Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Öffentliche Hinrichtungen unter Konservativen

| 263 Lesermeinungen

Früher waren die moralischen Grenzen der Konservativen bei der sexuellen Affaire, oder bei der Scheidung, oder auch noch gar nicht erreicht, wenn man von einem Transvestiten ausgenommen wurde. Heute gelten uneheliche Kinder als verzeihbar, und auch höchste Amtsinhaber ehren die Zweitfamilie - aber wehe, man hat in seiner Freizeit eine rechtlich nicht zu beanstandende Beziehung zu einer 16-Jährigen. Dann gibt es endlich wieder Hinrichtungen, und der konservative Wertekanon ist gewahrt.

Mögen hätt‘ ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut.
Karl Valentin

In jenen schönen Tagen Anfang der 90er Jahre, als München noch erträglich reich und im Hochsommer ohne zu viele arabische Gäste war, und Studieren 5 Jahre Party bis zum eigentlichen Studienbeginn bedeutete, und nicht Bätschelah in sechs Semestern, in jenen glücklichen Tagen also war vieles noch anders: Eltern kauften ihren Kindern keine 3-Zimmer-Wohnungen, man war mit einem oder anderthalb Zimmer in Bestlage mehr als zufrieden und dankbar. Zum Abitur gab es keinen Porsche. Es gab auch wenig Orte, wo man bis um 5 Uhr Morgens ersatzstudieren konnte. Weshalb wir damals nicht in den eigenen Räumen Drogenparties machten und dann auf dem Weg zu irgendeinem Seefest den Wagen in die Leitplanken setzten, sondern schön brav immer nach 4 Uhr früh im Nachtcafe anzutreffen waren, und Tee bestellten. Unsere Eltern konnten sich noch auf uns verlassen. Drogen gab es trotzdem. Zumindest erzählten die Juristen in unseren Kreisen davon: Irgendein Angehöriger einiger konservativer Studentenorganisationen vermittelte Zeug zur Leistungssteigerung und Prüfungsangstreduktion. Das wusste erst jeder und dann, als er erwischt wurde, wussten es auch alle. Er sah unvorteilhaft wie Pablo Escobar aus, hatte aber nicht dessen Mut und als irrelevanter Nachwuchskonservativer auch keinerlei Verbindungen zu einer Klinik am Starnberger See, die damals solche Probleme halbwegs lösen konnte. So endete er letzlich in irgendeiner FH in Nordbayern.

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Solche Möchtegern-Geschichten waren es, die damals das nicht eben schmeichelhafte Bild der Jungfunktionärskaste der Konservativen prägten. Andere Geschehnisse waren sehr viel harmloser, aber immer hatte man den Eindruck, es mit Leuten zu tun zu haben, bei denen äusserliche Erscheinung und Auftritt ein wenig Verbesserung ertragen könnten, denn es waren nicht mehr die Zeiten, in denen man Helmut Kohl ungestraft als Vorbild nennen konnte. Sie bewegten sich stets etwas linkisch in den Angeboten der Moderne. Besonders, wenn es sich um Lebensbereiche handelte, die einem kein Gastvortrag eines abgehalfterten EU-Parlamentariers erklären kann. Dinge, auf die einen keine Sonntagspredigt vorbereitet. Sie hätten schon gern gewollt, etwas von der Süsse des Daseins mitzunehmen, die wir vor ihren Augen auftrugen und ohne jede Moralhemmung verspeisten. Aber diese Gesellschaft der Anderen, deren Eltern mehr Freiheiten gelassen hatten, war nicht egalitär und schon gar nicht offen, sondern so wie alle besseren Kreise: Diese Gesellschaft brauchte etwas, das die schlechteren Kreise darstellen konnte. Und wenn dann der parteinachwuchsorganisierte Institutskonservative dann mal etwas zu viel getrunken hatte und beklagte, wen er hier alles gern und bei wem das alles nicht… es war nicht ganz fair, aber dann hatte die Suche nach Diskriminierbaren ein Ende.

20 Jahre sind eine lange Zeit, in etwa so lang wie zwischen dem ersten Aufbegehren in unseren meist konservativen Heimatstädten durch unsere Camus lesenden Eltern, und den im Morgengrauen trauriger Berufsverkehrteilnehmer versickernden Nächten im Parkcafe. In 20 Jahren, sollte man meinen, sterben alte Extremisten weg und die Jungen haben genug Zeit, sich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Und vielleicht kommt man auch gesamtgesellschaftlich so weit, dass man, was Lebensfreuden angeht, nicht mehr wie in jenen Käffern tuschelt, aus denen diese Konservativen kommen. Dem ist leider nicht so. Und damit wären wir bei der angeblich öffentlich-konservativen Empörung, die nach diesen 20 Jahren immer noch ausreicht, jemanden wegen einer formal nicht zu beanstandenden Beziehung aus Amt und Würden zu kegeln.

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Sicher, die Sache wurde von Herrn von Boetticher nicht gerade ideal präsentiert, und 23 Jahre Altersunterschied sind fast schon rot-grüne Auswüchse. Aber die Art und Weise der Hinrichtung, die Einfädelung wie die Umsetzung durch die eigene konservative Partei, die sind schon beachtenswert. Eine Straftat liegt nicht vor, der Herr hat das in seiner Freizeit und seiner Privatsphäre gemacht, und man sollte irgendwie meinen, dass die diversen Skandale und Skandälchen aus dem Privatleben konservativer Politiker ein wenig Massstab und Vergleich bieten könnten: Kann so eine Beziehung wirklich schlimmer sein als ein Ehebruch mit Kindesfolge? Ist so ein Verhältnis wirklich schlimmer als die früher als unverzeihlich geltende Scheidung und Bankrott einer Familie, die heute in Westvierteln und Bundespräsidentenvorgeschichten durchaus vorkommt? Offensichtlich schon, offensichtlich können Konservative damit leben, dass man die geheiligte und durch das Grundgesetz jawoll geschützte Ehe nach Lust und Laune zur Verhandlungsmasse der Biographie macht. Aber ein nicht ganz gewöhnliches Verhältnis ist undenkbar. Auch wenn das Grundgesetz ausser der Familie auch die Würde des Menschen und seine Freiheit in diesen Dingen schützt.

Kurz, als halbpensionierter Liberaler mit reichhaltigen Lebenserinnerungen und in Erwartung kommender Scheidungsgrundsuchen kann man sich gar nicht genug wundern, über den fragwürdigen Umgang der Anderen mit der Aufgabe ihrer Prinzipien. Eine Debatte darüber, warum der Konservative die eine Sache begehen darf, und die andere nicht, warum eine freie Entscheidung für einen Partner ein Grund für diese Norddeutschen Tugendgaufestspiele sind, und so viel anderes keine Schlagzeilen macht, bleibt natürlich aus. Wer weiss, vielleicht haben diese 20 Jahre nur dazu gereicht, den entsprechenden Persönlichkeiten die Ödnis konservativer Ehen vor Augen zu führen, die einen nach ministeriell und präsidental akzeptablen Alternativen suchen lässt. Aber vermutlich gibt es noch Defizite im Bereich der Akzeptanz vergleichsweise banaler Partnerdurchprobierung, die später einmal hilft, die Ehe als ruhigen Hafen wahrzunehmen: Das war in meiner Jugendzeit nicht denkbar, woher sollten sie es auch können oder als natürlich hinnehmen. Das war das verachtete Treiben der Anderen.

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Wobei, auch hier scheint es auf die Art und Weise der Partnerausprobierung anzukommen. Der aktuelle Ministerpräsident dieses nördlichen Landes und von diesem Nichtskandal schockierte, schockierte Herr Carstensen beispielsweise sah es 2004 als feine Sache an, sich von der Bild-Zeitung im redaktionellen Teil eine neue Frau für die kommenden Aufgaben als Ministerpräsidentengattin suchen zu lassen. Der Massenaufruf nach brauchbarem Frauenmaterial im Stile längst vergangener Heiratsvermittler wurde damals zwar mitunter etwas schief angesehen, änderte aber nichts daran, dass diese Person dann auch Ministerpräsident wurde und trotz aller Affairen – Stichwort HSH Nordbank – geblieben ist. Man hat ihm das nachgesehen. Konsterniert bleibt hier nur festzuhalten: Öffentliche Frauensuche über ein Boulevardblatt geht. Private Frauensuche über Facebook dagegen gilt als anrüchig, und bringt Boulevardmedien zum Schnüffeln.

Wir fanden damals den aufgeflogenen Klein-Escobar teils amüsant, teils gruslig, und so geht es mir auch jetzt: Lehren diese Fälle doch nur, was in konservativen Kreisen heute die Grenze des Zumutbaren ist. Man kann Familien ruinieren und neue Familien gründen. Man kann sich eine Frau über ein Schaulaufen bei der Bild raussuchen und sich zum Preis der Mühen erklären lassen. Man sollte sich aber nicht einvernehmlich und privat mit einer nach öffentlich aufgeputschter Meinung zu jungen Frau einlassen. Das empört die Menschen. Das geht nicht. Da ist die Grenze. Und alle Konservativen, die vielleicht noch etwas werden wollen, wissen jetzt, wie das endet, wenn man sich in einer Weise vergnügt, für die es noch keine Präzedenzfälle gibt. Vielleicht doch besser Frauensuche über Pro7 oder RTL?

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A propos Pablo Escobar und RTL. Dessen schlechter Ruf hatte neben seinen kriminellen Handlungen seine Ursachen auch in einem zutiefst unbürgerlichen Lebensstil: Verschwendung, Geliebte, Zurschaustellung. Als Höhepunkt der Exzesse galten in den frühen 90er Jahren noch perverse und demütigende Wettspiele von Schönheitsköniginnen in seiner Villa, die er für Geld- oder Sachpreise nackt auf Bäume klettern liess, oder zwang, Insekten zu essen. Gesamtgesellschaftlich sind wir also durchaus weiter gekommen, wir haben uns mit hohen Einschaltquoten den Herausforderungen und Vergnügungen der Narco-Moderne gestellt. Die Grenzen der moralischen Empörung sind unter Konservativen jetzt andere, und man darf gespannt sein, ob sich kommende Generationen wieder unterscheiden in jene, die keine Zwänge empfinden, und andere, die sehr, seht vorsichtig sein müssen, um nicht brutalstmöglich diszipliniert zu werden. Gnade kennt das System nur beim Abschreiben von Dissertationen und Exklusivzugang zum neuen Familienglück. Wer lieber mit den Zeiten und zu hübschen Gesichtern bei Facebook geht, sollte sich vielleicht generell nach einer anderen Lebenseinstellung umschauen.

Und schont das Genick vor Axthieben und ist sogar möglich, wenn die Alm vor der Terrasse und nicht im TV-Gerät zu finden ist.

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263 Lesermeinungen

  1. Verehrter Don,
    streichen Sie...

    Verehrter Don,
    streichen Sie doch bitte, bitte das Wort „Konservativer“, wenn Sie schlicht von einem Politiker der CDU/CSU reden. Sonst verkaufe ich Ihnen auch gerne jeden FDP Möchtegernaufsteiger als genuinen Liberalen und jeden SPD Mittelverstandsbürokraten als in der Wolle gewaschenen Linken.
    Die Konservativen in Deutschland sind 1945 ausgestorben, manche Dinosaurier nicht gerechnet, die erst die achtziger biologisch zur Strecke brachten. Denn ihre genuine und einzige Heimat war der preussische Militäradel – und den hat´s nun einmal zwischen 39 und 45 gerissen, erst an der Front, dann vor Erschiessungskommandos. Was sich seitdem konservativ nennt, ist ein Haufen Neukonservativer. Deren Beziehung zu konservativ ist die von Neureichen zur etablierten Erbengemeinschaft in der zehnten Generation :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts
    p.S.: Ansonsten haben Sie natürlich einhundertprozentig Recht. Das Empörendste ist die freiwillige Aufgabe eines der wenigen sehr erhaltenswerten konservativen Grundüberzeugungen – des uneingeschränkten Rechtes auf eine unhinterfragte Privatsphäre, die andere Leute sowviel angeht wie ein feuchter Kehricht.

  2. Und die Moral von der...
    Und die Moral von der Geschicht, der eine darf, der andere nicht.

  3. Chapeau !...
    Chapeau !

  4. Dawischn derfst Di net lossn,...
    Dawischn derfst Di net lossn, derfa duast ois.
    Bei deni (sog.) Gonservadifen is de gons oafach wos oana derf un wos oana net derfa duat. Wonst Du dea Blatshirrsch bist in dera Bardei (Bagasch), nacha derfst ois. Des is scho amoi klarr. Nocha gangad des fain abgschtufd mid Riggvasicharungs-Abschbrachän un Gebätsbiachl bis nunta zu deni untärän Rängä, die wo eh nix zu sogn hobn un ieberhaubts noch goa koani zuaglassnen Netwörggär sand. Vulgo Neiche, die wo no gar net schdromlinienförrmig in de bassenden Galiba vo deni Obaärsche neikrochn sand. Gnau gnumma is des ois gons oafach. Wonnst Di net dro hoitn duast, nach find se ollaweil a Grund, net woahr, dass Di oana hintarrucks oscheisst, mid an Wink vo obän vum Blatshirrschn, nacha kriagst oani vapasst, dass de dreimoi iebakugäln duast. So bled derfst halt net sein, bal ma sich a solchäne Blöse dealaubt. Ma muass hoit nua gnau wissn wias geng duat, gö. (S´is wo andas aa net net andas, des is a Äfolutsionsbrinsib von Darwin´schen Ausmasän, net woahr.)
    ..
    P.s. Am End gehds ollaweil um´d Sach net woahrr, nämli, de Macht un de Bosdän,
    wos soi i sogn, halt um an Diridari.

  5. Schwarz wird das neue Grün,...
    Schwarz wird das neue Grün, CvB war ein Frühblüher: da sind manche allergisch.
    Es gibt kein richtiges Leben im falschen…Bundesland.
    In Berlin oder Hamburg wäre das nicht passiert.
    (und Kohl hatte Glück, nicht Kanzler von Kroatien gewesen zu sein).

  6. Analog dazu gab es noch einen...
    Analog dazu gab es noch einen Hamburger Bürgermeister, der sich nach seinem Rücktritt zu seinem 19 jährigen Gespielen zurückzog.
    Ein Schelm –
    wer nicht rechnen kann.
    Ich denke mal, der Ole ist nur dem Boulevardblatt zuvorgekommen….

  7. <<<...und Studieren 5 Jahre...
    <<<...und Studieren 5 Jahre Party bis zum eigentlichen Studienbeginn bedeutete...<<< . Ja das war eine schöne Zeit - die nur viel zu schnell vorbei war. So wird auch eine heute 16 Jährige schnell 36 sein. . Mir tut der Herr B. wirklich leid. Es gibt in der Republik noch andere politische Greise, die sich mit jungem Glanz schmücken. Da will ich die Altersdifferenz gar nicht ausrechnen.

  8. Fräulein Krummweide:...
    Fräulein Krummweide: Frühblüher? Nicht eher Spätentwickler?
    .
    Wie auch immer, die Analyse haut knapp daneben, fürchte ich. Der hätte das nonchalant durchziehen müssen, alles an sich ablaufen lassen. „Durchstehen“ mögen die Leute, ganz egal was durchgestanden wird.

  9. Nachdem ich 3 Wochen lang...
    Nachdem ich 3 Wochen lang keine deutsche Zeitung gelesen habe, musste ich erst einmal diese Boettichergeschichte ergoogeln. Ist es nicht einfach seine eigene Schuld? Ich jedenfalls würde mich nicht zum Rücktritt zwingen lassen, bloß weil ich eine Affäre mit einem 16 jährigen Jüngling hatte. Was den Altersunterschied betrifft, als Franz Müntefering mit 69 eine Dame von 29 heiratete, habe ich mich gefragt, was finde eine so junge Frau an einem so alten Knacker attraktiv?

  10. Da gibt es bei quu.fm eine...
    Da gibt es bei quu.fm eine Recherche im konservativen Miljöö: Führt Facebook zur Ver- Einsamung? Frag Friedman!
    .
    http://quu.fm/vereinsamung

  11. Bötticher prägte die...
    Bötticher prägte die klagsam-sinnfreie Floskel „Hinrichtung“ selbst. Das Gejammer sollte man nicht nachplappern. Wer sich in die Partei begibt, kommt darin um. Weshalb nachher beleidigt tun?

  12. @ ilnonno, Der Tiger: Da haben...
    @ ilnonno, Der Tiger: Da haben Sie recht – Teflon Charaktere mit „ist mir doch so was von egal“-Mentalität und dickem Aussitzpopo kommen in unserer Republik deutlich weiter als „Heulsusen“.
    .
    Ob das gut oder schlecht für unsere Gesellschaft ist, mag jeder für sich entscheiden.
    .
    Der B. tut mir leid, weil er wohl die falschen „PR-Berater“ hatte. „Ich stehe zu dieser Beziehung, so wie ich zu all meinen Entscheidungen stehe“ wäre m.E. die bessere öffentliche Botschaft gewesen. Mit einer solchen inneren Haltung wäre es der Tränendrüse dann auch unmöglich gewesen ungewollt loszulegen!

  13. habe ich mich gefragt, was...
    habe ich mich gefragt, was finde eine so junge Frau an einem so alten Knacker attraktiv?
    .
    Der Tiger, attraktiv macht ein Zahlungsmittel mit vier Buchstaben. (Ergänzend manchmal auch das angebotene Karrieresprungbrett. in der Regel reicht aber die üppige Polsterung eines alten Nestes.)

  14. Genaueres dazu weiß Herr...
    Genaueres dazu weiß Herr Gumbrecht.

  15. Dachte immer, wenn einer zu...
    Dachte immer, wenn einer zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe dazugehören möchte, man deren ungeschriebene Gesetze kennen sollte.
    Der Autor wird nicht müde, dies immer wieder zu betonen.
    Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein innerer Kreis die Kriterien verschiebt und es
    nicht allen per Einschreiben mitteilt, insbesondere denen in diesem Milieu heimischen.
    Bei CvB handelt es sich um einen Berufspolitiker da wiegt, dass es am Feeling fehlt, besonders schwer.
    Sein Abgang war der eines Verlierers, trotzdem kann man ihn sympathisch finden
    und den Anlass trivial.

  16. Schlimm finde ich, dass solche...
    Schlimm finde ich, dass solche Personen mit öffentlichen Ämtern, als Pädagoge oder Kleriker, mit Kindern und Halberwachsenen privat herummachen. Die suchen offenbar keinen Gegner/Ebenbürtigen sondern Opfer. Was sind das nur für Wichte.

  17. Konservative Politiker?
    Eine...

    Konservative Politiker?
    Eine heuchlerische Bande.
    Und weil ich grad dabei bin: Sozen auch.
    Sind sich auch nicht zu schad, taufrischen Mädls in die Bluse zu greifen, aber den Frauenförderer geben.
    .
    Eine, die a bissi zvui weiß.
    Gerne wieder dabei beim nächsten Thema.

  18. @ThorHa: Das mag ja fuer...
    @ThorHa: Das mag ja fuer Preussen zutreffen, aber das religioes-konservative (katholische) Milieu wurde erst in den letzten Jahrzehnten aufgeweicht. Ich denke nicht, dass meine Grossmutter jemals einem Geschiedenen auch nur ihre Stimme fuer den Gemeinderat gegeben haette.
    @Frl. Krummweide: Wie recht Sie haben mit schwartz und gruen (auch wenn Sie es vielleicht anders meinen)! Bei den gruenen darf man zwar sehr viel juengere Vorlieben haben (s. Cohn-Bendit), aber ich vermute mit einer einzigen pro-Atomkraft-Aeusserung befoerdert man sich fuer immer ins Parteiabseits. Bei den Kommunisten darf der Chef heutzutage dafuer schon Porsche fahren ;-)

  19. Neigt die CDU/CSU mehr als...
    Neigt die CDU/CSU mehr als andere Parteien zum Dolchstoß? Wahrscheinlich. Ist die CDU-CSU konservativ? Nein, sie ist sozialdemokratisiert. Und was nun Christian von Boetticher angeht. Offenbar hat er sich nicht strafbar gemacht, da kein Abhängigkeitsverhältnis bestand. Die moralischen Fragen einer solchen Beziehung betreffend, sollte man aber auch das linke politische Spektrum nicht ausser acht lassen. Selbst Sex mit Minderjährigen erfährt bei so manchem in diesem Milieu mitunter nicht Ablehnung, sondern Solidarität, wenn der Täter als Progressiver ausgewiesen ist und damit als Angehöriger einer Klasse von Menschen, für die schon immer andere Normen galten. Dies konnte ich selbst vor 25 Jahren im Falken-Camp erfahren. Dort wahr Sex mit Minderjährigen für den gerade volljährig gewordenen Jungsozialisten beinahe Pflicht. Letztendlich kann man vom Verhalten Boettichers halten, was man will. Es ist auf eine Art nicht richtig ,auf eine andere Art nicht verboten. Der Ablauf der Affäre ist aber wohl schon typisch CDU/CSU.

  20. Gwollt hab ich schon gmocht,...
    Gwollt hab ich schon gmocht, aber gedurft ham’s mich nicht glassen.
    Loddar Matthäus

  21. In den 'Christlich'-'Sozialen'...
    In den ‚Christlich‘-‚Sozialen‘ Kreisen kreist vor allem eins: Die Bigotterie. Und das Unsoziale. E.R. Langen kann ich da nur zustimmen; wer ins dieses Schlammbecken springt, muss sich nachher nicht wundern, dass ihn die Schlammwürmer fressen.
    .
    Aber wir, die mit der befremdlichen Dieseits- und Körperfeindlichkeit eines Sankt Hieronymus und seiner endlosen Nachkommenschaft katholischer Heiligenheerscharen nichts zu tun haben, die sich nicht selbst aufgrund von Ursünde und Erbschuld lebenslang hassen und für ihr Dasein und ihr genetisches Erbe permanent Sühne tun zu glauben müssen, wir halten uns lieber an Diderot, d’Holbach oder de la Mettrie: Lebensfreundlichkeit, Daseinsfreude, Appetit und Empathie. Das macht uns menschlich und macht uns als Menschen stark.
    .
    Den anderen aber, die ihre Folterfantasien in Form von Kreuzen noch über dem Bett hängen haben und Panzer an Autokraten verkaufen und an Soldaten ganz öffentlich Aufträge für ihr möderisches Geschäft vergeben – denen lassen wir ihre Verklemmtheit und ihre Lebensführung, bei der Liebe und Genuss in heimlichen Räumen stattfinden muss, aber Gewalt und Macht das Stigma für Höheres darstellt, für Gottgewolltes.

  22. @ThorHa: Na, nicht alle...
    @ThorHa: Na, nicht alle Offiziere verbluteten an der Front, und vor allem: Die wenigstens blickten zum Schluss in die Läufe der Erschießungspetolons. Diesen Mythos hätten sie nach 45 gerne gehabt, diese verschwurbelten exadligen wilhelminischverwurzelten Volksschlächter.

  23. Nun ja, solche Fiesigkeiten...
    Nun ja, solche Fiesigkeiten können in der richtigen Konstellation wohl überall anzutreffen sein, da gebe ich den Schwarzen kein Vorrecht – das können die Gelb-Grün-Rosaroten genauso gut!
    .
    Was ich mich frage ist eher: Was würde mich reizen, mit einem/einer 16jährigen eine Verbindung einzugehen? Wo bliebe da der intellektuelle Austausch, den ich aus einer Partnerschaft erwarte? Der besässe doch wahrscheinlich ein ziemliches Gefälle!
    .
    Hmm….. Lässt sich daraus irgendwas schliessen? zB auf Charakterzüge wie Unreife? Die Versuchung liegt nahe….

  24. Kopfgeburt, in Don Giovanni...
    Kopfgeburt, in Don Giovanni singt Leporello über seinen Herrn „sua passion predominante e la giovin principiante“ – er bevorzugte stets die Jugend. Warum das so ist? Das muss jeder selbst sagen und wissen. Ich würde auf keinen Fall ausschliessen wollen, dass Gefühle andere Wege als die Vernunft gehen, und warum sollen nicht auch junge Frauen kluge Dinge sagen? Man weiss beispielsweise vom Decamerone, dass die dort versammelten Damen vermutlich mit einer Ausnahme unter 20, vermutlich erheblich unter 20 Jahre alt waren.
    .
    Ephemeride, wobei man natürlich sagen muss. Es gibt verschiedene Arten von Bigotterie. Im Katholizismus ist es diese „Beichte-Kommunion-Wirtshaus-Zenzi“-Bigotterie, die unterschiedslos alles mitnimmt, was geboten wird, im Norden vielleicht eher die „Sünde-Sünde-Sünde“-Bigotterie, die sich stets schlecht fühlt. (Da muss ich unbedingt mal was drüber machen)

  25. ErnstWilhelm, vor allem sind...
    ErnstWilhelm, vor allem sind diese Parteien in einer verzwickten Lage, allein schon wegen der Standard-Geschichten und Konstellationen. Der Fall ist natürlich dazu angetan, so etwas zu überdehnen, aber hier wurde ja etwas anderes gemacht: Hier wurde gezielt gewühlt und gejagt. Sprich, dieser Fall sorgt nicht im Mndesten dafür, dass andere sich jetzt am Riemen reissen: Es ist allein eine Warnung an die eigenen Leute. Standgericht. Disziplinierung. Drittfrauenhaber bei den Sozialdemokraten werden es mit Lachen zur Kenntnis nehmen.
    .
    Vroni, sicher, da ist mir auch mehr als nur ein Fall bekannt. Wobei, auch das sei gesagt: Sozialdemokratinnen sind mir bislang nicht durch besonders devote Duldsamkeit aufgefallen. Würde also meinen, dass da schon auch gemocht wird, aber getraut würde ich mich da aus Erfahrungen Dritter nicht dürfen sollen.

  26. Folkher Braun, man kann in die...
    Folkher Braun, man kann in die Menschen nicht hineinschauen. Bei manchen stimmt diese Analyse, bei anderen eher nicht. Insofern fand ich übrigens auch die „Lolita“-Anspielungen wenig hilfreich – wer das Buch kennt, weiss, dass da ganz andere Ausgangslagen wirksam sind. Dass es ein Grenzbereich ist, will ich nicht bestreiten -aber es gibt viele Grenzbereiche, und andere kommen problemlos damit durch.
    .
    E.R. Binvonhier, sicher, man muss die ungeschriebenen Gesetzt kennen. Aber erstens gelten die nur begrenzt und zweitens wundert sich der Text ja, was da inzwischen alles ignoriert werden kann. Würde man diese ungeschriebenen Gesetze wirklich ernst nehmen. wären in Bayern der Ministerpräsident und sein Umweltminister nicht die, die sie sind.

  27. E.R. Langen, ich denke, die...
    E.R. Langen, ich denke, die Art der Durchführung durch das eigene Umfeld lässt dieses Wort durchaus zu. Ich denke auch, man wollte ihn gar nicht geräuschlos abräumen, sondern ein Exempel statuieren. Und da sagt dann auch keiner, dass immer wieder ein Comeback möglich ist: Der sollte nicht wieder kommen. Und das finde ich irgendwie schon heftig.
    .
    KLöstlich, in so einem Fall gibt es vermutlich keinen richtigen PR-Berater. Das ist dann nur noch so eine Art Priester für die letzte Beichte.

  28. Bester Don
    Ihre Gegenbeispiele...

    Bester Don
    Ihre Gegenbeispiele gefallen mir (auch wenn sie natürlich Literatur und ergo Kunstfiguren sind).
    .
    Und ja: die Person wird doch vom Parlament ins Amt gewählt – also von Leuten, die wissen müssten, wie die Person „funktioniert“.
    Entweder „funktioniert“ sie von vornherein nicht – und dann ist sie nicht wählbar. Oder andersherum.
    Aber so einfach ist es ja jeweils nicht: Da ist noch der alte Chef, der einen Thronfolger zulässt (der vielleicht nicht „funktioniert“ – was weiss ich schon), und dann sind da noch andere ehrgeizige Höflinge (von Intriganten aus Prinzip ganz zu schweigen).

  29. ilnonno / Kopfgeburt, ja - das...
    ilnonno / Kopfgeburt, ja – das war auch mein erster Eindruck. Großes Mitleid kann ich da nicht empfinden. Klar, ein Seehofer und Co. hätten damals ob ihrer „Verfehlungen“ auch abgesägt werden müssen. Abgesehen von diesen Gestalten – gibt es nicht immer noch ausreichend andere Argumente, die CDU/CSU nicht zu wählen?
    .
    Die Lolita-Geschichten von Vertretern anderer Parteien finde ich selbstredend nicht minder peinlich.

  30. Dass mit der Änderung...
    Dass mit der Änderung ungeschriebener Gesetze finde ich auch sehr interessant. Meine Mutter war überzeugte CDU Wählerin. Wenn Sie noch gewusst hätte, dass der deutsche Bundespräsident geschieden und wiederverheiratet ist, hätte sie das schwer missbilligt. Wenn sie darüber hinaus noch gehört hätte, dass des Wulffes neue Frau ein Tattoo hat, hätte sie der Schlag getroffen.

  31. Sie konnten es nicht lassen....
    Sie konnten es nicht lassen. Ich warte immer noch auf Aufmunterndes.
    .
    Die Presse scheint inzwischen zum Konsenz „charakterschwach“ gefunden zu haben, und so sieht es jetzt aus. Nachdem man mit ihm fertig ist. Selbige mutwillige Zerstörung zur Charakterschwäche kann aber nur demjenigen passieren, der sich mit Herz und Seele eingebracht hat, denn nur wer sich öffnet kann dermaßen tief getroffen werden, so dass er verfällt. Hätte er nur ein paar mehr Freunde gehabt, die ihm gesagt hätten, bleib aufrecht, steh zu Deinen Entscheidungen (und vielleicht etwas zuvor auch: heb nicht vom Boden ab), dann hätte ihm das im Vorfeld privat und auch am Ende öffentlich entscheidend geholfen.
    .
    Intrigen gab es im Übrigen bei den Konservativen schon immer; bei den Sozialbürgern ist überlicherweise eher ein ehrliches öffentliches Selbstzerfleischen an der Tagesordnung (obwohl, derzeit bedenklich ruhig dort). Mich nervt nur der Plebs, der hierbei wie bei allem ernsthaft eine Moral zu entdecken glaubt, obwohl er wie üblich keine Ahnung hat.
    .
    Vroni, von grapschenden Politikern und auch sonst Herren aus den Chefetagen freier Wirtschaft weiß ich auch, es wäre aber unfair dies nur einem einzigen Berufszweig anzulasten. Siehe Strauß-Kahn.

  32. @Don Alphonso:...
    @Don Alphonso: Sünde-Sünde-Sünde-Bigotterie. Kürzer und prägnanter lässt es sich wohl nicht zusammenfassen. Danke. Und in genau solchen Gesellschaften, egal ob im viktorianischen England, im US-Amerika der 1960er Jahr, im gründerzeitlich-preußisch-krupp geprägtem Deutschland blühen dann die Allmachtsfantasien. Die blutigen, gewalttätigen, missionarischen Okkupationsgelüste. Das Unterwerfungsverhalten. Da scheint im Vergleich die katholischrheinländische Gemütlichkeit einer Bonner Republik tatsächlich die reinste Lämmer-Unschuld gewesen zu sein.

  33. Beste Kopfgeburt, bitte auch...
    Beste Kopfgeburt, bitte auch zu bedenken: Es gibt gerade bei den Konservativen Leute, da kann man sich gar nicht vorstellen, dass die jemals jung gewesen sind. Der Typus, der schon als Kleinkind die spiessigste Brille haben wollte und genau wusste, was er später unbedingt werden muss.
    .
    Dass hier ein de facto feudales System eines intriganten Hofes mit bürgerlichen Moralvorstellungen meuchelt, ist natürlich eine zusätzliche Ironie.
    .
    Köstlich, man muss versuchen, den Übergang zwischen langzeitstudium und Frühverrentung so kurz wie möglich zu gestalten. Alles andere ist nur zu viel Stress.

  34. Der Tiger, willkommen zurück...
    Der Tiger, willkommen zurück und herzlichen Dank für diese äußerst treffliche Pointe!

  35. Und selbst dann wenn das...
    Und selbst dann wenn das Techtelmechtel mit einem 16-Teeny strafbar wäre, ein Hindernis in konservativen Kreisen als einschlägig Vorbestrafter Karriere zu machen, war und wäre dies kaum gewesen.
    .
    Otto Wiesheu schon vergessen, der 1984 besoffen einen Menschen totfuhr und 1993 seine Karriere als Wirtschafts-, Verkehrs- und Technologieminister begann? Oder musste ein Landwirtschaftsminister Seehofer wegen des Bruchs des 7. Gebots die Platte putzen?
    .
    Hätte sich dieser geile Bock an meine vielleicht grade 16-jährige Tochter rangemacht, dann hätte er zwar von mir einen Schlag auf die Zwölf bekommen, dass er 1 Woche lang seine Zähne geschi…. hätte, aber politisch hätte er in meinen Augen immer noch mehr Rückrat gehabt, als diese schwazzbraunen Prediger geistig-moralischer Wenden, deren Recht, in ihrem Parteinammen das Wort „Christlich“ zu führen, mir schon seit vielen Jahren nur noch Würgen erzeugt.

  36. Vielleicht eine Sache noch...
    Vielleicht eine Sache noch wegen des Alters: Ich kenne ja einige Leute aus dem Internet, und icgh bin immer wieder überrascht, wie jung oder alt da manche sind, wenn man sie mit ihren Kommentaren vergleicht. Da denke ich mir oft „Oh Gott, in dem Alter malte ich noch Dampfwalzen, die über meinen lateinlehrer fuhren“ oder auch „Oh Gott ich sollte mal wasgegen meine Frühvergreisung tun“. Es ist gar nicht so leicht, das immer vorherzusagen, wenn es dann zum Treffen kommt.

  37. Schtammdisch "Alte Post":
    "Wia...

    Schtammdisch „Alte Post“:
    „Wia hoassts a so schee: Af der Alm gibts koa Sind net. Schaugst da a moi ind Historie nei, da homs im sog. Middelalda 12-jährige Madln aus guatm Haus mit am öldarän Kaiser vaheirat. Do hot koana aufgmuckt zwega dem. S´war sunstn schad um sei Köpfal gweng. A so a Moral is scho a windigä Sach. S´kimmt ollawei afd Umschtänd o, net woahrr. De Umschtänd macht koana, wanna a Zipferl Macht ind Händ hoitn duat.
    Wea moant ea dats anners macha, hot entwoda koa Macht net, oda, er sägt oan o, dea a sölchanes Zipferl ind Händ häld, netwoahrr, oda oba ea is, Himmisakranoamoi, a äländiga, gscheada Hypokrit. A Lausa, a lausiga. Megn datns olli, d´ Mannda wiad Weiba, oba an Schneid hot net a jeda, dasas duat wos a gearrn megn mocha dat.
    Aus is, mi leckst, Teifi no amoi.
    Itza kemmans olli ausm dunglän Woid aussa, de wo se ollaweil net traut hom bei deni i dera Koalizion do herobn in Börlin, gö? Nocha wiads amoi wieda eng fier diesä Madam aus Meckpomm. Konnstas nocha boid segn wias wieda olli Brinsibien fallän lassn duat, weil dera ihrane neiestän Ärkänndnissä sand scho amoi wieda im Lichtl der Äreignissä, umschtandslos aldernadivlos. Aus Brinsib wändig, wiar beim Slalom in Garmisch. Konnst no wos vo learna!“
    „Zenzi, a Maß!“
    (Mei, zwega dem brauchst di grad ned schamma, wann i dia do amoi hinta dei Schüarzn hilanga dua….ma wiad jo no sei Gschpassl hobn derfa!?)

  38. Ephemeride, seien Sie doch...
    Ephemeride, seien Sie doch nicht so naiv. Im Bonner Presseklub war man damals lediglich diskreter, und die Seilschaften waren dicker.

  39. @Ephemeride:
    "In den...

    @Ephemeride:
    „In den ‚Christlich‘-‚Sozialen‘ Kreisen kreist vor allem eins: Die Bigotterie.“
    Das passt dann ja prima. Hier nämlich auch. Denn die meisten Kommentare lassen sich – unter dem Blogeintrag-Deckmantel der Empörung über einen oberflächlich politischen Vorgang – über das Privatleben von anderen Menschen aus. Ausführlich, genüsslich und je nach eigenem Standpunkt wertend. Und immer in der vollen Überzeugung, „die da“ seien moralisch verkommen. Ein ehrlicher Blick in den Spiegel würde uns sagen – „die da“ sind wir …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  40. Mei, a Freind vo mia is...
    Mei, a Freind vo mia is neilich fier vui Göld no Indien higfoahrn. Afd Tigerjagd. A scheena Bettvoalega wiads, sei Drophäe. Nix fier unguat.
    ..
    DA: Liaba Fonsi!
    Schraib ich Dia dissäs Briefal mid Miehä un voll Vatraun in Deinä Disgrädsion als oida Gonservadifa: Wea ko, dea ko! Kimmst amoi i mei Alta, wias das scho segn wias is, wonnst amoi megn datst, oba grod nimma recht woasst wiastas hikriagn soist. A so a Fiagra is grod eh zum Schbeibn. Dein Xari Wimmerl.
    .
    P.S. Morgn foahr i af Mingga eini, zu meim Schpezi, dea wo im Landdog sitzn duat, homma wieda a Freid zsamma i da Schtodt. Aus is, i gfrei mi scho.

  41. Liebes Falkenherz,
    ich mein,...

    Liebes Falkenherz,
    ich mein, was muss in deren Grabscher- und „Liebhaber“-Köpfen vorgehen. Was denken sie sich. Dass es keiner merkt? Schlimmer noch: Was denken sich die, die es anprangern, aber selber was Nettes nebenher laufen haben.
    .
    Klar sind die überall zu finden.
    Aber die SPD-Oberen sind doch auch so heuchlerische Knaben, immer schon gewesen. Nicht, damit nur die CDU gegeißelt wird. Brandt seinerzeit. Nur mit dem Unterschied zu den Katastrophen-CDU-Granden heute, dass jedes SPD-Mitglied bis zu den unteren Rängen wusste, dass er den Frauenröcken folgte und achselzuckend schwieg. Statt den Larry zu machen.
    .
    #Ich weiß bis heute nicht, was ich mehr verachten soll: über permanenten Frauenverschleiß dauerhaft & geschlossen zu schweigen oder einen Riesensumms machen, wenn einer mal EIN-mal danebengetreten hat.
    Kapiers nicht.
    .
    @ Don
    SPD-Frauen sind vielleicht wehrhafter im Betragen als CSU-Ladies. Wage aber zu bedenken, dass wenn einer vorwärtstrebenden SPD-Frau Grabsche oder Liebesanwanzungen widerfahren von einem Höheren, der ihr den Weg bahnen könnte oder will, dann weiß auch eine energische SPD-Frau, die normalerweise bei so etwas sofort beißt und kratzt, nicht mehr so recht.

  42. Fonsi@:
    P.S.-P.S. Lolita...

    Fonsi@:
    P.S.-P.S. Lolita hoasst de Kloani, woasd, in däm Abbardmäng do in da Näche vo dera Nymphenburg. Sakrisch vui Göld kostn duats.

  43. @Vroni: Die grapschenden Damen...
    @Vroni: Die grapschenden Damen im leicht fortgeschrittenen Alter gibt es allerdings auch. Wenn sie in fröhlicher Runde dem Kellner kennerisch ans Gesäß gehen, beispielsweise. Das mag alles etwas fideler und leichter vonstatten gehen als bei ernst-plumpen Übergriffen mancher Männer. Doch ist es nicht weg zu leugnen.
    .
    @Falkenherz: Ja, der Moral-suchende Pleb. Seien wir gnädig mit ihm, denn die eine oder andere Vierbuchstabenzeitung impft ihnen ja die Moral-Suche ein. Dann hat der Pleb etwas zu tun, wenn er mit Fingern auf die Falschen zeigen kann. Und ist abgelenkt von der Doppelmoral, die ganz woanders herrscht. Da wo die Plebfinger nicht hinkommen.

  44. P.S.-P.S.-P.S. Mei Schpezi...
    P.S.-P.S.-P.S. Mei Schpezi moant, Pfändaschpielä sand aus dera Modä, woasst eppas bessas?

  45. @Epemeride: OT, da...
    @Epemeride: OT, da Historie:
    v. Beck, v. Boeselager, v. Bernsdorff, v. Kleist, v. Matuschka, v. Moltke, v. Rabenau, v. Schwerin, v. Stauffenberg (Scharnhorst), v. Stülpnagel, v. Tresckow, v. Witzleben, v. Wartenburg …
    Nur einige der langen Liste. Viel zu spät und viel zu unentschlossen – aber anteilig an ihrer Klasse haben Ihre „wilhelminischverwurzelten Volksschlächter“ jede andere Gruppe von Widerständlern um Zehnerpotenzen übertroffen. In der Tat war praktisch jede Familie des preussischen Militäradels vertreten. Die meisten davon wussten auch noch, dass ihre Aktion vermutlich vergeblich war, sie sind zur Rettung ihrer Ehre gestorben. Die heutigen bequemlichkeitspazifistischen Funktionseliten schicken ihre verachtete Unterschicht zum Sterben …
    Im übrighen lehrt die Historie, dass schon vor 1914 das nichtadelige Kleinbürgertum den lautstärksten und zahlenmässig grössten Block der Kriegs-Hurra-Brüller darstellte, um dann den Zweiten Weltkrieg im Alleingang zu verantworten. Dann doch lieber ein paar verschwurbelte Exadelige.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  46. @Don Alphonso, re:"Sünde,...
    @Don Alphonso, re:“Sünde, Sünde, Sünde“
    Ich bin als Betroffener nach langer Beobachtung und Lektüre zu dem Schluß gekommen, daß die dauernde Zerkirschtheit eine wohlfeile Maske der Protestanten ist. Die häßliche Wahrheit scheint mir, daß Protestantismus von inheräntem, strukturellem Selbsthaß ganz, ganz schnell und oft in herabsetzende Selbstgerechtigkeit umschlägt.
    In etwa so: „Schau wie zerknirscht ich bin, wie meiner Sünden bewußt, minimiere sie und bin Besser als all ihr anderen, die ihr es nichtmal probiert!“
    Die Last, die Luther dem Menschen auferlegt hat, ist eben zu Schwer für die Allermeisten. Und also ist sie ausgehölt worden. Das Pappmachée-Kreuz wird aber theatralisch-ächzend umhergetragen, alleine schon um nicht anderen beim Tragen helfen zu müssen.
    Das ganze hat ein gewisses hysterisches Moment. Und diese besondere Art Hysterie, vor der bleiben die Katholiken immerhin verschont.

  47. Ein echter Politprofi (fem....
    Ein echter Politprofi (fem. dito) braucht halt einen sex-appeal und wenn´s ein flotter Gang im Hosenanzügerl vor der allgegenwärtigen Kamera ist. Theodor Fontane sah die kommenden Zeiten schon in der Figur des alten Stechlin weitvoraus winken.
    Wenn Politiker grundsätzlich werden, oha!, dann mußt Du aufpassn. Zumal noch gar Konservative. Die haben in der Konserve echten Hartkäse drinnen, die Sozis und die Grünen allerdings Weichkäse (..einen läufigen) in ihrem Pausentäsch´chen, die Rosaroten leben von abgestandener, lauer Limo-Zisch, Marke Lenin, im Gebüsch.
    http://www.youtube.com/watch?v=suWkjBcbbI4&feature=related

  48. Ich habe es oben angedeutet...
    Ich habe es oben angedeutet gefunden, aber man darf wohl freiheraus sagen:
    Wenn eine öffentliche Moraldebatte vorangetrieben wird über etwas, worüber sich sich objektiv keiner wirklich echauffiert, dann bleibt als Motiv: Neid. Neid auf die Position, die man nicht hat, oder die Sache, die man sich nicht zu tun getraut, oder auf die Person, die sie sich eben doch getraut. Oder alles zusammen.
    .
    Wem fehlt es an Moral, wenn nicht den hinrichtenden Neidern?

  49. Hat Margot Käßmann unbedingt...
    Hat Margot Käßmann unbedingt zurücktreten müssen nach ihrer Alkoholfahrt? Wohl kaum, aber sie wusste dass es klüger ist das Feld zu räumen. Man hätte es ihr bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit süffisant aufs Brot geschmiert…
    Deshalb ist es auch besser für Herrn B. aus S.-H. das er das Handtuch geworfen hat. Wer nicht abschätzen kann welches Verhalten ihn politisch den Kopf kostet, ist wohl eh der falsche Mann für den Beruf. Vielleicht sollte man einen Darwin-Award für Politiker einführen und ihn zum ersten Preisträger küren.
    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nicht mal ansatzweise moralische Bedenken wegen sexuellen Beziehungen zu 16-jährigen :) egal ob Homo, Hetero oder polymorph pervers

  50. Diese Heulsuse
    .
    @Don...

    Diese Heulsuse
    .
    @Don Alphonso/Alfonso: Wo haben Sie Ihre Despina versteckt? Darüber würde ich gerne mal was lesen!
    Und zu Ihrem letzten Beitrag: Ja, Sie haben Recht. Das bedeutet aber, dass das Alter wie auch schon der Zeitbegriff zunehmend so langsam in die Jahre kommt.
    Ich will jetzt gar nicht davon reden, dass Macht sexy macht. Das ist schon fast eine Banalität. Viel wichtiger scheint mir, dass die Fixierung vieler junger – zumeist – Frauen auf Ältere natürlich unsere gesellschaftliche Realität spiegelt, also nicht mehr einfach nur als einen diesbezüglichen Komplex („Vaterfixiertheit“) abgetan werden kann. Die Alten werden jünger, die Jungen altern schneller. Die Parallaxe verschiebt sich diesbezüglich in Richtung der Herausbildung einer neuen Ästhetik. Ich sehe das an meiner eigenen Beziehung. Meine Frau ist auch erheblich jünger (und ich sehe vielleicht nicht so alt aus, wie ich wirklich bin). Im gewöhnlichen Alltag merken wir daher wenig davon. Mag sein, dass das an irgendeinem Punkt kippt. Zum Beispiel, wenn ich ihr in ästhetischer Hinsicht nicht mehr genüge. Dennoch glaube ich, dass ich, falls ich darunter dann all zu sehr leide, etwas falsch gemacht haben muss. Diese neue Ästhetik muss ja vom Subjekt selbst geschaffen werden. Sie wird ihm nicht geschenkt. Spätestens wo die Unsterblichkeit in den Fokus rückt (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1745), gehen die Konturen selbst dieser Parallaxe verloren.
    Aber das wäre dann der Beginn des posthumanen Zeitalters.
    .
    Was mir in diesem Fall aber sofort aufgestoßen ist, ist die Wehleidigkeit des Kandidaten. Diese Heulsuse! Warum lässt er sich so fertig machen? Ich denke, da liegt das Problem. Vermutlich ist er seiner 16-jährigen Liebschaft in charakterlich-geistiger Hinsicht so unerträglich. Und so einen brauchen wir wahrlich nicht in der Politik. Davon gibt es genug.

  51. Beruflich sehr eingespannt und...
    Beruflich sehr eingespannt und unterwegs kam ich eine Weile selbst zum mitlesen nur mit Mühe, zum schreiben gar nicht. Am Dienstag hatte ich in Berlin ein nachdenkliches Gespräch mit einem klugen Politiker, gut zu wissen dass es die auch gibt.
    Was mich an dieser causa vB irritiert ist nicht die Journaille sonder der Fakt, dass am Begin der „Wanrhinweis“ eines Kreisvorsitzenden stand, er sei im Besitz der Chat – Protokolle. Nach meiner Kenntnis des Strafrechts und des Fernmeldegeheimnisses ist die Kenntis solcher Dinge (etwa als Kopie einer Email, mit der man sich seinen Chat aus dem Portal zwecks Archivierung zusenden lassen kann) nur von den Beteiligten ( vB und die junge Dame) rechtlich halbwegs gedeckt möglich. Auf jedem anderen Weg ist das Datenausspähung oder Bruch des Fernmeldegeheimnisses. Den Wanrhinweis des Funktionärs hätten andere Politiker mit mehr Stamina und Kaltschnäutzigkeit wohl so genannt wie es sich gehört: Erpressung.
    Und zuletzt, der studierte (und seinerzeit farbentragende) Herr Standesgenosse hätte den Funktionär doch auch angehen können ob der überhaupt satisfaktionsfähig sei und wenn ja (auch farbentragend…) wen er als Kartellträger benenne. Man muss solche Intriganten auch mal mit den persönlichen Folgen ihres Tuns konfrontieren, entweder einem schönen Schmiss oder der sozialen Folge, wenn man im Umfeld ausstreut dass X wegen Unwürdigkeit als Altphilister aus seiner Verbindung katapultiert wurde.
    Und schließlich, in unseren Kreisen hat mal selbst die Leibesfolge solcher Beziehungen dann per matrimonium subsequens geheilt, so steht dass dann als non-pareil-Druck klein auch in alten Gothas.
    .
    Bleibt die Frage, ob der der so schnell einknickt wirklich aus dem Holz ist aus dem man gute Politiker schnitzt. Einem Churchill wäre so etwas nicht passiert, Erziehung in entsprechendem Umfeld (siehe George Orwell „Such, such were the joys“, Vorsicht, Ironie) härtet dann doch ab.

  52. Meiner Meinung nach hätte er...
    Meiner Meinung nach hätte er sie halt heiraten sollen, sobald sie 18 oder 19 war. Seinen Parteifreunden hätte er dann schlicht den Stinkefinger zeigen können.

  53. Ein wichtiger Beitrag. Ich bin...
    Ein wichtiger Beitrag. Ich bin mir aber nicht sicher, ob er das zugrundeliegende Phänomen richtig fasst, wobei ich mir hier jetzt nicht anmaße, es besser analysieren zu können. Da tritt einer von Funktionen zurück, nachdem sein Privatleben skandalisiert wurde. Juristisch gibt es nichts relevantes zu monieren, eigentlich alles Privatsache, wie z. B. auch bei dem Hamburger Ex-Bürgermeister, dem dies m. E. nie vorgeworfen worden wäre, selbst wenn er im Amt geblieben wäre. Es wird also mit zweierlei Mass gemessen, und gerade diese Fähigkeit von Teilen der Gesellschaft ohne rationales Wimpernzucken einen Ochsen bei Bedarf opfern zu können, wenn „es“ nicht passt, scheint mir ein wesentlicher Herrschaftmechanismus der Stützen der Gesellschaft. So haben es viele schon im Nachtcafe eingeübt, und so wird bei dem Einen famoser Charakter, was dem Anderen als „degoutant“ verwehrt wird. Und die Ironie ist doch: Manchmal ist das ganz in Ordnung und nicht ungerecht, und die Grenzen fluktuieren erfrischend. Offenbar hatte der arme Hund viele Feinde in seiner Nähe, und seine Förderer konnten ihn mangels Macht nicht durchsetzen, bzw. fanden es nicht mehr so wichtig. Dann findet man einen Anlass, der Mohr muss gehen und die Parteivorsitzende erhält eine weitere SMS. Die eigentlichen Gründe dafür kommen hier im Norden erst langsam ans Tageslicht. Hat er noch so gut funktioniert, und ist er noch so angepasst gewesen, es findet sich immer was. Unsere Gesellschaft ist mittlerweile m. E. absichtsvoll so inkohärent konstruiert, dass ein Mensch im öffentlichen Leben immer irgendwo angreifbar ist. Insofern ist ein kalkulierter „Fehltritt“ hier und da sogar sinnvoll, um seine Abwehrstärke zu testen und zu stärken. Denn ist das erste uneheliche Kind kein Anstoss zum Fall, wird das 2. oder 3. eher Anlass sein, um Feinde vor der eigenen Potenz zu warnen, sich nicht mit einem anzulegen. Timing ist da Trumpf.
    Sich von der doch so geliebten Frau im Augenblick der Karriere zu trennen, um kurze Zeit später eine parkettsicherere Parteifreundin zu heiraten, lässt zwar Romantiker die Nase rümpfen, wäre aber bei anderen geradezu der Nachweis von bürgerlicher Tugend und wäre als solche auch sicher honoriert worden, hätte man den Mann nicht partout weghaben wollen und hätte wohl nicht händeringend nach Anlässen gesucht. Das der Mann jetzt sehr überrascht zu sein scheint, ist verständlich, dachte er doch dauerhaft dazuzugehören, verweist aber auch auf seine Naivität und deutet darauf hin, dass die Feinde wohl recht haben könnten, dass er nicht der Richtige sei. Diese Gesellschaften funktionieren über Angst und Schuld, weshalb sich die Kirchen hier so gut suhlen können. Wer keine Angst hat, ist entweder zu dumm, nicht paranoid genug oder gehört nicht dazu, oder hat keine Angst mehr, weil er es nur noch als Spiel sieht, oder nicht mehr dazugehört. Das Menschsein beginnt, wenn man nicht mehr das Leben führt, das Andere für einen wollen, sondern tut, was man liebt. Ich wünsche dem Mann, dass das Schlamassel ihn hierzu inspiriert. Vielleicht kann man ihn dann sogar wählen, aber nicht in der Partei.

  54. Ein blogster ohne...
    Ein blogster ohne Unterleib
    Der plaudert so zum Zeitvertreib
    Von Dingen die vom Hörensagen
    Ihn seit geraumer Zeiten plagen.
    Von Damen oder Dämlichkeiten
    Die einen Mann von Welt begleiten
    Zum Ausführen oder Ausreiten
    Oder zum Altare schreiten.
    Von Damen, die nicht willens sind
    Von ihm zu machen lassen sich ein Kind
    In einer barcetta die geschwind
    verschwindet wie ein lauer Wind.
    Mit Tiroler Speck fängt er die Mäuse
    und lockt sie in sein Seegehäuse
    Er zieht sie aus bis auf das Mieder:
    Alfonso, tu das ja nie wieder!

  55. Neidisch?...
    Neidisch?

  56. Auf den Herrn mit den vier...
    Auf den Herrn mit den vier Ringen und der ewigen Gas-Pipeline-Pension: ja

  57. "Wenn sie in fröhlicher Runde...
    „Wenn sie in fröhlicher Runde dem Kellner kennerisch ans Gesäß gehen, beispielsweise.“
    .
    Na solche kann man sowieso vergessen, egal ob Mann oder Frau. Keine Manieren, indolent, derb druff und nix im Hirn. Auf deutsch: doof und unerträglich.
    .
    Wir reden hier aber über staatstragende Herrschaften. A bissi mehr Anspruch hätt‘ man da schon auf Benehmen gehabt.
    .
    Das ist dann auch das Problem: Viele von denen kriegen es – genauso wie das derbe Volk – einfach nicht hin, sich hormonell zu benehmen. Der innere Bonobo, er ist stärker als sie. Der politische Bonobo tummelt sich – kommunikationsarm geworden – heutzutage in Chatrooms, wo er früher durchaus bei fröhlichem Zusammensein sich problemlos angeschickerte Beute hat verschaffen können.
    .
    Denke grad ergebnisoffen drüber nach, ob es nicht hilfreich wäre, das Thema Testosteron für die Kaste Politiker endlich mal offen und ideologiefrei zu diskutieren, so rein medizinisch als freiwillige Selbst-Prophylaxe. Denn manche Menschen haben von dieser Macht- und Sexhormondroge einfach von Natur aus zu viel abgekriegt (Börsenmakler? Gaddafi? Strauss-Kahn! Politiker!) und stürzen unsere Welt damit noch endgültig ins Elend. Bei CDU-Politikern hilft auch keine nachträgliche bürgerliche oder protestantische Moral mehr (die höher ist als die laxe Moral der Katholen, I know), sie verschlimmert alles nur mit Heuchelgarnitur.
    .
    Es ist zu überlegen, ob der Homo Politicus nicht ein Zuviel an Testosteron an sich selbst schonend ausgleichen könnte. Er muss dann nicht mehr wie der Durchschnittsmann alle 2 Sekunden an Sex denken, sondern nur noch alle 30 Minuten. Das hilft, damit er sich endlich auch mal zwischendurch hilfreiche Gedanken machen kann, die nichts mit Sex zu tun haben, sondern mit Politik. Vielleicht kommt DANN unsere Politik vorwärts. Natürlich lässt dann auch seine Machtgeilheit nach. Was bei einigen Spezies jedoch kein Schaden nicht wäre und sich als erholsam für ihr unmittelbares Habitat (ihre Fraktion, ihr Parteibüro, ihre PR-Damen, ihre Familien) und als erholsam für ihr politisches öffentliches Image herausstellen könnte.

  58. Gottchen....seien wir doch mal...
    Gottchen….seien wir doch mal alle …gerade hier…also im gutbürgerlichen FAZ-Lager….froh, dass es sie noch gibt…diese „WERTE“. Erst jammern alle, wo die hin sind….und nun sind die doch noch da…und dann jammern wieder alle. Weil keiner wirklich mehr….egal.
    Whatever…werden wir konkret:
    the thin red line…..die sollte man doch gerade als bessere Gesellschaft kennen…wozu hat man Euch eigentlich?
    Also….diese Linie ist die Differenz zwischen Sex und Liebe.
    Easy as f.ck.
    Muss ich das erklären…hier?
    Gottchen….also….wenn ein Ex-SPD-Chef, ein Ex-Kanzler und ein active Bundespräsident sich ne Mittzwanzigerin anlachen…dann fällt das unter „Liebe“…weil Liebe ist so ne Sache mit Charakter….und ab 20 ist sowas manchmal vorhanden.
    Wenn nun aber ein Spitzenkandidat sich ne 17 Jährige antwittert…und die sich bei ihrem ersten Treffen für zwei Tage in ein Hotelzimmer einsperren…um sich „an-zu-nähern“….dann ist das hoffentlich keine Liebe….sondern nur und ausschließlich Sex. Und das geht mal garnicht…dass da ein Spitzenkandidat sich an den Töchtern seiner Wähler vergreift….. ius primae noctis … oder so ähnlich.
    Whatever, das ist das …. aber es ist ja viel schlimmer…..weil der Typ nannte es dann auch noch „Liebe“…..und damit wird es dunkel….dunkler wird es nicht mehr.
    Weil…entweder will er seine Wähler behoppsen….oder aber: Er hat sich wirklich in einen Teenie verliebt. Ein Mann von 40 Jahren kann nicht unterscheiden zwischen
    Verantwortung und Freiheit.
    So etwas wird niemals Repräsentant unseres Volkes.
    Gott sei Dank.
    Whatever, das mit Werten und so, das müsst Ihr noch üben…hier in der Bild….äh…. FAZ ;-)

  59. @Ingeborg – Als Dauergast...
    @Ingeborg – Als Dauergast unseres werten Dons fühle ich mich von Ihrem Gedicht mit angesprochen. Um es klar zu stellen, mich hat der Gastgeber noch nie bis auf Mieder ausgezogen. Falls sie sich von seinen Bemerkungen zu Ihren seltsamen Kommentaren nackt und bloß fühlen, liegt das wohl an Ihnen selbst.

  60. @Aurispa: Von Beust hatte den...
    @Aurispa: Von Beust hatte den Vorteil, dass sich die erzkonservativen Teile seiner Partei schon damit abgefunden hatten, einen „Sodomiten“ als Chef zu haben (nicht meine Meinung!), das macht dann in Tateinheit mit einem jungen Loverboy auch keinen signifikanten Unterschied mehr. UND Hamburg ist strukturell sicher ganz anders als Schleswig-Holstein.

  61. Ah, jetzt fühle ich mich hier...
    Ah, jetzt fühle ich mich hier schon wohler, da wir weg vom Moralisieren und mehr zum Analysieren, Verzeihung, Plaudern, wieder gekommen sind. Gibt es hier eigentlich auch Verbindungen zwischen jungen Jesus-Männern und älteren Madonna-Damen? Nein? Wohl nur weils zu wenig reiche, mächtige Damen gibt?
    .
    auxtroisglobes, da sagen Sie was. Andererseits, schauen Sie mal in erzkatholische Länder (zu denen Deutschland schon lange nicht mehr zählt): Da geht die Post gelegentlich noch ganz anders ab.

  62. Vergleichen wir die Parteien...
    Vergleichen wir die Parteien nach den maximalen Altersunterschieden bekannter Genossen zu ihren Ehepartnerinnen: SPD: 40 Jahre (Franz Müntefering), Grüne: knapp 30 Jahre (Joschka Fischer). In der CDU hingegen muss man sorgfältig differenzieren: Gut 20 Jahre sind bei anzunehmender sexueller Konnotation der Beziehung offensichtlich verboten, bei verdienten Alt-Kanzlern hingegen sind 35 Jahre offenbar erlaubt, wenn ein Versorgungsaspekt als Gegenleistung zur häuslichen Pflege (Spiegel, 03.04.11) im Vordergrund steht.

  63. Feine Wortwahl, Don Alphonso....
    Feine Wortwahl, Don Alphonso. „Brutalstmöglich“, das liebe alte Wort, mit all den Erinnerungen, die es wachruft, und all den Assoziationen.

  64. Ja, es ist ein schönes Wort,...
    Ja, es ist ein schönes Wort, von einem sehr hässlichen Menschen. Zumal es, wie man sieht, ja auch wirklich praktiziert und nicht nur angekündigt wird.
    .
    Bitte nicht von Ingeborg der Zickigen provozieren lassen, danke.

  65. @Falkenherz - "über Religion,...
    @Falkenherz – „über Religion, Geld und Sex spricht man nicht….. man hat es“, sagt die alte Dame —- aber eine Madonna ist sie nicht.

  66. Es ist ja, bei genauerer...
    Es ist ja, bei genauerer Analyse, in Betracht zu ziehen, in welchem Grade nicht Vieles
    von dem, was so in der Politik abgeht, eine pathologische Würdigung erfahren sollte.
    Auch und gerade in der Beziehung zwischen Politiker und seiner Klientel. Nur mal so leichthin gefragt.
    Idem amor exitium pecori pecorisque magistro. Verg.ecl.3,101 (Also dem Vieh, wie dem Herren des Viehs bringt Liebe Verderben.)
    ..
    Elsa@: Rivalitatem non amat victoria. Publil.Syr.R7 (Der Sieg liebt keine Konkurrenz der Nutznießer.)

  67. @Vroni: Nein, auch die Damen...
    @Vroni: Nein, auch die Damen aus besseren Kreisen mischen sich immer einmal wieder in fröhlicher Runde unter die Grapscherinnen. Denn was sich höher gestellt glaubt (und das ist bei Männern ja erst recht so) – meint, die Grenzen anderer Menschen mir nichts, dir nichts überschreiten zu können.
    .
    @ThorHa: Die Liste der ‚von‘ und ‚zu‘ im Widerstand mag beeindruckend sein. Jedoch ist sie es erst recht und uneingeschränkt auf der Seite der damaligen Kriegstreiber. Nach dem ersten Weltkrieg waren die Ex-Adeligen im besten Fall extrem reaktionär – oder sie haben unmittelbar von Wiederaufrüstung und militärischen Laufbahnen profitiert. Und den zweiten Weltkrieg damit zumindest mittelbar sehr befördert. Erst als klar wurde, dass der Aufstieg mit einem harten Fall beendet würde, haben sich die ‚von‘ und ‚zu‘ zum Widerstand formiert. Und das dann in einer so zögerlichen Form (Stichwort Eid!), dass der Ausgang vorprogammiert war. Da gab es zupackendere Menschen, aus dem Arbeitermilieu beispielsweise, die allein und mit vollem eigenen Risiko viel früher schon Hitler eliminieren wollten.
    .
    @Falkenherz: Naivität unterstelle ich Ihnen bei Ihrer Weisheit nicht. Denn Ihre Weisheit scheint allerorten anerkannt zu sein. Und dem Diskussionsstil – hier – sehr würdig…

  68. @Goodnight: Es lebe das...
    @Goodnight: Es lebe das Ghetto! Die Vierzigjährigen nur mit den Vierzigjährigen! Die Siebzigjährigen nur mit den Siebzigjährigen! Die Zwanzigjährigen nur mit den Zwanzigjährigen! Die Schwarzen nur mit den Schwarzen. Die Gelben nur mit den Gelben. Die Reichen nur mit den Reichen. Die Hauptschüler nur mit den Hauptschülern. Die Männer nur mit den Mä….?

  69. Die Ingeborg, die hat heut...
    Die Ingeborg, die hat heut ihren Schiefer,
    Greift drum heut so in den Sphären tiefer.

  70. Lieber Grand Guignol, helfen...
    Lieber Grand Guignol, helfen Sie mir auf die Sprünge. Ich habe ihre Anspielung nicht verstanden; sehe allenthalben nur Verlierer.

  71. Es handelt sich ja eigentlich...
    Es handelt sich ja eigentlich um ein Trauerspiel, andererseits hat der Wurm, ach, pardon, nein … Günther heißt der ja … eine Mimik, die frappant der von Blackadder gleicht.
    .
    Newsreader „The acting returning officer Mr. E. Blackadder, and we’re all very grateful indeed, that he stepped in at the last moment, when the previous returning officer accidentally brutally stabbed himself in the stomach while shaving.“
    .
    Blackadder (the voter) „I took over from the previous electorate, when he very sadly accidentally brutally cut his head of while combing his hair.“
    .
    Dish und Dishonesty, http://www.youtube.com/watch?v=8wgo-OgZomk (15:35 and onwards)

  72. Warum nicht!
    Die vier Ringe...

    Warum nicht!
    Die vier Ringe und die Pension von der Gaspipeline, wer will das ablehnen?
    .
    Das wäre mir die Zugehörigkeit zu den SdG nicht wert.
    .
    Da kann das Ramschrating – die wirksamste Schuldenbremse überhaupt –
    doch kommen.

  73. "erzkatholische Länder"
    Da...

    „erzkatholische Länder“
    Da war´s ja auch einfach: Erst schnackseln, dann beichten = alles gut. Die katholische Kirche war zu ihren besten Zeiten immer eine sehr weltweise Institution. Zuviel Moral hätte sie den Evangelen überlassen sollen :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  74. Testosteron:
    "Natürlich...

    Testosteron:
    „Natürlich lässt dann auch seine Machtgeilheit nach. Was … kein Schaden nicht wäre und sich … als erholsam für ihr politisches öffentliches Image herausstellen könnte.
    Pruuuuust. Welch herzerfrischende Glorifizierung des vernünftigen Wählers.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  75. Die "Hinrichtung" des Herrn...
    Die „Hinrichtung“ des Herrn CvB ist schon in Ordnung, wenngleich aus den falschen Gründen vollstreckt. Allein mit der Tatsache, daß er die junge Dame im Hinblick auf seine Kandidatur gnadenlos abserviert und vor den Mikrofonen später mit Tränen in den Augen von Liebe gefaselt hat, ist ein hinreichender Grund, einem solchen Herrn zwecks innerer Einkehr eine Auszeit zu verpassen…

  76. DA hat mich enttäuscht. ...
    DA hat mich enttäuscht. August is the silly season (Sauregurkenzeit?) und von ihm wünsche ich mir endlich einmal a silly Beitrag.

  77. @Ephemeride

    Was ist die...
    @Ephemeride
    Was ist die wesentliche Funktion eines Politikers?
    Verantwortung zu übernehmen.
    Woran scheitern die meisten Politiker?
    An Fehltritten?
    Nein, sondern daran, wie sie mit ihren Fehltritten umgehen, d.h. Verantwortung übernehmen.
    Es wird wohl keiner einem 40 jährigen Mann vorwerfen, dass er eine 17 Jährige attraktiv findet.
    Wenn es dann zum Äußersten kommt, dann sollte er verantwortungsvoll genug sein, die Sache diskret zu beenden.
    Wenn er dann aber mit der Dame in der Öffentlichkeit spazieren geht und es dann noch als „Liebe“ kommuniziert, dann fragt sich das gemeine Volk:
    Wie will ein 40 jähriger Mann Verantwortung für ein Bundesland übernehmen, wenn er nichtmal Verantwortung für eine 17 jährige übernehmen kann….oder, und das ist dann noch viel gruseliger, wenn er meint, er wäre selbst auf einer kognitiven Ebene mit einer 17 jährigen.
    Nun sollen einige der Meinung sein, eine 17 jährige bräuchte keinen mehr, der für sie Verantwortung übernimmt.
    Nun, der müsste dann aber bitte auch die Änderung einiger wichtiger Gesetze fordern, insbesondere das Jugendstrafrecht etc.
    Die Werte sind nämlich viel mehr in unseren gesellschaftlichen Strukturen verankert als einige hier meinen zu ahnen oder so.

  78. Ephemeride, es war nicht...
    Ephemeride, es war nicht persönlich gemeint. Lag ich so falsch?

  79. Weils halt pfeilgrad um...
    Weils halt pfeilgrad um d´Lolita (S. auch Ludwig I vo Wittelsbach, Baiern un die scheeni Lola Montez) gehd, zoag i Eich a obaboarischs Wirtshausstanzerl.
    http://www.youtube.com/watch?v=0GxYY_4DlXI

  80. Im alten Bonn haette es das...
    Im alten Bonn haette es das nicht gegeben. Da galt noch das „Gentleman’s Agreement“, dass über das Privatleben von Politikastern nichts zu berichten sei. Heute – sind Politiker öffentlich schwul, „und das ist auch gut so“, lassen sich übers Buntfernsehen verhökern und haben halt ihre Skandälchen. Oh Tempora, oh mores… so what? Zu verkorkst, um gewählt zu werden, war noch keiner. Dabei sind sie’s eigentlich alle.

  81. Nach Hitler ist die eigene...
    Nach Hitler ist die eigene Biographie immer wichtiger als der Staat.
    .
    Unnatürliches geschieht sofort – Wunder etwas später. Neue Vorschläge zur Deutschen Verantwortung, ungefähr hier so gesehen.
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    In Mitteleuropa sind ja dem Blogger zum Glück durch die Freiheit die Hände gebunden – daher gibt es wirklich freies Bloggen sinnvollerweise z. B. nur in China.
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    Und Zivilisation ist, wenn man trotzdem schießt.
    .
    Schon die Vorstellung, dass eine Armee integraler Bestandteil eines Staates sein könnte, ist falsch. Armeen sind integraler Bestandteil der Manövriermasse. (Kleine Provokationen, den zusammenwachsenden Internetnationen vorgetragen.)
    .
    Völker im Todeskampf sind nun mal vollkommen uninteressant – wir interessieren uns nur noch fürs danach. (Neue Bildungen – der Dekadenz vorgeschlagen)(Auch schon im dreissigjährigen Krieg wars am Ende auch so)
    .
    Es ist nun mal so: Die einen sitzen gerne, die anderen sind gerne verantwortlich unterwegs, so wie Dschingis Khan. (Neue Provokationen – dem nächsten Bühnenstück vorgeschlagen.)
    .
    One against the pentagon – einer gegen das Achteck – neue alte Geometrie für die deutsche Grundschule. (dito)
    .
    Kommentar, konzentriert: In den nächsten zehn Jahren wird es drei Bundestagswahlen geben. (In 2, 6 u. 10 Jahren, logo). Da wird wahrscheinlich viel mehr anders, als viele heute wahrhaben wollen. (Im Augenblick des Todes von Ludwig 14 haben wahrscheinlich auch viele hohe und höchste Hofbeamte noch an das wahrscheinliche, irgendwie doch ewige Weiterbestehen des Sonnenkönigtums geglaubt: Gleich morgen fällt uns der Nachfolger auf, den müssen wir dann bloß noch inthronisieren.)
    .
    Redefining european policy – shaping the world for the better: Es gibt keine Ungleichheit im Elend, auch nicht im Euroelend. (Wenn auch nur ein Land lediglich bloß halb zu Grunde gerichtet übrig bliebe, wäre das ungerecht. Schließlich haben auch alle Viertel schon immer nur das Beste gewollt, für alle.)
    .
    Es gibt keine kleinere Angst vor der Wahrheit als überall. (Ghandi)
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    Im Frieden erreichen auch normale Soldaten das Rentenalter. (Demnächst als Vorabveröffentlichung aus der kommenden Präsidentenreden)
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    Meine Erinnerungen – für Deutschland nutzbar gemacht. (Wenn der Aristokrat morgens aufwacht)
    .
    Glück hat auf die Dauer nur die Vorsehung alleine – aus den höchst verbotenen Aufzeichngen multipler Autorenschaft. (Vorsehung hätre veränderliche Vorzeichen? Nie!)(Verwegenes, mutig auf die Bühne gebracht.)
    .
    Ganz falsch: Zvilisation ist, wenn man trotzdem Waffen verkauft.

  82. @Falkenherz: Nein, natürlich...
    @Falkenherz: Nein, natürlich lagen Sie – auch meiner Meinung nach – nicht falsch. Der Bonner Klüngel… nunja, man hat sich halt keine Augen ausgehackt. Auch, weil zwischendrin jeweils ein Monsignore oder Abbé stand. Der hat dann aufgepasst, dass sich von seinen christlichen Volksvertretern keiner allzu sehr weh tat. Sommergruß!

  83. Was, beim Don, ist...
    Was, beim Don, ist göttlicher,
    als Gemüse, wenn sehr jung?
    So sahs auch der Boetticher –
    nur: draus folgt die Hinrichtung!

  84. specialmarke: eine Auszeit...
    specialmarke: eine Auszeit nicht unter 50 Jahren, bitte.

  85. Also, ich persönlich lasse...
    Also, ich persönlich lasse Paprika ja gerne erst mal eine Woche rumliegen, bevor ich ihn verkoche.

  86. Sie haben ja recht, es wird...
    Sie haben ja recht, es wird mit zweierlei Mass gemessen. Eine 23 Jahre jüngere Freundin geht natürlich gar nicht. Dass ein schwuler Aussenminsiter dagegen sein Gschpusi bei Staatsbesuchen mitreisen lässt und Damenprogramm machen lässt, das ist völlig in Ordnung. Aber was solls.
    Wir leben auch in der Republik, die glaubt, ein Kanzlerkandidat, der sich bereits dreimal in der Wahl seiner Ehefrau getäuscht hat und dann munter die vierte heiratet, dass dieser Mensch eben in anderen Bereichen klarer urteilt.
    Man kann nur weinen. Aber bitte nenne Sie diese Menschen doch nicht Konservative. Die Leute der C-Partei sind doch die Totengräber jeglichen konservativen Gedankens.

  87. Köstlich. Vielen Dank für...
    Köstlich. Vielen Dank für den Artikel.

  88. Warum kann man nicht einfach...
    Warum kann man nicht einfach normal (vernünftig) sein.

  89. @DA (22:22): Also _das_ hätte...
    @DA (22:22): Also _das_ hätte ich ja nun nicht von Ihnen erwartet. Das ist ja schon fast… Schimmelzucht.

  90. Wenn ich Ihre Aufmerksamkeit...
    Wenn ich Ihre Aufmerksamkeit kurz auf folgendes Chart lenken darf:
    .
    http://static.artfagcity.com.s3.amazonaws.com/wordpress_core/wp-content/uploads/2008/07/001.jpg
    .
    Oben links – etwas im Hintergrund – sehen Sie den Dax.

  91. [OT - wenn schon...
    [OT – wenn schon Gemüse]
    Also, die Werbung hier um den Blog rum ist ja schon reichlich bizarr. „Aktivieren Sie die Kraft des Brokkoli gegen Merkmale der Müdigkeit“. Also, gegen Müdigkeit schlafe ich ruhig und trinke danach Kaffee, da mache ich keine Wissenschaft von Merkmalen draus, sondern pack das einfach rabiat an der Wurzel. Der Brokkoli wird dann vertilgt, wenn der Appetit erwacht, aber wach hat mich der noch nie gemacht.

  92. Alle Mitglieder dieser ach so...
    Alle Mitglieder dieser ach so offenen Gesellschaft in diesem Blog sollten sich mal die Frage stellen, wie sie reagieren würden, wenn es Ihre 16jährige Tochter wäre, die da ihren neuen 40jährigen Freund vorstellt, aber bitte nur die mit Kindern, Leute ohne, und ganz besonders Leute ohne Unterleib können da nämlich nicht mitreden.
    Und weiter könnte man sich vorstellen, diese Heulsuse wäre im Amt, und es käme mal wieder eine Sturmflut, möchte man so einen dann wirklich?
    Ich habe im wirklichen Leben noch keine 16jährige reife Nastassja Kinski erlebt, nur ziemlich kindliche Girlies, und Harold and Maude war lustig, Zeitgeist eben.

  93. Spannende Frage: Wo ist die...
    Spannende Frage: Wo ist die Grenze?
    vBoett ist ja „nur“ 23 Jahre älter. So what?
    vBeust ist 36 Jahre älter; als er seinen Freund vorstellte, war dieser 19.
    Vielleicht kannten die sich schon 3 Jahre lang?
    Helmut Kohl hat 35 Jahre Vorsprung, Woody Allen 36, Münte mehr als 40.
    Rekordhalter (nach kurzer Recherche) ist Jopi Heesters, der ist 46 Jahre älter als seine Gattin.
    Hugh Hefners Ehe mit einer 24jährigen kam nicht zustande (Delta >60).
    Gibt es eine natürliche Grenze?

  94. mediensegler, was ich sagen...
    mediensegler, was ich sagen würde, hat wenig zu sagen, denn ich finde, dass Mobiltelefon, Glotze und Internet mit 18 immer noch zu früh kommen. Die Sache ist natürlich schwierig. Aber lassen sich Kinder da noch was sagen? Insofern wäre vielleicht eine hilfreiche Begleitung besser als ein Verbot, das nichts nützt (und ich weiss schon, warum ich keine Kinder will, selbst mit Frauen, die nicht durch vermiesende Kommentare auffallen)

  95. LutzBrux, nicht weinen; die...
    LutzBrux, nicht weinen; die jetzige BK blickt’s doch.
    Den konservativen Wählern und Ratgebern sei Dank.

  96. Eine hilfreiche Begleitung als...
    Eine hilfreiche Begleitung als Erziehungsbeihilfe wirkt immer…
    den elterlichen Geldhahn zuzudrehen. ;-)

  97. Da gäbe es bei mir nicht...
    Da gäbe es bei mir nicht viel, was man zudrehen könnte.

  98. @ThorHa: Letzte Woche in...
    @ThorHa: Letzte Woche in Verdun konnte ich mich von Falkenhayns „Plan“ des Weissblutens des Gegners überzeugen. Schließlich wurde er „weggelobt“.
    Stauffenberg hätte den „Gefreiten“ sicherlich auch einfach erschiessen können.
    Er hat’s versappelt.
    Merkel hätte „nach Lehmann 2008“ mit Sarko die Euro-Bonds klarmachen können. Heute klingt das nach „Dies Irae“.
    Und da wundern wir uns über eine erfrischende Beziehung eines sog. Konservativen?
    :) lol. Das wird nichts, meine Herren…

  99. Mein Lebensgefährte hat...
    Mein Lebensgefährte hat neulich einer jungen Schönheit aus der Nachbarschaft Avancen gemacht – einer wirklich bezaubernden Border Collie-Dame. Sie ist kaum zwei Jahre alt. Mein Lebensgefährte ist mehr als viermal so alt und außerdem wäre es auch noch interracial. Ein absolutes no go für Konservative. Glücklicherweise ist mein Lebensgefährte weder Parteimitglied, noch strebt er ein politisches Amt an. Obwohl, manchmal nimmt er die Schnauze ganz schön voll und Manieren lässt er auch oft vermissen. Geeignet wäre er also schon.

  100. Boetticher ist laut Wikipedia...
    Boetticher ist laut Wikipedia „Alter Herr“ einer pflichtschlagenden Verbindung.
    Nun wurde der Schmiss eben mit etwas Verspätung gesetzt.
    Haltung, nicht Heulen war gefordert. Die Tränen, Anleihe vom Weichholzkrokodil wg. ramponierter Karriere.
    Besonnene Politiker bedürfen wohl weniger der Standhaftigkeitsprobe mittels Schlägergebrauchs, die nicht zwangsläufig die zukünftige Belastbarkeit und Integrität garantiert.
    Und in gewisser Weise hat sich Boetticher das nachrangige Rating selbst verpaßt.

  101. zur Einlassung (25. August...
    zur Einlassung (25. August 2011, 13:02)
    Mit den Begriffen „Satisfaktionsfähigkeit“ und „Standesgenosse“ philistert man schon ein wenig an die Stützen einer demokratischen Gesellschaft.
    Sollte sich eine im Dienst dieser Gesellschaft stehende loyale Person nicht gestatten.

  102. @Don Alphonso
    das mit dem...

    @Don Alphonso
    das mit dem Paprika mache ich ebenso,
    führt bei gutem zur Nachreife,
    den anderen überlasse ich den Schimmelkulturen.
    Ist überhaupt schwierig guten Paprika zu kaufen,
    rot verpacktes Wassser gibt es ja an jeder Ecke.

  103. @mediensegler – Die Frage...
    @mediensegler – Die Frage habe ich mir gestern gestellt, nämlich, was hätte ich gemacht, wenn eines der Tigerbabies mit 16 einen 40-jährigen angeschleppt hätte. Den Geldhahn zugedreht hätte ich sicher nicht. Das ist – meiner Meinung nach – ein völlig falsches Erziehungsmittel. Eher hätte ich vorsichtig erkundigt, ob sie vielleicht mehr Geld braucht, um unabhängig zu sein. Mich mit dem alten Knacker anzulegen (wie weiter oben kommentiert), halte ich für unemanzipiert. Meine Töchter gehören schließlich nicht mir oder meinem Mann, sondern sind selbstständige Personen mit eigener Entscheidungshoheit – auch was ihr Liebesleben betrifft.
    .
    Dann kam mir ein amüsanter Gedanke: ‘Vielleicht hatte dieser ältere Herr der jungen Dame einfach mehr zu bieten als die in sexuellen Dingen unerfahren Jünglinge. War ich nicht vor langer, langer Zeit einmal selbst in einer vergleichbaren Situation?’ (zwar nicht mit sechzehn, aber ein paar Jahre später, denn ich war reichlich spätreif)

  104. ich verstehe nicht, warum...
    ich verstehe nicht, warum ueberall geschrieben wird, herr von boetticher waere wegen der liaison mit einer sehr jungen frau gezwungen worden, zurueckzutreten.
    dass andere politiker sich aehnliche private eskapaden leisten koennen und trotzdem noch fest im sattel sitzen, zeigt doch, dass herr von boetticher etwas anderes ganz falsch gemacht haben muss. es laesst den schluss zu, dass ihm das poltische ‚geschick‘ fehlt, ueber das andere wohl reichlich verfuegen. sonst haette man ihn nicht wegen einer solchen sache derart ins straucheln bringen koennen.
    ergo waere er als ministerpraesident wahrscheinlich eh nicht der richtige gewesen, nicht wahr ?
    es gruesst,
    nanouk

  105. So einfach ists nicht. Eine...
    So einfach ists nicht. Eine 16jährige unter Auslassung sozialer Beobachtung in ein Hotel zu bestellen, um dort ihr parteipolitisches Streben in der Jugendorganisation für einen guten XXX nutzbar zu machen. Sie kurz darauf sitzen zu lassen. Wohl gleichzeitig eine 10 Jahre dauernde Beziehung zu enttäuschen.
    was ist das denn für eine Performance?

  106. @Don: volle Zustimmung. Was...
    @Don: volle Zustimmung. Was mich ja an der ganzen Berichterstattung zusätzlich nervt: Die 16-jährige Partnerin wird als hilfloser Spielball hingestellt, die aus welchen Gründen auch immer einem älteren Mann erlegen sei. Niemand kommt auf die Idee, dass auch 16-jährige über einen freien Willen verfügen und dass es im Rahmen des Möglichen liegen könnte, dass sie genauso verliebt in ihn war wie sie. Es weiß doch kein Außenstehender wie die Beziehung der Beiden aussah – man kann sich nicht immer aussuchen wo die Liebe hinfällt und in dem Fall wurde weder eine Ehe gebrochen noch etwas Illegales getan. Schlimm genug dass er sich dazu gezwungen sah, die Beziehung in Hinblick auf seine Kandidatur zu beenden.

  107. Eine höchst erfreuliche...
    Eine höchst erfreuliche Argumentation im ursprünglichen Artikel. Bemerkenswert ist vielleicht noch, daß sich bestimmte Politiker mit „größeren“ Vergehen mühelos im Amt halten konnten. Das nährt den Verdacht, der Umgang der Politiker mit den Medien ist eine hochgradig arkane Tätigkeit, die sich dem gemeinen Bürger nicht erschließen will.

  108. Ich wollte damit nicht mein...
    Ich wollte damit nicht mein Einverständnis oder gar meine Hochschätzung dieser Rituale zu Protokoll geben, deswegen ja auch der bittere Inronie-Hinweis im Schluss. Der – zugegeben machivellistische – Gedankengang war vielmehr:
    Wer im juste milieu de droite Karriere machen will, der sollte es in schwierigen Situationen auch beim Wort nehmen, einschließlich seiner Gegner. Man kann – Kaltblütigkeit vorausgesetzt – dann auch Konkurrenten um die Macht unglaubwürdig machen.
    Dazu gehört auch – wenn man klug ist – der naive Augenaufschlag mit dem man den Gegner auffordert die Nagelprobe auf sein konservatives Weltbild selbst anzutreten.
    Meine Bedenken ob nicht das Verhalten in der Krise den Kandidaten nachträglich
    selbst demontiert, hatte ich oben schon zu Protokoll gegeben.
    Ich hatte aus bestimmtem Grund auch Spencer Churchill erwähnt, erstens weil auch adelig ( Familie der Herzöge von Marlborough), zweitens weil man dem Politiker Ch. zwar Fehler der Einschätzung in seiner langen Karriere nachsagen kann, die ihn von der äußersten Linken der Liberaldemokraten vor dem 1. WK zu den Konservativen trug, aber sicher nicht mangelnde Standhaftigkeit und fehlende persönliche Tapferkeit. Als er nach Gallipoli im 1.WK als Marineminister zurtreten musste, meldete er sich nach kurzer Zeit freiwllig als Major (sein letzter aktiver Dienstgrad, gelernt war er Berufssoldat!) an die Westfront. In dieser Funktion war Überleben keineswegs garantiert.
    Und auch was die oben reichlich erwähnten Gedanken zum Widerstand angeht:
    Nein, Claus Stauffenberg konnte Hitler nicht einfach erschießen, erstens weil das mit nur noch drei funktionsfähigen Fingern einer Hand und einem fehlenden zweiten Arm technisch schwierig gewesen wäre, sondern zweitens auch weil die (ich verkneife mir nicht – bürgerlichen) Generale im allgemeinen Heeresamt und beim BdEH (Befehlshaber des Ersatzheeres ) im Bendlerblock von sich aus nicht den Staatsstreich eingeleitet hätten. Da waren die beiden Chefs der Stäbe (Claus beim BdE, A Ritter Merz von Quirnheim beim AHA) schon erforderlich, denn die unterschrieben in Vertretung die Walküre Befehle mit den Staatsstreich – Plänen.

  109. Wo genau ist jetzt der...
    Wo genau ist jetzt der Unterschied zu Berlusconi?

  110. Schon Brechts...
    Schon Brechts „Dreigroschenoper“ zeigt: Sex ist schlecht fürs Geschäft; Sex stört das Schöpfen aus der Revenuequelle.

  111. Nur als zarter Hinweis an...
    Nur als zarter Hinweis an diejenigen, die hier in öffentliher Wertung in welche Richtung auch immer von Heuchelei reden: Was berechtigt uns eigentlich, mit Schwung eindeutig private, dem reinen Privatleben zuzuordnende, Beziehungen jeglicher Art zu etratschen und zu werten? Genau – nichts! Auf dem Boden der Bereitschaft, das überhaupt zu tun, wächst die auch hier gerne beklagte öffentliche Hysterie. Mit der wir alle natürlich nichts zu tun ghaben …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  112. Nörgler, anders ist es nur...
    Nörgler, anders ist es nur dann, wenn man Sex zum Geschäft macht (das beantwortet vielleicht auch HansMeiers Frage).

  113. Ingeborg, wenn das wirklich...
    Ingeborg, wenn das wirklich Ihre Meinung ist, dann schreiben Sie doch bitte eine Mail an das FAZ-Feuilleton mit genau diesen Anwürfen und fordern Sie die Einstellung dieses Blogs. Dann haben Sie eine sicher nicht grosse, aber doch ansatzweise vorhandene Chance, dass es auch gemacht wird, falls Sie Ihre Vorwürfe schlüssig belegen können, und wenn nicht: Dann wissen Sie, woran Sie sind, und können sich in den Kommentarspalten von Welt und Ziet löschen lassen. Hier jedenfalls setzen Sie ab sofort keinen Kommentar mehr ab.
    .
    unellen, das sind so die Überlegungen, weshalb ich als Journalist gesagt hätte (und es wohl auch so von manchen gesagt wurde): Das ist als Thema irgendwie zu heikel. So etwas kann mit etwas Pech auch schlimm daneben gehen. Die Medien haben das letztlich dann ja auch in Meute gemacht, und weniger als Einzelpersonen. Ich habe den Eindruck, den Fall wollte sich niemand so richtg in die Trophäensammlung hängen, weil alle Beteiligten nicht zwingend sauber gespielt haben. Das ist eine der Geschichten, aus der niemand unbeschädigt herauskommt. Einen Politikewr kann man absägen, aber die Struktur, die den Fall ermöglicht hat, die will gewählt werden. Schwierig, das alles.

  114. Schorsch Wagner:
    .
    Schon 2007...

    Schorsch Wagner:
    .
    Schon 2007 wussten alle was da anrollt.
    In Berlin glaubt man
    ‚uns kann keiner‘ und selbst der ‚Blick in den Abgrund 2008‘ hat daran bis heute
    nicht ändern können.

  115. Natürlich lädt das ein zu...
    Natürlich lädt das ein zu allerlei Moralbetrachtungen über Konservative. Die Gründe des Zwangs zum Rücktrott allerdings sind erheblich rationaler und profaner, als es der Boetticher und das Feuilleton gern hätte. Politik hat ihre eigenen inneren Gesetzmäßigkeiten und Aufgabenstellungen. Job einer Partei ist es, flapsig formuliert, eine Wahl zu gewinnen. Und die Aufgabe ihres Führungspersonals besteht darin, das ihre zu tun, dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Wie ein Mensch glauben kann, mit solcher Vorgeschichte eine Landtagswahl in der Mediengesellschaft durchstehen zu können und Ministerpräsident zu werden, ist mir schleierhaft und eine Form der Abgehobenheit, die an sich schon strafwürdig ist. Es geht nicht um Doppelmoral der Parteifreunde oder Intrige, sondern in dieser Sache darum, die Reißleine zu ziehen, um nicht die Wahlen von vornherein aufzugeben. Das hat der gute Peter Harry Carstensen getan, in dem er eingeschritten ist und den Stopp gesetzt hat. Und das war seine Aufgabe im Sinne seiner Verantwortung für den Erfolg der Politik der Partei, völlig frei von jeder menschlichen Bewertung des Herrn von Boetticher oder philosophischer Moralbetrachtungen seines Handelns. Ganz pragmatisch. Natürlich kam vom Gegner nichts. Der nämlich hatte sich das ganz sicher für die letzten zwei Wochen vor der Wahl aufgehoben gehabt. Wie auch immer die Diskussion dann getobt hätte, absolut sicher wäre die Niederlage gewesen. Dass ein von Boetticher dies sich nicht selber gesagt hat, bevor er Kandidat wurde, ist gänzlich unverständlich.

  116. Gestatten, darf ick mir...
    Gestatten, darf ick mir vorstellen: Bin der Kartellträjer von dem Herrn, den Sie eben fixierten.
    http://www.youtube.com/watch?v=sSyEwZ7Zg5c&feature=related
    ..
    Phillipp v. Boeselager, ein äusserst honoriger Herr und ehem. Offizier (er hatte seine Reiter am 20.07.44 von der Ostfront herauslösen und per Ju nach Berlin transportieren lassen sollen) stand zwei 2,00 m vom Gröfaz entfernt, mit umgeschnallter geladener Pistole nach eigenem Bekunden, und ließ die alles entscheidenden Sekunden, Minuten verstreichen. (Er war noch im Besitz all seiner Finger, das war vor dem o. a. Datum.)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Freiherr_von_Boeselager

  117. Re Herr von Boetticher...
    Re Herr von Boetticher (37-Jahre alt?) – ich kann die ganze Geschichte verstehen, da immerhin „Power is a great aphrodisiac“.

  118. Was ich beim Lesen dieser...
    Was ich beim Lesen dieser Forumsbeiträge hier positiv überrascht, ist die so wesentlich höflichere und sachlichere Umgangsform zwischen den Teilnehmern, im Unterschied zu den meisten Diskussionen bei Spiegel Online. Dort habe ich meist nach zwei, drei Beiträgen keine Lust mehr weiterzulesen, weil dort so viele glauben sich gegenseitig „dissen“ zu müssen.
    Vielleicht habe ich aber einfach auch nur einen guten Tag hier erwischt…
    also für heute: Chapeau, F.A.Z.-Volk!

  119. @Werte unellen, wie wahr! Die...
    @Werte unellen, wie wahr! Die Empörung instrumentalisiert unterschwellig das alte-falsche Bild aus allen Grzimek-Filmen, dass die Männchen nur ein bisschen kämpfen müssen und dann können sie sich die Weibchen nehmen, die nichts, aber auch rein gar nichts mitentscheiden. Es leben die 1950er Jahre und das entsprechende Frauenbild…!
    .
    @Herr Matecki, alles schön und gut. Ein Churchill hat Opfermut bewiesen, aber wollen wir uns ernsthaft über Opferwillen für das Vaterland (hier?!) unterhalten? (I don’t need a country to die for). Ein Stauffenberg hatte nur eine Hand? Für was bitte ist das eine Erklärung? Herr von Clausewitz hatte Husten, der nächste Hämorrhiden und zum Schluss hatten alle einen Eid-Komplex. Fakt ist und bleibt und da beißt die Geschichtsklitterung keinen Faden ab: Die sich selbst so edelmütig darstellende ‚Aristokratie‘ hat (auch da) versagt. Leider hat das die Zeitung mit den vier Buchstaben noch nicht ganz intus.

  120. berlin, ich will gar nicht in...
    berlin, ich will gar nicht in Frag stellen, dass man das Verhalten als sehr problematisch betrachten kann. Und dumm. Und höchst ungeschickt. Alles richtig. Aber wie ist das, relativ betrachtet, zum dem, was andere problemlos überleben? Problematisch ist das alles, aber welches Problem bringt einen um? Es geht mir also eher um den Vergleich als um das Absolute. Meines wäre das alles nicht, aber ich bin ja auich keiner von denen.
    .
    prince Matecki, ich habe auch keinen Zweifel, dass dieser Fall hinter den Fassaden der Partei weit debattiert uind als Anlass zu Überlegungen genommen wird. Und im Gegensatz zu Facebook und Email war das Callgirl nun mal eine eher diskrete Geschichte, relativ betrachtet. Man darf nicht überrascht sein, wenn auf dieser Linie nun mehr auftaucht – was einmal ging, geht vielleicht auch öfters.

  121. Do wachelts oba scho schee...
    Do wachelts oba scho schee schtoark, das dea Fliega ummidraht un die Schefin vo unsane Dauerpacht-Gonserfatifän wieda hoamkimmt ins Spreeschloß vo ihran ausflug nach Moskau. Bal ma glatt moant, dass do a Balasdindrigä gschponna wiad vo grad amoi weldbolidischän Ausmasen. Mei, werma scho segn, wos in dera ihranen Arkan-koffa nacha no fier a Stichbube drinna is, gö?
    Megn dat i scho, dass i wettn möcht, oba traun dua i mi net, nocha dabatzt mi aa no.
    War schad um mi.
    Weißblau is da Himmi.

  122. Ach Ingeborg. Das Wetter ist...
    Ach Ingeborg. Das Wetter ist schön, das Wochenende steht vor der Tür. Nutzen Sie die Zeit, nehmen Sie sich einen Knigge und studieren Sie, was Anstand heißt. Oder setzen Sie sich in ein Café und schauen dort, wie Menschen auch miteinander umgehen können: Höflich. Zuvorkommend. Sich tolerierend. Neugierig. Verstehend. Ja, das gibt es. Auch wenn Sie es gar nicht glauben wollen.

  123. Thorha, aus eben jenem Grunde...
    Thorha, aus eben jenem Grunde versuche ich mich ja seitlich an diesem Privattheme vorbeizuhangeln.
    .
    Finn, nach meiner Erfahrung ist so ein Blog wie ein Garten, den muss man heben und pflegen und auch selbst Blumen setzen, sonst verwildert das. SPON finde ich auch schrecklich. Man bemüht sich halt, und inzwischen läuft das auch alles sehe fein.

  124. fionn, ich habe ja durchaus...
    fionn, ich habe ja durchaus PolitikerInnen getroffen, aber erstens jammern die die ganze Zeit über die Zwänge, unter denen sie stehen, und zweitens kann so ein Mandat auch nicht über die Nachteile hinwegtäuschen. Es ist m.E. kein Zufall, dass sich Politiker oft mit ähnlich verachteten Berufsständen einlassen, die direkt davon profitieren: Andere Politiker, Beamte, PR und Journalisten.

  125. muscat 26. August 2011, 10:03...
    muscat 26. August 2011, 10:03 sagt
    „Nörgler, anders ist es nur dann, wenn man Sex zum Geschäft macht.“
    Nein! Denn dann macht den Sex anderer zum Geschäft – ein Geschäft wie jedes sonst, das genau so durch eigenen lustvollen Sex ruiniert werden kann, wie das politische Geschäft oder das eines Gangsters oder das eines/r Einzelhändlers/in
    Das ist ja gerade der Witz in der „Dreigroschenoper“.

  126. @Tiger ("amüsanter Gedanke"):...
    @Tiger („amüsanter Gedanke“): so in etwa in die Richtung hab ich auch gedacht, als ich von der Sache hörte. Größere Altersunterschiede in Beziehungen/Ehen müssen jedenfalls kein Hindernis zum Gelingen sein, wie man ab und an mal sieht. Es ist halt eher die Sache, daß so Junge noch nicht für längeres Zusammenbleiben reif sein können – zwischen 16 und 26 verändert man sich noch sehr, und die Erfahrung besagt, daß die, die sich mit Mitte 20 bis Mitte 30 zusammentun, am zufriedensten mit ihrem Leben werden -, weswegen man von ihnen in diesem Alter eher „Probebeziehungen“ mit annähernd Gleichaltrigen erwartet. Weil da dann ein ziemlich ähnlicher Horizont besteht. Wenn einer von beiden deutlich älter ist, tritt der Aspekt „gemeinsames Leben“ zwangsläufig mehr in den Vordergrund. Eine 23jährige kriegt das hin (eine meiner Urgroßmütter heiratete in dem Alter den 20 Jahre älteren, verwitweten Urgroßvater), aber eine 16jährige wird wahrscheinlich mit Mitte 20 denn vielleicht doch vom Leben enttäuscht sein und meinen, sie hat was verpaßt.

  127. "...oft mit ähnlich...
    „…oft mit ähnlich verachteten Berufsständen einlassen,…“
    .
    Don, du hast die Werbeleute vergessen.
    Wobei zwei Agenturen entweder neulich an Anstand gekriegt haben, weil sie sich weigerten, an der neuerlichen Pitchrunde zur SPD-Bundestagswahl teilzunehmen. (Wahlwerbung wird sogar von vielen Werbern nicht geliebt und gilt klar als öder Job, kurz vor Werbung für Damenbinden.)
    .
    Kann aber auch sein, dass sie bloß keine Lust hatten, als Verlierer für Verlierer zu arbeiten. Semi-offiziell begründet wurde das von der einen, dass ein sehr wichtiger ihrer Kunden dagegen gewesen wäre. (Die Richtung geht damit wiederum deutlich weg von Anstand hin zu rückgratloser Molluske. Wie gehabt)

  128. In besonderer Zuneigung Herrn...
    In besonderer Zuneigung Herrn D. A. gewidmet:
    „Das Kabinettstücklein“
    (Mit verteilten Rollen: A eine hochkarätige Potenz i. polit. Raum, B: Ein akkred. Journ. des „Inner Cercle“.)
    A: …gemma zsamma Essn? 10 km aussahoib vo dera Bannmeil, im Grunewoid draussn, do woas i wos gscheits.
    B: Mein lieber, sehr verehrter Herr …..
    A. Gons zwanglos un offän, oba disgräd, homms mi?
    B: Steht doch stets ausser Frage, Sie können sich doch auf…
    A: Koa Gred, i woas worum i Eahna..oiso um hoibi achti im…
    B: Da C kimmt schpäda aa dazua…Tschüssi!!!
    …-…drei Tage später…-…
    A: Habdeähre, oiso, exclusiv kenna´S des itza bringa vo däm C.
    …-…1 Minute später…-…
    D: Servus Kari, Du, S´werd scho, de Wahln homma im Sackl! Bleib ollaweil sauba Buaschi! Pfüati!

  129. Nörgler, das trifft es nicht...
    Nörgler, das trifft es nicht ganz, denn Mackie Messer war halt -im Gegensatz zu Berlusconi- kein Zuhälter.

  130. @ephemeride: 1944,...
    @ephemeride: 1944, Widerstand
    Hier ohnehin OT, also lassen Sie uns einfach unseren Dissens festhalten. Ich wollte ohnehin nicht auf den ganzen Adel hinaus, sondern nur auf einen ganz speziellen – den preussischen Militäradel. Und da helfen dann auch alle „das hätte man anders machen müssen“ oder „Arbeiter waren schneller“ rein gar nichts. Vor 1939 haben alle gemeinsam versagt, flächendeckend. Aber exakt eine Gruppe hat 1944 dann fast ebenso geschlossen die Kurve bekommen. Und ich möchte ihnen den Tausendstelpromilleanteil von (um in ähnlichen Möglichkeiten zu bleiben) den bürgerlichen oder proletarischen Offizieren/SS-Kräften/SA-Kadern etc. nicht vorrechnen müssen, der es auch in den aktiven Widerstand geschafft hat. Im Gegensatz zum preussischen Militäradel, in dem eine ganze Schicht in den Tod gegangen ist. Im Guten wie im Schlechten die einzige geschlossene Führungsklasse (gemeinsame Ideale, Bewusstsein ihres Klassenstatus, gemeinsame Haltung), die Deutschland jemals hervorgebracht hat.
    Das kann man natürlich kleinreden. Man kann auch einen Churchill kleinreden. Wo kämen wir schliesslich hin, wenn einzelne über die Masse (also uns) hinausragen würden …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  131. @DA: Politiker
    Wo ist die...

    @DA: Politiker
    Wo ist die Bereitschaft (nicht Ihre spezielle, sondern allgemein), es besser zu machen? Oder – wenn man das innerhalb der bestehenden Verhältnisse nicht hinzubekommen glaubt – der ernsthafte Versuch einer rigorosen Systemkorrektur? Bei den Verächtern der politischen Klasse nirgendwo. Verachten ist bequem, selber machen unendlich mühsam. Also rettet man sich (und sein Überlegenheitsgefühl) mit mehr oder weniger getarnten Abfälligkeiten.
    Entweder die Politiker sind unsere Vertreter. Im guten wie im schlechten unsere Abbilder, eine bestimmte Rolle ausfüllend. Oder wir lassen aus Bequemlichkeit, Ekel gegen die Niederungen und zur Erhaltung unserer Verächterlegitimation uns durch Politiker vertreten, die weit unter unserem Niveau sind. Aus nicht nur ästhetischen Gründen spricht die zweite Alternative weit stärker gegen uns selbst, als es die erste jemals könnte.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  132. Widerruf entspr. dem...
    Widerruf entspr. dem Presserecht
    „B: Da C kimmt schpäda aa dazua…Tschüssi!!!“
    Dea B ko koa boarisch net, des war natürli dea A, dea wo des zum B gsogt hot, sogta, hot a mia gons vatraulich, weil dea B is aa gons a gscheada, dem konnst gons gwiss nix vertraulich sogn. Hot a gmoant.

  133. Ach die Herren post festum...
    Ach die Herren post festum Staatsstreichler, meine Herren ich bitte Sie! Nur den Machthaber einer durch arbeitsteiligen Terror gekennzeichneten Diktatur zu töten führt zu gar nichts, nur zu einem anderen Diktator. Am 20. Juli ging es um den gezielten, geplanten Staatsstreich, die Herbeiführung einer anderen, besseren kommissarischen Reichsregierung, die Befreiung von Opfern aus Foltergefängnissen usw. Wer sich ernsthaft für Details interessiert findet diese bei Peter Hoffman, Widerstand, Staatstreich, Attentat (man beachte die Reihenfolge im Titel).
    Wir wollen doch auch nicht hinter den historischen Diskurs zurück der anlässlich des 50-Jährigen Jahrestages 1994 die Differenzierung zwischen Widerstand im Sinne der „Resistance“, d.h. mit dem Ziel einen anderen Staat zu erreichten, und dem „widerständigen Verhalten“ deutlich herausgearbeitet hat.
    Übrigens, Clausewitz starb natürlich lange vorher und hat solche Verhöhnung nicht verdient, hat er doch einerseits versucht, zusammen mit Gneisenau, Boyen und Grolmann einen Teil der Stein-Hardenbergschen Reformen vor dem Zurückdrehen in der preußischen Restauration nach 1815 zu retten, andererseits sich trotz seiner (nach eigenem Bekunden) mangelhafter Schulbildung mit grundsätzlichen Aspekten von Krieg und Politik zu beschäftigen. Sie dürfen für die Frage was die deutsche Enthaltung zu Lybien im UNSC bedeutet gern in „Vom Kriege“ das Kapitel „Über Koalitionskriege“ lesen.
    Da war dieser preußische General vielleicht politisch klarsichtiger als mancher neuzeitliche Politiker.

  134. Sehr geehrter Muscat! Schade,...
    Sehr geehrter Muscat! Schade, dass es hier so schriftlich zugeht, Bilder sind nicht zugelassen und singen kann man auch nicht. Sonst würde ich jetzt aufstehen, meinen Seidenschal als Boa trapieren und ein Ständchen geben mit:
    Einst glaubte ich als ich noch unschuldig war,
    Und das war ich einst genauso wie du……..

  135. ThorHa@: Lieber Herr ThorHa,...
    ThorHa@: Lieber Herr ThorHa, an Ihnen ist Ihre sehr oft kompromisslose Haltung, die Sie mit offenem Visier vertreten, durchaus bewundernswert. Dennoch, waren sogar Prinzen von Geblüt, wie es so schön heißt, auf der Seite der Braunen gewesen, sogar im SS-Rang. Von Kleinreden kann in solch ernster Angelegenheit, wie der der Aufrechten, kaum die Rede sein, eher von Trauer wegen der Vergeblichkeit.

  136. @Mediensegler -- Ja, ich habe...
    @Mediensegler — Ja, ich habe tatsächlich immer unterschwellig Angst um meine Tochter. Ich habe z.B. Angst, daß sie von einer Gruppe Halbwüchsiger entführt, vergewaltigt und umgebracht werden könnte. Daß sie von white slavers entführt werden und fortgesetzt mißbraucht werden könnte. Daß jemand sie entführt, um mich zu erpressen. Daß sich ein alter Sack mit Bonbons verführt. Daß, … ach ich lass es jetzt …
    Wovor ich nicht Angst habe ist, daß sie sich mal aus freien Stücken einen Liebhaber erwählt. Wovor ich dann hingegen wieder Angst hätte: daß sie sich nicht mehr traut, mich zur Hilfe zu rufen, wenn dann was schief geht, weil ich ihr böser Gefängniswächter bin.
    Und zum Mittel Geldhahn abdrehen, den ich wirklich nicht von Ihnen erwartet hätte: so produziert man Selbstmörderinnen und Kindsmörderinnen (und noch was Traurigeres).
    Ansonsten immer mal wieder Rapunzel lesen.
    .
    Im Fall von Boetticher ging’s den Anklägern aber weder um die minderjährige Freundin noch die im angemesserenen Alter, oder sonstwelche moralische Überlegungen, sondern darum einen Mißliebigen loszuwerden. Dazu mobilisieren und mißbrauchen sie dann etwas an sich Gutes in ihren Wählern: nämlich den Beschützerinstinkt des Säugetiers. Und das war für mich das eigentlich Eklige.

  137. Einlassung (26. August 2011,...
    Einlassung (26. August 2011, 09:30)
    Der vorgeblich moralischer Distinktion dienende Bezug auf Machiavelli muß nicht notwendigerweise das mediokre in den Gedankengängen heilen.
    Das darf dann schon gerne auch mit korrekter Herkunftsbezeichnung („auf eigenem Mist gewachsen“) gehandelt werden.
    Machiavellis Einschätzung der politischen Gegebenheiten ist u.a. auch stark geprägt von den Erfahrungen mit der Machtpolitik der Kirche seiner Zeit.
    Das Bemühen den Zeitgenossen und der Nachwelt, einem wissenschaftlichen Ansatz vergleichbar, ein realitätsnahes Abbild zu überliefern, läßt nur eingeschränkt auch auf die moralische Integrität Machiavellis schließen.

  138. Liebe Elsa,
    ja es stimmt,...

    Liebe Elsa,
    ja es stimmt, 16jährige wirken zwar oft recht erwachsen, sind es aber nicht.
    Sie dann doch eher beschützen zu wollen trotz ihrer oft rotzigen Eigenständigkeit, passiert aber nur einem lieben Muttertier, welches weiß, wie 16jährige wirklich sind.
    .
    Bezweifle jedoch, ob das Groß der Bürger das so feinsinnig verinnerlicht. Oder ob sie nicht doch lieber in de Mehrzahl an hüftschwenkende Lolitas denken. Es ist der einfachere, platte, präpotente Weg, über 16jährige zu denken. Entweder Lolitas oder Koma-Saufende. So ist doch das grausige, öffentliche BILD über 16jährige.

  139. Bin ich jetzt auch...
    Bin ich jetzt auch hingerichtet?

  140. @prince Matecki "Fehler der...
    @prince Matecki „Fehler der Einschätzung in seiner langen Karriere“ – Churchill
    Völlig falsche Kategorie :-). Typisch spätes 20. Jahrhundert – die britische Nobility-Klasse* Anfang des 20. Jahrhunderts dachte nicht in Kategorien von „links“ oder „rechts“. Sie betrachtete Regieren als ihr Geburtsrecht – und die Wechsel Churchills hatten im wesentlichen mit der Aussicht auf ein Regierungsamt zu tun. Verachtenswerter Opportunismus aus heutiger Kleinbürgersicht :-)))))).
    Gruss,
    Thorsten Haupts
    *Anders als die Kontinentaleuropäer wurde ein Titel (Earl etc.) in Grossbritannien nur an den Titelerben weitergegeben, alle anderen Nachkommen waren am reinen Namen(szusatz) nicht mehr zu erkennen. Aber selbstverständlich wusste jeder, dass ein Churchill aus der Linie derer von Marlborough stammte und damit zur Klasse gehörte.

  141. Verehrte Vroni,
    hören Sie...

    Verehrte Vroni,
    hören Sie einfach auf, Boulevardmedien auch nur zur Kentnis zu nehmen.
    Und ansonsten gilt seit hunderttausenden von Jahren: Erfahrung ist die Summe aller selbst gemachten Fehler. Kinder WERDEN sie machen, ob beschützt oder nicht beschützt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  142. "Da war dieser preußische...
    „Da war dieser preußische General vielleicht politisch klarsichtiger“
    Das waren preussische Generale in ihrer Zeit (vor 1914) häufig :-).

  143. zu ThorHa
    "preussischen...

    zu ThorHa
    „preussischen Militäradel, in dem eine ganze Schicht in den Tod gegangen ist“
    Man muß es auch nicht klein reden, da Teile dieser selbstverstandenen Schicht eben heute „kein Reden“ mehr haben.
    Hören Sie sich einmal eine Rede der Frankfurter Oberbürgermeisterin und insb. darin das Zitat der frankfurter Kaufleute „sine Prussia“ an und Sie werden vielleicht verstehen, daß preußische Geschichtsgestaltung auch gegenwärtig nicht als vorbehaltlos aktzeptabel empfunden wird.

  144. prince Matecki@: Die Lage des...
    prince Matecki@: Die Lage des Feldzuges von 1812 (indirekte Kritik von Scharnhorst zu diesem Bündnis) zu dem von 1814/15 war entschieden eine andere. Beides waren Koalitionskriege. Auslöser zum Eingehen einer Koalition ist die jeweilige politische Prämisse, oder noch besser jener Gedanke der Opportunität des politischen Handelns , nämlich das Wohl und Wehe, der die Lenker eines Staates vor allem bestimmen sollte, damit beeinflußt sind auch und gerade strategische Überlegungen. Deshalb taugen Generäle, so tüchtig sie auch sein mögen, nur bedingt für die Politik
    Das Kabinett Merkel/Westwelle hatte hier, bezüglich Libyen m. E. versagt. Da muß ich leider Helmut Kohl beipflichten, der widerum den Einmarsch in den Iraq, Phase Bush sen., zu Recht, nicht mitmachen wollte. Ebenso später Gerhard Schröder in der Phase II, Bush jun.
    Das hier gegen einen militärisch Schwächeren, in dem Falle das Ghadaffiregime, auf der Seite der Insurgenten angegangen wurde, mag, hoffentlich, der „guten Sache“ geschuldet sein. Möglicherweise spannt sich in der querelle syrienne eine ähnliche Konfliktlage auf. Der franz. Präsident deutete so etwas schon an.
    ..
    ThorHa: Politik ist unmöglich von der Persiflage, Satire zu trennen, schon im antiken Athen hatten Literaten vom Range eines …
    Verachtenswerte gab es schon des öfteren im politischen Raum, z. B. A. H. Gemessen an letzterem sind die gegenwärtigen Abläufe, auch Verwerfungen und deren Protagonaisten geradezu von beruhigender Normalität gekennzeichnet.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Satire

  145. ...
    @waskostetdiewelt:
    Persönliche Haltung und politische Konzepte sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe. Ich äusserte mich ausschliesslich zu erstgenanntem.

    @Grand Guignol: Politik
    Einverstanden. Nur offenbart sich in der gängigen Politikverachtung im Ergebnis die Selbstdemontage der Demokratie durch selbsternannte Demokraten …

  146. Preussen und konservativ, dass...
    Preussen und konservativ, dass ich nicht lache.
    Preussen war immer nur progressiv, mal im Guten und öfter im Schlechten.
    .
    Konservativ waren die Byzantiner und nördlich der Alpen vielleicht die Habsburger. Bayern war nicht konservativ, sondern eher zurückgeblieben.
    .
    Und natürlich: Die Stadt Bern.

  147. Vermutlich hatte A. H. bei...
    Vermutlich hatte A. H. bei Dünkirchen für kurze Zeit deshalb beidrehen lassen,
    damit das brit. Expeditionskorps mit seinem Gros entkommen konnte. Zwecks ev. Eingehen Deutschlands in ein Bündnis des UK gegen die UdSSR. Churchill durchschaute diesen Plan und koalierte lieber auf die bekannte Art, hätte er anders gehandelt wäre der Untergang der Insel unter Garantie im Nachgang die Folge gewesen. Dessen großer Vorfahr, John Marlborough, war ebenfalls ein großer, siegreicher Koalitions-einfädler gewesen, S. in dem Zusammenhang die II. Schlacht von Höchstädt (Blindheim) in Bayern gegen Frankreich unter Louis IVX mit dem verbündeten Bayern.
    ..
    Triviale Bemerkung: C. v. Clausewitz ist sachlich, stilistisch, literarisch von unübertroffener Qualität was sein Hauptwerk betrifft, wunderbar auch seine Briefe an seine Gattin, geb. Gräfin Marie v. Brühl, die auch mit beim redigieren half.

  148. Elsa@: Rasiert ist rasiert, ob...
    Elsa@: Rasiert ist rasiert, ob mit oder ohne Schmiß. Wer kein Blut sehen kann, sehe besser drüber hinweg. Es gab auch schon abrasierte Damenbärte.

  149. @Thor Ha
    In die Würde des...

    @Thor Ha
    In die Würde des Denkmalschutzes scheinen mir diese Eigen“werte“ (einzige geschlossene Führungsklasse (gemeinsame Ideale, Bewusstsein ihres Klassenstatus, gemeinsame Haltung)) trotz vereinzelter kläglicher Marketingversuche dann doch nicht hineinzuwachsen. Da gilt es noch einigen eigentlich preussisch gutsbesitzerlich interessegeleitet motivierten Abraum aufzuräumen. Vielleicht findet sich dann ein wenig gemeinkompatibles idealistisches Messing. Das adliger Verheißung entsprungene Gold muß wohl dauerhaft als Karotte im Sichtfeld des motivierten Esels verstanden werden.
    Zurück zum Thema: Von Ritterlichkeit zu sprechen und das preußisch-baltische Pflichtbewußtsein wie eine Ordens“Marke“ vor sich her zu tragen hat ja auch nicht garantiert, daß die damit verbundenen unausgesprochenen Erwartungen auch erfüllt werden, so bigott sie auch sein mögen. Die Grenzlinie dieses in stillem, weitgehenden Konsens gefundenen Ehrenkodex wird gegenwärtig wohl durch partnerschaftliche Beziehungen auf Augenhöhe definiert.
    Die Fehleinschätzung mag dem Boetticher das Verhängnis bereitet haben, war es doch in Zeiten älterer umfangreicher Privilegien nicht ungewöhnlich für „Seinesgleichen“ die Vorteile einer hierarchischen Beziehung zu genießen.

  150. ThorHa@: Darf ich fragen, was,...
    ThorHa@: Darf ich fragen, was, oder besser noch, wen Sie unter „selbsternannte Demokraten “ verstehen?

  151. "die gängige...
    „die gängige Politikverachtung…“
    .
    ist sie ganz einseitig? geht das überhaupt?

  152. VroniG, lesen Sie die Papier...
    VroniG, lesen Sie die Papier FAZ? Falls nicht, haben Sie heute etwas versäumt. Auf Seite 3 (der Auslandsausgabe) gibt es ein äußerst passendes Bild zu Ihrem Kommentar, eine Lolitta, die dafür Reklame macht, dass der Teufel Prada trägt.

  153. !.
    Der kleine, gemeine (im...

    !.
    Der kleine, gemeine (im positiven Sinne gebraucht) Bürger unterliegt einer Art Parallaxe (gr. παραλλαγή parallagé „Veränderung“, „Abweichung“) einer scheinbaren Veränderung im optischen Sinne, sozusagen einer einseitigen Fehleinschätzung der maßgeblichen, wirkenden Kräfte und deren Lage.
    !!.
    Der Politiker handelt aus einer ganz anderen Einschätzung der Physik. Nämlich im Sinne etwa der Newton´schen Axiome, der Kraft-Gegenkraft-Paare. So gesehen dergestalt, dass die Vektorsumme aller einen Körper (Staat, innen wie außen) angreifenden Kräfte null ist. Kräfte sind die Ressourcen, Psyche, Finanzen, Wehrkraft, Bevölkerungszahl, Wissensstand, Staatsform, natürliche Friktionen u. a.
    Entscheidend aus seiner Sicht muß die Resultierende sein….was hinten rauskömmt ;-)
    Da wird aus einem Progressiven schnell mal ein Konservativer (s. Gustav Noske 1919) oder vice versa (Frh. v. Stein 1810-1815). Wie´s die Gesetze der Opportunität eben so verlangen.
    http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/NoskeGustav/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Friedrich_Karl_vom_und_zum_Stein

  154. unkommodstmöglich...
    unkommodstmöglich

  155. Pfeiffer mit 3f wird es...
    Pfeiffer mit 3f wird es freuen: Kinderf … werden nach sozialer Herkunft bestraft: Die aristoformen werden von den selbstverständlich feministisch gebildeten Teenies als taugliches Emporv … objekt betrachtet und sind somit selbst Opfer der allumfassenden Gleichberechtigung, der gemeine Pädophile mit H-IV-Hintergrund gehört elektrisch versorgt in die Geschlossene.

  156. @Grand Guignol:...
    @Grand Guignol: „selbsternannte Demokraten “
    Politikverächter gerieren sich gerne als die besseren und saubereren Demokraten. Wenn man nur auf sie hören würde (machen wollen sie nämlich … NICHT!)

    @waskostetdiewelt: Denkmalschutz (für preussischen Militäradel)
    Deswegen schrieb ich „Im Guten wie im Schlechten“. Ob man allerdings dauerhaft völlig ohne kulturprägende Schicht/Klasse gut durchkommt, werden die Demokratien erst noch beweisen müssen. Die älteste (Grossbritannien) jedenfalls hat bis 1918, begründbar auch bis 1945, von ihrer enorm profitiert und war deshalb nach Cromwell nie mehr autokratischen Versuchungen ausgesetzt. Schaun wir mal. Teilweise Thema in einem von DAs letzten Blogs :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  157. In Niederösterreich wurden...
    In Niederösterreich wurden bereits 38,5 Grad gemessen und als ich am Vormittag mit dem Hund einen Waldsaum entlangging, kam uns ein richtiger Wüstenwind entgegen, jetzt trinken wir Andechser Rosenblüten-Lassi, essen geeiste Melonen, haben den Ionisator laufen und sprühen Lavendelwasser – ist es bei Ihnen allen auch so heiß? Die Debatte, die ich, ohne mich indes einmischen zu wollen, hier verfolge läßt die Vermutung zu.
    Nur soviel, meiner Beobachtung nach sind christkonservative Intrigen um einiges giftiger als jene der pragmatischen, viel seltener jemanden eliminierenden Halblinken. Woher rührt das? Die etwas billigere Berufung auf Moral alleine ist es nicht, was also dann? Auf der Linken gibt es dieses (auch bei Nichtmögen und Verachten) doch nicht Verraten an den politischen Gegner, während man sehr schnell christkonservative (auch Uralt)geschichten in erbittertem Tonfall erzählt bekommt, auch wenn man nur sehr am Rande zum Rudel gehört…

  158. Lieber ThorHa,
    "... hören Sie...

    Lieber ThorHa,
    „… hören Sie einfach auf, Boulevardmedien auch nur zur Kentnis zu nehmen.“
    .
    Wieso denn ich? Lesen Sie das raus? Das Volk liest die. Das reicht, um sich vorstellen zu können, wie wieder mal die Plattheitsmaschine No 1 funktioniert und bei den Menschen die Plattheit bedient.
    .
    Lese selbst weder BILD noch sonstige Empörungsgazetten. Laufe leider wohl in der Stadt an deren Mann-beißt-Hund-Zeitungskästen vorbei.
    Bei uns zuhause wird Donald Duck gelesen, so ist das.
    Jetzt aber.

  159. Military "Power is a great...
    Military „Power is a great aphrodisiac“ ? Hoffentlich rufen weiterhin viele Sechzehnjährige „Make Love, Not War“, für eine friedlicher Zukunft.
    @Ephemeride, @ThorHa: wie progressiv preussischer Militäradel sein konnte, zeigt auch der Lebenslauf des Ritters Arno Ernst Max von L., Ordonanzoffizier I. WK, Kavallerieschule Hannover, Rittmeister in Ludwigslust, 1942 Kommandeur der 24. Panzerdivision, nach Stalingrad dann Seitenwechsel. Er galt ab 1949 als „Verfolgter des Naziregimes“ und war ab 1956 in der DDR Chef der Panzertruppen. Seine Passion bis in´s Alter blieb der Reitsport, er starb 1986. Die Macht hat viele Facetten in der bunten deutschen Geschichte.

  160. Was meint denn Ingeborg?...
    Was meint denn Ingeborg?

  161. herzliche gruesse aus den...
    herzliche gruesse aus den ferien! schoen, heiss, versoffen… comme toujours.

  162. Wenns mich was angänge, würd...
    Wenns mich was angänge, würd ich sagen, da bahnt sich eine Beziehung zwischen Don Alphonso und Ingeborg an. Wenn man sich derartig neckt und zeckt… da steckt echte Liebe dahinter! Mal schaun wie das weitergeht! Hoffentlich ist sie nicht 16,, sondern nur in einzelnen Beiträgen, oder so…

  163. @Foersterliesel: ja, hier in...
    @Foersterliesel: ja, hier in Berlin hat es heute auch 30°+. Aber morgen soll es deutlich kühler werden. Die Wohnungswände sind noch nicht dazu gekommen, sich aufzuheizen. Vor wenigen Tagen waren so ziemlich das erste Mal dieses Jahr die Sterne zu sehen – jedenfalls lt. Schwiegermutter, ich gucke nicht regelmäßig nach. Es ist fast immer bedeckt und wolkig, mindestens eine gewisse Zeit am Tag (aber immer eine andere). Und so viel geregnet wie diesen Sommer hat es hier noch selten. Gerade am Mittwoch Abend ein recht spektakulärer, die Nacht über anhaltender Wolkenbruch mit Gewitter.

  164. @HansMeier: interessanter...
    @HansMeier: interessanter Einwurf. Aber stimmt der wirklich? Maria Theresia und Joseph II. waren mit ihrem reformeifer doch auch recht, äh, fordernd…

  165. Schaun wir doch mal näher...
    Schaun wir doch mal näher hin.
    „Der Gotha“ und der Inhalt seiner oft buntgewürfelten Schicksale. Das Rad des Lebens halt.
    http://de. wikipedia.org/wiki/Arno_von_Lenski
    oder nicht ganz lupenrein adlig
    http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Eduard_von_Schnitzler
    ..
    Foersterliesel@: Das die Linken keinen Verrat an den Ihrigen vornehmen könnten, glauben Sie ja wohl nicht im Ernst. Das belegt z. B. das Schicksal von Leo Trotzki, dem Schöpfer der Красная армия, Rote Armee, oder die vielen Erschiessungen hinter den Linien, verübt durch eingereiste Tschekisten im Spanischen Bürgerkrieg, an sozialistischen Brigadisten. Beides angeordnet vom Väterchen Josef Wissarionowitsch Stalin.

  166. @Foersterliesel:...
    @Foersterliesel: Christkonservative Intrigen
    Pruuuuust. Die seelischen Verletzungen, die sich die GRÜNEN mindestens in ihren ersten 10 Jahren auf Patrteitagen – öffentlich – gegenseitig antaten, sind in jedem Betrieb ein eineindeutiger Fall für die Mobbingstelle und würden disziplinar geahndet :-). Die LINKE zerlegt sich gerade aufgrund der gleichzeitigen Aufnahme von exkommunistische Splittergrüpplern verschiedener Splittergruppen via WASG. Die SPD hat es zwischen Vogel und Schröder geschafft, vier Kanzlerkandidaten schon vor der jeweiligen Bundestagswahl so zu demontieren, dass es der Wahl nicht mehr bedurft hätte. Soviel zum Thema pflegeleichter Umgang auf der Linken.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  167. lieber Tiger,
    liebe Elsa,
    und...

    lieber Tiger,
    liebe Elsa,
    und ich glaube, Vroni könnte auch gemeint sein.
    Was ist denn mit Verantwortung für seine Brut?
    ich habe keine Tochter, ich habe es mir nur vorgestellt,
    ich habe einen Sohn.
    Ich habe mir eben ausgemalt, wie eine solche Beziehung im Detail,
    in unserem noch funktionierenden Familienleben und Bekanntentreffen
    denn so ablaufen könnte. Z.B. 80jähriger Geburtstag der Tante, Fete unter Gleichaltrigen in der Kellerbar (ja, sowas gibt es noch), Grillfest im Garten e.t.c.
    Wie geht man dann mit diesem 40jährigen um?
    Oder klinkt die Tochter sich ab dieser Beziehung dann komplett aus allen anderen Beziehungen aus?
    Als unser Sohn 16 war, haben wir für Computerfeten unser Haus zur Verfügung gestellt und sind ausgegangen, guten Gewissens, wir hatten Vertrauen.
    Wäre da ein 40jähriger dabei, ich hätte es nicht.
    Hier werden auch immer Vergleiche gezogen, 30 Jahre, 40 Jahre Altersunterschied, ich meine 16 und 40 geht nicht, 26 und 50 geht. Das ist diese rote Linie, von der hier vorher die Rede war. Und das ist genau der Unterschied zum Tiger, nämlich ein paar Jahre später.
    Und wenn man sieht, das der Filius mit seinen Entscheidungen in die völlig falsche Richtung läuft, über den Tisch gezogen wird und es nicht merkt, dann kann man nicht nur, dann muss man den Geldhahn zudrehen.
    Und zum Gefängniswärter wird man dadurch ganz sicher nicht.
    Und ich habe Rapunzel gelesen ;-)
    P.s. war da nicht vor kurzem ein 18jähriger, der ein paar Monate in einem türkischen Gefängnis verbracht hat?

  168. @Thor Ha
    ergänzend zu staff...

    @Thor Ha
    ergänzend zu staff aureus:
    Arno Ernst Max von „Lenski war von 1940 bis 1942 in seiner Funktion als Beisitzer am Volksgerichtshof unter Roland Freisler an mindestens acht Urteilen (ein Todesurteil sowie lebenslängliche und zeitlich begrenzte Zuchthausstrafen) beteiligt“ (Wikipedia)
    Wahrscheinlich darf man das in einem zeitlichen und systemübergreifenden Sinn als umfassend „kulturprägend“ einordnen.
    Wollen wir hoffen, daß solche Prägestempel den Weg der verlorenen Form gegangen sind. Mit den SBZ-Faschisten hatte er wohl ein gutes Auskommen. Manchen Umfärber von nationalbraun auf nationalrot machten die ja auch noch später gelegentlich sogar kopflos.

  169. @waskostetdiewelt, staff...
    @waskostetdiewelt, staff aureus:
    Selbstverständlich. Und ich bin sicher, es finden sich noch mehr Beispiele (ich alleine kenne noch einige).
    Ändert nichts daran, dass sich zwischen 1933 und 1945 das deutsche Bürgertum bis unter die Knochen als obrigkeitshörig und menschenverachtend erwies, während (again) der alte preussische Militäradel im grossen und ganzen zu spät seine Ehre rettete.
    Im übrigen halte ich ziemlich wenig von Generalabrechnungen an Einzelbeispielen, wenn die Gegenbeispiele die überwältigende Mehrheit darstellen. Das scheint mir, auch nach meinen Diskussionserfahrungen im angelsächsischen Raum, ziemlich deutsch zu sein. Und dient – Verzeihung die Herren – doch eher dazu, sich selbst nirgendwo kleiner fühlen zu müssen. Um mich selbst zu zitieren, ich bin verdammt froh, dass man über Shakespeare nichts weiss. Sonst – da bin ich einhundertprozentig sicher – wäre es ein Deutscher gewesen, der triumphierend nachwies, er sei Bettnässer gewesen. Es ist dieser Geist (alle sind gleich, ICH also auch), der die Deutschen so anfällig für autokratische Ausfälle macht. In einer sozialistisch angehauchten Diktatur sind alle Menschen gleich. Als Opfer …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  170. @Thor Ha
    Nun ja, alle Achtung...

    @Thor Ha
    Nun ja, alle Achtung vor Ihrem Kunstgriff der kaum merklichen rhetorischen Inhaltsverschiebung. Die anschließende Verwendung als Fundament abgeleiter Argumentation, argumentatives Feuchtbiotop.
    „Generalabrechnung an Einzelbeispielen“?
    In Erwartung eines aussagekräftigen „q.e.d.“

  171. lieber Grand Guignol und...
    lieber Grand Guignol und lieber Thorsten Haupts,
    Stalin und die grünen Asseln sind wieder was andres, ich hatte die SP gemeint.
    Haben Sie eine These zu den grünen Gemeinheiten? Außer: besonders große Egos sammeln sich in Gründerparteien, anders gehts halt nicht etc..
    .
    liebe colorcraze,
    es ist nun schon eine Woche so heiß, vorher eine Kälteperiode mit viel Regen, deswegen ist am Stadtrand alles noch prachtvoll grün

  172. @Grand Guignol: "Tall Poppy,...
    @Grand Guignol: „Tall Poppy, wupps, da ist sie weg“? Hm, wäre auch eine mögliche Erklärung.

  173. Falkenherz, so habe ich die...
    Falkenherz, so habe ich die Kabale noch nicht gesehen. Bei der Hochzeit wird der Kommentariatsadel aber eingeladen! Den Don haben wir ja mehr als nötig schon im Bild gehabt. Aber neben filou und grimaldeli, Der Tiger und donna laura, hm555 und hg333, bIV und vroni &c. auf der Kirchenbank zu sitzen, wäre eine Freude. Die Fürbitten müssten Arabella und fionn verlesen!

  174. "in einer sozialistisch...
    „in einer sozialistisch angehauchten Diktatur sind alle Menschen gleich. Als Opfer…“
    .
    Was mach ich jetzt?
    .
    Ich möchte bei den Nichtopfern sein und erben, erben, erben…
    und den preußischen Militäradel gibt es nicht mehr. Schöne Sch**** (nicht, dass die mich genommen hätten, obwohl probieren hätt man’s können)
    .
    Für zweckdienliche Hinweise den Arzt oder Apotheker fragen?

  175. Mediensegler, ich würde auch...
    Mediensegler, ich würde auch nicht vor Freude durchs Zimmer tanzen, klar. Aber was ist die Alternative? „Gretchen’s Forty Winks“? – Dann doch lieber den 40jährigen auf der Geburtstagsparty, heißa hopsassa. Immer schön den Feind in Sichtweite behalten. (Immer mal vorausgesetzt, ich habe es geschafft, eine solche Vertrauensbasis aufzubauen, daß sie mir den Herzallerliebsten überhaupt vorstellt.)
    .
    Aber schon allein die Tatsache, daß ich mich jetzt mit Ihnen über ein „was wäre wenn“ unterhalte, das so derart unvorhersehbar ist, wie der Weltuntergang, zeigt recht deutlich, daß es sich bei dieser „Was wäre wenn“-Frage um ein Totschlagargument handelt. Weswegen ich’s von Ihnen nicht erwartet hätte und jetzt eigentlich auch recht gern ad acta legen würde.

  176. Lieber mediensegler,
    wg....

    Lieber mediensegler,
    wg. Verantwortung für die „Brut“:
    1. Man macht sich sowieso immer mehr Sorgen als nötig ist. Das ist normal. (Meine fliegt z.B. in wenigen Wochen nach Oz. Es bringt mich jedesmal um, wenn sie mit diesen Airlines so lange in der Luft unterwegs ist und vermute jedesmal das Schlimmste. Ich bin ein Erdzeichen.)
    2. Wenn aber heftige Sorgen wirklich angebracht sind, kann man eh nicht mehr viel machen.
    3. Es ist was es ist, sagt die Liebe
    4. Ob einer 24 Lenze älter ist als der/die andere oder nur 4 Lenze: Entscheidend ist der Charakter, nicht die Jahre.
    .
    Ich würde mir den „jungen Mann“ zumindest mal anschauen.
    Wenn es eine amour fou ist, ja mei. Keiner ist gefeit. Ich, die Mama einer Tochter, kenne solche Dinge aus meinem eigenen Liebesleben. Wie will ich ihr da Vorschriften machen. Da muss man durch, durch diese amour :-).
    Und das geht nicht, wenn man die beiden verbal mit Vorwürfen eindeckt und sie in die Isolation treibt. Dann ist es eine sehr ungute Situation.
    .
    Und dann noch ein Pfarrersspruch: Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.

  177. "Gnade kennt das System nur...
    „Gnade kennt das System nur beim Abschreiben von Dissertationen“
    Das könnte für Boettichers Diss. ein Stresstest nach dem Muster von Vroni . . .
    Das Thema bezieht sich wie bei dem Herrn der so frei war, auf Sachverhalte des Regierungshandwerks.
    Ein zutiefst konservativer, auch dem Wortsinn nach, Grundsatz wurde verletzt, nämlich, daß es nicht hätte herauskommen dürfen. Mit der Diskretion geht dann auch die Distinktion.

  178. Es ist erstaunlich wie leicht...
    Es ist erstaunlich wie leicht sich die Öffentlichkeit in ihrem Urteil von (durch sie selbst so bezeichneten und angeblich verachteten) Kleinigkeiten beeinflussen lässt. Persönlich bekomme ich mit den drei Buchstaben im Namen und einem eher gediegenen, klassischen, konservativen [wie auch immer] Auftreten recht schnell ein Oho, wenn ich vom erwarteten Weg abweiche – auch ohne dass ich mich zu jenen jeweiligen traditionellen Wegen bekannt hätte.
    Einst hätte man v. Boettichers Abwägung als eine zwischen Passion/Liebe und Pflicht bezeichnet oder sie unkommentiert gelassen. (Man denke an die Behandlung dieses Dilemmas im klassischen Drama wie in Racines Le Cid oder Instetten in Fontanes Effi Briest [schon mit modernem Akzent].) Die Partei und die Gleichgesinnten übernehmen anscheinend unreflektiert ein merkwürdiges Verständnis von „Liebe“: einerseits solle sie für eine Beziehung wohl abgewogen sein, andererseits dürfe sie sich von nichts aufhalten lassen.
    Die Haltung ist ja dann auch so ein Punkt. Da haben wir das scheinbar traditionelle Beispiel eines KTvuzG und das emotional vorgeblich modernere eines CvB erleben können. Welches hat uns besser gefallen? Welches mehr überzeugt? – Differenzieren ist nicht, wenn es um auszuführende Muster geht. (Am deutlichsten zeigt sich die Notwendigkeit und Akzeptanz von erwartbaren und damit vorfestgelegten Verhaltensmustern für das westliche Auge in den von Zeit zu Zeit stattfindenden Entschuldigungszeremonien japanischer Offizieller mit öffentlicher Abbitte, horizontaler Verneigung etc.)

  179. Die Annahme, Boetticher hätte...
    Die Annahme, Boetticher hätte in seiner menschlichen Reife mit der jungen Dame auf Augenhöhe kommuniziert, öffnet eine wunderbar unschuldige Perspektive.
    Andererseits ist die Frage, ob bei gemeinwohlbezogenen Ämtern gereiftere Menschen bevorzugt werden sollten, nicht leicht zu beantworten.
    Das Spannungsfeld von persönlichen Karrierezielen eines Politikers vs. gefühlte Verläßlichkeit und Integrität erfordert kontinierliche Fortbildung sekundierender Minensuchhunde.
    Ein Nachreifeprozeß, bei dem er sich durchaus von der zweiten (verdienstvollen) Karriere von Profumo leiten lassen darf, könnte die wertvollen Seiten dieses Politikers vielleicht besser akzentuieren.

  180. Dem Konservativen ist der...
    Dem Konservativen ist der Emporkömmling ein Graus, der Rest, er ergibt sich ja daraus.

  181. Könnte man die Diskussion vom...
    Könnte man die Diskussion vom preussischen Militäradel zurück zu 16-jährigen Mädchen führen? Ein weitaus erfreulicheres Thema und mit politisch-gesellschaftlicher Relevanz :)

  182. @Grand...
    @Grand Guignol:
    „…Vektorsumme…“ –> postmoderner Mumpitz!
    Wie Loriot vielleicht gesagt hätte, Mathematiker und Philosophen passen einfach nicht zusammen.

  183. @mediensegler – wenn das...
    @mediensegler – wenn das sechszehnjährige Töchterchen soweit geht, ihren 40 jährigen Freund zu Hause vorzustellen, würde ich daraus schließen, dass die Affäre Ernst gemeint ist. Dann würde ich sie auch Ernst nehmen. Eine meiner besten Freundinnen hat vor über fünfzig Jahren im sehr jungen Alter einen sehr viel älteren russischen Adligen geheiratet. Der Herr war schon einmal verheiratet gewesen und weil die Familie und das kanadische Gesetz seinerzeit der Liebeslage nicht entsprach, fand die Eheschließung in Las Vegas mit einem Portier als Zeugen statt. Die beiden blieben vergnüglich zusammen, bis der Tod ihn von Ihr schied.
    .
    Ich glaube, es gibt schlimmeres als eine Computerdisco mit einem 40 jährigen, nämlich harte Drogen, insbesondere Heroin. Wenn eine Sechzehnjährige darauf verfällt, kann man nur wenig Einfluss nehmen – soweit ich das an einigen Beispielen in meinem weiteren Bekanntenkreis beobachtet habe.

  184. Stellen Kinder ihre Lover...
    Stellen Kinder ihre Lover heute noch den Eltern vor? Ich dachte, das sei längst ausgestorben und wenn nicht, dann wartet man ein paar Monate, damit es auch sicher ernst ist. „Ach, Fräulein Juliane, sehr erfreut, Sie kennenzulernen, irgendwie hat er ja was mit Julianes, Sie sind schon die dritte dieses Jahr…“

  185. Yog Sothoth, Esq.@
    Sie können...

    Yog Sothoth, Esq.@
    Sie können einem das Leben aber schwer machen:
    16-jährige….mit politisch-gesellschaftlicher Relevanz… das schaff‘ ich nicht mehr.

  186. Mag da der eine oder andere...
    Mag da der eine oder andere Parteifreund, der Begriff rangiert gewöhnlich noch hinter dem politischen Gegner, feinsinnig an den Intrigantenschräubchen überdreht haben.
    In leicht verfremdender Neudeutung eines bayrischen Bazis wird jedoch kaum eine
    gefühlte Faulstelle oder ein Aas sich um die wohlwollende Begleitung von Ratten und Schmeißfliegen sorgen müssen.
    Es ist ja gleichsam in der Parteifamilie geblieben.

  187. Don, meiner Erfahrung nach tun...
    Don, meiner Erfahrung nach tun sie es. Aber es gibt dann schon mal peinliche Momente, wenn die alternde Mama den jungen Herrn aus Versehen mit dem Vornamen des Vorvorgängers anredet.

  188. ... oder die Fotogalerie in...
    … oder die Fotogalerie in Mama’s Arbeitszimmer wieder einmal nicht auf dem neusten Stand gebracht worden war.

  189. kryptart@: Dann pack ich halt...
    kryptart@: Dann pack ich halt meine Spielsachen auf Ihr Geheiß hin wieder ein, macht doch Euern Dreck alleene;-) Wo doch alles so schön aufgegangen wäre.
    q.e.d.
    Ausserdem mach ich jetzt meinen Dr. Google (Stanford per IN) incl. einwandfreiem negativem Testat bezüglich copy & paste und das für Alles für schlappe 0,00 $.
    http://faz-community.faz.net/blogs/digital/archive/2011/08/27/kuenstlich-virtuell-und-gratis-die-ankunft-der-neuesten-intelligenz.aspx
    ..
    Was die 16-jährigen anbelangt, also angehimmelt hab ich schon als 13-jähriger alle möglichen Frauenzimmer, alle die attraktiv waren und Ausstrahlung hatten-von der Gleichaltrigen bis hin zur – Richterskala nach oben offen-. Grad megn hätt ich schon-traut hob i mi halt net- Das wirklich reale Erlebnis kam dann erst einige Jährchen später.

  190. Foersterliesel@: Schön, dann...
    Foersterliesel@: Schön, dann eben etwas aus der prallen Gegenwart: Die Fetzen fliegen bezüglich einer Gruß-und Glückwunschadresse an den Maximo Leader bei den „Linken“, incl. Meuchelei eines Porschefahrers.

  191. "Stellen Kinder ihre Lover...
    „Stellen Kinder ihre Lover heute noch den Eltern vor?“
    .
    Aber ja.
    Nach 3 Monaten.
    .
    Reicht. Kürzere Affairen kriegt ein Muttertier, das selbst noch ein eigenes Leben hat, bei 16jährigen sowieso nicht mit. Außer es hat seine Whistleblower.
    Oder es hat kein eigenes Leben. Was auch vorkommen mag. Dann ist sie von Hauptberuf Muttertier und überverantwortliche Spionin und weiß eh alles über die Kerle, bevor das Kind es jemals weiß.

  192. Oder über Facebook.
    .
    Ich...

    Oder über Facebook.
    .
    Ich denke, die Bereitschaft zum Vorstellen hängt ganz vom Vorstellungsgegenstand ab. *hüstel*

  193. kryptart: Con il massimo...
    kryptart: Con il massimo interesse, seguo la polemica contro il disordinatamente Pseudonymos Grand Guignol. Siamo spiacenti, si fraintenda lui completamente. A guardare la storia della scienza e stanno colpendo il vero riferimento alla realtà
    trovare in modo stupendi solo per la politica. Prendere i politici tedeschi e i membri del Parlamento Jakob Maria Mierscheid, che sono belli per l’aggiornamento quotidiano di per sé solo come un fulgido esempio.
    Con riguardi gentili
    Dr. A. Binomi
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftlicher_Witz
    http://www.fu-berlin.de/sites/immafeier/loriot/

  194. @ kryptart – Loriot hätte...
    @ kryptart – Loriot hätte das vielleicht behauptet, aber er war selbst kein Mathematiker. Hier ist eine mathematisch-philosophische Kombination aus “A case for Europe” – Lisbeth Heuse 29 August 2006:
    ——————————–
    All in all, the e-salon has become incredibly complex. Poor Tiger, look over there, now he is having a discussion with himself … or his computer, what do you make out of this?‘
    ……
    Tiger: ‚Tell me the logical system you use, and I’ll tell you a true sentence you can’t prove.‘
    e-salon: ‚You tell me what system you use, and I’ll tell you a true sentence you can’t prove.‘
    Tiger: ‚I don’t use a fixed logical system.‘
    e-salon: ‚I can be any system you like, although mostly I am a Mac using OS 8.6. (don’t you know that? – Even Madame has figured it out by now!) Your approach is like a contest to see who can name the largest number with me going first. Actually, I am prepared to accept any extension of arithmetic by the addition of self-confidence principles of the Turing-Feferman type iterated to constructive transfinite ordinals.‘
    Tiger: ‚But the constructive ordinals aren’t recursively enumerable.‘
    e-salon: ‚So what? You supply the extension and whatever confidence I have in the ordinal notation, I’ll grant to the theory. If you supply the confidence, I’ll use the theory, and you can apply your confidence to the results.‘
    ………
    Dialog (somewhat adapted) from:
    John McCarthy – Computer Science Department – Stanford University
    Review of The Emperor’s New Mind, by Roger Penrose.

  195. @Yog Sothoth, Esq.
    Bleiben Sie...

    @Yog Sothoth, Esq.
    Bleiben Sie doch beim preussischen Militäradel. Dem prinzakklamierten Bürger geht es nicht anders als dem Prinz, siehe BVerfG Beschluss vom 21. Februar 2000 – Az. 1 BvR 1937/97.
    „Erfolglose Verfassungsbeschwerde im Zusammenhang mit der
    Erbfolge in einem Fürstenhaus“.
    Hätte man in einem norddeutschen Bundesland die einschlägige Heiratsklausel in die Verfassung aufgenommen, daß Vermählungen nur mit Zustimmung des jeweiligen Fürsten erfolgen dürfen, dann hätte die den Hofstaat tragende Partei den Kronprinzen rechtzeitig austauschen können. Oder hatte der Fürst zugestimmt, und wir erleben nun eine Palastrevolution des konkurrierenden Flügels? Wer wusste wann was, und was sagte Mutti dazu? Familienstreit bei Hofe kann aber übel ausgehen, wenn man im Parlament nur Mehrheit hat in Höhe einer Unterhose.

  196. DA@: Gerade Ihre zarte...
    DA@: Gerade Ihre zarte Andeutung, mit einem Hüsteln untermauert, zeigt auf, in welchem Spannungsfeld sich die heutige Pädagogik in der Auseinandersetzung mit Facebook, Twitter u. ä. bewegt. Dazu darf ich auf u. a. bahnbrechende Erkenntnis aus den USA hinweisen:
    Das Rotten-Kid-Theorem von Prof. dr. sc.nat. et pol. Spiridon Syphonos besagt, dass wenn alle Angehörigen einer Community Geldgeschenke und XXX-Aufforderungen vom Avatar erhalten, es auch im Interesse eines völlig egoistischen Communitymitglieds liegt, zur Erhöhung des Gesamteinkommens und des XXX-Wohlbefindens der Community beizutragen in Form von Dienstleistungen aller Art.
    (S. auch unter Odenwaldsyndrom!).

  197. Den Eltern vorstellen? Aber...
    Den Eltern vorstellen? Aber ja! Es ist die beste Loesung wenn man nicht so recht weiss, wie man aus der Beziehungskiste wieder rauskommt.
    Stell‘ mich deinen Eltern vor. Ich werde der sein, der ich bin. Das Urteil ueber mich wird so vernichtend sein, dass dir schwere Zweifel kommen werden. Nimm sie ernst. Ziehe die Konsequenzen.
    .
    Danach begibt man sich weiter auf die Suche nach der Idealpartnerin (wenn’s dann sein muss):
    Vollwaise,
    keine Geschwister,
    akademischer Abschluss,
    Schoenheit und guter Geschmack ueberreichlich vorhanden,
    eigene Katze kein Hindernis.
    .
    Auf dem Boulevard gruent die Jugend der viefarbigen Reife entgegen. Alles braucht seine Zeit. Ich sitze in der Sonne und freue mich.
    .
    PS: Die Sache mit der Pfeife aus Schleswig-Holstein ist wirklich kein Thema.

  198. In diesen aufflammenden...
    In diesen aufflammenden Kontroversen darf ich an dieser Stelle zusätzlch auf das Wirken meines Freundes MdB (SPD) J. M. Mierscheid hinweisen. Ein Aufrechter und rocher de bronce gegen die Flut der Reaktion und des anbrandenden Neo-Salon- Konservativismus unserer Tage und in diesem Blog. Seine Vita enthüllt das kompromisslose Einstehen für progressive Werte.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Maria_Mierscheid

  199. Ach, was muss man oft von...
    Ach, was muss man oft von bösen Kommentatorinnen lesen?
    Leider garnix, denn Alphonso kehrt den Blog mit Stolz – und Besen.
    .
    Seis drum.
    Vertrauen Sie uns zumindest an, wie Ihre Stechuhr heißt?

  200. Interessant wäre auch zu...
    Interessant wäre auch zu wissen wer da eigentlich das Du anzubieten gehabt hätte. Der vielleicht jüngere potentielle Schwiegervater? Und wer hätte wen in sozialadäquater Reihenfolge vorgestellt? War er in der Etiquette zuhause oder wurde er auch dieserhalb so billig abgehandelt? Nichts als Fragen.
    Armer Boetticher, da könnte noch reichlich Kakao aufgegossen werden.
    Freischwimmerschein gefällig?

  201. Ich lösche hier nur extrem...
    Ich lösche hier nur extrem selten und das auch nur, wenn sich Leute als unheilbar erweisen. Bitte um Nachsicht, aber wenn hier jemand nur ist, um Tagein Tagaus Vorwürfe (Braun, Speichellecker etc) zu machen, ziehe ich halt den Stecker.
    .
    Revue Thommen Diver Chronograph GMT. Gekauft habe ich eine ganz andere (und sehr viel günstigere) Uhr, aber die kam nicht an, sondern eben das Ding, und alle Versuche, sie gegen das billigere Exemplar umzutauschen, scheiterten am Verkaufer und dessen Unfähigkeit, das Problem zu verstehen.

  202. waskostetdiewelt@ "Duuu, ich...
    waskostetdiewelt@ „Duuu, ich bin der Dieter vom Töpferkurs!“ ,“Kakao?“, „Gerne!“
    ..
    Warten auf das Mißtrauensvotum im Zusammnhang bei der Euro-Bonds-Ausgabe.
    http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/mierscheid/index.html

  203. @Don Alphonso, 11:20: Autsch....
    @Don Alphonso, 11:20: Autsch. Haben Sie verwandschaftliche Beziehungen zum Duke of Edinburgh?

  204. So wenig wie irgend möglich...
    So wenig wie irgend möglich (Schottische Küche. Oh Gott).

  205. Tja, für einen Vegetarier und...
    Tja, für einen Vegetarier und Tortenafficionado denkbar ungeeignet. Da würden auch noch so hemmungslose Gemmen an treffsicherem vor-den-Kopf-schlagen abhelfen.

  206. Lieber Dieter Guignol,
    tut mir...

    Lieber Dieter Guignol,
    tut mir wg Mißverständnis leid, arbeite eigentlich mit Fäustel und Vorschlaghammer.
    Und Sachen die nicht passen kann man ja auch mal zurechtbiegen.
    Wenn Schweißarbeiten anstehen darf ich hier nicht reinlesen, brauche dafür nämlich reichlich Gemütsruhe, freue mich aber schon aufs weiterlesen.
    Töpfern ist mir zu bröselig, passiert leider immer wieder.
    Diesen Kakao möchte ich nun nicht gerade empfehlen.
    Wollte den Tee des Hausherrn nicht entheiligen.
    Kakao steht sinnbildlich für das Medium durch das Boettcher gerade gezogen wird, wohl schon eher ein ganzer See. Deshalb auch Hinweis auf Freischwimmerschein.

  207. Holla! (Allerdings könnte...
    Holla! (Allerdings könnte Ihnen, wenn ich mir die Donschen Beine am Tegernsee anschaue, etwas Bräune tatsächlich nicht schaden.)
    .
    Für die Uhr müssen Sie sich nicht entschuldigen. Die sieht doch recht gut aus.

  208. Entschuldigung, ich wollte...
    Entschuldigung, ich wollte natürlich schreiben „nicht abhelfen.“

  209. Sie ist jetzt nicht ganz mein...
    Sie ist jetzt nicht ganz mein Stil, aber beim Baden am Steinstrand eigentlich nicht unpraktisch. Dennoch ist der Besitz purer Zufall. Und oft war ich in diesem „Sommer“ nicht beim Baden, das stimmt.

  210. "Schottische Küche"
    Haggis...

    „Schottische Küche“
    Haggis würde im Fall des Falles hoffentlich an mir vorübergehen. Ich würde ihm jedenfalls Schonung gewähren, notfalls auch ein Ehrenbegräbnis auf dem Kompost, selbst mit der Bewährungsauflage Vegetarier.
    Was das geschilderte zum Innenleben CvBs betrifft, finden sich imho einige metaphorische Berührungspunkte u.a. mit der 3. Strophe von Robert Burns Address to the Haggis.

  211. @Der Tiger: John McCarthy
    Nun,...

    @Der Tiger: John McCarthy
    Nun, McCarthy ist Informatiker und Logiker, kein Philosoph, außerdem ist das Zitat eher ein mathematischer Witz – genauer gesagt, ein Seitenhieb auf Solomon Feferman, falls ich das richtig verstehe.
    Das Zitat ist ein wunderbares Beispiel dafür, das man Mathematik und Philosophie im allgemeinen besser auseinander halten sollte, denn wer nicht weiß, wer Solomon Feferman und was die Rekursionstheorie ist, versteht das Zitat nicht, und wer kennt schon Feferman – außer eben Mathematiker, die sich mit Beweistheorie u.ä. beschäftigen.
    McCarthy trifft der Vorwurf natürlich nicht, da er erstens weiß, wovon er redet und zweitens der Text auf ein Fachpublikum zugeschnitten ist!
    Tiger, Sie wissen hoffentlich wer Solomon Feferman und was die New-Axioms-Debatte ist?!

  212. Mit Baden ist es diesen Sommer...
    Mit Baden ist es diesen Sommer wirklich nichts. Stattdessen habe ich eine bizarre Silberkannenfrage. Mit dem Boot meiner Freunde war ich an einem sehr ferngelegenem Ort an der Westküste von Britisch Columbia, in Alert Bay. Es ist eine alte Indianersiedlung und mittendrin steht ein Langhaus – das Gemeinschaftshaus der Westküstenindianer. In diesem Langhaus ist ein Museum – normalerweise für Artefakts der dortigen Eingeborenen.
    .
    Als ich eintrat, dachte ich in einem von Don’s oberitalienischem Museun zu sein. Da standen die auserlesensten Kunstwerke herum (aber praktisch keine Besucher außer uns). Aus der Brochüre: ‘This is the first time that these objects from one of the most prestigious museum collections have travelled to Canada. The artifacts… include technical equipment from the Kunstkammer (Art Cabinet), ceremonial weapons and tournament equipment from the Rüstkammer (Armoury), and vessels and figurines from the Grünes Gewölbe (Green Vault) and Porzellansammlung (Porcelain collection). These objects are representative of the economic activity, the chivalrous and allegorical self-representation, as well as the splendid court festivities and the royal hunts of the Saxon rulers during this early modern period.”
    .
    Preisfrage an alle an einem verregneten Spätsommernachmittag: Warum wurden diese Kunstschätze in einem Museum ausgestellt, wo kaum jemand hinkommt und in dem kein Mensch so etwas erwarten würde?

  213. Stiftung? Provinzförderung?...
    Stiftung? Provinzförderung? Der verantwortliche Mann im Ministerium hat eine Geliebte vor Ort, die mal Kuratorin spielen will? Im Bereich der Kulturbürokratie ist alles möglich.

  214. Dieser Fortschritt und alles...
    Dieser Fortschritt und alles in so kurzer Zeit – wo bleibt das Zimmermädchen?

  215. Prinzessin auf der Erbse,...
    Prinzessin auf der Erbse, danke für den tollen Hinweis. Die Kwakwaka’wakw-Masken sind sehr schön und nur selten auf Europatour.
    .
    Die Idee, Augusts Kunstkammergraffl an die Alert Bay zu schaffen, wirkt selbst schon wie Kunst.

  216. Zwei Lesefrüchte von...
    Zwei Lesefrüchte von sueddeutsche.de: Den Westerwelle nennt die Sueddeutsche dort einen „Lieberalen“. Eigentlich witzig, aber dort wohl tatsächlich nur Rechtschreibunkunde.
    .
    Und: Wer ist SZ-Autor Dominik Prantl? Sohn? Neffe?

  217. waskostetdiewelt@: Produktives...
    waskostetdiewelt@: Produktives Mißverständnis: Bin nicht der Dieter. Ausserdem trinke ich nur Wodka pur auss´m Wasserglas…ex. Liebe Umgang mit schweren Preßlufthammer und Kettensäge.

  218. AHA; die Zimmermädchen werden...
    AHA; die Zimmermädchen werden verpflichtet den Dr. Google zumachen und
    dann gehen sie zu Facebook.

  219. ... das deutsche Bildungswesen...
    … das deutsche Bildungswesen hat sich schon wieder abhängen lassen; immer
    weiter die Kurve nicht kriegen…sooo sichert man den Standort in Bangladesh.

  220. Podlatsch und August der...
    Podlatsch und August der Starke — das paßt schon.
    .
    Und ist allemal bessr als sinnlose Wertvernichtung an den Börsen.

  221. Die Kultur des Podlatsch --...
    Die Kultur des Podlatsch — der direkte Weg von der Barbarei zur Wegwerfökonomie ohne Umweg über die Industrialisierung.

  222. Woraus nebenbei auch wieder...
    Woraus nebenbei auch wieder mal hervorgeht, dass die Europäer in den letzten 300 Jahren auf dem amerikanischen Kontinent keine kulturellen Werte geschaffen haben, die mit denen der Ureinwohner entferntest konkurrieren könnten.

  223. ...und jetzt die Vereinigten...
    …und jetzt die Vereinigten Staaten von Europa.
    Was soll man in Zeiten des Plagiats auch erwarten?
    Wann schreibt man ab; wenn mann keine Lust, keine Zeit, keine eigene Idee hat!

  224. @Tiger: die sächsischen...
    @Tiger: die sächsischen Schätze in Alert Bay – ich bin verblüfft. „Warum.. wo kein Mensch“… ja eben, damit beantworten Sie die Frage doch schon ganz richtig selbst: Sicherheit. An einem Ort, wo die Augen der begehrlichen Reichen herumschwirren, kommts eher weg.

  225. Gespanntes Warten auf:
    Die...

    Gespanntes Warten auf:
    Die öffentliche Hinrichtung unter Liberalen.
    .
    „Tiefer Respekt“ —
    wie soll man sich über Leute, die solche Phrasen unterschreiben, eigentlich noch lustig machen? Wenn es Fußballer wären und keine Diplomaten.

  226. Erinnert mich an Kinder, die...
    Erinnert mich an Kinder, die das was noch auf ihrem Teller ist, nicht mehr essen
    können und penetrant nach mehr verlangen.

  227. @Grand Dieter Guignol
    Fein...

    @Grand Dieter Guignol
    Fein oder besser grob:
    Dann wäre das mit der Satisfaktionsfähigkeit jetzt hinreichend erörtert.
    Da liegt der Vorteil auf Ihrer Seite, ist ja gerätemäßig alles pure Technik.
    Zugeben, ich habe das Lebertraining (Vodka aus dem Wasserglas) nie ernsthaft betrieben, bin da allenfalls vorletzter Sieger.
    Könnte mir allerdings vorstellen, daß sich Boetticher diesem Thema nähert, denn es steht geschrieben, wer Sorgen habe befinde sich auch im Besitz von Likör.

  228. Der nächste große Potlatsch...
    Der nächste große Potlatsch heisst „Eurobonds“. Damit könnte man, so hoffen sie, wieder ein paar Jahre Zeit gewinnen. Sich zurückbeamen in die glücklichen Jahre, als sich alle billig beliebige Summen leihen konnten. Die Uhr zurückstellen auf 1999 und alles ist wieder gut!

  229. "Tiefer Respekt"
    Im implizit...

    „Tiefer Respekt“
    Im implizit versteckten Wortsinn beschreibt das eine feinsinnige Doppelbödigkeit im Verhalten gegenüber CvB. Auf solche Weise verliehene Tritte verweisen in der gegebenen Wirkmächtigkeit vielleicht auf das fußballerische Element im diplomatischen Leben.

  230. Noch eine interessante und wie...
    Noch eine interessante und wie wir finden durchaus kennenswerte Stellungnahme, an anderer Stelle hier bei FAZ.net verlinkt gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=s3u9LB32YYM
    .
    „Wollen hätten wir schon gekonnt, nur dürfen haben wir halt nicht gesollt“, lautete Karl Valentins Aufschrei nach Freiheit nicht eigentlich so?

  231. HansMeier, Sie bringen es...
    HansMeier, Sie bringen es äußerst pointiert genau auf die Zwölf. Besser als in Ihrem Kommentar von 21:44, und dem von BinVonHier 20:18 kann man es nicht sagen. Vor einem halben Jahr hätte man mit Eurobonds womöglich noch was bewirkt, aber inzwischen glaub ich nicht mehr dran, daß das für mehr als 1, 2 Jahre Luft gibt. Dann hat es sich bereits wieder verbraucht. Also kann man sich gleich was anderes überlegen.

  232. @Grand Guignol (12:14): ich...
    @Grand Guignol (12:14): ich mußte heftigst an die von Foersterliesel beschriebenen Stadien im letzten Blogbeitrag denken.

  233. Und man erinnert sich an...
    Und man erinnert sich an Elisabeth Mann-Borghese, die im November 1939 21-jährig den 36 Jahre älteren G. A. Borghese heiratete – was ebenfalls wirkliche Liebe war und deshalb auch in vielerlei Hinsicht recht bald fruchtbar wurde. Wiki weiß dazu immerhin:
    .
    „Am 23. November 1939 heiratete sie dort den 1931 aus dem faschistischen Italien emigrierten sechsundreißig Jahre älteren Schriftsteller Giuseppe Antonio Borgese, dessen Buch Der Marsch des Faschismus sie schon fasziniert hatte, bevor sie ihn im Haus ihres Vaters kennenlernte. Mit ihm hatte sie die Kinder Angelica (* 1940) und Dominica (* 1944) und lebte in Chicago. Ihre Pianistenlaufbahn gab sie nach der Eheschließung endgültig auf und wurde wissenschaftliche Mitarbeiterin im Komitee für eine Weltverfassung, …“
    .
    Eine „Weltverfassung“, jaja .. . (Was man nicht alles machen könnte HansMeier555, wenn es nicht so viele Kleinbürger – und mit ihnen- mit Notwendigkeit – nicht soviele Staaten gäbe, nicht wahr?)
    .
    (Und „FAZ.net downgraded“, was wäre das? Na, „The New Road to Facebook“ natürlich, was den sonst?
    .
    Und wir begrüßen hiermit ausdrücklich die Tatsache, dass unser Don gewälttätig ist. Genau so wie Ghandi.)
    .
    Und hier noch ein Link von einem evtl. gewissen Nachrichtenwert http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2775106/kirchen-rebellen-richten-aufruf-zum-ungehorsam.story

  234. elsa der tiger Vroni

    Komme...
    elsa der tiger Vroni
    Komme gerade von einem 80 jährigen Geburtstag :-)
    Bin leicht alkoholisiert und habe merkwürdige Dinge erlebt,
    z.B. 18 jährige, die ein Blockflötenständchen brachten.
    Ich für meinen Teil hätte mich mit 18 geschämt,
    und hatte nicht für möglich gehalten, das es heute sowas noch gibt.
    Aufgrund Ihrer Kommentare werde ich in mich gehen, und eventuell
    meine Meinung ändern.
    Vieleicht bin ich ja zu verkrampft. Meine Frau sagt auch immer, immer locker bleiben.
    Filou: Ich habe Sie vermisst. Danke für die Relativierung der Pfeife.

  235. HansMeier555, ich dachte, der...
    HansMeier555, ich dachte, der Potlatsch hiesse bei uns Erbschaftssteuer. Der Stamm der Teutonen muss gar nicht mehr persoenlich erscheinen, um was abzukriegen. Andererseits sieht man auch, dass man nicht mehr so gerne abgibt, wenn die zu Beschenkenden nur das Finanzamt vorschicken. Btw, Don, lohnt sich die Schweiz jetzt noch, um dem staatlichen Potlatsch zu entgehen (falls ich auch mal reich wuerde)?

  236. HansMeier
    "Podlatsch und...

    HansMeier
    „Podlatsch und August der Starke — das paßt schon.“
    .
    Was haben Sie nur immer mit den Ossis!
    .
    „der direkte Weg von der Barbarei zur Wegwerfökonomie ohne Umweg über die Industrialisierung.“
    .
    Ah, verstehe, es ist ein Gleichnis.

  237. Wir verneigen uns in " Tiefem...
    Wir verneigen uns in “ Tiefem Respekt“ vor den Leistungen der NATO.
    .
    Bitte, alle nachsagen.
    .
    Mir ist nicht bekannt, dass ein deutscher Regierungschef je einen solchen öffentlichen Kotau hingelegt hat; nicht mal aus dem unmittelbaren Nachkregs-Deutschland.

  238. Der Spruch, wer nur etwas von...
    Der Spruch, wer nur etwas von Mathematik versteht, versteht auch nichts von
    Mathematik, läßt sich mühelos abwandeln in
    -Wer nur etwas von Macht versteht, versteht auch nichts von Macht.-

  239. Aber meine Freunde, wer wird...
    Aber meine Freunde, wer wird denn so kleinmütig sein? Hat nicht schon der Aquinat geschrieben, es sei mehr Tapferkeit im Standhalten denn im Angreifen?
    Verglichen mit dem was meine Elterngeneration im Krieg, in Bombennächten und an der Front, vor Pelotonen und am Galgen in Plötzensee, bei Flucht und Vertreibung, beim Aufbau später durchgemacht hat, sind unsere Probleme doch eher Kopf- und Papiergeburten.

  240. @HansMeier555 (27. August...
    @HansMeier555 (27. August 2011, 20:14) – dazu passend: neben dem Langhaus steht ein sehr großes Gebäude aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es war ein Internat für die Kinder der Westküstenindianer. Die wurden bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts den ‘wilden’ Eltern weggenommen, um in diesen Internaten ‘zivilisiert’ erzogen zu werden.
    .
    @colorcraze – da bin ich mir nicht so sicher. Mir schienen die Schätze wie auf einem Tablett zum Abholen präsentiert. Bewacht wurden sie von einem gelangweilten Studenten, der sich mehr auf seinen Laptop als auf die Besucher konzentrierte. An der Kasse waren zwei Einheimische, denen ich allerdings nicht viel kriminologische Scharfsicht zugetraut hätte. Sicherlich waren die Edelstücke durch Alarmanlagen gesichert. Aber die können nur ins Leere gelaufen sein, denn auf diesen wenig bewohnten Inseln gibt es kaum Polizei, und die wenige ist nicht auf Kunstraub trainiert, sondern darauf, Fischer und ihre Boote zu kontrollieren, damit nicht mehr Lachse gefangen werden als es die Quoten erlauben.
    .
    Auf der Insel, auf der unser Ferienhaus steht, trat dieses Jahr allerdings deutlich mehr Polizei auf als sonst. Ich fühlte mich wie zu Hause. Sogar der Farmers Markt wurde von kräftigen, schusswestengesicherten Mounties bewacht.

  241. E.R. Binvonhier@: Darf ich an...
    E.R. Binvonhier@: Darf ich an mein obiges Zitat erinnern? „Macht doch euern Dreck aleene“ (so der letzte König von Sachsen 1918, im Zuge seiner Abdankung zu den „Revolutionären“).
    NB.:Einen tiefern philosophischen Ausspruch zur Machtfrage hat die Weltgeschichte nie gehört.

  242. Ja, so ist es prince Matecki;...
    Ja, so ist es prince Matecki; es ist nie so schlecht, dass es nicht noch schlechter
    sein könnte.
    Vermutlich glaubt der BFM deshalb, er könne weitere 7 schlechte Jahre in Aussicht stellen.
    .
    Grand Guignol@ Wenn man wie ich, keinerlei Macht hat auf die man verzichten könnte und das Erbe zur Fata Morgana wird, nützt der Spruch nicht viel.
    M.E. haben sich ‚Volk‘ und Regierende einfach auseinandergelebt.
    „Revolutionäre“
    sehen Sie welche?

  243. prince Matecki@: Da wir hier...
    prince Matecki@: Da wir hier ja schon des öfteren C. v. Clausewitz bemüht haben,
    so sei sein Satz, aus der Erinnerung, angefügt: „Die Verteidigung ist stärker als der Angriff.“ ….man hätte sich besser daran seit Schlieffens Zeiten gehalten.

  244. ..sein Herz klopfte ihm bis...
    ..sein Herz klopfte ihm bis zum Halse, als sich der ein wenig in die Jahre gekommene Marquis über die Hand der entzückenden sechzehnjährigen Comtesse beugte. Ein wunderbarer Duft, betörend alle Sinne, von Tuberosen durchzog den Salon. Eine, ihm unbekannte, Schwäche flog ihn an, er, der Schlachtenerprobte, verlor an Contenance, wie er sich innerlich bekennen mußte….
    (ha, es funktioniert noch, Schmontzes zu schreiben)

  245. Wie wäre es mit etwas...
    Wie wäre es mit etwas Machiavelli: ‘Kein Mensch kann so lange leben, daß die Spanne seines Daseins ausreichen würde, um einen Staat, in dem lange Zeit schlechte Sitten herrschten, an gute zu gewöhnen.’

  246. E.R. Binvonhier@: Wer weiß,...
    E.R. Binvonhier@: Wer weiß, der Marschallstab steckt vielleicht in ihrem Rucksäckchen…

  247. Vielleicht sollte ich noch...
    Vielleicht sollte ich noch hinzufügen wo ich den Gedanken her habe, passt dieser Ausspruch nicht fabulous auf den heutigen Artikel von Herrn Naumann:
    http://www.faz.net/artikel/C30717/krise-des-buergertums-auch-die-linken-haben-nichts-geahnt-30492603.html ?

  248. Wie es sich für den...
    Wie es sich für den connaisseur lit. gehört, ein Abschluß mit Goethen.
    http://www.schwarzaufweiss.de/tschechien/marienbad-karlsbad.htm

  249. Leider ist das oben...
    Leider ist das oben aufgeführte Zitat falsch, Carl v Clausewitz hat sinngemäß gesagt, die „Verteidigung sei die stärkere Form des Gefechtes, aber mit negativem Zweck“. D.h. nur durch Verteidigung allein wird der Zweck der Streitkräfte, nämlich deren Verwendung zum Zwecke der Politik, nicht erreicht. Vielmehr muss auch in der Verteidigung zum Kulminationspunkt „das blitzende Schwert der Vergeltung“ über den Angreifer kommen, d.h. man zum Gegenangriff schreiten.
    Man beachte, wo C. v. Cl. vom Gefecht (also letztendlich der Taktik) schreibt, und wo er vom Gebrauch der Gefechte (also der strategischen Ebene) schreibt.
    Dazu passt die Renzension eines Readers von Raymond Aaron in der Literaturbeilage der Welt am Samstag. Aaron hat am Collège de France auch über Politik- und Strategiegeschichte gelesen und dann ein Buch (in zwei Teilen) zu Clausewitz geschrieben, L´age éuropéenne und L´age planétaire (und nucleaire….) wobei die deutsche Übersetzung etwas unpräzise ist, ich habe hier irgendwo auch die französischen Bände stehen. Man sehe mir die Orthographie der französischen Titel nach, ich zitierte aus dem Gedächtnis.

  250. prince matecki@:
    Der...

    prince matecki@:
    Der Verteidiger hat den strategischen Vorteil der kurzen Wege, z. B. hinsichtlich der Logistik. Ausserdem lassen sich die Kräfte besser bündeln und die Emotionen der Bevökerung u. U. in ungeahntem Ausmaße aktivieren (Bei gerechter Sache).
    Ich verweise auf die durch betreute Dr. Werner Hahlweg Ausgabe, 18. Auflage
    S.622-634 3. Kap.“V. K.“: „Wie verhalten sich Angriff und Verteidigung in der Strategie zueinander“ insbes. S. 634:.. Der Krieg ist mehr für den Verteidiger als für den Eroberer da, denn der Einbruch hat erst die Verteidigung herbeigeführt und mit ihr erst den Krieg.usf.
    Folg. Zitat aus Wikipedia:
    „Clausewitz hielt die Verteidigung für die überlegene Kampfform, da sie weniger Kräfte verbrauche. Verteidigung bedeute für ihn nicht das statische Abwarten eines gegnerischen Schlages, sondern flexibles Manövrieren. Derjenige, der sich strategisch in der Verteidigung befindet, kann nach Clausewitz’ Theorie trotzdem taktisch offensiv vorgehen. (Ein Beispiel für eine derartige defensive Angriffsstrategie sind einige Feldzüge des Generals Robert E. Lee während des Amerikanischen Bürgerkrieges 1861–1865.)
    Der Verteidiger sollte nach Clausewitz solange in der Defensive verbleiben, bis die Kräfte des Angreifers erlahmten und der Verteidiger somit ein Übergewicht erlangt hätte. An diesem „Kulminationspunkt des Sieges” kann der Verteidiger in die Offensive übergehen, um den Krieg siegreich zu beenden. Die Standardbeispiele eines solchen Vorgehens waren der Russlandfeldzug Napoleons 1812 (in dem der Kulminationspunkt mit der Einnahme Moskaus erreicht worden war) und der Feldzug der deutschen Wehrmacht gegen die UdSSR, wo man den Kulminationspunkt im Spätsommer 1942 ansetzen kann. Es ist trotzdem falsch anzunehmen, dass der Kulminationspunkt immer dem größten Geländegewinn entspricht. So sehen manche Historiker ihn im Fall des Krieges gegen die Sowjetunion 1941–1945 auch schon nach der Kesselschlacht bei Smolensk erreicht.“
    Zum Nuklearkrieg äusserte sich schon Gen. W. Altenburg in der Zeit v. 05.06.87:
    „Ein Nuklearkrieg ist in weite Ferne gerückt“. Die entspr. Gegenbelege zu R. Aron erspar ich Ihnen.

  251. Ich fürchte wir reden, nein...
    Ich fürchte wir reden, nein schreiben aneinander vorbei: Kampfform = tatkische Ebene = Gefecht. Militärpolitik, Strategie oder wie immer Sie es in modernem Deutsch nennen wollen = Verwendung der Gefechte zum Zwecke des Krieges, d.h. zu dem was der Kriegszweck ist. Und nein, das ist nicht die Fortsetzung der Politik unter Beimengung militärischer Mittel, sondern dass ist das was wir vom Gegner wollen: Kriegszweck ist es, den Gegner zur Erfüllung unseres politischen Willens zu zwingen.
    Altenburg (ehemaliger Generalinspekteur und Vorsitzender des Militärausschusses der NATO) konnte natürlich mit einem Links-Sozialisten der es zu Professoren – Würden gebracht hatte, wenig anfangen. Das war übrigens schon bei Delbrück und den Generalen seiner Zeit im sog. „Strategiestreit“ so.
    Derzeit rehabilitiert die Nuklearpolitik der Iran die Thesen Aarons glänzend. (Und falsifiziert Altenburg)

  252. Strategisch ist die Defensive...
    Strategisch ist die Defensive nicht unbedingt eine überlegene Option, da man sich der Gefahr der Einkreisung bzw des Mehrfrontenkrieges ausgesetzt sieht.
    Selbst tatkisch muss man solche abstrakten Aussagen C v Cl. aus seiner zeit und entsprechend der Fortschritte der Waffen- und Munitionstechnik sehen. Zu Beginn des !. WK war die tatktische und operative Verteidigung des eingegrabenen Infanteristen mit Maschinengewehr praktisch nicht zu durchbrechen, besonders wenn sie tief gestaffelt war. Erst die Entwicklung des „Tanks“ (Panzer) veränderte das.

  253. @E.R. Binvonhier:
    Wenn sich...

    @E.R. Binvonhier:
    Wenn sich Volk und Regierende auseinandergelebt haben, ist das mehr als lustig – es geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem alle Regierenden aus dem Volk kommen …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  254. Wer ist prince Matecki
    und was...

    Wer ist prince Matecki
    und was soll das ganze hochherrschaftkucge Clausewitz-, Kriegs-, Militär- und Strategie-Gewaaf.
    Wünsche Aufklärung.
    Oder vielleicht besser auch nicht.

  255. ThorHa@: Das ist nicht lustig,...
    ThorHa@: Das ist nicht lustig, das ist normal bei Aufsteigern. Sie düpieren die
    Herkunftsschicht ’seht her es geht doch‘ und die Akzeptanzprobleme in der Ankunftsschicht sind weidlich bekannt – wieso könnt ihr das nicht -.

  256. ...und in Zeiten der...
    …und in Zeiten der Globalisierung, die Bereitschaft Alle und Alles hinter sich
    zu lassen. Muss man sich noch wundern?

  257. @Vroni:
    Tja Vroni, diese...

    @Vroni:
    Tja Vroni, diese Westentaschenstrategen, was soll man dazu sagen?!
    Aber es gibt ja zum Glück das Bild von George Grosz, das mit den aufgeklappten Köpfen, es heißt passender Weise „Stützen der Gesellschaft“ (1926).
    Man kann auf diesem Bild gut sehen, was in solchen Köpfen so alles drin ist!

  258. @E.R. Binvonhier:
    Ist das ihr...

    @E.R. Binvonhier:
    Ist das ihr Abschiedswort zur Staatsform „Demokratie“ :-)?

  259. ThorHa:
    Nein, wenn erstmal...

    ThorHa:
    Nein, wenn erstmal Hinz und Kunz sich das Geschehen zusammen reimen können,
    ist der Zenit einer Entwicklung überschritten. Das ist alles.

  260. Was läßt Regierende und...
    Was läßt Regierende und Lobbyisten eigentlich glauben sie hätten ein
    „Kommunikationsproblem“ :))))

  261. liebe Vroni,
    manche Leute hier...

    liebe Vroni,
    manche Leute hier sind real, andre etwas weniger, die Techniker hier z. B. sind meist ganz real; es ist doch schön und interessant in Dons Salon Leute zu treffen, die unsre Wege sonst nicht kreuzen. Früher einmal war Soldatsein noch nicht gleichbedeutend mit begrenzten Interessen; der Entdecker der Edda z.B. war ein napoleonischer General, ein Arbeitsmigrant war er obendrein, beim Miltär konnten vom Hause weichende zweite Söhne und solche mit etwas ungünstiger Familienkonstellation sich auszeichnen und Karriere machen, zwischen den Kriegen hatten sie dann Zeit sich den Musen zu widmen, und immer noch ist das Heer eine Integrationsagentur erster Ordung, auch wenn Sie das – so auf den ersten Blick – empören mag.

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