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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Generalvertreter der Unsterblichkeit

| 213 Lesermeinungen

Nichts ist so banal wie der Tod, ein jeder bekommt ihn, und obendrein macht er noch gleicher als die PDS in ihrem Parteiprogramm. Insofern wäre es fein, wenn es zur Aufrechterhaltung der Klassenunterschiede auch ein Leben nach dem Tod gäbe. Was die Kirche nicht mehr ganz halten kann, verspricht dafür heute der ein oder andere Konsumgutanbieter.

Tante Paula liegt im Bett und isst Tomaten
Eine Freundin hat ihr dringend zugeraten.
Hermann Frey

Es ist die Hölle, die sich da auftut, wenn Baudelaire seine Blumen des Bösen einleitet. Es erscheinen Laster und Verdammnis, Betrug und Hass, Sünde und Gier, er führt uns immer tiefer hinab in den glitschigen Schlund der Leidenschaften. Am Ende dieser Höllenfahrt jedoch wartet nicht die schlimmste aller Sünden, sondern etwas vollkommen Banales auf die Verdammten: Der Überdruss. Die Langeweile. Und ich, der ich vor zwei Wochen mein Dasein bei einem aufregenden Motorschaden verfluchte, der ich Rechnungen bezahlen muss und einmal mehr die Demütigung des Abschleppwagens erdulden musste, kann nicht umhin, Baudelaire recht zu geben. Das Schlimmste ist nicht der Zahnriemenriss bei Würzburg und die Diagnose in Waldbüttelbrunn. Das Schlimmste ist die dadurch notwendige Zugfahrerei durch Regionen der Ödnis Frankfurt, die sogar ein Frankfurter als „scheusslich“ bezeichnen würde. Ich habe diese Aussichten auf dem Hinweg neben anderen Bedrändnissen erduldet – wer zum Teufel erlaubt eigentlich das Verspeisen von geruchsintensiven Junkfood auf dem Bahnsteig? – auf dem Rückweg verschaffe ich mir Linderung durch den Erwerb der beiden Druckprodukte, die ich stets erwerbe: Intelligent Life und World of Interiors.

Bild zu: Generalvertreter der Unsterblichkeit

Sieht man einmal von einer mitunter durchscheinenden Zuneigung für nicht ganz mittellose Menschen ab, zeichnen sich beide Hefte durch eine erfreuliche Ideologiefreiheit aus. In der Intelligent Life kommt es allein darauf an, dass die Standpunkte klug dargestellt werden, und in der World of Interiors geht es um die Gestaltung des Raumes, in dem wir leben, von der kommunistischen Backfabrik bis zum Schloss. Es sind fraglos sehr dem Diesseits zugetane Hefte ohne Aktualität, und gemeinhin widmen sie sich der Überlegung, was ist und was bleiben wird, was vor dem Urteil der Zeit bestehen kann und nicht von Moden achtlos weggewischt wird.

Und es nimmt dann auch nicht wunder, dass die letzte Seite dann von Werbung eingenommen wird, die das alles noch einmal in sich verdichtet: Es geht um eine Uhr, eigentlich der Inbegriff der schnell laufenden Zeit, die genau das Gegenteil sein soll: Eine Bewahrung von Schönheit, eine Sicherung der Traditionen, ein Fortwirken des Jetzt in eine Zukunft, die der Vergangenheit durch den Gegenstand verbunden bleibt. Man besitze die Uhr nicht, man bewahre sie für die nächste Generation. Was die Werbung verspricht, ist eine Art Bestandsschutz über das irdische Dasein, das Altern und das Verkümmern hinaus. Die Versicherung, dass man nur für die nächste Generation aufbewahre, hat natürlich ihre Tradition im bürgerlichen Glauben, dass das Weitergegebene auch die Erinnerung bewahren möge. Warum das so ist, warum man das so gerne liest? Vielleicht, weil man immer noch gern an eine gewisse Unsterblichkeit glauben möchte. Vielleicht auch, weil bis vor rund hundert Jahren das Andenken an den Verstorbenen  und das Einschliessen in die Gebete auch als Mittel für ein ewiges Leben in angenehmen Umständen betrachtet wurden.

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Nun gab es früher für dieses Geschäft durchaus einen führenden Monopolanbieter namens „Kirche“, der keinen Zweifel daran gelassen hat, diese Dauerhaftigkeit jenseits des Ablebens sei allein mit ihm zu bekommen. Daher gab es im Kleinen die Galerie mit den verstorbenen Ahnen und im Grossen Grüfte, wohltätige Werke, Stiftungen und jede Menge Erbschaftsstreitereien, wenn jemand mehr an das Heil der Seele und der Kirche denn an das Wohlergehen der Neffen gedacht hatte. Der Furcht, mit dem Leben könnte die gute Zeit vorbei sein und eine schlechte Zeit im Jenseits folgen, verdanken wir herausragenden Werke der europäischen Kultur, denn diese Furcht verlangt nach einer höchst profitablen Dienstleistung: Eine kostenpflichtige Jenseitsgarantie, deren Ausfertigung im Diesseits vollkommen kostenfrei ist, und an die geglaubt wurde, als seien es europäische Stabilitätskriterien, die Rückzahlung amerikanischer Staatsschulden, oder privatwirtschaftliche Rentengarantien.

Doch das ein oder andere Ereignis sorgt letztlich dafür, dass so ein Glaube schwindet und sich gar verflüchtigt, und glaubt man den aktuellen Zahlen, haben gerade im letzten Jahr der Missbrauchskandale viele Katholiken ihrer Kirche die Gefolgschaft verweigert. Man glaubt nicht mehr an das Heilsmonopol, obwohl man vielleicht gerne auch weiterhin an das Heil glauben möchte; in etwa wie ein Kunstsammler, den der Erwerb einer Fälschung nicht davon abhält, andernorts auf ein erhofftes Original zu steigern. In diese Lücke der Begehrlichkeiten kann man gut stossen, wenn das angebotene Produkt ansonsten technisch veraltet, extrem teuer und darüberhinaus allgegenwärtig zu haben ist. So ein Versprechen von ewiger Dauer und Schönheit wirkt ganz anders als der Rest, der sich in Geschwindigkeit, Generationswechseln und letztlich auch Preisverfall darstellt: Mir gegenüber im Zug sassen zwei japanische Hipster mit Macbook, ärgerten sich über eine aufgehende Naht einer neuen Hipstertasche, und lichteten das Elend mit dem iPhone ab. Da bekommen Sprüche wie „Etwas wirklich Wertvolles behält seine Schönheit für immer“ fast so etwas wie Wahrheitsanschein.

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Gut, ein wenig Ende ist natürlich immer bei der Weitergabe dabei. Nun macht es mir nicht gerade den Anschein, als würde man in meinen Kreisen mehr über den Tod und Verfall nachdenken, als es irgend nötig ist; der Tod, das mag die Kirchen trösten, ist noch viel untauglicher als Modeartikel, als jeder Glaube, und es mag sein, dass die Anspielung auf das Ende und Vergänglichkeit etwas kontraproduktiv ist. Ich allerdings finde, dass hier nur ganz leicht mit dem Unvermeidlichen gewunken wird. Niemand macht hier die Hölle mit Erbsünden heiss, wie es im alten Monopol noch risikolos gepredigt wurde, es ist nur ein sanfter Hauch, eine Ahnung, danach wird gleich wieder der Blick geweitet zur Unvergänglichkeit. Und das wiederum ist sehr geschickt, denn wenn man schon sterben muss, dann bitte so leicht wie die Ahnung in der Werbung, und nicht als armer Sünder, der danach der Willkür schutzlos ausgeliefert ist.  Der Glaube an die Uhr ist im Sinne des Kapitalismus einfach das bessere Angebot: Eine Sicherheit im realen Leben, und ein freundlicher formuliertes Versprechen für alles, was danach kommt. Und ein wenig Garantie, dass es für andere, die das nicht können, anders ausgeht. Wer denkt schon gern an Kinder, die der Eltern Uhren im Pfandhaus versetzen. Oder warum man eigentlich selbst keine Taschenuhr vom Urgrossvater – genau daran sollte man nicht denken.

Denken ist ohnehin überbewertet und hat dem Glauben noch nie gut getan, das sehen alte Kirche und neuer Konsum vermutlich nicht ganz unähnlich. Aber genau deshalb findet man die Werbung an dieser Stelle, hinten drauf nach der Erleuchtung durch Stil, Geschichte und Gedanken, ein Schlussstein im Gedankengewölbe, der alles noch einmal zusammenfasst und die Illusion erzeugt, man wäre gar kein armer Tropf, der sich keine bessere Unsterblichkeit, sondern nur eine teurere Illusion derselben leisten kann. Die Kirchen, deren lautes Klagen über den Niedergang bald wieder erschallen wird, sollten sich vielleicht überlegen, wie andere die Einbildung von Rationalität für Irrationales nutzen. Der Wunsch nach Bleibendem scheint jedenfalls noch zu wirken.

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In Würzburg bin ich noch nicht an Langeweile zugrunde gegangen, die Hipster und ihr Malheur haben mich bestens auf Japanisch unterhalten. Sie setzen ihre Baseballkappen auf, und ich nehme meinen Koffer. Unsere Wege trennen sich; ich fahre mit dem Taxi vorbei an Kirchen und Gräbern zu meinem Wagen, in dem ein neues Motorenherz schlägt, und dann brause ich der Sterblichkeit entgegen. Ein italienisches Sprichwort besagt übrigens, dass die Mutter der Idioten immer schwanger sei, und ich denke, das ist erst mal genug genetische Unsterblichkeit diese Menschheit, die gerne glaubt, wenn sie dafür nicht denken muss.

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213 Lesermeinungen

  1. "Der Wunsch nach Bleibendem...
    „Der Wunsch nach Bleibendem scheint jedenfalls noch zu wirken“
    Doch hoffentlich nicht nur im Materiellen, ein Grundkonsens über das, was früher einmal „Benehmen“ hieß, sollte dazugehören.
    Ein funktionierendes Gleigel der Gesellschaft (bekannt unter dem Markennamen „Sowas macht man nicht“) sorgte lange für frictionsarmen Umgang miteinander.
    Ein kleines bisschen Glaube an menschliche, um nicht zu sagen humanistische Tugenden sorgt übrigens auch für mehr freie Kapazitäten zum Denken, auch für die Nutzung der PID im zuletzt genannten Sprichwort.

  2. da ich gerade gestern meine...
    da ich gerade gestern meine von vater geerbte uhr zwecks reinigung zum uhrmachermeister brachte, eine uhr übrigens, die er sich von seinem ersten lehrlingsjahresgehalt als einfacher schleifer kaufte, brachte mich ihr nettes essay zu schmunzeln. dabei dachte ich, ich trage sie sei kurzem gerne einfach als andenken ohne jedes gedankenbrimborium, eine wie ich fand wohl lässliche schnurre des älterwerdens. aber gerne lerne ich auch mit 55 noch dazu…..und so erfreue ich mich immer wieder an ihren schlauen ausführungen und den dann folgenden kommentaren und den nicht enden wollenden anregungen zur bewältigung des unvermeidlichen, vielen dank

  3. Was denn,ihr verehrten...
    Was denn,ihr verehrten Stützen
    soll euch euer Zaster nützen ?
    auch bei einem Tod,dem raschen
    euer letztes Hemd hat keine Taschen
    denkt doch einmal nach darüber
    und rückt jetzt mit der Kohle rüber…

  4. "wer zum Teufel erlaubt...
    „wer zum Teufel erlaubt eigentlich das Verspeisen von geruchsintensiven Junkfood auf dem Bahnsteig?“
    Oh ja, davon kann ich als Berliner(!) S- und U-Bahnfahrer ein garstig Lied singen. Die machen das sogar IM Zug. Ich (resp. wir) wechseln dann immer den Wagen. Zweitscheußlich: zuviel Parfum (oder ähnliches).

  5. Ein schöner Text. Das mit dem...
    Ein schöner Text. Das mit dem Auto hatte ich auch unlängst, die Gegend in der man ereilt wird, ist immer öde und abstossend (ich fürchte man erfreut sich nach schlechter Kunde nicht so sehr an der Umgebung).
    Die Kirche muss sich nicht grämen, mit Teaparty und big society kommen die alten Zeiten wieder, das heisst, die Kirchen werden sich wieder füllen.

  6. Werter Don,
    die...

    Werter Don,
    die Unsterblichkeit war ja schon längst ein überfälliges Thema bei den Stützen. Wobei die bürgerliche Version davon eigentlich auf ein paar Generationen begrenzt ist, während die wirkliche Unsterblichkeit – so scheint mir – immer etwas mit Glamour und Dekadenz zu tun hat und damit irgendwie zutiefst unbürgerlich ist.
    .
    Ich sehe übrigens noch ein kleines Dilemma auf Sie zukommen – die beiden genannten Blätter dürften ihnen als Dank mindestens ein kostenloses Jahresabo anbieten, welches anzunehmen Sie als Sohn aus gutem Haus vermutlich vor arge Konflikte stellen dürfte…
    .
    Gute Fahrt übrigens.

  7. @ Donaldo 6:30 : Rappen ist ja...
    @ Donaldo 6:30 : Rappen ist ja auch schick. Ich vermisse die gute alte Zeit. Da hat eine Jungfamilie 5 Jahre gebraucht um die grosszüge 33qm Wohnung mit Möbeln auszustatten. Ein Banker konnte bei den Eltern eines kranken Kindes noch lachen und fragen „haben Sie Sicherheiten?“.
    Die Bevölkerung ist sowieso auf einem sonderbraren Trip. Die denken Schuhe wären normal. Die brauchen doch keine Schuhe, die sollen aufpassen wohin sie treten. Im Winter wird geräumt, da reichen Holzschuhe.
    Tja ja, vorbei die Zeit in der man noch in Ruhe 100% bei den Plebs abgreifen konnte. Immer steht der Staat in der ersten Reihe und greift die Leute ab.
    Da kann man nur in der zweiten Runde sehen wo man bleibt ….. dehalb brauchen wir den schlanken .. oder besser den super schlanken Staat.

  8. @ Holly01:

    schön mal wieder...
    @ Holly01:
    schön mal wieder von Ihnen zu lesen …

  9. erst muss tot sein eine...
    erst muss tot sein eine Stütze
    damit sie anderen was nütze
    deshalb muss sie auch mal sterben
    denn sonst gäb`s ja nix zu erben…

  10. Hallo Holly01
    auch an den...

    Hallo Holly01
    auch an den Staat den super schlanken
    zahlt der Bürger einen Franken
    aus dem Haushalt dann dem knappen
    bekommt er einen Rappen…

  11. Die Zeit und mithin die sie...
    Die Zeit und mithin die sie anzeigende Uhr überlebt eben alle generationsübergreifenden Widrigkeiten des Lebens, geehrter Don. Und als Fan der Komplikations-Manufakturwerke ist man gern solch einem Mythos zugetan: „Wir bauen seit 1735 keine Quarzuhren – und es wird auch nie welche geben“. (Blancpain) Sowas schafft Sicherheit im Glauben, und die bewahrt sich der Mensch ebenso wie den Glauben, man könne mit Zertifikaten vom Hausbanker reich werden oder im Lotto die Superzahl erwischen.
    Es gibt bspw. den Ewigen Kalender als Komplikation, der es den Erben – hier der Filius im Bilde – erspart, im Jahre 2085 das Datum zu justieren, gesetzt den Fall, die Uhr wird nicht versetzt, immer getragen oder zumindest in Bewegung gehalten. Ein Vermächtnis in selten schöner Form, wie ich finde.

  12. Geh zum Militär
    das mag ich...

    Geh zum Militär
    das mag ich sehr
    zahl fürs Militär
    das mag ich mehr
    denn das Militär
    hilft mir sehr

  13. Nun, oh Unsterblichkeit, bist...
    Nun, oh Unsterblichkeit, bist du ganz mein? Ein Traum, was sonst. Und doch vielleicht wieder nicht. Allerdings ist eine Taschenuhr vielleicht doch etwas zu klein gedacht. Da muß schon mehr Einsatz her. Ich war in dieser Woche in Naumburg anläßlich der derzeitigen Landesausstellung. Die Naumburger Stifter machen es vor, wie es geht: man tut was fürs Seelenheil und bleibt doch gleichzeitig ganz irdisch präsent als Skulptur und als Eintrag ins Memorienbuch. Allerdings sollte man dafür sorgen, daß die Skulptur ordentlich beschriftet wird. Gegenteiligen Falls fängt schon nach ein paar hundert Jahren die leidige Diskussion an, wer wer ist und ob man überhaupt gelebt hat. So eine falsche Zuschreibung ist doch ärgerlich und man muß ohnmächtig zusehen, daß man als Ekkehard angesprochen wird, obwohl man ein Hermann ist. Eine Lage in der Provinz ist auch vorzuziehen, der unsicheren Zeitläufte wegen. Aber ansonsten: bei entsprechendem Engagement sind 1000 Jahre machbar. Auf anfällige Mechanik sollte man allerdings verzichten. Guter, solider Naturstein bringt es.

  14. Werde ich mir merken müssen...
    Werde ich mir merken müssen diesen Satz la madre degli idioto è sempre incinta.
    Wenn nicht, wäre die Menschheit wohl inzwischen ausgestorben.

  15. @ guest 9:47 : Ein Clown dankt...
    @ guest 9:47 : Ein Clown dankt für die unverdiente Aufmerksamkeit ….

  16. Wirkliche Unsterblichkeit, oh...
    Wirkliche Unsterblichkeit, oh Don, erwirbt man durch Heldenmut im Angesicht des sicheren Todes, gefolgt von eben jenem. Weshalb Stützen der Gesellschaft sie nie erwerben können. Sie haben die Waffen ihrer Vorläufer mit Geld als neuem Universalwerkzeug ersetzt, dafür aber die Fähigkeit verloren, ihr ganzes Selbst für oder gegen etwas einzusetzen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  17. Der Ennui ist nur etwas für...
    Der Ennui ist nur etwas für vornehme Herrschaften, das Vorrecht der Nichtstuer, der Dandys, der Überdrüssigen, die schon lange „Alles! haben, alle Genüsse der Erde sich erlauben können. Mittlerweile ist der Ennui herabgesunken, ist auch nicht mehr das war er war, erst Jetset, jetzt Erwerb verrottteter, im Grunde wertloser Staatspapiere. Hat epidemisch breite Massen ergriffen. Die Zeitvernichtungsmaschinen tun ein übriges um das Leben möglichst effektiv zu verkürzen, einhergehend mit systematischer Verblödung, Unbildung. Bis vor kurzem war das Bürgertum (Bourgeoisie) sehr mit der Mehrung des Profits beschäftigt, mußte unternehmerisch (Schumpeter) tätig, konnte sich Ennui nicht erlauben, schon um Klasse und auf der Höhje der Zeit zu bleiben.
    Natürlich war der Hochadel auch zeitweilig sehr beschäftigt, neben Kriegsführung gar sehr mit dem Bauwurmb infizieret. Das war z. T. staatstragende Propaganda, Fanfaronaden um den benachbarten Höfen zu zeigen, daß noch genug Zaster in der Kriegskasse (Ärar) ist.
    Auch um dynastischer Performance willen, hier ist noch Potenz um Erbfolgekriege durchzustehen.
    Gewiss Herr Don, die Unsterblichkeit. Tjaha?! Diese ist hinieden mit Werken nicht zu erlangen, auch nicht mit der Fama des Ruhmes. Und seien es 4.000 Jahre alte Pyramiden. Alles zerbröselt, sagen wir mal spätestens in einer Milion Jahren, da gibt es zudem div. abgestufte Halbwertszeiten. Da die Religiosität allgemach in hiesigen, allerhöchst, aufgeklärten (Gutmensch-)Kreisen unter die Räder gekommen und als schierer Luxus, Traumtänzerei, Nichtfalsifizierbar (z.B. im Sinne Poppers) abgetan wird, bleibt nur noch die Flucht in den Erwerb von Silberkännchen, alten Tabakdosen, Barchettas, Sonntags wie Werktags Törtchen, der Sex ist auch nicht mehr da was er mal versprach, allgemach nahet das Zipperlein, Podagra und sonstiges Ungemach, ach ja….wo bleiben nur die Tröstungen ab?
    Brot und Spiele, daß war doch noch ein Jux im Kolosseum. Badenbaden, Wiesbaden, Deauville, Stufen tiefer die Daddelhöhle kann/könnte auch noch neben Spielen in Großarenen über die Leeere hinweghelfen. Also, nix für ungut.
    Happy Weekend
    P.

  18. <p>"Nun gab es früher für...
    „Nun gab es früher für dieses Geschäft durchaus einen führenden Monopolanbieter namens „Kirche“, der keinen Zweifel daran gelassen hat, diese Dauerhaftigkeit jenseits des Ablebens sei allein mit ihm zu bekommen“
    .
    Wie immer, werter Herr Alphons, reduzieren Sie Kirche auf Ihre katholische Kirche.
    “ Sola fide“ heisst es bei den Evangelischen.
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    Na ja, einmal Katholik, immer Katholik.
    Es sei Ihnen verziehen!

  19. Zitat : Der Minister nimmt den...
    Zitat : Der Minister nimmt den Bischof in den Arm : Halt Du sie dumm, ich halt sie arm ….

  20. bona fide, früher gabs auch...
    bona fide, früher gabs auch noch den Fideikommis. Credo, Kredit. Dem Gutgläubigen werden auch diese genommen. Ca. das 8-fache Volumen aller Weltvolkswirtschaften soll sich täglich, stündlich, sekündlich, in Lichtgeschwindigkeit um den Globus bewegen zwecks Steigerung des Surplus. Wenn das keine Glaubensgewissheiten sind, dann weiß ich nicht was Gewißheiten sind. Und dafür auch noch einen heroischen Tod sterben? Sauba sog i! Einen echten Fetisch im Sinne des werten Herrn Devin brauchts nimmermehr, dieser Popanz sprengt alle je eruierten und bekannten Dimensionen der Ökonomie und deren Nobelpreise. Marx konnte wirklich nicht ahnen, zu welchen Volten der Kapitalismus noch fähig sein würde. Was ist der olle Expropriateur alter Schule gegen „Frankfurt, London, Wallstreet, Tokio“? Auch ebbes, ein Würstchen, welches 24 Stunden am Tag um seinen Kredit bangen muß.
    ::
    Don Ferrando: Vorsicht, Katholik sein, heißt Rechtgläubiger sein. Protestanten, Evangelische sind lediglich Häretiker, da hilft auch die angesagte Ökumene nicht darüber hinweg. Verzeihung erlangen? Das kann nur höhern, metaphysischen Orts gewährt werden. Ein Gnadenakt, ein Zugeständnis, welches dem Gläubigen zuteil werden kann, nicht muß, so steht zu vermuten. It depends. Höchst unmodern. Glauben im meta-physischen Sinne ist also durchaus auch riskant.

  21. Gestern war ein passender...
    Gestern war ein passender Artikel in der FAZ über Friedrich den Großen. Der Titel ‘Der Einzige und sein Eigenruhm’ hat mich beschäftigt, weil ich ihn am Thema verfehlt fand. Dass Friedrich sich dieses monströse Denkmal gesetzt hat, ist seine Sache. Aber dass die demokratische Bundesrepublik es nach 1989 für nötig hielt, so viel Geld in die Rekonstruktion der preußischen Glorie zu stecken, finde ich erstaunlich – auch im Anbetracht der immensen Kosten für die Wiedervereinigung, …… als Europäer, wohnhaft in den Niederlanden, bin ich froh, mich mit diesem Deutschland nicht identifizieren zu müssen.

  22. Europa ist nun mal kein...
    Europa ist nun mal kein physikalisches Experiment nach Art des rostfreien Edelstahllabors.
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    Beten lernt man durch beten – nicht durch Betrachtung der Kirche.
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    Westviertel im Niedergang brauchen wahrscheinlich nun einmal auch weiterhin Quacksalber, die ihnen sprachlich die Hände auflegen, als wären es Heilsalben. (Die FAZ ists, nicht der DON – und wir haben nichts zu kritisieren. Freiherr von Heeremann hat ja „die höfische Konzentration unter den bäuerlichen Betrieben“, „Betriebe im Niedergang“ also, auch jahrzehntelang erfolgreich für die CDU begleitet, hätte man die etwa gleich den Roten oder FWG’s überlassen sollen?)
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    Und Don ist Klasse, kein Quacksalber. Und so wunderbar, weil anscheinend so oft vollkommen frei von Ambitionen, die in Richtung Politik und Verantwortung zeigen.
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    Und unsere Grüße an Reents, hier kann man anscheinend keinen Kommentar mehr hinterlassen: http://www.faz.net/artikel/C31435/sahra-wagenknecht-stolz-und-vorurteil-30455788.html Alles was er sagt ist offen, richtig und gut. Und gut beobachtet. Unnütz zu sagen, dass wir sie als gesellschaftliche Zeigerpflanze genauso auf unserem Dauerradar hatten und haben. Und weil sie frau ist, ist sie schon per se genial: Offensichtlich ist Östrogen ein viel offeneres Hormon als T., auch wenn man das vielfach noch anders glaubt. Da sie „nichts nimmt“, wie es scheint, also kein Alk., Tabletten, etc. („nur Dogma“, *g*) erscheint sie vergleichsweise viel offener als vergleichbare Männer ähnlichen Alters etc.: Sie stellt Versuche an mit innerer und äußerer Realität – und bleibt auf dem Weg. Mit 80 könnte sie eine wunderbar gelassene Konservative sein. Und das sie selber gehen möchte und nicht getragen sein, leuchtet auch ein: Einer attraktiven Frau bieten sich ständig Männer an, da muss sie wählen und zurückweisen. Gerade wenn frau zusätzlich zu einer gewissen Intelektualität neigt. Studium – welches ist Selber erarbeiten – hat nun mal im Normalfall eine gewisse Neigung von außen betrachtet hermetisch zu wirken. Und alles an ihr ist Studium. Und natürlich meint man darüber hinaus mehr zu wissen: „Bruder Hitler“ – Hitler, Speer Senior, Bin Laden, Thomas Mann, Sarah W., Hans Wysling und viele andere in allen Spielarten gehör(t)en zu gewissen Teilen mehr oder minder benigner oder maligner dazu … . Östrogen aber, „zumal wenn es nichts nimmt“, bedeutet, wie festzustellen ist (wir machen jeden Tag aufs Neue die Erfahrung), dass Gefühl und Ereignis im Jetzt eben nicht, wie beim Mann, mehr oder minder phasenstarr miteinander gekoppelt sind – ein großer interessanter Vorteil auf dessen weiteren Einfluss auf ihrer innere (Politik-)Welt entwicklung wir also auch schon sehr gespannt sind. Und freuen uns, dass Reents in seinem geistigen Kalender, so liest man zwischen den Zeilen mit, im Rahmen einer bei ihr durch ihn vorausgesehenen Lebensphasenlängsschnittanalyse schon für heute in 8 oder 10 Jahren das nächste solche Gespräch ganz sicher fest eingeplant hat. (Hoffentlich passt sie gut auf sich auf, solchen wir ihr drohten früher auch schon Gefahren, besonders durch dumme, monokausale Männer … .) Aber besser mit TM auf dem Zbg., als mit Weltforen in Davos – in aller Offenheit.
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    http://www.perlentaucher.de/buch/8807.html

  23. Der Tiger, einerseits sind es...
    Der Tiger, einerseits sind es die Rechten, die solche Denkmäler unbedingt wollen. Hast Du es nicht im Kopf, brauchst Du es im Denkmal. Andererseirs gibt die Geschichte des Landes nicht viel her an Gloria. Dann halt der Mörder mit der Flöte.
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    Plindos, gegen diese Art vin Glauben ist auch ein Kraut gewachsen, und ich denke, die Tobionsteuer wird schon noch kommen. Irgendwem muss man ja das Geld abnehmen, denn von einer Staatspleite hat keiner was.

  24. Holly01, naja, dem Bischof...
    Holly01, naja, dem Bischof kann man entgehen.
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    Don Ferrando, nachdem geeade die katholische Kirche Federn lassen muss, ist das, glaube ich berechtigt. Und was die Protestanten angeht: Sicher, es gibt diese Leute mit den leeren Kirchen. Aber wozu habe ich eine Kirche, wenn ich da keinen Priunk reinmache? Das sollten die sich mal überlegen, dann klappt es auch mit der Erbsünde.

  25. Plindos
    31. Juli 2011,...

    Plindos
    31. Juli 2011, 13:10
    Dann hat sich die Atomlobby in Ihrem beschriebenen Sinn ja (fast) unsterblich gemacht mit ihren Hinterlassenschaften …
    … und dafür gesorgt, dass den folgenden Menschen niemals langweilig wird,
    da zum Bau von immer wieder neuen Sarkophagen gezwungen.

  26. Plindos, als eine Kunstfigur...
    Plindos, als eine Kunstfigur ohne Unterleib konnte ich Sex noch nie etwas abgewinnen, und dass es keine Unsterblichkeit gibt, falls es so ist, stört mich nicht weiter. Irgendwann, finde ich, reicht es auch, und man sagt ja so schön, dass die Friedhöfe voll sind mit Leuten, die sich für unersetzbar hielten. Ich nehme halt mit, was ich kriegen kann, ich lasse nichts zurück und verschenke gerne. Und was später sein wird, kann uns eigentlich egal sein.
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    ThorHa, Hochmut im Angesicht des sicheren Todes haben wir doch alle, denn der Tod ist absolut sicher. Vor allem aber istz er banal, jeder bekommt ihn, es gibt keinen Mangel, und insofern ist er weder Verdienst noch Auszeichnung, wie auch seine Beurteilung eigentlich egal ist. Es is wias is, sagt man in Bayern.

  27. @Don
    ... und dann brause ich...

    @Don
    … und dann brause ich der Sterblichkeit entgegen.
    Nicht zu schnell, bitte. ;-)
    Wir möchten noch mehr solcher schönen Artikel.

  28. Savall, tröstlich ist es dann...
    Savall, tröstlich ist es dann zu wissen, dass auch Kunsthistoriker sterben müssen. Wobei die Altphilologen vermutlich von allen Geschichtsnahen die meisten Todesflüche aus Gräbern und aus Seminaren der Vor- und Frühgeschichte ereilen.
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    nico, ich würde mir auch eher den Uhrenarm abhacken, als eine Quarzuhr zu tragen, und Mechanik ist wirklich eine feine Kunst. Aber am Ende ist es nur ein Klumpen Metall, der Moden unterworfen ist. Man bemüht sich, das vergessen zu machen, und ist nicht schlecht darin. Aber wenn das alles ist, was überdauert, ist es nicht wirklich viel.

  29. da die kirche als...
    da die kirche als schlagkräftige organisation im prinzip stets auf der höhe der zeit war, wird sie wohl, falls sie als instanz klug sei, eben die von ihnen, geschätzter gastgeber, benannte marketingstrategien, an die man längst gewöhnt wurde, nutzen, um dereinst, vielleicht im zuge der weitergehenden verspiesserung die nicht gerade aufrichtig glaubenden, die vielmehr sich unklar über ihre ziele im leben sind und einen kinderglauben für das seligmachende halten, zahlreich unter ihrem dach zu versammeln. die masse macht es, kleinvieh macht auch mist, die kritiker braucht man gar nicht zu umwerben. im zweifel fallen von diesen wieder etliche wie die määrzgeflalenen um. wenn sie klug sei, so machte sie sich gedanken über das, was die menschen möchten, und bietet dieses an. ein wenig hölle im angebot zu haben wirkt da vielleicht ebenso wie das auspeitschen (und der morgenstern als sahnehäubchen) auf der preisliste des örtlichen etablissements: es sorgt für spannung und dafür, dass das ganze wenigstens nicht wie ein ponyhof aussieht.
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    dass vielmehr umgekehrt handelsfirmen strategien der kirchen nutzen, menschliche bedürfnisse unterstellen, um an des kapitalistisch-konformistischen schäfchens währung heranzukommen, spricht dafür, dass man dem menschen i.a. nicht besonders viel differenzierungsfähigkeit zuspricht.
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    problematisch ist für die kirche lediglich, dass sie nichts greifbares bietet*), ein oblate ist schnell aufgegessen, eine kerze rasch heruntergerannt, und im zweifel das regionalligaspiel fesselnder als die messe von dem immer abgehetzten geistlichen, der bereits 14 gemeinden betreut.
    *) immerhin treffen sich hier kirche und finanzmarktkapitalismus.
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    lieber don/14.30 u: volle zustimmung zu punkt 1 und 2.
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    die finanztransaktionssteuer wird kommen, um den vollautomatisierten irrsinn wenigstens etwas einzudämmen. ausserdem wird jeder besteuert werden, der nicht bei drei auf den bäumen ist.
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    zudem werden die beitragsfinanzierten sozialversicherunegn auf steuerfinanzierung umgestellt werden, wann immer dies einigermassen unauffällig zu bewerkstelligen sein wird. den ansprüche ergeben sich nur aus beiträgen, nicht aus steuern. und dann kann der staat ganz nonchalant almosen vergeben.

  30. mediensegler, ich denke, bevor...
    mediensegler, ich denke, bevor es meine Barchetta aus der Spur haut, ist eher die FAZ im Strassengraben. Man kann Fanpost aber gerne an Herrn Schirrmacher schicken und fordern, dass ich mehr machen soll. Ob ich das tue, ist eine andere Frage, aber der Druck ist dann fraglos da. Ein wenig plaudern geht aber immer.
    .
    Chris, ich bezahle alles selber, das kann ich mir leisten. Ich würde erwähnen wollen, dass sich von allen dauerhaften Investitionen eigentlich die Kirche als Bauwerk recht bewährt hat; was nach meiner Erfahrung weniger klug ist, ist das gemalte Portrait. Dann kann man vielleicht noch einen Klassiker der Literatur schreiben, wenn man unbedingt von anämischen Bulemikerinnen der Germanistik gekannt werden möchte. Ich finde Vergessen ja durchaus passend für einen wie mich.

  31. <p>Baudelaire war sehr...
    Baudelaire war sehr drogenabhängig, oder?
    Re World of Interiors. Ich hatte einmal ein 6-Monat Abo für eine Schweizer Zeitschrift („Ideales Heim“) und alle Ausgaben waren (fast) gleich – Häuser wie Schachteln, schwarz-weiss überall, Möbel von Cassina (Maralunga z.B.), Küche- Essen-Wohnzimmer – alles open-plan. Ich finde, einige Sachen aus dem Elternhaus oder aus Auktionhäusern sind absolut notwendig, sonst fühle ich mich wie in einem Hotelzimmer.
    P.S. @ DA. Perhaps you need a second car – for every day use. The Barchetta is more like an antique (let’s say like an antique chair) which is not robust enough for everyday use.

  32. donna laura, das problem ist:...
    donna laura, das problem ist: Wo kriegt die Kirche Leute her, die so sexy aussehen? Und wie bekommt sie dann die Leute dazu, sich auf eine Art zu verhalten, die das absolute Gegenteil dessen ist, was die Leute jenseits von Hochzeit und Taufe wollen? Mir fällt da kein Weg ein. In Augsburg wurde gerade wieder ein Priester wegen des Verdachts des Missbrauchs suspendiert. Die Kirche hatte die richtigen Antworten, als es keine Alternative gab. Heute, wenn ich von den Auflagenverlusten der Zeitungen schockiert bin, schaue ich mir die Kirchen an und denke mir: Hey – es könnte sehr viel schlimmer sein. Aber dann hänge ich mich gleich wieder rein. Wobei ich persönlioch denke, dass eine Kirche sehr viel weniger zukunftzstauglich als ein Salon ist.
    .
    perfekt!57, wie gesagt – auch die FAZ hat wohl nicht mehr die ideale Salbung, wie alles, was auf Papier daherkommt. Meines Erachtens müsste man sich dringend überlegen, was der Bürger denn an neuen Mittelchen haben will, aber den Bürger mal zu fragen, pah, das macht man doch nicht. Die Probleme liegen in regionaler Form vor (Niedergang des Nordens, des Westens und des Ostens, Aufsteig des Südens, wo die SZ den Ton angibt) vor allem aber in bürgerlicher Form. Der weiss genau, was er will, der braucht keinen Vorbeter mehr, sondern einen gut überlegten Gesprächspartner. Einen Bereicherer, keinen Vorsager.

  33. Gut, dass er einfach...
    Gut, dass er einfach standesgemäß reparieren lässt – und nicht so eine kleinbürgerliche Ebay-Horterei anfängt! (Sich Wagen oder Teile auf Vorrat hinlegt.)
    .
    Die Barchetta ist also offensichtlich ein exzellenter Geheimtipp für echte Cabrio- u. Italienfans.
    .
    Bei Ebay auf die Schnelle folgende zwei Wagen gefunden:
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    http://cgi.ebay.de/Fiat-Barchetta-neuer-AT-Motor-3-000-investiert-/290591172482?pt=Automobile&hash=item43a8956782
    .
    http://cgi.ebay.de/Verkaufe-Schmuckstuck-Fiat-Barchetta-Rot-/160629879202?pt=Automobile&hash=item25664971a2
    .
    (Da würde mancher Kleinbürger eher seine kaputte Barchetta zu Ebay setzen – und gegen eine solche mit schon erneuertem Motor tauschen, ja…)

  34. Also ich kann die Barchetta...
    Also ich kann die Barchetta trotz der Macken und der Heizung – im Sommer macht sie nichts und im Winter kalt – nur empfehlen. Das Leben wird sehr viel abenteuerlicher.
    .
    fionn, Beaudelaire hatte es mit Haschisch, Opium, Alkohol, Frauen und Syphilis. Ich bin das totale Gegenteil, aber dennoch – wenn dichten, dann wie er.

  35. "Einen Bereicherer, keinen...
    „Einen Bereicherer, keinen Vorsager“
    .
    Exakt: Genau das ist auch unser Lebensgefühl. Die FAZ ist Klasse. Aber sie bevormundet den Leser in den letzten Jahren subjetiv etwas zu sehr:
    .
    Wenn wenigstens berichtet wird, kann ich, zum Teufel noch mal, dann selber urteilen und wählen.
    .
    Und eine intelligente Zeitung, die dem Leser das („durch kluge Vorauswahl“) auf Dauer und immer mehr abnimmt, schafft sich selber ab. Der dumme Leser braucht dann keine kluge Zeitung mehr. (Wobei wir selbst ja eher nicht zu den klugen Lesern zählen, aber was solls.)
    .
    Darum auch ist dies Aufbegehren gut. (Und wir wissen, die FAZ hats schwer, muss auch einen großen Generationenspagat hinkriegen – viele der Zuschriften unter anderen (politischen) Beiträgen lesen sich, obwohl kenntnisreich, teils extrem alt und rückwärts gewandt.)
    .
    Und Ingolstadt ist überall Fülle, wenn auch enge Fülle. (Wir nahmen neulich Gelegenheit vom südlichen Ring aus über den genannten, bekannten „prokapitalistischen Schutzwall“ gen Südwest zu blicken, Richtung „Brodmühle“ auch.)
    .
    Die nette Reporterin neulich im Radio, in „Radio In“, „bzgl. Flughafenerweiterungen“: „Direkt an die Startbahn angrenzend Wiesen und Äcker, also unberührte Natur“ : … so nett kann Volk sein. (Zumal in Ingolstadt)
    .
    Und wenn wir nur besser zuhören könnten, dann würden wir jetzt evtl. auch besser verstehen, dass und warum wir genau ab jetzt eine staatenlose Weltregierung anstreben sollten – unter Führung der Tea-Party-Bewegung.
    .
    Ingolstadt? Das ist doch erfolgreiche Koexistenz, nicht wahr? „Edeka Üyürer“ nebst „discotel“ direkt neben dem 3-Stern-Hotel „Pius-Hof“ hinter „Bestattungen Josef Huber“. Was will er mehr?
    .
    Die reine Kraft der Alpen – Adelholzener Mineralquelle. (Wie also sieht unreine Kraft aus, Herr Physiker?) (Wie Theodor-Heuss-Brücke und Marktkauf zusamenfinden)
    .
    Und Pavarotti hätte nie singen sollen.

  36. Es ist in der Tat ein wenig...
    Es ist in der Tat ein wenig erheiternd, Don Alphonso, auf welch dünnem Eis sich die Kunstgeschichte in bezug auf die Naumburger Stifterfiguren bewegt. Die Quelle der Zuschreibung ist ein einziges Dokument und das paßt nicht einmal vollständig auf das Figurenensemble. Wir haben also den schönen Fall einer quasi heteronymen Unsterblichkeit. Aber es sollte für die Unsterblichkeit wirklich Stein sein, alles andere ist Blech.
    .
    Es kommen übrigens auf alle Menschen mit Preußenallergie schwere Zeiten zu. Wie es der Zufall will, werden sich die Jubiläen reihen. In diesem Jahr geht es ja mit Kleist noch relativ harmlos an. Aber dann kommen 1712, 1813, 1914 und 1415 an die Reihe. Wer jetzt keinen Rheinbund hat, baut sich keinen mehr…

  37. Geehrter Herr, wenn Sie so...
    Geehrter Herr, wenn Sie so viele Bücher und Zeitschriften für das Einrichten lesen, warum ist es dann bei Ihnen nicht schöner?

  38. @Savall:
    Also gute Zeiten für...

    @Savall:
    Also gute Zeiten für Preussenfreunde? Prima :-).

  39. @Don Alphonso 31. Juli 2011,...
    @Don Alphonso 31. Juli 2011, 13:38:
    Ooops, mein Fehler. Ich hatte einfach angenommen, Sie würden die Anspielung erkennen. „Wanderer, kommst Du nach Sparta …“

  40. @ DA. Die Uhr - kommt mir...
    @ DA. Die Uhr – kommt mir bekannt vor. Es handelt sich um eine Patek Philippe Nautilus, oder?

  41. @ThorHa: "Heldenmut im...
    @ThorHa: „Heldenmut im Angesicht des sicheren Todes“
    Heldenmut im Angesicht des sicheren Todes gibt es nicht, das sind Verzweiflungstaten
    @ Tiger: Das würde ein Österreicher kaum von den Habsburger Kunstschätzen sagen
    @ Don, Denkmäler sind Lieblinge der Herrschenden, egal welcher politischen Richtung sie angehören; kennen Sie Herrscher der Preussenära in Europa, denen kein Blut an den Fingern klebt?

  42. Ich denke das Jahr 2012 wird...
    Ich denke das Jahr 2012 wird unsterblich und geschichtsträchtig. Wahlen in den USA und ein Richtungshinweis für den Finanzmarkt.
    Euro ja oder ja und Bendikt wird immer noch jeden morgen für den Tag frisch aufgezogen und gibt das Vartahäschen.
    Es ist beruhigend das am Morgen die Sonne aufgeht, man könnte bei aller Apokalyse denken die Welt wäre dem Untergang geweiht, dabei hat sich die Finanzwelt nur verhoben. Nicht einmal die ganze, nur die amerikanische und die deutsche wohl auch.
    Sei es drum, so richtig geschichtlich unsterblich werden nur Bösewichte.
    Nero war ein Popo sondergeleichen und wurde mit „Bekanntheit“ belohnt, Cäsar war ein Schlächter und ist ebenfalls berühmt.
    Napoleon ist es und Hitler ist es auch bereits. Man muss ein Quälgeist sein, damit die Leute sich erinnern.
    Der größte Quälgeist hat die kleinsten Kartoffeln.

  43. Da meine Eltern uns Stress...
    Da meine Eltern uns Stress ersparen wollten sind Sie anonym beigesetzt worden. Daher habe ich für 100 US Dollar meinen Vater in Ellis Island, New York auf die „Ehrentafel“ der Einwanderer setzen lassen. Habs mir später angesehen, stabiles Material und man findet ihn auch dort via Internet.
    Nur, meine Kinder haben das garantiert längst vergessen, es wird wohl mit mir in Vergessenheit geraten.
    Villamarinella

  44. Der Amis haben eine Maus zur...
    Der Amis haben eine Maus zur Welt gebracht. Kein ausgeglichener Haushalt, keine Steuererhöhungen und das bedeutet sehr viel mehr teaparty in 2012.
    Es wird Zeit für das deutsche Grosskapital von Kaffee auf Tee umzusteigen …..
    Die Politik muss schon erkennen, das man Umverteilung nicht selbstverständlich voraussetzen kann.
    Die Beamtenselbstbedienung mag nett gemeint sein, aber auch das ist kein Selbstläufer. Der Bundestag hat seine Diäten im Schnellverfahren erhöht, so etwas kann -einmal- klappen.
    Ich warte auf den Serientitel „Aufstieg und Fall einer Partei“ heute mit den Grünen.

  45. Don, die Unsterblichkeit durch...
    Don, die Unsterblichkeit durch eigene geistige Leistung zu erreichen ist nur den wenigsten vergönnt. Und in ein paar hundert Jahren von eingen Spezialisten exotischer Fachbereiche mal gelesen zu werden ist in der Tat kaum eine positive Aussicht.
    .
    Die Kirche als Bauwerk dauerhafte Investition? Zumindest sollte man sie in unseren feuchten Gefilden dafür aus Granit und nicht aus Kalk oder Sandstein bauen. Und religiöse Symbole sind langfristig immer etwas gefährdet – man denke beispielsweise and die Buddha-Statuen von Bamiyan…

  46. Hans-Willi@: Ja gewiss, Fr. d....
    Hans-Willi@: Ja gewiss, Fr. d. G. Neffe und Nachfolger Friedrich Wilhelm II war eher ein Unheld, eher ein Weiberheld. Immerhin war er mit Goethen bei der Kannonade von Valmy dabei. Politisch war er Nutznießer einer der div. polnischen Teilungen durch Russland und Österreich.
    Ausgezeichnet als Förderer der Künste, u. a. beschäftigte er den Architekten G. Langhans und soll ein ausgezeichneter Cellospieler gewesen sein. Sein Konservativismus wirkte sich auf die Dauer verheerend aus. Preußens Armee konnte durch seine Verschleppung von Reformen nicht Napoleons Heeren später standhalten. Auch Nichtstun kostet Blut.
    Paritur pax bello. Nep.Epam.5,4 (Friede schafft man mit Krieg. Friede wird durch Krieg gewonnen. )

  47. Unbedingt, ThorHa. Vor allem...
    Unbedingt, ThorHa. Vor allem wird es interessant sein zu sehen, wie sich die Preußen-Perspektive seit den Gedenkjahren 1986 und 2001 verschoben haben wird oder auch nicht.

  48. @ Plindos.
    Die Partei hat...

    @ Plindos.
    Die Partei hat immer recht. Oder auch der Duce hat immer recht.
    .
    Vor Parteien mit totalitären Ideologien wie KPdSU, NSDAP oder der von Ihnen benannten sollte man sich tunlichst vorsehen !

  49. @Plindos, Gedicht von Fr.d.G....
    @Plindos, Gedicht von Fr.d.G. (1760)
    Rings von Not und Tod umgeben,
    Denkt in eurem Rachefest,
    Daß in diesem harten Leben
    Ohne Kampf und Fährnis eben
    Sich kein Ruhm gewinnen läßt.

  50. Lieber Don, ein Klumpen Metall...
    Lieber Don, ein Klumpen Metall würde ich so ein Werk aus 728 Teilen nun nicht nennen, da steckt enorm viel Mathematik und mechanische Präzision drin. Schauen Sie sich mal die Blancpain 1735 an, sie verinnerlicht alle Komplikationen, die der Uhrmachermeister zu denken, planen und fertigen imstande sind. Das ist schon erotisch in so einem kleinen Gehäuse.
    Ein Goldbarren, der Götze der Langweiler und Kriegs- und Krisendenker, ja, das ist ein Klumpen, der einem noch nicht mal die Zeit anzeigt.
    Natürlich lebt auch eine Uhr für 398TSD€ von dem Mythos, der selbstredend in Vierfarb-Broschüren hochgehalten und gepflegt wird. – Wie die Mille Meglia bspw.
    Was ist schon für die Ewigkeit? Das stete Denken an Unsterblichkeit verleidet einem doch die Gegenwart. Heißt es nicht carpe diem?
    .
    Bei der Kirche indes halte ich es mit Holly01 um 13.29. Sie hat überdies auch nix zu bieten außer Skandalen und sakralem Gemäuer, das die eine oder andere Postkarte ziert.

  51. @Holly01, also Vivaldi,...
    @Holly01, also Vivaldi, Mozart, Bach und Co. halte ich nicht für Quälgeister…wohlahnend, was Sie meinen.

  52. @Plindos 31. Juli 2011,...
    @Plindos 31. Juli 2011, 16:16
    Auch eine Sichtweise. Als Zerrbild wunderbar geeignet :-).

  53. @Hans-Willi 31. Juli 2011,...
    @Hans-Willi 31. Juli 2011, 15:31
    „Heldenmut im Angesicht des sicheren Todes gibt es nicht, das sind Verzweiflungstaten“
    Und schon hat man grössere Geister als sich selbst wieder klein gekriegt …

  54. @Hans-Willi – das heutige...
    @Hans-Willi – das heutige Österreich kenne ich nicht aus eigener Anschauung, aber ich habe da in den frühen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts vier Jahre studiert. Damals merkte man auf Schritt und Tritt, wie überdimensioniert Wien und das Selbstbewusstsein der Wiener für das kleine neutrale Österreich war.
    .
    Aber um zu Dons Thema zurückzukommen, Tod und Wien passen sehr gut zusammen. Nicht nur weil nach Georg Kreisler, der Tod ein Wiener sein muss. Damals – als die bundesdeutschen philosophischen Institute von der kritischen Theorie dominiert wurden – gab es in Wien ein Privatissimum, in dem wir ein ganzes Semester lang nur einen Satz zum Thema hatten: ‘Einen Menschen lieben, heißt sagen, du wirst nicht sterben.’ (Sartre) Eingeleuchtet hat mir das nicht so richtig. Besser finde ich Epikur, den wir im nächsten Semester bekamen: ‘Der Tod geht mich eigentlich nichts an. Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und solange ich bin, ist er nicht.’

  55. @ nico 18:00 :
    Ein wohltuendes...

    @ nico 18:00 :
    Ein wohltuendes Gegenargument, danke.
    Ich mag ja auch Diogenes, sein „Herr ihr steht mir in der Sonne“ (oder so ähnlich), ist ja auch ein Zeichen, das es anders ginge ….
    Zuverlässig ist nur der barbarische Weg, desto bekloppter, desto einprägsamer. Man schaue nur nach Norwegen. Dieser Täter droht auch der Gesellschaft auch mit einem langen Gedachtniss.
    Die modernen Mittel sind effektiver, obwohl ich denke der Brandstifter in der Bibliothek von Athen (war das Athen?), wollte auch nur unsterblich werden. Es ist ihm leider gelungen.
    Man sollte solche aus dem öffendlichen Gedächtniss löschen. Statt AH nur „der bekloppte Kanzler von 33-45“ oder so …… nur so als Anregung.

  56. Man nehme einen schlechteren...
    Man nehme einen schlechteren Sohn aus besseren Kreisen, in schwarzem Anzug, mit Visitenkarte „Generalvertreter der Unsterblichkeit“, und eröffne im virtuellen Teil dieser Zeitung eine Abteilung für dauerhafte Traueranzeigen, als neues Geschäftsmodell. Welche Lüge, im Tode seien alle gleich. Wer kann, der kann, und nahm bislang eine halbe oder ganze Papierseite, um über sein Ableben zu informieren, denn heute ist´s nicht mehr so leicht, eine Grabstelle im Altarbereich des Domes zu erhalten, und auch die billigeren Plätze im Kreuzgang sind ausverkauft. („Hört ihr die Märe, todesbang!“, klingt es soeben von Mahler aus Salzburg, in HD). Für FAZ.net wäre es eine Bereicherung, die Traueranzeigen des Papierteils im Netz zu archivieren, zur ewigen Erinnerung. Willkommen bei den Traueranzeigen der besseren Gesellschaft und dem, was später davon übrig bleibt.

  57. Im Tod sind alle gleich. Tot....
    Im Tod sind alle gleich. Tot. Nicht gleich sind die Möglichkeiten der Hinterbliebenen, schriftlich darauf hinzuweisen. Nur ist das irrelevant.

  58. @ Holly01 31. Juli 2011,...
    @ Holly01 31. Juli 2011, 17:52
    Mein Reden. Man nehme den Irren, den Terroristen, den spektakulären Selbstmördern, den Selbstmordattentätern das, worauf sie abzielen. Öffentliches Entsetzen, öffentliche Erinnerung, öffentliche Reaktion. Eine schöne Vorstellung. Leider vollkommen unpraktikabel.

  59. nico 31. Juli 2011,...
    nico 31. Juli 2011, 17:53
    Blancpain 1735 ist definitiv kein Klumpen Metall,
    aber so ähnlich gibt es das jetzt auch am Niederrhein
    http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,300385,00.html
    http://www.vyskocil.de/main.0.html
    aber laut Auskunft dieses Meisters ist der Markt hierfür in Shanghai

  60. Holly
    0131. Juli 2011,...

    Holly
    0131. Juli 2011, 17:10
    Der Bundestag hat seine Diäten im Schnellverfahren erhöht, so etwas kann -einmal- klappen.
    Da irren Sie sich, das hat schon mehrmals geklappt.

  61. Wunderbar: Barchetta erleben...
    Wunderbar: Barchetta erleben und „Das Leben wird sehr viel abenteuerlicher“.
    .
    Rückblickend sind die größten Katastrophen dann doch die schönsten Erlebnisse – vorausgesetzt Leib und Leben bleiben unversehrt. Der Rest ist ersetz- oder verzichtbar.
    .
    Wichtig ist es zu lernen, wie man sich von den Ereignissen am besten treiben lässt. Das geht aber nur, wenn man selbst kein „Getriebener“ ist.

  62. Holly0131. Juli 2011, 18:52 @:...
    Holly0131. Juli 2011, 18:52 @: Wohlfeil Ihr reden. Max nix. Es war Herostratos der den Tempel von Ephesos 356 a. Chr. abfackelte um unsterblichen Ruhmes (wie er meinte) willen.
    Man sollte diesen Unsäglichen von Norwegen totschweigen, damnatio memoriae. Den Gemordeten, sofern es solchen geben kann, gebührt der Ruhm.
    Ein Agent der Unsterblichkeit ist er nicht, verdient es einfach nicht.

  63. Don Ferrando31. Juli 2011,...
    Don Ferrando31. Juli 2011, 17:42@: Sie Ärmster, was müßen Sie unter dieser Knute nur gelitten haben.

  64. nico, wer schon mal das...
    nico, wer schon mal das Vergnügen mit alten Uhren und Ersatzteilen hatte, ahnt, dass die Dinger nicht 100, 200 Jahre getragen werden können. Dann stehen sie und sind, Zahnräder hin, Mathematik her, Metallklumpen.
    .
    fionn, richtig erkannt. Alle Achtung.

  65. Savall, bei uns im Süden...
    Savall, bei uns im Süden merkt man glücklichereweise davon gar nichts, das wird nicht mal totgeschwiegen – der Preusse kam nur bin Weissenburg. Ausserdem haben wir darauf verzichtet, die Niederlage der Österreicher am Berg Isl zu feiern.. Was Naumburg angeht: Die Schönheit, und darauf kommt es an, die bleibt. Wer das nun war, kann uns eigentlich egal sein. Sie wurden uns nicht vorgestellt.
    .
    Köstlich, so macht man Anekdoten: Zeit plus vergessener Schmerz. Man wirft die Rechnung weg und behält das Leben.

  66. Tante Paula liegt im Sarg und...
    Tante Paula liegt im Sarg und isst Tomaten
    eine Freundin hat ihr dringend zugeraten
    iss Tomaten nicht wegen dem EHEC
    nimm doch lieber Sprossen
    die hat Paula dann genossen
    jetzt ist die Tante Paula weg…

  67. @ Plindos. Sie täuschen sich....
    @ Plindos. Sie täuschen sich. Mit der Kirche hatte ich nichts zu tun. Das einzige, worunter in litt, waren Gymnasiallehrer. Aber anders als bei DA waren es keine Nazis, sonder 68er!

  68. immer easy und alles...
    immer easy und alles checken
    warte nur,Donaldo,wir werden es ja sehn
    ob dir die blöden Sprüche nicht vergehn
    wenn du selber musst verrecken…

  69. @donna laura: freut mich sehr,...
    @donna laura: freut mich sehr, daß die vom vielen Zitronen-Sorbet offensichtlich eingefrorene Zunge wieder aufgetaut und heil ist.
    .
    Nach aktuellem Unkenntnisstand der Wissenschaft ist die Lebenszeit meiner Protonen bei ca. 10e35 Jahren – bei einem Alter des bekannten Universums von 1,37e10 Jahren. Ich finde, daß dies einer Unsterblichkeit doch recht nahe kommt.

  70. formerly known as Bockscar....
    formerly known as Bockscar.
    Großes Kompliment, Don Alphonso, so ein heisses Eisen im charmanten Plauderton zwischen Barchetta Magenschmerzen und japanischen Hipstern in die Runde zu werfen.
    Hätte mich gerne früher in das Gespräch eingeschaltet, aber musste unbedingt endlich mein Springsteen Portrait samt Bilderleuchte aufhängen und alle Hausmann-Pflichten erfüllen, da das liebste Wesen, das ich kenne, mit einer Infektion komplett ausgefallen ist, weil sie ein blödes Stechtier mit ungewaschenem Rüssel erwischt hat.
    Denn wenn ein gewisser J. von N. nicht Versprechungen in den Raum gestellt hätte, die kein Mensch je hätte erfüllen können, vielleicht wären wir alle nette oder weniger nette Juden geblieben, wenn sich der Moses-Incident halt nicht hätte vermeiden lassen. Von mir aus gerne ein bisschen orthodox, aber lieber weniger, halte kultige Verrichtungen eher für ein wenig sonderbar.
    Aber irgendwie musste der Markt für all das Brimborium um den heiligen Bim Bam
    vorbereitet werden.
    Hätte auch gerne als eher freundlicher Grieche der skeptischen Art meine möglichst vielen Jahre hier verbracht.
    Wenn es ein Unglück der Unglücke gab, dann war es der furchtbare abendländische Antisemitismus, der eigentlich nicht in die nonchalante Atmosphäre dieses Salons gehört. Es hat mich immer gefreut, wenn ich niicht gemerkt habe, welche Sozialisation meine Freunde hatten, was Religion angeht, naja, es waren wohl auch mehr die eher trinkfesten als die bibelfesten.
    Bockscar hatte neben seiner eigentlichen Bedeutung noch eine sehr hässliche Nebenassoziation.
    Das schreckliche an allen Populisten und Fundamentalisten ist, dass sie Antworten anbieten, wo es eigentlich keine gibt.
    Ich halte es da eher mit Moses Mendelsohn und seiner Geschichte von dem Heiden, der das Gesetz im Schnelldurchlauf erklärt haben wollte, solange er auf einem Bein stehen konnte.
    Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Das ist das Gesetz. Der Rest ist Kommentar.
    Viel wesentliches hat J. von N. auch nicht hinzugefügt.
    Glaube kaum, dass er auf mich wartet, mit einem Schäfchen unter den Arm geklemmt.
    „Welcome to heaven. Here is your harp!“
    Alternativ:
    „Welcome to hell. Here is your accordeon!“
    (Naja, Gary Larson, The Far Side Gallery 3, Kansas CIty 1984, p.33)

  71. <p>Werter Don</p>
    <p>Was ist...

    Werter Don
    Was ist schon für die Ewigkeit? Senden Zahnriemen empfindsamere Signale denn Steuerketten?
    Als ich heute morgen gegen 5 aus den Schalldruckraeumen des Tresors in Richtung Bett taumelte, wusste ich noch nicht dass mich auf der A2 keine 10 Stunden später ein B- Klasse (!) Fahrer beim Tempo weit unter 300 km/h derart schneiden sollte, dass die Vergänglichkeit derart präsent und Bully Herbig leibhaftig auf dem Beifahrersitz zu spüren war. Dann im ICE „Personenschaden“…

  72. Ich logge hier (im Schweizer...
    Ich logge hier (im Schweizer Kanton Jura) hin und wieder ein.
    http://www.cliniquehorlogere.ch/

  73. @Don Ferrando: Das...
    @Don Ferrando: Das interessiert mich jetzt: wie sind alt 68er Gymnasiallehrer? Ich bin Abiturjahrgang 1969, hatte also noch die Nazis, die preussischen Militaristen und die gadollischen Betbrüder.

  74. Eine Sache muss ich noch...
    Eine Sache muss ich noch loswerden: Mir ist durchaus bewusst, dass „ingeborg“ ein Zweitnick ist, und meine Lust, das hier weiter zuzulassen, ist mittlerweile exakt auf Null. Mitunter empfinde ich den Zwang, hier freischalten zu müssen, als höchst lästig, aber wenn sowas passiert, gibt der Verursacher leider den Misstrauischen, den Internetverächtern und den Rückständigen recht. Ich bin eigentlich sehr tolerant, aber in dem Fall ziehe ich jetzt den Stecker. Versuche mit anderen falschen Nicks der gleichen Person werde ich genauso behandeln.

  75. geehrte fionn,
    herzlichste ...

    geehrte fionn,
    herzlichste Grüße zum Jura, bitte verlassen Sie diesen Blog nicht.
    ein paar von den alten müssen doch überbleiben.
    To read a little English once in a while makes me feel good,
    thank You, Sincererly, T.

  76. <p>Möge der liebe Gott den...
    Möge der liebe Gott den Leser davor bewahren, dass Ihr Auto noch einmal kaputtgeht, dann bliebe uns Ihr sattes, gelangweiltes Schwadronieren immerhin erspart.

  77. Gedanken an die Unsterblickeit...
    Gedanken an die Unsterblickeit im Angesicht eines Stundenzaehlers?
    .
    „Vulnerant omnes. Ultima necat“

  78. Ich kann auch ohne...
    Ich kann auch ohne Motorschaden langweilen.

  79. don ferrando: sola gratia, das...
    don ferrando: sola gratia, das ist noch gemeiner (aber, muss ich leider nach längerem Bedenken feststellen, ziemlich plausibel).

  80. Unvergänglichkeit...
    Unvergänglichkeit Unvergänglichkeit…wie rief schon der alte Fritz: „Kerls, wollt ihr denn ewig leben?“

  81. @ Trias um 00.47h

    Thank you...
    @ Trias um 00.47h
    Thank you for your kind words. The quality of the postings on this blog is exceptionally good.
    Ich bin nun Stammgast hier und fühle mich ausgesprochen wohl auf DA’s Blog.
    P.S. Where are you writing from?

  82. @Yog Sothoth, Esq. - Das sagt...
    @Yog Sothoth, Esq. – Das sagt der alte Fritz zu anderen….. für sich selbst wollte er mit seinem Palazzo ein Stück staatsmännische Ewigkeit = Ruhm auch über den Tod hinaus.

  83. Nun, lieber Don, Sie irren in...
    Nun, lieber Don, Sie irren in diesem Fall zweifach. Eine alte Uhr zeigt auch wenn sie steht, die Zeit zweimal am Tag richtig an. Und dass auch 100 Jahre alte Uhren einwandfrei ihren Dienst tuen, beweist ausgerechnet so mancher Kirchturm (sofern noch nicht elektrifiziert).

  84. Ich meinte natürlich: Privat...
    Ich meinte natürlich: Privat mit sich getragene Uhren. Ich habe beispielsweise eine Vollsavonette, und wenn ich die einmal alle nzwei Jahre trage, ist es schon viel.

  85. Das Beste zum Schluss!...
    Das Beste zum Schluss!

  86. Yog Sothoth, Esq., nun ist es...
    Yog Sothoth, Esq., nun ist es das eine, mit 97 vom Kronleuchter erschlagen zu werden, weil man der Mätresse vorturnen wollte, wie fit man noch ist. Das andere ist es, sich für einen Mörder mit Flöte mit 25 den Bauch aufschlitzen zu lassen. Das eine ist fast eine Ewigkeit, das andere ist sehr ungut.
    .

  87. Schluchten-Ossi, Protonen...
    Schluchten-Ossi, Protonen können aber keine Torte essen.
    .
    The Great Artiste, danke. Ich denke, das Zauberwort heisst „Toleranz“, nur passt es eher schlecht zu Religionen, die ja stets behaupten, alle anderen wären so intolerant. Die grosse Frage ist, ob wir das überhaupt noch brauchen. Ich mein: De facto ist es doch vorbei mit der katholichen Kirche. Am Wochenende war ich in einer mittelfränkischen Kirche, als das Ave Maria gebetet wurde: 2 Leute. Und der Text kam vom Band.

  88. De facto ist es doch vorbei...
    De facto ist es doch vorbei mit der katholichen Kirche.
    .
    Na, tiefes Trauma? Was ich aber nicht verstehe: Wenn das so ist mit dem „vorbei“, was nagen Sie da so besessen am toten Knochen? Leichenfledderei als Blogwürze? Sehr seltsam.

  89. Sie war ein integraöer...
    Sie war ein integraöer Bestandteil des Systems Bürgerlichkeit, sie ist es nicht mehr, und darüber kann man sich schon so seine Gedanken machen. Wer keine Gedanken haben will. kann das natürlich auch gern machen.

  90. Das sonderbar Schöne am...
    Das sonderbar Schöne am Unendlichkeitsversprechen der christlichsten aller Kirchen ist doch, dass man bei der schieren Warterei auf das überirdische Sein das wahre Leben verpasst – und damit die einzige Chance auf Sein überhaupt. Nunja, selbst Schuld, möchte man den Allzugläubigen zurufen. Und so lässt sich der Soldat gern auf dem Metzelfeld verbluten für ‚höhere‘ Zwecke, weil er ja noch ein viel besseres Sein in petto hat. Und die gequälte Ehedame scheidet sich nicht von der Kröte, die ihr einst einen Ring ansteckte und nun das Leben vergiftet, weil das Sakrament ja wortwörtlich heilig ist und sie gerne leidet für eine bessere Unendlichkeit. Und der Jüngling geißelt sich freudig mit verklemmter Sexualmoral, weil deraeinst die süßesten Engelein auf ihn warten.

  91. Don Alphonso, ich lade Sie ein...
    Don Alphonso, ich lade Sie ein in die Diaspora protestantischen Gebiets, nach Hannover, dem Herzen der EKD. Was hier die wenigen Katholiken zu bieten haben, ist peinliche Moderne. Wenn sie dann zurück ins Frankenland kommen, werden Sie vielleicht merken dass de facto gar nix vorbei ist, ojemine. Oder vielleicht einfach mal ins Ausland schauen, weg vom Sozialistendeutschland mit seinem atheistischen Wohlstandsbauch.
    .
    Aber dass gerade die Franken die im Ausland schon lange und häufig beobachtbare Medialisierung der heiligen Messe vorantreiben, das ist schon was. Betschemel vor einer Videomesse, heiliges Wasser aus Wasserhähnen, abfüllbar in Plastikkaraffen vom Kiosk nebenan; alles schon gesehen, und das im erzkatholischen Irland, in Knock.

  92. Ich war schon mal auf einem...
    Ich war schon mal auf einem evangelischen Kirchentag und würde eher eine Woche nach Berlin fahren, als nochmal in so einem Umfeld aufzutauchen,

  93. verehrter Don,
    "De facto ist...

    verehrter Don,
    „De facto ist es doch vorbei mit der katholischen Kirche“
    nun, für manche Teile des Bürgertums nicht
    http://kurier.at/wirtschaft/4063534.php
    Ich bedanke mich für die vielen geistvollen Anregungen hier,
    verabschiede mich in die Sommerfrische und wünsche allen noch einen schönen Sommer!

  94. Lieber Don, Sie sind eben an...
    Lieber Don, Sie sind eben an den falschen Stellen aufgetaucht. Wenn Sie etwas tiefer gesucht hätten wären Sie fündig geworden. Reaktionäre Propaganda zur Homosexualität und einem sexistischen Frauenbild. Kann es etwas Unterhaltsameres geben?

  95. ErnstWilhelm, mir ist schon...
    ErnstWilhelm, mir ist schon klar, dass die Spannweite da sehr hoch ist vom Nominalchristen zum Kreuz.net-Schreiber. Aber die Normalität sieht eben so aus, dass es Priestermangel gibt, Kirchen geschlossen werden und der Gottesdienst jeden Abend im Privat-TV läuft. Sicher, die Aufklärung hätte es sich anders gewunschen, aber es ist, wie es ist.
    .
    Foersterliesel, viel Freude im Urlaub, mit etwas Glück komme ich die Tage kurz nach, denn ich habe kein Olivenöl mehr.

  96. Eine Voll-Savonette. Wie...
    Eine Voll-Savonette. Wie feinsinnig. Eine Taschenuhr mit Deckel. Jetzt frage ich mich natürlich, aus welchem besonderen Grund Sie diese einmal alle zwei Jahre tragen, noch dazu, wenn sie nicht richtig geht. Obwohl – zu Ihrem Fiat passt sie auch wirklich nicht. Eher eine Quarzuhr mit Batterie. Allerdings werden Sie auch mit höchster Genauigkeit nicht wissen, wann Ihr Stündlein schlägt. Da hätten Sie doch vielleicht auf dem Kirchentag bessere Kontakte nach oben knüpfen sollen.

  97. Natürlich gibt es ein Leben...
    Natürlich gibt es ein Leben nach dem Tode! Allerdings nur für einige wenige Auserwählte. Manchmal beginnt das Leben nach dem Tod sogar erst nach Jahren oder Jahrzehnten, gar Jahrhunderten…
    Allerdings brauchen die meisten Bürger nicht neidisch zu sein, denn die wüssten nach ein paar Jahren aber eher Monaten oder Wochen ohnehin nichts mehr mit der Unendlichkeit anzufangen und selbst bei hochfähigen Menschen wiederholt sich das Erlebte dann irgendwann und wird stetig langweiliger. Und dann? Das Weltall mag unendlich groß sein….fast, dies kann von der Abwechslung innerhalb desselben aber nicht einmal ansatzweise behauptet werden.

  98. Die Geschichte über den...
    Die Geschichte über den Kirchentag hat auch was mit Auto zu tuin, aber die schreibe ich, wenn der Zorn nicht mehr ganz so heiss ist (immerhin ist es vier Jahre her, und immer noch…). Des Rätsels Lösung ist, dass ich mehr als eine Taschenuhr habe, und wenn ich Taschenuhr trage, werden die meisten Westen von der Vollsavonette ausgebeult, Und nachdem ich Westen meistens zu Konzerten et. al. trage und das auch nur im Winter, nehme ich fast immer eine hauchdünne Frackuhr. Man kann sagen: Die Vollsavonette hat einen zu kleinen Markt.

  99. Ich verstehe die Kommentare...
    Ich verstehe die Kommentare hier nicht. Also Breiviks Tat hatte Islamkritiker als Hetzer, Stichwortgeber und geistige Brandstifter (Broder & Consorten) voraus. Wenn ich nun hier die Hetze und den Hass auf Christen lese: positionieren Sie sich gerade als Stichwortgeber für das nächste Christenpogrom? Möchten Sie so gern selbst einmal geistige Brandstifter sein?
    .
    Und eine weitere, ebenfalls höfliche Frage: Dass man hier islamische Gewalt nicht kritisieren darf, ist geschenkt. Aber warum brauchen Sie so notvoll-dringlich die Übersprungshandlung der Christenfresserei? Weil sie gefahrlos ist? (Wär doch irgendwie feige, oder?)

  100. @Da
    „Wer denkt schon gern an...

    @Da
    „Wer denkt schon gern an Kinder, die der Eltern Uhren im Pfandhaus versetzen.“
    *
    Ja diese Erben! Mein Vater selig hat die ererbte goldene Taschenuhr verscherbelt, um davon einen gebrauchten Trabant 600 zu erstehen. Mit dem hat die Familie dann legendäre Ausflüge ins Thüringer Umland unternommen, u.a. zum Naumburger Dom. Bei denen das arme Pappgebilde übrigens häufig den Geist aufgab, was aber zum Abenteuercharakter dieser Ausflüge wesentlich beitrug und uns die Laune selten verdarb. Wir Geschwister sind ihm dafür noch heute dankbar.
    *
    Und was den Lago Maggiore betrifft: Wir haben die ersten Tage Quartier in Cannero aber Stresa ist fest eingeplant. Ich werde Grüße übermitteln und dort eine leckere Margheritine auf Ihr Wohl essen.

  101. Eva Maria oder wie immer...
    Eva Maria oder wie immer sonst: Ich hasse es, wenn eine Organisation erst schriftliche Zusagen macht, Verträge eingeht und dann abzustreiten versucht, dass es diese Zusagen gegeben hat. Und wenn ich dann darauf bestehe, kommt erst ein „Aber wir sind so arm“ und dann jedes Jahr jede Menge sinnloser Post, dass ich doch bitte für diese Saftorganisation spenden möchte. Ganz ähnlich empfinde ich übrigens auch für den Lead Award und eine Frankfurter Plauderrunde, die Rechnungen standhaft ignoriert, bis sie pleite ist. Wo Sie da „Hetze und den Hass auf Christen“ sehen, bleibt Ihr süsses Geheimnis, und ich werde Sorge tragen, dass Sie es auch für sich behalten. Ich habe gerade keine Lust auf Trolldebatten.

  102. Windsbraur, so, für die...
    Windsbraur, so, für die Familie zur Bildung, macht es ja noch Sinn. Ich dachte jetzt eher an neue Digitalkameras, iPhones, TV-Geräte etc.. Dass man nicht immer alles behalten kann, versteht sich von selbst, und wenn es bessere Zwecke gibt, kann man schon tauschen.
    .
    Erfreulichderweise zeigt sich gerade, dass ich vielleicht doch den ein oder anderen Tag auch auf die andere Seite kann. Nicht bis zum Lago Maggiore. Aber weit genuig für eine nette Geschichte.

  103. Verehrter Don, die Probleme...
    Verehrter Don, die Probleme mit der Reparatur alter Uhren, fehlenden Ersatzteilen usw sind meist Probleme mit inkompetenten Uhrmachern. Wer ein echter Meister ist und es gelernt hat (und eine komplett ausgestattete Werkstatt hat) kann eigentlich alles nachfertigen. Ob der Aufwand im Verhältnis zum Wert steht, ist dann eine andere Frage. Eine Patek von 1952 vollführt per Handaufzug bei mir immer noch zuverlässig ihren Dienst, eine andere von 1924 geht gleichmäßig etwa 3 – 4 Minuten vor am Tag, außer ich hatte sie auf einem Flug mit. Für eine alte Armbanduhr meines Vaters (nicht wertvoll, aus den frühen 60ern) hatte der Uhrmacher meines Vertrauens die vernünftige Lösung die verschlissene Hammerautomatik auszubauen und das (mit einem nachgefertigten Teil) zum Handaufzug zu machen, so kann ich sie wenigstens tragen.
    .
    Ach ja, unsere allein seeligmachende Mutter Kirche, nunja. Das Erzbistum Rom veröffentlicht seit einigen Jahren einen Bilderkalender mit ansehnlichen jungen Kaplänen und Patres, auch eine Form von PR, und scheints es gibt (mindestens) Italienerinnen die das sexy finden. Aber was Reformation, Aufklärung, Napoleon und Kulturkampf überstanden hat, was Maximilian Kolbe zur Ehre der Altäre erhoben hat, das wird auch unsere Kritik überstehen. Et portae inferi non prevalebunt….
    Nur schade dass Patronatspfarreien uns nicht mehr gehören, depossediert wie wir sind, und mangels Schloss und Kapelle auch kein Hauskaplan mehr. (Erwähnte ich schon dass wir stramm katholisch sind?)

  104. bitte, lieber don, langweilen...
    bitte, lieber don, langweilen sie meine wenigkeit weiterhin so gekonnt, da diese variante kurzweil erzeugt, mit oder ohne motor-, vielleicht sogar ohne dachschaden.
    wenn die barchetta pfeift, so freue ich mich über ein von ihnen munter gepfiffenes liedchen.
    .
    liebe Ephemeridenzeit, es i9st so simpel, wie sie es beschreiben.
    .
    und erst wenn das allgemeine besorgnis- und bedrängnisgefühl der nicht reflektierenden schäfchen keinen anderen weg zur selbstversicherung der eigenen existenzweise böte, dann könnte die stunde der kirche schlagen, jedoch nur, wenn sie effizient organisiert ist, wonach es nicht unbedingt aussieht.
    .
    was allerdings m.e. als problematisch zu bewerten scheint, ist der umstand, dass unter dem deckmantel von religiösität gleich welcher art auch immer – ohne dass jede religion in dieser hinsicht plausibel wäre, z. b. der buddhismus wäre es nicht – monströsitäten begangen werden. aus etwas anders gelagerten motiven heraus würden jene untaten ziemlich sicher ohnehin begangen werden, doch mit einer höheren macht im hintergrund erscheinen sie den tätern am ehesten der umwelt erklärbar.
    .
    dass religion als erklärung herhalten muss, ist wahrlich kein kompliment.
    .
    fiele diese stütze weg, so würde der urgrund menschlichen handelns noch deutlicher sichtbar.
    .
    was unserem geistlichen hier noch nicht aufgefallen ist: er wird zwar durchaus mit unseren kuchen bewirtet, falls er sich wieder einmal aufdrängen sollte, was nicht sonderlich häufig ist, doch draussen, auf der wiese unter den apfelbäumen. in der burg selbst war er noch nie, und er, ein entfernter verwandetr unseres bürgermeisters, wird sie nicht betreten.
    .
    lieber don, bitte schreiben sie über den kirchentag, und bitte ganz besonders über das beseelt-entrückte lächeln, die lieder, die mit dünnen stimmen vorgetragen werden, die schlecht gespielte gitarre, und die flattergewänder in blau, rot, grün, braun, die frisuren, die kuriosen argumente, das klebrige, die sich anbiedernden figuren des öffentlichen lebens… für die schwarze seele ein fest.

  105. @Werte Donna Laura,
    Die werten...

    @Werte Donna Laura,
    Die werten Kommentatoren werden mir den OT verzeihen,
    hier eine späte Antwort auf Ihre Frage der Logis am Lago: Wir haben uns erst mal für ein paar Tage in Cannero eingemietet und werden dann weitersehen.
    Flauten sind schrecklich – ich nehme lieber Windstärke 7 und 3 Meter Welle in Kauf – aber zur Not wird der Motor angeworfen.
    Ihre Leidenschaft für die Geschwindigkeit kann ich durchaus nachvollziehen, denn ich komme ursprünglich vom Katamaran segeln und da muss ich von Zeit zu Zeit auch wieder hin, um mal so richtig übers Wasser zu fliegen. Für Motorboote habe ich leider keine Passion, obwohl ich mir eine Ausfahrt in einem Rivaboot nicht entgehen lassen würde. http://de.wikipedia.org/wiki/Riva_(Boote)
    Ich wünsche schnelle Genesung und viel Vergnügen in Saint-Tropez (?).

  106. Don, über ‘Die...
    Don, über ‘Die Vollsavonette hat einen zu kleinen Markt’ habe ich gelacht. Das ist so, wie mit meinen geerbten Pelzmänteln. Die haben bei mir auch einen zu kleinen Markt. Jedes Mal, wenn ich den mit Nerzen vollgestopften Schrank auf dem Speicher sehe, fällt mir ein: „Was du ererbt von Deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.“…. “Klug gesagt Herr Geheimrat; nur, ich will und wollte die Pelze gar nicht besitzen.”

  107. @Donaldo u.a.a....
    @Donaldo u.a.a. Reim-Liebhaber:
    Ab und an ein Reim
    kann ganz nett sein,
    zu viele Reime jedoch
    langweilen bloß noch.

  108. Nach der Lektüre Ihres Textes...
    Nach der Lektüre Ihres Textes überlegte ich, wie viele Atheisten ich mittlerweile persönlich kenne (so einige). Das klingt jetzt blöd, aber ich wollte mit denen irgendwie nicht tauschen. Es ist von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen auch keine(r) dabei, die/der mir als besonders weise oder hellsichtig erscheint. Sicher nur Zufall oder Ignoranz von meiner Seite aus.
    .
    Weil Sie die beiden Japaner erwähnten: Interessant finde ich, dass es in einem so hoch entwickelten und technologisierten Land wie Japan immer noch einen weit verbreiteten Götterglauben gibt. Als unangenehm empfand ich das nicht.
    .
    Ein schöner Beitrag, Don. Passen wir auf, dass sich die Diskussion nicht zu schnell im Kreise dreht. Vieles wurde schon gesagt und Wiederholungen machen es nicht richtiger oder besser.

  109. 1,10...
    1,10

  110. 1. ich bekomme es durchaus...
    1. ich bekomme es durchaus mit, wenn hier Sockenpuppen losgeschickt werden.
    .
    2. HM555, Parität wird auch noch ein Tnema.

  111. Ich habe ja noch nie...
    Ich habe ja noch nie begriffen, warum Leute ewig leben wollen. Für mich, als ungetaufte Heidin, ist ja überhaupt nicht klar, was nachher kommt.
    Und so verlockend scheint mir der christliche Himmel nicht (Luja sog i), dass man mich bekehren könnte. Beim germanischen Oktoberfest (Walhall) in alle Ewigkeit Bier austragen zu müssen, ist allerdings auch keine schöne Vorstellung. Wenn aber doch der Herr in Schwarz mit der Sense auftritt, dann möchte ich das schon gesehen haben und wenn nachher nichts ist, ist es auch gut.
    Und vielleicht sind wir ja alle nur zur Strafe hier, wer weiß (Wegen Missachtung der transzendenten Vorschriften werden Sie hiermit zu einem ganzen Erdenleben verdonnert!).
    Ich bin viel zu neugierig und habe anscheinend zu viel Terry Pratchett gelesen.
    *
    @Werte Försterliesel,
    ich wünsche Ihnen einen erholsamen Urlaub und viele Grüße nach Wien!

  112. Auch der Glaube an den...
    Auch der Glaube an den unaufhaltsamen Anstieg des CHF ist unter Atheisten (na ja, vielleicht auch nur Ausgetretenen) häufig anzutreffen.
    What goes up…

  113. Ach Eva Maria, da ist er...
    Ach Eva Maria, da ist er wieder, dieser Reflex der Diktatoren und Propagandisten, die anderen Menschen mundtot machen, indem sie ihnen Hass unterstellen. Dabei ist es zumeist ganz andersherum: Die Diktatoren, die Meinungsmonopolisten, die Unterdrücker hassen. Weil sie es nicht ertragen, dass es Meinungen und Lebensweisen und Ansichten von der Welt gibt, die ganz unabhängig von ihnen funktionieren. Sie ertragen es nicht und hassen es deshalb, weil sie über unabhängigen Menschen keine Macht ausüben können. Weshalb Sie, werte Eva und Maria, es doch bitte einfach sein lassen sollten, mit ihrem sehr unchristlichen Finger auf anderer Menschen Köpfe zu zeigen. Das ist unschicklich. Überall! Aber hier ganz besonders.

  114. @DA
    "2. HM555, Parität wird...

    @DA
    „2. HM555, Parität wird auch noch ein Tnema.“
    zwischen USD und EUR?

  115. Werte Donna Laura, ja: Der...
    Werte Donna Laura, ja: Der religiöse Heiligenschein, welches das Morden zur notwendigen Reinigung umstilisiert, welches die unselige Trennung in Wir und Die zur göttlichen Chefsache erklärt, welches das Leiden zu einem Wert an sich emporjubelt, strahlt! Da haben Sie vollkommen recht. Denn all die Taten, das Waffensegnen und Denunzieren und Herabwürdigen anderer, erhalten einen unwiderstehlichen Glanz von Würde und Größe, wenn man ihnen nur ein bisschen Glaubensfirlefanz anpappt.

  116. Ah, ich habe mich immer...
    Ah, ich habe mich immer gefragt, wer wohl die Zielgruppe dieser Zeitshrift ist, die mir der Economist ab und an als Beilage zum regulären Abo schickt. Jetzt weiss ich also mindestens von einem Leser, und bin kein‘ Deut schlauer. Warum bloß liest man das? Sie sind doch kein dummer Mensch, Sie werden sich doch nicht von der Werbung erzählen lassen, dass Uhren kein Spielzeug sind, sondern eine Investition in die Ewigkeit? Ein schönes Spielzeug, zugegeben, aber eine Quarzuhr ist noch lange kein Grund, sich den Arm abhacken zu lassen. Lieber lange Ärmel benutzen, dann ist die Uhr bedeckt.
    Mancher Nick erinnert mich an Schreckliches aus der Vergangenheit http://www.youtube.com/watch?v=ELnkgb228Pk&feature=related :
    Eva María se fue, buscando el sol en la playa
    con su maleta de piel y su biquini de rayas…

  117. @muscat: Nach der Lektüre...
    @muscat: Nach der Lektüre Ihres Textes überlegte ich, wie viele Theisten ich mittlerweile persönlich kenne (immer weniger). Das klingt jetzt naseweis, aber ich wollte mit denen nicht tauschen. Es ist von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen (eigentlich gar keiner) auch keine(r) dabei, die/der mir als besonders weise oder hellsichtig erscheint. Sicher nur Zufall oder Ignoranz von meiner Seite aus. ;-)

  118. @Don – Kirchentag und Auto?...
    @Don – Kirchentag und Auto? Haben Sie womöglich bei Frau Käsmann im Auto gesessen als diese des überhöhten Alkoholgenusses überführt wurde?

  119. pardel, Sie klingen nicht...
    pardel, Sie klingen nicht gerade nach einem typischen Atheisten… lassen Sie bloß nicht Ihre Deckung auffliegen. ;-)

  120. <p>Wie oft ich hier schon...
    Wie oft ich hier schon gesagt habe, dass man nicht immer absichtsvoll und nur wegen der geistigen Brandstiftung (übrigens einer der wenigen STGB Paragraphen, bei dem es für die sogenannte tätige Reue mildernde Umstände gibt) den Lieben Gott mit dem Herrn verwechseln soll, das weiß Gott. Im Falle Brandstiftung gilt unter anderem als tätige Reue „wenn der Stifter selbst mithilft, den Brand zu löschen“. Ein Glas kühlen Moselmost dem Herrn Alfonso.

  121. liebe windsbraut, herzlichsten...
    liebe windsbraut, herzlichsten dank für die guten wünsche, immanuel hat mich im wahrsten wortsinn ausgebremst. was scheut er auch!
    als geschwindigkeitsfanatikerin kann ich ihre leidenschaft für den catamaran sehr gut verstehen – es gibt übrigens wunderschöne, neue, riesige, prächtige exemplare einer italienischen firma; der name ist mir leider entfallen. auf segelbooten scheint in der flautezeit der genuss von wein, käse und oliven zwingend – gerade ersteres und letzteres in kombination mit dem dumpfen, möwengleichen schaukeln zur augustlichen mittagszeit, erweist als tödlich für meine contenance.
    wir werden ramatuelle unsicher machen. ich wünsche viel spass, erholung und ordentlichen wind in la bella italia!

  122. DA 01. August 2011, 07:06
    "Ich...

    DA 01. August 2011, 07:06
    „Ich kann auch ohne Motorschaden langweilen.“
    *
    Verehrter Don Alphonso,
    selbst bei so trögen Themen wie Tod und Kirche vermag sich keine Langeweile bei mir einstellen. Solang ein Motorschaden keinen bleibenden (nur ohne Motor)am Besitzer des Gefährts hinterlässt, ist hoffentlich weiterhin für angenehme Unterhaltung gesorgt.
    Ihr PadE

  123. prince Matecki@: Ihre Uhr von...
    prince Matecki@: Ihre Uhr von 1924 hat bestimmt irgendwie beim Fliegen mit den physikalischen Eigenheiten der Relativitätstheorie Probleme: Wer altert schneller, der Mann im Mond oder wir Irdischen?

  124. Robert Lucas@: Deswegen sind...
    Robert Lucas@: Deswegen sind auf den hochmittelalterlichen Tafelbildern die Stifter,
    als hochmögende Sünder (& Säufer) an vorderster Stelle in reuiger Haltung, kniend mit gefalteten Händen abgebildet. Die übrigen Familienmitglieder nebst Gattin, nach Alter und Geschlecht, links oder rechts, abgestuft nach Größe dargestellt. Ihnen wurden nur lässliche Sünden unterstellt. (Die Bilddeutung der Kunstgeschichtler hat dieses Feld so noch nicht gesehen).

  125. Windsbraut, zuviel Terry...
    Windsbraut, zuviel Terry Pratchett zu lesen ist schlicht unmöglich. Versuchen wir doch mal, ein entsprechendes Glaubensbekenntnis zu formulieren: Der Herr Om ist dein Gott. Es gibt viele Götter neben ihm. Brutha ist sein Prophet (manchmal) und man sollte immer frische Salatblätter dabei haben.
    Ich denke, das reicht einstweilen. Als nächstes wäre dann auf Binkys Herrn zu warten und dann schaun mer mal. Ich vermute ja stark, daß TOD recht hat und jeden das Jenseits erwartet, daß er sich vorher vorgestellt hat. Ich hoffe auf die Bibliothek von Babel. Wenn ich ein schlechtes Leben geführt habe, lande ich in der Kochbuchabteilung.

  126. lieber HansMeier555,...
    lieber HansMeier555, aua.
    .
    liebe muscat, liebe/r pardel, was die weisheit von theisten und atheisten anbelangt, so stehen beide einander in nichts nach, sind sie beide doch zwei seiten einer medaille. was beide wiederum von agnostikern halten und umgekehrt, das könnte entweder frieden stiften oder in religionskriege ausarten.
    .
    höchst amüsant finde ich dem umstand, dass das hicks-, pardon, das higgsteilchen auch gottesteilchen genannt wird – weil man bis vor einigen wochen nicht einmal spuren davon hat beobachten können.
    .
    um religion wieder etwas spannender zu machen, darf man sich sicherlich aus dem schatzkästchen des dionysoskultes, eines kultes um einen sterblichen und zugleich unsterblichen gott, bedienen; unsterblichkeitsfragen werden auf chiastische weise erwogen.
    .
    aber wird man nicht erst durch die kunst unsterblich?

  127. geehrte fionn,
    im Moment ...

    geehrte fionn,
    im Moment langweile ich mich im Quartär herum, die Ruhe ist aber
    angenehm, außerdem sind noch einige, aber ganz wenige, Fahrstühle
    ins Karbon übriggeblieben.
    Danke der Nachfrage und herzliche Grüße, T.

  128. @donna...
    @donna laura
    http://www.adams-aepfel.de/
    @prince matecki, hm555 et al.
    die diskussion über die rkk wird m.e. fad. für die schockierten seelen hier im blogg, die noch oder nicht mehr ihre kirchensteuer zahlen, ob dieser deklaratorischen lobgesänge, im gegensatz zum leid, dass viele in der rkk erfahren haben…etwas literatur
    http://www.concilium.in/index.htm
    und für die, die es besonders hart getroffen hat
    http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Ringel
    mehr als ein literaturhinweis auf diese scharmützel…

  129. lieber bertholdIV, hehe.
    (den...

    lieber bertholdIV, hehe.
    (den wiederum korrespondierenden film wird man sich wohl an einschlägigen orten ausleihen können: evas pfirsiche.)

  130. @ Trias, old pal
    Stay where...

    @ Trias, old pal
    Stay where you are and don’t go outside. The Dax crashed this afternoon.

  131. Der starke CHF macht die...
    Der starke CHF macht die Menschen hier zu schaffen. Schon wurden in einer Grossunternehmen die Sommerferien um 1 Woche gekürzt.
    P.S. Trias in English. It’s like being a hamster on a wheel here in CH – the productivity must be increased. Me too – so I will have to spend more time blogging here. It’s a hard life.

  132. Es passt nicht ganz zum Thema,...
    Es passt nicht ganz zum Thema, aber hätten Sie vielleicht eine Musikempfehlung für mich –etwas inspirierendes, aber nicht aufdringliches, zu dem man in einer (sehr) lauen Sommernacht die Korrespondenz erledigen kann?

  133. Ich höre gerade Biagio Marini...
    Ich höre gerade Biagio Marini Opus 8, aufgenommen von Cordarte, erschienen bei Raumklang. Die zugrunde liegende Sammlung ist 1629 in Venedig erschienen.

  134. (Und das passt sogar, denn von...
    (Und das passt sogar, denn von Marini sind vor allem odie instrumentalen Werke erhalten geblieben; die Werke mit Stimme dagegen sind weitgehend verloren. Ein halbes Schweigen also. Marini selbst war lange in Vergessenheit geraten.)

  135. @ Linus. Sie erledigen...
    @ Linus. Sie erledigen Korrespondenz?
    Ich schlage
    http://www.youtube.com/watch?v=hLi3MhzxcPk
    vor.

  136. Zum ollen Fritzen muss ich -...
    Zum ollen Fritzen muss ich – als preußischer Historiker – doch nocheinmal einen früheren Faden aufgreifen; von Yog Sothoth, Esq. und Der Tiger um 9:00 bzw. 9:57. Sinngemäß zu der Wahl minderer Baumaterialien für sein Lieblingsschloss: solange es nur zu meinen Lebzeiten hält. Auch das Imponierprojekt Neues Palais hat einen verputzten Flügel mit aufgemalten Ziegeln und Fugen; also alles noch recht barock hedonistisch und ephemer: „außen hui, innen pfui“.
    .
    Wer sich für skurrile Monarchen wie Fritz II interessiert, dem sei Kittsteiners „Das Komma von SANS, SOUCI. Ein Forschungsbericht mit Fußnoten“ wärmstens empfohlen. Und wohlgemerkt stammt der Titel von 2001 als man noch nichts von Fußnotendreherei zu ahnen wagte; doch das nur nebenbei.

  137. Plindos@: Das ist spannend -...
    Plindos@: Das ist spannend – kann ich das für mein Manuskript haben?

  138. Dem Don an der Stelle auch...
    Dem Don an der Stelle auch einen herzlichen Dank für die Musikempfehlung. Als gelegentlicher Leser freut mich dieses I-Tüpfelchen stets besonders.

  139. Besten Dank, Don!...
    Besten Dank, Don!

  140. @ fionn
    „Leider ist dieses...

    @ fionn
    „Leider ist dieses Video, das Musik von SME beinhaltet, in Deutschland nicht verfügbar, da die GEMA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat.“ Das sehe ich in letzter Zeit häufiger… trotzdem vielen Dank, fionn.

  141. bertholdIV: Katholikenhaue...
    bertholdIV: Katholikenhaue gehört dazu. Gleicher Maßstab für alle wäre Unsinn. Von den Katholiken erwarten wir nun einmal mehr als von anderen Menschen, und weil sie unsere Hoffnung meist nicht erfüllen, spotten wir. Der Nebeneffekt des Überlegenheitsgefühls ist durchaus wichtig, er wäre anders nicht so leicht einzuwerben.
    .
    Spott hat aber seine Grenzen. Deshalb erwarte ich vom Don, dass er während des Ramadan keine weiteren fastengefährdend megaleckeren Foodpornfotos mehr einstellt. Geschweige denn selber tagsüber alle diese Culinaria verprasst. Soviel Respekt sollte selbstverständlich sein!

  142. Der Punkt ist, das...
    Der Punkt ist, das Taufschein-Katholen sich über Taufschein-Katholen lustig machen, ja sie verhauen dürfen. Gerne auch über Protestanten, höhö. Merke: Nur der Pole darf Polenwitze machen.
    .
    Was die obskuren Islam’kritiker‘ betrifft, so ‚kritisieren‘ (hetzen) diese von ganz ganz außen.
    Daher: einfach nicht gleichsetzbar, böser Denkfehler.
    .
    Wenn Schiiten übereinander spotteten oder sich gegenseitig kritisierten, wäre das also ein ganz anderes Feld.
    Schade, dass man das übehaupt erwähnen muss. Könnte ein Beweis sein, dass Eva Marias, Ingeborgs oder Islam’kritiker’s nicht besonders helle sind. Da schließe ich übrigens auch lockjer den Broder mit ein. Wer vorschlägt, dass Israel nach Schleswis-Holstein umsiedeln soll, blickt die Dinge nicht ganz und hat zusätzlich einen bös an der Waffel.

  143. Aber Stefan von Zollern-Alb,...
    Aber Stefan von Zollern-Alb, Steinpilzologe,
    beim Ramadam dürfen sie doch nach Sonnenuntergang alles verputzen. Von mir aus auch Dons Tartes zum Nachtisch.
    .
    Grüße
    Der Fressologe

  144. Vroni, ich habe eher den...
    Vroni, ich habe eher den Verdacht, dass der Don seine Marketenderin wechseln sollte. Die Tüte mit der lustigen Aufschrift „Psilocybe 1te Wahl“ enthielt wohl kaum Steinpilze. Das würde auch eher den Kommentatorenschwund erklären als den Snnenuntergang.
    .
    Zu Ihrem Denkspiel: von außen kritisieren ist ok. Ich darf Brandrodung beschimpfen, auch wenn ich kein Tropenbaum bin.

  145. Bevor ichs vergesse, Vroni:...
    Bevor ichs vergesse, Vroni: Ihre Kritik an „Schleswis-Holstein“ lehne ich ab. Hier wohnt es sich gut, auch für verfolgte Minderheiten.

  146. I hate to say aber der Schnitt...
    I hate to say aber der Schnitt war noch zu keiner Zeit so hoch wie jetzt – worum es mir aber geht, sind nicht die reinen Zahlen, sondern schlichtweg die Möglichkeit, ohne dauerndes Angefiese zu reden. Dass meine Lust, mich in meiner Freizeit entsprechend anreden zu lassen, nicht gerade ausgeprägt ist, möchte man mir bitte nachsehen. Es geht nicht um Zahlen, sondern um das Klima.
    .
    v.K. und Linus, ich weiss, ich müsste mal wieder CDs empfehlen, aber leider ist es gerade so, dass andere Aufgaben auch noch einen Teil meiner Zeit abhaben wollen.

  147. formerly known as...
    formerly known as bockscar.
    Don, das zweite Zauberwort neben Toleranz heißt Empathie. Zur Diskussion der katholischen Kirche fällt mir immer Jacques Brel ein, le moribond:
    Adieu, cure, je T’aimais bien, tu sais, on etait pas du meme bord mais on cherchait le meme port..
    Da gibt es ein Bedürfnis, das Philosophen und Propheten hervorbringt, und den meisten von uns wird es wohl nicht gelingen, sich mit einem Faust III oder einer Monica Lisa unsterblich zu machen – aber genau diese ewige Angst, mit seiner Antwort auf die Frage nach der Weltformel möglicherweise danebenzu liegen, führt dann oft zu den allbekannten katastrophalen Grausamkeiten.
    Denke nur, ohne mir eine Reputation als Ferkel vom Dienst einzuhandeln, dass eine gewisse echte Kultur des Unterleibs so manche Gedankenverwachsung im Kopf wieder auf ein menschliches Mass zurück stutzen könnte.
    These: Die geistige Freiheit einer Gesellschaft ist proportional der unsanktionierten erotischen Bewegungsfreiheit ihrer Frauen?

  148. Naja, diese "Kritiker"...
    Naja, diese „Kritiker“ kritisieren halt nicht wirklich, Sie Tropenbaum :-)
    .
    Unterschied zwischen Kritik und Hetze. Wenn ich sage, Opelfahrer sind doof wie Kürbis oder Autofahrer aus Fürth sind steindumm (irgendwelche anwesend?) dann ist das noch nicht gehetzt. Das ist genattert. (Nürnberger können auch nicht fahren, beim ersten leichten Nieselregen sind sie Spezialisten für saftige Auffahrunfälle, und das Einfädeln behrrschen sie in diesem Jahrhundert nicht mehr. Natter, frotzel)
    .
    Hetzen wäre, wenn ich sagte: Die Opelfahrer aus Fürth (Autokennzeichen FÜ = Fahrer übt) gehörten weggesperrt oder zurück nach Vach umgesiedelt, weil sie Straßenverkehrsschädlinge sind, die eine FÜ-Verschwörung planten und Multifahri mit ihnen gescheitert sei.

  149. Öhem. Angefiese? Der Graf...
    Öhem. Angefiese? Der Graf von Westhofen? Ich bitte Sie. Arabella? Forsch ist die Jugend. filou? Der redliche Greis? Denken Sie nach.

  150. dear fionn,
    thank You for ...

    dear fionn,
    thank You for calling me old pal, nice, and l noticed the drop of the
    DAX too, but l just left the house before Your comment appeared.
    l needed to eat something and who knows how often l can afford
    that in the future. Thank God, a little relation to the original topic,
    l have a very small amount of CHF somewhere hidden.
    What the heck, but l´am sorry to hear that You have to work more
    lately, that sucks, on the other hand l hope You kind of enjoy Your
    work a little bit. Are You still in heavy metal, or did l missunderstand
    something? Best regards, Trias.

  151. Zitat H. L. Mencken:
    „Wir...

    Zitat H. L. Mencken:
    „Wir müssen die Religion des Anderen respektieren, aber nur in dem Sinne und dem Maße, wie wir seine Theorie respektieren müssen, dass seine Frau schön ist und seine Kinder klug.“
    Was wäre es friedlich auf der Welt, wenn sich alle dran halten würden.

  152. Wenn der Papst ein bissel...
    Wenn der Papst ein bissel mediale Aufmerksamkeit braucht, kann er immer irgendeinen vor 400 Jahren gegrillten Ketzer (teilweise) rehabilitieren.
    .
    Ja ja, die Backfiles!
    .
    (Einen Sunbeam hat es nie gegeben, aber die Kasel hängt an ihrem Platz).

  153. An v.K: (von Heinz...
    An v.K: (von Heinz Erhard)
    Vom alten Fritz, dem Preussenkoenig,
    weiss man zwar viel, doch viel zu wenig.
    So ist zum Beispiel kaum bekannt,
    dass er die Bratkartoffeln erfand.
    Drum heissen sie, das ist kein Witz,
    Pommes Fritz.
    Zum Thema Uhr: Ich liebe (mechanische) Uhren aber das zeigt wie alt ich bin. Die letzte Generation traegt keine Uhren mehr, das Handy hat die Zeit und ist alles was man braucht.
    So aendern sich die Zeiten!

  154. Für mich war das ein...
    Für mich war das ein schwarzer Tag, als ich nach dem Sportunterricht meine mechanische Armanduhr nicht mehr fand. Ich hatte sie mir Weihnachten gewünscht und sie hatte damals 53 DM gekostet.
    Seitdem habe ich kein Armbanduhren mehr.

  155. Wolff, das ist wohl in...
    Wolff, das ist wohl in gewisser Weise richtig, auch weil es für junge Menschen eine Gelegenheit ist, das Handy herzuzeigen. Im Gegensatz zur Zeitung aber glaube ich, dass diese Leute später in Uhren hineinwachsen werden, weil es auf anderer Ebene ein Prestigeobjekt ist. Das ist schlecht für Swatch, aber die Scvhweizer Luxushersteller haben nicht umsonst die Finanzkrise gut überstanden.

  156. Wo steckt eigentlich Sandra...
    Wo steckt eigentlich Sandra Palin?
    Von der war in der Schuldenkrise kaum was zu hören.
    Langsam mach ich mir Sorgen.

  157. Puh, da müsste man rechnen...
    Puh, da müsste man rechnen können…
    .
    Übrigens scheinen den Schweizer Uhren noch nicht mal die Frankenkurse anhaben zu können, weil eine gute Uhr halt auch als ein sicherer Hafen gilt.

  158. "Denken ist ohnehin...
    „Denken ist ohnehin überbewertet und hat dem Glauben noch nie gut getan, das sehen alte Kirche und neuer Konsum vermutlich nicht ganz unähnlich.“
    Die Heilgen Thomas und Anselm hätten Ihnen diesen Gemeinplatz nicht durchgehen lassen. Darf doch von der Kirche nichts verbindlich zu glauben vorgelegt werden, was der menschlichen Vernunft widerspricht. Nein, der kirchliche Standpunkt ist vielmehr, dass Denken ohnehin UNTERbewertet ist. Die Geschichte des abendländischen Denkens selbst wird von jener des Glaubens – ob nun in Zustimmung oder Abgrenzung – nicht zu trennen sein.

  159. @HM555
    Michele Bachmann hat...

    @HM555
    Michele Bachmann hat Sarah Palin überholt.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,770929,00.html

  160. Lucas Semmlemeyer, das kann...
    Lucas Semmlemeyer, das kann man jetzt so oder so sehen, aber es gibt jede Menge Autoren im Christentum, die der Ratio eher kritisch gegenüber stehen und das dann auch entsprechend formulieren – Denken ja, aber bitte nur in den vorgegebenen Bahnen, und wenn es gar nicht anders geht, kommt sowas wie das Concordia Discordantium Canonum von Gratian heraus. Allein schon der name spricht jedem Denken Hohn. Und man hat mir das einfach durchgehen zu lassen.
    .
    Sagte da jemand was von Teufelin und Beelzebübin?

  161. @ donna laura 01. August 2011,...
    @ donna laura 01. August 2011, 18:42
    Fragen wir lieber nicht, was Agnostiker vom Verstand der Theisten wie der Atheisten halten. Hüstel.

  162. Benedikt liebt die Aussage,...
    Benedikt liebt die Aussage, das Christentum sei ein intellektuell nicht erfassbares Konzept. Ob es jedoch weit über allen intellektuellen Möglichkeiten sich angesiedelt hat, oder so tief unter jeder der Intelligenz noch zugänglichen Unsäglichkeit, kann daher leider durch die Intelligenz nicht entschieden werden – was gibt’s denn da noch zu diskutieren? Spannender finde ich diese Frage: Im Christentum hat man einen Höchsten Ewigen Einen, im Hinduismus ist jeder einmal mit Gott sein dran. Damit würde aber Jedermann dem Höchsten Einen immer dessen Ewigen Platz streitig machen, und dennoch hat es nie ernstzunehmende Kriege zwischen Hindus und Christen gegeben: Ei warum mag dies wohl so seyn?

  163. Ich stelle mir gerade die...
    Ich stelle mir gerade die Bilderstraße vor: Blumen des Bösen, eine brennende Großstadt in Laster und Sünde, der Mensch im Überdruss, große Langeweile, die dann sogar zum Lesen von Zeitschriften-Spam führt, und dann, auf der letzten Seite, strahlend und zeitlos in der Leere, schwebt eine goldene Uhr, behold!
    .
    Und schon sind wir wieder, wie subversiv, beim Materialismus angelangt, der auch eine Abzweigung zum im letzten Blog reichlich überdrüssig erwähnten Marxismus bietet.
    .
    Lieber Don Alphonso, Sie spielen geschickt mit der Position des Beobachters, aber jeder Beobachter hat seine eigene, bestimmte Perspektive. Um mal die Quantenmechanik heranzuziehen (vielleicht passt das ja zum Materialismus?): Schon die Beobachtung verändert die Realität.

  164. @BIV 0108 um 20:26 Ich...
    @BIV 0108 um 20:26 Ich befürchte das ist (bei einem „gedrückten“ Gold-Gehäuse, dass damals schon nicht druckfest war) schlicht die Druckschwankung beim Fliegen, selbst in der Kabine sinkt der Druck erkennbar ( was man auf den Ohren gegebenenfalls spürt, und im Zweifel hilft ein Valsalva). Die Relaitivität dürfte damit angesichts der winzigen Unterschiede selbst bei Nutzung einer Concorde (afaik haben Physiker mit „Atomuhren“ damit in den 80ern mal ein Experiment gemacht) nichts zu tun haben.
    Aber ich nutze die alten Geräte halt gern, ich trage dann jeden Tag eine andere, nach der mit (Optik, Haptik) gerade ist. Interessant dass mein Neffe neulich die auf dem Schreibtisch liegenden Uhren (wir gingen anschließend schick essen) mit den Worten kommentierte „Aha du flüchtest auch schon in die Sachwerte“. Er schaut für die Zeit auf eine Swatch wenn er sie anhat oder sonst aufs Smartphone. (Never leave home without)
    .
    Bezüglich der Kirche, nun ich kenne einige (auch hohe) Würdenträger, manche näher als mir zuweilen lieb ist, und einige kluge Theologen. B IV wird mir zustimmen dass die Schnittmenge gering ist, obwohl hierzulande Bischöfe gern auch aus Professuren ernannt wurden. Immerhin SE Kard. Walter Kaspar kenne ich noch aus seiner PrivDoz Zeit. Aber insgesamt sehe ich das gelassen, bei Exerzitien in einem Kloster vor Jahren hat Otto Herman Pesch mal sehr klug über den gestern von mir zitierten Satz, dass „die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden“ meditiert und gepredigt.

  165. Falkenherz: "Und schon sind...
    Falkenherz: „Und schon sind wir wieder, wie subversiv, beim Materialismus angelangt, der auch eine Abzweigung zum im letzten Blog reichlich überdrüssig erwähnten Marxismus bietet.“
    *
    Oh ja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Ein Leben unter Vollidioten: Was ist dagegen schon diese billige Lachnummer einer Hölle?

  166. @ Folkher Braun 01.08.11....
    @ Folkher Braun 01.08.11. 00:53
    Werter Herr Braun,
    ich denke, die Erfahrung ist zu subjektiv und bezieht sich vielleicht auch nur auf mein Gymnasium in Bayern der 1970er Jahre.

  167. bester Robert Lucas, wenn man...
    bester Robert Lucas, wenn man von intelligenz spricht, impliziert man oft hohe intelligenz…
    .
    verfeinern könnte man ihren satz ’so tief unter jeder der Intelligenz noch zugänglichen Unsäglichkeit‘ wie folgt: ’so tief unter jeder der Intelligenz einer Durchschnittsamöbe noch zugänglichen Unsäglichkeit‘. freilich ohne den amöben zunahe treten zu wollen.
    .
    thesenlimbo…

  168. Robert Lucas: "Benedikt liebt...
    Robert Lucas: „Benedikt liebt die Aussage, das Christentum sei ein intellektuell nicht erfassbares Konzept.“
    *
    Da hat er recht und dem stimme ich vorbehaltlos zu.

  169. Vor der Statue des Gottes des...
    Vor der Statue des Gottes des Geldes und Reichtums in Schanghai habe ich mich sehr fremd gefühlt. Da war überhaupt keine Brücke, das ist mir an religiösen Orten auf der Welt sonst noch nie passiert.
    .
    Wie anders dagegen haben mir meine Gastgeber in Istanbul die blaue Moschee präsentiert. Und mit welcher Ehrfurcht haben sie sich beim Gegenbesuch vom Kölner Dom beeindrucken lassen.
    Ich frage mich, ob es noch lange dauert, bis der Papst die Muslime als „unsere jüngeren Brüder und Schwestern“ anspricht.
    .
    Wirklich öde und langweilig ist es doch, wenn für viele Zeitgenossen die Fragen nach Transzendenz durch das jeweils neueste App für ihr iphone beantwortet sind.

  170. apreslude, früher wollte man...
    apreslude, früher wollte man eins werden mit dem Schöüfer, jetzt halt mit der Maschine. Die zumindest gibt es nachweislich.
    .
    prince Matecki, wer jetzt erst in die Sachwerte flieht, ist spät dran. Ich wüsste jetzt auch nichts, was im Moment noch so richtig Sinn machen würde aussser vielleicht einem Kachelofen. Und dicke Decken natürlich.

  171. Robert Lucas, ida Benedikt...
    Robert Lucas, ida Benedikt durchaus recht, aber er macht es sich auch einfach. Die Sache mit den Gottesbeweisen ist ja nunmehr seit 250 Jahren durch, es bleibt wenig anderes als dieses Achselzucken und weitermachen und hoffen, dass sich keiner daran stört. Allein: Das ist kein Fels, auf dem man noch eine Kirche bauen möchte.
    .
    Falkenherz, angesichts des gerissenen Keilriemens ist es sogar dialektischer Materialismus! Aber ganz ehrlich: Ich denke, plaudern ist subversiv genug, davor hätte ich als Machthaber auch sehr viel mehr Angst, als vor Propaganda: Plaudern kann man einfach so betreiben. Ob es etwas bewirkt? Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

  172. Don Ferrando, ich frage mich...
    Don Ferrando, ich frage mich wirklich, wo es diese Lehrer gab. Bei uns in der Provinz an den besseren Schulen wäre das undenkbar gewesn.

  173. Don Alphonso, aber sogar ganz...
    Don Alphonso, aber sogar ganz sicher! Erkenntnisgewinn ist schließlich die gemeinsame Grundlage aller Weltanschauungen, egal ob mit Denken oder ohne Denken, auch wenn sie „nur“ beim Plaudern ausgetauscht werden.

  174. @DA 11:29
    Vorort von München....

    @DA 11:29
    Vorort von München. Schulneugründung. Fast alles Junglehrer, die ab 1970 ihr Examen gemacht hatten. Schlechte Kleidung. Alle „Summerhill“ gelesen und große Phrasen.
    Am im Endeffekt genau die gleichen Sadisten und Kleingeister, wie die Alt-Nazileherer meiner älteren Geschwister an einer anderen Anstalt.
    Eigentlich schlimmer, denn die Nazilehrer waren keine solchen Heuchler !
    Wie gesagt, Subjektivempfinden, das auch in der Nachbetrachtung nicht geändert hat!

  175. Aha. Naja. München war schon...
    Aha. Naja. München war schon immer anders. Bei uns waren die ganzen Altbestände, und die paar 68er, die wir hatten, hatten sehr zu leiden.

  176. Falkenherz, das Pöaudern hat...
    Falkenherz, das Pöaudern hat den Vorteil, dass Schwereres eingängig sein kann, ohne deshalb gleich eingehen zu müssen – so würde ich das sehen. Die Menschen an ihrer schwächsten Stelle erwischen.

  177. Ha, der Herr Don A., den...
    Ha, der Herr Don A., den gepflegte Agnostiker gebend! Sich seinem resignativen Epikuräertum hinneigend. Zumal er eh keinem Unterleib hörig (eigenem Vermelden zufolge), dagegen Barockmusik, Silberkanndeln, Leuchtern, alte Weinen, Torten, altitalienischen Velos und dito Automobilen sehr.
    Die non est contentus, nisi aliquis igniculus adluxerit. Sen.epist.92,5 (Er ist mit dem Tageslicht nicht zufrieden, wenn nicht noch ein Lämpchen dazu leuchtet.)

  178. Kunstfiguren haben nun mal...
    Kunstfiguren haben nun mal keinen biologisch verwertbaren Unterleib, und was der Autor desselben macht, ist seine Privatsache (ganz. schlimme. Dinge.)

  179. @prince matecki
    Otto Herman...

    @prince matecki
    Otto Herman Pesch, das ist ja auch eien interessante geschichte, wert ausführlicher hier erzählt zu werden. aber sie haben schon recht, diesen satz über die höllenpforten kann man schon so predigen, dass man zustimmen kann

  180. Don Alphonso@...bin...
    Don Alphonso@…bin erleichtert, wäre doch arg unmenschlich solch Asketentum gewest;-) Biologisch gesehen ist eh alles immer in der Umformung begriffen, der Nutzen ist so gesehen eine Art Nullsummenangelegenheit. Ansonsten: Privatsache bleibt trotz twitter, facebook etc. Privatsache ob mit oder ohne.
    ..
    Dagegen die Metzgersgattin: „Darf´s noch a wengerl mehr sein? (..und legt den Zeigefinger ungeniert mit auf die Waage).

  181. @Robert Lucas: "Benedikt liebt...
    @Robert Lucas: „Benedikt liebt die Aussage, das Christentum sei ein intellektuell nicht erfassbares Konzept.“
    das ist ja fast schon lutherisch die aussage. an der kath. theol. fakultät der uni am großen fluß in bayern wären sie dafür mit der geisel vom hof gejagt worden, deswegen sind die meisten auch aus diesem bundesland dann geflohen

  182. Also doch Agnostiker, hab´s...
    Also doch Agnostiker, hab´s gewusst. Agnostiker finde ich sehr nett (meistens).

  183. Ich bin die Ausnahme....
    Ich bin die Ausnahme.

  184. wovon, bester Don Alphonso,...
    wovon, bester Don Alphonso, sind sie die ausnahme?

  185. Vom nett sein. Lese ich...
    Vom nett sein. Lese ich zumindest gerade in einem Nachruf auf einen anderen. Wobei ich sagen muss, dass mir selbst ein Nachruf, in dem es um welche geht, die ich nicht mochte, nicht wirklich recht wäre.

  186. Wo´s noha grad do herinna um...
    Wo´s noha grad do herinna um des Dransendendä genga duad und ois, do fallt ma a diesbezieglichäs Gschtanzerl ei, wias Lebn halt a so schpuin duat….Feit se nix.
    ::
    Noch da Kirchn sitzn ma olli, mia, de Großkopfatn halt, da Meier Xari insa Burgamoasta, da Luggi, da Singer Maxl dea Schandamkommissär, da Rammsbauer Hias vo da Raiba un i zsamma un dringn unsa Maß in dera „Alten Post“. Gö. An Duarscht homma, weils a so hoaß is. Mia gfrein uns olli, wei s Wedda is weißblau un de Douristn, un de Saubreissn sand aa no net do…. Grad da Pfarra, unsane Hochwirdn, schaugat foisch in sein Kruag nei. Frogtn halt da Wiarrt, da Hanflinger Loisl, woaßt scho:
    „Wos homs denn, Herr Pfarra, dass grad a so sauras, finstas Gsicht mocha müassn?“
    Do sogt dea Pfarra fier eahm recht zag:
    „Ja, da soll man noch recht fröhlich sein, wenn einem in aller Herrgottsfrüh im Beichtstuhl als erstes ein Ehebruch gebeichtet wird!!“
    Grad wiara des gsogt hot, do geht des Türl zua Kuchl auf, do kimmt de Wiarrtin, de Hanflinger Zenzi, dem Kinatbauer sei Älteste, woaßt scho, nocha ind Gastschtubn eini un sogt fier´d Hochwirdn:“ Gö, Hearr Pfarra, da habn´S oba heit gschaugt, wiar i ois erschti im Beichtschtui gsessn hob? Gö!?“
    Aus is gweng. I wui jo nix gsogt hom! Weil´s eh woahrr is!

  187. unglaublich....
    unglaublich.

  188. Nein, Donna Laura, das...
    Nein, Donna Laura, das posthume Veröffentlichen von Chatprotokollen ist nicht unglaubkoch, sondern einfach nur Internet

  189. nun, was erwarten sie von...
    nun, was erwarten sie von einem *hüstel* medienjournalisten, der sie nicht mag…

  190. Wimmerl d. Ä, so san...
    Wimmerl d. Ä, so san d’waibads, de kennan nia de goschn hoidn. owa da hochwiadn is a scho oana.

  191. Plindos, die Erfahrung lehrt...
    Plindos, die Erfahrung lehrt leider, dass m,an dem Netz besser nicht traut, insofern findet man über mein reales Leben mit anderen so gut wie nichts uind wenn dann nur literarisch verfremdet.

  192. @Savall
    Im L-Raum werden wir...

    @Savall
    Im L-Raum werden wir uns treffen!

  193. donn laura, nichts. Aber...
    donn laura, nichts. Aber dieses weniger als nichts hat mich dann doch erstaunt.

  194. Die Hölle, Prince Matecki,...
    Die Hölle, Prince Matecki, sind die anderen, und ich finde, Camus hat das ganz gut umschrieben.

  195. Yep, windsbraut! Erdnüsse und...
    Yep, windsbraut! Erdnüsse und Bananen nicht vergessen!

  196. Es ist noch viel schlimmer als...
    Es ist noch viel schlimmer als Camü, dear Don, es ist Dalai Lama: „Nicht Ich, nicht Du – ein anderer sät, ein anderer erntet…“ Liegt der Bauer auf der Haut/Hat er ins Buddhabuch geschaut.

  197. Don Alphonso: Die Hölle,...
    Don Alphonso: Die Hölle, Prince Matecki, sind die anderen, und ich finde, Camus hat das ganz gut umschrieben.
    *
    Das hat Camus niemals umschrieben, sondern Jean-Paul Sartre. (siehe Link) Und das Zitat lautet wörtlich: „Die Hölle? Das immer die Anderen!“

  198. Ach, Camus, Sartre, da sind...
    Ach, Camus, Sartre, da sind wir doch nicht kleinlich, Hauptsache der zitierte Name klingt nach Bildung, und die paar, die’s merken, auf die können wir verzichten… Am Ende geht außerdem immer noch: Es war eine PRÜFUNG :)

  199. Jetzt schau ich nach Wochen...
    Jetzt schau ich nach Wochen mal wieder hier rein, und was muss ich lesen?
    Ein seltsamer Ton schwebt hier mit!
    Wenn jemand morgens (@R. L./01. August 2011, 06:37) schon so etwas abhustet, da muss das Weekend, incl Familie und Sex ja Spitze gewesen sein!
    .
    @yast2000
    02. August 2011, 19:54
    Sie waren schneller als ich mit dem Berichtigen, aber im Original heisst es:
    „L‘ Enfer c’est les autre“!
    Ich glaube, 5.Akt; ein „toujours“ kommt aber nicht vor.
    .
    @Don Alphonso
    Félicitations pour le transplantations réussies!
    Ich hatte dies Jahr weniger Glueck!
    Bootsmotor=mort und spaeter eine Woche Unfall mit meinem zuverlaessigen Englaender (eine italienische Schoenheit hat mir beim Rechtsueberholen inneroertlich mit ihrer Piaggio den vorderen Kotfluegel verschoenert und ist dazu noch weitergefahren).

  200. Willkommen zurück! Die...
    Willkommen zurück! Die letzten zwei Monaten waren zeitmässig schwierig und privat eher nur mittelgut, aber ich gelobe Besserung. Und sex.

  201. Don Alphonso
    02. August 2011,...

    Don Alphonso
    02. August 2011, 23:20
    Apropos SEX:
    Wie faehrt „mann“ eigentlich Rad ohne Unterleib?

  202. Mit Sattelenlargment made by...
    Mit Sattelenlargment made by Viagra.

  203. @Don Alphonso
    02. August 2011,...

    @Don Alphonso
    02. August 2011, 23:27
    Wenn „mann“ tatsaechlich mal Hilfe braucht, gibts immer noch das gute, alte Rosenoel!
    Ich denke, Sie kennen Apothekerstoechter?

  204. Sicher, Aber ich glaube nicht,...
    Sicher, Aber ich glaube nicht, dass wir damals Rosenöl ausgetauscht haben, das war vermutlich etwas anderes.

  205. (OMG wie komme ich jetzt da...
    (OMG wie komme ich jetzt da nur wieder raus?)

  206. gar nicht, lieber...
    gar nicht, lieber don.
    .
    lieber Grimaldeli, wozu benötigt mann denn rosenöl, und was stellt man damit an?

  207. Don Alphonso: "(OMG wie komme...
    Don Alphonso: „(OMG wie komme ich jetzt da nur wieder raus?)“
    *
    Gar nicht: Matchbox ist nur Auto, Kunstfigur ist eben auch bloß Mensch. Klingt modern und poetisch, muss also auch in Bayern richtig sein.

  208. @Don Alphonso
    03. August 2011,...

    @Don Alphonso
    03. August 2011, 00:40
    @donna laura
    03. August 2011, 00:58
    Wegen des OMG von DA :
    Dies mit dem Rosenoel in diesem Blatt zu erklaeren, wuerde selbst mir noch ein leichtes Rouge ins Gesicht zaubern. Fragen Sie einen befreundeten Arst oder Apotheker.
    Normalerweise koennen die das erklaeren, die kleinen Ferkel.
    Il est très bien, mais très très cher!
    Bonne nuit!

  209. lieber Grimaldeli, wenn sie...
    lieber Grimaldeli, wenn sie sich guten gewissens sicher sein können, dass sie mich damit nicht in eine mich als vollendete dame kompromittierende situation bringen… ansonsten, halten sie mich auf!

  210. Hölle, ich habe mich aber...
    Hölle, ich habe mich aber thematisch voll verhauen: Ich habe überlegt, ob ich nicht etwas über eikn stabiles Land schreiben soll, das, wenn man es ernst nimmt und wirkliich in Stabilität geht, plötzllich nicht mehr mag. Und jetzt das:
    .
    http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/08/03/642371/le-plan-negatifs-taux-d’interet-redux/
    .
    Die Sicherheitssucher interessieren sich nicht für Aktionen der Nationalbank. Heiss. Plötzlich ist die Schweiz ein Land, das gaaaaar kein Geld mehr haben will. Bloss nicht! Geld pfui Teufel.

  211. @donna laura
    03. August 2011,...

    @donna laura
    03. August 2011, 16:34
    Sie haben Gluck, ich komm grad vom Hafen und lese Ihre Frage:
    La huile de rose:
    Trez bien pour la perfusion,“MAIS, ATTENTION, SEULE UNE PETITE, PETITE GOUTTE“!
    Im Prinzip ist das ein ueber 1000 Jahre altes Bio-Viagra.
    Sie werden einen Schreck bekommen, wenn Sie das echte Oel in der Pharmazie verlangen und den Preis hoeren. Egal ob in € oder CHF.
    So und jetzt muss ich eine Runde in den Park mit meiner Kleinen.
    Bon soirée

  212. Die Zahl des Tiers

    "Woe to...
    Die Zahl des Tiers
    „Woe to you, Oh Earth and Sea,
    for the Devil sends the beast with wrath,
    because he knows the time is short…
    Let him who hath understanding reckon the number of the beast
    for it is a human number,
    its number is Six hundred and sixty six.“
    Im Dezember 2008 wurde die „heilige katholische Kirche“ darüber informiert, dass allein durch die schnellstmögliche Verwirklichung der echten Sozialen Marktwirtschaft (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), die bereits 1916 in dem makroökonomischen Grundlagenwerk „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“ von dem Sozialphilosophen Silvio Gesell vollständig und widerspruchsfrei beschrieben wurde, die „Finanzkrise“ zu beenden ist, und dass es sich bei diesem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation um nichts anderes handelt, als das von dem Propheten Jesus von Nazareth vorhergesagte „Königreich des Vaters“:
    http://www.deweles.de/files/benedikt_081202.pdf
    Im Januar 2009 folgten die „7 Siegel der Apokalypse“ (Enthüllung) mit dem Hinweis, dass bis zum 1. Januar 2010 etwa 10 Millionen Kinder aufgrund der systemischen Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz (die in Genesis 3,1-24 beschriebene Erbsünde) verhungern würden, und dass allein die offizielle Ankündigung des „Himmels auf Erden“ (Nachfrage äquivalent Angebot) hinreichend ist, um das Elend zu beenden:
    http://www.deweles.de/files/benedikt_090112.pdf
    Außer einer nichtssagenden Eingangsbestätigung des Vatikans erfolgte keine Reaktion:
    http://www.deweles.de/files/vatikan_090131_1.pdf
    Mittlerweile sind seit Februar 2009 über 27 Millionen Kinder verhungert, die Weltwirtschaft steht ganz kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon),…
    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/07/der-bevorstehende-crash.html
    …und bis zum Ende des Maya-Kalenders, der nicht, wie viele noch immer glauben, im Dezember 2012, sondern am 28. Oktober 2011 endet, verbleiben, vom 1. Januar 2010 an gerechnet, genau 666 Tage!
    Die „Schlange“ ist ein vorantikes Symbol für die Sparsamkeit:
    http://www.youtube.com/watch?v=HlSidenJ5-E

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