Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

In der Kirche der giftigen Hirne

| 221 Lesermeinungen

Mit Zwang erreicht man auch in Monopolen nicht alles - diese Erfahrung mussten die Kirchen in den letzten Jahrzehnten machen. Immerhin haben manche daraus die richtigen Lehren gezogen, und versuchen es heute mit Freiräumen, die sie ohne Vorbedingung anbieten. Das hat durchaus seinen Reiz in Zeiten, da andere ohne Anstand und Pietät versuchen, mit ihren Gewaltmonopolen neue Zwänge durchzusetzen.

Et nox sicut dies illuminabitur et nox illuminatio mea in deliciis meis.
Exsultet

Wir waren zu dritt, die anderen nur zu zweit. Ausserdem stand nichts an der Tür, und eigentlich war der Raum gross genug für alle. Genau genommen ist der Raum riesig, Hunderte haben unten Platz und nochmal hundert auf der Empore. Draussen regnete es, drinnen sind Besucher ganz normal. Aber die anderen beiden, ein älterer Herr und eine alte Dame, waren vor uns hier, knieten ganz vorne und hörten sich eine Aufnahme an. Ein paar Kerzen hatten sie angezündet, und es war ziemlich offensichtlich, dass sie jetzt, Mehrheit hin, riesiger Raum her, nicht gestört werden wollten. Ich wollte eigentlich ein wenig von diesem Raum und seiner Konzeption und Ausmalung erzählen, aber das ging jetzt nicht: Vorne im Kirchenschiff kam von der Kassette das Ave Maria, und die beiden, der Herr links und die Dame rechts aussen, murmelten wohl leise mit. Also blieben wir hinten, und ich erklärte die Grundlagen der Baugeschichte. Ganz leise. Nach ein paar Minuten stand die Dame auf, nicht ohne vorher den Herrn anzuschauen, kniete am Rand der Bank nieder und verliess dann hastig die Kirche. Ein paar Minuten später erhob sich dann auch der Mann, löschte die Kerzen, und ging. Wir waren allein mit der Aufnahme des Ave Maria aus den Lautsprechern, in einer grandiosen, fränkischen Rokokokirche eines Deutschordenstiftes. Ein Monument der Grösse der katholischen Kirche: Ein Kunstwerk, drei kulturbegeisterte Atheisten, und eine Kassettenaufnahme.

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Kirchen müssen nicht Werbung machen. Niemand muss Werbung machen; die Kirchen werden auch so bezahlt, und in der freien Wirtschaft kann man auch vor die Hunde gehen. Wer das nicht möchte, muss sich um Kundschaft kümmern. Das betrifft TV-Sender, die Werbung machen, damit man sich scheinbar kostenlos Filme anschaut. Das betrifft auch Branchen wie Pornographie, die lange Zeit nur warten mussten, bis sich die Kunden heran trauten: Heute wird so gut wie alles pornographisch beworben, die echten Pornographen müssen ihre Videos im Netz verschenken in der Hoffnung, dass dann noch jemand kauft. Nie war es billiger, ein Wüstling zu sein. Und nie waren so wenige Menschen in den Kirchen. Nur die Audioaufnahme, auf die ist Verlass, solange noch etwas da ist, ein Mesner, ein Programm, das sie einschaltet.

Ich kenne in meiner Altersgruppe und einem unvermeidlich bayerisch-katholischen Umfeld exakt noch eine einzige Person, die halbwegs regelmässig in den Gottesdienst geht. Und sich über die Predigten beschwert und am Sonntag gerne an den See kommt, weil da wenigstens die Kirche schöner ist, als in München. Der Rest ist am Sonntag immer für alles zu haben. Auch für eine Kirche, wenn darin ein Konzert und kein Gottesdienst stattfindet, oder ich mich bereit erkläre, ein wenig zu erklären, wie das gedacht war, diese Kirche, deren Mitglieder sie sind. Bei ihren Grosseltern hätte die Gemeinde getuschelt, wenn sie nicht jeden Sonntag da gewesen wären. Bei ihnen gibt es keine Gemeinde mehr, die tuscheln könnte. Und es gibt auch nichts, womit die Kirche ernsthaft werben könnte, zu gut, zu erfahren sind die anderen Anbieter auf dem Markt der Lebenserfüllung. Die laufen einem nach. Die Kirche erwartet, dass man sich unterwirft. Fast immer. Aber nicht am Donnerstag Abend.

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Am Donnerstag Abend ist die Franziskanerkirche in der dummen, kleinen Stadt an der Donau geöffnet. Das ist eigentlich schon alles. Wenn die Geschäfte schliessen, öffnen sich die gotischen Portale zu diesem eher schmucklosen, hohen und dezenten Kirchenraum, auf dem Vorplatz werden Kerzen aufgestellt, die den Weg weisen, und das Kircheninnere wird nur mit Kerzen beleuchtet. So wie früher. Ich gehe da hin, weil ich sehen möchte, wie der Raumeindruck des Mittelalters gewesen ist. Es gibt nicht viele Möglichkeiten, gotische Kirchenräume in dem schwachen Kunstlicht zu sehen, für das sie geschaffen wurden, und es ist, wenn sich die Gewölbe hoch oben in der Finsternis verlieren, eine ganz andere Erfahrung. Die Kirche mit ihrer horizontalen und vertikalen Ausrichtung „funktioniert“ plötzlich, wenn die richtigen Lichtakzente gesetzt werden. Die Decke verschmilzt mit dem Nachthimmel, und der Altar braucht nicht viele Kerzen, um als das Herz der Kirche zu erscheinen.

Aber das ist nur die absonderliche Sichtweise des Kunstinteressierten. Den anderen bietet die Kirche nichts. Kein Gebet, keinen Zwang, keine Audioaufnahme, keinen Klingelbeutel, keine Orgel, keinen Gesang, keine Predigt, keine starren Riten und keine Technomessen. Nichts. Sie ist einfach nur offen für jeden, der eintreten will. Es gibt keine Forderung und keinen Zwang und keinen Versuch, den Anwesenden zu was auch immer zu überzeugen, zu bleiben, oder sich zu unterwerfen. Die Kirche wird damit nicht voll. Manche – auch die ein oder andere Bekannte – treten aber an diesem Donnerstag ein und verweilen. Man kann sich nahe ans Licht setzen, oder in tiefe Dunkelheit, und tun, was man für richtig hält. Keiner verlangt etwas, keiner schreit einen an, etwas zu tun, und wem die Botschaft des Altars auch noch zu viel ist, kann sich im Nichts der Finsternis verlieren.

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Ich glaube nicht, dass damit dem Niedergang der Kirchen Einhalt geboten werden kann. Die wirklich schlimmen Fehler, die in den Verlust der tragenden Schichten mündeten, geschahen in den 80er und 90er Jahren mit den gesellschaftlichen Umbrüchen, und mit den Skandalen der letzten Jahre hat sich nur eine kühle Einstellung durchgesetzt, die keinerlei Unterstützung vom Ärger über die Kirchensteuer benötigt hätte. Es ist kein Hass und keine Verachtung zurückgeblieben, sondern viel gefährlicher: Eine seltsame Gleichgültigkeit. Man kann das, man will das alles nicht mehr hören. Man hat so viel anderes, auf das man hören muss. Auch unter den Honoratioren schaut einen keiner mehr schief an, wenn man am Sonntag etwas anderes macht. Sie fühlen sich nicht mehr für das Wohlergehen der Kirchen zuständig. Aber am Donnerstag Abend wird zumindest eine Tür offen gehalten, und was man damit macht, kann man selbst entscheiden.

Das steht hier und jetzt nicht zufällig, und ich bin diesmal auch nicht hingegangen, weil ich Studien über gotische Raumkonzepte betreiben wollte, oder nur allein deshalb, weil eine Bekannte dort war, die die Ruhe schätzt. Es war diese Woche sehr schwer, einem anderen Zwang zu entgehen, dem Zwang der Kirche der giftigen Hirne und ihres Pseudogedenkens für Klicks und Awareness, es fehlten eigentlich nur die Top 100 Todessprünge in einer Klickstrecke und interaktive Letzte-SMS-Aufbereitungen – oder eventuell habe ich das auch nur übersehen. Ich ertrage das nicht. Ich schaue weg. Es widert mich an, diese Geschäftemacherei mit Leid und Elend: Ablassverkäufer, Auferstehungsprediger, Reliquienverkäufer, Heilsgeschichtenhändler, Wunderheiler der Terrorabwehr und Sicherheitszwingerarchitekten, Sonderseitenbettler und Vorratsdatenaussätzige, die heilige Hernandad der inneren Bundeswehr, die ganzen Trittbrettfahrer von Glauben und Moral und Kadavergehorsam. 10 Jahre, Anlass für eine Festspielwoche mit Dauerwerbung, ein Tartuffe abstossender und pietätloser als der andere. Also bin ich dorthin gegangen, wo man nicht angeschrien und zugemüllt wird, weil man dort verstanden hat, dass es nicht gut ist, dass man so nicht weiter kommt, und den Menschen Raum geben muss. Raum und Zeit. Dann war die Zeit um, und leider löschen sie nicht einfach die Kerzen, sondern fahren das elektrische Licht hoch: Der Rausschmeisser.

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Aber immerhin war die Türe offen, aufgemacht von Menschen, die verstehen, und ich ging heim, löschte den einen nicht netten Entwurf und schrieb über offene Türen. Man sollte nicht von denen lernen, andere anzuschreien. Man sollte nicht die Audioaufnahmen laufen lassen, bis es keiner mehr hören kann. Es reicht, einfach nur Türen offen halten, und in der Finsternis die Freiheit zu lassen, damit sich die Herzen erheben können.

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221 Lesermeinungen

  1. Werter Don,
    den "nicht netten...

    Werter Don,
    den „nicht netten Entwurf“ haette ich lieber gelesen, hoffentlich folgt er bald (oder ist er wirklich geloescht?). Schoen, dass Sie in einem alten Gemaeuer Ruhe fanden – genausogut haetten Sie vermutlich auch in den Wald, auf einen Berg oder Eine Bibliothek (ohne Internetanschluss) gehen koennen. Vom „Funktionieren“ der Einschuechterungsarchitektur bei entsprechender Beleuchtung einmal abgesehen, ist eine Kirche wohl nur in Ausnahmefaellen der passende Raum, um „all dem“ zu entgehen. Haetten Sie stattdessen die Predigten aufgesucht (ich mutmasse!), waeren Sie sicher in einer nicht geringen Zahl mit genau dem Thema als „Aufmacher“ konfrontiert worden. Aber das ist Ihnen natuerlich klar – wieso sonst haetten Sie die explizit klaerikalen Metaphern fuer Abstossendes gewaehlt? Sie bezeichnen sich als Atheisten und finden die Gleichgueltigkeit der Kirche gegenueber seltsam. Glauben Sie denn wirklich, die RKK hat ‚etwas verstanden‘, nur weil sie den reformistisch-bloedsinnigen Aktionismuszirkus der Protestanten nur bedingt mitgehen will (ausser natuerlich der Papst kommt)? Ehrlichgesagt werde ich aus diesem Beitrag nicht schlau – eine esoterisch-spirituelle Erfahrung nehm‘ ich zumindest der Kunstfigur Don Alphonso nicht ab (Ihrer jungen Kollegin v. Maltzahn vielleicht schon). Andererseits, wenn der letzte Absatz eine Uminterpretation der christlichen Heilslehre und der katholischen Liturgie zu einem rationalen, liberalen Innehalten ist, dann ist das zwar rhetorisch zwar raffiniert, aber fuer mich dann doch vielleicht zu hegelianisch.

  2. Überfällig!...
    Überfällig!

  3. Auch Atheisten haben allen...
    Auch Atheisten haben allen Grund, sich die Rekatholisierung zu wünschen.

  4. Danke...
    Danke

  5. Die Gesellschaft beruht auf...
    Die Gesellschaft beruht auf moralischen Grundlagen, die sie selbst nicht schaffen kann — dafür braucht sie die RKK.
    Die RKK wiederum beruht auf finanziellen Grundlagen, die sie selbst nicht schaffen kann — dafür braucht sie die BRD.
    Nur der Islam, einzig der Islam, dieser verflixte Islam, kann die Grundlagen schaffen, auf denen er beruht. Verdammt nochmal.

  6. Vielen Dank für den Beitrag....
    Vielen Dank für den Beitrag. Ich gehe öfters in leere Kirchen der Ruhe wegen, und wenn ich wirklich nicht mehr weiterwusste, sogar für ein paar Tage in ein (evangelisches) Kloster. Versorgt von den netten Schwestern und umgeben von alten Mauern kann ich gut nachdenken und meine innere Balance wiederfinden.
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    Letzte Woche hätte ich mich ganz gerne in die Ruhe dieses Kloster zurückgezogen, um ‘10 Jahre, Anlass für eine Festspielwoche mit Dauerwerbung, ein Tartuffe abstossender und pietätloser als der andere’, zu entgehen. Auf der Welle schwimmt sogar so etwas bürgerliches wie die Neue Züricher Zeitung, indem sie ihre Leser fragt:
    ‘9/11: LESERBILDER
    Was haben Sie am Tag der Anschläge gemacht?
    Waren Sie am 11. September 2001 am Ort des Geschehens und haben eigene Bilder gemacht? Senden Sie uns diese an online.webmaster@nzz.ch mit einem kurzen Beschrieb. … …
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    Meine Antwort für das FAZ Partnerportal ist folgende:
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    ‚In summer 2001, when I wanted to go to the AFC and in parallel applied to the A6 post, the blame for whatever happened to me could have been put at Sperisen or Sacotte. Kappler, possibly together with Sacotte, had good reasons to lobby with delegations that Sperisen is fired as scapegoat. Before Kappler came to ESA, he was director in the same company, where the husband of my friend Conny was head of personnel. Since I know both, I can judge, they are the same conservative wavelength. Quite possible, when being asked, Kappler would have proposed Wolfgang Menzel as replacement for Sperisen. However, given his experience, Wolfgang could have been considered also as replacement for Sacotte.
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    The 11/9 terrorist attacks happened when my reassignment exercise was at the peak. I was informed by my other old girlfriend, Irmgard, who called from France and told me that Wolfgang was among the four dead Germans. I made the said connection immediately, and thought, if somebody wanted to get rid of Wolfgang as a potential candidate while having the aim to destroy ESA – and ultimately damage the EU – such terrorist attack would be the perfect cover-up.‘
    aus ‘A case vor Europe’
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    Zur Erklärung
    AFC = (ESA) Administrative and Finance Committee
    Sperisen = Schweizer, seinerzeit Leiter der ESA Personalabteilung
    Sacotte = Franzose, seinerzeit Direktor der ESA Verwaltung
    Kappler = Deutscher, seinerzeit Direktor der Vertragsabteilung, Industrial Politics, etc

  7. Ich finde, wenn man in diesen...
    Ich finde, wenn man in diesen Kirchenräumen genau hinschaut und Fragen stellt, kann man teilweise mehr über den christlichen Glauben lernen, als heutige Protagonisten preisgeben wollen. Ich wurde als Schüler immer vor die Bernwardstür in Hildesheim geschleppt, was ich damals nicht so wahnsinnig spannend fand.
    Auf der linken Seite sind Szenen aus dem ersten Buch Mose abgebildet, auf der rechten Seite Szenen aus dem Leben Jesu. Auf der linken Seite geht es mit dem Menschen bergab, auf der rechten Seite geht es mit Jesus bergauf. Der Schöpfung steht die Auferstehung gegenüber, dem Sündenfall die Kreuzigung Jesu. Es ist eine Art mittelalterlicher Comic-Strip mit klarer Aussage.
    Das interessante daran war jedoch, dass es die Tür, der Eingang zur Kirche war. Ich habe das so verstanden: Man muß sozusagen durch die Geschichten der Bibel hindurchgehen, um in die Gemeinde zu kommen. Das fand ich eine starke Aussage, eine sehr evangelische eigentlich, auf einer „katholischen“ Domtür aus dem 11. Jahrhundert.
    Und von solchen schönen Teilen sind die Kirchen in Deutschland voll, voll, voll. Leider sind auch viele Kirchen ständig zu, zu, zu. Wenn man erst beim Küster den Schlüssel erbetteln muß, um sich Ruhe zu verschaffen, ist das nicht mehr so attraktiv.

  8. @Der Tiger
    Wienhausen?...

    @Der Tiger
    Wienhausen? Riechenberg?

  9. Werter Don Alphonso,
    die...

    Werter Don Alphonso,
    die Benachrichtigung per Mail fiel nun schon zum zweiten Mal aus.
    Dieser Service fiel doch nicht etwa einem Terroranschlag zum Opfer?
    Herzliche Grüße PadE

  10. Ein sehr schöner Text, gerade...
    Ein sehr schöner Text, gerade in diesem Geschrei der aufgeschreckten Hühner, Euro tot, Dollar tot, Jesus tot, Gott tot, Nietzsche tot, Osama Bin Laden tot, 3000 Amerikaner tot, 9 Türken und 5 ägyptische Polizisten tot und hoffentlich nicht bald noch mehr Tote in diesem Balett der hysterischen Verzweiflung.
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    Als klar entschiedener Nicht-Christ ( schön, wenn wir alle mehr oder weniger othodoxe Juden geblieben wären, wenn es denn schon unbedingt der Monotheismus sein musste – statt dieses endlosen Gemetzels und der Unterdrückung im Streit um die richtige und einzige Auslegung dieses einen Gottes) kann ich zumindest den Ansatz gut nachvollziehen, eine leere, stille Kirche bei Kerzenlicht anzubieten, während einem sonst überall Mario Barth und Cindy auis Marzahn und Kollegen anbrüllen, doch nicht blöd, sondern voll fett, cool und witzig zu sein.
    Wir müssen selbst darauf kommen, was uns wirklich wertvoll ist, und von da aus Pläne machen, wie wir möglichst heil aus der ganzen Malaise herauskommen. Wie man denen den Strom abdrehen kann, die die kurzsichtigste Perspektive nur am lautesten herausbrüllen, weil sie damit die meiste Kohle machen.
    .
    Ein bisschen mehr ruhige, gerne kontroverse Diskussion, Trial and Error, was passiert, wenn wir was machen – und was ist am Ende die beste Lösung.
    Es ist kein Weg, sich an den Interessen von Maschmeyer und Quandt zu orientieren, oder an den Interssen der alleinerziehenden Eltern auf Hartz IV allein, und ich glaube, eine Art Fahrzeugschein für jedes privat besessene Goldkettchen oder silberne Zuckerdöschen ist heutzutage sicher nicht der Königsweg, wenn man irgendwie in die Richtung eines New Deals 2012 denken möchte, um nicht immer nur zu jammern, sondern anzupacken. More of the same ist doch nur Vergackeierung.
    Womit wir wieder bei den Hühnern angekommen sind: Gack! Gack Gack!

  11. Bei der FAZ kommt sowas schon...
    Bei der FAZ kommt sowas schon mal vor. Grrrr. Dieses System hier ist kein CMS sondern ein Nachweis der Inkompetenz auf Seiten derjenigen, die keine Softwarehersteller sind, sondern Täter.
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    Jordanus, gerade Bernward war ja einer von den geschickten Werbern, die an allen Ecken und Enden Botschaften zu verstecken wussten, in einem Buch steht etwa als Exlibris „Anathema diaboli sit, quisquis mihi dempserit“ – der Fluch des Teufels treffe jenen, der mich stiehlt. Ich habe mir das eine Weile auch als Exlibris angeschafft. Im 11. Jahrhundert kebte man immer noch in steter Endzeiterwartung, da war einem die Heilsgeschichte per se einfach noch sehr viel näher.

  12. HansMeier555, angesichts der...
    HansMeier555, angesichts der Verweltlichung geht früher oder später jeder Religion die Puste aus. Wenn es einen Verlierrer in den letzten 100 Jahren gab, dann sind es die Religionen. Es ghet nicht linear nach unten, aber es ist noch viel Zeit. Die RKK jhat inzwischen auch in Österreich Probleme, insofern sehe ich nicht, wieso der Islam in Persien Bestand haben sollte.
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    Sportbootjo, gern geschehen.

  13. tiberiat, das fand ich...
    tiberiat, das fand ich auch.
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    T.I.M., doch, das mache ich ab und zu, wenn mir ein Text nicht passt, und das ist gar nicht so schlimm, in diesem Zusammenhang. Ich hatte da drin ganz sicher kein Erweckungserlenbnis, aber generell finde ich es interessant, wie Menschen und Einrichtungen mit dem Wandel alter Gewissheiten umgehen, also schaue ich mir das an. ich war auch schon mal bei einer Messe nach dem tridentinischen Ritus. Und obwohl mir gerade in bayern vieles an der real existierenden Kirche nicht gefällt, so muss ich doch sagen, dass die jetzigen Bewohner der Klosters aus einem ganz anderen Holz geschnitzt sind, als jener Bischof der Region, der vor einem Jahr durch die Medien ging.

  14. Hat sonst noch jemand ein...
    Hat sonst noch jemand ein Problem mit der Emailbenachrichtigung?

  15. einfach sehr gut zusammen...
    einfach sehr gut zusammen gefasst. Danke

  16. also, bei mir wird nicht mal...
    also, bei mir wird nicht mal annähernd etwas angezeigt in der Richtung…

  17. Ist uns die Heilsgeschichte...
    Ist uns die Heilsgeschichte heute weniger nah? Ich kenne viele Werber im Sinne Bernwards, aber sie bauen keine Kirchen mehr, sondern wenden sich anderen Aufgaben zu. In der Hinsicht besteht zwischen dem Jahr 1000 und 2000 wenig Unterschied.
    Nehmen wir zum Beispiel Joachim Gauck. Ich kenne niemanden, der Erziehung zu staatsbürgerlicher Verantwortung so stark mit Verkündigung des Evangeliums verbindet, und zwar in äußerst unaufdringlicher Weise. Vielleicht sind es nicht nur Räume, die einem manchmal Ruhe verschaffen, sondern auch Personen.

  18. @Jordanus
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    Was soll man...

    @Jordanus
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    Was soll man machen, Protestanten.
    Die haben es immer so, dass alles in der Bibel stehen müsste, aber das die Kirchen immer abgeschlossen sein müssen steht da nicht und sie machen’s trotzdem.

  19. cremasco, bitte, gern...
    cremasco, bitte, gern geschehen.
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    Jordanus, das Elend ist, dass die aufdringliche Seite einfach sehr viel besser zahlt. Man muss sich nur mal vor Augen führen, dass all jenes, was momentan zusammengeschnitten und aufbereitet wird, nicht nach Gesichtspunkten der Lehren und Konsequenzen betrieben wird, sondern nach Klickraten, Einschaltquoten und infamrr Durchsetzung politischer Ziele auf dem Rücken der Opfer. Man kann nur warten, bis das vorbei ist, und hoffen, dass sich die Menschen zumindest ab und zu abgestossen fühlen. Was man momentan mitunter sieht, ist nicht besser als das, was Snuff Videoa und Unfallgafferei darstellen.

  20. @Don
    .
    Im großen...

    @Don
    .
    Im großen Schwellenland schaut’s anders aus. Dort ist die Religion kräftig auf dem Vormarsch, obwohl die sogenannten „Gottesdienste“ ja aussehen wie Motivationsseminare für Strukturvertriebler und die Kirchen wie Möbeldiscounter.

  21. Ja, das ist der Teufelskreis...
    Ja, das ist der Teufelskreis der Jubiläen. Vor lauter Gedenken kommen die Leute nicht mehr zum Denken.

  22. @Jordanus - Falls Ihre Frage...
    @Jordanus – Falls Ihre Frage darauf hinzielt, um welches Kloster es sich handelt: genaugenommen kein Kloster, sondern die Communität Casteller Ring.
    http://www.schwanberg.de/

  23. Ich könnte nun fast...
    Ich könnte nun fast katholisch werden.
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    Meine Gattin (russ.-orthodox) brachte mich dazu, mit ihr jede erreichbare und offene Kirche in der Umgebung, bei Spaziergängen und im Urlaub zu besuchen. Es hat mir nicht geschadet.
    .
    Übrigens, es war auch unser Trick bei Konzerten, wenn immer noch & mehr nach Zugabe geschrien wird, aber die Hallen-Angestellten schon Feierabend haben und nörgeln: ruckzuck, das helle, ungemütliche Hauslicht anschalten.

  24. Aus “A case for...
    Aus “A case for Europe”:
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    ‚The main place of the Communität Casteller Ring is on the Schwanberg, an old castle between Würzburg and Nürnberg. It is one of the very few protestantic women convents (actually it is the only one I know). I was there three times, the first time was directly after Mr Rodotá appointed Bruno to Rosetta and I was left alone at the ENVISAT project. At the time I was totally exhausted from the fights of ENVISAT. Koopman, remember the doctor at ESTEC, put me on sick-leave and gave me permission to go to that convent for recovery. Of course, the sisters knew, why I was there and took very well care of me. After 2 1/2 weeks I was fit enough to go back and withstand the pressure until Oosterlinck reassigned me to AWARDS – which actually happened already 6 weeks later.
    .
    One year later I went again. This time Sacotte had just asked me to work for him, and I wanted to spend a few days thinking about his request to set-up an HR change project. As soon as I arrived I noticed the convent was in a state of unrest. When I asked my reference sister, she was surprised that I had noticed and told me that one of the sisters had just resigned on the previous day. A very unusual and sad situation. That sister was already a long time a member of the Communität, on infinite terms so to speak.
    .
    Two and a half years later I met the ex-sister. She had married a German ESTEC engineer and was now living in Noordwijk.‘
    .
    Anmerkungen
    Auf dem Schwanberg gibt es vielleicht 40 Schwestern, und nur sehr wenige im Heiratsalter
    Oosterlinck = Belgier, war Leiter der ESA Personalabteilung vor Sperisen

  25. Gibt es denn in bayerischen...
    Gibt es denn in bayerischen Dorfkirchen immer noch gar keine Votivtafeln mit 9/11-Bildern?

  26. Danke, Don Alphonso, für die...
    Danke, Don Alphonso, für die rechten Worte zur rechten Zeit.

  27. das da ist nicht von...
    das da ist nicht von mir:
    http://titanic-magazin.de/

  28. im kath. Rheinland gibts die...
    im kath. Rheinland gibts die gegenbewegung.
    kath. schulen z.B. sind ausgesprochen gesucht, da fährt man gern mal
    zehnzwölf kilometer und weiss die kleinen gut aufgehoben.
    die gute alte sozialistische vermassung auf diesem gebiet ist derzeit weniger gefragt.
    felix bavaria.

  29. "Die Kirche erwartet, dass man...
    „Die Kirche erwartet, dass man sich unterwirft. Fast immer.“
    Schon lange nicht mehr, das ist ja das Elend. Die Kirche in Deutschland veranstaltet gerade einen auf fünf Jahre angelegten sogenannten Dialogprozeß, in dem über alles geredet werden kann. Renitente, reformwütige Laien werden von der Kette gelassen, deren einziges Ziel darin besteht, Traditionen zu schleifen und Gehorsam zu verweigern.
    Der Alltag sieht heute schon so aus, daß viele Priester ohne viel Aufhebens und eigensinnig die Liturgie verändern, niederschwellige Albernheiten in die Heilige Messe einbauen, und so weiter.
    Ich bin ziemlich sicher, daß die Krise der Kirche eher etwas damit zu tun hat, daß die Gläubigen das Mysterium und die Ernsthaftigkeit, die es früher mal gab, heute immer seltener finden. Man hat schon viel zuviel über Bord geworfen, womit ich nicht Morallehre usw. meine, sondern gerade auch äußere Formen.

  30. Danke, das war schön. Ich mag...
    Danke, das war schön. Ich mag diese kargen Kirchen nicht, aber ich bemerke jetzt, dass ich auch noch nie eine in richtig ausgeleuchteter Weise gesehen habe. Reiche barocke Kirchen, die Sonne strahlt durch herrliche Fenster, ein Chor zur Ostermesse, eine Gemeinde die noch richtig mitsingt, der Priester flüchtet sich in der Predigt nicht in göttliche Axiome sondern erklärt den Glauben lebensnah, so etwas ist selten geworden. Ich schätze das wieder sehr.

  31. "Man sollte nicht die...
    „Man sollte nicht die Audioaufnahmen laufen lassen, bis es keiner mehr hören kann. Es reicht, einfach nur Türen offen halten, und in der Finsternis die Freiheit zu lassen, damit sich die Herzen erheben können.“
    .
    Wunderschöner Schluss!

  32. Der Autor hat hier...
    Der Autor hat hier tatsächlich die letzten Tage – für ihn glücklicherweise – einiges übersehen. Mir ist die Funktion dieses hysterischen Umgangs der Medien mit diesem Thema nicht voll verständlich.
    HansMeier555 empfehle ich das Buch „Böse Philosophen“ von Philipp Blom, auf dass er seiner voltaireschen Empfehlung „RKK für die Massen“ entwachsen könne, wenn er wolle. Wir sind da heute oft kaum weiter, als unsere Vorfahren im 18. Jahrhundert. Ich teile die Ansicht des Autors, dass heute Gleichgültigkeit gegenüber den Kirchen die m. E auch berechtigte Haltung einer Mehrheit in unserer Gesellschaft ist. Nur machtlos sind die Kirchen dadurch nicht. Die existierenden Machtstrukturen, Abhängigkeiten und Finanzmittel der Kirchen machen sie auch ohne Gläubige stark. Parasitär im sozialen Bereich verankert und durch Steuergelder genährt, kontrollieren sie Teile der Sozialsysteme und Medien und setzen dort (z. B. in Krankenhäusern) sogar unser Grundgesetz teilweise ausser Kraft. Insofern gilt weiter: “ Erst wenn der letzte Adelige an den Gedärmen des letzten Pfaffen aufgehängt sein wird….“ Peace!

  33. Ich habe am Dienstag die...
    Ich habe am Dienstag die Synagoge von Siena besucht. Nur wenige Meter vom Campo in einer Seitengasse, wo sich das Ghetto bis ins 19. Jahrhundert erstreckte.
    Das Rabbi erzählte, dass die Gemeinde seit dem 11 Jahundert besteht und nach Ermordung 14 ihrer Mitglieder durch Marienbrüder im Jahr 1799 und nach der Shoa durch die Deutschen 1944 immer noch regelmäßig zum Schabbat in der Synagoge zusammenkommt.
    Da musste ich auch an die großen leeren Kirchenschiffe der christlichen Gemeinden denken!

  34. Der abstoßende Medienrummel...
    Der abstoßende Medienrummel um 9/11:
    Solange diese Klickstrecken jemand klickt, wird es ihn geben.
    .
    Vielleicht sollte man diese Medien mal ein bisschen „hacken“ und für ein paar Tage stilllegen. Wäre eine verdienstvolle Aufgabe für den CCC oder für Anonymous, um zu zeigen, dass es reicht.
    .
    (Hoffentlich habe ich jetzt nicht zu einer Straftat aufgerufen. Die eigentliche Straftat kommt ja von denen, die so einen ekligen Mist so übel inszenieren. Eigentlich ist es Aufruf zur Notwehr. Oder man schaut sich den verrotteten Kram einer verrotteten Kommerz-Einstellung einfach nicht an und gedenkt still vor sich hin.)

  35. @gheluveld
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    klar, solang die...

    @gheluveld
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    klar, solang die Kleinen da nicht über Nacht bleiben müssen.

  36. HansMeier, wann haben Sie...
    HansMeier, wann haben Sie zuletzt gebeichtet?

  37. Wir haben verstanden. Er auch....
    Wir haben verstanden. Er auch. Amen.
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    (Und man könnte noch so viel anmerken. Über Verantwortungsübernahme auch, top-down sozusagen. Denn bottom-up alleine reichte auf Dauer wohl nicht. So ähnlich wie bei den amerikanischen „Troop Greaters“, die – zu Recht – sagen „wir müssen unsere Jungs hier zu Hause herzlich und anerkennend willkommen heißen, (egal) welche (dumme) Regierung sie ggfls. auch immer in welchen (sinnlosen?, verbrecherischen?) Krieg geschickt hat. Sie taten schließlich ihre Pflicht für ihr Vaterland!“ http://www.themainetroopgreeters.com/ Bangor hat die längste Landebahn im ganzen Nordosten, daher ist es main returning base.
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    „We are a non-profit group of veterans and men and women supporting our armed forces serving overseas by greeting troops who arrive at Bangor International Airport. Day or night, rain or shine,it is our commitment to welcome each troop home from war and give a proper send off to each of the young men and women heading overseas. We accomplish this by being here to offer free cell phones to call a loved one, a snack to keep them going, and handshakes to let them know we care. Since we began greeting flights in May of 2003, the Maine Troop Greeters have greeted over 6100 flights with more than 1,250,000 service members and 303+ military dogs. And it is our pledge that as long as there are U.S. armed forces serving overseas we will be here to greet them.“ – http://www.themainetroopgreeters.com/ – und das mit dem „egal welche regierung“ ist o-ton troop-greaters, nicht von uns, selbstverständlich.
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    Und über „organisierte Orgien“ – denn bei unsin Deutschland will womöglich auch die Orgie organisiert sein: Durch „kompetente Arbeitsgruppen“ am besten, all das zu „optimieren“, „kanalisieren“, „klug in Bahnen zu lenken“, was Er oben als „das Außerhalb“ (der Kirche, des sakralen Raumes) beschrieb.)
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    Und wie sagte die Dichterin noch? „Die eine! Rose überwindet alles?“
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    Und er ist nicht alleine: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1548227/ „Zumindest eine halbe Ewigkeit haben viele der Altmeisterbilder schon hinter sich, sie sind vier-, fünf-, sechshundert Jahre alt. Wenn es aber so weitergeht mit dem Allverfügbarkeitswahn unserer Gegenwart, dürften manche Werke nicht mal mehr die nächsten 50 Jahre überstehen. “
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    Deutschland, das ist nicht mehr. Darum schreiben wir auch nicht mehr für es. Wir schreiben nur noch für Herren.
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    Und über das „Welt-Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom“, z.B. á la Constanza Macras http://constanzamacras.com/ „Memory is fragile …“ DONs Trailer sozusagen: http://tanzforumberlin.de/trailer292.php („beschreibung des anti-raumes, welcher auch durch ein bewegungsmaximum nicht die leeren füllen würde, welche ja innen liegen…“ – “ i love design!“) (einmal mehr berlin antipodisch, ja; und welch ein anti-graubünden auch!)
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    Und Foucault findet wieder Erwähnung: „Wahnsinn und Gesellschaft: Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft“ http://www.amazon.de/Wahnsinn-Gesellschaft-Geschichte-taschenbuch-wissenschaft/dp/3518276395
    .
    „Foucault thematisierte die Mechanismen der Aussonderung von „Anderem“ durch aufgeklärt-rationale Gesellschaften. Der Wahnsinn als das „Andere der Vernunft“ werde von dieser ausgegrenzt und zum Schweigen gebracht und komplexen Prozeduren rationaler Kontrolle und Disziplinierung ausgesetzt. Die abendländische-neuzeitliche Rationalität habe dabei ausschließende und repressive Funktion. Er beschäftigte sich hierzu im Detail mit der Entwicklung der modernen Klinik und der Geschichte des Gefängnisses. Dabei fand er keine Entwicklung zum Besseren oder ein Anwachsen an Vernünftigkeit, sondern nur einen von Brüchen gekennzeichneten Wandel im Rahmen zeitbedingter, willkürlicher Konstrukte.
    .
    Eine Kultur definiert sich für Foucault hierbei über das Zurückweisen von außerhalb Liegendem und das Abstecken kultureller Grenzen. Foucault nennt vier Bereiche abendländischer Ausgrenzung: Sexualität, Wahnsinn, den Traum, und den Orient. (Den Traum! – http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Foucault#Wahnsinn_und_Gesellschaft )
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    Und eine Ehe ist mehr, als das Spenden sexueller Nächstenliebe. (Aus den „Anmerkungen zu R. W. Fassbinders Bisexualität“.)
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    Und die FAZ verkörpert den Geist Philipp Mißfelders. Und Ende der Nachträge.)

  38. Und solche, die nicht wollen...
    Und solche, die nicht wollen und nicht können, sind beharrungstechnisch klar im Vorteil. (Gesteigert: „Nicht könnenwollen brauchen“, da schon „total überlegen so geboren“.)
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    „Im Schwimmpanzer nach Gran Canaria“ – hoffentlich schon nächstes Jahr die neue Familienserie im ZDF.
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    Deutschland – Ein Weichleistungsstaat.
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    Und Vorschläge für München „Benneton und das Woll-Kamasutra – Wie Wollknäuel Liebe machen“ – http://www.handelsblatt.com/lifestyle/gesellschaft/wie-wollknaeuel-liebe-machen/4580180.html
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    Und noch mehr vom Jetzt: „Wenn der Musiker und Schriftsteller Thomas Meinecke nur eine seiner zahlreichen Schallplatten behalten dürfte – es wäre „The Velvet Underground & Nico“. 1966 aufgenommen, bildet das Album für Meinecke den Gegenpol zu der damals herrschenden selbstverliebten Männerrockmusik.“- „Das habe ich erst mal begreifen müssen, inwiefern hier auch so Moralvorstellungen – darum erinnert es mich immer wieder an das Paris des 19. Jahrhunderts – über Bord geworfen werden und eigentlich dadurch auch das Literarische größer wird als dieses Ego, was man sonst immer im Rock hat. Aber ein paar Jahre später, da wusste man schon, was das hier sein würde, nämlich so etwas wie die Blumen des Bösen in Musik. Eine literarische Haltung. Eine nicht mehr auf Authentizität und sich selbst verwirklichende Männer-Rockmusik-Sache, sondern eigentlich die Gegenspur. “
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/corso/1548125/ – Für fortgeschrittene Erwachsene also: http://www.youtube.com/watch?v=G8VIXnTL6O0
    .
    Und „Was bedeutet schon die Weltrevolution, wenn Du mir keine Blumen mitbringst?“ – weiß der beste Mensch von allen. (Instinkte? Unschlagbar!)

  39. @don alphonso: Raum und Zeit,...
    @don alphonso: Raum und Zeit, und das genießen, obwohl eigentlich garnichts passiert, das ist der wahre Luxus. Leider nicht so populistisch und so spektakulär wie die verlogenen Sensationsberichtlein zum 10jährigen. Und nicht so hysterisch wie alles, was damals danach kam. Cui bono?
    .
    Danke für die Relativierung.

  40. siehste mal, es geht auch ohne...
    siehste mal, es geht auch ohne kuchengabeln und barchetta

  41. @perfekt57
    Ich würde ja gerne...

    @perfekt57
    Ich würde ja gerne Ihre Beiträge lesen,
    aber bei Zeile 20068 geht mir immer die Luft aus,
    oder war es 20067?

  42. Könnte es nicht sein, dass...
    Könnte es nicht sein, dass die Aufklärer selber (öfters als ihnen lieb ist) parasitäre Existenzen sind? Sie mästen sich an den Relikten dessen was sie bekämpfen.

    Dies, quod donat, timeas: cito raptum venit. Gib acht: Der Tag nimmt schnell, was er gibt, wieder weg! (Wie gewonnen, so zerronnen). Publil.Syr.D15

    Man bedenke nur die verloren gegangenen Ursprünge aller wirklichen Kunst: Die Religion.
    (Relikt und Religion haben den gleichen Wortstamm.)

  43. das da ist nicht von...
    das da ist nicht von mir:
    http://titanic-magazin.de/
    .
    Hui, ist das böse.

  44. @HM555
    "sogenannten...

    @HM555
    „sogenannten „Gottesdienste“ ja aussehen wie Motivationsseminare für Strukturvertriebler“
    So ist das auch vermutlich vorgesehen, Hauptsache zahlungskräftige und-willige Proselyten, „moderne“ Struckimethoden.
    Tetzel, einem Vorläufer des Marketings wurde angedichtet: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt“

  45. et fiat nox, et dacia duster...
    et fiat nox, et dacia duster

  46. @Vroni
    nicht böse, dumm!...

    @Vroni
    nicht böse, dumm!

  47. Sören Kierkegaard
    “Wenn ich...

    Sören Kierkegaard
    “Wenn ich ein Arzt wäre und mich jemand fragte: Was meinst du wohl, was getan werden sollte? – Ich würde antworten: Das Erste, die unbedingte Bedingung dafür, dass überhaupt etwas getan werden kann, das Erste, was geschehen muss, ist: Schaff Schweigen, hilf anderen zum Schweigen.“
    Und: Vielen Dank für den hinreißenden letzten Satz!

  48. Was ich nicht verstehe:
    Wie...

    Was ich nicht verstehe:
    Wie können Sie das Glück dieser Kunst spüren und gleichzeitig den Adressaten derselben für leblos erklären?
    Mir hat ein Ausnahme-Theologe und Christ gesagt:
    Alles Gute, mit Betonung auf alles, ist ein Gruß aus dem Paradies!
    Ich kann mir nicht erklären, wo es sonst herkommen sollte. Wirklich.

  49. Am Tag nach den Anschlägen...
    Am Tag nach den Anschlägen las ich im Internet einen anonynem Blogkommentar von einem linksradikalen Spinner, der prognistizierte, dass die amerikanische Reaktion weitaus mehr unschuldige Opfer fordern werde als der Anschlag selbst.

  50. Lieber Tiberiat,
    kann sein....

    Lieber Tiberiat,
    kann sein. Muss aber nicht.
    .
    Böse deswegen, weil es es einfach ein böses Späßchen ist. Da bin ich moralin-neutral. Dumm dann, falls es Existenzen gibt, die dies BLÖD-Kritik anders als satirisch lesen.

  51. "Eine seltsame...
    „Eine seltsame Gleichgültigkeit“, abgelöst durch periodisches Auftreten sinnloser Hysterie, kennzeichnet unser öffentliches Leben seit vielen Jahren. Das Resultat von zu vielen Ideologien mit hehren Idealen, deren Vertreter lässig unter ihren vorher hochgelegten Messlatten durchliefen. Das Resultat der Ernüchterung über die als Unfähigkeit empfundene Unmöglichkeit, eine Gesellschaft zu schaffen, in der – am besten weltweit – alle zufrieden und nett zueinander sind. Ernüchterung, die ausgerechnet dort in Zynismus umschlägt, wo Aufregung vielleicht ganz nützlich wäre. „Giftige Hirne“? Nein, viel schlimmer. Realitätsblinde Hirne. Die, schlägt die Realität einmal mit Wucht in ihre rosigen Nebelschwaden ein, Bulldozer auffahren, wo ein hartgesottener Realist sich mit ein paar Spitzhacken begnügt hätte.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  52. @Habseligkeit
    .
    Alles, auch...

    @Habseligkeit
    .
    Alles, auch diese Apfelsorte.

  53. @GrandGuignol:
    DAS ist ein...

    @GrandGuignol:
    DAS ist ein Totschalgargument, das man genausogut gegen Widerstandskaempfer im Dritten Reich oder Aerzte, die an neuen Therapien forschen, anbringen koennte. Eine perfide Verdrehung der Tatsachen, zumal es schwer ist, sich an den Windmuehlen, gegen die man kaempft, zu maesten.
    Und dass die Kunst eine Folge der Religion sein soll, halte ich auch fuer ein unbewiesenes Geruecht. Wie Sie sprachlichhistorisch aber selbst dargelegt haben, moechte ich gerne eingestehen, dass beide wohl einen gemeinsamen Ursprung in praehistorischer Zeit haben (wurden die Jagdszenen an Hoehlenwaenden nachtraeglich angebetet (d.i. Malerei als Grundlage eines Kultes) oder sind sie als Antwort auf einen noch nicht materialisierten Kult erst entstanden – wohl kaum zu beantworten) und sich in der Folge auf’s fruchtbarste immer wieder vermengten. Letztlich aber spiegelt die herausgehobene Bedeutung der Kirche fuer die abendlaendische Kunst aber nur deren Machtanspruch und -realitaet wider.

  54. tiberiat, das ist so: da hat...
    tiberiat, das ist so: da hat einer mal seinen Thomas Mann gelesen und ist davon tief beeindruckt. Jetzt sitzt er mit einem Joint auf dem Gaesteklo und raunt sich was zusammen. Was Devin in Marxismus ist Nr. 57 in Irgendwas
    Macht nix, es gibt schlimmere Trolle. Es gilt die uralte Regel der Psychiatrie: Immer schoen ernst nehmen.
    Vielleicht muss man peu-á-peu die Medikamente absetzen. Und der Pfleger sollte in mal in die Sonne rollen.
    .
    Nachtrag: Ich disse hier nicht gerne rum. Aber es gibt so Momente…

  55. @HansMeier555

    Schön! - Ich...
    @HansMeier555
    Schön! – Ich werde sie HM555 nennen, wenn sie probiert haben.

  56. Heut früh las ich das. Ich...
    Heut früh las ich das. Ich halte es mit savall. Mehr zu sagen, erscheint irgendwie unnütz.

  57. @HansMeier: Nicht konservativ,...
    @HansMeier: Nicht konservativ, sondern reaktionaer. Wie immer. Die Rekatholisierung, die Sie immer fordern, ist offensichtlich nicht religioes, sondern gesellschaftlich gemeint (oder wie muss ich Ihren Kommentar mit den Atheisten verstehen?). Was genau versprechen Sie sich davon? Das dumme Praekariat besser unter Kontrolle zu halten, wohingegen die, die es sich leisten koennen, scheinheilig ‚von Gottes Gnaden‘ die Welt beherrschen? Ob der Don mit seiner Analyse des Rueckgangs der Religionen recht behaelt, mag noch fraglich sein, zu hoffen ist es allemal. Der Iran ist dabei aber sicher nicht das Anschauungsland Nummer eins, da Persien nicht originaer islamisches Stammland ist und die Theokratie ausgerechnet dort eher ein Zufall der Geschichte ist, der in jedes beliebige arabische Land (inkl. Isreal) sicherlich besser gepasst haette.
    Was die finanziellen Grundlagen der RKK angeht – naehmen ihre Schaefchen den Kokolores noch fuer bare Muenze, spraenge eben diese auch mit Leichtigkeit fuer die Kirche heraus. In ungefaehr allen anderen Laendern der Welt kann sich die Kirche ja auch ohne den Staat finanzieren.

  58. @Aurispa, 12:38
    Bei Jean...

    @Aurispa, 12:38
    Bei Jean Meslier heißt es nicht „Erst wenn der letzte Adelige …“, sondern „Erst wenn der letzte König …“. Dabei wollen wir es auch lieber belassen; einige der anderen haben ja durchaus auch die Chance, sich zu Tode zu blamieren. Ansonsten keine Einwände.

  59. @T.I.M.
    Aber nicht ohne den...

    @T.I.M.
    Aber nicht ohne den Deutschen!
    Das war schon zu Tetzels Zeiten so.
    .
    Sie sehen es schon richtig: Die Rekatholisierung ist eine Sache, die unabhängig vom persönlichen Glauben betrieben werden muß. Ich bezeichne mich als einen politischen Katholizisten, aber nicht unbedingt als katholisch.
    Das heißt, ich wünsche, (wie es ja in diesen blöden Umfragen immer so schön heißt), der RKK „mehr Einfluß“ wünsche.

  60. "Die Kirche" ist letztlich die...
    „Die Kirche“ ist letztlich die Gemeinschaft der Gläubigen. Über Glaubensfragen kann man unendlich streiten. Einen Aspekt möchte ich aber nicht übersehen wissen. Der christliche Glaube fordert zur Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit auf. Nur auf dieser Basis ist in unserer zunehmend gedrängten Gesellschaft ein Zusammenleben möglich. Das könnte man vielleicht auch mit einer humanistischen Erziehung erreichen, aber wie sage ich es am leichtesten meinem Kinde? Schließlich hat das „Dritte Reich“ die Grenzen einer moralischen Erziehung aufgezeigt. Den wirklichen Wert praktizierten Glaubens finde ich übrigens in meiner kleinen, lebendigen ökumenischen, international eingebundenen Gemeinde an der Südküste der Türkei. Dort gibt es keine Kirche, aber Menschen, die sich zum Gebet zusammenfinden.

  61. hallo...
    hallo

  62. Gibt es zur Kirche und der die...
    Gibt es zur Kirche und der die Kirche ausmachenden Menschen einen treffenderen Satz als diesen: „Jesus kündigte das Reich Gottes an und gekommen ist die Kirche.“ Gesprochen von einem Theologen, Alfred Loisy (http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Loisy), im Jahre 1902. Alfred Loisy ist nach der Veröffentlichung dieser Erkenntnis und einem langen Kampf mit der röm.kath. Kirche 1908 exkommuniziert worden. Nur so. Guten Abend

  63. Und die Religion gehört halt...
    Und die Religion gehört halt auch zu den schon oft Totgesagten, die dann doch viel länger leben.
    .
    Schon alleine weil sich aufgeklärte Intellektuelle immer über sie lustig machen und weil es ja echte Zivilcourage erfordert, sich zu ihr zu bekennen, gilt ihr im Zweifelsfalle stets die Sympathie der wirklich freien Geister.
    Wieviele Philosophien, Ideologien und Theorien hat die RKK nicht schon überlebt!
    .
    Und schauen Sie doch nur, wieviele Abarten von Sekten und Aberglauben sich ständig aufs Neue überall verbreiten, welchen Erfolg z.B. die Scientologen in manchen Schwellenländern hatten, wieviel Geld manche Leute für Homöopathie, Bachblütentherapie oder Psychoanalyse etc. auszugeben bereit sind. Aber ausgerechnet die arme RKK soll sich immerzu dafür rechtfertigen, dass etwa das Dogma von Marias Jungfräulichkeit nicht dem medizinischen Normalfall entspricht oder dafür, dass die Wunder, von denen die Bibel spricht, eben Wunder sind und nicht der mit den Methoden der Naturwissenschaft nachweisbare Normalfall.
    .
    Es ist so erbärmlich. Dabei genügt ein wenig Angst vor den Moslems, und schon äußern all diese Nichtchristen ihren agressiven Stolz darauf, dass ihr Nichtchristentum doch so viel nächstenliebender, verzeihender und toleranter sei als diese Haßreligion der Dunkelhäutigen.
    .
    Da wird man sich doch wirklich einmal im vollen Ernst fragen dürfen, ob man den Leuten etwas schlechtes tut, wenn man ihnen dringend empfiehlt, mal wieder ein paar katholische Sakramente zu empfangen? Wem würde das schaden?

  64. Ja Don,
    die...

    Ja Don,
    die Katastrophen-Festspielwoche ist ein später Triumph der Terroristen. Sie spielen perfekt auf der Klaviatur der Gaffer- und Sensationsmedien. Nichts dazugelernt?
    Zünden wir lieber eine Kerze an, im stillen Gedenken. Danke für Ihre Worte.

  65. T.I.M.@ Auf ein Wort Maestro,...
    T.I.M.@ Auf ein Wort Maestro, das ich Euch mit meiner Pritschen….leicht und gar leutselig auf Ihro Wangen tätschle! Ansonsten, schön gebrüllt..Totschlagargument, hihi. Habe heute Abend in einer Predigt gehört, man solle als ordentlicher Christenmensch verzeihen können, es sei so.
    ..
    HansMeier555: Allen Ernstes: Bravo, Sie machen mir Mut. Man bedenke, Monsieur Voltaire, so wird gesagt in allen Gassen, habe auf seinem Sterbebett (vorsichtshalber) nach seinem Beichtvater verlangt. Parbleu, Schockschwerenot!
    ..
    OA.Luetzenich@: Hält sich die Waage mit den Konvertiten, sogar Ernst Jünger ist als Freigeist, Materialist und auch sonst Sturmerprobter noch Marienanhänger geworden.

  66. HansMeier555@...mit Ausnahme...
    HansMeier555@…mit Ausnahme der Homöopahtie.

  67. Meine Güte, hier geht es aber...
    Meine Güte, hier geht es aber ab. Dabei ist dieser Beitrag geeignet, micht mit dem Hausherrn zu versöhnen. Wieviele Kritiker greifen den Islam an, der so friedfertig ist und gewaltlos. Das ist die „Tapferkeit vor den Wehrlosen“, die nichts kostet. Unser Don aber arbetet sich mutig am Christentum ab, wo ihm Fatwas und Kehlschnitte drohen. Soviel Mut – und dann hier och Protest. Hui Buh!

  68. Zu Religionen habe ich ein...
    Zu Religionen habe ich ein ambivalentes Verhältnis: Einerseits komplettes Unverständnis („allein mir fehlt der Glaube“), andererseits kann ich nachvollziehen, dass man manchen Spinnkram mitmacht, weil man sich in der Gemeinschaft wohler fühlt inklusive dem Reglement, das ein erträgliches Zusammenleben erst ermöglicht. Weihrauch duftet auch entschieden wunderbar und Kerzenschein ist schlicht romantisch und heimelig. Für alles weitere müssen die Schläfenlappen ganz profan auf „esoterisch“ ausgerichtet sein. Zur inneren Ruhe und Besinnung im irgendwie religösen Sinne: Am Besten man dreht sich mehrere Stunden unter eingängig rhytmischen Litaneien oder Trommeln um die eigene Achse. Man kann auch stundenlang ein Kiesbeet forken und danach schauen, wie der Schatten des extragroßen Kiesels wandert oder unter Gesängen und Kniefällen einen Berg hochrutschen und wieder runter. Solange mir niemand vorschreibt, dass ich das auch machen muss, ist alles schön. Dann schau ich mir auch gerne mal die entsprechenden Vereinsheime an: Sei es Kloster, Moschee oder Schrein. Und wenn es um innere Ruhe und Besinnen geht, da guck ich schlicht in meinen Garten – ganz ohne Hosianna.

  69. @HM555:

    Könnten Sie bitte...
    @HM555:
    Könnten Sie bitte mich mal aufklären? – Was verstehen Sie unter „Sakrament“ und was sind die Besonderheiten der katholischen, wie viele gibt es davon? Im Duden habe ich gerade nachgesehen, S. wäre ein Glaubensgeheimnis. Ich habe mal gelernt, dass Glauben sei gleich Nicht- Wissen. Und wie kann man daraus ein Geheimnis machen? Ich habe ja nichts dagegen, wenn Sie für sich hier ein „höheres Wissen“ reklamieren, zu dem Ungläubige keinen Zugang haben. Den Dreh haben ja alle monotheistischen Religionen drauf. Aber mir wär´s schon recht, wenn Sie Ihre Argumentation etwas explizieren täten.
    gruß fb

  70. Oh, Arabella! Sind Sie...
    Oh, Arabella! Sind Sie zurück? Bitte bleiben Sie, frischer Wind tut hier bitter Not! Und:Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort. Dem richtigen, zum Glück. Aber üben Sie Gelassenheit. In einer Welt der Gewalt, des Hasses und der Intoleranz geschieht nichts – nie – neues. Katholiken kennen das seit zwei Jahrtausenden. Aber allen Botschaftsstürmungen und Blogs zum Trotz erleben wir gerade in München eine Friedensversammlung der Religionen. Es gibt ja nicht nur die Dons dieser Welt, sondern auch z.B. Sant´ Egidio. Die Hoffnung lebt, wenn auch nicht am Tegernsee…

  71. "Und die Religion gehört halt...
    „Und die Religion gehört halt auch zu den schon oft Totgesagten, die dann doch viel länger leben.“ Handelt es sich nicht eigentlich um Spiritualität? Welche eben gerade auch in der RKK sehr wohl verstanden ist, verstanden wurde, so ganz selbstverständlich – und selbstverständlich unverzichtbar – „ihr Eigentliches“ ist?
    .
    Und die Kritiker an ihr dies das übersehen, falsch einschätzen usw., vor allem eben auch, weil sie ihre eigene Spiritualität gar nicht kennen würden, nicht gut genug kennen würden, um urteilen zu können?
    .
    Und es ist wahr: Wesentliche therapeutische Elemente gehören eben gerade zu jedem Gottesdienst, sind richtigerweise dort schon so lange institituionalisiert. Brauchten – recht verstanden, deshalb gar nicht erst „auf der individualistischen Ebene neu erfunden werden“ (teils doch).
    .
    „Durch meine Schuld …“ so heißt doch wohl einer der Kernsätze der Selbstprüfung – und des inneren Zugebens „ja das stimmt, ich wars und keiner sonst“ – und in der äußeren Bekennung in wohlverstandener Beichte (Teilen mit mindestens einem lebenden Menschen) wurde dann schon immer geleistet, was heute eher auf einer Couch stattfindet – welche ist oft der/ein Umweg.
    .
    Und hier lag wohl der Anlass: „Das ist angenehm, wenn draußen die Wunderheiler der Terrorabwehr und Vorratsdatenaussätzige ihre Festwochen inszenieren: Es widert mich an, diese Geschäftemacherei mit Leid und Elend: Ablassverkäufer, Auferstehungsprediger, Reliquienverkäufer, Heilsgeschichtenhändler, Wunderheiler der Terrorabwehr und Sicherheitszwingerarchitekten, Sonderseitenbettler und Vorratsdatenaussätzige, die heilige Hernandad der inneren Bundeswehr, die ganzen Trittbrettfahrer von Glauben und Moral und Kadavergehorsam. 10 Jahre, Anlass für eine Festspielwoche mit Dauerwerbung, ein Tartuffe abstossender und pietätloser als der andere.“
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    Und Recht hat er: Genau so ist es. Wir teilen seine Gefühle und Einschätzungen ganz genau.
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    „Auf das nicht die Dummheit über uns herrsche… “ Steht auch da und so geschrieben. Scheint aber zur Zeit und bis auf Weiteres nicht zu ändern zu sein:
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    Jeder halbwegs Gebildete und Ausgebildete weiß – und ganz sicher unsere staaatlich-akademischen Eliten wissen, wie anzunehme ist, dass der 11.9. eben „vorher“ kein prominenter Tag war. Sonder erst durch Ereignis dazu gemacht wurde. Von daher erwartet man für einen 11.9. eben „höchstens kleinbürgerliche Nachahmertaten“ (schlimm genug); was aber zu kurz kommt, bei all dem, was Don zu Recht schreibt, ist doch nur eines:
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    Jede nachfolgende Tat derselben Qualität wie ein 11.9. wird und muß an jedem beliebigen Tag zwischen allen prominenten Tagen kommen – eben um einen solchen Tag genau so herauszuheben und ebenfalls sozial zu exklusivieren.
    .
    … und wie eben auch dazu wiederum kleinbürgerliche Erklärungsmuster zu liefern wären auch klar, sogar im Nachinein zu konstruieren ein Leichtes: „Am 11.9.11 haben wir nämlich um 08:46 als Verschwörer-Gralsritter gemeinsam mit unserem Amfortas-Anführer rund um den Zufallsgenerator-Gral gesessen – und der hat uns dann in genau der heiligen Minute den Termin für unser nächstes heiliges Attentat (es folgt das bisher profane Datum zwischen alllen anderen) ausgespuckt- und wir alle wussten fortan ganz genau, wofür wir fortan zu leben und zu sterben haben würden“. Oder so.
    .
    Sprachlosigkeit und Dummheit dieser Gesellschaft, die bis auf weiteres, so wie es scheint, lediglich die Mittel wegsperrt, nicht aber nach den tiefergehenden Ursachen wie globaler spiritueller Mißachtung der Miitmenschen, sozialer und humaner Intoleranz unddie teils hemmungslose finanzieller Ausplünderung von Quasi-Kolonialstaaten schaut, wird weiterhin eher erfolglos bleiben.
    .
    Aber anscheinend „wollen das die Völker so“: Der 11.9 ist ein Hype – und wehe, man würde ihnen irgendwass davon nehmen wollen: Für Ratio ist da kein Platz. (Und lediglich ein weiterer Geschäftsanreiz wie man weiß: Sicherheit erst noch verkaufen/herstellen müssen ist besser fürs Bruttosozialprodukt, als „einfach so „schon vorfinden.)
    .
    Gar nicht ketzerisch: Und außerdem gibt es ja überhaupt gar keinen Anlaß für nächste terroristische Großanschläge: Der globale down-cycle, in welchen Bin Ladens schreckliches Verbrechen uns einzutreten anstieß, erscheint weiterhin bestens intakt. Und auch hierzu kaum Bemerkungen öffentlicher Ratio.
    .
    Roger Willemsen am Donnerstag abend in 3sat: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=26753 Ziemlich klug und auch gut beobachtet, nicht wahr?

  72. @Folkher Braun: Wo die...
    @Folkher Braun: Wo die Religionen explizit werden, lassen sie sich auch widerlegen. Den Fehler hat die allein seligmachende roemische Kirche lang genug gemacht. Aber nachdem man nicht mehr alle Ketzer mit einem einfachen Kirchenbann ruhigstellen konnte und die weltliche Herrschaft nicht mehr mir-nichts-dir-nichts mit einer Hinrichtung als ultima ratio gefolgt ist, blieb nicht mehr viel anderes uebrig, als, um nicht vollstaendig laecherlich zu werden, auf genauere Festlegungen zu verzichten.
    Was die Sakramente anbelangt, soweit ich mich erinnere gibt’s da im katholischen Glauben sieben: Taufe, Kommunion, Beichte, Firmung, Ehe, Priesterweihe, Krankensalbung. Also eher ritische Handlungen als „Geheimnisse“. Im Grundschulreligionsunterricht war das fuer mich immer so was wie ein Panini-Album. Man muss halt genug Bildchen sammeln, dann ist Gott zufrieden. Die Theologen haben aber wohl eine abstraktere und besser klingende Beschreibung ;-)

  73. @Pérégrinateur, 19:47
    genau...

    @Pérégrinateur, 19:47
    genau Meslier, mir war der Name entfallen, sonst hätte ich ihn womöglich korrekt mit Quellenangabe zitiert; Dieser Sozialarbeiter war noch weniger blutdurstig, als ich ihn in Erinnerung hatte. Wenn man noch selbst denkt, blamiert man sich jeden Tag.

  74. @Hans Meier:
    "Das heißt, ich...

    @Hans Meier:
    „Das heißt, ich wünsche, (wie es ja in diesen blöden Umfragen immer so schön heißt), der RKK „mehr Einfluß“
    Nun, die neueren ideologien Kommunismus und Faschismus haben wir in Europa ueberwunden, dem Neo“liberalismus“ wird auch nur noch im Vereinigten Koenigreich verzweifelt gehuldigt – und Sie wuenschen sich den muehsamst zurueckgedraengten Einfluss einer Gruppe zurueck, deren Vordenker und seit kurzem auch Haeuptling keinen aergeren Gegner als den „Relativismus“ ausgemacht hat. Eben dieser Relativismus ist es aber, der uns in Zukunft ueberhaupt nur ein einigermassen friedliches Leben auf diesem Planeten sichern kann. Religionen sind in ihrem Anspruch, die Welt zu definieren, immanent absolutistisch. Entweder hat ein allmaechtiger Schoepfer der Kirche die „Wahrheit“ gegeben (im Christentum noch mit der unsaeglichen Aufgabe, dass dem Rest der menschheit auch klarzumachen, verbunden), oder es ist eben alles Unfug. Soll ja jeder fuer sich glauben, was er will, aber diesen radikalen Ideologen auch nur ein Iota zu ihrem ohnehin schon ueberbordenden Einfluss zu gewaehren, muss verhindert werden.

  75. @Grand Guignol: Die Pritsche...
    @Grand Guignol: Die Pritsche ist bezeichnenderweise die Waffe des Kasperl im Kindertheater – und Ihren Fehdehandschuh koennen Sie auch anbehalten. Aber brav katholisch argumentiert, dass man auf die Wahrheit nicht einzugehen hat, sondern sie bestenfalls verzeihen darf. Ich verzichte auf diese Absolution.
    Exkommuniziert wurde ich uebrigens ganz ohne Kampf – als Apostat ‚a fide‘.

  76. @HansMeier555
    Ich würde mich...

    @HansMeier555
    Ich würde mich selbst als freien Geist bezeichnen und kann Ihnen trotzdem nicht folgen. Für mich sind Islam und Christentum als Denksysteme engste Verwandte und trachten Menschen wie mir die meiste Zeit nach dem Leben; mein Glück, dass ich in einer Kalmenzeit am rechten Ort lebe. Ein Unterschied zwischen beiden ist ein höherer Grad an logischer Kohärenz im Islam, während das Christentum ein erfrischender Hang zum Absurden kennzeichnet, welches in den letzten 2 Jahrtausenden sich in allerlei intellektuellen Blasen geäußert hat, und damit ungewollt sehr fruchtbar war. Der Islam tut sich da deutlich schwerer.
    Ich fände es leichter, diesen „Mit“menschen gegenüber tolerant zu sein, wenn sie sich an ihr 2. Gebot halten würden. Wer nur für sich selbst spricht, mit dem gibt es eher ein Gespräch.

  77. @HansMeier555, 21:09

    Religion...
    @HansMeier555, 21:09
    Religion gewöhnt an frivole Begründungen und vernebelt damit die Hirne. Es ist wahrlich schwierig genug – für manche unmöglich, weil nun mal ihre emotionalen Bedürfnisse dem entgegen stehen, die bei den meisten das Prävenire haben – sich aus dem kindlichen Das-muss-so-sein-weil-ich-es-mir-so-wünsche herauszuarbeiten, man sollte es nicht noch schwerer machen. Marx hatte meiner Ansicht nach Recht mit seinem Satz, dass die irreligiöse Kritik die Voraussetzung jeder anderen Kritik sei – denn wenn ich aus Angst vor dem Sinai-Donnerer den Kopf ducke, wie soll ich da währenddessen genau Ausschau halten, was auf der Welt geschieht? Und wenn ich mich den feststehenden Urteilen einer Autorität unterwerfe, wie soll ich da selbst mündig sein? Man schaue sich nur das Trauerspiel an, das der große Pascal bietet – ein kluger, geistvoller, nüchterner und hellsichtiger Mensch. Und der läuft nun so lange willentlich zur Messe, bis er sich selbst mit der katholischen Wahrheit den Kopf plombiert hat. Von wegen „Es schadet ja nicht, wenn …“!
    Was beweist der lange Bestand der katholischen Kirche? Den Krieg gibt es ja schon viel länger, ist er deshalb etwas Gutes?
    Gegen Ihre Illusionslosigkeit gegenüber moderneren Ideologien habe ich gewiss nichts einwenden. Speziell die vielen per mehr oder weniger persönlichem Gebastel zusammengeklebten „kommoden“ Religionen der Jetztzeit sind gewiss von noch stärker die Haare sträubender Frivolität; aber wohl meist nur, weil man sie noch nicht so oft gesehen hat, als dass man sich an sie hätte gewöhnen können, und weil die Kleisterflecken halt noch nicht abgeschuert sind. Genauso dasselbe Bild aber hat man, wenn man etwa das frühchristliche work in progress der Glaubensbekenntnisse eingehender betrachtet.
    Man sollte bei sich nicht Reservate der Kritiklosigkeit dulden, in denen die Standards rationaler Begründung nur herabgemindert gelten. Die könnten zum Beispiel auswuchern. Vielleicht ist die Gefahr manchmal nicht groß. Fallunterscheidungen sind jedoch begründungstechnisch immer unschön.
    Ich schätze übrigens ihre Interventionen hier für gewöhnlich sehr; vor allem die pointierten Guerilla-Überfälle haben mir schon den einen oder anderen trüben Tag aufgehellt.
    [Zieht den Hut und verbeugt sich.]

  78. @Aurispa, 23:48

    Eine Blamage,...
    @Aurispa, 23:48
    Eine Blamage, die man aber ganz gut ertragen kann. Im Deutschen wäre übrigens der „Adelige“ im Satz auch metrisch zu sperrig, man muss ihn also auf alle Fälle etwas kürzer machen.

  79. Bester T.I.M.:

    meine Anfrage...
    Bester T.I.M.:
    meine Anfrage – in aller Bescheidenheit – war ja nur: was ist unter den „katholischen Sakramenten“ zu verstehen? Ist das – nach den Kriterien von Joan Robinson, einer der Denkerinnen in der britischen Wirtschaftsforschung -: „hegelian stuff and nonsense“ oder ist da irgendwo noch eine Substanz? Beispiel 1: Wir stehen vor einem 12- Liter- Dieselmotor, der Blaurauch kotzt und keine Leistung bringt. Wir haben zwei Versionen: Turbine kaputt oder Kolbenringe durch. Womit fange ich an? – Turbine. Denn denn das ist kein Glaubensgeheimnis, sondern Wissen.
    2. Ich bin vor zwei Stunden mit unseren vierbeinigen Portugiesen durch den Park gelaufen. Plötzlich kommt ein Migrationshintergrund (fand ich hinterher heraus) aus den Büschen gestürmt, und will unseren Kleinen (Podengo Portugues Pequeno) mit 25 cm Schulterhöhe treten. Ich konnte es gerade noch verhindern mit einem „Drehschuss“ in seine Klöten. Eine ordentliche Fußballer- Ausbildung in der Kreisklasse ist ja nie verkehrt. Was erklärt mir mein Hintergrund, klötenhaltenderweise beim Niedersinken: “ Ich fi$$e Deine Mutter.“
    Wo bleiben jetzt die katholischen Sakramente für den fehlgeleiteten Hundetreter?

  80. @Pérégrinateur 00:38

    Das...
    @Pérégrinateur 00:38
    Das mit der Metrik überzeugt mich ästhetisch. Da hat es der deutsche Übersetzer von Diderot besser gemacht. Ich habe jetzt doch mal nachgeschlagen und folgendes gefunden:
    „Je souhaite que tous les grands de la terre et que tous les nobles fussent pendus et étranglés avec les boyaux des prêtres. Et je voudrais, et ce sera le dernier et le plus ardent de mes souhaits, je voudrais que le dernier des rois fût étranglé avec les boyaux du dernier prêtre.“ aus Testament, Meslier
    Ich habe allerdings auch nur ein kurzes Büchlein seines „Testaments“ gefunden. Der arme Mann war und ist lange schlecht editiert worden.
    Da wollte das gute Priesterlein also alle abschlachten, auch wenn die Worte einem „Mann der Strasse“ in den Mund gelegt worden waren. Und natürlich ist erdrosseln auch noch sinnlicher, als plakatives aufhängen. Meslier näht im ersten Satz ohnehin doppelt. Was wohl Walter E. Kurtz dazu sagen würde?

  81. Werter Folkher Braun,
    vom...

    Werter Folkher Braun,
    vom Dieselmotor auf die Sakramente zu kommen ist gar nicht so einfach. Vielleicht wenn man den Blau- zum Weihrauch macht… Prinzipiell sind Sakramente ja wie gesagt nur Riten (so wie die AU), die die unsichtbare (metaphysische) Praesenz Gottes (die Abgasverordnung… oder wie auch immer die heisst) manifestiert. Mit anderen Worten – Ihre Frau Robinson hat recht. Wobei die Kirche natuerlich vorgibt, ueber Gottes Existenz bescheid zu WISSEN. Einem mittelalterlichen Menschen waere die Frage, ob Gott sich denn wirklich fuer seine Busse interessiert, sicher absurd vorgekommen.
    Zum zweiten Beispiel: Jemandes Tier zu treten ist wohl eine nicht so schwere Suende, in Levitikus ist das glaub ich ganz absurd detailliert geregelt. Aber wahrscheinlich kann der Angreifer, so er denn katholische Sakramente empfangen hat, sein Sakrament-Panininalbum beim letzten Gericht hervorziehen und bekommt dafuer dann entsprechenden Straferlass… quasi wie ein Rabattmarkenheft. Er koennte natuerlich auch direkt beichten und Busse tun. Das fuehrte dann zum direkten Abzug im Punkteregister.
    Also diese Religion ist wirklich absurd!
    ——–
    Btw.:
    Das roemische Reich war doch am glorreichsten als noch Jupiter und seine Leutchen herrschten, das hl. roem. Reich hat es aber nie mit seinen alten Goettern probiert. Wer weiss, vielleicht waere aus dem tausendjaehrigen Reich unter Odin, Thor und Frigga vielleicht ein groesserer Erfolg geworden. Und im Himmel mit Goettern zu saufen, stell ich mir auch irgendwie spannender vor als auf einer Wolke die ganze Zeit Gottes Herrlichkeit zu preisen. Bleibt nur fuer den Don zu hoffen, dass die da oben nicht die ganze Zeit Wagner hoeren ;-)

  82. Der größte Irrtum der RKK in...
    Der größte Irrtum der RKK in den letzten 60 Jahren war die Annahme, dass sie sich modernisieren, liberalisieren, „mit der Zeit gehen“ müsse, um ihre Machtstellung zu behalten.
    Wie jedermann sehen kann, trifft das genaue Gegenteil zu: Je liberaler eine Kirche, umso schneller löst sie sich in Luft auf, je halsstarriger, umso besser hält sie sich.
    .
    Vergleichen Sie mal die deutsche EKD und die amerikanischen Bibelfanatiker: Wer hat die vollen Kirchen, wer kriegt die Spenden, wen gucken die Leute im Fernsehen, wer darf in der Politik mitbestimmen und die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern streichen lassen?
    .
    Diese idiotische Hoffnung: Wir erlauben den Leuten alle Sünden, und dann sind wir wieder populär. Was für Unfug! Als der Papst vor 40 Jahren dann irgendwann doch einmal was wegen Kontrazeptiva gesagt hat, gab es einen riesigen Aufschrei, denn daas hatte ja schon niemand mehr erwartet. Alle hielten gnädiges Abnicken für gebongt, und dann so was! Und tatsächlich haben aufgeklärte Kirchenkritiker ja seitdem mit der Kirche nix anderes mehr zu besprechen als Verhütungspraktiken. Denn einfach mal auf eigene Verantwortung zu sündigen (und darüber zu schweigen), dafür reicht ihre Freigeisterei dann auch wieder nicht aus, sie brauchen dafür unbedingt eine schriftliche Erlaubnis aus Rom, auch wenn sie nochmal 100 Jahre weiterquengeln müssen.
    .
    Der größte Fehler, den die RKK konkret gemacht hat, war die Abschaffung der lateinischen Liturgie zugunsten der jeweiligen Eingeborenensprachen. „Damit die Leuten verstehen, was sie beten“. Ja heiliger Bimbam! Als ob es da keine zweisprachigen Gebetbücher gegeben hätte, keinen Religionsunterricht und als ob der Alltagsverstnad liturgische Texte wirklich besser verstehen könnte, wenn sie auf Deutsch gebetet werden. Das war damals schon die selbe würdelose Anpasserei, die heutige Pädagogen dazu bringt, ihre Schüler als „Kunden“ und ihren Unterricht als „Produkt“ zu bezeichnen.
    .
    Ein ebensogroßer FEhler war, dass die Priester anfingen in ganz normaler Alltagskleidung auf der STraße herumuzurennen. Wie soll die Kirche denn ihren Machtanspruch aufrecht erhalten, wenn ihre Vertrter zu zu feige sind, dann auch persönlich entsrepchend öffentlich aufzutreten.
    .
    Trotdzem darf man die RKK noch lange nicht abschreiben. Sie hat die stärkste Marke, den ältesten Quellcode, die längste Erfahrung im VErtrieb, sie ist global präsent und verfügt über ein unerschöpfliches Reservoir an backfiles.
    (Ganz zu schweigen vom, siehe Artikel, Immobilienbesitz).
    Damit kann man auch in den nächsten 1000 Jahren noch einiges anstellen.

  83. @Aurispa, und andere
    .
    Mir...

    @Aurispa, und andere
    .
    Mir scheint, man übertreibt die Bedeutung der Religion „als Denksystem“, denn REligion lebt nicht vorrangig vom denken, schon gar nicht vom zwingenden, logischen, konsequenten denken. Danach darf man sie auch nicht beurteilen.
    .
    Und überhaupt, wer denkt schon konsequent logisch und wie oft. Eigentlich niemand.

  84. Und sind Sie, Aurispa, sicher,...
    Und sind Sie, Aurispa, sicher, dass die Kirche jemanden wie Ihnen früher nach dem Leben trachtete?
    Wahrscheinlicher scheint mir, dass sie solchen eine Lebensraum eröffnete, den diese anderswo nicht hätten finden können.

  85. @Aurispa, 03:03

    Es gibt eine...
    @Aurispa, 03:03
    Es gibt eine dicke, dreibändige Gesamtausgabe von Albert Soboul und anderen, die aber kein editorischer Renner ist; kein Wunder – wenn ein Autor einen Schinken von Fénélon lang und breit und im Detail widerlegt, holt er im zwanzigsten Jahrhundert damit wenige hinterm Ofen hervor. Der Großteil seiner Wirkung kam über andere zuwege, eher zum Glück über Diderot („Les Éleuthéromanes“), eher zum Unglück über Voltaire, der ihn – immerhin gibt er dies in seinem falschen Kondensat kund – auf Deistisch umstrickte und das Sozialrevolutionäre ziemlich herausstrich. Man kann M. de Voltaire da verstehen, man kann ihn da sehr gut verstehen, sprach er doch zwar mit Freigeistern seiner sozialen Schicht ganz gerne, hatte es aber lieber, wenn sein Kammerdiener Gottglauben besaß, damit am Ende nicht ein Teil seines mit viel Schweiß ehrlich verdienten Geldes aus dem Dreieckshandel oder der Fürstenfinanzierung irgendwie abhanden käme.
    Der arme Jean saß da in seinem Ardennenkaff, sah, was die Herrschaften mit ihren Bauern anstellten, und mit der Galle, die ihm davon hochkam, füllte er Jahr um Jahr seine bombe à retardement. So ganz ernst zu nehmen ist seine Pfarrergebrauchsempfehlung ohnehin nicht; er war sich schon bewußt, dass in weiten Landstrichen der Dorfpfarrer der einzige Mensch war, der irgend Bildung besaß, und die sollte auch nicht abhanden kommen. Er sah diese Personenklasse sogar als legitime ethische Lehrmeister der Bevölkerung an, vorausgesetzt eben, sie ließen die im engeren Sinne religiösen Faxen und die Täuschung sein.
    Es gibt noch andere wunderbar polemische Partien bei ihm, die aber natürlich in dieser dicken Schwarte dünn gesät sind, etwa seine Ausführungen über die Transsubstantiation. Die Priester, die sonst nicht einmal eine Fliege zuwege bringen könnten, maßten sich an, nach Belieben kleine Göttchen („déicoles“) ihres Allmächtigen herstellen zu können, von denen man allerdings nach vollbrachter Messe die Überreste einsammeln müsse, „afin qu’ils ne soient pas dispersés par le vent ou mangés par les souris et les rats“. (Nach dem Gedächtnis zitiert.)
    Sehr blutrünstig war er persönlich wohl nicht, und die Elephantenschlächterei, die ja der ökonomische Kern des Kurtzschen „Geschäftsmodells“ ist, hätte er wohl kaum gebilligt. Mit am stärksten etwa polemisiert er gegen die Ansicht, Tiere hätten keine Seele und könnten deshalb nicht leiden wie ein Mensch. Er geht aber nicht bis zum obligatorischen Vegetarismus – Landleben lehrt da wohl Realismus.

  86. Sicher, Voltaire war von einer...
    Sicher, Voltaire war von einer übergrossen Doppelmoral, und nicht immer ein feiner Charakter – aber das ämüsante ist doch, dass er letztendlich vermutllich gegen seinen eigenen Willen half, das System zu stürzen, dem er immer ein unangenehmer Hofnarr gewesen ist. Am Ende kriegt halt jeder, was er braucht, auch wenn er es nicht bestellt hat. Vielleicht würde er selbst darüber lächeln.
    .
    HansMeier555, es gibt doch genug Leute, die Gegenbewegungen machen. Es werden wieder Messen im tridentinischen Ritus gelesen, es gibt wieder Fronleichnamsprozessionen – aber alles mit überschaubarem Erfolg. Wenn die Kirche auf einem falschen Weg wäre, dann müssten di anderen doch enormen Zulauf haben.

  87. T.I.M:, das Problem ist ein...
    T.I.M:, das Problem ist ein wenig, dass die Römer mit der Übernehme der griechischen Rekigionsführung auich gewisse Organisationsweisen bekamen, die sehr effektiv waren, wenn es um den Machtausbau ging. Die germanischen Stammesreligionen dagegen waren nichts, was eine grössere Organisation erlaubt hätte. Mit der Kirche kam auch die Verwaktungstechnik, damit ein gewisser Strukturwandel udn damit etwas, worauf sich eine Herrschaft stützen kann, wenn der Chef mal nicht im Dorf ist. Das muss nicht immer funktionieren (siehe Langobarden in Oberitalien), aber das bayrische Stammesherzogtum läuft erst rund mit der Christianisierung.
    .
    perfekt57, sicher, der lange Text über die Kirche ist nur der lange, gebogene Anflug auf das eigentliche Thema. Man muss ja nicht einfach drauflos schreiben. Mit etwas Umweg erklärt es sich besser.

  88. E.R. Langen, es ist ja nicht...
    E.R. Langen, es ist ja nicht so, dass ich nicht zu meiner Begrentheit stünde. Das Problem ist, die FAZ hat eine Vielzahl von Blogs und darunter auch eines zur Religion – da fehlte aber das Interesse der Autoren. Sie möchten andere Themen? Sie bräuchten dann eben andere Blogs und Blogger, aber das kleine Problem ist nun mal: Die müssten es auch können. Und solange diese Leute hier nicht schreiben, müssen Sie halt öfters an den Tegernsee. Es ist nicht so, dass mir das Schreiben unter gewissen anderen Leuten Freude bereiten würde.
    .
    Frl Trude, Voltaures Candide endet mit dem schönen Satz, dass alle Philosophie stimmen mag, aber nun müsse man den Garten bestellen. Das ist auch etwas meine Haltung im übertragenen Sinne. So ein Garten macht Sinn. Aber Glaube? Esotherik? Na ich weiss nicht.

  89. Arabella, ich bedaure...
    Arabella, ich bedaure natürlich, wenn nicht jedem immer alles gefällt, allein: Died hier ist sicher begrenzt gut, aber doch die beste aller möglichen Blogwelten. Man kann andere Schwerpunkte setzen oder die Kommentare ignorieren, aber ich werde und will da nicht zu sehr eingreifen – ich lösche eigentlich nur, wenn es zu weit geht.
    .
    salonsurfer, irgendwie wäre es an diesem Tag auch fein, wenn der ein oder andere Beteiligte an der Sache sich hinstellen könnte und sagen, dass nicht alles wirklich gut gelaufen und Bespitzelung der eigenen Bürger und Waterboarding sich so nicht widerholen sollten. Ohne getrieben zu werden, aus freien Stücken, kurz: Grösse zu haben.

  90. ruttersrolf, natürlich kann...
    ruttersrolf, natürlich kann man auch nach moralischen Organisationen fragen, die ohne fanatischen Glauben auskommen. Das Problem fängt halt damit an, dass man schlecht predigen kann: Der Herr ist mit uns, aber vielleicht auch mit den anderen.
    .
    OA.Luetzenich, serh schön, das muss ich mir merken. Danke!

  91. ' Grösse zu haben'
    .
    Groß...

    ‚ Grösse zu haben‘
    .
    Groß war der Schock des zeitgleichen Erlebens.
    .
    Trist das Gedenken.
    .
    Die Medienindustrie zeigt uns ihre Grenzen.

  92. Selbst Jurtenbewohnern in der...
    Selbst Jurtenbewohnern in der hinteren Mongolei – mit TV-Zugang – war sofort
    klar, dass die USA jetzt Afghanistan überfallen…hätte man sie enttäuschen sollen?

  93. Wenn man in Europa lebt, zieht...
    Wenn man in Europa lebt, zieht man andere Vergleiche; etwa wenn die
    US-Flotte unter Begleitschutz der japanischen Marine im Golf von Biskaya auftaucht
    um ein schweizerisches Bergvolk (Sturmgewehr im Schrank) zu disziplinieren.

  94. Re Voltaire - auch er musste...
    Re Voltaire – auch er musste auswandern. Mit 60 Jahren traf er in Genf ein.
    Er hatte Besuche aus ganz Europa u.a. sogar Adam Smith („Wealth of Nations“) , doch Voltaire starb in Paris.
    „Voltaire Chez Lui – Genève et Ferney“
    ISBN 2-605-00273-X
    (Cet ouvrage a bénéficié due soutien de la Banque Paribas, Suisse)

  95. "irgendwie wäre es an diesem...
    „irgendwie wäre es an diesem Tag auch fein, wenn der ein oder andere Beteiligte an der Sache sich hinstellen könnte und sagen, dass nicht alles wirklich gut gelaufen und Bespitzelung der eigenen Bürger und Waterboarding sich so nicht widerholen sollten. Ohne getrieben zu werden, aus freien Stücken, kurz: Grösse zu haben.“
    .
    oh don, kleine große provokationen mal so locker in den raum geworfen? und ist das nicht eigentlich alles ein wenig eng im hirn (pardon!)?
    .
    wir sind da eigentlich genau ganz anders, sind vielmehr („gsci – german strategic change initatives“) für die einrichtung eines deutschen guantanamo auf helgoland, inselteil „düne“, die amerikaner mit ihrer verantwortung nicht alleine zu lassen.
    .
    aus den usa sich ein „guggenheim strich“ (mathematisch gesprochen) als virtuell-praktischen ort nach der positiven art nach bilbao holen, wäre leicht, „könnte jeder“.
    .
    wir aber hätten auch hier ggfls. die vornehmste pflicht, die globalen einheitengleichungen von wettbewerb, stabilität und gleichgewicht um genau dies zu erweitern: ganz im sinne reagans den usa öffentlich die einrichtung eines „guantanomo strich“ nach helgoland anzubieten, „das nordmeer“ politisch-strategisch emotional neu zu balancieren – gerade im verhältis zu den sich abzeichenenden veränderungen bzgl. unseres europäischen „südmeeres“ – nur so bliebe, wenn man so wollte, „die Achse Paris-Berlin in der notwendig richtigen Mitte Europas, beugte man einer mindestens so gefühlten Südverlagerung vor“.
    .
    nicht so zimperlich also mit guantanamo: wenn wir deutschen das machen, auf „düne“, dann aber richtig, so, wie es sich für ordentliche deutsche gehört: einen tag der woche ist auch „public boarding“ (die faz berichtet), für jeden der will, für jeden der sich (im internet!) dafür ausreichend qualifiziert: da stellen wir beste psychologen dran vorher, verantwortlich: bei uns käme schließlich mit sicherheit kein psychopath damit durch, nur nette, gesunde, aber erlebnisungrige … .
    .
    wir sehen sie schon, die aufblühende butterschiff-industrie, wie sie tag- und nachsichtgerät bewaffnet ausschwärmt von allen nordsee-anrainerhäfen, aus dem sicheren abstand der 3-meilen-zone einen blick zu erhaschen auf rotorange häftlingskleidung, und die bundeswehr passt auf. mit ihren neuen schnellen eingreiftruppen.
    .
    wie gesagt: wir könnten das, reale politische möglichkeiten. und unsere amerikanischen freunde hätten grund sich über uns zu freuen: was begriffen die krauts.
    .
    gibt ja sicherlich an die stücker 10 bis 20 solcher „gsci“, die zum glück ja jeder hier und heute leicht dahinwerfen könnte… .
    .
    und hätte auch stark konzentrierende rückwirkung auf die bundesdeutsche gesellschaft ein solches deutsches guantanamo auf helgoland:“ sähe man gleich, wer zu uns dazugehört und wer dagegen is“t. und kann man leicht auf der taktischen eben weiter ausdenken: einen teil des lager errichten wir auf „neuem land“, also auf stelzen im wasser, „die insel schonen“. und stellen untendrunter, an der grenze zum meer und zum licht, unterwasserkameras auf, die live als webcam ins internet berichten, zeigen, wie bewuchs und besiedlung so schön zunehmen: alles natürlich hier bei uns. und fordert (alternative-)gutachter heraus. und berichtet. und fördert die phantasie: „.. während gleichzeitig nur wenige meter weiter oben darüber …“ die völker brauchen das und wollen das, wetten?
    .
    ach ja, die wechselvolle geschichte helgolands „zwischen uns und den anderen“ ist ja bekannt, nicht wahr? ein „gsci-helligohländ“ würde so gesehen perfekt passen, nicht wahr, oder? helgoland läge ja auch sowas von abseits zur zeit und wie im dornröschenschlaf… .
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Helgoland http://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Helgoland-D%C3%BCne http://www.youtube.com/watch?v=LTkc7fnSaz8
    .
    aber nur am rande. („größe“ also? followed by „management by champignon“?)

  96. Gott ist tot - ohne Ihn gibt...
    Gott ist tot – ohne Ihn gibt es bloss blöderweise keinen Menschen, denn am Ende sind beide metaphysische Gegenstände.
    Würde nicht behaupten, dass Christentum Gewaltlosigkeit ist, aber es ist die Anerkenntnis der grundsätzlichen Gleichheit und Heilsfähigkeit aller Individuen, die Europa ausmacht. Rkk luth-ev oder was sonst noch.
    Am 11.9. vor zehn Jahren lag mein Grossvater, ein schwieriger Mensch, im Sterben (nun, er hatte selbst das Handtuch geworfen, und die Karkasse fuhr sich langsam hinunter). Das war etwas eigenartig: Opa verschied, und im Fernsehen (aus dem Augenwinkel gesehen) viel das WTC zusammen… Tante und ich versuchten dann, einen Arzt zu finden, der uns ohne zuviel Fragen einen Totenschein ausstellte. Dass der Herr Doktor türkischer Herkunft war, war dann nur noch der letzte Witz.

  97. So vorsichtig kritisch mit der...
    So vorsichtig kritisch mit der r-kath. Kirche kann nur einer aus Bayern schreiben: viel zu romantisch, viel zu katholisch – siehe dagegen Andreas Altmann…

  98. Kleine Zwischenbemerkung: Hier...
    Kleine Zwischenbemerkung: Hier wird es am Montag Abend und am Donnerstag zwei zusammenhängende Beiträge aus der Retorte geben, die vorproduziert sind – keine Sorge, es ist nicht wie bei anderen ein zerschnittener Beitrag mit jeweils 3500 Zeichen und Leservergrämung, oder schneller Textmüll, obwohl es der fehlenden Zeit geschuldet ist. Das Schreiben geht in eine andere Richtung als ich selbst
    .
    Ich muss nämlich Richtung Süden, und bin dort recht eingespannt. Wie es danach weiter geht – keine Ahnung, ich werde schon mal einen Beitrag machen können, auisserdem wird Venezia Fröscher nochmal was über Musik machen, aber eventuell wird es mit meinen Wortmeldungen etwas holprig, auch wenn wie üblich freigeschaltet wird. Bleiben Sie mir bitte trotzdem gewogen.

  99. rgruhn, ich habe hier auch...
    rgruhn, ich habe hier auch schon ganz anders über die Kirche geschrieben – aber hier ist es nun mal so, dass man ihr keinen Vorwurf machen kann, sondern loben muss.
    .
    icke, so seltsam ist das manchmal. Ich hoffe, dass, wenn es bei mir mal soweit ist, ich im Wissen gehe, den ein oder anderen überlebt zu haben. „Den back ih no“, sagte eine Verwandte einmal über einen nicht geschätzten Papst. Und sie hat ihn auch gepackt.

  100. seien sie sich dessen...
    seien sie sich dessen versichert, geschätzter gastgeber, gute reise! die vorfreude auf ihre rückkehr und auf ihre mitbringsel wird um so grösser sein.

  101. @HansMeier555
    Au contraire....

    @HansMeier555
    Au contraire. Mal abgesehen davon, dass Ihre ja klassische Dichotomisierung in „Denken“ und möglicherweise „Fühlen“ neurobiologisch wenig sinnvoll scheint, will ich mich mal darauf einlassen: Auch dann ist Religion und allemal Kirche vorwiegend eine intellektuelle Veranstaltung. Ich wage jetzt mal zu behaupten, dass fast alle Menschen stark gefühlsbetonte spirituelle Fragen umtreiben. Man schaut z. B. in den Sternenhimmel und fragt sich: Wo, wie, warum, weshalb? Auf dieses individuelle Grundbedürfnis setzen jetzt Religion und Kirche auf und geben organisierte Antworten (siehe z. B. bei Don Alphonso um 10:25). Es findet so eine Art Enteignung der individuell notwendig fragilen Sinnfragen der nun Gläubigen statt, die im Gegenzug in der Gruppe befreit von Zweifeln nun „Jupiter will es“ brüllen können. Was Jupiter will bekommt man natürlich gesagt. Mir persönlich ist da selbst Zen-Buddhismus näher.
    Und von welchen Lebensräumen raunen sie? Arianismus, Sufismus, Ghetto oder Albi in Südfrankreich. Als Gegenleistung für den gnädig gewährten Lebensraum müsste ich wohl nur heucheln. Und sicher würde ich bis zu einem gewissen Grad heucheln, schließlich hängt man am Leben der Seinen und dem Eigenen. Und wenn Sie jetzt verständlicherweise denken mögen: „Wie pathetisch!“, dann diskutieren Sie mal mit Vertretern der Kirchen über Abtreibung, PID, Gentechnik oder Themen der praktischen Ethik z. B. nach Singer. Da füllt sich der Raum rasch mit dem Rauch virtueller Scheiterhaufen und ich spüre, was die Damen und Herren mit anderen täten, wenn sie noch könnten. Deshalb verzeihen Sie mir, wenn ich an unserer Errettung vor den Übeln aus anderer Richtung mitarbeiten möchte.
    Ansonsten schliesse ich mich gerne Pérégrinateur an: „Chapeau!“

  102. <p>Es wird um die Falltüren...
    Es wird um die Falltüren der Heimat gehen, die ich heute und gestern besichtigt habe, und bei denen es steil nach unten geht:
    .

  103. Bei der Gosse von SPONschleim...
    Bei der Gosse von SPONschleim ist es übrigens jetzt so weit wie oben angekündigt:
    .
    Sprung aus der Flammenhölle […] Aus den oberen Stockwerken springen Menschen in den Tod.
    .
    Man kann gar nicht so viel essen.

  104. Sehr geehrter Don! Ich...
    Sehr geehrter Don! Ich jedenfalls werde Ihnen auch gewogen bleiben, wenn Sie mal was aus Retorte ziehen… mache ich schließlich selber auch. Ich passe dann nur den ersten oder letzten Satz dem aktuellen Thema an.

  105. Monumententag - hatten wir...
    Monumententag – hatten wir hier in den Niederlanden gestern auch. Erst dachte ich, das Bild sei von der Molen in unserem Dorf.

  106. <p>(Ansonsten wird es...
    (Ansonsten wird es natürlich bei meinem Privatblog das ein oder andere Bild und die ein oder andere unangestrengte Geschichte geben, die hier nicht reinpasst. Möchte der FAZ nichts andrehen, was nicht mit echter Mühe zu tun hat, wie andere das machen.)

  107. Als protestantisch erzogener...
    Als protestantisch erzogener Mensch,mit allen puritanischen Aspekten, bin ich
    schon immer gern in Kirchen gegangen, um die Architektur und Kunst zu
    bewundern, und um auch Kerzen anzuzünden und mir dabei etwas zu wünschen,wiewohl mir bewusst war,dass dies nichts nützt. Es waren dies in der
    Regel katholische oder griechisch-orthodoxe Kirchen, die durch die reichhaltigen
    Kunstwerke und die Stille,die am Ort gewünscht wurde und auch herrschte,
    einen eigenen Zauber vermittelte.Nun habe ich als moderner Mensch die Kirchen
    betrachtet,früher besonders diente die Kirche und ihr Ritual dazu, die Menschen
    mit ihrer „Großartigkeit“ klein und demütig zu halten,sie abhängig zu machen.
    Das mag fast niemand mehr.Sehr wohl ist es erstaunlich,wie ein mir eher
    lächerlich vorkommender Papst die Jugend,zum Beispiel in Madrid , begeistern
    kann.Es werden augenscheinlich immer wieder Vorbilder gesucht und gebraucht.
    Wenn es diese nicht gibt muss gegebenenfalls ein Therapeut her.Da kann ich
    nur empfehlen, lest,lest,lest Literatur ,alle Facetten des Lebens sind darin
    zu erleben,um selbst mit sich ins Reine kommen zu können.

  108. Hans Meier, ich stimme Ihnen...
    Hans Meier, ich stimme Ihnen in einem Punkte vollkommen zu. Seit jeher mache ich mich ueber die Laien und andere „Glaeubige“ lustig, die von der RKK „Reformen“ verlangen. Weil entweder man hat die goettliche Wahrheit – die duerfte dann heute genau dieselbe sein wie vor 2000 Jahren, oder eben nicht. Eine Kirche die sich selbst relativiert (deren Obermotz aber gegen genau solchen Relativismus wettert) macht sich nur noch laecherlich. Das Problem ist nur, dass fortschreitender Erkenntnisgewinn viele alten Aussagen der RKK in ihrer Rigorositaet genauso laecherlich machen. Man kann das natuerlich radikal beantworten, wie viele christliche Gruppierungen hier in den USA, aber dann laeuft man auch Gefahr in dieselbe katastrophale gesellschaftliche Spaltung hinein zu laufen. Dass wir Europaer das verhindern wollen, ist sicher nicht die schlechteste Entwicklung, gerade nach dem letzten Jahrhundert (UND den ganzen davor). Insbesondere in Deutschland haben wir ja das Problem, dass es mit dem Laizismus nicht so richtig weit her ist. Eine reaktionaere Kirche in einem Land mit Regierungspartei CDU ist gefaehrlich. In Frankreich hingegen sollte das kein so grosses Problem sein.
    @Don: Es gibt „wieder“ Fronleichnamsprozessionen in Bayern? Ich war schon seit Jahren nicht mehr zu Fronleichnam bei meinen Eltern im Rheinland, aber ich bin mir sehr sicher, dass es dort nie aufgehoert hat, Fronleichnamsprozessionen zu geben (Mein Grossvater hat frueher immer einen der Altaere gebaut). … Als Kind uebrigens der schlimmste katholische Feiertag des Jahres – diese Prozessionen haben eeeeewig gedauert, und man musste immer mit.

  109. "Man soll das Christenthum...
    „Man soll das Christenthum nicht schmücken und herausputzen: es hat einen Todkrieg gegen diesen höheren Typus Mensch gemacht, es hat alle Grundinstinkte dieses Typus in Bann gethan, es hat aus diesen Instinkten das Böse, den Bösen herausdestillirt, – der starke Mensch als der typisch Verwerfliche, der „verworfene Mensch“. Das Christenthum hat die Partei alles Schwachen, Niedrigen, Missrathnen genommen, es hat ein Ideal aus dem Widerspruch gegen die Erhaltungs-Instinkte des starken Lebens gemacht; es hat die Vernunft selbst der geistigstärksten Naturen verdorben, indem es die obersten Werthe der Geistigkeit als sündhaft, als irreführend, als Versuchungen empfinden lehrte. Das jammervollste Beispiel – die Verderbniss Pascals, der an die Verderbniss seiner Vernunft durch die Erbsünde glaubte, während sie nur durch sein Christenthum verdorben war!“

  110. Behauptungen.
    An Nietzsche...

    Behauptungen.
    An Nietzsche hatte ich mal eine Zeitlang Freude an der Lektüre, zusammmen mit Marx, das war so etwa als Siebzehnjähriger. Später mit Vierzig nochmals Revision. Das langt. Starkes Feuilleton. Das Problem seit den Salons des ancien regime, dass sich die Schriftsteller seit der Zeit als Philosophen sahen. Hatte fatale Folgen. Aber die Geschichte hat, wie die RKK, einen langen Atem.
    Nietzsche wäre so gern ein martialischer Zertrümmerer, ein Renaissancemensch gewesen, er war aber ein wildgewordener Altphilologe mit herrlichen Pointen, der an sich und seinen verklemmten Lüsten litt. Sogar den Islam stellte er übers Christen-tum wg. dessen Rumgefuchtele mit den Krummsäbeln.
    Dagegen lobe ich mir den unprätentiösen Nikolaus von Kues
    http://www.zeno.org/Philosophie/M/Nicolaus+von+Cues/Von+der+Wissenschaft+des+Nichtwissens
    @@:
    Balthasar Gracian (Handoralkel überstzt v. Arthur Schopenhauer
    Von den Feinden Nutzen ziehn
    „Man muß alle Sachen anzufassen verstehn, nicht bei der Schneide, wo sie verletzen, sondern beim Griff, wo sie beschützen; am meisten aber das Treiben der Widersacher. Dem Klugen nützen seine Feinde mehr, als dem Dummen seine Freunde. Das Mißwollen ebnet oft Berge von Schwierigkeiten, mit welchen es aufzunehmen die Gunst sich nicht getraute. Vielen haben ihre Größe ihre Feinde auferbaut. Gefährlicher als der Haß ist die Schmeichelei, weil diese die Flecken verhehlt, die jener auszulöschen arbeitet. Der Kluge macht aus dem Groll einen Spiegel, welcher treuer ist als der der Zuneigung, und beugt dann der Nachrede seiner Fehler vor, oder bessert sie. Denn die Behutsamkeit wird groß, wenn Nebenbuhlerei und Mißwollen die Grenznachbarn sind. „

  111. So ist das mit den strahlenden...
    So ist das mit den strahlenden Supemenschen vom Schlage eines Nietzsche Fritz.
    Das Religiöse scheint eine Funktion des Menschen zu sein und wie bei Allen diesen scheint es gesünder sie zuzugeben und um sich damit auseinanderzusetzen als sie zu leugnen.

  112. Vorchristliche, dh heidnische,...
    Vorchristliche, dh heidnische, Religionen, wie etwa der Animismus, zeichnen sich durch ebenso klare Arbeitsteilung aus wie diese Gesellschaft. Der Mensch, als Klammer und Widerspruch aller Dinge, spielt dort keine Rolle. Genauso in diesem als kunstgeschichtlich getarnten Artikel, der in Wahrheit heidnisch ist. Sie gehen kulturhistorisch der Epoche des Christentums voraus. Wie wollen Sie da die christlichen Artefakte und Praktiken beurteilen können? Bibelkritik nach dem Motto: ich glaube es nicht, daher ist es widerlegt. Es geht nur um Orte, Sachen, Stimmungen als Verkörperungen von Ideen. Letztlich animistisch. Ohne Christus hat man keine Vorstellung von irgendeinem Menschen, außer dem in der ersten Person Singular. Das offenbart sich in unserem Sprechen in Denken. Die Dunkelheit, von der Sie sprechen, sind Sie selbst, in dem das Licht ist, aber das Sie nicht begreifen.
    Als ob Ideen in den Dingen wären. Es geht nicht um die Kirche, es geht um die Menschen. Bischof Hubers Vater war der Nazijurist E R Huber, der ein Lehrbuch zur Verfassung des III. Reichs geschrieben hat. Seine Mutter war eine Jüdin, die unbehelligt dieses überstanden hat. Ich denke, wenn das weithin unbekannt ist, dann deshalb, weil man in Deutschland alles unpersönlich diskutiert. Wenn Huber jr. also das Evangelium an die SPD ausliefern will, braucht man nicht mehr nach weiteren Gründen für die Abkehr der Leute von der Kirche zu suchen. Es ist aber nicht „die“ Kirche. Es ist die persönliche Unaufrichtlgkeit von Kirchenfunktionären, die ihre eigene Familiengeschichte nicht verarbeiten, sehr wohl aber die Zuständigkeit für die Sünden anderer beanspruchen. Oder die Bestseller der Herrn von Schirach, der seinen Vorfahren problematisch findet, aber Vorlesungen über Gut und Böse hält. Das ist wie ein Vortrag einer Hure über Jungfräulichkeit. Don Alphonso, ich bete für Sie.

  113. Mit Nietzsche kann man ggfls....
    Mit Nietzsche kann man ggfls. immer auch das Gegenteil beweisen. Golo Mann. Aber denken kann man von ihm lernen. Und ggfls. schreiben. dito.
    .
    Und es gibt schon viel nebeneinander. Am Rande auch schon mal Matussek zur Kenntnis genommen? http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Matussek („Als „unzuverlässiger Konservativer“ und Sohn eines CDU-Bürgermeisters betrachtet er diesen als „verspäteten Kulturkampf, in dem die bürgerliche Mitte die 68er ein weiteres Mal besiegt wie in einer ständigen Sedanfeier aus Alt- und Jungkonservativen.“ Das konservative juste milieu, „welches die allerschwersten ökonomischen Panikattacken hinter sich hat“, sei lediglich beschäftigt, „sich auf die Schulter zu klopfen, mit geradezu unerträglicher Selbstzufriedenheit.“ Der heutige Konservativismus sei „zu einer öden Lifestyle-Spießerei und verspäteten Abrechnungen mit dem linken Gegner von einst abgesunken“ … „) (und: „Ja. Nur Sie müssen wissen, wie ich die Jahre vor der Abiturprüfung verbracht habe: Kiffend in einer maoistischen Wohngemeinschaft. Es war ein Wunder, dass ich die Schule überhaupt durchgezogen habe neben all den schönen Mädchen, dem LSD und der Ideologie. … “ http://streitbar.org/artikel_display.php?id=454
    .
    Und natürlich war es schon immer kleinbürgerlich tatsächlich nach Indien zu fahren „zwecks Erleuchtung“. Aber gelebt hat der schon auch.
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    Und immer wieder MRR, was ist FAZ, was ist ggfls. auch TM: „Stimmung ist nicht Betrunkenheit. Stimmung ist Ausgeschlafenheit, Frische, tägliche Arbeit, Spazierengehen, reine Luft, wenig Menschen, gute Bücher, Friede, Friede.“ ( http://www.thomas-mann.ch/ ) Und „Dichtertum ist die lebensmögliche Form der Inkorrektheit.“ – Naja.

  114. wer von Ihnen nicht an die...
    wer von Ihnen nicht an die eigene Sündhaftigkeit glaubt und hofft durch Bekehrung und Umkehr doch noch aus der Gnade, die höher ist als alle Vernunft erlöst zu werden, erkläre mir, weshalb er nachhaltige Hühnereier kauft…
    Wenige Europäer können sagen, sie seien keine Christen, wenn sie selbst gegenüber ehrlich sind. Trotz der Predigt letzten Sonntag….

  115. @@: Wobei ich natürlich...
    @@: Wobei ich natürlich nichts gegen die Großen des Islams wie Averroes, Avicennas, Al-Ghazali usw. gesagt haben will.

  116. Marcus Tullius@ Ich habe Sie...
    Marcus Tullius@ Ich habe Sie nicht verstanden und hoffe sehr, dass das nicht
    weiter schlimm ist.
    Sie waren wohl das Mäuschen bei den Hubers und v.Schirachs.
    .
    …und die Lehren aus der eigenen Geschichte anderen aufs Auge zudrücken ist nichts Neues, zeitunabhängig und in D reine Gewohnheit.

  117. Marcus Tullius@ Ich habe Sie...
    Marcus Tullius@ Ich habe Sie nicht verstanden und hoffe sehr, dass das nicht
    weiter schlimm ist.
    Sie waren wohl das Mäuschen bei den Hubers und v.Schirachs.
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    …und die Lehren aus der eigenen Geschichte anderen aufs Auge zudrücken ist nichts Neues, zeitunabhängig und in D reine Gewohnheit.

  118. Grand Guignol / perfekt57: Den...
    Grand Guignol / perfekt57: Den Nietzsche hab ich natuerlich absichtlich unkommentiert und nicht als Beleg meiner eigenen Meinung eingestellt. Sicherlich ist das Pamphlet in weiten Teilen eine wirre Melange aus wiederbelebten Zarathustra-Elementen und dem juengeren Hass auf Wagner, der dann doch nicht der Heilsbringer war, den der junge Nietzsche sich erhofft hat (Parsifals „Mitleids hoechste Kraft“ als Gegenstueck zur Uebermensch-Theorie). Doch ab und an les‘ ich den Alten gern.
    Matussek kann man bewundern ob seiner Konsequenz, seine immerhin stets als subjektiv daherkommende Meinung kann ich aber fast nie teilen, ausser im Punkte der Traditionsbewahrung, die ja Hans Meier hier schon angebracht hat (@Hans Meier: Sie sind nicht zufaellig M. Matussek?).

  119. T.I.M.@ ...aber anregend...
    T.I.M.@ …aber anregend war´s schon.

  120. Ooch, das ist ja doppelt,...
    Ooch, das ist ja doppelt, sorry!

  121. Es gibt ja nur die eine,...
    Es gibt ja nur die eine, unsichtbare Kirche, die Gott, der Herr, errichtet hat und weiter baut. Unsere irdischen, zeit- und ortsabhängigen Organisationsformen sind (im Sinne des Prediger Salomos) „eitle Bemühungen“, denn sein wie Gott – das ist uns Menschen eben nicht gegeben. Daher auch die babylonische Vielfalt unserer christlichen Kirchen.
    Zur Hauptsache des Artikels darf ich vermerken, dass unsere Stadtkirche (in einer hessischen Kleinstadt) dienstags bis sonntags geöffnet ist. Und natürlich hatten wir einen Gottesdienst zum 11.09.01 – das ist ein Ereignis, was Menschen beschäftigt, und damit beschäftigt es natürlich auch uns als Kirche.

  122. Es gibt da noch...
    Es gibt da noch Kirchen(räume), die kaum einer kennt, nämlich die auf den Flughäfen. Wenn ich alleine sein wollte und wusste, dass ich in der KLM/AirFrance Business Class Lounge bestimmte Leute treffen würde, die mit mir entweder belanglos daherreden oder mich neugierig ausfragen wollten, bin ich dahin gegangen. Man tritt ein und es herrscht Ruhe……. Wenn mich jemand von der Nützlichkeit der Kirchensteuer überreden wollte, brauchte er nur diese Erfahrung zu erwähnen.

  123. mit grausen wendet man sich...
    mit grausen wendet man sich vom küchenradio, in dem das staatsfernsehen in seinen e-missionen eine GröTaz bereithält…
    .
    ja, so ein ruhiges kirchlein, in dem nur die bats in the belfry herumflattern, hat etwas.

  124. Ich dagegen sah in meinem...
    Ich dagegen sah in meinem Badebildempfaenger einen Stuetzenfilm von Brian de Palma, The Bonfire Of The Vanities. Ich amuesierte mich praechtig. Gar manchen dieser Typen bin ich in meinem Leben als ungutes Beispiel begegnet.
    Irgendwie, ich weiss nicht wieso, aber immerhin mit den augenblicklichen Gedenkfeiern verbunden, begann ich darueber nachzudenken, welch wunderbare Nation der warmen Herzen die Deutschen doch sind.
    Zu uns kann man den Rest der Welt wirklich beglueckwuenschen.
    .
    (Baut weiter an seiner inneren Kathedrale: Filou)

  125. cher Filou, ich hätte für...
    cher Filou, ich hätte für ihre kathedrale noch eine taufbeckenfüllung calvados x.o. im ernst.

  126. @Kirchenvorsteher:

    Habe ich...
    @Kirchenvorsteher:
    Habe ich Ihre Einlassung richtig verstanden? – Sie erklären hier eine „unsichtbare Kirche“, die jemand, der mit „Gott“ und „der Herr“ von Ihnen bezeichnet wird, installiert hat. Die Existenz dieser Kirche und dieses Herr(n) ist für Sie wahr. Frage: woher wissen Sie das? – Sie scheinen ein exklusives Wissen zu besitzen, das anderen Menschen nicht zugänglich ist. Gibt es denn jetzt eine Möglichkeit, auch dieses Wissen zu erlangen? Muss man dafür etwas bezahlen oder geht das auch anders?
    Und was die von DA beschriebenen „Gotteshäuser“ angeht: weiß jemand, wie diese Prachtbauten finanziert wurden? – Wie hoch war denn bei deren Erstellung die durchschnittliche Lebenserwartung der Erdenbürger in Europa? – Wie hoch der Anteil der Pfaffen am Brutooinlandsprodukt seinerzeit. Ich muss mal dringen Jürgen Kuczynskis: Geschichte des Alltags des deutschen Volkes ausgraben.

  127. Ich war früher Atheist, habe...
    Ich war früher Atheist, habe aber zu viele unbeantwortete Fragen gehabt und das hat mich immer mehr geärgert. Danach fand ich das es auch anders geht, sogar besser, wurde Agnostiger und als ich mich mehr damit beschäftigte wurde ich Christ.
    Aber als Christ wollte ich keine halben Sachen und beschäftigte mich mit allen Kirchen und Gruppen und landete dort wo ic hes als Anit-Katholik nie für möglich hielt: In der katholischeen Kirche.
    Dort wo übrigens ca. 30 Millionen andere Deutsche auch sind, die größte Glaubensgemeinschaft in der BRD, überhaupt die größte Gemeinschaft in der BRD. Und während Parteien, Gewerkschaften, Sportvereine und alle anderen Organisationen untr massiven Mitgliederschwund leiden, das aber still scheigend weil ja so demoralisierend, gibt es in den christlichen Kirchen zwar auch inen gewissen Schwund, der aber dorch deutlich niedriger ist als in andern gesellschaftlichen Gruppen. Und unter den christlichen Kirchen ist er am niedrigesten bei den vielbescholtenen Katholiken. Bei den evangelischen Christen redet man auch nicht von Schwund, obwohl die ja sehr neidisch auf die Katholiken blicken.
    Das erzählt so niemand, weil es einfach schick ist gegen Katholiken zu poltern.
    Gab es eigentlich jemals so eine große Krise bei den Kirchen wie Heute? Eigentlich gibt es keine Krise in der katholischen Kirche. Sie ist Weltkirche und wächst unter den christlichen Kirchen überproportional. Das sie in manchen Ländern schrumpft ist hier unerheblich, da sie anderswo extrem stark zulegen kann. Das sie in manchen Ländern schrumpft ist auch vor Ort meistens unerheblich da dies dort schon öfters vorgekommen ist und wie die Geschichte zeigt ein normler Prozess des auf und nieders ist. Blickt man zum Beispiel auf die Zeit nach der Reformation oder zum Beginn der – meistens sehr gewaltsamen gegen Kirchen gerichteten – Säkularisation, dann stellt man fest das es früher viel schimmer war und die katholische Kirche es irgendwie immer wieder geschaft hat zu bestehen und dann gestärkt wieder aufzuerstehen.
    Für Religionsgemeinschaften gelten andere Regeln und andere Zeiträume. Und die Geschichte zeigt: Jedes wenn als sich die christlichen Kirchen auf das wesentliche, auf den Glauben, konzentrieren, dann haben sie wieder schlagartig an Bedeutung gewonnen. Und es sieht Heute so aus als würde das wieder geschehen. Die evangelischen Kirchen die auf den Zeitgeist und weniger auf den Glauben setzen lösen sich auf, die evangelischen Kirchen die auf den Glauben setzen gewinnen massiv an Bedeutung. An vielen Orten sind die Freikirchen schon größer als die offizielle evangelische Landeskirche und das obwohl (oder weil?) sie ohne Kirchensteuer oder anderes auskommen müssen. In der katholischen Kirche ist es ähnlich. Die Pfarreien die auf den Zeitgeist setzen sind leer, die Pfarreien die katholisch sind haben volle Kirchen. Die Gemeinschaften innerhalb der katholischen Kirche haben weitestgehend von der Öffentlichkeit unbeachtet sehr starke Zuwächse, während Orden die sich dem Zitgeist verpflichtet fühlen wie die Jesuiten überaltern und auch vielerorts aussterben. Orden die einen anderen Weg gehen, zum Beispiel die Petrusbruderschaft, können sich andererseits über mangelnde Nachfrage nicht beschweren.
    Ich eiß ds ganze ist kompliziert, deshalb gibt es von er Öffentlichkein in den Medien immer nur eine sehr einseitige Berichterstattung. Die Journalisten Heute haben weitestgehend nur sehr geringe Kenntnisse und ihr Weltbild wirkt meistens wie Scheuklappen die wesentiches Übersehen. Warum steht zum Beispiel so wenig über die Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche in der Presse? Mancherorts bekennen sich mehr als 10% aller Katholiken zu dieser Gemeinschaft. Weil nicht sein darf was man nicht kennt oder was nicht in das eigene Weltbild passt.

  128. "Der Mensch hat zwei Beine und...
    „Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn’s ihm gut geht und eine, wenn’s ihm schlecht geht. Die letzte heißt Religion.“
    (Ha! Tucholsky hat immer recht!!)
    .
    Man müsste mal das Werden und Schwinden der Religionen in diesem Zusammenhang erforschen.

  129. Unglaublich, welche Energien...
    Unglaublich, welche Energien früher für Kirchenbauten aufgewendet wurden! Gewaltig, wenn man in so ein Museum eintritt!!

  130. Kirchenvorsteher, sttn:...
    Kirchenvorsteher, sttn: Wohltuend. Ich verstehe den Beitrag des Don Alphonso aber (ausnahmsweise) nicht als Anstoß zu einer abgedroschenen Kirchendebatte, sondern als Hinweis auf fehlende Spiritualität in unserer Gesellschaft. Eben diese kommt verstärkt in Architektur und Kunst zum Ausdruck, und ein Ave Maria vom Band ist sicherlich ein deutlicher Gegensatz zur stillen Wirkung eines sakralen Baus in dem Licht, für das er gemacht wurde.
    .
    Meine mit Abstand heiligste Messe fand anlässlich einer Besichtigung des Würzburger Doms statt. Eigentlich sollte ich führen und ein paar Worte über dies und das verlieren, aber ich fand dass ich zu wenig wusste, also schwieg ich und mit mir meine Besucher. In die Stille, untermalt von jenen typisch trappelnden, hallenden Schritten und dem Geflüster der Besucher, hob ein Chor an, er probte ein Stück, unangekündigt und überraschend, denn man sah ihn von unten nicht. Es war ein kurzer ruhiger bedächtiger Gesang mit perfekter Akustik. Danach atemlose Stille in dem weiten Gewölbe, gefolgt von spontanen heftigem Applaus der wenigen Besucher. Dieser wunderbare, unerwartete Gesang in der bewegten Stille eines sakralen Raums wird mich für immer begleiten.

  131. liebe Der Tiger,
    schönes...

    liebe Der Tiger,
    schönes Argument!
    lieber Filou,
    Tom Wolfes Bonfire liest sich auch sehr gut!

  132. An Folkher Braun:
    Wenn Sie...

    An Folkher Braun:
    Wenn Sie unter Wissen persönliches Erfahrungswissen zulassen, dann „weiß“ ich, dass es Gott gibt, ansonsten glaube ich es „nur“. Und weil ich an Gott glaube, folgt die Vorstellung, dass Gott sich um die Menschen kümmert (sie in seine unsichtbare Kirche aufnimmt), zwangsläufig.

  133. Noch eine Anmerkung zu 9/11 -...
    Noch eine Anmerkung zu 9/11 – Eine Frage, die man sich überlegt, wenn man dort (mal) rechtsstaatlich bewusst gearbeitet hat, ist die: wenn es in diesen europäischen Behörden keine Polizei gibt, dann ist das ein geeigneter Platz für Terroristen. Die 9/11 Attacke ist mir seinerzeit nur langsam ins Gehirn gesunken, weil ich mit meinen eigenen Problemen zu beschäftigt war. Aber nach ein paar Stunden kam mir auf einmal der Gedanke: „Was wenn jemand behauptet, das Gehirn hinter diesem Attentat sitzt in der europäischen Raumfahrtbehörde…….. womöglich in Deinem Computer…. und was, wenn jemand das tatsächlich so konstruiert hat, um Dir eine Falle zu stellen.“

  134. Santa Maria von der gesegneten...
    Santa Maria von der gesegneten Ignoranz! Hier erhebt ja die unselige Gottesfurcht ihre hässliche Fratze…Aber bevor ich hier den tauben Ohren von Religionskritik predige, nur noch folgendes: Wir haben nicht zu wenig Religiosität im Lande, sondern zu viel. Dieser Sumpf sollte so schnell wie möglich ausgetrocknet werden.

  135. E.R. Binvonhier, ich hab ihn...
    E.R. Binvonhier, ich hab ihn wohl verstanden. Vielleicht eine Frage des Wollens, daher nicht weiter schlimm.

  136. Ich habe eine mittelschlechte...
    Ich habe eine mittelschlechte Nachricht: Der nächste bBeitrag kommt als 10-teilige Klickstrecke, und man kann dort nicht kommentieren. Ist das zu verzeihen?

  137. ihre rasselbande wird mittel...
    ihre rasselbande wird mittel und alte beiträge finden, in denen sich dann über das neue thema plaudern lässt, sofern eine unsichtbare hand freischaltet. insofern kein problem.
    gute fahrt!

  138. Don Alphonso@: Erwarten Sie...
    Don Alphonso@: Erwarten Sie jetzt schon Kondolenz-Kommentare zu der Serie?
    (Wir haben doch noch gar nichts gesehen.)

  139. Yog Sothoth, Esq.@:...
    Yog Sothoth, Esq.@: Fachkundige Hinweise für Ihr Melioratisationsvorhaben hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Melioration

  140. Yoq Sothoth, Esq. meinen Sie...
    Yoq Sothoth, Esq. meinen Sie die Ökoreligion? Sumpf ist Natur.

  141. Im Gegenteil, dann hab ich mal...
    Im Gegenteil, dann hab ich mal Ferien…. zumindestens im Rahmen dieses Blogs. Ich finde es sowieso schwierig, immer wieder dasselbe in verschiedenen Variationen für neues Publikum zu erklären.

  142. Nur ausnahmsweise, und nur...
    Nur ausnahmsweise, und nur weil es Sie sind, Don Alphonso.

  143. G U T
    Das...

    G U T
    Das verstehensollenwollenmüssen ist eh zu anstrengend.

  144. Bester Don,
    machen Sie ruhig...

    Bester Don,
    machen Sie ruhig mal. Wenn’s nicht gefällt kriegen Sie’s bestimmt wieder um die Ohren geschmissen….

  145. Don Alphonso, ja machen Sie...
    Don Alphonso, ja machen Sie mal Urlaub. Ich wuensche Ihnen einen guten ebensolchen. Ich koennte ja zwischendurch von einer Bundesverdienstkreuzverleihung in Berlin berichten. Darin kommt vor: 1x Senator (ahnungslos), 2x Bodyguards (ungefaehrlich), 1x Ehefrau (Anonyme Alk.), 1x Kameramann (dreht alles, Hauptsache bezahlt), 1x Tonmann (verkatert, verwechselte Vorband und Nachband), 1x fremder Gast (Filou, der Retter der Party), 1x Honigkuchenpferd (der Geehrte, sehr verwundert).
    .
    Das war ein Spass!
    .
    (Ersatzweise: Wie ich mich mal am Ommoniaplatz vor ein Taxi warf, um einen Flug zu erreichen und warum amerikanische Touristinnen fatalistisch auf den Flug warteten, deutsche dagegen sich wie der letzte Dreck benahmen).
    .
    Das war frueher. Da war die Welt noch rund. Jetzt ist sie eine Scheibe un die Fliehkraft wird uns…
    …will ich mir erst garnicht vorstellen.

  146. Liebe Foersterliesel, das Buch...
    Liebe Foersterliesel, das Buch kenne ich natuerlich. Gut ausgefuehrte Details, die im Film nicht vorkommen koennen, obwohl man einen Off-Kommentar verwendete.

  147. DA unterwegs nach Italien? ...
    DA unterwegs nach Italien? Eine Kleinstadt namens Filetinno (ostlich von Rome) will sich von Italien abspalten und ein Fürstentum werden. Could DA find out more info – könnte doch sein, dass die Filetinnos einen Fürsten brauchen….

  148. Folgendes Zitat sollte man 5...
    Folgendes Zitat sollte man 5 Meter hoch in allen Ländern plakatieren:
    „In dieser Welt gibt es nur zwei Sorten Menschen – intelligente Menschen ohne Religion und religiöse Menschen ohne Intelligenz.“
    (Abu’l-Ala-Al-Ma’arri, (973 – 1057), arabischer Dichter und Schriftsteller)

  149. Danke, dem ist nichts...
    Danke, dem ist nichts hinzuzufügen. Auf dieser Seite des Teichs wars schon sehr frivol und ich lese mit Erleichterung die meisten der Kommentare hier.

  150. Filou@:Lieber Herr Kollega....
    Filou@:Lieber Herr Kollega. Versuchen Sie´s mal mit der Corioliskraft-bei der Vorstellung der runden Scheibe als Erde-mit dem Zentrum Bruxelles und Athen als Tangentialpunkt (Randerscheinung?)- charmante Idee. Helm ab zum Gebet, sofern wir Alle darunter noch genug gesundes, unvergiftetes Hirn besitzen sollten.
    Paratae lacrimae insidias, non luctum indicant. Publil.Syr.P39
    (Kunstvolle Tränen zeigen List, nicht Trauer an.) http://de.wikipedia.org/wiki/Corioliskraft

  151. Obwohl ich unterwegs bin -...
    Obwohl ich unterwegs bin – falls der Euro crasht (meines Erachtens macht er das über sie 1600 Milliarden Schulden in Italien), gibt es irgendwelche Wünsche? Beitrag einfach aufmachen und die Debatte laufen lassen?

  152. auch Victor Orban hat...
    auch Victor Orban hat Ideen:
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/692695/Ungarn-plant-Bankueberfall?_vl_backlink=/home/index.do
    Gute Reise, frohe Ferien!

  153. Da sage noch einer, man...
    Da sage noch einer, man könnte Banken nicht besteuern! Für die Unicredit und Italien ist das natürlich böse. Oder beeese,um es in der passenden Sprache zu sagen.

  154. Schöne "Klickstrecke". Mal...
    Schöne „Klickstrecke“. Mal was anderes!.
    .
    Daß Italien den Euro crashen läßt ist gut möglich.
    Italien selbst wird aber nicht abstürzen.
    Seit 44 Jahren kenne ich dieses Land am Abgrund. Da wird es auch weiterhin mit bewunderungswürdiger Konstanz stehen bleiben.
    .
    Ich wünsche Ihnen schöne Tage am Mincio!
    Als Restaurant-Tip die Nuova Osteria Tripoli, falls Sie sie nicht eh schon kennen!

  155. DA@: Erstklassige...
    DA@: Erstklassige „Statt“-Anleihen…….gar nich um ignorieren, das Leben geht weiter. Nach der Inflation ist vor der Inflation (das zeigt doch auch Ihre Makulaturaufnahme, habe ansonsten schon Schlimmeres gesehen). In den letzten einhundert Jahren hatten wir, ungeachtet der Schwarzmarktkurse (Lucky Strike, Camel), an Währungen allein in Deutschland mind. fünf verschiedene Währungen verschlissen.

  156. Re Italien - Schuldenberg. ...
    Re Italien – Schuldenberg. Berlusconi’s Problem.
    Die Chinesen werden möglicherweise dabei hilfsbereit sein…
    So steht’s im pink Paper.

  157. Wir zählen die Stunden bis...
    Wir zählen die Stunden bis zum Eurokrach.
    .
    Die Frage, die alle bewegt:
    Wird uns genug Zeit bleiben, eine passende Begleitmusik auszudenken?

  158. Falls der Euro crasht,...
    Falls der Euro crasht, wünsche ich mir von Don Alphonso einen Beitrag zum Vereinsthaler.

  159. Begleitmusik? Ganz klar. Da...
    Begleitmusik? Ganz klar. Da fliegt geht er hoch in flirrender Schoenheit. Ein Anblick, von dem wir noch unseren Enkeln erzaehlen werden.
    Wir brauchen keine Kriege mehr.
    Hauptsache die Musik ist gut.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=W4Ud0sUaH3Y

  160. Grand Guignol@ Das mit den...
    Grand Guignol@ Das mit den fünf Währungen: würde mich nicht wundern, wenn
    die Gründe dafür immer dieselben waren.
    Serientäter!

  161. Offenkundig im Gegensatz zu...
    Offenkundig im Gegensatz zu den Italienern, die wohlweislich immer am Abgrund
    erstmal stehen bleiben.
    Wünsche gutes Gelingen.

  162. Heute hat Herr Sinn erneut...
    Heute hat Herr Sinn erneut für die Rückkehr zur D-Mark plädiert und gemeint, dass wir in D ja dann in „marktgängige Wertpapiere“ investieren könnten. Wenn er jetzt noch „Aktien“ geschrieben hätte, wär ich vollkommen mit ihm in Übereinstimmung. Das Fatale an der ganzen „Geldpolitik“ ist doch, dass die Zentralbanken stets nur in „Geldwerte“ anlegen und dann trichethaft um diesen nicht bewertbaren Geld- und Wechselkursbrei herumfabulieren.
    .
    Meine These daher: „Einführung der neuen D-Mark“ gedeckt durch weltweite Aktienwerte (und das bisserl Rest-Buba Gold), dann rennt uns die Welt die Bude ein.
    .
    „New D-Mark goes Super-ETF“. 
    .
    Stattdessen schuften wir uns kaputt, um einen SUV nach dem anderen an den Club Med zu „transferieren“ und auch noch die Ölrechnung zu bezahlen – ich wünsche uns weiters viel Spass im Arbeitslager! Na ja, „lebenslänglich Arbeitslager“ geht ja künftig nur bis „69“.

  163. @Foersterliesel: Die Ösis...
    @Foersterliesel: Die Ösis hauen das Geld stets gen Osten raus und denken „… des geht sich aus“ – bis jetzt jedenfalls.

  164. I had a dream: Ich stehe mit...
    I had a dream: Ich stehe mit einem Sack voll Silberkaennchen beim Baecker und moechte fuenf Semmeln…

  165. @ Don Alphonso (18:59):...
    @ Don Alphonso (18:59): Provokant wie immer, muß leider zustimmen. Aber Fässer ohne Boden scheinen derzeit – nicht nur im €-Bereich – groß in Mode.
    .
    Wie wär’s mit Zwangsabriß nach einer vorher behördlich festgelegten Standzeit? Im Theater werden doch auch die Kulissen gewechselt?
    .
    Das I-Tüpfelchen setzt natürlich Marburg mit dem Zwang zum ‚Sonne kollektieren‘. Haben die eigentlich ihren Denkmalschutzbeauftragten erschlagen? Oder brauchte die örtliche Feuerwehr mal eine neue Herausforderung?

  166. Tja, der Herr Professor: Die...
    Tja, der Herr Professor: Die Bildzeitung auf zwei Beinen.

  167. Filou@, das mit den...
    Filou@, das mit den Silberkännchen beim Bäcker habe ich gerade versucht. Sie
    haben sofort den Laden zugemacht.
    Ich musste mich durch die Backstube ins Freie retten, die Brötchen wurden mir hastig zugesteckt.
    Zähle jetzt erstmal die
    die verbliebenen Kännchen.

  168. Wenn es Sie bis nach Florenz...
    Wenn es Sie bis nach Florenz treibt, Don Alphonso, dann bitte ich um einen Augenmerk auf diese Ausstellung an passendem Ort:
    http://www.palazzostrozzi.org/Sezione.jsp?idSezione=292

  169. Metamorphose nach F. K....muß...
    Metamorphose nach F. K….muß ja nich sein….
    Als Europa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand es sich in seinem Prokrustes-Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Es sollte doch ein freifliegender, eleganter Falter in die Lüfte des freien, grenzenlosen Marktes entschweben. Goldigen, immerwährenden Prosperitäten und Zeiten sich vermählen. Schlicht das Versprechen des Paradieses und Überflußes hinieden sollte seiner Verwandlung folgen, so wollten es einstmals die emsigen Geburtshelfer. Stattdessen werden den Abgeordneten einer Provinz Drohungen vorgehalten, in denen so häßliche Worte wie Krieg, Zerbrechen Europas, vorgehalten, falls sie ihrem ureigensten Gewissen…..

  170. @DA: Klickstrecke ist bäh,...
    @DA: Klickstrecke ist bäh, die sollte nicht zu lange anhalten. (Wer schaltet frei [=wer hat den Hausmeisterschlüssel?]? Wir können ja dann kommentierenderweise bei den alten Beiträgen verweilen, bis wieder ein neuer, kommentierbarer kommt.)
    @KarolaKettenhemd: Sonne kollektieren ist eine nette Idee, aber wenn quasi das ganze Jahr Wolkendecke ist wie dieses in Berlin, wird das etwas arg, äh, herausfordernd, wenn mans nicht direkt macht (rausgehen wenn die Wolken gerade mal weg sind. Aber dann ist der Wind trotzdem kalt.).

  171. @ Filou und E.R.Binvonhier -...
    @ Filou und E.R.Binvonhier – Silberkännchen:
    Das gab es den Erzählungen nach schon einmal in der „schlechten“ oder „R-Mark“-Zeit nach WW II. Nannte sich Hamstern. War auf der Bieter-Seite demütigend und frustrierend. Und sorgte in Folge für jahrzehntelange Ressentiments der Städter gegenüber den Bauern (Käufer-Seite).

  172. Gibs auf
    Es war sehr früh am...

    Gibs auf
    Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof. Als ich eine Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich, dass es schon viel später war, als ich geglaubt hatte, ich musste mich sehr beeilen, der Schrecken über diese Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe, ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos nach dem Weg. Er lächelte und sagte: ‚Von mir willst du den Weg erfahren?‘ ‚Ja‘, sagte ich, ‚da ich ihn selbst nicht finden kann‘. ‚Gibs auf, gibs auf‘, sagte er und wandte sich mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen. (Franz Kafka)
    .
    Was würden Sie dem armen Tropf in dieser Situation eher wünschen?
    Ein Smartphone mit GPS oder eine offene Kirchentür?

  173. @Grand Guignol (12:14), das...
    @Grand Guignol (12:14), das kenne ich. Man nennt das DeliriumTremens. Wird auch gerne zusammen mit Maeusen und Spinnen genommen. Ursache ist Rotweinmangel.
    Wir wissen um das alte irische Sprichtwort: Realitaet ist eine Illusion, die auf einen Mangel an Alkohol zurueckzufuehren ist.
    .
    @JR, 5 Semmeln = 1/4 Kaennchen (aber nur draussen).

  174. Einladung:
    Aus Anlass des...

    Einladung:
    Aus Anlass des Weggangs unseres heissgeliebten, aber am Ende seiner Tage doch schwierigen Euros, geben Monsieur et Madame Filou ein Abschiedsfest.
    Der Ballsaal ist mit lustigen bunten Geldscheinen tapeziert und es wird ein Chor leichtbekleideter Damen gesangliche und taenzerische Unterhaltung bieten.
    http://www.youtube.com/watch?v=-zAC0QnAOrs
    .
    Bitte kommen Sie abgegessen und bringen Sie Ihren eigenen Schnaps mit. Wir sind schon arm

  175. Ach colorcraze! Stricken soll...
    Ach colorcraze! Stricken soll doch gerade wieder ¨bannig modern sein. An der Uni in Paris erkannte man die Komilitonen in den Mädchenzimmern unterm Dach winters an der frischen Gesichtsfarbe.

  176. China heisst jetzt IMF....
    China heisst jetzt IMF.

  177. @Grand Guignol (12:14) ja,...
    @Grand Guignol (12:14) ja, ja.
    Vielleicht sollte man langsam doch zur Bargeldhortung im Schrank übergehen.

  178. Grand Guignol@, das ist nur...
    Grand Guignol@, das ist nur die gerechte Strafe, wenn man nicht an die
    Erben denkt!
    Da hilft kein Jammern:
    Ist Mutti doch selbst schuld, wenn ich mir die Hände erfriere,
    warum hat sie mir keine Handschuhe angezogen.

  179. Hamstern? JR, dachte das ist...
    Hamstern? JR, dachte das ist das, was der Don mit den Silberkannen macht???
    .
    Nun gut, ein paar Ölgemälde und etwas Silberbesteck ist schon noch da.
    Aber die Silberkännchen, die hab ich redlich erworben – und nun fehlen welche.
    Wie schlecht die Welt doch ist.

  180. Meine Krisenvorsorge ist meine...
    Meine Krisenvorsorge ist meine Bibliothek, die ich gerade (unter anderem auf der Basis einer Erbschaft in „veredelten Holzderivaten“) aufarbeite. Private Kultur öffentlich gemacht. In schlechten Zeiten habe ich jedenfalls Unterhaltung und Erkenntnisgewinn.
    Wenn andere Leute auch in den Gärten der Wissenschaft und Poesie spazieren gehen wollen, lasse ich mir den Eintritt in Naturalien zahlen. Aufklärung gegen Kartoffeln und Äpfel. So bleibt kein Hunger ungestillt, von „Himmel und Erde“ kann man ganz gut leben.
    Vielleicht kommen die Leute, angeregt durch geeignete Lektüre, endlich dahinter, wie man den regelmäßig alle 60 Jahre auftretende Geld- und Währungs-Schlammassel verhindert.
    Der Gini-Koeffizient wird von Mal zu Mal schlechter für die einfachen Leute. Das geht solange, bis in diesem Monopoly-Spiel über ein Jahrtausend wirklich ein einziger Mensch die Geld-Welt-Herrschaft erreicht hat.
    „Alle für Einen“ ist wohl das strategische Ziel. Aber „Einer für alle“???

  181. Hoffentlich ist bald...
    Hoffentlich ist bald Fasnacht:
    Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei…
    .
    Ach nein, vorher ist ja noch Silvester:
    Glü-hücklich ist wer vergi-isst, was nicht mehr zu ä-ändern ist….
    ( für die aus den Schluchten und Tälern)

  182. colorcraze@ Yepp! Von den...
    colorcraze@ Yepp! Von den Griechen lernen, die haben wohl schon alles abgehoben
    und nun sollen sie ihre Immos versteuern – wirklich fies.

  183. Wenn man Griechenland als...
    Wenn man Griechenland als Hebel benutzt hat, um den Euro zu kippen,
    dann muss man jetzt eben auch den Schlag ins eigene Kontor akzeptieren und
    sich über die Verwüstungen im eigenen Lager nicht wundern.

  184. @Filou 12.9. 23:31, 13.9....
    @Filou 12.9. 23:31, 13.9. 16:48 Euro-Festmusiken:
    Da können wir auch auf die Griechen zurückgreifen. Hier verlinkt die denkwürdige Seilbahn-Szene aus „Sorba the Greek“ mit anschließendem Tänzchen – http://www.youtube.com/watch?v=EUGlSfV3xJs&feature=related
    .
    „Hey, boss…
    …did you ever see a more splendiferous crash? „

  185. liebe Tippex, meinen sie etwa...
    liebe Tippex, meinen sie etwa diesen putzigen, kleinen kerl: http://www.youtube.com/watch?v=B_STMGD1D8I?
    .
    zum glück kann meine wenigkeit noch einigermassen behaupten, wie all die jahrhunderte zuvor nicht ganz so furchtbar aufgestellt zu sein: es gibt etwas frisches holz in spe, das vom fallbeil noch nichts weiss, ein wenig abgelagertes holz, dann bedrucktes holz – das brett vor dem kopf nicht miteingerechnet.
    vielleicht sollte man sich die expertise einer alten bäuerin, die weiss, wie man kürbis und kartoffeln zieht, sichern. ein paar nudelbäume wären auch nicht schlecht.
    einmachen, aber so, dass die früchte der arbeit auch nach etwas schmecken…
    .
    lieber E.R. Binvonhier, nun, dann kennen die bürger diese massnahme also bereits, und werden nicht aus allen wolken fallen, wenn andere länder, denen momentan augenscheinlich noch besser geht als griechenland, zu ebensolchen massnahmen wie vermögenssteur und rentenmark greifen werden.
    .
    wenn es wirklich ‚patsch‘ machen wird, darf man sich in wirtschaftlicher hinsicht über viele verlorene jahre in den schönsten lebensjahren – noch keine falten, noch keine grauen haare, was sich durchaus, den vereinigten euroexperten sei dank, ändern könnte – ärgern.
    man sich sich nur vor augen führen, wer das alles verbockt hat.
    .
    die chinesen, bei allem respekt vor der hochkultur, ins boot zu ziehen, ist nicht gerade die schlaueste idee.
    wie sie betonen, dass sie vertrauen in die zahlungsfähigkeit des euroraumes haben, kann man sich durchaus ernsthafte schwierigkeiten beim nichtbezahlen(-können) dieser schulden vorstellen
    – oder eine hölleninflation. und wer die bezahlt, das ist sonnenklar. die währung? not und leid. man lebt, aber es wird schon einmal besser gewesen sein.
    .
    wie auch immer: ceterum censeo schlägt jetzt die stunde der chinesen.
    .
    sei es drum, der weinkeller ist voll, die bierregale gefüllt, werkzeug, konserven und munition, pferde, fahrräder vorhanden. nur das hochprozentige geht allmählich aus, mince…
    .
    liste: hühner anschaffen, zwei ziegen, eine kuh, mindestens ein junges pferd, mehr nägel, kerzen, landwirtschaftliche geräte, windräder, zweites gewächshaus…

  186. lieber Tippex,
    für den Erfolg...

    lieber Tippex,
    für den Erfolg Ihrer Strategie seh ich schwarz, leider. Die paar Leutchen, denen es um Ihre Bücher ginge, werden nix zu tauschen haben, was Sie nicht selber hätten oder könnten.
    Übrigens, heute ist unser Don, bloglich bei sich zu Haus, besonders fulminant, unbedingt lesen!

  187. @HansMeier555, jan: Oh die...
    @HansMeier555, jan: Oh die Form! Oh heiliges Gefäß! Oh Äußerlichkeit! Auf dass sie sich niemals ändere, so wie die Jungfrau jung bleiben soll und nicht zum hässlichen (oder zumindest veränderten) Eheweib! Denn ja, der Stein, der Petrus, soll ein Fundament sein, auf das man sich verlassen will. Denn Äußerlichkeit und Beständigkeit ist für die Ängstlichen, für die Verzagten, für diejenigen, die sich nur in Mutters Schoß so richtig wohl fühlten. Allen anderen aber macht Veränderung, auch die so große am Ende des Lebens, keine Angst. Sie dürfen in sich selbst ruhen und benötigen keine Gefäße, in die sie schlüpfen müssen oder geschlüpft werden.

  188. Habe jetzt umständehalber...
    Habe jetzt umständehalber umgesattelt. Nähere Information hier:
    http://faz-community.faz.net/blogs/formfrei/archive/2011/09/14/wer-haelt-den-kapitalismus-noch-am-leben-der-staat-und-die-chinesen.aspx

  189. Tippex: suum quique (Zu...
    Tippex: suum quique (Zu Deutsch: Das Schwein quiekt.)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Einzige_und_sein_Eigentum

  190. Lieber Berthold IV, sind Sie...
    Lieber Berthold IV, sind Sie auf Sendung?
    Während unser Gastgeber uns hier im eigenen Saft schmoren lässt und die Kommentatoren sich nur noch um die Bunkerung ihrer silbernen Kännchen und Messerbänklein sorgen, deuten sich experimentelle Nachweise zu den (letzten?) Rätseln der Kosmologie an:
    Nachweis von WIMPS oder „Dark Matter“!
    Vgl. heute in der FAZ-Druckausgabe, oder auch
    http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-14811580
    Vier Sigma haben oder nicht haben: „… if they had twice as much data, we’d know twice as much stuff.“

  191. Zu Dons ursprünglichem Thema...
    Zu Dons ursprünglichem Thema passend, gibt es eine interessante Gewissensfrage: ‘Was macht der Papst im Bundestag?’ Kann sich ein Abgeordneter der CDU leisten, dem Auftritt fernzubleiben oder steht er unter Koalitionszwang? Ich persönlich bin gegen so einen Auftritt – obwohl ich weder grün noch links bin. Das Argument, der Papst sei Regierungsoberhaupt des Vatikans, überzeugt mich nicht. Im Dorf käme schließlich auch niemand auf die Idee, den Priester als Herr des Pfarrhauses zu einer Beerdigung einzuladen, sondern in seiner primären Funktion, nämlich die des Seelsorger.
    .
    Normalerweise würde ich als Protestant meinen Respekt für den Katholizismus darin zeigen, dass ich dessen innere Organisation, insbesondere den Vatikan, nicht kritisiere. Wenn aber der Papst im Bundestag als Regierungsoberhaupt des Vatikans auftritt, sollte ihn mal jemand fragen: ‘Ist der Vatikan ein Rechtsstaat?’

  192. Wenig Kundschaft, schlechtes...
    Wenig Kundschaft, schlechtes Programm und mal ehrlich: wer erinnert sich noch an einen Kirchenneubau in der Umgebung?
    Aktionen wie die in der Franziskanerkirche, oder einige Wochen in 2010 in St. Augustin („Illumination in Blau“) sind Versuche mit Angebot eine Nachfrage zu erzeugen, die für sehr viele – eingeschloßen mich – nicht mehr zeitgemäss ist. Als ehemaliger Katholik -zu Jugendzeiten als Ministrant, als Erwachsener ein Getriebener der Familientraditionen (‚…zumindest an Feiertagen…‘) kann man wohl sehr gut den unvermeidlichen Niedergang verfolgen und einschätzen.
    Ein paar Generationen später wird es Wikipedia-Einträge geben, welche die Geschichte der Kirchen vom Bau bis zum Heute erklären: von der früheren Nutzung zur heutigen Nutzung als pittoreskes Museum im Stile einer frühgotischen Basilika. Alles Andere wäre reine Theorie.

  193. E.R. Binvonhier@: Von den...
    E.R. Binvonhier@: Von den Griechen lernen, heißt siegen lernen. S. Schlacht bei Marathon (490 v. Chr.)….sie müßten lediglich die alte Hopliten-Phalanx wieder reaktivieren….dann aber kriegen Οι Γερμανοί Casala!
    ..
    Die ganz Schlauen, diese Defätisten, haben sich schon nach Bulgarien und Maze-donien (slaw. Rep) abgesetzt, machen dort ihre Geschäfte und investieren in Betongold.

  194. @icke: meine Pullover aus den...
    @icke: meine Pullover aus den 80ern leben noch. Und so gute Wolle bekommt man heute nicht mehr – zumindest nicht mehr so leicht. Dem „Bestricken von Gegenständen“ (ich glaube, die Trockel hat in den frühen 90ern damit angefangen) kann ich nicht so recht was abgewinnen. Ich meine, die frieren ja nicht. Menschen schon.

  195. @Binvonhier: naja, am 11.11....
    @Binvonhier: naja, am 11.11. fangen die Fasnächtler ja üblicherweise an, insofern brauchen Sie sich nicht mehr so lang gedulden…

  196. Al Phonso on the road, man. ...
    Al Phonso on the road, man.
    Who is the bird (English slang = woman) with him?
    http://www.youtube.com/watch?v=TyGqvJKjiDE

  197. Wer Lehmann vergisst, riskiert...
    Wer Lehmann vergisst, riskiert alles.

  198. Die Lösung für alle...
    Die Lösung für alle Probleme: China katholisch machen.

  199. Als die Bürger ihre...
    Als die Bürger ihre Stadtmauer erneuerten, fing auch Diogenes an, seine Tonne rauf- und runterzurollen.
    „Wenn ich Euch so schuften sehe, kann ich nicht faul daliegen.“.

  200. @ Grand Guignol
    14. September...

    @ Grand Guignol
    14. September 2011, 13:03
    …danke für die Information; da ist wohl wieder ein Buchkauf angesagt. Gerade die passende Ergänzung zum Vorhandenen im Bücherasyl.
    RKK: Bei der von den Schwiegereltern dringendst erbetenen kirchlichen Trauung weigerte sich meine religionslose Tochter zu erklären und zu unterschreiben, dass sie ihre Kinder im RKK-Glauben erziehen werde. Langes Hin-und-Her zwischen Ortspastor und Bischofs-Behörden, es wurde eine besondere Trau-Formel ganz unauffällig gestrickt und angewandt: „dass sie ihre Kinder in Liebe erziehen werde“.
    Fazit: diese Leute tun alles, um ihren vorhandenen Schäfchen (eine lokale SdG) schönzutun und bei Kirchenfernen eine Fuß in die Tür zu stellen „Wir sind doch nett und gar nicht sooo dogmatisch!“ In der Hoffnung, dass sie irgendwann ein neues Schäfchen einfangen können. Sie denken ja langfristig und sind ganz offenbar bereit,auch glaubens- und ritualmäßig mit der Wurst nach der Speckseite zu werfen.

  201. "HansMeier555 14. September...
    „HansMeier555 14. September 2011, 20:27
    Die Lösung für alle Probleme: China katholisch machen.“
    Wenn der Katholizismus begehrenswert ist, bekommt man ihn längst auf jedem chinesischen Basar für die Hälfte.

  202. Vielleicht sollte man lieber...
    Vielleicht sollte man lieber eine Wirtschaftswelt schaffen, die die globalen
    Eliten nicht überfordert.

  203. @ geehrte Der Tiger ...
    @ geehrte Der Tiger h 16:25 gestern
    Rechts – ist er , der Vatican . mfG. T.

  204. @Ephemeride: ja,...
    @Ephemeride: ja, Erwachsenwerden ist schon anzustreben, aber Form ist nicht nur was Äußerliches, Veräußerndes, von Außen aufgedrücktes, sondern kommt auch von innen, aus sich heraus, und aus den vorhandenen Möglichkeiten, die sich bieten.
    @donna laura: Bleiben Sie weiter umsichtig. Vielleicht finden Sie noch jemand in den Nachbardörfern, der Brennrecht und Destillieranlage hat, so daß Sie auch diesbezüglich eine, äh, regionale Selbstversorgung organisiert bekommen. Kirschwasser und Birnenbrand sind sehr lecker, vor allem, wenn sie gut abgelagert sind.
    @HansMeier: Christianisierung Chinas wurde schon versucht, das gab dann eine ziemliche Explosion mit Bürgerkrieg. Schließlich siegte der „Kommunismus“, so eine Art Amalgam aus abendländischer Gleichheitsidee und Industrialisierungsbrutalität, russisch-zentralistisch modifiziert.

  205. @BinVonHier: ach, die globale...
    @BinVonHier: ach, die globale Elite ist auf ein paar Nasen zusammengeschrumpft und schlägt ihre Endschlacht, und die sonstigen örtlichen Eliten kommen weltweit unter die Räder, als Handlanger oder Überflüssige. Und das setzt sich nach unten fort. Drum auch die allgemeine Ratlosigkeit bezüglich Kindererziehung, weil es kaum noch sichtbare Anknüpfungspunkte gibt, die die Eltern ihren Kindern aufzeigen könnten.

  206. @Tippex: für längerfristig...
    @Tippex: für längerfristig das wirklich Essentielle im Blick zu haben, kann ich nicht verkehrt finden.

  207. fionn, bird oder nicht, der...
    fionn, bird oder nicht, der Bursche schreibt nur noch selten, dafür aber wenig und rar. Hier halten immer hin die Erzgroupies die Stellung.

  208. <p>Der Bursche hat gerade mal...
    Der Bursche hat gerade mal 36 Stunden Urlaub und schreibt heute Abnend allerbravstens den nächsten Beitrag. Solange gibt es hier Schrösingers katze:
    .
    faz-community.faz.net/…/tot-und-lebendig-schroedingers-katze.aspx
    ,
    Und hier zwei kleine Eindrücke:
    .

    .

  209. ... für heute hat er uns aber...
    … für heute hat er uns aber einen neuen Beitrag versprochen!

  210. Morgen früh! Heute erst mal...
    Morgen früh! Heute erst mal Deus Ex Machina.

  211. Ooooh, wie süß (Katzen und...
    Ooooh, wie süß (Katzen und Autochen)!

  212. Message summary:
    Beim...

    Message summary:
    Beim nichtautorisierten Verkauf von Peanuts auf dem Zürcher Wochenmarkt ist ein 31-jähriger, in London ansässiger, ausserordentlich fähiger Händler vom dortig tätigen Scotland-Yard-Department fürs Spezielle (task force) per internat. Amtshilfe (Interpol) in Obhut genommen worden. Die internationale Peanutshändlervereinigung reagierte betroffen und verstrimmt auf diese Meldung und die darin implizierte unfaire und durch nichts gerechtfertigte Handlungsweise der britischen Behörden.
    Dementi:
    Von interessierter Seite konstruierte Zusammenhänge mit dem Peanutshandel für griechische Werte sind an den Haaren herbeigezogen und entbehren jeder Grundlage. Ein für Denkverbote bekanntes Kanzleramt schließt sich diesem Dementi in aller Schärfe und Form scham,-vorbehalt – und alternativlos an. Die Koalitionäre schlossen sich derweil in die Gerüchteküche ein und liessen durchsickern, dass ein vorzügliches „ragout fin à la cuisine francaise (Sark.?)“ nie gekannter Qualität kreiert würde.

  213. Immer die konspirativen...
    Immer die konspirativen Jesuiten, es sollen noch im Untergrund agierende klandestine Wühlergruppen davon in China am Werke sein:
    http://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Johann_Adam_Schall.html

    Die chin. Regierung (中國政府) weist die Mischuld am europ. Finanzdebakel weit von sich und möchte auch nicht mit irgendwelchen Garantien darin mitverwickelt werden. Man hätte schliesslich im eigenen Haus…

  214. colorcraze:
    die Kirchen...

    colorcraze:
    die Kirchen horten wegen der langfristigen Perspektive Grundstücke und (geldwerte) Rechte.
    Ebenso langfristig gedacht sind Bücher die billigste Unterhaltungsinvestition (fast) ohne Folgekosten. Solange die Sonne aufgeht, kann man lesen und hat eine Erleuchtung bzw Aufklärung.

  215. @DA: da haben Sie sich einen...
    @DA: da haben Sie sich einen Hausmeisterjob an Land gezogen, nicht mal 36 Stunden Urlaub!

  216. geehrte fionn,
    ich stehe ja...

    geehrte fionn,
    ich stehe ja eigentlich mehr auf alte Alfas , aber Mercedes ist
    doch ein gutes Arbeitstier , mfG.T.

  217. @Fritz
    .
    Die chinesische...

    @Fritz
    .
    Die chinesische Antwort könnte sein: Den Vatikan kopieren und einen Gegenpast einsetzen.
    Den können dann auch unsere Reformkatholiken anerkennen, vielleicht erlaubt der ihnen dann die Priesterehe, und konsequenterweise dann auch die Empfängnisverhütung.

  218. ...sind Bücher die...
    …sind Bücher die billigste(!) Unterhaltungsinvestition Tippex, da muss man sich
    nicht wundern, dass man ihnen den Kampf ansagt – wo kämen wir da hin –
    wie subversiv – wollen Sie die Finanzindustrie fertig machen?

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