Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Putzen im Grossbürgerkanon 1: Ballett

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"Mag der Herr Graf ein Tänzchen wohl wagen" singt Figaro kurz vor seiner Hochzeit, und droht, ihm dann aufzuspielen - ein deutliches Zeichen dafür, dass ihm das Hüpfdohlentum des Grafen gegen den Strich geht. Ähnlich genervt kann man von jenen Kulturbeflissenen sein, die dreist Verehrung für Kultursparten einfordern, die aus eigenem Verschulden zugrunde gehen. Da sollte man vielleicht ein wenig aufräumen in den Rumpelkammern des Kanons, und warum nicht mit einem Tänzchen beginnen?

Well, then a black girl with no clothes on
She danced across the room
We charted the progress of the planets
Around that boogie woogie moon
Nick Cave and the Bad Seeds, More News from Nowhere

Wir haben uns die Moderne nicht herausgesucht, und schon gar nicht: Die real existierende Moderne. Nun ist sie aber schon mal da, und man muss überlgen, was man von ihr für einen gehobenen Lebensstil brauchen und adaptieren kann, und was man besser anderen zumutet: Die Geschirrspülmaschine hat die Waschfrau ersetzt, das Auto die Kutsche, das Flugzeug die Bahn – alles hat seinen nachvollziehbaren Grund, selbst wenn man sich vor 100 Jahren nie hätte vorstellen können, dass es je so kommen wird. Die Geschichte der besseren Gesellschaft ist nun einmal eine Geschichte der vorsichtigen und gut überlegten Anpassung an Veränderung. Das eine kommt, das andere geht dafür. Anstelle des Hochzeitsgemälde wird nun ein Film gedreht. Nur beim Porzellan, da greift man immer noch zu Maria Weiss.

Bild zu: Putzen im Grossbürgerkanon 1: Ballett

Insgesamt jedoch ist zu bemerken, dass sich Veränderungen in den letzten 30, 40 Jahren durchaus erweitert haben. Nicht zwingend allein in Form von kürzeren Modezyklen, sondern in der Ausweitung der Möglichkeiten. Vor ein paar Jahren galt Bergwandern als Tätigkeit für alte Leute, heute erzählen die zugereisten Jungen auf unseren Waldfesten wo die eigentlich gar nichts verloren haben von alpinistischen Grosstaten. Das Bier das wo halt von uns am Tegernsee her kommen tut nicht wahr, das ist in Berlin inzwischen ein Szenegetränk. Man muss Spritz servieren können und eine Schinkenschneidemaschine besitzen. Man sollte sehr viel klassische Literatur kennen, daran führt kein Weg vorbei, aber auch Neues lesen, zu Not sogar aus dem deutschen Wortbreiraum. Es gibt eine Unzahl von Konzerten am See und Opernfestspiele in München und Tage alter Musik in Innsbruck und in Salzburg sollte man auch wieder einmal eine Messe hören, und zwischen Donau und Altmühl hat man auch Karten. Und nebenbei Karriere machen. Und eine Beziehung führen.

Eine Beziehung, die der Partnerin übrigens auch nicht mehr nur die Wahl der Kleidung überlässt, sondern einen eigenen Beruf. Und dennoch gilt es, den bürgerlichen Kanon erfüllend zu befolgen. Das war früher insofern einfacher, als man eben getan hat, was man neben Kirchgang, Oper und Ausfahrt tun konnte, und anderes eben nicht. Wer etwas angeboten hat, das zwischen dicken Torten und Daunenbetten keinen Platz hatte, musste auf die richtigen Besucher verzichten, machte pleite und erschoss sich bisweilen. Man mag all die gescheiterten Theaterdirektoren Europas bedauern – aber der Misserfolg trug dazu bei, dass die besseren Kreise stets gut unterhalten wurden. Heute dagegen haben wir Kulturpolitik und jede Menge Profiteure, die aufgrund einer behaupteten Zugehörigkeit ihrer Vorlieben zum Bildungskanon Förderung, Plätze im Schulunterricht, einen Posten im Rundfunkrat, Festivals und begleitende Symposien fordern, deren nachgedruckte Reden beim nächsten Kulturpolitiker oder was sich heute so nennt auf dem Tisch landen, als Beweis für die Bedeutung der Tätigkeit.

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Natürlich möchte ich nicht, dass sich jemand nach einer schlechten Inszenierung erschiesst oder eine Ballerina nach dem Ausrutscher Schlaftabletten schluckt. Ich will auch keinem die Förderung absprechen – es gibt weitaus dümmere Geldverschwendungen als Festivals, bei denen drei Viertel der  Besucher aufgrund von Mauscheleien keinen Cent Eintritt bezahlen, denn das kann einem auch bei einer Computermesse passieren. Es geht mir schlicht und einfach darum, anderen den Mund überpampen zu können, wenn sie mir sagen: „Aber bitte, die Soundso Primaballowitsch in der Choreographie mit Musik von jenem 12-Töner der letzthin in der Danse Moderne wegen seiner Inzenierung bei den Tagen der gelenkigen Körper in Bautzen so gelobt wurde – die müssen Sie doch gesehen haben.“ Ich würde dann gerne mit einem: „Oh, aber absolut muss man den gar nicht gesehen haben“ antworten. Schliesslich sage ich ja auch nicht „Waaaas? Sie haben in der Pinacoteca von Siena noch nie den Schleier der Madonna von  Duccio mit der Stoffauffassung der Lorenzettis verglichen? Was ist denn mit Ihnen los? Machen Sie Rheumadeckenbusfahrten nach Bremen?“.

Denn das sind die unangenehmen Seiten des Kanons, den zu befolgen uns obliegt: Er artet sehr schnell in Namedropping und Bildungshuberei aus. Je abseitiger die Themenbereiche sind, je seltener sie aufgesucht werden, desto verlockender ist es für die Restbestände der Begeisterten, ihr eigenes Interesse hervorzugeben und als Wohltat für alle hinzustellen. Beim Ballett klingt das dann so an: „Also derundder und dieunddie sind in der Pause gegangen, die verstehen halt nichts von dem, was Pina Bausch vorangebracht hat.“ Oder „Schon peinlich, wenn diese berühmten Leute, die auch schon in New York und Moskau umjubelt wurden – haben Sie das nicht in der Zeitung gelesen? Nein? – hierher kommen und vor einen halbleeren Saal auftreten müssen.“ Sicher, der Kanon hat seinen Sinn und Urgrund natürlich darin, sich abgrenzen zu können gegen andere, aber seine Verwendung als Kampfmittel innerhalb der Klasse ist unfein, wenn es sich um schräges Spezialistentum von 110-ProTzentigen handelt. Gerade weil die Betreffenden wissen: Sie sind Minderheit. Was sie schützt, ist die Höflichkeit derer, die sie herabwürdigen, und die Erwartung, dass man den Kanon nicht genauer anschaut.

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In Sachen Ballett jedoch würde ein wenig Beschäftigung schnell zeigen, was für ein alter Zopf da auf Abschneidung wartet: Das Ballett, das wir heute als solchiges betrachten, hat seine Entstehungsphase in jener Epoche, da sich Grossbürgertum und Adel wie so oft, mal wieder, um die Macht stritten, und dabei auch auf dem Felde der Kultur aufeinander trafen. Jean Georges Noverre heisst der einflussreiche Theoretiker dieser Kunstform, der im 18. Jahrhundert die Strukturen des steifen und sehr prächtigen Hoftanzes aufbrach und mehr Natürlichkeit verlangte, mehr Pantomime, mehr Ausdruck, mehr Handlung: Ein dramatisches Geschehen, nicht weniger als die Oper, der oft genug belanglose Tanzszenen zugefügt wurden. Dazu – man sieht das auf den Bildern dieses Eintrags, entnommen einem Kupferstich der Zeit – wünschte er sich Szenen aus dem einfachen Volk und dessen Tanzvergnügen. Was heute ein wenig wie eine Ausrede für loses Treiben und fast nackte Brüste wirkt, war damals durchaus eine wichtige Entwicklung, weg von den höfischen Sphären, hin zum Menschen. Und man wird vorsichtig fragen dürfen, ob die Ideen von Noverre nicht vielleicht näher am heutigen Burlesquetanz liegen, als an jener reichlich akademischen Kunstform, die von hier, vom Sieg über den höfischen Tanz aus ihre Entwicklung zu den diversen und teils in heftigen Fehden liegenden Spielarten des Balletts genommen hat. Was heute als eigene Geheinwissenschaft manche begeistert und anderen, vorsichtig gesagt, eher verschlossen und fern bleibt., selbst wenn sie in ihrer Kindheit nicht auf den Zehenspitzen gefoltert wurden, bis ihnen die Arme einschliefen.

Aber all die Kinder, die tanzen lernen! Wird mancher sagen. Die Kleine vom Soundso machen das doch schon seit dem dritten Lebensjahr! – und genau das ist das Problem, denn in dem Moment, da Eltern ihre Kinder bei Tätigkeiten abladen, die ihnen selbst nichts bedeuten, aber die Kinder eine Weile anderweitig beschäftigen, ist eine Kultur keine Kultur mehr, sondern bestenfalls eine Konvention. Man macht das halt so mit den Kindern, wenn sie zu klein für das Pferd sind, und besser klingt als „im Dreck spielen lassen“. Die Lisa hat das auch angefangen. Es gab da auch so einen Hollywood-Film. An Weihnachten ist in der Staatsoper wieder der Nussknacker. Alles schön und gut. Nur – muss man deshalb Cranko von Neumeier unterscheiden können und überhaupt wissen, wer das war?

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Das wird dann einfach vorausgetzt. Man muss es nicht erklären. Es ist im Kanon, das weiss man eben. Ballett geht in der Vermittlung heute den umgekehrten Weg zur Alten Musik, die sehr erklärungsbefürftig ist, die mühsam dem Vergessen entrissen wird, und sich langsam, langsam, nach Jahrhunderten der weitgehend unterbrochenen Tradition aus der Ecke einer schwierigen Originalklangdebatte kommend, Verständnis erarbeitet hat. So viel Verständnis, dass ich ohne Bedenken CDs von Roberta Invernizzi, Simone Kermes und auch wirklich ausgefallene Aufnahmen von Marco Beasley verschenken kann. So viel Verständnis, dass der Saal auch in der kleinen, dummen Stadt an der Donau voll bleibt, wenn Gesualdo aufgeführt wird. Vielleicht würde jenes prunkvolle, höfische Ballett, das Noverre noch bekämpft hat, heute mehr Freunde finden, als das, was aus seinen tanzenden Schäferinnen inzwischen geworden ist: Etwas, das einen schnell das Thema wechseln lässt, wenn es zwischen Erdbeertorte und Maria Weiss sein schändliches Spezialistenhaupt hebt. Ich sage nicht, dass man es abschlagen sollte. Aber es gibt selbst verschuldete Gründe, warum es zu einer Sache für Spezialisten geworden ist. Und die passen, ganz im Gegensatz zu Roberta Invernizzis Händelarien oder der Erinnerung, als bei Simone Kermes die Wände in der Neuburger Bibliothek bebten, nicht in die Hochämter am Sonntag Nachmittag. Man muss sich mit so einem Kanon wohl fühlen, er muss angenehm und praktikabel sein.

Zwicken und stören und insultieren sollte er nur die anderen. Zu denen darf sich das Ballett auch gern bequemen – es wird sehen, was es davon hat.

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  1. Neulich, in Wolfsburg: 47...
    Neulich, in Wolfsburg: 47 Bälle und zwei Latten. Was für ein Ballett!

  2. Das Thema ist durch, ein...
    Das Thema ist durch, ein anderes bitte.

  3. Choreographiert auf einer...
    Choreographiert auf einer Bühne könnte ich mir so ein Ballett schon vorstellen. Nicht als Pauschiges Tanztheater, sondern im Rahmen eines „mechanischen“ höfischen Balletts des Barock: Die Ungewißheit des Ballfluges als Kunstgriff, die Mechanik aufzubrechen.
    Eine Herausforderung auch für die Schumacher.
    Natürlich geht das dann ganz schnell in Richtung Zirkus. Aber was geht heute nicht dorthin?

  4. Also den Text habe ich mangels...
    Also den Text habe ich mangels Fachwissen inhaltlich nicht ganz nachvollziehen können, aber rhetorisch habe ich verstanden:
    1. Der aktuelle, Noverre-Ballettkanon ist out!
    2. Der alte Vor-Noverre-Ballettkanon ist wieder in!
    3. Weil ihn noch keiner kennt, hat Don Alphonso ein Heimspiel!

  5. Also, Sie mögen es auch nicht...
    Also, Sie mögen es auch nicht so recht, das Ballett. *grins*
    *noch fetter grins* *leicht gutturales Lachen unterdrück*
    Weiteres sage ich dazu nicht.
    Aber erzählen Sie gern weiter, wie diese Kunstform zustandekam, wann sie ihre Höhepunkte hatte usw usf., denn das ist mir Neuland.
    Mit spitzen Fingern kann ich das schon anfassen.

    Vorhin, mal wieder in der Schloßstraße in der Gartenwirtschaft: Leierkastenmann. Original alter Leierkasten, Leierkastenmann ca. 55, möglicherweise ein Alteingesessener, jedenfalls blonde Haare, Pferdeschwanz, alten Zylinder mit Lavendelsträußchen drin.

  6. Leider kann ich nicht mitreden...
    Leider kann ich nicht mitreden (schreiben), denn Von Ballet verstehe ich absolut nichts. Mein letztes Kulturerlebnis mit Tanz zählt wohl nicht. Es war ein sehr amüsantes Musical in der lokalen amerikanischen Schule, zu dem mich mein Nachbarsjunge eingeladen hatte, der dabei die Hauptrolle spielte.
    .
    Aaaaaber, was ich wirklich nicht verstehe, was hat Ballet mit Kirche zu tun? (“Ich wollte morgen sowieso am Rande auf die Kirche eingehen, dann merkt man, dass ich nicht katholisch bin.” DA 09. Juli 2011, 22:26)

  7. Ein Balletensemble in der...
    Ein Balletensemble in der Stadt zu haben ist auch aus anderen Gründen wichtig.

  8. Von denen war auf dem...
    Von denen war auf dem zuständigen Blog sogar vor kurzem die Rede *räusper*.

  9. Hab den Artikel gar nicht...
    Hab den Artikel gar nicht gelesen, aber die Überschrift gefällt mir.
    http://www.faz.net-01zhkr

  10. Der Link geht nicht.
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    Und...

    Der Link geht nicht.
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    Und diese Sache mit der Erotik… wir leben 2011, da geht das auch ohne Ballett.

  11. colorcraze, das hat mit...
    colorcraze, das hat mit „mögen“ wenig zu tun – der Kupferstich etwa hängt in der Gästewohnung über dem Bett, und ich mag ihn sehr. Es gibt aus der Zeit auch ein paar sehr schöne CDs mit der Musik, die Noverre stark beeinflusst hat, etwa beim Label Alpha. Was ich aber nicht für besonders angenehm empfinde, ist die Selbstverständlichkeit, mit der davon ausgegangen wird, dass man alles Folgende nicht vermitteln muss, weil es jeder wissen sollte und jeder, der es nicht weiss, dann einfach zu dumm oder ungebildet ist. Es ist keine Kunst, Unverständliches noch Unverständlicher zu machen und sich dann einzubilden, das sei dann elitär. In meinen Augen ist diese Haltung noch nicht mal arrogant, sondern einfach nut von bescheidener Intelligenz.
    .
    Der Tiger, das passte nicht mehr hinein – es ist oft so in Bayern, dass Eltern zwar ihre Kinder in der Kirche sehen wollen, das aber selbst nicht so wichtig finden. Auch eine Art Traditionsbruch. Der nichts Gutes bedeutet

  12. <p>HansMeier555, das Problem...
    HansMeier555, das Problem ist, dass man zwar weiss, was es im höfischen Ballett gegeben hat (sehr viel wurde da getanzt), aber wirklich konkretes Wissen, wie man sich das vorstellen muss, ist eher begrenzt. Sei es, dass die Musik verloren ist, sei es, dass der Rahmen mit den Kostümen und die Malereien fehlen, dazu kommt natürlich auch der repräsentative Charakter, der heute sicher nur schwer zu erfassen ist. Sollte da jemand in Richtung Revuetheater denken: Das könnte gar nicht mal so extrem verkehrt sein.
    .
    yast2000, eher so:
    Tust Du mit dem Kulturbegriff uns zu sehr grämen
    hast Du bald Grund, Dich doll zu schämen.
    Mag auch Dein Umkreis den Hut ergriffen lupfen
    wirst doch als dröge Dohle Du vom Acker hupfen.
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    Es gibt einfach mitunter so eine „Aber das kennt man doch aber das ist doch wichtig kann man das nicht öfter hier aufführen“-Kulturbeflissenheit, die einfach keiner Kultur gut tut.

  13. Schoen finde ich, dass die...
    Schoen finde ich, dass die „Besseren Kreise“ weder Freude an der Aesthetik des Ballets, noch an der Musik haben. Diese Leute duerfen ruhig mit ihrer provinziell beschraenkten Weltsicht unter sich bleiben und glauben, dass um ihren Bauchnabel das Planetensystem kreist. Freude und Vergnuegen duerfen sie auch garnicht erfahren, denn es geht ja um das Vorzeigbare. Vorzeigbar ist das Dabeigewesen sein. Wenn ich so vor’m Opernhaus stehe und sehe, welche Masken da mit Ihrem Haekelstolaschabracken reinlatschen, bin ich froh, nicht zu denen zaehlen zu muessen. Das ist die Noblesse der Unterschicht
    Was der deutsche Kulturspiesser gerade noch begreift ist dies ( NUR ab 03:34).
    http://www.youtube.com/watch?v=jJK9kDfCszo
    Tschaikowski gilt nicht zu Unrecht als der Meister des unfreiwilligen Humors in der Musik.

  14. @DA: "Und diese Sache mit der...
    @DA: „Und diese Sache mit der Erotik… wir leben 2011, da geht das auch ohne Ballett. …“
    *
    Ich habe keine Ahnung vom Thema, aber doof bin ich nicht: Mag ja, dass Erotik ohne Ballet funktioniert. Aber Ballet ohne Erotik?
    *
    „Die ersten Experimente mit dem Ballett gehen auf das Ende des 15. Jahrhunderts zurück. Die wesentlichen Versuche fanden jedoch im 16. und 17. Jahrhundert statt, als die höfischen Tänze immer weniger Anklang fanden und die Künstler nach neuen Formen und Techniken des Tanzes suchten. Eine der ersten Ballettaufführungen fand 1499 anlässlich der Vermählung des Herzogs von Mailand mit lsabel von Aragon in Tortona, Italien, statt. Choreograph der Veranstaltung war Bergonzo Betta, ein Adeliger aus der Stadt Tortona. Sein Beitrag war in der Tat originell. Er gab seinem Werk einen klar erkennbaren Aufbau, der die eheliche Liebe ausdrücken sollte. Die Aufführung war recht prunkvoll, der Tanz selbst jedoch einfach, ja elementar. Der Darbietung war ein gewaltiger Erfolg beschieden. Sie wurde zum vorrangigen Gesprächsthema für den gesamten italienischen Adel. …“

  15. Das Thema...
    Das Thema Opernfestspieleröffnungsvorstellung fehlt hier noch. Aber das ist nicht so wie in Sodom: Zu viele Gerechte darunter.

  16. Ich habe mir sagen lassen,...
    Ich habe mir sagen lassen, dass die Branche mit den wirklich kukrativen Filmen auf die Idee gekommen ist, das Erotische und den Tanz zu trennen und Zweiteres einfach zu streichen, was natürlich nicht für öffentliches Gerede, aber für einen echte Markt gesorgt hat. Ich kann hier aber gerne sagen, dass ich bei den von mir besuchten Ballettaufführzngen an der Staatsoper die ansprechenderen Damen auf dem Corso davor gesehen habe, auch wenn die nicht auf Spitzen tanzten (Natürlichkeit der Bewegung etc.)

  17. Manche unterschätzen...
    Manche unterschätzen allerings durchaus, wie groß der Bedarf an Unterscheidung ist. Zum Beispiel nimmt die Queen nie Stellung bzgl. des Lebens ihrer Untertanen.
    .
    „Ein Ende der Moderne wird heute etwa im mittleren bis späten 20. Jahrhundert angesetzt“, weshalb wir diesmal bereits über den Eingang stoplerten. http://de.wikipedia.org/wiki/Moderne
    .
    Wohingegen viele ein Einsetzen der Postmoderne vielfach mit dem Bericht des Club of Rome über „Die Grenzen des Wachstums“ von 1972 gleichsetzen. http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums “ Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht. (Meadows et al. (1972), S. 17)“ (Das ist natürlich Blödsinn – es gibt keine Grenzen für Wachstum – altes Denken von gestern, aber imnerhin)
    .
    „Die Vertreter der Postmoderne kritisieren das Innovationsstreben der Moderne als lediglich habituell und automatisiert. Sie bescheinigen der Moderne ein illegitimes Vorherrschen eines totalitären Prinzips, das auf gesellschaftlicher Ebene Züge von Despotismus in sich trage und das bekämpft werden müsse. Maßgebliche Ansätze der Moderne seien eindimensional und gescheitert. Dem wird die Möglichkeit einer Vielfalt gleichberechtigt nebeneinander bestehender Perspektiven gegenübergestellt“ http://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne „Die Diskussion über die zeitliche und inhaltliche Bestimmung dessen, was genau postmodern sei, wird etwa seit Anfang der 1980er Jahre geführt.“ ebenda
    .
    „Prägend für den Begriff war Lyotards Bericht Das postmoderne Wissen, in welchem er die philosophischen Systeme der Moderne für gescheitert erklärt. Bekannt wurde seine Rede vom Ende der großen Erzählungen, worin sich auch die Kernthese seiner Diagnose ausdrückt: Lyotard spricht nicht von philosophischen Systemen, sondern von „Erzählungen“. Die einzelnen modernen „Erzählungen“ legten, so Lyotard, der Welterklärung jeweils ein zentrales Prinzip zu Grunde (z. B. Gott oder das Subjekt), um auf dieser Grundlage zu allgemeinen Aussagen zu kommen. Damit scheiden sie jedoch das Heterogene aus oder zwingen das Einzelne unter eine allgemeine Betrachtungsweise, welche gewaltsam dessen Besonderheiten einebnet. Lyotard setzt an die Stelle eines allgemeingültigen und absoluten Erklärungsprinzips (Gott, Subjekt, Vernunft, Systemtheorie, marxistische Gesellschaftstheorie etc.) eine Vielzahl von Sprachspielen, welche verschiedene „Erzählungen“, also Erklärungsmodelle anbieten. Lyotard wendet sich also nicht gegen Rationalität im allgemeinen, sondern gegen eine bestimmte historische Form der Rationalität, die auf der Ausgrenzung des Heterogenen basiert.“
    .
    Weshalb u.a auch wir uns hier mehr um Sprachspiel als um alles andere bemühten, auch wenn diese gelegentlich anscheinend nicht immer wirklich von allen noch als „Versuche von Sprachspiel“ noch wahrgenommen wurden … .
    .
    So wie ja auch Don A. und sein Blog in toto ganz sicher in die Rubrik „postmodernes Sprachspiel“ einzusortieren wären, also eine per se nicht sinnbehaftet sein-müssende Summe von Einzelerzählungen, Komma multidimensional darstellten, auch wenn das ihrem Verfasser ggfls. gar nicht so klar gewesen sein müsste… . (Denn unbewußt schafft sichs u. a. am Besten)
    .
    Und die Behauptung „ich kann mich mit meinem Schaffen aber außerhalb meiner Zeit stellen“ (niemand hat gesagt, sie wurde hier aufgestellt) wurde jedenfalls noch meist wiederlegt (*g*). Eher waren, wie bekannt, gerade die meist in höchstem Maße Zeitgeist, die solches von sich behaupteten… .
    .
    Auch halten wir bis auf Weiteres Versuche eine „Zweite Moderne“ auszurufen weiterhin für reine Kopfgeburten, behauptete Wünschbarkeiten alter Männer, Komma, noch nicht im Jetzt angekommen, Komma, evtl. nie.
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Moderne Wobei die vorhandenen Probleme, welche gelöst werden sollen, durchaus richtig erkannt werden: „Die Kernfrage der Zweiten Moderne ist die Suche nach Lösungen für die entstehenden Herausforderungen durch Globalisierung, Flexibilisierung, zunehmende Arbeitslosigkeit, Umweltbelastung sowie die Erosion funktionierender politischer, sozialer und kultureller Systeme.“
    .
    Und auch Wittgenstein wurde hier im Blog wie bekannt selbstverständlich bereits erwähnt: „Es gibt keine übergeordnete Sprache, keine allgemeinverbindliche Wahrheit, die widerspruchsfrei das Ganze eines formalen Systems legitimiert. Wissenschaftliche Rationalität, sittliches Handeln und politische Gerechtigkeitsvorstellungen spielen je ihr eigenes Spiel und können nicht zur Deckung gebracht werden.
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    In systematischer Hinsicht stellt Lyotard heraus, dass theoretische und praktische Vollzugsformen von „Vernunft“ unvermittelbar seien. In seinem systematischen Hauptwerk, „Der Widerstreit“, bezieht Lyotard dies besonders auf die Funktionsweisen sprachlicher Verknüpfungsoperationen. Weder theoretische noch praktische Vernunft könnten für eine Brückenbildung aufkommen, allenfalls ein kunstvolles Interchangieren sei möglich und müsse sich einer „ästhetischen“ Urteilskraft bedienen, für die wesentlich sei, fortwährend auf Regelsuche für ihre eigene Operationsweise zu sein. Bekannt unter anderem dafür wurde das Bild der Kreuzfahrt in einem zerklüfteten Archipel.
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    Lyotard selbst und auch andere meinen, hier an Ideen Wittgensteins bezüglich spezifischer Verfahrensweisen in spezifischen „Sprachspielen“ anknüpfen zu können … .“ http://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne
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    Viele Alte und Gestrige in Deutschland haben wohl bis heute noch nicht recht begriffen, dass Leben „Sprachspiel“ ist, und nicht „Not“.
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    Was das Ballet dazu sagt? Na vielleicht folgendes: Da die sprachlich gehemmte aber körperkompensatorisch dafür notwendig umso erfolgreichere Ausdruckstänzerin Pina Bausch tot ist; mit ihr ist jeder Ballettfortschritt als Epochen-Aus- u. Eindruck ebenfalls verstorben, endgültig in eine Vergangenheit, ein Abgestreiftes und Überlebtes, ein Verbleichend-Verschwindendes hinübergetreten, und es wird polyperspektivisch – also freudig aber fortschrittslos – weitergehen. Falls die Tänzer heute möchten.“
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    Und nur viele „doofe“ Westviertel- und Möchtegernwestviertelmuttis kleinbürgerlicher Provenienz haben das noch nicht begriffen. Da sie aber dumm sind, bleibt ihnen wie immer ihr erfolgreiches „learning by doing instead of study“:
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    „Das Kleinbürgertum frisst alles auf“ aka eignet sich jeden Zeitgeist an, wenn auch zeitverzögert und in der für ihn für sich selbst passend zurecht gemachten harmlosen und netten Durchschnittsform (z. B. Tattoos, wie wir wissen). (Das ist beides: Naturgesetz und Schönheit der Kunst von Mutter Natur, den Menschen in großer Zahl auch weiterhin so hervorzubringen.) Und „Westviertel“ hinken dem bloß immer hinterher. Das ist konservativ. Im Hafen immer etwas weiter innen zu liegen, Richtung Stadtzentrum, da wo’s teurer ist und man leichter hinkommt, dichter an den großstädtischen und gehobenen Speiselokalen, weiter weg von der Stürme Wellen als die Habenichtse, die am dicht beim Ausgang, fast schon bei der letzten Mole, unruhig sich drängen müssen. Und nur lauwarmes fingerfood kriegen, falls mal einer Richtung Stadt was holen geht. Gott aber macht den Sturm.)

  18. "Simplify your Bürgertum" -...
    „Simplify your Bürgertum“ – sehr gute Idee für eine ganze Reihe.
    1) Entrümple, was Du seit einem Jahr nicht gebraucht/ besucht hast (Ballett, Kirchgang, Fahrradhändler…)
    2) Entrümple, was als Ausrede nicht mehr taugt (LSE, Griechenland, Klavierlehrer, Pferdepflegerin, Schulpflegschaft…)
    3) Entrümple, was als Standesdeko nicht mehr verstanden wird (Barockmalerei, Silberkannen, alles, was racing green lackiert werden kann, Tennislehrer, Au pair-Mädchen…)
    4) Erümple nutzlose Kontakte (Bürgermeister, CSU-Abgeordeter, Apothekerstochter..)
    4) mehr vom Don…

  19. @ DA: "Es gibt einfach...
    @ DA: „Es gibt einfach mitunter so eine „Aber das kennt man doch aber das ist doch wichtig kann man das nicht öfter hier aufführen“-Kulturbeflissenheit, die einfach keiner Kultur gut tut.“
    *
    Ja, das Kulturprekariat kenne ich auch. Ich habe mich jeglicher gesellschaftlicher Konvention bereits entzogen, ich dem ich mich entsprechend „schwierig“ mache. Zu mir kommen nur noch Leute, die wissen wollen, was nächstes Jahr um diese Zeit hipp ist. Oder was mit ihnen nicht stimmt…

  20. Denken tötet Schreiben.
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    Man...

    Denken tötet Schreiben.
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    Man wird üb erlegen müssen, ob Casting-TV nicht auch so eine gesungene, geschunkelte Art Ballettrevolution gegen die neue herrschende Klasse ist. Aber gerade deshalb sehe ich auch keinen Grund, an Konventionen festzuhalten, die eigentlich nur darüber berichten, wie Siege errungen wurden, die sich in Niederlagen verwandeln.

  21. 6) die Vorstellung, die Kinder...
    6) die Vorstellung, die Kinder seien hochbegabt

  22. @DA: "Man wird üb erlegen...
    @DA: „Man wird üb erlegen müssen, ob Casting-TV nicht auch so eine gesungene, geschunkelte Art Ballettrevolution gegen die neue herrschende Klasse ist. …“
    *
    Ballettaufführungen sind als Anlass zu revolutionären Bewegungen völlig ungeeignet. Es sei denn, das Ballet war vorher aus ideologischen Gründen verboten…, also dann doch aus erotischen Gründen.
    *
    Es geht nicht um Siege, die sich in Niederlagen verwandeln: Es geht darum, dass nicht jeder gewinnen kann. Und es geht darum, die Illusion des Aufstiegs zu erhalten…

  23. @DA: ja wenn Eltern ihre...
    @DA: ja wenn Eltern ihre Kinder in der Kirche sehen wollen, selber aber nicht hingehen, ist das in der Tat einfach affig. Und wers gar zu geschmäcklerisch übertreibt mit dem Speziellen des Speziellen, das nur er zu schätzen weiß, naja, der wird halt einsam.

  24. <p>Eine Revolution ist nicht...
    Eine Revolution ist nicht plötzlich da, sie hat einen gewissen Vorlauf im Untergrund und speist sich aus vielen Quellen. Erst lernen Menschen, anders zu denken, dann handeln sie anders. Es war sicher nicht nur das Ballett, aber die Aufklärung erfasste damals sehr viele Bereiche des Lebens,
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    colorcraze, das ist eine bayerische Nichtuntradition. Und bei unserem subventionierten Kulturmoloch findet man immer jemanden, der auch mitmacht. Erinnert sich noch jemand an das Frl. Hegemann?

  25. wäh, Postmoderne, sind wir...
    wäh, Postmoderne, sind wir denn immer noch nicht weiter… das ist doch kalter Kaffee inzwischen.

  26. Ganz wichtig (auch für die...
    Ganz wichtig (auch für die Straße vorm Haus)
    7) den Opel Cayenne.
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    Ist vermehrbar, mal sehen welche Einsichten zum Ent-Sorgen den Stützen noch kommen.

  27. nur am Rande: entrümpelt...
    nur am Rande: entrümpelt wird, was man nicht (mehr) braucht. Daher, lieber Don, wird die Nr. 6 wohl bleiben – oder nur unter Protest verklappt.
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    Bin übrigens beeindruckt, dass die HH-Staatsoper selbst im Altmühltal so gut bekannt ist. Tja, das Hoch im Norden.

  28. "Und es geht darum, die...
    „Und es geht darum, die Illusion des Aufstiegs zu erhalten“ – Blödsinn, resp. für wen? „Aufstieg“, das ist nicht heute, das ist nicht postmodern, das ist gestern.
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    Sogar Frau Bettencourt wollte einen (jungen) Mann – liebte wirklich, wohl wirklich sehr – welcher direkt von ihr, aus ihrem Haus weit in den Osten von Paris fuhr, ohne Umwege, auf direktem Wege, Fotos machen, viele Fotos, vom Volk, vom Prekariat, die Welten zu mischen… . Viele Perspektive zu haben, viel Perspektive zu kennen:
    .
    „Schönheit“ im postmodernen Polyerspektivismus, das ist – im Beispiel – mein Arrangement, welches ich – und nur heute! – meiner Fotoauswahl gebe, ist, wie und warum ich sie heute anordne – oder anders. Und morgen schon kann alles wieder anders sein. Und auch etwas ganz anderes als Fotos. Und selbstverständlich immer vollkommen tolerant zu allen Arrangements aller anderen von allem anderen (in Verantwortung und Freiheit, selbstverständlich).
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    Wir wissen: „Im Dezember 2008 wurde bekannt, dass Liliane Bettencourt zwischen 2001 und 2007 knapp eine Milliarde Euro in Form von Gemälden, Immobilien, Schecks und Lebensversicherungen an den französischen Fotografen François-Marie Banier verschenkt hat.“ http://www.youtube.com/watch?v=zw7B08DnNzI&feature=related
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    Und warum nicht? Und wenn es sie reicher machte? Und andauernde Übereinkunft auf Zeit war? Anerkennung und Freude zugleich? … Die Frage ist doch bloß, ob ich fähig bin zu sehen, was andere Leute leben.
    .
    Unsere Kinder wachsen jedenfalls vollkommen unterschiedlich auf. Ohne solche Schablonen von gestern. Und wir Eltern müssen da nichts dazutun. Es ist einfach so.
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    Oder noch anders:
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    „heute abend werde ich in cabourg sein. wenn sie dorthin zu freunden fahren, kommen sie mich besuchen. wenn sie aber dorthin fahren, um freunde zu besuchen, ohne bei ihnen eingeladen zu sein, würden sie mir eine wirklich große freude bereiten, wenn sie im grand hotel wohnen und mein gast sein würden. da ich ständig im bett bleibe und sie mich folglich fast niemals zu gesicht bekommen würden, würde es sie in keiner weise störe, ihre freunde zu besuchen: ich bin kein zeitraubender gastgeber. ich verlasse sie jetzt, da ich zum zug muss. (marcel proust an j. l. vaudoyer, paris, 7.12.1912)
    .
    ER ist mein Mann, seine Einstellung zum Ballet bewundern wir! Und er ist kein zeitraubender Gastgeber, wie schön! (Und wir sind es auch nicht .. *g*!)

  29. Werter Don,
    das tolle ist ja,...

    Werter Don,
    das tolle ist ja, dass man heute sich nicht fuer Ballett interessieren muss (was wohl auch die meisten Kommentare bislang bestaetigen) und das Desinteresse schadlos uebersteht mit einem dezenten Hinweis auf die ganzen gedrillten und gequaelten russischen und chinesischen Maedchen.
    Ich warte gespannt auf Ihren Bigotterie-Beitrag. Die Diskussion nach Ihrem letzten Artikel war ja fast schon die Fortsetzung des 30jaehrigen Kriegs mit anderen Mitteln (und was fuer ein Spass, wenn man da noch den Islam reinbringen koennte – so als noch-richtig-glaeubiges Gegenmodell)…

  30. DA: "Denken tötet Schreiben."...
    DA: „Denken tötet Schreiben.“ -> Beachten Sie bitte auch folgene Analogien… :-)
    *
    Singen tötet Noten.
    *
    Tanzen tötet Choreografie.
    *
    Schnarchen tötet Erotik.
    *
    Waldlauf tötet Regenwurm.

  31. "... he opened a window onto a...
    „… he opened a window onto a whole new world – and that allowed her to eskape from a ridig world in which wealthy people often find themselves trapped. … “
    .
    Und genau das – Leben in der Reichtumsfalle – hat doch nun heute wohl eher kaum einer noch mehr nötig (und nur Aufsteiger halten „Falle“ fast per se schon für so etwas ähnliches wie „oben angekommen“, *g*).
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=aHxUG3p-TUo

  32. Au weia lieber Don, heute...
    Au weia lieber Don, heute haben Sie es nicht leicht und müssen, wie es scheint, aushalten. Wir verneigen uns darob und ob ihrer Stärke ehrerbietigst!
    .
    Und wir hätten noch einen: „Das medientechnisch induzierte Ende einer Pose im Photoatelier zeigt sich durch das Geräusch des photographischen Blendenverschlusses an. Dieser mechanisierte Moment des Schließens kann nachträglich Aufschluß geben auch über die Zeitlichkeit des ‚lebenden Bildes‘. Wenn sich das ‚lebende Bild‘ in der Betrachtung erzeugt, als Kunst eines angehaltenen und gedehnten Augenblicks, dann entsteht das spezifische ‚Leben‘ einer gelungenen Komposition erst im Moment des Abschieds von dem Erblickten, die bei günstig terminierten Endpunkt – bereits auf der Schwelle zur Erinnerung – sich vervollkommnen kann. Gegenüber einem effektvollen BildEntzug, zielt die photographische Aufzeichnung mit anderen Mitteln auf eine Unterbrechung der Zeit. Herausgeschnitten aus dem Fluß der Zeit, festgehalten und sichtbar verewigt werden soll ein Augenblick im vielfachen Abzug. Im photographischen Dokument manifestiert sich ein Eingriff, den Walter Benjamin als „posthumen Chock“ formulierte… “
    .
    „… wenn wir als Angehörige der Mehrheitskultur also so tun, als ob es gleichgültig wäre, aus welchen kulturellen Kontext die Klientel von TIMM kommen, übersehen wir, dass bei jeder angebotenen Hilfe eine Anpassungleistung verlangt wird, die zusätzlich Probleme schafft hinsichtlich post-pluraler Sexismen :) . Denn Gleichheit in Dominanzverhältnissen bedeutet immer, den herrschenden Lebensstil zum Maßstab zu machen… .“
    .
    Schöner kann man, so gesehen „postmodernen Polyperspektivismus“ – vom anderen Ende her gesehen – denn nun wohl auch wieder nicht dar- resp. herstellen, als mit dem Satz von der „Gleichheit in den Dominanzverhältnissen“ *g*.
    .
    http://de.indymedia.org/2008/10/228688.shtml
    .
    Und „post-plurale Sexismen“ – nun, das klingt doch nun schon fast wieder wie nur eines, nämlich fast wie „gut katholisch“ nicht wahr? (*g*) (Egal von welcher Seite und mit welchem Scheinwerfer ich hinter die Sakristei oder unter die Gardine leuchte.. . Oder Jesus anseh.‘)

  33. T.I.M: "..und was fuer ein...
    T.I.M: „..und was fuer ein Spass, wenn man da noch den Islam reinbringen koennte – so als noch-richtig-glaeubiges Gegenmodell…“
    *
    So billige Kriege führen wir nicht! Wir sind Hardcore-Humanisten mit einem lemmingartigen Drang zur intellektuellen Selbstzerstörung; dennoch töten wir am Ende dann lieber unsere Adjudanten, als uns selbst. Wir sind „Stützen der Gesellschaft“, das verpflichtet nun mal; das Herziehen über Religionen haben wir nun gar nicht nötig.
    *
    Der nächste Blogbeitrag wird von „Nathan, der Weise“ handeln und der Meinungskrieg wird um die Frage ausgefochten, wer von uns Gotthold Ephraim Lessing sein darf; und zwar diesmal bis auf’s Messer und ohne Kompromisse!

  34. Oh, den Marco Beasley kannte...
    Oh, den Marco Beasley kannte ich noch gar nicht. Vielen Dank!

  35. T.I.M, das Ballett in der...
    T.I.M, das Ballett in der islamischen Welt steckt noch in den Kinderschuhen, bleiben Sie also beim Thema.

  36. perfekt!57, nachdem ich heute...
    perfekt!57, nachdem ich heute einen Text von Andreas Feininger über das qualitätszerstörende Wirken der Kleinbild-Spiegelreflex gelesen habe, bin ich abgehärtet.
    .
    BadSchandex, ich empfehle sehr die CD „Fra Diavolo“ mit neapolitanischen Volksweisen der Napoleonzeit sowie „Il Settecento Napoletano“.

  37. Nepomuk, da faellt mir nur die...
    Nepomuk, da faellt mir nur die „Zuckerpuppe aus der Bauchtanztruppe“ ein. Die kam zwar aus Wuppertal, aber zu einer Zeit, wo das wohl wirklich nichts mit islamischem Ballett zu tun gehabt haben duerfte.
    Ballett ist doch was fuer Pariser Jockeyclubschnoesel, eine kultiviertere Peepshow. Ich mag den Tannhaeuser auch ohne Tanzeinlage nach der Pause (im Gegensatz zu unserem Gastgeber, wenn ich mich recht entsinne).
    yast, tja auch Sie sind nicht frei, auch wenn Sie Ihrer Ketten spotten. Und wenn ich ueber Religionen herziehe, dann doch gleich ueber alle. Alle Ringe laeppischer Modeschmuck. Lessing war ja argumentativ der Agnostiker unter den Deisten. Einer der Ringe ist schon echter als die anderen, die Menschen werden bloss nie in der Lage sein, sicher zu wissen, welcher. Das muss doch einem „Hardcore-Denker“ mit Materialismusschulung zuwider sein, oder?
    Der Gedanke bringt mich schon wieder zu Wagner. Ist vermutlich nicht besonders originell, aber mir kommt gerade zum ersten mal die Idee, dass Alberichs Ring auch Nathans Ring sein koennte. Und die Goetterdaemmerung ist das Ende ALLER Goetzen, der Mensch endlich sich selbst verantwortlich. Gefaellt mir besser als die ewig gleichen Deutungen als Kapitalismuskritik.
    Don, Video killed the radio star?

  38. @perfect: sorry, aber das ist...
    @perfect: sorry, aber das ist gestern, und was Sie als gestern bezeichnen, ist vorgestern. Man muß sich heutzutage ein bißchen mehr raffen, da hat DA ganz recht. Und an breitere Schichten anschlußfähig werden, nicht im Elfenbeinturm fahrige Pirouetten drehen.
    @T.I.M.: ja, diese schwerstreligiösen Hintergründe finde ich auch immer wieder erstaunlich.
    @DA: Naja, ein bißchen funktioniert Skandal und Show ja immer noch. Aber halt wie alles irgendwie immer weniger, man ist so überdrüssig und möchte eigentlich lieber wieder ein Zuhause und in groben Zügen absehbare Verhältnisse haben.

  39. @ Don Alphonso:...
    @ Don Alphonso: „Namedropping“, da bin ich Grossmeister. Mir entfallen immer die Namen.
    .
    Dialog am Arbeitsplatz, als meine Frau mich besuchte: „Hallo Boss, darf ich meine Frau vostelen, erm… Liebling, mein Boss!“ Die beiden Damen, nach einem kurzen, strafenden Blick an mich: „Hallo Dr. R., freut mich Sie kennen zu lernen… „“Hallo T., freut mich sehr, Ihr Mann erzaehlt immer so viel von Ihnen…“.
    .
    Ist erblich, mein Vater konnte sich auch immer nur an Funktionen, nicht an namen erinnern. Bei offiziellen Anlaessen lernte Muttern die Gaesteliste auswendig, und konnte die verschiedenen Exzellenzen dann mit Namen anreden…

  40. Wenn ich mir das hier...
    Wenn ich mir das hier Geschriebene und meinen sonstigen Eindruck der Welt so vergegenwärtige, dann meine ich, daß zwar immer noch die Spielerei viel Platz einnimmt, aber als Verhaltensmodell ziemlich am Ende angekommen ist. Es ist allmählich Zeit für neue lebbare Übereinkünfte.

  41. Was ist mit dem Bauchtanz im...
    Was ist mit dem Bauchtanz im Harem?
    .
    Sollte man wirklich annehmen, dass die jungen Saudischen Prinzessinnen ihre Künste nie, nie, niemals auf youtube oder facebook senden? Könnte man da nicht ein grandioses Ballettdrama aufziehen, wo der ganze Ost-West-Scharia-Aufklärungs-Diskurs drin ist, angefangen von Mozarts Serail bis zu „Nicht ohne meine Tochter“?
    Es fängt damit an, dass im Harem ein Aufstand stattfindet, weil alle unbedingt nach London zur Premiere eines idiotischen Musicals fliegen wollen, was ihnen der Pascha aber erstmal nicht erlauben will.

  42. <p>"Es ist allmählich Zeit...
    „Es ist allmählich Zeit für neue lebbare Übereinkünfte.“ – Leider ist es nun mal so, dass der alte Betrieb weitaus mehr Nutzniesser hat, als, sagen wir mal, der französische Hof Hofschranzen. VViele leben damit enorm gut, und sollte mal gekürzt werden, kommt sofort der grosse Aufschrei. Ich hatte während der Schreckensherrschaft einer gewissen Münchner Kulturreferentin mit guten Beziehungen zur Frau des Bürgermeisters ein wenig mit diesen Strukturen zu tun: Gewisse Formen der Kulturaufdrängung werden einen Teufel tun und neue Übeeinkünfte zulassen. Wenn keiner mehr kommt, kommen eben die Freunde der Profiteure, egal ob das noch irgendeine Wirkung hat.
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    Mo… Ma… ond… äh. ach so Mondy, genau, das geht mir auch nicht anders. Immerhin komme ich so nicht in Versuchung, das Zeug, das ich im Opernprogramm gelesen habe, als Basis meiner Beiträge zu verwenden – was andere, so heisst es, aus Überteugung gar nie nicht tun würden, die kennen die zitierten Wesendonkbriefe auswendig.

  43. Und noch was:...
    Und noch was: Formverwitterung. Dieses keinen Tagesrhythmus mehr haben, ständig nach was Neuem hüpfen, auch keine Zeit zum langweiligen Üben mehr haben ist doch Formverwitterung. Und emblematisch wird das in diesen neuartigen „3D-Druckern“, mit denen man in CAD gezeichnete Formen nicht mehr fräst oder schneidet, sondern additiv per Laser aus Flüssigkeit härtet. Um so lineare Kanten oder glatte Flächen zu ergeben wie subtraktive Bearbeitung, müßten Erzeugungsbad und Laser extrem stillgestellt werden. Zu still für menschliches Leben, mMn.

  44. @DA: irgendwann revolüzzts....
    @DA: irgendwann revolüzzts.

  45. @HM555: also, die zündende...
    @HM555: also, die zündende Idee ist das noch nicht, das ist nur die „moderne Regieversion“ von „Zauberflöte“. Ist aber heutzutage anders, weil es kein wirkliches „außerhalb“ im Sinne eines Sehnsuchts- und realen Zufluchtsortes mehr gibt. Es ist wurscht, wo man hingeht, man trifft immer auf Zwänge.

  46. Nun, ich habe gestern einfach...
    Nun, ich habe gestern einfach zu lange am Nachmittag nach dem Konzert geschlafen, das ist der Grund für meine kurze Nacht, nicht die Unbeständigkeit. Abgesehen davon sitze ich nach über 40 Jahren inzwischen nur 5 Meter von meinem einstigen Kinderzimmer entfernt. Und an meinen Wänden hängen Portraits von Leuten, die alle schon seit mindestens 100 Jahren tot sind. Nix 3D.
    .
    HansMeier555, „Die Entführung aus dem Internationalen Callgirlring feat. der Widerspenstigen Zähmung auf dem West-Östlichen Diwan“.

  47. Wenn schon mitten im...
    Wenn schon mitten im ex-protestantischen Europa die Revuetheaterbetonplattenneubautenfassaden mit islamischen Ornamenten verziert wurden, warum soll es dann kein islamisches Ballett geben?
    .
    Wer mag erahnen, was in tadschikischen Kulturpalästen so alles abging.

  48. Also, Kleinicke 1 wurde mit...
    Also, Kleinicke 1 wurde mit drei zum Kindertanzen geschickt, weil es gross und tapsig war: mit dem Körper zurechtkommen lernen ist sicher nicht falsch, vor allem wenn man zwei Tanzbären zu Eltern hat und der Kinderarzt hat uns garantiert, wir werden uns nie darum streiten müssen ob so etwas wohl als Lebensinhalt taugt. Gefällt ihm.
    .
    Herr und Frau icke haben einen ehemaligen Komilitonen von Frau icke besucht, der zu jener Zeit Novize in einem Norbertinerkloster war. Die Brüder hatten eine Herberge aber eigentlich weder Interesse noch Zeit für die dortigen Besucher. Dummerweise stand nun in einer Broschüre etwas von spiritueller Betreuung oder so. Es gab also ausser uns noch eine ganze Menge anderer Gäste an deren Mittagstisch aber kein Bekutteter sass. Kam dann morgens ein junger Mann in keuscher Haltung und fragte uns, sinngemäss, wie wir denn das gedeichselt hätten. Herr icke, welcher vom Bau kommt: „C’est un pote (det iss’n Kumpel)“.
    .
    Moral: mit unaufgeregter Sachlichkeit kann Kanonen torpedieren und sich selber aber auch unmöglich machen.
    .
    Übrigens, Herr Alphons, Berlin ist kein Weinbaugebiet und Molle mit oder ohne Schuss war hier schon Standard als es Szene noch gar nicht gab. Weshalb bemerken Sie dann dass dorten jetzt auch Bier getrunken wird oder bezogen Sie sich auf eine Importplörre?

  49. Vor Monaten gab es in München...
    Vor Monaten gab es in München einen Salon, in denen sich die Weißbehaarten ein gar nicht ironisiertes Gefecht darüber lieferten, ob nun die Münchner oder die Wiener Opern-Bühnenbildnerei besser sei… Oh heiliger Brimborium, wie konnten sich die gegenseitigen Parteien aufregen und gereiztes Engagement zeigen! Aber – bei Lichte betrachtet – ist das alles schöner als dieses Hahnkammgeschwelle auf manchen Empfängen, wo das Thema No Eins immer noch der eigene Heldenmut im Erwerbsleben ist. Gäähn: Da der dröge Berater, dort diejenige, die in Münchner Immobilien macht. Und kaum mal jemand, der sich nicht oberernst nehme, sondern die schnöden Mammonraffkereien in Anekdoten zu verpacken wüsste…

  50. @b4
    Kopf hoch, der Papst Nr.1...

    @b4
    Kopf hoch, der Papst Nr.1 war auch nicht unfehlbar.

  51. Könnte man das nicht einmal...
    Könnte man das nicht einmal und endlich in den Knigge aufnehmen: Es ist langweilig und unschicklich und stiehlt jedem anderen die Lebenszeit, auf Parties über die Arbeit zu schwadronieren?

  52. @icke: es ging um...
    @icke: es ging um „Importplörre“. Davon hat Berlin immer mehr, das Selbsthergestellte ist nun schon seit Jahrzehnten auf dem Rückzug. Diese Tendenz zu „Zusammenklatschen von Halbfabrikaten“ muß endlich wieder umgedreht werden.

  53. Fremdschämen für halbleere...
    Fremdschämen für halbleere Säle
    Auch ich stimme dem Don Alphonso zu, dem ganzen Artikel. Aber das Bedauern über die „Nicht-Würdigung“ einer guten, einer besonderen Leistung durch fehlendes Publikum, dieses Bedauern kann ich nachvollziehen. Beim mäßigen Besuch von Vorträgen, Lesungen, Weinproben, Konzerten, Kleinkunst oder politischen Reden. Als Gastgeber habe ich mich schon gefragt, was ich falsch gemacht habe, wenn nur zwanzig oder dreißig Menschen kommen. Als Gast fühle ich mit dem Gastgeber einer nicht gut besuchten Veranstaltung.

  54. @Ephemeridenzeit: naja, die...
    @Ephemeridenzeit: naja, die wenigsten leben halt so beamtisch-rentnerisch sicher, daß sie auf Werbung für ihr Tun verzichten können. Aber in Anekdoten verpackt wärs netter anzuhören, ohne Frage.

  55. Grüaß Good...
    Grüaß Good beianand,
    Balettl? A geh! S´gehd halt nix übas Dirndldrahn und a schneidigs Schuahplatteln. Des boarische Landesrbarlamend danzelt a scho a moi mid im Goalizionsraigän. Un de großbüargaliche Bagasch vo Minga schaugt noha aa ollaweil zua im Trachtngwandl.
    Na koan Bordeaux hätt i gern, jo mei, a pfundigä Maß brauchats do dahea!
    Servus
    http://www.youtube.com/watch?v=Dz4Mm_RE2to

  56. Wir haben hier in Bottrop ne...
    Wir haben hier in Bottrop ne altägyptische, in echt, Bauchtanzgruppe in der VHS aufgemacht. Superscharf sage ich, die Girlies sind richtig biegsam. In echt, ey, supercool! Aufnahmestop.

  57. Nun, das Problem ist...
    Nun, das Problem ist natürlich dass, wenn ein paar Veranstaltung schlecht waren, das Publikum einfahc keine Lust mehr hat, mehr Chancen zu geben – und das trifft dann auch die Guten. Um so wichtiger wäre es, das, was „schlecht“ ist im Sinne von „es überfordert das Publikum“ eben so zu gestalten, dass es das nicht tut. Es gibt meines Erachtens durchaus Unterschiede zwischen
    .
    – fordern
    – überfordern
    – langweilen
    .
    Früher führten die letzten beiden Optionen fraglos ins Verderben, heute dagegen in den Betrieb mit seinen Subventionen und Zwangsabgaben. Das Schlimme ist, dass so etwas sowohl die Unterschichten ärgert – fia so an Scheiss zoins – als auch weite Teile der Oberschicht. Es hat niemand etwas davon, ausser dem Betrieb. Dass die Ideologie dann als Politbüros erinnert, muss wohl so sein.
    .
    icke, nichts gegen das kann. Natürlich kann man, wenn es Spass macht. Ich wende mich gegen den Druck, der aus einer angeblichen Selbstverständlichkeit erwächst.

  58. @melursus: meine Oma war, wohl...
    @melursus: meine Oma war, wohl in den 1920ern, eine Zeitlang Dienstmädchen in einem „höheren Stände“-Haushalt. An einem Wochentag mußte sie immer den Tisch zum „Jour fixe“ decken. Es kam nicht einmal ein einziger Mensch.
    Kein neues Phänomen also.
    Seit längerem beobachte ich hier auf der Ecke (B-C’bg) auch das Kippeln der Gastwirtschaften. Die sind oft und lange sehr leer. Sie haben es schwer, sich zu halten.

  59. Das schöne am Balett sind...
    Das schöne am Balett sind fürs Publikum doch immer auch die Pausen, Vanilleeis, vielleicht auch ein Gläschen Schampus und die netten Pausengespräche. Worüber man sich letzte Woche unterhalten hat? Nein nicht die langen Beine der ballerina waren das Thema, sondern http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000275421.pdf

  60. Das letzte Ballett, das ich...
    Das letzte Ballett, das ich gesehen habe, war der Nußknknacker in einer augenzwinkernd antiprätentiösen poppigen Inszenierung, die aber großartig war, weil man sehen konnte, wieviel Spass die Darsteller selber dran hatten, von denen kaum eine(r) älter war als 22. Und dabei äußerst professionell. Tolle Unterhaltung auf hohem Niveau (immerhin Tschaikowski /Hoffmann).
    .
    Wie Sie sich denken können, war das weit, weit weg von Mitteleuropa und der Eintritt kostete nur ein paar Cents.

  61. yast2000@: Aus Werthers...
    yast2000@: Aus Werthers Leiden:…lispelten Klopssstock…..! (Peng! Sogar Napoleon I. soll diese Schmonzette gelesen haben)
    ..
    @@: Im Haus der Begegnung. In memoriam P.B.
    http://www.youtube.com/watch?v=ks0mGfhNKVA

  62. @Gora: (zu dem Link) Märkte...
    @Gora: (zu dem Link) Märkte können eben auch versagen und zusammenbrechen. Banken und Staaten ebenso. Es darf nur nicht alles gleichzeitig zusammenbrechen. Man muß zusehen, daß es aneinander vorbeikommt.

  63. Aus dem alteuropäischen...
    Aus dem alteuropäischen Fundus des Vollkanons gegriffen:
    http://www.youtube.com/watch?v=n7zefJXYF5A&feature=related

  64. @Colorcraze, Hatten Sie Zeit,...
    @Colorcraze, Hatten Sie Zeit, die Seite 11 des pdf-Dokuments mit der Fußnote 8 durchzulesen – was meinen Sie, soll man da noch ein Abo für die Spielzeit 2011/12 wagen oder lieber das Silberkännchen in Sicherheit bringen?
    @für alle Ästheten, die Argumente fürs Ballett brauchen: http://www.youtube.com/watch?v=-ZD_MifWE8c

  65. süddeutsche zeitung: ""Mit...
    süddeutsche zeitung: „“Mit Maria Kwiatkowsky verliert nicht nur die Volksbühne ein außergewöhnliches Talent. Ihr dynamisches und in ihrer Jugendlichkeit doch lebensweises Schauspiel hinterlässt eine gewaltige Lücke“, schreibt das Theater zum Tod der Schauspielerin. Es ist ein Tod, der auch eine große Ratlosigkeit hinterlässt und die Frage, ob das Theater diesen Preis der Selbstgefährdung wert ist. …“
    *
    Mal abgesehen vom ratlosen Zuschauer ist das wohl die entscheidende Frage: Welche Funktion erfüllt dieser ganze Opern-, Ballett- und Theaterbetrieb eigentlich noch, wenn die eigentlichen Dramen längst auf die große Weltbühne abgewandert sind? Wozu brauche ich ein Fernsehen oder deutsche Kinofilme, wenn ich 100% meiner echten, kulturellen Bedürfnisse im Internet befriedigen muss? (Einschließlich dieses Blogs…?) Warum sollte ich mich mit Deutschland beschäftigen, wenn alle wirklich interessanten Menschen im Ausland leben und/oder nur über das Internet erreichbar sind? Und was soll mir in dieser Situation ein Ballettabend geben oder die 850te Neuinszenierung irgend eines alten Klassikers, dessen Handlung einschließlich Deutung ich in fünf Minuten nachlesen kann?
    *
    „Spätrömische Dekadenz.“ – Der Konzertbesucher ist das neue Prekariat…

  66. Fuer die witzigen...
    Fuer die witzigen Ballettsachen muss man sowieso die verbiesterte Republik verlassen.
    http://www.youtube.com/watch?v=QEJ2fF-3p6s&playnext=1&list=PL8097B4306FB63B95
    .
    Heiterkeit findet woanders statt.

  67. @colorcraze "Seit längerem...
    @colorcraze „Seit längerem beobachte ich hier auf der Ecke (B-C’bg) auch das Kippeln der Gastwirtschaften. Die sind oft und lange sehr leer. Sie haben es schwer, sich zu halten“
    An nicht nur Charlottenburger, nein auch an Kreuzberger und Neuköllner und Weddinger usw. Ecken gab es einst (in meiner seligen Kindheit) die Regel: eine Kreuzung: drei Kneipen. Das hat sich schon vor langer Zeit verändert.
    Dies, wie auch der Fakt, dass es kein Berliner Bier mehr gibt (die riesigen Brauereien sind jetzt „Kulturbrauereien“ u.ä.) …hat natürlich nix mit Ballett zu tun, um aber auch dazu meinen Senf beizusteuern: das ist die einzige Kunstform, die ich nicht verstehe, der ich nix abgewinnen kann. Hab’s versucht.

  68. Don Alphonso@: Sie müßten es...
    Don Alphonso@: Sie müßten es doch eigentlich wissen (Archöologie). Wurde das antike Theater von Epidaurus von Subventionen genährt oder ging das alles sauber über den Obulus des Eintrittgeldes, Spenden, Sponsoren (oder nix genaues weiß man nicht)?
    ..
    Die Ökonomie kann den Geist nicht dauerhaft ersetzen (s. u.):
    Man sagt ja auch die Tragödie (Nietzsche!) hätte etwas mit den Schafsböcken zu tun. S. auch Anschwellender Bocksgesang von Botho Strauß zu den „abgezweckten Freiheiten“.
    http://www.thorwalds-internetseiten.de/weltbbotho.htm

  69. @ "für alle Ästheten, die...
    @ „für alle Ästheten, die Argumente fürs Ballett brauchen: Youtube …“
    Wenn nur diese amerikanische Quäkstimme nicht wäre…. Gibt darüber (neben Mark Twain) eigentlich schon irgendwo ’nen ironischen oder gar zynischen Artikel? aus dem ich dann bei Bedarf – also andauernd – zitieren kann?

  70. Lieber Yast2000,
    meine letzte...

    Lieber Yast2000,
    meine letzte freiwillige Kanonkultur-Selbstattacke war ein feines Flötenkonzert mit Viola da Gamba und Laute, Herkulessaal.
    .
    Was mich noch mehr erstaunt hat, war nicht das, was auf der Bühne oben gegeben wurde.
    .
    Sondern das, was neben mir saß: durchweg Publikum um die 70. Mein Mann und ich ging fast als blutjunge Welpen durch, die sich wohl verlaufen hatten. Vermute Platzmiete- oder Abopublikum. Nicht falsch verstehen, mich stören ältere Herrschaften überhaupt nicht, im Gegentum. Wenn wir nicht so rasch weggemusst hätten, dann hätte ich gegen ein Pläuschchen mit einigen an den Sekttischen nichts einzuwenden gehabt. Denn die Leute wirkten aufgeweckt, freundlich und alles andere als angeberisch-kanonesk.
    .
    Man sollte ab und an seine Vorurteile mal wieder überprüfen. :-)
    .
    Ich liebe meine antibürgerlichen Vorurteile als alte Handwerker- und Arbeitersocke über alles^^, habe sie mir hart erarbeitet, durchlebt und hart verfochten. Manchmal tut aber eine Umzeichnung meiner inneren Landkarte gut.
    Meine letzte live-Tanzsache, die ich besucht hatte, war moderner Ausdruckstanz. Ich habe weder Konzept noch Physik verstanden, aber es sah gut aus.
    .
    Seitdem gehe ich mit der höflichen Meinung,
    1. Man muss die Dinge nicht immer verstehen, man kann sie aber trotzdem genießen (schöne Körper, schöne Musik).
    2. Man sollte die Dinge physisch er_leben, live. Gelehrt und abstrakt drüber zu schwätzen geht gar nicht (Spießeralarm). Digital geht gar nicht
    3. Klassisches Ballet ist für mich wie klassische Oper, beide müssten dringend entschwult werden, d. h. auch mal in entschwulten (frischeren) Fassungen angeboten werden. Denn ich weiß, dass besonders Männer Ballett oft null abkönnen, es kann sogar die Beziehung auf gewisse mittelharte Proben stellen. (Also meinen Mann kriege ich nicht dahin, lieber geht er dreimal ächzend mit mir zu einem Konzert von Massive Attack (eins meiner Lieblingspopdinger), wo er auch etwas leiden wird. Aber nicht so arg wie bei Ballett. Er liebt klassische Musik deutlich mehr und Gedichte von John Donne.
    Ich bin der unbürgerliche Hochkulturdoofie von uns beiden, es gibt also immer wieder spannende unbürgerliche Momente …

  71. Dass die Eltern ihre Kinder in...
    Dass die Eltern ihre Kinder in die Kirche und zum Ballett schicken hat wahrscheinlich auch mit dem Erwerb von „Haltung“ zu tun; dafür muss man nicht selbst Prima Ballerina oder ständiger Messdiener sein.
    .
    Ich persönlich bevorzuge für eine „Haltungs-Ausbildung“ der Jugend jedoch die sportliche Betätigung ohne Kulturdünkel (und -ganz nebenbei- auch ohne Pferdeflüsterei).

  72. @ Vroni: Stimme in allem zu...
    @ Vroni: Stimme in allem zu und – ‚Massive Attack‘ ist Hochkultur. Empfehle auch noch ‚Zero 7‘ mit ‚When It Falls‘ (siehe Link)
    *
    Und damit noch mal ein Appell an das stumpfdeutsche Kulturgedöhns: Intellektuelle Kinderfickerei ist auch strafbar… :-) Was hier in Deutschland abgeht, ist absolut unterirdisch. Bald erscheinen die ersten Satire-Serien über „Deutschland und seine Klassiker“, und zwar im Stil von Asterix und Obelix oder als Bart-Simpson-Imitat.

  73. Das beste Ballett oder Theater...
    Das beste Ballett oder Theater ist sowieso das, welches man selbst spielt. Zum Bundesverfassungsgericht letzte Woche habe ich mir das genau überlegt. Da gewisse Leute glauben, ich sei der Umstände halber längst bankrott und damit zu mir nicht gewünschten Lösungen erpressbar, habe ich mir was ganz Chices angezogen. Sehr verehrter Don, Sie werden lachen, die Kleiderwahl entschied ich beim Lesen ihres Beitrags:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/06/26/die-richtigen-schlimmen-katastrophen-in-den-villenvierteln.aspx
    .
    Ich habe nämlich ein Louis Feraud Kostüm in Erdbeerrosa mit eingewebten Erdbeeren, dazu passende Schuhe und die notwendigen Accessoires. Das zog ich an.
    .
    Mein Platz im Zuschauerraum war außerhalb des Glaskubikals – da wo man die Studenten unterbringt. Als ich kurz vor Beginn der Verhandlung an der Glaskubikaltür stand, um zu sehen, wer schon da ist und noch so kommt, wurde ich auf einmal auf die Schulter getippt. Es war der Bodyguard von Herrn Schäuble, der bat, dass ich aus dem Weg gehe, damit er den Herrn Minister in den Raum rollen kann. Bevor ich zur Seite trat, stand ich Auge in Auge auf weniger als einen Meter Entfernung vor Herrn Schäuble (das Grinsen hab ich mir verkniffen).
    .
    Zufall war die Begegnung sicher nicht, denn ich stand auf der Seite der Kläger und habe noch nie beobachtet, dass jemand von der Regierungs/Bundestagsseite durch diese Tür kam.

  74. Dünkelgeschwätz, egal ob...
    Dünkelgeschwätz, egal ob Ballett oder Popmusik kann man gut entgehen, wenn man im Plausch entwaffnend zugibt, ein fehlerhaftes Geschöpf zu sein und einfach keine Ahnung zu haben. Damit rechnen sie nicht. Kann den Zwang und die Selbstverleugnung gar nicht verstehen, denn der bürgerliche Kanon da auslösen soll.
    .
    Ist diese „Das kann man doch nicht so sagen, wo führt das hin, was soll die Familie denken“- Haltung nicht eine ausgesprochen einengende selbstgemachte Hölle aus dem letzten Jahrhundert? Man kann nicht das Bürgertum kritisch aufbrechen wollen − zwar meckern, aber selbst sich darin angepasst kokett verhalten wie die Jungfrau beim Schleiertanz.

  75. @Yast2000: 11.7. 10:56 ...
    @Yast2000: 11.7. 10:56 „Welche Funktion erfüllt dieser ganze Opern-, Ballett- und Theaterbetrieb eigentlich noch? “
    Oh, oh lieber Yast, Gedächtnisverlust! Wie lange geht das schon? Erinnern Sie sich doch – vor zwei Tagen, Ihr Eintrag am 9.7.11 3 Uhr 29 zum Thema Oligarchie für alle Demokraten, Neurose der anderen Blogger usw. : „das Theatralische, welches wiederum ein professionelles Mittel zum Brechen von neurotischen Verhaltensweisen ist“, haben Sie da geschrieben. Gilt das nicht auch fürs Ballet? Augenzwingernd rufe ich Ihnen zu: „was machen Sie heute abend? Es sind noch Plätze frei …“

  76. Werde von meiner besseren...
    Werde von meiner besseren Hälfte seit drei Jahren zum Abo genötigt…
    Erfahrungsbericht in meiner kleinen dummen Stadt:
    Kulturbetrieb und Besucher riechen nach 4711 und/oder Mottenkugeln
    … und die Stola-Trägerinnen schauen immer immer auf das Suspensorium

  77. Weil der Hund abends auf...
    Weil der Hund abends auf meiner Gesellschaft besteht, ist mein außerhäuslicher Kulturkonsum bescheiden geworden; ich bin aber froh Pina Bausch&Truppe gesehen zu haben, vor allem „Könige&Königinnen“. Auch „Rosas danst Rosas“
    konnte mich begeistern und vermutlich auch vieles von dem, was in dem Wiener Theater für modernen Tanz zu sehen wäre. Vom Opernballett hört man wenig, bloß von Damen, die sich mit tutu- Ausziehen was dazuverdienen. Avantguardistische Inszenierungen werden zu den „Wiener Festwochen “ (immer im Mai) eingeladen, das Publikum dort, jung, akademisch, gar nicht soo bürgerlich, snobbt schon ein bissl rum, Mein Gott, soll sein. Reiche Leute gehen dorthin wos teuer ist (Salzburger Festspiele), neueres Geld kauft auch ganz gern großflächigere Malerei für den Dachausbau. Wer sich dazu ein bissl echauffieren möchte lese Bazon Brock und Rudolf Burger.

  78. Gora11. Juli 2011 :"Oh, oh...
    Gora11. Juli 2011 :“Oh, oh lieber Yast, Gedächtnisverlust! Wie lange geht das schon? Erinnern Sie sich doch – …“
    *
    Ich sagte „Das Theatralische“, nicht den Kulturbetrieb! Der Punkt geht trotzdem an Sie, weil inhaltlich haben Sie recht. Doof, aber es ist so… :-)
    *
    Ich stand viele Jahre auf Bühnen. Säße ich heute im Zuschauerraum, sähe ich mich im Geiste auf der Rampe und würde mich vermutlich vor mir selbst ekeln, weil ich als Konsument eine Erwartungshaltung ausstrahle, die ich als Darsteller nicht erfüllen kann.

  79. liebe Der Tiger,
    fraise ist...

    liebe Der Tiger,
    fraise ist eine wunderbare Farbe!

  80. Ballet "verstehen"? Wenn ich...
    Ballet „verstehen“? Wenn ich zu einer Balletaufführung gehe (was nur selten vorkommt) will ich es vor allen Dingen geniessen. Für mich ist ein solcher Abend eher Ästhetik als Reflexion. Ebenso in der alten Musik: ob etwas in historischer Aufführungspraxis oder nicht gespielt wird ist mir relativ Schnuppe, das Klangbild muss mich überzeugen. Stehe ich mit solchem Verhalten etwa alleine da?

  81. Ich habe das Gefühl, das...
    Ich habe das Gefühl, das Thema Ballett liegt auf Seiten der Zuschauer irgendwo zwischen Musik, FKK und der Lust, sich an der Disziplin (Qual) anderer zu erfreuen, womit sich der Betrachter wohl an die von ihm geforderte Disziplin, Konvention erinnert fühlt. Auch das Bürgertum braucht Vorbilder, gerade in Sachen Haltung…

  82. @Försterliesel – es tut...
    @Försterliesel – es tut gut, mal von Frau zu Frau zu schreiben. Ich habe – außer diversen rot-bunten – auch noch ein anderes einfarbig rotes Kostüm. Es ist von ESCADA, weniger französisch elegant, also strenger im Stil – außerdem das rot der Richterroben, und denen wollte ich ja nicht Konkurrenz machen.
    .
    Als ich mal zum Schweizer Leiter der Personalabteilung geladen wurde, um ausgescholten zu werden, kam ich ganz harmlos guckend in einem Wiener Dirndl mit enger Taille und entsprechendem Ausschnitt. Das Meeting war in weniger als 6 Minuten vorbei.

  83. Noch mal zum...
    Noch mal zum Beitragsthema:
    .
    Ich sag ja, dass der bürgerliche Kommunismus das Problem ist, so auch das fortbestehende kommunistische System in der Kulturförderung, wo eine geinzüchtete staatsfinanzierte Nomenklautura sich längst sterilkooptiert hat.
    .
    Was wir bräuchten wären mehr neofeudale Oligarchen, die bei den auf ihren Schlössern organisierten Festen dann auch konsequent Künstler einladen, bei denen das Publikum nicht sofort einschläft. Die keine 25 Kuratoren fragen müssen, bevor sie einen Langweiler rauskanten.
    .

  84. Über die tieferen...
    Über die tieferen sozialgeschichtlichen Voraussetzungen der russischen Ballettdominanz will ich mich gar nicht verbreiten.

  85. Köstlich: mit Sport (mit bzw....
    Köstlich: mit Sport (mit bzw. ohne Krücke hinter mehr oder weniger kleinen Bällen herrennend) wurden die Eltern Icke zu Tanzbären. Contenance soll man auch beim Kartenspielen im Hafenviertel lernen können und Manieren im Milieu. Wären mir aber zu gefährliche Orte für die Kleinen.

  86. Jeeves: fehlende Küchen in...
    Jeeves: fehlende Küchen in den Wohnungen erklären die ehem. Berliner Kneipendichte.
    Und Colorcraze: Ja Kindl, Weisse oder Schultheiss det war ja doch mehr wat für’n Bau. (Ist es eigentlich noch so, dass man den Handwerkern, wenn sie länger für einen tätig sind einen Kasten Bier und einen Cola hinstellt?). Und wenn man bedenkt, dass die Szene weitgehend aus immigranten besteht…

  87. Zum Zweitfrühstück am...
    Zum Zweitfrühstück am Samstagmorgen wurde uns eine sehr interessante Diskussion des Cafepersonals serviert. Man war sich noch nicht ganz einig, ob man sich bereits um 3 Uhr früh oder ein bißchen später zum Kocherlball treffen und wer als erster um 7 Uhr pünktlich das Cafe aufsperren würde.

  88. HansMeier: "Über die...
    HansMeier: „Über die tieferen sozialgeschichtlichen Voraussetzungen der russischen Ballettdominanz will ich mich gar nicht verbreiten.“
    *
    Sie meinen: Junge Ballerinen haben mit schwulen Tänzern Sex, ohne gevögelt zu werden? Das ist eine sehr gute Verhütungsmethode und angesicht der weit verbreiteten Heiratsprostitution unter neofeudalen Oligarchen ein sehr cleveres Verhalten…

  89. @icke: Limonade und Wasser...
    @icke: Limonade und Wasser sind üblicher geworden, Bier nur ab und zu, wenns mal ganz besonders staubig wird, oder nach Feierabend – sie müssen ja noch fahren, und Lappen weg wäre eine Katastrophe.

  90. Eher unpopulär:
    Haltung...

    Eher unpopulär:
    Haltung bewahren, Contenance. Oder besser noch Désinvolture, zumal in aussichtslosen Positionen, dabei allenfalls nur noch auf eventuell Rettendes wider alle Wahrscheinlichkeit hoffend. Der Begriff Haltung kann im positiven Sinne verwendet, auch für ein politisches Einstehen, gesehen werden (Frauen und Männer vom 20.Juli 1945).
    Insofern kann man durchaus sowohl beim Militär (meint nicht militaristisch) als auch beim Ballett ebenso beim Sport durch Disziplin Haltung erwerben.
    Der preußisch-friederizianische Reitergeneral Friedrich Wilhelm v. Seydlitz vereinigte alle diese Eigenschaften, gepaart mit Mut und Elegance (Anmut) in unübertrefflicher Weise.
    http://www.physiologus.de/desinvolt.htm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_von_Seydlitz

  91. Kocherlball ist halt ein wenig...
    Kocherlball ist halt ein wenig was anderes als Staatsballett, nicht wahr.

  92. (Zum Glück)...
    (Zum Glück)

  93. HansMeier555@: "Nomenklautura...
    HansMeier555@: „Nomenklautura sich längst sterilkooptiert“, sie werden es nicht wagen Ihnen zu widersprechen……

  94. @Jeeves: ich glaube,...
    @Jeeves: ich glaube, „Schwanensee“ im Bolschoi könnte ich mir schonmal ansehen, ohne einen Schaden zu erleiden. Aber sonst – arg schwierig. So abgefahrenes Zeugs wie Filou mal aus Paris verlinkt hat, könnte mich begeistern, vielleicht auch mal eine Aufführung in Wien. Aber Ballett ist einfach nicht meins. (Friedrichsstadtpalast und Theater des Westens liegen mir näher, in die Oper habe ich mich noch nicht reingetraut – ist so langwierig).
    @Gora: ach, investieren Sie in ein Abo. Silberkannen werden sie im Fall der Fälle nicht los. Das müßten schon Münzen sein. Und wer will zuhause Münzsäcke rumliegen haben?

  95. verehrter Don,
    Kocherlball ist...

    verehrter Don,
    Kocherlball ist lustig!
    Liebe Der Tiger,
    fesch!
    lieber HansMeier555,
    „Über die tieferen sozialgeschichtlichen Voraussetzungen der russischen Ballettdominanz will ich mich gar nicht verbreiten.“
    bittschön doch!
    *

  96. @DA: was ist...
    @DA: was ist „Kocherlball“?
    @Plindos: wenn ich das richtig verstehe, müßte „Desenvoltura“ in Anbetracht der heutigen Unhaltbarkeiten von Plänen aller Art eigentlich die Art von Genialität bezeichnen, die denn doch den richtigen Ausführungspunkt erwischt, um alles doch zu einem glücklichen Ende zu bringen.

  97. <p>Der Kocherlball ist eine...
    Der Kocherlball ist eine Art Münchner Ex-Dienstbotentreffen:
    .
    http://www.vorspeisenplatte.de/…/der-kocherlball.htm
    .
    Mir ist das alles recht, solange sie in München bleiben.

  98. Schwarze Schwäne, das ist es...
    Schwarze Schwäne, das ist es doch, was die Mandys und Chantals als Vorbilderbrauchen. Und die Investmentbanker als Abschreckung.

  99. T.I.M.: "Lessing war ja...
    T.I.M.: „Lessing war ja argumentativ der Agnostiker unter den Deisten. … Das muss doch einem „Hardcore-Denker“ mit Materialismusschulung zuwider sein, oder?“
    *
    Über so etwas denke ich nicht nach; Lessing ist zu ernst, zu wichtig und mir nicht satirisch genug. Das „Argumentive“ braucht man nicht, wenn man recht hat. Auch die „Materialismusschulung“ stammt leider nicht von mir, sondern von verwirrten, alten Männern mit Rauschebärtchen.
    *
    Es ist eine Frage der Coolness: Wenn Sie Kulturprekariat loswerden wollen, müssen Sie nur beiläufig erwähnen, dass sie gestern in der „Nusskacker-Suite“ von Peter Scheißkowski waren! Schon haben Sie ihre Ruhe…

  100. Nun, die schwarzen Schwäne...
    Nun, die schwarzen Schwäne fliegen gerade aus Mailand nach Brüssel.

  101. Don, da sei die...
    Don, da sei die eidgenössische Flugsicherung vor! Da könnte sogar der Euro abstürzen.

  102. Don Alphonso: "Der Kocherlball...
    Don Alphonso: „Der Kocherlball ist eine Art Münchner Ex-Dienstbotentreffen…“
    *
    Und was ist hiermit? (siehe Link)

  103. Mir geht grad die amygdala...
    Mir geht grad die amygdala durch. Schwellenländer, das sind doch die, denen dauernd die Schienen, die zu teuer bezahlten, geklaut werden. Und die kommen gleich nach den Tiger-Staaten. Und die haben mehr Waxxdum als die Euro-Staten, welche einen Rettungsschirm in doppelter Höhe brauchen. Was wäre nun, wenn die Schwellenländer ihre Schienen an den Rettungsschirm hängen würden, worauf jener absolut am Boden bliebe und potentielle Diebe von den Tigern abgeschreckt würde? Gebissen wären wohl nur die Währungshüter bzw. deren Derivate in den Vorstandsetagen diverser deutscher Geld- und Adelshäuser.

  104. naja, wenn die liebe zur...
    naja, wenn die liebe zur kultur nur noch falsch verstandenes statussymbol darstellt – warum nicht den amerikanischen weg gehen und sich auf drei bis vier gassenhauer pro genre beschraenken, die jahr fuer jahr das publikum aufs neue (zermuerben), aeh verzaubern?

  105. Nick Cave and the Bad Seeds? ...
    Nick Cave and the Bad Seeds?
    Hard to believe but DA seems to be having a BAD HAIR DAY….

  106. @Foersterliesel – Vielen...
    @Foersterliesel – Vielen Dank für das Kompliment! Hier ist noch ein schmuckes Detail. Das Meeting fand in Paris statt. Im Einzugsgebiet des Eifelturms trägt man natürlich nie Dirndl. Ich habe es auch nur einmal getan. Normalerweise trug ich immer Businesskleidung, auch als ich zu einem Gespräch unter vier Augen vom Vorgänger des Schweizers (einem Belgier) eingeladen war. Der war klug genug, nicht einmal ansatzweise zu denken, dass er mich mit kritisieren meiner Performance zum Schweigen bringen könnte. Stattdessen riet er mir: ‘You are too smart and you show it too much.’ Das nahm ich mir zu Herzen, und deswegen ging zu seinem Nachfolger als dumme Kuh.

  107. Ingeborg: "Don, da sei die...
    Ingeborg: „Don, da sei die eidgenössische Flugsicherung vor! Da könnte sogar der Euro abstürzen.“
    *
    Deutschland wird ohnehin der Schweiz angeschlossen. Wenn Ackermann mal stirbt, erben seine Geschwister das Gartengrundstück.

  108. @ DA. You are not alone. ...
    @ DA. You are not alone. Rupert Murdoch is probably having a bad hair day too.

  109. @yast: "Das "Argumentive"...
    @yast: „Das „Argumentive“ braucht man nicht, wenn man recht hat.“
    Und wie sollen dann die anderen wissen, dass Sie recht haben? Ihr Grundsatz stuende auch dem Papst, der Inquisition, Al Quaida, oder Guido Westerwelle gut zu Gesicht.
    Und Coolness sollte man nicht mit Geschmacklosigkeit verwechseln.
    @Tiger: „Das beste Ballett oder Theater ist sowieso das, welches man selbst spielt.“
    Das mag bei Ihnen ja zutreffen. Die komplexeste Choreographie, die ich jemals halbwegs fehlerfrei aufgefuehrt habe, war vermutlich „im Gleichschritt Marsch“ – aber diese Tanzschule hat unser von/zu/auf/bei/unter Guttenberg ja immerhin endlich abgeschafft. Das wird ihm den Dank von zehntausenden jungen Maennern sichern, ob jetzt mit oder ohne Titel.

  110. colorcraze@: Gewiss, aber mit...
    colorcraze@: Gewiss, aber mit Auswechslung aller, ich betone aller und alternativlos, Garnituren. Was danach kömmt? Das soll wohl noch in den Sternen stehen…Ochlokratien samt Oligarchen werdens hoffentlich nicht sein. Der liebwerte Herr HansMeier555 hat seine Option zumindest schon offeriert. Wer will nochmal und hat noch nicht? Neues Spiel, neues Glück. Mesdames et messieurs, faites vos jeux!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ochlokratie
    Don Alphonso@: Sorry, optische Täuschung, das sind Krähen.

  111. [OT] Ach, manchmal ist die...
    [OT] Ach, manchmal ist die Stadt schon gut.
    Gerade am Antiquitätentrödler vorbeigekommen, der Zierde des Blocks. Er hatte u.a. Fußabstreifmatten ausgestellt. Auf der vordersten, dunkelblauen, stand, in zierlicher Schreibschrift: „Du bist die Schönste im ganzen Treppenhaus“. Da mußte ich nun doch lachen.

  112. @Ingeborg: die eidgenössische...
    @Ingeborg: die eidgenössische Flugsicherung hält nicht vor, da stürzt schon mal was ab, weil das Telefon nicht geht.
    @DA[Kocherlball]: ah, danke für die Aufklärung.

    Hört mir auf mit „bad hair day“ und sägt die Strähnen halt ab.

  113. Ach, Plindos, nun machen Sie...
    Ach, Plindos, nun machen Sie mich doch nicht schon wieder traurig, so mies, wies um ÖD, Staat und Politiker bestellt ist (die Futterkrippe ist nicht mehr groß), können wir doch bald nichts anderes mehr als Ochlokratie und Doofheit. Die Rentner stehen nebenan und zischen ts, ts, und die Jungen hängen sich entweder an sinnlosen Computerspielen und „Maßnahmen“ auf oder drehen gleich durch. Und sinnvolle, auslastende Arbeit ist eine Rarität, stattdessen nur Warten und Auf-dem-Schnäpperle-Sitzen.

  114. T.I.M.@:...
    T.I.M.@: Wehrdienstverweigerung gar? Fand ich schon immer irgendwie läppisch.
    S. o. mein Ausführungen zur Haltung.
    ..
    @@: Ansonsten ist gewiß die Wiener Spanische Hofreitschule mit ihren Lipizzanern auch als eine Art Ballett anzusehen.

  115. Das Ballett ist großartig,...
    Das Ballett ist großartig, potentiell.
    .
    Überhaupt wird viel zu wenig getanzt, schuld daran ist das Bürgertum, dieser Stand von faulen, geizigen, nerdigen Stoffeln.
    Da tun die sich groß mit ihrer „bürgerlichen Gesellschaft“ resp. „Zivilgesellschaft“, dabei ist das Bürgertum ganz unübersehbar in seiner Essenz das Gegenteil und Verneinung von jeder Art von Gesellschaft.
    .
    Haut Labermas stand am Beginn der bürgerlichen Öffentlichkeit das gemeinsame Zeitunglesen in verrauchten Salons. Na toll.

  116. Ich mache mir keine Sorgen um ...
    Ich mache mir keine Sorgen um Italien – die Mafia wird die Italiener bailouten.

  117. Was wir bräuchten wäre eine...
    Was wir bräuchten wäre eine „Gesellschaft“ ohne Adjektive. Eben die Gesellschaft, zu der man gehört, und zu der alle Leute gehören, die man irgendwie kennen sollte.

  118. Geht hin, Leute, geht...
    Geht hin, Leute, geht hin:
    http://www.bb-promotion.com/veranstaltungen/alvin-ailey-american-dance-theater/tickets-termine/
    das ist Tanz, wie die Welt ihn braucht.

  119. ...
    http://www.zeit.de/2011/28/Alvin-Ailey
    (Artikel zu der erwähnten Tanzcompagnie. Gerade vorhin gelesen. Danach Plakat an der Litfaßsäule gesehen.)

  120. Re Hacking and the "News of...
    Re Hacking and the „News of the Screws“. Hacking is IN!!
    Wer noch nicht gehackt wurde, ist ein Nobody. Schon ist der Dow-Jones Chef gehackt worden.

  121. @colorcraze (11. Juli 2011,...
    @colorcraze (11. Juli 2011, 15:27), das „abgefahrene Zeug“ hiess „Les Paladins“, ist von Rameau. Viel weiss ich ja nicht, aber die Oper in A’dam und die Theater in Paris produzieren schoene Dinge. Weil man nicht hinfahren will und kann, gibt es, dem Himmel sei Dank, DVDs und ARTE und so manche anderes als Hinweis und Anregung im hier so viel geschmaehten Fernsehen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Philippe_Rameau
    .
    BTW, ein Pariser Freund erzaehlte mir, wie dankbar das pariser Publikum dem Rolf Liebermann (un boche) fuer die Reform der Kulturszene der Hauptstadt war.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Liebermann
    .
    Ach ja. Und Pina Bausch? Neeee! Schon allein deswegen, weil der eine oder andere Koelner Kulturfuzzi sich damit bruesteten, diesen trief(!)deutschen Schwall ueberstanden zu haben.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=PfpLDQe6rQw
    Dies zeigt Oper und Ballet kann Spass machen. Es darf nur kein Deutscher Regie fuehren, dann kommen naemlich Stahlhelme, Ledermaentel und Ghettos ins Spiel.
    Zugegeben, in Glyndbourne wird auch gerne Unverdauliches praesentiert. Aber was soll ich in Schottland, ausser mit Andrea Diener von einer Whiskydestillerie zur anderen zu flippen.

  122. T.I.M.: "@yast: "Das...
    T.I.M.: „@yast: „Das „Argumentive“ braucht man nicht, wenn man recht hat.“ Und wie sollen dann die anderen wissen, dass Sie recht haben? Ihr Grundsatz stuende auch dem Papst, der Inquisition, Al Quaida, oder Guido Westerwelle gut zu Gesicht. Und Coolness sollte man nicht mit Geschmacklosigkeit verwechseln.“
    *
    Lieber T.I.M., ich bin neben meiner Astronautentätigkeit unter anderem gelernter Satiriker. Das heißt praktisch: Wenn Sie das, was ich sage, ‚1:1‘ nehmen, haben Sie schon verloren, bevor Sie angetreten sind. Der noch größere Fehler bestünde aber darin, es nicht ernst zu nehmen; dann würden Sie umgehend verbale Prügel beziehen… —> Sie haben also die Wahl!
    *
    Es ist völlig belanglos, ob die anderen wissen, dass man recht hat. Sie kriegen Ihr Geld von Ihrem Arbeitgeber nicht dafür, dass Sie recht haben; sondern dafür, dass sie recht haben könnten, wenn er mal unrecht hat. Wichtig ist, dass Sie wissen, dass Sie und nur Sie recht haben! Dann bekommen Sie nämlich vom Leben recht, und nicht von irgend welchen doofen Mitmenschen. Je länger Sie das verwirklichen, desto öfter klingelt das Leben an der Tür und entschuldigt sich bei Ihnen dafür, dass es sich geirrt hat. Diese tägliche Danksagung ist die Haupttätigkeit der „Stützen der Gesellschaft“, die sich hier versammelt haben. Sollten Sie sich tatsächlich selbst einmal irren, lieber T.I.M., was übrigens in der besten Familie vorkommt, (siehe auch SPIEGEL-Titel diese Woche), entschuldigen Sie sich ihrerseits nun beim Leben dafür und alles ist ok. Sollten Sie aber auf Ihrem Irrtum beharren und sich nicht beim Leben entschuldigen wollen, (wie auch dem von Ihnen angeführten Papst, der Inquisition, Al Quaida, oder Guido Westerwelle), dann werden Sie vom Schicksal dafür gestraft: Sie werden für den Rest Ihres Lebens nicht wissen, welche Seite der Scheibe Brot man im Voraus mit Butter beschmieren soll. Sie haben dann also keine Wahl mehr…

  123. Schweizer Unternehmen gehen...
    Schweizer Unternehmen gehen auf Einkaufstour in die USA und in die Eurozone.
    Also, was ist in Deutschland billig zu haben?

  124. Logorrhoe auf Hartz IV....
    Logorrhoe auf Hartz IV.

  125. @ filou. Was tun in...
    @ filou. Was tun in Schottland? Einen Schottenrock kaufen.
    http://www.coool-stuff.com/what-do-men-wear-under-their-kilts/

  126. zu 11. Juli 2011, 19:38:...
    zu 11. Juli 2011, 19:38: Passt! Hahahehe!

  127. fionn: "Schweizer Unternehmen...
    fionn: „Schweizer Unternehmen gehen auf Einkaufstour in die USA und in die Eurozone. Also, was ist in Deutschland billig zu haben?“
    *
    Bundestagsabgeordnete gibt es gerade im Baumarkt im Sonderangebot, aber die Qualität soll echt nicht berauschend sein… Also Finger weg!

  128. @Filou: ah, danke. "Für...
    @Filou: ah, danke. „Für unspielbar gehalten“ und dann 120 Jahre später erstaufgeführt… bemerkenswert. – Ich las (vor Jahren?) mal einen Artikel über einen zeitgenössischen, inzwischen schon recht alten Komponisten, der in der Schweiz wohnt, und der ein Stück in Vierteltönen (oder so ähnlich) geschrieben hatte, das Orient und Okzident zusammenbringen sollte. Die Beschreibung klang enorm abgefahren. Es muß richtig schwierig gewesen sein, das aufzuführen (wurde wohl gemacht, allerdings in einem recht kleinen Kreis), eben wegen der Viertelnoten. Den Namen hab ich leider vergessen. Aber es machte schon den Eindruck, daß das ein wirklich sehr spezielles Hörerlebnis ist, dem man einige Neugier entgegenbringen kann… wobei ich es mir ein wenig wie Brian Eno, nur spitziger, vorstelle (aber das ist nur eine durch nichts zu bestätigende Vorstellung)

  129. @fionn, foei toch! U bent toch...
    @fionn, foei toch! U bent toch ’n fatsoenlijk meisje? Weten U ouders dat u hier bent?

  130. @Filou (11.Juli 2011 19:46):...
    @Filou (11.Juli 2011 19:46): tja ja.

  131. Solange man sich die ...
    Solange man sich die Gesellschaft nicht anders denn als Ballgesellschaft vorstellen konnte, gaben die Frauen notwendigerweise den Ton an.
    .
    In den verrauchten Salon zeitungslesender Couponschneider kamen sie nur noch um Tee zu servieren.
    Das war die Morgenröte der bürgenlichen Zivilgesellschaft.

  132. liebe Der Tiger,
    ja, sich dumm...

    liebe Der Tiger,
    ja, sich dumm stellen ist oft sehr klug!
    Ich hatte mal einen Chef, der mich auch zum Kritisieren zu sich beorderte, er war schwerhörig und das Hörgerät war in den Bügel seiner Brille eingebaut. Er sagte: „Widerrede zwecklos, ich nehme meine Brille ab und hör nix“. Du siehst aber auch nix, dachte ich mir, und nahm mir einen von den Prunkkulis, die vor mir auf seinem Schreibtisch lagen und die immer nur der Chef geschenkt bekam, mit .

  133. @colorcraze, als Roxy Music...
    @colorcraze, als Roxy Music aufhoerte, verlor ich den schraegen Fuersten Brian Eno aus dem Gedaechtnis. Er ging nach Berlin. Eine Ex-Kumpanin ruehmt sich, mit ihm mal „irgendwas“ gemacht zu haben. Was es war, blieb im Dunklen der Kreativszene.
    Komisch friesiert huepfte er in meiner Erinnerung um seine elektronischen Geraete. Damals war ich hin und weg.
    .
    Wahrscheinlich macht Brian das, was andere auch machen: Senatsknete abgreifen. Kein gutes Schicksal.

  134. @yast: Gut, dann nehm ich ihre...
    @yast: Gut, dann nehm ich ihre Aussagen nur noch 0.8:1 (oder waere das schon uebertrieben? – Ich denke 80% ist ungefaehr so gut wie der vergleich Inquisition vs. FDP).
    Und wofuer ich mein Geld bekomme, wissen Sie doch gar nicht. Tatsaechlich naemlich unter anderem dafuer, dass ich andere von meinen Vorstellungen, wie die Welt aussieht, ueberzeuge (ich sag nur peer-review Verfahren). Dabei reicht es mir vollkommen, dass meine Erklaerungen die besten nach Stand des aktuellen Wissens sind, einen Anspruch darauf, absolut recht zu haben, erhebe ich gar nicht. Dann koennte ich in der Naturwissenschaft auch einpacken und religioes werden.
    Von der „Arbeit“ mal abgesehen, moegen sie aber recht haben. Waeren sie also erfolgreich weiter die Gesellschaft stuetzen, binde ich mein Brot vor’m Schmieren einer Katze auf den Ruecken – oder ich lebe mit dem Risiko (more risk, more fun – stand aussen an der Spielhoelle).

  135. lieber Plindos, es steht zu...
    lieber Plindos, es steht zu vermuten, dass es am 20. Juli 1945 ganz furchtbar viele widerstandskämpfer gab.
    .
    el cóndor pasa: weder eulen oder krähen.
    .
    lieber Hans Meier555/14.23 u, „Was wir bräuchten wären mehr neofeudale Oligarchen“ – aber sicher, dann kommen sicher so spannende festchen dabei heraus wie am plage de pampelonne, wenn man wieder russe xyz eine champagnerschaumparty veranstaltet, seit jahren uninnovativ, nur die mädchen altern nicht.
    recht belastend für die oberen wimpern.
    .
    im übrigen pflichte ich ihnen, lieber hans (ich darf doch), aus tiefstem herzen bei, dass man den bediensteten richtige umgangsformen beibringen sollte.
    soeben hatte ich – absolut ironiefrei – das veritable vergnügen, mit einer gescheiten und sehr freundlichen jungen dame ein restaurantarrangement zu besprechen. sie vergass zum ende des gesprächs nicht einmal den scheinbar gleichstellenden, gemeinsame lacher produzierenden scherz, der selbst wiederum nur travestie ist, wohlwissend, dass sie wohl kaum einen abend dort bestreiten können dürfte. wirklich angenehm.
    anbiederungen vom personal sind recht ansonsten inkommod, wenn man einander kaum kennt.
    .
    liebe Der Tiger, bitte halten sie uns auf dem laufenden, was die publikation ihrer biographie anbelangt (benötigen sie da hilfe oder ist ein druckdatum absehbar?). den spruch des belgiers kenne ich, und ich habe ihn mir beizeiten zu herzen genommen. einmal hielt man mich sogar für eine agentin des spiegels, meiner genauen nachfragen wegen, doch sei ich zu gut angezogen gewesen. wie ich gelacht habe, können sie sie vorstellen. den ganzen tag habe ich noch gelacht.
    .
    cher Filou, schottland mit dem geschätzten fräulein diener und ihnen – aber sicher, wenn noch ein plätzchen und zwei gläschen frei wären, käme ich gerne mit! (nicht vorwiegend wegen der männlichen sharon stones, obwohl diese gerne ballett aufführen dürften, wenn sie es denn möchten). fionn wäre sicher eine gute bereicherung der reisegesellschaft.

  136. von bürgerlichen traditionen,...
    von bürgerlichen traditionen, wenn sie ausgehöhlt sind wie ein hallowien-kürbis, weiss man, dass es sie gibt, man unterstellt weiterhin deren gültigkeit, zumindest für die fabrikantengattin, da möchte man sich nicht ausnehmen. wie langweilig. der sieg des perserläufers vor interlübke und der alfikanne in chrom.
    .
    man übertrumpft einander in scheinbarer kennerschaft und ficht religionskriege ob differenzen zwischen spiegelstrichen aus. nichts weiter als selbstprofilierung ewig profilloser.
    .
    das ist die kehrseite des untergegangenen sprichwortes, dass man über geschmack nicht streiten könne.
    .
    und anstatt die vorteile dieses unterganges zu nutzen, nämlich im dialog mit als gebildet berachteten freunden zu prüfen, was und aus welchen gründen man persönlich mag und schätzt und so eventuell gemeinsam einen geschmack zu entwickeln,
    gibt es nur noch mehr vom spinatgleich-attraktiven kulturzwang, nur leider der unbekömmlichen sorte, dass etwas, das ganz besonders wenig schmeckt, gerade deswegen die spezialität sei, so wie von katzen vorverdaute kaffeebohnen.
    .
    im prinzip sollte man die freigabe nutzen.

  137. Und die neofeudalen Oligarchen...
    Und die neofeudalen Oligarchen brauchen natürlich noch den einen oder anderen Stilberater.
    Aber das kommt dann schon in Gang, zwischen Alarich und Lorenzo di Medici liegen ja auch 1000 Jahre.

  138. Gerade bei den Russen, liebe...
    Gerade bei den Russen, liebe Donna Laura, müssen Sie auch sehen, wo die herkommen. Die Großväter wurden unter Breschnew sozialisiert, die Väter waren die ganzen wilden 90er mit Geldraffen (und dabei nicht erschossen werden) beschäftigt, aber die auf britisch-schweizerischen Eliteinternaten herangereifte Enkelgeneration wird es vielleicht schon etwas besser auszugeben wissen.
    Und verschiedene Versatzstücke des sowjetischen Bildungskanons, zu dem ja auch das Ballett gehörte, lassen sich da schon reaktivieren.

  139. T.I.M.: " ... Tatsaechlich...
    T.I.M.: “ … Tatsaechlich naemlich unter anderem dafuer, dass ich andere von meinen Vorstellungen, wie die Welt aussieht, ueberzeuge …“
    *
    Klingt irgendwie nach Sekte, aber dafür wirken Sie zu intelligent. Außerdem benutzen Sie ein englisches Keyboard und begeistern sich für die Naturwissenschaften, aber auch für Parolen auf Spielbanken. Sie lieben Katzen und wünschen sich ein interessanteres Leben: Ich vermute mal, sie promovieren irgendwo im Ausland in Physik und haben ein bisschen Heimweh nach interessanten Geprächspartnern…

  140. @Foersterliesel - ‘sich dumm...
    @Foersterliesel – ‘sich dumm stellen ist oft sehr klug!’ würde ich so nicht unterschriben. Sich nur dumm stellen, bringt kein Ergebnis. Zu einem klugen Ergebnis kommt man erst, wenn man in dem Moment, wo der Gegner von der vorgespielten Dummheit eingelullt ist, doppelt hart zurückschlägt.
    .
    Das funktioniert sogar dann, wenn die Leute längst wissen, dass man so handelt, weil sie es wieder und wieder erfahren mussten. Der Schweizer Personalchef hat sicherlich sofort gemerkt, dass ich ihn (wieder) ausmanövriere. Aber er konnte sich gegen die Taktik eines gespielten, aber ihm überlegenen Dummchens nicht wehren. Deswegen beendigte er das Meeting nach ein paar Minuten.
    .
    @Donna Laura – Ich habe vor mehr als fünf Jahren – auf Empfehlung der FAZ hin – den Spiegel informiert. Aber Herrn Aust und seine Redakteure, sowie seine Nachfolger interessieren sich offensichtlich nicht dafür. Sie haben sich nie bei mir gemeldet.
    .
    Was das Datum der Veröffentlichung meiner Memoiren betrifft, müssen sie sich an die Herren Steltzner und Nonnenmacher halten. Wenn die beiden zusammen mit meinem Rechtsanwalt entscheiden, dass der richtige Moment gekommen sei, werden sie herausgegeben.

  141. Keine Frage, Renée Jacobs ist...
    Keine Frage, Renée Jacobs ist ein Grosser. Die hier gezeigte Ballettsequenz…
    …ich weiss nicht. Aber jeder darf gefragt sein, fuer welche der Taenzerinnen ich mit Schmetterlingsnetz und Pommery am Kuenstlereingang stehen wuerde.
    (Mein ubliches Schicksal wird mich ereilen: Sie wird mich anlaecheln, vorbeigehen, in die alte Dyane eines jungen Mannes einsteigen. Heul!)
    http://www.youtube.com/watch?v=jb2TURdBeEQ
    .
    Aber toll ist sie schon, gell?

  142. Ihr könnt doch alle keinen...
    Ihr könnt doch alle keinen Spagat (mehr). Und das fuchst euch, gell?
    Tja.
    .
    Und warum die Dominanz des russischen Balletts? Weil da alles passt (Musik klasse, Tänzer klasse, Choreographie klasse). Ganz einfach, oder?
    .
    Don, danke für die musikalischen Anregungen. Werde ich mal testen (mit eigener Choreographie … vielleicht).

  143. de gustibus, lieber...
    de gustibus, lieber hans…
    .
    kunst komme, so sagt man, von ‚können‘, nicht von ‚wollen‘
    (und auch nicht von ‚können-wollen‘ oder von ‚können, aber auch überhaupts gar nicht ned wollen, weil des ist doof, des ka ja a jeda‘ [pardon für die ungeübte aussprache]).
    .
    schaumpartys sind keine kunst. manche ballettratte brilliert in schaumpartys, vor zweihundert jahren wie heute. nicht alle verdienen erstklassig, und der entengang an land ist nicht für alle reizvoll.
    .
    zur ehrenrettung für das ballett darf ich noch das stuttgarter ballett anführen. das ist nicht schlecht.
    (man muss ja nicht mit dem zug anreisen. dort gibt es ein parkhaus.)
    .
    nun ja, liebe muscat, noch ein quartett à la meine yacht, mein wallach, mein plié muss ja nicht sein.

  144. filou 20:03 - Schattig!...
    filou 20:03 – Schattig!

  145. @DonnaLaura
    "gibt es nur noch...

    @DonnaLaura
    „gibt es nur noch mehr vom spinatgleich-attraktiven kulturzwang, nur leider der unbekömmlichen sorte, dass etwas, das ganz besonders wenig schmeckt, gerade deswegen die spezialität sei, so wie von katzen vorverdaute kaffeebohnen.“
    Deshalb freue ich mich auf den Teil des Kanons, der in Austern und Rheinwein schlampampen geht.

  146. Ballett ja oder nein?...
    Ballett ja oder nein? Irrelevant. Seht die zarten Fuesse, wie sie zierlich ueber dem Parkett scheinen zu schweben.
    http://www.youtube.com/watch?v=LhS8TCckC6A
    Aber geht in einen Supermarkt und seht die falsch erzogenen Geschoepfe ueber der Einkaufswagenstange haengend, die Margarine aus dem Regal zerrend, die Bierkiste stemmend, an der Kasse den Pincode vergessen habend, an der Imbissbude noch eben eine rauhe Schale Fritten verzehrend…
    …seht ihr sie?
    Frauen, Muetter, Buergerinnen! Schleift eure Toechter zum Ballettunterricht, auf dass sie nicht nur gute Frisuren haben, sondern auch einen Gang, den Goettinnen gleich, um der schlechten Kopie des jungen Merkur, genannt Filou, eine Augenfreude zu sein.
    Ach, ihr habt nie gehoert. Ich sehe es auf den Strassen diieses Planeten. Gut, dann macht es nicht fuer mich. Dann schult euch fuer den Bademeister, gar fuer den schicken Klassenlehrer. Ich will doch nichts anderes, als mein wohlwollendes Auge auf euch werfen.
    Habt endlich die Gnade.

  147. liebe Der Tiger,
    aha. Naja....

    liebe Der Tiger,
    aha. Naja.

  148. lieber Filou,
    einen schönen...

    lieber Filou,
    einen schönen aufrechten Gang erzielt man auch durch Lastentragen auf dem Kopf (Indien, Afrika)

  149. @yast: Ziemlich gut...
    @yast: Ziemlich gut geschlussfolgert. Promoviert bin ich zwar schon aber mit der Tatstatur liegen Sie richtig – USA. Und in einer Sekte bin ich auch nicht, seit ich als Teenager die katholische Kirche verlassen habe (Man wird zwar automatisch exkommuniziert, aber das Kirchenrecht zaehlt einen weiter als der Kirche angehoerig). Nur mag ich Hunde deutlich lieber als Katzen. Ich dachte, mit dem Butterbrot spielen sie auf den alten Witz an:
    Ein geschmiertes Brot faellt bekanntlich immer auf die beschmierte Seite. Eine Katze landet immer auf den Fuessen. Was passiert, wenn man einer Katze ein geschmiertes Brot auf den Ruecken bindet und sie dann vom Tisch wirft?
    Die „Spielbank“ war tatsaechlich eine Automatenhalle/Geldwaschanlage direkt neben einer Bushaltestelle, die ich jahrelang benutzt habe.
    Ich mach mir mal nicht die Muehe, Sie hier zu analysieren – da sind andere (HansMeier) besser drin.
    @Filou: Zarte Fuesse? Besser geschlossene Schuhe fuer die maltraetierten Zehen der (sich zweifellos grazil bewegenden) Balletttaenzerinnen.

  150. y2k 17:36, wenn sie mal das...
    y2k 17:36, wenn sie mal das Erbe nicht ausschlagen, wegen des Komposthaufens östlich der Werra.

  151. ob ballett oder zwölftonmusik...
    ob ballett oder zwölftonmusik – letztendlich zählt doch nur die ehrliche begeisterung für etwas. mittlerweile kann ich das ganz locker aus so einem DA-text herauslesen ;)
    .
    und – achso, genau: tänzer sind schön!

  152. Liebe Foersterliesel (ich...
    Liebe Foersterliesel (ich zutzele am Rest von Madames Geschwuerzschlawiner, der Bordeaux ist alle), Lastentragen auf dem Kopf, in Westeuropa? Es wird dann wohl doch der prestigieuse Ballettunterricht. Oder was anderes. Was Afrika betrifft, so bin ich was Frauenmode betrifft, gerade dabei, mich damit vertraut zu machen…
    …ich liebe die Mode des 18ten Jahrhunderts, die Stoffe, die Farben, die Schnitte. Ich habe weiter keine Ahnung, aber es gefaellt mir.
    http://www.fotos-hochladen.net/uploads/versailleskitscbpeygu1wki.jpg
    .
    Jaja, das Ankleiden war kompliziert, das Tragen durchaus eine Qual. Und doch, vom Zwang der Konvention mal abgesehen, die Damen fanden sich schoen und anziehend. Ich mag den Zauber weiter Gewaender; Andeutung, Verheissung-nur das Dekolleté, wenn es nicht zuechtig und vernuenftig mit einem Tuch verhuellt wurde, war der eindeutige Appell. Heute zeigt man zuviel Wahrheit-und die ist oft…naja.
    Bevor ich mich weiter auf dieses Glatteis begebe, sage ich lieber Gute Nacht.
    .
    Gute Nacht.

  153. "... sondern auch einen Gang,...
    „… sondern auch einen Gang, den Goettinnen gleich, …“
    .
    Liebster Filou, da geht was mit Ihnen durch.
    Ihre „Göttinnen“ watscheln, zuweilen recht entenhaft. Das kann ich Ihnen bestätigen, weil ich eine Hardcore-Balletteuse als Klassenkameradin hatte.
    Daher lieber mal lieber Schluss heute mit dem Bordeaux, n’est ce pas?

  154. T.I.M.: " Ich dachte, mit dem...
    T.I.M.: “ Ich dachte, mit dem Butterbrot spielen sie auf den alten Witz an: …“
    *
    Oh, ein/e promovierte/r Murphologe/in mit einem US-Keyboard! Das hat man selten! Ich habe Dr. Murphy neulich bei einer Vorlesung über neundimensionale Räume beobachten dürfen: Er stellte sich n-dimensionale Räume vor und reduzierte sie dann einfach auf neun; völlig ohne Katzen und Butterbrote, aber dafür mit einem alten Rechenschieber, den er selbst beschriftet hatte. Murphy war übrigens Optimist…

  155. @Filou: [Eno] keine Ahnung, wo...
    @Filou: [Eno] keine Ahnung, wo der abgeblieben ist. In den 80ern waren ja diverse auswärtige Musiker in Berlin (Bowie z.B.), weil mit NDW es da halt musikalisch wirklich herausragend war. Aber die sind dann mW wieder weggezogen. Ob Techno in den 90ern und Nullern einen ähnlichen Effekt hatte, weiß ich nicht. Nur daß der Großumzug Loveparade enorme Menschenmengen anzog, die auf der Straße tanzten. [Lasten auf dem Kopf] in den 70ern sah ich im Fernsehen mal eine ungarische Folkloretruppe, die mit Wasserkrügen auf dem Kopf tanzte. [afrikanische Frauenmode] Im Sudan Toga, in Westafrika Boubou (das scheint eine Art abgespecktes 18tes Jhdt-Gewand zu sein), soviel ich weiß.

  156. Das mit den "sozialen...
    Das mit den „sozialen Ursachen“ sollte mehr eine vage Anspielung auf das Leibeigenentheater sein.
    Die Freude, nicht den Acker pflügen oder zum normalen Wehrdienst zu müssen, kann sehr motivierend wirken.
    Warum aber sollte jemand in einer freien Gesellschaft, wo jeder sowieso ins Ausland fahren darf, so eine Laufbahn wählen?

  157. @ T.I.M. 23.57h

    >>Ein...
    @ T.I.M. 23.57h
    >>Ein geschmiertes Brot faellt bekanntlich immer auf die beschmierte Seite. << Richtig - und wissenschaftlich bewiesen : Murphy's Law "Whatever can go wrong will go wrong".

  158. Wasserkrüge auf dem...
    Wasserkrüge auf dem Kopf!
    .
    Genau meine Rede. Die Wasserleitung in jedem Haus hat unseren Mädeln die Figur, Haltung und Gang verdorben.

  159. Da kann auch der...
    Da kann auch der Ballettunterricht nichts mehr gutmachen.

  160. Liebe donna laura, Yacht,...
    Liebe donna laura, Yacht, Wallach… Sie?? Hätte ich jetzt nicht gedacht.
    Müssen tut man sowieso gar nichts, da sind wir uns, glaube ich, einig.

  161. Woher der Hass auf Ballett?...
    Woher der Hass auf Ballett?
    Ich sehe mir einfach gern ein Ballett an. Den Nussknacker in der Weihnachtszeit mit der ganzen Familie (wie einst in Petersburg) oder jetzt kürzlich „Loops“ in Basel – kein Handlungsballett, modern, trotzdem hübsch anzusehen. Den „Valse“ von Ravel, getanzt von 16 Herren. Es ist Unterhaltung, keine Philosophie. Hinsetzen, lauschen, schauen, bewundern, genießen.
    Ach ja, und selbst mache ich es auch, jetzt schon seit 40 Jahren, ganz laienhaft, als Sport. (Ist anstrengend!) Aber Haltung habe ich. (Gruß an Filou!) Und ja, das Fräulein Tochter geht selbstverständlich ins … Ja.

  162. Wieso Hass? Der Beitrag...
    Wieso Hass? Der Beitrag beschäftigt sich eigentlich nicht mit Bellett, sondern einerseits mit den Anforderungen der Gegenwart und andererseits der Frage, warum Vertreter gesellschaftlicher Konventionen, die es ohnehin schon schwer haben, sich nicht um die Menschen bemühen, sondern ihren Ausweg in internen Fraktionsstreitereien, einer gewissen Arroganz und einer selbstverständlichen Inanspruchnahme von Möglichkeiten sehen, ohne je zu erklären, was genau jetzt eigentlich ihren Status begründet. Es ist nicht die einzige Konvention, von der ich denke, dass man sie jenen überlassen kann, die es wirklich wolllen; der Rest sollte sich jedenfalls davon nicht insultieren lassen. Nur weil etwas für sich in Anspruch nimmt, Kultur zu sein, sehe ich keinen Zwang, es kennen zu müssen. Und wenn es mir wichtig ist, dass andere das verstehen, was ich für mich als relevant erachte, dann gebe ich mir halt Mühe. Wenn ich etwas über Kelten erzähle, fange ich ja auch nicht mit der Abrenzung von LaTene A und B an.

  163. Don, mir ist schon klar, um...
    Don, mir ist schon klar, um wen es Ihnen in Ihrem Beitrag ging.
    .
    Aber offenbar mögen einige der Kommentatoren kein Ballett. Und das muss ich wiederum nicht verstehen.

  164. Muscat, Spagat konnte ich noch...
    Muscat, Spagat konnte ich noch nie, und ich muss auch sagen, dass mir als indigenem Bayern das Körpericdeal von Ballettpersonal eher fremd ist. Das betrifft aber nicht nur Tänzer. LeichtathletInnen sind auch nicht gerade etwas, das mit Bewegung andere Defizite wegmachen könnte. Ich muss bei solchen Leuten immer an Maschinen denken, an Optimierung, an das Herausquetschen des Letzten an Möglichkeiten – und das ist mir fern.
    .
    Was übrigens keinen Platz mehr fand: An der Schule hatten wir ein Mädchen, die im Winter Eiskunstlauf und im Sommer Ballett gemacht hat. Neben einem anstrengenden Charakter brauchte die junge Dame auch all das mit, was man eigentlich für Klischees des späten 19. Jahrhunderts halten würde. Und obwohl sie in sportlicher Hinsicht sehr erfolgreich war, war sie ni in der Lage, jemanden dafür zu begeistern. Ich denke, das generelle System einen Kanons und seiner Zwänge funkionierte schon damals nicht mehr richtig. Es reicht nicht mehr, gut und abgehoben vorne eine Performance abzuliefern, und unten sorgt dann der Gruppenzwang für den Rest. Das geht im Journalismus nicht mehr, in der Politik geht es nicht, und bei hochnäsigen Minderheiten von Minderheiten von Minderheiten erst recht nicht.

  165. muscat, auch dieses...
    muscat, auch dieses Nichtmögen muss erlaubt sein. Gerade weil es für die Liebhaber ja eine Möglichkeit ist zu testen, ob sie Verständnis dafür erwecken können. Ablehnung halte ich für weitaus ungefährlicher als Desinteresse.
    .
    In Zeiten unserer enormen Möglichkeiten muss jeder schauen, wo er bleibt. Jeder muss erklären, warum man sich mit seinen Angeboten beschäftigen sollte. Früher gab es als Abendunterhaltung halt nicht so viele Optionen. Da waren die Besuche von Aufführungen der Höhepunkt. Heute haben Restaurants durchaus gelernt, wie sie dem Theater den Rang ablaufen können. Sie sind PProfiteure derjenigen, die die Konventionen nicht mehr beachten. Die Frage wäe also – und das zieht sich hier durch das ganze Blog – wie entgeht man der Gefahr, von der gelebten Kultur zur blossen Konvention zu werden. Man kann hoffen, dass andere eine Kultur respektieren. Aber eine Konvention, die nichts anderes ist, als ein Haufen Dünkel, etwas Geschichte und Pathos?
    .
    Das ist das 21. Jahrhundert. Wer jetzt nicht schnell umlernt, wird keinen Bestand haben. Da geht es Ballett nicht anders als den Kirchen und dem ZDF.

  166. Der Kanon - ist er nicht ein...
    Der Kanon – ist er nicht ein Kommunikationsteppich, auf dem zwei einander etwas zugeneigte Männchen und/oder Weibchen erste Anknüpfungspunkte finden, die letzlich bei Kerzenlicht, Rotwein und Neil-Diamond-CDs auf unsere Arterhaltung herauslaufen?
    Da wir über keine nennenswert vorzeigbare erotische Kultur verfügen, zwischen Jugendschutz und Bezahlporno, lassen wir doch den meist sehr gepflegten Herren und den oft etwas verblühten Damen den Spaß an knackigen Hinterbacken und respektablen Paketen in dünnen Strumfhosen, gegen die man alle Radlerhosen vergessen kann!

  167. Ich teile da eher die Ansicht...
    Ich teile da eher die Ansicht von Chaine anglaise und denke lieber an so etwas:
    http://www.youtube.com/watch?v=0Iqf2f0D-vM&feature=related
    Seufz.

  168. Genau. Der Hochleistungssport...
    Genau. Der Hochleistungssport ist die Karikatur des bürgerlichen Produktivitätswahns.
    .
    Für mich ist es faszinierend zu sehen, wie beim Anblick von Olympia zuverlässig die Hirne aussetzen. Bei einer Fußball-WM kann ich es noch verstehen, da gibt es vielleicht noch ein Moment von Spannung, Witz und Dramatik jenseits des bloßen Endrgebnisses, aber für Diskuswerfen und Kanurudern interessiert sich doch sonst vier Jahre lang nun wirklich kein rosa Allesfresser — dessen wilder Vetter beim 100m-Lauf ja lässig grunzend Gold erzielen könnte.

  169. bockscar, das stimmt...
    bockscar, das stimmt natürlich, es gebt eine Pornographisierung, die ohne besondere Erotik auskommt, und Charme und Witz sind nicht so sehr verbreitet. Man darf sich gar nicht vorstellen, was eine heutige Verfilmung aus den zarten Andfeutungen des Decamerone machen würde. Aber nutzt Ballett diese Chancen? Und vor allem – würde ein reenactment des höfischen Balletts nicht vielleicht sogar mehr Freunde gewinnen, weil der Hedonsmus und das Wissen, es sich leisten zu können, uns näher ist als Giselle und der Nussknacker?

  170. filou colorcraze

    Brian Eno:...
    filou colorcraze
    Brian Eno: Letztes Album 2010 Small Craft on a Milk Sea
    http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?content=band&bandId=156
    Übrigens klasse, die Babyblauen.

  171. Das höfische Ballett wäre in...
    Das höfische Ballett wäre in Sachen Ballett sicher konsequenter. Ätsch. Hier bin ich. Nicht Du.
    Aber welcher Ballettafficionado kann überhaupt einen Hops von einem anderen unterscheiden?
    Fürchte, es geht dabei wirklich weniger ums Gehopse als um mehr Fortpflanzungsrelevantes.

  172. Es soll ja auch Leute geben,...
    Es soll ja auch Leute geben, die keine „Klassik“ oder „Jazz“ mögen… weil sie mal ein Webber-Musical als „Klassik“ oder den Frühshoppen im Golfclub als „Jazz“ präsentiert bekamen.
    Es ist das Pauschale, an dem ich mich störe.

  173. <p>"Angenommen, wir wären...
    „Angenommen, wir wären Pizzabäcker in einem miesen Mafiafilm. Eines Tages, wir haben gerade unser Lokal aufgesperrt, besucht uns Don Alfonso mit seinen humorlosen Begleitern. Diese zerren uns in die Küche, weil sich Blut von den Kacheln besser abwischen lässt, zertrümmern uns das Nasenbein und machen uns dann ein Angebot, das wir nicht ablehnen können: Gegen die Zahlung einer Gebühr könne man uns künftig vor solchen Unfällen beschützen. Nur ein schlechter Film?“
    .
    So schreibt heute „Die Zeit“. Endlich ein ehrliches Wort dazu, wie unser Don sein Geld „verdient“. Und alle Rennräder sind von den Fahrradhändlern Bayern erpresst. GRAUS!

  174. Erotisch ist der Kitzel der...
    Erotisch ist der Kitzel der Grenzüberschreitung, und zwar v.a. der sozialen Grenzüberschreitung, die Überwindung von Klassenschranken oder anderer Normen.
    Eine Kultur (bzw. ein Kulturbetrieb), die für soziale Normen blind ist, kann auch keine Erotik hervorbringen.

  175. DA: "Die Frage wäe also - und...
    DA: „Die Frage wäe also – und das zieht sich hier durch das ganze Blog – wie entgeht man der Gefahr, von der gelebten Kultur zur blossen Konvention zu werden. Man kann hoffen, dass andere eine Kultur respektieren. Aber eine Konvention, die nichts anderes ist, als ein Haufen Dünkel, etwas Geschichte und Pathos?“
    *
    Don, dieser Blog ist bereits die neue Kultur des 21. Jahrhunderts, einschließlich seiner Youtube-Videos, Bücher- und CD-Empfehlungen, Duell-Aufforderungen und der Sprachspiele, die hier veranstaltet werden. Zudem ist es de facto eine von Don Alphonso betreute Internet-Live-Kultur mit Leuten, die ich mittlerweise besser kenne als meine Nachbarn. Wir werden also nichts Geringeres tun müssen, als einen neuen Kulturbegriff definieren, wenn man diesem Problem Herr werden will.

  176. donna laura@:... ja gewiss,...
    donna laura@:… ja gewiss, aber nur zeitverschoben in die sog. Stunde „0“ am 08.05.1945 hinein (zuvor war es doch zu kitzlig um die Halsgegend). Ähnlich wie in Frankreich. Das Land wimmelte ab dem Tag der Befreiung von Paris, 25.08.1944, nur so von Resistancekämpfern (wie mutig man da mit der MP posierte), es wurden ihrer in späteren Jahren noch viel mehr.
    Der Opportunismus ist die Kür des politischen Wendehalses. Das ist aber nun wirklich nix Neues.
    ..
    HansMeier555@: Man muß sich nur die Bilder aus den Fünfzigern mit dem Herren-Tennisspieler, Baron Gottfried v. Cramm, ansehen. Ab den 80igern dann dieser deutsche Chickenjäger als Idol sowie Werbungsfigur für die Deutsche Bank: „Leistung muß sich wieder lohnen“. Zwischen diesen Beiden ein Hiatus an Gewöhnlichkeit. Allein schon die Gestik bei einem Sieg, wie sie seitdem globalisiert gezeigt wird: Niederste Haltung (?).
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_von_Cramm

  177. bockscar, sind paare, die beim...
    bockscar, sind paare, die beim geschlechtsakt neil diamond hören, tatsächlich zur arterhaltung fähig……………………………?

  178. Kommt auf die Art an.
    .
    Don...

    Kommt auf die Art an.
    .
    Don Alphonso mit ph. Der Alfonso von der Zeit ist ein entfernter Verwandter, der noch nach Geld fragen muss.

  179. Don Carlos, wer weiß, Ihre...
    Don Carlos, wer weiß, Ihre Eltern haben möglicherweise bei Ihrer Zeugung auch einen „Beautiful Noise“ gemacht.
    (Sorry, wo Sie doch wahrscheinlich ein Schaumgeborener sind.)

  180. Wenn ich noch einmal jung,...
    Wenn ich noch einmal jung, kräftig und gelenkig wäre, würde ich Eishockey spielen. Das gab’s zu meiner Zeit für Mädchen nicht. Als es sich dann ergab, war ich nicht mehr jung, kräftig und gelenkig genug – aber Spaß gemacht hat es mir trotzdem – bis ich schwanger wurde und die Ärztin meinte, so ein Sport gehöre nicht in das Repertoire des klassischen Schwangerschaftsballett.

  181. Don Carlos: "...sind paare,...
    Don Carlos: „…sind paare, die beim geschlechtsakt neil diamond hören, tatsächlich zur arterhaltung fähig…?“
    *
    Gegenfrage: Sollten Menschen, die natürlichen Sex einen „Geschlechtsakt“ nennen, sich überhaupt fortpflanzen?

  182. was ist denn an einer...
    was ist denn an einer Konvention grundsätzlich schlecht? Konvention ist Stütze im Alltag un damit Stütze der Gesellschaft Was ist denn daran schlecht, daß klein-Lisa zu Musik hüpft und die Eltern das Ballett nennen, was ist denn daran schlecht, wenn Familie Schmidt nicht nach Mallorca fährt, sondern mal daheim in der nächstgelegen Stadt sich ein Ballett anschaut, das ganzkonventionell ist? Was ist denn daran schlecht, wenn Omi Huber nicht allein zuhause vorn Fernseher sitzt sondern sich auch mit 80 Jahren noch schick macht und einmal im Monat dieses „moderne Zeug“ anschaut und vielleicht auch mal die Enkelin dazu mitnimmt? Wenn Sie so wollen ist das Beschäftigungstherapie, Ablenkung – ja und? Diese ganzen Moralapostelei – „es muß ganze Überzeugung dahinterstecken“ – die „Mitschülerin hatte keine Ausstrahlung“ – modernes „Bildunsgprekariat“ , warum müßt Ihr Euch darüber lustig machen. Laßt dem Klein- und Mittelbürgertum die Konventionen, das Großbürgertum nimmt eh Cocain und pfeift schon lange auf die bürgerlichen Werte, wo das hinführt, werden wir ohnehin bald sehen, wenn uns das ganze System um die Ohren fliegt – dann würde ich vielleicht nicht ins Ballett gehen, aber Klavierspielen, das wollen Sie uns doch wohl nicht auch noch nehmen, lieber böser Don!

  183. lieber Don Carlos, liebe/r...
    lieber Don Carlos, liebe/r bockscar, nicht mehr, befürchte ich.
    .
    lieber Plindos, die von ihnen angebene jahreszahl liess mich zu diesem schluss kommen.
    .
    .
    lieber don, jetzt haben sie aber glück gehabt. ein’pf‘ rettet ihren ruf. man konnte es sich allerdings bereits bildlich vorstellen, wie ihre rasselbande unter ihrer kundigen anleitung nasen etwas linkisch neu modelliert…

  184. lieber Don Carlos, liebe/r...
    lieber Don Carlos, liebe/r bockscar, nicht mehr, befürchte ich.
    .
    lieber Plindos, die von ihnen angebene jahreszahl liess mich zu diesem schluss kommen.
    .
    .
    lieber don, jetzt haben sie aber glück gehabt. ein’pf‘ rettet ihren ruf. man konnte es sich allerdings bereits bildlich vorstellen, wie ihre rasselbande unter ihrer kundigen anleitung nasen etwas linkisch neu modelliert…

  185. Jeannette, Konventionen sind...
    Jeannette, Konventionen sind dann schlecht, wenn sie zu Zwang werden. Besonders zu jenen Zwängen, die gern von den meisten über Bord geworfen werden würden, aber keiner traut sich was zu sagen, um nicht als ungebildet oder unhöflich oder kulturfern dazustehen. Konventionen sind oft nahe an der Grenze zur Heuchelei errichtet, und man muss sehr, sehr aufpassen, dass es nicht umschlägt. Zumal, wenn die Konventionen älter werden. Es kann dann sein, dass man vornerum vielleicht höflich den Mund hält, aber hintenrum eine Zeitung abbestellt, die einem nichts ausser langweiligen Konventionen zu bieten hat. Man schlechtet Konventionen nicht öffentlich, man lässt sie hintenrum verhungern. Ist das gut?

  186. donna laura, das Fachblatt...
    donna laura, das Fachblatt für westrussische Vertriebene und andere Schlossnichtbesitzer kann meinem Ruf gar nichts. Die sind ja in hamburg! Das ist Ausland.

  187. Wobei man natürlich zugeben...
    Wobei man natürlich zugeben muss: Auch Frankfurt ist Preussen gewesen und damit auch Ausland.

  188. cher Filou, ihre begeisterung...
    cher Filou, ihre begeisterung wird nun kaum grenzen finden: meine parvität unterwarf sich ebenso dem joch, fachkundig erteilt von einem offensichtlich uns kleine mädchen in gewisser hinsicht in ruhe lassenden lehrer aus paris (er fand viel mehr gefallen an meinem feschen vater, selbstverständlich hoffnungslos). nicht zu lange, sonst kommt der profi-entengang dabei heraus, aber doch so lange, dass man in der tanzschule brillieren konnte und man zur not einigermassen grazil auf zwölf zentimeter hohen stelzen balancieren könnte. man fühlt sich dabei wirklich wie eine kleine principessa, mit tutu und dutt.
    .
    die meisten meiner mädchen und zwei meiner jungs belegen auch einen solchen kurs. ach ja, die unterschwellige begeisterung für das ballett wurde nicht beeinträchtigt. ausserdem ist das alles nicht toternst gemeint.
    .
    liebe muscat, vielleicht ist es ihnen entfallen, doch nenne ich zwei wallache mein eigen, gerettet aus händen, die sie unabänderlich zu dem machten, was sie nun einmal sind, nämlich wallache: immanuel und moses. immerhin sind sie nicht in der wurst gelandet.

  189. Jeannette: "Was ist denn an...
    Jeannette: „Was ist denn an einer Konvention grundsätzlich schlecht? Konvention ist Stütze im Alltag…“
    *
    Sie haben da etwas missverstanden: Daran ist gar nichts schlecht und niemand will etwas mies reden. Hier wird nicht über die Omi oder den Ballettunterricht, sondern über eine „bürgerliche Oberschicht“ abgelästert, die strunzdumm ist und Kulturereignisse braucht, um sich selbst zu erhöhen…

  190. @Foersterliesel – Ich sehe,...
    @Foersterliesel – Ich sehe, sie wollen auch noch den Rechtsanwalt kennenlernen. Es gibt wahrscheinlich mehrere, die behaupten, mich zu verteidigen, aber nur einen, der (mit seiner Kanzlei) meine Ermächtigung hat:
    http://www.k44.de/

  191. mittlerweile gibt es auch die...
    mittlerweile gibt es auch die konvention zur kunstbeflissenheit, die ihren gipfelpunkt in neo von schall und rauch und kollegen findet.
    .
    diese hochgeputschten, grossen austellungen, die ‚man‘ unbedingt gesehen haben muss – zumindest springen zahlreiche ‚leitmedien‘ auf die entsprechenden pr-verlautbarungen an -, sind m.e. zwiespältig zu bewerten:
    zum einen kann man tatsächlich ein, zwei kunstwerke finden, die einen berühren, z
    um anderen kommt man sich dermassen borniert vor, genau so eine ausstellung alle schaltjahre einmal zu besuchen,
    vor allem, wenn man sieht, dass die abgrenzung nach unten so schlecht funktioniert – eine übrigens äusserst unerotische ‚Überwindung von Klassenschranken oder anderer Normen‘: da man vor lauter kölner kegelclubs und seniorenvereinen sowie expansiven und zugleich versagenden deodorants nicht durchkommt und die besucher sich mit kaltschwitzenden, entblössten armen im kantinengang an den exponaten vorbeischieben.
    dass man eigentlich nur wegen dieses einen werks die eintrittskarte löste… nun, letztlich ist es auch egal.
    .
    amüsant wird das projekt erst dann, wenn man einfach einmal nur so ein museum oder eine veranstaltung besucht, ohne dass diese gross beworben wurde, und ohne, dass man weiss, was sich dahinter verbirgt.
    diesen vorhang zu lüften, bereichert doch immer wieder sehr.

  192. @Don: ...Ph.......
    .
    @donna...

    @Don: …Ph…….
    .
    @donna laura: Pf!
    .
    @alle: ..urz!

  193. A.D.:
    Heuchelei ist doch ein...

    A.D.:
    Heuchelei ist doch ein wesentliches Kittmittel für das Funktionieren einer Gesellschaft. Im Geschäfstleben können Sie sich ihr schwer entziehen, dies gilt auch schon in der Erziehung – obwohl der Einfluß der Kirche hier bei weitem nicht mehr so stark ist wie früher – geht es auch nicht immer ohne (Beispiel: Oma hat Besuch angekündigt, Kleinkind findet aber Oma total doof).
    In der Bewertung von Kunst ist gesellschaftsweit gesehen – noch am wenigsten Heuchelei – vielleicht in sogennanten (selbsternannten?) Expertenkreisen noch am meisten (siehe auch hierzu Bachmann-Preis-Texte und -Jury). Dass jemand mit dem Heucheln für die Kunst (und Ballett im konkreten) großen Leidensdruck entwickelt, habe ich bisher bei meinen Patienten noch nicht beobachten können. Keine Zwngsneurosen, keine Konfliktreaktionen – sorry. Das neureiche Bürgertum findet es ja geradezu schick, von nichts eine Ahnung zu haben.

  194. liebe/r bockscar, nun, ich...
    liebe/r bockscar, nun, ich habe mir berichten lassen, dass fahrradhöschen durchaus die männliche gemengelage präsentieren – gleichwohl ohne dass den herren dies präsent wäre (nun wissen sie es). die besagte strumpfhose hat bereits zu teenagertagen zu vollen theaterhäusern geführt.

  195. Don Alphonso@: Konventionen...
    Don Alphonso@: Konventionen liegen sehr grenzwertig nahe an Traditionen. So lange wie Dünkel und Unterdrückung n i c h t im Spiel sind, was wäre zu deren Pflege dagegen einzuwenden? Es ist auch eine Ausdrucksform des homo ludens, vertraute Spielregeln halt. Wie bei der mille miglia o. ä.
    Machen Sie mal einen Versuch mit kleinen Kindern: Wehe, wehe Sie erzählen die Gutenachtgeschichte in etwas anderer Version. Danach war das Inquisitionsgericht dagegen eine harmlose Veranstaltung.

  196. Don Alphonso@: Zumindest...
    Don Alphonso@: Zumindest Altona war mal dänisch.

  197. Immerhin verstehe ich jetzt,...
    Immerhin verstehe ich jetzt, warum bei Ebay kaum noch Silberkannen abfließen.
    .
    So, mein Landgang ist beendet, nun gehts von La Maddalena rüber ins Grimaldeliland. Der Rummel ist ja vorüber.

  198. DA@: Da hatte es Don Alphonso...
    DA@: Da hatte es Don Alphonso XIII de Bourbon vergleichsweise schwerer als Sie mit diesem Schreckenberg……und dann auch noch Ihr Gnadenerweis gegenüber diesem Stä…..r. Wenn Exil, dann selbstgewähltes.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_XIII._(Spanien)

  199. @Yast2000: Wenn Sie die Leute...
    @Yast2000: Wenn Sie die Leute da nerven, gehen Sie einfach nicht auf solche Veranstaltungen – und wenn Sie hingegehn, dann lassen Sie die anderen doch einfach sich toll finden. Schwätzer finden Sie in allen Schichten.
    Wenn das Bürgertum dumm ist, was ist dann daran noch Bürgertum? Geld?
    Wenn es Leute sind, die Geld haben und dumm sind- was stört Sie dann, daß diese Leute dumm sind oder das sie Geld haben?
    Sind wird klüger, wenn wir andere dumm finden?
    Stellen Sie sich eine Welt vor, wo viele klüger sind als Sie? Wäre das erstrebenswert?
    Wenn Sie Geld hätten, würden andere Sie dann auch dumm finden?
    Wenn Sie Geld hätten, auch welche Veranstaltungen würden Sie gehen?

  200. Ich für mich habe die...
    Ich für mich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Kombination einer wirklich guten Anlage plus ein Konzert pro Woche ideal ist. Generell denke ich, man sollte es für sich tun, und nicht, um gesehen zu werden, aber wenn man es tut, darf man auch gerne schauen. Man sollte nicht langweilen und sich nicht gross tun, die anderen nicht belächeln und daran denken, dass es dem Menschen ein Wohlgefallen sein soll. Ich mag es, über Kultur zu plaudern.
    .
    Eion Beispiel vielleicht: Das musische Gymnasium studiert einmal im Jahr Teile einer Messe ein, und führt das dann auf. Da gehe ich wirklich gern hin, nicht weil es überragende Sänger sind, sondern weil sie sich bemühen. Weil sie stolz sind. Weil es die Zukunft ist. Nie würde ich sagen „Aber in Salzburg…“. Man sollte Verständnis zeigen, solange andere sich darum bemühen. Aber sich auch umdrehen, wenn es anderen egal ist.

  201. ganz recht, lieber don, manche...
    ganz recht, lieber don, manche aufführungen im prinzregententheater sprudeln vor begeisterung der jungen aufführenden.
    .
    leider hat man dennoch zuweilen das sanfte schnarchen von links und rechts vernehmen müssen. schade, denn sie verpassten etwas. dennoch, chacun à son goût.

  202. @ Jeanette: Ihre Fragen sind...
    @ Jeanette: Ihre Fragen sind so pauschal nicht schlüssig zu beantworten, denn Sie verwechseln schlicht und einfach Klein- und Großbürgertum.
    *
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fb%C3%BCrger
    *
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinb%C3%BCrger

  203. Ich weiss nicht, ob das...
    Ich weiss nicht, ob das Bemuehen alleine mir Vergnuegen bereiten kann. Es ist vermutlich noch ein Unterschied, ob es Schueler oder erwachsene Menschen sind. Vor einiger Zeit habe eine Auffuehrug von Beethovens Neunter gesehen – mit einem Laienchor und -orchester, aber alles mindestens Studenten. Der Chor war ja noch akzeptabel, aber das Orchester war grausam. Ich will ja nicht behaupten, dass sich die Leute nicht bemueht haetten, aber wenn man solch begrenzte Moeglichkeiten hat, tut’s dann nicht auch eine einfachere Haydn-Symphonie (oder meinetwegen eine Messe, wenn man den Chor einbinden will)? Nein, es musste Beethoven sein, der dann akustisch hingerichtet wurde (Haette er das hoeren koennen, er haette seiner Taubheit sofort zugestimmt). Sowas ist doch reine Hybris.

  204. DA 12:29 – ‘das Fachblatt...
    DA 12:29 – ‘das Fachblatt für westrussische Vertriebene und andere Schlossnichtbesitzer kann meinem Ruf gar nichts.’ Als ich am Samstag die Einleitung für ‘A Case for Europe’ als Kommentar mit realem Namen und Wohnort platzierte, dachte ich ‘Oh Gott, jetzt rennen mir alle diese TV Jauchs und Zeit-Geister die Bude ein.’ Aber keiner hat sich gemeldet. Mal ganz objektiv gesehen, finde ich das erstaunlich.

  205. donna laura@: Als Revanche...
    donna laura@: Als Revanche schieben sich durch die Bonner und Kölner Aus-stellungen dafür entsprechende Kohorten (Busladungen) aus den nahen Königreichen Belgien und den Niederlanden. Die europäischen kommunizierenden Röhren halt, die ergriffenen Deutschen vor der Nachtwache im Rijksmuseum Amsterdam…Schliesslich kommt es ja wohl drauf an, wie der eigene Kosmos (Nabel) die Werke auf welchem Viertels-, Halb,- Ganzwissen rezipiert,…..was letztlich auch egal ist. Freude daran zu haben ist so gesehen demokratisch legitimiert.

  206. T.I.M., es steht zu...
    T.I.M., es steht zu befürchten, dass das, was wir heute als amateurhaft abtun, sehr viel näher an alten Originalen ist als das, was man heute daraus machen kann. Ich denke aber, dass man es früher mitunter mit grösserer Inbrunst betrieben hat. Das gefühl, das bleibt bei uns so oft auf der Strecke. Ich habe vor einer Woche eine neue CD gekauft, „Musa Plebea“, in der hört man vielleicht, was ich so unvollkommen ausdrücken will:
    .
    http://www.asinamusic.com/index.php?file=shop&mode=details&number=223
    .
    Plindos, letztlich ist es eine Frage des Wohlfühlens in Konventionen. Nach meiner Beobachtung geht es heute nur nich um diese Frage, alles Unbequeme wischt der Markt beiseite. Nicht durc Ablehnung, sondern allein durch Desinteresse. Man kann ja darüber diskutieren, was für das Ballett und seine Konventionen schlimmer ist: Eine Debatt mit 200+x Kommentaren, wenn jemand meint, es ist jetzt genug mit dem Getue, oder Publikationen zum Ballett, die einfach nicht beachtet werden – oder wenn ein Grosser der Zunft stirbt, ein Nachruf ganz gross in dieser Zeitung gebracht wird – und es finden sich darunter Null Kommentare.
    .
    Wem ist Ballett dann egaler? Denen, die sich darüber Gedanken machen oder denen, die lautlos und unachtsam weiter gehen? In der Wahrnehmung der Konvention ist das Infragestellen das Problem. Was solche Themen statt dessen bräuchten, wären Kundige, die begeistern können, dass man sich gern damit beschäftigt. Nicht Berufsempörte, die gern weiter ihren Einfluss behaupten wollen.

  207. @yast, ja das könnte ein...
    @yast, ja das könnte ein Problem sein – diejenigen, die Sie für Großbürger halten, halte ich für Kleinbürger – Danke für die links zu wikipedia, haben Sie noch andere Quellen für die Diskussion, oder wars das?

  208. @ Jeanette: Sie wollen mich...
    @ Jeanette: Sie wollen mich daten?

  209. Kontaktbörse: Ein bislang...
    Kontaktbörse: Ein bislang ungenutzter Geschäftszweig für FAZ.net.

  210. Juhuu!! Vernidot für alle!...
    Juhuu!! Vernidot für alle! Und danach ab an die See!

  211. @ Schreckenberg
    "Angenommen,...

    @ Schreckenberg
    „Angenommen, wir wären Pizzabäcker in einem miesen Mafiafilm. Eines Tages, wir haben gerade unser Lokal aufgesperrt, besucht uns Don Alfonso mit seinen humorlosen Begleitern. Diese zerren uns in die Küche, weil sich Blut von den Kacheln besser abwischen lässt, zertrümmern uns das Nasenbein und machen uns dann ein Angebot, das wir nicht ablehnen können: Gegen die Zahlung einer Gebühr könne man uns künftig vor solchen Unfällen beschützen. Nur ein schlechter Film?“
    .
    Den gleichen Artikel (Erpressung in der Elektroabteilung) habe ich heute Mittag auf Handelsblatt.com gelesen.
    .
    @ Don Alphonso (14:56)
    „Da gehe ich wirklich gern hin, nicht weil es überragende Sänger sind, sondern weil sie sich bemühen. Weil sie stolz sind. Weil es die Zukunft ist. Nie würde ich sagen „Aber in Salzburg…“. Man sollte Verständnis zeigen, solange andere sich darum bemühen.“
    .
    Beeindruckend. Das Denkbeispiel taugt als Lehrstoff für die Charakterschulung aller Führungskräfte und Staatsdiener.

  212. ...und Danke! allen...
    …und Danke! allen Daumendrückern!
    .
    P.S.: Don, Colnago und Campagnolo sind wohl für den A… Haben Sie nichts richtiges?
    .
    So, nun an humpelnden Donen vorbei auf Norderney!

  213. liebe Der Tiger,
    oh, danke...

    liebe Der Tiger,
    oh, danke für den Arbeitsrechtler! Aber es ist schon verjährt und der Chef – damals bereits kurz vor der Pensionierung – lebt schon lange nicht mehr.
    Sie sind übrigens die Erste, der ich es erzählte.
    lieber Filou,
    die Rokkokokleider und Perücken stell ich mir arg unbequem vor, und die Flöhe!
    Da gab es extra die Stäbe mit dem winzigen beinernen Händchen vorne dran um sich ins enge Mieder fahren und kratzen zu können. Aber die Farben: brun puce, merde d´oie, fraise….und die seidenen pantalons der Herren (die Stöckelschuhe tragen mußten wie Sarko noch heute), seidene Radlerhöschen… zu Hause liefen Mann und Weib dann gemütlich im Hemd herum. Berüscht und deshabille genannt …

  214. lieber T.I.M., einst wurden...
    lieber T.I.M., einst wurden wir genötigt, ein musical (!) zu besuchen. ich war von dieser idee ganz und gar nicht begeistert, und die aufführung, die übrigens von schülern bestritten wurde, konnte das blatt nicht wenden.
    .
    allerdings war es umwerfend komisch. unfreiwillig. wir konnten einander gar nicht mehr ansehen, sonst wären wir vor lachen auf unseren billigen plätzen gestorben, und alle hätten unser missverhalten missbilligen können.
    also schüttelten wir unsere körper in einsamen, stillen lachsalven. wir heulten friedlich wie die schlosshunde.
    .
    einzelne textpassagen sind mir heute noch erinnerlich…. ich sage nur ‚dünn wie regenwürmer’…

  215. @ Jeanette: Ich will's nicht...
    @ Jeanette: Ich will’s nicht abwürgen… Diesen Link hätte ich noch im Angebot!

  216. Ballettkarten bekomme ich...
    Ballettkarten bekomme ich immer von einer Kollegin angeboten. Ich mag’s und sie nicht. Da darf dann auch mal eine kleine Prinzessin aus der Verwandtschaft mit und freut sich über einen Sitzplan mit guter Sicht.
    Ansonsten kann man sich nur über das Durchschnittsalter und die leeren Reihen in der Philharmonie wundern. Die Jugend sitzt heutzutage nicht mehr stundenlang auf den roten Plüschsesseln und hört zu. Das wird in dieser Form aussterben.

  217. @Foersterliesel – Falls Sie...
    @Foersterliesel – Falls Sie sich da auf meinen Fall beziehen, liegen Sie völlig falsch. Natürlich gibt es diverse Leute, die sich dieses Situation gewünscht hätten. Aber mein Fall ist nicht gegen meinen damaligen Chef, den General Direktor Antonio Rodotà der europäischen Raumfahrtbehörde (ESA). Er war auf meiner Seite und wir haben meinen Präzedenzfall gemeinsam konstruiert indem er kritiklos unterschrieb, was ihm die diversen Manager der ESA über mich vorlegten. Unser Ziel war es, zu demonstrieren, dass in der ESA Korruption nicht geahndet werden kann, und dass es keinen Gerichtshof gibt, an den man sich wenden kann, wenn sich arbeitsrechtliche Streitigkeiten ergeben.
    .
    Mein Rechtsfall ist gegen die deutsche Regierung, weil sie eine Organisation konstruiert hat, in der ich als deutscher Mitarbeiter ungeschützt war. Das ist ein Verstoß gegen die deutschen Grundrechte.
    .
    Leider ist Herr Rodotà gestorben. Zur gleichen Zeit bin ich schwer vergiftet worden.

  218. Schöne Ferien,...
    Schöne Ferien, Arabella!
    Pasta – farianismus, mit religiöser Kopfbedeckung
    http://wien.orf.at/stories/526269/

  219. escalera_de_caracol, nun,...
    escalera_de_caracol, nun, einerseits kann man dem ja mit kürzeren Konzerten begegnen. Ich finde das gar nicht so schlimm, wirklicjh konzentriert kann ich eigentlich nur eine Stunde zuhören, gerade, wenn ich die Stücke zum ersten Mal höre. Das ist vielleicht ein weinig wie im Museum: Man tut sich keinen Gefallen, alles anzuschauen. Drei, vier Bilder, oder ein bestimmter Aspekt, das aber intensiv, das reicht eigentlich. Micch erinnern solche Grossprogramme ein wenig an überfüllte Frühstückbuffets. Für den Ring werden sich trotzdem noch genug Leute finden, die ihn ertragen.

  220. @yast,

    ach mit dem daten,...
    @yast,
    ach mit dem daten, glaube ich , wird eine große Enttäuschung für Sie. Wir sind in unterschiedlichen Milieus aufgewachsen, Sie verstehen schon, Vater und Mutter Bourgeois mit konventionell akademischer Ausbildung, ich selbst neben Ballet noch Klavier- und Privat-Französischunterricht, in der Schule Latein und Altgriechisch; Austauschjahr im englischen Internat südlich von Birmingham, Studium und Promotion magna cum laude, auf der Straße heutzutage eher völlig unauffällig – auf den ersten Blick zumindest. Worüber ich im blog nie schreiben würde? Über die Kleidfarbe fraise, über Gespräche aus meinem Berufsleben, welchem Minister ich in Karlsruhe mal ganz nahe war – das wäre für mich – na sagen wir mal sans gout. Da würde ich denken, ich bin genauso, wie die, die der Don aufs Korn nimmt…
    Also Yast, vielleicht ein anderes Mal. Der Don würde mir da schon besser gefallen, das ist echter Intellekt und dann diese Schreibe – chapeau bas – aber er hat ja nur Rennräder und kein Tandem.

  221. DA@: So ist das ebenst,...
    DA@: So ist das ebenst, Hochkultur wird zur Breitkultur (oder garnicht).
    http://www.richard-wagner.com/w+h.htm

  222. liebe Der Tiger,
    nein, ich...

    liebe Der Tiger,
    nein, ich beziehe mich nicht auf Ihren Fall, den ich auch nicht so recht verstehe, weil ich selber nie in einer so großen und komplexen Institution gearbeitet habe. Es tut mir sehr leid, daß Sie so viel Ärger und Gehässigkeit erleben mußten! Geht es Ihnen nun gesundheitlich gut? Konnten Sie sich von alldem erholen? Ich hoffe es bleibt Ihnen neben dem laufenden Rechtsstreit (wenn ich Ihre Berichte bisher recht verstanden habe) noch genug Zeit und Energie für Dinge, die Ihnen Freude machen! Alles Liebe und Gute!

  223. @ DA: "Also Yast, vielleicht...
    @ DA: „Also Yast, vielleicht ein anderes Mal. Der Don würde mir da schon besser gefallen, das ist echter Intellekt…“
    *
    Don? Guck jetzt bitte nicht gleich so auffällig rüber…! Die Janette versucht uns gegeneinander auszuspielen! Überlies ihren Text einfach und tue so, als ob du es nicht bemerkt hättest! Außerdem habe ich gerade herausgefunden, dass es gar kein Internat südlich von Birmingham gibt! Es ist auch schwer vorstellbar, dass jemand erst „Studium und Promotion magna cum laude“ abschließt, dann Schreibe mit Intellekt verwechselt und aschließlich den Unterschied zwischen Klein- und Großbürger nicht kennt…. Also lass bloß das Tandem im Keller, wenn du keine Probleme haben willst! Gruß, yast2000.

  224. entweder bin ich besoffen ...
    entweder bin ich besoffen oder die Zeiten stimmen hier nicht, trotzdem
    meine Glückwünsche an Arabella, gut Naß an der Nordsee! mfG.T.

  225. Entschuldigung an alle, bei ...
    Entschuldigung an alle, bei mir ist es gerade Dienstag, der 12. July,
    ungefähr h 30:11. Keine Ahnung warum. mfG.T.

  226. @Trias, grosse Tuete gebaut?...
    @Trias, grosse Tuete gebaut?

  227. Als jemand, der nachweislich...
    Als jemand, der nachweislich keinen Unterleib besitzt und garantiert 1000%ig die FAZ-Bloggerei und sein Restleben nach Möglichkeit, wenn es um Ernsteres geht, auseinanderzuhalten in der Lage ist und das mindestens für einen halben Abend und einmal sogar bis zu einem halben Stück Zwetschgendatschi – als solcher bin ich eh keine Konkurrenz.

  228. @ Yast : Sie schwächeln mit...
    @ Yast : Sie schwächeln mit den Recherchen, My house was No 8 at http://www.malcol.org/, dance and ballet axtracurricularly, IELTS 8,5 after one year, so what?

  229. @DA: "Als jemand, der...
    @DA: „Als jemand, der nachweislich keinen Unterleib besitzt und garantiert 1000%ig die FAZ-Bloggerei und sein Restleben nach Möglichkeit … trennt, – als solcher bin ich eh keine Konkurrenz.“
    *
    Um so besser… Im Wirtschaftsteil der FAZ würde ein Liebhaber ohne Unterleib wahrscheinlich als „Produkt mit mangelnden Gebrauchswerteigenschaften“ geschmäht.

  230. Zurück zum eigentlichen...
    Zurück zum eigentlichen Thema, es gibt eine Wortmeldung, und die ist nun wirklich typisch für die Haltung, mit der man von Seiten solcher Minderheitenprogramme über andere denkt – ich zitiere mal:
    .
    „Die FAZ muss mit ihrer Leserschaft schon arg auf den Hund gekommen sein, wenn sie damit kokettiert, ausgerechnet ihr Kernzielpublikum auf diese Weise vorzuführen. Es mag neckisch sein und Don Alphonso hat mit den Beobachtungen der 180prozentigen Ballettangeber ja recht – aber ist das wirklich das Ballett? War dieser Mensch denn je selbst in einer Ballettaufführung ohne Tutu und Spitzentanz, hat er je mehr gesehen als den 1001. Nussknacker zu Weihnachten mit viereicht, es sind die Medien, die sich ihrer Vermittlungsfunktion verweigern und eine ganze Kunstsparte zur Unsichtbarkeit für diejenigen verdammen, die nicht in den Theatersälen sitzen. Und sich neuerdings auch noch lustig machen über diejenigen, die Ballettkarten kaufen.“
    .
    http://vaslavnijinsky.blogspot.com/2011/07/was-geht-mich-ballett.html
    .
    schreibt eine Person, die an einem Buch über einen Tänzer arbeitet. Da ist dann alles dabei: Kulturzerfall! Die FAZ vergeht sich an den Kernlesern, die man selbst zu vertreten meint! Der hat das ja gar nicht gesehen! Der darf das nicht! Die bösen Medien verstehen nicht, dass es ihre Pflicht ist, unsere Genialität zu vermitteln! Das Abendland geht unter!
    .
    Kleiner hat sie es gerade nicht parat. Das muss scheppern. So schart man eine Sekte um sich, so macht man Grüppchen auf, so hat man absolut recht und andere gleich absolut unrecht, ach die armern Balletthascherl – und dann muss ich auch sagen: Wenn man mit so einer Arroganz ausgerechnet über einen krachenden Publikumserfolg wie Balletts Russes schreibt, die damals wirklich populär im besten Sinne des Wortes waren, dann muss man sich nicht wundern, wenn man mit ein paar Leuten auf seiner Hoheit allein zurückbleibt. Da gibt es angenehmere Formen der Abendunterhaltung, selbst wenn man kein Fang-den-Hut-Spiel hat.

  231. Werter Don, es verlangt ja...
    Werter Don, es verlangt ja niemand, dass sich ein Amateurorchester wie die Berliner Philharmoniker anhoert, ich hab aber zumindest schon sehr gute gehoert, die durchaus mit mittelpraechtigen Staatsorchestern mithalten konnten (bei deutlich kleinerem Repertoire natuerlich). Aber wirklich schlecht bleibt schlecht.
    Was ihr Kommentar zur historischen Auffuehrungspraxis bzw. die Qualitaet der damaligen Ensembles anbelangt, moegen Sie wohl recht haben. Nicht umsonst galt gerade Beethovens Neunte ueber Jahrzehnte als beinahe unauffuehrbar. Und die Dirigenten, die einem Orchester doch das Werk begreiflich machen konnten, waren rar. Richard Wagner beispielsweise hat sich vor allem mit Beethovendirigaten finanziell mehr schlecht als recht ueber Wasser gehalten.

  232. geehrter Filou, ja, wenn ...
    geehrter Filou, ja, wenn ich auch nicht so genau weiß, was die große
    Tüte ist, aber zum Glück war ich ja zu Fuss unterwegs und langsam
    kommt die Orientierung zurück und ich habe gerade 12 Stunden Lebens-
    zeit gewonnen, die ich morgen wieder verliere wenn ich mein Auto
    suche, und das alles ohne Calvados, kaum zu glauben.
    Vielen Dank für lhre moralische Unterstützung, herzlichst, lhr T.

  233. <p>Diese Sachbücher, die...
    Diese Sachbücher, die Deutschland zuhauf verlegt werden, haben im Gegensatz z.B. zu anglo-amerikanischen Sachbüchern einen entscheidenden Makel: Sie künden die ersten 100 Seiten ausführlich davon, warum sich der/die Autor/in für dieses Thema begeistert, aber nie davon, warum man sich mit dem Thema überhaupt befassen sollte. Auch in Sachbüchern ist eigentlich üblich, eine „Story“ über den Gegenstand zu erzählen, die einen schlüssigen Spannungsbogen enthält und im Gedächtnis bleibt, wie sie zum Beispiel in dem englischen Spielfilm „I Will Dance“ erzählt wird, einem sehr emanzipatorischen Tanzfilm über das England der achtziger Jahre. Das deutsche Sachbuch erzählt vermutlich etwas von „Schwierigkeiten“, „Baden-Baden“ und einer bedauernswerten, mitleiderregenden Schizophrenie. Es wird aber keine Geschichte erzählen, die universell ist, und wird damit die 1002. Aufführung des Nussknackers werden.

  234. Trias, wie... echt? Den ganzen...
    Trias, wie… echt? Den ganzen Weg von Winterswijk zurück nach Coesfeld ZU FUSS?

  235. Natürlich muß man einige...
    Natürlich muß man einige Ballettaufführungen gesehen haben, manche bleiben eben dann dabei und werden Spezialisten und anderen ist es zu stilisiert und zu langweilig und sie sehen lieber Modern Dance oder Bhuto. Die einen gehen zur Antiquitätenmesse, haben den Katalog vom Ketterer im Abonnement, die anderen fahren zur Art Basel und machen Atelierbesuche. Beides setzt etwas Zeit und Geld voraus, eine gewisse bürgerliche Saturierung eben.

  236. @Arabella und colorcraze ...
    @Arabella und colorcraze (in alphabetischer Reihenfolge)
    habe zu lange über Dickinsonia nachgedacht, bringt einen um. mfG.T.

  237. silvery ribbon unfolding,...
    silvery ribbon unfolding, sicher. Aber was davon gehört warum in einen Kanon? Ketterer ist nett, sicher, da schaut man gern vorbei, aber Hampel macht mehr Spass, und essentiell? Na, ich weiss nicht.

  238. hallo muscat. vielen Dank ...
    hallo muscat. vielen Dank für Ihr Mitleid, ich bin zwar nahe an coesfeld
    und winterswijk, aber ich war nur lokal unterwegs und habe mich glück-
    licherweise im Raum-Zeit-Kontinuum(oder so ähnlich) wieder zurechtgefunden
    Ausgerechnet Coesfeld? Bin ´mal gespannt wer darauf reagiert.
    mit freundlichen Grüßen, Trias.

  239. muscat, haben Sie etwas gegen...
    muscat, haben Sie etwas gegen Coesfeld? Da sei Lambertus vor!

  240. Uaaaah, ich bin ja sowas von...
    Uaaaah, ich bin ja sowas von 20. Jahrhundert… das merke ich beim Don immer ganz besonders doll. Dafür schon mal Merci (und auch ein Retiré – eigentlich erst morgen Abend, aber weil Sie es sind…).

  241. Nicht vor der Pause zu gehen,...
    Nicht vor der Pause zu gehen, ist Lob genug.

  242. Schreckenberg, nein, gegen...
    Schreckenberg, nein, gegen Coesfeld ist wohl kein Kraut gewachsen (deswegen müssen die Coesfelder auch ab und an nach Winterswijk).

  243. Don Alphonso, alles akala?...
    Don Alphonso, alles akala? Sonst ich schicken Strrrrawuinsky…..!

  244. Ein Bekannter zeigte mir mal...
    Ein Bekannter zeigte mir mal voller Begeisterung die Mitschnitter russischer Aufführungen von Operetten, die er zufällig auf Youtube entdeckt hatte, zugleich voll verzweifelter Wut darüber, dass so was in einem deutschen Musikladen als CD einfach nicht zu erhalten wäre.
    .
    Eine andere Bekannte hingegen, deren Kompositionen schon im Konzertsaal aufgeführt worden waren, war einmal Mal geradezu stolz darauf, noch nie die „Fledermaus“ gehört zu haben.
    .
    Manche würden Adorno die Schuld geben, aber ich fürchte eher, dass Maggie Thatcher recht hatte: Es gibt keine Gesellschaft. Viele jungen Leute haben keine Ahnung, dass so ein Westviertel überhaupt existiert, dessen Bewohner sogar einen Geschmack haben, der über primitives Kitschverlangen („Tutu, Spitzentanz, Nußknacker, umpapa“) hinausgehen könnte.
    .
    Es fehlt eben an vertikaler Integration, auch an der persönlichen Begegnung zwischen dem Komponisten (kleinbürgerlicher Herkunft) und (vermögendem) Publikum, wo beide für einander Verständnis entwickeln können. Daran ist aber auch das Westviertel selber schuld, so unsichtbar wie es sich gemacht hat. In die Konzerte geht es nur noch als anonymer Konsument und nicht mehr als Patron, Mäzen, Kurator oder Mentor.
    .
    Ansonsten gilt: Wozu brauchen wir Bühnen, wir haben doch DVDs.

  245. @Schreckenberg
    außerdem gibt...

    @Schreckenberg
    außerdem gibt es da ganz tolle autos von … ,äh, die bezahlen mich
    nicht. mfG.T.

  246. cher Filou/20.20 u. hahaha!,...
    cher Filou/20.20 u. hahaha!, lieber Trias/21.04 u, wunderbar! so stelle ich mir die rasselbande vor (auch wenn man nicht von sich auf andere schliessen soll – ach, was soll’s)!
    .
    lieber geschätzter gastgeber, man stimmt mit ihnen völlig überein in der frage, dass es leider schon seit jahrzehnten kulturprogramme gibt, die sich ebenso erfolgreich wie auch parasitär auf den kunstdiskurs gesetzt haben,
    immer mit der berechtigten annahme, dass niemand mit erziehung bei ihnen die differenz zwischen kunst und kulturprogramm aufmachte,
    da der-/diejenige, die dieses versucht, aus dem kunstverein entfernt werden würde.
    kritische geister werden dort recht ungern gesehen, der mainstream, und im zweifel der/die verdiente vorsitzende, der auch dem golfclub o.ä. präsidiert, hat das sagen.
    .
    den gipfelpunkt des kunstnihilismus schwebte in den 80ern am publikum vorbei in die drogen, die psychiatrie und den tod.
    pardon.
    leider liess sich dies beobachten.
    die legitimen nachfolgerinnen und nachfolger haben sich dieses schauspiel angesehen und entschieden, nicht unterzugehen, sondern vielmehr den/die kulturbürgermeister heiss zu machen, ein nest als zentrum der wahren und einzigen kunst auszurufen und sich als vorreiter zu fühlen, und sich dann so ein architektenreihenhaus von den erfolgen zu kaufen.
    vielleicht profitiert noch ein shrink oder die esoterikbuchhandlung von ihnen. vermutlich aber nicht, denn auf scharlatanerie sind sie selbst spezialisiert.
    böse?
    aber bitte gerne doch.

  247. Ich hab' Trias immer in der...
    Ich hab‘ Trias immer in der Eifel vermutet. Wie kam ich nur darauf? Das ist aber auch egal, denn Gegenden in denen es keine Hunde mehr gibt, weil die alle dort begraben sind, gibt es viele.

  248. Das ist alles eine Frage der...
    Das ist alles eine Frage der Sozialisation.
    Die jungen Leute werden in Donaueschingen und Darmstadt fehlsozialisiert und auf die beschriebene Haltung fürs Leben festgelegt, und es gibt nirgendwo eine menschliche Gesellschaft, die — durch ihre Präsenz, ihren Einfluß, ihre Anteilnahme, ihr INteresse — dem was entgegenzusetzen hätte.
    Der Rest ist Beamtenrecht.

  249. @Foersterliesel – Danke für...
    @Foersterliesel – Danke für die Nachfrage.
    (1) Mir geht es gesundheitlich wieder gut. Das Nervengift war zwar sehr fies, aber die Symptome verschwanden innerhalb von drei Monaten völlig.
    (2) Was die Gehässigkeit diverser Leute betrifft, habe ich ein dickes Fell.
    (3) Ich beschäftige mich mittlerweile eigentlich nur mit Sachen, die mir Spaß machen, und von meinen Freunden habe ich gelernt, wie man trotz (relativ) wenig Geld viel Vergnügen haben kann. Wenn ich verliere, verliert ganz Europa.
    .
    @DA – Meine (relativ) arme Leute Ballettgeschichte:
    Als die Welt-EXPO in Vancouver war (1884), war das russische Ballett der Höhepunkt. Karten gab’s dazu nur für Oligarchen. Am Morgen des Aufführungstages sagte mein Freund Niklas von Galitzine zu seiner Frau Anita, beide wohnhaft in Victoria: „Lasst uns heute Abend ins Ballet nach Vancouver gehen!“ Seine Frau antwortete: „Du spinnst, geh alleine.“
    .
    Da nahm Niklas statt ihrer eine junge Dame russischer Herkunft mit. Sie fuhren zur Fähre, auf der Fähre trafen sie Freunde, die Freunde luden sie zum Lunch ein, dann gab es Kaffee bei anderen Freunden und Besuch bei noch mehr Freunden… schließlich um ½ 8 ging Niklas (um die 75) mit junger Dame zum Theater und bat um Einlass. Natürlich wurde ihm gesagt, dass alles ausverkauft sei. Er ließ sich nicht abweisen, sondern holte er ein Stück Papier aus der Tasche und schrieb auf russisch: ‚Lieber Micha, erinnerst du dich noch an unsere fabelhafte Zeit in London? Ich stehe hier vor dem Theater und krieg keine Karte – Dein Fürst Niklas von Galitzine’ Er gab das Papier dem Portier. Der verschwand und kam nach ein paar Minuten zurück, um meinen Freund hereinzuholen. Sie bekamen zwei Plätze auf der Seite der Bühne, wo die Feuerwehrmänner sitzen und guckten zu, wie Micha und Co sich aufwärmten. Niklas freute sich schon sehr über diese interessante und ungewohnte Perspektive. Doch als das Ballet gerade anfangen sollte, kam der Portier wieder und bat die beiden mitzukommen. Er geleitete sie zu den beiden besten Plätzen des Theaters in der ersten Reihe. Der Vorhang ging auf und das Ballett begann…. Die beiden Plätze waren die von Frau Thatcher + Mann, und waren bis zum letzten Moment freigehalten worden.

  250. ich wache langsam auf, ...
    ich wache langsam auf, Ballett finde ich schön und die singen auch
    nicht so viel, sehen auch viel besser aus. mfG.T.

  251. filou, Trias müsste ja...
    filou, Trias müsste ja eigentlich auch Unterkreide heißen, Santon vielleicht. Aber jeder seine eigene Urzeit.

  252. Bei nächtlichen Sorgen um...
    Bei nächtlichen Sorgen um Dickinsonia könnte der alte Seilacher helfen. Weiß aber nichtt, ob der noch ans Telefon geht.

  253. Wie bitte? - In Coesfeld ist...
    Wie bitte? – In Coesfeld ist kein Kraut gewachsen? – Das war vor 42 Jahren noch anders.

  254. War mir klar: hier sind alle...
    War mir klar: hier sind alle aus dem Münsterland. Hab die Gegend auch auf den Radlfotos des Don wiedererkannt. Der zischt immer zwischen Ramsdorf und Havixbeck. Wenn er nicht gerade havariert. Und zu Fuß ins kleine, dumme Warendorf zurückhumpelt.
    @Folkher Braun: Das mit dem Kraut geht eher auf die Zeit Greiwes zurück.
    @filou: Sie mit ihren Sprüchen kommen irgendwo aus dem Osten: Harsewinkel? Versmold?

  255. geehrter Filou.
    trias hat ...

    geehrter Filou.
    trias hat mit der Eifel nichts zu tun, waren Sie jemals am Nürburgring ?
    Bin Westphale, der ein wenig Zeit in Bayern und anderem Ausland ver-
    bracht hat.
    Und das mit den Hunden habe ich überhaupt nicht verstanden, ich mag
    aufgeweckte Hunde, während Sie sich ja mehr für taube Katzen inter-
    ressieren. viele Grüße, T.

  256. Zwischen Ramsdorf und...
    Zwischen Ramsdorf und Havixbeck? Da müsste er mir irgendwann aufgefallen sein. Billerbeck- Havixbeck – Roxel ist die alte Nebenstrecke nach Mönster. Greiwes ist mir unbekannt. Die Lieferanten des mit Maggi-Würfeln gestreckten Zeugs kamen aus Waltrop, Legden und Vreden.

  257. aber sicher doch, bester...
    aber sicher doch, bester Schreckenberg, was halten sie von telgte? fast so ergiebig wie bielefeld und genauso geeignet zur sozialisation wie donauescherichiacolingen. also nicht, dass man hier damit irgendetwas zu tun hätte oder gar davon wüsste.
    hören wir auf mit den krautangereicherten, ausländischen spässen, der don fährt mit platten reifen im bayrischen flachland, versteht nur hopfen und möchte über kunst und kunscht parlieren. geht mir ähnlich, s.o..
    .
    bester don, vermutlich wird das heute nichts mehr. irgendwie bestätigt dies die befürchtungen.
    ein ordentlicher hass auf das ballett oder auf performances, und man könnte diskutieren. doch irgendwie läuft es immer wieder auf drogen oder sexualation hinaus.
    dionysos hatte doch recht.

  258. @Schreckenberg,
    Sie machen ...

    @Schreckenberg,
    Sie machen Ihrem Namen alle Ehre, mit der Kreide kann ich ja eigent-
    lich ganz gut leben, aber was mache ich mit dem Jura so zwischen-
    durch ? Fragen über Fragen, und dann wundern sich die Leute warum
    ich ab und zu `mal einen trinke. mfG.T.

  259. geehrte donna laura.
    ich ...

    geehrte donna laura.
    ich bin ja wieder beim ausnüchtern, mit Vergnügen,
    aber was ist denn „sexualation“ ?
    Dionysos hat mir auch nicht geholfen. mfG.T.

  260. @Schreckenberg, gibt es den...
    @Schreckenberg, gibt es den Komperativ von Tot? Toeter, am Toetesten? Da brauchen Sie in Westfalen nicht lange suchen.
    Das Schoenste an Coesfeld ist die B-51. Die fuehrt nach Koeln.
    Das Muensterland hat sich vom 30jaehrigen Krieg nicht richtig erholt. Beim Einmarsch der Alliierten 1945 kam noch mal Leben in die Bude. Aber diese Chance wurde von den Einheimischen vergeben. Man tat danach, was man immer schon tat: Kueheglotzen, Zigarrenrollen, Katholischsein.
    Und wenn der Grass nicht ein voellig ueberfluessiges Buch geschrieben haette, wuerde man Telgte ue-ber-haupt nicht kennen. Aber wer liest schon Grass? Telgte gibt es demnach garnicht. Gleiches Schicksal wie Bielefeld. Westfalen wird mit Maschwaschinen und Puddingpulver assoziiert. Und muensterschen Rieselfeldern, gequaelten Wiedertaeufern und Moellemann. Moelleman!
    Ist das nicht furchtbar?

  261. @Jeanette; 12. Juli 2011,...
    @Jeanette; 12. Juli 2011, 19:33 @ Yast : Sie schwächeln mit den Recherchen, My house was No 8 at http://www.malcol.org/, dance and ballet axtracurricularly, IELTS 8,5 after one year, so what?
    *
    I’m so sorry! Ich übersah sowohl den Eintrag als auch das Internat; als Kontinentaleuropäer fehlt mir die Inselbegabung. Welche von den abgebildeten Mädchen sind Sie denn?
    *
    „…ach mit dem daten, glaube ich , wird eine große Enttäuschung für Sie.“ /// -> Ich bin auch immer eine Riesen-Enttäuschung für meine Mitmenschen, allerdings darin sehr konstant und ausdauernd. Vielleicht wäre das ja eine Basis?

  262. Ist uebrigens typisch: wenn...
    Ist uebrigens typisch: wenn die Jungs und Maedels anfangen zu randalieren wird’s Zeit fuer einen neuen Beitrag.
    Na, was sag‘ ich? Da isser schon!
    .
    Donna Laura, chere, da haben sich gerade unsere Kommentare schoen ueberschnitten.

  263. Ich wollte einfach nicht bis...
    Ich wollte einfach nicht bis Freitag Mittag warten, das ist alles.

  264. @Filou,
    Humor ist, wenn man...

    @Filou,
    Humor ist, wenn man trotzdem lacht. mfg..

  265. Apropos Dionysos, Donna Laura,...
    Apropos Dionysos, Donna Laura, Trias: Lasst uns in dieser Kirche Einem gedenken.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=WBlNlh_j10k
    .
    Uebrigens ist da eine Choristin, fuer die wuerde ich mit Schmetterlingsnetz und Pommery….
    .
    Ja, genau die links unten.

  266. Filou, ja ja, das mag ja alles...
    Filou, ja ja, das mag ja alles sein, aber ihr in Holland, ihr ersauft zuerst, wenn die Polkappen schmelzen. Nix für ungut…

  267. Mir ist alles recht, solange...
    Mir ist alles recht, solange die Küste am Thüringer Wald liegt.

  268. donna laura, ich werde...
    donna laura, ich werde abhelfen, indem ich mal wieder über Sex schreibe, dann wandert das Thema sicher nach 10 Kommentaren zum Ballett.

  269. (Gerade weil das so gar nicht...
    (Gerade weil das so gar nicht zusammenpasst)

  270. ja bitte....
    ja bitte.

  271. muscat, wenn die Polkappen...
    muscat, wenn die Polkappen schmelzen, satteln die Hoellaender ihr Schlachtvieh und reiten nach Bayern.

  272. Wir Westfalen kommen dann...
    Wir Westfalen kommen dann auch. Und das wird Bayerns Untergang einleiten.

  273. Folker Braun, ebent. Die...
    Folker Braun, ebent. Die besseren Koeniglichen Hoheiten kamen sowieso aus Ihrer Gegend (seien wir grosszuegig und zaehlen die Hannoverener dazu).
    Und Bayern? Die schickten einen der ihren nach Griechenland, aber nur um nachhaltigen Schlamassel anzurichten, wie wir gerade jetzt wieder merken.

  274. Mia nemma nixn mia hom scho...
    Mia nemma nixn mia hom scho ois.

  275. Filou, wer sich einen Bayern...
    Filou, wer sich einen Bayern absichtlich holt, braucht sich über die Folgen nicht beschweren. Das wäre ja so, als würde man ein Oktoberfest veranstalten, und dann jammern, die Leute wären betrunken.

  276. @ yast 2000: "ich bin auch...
    @ yast 2000: „ich bin auch immer eine Riesen-Enttäuschung “
    Ach yasti, Sie quälen sich mit Ihren Selbstanalysen. Ihre Gedichte sind ein wahrer Genuß, aber reicht das für eine erfolgreiche Frau? Angenommen wir würden uns beim Balett treffen, da müßte ich Ihnen ja sogar das Pausengetränk spendieren und meine Freundinnen würden tuscheln: Wen hat Sie denn da mitangeschleppt? Und am Standesamt, wo ein klares „Ja“ notwendig ist, um mit Ihnen im Westviertel standesgemäß zusammenzuleben, da antworten Sie – den Mund etwas spitzend-: „Ihre Frage ist so pauschal nicht schlüssig zu beantworten…“ Kurzum Sie, sind eine potentielle Stütze der Gesellschaft, aber keine Stütze für eine Familie, das sehen Sie doch ein, oder?

  277. @ Jeanette 10:28
    Amüsant!...

    @ Jeanette 10:28
    Amüsant! *Kicher*

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