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Oligarchie für alle Demokraten

07.07.2011, 21:03 Uhr  ·  Es geht doch nichts über gute, demokrartische Traditionen. Da hat Europa Gutes und weniger Gutes zu bieten; die Wahlsiege von Jörg Haider in Kärnten und Berlusconi in Italien gelten eher als etwas unfein, die Athener Demokratie dagegen steht als leuchtendes Vorbild in der Geschichte da. Ausser zu jenen eher unbekannten Zeiten, da sie gewisse Probleme hatten, die heute gar nicht so unvertraut klingen.

Von

Er trat nicht aus freien Stücken vor dem Volk oder sonst vor Gericht auf, sondern blieb der Menge wegen seines Rufes der Gerissenheit unheimlich.
Thukydides über den Politiker und Oligarchen Antiphon von Rhamnus

Bildungsferne Schichten – und unter ihnen besonders jene, die schreiberisch tätig sind – pflegen in der aktuellen Griechenlandkrise gerne darauf zu verweisen, dass Griechenland die Mutter der Demokratie ist – und man das Land deshalb, gewissermassen als Symbol unseres europäischen Staatensystems, retten sollte. Was sie dabei entweder nicht wissen oder unter den Tisch fallen lassen, ist der Umstand, dass eben jene Demokraten mitunter auch die Erfinder der Knabenliebe – heute würde man sagen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger – sind. Oder der Hopliten, jener gut gepanzerten, reichen Bürger, die bei militärischen Auseinandersetzungen, Sozialrevolten oder zahlungsunwilligen Abhängigen ihren Gegnern im Verbund schwere Lanzen durch den Körper stiessen. Und letztlich gibt es in der griechischen Staatenlehre und in der antiken Herrschaftspraxis neben der Demokratie auch noch die Oligarchie. Aber wo immer man hinschaut, niemand mag darüber schreiben, dass man die Erfinder der klassischen Knabenliebe, des Hoplitenspeeres oder der Oligarchie retten soll.

Bild zu: Oligarchie für alle Demokraten

Vermutlich, weil Bildung nicht bei allen ist, oder dieses andere Griechenland nicht so schön in die gute, alte Vorstellung der Antike passt, die stets durch die Bilder von Akropolis. Pallas Athene und der weisen Eule auf dem griechischen Euro wabert. Man könnte jetzt noch ein paar Schattenseiten der klassischen Antike Griechenlands aufzeigen – Frauenrechte ähnlich denen der Taliban, Klassendünkel wie bei neureichen Swingerclubbesitzern, Wirtschaftskriege wie der Kampf ums Öl, Seeräuberei wie vor Somalia – und dann übereinkommen, dass man sie retten sollte oder auch nicht, aber es vielleicht nicht über die Geschichtsillusionen der 3. Klasse Grundschule und Gustav Schwabs Sagen des klassischen Altertums propagieren soll.

Zumal die Griechen auch nicht faul sind, ihre eigene Geschichte oder was sie dafür halten nach vorne zu bringen. “This is Sparta” liest man auf Protestplakaten, ein Spruch, den man Hollywood verdankt und in dessen Gefolge Perser in einen gerade praktisch herumliegenden Brunnen geworfen werden. Was dem Serben sein Amselfeld, sind dem Griechen seine Perserkriege, und so neigt man dazu, in den Deutschen, den Banken und den Finanzinstitutionen den neuen Dareios zu sehen, der sich anschickt, die Griechen erneut zu unterjochen. Überhaupt, der Griechen jüngere und ältere Geschichte ist voll von Aufständen gegen Besatzungen und militärischer Selbstbehauptung, und auch Vergleiche mit dem 3. Reich und den Türken, die man auch wieder abschüttelte, sind nur begrenzt das, was man sonst Geschäftspartnern im Bereich der Staatsfinanzierung angedeihen lässt.

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Kurz, es sei den Griechen angeraten, sich nach anderen Teilen ihrer Geschichte zu orientieren – und dazu wäre es fein, sich über die Oligarchie zu unterhalten, deren Freuden darzustellen stets die feinste Aufgabe dieses Blogs war. Denn Griechenland, da muss man nicht gross drum rum reden, ist keine Demokratie mehr, die Bürger können nur noch die Politiker wählen, die sich dann von ihren europäischen Freunden und Organisationen das sagen lassen, was im Interesse der Gemeinschaftswährung, der Banken, der Wirtschaft etc. ist. Es geht also zu wie immer, nur noch etwas immriger, weniger verdeckt, und keine PR ist in der Lage, die Gegensätze zwischen Bürgerwünschen und Systemforderungen zu überdecken. In der klassischen griechischen Staatstheorie ist die Oligarchie die Herrschaft der Wenigen, und inhaltlich die negative Entartung der Adelsherrschaft – heute gibt es keinen Adel mehr, da ist Oligarchie eine splitterfasernackte Demokratie mit offensichtlichen Sozialproblemen.

Und auch das ist für Griechen nichts Neues, wenn sie von ihrer Geschichte mehr als Sandalenfilme kennen. 411 vor Christus war das klassische, pseudodemokratische Sklaven- und Kolonialreich, das wir heute als athenische Demokratie kennen, in einer ähnlich fatalen Lage wie Greichenland heute: Ein sinnloser und vor allem sich finanziell nicht lohnender Krieg auf Sizilien hatte die Staatskasse gelehrt, die Verbündeten zahlten Abgaben ähnlich fleissig und gerne wie die modernen Griechen ihre Steuer, man führte verlustreich Krieg gegen Sparta, und irgendwer musste das alles bezahlen, sollte Athen nicht pleite gehen. Folglich war die Unzufriedenheit daheim sehr gross, die Regierung war äusserst schwach, die Bevölkerung entbehrte der üblichen Zuwendungen, und die Reichsten, die Landbesitzer, die Handelshäuser, die Schiffsbauer und andere Profiteure, die ans den alten, reichen Eliten hervorgegangen waren, beschlossen, dass sie ungern für die Folgen aufkommen wollten.

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Also putschten sie sich an die Macht. Sie hatten eine Abmachung mit den Persern, die sie grosszügig finanzieren würden, so sie die Demokratie abschafften, sie hatten die Waffen und ausserdem geschickte Propagandisten, die in dieser Lage Reformen für alternativlos – so würde man es heute sagen – erklärten. In der allgemeinen Unzufriedenheit gelang es ihnen, einen Rat der 30 durchzusetzen, die eine neue Verfassung erarbeiten sollten. Dazu wurden Regeln der demokratischen Verfassung aufgehoben, und die 30 kamen zur wenig überraschenden Entschliessung, in Zukunft einen Rat der 400 herrschen zu lassen. Der Rat der 400 begann sogleich mit der Abschaffung von sozialem Leistungen und Unterstützungen, sägte alte Beamte ab und ersetzte sie durch neue Parteigänger, überliess anderen grosszügig die Finanzierung der Probleme und versuchte, durch einen Frieden mit Sparta die Interessen der Mehrheit zugunsten der eigenen Vorteile zu verkaufen. Sehr schnell hatte sich die Demokratie in ein despotisches Regime verwandelt

Allerdings blieb dieser Putsch nur eine kurze Episode: Die 400 waren extrem unpopulär, es regte sich Widerstand, und innerhalb der Oligarchen kam es zu erbitterten Auseinandersetzungen um den richtigen Kurs: Die einen wollten ihre Macht absolutistisch durchsetzen, die anderen suchten eine grössere Basis in der Bevölkerung durch Einbeziehung weiterer Kreise, um ihr Überleben in turbulenten Zeiten zu sichern. Eine besondere Rolle spielte dabei ein gewisser Theramenes, der zwar einer der führenden Putschisten war, dann aber, als er mit seinen Vorstellungen innerhalb der 400 zu unterliegen drohte, zu den Demokraten überlief, sich an ihre Spitze stellte und dafür sorgte, dass seine ehemaligen Kollegen nach einem Schauprozess hingerichtet wurden. Begleitet wurden die populärjuristischen Festspiele von der Wiedereinführung der Alimentierung breiter Gesellschaftsschichten, was die Geschichtsforschung dann folglich wieder als “Demokratie” bezeichnet. Theramenes selbst versuchte es im Jahre 404 dann nochmal mit einem Rat der 30 und einer Oligarchie, auch genannt die 30 Tyrannen. Die waren aber klüger, hatten aus der Geschichte gelernt und richteten ihrerseits den wieder zu den Demokraten überlaufenden Theramenes hin, obendrein 1500 andere missliebige Figuren, bevor sie selbst wieder bald gestürzt, vertrieben und hingerichtet wurden. Athen ging in der Zwischenzeit durch Krieg und Insolvenz auch mal zugrunde, gilt aber, wie man sieht, immer noch als Vorbild der Demokratie, und wird später vielleicht in einem Atemzug mit der Bundesrepublik genannt werden.

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Zweierlei kann man daraus lernen: Krisen sind gute Zeiten, um Oligarchien einzurichten. Und sie sind schlechte Zeiten für Oligarchien, wenn sie gestürzt werden. Es findet sich dan immer einer, der wieder die Seiten wechselt und an der Spitze des Volkes die Köpfe seiner Kollegen fordert, auf dass ihm der seine nicht abgehackt wird. Oligarchen kennen keine Solidarität, wenn es um das Überleben geht. Die anderen machen es ja genauso.

Und genauso wird uns die Griechenlandkrise ein wenig begleiten. Früher konnten die Oligarchen, wenn es schief ging, schnell in der Nacht fliehen. Versuchen Sie das heute mal, wenn Ihre Milliarden am Fusse der Aktopolis verbuddelt sind, und darüber die Athener Demokratie mit Brandsätzen wartet. Wie gesagt: Krisen sind nicht zwingend gute Zeiten für Oligarchen wie wir, wenn wir erst mal in Athen festsitzen.

 

 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (262)
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Schon wieder Griechen-Bashing....

Schon wieder Griechen-Bashing. Öde. Ich will mein Geld zurück!

0 dunnhaupt 07.07.2011, 21:53 Uhr

Die griechische Kultur von vor...

Die griechische Kultur von vor 2500 Jahren hat ebensowenig mit uns zu tun wie die Ägypter oder die Inkas. Unsere Vorfahren trafen überhaupt erst in der Völkerwanderung des frühen Mittelalters erstmals in Mitteleuropa ein.

0 donalphonso 07.07.2011, 22:14 Uhr

Reich, meine Beste, wird man...

Reich, meine Beste, wird man nicht vom Wiederhergeben. . dunnhaupt, trotzdem wird das gerne bemüht. Der ostslawische Kuhhirte ist nun mal nicht so ein schicker Ahne wie ein griechischer Sagenheld, das Vertauschen der Beiden hat bei uns eine lange Tradition.

0 colorcraze 07.07.2011, 22:31 Uhr

Jaja, die wilden Zeiten Athens...

Jaja, die wilden Zeiten Athens sich ins Gedächtnis zurückzurufen ist nicht so verkehrt. http://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2011/pm_1107051.html

0 karlmeier 07.07.2011, 22:37 Uhr

Ich nehme mal an, der...

Ich nehme mal an, der Knabenliebe-Aufhänger ist nur so mittelernst gemeint, aber als zunächst zwangsweiser, mittlerweile aber dankbarer Altsprachler (auch wenn von den langjährig erworbenen Sprachkenntnissen nicht mehr viel übrig ist) muss ich doch einen kleinen Einwand zur Ehrenrettung der alten Griechen loswerden. Nur für den Fall, dass das jemand so ernst nimmt. . Es erscheint mir äußerst fraglich, ob Oligarchie und Knabenliebe (klingt irgendwie merkwürdig so nebeneinander, aber das nur nebenbei) wirklich Erfindungen des klassischen Griechenlands sind. Dieser Eindruck ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass aus dieser Zeit und Kultur erstmals so etwas wie halbwegs vollständige Aufzeichnungen über der Leben (und Treiben) der seinerzeitigen Mittelmeerbewohner existieren. . Dass im damaligen Griechenland erstmals für eine vergleichsweise große Gesellschaft die Idee der Demokratie mit Verfahren wie Abstimmungen etc. entwickelt wurde, ist und bleibt jedoch die ganz große Errungenschaft dieser Region. Das war damals fraglos noch viel weniger perfekt als heute, selbst spätmittelalterliche Stände-"Demokratie" war weiter, aber es war - egal wie falsch vieles aus heutiger Sicht wirken mag - der Anfang dessen, was wir heute als freie Gesellschaft genießen dürfen. Deren Entwicklung allerdings weiterhin als grandios unabgeschlossen gelten darf, womit wir dann wieder beim Thema Oligarchen, oder weiter gefasst, dem Problem der allzu menschlichen Gier nach immer mehr angekommen wären. Aber das soll nicht mein Thema sei. nicht jetzt jedenfalls. . Ich jedenfalls würde Griechenland, auch wenn von ehemaligen hehren Idealen vielleicht nicht mehr viel übrig sein mag, (gefühlsduseliger- bis schwachsinnigerweise) aus purer Dankbarkeit für diese Idee immer einen gewissen Sympathiebonus zuerkennen. Knabenliebe im alten Griechenland hin oder her.

0 donalphonso 07.07.2011, 22:46 Uhr

Ich auch. Allerdings wegen der...

Ich auch. Allerdings wegen der elenden deutschen Haltung zu Distomo und anderen. . http://de.wikipedia.org/wiki/Distomo . Allzu ernst und trocken darf man das hier alles nicht nehmen. Ich plaudere nur ein wenig. . colorcraze, danke für den Link

0 karlmeier 07.07.2011, 23:03 Uhr

>>Ich auch. Allerdings wegen...

>>Ich auch. Allerdings wegen der elenden deutschen Haltung zu Distomo und anderen. . Auch ein guter Grund! . >>Allzu ernst und trocken darf man das hier alles nicht nehmen. Ich plaudere nur ein wenig. . Schon klar (und immer lesenswert). Aber, wie ich selber schon hie und da leidvoll erfahren durfte, kommt so etwas bei dem ein oder anderen ja schneller in einen falschen Hals, als einem lieb sein kann...

0 Menaggio sehen und sterben 08.07.2011, 00:17 Uhr

Jetzt mal Butter bei die...

Jetzt mal Butter bei die Fische. Warum verkaufen Sie nicht Ihre langweiligen Immobilien in Bayern - sehen Sie es als einen Akt der Befreiung - und ersteigern die Villa Vigoni, Don?

Werter Don, natuerlich muss...

Werter Don, natuerlich muss man Geplauder nicht so ernst nehmen. Allerdings sind darin, also im Ernstnehmen, einige Griechen besonders gut. Mir gegenueber hat tatsaechlich mal ein griechischer Bekannte (Akademiker, mindestens obere Mittelschicht) allen Ernstes darauf bestanden, dass es in Griechenland ja keine verbreitete Korruptionswirtschaft geben koenne - bei einem Land, das schliesslich die Demokratie erfunden habe. Allerdings muss ich zugeben, dass dieser eine eine Ausnahme unter all meinen griechischen Bekannten darstellt. Aber es gibt diese Argumentation tatsaechlich. "Denn Griechenland, da muss man nicht gross drum rum reden, ist keine Demokratie mehr, die Bürger können nur noch die Politiker wählen, die sich dann von ihren europäischen Freunden und Organisationen das sagen lassen, was im Interesse der Gemeinschaftswährung, der Banken, der Wirtschaft etc. ist." Falsch. Zum einen hiesse das, dass es kaum eine Demokratie auf der Welt gaebe (mit Einschraenkungen die Schweiz vielleicht). Das koennte man als Aussage ja noch durchgehen lassen. Zum anderen aber ist es eine Verkennung der Tatsachen. Es hindert die Griechen ja niemand daran, jemanden zu waehlen, der die Losloesung von Euro, EU, oder sonstwas anstrebt. Dann muessten sie aber auch die Konsequenzen alleine tragen. Sobald aber die Freiheit der Entscheidung die Freiheit anderer (zum Beispiel der niederlaendischen Steuerzahler) einschraenkt, kann sie ja nicht mehr gleichzeitig vollkommen autonom sein und trotzdem diese Einschraenkung anderer fortschreiben. Kann es also in der globalisierten Welt ueberhaupt eine Demokratie geben, die dem Don'schen Anspruch genuegt? (Theoretisch ja, aber praktisch?) Beste Gruesse!

rückblickend wird man sagen...

rückblickend wird man sagen das Griechenland die Demokratie geboren, aber auch zu Grabe getragen hat. Domino wohin man schaut. Wenn es nur endlich passieren würde.. muss das Wetter sein...

0 HansMeier555 08.07.2011, 06:08 Uhr

Griechenland ist Europa,...

Griechenland ist Europa, Persien die Sowjetunion, Sparta eine Art DDR, Theseus James Bond und der Minotaurus Gaddafi und Schillers Loblied auf den Terroristen sagt es klar und deutlich: Bürger sind Bürgen.

0 Schepenese 08.07.2011, 06:12 Uhr

Griechische Demokratie lebt...

Griechische Demokratie lebt allenfalls noch in Appenzell-Innerrhoden. Ansonsten ist sie überall auf der Welt grandios gescheitert. Und auch die repräsentative Demokratie ist doch großenteils am Ende. Entweder durch Verklärungsromantiker (Wir wollen unsere alten Wilhelm/Adolf/Erich/LudwigII. wiederhaben), oder durch Aktionsbündler oder Rundtischler, die die seitherigen Methoden zur Erreichung von Interessenausgleichen nicht mehr akzeptieren und die sich wie die Bolschewisten zu Mehrheitsvertretern hochstilisieren und von der Presse auch so wahrgenommen und gepusht werden. Demokratie heist übrigens nicht, dass die Bürger bestimmen, was im Staat passiert. Das wird nur an Wahlabenden verbreitet, wenn wirre Wählerwillenstheorien aufgestellt werden, so als ob es einen solchen gäbe. Das einzige was funktioniert in der Demokratie ist, dass man Herrschende, die sich unbeliebt gemacht haben, auch ohne Guillotine wieder loswird. Wobei nur selten etwas besseres nachkommt....

0 HansMeier555 08.07.2011, 06:47 Uhr

Die Heilige Weisheit liegt...

Die Heilige Weisheit liegt immer noch so da, wie es sich gehört.

0 HansMeier555 08.07.2011, 07:20 Uhr

...

@Schepenese . Appenzell-Innerrhoden? Dort grasen Kühe und keine Ziegen. . Neben dem Karolingerreich war auch Griechenland in den 50ern ein Gründungsmythos des Freien Westens resp. Abendlandes. Mal katholisch, mal attisch-atlantisch, Hauptsache altsprachlich, "humanistisch", Kolonialreiche und Rassentrennung kein Integrationsproblem. (Übriggeblieben ist davon heute nur noch die Unterscheidung zwischen Freigeborenen und Freigelassenen). . Die Gemeinsamkeiten zwischen den Athen und den USA bzw. dem attischen Seebund und der Nato gaben schon damals Anlaß für manches Apercu. . Bevor Alarich endlich kommt, wird uns der eine oder andere Alkibiades noch die Zeit vertreiben.

0 Yog Sothoth, Esq. 08.07.2011, 07:22 Uhr

Selbst wenn Knabenliebe nicht...

Selbst wenn Knabenliebe nicht meinem Gusto entspricht, muss ich doch den alten Griechen zugute halten dass man damit heute noch den Moralisten jeglicher Stilrichtung wunderbar die Zornesadern schwellen lassen kann :) Keine Demokratie ohne Päderastie!! Wo sind die Zeiten als man das Land der Griechen noch mit der Seele suchte, und nicht mit der EC-Karte...

Oligarchie und Knabenliebe in...

Oligarchie und Knabenliebe in Griechenland? "Autres temps, autres moeurs"! Das Hauptproblem in Griechenland? Die Griechen haben 400 Jahre (bis 1821) unter türkischer Herrschaft gelitten - and the Turks brought their bad habits with them esp. Nepotism & Korruption...

0 Don Carlos 08.07.2011, 07:55 Uhr

die griechische demokratie...

die griechische demokratie galt doch aber nicht für alle. an ihr waren nur die freien beteiligt. also leute, die für ihren lebensunterhalt nicht arbeiten mußten oder die nicht eigentum von irgendjemandem waren. dieser ohnehin sehr überschaubare personenkreis konnte es sich aufgrund der permanenten auseinandersetzungen der griechischen städte untereinander schlicht nicht leisten, auch noch stadtinterne machtkämpfe auszutragen und unterlegene gegner auszuradieren. sehr wahrscheinlich waren sie auch zu bequem dazu. also schufen sie ein system, in dem sie sich gegenseitig des respekts versicherten und über anstehende entscheidungen gemeinsam abstimmten. insofern ist da nichts von hehren idealen zu erkennen. es ging nicht um die verbessereung der gesellschaft an sich und der lebensverhältnisse jedes einzelnen menschen darin, sondern um die erhaltung der jeweiligen stadt, und zwar zum nutzen einer bestimmten schicht auf kosten anderer.

"Und ist es zu spät, und kann...

"Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht, Ein Retter, willkommen erscheinen, So soll mich der Tod ihm vereinen. Des rühme der blut'ge Tyrann sich nicht, Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht, Er schlachte der Opfer zweie Und glaube an Liebe und Treue!" Bürgschaft anno 1798.

0 donna laura 08.07.2011, 08:00 Uhr

liebe/r Schepenese,...

liebe/r Schepenese, mittlerweile darf die holde weiblichkeit auch in ai wählen.

Für so ein kleines Land und...

Für so ein kleines Land und so eine mickrige Demokratie machen die Griechen aber ganz schön viel Ärger. Was meint denn Konstantin II. dazu?

0 HansMeier555 08.07.2011, 08:01 Uhr

Warum künstlich Gegensätze...

Warum künstlich Gegensätze konstruieren, wo keine sind? . http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ab/Richmond_Civil_War_ruins.jpg

Die Philosophie wurde...

Die Philosophie wurde vermutlich absichtlich in diesem Beitrag nicht erwähnt, da irrelevant?

0 Detlev von Westhofen-Runkel 08.07.2011, 08:26 Uhr

Warum künstlich Gegensätze...

Warum künstlich Gegensätze konstruieren, wo keine sind? . Nun, Herr Meier, warum? Weil es anders nicht geht. Wo Gegensätze bereits sind, kann man sie nicht mehr künstlich konstruieren. Anders: Wer künstlich Gegensätze konstruieren will, dem bleibt nur überig, das eben dort zu tun, wo keine sind. . Ist eine Frage der Logik. Jedem Seemann völlig klar.

0 Pessismist 08.07.2011, 08:27 Uhr

„Wo alles nach Auflösung...

„Wo alles nach Auflösung stinkt und wo alles nach Zertrümmerung schreit, ist die Stimme des Einzelnen zwecklos geworden.“ (Thomas Bernhard)

0 bertholdIV 08.07.2011, 08:42 Uhr

@hm555 und wer ist jetzt...

@hm555 und wer ist jetzt ulysses s. grant und wer gen. lee? kann man da eine verknüfung zur pid herstellen? hat die dame aus der uckermarck gestern mit der strategie getrennt gegeneinander gehen, gemeinsam siegen, den angriff des vatican abgewehrt? dann nennen wir uns und unseren staat nicht uncle sam sondern madame dreiknopf?

0 donalphonso 08.07.2011, 08:44 Uhr

Nun ja, die Philosophie... die...

Nun ja, die Philosophie... die Herausarbeitung der Oligarchie als Staatsform ist ein Teil der griechischen Philosophie. Aber generell mag es mir scheinen, als wäre deren Bedeutung für nachfolgende Zeiten doch nicht so arg wichtig, wie einem das manche erscheinen lassen wollen. Gerne schreibe ich aber mal etwas über Aristipp von Kyrene.

@ dunnhaupt 07. Juli 2011,...

@ dunnhaupt 07. Juli 2011, 23:53 "Die griechische Kultur von vor 2500 Jahren hat ebensowenig mit uns zu tun" Liebe(r) dunnhaupt, schauen Sie sich doch mal das Logo unseres hochverehrten Blogs "Stützen der Gesellschaft an" - Ionien läßt grüßen

Wenn man sich die griechischen...

Wenn man sich die griechischen Euromünzen anschaut, bekommt die Redewendung "Eulen nach Athen tragen" einen unerwarteten Beigeschmack. Einer schöne Redewendung, die beim Übersetzen ungeahnte Schwierigkeiten verursachen kann. Die Briten reden in diesem Zusammenhang von "coal to Newcastle", die Spanier von "café a Colombia" oder "putas a París". Das ist das Gleiche, aber nicht dasselbe.

Bitte. Seit Wieland ist viel...

Bitte. Seit Wieland ist viel zu wenig über den Mann geschrieben worden.

Die griechischen Kultur ex...

Die griechischen Kultur ex post, zweieinhalbtausend Jahre später moralisch abzuurteilen ist völlig ahistorisch und weitaus alberner als sie zu glorifizieren. Auch sind die Vorstellungen was in der griechischen Polis Demokratie war wohl ziemlich biederes Halbwissen. Don Carlos ist das auch schon aufgefallen. Mit solcher Geschichtsbetrachtung kann man bei jeder Kultur sich die persönlich genehmen Rosinen heraussuchen, alles beweisen, alles widerlegen. Die deutsche Geschichte eignet sich mindestens genauso gut zur Selektivbetrachtung. Und wäre dann Don Alphonso, Stütze der Gesellschaft, nicht voll der Entrüstung?!

0 Böhmenfürst 08.07.2011, 09:13 Uhr

Je länger man plaudert, umso...

Je länger man plaudert, umso mehr wird es am alten Griechenland zu mäkeln geben. Ich meine dennoch, daß das alte Griechenland (aufgemerkt: Sparta war auch Griechenland !), das alte Rom und das alte Israel die Wurzeln der europäischen (schon wieder ein griechischer Begriff) Kultur sind, unabhängig davon, wann sich welche wilden Horden später in diesem Kulturraum festgesetzt haben. Kultur ist aber mehr als politische Kultur, der allein der Begriff Demokratie zuzuordnen wäre. Dafür ist den Griechen niemand was schuldig, aber man sollte es im Kopf behalten. Wenn es dann noch dazu reicht, sich zu erinnern, was für Entwicklungen aus den Wirtschaftskrisen der Jahre 1929 bis 1931 erwachsen sind, als man eben die Spekulanten die Folgen ihrer Fehlentscheidungen bis zum bitteren Ende tragen ließ, dann kann - ich schreibe "kann" - vielleicht ein bißchen mehr Verständnis dafür aufkommen, daß auch den heutigen Griechen in gewissem Ausmaß geholfen werden muß, selbst wenn sie sich - ganz sicher nicht unbemerkt von den anderen - in die Eurozone hineinbetrogen haben.

Abseits aller romantischen...

Abseits aller romantischen Formen der Hellas-Verehrung war es Anfang der neunziger Jahre so, dass man für die Bildung Europas aus geostrategischen Gründen Griechenland unbedingt mit dabei haben wollte, einschließlich des Euroraumes. Dann aber haben sich die Türken bis heute so prächtig entwickelt, dass Griechenland, sagen wir mal, de facto überflüssig wurde. Im demokratischen Sinne ist das eine wunderbare Entwicklung: Kroatien, Makedonien und selbst Serbien warten auf den Euro-Beitritt, die Griechen (mit ihrer abgeschüttelten Militärdiktatur) können sich in Ruhe reorganisieren, und die Bulgaren, Rumänen und vor allem die Türkei sind zivilisatorische Ordnungsmächte in der Region. * Also wenn ich unumschränkter Weltherrscher wäre: Ich hätte das auch so gemacht. :-)

0 donalphonso 08.07.2011, 09:23 Uhr

kcw1, ich habe ja klassische...

kcw1, ich habe ja klassische Archäologie im Nebenfach studiert, also jenes Fach, das sich zunehmend nicht nur Statuen und Vasen, sondern auch richtigen Bodenfundkomplexen und Stratigraphien widmet. Althistoriker haben da immer einen etwas reineren Blick als jene, die in Kerameikos auch die andere Seite sehen - und deshalb neige ich nun mal dazu, das Hehre zu belächeln, das so gern nach vorne gestellt wird: Oben etwa, der erwähnte Antiphon von Rhamnus, der war ein rechter Winkeladvokat und ist meines Erachtens nicht weniger typisch für diese Demokratie als Solon. Ein paar seiner Fälle sind bekannt, und da ging es dann doch üppig zur Sache. Und ob die Unterdrückten des Attischen Seebundes die Demokratie Athens so sahen, wie wir das tun... freuen wir uns, dass wir darüber lächeln können. Ich könnte Sie hier auch mit Fragestellungen zur Datierung der Tyrannenmörder langweilen, oder mit dem leider zu Unrecht wenig beachteten Frauenrecht in Lakonien unter Berücksichtigung der Bronzespiegel. Oder warum es die Potnia theron in der klassischen Antike so schwer hat. Glauben Sie mir, die Plauderei ist angenehmer.

0 Schepenese 08.07.2011, 09:25 Uhr

@pardel Das Sprichwort kommt...

@pardel Das Sprichwort kommt von den attischen Drachmen. Ein Olivenzweig und eine Mondsichel sind übrigens auch drauf. Und es handelt sich um einen Steinkauz.

0 donalphonso 08.07.2011, 09:26 Uhr

Wie ich schon sagte: Ich halte...

Wie ich schon sagte: Ich halte Sparte für stark unterschätzt, auch heute noch. Nur passte Athen halt besser zu den Idealen des Bürgertums, das sich dafür begeisterte, weil das römische Imperium eher eine Sache des Adels war, gegen den man sich abgrenzen wollte. Lakonien hatte einfach die falschen Produkte, um später mehr Aufmerksamkeit zu erhalten

Showing off??? So what!...

Showing off??? So what!

0 karlmeier 08.07.2011, 09:30 Uhr

@Don Carlos Schöne Theorie...

@Don Carlos Schöne Theorie mit den Demokraten aus Bequemlichkeit. Aber auch nicht viel mehr. Es mag ja sogar sein, dass dieser Gedanke bei dem ein oder anderen damals Beteiligten eine Rolle gespielt haben mag. Wer wollte das widerlegen (oder beweisen)? . Aber schon ein Blick in den kurzen Abschnitt zur Enstehung der attischen Demokratie im Wikipedia-Artikel "Demokratie" macht klar, dass dann doch ein wenig mehr an Überlegungen, und ja, auch Idealen, dahintersteckte. Und eine weitere Beschäftigung mit dem Thema wird Sie zu vielen interassanten Gedanken führen, von denen so mancher auch heute noch relevant ist. . Dass die Beschränkung auf so genannte "Freie Bürger" aus heutiger Sicht vollkommen inakzeptabel ist, würde niemand ernsthaft bestreiten. Aber betrachten Sie die Ideen der Athener Demokraten mal im Lichte dessen, was vorher war. Das ist der Beurteilungskontext, an dem man das messen muss. Nicht das, was wir hier 2500 jahre später genießen dürfen. Und dessen Keimzelle damals entstanden ist.

0 HansMeier555 08.07.2011, 09:32 Uhr

Auch das eigentliche Verdienst...

Auch das eigentliche Verdienst der griechischen Philosophie, nämlich die Emanzipation vom jüdischen Bildverbot, wird man im TV-Zeitalter nicht mehr ausschließlich positiv bewerten.

0 HansMeier555 08.07.2011, 09:42 Uhr

Und die Eisenmünzen sind wohl...

Und die Eisenmünzen sind wohl alle wegerrostet. . Gab es nicht in der DDR tapfere Versuche, Sparta zu rehabilitieren?

0 donalphonso 08.07.2011, 09:47 Uhr

Naja, die Kommunisten mussten...

Naja, die Kommunisten mussten nehmen, was übrig war... ich würde mich allgemein nur mit einer Antike a la Villa Jovis auf Capri anfreunden können, der Rest ist nicht so prickelnd. Selbst wenn ich, auf damalige Verhältnisse übertragen, auch die bessere Seite des Ungemachs durchleben könnte.

0 HansMeier555 08.07.2011, 09:55 Uhr

Dafür gab es in der Antike...

Dafür gab es in der Antike vielleicht manche Vergnügungen, die wir heute nicht mehr so kennen. Das Kameradschaftsgefühl in der Phalanx und so. Schicksalsgemeinschaft nicht als ideologisches Konstrukt, sondern als erfahrbare Realität. Frei ist man nur solange die Stadtmauer hält. Niemand kann sich völlig sicher sein, nicht selber auch als Sklave zu enden.

HansMeier555: "Gab es nicht in...

HansMeier555: "Gab es nicht in der DDR tapfere Versuche, Sparta zu rehabilitieren?" * Das ist richtig. Diese Bewegung wurde dann übrigens recht billig in der alten Bundesrepublik unter dem Begriff "Bundesjugendspiele" nachgeahmt. Wie weit der faulende, parasitäre Kapitalismus in der Bundesrepublik fortgeschritten war, konnte man daran erkennen, dass die Kirchen die Bundesregierung zwang, sämtliche Sexualaktivitäten der Jugendlichen unter dem Begriff "Jugend forscht" zusammenzufassen.

Instabilität der...

Instabilität der Verfassungsformen ist die Botschaft griechischer Staatsphilosophie, nicht der Popanz des modern zementierten Demokratiebegiffs. Kein Mittel gab es gegen die Entartung der 3 guten Verfassungsformen, auch nicht die später prätendierte "Mischverfassung" der Römer. Polybius (zeitgerecht 1789 vom Straßburger Schweighäuser neu übersetzt und herausgegeben) beschreibt klassisch das Rad, das sich ewig "umwälzt" - danach französisch "Revolution" ("Umwälzung"): Gute Monarchie entartet zur Tyrannis, eine Gruppe Adliger (aristoi) beseitigt dann den Tyrannen und schafft eine Aristokratie als "Herrschaft der Besten", die entartet aber bald zur Herrschaft eines Klüngels, zur Diktatur der "Wenigen" ("Oligarchie"), bis das Volk ("demos") sich erhebt und in der Polis die Demokratie einrichtet. Die aber entartet sehr schnell zur Diktatur der haltlos gierigen Masse ("ochlos"): zur Ochlokratie - grausam, unerträglich, ihr wird wieder ein einzelner ("monos") zu steuern versuchen, ein guter Politiker, von allen akzeptiert, schaft eine Monarchie, aber nur so lange, bis die wieder zur Tyrannis entartet: gegen den Tyrannen erheben sich wieder die Besten... (s. oben) - So kann man manches doch besser begreifen, oder?

0 HansMeier555 08.07.2011, 10:13 Uhr

Was Athen den anderen Playern...

Was Athen den anderen Playern definitiv voraushatte, war das rhetorische und ästhetische Niveau der eigenen Propaganda. . Aber das Elfmeterschießen ganz zum Schluß haben die Athener dann gegen Sparta verloren. Ob es ehemalige DDR-Intellektuelle gibt, die sich hin und wieder ein wenig damit trösten?

0 karlmeier 08.07.2011, 10:15 Uhr

Vielleicht war das Leben...

Vielleicht war das Leben damals besser, als wir glauben mögen. Jedenfalls, wenn man nicht zur ausgebeuteten Hälfte der Gesellschaft gehörte (oder Zahnschmerzen hatte). Zumindest war es sicher überschaubarer, viel weniger hektisch, und zumindest im mediterranen Raum ganz sicher nicht frei von Annehmlichkeiten. . Und was die Aufteilung der Menschen in Ausbeuter und Ausgebeutete angeht, hat sich da wirklich so viel verändert? Ich fürchte ehrlich gesagt eher, dass nur die räumliche Trennung zwischen beiden Welten viel stärker geworden ist. Wir bekommen einfach nicht jeden Tag persönlich mit, auf wessen Kosten wir leben. Und wen kümmert schon noch, was gelegentlich mal irgendein Berufsmisanthrop in der Zeitung schreibt oder im Fernsehen erzählt?

0 HansMeier555 08.07.2011, 10:16 Uhr

Der schon wieder. . Ich meinte...

Der schon wieder. . Ich meinte natürlich in der (populären) Altertumswissenschaft.

0 HansMeier555 08.07.2011, 10:21 Uhr

Soviele Heloten und Periöken...

Soviele Heloten und Periöken am Weglaufen hindern, und das ganz ohne elektrischen Strom.

0 donalphonso 08.07.2011, 10:29 Uhr

Karlmeier, in Sizilien gab es...

Karlmeier, in Sizilien gab es damals recht lukrative Schwefelminen.

HM555: "Aber das...

HM555: "Aber das Elfmeterschießen ganz zum Schluß haben die Athener dann gegen Sparta verloren. Ob es ehemalige DDR-Intellektuelle gibt, die sich hin und wieder ein wenig damit trösten?" * Ich vermute mal, dass DDR-Intellektuelle mehr auf die normative Kraft des Faktischen setzen. (siehe Link) Wozu braucht es eines Elfmeterschießens, wenn einem die Geschichte recht gibt?

0 HansMeier555 08.07.2011, 10:32 Uhr

"Und unsere Christa hat wieder...

"Und unsere Christa hat wieder den schönsten Troja-Untergangsroman geschrieben".

0 HansMeier555 08.07.2011, 10:37 Uhr

Und heute gibt es...

Und heute gibt es Kakao-Plantagen in Afrika.

0 karlmeier 08.07.2011, 10:41 Uhr

>> Karlmeier, in Sizilien gab...

>> Karlmeier, in Sizilien gab es damals recht lukrative Schwefelminen. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe, deshalb mag die Antwort die falsche sein, aber die Schwefelminen mit ihren - ich nehme mal an, das war gemeint - unerträglichen Arbeitsbedingungen, gibt es es ja heute auch noch. Nur vielleicht nicht in (oder auf?, lerne ich auch nicht mehr) Sizilien. . Und wie weiland die ollen Athener, profitieren wir (manche finden das leicht pervers) heute von denen, die sich da die Buckel krumm schuften. Sozialromantische Binsenweisheit? Na klar. Deswegen gleich falsch? Eher nicht. . Aber das wird jetzt wird wirklich zu ernst.

0 HansMeier555 08.07.2011, 10:41 Uhr

Es muß nicht unbedingt...

Es muß nicht unbedingt Unbildung sein, wenn jemand Athen zum Vorbild erklärt, denn die Verlogenheit gehört zu Athen ja dazu, immer schon. . Trojaner Perser, Spartaner, Makedonier oder gar die Römer konnten auch mal ehrlich sein, die Athener nie. Insofern paßt die Analogie wunderbar, egal ob beabsichtigt oder nicht.

HM555: "HansMeier555: "Ich...

HM555: "HansMeier555: "Ich meinte natürlich in der (populären)Altertumswissenschaft." * Es gibt keine populäre Altertumswissenschaft. Das Populäre ist das Gegenwärtige, aus dem Volk kommende. Und Altertumswissenschaft ist, wie der Name nun einmal sagt, Altertumswissenschaft. Es trägt, apropos Antike, tragische Züge, wenn intellektuelle Gehversuche derart in die Isolation führen, dass man vom Nichtintegriertsein sprechen kann.

0 Don Carlos 08.07.2011, 10:45 Uhr

na klar, karlmeier, da hatte...

na klar, karlmeier, da hatte ein weiser grieche so eine nette idee von demokratie und hat mal seine idealistischen vorstellungen aufgeschrieben... geschichte wird jedoch nicht durch philosophen oder idealisten gestaltet, sondern durch realisten. die schaffen tatsachen und verursachen entwicklungen. hinterher wird eine nette geschichte darüber zusammenphantasiert, die alle geschehnisse in den leuchtendsten farben malt und gesetzmäßigkeiten entdeckt. - in wirklichkeit hatte nur irgendein dumpfer pragmatiker in einer kritischen situation die einzige handlungsoption ergriffen, die noch verblieben war oder die ihm gerade einfiel - ähnlich dem frosch, der in einen milcheimer gefallen ist und solange strampelte, bis er auf einem butterberg saß. keine sau spricht über die tausenden von heldenfröschen, die blöderweise in wassereimer gefallen sind und sich totgeschwommen haben. und mancher davon mag ein bedeutend besserer schwimmer gewesen sein als der historisch erfolgreiche dumpffrosch. allerdings vergebens. - kurz: es wurde einfach irgendwann von irgendwem irgendetwas aus irgendwelchen gründen gemacht und daraus ergaben sich ereignisse, die dann später eine geschichtliche entwicklung ergaben. aber die handlungen wurden eben nicht begangen, um diese geschichte so zu schreiben, sondern die geschichte beschreibt nur die handlungen. wenn die geschichte einem idealistischen drehbuch folgte, war es entweder abgeschrieben oder diktiert.

0 bertholdIV 08.07.2011, 10:53 Uhr

@hm555 die ddr war doch immer...

@hm555 die ddr war doch immer unser verbündeter: hat auf befehl und 1974 uns mit 1:0 besiegt, so dass wir den nl, arg, bra in der gruppenphase 2 ausweichen konnten, hat uns als naturwissenschaftler mit guten mathe und physik büchern versorgt, einen riesen brain an ing, etc. hervorgebracht und die produkte wurden über quelle verkauft. irgendwann haben die amis halt die geschützte werkstätte brd west aufgegeben und wir mussten uns vereinigen. dabei wurden dann alles intelektuell auf westniveau runtergefahren. aber offensichtlich sind leute wie sie glücklich damit, dann passt es ja.

Danke, Schepenese. Ja, so ist...

Danke, Schepenese. Ja, so ist es, deswegen lautet der wissenschaftliche Name des Steinkauzes Athene noctua. Als Symbol der Weisheit scheint er unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr optimal.

0 donalphonso 08.07.2011, 10:55 Uhr

Pardon, ich wollte damit...

Pardon, ich wollte damit ausdrücken, dass sich in diesen Zeiten mehr Menschen in den Schwefelminen zu Tode schufteten, als dass deren Profiteure angenehme Lebensfreuden hatte. Es kommt immer darauf an, wo man welche Zeit erlebt. Aber das macht nichts - auch Voltaire hatte einen Teil seiner Anlagen im Sklavenhandel.

0 donalphonso 08.07.2011, 10:56 Uhr

All die schönen Peploskoren:...

All die schönen Peploskoren: High Society Girls. Vermutlich schon damals nicht ganz pflegeleicht. Das vergisst man mitunter.

0 bertholdIV 08.07.2011, 11:00 Uhr

@hm555 gab es überhaupt...

@hm555 gab es überhaupt brd-west-alt-intellektuelle, außer im prieserseminar in köln und in zaitzkofen? hier in der pannonischen mark ist man da lockerer und hat sich aus den buchbeständen der ddr reichlich versorgt. dass einzige problem ist, dass die alten harry deutsch verlag bücher (Veb...) nicht säurefrei waren und somit verfallen

0 Ephemeridenzeit 08.07.2011, 11:01 Uhr

Erst kommt die Ausbeutung,...

Erst kommt die Ausbeutung, dann die Revolution, dann das Direktorium, dann der Despot. Lehnen wir uns vergnüglich zurück und schauen uns die griechische Soap an im stillen Wissen, dass uns dieses Vergnügen auch im eigenen Lande unversehens treffen kann.

0 Schepenese 08.07.2011, 11:03 Uhr

An Stelle der Schwefelminen...

An Stelle der Schwefelminen sollte man vielleicht die Silberminen von Laurion betrachten. Silber weg -> Athen pleite.

0 karlmeier 08.07.2011, 11:11 Uhr

@Don Carlos . Herrlich...

@Don Carlos . Herrlich nihilistische Weltsicht! Der ich generell nicht zu widersprechen wage. Vielzu sehr ähnelt sie der meinen. . Aber man darf ja gelegentlich mal darüber nachdenken (oder forschen), was denn wohl die "irgendwelchen" Gründe waren, die "irgendwann", "irgendwer" zu "irgend etwas" bewogen haben könnte. Ein wenig Konkretisierung schadet ja selten. Und da zeigt sich dann doch recht schnell, dass politische Entwicklungen nicht gerade selten von Ideen und Idealen getrieben werden. Nicht immer von den richtigen - unzählige Opfer verschiedenster Ideologien gerade in den letzen 100 jahren geben trauriges Zeugnis davon. . Gesellschaftliche Entwicklungen wie die Enstehung der attischen Demokratie geschehen nicht einfach so. Nicht alles ist pure, erratische Reaktion. Ausgangspunkt für große Umwälzungen sind - im Guten wie im Schlechten - praktisch immer Ideen und, wenn Sie so wollen, Ideologien. Darüber muss man eigentlich auch nicht wirklich diskutieren. Sorry.

0 HansMeier555 08.07.2011, 11:13 Uhr

b4 . Vor allem hat die SED...

b4 . Vor allem hat die SED wirksam den Protestantismus bekämpft und damit die Vorausseztung für die (noch ausstehende) Rekatholisierung geschaffen. . Gottes Mühlen mahlen langsam.

0 HansMeier555 08.07.2011, 11:16 Uhr

@b4 . Vielleicht in...

@b4 . Vielleicht in Bierbronnen? Aber das liegt schon halb in der Schweiz.

Für die Jüngeren: Lesetipp...

Für die Jüngeren: Lesetipp im Link... Es gibt nur noch vier gebrauchte Exemplare!

0 HansMeier555 08.07.2011, 11:31 Uhr

Die Dorfmädels werden...

Die Dorfmädels werden Marienerscheinungen haben zwischen Perleberg und Eberswalde, und die Pilger werden kommen und man wird eine große Kirche ans Seeufer bauen mit einem riesigen Omnibusparkplatz davor. Die Zisterzensier, der Deutsche Orden und Opus dei werden sich um die Täuflinge prügeln...

HM555: "Vor allem hat die SED...

HM555: "Vor allem hat die SED wirksam den Protestantismus bekämpft und damit die Vorausseztung für die (noch ausstehende) Rekatholisierung geschaffen." * Das ist nun völliger Blödsinn: Ohne die Evangelische Kirche wäre diese Form der friedlichen Revolution gar nicht möglich gewesen. Es war eher so, dass die Sozialisten/Kommunisten mit den Protestanten um das bessere Weltblid rangen. Viele SED-Kader und Pfarrer haben mir in persönlichen Gesprächen gestanden, dass ihr auf Solidarität setzendes, idealisiertes Weltbild sehr ähnlich ist und sie mit der "Gegenseite" symphatisierten oder gar konkurrierten. * Eine "Rekatholisierung" hat auf deutschem Boden nach 1990 nie stattgefunden, im Gegenteil: Der Katholizismus wirkt auf ehemalige DDR-Bürger wie finsterstes Mittelalter. In Polen dagegen haben mir Menschen erzählt, dass sie es als Lebensgefühl toll fänden, einfach in die Kirche zu gehen, ohne darüber nachdenken zu müssen. Und so sollte auch sein. An dieser entspannten Haltung kann sich die alte Bundesrepublik mit ihren Integrationsproblemen ruhig eine Scheibe abschneiden.

0 Ephemeridenzeit 08.07.2011, 11:38 Uhr

Werter Herr Karlmeier,...

Werter Herr Karlmeier, "Ausgangspunkt für große Umwälzungen sind - im Guten wie im Schlechten - praktisch immer Ideen..." Das ist richtig, solange die Henne zuerst da war. Wenn man aber eher zum Ei tendiert, dann gab es erst den Nährboden, aus dem diese Ideen geschlüpft sind. Voltaire, Helvetius, d'Alembert, Diderot und Co haben sicherlich auch einen Grabstein für die französische Monarchie gemeißelt, aber die Um- und Zustände in dieser Monarchie haben sie letztgültig auch zum meißeln gezwungen.

0 Ephemeridenzeit 08.07.2011, 11:44 Uhr

@HansMeier555:...

@HansMeier555: Rekatholisierung? Es schießen Heilsteinläden wie die Pilze, man huldigt dem Dalei Lama und den Schamanen, horoskopt und esoterisiert, bejubelt die Wunderheiler, die Homoöpathen und pilgert zu Zukunftswissenden. Das Christentum aber, das katholsche zumal, hängt wie weiland Heiland am Kreuze und vermodert still. Ob da eine Träne hinterher zu weinen wäre, steht auf einem anderen Blatte...

0 Don Carlos 08.07.2011, 11:47 Uhr

karlmeier, sie sagen es selbst...

karlmeier, sie sagen es selbst und versuchen es damit zu begründen: 'Ausgangspunkt für große Umwälzungen sind - im Guten wie im Schlechten - praktisch immer Ideen und, wenn Sie so wollen, Ideologien.' - diejenigen, welche die umwälzungen herbeiführen, sind nicht die erfinder der idee oder ideologie. war die kirche der erfinder der christlichen religion? wurde der koran von moslems geschrieben? war der feudalismus die erfindung eines kaisers? hat cromwell die demokratie erfunden? lenin den sozialismus? mussolini den faschismus? die gedanken waren schon lange vorhanden, bevor sie jemand seinen vorstellungen entsprechend nutzte (abgeschrieben) oder dazu gezwungen wurde, bestimmten vorstellungen zu folgen (diktiert). aber es hätte auch jemand ganz anderes völlig willkürlich ganz anderen ideen folgen können, mit ganz anderen konsequenzen auf die geschichte.

0 HansMeier555 08.07.2011, 11:54 Uhr

@yast Auch die Pfarrer wollten...

@yast Auch die Pfarrer wollten alle nur den besseren Sozialismus, genau meine Rede! . 80% Kirchenaustritte der ehemals evanglischen Bevölkerung, das hätte auch eine Junta aus alleinregierender katholischer Zentrumspartei, Manfred Stolpe und Joachim Gauck in 100 Jahren so nie und nimmer hinbekommen. Ich glaube, daß man die historische Leistung der SED später einmal daran festmachen wird, ihre Untertanen nachhaltig und dauerhaft der evangelischen Kirche entfremdet und damit erst die Vorausseztung für die Rekatholsierung geschaffen zu haben. . Diese liegt zwar noch in der Zukunft, die ja niemand sicher vorhersehen kann. Aber worin sonst sollte der Sinn der SED-Diktatur bestanden haben, im Lichte des dialektischen Idealismus betrachtet?

0 bertholdIV 08.07.2011, 12:08 Uhr

@hm555 mir scheint, sie haben...

@hm555 mir scheint, sie haben nicht bemerkt wer da auf dem letzten conclave gewählt wurde. rekatholisierung ist gut, aber ich denke sie meinen rkk-isierung. @yast2000 hm555 erzählt da wirklichen "stumpfsinn". der katholizismus in polen wurde als mittel der westlichen geheimdienste in den 80ern entlarvt. hm555 kapiert nicht, dass die mächtigere organisation, da biblischer, die reformation ist. das sieht man doch im vatican auch so und versucht die kirchenpolitischen "unfälle" vaticanum i, pontificat jpii, konzil von trient zu ignorieren..

Don Carlos: "karlmeier, sie...

Don Carlos: "karlmeier, sie sagen es selbst und versuchen es damit zu begründen: 'Ausgangspunkt für große Umwälzungen sind - im Guten wie im Schlechten - praktisch immer Ideen und, wenn Sie so wollen, Ideologien.'" * Fast richtig... :-) Neue Idelogien entstehen immer dann, wenn die Lebenswirklichkeit der Menschen nicht mehr mit der gegenwärtigen Form des Regierens und der Moral einhergeht. Diese neue Ideologie ist dann immer ein Versprechen auf ein besseres Leben, das Leben wird "revolutioniert", bis es von der nachfolgenden Generation mit neuen Lebensvorstellungen überholt wird. * Was heutzutage wirklich neu ist, ist die umfassende Bildung der Bürger, die es ihnen gestattet, mit Hilfe der Konvergenztheorie Kapitalisten und Sozialisten zusammenzuführen. Auch Frau Merkel macht übrigens als Protestantin nichts anderes, als das rechte mit dem linken Lager zu versöhnen. Nur Don Alphonso ist eben ein wenig angeschmiert, weil er nicht weiß, wie die Bevölkerung mit seinen Silberkannen versöhnen soll.... :-)

0 HansMeier555 08.07.2011, 12:14 Uhr

@Ephemeridenzeit Es gibt die...

@Ephemeridenzeit Es gibt die Eintagsfliegen, und es gibt den Felsen.

Griechenland hatte im 9.-12....

Griechenland hatte im 9.-12. Jahrhundert (nach Christus) einen vollständigen Bevölkeurngsaustausch. Genetisch sind die heutigen Griechen mit den damals eindringenden Turkvölkern identisch, die antiken Griechen sind als Volk untergegangen. Es gibt also gar keinen Grund für heutige Griechen, sich auf die Antike zu berufen, außer dass sie eben an der selben Stelle siedeln und die Ruinen der Antike als Steinbrüche (materiell und ideel) nutzen.

HansMeier555: "Es gibt die...

HansMeier555: "Es gibt die Eintagsfliegen, und es gibt den Felsen." * Eintagsfelsen sind nicht nachhaltig genug, man muss mit der Zeit gehen...

0 bertholdIV 08.07.2011, 13:05 Uhr

@hm555 sprung auf die...

@hm555 sprung auf die metabene. was haben ihnen die reformierten eigentlich angetan? wollten sie sogern die trientinische messe? ich besuche die ja auch ab und zu, aber dafür auf bibelauslegung und das wort g-tt-s zu verzichten? nicht wirklich oder? nochmal: die zitzkofener sind zurück gekehrt und haben sich unter diesem papst unterworfen. kommen sie doch auch zurück... aber ihre "unflätigkeiten" gegen stolpe und hauck. die figur hm555 liegt in den letzten zügen kurz vor der explosion...

0 karlmeier 08.07.2011, 13:33 Uhr

@Don Carlos Hat ja eigentlich...

@Don Carlos Hat ja eigentlich hier nichts mehr mit dem Thema zu tun, aber so als generelle "So und nicht anders ist es"-Aussage kann man Ihre Ansicht schlecht dastehen lassen. So einfach ist die Welt nicht, dass immer alles nach ein und dem selben Schema abläuft. . Ganz sicher gibt und gab es Fälle, die, genau wie sie es beschreiben, funktionerten. Es gab irgendeine Idee. Und zu irgendeinem Zeitpunkt hat dann irgend ein, nennen wir ihn mal "Mächtiger", dem diese Idee gerade Vorteile brachte, diese umgesetzt. Spontan fiele mir da als Paradebeispiel mal gerade die Entstehung der anglikanischen Kirche ein. . Aber, verzeihen Sie die etwas krude Auflistung, Christentum, Kommunismus, Nazis, Demokratie? Die haben sich doch nicht durchgesetzt, nur weil irgendwer davon sich gerade einen Vorteil versprochen hat. Natürlich brauchen Ideen Zeit zu reifen, müssen in die Zeit passem und brauchen einen Nährboden. Aber die von ihnen genannten Mussolini, Lenin usw. haben sich doch die jeweilige Ideologie nicht zu eigen gemacht, um als "dumpfe pragmatiker in einer kritischen situation die einzige handlungsoption" zu ergreifen, wie sie schreiben. . Die Idee hat diese Gestalten sozusagen erst geformt. Nicht der Handelnde hat sich die Idee zu eigen gemacht. In diesen Fällen ist der Handelnde das Produkt der Idee. . Und so ist auch die Athener Demokratie, um so halbwegs den Bogen zurück zum Thema zu schlagen, eben nicht aus purer, letztlich ökonomischer Erwägung heraus entstanden. Das war einer der Fälle, die ganz sicher nicht nach dem von Ihnen beschriebenen Schema abgelaufen sind. Die es aber, ich wiederhole mich da gerne, sicher auch gab, gibt und weiter geben wird.

0 Don Carlos 08.07.2011, 13:59 Uhr

'Auch die Pfarrer wollten alle...

'Auch die Pfarrer wollten alle nur den besseren Sozialismus, genau meine Rede!' - ist ja quark. die mehrzahl bildete sich doch ein, in einer marktwirtschaft überleben zu können, wenn nicht gar überlegen zu sein. sie hatten unter den bedingungen der mangelwirtschaft durch schwarzhandel und schwarzarbeit ihren wirtschaftlichen zenit erreicht und fühlten sich nun durch die politischen und wirtschaftlichen verhältnisse eingeschränkt. die sie beseitigen wollten, um ihren wirtschaftlichen handlungsspielraum zu erweitern. jedoch mangels eigener anschauungsmöglichkeiten verkennend, daß ihre leistungen in einer überflußgesellschaft nicht so stark nachgefragt werden. die wahlergebnisse von 1990 würden das bestätigen.

@HM: "Ich glaube, dass man die...

@HM: "Ich glaube, dass man die historische Leistung der SED später einmal daran festmachen wird, ihre Untertanen nachhaltig und dauerhaft der evangelischen Kirche entfremdet und damit erst die Voraussetzung für die Rekatholsierung geschaffen zu haben. Diese liegt zwar noch in der Zukunft, die ja niemand sicher vorhersehen kann. Aber worin sonst sollte der Sinn der SED-Diktatur bestanden haben, im Lichte des dialektischen Idealismus betrachtet?" * Hans Meier, der Sinn bestand im Versuch, die "Diktatur des Proletariats" zu errichten, der im Wesentlichen an den mangelnden Führungseigenschaften der Arbeiter und Bauern scheiterte. Diese Diktatur war keine Erfindung der Ostdeutschen, sondern wurde aus der UdSSR importiert, geht auf die russische Oktoberrevolution zurück und damit auf Lenin, der sich wiederum auf Marx und Engels bezog, die da sagten: "Religion ist Opium für das Volk". * Ich selbst als Weltbürger habe zwar mit dem Christentum nichts direkt zu tun, aber mache aus meiner Sympathie für Evangelische Kirche in der DDR und für Johannes Paul II. kein Hehl. So wie der Katholizismus in Italien und Polen praktiziert wird, ist er mir auch sehr angenehm, weil er auf einer uralten Tradition beruht und die Menschen zugänglich sind. In Deutschland und Österreich dagegen trägt die katholische Kirche Züge einer totalitären Ideologie und ist von den fortschrittlichen Gläubigen längst durch die Reformationsbewegung abgelöst worden, was aber von den Katholiken offenbar völlig ignoriert wird. Katholiken in der heuten Bundesrepublik sind in der gleichen, tragischen Situation wie DDR-Bürger in der Diktatur des Proletariats, weil sie durch ihre Rollenwahl in ihrer Persönlichkeit eingeschränkt werden. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass man sich mit Herrn Ratzinger als überaus gebildeter Mensch auf einer Bergwanderung wahrscheinlich phantastisch unterhalten könnte... :-)

0 Der Tiger 08.07.2011, 14:28 Uhr

Um die Abschaffung der...

Um die Abschaffung der Demokratie geht es eigentlich nicht nur in Griechenland, sondern auch in Deutschland. Bei der Euroverhandlung am Bundesverfassungsgericht vor zwei Tagen fand ich die Frage der Präsidenten am interessantsten, die so ungefähr lautete: Gibt es Massnahmen, die den Bundestag davor schützen, seine im Grundgesetz garantierten (Haushalts)Rechte selbst abzuschaffen. Sowohl die Bevollmächtigten der Kläger als auch die Vertreter des Bundestages hatten dafür nur eine vage Antwort.

0 K. Loroll 08.07.2011, 14:32 Uhr

Gute Themenwahl! Griechenland...

Gute Themenwahl! Griechenland ist wie Fussball oder Katholische Kirche. Jeder ist Fachmann, jeder weiß etwas dazu und die kenntnisfreieste Kritik wir als die intellektuellste bejubelt.

0 HansMeier555 08.07.2011, 14:54 Uhr

Kann man jetzt keine fünf...

Kann man jetzt keine fünf Minuten mehr unverbindlich über die Weltgeschichte plaudern, ohne sich ein halbes Dutzend Duellforderungen und /oder religiöse Bekehrungsangebote einzufangen?

HansMeier555: "Kann man jetzt...

HansMeier555: "Kann man jetzt keine fünf Minuten mehr unverbindlich über die Weltgeschichte plaudern, ohne sich ein halbes Dutzend Duellforderungen und /oder religiöse Bekehrungsangebote einzufangen?" * Ich mag Sie und Ihre launigen Kommentare immer noch! Aber das, lieber Meier, kommt eben davon, wenn man sich ungefragt über gesellschaftliche Verhältnisse und Menschen äußert, von denen man absolut keine Ahnung hat. Der gemeinen westdeutschen Dummbratze die DDR-Klischees auszureden ist in etwa so schwer, wie einen Neonazi vom Ausländerverprügeln abzuhalten. * Aber wenn Sie's gemerkt haben, belassen wir es dabei. Ansonsten Grunewald...

0 Cornelius I. 08.07.2011, 15:36 Uhr

"Demokratie ist, wenn zehn...

"Demokratie ist, wenn zehn Esel einen Weisen überstimmen." Ich halte sie für die beste Staatsform. Aber, ohne baldige Strukturreformen (Nachbesserungen) wird uns die Demokratie - weltweit - an den Abgrund führen. 1. Das Staatsoberhaupt sollte ausschließlich vom Volk gewählt werden, und nicht von einer charakterschwachen Parlaments-Kungelrunde mit Fraktionszwang. 2. Grobe Fehler und Nachlässigkeiten der Parlamente sollten durch ein Vetorecht des Staatsoberhauptes korrigiert werden dürfen. 3. Um die größten Talente für eine politische Laufbahn gewinnen zu können, sollten Politiker deutlich besser bezahlt werden. Schlussendlich wäre es sinnvoll, die Bevölkerung mehr mitentscheiden zu lassen. Davon lebt eine Demokratie.

Don Carlos, karlmeier usw.,...

Don Carlos, karlmeier usw., äh ja, aber .... Werrrhatserrrfunden?

0 bertholdIV 08.07.2011, 16:36 Uhr

@yast2000 "Der gemeinen...

@yast2000 "Der gemeinen westdeutschen Dummbratze die DDR-Klischees auszureden ist in etwa so schwer, wie einen Neonazi vom Ausländerverprügeln abzuhalten." wohl wahr und es nervt, wenn es hier bezüglich der ddr wie im bayernkurier zugeht

0 Don Carlos 08.07.2011, 16:47 Uhr

karlmeier, der handelnde ist...

karlmeier, der handelnde ist doch aber immer determiniert. er wird in einen kulturkreis hineingeboren, der bereits erklärungsmuster und lösungen für alle bestandteile der realität bereithält, die angehörige dieses kulturkreises zu erkennen imstande sind. genauso, wie der frosch reflexmäßig anfängt zu strampeln, sobald er in eine flüssigkeit fällt, findet ein mensch unter bestimmten äußeren umständen gefallen an einzelnen, nur seiner jeweiligen kultur innewohnenden lösungsmöglichkeiten für seine aktuellen probleme. - alle menschen kämpfen ständig auf verschiedene arten um eine verbesserung ihres daseins. für diesen kampf wählen sie aus dem denk- und handlungsrepertoire, mit dem sie im verlauf ihrer sozialisierung ausgestattet wurden. passen handlungsrepertoire und konstitution nicht mit den äußeren bedingungen zusammen, ist das scheitern vorprogrammiert. der beste leistungsschwimmerfrosch ersäuft im wassereimer. und der schlaffe frosch ersäuft in der fettesten milch, bevor er sie zu butter kraulen konnte. - es haben sich also jene alten griechen durchgesetzt, die halt eine demokratische gesellschaftsform zur lösung ihrer alltagsprobleme gewählt hatten. vielleicht waren sie strohdumm, unsympathisch und auch sonst nicht zu gebrauchen. sie haben einfach nur eine wahl getroffen. denn sie hätten nicht vorhersagen können, daß sie sich genau deshalb durchsetzen würden, weil sie demokratisch sind. sie hätten jederzeit an banalitäten scheitern können, wie ihre mitstreiter und konkurrenten. wie sie zuletzt ja auch an irgendwelchen, damals noch kulturlosen römischen krämern gescheitert sind, deren handlungsweisen den ihren unter diesen bedingungen überlegen waren. sie haben lediglich ihr möglichstes getan, mehr nicht.

Kann man jetzt keine fünf...

Kann man jetzt keine fünf Minuten mehr unverbindlich über die Weltgeschichte plaudern, ohne sich ein halbes Dutzend Duellforderungen und /oder religiöse Bekehrungsangebote einzufangen? Das hätten Sie wohl gerne?

Καλή μέρα! In...

Καλή μέρα! In Platon´s "Der Staat" ist doch schon alles gesagt worden, was später in tiefen Tümpeln von Druckerschwärze ertränkt wurde. .. Im byzantinischen Vorort Nicea zu Konstantinopel ist ebenfalls schon alles nötige zum Thema filioque gesagt worden. .. bertholdIV: Die letzten BT-Beschlüsse: Ein wüster Schmäh. .. Es gab noch mehr solch grausamen Massaker in Gr., so auf auch der Peloponnes. .. MfG

bertholdIV: "...wohl wahr und...

bertholdIV: "...wohl wahr und es nervt, wenn es hier bezüglich der ddr wie im bayernkurier zugeht..." * Den 'Bayernkurier' kenne ich nicht, aber das wäre mir auch egal; mir tun diese Westdeutschen unendlich leid in ihrer Abgeschiedenheit. Berlin verstehen sie nicht, Ostdeutschland verstehen sie nicht und Europa verstehen sie nicht. Aber das antike Griechenland mit der DDR vergleichen, das geht. Es ist wie in dieser berühmten Geschichte von den vier Personen, die am Tisch sitzen und einer von denen überlegt krampfhaft, wer wohl hier gerade der Doofe ist...

Für mich, Don Alphonso, ...

Für mich, Don Alphonso, zerfällt das von Ihnen aufgeworfene Problem in zwei Teile. Zu einen in die Frage der Kontinuität und Bedeutung der athenischen Demokratie und zum anderen in die Frage der Oligarchisierung der europäischen Gesellschaften. Ersteres würde ich entschieden verneinen. Ich halte es für einen miesen Propagandatrick, auf den die übliche Journaille mit den üblichen mißlichen Instinkten hereinfällt, es gibt keine kulturelle und ethnische Kontinuität. Die Fakten sind bereits angeführt worden. Letzteres halte ich für eine vollendete Tatsache, die ihre schädliche Wirkung nur deshalb noch nicht entfaltet hat, weil es derzeit noch genug zu verteilen gibt und sei es nur Buchgeld. Meine grundsätzlich ablehnende Haltung zur griechischen Antike und zur vornehmlich deutschen Griechenseligkeit habe ich hier schon vor längerem bekundet. Hauptsächlich die Konzentration der entsprechenden Altertumswissenschaftler auf Athen und die Zeit von ca. 490-390 v.Chr. ist schlichtweg albern. Die Quellenlage der griechischen Antike ist insgesamt äußerst dürftig (s. Handbuch der kl. Altertumswiss. III.4, 5. Aufl. 1996, dort die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Quellenberichte). Jeder kann sich aus diesem Quellenmaterial seine idealistische Sicht nach gusto zusammenbasteln. Dies ist die meine: eine wirkliche Basisdemokratie kann es nicht geben. Der Beschluß zur sizilischen Expedition ist für mich kein demokratischer Beschluß, sondern die Vorwegnahme des Sportpalastes von 1943. Ich gehe gern mit, wenn es darum geht, die athenische Demokratie aus ihren Zeitumständen zu begreifen. Sie war neu, wohl wahr. War sie besser? Ich zweifle. Keine Despotie hätte die Bewohner zu solch harten Kriegsanstrengungen zwingen können. Kein Despot hätte einen solch sinnlosen Krieg wie den peloponnesischen anstrengen und über rund 30 Jahre führen können. Fortschritt? Daß jede Gesellschaft früher oder später zur Oligarchisierung strebt ist für mich eine historische Tatsache. Ich will nicht über die Ursachen spekulieren, ich finde es einfach als empirisch erwiesen. Auf das genannte Beispiel Appenzell-Innerrhoden angewandt: wer legt die Beschlußliste der Landsgemeinde fest? Wer formuliert die Beschlußvorlagen? Letzen Endes auch dort die Herrschaft der Macher. Soll man sich dagegen wehren? In Maßen schon, damit die Mächtigen weniger ruhig schlafen. Im übrigen glaube ich nicht, daß sich etwas ändert. Die Säue wechseln, der Trog bleibt.

@yast2000: " Der gemeinen...

@yast2000: " Der gemeinen westdeutschen Dummbratze die DDR-Klischees " Als "westdeutscher dumbatz" bin ich sehr sensibel, wenn immer weitere Bereich in Deutschland verändert werden, die mich an DDR-Klischee erinnern. Ein Beispiel will ich Ihnen gerne nennen: die grandiose CDU Idee, die sogenannte Oberschule als Einheitsschule wieder einzuführen. Das Gymnasium (wie hieß das gleich wieder in der DDR? - sicher ein Begriff ohne Bezug zum alten Griechenland) in den neuen Bundesländern schwenkt auch schon um auf den alten Kurs (siehe Spiegel-Artikel vom 6.7.11) : "Sie wollten Französisch lernen, stattdessen müssen sie bald Russisch-Vokabeln pauken: Etliche sächsische Gymnasiasten werden im neuen Schuljahr zum Russischunterricht gezwungen. Das kennen ihre Eltern noch aus der DDR - und laufen Sturm gegen die Regel. Ausrichten können sie aber wenig." (http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,768293,00.html) Gott sei Dank sind hier die Verhältnisse am Tegernsee anders. Allerdings fürs Altgriechische muß man auch schon etwas weitere Schulwege in Kauf nehmen.

0 perfekt57 08.07.2011, 19:02 Uhr

Statt eines Kommentar fast...

Statt eines Kommentar fast lediglich einen Gruß: . "Ein Lebenskünstler, der behaglich in der Arbeitsamkeit, weiß "der Lion" überall das schönste Haus in der schönsten Lage ausfindig zu machen und seinem Fleiß-um den geht es im Grunde- die angenehmsten Bedingungen zu sichern. In Califonrien... wie er dort haust, ist fabelhaft. Ein wahres Schloß am Meer ist sein, in den malerischen Hügeln der Santa-Monica-Bucht mit prachtvollem Ausblick gelegen, in dessen weitläufigen Wohnräumen die kostbare Büchersammlung sich reiht, die er stetig vermehrt. Das Studierzimmer aber, im Oberstock, auch mehr ein Saal als ein Zimmer, ist nach Möbeln und Gerät die dienlichste literarische Werkstatt, die mir je vorgekommen. (TM über Lion Feuchtwanger, wie bekannt) . (Und Grüße könnten auch Kommentare sein? OK ja, wenn man es sehr genau nimmt.) . Und wie hat auch schon mal einer gesagt? "Man kann sich am Ende nicht zu TM hinziehen, ohne womöglich infiziert zu sein." Vom Geist eben. . Und es gäbe so viele Lieder mehr. "Das Lied vom Klappstuhl" z.B. auch - "Veranda Evolution" mit Namen gerufen. "Intelligentes Holz", weiß auch jede kluge Tischlerin, die dort gerne Kaffee trinkt, wenn sie nicht von Behaglichkeit kündet. . Mit Beziehungen ist das in der Tat so eine Sache. Sie können auch schon mal schief gehen oder schwierig sein. Hier "Das Lied vom Peitschpfahl" als ein Beispiel http://www.youtube.com/watch?v=A6w9hkSmMe0 Emotional wohl richtig anstrengend gewesen die Sache für den armen Kerl. Wurde aber immerhin ein wirklich erstklassiger Song, ja mehr als das, daraus. (Aber was lässt er sich, banalerweise, auch Auto, Geld und Ehre nehmen?) . Gerne also folgten wir schon immer den leuchtenden Spuren heiliger Männer. . Und: Wenn eine biographische Planung "Deutschland" zur Zeit bei Don A. nicht vorsehen würde, dann wäre das nun einmal so, dann müsste "D" halt zurückstehen. Individuelle Biographie geht nun mal immer vor. . Endlich: Don A. ist in den Übergrund aufgetaucht. Und zieht eine Welt nach sich. . Und wie hieß noch einmal dieses Buch? Von den Gebrüdern Grimm? "Staat ohne Volk"? So heißt es wohl heute ... zumindest in vielen Westvierteln ... . . Und was wir neulich in einem Geschichtsbuch des späten 19. Jahrhunderts gelesen zu haben glauben: "Man weiß durch neueste Forschungsergebnisse nun wie die Völkerwanderungen entstanden: Fast immer durch eine unerträgliche Änderung des Staatsklimas". ("... meist war es nicht das Zur-Neige-gehen von Bodenschätzen oder Sonnenlicht", so stand da wohl auch ...) . "Cardio Trans" - "Mein Herz trägt". Viele von denen zu Zeiten wahrscheinlich auch schon mal Schwersttransporter gewesen. . Ja, unser Dr. Don: Kenntnis, Wille und Einzigartigkeit zeichen ihn aus. Hut ab!

0 Der Tiger 08.07.2011, 19:09 Uhr

@Cornelius – die sich...

@Cornelius – die sich abschaffende deutsche Demokratie lässt sich nicht durch mehr Macht und Direktwahl des Bundespräsidenten wiederherstellen, denn die abgeschaffte Macht ist zu EU Organen abgewandert, die selbst nicht demokratisch sind (wie ich in zurückliegenden Kommentaren schon erklärt habe). . Bei der Verhandlung am Bundesverfassungsgericht gab es einen dazu passenden, interessanten Moment. Einer der Klagepunkte ist, dass die Griechenlandhilfe und der europäische Rettungsschirm dem Bail-out Verbot in den EU Verträgen widerspricht. Der Vertreter der Bundesregierung meinte, die Herren Beschwerdeführer sollten sich direkt an den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg wenden, da europäisches, und nicht deutsches Recht betroffen sei. Nach einigem Herumglucksen sagte deiner der Vertreter der Beschwerdeführer, dass ein Normalbürger nicht zum EUGH gehen kann – so wie er jetzt vor dem Bundesverfassungsgericht steht. . Ein sehr fortschrittliches Merkmal der deutschen Demokratie ist nämlich, dass ein einfacher Bürger ziemlich uneingeschränkt eine Beschwerde gegen ein Gesetz beim Bundesverfassungsgericht einreichen kann. Dieses Recht ist in den europäischen Verträgen nicht vorgesehen. Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, dass irgendein Kläger während der Verhandlungen im Bundesverfassungsgericht über den Lissabon Vertrag diesen Mangel aufgriff.

0 Cornelius I. 08.07.2011, 19:18 Uhr

@ Savall . "Im übrigen glaube...

@ Savall . "Im übrigen glaube ich nicht, daß sich etwas ändert. Die Säue wechseln, der Trog bleibt." . EINSPRUCH! Gehen Sie davon aus, dass sich bald etwas ändern wird. Vielleicht schon in diesem Jahr, aber ganz bestimmt in 2012.

Athens Friedenswille traf sich...

Athens Friedenswille traf sich manchmal mit der Pest in der Stadt.

0 perfekt57 08.07.2011, 19:30 Uhr

Selbstverständlich ist es so:...

Selbstverständlich ist es so: Wenn in globalisierten Märkten für Martkwirtschaften kein Platz (sprich finanzieller Überlebensraum) ist für multiple Bourgeosien - mit den USA als schärfster Marktwirtschaft der Welt darin führend - , dann wird dies dasselbe auch für Europa nach sich ziehen: Was wir daher beobachten ist wohl ein teilweises Rückzugs- u. Sterbegefecht verbliebener nationaler Bourgeosien, also Westviertel in D, I, F usw. . (Eben weil in 1ner EU am Ende auch nur Platz sein wird für 1ne Bourgeosie - nicht für je eine in Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, England, usw., die je - relativ -auskömmlich wie gestern und früher von ihren je nationalstaatlichen Untertanen leben konnten, denen sie präsidierten.) . Fürs Prekariat haben sich die Verhältnisse in der EU im Grunde doch längst weitgehender angeglichen, viel mehr wohl, als man wohl meint. . Was wir daher sehen, scheit eher ein partielles Verschwinden von allerlei finanzökonomisch von zusammenwachsenden Märkten nicht mehr zu tragender Westviertelteile in den genannten Ländern zu sein, resp. der Kampf der genannten Westviertelteile aus den unterschiedlichen Staaten um finanzielle Zuwendung aus den noch verbliebenen und erreichbaren Töpfen (welche evtl. vielfach nichts weiter mehr wären, als eine noch verbliebene zukünftige Verschuldungsfäghigkeit) auf Kosten der anderen zu sein: Welches Westviertel taumelt eher/schneller nach unten, hier oder dort? In Deutschland, Italien oder Frankreich sozusagen. Und wer bediente sich heftiger und hemmunsgloser beim anderen, um das eigene Verschwinden, "sich-Verkleinern" noch etwas länger hinauszuzögern? . Was wir sicherlich sähen, so gesagt, wäre also eine partielle Kernschmelze nationaler Bourgeosien in der EU in Zeitlupe - zugunsten einer quasi transnational-multilingualen zukünftigen Zentral- u. Einheitsbourgeosie, vertreten z. B. auch durch gesamteuropäisch erfolgreiche Familienunternehmen resp. Vermögen. . Viele Westviertel aus dummen kleinen Städten hätten dabei wohl eher kaum eine große Chance. (Schon weil man zu dumm wäre? ... wie es schiene, und zu klein.)

Es hieß "Erweiterte...

Es hieß "Erweiterte Oberschule", Gora. Zu meiner Zeit Kl. 8-12, später Kl. 10-12. Und der Sprachunterricht war tatsächlich eine Katastrophe. Sechs Wochenstunden Russisch Kl. 5-10, 1 Stunde Englisch Kl. 7-10 (bei uns, wir hatten Glück). Französisch, Latein, Griechisch war no-no. Und selbst der Russisch-Unterricht war so schlecht, daß man es nichtmal bis zu einer Tschechow-Kurzgeschichte schaffte. Welche Verschwendung.

0 Cornelius I. 08.07.2011, 19:41 Uhr

@ Der Tiger . Mit...

@ Der Tiger . Mit „Staatsoberhaupt“ meine ich immer den Entscheidungsträger (Kanzler/in), nicht den Grüßaugust. Aber, da wir gerade dabei sind: beide sollten direkt vom Volk gewählt werden. . Ja, die EU-Machtstrukturen sind tatsächlich überbordend. Das missfällt vielen. Nach einer Rosskur unserer (Schein-)Demokratie, und nach der Erkenntnis der Bevölkerung, dass ein Kanzler mit Vetorecht und starker Führungshand der Königsweg ist, würden weitere EU-Länder ihre Demokratie reformieren. Danach wäre es nur eine Frage der Zeit, wann man sich die zu EU-Organen abgewanderte Macht wieder zurückholt. . Muss jetzt leider weg.

Hi Plindos, EFFENDI (that's...

Hi Plindos, EFFENDI (that's a big insult to a Greek) mou. Kalos ilthate (welcome!).

0 perfekt57 08.07.2011, 19:53 Uhr

Und es tut sich eben doch was,...

Und es tut sich eben doch was, die Zeit zeitig Veränderungen (mehr konstatierten wir nicht). . In Frankreich (und anderswo) werden zur Zeit eben auch die ehemaligen Nato Militärflughäfen aus den Zeiten des Kalten Krieges in großem Stil in Stromfabriken umgenutzt. . Base Arienne ehemals http://fr.wikipedia.org/wiki/Base_a%C3%A9rienne_136_Toul-Rosi%C3%A8res - und heut http://www.lefigaro.fr/societes/2010/03/01/04015-20100301ARTFIG00012-edf-investit-dans-une-centrale-solaire-geante-a-toul-.php (La centrale photovoltaïque, étalée sur plus de 400 hectares, aura une puissance de 143 mégawatts, soit l'électricité nécessaire pour une ville de 62 000 habitants) . Oder beispielsweise genau so auch in Crucey-Villages, westlich von Paris http://blog.adu-montbeliard.fr/eco-energie/base-aerienne-central-photovoltaique-eure-et-loir/ ("Crucey-Villages" bie Google Earth) . (Und wäre sozusagen drittens "Nellis" in den USA: http://www.sunpowercorp.fr/utility/success-stories/pv-powers-the-us-air-force-detail.php) . Hat die FAZ eigentlich berichtet? Bei Toul z. B. sind die Arbeiten gerade in vollem Gange.

0 donna laura 08.07.2011, 20:18 Uhr

nichtsdestotrotz ist davon...

nichtsdestotrotz ist davon auszugehen, dass wir im alten kerneuropa noch in ochlokratien leben. . der erwartbare übergang von der ochlokratie zur politischen oligarchie - die wirtschaft ist da wie stets vorreiter unter glorreicher umgehung der demokratie, dem löchrigen feigenblättchen der gewerkschaften sei dank – wird von steinwürfen und brennenden fahrzeugen et alia begleitet werden. . "Sie hatten eine Abmachung mit den Persern, die sie grosszügig finanzieren würden, so sie die Demokratie abschafften" . bester Don Alphonos, ceterum censeo wird das ehemalige und künftige kaiserreich es sich nicht nehmen lassen, den schwächelnden griechen zu ‚helfen‘. da gilt es nur noch die kompatibilitätsprobleme mit der eu-verfassung abklären. aber mit ein wenig good will auf seiten brüssels müsste das doch zu machen sein. schliesslich muss man sich dem weltmarkt anpassen. . "Der Rat der 400 begann sogleich mit der Abschaffung von sozialem Leistungen und Unterstützungen, sägte alte Beamte ab und ersetzte sie durch neue Parteigänger, überliess anderen grosszügig die Finanzierung" . dito ceterum censeo: die schweine werden ausgewechselt, die tröge bleiben vollausgestattet. . lieber Don Carlos, nun, unter uns gesagt: wenn ich es nicht besser wüsste, so hätte ich die besten gründe davon auszugehen, dass sich gary cooper hinter ihrem werten pseudonym verbirgt. sie bringen mich immer wieder zum schmunzeln. auch in intellektueller hinsicht mit der wahl des gatten mehr als zufrieden, darf ich mich ob befangenheit kaum in der lage sehen, ihnen zu sekundieren. ausserdem sie sind ja selber gross. . trotzdem möchte ich karlmeier widersprechen, denn hinsichtlich der henne-ei-frage ist zu konstatieren, dass zunächst ideen latent vorhanden sind, die dann aufgenommen und durchgeritten werden. . kaum einer überlegt sich am grünen tisch eine idee und setzt sie um. ausser bei den jusos. wunschdenken. ts.

0 Vecchio canuto 08.07.2011, 20:19 Uhr

Sehr geehrter...

Sehr geehrter Gastgeber, "bildungsferne Schichten - und unter ihnen besonders jene, die schreiberisch tätig sind" - müssen natürlich nicht, zumal, wenn sie Bayern sind, selbst wenn sie womöglich "klassische Archäologie im Nebenfach studiert" haben... - sie müssen und können naturgemäß nicht alle grammatisch-syntaktischen Finessen unserer aus dem hohen Stand griechisch-römischer Sprachkultur ausdifferenzierten europäischen Sprachen beherrschen. Indessen sollte aber wenigstens ein "alter Philosoph" ("vecchio Filosofo" nennt ja das Personenverzeichnis von "Cosi fan tutte" den Don Alfonso), wenn er mit einem einigermaßen gebildeten echten Alten (vecchio canuto) wie mir (dat., nicht: "wie ich", nomin.), ungestört plaudern möchte, wenigstens "mir" und "mich" und "wir" und "uns" unterscheiden können (das sage ich, ein knapp achtzigjähriger Plattdeutscher, der sich das Hochdeutsche leidenschaftlich erarbeitet hat). Der Anlaß ist geringfügig, aber paradigmatisch: "Für Oligarchen wie wir". Das ist so falsch wie: "Für einen Idioten wie ich". Viel Lärm um nichts? Na ja, es kommt drauf an, was man für wichtig hält. Die Stützen der Gesellschaft sind ja gewiß bildungsfern und und mögen sich um den Euro kümmern. Wir aber sagen mit dem uralten Gottfried Benn: "Alle haben den Himmel, die Liebe und das Grab, / damit wollen wir uns nicht befassen, / das ist für unseren Kulturkreis besprochen und durchgearbeitet. / Was aber neu ist, ist die Frage nach dem Satzbau / und die ist dringend"... Ja, und den Satzbau können die meisten Neuen nicht mehr. Dies läßt sich wohl nicht ändern. Aber dergleichen senkt freilich das rhetorische Niveau moderner Plauderei.

0 HansMeier555 08.07.2011, 20:29 Uhr

Ich freue mich normalerweise...

Ich freue mich normalerweise über jede Reaktion, auch über heftigen Widerspruch. . Aber es werden ja nicht meine (zugegebenermaßen unkonventionellen und anfechtbaren) Ansichten angegriffen, sondern meine Person. . Natürlich ist das hier nur das anonyme Internet, und man ist ja aus dem realen Leben heftigeres gewohnt. . Aber es bleibt ein unschöner Anblick. Der Don lästert immer über ungezogene Kinder, aber das hier sind erwachsene Menschen.

0 bertholdIV 08.07.2011, 20:31 Uhr

@Plindos 08. Juli 2011,...

@Plindos 08. Juli 2011, 19:09 Καλή μέρα! mit ihrem erscheinen ist der tag schon gut "Im byzantinischen Vorort Nicea zu Konstantinopel ist ebenfalls schon alles nötige zum Thema filioque gesagt worden." da würde ich sogar zustimmen und das was dort gesagt wurde reicht ja auch oder?

0 donalphonso 08.07.2011, 20:31 Uhr

Sie haben Recht, aber keine...

Sie haben Recht, aber keine Grösse.

0 bertholdIV 08.07.2011, 20:33 Uhr

@gora das russische macht aber...

@gora das russische macht aber schon mehr sinn als französich, würde ich sagen.

0 Don Carlos 08.07.2011, 20:44 Uhr

Gora: "Sie wollten...

Gora: "Sie wollten Französisch lernen, stattdessen müssen sie bald Russisch-Vokabeln pauken: Etliche sächsische Gymnasiasten werden im neuen Schuljahr zum Russischunterricht gezwungen. Das kennen ihre Eltern noch aus der DDR - und laufen Sturm gegen die Regel. Ausrichten können sie aber wenig." - Sie erinnern sich: die die ddr-diktatur wollte keiner mehr. besonders in sachsen. sie wurde 1989 abgeschafft. in sachsen regiert jetzt, demokratisch legitimiert, die cdu: http://www.landtag.sachsen.de/de/abgeordnete_fraktionen/fraktionen/index.aspx. inwiefern sehen Sie da jetzt parallelen zur äutoritären ddr?

0 donna laura 08.07.2011, 20:45 Uhr

lieber Cornelius I., wenn das...

lieber Cornelius I., wenn das staatsoberhaupt direkt gewählt werden könnte, wäre man wohl neulich auf einen 'falschen' franken reingefallen. ausgerechnet. (man muss dem herrgott für alles danken...) . und natürlich bleibt der trog trog, so wie der gral gral und macht macht bleibt. . schweine haben eine deutlich kürzere halbwertszeit als tröge. aber immer, wenn sie neu sind, strahlen sie. später werden sie verwurstet, aber das wissen sie noch nicht.

0 bertholdIV 08.07.2011, 20:47 Uhr

@yast2000 "hängen sie sich...

@yast2000 "hängen sie sich nicht am wort bayernkurier auf", sie können auch stammtisch in hirschau, straubing oder den im br am sonntag vormittag um 11.00 sagen. für mich ist die brd west vor 1990 eine geschützte werkstätte (politisch und industriell) wie siemens z.b. gewesen und jetzt dämmert es vielen, dass da nicht viel da ist...und vielleicht braucht es halt dann diese meinung über die ddr (auch hier im blogg) um an der großenteils sinnlosigkeit der nachkriegsgeschichte, zumindest ab den 80ern, nicht zu verzweifeln...

0 Vecchio canuto 08.07.2011, 20:47 Uhr

DA 22:31 Größe vielleicht...

DA 22:31 Größe vielleicht nicht (immerhin lasse ich gelten, was immer da geschieht); beanspruche aber Niveau.

0 donalphonso 08.07.2011, 20:49 Uhr

Viel Spass dabei....

Viel Spass dabei.

0 bertoldIV 08.07.2011, 20:54 Uhr

@plindos ich "glaube" wirklich...

@plindos ich "glaube" wirklich dass in dem moment in dem sie "beliebige" zellen totipotent machen können, die bisherige these der rkk und manch anderer zum "beginn des lebens" und in der dort gebrachten form nicht hält. die hilfstruppe - unterscheidung zwischen natürlich und nicht natürlich - ist viel zu wenig um das zu retten.

0 Vecchio canuto 08.07.2011, 21:07 Uhr

Als Reserve habe ich ja immer...

Als Reserve habe ich ja immer mich selber (acc.) als zuverlässigen Unterhaltungspartner. Aber darum geht es nicht. Ihr Bayern solltet wirklich an Eurem Deutsch arbeiten. Das ist eine Zumutung.

HM: "Aber es bleibt ein...

HM: "Aber es bleibt ein unschöner Anblick. Der Don lästert immer über ungezogene Kinder, aber das hier sind erwachsene Menschen. ..." * Hans Meier, jetzt werden Sie aber kindisch. Es sind die neurotischen Scherze westdeutscher Dummbratzen über anwesende Mitleser angegriffen worden, nicht Sie selbst. Sie könnten, wie Sie richtig erkannt haben, sonstwer sein... * Immerhin wurden Sie von einem ostdeutschen Hochleistungsdenker zur Strecke gebracht, das sollte Ihnen doch eine Ehre im Sinne §1 GG sein, oder finden Sie nicht? Wenn Sie von der GSG 9 aus einem entführten Flugzeug befreit werden, beklagen Sie sich doch auch nicht über die Blendgranaten, richtig? Sie sind froh, dass Sie überlebt haben und können ein neues Leben anfangen. Dabei wünsche ich Ihnen schon jetzt in aller Aufrichtigkeit viel Glück! St.B. , Berlin * Der nächste bitte...

@bertholdIV, Sie glauben...

@bertholdIV, Sie glauben garnicht, welche Bedeutung das Erlernen einer Sprache des westlichen (feindlichen) Auslandes fuer einen jungen DDR-Menschen hatte. Das Lesen der L’Humanité z.B. war ein Blick in die freie Welt. Einer der wenigen erlaubten Blicke. Dafuer, Franzoesisch war fakultativ, quaelte man sich um 7 Uhr morgens (0te Stunde) in die Schule. Ich hatte in Russisch eine 2, mit Tendenz zur 1. Es dauerte kein Jahr nach dem Systemwechsel und alles war vergessen.

@ bertholdIV: * SATTINGERS...

@ bertholdIV: * SATTINGERS GESETZ: "Es funktioniert besser, wenn man es einhämmert."

Wie trügerisch anzunehmen,...

Wie trügerisch anzunehmen, die Geschichte würde nur durch Realisten gestaltet. Erstens frage ich mich, was ein Realist denn sei. Zweitens wundere ich mich, was man dann mit solch Leuten wie den politischen Theoretikern und Pamphletisten macht, deren Ideen ja durchaus Veränderungen in der Anschauung auf zeitgenössische politische Entwicklungen boten.

0 HansMeier555 08.07.2011, 22:36 Uhr

Lieber yast2000, . unser...

Lieber yast2000, . unser Streit begann, wenn ich mich richtig erinnere, damit, dass ich etwas über DDR-Intellektuelle gesagt habe, was nicht Ihre Zustimmung fand. . Vielleicht möchten Sie doch noch ein einziges Mal versuchen, Ihre Kritik, Ihre Einwände und den Grund für die Heftigkeit Ihrer Emotionen sinnvoll zu artikulieren? . Falls nicht, würde ich die Sache hiermit gerne beenden.

0 HansMeier555 08.07.2011, 22:55 Uhr

Wenn wir uns einig sind, dass...

Wenn wir uns einig sind, dass sich in Europa eine Oligarchie herausbildet, dann bleibt die Frage, warum diese Oligarchie sich unbedingt wie bisher als Demokratie ausgeben muß. Kann sich Herrschaft denn wirklich nicht anders legitimieren als immer nur durch "freie Wahlen" und dem ominösen "Gleichen-Recht-für-Alle"? . Letztlich ist auch die SED v.a. daran zugrunde gegangen, dass sie ihren kommunistischen Anspruch nicht einlösen könnte. Hätte sie ihn mal rechtzeitig fallen gelassen, und sie könnte womöglich noch heute regieren wie die KPCh in China.

0 dunnhaupt 08.07.2011, 23:10 Uhr

@ Don & Gora: Genau so...

@ Don & Gora: Genau so funktioniert das. Man sucht sich einfach die Blüteperiode irgend eines kulturell höher entwickelten Volkes aus und adoptiert sie, wenn einem die primitive eigene Geschichte peinlich ist.

HM: "Vielleicht möchten Sie...

HM: "Vielleicht möchten Sie doch noch ein einziges Mal versuchen, Ihre Kritik, Ihre Einwände und den Grund für die Heftigkeit Ihrer Emotionen sinnvoll zu artikulieren?" * Meine Emotionen sind gar nicht heftig, ich habe nur einen ausgeprägten Sinn für das Theatralische, welches nun wiederum ein professionelles Mittel zum Brechen neurotischer Verhaltensweisen ist. Neurotische Verhaltensweisen können z.B. durch einen Minderwertigkeitskomplex verursachte, abfällige Beschreibungen einem unbekannter, gesellschaftlicher Zustände wie der DDR sein, mit denen der Neurotiker die Aufrechterhaltung seiner Grandiosität füttern muss, um nicht in Depressionen zu verfallen. Es können aber auch abwertende Urteile über Integration, Geldpolitik, über das Ess-, Miet- oder Gesundheitsverhalten des Prekariats oder andere Bösartigkeiten sein, deren Zweck nur darin besteht, sich für eine Selbsterhöhung von etwas abzugrenzen, dem man im Unterbewusstsein eigentlich zugehörig sein möchte. Bei Hans Meier ist ein ausgeprägter katholischer Komplex ("Rekatholisierung") diagnostizierbar, der ihn trotz hoher Intelligenz in seiner persönlichen Selbstdarstellung unfrei wirken lässt und ihn infantile Witze über eine Personengruppe machen lässt, die sich seinerzeit in einer ähnlichen Lage befanden wie er heute: Den DDR-Bürger mit seinem Regime, nur dass diese sich aus der Umklammerung bereits befreit haben, so dass sie für die Nöte von Hans Meier nicht mehr herhalten können. Im Grunde handelt es sich um den schamhaften, intellektuellen Missbrauch einer Personengruppe, damit sich der Betreffende nicht mit seinen eigenen Problemen auseinandersetzen muss. Die Gefahr des "Plauderns" besteht darin, dass man sich über Dinge äußert, von denen man nichts versteht und damit die Personen brüskiert, die etwas davon verstehen. * "Die Oligarchie ist die gesetzlose Herrschaft der Reichen, die nur an ihrem Eigennutz interessiert sind. Sie fällt wie die Aristokratie unter die Herrschaft der Wenigen, wobei die Aristokratie als gesetzmäßige, am Gemeinwohl ausgerichtete Herrschaft gilt." Ich persönlich bezweifle, dass es in Europa eine Oligarchie gibt. Was es aber gibt, ist eine große Menge von Möchtegern-Oligarchen, die ihrerseits die Oligarchie anklagen, der sie offenbar nicht wirklich angehören. Das Thema der Oligarchie ist die "Verachtung", die ihrerseits zu den menschlichen Triebkräften "Scham" und "Rache" zählt. Wenn man sich also schon mit Oligarchie auseinandersetzen möchte, muss man der Verachtung der "Regierenden" für die "Regierten" und andersherum der Verachtung der Bevölkerung für ihre Herrscher auf die Spur kommen. Ich vermute die Auflösung des Phänomens in einer komplizierter gewordenen Welt ohne einfache Lösungen, die der breiten Masse einfach nicht mehr vermittelbar ist. Der Wähler nimmt also die Haltung eines Patienten zum Chefarzt ein, der zwar die Einzelheiten seiner Operation nicht versteht, aber gerne gesund sein möchte. Auch in dieser Beziehung gibt es ein Kommunikations- und Bildungsgefälle, dass dem der Politik sehr ähnlich ist.

Selbst fuer die sehr...

Selbst fuer die sehr geschaetzte Kommentatorenschaft dieses Blogs ist die Diskussion dieses mal erstaunlich pessimistisch. Ja klar, wir feiern nochmal schnell am eve of destruction - und morgen geht die Welt unter, zumindest ein wenig. Was mir echt nicht klar wird, wieso wird das weitere Erstarken der EU ueber die Nationalstaaten gleichsam als Schritt von der Demo- zur Oligarchie gesehen? Wenn die EU ja eins ist, dann (zwar auch nicht demo-, aber) ganz bestimmt nicht oligarchisch. Das waere eine Herrschaft von wenigen, wohingegen die EU zweifellos eine Buerokratie ist, wo die letztlich abnickenden gar nicht wissen woher, und ganz bestimmt nicht von wem, eine ihrer tollen Richtlinien jetzt kommt. Einen historischen Vorteil haben die Vereinigten Staaten von Europa (oder Heiliges Bruesseler Reich undefinierbarer Nation, liebe donna laura?) ja - sie werden nie einen Sezessionskrieg fuehren muessen. Die, die den Krieg gewinnen wuerden, haetten kaum einen Grund, die, die ihn verlieren wuerden, in der EU zu halten. @Cornelius: Ein 'guter Diktator' ist keine Option fuer Deutschland. Sowas wie die franzoesische Praesidialdemokratie (und die amerikanische wollen sie nicht haben) kann man sich nur in Staaten trauen, die im Zweifelsfall schnell mit einer Revolution zur Hand sind. Mal davon abgesehen, wieso sollte ausgerechnet der Poebel der hier angesprochenen Ochlokratie den richtigen Herrscher rauspicken (wobei KT doch beim Bunga-Bunga bei Berlusconis zu Hause bestimmt einen schneidigen Eindruck hinterlassen haette...)? Ich glaub ja, wir wurschteln uns noch eine ganze Weile so weiter.

meine güte....die faz ist...

meine güte....die faz ist wirklich schlecht geworden. so ein geschwafel hätte ich keiner schülerzeitung erwartet. jeder der diesen artikel gelesen hat ist jetzt dümmer und wurde um einige minuten unwiderbringlicher lebenzeit betrogen. nicht mal mal mehr als schlafmittel taugt dieses käseblatt.

0 aepfelundbirnen 09.07.2011, 04:38 Uhr

@yast2000: Das unangenehme...

@yast2000: Das unangenehme ist, dass Leute wie Sie, jedenfalls vergleichbare Wortgewoltige Fasttäter, zeilenreihende Grundlagenzersetzer, gegenseitigkeitsnegierende, stets leistungsfreie Berlinluft-Radikalinskis und die von Ihnen bevorzugten Landstriche, genauer deren Funktionärs-Elitarier, sich in vorsätzlicher, grenzen- und sittenloser Frechheit und nahezu vollständig schamfreier, rationalistendummer Ignoranz von "westdeutschen Dummbratzen" finanzieren lassen. Gut: Kohl ist Schuld. Der Wohlstand, die Freiheit perdu, das, was viele Hände schufen. Die Intelligenz ausgewandert. Angeschmiert nun alle wieder: Ok. Das wirklich angenehme , an der derzeitigen Situation ist, dass dieser Zustand gerade sein Ende findet, demnächst die Basis entzogen wird. Nicht weil die parteifeudalistische Funktionärs-Einheitspartei das will, oder irgendjemand was tut, nein: Ganz einfach weil die Realität, also die Gerechtigkeit ihr Recht zurückholt, wortlos bestimmt einfordert. So ist es eben. Denken Sie Gutes und schreiben Sie schön: Die eigentliche "Dummbratze" grinst mich nur einigermaßen fälschungsschlau aus Ihren Zeilen an. Fast gut, wie immer: Und reichlich dauerdesperat, wie stets. So it goes... So ist es eben. Berlin, 5. Versuch: Failed. Ja und? Egal, stimmt. Berlin eben: Wurscht. Schönen Tag.

0 Sören 09.07.2011, 06:43 Uhr

Was ich der FAZ anrechne,...

Was ich der FAZ anrechne, daß sie mit vielen Artikeln gegen den mainstream bürstet. Aber das Problem des Internets ist: es ist unfähig zu handeln, fähig lediglich, jeden guten Gedanken totzuquatschen.
Eigentlich ginge uns Griechenland nichts an. Jeder sollte seine Probleme selbst lösen. Wenn sich die Banken verspekuliert haben, warum kommen wir dafür auf?
Tatsächlich ist es doch so, daß vor unser aller Augen der Vertrag von Maastricht gebrochen wird (No-Bailout-Klausel). Das nicht nur besonders schwer, sondern zudem von den Wächtern des Vertrags. Was die Geschichte korrupt macht. Aber die Unterschrift war es ebenso, denn die Vertragspartner sind auf beiden Seiten aktiv. Sie arbeiten für uns und für die Gegenseite - für Brüssel. Nach Sachlage ist auch der Vertrag korrupt.
Das Vertragsrecht sieht für den Fall eines Vertragsbruchs auch vor, den Vertrag zu annulieren und die Gegenseite auf Schadensersatz zu verklagen. Was hier aber nicht geht, weil Wächter und Gegenpart in der Bundesregierung verschmilzen.
Mancher mag ja glauben, daß der Leninist Gorbatschow und der korrupte Kohl das Rad neu erfunden haben mit dem "Europäischen Haus". Aber so ist es nicht. Was sie eingeführt haben, ist der Faschismus. Würde Faschismus auf seine Grundsubstanz abgeklopft, würde das auch offensichtlich. Aber die Gehirnwäsche hat funktioniert, Faschismus an den Stammtisch zu knüpfen. Lächerlich.
Faschismus ist abgeleitet vom lateinischem fascis für Bund. Die antiken Liktoren trugen ein Rutenbündel als Symbol der Macht des Römischen Reiches dem römischen Machthaber (Konsul Imperator) voran.
Mussolini selbst definierte Faschismus als "Verschmelzung von Großkapital und Staat". Die Analogie zur EU ist das Römische Reich. Und wer das begriffen hat, der kann mit einer widerspruchsfreien Theorie die ganze politische Welt erklären.
Das Zentrum ist faul.

Auch wenn es - nicht nur hier...

Auch wenn es - nicht nur hier - immer wieder geschrieben wird: Es geht nicht darum Griechenland zu retten oder untergehen zu lassen ! Was momentan stattfindet ist der verzweifelte Versuch den Euro und damit auch das weltweite Finanzsystem noch eine Weile am Leben zu erhalten.

Keine Ahnung, wofür...

Keine Ahnung, wofür Deutschland von künftigen Generationen gerühmt werden wird, aber ganz sicher nicht für seinen Humor. Der doch eigentlich offensichtliche ironische Unterton in Don Alphonsos Text ging bei manchen wohl unter. Beispiel "Knabenliebe" und "Oligarchie" - und schon kommt der politisch überkorrekte, wohlkonditionierte bzw. -dressierte Hinweis, das klänge doch etwas "merkwürdig". Nunja, Deutschland 2011: wehe, jemand sagt "zwei". Es dürfte keine 5 Minuten dauern, bevor hochqualifizierte Zeitgenossen darauf verweisen, man solle doch nicht vergessen, daß vor der "zwei" die "eins" und dahinter die "drei" stünde - immer nur die "zwei" hervorzuheben sei sozial unausgewogen, ungerecht, anti-egalitaristisch, diskriminiere die anderen Zahlen und sei somit rechtspopulistisch. Aber das nur am Rande. Ja, wir brauchend dringend mehr Zuwanderung von Fachkräften. Dringend! Ich habe Don Alphonsos kleinen Ausflug in die Geschichte Griechenlands u.a. als Zwinkern in Richtung Brüssel verstanden. Die Parallelen sind ja leicht zu erkennen. Übrigens, auch das eine amüsante Gemeinsamkeit, sitzt mit Daniel Cohn-Bendit auch heute ein Knabenliebhaber an der Schaltstelle der EUdSSR. Und jetzt bitte keine spitzohrigen, mikrophilologisch geschärften, politisch porentief reinen Mütchenhütchen abwerfen. Auch die Kritik am zeitgenössischen Journalismus bzw. dem, was als solchen sich zu bezeichnen heuer die Unverschämtheit besitzt, fand ich völlig gerechtfertigt. Es ist eine Unsitte, sich immer nur das herauszusuchen, was gerade in´s eigene Weltbild paßt, während man alles andere ausblendet. "Die Mutter der Demokratie", die "Wiege unserer abendländischen Werte" - ich kann´s nicht mehr hören. Aber so ist das eben im Copy&Paste-Journalismus: einer schreibt´s vor, die anderen plagiieren. Ach nee, falsch - Plagiate gibt´s ja nur bei CDU und FDP. Jetzt habe ich keine Lust mehr. Schönes Wochenende, genießt den Samstag und denkt bitte alle daran: niemals beim Mittagessen das Wort "Knabenliebe" einbringen - es besteht akute Erstickungsgefahr, und ihr steht dann als Massenmörder da.

@bertoldIV "das russische...

@bertoldIV "das russische macht aber schon mehr sinn als französich, würde ich sagen." Russisch ist eine wunderschöne Sprache, ich persönlich mag das Französische lieber, vielleicht weil man das sympathisch findet, das man kann und kennt. Das ist aber in dieser Sachse nicht entscheidend, entscheidend ist für mich doch die Frage, was das da für ein Staat ist, der Schüler, die Französisch lernen möchten, per Losentscheid zu Russisch zwingt. Es geht mir um den staatlichen Zwang. Wenn im konkreten Fall 21 Schüler Russisch lernen wollen, sollen sie das tun. Ich behaupte mal, daß man hier in Bayern eine Schülerfeeundlichere Lösung gefunden hätte, mit Russich und Französisch Ober das Russische mehr Sinn macht, hängt von der persönlichen Situtation und für taktisch Denkende von der möglichen politischen Entwicklung ab. Übrigens: Bei uns am Tegernsee haben nicht nur die Stützen der Gesellschaft unterschiedliche Erfahrungen mit Russischsprechenden gemacht. Die in Kitzbühel und in Lech am Arlberg auch. @ Don Carlos: "inwiefern sehen Sie da jetzt parallelen zur äutoritären ddr?" in der blinden Macht(erhaltungs)strategie, zunehmend im verwendeten Wortschatz, in dem Nichtzulassen des realistischen Blickes (der Machthaber) auf sich selbst, in der Kompromißlosigkeit usw. (gilt für Fahnenhalter des Kapitalismus übrigens genauso) @dunnhaupt: " Man sucht sich einfach die Blüteperiode irgend eines kulturell höher entwickelten Volkes aus und adoptiert sie, wenn einem die primitive eigene Geschichte peinlich ist. '" finden Sie es besser, die eigene nostalgisch zu verklären?

@ yast2000 zu seiner Replique...

@ yast2000 zu seiner Replique auf HansMeier555 am 9.7.11 um 3 Uhr 29 Ich finde, yast 2000, Sie sind dabei gewisse Schranken des gegenseitigen Respektes zu übertreten. Man kann von den HM555 Äußerugnen halten was man will, aber jemanden - wen auch immer in diesem Blog - in Zusammenhang mit den Begriffen "Neurotischen Verhaltensweisen, Neurotiker Minderwertigkeitskomplexen, infantil" zu etikettieren, finde ich geschmacklos. Andersdenkende mit Begriffen der Psychiatrie abzuwerten hatten wir schon mal in Deutschland, aber ist das vielleicht wieder nur eine Klischee über die DDR. Weiter schreiben Sie: "Die Gefahr des "Plauderns" besteht darin, dass man sich über Dinge äußert, von denen man nichts versteht und damit die Personen brüskiert, die etwas davon verstehen." Genauso ist es, lieber yast, diesmal sind Sie es mit Ihrer Psychiatrisierung der anderen.

0 perfekt57 09.07.2011, 09:00 Uhr

Vor allem aber hat er doch...

Vor allem aber hat er doch versucht den eigenen Eliten Hilfestellung zu geben. . Das Ding heißt aber psycholgisch (und wohl auch tatsächlich) "Das kam zu mir" - so dachte Hans Castorp. Der Schriftsteller damals - evtl. relativ erstmalig - einen allgemeinen sachverhalt damit beschriebend. . Entweder also, er macht es tatsächlich selbst, all das politisch umsetzen - durch das Ergreifen der Macht - oder er lässt es sein, sozusagen. Passieren wird vom Schreiben nichts. Und auch nichts besser werden. . Er bereite sich also schon mal auf den Bundestag vor. (Ok, Scheheradzade konnte immerhin auch so viel: Dem richtigen Mann was einflüstern.)

0 Don Carlos 09.07.2011, 09:43 Uhr

Gora: 'in der blinden...

Gora: 'in der blinden Macht(erhaltungs)strategie, zunehmend im verwendeten Wortschatz, in dem Nichtzulassen des realistischen Blickes (der Machthaber) auf sich selbst, in der Kompromißlosigkeit usw. ' - sehn'se, das sind alles dinge, von denen man im osten vor 1989 die nase voll hatte. deshalb wurde es abgeschafft. ob es nun die montagsdemos waren oder der unausweichliche staatsbankrott, ist an sich gleichgültig. es war vorbei. ein grandioses gefühl. umso ungerechter ist es von Ihnen (und es gibt viele, die Ihre meinung teilen), es ausgerechnet den ostgermanen anzulasten, wenn Sie autoritäre tendenzen im regierungsstil ausmachen.

@ gora: "Genauso ist es,...

@ gora: "Genauso ist es, lieber yast, diesmal sind Sie es mit Ihrer Psychiatrisierung der anderen. ..." * Niemand würde Sigmund Freud heute ernsthaft vorwerfen, in seinen Schriften die Leidensgeschichten seiner Patienten öffentlich bloßgestellt zu haben.Wenn wir aber schon von Deutschland reden: Nicht der Verursacher, sondern derjenige, der die Konflikte benennt, wird hierzulande angegriffen.

0 prince Matecki 09.07.2011, 09:58 Uhr

Begriffe aus dre...

Begriffe aus dre psychiatrisch- psychoanalytischen Semiologie außerhalb ihres engeren fachspezifischen Diskurses in der allgemeinen Dieskussion zu verwenden, hat in der Tat etwas bedenkliches. Dies umso mehr, als der skeptizistische Philosoph Karl Popper die Fachwissenschaft in UK zu einer methodenkritischen Überprüfung der Ergebnisse entsprechender Diagnostik und Therapie angehalten hatte, er lebte als Emigrant in London und der NHS bot mit der lnngfristigen Erfassung der Patientendaten und der Breite über einen sehr großen Teil der Bevölkerung hinweg eine ideale Datenbasis dafür. Langer Rede kurzer Sinn - nach Maßstäben der evidence based medicine gibt es keine hochgrade Evidenz für die Wirksamkeit dieser auf Begrifflichkeiten Sigmund Freuds aufbauenden Methoden. Wenn das selbst im engen fachwissenschaftlichen Bereich so ist sollte man in der Plauderei mit der virtuellen Ferndiagnose beim anderen blogger erst recht sehr vorsichtig sein. Man kann aber, wie etwas bodenständiger weiter oben Donna Laura, mit der Despina aus der da Ponte / Mozart Cosi fan tutte ( ja auch das) (und das singt dann auf das bereits in der Ouvertüre ankligende Thema der Don Alphonso) auch sagen: di pasta simile son tutti quanti! Und damit widme ich mich meinem Mittagessen und dem ernsten Geschäft des Pasta - Kochens! Basta.

0 donna laura 09.07.2011, 10:04 Uhr

lieber T.I.M., nur um es noch...

lieber T.I.M., nur um es noch einmal deutlich herauszustellen - es war mit kaiserreich kein brüsseler reich vereinter nationen gemeint, sondern china. . trefflich formuliert, lieber Benno! . liebe/r Gora/10.27 u, je länger man manche parlieren lässt, desto eher reden sie sich um kopf und kragen. in diesem fall ist dies längst geschehen. aber sie haben recht. nichts ist unschicklicher im roten salon unseres geschätzten gastgebers als gekeife. noch etwas tee?

perfekt57: "Vor allem aber hat...

perfekt57: "Vor allem aber hat er doch versucht den eigenen Eliten Hilfestellung zu geben. ..." * Sie sind wirklich brillant, perfekt57! Genauso ist es! Aber wie erklärt man das einer westdeutschen Dummbratze...?

Also erst lag die Schuld bei...

Also erst lag die Schuld bei den Griechen und ihren Sozialsystemen, dann waren es die bösen Deutschen, die für ihr Geld Zinsen haben wollten, und jetzt sind die Griechen, die etwas aus sich gemacht haben, die Bösen. Also mir fehlt jedes Verständniss. Rettet die Griechen einfach. Sie gehören zu Europa dazu. Und als man sagte, dass in Europa alle Staaten eines Tages gleich sein werden, hieß das nicht, dass alle Staaten auf dem Niveau Deutschlands oder Frankreichs landen werden. Vielmehr müssen sich die Staaten solidarisch zeigen, die Staaten im Mitelmeerraum müssen etwas hoch geholt werden, und in Deutschland muss das Niveau abgesenkt werden, damit man sich in der Mitte trifft. Der ganze Medienrummel sorgt nur (geplant?) für eine starke Abwertung des Euro, was für die export-trächtigen Staaten der EU, darunter auch Deutschland, nur sehr gut sein kann, wenn die USA als größter Abnehmer vor allem Deutscher Waren eine Finazkrise nach der anderen erleben.

Ach so und zu Knabenliebe: In...

Ach so und zu Knabenliebe: In einer Zeit, in der das Mittel der Bevölkerung gerade einmal 30 Jahre alt wurde, kann man wohl kaum davon sprechen, dass es sich um Kindesmisshandlungen handelte, wenn ein "alter" 20 jähriger mit einem "jüngeren" 10 jährigen zusammen war. Oder wie will man das heute bezeichnen, wenn sich 90ig jährige Herren ihre 20 jährigen Lustgirls halten? Der Artikel ist viel zu wenig global gedacht, und auf die Gegebenheiten der großen Zeit Griechenlands gemünzt, in der selbst aus heutiger Sicht "Knaben" schon Könige wurden, weil die Altersstrucktur damals einfach so war.

@ Don Carlos : "umso...

@ Don Carlos : "umso ungerechter ist es von Ihnen (und es gibt viele, die Ihre meinung teilen), es ausgerechnet den ostgermanen anzulasten, wenn Sie autoritäre tendenzen im regierungsstil ausmachen." Lieber Don Carlos, haben Sie meine Anmerkung "gilt für Fahnenhalter des Kapitalismus übrigens genauso" überlesen? Bitte echauffieren (wie sagt man das auf russisch?) Sie sich nicht an diesem schönen Tag. Alle diese Eigenschaften, wie ich sie oben aufgezählt habe, sind menschlich und sicher nicht nur germanisch oder deutsch; die Frage hinsichtlich des Demokratisierungsgrades eines politischen Systems ist doch die, wie ich mit diesen von vornherein zu erwartenden Eigenschaften von Machtpersonen gleich welcher Couleur (schon wieder französisch, tut mir leid) umgehe, und dann sind wir wieder bei dem Thema Demokratie, Oligarchie, Plutokratie; nur das Wörtchen "demokratisch" vorne dran, ist - wie wir doch alle wissen - häufig nur Etikettenschwindel. Ob der geographische Zufall der Geburt, der dann zu einer West- oder Ostsozialisierung geführt, doch zu - statistisch gesehen - einer Häufung von Persönlichkeitsmerkmalen geführt hat und damit Einfluß darauf hat, wie ich mit Freiräumen im aktuellen politischen System umgehe, ist ein spannendes wie heikles Thema. Die Stadtsoziologin Mia Löw (TU Darmstadt) - wenn ich sie richtig verstanden habe - schreibt unterschiedlichen Städten und damit deren Bewohnern auch unterschiedliche "Stadtcharaktere" zu in Abhängigkeit von jetzigen und früheren wirtschaftlichen und politischen Umständen - warum sollte das nicht auch für Regionen gelten?

0 donalphonso 09.07.2011, 11:14 Uhr

"in der das Mittel der...

"in der das Mittel der Bevölkerung gerade einmal 30 Jahre alt wurde" da liegt ein heftiges Missverständnis vor. Die KLnabenliebe war ein Thema der Oberschicht, die damals schon bessere Aussichten hatte, ein hohes Alter zu erreichen. Und der niedrige Schnitt bezieht eine hohe Kindersterblichkeit mit ein. Wer erst mal erwachsen und ohne finanzielle Nöte war, hatte gute Aussichten, 50, 60 oder 70 Jahre alt zu werden.

@yast: yast2000 09. Juli 2011,...

@yast: yast2000 09. Juli 2011, 11:49 "Niemand würde Sigmund Freud heute ernsthaft vorwerfen, in seinen Schriften die Leidensgeschichten seiner Patienten öffentlich bloßgestellt zu haben." Mit dem Unterschied, lieber yast, daß Sie nicht Siegfried Freund sind und HM555 nicht Ihr Patient. zu: "Wenn wir aber schon von Deutschland reden: Nicht der Verursacher, sondern derjenige, der die Konflikte benennt, wird hierzulande angegriffen." Da haben Sie Recht, aber erklären Sie doch den dumbatzen hier im blog mal ohne Klischee, wie das das vor 1989 im Osten war, wenn man dort Konflikte benannt hat. Müller et Mitzscherlich haben Zeitzeugen in ihrem Buch "Psychiatrie in der DDR" zu Wort kommen lassen. In einem Kommentar hierzu (von Ch. Rose) heißt es: Ein dunkles Kapitel der DDR Psychiatrie ist, die "Verfahrenspsychiatrie" für politisch anders denkende Bürger beziehunsgweise die Zwangsunterbringung "Republikpflüchtiger".

@ gora: * Alles richtig, was...

@ gora: * Alles richtig, was Sie anführen. Ich werde aber weder die DDR verteidigen, noch die alte Bundesrepublik, denn ich lebe in der Gegenwart. Und in der Gegenwart ist nun mal so, dass Westdeutsche sich offensichtlich nicht mit der Geschichte ihres eigenen Landes auseinandersetzen wollen. Das ist wie ein Schulkind, dass seine Hausaufgaben nicht machen will, es gilt als "gefährdet"....

Samstags Format C:...

Samstags Format C:

0 Cornelius I. 09.07.2011, 12:40 Uhr

Liebe donna laura (22.45), die...

Liebe donna laura (22.45), die sinnvolle Direktwahl des Staatsoberhauptes wäre nur ein Baustein des Königsweges, wie man unser Land auf Linie bringen könnte - zukunftsfähig macht. Bevor sich jemand zur Wahl empfehlen dürfte, sollte sich jeder Politiker zuerst einem Numerus Clausus für Parteien und Politiker unterziehen. Guttenberg wäre bereits an dieser Hürde gescheitert. Wie die meisten anderen Politiker auch. Dilettanten und Blender würde es in der Politik nicht mehr geben, wenn alle angehenden Staatsdiener zuerst ihre Ideen und Fähigkeiten unter Beweis stellen müssen, bevor sie ein Amt antreten. „Falsche Franken“ (und Fuffziger) würden niemals in Regierungsverantwortung kommen, wenn man es richtig anstellt. Nur eine Partei müsste den Anfang machen, neue Grenzsteine setzen. . Die richtige Reihenfolge aller Reformbausteine sind an dieser Stelle einmal zusammengefasst: http://www.opd-politik.de/2011/06/16/%E2%80%9Ees-ist-relativ-einfach-die-welt-zu-verandern-es-ist-nur-nicht-ganz-billig-%E2%80%A6%E2%80%9C/ . @ T.I.M. (04:52) . Von einem „guten Diktator“ würde ich nicht sprechen, wenn ein demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt sein Vetorecht nutzen würde, um wenigstens einen Teil der krassesten Missstände und Fehlentwicklungen zu korrigieren, die ihm durch die Menschen, die Öffentlichkeit oder durch die Medien angetragen wurden. An dieser Stelle ist das Thema Vetorecht etwas eingehender beschrieben: http://www.opd-politik.de/2011/06/13/%E2%80%9Ewenn-ich-konig-von-deutschland-war-%E2%80%A6%E2%80%9C-100/ . Ich glaube nicht, dass es einen anderen oder gar besseren Weg gibt, die westeuropäischen Demokratien zu reformieren.

Interessant ist doch, daß die...

Interessant ist doch, daß die Bremser gerade da in den Schlüsselpositionen sitzen, wo laut herum geschrien wird, alle sollten gegen Faschismus aufstehen. Daß die FAZ jetzt einen Plan fast, ich glaube nicht. Es wäre eine Gelegenheit gewesen, den "Pöpel" in kleinen Dosen vorzubereiten auf das Kommende. Aber wahrscheinlich stecken da Aktien drinnen. Und daß der Maastricht Vertrag korrupt ist, wußte ich schon vor 20 Jahren. Also doch nur ein Blenderblatt.

Oh, sorry. Ich habe meinen...

Oh, sorry. Ich habe meinen Namen nicht wiedererkannt. Nehme also meinen Sarkasmus zurück.

0 colorcraze 09.07.2011, 14:46 Uhr

@perfekt57 [08. Juli 2011,...

@perfekt57 [08. Juli 2011, 20:30] Mag sein, so in etwa. Jedenfalls gibt es eine Art middle class crunch, und eine immer breitere und abgehängtere Unterschicht. Und die im 20. Jhdt. als Standard betrachteten Industriearbeiter werden zur bestaunten Rarität. @Gora [Russischunterricht] Ach, ich glaube, das ist viel banaler: man hatte halt noch des Russischen mächtige Lehrkräfte verbeamtet, und konnte daher so schnell keinen Französischlehrer einwechseln. Also „Trägheit der Lebensrealität“.

mahmud, der Don hat recht. Und...

mahmud, der Don hat recht. Und überhaupt werden Sie nirgends etwas finden, was einen Mann im 6. Lebensjahrzehnt, der sich eine Frau in deren ersten Lebensjahrzehnt zuführen lässt, entschuldigt.

0 colorcraze 09.07.2011, 14:59 Uhr

@mahmud82: äh, nein, die...

@mahmud82: äh, nein, die Altersstruktur war damals bestimmt nicht so, wie Sie sich das ausmalen – es gab da sehr wohl auch einige 70jährige. Aber natürlich prozentual nicht so viel wie derzeit und in den nächsten 20 Jahren hier. Mehr so wie im 19. Jdht., als in jedem Lebensalter viele wegstarben, und gerade im ersten Lebensjahr eine ganze Menge. – Daß die USA der größte Abnehmer deutscher Waren seien, wäre mir überraschend (bzw. es war nach dem Krieg mal so, aber das ist nun wirklich schon lange her). Da herrscht glücklicherweise schon eine gewisse Diversifizierung.

@Benno: eins, zwei, drei - und...

@Benno: eins, zwei, drei - und was ist mit den nicht-natuerlichen Zahlen? Oder den komplexen? @Donna Laura: Oh, stimmt - hatte im Hinterkopf nur den Begriff Kaiserreich und den dann mit meinen kruden Gedanken kombiniert. Wobei, vielleicht brauchen wir dann auch wieder einen eigenen Kaiser, um nicht am Ende von den aufgepaeppelten Vasallen scheel angeschaut zu werden. @Cornelius: Also eine Diktatur der Gescheiten. Und Sie legen vorher fest, wessen Ideen gut genug sind, um ueberhaupt Verantwortung uebernehmen zu duerfen. Gleichsam per kombinierter Intelligenz- und Gesinnungskontrolle. Hat in der UdSSR auch nicht so gut funktioniert. Und bei den Chinesen warten wir mal noch ein paar Jahre ab. Ich kann sie schon irgendwie verstehen. Man hoere sich mal die Gespraeche vor und hinter einem in einer beliebigen U-Bahn (Linienbus, S-Bahn...) an. Will man wirklich, dass diese Leute die Regierung waehlen duerfen? Aber einen etablierten besseren Weg haben wir nicht. Leider auch nicht in RIchtung eines Liberalismus im urspruenglichen Sinne (freier Austausch und Wettkampf der Ideen).

0 colorcraze 09.07.2011, 15:25 Uhr

Das mit der "Angleichung der...

Das mit der "Angleichung der Lebensverhältnisse" funktioniert ja auch nie so, wie man das erträumt - man hatte sich das in der (wirtschaftlich gut dastehenden) BRD zeitenweise auf die Fahnen geschrieben und gab sich Mühe damit, aber funktioniert hat das nie wirklich - Ostfriesland war und blieb arm. Es gibt immer wirtschaftliche Zentren und wirtschaftliche Peripherie, da kommt man nicht drumrum. Allerdings liegen die zu verschiedenen Zeiten und bei unterschiedlichen Wirtschaftsweisen an verschiedenen Orten. - Auch noch so eine Gruselvision: die Reißzwecken-Gesellschaft. Winzige Spitze, schmaler Stiel, und unten ein riesenbreiter Pflatsch. - @donna laura: Ich nehme gerne noch ein Tässchen. @prince Matecki: genau, Nudel rules ok, vor allem, wenn die Soße stimmt (es darf auch ein scheues Waldtier sein).

0 Der Tiger 09.07.2011, 15:26 Uhr

@perfekt57 – das mit dem...

@perfekt57 – das mit dem Einflüstern funktioniert nicht, schon gar nicht, wenn nur ein Mann Karriere machen will. Ich setze da auf etwas ganz anderes, nämlich so vielen Menschen wie möglich klar zu machen, was auf dem Spiel steht. Hier ist die Einleitung zu den Memoiren: . A case for Europe . Vorwort . Warum liegt ein Mensch jahrelang fast jede Nacht für ein paar Stunden wach und denkt über Europa nach? Ich weiß es nicht, aber ich habe es getan. Was mir dabei durch den Kopf ging, unterbrochen nur von dem regelmäßigen Stundenschlag der nahe liegenden Kirchturmuhr, steht in diesem Buch. . Europa ist politisch ein unübersichtliches Gebilde. Der Werdegang der gemeinsamen Politik wird zwischen den Regierungshäupter der 27 Mitgliedsländer in wie auf einem orientalischen Bazar ausgehandelt. Vom europäischen Parlament in Strassburg hört man eigentlich nur, wenn es ‚nein’ zu einem dieser Beschlüsse sagt - verständlich, denn es ist im Wesentlichen das einzige von politischer Bedeutung, das zu tun dieses Parlament berechtigt ist. Am meisten bekannt ist die europäische Verwaltung, die in rasanter Geschwindigkeit haufenweise Vorschriften für unser tägliches Wirtschaftsleben zu Papier bringt und zu der nicht nur die Kommission in Brüssel gehört, sondern auch die Europäische Zentralbank in Frankfurt. . Ich habe elf Jahre für die europäische Raumfahrtbehörde (ESA) gearbeitet. Die ESA ist eine unabhängige Organisation, gehört also nicht zur EU. Der Aufbau ist aber sehr ähnlich, das heißt was ich dort an Missständen zutage gefördert habe, trifft in den wesentlichen Punkten auch auf die EU zu. . Mit diesem Buch versuche ich dem normalen europäischen Bürger mit etwas Humor zu erklären, wie Europa politisch funktioniert und was aus welchen Gründen geändert werden muss. Was ich in den Teilen I, III, Sektion 1 von Part V und Teil IX beschrieben habe, kann ich jederzeit in dieser Form vor einem Gericht bezeugen. Der Rest ist eine Mischung aus ein wenig Spielerei und einer Menge, zum Teil sehr harter Realität. . Das Buch und ich sind gewissermaßen gemeinsam gewachsen. Als ich mit dem Thema anfing, hatte ich nur ein vage Vorstellung von dem, was ich machen wollte. Normalerweise überarbeite ich jedes Schriftstück mehrmals. Für dieses Buch habe ich alle paar Monate ein Kapitel zusammengefasst, abgeschickt und dann nicht mehr angerührt. Nur in einem Fall habe ich später einem Kapitel etwas hinzugefügt. Diese Ausnahme ist im Text gekennzeichnet. Im Übrigen überließ ich es den Herausgeber(n), das Ganze auf ein lesbares Format zu kürzen und zu editieren. Mit dieser Methode hoffe ich zu erreichen, dass Wachstum und die Entwicklung der Situation und meiner Gedanken für den Leser nachvollziehbar sind. . Die letzten achtzehn Jahre waren manchmal sehr schwierig. Dass ich trotzdem meinen Humor nicht verloren habe, ist die Leistung meiner Töchter Sonja und Katrin, und meiner Neffen Friedrich und Tilmann. Ihnen und ihrer Generation sei dieses Buch gewidmet. . Wassenaar, den 14. Januar 2011 Lisbeth Heuse

Cornelius I.@: Alles...

Cornelius I.@: Alles mustergültig bei Carl Schmitt in "Die Diktatur", Verlag Duncker & Humblot, Berlin, ISBN 3-428-0133-6, nachlesbar. Allerdings ist die Prise hochbrisant. .. bertoldIV@: Sofern ich Ihnen den Tag versüßt habe, dann war es eine der leichteren Übungen. Da ich ja mittlerweile als knochenharter / immunisierter Reaktionär verschrien bin, verstärke ich nochmals mein Votum gegen das aufgebotene Brimborium um die PID und, damit zusammenhängend ganz Allgemein, gegen die leichtfertige Abtreibungsgesetzgebung, kongruent im Sinne der RkK. Früher oder später wird sowieso Ernüchterung eintreten. Der eingetretene Schaden wird dann aber fast irreparabel sein. Aber was will das schon heißen im Angesicht der Ewigkeit: Vulgär gesagt ein Furz. .. Oligarchie (Herrschaft der Wenigen) ist ohne Nepotismus (vulgo Vetternwirtschaft) nicht auf der Höhe der Zeit. Insofern ist Deutschland ein mustergültiger Staat. Ebenso Griechenland. Welche Staaten ausserdem noch? Wegbereiter dieser Fehlentwicklung war die Macht der Parteien über die Medien! Willst Du Menschen beherschen, so beschleunige die Zeit für sie! -Sie gehorchen oder töten! Das "eherne Gesetz der O." ist eine von R. Michels entdeckte politisch soziologische Regel, nach der mit der Größe einer Organisation (Verband, Partei) auch die Macht der Führungsgruppe zunimmt und diese sich zunehmend von der Organisationsbasis entfernt (S. das antike Rom). .. Die Knabenliebe-eher erratisch-die Odenwaldschule hat ja nicht unbedingt Schule gemacht, ebensowenig diejenige von einigen klerikalen Päderasten. Verblüffend allerdings, wie sich so eine Figur wie C. B. in den politischen Raum hochschwingen konnte. .. Der eine oder andere Oligarch mag sich ihrer bei Gelegenheit ja zuwenden, sofern ihm die viel interessanteren Spiele um die Macht, überhaupt Zeit dazu lassen. .. Wie ja schon so schön oben ausgeführt wurde, geraten auch Oligarchen aneinander, sobald die abgesteckten Claimgrenzen überschritten werden. Möglicherweise geschieht dies gerade beim Schirmverleih. .. "Der gefesselte Eros" von John J. Winkler, Verlag Hitzrother, Marburg, ISBN 3-89398-085-7, sei anempfohlen, wer mehr über das Geschlechterverhältnis im antiken Griechenland wissen möchte. MfG

T.I.M@: ...was hat es mit den...

T.I.M@: ...was hat es mit den Primzahlen, der Brinkmann´schen, den Riemannschen, der Frege´schen "1" oder gar mit dem Hilbert´schen, aufgespannten Raum, auf sich? Schicksalhafte Fragen über Fragen, die ungelöst vor sich hindümpeln. http://www.zahlen.mathematic.de/

0 perfekt57 09.07.2011, 15:55 Uhr

" Die KLnabenliebe war ein...

" Die KLnabenliebe war ein Thema der Oberschicht, die damals schon bessere Aussichten hatte, ein hohes Alter zu erreichen. Und der niedrige Schnitt bezieht eine hohe Kindersterblichkeit mit ein. Wer erst mal erwachsen und ohne finanzielle Nöte war, hatte gute Aussichten, 50, 60 oder 70 Jahre alt zu werden." . das auch das relativ explizit gesagt worden war, ud eher auch icht auf der reflektierten ebene verstanden, war uns auch schon aufgefallen. so sagt er es uns nun also selber - ud erledigt damit alle sepekulation. . (Was das aber möglicherweise auch mit beinhaltet? 40-jährige schwule, die heute finanzielll unabhängig altern, müssen evtl. mehr angst haben, sich zum alten eisen geworfen zu sehen, als früher, als es für solche oberschichtliche in athen noch herrlichste zeiten gab, gar keine doppelmoral auch überhaupt nicht von nöten war... . und da die knaben ihrem status nach eher sklaven waren, als knechte, ihre relative unfreiheit also eine zementierte, war es für die älteren auch gefühlt viel leichte,r darüber hinwegzusehen, dass auch die geld und vorteile bekamen: Im jungen, also im heutigen ägypten gibts das auch noch: junge männer, die, sagen wir mal beim militär "entsprechend auffallen" (blöder ausdruck) nächtlich sich mit anderen zwecks liebe zusammenkuscheln also oder sich verkaufen gar aber kaum gewehr halten können, werden zwangsweise ein paar hundert km weiter stromaufwärts auf insel im strom nil verbracht, wo schon die anderen, eben solchen (und 20 jahre älteren, erfahrenen) männer für sich leben, getrennt von der ägyptischen mehrheitsgesellschaft, paar- und erwerbsgemeinschaften für sich bilden dürfen/sollen, tolerierter, geförderter weise. und da bleibt den ankommenden süßen jungen kerls dannn eben nach prüfung der sachlage auch nichts anderes, als sich zu fügen: du wirst begutachtet und einsortiert, wir bestimmen, was wir finden, was du kannst - und wer dich dann kriegt. ordnung muss sein. auch in der liebe. und beim besitz. und 20 jahre später, wenn wir tot sind, sollst du's zur belohnung genauso halten dürfen ... . (das allerings war in athen anders.*g*). (reportage darüber gewest im tv)

0 Foersterliesel 09.07.2011, 15:59 Uhr

Der ossi-wessi-culture clash...

Der ossi-wessi-culture clash mußte ja auch hier mal kommen und wird doch ohnehin recht zahm ausgetragen. "Neurotisch", "infantil", etc. sind keine genuin freudianischen Vokabel (freilich ist es unoriginell sie einzusetzen) und der Positivismusstreit , - also dieser Sommerspätnachmittag ist viel zu schön um ein paar Frankfurter Schule Kommentare dazu auszugraben. Die vielen Beispiele und Interpretationen zur antiken Geschichte wurden mit Vergnügen gelesen, danke! Haben Sie alle einen wunderbaren Abend! PS: wir sind nicht nur allesamt arme Seelen, sondern auch zeitlebens ein wenig infantil und neurotisch

0 perfekt57 09.07.2011, 16:04 Uhr

Wo war eigentlich folgende...

Wo war eigentlich folgende Stellungnahme von uns von gestern abend geblieben? . Selbstverständlich ist es so: Wenn in globalisierten Märkten für Martkwirtschaften kein Platz (sprich finanzieller Überlebensraum) ist für multiple Bourgeosien - mit den USA als schärfster Marktwirtschaft der Welt darin führend, dann wird dies dasselbe auch für Europa nach sich ziehen: Was wir daher beobachten ist wohl ein teilweises Rückzugs- u. Sterbegefecht verbliebener nationaler Bourgeosien, also Westviertel in D, I, F usw. . (Eben weil in 1ner EU am Ende auch nur Platz sein wird für 1ne Bourgeosie - nicht für je eine in Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien, England, usw., die je - relativ - auskömmlich wie gestern und früher von ihren je nationalstaatlichen "Untertanen"/Prekariaten leben konnten, denen sie präsidierten. . Fürs Prekariat haben sich die Verhältnisse in der EU im Grunde doch längst weitgehender angeglichen, viel mehr wohl, als man wohl meint. Und die zwischenstaatliche europäischen Bourgeosieunterschiede sind als die treibenden Veränderungskräfte überall - und gut sichtbar, falls man reist - anzutreffen. . Was wir daher sehen, scheitn eher ein partielles Verschwinden von finanzökonomisch von zusammenwachsenden Märkten nicht mehr zu tragender Westviertelteile in den genannten Ländern zu sein, resp. der Kampf der genannten Westviertelteile aus den unterschiedlichen Staaten um finanzielle Zuwendung aus den noch verbliebenen und erreichbaren Töpfen (welche evtl. vielfach nichts weiter mehr wären, als eine noch verbliebene zukünftige Verschuldungsfäghigkeit) auf Kosten der anderen bourgeosien in den anderen europäischen Staaten: Welches Westviertel taumelt eher/schneller nach unten, hier oder dort? In Deutschland, Italien oder Frankreich? sozusagen. Und wer bediente sich heftiger und hemmunsgloser beim anderen, um das eigene Verschwinden, resp. "Sich-Verkleinern" noch etwas länger hinauszuzögern? . Was wir sicherlich sähen, so gesagt, wäre also eine partielle Kernschmelze nationaler Bourgeosien in der EU in Zeitlupe - zugunsten einer quasi transnational-multilingualen zukünftigen Zentral- u. Einheitsbourgeosie, vertreten z. B. auch durch gesamteuropäisch erfolgreiche Familienunternehmen resp. Vermögen. . Viele Westviertel aus dummen kleinen Städten hätten dabei wohl eher kaum eine große Chance. Eben weil man zu dumm und zu klein wäre.

0 bertholdIV 09.07.2011, 16:21 Uhr

@prince Matecki vergessn's...

@prince Matecki vergessn's doch den "ollen" popper und lesens paul feyerabend. jetzt haben wir neben der rekatholisierung auch bei den philosophen nur noch katholische. die rekatholiserung durch die kunstfigur hm555 sehe ich übrigens nicht so entspannt. das erinnert mich an manch eine real existierende person, ich hoffe hinter hm555 steckt keine identische. aber die analyse von yast2000, dass solches verhalten schon sehr übel ist und auch behandlungsbedürftig, würde ich teilen. und wer es nicht glauben will, soll vielleicht sich ein paar bücher von erwin ringel oder manch einem theologen, der über g-tt-svergiftung geschrieben hat, lesen.

Schockschwerenot: Im Suff...

Schockschwerenot: Im Suff hat´s der Oligarche leichter. Gut, dass er nicht mehr für Parteiämter kandidiert. Auf die Idee, nicht mehr als Schnapsleiche für die demokratisch von ihm Vertretenen zu kandidieren, kommt der Suffkopp natürlich nicht. Und seine Saufkumpane in der Partei auch nicht. Er hat Hilfe nötig und die Solidarität aller Suffköppe, auch die in Holland. Hicks, und noch eine Pulle Vernidot hinterher! caveat elector!

0 HansMeier555 09.07.2011, 18:41 Uhr

@yast2000, @yast2000 Statt...

@yast2000, @yast2000 Statt auf meine Ansichten einzugehen haben Sie schon wieder meine Person angegriffen, wobei Sie sich diesmal immerhin die Mühe gemacht haben, Ihre Beleidigungen in eine Art "psychiatrisches Gutachten" zu kleiden. . Von mir aus hätten Sie damit das letzte Wort im Streit behalten können, und Trolle soll man ja ignorieren. Folgende Beobachtungen möchte aber noch festhalten. (Sie sind nicht böse, wenn ich künftig jeweils die 3. Person benutze). . Natürlich ist das hier nur das anonyme Internet, wo jeder alles über sich und andere erfinden kann. Aber nehmen wir die Figur "yast2000" trotzdem einmal ernst und hören ihr zu. . (1) Da meine Beurteilung der DDR-Intelligenz yast2000 besonders heftig geärgert zu haben schien, glaubte ich zunächst, daß yast2000 auch ein ehem. DDR-Intellektueller ist, der sich auf den Schlips getreten fühlte. Aber jetzt denke ich das nicht mehr. Yast2000 ist wohl eher nicht an der Humboldt-Uni oder der Akademie der Wissenschaften beruflich sozialisiert worden. . Weiter äußerte yast2000 wiederholt seinen Ärger darüber, dass ich mich über DDR-Bevölkerungsgruppen äußere, von denen ich "nichts weiß" bzw. nichts wissen kann. Für sich selbst nimmt indessen in Anspruch, besonders gut über sie informiert zu sein. Wenn wir das ernst nehmen, müssen wir fragen: Woher kann yast2000, seine Insiderkenntnisse haben? . Er ist stolz auf seine exklusive Kenntnis von "sauguten Stories, die nie erzählt worden sind". Das Versprechen, "die ganze Wahrheit über die Wiedervereinigung zu erzählen", löst er dann auf Nachfragen allerdings nicht ein. Pure Angeberei? Vermutlich. Aber nehmen wir einen Moment an, yast2000 kennte solche stories. Woher kann er sie dann haben und was könnte ihn an der Weitergabe hindern? . Einmal beantwortet er die Bitte, seine Geschichte zu erhählen, so: "Wenn Sie mir ein einjähriges Praktikum bei Angela Merkel, Wolfgang Schäuble oder Thomas de Maziére nachweisen können oder gleichwertige Kentnisse besitzen, gern." Es ist nicht ganz klar, was das heißen soll, vielleicht: "Ich gebe meine Infos nur dann her, wenn Du mir ebensowas Geheimes von heute erzählst." . Obwohl yast2000 von Religion nicht viel hält, redete er offenbar häufiger mal mit evangelischen Pfarreren: "Viele .... Pfarrer haben mir in persönlichen Gesprächen gestanden, dass ihr auf Solidarität setzendes, idealisiertes Weltbild sehr ähnlich ist und sie mit der "Gegenseite" symphatisierten oder gar konkurrierten." Auch das kann natürlich frei erfunden sein. Aber nehmen wir an, es ist wahr und diese Gespräche haben tatsächlich stattgefunden. Das würde wohl die Frage aufwerfen, warum und unter welchen Umständen dies geschah und weshalb sich irgendein Pfarrer freiwillig mit jemandem wie yast2000 hätte unterhalten sollen? Vielleicht weil sie ihn als geblideten und charmanten Plauderer schätzten? . (2) Soviel zum Wissen, kommen wir zum Machen. Wie stellt sich yast2000 sein eigenes Handeln vor? Listen wir mal auf: . Er stellt sich vor, sich mit mir im Grunewald zu duellieren, um die Ehre der DDR-Intellektuellen zu verteidigen. Er stellt sich vor, ein "Hochleistungsdenker" zu sein, der mich "zur Strecke gebracht hat, wobei dieses Zur-Strecke-Bringen im Grunde eine Rettung ist: Er ist die GSG 9, und um mich zu befreien musste er eine "Blendgranate" werfen, worüber ich mich als befreite Geisel nicht beschweren solle. Dann stellt er sich wieder vor, mich im Grunewald niederzuschießen. Dann ernennt er sich zu meinem Therapeuten, der über "professionelle Mittel" verfügt, meine "neurotischen Verhaltensweisen" zu "brechen". Er ist Siegmund Freud, und ich bin einer seiner Patienten. . (3) Spricht das alles genügend für sich? Ich weiß es nicht. Das hier ist das anonyme Internet, wo jeder unzensiert alles behaupten und sich beliebig verstellen kann. . Aber sagen wir mal so: Wenn yast2000 als Kunstfigur erfunden wurde, die einen alten Stasi-Offizier darstellen soll, dann wäre das m.E. ziemlich gut gelungen.

0 HansMeier555 09.07.2011, 19:01 Uhr

Ach ja, und dann habe ich mir...

Ach ja, und dann habe ich mir vorgestern noch eine Bemerkung über den beschränkten aktiven Wortschatz von Stasi-Provokateuren erlaubt. Das könnte ja auch ein Auslöser gewesen sein. . Ich muß zugeben, dass manche Kunstfiguren subtiler angelegt sind, als man zunächst glaubt.

0 colorcraze 09.07.2011, 19:04 Uhr

Die Piemonteser kochen gut und...

Die Piemonteser kochen gut und machen ordentlichen Wein. (Es gibt in Charlottenburg auch ristoranti, wo man rechtes Essen bekommt. Nein, ich sag nicht wo. Will nicht, daß es dann von Hupgschwerl überfüllt ist.)

0 colorcraze 09.07.2011, 19:11 Uhr

@yast: also, irgendwie......

@yast: also, irgendwie... Dampframme wirkt enorm und sofort auf märkischem Sand, auf Alpenkalk (brösel) und allemannischem Granit (Rückstoß) wirkt sie aber nicht so recht. Bei Kalk ist eher Zitronentee wirkungsvoll, der löst aber nur gaaaanz langsam. Vergleichen Sie Filous Mixtur aus kilometertiefen halleschen Wurzeln und angenommener niederrheinischer Lebensart. Das trägt langsam aber stetig jede Art von Vorbehalt ab.

0 colorcraze 09.07.2011, 19:16 Uhr

wahaahaa, jetzt bricht aber...

wahaahaa, jetzt bricht aber echt mal wieder der katholisch-protestantische Graben auf... Jösses, das ist ja fast wie zu Kinderzeiten!

0 colorcraze 09.07.2011, 19:19 Uhr

Und nur zur Erinnerung: D hat...

Und nur zur Erinnerung: D hat eine protestantische Kanzlerin (Pastorentochter). Und Berlin einen schwulen katholischen Bürgermeister (ja, das gibts.). Und das ist gut so. So, und jetzt Ruhe im Karton. Verschwörungstheorien (Habsburger, Wittenberger) dürfen weitergesponnen werden.

0 donalphonso 09.07.2011, 19:24 Uhr

und das alles in einem...

und das alles in einem agnostischen Blog.

0 HansMeier555 09.07.2011, 19:25 Uhr

Und Sie lieber Berthold...

Und Sie lieber Berthold IV, . Sind auch schon wieder zurück aus der Methanspäre? Nichts explodiert? Heil und gesund? Wie schön. Kommen Sie rein und wir plaudern ein bißchen über den Weltfrieden und was Ihr Verein /Gesinnungsblatt /Bibelkreis dazu beitragen kann.

0 colorcraze 09.07.2011, 19:27 Uhr

[OT] @DA: hm, sie haben doch...

[OT] @DA: hm, sie haben doch eine Rebe in der Nähe der Haustür, wenn ich mich recht entsinne. Wann blüht denn die so? Unsere im Topf trägt ganz wacker Blätter und lockt Ameisen auf den 3. Stock, ist aber im 3. Jahr wahrscheinlich immer noch zu jung zum Blühen.. oder?

0 colorcraze 09.07.2011, 19:31 Uhr

@DA: die Agnostiker sind halt...

@DA: die Agnostiker sind halt mehr so das (unbedingt notwendige!!) Ferment, das aus organisierten Blöcken den Kitt der Großstadtlebensart erzeugt. (Kitt allein geht aber auch nicht, das wäre hutzelig-rissig-nicht haltbar).

@Ingeborg: Suffköppe?...

@Ingeborg: Suffköppe? Schnapsleiche? Ich möchte höflich bitten, nicht so überheblich zu formulieren. Ich finde es außerdem gut, wenn jemand die eigene Alkoholkrankheit anspricht. Das erfordert Mut, weil Herabwürdigerinnen wie Sie als Charakterschwäche oder Schlechtigkeit bemäkeln, was sich niemand selbst aussucht. . @Don: Mit Verlaub, Sie sind vom Wesen her ein Katholik reinsten Wassers. Allerdings ein bayrischer, nöliger, mit allem und allen rechtender (gegenreformierter also), kein rheinisch-entspannter. Zugeben werden Sie das nie. . @alle: bitte Daumen drücken: Montag ist Semesterabschlußklausur. Danach Vernidot für alle (außer Ingeborg).

Ich vergaß fast: Grüße...

Ich vergaß fast: Grüße @trias! Ich selbst säße gern in der Kreide, fürchte aber, im Augenblick ist alles Miozän.

HansMeier555: "Ich muß...

HansMeier555: "Ich muß zugeben, dass manche Kunstfiguren subtiler angelegt sind, als man zunächst glaubt." * So völlig ohne Arroganz gefallen Sie mir schon viel besser... :-) Ich nehme mal an, Sie verzichten auf einen Nachschlag. * Was Kunstfiguren in der Oligarchie angeht: Der Trend geht zum Zweitleben. (Für Leute, die schon alles haben!)

Arabella: "@Don: Mit Verlaub,...

Arabella: "@Don: Mit Verlaub, Sie sind vom Wesen her ein Katholik reinsten Wassers. Allerdings ein bayrischer, nöliger, mit allem und allen rechtender (gegenreformierter also), kein rheinisch-entspannter. Zugeben werden Sie das nie." * Na ja, der Don predigt öffentlich Wein, trinkt heimlich aber Wasser und hält sich nicht für Jesus Christus. Das ist schon eine sehr aufgeklärte Form des Konservativen...

0 donna laura 09.07.2011, 20:02 Uhr

liebe Arabella,...

liebe Arabella, selbstverständlich werden ihnen alle daumen gedrückt. welches fach noch einmal? und das thema? . und der don ist wohltuenderweise mitnichten ein katholik. mitnichten. ein bayer, sicher, aber katholisch? aber arabella, liebe... . lieber HansMeier555, man mag sie und ist mit ihnen. gemachgemach. . liebe runde, haben sie auch so ein schönes gewitter? hier donnert es, dass ich zeitweise an meine genossin donner summer denken muss. bei uns welkt die dritte flasche dahin. wir sind zu viert, der rest feiert im garten, und man kreuzt die tiefroten, schweren kontinente. frankreich, australien, italien. chile fehlt noch. der abend noch jung und sicher feucht-fröhlich. bonne nuit!

ehe, jemand sagt "zwei". Es...

ehe, jemand sagt "zwei". Es dürfte keine 5 Minuten dauern, bevor hochqualifizierte Zeitgenossen darauf verweisen, man solle doch nicht vergessen, daß vor der "zwei" die "eins" und dahinter die "drei" stünde - immer nur die "zwei" hervorzuheben sei sozial unausgewogen, ungerecht, anti-egalitaristisch, diskriminiere die anderen Zahlen und sei somit rechtspopulistisch. . Benno, köstlich. Aber viel schlimmer ergehts der 13, die wegen ihres Migrationshintergrundes oft geschmäht wird.

0 HansMeier555 09.07.2011, 20:13 Uhr

Lieber b4 Es ist schön, wenn...

Lieber b4 Es ist schön, wenn man im Blog jemanden hat, dem man theologische Fragen stellen kann und sinnvolle Auskünfte erhält, auch wenn die Literaturangaben für einen Laien wie mich hin und wieder allzu elliptisch waren, abgekürzt für Insider, zu denen ich wirklich nicht gehöre. Aber ich werde auch künftig gerne Ihr Wissen und Ihre Geduld in Anspruch nehmen. . Auf einem anderen Blatt steht natürlich, dass Sie ein falscher 50er sind. Der Verdacht ist mir zum ersten Mal gekommen, als Sie gesagt haben, sie fänden die Zaitskofener sympathisch. Wie kann ein normaler Mensch so was sagen und nicht lügen?

0 colorcraze 09.07.2011, 20:18 Uhr

@Arabella: in gewisser Weise...

@Arabella: in gewisser Weise erinnern mich yast, HM555 und b4 an eine uralte Freiburger Karikatur von Haizinger (irgendwann in den 80ern in der Badischen Zeitung), in der die bei steigendem Alkoholpegel sich bei Badenern ausbreitende schläfrige Gemütlichkeit gegen die bei selbigem sich ausbreitende bayrische und norddeutsche rumplige Hitzigkeit gestellt wurde.

0 colorcraze 09.07.2011, 20:20 Uhr

Trias, was sagen Sie...

Trias, was sagen Sie eigentlich zum Eozän? Kommt das wieder, wie manche erträumen - sie möchten gern Matratzentierchen sein -, oder bleibt das trotz Wettererwärmung weg?

0 perfekt57 09.07.2011, 20:22 Uhr

Es handelt sich doch wohl eher...

Es handelt sich doch wohl eher um einen nicht-agnostischen Blog oder? Auch wenn der Blog davon nichts weiß. Und auch gespeist von Katholizismus wiederstrebenden, entgegenstehenden Energien, keine Frage. . Wobei wir möglicherweise - wenn man so wollte, und wir bitten schon vorab um Entschuldigung und Nachsicht deswegen - wie bekannt einmal mehr beim/im Zbg. wären: "Nicht-gläubig" im Allgemeinen genausowenig eine positive Identität wie" nicht-jüdisch". Wobei eben gerade der kleinbürgerliche Antisemit, der da (im Zbg.) (und sehr wohl passender Weise) auftritt, gerade aus seinem nicht-Jude-sein seine/eine kümmerliche Identität zieht ... . . Westviertel im Allgemeinen hüten sich vor beidem: Aus Ablehnung (welcher auch immer) und aus Unglauben Identität zu ziehen. . Darum auch weiß das Kollektiv "erhebet die Herzen - wir haben! sie beim Herrn". (Das in seiner Naivität überlegene katholische Kollektiv unverkopfter Landbevölkerung z.B.) . Glaube ist Glaube, Kirche ist Kirche, Schandtat ist Schandtat. . Und wir könnten uns einen Blog von ihm von hier aus http://www.waldhaus-sils.ch/de/hotel_geschichte.html vorstellen (Er war da schon? Wir bitten um Entschuldigung!), wäre seinem blog durchaus angemessen, meinen wir, er könnte sich in Reihe stellen sollen, evtl. sogar frühereher besser. . "Doch am Schluss ist ein Hotel nur so gut wie seine Gäste. Kommen Sie auch? Theodor Adorno, Thomas Bernhard, Joseph Beuys und David Bowie haben's schon probiert, nicht anders als . Claude Chabrol Marc Chagall Neville Chamberlain Friedrich Dürrenmatt Gottlieb Duttweiler Albert Einstein Pierre Fournier Clara Haskil Hermann Hesse Theodor Heuss Arthur Honegger Isabelle Huppert Carl Gustav Jung Erich Kästner Otto Klemperer Franz Kardinal König Max Liebermann Rolf Liebermann Thomas Mann François Mauriac Alberto Moravia & Elsa Morante Maurizio Pollini Emil Rathenau Michael Redgrave Max Reinhardt Gerhard Richter Paul Sacher Maximilian Schell Vreni Schneider Rudolf Serkin Georg Solti Rod Stewart Richard Strauss Richard Tauber Luchino Visconti Bruno Walter" . Wir würden einmal mehr gleich morgen reisen, zeigen uns aber gehindert, da könnte auch ein/unser allgemeines "Stellvertreter-Ich" .... . "Das große Restaurant im traditionellen Saal erinnert an Thomas Mann und den Zauberberg (schon wieder? das nervt jetzt aber etwas, p.). Einzelreisende sitzen an Einzeltischen nebeneinander und schauen in die Bäume. Es ergeben sich immer Gespräche links und rechts. Die Küche hat sich in den letzten Jahren gewandelt, ist feiner geworden, leichter. Für Vegetarier geeignet, weil eines der Menus immer vegetarisch ist. Das Geniale: alles ist Bio. Und das Meiste kommt direkt aus den Tälern rundum, der Käse, die Milch. Man achtet sehr auf Qualität und Nachhaltigkeit." . Am Rande, wirklich ganz am Rande nur: Und wir wollten schon vor gut zwei Woche einmal aufgeschrieben haben, dass und wie sehr uns aufgefallen war mit der Zeit und beim Lesen, dass Dons blog eben vor allem auch eine stark spürbare Grundierung durch wirkliche Lebenserfahrung hat (sonst wäre er, banalerweise, natürlich auch nicht erfolgreich; wir alle kennen die notwendigen Voraussetzungen für wirklichen Erfolg), dass aber offensichtlich - und wenig versteckt dem, ders ebenso kennt - Erfahrungen, Momente existentieller Einsamkeit und des Sich-vollkommen-verlassen-gefühlt-habens dem schon, wie bei vielen anderen eben auch - zu Grunde liegen. Die Stärke seines Schreibes - wie seiner Person - ruhen auf dem Fundament solcher Erfahrung, so glaubt man zu wissen, mehr noch, des solches erfolgreich Bewältigt-Habens. . Wie also sagt uns der Philosoph? "Unsere Jahreszeit, durch die wir zu schaffen haben, die sich natürlich uns zuneigt, Stimme unter Stimmen, das ist der Krieg. Darum auch halten wir so hartnäckig am Friede." . Oder anders: "Reife ist, die eigenen Kinder alt genug, manchmal mehr in Gebet zu investieren, als in Menschen." . (Wie bekannt: http://literaturlexikon.uni-saarland.de/index.php?id=3294)

0 donalphonso 09.07.2011, 20:23 Uhr

Nein, Arabella, ich bin...

Nein, Arabella, ich bin Bayer, und weil der Katholizismus eine ziemlich südliche Angelegenheit ist, kommt das manchen vielleicht so vor, als sei das katholisch. Dass mir das evangelisch.-enthaltsame Wesen fehlt; Mei. Dann wäre ds Blog hier kein Spass.

0 bertholdIV 09.07.2011, 20:25 Uhr

@hm555 gerne komme ich da...

@hm555 gerne komme ich da rein. ich trenne immer da noch die figur/masken bertholdIV, hm555 etc von den reellen personen, die da schreiben. aber wie sagte ein autor hinter b4 manche in der rkkk verstehen nicht, was ein text ist... b4 irritiert/entsetzt ein bisschen die verbissenheit mit der die figur hm555 die rekatholisierung (rkk-art) treibt. wenn es nicht so eine vielzahl von mitgliedern der rkk gebe, deren leben und seele, und b4 redet jetzt nicht von den missbrauchsopfern, zerstört worden wäre (ernst ringel ist da wirklich ein guter autor dazu, aber im studium kath. theologie oder in mancher gemeinde laufen immer noch viele "davon rum"), dann wäre es b4 wurscht, was die figur hm555 dazu schreibt. all die genannten gruppen (z.b. kreuz.net etc.) und dort mit naturrechtlicher begründung über juden oder nicht rkk-mitglieder zu hören war ist teilweise schon inferior. also wenn die figur hm555 wieder dorthin will, - jetzt mal den zeitraum beginn der gegenreformation bis beginn des vat1 - dann möge hm555 eine "priesterbruderschaft pius-lefebre neu" gründen, natürlich noch schärfer als die vorgänger, denn die ist ja zurück gekehrt, und man wird sehen wer folgt. vielleicht nimmt die figur hm555 noch ein paar anleihen aus harry potter oder von herrn mosebach dazu, würde auch dazu passen, liturgie, die in magie übergeht ist ja wichtig dabei.

0 donalphonso 09.07.2011, 20:26 Uhr

Ich wollte morgen sowieso am...

Ich wollte morgen sowieso am Rande auf die Kirche eingehen, dann merkt man, dass ich nicht katholisch bin.

0 bertholdIV 09.07.2011, 20:28 Uhr

@hm555 "Auf einem anderen...

@hm555 "Auf einem anderen Blatt steht natürlich, dass Sie ein falscher 50er sind. Der Verdacht ist mir zum ersten Mal gekommen, als Sie gesagt haben, sie fänden die Zaitskofener sympathisch." das ist aber richtig, aber sie verstehen es nicht.... diese gedanken welt haben unendlich viele leute in der rkk vor sagen wir 20, 30 jahren geteilt. finden sie nur leute sympathsich, die ihre meinung teilen?

Lieber HanMeier555, soviele...

Lieber HanMeier555, soviele Worte, wofuer? Hier stolziert so mancher rein und schlaegt sein Pfauenrad. So mancher findet hier sein Forum fuer Paranoia, frustrierte Lebenserwartungen und laecherliche Selbstueberschaetzung. Seien Sie um Gottes Willen nicht das Opfer Ihrer Redlichkeit (oder sei es nur Ihr Bemuehen um Redlichkeit, aber das ist schon mal was). Was ich hier allerdings mehr und mehr vermisse, ist die Heiterkeit, die aus der souveraenen Bestaendigkeit einer irgendwie (muehsam) gelungenen buergerlichen Existenz kommt. Filou uebrigens ist eine Kunstfugur, die aus Gruenden der Unterhaltsamkeit die Suppenbasis mal mehr, mal weniger andickt. Waere ja sonst oede. Filou ist ein breiter Fluss-nur nicht besonders tief. Im flachen Wasser havariefrei Segeln ist eine grosse Kunst. . Ich weiss wo mein Bordoechen steht. Darum: http://www.youtube.com/watch?v=Kg7aXEvCeXY

0 donna laura 09.07.2011, 20:55 Uhr

lieber perfekt! 57,...

lieber perfekt! 57, irgendjemand wichtiges fehlt leider in sils... . santé, bester don, die freude könnte kaum grösser sein... kirche, sei es welche, wird ohnehin überschätzt, wichtiger sind bedauernswerterweise die gestalten, die sich dort herumtreiben und die glauben, dass sie wichtig seien, damit wichtigsein zu generieren glauben, und wenn sie einen gläubigen finden - bingo. ein wattebäuschchen am himmel der philosophie.

@donna laura:...

@donna laura: cand.med. . @Don: Oh nein. Öl ins Feuer gießen ist out. Nicht schon wieder "auf die Kirche eingehen"! Abarbeiten an den Projektionsflächen von Mittvierzigern - würg. "Eingehen" gern, aber dann nach Art der Primeln, bitte. Das Studienratsgetue ("ich gehe noch einmal ein auf den Wittgensteinschen Satz von...") steht Ihnen wirklich nicht.

Ergänzend @colorcraze:...

Ergänzend @colorcraze: Eozän, das passt erst morgen um 5.30 Uhr. Verschlafen Sie nicht!

0 donna laura 09.07.2011, 21:03 Uhr

cher Filou, donna laura ist...

cher Filou, donna laura ist mal eine reissende stromschnelle und mal ein leises sanftes bächlein im walde und zu felde. ganz mit meinem lieblingsautor übereinstimmend, ist mir die ehre zuteil geworden, mitteilen zu dürfen: alles ist wahr. . à la votre! . (ich sehe eifersüchtig, dass man sich bereits zum whisky versammelt, bestimmt bleibe ich mit meinen absätzen mal wieder in der gartenerde stecken. nun denn, dann muss man morgen nicht umgraben: bonne nuit!)

0 donalphonso 09.07.2011, 21:05 Uhr

Ich war heute 70 Kilometer auf...

Ich war heute 70 Kilometer auf dem Rad, davon 20 auf der Fliucht vor einem Unwetter, und kölnnte auch zu Bett gehen...

0 perfekt57 09.07.2011, 21:05 Uhr

"Die Stärke seines Schreibens...

"Die Stärke seines Schreibens - wie seiner Person - ruht auf dem Fundament solcher Erfahrung, so glaubt man zu wissen, mehr noch, des Solches-erfolgreich-Bewältigt-Habens." . Wir bitten hiermit unserer großen und allfälligen Legasthenie immer mit Wohlwollen zu begegnen. Und grüßen mit voller Absicht auch jedes schiefe Bild. . Bayern? Ist das nicht der bekannte Christbaumzug? ( .. und nun könnte sich jeder ausmalen, der wollte, wieviele Möglichkeiten es geben könnte, dem Begriff "Christbaumzug"ganz unterschiedliche Bedeutungsweisen zu geben (z. B. im Sinne von "Klingelzug oder ä.) ... Wir aber meinen hier und heute natürlich nur den immer stärker vorandrängenden Auszug der Christbäume aus den bayrischen Wäldern ... . . Oder noch anders: Wir können ja kaum alleine laufen oder gehen, geschweige denn alleine frei stolpern, da fällt es uns besonders schwer unbehindert ein Wort vor das andere zu setzen. (... und sagen dem Großen Don hiermit auch dafür noch Dank, dass er auch das noch auf sich nahm schon, für uns mit, stellvertretend... .) . Darum, dass sie auf ewig unschuldig wären und blieben, dafür wären und würden sie bewegt, die Prekariatviertel. . @yast2000 "Auch heutige Westviertel sind anscheinend schon wieder nicht mehr viel mehr, als "Möglichkeit von Schiene unter Lenins Zug". (".. denn sie wissen nichts, wie es aussieht, von möglicher Bewegung - ihrer eigenen Bewegtheit zumal, wollen das wohl auch nicht - sondern anscheinend bloß noch von stark sinnloser Beharrung.")

0 colorcraze 09.07.2011, 21:13 Uhr

@DA: haha, also "Wort zum...

@DA: haha, also "Wort zum Sonntag". Wir sind gespannt.

Don, das ist eine gute Idee!...

Don, das ist eine gute Idee! SChreiben Sie weise, morgen. (Ich wache noch, über den Lehrbüchern.)

0 colorcraze 09.07.2011, 21:14 Uhr

@Arabella: a-ha. Ich drücke...

@Arabella: a-ha. Ich drücke die Daumen!

0 donalphonso 09.07.2011, 21:23 Uhr

Es geht um eine kleine Liste...

Es geht um eine kleine Liste dessen, was man getrost aus dem bürgerlichen Kanon streichen kann, denn da hat sich zu viel Müll und Gerümpel angesammelt.

perfekt57: (".. denn sie...

perfekt57: (".. denn sie wissen nichts, wie es aussieht, von möglicher Bewegung - ihrer eigenen Bewegtheit zumal, wollen das wohl auch nicht - sondern anscheinend bloß noch von stark sinnloser Beharrung.") * Sehr schön geschrieben und an der geforderten Gelassenheit ist etwas dran, aber eben nur aus literaturtheoretischer Sicht. Das Leben selbst hat nun die äußerst unangenehme Eigenschaft, sehr konkret zu sein. Und abseits dieses Realen versinkt alles Gesagte sehr schnell in Nichtigkeiten, Dünkel und Gefühlslosigkeit. * Das Problem der Arroganz ist das Reflexive; kein edler Mensch käme von sich aus auf die Idee, sich für arrogant zuhalten. Verlässt man seinen Standpunkt, überlässt man das Feld demjenigen, der im besten Sinne (!) die Neurose für sein menschliches Wachstum braucht. Beharrt man aber auf seiner Position, fügt man seinem Gegenüber Schaden zu und gilt selbst als arrogant; und zwar nicht, weil man es tatsächlich ist, sondern weil es das Gegenüber völlig zu Recht behauptet. Wirklich herrlich kompliziert wird es, wenn man sich eingesteht, dass man selbst auch das Neurotische für sein eigenes menschliches Wachstum braucht, wobei am Ende sich zwei Persönlichkeiten gegenüberstehen, die kein einziges vernünftiges Wort mehr wechseln können. In der Literatur kann man die entworfene Handlung gestalten, in der Lebenspraxis ist man gezwungen, auf mehr als vier Ebenen zu denken, um am Ende den Konflikt für dein Gegenüber aufzulösen. Wenn dein Gegenüber aber intellektuell gleichwertig denkt und seine eigenen Ebenen für die Auseinandersetzung einbringt, kommt es zum Kampf der Giganten, der nun leider für die Außenwelt nicht mehr verständlich ist. Die Grenze in der Literatur ist in der Regel dort erreicht, wo 'Gregor Samsa' als Käfer auf den Rücken erwacht oder ein 'Kleiner Prinz' auf einem fremden Planten steht. Was die beiden sich wohl zu sagen gehabt hätten, perfekt57...?

0 donna laura 09.07.2011, 22:11 Uhr

dann streichen sie getrost,...

dann streichen sie getrost, bester Don Alphonso, es werden nur wenige darunter sein, die unverdient opfer geworden sein werden. . beste Arabella, oje. sei es drum. hauptsache, sie predigen weiter vernidot, falls dies ein alkoholderivat sein sollte, anstatt pillen.

Inscribiert ist promoviert....

Inscribiert ist promoviert. Klappt bei blonden Doppel-Nullen, aber nicht aufm Fußballplatz. Gut, dass die wie die Primelen Eingegangenen trotzdem ein Service von Villeroy & Boch kriegen. Zum reinen-Wein-Einschenken. Ein Hoch auf alle Kandidatinnen und Kandidaten! Bürgerliche Nachtarbeiter ohne Schichtzulage. o tempora, o mores!

Hallo Arabella, h ...

Hallo Arabella, h 21:41, wenn Ihnen die Kreide so gut gefällt , sollte Sie über einen Zweitwohnsitz in Louisiana nachdenken, die Reptilien und Haie sind dort auch nicht mehr so groß wie damals. Sie denken sicher nur an das Miozän, da hat es ja mächtig gerappelt, wegen Ihrer anstehenden Prüfungen, für die ich lhnen viel Glück und alles Gute wünsche ! T.

geehrte colorcraze, h ...

geehrte colorcraze, h 22:20, das Eozän gehört aber zum (Alt-) Tertiär, ist also etwas jünger, um diese Uhrzeit ohne Gewähr geschätzte 12o Millionen Jahre, als die Trias, bei ca. 45oo Mill. Jahren auch nur ein Klacks. Aber im Ernst, na klar, alles wiederholt sich und Warm- und Kaltzeiten, Meeresspiegelschwankungen und tektonische Hebungen und Senkungen geben sich einander die Klinke in die Hand. Damals ging das alles ohne menschliches Einwirken, philosophisch möchte ich jetzt aber nicht werden. Was sind denn eigentlich Matratzentierchen? lch habe da völlig falsche Assoziationen, glaube ich. mfG.T.

0 Detlev von Westhofen-Runkel 10.07.2011, 07:59 Uhr

Ei, was hagelte es Spott auf...

Ei, was hagelte es Spott auf die Männer. Luschen, nehmt euch ein Beispiel an den Frauen, die leisten etwas! - lautete die grinsende Häme. Tja... . Die WM wird dennoch in Erinnerung bleiben - als das beispielhafte Lehrstück schlechthin für "Hochmut kommt vor den Fall". . (Ok, da war Betrüger Guttenberg auch nicht schlecht, sogar etwas mehr Fallhöhe.)

0 donalphonso 10.07.2011, 08:07 Uhr

Ich weiss, dass diese Sache da...

Ich weiss, dass diese Sache da Thema in einer als Blog gehaltenenen Textabwurfstelle ohne Kommentare ist - wäre aber dankbar, wenn die Brühe nicht hier herüber schwappte.

0 HansMeier555 10.07.2011, 08:09 Uhr

Lieber Berthold...

Lieber Berthold IV, . natürlich kann man Leute sympathisch finden, deren Meinung man nicht teilt. Nur glaube ich nicht so recht daran, dass das auch der Fall. Die Ostkirche hat eine wunderschöne Liturgie, in der DDR gab es die bessren Physiklehrbücher. Für jeden ein Bonbon! Aber mich wollten Sie vorgestern noch in der Methanblase explodieren sehen und als gestern die Stasi einen OV gegen mich einleiten wollte, da haben Sie Friedenspreister die Genossen ungefragt schon mal Ihrer solidarischen Zustimmung versichert. Vor einer Woche ging es hier ums Küssen, nicht ums Judasküssen.

0 Detlev von Westhofen-Runkel 10.07.2011, 08:42 Uhr

Über 10:07 habe ich ein wenig...

Über 10:07 habe ich ein wenig gerätselt. "Textabwurfstelle" brachte mich drauf. Wo denken Sie hin!? Ich hatte bei dem "Blog" (der keinen Bezug zu meinem Eintrag oben hat, bitteschön!) immer den Eindruck, da geht an die FAZ das, was als Rest der Tagesgedanken nicht anderwärts verwertbar war.

0 perfekt57 10.07.2011, 08:45 Uhr

"Das Problem der Arroganz ist...

"Das Problem der Arroganz ist das Reflexive." Man kann das auch rumdrehen - und am Ende auch nicht-arrogant nachdenken. . "Du - der von Äon's Schöpfungsliedern allen immer nur eines Reims gewußt und eines Lichts: "Ach, du Hinfälliger - in eigene Fallen -" "Ach, du Erleuchteter - vom eigenen Nichts -"." . Wie bekannt Gottfried Benn - "Sommers" - Natürlich gibts das alles schon. . Und wenn wir auf den Rücken liegen, ist meist unsere Frau in der Nähe. . Und wir sind damit dann aus dem Thema mal weg.

Herr schmeiß Hirn vom Himmel!...

Herr schmeiß Hirn vom Himmel!

0 donalphonso 10.07.2011, 09:03 Uhr

Zur Qualität und Beliebtheit...

Zur Qualität und Beliebtheit anderer Blogs und Beiträge kann ich hier nichts sagen; die Zeit etwa hat ein Kasterl ganz oben mit "Meistgelesen" und "Meistkommentiert", und gäbe es das bei der FAZ, wären die Ergebnisse gar nicht mal so unlustig zu sehen. Ich kann aber nicht behaupten, dass die FAZ ein von Wettbewerbsgedanlen geleitetees Medium wäre. Nett könnte man sagen: In diesem Haus findet jeder einen Platz. Als Vermieter habe ich dazu einen andere Sichtweise. . Generell halte ich Debatten für ein Qualitätsmerkmal- Wer keine Kommentare bekommt, hat nicht hinreichend alles erklärt, er ist oft einfach nicht interessant. Bei der Zeit ist es übrigens so, dass der dortige Chef die Blogger dazu verpflichtet, auf die Kommentare einzugehen. Erscheint mir seihr sinnvoll. Blog ohne Kommentare ist halt nur Text ohne Diskurs und damit in meinen Augen überflüssig.

das wär dorch mal ein Thema:...

das wär dorch mal ein Thema: Kirche, Knabenliebe, ekklesiogene Neurose

perfekt57: "Das Problem der...

perfekt57: "Das Problem der Arroganz ist das Reflexive." Man kann das auch rumdrehen - und am Ende auch nicht-arrogant nachdenken. * Am Ende, ja! Aber nicht während dessen...

HM: "Vor einer Woche ging es...

HM: "Vor einer Woche ging es hier ums Küssen, nicht ums Judasküssen." * Rekatholisierung 2.0

0 Yog Sothoth, Esq. 10.07.2011, 11:24 Uhr

Noch ein wenig Klopstock...

Noch ein wenig Klopstock gefällig? ich seh an den wehenden Lorbeer gelehnt mit all ihren goldenen Saiten oh Grieche! deine Leyer stehn und gehe vorüber

0 colorcraze 10.07.2011, 11:24 Uhr

(habe gerade wieder meinen...

(habe gerade wieder meinen melancholischen) Was den Griechen auch am Abhandenkommen ist, ist das Patriarchat von Konstantinopel. Mehr als 1500 Jahre hat es bestanden, und nun geht es wohl ein, weil es keine Nachfolger haben darf. Erdogan schafft es bis jetzt einfach nicht, die zu retten.

0 colorcraze 10.07.2011, 11:45 Uhr

Trias: Matratzentierchen sind...

Trias: Matratzentierchen sind so Fossilien, wie man sie vor Namibia und Australien findet, das scheinen eine Art Rieseneinzeller gewesen zu sein (also nicht wie heutige Tiere und Menschen durch um- und eingebaute geschluckte Fremdzellhaufen organisiert, sondern innerlich nur ganz grob und primitiv unterteilt), die sich im warmen Wasser von Sonnenlicht ernährten und so nebeneinanderher sinnlosten. Sie sind denn auch wieder verschwunden, weil sie mit größeren Umbrüchen nicht zurechtkamen. Weswegen ich Bestrebungen von Menschen in Richtung Matratzentierchenunterteilung für bekämpfenswert halte, weil das für das Überleben schlecht ist - zuwenig anpassungsfähig.

Ingeborg (09. Juli 2011,...

Ingeborg (09. Juli 2011, 20:31), MEUM EST PROPOSITUM IN TABERNA MORI [1]

[1] Fundstueck....

[1] Fundstueck. Fundunterschlagung.

0 colorcraze 10.07.2011, 12:12 Uhr

Mit dem Konstantinopler...

Mit dem Konstantinopler Patriarchat geht denn auch die Idee der Kosmopolis dahin, das europäisch-südöstliche Wissen, wie man mit Levante und Nord- und Vorderasien umzugehen hat. Das ist eine Verstümmelung Europas. (Nein, "Roma aeterna" ist dafür kein Ersatz, denn deren Reichweite nach Westen ist größer, nach Südosten aber sehr viel kürzer: nicht mal für den Balkan reichts.)

0 donalphonso 10.07.2011, 12:30 Uhr

Immerhin ist uns in mancher...

Immerhin ist uns in mancher Bank und anderswo die byzantinische Palastintrige der Hofeunuchen erhalten geblieben.

0 donalphonso 10.07.2011, 12:32 Uhr

Oh Gott, ich sehe jetzt erst...

Oh Gott, ich sehe jetzt erst die Popup-Werbung der Benahepleitebank of Scotland, Vertrauen seit 1695: Ich hoffe, die Leserschaft ist weise genug, das einordnen zu können.

0 colorcraze 10.07.2011, 12:48 Uhr

@DA: wenn der Pol weg ist, der...

@DA: wenn der Pol weg ist, der die Intrigen geistig übersteigt, laufen die Intrigen sehr schnell ins Leere.

0 Beinahe geschenkt 10.07.2011, 12:58 Uhr

War die Beinahepleitebank...

War die Beinahepleitebank nicht die Royal Bank Of Scotland (RBS), die einen von den Hedgefondsanteilseignern nicht in den kühnsten Träumen für möglich gehaltenen Mondpreis für die ABN Amro zahlte (letztendlich der britische Steuerzahler selbstverständlich wer sonst). Parallelen sind rein zufällig (Dresdner und Commerzbank).

kommentatorenschlachtsuppe ...

kommentatorenschlachtsuppe oder noch´n jedicht #§§§# auf´m diwan flätzt der westliche schnell gezückt die scharfe replik unterm tisch montiert der östliche murrend hadernd sein geschick unversöhnliche sprachspositionen .. hickehacke, weg die backe hingelangt, noch, nen schmiss auf dem wittgenstein gefunden schlank und rank scharf gebiss heb hoch paragraph und flagge .. vivat aufklärung nieder´s kreuz gezisch gegen zweitausend anni magna charta geschichtsloser rundumschlag mittels rhapsodie zwischen der finger zwo geschneuz .. oh graus das alter ansteckend die pest weg nur in´ne disco sonst auch nur seelenloser glibber schnell ziehs runter mach in vitro gesetzlich lau niemals befleckend

Also da verzichten die...

Also da verzichten die Deutschen ganz solidarisch und großzügig auf die Atomkraft und als Dankeschön schießen uns die Japanerinnen aus dem Turnier! Wo ist denn da die Logik? Dann könnte ein Junkie auch seinen Dealer bei der Polizei anzeigen, um den Bahnhofsmissionen etwas Gutes zu tun...

0 colorcraze 10.07.2011, 13:08 Uhr

@DA: ach, die Werbung drumrum...

@DA: ach, die Werbung drumrum bringt immer mal wieder dolles Zeuch, neulich wars irgendein Arznei-Wundermittel, hab vergessen, was.

colorcraze@: Basileus Manuel...

colorcraze@: Basileus Manuel Paleologus wird Ihnen Dank wissen :-) http://www.kreuz.net/article.3940.html DA@: Nun sind Sie der Anwartschaft auf den "Schottischen Orden von der Distel" verlustig gegangen.

09.07.2011 @perfect57, 09....

09.07.2011 @perfect57, 09. Juli 2011, 22:22 Ich glaube nicht, dass sich Don A. in so ein Hotel einweisen lassen würde. Inmitten von Staubfängern lebt er schon zu Hause. Und so ganz ohne Einfluss darauf, wen man trifft? Sie vielleicht oder mich? Das ist nix. Immerhin kann man sich 100 % HansMeier-tauglich mit der Pferdedroschke ankutschen lassen. Oben wartet das livrierte Personal mit Obst, Spezereien und Kinderspielplatz. Das ist ein Leben.

0 donalphonso 10.07.2011, 13:16 Uhr

Die Bank of Scotland wurde...

Die Bank of Scotland wurde durch Merger Teil von HBOS, und HBOS musste 2008 gebailoutet werden, seit 2009 ist es ein Teil der Lloyds-Bankengruppe. . http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/politics/7889798.stm . Wenn schon die UK-Regierung von drohendem "Collapse" spricht...

Plindos:...

Plindos: "kommentatorenschlachtsuppe ..." * Sehr schönes Gedicht! Wenn meier jetzt noch verstehen würde, dass die Blendgaranten nichts weiter sind als eine Metapher für das gute, alte Fegefeuer, würde es ja auch richtig Spaß machen! Aber so...?

HM555 09.09h "Vor einer Woche...

HM555 09.09h "Vor einer Woche ging es hier ums Küssen, nicht ums Judasküssen." Auf diesem Blog gibt's immer wieder lateinische Zitate. Warum nicht gelegentlich einige Zitate auf franzözisch? Ein typisches Beispiel "Un baiser sans moustache est comme une soupe sans sel" Oder mögen die Deutschen die Franzosen nicht?

@ DA. Kein Bailout von...

@ DA. Kein Bailout von Murdoch für "The News of the Screws" (p.s. to screw = to f**k)

0 Schluchten-Ossi 10.07.2011, 13:41 Uhr

Ich glaube dieser Pop-up...

Ich glaube dieser Pop-up Werbung. Bedingungslos und immer. @Arabella: Im Daumendrücken bin ich gut und geübt. Habe tolle Erfolge vorzuweisen. Besonders, wenn die Prüflinge gut vorbereitet waren. Gilt aber nicht für Kreuzerl-Test - bei echten Patienten kommt das Kreuz - nicht immer - erst am Schluß. . @colorcraze: Bin ein schlechter Plauderpartner, das viele Daumendrücken, erst donna laura, dann die eigenen Leut´, jetzt arabella - und ein wenig arbeiten sollte ich nebenher auch. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen haben noch nie funktioniert. Aber nach einem russischen Sprichwort (ganz leise: Filou, donna laura oder prince matecki, zu Hilfe, herbei) soll die Arbeit ein Bär sein, der nicht von selber verschwindet.

0 Cornelius I. 10.07.2011, 13:50 Uhr

@ T.I.M. (17:01) . Auch keine...

@ T.I.M. (17:01) . Auch keine „Diktatur der Gescheiten“. Nein. Das Vetorecht sollte nur als „Reparaturinstrument“ zum Einsatz kommen, bei Undingen, die uns jede kluge Großmutter und jeder weiße Großvater um die Ohren hauen würde. . @ Plindos (17:34) . Mit Personen die in der NS-Zeit jüdische Professorenkollegen denunziert- und antisemitische Kampfschriften veröffentlicht haben, wie Carl Schmitt, beschäftige ich mich nicht. Am meisten hat mich Helmut Schmidts Taschenbuch: „Auf der Suche nach einer öffentlichen Moral: Deutschland vor dem neuen Jahrhundert“ beeinflusst. Schmidts Pragmatismus hat mir imponiert und aus der Seele gesprochen. . @ Arabella . Ich drücke die Daumen für die Semesterabschlussklausur!

Une soupe sans mouche est...

Une soupe sans mouche est comme un baiser sans moutarde. . (In der Zuericher Spiegelgasse aufgeschnappt)

fionn@: Vorsicht mit dem mot...

fionn@: Vorsicht mit dem mot "baiser". Da bin ich mal vor Jahren fürchterlich in aller Unschuld bei einer franz. Austauschschülerin auf die Nase gefallen. Prustend vor Lachen klärten Töchterlein und ASin mich über den "richtigen" Gebrauch des Verbs auf. Ah--wie ich sehe---Sie wissen....

@Schluchtenossi, Tipp eines...

@Schluchtenossi, Tipp eines kanadischen Waldlaeufers: Wenn dir im Wald ein Baer begegnet-still stehen bleiben, nicht ruehren, tot stellen. Der Baer langweilt sich und geht. Weg isser.

Bei den Fraktionsvorsitzenden...

Bei den Fraktionsvorsitzenden und sonstigen Fernsehfritzen bekommt man ja täglich mit, wer da von denen alles auf Drogen ist. Dass auch die Hinterbänkler vom vielen, vielen Streß der Volksvertretung an der Flasche hängen, ist wohl der benebelten Öffentlichkeit bislang nicht so ins Hinterstübchen gedrungen. Zwar gibt es im Bundestag auf der Fraktionsebene (unter der Glaskuppel) eine veritable Bar; indessen sie ist nicht immer besetzt. Der Nachschub muss also unterirdisch laufen, während sich die so geistreich Vertretenen oberirdisch in Reihe anstellen, um einen Blick auf die Schnapsdrosseln und sonstigen Kranken zu erhaschen. Bester filou, es ei Ihnen vergönnt, sich den goldenen Drink in der Kneipe zu setzen; allein die Statistik spricht dagegen. Säuferlebern verhärten langsam im Spital, da können Sie jeden cand. med. fragen.

Yast2011@: .....der blinde...

Yast2011@: .....der blinde Säuferhahn trinkt dankend den spendierten Korn!

Ingeborg, wollen Sir mir damit...

Ingeborg, wollen Sir mir damit troestlicherweise andeuten, dass ausserhalb des Spitals Saeuferlebern NICHT verhaerten? Ich hab's doch geahnt... . Nu sein se mal nich so streng. . Ein guter Bekannter, Internist von Profession, warnte mich vor dem Genuss des Oigohois, selber aber rauchte er wie ein Schlot. Kette, kette sag ich. . Meinen langjaehrigen hoellaendischen Hausarzt fragte ich mal, ob der Friedhof hinter seinem Hause etwas mit seiner Taetigkeit zu tun habe. (Mit etwas Humor haette er ja grinsend auf seinen Garten weisen koennen. Und die Schaufeln, an denen noch die frische Erde klebte.)

0 colorcraze 10.07.2011, 14:41 Uhr

@Schluchten-Ossi: ja das mit...

@Schluchten-Ossi: ja das mit dem Bär ist schon interessant. Wenn man ihn aus dem Käfig läßt, besteht die Gefahr, daß er einen anfällt.

Cornelius I.@: Der Dramatiker...

Cornelius I.@: Der Dramatiker Heiner Meier und die Linke überhaupt in D. incl. ehem. DDR las ihn gern. Obwohl der Aasfresser A. H. meine Familie um alles brachte, habe ich mir dennoch seine Schrift "Mein Kampf" angetan. Vornehme Zurückhaltung gegenüber den Realien macht einen nur wehrlos. Wo wir schon einmal dabei sind, immerhin war der Philosoph Prof. Dr.Martin Heidegger ab 21. April 1933 bis 27. April 1934 Rektor der Uni Freiburg und blieb bis 1945 Mitglied der NSDAP......Die französischen Intellektuellen von links bis rechts huldigen ihm trotzdem noch bis heute.

0 colorcraze 10.07.2011, 14:56 Uhr

@Ingeborg: daß Alkoholismus...

@Ingeborg: daß Alkoholismus eine Berufskrankheit unter Leuten ist, deren Leben hauptsächlich aus Sitzungen besteht, ist doch bekannt. - @Cornelius: immerhin lesen Sie Helmut Schmidt. Den halte ich in vielem für einen sehr klaren Kopf. Den älteren Westdeutschen unter uns sind die Kämpfe der RAF und die Demonstrationen wegen Notstandsgesetzen und Nachrüstung allerdings noch in grusliger Erinnerung. (Der autofreie Sonntag wg. Ölkrise 73 oder 75 oder wann das war war aber eher ein netter Familienausflug.)

0 Der Tiger 10.07.2011, 14:57 Uhr

Die Bank von Schottland hatte...

Die Bank von Schottland hatte nicht nur einen überdimensionierten Einkaufsfond, sondern auch einen überdimensionierten Werbeetat. Das ist mir schon seit längerem aufgefallen. Für kurze Zeit war mein Konto unter deren Regie, auch da bekam ich sofort Werbeschreiben. Als die niederländische Regierung ABM-AMRO übernahm, war ich dann sehr erleichtert.

colorcraze, Ediacara,...

colorcraze, Ediacara, Präkambrium, glückliche Zeit! Aber spotten Sie nicht übers Matrazentierchen. Es weste länger hienieden als die Menschheit, als alle Wirbelviecher überaupt. . Hach das lenkt mich ab hier. Aus mitm Computer!

0 colorcraze 10.07.2011, 15:06 Uhr

@Plindos: sehr richtig, etwas...

@Plindos: sehr richtig, etwas nur deshalb nicht lesen mögen, weil die entsprechende Person politisch oder moralisch versagt hat, bringt einen noch ums ansatzweise Begreifen (vollständiges ist eh nie möglich), weil man damit auch die Reflektion der Involvierten wegschneidet.

Bitte um Entschuldigung wg....

Bitte um Entschuldigung wg. des Lapsus, es muß natürlich heißen, der Dramatiker Heiner Müller. http://www.davids-welt.de/hm/

0 colorcraze 10.07.2011, 15:17 Uhr

@Plindos: aber andernseits...

@Plindos: aber andernseits gibts schon Zeugs, mit dem man sich wirklich nicht zu befassen braucht. Das Wahlsystem der DDR, in den 70er Jahren im Gemeinschaftskundeunterricht der BRD dargetan, zum Beispiel. Meine damalige beste Freundin hielt das für Zeitverschwendung, und ich sekundierte ihr in der Art, daß ich lieber über das französische, englische oder amerikanische Wahlsystem mehr wissen wollte. Seine Kurzlebigkeit gab uns im Nachhinein recht.

@ plindos. Ja, man/frau...

@ plindos. Ja, man/frau muss aufpassen - un sacré baiseur par. ex. There are some good French films - I like the actor Daniel Auteuil - e.g. in the film "36, Quai des Orfèvres" (the h.q. of the Paris police). I had a "coffee-table" book with all the French "hôtels particuliers" (in Paris, the sumptuous private residences - usually 17th/18th/19th century - of people like the owner of LVMH) but it must be in the Keller somewhere. The French prime minister's offices are in l'Hôtel Matignon.

0 Jeanne d_Arc 10.07.2011, 16:04 Uhr

" baiser" - für "küssen"...

" baiser" - für "küssen" kann man dieses Verb heute nicht mehr einsetzen, das wird heutzutage mehr für den bas-ventre - wenn Sie verstehn - verwendet (mit und ohne Schnurrbart)

0 Cornelius I. 10.07.2011, 16:04 Uhr

@ Plindos . Wir haben Haus und...

@ Plindos . Wir haben Haus und Hof in Königsberg aufgeben müssen, wegen dieser drecks Nazibande, da lese ich keine Schriften ehemaliger NS-Staatsrechtler. Carl Schmitt galt als „Kronjurist des Dritten Reiches“. Vermutlich hat C.S. auch den einen und anderen klugen Satz hinterlassen, aber ich hätte Bedenken, mir von solchen Leuten (unbewusst) was anzunehmen. Plindos, ich weiß, was Sie mir sagen möchten. Ihre Position ist völlig in Ordnung, aber ich brauche C.S. nicht, um die Welt zu verstehen. Habe die Ehre ;-)

colorcraze, möglicherweise...

colorcraze, möglicherweise verwechseln Sie Ursache und Wirkung. Die abführende Wirkung etlicher Alkoholika und deren Derivate ist bekannt. Andererseits ist noch nicht ruchbar geworden, dass Ackermanns Mannen auch nur ansatzweise dummes Zeug reden.

Es ist doch schön zu wissen,...

Es ist doch schön zu wissen, dass auch beim Neubau des Bundeshauptsicherheitshauptamtes ein paar kleine Nachlässigkeiten passieren und dort auch nur gemenschelt wird. Jedenfalls dürften alle Tore für östliche Oligarchen weit offen stehen. Und geheim bleibt derzeit nur die Höhe des Schmiergeldes für die Ausfuhr von 200 gefleckten Tierchen. Wer würde denn auch guten Gewissens behaupten, ein Leo II mit kurzer Kanone und Räumschild wäre eine Kriegswaffe?

@Jeanne d_Arc, statdessen?...

@Jeanne d_Arc, statdessen?

0 HansMeier555 10.07.2011, 17:12 Uhr

"Den schönsten...

"Den schönsten Troja-Untergangsroman hat wie immer unsere Christa geschrieben". . Kassandra ist die kritische Intellektuelle, die den Untergang ihrer Stadt voraussieht und auch die Gründe dafür längst kennt, aber weder bei anderen Gehör findet noch sich selbst zu einer aktiven Handlung aufraffen kann. . Denn Kassandra ist eben auch eine Prinzessin, die Tochter des Königs Priamos und schon darum zur Loyalität verdammt. Da sie ihren Vater liebt, muß sie auch das häßliche Regime ertragen, das der Geheimdienstchef Eumel an Priamos' Hof etabliert hat. Auch die Entdeckung, dass Priamos und Eumelos letztlich identisch sind, bringt keine Änderung. Das Verhängnis wird hereinbrechen, das Ende ist längst besiegelt, und sie kann und will auch gar nichts dagegen tun. . Die politische Haltung ist nicht Konsequenz von Beobachtung und Analyse, sondern im Kern naturwüchsige Treue gegenüber den Eigenen. Keine wissende Einsicht kann die kritische Intellektuelle dazu bringen, auf einen Umsturz hinzuarbeiten oder, sagen wir mal: Die Forderung nach der Einführung der Demokratie zu artikulieren und sich mit den Griechen auf friedliche Koexistenz zu einigen. . Die Griechen sind aber nicht besser, im Gegenteil. Sie verkörpern nicht den demokratischen Fortschritt, sondern allenfalls die bei ihnen schon viel weiter fortgeschrittene Entfremdung von archaischer Sittlichkeit, Ehrlichkeit, Gastfreundschaft und Ritterlichkeit. Die Modernität der Griechen ist ihre Verlogenheit, ihre Geschäftstüchtigkeit, ihre diplomatischen Tricks und nicht zuletzt ihre Lust an der Brutalität. Der von ihnen vergötterte Achill ist ein perverses "Vieh", dessen Siege auf fiesen Tricks beruhen und der von ritterlicher Haltung soweit entfernt ist wie ein moderner Hochleistungssportler vom olympischen Ideal de Coubertins. . Trotzdem. Dass dieses Buch überhaupt erscheinen konnte, grenzt schon irgendwie an ein Marienwunder.

0 HansMeier555 10.07.2011, 17:31 Uhr

Im Mittelalter hatte der Kuss...

Im Mittelalter hatte der Kuss große Bedeutung: Er besiegelte die Abhängigkeit zwischen Lehensherren und Untergebenem. (Wikipedia). . Filou, Sie haben das Titelbild der Ausgabe 9/87 inzwischen gefunden? Ich meinte natürlich nicht den Spiegel.

HansMeier, ich habe nicht...

HansMeier, ich habe nicht gesucht, nur in der Erinnerung gekramt. Vermutlich war's die heisse Umarmung Breschnjew/ Honnecker (Kuessen kann er der Mauermoerder!) Titanic. Ob die Zwei das im Sinne Ihrer obigen Zeilen meinten? Ach, ich bin ein naives Kind. Abhaengigkeiten, Untertanenschaft, Unterwerfung sind mir keine fremden Begriffe, aber ich hasse sie. Kurzfristige Unterwerfung unter Regeln sind einsichtig; im Krieg z.B. Nach dem Kampf aber moechte ich nach Hause. Dann darf der Herr Fuerst mich wiederum .... ...Goetz von Berlichingen. Dann kuesse ich Weib, Kinder und Maegde-und waere auch sonst jedermann/ frau liebevoll zugetan. . Uber den Sinn von Gewaltmassnahmen zur Erreichung idealistischer Ziele muesste ich mal nachdenken.

0 HansMeier555 10.07.2011, 18:32 Uhr

Breschnew, sagen Sie? . Die...

Breschnew, sagen Sie? . Die Gedächtnisforschung hat bestimmt einen Begriff dafür, wenn Dinge oder Personen in der Erinnerung durch andere substituiert werden.

DEN heissen Kuss meinte ich....

DEN heissen Kuss meinte ich. Sie nicht? Na denn... http://www.welt.de/multimedia/archive/00833/sei_Bruderkuss_vorl_833881p.jpg

@HM555, Vergessen wir's . Gute...

@HM555, Vergessen wir's . Gute Nacht.

0 HansMeier555 10.07.2011, 19:30 Uhr

'87 war Leonid Iljitsch schon...

'87 war Leonid Iljitsch schon tot.

0 colorcraze 10.07.2011, 19:35 Uhr

@Tiger: wenn ich Sie recht...

@Tiger: wenn ich Sie recht verstehe, ist ABN-Amro jetzt auch mehr oder weniger „Staatsbank“, wie bspw. Commerzbank auch. Hm. (Und die griechischen Banken halten wohl zum größten Teil griechische Staatsschulden... auch hm.) @Arabella: naja, aber das Eozän war wohl klimatisch sehr stabil, und das ist das jetzige Erdalter mit den Wirbeltieren ja nicht. Da gehts immer auf und ab, Sommer, Winter, Eiszeit, Warmzeit, usw. Beine zu haben und laufen zu können hat da schon so seine Vorteile. Und heizen oder kühlen können sowieso. Von daher sehe ich nicht, inwiefern das Edicara heute bestehen könnte. Zu lahm, zu aufgeblasen, zuwenig interagierend. @Filou: ich meine mich an mehrere Küsse zu erinnern. Einer war der, den Sie verlinkt haben, aber es gab mindestens noch 1 anderen, vielleicht auch 2. Einer davon war mal an die Mauer gepinselt worden. Aber das ist alles schon so lang her, daß ich es nicht mehr weiß. Gute Nachtruhe (so früh schon, ts, ts...)!

0 Schluchten-Ossi 10.07.2011, 20:25 Uhr

@Filou, danke für den...

@Filou, danke für den kanadischen Tip, bisher wanderten die Bären immer stracks weiter zum Tegernsee, wo´s schöner ist. Auch im Naturkundemuseum. Die Abhängigkeit des Bordo von ihrem Durst, ihre Untertanenschaft ihrer Katze gegenüber und ihre Unterwerfung unter den Willen ihrer Holdesten - mögen Sie das nicht? Gute Nacht, morgen ist Bärenjagd!

Apropos Titanic. Suchen...

Apropos Titanic. Suchen hilft: http://www.titanic-magazin.de/heftarchiv.html?&year=1987&cHash=ff4a1dfc9fd0072f4a22843257e2a6e2

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.