Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das weiche Dasein des Herrn Hartleben

| 165 Lesermeinungen

Kaum jemand kennt noch Otto Erich Hartleben, der vor über 100 Jahren am Gardasee starb. Er legte es auch nicht besonders darauf an, berühmt zu sein - vielmehr war er zufrieden, als er dort ein Haus, seine Geliebte und seine Freunde um sich hatte. So etwas verzeiht eine deutsche Literaturgeschichte natürlich nicht, aber mir, der ich nur ein Plauderer auf dem Weg durch Italien bin, ist das Anlass genug, ihn hier zu feiern und zu überlegen, ob er nicht doch recht hatte in dem, was er tat.

There is nothing more exhilarating than to be shot at without result.
Winston Churchill

Vor sechs Jahren besuchte mich leichten Herzens und schnellen Entschlusses ein Freund aus Berlin. Von den alkohlolikergesäumten Gestaden der Spree zu den trinkergefüllten Fluten der Donau fährt man gut 5 Stunden, davon lange Strecken durch die brandenburgischen Ausläufer der Wüste Gobi an den Füssen des Thüringer Urals, aber er kam gerne für zwei Stück Kuchen. Er meinte, er würde sich das später vielleicht nicht mehr leisten können, einfach mal für einen Tag hierher zu fahren. Und obwohl es ein sehr angenehmer und lustiger Tag war – man hat mit ihm immer viel zu lachen – sprachen wir auch über das Altern. Wir kämen, so führte er damals aus, in das Alter, da man jeden Tag nach dem Aufstehen Tabletten nehmen muss, um sicher zu gehen, dass man am nächsten Morgen aufstehen kann. Und tatsächlich ereilte danach den einen der Blinddarm und den anderen ein Tumor, der eine konnte wegen seiner Knie nicht auf den Berg, bei anderen wanderte eher etwas in der Wirbelsäule; und all die blinden Maulwürfe mutierten zu sichtlosen Grottenolmen und hätten Probleme, das hier oder auch nur den morgendlichen Weg zum Bad ohne Brille zu erkennen.

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Nur ich brauche keine Tabletten, um dem Heuschnupfen, der mich ins Asthma treibt, zu entgehen. Sechs Wochen Italien sind Therapie genug, und jeden Morgen esse ich Focaccia con Cipolle für ein hohes Alter und am Nachmittag Sauereien von Pavesi gegen Vitaminmangel und dazwischen schreibe ich Beiträge über das Nichtstun gegen meine Verarmung durch Schuhkauf (und ganz ehrlich: mein Schaffen ist davon das Minderwertigste). Es ist nicht so, dass man durch das Leben hüpft, bis man alt und krank wird und Krankenhaus und Sterben die beherrschenden Themen sind. So um die 40 herum taucht jedoch die Morbidität in den Gesprächen auf, um stetig mehr Raum einzunehmen. Von einem „was, so jung schon und das Problem hast Du“ mutiert der Gesprächsverlauf zu „eine Freundin hat das auch und der Arzt sagte ihr“, um sich schlussendlich zu einem „das hatte ich vor zwei Jahren auch, daran stirbt man nicht“-Geschwür der Veteranen zu verwandeln. Und das alles nur in fünf Jahren.

Und dann – stirbt der eine oder andere doch daran. Natürlich, wir werden alle älter – unter 80 Jahre im Schnitt in den Regionen, in denen man nicht leben möchte, über 80 dort, wo ich gemeinhin wohne, und das trotz Hautkrebs und all den Sportunfällen rüstiger Senioren. Aber das ist Statistik, und für vier 90-jährige erwischt es dann auch einen mit 40. Besuchen Sie das schöne Rottach am Tegernsee, Sie werden jede Menge bestes Statistikmaterial zur Begründung finden, warum es erhebliche Wahrscheinlichkeiten für einige gibt, nicht so alt zu werden. Man wähnt sich, angesichts der Möglichkeiten von Medizin zwar gerne auf der richtigen Seite, man sieht sich selbst gern als Fels in der Brandung, dem keine Welle – und bitte, was für Wellen sollen in so einem besseren Dasein schon kommen – etwas anhaben kann.

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Wenn man „Recht“ hat, hat man einfach das Glück gehabt, dass sich die Statistik einen anderen herausgesucht hat. Die Chancen für den nahen Tod sind, für alle betrachtet, gar nicht mal so furchtbar schlecht. Oder gut, je nachdem, ob man es als Statistiker oder Untersuchungsgegenstand betrachtet. Wenn man es nur vorher genauer einschätzen könnte, würde man sich vermutlich danach richten – auch wenn es ohnehin seltsam erscheint, wenn sich die vergoldete Nichtmehrganzjugend meines Umfeldes sagt, 20 Jahre klotzen sie noch ran und dann wird gelebt. 20 Jahre ist eine lange Zeit, wenn man sie schuftend zubringt. Und kurz, wenn danach dezidiert Schluss ist. Arbeiten, scheint mir, ist auch ein wenig die Flucht vor der letzten Gewissheit.

Vor dieser letzten Gewissheit kann man natürlich auch Roulette mit dem Schicksal spielen: Auf der anderen Seite des Sees liegt der romantische Ort Salo‘, zu trauriger Berühmtheit gelangt durch die kurzlebige „Republik von Salo'“, jenem deutsche Vasallenstaat von Hitlers Gnaden, dem Mussolini nach seiner Entmachtung als Duce erneut vorstehen durfte. Dort ist auch das Haus von Otto Erich Hartleben, der zu seiner Zeit – es war das wilhelminische Deutschland – enorme Popularität genoss. Er war beliebter Theaterautos, Bestsellerschreiber und Mitherausgeber der Zeitschrift „Die Jugend“. Zweimal in seinem Leben kam er zu einem grösseren Vermögen: Einmal durch Erbschaft. Die nutzte er, um sehr unstandesgemäss, aber seinen Neigungen entsprechend eine ehemalige Kellnerin zu heiraten, was sich aber als suboptimale Investition erwies. 1900 erschien dann eine sagenhaft erfolgreiche Gesellschaftstragödie, die genug einbrachte, um sich ein Haus in Salo‘ zu kaufen und dort den Rest seiner Tage mit seiner neuen Flamme und freigeistigen Freunden zu verbringen.

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Es war, muss man sagen, keine grosse Anzahl von Tagen, denn schon 1905, mit nur 40 Jahren, starb Hartleben in dieser seiner Sehnsuchtsstadt. Sein Werk „blieb überschaubar“, darf man nachlesen, denn Hartleben hatte es mitnichten mit der Vorstellung, seinem Namen gerecht werden zu müssen. Es gehört wenig Phantasie dazu, sich seine Zeitgenossen vorzustellen, die einen derartigen Lebenswandel sicher nur begrenzt goutierten: Subversives schreiben, vermögend werden, verschwinden und am See sitzen. Wir jedoch, die Nachgeborenen, müssen erkennen, dass Hartleben das Beste aus seiner Situation gemacht hat, und mitnahm, was möglich war. Natürlich hätte er noch vier Jahre daran geben können, weitere Verkaufsschlager zu produzieren, aber jener zarten Literatur ward es auch nicht gegeben, das Massensterben im Grossen Krieg für einen thomasmannesken Nachruhm zu überleben. Als hätte er die Wogen des Schicksals erahnt, mag man sich denken, die entscheiden, welche Kiesel an den Strand geworfen werden, welche im Wasser verschwinden, und welche im Laufe der Zeit zerrieben werden. Wie kann er nur, sagten jene, die von seinen Eskapaden lasen, und heute mit all ihrer Empörung noch erheblich vergessener sind, als der Dichter am anderen Ufer des Sees, der manchmal sehr schön ist, und manchmal die Styx.

Da sitzt man also und schaut hinaus, hinten kommt ein Schulbus und sammelt Kinder ein, die zu schlecht bezahlten Lehrern gesperrt werden, und die nachmittaglichen Wellen, getrieben vom Wind aus Oberitalien, plätschern dezent an den Strand. Vier Wochen war man in Italien und hat nichts getaugt und wenig gelungensten, aber viel geschnauft und überhaupt, taugen – wer je dem Barras entging in alten Tagen, der weiss um die Süsse der Untauglichkeit, anderthalb gewonnene Jahre, nicht eingesperrt, frei. Daheim sagen manche, erheblich Reichere, sie hätten es auch gern so schön; sagt man ihnen aber, sie sollten doch bitte herkommen und sich auch vergnügen, werden Termin- und Karrieregründe vorgeschoben. Es sind speziell jene, die auf gar keinen Fall so arm, so normal, so unbedeutend wie alle anderen sein wollen, sie möchten nach vorne, oben, wo immer das sein mag, jedenfalls nicht hier am Strand, noch ein Jahr und noch ein Jahr, und am Ende dann: Der grosse Gleichmacher Tod. Gratulation zum Erreichen des Ziels. Lassen Sie Ihr Leben los, Sie gewinnen so viele Privatjets, wie sie tragen können.

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Natürlich weiss man es nicht. Und all jene, die hier die Villen besitzen, die mir nicht gehören, müssen es irgendwie geschafft haben, sich ihrer zu bemächtigen; sie oder ihre Vorfahren haben sich schwer hinein gekniet und abgerackert und dafür gesorgt, dass andere es zu ihren Gunsten auch tun. Aber der Bentley in Sirmione war nicht offen wie mein Cabrio, und für die Kinder hinter der Glasscheibe des Schulbusses, für mich und vielleicht irgendwann auch wieder für den Villenbesitzer nebenan – das Gebäude ist noch verrammelt – wäre es die gleiche Aussicht. Nicht jeder hat es selbst in der Hand, das ist schon ein gewisses Privileg der Reicheren dieser Gesellschaft. In diesem Moment, der Schulbus ist abgefahren, bin ich allein mit meinen Gedanken. Nicht die beste Gesellschaft, aber angenehm. Ich winke Herrn Hartleben über die Styx zu, und bringe ihm, Händelarien hörend, in den Kurven der Gardesana ein kleines Rauchopfer mit 131 PS. Oben in Costermano, wo ein paar tausend Deutsche liegen, die für den Glauben an den Übermenschen und eine Herrenrasse mit dem Leben bezahlten, bestelle ich einen Gang zu viel, verschlucke mich und denke gleich wieder an den Tod: Wenn ich einmal nach der letzten Völlerei die Wahl habe, würde ich gern auf der anderen Seite bei Herrn Hartleben liegen.

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165 Lesermeinungen

  1. Wie lange habe ich hier auf...
    Wie lange habe ich hier auf einen Blogbeitrag wie diesen hoffen müssen – Philosophieren mit scheinbar leichter Hand – die französischen Moralisten des 17. Jhs. lassen grüßen -, aber nur möglich auf einem Hintergrund reflektierter Lebenserfahrung und unauffällig gespiegelten Wissens – macht Mut, eine ähnliche Befindlichkeit zu akzeptieren – assoziativ ergibt sich für mich ein Blick auf Gunter Sachs.

  2. Nomina nuda tenemus...
    Nomina nuda tenemus

  3. Danke, aber das war Zufall;...
    Danke, aber das war Zufall; der Beirag war schon am Freitag ausgeheckt.

  4. ...
    genial….gänsehaut….volltreffer….danke!

  5. Ist das Leben, ist das...
    Ist das Leben, ist das All
    Nicht wie ein Pirellireifen?
    Riesig schwarz und rund und prall —
    Mit Verstand nicht zu begreifen.
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    (W. Moers)

  6. Toll! Unser guter alter Dr....
    Toll! Unser guter alter Dr. Don at its best! Wir danken also.
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    (Und sagen: Genau so ist es, er hat Recht. U. a. vollkommen überflüssig auf die klugen („klugen“) Aus/Einlassungen von Herrn Hank in dieser Zeitung vom Ostersonntag zu verweisen, die eben auch Gültigkeit haben können. Die man aber eben auch unter dem Gesichtspunkt eines möglicherweise zu konstatierenden leichten bis mittelschweren Falles vor unreflektierter Arbeitssucht lesen kann: Wer im Alter von 57 schon Angst hat vor dem vorraussichtlichen Zwangsentzug mit 65 (wie sich das im Detail dan angeblich äußert kann man bei H. alles genau nachlesen), der schreibt sich die angeblichen gesellschaftlichen Bedürfnisse eben so zurecht, dass er von sich selbst saldiert bis 74 arbeiten kann, darf und soll. („darf“)
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    Kenntnisreich und klug wie ein Don Alph. sein, dass ist aber einfach etwas anderes: Es gibt ein bedeutendes Sein auch ohne Tun, ja.)
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    (A propos Beinkleid: Wie er nur in Burlingtons und ganz ohne Schuhe an den Füßen nach England gereist war, das hatte auch etwas. Wir konnten es uns gut vorstellen. Nur so gehts: Luxus pur. (Man muss nur genügend nette Leute für sich haben (keine bloßen „Lakaien“), die einem die Strasse voraus sauber und trocken wedeln, wenn man kommt, und gerade nicht getragen zu werden wünscht: Sehr gut!))
    .
    (Und wir danken ausdrücklich der FAZ-online für den Vorabbericht über die HBO-Churchill-Produktion von gestern abend, wir hätten die sonst bedauerlicherweise glatt verpasst. Irgendwie ähnelt uns der Mann (so soll es sein), weshalb klug oder gut beratene junge Leute schon lange sich bemühen, am liebsten so wie der zu sprechen und denken zu können, like the very finest eben. Das Beste der angelsäschischen „Denke“ verinnerlicht zu haben (und nicht nur das) gehört sich im Grunde heute ganz sicher und selbstverständlich für jedermann, auch wenn er sich bloß Kontinentaleuropäer schimpfen kann .. . „Try harder Winston“, war schon immer eine recht gute und mitunter auch sehr brauchbare Art der Selbstermunterung, jaja)
    .
    (Wir hatten noch was vergessen, pure Psychologie: Er will immer noch an der Seite von Männern liegen. Steht da mal wieder so, sorry. Dabei soll er doch selber der Erste einer neuen Dynastie sein. Die anderen kommen zu ihm: Das ist das härte Los Winston … .)

  7. Gunter Sachs? So endet, wer...
    Gunter Sachs? So endet, wer nicht glauben kann.
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    (Oder in Esoterik/Astrologie in der verkehrten Richtung sucht. Fehlgeleitete Spiritualität, plus Alkohol, plus Drogen (Medikamente) (aka Bewußtseinsveränderung beides) plus Vergreisung enden dann so: Wir wünschen weiterhin jedermann ein anderes, besseres Ende, mehr noch: Ein allzeit erfülltes Leben.)
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    „Gebt dem großen Manne Raum, die Ziele wird er sich selber suchen!“ (Ja, aber … : Schiller wußte sicher ganz genau und leidvoll durchs eigene Erfahren, wie das ist, und genau deshalb wohl hat er diese Aussage einer minder wichtigen Figur, dem jungen Picolomini nämlich, zugewiesen: Der große Mann kriegt nie Raum: Die anderen haben viel zu viel Angst. (Wir wissen, z. B. dank Churchill, in Kenntnis der Demokratie: Dank Demokratie gibt es Raum bloß auf Zeit. Und G. Sachs hat bloß die Begrenzung gefehlt: Armes, reiches Kind – aus vergangener Generation.))

  8. Werter Don,
    es ist schon ein...

    Werter Don,
    es ist schon ein Elend, dass wir nicht wissen, wie lange wir noch vor uns haben… andererseits wollten die meisten von uns dieses Wissen gar nicht unbedingt haben. Haette der Herr Hartleben in weiteren fuenf Jahren sein Vermoegen angenehmstmoeglich unter die Leute gebracht und danach noch dreissig Jahre bei den Baracklern (ich nehme mal Ihren Begriff) zugebracht, weil sein kurzer Ruhm bereits verflogen war und seine neuen Machwerke, die er unmittelbar nach seinem ersten Erfolg noch ohne groessere Probleme unter die Leute haette bringen koennen, nun niemand mehr kaufen wollte, saehe Ihre Einschaetzung natuerlich ganz anders aus. (DAS war doch fast ein thomasmannesker Satz ;-)) Oder wie man im Rheinland sagt: Watt fott es es fott!
    Dem kann man eigentlich nur auf zwei Arten entgehen – entweder so reich werden, dass man sein ganzes Geld gar nicht mehr ausgeben kann, oder, wie Sie, kinderlos bleiben. Dann spart man sich zumindest die Sorgen um die naechste Generation, die, glaubt man diesem Blog, ja durchaus schichtimmanent (und -begruendend) sind in Ihren Kreisen. Der dritte Weg, den es dann wohl doch noch gibt, ist, mit dem Leben, das man gerne fuehrt, Geld zu verdienen. Ich, als arm geborener, hoffe und glaube ja immer noch, dass das nicht nur moeglich, sondern sogar realistisch ist.
    Beste Gruesse,
    T.I.M.

  9. Schöner Beitrag....
    Schöner Beitrag. Danke!
    .
    Manch einen hat es ja ganz unfreiwillig ans Meer verschlagen. Entschuldigung, aber das gab mir heute einen guten Lacher. Und da ich ja keine Kanzlerin bin, sei es mir erlaubt.
    .
    Do you know why they weighted Bin Laden’s body down when they dropped it into the sea? Because turds float.
    – Jay Leno –

  10. si muore...
    si muore danzando…
    http://www.youtube.com/watch?v=YjzAi9f9PM0
    Freunde, die lange in Lateinamerika waren, brachten ein schönes
    Sprichwort mit, übersetzt hieß es etwa „das Getanzte kann man dir nicht wegnehmen“

  11. Wunderbar. Mir gruselt ein...
    Wunderbar. Mir gruselt ein wenig, weil ich die letzten Tage exakt Dieses und Jenes gedacht habe. Tolle Gedanken. Danke.

  12. "There is nothing more...
    „There is nothing more dangerous than a wounded moscito.“ (M. Python)

  13. Song that comes to mind...
    Song that comes to mind („Begleitmusik“?): Spending My Time von Roxette. Bitte um Entschuldigung, wenn das unpassend und etwas zu mainstream ist, manchmal denkt man an profane Dinge, wenn man einen richtig guten Text liest. Manga tack!

  14. zum fruehen oder spaeten tod...
    zum fruehen oder spaeten tod des menschen faellt mir immer der emotionale geistesblitz von hemingway ein. aus seinem wunderschoenen “ in einem anderen land“. (bekanntlich spielt ja dort auch ein alpiner see eine rolle).
    s238:
    „…wenn menschen soviel mut auf die welt mitbringen, muss die welt sie toeten, um sie zu zerbrechen, und darum toetet sie sie natuerlich.
    die welt zerbricht jeden, und nachher sind viele an den zerbrochenen stellen stark.
    aber die, die nicht zerbrechen wollen, die toetet sie.
    sie toetet die sehr guten und die sehr feinen und die sehr mutigen; ohne unterschied.
    wenn du nicht zu diesen gehoerst, kannst du sicher sein, dass sie dich auch toeten wird, aber sie wird keine besondere eile haben.“

  15. Der letzte Teil des Textes hat...
    Der letzte Teil des Textes hat mich wirklich umgehauen. Danke.
    -T

  16. Diese Aussteigerphantasie...
    Diese Aussteigerphantasie hatte mich schon beim Komponisten erfreut – irgendein Italiener, den der Don bei seinem ersten gescheiterten Ausstiegsversuch jüngst vorschickte. Jetzt das gleiche Modell von einem Autor Hartmann.
    Ich denke, ich werde es genauso halten, nicht jetzt, aber vielleicht in fünf Jahren :-)
    Wie der Don.

  17. "Arbeiten, scheint mir, ist...
    „Arbeiten, scheint mir, ist auch ein wenig die Flucht vor der letzten Gewissheit.“ Den Spruch des Weisen vom See hänge ich übern Schreibtisch. Bislang steht dort nur „Labor omnia vincit improbus“, und das braucht ein Korrektiv.

  18. O.T., aber muss einfach sein:...
    O.T., aber muss einfach sein: Hier einer der bizarrsten Texte der letzten (Online-)Zeit:
    http://www.welt.de/kultur/article13357158/Wie-mir-klar-wurde-was-mir-heilig-ist.html
    Darin entdeckt ein Herr Alan Posner, in einem dankbaren Nachruf auf Osama bin Laden, doch noch eine negative Seite am islamischen Terror: er soll das Christentum gefördert haben.
    Don Alphonso hat unbedingt Recht: Journalismus kann wirklich entsetzlich sein. Nicht nur wegen der schlechten Mahlzeiten. (Vielleicht waren hier besondere Pilze dabei?)

  19. Eine interessante Stimmung,...
    Eine interessante Stimmung, werter Don, ein sehr schoener Text. Ja das ‚Aufsparen‘ des wirklichen Lebens auf die Zeit ‚danach‘, nach xyz etc ist tatsaechlich ein aeusserst daemliches Konzept.
    Da waren die Symposia mit der Gaensefeder dann doch eine bessere Variante.
    .
    Warum muss der Fluss, der uns von der Unterwelt trennt denn bloss weiblich sein? Ja, Sie haben recht, wusste ich nicht,
    ‘Hä Styx, wie waers mit uns? ich bin so wasserscheu!’.
    .
    Heute fragte mich mein 5-jaehriger in einem Geologiebuch ueber ein kleines Bildchen aus dem 18. oder 19. Jhdt aus, das dramatisch den Vesuvausbruch Aug 79, darstellte, welcher den alten Plinius dahinstreckte. Pflichtbewusst erzaehlte ich ihm die ganze Geschichte, so viel ich noch wusste, umschrieb den Zustand der stoischen Ruhe in Anbetracht eines groesseren Uebels (alle liefen weg vor Angst waehrend Plinius dann das Nickerchen machte, um die Seelenruhe zu zeigen, nun, der H2S-Wolke und den Lungenbronchioli war das dann eher egal ) , ich sagte, dass der alte Plinius ein ganz toller Naturforscher unter den alten Roemern war, der sass stets stundenlang im Bad und liess sich von seinen Sklaven aus Buechern oder Schriftrollen vorlesen ueber Wunderlichkeiten der Welt, und der schrieb die in dicken Buecher dann wieder auf und hatte wirklich gar keine Angst vor irgendwas – und mir blieb da, obwohl ich nie ein angstvoller Mensch war, dann irgendwie doch das Wort im Erklaererhalse stecken.
    Ob man denn immer an Vulkanen sterben wuerde? Was fuer Gase das denn seien? Warum man Pilze aus Polen oder Fruechte aus der Naehe von Atomkraftwerken in Japan dann nicht essen sollte? Fragen ueber Fragen, wo man sich innerlich verbietet, ueber das Praktische, Lebensweltliche hinauszudenken in die Abgruende einer gar nicht so geordneten Welt – frueher Lissabon 1755 und die Konsequenzen http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_Lissabon_1755
    heute Fukushima – nur noch viel drastischer.
    Diese Form der inneren Ruhe eines Plinius ist etwas, das diejenigen,die keinen metaphysischen Quatsch (und damit auch keine Stoa) ohne Erbrechen ertragen koennen, leider auch abhanden gekommen ist – woher soll man sich die Ruhe auch ableiten, aus einer nicht-existenten Theodizee, einem klaeglich gescheiterten Kosmos- oder Nemesis-Konzept oder vielleicht den staendig besoffenen Erinnyen?
    Da bleibt dem Sisyphus nur das gespannte und sich schulende Wahrnehmen des Augenblicks, der Zustand der Hoffnung auf eine Epiphanie des Wirklichen im Kleinen, und noch nicht Gesehenen
    .
    und sicherlich ein paar schoene Taenzchen im sonnigen Monat Mai mit denen, die einem nahe stehen. http://www.youtube.com/watch?v=Cg1jz1H8ex8
    .
    Es gibt kaum Erfrischenderes und Kathartischeres als die Fragen eines Fuenfjaehrigen!
    .
    Was will man mehr.
    und spaeter dann natuerlich das schallende Lachen ueber das Unabaenderliche, die Vorfreude auf den Vatermord, den jeder begeht, irgendwann einmal, ob nun eher dezent oder nicht….
    http://www.youtube.com/watch?v=kKSf-cSZC1Q&feature=related

  20. Müggelchen, übeschlafen Sie...
    Müggelchen, übeschlafen Sie das noch einmal. Hat der Herr von Welt nicht recht? Gerade heute? Eben noch hat der christliche Mob in Ägypten eine Moschee angezündet, 10 Muslime getötet und hunderte verletzt. Posener hat das so ganz gut erkannt und beklagt eine „Rückkehr des Christentums“, die ja wirklich nur Unheil anrichtet. Mit Posener müssen wir voll Sorge etwa in den Irak schauen, wo die christliche Mehrheit gerade die letzten Muslime tötet. Also bitte, was ist an dem Artikel bizarr?

  21. @Mueggelchen:
    Ohne das...

    @Mueggelchen:
    Ohne das OT-Thema hier breittreten zu wollen, aber Ihrem Link folgend habe ich das dringende Beduerfnis, den Autor zu verteidigen. In dem Text beschreibt er, wieso die amerikanischen Neocons seiner Meinung nach Recht hatten in Ihrer Antwort auf den islamischen Terror. Damit muss man nicht uebereinstimmen, aber die Ehrlichkeit und Offenheit des Autors sollte man durchaus wuerdigen. Seine Argumentation war vielmehr die, dass der „Krieg gegen den Terror“ unter anderem auch aus den falschen, naemlich christlich-fundamentalistischen, Gruenden gefuehrt wurde, wohingegen er selbst die Werte des westlichen Liberalismus (und damit meint er nicht den FDP-Wirtschafts-Neoliberalismus) hochhaelt.
    Zitat: „Die Bilder aus New York (und ein großartiger Text darüber von Salman Rushdie) machten mir schlagartig klar, was mir wirklich heilig war: Moderne und Multikulturalismus, Miniröcke und Massenkultur (um mal nur die Sachen zu benennen, die mit „M“ beginnen); Amerika, die Demokratie, die Rolling Stones, Hamburger mit Pommes Frites, freier Sex, der Kapitalismus und das Recht, alles und jeden zu kritisieren, einschließlich der Dinge, die Menschen heilig sind. Besonders diese Dinge.“
    Diese Aufzaehlung wuerde ich jederzeit auch unterschreiben!
    @DA: Wieder zurueck zum eigenen Thema. Wie bewerten sie eine bezahlte Beschaeftigung, die man um ihrer selbst Willen (und natuerlich auch des Lebensunterhalts wegen) mit Freuden nachgeht, die einem aber mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit niemals eine Villa in Ingolstadt, Planegg oder am Tegernsee einbringen duerfte (naja, manche Teile von Ingolstadt vielleicht, aber wer will da schon wirklich hin)?

  22. @ Don Alphonso: danke fuer...
    @ Don Alphonso: danke fuer diesen schoenen Text. Da Sie nun in solchem
    thomasmanneskem“ Sentiment schwelgen, wollen wir hoffen, dass kein Tadzio Sie in Gefahr bringt, in Italien zu bleiben bis zum bitteren…
    .
    Egal. Auch dort schreiben Sie ja. Bitte weiter so!
    .
    Was allerdings Ihre Einschaetzung der „sehr viel Reicheren“ angeht: vielleicht gewinnen die ja mehr Lebensfreude daran, „wichtig“ zu sein.
    .
    Und manch Beruf kann durchaus auch als Berufung erfahren und genossen werden. Mein Professor pflegte neue Studenten mit den Worten zu begruessen: „Sie haben einen wunderschoenen Beruf erwaehlt, ich wuensche Ihnen viel Freude daran und auch, dass sie ihn so gerne ausueben wie ich selber“. Und so aehnlich rede ich heute auch, denke nicht daran aufzuhoeren. Ein paar Urlaubstage mehr vielleicht, um meinen Kindern in deren Schulferien mehr von der Welt zeigen zu koennen, das waere schon alles.
    .
    Andererseits, Grossvater selig sagte stets: „Man soll aufhoeren, wenn’s am Schoensten ist“…

  23. Ob dem Sams auch Hardware...
    Ob dem Sams auch Hardware schmecken würde, gebrauchte Druckerpatronen und so was?

  24. Sterile Profaneschatologie...
    Sterile Profaneschatologie find ich langweilig.

  25. Zu Staub und Asche kehren wir...
    Zu Staub und Asche kehren wir zurück, na und.

  26. Selten schön formuliert, was...
    Selten schön formuliert, was mir dieser Tage so durch den Kopf geht.
    Aber halt, ein Hase läuft am Fenster vorbei, er kommt aus keinem Stall, da schau ich mal wohin er hoppelt….

  27. da ist kein Trost in...
    da ist kein Trost in Menschedingen
    und die Focaccia con Cipolle
    will den Hunger nicht stillen
    so sitzen wir am Ufer
    des Sees
    zählen die Jahre
    die da
    noch kommen
    sollen
    doch
    wer sind wir daß …

  28. "Menschen, welche niemals...
    „Menschen, welche niemals Referendar gewesen sind, flößen mir eigentlich stets ein unbegrenztes Mißtrauen ein.“
    .
    (mit herzlichen Gruss an HansMeier555)

  29. Müggelchen@: Das Stück von...
    Müggelchen@: Das Stück von Posener gehört in den Unterricht jeder Journalistenschule! Nehmen Sie z.B. die Behauptung darin, die Christen seien neidisch auf die Gewaltbereitschaft der Muslime. Nachweis? Fehlanzeige. Aber als aufwandloser Tritt vors Schienbein perfekt gemacht.
    .
    Oder nehmen Sie Poseners „Beschreibung“ des Bible Belt als Region, wo sich Leute von Schlangen beißen lassen. Hier immerhin gibt es eine nachweisliche Quelle: vor Jahren geisterte ein sinistrer Artikel – ich glaube – durch SPON: da hieß es, eine christliche (?) Sekte in den USA nehme den Bibeltext wörtlich und erprobe Glaubensstärke an Giftschlangen. So geht das. Da hat der Posener einmal irgendwas beim Surfen aufgeschnappt, was ihm gut passt, und schon ist das „der“ Bible Belt. Auch das ist Klasse: ganz aufwandlos und recherchefrei ist ein Vorurteil bedient.
    .
    Journalismus kann man nirgends besser lernen als aus diesem Text, mein Müggelchen.

  30. @ giraldeli. The naughty nun...
    @ giraldeli. The naughty nun (in Chaucer’s „The Nun’s Tale“) had a pendant round her neck on which „Amor vincit omnia“ was engraved.
    @ DA. Sind Sie schon wieder deprimiert? It must be the male menopause (as I suggested before when you wrote a similar depressing piece). Wer kann DA einen guten Rat geben?

  31. Altherrenlarmoyanz...
    Altherrenlarmoyanz

  32. @fionn: mir scheint, es...
    @fionn: mir scheint, es handelt sich um leichte Anzeichen der MLK. Obwohl älter, konnte ich letzte Woche auch bei mir Anzeichen feststellen.
    Die Manua-Garda-Valeggio Therapie des Don Alphons ist allerdings bestens geeignet, Heilung zu bescheren!

  33. Jungmännergenöle würde...
    Jungmännergenöle würde Ihnen auch nicht gefallen, nehme ich an.
    .
    Darf ich fragen, was MLK ist? So alles in allem bin ich gerade in Deutschland zum Briefkastenausleeren und Kaminkehrerreinlassen, und reise schon heute Abend wider gen Italien. Und bleibe wohl noch ein Weilchen altherrenlamoyant.

  34. @Der Gärtner: Trollengesang...
    @Der Gärtner: Trollengesang

  35. MLK must be Mid Life Krise. ...
    MLK must be Mid Life Krise. Imo German men like to plan well into the future. So that impedes a lot of spontaneous behaviour – e.g. flirting, which could lead to a relationship, and women want to get married and have children.
    Don’t think so longterm. Carpe diem! Und der Ausweg? Flucht nach Italien (Goethe).

  36. Verehrter Don...
    Verehrter Don Alphonso,
    vielen Dank für diese schönen Zeilen und dem ehrenden Andenken an Otto Erich Hartleben.
    Aber, glauben Sie mir, so leicht und beschwingt war sein Leben nicht und schon gar nicht die letzten Jahre am Gardasee. Leider alles inszeniert und zur Schau getragen, Anekdoten pflasterten seinen Weg. Demnächst mehr dazu.
    Evviva!

  37. @DA : Mittellebenskrise....
    @DA : Mittellebenskrise.

  38. Trotzdem mal was über den...
    Trotzdem mal was über den archaisch gliederlösenden, bösen …

  39. fionn, um welchen Preis? Da...
    fionn, um welchen Preis? Da ist labor entspannender.

  40. Ich fände es ausgesprochen...
    Ich fände es ausgesprochen hilfreich, wenn mehr Menschen eine von Ihnen verängstigt-spöttisch titulierte „MLK“, im Sinne von „Nachdenken“ hätten, denn dann würden sie zumindest denken. Ab und an hilft das und ist notwendig. Sie kommt ja auch nicht von ungefähr dann, wenn man etwas hat, das es zu überblicken lohnt (ca. 45 Jahre Leben) und noch – hoffentlich – einige vor sich. Oberschlauer Zynismus und Sarkasmus ist die Flucht pseudointellektueller Angsthasen (meist ohne zugegebene MLK).

  41. Beim LH (Leibhaftigen): Die...
    Beim LH (Leibhaftigen): Die AEK (alteingesessenen Kommentatoren) nutzen IWA (intern wohlbekannte Abkürzungen), die sich dem ULI (ungeübt lesender Interessent) nicht erschließen. Immerhin wird MLK aufgeschlüsselt.

  42. Wunderbar wie die Wörter...
    Wunderbar wie die Wörter durch den Blog fließen und dabei erst sanft und dann immer intensiver zum Nachdenken auffordern. Man schmeckt den Wein, riecht die Pinien und rückt die Sonnenbrille zurecht. Der Gardasee ist sicher nicht der schlechteste Platz um über Vergänglichkeit zu grübeln, oder das Kommende, oder gar nichts, dann fällt auch das Grübeln aus. Jedenfalls: Salute Don Alphonso!

  43. EKG....
    EKG.

  44. @Müggelchen - Dies ist doch...
    @Müggelchen – Dies ist doch nur ein weiterer charmanter Beitrag unseres werten Gastgebers. Da brauchen Sie doch nicht gleich den Teufel beschwören!

  45. Gerechter wäre es, wenn man...
    Gerechter wäre es, wenn man erst ab 30, 40 arbeiten würde. Davor würde man die Freuden der Jugend auskosten und das Leben wäre ein nicht enden wollender Abenteuerroman. Danach käme dann der Ernst des Lebens – zusammen mit der Altersweisheit und -Milde.
    Oder aber, alle würden immer ein halbes Jahr arbeiten, und die andere Hälfte… aber solange niemand sowas fordert und alle bereitwillig ins Hamsterrad springen, in der Hoffnung, Ober-Hamster zu werden…

  46. Ist dem Don endlich die...
    Ist dem Don endlich die Unsinnigkeit seiner Existenz aufgefallen? Zwischen Risotto und Mascarpone?

  47. merci, geschätzter gastgeber,...
    merci, geschätzter gastgeber, für diesen schönen artikel!
    .
    liebe runde, empfehle hinsichtlich mlk, bitte die hinweise im lti von klemperer zu geniessen.
    .
    liebe Kastanie, so sehr ich das ‚denken‘ für eine gute und verbreitenswerte sache i. s. d. aufklärung halte, so sehr bin ich dagegen, diese handlungsweise zum postulat für alle erheben zu wollen, denn was nicht geht, geht nicht, da hilft auch kein erzwingen.
    .
    ceterum muss man leider anmerken, dass auch das sinnieren über die letzten dinge absolut nicht der möglichkeit enthebt, von ihnen betroffen zu werden, meist eher als gedacht, im törichten, aber durchaus verständlichen hoffen, dass man nie betroffen sein wird, und wenn man dann dereinst betroffen sein wird, so ist man nicht schlauer, als wenn man darauf verzichtet hätte, über sie nachzudenken, im gegenteil: letztlich hängt der mensch an diesem einen, einzigen leben, das ihm gegeben ist.
    .
    eine motivation, das leben nicht ins mañana zu verschieben, kann dieses an den letzten dingen ausgerichtete denken allemal sein, doch nur, wenn man danach handelt.
    doch so mancher scheint das leben zu fürchten oder bringt lebenswirklichkeit und das, wie er angibt, leben zu wollen, ziemlich weit auseinander.
    .
    das licht der welt leuchtet nur einmal: http://www.youtube.com/watch?v=e_Ldgz1UJVs.

  48. Werter Don,

    führt Sie ihr...
    Werter Don,
    führt Sie ihr Weg durch Italien auch am Giro vorbei? Oder ist Ihnen das zu sehr Mainstream?

  49. Don, Du fragst zwar nach dem...
    Don, Du fragst zwar nach dem Tod und damit nach dem Sinn des Lebens, aber Deine Fragestellungen sind, wie sich aus dem Text ergibt, ganz andere:
    1. Legimitation des eigenen Lebens (z.B. durch Arbeit)
    2. Referenzrahmen für das persönliche Glück (analog intellektueller Referenzrahmen für das Weltverständnis)
    3. Grad der persönlichen Selbstverwirklichung (s.a. schöpferischer Mythos)
    *
    Die Melancholie, und damit die Trauer über die Vergänglichkeit des Lebens, ist nichts weiter als die Erkenntnis, dass die Welt nicht besser sein kann, als der Mensch, der auf ihr lebt. Wir sind das System, das wir beklagen.

  50. Im Schrebergarten ist es auch...
    Im Schrebergarten ist es auch schön.

  51. Lieber Prinz Poldi,

    ich...
    Lieber Prinz Poldi,
    ich glaube, genau darum geht es.

  52. Bravo - Eine Meisterleistung....
    Bravo – Eine Meisterleistung.

  53. @Ernst Wilhelm
    .
    Was halten...

    @Ernst Wilhelm
    .
    Was halten Sie von Gumbrechts Text?

  54. <p>Naja, in Deutschland nennt...
    Naja, in Deutschland nennt man Sloterdijk für einen Philosophen, da kann man auch Gumbrecht für einen Blogschreiber halten, oder mich für einen FAZ-Autor. Anything goes. Liest sich für die Kürze aber sehr lang.
    .
    Ich persönlich dachte immer, dass Bloggen was mit Kommentaren zu tun hat, mit Kommunikation in beide Richtungen, aber ich bin ja auch kein Professor.

  55. Wahaha, die Morbidität nach...
    Wahaha, die Morbidität nach 40! Oh ja, mich plagt auch schon manch Zipperlein (mit annähernd 50), das nicht mehr vergehen mag, aber was solls. Ich hoffe, mein Ende wird ähnlich meinem Ex-Nachbarn: 2 Wochen seltsame Herzschmerzen, und er merkte wohl, daß es „dagegen“ ging, denn sonst hat er nie, nie, nie! jemals den Schlüssel der Nachbarin gegeben. Aber bis zuletzt auf den Beinen und im Haus die Türen auf- und zumachend.

    Und ob man was hinterläßt: naja, wenn mans nicht aufzehren muß, reichts vielleicht zum in Erinnerung bleiben als Erbtante, zumal wenn man Nichte und Neffe mindestens 1x im Jahr sieht, ohne große Lücken, versteht sich. Aber sonst… mehr als Tag rumbringen nicht gewesen. Ist aber doch auch irgendwie wurscht, denn ist ja bei den allermeisten Menschen so. Ja, vielleicht hätte man was Größeres geschafft, wenn man rechtzeitig das Richtige getan oder sich immer bis zum Zerreißen bemüht hätte. Aber halt eben: zum Zerreißen. Und man möcht doch gern ganz bleiben.
    Insofern: weiterwurschteln…

  56. Noch immer 26° C - das wird...
    Noch immer 26° C – das wird ein herrlicher Frühlingsabend. Die Luft ist mild, das Bier steht kalt und gerade habe ich die Kohlen entfacht. Heute kommt tierisch was auf den Grill. Gleich kommen die Kumpels und bringen ordentlich Hunger und Durst mit. Wir werden uns über die – zugegebenermaßen unmaßgeblichen – Ergebnisse des letzten Spieltages, über Pippa Middleton und Daniela Katzenberger unterhalten, werden darüber sinnieren, warum unsere Frauen anders und doch die besten von allen sind. Wie werden vor allem wie immer viel lachen und fröhlich sein. Wir wissen, dass der Tod zum Leben dazu gehört, doch darüber können wir uns auch noch in drei oder vier Jahrzehnten unterhalten. Freut Euch des Lebens!

  57. DA – Was genau zeichnet...
    DA – Was genau zeichnet einen FAZ Author aus? Ist ein FAZ-Blog Betreiber kein FAZ Author? Immerhin zahlt – nach Ihren Angaben – die FAZ für Ihre Beiträge. Oder ist ihr Mutterblatt so altmodisch, nur Papierartikel in die Bewertung einfließen zu lassen? Aber in meiner Küche hängt das Bild von einem fabelhaften Maserati Oldtimer aus der Papier FAZ und von Ihnen. Was mehr muss man tun, um ein FAZ Author zu sein?
    (Selbstverständlich behauptet ich nicht von mir, ein FAZ Author zu sein. Denn für meine Kommentare verlange ich schließlich kein Geld)

  58. girardeli, "den der Don bei...
    girardeli, „den der Don bei seinem ersten gescheiterten Ausstiegsversuch“- nun, was noch nicht ist, kann ja noch kommen. Zum einen hätten wird da noch Monteverdi, den ich sträflich vernachlässigte, zum anderen gab es zum Weitermachen ja auch eine Art Absprache, deren Wert noch zu prüfen ist. So viel wie ein Kiesel am Gardasee? Man wird sehen. Aber auch die FAZ ist es – bei allem schuldigen Respekt – nicht wert, dass man sich dafür einen Tag ruiniert.
    .
    perfekt!57, das mit dem Sein ohne Tun… ich frage mich, ob überhaupt etwas bedeutend sein muss. Bedeutungslosigkeit ist doch manchmal auch ganz nett. Mann muss sich doch nur mal jene anschauen, die unbedingt bedeutend sein möchten. Will man dazu gehören? Mir geht der alte Bin Laden nicht aus dem Sinn, der sich seine alten Videos anschaut. Vielleicht wäre es eine schlimmere Strafe gewesen, ihn mit seinen Videos einzusperren.

  59. so richtig bedeutend war man...
    so richtig bedeutend war man doch, wenn es erst 100 jahre spaeter auffaellt….

  60. Nein, ich kann nichts zu den...
    Nein, ich kann nichts zu den neuen Blogs sagen, ich wurde nicht eingebunden und ich weiss auch von nichts.
    .
    miner, davon hat man dann allerdings auch nichts. Ausser ein paar humorlosen Redakteuren, die in alter Wäsche für eine Story schnüffeln. Germanisten in schlechter Bekleidung, die Seminare halten. Literaturagenten, die mal was anderes als Hitler haben wollen. Einen Wikipediaeintrag mit einem Editwar zwischen zwei Studenten.

  61. Der Gardasee ist (zusammen mit...
    Der Gardasee ist (zusammen mit Korsika) Ort des berühmten Films „Die Schatzinsel“, eines Adventsvierteilers des ZDF aus den sechziger Jahren. Wenn man Ihre Bilder damit vergleicht, wundert es einen nicht, dass der Film ob seiner landschaftlichen Schönheit gerühmt wird und wegen seiner Atmosphäre, die auch aus Ihren Bildern strömt …

  62. sicher, dass man nix davon...
    sicher, dass man nix davon hat? evtl. hast…ne, haben Sie ja mal am silvaplana den gedanken der ewigen wiederkunft gehabt…nun ist etwas schief gelaufen in diesem kreislauf und Sie koennen Ihren Schwachsinn von damals lesen?
    nein, scherz beiseite. geht es denn wirklich nur darum, dass man selbst etwas davon hat? ist es nicht schoen, sich vorzustellen, wie irgendein “ don alphonso der III “ in 50 Jahren ihre gedanken, ihr schaffen ausgraebt, seine Jugend darauf aufbaut und sie weiterentwickelt….also eine gewisse ruhe wohnt diesem gedanken doch inne.

  63. Gunter Sachs hat gezeigt:...
    Gunter Sachs hat gezeigt: Selbstbestimmt leben heisst auch selbstbestimmt sterben – chapeau!
    .
    In D haben wir zu viele Fremdbestimmte, die bis zum letzten Atemzug in Angst vor dem Abstieg vor sich hin vegetieren (ich gehöre selbst auch dazu – leider noch).
    .
    Insgeheim hoffen wir wohl, dass uns die Pflegeversicherung dieses Vegetieren möglichst lange ermöglicht – wenn das mal keine erbärmliche Täuschung ist.

  64. Don, ich würde mir von Ihnen...
    Don, ich würde mir von Ihnen gerne einen Beitrag über Gunter Sachs wünschen.

  65. Ich bin zwar nur ein Blogger...
    Ich bin zwar nur ein Blogger und gewinne keine Preise, aber ich neige dann doch dazu, nur über Dinge zu schreiben, von denen ich mir wirklich ein Bild machen kann. Von Sachs kenne ich nur das, was andere schreiben, und es wäre mir peinlich, mich damit gross zu tun, dass ich mal irgendwo war, wo er auch war. Es berührt moch einfach nicht sonderlich, es gibt tragischere Fälle, die man eher beschreiben sollte. Bedaure.

  66. Bitte etwas Mässigung. Danke....
    Bitte etwas Mässigung. Danke.

  67. Es ging mir bei Gunter Sachs...
    Es ging mir bei Gunter Sachs weniger um seinen tragischen Freitod, sondern eher um seine sehr selbstbestimmte und undeutsche Lebensweise. Insbesondere in seinen jungen Jahren. Hatte mich etwas an Sie erinnert. Übrigens war er auch ein ziemlich guter Cresta-Rodler…

  68. Ich habe einen sagenhaft...
    Ich habe einen sagenhaft geringen Frauenverschleiss, trinke keinen Alkohol, mag moderne Kunst nur begrenzt und würde, wenn ich schon gehe, hoffentlich versuchen, es nicht allein zu tun, damit die Welt nachher schöner ist. Nachdem ich aber mit 96 an zu viel Essen sterben möchte (frühestens), werden mir auch solche Heldentaten erspart bleiben. Und die Devil-may-care-Attitüde: Mei. Die haben viele.

  69. Finde den Text sehr schön....
    Finde den Text sehr schön.

  70. Danke.
    .
    Was den Giro d'Italia...

    Danke.
    .
    Was den Giro d’Italia angeht: Ich mag Rennräder wegen ihrer Eleganz und den Sport auf dem Rad wegen der Gesundheit und dem, was man dabei sieht. Der Radsport als solcher hat mir zu viel Werbung. Leistung und Medikamente.

  71. @werte Koestlich und evm. Nun,...
    @werte Koestlich und evm. Nun, zum Selbstmord und innerer Groesse gibt es beruehmte Vorbilder, Cato – (Seneca nicht, der war meines Erachtens ein heuchlerischer, dummschwaetzender Schmarotzer von Neros Enteignungsaktionen).
    .
    Ich muss sagen, dass mir das Verhalten von Freunden, die an unheilbaren Krankheiten starben und bis in den letzten Atemzug innere Haltung auf wahrhaft stoische Weise bewahrt und den Sterbensprozess aktiv angenommen haben, ein tieferes Werterlebnis von Authentizitaet vermittelt haben als die Kunde eines Freitodes. Aber dies ist eine Geschmacksaussage.
    Es ist unmoeglich, die wahren Beweggruende dessen, der Hand an sich legt, zu ermitteln und ich denke, es steht auch keinem zu, darueber zu urteilen wie ueber einen objektiven Gegenstand.
    Ob die Rationalisierung einer vielliecht anstehenden Krankheit korrekt oder nur ein Vorwand fuer etwas anderes, auf der breiten wissenschaftlichen Basis aller zur Verfuegung stehenden Kenntnisse stattgefunden hat oder nicht (oder ob der Betreffende diese nicht wissen wollte/konnte) – all das treibt einen in eine Kasuistik hinein, fuer die es keine Antwort geben kann, die ueber die eigene Nasenspitze hinausgehen kann oder sollte.
    .
    Absolut geschmacklos erscheinen mir vor diesem Hintergrund die religioesen Kommentare dazu unter dem Artikel der FAZ – *da* sollte man wirklich mal zensieren – weil sie denken, sie koennen dem Toten die letzte Menschenwuerde durch ideologische Vereinnahmung noch nehmen. Absolutely disgusting.
    .
    und das auch noch neben den Albernheiten Kaubes, das gibt einen ganz besonders schalen Beigeschmack. Jetzt wartet er wohl darauf, ‚Sein und Zeit‘ oder die Aquinatische Summa (ob er das wohl schreiben kann?) eines Tages als eine Kette von Emoticons oder clips lesen zu koennen, muendchensmass gekuerzt auf seine 10 Minuten Aufmerksamkeits-Spanne.

  72. "Mit 96 an zu viel Essen...
    „Mit 96 an zu viel Essen sterben“
    .
    Wie beim „großen Fressen“… und dann Erfrieren in der offenen Barchetta?

  73. ich bin mir sicher, der don...
    ich bin mir sicher, der don oder auch der gastgeber genannt hat keine MLK..
    es gibt nur diese momente oder zustände (im leben) – vllt auch erst, wenn man ein paar grundsätzlichkeiten erkannt hat, muß aber nicht – in denen man weiß, dass dass man nicht weiß, ob man die nächste stunde vllt noch erlebt oder nicht, entschieden vllt durch einen dummen zufall, so dumm, dass man niemals darauf kommen würde.. man kann natürlich auch noch 40 oder mehr jahre länger leben, wer weiß es?
    da sitzt man also an einem see, möglicherweise auch an anderer stelle, und plötzlich hat man dieses gefühl von glück und trauer zugleich, weil das leben sich einem plötzlich in seiner kraft und verletzlichkeit offenbart. ein existentielles, ein wahres gefühl, sehr ergreifend –
    ich bin gerne bedeutungslos, solange ich dieses gefühl zu meinen zählen kann.
    für mich ein sehr schöner text, danke, lieber don! auch wenn ich ihn falsch verstanden haben sollte.

  74. Ich denke, Selbstmord ist eine...
    Ich denke, Selbstmord ist eine Privatsache und sollte auch so gehandhabt werden, zumal es ja durchaus genug Beispiele gibt, wie dergleichen wenig schön ankommt: Anorexie schreit ja danach, gesehen zu werden. Ein Teller zuviel dagegen, man fällt vom Stühl, und kaum jemand bekommt es mit.

  75. Don, nun, man wird sehen....
    Don, nun, man wird sehen.
    .
    Bis dahin wäre ich über einen Kiesel vom Gardasee durchaus erfreut.

  76. ...."und würde, wenn ich...
    ….“und würde, wenn ich schon gehe, hoffentlich versuchen, es nicht allein zu tun, damit die Welt nachher schöner ist.“ ein sprengguertelgedanke. wie schoen. endlich mal radikalitaet, zwischen all den autos, raedern und nudeln. ;-)

  77. Zufällig liefert die Welt das...
    Zufällig liefert die Welt das Bild zum Alphonsinischen Memento mori kongenial zeitgleich:
    http://www.wulffmorgenthaler.de/2011/05/09/

  78. Nur das St-Floriansprinzip in...
    Nur das St-Floriansprinzip in erweiterter Fassung. In Mantua muss ich an einer vielbefahrenen Stelle wenden. Und da, wo ich wende, steht nie etwas. Vor zwei Wochen aber stand dort die Lega Nord mit einem Stand, als ich um die Kurve kam. Einfach so! Halb auf der Strasse! Ich habe gerade noch rechtzeitig gebremst. Aber so schnell kann das gehen.

  79. schon verrückt oder: anorexie...
    schon verrückt oder: anorexie hat ja sowas von ’sich auflösen‘, doch dieses ‚verflüchtigen‘ sprengt sich einem erbarmungslos ins auge! wenn dagegen der biedermeierstuhl zusammenbricht hat das meist etwas von „der hat wenigstens gut gelebt“, der fröhliche dicke.
    nun ja. nicht essen, trinken (wein), weib und gesang spendieren dem leben genuß, auch ein gutes körpergefühl (siehe weib, gerne davon auch nur ein einziges) ist definitiv nicht zu verachten. keine licht ohne schatten, keine völlerei ohne zurückhaltung.. die kunst ist, nicht mittelmäßig zu sein, sondern gekonnt um das mittelmaß herumzulavieren!

  80. (Aber eigentlich geht es ja um...
    (Aber eigentlich geht es ja um das Leben)

  81. <<<Ich denke, Selbstmord ist...
    <<

  82. Nun, wir haben doch heute...
    Nun, wir haben doch heute schon ein Mehrklassensterben, und das wird sich vermutlich uch weiter ausdifferenzieren. Nicht im Einzelfall, aber am Ende kommt es doch vor allem darauf an, dass die Statistik stimmt.

  83. Werter Herr Don, schaffen Sie...
    Werter Herr Don, schaffen Sie sich doch einfach eigene Kinder an! Man hat keine Zeit am See zu sitzen und zu philosophieren, muss sie selbst zum Bus bringen und 1000 Fragen beantworten. Dann verschiebt sich diese Phase bis Anfang 60. Dann kommen noch die Enkelkinder… .

  84. Auch von mir Dank, Don...
    Auch von mir Dank, Don Alphonso, für den Beitrag. Er gab mir nämlich Anlaß, in der Bibliothek zu kramen. Und tatsächlich: es fand sich ein Buch von Hartleben. Das posthum veröffentlichte „Tagebuch“ (Albert Langen, 1906). Vor vielen Jahrzehnten für damals für mich unglaubliche 36 DDR-Mark erworben. Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich es damals nicht wegen des Inhalts, sondern wegen des Aussehens erwarb. Immerhin ein Glanzlicht der Buchgestaltung, wie so vieles von Albert Langen aus dieser Zeit. Jetzt hatte ich also Grund, es auch zu lesen. Es ist ja leider nicht viel Text, manches hätte ich gern genauer gewußt. Er scheint mir ein Mann mit vielen Plänen, aber wenig Ausdauer gewesen zu sein. Ein problematischer Charakter war Hartleben wohl: Bonvivant und Bohemien, Beamter und Künstler, Sozialdemokrat und Konservativer. Und dabei dem Alkohol mehr zugeneigt, als gut für ihn war. Dazu, die Bilder zeigen es, ein Mann mit Embonpoint. Die halkyonische Villa scheint auf den Fotos etwas heruntergekommen und der Garten etwas kahl, aber was für eine Lage! Es war ihm wohl die angemessene Lebensweise: einsam, aber in Gesellschaft. Sein künstlerisches Scheitern, wenn man so will, scheint mir darin begründet, daß er die rechte Form nicht fand. Beziehungsweise, die ihm gerechte Form nicht anerkennen wollte. Als Aphoristiker und Prosaautor ist er über Durchschnitt gewesen. Aber er wollte partout Lyriker und Dramatiker sein. Vielleicht ist dies das Geheimnis eines gelungenen Lebens: die angemessene Form finden.
    Am 26. Juni 1890 war er übrigens mit seiner späteren Frau Selma in „Stützen der Gesellschaft“.

  85. Ich möchte DA...
    Ich möchte DA aufmuntern….
    http://www.youtube.com/watch?v=qOf_Yfffo2Q&feature=related

  86. Lieber Grünwalder,

    da haben...
    Lieber Grünwalder,
    da haben Sie bedauerlicherweise Recht. Das Denken hört zum Großteil auf mit Kindern. Sie sind eine prima alternative Beschäftigungstherapie. Und natürlich hinreißend.

  87. @Grünwalder: Die von vielen...
    @Grünwalder: Die von vielen Kommentatoren hochgepriesene Proliferation, scheint mir, ist auch ein wenig die Flucht vor der letzten Gewissheit.

  88. Spinn ich oder ist Gumbrechts...
    Spinn ich oder ist Gumbrechts Text schon wieder weg? Zuviele Beschwerdemails mit lateinischen Buchtstaben?

  89. (Aber eigentlich geht es ja um...
    (Aber eigentlich geht es ja um das Leben)
    .
    Na, das ist dieser Blog doch mit einem Satz charakterisiert.
    .
    Um den Erfolg dieses Blog zu erklären, bedarf es allerdings noch eines Adjektives:
    .
    (Aber eigentlich geht es ja um das bessere Leben)

  90. nicht nachzudenken ist auch...
    nicht nachzudenken ist auch keine lösung, lieber Grünwalder, auch wenn es schwer fallen mag, und auch zahlreiche erbinnen und erben befreien nicht von einem denkprozess, au contraire. man ist zwar beschäftigt, kann aber nebenher durchaus noch denken.
    .
    lieber Don Alphonso, sie haben recht: sie schreiben über das leben, und ihre kleine rasselbande hört nur tod. aber sie waren ja auch in la bella italia.

  91. @Grünwalder
    .
    Für den...

    @Grünwalder
    .
    Für den Kaddisch gibt es Mietsohnagenturen.

  92. Bei eigenen Kindern besteht...
    Bei eigenen Kindern besteht immer die Gefahr, dass sie einen nicht überleben.

  93. Uch habe nicht die geringste...
    Uch habe nicht die geringste Ahnung, was mit dem Gumbrechtblog war. Nachdem der Text nicht auf der Hauptseite auftauchte, kann es ein Testlauf gewesen sein; das Tanzblog ist wohl eine normale Einrichtung, aber wie gesagt: Ich habe mit solchen strategischen Entscheidungen nichts zu tun und kann die auch nur schulterzuckend zur Kenntnis nehmen.
    .
    Die Sache mit den Kindern wird mir oft als die Lösung aller überflüssiger Gedanken in anderen Sorgen und Kosten angeboten. Ich mag nicht. Gedanken sind billiger, und man bekommt keinen schlechten Ruf, wenn man sie in den Kurven bei Händel zurücklässt.

  94. Neues Berufsbild Bloglektor....
    Neues Berufsbild Bloglektor.

  95. Savall, ich denke, es muss bei...
    Savall, ich denke, es muss bei solchen Dichterkarrieren wirklich sehr, sehr viel zusammenkommen, um Bestand zu haben. Selbst ein Umberto Eco hat einen schwindenden Ruhm, und manches Fräuleinwunder hangelt sich von Quarkroman zu Quarkroman, dank des Betriebes und Förderung, aber ohne Begeisterung jenseits der Literaturspalten auszulösen. Wenn man damit Hartleben vergleicht: Der war wenigstens voller Esprit und scharfen Witz. Und würde man unser aller Leben nachher so sezieren, wie es der Germanistentotenwurm es macht, man könnte alles traurig sehen.
    .
    Ich war bei der Villa. Sie ist bescheiden, aber von bester Lage. Kein Palast. Aber ein Ort der Rühe, fern vieler Schäbigkeiten des Kaiserreiches. Und glauben Sie mir: Ich kann es ihm so gut, so gut nachempfinden, angesichts dessen, was von solchen maroden Systemen bis heute überlebt hat.

  96. Die Idee mit dem Tanzblog...
    Die Idee mit dem Tanzblog finde ich gut und auch der Text ist interessant.

  97. Du besuchst einen Freund und...
    Du besuchst einen Freund und die Gesichter sind lang….
    nein anders:
    Wie würde ich mich entscheiden? Der Arzt sagt dir, deine Lebenserwartung liegt zwischen 2 und 200 Tagen, und aus der Narkose der einzig denkbaren OP erwachst Du mit einer Wahrscheinlichkeit von 10 %
    Ich höre diese Worte und denke 42 nur 42

  98. Nun, der Einstieg mit den...
    Nun, der Einstieg mit den Karten hätte nach der klassischen Bloggerehre ein „berichtete der Telegraph“ und einen Link zur Quelle verdient, und im weiteren Verlauf war ich überrascht von der angeblichen Aktualität von etwas, das seit einem Monat schon ziemlich durch ist:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Black_Swan_dance_double_controversy
    Aber ich bin ja auch nur so’n Blogger und habe von Journalismus keine Ahnung.
    .
    Hartmut, wenn man sich erst dann Gedanken macht, was man noch hätte tun wollen, ist es so oder so zu spät.

  99. @werte Kastanie. Das Denken...
    @werte Kastanie. Das Denken hört zum Großteil auf mit Kindern.
    .
    Tut es nicht. Das pubertaere Denken, das sich in infantilen Omnipotenzgefuehlen badet vielleicht, weil es damals unendliche Zeit hatte. Alles wird schaerfer und weniger weinerlich und vielleicht auch weniger tolerant, was die eigenen Grillen (und die anderer) anbelangt – man hat ja nicht ewig Zeit zwischen Windelnwechseln und Kind-von-der-Schule-Abholen. Das hat konzentrierende Wirkung. Nun, die Verduestung im Empfinden ist eine andere, gegenlaeufige Tendenz, hat mM wohl mit Verfallserscheinungen unseres Gehirnes zu tun, die wir in die Faerbung einer Weltsicht hypostasieren – reine Physiologie, Serotonin, Dopamin und die Folgen…nothing profound, sadly.
    .
    und natuerlich auch damit, dass wir mehr Information (insbesondere visuelle) bekommen ueber alles, als dies je der Fall war – darauf hin sind wir nicht adaptiv vorbereitet, das schlechte Gefuehl zu haben, sich um SO viel kuemmern zu koennen, sollen, viellleicht zu muessen. Das koennte die Verfassung aus dem Lot bringen – aber die Unverfrorenheit kindlicher Fragen, kindlichen Lachens, die Moeglichkeit, aus naechster Naehe zu sehen, wie sich so vor seinen Augen Persoenlichkeiten und Bewusstseine zusammensetzen – das ist ein unschlagbares Antidot.

  100. @Don
    Mag sein, aber für mich...

    @Don
    Mag sein, aber für mich war das alles ja neu, die Fehler wären reparabel gewesen und immerhin erkennt man ein Thema.
    .
    Das ist trotz allem besser als ein Text „Wie ich einmal mit dem Flugzeug auf einem Flughafen landete, wo Autos herumstehen, deren Markennamen ich wg. nichtlateinischer Buchstaben nicht lesen kann“.

  101. Das Beste, giraldeli, das...
    Das Beste, giraldeli, das bestmögliche.
    .
    Fionn, vielen Dank, aber es geht mir privat sehr gut, sobald ich wieder in Italien bin.

  102. HansMeier555, ich gebe ja mein...
    HansMeier555, ich gebe ja mein Rückgrat nicht beim Pförtner ab: Ich kann mich in so ein Konzept nicht hineindenken. Aber beim Bloggen muss man immer mal was Neues ausprobieren und versuchen, das mache ich selbst auch nicht anders, und dann entscheiden, ob es taugt oder nicht. Dann sollte ein Lernprozess mit Optimierungen einsetzen, und dann wird es hoffentlich besser und dann gut. Ich denke aber auch, dass man solche Geschichten sehr überlegt angehen muss, idealerweise mit den bestehenden Strukturen verknüpft und schon am Anfang so gut, dass nicht gleich alle Leser vergrault werden. Aber in aller Regel denken Journalisten, dass es gut ist, wie sie es machen, also ginge das auch im Wirklichkeitscheck eines Blogs.

  103. Es fehlt ganz klar ein...
    Es fehlt ganz klar ein interkultureller Blog mit Blumenthematik. Vom Pflanzen übers Pflücken und Verschenken bis zum Vasenstecken. Leben Liebe Tod, der ganze Zyklus und schöne Bilder dazu.

  104. ach, ist der herr von platen...
    ach, ist der herr von platen immer noch in arkadien und frönt seinen besonderen neigungen und interessen…

  105. @Hartmut – wenn man das...
    @Hartmut – wenn man das Leben wie ein Projekt ansieht, dann lebt man mit dem Gedanken, es jederzeit wieder abgeben zu müssen. Und ein gut geführtes Projekt sollte immer in der Verfassung sein, dass ein Nachfolger (Kinder und/oder Freund) es ohne Bruch weiterführen kann. Darüber hinaus sollte man keine offenen Fäden herumliegen lassen und alle Aufgaben lösen, wenn sie auf den Lebenstisch kommen. Das hört sich sehr theoretisch an, aber wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, hat man auch verinnerlicht, dass man es sich nicht leisten kann, einen Tag wegzuwerfen. Jeder Tag muss sich irgendwie gelohnt haben, sonst hat das Lebensprojekt Würmer.

  106. HansMeier555, ich würde...
    HansMeier555, ich würde durchaus sagen, dass ein Stadtgartenblog jede Menge Erfolg haben könnte, da muss man sich nur mal Landlust etc. anschauen und die Blössen, die sie sich online geben. Man gehe in ein beliebiges Gartencenter, im Moment, da ist das Potenzial in grossen Mengen.
    .
    Wünscht hier jemand meine Verbringung gen Berlin, Braunschweig oder Wanne-Eickel?

  107. wie sich das anhört...
    wie sich das anhört „verbringung“ .. so alt sind sie doch noch gar nicht ?
    interessant fände ich berlin, allein aus dem grund, ob sie der stadt doch noch was schönes abgewinnen können

  108. Gartenarbeit weniger. Eher die...
    Gartenarbeit weniger. Eher die Duftsymbolik in Asien und Europa vor und nach der Christianisierung. Dieses Vanitas-Ding und so, natürlich auch mal auch ein netter Strauss auf der Kaffeetafel.

  109. Werter Don, Gegenfrage, ...
    Werter Don, Gegenfrage, könnten Sie an einem der Orte Lokalredakteur für die FAZ werden? – Ich würde nicht! …aber mal lässig die alte Reichshauptstadt besuchen, warum nicht?

  110. @Tiger, danke , ich werde...
    @Tiger, danke , ich werde diesen Gedanken in mein nächstes Gespräch mit dem Freund nehmen

  111. Das hatten wir glaub ich bis...
    Das hatten wir glaub ich bis jetzt noch nicht. Jemand zeiht einen eisernen Junggesellen der Männerliebe und meint es abschätzig (Kommentar 11.57 Uhr). Tssssss.

  112. Will da überhaupt wer...
    Will da überhaupt wer Redakteur sein? Und würde ich Redakteur sein wollen?
    .
    Redakteur klingt nach fester Bindung, und das führt nicht zu selten zu begrenzten Horizonten, und dann noch im Lokalbereich… ich kenne die hiesige Heimatzeitung. Das ist Quasibeamtentum. Hätte ich es nötig? Nein. Würde es mir Spass machen? Nur mit der Lizenz zum Köpfeabreissen. Ist das ein erstrebenswertes Lebensziel? Auf Dauer sicher nicht. Also, Italien. Diese Woche noch Rom.

  113. um himmels willen, lieber...
    um himmels willen, lieber gastgeber, quälen sie sich bitte nicht mit gedanken an für sie quälendes, solch dinge wie englische kost, berlin oder gar: bielefeld!
    .
    neinnein, lieber don, bitte machen sie kehrt in das land, wo die zitronen blühen, und tragen sie, in dem sie sich wohlfühlen, weil sie alte rennräder, marmornes obst und wurstspezialitäten kaufen, weiterhin schöne (und) böse artikel schreiben und mit vielsagenden photos garnieren, zur instanterholung ihrer rasselbande bei.

  114. @Hartmut – ich habe da noch...
    @Hartmut – ich habe da noch eine viel radikalere Idee, für Jesus Christus haben sich die letzten Tage nicht gelohnt. Sich nicht gewehrt zu haben, halte ich für einen fundamentalen Fehler der Idee des Christentums. Die Tatsache, dass er Gründer einer Religion war, die Papste sich noch heute als Nachfolger empfinden und sein Bild überall in Europa hängt, hat ihm als Individuum seinerzeit nichts genutzt. Die Idee des Sohnes Gottes ist eine nachträgliche Überhöhung von der andere die Nutznießer sind und waren. Meiner Meinung nach war er nicht weniger ein Sohn Gottes als wir alle Kinder Gottes sind.

  115. ...dann also Bloggen für den...
    …dann also Bloggen für den Heiligen Stuhl?

  116. Rom?
    Das liegt aber ausserhalb...

    Rom?
    Das liegt aber ausserhalb des Dreiecks Verona-Venedig-Ferrara. Überlegen Sie sich das gut. Gleich dahinter kommt schon Neapel.

  117. @lieber Tiger, hoert sich sehr...
    @lieber Tiger, hoert sich sehr eindrucksvoll an. Ich wuenschte mir, so gut und konsequent zu sein. Minimierung von derartigen Lebensprojekt-wuermern waere aber auch schon ein passables Ziel. Wie Darwin schon erkannte, haben die (Regen-)Wuermer eine garnz ausserordentliche Funktion, den Boden zu erneuern und immer wieder locker zu halten – so wird der unabaenderliche Wurmbbesitz zu einem balancierten Polymorphismus unserer Lebenswirklichkeit so wie die Sichelzell-Anaemie auch Malaria-Prophylaxe ist…

  118. Bloggen für den harten...
    Bloggen für den harten Ledersitz praktisch ungefederter Autos mit zu viel PS: Mille Miglia!

  119. @Tiger
    .
    Dann sollten Sie zum...

    @Tiger
    .
    Dann sollten Sie zum Islam übertreten.

  120. Haben Sie wieder die bewährte...
    Haben Sie wieder die bewährte Copilotin für die Mille Miglia?
    Wäre schön für die Leser, nicht nur wegen der Photographien !

  121. Meine Rede (und damit...
    Meine Rede (und damit schliesse ich mich Meiern an): Dachgarten, Katzen, Frauen, Rotwein, Barockopern.
    Geld verschwenden fuer die Perfektionierung des Lebens in Schoenheit und Gelassenheit.
    Den Roman schreiben, die Musik komponieren, den Park gestalten wie man es selbst moechte. Scheitert man daran nicht finanziell, kann einem das gesellschaftliche Scheitern piepegal sein solang man glaubt fuer sich und fuer die Welt etwas Gutes und Schoenes getan zu haben.
    Wenn die „letzten Dinge“ zur Bewaeltigung anstehen, soll man sich nicht vorwerfen muessen, etwas unterlassen zu haben. Dann mag der Schnitter kommen. Er wird einen farbigen, hellen Raum betreten. Sowas hasst er. Und wir feiern in der Wehrlosigkeit gegenueber dem Unabwendbaren einen letzten Sieg.

  122. Die bewährte Copilotin...
    Die bewährte Copilotin verbindet die Vorzüge des Volontariats mit der abgasfreien Luft des Lokalressorts; der freie Blogger jedoch ist „expendable“ und darf sein Leben im VW Käfer und Benzolgestank riskieren.

  123. allemal besser als im land des...
    allemal besser als im land des heuschnupfens unterwegs zu sein.
    auf nach ROM mit all den knochen, die man schon lange nicht mehr gespürt hat! :D

  124. Und, Werter Don, haben Sie...
    Und, Werter Don, haben Sie Ihren Sunbeam poliert, um ihn mal ausser Konkurrenz zu fahren? Die neuen Radkappen dürsten nach dem Staub Italiens…

  125. "... der freie Blogger jedoch...
    „… der freie Blogger jedoch ist „expendable“ und darf sein Leben im VW Käfer und Benzolgestank riskieren.“
    .
    Ist doch sehr romantisch.
    Ein moderner Held.

  126. zu 14:30: sehr symbolisch aber...
    zu 14:30: sehr symbolisch aber passend.
    http://www.youtube.com/watch?v=PfpLDQe6rQw

  127. Ich kam natürlich...
    Ich kam natürlich schurstracks von Hartleben auf seinen Freund Otto Julius Bierbaum und seine „Empfindsame Reise im Automobil“, unternommen im Jahre 1902 mit diesem feschen Gefährt:
    http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/literaturlandkarte/bierbaum_autoreise.jpg
    http://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/literaturlandkarte/bierbaum_brenner.jpg
    Die Reise wurde mit 8 PS, Chauffeur, Ehefrau und Meißner Teeservice unternommen. Kurioserweise war die Reiseroute der Mille Miglia ähnlich: Rimini, San Marino, Florenz, Siena und sogar San Gimignano wurden erkundet, von Rom ganz schweigen. Freilich kam man über 30 Stundenkilometer nicht hinaus, ab das wollten sie auch nicht. Falls Sie noch eine passende Reiselektüre suchen, Don Alphonso, das wäre sie.

  128. Mille Miglia - jetzt also...
    Mille Miglia – jetzt also doch?
    .
    Um Gottes Willen keine weiteren FAZ-Blogs mehr.
    .
    Hart ist der Zahn der Bisamratte… Pardon, zu Hartleben fiel mir leider nichts Sinnvolles ein; kenne auch keines seiner Werke.

  129. Warum nicht gemächlich auf...
    Warum nicht gemächlich auf einer Eselin in Rom einreiten?

  130. Beschwerden bitte nicht an...
    Beschwerden bitte nicht an mich, ich habe mit neuen Blogs nichts zu tun.
    .
    Mille Miglia. Ausser Konkurrenz, in einem Käfer, aber mit aller Pracht,

  131. lieber specialmarke, wie man...
    lieber specialmarke, wie man es nimmt: http://www.84ghz.de/jourfix/shop/themes/kategorie/detail.php?artikelid=178808&source=2.

  132. lieber HansMeier555,...
    lieber HansMeier555, vermutlich würde sich der don auf einer drahteselin ganz besonders wohl fühlen. aber alt, das müsste sie schon sein.

  133. hartmut: 2-200 ist ne ansage....
    hartmut: 2-200 ist ne ansage. raus aus dem krankenhaus! den tod vollkommen bis zur echten freude darauf akzeptieren und in ruhe, also ohne weisskittel-beschallung weiterleben. klingt ein wenig archaisch, klappt aber recht oft. manchmal werden 2 schoene tage daraus, manchmal ein schoenes leben.

  134. Don, Mille Miglia mit einem...
    Don, Mille Miglia mit einem Käfer (auch in voller Pracht) ist ja so dermaßen etwas von out…! Heute fährt man knallrote oder lindgrüne T3-Camper mit den gleichen silbernen Radkappen und dem gleichen Zündverteiler wie ein Käfer. Damit biegt man morgens gegen zehn auf die Piazza ein, holt sich einen Espresso, öffnet das Hochdach und blickt aus dem Zelt aufs Meer (oder See oder dergleichen…) Man hat Kocher, Wasser, Kühlschrank und natürlich Fahrrad dabei und verliest anschließend auf der Piazza auf italienisch laut und deutlich eine „Rollende Unabhängigkeitserklärung“. Alle anwesenden Käfer hören staunend zu… :-)

  135. liebe/r miner, so könnte es...
    liebe/r miner, so könnte es funktionieren. wenn nicht das leiden dazwischen stünde. wenn nicht charon so konkret wäre. wenn nicht das weiterleben oder das nichtmehrweiterleben höchst unklar wäre. und überhaupt…

  136. Werte Donna Laura, nach einem...
    Werte Donna Laura, nach einem Blick auf die Inhaltsstoffe von „Heiliger Stuhl“ mache ich von Ihren großherzigen Angebot doch lieber keinen Gebrauch. Vielleicht können Sie während der MM stattdessen ein kühles Getränk bereithalten – unser in einem Käfer schmorender Don wird sicher ein dankbarer Abnehmer sein…Kann man eigentlich in Italien nicht etwas Angenehmeres unternehmen?(Kopfschüttel)

  137. lieber specialmarke, einen...
    lieber specialmarke, einen kühlen apple-weih gefällig?

  138. liebe donna laura, richtig....
    liebe donna laura, richtig. der schmerz ist ein unangenehmer zeitgenosse.
    man sollte bei diesem radikalen schritt natuerlich einer vitalen mischung aus bier, wein & morphium nicht abgeneigt sein. diese zutaten verflüchtigen sich im falle der gesundung wieder von selbst. wenn nicht? also bei 2-200 spielt der spätere gebrauch von hefe- / mohnextrakt auch keine wesentliche rolle mehr….

  139. liebe/r miner, die frage ist,...
    liebe/r miner, die frage ist, ob einem durch morphin, falls man bereits in dieses äusserst fatale stadium geraten sein sollte, vor allem im zusammenspiel mit weiterer medikation, nicht etwas umnebelt und weiterhin geschwächt ist, um es einmal vorsichtig zu beschreiben. falls dann wein noch schmecken sollte. manche medikamente verändern die geschmackswahrnehmung. falls man oigohoi überhaupts noch verträgt. das ist die frage.
    .
    dann kann man auch noch mit dem freund hein karussell fahren, warum nicht.
    .
    ist es nicht vielmehr so, dass man sich nicht auf den schnitter vorbereiten kann?
    .
    carpe diem!

  140. @DA - Mille Miglia! ... aber...
    @DA – Mille Miglia! … aber in einem Käfer? Obwohl das vielleicht doch noch besser ist als eine (Zeitungs) Ente.
    .
    @HansMeier555 – wissen Sie was, auf diese Antwort hab ich nur gewartet! Würden Sie mir bitte erklären, wie Sie aus meiner Christus Logik zum Schluss kommen können, ich solle zum Islam übertreten?
    .
    Was den Islam betrifft, bin ich wenig bewandert. Ich würde aber das Gleiche über den Koran sagen, wie über die Bibel. Es ist Menschenwerk und wie alles Menschenwerk ist es fehlerhaft und letztendlich nicht verbindlich.
    .
    Bibel und Koran haben die Funktion eines Memos vom ‘bad boy’ bei einer Verhandlung. Genauso wie der ‘bad boy’ ideallerweise nicht mit am Verhandlungstisch sitzt, sondern irgendwo in der Chefetage zu Hause, verweist man auf ihn als letzte Instanz. Und um das eigene Personal und die Gegenseite unter Kontrolle zu halten, benutzt man das Memo vom Chef, das man vorher selbst geschrieben und dem Boss zur Unterschrift vorgelegt hat. Darin allerdings unterscheidet sich Koran und Bibel vom Memo vom ‘bad boy’ Chef. Das Memo vom Chef kann man unterschreiben lassen, Gott aber unterschreibt nichts.

  141. nun das...
    nun das http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~E7512DE3388C34EFE80EFD5C4FE333BD2~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    ist ja auch eine praechtige Inspiration fuer den italienreisenden Don? hat mir ausgezeichnet gefallen.

  142. Der Don stand zwischen Tod und...
    Der Don stand zwischen Tod und Leben,
    die Menschen erschienen ihm gar zu roh!
    Sein Schluchzen ließ den ganzen Käfer erbeben!
    Ja, er litt auf hohem Niveau….

  143. Werte donna laura, auch "apple...
    Werte donna laura, auch „apple weih“ (was ist das eigentlich für eine Regional-Mundart?) enthält Alkohol. Wollen Sie die „Mille Miglia“ torpedieren, indem Sie unseren im Käfer schwitzenden Don zur Fahruntüchtigkeit verhelfen? – Also vielleicht doch eher wieder Ihr bewährtes Zitronen-Sorbet ohne irgendwelche Zusätze von Wodka oder Gin…

  144. Werter Don, handelt es sich...
    Werter Don, handelt es sich bei dieser Mitfahrgelegenheit wenigstens um einen Käfer-Kabrio oder um einen dieser unsäglichen Backöfen, mit denen jahrzehntelang ein Volk gequält wurde, me too…

  145. @Der Tiger
    .
    Und Mohammed ist...

    @Der Tiger
    .
    Und Mohammed ist dann der Bad Boy? Dabei verzichten manche ganz freiwillig auf Alkohol.

  146. Und mit Wehrlosigkeit hatte er...
    Und mit Wehrlosigkeit hatte er es nicht so, und mit Jungfräulichkeit auch nicht. Das heisst, nur bei Töchtern, nicht bei Müttern.

  147. @derTiger, hansmeier555
    sorry,...

    @derTiger, hansmeier555
    sorry, aber sohn g-tts heißt im hebräischen was ganz anderes als diese deutsch übersetzung sugeriert.
    ansonsten: Sure 4, Vers 157–158: oder literatur, fand ich damals ganz gut
    Das koranische Jesusbild . Ein Beitrag zur Theologie des Korans. Schriften der Finnischen Gesellschaft für Missiologie und Ökumenik 20. Helsinki 1971. 107 pp.

  148. @b4
    Ach, Sie schon wieder. Was...

    @b4
    Ach, Sie schon wieder. Was heißt g-tts sohn denn im hebräischen?

  149. @hansmeier555
    wie wäre es mit...

    @hansmeier555
    wie wäre es mit einer diskussion über ähnlichkeiten apokrypher evangelien und des koran?

  150. @b4
    Zu speziell, damit kenn...

    @b4
    Zu speziell, damit kenn ich mich nicht so gut aus. Ich könnte eher was über die Ähnlichkeit von James-Bond-Filmen und Micky-Maus-Geschichten erzählen. Der einzige Unterschied ist nämlich, dass bei James Bond immer eine hübsche Frau vorkommt, was bei Micky Maus nicht der Fall ist. Anonsten ist alles austauschbar.
    .
    Und nun zum Sport:
    Fair und neidlos müssen wir konstatieren, dass die Bin-Laden-Familie nicht nur die Werte der abendländischen Zivilisation besser verstanden hat als die NYT-Redaktion, (vgl. das Statement des Sohnes http://www.nytimes.com/2011/05/11/world/asia/11binladen.html mit Cohens Lynchhetzartikel http://www.nytimes.com/2011/05/10/opinion/10iht-edcohen10.html?hp), sondern, wie wir uns erinnern, auch professionellere Killer hatte als die US-Regierung,
    und es jetzt sozusagen 2:0 steht.

  151. Lieber DA, bitte bedenken Sie,...
    Lieber DA, bitte bedenken Sie, dass bei der MM neue Regeln gelten und Mitfahrer nicht in die Städte dürfen und es Geschwindigkeitsmessungen geben soll. Schlimm, schlimm. Ich erwarte Sie dann auf der Piazza del Popolo.

  152. @HM555 und B4:
    wie wäre es...

    @HM555 und B4:
    wie wäre es wenn sie sich wieder auf das wesentliche konzentrieren? Italien, Wein, Schuhe, Frauen, Fahhräder. religiöses lied ist garstig lied

  153. donna laura, vorbereitung ist...
    donna laura, vorbereitung ist unmoeglich. hingabe vor allem echten aber zwingend geboten. man sinkt in seiner hoehle zusammen, wird bleich und stirbt….oder wacht im kreise der tiere auf und der wein, nein, entschuldigung, der rosenapfel schmexkt wieder. wer weiss das schon.
    „Endlich, nach sieben Tagen, richtete sich Zarathustra auf seinem Lager auf, nahm einen Rosenapfel in die Hand, roch daran und fand seinen Geruch lieblich…..“

  154. ... schließe mich meinem...
    … schließe mich meinem Vorredner an.
    Diese klerikal-reaktionär-eschatologischen Abschweifungen sind unpassend, wenn D.A. gerade eine gesamtgesellschaftlich plausible Herleitung dafür sucht, heute oder längerfristig nichts zu tun. Jedenfalls nichts, was im Entferntesten als Arbeitsleistung, präziser: am Markt tauschbare Güter, messbar wäre. Dass sich die FAZ-Geschäftsleitung regelmäßig als Bereitsteller von Äquivalentware herausstellt, vulgo Gagen für das Betreiben dieses Blogs überweist, stellt die Frage, warum sie das tut. Ich nehme nicht an, dass sie im Smithschen Sinne (The Theory of Moral Sentiments London M DCC LIX) „of sympathy“ engagiert, sondern dass es handfeste wirtschaftliche Interessen sind, bestimmte Charaktere bestimmten Wissens in der Zeitschrift zu halten. Ich bitte das als Kompliment an die Mitdiskutanten zu verstehen, die Kleriker allerdings wegen mangelnder Rückverfolgbarkeit ihrer Argumentation weitestgehends ausgenommen.
    gruß fb

  155. @ Don Alphonso: Diese Woche...
    @ Don Alphonso: Diese Woche Rom? hier ein kleiner Tip: http://www.kingdeimolisani.com/
    Waere mir fast schon eine Reise wert…

  156. Wer mag keine Freude finden...
    Wer mag keine Freude finden für G.S., dass es ihm gelungen ist….(mal abgesehen von denen, die die Sauerei aufwischen mussten)?

    @giraldeli (Aber eigentlich geht es ja um das bessere Leben)10. Mai 2011, 08:42
    Das Gute Leben sollte genügen. oder nicht?
    Selbst dieses (relativ bescheidene) Ziel will hart erkämpft sein
    (um nicht zu sagen: errungen werden)
    Gegen die Zumutungen. Des Falschen.
    Wie gegen die des Besseren. Bleibt Letzteres doch immer auch Feind seiner selbst: kennt kein Genug, stößt sich an jeglicher Beschränkung (@Savall: Formbegriff?) und verliert so zwangsläufig jedes Maß,
    im Streben nach….Perfektion:
    „Das Beste, … .“(D.A.10. Mai 2011, 11:33) zu ver-suchen garantiert (wegen, sachichma: ‚Endlichkeit d. Existenz‘) frühes oder späteres Scheitern. Im Zusatz „…bestmögliche“ scheint immerhin Akzeptanz auf:
    Erkenntnis (gegen die zu handeln Sünde, wenn nicht gar ein Sich-Versündigen…) der Begrenztheit.
    Noch, also, @fionn09. Mai 2011, 09:10, ist Hoffnung für den Autor (D.A.), dem teurer „gute(r) Rat“ nicht konvenieren dürfte:
    „Gedanken sind billiger“(DA, 10.5.,10:47).
    Wer sich allerdings allein um seine Reputation sorgt, dem ist wahrlich nicht zu helfen (geschweige denn irgend zuzuraten):
    Man muss schon bereit sein, sich unnötiger Fesseln zu entledigen.
    Dann bedarf es mglw. hinter „bescheiden“ auch nicht mehr eines „aber (von bester Lage)“.
    Einerlei, ob das gemeine Publikum dann noch verstünde oder eben nicht:
    der Profanitäten – (Italien,) Wein,( Schuhe,) Frauen (,Fahhräder) und Gesang („das wesentliche“ für He(i)do(a)n(arch)isten wie YSE(?) 10.5. 22:31: „religiöses lied ist garstig lied“) – findet sich in anderen blogs (mögen diese denn auch mal „Erfolg“ haben) schon noch ausreichend
    (ansonsten ist das www wide enough für jedes special interest – natürlich auch für Weihrauchsüchtige…however:)
    gar unheilig & unverständlich liest sich „würde, wenn ich schon gehe, hoffentlich versuchen, es nicht allein zu tun, damit die Welt nachher schöner ist“, und unbeantwortet(?) blieb miner10. Mai 2011, 00:10:
    „ein sprengguertelgedanke. wie schoen. endlich mal radikalitaet…“
    Was nun: Hybris Kleistsch-schwindlüstigen, mit feigheitbedingt:endrachsüchtigem Selbstmitleid gepaarten Verzweifelns oder, soweit nicht das Selbe, nach dem Motto sich für unersetzlich haltend gewohnter, ndw wegbrech/verfallender und hoffentlich in der Deklaration ihrer Interssen als alternativlos zunehmend erfolgloser Stützen „Après nous le néant“?

    Wie wonnig doch der Monat wieder ist. Solange dem Vogelvieh das Zwitschern noch immer nicht vergangen ist….

  157. @hansmeier555
    wenn über...

    @hansmeier555
    wenn über comics dann nicht über micky maus. in brüssel gibt es ein wunderbares comic museum und da wird die geschichte der belgisch/französischen? comics ganz gut erzählt, wenn ich mich richtig erinnere auch einer verbindung mit – um wieder beim thema zu sein – katholischen wochenzeitschriften (einige der ersten abdrucke fanden sich darin):
    http://www.cbbd.be/de/home
    ach die nyt: roger priester zitiert rilke und gibt noch etwas ontologie zur tat vs. wort, passt doch alles..

  158. liebe/r miner, na, da haben...
    liebe/r miner, na, da haben sie aber einen hübschen text ausgegraben, und er passt sogar:
    ich bin dein hahn und morgen-grauen, verschlafener wurm: auf! auf!
    .
    doch es geht noch weiter:
    bei trauerspielen, stierkämpffen und kreuzigungen ist es [dem menschen] bisher am wohlsten geworden auf erden; und als er sich die hölle erfand, siehe, da war das sein himmel auf erden.
    .
    wenn der große mensch schreit –: flugs läuft der kleine hinzu; und die zunge hängt ihm aus dem halse vor lüsternheit. er aber heißt es sein ‚mitleiden‘.
    der kleine mensch, sonderlich der dichter – wie eifrig klagt er das leben in worten an! hört hin, aber überhört mir die lust nicht, die in allem anklagen ist!…
    .
    und verloren sei uns der tag, wo nicht einmal getanzt wurde! und falsch heisse uns jede warhheit, bei der es nicht ein gelächter gab!
    .
    jetzt muss man nur noch aufpassen, dass man nicht versehentlich in torino einem gaul schluchzend um den hals fällt.

  159. Nun, naphthalin, im engeren...
    Nun, naphthalin, im engeren Sinne war die literarische Form gemeint. Im weiteren Sinne meine ich schon, daß man seinem Leben eine Art innere Konstitution geben sollte. So empfinde ich es zumindest. Mancher freilich möchte durch Entgrenzung Befriedigung finden. Letztendlich der alte Widerspruch zwischen Askese und Völlerei. Ich meine, es sei jedem freigestellt das Paradies durch den Vordereingang zu betreten oder zu schauen, ob es vielleicht hinten wieder offen ist.
    Eine Frucht vom Bierbaum gefällig?
    „Als ich noch Bücher las, habe ich irgendwo das Diktum gefunden, daß der Mensch nie verzweifeln könne, denn es bleibe ihm auch beim schlimmsten Zahnweh immer die tröstliche Möglichkeit des Selbstmordes. Ich habe ein Analogon dazu; ich sage mir: Du kannst zwar versumpfen, aber es bleibt Dir immer noch die Möglichkeit, Journalist zu werden.“

  160. Zu wissen, wenn man sein...
    Zu wissen, wenn man sein jeweiliges Potential erreicht hat, und dann aufhören können. Das ist die große Kunst, zu der nur wenige fähig sind. Rossini war einer dieser Glücklichen, und Hartleben offenbar auch.

  161. @Donna Laura: Ich habe mir...
    @Donna Laura: Ich habe mir Ihren klugen Kommentar soeben ausgedruckt und ausgeschnitten und in meinen Kalender geklebt. Eine wahre Bereicherung des 11. Mai 2011.
    @Don Alphonso: Thanks for sexy moments! (so verabschiedete sich einmal eine alte Dame neben mir auf einer Bank in Bath, die wir uns – fremd wir waren – kurz und einigermaßen nett nur uns unterhielten) Ein ganz hervorragender Text, und in jedem Fall mit besserer Qualität als jedes italienische Spitzenschuherzeugnis oder jede Pavesi-Kreation! Vielen Dank. Ich habe ihn sogar drei Mal gelesen.

  162. Um auch vom Stöckchen zum...
    Um auch vom Stöckchen zum Hölzchen zu kommen, oder vice versa…
    .
    Hat sich eigentlich hier schon mal jemand erlaubt resp. getraut, dies hinzuschreiben: „Der stille Don“ ..?

  163. @Ephemeride, und damit auch @...
    @Ephemeride, und damit auch @ Donna Laura und DA: vollkommene Übereinstimmung!
    noch einer, der sich frühzeitig zurückgezogen hat (vielleicht auch, weil er bereits wusste, dass sein intensives Leben ein kurzes sein würde): http://www.dailymotion.com/video/x3hp8r_jacques-brel-le-moribond_music

  164. gibt es die Möglichkeit den...
    gibt es die Möglichkeit den Aufsatz in unserem Antiquariatskatalog abzudrucken? Er erscheint in diesem Jahr und widmet sich in besonderem Maße Otto Erich Hartleben (Manuskripte, Korrespondenz, Fotografien pipapo).

  165. Ich denke schön - wollen Sie...
    Ich denke schön – wollen Sie mich bitte unter donalphonso ät gmail punkt com kontaktieren?

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