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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Festmahl der Gerontokraten

| 262 Lesermeinungen

Es gibt Vergnügen, die so üppig sind, dass man gar nicht mehr bemerkt, wie allein man damit ist. Zu diesen Ergötzungen gehören ohne jeden Zweifel Delikatessenläden, die jeden Wunsch erfüllen können. Ausser dem Verlangen, darin junge, adrette Kundschaft zu sehen. Sie sindeher eine Sache für alte, reiche Leute.

Gott, ach Gott! Wir wandeln wie aufgeblasene Schläuche umher.
Petronius, Cena Trimalchionis

 

In italienischen Delikatessengeschäften gibt es drei Arten von Menschen. Nach Häufigkeit sortiert: Alte Frauen, die einkaufen. Alte Männer, die einkaufen. Junge Menschen. Die jungen Menschen teilen sich ebenfalls in drei Gruppen auf: Bedienpersonal. Touristen. Söhne, Töchter und Geliebte älterer Menschen. Sehr selten aber: Junge Menschen, die dort selbst einkaufen.

Bild zu: Das Festmahl der Gerontokraten

Zugegeben, solche Erkenntnisse gelingen dem Betrachter erst, wenn er eine Vielzahl von Spezialitätengeschäften aufgesucht und das blanke Erstaunen ob der Preise überwunden hat. Cremona, Reggio, Parma und gewisse Vororte von Mantua, deren Namen wir hier nicht verraten wollen, warten mit einer Kombination aus Qualität und Preisen auf, die blind macht für Überlegungen jenseits von “Wem könnte ich eigentlich noch den Lardo und ein Kilo Grana mitbringen” und “wie packe ich das alles in 1 kleines Auto?. Ich gebe gerne zu, dass ich im Frühjahr auf einen Schwung meinen Bedarf an eingelegten Trüffeln, Caccioricotta, in Buchenholzfeuer geräuchertem und geaschten Scamorza – ich glaube das wollen Sie alles gar nicht so genau wissen – für die Sommermonate decke. Das ist kurzfristig nicht ganz billig, langfristig ist diese Art der Vorratshaltung aber sehr besucherfreundlich und die unbezahlbare Rettung an jenen Sonntagen, da man etwas Besonderes braucht und vor verschlossenen Läden steht. Trüffel mit Irgendwas geht immer.

Und natürlich sind manche dieser Geschäfte geradezu obszön und anbiedernd. Es gibt keinen echten Grund, den Parmaschinken so, wie er ist, im Verkaufsraum aufzuhängen. Die alten Geschäfte hatten noch eine Trennung zwischen Kunde auf der einen und Verkäufer und Waren auf der anderen Seite. Die neue Geschäftsarchitektur ist reine Pornografie, alles schreit danach, angefasst, bedrückt, an sich gerissen und geleckt zu werden. Jedes Mass, jede Zurückhaltung wird abgelehnt, man soll möglichst viel kaufen. 30 Monate alten Parmigiano Reggiano mindestens im Kilopack. Zwei Kilo Coppa Parma eingeschweisst. Sechs Flaschen Wein. Würste in dichten Paketen verschnürt. Nicht gerade die Mengen, die alte Damen und Herren auf die Schnelle konsumieren könnten. Aber man probiere es ruhig aus und verlange nach 150 Gramm Grana Padano: Geht nicht, sagen die Verkäufer. Zu wenig.

Bild zu: Das Festmahl der Gerontokraten

Geht nicht, würden junge Kunden sagen, zu viel. Die allgegenwärtigen Taschen von Louis Vuitton an jungen Frauen täuschen ein wenig über eine Realität hinweg, in der Akademiker mit durchschnittlich 1000 Euro netto im Monat im Beruf anfangen. Im Norden ist es etwas mehr, dafür sind auch die Preise höher. Italien ist, daran kann kein Zweifel in solchen Geschäften sein, ein durchaus reiches Land, aber die Löhne und Gehälter sind im europäischen Vergleich sehr niedrig. All die Schinken, die Käseleibe, die Stoffe aus Biella und die Schuhe von Mantelassi werden verkauft – aber eher nicht an die Jungen. Wenn man die Üppigkeit mal eben ignoriert, erscheint dieses Land eher wie eine Zukunftsvision für ein überalterndes Deutschland.

Denn ob nun das Einkommen niedrig ist, oder niedrig gemacht wird, weil die Kosten der Altersversorgung vergleichsweise reicher Menschen irgendwie erwirtschaftet werden müssen, ist den Betreffenden vermutlich egal. Die besitzende Klasse wächst aus dem Status der vererbenden Klasse hinaus ins hohe Alter, die Jungen werden dafür in die Pflicht genommen. Den nächsten Schritt sieht man im an sich kinderlieben und katholischen Italien auch schon: Die Geburtenrate ist demographisch nicht wirklich angenehm mit weniger als 1500 Kindern auf 1000 Frauen. Und das liegt auch in besseren Kreisen nicht, wie in Deutschland, an der Unvereinbarkeit von Kind und Karriere, sondern in der Unvereinbarkeit von Kind und Einkommen. Die alten Tanten, die in solchen Geschäften, die Wartenummer in der Hand und dicht gedrängt, über den Kinderwagen herfallen, wenn doch einmal eine – oft gar nicht mehr so junge – Mutter erscheint, wirken nur im ersten Moment drollig. Sie tun es in Ermangelung von Alternativen. Es ist kein Platz der Jugend. Die verbliebene Jugend kauft eher draussen ein, in den Betonbunkern der endlosen Industriegebiete.

Bild zu: Das Festmahl der Gerontokraten

Oh, wir hassen ihn so sehr, sagt S. und meint den alten, gestrafften Mann an der Spitze der Regierung. S. ist ein schönes Beispiel für die Jugend, sie hat zwei bis drei Jobs, manche am Tag und einen in der Nacht, und auch noch eine Theatergruppe, sie wohnt bei ihren Eltern, hat aber immerhin in deren Haus eine eigene Wohnung mit eigener Tür. Sie hassen ihn so sehr, sie wollen ihn endlich weg haben, den Multimilliardär mit seinen Hofschranzen, Skandalen und Rechtsbeugungen. Für die einen ist er die Nemesis, der Inbegriff einer verkrusteten Gesellschaft, für die anderen dagegen eine Chance, ein patriarchales System, mit dem man leben kann und entsprechend belohnt wird, wenn man nur spurt und beizeiten die Kleider oder jeden Anstand fallen lässt. Teurer Schmuck, ein eigenes Apartment, jede Menge Geld, Luxus, oder gar Posten in Staat und Partei: Der alte Mann ist eine Chance, diesen Aufstieg am System vorbei zu bewirken. Die einen machen dafür Bunga Bunga, die anderen schreiben, sagen, urteilen und beschliessen, was gewünscht ist.Das ist obszön, aber obszön ist auch der Überfluss in den Schlemmergeschäften, und obszön ist auch das rabattierte Treiben mit Chipkarten draussen in den Supermärkten: Nur eben arm. Die Gerontokratie des “faltigen *rsches”, um ein Abhörprotokoll zu zitieren, ist auch nur ein Angebot wie ein Kilo Coppa Parma. Man muss nicht, man kann auch anders. Billige Jobs gibt es wie Würste im Laden.

Also, ein Kilo Parmigiano mit 30 Monaten und eines mit 18 Monaten, die Mortadella bitte aufschneiden und einschweissen, wer kann, der kann, und wer nicht kann, muss eben schauen, wo er bleibt, beim Nudelkäse und Wurst, die ganz sicher nicht mehr von freilaufenden Tieren, aber aus der Grossfabrik und dem Verkaufslager kommt, in dem man bitte nur so lange bleiben soll, bis man alles Geld ausgegeben hat. Derweilen reicht man den Alten über die Theke Brocken von gebrochenem Käse, man kann probieren und entscheiden, was geschmacklich besser passt; zwei, drei Euro auf das Kilo sind nicht so wichtig. Sie auch? Gerne. Man ist ja Gast, man kann schlecht Nein sagen beim Fest der Gerontokraten, es hat ja seinen lasziv-dekadenten Reiz, mehr zumindest als das, was draussen vor der Stadt passiert, oder gegenüber vor der Kirche, wo sich Trinker und Afrikaner beim Betteln Konkurrenz machen – solange nicht eine Stadtregierung der Lega Nord die Sache auf ihre Art löst.

Bild zu: Das Festmahl der Gerontokraten

Ob das bei uns demnächst, weicher natürlich und einfach über die Altersentwicklung, auch kommt? Ob die verbrauchten Politiker aller Parteien und Verbände, die schon immer vorhanden gewesen sind, so ein Regime dann auch aufbauen, besser getarnt und mit einer preussisch-genügsamen Assistentin anstelle der Mädchenscharen aus schlechten Vierteln? Wer weiss. bei uns gehen ja alle zu den Discountern, die Dekadenz des Reichtums haben wir kaum als Grundprinzip, statt dessen die Wohlanständigkeit des Geizes um jeden Preis, den Grana bekommt man doch auch schon gerieben in Plastiksackerl. Ich weiss es nicht. Aber was mir auffällt, sind die Damenschuhe. Es war lange Zeit so gut wie unmöglich, in Italien schöne, flache Damenschuhe zu finden. Wenn, dann waren sie für alte Frauen. Junge Frauen trugen sehr oft hochhackige Schuhe, die einen am angeblich so guten Geschmack der Italiener zweifeln liessen. Das hat sich geändert, dieses Jahr gibt es sehr viele flache, nachgerade züchtige und seriöse Schuhe, die nicht im Mindesten wie “so eine” aussehen. Sie hassen ihn und das, was er symbolisiert. Vielleicht brauchen sie das gute Schuhwerk, um darüber und all die Feiern der alten, reichen Leute hinweg zu gehen. Wer sagt denn, dass nicht auch alle Wege der Revolutionen im Mittelmeerraum nach Rom gehen.

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262 Lesermeinungen

  1. Ausgezeichneter Beitrag!...
    Ausgezeichneter Beitrag! Vielen Dank!

  2. Hunger!...
    Hunger!

  3. Was tun gegen diese...
    Was tun gegen diese (zukünftigen) Zustände?
    Die Alten könnten sich ernsthaft überlegen, ob der hier geschilderte widerwärtige Konsumismus durch besseres, gehaltvolleres ersetzt werden kann. Wenn nur reiche Alte über solchen Edelprodukten schmausend zusammenglucken, wird nicht viel zukunftssicherndes dabei herauskommen. Dann sind die “Stützen der Gesellschaft” ziemlich morsch, weil auch sie nur arme Opfer der werbenden Wirtschaft sind, keine eigenen Maßstäbe und Werte haben und danach leben. Aber kaltlächelnd wirtschaftlich ausgenommen werden auch sie.
    Die da so genussorientiert leben, sind doch die gleichen, die aufgrund ihrer Eliteposition die Welt so einrichten konnten, wie sie jetzt ist?!
    Alternativ könnte man sich ja auf alte großbürgerliche Beschäftigungen wie “Förderung begabter junger Leute” besinnen. Da gibt es sicher genügend viele Aspiranten. Unser einziger Rohstoff…
    Aber vielleicht kommt so etwas nur in alten Romanen vor oder es ist angesichts der Zweiteilung der Gesellschaft (ein paar ganz oben, immer weniger in der Mitte und ganz viele ganz unten) und der obszönen Vermögensverteilung “undenkbar” für die da oben geworden, weil sie in ihrem Kokon von der verarmenden Aussenwelt nur Notiz nehmen, wenn ihr Auto über Strassen voller Schlaglöcher sanft hinweggleitet statt in jedes hineinzurumpeln?
    Zur Vermögensverteilung:
    http://www.bpb.de/wissen/U4CJQA,0,Verm%F6gensverteilung.html
    Ob das langfristig allgemein gefällt, mit allen unerfreulichen Folgen? Oder denkt man sich “langfristig sind wie alle tot, nach uns die Sintflut!”

  4. aber ist das leben nicht zu...
    aber ist das leben nicht zu kurz, um schlechten wein zu trinken? betrinken kannn man sich natürlich auch mit wein von aldi/lidl in der 1-liter-box. und was für wein gilt, gilt auch für käse, wurst und schinken.
    ein nebeneffekt könnte sein, dass weniger schlechter wein eher lebensverlängernd wirkt; aus sicht der hoffnungsvollen (in beide richtungen) erben wahrscheinlich kein positiver …

  5. @ Don Alphonso: Danke fuer den...
    @ Don Alphonso: Danke fuer den foodpron.
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    Wann war es denn jemals so, dass die Jungen das Geld hatten und nicht die Alten? Der einzige Unterschied ist doch tatsaechlich, dass jetzt die meisten Alten weiterleben jenseits des frueher gewoehnlichen Vererbungsdatums.
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    Die Kehrseite der Medaille: wenn wir die Krankheit der Massen bekaempfen, verschieben wir die Struktur der Bevoelkerungssaeule (Pyramide, das war einmal).
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    Bleibt man von Demenz verschont, kann man dann nun im Alter nachholen, was man in der Jugend versaeumt hat, weil man fleissig war und gearbeitet hat, zu Vermoegen kam auf Kosten der “vergeudeten Jugend”. Sich straffen lassen, Bunga Bunga feiern- was ist denn an den Parties im Prinzip so anders als an denen, die Frau Hegemann in Axolotl Roadkill beschrieb?
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    Ganz klar: die Twens im Berghain vergeuden ihre Jugend, Herr B. schuf in dem Alter sein Vermoegen… und gibt es jetzt dafuer aus, den Spass nachzuholen.
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    So schliesst sich der Kreis…

  6. Salami - aus Eselfleisch? -...
    Salami – aus Eselfleisch? – nicht auszuschliessen, imo. Man ist was man isst, oder :- Uebrigens, re Berlusconi und Bunga-Bunga – stimmt, das er 52 “playmates” hat, von denen 26 zusammen im gleichen Apartmenthaus wohnen?

  7. <p>ein pendant zur schuldenuhr...
    ein pendant zur schuldenuhr – eindrucksvoll zu sehen, dass sie noch schneller läuft. die frage ist, wer soll das erwirtschaften und geht das weiterhin so friedlich?

  8. @ schrödingers katze
    wenn es...

    @ schrödingers katze
    wenn es Leute gibt, die genügend Geld haben, um es aus dme Fenster zu werfen, dann werden die Anbieter guter Produkte natürlich die Preise immer höher schrauben, um abzusahnen, für materiell weniger Begüterte bleibt dann nur der billige Ausschuss.
    @Mondry
    man hat in der Jugend versäumt zu leben, weil man den Einflüsterungen der Werbung und seiner bosse gefolgt ist, und sich mit angeblich so tollem “Plunder” (Louis-V.-Taschen etc.) umgeben hat. Methoden der Ausbeutung und des in Abhängigkeit-bringens gegenüber den Nachwachsenden. Leere Statussymbole, sonst nichts.
    Herr B. schuf “sein” Vermögen mittels mafioser Beziehungen. Was der wohl im eigenen Hause zu sagen hat? Wahrscheinlich geht es ihm wie Frank Sinatra, der nach aussen reich und erfolgreich war und ein Penthaus in einem Hotel in Las Vegas bewohnte. Wenn aber ein Mafia-Gönner auftrauchte, mußte er ohne widerspruch mitten in der Nacht aufstehen und sich an die Bar setzen, um “die honneurs zu machen”.

  9. @Lisa
    Nicht EIN Pendant zur...

    @Lisa
    Nicht EIN Pendant zur Schuldenuhr, sondern DAS EINZIGE, dafür aber läuft die Vermögensuhr viel schneller.

  10. Warum nicht nach Rom, denn...
    Warum nicht nach Rom, denn letztlich begann dort “alles”.
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    In diesen Feinkostgeschäften ist es halt wie mit den fahrenden und an Autobahnen parkenden (outsourced) LKW-Lagern der Hersteller. Lager kosten Geld, also direkt raus zum Kunden. Die Alten kennen noch das Gefühl des Hungers und haben die Kohle, sind also beste Zielgruppe.
    Dergleichen Bilder kan man ebenso in der Freßgass oder im Schweizer Viertel in Frankfurt machen. Und da stehen tagsüber auch nur die alten Geldsäcke, wer sonst.
    Man muß an die Renten ran, ob man will oder nicht.

  11. So geht es halt zu in einer...
    So geht es halt zu in einer Gesellschaft, in der sie sich gegenseitig die Haare schneiden und ansonsten die Touristen besch*.

  12. Die sind merkwürdigen Dinge...
    Die sind merkwürdigen Dinge auf Photo Nr 4 – man weiss gar nicht was drinsteckt.
    Am besten sollen Gerontokraten auf Qualität achten und dreimal täglich Schweizer Bio-Muesli essen.

  13. Werter Don,
    die Bilder...

    Werter Don,
    die Bilder (stöhn), wer soll das aushalten? Unsereiner sitzt hier in der Salpetermine (neudeutsch: Office) bei Wasser und Brot.

  14. Es gibt das (un-) schöne Wort...
    Es gibt das (un-) schöne Wort “entsparen”. Dieser Aktivität widmen sich viele hochanständige Leute gegenüber anderen Leuten, den Gänsen, die zum Ausnehmen eingeplant sind. Je besser die hochanständigen Leuten in dieser Aktivität sind, desto höher angesehen sind sie. Man speist gelegentlich bei der Dame da, in Berlin…
    Vor den Hochanständigen ist niemand sicher. Erinnert sich jemand daran, wie die alten “names” aus dem Versicherer Lloyd’s of London gedrängt wurden?

  15. in der brd geht das so: bei...
    in der brd geht das so: bei einer schönen spreizung der lebenserwartung zwischen arm und reich, zahlen sie de facto den armen eine zu niedrige rente aus der grv (separate barwertfaktor/rentrenfaktor je nach einkommen, nicht nur nach gender, wären notwendig). und dann kürzten sie schön noch die leistungen der gkv und schon ist die rentenkasse saniert. es geht nichts über richtiges heiraten oder erben.

  16. Oh ja, da haben die Italiener...
    Oh ja, da haben die Italiener ein Problem. Beamte mit Mitte 50 zu fast vollen Bezügen verrentet, Lohndumping bei den Jungen oder überhaupt keine Perspektive. “Hotel Mama” mag bei uns als dortige Folklore gelten, die sind am Kotzen. Junges, doppelverdienendes Akademikerpaar mit Kind wohnt im einem Zimmer beim pensionierten Vater, der bei der Post war, war ein mir sehr bekannter Fall. Akademikerpaar ist jetzt in der Schweiz mit großer Eigentumswohnung.

  17. @Tippex

    der link, das pendant...
    @Tippex
    der link, das pendant (reichtumsuhr) auf den ich mich bezog, ist leider verschwunden. :)

  18. zu meinem Eintrag von...
    zu meinem Eintrag von 7:18
    Pfiffige, gut ausgebildete und aktive junge Leute gibt es zum Beispiel da:
    http://www.globalchangenow.de/
    Man könnte sich (am kommenden Wochenende) deren Projekte ansehen und evtl. fördern… Das ergibt einen Ausflug nach Köthen, in die Hauptstadt der deutschen Homöopathie und zu Leuten mit unkonventionellen poltischen Ideen, ideologie- und aggressionsfrei.

  19. das geriatrieprojekt in der...
    das geriatrieprojekt in der brd heisst doch taz. wie sagte mir die maIn der taz genossenschaft, als ich meine anteile kaufte: genossen, die geld geben haben wir genug, aber keine abonnenenten.
    früher gab es bei manchen milch”höfen”die verpflichtung, wenn man als bauer milch ablieferte 1mal im monat ein sogenanntes milch/käsepaket abzunehmen. vielleicht sollte die taz deN genossen ein abonnement…
    etwas ähnliches vor zwanzig jahren mit live aus dem alabama im br…
    überall alte, die sich ein paar jugendliche halten, die dann junge dynamische zeitungen, fernsehsendungen etc. machen.

  20. Ein gerontokratisches...
    Ein gerontokratisches kapitalistisches Patriarchat
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    „Wer sagt denn, dass nicht auch alle Wege der Revolutionen im Mittelmeerraum nach Rom gehen.“ Dass das mal ein Artikel voll nach meinem Geschmack ist, brauch ich wohl gar nicht erst zu betonen. Er ist es, nicht nur vom Inhalte her, auch von der Form. Eben nicht eloquent, wie gewohnt, sondern im Stil durchaus puristisch. Ansonsten lassen Sie die Bilder das sagen, was ausgesprochen nur eine Obszönität mehr wäre. Man sieht gleich, was Ihnen dieses Thema bedeutet, lieber Don Alphonso. Vielleicht sagen Sie es nicht explizit aber doch implizit: „Die Jugend an die Macht“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1580.
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    Und sollten wir das nicht sehr bald begreifen, wird es uns noch die eine oder andere Bartholomäusnacht bescheren. Die Geduld der Jugend scheint zu Ende. So wie die der Frauen schon lange zuvor.
    Die arabische Revolution lässt grüßen!
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    Und ganz sicher könnte Italien das erste europäische Land sein, wo es arabisch hergehen könnte (wahrlich nicht mehr nur in den Bordellen der Herrschenden). Und dass es diesmal ihnen vielleicht nicht gelingt, den „arabischen Feind“ über die Alpen zurück zu schlagen, denn dieser kommt ganz sicherlich nicht über diese – auf dem Rücken von Elefanten.
    Ich tippte eine Zeit lang eher auf Griechenland, was den revolutionären Reigen am Rande Europas beginnen lassen könnte, und was ich noch nicht ganz ausschließe. Dennoch, als ich kürzlich erfuhr, nämlich von einer Deutschen, die jahrelang in Italien, mit einem Italiener, lebte, aber im armen Süden, welche Verhältnisse dort wirklich herrschen – 1000 € im Monat, das ist noch ein nobles Einkommen -, da wurde mir schlagartig klar, wie sehr dieser Berlusconi von einem Gaddafi abhängt. Nicht nur von dessen Huren, nein von dessen Militärmacht, deren Erhalt nämlich. Von dem Beispiel, dass die Revolution dort gestoppt wird.
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    Nicht die Bürgerkriegsflüchtlinge Arabiens sind es, die einem Berlusconi schlaflose Nächte verschaffen, nein, es ist das Beispiel, woran sich die italienische Jugend bald orientieren könnte. An dem womöglich siegreichen.
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    Aber schauen wir nicht zu sehr nach dem Süden. Auch hier im Norden, weit oberhalb eines Tegernsees, finden wir durchaus vergleichbare Verhältnisse vor.
    So war es meine Mutter, als sie vor einiger Zeit bei mir zu Besuch war – sie passte auf die Katzen auf, während ich mit Frau und Kind mal Urlaub machte – und einen jener teuren Läden, wo ich fast nie einkaufe, aufsuchte, der das so auffiel.
    Sie selbst kann es sich durchaus leisten, in Delikatessengeschäften, wie auch Reformhäusern, regelmäßig einzukaufen. Aber sie war dennoch entsetzt. Ganz offen sagte sie der Besitzerin des Geschäftes, wie obszön sie ihre Preise findet (so findet sie es auch hinterhältig das Obst in 500 Gramm und eben nicht in Kilo auszupreisen). Und dass sie sicher sein könnte, dass ihr Sohn, also ich, der hier lebt, bei ihr nicht einkaufe.
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    Nun ja, ich kenne diese Dame, und hin und wieder kaufe ich eine ungespritzte Orange für den Orangenkuchen, den meine Frau backt, oder einen ungespritzten Apfel für meine Tochter. Und wir grüßen uns natürlich. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob sie weiß, dass das meine Mutter war. Meine Mutter ist in mancher Hinsicht noch radikaler als ich. Und das definitiv nicht wegen eines Altersstarrsinns, sondern aus vollem Herzen.
    Sie ist eine der ganz wenigen, die die Jugend versteht. Und die sich große Sorgen macht, ob deren Zukunft.
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    Wir, und damit meine ich meine Generation – 50 + -, müssen uns ranhalten. Damit die Jugend begreift, dass sie nicht alleine gelassen wird. In unseren Händen liegt es, ob diese Jugend noch eine Zukunft hat, ihre Chance auf eine solche Zukunft sieht, oder ob sie sich an uns rächen wird, von einer dumpfen Hoffnungslosigkeit übermannt.
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    Das Kapital ist auch deswegen am Ende, weil es sich nicht nur als Patriarchat schon so lange und solchermaßen so widerlich präsentiert, sondern nun auch als gierig-schleimige Gerontokratie. Als ein gerontokratisches kapitalistisches Patriarchat.

  21. Wie trefflich geplaudert. Wie...
    Wie trefflich geplaudert. Wie richtig beobachtet. Jetzt da Herr Sarrazin doch Mitglied der SPD bleibt, sind also auch seine Themen gesellschaftsfähig. Natürlich ohne Statistik, dafür mit Damenschuh und Schinken.

  22. ...Selig sind, die da hungert...
    …Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden…..

  23. @Lisa
    sicher nur ein...

    @Lisa
    sicher nur ein technisches Problem ;-)))

  24. @nico
    Die Rente ist meist der...

    @nico
    Die Rente ist meist der kleinste Teil der Einnahmen, die Geldsäcke zu eben solchen macht. Viel Spaß beim Versuch, die anderen Quellen zu regulieren, wie Firmenanteile, Dividendenzahlungen, auslaufende KLVs (die waren viele Jahre ein feines Mittel für die feine Gesellschaft, schnell viel Geld steuerfrei anzulegen) und was es sonst noch so an Möglichkeiten gibt.

  25. Das janusköpfige Italien, bei...
    Das janusköpfige Italien, bei dem man als Fremder nie weiß, was man davon halten soll, kommt in diesen Beiträgen wunderbar heraus.
    Man akzeptiert die teilweise katastrophalen Missstände der italienischen Gesellschaft, weil man als Außenstehender hofft, das irgendwie mit seinem eigenen Bild vom Dolce Vita vereinen zu können. Und dann unterhält man sich mit anderen Italophilen und sagt “Ja, es ist furchtbar, aber die sind halt so!” und “Das ist halt irgendwo auch richtig italienisch”. Dass das eigentlich Blödsinn ist, vergisst man spätestens beim Biss in die Focaccia.

  26. Ein Kilogramm...
    Ein Kilogramm Culatello-Schinken für 75 Euro? Danke für den Einblick, Don Alphonso. Im übrigen sehe ich die Sache nicht so verwerflich. Es gilt ja immer noch der Satz, daß im Alter das Essen der Ersatz für andere körperliche Tätigkeiten sei. Und außerdem würde ich mir Schinken für 75 Euro nicht leisten, wenn ich es mir leisten könnte. Letztendlich ist alles eine Frage der Prioritäten und daß es Läden gibt, die ein unsichtbares Schild „Du mußt draußenbleiben!“ tragen, ist mir selbstverständlich. Was mir eigentlich fehlt, ist die normale, bezahlbare, mittlere Qualität. Die Alternative Discounter vs. Slow Food reißt einen unangenehmen Graben auf.

  27. devin, die Weiber leben aber...
    devin, die Weiber leben aber länger. Guxxdu Friede Springer und Liz Mohn. Bunga-Bunga hat doch gesiegt!

  28. Geschätzt wird immer das, was...
    Geschätzt wird immer das, was knapp ist. Angesichts der Demographie wird die (arbeitsfähige) Jugend knapp – die wird bald mehr und mehr geschätzt werden. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu früheren Zeiten.
    Da die Jugend aber so klein ist, wird sie nicht in den direkten Aufstand a la Arabien gehen: Es sind genug Plätze vorhanden (so scheint es), gerade für die Mittelschicht.
    Sie wird sicher aber zu hoher Anforderungen der Alten entziehen. Die werden am Ende leiden.

  29. @Devon08
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    Sie reden von...

    @Devon08
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    Sie reden von Jugend-Revolution, dabei hätten die Italiener den Faltigen doch längst abwählen können, wenn sie gewollt hätten.
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    Die Sache ist die, dass das Volk den Feudalismus will. Auch im kommunistischen Deutschland wird sich diese Tendenz bald durchsetzen.

  30. Es steht wirklich schlimm um...
    Es steht wirklich schlimm um unser Menetekel Italien. Für mich ist es sehr bezeichnend, dass die beste Informationsquelle, die ich zu diesem Lande und den dortigen Zuständen kenne, in der spanischen Zeitung El País als blog veröffentlicht wird. Man kommt aus dem empörten Staunen kaum raus: http://blogs.elpais.com/vaticalia/ Manchmal ist es so schlimm, dass ich lachen muss.

  31. Als abgehalfterter, chrckr,...
    Als abgehalfterter, chrckr, chrckr, hch, Gerontokrat, frage ich mich, wie könnte ich,
    chrckr, hch, nur an die Sorgen vom allseits verehrten,chrckr, keuch, Signore Don Alphonso kommen?…und dann dieser zahnlose Radikalismus des Genosssen Devin08, die Expropriation der zu teuren Bioladenbesitzer muß endlich vorankommen…. chrckr, chrckr, hch, keuch, keuch! Tiger, Panther und Co. sind auch nicht mehr was sie einmal waren. Die Methusalemkohorte von Frank Schirrmacher wird doch einmal Remedur machen müßen! Aua, mein Podagra…wieder nix….

  32. Ist das nur ein Phänomen im...
    Ist das nur ein Phänomen im verarmenden Italien?
    Ich hatte schon immer das Gefühl, dass man, wenn man alt genug ist und es sich leisten kann, weder über ausreichend Geschmacksknospen für gutes Essen noch über ausreichendes Reaktionsvermögen für ein schönes Auto verfügt.

  33. Mögen die intellektuellen...
    Mögen die intellektuellen Salonkomponisten auch die Nase rümpfen. Das Bündnis aus Kapital und Gosse steht und marschiert und grölt seine eigenen Melodien dabei.

  34. HansMeier555, sie hätten ihn...
    HansMeier555, sie hätten ihn nicht nur abwählen können, sie hätten ihn ja gar nicht so häufig wählen müssen. Haben sie aber getan. Sie hassen ihn wahrscheinlich so sehr wie die Nahles den Sarrazin. Dem hat sie ja auch gerade mit Karacho … so richtig … gesagt, dass sie ihn ja eigentlich auch lieb hat.

  35. 'Wann war es denn jemals so,...
    ‘Wann war es denn jemals so, dass die Jungen das Geld hatten und nicht die Alten?’, ‘Bleibt man von Demenz verschont, kann man dann nun im Alter nachholen, was man in der Jugend versaeumt hat, weil man fleissig war und gearbeitet hat, zu Vermoegen kam auf Kosten der “vergeudeten Jugend”.’, ‘Ganz klar: die Twens im Berghain vergeuden ihre Jugend, Herr B. schuf in dem Alter sein Vermoegen… und gibt es jetzt dafuer aus, den Spass nachzuholen.’

    ja, die supergeneration der geburtsjahre 1930 bis 1955… niemand hat so viel entbehren müssen, so schwer arbeiten, so hart kämpfen. und niemand hat sich den wohlstand so verdient, den sie jetzt endlich genießen dürfen.

    nicht wie ihre hedonistische elterngeneration, die mit achtzehn jahren ihre zeit mit lustreisen durch ganz europa und nordafrika verplemperte. manche von denen machten sich sogar noch acht fette jahre in amerika oder rußland, während die ganze reisegesellschaft schon nach deutschland zurückgekehrt war! während die ihren spaß hatten, war hier natürlich alles heruntergekommen und verfallen. das war nicht einfach in ein paar tagen wieder repariert, zumal diese faulen säcke ja nie gelernt hatten, wie man arbeitet.

    und so blieb alles an unserer pausbäckig-tatkräftigen spezialgeneration hängen. es fehlten fachkräfte, die alten waren zu doof und so mußten ersteinmal qualifikationen per handauflegen verteilt werden: wer ein paar jahre am gymnasium gewesen war, konnte auch lehrer sein. wer mauern konnte und große fresse hatte, war auch als meister, bauingenieur oder bauunternehmer geeignet. klar, daß solch qualifiziertes und motiviertes personal auch ordentliche gehälter benötigte. selbst das haben sie sich mit schwieligen händen an der kurbel der geldpresse hart erarbeiten müssen.

    wie schön und pflegeleicht sie alles wieder aufgebaut haben! nicht tumbe sandstein-, backstein- oder fachwerkfassaden – leicht zu reinigende fliesenfassaden im erdgeschoß. panoramafenster aus kunststoff putzen sich für mutti leichter als diese verspielten sprossenfenster. keine geschwungenen straßen, fassaden, dächer – alles gerade, winklig, lotrecht. unvorstellbar, wie diese verantwortungslosen alten gehaust haben – am besten alles abreißen, verputzen, zubetonieren, pflastern. und erst die sauerei mit den laubbäumen! raus damit – nadelbäume machen keinen dreck. forchtbar, was die alten ihnen da hinterlassen hatten.

    jetzt ist ihr lebenswerk vollbracht und deutschland ist steril-schön. zum glück konnten sie sich noch eine angemessene rente zuschreiben und für den bau riesiger krankenhäuser mit einbettzimmern sorgen. würdelos, wie die alten in zehnmannsälen verreckten, unfähig, für ihr eigenes alter vorzusorgen. aber so schnell wie die alten werden sie nicht abtreten. diese tumbe kinder- und enkelgeneration benötigt noch aufsicht. nach dreizehn jahren schule und zehn jahren studium sind die immer noch nicht in der lage, sich ein neues haus zu bauen. ziehen lieber in opas heruntergekommenes fachwerkhaus, das als einziger schandfleck noch die aussicht vom wintergarten auf die gelb getünchte nachbargarage versperrt und nun nicht abgerissen werden kann. aber vielleicht sterben die unfähigen jungen genauso schnell weg wie die unfähigen alten. sind ja jetzt schon genauso arm wie die. und so ein schönes deutschland bekommt sowieso keiner wieder hin.

  36. ...nur eben haben viele den...
    …nur eben haben viele den Silvio gewählt, und nicht nur die Alten. Und jeder wußte, er hält die Fäden und das Geld der Medien in der Hand. Ein europäisches Übel, daß sowas möglich ist.
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    Allerdings finde ich es falsch, bspw. hohe Preise per se als Übel zu deklarieren, denn viele Produkte können nicht billig und günstig angeboten werden. Und das ist gut so. Nur durch hohe Preise können viele Lebensmittel überhaupt artgerecht kultiviert werden. Hierzulande sollten sich viele auch mal überlegen, ob man alles “Namhafte”und sofort haben muß, dann ist sicher auch mehr als Discountermüll möglich.

  37. @Tippex: Waere Frank Sinatra-...
    @Tippex: Waere Frank Sinatra- oder sonstwer- gluecklicher gewesen, nicht gefeierter Star und groesster Trinkgeldgeber aus Mafias Gnaden gewesen zu sein, sondern z.B. als Hotelpage oder Werftarbeiter zu arbeiten und abends fuer ein Trinkgeld in der Bar zu singen?
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    Nur wer fruehzeitig erbt oder Zugang zu einer Familienstiftung hat kann als junger Mensch (unter 30) ueber genug Geld verfuegen um in solchen Delikatessenlaeden regelmaessig einzukaufen. Oder man kauft dort ein, hat aber spaeter nichts gespart. Und wenn dann die rente faellt, die Arztkosten steigen, dann muss man halt waehlen.
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    Nochmals, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen arbeitet man in jungen Jahren und “leistet sich was” wenn man aelter ist.
    .
    Und was ist daran schlecht?
    .
    Ach ja, bzg. Herrn B. oder S. und deren mafioesen Verbindungen- das sind doch genauso Ausnahmen wie die jungen Reichen, die ihr Geld selbst verdient haben.
    .
    Mir macht vielmehr die Frage Sorge, ob ich mir im Alter solch feine Wurst und Kaese werde leisten koennen?
    .
    Deshalb schnell ab zum Schlemmen, heute noch :-)

  38. I tedeschi amano gli...
    I tedeschi amano gli italiani,ma non li stimano – gli italiani stimani i tedeschi, ma non li amano.
    http://www.reise-nach-italien.de/amore.html

  39. @pardel, die elpais, ja,...
    @pardel, die elpais, ja, erscheint eben in einem Spanien, das sich noch heute ein Franco-Mausoleum valle de los caidos leistet – einst vom Papst abgesegnt. Das bietet viel Raum – sicher auch, um über Italien herzuziehen.
    @meaculpa, nun ja, wir haben ca. 20Mio. Rentner. Für 5-10 Mio. trifft das vielleicht zu, und da darf nix gekürzt werden, aber die anderen erhalten erhebliche Pensionen, Vorruhestandsregelungen etc., die durch nix mehr zu rechtfertigen sind angesichts der leeren Kassen und der schweren Hypothek für die Jungen. Und da sind die Politiker, die im hohen Alter eben noch ne Junge mit 30 heiraten, um die überzogegenen Ansprüche zu retten, noch nicht mit drin. Und das ist vor dem Hintergrund der Demographie ein Todesurteil für die Sozialkassen. Im übrigen sind die Rentenverpflichtungen für die Zukunft gar nicht in der Staatsverschldung enthalten.
    Alles andere ist der Umverteilung von unten nach oben geschuldet, wie überall, und da geht man ebensowenig ran. Gier aus Angst, etwas wenger zu haben.

  40. Lieber Don,
    in welchem Alter...

    Lieber Don,
    in welchem Alter gehört man denn bei Ihnen zu den “Alten”?
    Ich muss schon sagen, bei den Einkäufen die Sie im schönen
    Italien tätigen kann schon ein gewisser Neid aufkommen.Nicht
    so sehr wegen des vermeindlich vorhandenen Vermögens,sondern
    wegen der Produkte die sie dort erwerben können.Hier im südlichen
    Spanien fühlt man sich als Gourmet wie in der Wüste ausgesetzt.
    Zwar gibt es auch gute Sachen vom Schwein,Schaf und Ziege, sie
    halten aber keinem Vergleich mit Italien stand.Trüffel,Parmesan….
    Leider gehöre ich nicht zu den “Alten” die sich ein Vermögen ersparen
    konnten,ich habe mehr für die Kunst und die Künstler gespart, insovern
    bin ich ganz froh, nicht in Italien einkaufen zu können.
    Der Tip,liess mal Don Alphonso von der FAZ kam von meinem Ex-Geliebten,
    einem “Alten”.Macht auch immer Spass.

  41. Warum soll die besitzende...
    Warum soll die besitzende Klasse nicht Geld für übertriebene Preisbildung für übertriebenes Angeber-Foodpron ausgeben? :)
    .
    “Nur her mit den Moneten” würde ich heimlich als hintertriebene (junge?) Feinkosthändlerin sagen und noch größere Käsegebinde und dekadente Trüffel-Seltsamkeiten erfinden, die sie eh nicht schaffen werden. (Essen ist der Sex des Alters und die Augen sind größer als der Bauch.)
    .
    Das Problem ist doch eher, dass viele Junge in Italien − und anderswo − sich nichts mehr leisten können und 2-3 Jobs brauchen, um über die Runden zu kommen.
    .
    Da ich von Kindheit an ganz anders verwöhnt bin, nämlich mit Lebensmitteln aus eigener, armer, Bauernhofproduktion, schätze ich Frühkartoffeln mit Salz und Butter (oder/mit Schnittlauchquark) am meisten. Das sind sehr schlichte Genüsse. Oder frisch gebackenes Brot, Butter drauf und ein Apfel dazu. Es braucht für mich keine Trüffel oder fetten Edel-Käse aus Italien. Wiewohl ich handgeriebenen Parmesan, Provolone und Scamorza sehr schätze. Trüffel weniger, er schmeckt mir zu aufdringlich durch die Nase.
    .
    Ich will jetzt nicht wie Sarrazin klingen, der den in ihren Wohnungen Frierenden einfach Wollpullover zu tragen aufgibt. Doch Genuss ist tatsächlich relativ. Und mich entzücken eben diese kleinen Genüsse am meisten. Ich mache auch meine Nudeln selbst, fülle sie selbst (wie hoffentlich jeder Italiener, der halbwegs bei Sinnen ist, sich diese Köstlichkeiten zuhause selbst herstellt und sie nicht überteuert im Touristen-Delikatessenladen erwirbt. Ich kann auch perfekte Wan Tans für die Suppe, und ja, es gehört Reiswein in die Füllung…)
    .
    Seltsam: Italienisches Essen war mal Arme-Leute-Küche. Mit viel Teigwaren Gemüse. Kräutern, die überall rumwachsen.
    Und gerade deswegen so lecker. Was da in Delikatessenläden abgeht, ist italophiles Getue, das für mich nichts mehr mit schlichtem und genau deswegen extrem leckeren Essen zu tun hat.
    .
    Und Berlusconi ist nochmal ein ganz anderes Kaliber. Sie bräuchten ihn und seine Mafiosi ganz einfach_nicht_mehr_wählen.

  42. Geschätzter Don, Sie...
    Geschätzter Don, Sie Schlingel, verweigern sich als Herr im besten Alter ja bislang auch sehr erfolgreich dem Mitbauen an der Alterssäule.
    .
    Im Gegensatz zu Devin08, der es bei einem ungespritzten Apfel für das Töchterl beläßt, hätten Sie Immobilien, mehr als es zum Wohnen braucht, stilvoll eingerichtet samt Kunst inklusive Kasel, Literatur und Sportgerät samt gesunder Nahrung plus Trüffel dem Nachwuchs zu bieten.

  43. @Mondry
    Auch Herr Sinatra war...

    @Mondry
    Auch Herr Sinatra war für sich selbst verantwortlich. Wenn er mit diesen Leuten arbeiten wollte, bitte sehr. Mich interessieren mehr die mafiosen Verhältnisse bei uns, wie von Herrn Dolata bei Herrn Pelzig beschrieben:
    http://www.youtube.com/watch?v=Yrpg6EVlbLk
    @Lisa
    Eine schlichte Vermögensuhr:
    http://draketo.de/proj/schuldenuhr-vermoegensuhr/

  44. "Und Berlusconi ist nochmal...
    “Und Berlusconi ist nochmal ein ganz anderes Kaliber.” (Vroni)
    .
    Seit 1967 beschäftige ich mich mit Italien und verbringe dort auch sehr viel Zeit.
    Berlusconi ist nur gradúell anders als seine Vorgänger jeder Couleur und auch nach ihm wird es nicht viel anders.
    .
    Mani pulite war ja vor Silvio und betraf DC und Mitte-Links.
    Die coop-Skandale der PCI in der Bassa stammten ja auch aus dem Lehrbuch der Korruption.
    Nein, ein anderes Kaliber ist er nicht. Vielleicht mit dem Unterschied, daß er erst reich wurde und dann in die Politik ging und nicht umgekehrt wie die anderen!

  45. Apropos Trimalchio´s...
    Apropos Trimalchio´s Gastmahl: Die Sauerei datiert, begann wirklich in der Antike:
    ….cum has ergo miraremur lautitias, accurrit Menelaus et ‘hic est’, inquit, ‘apud quem cubitum ponitis, et quidem iam principium cenae videtis’. etiamnum loquebatur Menelaus, cum Trimalchio digitos concrepuit, ad quod signum matellam spado ludenti subiecit. exonerata ille vesica aquam poposcit ad manus, digitosque paululum adspersos in capite pueri tersit ….
    translatio:
    Menelaos sprach noch, als Trimalchio mit den Fingern schnalzte. Auf dieses Zeichen hin hielt ihm der Eunuch, ohne dass er sein Spiel unterbrach, den Nachttopf unter. Nachdem er seine Blase erleichtert hatte, verlangte er nach Wasser für die Hände, besprengte sich ein bisschen die Hände und trocknete sie im Haar eines Jungen ab.
    ..
    Berlusconi und die Italiener:
    Ad postremum divitiae meae sunt: tu divitiarum es. Schließlich gehört der Reichtum mir, du gehörst dem Reichtum. Sen.dial.7,22,5

  46. Don Carlos, schön.......sehr...
    Don Carlos, schön…….sehr schön!
    gruß Kaktus

  47. Vertikale Integration wird oft...
    Vertikale Integration wird oft horizontal praktiziert.
    Nur jetzt bitte nicht schon wieder was übers Erbschaftsrecht.

  48. Lieber Don...
    Lieber Don Fernando:
    :-)
    .
    Hatte ja bereits an anderer Stelle mal erwähnt, dass reich sein und dann erst in die Politik gehen nicht unbedingt unabhängiger macht. Das glaubt man in D nur gerne.

  49. Der Kaiser der Gerontokraten...
    Der Kaiser der Gerontokraten ist doch Nobbi B. Der hat sich erstmal ne dicke Parlamentarierrente gesichert, indem er seiner Generation die Rente versprochen hat. Nun empfiehlt er der jungen Generation -abgebildet mit stumpfem Holzbeil, das vom Danebenhauen übel gezeichnet ist- “Ehrliche Arbeit”!
    .
    Unser Bunga Bunga läuft über die Rentenformel – dabei ist jedenfalls sicher: die reale Abwertung der Anwartschaften.

  50. Don Carlos@: Das wirklich...
    Don Carlos@: Das wirklich absolut Bewundernswerte an der, an die ev. vakanten Fleischtröge rückenden, jeweilig jüngeren Generation und deren daraus sich rekrutierenden Personal ist (diese Trugschlüsse, währen seit Adam & Eva):
    1.) Die jeweilige Person hätte sich quasi, noch nicht einmal per Parthenogenese, selbst geschöpft/geschaffen.
    2.) Die Alten hätten nur Sch…e gebaut.
    3.) Würde auch alles, aber definitiv, alles besser machen, und damit dem Guten und Schönen endlich zum Durchbruch verhelfen.
    Dieses immer wieder nachwachsende Brett vorm Kopf läßt nur so die Welt erträglich erscheinen. Ab einem gewissen Alter zerbröselt dieses Brett…dann ist es aber leider zu spät ;->
    ..
    (Himmel hilf, ich hab meine Brille schon wieder verlegt.)
    Wg. der schuldigen Obödienz in gerontokr. ,in aristokr. u. feudalen Gesellsch. verweise ich dagegen auf die reichl. Lit. & entspr. Komment. bei HansMeier555 in St.d.Ges..
    http://www.textlog.de/7347.html

  51. Wunderschöner Food Porn....
    Wunderschöner Food Porn. Indes muss sich auch hier meine Wenigkeit wieder die defätistische Frage stellen: Wie viele Menschenleben hat das alles gekostet ? So Mann mal die Erzeugerkette lang und den Fahrweg nebst anderen mit rechnet… Mann möchte die Antwort eigentlich gar nicht wissen, oder etwa doch ?

  52. Zitat: "Junge Frauen trugen...
    Zitat: “Junge Frauen trugen sehr oft hochhackige Schuhe, die einen am angeblich so guten Geschmack der Italiener zweifeln liessen.”
    Das ist nicht das erste Mal, dass Sie gegen hochhackige Schuhe zu Felde ziehen. Was haben Sie denn dagegen? Wir ist denn Ihr Geschmack, Frauenkleidung betreffend?

  53. Spargel in bester Qualität...
    Spargel in bester Qualität (wenn auch unter Folie gewachsen) bekommt man zurzeit für 6,50 € das Kilo. Inflation sieht anders aus.

  54. destello@:High heels sin watt...
    destello@:High heels sin watt foines! Frauenkleidung? Dat negligé moß durrschsischtisch se. Domet dat emol klaa is!

  55. Dabei wäre das Problem so...
    Dabei wäre das Problem so leicht zu lösen, wenn man sich nur trauen würde, die gutmenschlichen Denkverbote zu mißachten.
    Man müsste einfach nur den kommunistischen Schulzwang abschaffen und den Kindern die Freiheit geben, frühzeitig eigenverantwortlich Berufserfahrung zu sammeln.

  56. Nachwuchs muss sich wieder...
    Nachwuchs muss sich wieder lohnen.

  57. HA ! Kaum ist Mann mal 5 Tage...
    HA ! Kaum ist Mann mal 5 Tage nicht da… Wer war es ? Los, los raus mit der Sprache !!! Wer war Nr. 50.000 und hat die goldene Himbeere plus mindestens wenn nicht noch mehr vom Don kassiert ?

  58. ...und Thunfisch-Zubereitung...
    …und Thunfisch-Zubereitung wird soeben im andalusischen TV gezeigt, nachdem die Matanza im Tyrrhenischen Meer wieder als der Beginn der temporada angekündigt wurde. Ein historisches Ritual, das schon vor den Römern stattfand. Kaufen en masse nur noch die Japaner. Und Italiener aus Turin und Mailand.

  59. Durchaus interessante...
    Durchaus interessante Beobachtungen!
    Ich nenne Frauen auf flachen Schuhen trotzdem weiterhin nur verächtlich “Stampfi” …

  60. nä, Plindos, diese...
    nä, Plindos, diese trugschlüsse währen erst seit adolf & eva:
    ‘1.) Die jeweilige Person hätte sich quasi, noch nicht einmal per Parthenogenese, selbst geschöpft/geschaffen.’ – nur die übergeneration hatte aus nachvollziehbaren gründen keine eltern.

    ‘2.) Die Alten hätten nur Sch…e gebaut.’ – welche generation sagt denn ‘dank bomber-harris brauchten wir es nicht selbst abreißen.’, baut ein wärmedämmverbundsystem (allein der begriff!) über die verbliebene geschichte, schmiert baumarktfarbe darüber und baut drei baumarktbäder dahinter (eins zum benutzen, zwei zum repräsentieren – ‘wir sind sauber!’)?

    ‘3.) Würde auch alles, aber definitiv, alles besser machen, und damit dem Guten und Schönen endlich zum Durchbruch verhelfen.’ – gab es denn je eine generation, die so viel so richtig gemacht hat und wird sich dieser erfolg jemals übertreffen lassen?

    auch das erwähnte nachwachsende brett vorm kopf zerbröselt bei den spezialisten nicht und es wird keine fleischtröge geben, an die jemand rücken könnte (alles nur die obligate wohlmeindend-herablassende attitüde, mit der die nicht vorhandene selbstreflektion vorgetäuscht wird).

  61. Ach, die armen Italiener, die...
    Ach, die armen Italiener, die mit 30 Jahren immer noch im Hotel Mama leben müssen.

  62. Berlusconi wird länger...
    Berlusconi wird länger regieren als die Queen. Wartet es ab.

  63. Moin,

    bella Italia kenne ich...
    Moin,
    bella Italia kenne ich nur, weil ich da dienstlich hin musste, zum Beispiel mit 25 tons stinkenden Kuhfellen nach Vicenza zum Zollhof, anschließend zu einer stinkenden Gerberei auf dem platten Land wo diverse Brühen über den unbefestigten Hof zum Versickern abgelassen wurden. Das Personalproblem in Italien konnte man schon vor 30 Jahren in jedem Supermarkt studieren. Mama geht mit Sohn und Tochter einkaufen. Sohn greift links und rechts in die Regale und wirft das Zeug in den Einkaufswagen. Keine Reaktion von Mama. Macht Tochter das auch, gibt´s was auf die Finger und der Schokoriegel geht zurück in das Regal.
    Die Sache ist nämlich so: der Sohnematz ist die leibhaftige Rache von Mama an ihrem Alten. Der Kleine kann schon mit fünf alles besser, schöner und schneller. Die Tochter ist für Mama eine Katastrophe, denn ihr bleibt höchstens eine Karriere als Mama … oder Kanonenfutter bei S.B.. Von S.B.ten haben die ja mehrere, alles kleine von Mama gepamperte Sohnemätze. Der männliche Italiener braucht deswegen die Frühverrentung, weil er weder Mama noch den halbstarken Sohnematz langfristig erträgt. Dass er dabei zugleich den Nachkommen die (beruflichen) Lebenschancen verhagelt, ist erwünscht. So kann er später beweisen, dass nicht der Sohnematz sondern er der Größte ist.
    gruß fb

  64. Die schmutzige Realität der...
    Die schmutzige Realität der halbfeudalen italienischen korporativen Demokratie
    .
    @HansMeier555: Von welchem „kommunistischem Deutschland“ ist hier die Rede? Und zu den Möglichkeiten der „Abwahl“ eines Berlusconi, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Wahlen in Italien, gleich nach dem 2. Weltkrieg, also kaum dass dort überhaupt mal gewählt werden durfte, manipuliert worden sind. Mit sehr viel Geld, mit brutalen Unterdrückungsmethoden, wie mit einem Heer von bezahlten Ideologen. Aus jener Bruderschaft von CIA, Mafia, Vatikan und die Ex- wie Neofaschisten (den von diesen Kräften dominierten italienischen Geheimdienst nicht vergessend, der immer wieder durch die verschiedensten Verbrechen in die Schlagzeilen geriet) entstand so etwas wie eine Art korporative Demokratie. Einer Demokratie, in der der Feudalismus, insbesondere der der katholischen Kirche niemals angetastet wurde. (So sollen 40 % des Grundbesitzes in Italien der katholischen Kirche gehören!) In Italien muss man sich also nicht nach dem Feudalismus sehnen, denn er ist dort immer noch Realität, schmutzige Realität!
    .
    Wir wissen davon nicht erst seit Tim Weiners „CIA“, was ich dennoch sehr empfehle, zu lesen, denn es wird somit kaum noch zu leugnen sein, was die Linke schon seit Jahrzehnten wusste. Auch die Linke selber, die vormals revolutionäre wie die schon immer reformistisch-klerikale, wurde ebenfalls kräftig geschmiert.
    .
    Nicht von ungefähr kam der erste Abfall vom Kommunismus genau von jenen Kräften, die bis dato auf völlig stalinistisch machten, nämlich von den italienischen Kommunisten. Eben jenen, die so unglaublich schnell ihren Partisanen die Waffen abnahmen, nachdem die Amerikaner die italienischen Faschisten besiegt hatten, dass selbst Bernardo Bertolucci, ein für mich nicht gerade überzeugender „Marxist“, dies in seinem Epos „1900“ deutlich hervor hob.
    .
    Welche Möglichkeiten da ein bis dato in weiten Teilen des Landes „ungebildetes“ (von Kirche, Staat oder Mafia missbrauchtes) Volk da haben sollte, also auf welche eben dieses Volk mit solchen Kräften fertig werden soll, das wäre jetzt mal unter ganz neuen Bedingungen zu erforschen.
    .
    Ich bin diesbezüglich optimistisch. Was die Araber können, dürften auch die Italiener können. Vielleicht sogar besser als diese.

  65. Reisen die jungen Leute...
    Reisen die jungen Leute eigentlich immer noch per Autostop?

  66. "Gutmenschen"?
    @HansMeier555:...

    “Gutmenschen”?
    @HansMeier555: Der Begriff des “Gutmenschen” ist übrigens einer aus der Nazizeit, welcher die dann folgende Barbarbei a priori quasi zu rechtfertigen suchte. Ich würde nicht so bedenkenlos damit umgehen!

  67. @ HansMeier555, 19:55
    zum...

    @ HansMeier555, 19:55
    zum Thema “Schulzwang” gibt es Interessantes hier zu lesen:
    http://www.wertewirtschaft.org/analysen/?offset=20
    “Warum Bildungsfreiheit? Eine systematische Entkräftung von Argumenten für den Bildungszwang.”

  68. Folkher Braun,
    "Der männliche...

    Folkher Braun,
    “Der männliche Italiener braucht deswegen die Frühverrentung, weil er weder Mama noch den halbstarken Sohnematz langfristig erträgt.”.
    Darf ich da etwas rumnattern. Das kann nicht ganz sein. :-)
    Die Logik hinkt nicht nur, sie ist auf der Intensivsstation: Wenn er Mama und den kleinen Windelpressack nicht erträgt, ist Frühverrentung eine unerfreuliche Lösung. Hat er beide den ganzen Tag vor der Nase.

  69. @Folkher Braun:
    Moin, Moin! Da...

    @Folkher Braun:
    Moin, Moin! Da tun sich ja Abgründe auf; kann es sein, dass die sorgfältig ausgewählten Bergsteigerstiefel unseres Gastgebers nicht die “… innen robuste toskanische Rindviehhaut” aufweisen, sondern auf die von Ihnen angelieferten “stinkenden Kuhfelle” zurückgehen?

  70. @Folkher Braun – Ihre...
    @Folkher Braun – Ihre Beschreibung italienischer Männer ist von einer sagenhaften Voreingenommenheit. Abgesehen davon, dass es konstruktive und nicht konstruktive Männer von jeder Nationalität gibt, sollten Sie doch bemerkt haben, dass wir nicht so viele italienische Produkte hätten, wenn die italienischen Männer wirklich so schlaff wären, wie Sie es darstellen.
    .
    Ich habe mit Männern vieler Nationalitäten zusammengearbeitet (Amerikaner, Kanadier Süd Afrikaner, Briten, Indonesier, Deutsche, Rumänen, Spanier, Österreicher, Schweden, Finnen, Niederländer…….), mit Italienern gefiel es mir am besten. Erstens haben sie Respekt für Frauen in der Wirtschaft – lange bevor den deutschen ihre Frauenquote einfiel (denn in italienische Familienbetriebe sind traditionell oft Frauen fürs Geld verantwortlich), zweitens wirft sie kein noch so großes Chaos um (Deutsche – aber auch Franzosen und die Vertreter vieler andere Nationalitäten brauchen Regeln, und haben große Schwierigkeiten in einer Situation, für die es (noch) keine Regel gibt), und drittens sind sie ausgesprochen kreativ.
    .
    Vielleicht sind Italiener manchmal zu kreativ. Aber ich finde es wesentlich leichter, Überkreative zu brauchbaren Ergebnissen zu coachen als Unkreative zum schöpferischen Denken anzuregen.

  71. Korrektur zu: "Die schmutzige...
    Korrektur zu: “Die schmutzige Realität…”, des vorletzten Absatzes: Welche Möglichkeiten da ein bis dato in weiten Teilen des Landes „ungebildetes“ (von Kirche, Staat oder Mafia missbrauchtes) Volk haben sollte, also auf welche Weise eben dieses Volk mit solchen Kräften fertig werden soll, das wäre jetzt mal unter ganz neuen Bedingungen zu erforschen.

  72. Schonmal nen Itakker beim...
    Schonmal nen Itakker beim Fußball gesehen? Echt kreativ, die Kerle. Besonders beim Elfmeterschinden!

  73. Tabu
    Die angeblichen Rechte...

    Tabu
    Die angeblichen Rechte (Ausgaben) der Alten sind ja tabu. So bekommen mir bekannte Frauen im Heim, wo sie keinesfalls sein müssten, vom Staat 5000.- Franken. Diese werden beliebig erhöht und bezahlt, wenn wieder mal eine Pensionserhöhung erfolgt. Die “Betagten”, die “Migranten”, alles tabu, ausser ein Sarrazin schreibt ein Buch und die schweigende Mehrheit findet sich dahinter.
    Letzten Endes geht es natürlich nicht um diese Gruppen, sondern um die Nutzniesser wie Aerzte, Politiker, Organisationen.
    Nun, die Jungen dürfen den Kotau machen, um überhaupt einen Einstieg in die Gesellschaft zu erhalten. In der Schweiz sind wir diesbezüglich allerdings in paradiesischen Dimensionen, wie lange noch weiss allerdings niemand.
    Es sind zu viele Fraktionen, die glauben, dass ihre Rechte unantastbar und besonders sind. Die Frauen diskutieren ernsthaft eine Quote für Doktortitel …
    Wo führt das hin?
    Gescheit sind die Menschen, aber leider nicht vernünftig und zu wenig anständig.
    Gruss M.

  74. gut leben - und die augen...
    gut leben – und die augen offen halten und den kampf nicht aufgeben! der zorn steht dem genuß-don gut.

  75. Es fehlt einerseits der...
    Es fehlt einerseits der vernünftige Umgang mit Geld und andererseits das Auge (samt Geschmacksknospen) für Schönes und Gutes.
    Wie soll es die junge Akademikerin jemals zu einer Eintrittskarte in die von Ihnen geschilderten Länden schaffen, wenn an ihr die beschriebene Tasche baumelt? Die gute Dame hat also Prioritäten – bittesehr, ihr gutes Recht. Nur sehe ich keinen Grund für großartige Bemitleidungen.
    Schließlich muss Gutes nicht zwangsläufig teuer sein. Sie zitieren oft und gerne Ihre Großmutter – ich habe meiner ebenso oft zugehört und so manche kleine Weisheit behalten. Mit etwas Mühe und geringstmöglichem Kapitaleinsatz mache ich meine eigene Walderdbeer-Rhabarber-Konfitüre. Die bekommen Sie nirgendwo zu kaufen und gehört dennoch zu den wahren Reichtümern auf Gottes Erdboden. Wollen Sie eine Probe?

  76. @Hansmeier555: Ich habe die...
    @Hansmeier555: Ich habe die jungen Autostopper lange vermisst – aber sie sind sehr vereinzelt wieder da. Ich fahr bloss immer in die anderer Richtung.

  77. Lieber Devin08,
    das...

    Lieber Devin08,
    das “missbrauchte” Volk weiß sich nach meiner Erfahrung solchen Kräften gegenüber solid zu wehren (Stichwort Subversion, id est es sich von den “Reichen” wieder holen. Was ich an schlechten Tagen mit solch verlogenen Mist-Artikeln wie
    http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EBD585242DC7F4406A5DEF89796310E02~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    .
    gut verstehen kann.
    Betriebsdiebstahl ist sowas: heimliche Gehaltsaufstockung.
    .
    Und das Volk holt für sich DIE Genüsse raus, die ES für richtig hält.
    .
    Das müssen durchaus nicht die sein, die der Don oder die herrschende Klasse in ihrer Absolutheit für DIE Genüsse an sich halten. Trüffel, und Foie gras (mag ich auch nicht) scheiden ja schon mal die Geschmacksknospen. Echten Kaviar mag auch nicht jeder, gelöffelt mit Zitrone fast zu intensiv. Ebenfalls: lebende Austern, grusel. Bretonische Felsenaustern geknackt und dann in Butter und Walnüssen gebraten dann eher schon wieder. Brennnesselsuppe ein Traum.
    .
    Oh ja, dennoch, ich weiß, wie lecker Parmaschinkenstücke, frisch vom ganzen Schinken geschnitten, schmecken. Ab und zu habe ich auch den dekadenten Traum, von einem Riesenkäserad die saftige innere Mitte abbeißen zu dürfen. Wochenmärkte sind da ganz furchtbar für mich, ich denke fast jedesmal, jetzt tue ich’s und will Maus sein…
    .
    Der Rest des Käses dann für die Party, für die ich eine Käseolivenparty schmeiße. Mein Mann hat ernsthaft für diese dekadente Phantasie seit längerem den Viktualienmarkt abgegrast, ob er für meinen Geburtstag so ein Riesenrad kriegt und wieviel es kostet. Die Säcke dort rechnen das leider aus ihren eh schon unverschämten 100g-Preisen hoch.
    .
    Der Gute!
    Das ist Liebe, und ich weiß es.

  78. Der Konzern rät seinen...
    Der Konzern rät seinen Kunden, Bankabrechnungen genau zu kontrollieren.

  79. @Köstlich
    .
    Auch...

    @Köstlich
    .
    Auch Autostopperinnen mit hübschem Schuhwerk, die trotzdem nicht aussehen wie “so welche”?

  80. @hansgeier333 - Ich...
    @hansgeier333 – Ich interessiere mich nicht für Fußball, aber ich habe das WM Spiel Deutschland gegen Italien vor einigen Jahren mit einem italienischen Freund zusammen gesehen. Mein Freund war auf der Seite der Deutschen mit dem Argument, dass ein Sieg Deutschlands für die Stimmung Deutschlands gut sei, was dann die europäische Wirtschaftslokomotive beflügelt und allen Europäern zu gute kommt. Die Deutschen hatten einen jungen Trainer, die Italiener einen alten. Eigentlich war es furchtbar langweilig, es gab kein Tor. Zur Verlängerung hat mein Freund mir Eis gebracht, damit ich durchhalte. Immer wieder hat er gefragt: ‘Wo ist denn der sowieso Spieler?” (angeblich der beste Spieler der italienischen Mannschaft, allerdings ein bisschen alt). Als die Schwätzer vom Fernsehen schon das gesamte Publikum auf Elfmeterschiessen eingestellt hatten, also ganz kurz vorm Ende der letzten Verlängerung, kam auf einmal Leben in die Bude. Mein Freund rief: ‘Lisbeth, guck da ist der sowieso Spieler’. Als ich ihn gerade zur Kenntnis genommen hatte, schossen die Italiener ein Tor, und noch bevor die Deutschen sich davon erholt hatten, ein zweites.
    .
    Offensichtlich verstehe ich nichts von Fußball, aber habe die Nerven des italienischen Coachs bewundert. Er hat seinen besten Spieler erst dann optimal eingesetzt als alle Gegner ausgepumpt waren.
    .
    Dann konnten wir noch die Reaktion unseres Führungspersonals bewundern: Prodi lächelte amüsiert, Frau Merkel gab ihm nicht mal die Hand (wurde jedenfalls nicht in der öffentlichen Glotze gezeigt). Sie guckte ausgesprochen wütend und rannte von ihrem europäischen Regierungskollegen weg und übers Feld zur Umkleidekabine der deutschen Mannschaft, als wäre sie nicht Bundeskanzlerin sondern die Tussi des Torwarts …. Als Regierende unsouverän, und als Mensch humor und stillos – meiner Meinung nach.

  81. @Der Tiger
    .
    Danke für diese...

    @Der Tiger
    .
    Danke für diese wunderbare Miniatur. Und vom Fußball verstehen Sie alles, was es zu verstehen gibt: Für objektive Beobachter ist es todlangweilig und trauriger als irgendein Staatsbegräbnis im Stefansdom, es gibt nichtmal vernünftige Musik dazu.
    .
    Schlimmer ist nur noch die Ödnis im Kino.

  82. Vroni@: Schon wieder diese...
    Vroni@: Schon wieder diese Bah-Wort: “Volk”! Da die braunen “Volksgenossen” so ziemlich mit allem Schindluder, insbesondre der deutschen Sprache, getrieben haben was Ihnen unter die Mörderhände kam, dürfte man per Purifizierungesetz nur noch Sozsprech zur Verständigung benutzen.
    ..
    Don Carlos@: Da Sie mich sehr empfindsam & bewußt boshaft in Ihrem Sinne uminterpretieren wollen, fällt mir dazu nur das Wort infam ein. Anbräunen gibt es als gebräuchliches “Stilmittel” traditionell in Deutschland schon seit Anno 1945. Sehr geistvoll, Chapeau.

  83. Man muss fairerweise...
    Man muss fairerweise hinzufügen, dass… also, ich habe unlängst mal einen frühen Spiegelartikel über DPs in Bayern gelesen, puh… da kann mn sich nur wundern.
    .
    Folkher Braun, nachdem der Trend in Italien zur Ein-Kind-Familie geht, und dabei auch all die Spielzeuggeschäfte verschwinden, hat da ein gewisses Umdenken wohl durchaus eingesetzt. Ich habe bei den Italienerinnen, die ich kenne, weder den Eindruck, dass man in ihnen Gebährmaschinen sieht, noch dass sie sich jede Paschaherrlichkeit gefallen lassen. Kommt sicher auch auf das Umfeld an, aber meine Tanzpartnerin, die Italienerin war, war schon in den 80er Jahren durchaus, äh, also, wie soll ich sagen, führen war nicht gerade einfach.
    .
    Was die Umwelt angeht: Früher war das übelst, aber hier etwa wird sauber der Müll getrennt. Inddustrieabfälle, ahäm, das ist nochmal was anderes.

  84. "Von gotischer Seite aus was...
    “Von gotischer Seite aus was die Plünderung Roms nicht mehr als eine Maßnahme, mit der Alarich seinen Forderungen nach der Einbettung seiner Wanderarmee in römische Strukturen Nachdruck verleihen wollte”.
    (Bleckmann 2009, 243).

  85. @Plindos
    .
    Gefiehle Ihnen...

    @Plindos
    .
    Gefiehle Ihnen “Pöbel” besser, oder warum nicht: “Souverän”?

  86. Lieber Plindos,
    stellen Sie...

    Lieber Plindos,
    stellen Sie doch einfach eine Liste auf, was Sie alles als Bah-Wort empfinden, das von den braunen “Volksgenossen” vereinnahmt wurde.
    Ich hätte mich am Wort “Itakker” (Landsersprache) gestört, das hier fiel.

  87. @Lieber devin08. Ich fand...
    @Lieber devin08. Ich fand Ihrer Kommentar zum ‘Gutmenschen’ interessant – habe jedoch nicht das Nazi-OriginalZitat gefunden. Alle schreiben von Wikipedia ab oder nem Journalisten, aber irgendwie scheinen die Quellen abhanden gekommen zu sein und dem philologischen Stichler in meinem Hinterkopf kommt da das Grausen . Da Sie viel Zeit haben, waeren wir dankbar, wenn Sie uns das mal wirklich im Stuermer belegen koennten, hier http://www.archive.org/search.php?query=subject%3A%22Stuermer%22
    ist der ganze, sollte sich 1941 zugetragen haben – da internet engines Fraktur nicht lesen koennen, erfordert das direkte Lektuere. Tun Sie uns (und sich) mal den Gefallen? Da wuerden Sie einen grossen Beitrag zur juengeren Ideengeschichte leisten ! Herzlichen Dank.

  88. Nur zur Info @ bon viveurs /...
    Nur zur Info @ bon viveurs / salami-fans
    An apple a day will reduce your “bad” (LDL) cholesterol
    by 23% in 6 months.

  89. Plindos, war der kommentar so...
    Plindos, war der kommentar so mißverständlich? es ging vielmehr um eine generation deren distanzierungs- und selbstreinigungszwang eine eigenartig sterile, charakterlose und wenig authentische oberfläche erzeugt. das war lächerlich, solange es keine herausforderungen gab. mittlerweile gibt es jedoch in form von sozialer abgrenzung, überwachung, lagern, folter und krieg genügend betätigungsfelder für eine generation, die stets fragte, warum sich niemand widersetzt habe. aber diese generation befindet sich jetzt in ihrem ‘wohlverdienten’ ruhestand oder bereitet sich langsam darauf vor und überläßt die von ihr geschaffenen herausforderungen großzügig den ihr folgenden generationen. daran ist nichts braun. aber trotzdem nichts sympathisches.

  90. "Gutmensch" gehörte, soweit...
    “Gutmensch” gehörte, soweit mir bekannt, nicht zum NS-Glossar.
    Die Nazis hatten aber zahlreiche andere Begriffe, um humane Positionen verächtlich zu machen, wie z.B. “Gefühlsduselei” (vgl. Klemperer, LTI).

  91. „Tussi des Torwarts“ –...
    „Tussi des Torwarts“ – Man kann dem Kahn viel nachsagen, aber keine Geschmacklosigkeiten bei der Auswahl seiner Lebensabschnittsgefährtinnen.

  92. das muss doch wohl historisch...
    das muss doch wohl historisch gesichert werden koennen? Im Internet findet man den Kontext um v.Galens Predigten zur Euthanasie am 3.Aug 1941 – aber der ‘Stuermer’ jener Zeit danach ist mir nicht zugaenglich, bin kein Historiker.
    Ein anderes, nicht ganz so trauriges, Problem kommt hierbei zu Tage – dass es riesige Bereiche des Wissens oder der Wissenschaft gibt, die (bisher?jemals?)nicht im Internet erreichbar sind – jeder dreht sich wundernd im Kreise und wartet darauf, dass eine gute (oder boese) Seele was digitalisiert. Diese bottlenecks des (histor.) Wissens, abhaengig vom schwachsten Glied in der Kette, dem Digitalisierer, sind doch was Erstaunliches! Erinnert an einen Hirnkranken, der grammatikalisch vollkommen korrekte Saetze formulieren kann, die aber semantisch voellig entleert sind…- irgendwie scheint das Marktprinzip doch nicht funktionieren, mit der Zeit alles Vergangene in die digitale Welt rueberzuziehen.

  93. @Plindos: Nachdem die Nazis...
    @Plindos: Nachdem die Nazis dem deutschen Volk schon verschiedene Teile seiner kulturellen Identität genommen haben, sollten wir nicht auch noch unsere Sprache derart beschneiden lassen.
    Nachdem unser Gastgeber mit einem Anflug italienischer Leichtigkeit seinen unterhaltsanmen und dennoch tiefgründigen Einstieg formuliert hat, tendieren Teile der aktuelle Kommentierung mehr in Richtung “Pissing Contest”, mit einer Verbissenheit, die im deutschen Volk ja leider manchmal anzutreffen ist.

  94. Wer hat es...
    Wer hat es erfunden?
    .
    @HansMeier555: Wikipedia nach http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch waren sehr wohl die Nazis die „Erfinder“. Aber selbst wenn nicht, durch diese ist „Gutmensch“ definitiv verleumderisch, wenn nicht gar höhnisch-rassistisch, besetzt:
    .
    „„In einem Memorandum des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) wird festgehalten, das Wort sei als politischer Kampfbegriff bereits 1941 benutzt worden. Strittig sei lediglich, ob Joseph Goebbels persönlich das Wort ersonnen habe, oder ob ein Redakteur der Zeitschrift Der Stürmer der Urheber dieses Begriffs war. Dort wird aufgezeigt, daß „Gutmensch’ […] auf das jiddische ‘a gutt Mensch’ zurück[geht], womit von den Nationalsozialisten auch ein Bezug zu den ‘lebensunwerten Juden’ hergestellt werden sollte. Adolf Hitler hat in seinen Reden und in ‘Mein Kampf’ ebenfalls die Vorsilbe gut als abwertend verwendet. So sind für ihn gutmeinende und gutmütige Menschen diejenigen, die den Feinden des deutschen Volkes in die Hände spielen.”“

  95. Tippex, ich denke, das...
    Tippex, ich denke, das wichtige Wort in diesem Kontext heisst Chancengerechtigkeit. Wenn das Endziel einer Unikarriere 1700 Euro als Professor sind, kann man das Thema Bildung abhaken.
    .
    Schrödingers Katze, während der Alkohol beim Trinken den Geschmack egal werden lässt, braucht man beim Prassen immer neue Verlockungen, um mithalten zu können.

  96. @Devin08 - wir brauchen keine...
    @Devin08 – wir brauchen keine kopierten Wikipedia-oder journalistischen Eintraege hier. Originalquellen bitte (sowas gibt es), idealerweise mit Links, alles andere ist unhaltbarer Unfug, viel zu weit unter der Wuerde eines denkenden Menschen, selbst im 21.Jhdt. no handwaving please, just facts.

  97. @DA "1700 Euro als Professor":...
    @DA “1700 Euro als Professor”: Der Arbeitsmarkt ist eben auch nur ein Markt, mit Angebot und Nachfrage. Wer sein Studium durchläuft in der festen Absicht, hinterher – wie auch immer – an der Uni zu bleiben oder sich allenfalls per Lehramt im Staatsdienst zu halten, nur damit er sich nicht mit den Widrigkeiten des Kapitalismus seine Hände oder seinen reinen Geist beschmutzten muss, hat diese Entscheidung bewusst getroffen und muss dann ggf. auch mit 1.700 Euro oder gar nur 1.000 Euro monatlich leben. Auch die Wahl des Studienfaches könnte sich an diesem Markt orientieren. In der EU herrscht generell ja Niederlassungsfreiheit; so wandern deutsche Ärzte nach UK oder Schweden, um dem deutschen Kassenwesen zu entgehen, Ingenieure nach DK usw.

  98. Ein schönes Wortgeschenk,...
    Ein schönes Wortgeschenk, Don! Es liest sich gut… Als “viel zu ernster und verbissener Moralist” muss ich jedoch anmerken, dass nicht etwa die Betrachtungen falsch sind, sondern die Prämisse: Der Konsum und seine Artikel waren früher eben ein Versprechen auf ein besseres Leben und hatten den Reiz des Exotischen (Parmaschinken kommt aus Parma in Italien, Bananen wachsen halt in Übersee). Heute sind die Produkte eben kein Versprechen mehr sondern nur noch Objekte, mit denen wir unseren Lebensunterhalt bestreiten. Süße Bananenscheiben mit Parmaschinken belegt verzehren wir als Sättigungsbeilage, und da achtet man eben auf den Preis. *** (Was ich jetzt damit sagen wollte, weíß ich allerdings auch nicht mehr. Klingt aber mindestens genauso gut…)

  99. @georgy koentges
    .
    Den VB...

    @georgy koentges
    .
    Den VB können Sie auch als Nichthistoriker in jeder deutschen Uni- oder Landesbibliothek einsehen, und natürlich auch an ausländischen, soweit dort vorhanden.
    Dort gibt es auch bibliographische Abteilungen, die Nutzern gerne Auskunft erteilen.
    .
    Ansonsten schreitet die Digitalisierung rasch voran, nur dass viele Angebote gar nicht genutzt werden, weil es bei potentiellen Lesern an der nötigen Bildung fehlt, nach ihnen zu suchen.
    Alles alles alles über Google finden zu wollen ist dann auch wieder zu simpel, ein ganz klein wenig bibliographische Intelligenz muß schon noch hinzukommen.
    .
    @Devin08
    Danke für den Hinweis, das wusste ich nicht. Ich hielt das für eine Neuschöpfung der 80er Jahre.

  100. Don Carlos@: Sollte ich das...
    Don Carlos@: Sollte ich das mißverstanden haben, dann sorry-Sie hatten aber bei copy Adam in Adolf gewandelt und Eva stehengelassen….
    Ihre sonstigen Idiosynkrasien bezüglich Architektur etc. kann ich durchaus nachem-pfinden, weil es mir ebenso geht. Die Franzosen hatten im WW II aus der Besatzungszeit durch die Deutschen “Ersatz de Kunststoff” verwendet. Das Elend mit diesem Ersatzzeugs fing schon mit der Kriegsbewirtschaftung im WW I an und damit auch mit den Auftümmeleien von Wortungeheuern.
    ..
    Vroni@: Verehrte! Sprache ist ein erstklassiges Mißverständigungsmittel. Es war von mir keineswegs beabsichtigt, Sie eventuell zu überführen. Mir wurde schon des öfteren von Gutmenschen (ohne “..”)bedeutet das inkriminierte Wort “Volk” nicht mehr zu verwenden. Das Wort “Ittaker” hatte ich zuletzt in den Siebzigern gehört. Es stammt aus der Landsersprache. Ein abscheuliches Wort aus der Nazizeit ist jener “Fremdarbeiter”, eine Beschönigung für Sklavenarbeiter. Wurde teilweise sehr gern und unbefangen in den 60igern als Synonym für Gastarbeiter verwendet.
    Die Sprache des Unmenschen verkleidet sich gern mit scheinbaren Harmlosigkeiten, KdF=Kraft durch Freude, Arbeit macht frei, Räder rollen für den Sieg, Lebensborn usw..
    Also nochmals Vroni, seien Sie mir bitte wieder gewogen!
    ..
    HansMeier555@: Paßt! Aber souverän? Das ist nur der Souverän.
    http://mogis.wordpress.com/2010/01/12/der-entbloeste-souveran/

  101. yast2000, es stimmt, das...
    yast2000, es stimmt, das Zusammenschnurren der Welt nimmt uns ironischerweise den Blick für das Grosse und Einzigartige. Und das geht so weit, dass die Mitbringsel aussterben, weil man alles überall kaufen kann.

  102. @hansmeier - nun, wer hat,...
    @hansmeier – nun, wer hat, wenn er arbeitet und dann auch noch in London wohnt, die Zeit, in eine Bibliothek zu pilgern, um sowas rauszufinden?
    .
    Ich denke nicht, der bibliographischen Intelligenz zu ermangeln, aber das von devin kopierte DJV Zitat gibt keine einzige Quellenauskunft (habe es dutzende Male in google gefunden…) – und andere search engines tun das auch nicht. Nur weil Sie ‘Gutmensch’ vielleicht nicht im LTI gefunden haben, sollten es wohl die direkten Zitierer wissen? Irgendwie sollte man doch noch zwischen echter Referenz und Polit-Agit-Prop unterscheiden koennen duerfen? Selbst Thukydides wusste schon, wie man was ueber historische Wirklichkeit rausfindet. Diese Standards erinnern mich, mit Verlaub, an einen Verteidigungsminister a.D.

  103. @DA. - nur Menschen nicht....
    @DA. – nur Menschen nicht. Zumindest ist der Kaufpreis ueber lange Zeit nicht bestimmbar und sobald er bestimmbar ist, hat die Bestimmung fuer den raunenden Beschwoerer des Perfektum keinen Wert mehr :-)
    .
    das gibt doch wahre Hoffnung, oder nicht?

  104. Nun, man kan zumindest die...
    Nun, man kan zumindest die Wertschätzung für Menschen ausdrücken. Und das ist fein.

  105. "dass die Mitbringsel...
    “dass die Mitbringsel aussterben, weil man alles überall kaufen kann.”
    .
    Glücklicherweise nicht ganz. Sie werden nur immer spezieller.
    Das Öl einer ganz bestimmten Mühle, die nichtmal in den pagine gialle steht, der pecorino eines Schäfer, der naturgemäß auch kein Ladengeschäft besitzt.
    .

  106. @georgy koentges
    .
    In...

    @georgy koentges
    .
    In angelsächsischen Ländern haben viele Unibibliotheken rund um die Uhr geöffnet, eine E-Mail an die bibliographische Auskunft können Sie auch nachts oder am Wochenende schreiben und wenn Sie in London arbeiten, dann verdienen Sie bestimmt genug, um einem hungernden Professor einen Rechercheauftrag zu schicken, der dann wiederum seine(n) Praktikanten/Doktorandinnen losschicken kann.
    .
    Auch die Goebbelstagebücher gibt es schon als Datenbank.
    .
    Dass der DJV keine Quelle angibt, beweist auch noch lange nicht, dass das Zitat falsch ist.

  107. Genau, und sagen, warum etwas...
    Genau, und sagen, warum etwas eines wie viel bedeutet – wie Sie dies so praechtig und liebevoll in diesem Blog tun, erinnert mich manchmal an Montaignes Essays – die Praeambel (an den Leser) gefaellt Ihnen sicherlich auch gar sehr?

  108. yast2000@. Ob das hier die FSK...
    yast2000@. Ob das hier die FSK passiert?
    Genau weiß ich es auch nicht, wie man von Parmaschinken auf jenes Objekt der Begierde kommen kann…..entfernt muß ürchendswie alles miteinander zusammenhängen.
    http://www.filmzentrale.com/rezis/diesesobskureobjektderbegierdedw.htm
    http://www.youtube.com/watch?v=uZz3Nh2pJfs

  109. @ DA 14.45h. Re: Mitbringsel....
    @ DA 14.45h. Re: Mitbringsel. Was für eine schäbige Ausrede.

  110. Liebster Plindos,
    :-)...

    Liebster Plindos,
    :-) Achwas!
    .
    Einen hab ich noch mit Volk (Blam!):
    “Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?”
    .
    :)

  111. @plindos
    ich würde da georgy...

    @plindos
    ich würde da georgy koentges schon recht geben. das zitat nr. 3 aus dem wikipediaertikel (sehr voorsichtig mit diesem lexikon) ist m.e. kein zitat.
    @derTiger
    schöne anektode über die einwechslung del pieros damals. das hat damals eine “riesenkrise” in der familie ausgelöst, da ich als einziger (ebenso wie ein freund von mir) angewidert von dem damaligen teamchef, seiner u.e. fachlichen inkompetenz, und seinem dumpen spiel auf der nationalistischen klaviatur schon die hoffnung aufgaben, dass der spuk im halbfinale endet (leider enttäuschten uns ja ja die argentinier, als dass spiel nach dem milzriß des towarts durch m. klose (?) kippte), umso größer die freude bei den beiden toren und umso größer die wut der sonstigen mitseher.
    selten so etwas erlebt, wie diese nationale “erhebung” unter diesem teamchef nur um die u.e. fachliche inkompetenz zu übertünchen. da seine assistent jetzt verlängert hat, bleiben uns die nächsten jahre siegesfeiern des nationaltems erspart, aber genug zu fussball

  112. @hansmeier555
    "Dass der DJV...

    @hansmeier555
    “Dass der DJV keine Quelle angibt, beweist auch noch lange nicht, dass das Zitat falsch ist. ”
    bitte was wird das, jetzt? das meinen sie aber jetzt nicht ernst? ein zitat ohne quelle ist kein zitat? kurt flasch sagt, zumindest für die dauer des satzes sollte das nomen seine bedeutung behalten, aber bei ihrer vorliebe für mittelalterliche scholastik..
    Erinert mich ja fast an den damaligen GF einer Beratungsgesellschaft in der hessischen Landeshauptstadt (muss jetzt etwas vorsichtig sein, der mann ist immer noch anderweitig in amt und würden), der hat beschlüsse z.b. mit dem br fassen lassen, ohne jenem originaldokumente vorzulegen; von der tatsache, dass die gesellschaft als tochtergesellschaft der allianz das auschreibungsverfahren zur metallrente durchgeführt hat, das letztere dann gewonnen hat ganz zu schweigen.

  113. @ nico: Sie haben vollkommen...
    @ nico: Sie haben vollkommen recht, es ist sogar noch viel schlimmer. Über den valle de los caídos schweigt man am besten beschämt. Dazu kommt: die angeblich so kritische El País gehört Burlesconi über Tele5/Prisa zu einem nicht unbeträchtlichen Teil. Die üblichen undurchsichtigen Überkreuzbeteiligungen. Ein Feigenblatt. Und dennoch: zu Italien kenne ich nichts besseres. Und schon gar nichts italienisches.

  114. @hansmaier
    mit Verlaub, dies...

    @hansmaier
    mit Verlaub, dies erscheint mir eher ein Unfug zu sein. Gehoere selber zu der Gruppe, ueber deren Arbeitsweise Sie spekulieren. Ich vermute, Ihre Kenntnis des Britischen Systems entstammt wahrscheinlich aus dem Palaeolithikum.
    .
    Ich habe freundlich nach einer historischen Quelle gefragt. Nach den Kommentaren hier zu urteilen, scheinen Deutsche Akademiker billiger zu sein fuer eine derartige Aufgabe – vielleicht habe ich aehnliche Befuerchtungen wie der werte Gastgeber bzgl der digitalen und akademischen Ochlokratie. Vielleicht haette man ja der adligen Plagiator an seinem Ort lassen sollen dann.
    .
    Wir haben hier den sehr schoenen OED fuers Englische, aber der Grimm setzt sich m.W. leider nicht in die Jetztzeit fort, um auch besagte Zeitraeume kundig abzudecken. ..
    da findet man sowas wie Gutmaennlein gutmännlein, n., zu gut IV A 1 c α ββ: gutmännlein, kobolde, gespensterchen, welche in den erzgruben herumwandern sollen Schrader dtsch.-frz. wb. 1, 586,
    kommt von
    Gütel, n., auch gutel, was 1gütchen (s. dort), ‘freundlicher geist, kobold'; vielleicht zunächst ableitung von gott als götel ‘götze’, dann volksetymologisch auf gut IV A 1 c α ββ bezogen, vgl. bergmenlein, DWB kobel, guttel daemon subterraneus mitis G. Agricola de anim. subterr. (1549 – 1549) B b 3a; zur sache s. K. v. Bahder beitr. 22, 534 und Bächtold-Stäubli hwb. d. abergl. 3, 1233 f.;
    nû stant von dînem glouben und gich dem mînen got,
    dîn got ist ein gütel, daz geloube âne spot Wolfdietrich B bei
    Jänicke heldenb. 3, 253;
    kombt er zum beutel umb das wunschhütel,
    so wird ich heiszen nicht der gütel
    H. Sachs 12, 218 K.-G.;
    und die (heinzelmännchen) man, weil sie sich dem menschlichen geschlecht gütig erzeigen, … zu deutsch gütel heiszet Prätorius anthropod. plut. (1666) 1, 373, vgl. gîtl ein kindergespenst Göpfert sächs. Erzgeb. 36, vgl. auch guteli:
    die werckleut nennens (die berggeister) guteli,
    werden sonst auch genant trulli
    J. R. Rebmann natur. magn. (1620) 202.
    .
    na DAS waere doch mal eine Ableitung in diesem Kontext! ein terrestrischer Troll, ein Goettlein, ein Heinzelmann! :-D
    .
    What can be asserted without proof can be dismissed without proof. – Christopher Hitchens.

  115. @b4
    .
    Wikipedia zitiert das...

    @b4
    .
    Wikipedia zitiert das DJV Memorandum, das DJV-Memorandum zitiert Hoppe, Hoppe zitiert den “Stürmer”, nur leider ohne Datumsangabe.
    Aus dem Fehlen der Datumsangabe folgt aber noch nicht, dass Hoppes Angabe falsch ist.

  116. Wenn mir diese Frage wichtig...
    Wenn mir diese Frage wichtig wäre, würde ich den DJV bzw. Hoppe selbst anschreiben und um einen Beleg bitten.

  117. @hansmeier555
    noch ein...

    @hansmeier555
    noch ein verpätetes ostergschenk:
    http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/bischof_mueller_kritisiert_pro/657092/bischof_mueller_kritisiert_pro.html
    daraus:
    Er fügte hinzu: „Auch wir können mal die ’Protestanten‘ spielen – und gegen Vorgänge oder Auffassungen in den evangelischen Kirchengemeinschaften protestieren, die nicht biblisch begründbar sind.“
    das erinnert mich an monthy python: every sperm…, als der protestant sagt: ich könnte ja auch….

  118. Nochmal zum "Gutmenschen". Was...
    Nochmal zum “Gutmenschen”. Was Wikipedia bzw. der DJV da schreiben, klingt für mich wenig überzeugend; speziell der Rückbezug aufs Jiddische fühlt sich reichlich konstruiert an.
    .
    Dagegen Nietzsche im Ecce Homo: “Gute Menschen reden nie die Wahrheit … Alles ist in den Grund hinein verlogen und verbogen durch die Guten … zu fordern, dass alles guter Mensch, Herdentier, blauäugig … werden solle, hieße dem Dasein seinen großen Charakter nehmen, hieße die Menschheit kastrieren … usw. usf.” Was immer Goebbels oder der Stürmer geschrieben haben, den Gutmenschen würde ich zunächst mal bei Nietzsche ansiedeln.
    .
    (Nebenbei: Was für ein verquaster Dreck … und das soll einer der großen deutschen Prosaisten sein?)

  119. georgy koentges
    .
    Wenn Sie...

    georgy koentges
    .
    Wenn Sie selber zu der GRuppe gehören, haben Sie doch auch Zugang zum Zeitschriftenlesesaal?
    .
    @b4
    .
    1000 merci, das ist doch meine Rede seit eh und je: Sola scriptura ist auch nur Tradition und löst sich in Luft auf, wenn man nachhakt.

  120. Wie schlecht wir doch unsere...
    Wie schlecht wir doch unsere Klassiker kennen!

  121. @Giannozzo, na das hoert sich...
    @Giannozzo, na das hoert sich schon ueberzeugender an, obwohl mM nach eine Jiddische Komponente oder ein Pragismus auch nicht ganz auszuschliessen sind – aber ich bin kein Sprachforscher. Nietzsches Status bezieht sich auf die Zeit vor (!) dem Zarathustra, also z.b. in Froehliche Wissenschaft oder den Unzeitgemaessem Betrachtungen – da findet sich grosse Kunst (und Philosophie imho). Natuerlich gefiel den Nazis das spaetere Zeug von Z an sehr gut…insbesondere weil sie nicht genau lesen konnten.
    .
    Der spaete Hoelderlin — also nach seinem 35. Lebensjahr – ist auch keine Freude mehr zu lesen.
    .

  122. Giannozzo, klingt plausibel....
    Giannozzo, klingt plausibel. Wäre ein schöner Schlusspunkt für diese doch recht nickelige Debatte. Will sagen: Hier wurde auch schon mal Interessanteres diskutiert.
    .
    Was verlangen die Italiener denn eigentlich für ein Pfund wohlduftende Erdbeeren?

  123. @b4
    nun - diese Antwort hier...

    @b4
    nun – diese Antwort hier
    http://www.gfds.de/sprachberatung/fragen-und-antworten/uebersichtsseite/gutmensch/
    scheint etwas sach(dien)licher zu sein, nix 3.Reich, wohl eher eine Phantasmagorie. Werter Don, ich entschuldige mich fuer die Disgression.

  124. Ecce bonhommo!
    .
    Bei Nietzsche...

    Ecce bonhommo!
    .
    Bei Nietzsche muß man den persönlichen Schaden, den er hatte, immer mitbedenken und auch daran, woher er ihn hatte. Das Priesterzölibat hat schon seinen guten Sinn.

  125. @hansmeier555
    wir sind uns...

    @hansmeier555
    wir sind uns aber schon noch einig, dass man ein zitat auf die originalquelle verfolgt und kein sekundärzitat; wenn letzteres notwendig (?) dann als solches gekennzeichnet

  126. @hansmeier555
    "Wenn mir diese...

    @hansmeier555
    “Wenn mir diese Frage wichtig wäre, würde ich den DJV bzw. Hoppe selbst anschreiben und um einen Beleg bitten.”
    “Aus dem Fehlen der Datumsangabe folgt aber noch nicht, dass Hoppes Angabe falsch ist.”
    entschuldigung, das ist aber jetzt elfmeter ohne torwart.
    die bei wikipedia sollen entweder ein originalzitat reinstellen, oder den unfug lassen…

  127. nunc stans oder totum simul so...
    nunc stans oder totum simul so meinte es die Scholastikerzunft durch etliche Jahrhunderte. Der liebe GOtt siehts die Länge und der Breite nach. Brecht sah ihn kommen: Der gute Mensch von Sezuan.

  128. @b4
    Es gibt keine...

    @b4
    Es gibt keine “Originalzitate”. (Wenn ich ihnen eine gedruckte Ausgabe vorlege, können Sie immer noch behaupten, es handle sich um eine Fälschung des KGB…).
    .
    Man zitiert immer die beste Quelle, die man zur Verfügung hat. Dass eine Quelle aus irgendeinem Grund als überprüfungsbedürftig erscheint, ist noch kein Grund, sie zu ignorieren.
    Wenn eine glaubwürdige Person behauptet, dieses Wort im “Stürmer” oder anderen NS-Quellen gelesen zu haben, dann sollte das für diesen Blog hier ja wohl als Quelle reichen.
    .
    Was da für Emotionen hochkochen … man könnte ja denken es ginge um die Einsetzungsworte der Wandlung, deren Originalquelle im Handumdrehen beigebracht werden konnte.
    .
    P.S.: Stimmt es, dass Sie Naturwissenschaften studiert haben?

  129. @georgy koentges
    .
    Der...

    @georgy koentges
    .
    Der Vergleich mit zu Guttenberg ist irreführend. Guttenberg hat plagiiert, während Günter Hoppe seine Quelle nur ungenau zitierte oder sie (wenn Sie ihm das tatsächlich unterstellen wollen) womöglich frei erfand und damit vielleicht eine Legende ins Leben rief.
    .
    Mythen und Legenden zu widerlegen ist harte Fleißarbeit, weitaus mühsamer als sie zu verbreiten. Und selbst hundertfach widerlegte Legenden leben immer noch irgendwo weiter. Das war schon immer so.

  130. Der späte Hölderlin?...
    Der späte Hölderlin? Spieluhrenharmonie, gewiss … die Wörter tragen nichts mehr, aber sie klingen noch nach: “Die Linien des Lebens sind verschieden, / Wie Wege sind und wie der Berge Grenzen” – das sind schon Verse, finde ich. Vielleicht nicht für jeden Tag.

  131. @georgy koentges
    danke. das...

    @georgy koentges
    danke. das scheint wirklich nahe im bereich einer phantasie des wdr journalisten zu gehen – soviel zum thema qualität bei wikipedia

  132. @pardel/27. April 2011,...
    @pardel/27. April 2011, 17:36
    “zu Italien kenne ich nichts besseres. Und schon gar nichts italienisches.”
    .
    Wollen wir doch “IL FOGLIO” nicht vergessen! Wenn das nicht ITALIA ist…
    http://www.ilfoglio.it/

  133. @ hansmeier555: "Dass der DJV...
    @ hansmeier555: “Dass der DJV keine Quelle angibt, beweist auch noch lange nicht, dass das Zitat falsch ist. …”
    *
    Der Vorwurf ist doch wohl abstrus! Der DJV hat als junger Familienvater … etc. etc.

  134. @ Giannozzo: Der späte...
    @ Giannozzo: Der späte Hölderlin – siehe Link.
    *
    Fortschritt, wo man auch hinschaut….

  135. @Berthold IV
    .
    Jetzt...

    @Berthold IV
    .
    Jetzt beschuldigen Sie den WDR-Journalisten, Legenden zu verbreiten.
    Woher wissen Sie das?
    Was ist mit dem 8. GEbot?

  136. Kontaminierte...
    Kontaminierte Semantik
    .
    @Koentges: Es kommt darauf an, was man beweisen will. Mir reicht der Nachweis, auf welche Weise die Nazis den Begriff gebrauchten und damit die semantische Nachwelt nachhaltig kontaminierten, dass sie ihn auch selber erfunden haben, ist ehe nur eine zweitrangige Annahme (auch schon beim DJV war das auch nur eine solche). Ich nehme ehe an, dass die Nazis weniger erfunden haben als wir alle glauben (sollen). Dass die Nazis aber die Unverfrorenheit besaßen, ausgerechnet auf die jiddische Sprache zu rekurrieren, das muss nicht eine falsche Annahme sein. Ihr diesbezüglicher Zynismus war schließlich bekannt. Inwieweit das allerdings auch in diesem Fall belegt ist, ist wirklich nicht das Thema für hier.
    .
    Viel wichtiger ist im Übrigen, dass auch heute wieder dieser Begriff in der konservativen Szene eine ganz spezielle Hochkonjunktur hat, sodass die Analogie zur Nazisemantik auch so belegt ist. Und um das bewiesen zu bekommen, muss man nur mal die FAZ-Kommentare (nicht erst seit Sarrazin; HansMeier555 lag daher nicht ohne Grund eben nicht ganz falsch, wenn er bisher annahm, dass das quasi eine „Neuschöpfung“ aus den 80ern gewesen sei , man muss nur hinzufügen: seit der Zerschlagung des „Realen Sozialismus“) querbeet lesen. Ein Wiki-Eintrag könnte hierzu durchaus noch folgen.

  137. @Devin
    .
    Klar, die Intention...

    @Devin
    .
    Klar, die Intention ist dieselbe wie die von Klemperer am Beispiel von “Gefühlsduselei” beschriebene.

  138. Ok, irgendwer in der Nazizeit...
    Ok, irgendwer in der Nazizeit hat schon mal den Begriff ‘Gutmensch’ verwendet; angesichts der Tatsache, dass es zu allen Zeiten gute und schlechte Menschen gab, nicht ganz unwahrscheinlich. Wollen wir wirklich auf die nächste Talkshow warten, in der ein ehemaliger Sportmoderator einen extra eingeladenen Gast mit den den Worten “Er hat Autobahn … äh … Gutmensch gesagt!” wieder rausschmeißt?
    *
    Dass es dumme Menschen gibt, die dem Begriffswirrwarr der ‘political correctnes’ nicht mehr gewachsen sind, heißt für mich nicht, dass ich mir als gestandener Intellektueller von irgend wem den Mund verbieten lasse. Die Gefahr, die seinerzeit von den Nazi- oder Stasi-Spitzeln ausging, war ihre Dummheit bei der Interpretation der Bespitzelten, und nicht etwa durchaus nachdenkliche, zweideutige Dinge, die bei jeder klugen Unterhaltung fallen.

  139. Der Begriff "Gutmensch" sagt...
    Der Begriff “Gutmensch” sagt letztlich dasselbe, was ich immer sage: Dass die Aufklärung und dass das Streben nach einer humanen Gesellschaft ein schuldhafter Irrtum ist (vergleichbar dem Sündenfall im Paradies oder dem Turmbau von Babel), und die Menschheit um ihrer Sünden willen im Diesseits kein kleineres Übel ertragen muß als eben den katholischen Feudalismus, welcher ihr indessen immerhin die Hoffnung auf eine Seelenrettung nach dem Tode läßt und außerdem hin und wieder ein wenig gute Musik gönnt.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=7Cn7ZW8ts3Y
    .
    Mit den Nazis muss das nicht zwangsläufig was zu tun haben.

  140. mir ging es um Nachweis -...
    mir ging es um Nachweis – Zitat, nicht mehr. HansMaier weiss offensichtlich nicht, was zu zitieren ist und wie und wie man Polit-Propaganda von belegbaren Aussagen unterscheidet. Wenn die Scholastiker so mit Aussagen umgegangen waeren, waren nur Eco-Buecher dabei entstanden und allen Verschwoerungstheorien waere Tuer und Tor geoeffnet. Ueberlegen Sie, zu wessen Handlanger Sie sich dann machen wuerden! Ihre ‘Argumente’ kommen der tatsaechlichen Beantwortung der Frage nicht naeher, aber ich habe auch keinen Anspruch darauf – jenen koennte ich nur an mich selbst addressieren, wenn ich genug Zeit dazu haette.
    Lieber Devin, so erheiternd die Netze auch sind, die Sie so flechten, und so schluessig sie auch sein moegen – ich kenne viele Falschaussagen in der geistigen Welt, die jedoch vollkommen schluessig sind. Logon didonai ist nicht genug. Wissenschaft, so wie ich sie verstehe, faengt dort an, wo unsere Intuition und Sinn von Stimmigkeit *auf*hoert und wir versuchen, das Gegenteil unserer Wunschvorstellungen anzunehmen – nur dann kann Neues aufblitzen.
    .
    Aber, mit Verlaub, ich finde, obwohl mich die wirkliche Antwort auf die anfangs gestellte Frage interessieren wuerde, dass dies ist nicht der Ort hier ist, des werten Gastgebers Geduld, Platz und Zeit weiter zu missbrauchen.

  141. @hansMeier555, 21:39.

    What...
    @hansMeier555, 21:39.
    What can be asserted without proof can be dismissed without proof. – Christopher Hitchens
    Gleich kommt fuer den Scholastiker der Herr Occam mit dem scharfen Messerchen ;-)

  142. re Gutmensch: die Frage, ob...
    re Gutmensch: die Frage, ob das Wort im NS Kontext auftauchte, wurde schon frueher gestellt: http://www.welt.de/debatte/weblogs/Alan_Poseners_Blattkritik/article6064695/Gutmensch-Ein-Nazi-Begriff.html (und nicht beantwortet).
    .
    Die Gesellschaft fuer Deutsche Sprache findet Belege nur zurueck bis 1985: http://www.gfds.de/index.php?id=112 , weist aber darauf hin, dass im Kontext schn frueher “gut” nicht wirklich “gut” war.
    .
    Im Kluge von 1894 ist das Wort noch nicht zu finden: http://www.archive.org/stream/etymologische00kluguoft#page/148/mode/2up
    .
    Auch nicht im Duden 1921: http://www.archive.org/stream/EtymologieDerNeuhochdeutschenSprache/Etymologie_der_neuhochdeutschen_sprache#page/n173/mode/2up/search/gut
    .
    In Koeblers etymologischen woerterbuch von 1995 http://homepage.uibk.ac.at/~c30310/derwbhin.html taucht das Wort uebrigens auch noch nicht auf…

  143. @hansmeier555
    "yast2000
    27....

    @hansmeier555
    “yast2000
    27. April 2011, 21:26
    @ hansmeier555: “Dass der DJV keine Quelle angibt, beweist auch noch lange nicht, dass das Zitat falsch ist. …”
    *
    Der Vorwurf ist doch wohl abstrus! Der DJV hat als junger Familienvater … etc. etc.”
    das ist doch die antwort.
    wissen sie (auch an den sehr geschätzten devin) so kann man antisemitismusbekämpfung nicht machen mit solchen sagern.
    herr hoppe soll das einfach sagen, wo er das herhat, sonst schnitzen wir uns eine geschichte der ns-zeit, so wie wir denken, dass sie schon zu den verbrechen passt.
    in der oberpfalz sagt man wirtshausg’red….

  144. @hansmeier555
    "Wenn eine...

    @hansmeier555
    “Wenn eine glaubwürdige Person behauptet, dieses Wort im “Stürmer” oder anderen NS-Quellen gelesen zu haben, dann sollte das für diesen Blog hier ja wohl als Quelle reichen. ”
    mit verlaub: nicht ihr ernst. die vertrauenswürdige person möge, dann, das ist ja nicht irgendein pampflet die äußerung der djv, einfach nachschauen, wo er das gelesen hat. das lernt man im ersten proseminar, wie man karteikarten führt und sich zitate aufschreibt. ich habe das sogar im theologiestudium an eienr rkk (sic!) fakultät gelernt. oder hat herr hoppe den überblick über seine zitate verloren.
    sie dürfen schon die beste quelle zitieren, die zur hand ist, aber nicht die qualität der quelle aufbauschen. herr hoppe/djv hätte ja schreiben können: ich/wir haben es gelesen, finden aber die stelle nicht mehr, bitte um “hilfe, unterstützung”.
    btw: der kgb ist m.e. nicht der (einzige) protagonist der aktenfälschung…da wüsste ich schon andere

  145. @devin08
    das wurde sogar auf...

    @devin08
    das wurde sogar auf hagalil diskutiert:
    http://forum.hagalil.com/board-a/messages/3315/18241.html?1194191293

  146. @georgy koentges
    "Aber, mit...

    @georgy koentges
    “Aber, mit Verlaub, ich finde, obwohl mich die wirkliche Antwort auf die anfangs gestellte Frage interessieren wuerde, dass dies ist nicht der Ort hier ist, des werten Gastgebers Geduld, Platz und Zeit weiter zu missbrauchen. ”
    über die frage des gutmenschen nicht, aber über die methodik doch wohl sollte platz hier sein zum diskurs
    apropos eco:der hat sogar mal ein buch (bei utb) geschrieben zum wissenschaftlichen arbeiten ;o)

  147. @hansmeier555
    Was da für...

    @hansmeier555
    Was da für Emotionen hochkochen … man könnte ja denken es ginge um die Einsetzungsworte der Wandlung, deren Originalquelle im Handumdrehen beigebracht werden konnte.
    schauen sie mal, was ich für sie gefunden habe:
    http://www.kath-info.de/wandlungsworte.html

  148. @ Hansmeier555
    .
    Die von mir...

    @ Hansmeier555
    .
    Die von mir beobachteten Autostopperinnen (ich sagte ja bereits, dass sie selten zu beobachten sind) tragen i.d.R. “Sneaker” und darin kann Frau ja gar nicht aussehen wie “so eine”. Im Gegenteil – sie haben keinerlei Besitz(verlust)ängste und lassen ihre Rucksäcke ganz locker unbeaufsichtigt mit ihrem Papp-Schild rumliegen.
    .
    Dass Frau einen “High Heels Kurs” belegen muss halte ich allerdings für abstrus – Tods sind doch auch sehr schick.

  149. @bertholdIV, 0:20
    Die...

    @bertholdIV, 0:20
    Die (wissenschaftliche) Forderung nach Beleg für die These “>>Gutmensch< < haben schon die Nazis geschimpft" ist völlig berechtigt - und scheint (zumindest hier) nicht zu gelingen...
    .
    Aber mehr verwundert mich noch die verwendete Belehrungsformel "Wissen Sie, ...", die mir im Allgemeinen deutlich anzeigt, dass im Folgenden den Rezipienten etwas angeblich Sinnfälliges übergebraten werden soll.
    .
    Seit einigen Jahren fällt mir diese Redewendung unangenehm auf, wenn sie in Interviews seitens Politikern und Verbändevertretern fällt. Ich bilde mir ein, dass gerade hochgestochene CSUler, insbesondere Stoiber, aber auch Seehofer mitsamt dem aktuellen Gesundheitsminister das sehr gut drauf haben.
    .
    Nitpicking regard, Pius

  150. @Berthold IV
    .
    Zunächst mal...

    @Berthold IV
    .
    Zunächst mal danke für den schönen Link! Wir kommen darauf zurück.
    .
    Ansonsten finde ich es abstrus, dass hier im Blog jetzt dieselben Zitierrichtlinien gelten sollen wie bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Der Hinweis auf Wikipedia reicht hier jedenfalls, und Hoppes (offenbar irgendwann mal bei so einem runden Tisch mündlich vorgeragene) Erinnerung an seine Stürmer-Lektüre reicht ebenfalls — wenn nicht für eine wissenschaftliche Veröffentlichung, dann für die Diskussion in diesem Blog auf jeden Fall [1].
    .
    Aber ich bin ja selber schuld. Letzte Woche hab ich mir ein Streitgespräch unter fanatischen Schriftgelehrten gewünscht, und wenn Gott die Menschen strafen will….
    .
    Entschuldigung bei allen, die es inzwischen nervt.
    .
    [1] und auch für eine Enzyklopädie “für alle”, ist ja wohl klar ;-).

  151. @georgy koentges, @b4
    .
    Wenn...

    @georgy koentges, @b4
    .
    Wenn ich Herausgeber oder Betreuer einer wissenschaftlichen Arbeit wäre, dann würde ich unbedingt auf einem ordentlichen Beleg bestehen — da haben Sie schon recht.
    .
    Wenn ich jetzt aber nur jemand bin, den die Frage einfach so interessiert, der vielleicht selber dazu arbeiten will — dann würde ich Hoppes Behauptung sehr wohl als ernsten Hinweis betrachten, und selber genauer im “Stürmer” und sonstigen Publikationen zu von Galen nachforschen.
    .
    “What can be asserted without proof can be dismissed without proof.”
    So einfach ist es nicht, weil ja auch die Wissenschaft (wie auch die Justiz) mit Quellen zu tun hat, die selber keinen wissenschftlichen Kriterien und Standards genügt (und niemals genügen musste) und diese trotzdem nicht ignorieren kann.
    So beruhte z.B. die gesamte germanische Altertumskunde auf dem dünnen Büchlein von Tacitus, und Tacitus hat dort auch nicht für alle seine Behauptungen “Belege” und “Beweise” angeführt, schon gar keine solchen, die wir heute überprüfen könnten.
    .
    Wenn Sie jetzt sagen: Ja, aber Wiki/WDR/Hoppe könnten gefälligst im Zeitschriftenarchiv nachforschen und genauer zitieren, dann antworte ich: Ja, könnten und sollten sie, aber solange sich niemand findet, der sich die Mühe machen will, sie selber darum zu fragen, solange behandle ich Wiki/WDR/Hoppe eben als die “beste vorhandene Quelle, gegen deren Glaubwürdigkeit keine besonderen Einwünde bestehen” (so wie die germanische Altertumskunde den Tacitus) und ignoriere sie darum eben nicht.

  152. @HansMeier555
    "P.S.: Stimmt...

    @HansMeier555
    “P.S.: Stimmt es, dass Sie Naturwissenschaften studiert haben?”
    die figur bertholdIV hat vieles studiert, sicherlich mehr als die authoren dahinter
    @Pius Xaver Kaltspiel
    wohl wahr, eine sehr üble redewendung, hier im blogg gibt es auch oft noch das “ach”

  153. @b4
    .
    Wenn ich richtig...

    @b4
    .
    Wenn ich richtig überflogen habe, dann gibt der Text zu den Wandlungsworten den NOM-Gegnern voll und ganz recht, und die RKK-D hält an der Falschübersetzung nur noch aus Gründen der Gesichtswahrung fest.
    .
    Dafür gibt es 1.000 Jahre Fegefeuer extra würde ich mal sagen.

  154. @Köstlich
    .
    A ja danke. Auch...

    @Köstlich
    .
    A ja danke. Auch jeans und Turnschuhe können sehr adrett aussehen.

  155. @b4
    Es gibt auch eine...

    @b4
    Es gibt auch eine volkspädagogische Zwischenöffentlichkeit mit all diesen Talkshows, Radiodiskussionen, Runden Tischen, Dichterlesungen und Interviews, wo alle möglichen Leute vor riesigem Publikum alles mögliche erzählen und behaupten und dabei keine genaueren Belege angeben als Hoppe vom WDR.
    Auch im Feuilleton ist das nicht üblich.
    Wenn Sie das künftig konsequent unterbinden wollen (ähnlich wie Jürgen Kaube neulich), dann nehmen sie den breiten Volksmassen die letzte Chance auf einen Happen Bildung.
    .
    In privaten Gesprächen werden Belege auch nie angeführt, und bisher haben das auch die Kommentatoren im Blog hier i.d.R. nicht voneinander verlangt.
    [Meine Nachfrage an Sie in puncto Einsetzungsworte NOM war eher eine Ausnahme, den Bruder Jakob z.B. habe ich unter Aufbietung aller menschenmöglichen Selbstbeherrschung einfach mal so stehen lassen (1)].
    .
    Nickeligerweise widerhole ich darum: Das Fehlen einer (genauen, wissenschaftlichen Maßstäben genügenden) Quellenangabe alleine ist noch kein Beweis dafür, dass eine öffentlich erhobene Behauptung falsch sein muß. (Das meine ich ernst!) Sie kann trotzdem zutreffen (im Ernst).
    Und zu einer zivilisierten GEsprächskultur gehört auch ein gewisser Respekt vor dem jeweiligen Gegenüber (z.B. Devin08 bzw. dem DJV und Hoppe), welchem man nicht daher nicht a priori (“sicherheitshalber”) Agitprop”, Manipulation oder mutwillige Legendenbildung vorwerfen sollte — zumindest nicht, solange man diesen Vorwurf selber nicht hinreichend belegen kann.

  156. @HansMeier555: Definition...
    @HansMeier555: Definition Gutmensch -> siehe Link
    *
    Ist zwar nicht klassenzimmertauglich, aber dass sind Erotica ja auch nicht…

  157. A Guttmintsch is a Mintsch wos...
    A Guttmintsch is a Mintsch wos ihm gutt geiht.
    Warum jemand als Gutmensch bezeichnet wird, kann, m. E. nachfolgenden Kriterien geschuldet sein, veruchsweise und unvollkommen analysiert:
    1. Er, der Gutmensch, rechnet es sich positiv zu, die Schlechten immer schon erkannt zu haben. Denn nur er/sie ist gut und steht per se immer auf der richtigen Seite.
    2. Lächerlich sind in seinen Augen die, die sich sebst als Konservative sehen oder sich Traditionen*) verpflichtet fühlen. Die womöglich hinter das Datum “1789” ein, unerlaubterweise, Fragezeichen setzen.
    3. Gutmensch ist einer, der auf Kosten anderer, sich philanthropisch gebärdet.
    4. Der von Revoultion quasselt und, sobald der Pulverdampf brenzlig riecht, es so nicht meinte und in der Etappe den Sieg der jeweilig gerechten Sache abwartet.
    5. Er/sie ist jemand, der über die 10 Gebote hinaus, ungebeten Moralismen aufwirft
    und haargenau auf deren Einhaltung in Wort und Tat, penetrant belehrend, besteht.
    *) Die Nazis waren nur Pseudo, Diebe und Gawner halt.
    Die Liste kann weiter ergänzt werden.
    ..
    Bei Hölderlin in seiner Pindar – Übersetzung (Zehnte Pythische Ode) gefunden:
    Bei denen vormals Perseus
    Zu Gast war, der Fürst, in die Häuser eingehend,
    Berühmte der Esel Hekatomben
    ——dem Gotte
    Opfernd, an deren Mahl beständig
    Dem einfältigen am meisten Apollo
    Sich erfreut und lacht, schauend den Übermut
    Der gebäumten Tiere.

  158. @hansmeier555
    "Und zu einer...

    @hansmeier555
    “Und zu einer zivilisierten GEsprächskultur gehört auch ein gewisser Respekt vor dem jeweiligen Gegenüber (z.B. Devin08 bzw. dem DJV und Hoppe), welchem man nicht daher nicht a priori (“sicherheitshalber”) Agitprop”, Manipulation oder mutwillige Legendenbildung vorwerfen sollte — zumindest nicht, solange man diesen Vorwurf selber nicht hinreichend belegen kann. ”
    sorry in diese richtung sollte es nicht gehen, dann entschuldige ich mich hiermit bei devin08.
    aber bezüglich djv und hoppe ist ja das kein belangloses gespräch, sondern da gibt eine “halbstaatliche” organisation ein memorandum, arbeitsbehelf für journalisten oder was das sonst ist, und arbeitet so schlampig. für jeden neonazi ein gefundenes fressen mit dem man extrapolieren kann.
    der link zum NOM. natürlich entspricht ihrer meinung. ich wollte ihnen mitstreiter nennen. herr spaemann ist auch auf ihrer seite, wenn das zitat stimmt und ich richtig gelesen habe.

  159. ...
    @hansmeier555:
    “Nickeligerweise widerhole ich darum: Das Fehlen einer (genauen, wissenschaftlichen Maßstäben genügenden) Quellenangabe alleine ist noch kein Beweis dafür, dass eine öffentlich erhobene Behauptung falsch sein muß. (Das meine ich ernst!) Sie kann trotzdem zutreffen (im Ernst). ”
    im ernst: das habe ich nie bestritten. aber dann muss man das hinschreiben bei so einem dokument wie dem der djv oder in wikipedia: “zitiert aus dem gedächtnis aufgrund persönlicher lesung des völkischen beobachters”. sonst ist das albern.
    interessant finde ich auch, dass sie das anführen:
    “Es gibt auch eine volkspädagogische Zwischenöffentlichkeit mit all diesen Talkshows, Radiodiskussionen, Runden Tischen, Dichterlesungen und Interviews, wo alle möglichen Leute vor riesigem Publikum alles mögliche erzählen und behaupten und dabei keine genaueren Belege angeben als Hoppe vom WDR. Wenn Sie das künftig konsequent unterbinden wollen (ähnlich wie Jürgen Kaube neulich), dann nehmen sie den breiten Volksmassen die letzte Chance auf einen Happen Bildung.”
    Das ähnelt sehr dem argument von den soldaten in afghanistan und den fußnoten

  160. von meinem freund aus...
    von meinem freund aus heidelberg:
    Punkt 8:
    http://register.consilium.europa.eu/pdf/en/11/st07/st07181.en11.pdf
    von China lernen, heißt siegen lernen!
    der freund aus heidelberg erzählt, dass von der leyen an einem dänischen glückspielanbieter beteilgt ist, stimmt das?

  161. Das Witzige an den politisch...
    Das Witzige an den politisch Inkorrekten, Tabubrechern etc. ist ja ihr tiefer innerer Drang zur Obrigkeitshörigkeit. Oder wie sonst soll man sich die Erbitterung erklären, die Merkels Diktum in Unionskreisen auslöste, Sarrazins Buch sei “nicht hilfreich”.
    Über die Denkverbote der Gutmenschendiktatur würde man sich ja soooo gerne mutig hinwegsetzen, aber ohne explizite Erlaubnis der Parteivorsitzenden und Kanzlerin traut man sich das dann doch lieber nicht.

  162. HansMeier555 – Ihre...
    HansMeier555 – Ihre höfliche ‘Entschuldigung bei allen, die es inzwischen nervt’ ist für mich zumindest nicht notwendig. Ich fand das alles ganz interessant, denn bislang habe ich mir über Zitate nicht sehr viel Gedanken gemacht. Während ich die diversen zitierten und eigenen Argumente las, habe ich mir überlegt, wie wahrscheinlich es ist, dass der selbe ausgefallene Gedanke wortwörtlich von zwei Menschen unabhängig von einander produziert wird. ‘Ich denke, darum bin ich’, zum Beispiel. Soweit meine Erziehung korrekt ist, ist der Satz von Descartes. Aber ich kann mir vorstellen, dass viele andere Menschen wortwörtlich zum selben Schluss gekommen – ohne je von Descartes gehört zu haben.

  163. Ich möchte es mal so...
    Ich möchte es mal so formulieren: Wer Gutmensch in verächtlicher Manier sagt, sagt umgekehrt, dass er Schlechtmenschentum eigentlich recht knorke findet. Und verkauft sich dann auch schnell an die Atomlobby.

  164. @hansmeier555 - ich habe...
    @hansmeier555 – ich habe offensichtlich den Guetel in Ihnen geweckt und entschuldige mich aufrichtig bei Gastgeber. Wir sind im Wohnzimmer eines guetlichen und geduldigen Herrn, dies ist ein Ort, wo sich die Leute Muehe geben und Interessantes beisteuern, das ueber dem Niveau dessen liegt, was die von Ihnen als ‘Zwischenoeffentlichkeit’ bezeichnete Gruppe normalerweise interessant findet. Jemand, der sich und anderen mit quasisoziologischem Erklaerungen die Moeglichkeit nehmen moechte, Worturspruenge zu hinterfragen, die Teil von ideologischen Systemen sind, diskreditiert sich imho selbst und verbannt sich selbst aus der Kultur der Schriftlichkeit, die von derartigen Querbezuegen lebt. Dann haben die Journalisten und Wikipedia eben nicht absichtlich getaeuscht, wenn sie die Zitate wegliessen und damit den Ideologen was Futter gaben.
    .
    Mir ist unverstaendlich, wie einem Liebhaber des mittelalterlichen Denkens mit all dem, was da dranhaengt diese freundliche Frage von mir an Devin so aufstossen konnte, aber, bitte, dies ist nicht Ihr oder mein Blog. Alles ist gesagt dazu, und die Sachfrage soll dann halt offen bleiben in Ermanglung von Spezialisten.
    .
    Ich dachte, meine Frage ad fontes koennte ein politisch inkorrektes Schlaglicht auf derzeit uebliche , duenne Bretter bohrende ‘Wissens’kultur werfen, vergleichbar einem Vulgaeraristotelismus oder einem Physiologus des spaeten Mittelalters…oder einer Monstrorum historia http://www.youtube.com/watch?v=r9nbnRxBmTY
    oder http://www.youtube.com/watch?v=LKs4yDmkxOo&feature=related
    der Renaissance….
    – alle diese stoppen bei irgend einem Zitat und nicht bei der Realitaet und der innere Bacon in mir straeubt sich so sehr, wie er sich unterhalten fuehlt. :-)

  165. @DA. er verkauft sich an...
    @DA. er verkauft sich an jeden, der gut bezahlt. Anything goes then.

  166. @hansMeier555
    gutmensch=:...

    @hansMeier555
    gutmensch=: zitiert richtig und damit böse

  167. @Plindos
    .
    Für das, was Sie...

    @Plindos
    .
    Für das, was Sie meinen, gab und gibt es den Begriff “Pharisäer” oder “Philister” oder “Heuchler”.
    Gutmensch meint aber ausdrücklich und gerade auch denjenigen, der seine Werte tatsächlich vertritt, sich gerade dadurch als geisteskrank und nichtsowiewir outet und seine finale Kreuzigung irgendwie auch selber provoziert hat.

  168. @b4
    Ich stimme ihnen insoweit...

    @b4
    Ich stimme ihnen insoweit zu, dass Hoppe/DJV/WDR selber sich auf meine Argumente nicht berufen könnten — sie hätten tatsächlich einen klaren Beleg liefern müssen.
    .
    Danke nochmals für den NOM-Link, aber wirklich spannend fände ich einen Beleg, der FÜR die NOM-Fassung spricht. Wenn es den überhaupt irgendwo gibt, meine ich.

  169. Kömma mal den Genussmenschen...
    Kömma mal den Genussmenschen wieder mehr in den Fokus rücken?
    #Der ist der einzige gute.

  170. Don Alphonso@: Ab sofort bin...
    Don Alphonso@: Ab sofort bin ich ein Gutmensch, da ich mich nicht an die Atomlobby verkaufen möchte. Das betone ich öffentlich, ausserdem möchte ich furchtbar gern hilfreich sein, soweit es meine (engbegrenzten) Fähigkeiten zulassen ;-)

  171. HansMeier555@: Ah, Sie meinten...
    HansMeier555@: Ah, Sie meinten den Hypokriten alter Schule? Ansonsten scheint es mir, daß ich begriffsstutzig bin.

  172. @georgy koentges
    Diese...

    @georgy koentges
    Diese “Zwischenöffentlichkeit” ist keine Gruppe, sondern ein Kommunikationsraum, und diesen Blog hier rechne ich dazu.
    Ein peer revied wissenschaftliches journal ist er jedenfalls nicht.

  173. @georgy koentges
    14. April...

    @georgy koentges
    14. April 2011, 14h46

  174. Zur Scholastik gehörte auch...
    Zur Scholastik gehörte auch die Entstehung einer Kultur der akademischen Höflichkeit, bei der sich die Beteiligten ihre Emotionen wohlweislich für den späteren Inquisitionsprozeß aufsparten.

  175. Plindos, ich bin ein...
    Plindos, ich bin ein Gutmensch, als ich gerade die darbende italienische Textilindustrie durch Hemdenkauf unterstützt habe -. man kann es ja nicht immer nur den Bauern und den Spezialitätengeschäften in den Rachen werfen. Damit sind wir auch wieder beim Genussmensch.

  176. Köstlich, ja, der Nobbi in...
    Köstlich, ja, der Nobbi in seiner kleinen Wohung in Berlin, alles so hübsch sozialromantisch – ich wüsste schon gerne, was der an Erbschaftssteuer später mal dem Staat einbringt und wenn nicht so viel, warum.

  177. georgy koentges@:
    Aus Ihrem...

    georgy koentges@:
    Aus Ihrem offerierten zoologischen Manual & Katalog der spätmittelalter-lich/neuzeitlichen Polemik haben sich u. a. besonders herübergerettet in die heutige Zeit:
    monstrum infantis capiti canine
    wahlweise
    monstrum capite asinino

  178. HansMeier555@: Nach...
    HansMeier555@: Nach ordentlichem Verfahren und entspr. ergangenem Urteil wurde die Exekution vertrauensvoll in andere Hände gelegt-mani pulite.
    ..
    Don Alphonso@. Das schätze ich an Ihnen: Siete appassionati di un pensiero, persona buona, realtà, il mondo e suoi piaceri.

  179. @georgy koentges
    sorry,...

    @georgy koentges
    sorry, Fehler, ich meinte natürlich:
    27. April 14h46.
    .
    @plindos
    .
    “Es gibt nur Hedonisten, grobe und feine, Christus war der feinste…” (Büchners Danton zu Robespierre)
    (zitiere frei nach meinem Gedächtnis).
    .
    NB:
    Das Eingangszitat zum Beitrag (Zeile 3-4, direkt unter der Überschrift und vor “In italienischen Delikatessengeschäften….”) ist übrigens auch nur unzureichend belegt und darum weise ich diese Frechheit entschiedendst zurück!!!!

  180. urriegel, ich mache ja ein...
    urriegel, ich mache ja ein geheimes – weil die Bilder nicht in die Öffentlichkeit gehören – Blog mit LV-Trägerinnen. Ich wage behaupten zu können, dass auch in Italien jede Menge Fälschungen unterwegs sind. Und die sind inzwischen sehr gut gemacht Roberto Savinio hat ja beschrieben, wie das läuft. Momentan sind die Taschenhändler noch nicht auf der Strasse, aber das kommt bald.
    .
    Und so eine Tasche kostet einmal. Das sonstige Elend ist immer. Immerhin gibt es so etwas in Italien noch/wieder, in Deutschland ist es ja leider so, dass die Augen wirklich nur auf dem Preis kleben und dergleichen noch nicht mal unbedingt als verwerflich gilt.

  181. @Don
    Machen Sie doch mal...

    @Don
    Machen Sie doch mal lieber ein Blog mit Anhalterinnen… (ich meine nicht aus Sachsen-Anhalt). — Gerne auch ohne Fotos, dafür mit unbelegten Originalzitaten.

  182. Jedenfalls konnte Jesus...
    Jedenfalls konnte Jesus verkniffene Geizkrägen vermutlich nicht ausstehen. Und das sage ich als mittelbibelfester Agnositiker.
    In D. würde es ihm nicht gefallen, wo die Augen im Dauermodus auf dem Preis kleben. Ich glaube, er würde Italiener sein wollen.

  183. wegen des wunderbaren...
    wegen des wunderbaren Frühlings nur wenig vorm screen, hab ich die Zitierdebatte lediglich überflogen und neige dem Standpunkt des Herrn HansMeier555 zu. Zum Alterskonsum fällt mir nach dem Essen auch das Reisen ein, das dumme Reisen nämlich, so unter dem Motto: “den Potala moch ma aa no”. Der kultivierte, gut situierte ältere Mensch bleibt ganzjährig in der Sommerfrische, betrachtet die Welt von der Veranda aus und verfügt sich nur in der Nebensaison ins Warmbad, vor allem wenn er männlich ist, entgeht er so dem Interesse der zahlreichen weiblichen Längerlebenden
    Und (aber war das schon in unseres verehrten Don letztem Beitrag?) die Vorliebe für flache Schuhe teile ich auch. Als Trägerin sowieso, aber auch als
    Betrachterin. Wie interessant und aussagekräftig ist doch der individuelle Gang, wie bezaubernd eine anmutig laufende Person!

  184. Einen Beitrag über flache und...
    Einen Beitrag über flache und hohe Damenschuhe schreibe ich noch, sobald mir die nächste Wolke stolpernder Japanerinnen vor die Linse kommt. Morgen aber erst mal: Skalverei.
    .
    HansMeier555, die wenigen Anhalterinnen, die man in Oberitalien noch sieht, sind ohne finanzielle Zuwendungen nicht kommunikativ und selbst wenn, dann nur in nicht beschreibarer und hierzulande (wenn man nicht Berlusconi heisst) obendrein illegaler Form.

  185. @hansmeier555
    "Danke nochmals...

    @hansmeier555
    “Danke nochmals für den NOM-Link, aber wirklich spannend fände ich einen Beleg, der FÜR die NOM-Fassung spricht. Wenn es den überhaupt irgendwo gibt, meine ich.”
    der link sagt, dass für viele eindeutig belegt ist – zum vergleich s. auch die ausführungen zum thema brüder jesu…

  186. Auf dem Straßenstrich,...
    Auf dem Straßenstrich, Originalzitat (!) nach Fips Asmussen:
    Sie: Ey Süßer, wiss ma?
    Er: Nee, Rostock.

  187. Jaja, der Sex, das Essen der...
    Jaja, der Sex, das Essen der Jugend.

  188. @ Tippex
    @ Don Alphonso

    es...
    @ Tippex
    @ Don Alphonso
    es geht gar nicht darum “geld aus dem fenster zu werfen” und auch nicht darum zu prassen (macht aber natürlich beides spass); das problem in deutschland (ob in italien im gleichen masse, vermag ich nicht zu beurteilen) sitzt doch viel tiefer: die spar- oder geizmentalität, wenn es ums essen geht. genuss empfindet der deutsche offenbar nur, wenn die nahrungsmittel billig und reichlich sind. die qualität tritt da eher in den hintergrund. und grösseren und ihm offenbar wichtigeren genuss empfindet er dadurch, dass vor der haustür z. b. ein tiefergelegter 3er (den er sich eigentlich weniger leisten kann als ein wenig mehr qualität bei speis und trank) steht. den kann der nachbar nämlich sehen!
    QUALITÄT – das meinte ich – ist durch nichts zu ersetzen. und hier könnten alle/viele/die meisten noch etwas tun, wenn man die prioritäten anders setzte. in japan, hörte ich vor einiger zeit, gibt der verbraucher bis zu 30% seines einkommens für nahrungsmittel aus; in deutschland waren es, glaube ich 8%!! (dann ist vielleicht auch mal ein gebrauchter 5er drin?)

  189. @Plindos
    .
    Nicht Hedonisten,...

    @Plindos
    .
    Nicht Hedonisten, sondern Epikuräer. (Immer noch mein Gedächtnis: (“Ping, you have mail”)).

  190. @HansMeier555
    jetzt lassen's...

    @HansMeier555
    jetzt lassen’s uns nicht NOM-anhängern doch die freude am wissenschaftlichen arbeiten. sie brauchen das doch nicht, bei ihnen garantieren doch andere kräfte für die richtigkeit.
    die kollegin aus wien irritiert mich jetzt, jetzt da man doch die brillenträgerin entsorgt hat – ob sie es sich jetzt noch leisten kann den mittagstisch im pan e wien?:
    http://www.krone.at/Oesterreich/Bandion_erwartet_bei_Rueckkehr_ans_Gericht_Job-Abstieg-Hendldieb-Urteile-Story-259090

  191. @Don
    .
    Solange man sich noch...

    @Don
    .
    Solange man sich noch ganz dunkel dran erinnert. (Kinderszene 1: “Von fernen Ländern und Menschen”).

  192. @hansmeier555
    "[Meine...

    @hansmeier555
    “[Meine Nachfrage an Sie in puncto Einsetzungsworte NOM war eher eine Ausnahme, den Bruder Jakob z.B. habe ich unter Aufbietung aller menschenmöglichen Selbstbeherrschung einfach mal so stehen lassen (1)].”
    leute/literarische figuren, die sich als gegner des NOM und in umdeutung der griechischen worte für brüder ihre lebensaufgabe finden, sollte man mit zitaten und links in ihrer vorstellung bestärken. für den rest der mitleser empfehle ich immer noch conzelmann/lindermann, arbeitsbuch zum nt als einstieg….

  193. @ Don Alphonso: Das sind...
    @ Don Alphonso: Das sind bestimmt Chinesinnen heutzutage. Wer von denen nach Europa reisen kann hat Geld (vermutlich mehr als wir alle zusammen). Daheim laufen die selbst auf dem Gemuese- und Fischmarkt (nass, glitschig und dreckig. Nicht Muenchen) noch hochhackig auf.
    .
    Der besten Ehefrau von allen hat das gefallen- es gab ihr Grund, nach der Schwangerschaft schneller in Form zu kommen. Sie ist sehr kompetetiv veranlagt…

  194. @b4 – Hochinteressanter...
    @b4 – Hochinteressanter Artikel! Genauso interessant fand ich aber diese Kronen Aufforderung aus dem Land der Hofräte:
    .
    ‚Du hast einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreibe hier dein Storyposting! Du möchtest mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht dir jederzeit unser Talksalon, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Talksalon als auch bei Storypostings, bitten wir dich, unsere AGB und Netiquette einzuhalten!’
    .
    Hat mich an meine Jugend erinnert, als meine Klassengenossen Bravo lasen. Ich lies mich schon mit 17 nicht von irgendjemand mit Du anreden.

  195. lieber bertholdIV,
    sie werkt...

    lieber bertholdIV,
    sie werkt jetzt im Landl, da is das pan e Wien zu weit weg, man kann also wieder hingehn

  196. @b4
    .
    Wissenschaftliche Arbeit...

    @b4
    .
    Wissenschaftliche Arbeit macht Ihnen Freude, sagen Sie? Das hätten Sie sich früher überlegen müssen. Jetzt ist der Apfel ist angebissen, das allerheiligste Altarsakrament verpfuscht. Zur Strafe werden Sie im Fegefeuer 1000 Jahre Zeit haben, bei sämtlichen Wikipedia-Artikeln die Zitate zu korrigieren.

  197. Mondry, Oberitalien ist nach...
    Mondry, Oberitalien ist nach meiner Beobachtung immer noch stark in den Händen der Japanerinnen und Koreanerinnen, gerade wegen der Schuhe. Eine aus Korea stammende Freundin hat es mir so erklärt, dass die deutschen Schuhe irgendwie meistens zu gross ausfallen, aber die scheinbar schmaleren italienischen Schuhe bestens passen. Dito Hosen. Ich sehe schon, das wird ein feines Thema.

  198. @Der Tiger
    disclaimer: ich...

    @Der Tiger
    disclaimer: ich lese keine krone…war laut google, der erste treffer, der die etwas derbe bezeichnung der jetzigen tätigkeit der justizministerin brachte.
    müssen sie mal auf die kommentatorseite des standards (sic!) gehen, kaum kontrolle, da gehts zu.
    aber überall die gleichen running gags – hier der kampf gegen NOM – dort der gegen sebastian vettel in den sportkommentatoren

  199. ...
    @foersterliesel
    “Schneebrunzer- Arbeit”, ist das derb, das gold’ne wiener herz, wunderbar. deswegen sollte man in wien leben um diese boshaftigkeit aufzusaugen.

  200. @ Don Alphonso: machen die...
    @ Don Alphonso: machen die Japanerinnen Ihnen Konkurrenz beim Schuhkauf? Stehlen die Aufmerksamkeit der Verkaeufer? Schlangen an der Kasse? :-)
    .
    Waehrend eines 2- jaehrigen China- Aufenthaltes hatte meine Frau koreanische und japanische Freundinnen, als expats von gut verdienenden Ehemaennern finanziell wohl gestellt. Alle drei bekamen Komplexe, wenn sie einkaufen gingen- weil die chinesischen Tai Tais (Ehefrauen, realiter aber nicht nur) stets so aufgebrezelt waren. Oft genug in europaeischer Designermode, die dort in den Markengeschaeften deutlich teurer ist als daheim. Und fast stets mit hochhackigen Schuhen.
    .
    Dagegen unsere japanischen und koreanischen Freundinnen, elegant aber eher flachbeschuht. In China wie in Europa…
    .
    Also, wenn die Damen hochhackig aus dem Tourbus steigen, wuerde ich auf China tippen. Wer flach traegt, hoch kauft, kann auch aus Japan/ Korea kommen…

  201. @b4
    .
    Die besten Argumente...

    @b4
    .
    Die besten Argumente werden nur den schon Bekehrten mitgeteilt, das ist würdig und recht.

  202. Multi kann auch alle...
    Multi kann auch alle heisen:
    Die akademischen Standards, deren Einhaltung eine erfolgreiche Bekämpfung des intellektuellen Rechtsradikalismus erleichtert, sollte sich der WDR mal von den NOM-Fans erklären lassen.

  203. HansMeier555@:
    1.)"...das ist...

    HansMeier555@:
    1.)”…das ist würdig und recht.” Das wird Ihnen 1000-faches Fegefeuer nicht wegpurifizieren.
    2.)Der Hypokrit ist viel zu ascetisch um Epikuräer zu sein, auch kann er nicht wirklich Zyniker sein, dazu ist er viel zu gut.
    Der Epikuäer scheut dagegen den Argon, da winkt er ab, das macht zuviel Mühe, es könnte Schmerzen bereiten, die heitere Gelassenheit stören. Allein das sportive Gehabe heutiger und früherer olympischer Diszplinen wäre im schon zutiefst zuwider. Er würde staunen über die Jogger/innen sowie Mountanbiker in den einstmals so ruhigen Parks und Auen die heiteren Beschaulichkeit einluden.
    Dem Sokrates setzte er entgegen:
    “Es ist nicht möglich ein kluges, schönes und gerechtes Leben zu leben, ohne angenehm zu leben.” Er ist im Grunde seines Herzens ein echter, bewußt Asozialer.
    @:
    Insofern gestatten Sie, daß ich das sage, sind Sie, Signore Don Alphonso, zutiefst gespalten, sobald Sie Ihr Jahresticket (parcours) bella Italia absolvieren. Dolce far niente e un buon tavolo contro mille miglia. Das sollte nun beileibe keine Kritik sein, eher im Gegentum. Diese Tragik durchzuhalten das hat Größe;-)

  204. @hansmeier555
    wie sind wir...

    @hansmeier555
    wie sind wir eigentlich jetzt dazu gekommen wegen eines “depperten” wikipedia zitat so zu raufen? schönen abend noch

  205. Von den in austriakischen ...
    Von den in austriakischen Justizkreisen kreierten “Bonmots” animiert: In den Schnee seinen Namen zu schreiben, ein typischer Spaß von kleinen, jungen, werdenden Machos. Dafür gab es ansonsten unter den Betten in früheren Zeiten ein entspr. Haferl oder Kacherl.

  206. @DA – Wann kriegen wir...
    @DA – Wann kriegen wir endlich den hochhakigen Beitrag? Ich bin schon so gespannt!
    @b4 – Madame meint, Sie hätten ihr ein Buch versprochen?

  207. lieber berthold IV,
    ja die...

    lieber berthold IV,
    ja die Wiener Bosheit; nur Domestiken sind so böse, das gedeiht nur in (ehemaligen) Residenzstädten. Ich kann Ihnen hier gar nicht aufschreiben, wie die Wiener so betuchte, gustierende, ältere Herrschaften nennen, wie unser Don sie ganz zu Anfang geschildert hat…zu unsittlich. Dafür aber den Phäaken:
    http://home.ccc.at/lroll/phaeake.htm

  208. @b4
    .
    Gerauft? Wir haben nett...

    @b4
    .
    Gerauft? Wir haben nett geplaudert. Gestern über LTI, heute über NOM, morgen über Sexualeschatologie. Alles im grünen Bereich.

  209. Bordsteinschwalben. Deshalb...
    Bordsteinschwalben. Deshalb hat Don´s Droschke über den Dellortos ne Delle.

  210. @Berthold IV
    .
    wieso gerauft?...

    @Berthold IV
    .
    wieso gerauft? Ich hab mich amüsiert wie Bolle. Gestern LTI, heute NOM, morgen Sexualeschatologie. Was für eine Klimax.

  211. @b4 28. April 2011, 14:55 –...
    @b4 28. April 2011, 14:55 – Ihre Bemerkung an @HansMeier555
    insbesondere “jetzt lassen’s uns nicht NOM-anhängern doch die freude am wissenschaftlichen arbeiten. sie brauchen das doch nicht, bei ihnen garantieren doch andere kräfte für die richtigkeit.” hat mich beim Abendessen beschäftigt.
    .
    Ich würde mich nie darauf verlassen, dass andere für die Richtigkeit meiner wissenschaftlichen Arbeiten garantieren. Das ist doch anscheinend genau das, worauf Herr zu Guttenberg reingefallen ist. Er ließ die Leute vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages oder vielleicht auch andere Leute für sich arbeiten. Und die hatten unter den Umständen keine originellen Ideen (wenn sie wirklich welche hätten, würden sie wahrscheinlich da nicht arbeiten) und waren darüber hinaus nicht motiviert, wissenschaftlich korrekt vorzugehen. Sie haben halt die geforderten X-Seiten über Thema Y abgeliefert, und das Ganze so aussehen lassen als wären es ihre Ideen.
    Wenn ein geschniegelter Baron glaubt, X-Seiten zum Thema Y ohne Erfinderbeteiligung verlangen zu können, wird er halt reingelegt… das ist menschlich.

  212. @aber plindos, lebte denn...
    @aber plindos, lebte denn Sokrates angenehm? Xanthippe, zu viele beeindruckbare Knaeblein unter der Decke, in daemliche Kriege geschickt zu werden, kein Geld zu haben (ein Zeichen , kein Lehrer zu sein…), viel Gedoens mit den Athenern, bezeichnet als Zitterrochen, Hebamme, Spezialist in der Berechnung von Flohsprungdistanzen, Rinderbremse und Luftikus – in der Luft haengend, und vom werten Ende sprechen wir nicht einmal. Dafuer viele Pruefungen und nicht mal diejenigen von Fussnoten, sondern des Lebens selbst (Pl.Ap.38a) – ts, wuerde ich da mal sagen. Aristoteles hatte es da schon was besser.
    Wir wuenschen unserem Don wirklich was Schoeneres.

  213. Noch mal zurück zum Festmahl...
    Noch mal zurück zum Festmahl der Gerontokraten: Klar sind die Alten widerlich, aber das waren sie aus Sicht der Jugend schon immer. Nur, was ist das für eine Jugend, die sich nichts erkämpfen will, sondern von der Rente träumt? Das haben wohl die europäischen Völker gemeinsam: Mentalität der Besitzstandswahrung.

  214. Foersterliesel@: Muß Ihnen...
    Foersterliesel@: Muß Ihnen diesbezüglich beipflichten. Das Bönn´sche Platt ist fundamental von dem Köll´schen verschieden. Bonn war über Jahrhunderte, ich wies darauf hin, Churkölnische Residenzstadt, nach der verlornen Schlacht von
    Worringen im 13. Jhdt. wurde Köln von allen guten Geistern nach dem zwangsweisen Auszug der Fürsten verlassen. Das Bönn´sch ist eleganter und boshafter in seiner Diktion, voller Widerhäkchen und versteckten Anspielungen.
    Auch sprach man bei Hofe Französisch, das ging hinunter bis zu den Lakaien (L’écoute, les domestiques!), Kerzelmachern und sonstigen privilegierten Hofmusikern (die van Beethovens), Pastetenmachern & Hoflieferanten. Von den damaligen Bewohnern der Stadt, etwa 30.000 EW, waren mindestens 2/3 direkt und indirekt vom Hofe abhängig. Sogar Casanova rühmte die Tafel des hohen geistlichen Herrn und die Maskeraden zu Karneval in seinen Memoiren.
    Als die franz. Revolutionstruppen kamen, war´s vorbei mit Lustick. Erst um 1860 erholte sich die Stadt wieder und wuchs von nur noch 15.000 EW um 1815 auf über 60.000 EW an, nachdem Preußens Elite (Professoren, Beamte, Bankiers, Adel u. Generäle) im Pensionsalter die Schönheiten des Rheins zwischen Bonn und Bad Godesberg entdeckt hatte und die zum 2. Male neugegründete Bonner F. W.-Uni an Rang gewann.

  215. @B4 – vielleicht hatten...
    @B4 – vielleicht hatten diese Leute vom wissenschaftlichen Bundestagsdienst auch einfach keinen Mut etwas Neues zu kreieren. Indem sie dem geschniegelten Baron die Ideen anderer verkauften, konnten sie ziemlich sicher sein, dass er sie akzeptieren würde. Wirklich neue Ideen zu haben, kostet schließlich viel Selbstbewusstsein und Mut.

  216. @hansmeier555
    "wieso gerauft?...

    @hansmeier555
    “wieso gerauft? Ich hab mich amüsiert wie Bolle”. das eine schließt ja das andere nicht aus..

  217. @Der Tiger
    "@b4 – Madame...

    @Der Tiger
    “@b4 – Madame meint, Sie hätten ihr ein Buch versprochen?”
    ja, stimmt. das liegt auch schon auf meinem tisch. ich muss mir nur…erklär ich später

  218. @hansmeier555
    bringt mir...

    @hansmeier555
    bringt mir wahrscheinlich noch weitere 500 jahre fegfeuer ein bei ihnen…
    http://www.memorandum-freiheit.de/

  219. @Don + Hansmeier555: Mädels...
    @Don + Hansmeier555: Mädels auf Autostop finden sich am ehesten in Frankreich auf dem Weg zur Cote (faire de l’auto-stop).

  220. genau @Tiger,- und die...
    genau @Tiger,- und die historische Richtigkeit von Aussagenzuschreibungen pruefen koennen, ohne des Herrn Segen abwarten zu muessen..
    Nicht alles muss geprueft werden, aber pruefbar sein, wenn man weiterbohren will, und ich sehe keine logische Begruendung, warum manche Beitraege bei Wikipedia als der neue letzthinnige Aristoteles vergoettert werden sollen.
    Das Zersetzen der grossen Idole geht nur mit den feinen Meisselchen, mit den kleinen alles sprengenden Pilzhyphen der Zitatenverfolgung und nicht mit dem Mosaischen Donnerblitzhotzplotzbumbum. War immer schon so, auch wenn manche denken, sie koennten sich in der scholastischen ‘Denkwerkstatt’ (Engl. ‘Thinkery’
    http://howlingfrog.blogspot.com/2010/08/classics-interlude-aristophanes.html
    http://depthome.brooklyn.cuny.edu/classics/dunkle/studyguide/clouds.htm ) Ihrer Zwischenoeffentlichkeits-Platform in Sicherheit wiegen und ohne Metermass die Laengen roemisch-katholischer Flohspruenge abmessen.
    :-)

  221. nun, da wir nur mal bei einem...
    nun, da wir nur mal bei einem Festmahl sind, hier ein Beitrag von der Insel
    http://www.youtube.com/watch?v=gKTOvr-FqN4&feature=related

  222. @schrödingers...
    @schrödingers Katze
    bemerkungen zur Qualität beim Essen: hoch geschätzte landsmannschaftliche Spezialitäten sind in der Regel das Essen der armen Leute, von „Schlesischem Himmelreich“ bis zum „Braunkohl mit Pinkel“ aus Bremen.
    Zur Qualität der Speisen gehört auch das Erlebnis der Zubereitung, die schlichte Fähigkeit bestimmte Dinge zu tun und zu geniessen. Die Schale eines Apfels für Apfelpfannkuchen an einem Stück zu schälen, den Duft des Kaffees beim Aufbrühen zu schnuppern, aus dem Bratensatz mit Sahne, Wein und Knoblauch eine Sauce zu komponieren und abzuschmecken.
    Stattdessen versucht die Industrie uns Maschinen zu verkaufen, die uns unsere einfachen aber hoch erfreulichen Genüsse stehlen. Man denke nur an die diversen Kaffeeautomaten, ein „must have“. Von Kaffeeduft keine Spur mehr! Das High-Tech-Equipment kostet natürlich einen Haufen Geld, das man gern durch Erwerb und Verzehr von Billigpizzas einspart. Wir sind eben durch Meinungsmache in allen Bereichen sehr gut in bestimmtem Sinne konditioniert.
    Edelfress’chen können sich nicht alle Leute leisten, die Lebensmitteldiscounter sind nicht ohne Grund so groß geworden. Zu den Nahrungsmittelpreisen darf man nicht vergessen, dass all die EU-Landwirtschafts-Subventionen unter anderem dazu dienen, gezielt die Preise für die (deutschen) Verbraucher niedrig zu halten. Ein gut gefüttertes Volk vergisst hoffentlich, wie kriegerisch und bösartig es sein kann. Mit Speckröllchen um die Taille wird man friedfertig.

  223. Der Tiger@

    Nebst Geld und...
    Der Tiger@
    Nebst Geld und dem dazugehörigen Netzwerk und nötigenfalls öffentlicher Unterstützung. Ich erinnere mich da an einen kleinen teutschen Deppen, der rund ein Jahr vor Googel doch die feine und an sich einfache Idee hatte ein deutsches Usenet Archiv aufzubauen. Kostenfrei für alle und so weiter…
    Und dann kamen Sie alle angerannt, Von Donnerhacke bis Fefe und so weiter und haben feste mit Klagen und dich machen wir platt gedroht von wegen meine Artikel meine Copyrights und so weiter…
    Und nach der ersten Klage musste der kleine Depp dann aufgeben…
    Und ein Jährchen später macht Googel genau das gleiche und keiner der grossen Kämpfer kriegt den Arsch hoch und macht da Rapatz, im Gegenteil man lese mal nach wie Googel damals gehypte wurde…
    Doppelmoral und zweierlei Maßstäbe wohin das Auge beliebt zu schweifen….
    So kann es gehen und da gibt es noch hunderte von Beispielen…

  224. Einer meiner italienischen...
    Einer meiner italienischen Freunde fasste das einmal folgendermaßen zusammen: “Nicht nur hat der Erfolg immer viele Väter, sondern auch: erst wenn die Ratten an Bord kommen, wissen wir, dass wir gewinnen werden.”

  225. @DA, 27.4.,...
    @DA, 27.4., 14:41
    “Chancengerechtigkeit” ist ein ideologischer Begriff, den man nicht gebrauchen sollte, genausowenig wie “Wutbürger” und “Gutmensch”. Näheres dazu siehe auf Nachdenkseiten.de und im Wörterbuch des Unmenschen, das immer noch lesenswert ist, mit Verlaub. Unsere Sprache, die wir täglich benutzen, wird immer schlechter und den Interessen der Mehrzahl der Menschen schädlicher.
    Gerechtigkeit ist unteilbar. Im Amtseid, den die sprachkundigen und lebenserfahrenen Mütter und Väter unseres Grundgesetzes verfassten, lautet es “Gerechtigkeit üben gegen Jedermann”, da ist nicht die Rede von Chancengerechtigkeit oder irgend einer Abart von Gerechtigkeit, die man sich noch ausdenken könnte. Gerechtigkeit. Ganz einfach.
    Bildung: so, wie Bildung derzeit praktiziert wird, handelt es sich um einen Zuteilungsprozess, den Abhängigen wird das Nötigste zutgeteilt, nicht mehr. Das hat Tradition in Deutschland und es hat sich nicht verbessert seit Kaiser Wilhelm II Zeiten. (Belege dazu siehe Rückriem in “Funkkolleg Erziehungswissenschaften”, Fischer TB, 1970, Band 1, Seite 257 ff)
    Der springende Punkt ist die Abhängigkeit, die das Individuum sich zumuten lässt und an die es zu gutzer letzt glaubt: Abnhängigkeit vom Arbeitgeber, weil er der (eingebildete) einzige Brötchengeber sei. Abhängigkeit von Geld, weil nur die Macht über große Mengen davon zu Glück führe. Abhängigkeit vom Schul- und Bildungswesen, weil man nur mit den dort zugeteilten Berechtigungsausweisen gut leben könne.
    Genauso, wie Einsamkeit ein Gefängnis ist, zu dem die Tür nur von innen geöffnet werden kann, ist Mangel an Bildung und den daraus resultierenden Chancen ebenfalls ein Gefängnis, dessen Tür nur von innen zu öffnen ist. Über neue, von den Bildungsbeflissenen selbst organisierte Formen von Bildung und Vermittlung ist dringend nachzudenken und neue Modelle sind auszuprobieren.

  226. @Tippex. Mit Speckröllchen um...
    @Tippex. Mit Speckröllchen um die Taille wird man friedfertig.
    Leider nicht – man muss nur andere dafuer bezahlen, die schmutzige Arbeit fuer einen zu machen – wie es gerade geschieht. …wer sich die Speckroellchen leisten kann, der tut das dann auch. Wirtschaftliche Macht steigerte leider immer schon die Gier nach mehr mit militaerischen Mitteln…

  227. Tippex@ "Genauso, wie...
    Tippex@ “Genauso, wie Einsamkeit ein Gefängnis ist,”
    Verallgemeinerungen können ja recht hilfreich sein, indes: Einsamkeit war und ist bzw. kann auch sein, ein Weg zu wahrer Erkenntnis , spiritueller Erfahrung um das Unwort Erleuchtung mal zu vermeiden, Charakterbildung und Willensfestigung, oder um sich ganz bewusst außerhalb der allerorten anzutreffenden “Sachzwänge” zu bewegen so weit heute überhaupt noch möglich und schlicht und einfach, ob es jemand wahrnimmt oder nicht, vor zu leben: So liebe Leutz, es geht auch ganz anders. Vielsicht sogar besser ? Und nicht zuletzt um nicht Mitschuldig an der Selbstvernichtung der Rasse Homo Sapiens mitzuwirken. Bestehende Strukturen lassen sich, wenn überhaupt. nur von außen und in langen Zeiträumen aufbrechen und ändern. Einsamkeit kann da die Geduld lehren wieder in Generationen selbstlos zu denken und Dinge zu beginnen deren Ziel man nicht mehr selbst in seiner derzeitigen Erscheinungsform erlebt..

  228. lieber Tippex, Ihre...
    lieber Tippex, Ihre Ausfuehrungen erinnern mich an die bedrohlichen Veduten von Piranesi von dunklen Verliesen. Gottseidank haben die da draussen auch noch Schluessel, um den da drinnen rauszuhelfen. Das Problem besteht mE meistens darin, dass die Edikte des Grossfuersten nicht ganz unten ankommen. Die Biologie von genregulatorischen Netzwerken, die ich studiere, hat da ueber Millionen von Jahren eine Loesung gefunden, nennt sich feedforward-loop. A kontrolliert B kontrolliert C aber A kontrolliert auch direkt nochmal C: Der Chef hat direkten Kontakt zum Sekretaer des Untergebenen. Sehr erfolgreich, um die Stabilitaet von Informationsverteilung zu sichern, scheitert meistens an Faulheit und fehlender Motivation von A, bis nach C direkt zu gucken (wenn es keine huebsche Sekretaerin ist..) – wenn mehr von so was in der Gesellschaft nachgebaut wuerde, ginge es allen was besser, all dieser Giesskannenprinzip-nonsens wuerde verschwinden. Tradeoff ist dann leider, dass auch alles dezentraler sein muss, nach dem philanthropischen NGO Prinzip, nun ja, man kann nicht alles haben (mit gleicher Geschwindigkeit) ueberall.

  229. @Tippex –“It’s lonely on...
    @Tippex –“It’s lonely on the top” – aber diese Einsamkeit ist kein Gefängnis.

  230. @georgy koentges:
    "Edikte des...

    @georgy koentges:
    “Edikte des Grossfürsten” in Hierarchien kommen immer unten an und es finden sich immer Leute, die sie ausführen. Die Propaganda sorgt dann dafür, dass die einfachen Leute denken: es ist nicht gut, wenn unser Grossfürst das wüßte, würde er für Änderung/verbesserung sorgen…
    Natürlich gibt es auch draussen Leute mit dem Schlüssel, gebrauchen werden sie ihn aber wohl erst, wenn sie den Fuß im Steigbügel haben. Ich denke zB an engagierte Lehrer, die sich in ihrem UnRuhestand neue Betätgungsfelder in der Erwachsenenbildung suchen. Ohne kultusministerielle Vorgaben, aus Spass an der Freud und mit missionarischem Eifer und großen Einsatz.

  231. @Tippex .Ja, ich meinte dies...
    @Tippex .Ja, ich meinte dies auch in einem aehnlichen und positiven Sinn, Eigenmotivation des Individudums ist die maechtigste Kraft in der Menschheit, diese ist alterslos. Das (preussische) Vertrauen der Deutschen auf einen Starken Staat, der alles fuer eine regelt, ist hoffentlich bald genug erodiert, sodass diese positiven regenerativen Kraefte wieder zum Vorschein kommen.

  232. Lieber Otaku, Tippex, Tiger....
    Lieber Otaku, Tippex, Tiger.
    ‘Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.’
    Tasso, Goethe.

  233. @Tippex
    ist das jetzt...

    @Tippex
    ist das jetzt bestätigung oder widerlegung oder einfach nur so …?

  234. georgy koentges@ Welcher ?...
    georgy koentges@ Welcher ? Deiner, meiner , Dons, oder wie ? Goethes Zeiten sind vorbei oder wie Hildebrandt formulierte: ” Es drängt sich der Verdachte auf das unsere verehrten Geistesgrößen in weiten Teilen Ihrer Persönlichkeit auch riesengroße Pottsäue waren.” Ferner fällt dann zum Erlkönig noch das Wort von Kinderporno bei Fürstens, aber das muss Mann dann im Original lesen, sonst wird es missverständlich. Zitat frei aus dem Gedächtnis, ohne Gewähr… ( Buch heißt Gedächtnis auf Rädern )

  235. @schrödingers katze
    es...

    @schrödingers katze
    es handelt sich um eine Aussage zur Definition von Qualität und Lebensqualität und der Erschwinglichkeit von Qualitätsprodukten. Es geht um die Erwartungen des Kunden. Sind die schlecht definiert, wird er jedenfalls enttäuscht sein, dabei ist Qualität nach ISO9000, das was vereinbart wird und was der Kunde bezahlt
    Qualität zu erkennen ist schwierig, wenn man nicht die richtigen Informationen hat und sich vorher nicht über die eigenen Maßstäbe Klarheit verschafft hat.
    Es ist immer zu unterscheiden, was Mode ist, was eingeflüstert wird, was ich als Qualität zu erkennen imstande bin (weil ich Informiert bin UND weil ich die Nutzungserfahrung habe, also vergleichen kann) und was (mit welchen Qualitäten) ich bereit und in der Lage bin zu bezahlen.
    Wenn die Leute nur auf das Preisschilkd starren und danach entscheiden, dann ist das nur die Akzeptanz der Fremd-Bestimmtheit, die uns in den letzten Jahrzehnten mit viel Aufwand für MArketing und Werbung eingetrichtert wurde. Dagegen muß man sich wappnen und wehren. Auch ein Feld, auf dem fortlaufende Aufklärung nötig ist.

  236. @Tippex - zu Piranesis...
    @Tippex – zu Piranesis Carceri
    https://picasaweb.google.com/mecanosfera/GiambattistaPiranesi#
    und dem Lebensgefuehl, dass Sie andeuteten…
    http://www.johncoulthart.com/feuilleton/2006/08/25/aldous-huxley-on-piranesis-prisons/
    .
    nur mit Bach ist das in seinem beklemmenden Charakter zu ertragen, selbst wenn man drinsteckt (und nicht Yo-yo Ma anschaut) http://www.youtube.com/watch?v=HXGLrZMrpuw

  237. @liebe schroedingers katze -...
    @liebe schroedingers katze – feiern Sie das Unbestimmtheitsprinzip und tunneln Sie einfach auf unsere Seite! :-)

  238. @lieber Otaku - Sprueche...
    @lieber Otaku – Sprueche werden nicht falsch, wenn Sie von Knabenschaendern ausgesprochen werden, auch jene haben und hatten in bestimmten Bereichen ihres Hirnes dann doch alle Tassen im Schrank, womit sie die Nachwelt dauerhaft bereichern konnten, imho.

  239. @ georgy koentges – Bei...
    @ georgy koentges – Bei allem Respekt vor Goethe, Tasso war noch nie mein Fall. ’Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, gab mir ein Gott, zu sagen, wie ich leide.’ So ein Satz ist mir zu gottergeben passiv. Da denke ich lieber: ‘Selbst ist die Frau’,

  240. georgy koentges@ Point taken....
    georgy koentges@ Point taken. No offence.

  241. @Tiger. Meiner auch nicht -...
    @Tiger. Meiner auch nicht – aber das sagt ja eine Frau (Leonore) und ganz in Ihrem Sinne, soll der poetische Jammerlappen doch mal erwachsen werden…

  242. @b4 - haha, das Weglassen von...
    @b4 – haha, das Weglassen von Zitaten hat wohl doch eine konzentrierende Wirkung?
    ;-)
    man sage nur, ‘jemand hat das mal gesagt’…und ist aus dem Schneider… :-D
    Deshalb hat der Baron gelogen durch Verschweigen,..vielleicht wollte er seine senilen Korrektoren nicht in die Irre leiten….

  243. no offence intended, otaku,...
    no offence intended, otaku, weckte nur Erinnerungen an die Jugend und das selbst sicherlich nicht Vollzogene.

  244. @Tippex - recht haben Sie....
    @Tippex – recht haben Sie. Interessanterweise verdienen die Meisterkoeche der Haute Cuisine damit viel Geld, den Kunden die wahren, ersten, urspruenglichen Geschmaecker wieder nahezubringen – den Geschmack unter der Apfelschale, die kandierten Krusten des Kuchens, das Knacken der suesslichen Karotten, die schon das Kind erlebt hatte und die dann ‘verstellt’ wurden. Ist wie in der japan. Aesthetik oder dem Kleistschen Marionettentheater, der Weg zur voll bewussten Einfachheit ist ein langer und schwieriger und leider auch nicht durch etwas oder jemand anderen abzukuerzen. Wenn man in dem Zustand anfaenglich ist, kennt man den Wert nicht und kann sich auch wenig daran erinnern, wenn man aus dem ‘Paradies’ geworfen ist und das Bewusstsein einen Sinn von Zeitlichkeit und Distanz und Vergaenglichkeit bekommen hat, ist der Weg zurueck einer, der langsam und geduldig wieder gelernt werden will – so wie das Wiedererlernen der Sprache nach dem Schlaganfall, der Leben heisst, – ganz wie im Zen, das braucht dann Wiederholung und Rituale, wenn er jemals gelingt.
    .
    ‘Wir wissen, der sicherste – und rascheste- Weg zum Staunen ist der: unerschrocken immer den gleichen Gegenstand fest im Auge behalten. Auf einmal erscheint uns dann dieser Gegenstand – wunderbar – so, als haetten wir ihn niemals gesehen (Pavese, Dialoghi con Leuco, trsl Hoesle).
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    So hatte das Otaku vielleicht gemeint.

  245. "Wer weiss. bei uns gehen ja...
    “Wer weiss. bei uns gehen ja alle zu den Discountern, die Dekadenz des Reichtums haben wir kaum als Grundprinzip, statt dessen die Wohlanständigkeit des Geizes um jeden Preis, den Grana bekommt man doch auch schon gerieben in Plastiksackerl.”
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    beim auto spart der deutsche nicht, vor allem dann nicht, wenn es der nachbar auch nicht tut. inneneinrichtung ist auch so etwas, was sich der vermögende deutsche geld kosten lässt. im phonobereich kann man auch recht schnell in die grössenordnungen von investitionen gelangen, wobei ich noch nicht einmal uhren und schmuck erwähnt habe. wobei man sich die anschaffung teuerer dinge auch rationalisieren kann: das ist doch geldanlage in zeiten der inflation.
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    reisen, vorallem fernreisen, nachdem das volk auch schon bis in die dominikanische vordedrungen ist, all inclusive ist dort besonders preiswert. nachdem im adac-heft nebn den üblichen treppenliften zunehmend schffreisen angeprisesn werdne, scheint es sich dabei auch schon um gesunkenes kulturgut zu handeln. bei den längeren, weiteren törns ist man schon noch unter sich.
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    ausserdem kommt das entsparen später, dafür gibt es seniorenresidenzen mit betreutem wohnen.

  246. Genauso, wie Einsamkeit ein...
    Genauso, wie Einsamkeit ein Gefängnis ist, zu dem die Tür nur von innen geöffnet werden kann, ist Mangel an Bildung und den daraus resultierenden Chancen ebenfalls ein Gefängnis, dessen Tür nur von innen zu öffnen ist.
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    Falsch.
    Bildung ist das, was einem bleibt, wenn man alles vergessen hat. Die kann man nicht verkaufen, weil sie so höchstpersönlich ist, dass sie niemend kaufen kann.
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    das derzeitige gewese mit der bildung ist vor allem der semantik geschuldet, niemand kann ersthaft gegen bildung sein. auch wenn es in der praxis darum geht, die jugend zu gleichermassen zu verdummen wie zu verarmen.
    dass diese bestrebungen von allen als bildung rubriziert und diskutuert werden, zeigt augenscheinlich, dass die semantische rechnung aufgegangen ist.

  247. @auch-einer
    wenn ich Bildung...

    @auch-einer
    wenn ich Bildung sage, meine ich das: Kenntnisse über sich selbst und die Welt erwerben, um selbstständig etwas beurteilen zu können. Ich meine nicht die Verdummung in Schule und anderen Institutionen. die zur Ausbeutbarkeit der Arbeitssklaven und deren Entfremdung von sich slebst und ihrem eigenen Leben führt.
    Bildung führt unter anderem dazu, dass man sich nicht alles gefallen und zumuten läßt, neinsagen können. Nicht Sklave sein.
    Mit dem von Ihnen angeführten Zitat kann ich leider nichts anfangen. Ich bitte um Zusatzinformation.

  248. @auch-einer. Recht haben Sie,...
    @auch-einer. Recht haben Sie, B ist das, was bleibt, wenn mehr als ein Haus ueber einem zusammenstuerzt, das Wissen und Bewusstsein, verwurzelt zu sein nicht in irgendeiner Scheinmetaphysik oder anderem laengst ausgetriebenen Magiequatsch (tschuldigung berthold/hansmaier etc) oder dem Konsum des Gestrigen, sondern in der eigenen Geschichtlichkeit, eine ganz besondere Perle in einem Band zu sein, das ueber Jahrtausende geht …. Intelligenz ist, was man macht, wenn man nicht weiss. Bildung ist, was man weiss, wenn nicht viel anderes (mehr)geht. Wo Gefahr ist, …
    Nur bin ich nicht sicher, ob es ein derartiges Verbundensein geben kan, wenn man wirklich alles vergessen hat – Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.
    .
    natuerlich hat man nur Zugang zu Bildung, wenn man lesen und schreiben kann. Wenn Sie die Klausuren oder Essays saehen, die ich zu korrigieren habe, kaeme Ihnen das Grausen: der konsumierende (und deshalb steuerzahlende) Buerger von Morgen sollte das koennen, aber wenn das Konsumieren auch ohne Lesen und Schreiben geht (und das tut es ja leider), entstehen gefaehrliche Schieflagen, die dem Staat das Saeckel fuellen, aber dem Buerger das geistige nicht. Da gibt man dann goetterdaemmerisch-daemlich auf und ueberlaesst die Sache der Bildungsgesellschaft den heranwachsenden Indischen Eliten, geistigen Call-centers gewissermassen, ohne sich klarzumachen, dass diese dann auch wieder andere Interessen haben…

  249. Also zumindest das...
    Also zumindest das Frischnudelnmachen haben sie in Burg Piech gelernt, seit die Napoletaner da waren (und z.T. noch sind). Nur die Füllungen und Soßen sind ein bißchen schlapp, die könnten noch für 20 Cent bis 2 Euro Zutaten aus den oben gezeigten Geschäften vertragen.

  250. georgy koentges@: Vielleicht...
    georgy koentges@: Vielleicht ergibt sich die Zeit, die Muße und Sie lesen bei A. Schopenhauer nach, was er so über Magie geschrieben>Stichwort Geisterseher. Ihr Autonomismus, gespeist aus dem tiefen Fons der Millenien, ist wirklich beachtens- und bewundernswert.
    ..
    Zur aufgeworfenen Bildungsfrage: “Ich weiß, daß ich nichts weiß.” Vieles von dem was man sich so angelesen hatte im Laufe des Lebens, angefangen mit Trivialliteratur z. B. Karl May, Stevenson (?) , endend mit den Klassikern in allen Wissensbereichen sam t der Philosophie, läßt schließlich mehr Zweifel als Antworten übrig. Aber das Fragenkönnen (des Sokrates Manie) macht womöglich das wirkliche, tiefere Anliegen des Bildungserwerbs aus (sofern es nicht allein um den Broterwerb geht)?
    Früher sprach man sogar von Herzensbildung….klingt nach angestaubtem Poesiealbum….

  251. @lieber plindos - werde ich...
    @lieber plindos – werde ich tun, vielen Dank.
    Nun ja, ich bin und war mir nie so sicher, wie Sokrates das meinte, oder ob es nur Pose ist. Vielleicht ist das aus einer Zeitschicht vor der Entwicklung des Platonismus, wo Sokrates noch zu den radikalen Sophisten gehoerte und sein taegliches Geschaeft als Redelehrer verfolgte – , bin darin kein Spezialist, aber der Platonismus hat ja nun sehr , obwohl er viel in Bildern sprach, recht dezidierte Vorstellungen vom Wissen, Wissbaren und dem Wissenden, so dass es mir schwerfaellt, den Spruch eigentlich ernst zu nehmen – vielleicht meint dieser Spruch ja nur eine formale Unterordnung unter die Oberhoheit des Apollo – wer kam gegen sowas schon an, ohne der Asebie bezichtigt zu werden..bessere Zeiten mussten kommen.
    .
    Fuer meinen Teil, als ich zum Naturwissenschaftler wurde, hat sich das Gewusste, Wissbare und die Methode, Fragen zu stellen schon recht praezisiert, und da ich Teil eines Fortschritts bin, der heute wirklich mehr weiss als er gestern wusste und staendig dabei gewinnt, alte Idole zu schlachten , weil er der Natur die Gelegenheit gibt, ‘Nein’ zu sagen und nicht zu antworten – jenseits aller Vorstellung von Konsistenz – und weil man aus dem Rennen geworfen wird, wenn man nicht gruendlich prueft und sich staendig versucht, selbst zu widerlegen durch Experimente – , da habe ich einen groesseren Optimismus bzgl der Antworten gewonnen. Ob das jedoch noch was mit Bildung, von der Sie und andere oben sprachen, zu tun hat, weiss ich nicht so recht – sicherlich liefert die Welt der Fakten einer Jaegerschen Paideia oder sogar Herzensbildung nicht viel an Nahrung, im Gegenteil, diese Taetigkeit verpflichtet zu einer Sachlichkeit, die als Wesen, das 4Mio von magischen Vorstellungen in seinem Gehirn verankert hat, schwer auszuhalten ist, die ich aber als das Beste ansehe, was ich mit meinem Hirn tun kann, bevor es sich der Entropie wieder anheimstellt.
    ..
    Andere haben das besser formuliert –
    ‘C’est pendant ce retour, cette pause, que Sisyphe m’intéresse. Un visage qui peine si près des pierres est déjà pierre lui-même ! Je vois cet homme redescendre d’un pas lourd mais égal vers le tourment dont il
    ne connaîtra pas la fin. Cette heure qui est comme une respiration et qui revient aussi sûrement que son malheur, cette heure est celle de la conscience. À chacun de ces instants, où il quitte les sommets et s’enfonce peu à peu vers les tanières des dieux, il est supérieur à son des-tin. Il est plus fort que son rocher.
    […]
    Je laisse Sisyphe au bas de, la montagne ! On retrouve toujours son fardeau. Mais Sisyphe enseigne
    la fidélité supérieure qui nie les dieux et soulève les rochers. Lui aussi juge que tout est bien. Cet
    univers désormais sans maître ne lui paraît ni stérile ni futile. Chacun des grains de cette pierre,
    chaque éclat minéral de cette montagne pleine de nuit, à lui seul, forme un monde. La lutte ellemême vers les sommets suffit à remplir un coeur d’homme.
    Il faut imaginer Sisyphe heureux.
    Camus, Le Mythe de Sisyphe
    http://classiques.uqac.ca/classiques/camus_albert/mythe_de_sisyphe/mythe_de_sisyphe.pdf
    ..
    Sicherlich gibt es mE in der heutigen Welt mehr checks and balances, mehr Moeglichkeit der Transparenz, der Pruefbarkeit, mehr Erreichbarkeit des Wissens, als es jemals der Fall war und das finde ich ganz toll – aber wie bei allen epochalen Wendungen stellt sich da auch ein Schwindel ein – eine Verunsicherung, mit der man erst mal umgehen lernen muss, und das wird erschwert von unseren atavistischen Gehirnen, die gerne metaphysik treiben, wann auch immer sie koennen…weil das eben bequem ist und Nestgeruch vermittelt.
    .
    Ich wuensche einen Guten Abend!

  252. @Lieber Don, Sie...
    @Lieber Don, Sie entschuldigen, wenn ich dieses blog mißbrauche für einen Herzlichen Dank für diese wunderschöne Schmugglergeschichte am frühen Morgen. So schön können nur Sie die alten Zeiten erzählen. Und so war es in der Tat. Wollen wir die Grenzen zurück wegen des Kribbelns?
    Mein erstes Rennrad war ein Moser.

  253. Oh, war die heute schon...
    Oh, war die heute schon drinnen? Eigentlich sollte sie erst in ein paar Wochen kommen. Gern geschehen!

  254. Ja, die Geschichte ist drin,...
    Ja, die Geschichte ist drin, auf Seite Z4. Allerdings von “Don Alfonso” verfaßt.

  255. Drin ist drin! Da will man...
    Drin ist drin! Da will man nicht kleinlich sein.

  256. Die Schmuggelgeschichte hat...
    Die Schmuggelgeschichte hat mir auch gut gefallen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Leute am Zoll den Jungen mit dem Flitzer durchschaut haben, ihm aber das Vergnügen gönnen wollten.

  257. georgy koentges@:...
    georgy koentges@: Verehrtester, besten Dank für ihre sehr ernsthafte Replik. Hatte mich schon auf eine heftige virtuelle Kopfwäsche (Birne schälen) gefaßt gemacht. Was den Sokrates, vermittelt durch Platon anbelangt, so ist seine Gegeninszenierung seines ihm verordneten Todes durch den Athener Aeropag, schon ein ungeheurer Affront der durch die Jahrhunderte an Kraft nicht verloren hat. Als ehemaligem Hopliten in der Phalanx der athenischen Kriege fiel ihm das Sterben allerdings leicht.
    Zur Frage der Wirklichkeitswahrnehmung, da schwanke ich zwischen der Kritik von Oswald Spengler, der die Automatisierung der Mathematik und deren Folgen voraussah, und den unglaublichen Darstellungsmöglichkeiten heutiger 3-D-Artisten, um mathematische Probleme räumlich zu veranschaulichen. Die Problematik der Vermittlung von Topologie, z. B. der Klein´schen Flasche aus allen Variationen und Blickwinkeln, hilft der räumlichen Vorstellung und tritt der Verschwurbelung entgegen, sofern jemand über einige mathem. Grundkenntnisse verfügt.
    Mich bewegt in dem Zusammenhang der Gedanke, ob wir nicht mit unserer ganzen “Verkopfung” (nicht ironisch oder besserwisserisch gemeint) im eigentlichen ein absoluter Grenzfall der Natur sind, zudem auch einem großen Selbstdünkel aufsitzen. Mir gegenüber ist der pflegenden Hand ein wunderschönes Spinnenetz entgangen und ausgespannt. Allein die darin involvierten mathematischen Kenntnisse und die “wahnsinnige” Bemeisterung der statischen Spannungsprobleme bedürften bei einer ähnlichen, menschlich konstruierten Ingenieur-Struktur, eines ungeheuren rechnerischen Aufwandes und einer noch nicht erreichten Materialfestigkeit im Verhältnis eines Webfadens zu seiner Spannweite. Ausserdem steht die Geduld des Tierchens in nichts der von Sysiphos nach, falls ich frevlerisch das Netz zerstören würde, beim sofortig begonnenen Wiederherstellens desselben.
    Grüße allerseits
    P. http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~EBE22D6999C9240E0B6607D86784B12CE~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    ..
    DA@:Drin ist drin! So sprach also der weise König Salomon.
    Ergänzend dagegen der Rheinänder: Von nix kütt nix!

  258. Ach, die Verdrießlichkeiten....
    Ach, die Verdrießlichkeiten.

    Mir wäre es nie in den Sinn gekommen, „Gutmenschen“ und „gute Menschen“ ineins zu setzen. Das waren und sind für mich 2 Sorten, nicht eine – auch wenn es hin und wieder jemanden geben mag, der beiden angehört. Für mich ist es damit ähnlich wie mit den guten Absichten und den guten Ergebnissen – also „gut gemeint ist noch nicht gut gemacht“, wie einem nach Ablauf der 80er Jahre dämmerte. (Daß das Wort „Gutmensch“ von Nietzsche stammt, halte ich für gut möglich)

    Gerade vorgestern hatte ich ein sehr quälendes Erlebnis dieser Art.
    Ich hatte mir vom Bus aus eine Metzgerei ausgeguckt, und war endlich mal früh genug dran, sie noch offen zu finden. Sie hatten Lasagne, und die sah recht ordentlich aus. Ich bestellte mir ein Stück – ein recht kleines, da ich ja erstmal probieren wollte und kein großes Loch im Bauch hatte. Ich bekam 2 Stücke, also zuviel. Ich probierte, und es war … schlicht verwürzt.
    Die Bedienung hatte mir ohne Zweifel was Gutes tun wollen, sie war besorgt, ob ich satt geworden wäre. Aber *heul, schluchz, Schreikrampf mühsamst unterdrück* – das war überhaupt nicht mein Begehr, denn ich hatte zwar Appetit auf was Wohlschmeckendes, bis zu Hunger war es aber noch mindestens 1 Tag hin.
    Der ganze Abend war fürchterlich, weil ich trotz intensiven Übertünchungsversuchen mit Trinkschokolade, Bier, Leitungswasser, Orangensaft und Tonic Water (in dieser Reihenfolge) einfach diesen schrecklichen Geschmack nicht loswurde.

    Erhöhte Quantität vom Unpassenden kann ausreichende Menge von Passendem nicht ersetzen.

  259. @Tiger: "erst wenn die Ratten...
    @Tiger: “erst wenn die Ratten an Bord kommen, wissen wir, dass wir gewinnen werden.” – haha, der ist gut, den muß man sich merken.

  260. @lieber Plindos. Ja, wenn Sie...
    @lieber Plindos. Ja, wenn Sie die Groesse einer Spinne haetten, waere das Leben schon viel einfacher, sie waeren enorm stark, robust etc – das erklaeren die sog scaling laws ganz praechtig. Was die Optimierung angeht so muesen wir bedenken, dass diese Millionen von parallelen Optimierungsprozessen hinter sich hat waehrend der letzten paar hundert millionen Jahre, die die Arachniden so auf dem Puckel haben. Ich bin kein Spinnenfachmann, aber wenn ich ueber derartige Optimierungsleistungen unter den Wirbeltieren aus erster Hand berichte und nachdenken kann, ruecken auch die Unvollkommenheiten, die schlechten und daemlichen Konstruktionen in den Vordergrund – das liegt in der Natur der Sache, das kontingente Ereignisse, die in ihrem Ursprung nicht unbedingt sehr schaedlich gewesen sind, weitertradiert werden und dann in anderen Kontexten schaedlich sind – das Optimum fuer eine Eigenschaft ist meistens ganz schlecht fuer was anderes – hat man ein grosses Gehirn, wenn man geboren wird, muss dass durch den Geburtskanal und wenn der dann klein ist, weil man auf zwei Beinen laeuft, hat man die Misere, die nicht toedlich endet, aber allerlei Ungemach fuer alle Beteiligten nach sich zieht, oder man bedenke den Bandscheibenvorfall oder das Ersticken an Graeten beim feinen Fischverzehr, nur weil vor ein paar hundert millionen jahren die Vorlaeufer der kiefertragenden Wirbeltieren mal eine Lunge bauchwaerts zur Speiseroehre evolvierten – macht nix wenn man im Wasser lebt, ziemlich gefaehrlich, wenn die Beute was wiegt auf dem Land…
    ..
    natuerlich sind wir ein Grenzfall in der Natur, unser Gehirn ist so das komplexeste, was es in der Welt gibt, erstaunlich , wie trotz dieser Komplexitaet, unser Leben und unsere Lebensvollzuege haeufig so enorm simpel und monokausal vollstaendig erklaerbar sind!
    ..

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