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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Essenz der Ernte

| 199 Lesermeinungen

Als Gastautor nimmt der Weinblogger Christoph Raffalt heute die Leser mit an Rhein und Mosel, wo so manche Pfalnze an Sonnenhängen wächst, die in harter Arbeit gewonnen werden will, und so gar nichts mit der industrialisierten Landwirtschaft zu tun hat, bei der einem das Grausen kommen kann.

Irgendeine Tugend muss man haben. Das gehört sich so. Ich habe mir die Tugend des Antialkoholismus herausgesucht, weil ich Alkohol ohnehin nicht mag und gerne Betrunkene diskriminiere. Die Entscheidung gegen den Alkohol habe ich lange vor diesem Blog getroffen, das sich mit Kreisen auseinandersetzt, bei denen der üppige Weinkeller zum guten Ton gehört. Da kann ich nicht mitreden. Nachdem hier aber öfters der Wunsch nach einem Weinbeitrag aufkam, habe ich den allseits geachteteten Weinblogger Christoph Raffelt von originalverkorkt gebeten, darüber zu berichten.

Ernte zählt für mich zu den Begriffen, die im Leben vieler keinen konkreten Inhalt mehr besitzen. Häufig sagt man reiche Ernte und meint damit, dass man endlich die Früchte seines Engagements in Händen hält, sie als Abzeichen am Revers tragen darf, oder dass der Erlös als schwarze Zahl mit großem Plus auf dem Kontoauszug erscheint.

Was jedoch draußen um diese Jahreszeit geschieht, nehmen die wenigsten von uns noch wahr. Die Zeiten haben sich so rapide geändert, dass das, was früher – und das ist erst wenige Jahrzehnte her – eine der wichtigsten Phasen im Verlauf des Jahres war, heute so selbstverständlich stattfindet, dass es für das Gros der Zeitgenossen bedeutungslos sein dürfte. 

Bild zu: Essenz der Ernte

Seit Wochen wird geerntet, die Getreidefelder sind längst Stoppeläcker, man könnte mit den Kindern rausgehen und Drachen steigen lassen, doch ich habe keine gesehen. Das kommt wohl höchstens noch an der Nordsee vor, und in alten Kinderliedern. Der Mais wird geschnitten und gehäckselt von durchgestylten Landmaschinen, die aussehen wie riesige Käfer mit großen Fühlern. Frische Äpfel und Birnen sind käuflich zu erwerben und ersetzen das Überseeangebot und auch die Zuckerrübe wird eingefahren. Die Rübe gehört zu jenen Feldfrüchten, die eng mit den Erntezeiten meiner Kindheit verbunden sind. Damals rauschten die Trecker zu Dutzenden durchs Dorf, Kolonnen mit voll beladenen Hängern – man nennt es Zuckerrüben-Kampagne – auf dem Weg zur Fabrik. Wenn der Wind günstig stand (oder ungünstig, das ist natürlich eine Frage des Standpunktes), konnte man die Rüben sogar riechen, auch wenn die Rübenfabrik einige Kilometer entfernt stand. Das, was später als Kölner Zucker mit den beiden an die Domtürme erinnernden blau-weißen Zuckerhüten in den Regalen stehen würde, wurde nicht allzu weit entfernt gewaschen und gekocht, und der Geruch war schwer, fast penetrant süßlich und erdig mit einem Hauch von Karamell.

Als Kinder sind wir damals über die schon abgeernteten Felder gestreift und haben uns Rübenstücke eingepackt, um sie zu Hause selber zu kochen und zu essen, oft mit zweifelhaftem Ergebnis. Viel schmackhafter war es damals wie heute, ein Brot mit Zuckerrübensirup zu bestreichen. Dabei kommt das beste Rübenkraut allerdings nicht aus dem Zentrum der Rübenverarbeitung, dem Rheinland, das beste Krütt, wie man dort sagt, kommt immer noch aus meiner niederrheinischen Heimatstadt. Nirgendwo sonst bilden sich so schöne Zuckerkristalle wie in diesem sämigen, von Hand gemachten Sirup, und wie damals schmiere ich mir das auch heute noch auf Pfann- oder Reibekuchen, bevorzugt aber auf Rosinenbrot, mit frischem Gouda belegt. Da mögen zivilisiertere deutsche Stämme mitleidig den Kopf schütteln ob der geschmacklichen Kauzigkeit des Flachländers, ich weiche nicht davon ab.

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Auch wenn das flache Land für seine kulinarischen Köstlichkeiten nicht weiter berühmt ist, finden sich doch ein paar Spezialitäten, die Erwähnung finden dürfen: Spargel zum Beispiel, aber darüber will ich mich hier nicht weiter auslassen, dessen Ernte ist längst passé. Doch mein bevorzugter Spargelbauer, dessen Kartoffeln ich ebenso gerne erwerbe wie sein Möhren, hat einen kleinen Hofladen, und weil er, ähnlich wie ich, die mit Sorgfalt und Liebe zur Natur erzeugten Produkte mag, findet sich hier nicht nur oben erwähntes Rübenkraut wieder, sondern ebenso eine Auswahl von am Niederrhein erzeugten Säften, deren Früchte man ebenfalls nicht allzu häufig findet. Apfelsaft beispielsweise, sortenrein ausgebaut, ist selten. Auch andere eher nicht allzu häufig anzutreffenden Früchte wandern in die Flasche, der Saft der Konstantinopler Apfelquitte beispielsweise. Er schmeckt ausgezeichnet und ich hätte kein Problem, dem Don ein Glas als Weinersatz anzubieten. Bei mir aber wandert eine Flasche Sternrenette in den Einkaufsorb.

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Es ist einer meiner Lieblingsäpfel, nicht zuletzt, weil meine Großmutter einige Bäume in ihrem Obstgarten stehen hatte und diesen Apfel dann als Weihnachts- oder Winterapfel eingelagert hatte. Wenn wir sie besuchten, durften wir in den Keller gehen und uns eine Renette aus dem Holzregal nehmen. In dem Regal standen ferner Weckgläser mit Eingemachtem: Pfirsiche, Schnibbelbohnen, Pflaumen. Wenn ich heute in eine Sternrenette beisse, tauchen diese Bilder in Proust’scher Manier wieder vor meinem geistigen Auge auf und ebenso die Gerüche. Doch all dies ist lediglich in Gedanken konserviert. Die Weckgläser sind längst verschwunden, und der Garten wurde ebenso wie die alte Streuobstwiese mit Doppelhaushälften bebaut.

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Der Sternrenettensaft symbolisiert für mich bereits eine reiche Ernte in flüssiger Form, doch ich möchte noch mehr. Was ich suche, ist die Essenz, und da ich mich, was die Ernte angeht, viel häufiger mit Wein beschäftige als mit anderen Lebens- oder Genussmitteln, stehe ich unterhalb des Drachenfels, früher bevorzugtes Ausflugsziel des Flachländers, nicht selten als Hollands höchste Erhebung bezeichnet, und ich befinde mich dort, wo der deutsche Weinbau beginnt. In Wahrheit beginnt er in einem anderen Ortsteil Königswinters, nämlich in Oberdollendorf, und ist ursprünglich von Mönchen und Lakaien der Abtei Heisterbach angelegt worden, einer Abtei, deren Kirchenschiff als perfekte romantische Ruine einem Bild von Caspar David Friedrich entsprungen sein könnte. Der Weinberg mit Blick auf Bonn jedenfalls ist heutzutage der nördlichste Ausläufer des Weinbaugebietes Mittelrhein, welches früher bis in die Vorgärten Kölns reichte, wobei ich nicht wissen möchte, wie sauer dieser Wein gewesen sein muss und wie stark er nachgezuckert wurde – möglicherweise mit dem oben erwähntem rheinländischen Rübenzucker.

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Auch wenn der sichtbare Teil des Weinbergs bereits abgeerntet ist, wird die Lese zumindest für jene Trauben, aus denen später der bessere Wein entstehen soll, erst in den nächsten Tagen beginnen. Die Trauben, die für die Spätlesen oder Auslesen vorgesehen sind, kommen häufig erst im November in die Kelter, wenn sie so reif und so süß sind, dass man sie in großen Mengen vom Rebstock klauben und direkt verspeisen möchte, und es einem als viel zu schade vorkommt, als eine Verschwendung gar, sie zu pressen und zu vergären.

Natürlich, es muss keine Rhöndorfer oder Königswinterer Spätlese sein, das gebe ich zu, auch wenn die Qualität dieser wie die der meisten anderen deutschen Weine in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Um jedoch einen Wein zu finden, den ich den Lesern kredenzen würde, ist es hier in Königswinter noch zu kalt, da muss ich einige Kilometer weiter den Rhein hoch fahren nach Spay. Dort befinde ich mich dann zwar immer noch im gleichen Weinbaugebiet, nämlich dem des Mittelrheins, aber die Weine wachsen an einem der wärmsten Gebiete Deutschlands. Das wissen die Winzer genauso wie die Niederrheiner und die Holländer, die hier am Ufer des Flusses schon vor Jahrzehnten in Scharen eingefallen sind und nun ihre Campingwagen dort parken. In diesem engen Tal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist das ein Kontrast, an den man sich nicht gewöhnen kann. Geschichte gibt es zur Genüge: eine große Zahl von Burgruinen wie auch die einzige nie zerstörte Burg am Mittelrhein, die Marksburg, gegenüber von Spay, meinem Ziel.
 
In diesem engen Rheintal drängen sich Ort, Eisenbahn, Schnellstraße und Campingplatz -und gerade die Camper haben sich gezielt die schönsten Plätze ausgesucht. Heute wären die Gemeinden die Campingplätze gerne wieder los, es gäbe lukrativere Möglichkeiten, die Standorte zu vermarkten, und auch die Hochglanzprospekte sähen wohl netter aus ohne diese Ansammlung an fahrbaren Schrankwänden. Doch damit müssen sie erst einmal weiterleben und ich will ja eigentlich auch hoch in die Hänge.

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Die Geschichte des Weinbaus reicht hier so weit zurück wie die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Boppard – zehn Kilometer südlich von Spay – aus dem Jahr 643. Der Hang, dessen Name Hamm sich vom lateinischen hamus, dt. Haken, ableitet und mit sieben Kilometern den längsten Bogen zwischen Quelle und Mündung des Flusses zieht, bietet alle Voraussetzungen für guten Wein. Weit erstreckt er sich in Südlage, geschützt vor allzu starken Nord- und Westwinden, mit speziell für Riesling geeigneten Böden verschiedener schiefriger Verwitterungsgesteine. Früher in kleinteilige Terrassen zerlegt wurde der Hamm, wie viele andere Lagen in den Siebzigern auch, flurbereinigt und somit seiner Geschichte beraubt. Lediglich der nach Spay hin gelegene Teil, Engelstein genannt, der den Winzern aus Spay und nicht jenen aus Boppard gehörte, wurde belassen. Heute sind es vor allem genau diese Winzer, die die besten Weine machen und die Klasse dieser Lagen wieder unter Beweis stellen.

Wer durch den Hang streift, sieht direkt, wie viel Arbeit hier hinter einer Flasche Wein steht. Arbeit, die nicht von Maschinen geleistet werden kann. Bodenbearbeitung, Laubpflege, Ausdünnung, Pflanzenschutz und Ernte, das meiste wird von Hand erledigt. Vieles hier ist also Manufaktur. Das ist noch etwa so, wie ich mir die Entstehung einer Flasche Wein vorstelle. Es ist zugegebenermaßen ein romantisches Idealbild in dieser ebenso romantischen Landschaft – wären da nicht Bahn, Autostraße, Campingwagen.

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An dem Tag, als ich den Winzer treffe, dessen Wein ich suche, um ihn den Lesern dieses Artikels quasi unter die Nase zu halten, werden gerade die letzten Stöcke abgelesen. Gute zwei Wochen früher als sonst wandern die von Botrytis rosinierten Beeren in den Korb, und bilden die diesjährige konzentrierte Qualität des Rieslings aus dem Bopparder Hamm. Sollte der Wein so gut werden wie im letzten Jahr, dann könnte ein Kritiker ihn als groß bezeichnen und von getrocknet-kräutrigem Duft sprechen, voll kandiertem und eingewecktem Steinobst und deutlicher Mineralik, von sehr süßer, saftiger Frucht wäre die Rede und von präsenter, lebhafter Säure mit langem Nachhall. Doch so weit ist es noch nicht. Zunächst wird noch gelesen, und wenn bei Kabinettweinen und Spätlese je nach Wetter bei den aus dem Ort stammenden Erntehelfern noch Eile geboten war, ist es hier viel wichtiger, die Qualität der verschrumpelten Beeren noch am Rebstock zu erkennen und die Richtigen zu pflücken. Dafür bedarf es einiger Erfahrung und das Aussortieren der schlechten Beeren ist entscheidend; denn – so steht es schon in alten Weinfachbüchern – „es ist leichter, mit wenigen schlechten Beeren guten Wein zu verschandeln als mit vielen guten Beeren einen schlechten Wein zu verbessern“.

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Es dauert im Zweifel einen halben Vormittag, um das Drittel einer Kiste mit passendem Traubengut zu füllen. Es bedarf dann noch der Erfahrung und der Leidenschaft eines guten Winzers, um daraus einen ungewöhnlichen Wein zu machen. Im Mittelrheintal – und das ist der Grund, warum ich es ausgesucht habe – kann ich mir eine solche Flasche großen Weines noch leisten. An fast allen anderen Orten liegen große, süße Weine in kleinen Flaschen in preislichen Sphären, die für den normalen Weinkonsumenten kaum noch erreichbar sind. Das merkt man schon, wenn man weiter flussaufwärts in den Rheingau gelangt. Hier in Spay jedoch bleibt der Winzer, auch wenn er einer der Besten im Land ist, noch bewusst bodenständig, auch wenn es ihm manchmal seltsam vorkommt, bei Wettbewerben mit seinen günstigen Weinen als Preisträger zwischen die großen Namen zu geraten „wie ein guter Handwerker aus der Provinz mit seiner fein gearbeiteten Ledertasche zwischen die Exponate von Hermès oder Louis Vuitton.“ Seine Haltung finde ich in bestem Sinne menschenfreundlich und bewundernswert. Die Preisgestaltung ist seine freie Entscheidung. Er ist zufrieden damit und ich auch; denn ich kann am Ergebnis seiner Arbeit teilhaben, ohne mich verbiegen zu müssen.

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Was sich in seiner Trockenbeerenauslese offenbart, ist der gesamte Verlauf eines Sommers bis in den Herbst hinein. Dazu muss man den Wein nicht einmal probieren – auch wenn es eine echte Schande ist, dies nicht zu tun –  denn die ganze konzentrierte Frucht, die Kräuter, der Boden, die Süße und Lebendigkeit könnte man ebenso inhalieren. Das ist die Essenz der Ernte. Sie strahlt das aus, was ich suche: das Glück, dass die Natur es gut mit einem gemeint hat – reifes, gesundes Erntegut, für das die Arbeiter im Weinberg das ganze Jahr über den Rücken gekrümmt haben, und die Erfahrung und die Leidenschaft des Winzers. Mehr ist nicht nötig, aber auch keineswegs weniger.

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199 Lesermeinungen

  1. Schon das Lesen der Zeilen ist...
    Schon das Lesen der Zeilen ist Genuss.

  2. Sehr verehrter Herr...
    Sehr verehrter Herr Raffelt.
    Besten Dank für diesen schönen Beitrag und die Empfehlung Mittelrhein.
    Ob Brot, Käse, Lederwaren oder eben auch Wein: handwerklich erstellte Produkte haben jeweils einen Charakter, der vom Handwerker her rührt.
    Im Italienischen heißt er Artigiano, was es fast besser ausdrückt. Nämlich die Handwerkskunst.
    Ich hoffe auf weitere Gastbeiträge von Ihnen.
    .
    PS. Gerade war ich an drachensteigenlassenden Kindern vorbeigeradelt. Es gibt sie schon noch.

  3. "Apfelsaft sortenrein...
    „Apfelsaft sortenrein ausgebaut“ – ich habe köstlich lachen dürfen, vielen Dank!
    .
    Man merkt, wie unendlich weit entfernt die Rede über Ernte von der Ernte ist. Und sein muss. Denn es kostet Zeit, sich diese denaturierte Redeweise beizuüben. Zeit, die der realen Ernte verloren geht.
    .
    Ernten wäre besser gewesen.

  4. Wie schön, Dich an dieser...
    Wie schön, Dich an dieser Stelle zu lesen, lieber Christoph. Und welch‘ ausgesprochen gute Winzerwahl – was es eine Bedingung (von woher auch immer), dass er ungenannt zu bleiben hat?
    So oder so aber: ich würde mich freuen, an dieser Stelle öfter von Dir zu lesen!

  5. Die Nordamerikaner haben da...
    Die Nordamerikaner haben da einen Vorteil, indem sie die Jahreszeit durch Thanksgiving zelebrieren. Ob mit oder ohne Truthahn, der Tisch ist immer ein Spiegelbild der Ernte … und Geselligkeit.

  6. @Christoph Raffelt: "Der...
    @Christoph Raffelt: „Der Winzer, dessen Wein ich suche“, ja Herr Raffelt, jetzt suche ich mit Ihnen. Habe schon hoffnungsvoll „wein+spay“ gegoogelt – da gibt es etliche Winzer, und sicher sind alle gut. Aber der Ihrige? Können Sie nicht mal einen mehr oder weniger versteckten, aber zielführenden Tipp geben?
    Gern pilgere ich dann nach Spay!

  7. wie drückt man das aus,...
    wie drückt man das aus, schriftlich, so ein tiefes Glücksgefühldankbarbkeitswiedererkennenfreudekindheitserinnerungeinverständnis?

  8. @tiberiat: nennen Sie es...
    @tiberiat: nennen Sie es „kindheitsgefühlig ausgebaute Weinseligkeit“. Sie dürfen aber auch ohne alle Entschuldigungen trinken.

  9. @Don Ferrando
    Den Begriff des...

    @Don Ferrando
    Den Begriff des Artisanalen, im Französischen heisst es ja ebenso, finde ich auch treffender und gebührender für das, was handwerklich oft geleistet wird.
    @Marquee
    Den Winzer habe ich im Text selbst unbestimmt gelassen, ja, auch wenn ich über einen speziellen schreibe, wollte ich ihn auch irgendwie stellvertretend nehmen. Ich werde wohl an dieser Stelle noch mal schreiben können und werde das gerne wahrnehmen.
    @Ghostwriter
    Der Mittelrhein ist ein kleines Anbaugebiet und die Spitze des Gebietes ist noch kleiner. Müller und Weingart aus Spay stehen ob, gefolgt von Didinger Jost und Ratzenberger. Walter Perll ist mit Sicherheit hervorzuheben oder auch Toni Lorenz. Der von mir beschriebene jedenfalls ist der Florian Weingart, ohne die ganzen anderen jetzt zurückstellen zu wollen.

  10. @Christoph
    Danke, das nimmt...

    @Christoph
    Danke, das nimmt mir die Pflicht, mich Ghostwriter gegenüber per Initialien nur in Andeutungen zu ergehen. Gibt es eigentlich Zahlen, wieviele Liter Weingart von seiner Essenz produziert hat?

  11. Werter Herr Raffelt,
    kann es...

    Werter Herr Raffelt,
    kann es sein, dass Sie vom Dorf in die Grossstadt gezogen sind? Natuerlich spielt sich die Ernte in laendlichen Gegenden noch immer aehnlich ab wie vor Jahrzehnten. Der Hauptunterschied besteht eher darin, dass die Landflaechen inzwischen von weniger Menschen bewirtschaftet werden (Nebenerwerb nimmt stark ab) und deswegen weniger Leute konkrete Ernteerfahrung erleben. Ich fuer meinen Teil kann allerdings sagen, dass, so sehr ich es liebe durch reife Fruchtfelder naschend zu streifen, ich auf die Kirschenernte, mit der ich viele hochsommerliche Wochen meiner Kindheit verbringen „durfte“, gerne verzichten kann. Auch das Drachensteigen scheint mir alles andere als ausgestorben, nur dass man heute zwei Schnuere benutzt.
    Schoen, dass Sie Ruebenkraut erwaehnt haben. Auch so ein Nahrungsmittel, das immer schoene Erinnerungen weckt, wobei ich auf die abenteuerlichsten Kombinationen bislang verzichtet habe (z.B. Leberwurst + Ruebenkraut).
    Die Spitzenweine vom Mittelrhein muessen sich vor keinem verstecken. Ich schaetze, die hoehere Wertschaetzund der Rheingauweine liegt auch weniger am anderen Boden sondern eher an den lagebedingt weniger wahrscheinlichen Ausreissern nach unten, weil man eigentlich in jeder Lage stets genug Sonne abbekommt. Am Mittelrhein kann man auch in Boppart mal „drachenfelsesque“ Lagen erwischen („Ich will nicht auf den Drachenfels, ich will nicht auf den Drachenfels, ich wi-hill nicht mehr“ – kleines Quiz: welche Band?).

  12. Wir haben früher als Kinder...
    Wir haben früher als Kinder Karoffelnachernte auf den abgeernteten Feldern hinter den Bauern her mit großen Harken gehalten. Es war sehr anstrengend aber auch lohnend. In Säcken und Taschen wurden die Früchte gesammelt und waren eine Bereicherung für die harten, kommenden Winter im elterlichen Haushalt. Von dem getrockneten Katroffelkraut wurden Haufen aufgeschichtet und angezündet, in die Glut in der Dämmerung warfen wir die Knollen hienein, das gab ein schwarze Kruste, darunter das köstlche heiße Fruchtfleisch. Ein herrlicher Geruch von den Rauchschwaden kam, der in den Kleidern hing. An angespitzten Haselnußstecken hielten wir die angeglühten Mahlzeiten um die harte Kruste geschickt abpullen zu können. Wir kamen uns wie die Könige vor, hielten lustige und ernste „Tisch“-Gespräche, von lautem Lachen untebrochen.
    ..
    Die Stangen-und Buschbohnen haben die ganze zweite Hälfte des Sommers Freude bereitet. Die Frühkartoffeln ebenso, köstlich die kleinen Rats. Salate, Kohl verschiedener Sorten, unverschämte Zuccinis, alles in verschwenderischer Fülle.
    ..
    Vor einigen Tagen in den uralten Baum vor dem Haus gestiegen und die Boskopäpfel
    geerntet. Welch eigenartige Bronzefarbe, gelbe und angerötete Apfelindividuen.
    Die anderen vier kleineren Apfelbäume waren ebenso reich behangen mit den bunten Früchten.
    ..
    Es gibt sie noch, wenige, die Weinbauern an der Mosel und Ahr die für die Liebhaber anbauen. Sogar noch in Oberdollendorf nahe Bonn gibt es noch solche Winzerkunst nach alter Art zu erleben.

  13. " Drachensteigen... Das kommt...
    “ Drachensteigen… Das kommt wohl höchstens noch an der Nordsee vor, und in alten Kinderliedern. “
    .
    Und in Berlin! Ich sage nur (aber nicht nur): Teufelsberg. Oder auf den ehemaligen Riesel- (jetzt: Mais-Feldern, aber jetzt abgeerntet) südlich von Berlin, jenseits der ehemaligen Grenze zur DDR. (Es wäre noch schöner, wenn dort nur die vielen Hundebesitzer mit ihren kläffenden Tölen nicht wären!)

  14. Am Rande. Rein zufällig...
    Am Rande. Rein zufällig hatten wir noch letzte Woche Gelegenheit genommen – resp. sie wurde uns zuteil – von Arles durch die Camarque und über Port-de-Bouc/Martigues und weiter via Bouc-Bel-Air und Gardannne entlang der französischen und italienischen Riviera zu reisen – um schließlich über Genua, Po-Ebene und Verona/Bozen/Brennerpass beschaulich nach München zu gelangen. Und beim Lesen erst seiner so überaus kenntnisreichen Ausführungen fiel uns auf, dass selbstverständlich entlang der genannten Route überall Wein angebaut wird – wir es diesmal leider aber gar nicht gebührend würdigten, ja überhaupt kaum je zur Kenntnis nahmen. Ein Nachzuholendes bleibt also fast immer.
    .
    Viel Spaß beim Genießen auch von uns weiterhin. („… darum genieße, wer nicht glauben kann“ (Schiller), das war doch wohl eher früher einmal so – sollte heute vor allem viel mehr auch Verbindung, Gemeinsames sein, dem reflektierten Zugang nicht völlig ausgeschlossen, nicht wahr? Und Lebens- und Gaumenfreuden bleiben Vielfalt, gesunde Vielfalt eben, unser Gastgeber sagte es einleitend schon. Mercy again also.)

  15. Spectator, Sie haben das...
    Spectator, Sie haben das Fruchtfleisch der Kartoffel verzehrt? Das ist seit dem 17. Jh. eigentlich sehr aus der Mode.

  16. O.T. Arabischer Winter:
    Vor...

    O.T. Arabischer Winter:
    Vor Zehntausenden Menschen verkündete der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrats Mustafa Abd al-Dschalil in Bengasi außerdem, im neuen Leben werde das islamische Recht Scharia die Grundlage aller Gesetze sein.

  17. DANKE !...
    DANKE !

  18. E.R. Langen@: Nee, die kleinen...
    E.R. Langen@: Nee, die kleinen grünen Früchtchen nicht, sondern die Knollen (Erdäpfel). Aber ganz nach Belieben. Manche stehen auf einem Nachtschattengewächsdelirium. Egal ob von Tomaten, Auberginen oder eben o.a.
    Pommes de terre.
    Es soll ja im angesprochenen 17. u. Anfang des 18 Jhdt. zu Todesfällen p. e. in Preuszen, gekommen seyn, alldieweil an dero frembdartigen oberirdischen und obgedachten Früchten man sich versuchet hatt und nit an den Knollen aus der Erdt gezogen.

  19. @Prinzessin auf der Erbse:...
    @Prinzessin auf der Erbse: Danke!
    @Don Ferrando, @T.I.M., @Jeeves: Ich habe den Eindruck, dass es selten geworden ist mit dem Drachsteigen. Letzten Jahr war ich mit unseren Kindern auf dem Feld, aber wir haben sonst niemanden getroffen, an keinem Tag. Auch dieses Jahr habe ich noch keine gesehen. An der Küste dagegen ist alles voll. Da wird es einem allerdings auch schon meist verboten. ist wohl zu störend.
    @marquee: die Menge der 2010er TBA weiss ich nicht, nein, ich weiss noch, dass die TBA, die er aus den Jahren 07 und 08 zusammen gemacht hat 50 0,375er Flaschen betrug.
    @T.I.M Ich bin irgendwann vom Land in der Nähe einer Stadt gezogen und wohne jetzt in Godesberg, also unterm Drachenfels und in der Nähe von Meckenheim und Rheinbach, wo viel geerntet wird. Die Menschen auf dem Land kriegen natürlich die Ernte mit oder leben mit ihr, doch, wie Sie sagen, die Städte werden größer, der Nebenerwerb nimmt ab, die Regale sind immer selbstverständlich mit allem gefüllt. Den Song, den Sie ansprechen kenne ich allerdings nicht.

  20. Lieber Don, zunächst...
    Lieber Don, zunächst mißfällt meinem weinbenetzten Gaumen die immer noch üble Schrift der blogs. Die Kommentare sind schon in verdana. Kriegt man so was nich hin?! Weinanbau im Rheingau scheint einfacher.
    .
    Es ist nun auch keine epochale Erkenntnis, Herr Raffelt, dass Süßes nun mal gut mit Käse geht. Niemand bei (Wein)Verstande trünke trockenen Roten zu Käse, schon gar nicht zu Weichkäse. Gerne lassen wir Ihnen ihre angenehm provozierenden Besonderheiten. Denn: Was die Geschmackliche Kauzigkeit des Flachländers angeht, sollte man bedenken, daß beispielsweise Bremen die größte Tradition in Sachen Wein vorzuweisen hat – aus dem 16Jahrh. – bedingt durch Hanse und Hafen. Und mehr Wein pro Kopf wird – glaube ich – selten getrunken. Und die essen auch so was wie Labskaus. Das klingt ebenso lecker wie Ihre Kreation, die Ihnen sicher keiner nehmen will.
    Die Hommage an das Handwerk finde ich schön. Gut zu wissen, daß viele Menschen das schätzen.

  21. Ich finde das auch - da mache...
    Ich finde das auch – da mache ich aus meinem Herzen keine Mördergrube – vollkommen missraten, aber dafür wurde eine bekannte Agentur beauftragt, die sich wie viele andere darum kümmerrn, dass es unter Agenturmenschen gut ankommt. Aber nicht unter Lesern und Blogbetreibern. Dabei wuden auch grundlegende Funktionalitäten ausser Betrieb gesetzt, die bis heute – nach 3 Wochen! – noch immer nicht laufen. Mich hat man dabei nicht gefragt, ich halte es, wie erwähnt, für einen schlimmen Fehler, und die Leserzahlen sind inzwischen auch entsprechend schlecht geworden.

  22. @E.R.Langen: Die Abfüllung...
    @E.R.Langen: Die Abfüllung dieser Säfte führt dazu, dass die Sorten als Bäume erhalten bleiben und nicht durch EU-Einerlei-Äpfelei ersetzt werden. Ansonsten habe ich ja über die Essenz der Ernte gesprochen. Letzten Samstag noch haben wir Lagerfeuer beim Kindergeburtstag angezündet und unter anderem auch Kartoffeln in die Glut geworfen und später den garen Kern gegessen. Sehr lecker, auch wenn es unmodern sei mag.

  23. Ob Rebe oder Knolle,...
    Ob Rebe oder Knolle, hauptsache Destille!

  24. @Spectator Ich musste als Kind...
    @Spectator Ich musste als Kind nicht mehr über die abgeernteten Äcker, und wenn dann höchstens freiwillig. Doch den Geruch von Lagerfeuer, angekockelten Stecken, Stockbrot und Kartoffeln aus der Glut mag ich gerne und mein Sohn ebenso. Letzten Samstag haben wir Geburtstag gefeiert in Oberdollendorf und dann in Niederdollendorf am Fähranleger ein Lagerfeuer gezündet während die Kinder als Piraten die Ersatzfähre geentert haben.
    Aber Sie meinen nicht, dass die Winzer an Mosel und Ahr und Oberdollendorf alle nur für Liebhaber anbauen?

  25. @perfekt!57: Oh ja, da wächst...
    @perfekt!57: Oh ja, da wächst teils so guter Wein, da sollten Sie bezeigen einen Abstecher machen. Gerade von Verona hoch nach Bozen gab es im letzten Jahrzehnt einen Riesen Qualitätssprung.

  26. Und wir nehmen ungern den...
    Und wir nehmen ungern den Finger aus dem Hals, damit der Brechzeiz aufhört. (Lieber essen wir barfuß).
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    Und uns Normalen, die vielleicht morgen schon die Wortgebilde der Ewigkeit prägen werden und den Weltgebildeten gehört die Zukunft – und den Weltworten auch. (g)
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    Und Deutschland – einig Spießerfestung – verließe man am besten schnellsten Weges nach Süden, nach Italien – und wäre es durch noch kommende Tunnel. (Dunkler kann es in denen auch nicht sein.) (Aber soweit sind wir nicht, und wird auch nie nicht so kommen, und man hat auch keinerlei „Verstimmung“. Aber vielleicht so ein Zeitgeistgefühl.)
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    Und nochmals eine Nachbemerkung, wie üblich in unserer unausgegorenen Schnellform:
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    Schon vor Jahrzehnten (fast: Jahrhunderten) war es z.B. in den USA üblich, dass Westviertelfamilien vier bis sechs Kinder hatten, damit mindestens eines nicht Kunsthistoriker würde, sondern glücklich aber überzeugt in den Sielen der Firmenleitung des Familienunternehmes endige. Und solche, die gar zu sehr dem Nichtstun und der gepflgten Nutzlosigkeit zuneigten, wurden kurzerhand mittels schnellbeschafter aber standesgemäßer Yacht in die Karibik abgeschoben(1), wo sie dividenpartiellunterstützt unauffällig aber unstörend untergebracht waren, falls sie da blieben, wofür meist gesogrt werden konnte.
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    Und für alle Daheimgebliebenen wurde norenmässig weiterspinnend die Mär erfunden und immer weiter fortgetragen, dass, sobald die Zeit dafür biographisch gekommen, also so zwischen den Lebensjahren 42 bis 57, doch jede Generation das ihre dazutun müße und vorübergehend den Staffelstab allgemeiner und gesellschaftlicher Verantwortung für, am und im Gemeinwohl zu tragen habe – und positive Ansinnen dolcherart, überzeugend und ausschließlich vorgetragen, immer gerne genommen, wobei solches aber eben auch an mangelden karibik- und westviertel-intimkenntnissen des überall angenehm pflichtfleissigen Restviertelnachwuches mit gelegen haben soll – den erwünschtenEerfolg zeitigten: Hier die Arbeit – dort das Vergnügen.
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    And here comes Herr Dr. Don now, so gesehen: Sein Erfolg wäre ein Erfolg, weil er – und wäre es auf bislang alllgm. eher un- oder wenig reflektierter Ebene – einen ganz neuen, eben diesen Geist verkörperte: Erstmals in Raum und Zeit (zumindest für Mitteleuropa) und als Westviertelkind – stellvertretdend und stellvertretend öffentlich – und eben nicht bloß insgeheim – diese Mechanismus aufgekündigt zu haben. Und eben nicht von irgend einem außerhalb her, sondern hier und mitten zwischen allen und allem ausrufend: Seht her – ich bin die Generation, die das alles auslässt und verweigert und aus gutem Grund und öffentlich. Und weiter wesentlich: Ein Teil einer Generation und ein führender Teil, welcher Vertrauen hat und vorlebt, dass das gut gehen kann und wird – denn nur solches Selbstvertrauen – und berechtfertigter Weise – würde sich trauen und sodann eben sicher Erfolg haben! Und Herr von Goethe und Thomas Mann und alle anderen Sonntagskinder, geboren und bestärkt im Gefühl ihnen bedingslos zustehender höherer Glückseeligkeit, lassen grüßen!
    .
    Wie gesagt: wie immer nur am Rande. (Und wir bitten auch weiterhin allerhöflichst darum, unsere Beiträge ggls. in aller Form zu entschulden) (uups, kleiner Scherz)
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    (1) http://www.perlentaucher.de/buch/24007.html („Manhattan und einige Landsitze. Seit Generationen vermögende weiße Republikaner. Tätigkeit der Männer: Anwalt, Bankier oder Charmeur. Scheinbar im gehobenen Konversationston führt sich New Yorks Oberschicht selbst vor, ohne Rücksicht, am wenigstens auf ihre Kaste. Rezensentin Ulrike Metzner hat die Lektüre aus der amerikanischen Ostküsten- Elite des vergangenen Jahrhunderts als „zartbitteres, herbstliches Vergnügen“ empfunden und sich beim Lesen manchmal wie beim Blättern in alten Fotoalben gefühlt. Hier wird erzählt, lesen wir, von Söhnen, Ehefrauen, Schwiegertöchtern und Patriarchen und ihren Deformierungen, die der schablonierte Oberschichts-Standpunkt ihnen aufgezwungen hat …“) Falls sie nicht frühzeitig aber klug einen anderen Lebensweg wählten. And goodbye Lenin. Wie bekannt.

  27. @Don – Etwas scheint diese...
    @Don – Etwas scheint diese Agentur aber doch verbessert zu haben. Insbesondere gibt es nicht mehr drei Spalten gleicher Art nebeneinander, sondern nur zwei maximal. Die dritte Spalte enthält jetzt Informationen anderer Kategorie, wie Blogs, Wetter, Aktienkurse etc, die – zumindest mein Gehirn – unterschiedlich verarbeitet. Mir fiel das auf, nachdem ich merkte, dass ich die erste Seite wieder automatisch bis unten lese, i.e. einschließlich dem Rhein-Main Teil.
    .
    Die BMW Reklame, die letzte Woche wieder ständig über die erste Seite rollte, hat mich wieder irritiert – nur muss ich zugeben, nachdem ich darüber nachgedacht habe, die gab es, glaube ich, auch schon vor dem Relaunch.
    .
    Außerdem sollte ich in Fairness zugeben, dass ich die Angabe des Jahrgangs eines FAZ Kommentators mittlerweile interessant finde……. vor allem weil ich viele falsch eingeschätzt hatte.
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    Außerdem habe ich mittlerweile auch Funktionen entdeckt, die ich besser finde als zuvor.

  28. @Irina: ich habe zu...
    @Irina: ich habe zu danken!
    @nico: Sie haben natürlich recht, Käse und Süßes als Kombination ist durchaus gängig. Ich bin ja auch einfach nur van et Hökske auf et Stökske gekommen. Allerdings, geht roter Wein zu Käse durchaus, zu Weichkäse allerdings weniger, wohl war.
    Bremen ist als Umschlagplatz für Wein ja sehr bedeutend gewesen und es gibt dort so einige Handelskontore mit viel Tradition. Für Lübeck als Hansestadt galt das ebenso. Und so wie früher Bordeaux als Fassware nach England geschippert wurde und Clairet genannt wurde kann der Bordeaux auch nach Lübeck und Bremen und wurde Rotspon genannt, wenn ich nicht nicht irre.
    Der Labskaus ist etwas, meine Frau kommt aus dem Bremer Haven, also kenne ich es, woran ich nicht bisher nicht recht gewöhnen konnte. Corner Beef ist einfach nicht meinFall.

  29. "Rezensent Klaus Harpprecht...
    „Rezensent Klaus Harpprecht steht voller Bewunderung vor dem diesem Roman des fast 90-jährigen Louis Auchincloss und hofft, dass der Autor mit „Die Manhattan Monologe“ endlich von einer breiteren Leserschaft entdeckt wird. In den zehn Geschichten beleuchtet der Autor die Oberschicht der Ostküste, der er selbst angehört, weshalb er so gut über deren „Manierismen“, „Intimitäten“, „Tugenden“ und „Melancholien“ Bescheid weiß … . Nicht nur erwiesen sich in den Geschichten die Frauen als das eigentlich starke Geschlecht, Auchincloss mache in seinem Buch auch deutlich, dass das „alte Geld liberal, das neue Geld konservativ“ denkt, stellt der Rezensent interessiert fest.“ ebenda

  30. @hansgeier333: Es gibt so...
    @hansgeier333: Es gibt so großartige wie ungewöhnliche Destillate – wenn ich beispielsweise an Metté aus dem Elsaß denke, der ja Brände aus Tannenspitzen, Knoblauch oder Sternanis herstellt. Aber diese rosinierten Rieslingtrauben wären dafür einfach zu Schade, die haben eine andere Bestimmung. Allerdings lässt der oben genannte Winzer von seinem Rieslingtrester auch nen schönen Brand produzieren.

  31. <p>Nun, die Zahlen sprechen...
    Nun, die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Lustigerweise laufen die Kommentare mit meiner „Kernzielgruppe“ sauber durch. Aber die reinen Klickzahlen sind wirklich nicht gut. Und in diesem Geschäft ist das Halten der Fans nur für den Blogger gut. Ein Medienhaus müsste nach so einem Relaunch Leser bekommen, und nicht verlieren, Ich vermute, dass viele einfach nach einer Phase des Nichtklarkommens gegangen sind. Stand ja auch oft genug in den Kommentaren, soweit die funktionierten. Und das geht mir und vermutlich allen, die das Beste für dieses Blatt wollen, sehr stark an die Nieren. Es macht einfach keinen Spass zu lesen, dass Leute gehen, weil die Texte zwar passen würden, aber das System nicht mehr praktikabel ist.

  32. @Christoph Raffelt: Herr...
    @Christoph Raffelt: Herr Raffelt, das Mittelrheintal, was für eine Sehnsuchts-Landschaft. Danke für den runden Beitrag, der Lust darauf macht, noch mehr am Rhein zu entdecken.
    @Don Alphonso: Gracias! So kommt endlich auch mal das schöne Rheinland zu Ehren. Well done, Don.

  33. @ Der Tiger
    .
    das neue layout...

    @ Der Tiger
    .
    das neue layout macht anscheinend den fehler, dass es versucht die alte print-FAZ zu kopieren, resp. kernelemente einer so geglaubten zielgruppenidentität zu behalten, resp. von print nach online zu überführen. das ist aber schief gegangen und war wahrscheinlich von anfang nett gedacht aber falsch.
    .
    wie wäre es also damit: rückabwicklung des online-auftritts hin zum alten, erfolgreichen standard – und verbesserung der print-faz, damit sie mehr wie internet würde (wo doch dem netz die zukunft gehöre)?
    .
    und noch besser wäre es ja wohl, wenn man überhaupt den(!) neuen internetstandard setzen könnte, ausschließlich aus netzprizipien heraus entwickelt und am onlineleser des jetzt (und der zukunft) orientiert und somit bis auf weiteres vollkommen zukunftsfest. (und selbstverständlich vollkommen den werten der faz verpflichtet: die werte hätten dann am neuen, noch nicht gefunden layout zu hängen, also durch es transportiert zu sein, genau so, wie bei print früher auch übereinstimmung zu konstatieren war. (ungefähr bis das foto auf die titelseite kam.))
    .
    das alles natürlich viel leichter gesagt, als getan.

  34. @Don – vielleicht liegt es...
    @Don – vielleicht liegt es auch an der Start-up Zeit, die sicherlich doppelt so lang dauert wie vorher. Wenn ich die e-FAZ nicht aus ‘Berufsgründen’ lesen würde, würde ich sie nur noch einmal am Tag (abends) anwerfen.
    .
    Wahrscheinlich würde darauf die Relaunch Agentur antworten, dass das teilweise am Internet und vor allem an meinem Computer liegt. Soll sich diese Madame doch einen neuen kaufen. Wer benutzt schon ein über drei Jahre altes MacBook?

  35. @ Essenz der Ernte
    .
    Schon vor...

    @ Essenz der Ernte
    .
    Schon vor Jahrzehnten (fast: Jahrhunderten) war es z.B. in den USA üblich, dass Westviertelfamilien vier bis sechs Kinder hatten, eben damit mindestens eines nicht Kunsthistoriker würde, sondern glücklich aber überzeugt – „und eben stellvertretend mitmalochend für alle anderen“ – in den Sielen der Firmenleitung des Familienunternehmes endige. Und solche, die gar zu sehr dem Nichtstun und der gepflegten aber angenehmen Nutzlosigkeit zuneigten, wurden kurzerhand mittels schnell beschafter aber standesgemäßer Yacht in die Karibik abgeschoben(1), wo sie, dividenpartiell unterstützt, unauffällig aber unstörend untergebracht waren – falls sie da blieben, wofür aber meist gesorgt werden konnte (z.b. mit mehr Geld, resp. mit noch etwas mehr Geld.)
    .
    Und für alle Daheimgebliebenen wurde, nornenmässig weiterspinnend, die Mär erfunden und immer weiter fortgetragen, dass, „sobald die Zeit dafür biographisch gekommen, also so zwischen den Lebensjahren 42 bis 57, doch jede Generation das ihre dazutun müßte und vorübergehend den Staffelstab allgemeiner und gesellschaftlicher Verantwortung für, am und im Gemeinwohl zu tragen habe“ – und positive Ansinnen solcherart, überzeugend und ausschließlich vorgetragen, immer gerne genommen waren und auch sein würden – wobei solches aber eben auch an vorteilhaft-mangelnden Karibik- und Westviertel-Intimkenntnissen des am besten überall und jederzeit angenehm pflichtfleissigen Restviertelnachwuches mit gelegen haben soll – den erwünschten Erfolg zeitigte: Hier die Arbeit – dort das Vergnügen.
    .
    And here comes Herr Dr. Don now, so gesehen. Sein Erfolg wäre ein Erfolg, weil er – und wäre es auf bislang alllgmein eher un- oder wenig reflektierter Ebene – einen ganz neuen, eben diesen Geist verkörperte: Erstmals in Raum und Zeit, zumindest für Mitteleuropa und als Westviertelkind – stellvertretend und stellvertretend öffentlich – und eben nicht bloß insgeheim – diesen Mechanismus aufgekündigt zu haben.
    .
    Und eben nicht von irgend einem außerhalb her, sondern hier und mitten zwischen uns und allen und allem ausrufend: Seht her – ich bin die Generation, die das alles auslässt und verweigert und aus gutem Grund und öffentlich.
    .
    Und weiter wesentlich wäre: Er nicht nur ein Teil einer Generation wäre, sondern deren erster und allgemein anerkannt führender Repräsentant, er, welcher Vertrauen hat und vorlebt, dass das alles so gut gehen kann und wird – denn nur solches Selbstvertrauen, und zwar gerechtfertigter Weise, würde sich trauen – und eben sicher Erfolg haben!
    .
    Und Herr von Goethe und Thomas Mann und alle anderen Sonntagskinder, geboren und bestärkt im Gefühl ihnen bedingslos zustehender höherer Glückseeligkeit, ließen grüßen!

  36. Hab' ich einen...
    Hab‘ ich einen Rheinwein,
    Kommt in mein Glas kein Wein rein.
    .
    Jedoch bei einem Glas Bordoh,
    Traeum‘ ich von Sophie Marssoh.
    .
    Jedoch bei einer Tasse Tee,
    Tun mir sofort Augen weh.
    .
    Und damit waere ich, voellig OT, beim Schriftbild: Ich leide und bin wahrscheinlich nicht der Einzige.
    .
    Zurueck zu “ Besternte Ernte“ [1].
    .
    [1] Gernhardt

  37. Und wir sind nicht gegen den...
    Und wir sind nicht gegen den Durchschnitt- aber wir sind auch für das Genie.

  38. Herr Raffelt, ich glaube...
    Herr Raffelt, ich glaube gerade solche Winzer mit kleiner Rebfläche in schwierigen Lagen tun sehr viel für den deutschen Wein.
    Ich dachte jahrelange, deutschen Wein könne man überhaupt nicht trinken. Meine Vorstellung war da Keller Geister und Konsorten aus großen Tanks.
    Ich bin dann auch in Italien zum Weintrinker geworden. San Giovese, Canaiolo, Ciliegiolo und Trebbiano Bianco . Später dann auch Friulano und Ribolla Gialla.
    .

  39. Sitze mit dem Smartphone im...
    Sitze mit dem Smartphone im Blockhouse am Adenauerplatz und frage mich, worin der Unterschied zwischen Weinlese und Weinschreibe besteht. Oder war das jetzt wieder zu vorlaut?

  40. …natürlich kann die mehr...
    …natürlich kann die mehr als deutlich verlängerte Start-up Zeit auch daran liegen, dass sich immer mehr Staatstrojaner in meinem MacBook breitmachen.

  41. sagen sie, bester herr raffelt...
    sagen sie, bester herr raffelt – nicht ohne ihnen für ihren artikel zu danken-, doch schwelt mir seit längerem eine frage im gebeiss:
    auf welchen böden gedeiht ein (weiss-)wein, der stahlig resp. stählern schmeckt (und dabei so trocken ist, dass man bereits nach den ersten behutsamen schlucken keine socken mehr an den füssen hat, wie dies mein lieblingsgrossonkel zu sagen pflegt)?
    ob dies schiefer oder kalk sein mag? ich verzweifle und erbitte dringstens fachkundigen rat…

  42. Der Tiger; "…natürlich kann...
    Der Tiger; „…natürlich kann die mehr als deutlich verlängerte Start-up Zeit auch daran liegen, dass sich immer mehr Staatstrojaner in meinem MacBook breitmachen.“
    *
    Als Verfasser politisch motivierter Redeschlachten
    fasse ich immer und wieder den Mut.
    Doch der Staat weigert sich standhaft, mich zu beachten!
    Bundestrojaner? – Find ich gut!

  43. Es gibt da so eine alte...
    Es gibt da so eine alte Rebsorte, liebe Laura, deren Name mir entfallen ist, aber immer noch in reiner Art fuer wenig Geld erworben werden kann. Dieser Wein soll bereits die Alten Roemer entzueckt haben, die ihn bis 1801 mit Honig schoenten.
    Ein alter Freund, der freiwillig fuer seine Lieblingskirchengemeinde evangelte, etikettierte die Flaschen um und verkaufte sie bei Wohltaetigkeitsfesten als “ Lutherwein“. Das sagt schon alles.

  44. Mumm. Mittelhölle. Darüber...
    Mumm. Mittelhölle. Darüber nichts.

  45. filou 23:07, Elbling. Älter...
    filou 23:07, Elbling. Älter geht nicht.

  46. E.R. Langen, genau der!...
    E.R. Langen, genau der!

  47. donna laura, 22:26:...
    donna laura, 22:26: Johannisberger ist gemeint. Zudem einige Lagen an der oberen Mosel. Bischöfliche Weingüter Trier. Alles ohne Kalk, zum Glück, sonst blieben die Socken am Ort.

  48. @Christoph Raffelt: Godesberg,...
    @Christoph Raffelt: Godesberg, dann sollten Sie das Lied vielleicht doch kennen. „Drachenfels“ von den Bläck Fööss (jaja, ich weiss… aber in den 80ern haben die ein paar richtig gute Lieder gemacht mit intelligent, lustigen Texten. Bezeichnenderweise hat es aus demselben Album aber das [fuer Karnevalshits typisch] dumm-daemlich-primitive „Frankreich, Frankreich“ in die Top-10 der westdeutschen Charts geschafft.)
    „Drachenfels“ hat so tolle Zeilen (aus dem Gedaechtnis, man findet nicht mal lyrics auf Anhieb) wie:
    „Ich bin doch nicht der Messner, ich brauche Sauerstoff.“ oder
    „Mama, Mama kauf ein Ticket fuer die Zahnradbahn, sonst kommen wir da oben auf dem Zahnfleisch an.“ (verhochdeutscht)
    Okay, zu einem Beitrag von Frau Froescher wuerde es nicht langen ;-)

  49. Moin.

    Aus Gründen des...
    Moin.
    Aus Gründen des demokratischen Ausgleichs verlange ich, dass hier ein sachkundiger Bericht über die verschiedenen Sorten des Weissbieres, auch Weizen genannt, unter besonderer Berücksichtigung der bayrischen Tiefebene angefertigt wird. Derselbe wäre bei Gelegenheit zu erweitern um diverse westeuropäische Kreationen, wie zum Beispiel Duvel und Grimbergen, St.- Adriaans oder Dendermonde.

  50. Werter Don Ferrando, Italien...
    Werter Don Ferrando, Italien war schon immer ein guter Ort, das Weintrinken zu erlernen. Doch auch da wie hier war zeitweise die Qualität ausgesprochen schlecht. In beiden Ländern hat es sich zum besseren gewandt. In Deutschland bedurfte es eines Generationswechsels. Es braucht junge, wissbegierige Winzersöhne- und Töchter, die raus in die Welt gegangen sind um zu sehen, was dort so passiert in der Weinwelt. Das war etwas ganz anderes als das Kleinklein im provinziellen Weindorf, wo jeder argwöhnisch hinter sich die Kellertüren zugemacht hat, damit der Nachbar nichts mitbekommt. Heute schließen sich jungen Winzer zu Interessens- und Marketinggruppen zusammen und tauschen sich aus. Was sich neben der Kellertechnik allerdings am stärksten gewandelt hat ist der Umgang mit der Natur im Weinberg. Wurde bis in die Neunziger noch gespritzt, was das Zeug hielt und auf Menge produziert, wird heute wieder naturnäher und aufmerksamer gearbeitet – das hilft ungemein.

  51. Liebe Donna Laura, es ist...
    Liebe Donna Laura, es ist nicht unbedingt der Boden, der das Potential hat, stahlige Weine hervorzubringen, es ist eher die Rebsorte, meist ist es Riesling, dem diese Note nachgesagt wird. Junger Riesling mit ordentlicher Säure, durchgegoren, so dass kaum Restzucker übrig bliebt. Gerade Rieslingen von der Saar wird Stahliges oder Rassiges nachgesagt, und die stammen vom Schieferboden. Ich kenne aber auch Weine vom Lös oder Sandstein, die stahlig wirken.

  52. @T.I.M.: Seltsam, ich wohne in...
    @T.I.M.: Seltsam, ich wohne in Königswinter und habe Godesberg geschrieben. Muss wohl dran gedacht haben, in dem Moment. Und da gibt es natürlich das Karnevalslied mit dem „davor und nicht dahinter“. Das Bläck Fööss-Lied mit dem Drachenfels kannte ich allerdings wirklich noch nicht. Muss ich mal raussuchen beizeiten, Danke!
    @Filou. Ist Elbling gemeint? Den gibt es an der Obermosel und auch beim Schloss Proschwitz in Sachsen. An der Obermosel gibt es mittlerweile wieder einige sehr schöne Qualitäten inklusive Crémant, zum Beispiel von Stephan Steinmetz. Passt übrigens ausgezeichnet zu Spargel, der Wein. Im Gegensatz zu Riesling, der dafür zu viel Säure hat und in Verbindung mit Spargel dann übermäßig stahlig schmeckt.

  53. @Herr Raffelt: Danke für...
    @Herr Raffelt: Danke für Nennung der Winzer und die Beschreibung ihrer Arbeitsweise – überzeugend sorgfältig. Werde ich doch mal was Süßes probieren, obwohl das sonst bei Wein nicht so meine Richtung ist. – Apfelsaft sortenrein ist eine gute Idee, aber ausbauen tut man den doch eher nicht, nur abfüllen, ggfs. sterilisieren, oder? Ich meine, sonst wirds doch Äppelwoi.
    @Layout, weil das auch angesprochen wurde:
    Ja, Maßstäbe setzen, davon träumt man, aber bis es soweit ist… mich stört extrem das fehlende Datum bei den Artikeln. Das Alter der Schreibenden ist nur manchmal interessant, aber das Datum, wann welcher Artikel geschrieben wurde (natürlich auch welcher Kommentar), das ist essentiell. Darauf zu verzichten, entwertet die Information. Im Kopf das Tagesdatum zu haben ist völlig in Ordnung, aber Online-Artikel müssen immer auch ihr Erstellungsdatum haben, am besten unter der Überschrift, das kann man nicht einsparen.

  54. @Yast2000...
    @Yast2000 +@Bundestrojaner
    “Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt,
    gab mir ein Gott zu sagen, was er leidet”

  55. geehrte donna laura , der...
    geehrte donna laura , der „stählern“ schmeckende Weißwein kommt
    eher aus den Schiefergebirgen , andere sind weniger rauh , bspw.
    auf Kalk gewachsene Frankenweine . hmm . mfG.T.

  56. @ Folkher Braun: Bier her,...
    @ Folkher Braun: Bier her, Bier her, oder ich fall um.
    Doch, ja, ein kenntnisreiches und womöglich amüsant geschriebenes Weißbier-Brevier fehlt auch mir noch.
    Bier scheint mir das einzig verbliebene Getränk zu sein, dass noch nicht von Chemie und sonstigen Tricks (ja, auch der Wein! Da ist und war wohl schon immer viel künstliche Romantik drin) verdorben ist.

  57. @ jena-jacques: "...was für...
    @ jena-jacques: „…was für eine Sehnsuchts-Landschaft. Danke für den runden Beitrag, der Lust darauf macht, noch mehr am Rhein zu entdecken.“
    Hab ich mal gemacht, den Besuch. Mit Gattin. Vor vier, fünf Jahren. Wir sind auch mit einem Rheindampfer gefahren und darauf mittels immens lautem Laut(!)sprecher in sieben Sprachen (plus Lorelei-Lied-Gekreische) permanent derart vollgedröhnt worden, dass wir die Flucht ergriff, also beim nächsten Halt ausstiegen und auf die vorab bezahlte Rückfahrt verzichteten. Nur schnell weg von dieser schwimmenden Touristen-Disco. Mit der Bahn zurück zum Hotel, dort unsere Sachen packten, Bahntickets nach Tübingen kauften und zack, ab in ein wirklich schönes Städtchen. Zu Freund Lennart und ein unerwarteter Bonus: Donaldismus-Kunst-Ausstellung im Schloß.
    Zu der Rheindampfer-Tortour kam noch, dass ich Ahnungsloser uns ein Hotel in Bingen („Bingen swingt!“) ausgesucht hatte. Welch fataler Missgriff. Der Ort sah aus wie das zubetonierte „Kottbusser Tor“ in Berlin-Kreuzberg. Ich hatte ein wohl vorgestriges (Ufa-Film?) Image vom Rhein und schnuckligen kleinen Städtchen … und wurde brutal kuriert.
    Seit der Zeit nur noch Süd-Tirol.

  58. @:"Letzten Samstag noch haben...
    @:“Letzten Samstag noch haben wir Lagerfeuer beim Kindergeburtstag angezündet und unter anderem auch Kartoffeln in die Glut geworfen und später den garen Kern gegessen. Sehr lecker, auch wenn es unmodern sei mag.“
    Das macht die Domäne Dalem (in Berlin) jedes Jahr beim Kartoffelfest. Man bekommt ein Netz und kann die Kartoffeln selbst aus dem Boden graben (zuvor ist da allerdings ein Traktor, der die Dinger schon mal…), dann abwiegen, bezahlen und mitnehmen.
    Zusätzlich wird gefeiert, auch mit einem Lagerfeuer und Kartoffeln am langen Spieß oder in Folie. Es gibt auch reichlich zu essen, selbstgemacht auf der Domäne (man kann zuschauen) mit selbstverständlich viel Kartoffeln; auch und vor allem gute und seltene Sorten.
    Viele Kinder lernen dort, dass Kartoffeln (und anderes) nicht aus dem Regal bei REWE kommen, sondern aus dreckiger Erde gepult werden müssen. Und sie haben sichtbar Freude daran; die Eltern müssen sie oft stoppen: Jens-Peter, das reicht!!

  59. @yast2000: Na, Lese und...
    @yast2000: Na, Lese und Schreibe sind doch zwei Seiten einer Medaille, oder?
    @Folkher Braun: Ich stimme Ihnen unbedingt zu. Desweiteren könnte man über Geuze-Biere schreiben und über Ale oder über Sinn und Unsinn des deutschen Reinheitsgebotes, ausserdem ist mit der Erwähnung eines Winzers vom Mittelrhein auch das Thema Wein noch nicht gänzlich beackert. Destillate wurden auch schon angesprochen. Aber das ginge eindeutig zu weit, dies alles im Blog eines bekennenden Abstinenzlers zu besprechen. Nachher bricht er noch sein Fasten und wir sind es schuld!
    @colorcraze: Sie haben natürlich Recht. Ausbauen ist der falsche Begriff. Den habe ich mir als Scherz erlaubt weil es ja Richtung Wein gehen sollte. Wenn ich den Saft ausbauen würde, müsste ich ihn keltern. Was aber ja auch ganz interessant ist, sortenreinen Apfelwein oder Cidre herzustellen. Ich habe am Samstag eine Poiré Granit von Eric Bordelet getrunken, das ist ein Schaumwein aus alten Birnensorten, die vom Granitboden stammen. Er baut sie nach Champagnerverfahren aus und heraus kommt etwas, was man dort, wo der Wein hergestellt wird eigentlich Cidre nennt, in diesem Fall aber ein ganz anderes Niveau erreicht. In Deutschland macht das Jörg Geiger, zum Beispiel mit dem Schaumwein von der Champagnerbratbirne.

  60. lieber Christoph Raffelt,...
    lieber Christoph Raffelt, liebe runde, herzlichen dank für die zahlreichen hinweise – Trias weiss verschüttetes zu erwecken, wie stets…
    dann werde ich mich demnächst einem südtiroler aus den schiefergebirgen sittlich annähern, und gleich noch die lagreinreihe wieder auffüllen.

  61. Der Tiger: “Und wenn der...
    Der Tiger: “Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, gab mir ein Gott zu sagen, was er leidet”
    *
    Also einen Trojaner vom lieben Gott, damit könnte ich leben…

  62. Hab ich das richtig gelesen?...
    Hab ich das richtig gelesen? Der Don alkoholfrei? Oo Immer oder nur bei Mengen die über den Durst gehen?

  63. "Frauenweine" sagte man bei...
    „Frauenweine“ sagte man bei uns dazu. Ein passender Gegenentwurf: Sylvaner im fränkischen Boxbeutel, egal welcher. Sind sie zu stark, bist du zu schwach.
    .
    Ich bin wohl einer der wenigen, denen das neue Layout gefällt, auch wenn man es als weniger bunt empfinden mag. Schneller laden dürfte es allerdings, und aufgezwungene Video-Werbung ist eine Verirrung des Internets, das Verpesten der Bandbreite, die schnellstens wieder verschwinden darf.

  64. Oh Gott, Rübenkraut! Selbst...
    Oh Gott, Rübenkraut! Selbst in den nicht eben üppigen späten 50ern kam das bei uns depossediertem Mansardenadel nicht auf den Tisch, nur Honig. Auch wenn Muttern rheinischer Küche (wo wir als Flüchtlinge gestrandet waren) durchaus etwas abgewinnen konnte und Himmel un Eerd auch mal auf den Tisch kam.
    Franken (und Sancerre in Frangreisch) haben einen typischen Erdgeschmack quer durch die Rebsorten, bei den weißen klassischen mehr, bei den modernen Hybridreben besonders in rot (Domina in Franken) eher weniger.
    Mein Vater (der gern bei der staatlichen Hof- und Domänenverwaltung in Würzburg kaufte) pflegte dazu zu spötteln: „Da kommt halt etwas der Kartoffelacker durch“
    Immerhin brachten wir von einem unserer Einkaufszüge dann 1975 Würzburger Stein mit, der Jahre später nach meiner Promotion ein würdiges Ende fand.

  65. Don Alfonso, ohne Fleisch &...
    Don Alfonso, ohne Fleisch & Alkohol sind Sie aber ein wahrhaftiger Asket, oder – Gott bewahre – gar ein Protestant ???

  66. @ Jeeves: Schonmal was von...
    @ Jeeves: Schonmal was von Hopfenextrakt gehört?

  67. Ganz nach meinem Geschmack,...
    Ganz nach meinem Geschmack, was Sie da so schreiben (auch wenn wir zu Hause immer Fitzebohnen gesagt haben)! Besten Dank, werter Herr Raffelt!
    .
    Ich habe mit 14 angefangen, logischerweise mit einem Morio-Muscat (aus der Pfalz, glaube ich). Lieblichkeit ist ja sowieso schwer unterschätzt.

  68. Ich muss gestehen, sie haben...
    Ich muss gestehen, sie haben es geschafft. Jetzt habe ich Lust auf etwas zu essen und viel mehr noch zu trinken. Ob die Lufthansa mir gleich etwas anbietet, wenn ich nach Manchester fliege?
    Egal jedenfalls gebe ich Ihnen recht, dass die Botschaft des Herbstes leider verloren gegangen ist. Wenn all die Ernte eingebracht wurde, dann war die Zeit sich zu besinnen und Kraft in de Ruhe zu sammeln, um im Frühjahr wieder zu wachsen und neue Frucht zu bringen. Schade dass wir heute nur noch in Quartalen und Monaten denken und jeder besser sein muss, als die vorangegangenen! Im diesen Sinn lieber eine gute Berrenauslese, als Shareholder Value. Der eine hinterlässt Eindruck am Gaumen, der andere zur Zeit nur fahlen Beigeschmack.

  69. Jeeves@: Man sollte nie, die...
    Jeeves@: Man sollte nie, die Betonung liegt auf nie, mit der weißen Flotte und gar zur Hauptreisezeit den Rhein erkunden. Wenn schon, dann eher die kleineren Schiffe entern. So hat jetzt das Rheintal zwischen Mainz und Bonn (Köln ist schon Tiefebene und schaut neidisch von ferne auf das Siebengebirge) seine ganz eigene Note (heiter-melancholisch-heroisch). Am allerbesten, neben dem Auto- undRadfahren, sind Wandertagestouren oder aber eine ganze Woche eingelegt, eine Wanderung auf dem Rheinhöhenweg. Unvergleichlich die Ausblicke auf den Strom, die Burgen und Städtchen sind aus ganz ungewöhnlichen Perspektiven zu sehen. Der Tourismus ist die Plage und der Segen des Rheintals. Aber die Menschen zu beiden Seiten haben nur den Weinbau und diesen Plagesegen des Tourismus, begleitet von den zwei Eisenbahnlinien, den zwei Bundesstraßen und dem Fluß mit seinen durchrauschenden Containercargos. Man sollte nur zwanzig Schritte abseits von dem Menschentrubel hergehen und erlebt eine ganz eigene Welt. In den Seitengassen sind auch die kleineren Winzereien zu finden mit ihren Köstlichkeiten.
    In Sinzig, 2 km vom Ufer entfernt an der Ahrmündung gelegen, gibt es die Reste einer Barbarosspfalz und großartige romanische Kirche zu sehen. Dort ist auch eine hervorragende Küche im „Vieux Sinzig“ franz. Art zu finden und zu probieren z.B. mit selbstgesuchten Trüffeln von der Ahr und regionalen Produkten als Grundlage. Weine der Gegend sowieso.
    Wer kunstbeflissen ist, sollte sich den Dehio, Rheinland zulegen und mitführen.
    Zur gedanklichen und optisch-geschichtlichen Einstimmung empfehle ich William Turners Aquarelle in sehr schönen Bänden verschiedenster Qualität. Wer noch mehr gründeln will, dem sei Albrechts Dürers Rheinreise empfohlen sowie der Zeichner und Kupferstecher Wencelaus Hollar, neben dem allbekannten Matthias Merian.
    In der Vorkriegszeit fertigte August Sander großartige Photos dieser einmaligen Landschaft und seiner Menschen an.
    Auf jeden Fall lohnt auch der Besuch des Oberrheintals im Graubünden, in der Schweiz. Überall sind kleine Flecken in Obsthainen versteckt und oft überragt von einer Unmenge kleiner Adelssitzen auf leichten Anhöhen zu sehen. Am besten auch hier des Schusters Rappen benutzen.
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Albrecht_D%C3%BCrer#Reise_in_die_Niederlande_.281520.E2.80.931521.29
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Wenzel_Hollar
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/William_Turner
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/August_Sander

  70. @Don – wenn ich dann doch...
    @Don – wenn ich dann doch mal die erste Seite der e-FAZ hochfahre, muss ich grinsen. Da steht Frau Merkel zwischen vier ernst guckenden Herren in leuchtend blauer Jacke mit einem Glas gelben Orangensaft in der Hand. Womit sogar ich beim Thema des Blogs bin – kein Wein oder wenigstens trüber Apfelsaft? Oder ist das gewollte Symbolik – blau gelb, wie die Koalition?

  71. @jena-jacques: Danke für das...
    @jena-jacques: Danke für das Lob!
    @donna laura: Oh ja, Lagrein, ist auch häufig ganz fein.
    @P.Seudonym: Ich glaube als Asketen und Protestanten kann man den Don nun wahrlich nicht bezeichnen. Er macht den Mangel an Fleisch mit Tarte, Pie und sonstigen Kuchen jeder Art wett.
    @muscat: Oh ja, das Liebliche wird schnell unterschätzt und als minderwertig bezeichnet. Das kommt auch nicht von ungefähr, wenn man an die aufgezuckerten Weine der siebziger und achtziger Jahre denkt. Am Wochenende habe ich eine feinherbe Spätlese zu einer Entenbrust mit chinesischen Five-Spices geöffnet. Das ist einfach göttlich.
    @Herr Schwarz: Sie sprechen mir aus der Seele!

  72. <p>Ich mag meine Haustrauben...
    Ich mag meine Haustrauben halt lieber frisch vom Hausweinstock so, wie sie sind (und dazu Baguette und Pecorino)
    .
    rebellmarkt.blogger.de/…/24ok1gr.jpg

  73. @jeeves: Hier gibt es einen...
    @jeeves: Hier gibt es einen Biobauer in Bonn, der macht das auch, und wir haben das dort auch schon mitgemacht. Der Trecker fährt voraus und wir mit den Kindern hinterher. Nachher dann gab es ein großes Kartoffel-Festessen. Auch wenn das letztlich nur „Event“ ist, finde ich es trotzdem wichtig, so wichtig wie Ferien auf dem Bauernhof. Umgang mit Lebensmitteln, Erfahrungen, wo sie herkommen, Umgang mit Tieren etc. Und selbst wenn es nur einzelne Ereignisse sind, bleiben sie trotzdem viel stärker im Kindergedächtnis haften als jede passive Form von Unterhaltung.
    @jeeves, @Spectator: Da kann ich nur beipflichten. Man sollte NIE mit der Köln-Düsseldorfer über den Rhein schippern. aber wenn man zum Beispiel von Bonn aus mit der Bonner Personenschifffahrt fährt, kann das sehr schön sein. Ansonsten ist mit den Tourismuskonzepten der Region halt echt viel schief gelaufen, nicht nur bezüglich der Anzahl der Campingplätze. Auch hier in Königswinter kann man in den Ort selber eigentlich nicht reingehen, da kommt einem jedes Mal das kalte Grausen, was schade ist, weil die Umgebung wirklich einlädt.

  74. @Spectator: Ja, Das Vieux...
    @Spectator: Ja, Das Vieux Sinzig lohnt sich, zumal der Küchenchef und Inhaber ein Verfechter der Kräuterküche ist und diese Kräuter persönlich in der Region zusammensucht, wenn er sich nicht direkt gleich anbaut. Die Preise sind vergleichsweise moderat. Was Wein angeht, kann man sich hier auch wirklich nicht beschweren. Mittelrhein, Ahr, Mosel, Rheingau, auch Rheinhessen und Nahe sind nicht wirklich weit entfernt.

  75. ..die Hauptsache für den...
    ..die Hauptsache für den Mittelrhein varjessen: Dehio: Rheinland-Pfalz und Saarland. (wen´s interessieren sollte).

  76. Habe mir mal Ihr...
    Habe mir mal Ihr Champagner-Special angeschaut. Erstaunlich, was ich von da noch nie gehört, gelesen, geschweige denn getrunken habe (ich kannte nur so 4, 5 der erwähnten Namen). Muss ich hin.

  77. Christoph Raffelt@: Hm, hm,...
    Christoph Raffelt@: Hm, hm, ich denke da an die lieblichen Weine von 1984/85, die mit Glykol (Kühlfrostschutzmittel) zu Qualitätsweinen aufgehübscht wurden. Trau, schau, wem.
    Will ja nix gesagt haben. So romantisch-lecker ist die Welt nun auch wieder nicht.
    Halt industriell überformt.

  78. Ernteschnitt der Woche, ach...
    Ernteschnitt der Woche, ach was der Saison, nein von Jahren. Fuderweise wird Saures eingefahren. Laien und Kenner wenden sich angewidert ab. Nicht ozapft is, es wurde etwas verzapft. Gründlich. Mit Patina von Jahren, Jahrzehnten.

  79. @spectator.
    Ja, der...

    @spectator.
    Ja, der Glykol-Skandal, daran erinnere mich mich noch zu gut. Er waren aber doch insbesondere unsere österreichischen Nachbarn betroffen.
    Jedenfalls habe ich seitdem bis Anfang des neuen Jahrhunderts kaum mehr Wein von nördlich der Alpen getrunken.

  80. @muscat: Da sollten Sie mal...
    @muscat: Da sollten Sie mal hinfahren, ja. Zumal die Vor-Ort-Preise sehr attraktiv sind, wenn es noch was zu kaufen gibt. Häufig ist das so wie beim Weingart im Oktober: Der Weinkeller ist leer. Trotzdem, die Qualität der Winzer-Champagner ist selten bekannt und es gibt viele großartige und markante Sachen.
    @Spectator: Ja, hatte ich schon oben irgendwo geschrieben. So romantisch-lecker und natürlich waren die Weine halt lange nicht. Daher ist es immer angenehm, zu einem Winzer zu fahren, bei dem man direkt in die Töpfe schauen kann weil er nichts verbergen muss und will. Und das ist bei den meisten gut bewerteten ja auch heutzutage der Fall.

  81. Rheinweine sind bei uns (Ö)...
    Rheinweine sind bei uns (Ö) ja wenig bekannt, kommen vermutlich auch kaum in den Export? Die sortenreinen Apfelsäfte (bisher kannten wir nur Quittensaft)
    und der Birnenchampagner klingen sehr interessant! Weinprosa ohne Sommelierlyrik ist immer sehr wohltuend! Und über Kinder die eigenhändig ernten erleben können freut man sich auch.

  82. @Foersterliesel: Wohlgemerkt,...
    @Foersterliesel: Wohlgemerkt, nicht Birnenchampagner sondern Schaumwein von der Champagnerbratbirne, einer alten Sorte, die schon zu Goethes Zeiten zum Herstellen alkoholischer Getränke verwendet wurde und dafür geradezu prädestiniert ist. Das Konsortium der Champagnerwinzer, welches schon erfolgreich unterbunden hat, einen Schaumwein nach Methode Champenoise zu deklarieren versucht, auch den Namen Champagnerbratbirne zu verbieten. Das ist so wie Apple und das Apfelkind oder Tchibo und Cibo Matto, die Großen machen sich ein wenig lächerlich beim Unterdrücken der Kleinen. Rheinweine, zumindest aus Mittelrheintal dürften kaum in den Export gelangen, eher die aus dem Rheingau, Robert Weil zum Beispiel, oder Leitz verkaufen viel ins Ausland. Wenn ich nach Österreich gehe bin ich allerdings auch schlicht entsetzt, wie wenig deutsche Weine dort zu finden sind. Da sind die Österreicher allerdings nicht alleine, auch in der Schweiz, in Belgien oder Frankreich ist das keineswegs anders.

  83. @jeeves: Vergessen Sie die...
    @jeeves: Vergessen Sie die Touri-Dampfer. Die mit Abstand beste Art, den Mittelrhein zu erkunden ist zu Fuss, siehe:
    http://www.rheinsteig.de/
    http://www.rheinburgenweg.com/
    Ich bin am Mittelrhein (i.e., zwischen Koblenz und Mainz – Andernach bis Siebengebirge ist auch schoen, aber der Wein nicht mehr so gut) aufgewachsen und trotzdem immer wieder begeister, wie schoen die Gegend ist, wenn man die richtigen Wege geht. Der Rheinsteig (linksrheinisch) ist relativ stark begangen, und trotzdem ist man (ausser 2 km vor und hinter der Loreley) meist alleine unterwegs. Der Rheinburgenweg (ueberwiegend rechtsrheinisch) ist dagegen sogar fast noch ein „Geheimtipp“. In der warmen Jahreszeit haben in allen Ortschaften mit Weinanbau mehr oder weniger zahlreiche Strausswirtschaften geoeffnet, in denen man guenstig die Weine der lokalen Winzer (nebst ein paar deftigen rheinischen Mahlzeiten) in oft eher privater Atmosphaere (Innenhof) bekommt. Das Konzept Strausswirtschaft findet sich natuerlich auch in anderen angrenzenden Weingebieten (Mosel, Rheingau, Rheinhessen (fahren Sie mal im Sommer nach Bodenheim!) und Pfalz).

  84. Als ehemals täglicher Leser...
    Als ehemals täglicher Leser dieser Seite muss ich zugeben, dass mich die Umstellung des Designs in die Arme der Mitbewerber, namentlich sueddeutsche.de, gedrängt hat. Ich stimme der Analyse zu, dass die Texte zwar inhaltlich noch immer gut sind, allein, es fehlt der Spass an der Artikelsuche und dem Textkosnum an sich. Sehr schade.

  85. Don Ferrando: "Ja, der...
    Don Ferrando: „Ja, der Glykol-Skandal, daran erinnere mich mich noch zu gut. …“
    *
    Was heißt hier Skandal, der Zeitpunkt war einfach falsch gewählt: Frostschutzmittel trinken wir hier grundsätzlich nur im Winter.

  86. lieber Christoph...
    lieber Christoph Raffelt,
    danke für die zusätzlichen Informationen!
    Der Term „Champagne“ ist hochgeschützt, auch ein Parfum von YSL aus den 80ern, das unter diesem Namen auf den Markt gebracht wurde, mußte dann umbenannt werden.
    Goethes Birnchen kenne ich leider nicht, aber die herben kleinen, von Ziegen geschätzten, Mostbirnen und den in Oberösterreich gebräuchlichen Birnenmost.

  87. lieber prince Matecki,
    nun,...

    lieber prince Matecki,
    nun, vielleicht macht das süße Rübenkraut noch ebenso steile kulinarische Karriere wie das dunkle Kürbiskernöl, das in meiner Kindheit (und bei meiner Mutter, die nur Butter, Sonnenblumen – und Olivenöl gelten ließ) als höchst bäurisch, komisch und schwerverdaulich galt (Flecken auf Servietten machte es obendrein!) ?

  88. liebe runde, es geht rund:...
    liebe runde, es geht rund: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/staatsressource-privatvermoegen-sagt-die-wahrheit-11501648.html.
    immerhin träfe dies auch ein paar bankster *räusper*. der rest wäre lediglich kollateralschaden.

  89. nun, was darf der der faz...
    nun, was darf der der faz geneigte leser, aber der ob des inhalts tendenziell ungehaltene sdg-angehörige davon halten, ausgerechnet diesen artikel nicht kommentieren zu können…
    .
    mein lieber scholli. pardon.
    .
    don?

  90. Eines der schönsten deutschen...
    Eines der schönsten deutschen Gedichte zur Erntezeit und den
    Freuden der Kindheit.
    „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“
    von Theodor Fontane
    Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
    Und kam die goldene Herbsteszeit
    Und die Birnen leuchteten weit und breit,
    Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
    Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
    Und kam in Pantinen ein Junge daher,
    So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
    Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
    Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«
    So ging es viel Jahre, bis lobesam
    Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
    Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
    Wieder lachten die Birnen weit und breit;
    Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
    Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
    Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
    Trugen von Ribbeck sie hinaus,
    Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
    Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
    Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
    »He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«
    So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
    Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
    Der neue freilich, der knausert und spart,
    Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
    Aber der alte, vorahnend schon
    Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
    Der wußte genau, was damals er tat,
    Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
    Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
    Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.
    Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
    Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
    Und in der goldenen Herbsteszeit
    Leuchtet’s wieder weit und breit.
    Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
    So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
    Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
    Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«
    So spendet Segen noch immer die Hand
    Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

  91. Die Sonderhypothek für...
    Die Sonderhypothek für Immobilienbesitzer – eine schnelle Abgabe ist praktisch nicht machbar – hätte vermutlich keine Aussicht, rechtlich durchzukommen, wenn es nicht andernorts ähnliche Belastungen gäbe. Früher hat man solche Hypotheken ja damit begründet, dass die einen Vermögenswerte durch Inflation weg waren und die anderen blieben.Der Vorschlag bei Mionkmar will das Geld bei den Hausbesitzern – und warum nicht bei mietenden Porschefahrern? Angesichts der Art der Baufinanzierung über Schulden würde man zudem eine üppige Verkaufswelle auslösen, und obendrein einen brutalen Preisverfall. Dann hätte man Bundesweit eine Sparkassenkrise. Will die jemand?
    .
    Also.

  92. DA€€€€: Na gut, wenn...
    DA€€€€: Na gut, wenn nicht so dann eben anders herum: Eine Steuer auf alle Nasen, die dicken und hakenförmigen werden besonders hart angefaßt, Tropfnasen erhalten keinen Rabatt, Sattel-und Stupsnasen müßen sich gläubig auf Alles gefaßt machen. Spürnasen bekommen einen Bonus für das Auffinden von weiteren (Geld-)Quellen für das, uns so teure, Gemeinwesen. Also, watt is?
    ..
    donna laura@: Hier wird kommentiert bis zum Finale, die Hauptsache es ist eine kluge Kommentaristin, die sich da entäussert ;-)

  93. yast2000@: Glykol, hervorragen...
    yast2000@: Glykol, hervorragen zum morgendlichen Gurgeln geeignet. Kein Räuspern mehr, allet Juhu für den Frühstart.

  94. das problem wäre zudem die...
    das problem wäre zudem die bewertungsgrundlage für immobilien. um vermögen zu besteuern, könnte man sich zunächst an den steuererklärungen orientieren, wobei dies wieder die alpen und den fernen osten attraktiver aussehen liessen, datenträger hin oder her.
    .
    und reich sei man ja bereits ab ca. € 100.000, so sieht es zumindest der befragte bürger, der noch nie einen lila schein in der hand hielt. wer nichts hat, dem kann man ausser der lebensfreude nichts nehmen, und schadenfreude ist ja auch nicht zu verachten, auch wenn die freude meist zu früh kommt.
    .
    auf die bundestagsabstimmung am mittwoch darf man dennoch gespannt sein; die frage ist: mit welchem ausgang hat madame m. spekuliert – um einmal im bild zu bleiben-, und was wird damit bezweckt. solche abstimmungen kann man ganz wunderbar als politisches instrument einsetzen, denn das verhalten von organisationen ist im grossen und ganzen berechenbar – und planbar.
    .
    darauf noch einen alkhoholfreien apfelwein?
    würde passen…

  95. lieber Spectator, sie meinen...
    lieber Spectator, sie meinen wohl, eine, die sich entrüstet, angesichts der ergüsse von hungerleidern,
    die young, green and way to hungry in den zitronenfalter-, äh, unternehmensberaterbüros landen und unterbezahlten fäuletonjournalisten.

  96. Spectator - yast2000@:...
    Spectator – yast2000@: „Glykol, hervorragen zum morgendlichen Gurgeln geeignet. Kein Räuspern mehr, allet Juhu für den Frühstart.“
    *
    Nee, also wirklich! So früh werfe ich keine Suchmaschine an…

  97. Sehr verehrte Donna Laura –...
    Sehr verehrte Donna Laura – über diesen Artikel war ich auch erstaunt. Wer würde wie vorbeikommen, um ein Drittel meines Tafelsilbers zur Rettung von Frau Merkel abzustauben? Das wollte ich kommentieren, bekam aber als Antwort
    ‘Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden’ – woraus ich schloss, zu viele haben schon kommentiert und haben das FAZ Kommentarsystem zusammengebrochen.

  98. Bezüglich meines...
    Bezüglich meines Tafelsilbers, gibt es schon eine Parallele. Anfang 1945 wurde selbiges in einem Darlehmer Garten vergraben, um es vor den plündernden Russen zu verstecken. Jetzt werde ich es halt vor den Häschern von Frau Merkel und co vergraben. Dann werde ich in Herrn Schäubles neu kreierte Kriminellenklasse der Silbergabelhinterzieher fallen.

  99. Stellenangebot des Tages: Sal....
    Stellenangebot des Tages: Sal. Oppenheim & Cie. sucht für seinen Stammsitz in Köln einen… und jetzt halten Sie sich bitte fest… Luft anhalten… einen „COMPLIANCE OFFICER“…. Ohne Worte.

  100. Hihi....
    Hihi.

  101. Hihi, und die Schmiere filzt...
    Hihi, und die Schmiere filzt den DFB wegen des Verdachts, einige Schiris hätten bei Freundschaftsspielen das Schmiergeld nicht versteuert!

  102. Spectator, nichts gegen...
    Spectator, nichts gegen Fontane. Aber unter uns: der Bursche hatte einfach Glück, dass sich Hand auf Land reimt und Birn auf Dirn. Mit dem Rest wär er sonst kläglich gescheitert.

  103. @yas2000:

    Das mit dem Glykol...
    @yas2000:
    Das mit dem Glykol kann ich erklären. Schon vor 30 Jahren gab es für Tankwagen jede Menge Ladungen Wein, die in Italien zu laden waren, um in Österreich oder Deutschland in Flaschen gefüllt zu werden. Die Abfüllanlagen im Norden waren halt preiswerter. Nun fährt niemand leer einen Edelstahl- Kesselauflieger nach Italien, um dort Wein zu laden. Man bringt erst mal etwas dahin. Zum Beispiel Glykol (Bestandteil von Kühlmitteln in Motoren). Dann müsste man ja Kessel und Schläuche spülen. Das ging an jeder Tankstelle mit 20000 Lira und ´nen Gartenschlauch oben in den Kessel gehalten. Da blieb natürlich etwas hängen, aber bezogen auf die 25.000 Liter recht wenig. Als das aufflog, wurden die Tankwagen differenziert nach „Nur für Lebensmittel“ und sonstige flüssige Güter. Dann gibt es noch die „Trasporto Latte“. Da weiß man aber auch nicht, was der auf der Rücktour fährt. Vorschlag: kaufen Sie Bier oder Wein nur bei Herstellern aus der Region in Kleingebinden. Sehen Sie da Tankwagen rumgurken, sollten Sie von den Produkten sich fernhalten. Oder können Sie einen Tankwagen- Reinigungsschein lesen und feststellen, ob er gefälscht ist?

  104. @Herr Raffelt: mit dem...
    @Herr Raffelt: mit dem Rübenkrautsirup machte ich erst recht spät im Leben durch eine zeitweise Arbeitskollegin, die aus dem Rheinischen war und dies gerne aufs Frühstücksbrot tat, Bekanntschaft. Sie lobte es auch über den grünen Klee, allein, ich blieb doch lieber bei meiner regionalen Marmelade. – Sie empfehlen hinfahren zum Winzer und gleich dort kaufen. Hm. Sowas hab ich übers Olivenöl und den Wein auch vor 10, 15 Jahren schon von Griechen gehört… stabile örtliche Nachfrage ist nicht das schlechteste.- Champagnerbratbirne als Schaumwein, das habe ich ja noch nie gehört! Obst- und Beerenweine sind mir sonst schon mitunter untergekommen (in Werder z.B. werden die auch immer verkauft, in Südbaden gibt es das hie und da), aber Birnenschaumwein war noch nie darunter. Auf Rügen gibt es jemanden, der den einzig wahren Sanddornbrand herstellt – eine durchsichtige, bernsteinfarbene Flüssigkeit, die hervorragend schmeckt. Der macht wohl auch Wein, aber den habe ich noch nie probiert. (Nicht zu verwechseln mit den angesetzten Sanddornlikören, die es zuhauf gibt – dabei ist mir noch keine Variante untergekommen, die über „muß man mal probiert haben, aber dann reichts auch“ hinauskam)
    @T.I.M.: ah, sehr gut, diese touristischen Grundinformationen. Aus dem Markgräflerland sind mir Straußenwirtschaften bekannt, daß die sich quasi den ganzen Rhein hoch ziehen, hätte ich nicht gedacht…
    @Försterliesel: ich nehme an, in Österreich und der Schweiz werden vor allem die eigenen Weine getrunken – oder wie sieht das Angebot aus?
    @donna laura: angestrebt werden halt Verhältnisse wie in England oder USA, wo die Häuser eh der Bank gehören. Nicht nur vorübergehend beim Bau, sondern bleibend. Wär ja noch schöner, es könnten sich Familien kleinteilig einfach festsetzen, und womöglich daraus noch Rechtsansprüche ableiten – etwa gar in Haus und Gemeinde wohnen bleiben zu wollen.
    @tiger: Das mit dem Vergraben und Verstecken ist immer so eine Sache, man müßte wissen, wie sich der Ort verändert, bis man es wieder hervorziehen will – da kann ein Sondler schneller gewesen sein.
    @DA: Das Traubenfoto ist sehr appetitanregend. Wo steht denn Ihre Rebe? Auf der Südseite? Die Traueben sehen jedenfalls sehr gut gesonnt aus.
    @Spectator: Ja, die Ribbeck’sche Birne, danke, daß Sie die so schön ausführlich zitieren! In ähnlicher Absicht warf ich früher abgegessene Apfelbutzen aus dem Autofenster ins Grüne.

  105. @Folkher Braun: gut, daß Sie...
    @Folkher Braun: gut, daß Sie daran erinnern. Haben Sie Einblick, ob diese Lebensmittelfuhren heutzutage noch so ab und an kontrolliert werden?

  106. @Christoph Raffelt
    Lieber Herr...

    @Christoph Raffelt
    Lieber Herr Raffelt, vielleicht haben Sie ja nocheinmal die Gelegenheit bei den
    Stützen weitere, mit Sicherheit auch vergleichbar lesenswerte Texte, in diesen
    Blog einzustellen.
    Alkoholfreier Traubensaft, gelegentlich als Beipack der Weinprobe, ist
    geschmacklich auch nicht zu verachten.
    Da fiele auch für den Don ein wenig Essenz der Ernte ab.
    @Don Alphonso
    Auch da lohnt es, die Traube zu pressen.

  107. liebe colorcraze, so schlimm...
    liebe colorcraze, so schlimm kann der sirup gar nicht sein:
    manche verschlingen auch vegemite – the taste of australia: waaayyy down under… (südhalbkugel als provenienz besagt in diesem fall bereits alles) –
    oder marmite – http://www.marmite.co.uk/hate/sarnies/
    – it smells like shit, it tastes like shit, and if you ate it, you’d wish it was*.
    —–
    * was gelinge gesagt wieder an die finanzkrise erinnert.

  108. Es ist zum.
    .
    Hat jemand, der...

    Es ist zum.
    .
    Hat jemand, der die Emailbenachrichtigung für neue Beiträge bekommt, heute Nacht 6 Nachrichten auf einen Haufen bekommen?

  109. Ansonsten bin ich heute den...
    Ansonsten bin ich heute den ganzen Tag auf dem Berg, es wird aber freigeschaltet, und wenn sich jemand statt mit dem Wein der Lebensfreude mit der Jauche der Poilitik und unser aller Enteigung beschäftigen will, kann sie/er das natürlich gern tun.

  110. ohne Alkohol und Wein-Lesen...
    ohne Alkohol und Wein-Lesen
    zum 200. Geburtstag von Franz List
    … a bisserl Schleichwerbung is a dabei :-)
    http://www.youtube.com/watch?v=CSSp6jOUnuM
    @jeeves: Drachensteigen… mit Windsport in allen Variationen…
    auf dem Flughafenfeld in Tempelhof (mit Rad kommen!) …

  111. Eine Bewertungsgrundlage für...
    Eine Bewertungsgrundlage für Immobilien ist überhaupt kein Problem, liebe donna laura. Doch ich bestreite auch nicht, dass es von Vorteil sein könnte, wenn man eine Zugbrücke über dem 30 Meter-Wassergraben hochziehen kann, sobald die Finanzamtskavallerie angaloppiert kommt.

  112. @Folkher Braun & Co., betr....
    @Folkher Braun & Co., betr. Weißbier:
    Rechnen wir es dem Blogohner hoch an, dass er als Antialkoholiker einen kompetenten Autor zum Thema Wein ranläßt.
    Denn am Tegernsee gibt es zwar das berühmte herzogliche Brauhaus, aber das braut kein Weißbier, sondern traditionell Helles, Dunkles und Spezial. Am Tegersee sind also (wie in Berlin) die Liebhaber von Wein und Weißbier auf Importe angewiesen.

  113. @jeeves & Co.
    Wenn es nur beim...

    @jeeves & Co.
    Wenn es nur beim Hopfenextrakt bliebe. Seitdem die Getränkeindustrie mit PVPP arbeitet (Brauer, Winzer & Apfelsaftmacher gleichermaßen), ist’s mit der Unschuld dahin. Es bleiben für den Kenner – egal welches Getränk – nur regionale Erzeuger.
    Für zarte Gemüter: Nicht PVPP gugeln!

  114. @Folkher Braun: *lach* Diese...
    @Folkher Braun: *lach* Diese Erklärung für den Glykol-Skandal ist ganz hervorragend!
    @colorcraze: Ich sag’ ja, das Rübenkraut ist sicherlich nicht jedermanns Sache und durchaus eigen, selbst gemachte oder regionale Marmelade mag ich mindestens so gerne. Ich würde jetzt auch nicht zu jedem Frühstück, eigentlich nie zum Frühstück Rübenkraut essen, dazu ist es mir zu offensiv süß, da bevorzuge ich auch eindeutig die Marmelade. Regionaler Weinkauf lohnt sich vor allem dann, wenn man einigermaßen informiert ist über die Winzer, sonst kann man sich auch heute noch die Füße wundlaufen nach einem vernünftigen Tropfen auch wenn das Qualitätsniveau insgesamt gestiegen ist. Aus Sanddorn habe ich auch schon einige sehr lecker handgemachte Produkte probiert, den Brand allerdings kenne ich noch nicht, muss ich mal ausfindig machen. In Österreich uns der Schweiz wird durchaus auch international getrunken, wenn auch bevorzugt regional. Die Schweiz exportiert ja kaum nennenswerte Menge Wein, da sie zum einen nicht viel produzieren und dies zum anderen dann auch vorwiegend selbst trinken. Es ist allerdings so, dass man, wenn man dort in einen großen Supermarkt kommt, die sehr, ehr gut sortiert sind, auch die Weinabteilungen, fast vergeblich deutschen Wein sucht. Da gibt es Bordeauxabteilungen mit Dutzenden Kisten, jede Menge Burgund, jede Menge Italien und dann drei Flaschen – und ich übertreibe kein bisschen – deutschen Wein, und der ist dann süß. Ich denke, dass liegt daran, dass immer noch davon ausgegangen wird , dass die Deutschen nur süß können. Das ist mittlerweile natürlich Quatsch, doch ist es tatsächlich so, dass man auch bei trocken deklarierten weinen häufig eine gewisse Restsüße findet, die beispielsweise in französischen Weinen nie vorkommen würde. Wenn man dann an diesen Typ Wein gewöhnt ist, mag man den deutschen Wein halt nicht.

  115. дорогая донна...
    дорогая донна лаура, für die griechen hatten sie eine grundsteuer von jährlich 4 euro/m² angedacht (http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-parlament-segnet-immobiliensteuer-ab_aid_669587.html). aber an sich ist das problem nicht die verteilung des grundbesitzes, sondern die verteilung des geldes. deshalb kann die höherbesteuerung von grundbesitz eigentlich nur ein erster schritt sein, um die massenhafte umschichtung von vermögen in immobilien zu verhindern, bevor ein massiver schuldenschnitt oder eine massive besteuerung von geldvermögen erfolgt.

  116. @waskostetdiewelt: Oh ja, ich...
    @waskostetdiewelt: Oh ja, ich habe vom Don erfahren, dass ich mich hier gerne noch mal äußern darf. Ich überlege noch, worüber ich schreiben werde. Traubensaft vom Winzer kann richtig lecker sein, ja, auch gespritzt im Sommer ein Genuss.
    @donna laura: Oder Marmite, diese Hefe-Malz-Würzpaste aus Großbritannien. Das ist auch wirklich sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Da nehme ich von der Insel doch die geliebte Tawny Orange Marmelade.
    @Lutz: Die Unschuld ist dahin und die Geschmacksvielfalt ist bei den großen Brauereien ja schon lange dahin. Das ist so wie mit den EU-Apfelsorten, ist gibt hunderte von Hopfenarten und die großen Erzeugern beschränken sich halt auf zwei oder drei und dann schmeckt alles mehr oder weniger gleich. ich stimme Ihnen absolut zu: Für den Liebhaber, den Kenner oder den Aufgeschlossenen bleiben die regionalen Erzeuger und Plattformen wie SlowFood, wo man sich genau über die Erzeuger informieren kann.

  117. @Lutz. Das schöne bei...
    @Lutz. Das schöne bei Beschränkung auf regionale Erzeuger ist auch, daß man herumkommt.
    Ich hätte früher freiwillig nie ein Glas Rheinhessen Wein ( Rhoihessewoi) getrunken, bis ich vor Ort die Produzentin, ihren Weinberg und Keller kennengelernt habe.

  118. @Don Ferrando, @Lutz: und...
    @Don Ferrando, @Lutz: und heute ist Rheinhessen das Gebiet, in dem am meisten SchäSchätze gehoben werden können. Da ist enorm viel passiert, sowohl in der Spitze als auch in der zweiten Reihe, vor allem aber auch beim Umweltbewussten Umgang.

  119. Es gibt sie ja noch zu sehen,...
    Es gibt sie ja noch zu sehen, diese großen Weinkelterpressen aus Eiche mit den Spindelhaspeln, in den Museen. Vielleicht der eine oder andere kleinere Winzer benutzt sie noch. Die schweren Eichenbalken dienten als Hebel. Um den Druck auf die Trauben optimal zu verstärken. Keltern (von lat. calcare „mit den Füßen treten“
    die ursprüngliche Art und Weise) bezeichnet das Pressen von Weintrauben oder anderen Früchten. Die Früchte liegen meist in bereits zerkleinerter Form als Maische vor, um die Saftgewinnung zu erleichtern. Oft wird keltern auch synonym für die Weingewinnung im allgemeinen verwendet („Wein wird gekeltert“, d. h. hergestellt).
    ..
    So versucht man sich erneut mittels dieser alten Techniken andern Orts.
    Mit Fußtreten, Pressen und Hebeln. Von irgendwo muß der Saft doch herkommen. Ein Prosit auf den Primeur!

  120. Ohne die Stützen konnte, kann...
    Ohne die Stützen konnte, kann so eine alte Keltermaschine gar nicht auskommen.

  121. Diffugiunt cadis cum faece...
    Diffugiunt cadis cum faece siccatis amici.Hor.c.1,35,26f. (Der Freunde Flucht, wenn der Wein bis auf die Hefe wegezapft ist.)

  122. @colorcraze – Natürlich...
    @colorcraze – Natürlich haben sie Recht, Vergraben ist keine gute Idee, da mir aus allen Nachbarhäusern nachgeguckt wird. Ich lebe sowieso ganz transparent, seit ich gelernt habe, dass in den deutschen Literaturkreisen sogar die Möbel unseres Obergeschoss bekannt sind – die man nur von Drohjanern sehen kann (oder Satelliten).
    .
    @Don – Ich bekam keine Sex-Nachrichten letzte Nacht, musste aber mitten in der Nacht meinen völlig verdreckten Kater Leo baden (was er getrieben hatte, hat er mir nicht ins Ohr miaut).

  123. lieber venushügel als...
    lieber venushügel als weinberge…

  124. Ihr Beitrag, Herr Raffelt,...
    Ihr Beitrag, Herr Raffelt, läßt den kritischen Stachel vermissen, den wir an den Einträgen des Hausherrn so schätzen. Wie Sie die Thematik in die Aura des ungebrochen Affirmativen tauchen, wird auch der Sache selbst nicht gerecht.

  125. товарищ Кaрлoc, man...
    товарищ Кaрлoc, man holte es sich von denen, denen gegeben ward. alle anderen sind ja so brav und setzen ihre spärlichen talerchen ohnehin in gänze der mehrwertsteuer aus.
    .
    liebe muscat, genau, die zugbrücke leicht anheben, bis alle unter dem grosszügig gestalteten brückenauflagepunkt versammelt sind und sich wundern, wie sie wohl über den wassergraben gelangen mögen – und dann gepflegt und rasch ablassen; das breite grinsen dabei nicht vergessen. daher auch das schöne wort ablass…
    .
    lieber Christoph Raffelt, wobei man m.e. bei der bezeichnung trocken für schweizer weine recht vorsichtig sein sollte, denn der schweizer an sich verstünde, so habe ich mir unter grossem bedauern und allgemeinem wehklagen berichten lassen müssen, unter trocken etwas anderes als der deutsche; und deutsche und schweizer erzeugnisse schenken sich jedoch m.e. in dieser hinsicht recht wenig. wer als kind mit italienischen und französischen flaschen aufgezogen wurde, wird auch das deutsche trocken-fruchtige und das schweizer trockene nicht ohne not und mit genuss die kehle herunterlaufen lassen können. es sei denn, der durst drückte gar zu sehr. äh, wie war das noch mit marmite? gibt es da nicht ein erfrischungsgetränk?

  126. allerdings erscheint die...
    allerdings erscheint die griechische grundsteuer recht seltsam. grundstücksbesitzer sollen dafür jährlich 4 euro/m² entrichten. damit sollen vom griechischen staat pro jahr 2 mrd. euro eingenommen werden. das bedeutet, die besteuerte grundstücksfläche beträgt 500 km². die gesamtfläche griechenlands beträgt jedoch 132.000 km². wem gehören die restlichen 131.500 km²? demzufolge knechten die griechen für bescheidene 2 mrd. euro im jahr irgendwelche mickrigen grundstücksbesitzer, um ihre schulden langsamst zu tilgen. und die eu-experten stimmen zu. kurz: entweder, die können alle nicht rechnen oder dahinter steckt eine bestimmte absicht.

  127. ja gestern ist alles am Stueck...
    ja gestern ist alles am Stueck gekommen (6mail)

  128. товарищ, mt 20, 1-16....
    товарищ, mt 20, 1-16. welch einen parabelbogen spannen sie, mein bester.

  129. Don Carlos: "...lieber...
    Don Carlos: „…lieber venushügel als weinberge…“
    *
    Venushügel folgen als des Weinbergs Spass!
    Oh, der Abend endet nicht in der Latrine?
    Dann liebe Freunde: In vino veritas!
    Die Wahrheit liegt in der Nähmaschine.
    *
    P.S. Zugegeben, ein Gag nur für eine exklusive Minderheit… :-)

  130. @Nörgler – Unser Hausherr...
    @Nörgler – Unser Hausherr ist halt absolut spitze im Stacheln. Ich war auch enttäuscht als er heute Morgen verkündigte, dass er an einem Gipfeltreffen teilnimmt und für uns keine Zeit hat. Hoffentlich regnet es da oben, und er kommt bald zurück.
    .
    @Christoph Raffelt – nehmen Sie es nicht zu ernst. Wir haben hier halt schon sehr viel mehr Übung als Sie im Herumsp®itzen. Die Tatsache, das ich nichts zu Ihrem Thema schreibe, liegt nicht an Ihnen, sondern an meiner Unkenntnis. Ich trinke zwar zu jedem Abendessen ein Viertel Rotwein. Den kaufe ich aber im Bioladen oder beim lokalen Italiener. Stützenqualität ist das nicht.

  131. Schweizer Weine? Fechy hat...
    Schweizer Weine? Fechy hat mich nie enttaeuscht. Die Roten kenne ich nicht, bei denen bin ich immer etwas misstrauisch.

  132. @Filou – es gibt auch guten...
    @Filou – es gibt auch guten Roten, in Stammheim. Hab ich seinerzeit selbst ausprobiert.

  133. cher Filou, das misstrauen...
    cher Filou, das misstrauen hegt meine wenigkeit eher gegenüber den schweizerischen weissweinen. die qualität der roten ist in den höherpreisigen regionen und, so man den eigenen präferenzen für gewisse reben folge leistet, durchaus angenehm. deutsche rotweine – oje. man hat bereits so viele versucht, aber nun gut, mit irgendetwas muss der rehbraten ja aufgesetzt werden. oder der wirklich nicht zu verachtende glühwein, in dem man zuvor noch die hauseigenen birnen haltbar machte, für einen schönen abendauftakt am kamin.

  134. liebe der Tiger, in stammheim...
    liebe der Tiger, in stammheim sollen sich einige herumgetrieben hatten, die von sich behaupteten, sie seien rot. aber gut? was im übrigen auch für den wässrigen trollinger mit lemberger gilt – von nicht wenigen schwaben hochverehrt. harmoniert vermutlich bestens mit der weltläufigen berliner currywurst.

  135. yast2000 - alkohol stärkt das...
    yast2000 – alkohol stärkt das verlangen, behindert jedoch die verrichtung (frei übersetzt nach shakespeare, richard IIIrd oder so).

    tres chere donna laura, Sie hatten doch das thema eingeschleppt…

  136. @Donna Laura – ich meine...
    @Donna Laura – ich meine nicht Stammheim bei Stuttgart, wäre ja auch Deutschland, sondern Stammheim im Bezirk Andelfingen, Kanton Zürich. Da habe ich gewohnt als ich von meiner Firma für drei Monate nach Winterthur versetzt worden war. Abends sind wir mit den Tigerbabys in den Weinbergen spazieren gegangen.

  137. Nix da, Donna Laura, die...
    Nix da, Donna Laura, die Schweizer haben ziemlich gute Weissweine, immerhin verschnabulieren sie das meiste davon selber.
    Aber da faellt mir ein: Wie stehts denn so mit den Tischweinen fuers einfache Volk? Ich hab‘ das mal in San-Felice-Circeo (Sie kenn‘ doch Circe, die mit den Schweinchen?) probiert: In der Cantina standen drei grosse Faesser. Eins fuer Weisswein, eins fuer besseren Rotwein und eins fuer noch besseren Rotwein. Der Padrone kommt mit Plastikbecherchen zum Probieren, danach zapft je nach Wunsch fuenf Literchen in einen glaesernen Leihbehaelter (5 Euro Pfand). Ich habe dort nur noch seine Cuve Privee getrunken 14 Tage=10 Liter). Prima Stoff kann ich nur sagen.
    .
    Im Supermarkt von Calenzano bei Florenz konnte man auch gutes Zeug in 3-Liter-Pappe erwerben. Voellig unschaedlich und lecker. Immerhin konnten wir die Rueckfahrt ohne gesundheitliche Probleme antreten, waehrend mir bei so manchem deutschen Roten nach dem ersten Schluck der Nacken steif wird-und sonst nichts mehr.

  138. Don Carlos, 12:58
    Das ist...

    Don Carlos, 12:58
    Das ist keine Grundsteuer, sondern eine Immobiliensteuer. Sie beträgt, abhängig von der Wohnlage und Alter der Wohnung, zwischen 0,50 und 30,00 €/qm „Wohnfläche“. Dass natürlich eine Villa im besten Viertel Athens anders besteuert wird wie eine ETW in einer kleinen Stadt, ist nur gerecht, gerechter auf alle Fälle als manches andere.

  139. Nix gegen meinen geliebten...
    Nix gegen meinen geliebten Trollinger, meine Dame.
    Ich mochte viele Jahrzehnte keinen Rotwein.
    Trollinger hat mich – immerhin – dann irgendwann auf den Geschmack gebracht. Ich dachte nämlich, es wäre ein trinkbarer Rosé. Als ich hörte, sah, las, dass das ein Rotwein ist, wurde mein Geschmack auch für Rot geweckt. Und seitdem…

  140. In diesen Zeiten sollte nur...
    In diesen Zeiten sollte nur Schaumwein getrunken werden, denn einerseits kommt ja Hochmut vor dem Fall – Kirchengemäuer durch Sträucher – andererseits ist darin die Schaumweinsteuer von ca. 1€/Fl., die der Staat, also wir höchstselbst, gut gebrauchen kann. Man tut sich also doppelt Gutes. Trinke und helfe, dir und anderen.

  141. Der Don ist Protestant? - Wie...
    Der Don ist Protestant? – Wie unentspannt!

  142. Lieber @Nörgler:...
    Lieber @Nörgler: Wahrscheinlich hat der Hausherr mich einen Gastbeitrag verfassen lassen, weil ich einen anderen Stil und auch andere Themen habe als er. Sonst wäre ich ja eigentlich nur eine billige Kopie und völlig nutzlos. Und so gut stacheln wie er, kann ich gar nicht.
    Liebe @donna laura: Das ist es, was ich meinte, wer die durchgegorenen französischen Weine mag, tut sich mit den deutschen trockenen Weinen, in denen meist noch eine Restsüße schlummert, schwer. Und marmite gibt es auch als Erfrischungsgetränk? Wie furchtbar muss das bitte sein? Dann lieber Kanne Brottrunk.
    @filou Oh ja, es gibt schöne Weine, das finde ich auch. Vor allem auch hier kaum bekannte Rebsorten wie Humagne Rouge oder Blanc oder die Petite Arvine.
    @der Tiger: Ehrlich gesagt, bin ich überrascht und angetan, wie viel positive Stimmen kamen ob des so anderen und ungewohnten Inhalts.
    @donna laura: Ich bin bezüglich deutschen Rotweins anderer Meinung. Probieren Sie im Hochpreissegment Stodden von der Ahr, Kesseler im Rheingau, Becker in der Pfalz oder Huber in Baden, günstiger geht es auch bei Ziereisen in Baden, bei Bäder in Rheinhessen, bei Hengerer in Württemberg etc. etc. da fallen mir viele ein, die ich sehr bemerkenswert finde.
    @nico: Aber vernünftigen Schaumwein bitte, ja? Nicht das Teufelszeug aus Supermarkt und Diskounter.

  143. Es gab mal eine Zeit, da...
    Es gab mal eine Zeit, da verbrachte ich gerne lange Wochenden im Elsass. Selbstverstaendlich in den Kaeffern, die jeder kennt, nicht nur die Franzosen, sondern auch Deutsche. Die Orte heissen Riquewihr, Ribeauville etc. Sassen wir im Restaurant und tranken eine Gewuerzschlawiner, war er richtig gut: trocken, nicht zu leicht, wuerzig. Kauften wir einen Tag spaeter ein Wochenkontinggent beim Winzer, hatten wir zuhause nicht mehr diesen positiven Eindruck, da schien er flach und ein bisschen fad.
    Immer wieder. Ist das nicht ein grosses Menschheitsraetsel?
    (Es komme mir jetzt keiner mit Psychologie, denn sooooo entzueckt von der Gegend und den Menschen dort waren wir dann wirklich nicht.)

  144. liebe colorcraze,
    Schweizer...

    liebe colorcraze,
    Schweizer Weinhandlungen sind sehr gut (international) sortiert; ich mag
    Schweizer Weißwein. Österreich produziert vor allem Weißweine; eher schlichte (werden versektet) im Weinviertel und leichte, elegante in der Wachau. Im Burgenland um den Neusiedlersee werden leichte, trockene Rotweine angebaut, in der Südsteiermark eher Weißwein und u.a. der rosa Schilcher, der – etwas sauer – kein richtiger Rosewein, aber nicht ganz uninteressant ist. In den letzten Jahren wird verstärkt einheimischer Wein getrunken, es gibt inzwischen viele gute Winzer, die Preise sind gestiegen. Deutsche und Schweizer Weine sind kaum präsent, italienische Weine sind bekannt und beliebt.

  145. filou, 18:47: Das Phänomen...
    filou, 18:47: Das Phänomen ist bekannt. Frascati trinkt man in Frascati, besser noch um zu, eine Labsal für Götersöhne. Daheim jenseits der Alpen schwindet der Genuß. (Aber teils auch, weil der Importwein nicht der ist den die bewohner Latiums selbst trinken.) Für einen Frascati brauche ich Hitze, Einsankeit in den Tälern und einen Ausschank am Wegrand. Das ist so in München nicht zu machen.

  146. lieber Don Carlos, mein...
    lieber Don Carlos, mein kommentar von 13.04 u bezog sich auf den ihren von 12.36, doch durchkreuzte ihr nachfolgender kommentar von 12.58 u die logische linie – womit sonst hätte der hinweis auf matthäus dienen können?
    .
    cher Filou, man könnte es mit einiger berechtigung als leidenschaft bezeichnen, zu degustationen zu gehen und von allem immer wieder zu versuchen. doch irgendwie landet man nicht nur stets bei einem im prinzip ähnlichen typ mann, sondern auch bei einem ähnlichen typ wein. tja. wenn man zufrieden ist.
    .
    nun, es war zu erwarten, das hie und da erschreckt aufgeheult wird, wenn man im rahmen einer privatmeinung deutschen wein nicht als des kaisers wein bezeichnet. die geschmäcker sind verschieden, zum glück de gustibus…
    .
    liebe Foersterliesel, aus österreich haben wir uns eine ganze kombiwagenladung mitgebracht. lange hat der vorrat nicht angehalten, besonders gary entkorkte zeitweise einen zweigelt nach dem anderen, und die gäste zogen mit. in massen genossen, hat dies seinen reiz.

  147. Was hier zu lesen steht ist...
    Was hier zu lesen steht ist schon Feuilleton vom Feinsten. Don, Du wirst eingehen in die Publizistik als Begründer des digitalen Salons.

  148. @Colorcraze (00:36):

    Die...
    @Colorcraze (00:36):
    Die Überwachungsbehörden ( in D ist es das Bundesamt für Güterverkehr) haben dafür nicht die Ausrüstung. Im Grunde ist es so: der Ladungsempfänger müsste eine Probe ziehen. Und zwar nicht oben durch die Einfüllöffnungen, sondern unten am Auslauf. Ob er die Ausrüstung für alle erforderlichen chemischen Analysen hat, kann ich nicht beurteilen. Aus meiner Erfahrung ist lediglich der Milchsammeltransport so weit prüftechnisch optimiert, dass keine Fehler vorkommen, denn die Bordausrüstung zieht selber die Probe und meldet das Ergebnis an die Molkerei. Sie dürfen mit einem „Normal- Milch“- Sammler keine Bio- Milch sammeln. Sie könnten Vermischungsschäden nicht ausschließen. Vom Standpunkt der Produktqualität ist es sinnvoll, mit der Barchetta in Bella Italia die Weinbuddeln selber zu holen, vom Standpunkt der Transportökonomie ist der 40 t- Tankzug mit 25 Kubik Wein lose im Kessel natürlich besser. Ob die Brühe anschließend mundet, ist eine andere Frage. Als alter Tanker- Kutscher sage ich mal: Zwischen allen hydraulischen Bodenventilen, Kugelhähnen und Blindkappen findet immer etwas Verschnitt statt. Prost.
    gruß fb

  149. Gnnnnnnn!
    In San-Felice war' s...

    Gnnnnnnn!
    In San-Felice war‘ s keine Degustation (Himmel, was’n feines Wort), sondern da ging es so: „Isse gutt? Nee? Habe andere. Musse probiere! Kannse habe ganze Fass.“
    .
    Bei einer Degustazione kam sogar die Ambulanzia und holte eine kreischende Dame im Cravalli-Kleidchen ab.
    .
    Stechend brannte die Sonne beim Verlassen des Kellers in die Augen. Die Stimmung war heiter, das Meer rauschte. Und von der Kilometer entfernten Grotte hoerte man das satte und zufriedene Grunzen des schlauen Odysseus. Was will man auch mehr als Mann? Im Dorf drei Faesser im Keller, am Felsen eine sorgsame Hueterin maennlicher Tugenden.
    .
    Antwortadresse: Istituto psichologico Santa-Laura della grotta, riparto Croce Azurra, Napoli (nach Napoleon fragen).

  150. @Filou: Ich glaube, dass die...
    @Filou: Ich glaube, dass die eigene Entspannung bei ein paar freien Tagen mehr wiegt, als das Umfeld. Selbst ein geübter Verkoster wird Weine im Urlaub, wenn er denn entspannt ist, Weine anders, nämlich rücksichtsvoller bewerten als im normalen Alltag.

  151. @Jolly Rogers: Wenn Sie sagen,...
    @Jolly Rogers: Wenn Sie sagen, dass das gutes Feuilleton ist, fühle ich mich ebenfalls angesprochen und bedanke mich.

  152. @donna laura: Vegemite! Sie...
    @donna laura: Vegemite! Sie schrecken ja vor garnichts zurück. Der Viertel Löffel, den ich mal probiert habe (vonwegen lokale Geschmäcker und so), ließ mich von weiterem Abstand nehmen. Es war fast so schlimm wie die Meeresfrüchte in einer Barceloner Bodega. Das stammt aus der Industrialisierungsepoche, in der man Resteverwertung suchte. Wie Ovomaltine und Marmite, allerdings hat man bei Ovomaltine den Geschmack nicht vergessen, bei dem anderen sah man davon ab. Zu teuer. Mit Rübenkraut kreuzen hilft da wohl auch nichts. Dann besser doch Rübenkrautsirup zu Lebkuchen verbacken.

    Ja, den Frascati gibts in 2 Sorten, die offene lokale, und die Flaschenware für den Export, und die lokale hab ich auch als weitaus besser in Erinnerung, das lange Herumkarren und Lagern tut dem nicht besser. Mit deutschen Rotweinen konnte ich mich bisher auch noch nicht so recht anfreunden, die waren mir immer irgendwie zu hell und schlapp, aber viele hab ich noch nicht probiert davon. Vermutlich gibt es auch nicht so viele. Rotwein kenne ich fast nur griechischen, italienischen und spanischen. Mangels sehr geringer Kenntnis französischer, Schweizer und österreichischer Weißweine (den Fusel von Wienerwald tue ich mal unter Jugendsünde ab) kann ich bezüglich „trocken“ wenig zu nationalen Unterschieden sagen; was ich festgestellt habe, ist, daß mir Gutedel meistens zu süß ist, Gewürztraminer nicht schmeckt, Müller-Thurgau ist mir zu schlapp, also ist es jetzt nach der Grauburgunder-Phase der Riesling. Frankenwein hat mich auch schon 2, 3 mal positiv überrascht, habe aber auch schonmal welche als zu sauer empfunden, fast schon so sockenausziehend wie Vinho verde. Was schwäbisches Weißes erwies sich neulich im Einkaufsladen als ganz trinkbar, weiß aber nicht mehr, was es war (mag jetzt nicht nachschauen gehen). Ach so, ja, und der Suser, den sie in Waldshut mal hatten, war auch *recht bemerkenswert* – aber das ist eine völlig andere Kategorie (weil eigentlich noch halber Traubensaft, der aber heftigst bewegt). Geschmeckt hats allerdings schon, das eine Glas (wer davon mehr als 2 trinkt, ist selber schuld). Das ist halt auch sowas, das es wirklich nur kurz nach der Ernte und in der Nähe der Kelter geben kann, denn das kann man nicht abfüllen.

  153. Christoph Raffelt, ich wuerde...
    Christoph Raffelt, ich wuerde ja gerne nochmal einen Roten vom Epomeo nachkosten, denn der gefiel damals, vor langer Zeit, sehr gut. Es gibt ihn hier nicht, wahrscheinlich nur auf Ischia, aber da will ich nicht mehr hin. Achso: Ich war da nicht in Urlaub und trotzdem fand ich den Wein gut.
    Ist Ihnen Naeheres bekannt? So toll viele Flaschen wird’s nicht geben, bei dem bisschen Vulkan, den die haben.
    .
    PS: Bei Gelegenheit koennten Sie sich vielleicht sich ueber Calvados auslassen. Hat was mit Aepfeln zu tun. Das einzige Obst, dass ich zu mir nehme, ausser Cidre. Cidre, ach, das ist ein weites Feld. Und warum schmecken israelische Weine, koscher oder nicht, so sehr nach Hefe? Sandweine der Camargue sind mir auch ein grosses Raetsel.
    .
    Flaschels Traum.
    Gute Nacht!

  154. Don Carlos: "...lieber...
    Don Carlos: „…lieber venushügel als weinberge…“
    „Hast du so böse Lust geteilt
    dich an der Hölle Glut entflammt
    hast du im VENUSBERG geweilt
    so bist auf ewig du verdammt!“
    Darüber tröstet der Weinberg vorzüglich hinweg :)

  155. Vermute der angesprochene...
    Vermute der angesprochene Winzer ist vom Weingut Weingart. Der Text hatte mich auf Matthias Müller schließen lassen, denn er trifft auf ihn 100%ig zu, das Etikett jedoch ist nicht von ihm, da kann es nur noch von „schräg gegenüber“ Weingut Weingart sein….

  156. Herr Raffelt, gab es...
    Herr Raffelt, gab es eigentlich auch hierzulande den sog. „Sideways-Effekt“?
    Und wo bleibt eigentlich der nächste nette Film übers Weintrinken?

  157. 1 Kommentar aufgrund des...
    1 Kommentar aufgrund des Wunsches des Autoren entfernt.

  158. @Filou: Bei Ischia muss ich...
    @Filou: Bei Ischia muss ich leider passen, über Ischias könnte ich momentan mehr erzählen.
    @Weinfreundin aus Düsseldorf: Ich meinte Florian Weingart, ja. Die Qualität und die Lage trifft wohl auf beide zu.
    @muscat: Nee, hier wurde ja eh schon mehr Pinot angebaut und selten Merlot und der Film ist ja nur in sehr kleinen Kreisen Kult und ein entsprechendes Pendant gibt es dazu ja leider nicht. Der einzige, der sich ja ein bisschen ungewöhnlicher und kurzweiliger zum Thema Wein äußerst ist Stuart Pigott. Wir brauchen Briten, die uns vormachen, wie man ein wenig lockerer über Wein redet. Zur zweiten Frage: Es gibt einen Film, der es hier kaum in die Kinos geschafft hat, aber gerade auf DVD rausgekommen ist: Blood into Wine. Ich zitiere mal meinen geschätzten Kollegen Stevan Paul „Maynard James Keenan ist die coolste Sau der Welt. Und er ist eine Legende. Er ist Sänger der Metal-Rock-Bands Tool, A Perfect Circle und Puscifer, hat über 30 Millionen Alben verkauft und mit Tool füllt er schon seit den 90er Jahren weltweit Stadien – thinking man´s metal nennt Keenan seine Musik selbst und er denkt viel nach. Seit über zehn Jahren auch über Wein. Maynard James Keenan ist heute Winzer. Gemeinsam mit dem Önologen Eric Glomski (Arizona Stronghold Vineyards) baut Keenan Wein an, in einer der trockensten und unwirtlichsten Gegenden der Welt: in der Wüste von Arizona.“ Mehr dazu gibt es bei ihm im Blog, er hat es gerade heute gepostet: http://nutriculinary.com/2011/10/26/filmtipp-blood-into-wine/

  159. Als ich nach Vancouver kam,...
    Als ich nach Vancouver kam, fing das Weintrinken unter meinesgleichen dort erst an. Für ein Thanksgivingdinner schlug der Gastgeber vor, dass jeder eine Flasche Wein für 10 $ (das war damals ganz schön viel) mitbringt. Jede Flasche verpackte er in eine braune Tüte mit Nummer und alle haben von allem probiert und beurteilt. Da wir alle ehrgeizige Akademiker waren, hatten wir viel Spaß mit dem Ergebnis. Die gleichen Weine – denn so groß war die Auswahl im Liqueur Store in dieser Preisklasse gar nicht – wurden ganz unterschiedlich beurteilt.
    .
    Natürlich waren wir Laien und keine Weinkenner, aber skeptisch hat mich das schon gemacht.
    .
    Nachtrag: Um 11 Uhr sagte jemand: ‘Ist heute nicht Thanksgiving – wo ist der Truthahn?’ – Wir rannten in die Küche, wo im Ofen ein schwarzgebrannter Turkey stand.

  160. liebe Donna Laura,
    ja,...

    liebe Donna Laura,
    ja, Zweigelt ist bei uns die verbreitetste rote Traube; paßt gut zu moderner (doch eher leichter) Küche; Barrique vom burgenländer Zweigelt gibts aber auch.
    Für kultivierte Weiße (auch der Winzer könnte Ihnen gefallen)
    http://www.bruendlmayer.at/wltb/2011/Fressverhalten_der_vierbeinigenFreunde.php

  161. lieber Filou,
    Sandweine (rauh,...

    lieber Filou,
    Sandweine (rauh, unverschnitten und billig) passen wunderbar zu ländlichem Essen

  162. liebe Foersterliesel, das wein...
    liebe Foersterliesel, das wein gut sieht in der tat recht ansprechend, vor allem der boden im weinkeller wie geleckt (war Filou eventuell schon einmal dort?) aus.
    und von besten trauben genährte rehe dürfen recht schmackhaft sein…

  163. Zweiter Nachtrag: Der...
    Zweiter Nachtrag: Der Gastgeber, der vor dreißig Jahren die Fähigkeit seiner Gäste im Weintesten testete, ist heute Professor für Artificial Intelligence:
    https://www.cs.ubc.ca/people/jim-little

  164. @Der Tiger: Blindproben sind...
    @Der Tiger: Blindproben sind eine schwierige Geschichte. Ich würde nicht ausschliessen, dass es auch Profis passiert, wenn man ihnen in einer längeren Reihe ein und den selben Wein mehrfach unterjubelt, dass sie den Wein nicht als den selben erkennen. Grundsätzlich unterschiedlich beurteilen werden sie ihn aber wahrscheinlich nicht. Es gibt übrigens Proben, da werden die Weine zum Spaß aus schwarzen Gläsern probiert und plötzlich ist es bei manchem Wein so schwierig, eine verlässliche aussage darüber zu machen, ob es ein Weißwein oder ein Rotwein ist. Das ist keine Schande. Der Weg zu einer professionellen Beurteilung ist weit und die geleerten Flaschen bleiben ungezählt.

  165. liebe Donna Laura,
    dem Filou...

    liebe Donna Laura,
    dem Filou sind wir zu weit im Osten, um auch hier die Keller unsicher zu machen, fürchte ich. Aber vielleicht sagt ers uns selber? – (Wir trinken hier gerade Huflattichtee mit Honig)

  166. Oh, Foersterliesel, ich war...
    Oh, Foersterliesel, ich war einmal im Burgenland. Aus purer Neugierde, den Sonderfaelle der Hotelarchitektur interessieren mich sehr (den Wellness-und Golfkokolores schenkten wir uns).
    .
    http://www.krizmanics.at/
    (Warten bis „Hotels“ komt, dann klicken)
    Den regionalen Wein brachte der Kellner.
    Bis Wien haben wir es bisher noch nie geschafft, aber es wird kommen der Tag…

  167. Sehn'se Foersterliesel: gibt...
    Sehn’se Foersterliesel: gibt es mal ‚was Gutes, geht es kaputt.
    http://bglv1.orf.at/stories/512377

  168. ja, unser Irland hat mit...
    ja, unser Irland hat mit EU-Hilfen (zu) viel gebaut; sogar ein Fertigteilschloß!
    Kommen Sie bald nach Wien, bevor wir völlig relauncht und plastiniert sind !

  169. liebe Foersterliesel, man...
    liebe Foersterliesel, man konnte vernehmen, dass ihrem stadtobersten viel daran liege, dass wien die gewienertste stadt der welt sei. wohlan!

  170. ach, liebe Donna Laura, jetzt...
    ach, liebe Donna Laura, jetzt keine Erörterung der Differenz von Dreck und Patina, (wir lesen grade drüben mit und suchen uns ein paar Artikel dazu…), nur soviel: dem historischen Zentrum droht Hochglanz und der Vorstadt Schmuddel.
    Allerdings haben die Reinigungsdienste aufgestockt und die Herren mit den Besen (neuerdings auch Damen dabei!) werden von mir stets ehrlich gelobt.

  171. @donna laura: Degustation, oh...
    @donna laura: Degustation, oh weh. Die in Menorca in der historischen Ginfabrik (die ist in Mahon, die Insulaner sagen Mò) war bisher der Gipfel. Ich habe, ich schwöre, nur jeweils einen halben (wirklich!!) Fingerhut voll von 3 Sorten probiert. Das Ergebnis war ein äußerst absonderliches Gefühl am Kopf und vor allem am Magen, und kein schönes. Leider hielt es stundenlang an. Von Wodka, Obstler oder Rum in diesem Quantum hätte ich mit Sicherheit gar nichts bemerkt, und der selbstgebrannte bulgarischer Rachenputzer geht wenigstens nur 10 Minuten auf Rachen und Magen, aber dieses Zeug dort war definitiv zum Genuß ungeeignet. Nun ja, was will man von einer Quarantäneinsel erwarten.

    @Folkher Braun: Verschnitt von, sagen wir mal, Rapsöl und Wein fände ich jetzt nicht schlimm, aber Wein mit altem Frittenfett (oder Glykol oder PVPP oder sonstwas Ungehöriges) schon. Vermutlich kommt beides vor…

    @Filou: die Vorliebe fürs Apfelkonzentrat bricht doch immer wieder durch… meine Tante brachte aus Ischia Limoncello mit. Nicht so meins. Epomeo kommt mir irgendwie bekannt vor, das muß ich schonmal gesehen haben. Vermutlich in Ulrichs Spirituosenladen in der Wilmersdorfer. Falls Sie mal vorbeikommen, verdursten müssen Sie nicht. – Vielleicht sind die hefigen Weine nicht filtriert? Oder sie werden zu jung abgefüllt?

    @Herr Raffelt: dem Sanddornbrand bin ich in der Binz Therme begegnet, angeblich gibts den auch irgendwo im Ort zu kaufen, aber leider habe ich ihn trotz ständiger Stielaugen sonst nirgends gesehen. – Dieser Maynard James Keenan ist ja mal ein sehr sympathischer Metaller, Wein anbauen in Arizona… hm, das müßte doch eigentlich richtig viel Oechsle geben…

    @Foersterliesel: Zweigelt und Sandwein, wwg.

  172. @Christoph Raffelt – Mit...
    @Christoph Raffelt – Mit meiner kleinen Geschichte wollte ich nicht infrage stellen, dass Profis Weine beurteilen können. Ich wollte zeigen, dass mein alter Freund Jim mir eine Lehre gegeben hat – nämlich wie wenig ich von Weinen verstehe, obwohl ich ihn schon damals gerne trank.

  173. @Der Tiger: Nee, das meinte...
    @Der Tiger: Nee, das meinte ich auch nicht. Ich meinte eher, dass man immer weiter lernen und verstehen kann und, wie soll ich sagen, eine gewisse Demut angebracht sein kann, wenn man es ernst nimmt.
    @colorcraze: Ja, der Keenan wirkt ausgesprochen sympathisch und bescheiden.

  174. colorcraze, der Epomeo ist der...
    colorcraze, der Epomeo ist der zentrale Berg der Insel Ischia und ein Vulkan. Seit langem ist er ruhig, die Bevoelkerung baut um ihn herum Wein an; einen-nach meiner Erinnerung-recht kernigen Roten. Ich kann sagen, dass er mich auf Rotweingeschmack gebracht hat.
    Nun gut, dass war das erste Mal, das ich laengere Zeit in Italien war. Man erliegt schnell den lustvollen Verfuehrungen.

  175. @Filou: "kernig" klingt ganz...
    @Filou: „kernig“ klingt ganz gut. – „Primitivo“ wird inzwischen ab und an angeboten. Das soll eine Traubenart sein. Geschmacklich konnte ich mich nicht so recht mit anfreunden. Die Spezialtraube, die sie am langen See hatten, und deren Name mir entfallen ist, war jedenfalls erfreulicher.

  176. Danke @Filou: Hatte mich mit...
    Danke @Filou: Hatte mich mit Ischia tatsächlich noch nicht beschäftigt. Übrigens: Im Blog des Italienischen Weindepots gibt es einen dreiteiligen Artikel über die Weine von Ischia, die dort wohl seit griechischer Zeit angebaut werden. Schon der Name der Insel leitet sich. von einem griechischen Begriff ab, der Land der Reben bedeutet. Der Verfasser vergisst auch nicht, die im Laden käuflich zu erwerbenden Weine aus Ischia hervorzuheben. http://www.gerardo.de/blog/wein/casa-dambra-inselweine-von-ischia-teil-1-von-3/

  177. Wenn ich bei meinem Italiener...
    Wenn ich bei meinem Italiener Wein kaufe, der eigentlich eine mit einem italienischen Dozenten verheiratete Niederländerin ist, dann kaufe ich den Wein nach Namen (was man da kriegt, schmeckt mir sowieso immer). Letztlich hatten sie Fausto, fand ich gut, Mephisto hätte mir zwar besser gefallen. Als ich aber gestern zum Faust griff, sagte die Dame des Laden: „Ich empfehle da einen besseren: De Angelis.”

  178. Herzlichen Dank für den...
    Herzlichen Dank für den Filmtipp und den Hinweis auf Caduceus! Liest sich auf jeden Fall sehr vielversprechend und wird bei nächster Gelegenheit ausprobiert.

  179. Der Apfel, liebe colorcraze,...
    Der Apfel, liebe colorcraze, scheint mein Schicksal zu sein. Immerhin wurde ich wegen diesem aus dem Paradies vertrieben. Am Baum der Erkenntnis scheint er aber nicht gehangen zu haben, wie ich nach selbstkritischer Betrachtung…
    …lecker bleibt er.

  180. @Filou: lecker ist ja auch...
    @Filou: lecker ist ja auch kein schlechter Trost. Vielleicht komme ich in 2 Wochen dazu, Trollinger zu probieren. Falls ja, werde ich berichten.

  181. @muscat: Caduceus scheint es...
    @muscat: Caduceus scheint es hier allerdings leider weit und breit nicht zu geben. Sollten Sie was finden, sagen Sie gerne Bescheid!
    @colorcraze: Falls Sie in Württemberg sind, ist dort neben Trollinger die klassische Sorte der Lemberger, der sich, wenn gut gemacht, auf jeden Fall auch zu probieren lohnt. In Österreich, da waren wir ja die Tage auch schon mal, nennt der sich dann Blaufränkisch.

  182. @Herr Raffelt: aha, danke für...
    @Herr Raffelt: aha, danke für den Tip. Ich probier ja immer gern „das Örtliche“, wenn es sowas gibt.

  183. Kenner meiden...
    Kenner meiden Württemberger!
    Das ist der Grund, warum Württemberger Weine außerhalb Württembergs nicht getrunken werden.

  184. @Nörgler – ich meide...
    @Nörgler – ich meide Baden-Württemberg nicht. Aber als ich da das letzte Mal hin wollte, war ich nicht erwünscht, siehe
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/09/04/ein-ganzer-mann.aspx

  185. Baden-Württemberg lasse ich...
    Baden-Württemberg lasse ich links liegen, Rheinland-Pfalz durcheile ich. Erst ab Kandel faengt weinische Zivilisation an.
    .
    @colorcraze, wer Trollinger probiert, muss zur Strafe beim Benz an’s Band.

  186. @Nörgler: Das ist aber doch...
    @Nörgler: Das ist aber doch mittlerweile auch ein alter Hut.

  187. Mancher Lemberger ist nicht...
    Mancher Lemberger ist nicht schlecht! Zudem scheinen einige `junge Württemberger´ (naja, „junge Winzer“ sind meist eher „noch nicht ganz alte Winzer“) dóch brauchbar zu winzen.

  188. "Christoph Raffelt @Nörgler:...
    „Christoph Raffelt @Nörgler: Das ist aber doch mittlerweile auch ein alter Hut“ – in dem Sinne, dass es noch nie anders war. Da haben Sie recht.
    Ein weiterer alter Hut ist, dass der problematischste Journalismus in den Feldern Automobil, Touristik und Wein sich anfindet.

  189. lieber Noergler, im...
    lieber Noergler, im freundeskreis befinden sich einige schwaben – die ganz leise gestehen, dass sie den trollinger mit oder ohne lemberger nur mit grösstem widerwillen herunterbekommen. aber dies laut sagen, dies dürfen sie nicht, sonst werden sie hochkant ausgewiesen. sie flüchten sich in anwesenheit von stammesangehörigen zumeist in den weisswein oder gleich ins bier.

  190. liebe/r T. Rollinger, diese...
    liebe/r T. Rollinger, diese gruppe muss aber sehr winzig sein ;-).

  191. Das Bier in Baden-Württemberg...
    Das Bier in Baden-Württemberg ist aber auch nix. Und drueben bei den Pfaelzern ist es nicht besser. Ich sach doch: einige Kilometer hinter Kandel wird es dann langsam schoener. Nicht nur mit dem Wein, auch mit dem Bier.
    Erst zieren die Hopfenfelder den Wegesrand, spaeter die maehlich ansteigenden Weingaerten Sowas verheisst Gutes.

  192. cher Filou, es gibt hie und da...
    cher Filou, es gibt hie und da bleifreies bier, das nicht nach mäusehinterlassenschaft schmeckt – und das bekommen die bayern immer noch nicht hin.
    und sicherlich, das uerige brau recht schmackhaft.
    oder man wendet sich den belgischen gefilden zu, wobei man wissen sollte, welche richtung einem behagt und ob man fruchtgeschmack im bier verträgt, und dann dort zuschlagen. bei den apothekenpreisen und den portionsgrössen kann eigentlich nicht viel verheerendes passieren – mit einschränkungen: das schöne, schwere, strahlende trappistenbier mit 9° kann bei ungeübten zu youtubegeeigneten tänzen auf oder zu wasserspeispielen unter dem tisch führen.
    der herr der fritten möchte ebenso entlohnt werden. und zum desserts pralinen en gros. die restaurants! ah, reisen müsste ich mal wieder…

  193. Ich war heute beim Augenarzt,...
    Ich war heute beim Augenarzt, und der sagte mir, dass es bei meinem Sehfehler voellig verstaendlich sei, wenn ich immer „Essenz der Ente“ laese. Wieso auch nicht, denn die Franzosen erzeugen Gaensestopfleber (pfui doch) und Confit de Canard. Ich glaube ziemlich sicher zu wissen, dass in Edelrestaurants Entenpressen stehen und ein Oberkellner den Titel „Presseure des Canards“ traegt, das Hoechste, was ein Oberkellner jemals werden kann, gewissermassen ein Admiral der Gastwirtschaft. Wie aber nun das Entenpressen vor sich geht-darueber kann man nur spekulie…
    …oh, la sonnete retentit! Das werden wohl die netten Jungs sein, die mich jeden Abend in mein gepolstertes Zimmerchen geleiten.
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    Mehr Wein wagen! (W. Brandt)

  194. cher Filou, zuweilen wird...
    cher Filou, zuweilen wird rinderessenz serviert, dasselbe ginge sicher auch mit einer ausgekochten ente.
    in der chinesischen küche findet sich vorgeblich* das gericht whole duck, allerdings nicht wie man sich das hier vorstellen würde, sondern gemahlen, vermutlich wie artikuliert mit schnabel und flösschen, doch recht schmackhaft.
    (* wie das gericht genau heisst, dass vermag ich nicht anzugeben, da man sich mit händen, füssen und drei ruinösen bröckchen englisch herumschlug. mithin keine garantien auf das, was auch immer man ass.)
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    der don könnte einen presseur de citron derzeit gut gebrauchen.
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    ansonsten gibt es natürlich noch den presseur de citoyen… stichwort soylent green.

  195. Liebe Donna, ad 1: hinter der...
    Liebe Donna, ad 1: hinter der Galerie de la reine, Bruxelles, ist eine urige, eigentlich allen bekannte Kneipe mit dem passenden Namen „La Mort Subite“, dort (auch) gibt das beruehmte Trappistenbier. Ich trank mir da so manche Belgierin schoen. Madame begrinste die Aktionen ironisch. Sie wusste, was daraus werden wird…
    …sie nennt das Zeug Knickbier. Frauenhumor und Maennerleid.
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    ad 2: Soylent Green? Von diesem Film blieb mir in Erinnerung das „lebende Inventar“. Als ich es zum ersten mal hoerte, naja, der Begriff ist eigentlich von mir und entstammt meiner Spaetpubertaet. Sie wissen ja: hinkt wie Goebbels, hat ’nen Buckel, und nur Marsmaedchen wuerden sein Angesicht reizend finden. Da diskreditiert man gerne die huebschen Geschoepfe, die allein schon deshalb ueberall hinkommen, nur nicht in den Himmel. Schwamm drueber.
    Und nun, bitte ein ernstes Gesicht aufsetzen; diese Soylent-Green-Gesellschaft werden wir nur bekommen, wenn eine Mehrheit es will. Dagegen hilft nur der persoenliche Einsatz in Form von Gesellschaftssabotage. Frauen wissen, wie man Strukturen unterminiert-und Maenner mit Hang zur Dekadenz wissen es auch. Das funktionierte zu allen Zeiten. Charme, Witz und Schoenheit sind eine Unterabteilung des sabotierenden Maquis. Vorne bloeken die Platzhirsche, weiter hinten anmuesiert sich Faun mit den Rehen. Oder die Rehe mit den Faunen.
    Solange die Idioten nicht faschistisch sind, ist es ein gewinnbares Spiel. Nur sollte man vorher die Karten zinken.
    Was Deutsche koennen, koennen nur Deutsche. Der Rest Europas sabotiert. Mutti hat’s noch nicht recht gemerkt.
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    Nachtrag: Da die Mehrheit unserer Politiker Soft-Skills gelernt hat (Lehrer, Diplom-Sozialwirt, Punkbandmanagerin, undsoweiterundsoweiter) muessen wir uns keine Sorgen machen. Diese Leute sind sogar fuer eine Diktatur zu daemlich. Wir muessen das nur begreifen und dieses wichtigtuerische Pack auslachen.
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    Zur Erinnerung: http://www.youtube.com/watch?v=I2aj79ql9iY
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    Bonne nuit!

  196. ja, liever Filou, daar zetten...
    ja, liever Filou, daar zetten niet te weinig, niet te vele vette vieze en domme varkens.
    en ik de superarrogante ik dacht dat ik mezelf kon zijn…

  197. Die Auflösung: Weingut...
    Die Auflösung: Weingut Weingart, Spay. Auch sehr gut. Weingut Matthias Müller und Gehimtipp Weingut Didinger, Osterspay. Prost.

  198. @H.Geißler: Hatte ich weiter...
    @H.Geißler: Hatte ich weiter oben schon aufgelöst. ich schrieb: Der Mittelrhein ist ein kleines Anbaugebiet und die Spitze des Gebietes ist noch kleiner. Müller und Weingart aus Spay stehen oben, gefolgt von Didinger, Jost und Ratzenberger. Walter Perll ist mit Sicherheit hervorzuheben oder auch Toni Lorenz. Der von mir beschriebene jedenfalls ist der Florian Weingart, ohne die ganzen anderen jetzt zurückstellen zu wollen.

  199. Sorry Christoph, nicht...
    Sorry Christoph, nicht gesehen. Vielleicht präzise: Weingart gut in trocken und halbtrocken, Müller barock und bombige Süße und von Didinger mag ich besonders die Roten. Einer der Wenigen von denen ich sogar den ungeliebten Dornfelder trinke. H.G. Und alle preiswert, nicht zuletzt.

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