Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Wie Reiche im Sommer für den Winter sparen

| 219 Lesermeinungen

Langfristige Planungen und genaue Kalkulationen sind die Grundvoraussetzungen für den Ausbau von Vermögen und Wohlstand. Nur wer im Sommer die richtigen Kaufentscheidungen am Comer See trifft, hat im Winter etwas, woran er sich festhalten kann, und muss nicht in Panikreaktionen Villen und Seeanwesen zusammenraffen

Nur mal schnell schauen.

Stellen Sie sich vor – so Sie es nicht sind – Sie wären reich. Also so reich, dass Sie materielle Sorgen bein Impulskaufes eines alten, angeschimmelten Jaguar Cabrios in der Tiefgarage von Ihrem Nachbarn am Tegernsee nur insofern empfinden, als Ihre Freundin ungehalten wird und fragt, wozu denn noch einen Viertwagen. Sie will lieber Kinder und für jedes Kind ein Pferd und einen knackigen Tennislehrer. Ich selbst, der ich in unserer Tiefgarage jedesmal nur mal schnell schauen will, und dann der Versuchung des Jaguars widerstehen muss, ich also, der ich bei Bekannten erlebt habe, welche Folgen die Kombination von mittelprächtig laufenden Kinderzweckehen mit Tennislehrern haben kann, ich muss mir diesen Reichtum auch ausmalen. Zum Glück. Also, wobei, denn den Jaguar könnte ich eventuell… aber egal. Frauen denken statt dessen vielleicht an eine auf Kundenwunsch gefertigte Steamer Bag zu den Schuhen von jenem Pariser Damenschuhmacher, und der Mann verweist auf die Notwendigkeit einer teuren, porzellanpuppenhaften Fremdsprachenlehrerin aus Fernasien, wenn die Kinder erst einmal im Vorschulalter sind. Wir sind jetzt einfach alle mal reich, so reich, dass wir einen Nachmittag in der Villa d’Este herumlungern können.

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Es gibt einen Pool über dem See, einen Park vorne und einen grossen Park hinten und eine Strasse, die unter dem Park durchläuft, damit Sterbliche hier nur berankte Mauern sehen. Es gibt Reiche und mitunter auch solche, die vor ihnen zusammenzucken und ehrerbietig werden, etwa, wenn gerade der Concorso ist, es gibt einen eigenen Joggingweg, weiss bejackte Kellner vorne und himmelblau beschürzte Putzfrauen hinten. Tennisplätze. Einen abgelegenen Parkplatz für Kleinwägen, vermutlich von Angestellten. Und wenn man sich am Tag, wie das früher üblich war, drei Mal umzieht und den Bridge Room frequentiert, kann man schon einen Tag aktiv gestalten. Wir könnten aber auch das Erstcabrio nehmen und ein wenig an die auch nicht hässlich aussehende andere Seite des Comer Sees fahren. Bellagio, sagt man uns, soll nett sein. Nur mal schnell schauen.

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Die andere Seite ist zuerst einmal weniger mondän als die Region um Cernobbio. Aber wildromantisch. All das Steife, das Gezierte bleibt in der Villa zurück, der Wagen gleitet über die enge Seestrasse, mal am Ufer, aber meist 50, 100 Meter über dem See, und nach jeder Kurve öffnet sich ein neuer Ausblick, steile Küste, Berge, Blau im Wasser und im Himmel, reine Luft der Berge, durchzogen mit den hitzigen Sonnenadern des italienischen Frühsommers; Tempo 60, ein offener Wagen, italienische Arien von Händel, alles fügt sich zusammen, das Leben ist schön, auch ohne Tennislehrer und Japandozentin, ohne Viertcabrio, denkt man sich so. Wobei.

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Wozu, fragt man sich, sollte man so sehr sparen, für was, damit die Kinder später mal die falschen Partner anschleppen und alles, was man selbst nicht ohne Hilfe der Familie aufgebaut hat, ruinieren? Wäre es nicht fein, so einen 300 SL… aber dann fährt man weiter, das Leben ist auch so schön, und das Schlimme ist ja: Von solchen Autos hat vor allem der Betrachter die schönen Bilder und der Besitzer allein die unschönen Rechnungen. Es muss nicht sein. Da gibt es bessere Geldanlagen, Immobilien etwa kehren das Missverhältnis um, Fahrtwind, Händel, Kurve, ein Ort, ein Espresso wäre fein, ein Cafe, Pause. Und wenn man schon mal da ist, könnte man auch die steile Treppe zum See hinunter. Nur mal schauen.

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Hier kann kein Viertcabrio fahren, und Schuhe des Parisers könnte man auf dem Pflaster nicht tragen. Es geht vorbei an verschachtelten Häusern, eines bildet die Fundamente des anderen, eng ist die Gasse, und wenn sich der Blick auf den See weitet, verweilt man, hingerissen und verzückt. Es ist schön hier. Wie sich alles in einander fügt, und je weiter man nach unten geht, desto älter und hübscher werden die Häuser, die kleinen Gärten und Terrassen, die Farben leuchten, und alles ist so anders: Es gibt hier keine Tandgeschäfte wie drüben in Cernobbio, das hier ist ein normaler Ort, aber mit was für einem Blick, mit welchem Liebreiz auf kleinstem Raum. Dann schimmert silbern der See durch eine Lücke, man ist unten angekommen, ein kleiner Strand, ein Durchgang, eine Brücke, und dann das hier.

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Wer immer hier wohnt – er braucht kein Viertcabrio. Er braucht keine Schuhe aus Paris. Er braucht nichts mehr. Reiche wissen, was AAA-Lagen sind. Das hier ist nicht AAA. Das ist

unbeschreiblich. Da kann man nur schauen. Lange.

Es ziemt sich nicht, es so lange anzustarren. Was sollen die Leute denken. Ein anderer Weg führt zurück nach oben.

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Zum Wagen, zur Strasse. Man muss weiter, man macht aber noch schnell ein Photo beim Immobilienmakler. Man geht nochmal in das Cafe und fragt, ob sie eine Karte haben. Zimmer vielleicht. Man will hier nochmal her. Andere werfen Münzen in Brunnen, man selbst hat hier sein Herz in den Fluten des Sees versenkt. Dann nur schnell weiter, in die Kurven, in das Vergessen, durch andere schöne, aber nicht mehr ganz so ideale Orte, immer weiter fliegt der Wagen, Roberta Invernizzi jubiliert den Olinto Pastore, bis dann nach vielen weiteren, wundersamen Kurven und einem obszön üppigen Park endlich Bellagio erscheint.

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Bellagio ist zwar ein italienischer Kururt, es trägt aber das Erbe der k.u.k. Sommerfrischen in sich, aus jener Epoche vor der italienischen Einigung, als der Comer See noch Teil Österreichs war. Es ist ein angenehmer Ort, ohne jede Hektik, man könnte hier vermutlich in Ruhe alt und zufrieden werden. Natürlich sind die Tanztees und Kurorchester verschwunden, man duelliert sich nur noch um Parkplätze, draussen zerfällt ein alten Grand Hotel, ein wenig Patina ist auf dem alten Glanz des Namens, und in 40, 50 Jahren wird er vielleicht auch wieder neu entdeckt werden müssen. Aber noch ist einer der Orte, von denen sich Eltern wünschten, ihre Kinder könnten in dieser Unschuld und Schönheit aufwachsen – während die Kinder an der Langeweile mit Tennislehrern und Sprachstunden ersticken.

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Eltern dagegen denken an geruhsame Nachmittage unter Lauben, und wenn der Nachwuchs einmal laut wird, genügt ein Blick… Diese Lauben sind eine feine Sache, bei Regen und Hitze ist man darunter geschützt; ist es früh im Jahr sonnig, aber noch nicht zu heiß, kann man sich davor aufhalten. Sehr k.u.k., wie in Meran, in Arco und den anderen vergangenen Sommerfrischen. Dort also schlendert man entlang, wie auf einem Corso, in die eine Richtung am See entlang und in die andere Richtung zurück. Bis man an einem altertümlich wirkenden Laden vorbeikommt und die Begleiterin sagt: Oh, schau mal, Seidenschals! Und die würden zu unserem Zweitcabrio in Grün passen. Wirklich.

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Also hinein. Nur mal schnell schauen. Draussen brütet die Hitze, einen unpassenderen Tag für Schals könnte es kaum geben, aber wenn man schon mal hier ist, kann man gleich etwas stöbern. Der eine würde zum Lodenmantel passen und der andere für den grossen Auftritt, im Herbst braucht man dergleichen am Morgen am See, der Bunte dort wäre etwas für eine Bekannte, und so günstig, wie das hier – dürften wir bitte den auch – grazie – also, ich kann mich nicht entscheiden, ich nehme den und den sicher, aber die anderen? Darf ich die Handschuhe, nur mal schnell schauen? Grazie. Nein, doch lieber noch einen Schal, oder ach was, packen Sie einfach alle ein. Dann ärgert man sich nachher nicht, und man kommt nicht alle Tage nach Bellagio. Ich nicht, und Sie, liebe Leser,auch nicht. Sie übrigens merken nun, dass sich der Beitrag dem Ende nähert. Sie sind mit mir über eine Strasse gefahren, haben den See und Orte betrachtet, ein paar überflüssige Abschweifungen gelesen, waren Zeuge sinnloser Erwerbungen an einem heissen Sommertag, und möchten vermutlich nun wissen: Wo bitte war das Sparen für den Winter im Sommer?

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Nun, gerade eben haben wir gespart . Denn nur für kurze Zeit, zwei Monate höchstens, mieten wir uns hier unten ein, dann geht es zurück, der Lebensmittelpunkt ist nördlich der Alpen. Hier sind die Pflichten und der Besitz, hier ist das wahre Leben mit all seinen Notwendigkeiten und unumgänglichen Belastungen, die Steuererklärung und die Hausabrechnung, der deutsche Nebel und die langen, langen Winter. Dann jedoch wird man zum Seidenschal aus Bellagio greifen, sich an den warmen Tag erinnern, lächeln, und es wird wohlig warm. Man hat sein Herz vielleicht auch dort gelassen, aber den Schal mitgenommen, man denkt an die Strasse und das Funkeln auf dem See – schon kann man die Heizung um zwei Grad zurückdrehen, und vielleicht etwas länger draussen bleiben, sich bewegen und teure Diäten vermeiden. Nicht überzeugend? Nun, dann eben kein Schal, zurück nach Deutschland, Herbst, Winter, kein wärmender Gedanke, keine materielle Verbindung. November, Dezember, Januar, Februar, März, alle Verbindungen gekappt. Hat man einen, oder besser, hat man drei Schals, ist man in dieser schlimmen Zeit immer irgendwie ein klein wenig dort. Hat man das nicht, ist man ganz hier. Und kein deutscher Wintertag kann grauer sein als jener, da man nur den Erinnerungen an solche Blicke nachhängt.

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Und dann denkt man nicht an Schals und die Wärme kleiner Fluchten. Man denkt in grösseren Lösungen, weil man die kleinen nicht hat, man denkt an eine Terrasse und die kleinen Häuser und dass 60 Quadratmeter, oder 70, oder allenfalls 100 mit Kindern gerade mal reichen könnten, es wäre ja nur für die ganz schlimme Zeit… die Katze möchte hinaus und entscheidet sich sofort wieder anders, aber man friert so sehr, wenn man die Tür öffnet… man verliert die Tage und die Wochen und die Monate und das Leben, wenn man nichts von dem hat, was besser wäre. Man weiss, da unten ist es anders, man war dort, man hat es gesehen. Man schaut im Internet nach dem Wetter in Oberitalien, wenn kein Seidenschal wärmt. Man legt sich Argumente zurecht, man findet erstaunlich sinnvoll klingende Gründe, und ab zwei Wochen Dauerfrost sucht man die Nummer des Cafes. An Weihnachten fragt man nach Maklern und lässt sich Angebote schicken. „Nur mal schnell schauen.“ Das sind – nach „Die Herren sind von der Steuerfahndung“ und „Ja, der Tennislehrer, und ich will die Scheidung“- stets die teuersten Worte in vermögenden Kreisen. Der Ursprung aller Auslandsimmobilien ist nicht das Verweilen, sondern später die Sehnsucht, die man anders nicht erfüllen kann. Kaufen Sie sich also lieber Schals in Bellagio, sparen Sie dadurch im nächsten Winter. Dann bleibt genug Geld für Kinder, Pferde, Ballett-, Tennis-, Golf- und Japanischlektionen, einen Jaguar und vielleicht sogar ein paar Folgekosten.

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219 Lesermeinungen

  1. Ein wunderschöner Text zu...
    Ein wunderschöner Text zu wunderschönen Bildern mit einer wunderbaren Illusion, die darin aufgebaut wird. Man merkt, wenn das Herz schreibt … und nicht die Finger.

  2. Don, sie haben es richtig...
    Don, sie haben es richtig gemacht: Bitte nie Sonntags nach Belaggio fahren! Es ist selbst Mitte April bei ein bischen Sonne von Mailändern überlaufen, die lärmen und jede Beschaulichkeit zerstören. Außerdem hoffe ich, dass Sie sich nicht eine Fährfahrt haben entgehen lassen, ein unbezahlbares Viertelstündchen, vorallem, wenn man quasi allein auf ihr ist.
    Bei den Folgekosten von Immobilien und Oldtimern hingegen träumt der Minderreiche von der Kompensation derselben durch Wertsteigerung, wärend mein vater schon in sehr jungen Jahren zu mir sagte: Es gibt keinen Gaul, der kostet nur …

  3. schön!...
    schön!

  4. Hach, bester Don, schon wieder...
    Hach, bester Don, schon wieder so ein Sehnsuchtsstücklein!!!
    Dankedankedankedankedanke.
    .
    Nur eine winzige Kleinigkeit: Im Winter nach Italien – da fürcht‘ ich mich immer vor den fehlenden/winzigen Heizungen und den nicht isolierten Bauten…
    Dann doch lieber gaaaaanz hoch in den Norden, wo der Schnee noch trocken und knirscht unter den Sohlen. Ja, kalt, sehr kalt sogar, mag es sein – doch kommt man ins Haus wird einem so richtig warm.
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    HabedieEhre!

  5. Bei mir war es ein Hemd, auch...
    Bei mir war es ein Hemd, auch noch kurzaermlig und doch denke ich auch an einem Sommertag an die Tage in Bellagio, auf dem kleinen Boot ueber den See, ein wenig am Sekt genippt, den Abend in Varenna…Die Assoziation ist daher weniger „sparen“ als viel mehr „gewinnen“

  6. Wenn alle Teutonen in...
    Wenn alle Teutonen in Norditalien nur Schals kaufen würden und keine Ferienimmobilien dann würde dort die eine oder andere Hässlichkeit nicht existieren – aber auch der eine oder andere Palazzo nicht erhalten bleiben. Und Tennislehrer müssen schließlich auch irgendwie überleben …

  7. Ja, die liebe Sehn-Sucht -...
    Ja, die liebe Sehn-Sucht – eine Sucht wie jede andere! In Bayern wird sie recht praktisch im Konjunktiv mit „hätt i, dad i, war i“ ausgedrückt, also: war i reich, und dad i mia koa kloane Villa dort kaffa, hätt i mia vui daspart.

  8. Lieber Don,

    ein trister...
    Lieber Don,
    ein trister Arbeitsmorgen in Norddeutschland, und dann sehe ich Ihren neuen Beitrag! Die Stimmung steigt schlagartig, die Vorfreude auf Südtirol/Italien in 4 Wochen ebenso. Vielen Dank! Und sehr schöne Bilder!

  9. Die Auslandsimmobilie sollte...
    Die Auslandsimmobilie sollte naturgemäß schon von vorgehenden Generationen angeschafft sein. Als man noch direkt mit dem Verwalter des Conte zu Notar ging, der eigentliche Kauf aber bereits per Handschlag besiegelt war. Bei tempi!
    .
    So erfreut man sich als Nachfahre dann am Seidenschal noch mehr.

  10. Tja, lieber Don Alphonso, der...
    Tja, lieber Don Alphonso, der Comer See… Als wir noch eine Wohnung im Oberengadin hatten, welches wir vor einiger Zeit aufgrund geringer Nutzung verkauften, bin ich öfters mit verschiedensten Generationen meiner Sportwägen genau diese Straße entlanggefahren mit Abschließendem Höhepunkt in Bellagio, dann mit der Fähre wieder zurück Richtung Schweiz. Da bleibt einem wirklich die Spucke weg. Immer wieder. Und trotzdem, bei aller Schönheit zieht es mich letztendlich und insgesamt doch mehr nach München oder nach Österreich zum Wörthersee: dort wohnen die Großeltern, dort leben Freunde, man ist eben „Oahoamischer“ – und nicht nur „Tourist“.
    .
    Trotzdem: eine tolle Geschichte, Ihr Italienaufenthalt. Das macht einem natürlich Lust nach Mehr. Mal sehen, wann mein guter Freund seinen Bauernhof in der Toskana auf Vordermann gebracht hat, die Renovierung war bitter nötig, vielleicht bleiben wir dann auch öfters mal ein paar Wochen… Grüße, mawu

  11. Der Mensch ist ein Tier, das...
    Der Mensch ist ein Tier, das sterben muss, und wenn er Geld hat, dann kauft er und kauft. Und er kauft was er kriegen kann, glaube ich, weil tief in ihm drin die verrückte Hoffnung steckt, dass er was kauft und dann merkt – es ist das ewige Leben. (Tennessee Williams, Die Katze auf dem heißen Blechdach)

  12. Stellen Sie sich vor - so Sie...
    Stellen Sie sich vor – so Sie es nicht sind – Sie wären reich. Also so reich, dass Sie keine materielle Sorgen mehr haben, sich immer mehr von der Gesellschaft entfernen und trotzdem eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen wollen. Dann bräuchte man das soziale Messer eines, sagen wir mal, Phillip Roth, und dann könnte man eine Gesellschaftsschicht liebevoll sezieren, deren einzige Ideologie und Haltung zum Leben darin besteht, reich zu sein und sich Gedanken über Seidenschals zu machen, die zum Viertwagen passen. Man könnte eine Menschenschicht beschreiben, deren Rolle genauso nutzlos ist wie eines HartzIV-Empfängers, der durch gesellschaftliche oder persönliche Umstände (Erbschaft oder nicht Erbschaft – das ist hier die Frage!) aus der Bahn geworfen wurden und die für den gesellschaftlichen Diskurs völlig belanglos ist, weil sie ausschließlich der Vergangenheit in Form von alten Autos oder mittelalterlichen Sexualvorstellungen frönen.

    Ich selbst, der ich in unserer Bibliothek jedesmal nur mal schnell schauen will, und dann der Versuchung des zeitgemäßen Romans widerstehen muss, ich also, der ich bei Bekannten erlebt habe, welche Folgen die Kombination von mittelprächtig laufender, intellektueller Verwahrlosung mit Untoten haben kann, ich muss mir diesen Reichtum auch ausmalen. …usw. usf.
    *
    :-)

  13. Vielleicht noch ein Hinweis:...
    Vielleicht noch ein Hinweis: Der Ort mit dem mildesten Klima nördlich des Apennin hat nicht Bellagio, das mitunter ziemlich dem Einzug der Bege ausgesetzt ist, sondern Gardone Riviera am Gardasee: Fast so gut wie Florenz, wobei dort die Daten durch die Abgase verfälscht werden.

  14. wünschte gerade, ihren Urlaub...
    wünschte gerade, ihren Urlaub in Frankreich umzubuchen. Subito!

  15. Makkus, ich finde ja, es gibt...
    Makkus, ich finde ja, es gibt genug langweilige Reiseberichte auf dieser Welt. Wenn man selbst losfährt und selbst erlebt, ist es immer noch am besten für einen selbst und für die Leser. Diese Haltung „Kinder packt wir fahren in den Urlaub und zwar nich diese Stunde“ habe ich von meinem Vater: Einfach losfahren. Und es wird gut.
    .
    Cremasco, ich würde auch nicht direkt in Bellagio wohnen wollen, sondern zwischen Como und Bellagio. Dort sind ganz entzückende Häuser, dort sind ruhige Orte mit minimalem Tourismus, gerade weil alle nach Como und Bellagio gehen, und man ist schnell dort über eine Strasse, die so ist, wie das Leben sein soll. (Im Sommer schreibe ich mal was über meine Lieblingsstrassen: Den gesperrten Jaufenpass im Februar nach Meran, die Gardesana im April, das Stilser Joch im Hochsommer und von Lecco nach Como im späten September.
    .
    Zum Glück ist mein Hirn zu kurz, um an Folgekosten zu denken. Und mein Glück zu lang, um es zu einem Problem werden zu lassen.

  16. Elitesse, was man so hört,...
    Elitesse, was man so hört, soll demnächst ein sehr verdienter Mitarbeiter des Hauses dauerhaft nach Frankreich gehen, und ich bin mir sicher, dass er von dort allerfeinste Geschichten machen wird. Mich braucht es dort dann gar nicht, er wird statt dessen allen zeigen, wie glänzend man darüber schreiben kann.
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    (Zum Burgund würde ich aber nicht nein sagen, und über St. Lazare in Autun würde ich wirklich gerne einmal schreiben – man merkt ja, ich war in drei bedeutenden, lombardischischen Kirchen auf dieser Reise, aber wer einmal in Autun war… gut, fairerweise muss man auch sagen, dass San Zeno in Verona immer noch restauriert wird)
    Icke & Kopfgeburt, danke für das Lob. Ich war mal im Dezember in der Toskana, als es dort auch am Meer schneite, aber so schlimm war das trotz fehledner Heizung nicht, Das war in einem Turmhaus in einer kleinen Stadt mit dicken Mauern. Gut, wegen des verstopften Kamins rochen alle nach Scamorza, aber wenn man es mit Deutschland vergleicht… Ich persönlich mag Winter und Schnee, das ist in den Bergen eine tolle Sache, wenn man hinauf kann und in der Sonne sitzt, wenn unten in der Suppe alle frieren, aber die letzten beiden Winter waren definitiv zu lang. Und wenn ich einmal alt bin, habe ich keine Lust auf einen Oberschenkelhalsbruch, weil jemand nicht geräumt hat. Ganz einfach.

  17. Ich sags ja, die Italiener...
    Ich sags ja, die Italiener sind die besten Verkäufer ihrer selbst. Wer kann schon so dauerhaft für Sehnsucht sorgen. – Und das bei einem so kritischen Zeitgeist wie DA.
    .
    Also ein Viertwagen fehlt zur der AAA Lage sicher nicht, eher schon das RIVA vom Gardasee, das einen abends über den See blubbert, ihr der Seidenschal im milden Winde ins Antlitz weht…….Ach, nun wird auch mir ganz anders, beim tristen Grau des Heute, das auch mich nach Italien ziehen wird.

  18. the_chief, sicher, das ist der...
    the_chief, sicher, das ist der Kern der Sache: Mitnehmer, behalten, erinnern. Das ist auch ein Grund, warum meine Schuhe aus Italien kommen. Es ist immer eine Lage Italien zwischen mir und Deutschland.
    .
    muclomo, ich habe nichts gegen Deutsche in Italien (ich bin selbst einer) oder gegen Italiener in Deutschland – es sollte halt alles in allem kein allzu grosser Stilbruch sein. Man muss ja nicht aussehen wie ein Italiener. Aber zumindest keine lila Socken zu Sportsandale tragen. Das fäkkt auf.
    .
    Beim Tennislehrer beginnt das Problem erst, wenn er vom Überleben zur Vermehrung übergeht – und das hat mit Tennis nicht mehr viel zu tun.

  19. An den angehenden Rentier Don...
    An den angehenden Rentier Don Alphonso: Das ist also der berühmte Braindrain
    an dem Teutonien zugrunde gehen wird. Was man nicht unterscheidet nimmt man auch nicht wahr. Zumal es hier regnet. Bleibe am PC und unterernähre dich redlich ist meine Devise…
    ..
    Vroni: Trocken-klassisch Ihre Bemerkung zu flugunfähigen Vögeln. Jedoch jener verblichene Vogel konnte sogar fliegen. Soll sich sogar große Meriten um das Wohlergehen der Fa. Lockheed Corp. US Air Manufacturer erworben haben. Nix genaues weiß man nicht.

  20. Autun? Talleyrand, der dreimal...
    Autun? Talleyrand, der dreimal gefinkelte Außenminister Frankreichs, Herzog von Sagan, war als upstarter auch mal Bischof von Autun, vor der Revolution unter dem ancien regime. Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord (* 2. Februar 1754 in Paris ; † 17. Mai 1838 ebenda)
    Im Allgemeinen sind Fechtmeister seriöser als Tennislehrer.

  21. Die Themenwahl törnt mich...
    Die Themenwahl törnt mich nicht mehr so an. Neidlos erkenne ich aber an, dass Don Alphonso als einziger in Deutschland so etwas wie einen ‚Deutschen Blog‘ erfunden hat, der wirklich funktioniert und auf dem aufrichtig kommuniziert wird. Das ist ein bisschen so, als ob jemand nach Indien fährt und Amerika entdeckt; was für mich als Teilzeitgenie die Frage aufwirft: Wenn man nun gleich nach Amerika aufbrechen würde…

  22. Escalera de caracol, bevor ich...
    Escalera de caracol, bevor ich mit guten Gründen – Nähe, Erreichbarkeit, Nutzert, kein Risiko – an den Tegernsee gegangen bin, gab es durchaus ernsthafte Gedankenspiele im Bereich des nördlichen Gardasees, namentlich Riva oder Arco oder Torri del Benaco, von wo man auch schnell in Verona oder Mantua sein kann, Ich schreibe da also nicht ohne persönlichen Hintergrund, ich kenne die Gefahr der Versuchung. Aber mit dem Tegernsee bin ich sicher zufriedener.
    .
    Das betrifft fan auch die dankenswerte Ergänzung von Don Ferrando: Immoblienkauf in Italien ist voller Tücken. So voller Tücken, dass sogar ich eher zum Mieten tendiere. Ich habe inzwischen ein kleines Netzwerk in Mantua, und durch Zufall war könnte mir in Verona auch jemand etwas verschaffen. So wie jetzt – 2 Monate sorgenfrei mieten, ansonsten um nichts kümmern – ist es gar nicht so schlecht.

  23. Ach, nee !!!

    Wenn Sie das...
    Ach, nee !!!
    Wenn Sie das nächste Mal in Como sind, melden Sie sich doch bitte, daß wir uns einmal persönlich kennen lernen.
    Aktuell aber, geht es leider nicht, da ich gerade in Deutschland verweile, in nobler Umgebung, versteht sich von selbst.
    Übrigens, bei Interesse kann ich Ihnen die vier in Teilzeit und für wenig Lohn arbeitenden Chinesen, die die obigen Kravatten herstellen, persönlich vorstellen.

  24. @yast2000: '... auf dem...
    @yast2000: ‚… auf dem aufrichtig UND KONSENSUAL kommuniziert wird‘ ;-)
    @Don Alphonso: Hoffe gänzlich humorlos, dass Sie den Stelvio nicht mit dem Cabrio rauf. Sondern mit dem Rennrad. Bitte berichten.

  25. Atemlos ohne Punkt (und Koma)
    ...

    Atemlos ohne Punkt (und Koma)
    ####—–####
    Schräg angedacht
    Blogüber flog ich die Straße lang
    Pater incertamine nie wieder die Pille ihr Verrat
    Die Alpenfront noch hält sie stand am Gardasee alles superpaletti
    Nun reise ich zurück zu meinem süßen Schrat
    Karmesinrote Bilder lang der Tag
    Gerade angedacht

  26. laut blogg im standard wurde...
    laut blogg im standard wurde kachelmann eingesperrt, weil er über chemtrail berichten wollte:
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Chemtrail

  27. @helmutandres: '... auf dem...
    @helmutandres: ‚… auf dem aufrichtig UND KONSENSUAL kommuniziert wird‘ ;-)
    *
    Das genau ist der springende Punkt: Man kann ‚konsensual‘ kommunizieren, aber nicht vom Baum der Erkenntnis speisen. Diese Fallhöhe habe ich nie verwunden… ;-)

  28. mawu, das Problem sehe ich...
    mawu, das Problem sehe ich auch: Zum Tegernsee fahre ich in einer Stunde zwanzig Minuten. Wenn ich mal in München bin, übernachte ich dort, wenn ich spontan Lust habe, fahre ich hin, dort ist alles, was ich brauche, dort bin ich insgesamt genauso daheim wie daheim, solange es nicht Frühjahr ist. Das geht mal eben so nebenbei. Italien ist dagegen immer eine Art Umzug, Vorbereitung, Termine, Absprachen, Rücksichtsnahmen, das alles kann den Spass schon reduzieren. Schlage deshalb die Verschiebung von Tirol auf den Balkan und von Südtirol nach Westen vor, wenn Trient gleich hinter der Grenze liegt, ist das alles kein Aufwand mehr. Ein wenig Plattentektonik sollte doch noch drin sein.
    .
    muscat, das ist es eigentlich nicht, es sind ja nur kleine Andenken, die man wirklich brauchen kann. Petitessen am Wegesrand. Nicht der Konsum, die Erinnerung zählt. Ich nehme an jedem neuen Pass einen Stein mit und lege ihn in meinen Steingarten am Tegernsee. Nur zur Erinnerung.

  29. Haben sie sich wirklich 2...
    Haben sie sich wirklich 2 Monate in Como eingemietet?
    In zwei Wochen bin ich wieder dort, und schaue mal im Villa D’Este vorbei: Ich freue mich auf Sie.

  30. <p>yast2000, ich will nicht...
    yast2000, ich will nicht sezieren, ich will zulassen und plaudern. Das ist ebenso wenig wie alles.
    .
    nico, ich denke, das Besondere ist seit jeher, dass Italien das nicht als PR macht, sondern tatsächlich so ist. Man muss nur mal die Holländer des 17, Jahrhunderts anschauen, die es zu einer Zeit malen, als es eben noch keinen nennenswerten Tourismus und Makler gab: Da sind es auch die Farben, das besondere Blau des Himmels, die Schattel, die Linien, die Gleichzetigkeit von Grösse und Zerfall, die auf Leinwand übertragen wurde. Die Frage ist am Ende nicht, warum Italien so aussieht, wie es aussieht, Die Frage ist, warum Deutschland so ist, wie es ist:
    .

    .
    Das muss man mir erklären. Nicht Italien.

  31. Archäologen 50 Generationen...
    Archäologen 50 Generationen später werden noch großen Spaß an Ihren Wagenladungen voll „Petitessen“ bzw. Ihrem Silberschatz im Tegernsee haben.
    Vielleicht doch ein klein wenig ewiges Leben…

  32. Nein, ich habe für fast zwei...
    Nein, ich habe für fast zwei Monate in Mantua gemietet. Como wäre mir dann doch etwas zu weitab für das, was ich zu tun hatte (Mille Miglia etc.). Aber für den kommenden April und Mai habe ich schon wieder den Vetrag unterschrieben.
    .
    Muscat, und wenn sie die Festplatten der FAZ finden, haben sich auch gleich noch eine erstklassige Quelle dazu und nölen dass es wieder nur Reichengeschichte ist, die da geschrieben wird. Ich kenn die Leut. Nie zufrieden. Und sie sehen auch nicht aus wie Indiana Jones,

  33. Ich bringe gleich mein edles...
    Ich bringe gleich mein edles blaues Rennfahrrad mit, und dann können wir einmal rund um den See radeln. In Lecco verweilen wir dann ein paar Nächte im dortigen Krankenhaus, zur Stärkung nach dem Zusammenbruch, bevor wir anschließend den Weg zur Villa D’Este wieder aufnehmen.
    Spaß pur!
    Nur eins wird verpönt sein: Bayrisch. Eliten sprechen Hochdeutsch.

  34. Vertrag?
    Sie müssen...

    Vertrag?
    Sie müssen arbeiten?
    Ich dachte, Sie wären reich.
    Na gut, im näcshten Jahr in Mantua, vielleicht.

  35. Der Hinweis auf die Tiefgarage...
    Der Hinweis auf die Tiefgarage gibt mir einen Stich angesichts Ihres hübschen Szenarios; bei Tielfgaragen denke ich immer „unten Bunker oben Bunker“.

  36. Geppetto, in diesem...
    Geppetto, in diesem ehrenwerten Sinne haben mich auch meine Eltern erzogen. Norddeutsche merken zwar, dass ich nücht einer der Ühren bin, aber meine Artikulation ist durchaus zugänglich.
    .
    Ich bringe das gelbe Faggin mit.
    .
    helmutandres, ganz ehrlich: Ich weiss nicht, ob ich das noch schaffe. VBermutlich eher nicht. Wobei ich die l’Eroica auch geschafft habe und dieses Jahr oihne grosse Lungenprobleme durch die Heuschnupfensaison kam. 70 Kilometer merke ich nicht mal, aber dennoch, der Stelvio… ich habe vor Strassen Respekt, aber der Stelvio, vor dem habe ich, so gern ich ihn fahre, mehr als Respekt. Den fürchte ich. Schon im Auto verlangt er einem alles ab. Mit dem Rad? Gut, man kann nur scheitern.

  37. Mietvertrag. Arbeiten... ich...
    Mietvertrag. Arbeiten… ich bin so ein Zwitter, ich tue nichts und schreibe darüber und bekomme dafür Geld. Nein, im Ernst, ich muss mich zudem um ein grosses Haus kümmern, das ist jede Menge Arbeit.
    .
    Ach, im Burgund gibt es keltische Oppida und Käse- und Senfhersteller und Wollwirker und Hügel und Schlösser und Zisterzienserklöster und … ich finde da schon was.

  38. @geppetto und Don...
    @geppetto und Don Alphons:
    Wenn ein blog-Radlertreffen nächstes Jahr in Mantua stattfinden sollte, kaufe ich mit das Dei Regale doch und komme auch!
    Aber ich denke, das wird so enden, wie das Kommentatoren-Rodeln!

  39. Auf dem Stelvio verlangen...
    Auf dem Stelvio verlangen einem die beschaulichen Bummler vor einem alles ab. Da kann ich ziemlich ungeduldig werden, verfolge ich da doch eher einen sportlichen Ansatz.

  40. Ach Don, das Bild von heute...
    Ach Don, das Bild von heute mittag könnte aus einer Vorortsiedlung im Pariser Grossraum stammen: nur wären die Häuslein (sind es welche? die Mauern sind jedenfalls nicht aus Stein) noch winziger, die Gärten kleiner und drumherum Thuya oder Cypresse. Wie gesagt, schön mit Ihnen ein bisschen zu träumen. Pubertät, Gesellschaftskritik, der Traum vom Besseren Morgen: vanité passée.

  41. DA, 12:36 und den teuersten...
    DA, 12:36 und den teuersten Sprit zwischen Lyon und Paris.

  42. Das Zauberwort heisst...
    Das Zauberwort heisst „Reisekostenantrag“. Jetzt ist dann aber auch Schluss mit Italien.

  43. @Don Ferrando 31. Mai 2011,...
    @Don Ferrando 31. Mai 2011, 08:53 – Man kann auch heute noch ein Haus direkt und per Handschlag kaufen. Zum Erstaunen diverse Leute habe ich unser momentanes so erstanden und keine Maklergebühren gezahlt …. Aus Prinzip auf Vermittler zu verzichten und Verhandlungen selbst zu führen, ist auch eine Möglichkeit im Sommer für die (Lebens)winter zu sparen.

  44. Repressiver Sauberkeitswahn,...
    Repressiver Sauberkeitswahn, was gibt’s da zu erlären?
    .
    Häßlich, ja, aber alles schön flächig weiss. Da kann keiner was sagen.

  45. Lieber Don, Schönheit bedarf...
    Lieber Don, Schönheit bedarf keiner Erklärung, da haben Sie selbstredend recht. Ich meine, die Italos haben eben auch noch die gewisse Art zu verkaufen- bewußt oder nicht -, die dem geneigten Betrachter keine Wahl läßt. Und das macht Sie eben zu Italienern. Und wer wollte da widersprechen. Nur beim Fußball hört die Liebe auf.

  46. Man hängt ja auch nicht seine...
    Man hängt ja auch nicht seine Wäsche quer über Straße zum Trocknen.

  47. @DA – Beim Anblick der nicht...
    @DA – Beim Anblick der nicht sonderlich attraktiven Häuser kam mir folgende Frage in den Sinn: ‘Was, wenn die Bewohner nicht wollen, dass ihr Haus im Block der Stützen abgebildet wird? Vielleicht können sie sich keines mit mehr Charakter leisten?’ Soweit ich mich erinnern kann, haben Sie vor einiger Zeit geschrieben, dass Sie sich gegen Googlestreet gewehrt haben. Ich selbst besitze auch nur ein ganz spießiges holländisches Reihenhaus. Könnte die FAZ einfach ein Bild meines Hauses veröffentlichen?

  48. Um deutsche Vorstädte und...
    Um deutsche Vorstädte und Schlafsiedlungen zu erklären, braucht es kein Blog.
    Einfach mit der flachen Hand auf die Stirn patschen, das reicht.
    .
    (Bin aus weiteren Gründen kein Vorstadt-Freund als nur wg. der dortigen misslungenen Idee von Wohnen und Architektur. Bin jedoch sicher, in Milano gibt es ähnlich hässliche Parzellen, sauber aber hässlich.)

  49. Montaigne: Tagebuch der Reise...
    Montaigne: Tagebuch der Reise nach Italien über die Schweiz und Deutschland von 1580 bis 1581
    Anlaß: Nierenleiden, Reise zu den „italischen“ Bädern (man soll ein krankes Nierenbecken nicht mit zu kalten Bieren necken)
    Zu dieser Zeit muß Deutschland immer noch ein wunderbares Land gewesen sein, man schaue sich die Stiche von Merian an. Er, Montaigne, fand sogar sehr lobende Worte zu Deutschlands Küche im Gegensatz zu der Frankreichs.
    Dann verweilte einige Jahrzehnte später der 30-jährige Krieg in D. Erste geistig- seelisch Verheerung: Louis XIV: „brulez le palatinat“, Zerstörung der Pfalz. Mit weiteren darauffolgenden schönen War Theaters, gipfelnd im WK II.
    Es muß danach in weiten Kreisen der Bevölkerung (incl. Stadtplanern & Architekten, Politikern) eine Art Lobotomie stattgefunden haben. Aber wenn man die Autobahn von Mailand nach Venedig fährt, wo soll da der Unterschied zu unserem Graus sein? Oder gar zu den lieblichen Vororte Neapels? Zu schweigen von Mestre vor Venedig?
    DA:Man fahre einmal geruhsam die Elbe entlang von Bad Schandau bis kurz vor dem AKW Krümmel vor den Toren Hamburgs, einfach hinreißend die Juwele an Landschaften und Orten. Dort können Sie sich vom Grappa und den fettigen Torten bei ganz einfacher Kost mit einem Kümmel danach erholen.
    Auf Ihrem Bildchen hat das Bauamt offensichtlich die obligatorischen 3,00 m Bauwich
    bei offener Bauweise links und rechts der Nachbargrenze dispensiert. Das ist offene Anarchie!!!

  50. Auf nach Burgund! Die Strasse...
    Auf nach Burgund! Die Strasse zwischen Dijon und Beaune ist voller reizender Ueberraschungen (gewesen).
    Der Wein soll vorzueglich sein. Cuvé D123 sans plombe deux cotes.
    http://www.mdr.de/tv/8023363.html
    Dem Senf sagt man Wunderkraefte nach (s. Lumpazius Vagabundus), soll aber auch …
    …das gehoert nicht hierher.

  51. Apropos EHEC. Wer findet im...
    Apropos EHEC. Wer findet im Netz irgendwo das schoene Lied „Die Gurke“, gesungen von Gisela Jonas, bekannt auch als Schwabinger Gisela?
    .
    (Das war alles noch vor meiner Zeit. Muss nett gewesen sein damals, als es noch Krawalle in Schwabing gab.)

  52. Wunderschöner Beitrag mit...
    Wunderschöner Beitrag mit Traumausblicken!
    Das Schöne am nicht-reich-sein ist, dass man gezwungen ist flexibel zu sein,
    und auch Lust hat,verschiedene Orte zu entdecken.
    Auch der vertraute Tennislehrer wird bald langweilig und so hilft es nur: immer
    die Augen offen halten.

  53. Warum Deutschland so aussieht?...
    Warum Deutschland so aussieht? Vielleicht weil es sich so viel, viel besser leben lässt als 1945 in Berlin oder Lamsdorf.

  54. DA ist immer noch in Italien? ...
    DA ist immer noch in Italien? Nimmt er an einem Kochkurs teil?
    Deutsche Männer sind begeisterte Hobbyköche (Lafer, Topfgeldjäger usw) geworden. Stehen Currywürste nicht mehr auf dem Tagesmenü?

  55. fionn, doch, die kochen....
    fionn, doch, die kochen. Meistens sonntags. Ich kenne einen, der verzieht sich dann mit ’ner Pulle Rotwein in die Kueche um dem domestic stress zu entgehen. Abends kommt er betuetert zurueck und serviert das Produkt seiner Kunst.
    Damit hat er das Recht erworben, zum gemuetlichen Teil des Tages ueberzugehen (Sportschau oder so).
    .
    Bei uns ist das anders: wir gehen alle zusammen in dezente Ballonseide (Partnerlook) gekleidet zur Imbissbude und bestellen mehrmals „Pommes Schranke“. Dazu ein handwarmes Pils aus unfallfreiem Plastikgebinde. Bezahlt wird alles am Monatsende. Wir gelten als reich und haben Kredit.

  56. Vielen Dank für den Beitrag!...
    Vielen Dank für den Beitrag! Ich hoffe, nächste Woche ist noch was an Schals da, wenn wir auf der Reise in den Süden dort halten.
    Die Verhandlungen mit Mdme. laufen, es wird aber wohl auf eine Übernachtung in der Gegend hinauslaufen. Weiß hier jemand im Kreise des versammelten Sachverstands ein nettes Hotel im näheren Umkreis? Nicht zwingend billig, aber mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis? So ein wenig „etwas runtergekommenes Grand Hotel“?

  57. @Der Tiger, nun, was kümmert...
    @Der Tiger, nun, was kümmert uns das Geschreibe von gestern. Er liebt eben den Kontrast, und das muß sofort im Bilde – Haus aus Wanne-Eickel – belegt werden.
    .
    Und er hat ja Recht. Alle Italien-Freunde wissen es mit ihm. Nur, es gibt eben auch Neapel, wo man nicht mal den Müll abstellen wollte. Aber das ist nicht unser Italien; nein, unseres tragen wir im Herzen. Da lassen wir niemand ran. Und das ist gut so für die Wintertage.

  58. Werter Don Alphonso,

    Ihre...
    Werter Don Alphonso,
    Ihre Reisebeschreibungen machen Appetit auf mehr. Vielen Dank!
    Ihre PadE

  59. Ich dachte nicht, dass das...
    Ich dachte nicht, dass das Problem mit Streetview war, irgendein Bild zu veröffentlichen, seinerzeit war die Ansicht hierzulande jedenfalls nicht Teil des Eigentums, sondern dass man es genau lokalisieren konnte und so über den Eigentümer Rückschlüsse ziehen könnte, oder?

  60. Ihr S-O ist im letzten...
    Ihr S-O ist im letzten Jahrtausend mit mehr als einer Mio. € Schulden auf dem persönlichen Buckel, einem stinkenden Dieselkombi fremdländischer Provenienz mit 200Tkm und seiner geliebten Ehefrau nach Outsourcing des Nachwuchses üner Via Mala, Splügenpass und vielen Tornanti Freitag nachts am Eingang der damals ihm unbekannten Villa d´Este gelandet.
    Dem Parkplatz mit den kleinen billigen Autos, in der Finsternis.
    .
    „Da geh´ich nicht ´rein.“
    „Ich mach´das schon.“
    „Wir haben kein Gewand (Übersetzung: Kleidung).“
    „In unserem Zimmer sieht uns keiner.“
    „Ich bleibe im Auto.“
    „Über die Nacht?“
    „Ja.“
    .
    Sie, geschätzter Don Alphonso, wissen als Kunstfigur ohne Unterleib ja sehr wohl, daß man die Begleiterin nie und nimmer alleine läßt.
    Die Geschichte fand ein beinahe bibliches Ende – sie fanden keine Herberge.

  61. Nun ja, Nabokov war in Berlin...
    Nun ja, Nabokov war in Berlin (!) auch Tennislehrer.
    Was sagt uns das? Nicht alles über einen Kamm…

  62. @icke – Schließt man etwa...
    @icke – Schließt man etwa über Eigentümer solcher Häuser keine Schlüsse? Ich jedenfalls empfinde es als Beleidigung, wenn man mich auf Grund meines holländischen Spießerhauses charakterisiert. Das wesentlich charaktervolle Haus meiner Familie hat der eine Bruder geerbt, und das schicke Grundstück der andere. Mit dem Geld, dass ich zum größten Teil nicht geerbt, sondern selbst erworben habe, konnte ich mir eben nur ein Spießerhaus leisten. Anderen, die auch fast nichts geerbt haben und das Studium zweier Kinder finanzieren mussten, geht es vielleicht auch so.

  63. Zum Glück ist das nicht...
    Zum Glück ist das nicht „Courts-Mahler hat Räder“
    .
    Oder anders: Trivialität ist Gewissheit – und umgekehrt.
    .
    Und ja doch: Hauptsache jeder bleibt, wo er ist, begehrt keinen Auf- oder Abstieg. Das macht Gesellschaft viel leichter. (Neue Anwendungen für Helium – Mutter Natur abgeschaut.)
    .
    Und die Gewissheiten des Jetzt: Der Einsame ist nicht einsam – aber die Kollek
    tive sind alleingelassen.
    .
    Und der totgeschossene Soldat verrät am meisten vom Krieg. (Gewesenes von rückwärts her analysiert: 14-18 macht keine Ausnahme.)
    .
    Und so schreiben Überzeugungstäter: Am Geld ist er nicht interessiert (denn das hat er schon)- sondern nur an der Sache. (Gäbe es in Dekadenz sinnvolle Entfaltung, würde er kein eigener Kosmos sein müssen.)
    .
    Und: „Besser hilflos im Bruttosozialprodukt, als ganz ohne Orientierung“, gilt nun mal gerade für Westviertel zum Glück eher nicht.
    .
    Und Großer Häutling Vier-Rolex weiß: Solange ich mich selbst mitnehme, gewinne ich immer. (Beides ist zu erreichen.)
    .
    Und Bank und Tisch vom Foto stammen wahrscheinlich von einer echt victorianischen Auktion auf Sylt. (Und die Fliesen vermutlich genuin Berliner Baumarkt-Restposten-Terracotta von 1992, von der sogenannte „Selbsttransport-Kofferaum-Ware“ abstammend.)
    .
    Im Zeitalter des Internet kann man zwei Dinge nicht verhindern: a. die Information und b. die Wahrheit. (Sogar über Schönheit nicht.)
    .
    Avatare im Dutzend – wer bietet mehr?
    .
    Wir ahnten übrigens schon immer, dass manche dreiarmig sind. Wie Leuchter. (Besonders der Mittelarm ist dann wahrscheilich stark. Bestimmt vom Handball.)
    .
    Und halbparkliche Anstalten soll es da auch geben. (Der Zauberberg ist ein Podest. Wie will man da laufen?)
    .
    Und der Morgenstern ist eine junge Lichtgestalt am östlichen Firmament. In Tälern und aus Schluchten sieht man ihn schlechter. (Frühe Sommersonnenwenden – im Anschein unser Erfahrung.)
    .
    Luther anwenden! – was die kommende Päpstin demnächst von allen Katholikinnen auch noch verlangt.

  64. Und der Morgenstern ist eine...
    Und der Morgenstern ist eine junge Lichtgestalt am östlichen Firmament. In Tälern und aus Schluchten sieht man sie schlechter. (Frühe Sommersonnenwenden – im Anschein unser Erfahrung.)
    .
    Luther anwenden! – was die kommende Päpstin demnächst von allen Katholikinnen auch noch verlangen wird.
    .
    … natürlich.

  65. Komisch, dass sich die...
    Komisch, dass sich die Franzosen nicht über den deutschen „Atomausstieg“ ärgern und nicht freuen. Je weniger deutsche AKWs, umso mehr Uran bleibt dann für die französischen übrig, und umso mehr Marktanteile. Begreif‘ einer die Welt.

  66. Eigentum mit Unterleib und...
    Eigentum mit Unterleib und Unterseele.

  67. @HansMeier555
    .
    Wahrscheinlich...

    @HansMeier555
    .
    Wahrscheinlich haben die aktuellen Franzosen ganz einfach noch nicht soweit gedacht.
    .
    Oder anders: Natürlich wird der Stab im Lebensstaffellauf meist prominent von den Neuen und Unerfahrenen getragen. Auch Frankreich häutet sich anscheinend eben. (Was, wie es scheint, weniger Chauvinismus zur Folge hat, *g*)
    .
    Solange keiner diesseits oder jenseits des Rheins argumentiern würde „Mein Staat zuckt noch, da muss ich besser weiter noch stillhalten“ – solange ist doch das meiste noch in Ordnung, oder?
    .
    Wichtig ist doch vor allem nur eines: Das mir meine kleinen Fehler selbst vergeben sind.
    .
    Und auf die „Philipp Rösslers der Franzosen“ sind wir in der Tat auch echt Mal wirklich gespannt. Noch Sarkozy muss nicht nur, sondern wird auch wohl was kommen. Aller Erfahrung nach.

  68. @Das muss man mir erklären....
    @Das muss man mir erklären. Nicht Italien
    .
    Aber nicht doch. Das kann man nicht erklären. (Man soll es trotzdem lieben – das der Punkt!)
    .
    Oder noch anders: Wenn man da wirklich ausholen wollte, dann würde man am Ende womöglich damit enden müssen, dass und warum „der Führer“ gesagt hat „er höre immer erst 5 nach 12 auf“ – eben weil der Auszug aus solchen Verhältnissen die gewünschte Selbstzerstörung – und sei es durch andre – bereits als starken Keim von Anfang an immer wieder in sich trug und trägt – und daran hat sich – so gesehen – eben bis heute nicht prinzipiell etwas geändert.
    .
    (Und dazu, wg. der Sichtweisenänderungsmöglichkeit, führe einer halt nach Italien. Oder nicht. Und die Ausländer hier sehen uns immer so, liegt in der Natur der Sache.)
    .
    Die Deutschen sind lange nicht so toll, wie sie meinen. Andere wissen das genau.
    .
    (Und die denken, und womöglich zu Recht: So lange sie nur so dumme und geschmacklose Häuser bauen und Spritzussmaschinen für die Welt, aber Panzer nicht, so lange wollen wir es immerhin zufrieden sein. (Und Hauptsache sie reden mit uns, wenn auch ihren üblichen und allseits bekannten deutschen Unsinn. Da weiß man immerhin was vorgeht))
    .
    Und es gibt Gegenden und Völker auf der Welt, da sind diese Art Häuser dieser sozialen Schicht nicht frisch gestrichen und das Dach ist auch undicht, und im Bad gibts Krankheitskeime: Schlechter kommt leicht.
    .
    (Die Ergebnisse der profilenden angelsächsischen Psychologie zu A. H. von 1942-43 – nebst nachfolgender allgm. Forschung a la „wie gelangt der Einsame zur Tat“ (na einsichtsvoll gar nicht) – gehört ja heute allgm. zu den meist direkt selbst gesuchten Bildungserlebnissen des Heranwachsenden, des Gymnasiasten schon, besides all that juvenile delinquency, wir schreiben schließlich 2011, daher … .)

  69. Liebe Prinzessin auf der...
    Liebe Prinzessin auf der Erbse, leider war es das mit den italienischen Themen, mehr allenfalls noch im Print, wenn die wollen – das sind dann eher bloguntaugliche Themen.
    .
    Schluichten-Ossi, ich habe bei der Heimfahrt auch im Auto gedöst, da ist nichts schlimmes dabei. Meine Vorbehalte gegen dieses Hotel haben nichts mit Schwellenangst zu tun, ich bin nur etwas resistent gegen Versuche, mich zu beeindrucken. 400 Jahre Hausgeschichte habe ich daheim nämlich auch. Und meine Stühle sind schöner.

  70. Früher hätte man mit einem...
    Früher hätte man mit einem Empfehlungsschreiben Zugang in die vornehmste Gesellschaft gefunden, wäre als angenehmer Plauderer umstandslos in die herrlichste Seevilla eingeladen worden und hätte die schöne Landschaft vom Pferd und vom sanftwiegenden Kahn aus betrachtet — und nicht durch die blöde Immobilienkäuferbrille.

  71. Sg. Tiger, nun wüsste man ja,...
    Sg. Tiger, nun wüsste man ja, so wie es abgebildet ist, gar nicht, dass Sie in dem Haus auf dem Bild wohnen und kann es auch nicht herausbekommen. (Wenn es denn das Ihre wäre). Und, erfahrungsgemäss, schliesst mensch natürlich aus Ihrem Umfeld Rückschlüsse auf Sie. Und selbst wenn man gar nicht so ist wie die Nachbarn, fördert so ein Haus nicht ein winziges bisschen den Spiesser in einem hervor (ach der Rasen sollte nun doch gerecht werden). Und noch etwas: mit das spiessigste Idyll war mir gegeben zu Berlin bei Hausbesetzern zu sehen (Plüschsofa und Topfgeranien).

  72. @perfakt!57: "Die Deutschen...
    @perfakt!57: „Die Deutschen sind lange nicht so toll, wie sie meinen. Andere wissen das genau. …“
    *
    Das sind kluge Gedanken, mal davon abgesehen, dass es „die Deutschen“ und „die Anderen“ in chemischer Reinstform nicht gibt. Andererseits habe ich beobachtet, dass „die Deutschen“ sich im Gegensatz zu anderen Völkern geradezu exzessiv Gedanken um andere Kulturen machen. Nicht nur, dass sie panische Angst haben, sich wildfremder Kultur daneben zu benehmen, sie kaufen auch uralte Häuser im Ausland, sanieren diese und freuen sich dann diebisch.

  73. Da man nach Drüben nichts...
    Da man nach Drüben nichts mitnehmen kann, stellt sich die Frage des richtigen Genießens im Diesseits.
    .
    Geht das überhaupt allein? Stellen Sie sich vor, die Villa d’Este gehörte Ihnen aber es käme niemand zu Besuch.

  74. Faggdisch hom mia do herin, in...
    Faggdisch hom mia do herin, in Deitschland, in Bayern fast goar net, an Ausnahmezuaschtand. Scho lang! Gö! Weil de bragmatisch-phüsigalisch-eddhisch-demogradischä Regierung do bei de Breissn in Börlin sozusagän net ois im Griff
    hot (wia mia bei uns do herinna). Zwega dem foahrrt unsana Horsti, da Seehofer, allaweil zu deni Breissn un sogt eahna was macha soin un wia ma richdig gubernierrt, dera Oidn aa, dera Britschn, dera eländigän. Gö!
    Kein Adom mehra, jo wos isn nach des? Leit ziagt,S Eich woarrm o, s´wirrd koid
    im Schupfn. Bragdisch wern mia oarme Reichn eh aa olli enteignät. S´Göld, unsa Göld werd zum Fensta naussgschmissn, fier de hellenische Bagasch. Wo mia Baiern deni scho Anno 1838 Endwigglungshilfä gleisdeäd hom. De erschte Brauerei (Fixbrauerei 1854)hot mei Vawandtschfd bei deni eigricht. Bragdisch hom mia deni erschtamoi ainä Kuldurr bracht! Weil´s eh wahrr is!
    I mechat koa Hittn in Idaliän hom, so wia der Don Fonsi ollaweil an Blanga hot dodafier, de Leit do herruntn kenna jo no net amoi richtig deitsch redn. Mia hängan ja unsani dreggatä Wäsch aa net ieberd Schtrossn wiar de Leit in Neabbel. Mia vaschteckn´s wia´s sich ghörrt.
    I sölba, mei, i bi schtolz draf, das i aa Deitscha bi, bal i eh a grundährlicha Baier bi, und fölsenfest fier meinä Vorurdeilä schtehe, do feit se nix. Des linggsradigalä Indelligzla-Gschwerl werd bei uns do herin nix. Mia sand ois Badriodn bei uns do hein, sogoarr de Sozis.
    Oberlandschitzn schtüllgschtandn! Bairischa Defilierrmarrsch! Rüahrrn! Zenzi, a Maß un a Laugnbrezn dodaher!
    http://www.ixquick.com/do/metasearch.pl

  75. Als oidi Wurschdhaut woas i vo...
    Als oidi Wurschdhaut woas i vo was i red: Es gibt scho auch Armmleuchtärr!

  76. HansMeier555@: Der jenseitige...
    HansMeier555@: Der jenseitige Mensch braucht das nicht. Unangemeldeter Besuch wird nicht vorgelassen.

  77. Sie brauchen zwar eigentlich...
    Sie brauchen zwar eigentlich Nichts,
    doch man könnte sich mal was borgen!
    Es gibt viele Formen des Verzichts.
    Hauptsache, sie machen sich Sorgen!
    *
    Am Ende müssen sie für alles blechen,
    und sie war hart, die Wohlstandshürde!
    Der Reichtum war mal ein Versprechen!
    Heute ist er nur noch Bürde…

  78. Das ist schon ein...
    Das ist schon ein Schicksal:
    The White Man’s Burden (dt.: „Die Bürde des Weißen Mannes“) ist ein Gedicht von Rudyard Kipling.

  79. schön, diese...
    schön, diese reisebeschreibungen. sie passen in diese goldenen zeiten, in denen sich einfach alles zum besseren wendet. saddam und bin ladin weg. ghaddafi wird ihnen bald folgen. das wtc wird mit einer etage pro woche neu aufgebaut. die fdp, von westerwelle befreit, kann endlich wieder ihre geballte wirtschaftskompetenz ausspielen. unsere wirtschaft brummt. das nationale selbstbewußtsein steigt. töten und sterben gehören endlich wieder dazu. das das reichste prozent der deutschen, unsere oberschicht, verfügt über sagenhafte 126.000 euro jahreseinkommen und kann sich damit sogar ein reihenhaus auf 500m² grund für 650 euro/m² in nußloch(!), einen mittelklassewagen auf kredit, kindergartenplätze und nahrungsmittel aus dem supermarkt leisten. wir sind wieder wer! man blicke auf spanien, wo arme menschen massenhaft auf straßen und plätzen übernachten müssen. und hier öffnet uns der don die augen sowohl für neue horizonte als auch vergangene größe: italien! einst teil des heiligen römischen reichs deutscher nation und winterquartier deutscher kaiser wartet es nun auf erneute, diesmal friedliche eroberung durch die wohlhabenden deutschen und hat schon die liegestühle bereitgestellt. we never had it so good. einzige dazu passende musik: fanfarenklänge.

  80. ..die Fotos,...Hmm(!?);
    ..die...

    ..die Fotos,…Hmm(!?);
    ..die junge Dame, die mich letzten Herbst aus dem kleinen roten ital. Cabrio(Düsseldorfer Kennzeichen) heraus, am Top des San Bernardino Passes, Fahrtrichtung ital. Seen fotografiert hat; soll mir ´mal einen Abzug mailen.
    Abends um sechs, diesig, nach 9h Fahrt auf dem Rennrad mit Gepäck am Rücken.
    >Stimmungsbild< "Was Reiche so alles mit sich ´rumschleppen"

  81. Ich würde auch eher sagen,...
    Ich würde auch eher sagen, dass glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist. Wir ignorieren nur ein paar Fakten.
    .
    Ich halte es für sinnlos, Reichtum an einem volatilen Einkommen festzumachen. Nach Steuern und Abgaben bleiben von 126.000 Euro ca. 60.000 übrig, und wenn man dann noch zur Miete wohnt und auch sonst wenig hat, ist das nicht wirklich luxuriös. zumal mit Kindern. Und dem Risiko, beim nächsten Einbruch (Eurokise, anyone?) beim Niedergang des Middle Managements betroffen zu sein.

  82. Ja, über den WiWo-Artikel...
    Ja, über den WiWo-Artikel wurde auch hier herzlich gelacht.

  83. di, die Zeiten, als das...
    di, die Zeiten, als das Rennrad ein Sportgerät für Arme war, ist nun doch auch schon etwas länger vorbei. Wenn hier am Tegernsee die MTB-Wochen sind, sieht man mal, was daraus geworden ist. Mein neues Colnago kostete neu 4500 Euro. Der Besitzer hat keine 500 Kilometer darauf zurückgelegt und es nach 7 Jahren wieder verkauft.
    .
    perfakt!57, ich würde sagen, dass es in der Summe aller Vor- und Nachteile immer noch am besten ist, in Süddeutschland zu leben. Stichwort Verlässlichkeit und relativ liberales Leben. Eine der ungeschriebenen Geschichten dieses Urlaubs wäre „Scheidung in Italien“. Das ist nämlich nicht im Mindesten so locker wie bei uns.

  84. Verdienst ist das, was an...
    Verdienst ist das, was an laufenden Kosten wieder abfliesst.
    .
    Besitz ist das, was bleibt.
    .
    Ich bin lieber ein Besitzender denn ein Verdienender.

  85. lieber HansMeier555, oh doch,...
    lieber HansMeier555, oh doch, dann hat man immer besuch. das könnte an der lage liegen. am frühstück mit ausblick. dem dinner mit seeblick. am gästezimmer mit bergblick.
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    lieber Don Carlos, den artikel http://www.faz.net/artikel/C31364/arme-oberschicht-so-lebt-das-reichste-prozent-der-deutschen-30389106.html haben sie auch gelesen? hier wurde sehr gelacht. und nachgerechnet.
    .
    es stimmt, was unser lieber gastgeber sagt: mit 126.000 können sie keine weiten sprünge machen,
    wenn dies das einzige ist, über das sie verfügen,
    und noch schlimmer, wenn sie schulden haben, weil sie als besserverdiener nicht darauf verzichten konnten, sich das porsche turbo cabrio in silber mit schwarzem innenraum neu zu bestellen.
    und ihnen die eltern nicht finanziell bei der aufzucht der brut, denn immerhin sind es ja auch ihre gene, nach deren manifestation sie so lange nörgelten, behilflich sind.
    .
    wenn allerdings ein abbezahltes haus, mietwohnungen und vernünftige aktien dazukomen, sieht die sache bedeutend besser aus.
    sorgen dürften sie sich machen, wenn sie sich vergegenwärtigen, dass aus paritätsgründen zunehmend in gleichen kreisen geheiratet wird, und so sich das einkommen und die mietwohnungen und die villa am see und die anderen mietwohnungen in die eheliche gemeinschaft einbringen.
    .
    lieber Don Alphonso/11.51 u, das haben sie – wie den artikel auch – aber schön formuliert.

  86. Man sollte Journalisten nicht...
    Man sollte Journalisten nicht so hart beurteilen. Ich musste auch schon Beiträge über Themen schreiben, die mir sehr fremd waren, und bei einem Normalgehalt für Vollzeut von ca. 3000 bis 3500 für jüngere Redakteure (brutto!), Freie nochmal erheblich darunter, darf man sich nicht wundern, dass 126.000 nach einer üppigen Summe klingt. Das ist erst gut, wenn man sonst keine besonderen Kosten mehr hat. Hier bei uns würde man im Jahr für so eine Kleinfamilie glich mal 25-30.000 Euro Miete zahlen. Natürlich kommt man da mit Kredit und Bank in 10, 15 Jahren raus, wenn man sich beim Bauen nicht übernimmt – aber auch dann steht da noch keine Villa.
    .
    Es bleibt also alles eine Frage der Herkunft. Das ist nicht gerecht, aber was ist das schon? Auch die 126.000 sind nicht gerecht, wenn man sich eine Krankenpflegerin anschaut.

  87. Vielen Dank llieber Don für...
    Vielen Dank llieber Don für die hübschen Zeilen.
    Ich habe sie sehr genossen. Hierm im hohen Norden ist der Wind kalt, aber die Sonne brennt bereits auf der Haut. Der Heuschnupfen ist unter Kontrolle. Aber die Tage bis zur Abfahrt nach Italien vergehen viel zu langsam.
    Danke für die Verkürzung!

  88. Gern geschehen. Wenn das hier...
    Gern geschehen. Wenn das hier so weitergeht mit den Pollen, bin ich auch bald wieder unten. Als ob der Körper alles nachholen wollte.
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    Jetzt erst mal wieder Normalbeiträge. Ich dachte an etwas zu dem besagten 126.000-Euro-Beitrag mit Rechenbeispielen, kann aber auch nochmal zwischendrin etwas Italienisches machen, Stichwort Herrschaftsstrukturen. Wünsche? Scheidungen böten sich auch gerade an, es ist viel passiert in den letzten Wochen.

  89. @ DA 12:05.
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    Eine...

    @ DA 12:05.
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    Eine Dreizimmerwohnung mit 88qm und Parkett in Mailing ist für 9600 warm zu haben.
    In sowas wohnen nicht wenige Kleinfamilien.
    Bei zwei mittelprächtigen Verdienern, sagen wir mal Steuergehilfin und Audi-Facharbeiter bleibt dann schon noch was übrig für einen Hausbau in Reichertshofen oder Rohrbach. Auch wenn sie keine 120k€ p.a. haben.

  90. Wobei ich eher über die...
    Wobei ich eher über die SAP-Aktionäre lachen musste.

  91. Soll ich Ihnen verraten, was...
    Soll ich Ihnen verraten, was der russische Provinzadel empfand, als Napoleon Moskau niederbrannte?
    .
    Erraten: Reine ungetrübte Freude. Die Plünderung Petersburgs hätte ihm zwar noch weitaus besser gefallen, aber alles kann man ja nicht haben.

  92. Don Ferrando, Mailing ist...
    Don Ferrando, Mailing ist exakt das Bild da oben in den Kommentaren. Und natürlich kann man auch in den Schlafslums rund um die Stadt wohnen. Nur ist dann eben noch nicht die „Oberschicht“. In Rohbrach gibt es genau eine gute Adresse, das ist das Schloss, und das ist nicht zu verkaufen. Ganz ehrlich, trotz des Booms und der Wertsteigerung: Ich würde in dieser Region nicht mehr bauen wollen.

  93. >>und den Bridge Room...
    >>und den Bridge Room frequentiert, kann man schon einen Tag aktiv gestalten<< Ich habe Bridge an der Uni in the Common Room gespielt (when I had an hour or two free between lectures). I also watched Omar Sharif playing bridge in Deauville. Am Bridge-Tisch lernt man interessante Menschen kennen.

  94. @Don
    Man könnte ja noch ein...

    @Don
    Man könnte ja noch ein Schloß bauen.

  95. Wenn man eine Baugenehmigung...
    Wenn man eine Baugenehmigung bekäme. Im Altmühltal – weitaus schönere Ecke – wird seit Jahren ein Jagschlösschen angeboten, gar nicht so teuer, braucht aber etwas Pflege (Ehemailger Burcggraben, Schimmel, ein neues Dach und der Stuck sollte auch). Und dafür wiederum würde unser 126.000er 20 Jahre arbeiten müssen.

  96. Don, bist halt ein verdammter...
    Don, bist halt ein verdammter Snob. :-)
    .
    Alle anderen, die sich aus Kultur- oder Ästhetikgründen ärgern, ein 60er Jahre-Häuschen geerbt zu haben, das in Gegenden steht, in denen Don Snobbo nicht einmal mit einem Opel durchfahren würde: Grämet euch nicht. Auch da kann man viel machen:
    .
    Efeu drum herum wachsen lassen, das Haus würdevoll altern lassen, den spießigen Anstrich, den üblen Klinker wegmachen, den Garten angenehm bohèmien verwildern lassen, Brennesseln für die Schmetterlinge stehen lassen, einen englischen Garten basteln, verschlungene Gehwege, all das. Das wird ein Schmuckstück-Haus inmitten von Spießer-Häusern und kahlen Gärten, in denen Einfallslosigkeit, Lieblosigkeit, der 90°-Winkel und der Kärcher unangenehm dominieren und die armen Tulpen ausgezirkelt Spalier stehen müssen.
    Eine Wohltat für die Menschheit, und gutes Karma, falls man wiedergeboren wird.
    .
    Über Dons Wiedergeburt wäre auch mal spannend, zu räsonieren …
    Als Hausmeister einer Schule in Oberitalien, als verarmter Schlossherr in Brandenburg oder als Katze? Letzere wird man aber nur, wenn man ein wirklich absolut vorbildliches Vorleben hatte. Unter Albert Schweitzer geht eigentlich gar nichts.

  97. Regenwurm, wie ihr anderen...
    Regenwurm, wie ihr anderen auch alle, und das ist schon gut, schliesslich gibt es auch noch Flöhe und Pastbazillen.
    .
    Ansonsten bin ich klassenlos: Wie man sieht, wohne ich sogar auch nur zur Miete, jedes Jahr zwei Monate ab jetzt, damit ich lerne, wie das ist: Nicht Hausbesitzer sein. Und jeden Tag 24 Stunden haben, um sich wegen dieses Zustandes mies zu fühlen, weil einen keine Arbeit ablenkt.

  98. Beweisen Sie mir, worin Ihre...
    Beweisen Sie mir, worin Ihre Human-Ethik höher stehen sollte, als meine schon sehr hochentwickelte?
    Das Herumprunken mit Besitz, Reichtum, Einkommen, Bildung ist, unter darwinistisch-relativistischem Blick gesehen, lediglich biologisch determiniertes Revierabgrenzungsritual im Hinblick auf die Erhaltung und Vermehrung der eigenen Gene. Ein anderer Blick verbietet sich daher.

  99. Vroni@: Sie hätten´s gut bei...
    Vroni@: Sie hätten´s gut bei mir. Als reinkarniertes Katzitierlein. Oft würd ich Sie streicheln in meinem baubiologisch optimierten Haus und im Paradeisgärtlein Ihnen die Wunder der Natur zeigen.

  100. <p>Mag sein, dass der Bridge...
    Mag sein, dass der Bridge Room funktionieren kann, aber als ich dort war, hat man ihn ohne Rücksicht zu einem Pressezentrum umgebaut. Das lässt tief blicken.

  101. Wenn ich das schon höre:...
    Wenn ich das schon höre: „Baugenehmigung“.
    .
    Wir brauchen den Feudalismus wie die Luft zum atmen.

  102. Oder einen Berlusconi mit...
    Oder einen Berlusconi mit Amnestie für Bausünder. Oder einen sehr langen Atem und einer schönen Mauer vor dem Hinterhaus. Nach 50 Jahren muss man sich keine Sorgen mehr machen. Sieht man an meiner Dachterrasse, schwarz errichtet so gegen 1880.

  103. Don Alphonso@: Im...
    Don Alphonso@: Im Pressezentrum werden nunmehr die eingesponserten Dritt-und Viertklassmittel kommuniziert (auch so ein Wort), auch über das aktuelle Ranking
    und die Ezellenzaussichten räsonniert. Was dagegen?

  104. @DA 12:37
    .
    Diese Diskussion,...

    @DA 12:37
    .
    Diese Diskussion, was Oberschicht ist, wurde hier im Blog ja schon häufig geführt.
    Von den 120 k oder mehr hängt es ja nicht alleine ab.
    Da gibt es viele Prolls mit mehr: sähen Sie TV, würden Sie die Namen kennen.
    .
    @DA 13:06:
    Ist eine Frage der Prioritäten.
    Wenn er auf Frau, Kinder und Scheidung verzichtet und auch Freude am Selbermachen hat, wird er im Schlößchen ein angenehmes Leben führen.

  105. @DA
    "Scheidungen böten sich...

    @DA
    „Scheidungen böten sich auch gerade an, es ist viel passiert in den letzten Wochen.“
    etwas deftiges: ein bericht zur entscheidung der obersten glaubenskongregation aus 1977 zum einem wichtigen thema der anullierung von ehen, dass eine leib-seele komponente enthält
    und eine bevorzugung des weiblichen lustbedürfnisses enthält?

  106. Übrigens: Den ersten Schal...
    Übrigens: Den ersten Schal habe ich schon heute beim Weg auf den Wochenmarkt genutzt. Deutschland, bei Dir muss man nie lange auf den Winter warten!
    .
    Suche: Posten als Oberitalienkorrespondent, und wenn es kein Bugatti t37 als Dienstfahrzeug wird, nehme ich auch einen Alfa Spider.

  107. @DA 13:26
    Der condono edilizio...

    @DA 13:26
    Der condono edilizio ist ja nun keine Berlusconi Erfindung. Das gab es schon Jahrzehnte vorher.
    Tatsächlich wurde dessen Gebrauch erst unter der Regierung Silvios deutlich eingeschränkt.

  108. Sollte die Barchetta in die...
    Sollte die Barchetta in die Fußstapfen des Sunbeams getreten sein?

  109. Ich will meinen Privatfuhrpark...
    Ich will meinen Privatfuhrpark nicht als Firmenwagen missbrauchen. Und in Italien zählt man nichts, wenn man keinen Dienstwagen hat.
    .
    Don Ferrando, trotzdem wird gebaut wie blöd in der Hoffnung, dass es schon irgendwie gehen wird. Servignini nennt über 2 Millionen Schwarzstrukturen.

  110. Es müsste auch in Italia...
    Es müsste auch in Italia über die Anhebung des Status mittels edlem Dienstfahrrad nachgedacht werden.

  111. Früher hatte man einen Titel,...
    Früher hatte man einen Titel, einen Namen, ein Wappen und einen Degen, heute halt einen Firmenwagen und irgeneine MasterCardGold. Auch gut.

  112. Nun, das ist in Italien immer...
    Nun, das ist in Italien immer noch so – als Bayer kennt man es natürlich auch nicht recht viel anders: Familie, Herkunft etc.

  113. Eben....
    Eben.

  114. Dann braucht man keinen...
    Dann braucht man keinen Feudalismus und zieht einfach nach Bayern.

  115. (Am Besten nach Niederbayern...
    (Am Besten nach Niederbayern oder in die Oberpfalz)

  116. Kommt es nur mir so vor, dass...
    Kommt es nur mir so vor, dass der Kampf gegen den Kommunismus neben der Vielfliegerei in Gumperts Miniaturen das eigentliche Leitmotiv ist?
    .
    Dass er sich immer und immer noch an der geistigen Hegemonie der Linken abarbeitet?

  117. Ich kann dazu nichts sagen,...
    Ich kann dazu nichts sagen, aber es ist ja nicht so, dass sich jedem alles erschliessen muss. Ich verstehe auch die Sache mit dem Wetteransager nicht. Und die, die sich daran hochziehen.

  118. Moa Baitrog zum Dischkuas:
    Mia...

    Moa Baitrog zum Dischkuas:
    Mia brauchan do herinna koane Zuazüglinga net. S´is eh ois voi. Mir hom ois, oba Touristn fier´s Abkocha kenna ma nia net gnua kriagn. S´geht nix üba de Stammlande in Oberbaiern: Wittelsbach und Andechs. Bal mia boid wieda aan Kini kriagn.

  119. Gern für einen 2-3tägigen...
    Gern für einen 2-3tägigen Kurzurlaub (bin ja nicht so ignorant in Bezug auf andere Regionen unseres Heimatlandes wie Sie). Aber auf Dauer… lass mal.

  120. HansMeier, pscht, wir sollten...
    HansMeier, pscht, wir sollten hier doch nicht mehr über Gumbi reden.
    Meinen Sie, der ist so blöde, dass er unser Schweigen als Zustimmung oder gar – Ehrfurcht – deutet?

  121. Man sagt, daß bei AlfaRomeo...
    Man sagt, daß bei AlfaRomeo auch die Prospekte rosten, stimmt das? Mir sind jedenfalls nördlich des Mittellandkanals keine fahrbereiten Alfasuds und Alfettas bekannt.
    Gruß K

  122. ...
    http://www.faz.net/artikel/C31364/arme-oberschicht-so-lebt-das-reichste-prozent-der-deutschen-30389106.html
    Die Angehörigen der ‚Oberschicht‘ sollten sich nicht fragen, ‚ob sie jetzt spenden müssen‘. Sondern, wer und was ihr Oberschichtendasein ermöglicht?- Achso, ihr ureigenes Ingenium und sonst nix. Dachte mir’s schon.

  123. HansMeier555@: Da ham grod Sie...
    HansMeier555@: Da ham grod Sie koa Ohnung net: Dieße Miniatur is a Votivtaferl fier Altötting zwengn dera Erhörrung dearr Gebede, wälche äs dän Gommunismus derbatzn mege…Un in dera Erinnerungsoarbat : Vollbusige Weiba finda aa schee, grod wier i.

  124. Don Alphonso@: Das ist...
    Don Alphonso@: Das ist beispielhaft, biegsam bescheiden einer Stellungnahme ausweichend.

  125. Was gibt es denn da nicht zu...
    Was gibt es denn da nicht zu verstehen.
    .
    Es lebt im Volke ein unbezähmbarer Wunsch, politische Verhältnisse der Dorfgemeinschaft nachgebildet zu sehen, damit man sie begreifen und irgendwie auch mitreden kann. Politische und juristische Prozeduren müssen als Volkstheater aufgeführt werden, um transparent zu werden.
    .
    Erfahrungsgemäß werden auf Dauer nur feudale Verhältnisse als legitim empfunden.
    .
    Bei keiner politischen Frage zeigen die Leute eine so hohe Partizipationsbereitschaft wie bei Prinzenhochzeiten oder Fußballtrainerrausschmissen. Dass sie da nix mitentscheiden dürfen, macht ihnen auch gar nichts aus, solange sie nur das Gefühl haben dürfen, dass der offizielle Fernsehkommentator ihre Ängste und Wünsche in der Sache ernst nimmt.

  126. "Als Hausmeister einer Schule...
    „Als Hausmeister einer Schule in Oberitalien“
    .
    Ja, aber wie? Bucklig, hinkend, ein Auge leicht schief? (Mit Verschlag unterm Dach, Rundblick über die Giebel der anderen Häuser inkl.?)
    .
    Der Typ mit der Schokolade für kleine Mädchen, Wange tätschelnd, oder als Pedell-Variante von Iglo Langnesias stellt man ihn wohl eher nicht vor.

  127. Re: DA 12.22h

    Gibt's sowas...
    Re: DA 12.22h
    Gibt’s sowas wie Stammtische in Deutschland?
    P.S. Uebrigens, Currywurst. Curry sauce muss nicht scharf, sondern sharf-süss sein. Also sultanas + apple dämpfen (soften), zugeben und purieren.
    Ich hatte einen Grossonkel, der seit Jahr und Tag in Sri Lanka lebte – von ihm habe ich das Rezept bekommen. Auch er war Hobbykoch.

  128. "Früher hätte man mit einem...
    „Früher hätte man mit einem Empfehlungsschreiben Zugang in die vornehmste Gesellschaft gefunden, wäre als angenehmer Plauderer umstandslos in die herrlichste Seevilla eingeladen worden und hätte die schöne Landschaft vom Pferd und vom sanftwiegenden Kahn aus betrachtet “ statt aus dem geschäftstüchtigen aber prüfenden Blickwinkel des Immobilienmanglers.
    .
    Genau, und „Bellagio ist auch schön, sagt man“ – Eigentlich wäre man da großgeworden, in den Tollparks der Onkel und Tanten oder besten Freundinnen … .

  129. Nein, ich weiche nicht aus,...
    Nein, ich weiche nicht aus, ich folge nur dem Heilsplan, der besagt, dass wahrhaft intellektuell nur jener sein kann, dessen Texte viele andere zuu begreifen nicht in der Lage sind, weil ihnen so banale Dinge wie Sttuktur, Inhalt, Verständlichkeit und Aussage fehlen Das passt alles schon so, wie es ist.

  130. zu 13:08, ab 6te Zeile:
    Das...

    zu 13:08, ab 6te Zeile:
    Das geht nicht in diesem Milieu. Das leichteste Zeichen von niveauvoller Verschlampung wird erst grummelnd, dann mobbend, spaeter mit mittelschwerer Agression vergolten, dagegen muss man mit einer starken Seele gefeit sein.

  131. OT @icke, dem Sozialisten Jack...
    OT @icke, dem Sozialisten Jack Lang scheint man ebenfalls an den Kragen zu wollen.

  132. DA – ich bin durch den...
    DA – ich bin durch den Hintereingang gekommen, denn wenn ich den Vordereingang zu Ihrem Blog benutze, kriege ich:
    © Rainer Meyer
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  133. Lieber Perfekt57!
    Ich dachte...

    Lieber Perfekt57!
    Ich dachte eher an den sittenstrengen Gnadenlos, den wir an der UNI hatten:
    Der schmiss uns, egal ob wir an einer Gestaltungs-Präsentation arbeiteten und Termin hatten ab 18:00 raus. Oder sperrte uns wahlweise mit viel Gefuchtel und HA! im Gebäude nachts ein, wenn wir nach 18:00 nicht verschwunden waren. (Ist passiert)
    Machte ihm sicher großen Spaß.
    :-)

  134. Über welchen Vordereingang?...
    Über welchen Vordereingang?

  135. Lieber Filou,
    man bastle sich...

    Lieber Filou,
    man bastle sich ein Klingelschild mit „Prof.“ oder „Dr.“ dran.
    Davor haben solche in D und Ösiland noch an gewissn Reschpekt.
    A Prof derf ois, grad akademische Brennesselgärten.
    .
    In den U.S. geht sicher auch „Marine“ (Kampfschwimmer) auf den Klingelschild.
    Das hält gewisse Kameraden auf Respekt.

  136. der Neobürger spart fleissig...
    der Neobürger spart fleissig Steuern, läßt sich die Haare wachsen und studiert L`Uomo Vogue
    http://derstandard.at/1304553327968/Ansichtssache-KHG—Der-Loewe-vom-Woerthersee

  137. Von FAZ.NET nach Feuilleton...
    Von FAZ.NET nach Feuilleton über diesen Link
    http://http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E78842997A7E84D2F876B7C5F6F1918CE~ATpl~Ecommon~SMed.htmlwww.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877C874FB1B611/Tpl~Ecommon~Sressort.html
    .
    Im Feuilleton klicke ich “Stützen der Gesellschaft” (wie ich das sonst immer gemacht habe) und bekomme:
    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E78842997A7E84D2F876B7C5F6F1918CE~ATpl~Ecommon~SMed.html
    .
    Der Hintereingang ist der Link, den ich auf meinem Mac noch von gestern gespeichert hatte, i.e.
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/05/30/wie-reiche-im-sommer-fuer-den-winter-sparen.aspx

  138. Liebe Vroni, ich lebe in NL....
    Liebe Vroni, ich lebe in NL. Dort hat man vor Titeln wenig Respekt. Allerdings sind die Niederlaender, zumindest in meinem Kaff, nicht so verbohrt. Ein paar Km ueber die Grenze, da kann ich mir das vorstellen. Da kennt jeder jeden, und jeder ist mit jedem verwandt.
    .
    (Dachgarten, meiner (unserer): Baeume 3x, Bambus 5x, grosse Poette mit Feldblumen 10x, Brautschleier, Efeu, Birnenspalier, Stueck Echtrasen (6 x 4 meter), Rest wechselnd. Von oben gesehen grosse Freude bei jedem Wetter)

  139. @Vroni, und "Dipl.-Ing." geht...
    @Vroni, und „Dipl.-Ing.“ geht ueberhaupt nicht.

  140. Danke. Ich wunderte mich...
    Danke. Ich wunderte mich schon, warum diesmal gar so wenig bei den PIs los ist.

  141. Foersterliesel, a fesches...
    Foersterliesel, a fesches Mannerl, und Armbanderl hat er auch! Ist er Eintaenzer beim Opernball?

  142. Min leeve Wimmerl (de...
    Min leeve Wimmerl (de Ole),
    dat met dat gode Regeern in Bayern is man ok blots Tühnkrom. De „flassen Metz“ Stoiber het sick met sine Alpine Lansbank al düchtig in’n Finger sneden. Dorbi was he nich beter as use Jungs anne See achtern Dieck met ehre HSH Nordbank. Un dien Horst hett sick in Berlin mit annere Wiever afgeven, so as de Afordnete und Buur Filser vör hunnert Johrn op de „Redut“ in München. In siene Breefens het Filser al domols schreven:
    „Den hochwiern Her Bfahrer, mir regirn jäzd gans langsam und es bassird nichts, auser das mir Ferigen machen. Die lezden Ereugnise in inseren Barlamendsleben sind gewäsen zerscht das grose Schingenäsen und dan war die Brobe des Mäupokes und seid derer Zeid rut die Bolidik.“

  143. "vor Titeln wenig Respekt....
    „vor Titeln wenig Respekt. Allerdings sind die Niederlaender, zumindest in meinem Kaff, nicht so verbohrt.“.
    .
    Wenn das man nicht a bissi ^^zusammenhängt, lieber Filou.

  144. Der Originalwitz lautete: "Die...
    Der Originalwitz lautete: „Die rosten schon im Katalog.“ Hintergrund war, dass Fiat für den Autobau (Fiat und Alfaromeo) Stahl aus der damaligen UdSSR bezog, der günstig war, aber eben auch qualitätsfrei. Ein Eigentor, dass den Marken bis heute schadet, obwohl alles lange her ist (meine frühe Kindheit oder so).

  145. Gern geschehen. Da ich zu...
    Gern geschehen. Da ich zu Beginn meiner Berufskarriere mindestens 10.000 Lines of Code selbst geschrieben habe, war das bisschen Herumtesten eine Art Jugenderinnerung.

  146. Was tun die Reichen heute? ...
    Was tun die Reichen heute? Sie verkaufen Schweizer Franken und kaufen euros.
    http://www.cash.ch/news/front/schweizer_stuerzen_sich_auf_schwachen_euro-1041085-448

  147. OT:
    "Neue Sicherheitsdoktrin:...

    OT:
    „Neue Sicherheitsdoktrin: USA erklären das Netz zum Kriegsschauplatz“.
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,766137,00.html
    Lieber Don, müssen Sie Ihr Blog jetzt vom Pentagon zertifizieren lassen?

  148. lieber Filou,
    die neueste...

    lieber Filou,
    die neueste story (es geht schon jahrelang so dahin)
    http://derstandard.at/1304553302686/Grasser-will-kaempfen-wie-ein-Loewe
    der Cartier Armreif mit den Schrauben ist eine Morgengabe vom Weiberl
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/628137/Fiona-vergleicht-Grasser-mit-Berlusconi-und-Monroe

  149. Wenn der Don nicht brav ist...
    Wenn der Don nicht brav ist wird er im nächsten Leben Schmuckeremit im Garten der Villa d’Este!

  150. Touri-Devisen-Hausse.
    Hat auch...

    Touri-Devisen-Hausse.
    Hat auch mit EUR/USD im Frühjahr ganz gut funktioniert.
    Grundsätzlich ist es im Casino aber lustiger. Und irgendwie ehrlicher.

  151. @Foersterliesel, vom Weiberl?...
    @Foersterliesel, vom Weiberl? Da hab ich doch gedacht, er triebe es so wie das Joergeli nebenbei. Jo, so aan Karriere…
    …does Buberl. Hot er vorm Lang in Marokko ‚tanzt?
    http://www.lefigaro.fr/politique/2011/06/01/01002-20110601ARTFIG00436-rumeurs-de-pedophilie-jack-lang-pret-a-contre-attaquer.php

  152. Foersterliesel, ah, sie kennt...
    Foersterliesel, ah, sie kennt ihren Mann schon seit 6 Jahren. Ja dann…
    …meine kennt mich seit 25 und traut mir immer noch alles zu.
    .
    (Ich glaub‘, ich muss mal nach Wien. Die haben eine Art, die g’follt mia.)

  153. Hinnerk@: Mei, jo, nix is...
    Hinnerk@: Mei, jo, nix is gwegn. Da Bfarra hot mia aa Absoluzion erdeild wail an so an bravän Läbänswandl füahrn dät (un weil i des Kreizl ollaweil aan der richtign Stöll macha dua (CSU) Itza woaßt das Du Hiasl ;-).

  154. Filou, dem Dschack wird schon...
    Filou, dem Dschack wird schon seit mindestens 12 Jahren nachgesagt, er feiere wilde Orgien mit kleinen Jungs (Da wurde nämlich in der kath. Studentenschaft zu Nancy, auch so einem „accélérateur de particules“ wg. der Frequenz der von und zus, diskutiert, ob man das wohl nachtratschen dürfte, oder ob’s üble Nachrede sei). Ich glaube, wenn diese Fässer öffentlich aufgemacht werden wird es ganz eklig, denn zwischen Neid, Berechnung, Vorurteil und, warum nicht, auch ein bisschen Wahrheit wird kaum zu unterscheiden sein. Und Nicolas 1ers jetziger Frau, die einst sagte mit einem allein sei es langweilig (oder so ähnlich?) könnte es auch possierlich werden.

  155. Was mich schon immer...
    Was mich schon immer interessiert hat und was ich nie zu fragen gewagt habe:
    Wie geruht der Don sich als Tedesco denn sprachlich da unten durchzuwuseln?
    Italian spoken: http://www.youtube.com/watch?v=Wz04IBZqfFE ?
    .
    Oder so: Non parlo l’italiano. Oder: on poco.

  156. So lala halt. Vikabeln geht...
    So lala halt. Vikabeln geht so, Satzkonstruktion weniger, verstehen schon besser, Italiener können da gnadenlos hartknäckig sein und es lang wiederholen. Und meine Vermieterin schimpft immer und sagt. dass ich es lernen muss.

  157. Generell ist hilfreich:

    -...
    Generell ist hilfreich:
    – Eine Vorliebe für italienische Opern
    – ausgeprägte Gestik
    – Sau rauslassen.

  158. Un girarvite piu piccolo.
    (In...

    Un girarvite piu piccolo.
    (In Neapel, ich musste ‚was Kleines reparieren)
    .
    Io lavore come lavore te. Perque me voi fregare?
    (Auf Ischia, in Diskussion mit einem Taxifahrer, eigentlich Motoretta)
    .
    Chiao, bello. Un tedesco piu charmante.
    (Zwei „Damen“, die mich unverrichteter Dinge zum Schiff begleiteten. Auch Neapel. An der Reling standen meine Arbeitgeber. Nett! Job verloren.)
    .
    Mehr Italienisch bracht man nicht.

  159. Stimmt mit den Opern.
    .
    "La ...

    Stimmt mit den Opern.
    .
    „La bella giardina“, Cavalli (Libretto dabei lesen).
    Auch „L‘ Orfeo“, bloss nicht den von Jordi Savall. Untertitel lesen.
    .
    Allerdings muss man aufpassen. Ich hatte mit meinem Opernitalienisch in einer roemischen Schwulenparfumerie grossen Erfolg. Madame verdrehte die Augen…
    Rabatt gab’s trotzdem nicht. O cas acerbo!

  160. :-)
    Senza parole.
    Am besten...

    :-)
    Senza parole.
    Am besten auf die gute Frau Zimmerwirtin hören.
    Wahrscheinlich schimpft sie aber für bairische Ohren zu niedlich. Ich würde immer ihr italienisches Schimpfen hören wollen, hach.

  161. Die Zimmerwirtin hat schon...
    Die Zimmerwirtin hat schon angedroht, dass sie kich eine Woche in die Küche des Lokals ihrer Eltern steckt, damit ich das lerne. Ansonsten kenne ich durchaus italienische Wutausbrüche von Italienern und italienischgenetischen Deutschen – davon habe ich erst mal genug.

  162. liebe Vroni,
    die Italiener...

    liebe Vroni,
    die Italiener sind ja so freundlich und machens einem leicht, auch mit fehlerhaftem Italienisch
    lieber Filou,
    naja, wir sind ja nicht im Iran, bei uns wird nicht gesteinigt und die Kärntner Wotansknaben waren ja alle schon alt genug, mich interessiert die Steuergschicht!

  163. Zu Michael Althen:
    Cogita,...

    Zu Michael Althen:
    Cogita, quantum nobis exempla bona prosint: scies magnorum virorum non minus praesentiam esse utilem quam memoriam. Bedenke, wie viel uns gute Vorbilder nützen: du wirst begreifen, dass die Gegenwart guter Männer nicht weniger nützlich ist als die Erinnerung an sie. Sen.epist.102,30

  164. Ich habe ihn schon in der...
    Ich habe ihn schon in der Tempo gerne gelesen, das ist alles, was ich dazu sagen will.
    .
    Frsterliesel, die Italiener wollen, dass man sie verstewht, und sie wollen auch verstehen. Das ist der Unterschied zu vielen Franzosen. Solange man nur gute Laune mitbringt, war immer alles in Ordnung.

  165. Und bevor ich im Nostromo zu...
    Und bevor ich im Nostromo zu Mantua die Fische ausnehmen und die Hummer kochen muss, mache ich lieber einen Kurs. Das gibt es doch sicner auch im Internet.

  166. lieber icke,
    Carla Bruni hat...

    lieber icke,
    Carla Bruni hat Recht; leider hat sie sich jetzt aber in einer Falle verfangen und harrt neben der aus irgendeinem dummen Ehrgeiz geschlagenen Beute aus. Möchten denn Sie zwei Präsidentschaftsperioden le lit nuptial mit FS teilen müssen?
    Wünschen wir ihr ein paar fesche, amüsante und diskrete Gärtner!

  167. Liebe Foersterliesel, war...
    Liebe Foersterliesel, war ironisch gemeint, bei DER Pose.
    .
    icke, kommt alles natuerlich zum rechten Zeitpunkt im Wahlkampf. Ansonsten war es immer schon gebraeuchlich, Kuenstlern-und der Kunst Verbundenen-ganz exquisite erotische Neigungen zu deren Nachteil anzuhaengen.
    Nebbich.
    Diese lustigen Abweichungen sind so alt wie die Menschheit und die Vefuegbarkeit maghrebinischen Personals ist legendaer. Mir faellt dazu auf die Schnelle nur Flaubert ein.
    Es kann sein, dass es nur um die Skandalisierung von gebraeuchlichen-doch sehr privaten- Vorkommnissen zu politischen Zwecken geht.
    .
    Verdaechtig mutet nur die augenblickliche Haeufung an: DSK, Tron, Lang. Nanu? Dazu noch der glaenzende Ruf von „Roy Zappelphilip“ als Intrigant…
    .
    Tscha!

  168. ... mit freude den text...
    … mit freude den text gelesen und die schönen kommentare, aber die fotos irritieren mich dieses mal so – da sind jetzt schwarze rahmen drümenü! warum?

  169. Die Photos sind diesmal in...
    Die Photos sind diesmal in einem anderen Format (500 Pixel Breite) und um sie etwas abzusetzen, habe ich mal den Rand ausprobiert. Nict gut? War ein Versuch.

  170. nun ja.. der schwarze rahmen...
    nun ja.. der schwarze rahmen raubt den .. traumhaften.. bildern etwas die leichtigkeit, meines erachtens. aber ich bin auch empfindlich, was rahmen an exponaten für die wand angeht, ich bevorzuge entweder gar kein rahmen oder was schönes, kunstvoll gearbeitetes, eher altes.. oder rauhes

  171. Ja, ein kitschiger Goldrahmen,...
    Ja, ein kitschiger Goldrahmen, dick und überbordend, das hätte mir gut gefallen – geht leider nicht. Das nächste Mal dann wieder ohne. War nur so eine Idee, ich lasse mich gern belehren.

  172. @ Don Alphonso: mir gefaellt...
    @ Don Alphonso: mir gefaellt der Rahmen ganz gut.
    .
    Falls das mit dem Goldrahmen ernst gemeint ist- es gibt durchaus Bildbearbeitungsprogramme, die das hinkriegen. Dann das Gesamtbild technisch rahmenfrei hochladen, und im Blog sollte es dann gerahmt erscheinen.

  173. Die Fundamente im...
    Die Fundamente im Wasser.
    http://www.wr-online.ch/gandria/front/gandria_seeseite.jpg
    P.S. This is the BEST blog in town.

  174. Verehrter Herr Alphons,
    .
    ich...

    Verehrter Herr Alphons,
    .
    ich kann und mag Ihren Ausführungen ja durchaus nicht immer folgen; in diesem Beitrag beschreiben Sie vortrefflich allerdings einen der schönsten Flecken Erde, den ich kenne.
    .
    Allerdings: Die Anreise im offenen Klassiker, der vor dem Grand Hotel Villa Serbelloni ausgesprochen passend wirkte, gibt der Fahrt einen zusätzlichen Reiz; Champagner und Erdbeeren im heißen Nachmittagswind auf der Terrasse, der Spaziergang durch den Park, das Dinner unter den Arkaden, eine unwirklich schöne, nicht reproduzierbare Atmosphäre, unvergessen.
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    Auch traumhaft: Die nächtliche Fahrt von Bellagio nach Como, das schlanke Holzlenkrad zittert leicht in den Händen, kühle, frische Luft, im Heck rauscht und bellt der Boxer, glitzernd liegt der dunkle See unterhalb der Straße, meine englischen Freunde nennen so etwas „The Drive of the Life“.
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    Da kommt weder Ihr Tegernsee noch mein Sylt mit. Und einen Schal habe ich mir auch gekauft…
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    Beste Grüße zum langen Wochenende, hs.

  175. " Ich verstehe auch die Sache...
    “ Ich verstehe auch die Sache mit dem Wetteransager nicht. Und die, die sich daran hochziehen. “
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    ich auch nicht. so bleiben mir nur deutungsversuche.
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    kann es sein, dass das, was für uns jeden tag an medialer realität erzeugt wird, auf eine welt als wille und verstellung hinausläuft? dass aus promethischer scham langeweile geworden ist, deren wahrnehmung zu erschweren gegenstand und daseinzweck einer ganzen industrie geworden ist?
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    diese industrie des willens und der verstellung, sie erfand, erschuf und zeigt uns den promi, den mensch im vollzustand der medialen vernutzung, der uns allen, für die eur 60.000 p.a wie protzenhafter reichtum vorkommen, das alte märchen von der gänseliesel oder dem schweinehirt, die dann am ende doch das halbe königreich bekommen, neu, zeitgeistig aktuell und unterhaltsam inszenieren.
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    diese industrie braucht immer neue schweine, die sie durchs dorf jagen kann.
    da kommt die affäre kachelmann gerade recht um den voyeurismus und den inneren schweinehund der kundschaft unter vorgeblicher entrüstung, nun, abzufetten.
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    angenommen, es ging dabei um noch mehr, angenommen, der erfinder der blumenkohlwolken stand jemand im weg, und weiter angenommen, dieser jemand könnte die mediale macht des hauses springer (diese sich selbst verstärkende kombination von fernsehen, zeitschriften, zeitungen für eben die kundschaft, die ihren inneren schweinehund wecken will) für seine interessen einsetzen, ich denke, es hätte nicht nur im fall k. geklappt, sondern auch allen anderen kachelmännern gezeigt, was sie künftig im zweifel zu erwarten haben.
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    oder anders, das gedöns mit der verantwortung der medien ist längst erledigt.
    in zukunft wird die eben demonstrierte macht eingesetzt. es gibt in der affäre k. tatsächlich einen skandal, einen medienskandal.

  176. Der schwarze Rahmen passt gut...
    Der schwarze Rahmen passt gut um das Bild mit dem umfriedeten deutschen Vorgarten.

  177. DA@: Als unverbesserlicher...
    DA@: Als unverbesserlicher Rkk-Reaktionär und Wertkonservativer, der ich nun mal mit Behagen und aus innerster Überzeugung bin (ja ich steh dazu), darf ich folgenden Vorschlag der hochgeschätzten Jury unterbreiten: Warum nicht solch gezackelte Rahmen für die Photos, wie noch bis weit in die Fünfziger Jahre hienein en vogue? Das hätte wenigstens den diskreten Charme der Bourgeoisie. Sähe auch wunderbar tümelnd aus. Natürlich wäre Goldrahmung, wie geschildert auch nicht schlecht, sozusagen als 1. propagandistische Stufe für die Wiederbelebung des kommenden Feudalismus.
    ..
    Vater sein dagegen sehr!

  178. Konterbande aus einem...
    Konterbande aus einem „Shortmovie“:
    Für Nachdenkliche:
    Typisch! Natürlich kriegen wir die Stunde nicht geschenkt, wenn wir sie brauchen – im Stau auf dem Weg zum Flughafen oder wenn Völlers Jungs kurz vor Ende hinten liegen -, sondern nachts, wenn man ohnehin zu müde oder betrunken ist. Und woher kommt eigentlich der Eindruck, die Sonne gehe danach nicht nur eine, sondern ungefähr drei Stunden früher unter? Warum kann man nicht einfach, wenn die Tage kürzer werden, sie zusammenstauchen? So daß die Sonne immer um sieben Uhr morgens auf- und um neun Uhr abends untergeht. Der Arbeitstag wäre vier Stunden kürzer, alle wären glücklich und würden den Krankenkassen eine Menge Geld sparen. Andererseits sollte man vielleicht was Sinnvolles tun. Ein gutes Buch lesen und erstaunt feststellen, daß man um kurz nach zwei weiter ist als um kurz vor drei. Ist das nicht der Beweis, daß wir uns in der Nacht zum Sonntag mit Lichtgeschwindigkeit bewegen? Oder haben wir Einstein da mißverstanden? Und kann endlich jemand klären, ob die Sonne fortan früher oder später aufgeht und ob ich jetzt endlich länger schlafen kann? Mit solchen unsinnigen Gedanken wird man diese Stunde verbringen – und hinterher ist es, als sei nichts gewesen. Andererseits: C’est la vie.
    malt

  179. Sorry, dass ich nochmal nerve,...
    Sorry, dass ich nochmal nerve, aber dieser Artikel bietet beste Gelegenheit zu zeigen, was uns fehlt.
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    Es sind eben nicht nur Schlösser und Parks, sondern die dazu passende Lebensweise und Kultur.
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    So wie es jetzt da steht ist das ein toller „Zwischenstop“ für besserverdiendende Individualtouristen oder, wenn es hochkommt, eine Kulisse für den nächsten James-Bond-Film.
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    Es gibt keine Gesellschaft mehr, darum gibt es auch keine Geschichten mehr und darum kann es auch keine Kunst, Architektur oder Musik mehr geben.
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    Das bürgerliche Zeitalter hätte immerhin den bürgerlichen Roman hervorgebracht, wurde mir entgegengehalten. Was soll man dazu sagen. Mag sein, dass das im vorletzten Jahrhundert auch so war, als sich das Bürgertum noch ganz im Fahrwasser des Adels befand und sich darum der Kulturzumutung noch nicht so konsequent entzogen hatte wie heute. Und es ist wirklich verblüffend: Woher nahm so ein Romanautor des 19. Jahrhunderts Kraft und Zeit, sich immerzu für andere Menschen zu interessieren?

  180. HM555, ganz klar: Ich denke,...
    HM555, ganz klar: Ich denke, das Bürgertum ist von der eigenen Globalisierung in eine Sackgasse getrieben worden, in der es jede Bedeutung verliert und verlieren muss. Es gibt keine grossen Würfe mehr, unter dem Druck der Umwelt verkrusten die Strukturen, man findet keine richtugen Antworten mehr. Man muss sich nur die Entwicklung dessen anschauen, was als „bürgerliche Presse“ eigentlich den Weg vorgeben sollte. Man ist nicht in der Lage, die alten Selbstverstänlichkeiten zu bewahren, findet aber auch keinen Platz in neueren Entwicklungen:
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    http://blog.zeit.de/filter/
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    Die Antwort darauf? Man muss sich selbst aufmachen und immer daran denken, wie schnell es vorbei sein kann. Und dann eben springen. Ich weiss nicht, ob die Welt einen Don Alphonso braucht, aber ich weiss sehr genau, was sie alles nicht brauchen und wegwerfen wird. Allerdings verschlafen die bürgerlichen Kräfte diese Veränderungen wie alles andere – man hat ja genug Sorgen wegen der Verdrängung an die Ränder des Geschehens.

  181. Plindos, diese gezackten...
    Plindos, diese gezackten Rahmen kommen nur in SW gut. Man muss aucb sehen, dass es diese Zeitung ganz lange nicht besonders mit Bildern hatte und heute auch wieder Blogs betreibt, die dem Ideal einer landschaftlich reizvollen Bleisahara bestens entsprechen, sprich: Es geht auch ohne! Nur Trottel wie ich geben sich da noch irgendwelche Mühe, vermutlich, weil uns im Gegensatz zu anderen die sprachlichen Fähigkeiten abgehen.

  182. "Und es ist wirklich...
    „Und es ist wirklich verblüffend: Woher nahm so ein Romanautor des 19. Jahrhunderts Kraft und Zeit, sich immerzu für andere Menschen zu interessieren?“
    und hat dann sein werk von hand geschrieben, redigiert, korrektur gelesen und freigegeben.
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    die kraft hatte er, hat sie bis heute, wer sie nicht hat, schreibt keine literarische prosa. die zeit hatte er, weil verschiedene zeittotschläger der jüngeren und jüngsten zeit so nicht erfunden waren – andere nutzten die musse zum kartenspielen, billiardspielen, frauenbetören, männerbetören, reiten, schiessen, duellieren, musizieren und was man noch so tat, weil man zeit und musse dafür hatte.
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    prosa ist sowas von bürgerlich.
    feudalherrn pflegen die jagd. sie diktieren, schreiben sollen andere, briefe, beispielsweise. schöngeistige feudalherren schreiben gedichte, maximal. ansonsten sammeln sie gesprächskreise um sich, gespräche überhaupt, das ist so ähnlich wie feuerwerk, das ist auch nichts bleibendes.

  183. Köstlich, stimmt, das kommt...
    Köstlich, stimmt, das kommt prima rüber.
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    auch-einer, sicher, der Fall K. hat in einen Abgrund blicken lassen, aber hat denn jemand Zweifel daran, dass wir da nicht schon vielo früher drin waren? Ich denke ja schon länger, dass man dem Journalismus so kritisch wie jedem anderen -ismus gegenüber stehen sollte. Betrachten Sie meine Plaudereien dabei auch durtchaus als Abkehr. Ich will damit einfach nichts zu tun haben.

  184. "Man muss aucb sehen, dass es...
    „Man muss aucb sehen, dass es diese Zeitung ganz lange nicht besonders mit Bildern hatte“
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    vielleicht täusche ich mich, aber das war bei der faz nur auf dem titelblatt (eine einstellung. die ich bis heute schätze, und deren änderung ich bedaure. eine ernsthafte zeitung hat auf dem titel text zu zeigen, eine karikatur von mir aus noch, aber bilder auf dem titel sind nicht seriös, für mich nicht*) so, kenner dieses blattes konnten die ausgaben mit tiltelbild an zwei händen vorzählen.
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    vierlleicht täusche ich mich, aber es gab bei der faz eine tiefdruckbeilage, in der samstagausgabe, die im verhältnis zum blatt reicih und vor allem schön bebildert war. durch das druckverfahren wurde bestimmter tonwert erreicht, bei den grautönen, vergleichbares gab es kaum zu sehen. schade, dass es das nicht mehr gibt.
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    —-
    *) für jemand, der mit der schwäbischen zeitung aufwuchs, war die stuttgarter zeitung schon vom äusseren her der höhepunkt an seriosität.
    an die faz war damals noch nicht einmal zu denken. in der stadtbücherei gab es im leseraum den spiegel, dort warteten würdige männer, bis sie mit lesen dran waren.

  185. Das Bürgertum selber ist...
    Das Bürgertum selber ist seinem Wesen und Bestimmung nach Sackgasse.
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    Der Drang, sich alles Schöne durch Kauf anzueignen, ist ja nicht wegen der fehlenden Mittel illusionär, sondern weil Schönheit nie als Eigentum besessen, sondern nur gemeinsam mit anderen erlebt und erfahren und erinnert werden kann.
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    Damit ist auch die Frage beantwortet, warum heute alles so häßlich ist. Eine Nichtgesellschaft braucht nichts Schönes, und ihre Mittel verschwendet sie nicht in Form von Schlössern und Gärten, sondern in monströsen Bürohausruinen.

  186. auch-einer, die FAZ hat ja...
    auch-einer, die FAZ hat ja auch eine Bildredaktion, aber nur mal ein Beispiel: Man schreibt einen Beitrag über gesellschaftliche Veränderungen im Jahr 2011, dem 150. Jubiläumsjahr von Italien, die mit ihrer Dynamik auch einem Herrn B. Regionalwahlen verlieren lassen könnten. Und schickt 10 Bilder. Im Printbeitrag ist dann ein Bild von 2008 oder 2009 einer ganz anderen Wahl, in dem man den eher am Rande, ja gar bewusst nur am Rande vorkommenden Politiker von hinten sieht, wie er eine Politikerin, die gar nicht vorkommt, umarmt – die von vorne.
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    Ich will das nicht bewerten. Das ist so, und es mag dafür Argumente geben. Ich habe es so und so erlebt, aber ich denke auch, dass meine Bildsprache schon eigenständig ist, und dass ich eigentlich gar nichts davon halte, das andere übernehmen zu lassen.

  187. Für die nicht ganz so Reichen...
    Für die nicht ganz so Reichen empfehle ich als 4.Wagen einen MGB als Roadster oder noch besser als GT. Kostet wenig, läuft immer, und Ersatzteilpreise sind lächerlich. Das führt dazu dass man immer damit Spass haben kann, und nicht nur 1x im Jahr zu Mille oder ähnlichen Anlässen.

  188. Oh ja, der ist schön:...
    Oh ja, der ist schön: Idealerweise mit Speichenrädern, Faltdach und Chromsstossstangen.

  189. Mein Gott, was ist schon...
    Mein Gott, was ist schon bürgerlich?
    Die Handwerkersgattin die aus dem Laden schießt und dem an die Ecke pinkelnden Hund eine Besitzstörungsklage androht – die fühlt sich höchst bürgerlich. Der Kleinkleinbürgerssohn der über eine katholische Studentenverbindung in einen Beamtenjob gelangt – der fühlt sich höchst bürgerlich. Die Tschecherlinhaberin die alles im Laden ohne Rechnung kauft und ebenso alles unversteuert wiederverkauft hat eine Asylantin die ihr den Gehsteig vorm Lokal kehrt – und fühlt sich höchst bürgerlich. Der slumlord der sein Gewerbeparterre, nachdem der Installateur aufgegeben hat, an die Domina vermietet fühlt sich auch höchst bürgerlich und die Domina (immerhin freie Unternehmerin) vermutlich auch. Lauter Bürger!
    Auch die Altwarenhändler (es werden mehr und der von der Wirtschaftskammer betreute Markt hat einen Familien-Flohmarkt-Tag eingeführt, der Euphemismus lebe!) fühlen sich als Bürger, zählen stolz ihren tschechischen Immobilienbesitz auf und hoffen in der nächsten Generation auf Anschluß in bessere Kreise.
    Bürgertum ist in der Selbstdefinition so inflationär wie Mittelstand.

  190. Gut - Bürgertum im Sinne von...
    Gut – Bürgertum im Sinne von gehobenen Kreisen. Dass die Realität der CSU/CDU-W#ählerschaft eine andere ist, ist durchaus klar.

  191. Wg. der Bilder (FAZ): Der...
    Wg. der Bilder (FAZ): Der großartigen Photographin Barbara Klemm wurde ja nun der Pour le Merite verliehen. Hat sie zweifelsohne verdient. Ein Grande Dame des Bürgertums und seiner Fähigkeiten.
    ..
    Foersterliesel@ Dea deus ex machina moant: Dabei san´S sölba duarch und duarch bürgerlich ;-)
    ..
    Adliges Schreiben: Wer sich für dergl. etwas interessiert, der sollte mal die Tagebuchaufzeichnungen des schlesischen Adligen Hans v. Schweinichen lesen.
    Einfach herrlich (* 25. Juni 1552 auf Schloss Gröditzburg; † 23. August 1616 in Liegnitz).
    Wenn man Glück hat, kann man noch das eine oder andere Exemplar antiquarisch erstehen, frischer als der Grimmelshausen und sein Simplicissimus.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_von_Schweinichen
    Heinrich v. Kleist war schließlich auch von adliger Herkunft-und nicht zu knapp.
    34 Generäle für Preußens Gloria s. Z. in der Familie.
    ..
    Der H. Böll ist doch so was von bürgerlich gewesen…

  192. Für mich ist ein Bürger...
    Für mich ist ein Bürger einer, der sich aktiv im und für das Gemeinwesen einbringt (do ut des).
    .
    Und nicht der, der in gehobenen Schichten kreiselt, Mordsgeld verdient (aktives oder passives Einkommen egal) mit steuerlichem Wegzug nach Zug/Schweiz oder der pinkelnde Hunde verklagt (das Gemeinwesen und seine Regeln/Gesetze nur im engen Sinne und Eigennutz aus_nutzt) .
    .
    Der regressive, autoritäre Law-and-Order-Typ, der Blockwart und auch der reiche Pinkel sind nicht zwangsläufig bürgerlich. Die einen sind reinrassige Spießer, die anderen Wohlhabenden meist vom egoistischen Stamme Nimm (auch keine Bürger, sondern a-sozial).
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    Ein armer Blogger, der sich für seine Stadt einsetzt, ein anderer Typ, der ein altes Haus geerbt hat und es liebevoll wieder herrichtet statt es abreißen zu lassen um das Grundstück teuer an einen Supermarkt zu verschachern, die sind alle bessere Bürger als die wohlhabende Metzgersgattin, die ihre Verkäuferinnen unnötig scheucht oder der Villenbesitzer am Ort.
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    Der nur reich ist, weil er seine Mitarbeiter schon immer schlecht bezahlt hat und Glump aus Fernost hier überteuert als Premium verschachert. Oder als Zahnarzt den Leuten auch gute Zähne zieht, um teuere Komplett-Wackelgebisse zu verkaufen (wie unser Zahnarzt damals im Ort, ein wahrer Ganove mit krimineller Energie, vor dem ich meine Mutter immer gewarnt habe, aber sie wollte ja immer gern zu den „Besseren“ gehen…)
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    Wahltaktisch war es bis jetzt immer gut, alle als gute Bürger zu bezeichnen.
    Politiker sagen eh selten die Wahrheit, warum sollten sie es ausgerechnet da.
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    Ich mache also Bürgerlichkeit weniger am materiellen Stand fest als am geistigen und sozialen Zustand.
    Und der ist tatsächlich mau, zumindest kommt es einem so vor. Daher verehre ich Leute wie Dr. Götz Werner. Nicht weil sie Doktor sind oder reicher Unternehmer, da bin ich im Unterschied zu meiner Fraa Mama immun, sondern weil sie ihr Dasein als Mensch in der Gemeinschaft begriffen haben. Er könnte ja längst in tegernsee-ähnliche Rentner-Gefilde abtauchen und von goldenen Löffelchen essen bis der Rollator kommt. Den meisten Wohlhabenden und Nicht-Wohlhabenden fehlt jedoch das Wir-Gen.

  193. Das Bürgertum. Ganz einfach,...
    Das Bürgertum. Ganz einfach, man ist was man isst. Gutbürgerliche Küche.

  194. Bürger nennen sie sich und...
    Bürger nennen sie sich und Bürgen sind es.

  195. auch-einer@: Was wir einmal...
    auch-einer@: Was wir einmal vermissen werden. Tja, Bilder Zeiten und Zeiten…und dann noch dieses Magazin. Alles eingetauscht gegen diesen täglichen Aufmacher…oft den gleichen, den die anderen, minderen Blätter von der gleichen Bildagentur erworben, eh auch schon bringen. Das ist er eben, der globale Kostendruck…..
    ..
    Vroni: „Politiker sagen eh selten die Wahrheit“…warum sollten sie auch. Ist der Ruf erst ruiniert…Im angehefteten Link wird behauptet Politiker seien kreativ. Persönlich hab ich keinen noch keinen einzigen kennengelernt. Allerdings klauen sie gern anderer Menschen deren Gedankengut: „Ein Schritt in die richtige Richtung“. Diesen pseudeokreativen Schmöh-Satz verkaufen sie dir jeden Tag mind. 3x, in der Tageszeitung, in den Rundfunknachrichten und in der obligatorischen Talk-show des Abends.
    Überhaupt hat das Wort “ k r e a t i v “ (schöpferisch) eine ungeheure, inflationäre, wahnwitzige Umlaufgeschwindigkeit erfahren.
    Ein jeder Schoaß wird als kreativ verkauft, vielleicht weil spiralig geformt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Politiker

  196. Re gutbürgerliche Küche. In...
    Re gutbürgerliche Küche. In Zürich (aka „die heimliche Haupstadt der Schweiz“) sind die Zünfthäuser die Garanten kulinarischer Tradition, z.B. Ratsherrentopf oder Züri-Gschnätzlets. Oder Fischgerichte wie Zuger Rötel aus dem Zugersee im „Ochsen“ (wo Goethe am Sonntag 7.Okt 1797 Gast war – sein Zimmer ist immer noch da) am Kolinplatz in Zug.

  197. Die selbstreferentielle...
    Die selbstreferentielle Aussage von Mc Luhan: „Das Medium ist die Botschaft“ hat der bürgerlichen Diskursfähigkeit den Totenschein attestiert. Dieses Rauschen im tagtäglichen Nachrichtengewusel steht z. B. dafür.
    ..
    fionn@: Fehlanzeige: Wo gibt es noch gutbürgerliche Küche? Wo es die gab in den entspr. Etablissements, sitzt jetzt ein Chinarestaurantpächter oder ein Pizzabäcker drin.

  198. In Franken gibt's noch welche....
    In Franken gibt’s noch welche. Rund um Selb. Da verhungert man nicht.

  199. Wackelgebiss? ach die...
    Wackelgebiss? ach die Chinesen haben die Reichsten Menschen nicht die Singapuresen oder puristen hab mich grad vertan aber die Pandas werden wirklich teuer geliehen und Eric Kandel ist nicht in N.Y. zu Hause sondern im Grossraum USA hat er das mit den Schnecken von meiner Krebsgeschichte aber
    die Nachtgeschichten gehen noch viel tiefer und darueber kann er von den Schnecken auch nichts erfahren die sprechen ja nicht so hoffentlich sitzt jetzt sein Mascherl noch grad er lacht ja gerne

  200. @Vroni: "Für mich ist ein...
    @Vroni: „Für mich ist ein Bürger einer, der sich aktiv im und für das Gemeinwesen einbringt (do ut des)“.
    Da stimme ich zu. Nur zu den „Politikern …“, diese fallen ja nicht so vom Himmel, sondern sind ein Produkt gewissermaßen aus des Volkes Mitte. Und falls ein naiver Quereinsteiger im Sinne obiger Definition als „Bürger“ den Kopf aus der Grasnarbe steckt, wird er nach dem Rasenmäher-Prinzip gnadenlos weggemäht.
    „Bürger“ heißt ja auch, dass ein derart bürgerlicher Politiker erst einmal außerhalb der Politik etwas auf die Beine gestellt haben sollte, möglichst auch noch außerhalb des Staatsdienstes. Das wird bei unseren Repräsentanten im Bundestag durch diverse Compliance-Regeln ja leider unterbunden, was den geschmeidigen Berufspolitikerweg vom Geschichts- oder Politikstudium weg direkt in irgendein auskömmliches Mandat hinein befördert, ohne viel Kontakt mit der realen Welt: Raumschiff Berlin.
    Dass der „ideale“ Bürger heutzutage in der Politik nicht zu finden ist, ist aber auch schon Sache des angesprochenen Bürgertums selbst. Aber wer möchte schon seinen Werdegang nebst Privatleben vom öffentlichen Voyeur sezieren lassen? Irgendetwas lässt sich immer finden. Der bürgerliche Honoratioren-Politiker des 19. Jahrhunderts hatte es da noch besser.
    Die diversen Blicke in die Vergangenheit helfen aber auch nicht weiter, vgl. „Wohlgeboren“ (Georg Herwegh):
    Gewiß, man tobt sich einmal aus –
    Es wär‘ ja um die Jugend schade –
    Doch, führt man erst sein eigen Haus,
    So werden Fünfe plötzlich grade.
    In welcher Mühle man uns mahlt,
    Das macht uns nimmer viel Beschwerden;
    Der ist mein Herr, der mich bezahlt -,
    Ich will ein guter Bürger werden.“

  201. Naja, Plindos,
    wer lügt, muss...

    Naja, Plindos,
    wer lügt, muss extrem kreativ sein.
    .
    Dass „kreativ sein“ inflationär ist, geschenkt. Klar ist es das.
    Erkennungszeichen: Echte Gestalter hauen mit dem Wort nicht so um sich wie Lieschen Müller aus der Buchhaltung.

  202. Plindos - Hi! Natürlich...
    Plindos – Hi! Natürlich haben Sie recht, doch kennen Sie den Zeughauskeller an der Bahnhofstrasse z’Zürich?
    Typisch schwyzerisch.
    http://www.trymarket.ch/zeughauskeller/german/frame_start.htm

  203. HM55 "sondern in monströsen...
    HM55 „sondern in monströsen Bürohausruinen.“
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    Nein, er weiß es besser, denn die sind so billig, wie alles andere. Nicht-funktionierende Kapitalmärkte als Überbau wären der verschwenderische Luxus und Prunk dieser Zeit, so gesehen.
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    Aber er war brilliant wie immer. Und es gab so viele kluge Ausführungen zum Thema Bürger/Bürgerlichkeit.
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    Wobei evtl. der Bürger vom Bourgeois (in seiner engeren Begriffsdefinition)abzugrenzen wäre. Wir bitten also schon vorab, das folgende dumme Wiki-Quote zu entschuldigen:
    .
    „Im Gegensatz zur beherrschten und ausgebeuteten Klasse der Arbeiter, deren Angehörige nur ihre auf dem Arbeitsmarkt zu verkaufende Arbeitskraft besitzen, sind die Großbürger daher Eigentümer der entscheidenden Produktionsmittel (etwa Fabriken, Transportmittel, Bodenschätze) und können mit deren Hilfe – und durch die Ausbeutung der Arbeiter – ihren Kapitalbesitz beständig vermehren.
    .
    ]Der Theoretiker der Weltsystemtheorie, Immanuel Wallerstein, schließt an Marx’ Theorie an und bereichert sie durch neuere soziologische und politikwissenschaftliche Elemente. So stellt die Bourgeoisie für ihn ein dynamisches, also in stetigem Wandel befindliches Phänomen dar. Einen festen Idealtypus des Bourgeois gibt es für ihn nicht. Stattdessen existieren verschiedene, räumlich und zeitlich eingegrenzte, dominierende Organisationsformen der Bourgeoisie. Diese sind abhängig vom erreichten Grad der Entwicklung der Weltwirtschaft insgesamt, der Rolle des räumlich eingegrenzten Gebietes (etwa eines Nationalstaates) innerhalb der Weltwirtschaft, sowie den daraus entstehenden Formen des Klassenkampfes in der Weltwirtschaft.
    .
    Ein Individuum, welches Teil dieser Klasse ist, ist durch die Teilhabe am folgenden Prozess gekennzeichnet: Ein Bourgeois erhält aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppierung, zu bestimmten Kreisen etc. einen Teil eines Mehrwertes, der nicht durch ihn selbst produziert wurde und setzt diesen (gänzlich oder partiell) zur Kapitalakkumulation ein.
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    Dabei erfährt die Zugehörigkeit zur Bourgeoisie keine Beschränkung durch das Ausüben bestimmter Berufe oder die Verfügung über ein irgendwie geartetes Eigentum. Der Eintritt in die Bourgeoisie kann auch mittels eines „Sprungbrettes“ oder aufgrund besonderer Strebsamkeit oder Talentiertheit erfolgen. Auch garantiert die Zugehörigkeit zur Klasse nicht den Verbleib in dieser. An dieser Stelle werden laut Wallerstein dann doch bestimmte Charaktereigenschaften für den Bourgeois maßgeblich, nämlich Cleverness, Härte und Fleiß. Denn das wichtigste Kriterium für den „Klassenerhalt“ ist der Erfolg auf dem Markt.
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    Für die Individuen, die sich dauerhaft als der Bourgeoisie zugehörig betrachten, stellt sich mit der Zeit die Frage, wie die Gratifikationen zu halten sind, ohne ständig dem enormen Konkurrenz- und Leistungsdruck ausgesetzt zu sein. Die Strategie zur Lösung dieses Problems liegt in der Ummünzung des ökonomischen Erfolges in gesellschaftlichen Status.“
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    Ein eigener FAZ-Blog mit viele PI könnte auch da (Status) evtl. hilfreich und angebracht sein – Talent und wirkliche Bürgerlichkeit vorausgesetzt.
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    @Vroni: Auf den Besitz von Produktionsmitteln kommt es also an – und auf die nötige Bereitschaft und Fähigkeit zur „Härte“, wenn man ein wahrhaft Bürgerlicher sein will.

  204. nun, bismarck hatte schon...
    nun, bismarck hatte schon damals ein bonmot parat: wer weiss, wie würste und wie gesetze zustandekommen, wird schlecht schlafen.
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    das bürgertum wird über kurz oder lang unter die räder kommen – fragen sie mich nicht, aus welcher quelle folgendes entstammt, denn dies ist mir leider entfallen, doch die boston consullting group sollte in einer studie zum scghluss gekommen sein, dass es im jahr 2020 gleichgültig sei, ob man – im niedriglohnsektor wohlgemerkt – in den usa oder in china investiere: die lohnkosten seien dann gleich.
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    und nun das wunder: die globalisierung wurde damit schmackhaft gemacht, dass man die absicht kundtat, die bürgerlichen errungenschaften auch drittweltländern nahezubringen. geschehen wird/ist das gegenteil: das elend der drittweltländer wird in die metropolen der bürgerlcih geprägten demoktarien gebracht.
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    zur diskussion von schönheit und bürgertum: architektur ist da ein hervorragendes beispiel, s. dieses haus oben mit der völlig absurden schrägen wand, die zu nichts nütze ist und als solches unnützes ding noch nicht einmal ornamental befriedigend sein kann (doch immerhin hoffentlich ein unikat).
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    wem gelingt es heute noch mit einem neubau, ein schönes und wohl jahrhunderte überdauerndes haus zu erstellen? doch nur sehr wenigen, die anderen werden vom schimmel angenagt oder/und sind ästhetisch kaum anspruchsvoll, sondern nur neu – kästen mit handtuchgrossem auslauf für nachwuchs, köter und katze, toskanavillen im reihenhausformat, vierspänner, achtspänner – alles bauwerke, die vorgeben wollen, mehr zu sein als sie sind.
    wenn man schon ein kleines haus baut, warum dann nicht ein schönes kleines haus? meinetwegen ein schönes reihenhaus.
    wo bleibt der bürgerstolz?
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    der mehrwert schönheit ist schlichtweg bei den handwerkerpreisen – in der modernen bürgerlichen gesellschaft – unbezahlbar geworden, es sei denn, man legt selbst hand an.
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    das unschöne an der gegenwärtigen situation ist das mulmige gefühl, dass sich die zeiten der demokratischen partizipation an der gesellschaft durch die masse der bevölkerung ihrem ende zuneigen könnten, dass marx sich nicht komplett getäuscht hat, dass schliesslich die bürgerliche und damit einigermassen stolze masse (noch mehr) zurückfällt in die masse der regierten und bevormundeten,
    dass die aufklärung ein fiebertraum war, der längst noch nicht alle erreichte und erreichen konnte.
    .
    insofern dürfte man sich über schöne häuser in der zukunft freuen, auch wenn die masse so nicht hausen wird, doch in relation werden auch die handwerkerpreise wieder günstiger werden, in relation zu den einkommen gewisser kreise.
    achja, selbstverständlich auch die entlohnung der arbeitskraft der ehemaligen bürger.
    endlich wieder dienerschaft…

  205. Ja aber, Donna Laura, es...
    Ja aber, Donna Laura, es bedarf des Mutes weiter zu denken. Und dann bedarf es der Kraft, es zu tun. Und der Zeit, wenn einem diese im Hamsterrad ueberhaupt gegoennt wird. Weiter bedarf es einer gewissen Bescheidenheit, um die Prioritaeten angemessen umzuschichten.
    Wo kann man das lernen, wenn die Anforderungen der Gesellschaft am Bloedsinn teilzunehmen so zwingend sind-und nichts anderes mehr gueltig zu sein scheint?
    Wer hat schon die Chance, so zu agieren wie die innere Stimme es einem dauernd Tag und Nacht zuraunt?
    Warum glauben wir an die vorgeschriebene Placebos, anstatt Medikamente ueberhaupt zu verweigern?

  206. Es hat sich was getan in...
    Es hat sich was getan in meinem Leben, eine andere Verpflichtung, die im Übrigen aber nichts mit dem Bloggen oder den Zuständen bei der FAZ zu tun hat – sollte es in den nächsten Wochen mal etwas mit dem Freischalten dauern, bitte ich das zu entschuldigen.

  207. Werden wir auch was davon zu...
    Werden wir auch was davon zu sehen / zu lesen bekommen?

  208. Den Bürger in sich selber zu...
    Den Bürger in sich selber zu überwinden, das sei unser Auftrag.
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    „Verpflichtung“, das hört sich nicht sexy an.

  209. Bester Don (01:55):
    "Es hat...

    Bester Don (01:55):
    „Es hat sich was getan in meinem Leben, eine andere Verpflichtung….“
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    Natürlich hätte ich schon eher darauf kommen müssen: Sie werden neu den IWF leiten, da idealerweise ohne Unterleib….

  210. Ich meine: Irgendwo tief in...
    Ich meine: Irgendwo tief in uns drinnen lebt noch ein Bürger, den müssen wir abtöten.

  211. @donna laura
    .
    Die Handwerker...

    @donna laura
    .
    Die Handwerker waren vor 100 oder 200 Jahren schon genauso teuer, relativ gerechnet.
    .
    Wir haben heute einfach andere Prioritäten. In Wirklichkeit ist die Oberschicht nur allzu bereitwillig in der Masse der Mittelschicht abgetaucht, profitierte von allen Prudiktivitätsfortschritten und kauft auch beim ALDI ein, für die Distinktion genügt ihr der Kauf eines BMW oder Mercedes.
    .
    Dabei könnten sie sich längst wieder ein oder zwei hübsch livrierte Dienstboten leisten und damit auch soziale Verantwortung zeigen.

  212. cher Filou, nicht nur der...
    cher Filou, nicht nur der kraft, sondern auch der macht.
    .
    lieber don, dann hoffentlich eine schöne, angenehme verpflichtung.

  213. Don, ich gratuliere! Sie...
    Don, ich gratuliere! Sie Charmeur! Darf ich Ihnen zur Vermählung eines meiner Schlösser zur Verfügung stellen?

  214. DA: "Es hat sich was getan in...
    DA: „Es hat sich was getan in meinem Leben, eine andere Verpflichtung, die im Übrigen aber nichts mit dem Bloggen oder den Zuständen bei der FAZ zu tun hat…“
    *
    Du lieber Himmel: Klassenkampf von unten? Zukunftsforschung? Oder gar eine Geschlechtsumwandlung…?

  215. Nein, nichts weiter von...
    Nein, nichts weiter von Bedeutung, ich werde nur mittelprächtig beschäftigt sein mit anderen Dingen. Und dort ist halt kein Internet. Dafür jede Menge Garten und Wohnfläche und Katzen und Enten.

  216. @ DA: "... jede Menge Garten...
    @ DA: „… jede Menge Garten und Wohnfläche und Katzen und Enten.“
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    Der Don wird Tierarzt! Interessant. Kann da ein VW-Bus im Garten parken?

  217. Wenn man die...
    Wenn man die Schrotflintensammlung der Besitzer kennenlernen will: Sicher.

  218. Kein Problem: Ich hab' von der...
    Kein Problem: Ich hab‘ von der Rückfahrt von Alexandria nach Tunis noch das alte lybische Flugabwehrgeschütz auf dem Dach. Das funktioniert noch, aber wahrscheinlich kriegen wir auf Dauer Ärger mit PETA…

  219. "Ein eigener FAZ-Blog mit...
    „Ein eigener FAZ-Blog mit viele PI könnte auch da (Status) evtl. hilfreich und angebracht sein – Talent und wirkliche Bürgerlichkeit – wie sie unser hoch geschätzter Gastberger in so hohem Masse hat – vorausgesetzt.
    .
    @Vroni: Auf den Besitz von Produktionsmitteln kommt es also an – und auf die nötige Bereitschaft und Fähigkeit zur „Härte“, wenn man „ein wahrhaft Bürgerlicher“ sein will.“
    .
    Wollten wir gesagt haben: Wir bitten also einmal mehr unsere außerordentliche Nachlässigkeit zu entschuldigen.

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