophie, Morbus Cushing (Pompidou(?), etc.

  189. Bei uns im Westviertel stehen...
    Bei uns im Westviertel stehen ein paar rum. Wenn ich daran vorbeikomme, bringe ich welche mit. Wahlweise in lachs, holzvertäfelt oder weiss.

  190. @staff aureus: "Sehenswert, in...
    @staff aureus: „Sehenswert, in google-streetview !“
    Geht da tatsächlich einer rein?

  191. Zu den fantastischen...
    Zu den fantastischen Architekturprojekten der russischen 20er Jahre gibt es Bildbände genug.
    .
    Realisiert wurde nicht so viel, und wenn doch, dann ganz profan aus Backstein, nur halt mit dekorativen Bekenntnissen zur Moderne, wie diese vertikalen, von oben bis unten durchgängigen Treppenhausfenster. Und es wurde so verputzt und angemalt und fotografiert, dass es aussehen konnte wie der Stahlbeton, den man nicht hatte.
    .
    Unterm Strich bleibt das Leninmuseum: Eine geniale Kombination aus castrum doloris, altamerikanischer Stufenpyramide und rostra tribunorum, von welcher aus die Führung ganz zivil Militärparaden abnehmen konnten, ohne dabei selbst auf dem Pferd sitzen zu müssen. — Kaiser und Päpste haben sowas in 1500 Jahren nicht erfunden, komisch.
    .
    Wir brauchen mehr Militärparaden in unseren Straßen und Plätzen, dann kommen vielleicht auch Stadtplaner und Architekten endlich wieder auf ein paar neue Ideen.

  192. Und ob die grünen Freiburger...
    Und ob die grünen Freiburger happy wären, wenn man ihre Stadttore wieder auf ihren mittelalterlichen Umfang zurückbauen täte?

  193. @HansMeier: müssen Sie denn...
    @HansMeier: müssen Sie denn die grünen Freiburger erwähnen… ich bekomme in meinem Zeitungslesecafé seit 2 Wochen schon Ökallergien, weil grauhaariges Alternativvolk inzwischen bis dorthin schwirlt (können die nicht in ihrem Ökladen bei den schlechten Keksen bleiben?). – Im Bröhan-Museum kann man die Revolutionskeramik immerhin in echt und 3 D ansehen! Nix Bildband.

    @DA: au ja, Bilder – das klingt ja sehr eigenartig, was Sie da beschreiben. Hier auf der Ecke gab es in den 80ern eine postmodern angehauchte leichte Türmchenwelle (vielleicht in Erinnerung an die Millionenbauerntürmchenvilla; allerdings war dort das Türmchen von außen separat zugänglich, mit Eintritt durfte man hoch zum Gucken, wie weit die Stadt wieder gewachsen war), als die Dachgeschoße ausgebaut wurden.

    sonst saß ich im schönsten Garten der Schloßstraße (der mit dem schönen Zaun) – und genoß die Ruhe. Keine Touristen, Kinder recht ruhig, Leute sonnten sich auf Bänken, Hunde wurden ausgeführt. Nur die schnattrigen Skandinavier mit der italienischen Satzmelodie und ein paar aufgeregt geschwätzige Grüppchen vor dem Zaun störten zeitweilig die Frühlingsstimmung. aber sonst – kein Gelärme. Aaaah!

  194. HansMeier555@: Eine gewisse...
    HansMeier555@: Eine gewisse formale Verwandtschaft zu der Moskauer Rostra
    stellt das Berliner Revolutionsdenkmal von 1926 dar.
    Vielleicht könnte das Ihrer Forderung nahekommen: Heilsarmeeparaden sind nicht ganz so martialisch. Hatte mal als Kind eine in Züricher City mitbekommen. Excellent brass band.
    http://www.sozialistenfriedhof.de/revolutionsdenkmal.html

  195. Lieber Don, Qualität contra...
    Lieber Don, Qualität contra Quantität scheint mir ein wohlüberlegter Schachzug zu sein.
    @Vroni: das letzte was ich von der BayWoBau gesehen habe, ist das Ensemble am Ostbahnhof Ecke Kirchenstraße. So stelle ich mir das auch am Roecklplatz vor – etwas zwiespältig. Dadurch, daß ja immer ein Grundstücksdeal mit der Stadt zugunsten eines Teils Sozialbauwohnungen gemacht werden muss, fällt dieser Teil fast immer negativ aus dem Ensemble heraus. Das kann man dort sehr gut beobachten. Übrigens auch im neuen Arnulfpark, wo die Blöcke mit den Sozialbauwohnungen etwas weiter hinten querstehend angesiedelt sind.

  196. hans meier,
    gehen sie nach...

    hans meier,
    gehen sie nach chemnitz, dort wurde beim aufbau der innenstadt diesem bedürfnis rechnung getragen. während andere sich um autofreundlichkeit bemühten, solllte das zentrum von karl-marx-stadt aufmarschfreundlich sein.

  197. <p>escalera_de_caracol. mir...
    escalera_de_caracol. mir auch. Im Ernst, ich habe gemerkt, dass ich manchmal Beiträge doch leicht hingeschludert habe, und mitunter wurden angenehme Gespräche doch recht abrupt durch neue Beiträge abgeschnitten. Dazu kommt, dass es vielleicht gar nicht so gut ist, wenn ich die Bloggerei hier so dominiere. Gleichwohl – ich fahre nächste Woche nach Italien,. da kann es sich schnell wieder ändern mit der Zurückhaltung.
    .

    .
    Wie üblich: Oberitalien. Hat jemand irgendwelche Wünsche? Vicenza steht sicher auch meiner Liste, Verona und Parma hatten wir schon, San Bendetto del Po zur beginnnenden Osterzeit – weitere Vorschläge?

  198. Cinque Terre! Zählt aber,...
    Cinque Terre! Zählt aber, fürchte ich, nicht mehr zu Oberitalien. Oder?

  199. @hweber. Stimme mit Ihnen voll...
    @hweber. Stimme mit Ihnen voll ueberein. Je nach Bildungshintergrund liest man mehr oder weniger Zeichen der Vergangenheit in Bauten oder Kunstwerken. Je mehr man liest, um so mehr zeigen sich die vergewaltigten Anverwandlungen, das sich innicht existierende Traditionen Stellen. Das findet man durch alle Zeiten und Kulturen, ob es nun die Majas waren, die sich eine Teotihuacan-Kulturvergangenheit (und Mode) erdachten, Augustus und sein Stil es mit dem Hellenismus trieb, der kleine Korse Napoleon sich in die zu grossen Schuhe der Imperialroemischen Vergangenheit stellte oder Louis XV das Pantheon nachmachte . Wer sich ungebildet im Moment ergibt, der findet das praechtig, insbesondere weil er die Details und Stilbrueche nicht kennt. Der Klassizismus gibt und gab immer die Gelegenheit dazu, nur die Moderne,deren Beton(er)guesse nun weitgehend von der Postmoderne wieder lebbar gemacht wurde, hat mit vielen dieser Verweisungsbezuegen, die insbes durch das Ornament getragen wurden aufgehoert.Wieder so was Protestantisch-Ikonoklastisches also im Herzen. Natuerlich nicht im engen Sinne Protestantisch, aber jene Tendenzen, die ueberfrachteten Traditionen mal wieder auszukippen gibt es natuerlich seit sehr langem und auf allen Ebenen, ob man die Zisterzienserkloester, den Nominalismus, die Mystik, den Protestantismus, Descartes, Mondrian, das Bauhaus oder andere Bewegungen (Wenders, Bis zum Ende der Welt..) des Bildersturms bedenkt – in anderen Kulturen Zen oder die Ornamentalen Moscheen. Irgendwie braucht das von Bildern und Ornamenten Uebersaettigte Gehirn wieder mal eine Tabula Rasa, erschaudert dann wieder ueber die selbst-auferlegte Askese und faellt wieder zurueck in die Infantilen Wonnen und Bilderfluten, jeder Mensch ,jede Kultur, staendig und stochastisch. Was dem einen hoechste Konzentration bedeutet, das Wegwerfen des Ueberfluessigen, des Tandes, das ist dem anderen Verdummung, Simplifizierung, Nihilismus oder die Diktatur des Architekten.
    Uebrigens, werter Don, die Viktorianische Architektur muss man natuerlich auch vor dem Hintegrund des starken Wirtschaftsmacht sehen, getrieben durch die Industrielle Revolution, wo ein Buergertum und Markt wuchs, der das Grosse, das auf die Kathedralen beschraenkt gewesen war, in das eigene Zuhause bringen wollte und Absatzmaerkte bediente, die zB im grossen kulturellen Warenhaus V&A zelebriert wurden, eine Zeit des Obsessiven Sammelns von allem und jedem, Tier, Pflanze, Dekor – und die hatten es halt mit Papprittern und dem Mittelalter , mehr als es auf dem Kontinent ueblich war, zu viele Wikingergene hier in diesem Lande, immer noch…

  200. @DA. Ravenna? Da waeren Sie in...
    @DA. Ravenna? Da waeren Sie in Ihrem Element, auf geschichtstraechtigem Boden. Wie waere es mit der Anverwandlung des Orientalischen, des Nordafrikanischen in jener Kunst, nebst Kosmaten, Bilderstreitereien und aufmuepfigen Barbaren in goldenem Prunk?

  201. @Filou - Portefeuilles können...
    @Filou – Portefeuilles können sehr wohl gestohlen werden und ich glaube weder an Fegefeuer noch an eine Hölle. Was gut gekleidete Damen betrifft, wäre ich vorsichtig. Die haben oft ein gutes Gefühl für Dichtung und Wahrheit.

  202. Werter Don...
    Werter Don Alphonso,
    vielleicht schauen Sie in Bologna und Ferrera vorbei. Letztere Stadt ist auch etwas für Radliebhaber.
    PadE

  203. Ravenna. Grade wollte ich es...
    Ravenna. Grade wollte ich es vorschlagen.
    .
    Oder wissen Sie was? Triest.
    .
    Oder Turin.

  204. In Ferrara war ich schon...
    In Ferrara war ich schon öfters. Es gibt dort wunderbare Paläste, in denen man nicht nur nicht knipsen darf, sondern auch noch wirklich davon abgehalten wird.
    .
    http://www.gtblog.de/press/?p=653
    .
    Nicht gut für die Berichterstattung

  205. Als Ergänzung zu...
    Als Ergänzung zu Marzipantorten: unbedingt den Zuckermann-Palast in Padua besuchen, im Obergeschoß mit dem Museo Bottacin

  206. noch zu Padua:
    morgen ist...

    noch zu Padua:
    morgen ist Festival della bicicletta „Yes we bike!“
    In Prato della Valle, domenica 10 aprile
    (aber so schnell sprintet die barchetta nicht nach Süden)

  207. wie waere es mit Monza? da...
    wie waere es mit Monza? da gibt es viel zu erzaehlen,
    wie waere es mit einem Exkurs in die Romanik in der Emilia, wilde Zeiten, unbeholfen suesse kreuzigungen, viel schoenem Antellami (der hat es mit Rockzipfeln und langen Gesichtern)auf den alten Roemerstrassen ,Boethius im Gefaengnis (Ravenna), langobardisch Neingeschmaecktes , viel Sex and Crime and stoned faces..

  208. Nicolò Bottacin, Biologe,...
    Nicolò Bottacin, Biologe, Botaniker:
    Bankenscheuer Bürgersinn bedingte beachtliche Bargeldmünzsammlung, Biedermeierkunst+Borzellan, Bottacin´s betrübliche Beisetzung bescherte Bürgerschaft bedeutendes Besichtigungserlebnis: besonders besuchenswert

  209. als Quartier angenehm+anders...
    als Quartier angenehm+anders ist das Hotel zum Fasan, am Domplatz, mit geschütztem Parkplatz im Innenhof. Zitat von der webseite „Eine Erfahrung, die in guter Erinnerung bleibt! Eine perfekte Kombination von Komfort, Stil und Kunst…Auch der Krankenhauskomplex ist zu Fuß vom Hotel zu erreichen.“ Gute Besserung !

  210. padua, apparato di voce des...
    padua, apparato di voce des Antonius, stellvertretend in seiner jetzigen Manifestation fuer alles, was er hat raushaengen lassen, – der Urheilige der Vegetarier..
    ein hecht vom heiligen anton bekehrt,
    der ass seit jeher nur noch dies, seegrass, seerosen und seegries.
    doch griess, grass, ros o graus, flossen entsetzlich wieder unten raus.
    doch sankt anton gerufen eilig, sprach nichts als heilig! heilig! heilig!
    ..
    daneben hunderte von Silberkitschplaketten mit (scheingeheilten) Koerperteilen, da war und is noch was los, eignet sich vorzueglich fuer photographische Genreszenen, wie sie das letzte Mal die Hollaender im 17Jhdt produzierten.., inmitten imbruenstiger nachmittaeglicher Rosenkraenze postklimakterischer schwarzbeschuerzter Damen mit Faechern und Brillenkettchen…lasset die Kinder zu mir kommen…
    http://eicolab.com.au/2008/03/18/jesus-light-switch-%E2%80%93-what-happens-when-everything-thinks-inside-a-box/

  211. tschuldigung, falsch...
    tschuldigung, falsch (re)zitiert, ist in Wirklichkeit noch viel netter…
    http://www.christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Der_Hecht
    aus der Erinnerung frueher Schulzeiten, early onset cultural dementia, man kann ja mal an der einen oder anderen stelle eine fussnote falsch setzen :-) .

  212. @Der Tiger, stimmt, aber sie...
    @Der Tiger, stimmt, aber sie lieben die Dichtung.

  213. jetzt hab ich das beschrieben...
    jetzt hab ich das beschrieben Haus in streetview gefunden. Es hat durch diesen blog eine aura erhalten, die sein Erscheinungsbild in dieser B-Lage nicht erwarten lässt. Vielleicht erhält das Haus jetzt eine Plakette, zur Erinnerung an die Erhebung in den Halbadelsstand am 08.04.2011 durch DonAlphonso ?
    .
    Und die Strasse: das soll deutsch sein, streng StVO ? Fahrradfahrer mit offiziellem Schild in die Einbahnstrasse zu jagen, gegen die Fahrtrichtung ? Gefährlich, unser neues Deutschland, für fahrradfahrende Bürgersöhne. Kraftfahrer, die mit grünem Ampelpfeil aufgewachsen sind, wollen Recht behalten. Opel haben immer Vorfahrt, in Griesheimer Einbahnstrassen
    .
    @georgy koentges
    Da passt Morgenstern´s „Das treue Rad“ ja grad recht
    http://www.christian-morgenstern.de/dcma/index.php5?title=Das_treue_Rad

  214. Wenn das Lokal nicht...
    Wenn das Lokal nicht brauereifrei pacht-/mietbar ist könnte es dem wirtschaftlichen Ergebnis schwer fallen auf die Beine zu kommen.
    Der Bierfilzstil des Gebäudes kann das dann auch nicht mehr retten.
    Andererseits wäre auch ein Renaissanceplast unter solchen Bedingungen nur etwas für mutige Gastwirte.
    Da das Gebäude (unverpixelt) in kurzer fußläufiger Entfernung zu Madame Serviteur liegt, mag man auf weitere Information zu den Rahmenbedingungen geduldig warten bis die Pharaonen ihre Rückkehr gestatten.

  215. don, mailand und turin müsste...
    don, mailand und turin müsste doch im kontrast jede noch besser kommen, oder täusche ich mich da?

  216. Ein schöner Bildband mit...
    Ein schöner Bildband mit Revolutionsarchitektur in Stahlbeton:
    http://www.taschen.com/pages/de/catalogue/photography/all/05744/facts.frederic_chaubin_cosmic_communist_constructions_photographed.htm
    Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
    .
    Im übrigen würde ich für Ravenna stimmen.

  217. Die Geschichte eines Exarchats...
    Die Geschichte eines Exarchats wäre nett für das west-östliche Sofa, aber als Tagestrip ist es einfach zu viel und zu schade.

  218. (Sollte ich in Mantua auf die...
    (Sollte ich in Mantua auf die Schnelle nichts bekommen, würde ich eventuell ganz Richtung Adria gehen)

  219. Okay. Dann Rimini. Nicht wegen...
    Okay. Dann Rimini. Nicht wegen des Teutonengrills, sondern auf Fellinis Spuren.

  220. Was Taschen angeht: Ich weiss,...
    Was Taschen angeht: Ich weiss, sie arbeiten seit Jahren daran, das Wühltischimage vergessen zu machen. Aber irgendwie schäme ich mich immer noch, wenn ich ein Buch von denen in meinem Bücherschrank sehe. Das wirkt immer so, als hätte man nicht lang genug nach besseren Alternativen gesucht. Mir ist klar, dass das ein ganz dummer Bildungssnobismus ist.

  221. Mantua hat zugesagt, alles wie...
    Mantua hat zugesagt, alles wie immer, na dann: Los geht‘. Vielleicht fahre ich doch einen Tag nach Ravenna, aber das muss ich klären. Bei Fellini würde ich gerne mal etwas über Roma machen.

  222. Wenn Adria, dann auch Urbino!...
    Wenn Adria, dann auch Urbino!

  223. Übrigens, Rimini hat an...
    Übrigens, Rimini hat an manchen Ecken (oder hatte, ich war lange nicht mehr dort) aus der Frühzeit des deutschen Tourismus gewisse Ansätze zu einem echten Nobeltourismus, den man damals noch gesehen hat, angefangen beim Grand Hotel bis zu sehr spektakulären Hotels der 50er Jahre.

  224. Urbino ist für diesmal zu...
    Urbino ist für diesmal zu weit „unten“, leider. Und was den Heuschnupfen angeht, ist Umbrien um diese Jahreszeit nicht ganz optimal.

  225. georgy koentges@. Die Biene...
    georgy koentges@. Die Biene Maja schwebt über den Mayatempeln von Yukatan ein.
    ..
    @@: Schwuppdiwups ist man wieder auf des Teutonen (Quo vadis) Lieblingsroute gen Italien eingeschwenkt. Die einen biegen ab an die Strände von Rimini mit leichterem geistigen Gepäck, die Andern mit umso schwerem unterwegs zu den anbetungswürdigen Stätten überzeitlicher Kulturreliquien.
    Aaaber was hat es nun mit den angekündigten bürgerlichen Verbrechen auf sich, nachdem die Ornamentfrage, das Dekorum des bürgerlich-aristokratischen Habitus
    ausgiebigst beleuchtet wurde? Gab es welche?, wann und wo? Wer? Wofür? Warum?
    Weshalb? Bestürzt und Scham tragend wird darüber beflissen geschwiegen oder wie oder was? Was wir schon immer wissen wollten aber nie erfahren wollten.

  226. Die Verbrechen an den Bürgern...
    Die Verbrechen an den Bürgern kommen heute Abend.

  227. @DA: Ey schreib, du Opfer !...
    @DA: Ey schreib, du Opfer !

  228. ravenna ist sicherlich ohne...
    ravenna ist sicherlich ohne diskussion, aber der vorschlag von hm555 mit triest wäre auch zu bedenken, liegt halt nur etwas vom weg ab.
    aber: ich verstehe halt nicht warum es nach süden geht. um diese zeit wäre flandern angesagt, noch nicht viele touristen. gent, antwerpen welch interessante städte

  229. Bin ich eigentlich der...
    Bin ich eigentlich der einzige, dem auffällt, wie gossig das Verhalten der Bahn und der Atomlobby ist, denen etwas nicht hinausgeht, auch wenn sie ihre Berufslügner umsonst losgeschickt haben, und dann eben gleich mit hohen Rechnungen daherkommen? Wie eine Drückerkolonne im Westviertel.

  230. @ plindos
    nehme an, die...

    @ plindos
    nehme an, die überzeitlichen Kulturreliquien beziehen sich auch mein ‚Urbino!‘
    Nein, um diese gehts mir weniger, oder nur als ein Element im Gesamtbild, eher darum, wie hält sich solch eine Stadt, auch noch mit Weltkulturerbe(last) , im 21. Jh.? Ists nur ein Museum mit Touristen oder kann man dort noch akzeptabel leben? War zuletzt vor über 30 Jahren als Jugendliche dort und damals sehr beeindruckt, daher das Interesse.
    Also selbst mal wieder hin, wenn der Don nicht fährt!

  231. @plindos
    danke für die...

    @plindos
    danke für die grüße nach pannonien. das entsprechende klima in der schrecklichen sommerlichen variante hält hier langsam schon einzug – sehr übel

  232. zu 12:03, jau, genauso ist es:...
    zu 12:03, jau, genauso ist es: die schwatzen debilen Rentnerseelen einen Vertrag auf, und wenn der nicht erfuellt wird, gibts Krach. Hilflosen Menschen wird ein Betreuer zur Seite gestellt. Wer betreut den Staat? Muss die BRD unter internationale Kuratelle gestellt werden? Oder reicht es, wenn die Unheilbaren in die Geschlossene geschickt werden? Und wenn ja, wer bleibt dann noch ueber?

  233. bertholdIV, immer im Frühling...
    bertholdIV, immer im Frühling droht mich der Heuschnupfen umzubringen. Das geht dann oft mit Entzündungen zusammen, Kiefer, Nasennebenhöhlen. 2007 habe ich zwei Wochen zu lang abgewartet, und es war damals so weit, dass ich nicht mal mehr in die Küche kam. Ich habe, als ich ein Jahr später wieder mit dem Bergsteigen angefangen habe, ein halbes Jahr gebraucht, um wieder auf Touren zu kommen, so fertig war ich in dieser Zeit.
    .
    In Italien ist die Blütezeit bereits vorbei, und was da noch blüht – gegen das bin ich nict alergisch. Vorgestern in Würzburg hat eine Stunde Aufenthalt eigentlich schon gericht, um mich wieder an die Tore des Krankenhauses zu bringen. Heute Nacht geht es an den Tegernsee, morgen dann in aller Früh über die Berge, und gegen 9 will ich in Mantua sein.

  234. Filou, ich kann nur sagen, wie...
    Filou, ich kann nur sagen, wie ich das empfinde: Wie einen Handwerker, der eine vollkommen überzogene Rechnung ausstellt, weil er glaubt, die anderen könnten es sich leisten und würden es nicht darauf ankommen lassen. Was man in besseren Vierteln immer wieder hört. Und gar nicht schätzt. Immer, wenn mir jemand lang und brfeit erklärt, was alles an tollen Sachen gemacht wurde, ahne ich schon überzogene Rechnungen. Und ob das jetzt die tolle Architektur von Stuttgart21 oder der verharmlosende Pseudowissenschaftler ist, der Krankheitszahlen kleinrechnet – egal. Alles wie bekannt. Nur in einer grösseren Dimension.

  235. @DA
    was steigen sie auch in...

    @DA
    was steigen sie auch in Würzburg aus dem ICE (?) aus. Sie hätten ja auch in Nürnberg umsteigen können

  236. nachdem meine grossmutter eine...
    nachdem meine grossmutter eine geborene hofer war, ist mantua für mich mit gewissen assoziationen verknüpft.
    ist eben jetzt auch wieder aktuell, was für die einen freiheitskämpfer sind, sind für die anderen verbrecher.

  237. @DA
    wenn es sie doch mal nach...

    @DA
    wenn es sie doch mal nach antwerpen verschlägt und sie ihre weibliche begleitung nach der oper noch ausführen möchten:
    cafe d’anvers, hat mir ganz gut gefallen damals.
    http://itunes.apple.com/de/album/cafe-danvers-presents-the/id303647715

  238. "pacta sunt servanda" ist ein...
    „pacta sunt servanda“ ist ein Grundsatz des Bürgertums.
    Der Satz schützt vor Willkür, auch vor Willkür der Obrigkeit. Soll das in diesen neofeudalistischen Zeiten nicht mehr gelten ? Es kann doch nicht sein, daß eine Regierung mit einem Federstrich und ohne Parlamantsbeschluss langfristig geschlossene Verträge hinwegfegt. Da ist es zu einfach, das Verhalten von Bahn und Energieversorgern als gossig zu bezeichnen. Die Mieter in Stadtpalästen müssen ihre Verträge erfüllen, ebenso Bahn und Energieversorger. Oder soll das Bürgertum jetzt Hausbesetzungen begrüssen ?

  239. Filou@: Kompliment zu Ihrer...
    Filou@: Kompliment zu Ihrer Trouvaille, der Fassade von 4711 Farina zu Köln. Man stelle sich vor, diese Neuauflage des rheinichen Barocks (bewußt das „s“ weggelassen, weil der Rheinländer kann dat nit, er sagt sagt ja auch der Fich und der Tich, dajejen Fase für Vase) hätte Schule gemacht. Man beluur sisch all dat calvinistiche Bauhausjedöhns watt danoo jekomme es. Schon dieses Protestantiche Diozösan-Museum nebbe St. Kolumba, karg bess zom verhungere, halevdonkell wie ne moderne Verschwörungstheorie….
    ..
    maga19@: Sag ich doch, Urbino ist wunderbar, schon wie sie, diese Stadt, so auf dem Bergrücken gluckt. Ein Glück für die Stadt, daß die Montefeltro solch Klasse Condottieri und, vulgo, Räuber waren. Mit einer der Ursprungsorte von Höflichkeit durch Baldassare Castiglione bedingt durch sein Opus, „Il libro del cortegiano“. Kann ich noch was von lernen.

  240. Gute Reise nach Mantua !...
    Gute Reise nach Mantua ! Übrigens: bei allergischer Grundbelastung/Asthma ist der Satz grundfalsch: „Ein Guter hält´s aus, und um einen Schlechten ist´s nicht schad“.
    Frühzeitig behandeln (lassen) ! Moderne Kortisonpräparate, feinstufig dosiert, verbessern das Entzündungsgeschehen und damit die Lebensqualität.
    http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/asthma/pdf/nvl_asthma_kurz.pdf

  241. Pacta sund servanda ? Wenn...
    Pacta sund servanda ? Wenn Verträge sittenwidrig sind, werden sie unwirksam.
    Das Handelsblatt thematisiert die 80-Milliarden-schwere Vergütung für Solarzellen-Besitzer.
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/strategie/solar-subventionen-sind-gift/4039396.html
    .
    „Die Subventionspolitik dieser und vorhergehender Bundesregierungen lässt sich im Bereich der erneuerbaren Energien auf den einfachen Punkt bringen: Wir fördern vom Teuersten am meisten! Und das, obwohl die unsinnige Regelung in der Republik mittlerweile nicht nur für eine Umverteilung von Nord nach Süd sorgt – sondern auch für eine von den Armen zu den Reichen.“
    .
    Ist das nicht das Grundthema dieses (bayrischen) blogs ?

  242. bertholdIV: Der "bessere"...
    bertholdIV: Der „bessere“ Mensch fuhr deshalb zur Sommerfrische mindestens früher ab Juni bis in den späten August hinein über den Semmering hinaus in die Berge. Können Sie alles bei H. v. Hoffmannsthal, Heimito v. Doderer oder R. Musil nachlesen. Dagegen die Franzosen: Das ist noch savoir vivre drinne, ab dem Tach der Pastille fährt alles, wer nur kann, tous le Paris, wech in die Provinzen und ans Meer. Politik wird dann nur noch von den Stellvertretern der Stellvertreter gemacht. Wer da bleibt hat, von den Männern ist es gewiß, mindestens eine maitresse du jour (semaine) sein eigen.
    ..
    Filou@. Wir sind es alle selber schuld. Wir reden vom Liberalismus meinen aber die Rundumbetreuung durch den Staat und durch dessen, von ihm geschützte, Monopolisten. Die Liberalen sind keine. Wie die Elche. Sie täuschen nur an. Eines der Verbrechen, dessen sich der BRD-Bürger seit urdenklichen Zeiten schuldig machte. Da hilft & dekoriert kein Ornament über.
    ..
    staff aureus@: …auf den letzten Rechnungen der Konzessionäre stand keine Begründung für die Heraufsetzung der Tarife. In Köln sagte man früher: „Stinkich Fellche, blinkich Jeldche!“ (Kommt von den früher, hier an den Bächen, die durch Stadt flossen, angesiedelten Gerbereien).

  243. Für die Thematik ist Freund...
    Für die Thematik ist Freund Egghat zuständig, der regt sich schon immer darüber auf:
    .
    http://www.diewunderbareweltderwirtschaft.de/
    .
    Wobei ich nichts gegen Umverteilung gen Süden habe, das ist nur ausgleichende Gerechtugkeit für all die Jahre preussischer Dominanz im Deutschen Bund.

  244. Don, Sie beschreiben da im...
    Don, Sie beschreiben da im Kleinen das Elend. Beim Hausbau moechte sich keiner die kompetente Hilfe eines guten Feld-Wald und Wiesenarchitekten leisten, und der Handwerker haut einen dafuer uebers Ohr, und im Grossen sollten die Vermittler und Sachwalter staatlicher und buergerlicher Interessen ebenfalls kompetent sein. Viele sind das ja auch. Wenn aber (das muss man voraussetzen) weitsichtige Plaene ploetzlich mit dem-manchmal sehr willkuerlichen-Unwillen der prospektiven Waehler konfrontiert werden, dreht man sich um 180 Grad. Rechts-und Planungssicherheit gibt es dann nicht mehr. Nicht im Kleinen und im Sinne einer prosperierenden, zufriedenen Gesellschaft eben auch nicht im Grossen. Es entsteht der ungute Kreislauf von zunehmendem Misstrauen und und politischem Hinterherrennen.
    Das Misstrauen der Buerger ist nicht unverstaendlich, denn wenn der Politiker hoheitssprachliche Blasen absondert, mit gepresster Tribunenstimme „apelliert“, „empoert“, „auffordert“, den Gegner mit bloeder Polemik (nichts gegen Polemik) versucht fertig zu machen, dann merkt auch ein Blinder mit Filzbrille nach einer Weile, dass er es mit Clowns zu tun hat.
    Man sollte die Qualitaet so manchen Politikers an dessen Sprachleistungen erkennen. Man koennte! Bei den sprachlichen Glanzleistungen Joschka Fischers ist das schon gut gelungen. Leider ERST nach seinem Abgang.
    Sehen Sie, damit waeren wir wieder beim Thema: Form und Inhalt=Aussage und Haltung. Die deutsche Tschingderassa-Architektur des Wilhelmismus war eine klare Aussage. Unsere Nachkriegsarchitektur (1945 bis in die 1970er) ist vielfach ein Abbild innerer Haltlosigkeit.

  245. @DA 12:03, 12:26: Die Lust, in...
    @DA 12:03, 12:26: Die Lust, in anderer Leuts Taschen zu greifen, gibt es auf beiden Seiten. Da setzt sich der brave Bürger seine Photovoltaik-Moduln aufs Dach, ist stolz auf sein ökologisch-gutes Gewissen und kassiert bei seinen Mitbürgern über die garantierte, aber überhöhte Einspeisevergütung. Das ist für mich vergleichbar der GEZ-Krake …
    @DA 12:15: Die Pollenschleudern werden durch den Baum-Fetischismus der bundesdeutschen Städte dem heuschnupf-geplagten Menschen ja frei Haus an sein Schlafzimmerfenster geliefert, unter dem Vorwand der Wohnumfeld-Verbesserung. Eine verirrte Fledermaus- oder Juchtenkäfer-Kolonie hat da mehr Recht auf körperliche Unversehrtheit als der Mensch. Ihre schöne, oberitalienische Stadtansicht hat ja noch keine störenden Frühblüher-Alibibäume, also gute Reise und gute Besserung!

  246. bertholdIV@: Sorry! Die...
    bertholdIV@: Sorry! Die Sonne—-

  247. Mantua hat vor allem einen...
    Mantua hat vor allem einen kompletten Seenring um die Stadt, und im Western eine Vielzahl von Reisfeldern. Das sind schlechte Bedingungen für den Pollenflug. Bäume vor dem Fenster habe ich übrigens nicht, ich bin nur sehr sensibel.

  248. @staff aureus. pacta non sunt...
    @staff aureus. pacta non sunt servanda, wenn sie auf Betrug und Luegen aufgebaut sind. Stimme mit Don ueberein, glaube zu ahnen , wen er als Pseudowissenschaftler meint. Die Wissenschaft hat laengst Eindeutiges zu den Kurz und Langzeitwirkungen der Radioaktivitaet und allen ihren Implikationen gesagt. Alte Huete. Hoffen wir,dass die Lobbies diesmal nicht gewinnen und erkennen, dass sie auf der richtigen Seite der Geschichte stehen werden, wenn sie neue Technologien entwickeln, die uns vom Herkoemmlichen unabhaengig machen, anstatt das goldene Kalb des Status quo zu beschwoeren. Man muss sich das mal ueberlegen, wenn der Rest der Technologie (z.b in der Chip-herstellung) so rueckstaendig waere und impulsgehemmt wie die Energiebranche, dann wuerden wir immer noch mit tornistergrossen Mobiltelephonen rumlaufen….-haengt nur von Geld ab, dies zu veraendern, der Rest folgt dem Gelde. Nur das Verschweigen der wahren Kosten, die die Versicherungen laengst errechnet haben, gibt den Lobbies noch ihre Macht.

  249. Wer schreibt eine "Soziologie...
    Wer schreibt eine „Soziologie der deutschen Nachkriegsarchitektur“?
    (Bitte etwas unterhaltsam. Ich bin Bettleser.)

  250. Re DA gestern um 20.38h. ...
    Re DA gestern um 20.38h.
    Yes, I have a request. Could you please go to Milan, Via Montenapoleone, and visit a couple of boutiques there e.g. Armani, Max Mara and report back here, pls. Alternatively – if you don’t go to Milan, but to other towns, pls check out Armani and Max Mara etc. there.
    P.S. Some photos would be appreciated.
    C’est tout – vielen Dank im voraus!
    Viel Vergnügen!!

  251. @Plindos, Farina war der...
    @Plindos, Farina war der andere und erste. Stammhaus Unter Goldschmied. Der Muehlhens (4711) war der Abkupferer. Stammhaus Glockengasse. Um die Ecke von Farina steht Haus Neuerburg, deren Nachfahrin bis in die spaeten 70er in ihrem Salon einen Jour fixe unterhielt.
    (Angeben ohne Gewaehr. Bin zum Guugeln zu faul. Ist Sonntag.)
    .
    St. Kolumba plus Museum finde ich uebrigens gut. Am Kolpingplatz, gegenueber der Minoritenkirche, steht ein wirklich schoenes Gebaeude in Bunker-Brutalismus-der Kontrapunkt zum Katholizismus. Sehr gelungen, ohne Ironie. Bei Streetview ist es verpixelt. Das ist schade.

  252. JR@ Der war wieder gut....
    JR@ Der war wieder gut. Versuche der Herr doch mal ohne Bäume zu leben. Und ja, in der Masse ist „das Leben“ des Menschen völlig unwichtig. Irrelevant. Kleiner Blick zum Sternenhimmel sollte genügen. So toll sind wir als Spezies wahrlich nicht…

  253. @plindos
    ich habe es mir schon...

    @plindos
    ich habe es mir schon gedacht, dass sie es sind, alternativ hätte ich noch auf försterliesl getippt, aber dazu war zu wenig wien spezifisches trotz des ersten absatzes.
    am semmering relikt aus besserer zeit http://www.panhans.at/
    für soziologische oder österreich-studien etc. ist das wirklich sehr sehr interessant: wirtshaus am pogusch
    http://steirereck.at/pogusch/
    vielleicht schreibt ja der restaurantkritiker der zeitung aus hamburg wieder darüber, wird es bestimmt loben, so wie ich ihn einschätze

  254. fionn, ich werde die Augen...
    fionn, ich werde die Augen offen halten, gerade in Verona sollte es etwas geben.

  255. Frühling in Wien ist heuer...
    Frühling in Wien ist heuer umwerfend schön! Alle Obstbäume blühen und der Flieder beginnt auch schon, Veilchen en masse, … wir sind fast ständig draußen und lesen nur ein ganz klein bisschen, bei Freunden auf der Veranda, Linzertorte
    und Mahlers Vierte. Auf dem Lande aufgewachsen, vom Bernhardiner behütet der dem Kleinkind immer begütigend übers Gesicht leckte, Hunde und Kind (das auch gern mal aus der Sandkiste aß) wurden stets gemeinsam entwurmt, ein bissl Dreck ist gesund, Allergien hab ich keine, den Atem nehmen mir nur übermöblierte Räume und Historismusplunder. Lieben Gruß in die Runde!

  256. Diese reichhaltige Wurz-...
    Diese reichhaltige Wurz- Mischung hier aus Perma- Fasching mit beliebter napoleonischer Pose und hartnäckig verschweißter, around the clock screen- Party- süchtiger Gemeinde, die sich in familiärem Plauderton genussvoll über außerhalb dieses „Wir“ angesiedelte Ungehörigkeiten mokiert, einerlei, ob in Gegenwart, Zukunft oder Vergangenheit, erinnert manchmal an einen Ball, bei dem erst das Blitzlichtgewitter der Presse die Stimmung erzeugt. Ich kann mich nicht dagegen wehren, gelegentlich schiebt sich mir auch William Golding’s „Herr der Fliegen“ in den Sinn. Aber vielleicht gibt es nichts und keine Situation, in der nicht auch Schönes zu finden wäre, selten zwar und unerwartet, aus dem verklebten Staub unversehens auch Edelsteinchen hervor leuchten, über die ich mich freue. Gould’s Median gehört dazu, wie auch Bill Hamilton, trotz all der Wortgebilde, mit denen beide hier herbei gezerrt werden. Durch die wirklich ergiebigen Minima Moralia knabbere ich gemütlich genießend, häppchenweise voran.
    Die Wespennester dieses sympathisch verstrubbelten Willam Hamilton, den Manche als einen unbeirrt selber suchenden, eigenwilligen, bescheidenen und humorvollen Kopf hoch schätzen, werden auch heute wieder gern untersucht. Individuum versus Kollektiv, Identitätsgruppierungen: Wir versus die Anderen, dies sind ja überlegenswerte Fragen, die nicht nur bei einer Gruppe von Lebewesen auftauchen. Soziale Hymenopteren eignen sich, um solche und ähnliche Themen zu beobachten und experimentell zu untersuchen.
    Wer Gedanken nach Medien- Norm- Tauglichkeit ihres Autors bewertet, dem wird außer Hit- charts, Preis- Verleihungen, Wahlveranstaltungen und 25.000 Facebook Freunden nicht viel übrig bleiben, obgleich sich mit so etwas erwiesenermaßen „change“, aber auch Geld, in jedem Falle aber Publizität bestens organisieren lässt. Die in dieser medialen, leicht steuer- und auswertbaren Exhibi- Zwitscher- Leidenschaft sich ausdrückende Befürchtung, den Anschluss an irgendjemanden oder irgendetwas zu verlieren, lässt in meinem Kopf manchmal die Frage auftauchen, ob es der Sardine im tiefen Blau des gefährlichen Ungewissen nicht vielleicht ähnlich ergeht? Halt und Gewissheit in der Mitte des Schwarmes fühlen sich gut an, haben nur weder mit Wissen noch mit langfristigem Erfolg notwendigerweise etwas zu tun, denn wir alle irren uns leicht und auch Glücksräder drehen sich immer mal wieder. Überall dort, wo Menschen sich zusammen finden, full of themselves, und sich in ihren Überzeugungen von „Wir“ und „Die“ , „Richtig“ und „Falsch“ wechselseitig hochschaukeln (das tun sie immer gerne), wird weiträumiger Abstand empfehlenswert. Meinungs- Mono ist immer, überall, in jeder Form unangenehm und unergiebig.
    Bill Hamilton, der viel über Parasitismus nachgedacht hatte, wurde befragt, ob ihm ein Beispiel für milden Dauer- Parasitismus, der seine Opfer oder Wirte nicht gleich mit letalem Ergebnis auslutscht, einfalle. Lachend nannte er Priester- Religionen und radelte mit wehendem Haarschopf auf Feldwegen weiter in die Büsche. Nicht Alle mögen ihn. Pecunia dagegen ist immer die wärmendste Göttin und Manchen sind bereits Titel, Position, publicity, Fassade oder gar Schnörkel genug, um als Argument zu gelten. All diese imposanten Herrlichkeiten, Attribute sozialer Positionierung, bleiben aber zum Glück ohne Zusammenhang mit- und ohne Einfluss auf die belastbare Tragfähigkeit von Gedanken, die sich ohnehin immer erst im Laufe der Zeit, im Laufe ihrer Anwendungen erweisen kann. Triumph ist im Kolosseum zu finden. Naturwissenschaft sehe ich nicht als Arena, als Lexikon, oder feststehende Aussage, eher als eine Haltung, eine Methode, um vor all den selbstverständlich fertigen Antworten erst einmal experimentell überprüfbare Fragen sauber zu formulieren und geäußerte Phantasien mit nachweislichen Daten auch zu belegen. Sam Harris jedenfalls scheint es bisher zu gelingen, leben zu können, ohne an die Inhalte irgendeines antiken Textes zu glauben. Zu einem Versuch, ohne Sonne zu leben, wünsche ich jedem viel Glück. Knapp 3.000 Jahre Schrift sind ja wirklich was ganz besonders Dolles, aber knapp 4.000.000.000 Jahre Lebewesen sind ja auch nicht schlecht. Wer z.B. auch nur einige von Dale Purves‘, Chris Frith’s Daten und Worten an sich heran lassen kann, wird zumindest behutsam in Aussage und Überzeugung. Das allerdings schaffen nicht viele Menschen je. Worte bleiben immer kraftlos und korrumpieren sich bereits in dem Moment ihrer Äußerung, denn niemandem gelingt es, Einfluss darüber zu behalten, wer diese wann in welchem Sinne lesen, ausmalen und verwenden wird.
    Adieu.

  257. PA-DU-AA ! PA-DU-AA !
    .
    Via...

    PA-DU-AA ! PA-DU-AA !
    .
    Via San Fermo: „Armani, Gucci, Hermes, Max Mara, and the like“
    .
    http://books.google.de/books?id=zuletsoMpT0C&pg=PA552&lpg=PA551&ots=AGw1b3RcAG&dq=padua+armani#v=onepage&q=padua%20armani&f=false
    .
    Nicht vergessen den dritten Sonntag in jedem Monat, „when more than 200 antiques and collectibles vendors set up shop for the day“. Leider nicht selbst erlebt, aber gestaunt über den alltäglichen Wohlstand im Strassenbild. Das Veneto ist sicher ein EUR-Gewinner.
    .
    Das war eine schöne Reise vor einem Jahr, auch um unseren „Brüllaffen“ den Horizont zu erweitern. In Padua fein und authentisch gegessen in der Osteria L’Anfora.

  258. nauplius@ Puha. Wann gibt hier...
    nauplius@ Puha. Wann gibt hier endlich mal Absätze zur Gliederung. Indes sei nur was einfaches herausgegriffen bei dem der Schreiber irrt :
    Names have Power and Word have meaning. The Universe began with a word … (und nein bleibt mir mit der Geschichtsfälschung alla Bibel vom Leibe… )
    Alles andere ist mir zur anstrengend hier schneits und bei feinem Sencha und Schnee will Mann nicht zu viel denken sondern einfach sein..

  259. Wär auch nicht schlecht,...
    Wär auch nicht schlecht, Istanbul, liegt am Weg:
    Rezem Tayyip Erdogan auf der Suche nach den falschen Mitgliedern der Ergenekon, es läuft wie immer.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,754909,00.html
    Der Nußbaum
    (Nazim Hikmet)
    Je suis tout imprégné de mer et sur ma tête écument les nuées
    Dans le jardin de Gulhané, voilà que je suis un noyer
    Un vieux noyer tout émondé, le corps couvert de cicatrices
    Nul ne le sait, ni toi, ni même la police.
    Dans le jardin de Gulhané, voilà que je suis un noyer
    Et tout mon feuillage frémit comme au fond de l’eau le poisson
    Et comme des mouchoirs de soie, mes feuilles froissent leurs frissons
    Arrache-les, ô mon amour, pour essuyer tes pleurs.
    Or mes feuilles, ce sont mes mains, j’ai justement cent mille mains
    De cent mille mains je te touche et je touche Istanbul
    Mes feuilles ce sont mes yeux, et je regarde émerveillé
    De cent mille yeux je te contemple et je contemple Istanbul
    Et mes feuilles battent et battent comme cent mille coeurs
    Dans le jardin de Gulhané, voilà que je suis un noyer
    Nul ne le sait, ni toi, ni même la police.

  260. Dubrovnık (ıst doch...
    Dubrovnık (ıst doch ırgendwıe auch Italıen mal gewesen oder so). Wer Venedıg sagt muss auch Balkan denken.

  261. Die Reaktion der Stromkonzerne...
    Die Reaktion der Stromkonzerne interpretiere ich als gutes Zeichen.

  262. HansMeier555@:...aber...
    HansMeier555@:…aber allerhöchstens byzantinisch, ansonsten war die prächtige Stadt Ragusa / Dubrovnik als Adelsrepublik seit dem MA immer unabhängig. Ihre Mauern waren unüberwindlich. Venezianer rannten sich ebenso wie die Türken die Köpfe daran ein. Allenfalls zahlte sie Tribut an die ungarisch-kroatischen Könige mal an die Hohe Pforte. Fremdbesetzung nur unter Napoleon 1806, dann bis 1918 Habsburg. Danach zum Kgr. resp. Republ. Jugoslawien gehörig. 1991/92 hielt sie dem massiven Artilleriebeschuß der Serben ohne Kapitulation stand. Jetzt zur Republ. Kroatien gehörig.

  263. Wer Dubrovnik zu Italien...
    Wer Dubrovnik zu Italien rechnet, gibt Wrocław an Deutschland. Sie Revisionist, bürgerlicher ! (heisst die Stadt nicht Ragusa ?)

  264. @Otaku: "Und ja, in der Masse...
    @Otaku: „Und ja, in der Masse ist „das Leben“ des Menschen völlig unwichtig.“ Diese Kalenderweisheit ist natürlich richtig, so auf der allgemeinen Ebene, wo noch alles richtig ist. Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf müssen wir uns um drohende Kernschmelzen, Klimakatastrohen, atomare und konventionelle Kriege u. ähnliches dann ja keine Sorgen mehr machen. Auch die erwartungsvolle Freude auf anstehende Reise-Impressionen des Don ist in diesem Sinne vermutlich unangebracht – so aus kosmischer Sicht.

  265. Ist DA schon unterwegs nach...
    Ist DA schon unterwegs nach Italien?
    http://www.youtube.com/watch?v=TyGqvJKjiDE

  266. Nein, ich packe gerade....
    Nein, ich packe gerade.

  267. Den Bratchers?...
    Den Bratchers?

  268. JR@ Mit Verlaub: Schwachsinn....
    JR@ Mit Verlaub: Schwachsinn. Es schadet nur einfach nicht zu vergessen wer und was wir sind. Dies könnte helfen den Ego Kapitalismus, um es mal so zu nennen, zu überwinden und im Sinne des Worte endlich mal menschlich zu werden. Natürlich freue ich mich auf Reise Impressionen des Don. Viel mehr würde ich mich indes freuen wenn er seine Barchetta aus Einsicht verschrottet, ( und nur aus diesen Grunde wäre es richtig ) sich selber mit 500 Euro im Monat begnügen, den Rest dazu verwenden würde wahlweise Tickets für Kinder aus Japan oder etwas Reis für den Sudan zu erwerben, Blutsaugern und Abzockern wie der VG Wort aus Prinzip Ihr dreckiges Geld in den Rachen zu stopfen auf das Sie schnellsten ableben und seine Wohnungen zum Selbstkostenpreis Leuten gibt die unglücklich in Hartz gerauscht sind ( alles faule Säcke ich weiss ) , evt. pp. Um mal Ihn als Beispiel für viele die hier schreiben und sich so geben als seine Sie vermögend auch und… OK OK ich höre ja schon auf will eh keiner hören… ( Wetten das gleih der erste angeeiert kommt und schreit warum ich ) Sorry

  269. Den Louis. Ich habe ein...
    Den Louis. Ich habe ein Rennrad hinten drauf. So schaut durch Italien fahren bei mir aus:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=yd3MwCi60pA

  270. Jan Pawel@: In meinem...
    Jan Pawel@: In meinem Geburtsschein steht noch Breslau, bin ich deshalb ein Revisionist? Finde diese ganze Revisionistenhuberei von beiden Seiten im heutigen Europa mehr als besch….n. Straßburg war auch einmal Freie deutsche Reichsstadt, na und?

  271. Klar, das Beiboot.
    (Versaut...

    Klar, das Beiboot.
    (Versaut aber die Linie)

  272. Ich will es nochmal zu seinem...
    Ich will es nochmal zu seinem Schöpfer bringen. Es gibt nicht mehr viele Leute wie Tiziano Zullo, er ist einer der letzten seines Fachs.

  273. Hoffentlich kommt Kroatien...
    Hoffentlich kommt Kroatien bald in die EU. Das Land gehört zum Kern Europas, im Unterschied zu Island.

  274. Da brettert einer durch die...
    Da brettert einer durch die geschlossene Ortschaft Ming Jott, da wohnen doch Leute!
    Ich hab‘ hinten einen Aufkleber: „Ich bremse auch fuer Hollaender. Und fuer Grimaldelis Hund.“

  275. Na denn, Don: Gute Reise!...
    Na denn, Don: Gute Reise!

  276. @Filou – Passen Sie da...
    @Filou – Passen Sie da besser auf, nicht jede gut gekleidete Dame liebt Dichtung … und schon gar nicht, als Dichtung verkleidete Angeberei und Dummheit.

  277. Danke! Gerade schmiere ich...
    Danke! Gerade schmiere ich noch an meinem Londonersatzbeitrag.

  278. Lächeln, Kinder, sagte meine...
    Lächeln, Kinder, sagte meine Mutter kurz vor Kufstein. Das taten wir dann auch. Wir lächelten. Wir winkten dem Mann in Grün zu. Vater, Mutter, zwei Kinder, alle lächelnd, in einem signalgrünen Audi 100. Ein Idyll. Der Mann in Grün lächelte zurück, wollte nicht die Pässe sehen, winkte uns weiter und hielt den nächsten Wagen an. Da sassen mein Onkel und meine Tante drin, und sie hatten so viel weniger als mein Vater im Kofferraum geschmuggelt, aber es half nichts: Keine lächelnden Kinder, keine Gnade. Von da an lieh mein Vater meinem Onkel vor Kufstein immer ein lächelndes Kind, und nie mehr wurden wir aufgehalten, weder wegen der Strohrumlieferungen im Winter noch wegen der Weintransporte im Sommer. Es ist nicht so, dass ich aus einer Familie von Kriminellen komme. Da waren einfach ein paar Grenzen zwischen Bayern und kulinarisch interessanten Orten, dumme Vorschriften und eine sportliche Herausforderung. Eine alte Weisheit besagt, dass Wein aus Italien in Deutschland nie so gut wie in Italien schmeckt – hat man ihn jedoch am Zöllner vorbei getragen, und der hat nichts gemerkt, ist da eine ganz besondere Note im Glas. Wir Kinder waren stolz auf unseren Vater und Onkel.
    Nächsten Samstag dann vermutlich – und ohne Fehler – bei Bilder und Zeiten.

  279. Buon viaggio!...
    Buon viaggio!

  280. @Der Tiger, das lassen wir...
    @Der Tiger, das lassen wir dann mal so stehen.

  281. lieber don, ein glück, dass...
    lieber don, ein glück, dass man als hübsche frau auch so ganz charmant lächelnd mit grossen augenaufschlag durchkommt, sogar mit einem speziellen, abgeschabten, völlig unauffälligem und untermotorisiertem autobahnwägelchen… auch wenn weder eines der erbinnen und erben noch einer der hunde dabei ist. und noch ein glück, dass heute in der eu niemand mehr kontrolliert, n’est-ce pas.
    .
    ihr gepflegtes bärtchen von 2007 (http://www.gtblog.de/press/?p=653) entbehrt nicht eines gewissen reizes, jedoch gefällt er sicher nicht irgendwelchen grenzern. nehmen sie ihren werten aloysius mit oder nur ein leihkind?

  282. Ich hatte den Rasierapparat...
    Ich hatte den Rasierapparat vergessen, und auch im Auto habe ich einen Bären.

  283. Jaja, diese Herausforderungen...
    Jaja, diese Herausforderungen an der Grenze sind heute auch nicht mehr das, was sie waren.
    Sie könnten es aber durch die Schweiz probieren, da wäre der Thrill noch da.
    Aber was sag´ ich, wo Sie sich nicht einmal ein lächelndes Kind borgen wollen…
    .
    Gute unfallfreie Fahrt & Sonnenschein für unterwegs.
    .
    PS: Sie könnten als Kulturhistoriker und Gräberfelderexperte vielleicht Ötzi besuchen, auch wenn der Ihnen keinen Tee anbieten wird.

  284. Ungarn soll ohne Bestechung...
    Ungarn soll ohne Bestechung noch immer sehr spannend sein, gerade wenn man aus Serbien einreist.

  285. soso, lieber don, mein...
    soso, lieber don, mein kompliment, dann haben sie tatsächlich einen äusserst günstig verlaufenden bartwuchs.
    die werte herrenrunde wird sie unendlich beneiden.
    hoffentlich werden sie wieder ihren rasierapparat vergessen. oder er seinen geist aufgeben.
    .
    und solange sie niemandem ihren bären aufbinden… bon voyage!
    .
    doch verraten sie ihrer runde doch eines, geschätzter gastgeber: was hat es denn eigentlich mit den ganzen bären auf sich (ganz vage erinnere ich mich an eine weihnachtsbaumglaskugelfigur in autoform mit bären am steuer)?
    .
    denn leider muss ich zugeben, dass mea parvitas so gar nichts mit bären am hut hat, noch nicht einmal mit so genannten problembären – oder gar pudeln oder plüschschweinchen.
    .
    wäre dies nicht einmal einen artikel wert?
    .
    die midlifecrisis, der kaputte rasierapparat und die bedeutung der schmusedecke im westviertel
    – non?

  286. Die Poebene trägt ihren Namen...
    Die Poebene trägt ihren Namen zu recht.

  287. umgekehrt auch...
    umgekehrt auch

  288. Ich hatte stets Bären. In...
    Ich hatte stets Bären. In jeder Wohnung einen, und auch im Auto natürlich.

  289. "Viaggio in Italia" - ...
    „Viaggio in Italia“ – schöner Film

  290. lieber don, eine ungeheuer...
    lieber don, eine ungeheuer erschöpfende erklärung…
    .
    und wieso sagt ihnen dann weder berlin noch bern oder appenzell noch der derzeitige papst zu?

  291. Nun, die alle kommen in...
    Nun, die alle kommen in „Brideshead revisited“ – einer der Hauptcharaktere hat so einen Bären als Markenzeichen – nicht vor.

  292. @Don Alphonso
    10. April 2011,...

    @Don Alphonso
    10. April 2011, 20:05: Ih video hat mir gerade die Arbeitswoche versaut! :)

  293. @ Don Alphonso, 10.4. 23.29:...
    @ Don Alphonso, 10.4. 23.29: „Brideshead Revisited“: Vor ein paar Jahren lebte ich in Oxford. Wurde gebeten, als Auslaender an einer soziologischen Befragung (so wurde es genannt) teilzunehmen, Ziel: herauszufinden, was Auslaender als typisch britisch empfaenden. Meine Zusammenfassung: Habe Brideshead erwartet, Eastenders gefunden, bin schwer enttaeuscht!
    .
    Es war uebrigens Sebastian, der mit dem Baeren.
    .
    Interessant eigentlich auch Evelyn Waugh’s Biographie http://en.wikipedia.org/wiki/Evelyn_Waugh, da ja der Bezug zu Brideshead ueber Ihre Ratzeschelte im gtblog erfolgte :-)

  294. @filou:
    .
    Ich bremse auch für...

    @filou:
    .
    Ich bremse auch für freie Bürger.

  295. "Brideshead"? Tempi passati. ...
    „Brideshead“? Tempi passati. GB ist seit B-liar und Brown ein Land der Proles (Proletariat) geworden und die Wirtschaft? Bachab gegangen.
    P.S. My brown bear (Jahrgang 1990 is embroidered on his left paw) is on the Harrods Bear site („Bears – dated“).

  296. Bear Sale (Ausverkauf) at...
    Bear Sale (Ausverkauf) at Harrods in London!!! You can order online.
    http://www.harrods.com/harrods-own/bears-and-soft-toys?viewall=yes

  297. Here's my bear ("Harrods Foot...
    Here’s my bear („Harrods Foot dated bear“)
    http://www.atoncer.com/bears/harrods.htm

  298. @ auch -einer 09.04. 18:41...
    @ auch -einer 09.04. 18:41 und21:19: Gegenargumente zum Chemnitz-Bashing :
    http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Esche
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ka%C3%9Fberg
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/19288542
    Es gilt hier, wie für jede Stadt: Suchet, so werdet Ihr finden.

  299. Don (20:05), das...
    Don (20:05), das Konkurrenzfilmchen mit der K1200S hat doch etwas mehr esprit und Ton, obwohl die Maschine altväterlich „gedrückt“ wird. Hang-Off mit Powerslide heisst heute die Devise.

  300. Als wenn Italien was dafür...
    Als wenn Italien was dafür könnte, dass sein Ministerpräsident Flüchtlinge aus Nordafrika als „menschlichen Tsunami“ betitelt…
    Fängt ja gut an, die Woche.

  301. Guten Morgen!

    Auch im Empire...
    Guten Morgen!
    Auch im Empire ist nicht mehr alles so, wie es sein sollte: http://www.serienjunkies.de/news/inspector-barnaby-produzent-interview-suspendiert-31249.html

  302. wenn im osten, wo...
    wenn im osten, wo jahrzehntelang arbeiter und bauern das sagen hatten, häuser so aussahen, war das wohl noch irgendwo nachvollziehbar, wenngleich nicht entschuldbar. aber im güldenen westen, wo erlesener geschmack, sinn für qualität, verfeinerte kultur, höchste intelligenz und unvorstellbarer reichtum auf unübertroffenes handwerkliches niveau und ausgesuchte materialien treffen, macht eine derartige geschmackliche entgleisung doch nachdenklich. zumal die abgebildete scheußlichkeit mit sinnlossprossenverzierten kunststoffenstern und kunststoffrolläden, diesem nie dagewesenen harten kontrast in schmutzigweiß auf bröckelndem putz und diesem popligen schaukasten mit fliegender verkabelung absolut keine ausnahmeerscheinung ist, sondern westgermanische normalität. was zur vervollkommnung des bildes noch fehlte, wären eine pizzabude oder ein dönerstand im erdgeschoß mit der obligaten, alles entstellenden leuchtstofflampendeckenbeleuchtung in ‚cool white‘, welche die bedienung in schnuddelig weißer arbeitsbekleidung vor weißen wandfliesen, weißen wänden, weißen decken und weißen kücheneinbauten auf schwarze lippen, schwarze augen, schwarze brauen und dünne schwarze haare auf teigig weißer haut reduziert.

    hilflos in diesem unendlichen ozean der stil- und geschmacklosigkeit sowie der als leistungsverweigerung kaschierten handwerklichen unfähigkeit treibend, dessen strömung der gnadenlosen ökonomischen wirklichkeit alle immer weiter vom kulturellen anspruch fortträgt, kann man natürlich sein unbehagen, die dissonanz, dadurch dämpfen, indem man sich über die architektonischen verirrungen der erbauer des hauses erhebt und sich damit beruhigt, daß sie die strafe für ihren lächerlichen historismus und ihr dumpfes nationalgehabe in kugelhagel und gas des ersten weltkrieges empfangen haben mögen.

    man könnte sich allerdings auch fragen, welches schicksal oder welche strafe einem volk bevorstehen mag, das in solchen scheußlichkeiten mit billigmöbeln haust, aus ihnen heraus ähnliche geschmacksruinen erblickt und sich täglich zwischen ihnen – gemeinsam im strom mit ähnlich traurigen existenzen – in gebrauchten, überdimensionierten ehemaligen designhöchstleistungen der autoindustrie zum täglichen kampf um das geld anderer in mittelalterlich anmutende arbeitsstätten begibt, wo möglicherweise weitere erzeugnisse zur verschandelung ganzer städte am fließband hergestellt werden. oder ob nicht sogar schon die permanente strafe wirkt, unter solch katastrophalen bedingungen kulturell vegetieren, verenden und dabei noch für den wohlstand einer politischen und wirtschaftlichen führungsschicht sowie halb europas den mehrwert erarbeiten zu müssen.

    das haus kann nichts für den historismus. es kann nichts für die deutsche geschichte und wie sie heute interpretiert wird. aber es hat charakter und steht zu dem, was es ist. es wehrt sich gegen die zumutungen einer ‚moderne‘, die alles andere als modern ist. es macht deutlich, daß etwas kosmetik an der fassade und billige anbauten keine strukturelle veränderung und schon gar keine verschönerung bewirken können, noch nicht einmal die anmutung davon. es zwingt zur anpassung an seine architektonischen eigenheiten, die es abstoßender machen, je mehr man versucht, sie zu verdecken oder zu modernisieren. und es zeigt gnadenlos ehrlich, daß der wille, die fähigkeiten und das geld fehlen, es entweder so zu erhalten wie es mal war oder mit ihm abzurechnen, es zu beseitigen und etwas besseres zu schaffen, anstatt sein vielleicht unbeholfenes streben nach romantik, beständigkeit, festigkeit gegen äußere einwirkungen und nähe zur region durch masochistische vorstellungen von lebensqualität und zweckmäßigkeit zu karikieren.

  303. @Filou – “Das lassen wir...
    @Filou – “Das lassen wir dann mal so stehen” – Ihr royal we scheint mir in diesem Zusammenhang besonders passend.

  304. Wollen Sie jetzt noch schnell...
    Wollen Sie jetzt noch schnell einen neuen Beitrag, oder kann ich gleich nach Italien starten?

  305. Was für eine Frage....
    Was für eine Frage.

  306. Man wähnte Sie schon auf...
    Man wähnte Sie schon auf halber Strecke und wunderte sich über Freischaltungen. Beitrag wie sollen wir sonst die kommenden 12 Stunden überleben ;-) ?

  307. I hate to say aber ich habe...
    I hate to say aber ich habe mitunter ein ganz ekelhaftes und peinlich leistungsbetontes Pflichtgefühl. Ich muss erst um 9 in Mantua sein, und die Geschäfte in Sterzing machen erst um 15.30 Uhr wieder auf. Es reicht also, wenn ich um 12.30 hier am Tegernsee starte, und ich habe da noch was Halbangefangenes auf der Festplatte.

  308. italien wird ohnehin gerade...
    italien wird ohnehin gerade von wirtschaftsflüchtlingen überflutet. auf einen mehr oder weniger kommt es da sicher nicht an. :)

  309. (ich lese die restlichen...
    (ich lese die restlichen Kommentare in der Mittagspause, bitte um Verzeihung).
    Erstmal verspätetes danke für die vielen Tipps.
    @elbsegler: Ich werde mich im Herbst mal informieren wg. Neuanlauf der Desensibilsierung, vielleicht vertrage ich das Ganze in Tropfenform ja besser, einen Versuch wäre es wirklich wert.
    @V: An alternative Methoden glaube ich weniger, wenn nicht zumindest einige aussgekräftige Doppelblindstudien da sind. Außerdem könnte ich mir eine Akupunkturbehandlung aus eigener Tasche im Moment auch nicht leisten.
    @Prince Matecki: am Freitag war ich bei der Apotheke meines Vertrauens und habe ein rezeptfreies Nasenspray mit 0,05% Belcometason gekauft. Kombiniert mit Ceterizin abends reichen mir täglich 2 Sprühstöße, die Wochenendfahrradtour war damit gerettet :-) Und ich kann mir nicht vorstellen dass die ständige Nieserei und Naseputzerei gesünder war, ganz zu schweigen von der gesteigerten Lebensqualität. In schätzungsweise 2 Wochen dürften die Pollen gegen die ich so allergisch bin auch nicht mehr fliegen, daher kann von Daueranwendung auch nicht die Rede sein.
    Mein Mann hat mir noch einen guten Tipp zur Sofort-Linderung gegeben: Feuchtes (dünnes!) Stofftaschentuch aufs Gesicht legen und für 15 Minuten dadurch atmen. Auch sehr wohltuend für geschwollene Augen. War als er ein Kind war und unter massiven Asthma-und Heuschnupfenattacken litt teilweise das einzige zur Verfügung stehende Mittel (damals in der Tschechoslowakei).
    @HansMeier555: Zu Neuigkeiten aus dem Fermilab kann ich Ihnen leider nichts berichten, da es nicht in meine berufliche Kompetenz fällt. Aber ein lieber Freund von mir ist Physiker, ich kann ihn ja mal befragen wenn Sie möchten.

  310. lieber Don Carlos, das haben...
    lieber Don Carlos, das haben sie mal wieder hübsch formuliert.
    .
    tatsächlich kann man sein grausiges wunder erleben, man benötigt dafür nur einen besuch in irgendeinem der tausenden möbelhäuser.
    .
    erst kürzlich musste ich diese wirklich unsägliche dummheit begehen – prompt kam mir HansMeier555 und seine feudalismusrevolution in den sinn, die angesichts dieser offensichtlich freiwillig begangenen, oder zumindest aufgrund von ideenarmut halbwegs freiwillig erscheinenden umgebungsverschandelung immerhin immer sympathischer wird.
    .
    denn, hey, man lebt in etwas, das irgendwie wie demokratie aussieht, und, leider auch: hey, das was umgibt, das prägt auch.
    [aah!]
    .
    dann doch viel viel lieber mit aloysius und dem leistungsbewussten kürbistartenbärchen reisen – pardon, lieber don, ein kleiner scherz für den hinweg, das musste noch sein. gute reise, gute besserung und guten appetit!

  311. @Der Tiger
    .
    Der pluralis...

    @Der Tiger
    .
    Der pluralis filoulus persifliert nicht den pluralis majestatis, sondern den pluralis pedagogicus des Zahnarztes:
    „Wir lassen den Mund schön auf, halten den Kopf ruhig und wackeln nicht, und dann tut es uns auch gar nicht weh…“

  312. @donna laura
    Zwischen den...

    @donna laura
    Zwischen den Bäumen lichtet sich der Blick auf den Wald.
    .
    Dieses demokratische Fegefeuer wird vorbeigehen wie die Windpocken, und Platz machen für ein neues, herrliches saeculum der sieghaften Aristokratie. Sicut erat.

  313. Goethe und Poo der Bär...
    Goethe und Poo der Bär (Talisman only for cardriver) :
    http://blog.goethe.de/klimablog/archives/12-Poo-vom-Baer.html
    ..
    DA@: Hab ich gestern gehört: Brauchbar für Ihre Ital-Torten-u. Kuchensafaris (Große Wirtschaftsweisheit):
    „Es geht nicht (nur) um ein Stück Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei“ (wahlweise Konditorei)!
    Vaya con dios!
    http://www.youtube.com/watch?v=vTEPz_siOK8
    ..
    Filou@: Jetzt haben Sie vollakademische Weihen erhalten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Prinz

  314. Don Carlos@: Neues Bauen im...
    Don Carlos@: Neues Bauen im östlichen Europa:
    architecture without architects: Dazzling palaces in republica populare romuna:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/buchrezensionen/schillernde_palaeste_1.2630782.html

  315. HansMeier555@: Hochaktuelles...
    HansMeier555@: Hochaktuelles zur Themenreihe: Demokratisches Bauen in Deutschländern:
    My home is my castle oder Wie baue ich mir meine (kleine, große) Stammburg?
    http://www.ms-markkleeberg.de/index-Dateien/Page6009.htm

  316. für allergiker (vorsicht:...
    für allergiker (vorsicht: böse): http://www.stern.de/politik/deutschland/schnauze-wessi-der-westen-macht-krank-1635342.html

    donna laura, es erscheint wirklich so, als sollte das uns alle umgebende geschmackliche elend durch den hinweis relativiert und entschuldigt werden, daß auf die romantisierungen und historisierungen jener epoche das grausame schicksal eines nie dagewesenen krieges folgte. vielleicht auch eine art handel: unterdurchschnittlichkeit gegen frieden und nichteinmischung von außen. man zeigt seine unterwürfigkeit, indem man seine architektur verschandelt und damit seine geschichte verleugnet.

  317. Ich möchte da jetzt nicht...
    Ich möchte da jetzt nicht wissen, wie viele der Stilreinheitsprediger selber leider in Villa Kunterbunt wohnen und bis 11:00 im Schlafrock vor dem stilunreinen Rechner sitzen.
    Pfui.
    :-)

  318. lieber HansMeier555, noch...
    lieber HansMeier555, noch angenehmer als die reinstallierung des feudalismus wäre natürlich konsequenter, guter geschmack für alle.
    .
    dann gibt es auch nicht mehr die platzprobleme, auch in der ankleide nicht mehr. denn was hatte eine arme bäuerin schon an wertsachen? zwei kleider, zweimal bettzeug, drei töpfe. aber handgearbeitet.

  319. wo von Architektur der 50er...
    wo von Architektur der 50er und 60er die Rede war: Ich versteh ja nicht viel davon (darf man sich eigentlich nur dazu äußern wenn man Architektur oder Kunstgeschichte studiert hat?!), aber die Berliner Philharmonie gefällt mir persönlich ausgesprochen gut, und die Akkustik ist ebenfalls phantastisch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Philharmonie_Berlin

  320. @donna laura
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    Genau. Die...

    @donna laura
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    Genau. Die über uns morgen hereinbrechende Energikrise wird diese Entwicklung nicht unbedingt aufhalten.
    Wohl dem, der Kochen, nähen und einen Gemüsegarten bewirtschaften kann.

  321. unellen@: Das ist alles nur...
    unellen@: Das ist alles nur Propaganda, daß the common man nicht sein eigener Experte für seine Umwelt sei. Die Menschen in früheren Zeiten mußten in der Regel auch ohne Architekten auskommen, kannten allenfalls Maurer-oder Zimmerer-meister. Wer Kinder einmal erlebt hat, wie sie ohne Beeinflußung von außen, Räume gestalten können, ist verblüfft über deren ungebändigte Kreativität und deren Einfallsreichtum. Der sog. Kunstunterricht dressiert ihnen beides ab.
    ..
    Sie haben wirklich m. E. zu Recht die Akustik und den Innenraum der Berliner Philharmonie von dem Architekten Hans Scharoun gerühmt. 1969 habe ich diesen Raum zum ersten Mal erlebt. Damals gab es zu S. in Berlin eine große Ausstellung.
    Er war einer der ganz Großen i. d. Architekturgeschichte.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Scharoun

  322. @unellen
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    Äußern darf sich...

    @unellen
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    Äußern darf sich jeder immer zu allem. Scharouns Philharmonie ist genial, eines der ganz wenigen Bauwerke des 20. Jahrhunderts, die mehr sind als einfach nur monströs und viereckig.
    Nur das Foyer ist mir irgendwie nicht hochherrschaftlich genug.

  323. Aber vergessen wir nicht, was...
    Aber vergessen wir nicht, was dieser Anthroposoph mit seinen Konsorten 1946 in Berlin anstellen wollte: ein engmaschiges Netz aus kreuzungsfreien Strassen hineinpflastern, mit einem riesengroßen Autobahnkleblatt auf dem Potsdamer Platz.
    Gott sei Dank kam die Teilung.

  324. @HansMeier: Akustik und...
    @HansMeier: Akustik und Schaumöglichkeiten kann ich nur als sehr gelungen bezeichnen, aber die dschungelartigen Aufgänge im Foyer sind eher verwirrend. Ansonsten, die Charta von Athen war fürchterlich und man kann nur froh sein, daß es nicht glückte, die zu sehr zu verwirklichen.

  325. die Koelner Philharmonie...
    die Koelner Philharmonie gefiel mir besser, hatte mich sehr beeindruckt als Gebaeude, als ich Jugendlicher war, man sitzt auf der Oberflaeche einer Kugel, die meisten fast gleich von den Musikern entfernt und die Nutzung von Holz und Klinker und Pflanzen draussen im umliegenden Museum Ludwig Komplex sind m.E. ein Meisterwerk der Postmoderne, die den Besucher umhuellt und ihn nicht als dummes erziehbares Objekt des architektonischen Diktates nach dem Goldenen Schnitt behandelt –

  326. @HansMeier555
    Vielen Dank,...

    @HansMeier555
    Vielen Dank, dass Sie auf das Monsterprojekt des „Kollektivplans“ für den Wiederaufbau Berlins hinweisen. Nicht auszudenken, was das für eine „Stadt“geworden wäre. Eine riesige Wohnsiedlung ohne Charakter. Furchtbarer haben sich Fachleute selten geirrt und das unter dem Vorzeichen sozialen Bauens.

  327. Die Koelner Philharmonie ist...
    Die Koelner Philharmonie ist gerade ein schoenes Beispiel der S-21-Idee. Die Philharmonie befindet sich untertags. Wer den Eingangsbereich mit seiner bedrueckenden Schlichtheit gesehen hat, weiss um die Klugheit des Vergrabens.
    .
    Spaziert man des Abends zwischen Hohenzollernbruecke und Museum Ludwig , Rhein und Dom, begegnet man Lassoband-Absperrungen und schwarzen Sheriffs, welche die weitraeumige Nutzung des Gelaendes unterbinden. Denn unterm Pflaster brummt die Kunst, dort ist der Saal in dem man das Getrappel der Leute oben hoert.
    War es nun geniale Architektenhybris, schlampige Bauausfuehrung oder die einfache Misanthropie der Planer? Man weiss es nicht. Man wird es auch nie erfahren, denn man ist im katholischen Koeln. Unloesbare Fragen verweist man hier an die kompetenten einheimischen Kenner der Mysterien.

  328. @filou. Tja, wer Schoenheit...
    @filou. Tja, wer Schoenheit haben will, muss leiden, wie liebt der Katholizismus doch den Hl Sebastian… ;-) Als diese Dinge geplant wurden in den 80ern, gab es noch keine Tunnel da drunter und das ganze Drumherum. etc, wir fangen ja auch nicht an, ueber die schimmelden Waende von Scharouns Meisterwerken zu diskutieren. Aber der Raum und die Akustik und das Lebensgefuehl, das aus dem gesamten Baukomplex stroemt, das ist wundervoll, zumindest war es das fuer meine beeindruckbare Pennaelerseele, und die netten Cafes darueber sind auch jheute nicht uebel nach einem gediegenen Kulturspaziergang….

  329. Also Don, es muss nicht immer...
    Also Don, es muss nicht immer ‚Deutsches Haus‘ sein und Massenaufmärsche sind schon aufgrund psycho-sozialer Hygiene nie zu empfehlen. (Ausnahme Mauerfall am Checkpoint Charlie, aber da waren nun wirklich alle glücklich!) Im übrigen war es Don’s Blog, der mich mit den Deutschen weniger kritisch ins Gericht gehen ließ…
    *
    Ich empfehle den Campingplatz von Locarno mit Wohnbulli als Italien-Alternative: 28 Grad im Schatten gibt es hier, schneebedeckte Gipfel und frische Nudeln. Allerdings muss man den Laptop wegen WLAN-Schwäche ins Stoff-Hochdach halten, wenn man Meldungen wie diese abschicken will. Alles Gute und gute Besserung!

  330. Nachtrag: Die Temperatur ist...
    Nachtrag: Die Temperatur ist gerade auf 10 Grad gefallen. Schade….

  331. Also, wir haben hier immer ...
    Also, wir haben hier immer noch 20 Grad, ich komme gerade vom Essen.

  332. Gut, unterhalten Sie sich. Es...
    Gut, unterhalten Sie sich. Es mag in der entscheidenden Frage ein „ja“ gegeben haben; verschweigen Sie nur nicht ganz die Kritik (die wohl ganz überwiegend in meinem Sinn war).
    Ich bin auch wirklich stolz auf Sië! Inzwischen haben Sie 5 gute Beiträge geschrieben. Sogar hier liegen Sie historisch richtig – nur hätten Sie eben vom Idealbild ausgehen sollen und sich nicht über die Perversionen auslassen sollen. Es also durchaus ohne (allzu offensichtliche) politische Stossrichtung.
    Mich beruhigt vor allem das: das war Zeitgeist. So wie auch Sie Zeitgeist sind. Und in 100 Jahren wird man genau das gleiche über Sie schreiben (wenn man dann noch lesen und schreiben kann).

  333. Sicher. Sehen Sie, hier in...
    Sicher. Sehen Sie, hier in Italien wird allenthalben in Stein geschrieben, das hält sehr lange, länger als dieser Server. Und in hundert Jahren wirkt das alles irgendwie komisch. Das gehört absolut dazu. Sähe ich es anders, würde ich iun Stein meisseln.

  334. Gerade darin liegt ja der Wert...
    Gerade darin liegt ja der Wert des Bürgerlichen: zeitlos zu sein und dem Zeitgeist zu widerstehen. Aristoteles, Aquin, M. v. Padua, Kant, Humboldt, Sternberger, Dipsy.
    Goethe machte zu dieser Charakterfragen vorzügliche Ausführungen. Ich schicke sie Ihnen bei Gelegenheit (neben den Pralinés vom Spüngli).

  335. Ach ja, "Das Deutsche Haus"....
    Ach ja, „Das Deutsche Haus“. those were the days, als da noch ein exzellentes italienisches Restaurant drin war – dem Namen zum Trotz.

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