Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Blumen der Guten

| 248 Lesermeinungen

Steht auf, Verdammte dieser Erde, die FAZ Euch Lob darbringt, damit im Rosenbeete werde die Blume, die entzückend riecht. Darin kann man auch vorzüglich lesen; den alten Lenin etwa, und darüber nachdenken, warum die Sache mit dem Klassenkampf auch bei grössten Klassenunterschieden nicht mehr klappen will.

Erinnre dich, oh Seele, an jenen Morgen, da uns des Sommers Glück bestach.
Baudelaire, Ein Stück Aas

Man könnte denken, dass soziale Unterschiede ganz zwangsläufig zu Konflikten führen, wenn sie nur gross genug sind. Es gibt ziemlich viele Bücher, die das behaupten, zwei oder drei sollen sogar lesbar sein, und auch etliche politische Theorien und Regimes. Der Klassenkampf hat die roten Khmer hervorgebracht und einige der weniger guten Gedichte von Kurt Tucholsky, und vielleicht stimmen diese Annahmen auch in der Theorie. Allerdings bin ich gerade wieder in meiner Heimat in den Bergen, und hier sind die sozialen Unterschiede so extrem, wie sie in Deutschland eben nur extrem sein können. Wer hier wohnt, definiert die Oberkante unserer Gesellschaft. Den Verfasser allerdings möchte ich aus Bescheidenheitsgründen auslassen; ich bin nur zufällig hierher geraten und gewissermassen das vermittelnde Scharnier zwischen dem Tegernsee und den Regionen, in denen man eher nicht wohnen sollte: Zumindest ist das Wissen um die Besonderheiten hier unter den glücklichen 30.000 die vorherrschende Sicht der Dinge.

Bild zu: Die Blumen der Guten

Und, wenn man etwa Lenins „Was tun“ in einem unserer entzückenden Parks am See liest, müsste es deshalb natürlich auf diese 30.000 von Aussen auch die andere Sicht geben. In die Villen könnte man tausende von Volkskindergärten, Arbeiterheime und Parteischulen einbauen, in den Wäldern könnten junge Pioniere erste Erfahrungen an Schiessgerät sammeln, und hinten in Kreuth etwa wäre die ein oder andere Kolchose sicher hübscher als die verwandten Einrichtungen bei Düsseldorf, Halle, Minsk und anderen grauen Orten des ehemaligen Warschauer Paktes. Man blättert in Duftrosen in den Blüten des Leninismus, der Gedanke schweift zu all den Bedrohten und Bedrängten, die jetzt nicht hier sitzen, sondern einer mehr oder weniger geregelten Beschäftigung nachgehen, die sie mit allen Verpflichtungen nie auch nur in die Nähe dieses Ortes bringen wird. So geht das nicht, ruft Lenin ihnen durch die Rabatten zu, ihr müsst aufstehen und kämpfen.

Nun kommen all die Blümchen an Bächen und in Parks, auf den Verkehrsinseln und an den Bogenlampen nicht von irgendwo her. Man weiss, wer die Geranien an den Fenstern der Häuser umsorgt. Doch die Blumen in der Öffentlichkeit stehen hier nach Plan und gestaltender Hand, und weil die Parks und Verkehrsinseln allen gehören, wird das kaum ein einzelner Blumenliebhaber gemacht haben. Mit etwas Besinnung mag man sich vielleicht an die hier üblichen Gemeindezeitschriften erinnern, in denen adlige oder wohlbeleibte Bürgermeister uns, ihre geschätzten Mitbürger wissen lassen, dass wir doch bittschön auch den Blumenschmuck an den Häusern besorgen möchten, jetzt, wo unsere Gemeindearbeiter doch alle öffentliche Räume so schön bepflanzt haben. Da haben wir sie also, die Proletarier, die arbeitenden Massen, die Geknechteten, die Verdammten unserer 1000-Euro-pro-Quadratmeter-Baugrund-Erde: Es sind jene, die diese entzückenden Grünflächen gestalten.

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Und tatsächlich, dort vorne am See, wo das Boot entlangschnurrt und das Wasser blitzt, stehen auch die Rasenmäher. Manche ökologisch orientierte Anwohner werden mäkeln, dass man hier besser mit Schafen oder Sensen arbeiten sollte, aber man gibt dem Arbeiter einen motorisierten Rasenmäher in die Hand, damit das Grün an einen Golfplatz erinnert. Lenin müsste also gar nicht so laut schreien, die Adressaten sind hier unter uns, und die Waffen haben sie auch in der Hand, einmal drüber über Dackel Maximilian, und die Millionärin trifft der Schlag, es geht ganz einfach ohne Tscheka und Schnellverfahren – aber es gleisst die Sonne, die Luft ist silbrig, die Arbeiter machen gerade irgendwo Pause, und das schon recht lang. Lenin dachte, am Ende des Kapitalismus käme es dazu, dass die einen nur noch Pause haben. Das ist, man sieht es hier, durchaus richtig, denn wie sonst käme ich dazu, an einem Werktag in Blumen Lenin zu lesen. Aber Lenin dachte auch, dass diese Pause erkauft wird, indem alle anderen gar keine Pausen mehr haben. Da lag er klar daneben.

Denn so komfortabel, wie die Reichen hier leben, ist auch – relativ gesehen – das Leben der Gemeindearbeiter, die man eigentlich auch als Parkpfleger, ja gar als Freilandfloristen bezeichnen könnte. Es ist ja nicht so, dass sie, wie in Berlin, sich inmitten grillverbrannter Parks mit Brandstiftern herumschlagen müssen. Auch Hinterlassenschaften von Hunden sind eher selten, denn hier greift noch die Sozialkontrolle. Und wenn hier der Gemeindearbeiter jemanden wegen einer weggeworfenen Zigarettenpackung anraunzt – De hem’S seiba wieda af und schmeissn in Babiakoab – ist das ein Zeichen von Autorität und keine Aufforderung, sich mit ihm handgreiflich anzulegen. Man möchte natürlich kein Gemeindearbeiter sein, aber wenn es doch nötig wäre – dann hier. Das ist wie mit den Sterbenden in Rottach: Keiner mag sterben. Aber es ist angenehmer mit Blick auf dem See in einer Spezialklinik bei besten Bedingungen, als irgendwo auf einem Gang als Kassenpatient. Man frage den Gemeindearbeiter – nachdem er von der Pause zurück ist, und man die Blumen gelobt hat – ob er lieber Unrat von Berlins Strassen räumen möchte, ganz ohne See- und Bergblick.

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So geht es hier reihum. Man frage einfach die Konditorenverkäuferin im Schürzchen unter Kronleuchtern, ob sie vielleicht lieber ohne Trinkgeld im Discounter Kuchen in Plastik unter Neonröhren einräumen möchte. Man frage den Schulbusfahrer, ob er die hiesigen Zöglinge und die Uferstrasse gegen die Jugend in Bremerhaven eintauschen möchte. Man frage einen der hiesigen Journalisten, ob er es sich vorstellen kann, seine Beitragsgrundlage im Ausland nördlich des Mains in miefigen Pressekonferenzen gegenüber in Pink gekleideten Frauen zu erleiden. Auch am See kann man ganz unten sein, aber tiefer als am Ufer mit Bergblick geht es hier nicht. Und weil es so schön ist und sich jeder seine Pausen leisten kann – das Boot tuckerte zurück, aber der Gemeindearbeiter ist noch immer nicht da – haben alle ihre Vorteile von dieser Situation. Und weil die Torten famos und die Parkanlagen liebevoll gepflegt sind, gibt es auch keinen Grund, diese Leute schlecht zu behandeln. Sollen sie doch noch etwas Pause machen. Ich habe fast so viel Zeit wie Lenin zur Beantwortung der Frage, was tun. Oder es bleiben zu lassen.

Man glaubt gar nicht, wie entspannend und gemütlich so eine wirklich vermögende Klassengesellschaft sein kann, wenn sie Zeit hat. Oben auf dem Berg etwa ist ein Biergarten, in dem ich mich immer mit einer Bedienung – aus dem Osten stammend – verratsche. Niemand, der nach der Rechnung verlangt hat, hat sich je daran gestört. Warum auch. Man muss ja nicht ins Büro. Das ist kein Geschäftsessen. Ich habe hier noch nie ein Business Lunch gesehen. Hier eilt gar nichts, hier machen die Geschäfte über Mittag noch zu, und diese scheinbar von allen Mühen entkoppelte Lebensführung umfasst alle, die hier sind, ohne irgend etwas an den enormen Klassenunterschieden zu ändern. Zwei Männer vom Typus Macher der Munich Area gehen vorbei, in schwarzen Anzügen, offensichtlich Kongressbesucher, im See schwimmt Mama Ente mit den Kindern, und beide machen Photos mit ihren Smartphones, und schicken sie nach Hause. Würde man diese arbeitende Schicht hier länger zulassen, würde es keine vier Wochen dauern, und sie würden dem Gemeindearbeiter selbstverständlich Pausen erlauben, die in der Firma sofort schwerste Strafen nach sich zögen. Allein – sie müssen wieder weg. Sie sind nicht von hier. Wir bleiben. Zusammen. Am See.

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Ganz, möchte man den Männern in Schwarz hinterherrufen, ohne Magengeschwüre und Burnouts. Aber das wäre nicht nett. Und würde jetzt Lenin in Persona hier auftauchen, zusammen mit Trotzki am See entlang spazieren und sich wundern, wie das alles so kommen kann, obwohl Marx und Engels das anders ersannen, würde ich ihm vielleicht nicht sagen, dass er verloren hat. Nur dezent darauf hinweisen, dass dort, wo die Akkumulation am grössten ist, wo er theoretisch absolut Recht hat, im Auge des kapitalistischen Taifuns – Windstille herrscht. Kein Rosenblatt zittert im Wind, keine Blume des Bösen gedeiht hier, alle sind zufrieden. Es gibt keine Unterdrückung, alle haben ihr Auskommen. In China, würde ich bedauernd bemerken, in Russland, in Frankfurt und London, da ist es anders, aber vielleicht möchten er und Trotzki vor dieser unerfreulichen Reise verweilen, einen Tee trinken und  – aber bitte dezent – unsere Parkpfleger fragen, was sie zu tun gedenken. Nichts gegen politische Generaltheorien für das flache Land, aber wer hier den Respekt der Arbeiter erhalten will, sollte sich gut mit Rosenzucht auskennen, und keinesfalls hier wertlosen Buchmüll auf den bltzsauberen Parkbänken liegen lassen.

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248 Lesermeinungen

  1. DA: "Erkunden Sie eine Welt,...
    DA: „Erkunden Sie eine Welt, in der die Stützen der Gesellschaft selbst Stützen brauchen…“ (aus dem Einleitungstext)
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    „… und in der Abgeschiedenheit der sich akkumulierenden Provinz einer rebellischen Jugend hinterhertrauern, die sie nie hatten.“

  2. Es geht auch bestens ohne....
    Es geht auch bestens ohne. Abgesehen davon wurde ich dort nicht gross.

  3. Don, die folgende ist -für...
    Don, die folgende ist -für mich- Ihre bisher schönste zu vermittelnde „Naturgesetzmässigkeit“: <<<... dass dort, wo die Akkumulation am grössten ist, .... , im Auge des kapitalistischen Taifuns - Windstille herrscht.<<< . Ja ist das ein Spass - Danke!

  4. ...letzthin in Bad Wiessee, so...
    …letzthin in Bad Wiessee, so halbwegs in ihrem Setting- begegnete ich aller Schönheit und Güte zum Hohn einem stigmatisierten Oberkellner, „… versulzt, verschlackt (…). So traurig, so über die Maßen unbedeutend, so tief missraten…ja, dort saß er, ein rohkostessender Dschingis-Khan, ein abstinenter Alexander, ein Napoleon ohne Weiber, ein Bismarckaffigio, der bestimmt vier Wochen sich ins Bett legen müßte, wenn man ihm auch nur ein einziges Bismarcksches Frühstück zwangsläufig applizieren wollte…“
    (nach Friedrich-Percyval Reck-Malleczewen)

  5. Interessante These und...
    Interessante These und eigentlich doch nur ein alter Erhard mit neuer Farbe, oder? Große Akkumlation des Kapitals kann richtig gesteuert eben für alle etwas abwerfen und sozialen Frieden bedeuten.
    Interessant über die Blumen des Bösen habe ich auch vor kurzem gebloggt.

  6. ..früh aufgestanden, aber der...
    ..früh aufgestanden, aber der Kaffee schmeckt. Was müssen meine leicht geröteten Augen lesen. Ein Text zum Wegträumen, schon ist mein Kopf entspannt ins Kissen eingetaucht. Müdigkeit wandelt sich in Wohlbefinden Aah!

  7. Wenn das jeder wollte, wo...
    Wenn das jeder wollte, wo kämen wir da hin, ja wo?

  8. und können sich der...
    und können sich der Gemeindemitarbeiter und die Bäckereiverkäuferin auch leisten, in dieser Idylle eine Wohnung zu mieten oder müssen sie jeden Tag
    hinpendeln?

  9. Werter Don,
    darf ich dazu...

    Werter Don,
    darf ich dazu anmerken, dass einem der Gedanke kommen könnte, dass die von Ihnen so schön beschriebene Idylle am See und die harte Realität in Berlin, China und Russland nicht ganz unabhängig voneinander sind. Zum Beispiel dürfte der ein oder andere wohlhabende Grundstücksbesitzer oder Spezial-Klinik-Besucher seinen Wohlstand abseits der Idylle erworben haben. Und die Rasenmäher könnten auch aus chinesischer Produktion stammen.

  10. @ Don Alphonso: Aus der Ferne...
    @ Don Alphonso: Aus der Ferne klingt es schoen. Und wenn ich der besten Ehefrau von allen Ihre Photos zeige, dan heisst es gleich: da fahren wir hin naechstes Jahr.
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    Sind die Geschaefte dann aber geschlossen, dann kommt Verwunderung auf, und man aergert sich.
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    Oder wird beim Brotkauf im Edeka gesehen…

  11. @Hella:
    Gemeindearbeiter in...

    @Hella:
    Gemeindearbeiter in diesem Landstrich sind häufig Landwirte, die, was die Idylle betrifft, meistens noch schöner wohnen, als Don Alphonso !

  12. Lieber Don,
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    Lenin wusste...

    Lieber Don,
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    Lenin wusste bescheid. Lange hat er in Genf und Zürich gelebt, und selbstverständlich ist er mit Freunden in den Bergen wandern gewesen (mit Plechanow durchs Waadtlandt) und konnte sich auch die Schweizer Unterschichten aus der Nähe ansehen. Wer weiss, wie lange er das Unglück ertragen hätte, aber zu seinem Glück kam ja irgendwann der Erste Weltkrieg und brachte die Welt wieder in Ordnung.
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    Danke für das geniale Eingangszitat.

  13. Das muss jetzt schleunigst...
    Das muss jetzt schleunigst geklärt werden: Rasenmäher von Sabo oder Honda?
    China halte ich für ausgeschlossen in einer bairischen Gemeinde.
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    Die Gemeindearbeiter wohnen natürlich auch am See! Gemeindearbeiter wird man am See nur, wenn Vater oder Großvater schon Gemeindearbeiter waren – Grundstück und Haus sind lange im Familienbesitz. Die Bäckereifachverkäuferin pendelt täglich aus Warngau oder Waakirchen. Dieser feine Unterschied wird erst dann aufgehoben, wenn der Gemeindearbeiter in der langen Pause auch lange in der Bäckerei steht beim Kaffee und die beiden sich näher kommen. Dann kann sie evtl. auch eines Tages an den See ziehen…

  14. Wenn du die Kinder vor Ort als...
    Wenn du die Kinder vor Ort als zöglinge bezeichnest, wie würdest du dann Kinder in den luxuriösen Großstadtclubs nennen, die Daddy’s Kreditkarte für eine weitere Flasche Moet zücken, um diese im Endeffekt nichtmal zu trinken, sondern zu verspritzen (wie auf dem Siegertreppchen der Formel1)? Es regnet nicht nur Geld und Faulheit am Tegernsee, dieses Phenomen findet man überall.

  15. Versuchs mal mit...
    Versuchs mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit … :-). Dons Beobachtungen sind eigentlich ein echter Klassiker der besseren Kreise. Der Verweis darauf, dass es auch Abhängigen unter der wohlwollend patriarchalischen Obhut der Besitzenden durchaus gut gehen kann. In unzähligen Variationen wiederholt von Sklavenbesitzern in den Südstaaten 1860, von adligen Grossgrundbesitzern in Grossbritannien um 1900. Und jetzt vom Don. Stimmt aus dem spezifischen Erfahrungshorizont der jeweiligen Verklärung. Und stimmt natürlich nicht, weil das eine winzige Ausschnittsbetrachtung in einem Gebiet ist, dessen Verkehr selten durch den schattigen Park mit gepflegten Wegen führt. Viel häufiger dagegen über matschige Trampelpfade inmitten des Dschungels. Aber sowohl der Park als auch der Dschungel gehören denselben Menschen …
    Nein, die einzig vernünftigen Gründe, gegen Klassenkampf-Revolutionen zu sein, gründen in der menschlichen Natur, in der historischen Erfahrung und in der sich selbst verstärkenden Ineffizienz nichtmarktwirtschaftlicher Systeme ohne Eigentumsschutz. Die Idylle würde dazu nicht ausreichen. Denn sie ist nicht nur zu selten, sie ist auch vorbei, wenn die Besitzenden in Panik geraten.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  16. Guten Morgen Don! Ihrer...
    Guten Morgen Don! Ihrer Beschreibung des ultimaten Arbeitsstils kann ich nur zustimmen. Wenn ich nachdenken will, wie ich auf die diversen E-Mails antworten soll, die ich heute in meiner e-Box fand, setze ich mich in den Garten oder gehe in einem der großen öffentlichen Parks von Wassenaar spazieren. Nix mehr mit langen Meetings, wo ich irgendwelchen Klugschwätzern vorsichtig klarmachen muss, dass meine Idee eigentlich ihre idée ist und wir dann deswegen in einer gewissen Situation so und so handeln sollten. Das Gartenpersonal des Dorfes grüsst immer freundlich, wenn ich vorbeiradele, und mit der Frau, die mit einer langen Zange die Tempotaschentücher der Expats aufhebt, unterhalte ich mich des öfteren sehr gepflegt auf Englisch über unsere Erfahrung als Dorf- beziehungsweise global Putzfrau.

  17. Der Tiger, email, die Pest...
    Der Tiger, email, die Pest unserer Tage, Ich müsste auch noch welche beantworten, ich komme einfach nicht dazu. Vielleicht nachher im Zug?
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    ThorHa, sicher, aber vor der Theorie kommt immer erst mal die Beschreibung der Zustände. Und ich bedaure es sagen zu müssen: Aber ausser mir liest hier vermutlich keiner lenin, obwohl er kostenlos im Internet zu finden ist. Das ist eine Tatsache, die man erklären muss.

  18. kapitalistischer Taifun,...
    kapitalistischer Taifun, „wohlstandsverwahrloste Schlimmbratzen unfähiger Elternversager“, ungefähr so.
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    Lutz, Honda. Man muss natürlich auch sehen: Der Unterschied zwischen Warngau und Berlin-Marzahn ist etwa so gross wie zwischen Tegernsee und Neukölln-Südost. Selbst die besten Wohngebiete der Ex-DDR bei Hamburg wären bei uns nicht zumutbar.

  19. HansMeier555, nun, ich...
    HansMeier555, nun, ich vermute, ohne Krieg wäre Lenin ein nur Professoren bekannter, utopuscher Sozialist, und seine spätere Villa wäre Sitz einer verstaubten Stiftung.
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    Don Ferrando, nachdem ich hier ebenfalls zu den ärmeren Leuten gehöre, ist das ganz einfach, das mit dem besser wohnen. Wer hat, der hat.

  20. Mondry, Dorfladen in Gmund...
    Mondry, Dorfladen in Gmund oder Rottach und dann gibt es auch in Tegernsee ein Spezialitätengeschäft, mindestens. Man kommt schon durch, wenn es nicht gerade zwischen 12 und 3 ist.
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    Christ, aus eben jenem Grund verweise ich am Ende ja auf China. Unser Reichtum ist nur geborgt. Wir alle hier sind ganz ander Spitze, global betrachtet. Wir alle sind Umverteiler. Aber mein Sakko kommt von Carlo Barbera und meine Schuhe von Alexander, kein chinesischer Sklavenarbeiter hat sich daran kaputtgeschuftet.

  21. ...denn sie wissen nicht, was...
    …denn sie wissen nicht, was sie tun sollen… doch, doch!
    Man kommt bisweilen kaum noch hinterher mit dem Kommentieren!

  22. Hella, die Pendelei ist in...
    Hella, die Pendelei ist in dieser Region jetzt nicht so arg schlimm, im Regelfall pendelt man zwischen A- und AAA-Lagen, was anderes gibt es hier kaum, und das Panorama ist überwältigend.
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    Hartmut, nun, dann hätten wir, wie oben erwähnt, eine Revolution.

  23. schöner Text ... und liebe...
    schöner Text … und liebe Grüße aus Frankfurt/Main und London.
    Gerade mal in meine Bodenrichtwertkarte geschaut, nette Stadt im Frankfurter Umfeld: Oh, mein qm kostet auch 1000 Euro plus … ist ja schliesslich auch schön hier, wenn auch leider ohne Berg und See.

  24. ~ Don Alphonso 27. Juli 2011,...
    ~ Don Alphonso 27. Juli 2011, 10:03
    kapitalistischer Taifun, „wohlstandsverwahrloste Schlimmbratzen unfähiger Elternversager“, ungefähr so. ~
    Du hast das Wort „drogenabhängige“ vergessen.
    Ansonsten wieder einmal schön geschrieben! :)

  25. Mir kamen sogleich die...
    Mir kamen sogleich die Stichworte Südstaaten, Kolonialstil und Versailles in den Kopf. Völlig frei assoziiert. Aber Versailles passt nicht, da war es zu dreckig. Und tröstend im Hintergrund der Schatten vom „alten Erhard“.

  26. Und wieder ein Essai, das Herz...
    Und wieder ein Essai, das Herz und Seele gleichermaßen erwärmt. Die Insel der Glückseligen an den Gestaden eines oberbajuwarischen Traumsees. Selbstbestimmte Arbeitszeitverkürzung der botanisch kenntnisreichen proletarischen Massen, denen sogar das Privileg zugestanden wird, Maschinen benutzen zu dürfen. Niemand hat die Absicht, mit einer Pumpgun Amok zu laufen. Oder wenigstens eine Mauer zu errichten. Am Eingang zum Tal.

  27. Das Konkret-Allgemeine ist...
    Das Konkret-Allgemeine ist immer eine endliche Möglichkeit plus 1
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    „…dass dort, wo die Akkumulation am größten ist, wo er theoretisch absolut Recht hat, im Auge des kapitalistischen Taifuns – Windstille herrscht.“ Dennoch ist auch dies nur ein Idealzustand, ein relativer zumal. Denn auch ein solcher Ort ist nicht losgelöst vom übrigen Raum und der übrigen Zeit. Lenin gebrauchte daher den Begriff des „schwächsten Kettengliedes“, um die Totalität in dieser Beziehung deutlich zu machen.
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    Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass die ständige Veränderung in der sog. objektiven Wirklichkeit immer auch eine in den Perspektiven auf diese ist. Wir können auch sagen, dass alles, was wir in einem gegebenen Moment als Veränderung erkennen – in der objektiven Wirklichkeit -, nichts ist als eben die Veränderung der Perspektive. Denn die Wirklichkeit, die sog. objektive, ist uns immer einen Schritt voraus. Kurzum: Wenn wir am Tegernsee Ebbe sehen, muss das nicht die aktuelle Wirklichkeit sein, die wir da vor uns haben, sondern es wird wohl eher die von vorgestern sein. Und wo ein solcher Strom der Wirklichkeit weitergeflossen ist, kann er nur von einer anderen Perspektive aus „wirklich“ gesehen werden.
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    Nach Zizek übrigens ist das Ganze noch etwas komplizierter. Nur die Lücken zwischen der Wirklichkeit und der jeweiligen Betrachtungsperspektive sind wirklich. Und somit erfassen wir die Wirklichkeit nur als Summe aller nur denkbaren Lücken. Lücke gleich Perspektivenwechsel. Einzig der Perspektivenwechsel scheint somit so etwas wie Realität zu erfassen, ja zu sein.
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    Marx, auf den Zizek sich auch beruft, stellte die Ware in die Mitte eines solchen Raums voller Lücken. Ein Ding, das zugleich erkennbar wie nicht erkennbar wäre. Erkennbar war die äußere Form, das Gewicht, die Menge. Doch schon beim Ermessen des Grundes für deren Preis streikt der gewöhnliche – der bürgerliche – Verstand. Also ließ er durchblicken, dass der Wert eine gesellschaftliche Übereinkunft darstellt. Eine Übereinkunft aber, die trotz ihrer Fetischkostümierung, also ob ihrer Vernebelungen, dennoch täglich in Frage gestellt werden kann. Denn die Verwertung des Wertes, resp. die Konstitution jenes „automatischen Subjekts“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1734) in der Kapitalbewegung, enthält ein unberechenbares und solchermaßen in der Rechnung des Kapitals eben nicht aufgehenden Elements – das des Mehrwerts.
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    Es ist dies ein Element, um jetzt wieder mit Zizek, oder auch mit Lacan zu sprechen, auf den Zizek sich immer wieder beruft, dessen Besonderheit seine Allgemeinheit ist, und das somit nur deswegen Teil des Ganzen ist, weil es in diesem Ganzen nicht aufgeht – „ein Element ohne Ort innerhalb der Struktur“ („Die Parallaxe“, S. 41) also ist.
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    Kommen wir zu den Gemeindearbeitern. Mag sein, dass diese glauben, sie wüssten etwas über ihren Wert, nur weil sie den gewerkschaftlich durchgesetzten Tariflohn ins Verhältnis setzen zu ihren Arbeitspausen. Was aber weder sie noch die Herren, die sie beschäftigen, resp. „ausbeuten“, wissen, ist, dass dieser Wert, wie gesagt nur eine gesellschaftliche Übereinkunft darstellt. Also keine Substanz darstellt, keine jedenfalls außerhalb dieser Übereinkunft. Oder wie Zizek es anhand eines Werbeslogans für einen Hollywoodfilm so wunderbar klar erkennt. Nämlich dass „das Reale so real ist, dass es erfunden sein muss“ (ebenda, S. 42).
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    Solche Übereinkünfte können jederzeit gekündigt werden. Doch sowenig wie das Reale außerhalb der Bewegung unseres Erkennens subsistiert, so wenig spielt es eine Rolle, ob wir dies mit unserem Erkenntnisvermögen – von heute – voraus sehen oder nicht. Denn nicht nur die Realität ist in der „Bewegung unseres Erkennens gefangen“, wie Zizek unter Bezugnahme auf Hegel konstatiert, sondern auch das Erkennen der Realität ist in „diese eingebettet, wie ‚ein eingebetteter Journalist’ bei den US-Truppen im Irak“, wie Zizek weiter folgert (S. 40).
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    Und weil diese Möglichkeit der Kündigung von den Interessen und Launen Einzelner völlig unabhängig ist, wird sie vermutlich umso wahrscheinlicher. Wo die Gesellschaft nicht die Summe aller in ihr enthaltenen Individuen ist, und diese auch nicht jenen vorausgesetzt, da ist ausschließlich das „Konkret-Allgemeine“, wie Hegel es ausdrückt, eben diese Gesellschaft.
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    Wer also diesen Vertrag letztlich dann kündigt, wird sich wohl irgendwo und irgendwie aus dem Klassenkampfgeschehen ergeben, dennoch nicht außerhalb des Konkret-Allgemeinen eines solchen. Und selbst wenn sich dies innerhalb einer historischen Zeit abspielt, resp. auf einen beschränkten Raum begrenzt sein wird, sich also als Besonderheit von dieser Allgemeinheit darstellt, wird das Ergebnis immer eine endliche Möglichkeit plus 1 sein.
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    Was bedeutet da schon die eine Mittagspause gewisser Gemeindearbeiter am Tegernsee, bzw. die soziale Vernunft einer gewissen Klasse, die von den Dienstleistungen dieser Gemeindearbeiter abhängig scheint?

  28. glücklicher Weltwinkel,...
    glücklicher Weltwinkel, ach!
    Und wie ist es mit der impliziten politischen Programmatik für „reiche Klassengesellschaften“ ? Ist es das „Zusammen“? Oder Meierns555 (wo steckt er denn? auf einem Marie Jahoda workshop?) wiederholter Dreiwortsatz?
    Wen´s enigmatisch dünkt, der lese Axel Honneth.

  29. Das Konkret-Allgemeine ist...
    Das Konkret-Allgemeine ist immer eine endliche Möglichkeit plus 1 (Korrektur, das erste Posting nicht verwenden!)
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    „…dass dort, wo die Akkumulation am größten ist, wo er theoretisch absolut Recht hat, im Auge des kapitalistischen Taifuns – Windstille herrscht.“ Dennoch ist auch dies nur ein Idealzustand, ein relativer zumal. Denn auch ein solcher Ort ist nicht losgelöst vom übrigen Raum und der übrigen Zeit. Lenin gebrauchte daher den Begriff des „schwächsten Kettengliedes“, um die Totalität in dieser Beziehung deutlich zu machen.
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    Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass die ständige Veränderung in der sog. objektiven Wirklichkeit immer auch eine in den Perspektiven auf diese ist. Wir können auch sagen, dass alles, was wir in einem gegebenen Moment als Veränderung erkennen – in der objektiven Wirklichkeit -, nichts ist als eben die Veränderung der Perspektive. Denn die Wirklichkeit, die sog. objektive, ist uns immer einen Schritt voraus. Kurzum: Wenn wir am Tegernsee Ebbe sehen, muss das nicht die aktuelle Wirklichkeit sein, die wir da vor uns haben, sondern es wird wohl eher die von vorgestern sein. Und wo ein solcher Strom der Wirklichkeit weitergeflossen ist, kann er nur von einer anderen Perspektive aus „wirklich“ gesehen werden.
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    Nach Zizek übrigens ist das Ganze noch etwas komplizierter. Nur die Lücken zwischen der Wirklichkeit und der jeweiligen Betrachtungsperspektive sind wirklich. Und somit erfassen wir die Wirklichkeit nur als Summe aller nur denkbaren Lücken. Lücke gleich Perspektivenwechsel. Einzig der Perspektivenwechsel scheint somit so etwas wie Realität zu erfassen, ja zu sein.
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    Marx, auf den Zizek sich auch beruft, stellte die Ware in die Mitte eines solchen Raums voller Lücken. Ein Ding, das zugleich erkennbar wie nicht erkennbar wäre. Erkennbar war die äußere Form, das Gewicht, die Menge. Doch schon beim Ermessen des Grundes für deren Preis streikt der gewöhnliche – der bürgerliche – Verstand. Also ließ er durchblicken, dass der Wert eine gesellschaftliche Übereinkunft darstellt. Eine Übereinkunft aber, die trotz ihrer Fetischkostümierung, also ob ihrer Vernebelungen, dennoch täglich in Frage gestellt werden kann. Denn die Verwertung des Wertes, resp. die Konstitution jenes „automatischen Subjekts“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1734) in der Kapitalbewegung, enthält ein unberechenbares und solchermaßen in der Rechnung des Kapitals eben nicht aufgehendes Element – das des Mehrwerts.
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    Es ist dies ein Element, um jetzt wieder mit Zizek, oder auch mit Lacan zu sprechen, auf den Zizek sich immer wieder beruft, dessen Besonderheit seine Allgemeinheit ist, und das somit nur deswegen Teil des Ganzen ist, weil es in diesem Ganzen nicht aufgeht – „ein Element ohne Ort innerhalb der Struktur“ („Die Parallaxe“, S. 41) also ist.
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    Kommen wir zu den Gemeindearbeitern. Mag sein, dass diese glauben, sie wüssten etwas über ihren Wert, nur weil sie den gewerkschaftlich durchgesetzten Tariflohn ins Verhältnis setzen zu ihren Arbeitspausen. Was aber weder sie noch die Herren, die sie beschäftigen, resp. „ausbeuten“, wissen, ist, dass dieser Wert, wie gesagt nur eine gesellschaftliche Übereinkunft darstellt. Also keine Substanz darstellt, keine jedenfalls außerhalb dieser Übereinkunft. Oder wie Zizek es anhand eines Werbeslogans für einen Hollywoodfilm so wunderbar klar erkennt. Nämlich dass „das Reale so real ist, dass es erfunden sein muss“ (ebenda, S. 42).
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    Solche Übereinkünfte können jederzeit gekündigt werden. Doch sowenig wie das Reale außerhalb der Bewegung unseres Erkennens subsistiert, so wenig spielt es eine Rolle, ob wir dies mit unserem Erkenntnisvermögen – von heute – voraus sehen oder nicht. Denn nicht nur die Realität ist in der „Bewegung unseres Erkennens gefangen“, wie Zizek unter Bezugnahme auf Hegel konstatiert, sondern auch das Erkennen der Realität ist in „diese eingebettet, wie ‚ein eingebetteter Journalist’ bei den US-Truppen im Irak“, wie Zizek weiter folgert (S. 40).
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    Und weil diese Möglichkeit der Kündigung von den Interessen und Launen Einzelner völlig unabhängig ist, wird sie vermutlich umso wahrscheinlicher. Wo die Gesellschaft nicht die Summe aller in ihr enthaltenen Individuen ist, und diese auch nicht jenen vorausgesetzt, da ist ausschließlich das „Konkret-Allgemeine“, wie Hegel es ausdrückt, eben diese Gesellschaft.
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    Wer also diesen Vertrag letztlich dann kündigt, wird sich wohl irgendwo und irgendwie aus dem Klassenkampfgeschehen ergeben, dennoch nicht außerhalb des Konkret-Allgemeinen eines solchen. Und selbst wenn sich dies innerhalb einer historischen Zeit abspielt, resp. auf einen beschränkten Raum begrenzt sein wird, sich also als Besonderheit von dieser Allgemeinheit darstellt, wird das Ergebnis immer eine endliche Möglichkeit plus 1 sein.
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    Was bedeutet da schon die eine Mittagspause gewisser Gemeindearbeiter am Tegernsee, bzw. die soziale Vernunft einer gewissen Klasse, die von den Dienstleistungen dieser Gemeindearbeiter abhängig scheint?

  30. Dass die Akkumulation des...
    Dass die Akkumulation des Kapitals der Wohlfahrt des kleinen Mannes diene, wird hier ausgeführt. Ich weiß diesmal wirklich nicht, wie ich diesen Text lesen soll, quer oder queer:
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    Tegernsee ist eine reiche Gemeinde und lebt vorwiegend von der Touristik. Einer Touritsitk, die die Wohltaten des Gebirgsklimas mit Spezialangeboten für Kuren verbindet. (Größter Arbeitgeber des Ortes ist die Orthopädische Klinik Tegernsee der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd. Quelle: Wikipedia)
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    Gucken wir mal, wer da alles fest da wohnt und nicht nur Kur:
    Beisheim wohnt beispielsweise hier, der Gründer des Metro-Konzerns. Das richtig große Geld, das hier wohnt, hat sich häufig ganz woanders akkumuliert. Der Reichtum der Gegend kommt zum Teil davon, dass woanders geplündert wurde. Ob das Lenin so gemeint hat mit der tollen Akkumulation.
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    Baudelaires Blumen des Bösen, die den Weltschmerz des Großstädters ausmalen versus hier die Blumen des Guten. Naja.

  31. @Don
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    Aber der Krieg kam...

    @Don
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    Aber der Krieg kam eben, und das war kein Zufall.
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    Das war schon damals der Irrtum der Elite: Zu glauben, man könnte mit Gewalt immer nur drohen und drohen und die Überlegenheit der eigenen Kultur immer behaupten und behaupten, und immer und ewig die Dividende der eigenen Angeberei einstreichen, ohne den Feinden und für minderwertig Erklärten Anderen jemals direkt gegenübertreten zu müssen.
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    Hinterher haben die Erben Jahrzehnte damit zugebracht nachzuweisen, dass sie den Krieg doch nie und nimmer gewollt haben sondern halt nur einfach so reingeschliddert sind.
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    Da hatte Lenin schon recht: Man kann sich auch einfach unten ans Flußufersetzen und warten bis die toten Feinde herabgeschwemmt werden.
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    J’aime les nuages.

  32. lieber Hans Meier555,
    ah, da...

    lieber Hans Meier555,
    ah, da sind Sie ja! Und die Zeile aus den fleurs du mal gefällt Ihnen.
    Die westschweizerische Unterschicht, die anarchistischen Uhrmacher, waren aber gar nicht nach Lenins Geschmack.

  33. @ Don Alphonso: Truegt mich...
    @ Don Alphonso: Truegt mich meine Erinnerung, oder war da nicht doch ein Gestaendnis zu lesen bzgl. eines Supermarkteinkaufes, bezeugt von der Verkaueferin am Wochenmarkt? :-)

  34. Das was Sie beschreiben wird...
    Das was Sie beschreiben wird ja von den NeoCons in den USA als „trickle down“ Effekt gepriesen: Man überhäufe die Superreichen mit noch mehr Geld und Steuersenkungen, auf sie sich dann den vierten Gärtner und die fünfte Putzfrau leisten und damit auch für die niederen Klassen ein paar Brosamen abfallen.
    Faszinierend, dass man das den Gärtnern und Putzfrauen in den USA tatsächlich als erstrebenswertes Modell verkaufen kann…

  35. Deiner Beobachtung über die...
    Deiner Beobachtung über die Kongressbesucher möchte ich ausdrücklich zustimmen. Selbst die Münchner, die man im Tal trifft, sind netter als Münchner, denen man anderswo begegnet. Das kann einerseits an der Auswahl des Ausflugsziels liegen. Wer zum Tegernsee fährt, wäre dann ein anderer Typ Münchner, als die in Ischgl oder wo auch immer zur Zeit die Lifestyle-Fraktion hinfährt. Oder der See hat eine beruhigende Wirkung selbst auf Menschen, die nur kurz dort sind.
    Ausnahmen bestätigen die Regel: Gestern mittag musste ich auf einem der höheren Gipfel der Region einem Narren zuhören, der seiner Begleiterin groben Unfug über seine eigene sexuellle Leistungsfähigkeit erzählte. Ihr Gesichtsausdruck sprach Bände. Ob die beiden wirklich Münchner waren, weiß ich nicht, aber seine Sprachfärbung wies in die Region.

  36. ZsW23 – In der Umgebung von...
    ZsW23 – In der Umgebung von Frankfurt gibt es auch Berge. Den Altkönig kann ich sehr empfehlen – vor allem, wenn die Fingerhüte blühen. Wenn ich bei meinem Vater bin und mich mal wieder mit den üblichen Familienproblemen beschäftigen muss, steige da rauf und setz mich auf die Steine der Kelten, um mir die Bürotürme von Frankfurt (einschließlich dem mit den klugen Köpfen dahinter) von oben anzugucken. Aus dieser Perspektive kriegt man den vollen Überblick und einen gewissen notwendigen Abstand.

  37. Don, das mit dem Sakko und den...
    Don, das mit dem Sakko und den Schuhen klingt durchaus plausibel, für das Gerät, auf dem sie diese Zeilen tippen, dürfte dies jedoch nicht gelten…
    .
    Übrigens produziert Honda mittlerweile auch zum Teil in China…

  38. @Don Alphonso 27. Juli 2011,...
    @Don Alphonso 27. Juli 2011, 08:59
    Mit Lenin sind Sie nie alleine :-). Sprich, selbstverständlich habe ich alle marxistischen Klassiker vollständig im Haus – man sollte schon wissen, was man ablehnt. Und warum.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  39. "einmal drüber über Dackel...
    „einmal drüber über Dackel Maximilian, und die Millionärin trifft der Schlag“
    Der war gut, harhar! Dergleichen liest man nur beim Don.
    *****************
    „Ineffizienz nichtmarktwirtschaftlicher Systeme ohne Eigentumsschutz“ –
    80 Billionen verbrennen und komplette Volkswirtschaften jenseits jeglichen Eigentumsschutzes ruinieren entspricht den Effizienzgrundsätzen vernüftigen Wirtschaftens. So denke ich mir das auch, ThorHa.

  40. Don Alphonso: "Es geht auch...
    Don Alphonso: „Es geht auch bestens ohne. Abgesehen davon wurde ich dort nicht gross. …“
    *
    Das ist wahr: Rebellion um ihrer selbst Willen ist ein trauriges Geschäft. Sie ist aber eben sehr wichtig für die Persönlichkeitsbildung und ohne diese Selbstfindung ist das Leben auch traurig.

  41. Grad wias halt kemma is, mei...
    Grad wias halt kemma is, mei jo, wias Lebn halt a so schpuit, ne woahrr. Wo dea Don Fonsi grad von Bad Wiessee am redn is, schee is do scho, do ko ma goar nix gegn sogn. Gö. A Ruah is un ois, mi leckst.
    Ainä Geschichte hom mia do a ghobt bei uns herin. Vom Brinsrägäntn bis sowie halt die Bayernpartei und da Hundhemmer Loisl un de CSU untam Jofef Strauß (ehem. NS-Kradfahrer un Metzgerssohn) ainä ächtä Kuldur neibrachd hom. Gö.
    In 500 m Diefä hot ma in de Dreissga Joahr aa Petroleum gfundn, gschissn, do hams aa noch schwäfälhaldigä Quelle agschtochn un wias hoit a so kemma is, des hot an mehran Dirdari brocht.
    Heizutog is des jo des Hotel Lederer, friehna hom´ses beim Hanselbauer gruafa.
    Neizehnvieradreissg an am scheena Dog is da Hitla Adi mid seina Bagasch kemma und hot se do an gonzn Dog einquadiarrd. Gö. Mibm Röhm Ernstl un saine schwulän Freind vo dera SA, dea hot scho an Uarrlaub a poarr Dog friehna do gmacht.
    Da Adi is mid da SS kemma, olli in Tsifil. Im Hosnguarrt hom de olli Pistoln oda an Revolver ghobt. Konnt ma net direggd segn. Gö. Mid schwerän Mercädäs Wagän sans kemma, vo Mingga hea. Übad Autobahn, pfeilgrad. Des is oani Fersion vo dera Gschicht, die andre is im Link, da konnstas oschaugn.
    Untranand homs schware Dischkurs ollaweil ghobt. Da Ernstl hot gmoant de Fiehrung zukinftig gherat grad dera SA und ois in der NSDAP iebahaupts un de Massn ghearn bewaffnet. Punktummi.
    Da Adi hot gschpannt worauf der foistä Röhm Ernstl hiwollt. Dann hot eahm ois zuagschtandn. Dann sans wieda hoamgfoahrn af Mingga zua, no jo, des kunnt ja nimma a so weida gehn, mid dera Machtfragä. Gö.
    Un do hot a gsogt itza homma einä Pannä, do sands olli ausgschtiegn, un do is de SA-Kamradschafd vom Ernstl zsammagschossn wordn. Da Rest schpäda. Den Ernstl homs nacha no Stadelheim ins Gfängnis bracht, a poar Dog schpäda hot a SS-Mo den Röhm Ernstl in seina Zellä mid a MPi rrratschdrrt dabatzt.
    Da war de Machtfragä scho erledigt. In deaselbigen Zeit wurde Großbärlin mit Hilfä vo dera Reichswehr zerniert un olli SA-Leit un sonstigäs schtörendäs Gfrass anghaltn oda in da Schtodt verhaftet oda diräggt ohnä Larifari daschossn woarn. Do hots scho a poar dausend Leid leida ´s Lebn gkost. Wo ghoblt wiad, fallän Schpänä. Gö. Wias hoit a so kemma is.
    Apoarr Joahrr schpäda is da Ami kemma, de hom do aa, de Offisierä vo denni, de Sau nausglossn, mid eahna ihrä Schicksn. S´is menschlich. Ne woahrr. Da Siega nimmd ois mid (wos halt kriagn ko, do konnst nix gegn macha).
    Itza is a Ruah in Bad Wiessee, de Antaln schwimman afm See un de Parrkanlagän sand grean un sauba. Schee is. S´lafad ois guad un gmüadli.
    An scheena Dog nocha no! Habediährä!
    http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6hm-Putsch

  42. Wo bleibt denn nur der soz....
    Wo bleibt denn nur der soz. phil. Alleserklärer Devin, damit der dem Don Alphonso und der ganzen Stützenidyllentheorie Zunder gibt?

  43. Ich musste beim Lesen an die...
    Ich musste beim Lesen an die vielen Kommentare in den letzten Wochen, Monaten, Jahren zu Allem und Jedem in diversen deutschen Online-Blättern und Blogs denken: oft (immer öfter?) und über das so häufige wie armselige „Armes Deutschland“ hinaus wird zumindest verbal zur, nun ja: „Revolution“ aufgerufen. Links wie rechts. Wohin diese Aufrufe von rechts führen, sahen wir in Norwegen. Die Theoretiker von Links scheinen mir immer noch – und hoffentlich noch lange – die Klügeren, Vernünftigeren zu sein. Doch, weiß man’s? steckt man drin?

  44. Ab in die Schweiz. Tegernsee...
    Ab in die Schweiz. Tegernsee landesweit.

  45. Vollkommen d'accord, ich kann...
    Vollkommen d’accord, ich kann das gleiche Phänomen von der Goldküste (aka. Rechtes Züriseeufer) berichten. Im Endeffekt ist fast das ganze Land wie Oberbayern, leider nur nicht der Charme der Einheimischen.

  46. @Nörgler 27. Juli 2011,...
    @Nörgler 27. Juli 2011, 11:14
    „und komplette Volkswirtschaften jenseits jeglichen Eigentumsschutzes ruinieren“
    haben bisher historisch nachweislich vor allem sozialistische, vorgeblich menschenfreundliche, Gesellschaften vollbracht, und selbst das nur auf dem Rücken vieler dutzend Millionen Toter. Die nach der Substanzvernichtung früherer Generationen verbliebenen Ruinen werden in Russland, den GUS-Staaten und Osteuropa gerade wieder saniert, wo der Übergang zur Marktwirtschaft geklappt hat. Ansonsten hat der Kapitalismus noch nie komplette Volkswirtschaften ruiniert, das schafft erfahrungsgemäss nur eine ebenso korrupte wie unfähige lokale Elite. In den real geschaffenen Vermögen (in Form von Infrastruktur, Produktionsmöglichkeiten und Bildungskapital) hat die Finanzkrise nur leichte Dellen hinterlassen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  47. @ Jeeves: "... Die Theoretiker...
    @ Jeeves: „… Die Theoretiker von Links scheinen mir immer noch – und hoffentlich noch lange – die Klügeren, Vernünftigeren zu sein. Doch, weiß man’s? Steckt man drin?“
    *
    Wenn nicht, hilft ein Sexualtherapeut weiter! Wenn man dann gekommen ist, erledigt sich auch die Frage nach den klügeren Theoretikern ganz von alleine…

  48. Ich hatte den Eindruck...
    Ich hatte den Eindruck bekommen, DA’s neuen Beitrag anderswo gelesen zu haben. It’s the atmosphere DA that so amazingly creates with words.
    So this new piece from DA made me look at my old papers (University – Translation Methodology D into E) and I think I found the answer.
    „Das Dorf im Gebirge“ („Simplicissimus“ 1896, Hugo von Hofmannstahl 1874-1929).
    „Im Juni sind die Leute aus der Stadt gekommen und wohnen in allen grossen Stuben. Die Bauern und ihre Weiber schlafen în den Dachkammern, die voll alten Pferdegeschirrs hängen, voll verstaubten Schlittengeschirrs mit raschelnden gelben Glöckchen daran, voll alter Winterjoppen…..
    und weiter
    „Nur den Schmuck der Wände hat man zurückgelassen: die Geweihe und die vielen kleinen Bilder der Jungfrau Maria und der Heiligen in vergoldeten und papierenen Rahmen, zwischen denen Rosenkränze aus unechten Korallen oder winzigen Holzkugeln hängen. Die Frauen aus der Stadt hängen ihre grosse Gartenhüte und ihre bunten Sonnenschirme and die Geweihe; in der Schlinge eines Rosenkranzes befestigen sie das Bild einer Schauspielerin, deren königliche Schultern und hochgezogene Augenbrauen unvergleichlich schön einen grossen Schmerz ausdrücken…“

  49. @DA
    Nein, da liegen Sie...

    @DA
    Nein, da liegen Sie falsch. Auch ich habe Lenin gelesen, sogar freiwillig. Er stand nämlich in der Bücherwand ganz oben bei den Büchern, die für uns Kinder mit einem Tabu belegt waren, und die will man ja dann unbedingt lesen, auch wenn sie sich als stinklangweiliges Geschwurbel herausstellen. Wenn ich gewusst hätte, dass sie mich damit in der Schule noch malträtieren, hätte ich den Proust genommen, der blieb bis heute auf der Strecke. Aber mach was, bzw. Что делать.

  50. windsbraut, das sollte man...
    windsbraut, das sollte man Kindern beibringen: Nur das Verbotene lesen, das auch in der Schule nicht kommt. Das lohnt am meisten. Ich sage nur: Mutzenbacher.
    .
    fionn, jaq, das war die Sommerfrische damals. Aber inzwischen ist das ein ganzjähriges Gaudium. Man will halt die Freuden des Landes und die Annehmlichkeiten der Stadt; kommt beides zusammen, ist man zufrieden.

  51. Dr. Gailleton, ich sehe da...
    Dr. Gailleton, ich sehe da durchaus noch Unterschiede, denn so schlimm ist es bei uns nicht, es gibt schon noch echte Sozialstratigraphie. Überhaupt, die Schweiz, die ist halt sehr eigen, was die Menschen angeht – ich als Bayer habe da immer gewisse Probkleme. Mitunter etwas unkommod, die Leut. Deshalb, egghat: Tegernsee reicht vollkommen.
    .

  52. Jeeves, ich zweifle, ob es...
    Jeeves, ich zweifle, ob es hier jemals so etas wie eine Revolution geben wird. Ich erkläre mir das so, dass die wirklich Rechten im zweiten Weltkrieg umgekommen sind, und sich nicht mehr fortpflanzen konnten. Überlebt haben vor allem die feigen und dummen Rechtsextremen, und die kriegen nichts mehr auf die Reihe. Wenn Sarrazin alles ist, was diese Leute anzubieten habebn, muss man sich keine Sorgen machen. Ich glaube auch nicht, dass Wilders dauerhaft bleibt. ur die FPÖ, die ist so unsterblich wie die Dummheit.
    .
    Grand Guignol, er war schon da, nur war im leider im Zug nach Frankfurt und konnte nicht freischalten.

  53. @DA 27.7.11
    Haben Sie denn nun...

    @DA 27.7.11
    Haben Sie denn nun Sarazzins Buch gelesen, oder urteilen Sie wie Ihre uckermärkische seelenverwandte Freundin nach dem Klappentext?

  54. Nörgler, danke für den...
    Nörgler, danke für den Hinweis auf diese steile These; hatte ich glatt überlesen.
    .
    „In den real geschaffenen Vermögen (in Form von Infrastruktur, Produktionsmöglichkeiten und Bildungskapital) hat die Finanzkrise nur leichte Dellen hinterlassen.“
    ThorHa, heute kommt ja ein Schenkelklopfer nach dem anderen von Ihnen…

  55. Don Ferrando, es gehört zu...
    Don Ferrando, es gehört zu den Büchern, bei denen ich feststellen muss, dass ich nicht dumm genug bin, es durchgehend zu ertragen. Mein Leben ist dafür zu schön. Das kann man gar nicht lesen. Aber der Teil, den ich gelesen habe, reicht vollumfänglich zur Meinungsbildung. wenn jemand bei uns in der Strasse Fenster einschmeisst, weiss ich ja auch ohne den weiteren Lebenslauf, dass er ein Randalierer ist.
    .
    Wimmerl d. Ä., ned vagessn: da Hendlzichda Himmla hod do drim af da andan Seidn in Gmund gwohnd. es is oiso wia imma: De gressdn Halodri san im nextn Doaf.

  56. DA: "... Überlebt haben vor...
    DA: „… Überlebt haben vor allem die feigen und dummen Rechtsextremen, und die kriegen nichts mehr auf die Reihe. Wenn Sarrazin alles ist, was diese Leute anzubieten habebn, muss man sich keine Sorgen machen. …“
    *
    Mal davon abgesehen, dass dies faktisch nicht stimmt und man eher heute nur noch zwischen Extremisten und Nichtextremisten gleich welcher Quelle unterscheidet, erstaunt mich zutiefst, dass die bundesrepublikanische Bildung offensichtlich auch konservative Hausbesitzer Jahre später noch dazu verannlasst, sich als linke Rebellen auszugeben und dies für politisch korrekt zu halten. Das erinnert mich an die 16 Millionen Widerstandskämpfer, die nach dem Untergang der DDR wie aus dem Nichts auftauchten und ihre Erlebnisse zum Besten gaben… :-)

  57. @wimmerl d....
    @wimmerl d. Ä
    http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Oker

  58. hier gibt es auch das buch mit...
    hier gibt es auch das buch mit hör-cd:
    http://www.buerowilhelm.de/presse/pressespiegel/DNT260703/index.php?id=08

  59. Jetzt bin ich aber...
    Jetzt bin ich aber gekränkt
    .
    @Grand Guignol: Ich bin hier in einem Widerspruch befangen, in einer Antinomie geradezu. Einerseits ärgert es mich, wenn ich feststellen muss, dass meine Ausführungen missbräuchlich genutzt werden sollen, also wenn ich z.B. „dem Don Zunder geben“ soll. Andererseits bin ich Materialist genug, um nicht zu sagen: narzisstisch genug, um mir nicht als Objekt eben eines solchen Voyeurismus’ in Bezug nämlich auf den Titel „soz. phil. Alleserklärer“ geschmeichelt vorzukommen.
    .
    Dennoch verletzt die damit einhergehende Respektlosigkeit eben genau mein narzisstisches Kostüm.
    .
    Dennoch hoffe ich natürlich, dass mein Beitrag Ihren Ansprüchen gerecht wird. Hat diese Herausforderung des dialektischen Materialismus schon einiges an Überlegung gekostet. Da ich dabei aber dem Wesen des Marxismus, wie ich zumindest hoffe, wieder etwas näher gekommen bin, also der Frage: was ist eigentlich Klassenkampf? (und ich weiß ja, dass den Don diese Frage auch umtreibt!) – will ich mich daher nicht beschweren. Doch werden dies nun einige Leser tun. Da ich ihnen da so viel Gehirnschmalz abfordere. Es tut mir wirklich leid, aber anders lässt sich ein von Don hier vorgebrachter naiver Materialismus nicht widerlegen. Wir steigen da schon tief ein in den wissenschaftlichen Diskurs – Kant-Hegel-Marx-Zizek.
    .
    @Don: Wenn ich auch weiß, dass Lenin in sexueller Hinsicht als das bezeichnet werden kann, was man heute als prüde bezeichnen würde, dürfte ihm die seelische wie auch körperliche Not einer Mutzenbacher verständlich gewesen sein. Besser als dem Freud vielleicht gar. Problematischer wäre dann wohl seine Beziehung zu jener Dame, genannt „O“. Ich befürchte, die hätte er ins Irrenhaus gesteckt. Daher ist ja der Zizek so ein Genuss. Weil diesem nämlich die vergleichbaren Strukturen (trotz der zu vermutenden Klassenunterschiede, bei der „O“ handelt es sich schließlich nur um eine fiktive Gestalt, wenn auch eine, die sich die Verfasserin von der „Seele“ abgeguckt haben dürfte) in der Psyche dieser beiden Damen keine Rätsel mehr sind.
    .
    Aber auch das liegt nicht in der besonderen Stärke eines Zizek, bzw. umgekehrt in der Schwäche eines Lenins begründet. Das besondere „Genie“ eines Zizek liegt nur eben darin begründet, dass er die Themen weniger theoretisch als dramaturgisch aufbereitet. Was ihm aber nur möglich ist, da sie sich zur Sozialkritik nicht mehr eignen. Wenn dann schon eher zur Satire. Auf der aktuellen Stufe der Selbstverwertung des Kapitals sind Perversionen und auch psychische Absonderlichkeiten längst eingegangen in das Konkret-Allgemeine des Kapitalismus. Auch wenn das „automatische Subjekt verrückt“ scheint (siehe den Link oben), ist es eben genau darin so denkbar „normal“ wie nur irgendwie möglich. Somit wäre das Normale und eben nicht das Perverse Gegenstand der Kritik, resp. das Perverse als „fortschrittlichste“ Ausprägung des Normalen.
    .
    So ist es auch kein Zufall, dass Konservative wie Neil Postman oder auch Frank Schirrmacher die aktuellen Entwicklungen in diesem Kapitalismus so kritisch beäugen. Nur sind halt ihre Antworten ebenfalls Gegenstand der Kritik, insoweit sie sich nämlich nicht zur Selbstkritik eignen wollen.
    Nicht in der Perversion liegt die Option zur revolutionären Überwindung der Normalität, und genau sagt auch ein Zizek (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1228), sondern nur noch in der Kritik der Perversion als eben aktuellste Form der Normalität. Eine solche Kritik muss dann zwangsläufig einen konservativen Ansatz haben. Dennoch auch diesen gilt es dann im Prozess der Kritik zu überwinden.

  60. Nein, von mir aus passt es...
    Nein, von mir aus passt es schon: Wir plaudern uns doch soweiso nur am Rande des Untergangs entlang.
    .
    http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/07/26/634811/britain-isnt-just-in-very-deep-trouble-its-doomed/
    .
    Ich denke einfach, man muss aufschreiben, wie es war. Ob es dauerhaft so sein wird, ob es noch lange dauert, hängt nicht von den marxitischen Massen ab, sondern von der Frage, was passiert, wenn die ÚSA ihr AAA-Rating verlieren. Unsd ähnliches Ungemach.

  61. Immer nur feste an den...
    Immer nur feste an den Untergang glauben. Wird schon klappen. Hat in Deutschland immer geklappt.
    So eine boese Welt aber auch.

  62. DA: "Wir plaudern uns doch...
    DA: „Wir plaudern uns doch soweiso nur am Rande des Untergangs entlang. …“
    *
    Tuen wir nicht. Die Geldmacher haben nur die Basis ihres Tuns verzockt, die Währung, und das geschieht ihnen recht. Das ist so wie ein Junkie, der den Kick nicht mehr spürt, weil er schon zu krank ist. Und was den Untergang angeht: Nicht nur Links- und Rechtsextremisten, Invenstmentbanker und Währungshüter sind unsere Dämonen: Vergessen wir nicht Außerirdische, Zombies und die bösen Hacker….

  63. Ach, und den Link habe ich...
    Ach, und den Link habe ich noch vergessen… :-)

  64. @DA - AAA rating
    ach gehen's...

    @DA – AAA rating
    ach gehen’s das passiert nicht und selbst bei einem AA..da können’s geld machen mit gegen die krise wetten. die leute sollen doch froh sein, dass die staaten schulden machen, damit können die versicherer und die privatanleger wenigstens ohne portfoliooptimierung ihr geld anlegen einigermaßen sinnvoll..

  65. bertholdIV, "Geld...
    bertholdIV, „Geld machen/sinnvoll anlegen in Staatsschulden“ bei negativer Realverzinsung? Das wäre der heilige Gral der Vermögensverwaltung. Müssten Sie mir mal näher erläutern…

  66. Cher Don, ich verbiete SAS und...
    Cher Don, ich verbiete SAS und den Executeur nebst der Hefte mit den nackten Fräuleins und Kerlen. Sogar Larthéguy liesse ich durchgehen. Sind Sie sicher, dass die Kleinickes sich an Ihren Rat halten sollten?

  67. @Hans: Den "trickle down"...
    @Hans: Den „trickle down“ Effekt hat in Bayern auch ein Franz-Josef Strauß heraufbeschworen und meinte damit das „S“ in CSU zu erläutern. Man braucht einige Superreiche, meinte er, damit es der Masse einigermaßen gut geht. Im Enrst? Aha. Keine schlechte These, besonders für die Superreichen ist sie großartig. Ich mache gerne mit, vorausgesetzt, ich muss mein Superreichtum nicht selber verdienen. Ich wüßte gar nicht, wie das gehen sollte. Ansonsten bleibe ich skeptisch. Lloyd Craig „I’m doing God’s work“ Blankfein (everybody knows that Golmann Sucks) ist ja wohl kein Vorbild für uns (oder für Lenin), oder?

  68. @muscat,
    nicht im moment, aber...

    @muscat,
    nicht im moment, aber man kann ja den verbraucherpreisindex (durch umschichtung im warenkorbb) so gestalten, dass bei den normalen jahren – ein yield von 2,6% auf deutsche staatsanleihen sind ja nicht die norm – die rendite dieser höher als der vpi ist und schon…..

  69. Don "Aber der Teil, den ich...
    Don „Aber der Teil, den ich gelesen habe, reicht vollumfänglich zur Meinungsbildung“
    Erinnert mich an Inquisitoren des Galileo, die sich weigerten in sein Fernrohr zu schauen.
    Wenn ich in meiner Villa am Tegernsee die Sendung „Kontraste“ des Bayerischen Rundfunks verfolge, http://www.youtube.com/watch?v=1xq3RRFov_Q&feature=related , soll ich da nach ein, zwei Minuten den Fernseher ausschalten oder was empfehlen Sie?

  70. Devin08@: Bester, erst einmal...
    Devin08@: Bester, erst einmal Dank dafür, daß Sie mich einer Replik für würdig fanden. Es war zwar eher ;-) gemeint, um etwas auf die Symbolik der Zeichentheorie von Slavoj Žižek einzugehen. Der aber auch nicht die Zeichen der Zeit kommen sah, als nach Titos Abgang, das (scheinbar) anarchosyndikalistisch orientierte, Jugoslawien einige Jährchen später im Orkus der Geschichte verschwand. Wie die große Heimat der Marxisten-Leninisten, die UdSSR, eben auch. Die Geschichte „als solche“ vergibt nur einmal die Chance, der Sozialismus hatte sie gehabt. Die Häresie in China ist ein nationalistisch-staatskapitalistischer Abgesang. Das Lenin nicht der ausdrücklichen damnatio memoriae anheim fiel wie Leo Trotzki ist nachgerade ein Wunder.
    Zitat v. L.: “Genosse Stalin hat, nachdem er Generalsekretär geworden ist, eine unermeßliche Macht in seinen Händen konzentriert, und ich bin nicht überzeugt, dass er es immer verstehen wird, von dieser Macht vorsichtig genug Gebrauch zu machen. Andererseits zeichnet sich Genosse Trotzki, wie schon sein Kampf gegen das ZK in der Frage des Volkskommissariats für Verkehrswesen bewiesen hat, nicht nur durch hervorragende Fähigkeiten aus. Persönlich ist er wohl der fähigste Mann im gegenwärtigen ZK, aber auch ein Mensch, der ein Übermaß von Selbstbewusst-sein und eine übermäßige Vorliebe für rein administrative Maßnahmen hat.“
    Das Lacan´sche Subjekt des Begehrens findet am Tegernsee genau das, sofern genug Kohle vorhanden, was es sucht.
    Ansonsten:
    An den Tegernseer Gemeindearbeitern sich soziotheoretisch abzumühen, das nenne ich wirklich wahrhaft heroisch. Jeder hat halt irgendwo sein philanthropisch Gehäus.
    Um mit dem berühmten Münchner Dienstmann vom Hbf vom weißblauen Himmi herunter zu rufen:“ Luja sog i!“
    ..
    Don Alphonso@: Genau weiß ich nicht was Sie sich an dem Thilo Sarrazin immer so wetzen. Wahrscheinlich waren Sie noch nie in den Stützenfreien Problemvierteln von div. Großstädten D.s gewesen und kennen die Sorgen und Nöte der Kommunen, meistens außerhalb Bayerns, nicht, die jenen von wohlmeinenden Regierungen aus purer Menschenfreundlichkeit aufoktroiert wurden > ungerechtfertigter Bezug von Transfereinkommen, unkontollierte Zuwanderung unqualifizierter Migranten (beileibe nicht aller), demografischer Schwund der autochthonen Bevölkerung, besonders der gebildeten.

  71. muscat 27. Juli 2011,...
    muscat 27. Juli 2011, 14:44:
    Ach Unsinn. Richten wir uns halt alle zusammen mit dem Don in der Erwartung des nächsten Untergangs des Abendlandes ein :). Immerhin sind Spengler und Toynbee lange überholt, also wird´s auch Zeit. Wie schon Barbara Tuchman zitierend bemerkte – die Besitzenden habe immer ein angegriffenes Nervenkostüm.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  72. @DA(16:59): hm-mh. Ich rechne...
    @DA(16:59): hm-mh. Ich rechne ja auch damit, daß bald die Lichter heftigst flackern. „Will it be with a bang, or will it be with a whimper?“ (Ronald Reagan). Nur die Ossis waren optimistisch: „ooch, wir haben Erfahrung in Systemwechsel.“ Nur, da stand der größte Teil der Welt noch, und sie konnten sich unter dessen Rockschöße flüchten.
    – divertimenti per l’ozio –
    Bei Trebbin kann man hübsch mit Ultraleichtflugzeugen fliegen. Sind anscheinend so eine Art VWs unter den Flugzeugen, leicht, wenig motorisiert, kaum schneller als der Wind, also Autogeschwindigkeit, und extrem zuverlässig (bis jetzt noch keins aus dieser Modellreihe abgestürzt). Einfache, direkte Steuerung: vor, zurück, seitwärts, und die Fußpedale. Schick. Mein Mann war begeistert.

  73. Von wem war das doch gleich?...
    Von wem war das doch gleich? Lenin? „Was tun?“

  74. bertholdIV, Sie sind ja...
    bertholdIV, Sie sind ja wirklich süß, „durch Umschichtungen im Warenkorb“;
    na dann schichten wir mal fleißig… ;-) Glauben Sie wirklich, die Regierungen hätten was zu verschenken? Also, an den durchschnittlichen Steuerzahler, meine ich?
    .
    Fra Diavolo / Grand Guignol, für die schlagende Erkenntnis, dass es Probleme mit der Integration in diesem Land gibt, brauchte es nach Ihrem Dafürhalten Dirty Thilos Sudelschwarte? Da liegt jetzt die Vermutung nahe, dass SIE noch nie einen Fuß in ein stützenfreies Problemviertel gesetzt haben.

  75. @devin:
    >Nicht in der...

    @devin:
    >Nicht in der Perversion liegt die Option zur revolutionären Überwindung der Normalität, und genau sagt auch ein Zizek (blog.herold-binsack.eu),
    Das sagt wohl jeder, der bei Trost ist!
    >sondern nur noch in der Kritik der Perversion als eben aktuellste Form der Normalität.
    Damit können wir uns nicht lange aufhalten.
    >Eine solche Kritik muss dann zwangsläufig einen konservativen Ansatz haben. >Dennoch auch diesen gilt es dann im Prozess der Kritik zu überwinden.
    Ja, wie weiter.
    Dazu hat noch keiner wirklich die Mittel.

  76. Um nochmal die Geschichte des...
    Um nochmal die Geschichte des abstürzenden Fallschirmspringers zu rekapitulieren:
    – 1. freier Flug, normal.
    – 2. Schirm öffnet sich nicht.
    – 3. Versuch, Hilfsschirm zu öffnen, scheitert wegen zuviel g.
    – 4. Kamera: „Tschüs Welt, das wars“
    – 5. reflexartige Flugbewegungen.
    – 6. Untergrund tödlich: betonierter Parkplatz.
    – 6. vielleicht doch eine geistige Macht?
    – 7. etwas Wind.
    – 8. Flugbewegungen, Lenkversuche.
    – 9. neben Parkplatz Brombeeren.
    – 10. Aufprall, Rolle, überleben mit Stacheln und blauen Flecken.

  77. überzeugender sind leninisten...
    überzeugender sind leninisten noch nie widerlegt worden. nicht auszudenken, wie die menschheitsgeschichte verlaufen wäre, wenn onkel alphons damals stalin hätte die meinung geigen können.

  78. an den oder die muscat : "Da...
    an den oder die muscat : „Da liegt jetzt die Vermutung nahe, dass SIE noch nie einen Fuß in ein stützenfreies Problemviertel gesetzt haben“
    Ich verstehe Ihre Aufgeregtkeit überhaupt nicht.
    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt, “
    so stehts im Grundgesetz. Wo ist jetz das Problem? Sarrazin oder wer auch immer stellt in seinem Buch Thesen auf. Er geht von gewissen Annahmen aus (Statistisches Zahlenmaterial) und zieht daraus seine Schlußfolgerungen.
    So, jetzt gibt es entweder die Möglichkeit, daß die Zahlen nicht stimmern und oder die Schlußfolgerungen sind falsch, oder die Zahlen stimmen und die Schlufolgerungen passen Ihnen nicht – auch gut. Aber einfach -welche Argumente auch immer – abzutun mit „Schmudelbuch'“, ich glaube da machen Sie es sich zu einfach. Menschlich verständlich, aber Intellektuell unwürdig, undemokratisch und kindisch.
    Sie vereinfachen die komplexe Wirklichkeit, in dem Sie die Welt in Gut und Böse aufteilen und verschaffen sich damit persönlich Entlastung. Das kann ich gut verstehen, bringt uns aber in der Diskussion keinen Schritt weiter.
    Sagen Sie klar an einem Beispiel, was Ihnen nicht paßt und kommentieren Sie es von mir aus und dann kann der Diskurs losgehen, aber nur Namen nennen und Augenbrauen nach oben ziehen und die Oberlippe entrüstet lang machen, damit tun Sie sich und uns allen keinen Gefallen.
    Und noch eine Anmerkung zu den sogenannten Stützen der Gesellschaft, die hier im Blog so angesprochen werden, ich weis nicht, ob die tatsächlich noch Stützen im funktionellen Sinne sind. Insofern ist der von Ihnen verwendete Begriff „stützenfreies Problemviertel“ doppeldeutig.

  79. @muscat
    ich glaube, sie haben...

    @muscat
    ich glaube, sie haben den terminus technicus nicht verstanden oder ich ihre bemerkung nicht.. egal..der warenkorb wird immer umstrukturiert und darauf der vpi berechnet und damit geht die veröffentlichte inflation runter.
    aber nochmal zurück, so schlecht haben sie als normalbürger bei einer anlage in manchen euro staatsanleihen auch nicht gelegen..

  80. @colorcraze: Die privaten...
    @colorcraze: Die privaten Investoren = Schuldner sind die letzten ca. 20 Jahre mit dem Grünspann-Schirm stets weich gelandet. Allein die Staatshaushalte haben den Arsch voller Dornen.
    .
    Was will uns „mister pump up the jam“ wohl mit seinem obigen Beitrag zur „privaten Pufferminimierung“ sagen ?
    .
    Schulden und Geldmenge müssen kontinuierlich exponentiell beschleunigt werden. Privates Eigenkapital stellt in diesem Grünspann-System einen wachstumshemmenden Störfaktor dar. Es ist ja implizit über die Staatsgarantie im Bankensektor vorhanden. Das Ergebnis ist und bleibt: (Über)-Gewinne privatisieren – (Anpassungs)-Verluste sozialisieren.
    .
    Ich mag den Grünspann-Blödsinn nimmer hören.

  81. Haben Sie nicht immer so ein...
    Haben Sie nicht immer so ein schlechtes gewissen beim Schreiben, verehrter Don. Herrschaft wird demonstriert und nicht gerechtfertigt:)

  82. Moin.

    Was ich nicht...
    Moin.
    Was ich nicht verstanden habe: welche Rolle spielt der Kombi- Freischneider von Andeas Stihl in Waiblingen auf dem dritten Bild? Warum liegen die Ohrenschützer da herum? Wo sind Helm und Schnittschutz-Gitter?
    fragt fb

  83. Als ich den Titel las, dachte...
    Als ich den Titel las, dachte ich direkt an die akute, ehrenvolle Rosenknappheit in
    Osloer Blumenläden.

  84. Don Carlos, Stalin hätte...
    Don Carlos, Stalin hätte sicher eine Magenverstimmung bekommen.
    .
    Prinzessin, ich plaudere nur so vor mich hin.

  85. an muscat als Ergänzung noch...
    an muscat als Ergänzung noch ein Zitat eines Artikels zu Güner Balci von Frank Schirrmacher vom 28.07.2011:
    „Diese Gesellschaft ist nicht in der Lage, ein irreleitendes Buch zu diskutieren“

  86. @Folkher Braun (28. Juli 2011,...
    @Folkher Braun (28. Juli 2011, 03:25), das Bild ist vermutlich eine religioese Allegorie.

  87. bertholdIV, zu Ihrer letzten...
    bertholdIV, zu Ihrer letzten Aussage, dass man als Normalbürger mit EUR-Staatsanleihen gut gefahren sei … nu ja. Wenn wir hier wieder mit dem Besten unter den Schlechtesten argumentieren, dann wird das sicherlich stimmen. Doch eine langfristige solide Anlage sollte m.E. ein wenig anders aussehen.
    Zu den Inflation-linked Bonds: Keine Sorge, lieber bertholdIV, den terminus technicus verstehe ich durchaus (das wäre auch schlimm, wenn nicht). Aber wieso sollte ich etwas kaufen, von dem ich weiß, dass der Emittent den dahinterliegenden Index (VPI oder was auch immer) zu seinen Gunsten beeinflussen kann?
    Bei einem starken Zinsanstieg werden aufgrund der meist längeren Laufzeiten zudem Kursverluste eintreten. Auch nicht jedermanns Sache.
    .
    Fra Diavolo, mehr als ein pathetisches Zitat des Art. 5 GG fällt Ihnen wohl leider auch nicht ein (man fragt sich im Übrigen, was das im Zusammenhang mit dem Buch, welches zwischenzeitlich auf jeder Ladentheke dieser Republik lag, soll).
    Ich vereinfache hier nichts und ich bestreite – wie bereits gesagt – nicht, dass wir in diesem Land ein Problem mit einer wachsenden Zahl an Transferempfängern (ob ‚autochthon‘ oder nicht, ist dabei ökonomisch betrachtet erst mal wurscht) haben und auch noch in Zukunft haben werden.
    Aber erneut sämtliche Argumente, die schon im Frühjahr in diesem Blog durchgekaut wurden, zu wiederholen – bitte sehen Sie mir es nach, das fände ich dann doch etwas ermüdend.
    Den Artikel von Schirrmacher habe ich noch nicht gelesen. Ich gespannt, ob dieser neue Erkenntnisse bringt (steht zu bezweifeln, leider).

  88. Guten Morgen Don! Mittlerweile...
    Guten Morgen Don! Mittlerweile kann ich sehr gut verstehen, dass sie lieber diesen Blog betreiben als offizieller FAZ Feuilletonist zu sein. Heute Morgen habe ich Herrn Schirrmacher bedauert. In seinem Job ist so etwas Verqueres wie Thilo Sarrazin Pflichtlektüre. Wenn ich ihn einmal persönlich treffen, werde ich ihn fragen, wie er das geschafft hat, über 500 Seiten Schrott zu lesen. Sie aber brauchen nur zu lesen, was wir hier so schreiben …

  89. sol lucet...
    sol lucet omnibus.
    .
    hinschauen erleichtert den erkenntnisvorgang.

  90. Der Gipfel der...
    Der Gipfel der Perversion
    .
    @Colorcraze: Gehen Sie in mein Weblog und suchen Sie alles unter Schirrmacher. Und Sie werden finden, was Sie suchen.
    .
    Übrigens die Sache mit der „Perversion“ hat natürlich einen über dieses Thema hinausreichenden Grund, welchen auch Zizek beschäftigt. Während sich „alle Welt“ noch über die perverse Subversion der 68er ff. aufzuregen scheint, zeigt zum Beispiel die Strauss-Kahn-Affäre, dass hierbei eigentlich nur noch die Frage im Raum steht: ist es zu beweisen oder nicht? Und mit welchen Mitteln geschieht dieser Nachweis? Dass sich hierbei unter der Hand auch der Rechtspositivismus wieder mal um die eigene Achse gedreht hat, sei nur nebenbei gesagt. Denn es wird den Amerikanern ja nicht vorgeworfen, dass sie in ihrer Rechtspraxis nur einer prüden Auslegung folgen, sondern einer rüden Praxis im Umgang mit der Prominenz. Wird doch da ein Prominenter vorgeführt wie ein eingefangener Bittbull. Einzig subversiv kann in diesem Kontext nur noch die schonungslose Entlarvung eben der darin gezeigten Doppelmoral sein.
    .
    Der Nachweis einerseits, dass die Bourgeoisie immer noch auf ihr Recht auf Klassenjustiz pocht. Doch auch die Entlarvung, dass genau diese Vorführung die perfekteste Verpackung für eine Rechtspraxis ist, die längst Teil des Geschäftes ist. Man führt ihn vor, scheint dem Volk also Gerechtigkeit zu geben, doch gibt man nur „Brot und Spiele“. Gleich ob schuldig oder unschuldig, am Ende wird der „Held“ frei sein. Denn das Volk hält den Daumen nach oben. Das Showgeschäft ist es, worum es geht. Und genau das zu entlarven, nämlich die Maskerade der bürgerlichen „Volksherrschaft“, das ist die aktuelle Aufgabe der revolutionären Kritik. Revolutionäre Kritik arbeitet sich nicht an der Fragestellung Perversion ja oder nein ab (denn darin ist sie definitiv antikonservativ), sondern an der Frage: Was ist das Perverse daran? Denn die Antwort lautet: Das bürgerliche Recht ist nur ein Showgeschäft! Und das ist der Gipfel der Perversion!

  91. Devin08, man muss natürlich...
    Devin08, man muss natürlich auch sehen: Das Bürgertum selbst will nicht zum Showgeschäft verkommen. Wenn überhaupt, gibt es das Showgeschäft als Schutzmassnahme. Ein RTL-Chef würde sich nie im Dschungelcamp verheizen lassen.
    .
    Fra Diavolo, das mag für manche Funktionseliten der Gesellschaft zutreffen, aber die Frage für mich ist: Muss man das wirklich besprechen? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass viele das Ding wirklich gelesen haben. Viel zu dröge.

  92. Devin08: "Doch auch die...
    Devin08: „Doch auch die Entlarvung, dass genau diese Vorführung die perfekteste Verpackung für eine Rechtspraxis ist, die längst Teil des Geschäftes ist. …“
    *
    Eigentlich mag ich solche Leute wie Sie, die sich wenigstens noch Gedanken machen. Doch zum ersten: Der „Gipfel der Perversion“ war und ist immer noch der Holocoust, so viel Realität muss sein. Was Slavoj Žižek angeht: Dieser Mann ist nicht nur intelligent, sondern auch so klug, dass er weiß, dass er momentan die Clownsrolle im Diskurs hat. Das spricht für ihn und diskreditiert nicht seine philosophische Leistung.
    *
    Doch Ihre Argumentation folgt einem uralten Muster: Behaupte so viele falsche und halbrichtige Sachen mit gesellschaftlich anerkannten Slogans und Begriffen, so dass es sich für das Gegenüber einfach nicht lohnt, sie alle zu widerlegen. Auf diese Art kann man auch formal Recht bekommen… :-)
    *
    Ein praktischer Rat: Der revolutionären, dumm gehaltenen Masse, die Sie hier so vehement verteidigen, kann man leider kein erhöhtes Kindergeld auszahlen, weil sie es ihren Kindern vorenthält und stattdessen versäuft. Wenn Sie hierfür eine Lösung hätten, würde die Gesellschaft Sie dafür feiern!

  93. Folkher Braun, die Hecke...
    Folkher Braun, die Hecke daneben ragt 10 Zentimeter in den Weg. Das darf nicht sein.
    .
    Köstlich, am Ende dteht dann halt die Geldentwertung. Aber das mucht nichts, wenn man am richtigen Ort wohnt und nicht in Geld investiert. Und ob die USAjetzt pleite sind oder erst noch weitere Schulden aufnehmen, ist auch nicht so wichtig.

  94. @muscat
    um mit dem chef der...

    @muscat
    um mit dem chef der sberbank zu sprechen. die beste geldanlage ist natürlich immer landwirtschaftliche flächen zu erwerben, wenn man sie denn bekommt. die zeiten für die landwirtschaft sind m.e. immer gut; müssen halt nur aufpassen nicht in die fänge der raiffeisen und der baywa zu geraten, aber dem kann man ja heutzutage ausweichen

  95. Wer noch ein wenig Doom lesen...
    Wer noch ein wenig Doom lesen will statt Lenin: Ambrose Evans-Pritchard lässt uns auch diesmal nicht im Stich.
    .
    http://blogs.telegraph.co.uk/finance/ambroseevans-pritchard/100011129/flee-to-mars-if-america-commits-worst-error-since-1931/
    .
    Wobei ich immer noch denke: Tegernsee reicht, es muss nicht Mars sein.

  96. bertholdIV, das Problem mit...
    bertholdIV, das Problem mit dem Grund ist, dass man einen braucht, der darauf etwas anbauen kann. Und um das profitabel zu betreiben, braucht man Flächen jenseits dessen, was ein Einzelner bezahlen kann. Man suche sich als Privatmensch also besser andere Anlagen.

  97. @DA
    nein dass stimmt nicht, da...

    @DA
    nein dass stimmt nicht, da fallen sie auf das wirtshausgerede der bauern rein. das problem ist eher, dass die ämter für landwirtschaft einen nichtlandwirt nicht als landwirt zulassen. wenn sie diese hürde haben, rentable landwirtschaft schaffen sie immer, notfalls sind alleine die fördermittel (kulaps etc) ausreichend; von der pauschalbesteuerung ganz zu schweigen. und mittlerweile hat selbst der kleinbauer in oberfranken oder der opf. über die forstbetriebsgemeinschaften zugang zum holzmarkt und der ist sehr attraktiv und wird es auch noch lange bleiben, oder glauben sie an den verfall der rohstoffpreise…

  98. @bertholdIV 10:57
    @DA...

    @bertholdIV 10:57
    @DA 11:07
    .
    Kartoffelacker war schon seit langem meine These.
    Aber nicht unbedingt zur Produktion, sondern zur Selbstversorgung, wenn es ganz schlimm kommt.
    Silberkannen und Eigentumswohnungen kann man nicht essen.

  99. Don, ich seh das anders. Vor...
    Don, ich seh das anders. Vor einiger Zeit, als ich mal etwas Geld anzulegen hatte, aber schon wußte, dass ich eines Tages in einen langen Rechtsstreit mit der törichten deutschen Regierung enden würde, habe ich mir – mit ein paar anderen zusamen – ein großes Stück Ackerland gekauft. Wenn mir nichts mehr einfallen würde, dachte ich damals, werde ich da Sonnenblumen im großen Stil anbauen.
    Den Riesenacker habe ich noch, die Mitinvestoren würden gerne um jeden Preis aussteigen. Ich brauche nur lange genug zu warten.

  100. <p>„Holocaust“,...
    „Holocaust“, der „Clown“ und das „Bürgertum“
    .
    @Yast 2000: Die Wendung in Ihrer Reaktion enttäuscht mich jetzt aber wirklich.
    1. Was hat hier das Thema Holocaust zu suchen? Holocaust würde ich nicht einfach als Perversion durchgehen lassen! Das Thema spielt auf einer anderen Bühne. Dennoch zeigen sie mit diesem Vergleich, dass S i e in Wirklichkeit das Thema Holocaust runterspielen!
    2. Nur weil Zizek ein Mann des Theaters, der Kunst und erst dann ein Philosoph ist, muss er nicht zwingend den Clown spielen. Wer solches sagt, zeigt, dass er nicht versteht. Haben Sie „Die Parallaxe“ gelesen und verstanden? Dieser Mann ist ein wahrlich großer Philosoph. Und: was er sonst ist, interessiert mich nicht!
    3. Nennen Sie mir bitte einen einzigen falschen Slogan und wir können Klartext reden. Ansonsten gebe ich jetzt den Ball zurück.
    4. Diese Ratschläge kenne ich und genau diese befolge ich nicht!
    @Don Alphonso: Was ist hier noch das Bürgertum? Ein Bürgertum, das sich diesem Showgeschäft nicht beugt, wird jedenfalls bald keines mehr sein! In diesem Sinne ist das Bürgertum selber Opfer/besser: Objekt seines eigenen Klassenkampfes.

  101. <p>heidewitzka, immer wieder...
    heidewitzka, immer wieder ein spaß, es gibt ihn anscheinend schon den nachfolger von mixa:
    http://www.sueddeutsche.de/…/kardinal-reinhard-marx-auch-homosexuelle-gehoeren-dazu-1.1125474

  102. <p>gestern der gute Kommentar...
    gestern der gute Kommentar es wird nur umverteilt so ist es und es wird besser kontolliert darauf war ja alles aus lese gerade Der Schnupfen interessant wann das geschrieben wurde also mir soll man nichts erzaehlen ich hab frischvon der Leber geschrieben wie ichs erlebt habe deswegen auch Kostolanys Boersenweisheit mit Kaufen und drueberschlafen man hats ja bei mir drauf ankommen lassen und gewartet was passiert mein Mitleid gilt den Jugendlichen die ihr Leben fuer einen Verrueckten lassen mussten und jenen deren die Lebensmittel von Extremisten ebenso verweigert werden was hat da Katar zu sagen? bei diesem Bruttosozialprodukt wird man doch wohl seine eigenen Glaubensbrueder in die Schranken weisen koennen oder ist das zuviel verlangt?

  103. <p>Tigerin, bestellen Sie...
    Tigerin, bestellen Sie schonmal Kunstdünger auf Vorrat, am besten irgendwas mit Ammonsalpeter.

  104. Devin08 - „Holocaust“,...
    Devin08 – „Holocaust“, der „Clown“ und das „Bürgertum“ – @Yast 2000: Die Wendung in Ihrer Reaktion enttäuscht mich jetzt aber wirklich.
    *
    Ihre Gefühle sind in politischen Auseinandersetzungen leider nicht von Interesse und auf emotionale Erpressungsversuche reagiere ich gar nicht. Was mich aber psychologisch interessiert: Warum treiben Sie einen dermaßenen intellektuell-verbalen Aufwand, um Ende überhaupt nicht eine einzige, nachvollziehbare, politische Aussage zu machen? Und wozu brauchen Sie das emotionale Einverständnis eines Dritten, um gehört zu werden?

  105. @Tiger: Frank Schirrmacher...
    @Tiger: Frank Schirrmacher setzt sich im Feulleton mit ganzen Herzen für eine junge deutsch-türkische (oder türkisch-deutsche) junge Journalistin ein, die einfach anspruchsvolle Arbeit abliefern will und dabei mundtod gemacht werden soll, und Sie, Sie finden diese Arbeit bedauernstwert.
    Es ist ja schön, daß Sie im Alter hier noch ein Plätzchen gefunden haben, wo Sie munter drauf los schreiben können. Aber ich halte die Anzahl derer, die sich dafür interessieren, daß Sie als Backfisch mal ein unachtsam hingeworfenes Taschentuch vom Wegesrand aufgehoben haben oder Ihr Kleid ein Louis-Ferault-Kleid mit der Farbe fraise ist, doch für vergleichsweise niedrig.

  106. wir sind halt zu viele...
    wir sind halt zu viele geworden, um uns alle abwechseln zu können mit Rasenmähen, Kuchen verkaufen und Prosecco auf der Seeterrasse des Bachmaier trinken.
    Amerika versenkt sich selbst in Dummheit, wir garantieren 1000 Milliarden für den weltweiten finanzkapitalistischen ‚Dadaismus‘ (guter Spruch im Nachtcafe von Sloterdijk), spendieren 3 Millionen € Erdnussbutter für ein paar Millionen verhungernde afrikanische Kulleraugen-Babys und ich muss jetzt gleich los, mit meinem Porsche eine Runde durch die Schweizer Bergidylle drehen, damit sich die Batterie nicht in der Zwischenzeit entlädt, wenn ich aus dem Urlaub am Golf von St. Tropez zurückkomme. Sonst fahre ich ja immer nur mein Viertauto Smart Cabrio, solange eben Kredit und Super95 noch fließen.
    Das wichtigste ist, das für alle noch etwas Nettes übrig bleibt – bayerische Biergarten-klassenlose-Gesellschaft etc. Wenn die Mass wie am Oktoberfest einen vorherigen Besuch beim Finanzberater bei der Sparkasse erfordert, ist genauso Schluss mit der bayerischen Gemütlichkeit wie in der S-Bahn schon heute.
    Wie dann Massenkommunismus nach dem Ökosozialismus, wenn sich die verschiedenen Gutmenschen die Köpfe eingeschlagen haben, prima funktioniert, kann man heute schon in China sehen.
    Wer Hurra jubelt, und Glück hat, und in der Unfehlbaren Partei ist, bekommt einen Phaeton Langversion, wer ‚moment‘ sagt, darf Steine klopfen. Wer Scheiße schreit, bekommt einen dezent abgewickelten Genickschuss.
    Erhard nach dem Krieg war schon eine flächendenckende Idylle, wenn der Fabrikant mit seinen Ponton Mercedes glücklich war, und sein Meister am selben
    Ort an der Adria mit dem Käfer Urlaub machte.
    Das Chaos anderswo (z.B. Kolonialkriege) lief halt nicht im Farbfernsehen, von Internet ganz zu schweigen.
    Alles hat zwei Seiten, und lieber halt noch arm dran als Bein ab.

  107. Jaja, wie meine Mutter, aus...
    Jaja, wie meine Mutter, aus Erfahrung klug, mir als Kind beibrachte: das einzige, was einen in schlechten Zeiten ernähren kann, ist ein eigener Garten. Zunächst gab es Kriegswirtschaft mit Rationsmarken, dies wurde nach der Besatzung eingeschränkt übernommen, dazu gab es Schwarzmarkt, Tauschhandel, „Fringsen“.
    In den 1920ern druckten die Gemeinden zeitenweise ihr eigenes Notgeld (es gab Billionenscheine. Ich habe sie gesehen.)
    Einen Totalzusammenbruch staatlicher Strukturen gab es jedoch immer nur für ein paar Jahre.
    Diesmal sehe ich es als schlimmer an, weil kein Recoverymodell absehbar ist, und gesellschaftlicher Verstand und Überlebensfähigkeit extrem fragmentiert sind.
    Es gibt keine Kontraktionstheorie, nur Expansionstheorien.
    Es gibt auch keine gesellschaftliche Instanz, die die Essentials für einen Fallback oder die für eine Recovery notwendigen Überlebensressourcen bewußt machen und halten könnte.
    Wie die Untersuchung von „Massenpaniken“ ergab, macht es wenig Unterschied, ob die Leute nun geordnet oder ungeordnet an die Wand donnern. Einzig rechtzeitiges Verteilen bewahrt sie vor dem Unglück.

  108. @ D.A.: "Ich kann mir beim...
    @ D.A.: „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass viele das Ding wirklich gelesen haben. Viel zu dröge“.
    Dröge schon, man könnte sich nach dem Durchlesen ja mit einem schönen großen Stück Torte vom Cafe Wagner belohnen.
    Mal im Ernst, haben Sie sich nicht schon im Studium mit langweiligeren Folianten abgequält, Franz Kugler mit seinen beiden Bänden, war der immer so fesselnd?

  109. ich habe meine Rosen mit...
    ich habe meine Rosen mit Pferdemist geduengt und sie haben jedes Jahr praechtig geblueht und geduftet wurden dann allerdings von einem Schweizer
    kurz und kleingestutzt dafuer gibts den Mieterspiegel

  110. @Devin: ach, der Klassenkampf,...
    @Devin: ach, der Klassenkampf, der Geschlechterkampf, der Kampf der Kulturen, das sind alles nur Fragmente der Geschichte der Menschheit. Natürlich framt einen der Aspekt, den man kennt, aber über der Detailverbissenheit sollte man nicht das Allgemeine aus dem Blick verlieren.

  111. ein neuer krieg geht los. geht...
    ein neuer krieg geht los. geht den kosovaren die vertreibung der serben durch?
    http://www.faz.net/artikel/C31325/angriff-auf-grenzposten-zuendeln-im-kosovo-30474806.html

  112. Wird das hier jetzt die...
    Wird das hier jetzt die Selbsthilfegruppe „Untergang des Abendlandes“?

  113. <p>@ papírzsebkendő...
    @ papírzsebkendő – Am 24. Juli 2011, 18:20 unter
    .
    faz-community.faz.net/…/residenzen-fuer-huetten-und-palaeste.aspx
    .
    habe ich folgendes geschrieben:
    ‘Selbst auf die Möglichkeit hin, dass Don diesen Kommentar nicht freischaltet, weil er vom Thema abweicht, möchte doch noch etwas feststellen. Ich habe es reichlich satt, dass Leute mich in einer Weise zitieren, die auf das Gegenteil schließen lässt von dem, was ich geschrieben (oder gesagt) habe.’
    .
    Finden Sie es nicht selbst reichlich ungehörig, es schon wieder zu tun?
    .
    @ Ingeborg – Ich bin keine Bombenbastlerin, und habe auch nicht mehr vor, dort Sonnenblumen anzubauen. Dazu bin ich mittlerweile zu alt. Aber über die Wertsteigerung des Grundstücks kann ich nur grinsen.

  114. <p>@ Devon08 - Nur, um das...
    @ Devon08 – Nur, um das noch einmal klarzustellen: „Gipfel der Perversionen“, wenn damit nichts Politisches á la Holocoust gemeint ist, dann ist es meistens etwas Sexuelles. Und gerade politische Ansichten sind nun einmal Ausdruck des persönlich Erlebten jedes Einzelnen, auch wenn man sich das täglich nicht so klar macht… :-)

  115. <p>Der Tiger: " Ich habe es...
    Der Tiger: “ Ich habe es reichlich satt, dass Leute mich in einer Weise zitieren, die auf das Gegenteil schließen lässt von dem, was ich geschrieben (oder gesagt) habe.’ Finden Sie es nicht selbst reichlich ungehörig, es schon wieder zu tun? …“
    *
    Lieber ‚Der Tiger‘, Sie stehen beim Schreiben in der Tradition des „Wiener Schmäh“, und der wird nun mal, genau wie Ironie, von Deutschen sehr oft missverstanden. Ich selbst hatte mal eine Wiener Freundin, war selbst Opfer und weiß daher, dass diese es oft nicht so meinen, wie die Wiener es sagen. Aber der Rest da draußen kennt diese Tradition nur, wenn er mindestens 200 Haderer-Zeichnungen studiert hat… :-)

  116. <p>@papírzsebkendő...
    @papírzsebkendő – Da fiel mir gerade noch etwas passendes zu Ihrer Bemerkung ein, nämlich der, dass die Anzahl derer, die sich für das interessieren, was ich zu sagen habe, vergleichsweise niedrig sei. Mit dieser Position stehen Sie nicht alleine. Ich habe die erste Fassung meines Buch dem Suhrkamp Verlag angeboten (als er noch in Frankfurt war). Frau Ulla Unseld-Berkéwicz und ihre Lektoren hatten nicht einmal den Anstand, das, was ich ihr geschickt hatte, zurückzuschicken … oder wenigstens überhaupt zu antworten. Es hat wohl nicht in ihre politische Richtung gepasst.

  117. <p>@ThorHa: mag sein, daß das...
    @ThorHa: mag sein, daß das der Bewußtseinstand ist, aber eigentlich geht es darum, die Menschheit nicht innert 2, 3 Generationen gesamt auf Affenniveau zu bringen.

  118. Nur so am Rande: was soll...
    Nur so am Rande: was soll eigentlich die Spitze gegen Duesseldorf? Ich habe dort ein paar Jahre gewohnt, bevor ich auf Umwegen in eine zwar nicht ganz so kleine, dafuer aber umso duemmere Stadt im Angelsaechsischen gelangte, und fand es dort sehr reizvoll. Insbesondere wenn man es mit der ubiquitaeren proletarischen Tristesse in Deutschland vergleicht.

  119. ThorHa: Jemand nen grünen...
    ThorHa: Jemand nen grünen Tee?

  120. @colorcraze 28. Juli 2011,...
    @colorcraze 28. Juli 2011, 14:21
    Daran wird dann aber keine Finanzkrise schuld sein, die – historisch betrachtet – bei angemessener politischer Reaktion eben genau kein Katastrophenszenario beinhaltet. Sondern das Leben nur für einige Zeit etwas unkomfortabler gestaltet, ohne damit im für Einzelne katastrophale Folgen kleinreden zu wollen. Global betrachtet kann ich (ernsthaft!) auch keine wirklich katastrophalen Ereignisse kommen sehen, wenn man vom möglichen Gebrauch von Massenvernichtungswaffen absieht. Denn bei aller Untergangslust haben weder die Klimaerwärmung noch die Verknappung bestimmter Ressourcen das Potential, die Menschheit auf Affenniveau zu bringen (sofern das noch nötig ist :-)). Beide werden die notwendigen Reaktionen auslösen, über das einzig wirksame Steuerungsinstrument für Massen ausser Gewalt – den Preis.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  121. Selbsthilfegruppe "Untergang...
    Selbsthilfegruppe „Untergang des Abendlandes.
    ThorHa: Könnten Sie das „Wir über uns“ – Kapitel dieser Gruppe schreiben?

  122. papírzsebkendő 28. Juli...
    papírzsebkendő 28. Juli 2011, 12:34
    Wer lesen kann ist deutlich im Vorteil. Lernen Sie es bei Gelegenheit?

  123. Aber ich halte die Anzahl...
    Aber ich halte die Anzahl derer, die sich dafür interessieren, daß Sie als Backfisch mal ein unachtsam hingeworfenes Taschentuch vom Wegesrand aufgehoben haben oder Ihr Kleid ein Louis-Ferault-Kleid mit der Farbe fraise ist, doch für vergleichsweise niedrig.
    .
    Liebe Rotzfahne, da vertun Sie sich.

  124. Wer kommt mit nach...
    Wer kommt mit nach Arles?
    Begleitung mit Geld bevorzugt.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,777076,00.html
    (Wohnen tun wir da: http://www.vallondevalrugues.com/
    Ich nehme auch meine gute Jacke mit.)
    .

  125. lieber papírzsebkendő,
    aber...

    lieber papírzsebkendő,
    aber , aber, – dabei sind die Ungarn sonst sehr höfliche Leute!
    Wenn Sie der jungen Journalistin wirklich helfen wollen, verlinken Sie doch bitte den Artikel.
    liebe Der Tiger,
    viele Verlage schlucken Manuskripte reaktionslos; mehr Leute schreiben, mehr wird eingeschickt, die Sitten werden roher, nicht persönlich nehmen!

  126. Selbsthilfegruppe "Untergang...
    Selbsthilfegruppe „Untergang des Abendlandes“
    *
    Bin ich dabei! Gibt’s ne Party mit kaltem Buffet? Ich könnte einen Vortrag über den „Untergang des Weißen Mannes“ halten, Witze erzählen und Musik auflegen…

  127. Lieber Herr Filou,
    Arles lohnt...

    Lieber Herr Filou,
    Arles lohnt sich! Hübsches Städtchen, und im Moment findet dort, wie jedes Jahr, ein sehr interessantes Fotofestival namens Rencontres statt:
    http://www.rencontres-arles.com/A11/Home

  128. "Könnten Sie das "Wir über...
    „Könnten Sie das „Wir über uns“ – Kapitel dieser Gruppe schreiben?“
    Das wäre Amtsanmassung. Es gibt deutlich dienstältere Gruppenmitglieder als mich – und ich würde eh nur Beobachterstatus beantragen.

  129. @Foersterliesel –...
    @Foersterliesel – Persönlich habe ich das von Anfang an nicht genommen. Aber in der erweiterten Ausgabe meines Buches habe ich dem Suhrkamp Verlag und Herrn Enzensberger ein extra Kapitel gewidmet, denn ich hatte gute Gründe anzunehmen, dass die meine Post sehr wohl gelesen hatten. Ich hatte sehr viel Spaß damit.

  130. Lieber Frosch, isch weiss,...
    Lieber Frosch, isch weiss, isch weiss. Isch die Gegend gut kennen. Besonders St. Remy.

  131. @ThorHa: "Wer lesen kann ist...
    @ThorHa: „Wer lesen kann ist deutlich im Vorteil. Lernen Sie es bei Gelegenheit?“
    Nicht schlecht, Sie haben‘ s gleich gemerkt, meinen funktionalen Analphabetismus. Im Alltag versuch ich immer mit Tricks zu verhindern, dass meine Mitmenschen auf das Defizit aufmerksam werden. Ich trainiere in ganz besonderer Weise meine geistige Speicherfähigkeit. Das hilft mir, unentdeckt die alltäglichen Dinge größtenteils selbständig zu bewältigen. Besonders ausgeprägt ist bei mir die Merkfähigkeit, die sich durch intensives Zuhören und Zusehen entwickelt hat. Analphabeten lernen viel auswendig und trainieren ihr Gedächtnis täglich, um mein Defizit zu kompensieren. Mein gutes Erinnerungsvermögen lässt mich Symbole, Farben, und Formen wieder erkennen und hilft mir dabei, mich in unserer Blog-Umwelt zurechtzufinden. Vielleicht sind mir deshalb die Tigertexte aufgefallen.
    *
    Ob das Lesenkönnen immer von Vorteil ist, weiß ich nicht, wie sehen Sie das beim Sarrazin-Buch: Ist es bei diesem Buch von Vorteil, lesen zu können? Sollte ich deshalb noch einmal Lese-Hilfe in Anspruch nehmen? Vielleicht auf die Hörbuch-CD warten?
    *
    Und zum Abschluß für Sie, lieber ThorHaHa, ein ungarisches Sprichwort zum Auswendiglernen,
    Akinek vaj van a fején, ne menjen a napra.
    Sie werden sich doch nicht schon mit dem Lesen schwer tun?
    Also, „Hagyj békét másnak, magadra viselj gondot“.

  132. @Der Tiger, ich war auch mal...
    @Der Tiger, ich war auch mal ein Blumenmädchen: Gras in der Tüte, Blumen im Haar und Rosinen im Hirn. An Bodenspekulation habe ich damals noch gar nicht gedacht.
    http://www.youtube.com/watch?v=uSWfgpfN3qU&feature=related

  133. ThorHa, das war das...
    ThorHa, das war das Sahnehäubchen. Wozu Demokratie und Grundrechte, wenns auch Marktpreise gibt. Das Leben könnte so einfach sein.

  134. Party????
    Solange wir uns...

    Party????
    Solange wir uns sowieso so fantasievoll durch unsere Welt bewegen wie auf digitale Spaghetti-Gabeln gewickelte, gekochte Regenwürmer, und als wilde gelungene Party zum Untergang des Abendlands uns nichts besseres vorstellen können als eine Malllorka-Revival Sause mit Red Bull Wodka und einem gar nicht mal so schlechten Jürgen Drews Imitator, wird wohl am Ende nichts besseres raus kommen als (beleidigte) Leberwurstschnittchen und süßer Pfalzwein in einem evangelischen Gemeindehaus…
    Dann schon lieber Burning man oder Fantasy Fest, Key West…

  135. Oh, die Farben, die Farben...!...
    Oh, die Farben, die Farben…!

  136. @ papírzsebkendő:
    *
    Ki védi...

    @ papírzsebkendő:
    *
    Ki védi Sarazin Németországban, sok ellenséget. Van egy német problémát, nem egy török, magyar és norvég. És a németek nem nagyon finom humora…

  137. Seit wann geht das Abendland...
    Seit wann geht das Abendland eigentlich schon unter?
    Muss’n Dauerzustand sein:
    http://www.youtube.com/watch?v=kgrBq7gnSKw

  138. lieber bertholdIV,
    die...

    lieber bertholdIV,
    die serbische Regierung gibt den Albanern die Schuld, will aber Friedensgespräche
    http://www.b92.net/info/vesti/index.php?yyyy=2011&mm=07&dd=28&nav_category=640&nav_id=528463
    (angezettelt wurde das durch eine serbische Zollsperre für kosovarische Waren,
    eine kosovarische Zollstation wurde von serbischen Kriminellen mit Bulldozer angegriffen)
    Ziel der Serben ist es im – stark serbisch besiedelten Norden des Kosovo, wo der Konflikt aufflammte – ein fait accompli zu schaffen, diesen Teil abzutrennen.
    Ob das akzeptiert werden wird? Morgen gibt es dazu eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates.

  139. @bockscar: "Dann schon lieber...
    @bockscar: „Dann schon lieber Burning man oder Fantasy Fest, Key West…“
    *
    Das mir völlig egal, wie der Weltuntergang stattfindet. Hauptsache es wird lustig!

  140. Die Rückverwandlung des...
    Die Rückverwandlung des Rechts in seinen unmittelbaren ökonomischen Grund
    .
    @yast 2000: Da Sie das so beschäftigt, auch von mir noch eine Bemerkung. Ohne jetzt all zu sehr auf dem psychologischen Aspekt der Perversion herumzureiten, und noch weniger auf dem dezidiert sexuellen, welcher ja mit dem psychologischen zusammenfällt, wird dieser Begriff natürlich auch im metaphorischen Sinne gebraucht, wie Sie ganz sicherlich wissen. Und genau in diesem Sinne möchte ich den Holocaust nicht verstanden haben. Mir ging es hier um die (Rück-)Verwandlung des Rechts in seinen unmittelbaren ökonomischen Grund, ja in eine ökonomische Kategorie. Quasi ohne Rücksicht auf die ansonsten praktizierte Heuchelei. Das bezeichne ich als die größere Perversion, aber eben nur im Verhältnis zu dem hier inkrimierten Akt einer Vergewaltigung.
    .
    Reden wir aber über den Holocaust, dann hätten wir das Thema gewechselt. Betreten dann also einen Bereich, wo die Dinge wieder in ganz anderen Zusammenhängen besprochen werden müssen. Wie zum Beispiel den Umstand, dass die Nazis es sich nicht nehmen ließen auf ihre KZs den Spruch „Arbeit macht frei“ zu schmieren. Hier könnte man jetzt drüber nachdenken, ob das im unmittelbaren Benthamschen Sinne zu interpretieren wäre, also in dem Sinne, dass ja auch Bentham davon ausgegangen ist, dass seine Arbeitszöglinge in seinen Zuchthäusern eine Form von Befreiung erfahren. Oder/und ob es Ausdruck eines ganz gewöhnlichen perversen Zynismus ist, der im Übrigen auch bei Bentham schon nicht ganz auszuschließen ist.
    .
    Ich hoffe, dass ich damit auch den Beweis erbringe, dass ich damit eine unmittelbare politische Aussage mache. Nämlich dahingehend, dass Kapitalismuskritik so notwendig ist wie auch möglich. Auch um im Übrigen den ganz gewöhnlichen Alltag zu erfassen. Dennoch: da dieser Alltag hinter Mysterien verschwindet, wie ich an den behandelten Beispielen hoffentlich auch bewiesen habe, ist ein gewisser intellektueller Aufwand wohl weiterhin notwendig.

  141. @Foersterliesel: ich wäre...
    @Foersterliesel: ich wäre dafür, es zu akzeptieren. Schätzungsweise handelt es sich bei den Serben in der Kosovo-Nordecke um diejenigen, die vorher im Kosovo verteilt wohnten.
    @ThorHa: Ihren Glauben an die Beständigkeit teile ich nicht in diesem Maße, und reine Marktwirtschaft kann man sich nur erlauben, wenn die Subsistenz abgedeckt ist – dann kann auch mal der Markt versagen, ohne daß es zur Katastrophe kommt. So in etwa. Wenn aber Markt und Subsistenz versagen, ist man Neese.

  142. @ yast: "Ki védi Sarazin...
    @ yast: „Ki védi Sarazin Németországban, sok ellenséget. Van egy német problémát, nem egy török, magyar és norvég. És a németek nem nagyon finom humora…“
    Jaja, der Sarrazin ist ein deutsches Problem und nicht ein türkisches … Der Deutsche hat nicht viel Humor, aber Sie yast, sind da eine Ausnahme! Mit den Akzenten klappt es schon ganz gut, aber Sarrazin mit doppel r, habe ich im Grundkurs für die Analphabeten ein ganze Seite lang abschreiben müssen, da bin ich mir sicher. Réka, die hübsche Lehrerin in meiner Schule in Mesztegnyö, meinte, daß Wort werde ich in Zukunft in Deutschland brauchen können…, das solle ich mir fest einprägen.
    Eine ganz große Bitte: Kérem vigasz a tigris, a tigris nagyon érzékeny.

  143. @BertholdIV: mein Mann sah im...
    @BertholdIV: mein Mann sah im Fernsehen einen Beitrag über eine Mutter, deren 4jähriger Sohn mit Haarspangen usw. spielte. Sie schleppte ihn zur Psychologin, und zog das Kind als Mädchen auf. Inzwischen, mit 9 und Ohrlöchern, meint es, es lebe im falschen Körper, und „die Operationen werd ich auch noch schaffen“, denn das geht ja auf Krankenkasse. Ich teilte mit meinem Mann die Empörung über derartige Beklopptheit. Als ob das was zu sagen hat, wenn ein Kind in so jungem Alter „andersgeschlechtlich“ spielt. In den allermeisten Fällen löst sich das später, ohne daß am Körper herumgepfuscht wird.

  144. @papírzsebkendő: Dann...
    @papírzsebkendő: Dann orientieren Sie die hier versammelten Onkels und Tanten mal auf ihre Verantwortung als Erb-solche, indem Sie die jüngeren Generationen aufs Tapet bringen.

  145. @foersterliesel
    ein kollege...

    @foersterliesel
    ein kollege von mir, serbe hat mir da heute auch schon einiges erzählt dazu. wenn sie dem kosovo erlauben sich zu trennen müssten sie das dem teil des kosovos auch erlauben und so weiter und so weiter…

  146. @foersterliesel
    danke für den...

    @foersterliesel
    danke für den link zu b92, kannte ich nicht

  147. @Ingeborg – Ach sie meinen,...
    @Ingeborg – Ach sie meinen, ich wollte ein Hippie werden mit meinem Sonnenblumenacker. Da liegen Sie völlig falsch. Meine Idee war ein kommerzialisierter Blumenanbau, wie er um mein Dorf herum betrieben wird, aber eben nicht in den Niederlanden, sondern in Kanada.
    .
    Ich bin viel zu energiegeladen für ein Hippieleben. Mit neunzehn hab ich es mal in Amsterdam, dem damaligen Zentrum der Hippiewelt, ausprobiert. Ich setze mich dahin wo alle die Hippies saßen, und saßen und saßen. Nachdem ich 1 ½ Stunden mit einem Oberhippie geflirtet und ihn nach seinem Lebensstil ausgefragt hatte, wurde es mir furchtbar fad. Danach war ich für immer vom Hippiebedürfnis geheilt.

  148. @colorcraze
    ich hatte mal eine...

    @colorcraze
    ich hatte mal eine kollegin, die hat auch ganz heftig auf der transgenderklaviatur gespielt, inclusive geschlecht als soziologische setzung; bis dazu, dass wir mal zu einem vortrag eingeladen wurden, auf dem ein freund-in, eine körperlich weibliche person uns erklärte, warum sie als mann angeredet werden will. was ich wirklich interessant fand war die diskussion über körperlich hinsichtlich des geschlechts – wie sage ich jetzt – nicht eindeutig zuordenbare personen – und das schweigen der medien über diese problematik.
    aber kardinal marx finde ich immer wieder lustig. lustig jetzt durchaus auch im abwertenden sinn gebraucht, wie er versucht den seriösen und sozialkritischen bischof zu geben – spaßig.

  149. wenn wir schon bei "lustigen"...
    wenn wir schon bei „lustigen“ personen sind, noch ein experte in seinem fach aus der nähe der stadt der 11 tausend jungfrauen; bzw. hat der nicht mal was über einen herrn grams geschrieben und dann seine eigene reportage als fehler gebrandmarkt: „ich widerrufe“ – sorry das war jetzt zu böse, ich ziehe das zurück

  150. @Devin08: "Mir ging es hier um...
    @Devin08: „Mir ging es hier um die (Rück-)Verwandlung des Rechts in seinen unmittelbaren ökonomischen Grund, ja in eine ökonomische Kategorie. …“
    *
    Mit Ihrer Antwort kann ich leben, und wenn Sie diesen angenehm trockenen, wissenschaftlichen Ansatz bitte weiterverfolgen, dann sagen Sie bitte auch einfach „Diktatur des Kapitals“: Da steckt nämlich „Die Rückverwandlung des Rechts in seinen unmittelbaren ökonomischen Grund“ ohne jede Polemik einfach so drin wie der Rechtsstaat in seiner Verfassung. Und die Unterordnung des Rechts unter die Ökonomie ist zwar nicht wünschenswert, aber ganz bestimmt nicht pervers. Auch in den USA, China, der Schweiz oder Nordkorea werden Rechtsauffassungen/Ideologien der Ökonomie untergeordnet, sonst gäbe es übrigens auch gar kein Privateigentum.
    *
    Eine Perversion ist nämlich etwas ganz anderes: Perversion, (lat. perversio „Verdrehung“, „Umkehrung“) bezeichnet eine den vorherrschenden Moralvorstellungen, häufig im Bereich des Trieb- und Sexualverhaltens, entgegenwirkende Eigenschaft. Wer mit solchen Begriffen hantiert, läuft immer Gefahr, missverstanden zu werden.
    *
    Und dabei belassen wir es…

  151. @colorcraze –...
    @colorcraze – ‘andersgeschlechtlich spielen’ ändert sich vielleicht nie. Gestern Abend kam das Tigerbaby mit einem Bekannten zum Abendessen, weil es dachte, was der macht, würde mich interessieren. Der Bekannte arbeitet für eine Firma, die auf das Bergen von Schiffswracken spezialisiert ist. Er brachte e-Bilder von einem Ölinselhotelschiff mit, das im Golf von Mexiko umgekippt war und bei dessen Bergung er beteiligt war. Während des Nachtisch hielt er einen Vortrag über die Probleme bei der Bergung an Hand von Bildern auf meinem Mac. Fand ich hoch interessant….. eine Frauenzeitung habe ich mir noch nie gekauft.

  152. @colarcraze 19:52

    Gerne komme...
    @colarcraze 19:52
    Gerne komme ich Ihrer Aufforderung nach: Also, alle mal herhören, last die jungen Wilden mal ran; Guten Abend gnädige Frau Tiger, küß die Hand, verzichten Sie zugunsten von Sonja und Kirstin – den Tigerbabies – auch wenn es schwer fällt, probieren Sie es einfach mal. Sie müssen ja auf das Schreiben nicht gänzlich verzichten, einfach nur ausweichen für ein, zwei Tage auf http://www.senioren-blog.net/
    @Tiger: Lassen Sie sich nicht reizen, wechseln Sie einfach das Thema. Halten Sie das durch; wenden Sie sich gegebenfalls auch kommentarlos ab, um Ihr Desinteresse zu unterstreichen.

  153. @papírzsebkendő: "Réka, die...
    @papírzsebkendő: „Réka, die hübsche Lehrerin in meiner Schule in Mesztegnyö, meinte, …“
    *
    Den Namen kannte damals noch keiner, Sie Gazember! Aber trotzdem netter Versuch… +++ Mesztegnyö liegt übrigens auf gleichen Höhe wie Klagenfurt, und ich bin zutiefst überzeugt davon, dass die Lehrerinnen in Mesztegnyö ungewöhnlich hübsch sind!
    *
    P.S. Ich lese übrigens gerade von Kati Morton „Die Flucht der Genies“. Machen Sie also bitte Ihren Landsleuten keine Schande… :-)
    +
    P.S.S. Tigers is szükség van az oktatás!

  154. Das Eck nördlich von...
    Das Eck nördlich von Mitrovica hatte vorher schon viele Serben. Die EU geht von einem durch Minderheitenrechte geschützten Zusammenleben aus, wie in Bosnien, de facto aber werden Umsiedlungen und Abtrennungen vorbereitet, wie in Bosnien. Es scheint aber auch um die Stadt Mitrovica selbst zu gehen.

  155. Die Pervertierung ist nicht...
    Die Pervertierung ist nicht zwingend
    .
    @Yast: (Rück-)Verwandlung in seinen unmittelbaren ökonomischen Grund ist nicht dasselbe wie „Unterordnung unter die Ökonomie“. Das Letztere ist der allgemeine, von Marxisten nie bestrittene Zusammenhang. Das eingeklammerte „Rück“ ist dabei sogar von Bedeutung. Weil es nämlich einen gewissen Rückschritt im Verhältnis zum bürgerlichen Recht früherer Epochen kennzeichnet. Eingeklammert allerdings auch deswegen, weil dem bürgerlichen Recht von Anfang an etwas von seiner ökonomischen Unmittelbarkeit anhaftete. Was aber lange Zeit geleugnet wurde. Auch vor diesem Aspekt will es mir interessant erscheinen, dass Sie das jetzt einfach eingestehen, wo es faktisch schon überholt ist.
    .
    „Diktatur des Kapitals“ ist grundsätzlich nicht falsch. Nur greift das hier halt zu kurz, da die Besonderheit der Pervertierung des Rechts nicht zwingend enthalten wäre.
    .
    Kleine Korrektur bei dieser Gelegenheit: Es muss natürlich heißen „inkriminiert“ – in meinem letzten Text.

  156. liebe colorcraze,
    es gibt...

    liebe colorcraze,
    es gibt Beispiele aus der Ethnologie, Männer die crossdressen und tanzen, ohne Operation natürlich. Ihre Rolle ist anerkannt und sozusagen ein Beruf für sich. –
    In meiner eigenen Altersgruppe kenne ich auch eine Frau, die mir immer ganz lustig und zufrieden schien, als wir jung waren und die dann einige Zeit in London lebte, dort queers traf und nun mit (hormongesteuerter) neuer tiefer Stimme und nunmehr zwei (ein neuer männlicher kam dazu) Vornamen und wie ein recht bunt angezogener Mann lebt. – Allerdings scheint es für Frauen leichter auch einige männliche Züge, auch im Habitus, zu leben als umgekehrt für Männer, deswegen vielleicht diese dramatischen Verwandlungen splcher Männer. – Die Geschichte mir dem Fernsehkind finde ich auch schrecklich, vor allem die (nun so leicht mögliche) Operation. Aufpassen mit Psychologen! (wo ist die Dame die yast2000 so absnobbte eigentlich?)

  157. Papiertaschentuch,
    wenn Sie...

    Papiertaschentuch,
    wenn Sie nicht bald sterben werden Sie auch mal alt und diskriminiert.

  158. papírzsebkendő - Das...
    papírzsebkendő – Das Tigerbaby Katrin (vor dem ich jedem raten würde, sich in Acht zu nehmen) würde es nicht gut finden, wenn man behauptet sie sei eine Kirstin. Was ein Ausweichen betrifft, ich weiche nie aus.

  159. Oh Menschen im Wandel von nur...
    Oh Menschen im Wandel von nur zweieinhalb Jahren, wo sind wir heute hingeraten?
    Vom Angeberblog zum Staenkererblog!
    War das nun noetig? Es haette auch anders kommen koennen.
    .
    (Laura, zum Abschied: http://www.youtube.com/watch?v=iUiTQvT0W_0)
    .
    Alle anderen: Findet euch wieder in der kleinen Welt die immer schon so war.
    http://www.youtube.com/watch?v=EaQTvtYyABk
    http://www.youtube.com/watch?v=5IfnMOjBw2A&NR=1
    http://www.youtube.com/watch?v=TI0iAz0spgw&NR=1
    http://www.youtube.com/watch?v=eCHddF0M5Qk&NR=1
    .
    Gut fuer die freizaltscheihen Stunden.
    .
    Filou sagt erstmal Tschuess! Er verabschiedet sich aus der humorbefreiten Zone.
    Wenn sich ‚was aendert, bin ich vielleicht wieder da.

  160. Devin08 : "Die Pervertierung...
    Devin08 : „Die Pervertierung ist nicht zwingend“ /// Sie lassen aber auch nicht locker…!
    *
    1. Was um Gottes Willen wollen Sie denn beweisen, wenn Sie dem Bürgerlichen Recht einen Rückschritt unterstellen? Das Bürgerliche Recht ist doch keine ökonomische Kennziffer, die man wie den Umsatz eines Unternehmens oder Staates ständig steigern müsste, um zu überleben? Das Bürgerliche Recht ist Ausdruck der jeweils herrschenden Klasse, die in einem demokratischen Staat durch Wahlen bestimmt werden. Wenn die Bevölkerung einen Rückschritt will, dann wird sie das früher oder später durchsetzen; analog Fortschritt.
    *
    2. Ich bin kein Marxist, das ist mir eine Nummer zu klein. Ich denke in mehreren System gleichzeitig und bin gerne bereit, mich über Konvergenztheorien auszutauschen oder über den Einfluss der Wissenschaft auf die Ökonomie oder den Einfluss der Psychoanalyse auf politische Entscheidungen. Marxisten sind eine Untergruppe aller politischen Strömungen auf dieser Welt, die ihre Grenzen wiederum in der Gestaltung eines sinnvollen Lebens über höchstens vier Generationen findet, die sich nach der Informationstheorie selbst unmittelbar begegnen können, bevor sie auf Sekundärinformationen angewiesen sind. Im Grunde sind Marxisten also eine Sekte.
    *
    3. „Diktatur des Kapitals“ ist ein idealer Begriff, der alles umfasst, sonst bräuchten die Notenbanken unser Geld nicht drucken. Und dieses Geld ist nun mal das Schmiermittel aller Gesellschaften, oder wollen sie ihr Brot und ihre Butter im Supermarkt in Feinunzen Gold abwiegen lassen und so bezahlen?
    *
    4. Es gibt keine Pervertierung des Rechts, es sei denn, westliche Staaten führten die Todesstrafe wieder ein oder die Scharia oder mittelalterliche Bräuche des Duellierens oder ähnliches. All dies wird in aufgeklärten Staaten aber aus gutem Grunde nicht gewünscht.
    *
    5. Nicht die Ökonomie ist sozialdarwinistisch, sondern der Mensch ist es selbst. Man kann eine Gesellschaft nicht regieren, in dem man ihr höhere Ziele unterstellt, als sie diese tatsächlich hat: Genau daran sind übrigens die sozialistischen Staaten gescheitert, um diese Binsack-Weisheit (Achtung, Metapher!) noch einmal aufzunehmen. Der Sozialstaat hilft gerne ökonomisch aus, solange es der Bildungsgrad des Prekariats zulässt, aber er kann seine Bürger nicht zu mehr Bildung zwingen. Die Wahrheit ist manchmal sehr ernüchternd…

  161. Foersterliesel: "...Aufpassen...
    Foersterliesel: „…Aufpassen mit Psychologen! (wo ist die Dame die yast2000 so absnobbte eigentlich?)“
    *
    Die Jeanette habe ich aufgefressen! „Rotkäppchen und der böse Wolf“, Sie erinnern sich…?

  162. @papírzsebkendő: Ich bin ein...
    @papírzsebkendő: Ich bin ein wenig enttäuscht von Ihnen, trotz Handkuß. Ich sagte doch „Tanten und Onkel“, und Sie wenden sich an die Mutter.
    @BertholdIV: ach je, ich bin froh, wenn sich die Allgemeinmedien von derlei meist fernhalten, Lifestyleblättchen gibts genug. Es sind minderheitliche Lebensstile, die ballen sich im Normalfall in der Stadt zu Szenen zusammen, und wenn man die kennt, ist in Ordnung, aber die Vorbilder für Elternschaft ohne Flickwerk können sie halt eher nicht abgeben.

  163. @Der Tiger
    28. Juli 2011,...

    @Der Tiger
    28. Juli 2011, 22:56
    Vergeuden Sie nicht Ihre Energie an „Wegwerftuecher“! Wer in einer Sprache des Landes der absoluten Pressefreiheit schreibt und dazu noch unsere Jahrgaenge um die 50er als Senioren bezeichnet, muss entweder noch sehr unbedarft sein oder…!
    Vieleicht sollte er mit Arabella einen Club aufmachen!
    Gruss aus dem wolkigen MC

  164. @Foersterliesel: tja, und...
    @Foersterliesel: tja, und echte Zwitter haben es wirklich schwer. Aber ich verabscheue unnützes Herumschnippeln am gesunden Körper.

  165. @Filou: Nix Arles, ich...
    @Filou: Nix Arles, ich bereichere morgen die SNCF um unsägliche Summen um anschließend in einem verregneten Kaff in Haute-Loire einer Hochzeitsgesellschaft beizuwohnen. Zwar gibt es in Arles die schönsten Frauen in douce France, aber die Cousinen meines Correspendant a.D. sind auch nicht von hässlichen Müttern.
    @Don: Pommersfelden ist eine würdige Kulisse für Ihre rollende Wundertüte. Glückwunsch zur Generalsanierung und allzeit gute Fahrt.

  166. Grossartig. Tja, der...
    Grossartig. Tja, der Kapitalismus ist eben dort am erfiolgreichsten, wo er menschenwuerdig daherkommt.
    Schade auch dass Spengler so frueh starb, ich haette ihm das sozialdemokratische Zeitalter von 1960-1982 als Vergeltung fuer sein infames Schmierwerk „Jahre der Entscheidung“ – selbstverstaendlich mit handsiginiertem Exemplar fuer den Fuehrer – von Herzen gegoennt.

  167. @Foersterliesl
    .
    Das ist ja...

    @Foersterliesl
    .
    Das ist ja der Grund, weshalb ich schon ’99 strikt gegen den Kosovokrieg war und gegen die anschließende Friedensregelung.
    Weil man so fatale Präzedenzfälle schafft und am Ende die Völkerrechtssituation wie vor 1914 wiederbekommt.
    Weil die Aussicht, am Ende doch einen eigenen Staat zu bekommen, viele Minderheiten erst zum agressiven Sichunterdrücktfühlen anstachelt. Weil die Großmächte sich damit die bequeme Möglichkeit schaffen, an hundert Punkten auf dem Globus gleichzeitig zu zündeln.
    .
    Das Ergebnis heißt, dass keine Grenze mehr als endgültig angesehen werden und dass jede Grenze eventuell auch verschoben werden kann. Damit wird eine Situation geschafffen, in der zahllose gewissenlose Desperados wie auch seriöse Player (Verantwortungsethiker) ein Interesse daran haben müssen, Konflikte zur Eskalation zu bringen statt sie zu schlichten.
    .
    Der dümmste und eitelste Irrtum war dabei die Annahme, dass „wir“, der „Westen“ (also USA + Europa) die Welt alleine regieren, dass „wir“ auf andere dabei gar keine Rücksicht nehmen müssen und dass „wir“ von unserer Macht schon immer vernünftigen Gebrauch machen werden.
    .
    In Südossetien und Abchasien haben die Russen den Spieß schon einmal herumgedreht, im Kosovo versuchen es jetzt die Serben. Warum auch nicht? Der Westen kann eben doch nicht auf der ganzen Welt Partisanen bekämpfen. Irgendwann schwindet auch die Unterstützung der feigen Bürgerlein. Im Jahr ’99 waren sie alle besessen davon, Europa vom bösen Milosevic zu befreien, aber inzwischen ist ihnen der ganze Balkan doch wieder egal. Da hat man mal ein nettes Spielzeug, und irgendwann wirft man es wieder weg.

  168. „Die Wahrheit ist manchmal...
    „Die Wahrheit ist manchmal sehr ernüchternd“
    .
    @Yast 2000: „Und dieses Geld ist nun mal das Schmiermittel aller Gesellschaften“. Und das soll „größer“ sein als der Marxismus? Also nach der Äußerung fällt es mir schwer Sie überhaupt ernst zu nehmen. Im Kern sind Sie ein Zyniker. Also das, was vermutlich der größte Teil der Bevölkerung mit Ihnen teilt. Resignativer Zynismus. (Die Kehrseite wäre übrigens der Nihilismus!). Und so besehen mögen Sie sogar Recht haben, bzgl. der „Größe“ in Ihrer Weltanschauung. Sie teilen Sie mit der Masse. Und in der Tat: „Die Wahrheit ist manchmal sehr ernüchternd.“

  169. @colorcraze 28. Juli 2011,...
    @colorcraze 28. Juli 2011, 18:25
    Ich bin kein reiner Marktwiertschaftler und werde nie einer sein. Märkte brauchen Regeln, reine Marktwirtschaft ist genauso funktional wie Anarchismus, also gar nicht.
    Bei der Lösung von generationenübergreifenden Menschheitsproblemen wie Klimaerwärmung allerdings ist der Preis das einzig verlässliche Steuerungsinstruiment. Eine vernünftige Lösung scheitert einfach daran, dass Vernunft beim Menschen immer dann hinetenansteht, wenn ihr Leidenschaft, Gewohnheit oder schlichte Bequemlichkeit entgegensteht und das Individuum die Früchte von Verhaltensänderungen nicht unmittelbar (in einem überschaubaren Zeitrahmen) erntet. Der Glaube an die verhaltenssteuernde Fiunktion von Vernunft ist ihrerseits unvernünftig.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  170. @HM555: den Balkan wirklich...
    @HM555: den Balkan wirklich begriffen haben die (West-)Europäer doch eh nicht, drum mußten ja schließlich die Amerikaner geholt werden. Und, nun ja, Bush war so in etwa das kurze viktorianische Zeitalter.

  171. @ThorHa: das ist jetzt aber...
    @ThorHa: das ist jetzt aber wirklich nichts anderes als die technische Ausführung dessen, was ich schon lange beobachte.

  172. hm555 hat m.e. mit seiner...
    hm555 hat m.e. mit seiner analyse des friedensschlusses von 99 recht…

  173. Einige Bilder zu den...
    Einige Bilder zu den Stichworten: See, Schweiz, AAA-Lagen:
    http://www.merian.de/fotostrecke/fotostrecke-70870.html
    Grüße, V

  174. @Devin08: - Und das soll...
    @Devin08: – Und das soll „größer“ sein als der Marxismus?
    *
    Ich bin kein Zyniker, sondern Realist. Sie verteidigen eine Gesellschaftsform, die Privateigentum ablehnt, mit ökonomischen Kennziffern, falls Ihnen das schon mal aufgefallen ist. Das nennt man Salon-Kommunismus und ist streng genommen ein Religionsersatz. Sie sind kein Marxist, sondern haben eine Schlappe mit dem real existierenden Kapitalismus erlebt, deswegen nehmen Sie das alles auch so persönlich. Tja und dann, lieber Binsack, gibt es da draußen übrigens Leute, die wirklich im Auge des Taifuns waren; und damit meine ich nicht, Lenin im Stadtpark zu lesen… :-)

  175. @colorcraze 29. Juli 2011,...
    @colorcraze 29. Juli 2011, 09:54
    Äh, ja :-). Nennt sich gesunder Menschenverstand und wird heute immer dann staunend beklatscht, wenn es als Ergebnis einer neuen Studie daherkommt.

  176. "Das nennt man...
    „Das nennt man Salon-Kommunismus und ist streng genommen ein Religionsersatz.“
    Das ist, in einem Satz zusammengefasst, auch K.R. Poppers Kritik am Marxismus. Der immunisiert sich gegen Kritik nämlich dadurch, dass jeder Kritiker am Ende das falsche Bewusstsein haben muss. Glauben ersetzt mit Skepsis versetztes Wissen. Das macht Debatten mit Marxisten ebenso fruchtlos, wie solche mit wirklich Religiösen. Geht es um den Kernbereich des Glaubens sind die Gläubigen zwangsläufig bewegungsunfähig und müssen sich selbst das Denken verbieten.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  177. Herr Alphonso,

    woher die...
    Herr Alphonso,
    woher die hervorragenden Kenntnisse berliner Verhältnisse? Sie wurden doch nicht etwas genötigt diese Gegend zu besuchen?

  178. HM555: Wer hätte denn Ihrer...
    HM555: Wer hätte denn Ihrer Meinung nach den Serben beim Schlachten der Muslime in den Arm fallen sollen, wenn nicht die Amerikaner oder die NATO? Jesuitischer Linksfaschismus Ihr Einwurf.

  179. ... oder noch im Auge des...
    … oder noch im Auge des Taifuns sind…. ohne je Lenin gelesen zu haben.

  180. ThorHa, wobei man natürlich...
    ThorHa, wobei man natürlich sagen muss: Es kommt schon auf den Salon an, in dem man Kommunist ist. Unter 40m² würde ich nicht anfangen.
    .
    Momak, anderthalb Jahre dort gelebt. Ich weiss also, wovon ich rede. (Allerdings: Niemals dort gemeldet).

  181. Der Tiger. "... oder noch im...
    Der Tiger. „… oder noch im Auge des Taifuns sind…. ohne je Lenin gelesen zu haben.“
    *
    Der war jetzt wirklich gut…! – Richtig, von solchen Leuten stammt nämlich auch das Ausgebranntsein. Dabei wäre das Burn-Out-Syndrom überhaupt nicht schmerzhaft, wenn man es einfach während der Arbeitszeit nehmen würde… :-)

  182. Don Alphonso: "ThorHa, wobei...
    Don Alphonso: „ThorHa, wobei man natürlich sagen muss: Es kommt schon auf den Salon an, in dem man Kommunist ist. Unter 40m² würde ich nicht anfangen. …“
    *
    Nicht nur das: Von der Personalplanung her braucht man auch spezielle Lakaien, die denken, das wäre Kommunismus! Und gutes Personal ist schwer…

  183. @colorcraze
    .
    Da sind Sie m.E....

    @colorcraze
    .
    Da sind Sie m.E. einem US-Narrativ aufgesessen.
    .
    Als Jugoslawien zerbrach, gab es „die Europäer“ noch nicht, auch nicht „Westeuropäer“.
    Es gab die formal nicht zuständige Nato, die noch weniger zuständige EG und den UN-Sicherheitsrat, darinnen auch die WK2-Siegermächte F und GB. Diese beiden hatten die deutsche Wiedervereinigung mit großem Unbehagen abgenickt und waren keineswegs glücklüch darüber, dass der von ihnen 1919 als Bollwerk gegen die deutsch-österreichische Balkanexpansion geschaffene Staat Jugoslawien auseinanderbrach.
    Es waren Engländer und Franzosen, die den Serben drei Jahre lang politisch faktisch den Rücken freigehalten haben. Warum? Weil sie als traditionelle Großmächte damals „immer noch“ im Sinne einer traditionellen Großmachtlogik gehandelt haben, die sich Deutschland 1991 noch nicht, aber seit 1999 dann doch wieder leisten konnte.
    (Man nennt es „Normalisierung“ oder den „langen Marsch nach Westen“)
    .
    Serbien wurde bombardiert, um die „Kosovaren zu beschützen“, etwa so wie man Jugoslawien 1919 gegründet hatte, um all die Slawen vor den Österreichern zu „beschützen“.
    .
    So setzt sich das Karussell wieder in Gang. Es ist so leicht, es zu beschleunigen, aber schier unmöglich, es wieder anzuhalten.
    .
    Ja und 1914 ging es, wie wir uns erinnern, um die Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Betrachtet man den Kriegsausbruch 1914 nach den Maßstäben, die sich in den letzten 15 Jahren Geltung verschafft haben, dann ist wirklich nicht einzusehen, wie jemand den Österreichern jemals das Recht streitig machen konnte, in Serbien kurzerhand einzurücken.

  184. @DerGärtner
    ich würde...

    @DerGärtner
    ich würde trennen zwischen dem eingreifen der nato (wahrscheinlich wirklich die einzige lösung damals) und dem konzept jede „ethnie“ zu unterstützen (zeschlagung yugoslawiens hätte man nicht so unterstützen sollen) sich aus den staaten rauszubefreien, v.a. deswegen, da man letzteres dann doch nicht bis zu ende durchzieht: unabhängigkeitsbewegung und 17. bundesland für eupen-malmedy

  185. Ach ja, und noch zum...
    Ach ja, und noch zum eigentlichen Beitrag:
    .
    Die Gärtner und Dienstboten im Villenviertel gehören nach Marx und Lenin natürlich nicht zum Proletariat im engeren Sinn.
    Die Arbeiterschaft, die sie sich als revolutionäres Subjekt imaginierten, war nicht mehr vertikal integriert, sie arbeiteten in der Fabrik an den Maschinen und bekamen ihren Ausbeuter kaum je persönlich zu Gesicht.
    .
    Man macht sich heute nicht immer klar, dass der Arbeiter-Begriff der Marxisten (insbesondere der russischen wie Lenin) eben gerade nicht durch abstrakte ökonomische Begriffe definiert wurde, sondern durch die korporative Anbindung. Einfach weil man sich als Mensch des 19.Jh. schlechthin unfähig war, sich soziale Gruppen anders als korporiert vorzustellen, mit Ausnahme vielleicht des „Lumpenproletariats“.
    Jeder Kaninchenzüchterverein brauchte seine Fahne und sein Blasorchester.
    .
    „Arbeiter“ war darum nicht einfach jemand, der arbeitet, sondern wer stabil einer Belegschaft eines Industriebetriebes angehört, in dieser sozial verwurzelt ist, und mit dieser zusammen ein Kollektiv bildet, welchem man zutrauen darf, am Tage X handlungsfähig zu sein.
    .
    Diese Vorstellung lehnte sich (ob man es wahrhaben wollte oder nicht) an die Idee vom Bürgertum an, welches damals, zumindest in den kleinen und mittleren deutschen Städten, ebenfalls keine abstrakte Gruppe war, sondern sehr wohl als Korporation faßbar war, sich selbst so begriff und auch nach außen hin so auftrat.
    .
    Und heute? Heute haben Historiker und Soziologen längst herausgefunden, dass es das Proletariat nicht gibt, vermutlich nie gab, und die Revolution folglich nicht stattfinden kann. Da haben sie wohl recht.
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    Was sie leider nicht alle sehen wollen ist, dass es das Bürgertum längst auch nicht mehr gibt und damit auch niemanden, der der Refeudalisierung irgendwas entgegensetzen könnte.
    .
    Aristokratie aber gibt es längst schon wieder zumindest in Ansätzen und sie bestimmt die öffentliche Meinung.

  186. @DA: Unterhalb von 40qm ist...
    @DA: Unterhalb von 40qm ist man auch fast immer kein Kommunist. Dazu stösst man zu häufig mit der Realität zusammen.

  187. Im Anschluss an bockscar (...
    Im Anschluss an bockscar ( „Erhard nach dem Krieg war schon eine flächendenckende Idylle, …“): Das erinnert mich an meine Oma, als wir gemeinsam die Fasnacht besuchten. Ein Riesenrummel, Touristen, Masse, kaum jemand jedoch lächelte oder lachte. Sie schüttelte den Kopf und sagte sinngemäß: „Damals, nach dem Krieg, da hatte man nur wenig. Auch die Fasnet war kleiner, aber wir kannten uns, waren fröhlich und lachten zusammen, denn wir waren zufrieden mit dem Wenigen, das wir hatten.“ Diese Zufriedenheit mit dem Kleinen finde ich ansatzweise auch im Blumenportrait dieses Beitrags, also wieder oder immer noch die klassische bürgerliche Nachkriegsidylle.
    .
    Dass in beiden Beispiele diese Idylle nicht ohne gewisse dunklere Kehrseiten existieren kann, scheint hier einhellige Meinung aller Kommentatoren zu sein. Habe ich das richtig verstanden?
    Wenn das so ist, dann frage ich Sie, ob der Don wirklich an das glaubt, was er da geschrieben hat, oder ob er vielleicht nicht unbewusst (oder ganz bewusst, mir egal) die Realitätsferne jener AAA-Bewohner („die Blumen der Guten“, „im Zentrum des Sturms herrscht Windstille“) herauszeichnet. Allerdings, ich würde verwaist herumstehende Rasenmäher und herumliegendes Gartenutensil ohne Arbeiter („Stillleben ohne Arbeiter“?) nicht gerade als typisch deutsche Nachkriegstugenden ansehen.
    Oder sind wir alle vielleicht nur neidisch ob der geschilderten Idylle?

  188. lieber Hans Meier555,
    die...

    lieber Hans Meier555,
    die Sonne scheint, in soziologischen Sommerworkshops gibts andächtige bildhübsche Studentinnen in idyllischer Umgebung aufzuklären und Sie würdigen ausgerechnet mich alte Frau einer Darlegung Ihres Standpunktes!
    Nun, ob Sie oder ich dagegen oder dafür (wie Sie annehmen) waren, ist ja egal. Der Balkan hat eine lange Kriegsgeschichte, Vertreibungen, Fluchten, Flüchtlingsenklaven, verstreute Ansiedlungen, Sonderformen des Islam (bogumilisch in Bosnien, Sufismus im Kosovo) und eine ruhige Periode, Tito, in der für uns alles gebongt schien. Nun hatten zwar Serben, Kroaten und auch bosnische MUslime teil am heroischen Partisanennarrativ, aber nicht die Kosovaren. Und diese blieben auch die gesamtjugoslawisch betrachtet innere Minderheit, die Unterentwickelten, Primitiven, die mit den vielen Kindern, die innerjugoslawischen Gastarbeiter. Das führte schon mal zur Unzufriedenheit mit der Sprachpolitik, zu den kosovarischen Untergrundschulen und Untergrundunis,
    Rugova war schließlich kein Terrorist. Es gibt also schon vor Titos Tod einen berechtigten Wunsch nach kultureller Selbstbestimmung, dem nicht stattgegeben wurde.
    Die Anerkennung der Teilstaaten nach den ersten Kämpfen in Slowenien (in Kroatien und in Bosnien mußten ja Viele sterben bevor eingegriffen wurde) geschah durch die europäischen Konservativen weniger unter dem Druck migrantischer Nationalisten und revanchistischer Auswandererkreise wie immer gemutmaßt wurde, sondern um friedensstiftend eingreifen zu können. Bis zur Anerkennung der Teilstaaten wäre ja jede UNO-Truppe ein Eingriff in yugoslawische Souveränität gewesen. Und Österreich und die BRD, die sehr viele Flüchtlinge aufnahmen und auch sehr gut informiert waren, hatten ein Interesse daran den Konflikt zu stoppen. Am Zerfall an sich hatten sie kaum Interesse.
    Die Entwicklung aller dieser Übergangsgesellschaften hat leider unerfreuliche Verläufe genommen: Korruption, Verschleudern der Firmen an Politgünstlinge, Verarmung der Bevölkerung, mediale Desinformation, Kriminalität…die vorher zwangsintegrierten Roma wurden wieder völlig marginalisiert und haben sich Richtung Zentraleuropa in Bewegung gesetzt, liberale Intellektuelle sind ausgewandert, ….

  189. Das Niveau, das man...
    Das Niveau, das man einfordert, sollte man auch selber ausfüllen
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    @yast2000/ThorHa u.a. womöglich: Sie wissen nichts von mir, behaupten aber forsch, dass ich Lenin im Park studiere. Selbst wenn… Aber das ist nicht das Problem, nicht wahr?
    Denn es geht ja nicht um mich persönlich. Das würden Sie jedem Marxisten vorwerfen. Ich möchte das jetzt nicht übermäßig psychologisieren, wer weiß, welche Projektion Sie da betreiben, das heißt: für welche Studierstube Sie sich da schämen, denn eigentlich ist es ein extrem unseriöses Argument, mit dem ganz generell die marxistische Linke, ja die Linke überhaupt, schachmatt gesetzt werden soll.
    Kratzt man dann an diesen Beschimpfern ein wenig, kommt für gewöhnlich ein Rechter Spießer zum Vorschein. Ich denke, dass Sie sich in diesem Blog damit keinen Gefallen tun. Das Niveau, das Sie hier einfordern, haben Sie nämlich nicht. Und wenn ich mich nicht völlig irre, dann darf man auch des Dons letzten Einwand in etwa so verstehen.

  190. @Hans Meier:
    Bürgertum. Doch,...

    @Hans Meier:
    Bürgertum. Doch, das gibt es schon noch. Sogar in fast derselben Zusammensetzung wie vor 1914 – im Kern Unternehmer, Händler, Professoren. Verändert haben sich die Rahmenbedingungen, innerhalb derer es lebt:
    – Kein Bewusstsein einer geschlossenen Schicht mit einem gemeinsamen Wertefundament mehr
    – Verlust der gesellschaftsprägenden Kulturdefinitionshoheit
    – Verlust der poltisch selbstverständlichen Führungsrolle
    Wobei die letzten beiden Entwicklungen auf ironische Weise paradox sind – Ergebnis der liberalen Demokratisierung, der sich zumindest ein Grossteil des europäischen Bürgertums in Abgrenzung zur Herrschaftstradierung durch Geburt immer verpflichtet sah.
    Im übrigen ist eine echte (!) Re-Feudalisierung gar nicht möglich. Denn zur Feudalgesellschaft gehörte immer (häufig nur als Anspruch, und dennoch) die Bereitschaft der Feudalherren, für oder mit ihren Abhängigen zu sterben. Und eine gegenseitige Loyalität, die über ein reines Arbeitgeber/-nehmerverhältnis weit hinausging. Für beides fehlt es den heutigen potentiellen Feudalherren an Character – Besitzende haben immer ein schwaches Nervenkostüm.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  191. Der Gärtner, der Dienstbote,...
    Der Gärtner, der Dienstbote, der Offizier (des Kapitals) und der Proletarier
    .
    @HansMeier555: Dass Gärtner und Dienstboten keine Proletarier sind, nicht im leninistischen, aber auch nicht im marxschen Sinne, da haben Sie völlig Recht. Doch was Ihre Behauptung angeht, dass Lenin eine eher korporative Vorstellung vom Proletariat hatte, möchte ich doch belegt sehen.
    Das Standardwerk hierzu, und der Don hat’s ja schon erwähnt, wäre Was Tun? Sie finden es auch im Internet unter ML.
    Zum Thema abstrakt oder nicht, gebe ich Ihnen einen kleinen Hinweis. Lesen Sie Das Kapital aus dieser Perspektive. Schon Hegel, auf den hier Marx unausgesprochen immer wieder referiert, stellte klar, dass das Abstrakte das Wesen eines Dings beschreibt. Eines solchen aber, das im Prinzip nie abgeschlossen sein wird, dennoch vom angenommenen Endpunkt aus betrachtet die ganze Totalität eines Dings erfasst. Hegel wird da meistens missverstanden, da man ihm unterstellt, dass er mit dieser „Totalität“ im metaphysischen Sinne quasi das „Sein“ als abgeschlossen markierte, bzw. gar auch das Bewusstsein. Es ist vielmehr das Werden. Und mit Zizek würde ich sagen, der Prozess des Werdens, der da im Abstrakten „zu sich“ kommt.
    .
    Marx ergänzte, und dies in Abgrenzung vor allem zu Kant, dass dieses Ding dabei ein Ding für sich/für uns wird. Erkennbar, veränderbar, dank der gesellschaftlichen Praxis. In Bezug auf sein Werden offen, dennoch als Ganzes erfassbar. Doch am Beispiel der Ware zeigt er auf, dass infolge auch des darin enthaltenen Widerspruchs – Totalität und doch nicht Abgeschlossen – ein falscher Schein vermittelt wird. Ein falsches Bewusstsein vermittelt. Das was wir in jedem gegebenen Moment für Abgeschlossen halten, ist immer zugleich der Anfang von etwas Neuem. Ja mehr noch: Das was wir quasi als Entität erfassen, ist nur dessen abstraktes Wesen. Etwas, dessen Substanz sich nicht aus den Eigenschaften des Dinges selber ergibt, sondern aus Dingen, die wir hinzufügen. Die sich als im dialektischen Widerspruch zu befinden. Und das was wir hinzufügen, erkennen wir nur als äußerliches Ding, als etwas, was den Dingen anhaftet und eben nicht als unsere eigene Tätigkeit, als unser eigenes Zutun. – Die Praxis also.
    .
    Es ist der Fetischcharakter der Ware, der es so schwer macht, die darin enthaltene Zutat zu erkennen. – Die abstrakte Arbeit. Eine gesellschaftliche, und eben nicht rein ökonomische Kategorie. Daher auch die Unmöglichkeit für bürgerliche Ökonomen diese (anzu-)erkennen.
    .
    Es macht daher überhaupt in doppelter Hinsicht keinen Sinn den Gärtner zu fragen, ob er sich für einen Proletarier hält, es sei denn, er verfügt über die wissenschaftlichen Kategorien, um diesen Begriff zu erklären und zugleich über die Fähigkeit, da von sich selbst zu abstrahieren.
    .
    Ich befürchte aber, dass er nicht mehr oder weniger erkennen wird, als die Tatsachen, die auch der Don schon so schön beschrieb.
    Er käme wohl nie auf die Idee seine Tätigkeit für abstrakte Arbeit zu halten. Es sei denn, er wendet den Begriff vulgär-ökonomisch und misst ihn am Ausmaß seiner Pausen.
    .
    Anhand der kategorialen Kritik an der Politischen Ökonomie (des Kapitals) und zugleich an dessen Unfähigkeit sich selber zu erkennen, erhalten wir mit Marxens „Kapital“ auch eine Definition vom Proletarier. Nachzulesen übrigens auch im Manifest der Kommunistischen Partei.
    .
    Dass es dieses Proletariat nie gegeben haben soll, bzw. nicht mehr gäbe, ist beide Male ein Märchen. Das Lieblingsmärchen der Bourgeoisie.
    Der Proletarier ist ein Lohnarbeiter. Der aber ganz bestimmte Bedingungen erfüllen muss. Er muss in der modernen kapitalistischen Produktion beschäftigt organisiert, also Teil der Verwertung des Werts innerhalb dieser Produktion sein. Er ist das antagonistische Gegenüber innerhalb des automatischen Subjekts. Er muss den Mehrwert realisieren (nicht verkonsumieren, wie der Angestellte – der Offizier des Kapitals, wie Marx diesen auch nennt), und er darf nichts besitzen außer eben dieser Arbeitskraft.
    Keine andere Definition hatte auch Lenin. Nur vielleicht, dass er noch zwischen dem klassenbewussten Proletariat und der Masse der Proletarier unterschied.
    .
    Bei Marx machte diese Unterscheidung noch keinen all zu großen Sinn (das Proletariat begann erst sich zu bilden – also Klassenbewusstsein heraus zu bilden – und als solches war es identisch mit der „Kommunistischen Partei“), da die objektiven Prozesse der Kapitalbildung wie auch Revolutionsgenerierung kategorial zu erfassen waren. Bei Marx hört es sich so an, als wäre der Proletarier per se revolutionär. Dies ist er aber, auch nach Marx, nur im Hinblick auf seine Stellung in der Produktion, die ihn zum Antagonisten gegenüber der Bourgeoisie macht (das Automatische Subjekt „Proletarier“ gleich das Revolutionäre Subjekt). Das konkrete Verständnis bzgl. des Prozesses und der Bedingungen eben eines Revolutionären Subjektes erarbeitete Marx sich erst anhand des Studiums der Niederlage der Pariser Kommune. Nicht mehr und nicht weniger als die Notwendigkeit der Diktatur des Proletariats wurde da von ihm erkannt. Doch erst unter Lenin, will sagen: erst mit Eintritt des Imperialismus in die moderne Geschichte (sprich: des imperialistischen Krieges) wird von der proletarischen Partei ein klareres Verständnis bzgl. der Rolle des Bewusstseins in der Geschichte gefordert.
    .
    Wenn wir also heute vom revolutionären Proletarier reden, dann reden wir immer vom klassenbewussten, sprich auch: revolutionär organisierten Proletarier.
    .
    Die Dienstleute des Kapitals, auch und gerade die, die da die virtuelle Landschaft des Kapitals hegen und pflegen, können natürlich zum Revolutionären Subjekt gehören. Dies aber nur, wenn sie sich bewusstseinsmäßig auf diesem Niveau befinden. Ihre Klassenzugehörigkeit ist hierbei nicht das Thema.
    Das bedeutet damit auch, dass der „klassenbewusste Proletarier“ zu einer subjektiven Kategorie geworden ist. Marxisten unterscheiden nunmehr zwischen Klassenbewusstsein und Klassenlage/Klassenherkunft.

  192. Filou,
    mon cher,
    merci,
    so...

    Filou,
    mon cher,
    merci,
    so doch prominent von ihnen mit diesem schönen lied und seinem noch schmeichelhafteren titel herausgestellt worden zu sein… zutiefst bescheiden neige ich mein köpfchen, wie stets sanft errötend, aber nicht ohne etwas zur seite gewandt ein tränchen aus den augenwinkeln tupfend…
    .
    nur wenig zeit habe ich leider (und muss auch noch einhändig schreiben – nicht, was man aufgrund meiner vorlieben jetzt wieder von mir denken mag! non, zu meinem grössten bedauern nur aufgrund einer etwas massiveren verletzung…)
    – die zunehmende vergnüglichkeitsabnahme ist auch meiner parvitas bitter aufgestossen, und ein kräftiges dagegenantrinken nur weniger hilft nicht in der fläche. längst liest man hier schon quer, nun gut, in meinem fall aus zeitgründen, und freut sich über die kommentare der kleiner werdenden gruppe, die sich doch immer an der gut bestellten bar des gastgebers, der ja nie etwas davon wegtränke und dennoch die besten tröpfchen hat, einfand.
    es liegt ja nicht an den themen, nicht an den vorlagen des lieben, geschätzten gastgebers…
    das liegt sicher am sommer, und daran, dass die lebenslustigen kommentierer eben doch auch das leben 1.0 noch zu schätzen und zu leben wissen.
    .
    das zitronensorbet mit all seinen assoziationen nach arkadien, dem untergegangenen, doch im herzen lebendig aufscheinenden ort, an dem die zitronen – und die gelebten fantaisien – blühen, wird wohl erst wieder im september aufgetischt, vielleicht garniert mit ein paar berichten über die wallache oder die erbinnen und erben. vielleicht lädt gary wieder zum schmunzeln ein, oder ciccio mit seinem unbeschreiblichen augenaufschlag. diese wimpern! aber ich schweife ab-
    .
    bon, mein freund, meine herzlichsten grüsse an Madame, machen sie es sich gemütlich auf ihrer hübschen, weiss besegelten dachterrasse, geniessen sie die opern unter freiem himmel, stossen sie auf die freundschaft an, immer, wenn sie einen stern am himmel entdecken, so wie ich es im umgekehrten fall auch halten werde, derweil ich versuchen werde, unseren bescheidenen grund ein wenig so aussehen zu lassen wie der *hüstel* garten bei sinead.
    .
    à tant tôt, mon ami! heute ist nicht alle tage…

  193. lieber don, 27.7./15.22 u....
    lieber don, 27.7./15.22 u. 15.52 – elegant formulierte volltreffer! chapeau!
    .
    liebe colorcraze, 27.7./22.06 u – das haben sie aber amüsant beschrieben! mögen sie wile e. coyote?
    http://www.youtube.com/watch?v=hz65AOjabtM – so geht es dem euro.
    .
    lieber HansMeier555, 29.7./8.51 u – die partikularinteressen von übermässig engagierten, um nicht zu sagen, fanatischen mitmenschen werden in der tat dadurch befeuert, dass man ihnen nachgibt. am besten sei schon von vornherein klar, dass unternehmungen nichts fruchten werden. wer allerdings ist die instanz, dies zu regeln?

  194. Mir ist völlig unklar, warum...
    Mir ist völlig unklar, warum die Berchetta noch nie Thema eines Beitrages hier war. Wann kommt der?
    .
    „islamophob“ ist als Kampfbegriff ziemlich out. Herabwürdigung via Unterstellung einer psychischen Erkrankung gilt heute als ungehörig.

  195. @Devin08: "Sie wissen nichts...
    @Devin08: „Sie wissen nichts von mir, behaupten aber forsch,“
    Ich weiss nichts von Ihnen und behaupte auch nichts über Sie.

  196. Man kann sagen, was man will:...
    Man kann sagen, was man will: Er ist auf der Höhe der Zeit. Hier:
    .
    „Aufs Denken aber zielt das Motto, das Markus Hinterhäuser als interimistisch leitender Impresario dem Festival angedeihen ließ: „Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken“. Dieser Appell ist älteren Datums und stammt vom roten Mandarin Luigi Nono aus den Jahren, in denen dieser Neue Musik und eine kommunistische Weltordnung durchsetzen wollte (das erste erweis sich als leichter und wurde ein Erfolgsrezept). Der Anspruch allerdings, ständig aufwecken zu wollen und zu dürfen, kollidiert mit dem legitimen Ruhebedürfnis der reichen Völker, dessen wohlhabende Schichten ja ohnedies schon hell- bis überwach erscheinen. … “
    .
    http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=57942&datum=20110728&playtime=1311867472&fileid=d66a1667&sendung=57942&beitrag=1515843&/
    .
    Und die Dramarturgin hat wohl , weiß F.R., ähnlich wie beim Schulaufsatz das Thema verfehlt, was vielleicht nicht so interessant wäre, als vielmehr wie, nämlich so: „… unfreiwillig wird offenbart, worum es dem Projekt ging – offensichtlich um Belebung der „herrschenden Gesetze“,… “
    .
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1515843/

  197. @Filou
    Arles scheint sich zu...

    @Filou
    Arles scheint sich zu lohnen. Ich muss aber leider auch passen, denn der Käpt’n hat mich, des schlechten Wetters wegen, zum Lago Maggiore verpflichtet. Mitte nächster Woche geht es los. Aber der Römerkahn sieht interessant aus, die Segeleigenschaften würde ich ja schon mal testen wollen.
    Und mit dem Humor und der leichten Plauderei ist es doch so: Dieser Muskel ist bei uns Deutschen sowieso unterentwickelt und baut bei Nichtgebrauch rapide ab, liegt wahrscheinlich am Wetter. Und da muss man regelmäßig, quasi zu Trainingszwecken, in südlichere Gefilde fahren. Nach den Sommerferien wird es besser, bestimmt!
    Und das Laura-Lied scheint nur für Erwachsene, das wollen sie mir hier in Hamburg wieder mal nich zeigen.

  198. Nichts?
    .
    @ThorHa: „Der...

    Nichts?
    .
    @ThorHa: „Der immunisiert sich gegen Kritik nämlich dadurch, dass jeder Kritiker am Ende das falsche Bewusstsein haben muss“. Ist das Nichts? Man kann auch Vorurteile gegen bestimmte Personen/Ansichten dieser Personen haben, ohne eine bestimmte Person zu meinen. Wenn Sie sich mit dem Thema „falsches Bewusstsein“ auseinandersetzen wollen, tun Sie es inhaltlich, nicht verleumderisch. Allerdings glaube ich, dass Sie nicht wirklich verstehen, dass dieses „falsche Bewusstsein“ uns alle betrifft, den Kritiker der „Kritiker“ also eingenommen. Somit mitnichten gegen spezielle „Kritiker“ gerichtet sein kann. Womit der sachliche Grund für diese „Immunisierung“ entfällt. Es entsteht nämlich immer dort, spontan dort, wo die Frage nach dem Wesen nicht gestellt, verdrängt, resp. nicht gestellt werden kann. Also in unser aller Alltag. In welchem die Voraussetzungen für diesen still angenommen werden. Und wo ihn ob der Realität der Dinge, die ihn da umgibt, ein Fetischcharakter (siehe oben) derselbigen nicht in den Sinn kommen kann. Zum Fetischcharakter gehört nämlich diese Ausnahmslosigkeit. Also niemand ist davon ausgeschlossen. Sonst wäre es kein Fetisch, sondern das Objekt einer besonderen Liebhaberei.

  199. Arles ist ganz wunderbar! Aber...
    Arles ist ganz wunderbar! Aber der Lago Maggiore ist auch fein. Grüssen Sie bitte Stresa von mir, wenn sie dort vorbeikommen.

  200. schreckenberg, es ist nicht...
    schreckenberg, es ist nicht unüblich, Andersdenkende als geisteskrank zu entwürdigen. Aber es gibt immer noch Menschen, die sehr wohl nachdenken können. Lesen Sie in diesem Blatt von David Gelernter: „Die Amerikaner haben nicht vergessen, wie die Palästinenser im Westjordanland auf den Straßen tanzten, als vor zehn Jahren Tausende von Männern, Frauen und Kindern ermordet wurden. Ein Terrorakt im Namen des Dschihad löste öffentliche Bekundungen von Stolz und Freude unter Dschihadisten auf der ganzen Welt aus. Kein dschihadistischer Terrorist war jemals so auf sich allein gestellt, wie Breivik es ist.“
    Was für ein Unterschied in der Qualität des Denkens, fürwahr.

  201. Devon08: "Denn es geht ja...
    Devon08: „Denn es geht ja nicht um mich persönlich. Das würden Sie jedem Marxisten vorwerfen. …“
    *
    Doch, es geht in diesem Falle nach dieser aisführlichen, wunderbaren Diskussion nur noch darum: Die an sich wunderbare Idee des Marxismus hat solche Anhänger wie Sie einfach nicht verdient, denke ich. Gregor Gysi würde mir sofort zustimmen…

  202. DA: " Grüssen Sie bitte...
    DA: “ Grüssen Sie bitte Stresa von mir, wenn sie dort vorbeikommen.“
    *
    Wie sind eigentlich die Inseln von Stresa entstanden und wer hat sie bebaut? Weiß jemand etwas darüber?

  203. @yast: die Inseln vor Stresa...
    @yast: die Inseln vor Stresa waren „schon immer da“, und die wurden von der Borromäer-Familie, wohl die örtlichen Fürschtens, gärtnerisch umgestaltet. Das Gebäude ist z.T. ein bißchen kitschig (der mit Muscheln ausgelegte erste Stock, in dem man wohl bei Hitze saß), aber die in Form geschnittenen Bäumchen mit den Blumen sind doch recht erheiternd (am besten gefallen hat mir der Pyramidenbaum). Sehr löblich auch die Kanaldeckel und Abflußgitter, höchst solide aus Bronze und mit Verstand und Gusto gestaltet.

  204. Klarstellung: weder hat mich...
    Klarstellung: weder hat mich yast aufgefressen, noch hat er mich vernascht und um alle Zweifel auszuräumen, sage ich hier noch einmal klar und deutlich, seine Stange werden ich auch nicht halten.

  205. Dass paranoide Islamhasser...
    Dass paranoide Islamhasser sich jetzt noch mit der „Qualität ihres Denkens“ großtun, nur weil sie ihren Fanatismus nicht offen auf der Straße ausleben: Das ist unter den vielen widerwärtigen Erscheinungen im Gefolge des Massakers wohl eine der ekelhafteren.

  206. liebe windsbraut, das klingt...
    liebe windsbraut, das klingt sehr erholsam – welche seite bevorzugen sie? aber welche frage stelle ich, bei 1,1357 chf…
    ich bewundere übrigens ihre segeltauglichkeit! mir geht das zu langsam, zumindest, wenn flaute vorherrscht, dann leide ich schlimmstes und schaue ab und an verschärft den fischen hinterher, wenn sie verstehen. (hinterher auf der rückfahrt macht es mir dann keinen spass mehr, mit meinem lahmen autobahnvehikel die schweizer pässe hochzujagen und die kurven zu schneiden.)
    da ist es vergebliche liebesmüh, mich freundlicherweise an das steuer zu kommandieren. mit einem ps-starken benziner am heck geht es mir eindeutig besser. steuer in der hand, wind um die nase – fast wie im auto. (nur wenn es eines wäre, würde man sich aus guten gründen bitterlich über die bodenwellen beschweren.) ich leiste mir im übrigen das erfrischende vergnügen, laut lachend die kurven so zu nehmen, dass gary und die nachkommenschaft am ende ziemlich, aber nicht gänzlich nass sein werden. eine bootsdusche, die über ein hellblaues eimerchen hinausreichte, können wir uns nämlich nicht leisten!
    .
    sowie ich wieder den volant zu führen imstande sein mag, werden wir wohl mal wieder ein paar tage wie stets dieses in der saison unglaublich beschauliche, von hochkultur befreite, der weinkultur zugetane, ansonsten natürlich vollumfänglich naturbelassene, unrenovierte, ärmliche dorf mit den stränden hinter dem stillen fischerdorf sowie meinen noch immer fidelen grossonkel mit unserer anwesenheit und mit etwas spärlich einzusetzendem grossnichtengequietsche beglücken. er hört lieber anders gelagerte geräusche (vergleichsweise) junger damen. er wird es wohl aushalten müssen!
    .
    lieber don, was macht ihr faltboot? ist es für den august einsatzbereit?

  207. @ Jeanette: " ... sage ich...
    @ Jeanette: “ … sage ich hier noch einmal klar und deutlich, seine Stange werden ich auch nicht halten.“
    *
    Janny, ich glaube, die technischen Einzelheiten will niemand so genau genau wissen… :-)

  208. Wie wunderbar
    @Yast2000: Ach...

    Wie wunderbar
    @Yast2000: Ach ja, jetzt ist die Idee wunderbar. Nur wenn es darum, sie zu konkretisieren und anzuwenden, da stammt sie von Salonmarxisten, nicht wahr? Das Manöver ist all zu durchsichtig. Übrigens, Gysi würde Ihnen Recht geben. Dessen bin ich mir sicher.

  209. "Wenn Sie sich mit dem Thema...
    „Wenn Sie sich mit dem Thema „falsches Bewusstsein“ auseinandersetzen wollen, tun Sie es inhaltlich, nicht verleumderisch.“
    Muss ich nicht. Ich beschäftige mich nur mit zumindest prinzipiell widerlegbaren Theorien, solchen, die sich zumindest falsifizieren lassen. Der Marxismus gehört in die Abteilung „Metaphysik“, zusammen mit dem Hinduismus, dem Islam, der Erdstrahlentheorie, dem Erdrotationshamster (TM Antje) und den Reichsflugscheiben etc.. Gläubige bleiben Gläubige, und über das „Wesen der Dinge“ lohnt eine Diskussion nur mit einem ZEN Meister (und selbst mit dem vermutlich nicht). Ich kann mich nicht inhaltlich mit etwas auseinandersetzen, das nicht existiert, dessen Existenz aber stur behauptet wird. Das ist eine Tatsachenfeststellung und damit nicht verleumderisch.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  210. Devin08: "@Yast2000: Ach ja,...
    Devin08: „@Yast2000: Ach ja, jetzt ist die Idee wunderbar. Nur wenn es darum, sie zu konkretisieren und anzuwenden, da stammt sie von Salonmarxisten, nicht wahr? …“
    *
    Eine wunderbare Idee anzuwenden, (ob nun Christentum, Buddismus, Judentum, Kommunismus etc.), nennt man Idealismus. (s.a Hegel etc.) Der Marxismus basiert aber nun mal ganz streng auf dem Feuerbachschen Materialismus, der diametral dem Idealismus gegenübersteht. Ich glaube tatsächlich ohne jede Häme, dass Sie den Marxismus nicht annähernd verstanden haben und deshalb ein Salonkommunist sind.
    *
    Devin08: „… Das Manöver ist all zu durchsichtig. Übrigens, Gysi würde Ihnen Recht geben. Dessen bin ich mir sicher. …“
    *
    Rekatholisierung 3.0 – NEU: Jetzt auch im Sekten-Turbo-Boost mit eingebauten Marxismus-Trojaner!

  211. Das hier war mal ein eleganter...
    Das hier war mal ein eleganter Salon mit Charme und ab und zu ein bisschen Ga Ga,
    etwas daneben vielleicht, aber immer mit Manieren und dem Flair von savoir vivre.
    Es wurde geplaudert, beim five o´clock tea oder beim Kaffee mit Torte, ab und zu gab es auch Wein,
    ein anderes Mal auch Cocktails zur happy hour.
    Und was jetzt:
    Da ist man mal einen Tag nicht da, weil man als selbstständiger Proletarier
    für einige Feudalherren ein maßgeschneidertes Ambiente zimmern muss,
    damit der shareholder value am Ende wieder stimmt, und was stellt man mit Entsetzen fest?
    Die Etikette ist weg, die Manieren sind vergessen,
    man trifft sich im verräucherten Hinterzimmer an vergilbten wachstüchernen Tischdecken und packt die alten Parolen der 70er wieder aus.
    Hegel, Kant, Marx, Lenin und die ganze gequirlte $chei§§e,
    die mir schon damals tierisch auf die …. ging.
    Dann werden hier auch noch Tüten gezwirbelt, Taschentücher nicht aufgehoben
    und zuletzt auch noch als Fehdehandschuh geworfen,
    weil jeder Gockel hier das schönere Kleid haben möchte,
    am besten noch in „Fraise“, ich mag die Farbe, und ich mag auch,
    wenn weit ab vom Thema genau über diese Farbe geplaudert wird.
    Arabella ist entsetzt geflüchtet, Filou hat sich (vorerst)
    (so ich hoffe) verabschiedet und mir ist auch schon ganz schlecht.
    Froh, zumindest Englisch, Französisch und einige Dialekte lesen zu können,
    brauche ich in diesem Blog bestimmt keine weiteren Fremdsprachen
    und schon gar keine oberlehrerhaften Belehrungen bezüglich Seniorenblog.
    Das ist wenig galant und lässt eine gewisse Erziehung vermissen.
    Das Sein des Seienden ist ein solches an und für sich …
    ist mir aber auch egal …
    Cui bono ?

  212. ThorHa 29. Juli 2011,...
    ThorHa 29. Juli 2011, 22:4
    Sie haben in Ihrer Aufzählung die Kornkreise vergessen ;-)

  213. ThorHa, höhö: 'Ich kann mich...
    ThorHa, höhö: ‚Ich kann mich nicht inhaltlich mit etwas auseinandersetzen, das nicht existiert, dessen Existenz aber stur behauptet wird.‘

    hier werden doch alle mit etwas beschäftigt, das nicht existiert: schulden auf kredite, die nicht durch reale guthaben gedeckt sind. kapitalismus ist reiner glaube – daß die banken als geldschöpfer ihr nicht existentes geld plus zinsen zurückgezahlt bekommen. nur solange die gläubiger(!) staatlicherseits oder anderweitig gezwungen werden und auch tatsächlich in der lage sind, diesen glauben zu bedienen, funktioniert der kapitalismus.

    sozialismus ist der wegfall des zwangs, kredite zurückzuzahlen. da der sozialismus jedoch die funktion des geldes akzeptiert, kann er nur scheitern, weil ein zwang zur rückzahlung von schulden ein rückfall in den kapitalismus wäre, andererseits jedoch auch kein höheres bewußtsein existiert, ohne äußeren druck eine gegenleistung für das zur verfügung gestellte geld zu erbringen.

  214. @ThorHa: Zur Strafe bitte K1...
    @ThorHa: Zur Strafe bitte K1 Erster Abschnitt: Ware und Geld, bitte durcharbeiten und hier vortragen. Dann nochmal das mit der Metaphysik durchdenken. Falls schwierig, K1 erste Auflage Anhang zur Wertform hinzuziehen.
    @Der Tiger 28.7 21:45: War´s jemand von Mammoet? – Kenne ein paar Leute von deren Schwerlast-Landtransport-Abteilung. Wenn dem Don in der dummen Stadt mit seinen Immobilien es zu grausam wird, die würden sie ihm ausgraben und zum Tegernsee fahren. Barchetta und Sunbeam würden sie allerdings wie Briefpost behandeln. Eintüten und verschicken.
    gruß fb

  215. geehrter yast 2000, h ...
    geehrter yast 2000, h 19:27
    die sind genauso entstanden wie die Umgebung, bei der Errosion
    waren sie nur ein bißchen dickköpfiger als der Rest des Sees.
    Schöne Grüße aus Luino, mir fiel auf Sie mögen den See, ich auch. T.

  216. Folkher Braun - Ja, und es hat...
    Folkher Braun – Ja, und es hat mir schwer zu denken gegeben. Der junge Mann hatte den Beruf, von dem ich als Kind geträumt hätte, wenn ich gewusst hätte, dass es ihn gibt. Mich stattdessen auf eine Mädchenschule zu schicken, war eine intellektuelle Vergewaltigung. Das habe ich zwar damals schon so empfunden, aber heute sehe ich das noch viel schärfer. Inadäquate Ausbildung trifft eben nicht nur Türkenmädchen, Arbeiterkinder und den Nachwuchs von Hartz4 Empfängern.

  217. Und dann gingen meine Gedanken...
    Und dann gingen meine Gedanken weiter. Über Frau v. Leyens Bildungsgutscheine für Hartz4 Empfänger würde ich gerne mal mit Frau Minister in Person diskutieren. Da hätte ich nämlich folgendes Argument: Sie, Frau Minister, haben einen anspruchsvollen Beruf und sieben Kinder im Schulalter. Ich hatte zwei Kinder und weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Zeit ich mit ihnen verbracht habe, um sie adäquat zu erziehen. Ein drittes hätte ich auch noch hingekriegt, meine spätere Karriere wäre dann etwas anders verlaufen, aber dennoch gleich anspruchsvoll. Aber vier und erst recht sieben wären neben meinem Beruf außer Frage gewesen. Sie aber haben keine Hemmungen anderer Leute Geld für den Flötenunterricht und Turnverein von Harz4 Empfängern auszugeben – was als Ausbildung nicht unbedingt notwendig ist – und gleichzeitig ihren eigenen Kindern eine adäquate Mutter vorzuenthalten – was zum Heranwachsen eines Kindes viel notwendiger ist.

  218. Trias : "Schöne Grüße aus...
    Trias : „Schöne Grüße aus Luino, mir fiel auf Sie mögen den See, ich auch. T.“
    *
    Im Frühjahr dieses Jahres habe ich von Locarno aus mit meinem Bulli die Gegend unsicher gemacht und war schlichtweg schockiert von der Schönheit der Gegend zwischen San Berhardino und Mailand. Wenn ich mal was Schreiben sollte, dann dort oder auf einer verträumten, kroatischen Insel.

  219. @ mediensegler 29.7 @...
    @ mediensegler 29.7 @ 22.19h
    Ein Salon mit Charme… Was mir in Errinerung bleibt ist „Küss‘ die Hand gnädige Frau“ – im Geschäft einmal, übers Telefon aus Wien!! Sowas habe ich aus Frankfurt nie erlebt – warum denn ? …

  220. sein bienchenidyll, "einer...
    sein bienchenidyll, „einer wartenden weiblichen blume gleich“, welche in erwartung kommender, befruchtender, sinnstiftender männlichkeit sich in schönheit verborgen-offen schmückt, hätte, so gesehen – „die sozialen einheitengleichungen mit minus eins multiplizierend“ – natürlich auch einen rein mänlichen widergänger als möglichkeit, sagen wir nach art der „casa malaparte“ (, welche am rande einer nation und des festlandes, dem meere zu und dem land und seinen menschen den hochgezogenen rücken abwehrend entgegengehaltend, als ein genaues, eben gespiegeltes ebenbild gesehen werden könnte, männlich reckt sich dieser bau richtung feuchte).
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Malaparte (alles wie bekannt natürlich)
    .
    Wir empfehlen vielfältige, normale und gesunde Beziehungen.

  221. So ganz überraschend würde...
    So ganz überraschend würde Lenin die Lage am T.see nicht finden, denke ich. Er hat doch seinerzeit für eine entsprechend diagnostizierte Schicht den Namen „Arbeiteraristokratie“ gefunden. Diejenigen, die der Revolution im Weg stehen. Die Lakaien heutiger neofeudaler Großbourgeoisie würde er doch sicher leicht subsumieren können.

  222. perfekt!57: " ... als ein...
    perfekt!57: “ … als ein genaues, eben gespiegeltes ebenbild gesehen werden könnte, männlich reckt sich dieser bau richtung feuchte …“
    *
    Ein ganzes Jahrzehnt bereitete sich der junge Gelehrte, seine wahren Gefühle verkennend, mit der religiösen Strenge eines naturwissenschaftlichen Ansatzes, auf seine Reise zu einem merkwürdig nahen, fremden Planeten vor. Es ging ihm nicht nur profanerweise darum, etwas zu entdecken und schon gar nicht um die „Erwartung kommender, befruchtender, sinnstiftender Männlichkeit, die sich in Schönheit verborgen“ hielt, nein! Er wollte in aller ihm zur Verfügung stehenden Aufrichtigkeit, mit der ganzen Wollust einer unbefleckten Jungfrau, ohne jede Scham und mit sämtlicher ihm selbst zugestandener wissenschaftlicher Aufrichtigkeit einen wirklichen Venushügel betreten! Dieser idealistische Protagonist seiner weltlichen Widersprüche wollte tatsächlich sich selbst so der Symbiose von Entdeckergeist, Fortschrittsgedanken und dem merkwürdig passiven, süßlichen Geruch, der Fortpflanzung überhaupt erst erträglich macht, ausliefern. Er wollte rein sein, wenn er es tat! Er wollte sündig sein, wenn er forschte! Er war schon auf der Venus, er brauchte also keinen Gott, wenn es in seinem Hirn blitzte! Und der kleine, adoleszente Prinz ahnte bereits, dass er mit dem Schaffen der Kinder auf einem fremden Planeten seine eigene Vergänglichkeit einläutete. Immerhin war sie nicht an die existentialistische Strenge der Erde gebunden, sondern kosmisch…

  223. @ Tiger: "würde ich gerne mal...
    @ Tiger: „würde ich gerne mal mit Frau Minister in Person diskutieren. Da hätte ich nämlich folgendes Argument: Sie, Frau Minister, haben einen anspruchsvollen Beruf und sieben Kinder im Schulalter. Ich hatte zwei Kinder und weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Zeit ich mit ihnen verbracht habe, um sie adäquat zu erziehen. … Sie aber haben keine Hemmungen anderer Leute Geld für den Flötenunterricht und Turnverein von Harz4 Empfängern auszugeben – was als Ausbildung nicht unbedingt notwendig ist – und gleichzeitig ihren eigenen Kindern eine adäquate Mutter vorzuenthalten – was zum Heranwachsen eines Kindes viel notwendiger ist.“
    Verehrte gnädige Frau, das gleiche Argument hatten wir schon einmal, allerdings zu einem ganz anderen Thema und anderem Zusammenhang („Aus der bösen, alten Zeit des Bayerischen Abiturs“, 22. Januar, 13 Uhr 33), ich darf Sie zitieren: „Wenn ich einmal Frau von Leyen begegnen sollte, würde ich sie fragen: ‘Nach meiner Erfahrung war es eine ständige Herausforderung Kindern gerecht zu werden und gleichzeitig einen anspruchsvollen Beruf zu haben. Ich habe nur zwei, wie leisten sie das als Ministerin mit sieben?’ Wenn Frau von Leyen mir dann erklären würde, dass sie als Ministerin an der Zukunft ihrer Kinder arbeitet, würde ich dem entgegenhalten: ‚Seit sie Ministerin sind, kommen sie nur mit Ideen, die (noch mehr) Geld kosten. “
    siehe auch: http://www.gutefrage.net/frage/senioren-die-sich-aus-vergesslichkeit-staendig-wiederholen-sollte-man-ihnen-das-sagen

  224. nun, meine gänzlich...
    nun, meine gänzlich unmassgebliche meinung zum kommentar von 13.26 u – im anschluss an Filou und Mediensegler – tendiert sehr deutlich in die richtung, dass ich viel lieber anekdoten o.ä. mehrfach höre, als dass ich hier im deckmäntelchen der fürsorge geriatrisch scheinbar geschulten personals, dass offensichtlich zu viel zeit mit recherchearbeiten verbringt, besserwissereien ertragen muss. diese unterstellungen, dass menschen ab einem gewissen alter nur noch mit nachsicht zu behandeln seien – man sie de facto trotz geschniegelter anrede aber respektlos behandelt-, geht in richtung ignoranz.
    .
    aber vielleicht bin ich einfach auch nur gut erzogen.
    .
    noch ein wenig tee? offerieren könnte ich ebenso eine ganz hervorragende torte, gefertigt von einer glücklichen konditorin, aus der hiesigen manufaktur, die publikum von weit her anzieht und deren backstube einen sagenhaften ausblick hat.

  225. papírzsebkendő 30. Juli...
    papírzsebkendő 30. Juli 2011, 12:26
    Gedanken werden nicht dadurch falsch, dass sie schon einmal ausgesprochen wurden. Wenn dann ausgerechnet ein Berufsjugendlicher eines das am häufigsten wiederholte Thema der Menschheit (Alt versus Jung) wiederkäut (und das auch noch ohne Stil), dann bestätigt er nur die Feststellung, dass Jugendliche in der Regel weder Manieren noch Verstand besitzen. Der erneuten Demonstration hätte es nicht bedurft, aber da auch für diese Erkenntnis Verstand notwendig wäre …

  226. ...
    Papiertaschentuch,
    Reduplikation ist eine rhetorische Technik; gibts auch in der bildenden Kunst.
    Die Bildungsgutscheine (so bekommen nämlich die Kinder was und nicht der Papa fürs Kindergeld einen gebrauchten BMW) finde ich eigentlich gut, sogar mein Bio-Supermarkt hat eine Aktion gegen Kinderarmut.
    Drüben auf der Terrasse ist gedeckt, es gibt Marillentarte, Marillenstrudel, Strudel mit Reineclaudes (die heißen bei uns saure Kriecherln) dazu Tee, Kaffee und Schaumweinbowle. Auf dem runden Tisch Sandwiches, gefüllte Pastetchen und ein Tablett mit Longdrinks: Pims mit Gurke. Um 17 Uhr kommt ein Ärztequartett und spielt ein bißchen Beethoven. Falls eine Dame im leichten Sommerkleid zu kalt hat: Paschminas liegen im Salon bereit. Bitte dem Hund keine Gurke aus dem Pims-Glas geben!

  227. Ich schaue ja schon seit...
    Ich schaue ja schon seit längerem nur noch sporadisch rein und wenn, dann lese ich nur noch quer, aber dennoch ist der Trend unverkennbar, dass die Mehrheit der Gäste den Beitrag des Gastgebers schlichtweg ignoriert und sich in der Perpetuierung ihrer Steckenpferde verliert. Die kennt inzwischen aber wirklich jeder und die stete Wiederholung macht sie nicht interessanter.

  228. fionn 30. Juli 2011,...
    fionn 30. Juli 2011, 10:42
    Charme in Frankfurt?
    Da wird das Stadtbild von Bangstern und Gackermanns beherrscht,
    die tun zwar so als hätten sie Manieren, sind aber in Wirklichkeit
    nur moralisch verarmte Frankfurter Würstchen ;-)

  229. Papírzsebkendő - Was gut...
    Papírzsebkendő – Was gut ist, kann man ruhig mehrmals sagen!
    Peinlich wäre es nur, wenn ich dieses Mal das Gegenteil von dem geschrieben hätte, als einige Monate zuvor.

  230. Der Kapitalisten...
    Der Kapitalisten Wachstum,
    wird zum großen Quark!
    Wenn es geht zu machen,
    dann immer sie auch tun’s!
    Da bleibt nur Lenin im Stadtpark,
    im Auge des Taifuns.

  231. Arabella, das ist immer gegen...
    Arabella, das ist immer gegen Ende so und eine Aufforderung, einen neuen Beitrag zu schreiben.

  232. Das Unausgesprochene verstehen...
    Das Unausgesprochene verstehen und sofort zuvorkommend handeln,
    das sind wahre Manieren, natürlich ist unser Gastgeber ein Meister darin.
    … übrigens, gebrauchte Einmal-Schneuztücher gehören ins WC entsorgt,
    und nicht in den Papierkorb.

  233. @yast (12:51):...
    @yast (12:51): köstlich!!!
    @papírzsebkendő: Sie gehören wohl zu der nicht durchschnupfsicheren Sorte. *flush*
    @donna laura: ha, Sie brettern übern See? Recht so! Grüßen Sie den Sommer von mir!

  234. @ mediensegler.

    Re Paper...
    @ mediensegler.
    Re Paper hankies – gehören ins WC entsorgt. I will put that info up on the Notice Board in my kitchen, beside the dog’s bed-sitter.

  235. Eigentlich wollte ich einen...
    Eigentlich wollte ich einen langen Kommentar über den Charme dieses Salons schreiben, der darin besteht, sich in Variationen zu wiederholen und doch jedes Mal einen Gesichtspunkt zu bringen, der ein klein wenig neu ist (Donna Laura wollte ich dabei als das typischste Beispiel anführen). Aber nach der Ankündigung unseres werten Gastgebers warte ich viel lieber mit Spannung auf seinen nächsten Beitrag.

  236. Lievber Mediensegler,
    "... das...

    Lievber Mediensegler,
    „… das sind wahre Manieren, natürlich ist unser Gastgeber ein Meister darin.“
    .
    Das denke ich mir manchmal auch. Schön.
    Aber dann kommt irgendwie ein Gnadenlos-Spruch über Opelfahrerdreck oder Beliner, den „Pöbel“ schlechthin. Dann fall‘ ich sofort von diesem Glauben ab.
    .
    Jaja, ich weiß Don. Du bist eine Kunstfigur und derfst des alles.
    Ich will jetzt auch eine Kunstfigur sein.
    Wenn nicht, dann will ich wenigstens eine Katze werden.
    Im Internet ist alles möglich.

  237. Kann mediensegler, filou und...
    Kann mediensegler, filou und donna laura nur beipflichten. Das ganze liest sich manchmal wie die Hausaufgaben des Konfirmandenunterrichts einer Kakao-Kolchose auf Kuba.
    Möchte Spass haben, verrückte Formulierungen lesen, neue Aspekte kennenlernen, mir Gedanken machen, wieviele von donna lauras erben und erbinnen denn nun wirklich in Windeln geschissen haben und Mofas frisieren, hab auch nichts gegen fraisefarbene Taschentücher und leidende Barchettas und unvermeidliche Wiederholungen ( jeder hat sein Lebensmärchen, seine Lieblingsgedanken) , schätze die charmanten Formulierungen unseres Gastgebers, aber Arbeit habe ich selbst genug, um mich nicht noch durch die sperrigen Theoreme mancher scheinbarer K-Gruppen Wiedergänger zu quälen.
    In diesem Sinne:
    „Es gibt Typen von abstrakten Maschinen, die unaufhörlich ineinader greifen und die Gefüge qualifizieren: abstrakte Konsistenzmaschinen, die singuler sind und mutieren, die vielfältige Verbindungen haben ; aber auch abstrakte Stratifizierungssmaschinen , die die Konsistenzebene mit einer anderen Ebene umgeben; und übercodierende oder axiomatisch abstrkte Maschinen, die Totalisierungen, Homogenisierungen und Konjunktionen der Abschließung vornehmen. Jede abstrakte maschine ist mit anderen abstrakten Maschinen verbunden; nicxht nur weil abstrakte Maschinen gleichzeitig politisch, ökonomisch, wissenschftlich, künstlerisch ökologisch und kosmisch (Ehrensache.. Anm. d. Verf. ) sind ( perzeptiv, affektiv, aktiv, denkend, körperlich und semiotisch ), sondsern weil ihre unterschiedlichen Typen sowohl miteinander verflechten wie in Widerspruch zueinander bringen. Mechanosphäre.“
    (Deleuze & Guattari, Tausend Plateaus, Berlin 1992, S.710)
    Wenn das nicht abgeht wie die oft strapazierte Katze von Schmidt, ohne dass man das arme Hirnchen richtig feste rubbeln muss….

  238. @mediensegler: Wer hier...
    @mediensegler: Wer hier kommentiert braucht ein dickes Fell. Ein weit dickeres als das des Dons. Denn der schützt sich gegen Trolle mit dem Freischaltknopf. Das Problem ist: Er nimmt eben nur sich in Schutz. Der Rest ist ausgeliefert. Nehmen wir den Trollbeitrag von Giannozzo: so ein Standardgerülpse geht einfach nicht. Hier aber doch, denn der Hausherr bemäntelt mit der Vorgabe „freier“ Rede, was eigentlich heißt: „ich schütze mich, die anderen mögen betrollt werden.“ „Genauer: „Solange es mir gut geht, ist alles gut.“ Dadurch entsteht der (zutreffende) Eindruck der Verwahrlosung dieses Blogs.
    .
    Aber ich bitte um Geduld: vielleicht kommt der Hausherr noch zu sich. Wenn nicht, ist die Entscheidung heller Köpfe wie Arabella (haben Sie Gande mit den Gruftis hier) oder filou (besser Rotwein als hier totsein) richtig, und wir sollten ihnen folgen. Niemand ist aufgerufen, der vernatwortungslosen Trägheit des Don Futter zu geben.

  239. Noch einmal anders formuliert,...
    Noch einmal anders formuliert, obwohl hier seit 19:14 keiner mehr freischaltet: der Don alphonso brüstet sich, anders als Textabwurfstellenbetreiber, Kommentare zuzulassen. Das ehrt kein bißchen. Man muß sich mit der Zeit durchringen, die Kommentare zu prüfen, und das nicht nur bequemst in eigener Sache. Da ist in Wirklichkeit schon noch mehr Einsatz verlangt. Wer das spürt und sich verabschiedet, liefert das richtige Signal (das hier verschlafen wird).
    .
    Und ich wette meinen nickname dauauf, dass der Don A. hier nur Ausreden einstellen wird. Was wirklich dazu aufruft, klug den Hut zu nehmen.

  240. Menschen, ihr habt alle den...
    Menschen, ihr habt alle den falschen Trip eingeworfen.
    http://www.youtube.com/watch?v=G1yX9AjacYg

  241. Ich fürchte, mein bester...
    Ich fürchte, mein bester Schreckenberg, da gibt es ein erhebliches Missverständnis: Ich schalte schon frei, wenn ich Zeit habe. Aber wenn ich mal Privatleben habe und andere Freischalter nicht inkommodieren möchte, dauert es halt mal ein paar Stunden- Samstag Abend ist ganz klar so eine Zeit. Das war schon immer so und wird nie anders und ist durch die Software so vorgegeben. Manchmal finde ich das schlecht, manchmal bin ich aber ganz froh drum, dass nicht jeder hier mit seiner Meinung sofort durchschlägt.

  242. Werte Vroni,

    Opelfahrerdreck?...
    Werte Vroni,
    Opelfahrerdreck? Es geht um ein Auto. Wenn Sie – wie ich 1994 – mal eins neu gekauft haben (34.000 DM, wenn ich mich nicht irre) und dann erleben, dass es a) ab Werk Antwerpen schon nicht zuende gebaut war und dann b) als die Werkstätten es endlich zusammen hatten es c) schon wieder auseinander zu fallen begann. So etwas merkt man sich. Nicht ohne Grund ist der Opel-Marktanteil in den Keller gegangen.
    Berliner. Haben Sie da mal gelebt? – Ich vier Jahre. Dann habe ich noch zehn Jahre ihnen zwei bis dreimal die Woche 15 bis 25 Tonnen Brocken in ihre Subventions-Fabriken gekarrt und ihre Subventions-Fertigprodukte wieder heraus. Warum war das Kunststoff-Werk von Ford in Zehlendorf schon 1985 fest in türkischer Hand? – Weil ein ordentlicher Kieferschaden- Berliner nicht arbeiten geht. Der lässt arbeiten.
    Unmittelbarer Umgang mit solchen Objekten und Personen führt zwangsläufig zu bestimmten Einschätzungen. Wer für mein versteuertes Einkommen schlechte Produkte liefert oder sich als Großschnauze-Arbeitnehmer (Siemens, Schering, BMW, Ford, Millionen- Schulze, Rhenus, Tetra-Pak) durch Exploitation meiner Arbeitskraft sich einen faulen Lenz macht, kann mein Freund nicht mehr werden.

  243. Mein bester Don, Ihre Antwort...
    Mein bester Don, Ihre Antwort zeigt das Problem noch einmal sehr deutlich. Und auch, dass es unlösbar ist.

  244. lieber bockscar, sie machen...
    lieber bockscar, sie machen ihrem werten namen ja alle ehre – ein produkt aus dem hause d & g anzubieten…
    .
    und zu meiner zahlreichen nachkommenschaft kann ich mich nur wiederholen: alles ist wahr. durchweg ohne ortsangabe, mehr oder weniger verklausuliert (z.b. ist das hellblaue eimerchen so wahr, dass es meine larve verrutschen lassen könnte, aber was ist schon so ein kleines blaues eimerchen – es ist nichts im vergleich zum blauen band des frühlings… ausser, dass es schon einmal gefüllt wurde, auch mit dingen, die sie so ungezogen beim namen zu nennen pflegen. aber sie wollten es ja ganz genau wissen: die toilette an bord wird nicht mit der festeren variante der tatsächlich so genannten weichen biomasse gefüllt, da wäre der grossonkel stinksauer.), dient es der untermalung des neuen, dass in den vielfältigen variationen der erzählungen immer wieder aufscheint, wie Der Tiger trefflich sprach.
    auf das neue und dessen selten geradeaus formulierte aussage kommt es letztlich an. wer nicht nachdenken mag oder sich vielleicht aus zeitgründen nicht in der lage dazu sieht, wird wohl einiges verpassen. schicksal.
    .
    lieber schreckenberg, ach, irgendwie wurde hier jeder auf irgendeine weise angegangen, das macht doch nichts, wir sind hier doch nicht im streichelzoo.
    .
    liebe colorcraze: die see, die see…

  245. Werter Folkher Braun,
    der Ton...

    Werter Folkher Braun,
    der Ton macht halt die Musik. Sein Ton, was das betrifft, ist ein verächtlicher und zeigt mir keine guten Manieren. Der Ton ist reaktionär bourgeois.
    .
    Nix dagegen zu sagen, dass Opels gerne liegenbleiben (aber das tun Bötchen auch). Nix dagegen zu sagen, dass man mit Berlin nicht warm wird. Ich musste beruflich da länger Zeit verbringen, um mit einer Redaktion eine Sonderzeitung zu stemmen. Bin da auch nicht wirklich warm geworden. Aber muss ich das dann gleich so verächtlich und abwertend tun und die Leute darin pauschal als „Pöbel“ bezeichnen? Diffamierend auch das Wort Abschaum gegenüber Journalisten. Man kanns ja tun, aber das sind für mich eben dann keine „guten Manieren“ mehr, so zu reden.

  246. Marx und Engels haben Sie...
    Marx und Engels haben Sie gelesen, sagen Sie
    Und sagen Sie, verstehen Sie das denn?
    Sie haben doch das Lyzeum nur besucht…
    (Frei nach Degenhardt)

  247. "Charme in Frankfurt? Da wird...
    „Charme in Frankfurt? Da wird das Stadtbild von Bangstern und Gackermanns beherrscht, die tun zwar so als hätten sie Manieren, sind aber in Wirklichkeit nur moralisch verarmte Frankfurter Würstchen ;-)“
    Hahaha – Absolute Zustimmung, das sind schliesslich nur die zeitgeistigen Fliessbandarbeiter der Papierpressen nutzloser Institute der Spassgesellschaft, eine unwichtigere Tätigkeit gibt es heute nicht!

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