Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Leben und Sterben mit Tischdecken

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Man kann auch ohne Tischdecken leben. Es gibt genug, die das freiwillig tun, ohne Not und Zwang, einfach, weil es praktisch erscheint, und es sind viele. So viele, dass sich Tischdeckengeschäfte nach neuen Erwerbszweigen unschauen. Selbst in den Bergen, wo die konservativen Menschen leben und auf Sommerfrische sind. Die Tischdecken und die besseren Kreise sterben gemeinsam aus, scheint es.

Und die Mutter blicket stumm auf den ganzen Tisch herum.
Heinrich Hoffmann, Der Zappelphilipp

Am Penser Joch wartet der Tod. Unten, am Anfang der Strecke, gleich hinter Sterzing, noch bevor sich die Strasse auf 2211 Meter in den Himmel windet. Der Tod ist für jeden unvermeidlich, links der Fahrtrichtung Süden, und er tritt in Form eines Steinmetzes auf. Dort werden alte Grabsteine abgeschliffen, und warten auf neue Namen. Gebrauchte schmiedeeiserne Kreuze für Traditionalisten gibt es auch. Es ist alles schon da, man kann sich schon vor der Fahrt den Stein wie im Supermarkt heraussuchen. Die Strasse selbst ist dann fies und unfallträchtig; die Kurven sind rund und nicht parabelförmig, und wer darin zu früh beschleunigt, kommt unweigerlich auf die Gegenfahrbahn. Ich bin hier noch nie hochgefahren, ohne ein von der Strecke überfordertes Kamel zu erleben, meist mit norddeutschem Kennzeichen und genau dort, wo ich entlang fahren möchte. Beim Vollbremsen denke ich mir dann: Wenigstens ging dieses Riesenkamel in seinem Opel Kombi durch das Nadelöhr, und wenn es mich erwischt, habe ich im Himmelreich als Nichtganzarmer auch noch eine Chance.

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So traurig sterben wir dann ein wenig mehr aus, aber der Tod gehört zum Spiel dazu, und wie in jeder Auslöschungsphase gehen wir nicht allein. Mit uns stirbt eine ganze Kultur mit Konventionen, Manieren und Traditionen, und damit verschwinden auch Firmen, Handwerker, Geschäfte und Dienstleistungen, die bislang eigentlich ganz gut mit unserer Antiquiertheit und den Marotten leben konnten. Andere werden überleben und sich in den freiwerdenden Nischen breit machen: Anlageberater, Golfausrüstungsproduzenten, Steueroptimierer und Wellnesshoteliers mit Mietluxus, wie sie es gerade im alten Grand Hotel in Gossensass im Vorgriff auf unser Aussterben praktizieren. Und wieder andere werden sich einfach anpassen und neue Kunden finden. Wie beispielsweise die Tischdeckenhändler.

Nun ist es natürlich so, dass beim Aussterben der alten Familien auf die letzten Nachfahren alles kommt, was Generationen davor gehortet, gestickt und in bitteren Erbschaftskriegen errungen haben. Und weil damals alles dauerhaft sein musste und das gute Sach geschont wurde, kann man sich jeden Tag überlegen, an der Tischdecke welcher Generation man sitzen und welche Anekdote man dazu sporadischen Gästen erzählen will. Manchmal kommen aber auch Leute, denen man besser nichts erzählt, und dann ist es gut, Tischdecken zu haben, die nicht vorbelastet sind. Solche Tischdecken im alten Stil wurden lange Zeit noch in den Berggdörfern Südtirols hergestellt, und weil sie meist naturfarben waren, und nicht blendend weiss und schmutzanfällig wie die Erbstücke, gab es immer einen guten Vorwand, die Familienbestände um das ein oder andere Stück zu bereichern: Dann sind saubeutelnde Kinder plötzlich ganz praktisch. Gewesen.

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Das ist heute wohl nicht mehr ganz so. In Sterzing gibt es jede Menge Fachgeschäfte für Lederwaren aller Qualitäten und Ansprüche, und ein Fachgeschäft für Tischdecken. Und es ist nicht schwer, die Lehren aus der Veränderung und Anpassung zu ziehen: Die Lederwarengeschäfte haben keine Tischdecken ins Sortiment aufgenommen. Aber dem alteingesessenen Tischdeckengeschäft erschien es ratsam, das Sortiment um Gürtel und Handtaschen zu erweitern, und bei den Tischdecken, höflich gesagt, eine Anpassung des Angebots nach Unten vorzunehmen. Für 10 Euro kann man Stoff in Osteuropa bedrucken lassen. Gute, wirklich handgearbeitete Tischdecken sind etwas für die Ewigkeit und brauchen ein paar Generationen, um sich auszuzahlen: Das verstehen hier aber offensichtlich zu wenige, um das Geschäft am Laufen zu halten.

Ein paar Läden weiter gibt es, wie zum Hohn, mit nostalgischen Alpenmotiven bedruckte Kissenüberzüge und Bettwäsche, entworfen in Amerika. Das wird offensichtlich noch gekauft. In Südtirol, wo es eigentlich nicht an älteren Herrschaften mit älteren Überzeugungen fehlen sollte. Sicher, in Naturns gibt es noch einen Laden, in dem es Tischdecken wie früher gibt, und die dort hergestellt werden. Man muss die Gegend nur kennen, um zu bekommen, was man möchte. Aber die Grundversorgung, die Normalität, die kulturelle Hegemonie, die über so eine Tischdecke ausgedrückt wird: Das alles ist vorbei. Man kann es privat noch praktizieren, aber der Nachschub an Mensch aus geordneten Verhältnissen und Material zur Erbauung oder wahlweise auch Demütigung anderer bricht zusammen.

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Dabei ist die Tischdecke als Distinktionsmerkmal der Klassengesellschaft eigentlich nicht zu unterschätzen: Wer es sich leisten konnte, den Tisch zu bedecken, gehörte schon zu den Bessergestellten. Die scheinbar achtlos zerknüllten Tischtücher auf den Stilleben eines Willem Kalf sind Ausdruck des Überflusses: Tatsächlich hätte damals kaum jemand diese Wertgegenstände wirklich so schlecht behandelt. Und natürlich ist die Tischdecke auch ein Mittel zur Disziplinierung anderer: Sie zwingt zum konzentrierten Essen und zu einem bestimmten Bewusstsein, es ist nicht zwingend bequem, wenn das richtige Benehmen nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, aber so kann und muss man sich als Emporkömmling beweisen, um nicht zu hören, aber bitte, der Fleck mache doch überhaupt nichts aus, nein wirklich das kann doch mal passieren… Bürgerlichkeitskonvention. Der Adel neigte noch teilweise dazu, sich den Mund oder die Finger an der Tischdecke abzuwischen, aber ab dem 19. Jahrhundert hat die Tischdecke so unbefleckt wie die Jungfräulichkeit zu sein. Es ist ein Pakt zwischen denen, die am Tisch gemeinsam sitzen: Jemand gibt sich Mühe, es schön und sauber zu machen, und die anderen geben sich Mühe, es schön und sauber zu halten. Wenn alle in dieser Konvention übereinstimmen, ist es gut. Sobald jemand den Anforderungen nicht entspricht oder sie gar nicht kennt, nimmt man vielleicht besser eine naturfarbene Tischdecke aus Südtirol. Der Gast konnte sich ja, entsprechendes Benehmen vorausgesetzt, zum Damast hocharbeiten. Teils ist das Ehrerbietung, teils Selbstschutz: Ich würde nicht jedem Grobmotoriker den Biedermeierpastetenheber mit dem fragilen Elfenbeingriff oder die dünne Silberzuckerzange überantworten. So ist das auch mit den Tischdecken.

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Der Abschied von solchen Verhaltensmustern ist nicht abrupt und radikal, sondern ein schleichender Prozess in wellenförmigen Bewegungen in den Abgrund: Die Tischdecke passt nur begrenzt in pflegeleichte Einrichtungen der Moderne, und drei Einrichtungsmoden des vergangenen Jahrhunderts – Bauhaus der 20er Jahre, Pop Art der 60er und Glas-Stahlmöbel der 90er – haben sie für obsolet erklärt. Die Möbel, deren Holzplatten früher von der Decke geschützt wurden, sind pflegeleicht und Wegwerfobjekte geworden, die man nicht mehr schonen muss. Wegwerfen kostet Geld, Geld muss erarbeitet werden, Arbeit kostet Zeit, und diese Zeit wiederum würde die Verwendung von Tischdecken beanspruchen. Folglich behilft sich das jüngere Restbürgertum mit dem, womit es sich immer behilft, wenn es zwischen Tradition und Moderne keine richtige Antwort gibt: Mit einer Notlüge. Die Notlüge der Tischdeckenfrage ist der Tischläufer, das Kleine Schwarze unter den Tischabendroben, und wie es nun mal so ist: Es kann hübsch sein. Es wäre ja auch eine Schande, schön geformte Beine einfach zuzudecken. Oder es ist billig und vulgär, wenn darunter das Kirschholzfurnierimitat zu sehen ist. Nur weil die alte Pflicht verschwindet, muss der neue Kompromiss nicht unbedingt schöner und besser sein. Praktischer vielleicht, weil das heute so sein sollte, wie man beim Einkauf in Sterzing sieht.

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Natürlich ist das kein Anlass, jetzt Schluss zu machen und dabei wenigstens noch ein Kamel im Opel Kombi oder im Wohnmobil am Penser Joch ins Verderben mitzunehmen, wenn es auf der falschen Seite schlingert. Gleichwohl glaube ich auch nicht, dass man das Rad der Geschichte zurückdrehen kann; einer Geschichte, die es, auch das muss man sagen, mit Häkeldeckchen auf jedem Sessel und Buffet etwas übertrieben hat. Es wäre fein, wenn man wenigstens einen Sinn für das Schöne bewahren könnte. Die damit verbundenen Zwänge könnte man, wozu hat man schliesslich Konventionen, durch einen gemeinschaftlichen Willen zum Luxus und zur Üppigkeit ersetzen: Es reicht, wenn anderen am Kirschfurnierimitat sitzen. Und die Diskrimierung anderer sollte man wirklich unterlassen.

Das besorgen die schon selbst. Wie die schon dasitzen.

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278 Lesermeinungen

  1. Die Katze (in meinem Falle...
    Die Katze (in meinem Falle Kater) im Haus erspart jegliche Tischbestoffung. Sie schlummert in den Schubladen und wartet auf ruhigere Tage.

  2. <p>Man kann die Katze auch...
    Man kann die Katze auch erziehen: Etwas Parmaschinken auf den Tisch, und schon hat das Vieh ganz andere Interessen als das Kratzen.

  3. Einen schönen Tisch (Eiche,...
    Einen schönen Tisch (Eiche, 19. Jahrhundert) verstecke ich nicht unter einem Tuch.
    Welches ich nun bügeln müsste und somit nicht dazu käme, Ihr Blog zu lesen. Manchmal muss man Prioritäten setzen.

  4. Wie im Text oben schon...
    Wie im Text oben schon erwähnt: Auch das geht. Mahagoni muss man nicht verstecken. Letztlich ist es auch eine Frage der Gewohnheit.

  5. Schön. Nur muss man nicht der...
    Schön. Nur muss man nicht der Letzte seines Stammes sein, damit alles auf einen kommt. Man muss nur andeuten, das Leinen, Damast, Maria Weiß, Zwiebelmuster, Indisch rot, das Silberbesteck und das Glas des frühen 19. Jh. nicht allzu entschieden abzulehnen. „Das werfen wir sonst weg!“ lautet die Drohung der Geber(innen). Die tun das wirklich. Andernfalls. Und richtig: in einem Asyl für schöne Dinge, die keiner mehr dulden mag, zu leben, hat gar nichts museales, wenn man die Stücke zuweilen auflegt. (Den verstörten Blick manchen Gastes nehme man nicht als Kritik.)

  6. Wie erfreulich, wenn man im...
    Wie erfreulich, wenn man im letzten Moment immerhin Ti amo, aufgemalt auf der Leitplanke, lesen kann.

  7. Bei uns in da Kuchl hom mia an...
    Bei uns in da Kuchl hom mia an Disch, so oana fia ois, vaschtehsd mi? Draf is a Waxduchdiachl draf, oa Wisch un ois wieda sauba. De Foab davo is undeviniabarr.
    Momendan hängd a Fliagnfänga drieaba an dera Lampn bfestigt. An oana Seitn is da TiFi af ara Schdellasch. Host mi?
    Un do drumhearum schtehd des oplikatorischä Bankerl midam Herrgodswinkäl mid am Palm i da Eggn. Oamoi im Joahr kemma mia olli z´samma im vaschdaubdn Wohnzimma, do kannstas nacha no segn de gschdiggte Dischdeckn vo 1867 un des Grisdall un ois. A so is des bei uns do herinna.
    Mariandl, bring ma´d Zseidung un de Pantoffin. Schwing di.
    Benni, kusch, da host a Wuaschti, soist net lebn wiara Hund, a gscheada.

  8. Wenn meine sechzehnjährigen...
    Wenn meine sechzehnjährigen Neffen (mittlerweile plus ein paar Jahre) zu mir zu Besuch kommen und meistens noch ein paar andere Jungen gleichen Alters mitbringen, arrangiere ich zumindest an einem Abend ein gepflegtes Essen mit frischer, gebügelter Tischdecke. Zu besonderen Anlässen benutze ich alten weißen, sonst einfarbig nicht-weißen Damast. Geschirr, Gläser und silbernes Besteck wähle ich dazu passend, gute Manieren müssen die jungen Herren selbst mitbringen. Dahinter (Kochen eingeschlossen) stecken immer mehrere Stunden Arbeit. Aber ich finde, dass gehört zu meiner Aufgabe, den Nachwuchs zu erziehen, habe allerdings den Eindruck, dass die Kerle es nicht als Erziehung empfinden, sondern pudelwohl über alles Mögliche plaudern.
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    (Dabei noch eine Bemerkung zum vorherigen Beitrag: Ich finde diese Jungen wesentlich amüsanter als viele Gleichaltrigen. Die können nämlich noch schnell denken und haben ihren Kopf noch nicht mit ‘Mann sollte aber auch bedenken’ Bedenken vollgestopft.)

  9. Ich hasse Tischdecken. Mal...
    Ich hasse Tischdecken. Mal davon abgesehen, dass sie die schoene Maserung des Holztisches verdecken, sind sie elendig unpraktisch – so wie die Haekelmuetze ueber der Ersatzklopapierrolle. Die Epoche, die Sie, werter Don, zurueckbeschwoeren moechten, ist sicherlich nicht die glanzvollste des Buergertums. Politisch wegducken und sich dann mit unsinnigen Konventionen selbst kasteien. Da lob ich mir doch barocke Fressgelage und die von Ihnen erwaehnte Umnutzung der Tischdecke als verlaengerte Serviette. Den Sinn verstuende ich.
    Etwas, worueber Sie vermutlich nicht schreiben koennen, weil Sie es nicht kennen duerften, ist eine noch pervertiertere Version der Tischdecke: Das Wachstuch! Weil zum einen ein unbedeckter Tisch unschicklich waere (Orientierung an den bessergestellten Teilen des Buergertums), andererseits die beschriebenen Tischdecken als Distinktionsmerkmal kaum erschwinglich sind, wird eben ein schoen bunt bedrucktes Wachstuch ueber den Tisch gelegt (gerne gehalten von eisernen Tischtuchklammern). Das ist dann praktisch abwaschbar und „schont“ den Tisch. Ich habe aber zum Glueck den Eindruck, diese haessliche Unart stirbt nun langsam aus.

  10. Geschätzter Don, alles zu...
    Geschätzter Don, alles zu seiner Zeit. Glauben Sie einer erfahrenen Hausherrin, die einige glückliche Jahre in der Großfamilie fünf Generationen gleichzeitig zu Tisch hatte. Sind Kinder und Enkerl noch klein, darf der Tisch schon einmal mit Buntdruck aus Italien, der bei 60° wieder tadellos sauber wird, geschützt werden. Kommen Eltern und Großeltern zu Besuch, dann wird vorher gestärkt und gebügelt, was das feine Linnen mit der wunderbaren Lockstickerei halt grad noch zulässt. Ist man allein zuhaus, dann darf der wunderbare Nussholztisch in seiner Natürlichkeit glänzen und gegessen wird auf einem hübschen, mit englischen Rosen bedruckten Korkuntersetzer.
    Und Katzen haben auf keinem Tisch etwas verloren … unsere schwirrt sofort ab, sobald sie mich kommen hört …. ;-)))

  11. Und wie und wo muss man es...
    Und wie und wo muss man es durchschneiden?

  12. @stola - ich hatte einen alten...
    @stola – ich hatte einen alten Kater, der kam in seinen letzten Jahren immer zu Tisch. Er setze sich neben mich auf die Bank und schnurrte, bis ich ihm auf einem Villeroy und Boch Tellerchen auf der Bank etwas von unserem Essen abgab. Leider ist er jetzt tot. Stattdessen haben wir einen jüngeren, namens Leo, der legt sich vorzugsweise auf meine FAZ oder die NRC meines Mannes, die abends neben unseren Tellern zum Lesen aufliegt (ist wohl wärmer als die Holztischplatte).

  13. Was steckt dahinter, dass...
    Was steckt dahinter, dass immer mehr Menschen das Wort „Kerl“ nutzen? Ich höre das immer häufiger, allerdings nur bei schlichter gestrickten Tischdeck.. äh Gemütern. Kann mir jemand den Nutzen erläutern? Soll das witzig sein? Oder voll krass cool? Soll das überlegen klingen? Oder maskulin-kernig? Oder ist das einfach nur exakt so doof, wie es klingt?

  14. Sehr geehrte Frau oder Herr...
    Sehr geehrte Frau oder Herr E.R. Langen! (Tiger)babies kennen den Begriff von Kindheit an, siehe
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wo_die_wilden_Kerle_wohnen
    ‘Wo die wilden Kerle wohnen ist der deutsche Titel des Bilderbuchs Where the Wild Things Are des US-amerikanischen Illustrators und Autors Maurice Sendak, das 1963 bei Harper & Row erschienen ist.’

  15. Ein Hauch von Ding und...
    Ein Hauch von Ding und Dinglichkeit? Don, Sie wildern, und das am Sonntag. DEM Tag der Tischdecke. Oh je. Jedwede Schonkultur geht mir auf den Keks. Schonbezüge im Auto erst. Oder Untersetzer aus Kork.

  16. @E.R. Langen: Wollen Sie etwa...
    @E.R. Langen: Wollen Sie etwa sagen, der Tiger sei ein schlicht gestricktes Gemuet? Sie ist hier die einzige, die „Kerle“ (und zwar eindeutig scherzhaft) verwendet. Wobei mir auch nicht klar ist, was genau gegen dieses Wort sprechen sollte. Weniger neutral-technisch als „Mann“, aber auch noch nicht „Herr“.
    „Gebt mir eine Armee aus Kerls wie ich, und ich werde aus Deutschland eine Republik machen, gegen die Rom und Sparta Nonnenkloester sein sollen.“ (Schiller, sinngemaess aus dem Gedaechtnis)

  17. Das Wachstuchtischtuch (im...
    Das Wachstuchtischtuch (im Kaufhaus mit einer Zickzackschere gerandelt) kenne ich auch noch, vom sogenannten Katzentisch (Kindertisch), einem niedrigen Weichholztisch, auf dem wir Kinder beim Essen patzen, mit Wasserfarben malen und mit Klebstoff basteln konnten. Heutzutage trifft man bei Privateinladungen fast nur noch auf Sets oder (hand)bedruckte Tischtücher; weiß/pastell nur noch in Restaurants, chinesische Stickereien und balkanisch Gehäkeltes allerdings sind nur bei den Erzeugern dieser Dinge schicklich. Alte Damasthandtücher, Leinenservietten, Damasttischtücher werden von mir für den praktischen butler tray table verwendet, Leinendamast könnte man nur noch in Italien nachkaufen. Überreichlicher Dekorationsschnickschnack auf dem Speisetisch war früher auch nicht üblich, letzthin durfte ich in einem überperfekten Haushalt sogar um den Dunstabzug in der Küche eine jahreszeitenadäquate Guirlande bewundern… und, ja, auch den (großen) Hund auf dem Tisch gibt es, in einem personenreichen, chaotischen Haushalt, alle rennen nach dem Essen vom Tisch weg und der schlaue Hund erklimmt über die Sessel den Tisch und leckt schnell die Teller sauber, dennoch gibts keine Bandwurmerkrankungen oder Darminfektionen in diesem Haushalt, der Geschirrspüler arbeitet mit hohen Temperaturen.

  18. Demnach soll "Kerl" den wilden...
    Demnach soll „Kerl“ den wilden Mann betonen? Authentizität und Naturkompetenz? Credibility? S.U.V. und 7-Tage-Bart? Outdoor-Kleidung auf dem Weg ins Büro? Trekkingrad im Stadtpark? Bleifuß auf dem Alpenpass?
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    So schlimm hatte ich mir das gar nicht vorgestellt, liebe Tiger. (Ein „Kerl“ bin ich übrigens nicht.)

  19. Den Jaufen mit 240 locker...
    Den Jaufen mit 240 locker rauffahren kann jeder, aber noch lange nicht runter. Runter wird es da an manche Ecken eher schon eng. Auch wenn man schnell nach Meran möche: rechts der Abgrund, links der Fels, voraus die spät stehenden Sonnen: ja! (… wir sind verantwortlich, ganz sicher.)
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    Und wir halten es bei und für uns so: Wenn die Torte so lecker, wie sie aussieht, was keine Frage, legen wir uns ein weniges später gemeinsam.
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    Und die Auswahl, wie er sie trifft und vorführt selbstverständlich die Beste. Und ganz richtig. Und auch alle Beobachtungen dazu, wie sicherlich weithin gerne konzediert wird.
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    Und wir fanden den François-Marie Banier-Lebenstil auch immer ganz Teilen unserer Vorstellungen entsprechend. Eben schon mal „von den Frühstücks im Westen“ in „die Bäuche des Ostens“, oder so. Mal ein paar Bilder malen. Oder machen. Und ein bißchen reden, unter Menschen sein, was kennenlernen oder Kenntnisse jung erhalten, Anerkennung geben.
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    Wie gesagt: Wir schreiben das Jahr 2011, da kann man doch sowieso und leicht und ungefähr immer machen, was biographisch und verantwortlich angesagt.
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    („Unter der Woche“, also Die oder Do. vormittag, fährt es sich an den vielen Schildern „Radar“, an jedem zweiten Mast ist eines angebracht Richtung St. Leonhardt i. P., wie bekannt, natürlich am besten – „wenn die anderen Doofen alle arbeiten müssen, ich aber nicht“, sagt halt immer nur der Don dazu. Oder nicht?, grübel)
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    Natürlich kennen wir alle unser Gallien, schätzen seine Fotographen und Künstler ebenso, wie seine Freiheit: http://de.wikipedia.org/wiki/Quartier_des_Halles
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    Tischdecke ist eben gut. Besonders ererbt. Oder aus der Erbklasse nachlässig erworben. Aber eben auch Wildschwein am Stück. Heißes Fett am nackten Finger. Auch Gier macht Testosteron. Hin- und wieder zumindest.

  20. Tischdecke? Was für ein...
    Tischdecke? Was für ein schnöder Begriff für die Tafeltücher aus blütenweißem Damast und Leinen, die mittlerweile in der vierten (!) Generation samt dazugehörigen Servietten meinen Tisch schmücken. Haltbar sind sie auch: 90° und Gallseife, das überleben noch nicht einmal Rotweinflecken. (Versuchen Sie das mal mit heutigem Tuch….! Sinnlos, nach allerhöchstens zweimaligem Gebrauch taugt so etwas nur noch als Putzlappen.)
    Kerle? Die „Langen Kerls“ von weiland Friedrich dem Großen lasse ich durchgehen. Und pflege ansonsten zu differenzieren: Zwischen Männern und Herren. Erstere gibt’s zuhauf, letztere eher selten. Immerhin: Letztere wissen dann auch um den feinen, aber nicht unerheblichen Unterschied zwischen Tischdecken und Tafeltüchern.

  21. liebe der Tiger,
    Die wilden...

    liebe der Tiger,
    Die wilden Kerle, ein bezauberndes Kinderbuch, oft verschenkt! Es gab auch eine Ausgabe als Minibüchlein (konnte man Jähzornigen verehren).
    Weißen Damast sieht man bei Privateinladungen selten, meist nur in Restaurants. Die meisten (gleichaltrigen) Hausfrauen verwenden Sets oder handbedruckte Tischtücher und Servietten (oft auch große, dicke Papierservietten).
    Was halten Sie von der modischen Sitte üppiger Tischdekorationen, die mich immer an Kindergeburtstage erinnert? Sogar jahreszeitenadäquat dekorierte Dunstabzüge in Küchen bekam ich schon zu Gesicht! (Hausfrau teilzeit berufstätig)
    Und den Hund auf dem Esstisch gibts auch, im personenreichen, etwas chaotischen Haushalt, in dem nach dem Essen alle rausstürzen und der schlaue (große) Hund über die Sessel den Tisch erklimmt um schnell alle Teller abzuschlecken; Parasitenerkrankungen oder Infektionen hat in diesem Haushalt trotzdem niemand, der Geschirrspüler arbeitet mit hohen Temperaturen…

  22. Man kennt das ja, nichts Neues...
    Man kennt das ja, nichts Neues unter den Unseren, die unsere Welt in Worte stellen:
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    „… wird hier das kleinbürgerliche Gegenstück zur großbürgerlichen Welt der Saccards geliefert. Die nahezu gänzlich auf das Gebiet der Markthallen konzentrierte Handlung präsentiert eine Welt aus kleinlichem Neid und verleumderischem Tratsch. Parallel dazu zeichnet Zola ein enzyklopädisches Porträt der Markthallen und ihres Angebots an Nahrungsmitteln: Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch und Käse werden in erstaunlicher Breite vorgeführt; zahlreiche Nebengestalten erzeugen die Atmosphäre einer Kleinstadt… .
    .
    Bei Zola kommt … das Kleinbürgertum durchaus nicht besser weg als das geldgierige Großbürgertum: Auch hier gibt es im Wesentlichen zwei Grundtypen: manipulative Intriganten und naive Opfer; hier und da existieren einzelne Ausnahmen, die aber den gesellschaftlichen Grundton nicht mitprägen, sondern als Außenseiter charakterisiert werden. Sowohl Lisa als auch ihrer Feindin Normande geht es am Ende nur um die egoistische Sicherung ihrer geschäftlichen Existenz, ganz gleich unter welcher Regierung oder in welchem politischen System. …
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    Die juristische Ungerechtigkeit und politische Unfreiheit, die das Schicksal Florents repräsentiert, interessieren sie nur, insoweit es ihre Geschäfte zu stören droht. Sowohl verwandtschaftliche Beziehung als auch die Liebe werden diesen privatökonomischen Interessen untergeordnet. …“
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    http://bonaventura.musagetes.de/2010/emile-zola-der-bauch-von-paris/

  23. Der Damast liegt leider auch...
    Der Damast liegt leider auch bei mir meist im Schrank und wird eigentlich nur für größere Essen mit Freunden hervor geholt. Ansonsten ist auf dem Mahagoni meist nur eine kleine (noch dazu dunkelgrüne) Tischdecke unter dem kleinen Kerzenständer. An der Seite auf der ich esse meist eine aufgelegte ausgefaltete Serviette in weiß, das mag ich lieber als die Unterlagen aus geprägtem Leder die in UK teilweise üblich sind.
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    Die oben erwähnte Wachstischdecke kam vor einigen Jahren in der Wohnung meiner Eltern zu neuen Ehren, als Alzheimer meines Vaters und Zittern bei meiner Mutter zu häufigeren technischen Komplikationen beim Essen führten.
    Alles zu seiner Zeit.

  24. <p>Hoffen wir, dass wir noch...
    Hoffen wir, dass wir noch lange auf Damast essen und das Wachstuch nie brauchen werden!
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    Und solange sollten wir, wenn wir uns schon überwinden und keine Diät halten, das auch richtig tun. Solange es noch geht.
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  25. schönes Bild! Danke! schöne...
    schönes Bild! Danke! schöne Blaudrucktischdecke!

  26. Oahhh da lebe ich an der...
    Oahhh da lebe ich an der Ostsee (jetzt im Urlaub daheim) ja wirklich leider in der Torten – Diaspora!

  27. E.R. Langen: Was einen Kerl...
    E.R. Langen: Was einen Kerl wirklich ausmacht ist folgendes:
    1. Ein klarer Blick
    2. Ein starker Koerperbau
    3. Ein glaenzendes Fell
    4. Eine Top-Kondition
    5. Gesunde Zaehne
    siehe:
    http://www.youtube.com/watch?v=2iuN7JjBLvs
    Und dann faellt mir noch mein Grossvater ein, der gerne mal sagte, „Dau bes en Kerl wie oss Kloes – on dat woar’en Scheisskerl.“
    Lichtmalerin, die Einteilung ist doch etwas einseitg – und wir Maenner sind so komplex. Wenn wir mal annehmen, dass Herren und Kerle jeweils Untergruppen von „Mann“ sind, es gleichzeitig aber Teilmengen zwischen Herren und Kerlen geben mag, wieso sollte man da bei beiden Gruppen auf die weitere Charakterisierung verzichten wollen. Und Tafeltuecher sind nicht alles – auch nicht alles was Frauen/Damen/Weiber vom Manne/Herrn/Kerl erwarten.

  28. "Jung", sagte Ende der 90er...
    „Jung“, sagte Ende der 90er meine steinalte, aber geistig fitte Tante-sie sass dabei, das muss erwaehnt werden, auf der grossen Terasse ihrer Bauhausaehnlichen Villa-„das mit dem Stil und den wertvollen Dingen im Haus, das ist Kokolores. Nach zwei Kriegen, zwei Hungersnoeten und den Atombomben ist mir das Getue zu viel. Als die Amis kamen, versteckten wir das Tafelsilber im Garten, als das Mehl alle war, kriegte das Besteck ein Bauer in der Eifel. Und den persischen Laeufer bekam er als Zugabe fuer einen halben Sack Kartoffeln. Das Meissener Blau haben sie mir bei der Besetzung zerschossen. Fuenfhundert Buecher verschwanden 1948 in der Zentralheizung. Wat is Jung, (sie war Rheinlaenderin) kommst Du mit zur Messe, oder bleibts du hier? Du kannst Dir ja inzwischen ein paar Bratkartoffeln machen.“
    Tante Josephine dixit, spuelte den Kaffeepott ab und eilte in die Kirche zu einem Gespraech ueber die wahren Werte im Leben.

  29. Willem Kalf also. Es ist ja...
    Willem Kalf also. Es ist ja interessant zu wissen, daß Hollands goldenes Zeitalter eine Epoche quasi permanenten Kriegszustandes war. Und doch entwickelt sich in jener Zeit eine Bürgerkultur, deren Ende wir vielleicht gerade erleben. Es ist ja immer schwer, seine eigene Epoche richtig zu beurteilen. Nach Tische liest es der Historiker allweil anders. Das Ende der Tischdecke wird auf jeden Fall nicht das Ende Geschichte sein. Allerdings wünschte ich mir angesichts der derzeitigen Vulgarisierung und Infantilisierung einen anderen Epochenwechsel mit mehr Tischdecken aus Damast und mit weniger Turnschuhen. Allein, man kann es sich nicht aussuchen. Immerhin wäre es eine amüsante Vorstellung, sich einen Lebenslauf zu imaginieren, der dem eigenen Temperament besser entspräche. Ich würde mir gern vorstellen, daß ich im Jahr 1840 geboren wäre und im Frühjahr 1914 friedlich sterbe. Ich wäre im Jahre 1854 als Lehrling in die Offizin von Salomon Hirzel eingetreten und hätte mich zum Korrektor hinaufgearbeitet. Irgendwann hätte es dann auch für ordentliche Tischwäsche gereicht. Heute muß ich froh sein, wenn es für einen Tisch ohne Decke reicht und das Jahr 2014 liegt auch noch vor uns. Après nous le déluge! Oder doch nicht?

  30. Schön, Don, jetzt wieder...
    Schön, Don, jetzt wieder weniger Politik und mehr Plauderton, nett!
    Ich liege,
    seit ich verheiratet bin mit der besten aller Frauen im Clinch,
    bezüglich Tischdecken.
    Ich hasse Tischdecken, sie liebt sie.
    Ich war der Meinung, dass, nachdem ich alle Tische in unserem Haus
    aus Granit (z.B.Wohnzimmer Labrador Blue Pearl) habe anfertigen lassen, der Tisch
    a) nicht geschont werden muss, und
    b) aufgrund seiner Klarheit und Schönheit des Materials auch nicht „verschönert“ werden muss.
    Trotzdem liegen bei Koch-Events mit Freunden immer Tischdecken auf dem meiner Meinung nach viel schöneren und auch pflegeleichteren Stein.
    Z.B. eine crèmefarbene Rohseidentischdecke mit Handstickerei.
    In Ihrem Besitz seit anno Driet in de Pief.
    Das Problem dabei ist, dass obwohl unsere Gäste es gewohnt sind,
    mit Messer und Gabel zu essen, ;-) , zu fortgeschrittener Stunde eben die gerade aufgelegte Decke dann doch irgendwie in Mitleidenschaft gezogen wird.
    Und dann immer ein großes Zeter und Mordio angestimmt wird.

  31. Meine Katzen sitzen übrigens...
    Meine Katzen sitzen übrigens nie, nie auf dem Tisch…
    ….
    wenn wir da sind, ;-)

    trotzdem fehlen immer irgendwie Dinge vom Tisch,
    wenn wir nicht da waren…

    irgendwie merkwürdig.
    Da sind die beiden Racker,
    Meryll (halb Siam) sehr, sehr laut + Jeronimo halb norwegischer Eiskater
    http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/katzenga8vqzmj5r.png
    .
    http://www.fotos-hochladen.net/view/katzenga8vqzmj5r.png

  32. @T.I.M. ... komplex? Männer?...
    @T.I.M. … komplex? Männer? Nun ja, darüber ließe sich sicherlich trefflich streiten. Auch über die von Ihnen vermutete Einseitigkeit weibliche Perspektive. Beispielsweise bei Tisch mit Rotweinkelchen, Damasttafeltuch und Kerzenlicht. Oder auch mit Picknickkorb im Grünen. Denn zu guter Letzt sind Stil und Klasse unabhängig vom materiellen Rahmen. ;-)

  33. mediensegler, ich bewundere...
    mediensegler, ich bewundere Ihre Frau. Tische aus Granit! Sicher habe Sie auch den Garten wundervoll in Beton gestaltet. Und das Ehebett aus Edelstahlplatten (gebürstet, damit man weicher liegt, ohne Decken natürlich). Ihre Gattin hat recht damit, diese Gruseltische zu verdecken. Nicht recht damit hat sie, den Granittischler noch beizubehalten. (Grusel.)

  34. Savall@ Machen Sie sich bitte...
    Savall@ Machen Sie sich bitte wegen 2014 keine Sorgen. Bei solchen Ereignissen
    kommt man mit dem 10er-System nicht weit.
    .
    Im Übrigen wird alles gut, wenn auch nur aus Versehen.
    .
    Filou@ Das Beispiel Ihrer Tante könnte die beklagte Wegwerfökonomie erklären.

  35. lieber...
    lieber Mediensegler,
    Steinplatten sind sehr schön, allerdings kühlt das Essen auf ihnen schneller ab,
    wie ich auf meinem ersten eigenen Eßtisch (einem alten eisernen Gartentisch mit etwas ramponierter Marmorplatte) feststellen mußte,
    .
    lieber prince Matecki,
    aber im Norden gibt es doch im Sommer hausgemachte rote Grütze (gibts auch als fertiges bio-Produkt in den basic-Bioläden!) mit kalter Milch und im Winter kandierten Ingwer und butterschwere Whiskeykuchen,
    .
    liebe Mitlesende,
    bitte verzeihen Sie den Hund, der zweimal auf den Tisch springt, den ersten Kommentar glaubte ich nämlich verschwunden

  36. @E.R. Langen

    Zitat:...
    @E.R. Langen
    Zitat: Wieland-Naturstein
    „Die Hauptbestandteile von Granit sind Feldspat, Quarz und Glimmer. Die einzelnen Mineralien im Granit sind auskristallisiert, richtungslos und mit bloßem Auge gut zu erkennen.
    In der Bauwirtschaft werden auch andere Gesteinstypen wie z.B. Gabbro, Gneise, Migmatite etc. als Granit bezeichnet.
    Granit zeichnet sich vor allem durch seine sprichwörtliche Härte aus: Hart wie Granit , oder da beißt man auf Granit , etc. Für diese schon sprichwörtliche Härte ist das Mineral Quarz verantwortlich. Und durch eben diesen hohen Quarzanteil hat Granit eine weitere Eigenschaft: Er lässt sich „flammen“.
    Beim Flammen springen die Quarze des Granits auf, und geben dem Granit eine raue Oberfläche. Diese Eigenschaft macht man sich zu Nutze um im Außenbereich die notwendige Rutschsicherheitsklasse zu erreichen.
    Durch bürsten kann man den geflammten Granit weiter veredeln. Der gebürstete Granit ist etwas glatter als der geflammte, erfüllt aber immer noch die für außen notwendigen Rutschsicherheitsklassen. Durch die vom Bürsten softere Oberfläche, setzen sich Verschmutzungen weniger fest und lassen sich leichter entfernen.
    Häufig kommt gebürsteter Granit auch im Innenausbau zum Einsatz. Beim Barfuß laufen schmeichelt er Ihren Füßen und im Wellnessbereich bietet er eine hohe Rutschsicherheit.
    Granit wird auf der ganzen Welt abgebaut. Er ist vor Millionen von Jahren entstanden. Mit Granit verwenden Sie ein Stück Schöpfungsgeschichte.
    Jeder einzelne Stein ist ein Unikat, ein Kunstwerk an Farbe, Struktur, Textur und Funktion. Die meisten Granite sind weit gereist bevor sie als Bodenbelag, Küchenplatte oder Treppenstufe Einzug in die verschieden Bauwerke finden. Doch sowohl die optischen als auch die technischen Eigenschaften von Granit rechtfertigen diesen Aufwand.“
    .
    Unsere Tische haben bisher 25 Jahre ohne eine Spur von Alterserscheinungen und Abnutzungen überstanden…
    Noch Fragen?
    Wir schlafen im Wasserbett, nicht in Edelstahl :-)

  37. @E.R. Binvonhier, ...und die...
    @E.R. Binvonhier, …und die Verachtung fuer jegliches gezierte Vorzeigen von Besitztuemern: http://www.youtube.com/watch?v=GcYzaHy813k

  38. Liebe Foersterliesel!
    Was...

    Liebe Foersterliesel!
    Was meine Meinung bezüglich Tischdekoration betrifft, würde ich nicht viel geben. Sind Sie nicht Österreicherin? Dies ist das Urteil einer ihrer Landmänninnen über meine Fähigkeiten auf dem Gebiet:
    .
    Als ich so um 1975 in Wien studierte, organisierte eine Professorin (!!!) einen Empfang in Ihrer Wohnung am Naschmarkt für einen ausländischen Professor mit Studenten. Für einen Wiener Professor war ein Partyservice viel zu teuer, stattdessen stellte man seine Studenten an. Als die Dame des Hause meine Brote sah, sagte sie: ‘Fräulein Heuse, sie mögen ja sehr gescheit sein und unsere Gäste sicherlich auch gut unterhalten, aber ihre Sandwichs sehen aus wie von einem preußischen Offizier.’
    .
    Dann nahm sie ein Gürkchen hier und rutsche es nach da, fügte eine paar Petersilieblätter zu meinen Eierscheiben… und mir bleib nichts anderes übrig als der Dame des Hauses, Frau Prof. Dr. Elisabeth Lichtenberger, Recht zu geben.

  39. Eine zumeist sehr lange und...
    Eine zumeist sehr lange und rechteckige Damasttischdecke mit ausgestickten Blütenmotiven und Ranken aus der Aussteuertruhe einer Vorfahrin passt sich einfach nicht stimmig auf meinen großen runden Glastisch (eines namhaften Designers Anfang der ’80er). Das einzige, was ich aus Gründen der Gästebewirtung gerne aufdecke, ist eine sehr große runde Tischdecke mit provencalischem Muster und von derselbigen Herkunft. Diese schluckt begeistert Rotwein, Olivenöl und anderes, ohne den Gastabend wegen abscheulicher Neubemusterung des guten Familienerbstücks zu verderben. Außerdem klappert es dann nicht so, wenn viele am Glastisch dinieren. Oder ich arrangiere ein bisschen Seide oder eine Bahn Kimonostoff oder mal grobgewirkten Ikat mittig oder quer rüber.
    Mit Grausen erinnere ich mich aber an die Kindheit mit Silberforke und dem guten Bleikristall, der brettsteifen Serviette und dem „Kinder: passt auf mit dem Kirschsaft…“ wegen der cremefarbenen oder weißen Damastbespannung. Die übrigens noch vorher auf dem Tisch nachgebügelt wurde, wegen der obligaten Wäschekommoden gerechten Bügelfaltungen, die natürlich nicht sichtbar sein durften. Steif, artig, präsentabel und niemals lustig und der verdammte Spitzenkragen am Samtkleidchen kratzte auch noch wie die Hölle. Neben den juckenden weißen Wollstrumpfhosen eine reine Marter und wehe es geriet etwas auf den ollen Perserteppich oder man packte mit klebrigen Fingern, nach dem Dessert, den Flügel an. Nein, ich vermisse da rein nix! Mir sind zudem unterhaltsame Gäste und anregende Gespräche wichtiger, als deren Tischmanieren. Es darf auch was runterfallen – Teppiche sind mir nämlich ebenso ein Graus.

  40. @Lichtmalerin: Sehen Sie, ich...
    @Lichtmalerin: Sehen Sie, ich habe ja nie behauptet, die weibliche Perspektive als solche sei einseitig, sondern nur die Ihre hinsichtlich der Einteilung ausschliesslich in Herr und nicht-Herr (nicht im ‚herrschaftlichen‘ Sinne, wenn ich das richtig verstanden habe). Wenn die Damenwelt es wuenscht, ist der bessere Teil von uns Maennern sogar in der Lage, uns so zu benehmen, dass Ihr gluecklich seid. Aber das heisst noch lange nicht, dass uns eine Tischdecke auch nur das geringste bedeutete (der Gastgeber dieses Blogs und ein paar wenige andere moegen da Ausnamen sein). Insofern sind wir Maenner mindestens so komplex, wie Ihr es von uns verlangt (der Herr in der Oper, der Mann wenn das Auto kaputt ist und der Kerl im Bett) plus das, was wir nicht nach Aussen tragen. Aber eines gestehe ich gerne ein – die Regeln der maennlichen Kommunikation sind sicher einfacher als die der weiblichen; die intersexuelle fuehrt dementsprechend gerne mal zu Schwierigkeiten.

  41. @HansMeier555: Tischdecken...
    @HansMeier555: Tischdecken braucht man nicht durchzuschneiden. Zumindest im Kampf gegen bürgerliche Konventionen ist die „tabula rasa“ das effektivste Mittel, wie schon Klein-Philipp weiß. Und in Paarbeziehungen ist das An-sich-reissen aller Besitztümer heutzutage auch das Mittel der Wahl, bevor es am Ende zu einem Schnitt kommt…

  42. Man ist immer traurig, wenn...
    Man ist immer traurig, wenn etwas verschwindet, mit dem man aufgewachsen ist. Die heutige, westliche, Gesellschaft hat (momentan) keinen Bedarf an besseren Kreisen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  43. lieber Filou,
    ja, Ihre Tante...

    lieber Filou,
    ja, Ihre Tante hat Recht.
    Und auch in Brünn und Zagreb wurde in den 20ern sehr hübsch gebaut.

  44. ThorHa, so wichtig ist es ja...
    ThorHa, so wichtig ist es ja nicht, was bei anderen ist – ich benutze sie ja noch.
    .
    Frl Trude, das Nachbügeln gehört sich ja eigentlich gar nicht: Im 18. Jahrhundert legte man Wert auf die Falten, um zu zeigen, dass man die Tischdecken in der Truhe hat (und damit mehr als eine, sondern viele). Man sieht das sehr schön auf Stilleben von Sebastian Steosskopff ober bei der Schürze von Liotards Schikoladenmädchen:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/Jean-%C3%89tienne_Liotard_001.jpg
    Ich denke, auf den Mittelweg kommt es an.

  45. Rote Grütze, in der Tat, aber...
    Rote Grütze, in der Tat, aber das zum Kaffee oder high tea ist nicht dasselbe wie Torte. Ein Fürstentum für einen erstklassigen Konditor!

  46. Lichtmalerin, ich glaube, man...
    Lichtmalerin, ich glaube, man muss als Mann schon erhebliche andere Qualitäten mitbringen, um Frauen über Tupperware und eine Tüte Junkfood zu begeistern. Kerzen machen das leichter (ausserdem macht weniger Licht die Menschen schöner, man denke nur an eine Neonröhre).
    .
    mediensegler, ich glaube, ich würde Ihre Frau sehr schätzen, wenn ich das hier so unverblümt sagen darf.

  47. savall, ich denke, man muss...
    savall, ich denke, man muss das Beste aus allen Epochen nehmen und damit jetzt leben. Nicht, dass 2011 die beste aller möglichen Welten ist, aber im Vergleich ist es schon ganz in Ordnung. Und generell gilt zu allen Zeiten natürlich Brecht: Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm.
    .
    Filou, in solchen Fällen kann man später wieder nachkaufen, und auch Blechnäpfe gehen verloren.

  48. prince Matecki, Konditorei...
    prince Matecki, Konditorei Wagner in Gmund am Tegernsee.
    Willst Deine Tante Hilde Du verzuckern.
    musst Du von Rottach hier herübertuckern
    Dort stopfe Torte in den garstgen Schlund.
    Bald bist Du Erbe – und finanziell gesund

  49. @E.R.Langen: Ich bin mit...
    @E.R.Langen: Ich bin mit Mediensegler sicher nicht in allen Bereichen d’accord (=> Dyck), aber hier muß ich ihm beistehen! Eine Tischdecke, und sei sie noch so damasten, steht immer im Verdacht, eine Resopaltischplatte zu tarnen.
    .
    Ein mit Bedacht ausgesuchter schöner Tisch, der seiner Funktion als belastbares Möbel vom Material her gerecht wird, braucht selbstverständlich keine Camouflage. Bei manchen Holztischen besteht immer die Gefahr, Splitter in die Handballen zu spießen, daher also ruhig ein Marmor- oder Granittisch oder wenigstens einen Tisch mit einer solchen Platte.
    .
    @ mediensegler: Den Diskurs über die Notwendigkeit einer ‚Tischdecke‘ auf einem wunderbar gemaserten Marmortisch führe ich hier seit Jahren in gleicher Weise, mit gerade noch erträglicher Härte. Und auch hier taucht das Argument des ‚kalten Tisches‘ regelmäßig auf. Den – natürlich nutzlosen – Gegenbeweis führte ich mit Hilfe eines neumodischen Infrarotmeßgerätes durch. Siehe da: Die Temperatur des Tisches entsprach bis hin zum Zehntelgrad der aller umliegenden Wände, Stühle, Teppiche und Fensterbänken. Das dann folgende Argument des schnellen Auskühlens konnte durch Einführung von geeignetem Geschirr pariert werden.
    .
    Katzen auf dem Tisch könnten lästig sein. Ich entschloß mich daher schon vor langer Zeit für Chow-Chows, die benehmen sich wie Katzen, gehen aber nicht auf Tische.
    .

  50. liebe Der Tiger,
    das Ausnutzen...

    liebe Der Tiger,
    das Ausnutzen von Studenten gibts leider immer noch (meine Nichte hat unentgeltlich übersetzt…), aber diesen Typus Professorenfrau nicht mehr. Caterer kamen bei uns erst in den 80ern, vorher war alles (außer es kam von Trzesniewski in der Dorotheergasse) immer hausgemacht.
    http://www.trzesniewski.at/cms2/index.php?idcat=home

  51. Wenn man die richtigen Beine...
    Wenn man die richtigen Beine rausschauen lässt, wird niemand am Tisch zweifeln.

  52. liebe Der Tiger,
    da hab ich...

    liebe Der Tiger,
    da hab ich mich tendenziös verlesen: es war Ihre Professorin! Inzwischen kenne ich kochende Professoren aber (die paar) Professorinnen pflegten nicht zu kochen
    .
    lieber specialmarke,
    gut gekontert, Meiern schweigt

  53. "Unsere Tische haben bisher 25...
    „Unsere Tische haben bisher 25 Jahre ohne eine Spur von Alterserscheinungen und Abnutzungen überstanden…
    Noch Fragen?“
    .
    Eine, mediensegler: Was machen Sie am Tisch, dass Sie „Abnutzungen“ fürchten? Anders gefragt: Ist der Tisch für Fam. Mediensegler oder sind die Medienseglers für den Tisch da? Oder wieder anders: was haben Sie einst (ad multos annos!) davon, auf dem Friedhof der mit dem unzerkratztesten Tisch zu sein?
    Steintische sind ungemütlich, kalt. Man nutzt Sie zum Repräsentieren (drum ist der Altar aus Stein und der Tisch im Schloß). Beide gewollt alltagsuntauglich.
    .
    Lesen Sie Ihren Wieland-Naturstein noch einmal: er sagt Ihnen ja deutlich genug, wo Granit hingehört: auf den Boden! (Ich mache 1 Ausnahme: Arbeitsflächen, da geht Granit. Aber eben, weil man dran arbeitet, nicht genießt.)

  54. ...dank Chappy. Daran denke...
    …dank Chappy. Daran denke ich auch immer. „Kerl“ soll in der Tat wohl so etwas wie „tierähnlich“ suggerieren.

  55. Karola, oh mann. Granittische...
    Karola, oh mann. Granittische sind natürlich nicht kälter als ihre Umgebung. Aber Stein leitet Wärme. Der Tisch ist also nicht kalt, er macht kalt. Und Hand aufs Herz: wer wollte das? (Interessanterweise scheinen Steintischfreunde bis zum Messgerät hin eigensinnig zu sein. Die haben den Tisch nicht als Tisch, sondern als Starrsinnsverstärker.)

  56. KarolaKettenhemd28. August...
    KarolaKettenhemd28. August 2011, 22:05
    Chapeau, von Ihnen hätte ich Beistand bestimmt nicht erwartet,
    aber bei Stein im weiten Sinne sind wir wohl gleicher Meinung,
    da frühere Bekannte ChowChows hatten, ich diese Hunde sehr mag, erklären Sie mir bitte, warum sie sich wie Katzen verhalten sollen?
    Geschliffener Stein ist für die Ewigkeit. na ja , nicht ganz ;-)

  57. E.R. Langen28. August 2011,...
    E.R. Langen28. August 2011, 22:34
    Man sollte die Arme beim Essen auf dem Tisch auch nicht aufstützen,
    das gehört sich nicht.
    Dann werden sie auch nicht kalt.

  58. Kurze Vor-Ort-Recherche am...
    Kurze Vor-Ort-Recherche am Tegernsee bestätigt das Verschwinden der Tischdecke. Bei den drei besten (naja, teuersten) Häusern, die auf dem Markt zu finden sind, keine Spur. Die herrschaftliche Villa hält alle Möglichkeiten offen, dezente Untermöblierung lässt vermuten, daß die Erben, die Steuerfahnder oder die Exfrauen die Mobilien verwertet haben, zum Verkauf steht ja nur die Immobilie. Die zu kleinen Orienttepiche stammen wohl aus dem Privatfundus des Maklers, immerhin ein Ansatz zu dezenter Hauskosmetik. In der Villa von höchstem Komfort und Luxus leider nur ein nackter Edelholztisch, mit armseligen sechs Stühlen. Man isst reich und einsam.
    Im atemberaubenden Stadthaus (in Dorflage) speist man im Stehen, an der Frühstücksbar. Schrecklich. Daher noch eine Suche im Magazin für Männer, Mode und Style. Tischdecken findet man nicht, aber Frühstücksspeck. Sauerei, sowas.

  59. Och ja, Tischdecken. Gestickte...
    Och ja, Tischdecken. Gestickte hab ich keine, aber für den Eßtisch mit Kratzer passende Damasttischdecken. Hier gekauft (Bestellung, Laden in der Nähe, Webort unbekannt). Vom Kleckern hält mich das nicht ab, und da ich eigentlich noch nie eine 100% schrankfertige Damasttischdecke nach dem Essen erlebt habe, erwarte ich auch nichts anderes, als daß sie danach nicht mehr besuchtauglich ist.
    Der Küchentisch ist bedeckt wie der von Wimmerl d.Ä., denn auf dem wird Gemüse und Fleisch zubereitet, und auch mal gegessen, und er hat keine robuste Tischplatte.
    Der Glastisch bereitet etwas Kopfzerbrechen. Eigentlich mag man nichts drauflegen, denn dann sieht er nicht mehr nach Glastisch aus, aber andernseits bekommt er schnell Kratzer. Also muß man. Mein Mann hat ererbte Kork-Blümchenmuster-Untersetzer dafür reaktiviert. Paßt für meinen Geschmack stilistisch nicht so, aber es ist mir noch nichts eingefallen, was wirklich befriedigend aussähe.
    Mit üppiger Tischdeko kann ich mich auch nicht anfreunden. Blümchen gerne, falls der Platz nicht für Schüsseln gebraucht wird, aber Girlanden sind was für Fasnacht (ham wa nich) und Papiertischdecken. Essen ist essen, und spielen ist spielen, eine Vermischung der beiden ist mir unappetitlich.
    Der Granittisch und die rosa Tischdecke… also… äh… in der Autowerkstatt tät ichs vielleicht dulden. Denn selbstverständlich berühre ich irgendwann den Tisch, und wenns nur zum Aufnehmen des Bestecks ist, und diese Berührung kann nur: zu kalt sein.

  60. @staff aureus: uuuh,...
    @staff aureus: uuuh, Frühstücksbar… auch so eine neumodische Gräßlichkeit, mit der ich mich nicht anfreunden kann – ich komme mir da immer vor wie auf dem Bahnhof.

  61. @mediensegler: Meine Chows...
    @mediensegler: Meine Chows waren/sind (Nr. 5 lebt) zwar hundesteuerpflichtig, benehmen sich im Großen und Ganzen aber ähnlich eigensinnig wie die Katzen, die ich kenne. Sie bellen nicht, beobachten genauestens aus sicherer Entfernung, sind bestechlich, aber nicht käuflich, hassen es, naß zu werden und von unbekannten Leuten gestreichelt zu werden, bewegen sich unhörbar und pflegen die gleiche Mischung von Distanz und Vertrautheit wie die Mitglieder der Katzenfraktion.
    .
    Wie sagte doch Gerhard Zwerenz mal so treffend: Ein Herr von einem Hund, für einen Herr, der kein Hund ist. (Der Spruch ist schon älter, da legte man noch nicht so viel Wert auf Gleichberechtigung).
    .
    Zum Entsetzen aller Canophoben laufen sie bei Spaziergängen übrigens frei und mit 10 m Abstand hinter mir her, ohne sich groß vom Publikum ablenken zu lassen. Auf Leinenzwang reagieren sie abweisend.
    .
    Zudem lagen/liegen sie lieber auf Steinboden als auf Flokatis. Ohne über kalte Beine zu klagen, was den Bezug zum Blog wieder herstellt …
    .
    Und Tischdeckenzipfel halten sie eher für panoramaversperrend.

  62. "...die Regeln der maennlichen...
    „…die Regeln der maennlichen Kommunikation sind sicher einfacher als die der weiblichen“ – @T.I.M.: Sicher? ;-) … Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. :-))
    Und, @Don Alphonso, bei Vorhandensein herausragender Qualitäten ist sogar Champagner aus Pappbechern verzeihlich. Was vermutlich ungefähr so häufig vorkommt wie den Jackpot im Lotto zu knacken – und nicht geschlechtsspezifisch ist. ;-)

  63. Naja, eine rein empirische...
    Naja, eine rein empirische Behauptung, die ich einfach mal bis zum Beweis des Gegenteils aufrechterhalte.

  64. Kommen Sie doch mal in den...
    Kommen Sie doch mal in den Kaukasus. Ich besorge 2 UAZ Jeeps und dann messen wir uns nicht mit Nord- oder Sueddeutschen sondern mit Aserbaidschanern, Lesgenen, Russen und Awaren. Allah qorusun und ab geht’s.

  65. @colorcraze: Guten Morgen,...
    @colorcraze: Guten Morgen, schnell schnell, Termin bei Dr. Kimble, und den Togo-Kaffee mitnehmen im geschenkten Werbeprämienbecher.

  66. Lese gerade: vdL und DGB...
    Lese gerade: vdL und DGB arbeiten an „Rent a Rentner“. Fordere zuerst Verwertung der Damastdecken als Collateral !

  67. Weißwein, Sekt und Kaffee...
    Weißwein, Sekt und Kaffee sind gnädig, aber Rotwein und Tee, o je o je.
    .
    So eine billige Alltagstischdecke zum Draufkleckern spart auch Arbeit (Fegen, Staubsaugen), wenn man einen Vorgarten hat, wo man die Brösel reinschütteln kann. Und die Vögel freun sich.
    .
    Blutflecken gehen mit kaltem Wasser problemlos weg.
    .
    P.S.: Selbstgemachte Kirschmarmelade umschubsen. Tip: Den Deckel nicht richtig draufschrauben, sondern nur lose auflegen, dann klebt es ein wenig fest und der nächste Gast glaubt, das Ding daran hochziehen zu können…

  68. KarolaKettenhemd29. August...
    KarolaKettenhemd29. August 2011, 01:32
    Sie haben meine Katzen trefflich beschrieben.
    Lichtmalerin29. August 2011, 01:35
    Champagner… aus Pappbechern?
    Dann schon eher aus der Flasche,
    sofern man Ihn nicht mit dem Säbel entkorkt hat.
    colorcraze29. August 2011, 01:04
    Wieso rosa?

  69. Form und Inhalt - die alte...
    Form und Inhalt – die alte Streitfrage…
    Ein Praktiker würde nun sagen: Hauptsache, der Kuchen schmeckt! Ja, beste Lichtmalerin, da haben Sie mit der Qualität im Pappbecher vollkommen recht.
    .
    Nur eben: Das Auge isst auch mit. Und genau damit beweisen sich die Stützen: „Wir wissen was ästhetisch ist und haben (nehmen uns) die Zeit, es auch so herzurichten.“
    Und als Gast fühle ich mich natürlich geehrt, weil es doch was hermacht und zeigt, wie ich wertgeschätzt werde.
    .
    So ist der Inhalt (in meinen Augen) das Wichtige und die Form dazu das Tüpfelchen Sahne auf dem i. Und über die Schönheit der Form lässt sich natürlich trefflich streiten…..

  70. Das Häkeldeckchen auf dem...
    Das Häkeldeckchen auf dem Fernseher ist seine passende ironische Ergänzung. Symbolisierend, als Status werde empfunden, viel Freizeit zu haben, mit der aber nichts eigenständig anfangen zu wissen. Das zwischenzeitige Verschwinden des Häkeldeckchens zeigt einen Gewinn an Selbstbewußtsein. Es wird nicht mehr mit Fleiß nachempfunden. Das lahme Mitempfinden reicht völlig. Ökonomen sprechen auch nicht von Freizeit, sondern von Konsumzeit. Galt der Konsum früher noch dem Häkel- oder Klöppelgarn sowie der passenden Beleuchtung, beschränkt er sich heute auf die passende Beleuchtung. Früher mußten — um möglichst vielen möglichst viel Konsum zu ermöglichen — noch die Stückkosten und dabei der produktionsnotwendige Arbeitsaufwand gesenkt werden. Beim Weben des Linnens mit geschätzten Qualitätsgewinn gelang das gut. Bei der Spitze — wohl wegen ihrer Abdingbarkeit — aber schied sich das soziale Gewissen: Maschinenspitze blieb verpönt. Heute, ja heute … Lange Geschichte kurz: es gibt keine unschädlicheren Spekulationsobjekte als die Investition in virtuelle Produkte wie Fernsehprogramme. Theoretisch. Ausgerechnet dort wird hingegen eine grandiose Überregulierung durch den Wohlfühlstaat betrieben.

  71. Die Pointe war nicht...
    Die Pointe war nicht eingestrickt:
    Den virtuellen Schönen und Reichen mit dem Selbstgehäkelten zu krönen paßt nicht mehr, wenn in der Kiste die Ersatzfamilie lebt.

  72. Doch alle Speisen sind...
    Doch alle Speisen sind vergiftet, wo das Rottachegeriat mitfrißt.

  73. St. Gallener...
    St. Gallener Spitze;
    schön,
    schön teuer,
    und lässt den Blick auf das darunter liegende Holz zu.

  74. Der Bruderzwist im Hause...
    Der Bruderzwist im Hause Merowingien.
    Eindeutig lag es an ihr, der Regentin, dass es dazu kam, oder haben Sie eine andere Meinung zu dieser Affäre? Sie hatte der anderen Seite seit geraumer Zeit immer wieder willentlich den Salzstreuer, Wein- und Sektgläser, schwere goldene Kerzenleuchter umstoßen lassen, Suppe über den Tellerrrand schwappen lassen, es wurden von den Lakaien achtlos Bratenstücke so der anderen Seite so zugeworfen dass sie neben den vergoldeten Tellern landeten, dass weite Partien der wunderbar bestickten schweren Damasttischdecke grauenvoll bekleckert wurden. Auch diverse, herrlche Torten und Desserts wurden, von ihr veranlasst, in diese schwerstkompro-mittierenden Aktionen mit einbezogen, der gereichte Kaffee floß jedesmal über die Untertassen und hinterließ tiefbraune Flecken. Sie begleitete diese, von ihr veranlas-sten, schwerwiegenden Taten immer wieder mit verbalen untergründigen, leicht hingeworfenen Drohungen, begleitet von einem sardonischen Lächeln welches ihre Mundwinkel umspielte. Die Tischunterhaltung fror ein, sobald sie an der Tafel Platz nahm. Die unausweisliche Folge: Das Tuch wurde, nach einem letzten Aufbäumen und säubern des Tisches durch die andere zusammengeschmolzene Partei der Freien, zwischen beiden und von beiden Seiten unwiderruflich zerschnitten. Hinter den schweren Samtportieren tuschelten die Lakaien und Meldereiter, lachten verhalten und dachten sich ihren Teil. Die Schnittfolgen danach waren ungeheuerlich. Zudem wollte keiner der Beteiligten die zusammenaddierte Rechnung all diesen verstörenden Tuns begleichen.

  75. Lebensart zu Tische:
    Man...

    Lebensart zu Tische:
    Man sollte die abgenagten Knochen weder auf der kostbaren Tischdecke hinterlegen
    noch hinter sich werfen. vornehme Lebensart ist es dagegen diese dezent unter den Tisch gleiten gleiten zu lassen samt Zugabe von Brotbröcklein. Die Hündlein wollen auch leben. Das Füsseln während diesem Tuns mit der sechzehnjährigen Tochter des Hauses oder mit der Gastgeberin sollte für eine kurze Dauer füglich unterbrochen werden. Sobald die Liköre gereicht, kann man/frau dieses entspannte Gesellschafts-spiel wieder im gegenseitigen Einvernehmen erfolgreich fortsetzen.

  76. Fiat Barchetta????

    Wo man...
    Fiat Barchetta????
    Wo man Maserati oder Ferrari erwartet?
    Und dann despektierlich bezüglich Opel kommunizieren?
    Das ist mehr als erklärungsbedürftig….nope… das fordert Satisfaktion:
    Combe Laval, nächsten Sonntag, im Morgengrauen…..200something protestantische Saab-Opel-Hirsch-Turbo-Pferde warten.

  77. Ich will hier keinem zu nahe...
    Ich will hier keinem zu nahe treten, aber m.W. gibt es wenige Hunde, die noch dümmer sind als Chow-Chows…

  78. Die Beine gucken raus… aber...
    Die Beine gucken raus… aber demnächst wird auch die Bundesrepublik unter einer Damastdecke verschwinden.
    .
    Zur Demokratie gehört, dass Gerichtsurteile öffentlich verkündigt werden. Als ich in Karlsruhe anrief, um mich als Besucher der Urteilsverkündung in Sachen Griechenlandhilfe / Euro-Rettungsschirm anzumelden, sagte mir die zuständige Dame (Frau Amtsrätin Göckede), dass alle Plätze schon vergeben seien. Auf meine Frage hin, informierte sie mich, dass es 10 Plätze für Besucher gibt. Sie bot mir die Möglichkeit an, meinen Namen auf die Warteliste zu setzen. Ich nahm das Angebot an, halte es aber für aussichtslos, da ich auf Platz 28 dieser List bin.
    .
    Nun hatte mir ein befreundeter Richter (vom Oberlandesgericht in Frankfurt) schon vor ein paar Jahren gesagt, wie ich mich in dieser Situation verhalten sollte. Ich schrieb einen Brief an den Herrn Präsident des Bundesverfassungsgerichts und bat ihn, „die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Urteilsverkündigung in einem Raum stattfindet, dessen Größe dem Interesse der Veranstaltung angemessen ist.“
    .
    Und jetzt warte ich gespannt auf sein Urteil.

  79. Lieber Tiger,
    welches Urteil...

    Lieber Tiger,
    welches Urteil über die Schweinchen-Schwach-Staaten fänden Sie denn angemessen?

  80. @ Tiger, wegen 28 weiteren...
    @ Tiger, wegen 28 weiteren Nasen wird der Herr Präsident wohl nicht das Wildparkstadion anmieten. Interessanter und demokratischer ist wohl eher das Nachlesen und Zerfleddern der schriftlichen Urteilsbegründung. Die „Verkündigung“ eines Urteils mit der frohen Botschaft in einer Kirchenveranstaltung zu verwechseln mag mit den purpurnen Gewändern zusammenhängen, allein die einen verkünden im Namen des Volkes, die anderen im Namen der heiligen Dreifaltigkeit. Womit wir wieder bei den Decken wären: Sind scharfe Bügelfalten erlaubt, sogar ein Muß, oder nur Zeichen kleinbürgerlicher Schrankbe- und verhältnisse?

  81. HMG
    wunderschöner Beitrag....

    HMG
    wunderschöner Beitrag. Danke!! Es gibt ja, total praktisch!!!!, Klarsicht-Wachstuchdecken. Viel zu praktisch, um statthaft zu sein, aber: der Katzentisch entfällt, sehr zur Freude der saubeutelnden Erben.
    .
    Eine erfreuliche, vorrevolutionäre Sitte bei einer russischen Hochzeit: alle sitzen um den laaangen Tisch mit der ungeteilten, ebenso laaangen Decke. Nachdem alle Worte gesagt sind und die Nasen nun hinreichend auf die Folter gespannt wurden ob der Erwartungen der kommenden Genüsse, die sich ja über viele Stunden ausdehnen sollen, nimmt die Braut das übervolle Rotweinglas, tunkt die Fingerspitzen hinein und sprenkelt das bis dahin blütenunschuldige Tafeltuch. Kein Gast soll sich anstrengen müssen: nicht spitze Kragenecken, aber freier Genuss: das Winkelstehen und Nachessen mit eingeschlossen :-)
    .
    So ein alter Refektoriumstisch, von vielen Händen über Jahrhunderte geglättet, ein Stück krumme Eiche, da braucht nichts drauf. Aber soviel Platz hat man bei Adels und sonst eher selten.
    .
    @mediensegler: Die Tafel aufheben kann man bei Ihnen nicht, viel zu schwer, hm. In den zugigen und vor allem engen (älteren) Schlösser hätte man einfach keinen Platz gehabt, wenn die Tische nicht wie Tapeziertische auseinanderzunehmen gewesen wären.
    .
    @T.I.M. sind denn Weiber das Gegenstück zu Kerlen? Ich bitte um Hilfe aller bei dieser Frage.
    .
    @filou, endlich, endlich mal ein Hinweis auf den guten Ringsgwandl. Natürlich von Ihnen. Lassen Sie sich knuddeln. Schön, dass wir wieder was von Ihnen zu lesen bekommen.

  82. Ich habe ja viele schlechte...
    Ich habe ja viele schlechte Eigenschaften, aber der kauf überteuerter Neuwägen und deren Abstossung unter Mitnahme irrer Verluste für nix und wieder nix gehört nicht dazu. Lieber ein altes Auto und alte Gemälde als ein neues Auto und neue Kunstdrucke.

  83. Die Tigerin@: Küß die Hand...
    Die Tigerin@: Küß die Hand gnä´ Frau! Die Republik wird Ihnen in dieser Causa zu Füssen liegen. http://de.wikipedia.org/wiki/Mut_(Tugend) audentis Fortuna iuvat.
    ..
    Hans Meier@:Acheruntis pabulum. Höllenfutter (Plaut.Cas.2,1,12 )
    ..
    v.Natzmer@: Sie sollten sich bezüglich Ringsgwandl in der vorigen Blogausgabe mal die Links genauer ansehen!

  84. "Und die Diskrimierung anderer...
    „Und die Diskrimierung anderer sollte man wirklich unterlassen.“
    Wieso das nicht öfter beherzigen, Herr Don? Die andauernden & allzuvielen Beleidigungen von Menschen die nicht so wohlhabend wie Sie sind und die nicht das gleiche Auto oder Fahrrad wie Sie haben, sind zwar meist amüsant zu lesen, aber irgendwie… irgendwie… nicht notwendig.
    „Das besorgen die schon selbst.“
    Eben.

  85. Das war Ironie....
    Das war Ironie.

  86. @muscat: Erfolgreiche...
    @muscat: Erfolgreiche Forschung ist erst mal eine Sache des Ansatzes.
    .
    Sollten Sie humanoide Beschäftigungen wie Pfötchengeben, Stöckchenholen und Männchenmachen für Beweise von Intelligenz halten, wäre damit zwar die Eignung von gewissen Politikern zum Außenminister bewiesen, nicht aber die Dummheit von Chow-Chows, die sich für solche Dressuren nur ungern hergeben und sich eher mit der Pfote an die Stirn tippen würden, wenn es in irgendeiner Weise der Wahrheitsfindung dienen würde.
    .
    Der normale Chow verabscheut es, seine Fähigkeiten auf Knopfdruck zu präsentieren, wie ja auch sein Mienenspiel gerne als nicht vorhanden fehlinterpretiert wird. Das Eventmanagement überläßt er gerne den dafür prädestinierten Rassen, sowas können gelehrige freidemokratische Pudel, degeneriert konservative Schäferhunde, unausgelastete und ADHS-gefährdete Australian Shepherds bin hin zu den aktuellen Jack-Russell-Terriern und anderen Fußhupen besser.
    .
    Daraus jetzt auf Dummheit zu schließen, würde auch den Stoikern unter den pragmatischen Ehemännern weh tun, die – aufgrund langjähriger Erfahrung – im Zweifel erst mal ihre Frau bellen lassen. Vorbild Windsor.
    @Lichtmalerin: Champagner aus Pappbechern? Gnädigste, aber sicher doch nur in einer absoluten Notlage (Titanic, Steuerfahndung, Oskar Matzerath)? Wir sind doch nicht in Sylt. Haben Sie denn kein geeignetes Schuhwerk?

  87. Moltke d. Ä. war in seinen...
    Moltke d. Ä. war in seinen jungen Jahren als preuß. Militärberater zu der Hohen Pforte attachiert. In seinen Briefen, S. z. B. Proj. Gutenberg-Spon, berichtet er darüber wie die damaligen Türken in der ersten Hälfte des 19. Jhdt. im Winter sich um ein Glutöfchen zu setzen pflegten. Alle Beine der Teilnehmer, weiblicher wie männlicher, waren von einer einzigen teppichartigen Decke gegen die Kälte abgeschirmt..und es wäre wunderbar warm darunter gewesen. Man aß u. a. dieses honigsüßes Konfekt Lokum, trank Mokka, rauchte die Wasserpfeife und unterhielt sich so oft stundenlang. Nicht auszudenken was…

  88. @Don Alphonso: Werter Don, Sie...
    @Don Alphonso: Werter Don, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Eine wahre, wenn auch hinterhältige Bescheidenheit entdecke ich in Ihrer und in dieser Aussage: Ich kann mir kein neues Auto leisten. Ein wunderschöner Nebelkerzenspruch. Trägt durchaus zur Verwirrung bei, je nachdem, mit welchem Auto man gerade erwischt wird.

  89. KarolaKettenhemd@:...während...
    KarolaKettenhemd@:…während meiner Praktika (bin kein Med.) mußte ich mal notgedrungen in der Anatomie einer Uni arbeiten. Da gab es ein Faktotum, welches sich mit Mazeration beschäftigte. War schon schauerlich für mein ausgesprochen sensibles Nervengewand, diesen Vorgang mitzubekommen. http://de.wikipedia.org/wiki/Mazeration

  90. HansMeier555 – Das...
    HansMeier555 – Das Bundesverfassungsgericht hat nur über ein Land zu verhandeln: die Bundesrepublik Deutschland. Allerdings hätte es beim Lissabon Urteil besser aufpassen sollen. Die Kläger –insbesondere Herr Gaumeier – warfen das Problem der mangelnden Gewaltenteilung in der EU auf, bezogen es aber nur auf die Exekutive und Legislative innerhalb der EU, insbesondere, dass das Europaparlament kein Mandat hat, welches für ein demokratisches Parlament Voraussetzung wäre. Die Tatsache, dass es nur eine sehr rudimentäre Judikative in der EU gibt, hat – zumindest in der öffentlichen Verhandlung – kein Kläger beanstandet. Das Bundesverfassungsgericht hatte – meiner Meinung nach – durchaus das Recht, wenn die Pflicht, darauf hinzuweisen, hat es unterlassen und ist nur auf die Punkte der Kläger eingegangen.
    .
    Wie ich schon mehrmals hinwies, Korruption kann in der EU einschließlich EZB nicht von einem unabhängigen Staatsanwalt verfolgt werden, das heißt unser EURO wird von einer Bananenrepublik kontrolliert.
    .
    Um jeglichem Vorwurf vorzubeugen, ich bin nicht der Ansicht den Euro abzuschaffen, und/oder die EU aufzulösen, sondern unsere europäische Bananenrepublik durch eine demokratische Organisation zu ersetzen.
    .
    Hansgeier333 – In der Pressemitteilung steht:
    ‘Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die an der Urteilsverkündung teilnehmen wollen, wenden sich bitte schriftlich oder telefonisch an …….’
    http://www.bundesverfassuInteressierte Bürgerinnen und Bürger, die an der Urteilsverkündung teilnehmen wollen, wenden sich bitte schriftlich oder telefonisch anngsgericht.de/pressemitteilungen/bvg11-054.html
    38 Personen waren es am zweiten Tag nach der Bekanntgabe des Termins.

  91. tiberiat, bei Spitzendecken...
    tiberiat, bei Spitzendecken frage ich mich ja immer, ob die es nochmal schaffen, Klassiker zu werden. Mein eigenes Gefühl sagt klar nein, selbst wenn da jede Menge Arbeit drinsteckt. Vielleicht müssen erst noch zwei Generationen des Mangels daherkommen, bis man das wieder schätzt.
    .
    bgks, die Ausrichtung der Wohnungen auf das TV-Gerät ist der Tischdecke sicher nicht zuträglich. Aber es hat schon seinen Grund, warum in besseren Einrichtungszeitschriften der Eindruck vermieden wird, so etwas könnte überhaupt existieren. Das TV-Gerät ist etwas geworden, zu dem man nicht mehr steht (grob gesagt, je höher der soziale Status, desto geringer der TV-Konsum und desto mehr Internet). Ich denke ja, dass das Fragmentarische des Netzes durchaus der Erfahrung des eigenen Heimes zuträglich ist.

  92. Ja, ich gebe es zu, ich bin...
    Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Pudelfan. Nicht, dass ich einen hätte (auch keinen Gatten mit ähnlichem Naturell), nein, aber wenn ich es mir aussuchen könnte…
    Katzen hätten gegenüber Chow-Chows den Vorzug, dass sie weniger dicke Haufen machen. Schlauer sind sie allemal.
    .
    Zurück zum Thema: Tischtücher eignen sich auch gut, um Doppelkopf-Ergebnisse zu notieren.

  93. ...nun ist er zu allem...
    …nun ist er zu allem Überfluß auch noch bekleckert worden. Der nordafrikanische Flecken ging nicht von der Kledage.
    http://nachrichten.t-online.de/

  94. Der soz. Status kann an der...
    Der soz. Status kann an der Größe des Flachbildschirms abgelesen werden. „Wer“ hat denn überhaupt´s noch ein Tivi (Talkshows sind ja sowas von…allenfalls das sonstige Programm, sofern man nicht einschlafen kann.) in seiner, sofern vorhanden, Einrichtung?

  95. Nun, ich denke, das Prestige...
    Nun, ich denke, das Prestige sucht sich gerade andere Wirkungsstätten – ich vermute auch, dass der Niedergang von Media-Saturn etwas damit zu tun hat, und eben auch die geänderte Mediennutzung. Meine aber auch, dass der reale Trend hin zum „Garnichtmehrmedien“ geht, weil man der Hektik und dem Arbeitspensum ablehnend gegenübersteht. Insofern wäre das ja auch nicht schlecht für eine Renaissance der Tischdecke. Zumindest am dann wieder arbeitsfreien Sonntag.
    .
    colorcraze. erfreulicherweise gibt es solche wirklich praktischen Untersetzer im englischen Kulturbereich auch in Versilbert mit kleinen Kork- oder Samteinsätzen darunter, dann schlägt das schnell vom Praktischen zum Luxuriösen. Ich verschenke so etwas immer gern und bin damit noch nie schlecht gefahren.

  96. @muscat: Verehrteste, Ihre...
    @muscat: Verehrteste, Ihre Beichte hatte doch hoffentlich keinerlei politischen Bezug, sondern bezog sich auf die Hunderasse?
    Und wem galt die wehmütige Feststellung ‚wenn ich es mir aussuchen könnte…‘ ?
    .
    Und die Dopppelkopf-Ergebnisse werden mit einem blauen Kugelschreiber notiert?
    .
    Fragen über Fragen.

  97. John le Carré zitiert...
    John le Carré zitiert Tucholski: „We ought to. But we don’t.“
    http://www.faz.net/artikel/C30437/john-le-carre-goethe-ginge-heute-auf-die-barrikaden-30493131.html
    ..
    ..auch erinnre ich mich wieder der herrlich spießigen Tropfenfänger an den Kaffekannen mit solch einer Art geheimnisvollen dehnbaren Zug, quer über den Deckel gespannt, an dem just diese Rolle hing um die Tropfen von der Tülle abzufangen.
    ..
    Wünsche ich Ihnen zukünftige meditative, selig-ruhige Wochenden zum Wochenan-fang. So wird einem von jeder Kassiererin schon des Montags fröhlich nachgerufen: „Tschüüüss und schönes Wochenende!“
    ..
    Was wir einmal vermissen werden.

  98. Es geht nix über Brüsseler...
    Es geht nix über Brüsseler Spitzen!

  99. @DA: so in die Richtung -...
    @DA: so in die Richtung – Silber, unten Filz o.ä. – dachte ich tatsächlich auch schon (daß es das serienmäßig gibt, wußte ich nicht), weil es farblich zum Rahmen des Glastisches passen würde. Wobei Glastisch, englische Untersetzer, Gläser, die WK2 überstanden haben, gefüllt mit griechischem Rotwein, dann auch eine sonderliche Kombination ergeben… vielleicht sollte ich mir auch mal ein Set silberne Wodkahütchen, die der Trödler nebenan manchmal hat, zulegen…

  100. @Grand Guignol: jaaa, der...
    @Grand Guignol: jaaa, der Tropfenfänger! Unentbehrliches Utensil bis Mitte der 1970er für Porzellankannen! – Das Spitzendeckchen wäre für den Glastisch vielleicht passend. Aber es ist für kleckernden Gebrauch denn doch nicht so geeignet.
    @v.Natzmer: die Hochzeitsgeschichte gefällt mir.

  101. Wenn ich so recht drüber...
    Wenn ich so recht drüber nachdenke, finde ich Untersetzer eigentlich immer eine Verlegenheitslösung. Wenn was Heißes auf den Tisch kommt, na gut, aber für Gläser mag ichs eigentlich nicht wirklich.

  102. Ich kann mal ein paar Bilder...
    Ich kann mal ein paar Bilder davon machen. Mein Tisch im Wohnzimmer ist auch niedrig und nicht deckengeeignet, und wer hier Wein trinkt, bekommt immer solche Untersetzer dazu. Das sieht schön aus und sagt nicht „Di Saubär Du elendiglicher, ein Tropfen und Du hängst draussen am Fahnenmast“. Man macht es damit den Gästen unauffällig einfacher, gerade, wenn sie mehr als ein Glas trinken.

  103. KarolaKettenhund äh hemd,...
    KarolaKettenhund äh hemd, meine Aussage bezog sich tatsächlich nur auf die Hunderasse.
    Doppelkopf-Ergebnisse immer mit grünem Kuli; die Hoffnung stirbt zuletzt.

  104. @Jeeves:
    "Die andauernden &...

    @Jeeves:
    „Die andauernden & allzuvielen Beleidigungen von Menschen die nicht so wohlhabend wie Sie sind“
    Falsch! Dons Spitzen gehen im Regelfall in die richtige Richtung – Anprangerung schlechten Benehmens. Von dem wir in Deutschland wahrlich genug haben, seitdem es gesellschaftlich verpönt ist, in der Öffentlichkeit von anderen Benehmen einzufordern. Und schlechtes Benehmen ist absolut keine Frage von Geld. Und korreliert auch nicht damit.
    Man muss nicht mit jeder Spitze des Don einverstanden sein. Aber nicht umsonst heisst sein Blog „Stützen der Gesellschaft“. Sie können gerne eines aufmachen, das „Der moderne Pöbel“ heisst und sich über gutes Benehmen lustig macht. Der Beifall wird mit Ihnen sein.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  105. Eine entfernte Verwandte hat...
    Eine entfernte Verwandte hat gerne gehaekelt. Das Meisterwerk war die Komplettverhaekelung Ihres Loewe-Opta-Geraetes. Sie begann danach die Arbeit am Lloyd Alexander TS des Onkels. Darueber verstarb sie.
    Grabbeigabe: 1 Haekelnadel, 1 Garnknaeuel. Ich frage mich nur, ob ein Garnknaeuel fuer die Ewigkeit reicht, oder nur bis zum Juengsten Gericht?
    .
    An mich vererbt wurde der Schraubenzieher, mit dem Onkelchen bei der samstaeglichen Autopflege Kieselsteine aus dem Reifenprofil puhlte. Das Geraet hat mir im spaeteren Leben sehr geholfen.

  106. @Don Alphonso
    Nun, Klassiker...

    @Don Alphonso
    Nun, Klassiker ja oder nein, da bin ich auch um eine Antwort verlegen.
    .
    Aber über Geschmack, da läßt sich ja bekanntlich streiten;
    das schließt auch den Einwurf von GG mit ein.
    Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden.

  107. tiberiat@: Nein, nein, Sie...
    tiberiat@: Nein, nein, Sie glauben garnicht was ich für einen schlechten Geschmack habe. Es graust mich oft…….vor mir selber. Cäsar hatte recht. Z. B. habe ich im Rückfenster meines 65er MB einen nickenden Dackel liegend, sowie eine gehäkelte
    Toilettenpapier-Rolle mit Inhalt, desgleichen einen Jägerhut mit echtem Gamsbart.
    Filou@:
    Einhäkelung eines Loewe-Opta-Geraetes, das hat schon Charme, Steigerung wäre etwa Charisma, danach kommt nur noch Karma. Welches Gerät aus der Sammlung war es denn, solln wir raten? Mein pers. Tipp ist einer der beiden zweigeteilten, darunter noch ein Spitzendeckchen, das wär´s doch gewesen. Wie is es nur möchlich?
    http://www.rad-io.de/loewe-opta.html

  108. und das zweite bild von oben...
    und das zweite bild von oben kam uns von anfang an, wir gestehen es jetzt, interressant vor. weil man es, wenn man so wollte, fast wie eine art „psychologisches tripyichon“ sehen könnte:
    .
    links die genannten und erwähnten „china-tischdecken“ „in präsentierender ladenhüterqualität“, rechts der junge mann im fahraddress (ohne ihn wäre es nicht dasselbe bild, man hätte es auch ein weniges später machen können, aber seine anwesenheit hatte zu bedeuten, nicht wahr?), und der wird bedient, (wir kennen einen radfreund, notorischer beine-nicht-rasierer und junggeselle, der nach fahrt und dusche in frischen kurzen hosen sich immer einölt, und ist begeistert ist von sich und ihnen: „heute wieder gute beine gehabt, echt gute beine, sag‘ ich euch!“ und die augen leuchten, und man spendet gerne ihm anerkennung: „ja bestimmt, echt gute beine hast du heue mal wieder gehabt, man siehts dir an!“) – rechts also, nur ganz wenig versteckt, und doch so überaus präsent, der bediente junge schlanke mann im raddress –
    .
    und in der mitte oben drüber die „maria“ – erinnert z.b. eben möglicherweise auch einmal mehr an michelangelos pieta, welche ein coming-out: seht her, ich weiß, ich kann alles von, mit, über frauen, aber sie interessieren mich nun einmal nicht. und genau deshalb musste seine pieta wie bekannt zeitlich vor jedem david stehen.
    .
    wie gesagt, so könnte man es sehen: eine gewissen symmetrie, ein gewisses bildgleichgewicht (unbekümmert ob bewußt gesucht oder mit einem unterbewußten gefunden) scheint gegeben: die „maria“ in der mitte erst machte es dann so schön spiegelsymmetrisch. und alles zusammen scheint irgendwie der grund für sein entstehen und den moment. und man stimmt gerne zu: jeder ist oft gerne auch einmal tourist und bereist auch fremde länder. und auch gelegenheit zur andacht ist am vielen orte.
    .
    und natürlich alles dummes zeug von uns: der reine zufall wars, und wir taten uns lediglich projezieren… .

  109. Worbeletat un e Döischdeck,...
    Worbeletat un e Döischdeck, enääh !

  110. "...gesellschaftlich verpönt...
    „…gesellschaftlich verpönt ist, in der Öffentlichkeit von anderen Benehmen einzufordern.“
    Diese Aufforderung zum öffentlichen Outing, ist so ziemlich das Gemeinste, was
    den SdG je eingefallen ist.

  111. in defence of chow: ich liebe...
    in defence of chow: ich liebe ja alle Rassen, Chows und Pudel gleichermaßen, mit beiden Rassen hab ich Erfahrung und kann bezeugen: Chows sind ganz und gar nicht dumm, wasserscheu ja (ist ja vernünftig in kalten Gebieten, aus denen sie stammen), absolut auf einen einzigen Menschen bezogen, sehr reserviert, anscheinend ruhig, wenns sein muß kräftige heisere Beller und passionierte Katzenhasser (ohne Aussicht je eine zu erwischen), wenn es läufige Weibchen gibt, strawanzen sie auch gerne.
    lieber Filou,
    Ihre Tante wirkt vom Himmel her kulturbefruchtend:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Knitting

  112. @v.Natzmer: Historisch oder...
    @v.Natzmer: Historisch oder etymologisch betrachtet waeren die Paare wohl Weib – Mann und Frau – Herr. Der Kerl waere ein Mann, der kein Knecht ist (also Magd – Knecht). Nach heutigem Sprachgebrauch muesste man aber tatsaechlich eher Mann – Frau, Herr – Dame und Kerl – Weib setzen. Der Knecht ist ganz aus der Rhetorik verschwunden, und die Magd existiert nur noch – in jungen Jahren noch wertungsfrei – als Deminutivum Maedchen/Maedl (wohingegen das weit edlere Fraeulein irgendwie unschicklich geworden ist).
    Das heisst, um im Clichee zu verweilen, heute waere die fuer viele Maenner ideale Kombination eine Dame zum Vorzeigen, eine Frau in der Kueche und ein Weib im Bett.

  113. Etymologisch gesehen ist das...
    Etymologisch gesehen ist das altfränkische Karal die Bezeichnung für den „Kleinen Herrn im Krieg“ (nach Zwerenz), also ein Faszinosum. Die Zeitgenossen Karls des Großen wußten noch von dieser Bedeutung – und Söhnchen Ludwig träumte gar, sein Vater säße in der Hölle, und ein wildes Tier würde an der Wurzel allen Übels nagen; denn schließlich hatte Daddy gestreut wie eine alte Schrotflinte. Das etwas feinere, dafür aber gemeingermanische Wort hierfür war Gisal.

  114. An den grün gedeckten Tischen...
    An den grün gedeckten Tischen der Generalstäbe und der Kabinette früherer Zeiten kannte man noch als ein wohlfeiles Mittel der Arkana, den mit Anstand, aaaber blitzschnell exekutierten coup de grâce…

  115. Und wir wussten bislang noch...
    Und wir wussten bislang noch gar nicht, dass uns auch J. leCarré so schön zu berichten weiß: „Wir kommen hier an Goethes Geburtstag zusammen als Mitbürger der republic of letters, der literarischen Republik. Die Dichter und Komponisten, die diesen Ort mit ihrem Genie erleuchtet haben, waren nicht duldsam. Sie waren keine Mitläufer. They were people of fire. Und dafür lieben wir sie. Wir lieben ihre Angriffe auf Heuchelei und Scheinheiligkeit. Und auf den Missbrauch von Macht. Sie waren gerecht und wütend und hatten Gott sei Dank auch menschliche Schwächen.“ …
    .
    http://www.faz.net/artikel/C30437/john-le-carre-goethe-ginge-heute-auf-die-barrikaden-30493131.html
    .
    Zum Glück irrt hier Mister Carré allerdings; alles ist gut, wir leiden nicht und in Wahrheit fehlt niemand etwas, und darum braucht auch keiner auf die Barrikade.

  116. Die reine Magd als Mädi.
    .....

    Die reine Magd als Mädi.
    ..
    Fr. d. Gr. anlässlich der Vorlage der Conduitenlisten der Lieutenants hatte er an den Rand vermerkt: „Hat der Kerl Fortune?“

  117. Wir Männer sind doch...
    Wir Männer sind doch erwiesenmaßen genial, oder nicht?
    .
    Z.B. bauen wir an einer richtig aufregende Unterwasser- u. an Land See- u. Erdbebenküste nach unseren Berechnungen garaniert tsunamisichere Atomkraftwerke – undaufm Haufen und im Cluster. Und Tischdecken gibts da, ganz allgm. gesehen, sicher auch überall. Wir sind ja Herren, wir haben ja Stil.
    .
    Und nach ein paar Jahrzehnten kommt dann mal ein kleiner Erdstoß, der ist bloß etwas, ein klein bißchen größer, als wir gerechnet haben und uns dachten. Und unser Lieblingsvideo davon ist dies hier: http://www.youtube.com/watch?v=5-zfCBCq-8I&feature=relmfu Uuups … macht da wohl Mutter Natur, „war das was im Wege? Eigentlich habe ich doch kaum was gespürt, eher fast nichts, sicherlich kaum der Rede wert, die paar Sekunden… .“

  118. lieber Kampfstrampler,
    wäre...

    lieber Kampfstrampler,
    wäre der Ludwig ein Sultanssohn gewesen, wären seine Probleme mit dem Versenden seidener Schnüre gelöst worden…

  119. lieber Grand Guignol,
    die...

    lieber Grand Guignol,
    die langen schweizer Kerls der Vatikanischen Garde,
    die langen liccaner Kerls des Panduren Trenck,
    die langen Kerls in Garden überhaupt,
    Irgendwo (war es bei Jean Paul ?) las ich auch „Kerlin“

  120. Wider alle...
    Wider alle Wahrscheinlichkeit:
    »Durch die Kette deiner Leben,
    erdennah und erdenfern –
    immer segnend dir zu Häupten
    hält dein Engel deinen Stern.«

  121. Ich habe auch noch die...
    Ich habe auch noch die passenden Unterlegdeckchen aus Damast mit Veilchen oder Rosenstickerei. für Alltags-Leinendecken durfte es schon mal Hexenstichgewerkel in geometrisch oder profane Gänseblümchen-Nadelmalerei sein. Nur passt es sich immer noch nicht mit dem Rest der Einrichtung.
    Spitzendecken, wie überhaupt Tischdecken, und Katzen sind übrigens auch ganz und gar unverträglich. Spitzendecken und Katzen sind nämlich erklärte natürliche Feinde. Katzen mögen es sowieso eher schlicht und aufgeräumt und versuchen dies täglich aufs neue zu demonstrieren. Und Kerzen (offenes Licht) sind für eine meiner Katzen überhaupt nichts wegen der allzu leicht absengbaren Schnurrhaare – wie wir feststellen durften. Da es zudem nicht gelingt zumindest zwei von der Tafel fernzuhalten, muss auf üppige Dekoration leider verzichtet werden. Es ging schon einmal ein kompletter festlich weihnachtlicher Tafelaufsatz zu Schanden inklusive lächerlichem Beiwerks, wie mundgeblasenen Weingläsern, nachdem es einer gelungen war, allen Strafandrohung zum Trotz, das verbotene Terrain umso eiliger zu erobern. Was einer zweiten nur bedingt gefiel. Alles eitler Tand, es lebe der Purismus. Das war es wohl, was sie uns damit sagen wollten. Ein Mittelmaß ist sicherlich drin. Wir pflegen noch nicht mit Tupferware zu dinieren.

  122. Um wos goads?...
    Um wos goads?

  123. Ja, die Unterlegdeckchen, 24...
    Ja, die Unterlegdeckchen, 24 Stück, und vermuilich nie benutzt. Das kenne ich auch.

  124. Vielen Dank für den ...
    Vielen Dank für den einmal etwas lockeren Beitrag , wurde aber auch Zeit , nach all den Gruselgeschichten .
    lch freue mich übrigens sehr , einmal wieder von hansmeier 333 und
    specialmarke zu hören , die beiden haben mich ja eigentlich erst er-
    schaffen , und bis Trias aus dem Urlaub zurück ist muß ich hier dummes
    Zeug von mir geben . Ganz herzliche Grüße an Alle . sg 444

  125. @v. Natzmer, 29.8,...
    @v. Natzmer, 29.8, 13:17
    .
    Danke für die Info zum russischen Hochzeitsbrauch!
    Ob die Finger der Braut dabei zitterten, oder tat sie es ganz nonchalant?
    Bestimmt versuchte man da immer alles mögliche herauszulesen.
    .
    So was sieht man im Kino einfach zu selten.

  126. Frl Trude,
    muss ich mir...

    Frl Trude,
    muss ich mir kätzischen Purismus so vorstellen?
    http://www.youtube.com/watch?v=7-vM7KapibM

  127. "Handbuch für Wühler oder...
    „Handbuch für Wühler oder kurzgefaßte Anleitung in wenigen Tagen ein Volksmann zu werden.“ An den Wühltischen (Sommerschlußverkauf?) für bestickte Tischdecken oder Spitzendecken dergl. zu erwerben-Schockschwerenot- da käme eine-(r) doch ins sinnieren. Bleiben wir also bei Herrn Dr. Heinrich Hoffmanns (Autor o. a. revolut. Büchleins) Zappelphilipp (so hieß eines seiner Kinder) und schauen betroffen mit der Maman auf das Chaos ringsherum, welches zerdepperte, auch bei uns, Staats-finanzen uns gar traulich, jammervoll als Genrebildchen bieten. Begleitet vom Ticken des Zinsührleins.
    ..
    Erlaben uns stattdess´n, so lange die Tage noch hell und warm, an den schönsten Plätzen, mit echter Brommelle- oder Prummetart (solang der inflationär bedrohte Zaster reicht) heruntergespült mit Darjeeling flush, Mokka oder Schokolade.

  128. Als Erbe würde ich...
    Als Erbe würde ich Silberkannen nicht ablehnen – muss ich dann die Tischdecken
    auch nehmen auch die aus Leinen mit den bäuerlichen Motiven – da fehlt es mir
    an Herkunft und Neigung.
    Ich bräuchte dringend eine Erbenberatung.
    Wenn schon die Euros entschwinden, Sachwerte sind reichlich vorhanden und
    Erben wenig, wie verschaffe ich mir Erbenkompetenz – ich will reüssieren.
    .
    Filou@ Nein, den Schraubenzieher nicht, das Buch können Sie auch behalten, ich
    habe schon eins.

  129. Liebe Försterliesel, an die...
    Liebe Försterliesel, an die Seidenschnüre hat der „fromme“ Ludwig nicht gedacht – dieser Orientalismus widersprach allen altfränkischen Erbgewohnheiten, real unter die Erbberechtigten aufzuteilen, was von bleibendem Wert war, also Immobilien und Gefolgsleute. Sein Namensvorfahre Chlodwig, der berüchtigte Verwandtenschlächter, galt insofern ja auch als aus der Rolle gefallen, eben nicht vorbildlich für treusorgende Hausväter, bei denen jederzeit schmucke Mägde ihre genetische Chance erhielten. Außerdem hatte der neue Chef des Hauses differenzierte Methoden zur Hand: Die Halbbrüder erhielten eine gute Ausbildung im Kloster und avancierten schon in jungen Jahren zu unverzichtbaren „Stützen der Gesellschaft“, als Bischöfe und Äbte. Die Schwestern und Halbschwestern, die es am Palast ihres liebenden Vaters wild getrieben hatten, wurden auf ihre Apanage-Schlößchen an der Loire geschickt; dort lernten sie Tischdeckchen besticken – allerdings ohne ihre Liebhaber, die kastriert bei den Mönchen landeten. Ihre Bastarde aber waren – weil nicht herrschaftsfähig (s. Loi Salique) – gern gesehene Bereicherung an Hof und Heer. Das eigentliche Problem war die Konkurrenz auf der Reservebank, nicht nur die eigenen Söhne, sondern auch Neffen wie Bernhard von Italien. Der mußte geblendet werden, zum großen Kummer des Auftraggebers; denn eigentlich achtete die „Familie der wilden Kerle“ (sc. Karolinger) immer darauf, daß genug Kerl-Potential in den Nebenlinien schlummerte. Nur eben Vater Kerl in der Hölle – o Seelenpein und Lendenschmach.

  130. Gewinnen statt kaufen wird...
    Gewinnen statt kaufen wird empfohlen, erstmal zu penny.
    Um es klar zu sagen, pennies lehne ich ab.

  131. specialgeyer444 et alia: Wir...
    specialgeyer444 et alia: Wir sind ja schon arg abgehärtet, einen Beitrag der mit „Am Penser Joch wartet der Tod“ beginnt als etwas lockeren Beitrag, oder gar aufmunternden zu verstehen. Aber wie so immer, die Freude und die Wahrheit liegt im Detail, in dem Fall der Tischdecke.
    .
    Meine Person ist noch nicht bei der Tischdeckenfrage angekommen, fehlt doch nach wie vor noch der Tisch. Glasplatte? Holz? Stein? Gelernt habe ich jetzt aber, es kommt vor allem auf die Beine an! Im Übrigen wird in Erwartung baldigen Nachwuchses wohl die Wachstischdecke, die gute, faltenfrei waschbare, nicht das billige Kunststoff, künftig und häufig Deckung geben. Ach ja, runde Tischecken wären wohl auch wichtig.

  132. <p>Also, 1. habe ich das...
    Also, 1. habe ich das Penser Joch überlebt und 2.:
    .

  133. @Vroni
    exakt so wird der...

    @Vroni
    exakt so wird der Entscheid zum kätzischen Purismus demonstriert

  134. Ich würde zu alten...
    Ich würde zu alten Holztischen raten. Besonders gut sind Platten aus Lärchenholz.
    .
    Es ist schwer, diese Werbung zu ignorieren und keine schlechte Laune zu bekommen.

  135. @HM555/Natzmer: was MvB mal...
    @HM555/Natzmer: was MvB mal erzählt hat, mit den Suppentellern nach vorne, damit es eher auf die Tischdecke kleckert als auf die Kleider, geht in eine ähnliche Richtung. Das Gegenteil ist das, was Frl. Trude über ihre Kindheit erzählte, das Anstreben von Makellosigkeit beim Essen.
    Essen ist ja zuvörderst eine communio; man merkt es daran, daß einem bei alleinigem Dahinmümpfeln ziemlich der Appetit vergeht. Man fühlt sich dann in der Welt nicht mehr beheimatet. Ein Kind wächst in die Eßkultur der Erwachsenen hinein. Zuerst kennt es nur Nahrungsaufnahme mit Nährflüssigkeit, das erweitert sich auf Festes und Trockenes. Vom direkten Kontakt mit der Mutter (stillen, sitzen auf dem Schoß) geht es über zum Zusammensitzen und dem Gebrauch von Besteck, und es wird dabei gesprochen – ob Gebete oder über den Geschmack des Essens oder über einen Geschäftsabschluß oder nur „zahlen!“, aber vollkommene Stummheit (oder, genauer, Reaktionslosigkeit) dabei ist eigentlich ungehörig, weil Empfang „quittiert“ werden muß – um die communio herzustellen.

  136. @Falkenherz30. August 2011,...
    @Falkenherz30. August 2011, 11:56
    Nix Beine, Säulen in der Mitte, da hat man mehr Beinfreiheit.
    Und um den ER(lauchten)Langen noch ein bisschen zu ärgern,
    ich empfehle Stein mit Einschlüssen ;-), sieht dann leichter und wärmer aus.

  137. @Falkenherz: Ach,...
    @Falkenherz: Ach, Schreckhaftigkeit muß man sich abgewöhnen.
    @DA (12:01): pfffffffff… tatsächlich Opel…

  138. Es war doch klar. dass...
    Es war doch klar. dass Opelfahrer-Erben auch beim Marterl sparen.

  139. Don

    der gemeine Opel ist...
    Don
    der gemeine Opel ist keine Bergziege, er ist das Kaltblut des nordischen Knappen.
    Folglich ist die Wahl des Gegners nicht der Sache angemessen, d.h. von einer Person ihres Standes erwarte ich eine Herausforderung auf Augenhöhe…. was im Falle einer italienischen Badewanne mit derangierter Ventilsteuerung natürlich ein Herausforderung in der Herausforderung sein wird.
    Mein Angebot des Anblick der Rücklichter meines gefühlten 2-Tonnen-Gefährts gilt weiterhin…..obwohl ich natürlich eher zu einem alten Peugeout 205 GTI greifen sollte… aber das wäre dann schon wieder overkill…

  140. Was kann ich dafür, wenn der...
    Was kann ich dafür, wenn der Opel sich anschieckt, meine Bergstrassen zu erobern? Ich bin ja nicht auf seiner Spur, er ist auf meiner.

  141. Servietten....
    Servietten.

  142. Kunst,-...
    Kunst,- Antiquitäten,-Fetischmarkt
    Nierentisch mit schwarzer Reospalplatte, abgefast mit ner Messingkante, le dernier cri in avancierten Kunstfälscherkreisen incl. echt-falschen Provenienzien bezügl. ungefälschter Fälschungen expressionistischer Tafelmalerei frühes 20. Jhdt.. Der Prozess beginnt am Donnerstag.
    ..
    colorcraze@: Opel P4, schwarz, Bj. 1932, Garagengepflegt, Erstbesitzer (in echt), Weimar, mit schwarzrotgoldener Ständerflagge, gegen CHF Höchstgebot (eiliges an DA, hier).
    ..
    Hüft- u. Büstenhalter „Triumpf“ von altem, erprobten Fetischisten für Jungster abzugeben-175 €.
    ..
    Gußeiserner Kanaldeckel Stadt Breslau 1911. Chiffre.
    ..
    Prachtvolle rote Pferdeschabracke frühes 18.Jhdt mit Goldborte, Sachsen.
    ..
    WK I Maßkrug mit Soldat, Pickelhaube, und Schriftzug „In Treue fest, die Wacht am Rhein“.
    ..
    Parteiwimpel FDP, Ortsgruppe Bad Honnef, 1998 zeitbedingt umsonst abzugeben.

  143. Zumal die Sultane der Hohen...
    Zumal die Sultane der Hohen Pforte an mißliebige Paschas in den Provinzen seidene Schnürlein per Boten übersandte, zwecks Selbstaufknüpfung. Der Vollzug wurde vom Boten überwacht und von selbigem Meldung hinterbracht.

  144. @mediensegler: Bitte recht zu...
    @mediensegler: Bitte recht zu verstehen, kein Fall von Anbiederung – aber Säule in der Mitte ist eigentlich selbstverständlich, verhindert blutige Knie und das Umfallen von Champagnerbechern, falls Lichtmalerin zu Besuch kommt.
    .
    Tische mit Beinen nimmt man bitte nur zum selber Tapezieren (Rauhfaser, igitt).

  145. @HansMeier555 (29. August...
    @HansMeier555 (29. August 2011, 12:47) – mein Urteilsspruch – ausführlich wie es sich gehört – würde den Rahmen dieses Blogs sprengen.
    @Hansgeier333 (29. August 2011, 13:06) – Auch Tiger können sich zivilisiert benehmen. Sie brauchen nicht in einen Wildpark eingeschlossen zu werden
    @Grand Guignol (29. August 2011, 13:47) Ich habe den Handkuß an Madame weitergereicht. Sie lächelte amüsiert.

  146. Serviettenringe.
    .
    Und Opel...

    Serviettenringe.
    .
    Und Opel allenfalls als Raketenwagen.

  147. savall@ Sie haben mich...
    savall@ Sie haben mich neugierig gemacht ( 1914 vs. 2014 ).
    Hat man 1989 bei der friedlichen Revolution in der DDR geglaubt, man erlebe das
    Frankreich des Jahre 1789?
    Sollte diese Frage unsinnig sein bitte ich, um Entschuldigung.

  148. Liebe @KarolaKettenhemd:...
    Liebe @KarolaKettenhemd: Sorgen Sie sich nicht um umfallende Pappbecher – ich gestehe: Ich mag keinen Champagner. Was nicht etwa daran läge, dass ich Herkunftsregion oder Qualität nicht zu würdigen wüsste. Das Problem ist schnöde: Kohlensäure. (Wie erklärt man einem Begleiter die äußerst undamenhaften, gar unweiblichen Folgen von Kohlensäure? Richtig – gar nicht. Man lässt die Finger von solcherlei Getränken. Schließlich gibt’s ja genug genuss- und stilvolle Alternativen ;-) …)

  149. ooch, opel... da gibt es noch...
    ooch, opel… da gibt es noch viele weitere strassensperren. windelbomber zum beispiel. und die kompetenz in person am steuer.
    .
    folgendes штуковина, m.e. im prinzip das einzig tolerable dieser firma, das mir einmal über den weg gelaufen ist, ist leider leider fest in dickbäuchiger russischer hand, die sich in baden-baden eingegraben hat:
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Opel_Admiral6.JPG&filetimestamp=20060309154325.

  150. KarolaKettenhemd30. August...
    KarolaKettenhemd30. August 2011, 13:52
    Und da kann auch nix wackeln,
    ich hasse es, wenn beim Tranchieren der Ente
    oder beim Schneiden des Chateaubriand der Tisch ein Eigenleben entwickelt.

  151. Die Frage ist doch, warum ein...
    Die Frage ist doch, warum ein gewisser Walter R. die Marke nach seinem ersten Monte-Carlo-Sieg gewechselt hat. Und dann mit einem Opel gewonnen hat. Na gut, dann hat er wieder gewechselt… Ein guter Bekannter erzählte mir, seinerzeit in Marokko hätten kundige Hände die Antriebswellen an etlichen Mirafioris aus- und wieder eingebaut. Sie seien wohl hohl gewesen (die Antriebswellen) und hätten sich sich gut mit Beuteln befüllen lassen … Und dann retour nach bella (FORZA!) Italia…

  152. Den Raketenwagen gab es 2010...
    Den Raketenwagen gab es 2010 auf den Classic Days Schloss Dyck.
    .
    http://www.schloss-dyck-classic-days.de/aktuelle-news/153-raketenschnell.html
    .
    Tut mir ja leid, Karola, aber das war eine Steilvorlage vom Don,
    lassen Sie den Morgenstern trotzdem unbenutzt. ;-)

  153. @Goodnight: Bin irritiert....
    @Goodnight: Bin irritiert. Obliegt die Wahl der Waffen beim Duell nicht eher dem Herausgeforderten? Oder sieht man das nicht mehr so eng?
    .
    Und ist so ein Saab nicht auch nur ein Opel, wenn auch teurer?
    .
    Das vorgeschlagene Duell-Geläuf sollte man übrigens für solche Fälle erst ab Dezember nutzen, also ab Schneehöhen von 30 cm aufwärts, da sind nicht mehr so viele Radfahrer (Buntwild) unterwegs. Ab 2 km außerhalb St.Jean-en-Royans sollte bereits eine leichte Schneedecke liegen.

  154. Und nun eine nette alte...
    Und nun eine nette alte Tischdecke, gehaekelt:
    http://www.oddee.com/_media/imgs/contrib/c8358.jpg
    .

  155. E.R. Binvonhier@: Nein, nein...
    E.R. Binvonhier@: Nein, nein Sie brauchen sich hier nicht unnötigerweise zu entschuldigen. 1989 war eine späte, sehr späte Resteverwertung von 1798.
    Sozusagen die Rache und Ironie der materialistisch-marxistisch-leninistisch-stalinistischen-sozialistischen hagiographischen Geschichtsschreibung.
    Lt. HansMeier555 sind wir in einem beginnenden neuen Zyklus, nämlich dem der Refeudalisierung, gelandet. Vous verrez ce nouveau ……une répétition dans nôtre théatre. Ca ira.

  156. "...was von bleibendem Wert...
    „…was von bleibendem Wert war, also Immobilien und Gefolgsleute.“
    .
    Followers, daran habe ich noch nicht gedacht – danke, kampfstrampler!

  157. Werter Don, ich kann es mir...
    Werter Don, ich kann es mir langsam nicht mehr anders erklären: die Traumfrau Ihres Schülerdaseins, die Sie sich gerade anschickten anzusprechen, stieg vor Ihren Augen in einen Opel Kadett. Es gab ein röhrendes Geräusch – und weg waren die beiden, der Opelfahrer und Ihre Traumfrau… diese Geschichte hat den Reiz, daß sie schlichtweg alles erklärt, sogar das manische Tortenessen…

  158. Es war ein dunkelroter Audi...
    Es war ein dunkelroter Audi 100 Kombi bei der einen und eine blaue S-Klasse bei der anderen.

  159. Punch, 30. August 2011
    AP Wie...

    Punch, 30. August 2011
    AP Wie die renommierte Zeitschrift in ihrer Sonderausgabe meldet, soll der bekannte Lotse und Leichtmatrose sowie Klippenumschiffer des Schiffes SMS „Angela Merkel“ seine ernste Absicht bekundet haben von Bord zu gehen….. Und ging auch. Dabei soll er, dem Vernehmen nach, leider, in ein längst übergelaufenes Fass gestolpert sein. Später, während des Heruntersteigens über das Fallreep jedoch, winkte er leutselig der ihn liebenden gesamten Medienwelt zu. Aufbrandender Jubel seiner Parteianhänger umtoste ihn. Die Kapitänin ließ das große Signal-und Nebelhorn tuten, zwecks Übertönens des Abgangs. Ein brandaktueller Kommentar zu dem unverständlichen, aber aufrüttelnden Ereignis, von unserem Korrespondenten und Supersegelexperten Prof. J. F. (Joschi) von der Harvard-University, USA soll noch in den Abendnachrichten im Deutschen Buntfernsehen gesendet werden. Auf die Statemments der bekannten elder statesmen H. S.; H. K.und G. Sch. darf man gespannt sein wie ein Flitzebogen, jedoch wird wahrscheinlich darauf wg. Zensur verzichtet. Wer wird der neue Leichtmatrose, ist die alle bewegende Frage in Fachwählerkreisen? An Bord des o. a. Schiffs soll es Anzeichen von Meuterei geben, lt. on dit wegen irgendwelcher Bonds, man munkelt Sicherheitskräfte werden zusammengezogen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Punch_(Zeitschrift)

  160. zu 30. August 2011, 15:45:...
    zu 30. August 2011, 15:45: Funkionierte der Link nicht? Also nochmal:
    http://nicholasspyer.files.wordpress.com/2011/05/allen-jones-chair.jpg

  161. Tisch aus Holz, selbstredend....
    Tisch aus Holz, selbstredend. Geschwungene Beine. Ausziehbar auf 2,50m, das reicht völlig aus für unsere Einladungen. Teetisch mit Geflecht und originaler Glasplatte. Stein gehört ins Entrée oder auf den Friedhof.
    In Ermangelung schöner Tischdecken in entsprechender Größe, die auf dem Flohmarkt oder beim Antikhöker Unsummen kosten (hier in den Spreesümpfen gerne so ab 350,-€ aufwärts für dürre Baumwolle mit Maschinenspitze und dergleichen Graus) habe ich vorzeiten die Bucht und den unbedingten Willen der Nachfahren englischer Damen, all den schönen Tand für lächerliche Beträge loszuwerden, entdeckt. Gerade heute angekommen: Handbestickte feine Tischdecke, irisches Leinen, 1,50m x 1,50m, reinweiß, zarte Spitzenbordüre, üppig handbestickt mit einem wunderschönen Reigen an Sommerblumen in den schönsten Farben. £12 habe ich dafür gezahlt, eine Schande eigentlich, bedenkt man, wie lange einstmalen eine geduldige Frau daran gesesen hat. Nachfrage ist da schon, hatte 7 Mitbieter, aber niemand scheint bereit, ernsthaft Geld auszugeben für derlei. Inzwischen habe ich die gefühlt halbe Tischwäsche des Empire im Wäscheschrank liegen, in allen Formen und Größen.
    Untersetzer („Table mats“) gibt es in sämtlich erdenklichen Variationen, versilbert selbstverständlich (Vorsicht vor dem preiswerten verchromten Blechzeug aus neuerer Zeit, das sehr ähnlich ausschaut!), mit grünem Samt gepolstert, für kleinstes Geld in Massen zu haben, ebenfalls in der Bucht, da ist eher das Gewicht teuer in der Fracht, weil schwere Qualität.
    Silberkannen pflegen naturgemäß von wegens der Physik nicht tropfen zu können, zudem halten sie viel (!) länger heiß als Porzellankannen, man erspart sich also bitte den schlimmen Tropfenfänger von Tante Erna weiland. Falls doch Porzellankanne, dann gibt es in England spezielle, kleine silberne Teile, die man zur Vermeidung von Getropfe in die Tülle steckt, keine Ahnung, wie sich die Dinger nennen, aber sie sind effektiv und dezent. Man kann es dann, wie ich, heillos überdrehen und auch noch schöne alte Tea Cosies erstehen, die handgearbeiteten, dick gepolsterten aus den 20er, 30er Jahren aus Leinen oder Seide mit Baumwollfüllung, dazu passend dann die entsprechenden Wechselhäubchen in Leinen, Seide und Spitze, mit Richileu, Stickerei und hastenichjesehn, nicht zu vergessen das obligatorische, passende Tray Cloth für das Silbertablett, quadratisch, rund, oval, ebenfalls Leinen, Spitze und willstenichwissen.
    Serviettenringe (Silber oder aber Porzellan, passend zum Geschirr) sind ebenso obligatorisch wie Stoffservietten in jeweils passender Größe und Art.
    Solange Strom, Wasser und Erdöl fließen, läuft Frau Hulda zu Miele von Bosch mit dem guten Waschmittel, welches schon die Großmutter schätzte und nimmt mir die schwere Arbeit der Wäsche ab. Das Bügeln wiederum macht mir Freude, dazu ein Hörbuch oder eine gute aufgezeichnete Radiosendung, selbst ist das Mittelstandskind, mir kommt keine Haushaltshilfe ins Gemäuer, das nähme mir ja den Spaß an der Sache.
    Es geht nichts über eine schöne Speisetafel und einen stilvollen Teetisch. Silberbesteck ist Pflicht, feines Porzellan und schönes Glas ohnehin, und eine Spülmaschine wird dieser Haushalt niemals (!) erleiden, nimmt einem dieselbe doch den meditativen Abschluß einer schönen Tafel, wenn man, nachdem die Gäste gegangen sind, ganz in Ruhe, beim Spülen und Aufräumen das Gewesene Revue passieren lassen kann, ganz gleich, wie müde man ist.
    Noch jede und jeder, die hier saßen waren begeistert und haben das deutlich zum Ausdruck gebracht. Nur will oder kann sich anscheinend keiner mehr die Mühe machen (Zeitnot? Mangel an Stilgefühl? Faulheit?), die so groß eigentlich gar nicht ist: Ein Tisch ist in einer viertel bis halben Stunde gedeckt und das Geschirr in einer dreiviertel bis einer Stunde gespült und verräumt. Andere Leute vertun diese Zeit vor der sprechenden Verblödungslampe, ich nutze sie lieber, um zumindest den Versuch zu wagen Reste von Schönheit und Stil zu wahren in einer immer gröber werdenden Umwelt. Das geht selbst mit kleinerem Budget erstaunlich gut, und so, wie meine Mutter und Großmutter das konnten, schaffe ich das auch, mit weitaus mehr Zeit als diese beiden sie hatten, da hier außer dem Gatten und dem Katerich niemand zu umsorgen ist.
    Wo ich den großen bernsteinfarbenen Maine-Coon grade erwähnte: Der feine schlanke Herr mit dem prächtigen Pelz, den Luchspüscheln und den unfaßbar langen Schnurrhaaren würde niemals mit seinen schwer schneeschuhbefellten rosa Pfoten einen Tisch betreten, geschweige denn etwa an Spitze oder Blumensträußen herumspielen, völlig unangebrachte Idee. Er tut derlei nicht, tat es noch nie, seit Kindertagen nicht. Erstens müsste er sich dazu schwerwiegend betätigen, wozu er zu würdevoll ist, zweitens würde er mit derlei Taten den Zorn des Dosenöffners heraufbeschwören und beides scheint nicht in seinem Interesse zu liegen. Der Kater von Nachbars wiederum ist ein schlecht gezogenes geflecktes Straßenvieh und hat keinerlei Manieren noch irgendeine Selbstkontrolle über seine Zähne und Krallen. Jenes unbotmäßige Tier hat hier schlicht Hausverbot, schon wegen des Seelenfriedens des guten Herrn Katerich dahier. Der soll sich ja nun nicht für seinesgleichen Art schämen müssen, nur weil die benimmfreie Sorte kurzes graues Fell hat, auf dem Dach tobt, dauernd nach den Katzen schreit und ‚Felix‘ frißt. Hunde sind für Schafe, den Hof und die Jagd.

  162. @mediensegler wg Raketenwagen:...
    @mediensegler wg Raketenwagen: Recht haben Sie, es gibt Steilvorlagen, die sollte man unbedingt nutzen, selbst wenn sie zu Streifschüssen und Querschlägern mutieren könnten (kann ich mit leben, mein Gutester) – aber auch dieses Gefährt ist nicht genuin, sondern lediglich eine raketentechnisch entkernte Kopie (also noch nicht mal eine Replika). Damit wollen Sie den Don auf seiner Missio unterstützen? Hatte er denn vor, den Rasen zu mähen?
    @Lichtmalerin wg Pappbecher: Endlich verstehe ich, was meine Freundinnen mit der Notwendigkeit einer Verringerung des CO2-Ausstoßes meinen. In Ihrem Fall, Verehrteste, würde kräftiges Schütteln der Flasche vorab (und dann zwei Tage offen in der Sonne stehen lassen) weiterhelfen. Lehnen Sie bitte auch das Angebot einer Champagner-.Schorle ab!

  163. @filou: Ein von der...
    @filou: Ein von der Beschreibung her mißweisender Link, da es sich um Tisch und nicht um den Chair handelt. der ist hier:
    http://2.bp.blogspot.com/-q7lGwHuwi3o/TaGCGRs00rI/AAAAAAAAAZY/prmhxbr9hdM/s1600/T03244_9.jpg
    .
    Ihr Bild beweist aber meine Theorie, daß ein interessanter Tisch nicht unbedingt vier Beine haben muss.

  164. Und dann gäbe es noch dieses...
    Und dann gäbe es noch dieses Exemplar hier – auch eindeutig ein Opel:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=86ZnWc1B7W4&feature=related

  165. Die Frage ist mitnichten...
    Die Frage ist mitnichten unsinnig, E.R. Binvonhier. 1989 hat hat das Jubiläum nach meiner Meinung keine Rolle gespielt. Das lag daran, daß die Revolution von 1789 von der SED ideologisch vereinnahmt wurde und sich als Kristallisationspunkt für Widerständiges damit disqualifizierte. Mir ist es auch erst ein oder zwei Jahre später aufgefallen. Eher hätte man mit prononciert konservativen Verweisen einigen Erfolg erzielt. Nicht zufällig standen die Kirchen im Mittelpunkt.
    .
    Meine kleine Spielerei mit 2014 gründet sich auf die interessante Beobachtung, daß in den vergangenen Jahrhunderten in dieser Weltgegend, nämlich Sachsen, und im weiteren Umkreis sich zu jedem Jahrhundertbeginn eine Katastrophe ereignete, vorwiegend kriegerischen Charakters. 1415/21 Hussiten, 1517/1525 Reformation und Bauernkrieg, ab 1618 30jähriger Krieg, 1700/21 und 1701/14 Nordischer Krieg (Besetzung Sachsens durch die Schweden) und Spanischer Erbfolgekrieg. 1805/1813 Napoleon, 1914 WK I. Tja, und was kommt dieses Mal? Die Besetzung durch die Bayern konnten wir weitgehend abwehren und auch Udo Reiter geht bald in Pension. Aber noch ist aller Tage abend. Also schauen wir auf 2014 oder wenigstens auf den 21.12.2012.

  166. Mein Gott, Savall, der Sachse...
    Mein Gott, Savall, der Sachse ist halt immer der Gebissene. Ziehen Sie nach Halle. Dort sind die Leute so eklig, dass es kein Besatzer je aushalten konnte; die Amis gingen 1945 singend weg, die Russen sperrten sich sorglich in Kasernen ein, die sowjetischen Offiziersfrauen rochen abschreckend 100 Meter gegen den Wind nach Patschulie. Was will ich damit sagen? Kriege gingen an Halle vorbei. Man kam, roch, sah-und zog weiter nach Magdeburg. Dort war schoen Metzeln.

  167. Filou30. August 2011,...
    Filou30. August 2011, 17:54
    KarolaKettenhemd30. August 2011, 18:45
    Dieses Mobiliar habe ich im Original gesehen,
    und zwar Anfang der 80iger in London,
    ob die da heute noch sind, weiß ich nicht.
    JHM30. August 2011, 18:22
    Essen und trinken sie schon, oder decken sie noch?

  168. sich den mund an dem tischtuch...
    sich den mund an dem tischtuch abzuwischen, entsprach eigentlich der notwehr, da es keine servietten gab und die äusserst spärlich vorhandenen handtücher nur zu beginn des essens ausgegeben wurden, um die digiti vom dreck zu reinigen. allerdings wurden recht bald von pfaffen benimmregeln eingeführt, die deutlich machten, dass man das nicht dürfe- nur, um kurz danach zu bestimmen, dass man sich den mund auch nicht am ärmel abwischen dürfe…
    au weh. und nu?
    .
    beste/r v. Natzmer, ganz recht, einmal in den spinat hauen mit dem silbernen servierlöffel, danach braucht sich niemand mehr zu schämen, das ferkel vom dienst zu sein.
    .
    und ts, es ist in der tat äusserst bürgerlich zu versuchen, eine profane tischdecke immakulat zu hinterlassen.
    eher doch ist es das postulat, sie so immakulat zu hinterlassen wie der erzengel gabriel, dieser schlingel, eine vielfach gerühmte maid.
    fern davon, ein grobmotoriker zu sein – übrigens wirklich in jeder hinsicht, das darf ich wiederum glücklichst versichern – ist gary zum beispiel ein weithin respektierter experte im initiationsverzieren des tischtuchs. das hat er von seinem vater. und glorreich weitervererbt.
    manche tradition stirbt nie.
    .
    liebes ChainMail (o.ä.), ein gemütlicher ohrensessel, das.

  169. lieber mediensegler, um nicht...
    lieber mediensegler, um nicht zu fragen: essen und trinken sie noch, oder decken sie bereits…

  170. Ha, mediensegler, ich sah den...
    Ha, mediensegler, ich sah den Tisch in einer Koelner Galerie. Ich fragte mich damals, wie lange ich sparen muss, um das Ding zu kaufen.
    Die Galerie war um die Ecke vom WDR (Namen vergessen).
    .
    Spaeter wurde ich Ikea-Kunde. Die Hoffnung starb somit. Allerdings kaufte ich schon mal eine entsprechende Menge Glasplatten, den dazugehoerigen Harem konnte ich nicht zusammentreiben. War’s die normative Kraft des Faktischen, die Emanzipation…?
    Jetzt sitze ich an’em Eiermanntisch von Manufaktum. Niedergang ohne Aufstieg.
    .
    (Soll ich mir einen Lancia Musa kaufen oder wieder eine Stuttgarter Babyschaukel?) Beide stuenden Don Alphonso im Wege, kaeme ich jemals in die Berge. Komme ich aber nicht! Alphons ist schon da.

  171. @Filou

    Doch nicht so...
    @Filou
    Doch nicht so langweiliges, Lancia ganz klar
    Ein Freund von mir fährt noch den Thesis, 400000km, und war hier(lauter nette Menschen)
    http://www.thesis-treffen.de/index.php?option=com_phocagallery&view=category&id=23&Itemid=52
    Habe 7Jahre Kappa gefahren, jetzt leider ein Firmenwagen, da geht das nicht.

  172. cher Filou, wenn schon etwas...
    cher Filou, wenn schon etwas kleines, wieso dann keinen mito? oder einen fiat 500, offen, hellblau oder grün? in st. tropez habe ich die gutschiausgabe gesehen, leider in schwarz. das lederpolster ist bezaubernd, die dekoration im aussenbereich jedoch ist leider nicht besonders diskret. der junge schwan von aston martin ist auch nicht zu verachten (achtung, lupen zücken: http://www.motor-talk.de/bilder/aston-martin-cygnet-ganz-was-besonderes-wer-kauft-so-ein-auto-g4095616/pic11916-i202946616.html). hm, dieser innenraum…
    .
    liebe Der Tiger, sie lesen neben dem essen? kurios ist doch sogar bereits das radio, das nebenher nichtigkeiten vor sich hindudelt.
    .
    (man darf sich gar nicht vorstellen, wer alles sein abendbrotschnittchen am wohnzimmercnautschtisch (mit kacheleinlage) vor dem gefürchteten tvgerät verspeist, in dem gerade unter aufbietung aller pösenpösen keime für ein reinigungsmittel für die toilette geworben wird (en garde: recht so!). vermutlich auch ein ehemaliger hessen-mp und kollegen im geiste.)
    .
    lieber mediensegler, glückwunsch zu ihrer wunderbaren gattin, bitte übermitteln sie ihr meine hochachtungsvollen grüsse! und wie ich mir beim lesen von ‚granittisch‘ so dachte, gleich kommt das ‚wasserbett‘ – bingo!
    .
    korkuntersetzer! unterlegdeckchen! kombination untersetzer mit unterlegdeckchen auf tischläufer ex tischdecke an wächsernen platzdeckchen! ts!
    unter mein cognacglas, ein aquarium, je saiiis, je sais, passte rein gar nichts, nur unser silberner untersetzer für eine rehoboam.
    .
    (pardon ot: liebe colorcraze/irgendwann im august, silberne kannen des art deco sind kaum noch zu bekommen. kein halbwegs vernünftiger mensch rückt die noch freiwillig heraus, nicht für liebe, nur für recht viel geld oder wenn sie in erbarmungswürdigem zustand sind. sie weisen durchaus auch mal bakelitgriffe auf, gerne in schwungvollem orange, oder eben auch solche aus helleren obsthölzern, bei konservativen anbietern noch ebony or ivory.)

  173. Schrecklich das Ganze, Savall,...
    Schrecklich das Ganze, Savall, ich schließe mich Filous Empfehlung an –
    auf nach Halle.

  174. donna laura30. August 2011,...
    donna laura30. August 2011, 20:32
    Cher wurde mal gefragt, aufgrund Ihrer Kleidung, wie sie zu S/M steht,
    sie antwortete „Too much equipment“

  175. cher Filou, ihre eiermannstory...
    cher Filou, ihre eiermannstory machte mich neugierig. hat egon etwa tapeziertische entworfen – http://www.manufactum.de/Produkt/0/1388497/Tischgestell-Eiermann-Nr-1.html?suchbegriff=eiermann? haben wir neulich einen eiermann missbraucht? fragen über fragen…

  176. @Filou, @mediensegler: Das war...
    @Filou, @mediensegler: Das war Multiple Art (she’s all plastic as she can be), da gab’s mehrere Exemplare von, die Tate zeigte es glaub ich als Erste im großen Rahmen. In Deutschland brachte es der TWEN groß raus, auch die Stilettos. Der Tisch lief mir mal Mitte der Siebziger über den Weg, war in England, ich hab zu lang gezögert, vermutlich aus moralischen Gründen (Master and Servant trug man hier noch nicht so offen). Verpasste Chancen halt, aber so gibt’s halt einen Staubfänger weniger.

  177. Jungfräuliche Tischdecken im...
    Jungfräuliche Tischdecken im Restaurant,finde ich genauso wichtig wie frisch gestärkte Bettwäsche im Hotel: ich möchte einfach nicht wissen, was darunter ist.

  178. filou

    Bezüglich der Möbel,...
    filou
    Bezüglich der Möbel, das hier eignet sich auch als Tischbein.
    In Heiligenhafen gesehen und auch eine gekauft.
    http://www.fotos-hochladen.net/uploads/dscf0708maf0dsw9j5.jpg

  179. Es gibt auch noch einen Hut-...
    Es gibt auch noch einen Hut- und Kleiderständer vom guten Jones
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/42/Allen_jones_-_Hatstand.jpg

  180. @donna laura: konnte ja nicht...
    @donna laura: konnte ja nicht erahnen, meine Gnädigste, daß sie militaristisch derart vorgebildet sind, hätt’s beinahe überlesen. Meine Verehrung!
    .
    Nein, der Ohrensessel ist unbequem und wenn man den Kopf ungeschickt anlehnt, sieht man aus wie die kleine Schwester von Mr. Spock. Aber man kann gut die Handtaschen anhängen und hat das Ohr am Puls.
    .
    Außerdem ist das Teil eher als Aussichtspunkt für eine nicht ganz so korpulente Main-Coone-Katze geeignet als für eine regelmäßig kuchengefütterte Erbtante des Don, da das Material doch reichlich fragil ist. Nichts für ein Rest a while, dann ist es umgehend beim Restaurator. Der Tisch dazu ist deutlich stabiler.

  181. wobei, bester ChainMail, ist...
    wobei, bester ChainMail, ist der tisch stabiler?
    .
    lieber mediensegler, eine wirklich ka-ta-stro-phalle frisur!
    ceterum glaube ich kaum, dass man cher zu meiner kleidung („aufgrund Ihrer Kleidung“) befragt hat, und wenn, dann wäre sie nicht zu diesem ergebnis gekommen ;-)…
    .
    abgesehen davon, ist diese *hüstel* elaborierte dekoration nicht wie ein funktionales äquivalent zum nain de jardin?
    .
    funktioniert das auch mit aufblasfiguren?

  182. Savall@ Habe mit meinem System...
    Savall@ Habe mit meinem System herumgespielt. Die Ergebnisse sind verblüffend ähnlich.
    Nur einer tanzt aus der Reihe – der Beginn des 30-jährigen Krieges, und der wäre
    zeitnah.
    An Alle: Bitte, nicht ernst nehmen, nur eine Datenspielerei.

  183. donna laura30. August 2011,...
    donna laura30. August 2011, 21:15
    Diese Klischees im Denken, das Wasserbett ist auf Wunsch meiner Frau angeschafft worden, sie hat Rücken ;-)
    KarolaKettenhemd30. August 2011, 21:24
    Chapeau, sie sind nach langer, langer Zeit mal wieder ein Mensch in meinem weiteren Dunstkreis, der den TWEN kennt, und sich sogar erinnert, war ne tolle Zeitschrift.

  184. mediensegler, Gallionsfiguren...
    mediensegler, Gallionsfiguren sollen doch Glueck bringen…? Na gut, vielleicht schreckt sie das Unglueck ab.
    .
    Donna, soooooooo ein kleines Auto. Nee doch. Sieht aus, als muesste man die Pedale mit Beinstuempfen bedienen. Klar, dass die Kiste offen ist; am Ziel wird man aus der Dose gekrant. Hier in Holland faehrt der Invalide Matra. Auch so ein Niedergang eines grossen Namens: frueher mischten die in der Formel-1 mit. Jetzt bauen sie Zweisitzer fuer sehbehinderte Paare. Na mach was, das Leben ist eine leere Bierkiste.
    Und der Eiermanntisch-ach-er hat nicht die Holzplatte. Es ist dickes grosses Glas aus der Zeit der Hoffnung auf einen Allen-Jones-Salon. Es ist eine grosse, sehr schwere Glasplatte. Als Kind glaubt man halt, das Frauen gross und stark sind, huebsche, aber elefantenartige Monster. Wer kriegserprobte alte Tanten hatte, muss das glauben.
    Gruesse uebrigens an Ihren Herrn Gatten, sozusagen von Grobmotoriker zu Grobmotoriker.
    („Zieh‘ die Leinenjacke aus im Auto, mach dir die Mundwinkel sauber, wie alt ist die Jeans uebrigens, bring keine Pralinen mit, mach den Aschenbecher sauber, hast du die Flaschen nach Canossa gebracht.
    Frauenlyrik und Maennerleid.)

  185. Karola, weiss ich doch, dass...
    Karola, weiss ich doch, dass das Kunststoff ist. Ich bin vinylsozialisiert. „You’re looking like my rubberdoll, will you be my vinylqueen?“
    Klappte selten.
    http://www.youtube.com/watch?v=SNJAwYxghGs&playnext=1&list=PL800258D2A10160D5
    .
    Hat die’n Teekaenchen auffem Kopp?

  186. @ donna laura: Sie erstaunen...
    @ donna laura: Sie erstaunen mich immer wieder, Verehrteste, über Ihre erstaunlich profunden Kenntnisse von exotischen Randgebieten, wie diesmal der Kenntnis von italienischen Kleinwagen, die die soziale Barriere nach St. Trop überwinden konnten. Enchanté! Und dann noch die Feinheiten der Groß- und Kleinschreibung!
    .
    Mit Ihrer Auswahl gehe ich fast d’accord, Mito ausgenommen (ein Schüttler und so häßlich). Und bei dem kleinen Schwan muß ich leider darauf hinweisen, daß er a) ausverkauft ist b) ein Nachfolger mit Elektrifiz geplant ist und c) der Erwerb eines solchen Kleinwagen mit erheblichen Nebenkosten verbunden sein kann, da ein weiteres Fahrzeug der Firma vorausgesetzt wird bzw. mit erworben werden muß. Ich gebe zu, eine Petitesse négliéable in diesen Kreisen.
    .
    Falls es nur um Alcantara geht, bleibt man besser gleich beim Lancia. Leider ging die herzerwärmende nuova Fulvia nie in Serie, eine unverzeihliche Katastrophe.
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    http://www.infomotori.com/auto/2007/08/02/lancia-nuova-fulvia/
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    Zugegeben, keine technische Verbesserung für den Don, der den gleichen Motor unter der Haube der Barchetta fährt.
    .
    Der Eiermann-Tisch – wegen Urheberschlampereien in vielerlei Form von verschiedenen Anbietern am Markt – war eigentlich ein Entwurfstisch für Architekten, zu Zeiten, als die noch mit Pergamentpapier, B5-Stiften und altem Brot zum Radieren gearbeitet haben (falls sich das aus der Ei-Dingsbumms-Generation noch jemand vorstellen kann). Falls mit Glasplatte statt der Resopalplatte, konnte simpelst durchgepaust werden.
    .
    Sehr stabil und ein ‚Must‘ für jeden damaligen Kreativen. Damals trugen Architekten rosa Cordhosen und braune Stiefel und konnten das durch die Glasplatte kontrollieren. Das Glas war auch stabil genug, um den Aufschlag des Kopfes beim Sekundenschlaf eines übermüdeten Architekten aushalten zu können.
    .
    Tempi passata.
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    Heute wie zugegeben eher zum Tapezieren (sic!) verwendet, obwohl ein Derivat von diesem schwedischen Möbelhaus (wie üblich deutlich teurer als das Original) besser dafür geeignet ist, weil 2 m lang und mit bereits milchiger Platte.
    .
    Verehrteste, selbstverständlich, wie Sie wissen, ist ein Eiermann-Tisch stabiler als ein Allen-Jones-Tisch. Der letztere ist auch nicht zum Arbeiten, sondern zum Vergnügen gedacht. Grundsätzlich gehe ich aber bei Möbelstücken von bestimmungsgemäßer Verwendung aus, alles andere könnte die Synapsen überfordern.
    .
    Als Tapeziertisch ist er zu niedrig, eventuell von Banausenzwergen zu mißbrauchen, aber Sie könnten vielleicht ein stilles Wasser darauf abstellen. Der Don, so könnte ich mir vorstellen, würde provozierend ein Tischdecke darüber breiten (‚Wenn man die richtigen Beine rausschauen lässt, wird niemand am Tisch zweifeln.‘).
    .
    @mediensegler: Von Eiermann zu Edelmann ist wirklich nur ein kurzer Schritt.

  187. @Grand Guignol: ach, das steht...
    @Grand Guignol: ach, das steht mir nur rum, deswegen kein Gebot.
    @BinVonHier: können Sie Ihr System in ca. 100 Zeilen oder weniger beschreiben?
    @donna Laura: ach was, oranges Bakelit, davon hatte ich noch nie gehört.

  188. @donna laura => Cygnet: Ma...
    @donna laura => Cygnet: Ma chère, der Ihnen eigene, sehr subtile Humor ist bekannt, aber als Bebilderung für den eher unbekannten Cygnet diesen Link anzubieten, grenzt an Cynismus. Diese verkrüppelte Karikatur aller Silberlinge ist selbstverständlich k e i n Cygnet, genausowenig wie der einsitzende Fahrer irgendwelche Ähnlichkeit mit Lohengrin aufweist, auch wenn er offensichtlich in der Nähe von Bayreuth zu wohnen scheint und ebenso ein „rein im Geist“ zu seinem Credo zu gehören scheint.
    Vergessen Sie bitte nicht den immanenten Bildungsauftrag, den wir gegenüber dem Ikeariat haben. Zwar sind wir grundsätzlich entre nous, aber ein falsches Wort, und Millionen von Lesern lesen diesen Blog und klage einen Anspruch auf sachgerechte Information ein.
    Soweit sollten wir es nicht kommen lassen. Für Cynologien ist da kein Platz, Verehrteste!

  189. @Hans Meier 555:
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    Anmut. Da...

    @Hans Meier 555:
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    Anmut. Da geht ein wenig Zittern in Ordnung. Das entscheidende ja ist gesagt, also gefasst kopfüber hinein ins unbekannte, oder wenigstens dem Herzen hinterher, damit es nicht noch weitere Dummheiten macht.
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    @GG: links lesen, was befohlen wird, wird geritten ;-)
    .
    Das Schwierige an den Jones Tischen usw: man muss sie sich gegebenenfalls jeden (!) Tag ansehen. Da sie keinerlei Erotik besitzen halte ich das für auf die Dauer – einhäkelungsbedürftig.

  190. Was es doch für seltsame...
    Was es doch für seltsame Koinzidenzen gibt, Filou und E.R. Gerade gestern las ich im sechsten Buch von Dichtung und Wahrheit folgendes:
    „In Jena und Halle war die Roheit aufs höchste gestiegen, körperliche Stärke, Fechtergewandtheit, die wildeste Selbsthülfe war dort an der Tagesordnung; und ein solcher Zustand kann sich nur durch den gemeinsten Saus und Braus erhalten und fortpflanzen. Das Verhältnis der Studierenden zu den Einwohnern jener Städte, so verschieden es auch sein mochte, kam doch darin überein, daß der wilde Fremdling keine Achtung vor dem Bürger hatte und sich als ein eignes, zu aller Freiheit und Frechheit privilegiertes Wesen ansah. Dagegen konnte in Leipzig ein Student kaum anders als galant sein, sobald er mit reichen, wohl und genau gesitteten Einwohnern in einigem Bezug stehen wollte.“
    Kein Wunder, daß die Besatzer lieber zu uns kommen.
    Ich nahm mir übrigens die Freiheit, mal die Volltextsuche der Digitalen Bibliothek zu bemühen. Im ganzen Werk Goethes wird das Tischtuch genau dreimal erwähnt. Genau so oft wie bei Wolfram von Eschenbach. Also kein zivilisatorischer Fortschritt. Und wenn wir nicht ins Tischtuch schneuzen, dann halten wir uns immer noch auf höfischem Niveau.

  191. Berichtet von Wilhelm Bode,...
    Berichtet von Wilhelm Bode, Mietergeschichten, ein Wessi aus Frankfurt im wilden Osten, damals bei Familie Glaser in Stützerbach:
    Goethe…nahm das Gemälde von der Wand, schnitt sorgsam das fade Krämergesicht heraus, steckte seinen eigenen braunen Kopf mit den funkelnden Augen durch das Loch, setzte sich so an den Tisch, den goldenen Rahmen des Bildes auf die Tischplatte gestützt, und verdeckte seinen Körper mit einem: TISCHLAKEN.
    .
    Des Goethes blognotiz dazu: „“morgens Possen getrieben, tagsüber Torheiten“

  192. @filou: Teekännchen? Sieht...
    @filou: Teekännchen? Sieht eher aus wie das Licht am Ende des Tunnels. Oder wie’n aufgetentakelter Tiefseefisch.
    .
    @v.Natzmer: jeden Tag ansehen? Deprimierend. Obwohl man die Mimik von Botoxwesen gewohnt ist, das härtet ab. Jeden Tag mit Brad Pitt frühstücken führt sicher auch zur Ermattung. In diesen Fällen: Tischdecke drüber.

  193. @staff aureus: Danke. You made...
    @staff aureus: Danke. You made my day.

  194. @Don Alphonso: Schöne...
    @Don Alphonso: Schöne Stickereien auf Bild 4 und 5, (was man davon sieht). Und ein Toast auf den „gemeinschaftlichen Willen zu Luxus und Üppigkeit,“ wenn’s auch noch ein bißchen früh am Tag ist. Aber Champagner geht doch, oder?

  195. liebes karolingisches...
    liebes karolingisches ChainMail, da war aber jemand fleissig und hat es die velwechserung bemerkt! das heissgewaschene etwas sieht von vorne doch eher nach eingelaufenem porsche und von hinten nach matchbox aus.
    ich kann mich auch täuschen, nur glaube ich vernommen zu haben, dass das richtige schwänchen nun eben mittlerweile verkauft wird, auch ohne dass man sein portemonnaie zum finalen schwanengesang auffordern muss, um den grossen bruder zu erwerben, um danach das kleine küken in die arme schliessen zu dürfen. günstig ist das aber immer noch nicht.
    .
    bei der designbeurteilung der lancias – ich würde noch die alfas hinzufügen – haben sie recht, sie sehen mittlerweile nach individuelleren fahrzeugen aus, falls man dies in zeiten der allgemeinen massenproduktion so sagen darf, und nicht nach aufgepumpt-rundgelutschten seifen mit notdesignecken, weil sich die dinger sonst nicht verkaufen. wobei der fulvia erinnerungen an den mittelalten slk weckt, nur zum glück im innenraum nicht, obwohl dieser im prinzip auch nicht schlecht gelungen ist.
    aporpos mercedes: was mich an autos immer nervt, ist die billige verarbeitung von sichtbaren kleinteilen im innenraum, gerade bei nicht hinterhergeworfenen fahrzeugen. etwas wertiger hergestellt, nur ein paar euro beim chinesischen zulieferer und beim osteuropäischen verchromer mehr hingelegt, im gegenzug vom kunden hunderte eurolira mehr gefordert, und gleich sieht das ganze doch besser aus.
    ich sage jetzt nicht, was genau ich meine, sonst rutscht noch meine sorgfältig aufgelegte larve, aber suchen sie mal bei sich den wagen im innenraum nach lieblos zusammengestoppelten teilen oder billigstem plastik ab. sie werden sicher bei irgendetwas fündig werden. relative zufriedenheit (naja, kunstleder im lederinnenraum, ich weiss nicht, viel plastik beim dashboard, aber noch hübscheres plastik als bei mercedes, denen es nicht wirklich gelingt, die alte muffigkeit der 70er zu vertreiben) konnte man in dieser hinsicht noch beim bezahlbaren volvo finden, nun sind die aber bei den schlauen chinesen, die sich klugerweise die sicherheitstechnik unter den nagel gerissen haben, und wer weiss, was ihre designabteilung daraus machen wird. hoffentlich verbessern sie die lüftung.

  196. bestes Kettenhemd, da sagen...
    bestes Kettenhemd, da sagen sie etwas von den leserzahlen. ich fürchte jedoch, tiefer gelegte hirne halten den don und seine rasselbande nicht lange aus. und insofern dürfen wir hier die vermutungen heftig ins kraut schiessen lassen. das muss ja nicht einmal falsch sein:
    .
    piech kann man ja bewundern. dieser nibelungenheld hat nach dem raustritt des ministerialen jetzt porsche unterworfen und bearbeitet sicher die redaktionen nach kräften, dass die auch unter berücksichtigung der anzeigenstärke demnächst verkünden, dass porsche der kleinere, schwächere bruder sei, der nur den zweitstärksten motor verbaut. den stärksten hat jetzt: der audi. dieses ehemalige spiesserauto…
    .
    die ganzen irren auf der autobahn fahren den schwarzen firmen-a6-kombi gründlich aus, nur um früher bei den huren zu sein. leider hat audi den hebel für die lichthupe zu stabil gebaut, aber es wäre doch herrlich, irgendwann im rückspiegel das dumme gesicht des nebenher telefonierenden handelsvertreters zu sehen, der den griff in der hand hielte. träume…
    .
    derweil gebe ich weiter gas. mit etwas geschick kann man so einen analgesteuerten schlüsselkontoverweser hinter sich auch ganz gut auf der linken spur platzen lassen. nicht ganz ungefährlich, bei gefühlten eineinhalb metern abstand, aber rechts ist ja leider die lkw-kolonne. ausserdem ist man fürchterlich unaufmerksam.
    .
    haben sie schon bemerkt, dass der jagdtrieb bei denen aktiviert wird, sowie ein hochmotorisiertes, schickes auto an ihnen vorbeizieht?
    bon, schliesslich habe ich noch reserven, wenn die einen krampf im fuss bekommen, weil der fahrtwind so kalt ist, nachdem man die bodenplatte durchbrach. hehe.

  197. 'So traurig sterben wir dann...
    ‚So traurig sterben wir dann ein wenig mehr aus, aber der Tod gehört zum Spiel dazu, und wie in jeder Auslöschungsphase gehen wir nicht allein. Mit uns stirbt eine ganze Kultur mit Konventionen, Manieren und Traditionen, und damit verschwinden auch Firmen, Handwerker, Geschäfte und Dienstleistungen, die bislang eigentlich ganz gut mit unserer Antiquiertheit und den Marotten leben konnten.‘

    nur individualität ist konservativ. die massenproduktion entwertet die handwerkskunst und macht die arbeitskräfte austauschbar. die ihr unweigerlich folgende reklame uniformiert die bedürfnisse. so verliert eine gesellschaft, unterstützt durch verschiedene ideologien, die vom standpunkt des individualisten alle linke theorien sind, weil sie individuen als gleich und nur in der masse wertvoll behandeln, allmählich ihre lebensgrundlage und geht unter. es ist schon hohe kunst des plauderns, wenn man spenglers theorien so subtil und ohne den üblichen reflexhaften widerspruch in eine gesprächsrunde bringt.

  198. Elsa, ich trinke keinen...
    Elsa, ich trinke keinen Alkohol, aber diese Decken sind tatsächlich Stücke aus der Familie und von den Damen derselben handbestickt (und die erste sogar noch zu meinen Lebzeiten von meiner Grossmutter, die das noch konnte).

  199. Ich habe übrigens mal eine...
    Ich habe übrigens mal eine verschlossene Biedermeierkommode gekauft, die der Händler nicht aufbrechen konnte. Mit Hilfe einer Waschschüssel voller alter Schlüssel habe ich sie dann geknackt, und sie war voll mit sauber gefalteten Decken und Decken. Das war ein Fest für mich, die Familie und die Nachbarn. Fast wie Weihnachten.

  200. im ernst: eine tischdecke...
    im ernst: eine tischdecke über brad pitt zu ziehen, ist sicher eine gute idee.

  201. "... haben sie schon bemerkt,...
    „… haben sie schon bemerkt, dass der jagdtrieb bei denen aktiviert wird, sowie ein hochmotorisiertes, schickes auto an ihnen vorbeizieht? „.
    .
    Liebe Donna Laura,
    ohne jetzt für die Angesprochene sprechen zu wollen: Ja klar, der Jagdtrieb ist bei denen dann an wie nix. Dieses „ich bin besser als du“ geht ja schon an, wenn sie Rad fahren und an ihnen ein Weiberts vorbeizieht. Die herrlichsten Hetzjagden!
    (muss nur obacht geben, dass ich bei diesem Sommerspaß nicht vor lauter Lachen die Kraft in den Beinen verliere oder gar im Graben lande wegen lächer-licher Unaufmerksamkeit …)

  202. Fliou@: Empfehlung.... ein...
    Fliou@: Empfehlung…. ein gestärktes Kettenhemd unter dem schönen faustischen Jakett von letzthin tragend. Schmuck. Spengler als Reparateur, falls an dem abend-ländischen Gwandl sich mal ein Gliedchen sich verböge.

  203. Don

    Die...
    Don
    Die Beobachtungsperspektive ist einzige Entität in der konstruierten Moderne.
    D.h.:
    Individualität ist aus Sicht des gemeinen Bürgern alles andere als konservativ, vielmehr ist es Folge der Moderne, konkret erst seit den späten 60er Jahren auf dem Monitor der BRD. Weil Individualität Luxus ist, d.h. seine Realisierung erfordert das Fundament des modernen Wohlstands.
    Aus Ihrer Perspektive, d.h. „altem Geld und Adel“, ist Individualität hingegen old school, weil Wohlstand ist schon gewesen als Ihre Urgroßväter Bauern ausbeutete.
    Was aus dritter Perspektive zu beobachten wäre, das ist die Einheit dieser Differenz, d.h. Individualität verliert Exklusivität, folglich kann man Ihren Stand nicht mehr auf dem Alpenpass identifizieren, in Zeiten, in denen Straßenarbeiter mittels 400€-Leasingraten sich aktuelle Sportwagen aneignen. Letzter empfindet damit Individualität gegenüber seiner Klasse und der Welt, Sie hingegen empfinden Verlust, und steigen in den alten FIAT … last Exit der Individualität.
    Whatever, das alles ist ja Thema dieses Blogs…der Verlust der „Klasse“ ihrer „Klasse“.
    Was ich eigentlich sagen wollte:
    Gruß von meinen Kumpels vom „Hard&Core Opel-Tuning E.V. Bochum“. Sollte sich der „Katholik“ mal in die flachen Ebenen des Rheinlands verirren, sei es nur wegen ner oldtimershow auf der D-Dorf Kö, so warten ca. 13 C-Kadetts auf der A-3 Raststätte Solingen-Ohligs um ihn Gummi riechen zu lassen oder so ;-)

  204. liebe Vroni, leider jagen sie...
    liebe Vroni, leider jagen sie auch die altersschwachen auf der autobahn. einen suzuki swift aus dem letzten jahrhundert oder einen angsthasen wegzukegeln halte ich nicht für grandios. einfache gegner. und überhaupt. diese idioten wollen doch einfach nur gäwinnähn. pardon, das sind doch alles deppen.
    .
    gerne hätte ich da den flammenwerfer*, den volvo doch einst für südafrika konzipierte. das müsste sich doch auch in mein kleines, schlappes, total abgeschabtes wägelchen hineinstopfen lassen. unter dem löchrigen verdeck wäre noch platz.
    [* hm, ein windelwerfer, wäre auch nicht schlecht. für die geeignete füllung müsste ich nur wieder für nachschub sorgen. also nein.]

  205. @donna laura – glauben Sie...
    @donna laura – glauben Sie wirklich, jemand wird Dons e-salon schließen wollen? Das kann ich mir schlecht vorstellen. Dann würde doch niemand herausfinden, ob Herr Bundesverfassungsgerichtspräsident Prof. Dr. Voßkuhle den Tiger nun doch zur Urteilverkündung in Sachen „Eulen nach Athen tragen” einlädt.

  206. "im ernst: eine tischdecke...
    „im ernst: eine tischdecke über brad pitt zu ziehen, ist sicher eine gute idee.“
    .
    Jau!
    Dann gibbet es aber leider wieder Frühstücksbrettchen namens Brett Pitt, die man als uneinsichtiger Hipster AUF die Decke platzieren kann.
    http://store1.design-house.de/produktbilder/gfx_es/1/1217_1.jpg

  207. @Don Alphonso: (12:01) Ächz!...
    @Don Alphonso: (12:01) Ächz! … Der Traum eines jeden Antiquitätensammlers. Kennen Sie in dem Zusammenhang Michael Frayns „Headlong“? Ich glaube, das könnte Ihnen gefallen.

  208. @ donna laura. das verwirrt...
    @ donna laura. das verwirrt mich jetzt, Verehrteste. Sie lassen nicht fahren, Sie fahren selbst? So richtig mit Führerschein und Sicherheitsgurt? Ja, finden Sie denn nicht, daß Sie damit die Selbstverwirklichung etwas übertreiben? Und dann sogar Autobahn …
    .
    Tout vraiment, ich schwanke zwischen Bewunderung und Entsetzen.
    .
    Vor dieser Découvrage hätte ich mir eher vorstellen können, daß Sie ab und zu ein mouchoir fallen lassen, um Bewegung in die Sache zu bringen und ansonsten Ihre private Korrespondenz mit blaßblauer Tinte erledigen. Das scheint Ihnen nicht schnell genug zu gehen.
    .
    Sicher, sicher, es muß auch Damen geben, denen auf der Planche das Florett zu zimperlich und der Schwere Säbel gerade recht ist. Ihre Anmerkung zu Brad Pitt und dem Tischtuch läßt es ahnen.
    .
    Ich muß zugeben, es ist alles eine Frage der Ziele. Um mit Herrn Piech, einem Wüstling sondergleichen, wie ich ihren Worten entnehme, Kontakt aufnehmen zu können, beispielsweise, scheint ein Führerschein eine Nécessité zu sein, sogar für das Personal.
    .
    So, wie es sich darstellt, könnte ich Sie mir nach Ende der Schonzeiten eher auf der Treibjagd als auf dem stillen Ansitz vorstellen. Waidmannsheil!

  209. Kann sich eigentlich einer der...
    Kann sich eigentlich einer der Anwesenden erklären, warum die Mutter so ewig lange auf dem Tisch herumblickt, ohne einzugreifen und Kind, Tischdecke, Geschirr und Mittagsmahl vor dem drohenden Verderben zu retten? Des Reimes wegen kann es nicht sein. Die Zeilen stehen, nicht nur was den Reim angehet, recht bezugslos im Text.

  210. Goodnight, die spannende Frage...
    Goodnight, die spannende Frage – gerade für ein Blog der schlechteren Kreise – wäre dann aber, ob eine Massenindicidualität überhaupt noch individuell ist, oder nicht doch ein kapitalistisches Konstrukt zur Absatzsteigerung. Denn Individualität ist fraglos teurer, und während früher Räder, Autos und Nähmaschinen noch als „Standard“ vdermarktet wurden, geht es heute ohne „Exklusiv“ gar nicht mehr, wenn es nicht billig sein soll. Gipfel dieser Entwicklung ist der Berliner Asoziale, der nur noch wenige Dinge besetzt: Döner oder Bierflasche in der einen Hand und ein Applaprodukt in der anderen. Und sich als Gipfel der Individualität fühlt. Komischerweise empfinde ich mich gar nicht so: Ich wurschtle da weiter, wo ich reingesetztt wurde. Der Unterschied zu anderen ist lediglich, dass ich darüber schreibe. Aber ich selbst bin austausch- und ersetzbar.

  211. Elsa, weil die Mutter in...
    Elsa, weil die Mutter in diesen Zeiten davon ausgegangen ist, dass ein Blick reicht. Damit wäre die Form gewahrt, denn ein richtiges Eingreifen hätte damals nur gezeigt, dass man die Blagen nicht unter Kontrolle hat. Mit der richtigen Abrichtung von Kindern ist das kein Problem.
    .
    Das Buch kenne ich nicht, aber ich schaue gleich mal nach (Davor noch Vita Sackvolle-West, 12 Tage in Persoen und Dino Buzzati, Aus Richtung der unsichtbaren Urwälder).

  212. bester Goodnight - oder...
    bester Goodnight – oder vielleicht doch lieber Goodknight – meines spärlich anzusetztenden wissens nach, dabei habe ich so ein miserables gedächtnis, hat der urgrossvater des don die bauern im auftrag ausgequetscht, aber die städter nicht vergessen, oder umgekehrt. meine wenigkeit darf anfügen, dass sich damals die bauern hatten geehrt fühlen dürfen, auf unserem land zu arbeiten, denn dergestalt waren die eigentumsverhältnisse. nicht denen war das land und auch nicht die stadt, und insofern ist es nur recht, wenn ein wenig heu abgeliefert wird. von dem land haben sie auch ihre kinder ernährt, und so ist es klar, dass die das essen erst einmal abarbeiten durften. und hie und da hat uns ein kollege des donschen urahnen geholfen. dass dieser anteilig entlohnt wurde, versteht sich von selbst.
    .
    bestes ChainMail, selbst fahren macht mehr spass, wozu denn sonst die ganzen ps.
    ich bin doch nicht komplett von gestern, nur ein wenig, dann aber sehr, s.o.
    die fallenden taschentücher habe ich schon noch im programm, aber bis ein galan den vorgang und die dahinterstehende absicht mechanisch im hirnkastl verarbeitet hat, v e r g e h t z e i t.
    zuweilen verwende ich anfänglich auch die flache seite des säbels. ’spass muss sein‘ ist das motto der katze.
    .
    lieber don, ein blick reicht tatsächlich.
    die eigene famille hat man ja selten im blick, weil sie eben für einen selbst normal und ein teil ohnehin in schulen ausgelagert ist, aber die differenz zwischen deutschland und frankreich gerade in fragen der erziehung ist immens.
    was plagen sich die deutschen! die vier bis sechs kinder, die gar nicht so wenige französische familien haben, sind stiller, erwachsener und netter als die zwei anspruchsreichen, streitsüchtigen gören, die die hunnischen eltern mit den wandersandalen vor sich hertreiben.
    immer dieses geschrei! nervtötend.

  213. @Don Carlos:
    Der...

    @Don Carlos:
    Der Individualismus, von dem Sie sprechen, war das Privileg einer seeeehr kleinen Klasse von Menschen (erst Adel, dann Grossbürgertum) in einem Heer von Nichtindividuen. Die einfach nehmen mussten, was sie überhaupt bekommen konnten, weil sie sich anderes nicht leisten konnten. Das Aussterben dieser Klasse heute wäre selbstgewähltes Schicksal, sollte es passieren – ich glaube es nicht. Alleine der Wunsch nach Unterscheidung und Abhebung wird dafür sorgen, dass es auch in Zukunft immer Handwerk geben wird, nur nicht mehr in einigen der tradierten Bereiche. Ein Grossteil der reinen Luxusindustrie (von Autos über Uhren zu Segelyachten) ist noch immer handwerksbasiert, nur das Marketing wirkt industrialisiert.
    Das alles hat mit Spenglers oder Toynbees Untergangsmagengeschwüren rein gar nichts zu tun.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  214. Beste Donna Laura,
    "nicht...

    Beste Donna Laura,
    „nicht denen war das land und auch nicht die stadt, “
    dann gehört aber auch zur Wahrheit, dass Ihre Vorfahren (wie meine) sich dieses Land dadurch angeeignet haben, dass sie zu einem historisch günstigen Zeitpunkt zufällig die besseren Rüstungen mit der grösseren Brutalität verbanden :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  215. Beschämt muss ich...
    Beschämt muss ich eingestehen, daß ich meine Blagen definitiv nicht unter Kontrolle habe. Immerhin fallen sie noch alleine rechts und links von den Stühlen, ohne gleich alles mit sich zu reißen. (Die herzlose Mutter bricht dann ob des dummen Gesichts in Gelächter aus.)
    Tischtücher werden trotzdem aufgelegt, sie lassen sich ja waschen.
    Mehr Sorgen bereitet mir mein Teppich.
    .
    Sie haben da ein interessantes Lektüre“pensum“.

  216. @donna laura: "Tischdecke...
    @donna laura: „Tischdecke über Brad Pitt“ … Gekicher.
    Französische Kinder waren mir ob dieser Eigenschaft schon immer ein bißchen unheimlich. Später in England habe ich eine französische Studienkollegin kennengelernt, die wie ich dort ihre Muttersprache unterrichtete. Daraufhin war alles klar: während ich nämlich auf dem Katheder sitzend und mit den Beinen baumelnd fröhliche Rollen- und Sprachwettspiele mit an die Tafel rennen und im Klassenzimmer umhergehen veranstaltete, saßen alle ihre Schüler kerzengerade hinter ihren Tischen und hoben fein artig die Hände, wenn sie etwas wußten. Ich habe sie uneingeschränkt bewundert. Mein eigener Ansatz kam mir nämlich zunehmend anstrengend vor.
    .
    Noch später versuchte ich einmal per Telefon eine französische Bekannte (hier in Deutschland ansässig) zu erreichen. Ihre Tochter meldete sich mit den Worten: Hier die Abteilung für Psychiatrie im LKH sowienoch … worauf ich nur noch ganz schwach: Darf ich mal deine Mama sprechen? hervorbringen konnte.
    Auch sowas bringt nur ein französisches Kind fertig.

  217. @Försterliesel – Auf ihre...
    @Försterliesel – Auf ihre Frage vom 28. August hin, beschloss ich etwas für meine Tischdekorationsbildung zu tun. In unserem Dorf gibt es einen Spezialladen für so etwas: deTafelDame. Bis heute fand ich nie die Zeit, ihn zu inspizieren. Erstaunlich!!!! Anscheinend gibt es da kein Porzellan, sondern nur Steingut – so dick, wie seinerzeit das Küchengeschirr, das meine Mutter aus dem Westerwald bezog. Auf dem einen Tisch im Schaufenster stand dickes Blümchengeschirr und in der Mitte ein Kerzenständer aus altem schmutzig aussehenden Preusosilberbesteck . Im anderen Fenster war nach dem politisch höchst aktuellen Stand der Dinge, der Tisch auf griechisch gedeckt – so bunt, wie die Akropolis wohl mal gewesen war. In der Mitte stand ein großer Blumentopf jeglicher Unterhaltung a la Sokrates’ Gastgelage im Wege.

  218. donna laura@: Mal von den...
    donna laura@: Mal von den Banlieu-Bränden letzthinig, kann ich Ihnen nur beipflichten-und von irgendwelchen Apachen- abgesehen. So etwas bringt der Deutsche nicht. Berlin ist Steppe und zählt mit seinen Steppenbränden nicht. Früher gab´s, den Gerüchten zufolge, dorten Tischkultur in den Jurten.
    L’histoire de la nappe:
    Nach dem mißliebigen „Treffen“ (für Preußen) von Jena & Auerstedt benötigte der Usurpator und angehender, kurzweiliger Hegemon Europas, etwas geistige Kost und traff sich mit dem Minister eines deutschen Fürstentümchen in Weimar im Hotel „Zum Elephanten“. Fachgespräch über den Fall eines suizidalen, sublimen Sensibelchen. Etwelche vorhandene Tischdecken wurden vermutlich sofort als Verbandsmaterial requiriert, egal ob bekleckert oder nicht. Vive l’amitié franco-allemand. http://www.arte.tv/de/1392522,CmC=1392524.html

  219. Guterzogene Vierjährige...
    Guterzogene Vierjährige machen erst die Türe zu, bevor sie was anstellen.

  220. donna laura@: Der Canaille...
    donna laura@: Der Canaille (Gen. Mac-Mahon, Marschall, Patrice Maurice Comte de Paris 1871) muß man erst mit der flachen Seite des Säbels kommen, danach, sofern nicht pariert wird, volle Möhre mit aller Schärfe. So in etwa, hab ich Sie da richtig interpetiert? Rausgehangene weiße Tischtücher zwecks Kapitulation, kamen zu spät.
    Die Katze wollte richtig mausen.
    #
    Am Samstag läuft in Libyen das Ultimatum ab, danach sind ggf. die langen Messer als Besteck dran…nirgendwo mehr anständige Manieren.
    http://www.stupidedia.org/stupi/Pariser_Kommune

  221. noch einmal was zu Kerl und...
    noch einmal was zu Kerl und seinem weiblichen Gegenstück.
    Im DWB (http://dwb.uni-trier.de/Projekte/WBB2009/DWB//wbgui_py
    dort Bd. 11, Sp. 570 bis 593 und Bd. 28, Sp. 329 bis 377) steht es etwas grundlegender, als T.I.M. es neulich dargebracht hat.
    .
    Mein Schluss, nachdem ichs mir zu Gemüt gegeben: wir brauchen dieses Wort Kerl, seine „alte naturkraft“ im guten wie im bösen, in allen Bedeutungswandeln, Verschiebungen. Christus wurde mal charl der Seele genannt. Soso, aha. Kerl ist in jedem Fall etwas dem Durchschnitt entronnenes. Wie sollte man sonst unterscheiden können zum langweiligen, Mitte und Maß haltenden „Normalo – Mann“? Ein Kerl hat ein wundervolles Abenteuerleben, darf alles sein und tun, kurzum: herrlich!
    .
    Als weibliches, recht eigentliches Pendant findet sich in grauer Vorzeit nur die (!) Kerling. Ist aber offenbar in Vergessenheit geraten. War auch eher verächtlich gedacht.
    .
    Und das (!) Weib? Eingestandenermaßen die Hälfte der Nation? Darf genau vier Dinge: Kinder bekommen (eingeschlossen der besungenen Mutterliebe), jung und schön sein oder b ö s e (dann auch gerne alt).
    .
    Ach, Kerls.

  222. @Elsa
    "Unheimlich" ist das...

    @Elsa
    „Unheimlich“ ist das richtige Stichwort. Wohlerzogene Kinder gelten hierzulande als „eingeschüchtert und verklemmt“ bzw oder gleich als Mißbrauchsopfer. „Er kann mit acht schon alle Buchstaben schreiben? Was habt ihr mit dem armen armen Kind nur angestellt? Gönnt Ihr ihm denn keine glückliche Kindheit?“

  223. lieber ThorHa, und mit...
    lieber ThorHa, und mit *hüstel* gottes hilfe auch ein quentchen strategische klugheit und glück.
    .
    liebe Elsa, das ist sehr praktisch wirklich. aber darf ich ihnen ein urlaubsanekdote zukommen lassen?
    sie kennen doch sicher den gelben zeichentrickbär mit rotem pullover, dafür ohne hose, puh oder so genannt. genau so einer befindet sich im besitz meiner dritten tochter, acht. beim aufpusten dieses strandspielzeugs kam ich mir sehr komisch vor, denn einem teddybären habe ich noch nie einen geblasen, aber eben an dieser stelle war der pustepi-, äh, -stummel. nun, man macht, was man tun muss. schliesslich soll puh ja nicht schlapp bleiben, will die kleine ihren spass.
    tags darauf kam mir unser vierter sohn, vierzehn, schon etwas merkwürdig vor, irgendwie aufgekratzt und fröhlich, zugleich recht schweigsam. am strand dann, beim auspacken der spielzeuge! puh wies einen veritablen *hüstelräusper* auf, liebevoll mit edding gemalt, inclusive eierei.
    der eumel hat sich gekringelt, die mädchen, allesamt recht klein, gewundert, wieso der so lacht, und gar nicht mehr damit aufhört.
    nun, gary geht zurück zum haus, holt sich den stift, übergab ihn dem delinquenten und brachte ihn dazu, den nachmittag über den ganzen gelben bauch von puh zu bemalen – mit blümchen, mal mit ziemlich langen, mal mit recht kurzen blättern. erst danach ging es aufs surfbrett, den anderen mädchen zum wohlgefallen.
    denn, was man anfängt, das muss man auch zuende bringen.
    gelohnt hat es sich für p. trotzdem, glaube ich.

  224. colorcraze 01:15:
    Leider,...

    colorcraze 01:15:
    Leider, nein. Ich habe nur einen Schnipsel benutzt; davon ausgehend auf
    100% zu schließen ist ein hartes Brot, da verirrt man sich leicht.

  225. Entschuldigen Sie, daß ich...
    Entschuldigen Sie, daß ich insistiere, Grand Guignol. Jenes Treffen des Geheimrats mit dem Weltgeist zu Pferde fand erst 1808 und in Erfurt statt. In jenem Jahr braucht man auch kein Verbandsmaterial, erst im nächsten Jahr wieder.

  226. donna laura31. August 2011,...
    donna laura31. August 2011, 15:10
    denn einem teddybären habe ich noch nie einen geblasen, aber….
    …. — ….. hm ;-)

  227. http://www.taz.de/!27825/...
    http://www.taz.de/!27825/

  228. .... — ..... hm?...
    …. — ….. hm?

  229. ThorHa, es ging um...
    ThorHa, es ging um individualität, nicht um luxus. wie überhaupt in dieser kolumne hier. oder würden Sie eine steinalte barchetta, geschirr und einrichtung vom trödel, weißes tischzeug, alte fahrräder und torteessen materiell, vom mitteleuropäischen standpunkt aus als luxus betrachten? luxus werden diese materialien erst durch die individualität, mit der mit ihnen ein leben gestaltet wird. aber genau dazu kann eine masse ‚gleicher‘ nicht befähigt sein, die durch ein vereinheitlichendes bildungs-, geld-, steuer- und parteiensystem auf ihren kleinsten gemeinsamen nenner reduziert wurden. insofern wäre es ja vielleicht nicht ganz falsch, in einer durch ideologische gleichheitsideale geformten gesellschaft individualität mit dem luxus einiger weniger gleichzusetzen, wenn Sie es denn so gemeint hätten.

    daß luxus nicht zwingend mit einem privilegierten status einher-, sondern in einer wirklich freien gesellschaft aus individualität hervorgeht, zeigt die brakteatenwirtschaft von etwa 1150 bis 1350, in der sich adlige darüber beschwerten, daß handwerker und kaufleute prunkvoller lebten als sie und dadurch der luxus als unterscheidungsmerkmal fehlte. mag sein, daß manche leute die möglichkeit der existenz einer solchen wirkschaftsform bestreiten, in der auf guthaben steuern erhoben wurden. aber diese besteuerungsform schien keine idee eines philantropen gewesen zu sein, sondern ebenso wie heute die folge eines geldüberschusses, der keine anlagemöglichkeiten mehr fand und abgeschöpft werden mußte, so wie heute banken zinsen an die zentralbanken zahlen, wenn sie dort ihr geld anlegen dürfen. es ist nunmal unlogisch und unrealistisch, in einer welt, in der nichts bestand hat und alles endlich ist, geldguthaben mit unbegrenzter haltbarkeitsdauer als wertbewahrungsmittel zu verwenden. geldguthaben zu besteuern und damit wie alles materielle mit der zeit zu entwerten, war eine folgerichtige entscheidung auf eine erkenntnis von tatsachen. mit der zum zeitpunkt der entscheidung nicht vorhersehbaren folge des wohlstands für alle teilhaber an dieser wirtschaftsform.

  230. Donna Laura, köstlich! Der...
    Donna Laura, köstlich! Der Tag ist trüb, aber ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht.

  231. SavallQ: Sie haben leider...
    SavallQ: Sie haben leider recht, man sollte sich an die Quellen halten. Traurig aber wahr. Nicht ganz. Goethe wich Napoleon aus, als franz. Truppen in Weimar am 16.10.1806 nach der verlorenen Schlacht von Jena & Auerstedt einrückten und die Stadt plünderten. Das Treffen fand in der Tat erst 1808 in Erfurt statt. Goethes Freund und Dienstherr, Karl August von Sachsen-Weimar hatte in dieser Schlacht die preuß. Vorhut kommandiert. Er quittierte danach den Dienst als Generalleut-nant, und arrangierte sich später mit Napoleon, damit er sein Fürstentum behalten konnte.
    Als Napoleon das zweite mal Weimar am 23.7.1807 besuchte, war Goethe in Karlsbad. Auf Drängen Karl-August nahm Goethe 29.9.-4.10. 1808 am Erfurter Fürstenkongreß teil, bei dem Gespräch mit Napoleon war der franz. Aussenmin. Talleyrand zugegen. Goethe erhielt das Kreuz der Ehrenlegion am 14.10.1808 verliehen.
    Näheres im Link. -Danke für die Kritik-
    http://www.hermlin.de/goethe-napoleon.html

  232. HansMeier555 (14:59), so weit...
    HansMeier555 (14:59), so weit hatte ich gar nicht gedacht. Ich betrachte diese Kinder eher wie Außerirdische und frage mich immer, was da gleich losbrechen wird.

  233. @donna laura 15:10 Wirklich...
    @donna laura 15:10 Wirklich köstlich, das hat einen verregneten Urlaubstag daheim an der Ostsee doch deutlich erhellt. Schön auch Garys Reaktion.
    À la bonne heure!

  234. @donna laura 15:10 Wirklich...
    @donna laura 15:10 Wirklich köstlich, das hat einen verregneten Urlaubstag daheim an der Ostsee doch deutlich erhellt. Schön auch Garys Reaktion.
    À la bonne heure!

  235. @Elsa – man sollte die...
    @Elsa – man sollte die Pfiffigkeit kleiner Kinder nicht unterschätzen. Ein Freund von mir ist so eine Art Daniel Düsentrieb. Als sein Sohn noch im Kindergartenalter war, machte er einmal die Haustür für einen jungen Mann auf, der zum Jobinterview gekommen war. In der Tür fragte der Knirps den nervösen Kandidaten: ‘Guten Tag! Was verstehen Sie von digitalen Filmrekordern?’ Der junge Mann bekam einen Schock beim Gedanken, wie gescheit der Vater sein muss, wenn der Sohn schon so etwas fragt. Er behielt dann aber doch die Nerven und wurde eingestellt (Dem Papa war der Auftritt peinlich, als er später davon hörte).

  236. Verregnet? Wir haben...
    Verregnet? Wir haben knallblauen Himmel und 26 Grad!

  237. Elsa, als fröhlicher Gruß in...
    Elsa, als fröhlicher Gruß in den trüben Norden noch einmal der Herr Geheimrat, ungewohnt:
    http://blog.maragi.de/tag/unverrichter-der-dinge/

  238. 16 Grad, etwas Sonne,...
    16 Grad, etwas Sonne, zwischendurch endlich Regen. Und weil ich Regen so liebe, fahre ich in 2 Wochen nach Quimper. Dann kommt noch Wind dazu. Und Sturmflut. Und Algenpest. Und eine schoene Grippe (08. Februar 2011, 23:23).
    Und in Bayern ist alles besser. Kennt jemand noch das biblische Gleichnis vom Bauern und den Katuffeln?
    .
    Es ist alles so ungerecht!

  239. Verehrter Don, auch da gibt es...
    Verehrter Don, auch da gibt es ein Nord-Süd Gefälle, wobei hinsichtlich der Temperatur- Grade sollte ich eher von einem Süd- Nord Gefälle reden.
    Immerhin kam vorhin ein Sonnenstrahl zum Abend durch.
    (Und ich hoffe dass trotz Proxy-Server im Netz diese petitesse nicht doppelt kommt)

  240. cher Filou, quimper ende...
    cher Filou, quimper ende september ist wirklich eine herausforderung. es sei denn, Madame belieben den nerz spazieren zu führen.
    wie war eigentlich ihr urlaub in arles? gab es nette ausflüge?
    wie war ihr hotel?
    bei den hotelpreisen um ramatuelle herum bin ich fast umgefallen, für eine winzige kemenate in einem angenehmen umfeld – ab 500, und nicht etwa francs. das geld ist nichts mehr wert.
    dafür wohnen wir umsonst, und das nicht ganz unvernünftig und ohne uns andauernd auf die zehen zu treten. der grossonkel hat einen narren an mir gefressen, also darf er uns mindestens einmal per anno geniessen, was er auch gerne tut, dann darf er mal wieder richtig gross gastgeben. vermutlich hat er jetzt wieder genug wirbel bis zum nächsten sommer gehabt.
    .
    nehmen sie mir den tapeziertisch noch übel? och, bitte nicht. aber hie und da ein eiermannwitzchen, das ist mir noch erlaubt, gelt? (klingeling)
    .
    wir haben hier bestes wetter. der guten isolierung wegen fällt dies in der burg kaum auf, aber sowie man heute den vorderen hof betrat, fällt man um, so intensiv brannte heute die sonne auf uns menschenkinder herunter. wolken? nur gaaaanz weit oben, aber dazu musste man den kopf bereits sehr weit in den nacken legen.
    dafür wird es wieder früher dunkel. ach ja, schade.

  241. Staff aureus@: Sie machen ja...
    Staff aureus@: Sie machen ja Ihrem Namen wirklich Ehre, goldig der Hinweis auf den alten Herrn. Kannte bisher eine ähnliche Kurzfassung: „Haut´se, haut´s imma aufe Schnauze und mit vagnüchten Sinn imma inne Fresse rinn. “ (Vermutl. altgerm. 35 v. Chr.)
    ..
    Tscha sowas abba auch, der Herr Laumann entdeckt eine Lücke in der linken Theorie.
    Wer dachte auch, dass im Tischtuch des Kapitalismus Webfehler drinne sein könnten, sozusagen systemisch, alternativlos bedingt (bei 1.500 Billionen € die die Großweltfinanziers täglich am Laufen und Köcheln halten?) Da kann uns Omma abba lang anne Tischdecke stickeln um an sonne Summen zu kommen. Was sind da schon die angesagten Milliarden um die jetzt eine Dame in Berlin nervös bangt für Europas Wohlfahrt?
    http://www.faz.net/artikel/C30717/krise-des-buergertums-auch-die-linken-haben-nichts-geahnt-30492603.html#43BFCD8068A5455F8FB9540F5302B550

  242. Liebe Foersterliesel! Solche...
    Liebe Foersterliesel! Solche frivolen Teller sind nicht in meinem Budget. Ich gebe aber schon zu, dass ich heute – angeregt von diesem Blog – 8 Eierbecher und eine Schüssel, dazu zwei Platzdecken gekauft habe. Das Porzellan ist 100 Jahre alt und passt zu meiner Sammlung (Imperal PSL Alma, Schlackenwerth Bohemia) die Platzdecken waren ungebraucht und praktisch zum Einwickeln des Porzellans. 5.60 Euro hat mich diese Anschaffung gekostet und die älteren Damen in dem Wohlfahrtsladen habe ich auch noch glücklich gemacht.

  243. Foersterliesel – cont. –...
    Foersterliesel – cont. – von diesen Eierbecherchen bin ich ganz begeistert. Sie sind zierlich und elegant. Zu dem klotzigen Dekorationgeschirr der DeTafelDame würden sie allerdings nicht passen.

  244. @v.Netzmer: Ach, ich bitte...
    @v.Netzmer: Ach, ich bitte Sie. Es gibt doch noch das Prachtweib, das Teufelsweib, Weib, Weib und Gesang, … Und ausserdem weiss man auch ihre Weisheit zu wuerdigen. Selbst der alte Chovi Schopenhauer schrieb bereits:
    „In schwierigen Angelegenheiten, nach Weise der alten Germanen, auch die Weiber zu Rathe zu ziehn, ist keineswegs verwerflich.“
    Wer hat sowas je ueber die Kerle geaeussert?

  245. @Elsa
    Außerirdische, sagen...

    @Elsa
    Außerirdische, sagen Sie?
    .
    Vermutlich sehen die armen Kinder auch die heutigen Erwachsenen so. Unvorhersagbar, chaotisch, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Bei denen weiss man ja nie, wo man dran ist! Mal wollen sie, dass man im Klassenraum lustig herumtollen soll, dann fordern sie plötzlich wieder ganz viel Aufmerksamkeit für sich und ihren Diskurs. Mal soll man einfach drauflosschreiben, und dann soll man plötzlich die Rechtschreibung beachten.
    .
    Früher mussten Kinder 45 Minuten still am Platz sitzen und wurden für jeden Fehler barsch getadelt. Kein Zuckerschlecken, aber wenigstens kannten sie das Programm.

  246. Erde an Don Alphonso.... was...
    Erde an Don Alphonso…. was ist denn los da drüben? Anschlag auf den Server?

  247. Schon seltsam, jedesmal wenn...
    Schon seltsam, jedesmal wenn sich eine deutsche Regierung anschickt das
    Haushaltsdefizit nahe Null zu bringen, bricht eine Finanzkrise los mit immer
    gruseligeren Werten auf der Richterskala.
    Das kann doch nicht sein, dass das globale Finanzsystem auf der Schuld und
    den Schulden der Deutschen aufgebaut ist.

  248. Error in application...
    Error in application antville
    .
    Request timed out
    .
    Das passiert drüben manchmal. Ein kleiner Preis, den man für eine ansonsten weit überlegene Software bezahlt. Ich will mich hier zu dem dampfgetriebenen Softwareschrotthaufen, den die FAZ inzwischen ja auch loswerden will, nicht äussern.

  249. Apropos "Dampfgetriebener...
    Apropos „Dampfgetriebener Softwareschrotthaufen“:

    Was macht denn der Sunbeam?

  250. Hat die Person die Jürgen...
    Hat die Person die Jürgen Becker eingestellt hat auch eine eigene Meinung?
    Wird das jetzt hier üblich halbe Zeitungen zu posten?
    Lesen Sie mal v. Mahlzahn, so könnte das aussehen.

  251. @Don Carlos:
    Ich fürchte, ich...

    @Don Carlos:
    Ich fürchte, ich verstehe Sie nicht. Es kann qua Definition erst Individuen geben, wenn Menschen nicht mehr ALLES tun müssen, um zu überleben. Der Don beklagt ds Verschwinden einer Klasse und einer Kultur der Übergangszeit, in dem das für einige, aber noch nicht für die Masse der Menschen galt.
    Individualität korreliert weder mit einer privilegierten Stellung noch mit sonst irgend etwas ausser persönlichem Mut und einem freien Geist. Beides aber kann sich erst zeigen, wenn man nicht täglich seine ganze Kraft ausschliesslich in die Sicherung des eigenen Überlebens stecken muss. Also nicht vor Beginn der Industrialisierung. Oder dem Leben in einigen wenigen tropischen Regionen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  252. tiberiat, ich verstene offen...
    tiberiat, ich verstene offen gesagt kein Wort.

  253. @Don Alphonso 01. September...
    @Don Alphonso 01. September 2011, 11:03
    ihre seeligkeit margot käsmann = trollender Spammer. Löschen.

  254. Don, genau das selbe dachte...
    Don, genau das selbe dachte ich auch. Jedenfalls stehe ich jetzt mit meiner Unbedarfheit nicht alleine da.

  255. @T.i.M. naaa, ich war halt...
    @T.i.M. naaa, ich war halt Überrascht, wie sehr die Sprache das Sein bestimmt … oder war es nun das Bewusstsein, dass mit der Sprache…, Sie verstehen.
    .
    und es ist schon recht so: (bitte laut lesen)
    Ünnschpirattatzjaun
    wüll drr Deuchtar ötwosz deuchtn,
    plöllt iss ühm nöcht immbar leuchtn,
    dönn di Ünnschpirattatzjäun
    kimmt nöcht su vnn gontz arleun.
    Nömmnßtde Vaibur, Wuin, Kesungg, –
    wörrstde tschlaupp tarvunn ont krunck!
    Zicharste Ünnschpirattzjurrn
    kimmt vnn Bür müdd Dappulkurrn
    gefunden da: http://www.matthiaskoeppel.de/uennsch.htm
    .
    nagut :-)

  256. @HansMeier555: Außerirdische:...
    @HansMeier555: Außerirdische: Aber ganz genau. Das Unterrichtskonzept muss kurz und dunkel sein, wie die Karte an der Würtschenbude!

  257. Donna Laura, danke der...
    Donna Laura, danke der Nachfrage. Nach drei Tagen verliessen wir traenenden Herzens und gebrochenen Auges das schoene Hotel in St. Remy. Es drohte der Verlust jeglicher Geldwerte. Wir zogen ein paar Strassen weiter in einen aeusserst bescheidenen Ferienbungalow den wir noch von frueher kannten. Der Rest war dann commes d’habitude: Tiefkuehlpizza, Merguez, Wein aus dem 2Liter-Karton, sparsames Mittagspiquenique in den Alpilles. Sie kennen den vergammelten roemischen Tempel an der Strassengabelung nach Tarascon? Genau dort, hinten im Waeldchen. Leider waren wir nicht die Einzigen.
    .
    Tapeziertisch: das werde ich Ihnen doch nicht uebel nehmen. Dieser Gedanke kam uns auch beim Zusammenschrauben. Er ist aber zu kurz und zu breit fuer diese Aufgabe.
    .
    Arles waehrend des Rencontre? Bah! Sonst nett. Nur die Affen mit den demonstrativ umgehaengten Fotoapparaten…

  258. cher Filou, die ecke ist sehr...
    cher Filou, die ecke ist sehr nett, nicht wahr? natürlich im sommer etwas eng, aber das gibt sich rapide.
    .
    apropos eng: dieses jahr hat mir st. tropez – als nächstem ort, an dem etwas los ist: ramatuelle ist regelmässig nur als verschlafen zu bezeichnen – nicht so zugesagt, zu viele bonzomanen, ein paar horizontale zuviel und viel zu wenig neidische kleinfamilien. und fragen sie nicht nach den preisen für eine kleine wohnung über dem hafen, über dem fischrestaurant. bei sénéquier war es vergleichsweise einsam, nicht einmal die erste reihe konnte besetzt werden. dafür war das stammrestaurant wieder ausgezeichnet. die strände waren angenehm.
    .
    blende: gleiche halbinsel, anderer ort: für manche menschen muss das ganze leben wohl ein einziger stress sein; da gibt es einen strand, da treibt sich der ganze abrutschende mittelstand frankreichs herum, abstände zwischen den von der waterkant bis zum billigrestaurant reichenden handtüchern dreissig centimenter, dazwischen rennen verfettete gören mit eis in der einen und wassersandmatscheimer in der anderen hand herum und brüllen. die eltern ergehen sich in gleichgeschlechtlichen konkurrenzsituationen. die haut gerötet. die pubertierenden schmollen in ihr portable. c’est l’horreur !

  259. @Filou: Ich dachte immer, ohne...
    @Filou: Ich dachte immer, ohne demonstrativ umgehängten Photoapparat dürfte man während der Rencontres die Stadtgrenze Arles garnicht erst überschreiten? So als Rangabzeichen, offizieller Kompetenznachweis? Und mit was bitte soll man denn Photos der Ausstellungen photographieren (und zuhause mutig als Eigengewächs ausgeben)?
    .
    Kann mich dunkel an letztere Photokinabesuche erinnern, ohne Pompapparat kam man sich geradezu nackich vor.
    .
    Ganz früher war’s wieder ganz anders, da kümmerten sich die Firmen richtig nett um die mitgebrachten mechanischen Apparate und reinigten und justierten die neu, kostenlos. Kann man sich garnicht mehr vorstellen! Erzählen Sie das mal einer Eventtante heute am Stand! Die ruft gleich die Security.
    .
    Verzeihung wegen der unziemlichen Curiosité: ‚vergammelter römischer Tempel‘ – meinen Sie die Haltestelle gegenüber der Ausgrabung Glanum (Ausgangs St.Remy Richtung Baux, rechte Seite)?

  260. KarolaKettenhemd, Chapelle St....
    KarolaKettenhemd, Chapelle St. Gabriel, Route de Tarascon, am Rande der Alpilles, also dicke an Glanum vorbei. Hinter Glanum beginnt eine huebsche kurze Strecke bis dahin. Danach wird es wieder oede.
    Haha, Sie meinen den Treffpunkt aller Hochzeitspaare an den Grabmaelern? Daran fahre ich seit Jahren mit gekraeuselter Oberlippe vorbei.
    .
    Rencontre: ich hab‘ mit Pfotografie nix am Hut, und wenn ich die vielfaeltig auftretenden Moechtegernkuenstler in Arles sehe, koennte ich mich kringeln. Fotografie als Kunst wird gerne ueberschaetzt, glaube ich. Es ja schon 100 Jahre her, aber kaum hatte sich Karl Lagerfeld einen Knipser gekauft, wurde er auch schon Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft fuer Photografie (DGPh).
    Nachtraeglich muss ich sagen: KL macht es ganz gut. Aber er ist sowieso genial.

  261. Liebe Donna, touristische Orte...
    Liebe Donna, touristische Orte werden von uns nur zur Nachsaison besucht. Der Preisverfall ist dann sympatisch dramatisch. Voriges Jahr, (Sie erinnern sich des leuchtturmwartenden Onkels), fand an einem leicht regnerischen Sonntag in SaengTro eine Porschetreffen statt, das haette mir beinahe gereicht. Ein paar Tage spaeter war es dann angenehmer-aber nur im historischen Centrum. Es gilt die ewige Regel: an Sonntagen bleibe zu Hause, fuelle den Pool mit Champagner und saufe ihn aus. Das gilt auch fuer Paris, nicht aber fuer Versailles.
    Inzwischen habe ich einen veritablen Hass gegen Strandpromenaden entwickelt. Wo man hinkommt, ueberall sieht es aus wie in Wimereux (Pas-des-Calais). Wimereux: Arbeitslos, kein Geld und nix zu trinken-der rechte Ort, um sich ins brausende Meer zu stuerzen.
    .
    Achja. Der Sommer war sehr klein…

  262. cher Filou, es ist etwas dran,...
    cher Filou, es ist etwas dran, an dem gedanken, zur nachsaison zu erscheinen. nur leider sehen wir selber immer aus wie ein automobiltreffen. kunststück. zur nachsaison wird es allerdings dann doch etwas frischer – an das letzte unwetter, das dem sommer wohl den garaus bereitet haben wird, denke ich mit schrecken, wir sind gerade so davongekommen, zwei minuten später und wir wären bis auf die knochen durchnässt gewesen: der erste und einzige regen dort – und das seidenkleidchen wärmt nicht wirklich…
    am wochenende bleibe ich im urlaub auch zuhause, und dies sogar jahrein jahraus auch in unserer burg. unerträglich, diese strassenverhältnisse. und dafür ist meine aussicht, wo auch immer, doch zu reizend…
    nehmen sie sich pullover mit, in die bretagne…

  263. Danke Filou, kommt auf die...
    Danke Filou, kommt auf die Liste zum zukünftigen Abhaken,. Ich kam bislang als Bärenführer immer über St. Rémy zum Val d’Enfer in Baux. Stimme zu mit der Nachsaison, bevorzuge selber aber die Vorsaison, war auch schon im Januar, Februar dort, leider viel zu kurze Tage, kalt in den Hügeln. Aber ab Ende März läßt’s sich aushalten (wenn man keine Probleme mit dem Mistral hat, bedaure die Kontaktlinsenträger in der Familie). Im Mai wird’s schon voll und überteuert. Im Sommer leider verbrannt, in wirklich jeder Hinsicht.
    .
    Wimereux, ein Synonym für die Schti’s?
    .
    Zu KL und Photographie fällt mir nur der Spruch meiner österreichischen Kolleginnen ein: ‚Oach, die Oalpen, nimm die Börge weg, und woas bleibt? Oa net viel‘.

  264. KarolaKettenhemd, irgendwas...
    KarolaKettenhemd, irgendwas liess mir keine Ruhe. Deshalb wikide ich Chapelle St. Gabriel.
    Da bin ich einem jahrelangen Irrtum aufgesessen: http://de.wikipedia.org/wiki/St-Gabriel_de_Tarascon
    .
    Was hilft? Man setzt sich mit einem Roten in den Schatten und traeumt von einem Merkurtempelchen fuer Diebe und Kaufleute, liegt es doch so guenstig an der Kreuzung von zwei Handelswegen…
    .
    (Ich koennte schwoeren, dass der Reisefuehrer mir was von einem christianisierten Tempel erzaehlte. Au weiher, wenn den Schuldigen finde! Ich jedenfalls bin’s nicht gewesen. Nie!)

  265. @Filou: Typischer...
    @Filou: Typischer Reiseführer-Fall von ‚Da wissen Sie mehr als ich‘. Wir haben alle Recht.
    .
    Wenn sich da schon zwei römische Handelsstrassen kreuzen, waren da früher garantiert eine Zollstation, ein Kiosk mit der BILD-Zeitung und ein als Freßtempel getarnter MacDonaldus, und es gab natürlich den römisch-italienischen Eissalon Capri. Nach dem nächsten Erdbeben könnten wir ja gemeinsam die Fundamente danach absuchen (hab dort mal ein Erdbeben erlebt).
    Und vermutlich, ja garantiert gab’s um 1185 NC dort immer noch Römer und nicht nur die N’drangheta mit der Mercurius-Sonderpostenhalle.

  266. Karola, das mit dem Kiosk...
    Karola, das mit dem Kiosk stimmt. Mein Urgrossvater hinterliess der Familie eine Zeitung von 748 n.C. Schlagzeile 40 Punkte:
    .
    „Circus crocodilus effugiunt. Lorem Arelas in timore!
    .
    Zeiten waren das!

  267. Was geht's uns heute gut, im...
    Was geht’s uns heute gut, im Vergleich. Selbst Yvonne hat sich wieder eingefunden.
    Aber Sie haben recht, Filou, das war damals ein echter Aufreger. Selbst die Aquaeducti wurden im Zug der erweiterten Ringfahndung für mehrere Wochen gesperrt, während das regionale Tourismusbüro die Panik in einem Leserbrief herunterreden wollte: „Situs vilat einis et abernet.“ War ja klar, da niemand definitiv wusste, ob sich nun eins oder mehrere dieser Viecher verdünnisiert hatten oder ob die nur geklaut waren. Sie erinnern sich an den Taschendieb Lacostus?
    Die Politiker waren schon damals überfordert, reagierten abwartend und wie üblich viel-, aber relativ nichtssagend: „Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisici elit, sed eiusmod tempor incidunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquid ex ea commodi consequat. Quis aute iure reprehenderit in voluptate velit esse cillum dolore eu fugiat nulla pariatur. Excepteur sint obcaecat cupiditat non proident, sunt in culpa qui officia deserunt mollit anim id est laborum.“
    Aber das kennt man ja. Fragen Sie mal Bruno, den Problembär.

  268. Was ist wohl schlimmer? Wenn...
    Was ist wohl schlimmer? Wenn eine der besten Freundinnen das Gaestefach im Waescheschrankrank wieder ausraeumt, oder meine Uebersetzungsmaschine mich im Stich laesst?
    Letzeres heute. Ersteres in zwei Wochen.

  269. Ist sie dann noch eine der...
    Ist sie dann noch eine der besten Freundinnen?

  270. @Filou: Das Erstere ist...
    @Filou: Das Erstere ist schlimmer, da tun sich Abgründe auf, uijuijui.
    .
    Für das Zweitere kann man googlen, im Gegensatz zum Ersteren …

  271. Don, beste Freundinnen i.R....
    Don, beste Freundinnen i.R. bleiben beste Freundinnen, selbst wenn sie spaeter giftig aus dem Naehkaestchen plaudern. Mein Ruf ist nicht mehr zu ruinieren.
    .
    Das Filou’sche Postulat bleibt gueltig: „Was braucht ein Mann schon? Eine Stereoanlage, einen Weinkuehler und ein Klappsofa. Und ’ne Bohrmaschine.“

  272. Und einen ordentlichen...
    Und einen ordentlichen Hammer.
    .
    Ja, der Bruno. Aber seine Nachfolger werden ihn rächen und Jäger fressen.

  273. Na, liebe Karola, dann schauen...
    Na, liebe Karola, dann schauen Sie bitte das Produkt der Gooogle-Maschine an:
    .
    „Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisici, aber in diesem Herbst ist, dass frist-und Hawaii. Um ein triviales Beispiel, die von uns jemals verpflichtet mühsame körperliche Betätigung, außer um einen Vorteil daraus ziehen zu nehmen. Right to Fehler in jemanden zu finden, jedoch geht an Schmerzen das Element unten. Lesen Sie mehr sind nicht in jedem elektronischen Schriftsatz verbundenen, nahezu unverändert.“
    .
    Ist das nicht furchtbar? Das ist viel schrecklicher als der Verlust eines heroisch erbeuteten Wonderbras (ueberhaupt Kriegsbeute, das waere ein Extrathema).
    Also, der Verlust eines womoeglich klugen Gedankens, fluechtig wie er ist, ist dramatischer als der zeitweilige, schmollende Abgang einer besten Freundin. Die naemlich kommt vielleicht zurueck, wenn nicht, wird sie durch eine Katze ersetzt. Psychologisch ist da sowieso kein Unterschied.
    .
    Don, und Schraubenzieher, Ratschen, Duebel und Rotkreuzkasten. Liebevolle Krankenschwester 90-60-90 (das Auge krankt mit).

  274. @ Filou: Kicher! Falsche...
    @ Filou: Kicher! Falsche Fährte …
    .
    Schon klar. Wer nachts E10 säuft und mir mit unentschlossenem Latein kommt, wird weitergebildet. Sie sollten ja auch nicht übersetzen (lassen) – völlig überflüssig bei politischen Statements – sondern sich über den Ursprung hermachen. Das Gleiche gilt für die erste Headline. Suchen, nicht übersetzen.
    .
    Derzeit sind wir noch auf dem Stand des berühmten Owi aus dem Weihnachtslied (Sie erinnern sich, das ist der, der immer lacht). Oder leiden mit dem weißen Neger Wumbaba.
    .
    Tausche notfalls nähere Erläuterung gegen den hoffentlich passenden Wonderbra (Größe? Farbe? Lichtecht?).
    .
    Verstehe das Problem mit einer der besten Freundinnen nicht. Was hat sie ausgeräumt? Ihr eigenes Fach oder das der anderen besten Freundinnen? Das könnte entscheidend sein.
    .
    Tausch gegen Katze? Panik? Um Gotteswillen, da könnten Sie doch gleich jede Frau heiraten, die Sie morgen beim Pokern gewinnen. Die Folgen: Bleischwere, Leben grau in grau! Genießen Sie die Freiheit, freuen Sie sich auf marodierende Mädels.
    .
    Ach. Sie sind so süß in Ihrem Zorn! Weitere Tips sicher bei Donna Laura, der Schnaps-Nachtigall!
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    Candy is dandy, but liquor is quicker. (Ogden Nash)

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