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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Urlaub für immer am Werktag

| 291 Lesermeinungen

Fast niemand kann immer Urlaub haben, aber für die meisten stellt sich die Frage gar njicht: Sie müssen schauen, wie sie mit der knappen Ressource Zeit umgehen. Manchmal kommen dabei Sozialkontakte unter die Räder, manchmal ein Opernbesuch, und oft, sehr oft, viel zu oft die Zeitungslektüre. Vielleicht ist es doch nicht so klug, die Menschen zu noch mehr Hetzerei anzustacheln.

Setzen Sie sich hin, nehmen Sie sich Zeit, es ist genug Text für alle da.

Es war nicht vorbestimmt, dass Herrn K. dereinst seine Laufbahn auf einem hohen Ministeriumsposten beenden würde. Herr K. Kam in seinem Leben weiter als viele andere, er war hochbegabt und wäre vielleicht Wissenschaftler geworden – aber das war zu unsicher, also lernte er etwas Anständiges, studierte auf Lehramt, gab sich alle Mühe und bekam den Traumposten bei der besten mathematischen Schule weit und breit. Dort verstand er es, das ohnehin schon hohe Niveau noch einmal zu steigern, und das in einer Art, die ihn bei den Schülern und Eltern nicht unbeliebt machte. Mit einer gewissen Achtung sprach man von ihm sehr früh, Respekt wurde ihm gezollt, als seine Unterrichtskonzepte von den Schulräten ans Ministerium empfohlen wurde, und er war noch keine 40 Jahre alt, da ging er nach München und durchlief zielstrebig seinen Weg nach oben. Die fortschrittlich und dennoch nicht liberalen Ideen von Herrn K., Schüler auf Ziele einzuschwören und effizient Unterricht zu halten, gelten mit als der Stoff, aus dem man aus dem neunstufigen Gymnasium ein achtstufiges Irrenhaus machen konnte. Herr K. kann nichts dafür, er hatte gute Ideen, die Ausführung besorgten andere. Aber dennoch sprach man stets mit Achtung von Herrn K.. Zumindest, so lange man von seiner Mutter über ihn unterrichtet wurde.

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Seine Mutter kam aus einfachsten Verhältnissen, und hatte das Geld für die Erziehung ihres Sohnes als Besitzerin eines kleinen Zeitschriftenkiosk erspart. Dieser lag günstig genau zwischen dem Westviertel der Stadt und dem Tor der Altstadt, und in einer Bucht davor konnten zwei Autos kurz stehen bleiben. Wer also in der Stadt zu tun hatte – Bürgermeister, Unternehmer, Anlagebetrüger – fuhr, radelte oder ging dort vorbei, kaufte vielleicht Zigaretten oder eine Zeitung, und plauderte etwas mit Frau K.. Eines Tages war Frau K. dann tot, und der Kiosk wurde abgerissen. Er hatte sich damals, in den frühen 90er Jahren schon lange nicht mehr gelohnt, sie ging dort nur hin, weil sie sonst keinen anderen Ort mehr hatte. Das gleiche Schicksal ereilte zu jener Zeit auch die meisten anderen Kioske der Stadt; nur einer existiert noch am Busbahnhof. Das war lange vor dem Internet und der Medienkrise, aber gleichzeitig mit dem Aufstieg dieser Stadt zum effektiven und reichen Wirtschaftszentrum.

Es gibt aus dieser Zeit übrigens auch nur noch ein einziges, alteingesessenes Cafe in der Altstadt. Mit den Kiosken verschwanden auch die Cafes, die Stadt, schien es, konzentrierte sich alleine auf die Selbstbereicherung. Zu jener Zeit gab es in dem Haus, in dem ich wohne, acht Parteien und vier Zeitungsabos, die unter den Frühaufstehern und Langschläfern geteilt wurden. Heute landen jedes Wochenende allein Anzeigenblättchen in der Papiertonne. Und wenn Sie, liebe Leser, mich fragen, warum ich denn kein Mitarbeiterabo dieser Zeitung habe – ganz ehrlich? Die Zeit des Tages, die ich wirklich Zeit für Vertiefung habe, verbringe ich mit alten Büchern und noch älterer Musik. Den Rest besorgt das Internet. Ausser im Urlaub.

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Es gibt in Mantua natürlich die FAZ. Sie ist ganz einfach zu finden, man muss nur die Kioske ansteuern, die ihre Ständer für deutsche Presse von diesem Hause haben. Hier habe ich genug Zeit, schliesslich ist hier zwischen 12.30 und 15.00 Uhr alles geschlossen. Für einen Langschläfer und Spätarbeiter wie mich (ich schreibe dies um 22:44 Uhr) sind das paradiesische Zustände, kaum habe ich gefrühstückt, wird es auch schon Zeit, nach Mantua zu radeln und mich dort in die Bar Venezia zu setzen, und die FAZ zu lesen. Ich bin da nicht der einzige; es gibt viele Männer und Frauen, die allein mit einer Zeitung im Cafe sitzen. An der Piazza delle Erbe in Verona gibt es kostenloses WLAN – auch dort sehe ich nur Zeitungen. Wer sollte sich auch mit einem Rechner in ein italienisches Cafe setzen, um zwei Stunden zu surfen? Das ist vollkommen irrwitzig. Kein Mensch würde so etwas machen. Man zieht die Zeitung heraus, meist beige und oft auch rosa, und liest. Oder liest sich was vor. Oder redet über Gelesenes. Oder schaut, was bei den anderen in der Zeitung steht.

Mantua hat nur ein Drittel der Einwohner meiner Heimatstadt. Ich könnte aber auf Anhieb 10 Kioske in der Altstadt nennen. Es gibt hier keinen Platz ohne Kiosk. Die kürzeste Distanz zwischen zwei Kiosken, die ich hier kenne, sind weniger als 100 Meter. Alle leben sie, alle verkaufen sie genug, man muss sich nur umschauen: Kiosk – Cafe – Zeitung. Was soll man auch sonst tun, wenn die Sonne scheint, man schlecht für die zwei Stunden nach Hause radeln kann, genug Langweile am Computer hatte und entspannen möchte? Eben. Etwas kleines zum Essen, das ein oder andere Getränk, eine Zeitung, zwei Stunden Zeit, come un bel di di maggio.

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Es gibt ja so eine These, dass der Niedergang der gedruckten Zeitung dem Internet zuzuschreiben ist. Tatsächlich merke ich hier seit zwei Jahren, wie sich meine Zahlen nach oben entwickeln: die verkaufte Auflage dagegen sinkt. Ausser am Wochenende. Das Wochenende ist für Zeitungen der Lichtblick im Jammertal, da wird noch gedruckt und mit Werbung schwer verdient. Da haben die Leute dann auch genug Zeit, dieses Produkt wirklich zu nutzen. Sie lesen es. Sie sind zumindest teilweise durchaus bereit, das Produkt zu kaufen, wenn es – wie bei den Honoratioren meiner Heimatstadt – noch in den Tag passt.Was es ganz sicher nicht mehr tut, wenn ich mir den Tagesablauf der heutigen Lehrer anschaue. Und wenn ich sehe, wie Schüler in dieser neuen Schule rotieren, sehe ich auch den Zweck von Aktionen nicht, Zeitungen an die Schulen zu bringen. Man kann die mangelnde Aktualität der Zeitung problemlos durch vertiefte Analysen aufheben. Aber man kann die Analyse nicht verkaufen, wenn der Leser keine Zeit dafür hat, weil er sich schnell im Supermarkt irgendwas in den Mund stopft, bevor das nächste Meeting losgeht. Man kann sich als Zeitung an diese Haltung ausverkaufen in der Hoffnung, dass andere dabei schneller draufgehen. Siegen und gutes Leben sehen anders aus.

Es gibt im schönen München eine Zeitschrift für Luxusprodukte und angenehmes Leben, deren Chefin ihren Mitarbeiterinnen aus Gründen von Figur und Effizienz das Essen im Beruf verbietet. Es gibt Wirtschaftsseiten, die sich über neue Formen der Personalführung begeistern, selbst wenn die Betroffenen mit Problemen wie Burnouts zu kämpfen haben. Der Beruf des Journalisten ist leider oft genug genussfeindlich und in Sachen Zeitgestaltung eher unattraktiv, und deshalb werden oft Haltungen für gut befunden und verteidigt, die Herr K. effizient befunden hätte, aber seine Mutter in den Ruin treiben würden. Wir führen Debatten über Paymodelle im Internet und einen Stück vom verbleibenden Awarnesskuchen, im Kampf gegen social Networks und Pr0nseiten, weil unser Begriff von Zeit nicht mehr zur alten Zeitung passt. Verlage sehen die katastrophale Verweildauer und hoffen, die werbetreibende Industrie denkt, dass andere noch schlechter sind, und nur deshalb bleiben. Was gedruckte Medien mit ihen Onlineangeboten machen ist „live to fight another day“, aber ich würde mich auf den guten Ausgang dieses Tages nicht verlassen.

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Zeitung bräuchte statt des Rattenrennens diese zwei Stunden, dieses Stück Wochenende an jedem Tag. Amüsanterweise hätten Zeitungen durchaus die Mittel in der Hand, ihe eigenen Leser dafür zu begeistern. Oder aber – sie eröffnen Blogs, in denen es um schnelle, billige Nahrungsaufnahme in Supermärkten geht. Sie könnten für eine Welt eintreten, die zu ihnen passt. Oder das Wettrennen in eine Zukunft mitmachen, die ihr Wachstum allein aus der Verknappung der Ressource besteht, ohne die keine Zeitung gekauft wird. Keine Zeit, keine Zeitung, ganz einfach.

Natürlich geht das nicht für alle, manche müssen wirklich arbeiten und haben auch gar kein Interesse an langen Lesestücken, aber für die anderen müsste man dafür eintreten, dass sie diese zwei Stunden irgendwann bedingungslos und verbindlich haben: Ein bedingungsloses Zeiteinkommen. Und dann müsste man sich vorstellen, wie so eine Zeitung im Umfeld eines Cafes am besten funktioniert. So müsste man schreiben. Ein Cafe ist eine grossartige Sache; man liest auch im Flugzeug und im ICE gern etwas, das einem die Illusion gibt, in einem Cafe in Mantua zu sein. Niemand würde eine Zeitung kaufen, die einem im Cafe den Eindruck vermittelt, gleich käme der unfreundliche Schaffner, oder der Nebenmann würde sich schon wider der Armlehne bemächtigen, oder man könnte erfahren, in welchem hässlichen Markt welcher Pappbecherkaffee 10 Cent billiger ist. Das Cafe ist wichtig, es ist das Zentrum der Kultur der Besserlebenden. Danach kann man ja immer noch effizient für die Ideale des Herrn K. arbeiten. Mit dem Gefühl, dem Zwang ein paar Stunden entgangen zu sein, geht es besser. Man lebt angenehmer. Wird älter. Und hat länger Zeit, das Abo zu behalten. Es wäre ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, wir stacheln zu schönerem Leben an, die Leser leben schöner, alle sind glücklich und zufrieden. Oh, natürlich, werden da manche aufjaulen, wo kämen wir denn da hin, wenn jeder am Mittag zwei Stunden im Cafe sässe, die Wirtschaft würde zusammenbrechen, die Value Chain erodieren, und all die schönen, zusammengepappten Fastfoodbrötchen der amerikanischen Ketten, wer sollte sie noch kaufen, wenn der angeschmolzene Grana Padano duftet? Niemand natürlich. Aber bei 2% Auflagenverlust pro Jahr kann ich keine Rücksichten auf Brotschnellzusammenkleber nehmen, bedaure.

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291 Lesermeinungen

  1. pfffhhhhh ein...
    pfffhhhhh ein schleichwerbender blog ueber supermaerkte auf faz.net,
    da gehe ich doch lieber zum shopblogger.de, der ist bei weitem unterhaltsamer !

  2. <p>Nun, Schleichwerbung (was...
    Nun, Schleichwerbung (was dieser Autor im TV-Blog ja mitunter anderen vorwirft) hat immer auch etwas mit Gegenleistungen zu tun, und das glaube ich nun wirklich nicht. Letzthin wurde mir im Rahmen der Mille Miglia so ein Deal angeboten, die hatten ganz andere Vorstellungen als eine umfassende Ankündigung, dass man in einer Woche über das schreibt, worüber man gerade zu schreiben angekündigt hat. Zudem ist die FAZ auch nicht gerade das Blatt, in dem Aldi durch besondere Werbung auffallen würde.

  3. guillame denn grade , wo man...
    guillame denn grade , wo man nichts versteht, der schnabel um so leichter geht
    ( busch , ges.gesch.) ) das ist es doch , don
    die verbindung von raum und zeit die uns alle tötet oder leben lässt
    sehr gelungen merci und noch schöne tage in bell.italia

  4. "Bürgermeister, Unternehmer,...
    „Bürgermeister, Unternehmer, Anlagebetrüger“ herrlich diese immer wieder nebensätzlichen Seitenhiebe. Ansonsten: Weniger ist mehr. Auch mehr Kultur. Es hat schon seien Grund warum man ganz weit nördlich keine Cafehauskultur hat.Und statt dessen mit erheblicher Alkoholzufuhr zu Hause sitzt, ja selbst vor dem Restaurant Besuch !vorglueht“ um Geld im Restaurant zu sparen…. Wobei ich keinem diese Art Lokalität empfehlen möchte, es sei den er verfolgt schwer suizidale Absichten…

  5. »life to fight another day«...
    »life to fight another day« oder doch nicht eher »fight to live another day«? Pardon, man sagt ja nix, man meint ja nur…

  6. Zeit haben - der neue...
    Zeit haben – der neue Luxus
    Zeit haben – ohne etwas zu machen, einfach nur ………
    warum nicht in einem Cafe sitzen und Zeit – ung lesen

  7. Ahhh...wunderbar! Schön...
    Ahhh…wunderbar! Schön geschrieben; ich fühlte ich direkt auf einer italienischen Piazza im Café sitzend. Und genau aus diesem Grunde haben wir noch immer die FA SONNTAGS Z abonniert.
    Die Zeit lässt sich nicht zurück drehen. Warum das Zeitungsverleger rund um den Globus nicht verstehen (wollen), verstehe ich nun wiederum nicht. Die Zeitung wie wir sie kannten ist tot. Zwei Prozent Rückschritt p.a. sehen in meinen Augen noch sehr schöngeredet aus. Gotta go with the flow…

  8. "Niemand natürlich".
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    Es...

    „Niemand natürlich“.
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    Es gibt Liebhaber, Sie ahnen es nicht.

  9. Werter Don, vielen Dank für...
    Werter Don, vielen Dank für diesem Beitrag. Ein Sonntag ohne South China Morning Post + Magazine – und ich werde grantig. Bevorzugt gelesen irgendwo abseits der hiesigen Menschenmassen, so man einen solchen Platz an einem sonnigen Sonntag im Süden den fände. Und dann findet man sich unter Gleichgesinnten wieder, einjeder in seiner Zeit(ungs)oase versunken und geschützt hinter dem geöffneten Papierparavent. Jetzt – hier – nicht stören! Phantastisch! Würde mit iPad und Konsorten nie funtionieren! Himmlisch! Schönes Lesen noch und wenn in Deutschland, dann natürlich nur die FeineAusZeit-ung an Sonntag.

  10. Vorm Regen schütze den Radler...
    Vorm Regen schütze den Radler die Kasel. Und vor Blitzschlägen auch.

  11. Gut zu wissen - DA is auf dem...
    Gut zu wissen – DA is auf dem Weg nach Mantua (Mantova?).
    Re Cafés, ich hatte einen Grossunkel der regelmässig morgens in einem Café Kunde war. Dann ist er auf Weltreise gegangen – de facto ausgewandert – fast 20 Jahre lang war er weg in Australien, Sudafrika, Kanada…. Als er wieder nach Hause kam, besuchte er eines Tages das Café und das alte Serviertochter war immer noch da … und grüsste ihn mit „Hello! Where have you been?“

  12. Vorab ein uneingeschränktes...
    Vorab ein uneingeschränktes Lob für diesen schönen Hinweis auf das, was wir auch nicht mehr haben.
    Ohne die Existenz von Cafés gäbe es weder Lloyd’s noch die Schriften von Thomas Bernhard, der seinen eigenen Worten nach an der Caféhausaufsuchkrankheit litt. Und auch Senator Buddenbrook trifft die Lübecker SdG nicht immer bei einem kleinen Gabelfrühstück zu Hause, sondern des öfteren wohl wo?
    Nach der Lektüre dieses Arikels fällt mir mehr denn je auf, daß da in der letzten Generation etwas verlorengegangen ist. In dem von mir als Schüler frequentierten Eis-Café wurde auch auf das Kundenbudget Rücksicht genommen, man konnte sich gegen Monatsende den ganzen Nachmittag an einem Rühreis aufhalten. Wo gibt es das denn noch? Cron + Lanz in den 70ern war da schon etwas anders.
    Und wo soll man denn die Zeitungen des politischen Gegners, die man keinesfalls abonnieren möchte, in Ruhe lesen? Zumindest im Süden müßte doch die Staatspartei großen Wert darauf legen, daß es viele Cafés mit vielen Bayernkurieren gibt. Wie soll sich die neue grüne Ausrichtung denn verbreiten?
    Die passende Musik mag der Don nachreichen, ich empfehle als Lektüre für Ostern Seneca, de brevitate vitae.
    In diesem Sinne K

  13. Als ich die Überschrift las,...
    Als ich die Überschrift las, bekam ich erst einmal einen Schreck, weil ich dachte: ‘Jetzt hat der Don endgültig keine Lust mehr und macht für immer Urlaub – wie schade!’ Dann habe ich erleichtert über den ersten Satz gelacht. Aber trotz des schönen Blogs und all der kostenlose verfügbaren FAZ e-Nachrichten werde ich gleich losradeln, mir mein Papierzeitung fürs Frühstück kaufen und hoffen, dass das FAZ Geschäftsmodell für papierne Zeitung wenigstens noch so lange durchhält, wie ich zu ihrem lesen in der Lage bin.

  14. Wär auch mal was fürs...
    Wär auch mal was fürs west-östliche Sofa: Die Kultur des Kaffehausrumsitzens rund ums Mittelmeer, gerne auch ganz ohne Zeitungen. Dafür mit einer Webcam, wo man vom Café in Bari aus gut sehen kann, wie es sich zur selben Zeit in Oran gerade so im Café sitzt.

  15. lieber don, ein grosses merci...
    lieber don, ein grosses merci einen aufgelockerten start in den neuen blogtag!
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    lieber Kalchas, unser geschätzter gastgeber dieses schönen roten salons hat bereits seine musikempfehlung abgegeben und stimmt damit fröhlich auf den kommenden maimonat ein.
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    in der tat, es gibt kaum etwas entspannenderes als die komplettlektüre beispielsweise der fas im urlaub, oder was man so nennen mag; denn hier geniesst man das privileg, dass eigentlich nicht richtig arbeitet wird.
    ganz schwäbisch reicht eine dicke zeitung für eine woche entspannung und gepflegten müssiggangs an den schönsten orten der welt. gerade im wissen, man könnte noch etwas anderes, etwas viel ‚besseres‘ machen, so viel sehen, so viel bootfahren, dann ist das der luxus, der bei und per aller trägheit der masse richtig entspannt. denn herumlaufen, stöbern und über das wasser gleiten kann man danach auch noch… wenn man nicht zu faul ist.
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    die entspanntheit des lesens und der auszeit an öffentlichen plätzen, wie der don sie beschrieb, kenne ich vorwiegend aus italienisch geführten cafes. da wird man noch gelassen, und manchmal gibt es sogar einen kleinen teller leckereien vom chef. einfach so.

  16. Und was ist mit denen, die...
    Und was ist mit denen, die (minimum) zwei Stunden pro Tag in Ihrem Blog rumhängen? Zumal sie dabei auf einem kuscheligen Bürosessel statt auf Plastikstühlen sitzen und der frisch gebrühte Kaffee nicht von der Kellnerin, sondern vom freundlichen Kollegen kredenzt wird. Haben die nicht auch Urlaub am Werktag? Würde ich doch meinen.
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    Im Norden gibt es schöne Cafés. Aber Sie trauen sich ja nicht nach Münster. Oder auf die Inseln. Wo man zu seinem Tee die pollenfreie Luft, das Geschrei der Möwen, das sanfte Rauschen der Wellen und -aktuell- strahlenden Sonnenschein gratis mitserviert bekommt.

  17. "Außer im Urlaub." -...
    „Außer im Urlaub.“ – Herrliche Volte.

  18. Ich lasse ein kurzes Seufzen...
    Ich lasse ein kurzes Seufzen hier, gehe deprimiert wieder zurück an die Arbeit und träume weiter davon verlängerte Mittagspausen in einem Café zu verbringen (aber dafür müsste ich Bürosklavin wohl den Beruf wechseln).
    Eine kleine Bitte hätte ich aber noch an den hoch geschätzten Gastgeber: Wäre es möglich das dritte Foto in Farbe zu sehen? ich finde das Outfit der Dame links nämlich ganz bezaubernd (die Schuhe! der Rock! die Frisur!) und würde gerne wissen wie die genaue Farbzusammenstellung ist.

  19. Urlaub im sonnigen Süden, da...
    Urlaub im sonnigen Süden, da lässt es sich trefflich über Muse und verlorene Zeit phlilosophieren.
    Und ja, Ihre Worte enthalten viel Wahres.
    Aber glauben Sie mir, an den Fließbändern Mailands und in den Vorstädten Neapels sieht es auch schon wieder ganz anders aus.

  20. Hat die DB eigentlich ihre...
    Hat die DB eigentlich ihre Griechenland-Anleihen schon verkauft? Und an wen, an die Bayern LB?
    Grüße aus dem balkanischen Kaffeehaus…

  21. Nein, die DB erzählt nur,...
    Nein, die DB erzählt nur, dass sie welche verkauft, wartet auf noch niedrigere Kurse, kauft kurz nach und lädt den Müll später für gutes Geld wahlweise bei Finanzredakteuren der FAZ, den eigenen Kunden oder bei der EZB (also dann den Steuerzahlern) ab.

  22. Der Großteil der...
    Der Großteil der Schuldenlast, so lautet die Saga der Demokraten, gründe in der Hinterlassenschaft des Vorgängers Bush und in der Finanz- und Wirtschaftskrise.

  23. Und wann waren Sie zum letzten...
    Und wann waren Sie zum letzten mal ohne ipod am glücklichen Ort?

  24. Das schönste an den...
    Das schönste an den italienischen Kiosken ist, dass sie nicht Kiosk heißen. Sondern edicola. Das geht auf deutsch kaum, „Gebäulichkeitchen“ käme nahe.

  25. Was ich an der Schweiz mag :...
    Was ich an der Schweiz mag : wenn man die Nase voll hat von „Alles muess in Ornig sy“, fährt man ab nach Ticino/Tessin wo die Autos auf dem Trottoir parkiert sind; man lässt den Motor laufen (was mich auch nervt) und kauft eine Zeitschrift am nahe gelegenen Kiosk. Als dritte Möglichkeit (a happy medium)
    bleibt ein Ausflug in die Romandie, wo ich ich ein paar WinzerInnen kenne.

  26. zonebattler, ich kenne das aus...
    zonebattler, ich kenne das aus dem Militärischen (was sagen die Spezialisten) wenn es um einen taktischen Rückzug geht, der Truppen für die Entscheidung bewahrt. Aber wie gesagt: Ich bin Vollzivilist.
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    tiberiat, amüsanterweise ist das ja Mode unter dem Begriff „Work-Life-Balance“ (man muss hier inzwischen wirklich aufpassen, dass man nicht mit jedem zweiten Beitrag eine Aussage macht, die als Tritt für andere FAZ-Blogger gewertet werden kann, wenn man in Unterstellungen Geschäfte macht). Also sich einen Plan machen, wie man das alles optimal organisiert. Ich sage: Allein schon der Umstand, so einen Schmarrn nötig zu haben, ist die falsche Lebenseinstellung. Dann suche man sich halt ein anderes Leben.

  27. Und eine ernsthafte...
    Und eine ernsthafte Frage:
    „Zeitung bräuchte statt des Rattenrennens diese zwei Stunden, dieses Stück Wochenende an jedem Tag. Amüsanterweise hätten Zeitungen durchaus die Mittel in der Hand, ihe eigenen Leser dafür zu begeistern. “
    Ja? Welche Mittel denn? In Ihrem Text finde ich sie nicht.

  28. <p>Nun, Überzeugung,...
    Nun, Überzeugung, Indoktrination, gelebtes Vorbild – solange Zeitungen für Abos Koffersets, Uhren und Miniaturhubschrauber anbieten, brauchen sie sich doch nicht wundern, wenn die Leute sie als Teil der Hektik begreifen. Man verschenke drei Nachmittage im Palmengarten. Herrenräder von Umberto Dei. Geniesserstrohhüte.

    Das Bild nochmal. Beige Tasche, beige Schuhe, beiger Mann.
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  29. Zitat Seneca: Es gibt kein...
    Zitat Seneca: Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Oder war es der Caféhausfan (Geht dieser Anglizismus hier?) Sartre?

  30. Diskrepanz

    Mäandernde...
    Diskrepanz
    Mäandernde Kaffeehaus Ansichten , die gelebte Kultur zwischen Strassencafe´und Kiosk. Niveau wo man hinschaut, Radler aller Orten, sonnige Gemüter, para….. usw.
    Nur, wie bekomme ich das unter eine Decke, mit Berlusconi und seinen Teletubbies?
    86 wurde mir vom Dozenten nahegelegt mit mit der Sd Faz und Welt auseinanderzusetzen und es gab wirklich Momente die mich ins grübeln, oder herzhaft zum lachen brachten – wo sind sie geblieben?
    Zur Zeit ,finde ich sie nur hier, und in anverwandten Reservaten.
    In diesem Sinne : weiter so !

  31. DA schrieb: "Ich bin da nicht...
    DA schrieb: „Ich bin da nicht der einzige; es gibt viele Männer und Frauen, die allein mit einer Zeitung im Cafe sitzen.“. Das kann manchmals ein Problem sein – suddenly a male voice says „Is this seat free?“ – sits down (he doesn’t have a newspaper) and then starts to chat.

  32. Komisch die die Chinesen noch...
    Komisch die die Chinesen noch nicht damit angefangen haben, ihre Produktion ins große Billiglohnland zu verlegen. Veilleicht weil dort jetzt ein Kommunist regiert, was weiß ich.

  33. @Otaku1612 - was denken Sie,...
    @Otaku1612 – was denken Sie, warum ich hier das blog bevölkere? Sie sind in Schweden (?), ich bin in Norwegen: Restaurants? Cafee? Sonntags offen??? nachmittags längstens bis drei Uhr. Tee? ausschliesßlich Earlgray vom Beutel an Zitrone!!
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    Ich frage mich, wie Wetter und Licht die Menschen anders sein lassen. Die Aussage: da gibt es gutes Essen führte mich zu (guter) Kartoffelkost, schon der Fisch war fragwürdig lange mit Wärme behandelt worden. Aber was erwarte ich. Hier ist Milchreis mit Zimt und Zucker ein „Nationalgericht“. (nagut: Rømme ist was feines). Warum? Reis war mal, so vor 100 Jahren, Luxus. Im vestlandet war es die sog. Hungerfütterung, die das Überleben im Winter sicherte, weil allesamt, Mensch und Tier, das im Herbst eingelagerte Laub assen mit der Hoffnung, Ende Februar noch die Hälfte der Vorräte beieinander zu haben- sonst musste Notgeschlachtet werden. Oslo hat das zwar verboten, aber erst das Öl hat mit dem hereingespülten Geld daran was geändert. Und nun braucht es halt viel, viel Zeit, Generationen, um durch Wirrnisse und Umwege zu einer Kultur zu kommen, die nicht in den Papp-Versatzstücken des modernen Möbelhauses hängen bleibt. „Mental“, sozusagen.

  34. Doch, tun sie: BBangladesh und...
    Doch, tun sie: BBangladesh und Vietnam sind inzwischen Länder, in denen Chinesen investieren, weil es daheim zu teuer geworden ist..
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    Fionn, ich bin alt, dick und zerknittert. Nie setzt sich eine Frau zu mir und sagt: Oh, hallo mein Schöner…. Alles eine Frage der richtigen Körperlichkeit.

  35. Urlaub auf Krankenschein -...
    Urlaub auf Krankenschein – siehe „Kur“

  36. Man verschenke drei...
    Man verschenke drei Nachmittage im Palmengarten. Herrenräder von Umberto Dei. Geniesserstrohhüte.
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    Öch. Mich würde das schon locken. Aber wichtige Zeitungen sind doch für Entscheider, Manager, Wirtschaftsmagnaten, Politiker,“dahintersteckende kluge Köpfe“ und so etwas. Die nehmen Ihnen den Palmengarten nicht ab. (Aber den Helikopter auch nicht.)

  37. Daß die Dame zum Telefonieren...
    Daß die Dame zum Telefonieren das Café kurz verläßt, finde ich beeindruckend und vorbildlich. Wie ist das mit dem Rauchen daselbst?

  38. ,giraldeli ich hoffe nicht zu...
    ,giraldeli ich hoffe nicht zu zynisch zu sein, aber wäre ich Chef, ich würde dafür sorgen, dass die anderen das tun müssen, was ich nicht zu tun brauche. Ich würde schauen, dass der Laden läuft, und mir dann Ruhe gönnen. Jeder Freidhof ist voll von Leuten, die sich für unverzichtbar hielten, jedes Cafe ist voll miot Leuten, die wissen, dass die Arbeit anderer unverzichtbar ist. Ich schufte doch nicht, um noch mehr zu schuften! Und das muss man denen nahe bringen.

  39. Hartmut, ich weiss, dass...
    Hartmut, ich weiss, dass zwischen der Behauptung aller Medien, man mache jetzt mehr „Autorenjournalimus“ und der Realität eine mal mehr, mal weniger grosse Lücke klafft. Schliesslich müssen Geburts- und Todestage abgefrühstückt werden, da wartet einer schon seit zwei Wochen auf seinen Abdruck, und den alten Professor muss man jetzt endlich mal bringen, schliesslich hat man bei dem studiert – die Sachzwänge halt. Und ich kann durchaus sagen (man konnte es letzthin ja sogar nachlesen), dass ein anderer Zugang andere Leute extrem nervt. Das ist ein Kulturkampf, bei dem der eine den anderen zwar nicht ausrotten kann, aber man muss sehen, dass es Leute gibt, die immer Billigfrass essen werden, weil er billig ist. Und andere, die kein Cafe mehr betreten, wenn man ihnen dort, wie in Italien inzwischen teilweise zu beobachten, mit Einweggeschirr kommt. Ich halte die letzteren für die einzig richtige Zielgruppe.
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    Marianne Dashwood, dankr für das Lob. Ob und wie man aus dem iPad nicht doch ein Geniesserding machen kann – ich gebe gerne zu, dass das FAZ-Format nur begrenzt zu italienischen Tischen passt. Amüsanterweise geht es mir so, dass ich manchmal gerne einen Kommentar absetzen würde, und nicht kann. Generell denke ich auch, dass Qualität nicht vom Medium abhängt; das Schöne am Ipad etwa wären bei Themen wie diesem die Bilder. Ich habe hier ein Dutzend schöne Kioske, die ich gerne bringen könnte.
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  40. An meinem Kiosk gibt´s sogar...
    An meinem Kiosk gibt´s sogar Flaschenbier. Und die F.A.Z. als Remittend.

  41. "Nie setzt sich eine Frau zu...
    „Nie setzt sich eine Frau zu mir und sagt: Oh, hallo mein Schöner….“
    Das darf zwar bezweifelt werden der Gentleman geniest und schweigt, aber was mir in Army Tarnklamotten locker aus der holen Hand gelingt sollte auch Ihnen besser gekleideten Manne gleicht fallen, das ich noch älter und hässlicher bin ;-) , aber wenn dem doch so ist: Dezent, das Bündel mit der Geldklammer aus Platin unter der Tageslektüre platzieren, Das hilft, leider. Ob man diese Sorte Damen dann mag, ist indes eine andere Frage ;-)) .

  42. "Jeder Freidhof ist voll von...
    „Jeder Freidhof ist voll von Leuten, die sich für unverzichtbar hielten, jedes Cafe ist voll miot Leuten, die wissen, dass die Arbeit anderer unverzichtbar ist. “
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    Klasse bon mot.
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    Demnach ist es nicht zukunftsträchtig, die Zeitung weiter als unverzichtbares Bestandteil des beflissenen Workaholic darzustellen und zu be-werben. Ersetzend müsste die Zeitung Demonstrationsobjekt des wahrhaft souveränen Lebensstils werden. Distinktionsobjekt der wahrhaft Mächtigen („die über ihre Zeit verfügen“)? Und der weltbefahrenen Sichauskenner(inn)en (vgl. „ohne meine South China Morning Post + Magazine ´geht garnichts“ oder „ohne meinen täglichen marianischen anzeiger gehe ich nur grantig zur Frühmesse“)?
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    Dahinter steckt ein kluger Kopf – den er aber für sich nutzt, nicht für seinen Gutsherren. Don alphonso, die Idee beginnt, mir zu gefallen.

  43. Kalchas, Rauchen hat in...
    Kalchas, Rauchen hat in Italien generell enorm viel von seiner Alltäglichkeit verloren – ich muss gleich nach Mantua rein, zu einem Tabakladen, der auch Leder, Papier und Füllfederhalter verkauft.
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    Ich finde im Übrigen auch, dass man gerade der neueren deutschen Literatur anmerkt, dass sie ohne Cafes entstanden ist. Die Leute darin gehen auch nicht in Cafes, sondern in die Arbeit, wegen eines Ekzems zum Arzt. in eine Disco, zu ihrem Dealer, niemand hat da mehr Zeit und alle, wirklich alle sind schlecht drauf. Und so sind auch die Autoren: Im Cafe nur noch, wenn es um Gespräche mit Journalisten geht. Vortäuscher! Man merkt es daran, wie sie ihre Tasse halten.

  44. Ähm, grimaldeli: Sie sind ja...
    Ähm, grimaldeli: Sie sind ja in etwa der Idealtypus der alphonsinischen Zeitungabonnentenzukunft – viel Zeit, finanziell entspannt: wieviele Zeitungen abonnieren Sie, höflich gefragt?

  45. -->Man merkt es daran, wie sie...
    –>Man merkt es daran, wie sie ihre Tasse halten.
    Ist der dezent abgespreizte klein Finger immer noch hip ? Kicher. Und dann neulich in Upsala: Nagellack. Bei einem Herren. Ueber 50. Transparent zwar aber… Und nein , zumindest tat er so als sei er Hetero, seine Begleitung war Bildhübsch wenn auch über 40.

  46. DA10.23h Sie sehen gar nicht...
    DA10.23h Sie sehen gar nicht zu alt aus. Ich würde mich zu Ihnen hinsetzen und sagen „Excuse me, but I see you are reading the FAZ. Could I possibly borrow the Börsen-Seiten for a few minutes to read“?

  47. @giraldeli – Vor Jahren gab...
    @giraldeli – Vor Jahren gab es auch die Reklame: ‘Jeder dritte Leser eine Frau’. Da das lang vor der Quitenzeit war, kann man daraus schließen, dass ein Drittel der Leser die FAZ zum reinen Vergnügen lasen.

  48. Die unzähligen Zeitungen, die...
    Die unzähligen Zeitungen, die von Berufs wegen bei mir vorbeikommen, lese ich kaum eine, denn im Internet habe ich deren Inhalte schon vorher erfahren. Der Pressespiegel kommt Urheberrechtswidrig per pdf. Im Ergebnis verbringe ich mehr Zeit mit Lesen als früher, nur das Medium hat sich geändert. Ist wie mit dem Fastfood: Die Zeitersparnis sollte nicht unbedingt im „schnell Essen“, sondern im „schnell serviert bekommen“ liegen.
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    In der Moorhuhnjagd erfahrene Mitarbeiter, und auch Pennäler mit ihrem Zweitleben als Elfenkrieger oder Counterstrike-Scharfschütze werden Ihnen bestätigen, dass man auch heutzutage doch immer noch genügend Zeit für alle Freiräume finden kann, die das Herz begehrt. Den daraus resultierenden Exzess, der früher nur mit Zeitungspapier wohl eher ausfiel, muss man halt dann mit etwas mehr Streß wieder aufarbeiten. Plastikstühle, enge Tische, überteuerter Kaffee und Holzfaserpapier und Sonne? Zeit- und Geldverschwendung!

  49. "Und nein , zumindest tat er...
    „Und nein , zumindest tat er so als sei er Hetero, seine Begleitung war Bildhübsch wenn auch über 40.“
    .
    Otaku1612, ist das jetzt Sexiimus, Homophobie oder Altersdiskriminierung? Sie können anscheinend alles – hochverdichtet.

  50. @muscat: "Und was ist mit...
    @muscat: „Und was ist mit denen, die (minimum) zwei Stunden pro Tag in Ihrem Blog rumhängen? Zumal sie dabei auf einem kuscheligen Bürosessel statt auf Plastikstühlen sitzen und der frisch gebrühte Kaffee nicht von der Kellnerin, sondern vom freundlichen Kollegen kredenzt wird. Haben die nicht auch Urlaub am Werktag? Würde ich doch meinen.“
    Hmm, also selbst wenn es denn zwei Stunden wären (bei mir sinds nur die Arbeitspausen oder Zwangspausen wenn der Rechner mit Simulieren oder ähnlichem ein paar Minuten beschäftigt ist) – es ist ein Riesenunterschied ob man zwei zusammenhängende freie Stunden hat oder die Zeit verteilt so hingeschnipselt ist. Ganz abgesehen vom Ambiente.
    (und ich brauch jetzt Italienurlaub. Dringend!)
    @Don: Vielen Dank für das Bild in Farbe! Und dazu:
    „Ich sage: Allein schon der Umstand, so einen Schmarrn nötig zu haben, ist die falsche Lebenseinstellung. Dann suche man sich halt ein anderes Leben. “
    jaaa, letzteres ist nicht so einfach, von irgendwas muss der Mensch leben. In meinem Fall heißt das: Entweder ich habe für meine Bedürfnisse ausreichend Geld, aber nicht genug Zeit, oder ich habe für meine Bedürfnisse ausreichend Zeit, aber nicht genug Geld. Und dabei kann ich mich zeitmäßig im Vergleich zu anderen Berufen mit meiner 40-Stunden Woche in einer Firma wo Überstunden wirklich eher die Ausnahme sind noch sehr, sehr glücklich schätzen.

  51. Eine Sonntagszeitung sollte...
    Eine Sonntagszeitung sollte mindestens 2 Kilo wiegen, um Tiefenentspannung zu garantieren. Dann brauche ich aber auch eher 3-4 Stunden und baue die Liturgie lieber um ein kleines Picknick herum. Im Cafe lenken mich in der Regel fremde Frauen zu sehr ab. Sorry. Am besten sind m. E. übrigens britische Druckerzeugnisse. In Deutschland gibt es zum Wochenende kaum vergleichbares. Gutes Geld würde ich tatsächlich für vertiefte Analyse oder gründliche Recherche zahlen. Aktuelle Infos bekomme ich besser und schneller aus dem Netz. Die gedruckte Zeitung hechelt dem in eher trauriger Gestalt hinterher. Mir würde FAZ und Co. einmal in der Woche reichen, wenn Sie dann ihre Mitarbeitergehirne benutzt hätte, das Gespinst unserer gesellschaftlichen „Realitäten“ aufzureissen, um einen Blick in deren Abgründe zu tun. Das wäre aber harte Arbeit und das Ergebnis kann Frau Springer und Frau Mohnhaupt wahrscheinlich nicht gefallen.

  52. Wachstumsraten in Freizeit zu...
    Wachstumsraten in Freizeit zu wandeln – darüber denkt auch die Wissenschaft in ersten Ansätzen nach.

  53. Hansgeier333, Sie betreiben...
    Hansgeier333, Sie betreiben einen Kiosk? Erzählen Sie mehr, wie verkaufen sich Zeitungen?

  54. fionn, die Frage wäre ein...
    fionn, die Frage wäre ein todsicheres Mittel, um den Don in die Flucht zu schlagen. Aber ein Tisch für sich allein im Café kann ja auch nett sein.
    .
    unellen, das scheint ja ein seltsamer Laden zu sein, wo Sie da arbeiten. Nicht mal zwei zusammenhängende Stunden Pause? Das ist hart.

  55. Nachdem ich diesen Blog nebst...
    Nachdem ich diesen Blog nebst den unzähligen Kommentaren schon seit einiger Zeit verfolge, lässt es sich nun nicht mehr vermeiden, dass ich mich an dem Reigen beteilige.
    Café? Zeitung? Genau mein Thema! Zu meinem großen Bedauern habe ich nach einem Wohnortwechsel noch keine neue Caféheimat gefunden. Wenn man Anspruch auf a) guten Kaffee zu b) vernünftigen Preisen in c) einem Ambiente, das einem das mehrstündige Lesen einer Zeitung ohne merkwürdige Blicke der Umgebung erlaubt, erhebt, ist man vielfach doch eher aufgeschmissen.
    Da hilft wohl nur die Flucht ins gelobte Land der Deutschen, bella Italia!

  56. Haha sehr schöner Text, hat...
    Haha sehr schöner Text, hat mich an die Geschichte von dem bucghladen erinnert (link oben) wo man außer Büchern auch Zeit zum lesen kaufen kann.

  57. @Falkenherz – Sie haben...
    @Falkenherz – Sie haben sicher Recht, Nachrichten im Internet sind so wie in der Tagsschau – Fast Food. Aber man kann schließlich nicht immer bei drei Sterenköchen einkehren. Heute allerdings hatte ich 2 Stunden das Vergnügen, in der Sonne auf der Hinterterrasse, die Ecken der Zeitung mit Strizzlsteinen beschwert. Da hat der Artikel über die wahrsagende Zigeunerin (Seite N3) richtig Spaß gemacht. Zwischen Dutzenden von Touristen im Louvre war mir die Ähnlichkeit der Gesichter seinerzeit nicht aufgefallen. Dienstag ist auch immer gut, denn ich gehöre zu den Anhängern von Technik und Motor. Gestern gab es da auf der letzten Seite (T6) etwas hochinteressantes: ‘Was Google wirklich sucht’.

  58. <p>Nachdem der logische...
    Nachdem der logische Folgebeitrag über das Handschreiben von Briefen aus dem Urlaub eigentlich entfallen muss, wegen Jenseitsdesrechnersanalphabetismus des Autors – meine Schrift war schon immer schlecht – habe ich nun zugeschlagen und beschlossen, doch wieder ein wenig mit der Hand zu üben. Füller habe ich.
    .

    .
    Jetzt brauche ich nur noch ein Heft.
    .
    Ach so, der Tiger: Portagiornale ist gekauft!

  59. @ DA: Oder auch so: die...
    @ DA: Oder auch so: die Schwiegermama besteht darauf, dass man ihr am Wochenende die Zeitung kauft- damit sie die dann in Ruhe am Montag im Buero lesen kann, wenn sie endlich wieder Zeit fuer so was hat :-)

  60. giraldeli@ Herrgott nocnmal,...
    giraldeli@ Herrgott nocnmal, Yes I can. Sorry aber wo leben wir den ? Darf man nicht mal eine Beobachtung lax daher erzählen ?Political Correktness in allen Ehren, aber wie immer kann man es beim treiben auch übertreiben…. Können wir das Fass einfach zu lassen und jeder macht sein Ding, sagt seine Meinung, so wie er will und zwar OHNE die anderen Zwangs zu bekehren ?

  61. zonebattler
    Das Zitat "live to...

    zonebattler
    Das Zitat „live to fight another day“ kenne ich von Bob Marley. Es stammt aus dem Stück „The Heathen“ des Albums „Exodus“ (1977). Hier im Zusammenhang:
    „Rise up fallen fighters;
    Rise and take your stance again.
    ‚Tis he who fight and run away
    Live to fight another day.“
    Der Don hat mit seiner Einschätzung recht. Deshalb gönne ich mir jeden Tag gleich zwei Zeitungen. Außerdem vermeide ich auf jeden Fall diesen afrikanischen Kaffee (coffe-Togo, nein, was ein tolles Wortspiel!).

  62. Der Vorteil von Copy und Paste...
    Der Vorteil von Copy und Paste ist, dass meistens wenigstens die Fakten stimmen; man ist ja meistens schlau genug, von Klügeren zu kopieren. Beim Selberdenken behindert einen zuweilen die eigene Verdrahtung. Bei mir erscheinen offenbar Frau Mohnhaupt und Frau Mohn zu dicht miteinander verknüpft, was immer das bedeuten mag. Auffallen wird es wahrscheinlich eh keinem, oder wird höflich mental autokorrigiert. Ich bitte für diesen nicht mal Freud`chen Vertipper um Nachsicht. Ich meinte natürlich Frau Mohn.
    Ich stelle fest, ich habe aktuell nichts wesentliches zu tun. Wie schön!

  63. @ muscat 12.28h Die...
    @ muscat 12.28h Die Börse…Ich kann nicht anders – es gibt keine Kapitalgewinnsteuer in der Schweiz. Der Dax schaltet den Turbo ein – plus 2,77%. Ein toller Tag! (So far and on paper). Doch als ich an der LSE studiert habe ich mit Währungen spekuliert und der Teamleiter bei der RBS Bank lud mich ein, ihr Trading Room in der Londoner City zu besuchen. It was a nice experience – they were sitting in a circle. A few years later I was invited to visit a US bank in London and there were ROWS and ROWS of traders there.

  64. @Don
    über Billigfrass hab ich...

    @Don
    über Billigfrass hab ich mir schon vor einiger Zeit so meine Gedanken gemacht
    http://erggertshofen.blogspot.com/2009/07/lebensmittelimitate.html

  65. Herrlich, jetzt im Café ......
    Herrlich, jetzt im Café … abzuhängen, nennt man das so heutzutage? Deutsch: chillen,aua.
    .
    Mein Mann hält die Traditionen noch aufrecht: Er schreibt in Cafés. Und er liebt die Caféhausautoren von dunnemals. Allerdings muss man den Begriff Café bei ihm sehr weit fassen. Die Szenekneipe ums Eck darfs auch sein, eigentlich alles, wo er das Gefühl hat, es behagt ihm zum Schreiben und es ist eine Bedienung da. Logisch hübsch, das gehört zur guten Stimmung. Neuerdings zeichnet er dabei.
    .
    Ist natürlich ein Trick. Es wird dann gern von Gästen gefragt: Was schreiben/zeichnen Sie denn da? Mit einer gemütlichen Zeitung allein ist so ein weibliches Interesse nicht zu schaffen, lieber Don. Die Damen mögen einfach die schönen Künste und dann den Mann, der da dran hängt (mit was hat er mich sonst gefangen..).
    Und ein Hündchen oder Kätzchen gar wäre unvergleichlich, damit die Damenwelt … :-)
    .
    Dem angenehmen Beispiel werde ich jetzt zumindest in Teilen folgen: Mir eine Decke schnappen und mit dem Rad an die Isar radeln.

  66. Burnout würde doch nicht...
    Burnout würde doch nicht existieren, würden wir es immer so lässig halten (können.) Wobei ich mir habe sagen lassen, dass hoher Zeitstress alleine noch nicht für einen ordentlichen Burnout sorgt, der sich nicht zu schämen braucht.
    .
    Neuer Erkentnnissen komme Burnout daher, weil Mitarbeiter keine Wertschätzung für ihre Arbeit erhalten. Wertschätzung ist es, die ihre Batterien wieder auflädt, ohne sie werden die Batterien leer, man brennt aus. Das erklärt, warum es auch das Gegenteil, den Bore-out gibt. Mit dem Zeitstress-Modell der hohen Arbeitsverdichtung allein wäre nämlich Bore-out so gar nicht erklärbar, denn es trifft die, die wenig am Arbeitsplatz zu tun haben. Gerade sie brennen aus: Wertschätzung fürs Nichtstun wird man nicht gerade bekommen. Nicht in D.
    .
    Wenn nicht, sitzen sie garantiert am Rechner und loggen sich in die Stützen ein. :-) Helps a lot. Virtuelles dolce far niente da, wo es erlaubt ist, in einer Italienfantasie, vortrefflich geliefert von einem Veteran des guten Lebens. Der sie freispricht vom Zwang, nach Wertschätzung Dritter zu lechzen und auch einem etwas nur für sich zu tun. Da capo!

  67. Auf die Gefahr hin für die...
    Auf die Gefahr hin für die Konkurrenz (SD) zu werben – es GIBT noch ein paar Cafés in Deutschland.
    http://quiz.sueddeutsche.de/quiz/2081642281-deutschland-quiz–stra%C3%9Fencaf%C3%A9s
    Aber Hand aufs Herz – in welchen von diesen würden wir gerne sitzen!? Alles wohl nur dürftiger Ersatz für das Wahre und Gute – am richtigen Ort!

  68. Otaku1612, bitte beruhigen Sie...
    Otaku1612, bitte beruhigen Sie sich. Ich kann für Frau Bücker nichts. Ich wohne in Groningen – und im Winter in Salerno, da kennt überhaupt niemand solche Töne.

  69. Ein Schelm, mein lieber Don,...
    Ein Schelm, mein lieber Don, würde Ihre Reiseaktivitäten so zusammenfassen: „Essen. Shoppen.“ Und von beidem reichlich. Wohl bekomm´s.

  70. unellen, mir ist schon klar,...
    unellen, mir ist schon klar, dass nichts tun und darüber zu schreiben kein Geschäftsmodell ist, dem alle nachgehen könnten. Aber darujm denke ich auch, dass Zeitungen gerade dazu anhalten sollten, sich mehr Zeit zu nehmen und einzufordern – zumal, wenn man ja auch zu denen reden kann, die darüber entscheiden.

  71. Kopfgeburt, ist ja kein Drama,...
    Kopfgeburt, ist ja kein Drama, wenn man Augsburg mit Berlin verwechselt, oder? (Hat mir meinen Score versaut.) Schwaben gibt´s in beiden Käffern schließlich genug.

  72. Don, warum Visconti?...
    Don, warum Visconti?

  73. muscat - Augsburg und Berlin...
    muscat – Augsburg und Berlin verwechseln, das geht. Richtig schlimm wäre Ingolstadt (mit Berlin oder egal-was im Norden).

  74. @Kopfgeburt: Zumal Aachen...
    @Kopfgeburt: Zumal Aachen nicht dabei ist. Ich bin wahrscheinlich patriotisch bedingt parteiisch, aber ich kenne keine deutsche Stadt mit so viel Flair und schönen Cafés wie Aachen.
    @muscat: Wo ich arbeite? In einem alteingesessenen, knochenkonservativen Mittelstandsunternehmen (Ingenieurbüro). Man hat sich hier grade erst halbwegs daran gewöhnt, den Mitarbeitern mittels Gleitzeit zumindest etwas mehr Eigenbestimmung über ihre Arbeitszeiten zu geben, aber 2 Stunden Mittagspause sind nicht drin – und ich würde schon sehr scheel angeschaut werden wenn ich meine Pause auf das erlaubte Maß von einer Stunde verlängern würde. Da ich schon scheel genug angeschaut werde weil ich nicht um Punkt 7 Uhr am Schreibtisch sitze (die Kollegen begrüßen mich schonmal mit „Ah, da kommt die Mittagsschicht) sondern die Gleitzeit bezüglich des Arbeitsbeginns bis auf äußerste ausreize, will ich den Bogen lieber nicht überspannen ;-).
    @Don: Es gibt ja Unternehmen wo die Leute in einem größeren Maß mehr über ihre Arbeitszeiten bestimmen, aber das erfordert Flexibilität, Infastruktur (wenns man home office ermöglichen will) und die Fähigkeit, sich von dem Credo Anwesenheit = Arbeitsleistung frei zu machen. Ich persönlich bin ja der Meinung dass sich Leute, die von ihrer Firma wie Kinder bevormundet werden auch wie Kinder benehmen und einen Vertrauensvorsprung im Sinne von „Du darfst auch ruhig ein paar Tage home-office im Monat machen“ hingegen mit mehr Leistung und Motivation honorieren würden. Aber bis sich das durchsetzt wirds wohl noch dauern…

  75. Ich bin wahrscheinlich...
    Ich bin wahrscheinlich patriotisch bedingt parteiisch, aber ich kenne keine deutsche Stadt mit so viel Flair und schönen Cafés wie Aachen.
    .
    Das heißt, Sie kennen wirklich nur Aachen?

  76. Der Don hat den ganzen Tag...
    Der Don hat den ganzen Tag recht – und sitzt in Italien. Gut so.
    Bloss, warum fällt mir bei Cafehäusern in letzter Zeit immer öfter „Starbucks“ ein (hualp)?
    Und, Zeit einfordern allein ist ja ein schöner Ansatz. Nur, man muss sie sich auch nehmen dürfen. Heutzutage ist Zeit jedoch eines der letzten wirklichen Luxusgüter. Und das steht unter dem Liberallalatum nun wirklich keinem mehr zu, der ausserdem noch arbeiten („etwas leisten“) soll. Tempora, oh mores…

  77. @Aurispa "Auffallen wird es...
    @Aurispa „Auffallen wird es wahrscheinlich eh keinem, oder wird höflich mental autokorrigiert. Ich bitte für diesen nicht mal Freud`chen Vertipper um Nachsicht. Ich meinte natürlich Frau Mohn.“
    Natürlich fiel es auf. Hier findet man aber jedes Mal so viele Tippfehler (nicht zuletzt vom Haushern), dass man es inzwischen einfach sein läßt, ich mein‘ das Korrigieren. Es gehört irgendwie dazu.
    Nicht dazu gehört der Versuch, p.c. sein zu wollen (oder war’s nur ironisch gemeint?) — der Angepisste (otaku aus dem Norden) hat aber ganz wunderbar und deutlich reagiert.
    .

  78. Übrigens, nicht vergessen:...
    Übrigens, nicht vergessen:
    Beim nächsten Stützen-Artikel des Don wird’s wohl den fuffzichtausendsten Kommentar geben! (siehe „Blogstatistik“)
    Was wünscht sich der Hausherr als Geschenk?

  79. jeeves, der Bursche hat sich...
    jeeves, der Bursche hat sich anscheinend verkrümelt. 50.000 zu werden, ist ja auch etwas. Aber mit seinem Alter muss man sich versöhnen, auch in Itailien.

  80. Man kann die mangelnde...
    Man kann die mangelnde Aktualität der Zeitung problemlos durch vertiefte Analysen aufheben.Zitat D.A.
    Ja schön wärs-wer soll denn vertiefen? Die Lehrer heutzutage?Erlebe ich als unfrei.
    Schule ist doch auf ihre Art eine Zeitfresserinstitution. Wenn alle mal tun dürften was sie am besten können-mir kommt es vor, als ob alle von allem ein bißchen Ahnung haben müssen-Ich bin nicht Lehrer,aber an einer Schule tätig.
    Was nützt es Zeitung zu lesen,wenn ich es nicht in ein eigen gesponnenes Netz einspeisen kann.
    Es bedarf der Übung.
    Die Idee Zeitung an die Schule finde ich trotzdem gut, und sei es um die Moorhuhn oder Startrackexperten mit so etwas zu irritieren.

  81. Jeeves 17:35: Nö, weder...
    Jeeves 17:35: Nö, weder wunderbar noch deutlich. Natürlich kann und darf man Sexismen „lax daher erzählen“. „Unlax daher erzählen“ wäre auch komisch, oder? Aber, lieber Jeeves, es bleiben Sexismen. Und man darf auch das sagen.
    .
    Nur verwechseln Sie mich nicht mit Vroni. Vronimammis Missionseifer taugt nicht, aber die dummen Sprüche aus dem Norden eben genauso wenig.

  82. @giraldeli: Als innerdeutscher...
    @giraldeli: Als innerdeutscher Vergleich dienen mir nach eigener Erfahrung: Berlin, Saarbrücken, Trier, München, Köln, Düsseldorf, Hamburg, Dresden, Erfurt, Weimar, Bayreuth, Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim (um bei den Großstädten zu bleiben).
    Da finde ich Aachen durchgängig schöner und stimmungsvoller :-) aber es ist wie gesagt auch meine Heimatstadt, da ist man immer ein bischen voreingenommen.

  83. Wenn das Kaffeehaus nicht...
    Wenn das Kaffeehaus nicht greifbar ist, kann ich als Ersatz ein verlängertes, ungestörtes Frühstück zum Einstieg in den Arbeitstag empfehlen, mit ausgebreiteter Tageszeitung auf einem weiträumigen Küchentisch. Da kann ich mit papierraschelndem Blättern weitaus angenehmer stöbern, lesen, anlesen und auch ignorieren, als auf der Website desselben Zeitungshauses browsen. Nur lassen sich werktäglich zwei Zeitstunden dafür nur schwer realisieren, wenn man dem konventionellen Arbeitsleben noch irgendwie verbunden ist.
    Ich will mir nicht den Hinweis verkneifen, dass Herr Strizz das von Ihnen angeregte Arbeitszeitmodell „bedingungsloses Zeiteinkommen“ zwecks Zeitungslektüre seinerzeit nachdrücklich verfolgte, da war auch kein Berres vor!
    .
    Aus der aktuellen Druckausgabe des SCIAM folgender Leserbrief-Ausschnitt:“We could be sitting in the midst of a ‚Galaxy-Wide-Web‘ of alien chatter, which to us would appear like noise.“ Perry-Rhodanier und Trekkies, seid gegrüsst!

  84. Immer wieder erstaunlich, dass...
    Immer wieder erstaunlich, dass Leute, die stolz darauf sind, sich „politisch unkorrekt zu äußern“, „Tabus zu brechen“ und „gerne anecken“, die eigentlich erwartbare unfreundliche Antwort dann als „Redeverbot“ werten.

  85. Das sind wirklich die wahren...
    Das sind wirklich die wahren Luxusgüter unserer Gegenwart: Verfügung über Zeit, Raum und Stille. Entschleunigung tut not, diese Einsicht scheint sich mehr und mehr durchzusetzen. Allein, die Rahmenbedingungen, sie sind nicht immer so. Was für den einen der Tanz ums goldene Kalb, ist für den anderen der Klimmzug am Brotkasten. Da ich zu letzteren gehöre wäre mir mit einer Abo-Prämie nicht geholfen, es müßte schon eine Sofortrente der Fernsehlotterie sein. Da mir die Fährnisse des Lebens auch so schon lotteriehaft genug erscheinen, so verzichte ich auf diese Fata Morgana. Denn es gibt Alternativen: man muß die Selbstoptmierung nicht mitmachen. Es geht auch anders, ohne daß man zum Waldschrat mit biodynamischen Kartoffelanbau wird. Man setze Prioritäten! Ich habe kein Auto und trotzdem fährt mich mein Chauffeur für einen verhältnismäßig geringen Obulus jeden Morgen mit dem Daimler in die Firma. Unterwegs ist genug Zeit für die Zeitung. Die Vorstellung, die Zeitung auf einer 19 cm breiten Spiegelglasscherbe zu lesen, halte ich für abstrus. Genauso abstrus wie die Vorstellung, daß Typographie und Seitengröße nichts mit der Rezeption zu tun hätten und der Text der gleiche bliebe. Nichts ist falscher. Im übrigen ist jeder seines Glückes Schmied. Ich bin zufrieden mit dem meinen. Naja, in Anbetracht der Cafébilder sollte man vielleicht über eine Verbesserung des Bordservices nachdenken.
    .
    Da ich in Sachen Markenartikel ein völliger Ignorant bin: ist „Visconti“ die Marke oder der Name des Vorbesitzers?
    .
    Ihre Meinung zu Aachen, unellen, kann ich in groben Zügen bestätigen. Man darf sich nur nicht aus der Altstadt entfernen. Ist aber in L.E. auch so.

  86. Försterliesel, BIV, wo...
    Försterliesel, BIV, wo bleiben Sie denn?
    Ein Hoch auf das Karpatenberlin aus berufenem Munde wäre jetzt fällig.

  87. @ giraldelli
    Vorsicht mit...

    @ giraldelli
    Vorsicht mit pesönlichen Angriffen à la „Vronimammis Missionseifer“.
    Wer Benimm fordert, ist noch kein Missionar. Eine Mami schon gar nicht.
    Er zieht Grenzen. So ist das.

  88. Seit Jahren lese ich im Dienst...
    Seit Jahren lese ich im Dienst Mo-Fr und am Wochenende daheim (dann nach dem Frühstück) morgens ausgiebig die Zeitung. Dazu muss doch Zeit sein. Ich lass (verehrtes Falkenherz) doch nicht durch den Pressestab bestimmen was ein wichtiger Artikel ist. Den Pressespiegel ( Kurzauswertung und Mappe je als pdf) lese ich damit ich weiß womit die die Leitung genervt haben (und welche Fragen da auf mich zu kommen könnten).
    Ach ja, Münster hat schon einige schönes Cafés, aber es hat mich doch erschüttert als ich vor Jahren feststellen musste dass Schucan geschlossen war und durch eine Ladenzeile ersetzt.
    Das mit dem taktischen Rückzug und dem Aufsparen der Kräfte für das spätere entscheidende Gefecht nennt die HDv 100/100 „Verzögerungsgefecht.“
    In der alten Fassung der TF ( „Truppenführung“, Vorläufer unter diesem Namen gab es seit preußischen Zeiten) hieß das „hinhaltende Verteidigung“, das finde ich sprachlich durchaus gelungen.
    Genauso wie die Verteidigung von Kiosk und Café (auch Bar, eine italienische ist oft gerade dass nicht was sich der deutsche Tourist vorstellt, der barista bedient zunächst die Espressomaschine) durch den Don.

  89. Vroni@ Schade und genau das...
    Vroni@ Schade und genau das was ich meinte.Wirklich sehr schade ich habe Sie wohl überschätzt…

  90. 50.001, ganz ehrlich? Dass es...
    50.001, ganz ehrlich? Dass es hier endlich eine vernünftige Blogstrategie gibt. Ich würde gern im Kontext mit guten Blogs schreiben, die für Leser ansprechend und spannend sind. Ich würde mir wünschen, dass es kein Textmüllabladeplatz ist, sondern das, was einige tun – sich Mühe geben in Text und Leseransprache – der Strandard wäre. So habe ich vielleicht 50.000. Aber in eben jener Statistik sieht man halt auch, in welchem Umfeld. Und ganz ehrlch: Das Zeit Magazin beschäftigt sich mit Wochenmärkten. Die FAZ mit Supermärkten. Ich denke, das sagt angesichts der – an sich identischen -. Zielgfruppen sehr viel aus.

  91. Geld in die Hand nehmen selber...
    Geld in die Hand nehmen selber machen. Wenn nicht Sie wer dann ? Lobo ?

  92. @Schluchten-Ossi
    über die...

    @Schluchten-Ossi
    über die Kaffeeee’s? nicht alzu weit von mir entfernt ist das phil. da bin ich langsam zu alt dafür, aber sehr hipp, hübsches ansprechendes publikum. was ist ein schönes kaffee in der pannonischen mark? puuh. kaffee drexler gefällt meiner frau. wir gehen sonntag nachmittag immer ins palmenhaus. das problem ist, dass dort der kuchen meist um halb sechs aus ist. die waldviertler mohntorte im kaffee schwarzenberg ist ebenso wie das zeitungsangebot gut.
    das möbel fand ich immer noch ganz witzig…

  93. Als ich noch die Zeit las...
    Als ich noch die Zeit las beschäftigte sich da nur Wolfram Siebeck mit Wochenmärkten. Aber was meinte ein junger Kamerad neulich zu einem anderen als er mich außer Hörweite wähnte: „Der ist ja fast ein Leitfossil“

  94. @hansmeier555
    sie erstaunen...

    @hansmeier555
    sie erstaunen mich mit ihrer letzten wortmeldung – nein war ein scherz – natürlich nicht. passt schon zur kritik am NOM. wie sieht es aus mit meiner anfrage zur parallelität des feyerabendschen wissenschaftsanarchismus zur art, wie die rkk die scholastische philosophie in der frage der transsubstationslehre verwendet.
    ich werde in der nächsten zeit mal paul feyerabend am friedhof besuchen, soll ich was ausrichten?

  95. Chefredakteur der gesamten...
    Chefredakteur der gesamten Blog-Abteilung zu sein wäre aber auch nicht mehr wirklich gemütlich.
    .
    Was macht denn der Sunbeam?

  96. prince Matecki, auch solche...
    prince Matecki, auch solche Herren kommen dereinst in ein Alter, da sie nicht allein mit körperlichen Vorzügen die Nachteile einer TK-Pizza von Lidl überdecken können. Spätestens dann wird der Wochenmarkt wieder attraktiv.

  97. für blogger mit...
    für blogger mit kindern:
    http://www.dschungelwien.at/kontakt-service/deli/
    und für zeitungsleser u.a. sperl, griensteidl, schwarzenberg
    aber ich denke die werte försterliesl hat noch weit bessere tips. btw: danke für den hinweis auf den roten börsenkrach – ah kaffee engländer –

  98. Wie wahr, verehrter Don.
    ;-)...

    Wie wahr, verehrter Don.
    ;-)

  99. @prince matecki, DA
    aber bitte...

    @prince matecki, DA
    aber bitte jetzt nicht wolfram siebeck als gourmetführer oder kritiker…
    ein studienkollege, der in der oberen pfalz als gymnasiallehrer zurück geblieben ist schickt mit – der der mir auch mal schneider winter in wien geschenkt hat – immer noch die siebecktexte, wenn sie wien behandeln. wie man zeit lesen kann?
    zwei empfehlungen gab es dort:
    wein und co (starbucks der weinhandlunegn) und steirereck im stadtpark (welch überraschung)

  100. Lidl? Nunja, in Frankreich...
    Lidl? Nunja, in Frankreich bestreikt gerade ein leitender Angestellter dieser Kette seine eigene Filale. So tief möchte ich wirklich nicht sinken, da beim Einkaufen erwischt zu werden. Dann schon lieber Feinkost Albrecht. Und TK-Pizza, die mache ich noch immer selber, und weis dann, was darauf liegt. Was dann widerum zu körperlichen Vorzügen führt… Aber gut, dabei gibts wenigstens ein funktionierendes Geschäftsmodell, wenn auch nutzenzentriert. Im Gegensatz zun News-Bizzness, incl. Blogs.

  101. @b4
    .
    Den Zusammenhang...

    @b4
    .
    Den Zusammenhang zwischen Feyerabends Wissenschaftsanarchismus und der katholischen Auffassung der Transsubstantation sehe ich nicht.
    .
    Dafür treibt mich was anderes um. Das Römische Reich ist ja, wie gesagt, wegen seines fehlenden Wissenschaftssystems untergegangen.
    Di moderne Wissenschaft verdankt der Scholastik, aus der sie hervorging, unglaublich viel, während die Scholastik von der Wissenschaft überhaupt nicht profitieren konnte.
    .
    Und zuviel Irenik nervt auch.

  102. ...
    http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/04/18/die-terroristen-versteher-vom-sek/#more-2990
    „Und Bad Kleinen ist eine Gemeinde in Mecklenburg Vorpommern.“

  103. Ist doch schön Daß ...
    Ist doch schön Daß nicht jeder unter der Knute steht. mfG. T.

  104. Kaffeehäuser..
    ..garantieren...

    Kaffeehäuser..
    ..garantieren nicht nur interessante Lektüre..
    nein, auch ein hohes Alter lässt sich mühelos erreichen..
    Happy Birthday, Leopold!
    http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EAED1F34719D044359BD0E9D3C25E03CF~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  105. unellen, den Scherz über...
    unellen, den Scherz über Aachen müssen Sie erlauben ;-) Ich habe bei Aachen immer Georg Forsters Reise an den Niederrhein im Kopf. Seither ist natürlich viel passiert. Ich bin übrigens einer der wenigen im Giraldelikreis, der regelmäßig ein Gläschen aus dem Elisenbrunnen, dem schönsten in Deutschland, einnimmt. Ansonsten verkrümle ich mich aber schon auch auf den Lousberg…

  106. prince Matecki, ohne hier zu...
    prince Matecki, ohne hier zu murren: Das Schucan war aber zuletzt wirklich nicht mehr toll. Ich bin durchaus angetan, was seit der Schucanschließung alles hinzu kam. So ein richtig altes Ding, was jeden Designfan verzweifeln lässt, ist ja Krautkrämer, und das bleibt.

  107. Hansmeier, die Sticheleien hat...
    Hansmeier, die Sticheleien hat der Herr Don bislang ausgesessen wie Koch-Mehrin Fragen zu ihrem Plagiat. Anders formuliert: der Sunbeam ist der Stachel im Fleisch des Don, da löcken wir alle nichts wider.
    .
    Ach, Don, wie geht es dem Sunbeam eigentlich?

  108. Savall, in LE habe ich vor 89...
    Savall, in LE habe ich vor 89 gern die Bastei durchwurmt, fürn Wessi war das ein spannendes Gewölb. Scheint heute eher Durchschnitt zu sein. Klasse war früher auch der See, dessen Namen ich vergessen habe. Der hatte eine Badeaufsicht. Sommer 88 lag ich dort, bis Wolken aufzogen und die Badeaufsicht durch die Lautsprecher trötete: „Es kommt ein Gewitter! Von Osten!!“ Alle, wirklich alle Ossis haben lauthals gelacht. Ahnungsvoll genug…

  109. Der Don hat den ganzen Tag...
    Der Don hat den ganzen Tag recht.
    Finmike, das glaube ich nicht. Unfehlbarkeit ist in der Regel dünner.

  110. 50.000 geht doch. Bei ...
    50.000 geht doch. Bei meiner Ankündigung von 48.000 fragte mich ein
    freundlicher Mitkommentator ob ich keine höheren Ziele hätte. Bin zu
    faul das Pseudonym herauszusuchen, warten wir auf die 100.000 mfG.T.

  111. prince Matecki, Sie wissen...
    prince Matecki, Sie wissen aber schon, dass Paläontologen mit „Leitfossil“ nicht hohes Alter oder gar Seniorität meinen?

  112. Prince Matecki h ...
    Prince Matecki h 21:00
    nehmen es Sie nicht zu persönlich, Leitfossilien sind sehr wichtig
    in der Paläontologie, ohne sie geht es nicht. mfG T.
    P.S.: aber verarschen können sich die Untergebenen auch selbst.

  113. Trias, sorry, Ihr Gebiet. Ich...
    Trias, sorry, Ihr Gebiet. Ich stecke in vielem noch im Devon.
    .
    Wie singen meine jungen Seeigel immer: „Schön war die Kreide, sie kehrt nie wieder“.

  114. @hansmeier555
    "Den...

    @hansmeier555
    „Den Zusammenhang zwischen Feyerabends Wissenschaftsanarchismus und der katholischen Auffassung der Transsubstantation sehe ich nicht.“
    das habe ich, glaube ich, gar nicht gefragt. habe eigentlich nur eine frage von kurt flasch etwas abgewandelt nochmal gestellt. aber ihre antwort ist trotzdem sehr erkenntnisgewinnend – danke.
    ist irenik ein wichtiger terminus, eher doch ein terminus der reaktion?
    mein freund aus heidelberg – von dem habe ich schon öfters berichtet – sehr sehr historisch gebildet – liest den blogg immer parallel mit – es ging um ihre bemerkung der letzten 500 jahre – ihre bemerkung zur osmanischen expansion nicht für das vertreiben/zurückdrängen der orthodoxie verantwortlich war sondern der kotau auf dem florentiner konzil:
    http://de.academic.ru/dic.nsf/meyers/44353/Florentiner
    „Dafür treibt mich was anderes um. Das Römische Reich ist ja, wie gesagt, wegen seines fehlenden Wissenschaftssystems untergegangen.
    Di moderne Wissenschaft verdankt der Scholastik, aus der sie hervorging, unglaublich viel, während die Scholastik von der Wissenschaft überhaupt nicht profitieren konnte. “
    Das glaube ich stimmt nicht, aber ich weiss noch nicht warum, muss mal nachdenken

  115. bertholdIV, da muss ich immer...
    bertholdIV, da muss ich immer an meinen Studienfreund Evgenji Irenik denken, der war Türsteher und „schlug sich so durchs Leben“. Irenik hat schon seine Facetten…

  116. @ 21:13 h Hanns Meier ...
    @ 21:13 h Hanns Meier 555
    dankeschön, vielmals, usw.,
    hier wird über alles mögliche wichtige geredet, aber der Sunbeam ist
    völlig draußen vor, hier sollte einmal wieder über englische und
    italienische Sportwagen und die MM berichtet werden, ansonsten
    mag ich die Beiträge der beteiligten Damen ganz besonders gerne.
    Meinen absoluten Reskekt, aber laßt uns doch ein bißchen herum-
    spielen. mfG.T.

  117. Nölet nicht, ein App ist...
    Nölet nicht, ein App ist besser als nix. Und das Kindle ist auch s/w.
    .
    Und den Visconti verstehe ich immer noch nicht.

  118. geehrter Giraldeli h ...
    geehrter Giraldeli h 23:16
    Devon ist doch ganz angenehm. mfG T.

  119. geehrter Giraldeli,
    Sie ...

    geehrter Giraldeli,
    Sie haben Humor, und den Visconti verstehe ich auch nicht.
    Die Kreide kommt nie wieder, schade was ?
    Vielleicht etwas Devon-mäßiges für Sie oder etwas triassisches
    für mich, wer sagt eigentlich die Kreide kommt nicht zurück ?
    Sie und ich werden es wöhl nicht erleben, Ihr Beitrag war wirklich
    interressant und ich würde mich freuen einmal wieder von lhnen zu
    hören. Wie üblich funktioniert nicht alless wie es soll. mfG. T.

  120. Jetzt werde ich schon wie ...
    Jetzt werde ich schon wie HANS MEIER 555,
    schreiben sie doch ´mal wieder etwas lockeres über Bullshit,
    worüber sich niemand aufregen kann und alle nur locker
    plaudern. Ja ich weiß, ich bin zu doof. mfG.T.

  121. @DA. hart sich durch so...
    @DA. hart sich durch so vielverzweigte kommentare durchzumaeandern.
    zu Visconti, dem ehrenwerten Namen, brauchen sie noch ein gelbes Taschentuch fuers Revers (nicht boesgemeinter Scherz), mahlers 5. http://www.youtube.com/watch?v=rFQhvGVLzlM
    als Zeichenleser raetsele ich immer noch ueber das 4. Bild – ist das Phaetons Sturz und der Ursprung der Nxxxx(heute Schokokuesse)? Wo haben Sie denn das aufgenommen? sieht manieristisch aus.
    Solche Abstuerze fuehrten, liebe Trias und Giraldeli, immer wieder zu so Massenaussterben….KINDER AAAUSSTERBEN ..sagte die Dinosauriermutter, als sie morgens in die Wohnstube kam. ok, muesste nun, zeitgemaess nicht die Dinosauria sein sondern eher Frau Eusthenopteron, aber immerhin.
    .
    @DA. ja ich stimme Ihnen zu, man muss auch die Mussezeit zeitlich definieren, zumindest den Rahmen derselben. Das gibt ihr einen ziemlichen wert. Ist so wie mit der unberechneten Versicherungssummme von Atomkraftwerken, die , wenn Sie berechnet worden waere, die Leute schon viel frueher zum Umdenken gebracht haette. Womit Sie sehen, wie sehr mir die Berechenbarkeit und Quantifizierung des Unberechenbaren/Unberechneten Freude bereitet!

  122. @BertholdIV,...
    @BertholdIV, HansMaier555
    „Dafür treibt mich was anderes um. Das Römische Reich ist ja, wie gesagt, wegen seines fehlenden Wissenschaftssystems untergegangen.
    > wohl quatsch ,zu viele Banausen ante portas.
    Di moderne Wissenschaft verdankt der Scholastik, aus der sie hervorging, unglaublich viel,
    > wieder reaktionaerer Unsinn, denn natuerlich nur die Scholastiker und ihre Epigonen perpetuieren, um sich wichtig zu machen. Bacon hat, ratzfatz damit Schluss gemacht, habe kuerzlich den link zum novum organon hier im blog eingesetzt – , davor schon W. Occam und andere. Nulla in verba…
    während die Scholastik von der Wissenschaft überhaupt nicht profitieren konnte. “
    > die haben zu viel ueber Aristoteles Logik und andere Begleitschriften des Herren gebruetet (ich verschweige das unanstaendigere aber passendere Wort), bis der Seiber rauskam. Sowas braucht keine Beobachtung, wissenschaftliche Methode, eine Natur, die ‚Nein‘ sagt oder eher schweigt.
    .
    ist interessant, aber mir nicht klar, was dieser SeitenDiskurs mit dem Blogthema zu tun hat? Jetzt iss aber mal Feyerabend! Nomina nuda tenemus!

  123. Passend zum Anlaß heute im...
    Passend zum Anlaß heute im Reiseblatt Andrea Dieners „Das Prinzip Inschallah“. Im Vergleich zu den „Reisenotizen aus der Realität“ kann man schön sehen, wie ein Beitrag aus den Erlebnissen extrahiert wird. Und es wird auch anschaulich, wie sich Print und Netz unterscheiden. Ich präferiere natürlich Print.

  124. @georgy...
    @georgy koentges
    .
    Wissenschaft ist nicht einfach das, was kluge Köpfe machen, sondern ein enormer Betrieb, der institutionalisiert und finanziert werden muß.
    Das hat in der Antike niemand systematisch gemacht (wozu auch?) im Mittelalter aber schon. Ohne die Römische Kirche, ihre Machtstellung und ihre Theologie und wäre die Universität niemals entstanden.
    .
    Das sollten Sie sich auch die Bolschewiki für die Zukunft merken. Unser kommunistisches Zeitalter, in dem man es für selbstverständlich hielt, dass der Staat die Wissenschaftseinrichtungen finanziert, geht ja seinem lang ersehnten Ende entgegen. Und was kommt dann? Vielleicht Rhetorikschulen für Westviertelsöhne. Schaden könnte das nix, wenn man sich das hilflose Gestammel im Bundestag und den Pressekonferenzen so anguckt.

  125. @b4
    "wie sieht es aus mit...

    @b4
    „wie sieht es aus mit meiner anfrage … aus“
    .
    Ist in Bearbeitung, bitte immer dieses Zeichen angeben: B4-NOM-V2-B16
    .
    Vorab kann ich zur Frage zur Parallelität von A zur Art wie B die Y in der Frage Z verwendet aber schon mitteilen, dass alle Parallelen im unendlichen sich schneiden und somit ein Kreuz bilden.

  126. @georgy koentges
    Danke für...

    @georgy koentges
    Danke für die hilfe. stimme ihnen zu. vorsicht occam ist für verfechter des NOM das rote tuch und die glauben whrscheinlich wirklich den nominalrealismus in vorwissenschaftlicher/unreflektierter form.

  127. ..Wenn ich mir, in Zeiten des...
    ..Wenn ich mir, in Zeiten des Internets eine Zeitung/Schrift im Abo zulege(zur Zeit sind´s nur .. anderthalb, dann verlange ich längerfristig einen Vorteil!!!
    Ist es die taz, im Solidaritätspaket, dann soll mein Leben mehr solidarische Anteile/Akzente erfahren; ist es die Faz, so erhoffe ich ökonomische Transparenz und Effizienz>in der Praxis sollte mehr Wohlstand einkehren; bei der Zeit kann sich die kulturelle und gesellschaftliche Sensibilität steigern usw.- ok!
    In Italien o. der Schweiz im Zug, zwischen Perugia und Milano höre ich Musik und trinke ´mal ein Dosenbier bzw. esse meine Käse und Wurstspezialitäten u.o. unterhalte mich in E..während mein R-Rad neben mir lehnt.
    Ab Bologna oder Mailand liest man Züricher- wenn vorhanden-.Südd. o. Zeit, Faz eher selten>themat.bedingt.. kurzum ´mal´wieder einen deutschen Text in der Hand halten .
    Wenn aber, nach langen Phasen der Treue, das bearbeiten des jeweiligen Informationspaketes , wenig Bereicherung in die Nischen des gelebten Alltages eintreten lässt, wechsele ich den Verein, will sagen, überdenke meinen Obulus von etwa 30 o. 40 Euro i.M.> ich bin dann bei den Fachzeitschriften besser aufgehoben.
    Bei mir sind es etwa 4 Fzs. mit eher kulturell einzuordnender Thematik.
    Fazit: Eine gute Musikerzeitschrift bringt viel; die `Art` auch.; die `Zeit` ist schön, es hängen viele Erinnerungen ´dran`.
    Der Rest; …!!??
    (Schade, dass es der Rundschau zunehmend schlechter geht, sie hat für mich noch ´sowas wie Lokalkolorit (hess. Immigrant).)
    Ich hoffe davon kann der eine o. andere Journalist ein wenig leben und seinen Cafe´L. finanzieren;
    vor der Schirn für 4 o.m. Euro(schwer)- im italienischen Süden für einen Euro fuffzich..>aber da muss man ja auch erstemal hinkommen, gell?
    SCCCChhh macht der intercity….ssssssss mein Rennrad…( )
    i.ü. habe ich nix gegen alte Sportwagen auch wenn sie Wrooawwww!!!! machen.

  128. Stimmt, der Besitz eines...
    Stimmt, der Besitz eines offenen Wagens entbindet Fahrer und Fahrgäste von jeder Frage, welche Zeitung passt: Gar keine natürlich. Ich erinnere mich jedoch, dass es selbst im letzten Winkel Kretas an einem Ort, der an sich nur für Spezialisten interessante byzantinische Siedlungsreste hatte, die hässliche Zeitung mit den grossen Buchstaben gab. Und die hat sogar jemand am Ort, ehemaliger Gastarbeiter mit Heimweh, gelesen.

  129. @DA
    wie wäre es mit einem...

    @DA
    wie wäre es mit einem bericht von ihrem fahrrad“doktor“ oder eine diskussion über das richtige material und geometrie beim fahrradbau. autos/sunbeam finde ich nicht so spannend – btw: was macht der kühler beim sunbeam?

  130. @di
    vor der schirn? im kaffee...

    @di
    vor der schirn? im kaffee des frankfurter kunstvereins?

  131. Dem Kühler geht es gut, nur...
    Dem Kühler geht es gut, nur mir nicht so sehr – und bis zur Mille Miglia bin ich sowieso dauernd in Italien, da ist es mit der Barchetta einfach besser und sicherer.

  132. Traurige Nachricht: in den USA...
    Traurige Nachricht: in den USA haben die Kindle-Verkaeufe nach den Hardcovers (schon laengst) nun selbst die Paperbacks ueberholt … das passt doch alles in die fast food culture, auch wenn natuerlich bei Kindle kein (Papier-) muell anfaellt. – So wie wir vom Don unlaengst gehoert haben, fehlen dem Sunbeam Tachowelle und deutsche Zulassung.

  133. giraldeli (22.39 Uhr),...
    giraldeli (22.39 Uhr), Krautkrämer ist ein Hotel (das mittlerweile zu Best Western gehört, uaaaah). Da gibt´s auch Kaffee+Kuchen, aber ein Café, nun ja, da stellt man sich was anderes drunter vor. (Grotemeyer, Kleimann,…)
    .
    Gestern beim Kofferpacken WasIstWas-TV geschaut und da haben Veterinär-Pathologen ein Krokodil aufgeschnitten. Ist ja wirklich interessant, was diese Viecher für eine flexible Speiseröhre haben, doch ich habe mich die ganze Zeit eher gefragt, was die Doktoren mit der tollen Kroko-Haut machen, die sie ihm vorher feinsäuberlich abgezogen haben. Habe überall nachgeschaut (auch kurz bei QVC), aber die Frage konnte bisher nicht abschließend beantwortet werden.

  134. "Reine Wissenschaft" zu...
    „Reine Wissenschaft“ zu finanzieren hat bei Licht besehen niemand einen vernünftigen Grund.
    Was wäre denn Ockham gewesen und geworden, wenn seine Kirche, sein Mönchsorden, seine Universität nicht schon vor ihm dagewesen wären?

  135. Traurige Nachricht: in den USA...
    Traurige Nachricht: in den USA haben die Kindle-Verkaeufe nach den Hardcovers (schon laengst) nun selbst die Paperbacks ueberholt … das passt doch alles in die fast food culture, auch wenn natuerlich bei Kindle kein (Papier-) muell anfaellt. – So wie wir vom Don unlaengst gehoert haben, fehlen dem Sunbeam Tachowelle und deutsche Zulassung.

  136. Naja, die Kommentarzahlen hier...
    Naja, die Kommentarzahlen hier waren auch schon immer höher als im Print – aber gut. das hat nichts zu sagen. Mir könnte es insofern egal sein, als ich in beiden Welten spielen kann, ich schreibe üblicherweise akzeptable Printbeiträge, und online kann ich plaudern. Aber gerade der Nachwuchs hat oft absolut keine Lust, sich auf Online einzulassen. Es gibt da eine klare Diskrepanz zwischen dem, was junge Leute rezipieren, und ihre Altersgenossen schreiben wollen.

  137. Traurig zu lesen, dass es...
    Traurig zu lesen, dass es Ihnen, Don Alphonso, nicht gut geht … bis Ostern dann aber hoffentlich gute Besserung!

  138. Sorry, Trias, aber was...
    Sorry, Trias, aber was Dööferes als das Krokodil ist mir nicht eingefallen.
    Ein Portemonnaie aus dem Zeug würde sich gut neben Dons neuem Füller machen.

  139. @hansmeier555
    "Was wäre denn...

    @hansmeier555
    „Was wäre denn Ockham gewesen und geworden, wenn seine Kirche, sein Mönchsorden, seine Universität nicht schon vor ihm dagewesen wären?“
    erinnert mich an eine bürger-diskussion zur bt-wahl 1980, als helmut schmidt einem reaktionären studenten vorwarf (angriff auf den kanzler wegen §218), dass er nur wegen der förderung der kinder armer leute durch seine regierung studieren konnte.
    andererseits: es gibt ein schönes buch von emanuel levinas über talmud-vorlesungen:
    Vom Sakralen zum Heiligen: Fünf neue Talmud-Lesungen [Gebundene Ausgabe]
    Emmanuel Levinas (Autor), Frank Miething (Übersetzer)
    eine besprechung dazu aus der nzz(?)
    Neue Zürcher Zeitung
    Dem Sein entkommen
    Ein Frühwerk von Emmanuel Lévinas
    Von Uwe Justus Wenzel
    Es gehe nicht um die Frage der Angst, soll auf einer Manschette gestanden haben, mit der bei seinem ersten Erscheinen das Buch auf sich aufmerksam machte – im Paris des Jahres 1947 ein dezidiertes Signal. Die Stimmung in jenen Tagen war «existentialistisch» gefärbt und die Angst – vor dem «Nichts» und um das «Sein» – ein wesentliches Element intellektuellen In-der-Welt-Seins. Der Titel des Buches ohne einen zusätzlichen Hinweis hätte «falsche» Erwartungen wecken können: «De l’existence à l’existant». Sein Autor, Emmanuel Lévinas, hatte damit keine Anleihen bei einem «existentialistischen» Sprachgebrauch machen wollen.
    Die vor kurzem, fünfzig Jahre nach dem Original, veröffentlichte deutsche Übersetzung gibt den Titel denn auch gewissermassen «unexistentialistisch» wieder: «Vom Sein zum Seienden». Dies nun nicht, um Enttäuschungen seitens – rar gewordener – «existentialistisch» gesinnter Zeitgenossen vorzubeugen, sondern schlicht mit dem Recht einer Rückübersetzung. Lévinas hatte seinerzeit nämlich mit «existence» und «existant» Heideggers schwergewichtige Termini «Sein» und «Seiendes» ins Französische übertragen – in der Absicht, den Missklang zu vermeiden, den der Neologismus «étant» in der wörtlichen Traduktion, «De l’être à l’étant», hätte erzeugen müssen. Es kam wohl hinzu – die Übersetzer vermerken es –, dass phonetisch eine Verwechslungsgefahr drohte: Aus dem «Seienden», «étant», wäre in manchem Ohr schnell einmal der «Weiher» geworden: «étang».
    KLIMAWECHSEL
    Heidegger also (und nicht etwa Sartre) steht fordernd im Hintergrund dieser Schrift, die die erste ausführlichere Skizze des eigenwilligen philosophischen Projekts eines eigenwilligen Phänomenologen präsentiert; von Heidegger sind die Überlegungen vielfach «inspiriert», getragen aber sind sie ebensosehr «von einem tiefen Bedürfnis», das «Klima» der Heideggerschen Philosophie «zu verlassen»; und auf Heidegger wird die werbende – die abwerbende – Buchbinde gleichfalls oder sogar eigentlich gemünzt gewesen sein. Auf ihn zumindest, den «Fundamentalontologen», den nur Existentialisten für einen Existentialisten halten können, lässt sich «historisch» auch das existentialistische Interesse an der Angst zurückverfolgen.
    Heidegger mass ihr eine hervorragende, eine «welterschliessende» und «seinsverstehende» Funktion zu: Anders als die Furcht, die sich auf etwas Bestimmtes oder doch Bestimmbares beziehe, sei die Angst unbestimmt – eine Gestimmtheit am Rande des «Nichts», von woher das «Sein» als solches und im ganzen sich erschliesse, sich aufschliesse. Im «Vorlaufen zum Tode», dem Bewusstwerden der eigenen Endlichkeit, soll Heideggers Dasein dessen gewahr werden, dass es da sei, in der Welt und frei im Horizont – in den Grenzen – seiner geschichtlichen Existenz.
    Die Frage, auf die Lévinas‘ frühes Werk antwortet, ist – ungefähr – diese: Gibt es elementarere, fundamentalere Bestimmungen als das in der Angst sich aufdrängende «Nichts» und das sich entziehende und so zugleich sich meldende «Sein»? Ja, lautet die Antwort. Es gibt das «es gibt», und zwar nicht nur in der Sprache. Auch Lévinas sucht (wie Heidegger, wie der Existentialismus) den Zugang zu «allgemeinsten Tatsachen» in der Beschreibung von Stimmungen, von Befindlichkeiten zu gewinnen. Auf den ersten Blick mutet dabei der Abstand zu Heidegger nicht gar so gross an: Der Angst steht das «Entsetzen» gegenüber – eine verwandte Gemütsregung, sollte man meinen. Doch entsetzlich ist in Lévinas‘ Welt nicht das «Nichts», auch das Nichts des Todes nicht. Entsetzen löst das Sein aus; freilich nicht das Sein, um das Heideggers geängstigtes Dasein sich sorgt, sondern jenes Sein des «es gibt», des «il y a».
    Sind hier scholastische Spitzfindigkeiten im Anzuge, von Belang allenfalls für die (im Aufschwung begriffene) Lévinas-Philologie? Nicht nur. Was die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg begonnene und in deutscher Kriegsgefangenschaft redigierte Schrift des 1995 verstorbenen Philosophen und Talmudgelehrten für einen grösseren Kreis Nachdenklicher lesenswert (aber darum nicht auch schon leicht lesbar) macht, ist die sozusagen lebensnahe phänomenologische Beschreibung des «il y a». In schlaflos durchwachter Nacht streife es uns, das Entsetzen: ein «anonymer Strom des Seins» überschwemme den Wachenden und die Dinge; Innen und Aussen lösten sich auf, flössen ineinander. Die Welt werde ihrer «objektiven» Konturen, das Bewusstsein seiner «Subjektivität» beraubt, seines Bewusstseins mithin: «Das Wachen hat kein Subjekt.» Befremdlich und doch von einnehmender Evidenz: Wer den Schlaf nicht findet, wer wachen muss, verliert, in gewisser Weise, das Bewusstsein. Und doch – ein Wachen herrscht – verschwindet dieser Jemand nicht, wird vielmehr im «entpersonalisierten» Sein festgehalten, wird «gehalten zu sein», ohne noch dieser oder jene sein zu können. Wer wieder zu «sich» findet und das «anonyme Rauschen» des «es gibt» aussetzt, findet, nur scheinbar paradox, auch wieder Schlaf.
    «Grenzsituationen» wie die nächtliche Schlaflosigkeit (oder auch Faulheit und Müdigkeit) offenbaren dem Phänomenologen, was im taghellen Licht des Bewusstseins je schon «vergessen» ist: Bewusstsein heisst: zu Bewusstsein kommen. Als «Seiendes» bewusst in der Welt zu sein bedeutet: «Widerstand» zu leisten gegen das «anonyme und geschickhafte Sein». Die deskriptive Phänomenologie stösst fortwährend an die Grenzen der Darstellbarkeit, wenn sie «Zustände als Ereignisse» beschreibt oder, umgekehrt perspektiviert, den Augenblick der «Mutation des Verbs in ein Substantiv» sprachlich zu bannen sucht. Lévinas ignoriert diese Grenzen nicht, er lässt sich aber von ihnen auch nicht einschüchtern. Der für sein späteres Werk so charakteristische emphatische, sich übersteigernde Ton eines weder «rein begrifflichen» noch «rein metaphorischen» Schreibens ist bereits im Stil der vierziger Jahre vernehmlich.
    PARTIZIPATION
    Das «es gibt» erschöpft sich nicht darin, vom «ich denke» oder «ich bin» des Bewusstseins überwunden zu werden. Dem «unpersönlichen Wachen» korrespondiert die Möglichkeit eines dauerhaften «Seinsverhältnisses», einer sozialen und religiösen Ordnung, die, allerdings, von mythischen Mächten beherrscht wird. Lévinas deutet dies, auf Lucien Levy-Bruhls Soziologie zurückgreifend, an. Er scheint sogar die Grundzüge des «il y a» an dessen Konzept der «primitiven Mentalität» abgelesen zu haben: In der «Partizipation» an einer anonymen, sakralen Seinsordnung sei es den «Primitiven» verwehrt, individuelle, «persönliche» Identitäten auszubilden; nichts in einer solchen Welt bereite das Erscheinen eines – befreienden – Gottes vor; Indifferenz, auch gegenüber dem Tod, kennzeichne das Dasein.
    Dieselbe Indifferenz übrigens warf Lévinas (in den fünfziger Jahren) mit heiligem Zorn Claude Lévi-Strauss vor. Die «Traurigen Tropen» mit ihrer «absoluten Indifferenz» seien «das am meisten atheistische Buch, das in unseren Tagen geschrieben wurde, das absolut desorientierteste und desorientierendste Buch». Orientierung gab Lévinas die «jüdische Weisheit». Das «Sakrale», «Numinose» oder «Mythische» – es gedeiht in jenem «Halbdunkel», in das diese Weisheit die Fackel der Aufklärung trägt, um den «ethischen Sinn» zu entzünden. In seinen Talmud-Lektüren aus den Jahren 1969 bis 1975, die unlängst auf deutsch publiziert worden sind, sei es ihm, so Lévinas einleitend, um die «Katharsis oder Ent-Mythologisierung des Religiösen» zu tun gewesen. Dass diese Intention für die nie ganz mythosresistente christliche Theologie, für die Christologie insbesondere, eine «Herausforderung» darstellt, ist dieser inzwischen klarer geworden. Die von Josef Wohlmuth zu diesem Thema versammelten Aufsätze enthalten sich überwiegend und wohltuend der brüderlichen Umarmung, die anfangs manche «christliche Rezeption» des jüdischen Denkers so suspekt erscheinen liess.
    Die Entmythologisierung, wie Emmanuel Lévinas sie verstand, endet bekanntlich nicht damit, dass bewusste «Seiende» sich vom anonymen «Sein» losreissen und zu widerstandsfähigen «Subjekten» werden. Bezeichnet ist damit der Anfang einer Bewegung, die zu «sich» erst kommt, wenn sie bei «den Anderen» angelangt ist (dort, wo Heideggers Dasein nie wirklich war). Dies ist in dem Buch von 1947, das sein Thema zugleich mit Blick auf die Dimensionen der Zeitlichkeit angeht, in wenigen Strichen bereits vorweggenommen. Die Öffnung gegenüber dem Anderen beschreibt Lévinas als eine, die nicht «ich» vollbringe: Von mir kann ich mich nicht losreissen wie vom «es gibt». Der Andere öffnet mich, nimmt mich in Anspruch. Nach dem Ausbruch aus dem anonymen Sein der Einbruch des Anderen, den Lévinas hier noch stärker mit «erotischen» Momenten versieht als im späteren Werk.
    Ob «erotisch» oder «ethisch»: die Andersheit des Lévinasschen Anderen kontrastiert der Leichtigkeit und Leichtfertigkeit, mit der gegenwärtig zeitgeistige Lippen ihr Bekenntnis zum «Anderen» und «Fremden» ablegen. Sie hat aber, andererseits, auch mit einem schlüpfrigen Zynismus nichts gemein, der unter dem «Ernstnehmen» der Anderen und Fremden ihre «differenzbewusste» Segregation verstünde.

  140. @DA
    gute gute bessserung,...

    @DA
    gute gute bessserung, hoffentlich wird das wieder

  141. Der Federhalter hat eine...
    Der Federhalter hat eine Geschenkverpackung aus dunkelrotem Krokolederimitat. Es wurde von Sammlern früher gemault, dass die Verpackung von Viscontis minderwertig sei, das haben sie dann auf italienische Weise gelöst. Man muss sie einfach lieben!
    .
    Sagen wir so: Ich kann beschwerdefrei zweimal am Tag durch Mantua radeln und durch die Strassen schweifen. 200 Kilometer überland im offenen Auto sind keine so gute Idee, da spüre ich dann doch, dass ich noch nicht vollends gesund bin, das dauert noch – aber ich bleibe ja auch noch. Gerade bis nächste Woche verlängert, nur am Montag komme ich kurz heim, weil da was zu tun ist.

  142. Berthold IV, vielen Dank. Ich...
    Berthold IV, vielen Dank. Ich liebe nicht nur Italiener, sondern auch das Aufblitzen hoher Bildung in den Kommentaren.

  143. @Don
    Was wollen die jungen...

    @Don
    Was wollen die jungen Leute denn schreiben ausser Leitartikeln zur Außenpolitik?

  144. Muss das sein, Heidegger? --...
    Muss das sein, Heidegger? — dann doch lieber Albertus magnus.

  145. Soweit ich das ab und zu an...
    Soweit ich das ab und zu an Unis erlebe, geht das in Richtung „Nutzwert“ a la „Die besten 100 HNO-Ärzte“, dann sehr oft Richtung PR.Corporate Publishing oder auch klassicher Schemenbeiträge. Man kennt das. Journalismus als Dienstleistung mit Fernziel Leitartikel und erste Seite. Aber ganz sicher nicht Internetchaos. Das war und ist eine Mode für ein gewisses Alter, aber 25-jährige bloggen nur seltenst. Das ist für die schon Opa im Krieg.

  146. BertholdIV, ebenfalls danke -...
    BertholdIV, ebenfalls danke – habe herzlich gelacht. Oder sollte ich es ein zweites Mal lesen? Wie man dem Sein entkommt. Nun, da hätte ich ein paar Tipps.

  147. Das heisst, die WOLLEN...
    Das heisst, die WOLLEN Schleichwerbungsartikel schreiben, schon bevor sie überhaupt ein Volontariat haben? Nicht weil sie dazu verdonnert werden sondern weil sie das selber WOLLEN?
    .
    Der Feudalismus marschiert durch die Institutionen, mit einem Tempo, schneller als Buanaparte durch Italien.

  148. @HansMeier555
    ist faktisch...

    @HansMeier555
    ist faktisch nicht korrekt. Denken Sie daran, wie Colleges immer noch funktionieren und verfasst sind. Die Universitaeten entstammten Gildenhaften Koerperschaften von Scholaren, vergleichbar den Gilden der Handwerker. Dort wurde neben den Priestern und Intellektuellen die Administrative Kaste herangebildet, mit Kaiserlichem und Kirchlichem Schutz und natuerlich dem ganzen Gruendungsklimbim. Wenn sie die Funktion dieser fruehen Institution studieren wollen, schauen sie sich die Geschichte um Abaelard/Heloise an.
    Die Institutionalisierung von geistiger Kraft bedarf nicht der RKK, das ist Quatsch. Denken Sie an die Platonische Akademie und die damalige Sophistengruppe, die sich in vielerlei Weise organisierte, denken Sie an die Chinesischen Scholaren in der WArring states period, denken Sie an die Royal Soc – die Geschichte ist voll der Selbstorganisationsphaenomene von Intellektuellen, die (gottseidank) nicht der RKK bedurfte….

  149. @Vroni 15.29: Der Bore-Out ist...
    @Vroni 15.29: Der Bore-Out ist das interssantere Phänomen von beiden. Mit einer physischen Verschleißlogik ist ihm nicht beizukommen. Fragen Sie einmal Amtsärzte zur Häufigkeit solcher Erkrankungen bei Beamten des mittleren Dienstes, die Zahlen würden Sie erschüttern. Mir scheint da ein gewisser Zusammenhang mit der Fähigkeit zu bestehen, seinem Leben selbst einen Sinn zu geben. (Beim Wertschätzungsmangelburnout wäre es dann umgekehrt, der Sinn des Lebens wird von außen abgesprochen.)
    .
    @Aurispa: Zeitung lesen, nicht nur um der vertieften Analysen, sondern auch um der verstreuten Aktualitäten willen, die für Online zu klein sind. Hier könnten die großen (Print-)Formate wirklich noch etwas leisten. Leider ist die FAS demnach zu flach.
    .
    @DA: Macht das Medium wirklich den Unterschied? Der Economist liefert z.B. seine Artikel auch als mp3, was gerade unterwegs sehr charmant ist. Das Engagement scheint mir dann doch eher am Inhalt zu hängen – Textproduktion oder Sinnproduktion.

  150. Don, so denken Zeitungstypen,...
    Don, so denken Zeitungstypen, wie der Kunde da:
    ´“Das zweite Internet
    .
    Ich: „Haben Sie schon irgendwelche Gedanken oder Ideen für Ihren neuen Internetauftritt, die wir berücksichtigen sollen?“
    Kunde: „Ja. Wir wollen auf keinen Fall in das Internet, wo schon alle sind, wir dachten da an etwas Exklusiveres!““
    .
    (Aus meiner Lieblings-Zitatequelle „Kunden aus der Hölle“.
    Die ich immer lese, wenn mir gewisse amateur clients akut mächtig auf den Sack gehen. Danach geht es mir immer total guuut.)
    .
    Im Zusammenhang mit der FAZ und App auch ein interessante Aussage diese Woche von Olaf im „off the record“ (das Blog verlinke ich hier lieber nicht, den Don kann vermutlich Werber nicht ausstehen):
    „Ängste essen Innovationen auf“ und
    „Verlage wagen es nicht, sich die „Warum nicht“-Frage [pro Flipboard) offen zu stellen.“

  151. HM555. corporate Publishing...
    HM555. corporate Publishing zahlt einfach besser, und die Kunden bedanken sich auch mal für gute Leistung. Im Journalismus ist das höchst unüblich. Der durchschnittliche deutsche Freie verdient 30 Cent pro Zeile. Ich kenne ziemlich viele gute Leute, die nicht einsehen, sich so behandeln zu lassen, also machen sie das einfach. Zudem gibt es ja genug niedrigschwellige Angebote. Für die Hauszeitung von Nobelmarken, die wenig Vorgaben ausser Wohlfühlen machen, muss nicht erst gebettelt werden.

  152. Paulchen P , die Grundfrage...
    Paulchen P , die Grundfrage jeder Publikation ist heute: Will man mit den Lesern schreiben, oder für sie, oder für andere? Und da macht es natürlich schon einen Unterschied, wo es steht. Der eigene Professor oder schulterklopfende Musiker sieht es gern, wenn die Devotion im Print ist, und nicht gerade online, wo darunter wütende Leser „Schleichwerbung“ schreien. Ich höre häufig, dass Leute nicht verstehen, warum ich mir das – gemeint sind Sie alle – antue, ich hätte es doch gar nicht nötig. So ist das.

  153. Vroni, nur zu, es passt schon,...
    Vroni, nur zu, es passt schon, nichts gegen den Olaf. Eine gute Meinung ist auch hier:
    .
    http://www.blog-cj.de/blog/2011/04/20/eine-kleine-app-kritik-9-dahinter-steckt-immer-ein-analoger-kopf/
    .,
    Ich verstehe es so, dass man über das Ipad die Zeitung so verkaufen will, wie sonst auch im Abo, und reich werden, indem man Grosso und Kiosk ausschaltet und hofft, dass es neu und spannend und attraktiv ist, weil es eben auf dem iPad ist. Kann man machen! Keine Frage. Aber ich würde dann doch eher die Zeitung kaufen. Und ob das Ipad-Publikum das FAZ-Publikum ist? Nun, es wird sich zeigen. Ich bin jedenfalls erstaunt.

  154. Auch ein Don freut sich über...
    Auch ein Don freut sich über Anerkennung. Was ist daran so schwer zu verstehen?

  155. muscat, gerade diese beiden...
    muscat, gerade diese beiden Etablissements sind mir zu eng, um mich wohlig in eine Ecke setzen und lesen zu können.
    .
    Trias, mir wär die Kreide schon recht. Senkt meine Heizkosten. Auch wärs nicht mehr so weit bis zum Meer. Aber leider – mit 2-3°C Klimawandel ist die nicht zu haben.

  156. @ Paulchen P.
    Danke!
    Wer sich...

    @ Paulchen P.
    Danke!
    Wer sich selbst nicht recht schätzt, ist meiner Meinung nach extremer als andere auf die Wertschätzung Dritter angewiesen. Ich verstehe Ihre Argumentation, doch Gleich den Sinn des Lebens aufs Tapet zu holen …? Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst.
    .
    Viele haben das Leben verlernt. Kein Wunder wenn man all den Superman- und Superwoman-Anforderungen folgt. Nur um von anderen geliebt (= gewertschätzt) zu werden.
    .
    War gestern übrigens im Rosengarten an der Isar und habe statt Zeitung zu lesen (böse…) nur den Vögeln gelauscht und einen Raben beobachtet, wie er eine von Kindern verlorene Eiswaffel in die Erde pflanzte. Heiße Typen die Raben.

  157. Auf die Gefahr der Steinigung...
    Auf die Gefahr der Steinigung hin: haben die geschätzten Kommentarschaften Erfahrungen mit dem Kindle? Taugt das? (Bitte nur ernstgemeinte Zuschriften!)

  158. ah und ich vergass die...
    ah und ich vergass die Patronate islamischer Fuersten im fruehen Mittelalter,die damals, als die wirtschaftliche Macht noch nicht von Italien etc abgegraben war, an ihren Hoefen Intellektuelle kultivierten. Der Staat oder die RKK stellt gewisse Ansprueche, Rahmenbedingungen fuer die Existenz von Gruppen, aber ist keine Bedingung.

  159. Re open-top Autos. Gibt's...
    Re open-top Autos. Gibt’s jemand hier, der ein Morgan besitzt (oder besass?).
    Ich habe die Fabrik einmal besucht, mit meinem Vater, der damals ein altes gebrauchtes Plus 4 hatte.

  160. lieber don, nicht wahr, sie...
    lieber don, nicht wahr, sie meinen ‚fakten, fakten, fakten – und an die leser denken‘? eine gewisse vorsicht ist angebracht, sonst werden sie noch bezichtigt werden, seelen geraubt zu haben…
    .
    „In der «Partizipation» an einer anonymen, sakralen Seinsordnung sei es den «Primitiven» verwehrt, individuelle, «persönliche» Identitäten auszubilden; nichts in einer solchen Welt bereite das Erscheinen eines – befreienden – Gottes vor; Indifferenz, auch gegenüber dem Tod, kennzeichne das Dasein.“ –
    somnambule seinskonzeptionen, die nichts von sich selbst wissen, sind nicht selten. und die genannte indifferenz ist eine tatkräftig begangene, die zugleich nichts von sich weiss. die religiöse ordnung, gerade der christlichen ausrichtung (ob ihrer konkretheit, um es verkürzt auszudrücken), erscheint in ihrer massenausprägung allerdings als eine mythische, darin ist zuzustimmen. allein schon deshalb ist der begriff der christlich-jüdischen tradition, nun ja, grimmig erheiternd.
    .
    danke, lieber berthold IV, so ist der start in diesen tag nach lange durchwachter nacht doch noch ein guter geworden.

  161. giraldeli, es drängt sich mir...
    giraldeli, es drängt sich mir der Verdacht auf, dass Sie noch gar nie dort gewesen sind. Wochenende zählt nicht; das war ja auch nicht Thema (siehe Blogüberschrift).

  162. @giraldeli: Taugen tut das...
    @giraldeli: Taugen tut das Kindle schon – wenn man so etwas will. Zum Lesen zur reinen Informationsaufnahme klappt es auch optisch gut. ABER: man verliert das haptische Element des Seitenumschlagens, des Haltens eines netten Buchs, den Blick auf die Buchregale mit der stolzen Reihe gelesener Werke und dem sehnsuechtigen Blick auf solche, die noch nicht gelesen wurden … erschuettert war ich nur von einem befreundeten Comics-Leser, der sich auf’s Kindle freute – ich dachte immer, gerade Comics leben vom haptischen!! Und der Sammlerwut. Uebrigens gehoeren einem die Kindle-Texte nicht absolut, was Nutzer erfuhren, als Ihnen kurz einmal gerade ihr Zugriff auf „1984“ aus copyright-Gruenden gesperrt wurde.

  163. DA - kennen "Top Gear" auf...
    DA – kennen „Top Gear“ auf BBC?
    http://www.topgear.com/uk/morgan/plus-4

  164. @ Vroni: Der Sinn/Wert des...
    @ Vroni: Der Sinn/Wert des eigenen Lebens ist gar nicht so weit hergeholt, sondern eher der Kern des Phänomens. Was passiert, wenn dieses ständige Plebiszit der Umgebung „Wertschätzung durch Andere“ nicht hinreichend Kuschelfaktor generiert, und kein Bewußtsein vom unbedingten Eigenwert eines jeden Menschen vorhanden ist? Letzteres ist nach meinem Verständnis die zentrale österliche Botschaft.
    .
    Vor diesem Hintergrund kann man dann auch unterschiedliche Meinungen aushalten, ohne zwanghaft über PC wieder ein Scheinkuscheln herstellen zu müssen. Let’s agree to disagree.

  165. fion: *HACH*
    .
    Was die...

    fion: *HACH*
    .
    Was die Einstellung angeht: Ich würde das als „Kognitive Doissonanz§“ bezeichnen. Die ganze Printmedienbranche betont, dass sie ja so unglaublich tollen Auorenjournalismus machen wollen, alle wollen – oder müssen – weg vom obsoleten Nachrichtengeschäft, also bleibt nicht viel anderes übrig. Auf der anderen Seite haben sie zwar Leute, die Tastaturen bedienen und Pressemitteilungen lesen können, also formal im Ergebnis „Autoren“ sind – aber bei denen sieht man im Internet wiederum schnell, wer als Autor bei den Lesern zählt, und wer nicht. Ganz schön bitter, ab und zu. Insofern wird oben zwar in eine Richtung der Marsch ausgerufen, aber unten würde man diesen Weg lieber anderen überlassen, mit der Betonung auf die Notwendigkeit der Erhaltung von Kernkompetenzen. Und wirklich so ganz ist man oben auch nicht von den neuen Autorenkonzepten überzeugt, und so kommt das dann.

  166. iPad-Erfahrung seit dem 24.12....
    iPad-Erfahrung seit dem 24.12. 2010 (statt Schmuck, Parfum und Buegeleisen zu Weihnachten), Kurzfassung:
    .
    1. Buecher werden immer noch gelesen. Die iPad-Fassungen wurden verworfen.
    2. Wochenendausgabe des „Volkskrant“ ist im Abo auf iPad. Bett/ Sofaleser.
    3. Aktuelle Nachrichten (Mord, Totschlag, Verkehrsunfaelle, Politik sowieso) nur . noch digital. Die Katze hat ihren Sofaplatz (unrevolutionaer) . wiederbekommen.
    4. Fuer das Lesen auf besonnter Dachterrasse wird die Printausgabe extra . angeschafft, iPad hasst volles Tageslicht.
    5. Gedruckte Buecher werden bleiben. Auch wegen der mechanischen . Belastbarkeit.
    .
    Gesamtbewertung: Sehr nuetzlich. Beinahe genial. Guter Lueckenbuesser. Zum Bloglesen ideal, zum Kommentieren weniger (Tatstatur).

  167. @georgy...
    @georgy koentges
    .
    „Sophistengruppe“ ist schon mal ein gutes Stichwort. In der Antike ging es um Rhetorik und damit um das Streben nach sozialem Erfolg.
    Das Streben nach höherer, d.h. im Diesseits zweckloser Erkenntis dagegen war mehr ein Privatvergnügen und wurde nirgendwo dauerhaft institutionalisiert. Man hatte zwar „Forschungsfreiheit“, aber kein Motiv, auch tatsächlich zu forschen.
    .
    So hat das Alte Rom trotz bester materieller Voraussetzungen eben kein Wissenschaftssystem hervorgebracht.
    Die grosse Bibliothek stand in Alexandria und nicht in Rom, Mailand oder Trier.
    Klar hatte man ein ziemlich hoch entwickeltes Handwerk und das Militär hatte seine Techniker, etc. aber Wissen wurde dort mündlich vom Lehrer zum Schüler tradiert.
    Das Römische Reich hat trotz seiner langen Existenz, seiner politischen Macht und seines wirtschaftlichen Reichtums und trotz des hohen Stands seiner Technik so gut wie nichts an wissenschaftlicher Literatur hinterlassen. Einige Ausnahmen (Mago, Tacitus, Plinius) bestätigen diese Regel.

  168. Auch die Astronomie hat...
    Auch die Astronomie hat religiöse Wurzeln, die Chemie ist aus der Alchemie hervorgegangen und die moderne Unterschiedung zwischen „Wissenschaft“ und „Aberglaube“ kann so eben nicht auf Mittelalter oder Antike übertragen werden. Das „wissenschaftliche Denken“ ist eben — auch wenn sich manches Physikergemüt gegen diese Einsicht sträubt — auch ein Kulturprodukt, das nicht voraussetzungslos entsteht, sich nicht einfach aus sich selbst ergibt (durch „einfach-nur-logisches-Denken“ oder so), sondern historisch wachsen muß.
    .
    In Europa hat erst die (christliche) Religion die Voraussetzungen dafür geschaffen.

  169. @DA 10.57: Vielleicht ist die...
    @DA 10.57: Vielleicht ist die Welt abseits des journalistischen Schreibens, im akademischen Bereich, doch eine andere. Natürlich wird hier Wert auf die Originalität des eigenen Gedankens gelegt. Die Diskussion vollzieht sich dann allerdings eher über verschiedene Beiträge und eine längere Zeit hinweg. Die „schleichwerbenden“ Beiträge ohne Erkenntniswert werden anschließend einfach ignoriert. Die verschiedenen Formen des Schreibens existieren so fröhlich parallel, teils im gleichen Heft der gleichen Zeitschrift. Wissenschaftliche (=zitierfähige) Publikationsformen mit so kurzen Antwortzyklen wie hier sind mir dabei eher nicht bekannt. Wobei Coreferate von B4 schonmal fast den Umfang einer ordentlichen Replik annehmen können.
    .
    Warum Sie sich das antuen, könnte es sein, dass Ihnen die „Rasselbande“ hier ein bisschen Spaß macht? Apropos Spaß, wo Sie gerade einen so unglaublich eleganten neuen Füller erworben haben, wie wär’s mit einem Blog zum entschleunigten Schreiben :)

  170. Paulchen P., die Rasselbancde...
    Paulchen P., die Rasselbancde macht mir natürlich Spass – das steht doch nicht ausser Frage. Meine Handschrift jedoch würde man nicht lsen wollen – und können – und was weitere Blogs angeht: Die FAZ hat davon nicht zu wenige. Nur zu wenige mit Substanz. Aber davon hat meine Handschrift nichts.

  171. muscat, gar nie ist zu viel...
    muscat, gar nie ist zu viel gesagt. aber natürlich an Wochenenden. Aber nun, dieses Münster ist in allem zu eng, wie Tübingen. Gern hätte ich ein paar Jährchen in Göttingen studiert. Dort leben Geist, Cafes und der Kuchen. Nur am Göttinger Hain fehlen mir draußen die Kännchen.

  172. @Giraldeli: Habe mir aus...
    @Giraldeli: Habe mir aus Platzgruenden im letzten herbst einen Kindle gekauft. War anfangs sehr skeptisch- eben wegen der anderen Haptik. deshalb auch nur das allerbilligste Modell, dazu einen lederienband.
    .
    Und jetzt bin ich sehr, sehr gluecklich.
    .
    Gespeichert sind derzeit etwa 120 Buecher. Darunter sehr viele „Klassiker“, die ich bereits ein- oder mehrfach gedruckt besitze. Dazu etwa 30 neue, seichte Lektuere, die ich mir sowieso nur als Paperback (fuer die Mittagspause oder den oeffentlichen Nahverkehr) gekauft haette. Gezahlt habe ich vieleicht fur 40 Buecher, der Rest war gratis. Und das schliesst Material mit ein, das man sonst wirklich suchen muss- Texte von Livingstone, Stanley, Mungo Park, James Cook… all die klassischen Forschungsreisenden. Das ist wirklich eine wahre Freude!
    .
    Mit dem Standard- Lederumschlag liegt der kleine Kindle wie ein Taschenbuch in der Hand, die Fontgroesse kann dem Bedarf angepasst werden (also z.B. groesser im ruckelnden Bus).
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    Ich bin rundum begeistert, fuer meine Zwecke.
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    Deutliche Nachteile: das deutschsprachige Angebot ist noch recht klein, neue deutsche Literatur eigentlich kaum erhaeltich- oder jedenfalls kaum zu finden (vielleicht bin ich aber auch nur zu bloed). Auch ihat das Basismodell, das ich nun besitze, nur einen grau- weissen Bildschirm- also ist nicht multimedial einsetzbar. da waere vermutlich der iPad die bessere Wahl- aber den muesste ich dann vermutlcih gleich ein paarmal kaufen, damit Frau und Tochter mir nicht meinen eigenen wegnehmen! :-)
    .
    Haette ich die Zeit, gemuetlich ungestoert zu sitzen und zu schmoekern, wuerde ich die gepflegte Bibliothek im Elternhaus vorziehen. Da ich aber meistens auf Fast Lit verfalle, ist der Kindle optimal.

  173. @Don – Es tut mir leid zu...
    @Don – Es tut mir leid zu lesen, dass Sie heute einen schlechten Tag haben. Hilft es Ihnen zu erfahren, dass Sie nicht der Einzige sind? Mir ging es gestern mies. Ich hatte einfach zu nichts mehr Lust und hab mir ernsthaft überlegt, endgültig in mein Ferienhaus nach Kanada umzuziehen, keine FAZ, kein Blog. ‚Ich höre schließlich (auch sehr) häufig, dass Leute nicht verstehen, warum ich mir das – gemeint sind Sie alle – antue, ich hätte es doch gar nicht nötig. So ist das.’ Schließlich habe ich jetzt schon über acht Jahre unbezahlt bearbeitet. Was geht mich die Zukunft Europas oder gar die der Welt an? Soll doch der Obama seinem Traum nachhängen, dass es in dreißig Jahren sein Nach-Nach-Nachfolger schafft, eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen (Wenn es dann überhaupt noch eine lebensfähige gibt).
    .
    Dann hab ich mir überlegt, vielleicht liegt es auch nur an der Karwoche. “Oh Haupt voll Blut und Wunden”… oder “Wenn ich einmal soll scheiden”, ist nicht gerade aufmunternde Musik. Die Matthäuspassion gehört zum niederländischen Vorostern Ritual der hiesigen Stützen der Gesellschaft. Heute ist Gründonnerstag. Statt in die Leidener Pieterskerk, werde ich heute Abend spazieren gehen, um mir Vögel(stimmen) anzuhören.

  174. @ Paulchen P.
    Ich agree doch!...

    @ Paulchen P.
    Ich agree doch! In allem mit Ihnen. Obwohl ich ein alter Agnostiker bin.
    Zwanghaftes Scheinkuscheln oder behagliches Plaudern − den Unterschied macht oft, so glaube ich zumindest, das Auge des Betrachters.

  175. Nachdem Herr K. seines...
    Nachdem Herr K. seines Zeichens Landvermesser, in seinem Stammcafé die von ihm geschätzte Tageszeitung durchgelesen und eine Melange zu sich genommen, ging er zum Schloß. Ab diesem Zeitpunkt verlor sich jede Spur von ihm.

  176. "...das steht doch nicht...
    „…das steht doch nicht ausser Frage…“
    So so.
    .
    Es fehlt noch ein fettes Osterrezept. Aber nicht schon wieder Pasta! Ok, mit einem Braten wird´s schwierig, aber wie wäre es denn mit
    http://www.chefkoch.de/rezepte/1679171275997197/Torta-Pasqualina.html
    (Ich empfehle die Parmesanmenge zu verdoppeln.)

  177. Schulmeisterlein Wutz....
    Schulmeisterlein Wutz.

  178. Für diese Ihre Seite nehme...
    Für diese Ihre Seite nehme ich gern einen Espresso und mir ein paar Minuten von der vielen Zeit, die ich ohnehin habe. Und dann lese ich. Hervorragend!

  179. Danke für das Lob!...
    Danke für das Lob!

  180. Lieber Tiger,
    Mozarts Requiem!...

    Lieber Tiger,
    Mozarts Requiem! Das ginge doch noch, oder?
    .
    Oder sofort das Leben des Brian einlegen! Das sind die einzigen zwei beiden, die ich mir zu Ostern freiwillig antue. Das erste wegen der erstklassigen Musik (Gänsehaut), das zweite, weil ich dringend danach eine gewaltige Portion höheren Flachsinn brauche. Oder davor.

  181. @ Giraldeli: ... und dann lese...
    @ Giraldeli: … und dann lese ich gerade noch, dass nun ueber 25000 deutsche Titel im deutschen KindleStore erhaeltlich sind- seit heute!
    .
    Ich geh jetzt erst mal stoebern…

  182. @ Vroni: Ich hatte da die...
    @ Vroni: Ich hatte da die Gänsefüße vergessen; es sollte ein Schlachtruf gegen die PC sein. So bin und war ich ganz bei Ihnen.
    .
    Plaudern ohne zwanghafte PC geht auch sehr behaglich, und unterhaltsam, jedenfalls wenn man das Löcken des Stachels so charmant verpackt, dass es für Aufforderungen zum verbalen Duell nicht mehr reicht. Das wäre dann wohl höflich.
    .
    @ DA 12.06: In meinem Post muss der Wurm dringesteckt haben. Ich würde mich jedenfalls schon über einen dahingehenden Beitrag freuen. Oder zum Thema „Über die Indiskretion des postanalogen Lichtbildes – was das Knipsen von besseren Kreisen übrig ließ.“

  183. hallo muscat um h 10:14, ...
    hallo muscat um h 10:14, mir aber. Wie wäre es mit Armbändern
    für Uhren ? mfG T.

  184. @Vroni
    Mozarts Requiem ist...

    @Vroni
    Mozarts Requiem ist weltliche Musik pur und geht in der Karwoche gar nicht.
    .
    Bitte nur a capella.

  185. So sehr arbeitsam wie ich...
    So sehr arbeitsam wie ich begierig Reiseberichte las und Fernweh fühlte, war ich nie, dennoch kann ich sagen, aus dem wenigen machte ich viel. Mir fehlte es an nichts. Schon gar nicht an Zeit und Zeitungen, die zu lesen aus der Ferne allerdings weit amüsanter und intensiver, fernab allgegenwärtiger Störfaktoren.
    Sicher wurde die Zeitung nach den Cafes erfunden, was sonst sollte man dort ohne. Oder erfand man gar die Cafes als einzig wahren Ort der Zuflucht?
    Ich meine, man kann dort nur allein hin. Alles andere hält vom Lesen ab.
    Wer dies nur im Urlaub kann, hat den falschen Job.

  186. @Vroni - Das Requiem von...
    @Vroni – Das Requiem von Mozart finde ich noch deprimierender als Bach. Amseln sind viel besser.
    .
    Das Leben des Brian kenne ich nicht. Fällt wahrscheinlich in die Kategorie der Bücher, wie ‘Life with Pi’ oder ‘Schiffbruch mit Tiger’
    .
    “Textauszug: Als wir Land erreichten, Mexiko, um genau zu sein, war ich so schwach, dass ich kaum noch die Kraft hatte, mich darüber zu freuen. Die Landung war sehr mühsam. Fast wäre das Rettungsboot noch in der Brandung gekentert. ……….’
    http://www.christa-tamara-kaul.de/buch-martel-yann-schiffbruch.htm
    .
    Needless to say, I was not on that boat!

  187. Dann sollte die Leserschaft...
    Dann sollte die Leserschaft mal „Der Tag des jüngsten Gerichts“ von Telemann hören, das ist so depremierend wie die Onlineverweildauer bei normalen Onlineartikel. Nehmt lieber Vivaldi.

  188. Trias, aber nur, wenn es keine...
    Trias, aber nur, wenn es keine wasserfesten Uhren sein sollen.

  189. Warum muss denn immer alles...
    Warum muss denn immer alles lustig sein?. Für die Karwoche gibt es von diversen Komponisten großartige Musik. Einfach mal bei Amazon das Stichwort „Lecons de Ténèbres“ eingeben. Besonders schön: Charpentier. Am Karfreitag dann natürlich Bachs Matthäuspassion. Im DeutschlandRadio wird ab 20:05 Uhr ein Konzert mit dem hervoragenden RIAS-Kammerchor gesendet. Karsamstag dürfen Sie dann ausruhen und der Dinge harren, die da kommen werden (oder auch nicht). Zu Ostern dann das Osteroratorium von Bach, das ist allerdings nicht ganz so beeindruckend wie die Passionen. Dafür gibt es aber zahlreiche sehr schöne Osterkantaten, zum Beispiel „Christ lag in Todesbanden“, eine der frühesten Kantaten Bachs, wunderbar archaisch in Text und Musik.

  190. palmsonntag erinnert mich...
    palmsonntag erinnert mich immer an den in 1995. war damals bei einer gedenkveranstaltung für dietrich bonhöfer in flossenbürg (50er jahrestag seiner hinrichtung).
    @hansmeier555: ein sehr interessanter theologe btw: ;o)

  191. georgy koentges@: Habe mich...
    georgy koentges@: Habe mich doch noch zu einer Entgegnung aufgerafft: Die Jesuitenwissenschaftler am chinesischen Hofe im 17. Jhdt., z. B. der rhein. Adlige Bell von Schall sowie der Italiener Matteo Ricci, unterstanden dem besonderen Schutz des Kaisers Kangxi. Die wissenschaftl. Akademien es modernen Chinas rechnen es sich zur Ehre an auf diesen u. v. a. Wegbereitern zu fußen. Ohne die von Ihnen belästerte RkK hätte das geistige Europa nur schwer, wenn überhaupt, zu den Quellen der Antike zurückgefunden.

  192. "Der Tag des juengsten...
    „Der Tag des juengsten Gerichtes“ gehoert zu meinen Lieblingsoratorien. Man moege es glauben oder nicht.
    Die Truebsal gehoert zum Leben, wie die Erloesung daraus. Beides kommt, beides geht. Leider verschwindet die Befreiung schneller als sie ercheint, ein Grund mehr sie ausgiebig zu feiern.

  193. Und nicht vergessen: "One...
    Und nicht vergessen: „One cross each!“
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=Dr9VDZuSyQE

  194. @plindos
    aufgerafft: müssen...

    @plindos
    aufgerafft: müssen wir uns sorgen machen? hoffentlich nicht.

  195. Sie kennen "Leben des Brian"...
    Sie kennen „Leben des Brian“ wirklich nicht, Tiger? Das ist ja eigentlich unverzeihlich, werft den Purchen zu Poten!
    Es ist ein Film von Monty Python. Zu Ostern absolut un-ver-zicht-bar. Ebenso wie die Bach-Passionen. Und vielleicht die Doppelchörigen Motetten von Schütz.

  196. @B4 – Bei Spiegel-Online ist...
    @B4 – Bei Spiegel-Online ist Frau van Leyen offenbar gottähnlich – sie ‘schenkt armen Familien zwei Monate’.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,758529,00.html
    Ob die ‘armen’ Familien dieses Geschenk mit der erwarteten Herz-Demut annehmen?
    .
    @Barocke Hörerin – ‘Christ lag in Todesbanden’. Darin steckt mehr Wahrheit als Herrn Prof. Dr. Ratzinger lieb ist.

  197. Sorry für den OFF Topic,...
    Sorry für den OFF Topic, fällt dazu noch jemand was ein ? Ich sitze gerade heulend vor der Kiste.. Dabei war der Tag bis jetzt so schön… Das sind Sekunden wo ich fluche das ich keine Kohle habe, nebst der Gleichgültigkeit und.. ach Shit..
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,758410,00.html

  198. Verehrter Don Alphonso,

    ich...
    Verehrter Don Alphonso,
    ich werde jetzt eine Woche auf Ihren die Gesellschaft stützenden Blog verzichten müssen. Ich bin untröstlich!
    .
    Doch der Flieger ist gebucht, der Hotelier und das miese Wetter im nördlichsten Europa warten auf mich.
    .
    Ein sonniges Osterfest wünscht Ihnen Ihre treue Leserin
    PadE

  199. Werte PadE, gute Idee, der...
    Werte PadE, gute Idee, der arme Otaku1612 würde sich über Zuspruch sicherlich freuen…
    .
    Frohe Ostern, Ihr Lieben!

  200. @ Otaku1612 – das kritische...
    @ Otaku1612 – das kritische Problem ist nicht ‘Japan legt hohe Strahlengrenzwerte für Kinder fest’, sondern die Tatsache, dass die Strahlendosis mittlerweile so hoch ist. Unabhängig von der festgelegten Höchstgrenze, die Kinder sind der gegebenen Strahlenmenge ausgesetzt… weil die zuständigen Erwachsenen zu feige sind.
    .
    @Savall – Nein, kenn ich nicht, Monty Python hat mich nie begeistert. Für Ostern gibt es für mich nur einen Klassiker (kann ich auf deutsch und englisch auswendig), von dem berühmten Frankfurter (hier auf das Wesentliche gekürzt, damit ich die Geduld der anderen Bloggäste nicht strapaziere):
    —————
    Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    durch des Frühlings holden belebenden Blick,
    im Tale grünet Hoffnungsglück;

    Jeder sonnt sich heute so gern.
    Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
    denn sie sind selber auferstanden:
    aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
    aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
    aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
    aus den Straßen quetschender Enge,
    aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
    sind sie alle ans Licht gebracht.
    ….
    Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
    hier ist des Volkes wahrer Himmel,
    zufrieden jauchzet groß und klein:
    Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein!

  201. @lieber plindos. Kangxi war...
    @lieber plindos. Kangxi war ein gebildeter Mann und wie jeder clevere Potentat gruppiert er um sich einen Zoo von Kuriositaeten, menschlichen, tierischen und jesuitischen. Kangxi war recht interessiert an allem Westlichen (das Spiegelbild unseres Orientalismus..) und ob es nun mal Jesuiten waren oder jemand anders, haette wohl kaum eine Rolle gespielt. Jesuiten schrieben die Lexika. Kangxi liebte sehr, wie viele andere Kaiser, auch die Europaeische Technologie, die Linsen, die Uhrwerke (obwohl die Chinesen die ersten Uhren gebaut haben), alles, was Technisch neu und clever war, fand er toll. Aber in irgendeiner Weise anzunehmen, dass die viertausendjaehrige Chinesische Zivilisation (uuuund, wer hat mit dem Schreibn angefangen???….) einer Gruppe von Jesuiten Bedeutsames zu verdanken haette, waere ja nun mehr als lachhaft – auch in Europaeischen Standards.
    .
    Es gibt in der Chinesischen Geistesgeschichte genuine Traditionen der Aufklaerung, die aelter als 2500 Jahre sind. Selbst wenn Sie Konfuzius lesen (der wirklich nur eines von vielen verschiedenen in jener zeit evolvierten Philosophien verkoerpert, dann werden Sie feststellen, wie sehr dies doch einer Kantischen Ethik aehnlich ist, insbes die Verzahnung von Ethik und Ontologie. hier ist kein Platz, dies laenger zu entfalten.
    .
    Was Ihren letzten Punkt angeht, haben Sie m.E. oberflaechlich recht, aber nur oberflaechlich. Es fragt sich, wer vom anderen mehr profitiert hat. Eine primitive juedische Sekte, getragen von Sklaven (und anderen, die Don nicht sympathisch waeren..und sicherlich kein hochwertiges Griechisch sprachen)- von der Antiken Vergeistigung auf einem Niveau, das das Mittelmeer sonst nicht zustande gebracht hat – oder die alten klassischen Traditionen, die sich weiter durch die christlichen Schultraditionen in die Gegenwart fortsetzten?
    Schwer zu sagen, das gegenseitige Abhaengigkeitsverhaeltnis zu brechen und einem Partner den Primat zu geben ;-)
    Sie wissen auch, ueber wen wir den Aristoteles bekamen…viele andere natuerlich ueber die Kommentatoren und Uebersetzer der Bibel, die versuchten, mit klassischem Geist dem so Simplen und m.E. Schaedlichen einen Goldfirnis zu verpassen.
    .
    Wenn Sie die Kirchenvaeter lesen, wird das gegenseitige Spannungsverhaeltnis besonders deutlich. Traditionen, die sich um ein Buch drehen, sind natuerlich grundsaetzlich mal was Gutes, aber auch nur ‚grundsaetzlich‘. Aber stellen Sie sich vor, dieses Christentum waere nicht von der schon lange vorher existierenden antiken Tradition hellenistischer (oder frueherer) Textkritik gekeltert worden, die davon ausgeht, dass jeder Text etwas ist, das interpretiert werden muss, selbst wenn es ein heiliger ist – die Idee, einen Kanon von anerkannten Schriften, die ja doch heilig sind, erst etabilieren zu muessen, ist ohne Alexandrinisches Denken undenkbar. Wenn dies nicht da waere (wie in einer anderen Tradition, die ich jetzt nicht nenne) , schwupsdiwupps waeren Sie immer noch bei woertlicher Schriftauslegung geblieben und wohin das gefuehrt hat und fuehren wird, dazu habe ich viel zu viel Galle im Leib, dies hier auch nur einmal explizit zu benennen.
    .
    nun ja, zu ihrem zweiten Punkt. Es ist unmoeglich, mit Geschichte zu argumentieren, wer, wenn nicht die Priesterkaste, waere in einer primitiven Welt, der Hort der Buchbeschaeftigung, des Lernens, Studierens und ERforschens gewesen? War schon immer so , auch in alten Kulturen, bevor sich so was wie Buergertum entwickelte, das eigene und neue Partizipationsansprueche stellte. Aus den Gegebenheiten nun constraints und ‚Bedingungen der Moeglichkeit ‚abzuleiten, ist sicherlich verwaste Propaganda.
    Es gibt viele parallele Modelle, die existiert haben und existieren werden, der Kulturvergleich liefert diese, wenn man genau hinschaut.

  202. Mondry, danke....
    Mondry, danke.

  203. @georgy koentges
    ich werde...

    @georgy koentges
    ich werde meinen katholischen (mit hans küng nicht rkk sic!, dazu sind zu viele, die die rkk verteidigen schon exkommuniziert; nicht jedem erweist die rkk die gnade und teilt ihm seine exkommunikation mit) glauben nicht rechtfertigen mit kulturellen oder wissenschaftstheoretischen leistungen der rkk, wie hoch die auch sein mögen.
    hansmeier555 möge mich jetzt wieder einen barthianer schimpfen ;o), aber da lese ich im zweifel gerade in der karwoche lieber: dietrich bonhöffer widerstand und ergebung.

  204. Der Tiger@ Natürlich. Hinzu...
    Der Tiger@ Natürlich. Hinzu kommt das a.) viel zu wenig gemessen wird, den ein Cäsium Hot Spot kann auch 50 cm Durchmesser haben, ein Schritt weiter muss der Geigerzähler das nicht mal anzeigen, b.) die Messungen von Leuten gemacht werden die jedes Interesse daran haben das Sie niedrig ausfallen.
    muscat@ Ne bloss nicht, in der Stimmung sage ich Leuten die sich nicht überlegen wie man Tickets finanziert oder ähnliches pöse pöse Sachen, die mir später gelegentlich wieder Leid tun. Es geht mir eben nicht ins klein geistige Hirn wie man einfach 08/15 weiter machen kann… Es ist zum aus der Haut fahren. gut das ich nix zu melden habe, einige Leute wurden derzeit wirklich Standrechtlich fuesiliert, der Rest zum Arbeitseinsatz geschickt und jedes Vermögen über 10.000.000 verstaatlichst, jedes monatlichen Einkommen über 3000 gleich mit und…. anyway….. ……
    Lasst euch bloß Ostern von mir nicht versauen…

  205. ..Da
    ist mir doch gerade wegen...

    ..Da
    ist mir doch gerade wegen Netzunterbrechung ein langer Text verschwunden!
    aber egal,
    ..es ging um den Beitrag von @berthold sowie Ihre (B)-Anmerkung
    ..warum stürzt mir ein Text ab?? wenn ich ´mal ´was über die B schreiben will?
    ..nur ein bisschen().Beginn der Paranoia? ..o. B. steckt dahinter!
    alte Musik: Neben Bach; ich erinnere mich an camille saint sains beim verregneten Frühling seiner Zeit; feierlich, aber nicht tragisch..die Orgelsynfonie, fast wie Weihnachten.
    neue Musik: (..ist viel schwerer): j.j. grey singt herzzerreissend schön aus den Sümpfen.
    aktueller Bez.!?
    .die gemischten Beschreibungen über Nutzen und Anwendung vom I-pad im Vergleich zum gedruckten Text sehe ich (macbook) genauso, allerdings stossen vielen Appleanw. die Berichte über die Produktionsbedingungen in China auf.
    Ich denke da ist eine Eigendynamik entstanden und vielleicht ist es menschlicher(m.-freundlicher) ein wenig zu warten.
    Was die Massenfertigung von Carbonteilen (Rad) anbelangt, verhält es sich wahrscheinlich ähnlich.
    @berthold..interessant, aber sehr lang ()..wobei es immer noch anzumerken gilt, dass ein Text mit selbigem Inhalt nicht leicht so! zu formulieren ist, dass man ihn dennoch gerne liesst bzw. gelesen hat…(mir fiel dazu etwas über das `Immaginäre und das Fiktive in der Literatur` ein) ..(w.isser)).. Klährung der Begriffe.

  206. @Otaku1612 - Messen ist nur...
    @Otaku1612 – Messen ist nur eine sekundäre Angelegenheit. Wenn die Strahlung da ist, schadet sie, ob sie nun richtig oder falsch gemessen wird. Es ist die Ursache, die man aufgreifen muss – und zwar top-down. Solange sich die japanische Regierung zusammen mit der internationalen Gemeinschaft der Atombombenbesitzer nicht durchringen kann, das Problem dieser Atomkraftwerke zusammen mit der Ursache der Erdbeben ehrlich zu benennen und dann zu tun, was mit Hilfe aller Nationen technisch möglich ist, ist das ganze wie Krebs – er weitet sich immer weiter aus.

  207. georgy koentges@: Es lag mir...
    georgy koentges@: Es lag mir völlig ferne Sie bekehren zu wollen. Wie denn auch, da Sie ja zum hohen Klerus der Agnostiker, Durchblicker und Allwissenden zu gehören scheinen.. aber dennoch, besten Dank für Ihre frdl. Replik da Sie mich einer Antwort für würdig befunden hatten.
    Est quidem sapiens beatus.

  208. Den Geheimrat in allen Ehren,...
    Den Geheimrat in allen Ehren, Tiger, dagegen gibt es gar nichts zu sagen, ganz im Gegenteil. Aber ich meine Sie ja schon einige Zeit zu kennen und man macht sich mutatis mutandis ein Bild von dem Menschen hinter dem Pseudonym. Daß Sie unpythonesk sein könnten, kam mir nie in den Sinn. Gerade bei Ihren Erfahrungen sollten doch das Ministry of Silly Walks, die Spanische Inquisition oder die Royal Society for Putting Things on top of other things auf offene Ohren stoßen. Nun, ich will nicht missionieren, vor allem da ja strittig ist, ob man der Kalebasse oder der Sandale folgen soll. Eines sei jedoch gesagt: Ihnen entgeht etwas.

  209. Lieber Otaku,
    ich wünsche...

    Lieber Otaku,
    ich wünsche Ihnen trotz des Ungemachs (Japan) frohe Osterfeiertage udn eien shcöen Zeit für Ihre Jungs. (Ihc mag solche Hunderln recht gerne, ob wohl ich mioch real mit großem Vergnüpgen von einem eigenwilligen Katztier knechten lasse …)
    Freuen Sie sich übre die Kirschblüte, blätternSsie in einem formidablen Hokusai-Bildband und verwünschen Sie deren Regierung+ (plus Temco) mit heißem Herzen. So do I.
    .
    Die Zeitung (immerhin bereits über 400 Jahre alt) und später das Internet haben es leider mit sich gebracht, dass wir auch über das Elend derer in Kontinenten erfahren, von denn wir sonst nie erfahren hätten. Wir spüren Ohnmacht in unserer Brust, obwohl wir spenden und helfen wollen und als Stützen auch können.
    .
    So gesehen waren die Zeiten vor Columbus zwar unwissend und rau. Ein Grauen eigentlich. . Aber gelegentlich ein Segen fürs gequälte Hirn. Es ist oft gut, auch mal nicht alles zu wissen. (Spricht im Grunde gegen die Aufklärung, obwohl ich sie liebe).

  210. @Vroni, Mozart geht immer,...
    @Vroni, Mozart geht immer, gewiß auch Vivaldi, revolutionäre Virtuosen ihrer Zeit; depressiv ist das Requiem nur für den, der das Positive nicht hört.
    Schön ist auch Mahlers 5te oder Hector Belioz`Symphonie Fantatique mit dem Römischen Karneval.
    Ganz anders ist Al Di Meola mit Elegant Gypsy. Warum zum Teufel muß man zur Beerdigung Schwarzes Tuch tragen.

  211. Der Tiger@ Nett formuliert...
    Der Tiger@ Nett formuliert doch leider lautet die Konsequenz dann letztendlich: Verzicht. Hatten wir schon mal. keiner da der es hören will. Von umsetzen träume ich ja gar nicht mehr, d.h doch, aber leider muss es scheinbar erst noch dicker kommen… Hatten wir auch schon mal…
    Vroni@Danke erst mal, ehrlich gemeint für die netten Wünsche. Indes habe ich mir solche, meines Erachtens kleinbürgerlichen Spiesigkeiten mit Hilfe eben der genannten Sibirischen Ratten schon länger abgewöhnt. Denen ist das nämlich alles Wurst, füttern, säubern, die ganze Routine, 7 Tage die Woche :-) . Mein Jungs haben Katzen übrigens zum fressen gerne :-)
    Ein Hokusai Bildband ist leider außerhalb meiner Reichweite, meine Bibliothek ist Rauch und verbrannt, das wird in diesem Leben auch nix mehr… Wäre schon froh wenn ich meine buddhistischen Grundlagenwerke wieder hätte….
    Und Japan ist mir u.a. wegen Antaiji ( http://antaiji.dogen-zen.de/index-lang.html ) sehr nahe. Nennen Sie es Seelenverwandtschaft, hätte ich die Jungs nicht wäre ich dort.
    Nichtwissen ist keine Gnade, Nicht handeln ist ein Fluch.
    Und falls es nciht aus dem Kontext ersichtlich ist möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen das ich mich nicht zu den Stützen zähle ( und dort auch so willkommen wäre wie das was man sich in diesen Kreisen angeekelt vom den Budapestern kratzt so man versehentlich rein getreten, ), ja eine solche Schublade fast als Beleidigung auffassen würde, ob der dort vorherrschenden Doppel/Dreifach nicht vorhandenen Moral.
    Und von modernen Ablasshandel alla Spende recht wenig halte. Sie haben doch sicher ein Zimmerchen frei und die entsprechenden Mittel ? Sie springen da doch gerne unbürokratisch ohne wenn und aber ein ? So ganz in christlicher Tradition ?
    Ich habe die Anschriften von 2 betroffenen Familien die , zunächst für begrenzte Zeit evtl. länger, sofort da weg wollen nur ermagelt es mir an Mittel für Flug und Visum… ( alles andere hätte ich auch ) .
    Ihnen auch frohe Feiertage und nehmen Sie es nicht gleich wieder als persönliche Beleidigung , Sie scheinen mir da etwas überempfindlich…

  212. @Tiger
    ei was für ein...

    @Tiger
    ei was für ein schönes Gedicht!
    otaku.ni.uchi de..iie ni.was einem hier alles einfällt.
    das mit den verstrahlten Kindern in Japan habe ich an einem der vorigen warmen Aprilabende zu Monatsbeginn unter kühlen Fachleuten am Tische ähnlich formuliert.
    Es ging um Massenevakuierung>Tokio; einige meiner Freunde wohnen in J..
    Wir haben z.Zt. keinen Kontakt.
    Wie gesagt, die Herren beim Abendessen waren grösstenteils Ingenieure, alle Befürworter von K. und mit mir in dem Punkt einer Meinung,
    dass es für die Kinder ob noch nicht- o. schon geb. besser sei, wenn sich -wenn auch noch nicht aus eigener Kraft, aus gewissen Zonen entfernen sollten.
    Aber wie soll das gehen?..bei so vielen..()
    wie zuvor auch hier im Blog erwähnt, an diesem Abend gab es Bärlauchgerichte und für die anderen Flammkuchen-ganz grosse!!

  213. Ich bin ja duldsam, was...
    Ich bin ja duldsam, was Rechtschreibfehler angeht. Ein jeder macht im Überschwang der Gefühle Fehler. Aber es gilt doch, hier ein wenig den Standard zu wahren. Wir sind doch kein Internet-Forum . Ich bitte herzlichst, doch ein wenig mehr Sorgfalt walten zu lassen. Es ist der Übermittlung der Gedanken nur förderlich. Pars pro toto heißt es Camille Saint-Saëns und Orgelsinfonie. Danke für Ihr Verständnis.

  214. @plindos. hatte Ihre Aussage...
    @plindos. hatte Ihre Aussage nicht als Bekehrungsversuch angesehen. Sie hatten sich ‚aufgerafft‘, ich beschwere mich nicht und freue mich am Austausch mit Andersdenkenden hier. Das einzige Unwuerdige ist ein Blog ueber Supermaerkte. Agnostiker brauchen keinen Klerus, evidence suffices – nur der Klerus braucht die schoenen Kleider, weil er denkt, seine Nacktheit, die er mit jedem anderen teilt dadurch besser verstecken zu koennen – und an den netten Brokaten und van Eyck’schen Kleinodien erfreuen sich hier viele , es sei denn sie sind Barthianische Ikonoklasten und schleudern dem klerikalen Wohlstand das ewige Nein entgegen ;-)
    @Don, darf ich nach dem Thema des vierten Bildes fragen? Phaeton? wo gefunden?

  215. Liebe Vroni, spricht nicht...
    Liebe Vroni, spricht nicht gegen die Aufklaerung. Die sagt nicht, dass man alles wissen soll (oder kann) oder muss. Aber wenn man was wissen will, weiss man, wie mans anfaengt und was fuer Fragen sinnvolle Antworten haben koennen (huestel, hmm, ich sehen schon einen gesegneten Perseidenschauer von PlindosBertholdHansmaier auf mich herabprasseln und gehe schon mal in Deckung, froestel.). Ja, das Problem der alle lebenbereiche und Erdteile inzwischen umspannenden Gewissenskontrolle ist ein furchtbares, vielleicht weil es noch keine glaubhaften Institutionen gibt, ueber die man sowas professionell abwaelzen koennte ..- ?

  216. @Savall – Ein sehr guter...
    @Savall – Ein sehr guter Freund hat mich schon vor langer Zeit von Monti Python überzeugen wollen. Damals war mein Englisch einfach zu schlecht (in Vancouver gab es nur die unübersetzte englische Version). Also, sehr geehrter Savall, ich gebe zu, mein Urteil beruht auf Ignoranz. Ihr Urteil aber hat mich nun neugierig gemacht. Wenn ich endlich mal Zeit finde, werde ich die Filme auszugraben und anschauen.

  217. di@ wenn jeder hier ließt und...
    di@ wenn jeder hier ließt und es sich leisten kann nur eine Familie bei sich aufnehmen wurde , dann wäre es einige hundert bis tausend potentielle Strahlenopfer weniger. Wäre doch schon was, oder ? Rate mal zu einen Besuch auf der Kinderkrebsstation eines Krankenhauses der Wahl. Danach sieht man vieles erheblich anders und kommt evtl. auf den Gedanken mal das ein oder andere nicht zu „brauchen“

  218. @Verehrter Savall. Seit wann...
    @Verehrter Savall. Seit wann ist die Schreibung von ‚Sinfonie‘ den Gedanken foerderlich. Es gehoert schon ziemliche Verbloedung dazu seitens der Rechtschreibreform, wenn dies denn wirklich die richtige Schreibung sein sollte. ‚Sym‘ hat ne Bedeutung ‚Sin‘ im Deutschen gar keine. Warum kein ‚ph‘, warum Entkernung von echter Bedeutung – Banausentum, nix weiter. Ich werde mich fuer meinen Teil nicht an sowas anpassen, solange ich die Augen offen habe. votre humble et obeissant observateur.

  219. @giraldeli/20. April 2011,...
    @giraldeli/20. April 2011, 11:49
    „wieviele Zeitungen abonnieren Sie, höflich gefragt?“
    .
    Ich habe keine einzige Zeitschrift mehr im Abonnement! Wenn die liefern, bin ich meist schon ein paar Meilen draussen auf dem Wasser.
    Die internationale Presse hol ich mir morgens um 6h aus dem Netz und nach dem Joggen les ich die Monaco-Matin im Bistro bei einem Café.
    Die Zeiten,wo ich den Spiegel schon Sonntag abends an einem speziellen Kiosk bekam oder meine Frankfurter Epoche, Anfang der 70er, in der ich die Zeit am Mittwoch abend schon auf der Strasse kaufen konnte, das gibts heut nicht mehr.

  220. Was haben Sie alle gegen...
    Was haben Sie alle gegen Bekehrungsversuche, dz.

  221. Wie gesagt, Georgy Koentges,...
    Wie gesagt, Georgy Koentges, ich will nicht päpstlicher als der Papst sein und auch niemandem auf den Socken herumstehen. Ob es Sinfonie oder Symphonie heißen soll ist m. E. eine überflüssige Frage. Aber „Orgelsynfonie“ ist mir unerträglich. Ich bitte wiederholt um Entschuldigung, aber “ich bin empfindlich uff die Wörter“ (E. Strittmatter). Und was ich derzeit hier sehe, ist keine variable Rechtschreibung, sondern Schlamperei. Ich wünsche mir unentwegt diverse Meinungen, diverse Rechtschreibung so es sein muß, aber keine Schlamperei. Ich bitt‘.

  222. @Savall>wie ich bereits zuvor...
    @Savall>wie ich bereits zuvor andeutete, mir stürzte ein langer Text ab und meine Erfahrung zeigte, dass nachfolgend sich kleine Fehler einschleichen.-aber natürlich Verzeihen Sie meine Ungenauigkeit..Es war übrigens nicht leicht, die gar nicht so bekannte Orgelsinf. ohne Angabe des Komponisten o. des Titels als solche zu identifizieren, was mir gelang da auch ´schonmal unordentlich.
    Des weiteren wundere ich mich! Welchen Sinn hat es, hinter den vielen Pseudonymen- zum Teil sogar welche fantasievoller Wahl, den richtigen Namen zu erfahren?
    Ist da jemand reich, bekannt, arm oder einflussreich?
    Ein Prof. o.Erstsemester?
    Etabliert o. gescheitert?
    Verehrter(wer war´s?), sind wir bei paarship?.o.ä..?
    Was die Meinungsbildung angeht>Bärlauchessen;
    Es kann gelingen, auch ohne die ganz detaillierten Fakten eines Fachmannes zu besitzen, in der Diskussion mit selbigem einen gegenteiligen Standpkt. glaubhaft zu strukturieren und gleichbedeutend in den Raum zu stellen.
    Die Geschichten um kk habe ich sehr ähnlich vor sehr langer Zeit in der Schule gelernt(bei einem Physiklehrer, der gleichzeitig bei (parlament, pol. zeitung) tätig war> ich folgerte daraus, dass er in der Lage war, eine kritische Diskussion zu ermöglichen) und uns hat traurigerweise die Wahrheit eingeholt.(ich hoffe, ich wiederhol´mich an dieser Stelle nicht; es wurde zu oft hervorgezaubert)
    Ich weiss jetzt also gar nicht wie ich argumentieren soll, wenn mir ein Fachmann sagt: `ja damit haben wir so nicht gerechnet! `.>oder weiss ich´s doch??
    Sie verstehen ..
    Also ´nochmal, „die Zeit“, das sind richtig schöne Erinnerungen!

  223. @georgy koentges
    kein...

    @georgy koentges
    kein perseidenschauer sondern nur der wunsch auf gute ostertage.
    btw: das ist nicht die art von glauben wie ich ihn verstehe, dass ich die berechtigung dessen mit der kulturellen leistung einer institution rechtfertige.
    Dieses zitat von ihnen ist als vorwurf an die verteidiger des glaubens – besser kirche – schon wohl wahr:
    „Aus den Gegebenheiten nun constraints und ‚Bedingungen der Moeglichkeit ‚abzuleiten, ist sicherlich verwaste Propaganda.“

  224. Der mittelalterlichen...
    Der mittelalterlichen Scholastik verdankt das Abendland auch seine hohe Streitkultur.
    Öffentliche Disputationen: Wo gibt es das noch.

  225. Eine Streitkultur, wo die...
    Eine Streitkultur, wo die Opponenten aufeinander einzugehen gezwungen sind, statt sich mit Sprechblasen aus der Affäre ziehen zu können wie im TV-Talk.

  226. @Savall, Sie stuerzen mich in...
    @Savall, Sie stuerzen mich in Zweifel (Copy+Paste v. Wikipedia):
    .
    Die Sinfonie oder Symphonie (von altgriechisch σύμφωνος sýmphōnos ‚zusammenklingend‘, ‚harmonisch‘, auch ital. Sinfonia)[1] ist eine seit Beginn des 17. Jahrhunderts gebräuchliche Bezeichnung für Instrumentalwerke von über die Jahrhunderte wechselnder Form und Besetzung. Nach klassischem Verständnis handelt es sich dabei um ein aus mehreren (in der Regel vier) Sätzen bestehendes Stück für Orchester ohne Solisten. Seit der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven ist auch der Einsatz von Gesangstimmen (Solisten und/oder Chor) gebräuchlich, ohne jedoch die dominierende Funktion des Orchesters aufzugeben.

  227. Die Zeitung gehört auf den...
    Die Zeitung gehört auf den Frühstückstisch – jeden Morgen. Wenn ich schon jeden Tag zur Arbeit gehen muss, beginne ich den Tag lieber so, als müsste ich nicht.
    Ergebnis – ich bin meist besser informiert als all die Kollegen, die in jeder Pause ihre Glasscherben streicheln.
    Im Café les ich am liebsten Gedichte. Da kann man immer wieder aufblicken und nachsinnen und Innen- und Außenwelt verbinden. Und die guten les ich immer wieder. Der Buchhändler meines Vertrauens beglückte mich neulich mit sehr handtaschenkompatiblen Ausgaben von Robert Gernhardt – damit setz ich mich in das Café im nächsten Park. Beim Aufschauen in das Westberliner Freizeitelend denk ich manchmal, vielleicht kommt dieses daher, dass es keinen Reim gibt auf Jogging, Schlumpfeis, Hundeauslauf oder Grünflächenamt.
    (Gernhardt hätte bestimmt einen gefunden – er ist wirklich zu früh gestorben)

  228. @HM555, Es soll auf englischen...
    @HM555, Es soll auf englischen Eilteuniversitaeten noch Debattierclubs geben, die diese hohe Kunst pflegen.

  229. @Grimaldeli
    cc: Don...

    @Grimaldeli
    cc: Don Alphonso
    Könnte schwierig werden mit der Auflagenerhaltung oder gar Steigerung durch mehr Flaniermeile in den Seiten. Selbst Chefflaneur grimaldeli (velen Dank Ihnen!!) käme nicht auf die Idee, sich seine freie Zeit durch eine Zeitung „“enrichen“ zu lassen.

  230. Lieber Otaku,
    ich bin da...

    Lieber Otaku,
    ich bin da überhaupt nicht überempfindlich. Merkwürdig, nicht?
    Und was soll man schon anders machen als spenden?
    (Bürgerliches Engagement? Nein danke, kein Bedarf mehr, der ist gedeckt. Hab mich mal in jungen Jahren politisch engagiert. Oh mei, in so viele Abgründe der Bürgerlichkeit möcht ich nie wieder blicken müssen. Das Alkoholproblem der meisten war noch das geringste Übel. Schmierige Angebote, gegen gewisse Dienstleistungen versteht sich, um in den Kreistag und weiter rauf zu kommen. Hab ich natürlich abgelehnt. Weiß mein damaliger Mann bis heute nicht. Hätt es der Gudste gewusst, hätte man ihn davon abhalten müssen, solche nicht umzunieten…)
    .
    Es wird bei mir nur dann ernst, wenn alte Leiern (gegenüber Frauen), die in den 50er Jahren schon nicht recht funktionierten, wieder aufkommen. Aber das macht der Otaku natürlich nicht. Insofern schöne Ostern!

  231. Was braucht ein guter Mann...
    Was braucht ein guter Mann schon?
    Ein Boot, eine Angel und ein Sixpack Moenchsgebraeu.
    Gelegentlich verheiratet er sich.
    Und bereut es sehr schnell.

  232. @Filou.
    .
    Genau. Leider nur...

    @Filou.
    .
    Genau. Leider nur noch dort.

  233. Tja, lieber Meier, hier haette...
    Tja, lieber Meier, hier haette man eine Versuchsanstalt. Was heisst „haette“? Manchmal wird es bei den Stuetzen versucht…
    .
    Fangen wir an! Wer formuliert die Regeln?

  234. Doch, das wuerde mir gefallen....
    Doch, das wuerde mir gefallen.

  235. Filou, aufrichtiges Beileid....
    Filou, aufrichtiges Beileid.

  236. Und der Kick bei den...
    Und der Kick bei den Disputationen war ja der Bekehrungseifer, das Spiel mit hohem Einsatz.
    Dem Opponenten die Möglichkeit des gesichtswahrenden Rückzugs zu lassen wurde als weniger wichtig angesehen.
    .
    Nochmal Tee und Kekse?

  237. Hier gibt es ja einige...
    Hier gibt es ja einige Kommentatoren, um deren Formulierungskunst man beim Streit nicht bange sein muss.

  238. KommentatorInnen hatte ich...
    KommentatorInnen hatte ich unter Kommentatoren mit eingeschlossen. Nicht wahr, mein frivoles Donnachen?

  239. @Savall 21:37: Wenn wir schon...
    @Savall 21:37: Wenn wir schon bei der Rechtschreibung sind:
    Bitte keinen Gravis ` als Apostroph. Und bitte auch keinen Akut ´ (@di 21:49).
    Das Zeichen ‚ uber dem „#“ auf der Tastatur ist besser. (Am besten ist ’ – HTML-Code &x2019; )
    Ich bitt‘.

  240. @georgy koentges
    .
    Als ich...

    @georgy koentges
    .
    Als ich mich neulich umhörte, weshalb die Sinologie in Deutschland immer noch so ein Orchideendasein fristet, wurde mir angedeutet, dass Eigenbrötelei, Verschrobenheit und Zerstrittenheit der Sinologen womöglich eine Rolle spielen könnte.
    .
    Und so bleiben wir China gegenüber so ignorant wie die Alten Römer.

  241. Sorry, sollte heißen:...
    Sorry, sollte heißen: HTML-Code &#x2019;

  242. HM555 (23:16), das waere nicht...
    HM555 (23:16), das waere nicht gentlemanlike. Soviel Ritterlichkeit muesste schon sein. Ich haette keine Lust, mich bis auf’s Blut mit Ihrem moralischen Rigorismus anzulegen.
    Man verlaesst die Arena, um im naechsten Pub zusammen ein Bierchen zu trinken. Sport ist Sport.

  243. Oh, alle schlafen gegangen?...
    Oh, alle schlafen gegangen? Niemand wacht, während der Herr bei Pilatus…

  244. Vroni@Was man tun könnte habe...
    Vroni@Was man tun könnte habe ich dargelegt, elegantes umschiffen geht anders ts,t,ts… Und alte Leiern, überhaupt alte Instrumente sind unerreicht. wie vieles andere auch was wir an Können und Wissen verloren haben von der Kunst Teer aus Holz zu brennen über die Pyramiden zur Chinesischen Mauer bis nun ja Sie wissen schon :-)

  245. @Filou
    .
    Ritter ist Ritter und...

    @Filou
    .
    Ritter ist Ritter und Doktor ist Doktor.
    .
    Gnädig ist, wer Gnade gewähren kann.

  246. Ach, di, da nich für…
    Ich...

    Ach, di, da nich für…
    Ich bin allerdings für jede Sorgfalt dankbar. (Außerdem ist es nützlich: wie soll man einen Wortscherz verstehen, wenn man glauben muß, daß es sich um einen Tippfehler handelt?)
    .
    Ja, Filou, in meiner jugendlich-naiven Einfalt hielt ich immer „Sinfonie“ für die rechte Schreibung. Es stand ja schließlich so auf den Plattenhüllen. Vor längerer Zeit las ich dann, so wie Georgy Koentges es anmerkt, daß dies grundfalsch wäre und es „Symphonie“ zu heißen habe. Was mache ich aber mit der Sinfonia aus dem Weihnachtsoratorium? Ich bitte die Fachleute um Aufklärung.
    .
    Im übrigen bin ich heute, mangels Zeitung, mit der „Geschichte der Partei des gemässigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes“ beschäftigt. Die Ausgabe des Parthas-Verlages ist preisgesenkt und gerade unsereins muß sich nach Schnäppchen umsehen. Wenn irgendjemand die Sinnhaftigkeit von Typographie und Haptik bezweifeln sollte, kann er sich anhand dieses Druckwerks eines Besseren belehren lassen.

  247. Gnade fordert er von...
    Gnade fordert er von Schriftgelehrten, und das am Karfreitag.

  248. "Und wenn Sie, liebe Leser,...
    „Und wenn Sie, liebe Leser, mich fragen, warum ich denn kein Mitarbeiterabo dieser Zeitung habe – ganz ehrlich? Die Zeit des Tages, die ich wirklich Zeit für Vertiefung habe, verbringe ich mit alten Büchern und noch älterer Musik. Den Rest besorgt das Internet.“
    .
    es gibt die möglichkeit, strafgefangene mit einem zeitungsabo zu beschenken.

  249. phony sinner...
    phony sinner

  250. Sündfonie...
    Sündfonie

  251. Wenn sogar die Italiener sogar...
    Wenn sogar die Italiener sogar den Teufel mit barbarischem Deppen-f an die Wand schreiben: Mefistofele.

  252. Sie stimmen mich heiter,...
    Sie stimmen mich heiter, HansMeier555. Das ist zwar heute ganz unpassend, aber trotzdem. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, daß der Satan in „Il vangelo secondo Matteo“ skeptisch ist auch in Bezug auf seine eigene Mission?

  253. Savall, wie Sie sehen, sind...
    Savall, wie Sie sehen, sind beide Schreibweisen richtig. Die eine italienisch, die andere franzoesisch. Ich hab‘ noch mal beim Langenscheidt nachgeschlagen. So what?
    (Man kann’s mit dem Jebildetsein auch uebertreiben)
    .
    HM555, und Schwertadel ist Schwertadel. Der Doktor treibt den Studenten zur Verzweiflung und der Seigneur mit dem Degen macht mit dem Doktor kurzen Prozess.

  254. ...denn Strafgefangene sind...
    …denn Strafgefangene sind Adressaten steter Anwesenheit. Für alle anderen ist es eine Last: ist sie da oder nicht; bin ich nicht da, kommt sie wie ein ungebetener Gast. Das Abo ist ein Auslaufmodell wie der 24Monate-DSL-Vertrag. Und auf dem Wege zum Kiosk ist die Frage, welche Zeitung heute, doch immer wieder spannend – spannender als immer neben derselben Frau aufzuwachen.

  255. "Dafür treibt mich was...
    „Dafür treibt mich was anderes um. Das Römische Reich ist ja, wie gesagt, wegen seines fehlenden Wissenschaftssystems untergegangen.“
    .
    ernsthaft? vielleicht waren die römer eher praktiker. die warfen sich eben auf militär, verwaltung, recht (genau, unser deutsches zivilrecht lässt sich immer noch auf das corpus juris civilis zurückführen, mit dem ein gewisser justinian so 530 n chr in byzanz den bestand des röm. rechts zusammenfasste), hoch- tief und strassenbau sowie praktische politologie. pädagogik, ackerbau und viehzucht – heute pflanzen- und tierproduktion und heilkunde sollen noch erwähnt sein.
    .
    da römische reich bestand, danke wikipedia, im westen vom 8. jdhdt v chr bis zum 7. jhdt n chr, im osten bis 1453 (n chr).
    glaubt hier jemand, die berliner republik oder die eu gibt es in hundert jahren noch?
    .
    wohingegen, das hl. röm. reich deutschen nation, in seinem sellbstverständnis rechtsnachfolger des weström. reichs, bestand von 800 – 1800 n. chr.
    für mich ein argument für die dauerhafrigkeit feudaler strukturen, oder?

  256. .ok..hier nach beginnt aber...
    .ok..hier nach beginnt aber der Feiertag..
    @Savall..Wortscherz hin oder her..;
    ..für die Herleitung aus Griechisch/Römischen Beständen gibt es Fachbücher bis hin zum Duden..Silben, Komposita mit syn. , sym; con; com; Praefixe usw..sind in der Anwendung bspw. im englischen Deutschen, dem wissenschaftlichenText unterschiedlich; manches geht- manches nicht.
    aber das wissen sSie wohl selbst.
    Wahrscheinlich war man da mal sehr eng. Ich glaube, heute ist man toleranter.
    Ich war auch erstaunt, als ich im Duden las, das es Phonetik heisst, ebenso gleichberechtigt
    auch phonetologisch zugeht.
    In der Lehre muss man sich wohl an die jeweilige Uni, Prof., was weiss ich, anpassen;
    aber die schwindeln auch und wenn es aus pädagogischen Gründen geschieht.
    Aber ich bin Kummer gewöhnt:
    In Agropoli hat mal ein ital. Englischlehrer zu mir gesagt, -abends beim Weine, dass ich Unsinn reden würde; nun- was war?
    Wir sassen zu viert(+0,5), ein Familie aus San Francisco , er und ich: es ging um Erdbeben.
    Wie klingt das?? Die anderen wussten es. Ivo>lehrer, verwendete Onomatopoetica(??)
    d.h.WWROOOUUOOMM!!!!!!!(Neapel).
    Ich war an selbigem Abend aufgrund eines sehr anstrengenden Trainingstages total müde und sprachlich unkonzentriert-inhaltlich stimmte alles.
    ..wir kennen in Deutschland so was weniger, aber woanders>Japan baut die halbe
    Alltagssprache darauf auf.
    Die Kuh macht „mu“, das Schaf macht „mä“. Humbatäteretätä ;
    ..noch´n Gedicht oder so+*()
    Als Fachmann(reusper.), sehen sie, es geht!…rate ich, sich einige Sinfoniae(richtig??)
    anzuhören, danach ist, vorausgesetzt sie waren schön, alles andere unwichtig/ nicht ..so w…
    ach ja, um weiter zu „brainstormen“..Ostermusik?..es gibt noch sinfonische Tänze; Bartok, Berlioz?? ich weiss es wirklich nicht aus dem Kopf!
    Vielleicht entdeckt es jemand!

  257. sinfonia = italienische...
    sinfonia = italienische Variante, bei Bach sehr haeufig.

  258. Gewisse Empfindlichkeiten: Mir...
    Gewisse Empfindlichkeiten: Mir wäre schon geholfen, würde „brauchen“ mit „zu“ eingesetzt; ich will ja keinen Namen nennen. Aber vielleicht ist es landsmannschaftlich.

  259. @auch-einer
    .
    Genau! Feudale...

    @auch-einer
    .
    Genau! Feudale Strukturen sind flexibel und liessen sich mühelos auf ganz Europa und die wildesten Waldbarbaren übertragen — das Römische Reich vermochte ja nicht mal sein eigenes Militär kulturell zu integrieren.

  260. Gottseidank ist es...
    Gottseidank ist es italienisch, womit wir wieder beim Thema wären. Uff!

  261. bertholdIV@: Seien Sie...
    bertholdIV@: Seien Sie versichert. I bi no pumpelrgsund! So staubtrocken wie man die Scholastik und ihre Verdienste um die Wissenschaft gemeinhin darstellt, kann sie garnicht gewesen sein. Man denke nur an den Frühscholastiker Peter Abelaerd und Heloise, die beiden glücklichen Unglücklichen.
    Zu Ihrer Problematik der Irenik erlaube ich mir noch in aller Bescheidenheit hinzufügen, daß die Einigunsversuche ohne das diplomatische Geschick des deutschen Kardinal Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus) und seines griechischen Freundes Kardinal Basilis Besarion nicht denkbar sind. Das Scheitern der damaligen Konzile ist einer der großen Schadensfälle der europäischen Geschichte, weil 1453 der Fall Konstinopels damit inbegriffen ist und die unselige Verbrennung von Jan Hus, dem Rektor der Prager Universität.

  262. Setzen Sie sich hin, nehmen...
    Setzen Sie sich hin, nehmen Sie sich Zeit, es ist genug Text für alle da.
    Dazu:
    Nicht zweimal an diesem Tag
    eine Spanne Zeit, ein Zoll Kostbarkeit.
    Dieser Tag wird sich nicht wiederholen.
    Jede Minute ist eine unbezahlbare Kostbarkeit wert.

  263. "... verbringe ich mit alten...
    „… verbringe ich mit alten Büchern und noch älterer Musik. Den Rest besorgt das Internet.“
    .
    Wie bei uns.
    Die ZEIT hatten wir Jahre lang als Abo, kamen aber mit dem Lesen nicht nach. Jede Woche die Buchstabenmenge der Buddenbrooks, das zwang einen in die Knie, weil man nebenher noch 14-Stundentage hatte und am Wochenende mit Renovieren beschäftigt war. Man bekommt das Gefühl, man genügt als Leser nicht. Don hat Recht, heutzutage fehlt die Muße.
    .
    Die Papier-FAZ ist meinem Gudsten insgesamt deutlich zu wirtschaftslastig und zu konservativ. Diese Seiten plus Börsenkram würde er mir (lechz) rüberschmeißen und sich als erstes das Feuilleton einverleiben, ob Patrick Bahners oder Blatthaus, seine geliebten Donaldisten, wieder was ausgeheckt …
    Dann darf ich darin Fische und Salat einwickeln.

  264. cher Filou,
    nana,
    so frivol...

    cher Filou,
    nana,
    so frivol bin ich gar nicht, denn ich liebe – et facio quod volo. doch darf sich meine parvität durch ihren werten nächtlichen kommentar nun dergestalt geadelt fühlen, dass sie in den olymp von ochsbritsch aufstiege?
    nonnon.
    .
    joyeuses pâques à tous!
    http://3.bp.blogspot.com/_ng7-yLn-9Hk/S7gmZr_uWAI/AAAAAAAAVZY/yq6n8tsYago/s400/joyeuses-paques.jpg

  265. Zur Debatte "Druck vs. Bytes",...
    Zur Debatte „Druck vs. Bytes“, die sich aus dem Beitrag unseres Gastgebers entwickelt hat, hier noch ein Nachtrag:
    Das analoge Papier-/Druckformat von Büchern ist insofern nachhaltiger, dass ich mir diese in die Jacken- oder notfalls Hosentasche stecken kann, ich kann mich auch ohne größeren Schaden irrtümlich darauf setzen. Außer ein paar Eselsohren ist die Lesbarkeit nach wie vor gesichert. Digitale Speicherformate werden zudem nicht so einfach Jahrzehnte oder Jahunderte überdauern wie beim analogen Papier, falls nicht der Säurefraß zuschlägt oder wie bei Herrn Otaku die Bibliotheks-Jurte (?) abraucht: http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=seeing-forever.
    Zeitungen ja sind kurzlebiger angelegt. Hier schätze ich den wahlfreien Zugriff ad-hoc auf meinen Papier-Recyclinghaufen, um bei spontanen Renovierungsprojekten kleckernde Farbe usw. aufzufangen.
    .
    Des chaotisch-freie Internet ist schon ein (weltlicher) Segen, aber nicht unempfindlich gegen äußere Eingriffe; wenn etwa rüstige Senioren beim Altmetall-Klau den Zugang kleinerer Nationen unterbrechen
    http://www.bbc.co.uk/news/world-europe-12985082.
    Aber auch Amazon und Paypal haben jüngst gegenüber Wikileaks ja schon einmal „die Werkzeuge“ gezeigt.

  266. auch-einer@: Starke Vermutung:...
    auch-einer@: Starke Vermutung: Das Römische Reich ist u. a. an seiner luxurierenden Oberschicht kolabiert. Der Senat und die Ritterschaft waren in der Spätphase (S. Mommsen) nur noch ein Schatten ihrer Machtfülle. Die Erodierung begann, unmerklich erst, allerdings schon mit den ersten Imperatoren. Die militärische Macht gelangte vom Bürgerheer immer mehr an die Prätorianergarden (die mit Geschenken bestochen wurden) und an Söldnerheere, zunehmend wurden die Offiziersstellen in den Legionen von den Angehörigen der Plebs besetzt. Hand in Hand ging dieser Prozeß mit immer grösseren Finanz- und Währungsproblemen, auch durch Unterschlagung des Steueraufkommens durch korrupte Beamte und Steuerpächter.
    @@
    σύμφωνος sýmphōnos ‚zusammenklingend. In der Spätnachfolge von Schostakovitch ist m. E. Arvo Pärt ein moderner, neoklassischer hervorragender Symphoniker.
    http://www.youtube.com/watch?v=8u4eONR71J4

  267. Also, Mondry, ich bin ja für...
    Also, Mondry, ich bin ja für alles offen, sogar für Amazon. Ich hab demzufolge
    einen Blick auf die diversen Kindle-Angebote geworfen: Aus meinem Leben – Erster Teil Latest Edition von August Bebel, Unser Regt. bei Loos Höhe 70 (Aug. 1917), Brief an Deutschland von Franz Josef Wagner. Das soll man wirklich lesen? So sind die elektrischen Deppen konstituiert? Jo, mei…

  268. plindos,
    .
    also klassischer...

    plindos,
    .
    also klassischer fall von überdehntem machtbereich (allerdings soll der/das spqr wirtschaftlich auf eroberungen angewisen gewesen sein).
    die auffassung, den eliten in spätrömischer zeit – die streckte sich allerdings – sei behaglicher verzehr der grundrente in ihren landhäusern und gütern im heutigen rheinland-pfalz sehr viel angenehmer gewesen, als etwa die immer irgendwie riskante teilnahme an römischen haupt- und staatsaktionen, habe ich auch noch zu bieten.
    .
    in jedem fall sonderbar aktuell.

  269. HansMeier555@:...wie denn...
    HansMeier555@:…wie denn auch, nachdem Naso Ovid in die Provinz Dacia (Rumänien) verbannt wurde? Die Metamorphoses unterblieben in der Praxis. Illyrische, syrische, thrakische Imperatores hatten in erster Linie anderes im Sinn.
    Aequum Mars amat.

  270. Muß mich bezüglich Naso...
    Muß mich bezüglich Naso Publius Ovid korrigieren, er wurde nach Tomis (Constanca) demnach Provinz Moesia und nicht Dacia verbannt.
    Aus seinen remedia:
    Sed quaecumque viris, vobis quoque dicta, puellae,
    credite: diversis partibus arma damus,
    e quibus ad vestros siquid non pertinet usus,
    attamen exemplo multa docere potest.
    Zu deutsch:
    Aber was immer auch hier für die Männer gesagt ist, ist auch für euch gesagt, ihr Mädchen,
    glaubt mir: den beiden unterschiedlichen Parteien gebe ich Waffen.
    Wenn etwas davon nicht zu eurem Nutzen dient,
    so kann dies doch durch sein Beispiel vieles lehren.
    (wikipedia)

  271. @plindos
    das freut mich - ihre...

    @plindos
    das freut mich – ihre gesundheit – btw: jetzt kehrt langsam wieder leben ein, offensichtlich sind alle vom kirchgang zurück.

  272. @plindos
    "Zu Ihrer Problematik...

    @plindos
    „Zu Ihrer Problematik der Irenik erlaube ich mir noch in aller Bescheidenheit hinzufügen, daß die Einigunsversuche ohne das diplomatische Geschick des deutschen Kardinal Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus) und seines griechischen Freundes Kardinal Basilis Besarion nicht denkbar sind. Das Scheitern der damaligen Konzile ist einer der großen Schadensfälle der europäischen Geschichte, weil 1453 der Fall Konstinopels damit inbegriffen ist und die unselige Verbrennung von Jan Hus, dem Rektor der Prager Universität.“
    da bin ich schon bei ihnen, ein unglück sondergleichen. eine stärkere konziliare bewegung – hans meier555 wird jetzt wieder schreien – hätte viel erspart. und das revival in den 60ern hat ja leider doch gestockt.
    andere wichtige frage: hat jemand im blogg erfahrung mit singletrailer von toutterrain. ich war gerade nach dem kirchgang bei ciclopia in der pannonischen mark und einer der verkäufer hat diesen anhänger? danke

  273. JR@ Soory das Argument muss...
    JR@ Soory das Argument muss ausfallen, im Allgemeinen ist das Risiko eines Mordversuches incl. Brandstiftung vernachlässigbar gering, bei mir kam der der Faktor hinzu das der Amokläufer meinte aufgrund einer 12 Jahre alten Straftat das Recht zu haben mir die Bude anzuzünden weil ich seine miesen Immobiliengeschäfte hier oben publiziert habe, ergo dürfte das kaum jemand sonst passieren…

  274. Komme nicht dazu, die...
    Komme nicht dazu, die Kommentare zu lesen, möchte nur zum Text sagen: aaah, endlich mal eine ungefähr treffende Beschreibung der wohltuenden Wirkung einer zweistündigen Mittagspause mit ordentlichem Essen und der rechten Muße dazu. Ich habe ja selbst wiederholt auch schon an verschiedenen Orten auf meine – leider nur kurzzeitige – sehr positive Erfahrung damit verwiesen, weswegen ich das allen, die es ermöglichen können, sehr ans Herz lege – es hilft wirklich und macht das Leben besser, zufriedener, streßresistenter, ja, geradezu souveräner. Nur bei ausreichend Zeit zum Verzehr kann man ein Essen auch würdigen – nicht durch großes Brimborium, sondern als Freude am Wohlgeschmack. Nur durch genügend Zeit zum Lesen ist man in der Lage, sich auch weiterführenden Gedankenbögen zu widmen. Und: man hält viel länger durch – Stunden pro Tag, Jahre des Lebens, ohne sich immer wieder in diffuse Maladien zu verkrümeln.

  275. Also, mein lieber Don, ich...
    Also, mein lieber Don, ich sitze in einem WLAN-fähigen Café und lese keine Zeitung, sondern mit meinem Laptop Deinen Blog und die vielen Zuschriften. Das Café befindet sich am Fuße der Seilbahn von Strela direkt am Laggio Maggiore. Mein alter roter VW-Bus mit dem roten Fahrrad auf dem Heck parkt auf dem Parkplatz, er hat gestern die 370.000 Kilometer geschafft und platzt vor Stolz, weil er in Locarno zwei niegelnagelneue Dunlop-Hinterreifen spendiert bekommen hat. Eben wollte ich irgendetwas Kluges auf meiner Website unterbringen, aber mir fällt schon den ganzen Tag nichts Intelligentes ein. Daher steigere ich den Einsatz und behaupte, es nicht nur totales Glück, zwei Stunden am Tag SPIEGEL, FAZ oder Philosophen im Café lesen zu dürfen; nein, es die totale Hingabe an das Nichts, wenn einem mal nichts einfallen muss! Kannst Du da mithalten, Don? :-)

  276. Das schöne an der Ökumene...
    Das schöne an der Ökumene ist, dass man nix gegen sie unternehmen muß, weil es sowieso nie klappt.
    Hier im Blog z.B. müsste für die Irenik erstmal ein Protestant auftauchen.

  277. So ein Konzil bringt im...
    So ein Konzil bringt im Schnitt drei bis fünf neue Schismen hervor. Apropos wie geht es eigentlich den Altkatholiken?

  278. Es gab eben Lasagne, total...
    Es gab eben Lasagne, total lecker. Um mich herum ca. 20.000 lärmende Menschen, organisiert in ca. 15 italienischen Familien, die behaupten, es wäre Ostern. Wenn ‚Google Earth‘ ein bisschen aus der Hüfte kommen würde und endlich die Satelliten-Live-Bilder bringen würde, könnte ich mir selbst auf der Terasse beim Speisen und Schreiben zusehen… (Jetzt ist mir doch tatsächlich doch noch etwas Intelligentes eingefallen! Manchmal werde ich mir selbst unheimlich…)

  279. @Plindos
    .
    Was hatten die...

    @Plindos
    .
    Was hatten die syrischen, illyrischen und thrakischen Imperatores denn im Sinn? (Wenn es statthaft ist, am Karfreitag darüber Auskunft zu geben).
    .
    Der Witz ist ja, dass die Kaiser selber nicht integriert waren. Das alte „Westviertel“ sah sich immer noch als Republik, die Ex-Patrizier wählten immer noch fleissig ihre consules und sträubten sich dagegen, die Monarchie zu institutionalisieren. Vom Kaiser erwarteten sie, dass er so tun sollte, als sei er nur so ein erster Bürger unter gleichen, einer dem zwar die Legionen gehorchten, dem es aber nie einfiele das politisch auszunutzen.
    .
    Nach 200 Jahren wurde es immer schwieriger, einen Kaiserkandidaten zu finden, der für solchen Zirkus noch Verständnis aufbrachte, zumal die Soldaten auf darauf ohnehin s….en.
    .
    Am Ende waren es die Germanen, welche die Monarchie auch nominell einführten, und da befinden wir uns auch jetzt: Adveniat Alaricus Rex.

  280. Ansonsten:
    -
    Impressionen aus...

    Ansonsten:

    Impressionen aus Burg Piech
    (Holly gewidmet und HansMeier zugeeignet)

    Die Burg hat einen Wallgraben und ist nur durch gesicherte Tore zugänglich. Drumherum erstreckt sich die Vorstadt, in der die Bediensteten wohnen.
    Die Vorstadt ist sehr gepflegt, hat Geh- und Radwege von einer Breite, die selbst Berliner Ausmaße übertrifft und vor allem zusätzlich mit dem Komfort des späten 20. Jhdts, wie abgesenkte Kanten allenthalben, versehen sind. Die Autofahrer – imgrunde alle Dauerbewohner der Burgstadt – nehmen trotz breiter Schnellfahrstraßen erstaunlich viel Rücksicht auf Fußgänger, denen auf Zebrastreifen jederzeit der Vortritt gelassen wird. Die Straßenkehrmaschinen sind unermüdlich im Einsatz.

    Abgesehen von recht leisem Autorollen ist es in der Vorstadt vor allem ruhig.

    Da in der Burg im Schichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet wird, ist es in der Vorstadt eine alltägliche Szene, daß sich Frühstücksbrötchenesser und Feierabendbiertrinker morgens um 6 begegnen. Die Versorgungslage mit Bier, Zigaretten und Spirituosen kann nur als gut bis sehr gut bezeichnet werden, italienisches Eis und Wein sind weit weniger ausgeprägt, aber erhältlich.

    Für saisonarbeitende Kurzzeitbeschäftigte gibt es eine Scheuernzone außerhalb von Burg und Vorstadt, wohin sie das nötige Arbeitsmaterial aus der Burg geliefert bekommen, so daß eine Beaufsichtigung durch Burgpersonal entfallen kann. Unnütze Neugier wird durch strikte Bepreisung von Burgbesichtigungen kanalisiert.

    Freitags ab 17.23 erfolgt offenbar regelhaft die Flucht nach Berlin, denn die Bahn warnt vor einem stets vollen Zug.

  281. b4
    .
    Ihr Stolz ist es, dass...

    b4
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    Ihr Stolz ist es, dass sie immer von Ihrer eigenen Klugheit und Rechenschaffenheit ausgehen statt von der Dummheit und vom Zynismus der anderen.
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    Römische Statthalter, Stadtbischöfe und Stellvertrerter konnten sich das nie leisten.

  282. HansMeier555@: Mann der...
    HansMeier555@: Mann der Stunde. Da eh alles im strudelnden Umschwange begriffen ist, wird es sich schon zeigen was für eine Art Advent wir haben werden. Entweder die Unfehlbarkeit der Manager, Techniker oder diejenige der verlachten
    Dichter. Der Kleist´sche, skeptische Blick wird schon den richtigen Sortier machen.
    Wünsche ein Frohes ökumenisches, irenisches Osterfest allseits.

  283. @HansMeier555,plindos
    'das...

    @HansMeier555,plindos
    ‚das Römische Reich vermochte ja nicht mal sein eigenes Militär kulturell zu integrieren.‘
    .
    – das wollten die ja auch nicht. Es ist fuer den kurzen Gewinn das schnell eingekaufte Soeldnerheer viel besser, will nur Geld, nicht Haus und Bausparvertrag und Partner und Familie und Baumpflanzen. Das Sesshaftwerden hat dann auch mit geforderter Bequemlichkeit zu tun und kann zu subtilerer Bestechung und Einflussnahme fuehren, die man verhindern wollte.
    Aehnliches non-commitment wie Prostitution. Ist bequemer, wenn der Benutzte *nicht* akkulturiert ist, zumindest kurzfristig. Aehnlich wie sich die Deutschen das mal beim Wirtschaftswunder gedacht hatten, aehnlich wie Ghaddafi das jetzt mit afrikanischen Soeldnern macht. Parallelen ueber Parallelen, die dicke Rechnung kommt dann mit 2 Generationen Verspaetung…

  284. @ Plindos: Danke für die...
    @ Plindos: Danke für die Osterwünsche.
    Zum „strudelnden Umschwang“ möchte ich mich wie zuvor schon der Tiger mit Goethe anschließen:
    „Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen,
    Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
    Wenn hinten, weit, in der Türkei,
    Die Völker aufeinander schlagen.
    Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
    Und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten;
    Dann kehrt man abends froh nach Haus,
    Und segnet Fried‘ und Friedenszeiten.“

  285. Und so fanden die...
    Und so fanden die Aristokratenkinder in der legenda aurea ihr würdiges Ende.

  286. (... Habe auf dem Parkplatz im...
    (… Habe auf dem Parkplatz im Bulli geschlafen, mit Blick auf die Inseln. Am Morgen gab gab’s ‚uno Espresso‘, Croissants und staunende Hotelbewohner. Das Leben kann so schön sein! Frohe Ostern! …)

  287. Es ist eben so, JR, wenn die...
    Es ist eben so, JR, wenn die Zeiten sich dem Ende zuneigen. Dann wird es ästhetisch.
    „Verzeiht! ich hör euch deklamieren,
    Ihr last gewiß ein griechisch Trauerspiel?“
    Ich nehme mich da gar nicht aus, im Gegenteil. Es beschleicht einen aber unwillkürlich ein Gefühl von nach uns die Sintflut.
    .
    Sie müssen aber bedenken, Georgy Koentges, daß römisches Militär immer Grenzpatrouille war, mithin weit weg. Daher auch die Angewohnheit, den Feind mit dem Gegner zu bekämpfen. Hat irgendjemand „Afghanistan“ oder „Irak“ gesagt?

  288. @donna laura/22. April 2011,...
    @donna laura/22. April 2011, 14:09
    Warum hat das Ei eine FDP-farbene Schleife?
    Ist es etwa ein Ueberraschungsei fuer Westerwave und Nirvana?
    Joyeuses pâques à tous!

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