Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Ende des Euro in einem Bild und einer Frage

| 270 Lesermeinungen

Ich persönlich finde ja, dass Politik immer einfacher wird, wenn man sie nicht als Suche nach einer Krisenlösung, sondern als Zappelei auf dem Weg in die Unvermeidlichkeit begreift. Sieht denn keiner, mit was für Petitessen ahnungslose Rettungsfondsbabys gegen erfahrene Schuldenriesen in Stellung gebracht werden?

Dieseer Strauch wächst nun schon seit ein paar Jahren an einer Kirchenwand. Es ist eine hübsche Barockkirche in einer Stadt, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Natürlich zerstört dieser Strauch das Mauerwerk. Er ist nicht besonders gross, aber seine Wurzeln reichen tief in das Gemäuer. Es ist fast ein Wunder, dass er überlebt, denn eigentlich müsste man nur eine Leiter holen, hinauf steigen und ihn ausreissen. So aber sammelt er Wasser, das an ihm in die Steine läuft und das Mauerwerk zerstört. Davon lebt er. Man könnte das Problem in drei Minuten beheben. Seit 4 Jahren sehe ich diesen Strauch. Er wird grösser. Ab und zu kommt die Stadtreinigung und kehrt die Brösel am Boden weg. Irgendwann wird die Wand so marode sein, dass ein Stein herausfällt und einen Unbeteiligten erschlägt. Das ist Italien. Und die Bröselwegkehrer unter Italien – um diesen Job bewerben sich gerade Sarkozy und Merkel. Und der Unbeteiligte – das sind wir.

Bild zu: Das Ende des Euro in einem Bild und einer Frage

Stellen Sie sich eine einfache Frage: Wenn auf der einen Seite zwei Politiker nicht wirklich auf der Höhe ihrer politischen Karriere sind – Merkel und Sarkozy – und 400 Milliarden Hilfsgelder auf 1 Billion hebeln. Und auf der anderen Seite ist ein Überlebenskünstler wie Berlusconi, der dagegen einen Schuldenhebel mit 2 Billionen in einem Land wie diesem hat, wo man einen Strauch lieber vier Jahre ein Baudenkmal zerstören lässt, statt drei Minuten auf eine Leiter zu klettern –

also 1 gehebelte Billion gegen 2 Billionen gewisseblose Hebelei

würden Sie dann so einem Europa und seiner Währung noch trauen?

Zurück zu einem angenehmen Thema: Wein. Den wird man brauchen können, in den nächsten Monaten und Jahren.

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270 Lesermeinungen

  1. Wenn es in Zukunft jemanden...
    Wenn es in Zukunft jemanden gibt, der dafür sorgt, dass die Sträucher rechtzeitig beseitigt werden, warum nicht? Vor allem, wenn ich darüäber hinaus weiss, dass man aus der 1 Billion auch 4 machen kann, wenn es notwendig wird.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  2. Europa und auch Italien traue...
    Europa und auch Italien traue ich noch sehr viel zu.
    Aber sicher mienten Sie nicht Europa, sondern „EU“, „Eurozone“ et cetera und deren Repräsentanten.
    Nun, da haben Sie recht. Vielen traue ich da überhaupt nicht. Allen voran Merkel und Sarkozy.
    Insoweit hat Silvio ganz recht: was erlauben die sich, Italien zu rügen!
    Um bei Ihrem Bild zu bleiben: M&S schmieren kiloweise Moltofill über den Strauch und wundern sich dann, wenn die Kirche zusammenbricht!

  3. So wie die Bude aussieht, hat...
    So wie die Bude aussieht, hat der Strunk tragende Funktion. Risse man ihn heraus, stürzte die ganze Mauer ein. Das ist symptomatisch. Auch das Unkraut HübboRiehlÄsteit hatte bei uns staatstragende Funktion. Schwer zahlen wir daran.

  4. Ist das eine rhetorische...
    Ist das eine rhetorische Frage? Oder darf man endlich den Begriff des ‚Eurofaschismus‘ offiziell in die Diskussion einführen, ohne als ideologischer Außenseiter zu gelten…?

  5. Ich sehe keine Gefahr für das...
    Ich sehe keine Gefahr für das Überleben Europas. Es hat in zweitausend Jahren schon viele Währungsexperimente überlebt und wird auch noch existieren, wenn der Euro längst im Eimer der Geschichte gelandet ist.

  6. Schwäbische...
    Schwäbische Hausfrau,
    Bayerischer Hausmann.

  7. Das versucht man jetzt im...
    Das versucht man jetzt im Reichstag und in den Sitzungssälen zu Bruxelles im Großmaßstab zu kopieren, mittels Hebelung. Es geht doch! Wille und Vorstellung ermöglichen auch Wunder:
    Mathäus Kapitel 14 die Verse 15 bis 21.
    Mt 14,15-21 Und als es Abend geworden, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entlass das Volk, damit sie in die Dörfer gehen und sich Speise kaufen! Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig hinzugehen; gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fünf Brote und zwei Fische. Er sprach: Bringt sie mir hierher! Und er befahl dem Volk, sich in das Gras zu lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach und gab den Jüngern die Brote, die Jünger aber gaben sie dem Volk. Und sie aßen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was übrig blieb an Brocken, zwölf Körbe voll. Die aber gegessen hatten, waren etwa fünftausend Männer, ohne Frauen und Kinder.

  8. @Spectator – wollen Sie...
    @Spectator – wollen Sie damit sagen dass Angie was wie Christi ist?
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    Was den Wein betrifft, ich habe schon 100 altmodische Glühbirnen auf Vorrat gekauft, um mich vor Brüsseler Moden zu schützen. Bevor die EU pleite geht und ich auf meinen abendlichen Wein verzichten muss, werde ich ausmessen, wie viele Flaschen Wein in dem Leerraum unter unserm Haus verstaut werden können (holländische Häuser haben normalerweise keine Keller) – da wo ich auch mein Tafelsilber gegen politischen Zugriff zu verstecken gedenke.

  9. Spectator 14:33, So Sei Es....
    Spectator 14:33, So Sei Es.

  10. Mamma mia! Dabei haben die...
    Mamma mia! Dabei haben die Italiener früher doch mal ganz gute Autos gebaut, oder? Das Problem scheint der „spread“ zu sein: Gute und schlechte Qualität unter einem Dach. Schmeißen wir die faulen mediterranen Äpfel aus dem Korb und genießen wir unsere eigene Überproduktion! Mein deutsches Klavier wurde letzte Woche geliefert, jetzt können Inflation und Währungsunion kommen. Und Wasser haben wir auch genug in D. Wo ist das Problem? Notfalls legen wir die bajuwarischen Seen trocken, und finden womöglich genug Gold und Silber auf dem Grund für die Deckung der DM2.0…

  11. Mir hat sich die Frage...
    Mir hat sich die Frage gestellt, Don Alphonso, warum Sie den Strauch nicht einfach selbst wegmachen? Den Strauch in der Kirche deines Bruders siehst du, aber den Baum in deinen Vorgarten nicht, oder so ähnlich.
    Letztlich ist dieses Verhalten aber doch genau das, was wir an Italien schätzen. Die Gelassenheit, das Ignorieren, das „Morgen ist auch noch ein Tag.“. Wenn der Staat in Italien pleite ist, wird das Leben weitergehen. Statt einem Gericht treibt dann eben der örtliche Don die Außenstände ein, die Müllabfuhr taugt eh nichts, und Korruption ist sowieso alltäglich.
    Wenn der Staat in Deutschland pleite ist, geht nichts mehr. Bittere Tränen werden von allen geweint werden, die sich nicht mehr des Staates bedienen können, um ihre Vorstellung von gut und schlecht anderen aufzuzwingen.
    Vielleicht sollten wir uns alle Belgien zum Vorbild nehmen. Ein moderner Industriestaat, der seit Jahren keine Regierung hat- und trotzdem funktioniert.

  12. Werter Don,
    wunderbares Bild -...

    Werter Don,
    wunderbares Bild – Merkel und Sarkozy als Bröselwegkehrer unter Italien. Wobei – bei aller Liebe zu antiker Architektur – Verfall und Vergänglichkeit, das ist der Lauf der Welt. Vielleicht haben die Italiener durchaus recht, wenn Sie das nicht aufzuhalten versuchen. Nicht immer, wenn etwas Altes vergeht und durch was Neues ersetzt wird, muss das schlecht sein, ganz zu schweigen von der Ästhetik des Zerfalls an sich.
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    Abgesehen davon kam mir neulich auch der Gedanke: Wenn wir am Boden liegen, wohlmöglich getroffen von einem Stein aus dem Gemäuer Italiens dann geht es bei den Griechen sicher schon wieder aufwärts. Bleibt nur zu hoffen, dass sie uns dann besser gesonnen sind, als wir Ihnen derzeit. Vorausgesetzt natürlich wir gehören bis dahin nicht sowieso alle den Chinesen…

  13. Don, der Stein wird...
    Don, der Stein wird wahrscheinlich, so wir uns von besagtem Gebäude fernhalten, doch eher einen Italiener erschlagen, oder? Möglicherweise sogar den, der in guter Absicht mit der Leiter kommend, das Gestrüpp entfernen möchte. Vielleicht stellt man einfach besser nur einen Zaun auf und sperrt damit den Gehweg.

  14. Also ich traue diesem Europa...
    Also ich traue diesem Europa und dem Euro, einfach weil alles daran und darin stimmig ist. Der Lahme hilft dem Blinden. Deutschland hatte im übrigen schon weit vor 2008 gegen die Stabilitätskriterien verstoßen und hat momentan 80% des BIP Staatsverschuldung. Italien, so what. Was erlauben Merkel, hätte einst Trappatoni geschimpft. http://www.youtube.com/watch?v=gCvRRFwBs3Y
    Und Don Juan Carlos hätte Merkel entgegent: Por que no te callas. http://www.youtube.com/watch?v=rXnmdVpeHAg

  15. Der Uwe Wöllner (= Christian...
    Der Uwe Wöllner (= Christian Ulmen) erklärt uns die Krise:
    http://www.youtube.com/watch?v=qwp4kShhpiM&feature=related
    .
    …und er hat sich verzockt:
    http://www.youtube.com/watch?v=xNFwq6I8Meo
    .
    … dem habe nix weiter hinzuzufügen.

  16. @Inge - warum ging? Bisher ist...
    @Inge – warum ging? Bisher ist noch nichts entgültig entschieden.

  17. Alexander von Eich (= auch...
    Alexander von Eich (= auch Christian Ulmen) könnte hypothetisch die Sonne kaufen:
    http://www.youtube.com/watch?v=9tmbqepbnc0&feature=related

  18. Meinen Respekt vor Ihrer...
    Meinen Respekt vor Ihrer treffenden Allegorie, verehrter Don !

  19. Nicht nur eine ästhetische...
    Nicht nur eine ästhetische Differenz
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    Die Frage ist doch, um mal den Metapher aufzunehmen: Zerbröselt der Euro oder wird er gerade deswegen zugrunde gehen, weil wir das Bröseln zu verhindern suchen? In der Tat, und da stimme ich den Intentionen so einiger Vorredner zu, sind die Strukturen im Süden und vielleicht auch Osten Europas andere als die im Zentrum, bzw. im Westen. Das ist definitiv nicht nur eine ästhetische Differenz, die da durchscheint, denn nur uns mag das Bröseln als besonders attraktiv erscheinen, da wir es unserer romantischen Perspektive unterordnen, ist doch dort das Bröseln lassen eher einer insgesamt gleichgültigen Haltung zum Altern zu verdanken als gar einer positiven Einstellung zu dessen „Schönheit“.
    .
    Die Schönheit des Alters (oder gar des Alterns) will mir doch einer all zu nordischen Welt angehören. Im Süden findet das Altern klimabedingt schneller statt. Alte Pflanzen, alte Gebäude und auch alte Menschen (wie auch alte Strukturen) bleiben daher womöglich nur über „ihre Zeit“ am Leben, weil man sich nicht die Mühe macht, sie vor ihrer Zeit zu „entsorgen“ (oder dem Blick der Öffentlichkeit zu entziehen). Die Mühe lohnt nicht. So findet man die alten Menschen in Spanien – ich war da gerade in Urlaub – immer noch auf den Straßen, manchmal an die Wand gelehnt, manchmal in Kaffeehäusern, hingegen bei uns nur noch in gewissen „Reservaten“, genannt auch Altenheime. Und alte Häuser werden bei uns von gewissen Nobilities, genannt Banken, Versicherungen und Anwaltskanzleien, der öffentlichen Nutzung entzogen, in Italien bleiben sie dem „Pöbel“ erhalten, wenn auch nur ob einer gewissen noblen Gleichgültigkeit wegen.
    .
    Lassen wir uns also nichts vormachen: Kulturgüter gibt es nur dort, wo sie dem Marktgeschehen dienlich sind, nicht wo sie quasi demokratische Bedürfnisse befriedigen. Die Besorgnis um die Kultur(denkmäler) ist die um den Erhalt der Substanz des Wertes. Doch wissen wir doch längst, dass der Wert keine wirkliche Substanz darstellt, es sein denn die gesellschaftlichen Konstrukte – Wert-Mehrwert-abstrakte Arbeit (Lohnarbeit)-Kapital – präsentieren sich als (materiales) Kulturgut und eben nicht als abstrakte ökonomische Kategorien. „Bröseln lassen“ entspricht daher in etwa der sog. „Arbeit sans Phrase“, wie Marx sich ausdrückte – in den „Grundrissen“ (zur politischen Ökonomie, vgl. MEW 42, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1854), wo die Arbeit, bevor diese als Wert(schöpfend) erfasst wurde, erstes Lebensbedürfnis war, Ausdruck des Stoffwechsels zwischen Mensch und Natur.
    Und genau dieser Stoffwechsel zeigt sich eben auch im Zerfall (des Alten) und eben ganz und gar nicht in einer gewissen (perversen) Verwertung desselbigen.
    .
    Kulturerhaltung und dessen Zerfall sind ebenso verbunden wie jene „Arbeit sans Phrase“ mit der abstrakten Arbeit. Das Eine scheint durch das Andere, legitimiert sich ob dessen Gegenüber, so als wäre da was identisch (was nicht verschiedener sein kann). Was uns als besondere Ästhetik erscheinen will – der Charme des Zerfalls – ist nur der Illusion verdankt, die wir bei der Erhaltung erhalten. Die Illusion, bzw. das Phantasma, hier würden vergangene Werte (Substanz/Lebensgefühle) erhalten. Wo doch diese Werte erst geschaffen werden – durch den Einsatz „abstrakter Arbeit“ und deren Mehrwertgenerierung. Und wo ein Lebensgefühl doch nur als ein solchermaßen konserviertes erscheint.
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    Die „Arbeit sans Phrase“ mag Güter schaffen, dennoch keine Werte. Sie stellt das Bedürfnis nach Leben dar und schafft nicht erst ein solches, ist somit jeder Abstraktion hiervon über- oder untergeordnet (je nach Perspektive). Die abstrakte Arbeit mag Bedürfnisse wecken oder gar befriedigen, doch stellt sie selber kein Bedürfnis dar. Und so wie es offenbar ein reales Bedürfnis ist, das Alte zerfallen zu lassen, so ist es ein imaginäres Dasselbige zu erhalten.
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    Somit wäre die Gleichgültigkeit gegenüber dem Zerfall die ethisch gelungenere, die aktivere, Lebensauffassung – das wahrhaftere Erhalten, nämlich das eines Lebensbedürfnisses; und der eigentliche Nihilismus (die Zerstörung eben dieses Bedürfnisses) schlummert zwischen den hektischen Aktivitäten einer auf Erhaltung fixierten Moderne.

  20. 'das eigentliche kunststück...
    ‚das eigentliche kunststück besteht im verlieren von kriegen, besteht darin zu erkennen, welcher krieg verloren werden darf. italien hat jahrhundertelang kriege verloren, und Sie wissen, daß wir uns dabei prächtig befunden haben. frankreich gewinnt seine kriege und ist fortwährend im zustand der krise. deutschland verliert und wird reich dabei. betrachten Sie unsere jüngste vergangenheit. italien hat in abbessinien einen krieg gewonnen und geriet denn auch in größte schwierigkeiten. der sieg hat uns in einen so törichten größenwahn versetzt, daß wir dabei geholfen haben, einen weltkrieg zu entfesseln, in dem zu siegen für uns auch nicht die geringste aussicht bestand. jetzt aber, da wir wieder verlieren, hat sich alles zum besseren gewendet, und wenn es uns nur gelingt, geschlagen zu werden, kommen wir wieder obenauf.‘ (joseph heller, catch 22)

  21. Nahst Du Dich wieder,...
    Nahst Du Dich wieder, schwankende Gestalt?.
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    Eines Tages erscheint Ihnen ein steinerner Gast mit Rauschebart und Trierer Akzent. Er wird Ihnen alle Artikel aus dem „Volksfreund“ vorlesen.
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    Ansonsten Kuesschen! Zu diesem Thema hatte ich Sie schon lange erwartet.
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  22. Ach, wenns nur 3 Minuten auf...
    Ach, wenns nur 3 Minuten auf der Leiter bedarf, dann erbarmen Sie sich doch nächstesmal, wenn Sie dort sind…

  23. Tiger@: Nein!
    ..
    Don Carlos@:...

    Tiger@: Nein!
    ..
    Don Carlos@: The Germans had won all the battles, only the last of not.

  24. - Don Alphonso for president!...
    – Don Alphonso for president!
    — Down with the wall shrub!
    — Italy on the work front!

  25. Warum soll man Mitleid mit den...
    Warum soll man Mitleid mit den Griechen haben, wenn sie auch so falsch wählen, und
    die Portugiesen und die Spanier, erst recht die Italiener. WIR, nur wir allein, haben die
    richtige Regierung.
    .
    So das musste mal gesagt werden.

  26. Filou@: Geschichte wiederholt...
    Filou@: Geschichte wiederholt sich nicht, allenfalls wird eine (noch) schlechte (-ere) Farce über die Bühne gezogen.

  27. Marxismus ist Opium für´s...
    Marxismus ist Opium für´s Volk (Gysi will ja die harten Drogen freigeben, was bleibt da noch? Allet Nihilismus oder so-nihil admirare?).

  28. Passt wie die Faust aufs Auge....
    Passt wie die Faust aufs Auge. Hatten uns für heute abend vorgenommen kurz zu posten und zu empfehlen evtl. nur einmal spaßeshalber von Marseille an der franz. Riviera (Cannes, Nizza, Monacao, das ganze Gedöns also) entlang (da liegen die Westviertel halt eben östlich) und weiter bis an die italienische Riviera, also bis Genau zu fahren: Dieses Berlusconiland (sorry) fängt genau da an, wo man, aus Frankreich kommend, aus einem intakten Tunnel (auf der Höhe der Zeit) über die Grenze und gerade in so einen Mauerstrauchtunnel, Komma unbeleuchtet, Komma feucht, Komma seit 20 Jahren ungestrichen, Farbe Komma abbröckelnd, etc. fährt – um weiter in Italien, jenseits des Tunnels – auf Höhe San Remo – all überall über die Quadratkilometer von geborsten Fensterglasscheiben von defekten Gewächshäusern früherer Epochen hinwegzusehn (früher, bevor Almeria Mode wurde, oder ganz einfach konkurrenzfähiger war).
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    Zwei Doofe, ein Gedanke, dieselbe Beobachtung. Und der Berlusconi-Staat macht es richtig: Wer leidet, dem wird geholfen. Wer aber noch selber arbeiten kann … .
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    Oder wie Westviertelfamilie von Alters her wissen, so meint man: Kredit ist eine Droge, genau so, wie die kostenlose Arbeitskraft anderer, oder genau so, wie Kokain. (Geill! Mehr!) Wer aber einsichtsvoll verzichtete – also in bewußter Entscheidung für ein langsameres, aber stetiges Wachstum – und „ohne sowa“s auskam, der hat auch heute keine Probleme: Solche Familien zumindest bleiben Nuklii der Gesundung, resp. Gesundheit. Allen anderen aber – auch Staaten – muss man aber wohl die Kopfschmerzen des Entzugs leider zumuten: Sonst nützt es nichts.
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    (Am Rande: Und so sehr man ggfls. auch mit seinem eigenen Staate mitlitte oder Europa: Vorher, als es noch anders lief, war Familien, welche nicht mitmachten – und evtl. sogar noch argumentierten, sie wären kenntnisreich und deshalb vorsichtig (so blöde waren, es zu versuchen) – ja bloß zu dumm es genau so zu machen, wie alle anderen – und nicht willkommen (vorsichtig ausgedrückt).
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    Und doch bleibt es unser Europa. Interessant halt bloß die Erinnerung daran, dass Westviertelfamilien eben auch erb-erfahren sind. Und Schulden und Bruchbuden schlägt man aus. (Und wenn solches jetzt als Globaltrend auch noch auf bis Deutschland durchschlüge .. dann gut Nacht Mattes.)
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    Und das Volk ist schuld. Es hat nicht aufgepasst auf sein Geld.

  29. Unaustilgbar unser Aller...
    Unaustilgbar unser Aller Wunsch nach Freiheit, zu leben ohne Bevormundung.
    http://www.youtube.com/watch?v=8VFn2Pt3m8Q

  30. Und Berlusconi - war das nicht...
    Und Berlusconi – war das nicht die Art von Typ – den es schon immer zu Mutter Theresa hinzog – um Gesunde zu pflegen?
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    Und unser Italien – schon immer berühmt, nicht nur als ein Herausragender unter den Orten landwirschaftlicher Zuschüsse.
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    Und der Euro heute – ein Gregor Samsa in der Rückabwicklung. (Immerhin liegt er nicht mehr nur noch still auf dem Rücken, sondern er strampelt schon wieder)
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    Und unser Wort des Tages? „Klimarelikt“ natürlich. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1588129/ (Vielleicht morgen schon auch unseren erweiterten Westvierteln als wertstabile Verhaltenstherapie also empfohlen?)

  31. Yast2000 – Italy on the...
    Yast2000 – Italy on the workforce – seien Sie da mal vorsichtig. Ich traue dem Berlusconi mehr zu als allen Sarkozys und Merkels zusammen. Mein bester Lehrer war ein Italiener. Wenn man mit ihnen eng zusammenarbeitet und sie einem in die Karten gucken lassen, merkt man, dass die Italiener eine 2000 Jahre alte Staatstradition haben. Die kennen Tricks, die wir Alemannen uns gar nicht vorstellen können. Man sollte nie einen Italiener öffentlich beleidigen. Den Fehler haben Merkel und Sarkozy am Wochenende gemacht….. und man sollte besonders vorsichtig sein, wenn ein italienischer Manager/Politiker dumm und erfolglos daherzukommen scheint.

  32. Und wir hätten Deutschland...
    Und wir hätten Deutschland heute auch noch den Arbeitstitel für Dr. Hartmut Mehdorns Memoiren vorzuschlagen. („Der Letzte Ingenieur“ natürlich.)
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    Und Deutschland – aus der überlegenen Sicht der deutschen Politik dumm gehalten, wäre dumm gehalten, denn die deutsche Politik hat keinen überlegenen Standpunkt. (Oder war es die deutsche Wirtschaft? Oder beide?) (Westviertel aber föchte beides nicht an.)
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    Und „Sonderbeilage Leasing & Gesundheit mit zehn Buchstaben“? („Kredithebel“ natürlich) (Vom Verschwinden der „BUNTE“ in den Wartezimmern – und Ersatz derselben durch Don A. auf dem bald nicht mehr neuen iBlog-Gerät.)
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    Und den ganzen Tag Deutschlandfunk ist fast so gut, wie einen halben Tag FAZ. (Und beim DLF behaupte man das Gegenteil.)
    .
    and we beg your genius.

  33. Der Tiger25. Oktober 2011,...
    Der Tiger25. Oktober 2011, 20:58 Yast2000 – Italy on the workforce – seien Sie da mal vorsichtig. Ich traue dem Berlusconi mehr zu als allen Sarkozys und Merkels zusammen.
    *
    Das mag sein, wird ihm aber nichts mehr helfen. Er hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Meungsfreiheit des Internets beschränkt. Problematisch ist vor allem Paragraph 29, der besagt, dass ein Akteur, der sich von einem Seiteninhalt einer beliebigen Webseite geschädigt fühlt, den Webseitenbetreiber dazu auffordern kann, eine Korrektur des entsprechenden Inhaltes vorzunehmen. Diesem Antrag ist der Webseitenbetreiber, im Falle einer Beschließung des Gesetztes, verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden zu folgen – ohne einen Kommentar abgeben zu dürfen, und ohne dass der Antrag zunächst von einer unabhängigen dritten Partei geprüft worden wäre.
    *
    Damit hat er sich böderweise mit den falschen Leuten angelegt: Erst nehmen wir ihm das Netz, dann die Mädchen und am Schluss die Mafia. Dann hat er gar nichts mehr… :-)

  34. Dann hat Herr Westerwave es...
    Dann hat Herr Westerwave es doch richtig gesehen, von wegen „spätrömische Dekadenz“. Aber wenn sie schon nicht in der Lage sind die drei Minuten aufzubringen um dem Leid ein Ende zu setzen, so legen sie sich wenigstens ein Bomitorium zu denn gediegener Stil kommt nie aus der Mode. Aber geht das in Ihrer 65 qm Studentenbude überhaupt?

  35. (Und natürlich hat die...
    (Und natürlich hat die Deutsche Wirtschaft den überlegenen Standpunkt – oder hätte man kürzlich von irgendeinem, sagen wir DAX-Konzern, gehört – er hätte Geld verloren in letzter Zeit? Durch „schlechte Anlage“? Oder „mangelnde Thesaurierung“? Nein, natürlich nicht. Und selbstverständlich bleibt es sicher auch weiterhin so, dass z. B. global aufgestellte Unternehmen als viel besser informiert anzunehmen sind, als große Teile auch der Westviertel. Was wir aber beobachten ist wohl ein viel weiteres Auseinanderfallen beider, „personell und schicksalsmässig“, als zuvor erwartbar/gedacht/vermutet. Und man könnte argumentieren, dass ein Dr. Don alles richtig machte, in dem er dies alles „losließe“, von beiden nichts erwartete, weder Versorgung, noch Einzelzuwendung, noch, dass beide Gruppen sich however gemeinsam auf mehr Gemein-und/oder Westviertelwohl verständigen könnten, noch – schlimmstenfalls – ein Funktionieren überhaupt. Und der Staat hat mehr zu sein.)

  36. Mein alter italienischer...
    Mein alter italienischer Lehrer würde noch hinzufügen, dass man jemanden, von dem man etwas will, nie beleidigen sollte – egal welcher Nation dieser angehört. Das ist immer in jeder Beziehung unkonstruktiv. Da er außerdem noch die Meinung vertrat: ‘es gibt nur zwei Arten von Menschen, konstruktive und unkonstruktive’, würde er schließen, dass Frau Merkel und Herr Sarkozy nicht zu den konstruktiven gehören. Sie wollen halt nur an der Macht bleiben und in die Glorie der Geschichtsbücher eingehen – um jeden Preis.
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    ……. nur ob es in 30 Jahren überhaupt noch Geschichtsbücher gibt und Kinder, die daraus lernen müssen, soweit denken die Merkels nicht, weil ihre ganze Konzentration dem Machterhalt und den damit verbundenen adhoc Problemen gilt.

  37. <p>Was das Ausreissen angeht:...
    Was das Ausreissen angeht: Ein Journalist sollte sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten. Dafür bin ich heute selbst auf den Wendelstein ausgerissen, was mein Schweigen erklärt:
    .

    .

  38. @Don Alphonso: "Zurück zu...
    @Don Alphonso: „Zurück zu einem angenehmen Thema: Wein. Den wird man brauchen können, in den nächsten Monaten und Jahren.“
    Aber sich möglicherweise nicht mehr leisten können? Wir „retten“ doch!

  39. DA:" Ein Journalist sollte...
    DA:“ Ein Journalist sollte sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten.“
    *
    1. Den Satz hat Don Alphonso von Hans-Joachim Friedrichs geklaut… :-)
    2. Ein Journalist muss immer für die Meinungsfreiheit kämpfen, sonst kann er nichts mehr berichten.

  40. Scande über euch! Sträucher...
    Scande über euch! Sträucher ausreißen!? Endlich Natur, Biotop, blühende Landschaften, Schmetterlinge. Eure Reinlichkeit könnt ihr euch sparen. Wie verarmt sind Flur und Feld dank sinnloser Ausreißerei!

  41. Das Bild mit dem Strauch passt...
    Das Bild mit dem Strauch passt wunderbar, herrlich. Wie die Faust ins Gebrösel.
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    [Pöser Europäerwitz, zwei, drei ^^
    Noch rätselt eine Gruppe Wissenschaftler über die Herkunft von Ötzi.
    1) Österreicher kann er nicht sein, man hat Hirn gefunden.
    2) Italiener kann er auch keiner sein, er hatte Werkzeug dabei.
    3) Vielleicht ist er ein Schweizer, weil er vom Gletscher überholt wurde.
    4) Aber wahrscheinlich ist er Deutscher, denn wer geht sonst mit Sandalen ins Hochgebirge …
    ]

  42. Perfekt!57
    "Und den ganzen Tag...

    Perfekt!57
    „Und den ganzen Tag Deutschlandfunk ist fast so gut, wie einen halben Tag FAZ.“
    .
    Dem kann ich beipflichten.
    Höre zur Zeit auch wieder verstärkt Klug-Radio.
    Leider hört meine Katze zur Zeit lieber Radio Gong (doch, diese Dumm-Liftmusik macht sie ausgeglichen…). Muss sie auf anspruchsvolles Radio umerziehen.

  43. “Sich mit keiner Sache...
    “Sich mit keiner Sache gemein machen“, gilt nicht nur für Journalisten, es ist generell eine weise Regel. Wenn man sich einer Sache gemein macht, kann man nicht mehr objektiv urteilen, nimmt Anschuldigungen persönlich und ist zu leicht verletzbar. Deswegen braucht man selbst von selbst initiierten Sachen Abstand – und außerdem ausreichend Humor.

  44. @E.R.Langen: das ist ein...
    @E.R.Langen: das ist ein Gebäude, mitten im Ort, nicht Feld und Flur!
    @Vroni: hat was.
    @DA: das ist nett, daß Sie ein Bild gemacht haben.
    @Tiger: in der letzten „Zeit“ war jedenfalls ein Artikel über die Florentiner, und daß und wie sie schon seit 500 Jahren mit Staatsschulden leben… aber was den Glauben an die Zukunft qua Kinder in die Welt setzen angeht, ist Italien auch nicht so das Optimistenland…
    Aber ich muß nochmal rüber zum Wein.

  45. Gut. Es ist zum...
    Gut. Es ist zum Sträucher-Ausreißen! Aber Emir Kusturica hat auch Recht, wenn er singt: „Wake up, crowd, from your boring dream!“ Since ’99 many things seemed to have changed – well, Rock ’n Roll is back for good! It’s Unza Unza time!
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=dpO93jR4kL4&feature=results_video&playnext=1&list=PL0E5BC1D6FAA7632E

  46. Werter Don,

    wann wird es...
    Werter Don,
    wann wird es „Euroverbrecherprozesse“ in Nürnberg geben?
    Gruß Hanskarl

  47. Wieviele Urteile gab es in...
    Wieviele Urteile gab es in Deutschland nach der letzten Runde der Krise, etwa in Sachen IKB oder HRE? Na also.
    .
    jean-jacques, noch herrscht Letargie mit der Hoffnung, es werde schon gut geheen.

  48. Gut gehen... Wie sagte schon...
    Gut gehen… Wie sagte schon Frank Markus Barwasser vor zwei Jahren sinngemäß: „Jetzt will Frau Merkel mit all dem Geld schaffen, dass Deutschland wieder dasteht wie vor der Krise. – Und wo waren wir vor der Krise? Na?????“

  49. Der Strauch ist wichtig. Er...
    Der Strauch ist wichtig. Er bedeutet Leben, die Mauer ist ein totes Objekt, nur durch die Interpretation wichtig, der Strauch wächst dagegen, er wird auch noch da sein, wenn sein Schatten in den dann offenen Raum fällt.
    Man muss den Blick weiten, um das wesendliche zu sehen.
    Berlusconi ist ein Idiot, das ist sicher. Merkel und Sarko sind ebenfalls Idioten, denn sie investieren in tote Strukturen der Vergangenheit.
    Wer erhalten will, der muss größere Kräfte aufwenden, als eine Neugestaltung verlangen würde.
    Die Frage „erhalten oder ändern“ stellt sich für Europa aber nicht. Es wird und muss einen Wandel geben.
    Den Wandel muss man gestalten, nicht die Monumente erhalten, die ihren Wert aus der Interpretation ziehen.
    Eine Bank ist eine Institution, in der Geld Geliehen und gelagert wird. Nur ein paar Räume, ein paar Bücher und wenige Menschen, die dort arbeiten.
    Der Rest ist Blendwerk.
    Ein Staat ist ein Gemeinwesen, welches von Politikern verwaltet wird. Staatsform, Politik und staatlicher Umgang miteinander sind variabel.
    Der Rest ist Blendwerk.
    Stetig ist nur der Wandel, je schneller wir aufhören zu klammern, desto mehr Kraft bleibt für den Aufbau des Wandels.
    Aber die Politik hat Angst vor dem Großkapital, denn der Staat gibt den Titel, der Rest kommt vom Großkapital, von der Unterwäsche, bis zum angenehmen Leben nach dem Amt, alles beruht auf Versprechen der Kapitalinhaber, denn die Garantieren, dass Berufspolitiker ihre Überversorgung behalten und Renten für jedes Amt erhalten, welches sie ein paar Jahre inne hatten. Beamte die vom sozialen System freigestellt sind, haben Angst vor dem Wandel, dabei muss dieser nur gestaltet werden.
    Der Staat ist nur Kulisse, die Arbeit erfolgt hinter der Bühne …..
    Man muss den Blick weiten … und schon kann jeder sehen, was immer er sehen mag.
    Die Versprechen beruhen auf Gegenseitigkeit. Der Status muss erhalten bleiben. Niemand rettet den Euro, alle retten den Status, aber dieser Status Quo ist marode in seinem Kern, wie Ihre Mauer werter Don. Der Schatten des Busches wird unweigerlich in das Zimmer fallen, wenn es erst einmal keine Mauer mehr hat.
    Noch könnte man das Zimmer gestalten ….
    Der Busch konnte dort nur entstehen, weil die Mauer schon lange Risse hat. Nur die in sich rissige Mauer hat den Untergang eingeleitet, der Busch, nimmt nur den angebotenen Raum und nutzt ihn.
    Warum schimpfen sie auf den Busch?
    Die Arbeiter sehen den tieferen Sinn, die Mauer ist bereits eingefallen, was den letzten Anlass zum Einsturz gibt ist egal, so lange räumt man die Brösen zur Seite.
    Man will ja die Optik so lange wie möglich erhalten.
    Merkel, Sarko, Berlusconi, sie alle räumen die Brösen zur Seite, um die Optik zu erhalten. Sieht dch alles noch gut aus, war einmal wirklich solide und müsste es immer noch sein. Wer würde zweifeln?

  50. Arbeit ist ja schon ...
    Arbeit ist ja schon schlimm , „abstrakte Arbeit“ stelle ich mir schreck-
    lich vor . mfG.T.

  51. Achja die Frage. Ich...
    Achja die Frage. Ich vergaß.
    „… würden Sie dann so einem Europa und seiner Währung noch trauen?“
    .
    Nein.
    Und Gegenfrage: Hat der Bürger Europa vorher viel getraut?

  52. Krugman fragt, warum wir jetzt...
    Krugman fragt, warum wir jetzt nicht einfach Geld drucken.
    In Zeiten einer Depression bewirkt das gar keine Inflation, sagt er.
    .
    Damit bringt er wohl den politischen Konsens der Ihrer Herrschaften der globalen Systemrelevanzen zum Ausdruck: ALLES ist gut, wenn es nur den „Mega-Crash“ verhindert, den dauerhaften Absturz der Kurse, den dominoartigen Bankrott sämtlichter Unternehmen, Massenarbeitslosigkeit und Elend.
    .
    Auch wenn die Inflation trotzdem kommt: Lieber Inflation als Bankenpleiten!
    .
    Und auch wenn die Maastricht-Verträge und EZB-Kriterien geschredert weden müssen: Lieber Glaubwürdigkeit der Institutionen beschädigen als die Wachstumsaussichten der Wirtschaft.
    .
    Und auch wenn man mal schnell die Gewaltenteilung suspendieren muß: Lieber den Bundestag entmachten als die Euro-Zone verkleinern.
    .
    .
    Da sehen wir es vor uns, das blindwütig produktivitätsversessene Bürgentum: Wirtschaftswachstum ist alles, Demokratie ist nichts.

  53. <p>Naja, eine Inflation ist...
    Naja, eine Inflation ist auch nichts anderes als ein Währungsschnitt – nur einer, den man nicht machen muss und sich gleichzeitg als Retter aufspielen kann. Aber Geld wird ohnehin schon gedruckt, durch den Kauf von Staatsanleihen.
    .
    Damit wir nicht so allein dastehen, hier eine hübsche Zusammenfassung vin dem, woran in den USA noch immer gelitten wird. Und immer daran denken: Wenn bei uns ein Staat über die Wupper geht, reisst es wegen der Ausfallversicherungen die Amerikaner in den Orkus.
    .http://www.rollingstone.com/politics/blogs/taibblog/owss-beef-wall-street-isnt-winning-its-cheating-20111025

  54. @ HM555 : Nur das Wachstum...
    @ HM555 : Nur das Wachstum sichert den Zins. Um den Zins zu erwirtschaften, braucht man das Wachstum. Nullwachstum = Nullzins.
    Es sind alles Räder die ineinandergreifen und das Drehen erzwingen. Leider erkennt niemand das Wachstum auch Löhne erfordert, die Konsum ermöglichen.
    Solange das Gleichgewicht aus Konsummöglichkeit, Produktion und Kapitaldienst gestört ist, so lange wird diese Krise sich weiter aufschaukeln.
    Verschuldung ist ja nur zulässig im Rahmen der Inovation, also als Gewinnaussicht. Schulden als Konsumfinanzierung trägt nicht, schon wegen dem Zins.
    Es gibt eine Menge alter Bücher, die sich mit Zinsen und ihrer Moral beschäftigen, leider ist Moral heute eine Mär.

  55. Meiern, von Demokratie wird...
    Meiern, von Demokratie wird man nicht satt, sagen die Chinesen. Vielleicht nur die Aristokraten reicher?

  56. Holy01, aber, aber ...wie...
    Holy01, aber, aber …wie können Sie jemanden, der sich ein Milliarden schweres Medienimperium geschaffen hat und es nebenbei auch noch wie Merkel und Sarkozy
    zum Regierungschef gebracht hat, einen Idioten nennen.
    .
    Wie soll ich in der Früh noch in den Spiegel schauen? Das ist nicht nett!

  57. "Schwerer Schlag für die...
    „Schwerer Schlag für die Weltkonjunktur“.
    .
    Was ist das eigentlich: „Konjunktur?“ Kann man das essen? Kann man drin wohnen? Damit heizen?

  58. Nun aber welche Alternative...
    Nun aber welche Alternative bleibt? Zerschlagen wir den Euroraum und bilden einen neuen viel kleineren? So mit Deutschland, Benelux und Frankreich? WEr will die unterschiedlichen Währungen zurück?
    Das Problem, das ich sehe ist, dass die Politiker, die niemals sparen konnten und jedes Mal mehr Geld ausgegeben haben, weil sie zu feige waren ihrem Volk die ahrheit zu sagen, dass nicht geht, was nicht bezahlt werden kann. Ja also das genau diese jetzt antreten zur Rettungsaktion!
    Und das es halt Spekulanten gibt, die ihrerseits jetzt den großen Hebel sehen und gegen den Euro wetten.

  59. Jede bessere Familie hat ein...
    Jede bessere Familie hat ein schwarzes Schaf. Die Frage ist, gleich enterben oder doch noch eine Chance geben? Vielleicht kann ja das wertlose Familienmitglied später doch noch gut in dieser oder jener Position, die man über Freunde eines Freundes vermittelt bekommen hat, etwas Brauchbares erreichen.

  60. Ja, HansMeier, Gelddrucken ist...
    Ja, HansMeier, Gelddrucken ist das einzige, was dem einfällt. Eingehüllt und reduziert auf ein Kinderlied läßt Krugman kein gutes Haar am Alten Europa mitsamt seiner Elite. Er vergleicht ernsthaft die 30er Jahre und Nachkriegszeiten mit Heute. Jetzt weiß ich wieder, warum ich – neben Todesstrafe und Visa-Regeln – dieses Land nicht betreten will.
    http://www.elpais.com/articulo/economia/agujero/cubo/Europa/elpepueco/20111025elpepieco_2/Tes

  61. @Colorcraze – Da würde ich...
    @Colorcraze – Da würde ich Ihnen jederzeit Recht geben, mit Bezug auf die Zukunft der Kinder steht Italien keineswegs besser da als Deutschland. Ich habe auch nicht Berlusconi und seine Politik verteidigt, sondern nur gemeint, dass Frau Merkel und Herr Sarkozy ihn falsch behandelt haben. Ich meinerseits – aus der Sicht des interessierten Beobachters – bin gespannt, ob wir öffentlich erfahren werden, wie dieser alte Italiener sich rächen wird.

  62. Berlusconi tritt zum...
    Berlusconi tritt zum Jahresende zurück, meldet die FAZ.

  63. Berlusconi will viel. Wer...
    Berlusconi will viel. Wer glaubt eigentlich noch Berlusconi?
    .
    nico, Krugman hat, wenn es um Europa ging, schon immer etwas seltsame Sachen gesagt.

  64. Ausserdem, wo soll Berlusconi...
    Ausserdem, wo soll Berlusconi hin? Die Libyer werden ihm kaum Asyl gewähren.

  65. schöne fotos. und uns triebe...
    schöne fotos. und uns triebe noch die sorge, wir könnten wg. der „BUNTE“ mißverstanden sein: hoffentlich eintretende weiterentwicklung einzuhofen, waren wir bemüht, anzuzeigen. Also „BUNTE“ und deren leserschaft im wartezimmer zukünftig in richtung web 2.0 oder 3.0 – und nicht etwa „Don richtung unten“. (was auf die abschaffung der „bunte“ a la heute hinausliefe. man kann sich junge damen von heute 28 oder 32 in 20 oder 30 jahre dort und so wie heute noch blätternd eben nicht mehr so ganz recht vorstellen.)
    .
    und selbstverständlich muss man nirgendwo hinfahren, sich irgendetwas körperlich anschauen, um zu verstehen. die nackte betrachtung der zahlen reicht aus, sagt den bilanz-kundigen genug. es steht aber schon seit urzeiten auch geschrieben „an den grenzen der wissenschaft und der staaten irret alle wissenschaft“.
    .
    „blues ist wie alkohol. hinterher sind die probleme immer noch ungelöst.“ (miss mahalia jackson, geb. 26.10.1911)
    .
    und wir wollten nicht unversucht lassen herauszustellen, dass wir dies ziemlich klug und beachtenswert fanden: „Wenn man mit ihnen eng zusammenarbeitet und sie einem in die Karten gucken lassen, merkt man, dass die Italiener eine 2000 Jahre alte Staatstradition haben. Die kennen Tricks, die wir Alemannen uns gar nicht vorstellen können. Man sollte nie einen Italiener öffentlich beleidigen. Den Fehler haben Merkel und Sarkozy am Wochenende gemacht….. und man sollte besonders vorsichtig sein, wenn ein italienischer Manager/Politiker dumm und erfolglos daherzukommen scheint.“
    .
    fühlte man sich direkt herausgefordert, eine kleine betrachtung möglicher innerfamiliärer Ansichten und Betrachtungsweisen norditalienischer Westviertelfamilien drüber zu schreiben, ungefähr so: 1992-1998 – wie immer verbringen wir ja in familie unsere sommertage auf unserem durchaus komfortablen und ausreichend großen boot im hafen; auch von dort aus kann man wie bekannt bestens arbeiten; freunde und geschäftspartner schauen vorbei, bleiben, werden eingeladen, wir sitzen und erzählen und lachen und planen und segnet ab und verantwortet – und unversehens ist es abend geworden und man geht ganz von alleine und quasi wie automatisch mit den freunden und partnern in eine wunderbare und stimmungsvolle pricacy über (wenn es ein muss bis nach sonnenuntergang) – oder auch ohne diese, falls diese leider früher schon weg mussten. wenn aber der euro kommt, dann erwaten wir uns viele neue gute geschäftsmöglichkeiten, für die wir auch hart arbeiten gehen werden, und wir kaufen auf die chancen hin dann direkt ein neues boot, 30% größer, 50% mehr aufwand, wir haben es uns schließlich verdient und tragen ja auch das unternehmerische risiko, und dann geht es uns zum glück noch viel besser, als heute. und wenn der euro nach 15 oder 20 jahren verschwinden würde, weil er trotz unseres einsatzes für ihn und die marktwirtschaft und unser familienunternhemen floppte, dann würden wir dieses (dann, aber das muss man ja alles nicht laut sagen, versteht sich ja von slbst, wir sind schließlich die westviertel), schon am ende seiner nutzungsdauer angelangte 15 jahre alte größere boot abschaffen, und wir könnten resteuropa sagen „seht her, wie wir aktiv verzichten!“ – „und wir könnten, wenn es richtig gut liefe, in 15 jahren auch 3x 5 jahre ein schönes, neues, noch größeres boot gehabt haben: dann fiele uns aber der anzuerkennende verzicht eben halt noch schwerer!“ ja, klug sind sie, klüger als wir.
    .
    „weiß gott, ich habe den welschen nie getraut!“, verbietet sich also schon lange, nicht nur westviertel waren eben schon immer lernfähig. „italiener, euren vollen einsatz für den euro also bitte!
    .
    und italiener sind schlau. ihr staat ist wie eine damenhandtasche: die wirklichen geheimnisse da drinnen gehen keinen außenstehenden was an.

  66. Don Alphonso: "Ausserdem, wo...
    Don Alphonso: „Ausserdem, wo soll Berlusconi hin? Die Libyer werden ihm kaum Asyl gewähren. ….“
    *
    Wenn er friedlich ist, könnte er in seiner Betonröhre bleiben….

  67. Was wir jetzt aus nächster...
    Was wir jetzt aus nächster Nähe beobachten können, ist dass die Gefahr eines „Konjunktureinbruchs“ als Katastrophe angesehen wird, die es erlaubt, den Ausnahmezustand auszurufen — so wie früher im Fall von Krieg, Naturkatastrophen, Hungersnot oder Pestepidemien.
    So als könnte diese apokalyptische Mega-Krise irgendein Menschenleben gefährden, so, als könnte sie reale Werte (Anbauflächen, Lebensmittelvorräte, Industrieanlagen) vernichten.
    Als hätten die Marsmenschen angegriffen…

  68. Krugman sagt, was auch Merkel...
    Krugman sagt, was auch Merkel & Co. am liebsten tun würden. Aber sie wissen noch nicht, wie sie es den Deutschen beibringen sollen.
    Die Taktik Merkel ist es, die Situation so lange heranreifen zu lassen, bis man sie am Ende um die Entscheidung anbettelt, für die man sie ein paar Monate zuvor aufs Schaffott geschickt hätte.
    Eine bessere deutsche Kanzlerin hat niemand, niemand verdient: Europa nicht, Deutschland nicht, die CDU am allerwenigssten.

  69. @ Herr Schwarz : Die...
    @ Herr Schwarz : Die Politiker, die immer mehr Geld ausgeben, als sie haben ….
    Ja ich sage das auch immer so. Es ist aber auch Teil der Wahrheit, das dieses politische Spiel Gewinne akkumuliert hat.
    In Deutschland belaufen sich die privaten Vermögen auf 6-10 Billionen (je nach Quelle und Zusammenhang), diese Vermögen sind seit 2006 um etwa 20% gestiegen.
    Politiker haben nur das problem : sie mehren das Privatvermögen mit öffendlichen Mittel. Sie haben aber keinen Zugriff auf diese Privatvermögen.
    Schröder hat die breite Mittelschicht ruiniert, ja sicher. Aber gäbe es diese Mittelschicht ohne Schröder noch? Oder würde diese Mittelschicht heute solidarisch mit den Griechen durch Berlin maschieren, weil Deutschland schlechter dastünde als GB und die USA?
    Die Staatsverschuldung wird in % des BIP angegeben, das ist verräterisch, weil die Politik sagt, wer die Last tragen soll. Die Politik kann die Last aber nur an die hängen, auf die sie Zugriff hat.
    Das Umverteilungssystem ist falsch, die Lastenverteilung ist falsch und das Sozialsystem ist die dümmste und dreistteste Ausrede die die Politik benutzen könnte.
    Schauen Sie nur wer Subventionen bekommt und wofür.
    Genannt wird immer zuerst der Bergbau. Der Bergbau ist der -einzige- Empfänger mit einem sinkenden Betrag. Energiepolitik wäre auch ein weites Feld für Geldverschwendung. Die Subventionen sind aber in anderen Bereichen exorbitant ohne ausgewiesen zu werden (Kernenergie mit der Bewachung und Versicherung der Risiken z.B.).
    Die Politk klammert am Status, weil die Politiker vom Status, vor allen anderen am ehesten profitieren. So profitieren die Politiker direkt von der Krise der anderen. Imo ein (der?) Grund für die nicht Lösung der Krise.
    Parteienfinanzierung ist seit 2006 nie wieder ein Thema gewesen, das läuft. So etwas könnte man Verquickung nennen.
    Halt du sie arm, ich halt sie dumm …….

  70. Werter Don Alphonso, Ihre...
    Werter Don Alphonso, Ihre bildhafte Darstellung der europäischen Zustände ließ mich schmunzeln. Sicher haben Sie Recht damit, allerdings wird auch dieses Mal die Mehrheit schulterzuckend darüber hinweggehen, denn so lange der überwiegende Teil der Gesellschaft nicht einmal ansatzweise versteht, was hier gerade abläuft und vor allem, so lange die Konsequenzen der politischen Entscheidungen vor der Haustür bleiben, nach dem Motto „Ja, sollen DIE erst mal sparen!“ so lange regt sich hier kaum ein Blatt im Sturm.
    Und sicher haben Sie ebenfalls Recht damit, dass Krugman hier und da seltsame Gedankenspiele hegt, aber er tut es zumindest öffentlich und stellt sich damit der Kritik. Was fällt Ihnen denn parallel zu unserer politischen, wirtschaftlichen und philosophischen Elite ein?

  71. Securius, das...
    Securius, das niederzuschreiben ist ja die Aufgabe dieses Blogs seit fast drei Jahren – was ich dagegen worklich von diesen leuten halte. behalte ich lieber für mich. Ich bin auch der Meinung, dass viele überhaupt nicht kapieren, dass wir gerade in eine gelenkte Notstandsdemokrarie rutschen, uind die Frage, wer das alles bezahlt, vorerst eben mit der Gelddruckmaschine beantwortet wird. Es ist ja nicht so, dass wir das nicht schon lange tun.
    .
    Holly01, dieses „Vermögen“ kann natürlich auch schnell wieder auf reise Sachwerte zurückgeführt werden, da reicht eine gscheide Inflation für 10 Jahre.

  72. @ DA : Inflation ist der...
    @ DA : Inflation ist der kleine Bruder der Revolution und enteignet alle. Das wäre ein Bruch des zu erhaltenden Zustands und damit imo nicht akzeptabel. Die Anglikaner können nicht mehr anders, die Europäer haben noch geringe Manövriermasse.
    Die Politik begeht anscheinend gerade den nächsten Verfassungsbruch :
    http://www.welt.de/wirtschaft/article13681503/Politiker-fuerchten-um-den-Goldschatz-der-Bundesbank.html
    Entschuldigen Sie die Quelle, aber die schreiben immer so schön zweidimensional.

  73. Naja, die Briten haben ja...
    Naja, die Briten haben ja schon 5% Inflation, und deshalb steigt keiner auf die Barrikaden. Und wenn auch dieser Billion-Rettungsschirm nicht funktionieren sollte, was ich glaube, denn der wievielte Rettungsversuch ist das? – bleibt nur die Infaltion und/oder der Währungsschnitt. Inflation kann man anderen anhängen, Währungsreformen nicht. Und soweit, was das für die Renten bedeutet, denken vermutlich nur wenige.
    .
    perfekt!57, ich denke auch, dass die Darstellung des Berlusconi als keiner Lehrbub mitz Backpfeife gar keine gute Idee war, aber es zeigt halt uch, wie schlimm die Lage in der gelenkten kanzlerdemokratur Europa inzwischen ist. Marktwirtschaftlich kommt man da nicht mehr raus, also müssen brutalke Mittel her. Am Ende ist der Euro so oder so am Ende, aber dass man dabei die Idee Europas mitverbrennt, finde ich entsetzlich. man hat aus Griechenland nichts gelernt.

  74. Als Kinder haben wir oft...
    Als Kinder haben wir oft Monopoly gespielt.
    So gut wie immer hat mein Bruder gewonnen, weil er rhetorisch am besten war und am wenigsten Hemmungen hatte, als Bankhalter die Spielregeln einfach nach eigenem Gutdünken zu manipulieren. Es begann damit, dass er sich zu Spielbeginn einfach alle Straßen kaufte und das eben mit Krediten finanzierte, die er sich selber zum Nullzins stets in gewünschter Höhe aus der Spielbank auszahlte.
    Wenn andere darüber die Stirn runzelten (tatsächlich gab es laut den Spielregeln nur die Möglichkeit zu Hypothekenkediten zu sehr unattraktiven Konditionen), dann sagte er: „Was habt ihr denn, was habt ihr denn, Euch geht es doch gut, aber ich, ich stecke tief in den Schulden…“

  75. @ Hanskarl
    Ob es...

    @ Hanskarl
    Ob es „Euroverbrecherprozesse“ geben wird weiß ich nicht. Wenn es sie aber geben wird, wird es auch wieder Ankläger geben, die, würde man die Kriterien des Prozesses auf Sie anwenden, ebenfalls auf die Anklagebank gehörten. Sorry, zu viele haben profitiert. Und ich schliesse mich da gern ein.

  76. Securius, die Frage ist doch...
    Securius, die Frage ist doch wer was nicht versteht. Dieses ständige Euro-Gejaule beweist meiner Auffassung nach nicht gerade ein hohes Verständnis der Sachlage. Dass zum Beispiel neben Griechenland auch schon Portugal und Irland bedient wurden, weiss kaum einer. Dass Staatspleiten schon öfter vorgekommen sind und es verschiedene Lösungsmöglichkeiten gibt, ohne dass gleich Oh-Weh-Europa-geht-den-Bach-runter gerufen werden muss, scheint ebenfalls schon eine zu komplexe Sachlage zu sein. Das geht schon beim Begriff „Europa“ los.
    .
    Don Alphonso, mit allgemeinen WaschmirdenPelzabermachmichnichtnass-Plattitüden erreichen Sie einen Informations- oder Diskussionswert von genau minus Null. Klar, ein Busch im Bauerwerk einer Ruine. Wunderbar emotional. Bitte zum Biertrinken an den Stammtisch setzen, oder am besten gleich zur „Bild“-Zeitung. Mal ein Test: Wissen Sie, wieviel deutsches Steuergeld bislang an Griechenland bezahlt wurde?
    .
    Ich finde es ziemlich geschickt, den Finanzmarkt derart auszutricksen wie es der ESFS und künftig der ESM machen werden. Ich habe das mit meinem Häuslebau genauso gemacht: Beleihungsgrenze und Kreditwürdigkeit mittels externer Hilfen auf bestmögliches Niveau gedrückt, dank geringer Zinsen profitiert der Cashflow und macht weitere langfristige Investitionen zur Sicherung des zugrundeliegenden Einkommes möglich, die ansonsten im Rachen der Bank gelandet wären. Keiner der beteiligten Sicherungsgeber verliert auch nur einen Cent.
    .
    Sicher, wir können auch Zeter und Mordeo schreien, alle inkompetent und Schurken da oben, Euro abschaffen, die Griechen, die Irländer, die Portugiesen sind unfähig, ihre Staaten werden zusammenbrechen, die können nie mehr zurückzahlen, die können doch nichts außer neues Geld drucken, also zurück in die Kleinstaaterei. Wenn Sie das denn so sehen wollen, dann habe ich nur noch Mitleid zum hier zur Schau gestellten „Netzbürgertum“. Deutsche Bildungselite stelle ich mir anders vor.

  77. Und höchstwahrscheinlich ist...
    Und höchstwahrscheinlich ist der Strauch Privateigentum. Denn er wächst wahrscheinlich auch an genau so einem.
    .
    Auch schon von daher muss man die Italiener loben, die sich genau an ihren ihnen zugewisenen Arbeitsauftrag halten und nur die Strasse darunter kehren.
    .
    Alles andere wäre Sozialsmus, unerlaubte, ja direkt freche Einmischung in Andererleuts Umgang mit ihrem Besitz. Wie häufig wir unseren Wagen waschen lassen oder unsere Kinder küssen geht schließlich auch niemanden etwas an.
    .
    Die Deutschen sollten sich vor allem am besten selber mehr gute Ratschläge geben.
    .
    Wobei es sich naürlich am Ende eben wohl doch gehörte, dass er, ein Herr Dr. Don, besser lieber gleich mit seinesgeichen aus der italienischen besseren Gesellschaft, na sagen wir rund um Abano Terme Fahrrad fuhr.
    .
    (Statt sich sinnlos aufzuregen. Erika und Klaus Mann als warnende Beispiele lassen grüßen: Sogar ein Cabaret wie „Die Pfeffermühle“ nutzt nicht dauerhaft, in keinem Lande, das muß jede Generation daher fürs eigene Land stets wieder neu erfinden. „Das aber“, so meint man wohl noch ganz vorsichtig anfügen zu sollen, im reinsten Flüsterton natürlich nur, „ist aber doch nicht die wirkliche Sache heutiger Westviertelsöhne, nicht wahr?“ Darum auf in die Politik junge Männer, furchtlos wie Siegfried!)
    .
    Im Casino Gedrängle. „Was ist den hier los?“ „Was ganz Tolles, hier werden heute große Staaten verzockt!“ „Ach, so – wir dachten schon, es wäre was Besonders; große Staaten verzockt, das hatten wir doch gestern auch schon – aber wenn es übermorgen heißt „Angela allein zu Haus‘, dann komme ich auch wieder!“S o wahrscheinlich immer noch Volkes Gedanke.

  78. Berlusconi könnte nach...
    Berlusconi könnte nach Äthiopien! Als späte Metamorphose des einst vom äthioischen Kaiser gesandten Neffen, Bonvivant und Frauenjäger, der sich im Schuldenmachen in Sizilien einen schönen Status erarbeitete oder besser erschlich. Zunächst aber „Streng vertraulich“. Dorthin kann er die Milliarden zurückführen und als importierter Imperator die Interessen des Duce in Afrika fortführen…..

  79. Oder als Fellow an irgendeinen...
    Oder als Fellow an irgendeinen Think Tank in Washington, wie andere verkrachte Existenzen.

  80. Falkenherz, was haben Sie denn...
    Falkenherz, was haben Sie denn für ein haus gebaut, daß sich der niedrigere zinssatz dermaßen positiv auf Ihren cashflow auswirkt, daß sogar noch nennenswerte einkommensichernde investitionen möglich wurden!?

    HansMeier555, nicht daß unsere volksvertreter völlig kontraintendiert erst durch naomi kleins ’shock-doctrine‘ von 2007 auf diesen trichter gebracht wurden…

  81. on Ferrando, ich habe das...
    on Ferrando, ich habe das dumme Gefühl, dass Berlusconi noch da sein wird, wenn Sarkozy und Merkel längst ihr Gnadenbrot als Getreidesiloeröffnungsredner fristen.
    .
    ergo sum, rein plattentektonisch kann Europa nicht auseinanderbrechen. Aber verarmen, das schon.

  82. Chris, ioch mag den typisch...
    Chris, ioch mag den typisch sonnengebleichten Zerfall Italiens ja auch – aber das ist der Luxuszerfall für die Touristen. Der Zerfall, um den es mir geht, geht an die Substanz und ist kein Ausdruck von Lebenskunst, sondern von Unfähigkeit. In Mantua hängen gerade ein ppar Bilder aus der Zeit um 1900, auf denen man sieht, was Zerfall wirklich sein kann. Ich glaube nicht, dass man das will. Aber 2 Billionen gehen schon sehr in diese Richtung.

  83. Die Amerikaner sind unsere...
    Die Amerikaner sind unsere Freunde und bleiben unser Vorbild. Gerade auch was die erwiesene Nützlichkeit von Think Tanks angeht. Diese z. B. sind auch eine große zivilisatorische Errungenschaft – eben weil man auf sie hören kann, aber nicht hören muss. Und da kommen wir auch noch hin. (Wir haben soviel „Überflüssiges“ überall, da kommt es auf den Kapitalverzehr von so ein paar TT auch nicht an. Nur eher bei der proletarischen Arbeit sind auch weiterhin die Leute knapp.)
    .
    Weshalb wir auch schon immer für Inder für alle waren. Das wäre es gewesen. Und zwar zunächst bevorzugt auch für Bedienstete aus dem Staatsdienst (sorry). Zum vorbildlich üben. So ab Besoldungsgruppe 6 oder 7 aufwärts für jeden einen Privat-Inder aus einer sehr niedrigen Kaste für 80-120/Monat für sich frei Haus und zur freien Verfügung. Oder zwei. Mind. Stücker 6 oder 12 Millionen insgesamt. Na das gäb ein lustig Rücken und Aufräumen hier in Deutschland, dass es eine reine Freude hätte! Ruckzuck wären unsere Parks und Kindergärten nicht mehr wieder zu erkennen, alles endlich einmal wieder schön ordentlich aufgeräumt und überall mal wieder nett neu gesrichen, für Farbe täten wir dnn auch noch sorgen, wetten das? „Akademiker-Inder für Deutschland – das war doch sowieso schon immer eine Schnapsidee“ für Doofe“. Was will denn das deutsche Volk mit Akademikern von außerhalb? Schlau sind wir hier auch so schon selber und ganz von alleine und richtig überlegen und klug auch. Was brauchen wir da noch so dumme Studierte von außerhalb? Die wollen dann womöglich sogar auch noch was besser wissen, na nicht auszudenken das, und ein Glück, dass die das auch gleich selber richtig erkannt haben und weggeblieben sind, wär ja nicht auszudenken gewesen.“
    .

  84. "Aber 2 Billionen gehen schon...
    „Aber 2 Billionen gehen schon sehr in diese Richtung.“ Und genau deswegen haben wir ja auch repräsentative Demokratie. Das BSP von USA und EU zusammen tendierte neulich noch in Richtung auf 19 Billionen pro Jahr (Quelle: Wiki). Also Verantwortung. Eben auch dafür, wer wieviel abbekommt, verliert oder behält.

  85. Don Carlos, Gegenfrage, haben...
    Don Carlos, Gegenfrage, haben Sie schonmal ein Haus gebaut?
    .
    Zum Thema „Verarmen“ darf ich noch Folgendes weitergeben:
    Aktueller Stand der Griechenlandhilfen aus dem ersten bilateralen Paket: Von den 80 Mrd. € der Euroländer sind noch ca. 33,6 Mrd. € und von den 30 € des IWF noch ungefähr 12 Mrd. € übrig, so dass von den ursprünglich 110 Mrd. € ca. 65 Mrd. € als Kredite an Griechenland ausgegeben wurden. Der deutsche Anteil dürfte prozentual gleich mit den anderen sein, so dass Deutschland Kredite in Höhe von ca. 13 Mrd. € über die KfW an Griechenland ausgezahlt hat (von 22,4 Mrd. € Gesamtvolumen des deutschen Anteils). Die Zinsen der KfW liegen dabei um 3 Prozentpunkte (für neue Kredite 2 Punkte) höher als die Zinsen, die die KfW selber zur Finanzierung des Geldes bezahlen muss. Im ersten Jahr hat die KfW und somit Deutschland 136 Mio. € Zinseinnahmen durch die Kredite an Griechenland erziehlt.

  86. Falkenherz, das gegenwärtige...
    Falkenherz, das gegenwärtige ist das dritte. deshalb auch die interessierte frage.

  87. @Holy01:
    Na klar Politiker...

    @Holy01:
    Na klar Politiker können nur das machen, was wir – sein Souverän – ihm durchgehen lässt. Und das Geld nie weg ist, sondern nur woanders ist klar, obwohl auch Vermögenswerte vernichtet werden können.
    Und ja ich gebe Ihnen recht, es müssten alle ran. Hier in der FAZ wurde Prof Kirchhoff zitiert mit den folgenden Worten:“Wer die Infrastruktur von Staat, Recht und Wirtschaft nutzt, gibt einen Teil seines wirtschaftlichen Erfolges – insbesondere des Einkommens und des Umsatzes – an die Gemeinschaft ab, damit diese auch in der Zukunft die Rahmenbedingungen freiheitlichen Lebens sichert.“
    Dem ist nichts hinzuzufügen, oder??

  88. @ Don Alphonso:
    Ihr Satz: "das...

    @ Don Alphonso:
    Ihr Satz: „das mit dem Ende des Euro auch die Idee Europa verbrannt wird“ finde ich bemerkenswert, denn das sehe ich genauso, aber wie wollen Sie dann im Umkehrschluss die Idee Europa retten, wenn wir nicht auch den Euro retten. Da vermisse ich noch Vorschläge!

  89. Ich glaube, dass man Europäer...
    Ich glaube, dass man Europäer sehr gut ohne europäisches Geld sein kann, aber mit europäischem Geld noch lang kein Europäer sein muss.

  90. @Don Alphonso:
    Ich stimme...

    @Don Alphonso:
    Ich stimme zumindest dem Teil nach dem aber zu! Wie aber wollen Sie Europa und die Idee retten. Eine Idee, die uns immerhin 60 Jahre Frieden und Wohlstand bescherrt haben! Vielleicht ist diese Krise unser „Krieg“. Meine Oma Jahrgang 1901 hat immer gesagt, dass jede Generation ihren Krieg hat, so hat es sie die Geschichte gelehrt. Wenn dem so ist, dann lasst ihn uns mit Anstand und Moral kämpfen und der Idee Europa zum Sieg verhelfen.

  91. Don Alphonso: "Ich glaube,...
    Don Alphonso: „Ich glaube, dass man Europäer sehr gut ohne europäisches Geld sein kann, aber mit europäischem Geld noch lang kein Europäer sein muss.“
    *
    Kluger Einwand, aber ich gehe noch weiter! Auch auf die Gefahr mich unbeliebt zu machen: Ich sehe einen Krieg zwischen Europäern nicht mehr als die größte Gefahr und das schlimmste Übel, wenn als Alternative die gesamte europäische Bevölkerung mit Hilfe von Schulden und Banken regelrecht versklavt wird. Ich finde es entsetzlich, was hier gerade passiert…

  92. "mit dem Ende des Euro auch...
    „mit dem Ende des Euro auch die Idee Europa verbrannt wird“

    der euro bedingt nicht die idee europa, denn diese gab es bereits zuvor.
    .
    schädlich wäre es, wenn man – und insbesondere die eliten der öffentlichkeit – herumsingt, dass wenn der euro untergeht, europa dies ebenso täte.
    .
    dies wäre trefflich geeignet, die idee europa in den abgrund zu stürzen, ergo eine unzulässige emotionalisierung.
    .
    zudem ist der euro nicht die währung eines jeden eu-staates, was bislang nicht ernstlich zu problemen hinsichtlich der idee europas führte.

  93. Sich als Europäer fühlen,...
    Sich als Europäer fühlen, das kann sich auch die Türkei. Die Gemeinschaft aber zurück in den Schrank zu stellen, wenns mal hart auf hart kommt, spricht ja nicht sehr für eine Gemeinschaft. Man sollte dabei nicht ignorieren dass Berlusconi recht hat. Man kann recht schlecht den Kollegen vorschreiben, was man finanzpolitisch im eigenen Hause zu tun und zu lassen habe. Gerade ein Sarkozy nicht, der mit seinen Banken gerade noch den Gau abwenden konnte (für wie lange ist auch so eine Frage). Also Büsche überall im Mauerwerk, sozusagen.
    .
    Der ESM könnte das auf elegante Weise ändern, ohne dass jeder die Finanzhoheit in seinem Hause völlig abgeben müsste. Das einzige was mich an dem Hebel stört, ist, dass wieder private Banken in einem Bereich mitmischen dürfen, den man ihnen doch gerade entziehen wollte. Der potentielle Gewinn geht dann zu 80% nicht mehr ins Gemeinwohl über. Bleibt also die Gretchenfrage ob ein fetteres Polster, ein gewissermaßen zur Abschreckung unvorstellbar fettes Polster, diesen Deal wirklich Wert ist. Momentan geht die Abschreckung bei den gewählten Vertretern noch nach hinten los. Nicht jeder hat halt die Nerven eines Top-Managers.
    .
    Don Carlos, ein Spielraum von bis zu 3 Prozentpunkten, den sich die Banken als Risikoaufschläge bezahlen lassen, macht schon etwas aus, ich würde sagen sogar bis zu 50%. Keine Bank wird Ihnen solche Grundlagen herausgeben, aber durch viel Nachfragen und Vergleichen bekommt man eine Ahnung von der Spannweite.

  94. Ich glaube,man kann sich...
    Ich glaube,man kann sich Europa ohne Euro vorstellen wie Bayern ohne Franz Josef Strauss.

  95. @yast2000: Ich kann nicht...
    @yast2000: Ich kann nicht glauben, dass Sie das ernst meinen. So reden kann wohl nur jemand, der keine Ahnung von der Wirkung moderner Waffensysteme auf ein voll bevölkertes Land hat! Ich zahle lieber das dopplte an Steuern, als einen Krieg in Europa zu erleben. Der kostet mehr und meist das Leben!

  96. Hm, hm. So langsam zeigt sich...
    Hm, hm. So langsam zeigt sich ein Weg. Man muß einen monte nuovo bauen, und den monte vecchio halt versinken lassen. Damit könnte man vielleicht mehreres mit einer Klappe schlagen: das Schuldenproblem (überproportionaler Finanz- und Versicherungswasserkopf durch zu viele Versprechen auf „weiter so“ und „ein anderer machts“), die zunehmende Rechtsunsicherheit, die viel zu kurzatmige Politik, das Erdrücken von Nachwuchs, Bankrun-Gefahr und Spielsucht. Also nicht nur Geld-, sondern politische und wirtschaftliche Veränderung. Zeitgemäße Neugründung, gewissermaßen. Von so ziemlich allen europäischen Staaten, inkl. der gemeinsamen Organe. Griechenland und Deutschland sollten damit stiekum anfangen. Die Griechen, weil sie völlig unter die Räder kommen, wenn sie keine Notbremse ziehen (sie wurden mit Dope aufgeputscht, damit sie ohne Besinnung einfach nur Geld durchreichen), die Deutschen, weil es absehbar ist, daß ihnen das auch passiert und sie durchdrehen, wenn sie keine neue Agenda in petto haben.

  97. Herr Schwarz, 'dann lasst ......
    Herr Schwarz, ‚dann lasst … uns mit Anstand und Moral kämpfen und der Idee Europa zum Sieg verhelfen.‘ – welch famose idee! vielleicht können Sie sich mit ThorHa und einer europaflagge vor dem griechischen parlament treffen und die dortigen demonstranten bekehren. und: nicht vergessen, das dicke portemonnaie mitnehmen!

  98. Europa steht in seiner...
    Europa steht in seiner schwersten Stunde so aus kundigem Mündchen im Parlament, alternativlos muß weiter gefrickelt werden an diesem Pleitekartenhaus. Wir können uns nur noch mit der Bemerkung J.W.v.Goethes Bemerkung zur Schlacht von Valmy
    (20.09.1792) trösten:
    „Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus“
    La vie continue.

  99. fjs ist schon lange nicht...
    fjs ist schon lange nicht mehr, bayern gibt es auch noch.
    .
    kann sich noch jemand an die melodie, die meine parvität seit einiger zeit immer wieder einmal anstimmt, erinnern? irgendetwas mit freundlich lächelnden und hilfsbereiten chinesen mit viel zeit.
    derweil zerlegen sich europäer vor lauter ungeduld selbst.
    .
    oh je, yast, wie wäre es damit: irgendjemandem zwackt es im finger, den er nervös im abzug hat, es löst sich ganz hirnbefreit ein schuss, der rest fällt vor lauter einfalt mit ein, und am ende lächeln die chinesen.
    .
    hoffen wir, dass es soweit nicht kommt, dass staaten aufeinander losgingen.
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    was den regierenden in europa durchaus mehr sorge bereitet, ist die teilweise wahr gewordenene möglichkeit sozial motivierter unruhen.
    ungemütlich wird es für den citoyen zudem, wenn man sich die sprache im hinblick und sprengsätze im bereich des berliner bahnnetzes vergegenwärtigt: terrorismus. ei.
    .
    lieber don, vor tagen hörte ich von einem zinssatz von 5 % auf festgeld. man sollte ab und an ein auge auf den euribor haben.

  100. Man kann sich noch nicht...
    Man kann sich noch nicht einmal mehr seitwärts in die Büsche schlagen. Früher konnte man wenigstens in die nahe Schweiz, nach den USA oder Argentinien exilieren. Aus die Maus. Wie sagt der Hesse so treffend: „Gschisse!“

  101. lieber Don Carlos, bester Herr...
    lieber Don Carlos, bester Herr Schwarz, don’t mention the war part II (http://www.youtube.com/watch?v=6VgUyShpuhk): auf griechischen plakaten standen forderungen nach rückzahlungen der deutschen kriegsschulden.

  102. "Entweder wir behalten den...
    „Entweder wir behalten den Euro oder wir kriegen den Dritten Weltkrieg“
    .
    Also gackert der vollgefressene, hysterische Hühnerhaufen.
    .
    „Europa befindet sich in der schwersten Stunde seit dem Zweiten Weltkrieg.“
    .
    Dabei ging es uns bis grade eben noch gut.
    .
    Wer so mutwillig den Teufel heraufbeschwört, soll sich nicht wundern, wenn er ihm bald leibhaftig begegnet: Khan, es ist Zeit.

  103. Herr Schwarz @yast2000: "Ich...
    Herr Schwarz @yast2000: „Ich kann nicht glauben, dass Sie das ernst meinen.“
    *
    Ich meine das völlig ernst, tatsächlich. Es ist aber völlig egal, was ich meine, denn wichtig ist, was unabhängig von der Einzelmeinung politisch tatsächlich passieren wird: Der Bogen ist weit überspannt, die Bevölkerung ist bereits ausgestiegen, die „Diktatur des Kapitals“ Realität und ich halte die Euro-Politiker für geistige Wiedergänger Adolf Hitlers und seiner Großmachtphantasien. Punkt. So viel Meinungsfreiheit muss sein.
    *
    Ich bin weder verwirrt, noch unglücklich, noch ideologisch verbrämt: Friedenspflicht kann wichtig sein, löst aber leider keine Probleme. Und es gibt kluge Menschen auf dieser Welt, die wollen sich nicht 24 Stunden am Tag über Geld und Immobilien unterhalten, nur weil ihre leicht verblödeten Mitmenschen zu dämlich sind, die Weltgestaltungsträume ihrer politischen Führer zu durchschauen. Wie solche Karrieren enden, haben wir gerade in Nordafrika gesehen: Man kann nicht auf Dauer gegen sein eigenes Volk regieren…

  104. Der Europabegriff des Rudels...
    Der Europabegriff des Rudels ist durch und durch korporatistisch. Sie meinen damit all diese Supra-Institutionen.
    Etwa so wie der Adel früher auch immer nur sich selbst meinte, wenn er vom „Land“ und der „Nation“ sprach.

  105. @Yast2000 – Sie spielen mit...
    @Yast2000 – Sie spielen mit Feuer. Ein Krieg in Europa ist nicht nur das Ende Europas sondern der ganzen Welt. Beim letzten Weltkrieg hatten nur die Amerikaner Atomwaffen – und das nur ganz zum Schluss. Heute gibt es in Europa überall welche – mehr oder weniger gut versteckt.
    .
    @Schwarz – das Problem lässt sich aber nicht dadurch lösen, dass Sie sich an Steuer schwarz zahlen.
    .
    @Spectator – bei allem Respekt für Goethe, für die heutige europapolitische Situation ist ein Dichter unbrauchbar.

  106. @donna laura (14:13):...
    @donna laura (14:13): richtig.
    @Herr Schwarz: Ihre Interpretation Ihrer Oma scheint mir durchaus nicht unschlüssig.

  107. allein die martialische...
    allein die martialische sprachverwendung der grossen koalition: ’schwerste stunde‘, ‚wkII‘, ‚keine alternative‘, ’schutz des europäischen einigungswerks‘, ’scheitert der euro, scheitert europa‘, ‚die operation am offenen herzen‘, ‚wunderwaffe zur schnellen wiedergenesung‘.
    .
    man könnte den ball auch flacher halten, doch man hat sich dagegen entschieden.

  108. @ Don Carlos: Alles hat seinen...
    @ Don Carlos: Alles hat seinen Preis, Frieden und soziale Stabilität auch, aber vielleicht ist nicht jeder bereit dafür zu zahlen?

  109. Im Spielcasino "The Globe"...
    Im Spielcasino „The Globe“ lautet die Devise: Iudice Fortuna cadat alea! Petron.121,1,174
    (Entscheide, Glück! Dein Würfel sei gefallen.)

  110. @DA (14:16):
    Apropos FJS - Ein...

    @DA (14:16):
    Apropos FJS – Ein Zitat von FJS: „Sicher ist ihnen das Wort Schumpeters bekannt, dass sich eher ein Mops einen Wurstvorrat halten kann, als dass ein Parlament darauf verzichtet, vorhandenes Geld auszugeben!“ (1967)
    .
    Nur ist es ja so, dass die sogar das ausgeben, was sie gar nie nicht haben – außerdem und sowieso ja eh nicht persönlich haben. Ja, Servus!

  111. Man wundert sich fast, dass...
    Man wundert sich fast, dass das Wort „Endsieg“ noch nicht gefallen ist.

  112. @DA (15:25):
    Der Herr will den...

    @DA (15:25):
    Der Herr will den „Endsieg“? Bitteschön – in einem Zitat von Karl Kraus (Die letzten Tage der Menschheit):
    „Die Miesmacher wollten den Endsieg uns rauben,
    nun werden sie doch an ein Wunder glauben!“
    .
    Ja – wo ist es denn, das Wunder? Jetzt müsste es aber gleich mal um die Ecke kommen …

  113. Erinnere mich dunkel, dass...
    Erinnere mich dunkel, dass schon Helmut Kohl einmal raunte, dass die Einführung einer gemeinsamen Währung die „Frage von Krieg und Frieden im Europa des 21. Jahrhunderts“ sei. Das war so um 1995 und ich fand es schon damals sehr merkwürdig. Obwohl ich keineswegs gegen den Euro war.

  114. Von wegen Krieg in Europa:...
    Von wegen Krieg in Europa: Gerade die Griechen haben uns 1000 Leos abgekauft, unsere Arbeitsplätze gesichert, obendrein noch Fregatten und U-Boote. Deshalb sollten wir ihnen auch noch mehr Entschädigung für WWII zahlen, denn – hey – das Geld kommt schon zurück. Sogar die bürgerliche Kampfpresse kommt ins Grübeln:
    http://www.welt.de/wirtschaft/article8968100/Griechen-goennen-sich-groesste-Panzerarmee-Europas.html
    Wo droht da Krieg, wenn die Waffen so zollfrei die Besitzer wechseln? Wandel durch Handel, isn´t it? Und außerdem steht im Artikel, dass der Grieche die Dinger zwar in seinen Vorgarten stellt, aber kein Geld mehr hat für Munition.

  115. Der Tiger: "Sie spielen mit...
    Der Tiger: „Sie spielen mit Feuer. Ein Krieg in Europa ist nicht nur das Ende Europas sondern der ganzen Welt. …“
    *
    Sie sollten den Überbringer nicht für die schlechte Nachricht verantwortlich machen. Diejenigen, die betrogen worden sind, werden zurückschlagen, weil Konservative und Sozialdemokraten geschwiegen haben. Das ist eine realistische Möglichkeit von vielen, sorry! Das ist nicht mein Wunsch… :-)

  116. donna laura, 5% aufs Festgeld,...
    donna laura, 5% aufs Festgeld, in diesen Zeiten – dann lesen Sie lieber nicht das Kleingedruckte. Manchmal gibt es nicht mal das; kommt auf das Institut an. Aber Leuten, die zu diesen Läden rennen, ist eh nicht mehr zu helfen.

  117. Donna Laura, das Londoner...
    Donna Laura, das Londoner Schuldenabkommen befasste sich mit den Vor-wkII-kriegsschulden, und die sind seit letztem Jahr wohl abbezahlt. 57 Jahre.
    http://www.zeit.de/2011/36/Umschuldungen
    .
    Ich weiss allerdings nicht, wie Griechenland bei den Nachkriegsschulden verhandelt hat. Haben die etwa nicht wie die USA auf 62,5% der Nachkriegsschulden verzichtet?
    .
    Wir könnten ja bei jedem Staat, der sich verkalkuliert hat, einen ähnlichen Schuldenschnitt machen und ihn aus dem Euro freundschaftlich entlassen, dann brauchen wir dieses ganze Rettungsschirmgedöns nicht. Die Gelddruckmaschine, die Banken und die Wirtschaft werden es dann schon richten. Leider hat der Steuerzahler dann auch nichts davon, und ein anderweitiges finanzpolitisches EU-Steuerungsinstrument müssten wir dann auch noch erfinden. Da die große Not dann beseitigt wäre und auch kein die Einheit erzwingender Diktator vorhanden ist, wäre die Chance wohl aber gering.

  118. Der Tiger@: Das sehe ich...
    Der Tiger@: Das sehe ich anders. Die Kannonade von Valmy lief eigentlich mit einem Remis aus für die beiden gegnerischen Seiten. Die Alliierten der damaligen Zeit, incl. Preußen, hatten all ihr Pulver verschossen. Der französische König war nunmehr ohne Rückhalt danach, die Revolution siegte auf breiter Front.
    Ein schmählicher Rückzug bei hundsmiserablen, kalten Wetter, nach Deutschland fand statt, die Truppen hatten nix zu beißen und die Cholera brach aus. Geschichtliche Vergleiche hinken immer. Sie erhellen allenfalls eine Situation. Zumal zitierte Bemerkungen wie die Goethes.

  119. liebe colorcraze,...
    liebe colorcraze, danke.
    .
    werter Spectator, wohin möchten sie denn flüchten – und wieso sollte dies nicht möglich sein können?

  120. Don, zum Zerfall - es ist halt...
    Don, zum Zerfall – es ist halt oft unübersehbar, dass es nur noch um das verkrampfte Festhalten an etwas Gewohntem geht und man dadurch am Ende mehr kaputt macht als man rettet. Wenn man erstmal akzeptiert, das Zerfall per se nichts Schlechtes ist, kann man sich auch mit gutem Gewissen zielgerichtet um den Erhalt der Dinge bemühen, die es wert sind. Aber ich denke auch – und damit wären wir beim Kernthema des Blogs hier – dass die bürgerliche Gesellschaft hierzu eine recht ambivalente Beziehung hat.

  121. letztlich läuft der...
    letztlich läuft der bundestagsbeschluss von volli- äh: vollinformiertern volksvertretern auf den verkauf der landeskinder hinaus,
    wenn die chose in die binsen geht, was laut madame m. nicht ausgeschlossen sei.
    nicht ausgeschlossen… füchslein, ich höre dich trapsen.
    .
    nur dass diesmal die landeskinder zuhause bleiben, zunächst ihr wissen exportieren und später die giftigen bottiche mit chemikalien – oder vergleichbares – anrühren dürfen.
    .
    griechenland hätte im hinblick auf die schuldenkonferenz 1952 jedoch ohnehin kaum aussichten auf erfolg, sprich rückzahlung, gehabt, da es keinen friedensvertrag gibt, an den diese gekoppelt zu sein scheint.

  122. @Schwarz:
    "Meine Oma Jahrgang...

    @Schwarz:
    „Meine Oma Jahrgang 1901 hat immer gesagt, dass jede Generation ihren Krieg hat,“
    Ne nummer kleiner, bitte :-). Sie müssen nicht auf die Apokalyptiker dieses Blogs hereinfallen, deren Seelenfrieden braucht schlicht die tägliche Katastrophe und den untergang des Abendlandes (mit ihnen als arme unschuldige Opfer).
    Es geht nicht um Krieg, es geht nicht um kriegsähnliche Zustände, es geht nicht um eine herannahende Katastrophe. Es geht schlicht um Geld, einige hundert Milliarden oder eine Billion, nicht einmal die Jahresleistung alleine des deutschen Bruttoinlandsproduktes. Geld ist bedrucktes Papier, gezählte Bits und Vertrauen, nicht mehr und nicht weniger. Also ist das Problem lösbar. Und die Nachrichtenlage zeigt eineindeutig, dass nunmehr 90% der deutschen verantwortlichen Politiker begriffen haben, dass ein Renationalisierung der Währung die vermutlich teuerste Option mit erheblichen und unabsehbaren Nebenwirkungen darstellt. Und sie arbeiten an der Lösung. Ob die gefundene Lösung optimal ist, kann heute niemand mit überzeugenden Argumenten vorhersagen, das ist Kaffeesatzlesen. Teuer wird´s in jedem Falle, aber eben nur teuer. Keine Apokalypse, kein Untergang, keine Katastrophe. Sondern die Bereinigung einer von Politik und Bürgern für 30 Jahre gemeinsam genossenen Illusion: Dass Verschuldung eine Option ist, mit der Politiker und Bürger sich über die Kosten der von ihnen gewollten Politik hinwegtäuschen können. Wäre schön, wenn die Illusion schmerzfreier aufgeschlagen wäre. Wäre noch schöner, wenn sich Menschen in einer Demokratie an ihre Mitverantwortung erinnern würden.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  123. Ich hatte Kohl und Merkel, das...
    Ich hatte Kohl und Merkel, das muss reichen.

  124. liebe muscat, so ist es....
    liebe muscat, so ist es.
    hoffentlich haben die volksvertreter sich ebenso dem kleingedruckten gewidmet. sonst dürften sich konversationen in konditoreien und an wahlständen künftig schwieriger gestalten.
    .
    liebes Falkenherz, die kreditwürdigkeit der bundesrepublik sollte mit dem abkommen wieder hergestellt werden, und dies konnte nur gelingen, indem man auch die nachkriegsschulden einband. man sollte nicht vergessen, dass griechenland nicht zu den siegermächten gehörte und daher nicht in die verhandlungen miteinbezogen wurde. später wurde ein globalabkommen vereinbart, doch die gezahlte summe entsprach den schulden in keiner weise.
    .
    juristen überlegen, ob der 2+4-vertrag das londoner abkommen sticht oder nicht.
    .
    und pardon für ein versehen: das londoner abkommen wurde 1953 unterzeichnet.

  125. Bei allem bedauerlichen...
    Bei allem bedauerlichen verbalen Säbelrasseln:
    Ueber die spannendste Frage traut sich noch niemand nachzudenken:
    .
    Was passiert denn, wenn all diese exorbitante Kohle endlich richtig weg ist wie des Mopses Wurstvorrat?
    .
    Mehrwertsteuer 39 %
    Wird dann Schwabing ein St.Tropez für die mittlere chinesische Nomenklatura?
    Erhebt sich aus der Verzweiflung ein neuer militant nationaler christlicher Fundamentalismus?
    Werden wir zu obligatorischen Bürgerdiensten gegen Lebensmittelmarken verpflichtet?
    Oder kommt die Tauschwirtschaft zurück? Krebstherapie gegen Einfamilienhaus?
    Möglicherweise wird am Ende des Gejammers eine mehr oder weniger globale Weltwährungsreform stehen, an deren Ende ein paar afrikanische Rohstoff-Warlords weit besser da stehen, als europäische Investmentbanker.
    .
    Und der amerikanisch-europäische Luxus wird vielleicht so verpufft sein wie die holländische Tulpenblase in grauer Vorzeit.
    Inder und Chinesen und Brasilianer sind nicht genetisch weniger begabt – nur leben sie in einem ganz anderen Wertgefüge.
    .
    Und unseres könnte sich zum schlechteren verändern, wenn `ne Ananas plötzlich nicht mehr € 1,99 sondern 19,99 kostet…..

  126. ThorHa – Da ich es leid bin,...
    ThorHa – Da ich es leid bin, immer wieder dasselbe zu wiederholen, zitiere ich hier nur, was dem Bundestagsabgeordneten Peer Steinbrück am 30. September 2011 gemailt habe: ‘…..Mein Rechtsfall (gegen die deutsche Bundesregierung) ist immer noch nicht entschieden. Dabei sollte es mittlerweile allen führenden deutschen Politikern klar sein, dass es in der EU – einschließlich der EZB – keine rechtsstaatliche Gerichtsbarkeit gibt….. und trotzdem vertrauen sie unser Geld und dessen Verwaltung diesen Bananenrepubliken an.’

  127. @ThorHa (26. Oktober 2011,...
    @ThorHa (26. Oktober 2011, 17:07), ich stimme Ihnen weitestgehend zu. Etwas mehr Gelassenheit ist schon angebracht. Nunja, wir sind alle etwas gelangweilt, und da uns die kuenstlichen Sensationen aus Presse, Funk und Fernsehen aus Stilgruenden nichts angehen duerfen, suchen wir unsere Aufreger auf hoeherem Niveau.

  128. TorHa hat schon in einem...
    TorHa hat schon in einem anderen Blog auf das Godwinsche Gesetz hingewiesen; hier wird es auch trefflich umgesetzt.
    .
    Donna Laura, ich frage mich immer wieder mal, warum ich das Attribut „liebes“ verdient habe, fühle mich aber stets geehrt. :-)

  129. donna laura@: Seufzend...
    donna laura@: Seufzend nachgedacht, dann der Licht- und Gedankenblitz: In Ihre Arme, in Ihre Schutz-und Trutzburg würde ich mich zu gerne retten. Starke Frauen haben sowas.
    Gruß und Kuß
    Ihr Julius
    Thorha@: Im heutigen FAZ-Leitartikel wird aber eine große Diskrepanz in der Frage, die uns hier bewegt, zwischen Volk und Politikern konstatiert. Es geht nicht um eine wirkliche Renationalisierung der Währung sondern ums Volksvermögen.
    In der Tat, das Ganze Papier-Spiel hat etwas von der Equilibristik von Hjalmar Schacht Anno 35 an sich, wobei ich damit nicht behaupte ein A.H. stünde ante portas.

  130. @ ThorHa: Danke!
    Ich meinte...

    @ ThorHa: Danke!
    Ich meinte auch nur, dass diese Krise eben unser „Krieg“ ist, bewusst in Anführungszeichen gesetzt. Klar wird es teuer, aber ich sehe dass als Friedensdividende an und bin den Politikern Dankbar, die damals mutig genug waren einen großen Schritt zu tun und einen Teil Souveränität aufzugeben, für Frieden in Europa.
    Und ja Sie haben recht, wir alle haben über unsere Verhältnisse gelebt und jetzt zahlen halt alle den Preis, das ist schon gerecht. WEnn jetzt auch noch die Gewinnler der Krise ihren Teil dazu beitragen, dann wird es schon klappen.
    Und Apokalyptiker habe ich eb nie verstanden, ich halte es da mit Luther: Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, dann pflanze ich heute noch ein Apfelbäumchen!

  131. @ Chris: Stimmt, Wandel ist...
    @ Chris: Stimmt, Wandel ist nichts schlechtes per se und es wird in jeder Zeit des Wandels immer Gewinner und Verlierer geben. Wer Wandel als Chance betrachtet, der hat wahrscheinlich eher die Möglichkeit auf der Gewinnerseite zu stehen.

  132. Das Londoner Schuldenabkommen...
    Das Londoner Schuldenabkommen war 1953? Glück gehabt, 2 Jahre später wär es
    teurer bis unbezahlbar geworden.
    Das kann einem auf Zeit spielen auch einbringen.

  133. Da leuchtet nur für...
    Da leuchtet nur für Erzreaktionäre der Himmel.

  134. Dann hätten die Rufe " Wir...
    Dann hätten die Rufe “ Wir wollen unseren Kaiser Wilhelm wiederhaben“, womöglich
    Erfolg gehabt.

  135. lieber Herr Schwarz, man kann...
    lieber Herr Schwarz, man kann nicht zu recht behaupten, ich hätte über meine verhältnisse gelebt. es ist anzunehmen, dass dies noch für einige weitere hier in dieser werten runde gilt. nur weil ein satz bereits oft ausgesprochen wurde, wird er nicht wahrer.
    .
    liebes Falkenherz, ich bin ja schon froh, dass sie sich nicht den namen hasenfuss gegeben haben.
    die anrede drückt mitunter auch ironie aus. sie ist zuweilen nicht ernst gemeint; doch anreden ohne anrede? jamais.
    .
    lieber Spectator, oh, merci für das kompliment. jedoch die aufnahmeanträge sind ausgegangen. wie wäre es mit dem laissez-passer a 38?

  136. Auf dem falschen Dampfer,...
    Auf dem falschen Dampfer, wa?
    Der immerwährende Europäische Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (E-RGW) tagt in Bruxelles seit einigen Tagen im Dauermarathon wg. einiger schwächelnder Miglieder. Man ist aber guter Dinge die Krise zu überstehen und die gesetzten Planziele der Dekade zu erreichen. Dank des gewohnten Konformismus und der solidarischen völkerfreundschaftlichen Verbundenheit der BRD-Parlamentarierer werden alle Aufstockungspläne der Kommisisonsräte für Finanzen gelingen. Es besteht daher kein Anlaß zu irgendwelchen Besorgissen für die Werktätigen des kapitalistischen Lagers.

  137. "Und unseres könnte sich zum...
    „Und unseres könnte sich zum schlechteren verändern, wenn `ne Ananas plötzlich nicht mehr € 1,99 sondern 19,99 kostet…..“
    Wenn es bei der Ananas bleibt, das werden wir überleben. Die drastische Verteuerung von Transportkosten aller Art wäre ohnehin das wirkungsvollste Instrument zur Lösung mehrere ökologischer Probleme auf einmal. Und anders als Geldprobleme sind die ökologischen tatsächlich esxistenzbedrohend, wenn auch nicht unmittelbar für Europa.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  138. @HansMeier555: Zum Thema...
    @HansMeier555: Zum Thema Konjunktur und Essen: Gestern sah ich einen Beitrag über die Fischer von Mozambique – dort ernährt ein Fischer 10 bis 15 Personen. Wenn der Fischfang nachlässt kommt die gesamte Wirtschaft zum Erliegen.
    .
    Der Grieche -einst auch Fischer- ist statt aufs Meer auf die Kapitalmärkte gesegelt und hat den Fang unter seinen Beamten filetiert, von denen jeder auch eine entsprechende Anzahl Personen aushält.
    .
    Jetzt beisst kein Fisch mehr an und der Grieche muss zurück aufs Meer und zu seinen „armer Fischer“-Wurzeln.

  139. Einen Kommentar auf eigenen...
    Einen Kommentar auf eigenen Wunsch gelöscht sowie eine Antwort darauf nicht freigeschaltet.
    .
    Dies mit der Bitte, in Zukunft soch vorher etwas zu überlegen, was man schreibt.

  140. donna laura@: Oh...
    donna laura@: Oh Lorbeerumkränze! Nun hatte ich mich so auf ne richtige Sinekure gefreut. „Laissez faire, laissez aller.“ Das wäre das Motto des Tages. „No pasaran“ der La Pasionaria Dolores Ibárruri war nicht angesagt.
    (diese Ihre Anspielung leider nicht verstanden >laissez-passer a 38 <)

  141. Herr Schwarz, wenn Sie, ThorHa...
    Herr Schwarz, wenn Sie, ThorHa und Ihresgleichen über Ihre verhältnisse gelebt haben, ist das doch aber Ihre sache (‚wir alle haben über unsere Verhältnisse gelebt und jetzt zahlen halt alle den Preis, das ist schon gerecht‘). es wird zeit, daß diese sinnlosgeneration beiseitegeschoben wird, die sich ihre rückwärtsgewandten wahlentscheidungen mit höheren renten und pensionen entlohnen läßt, die oberhalb dessen liegen, was sie selbst je verdient haben und die meisten beitragszahler verdienen. Ihre platitüde ‚Wer Wandel als Chance betrachtet, der hat wahrscheinlich eher die Möglichkeit auf der Gewinnerseite zu stehen.‘ deutet doch auch bloß wieder auf andere, die sich bewegen und verändern sollen, um den status quo der bundesrepublik, alt lange genug aufrechtzuerhalten, um alles auszureizen, was an deren sozialleistungen noch zu erlangen ist.

  142. @Spectator: Diskrepanz und...
    @Spectator: Diskrepanz und Volksvermögen
    Tja. Wie werde ich den Verdacht los, das sei der Verwechslung von Kredit/Bürgschaft mit direkter Ausgabe geschuldet :-)? Und ganz nebenbei – wer jeder Volksstimmung jederzeit nachgibt, hat aufgehört, Politik zu machen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  143. Spectator@ 20:28:Sehen Sie den...
    Spectator@ 20:28:Sehen Sie den Himmel über Brüssel leuchten?

  144. @ThorHa: es würde wenige an...
    @ThorHa: es würde wenige an ihrem täglichen Essen treffen, hätten sie keine Ananas. – Es gibt doch so einen holländischen Architekten, der will in einem mehrstöckigen Haus Landwirtschaft und Viehzucht betreiben. Die Kühe hätten dann auch Balkone zum Rausgucken. Neulich war wohl wieder mal ein Interview mit dem im Fernsehen, Bauanfang war wohl noch nicht.

  145. Don Alphonso: "Einen Kommentar...
    Don Alphonso: „Einen Kommentar auf eigenen Wunsch gelöscht sowie eine Antwort darauf nicht freigeschaltet.“
    *
    Ja, das geht auf mein Konto. Das „Frotzeln“ beim Bier ist harmlos. Im Internet gerät es manchmal so persönlich, das man sich im Ton vergreift. Diejenigen, die mich für grundsätzlich unfehlbar hielten, habe ich jetzt natürlich enttäuscht… :-)

  146. "es wird zeit, daß diese...
    „es wird zeit, daß diese sinnlosgeneration beiseitegeschoben wird, die sich ihre rückwärtsgewandten wahlentscheidungen mit höheren renten und pensionen entlohnen läßt, die oberhalb dessen liegen, was sie selbst je verdient haben“
    Tatsächlich? Nur – was hat das mit Herrn Schwarz oder mir zu tun? Nichts, einfach mal Schlamm schmeissen, ein bisschen wird schon hängenbleiben? Gut, geht´s Ihnen jetzt besser?
    TH

  147. bester ThorHa, im...
    bester ThorHa, im inflationsquartett lege ich gerne noch eine karte auf: krankenversicherungskosten.
    .
    lieber Spectator, pardon, für uns ist dies ein stehender begriff – und da ich sie nur ungerne im dunkeln belasse: passierschein a 38 entstammt dem vielbändigen anthropologischen grundlagenwerk goscinny/uderzo, und will sagen, dass man sich im bürokratiepapierkrieg (in ihrem anfall antrag auf aufnahme, duldung und kost in der burg) die schuhsohlen ablaufen kann. wie stets, wenn amtsschimmel die nüstern blähen.

  148. @ThorHa: Was wäre die Welt...
    @ThorHa: Was wäre die Welt ohne den Verbrennungsmotor? Jeder sässe immer noch friedlich in seinem Gebirgstal.
    Wer weiss, wenn ein zünftiger Strukturzusammenbruch zuschlägt, können wir diese idyllische Kleinräumigkeit regionaler Tauschringe wieder geniessen – und wer glaubt schon, dass die Standards des Internets kompatible Währungen überdauern.
    Eher sollten wir uns dann nicht beim Beten zum falschen Komm-sei-bei-uns erwischen lassen.

  149. @donna laura -...
    @donna laura – Verhältnisse:
    Gnädige Frau, sind Sie in Deutschland wahlberechtigte Bürgerin? Dann haben auch Sie über ihre Verhältnisse gelebt, denn die Schulden des deutschen Staates und seiner Gebietskörperschaften sind Ihre Schulden. Unangenehm, so eine Demokratie – wäre viel bequemer, man könnte es auf die Fürsten abschieben, nicht wahr?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  150. Es ist unfein, immerzu das...
    Es ist unfein, immerzu das Brennglas auf Renten, Pensionen und Sozialleistungen zu
    richten. Ich die Erbin, vermisse ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit.

  151. ThorHa, Herr Schwarz bezog Sie...
    ThorHa, Herr Schwarz bezog Sie in seine sichtweise mit ein und vermittelte so, in verbindung mit Ihren kommentaren, den unwidersprochenen eindruck, zwischen Ihnen herrschte diesbezüglich eine gemeinsamkeit (‚unser‘, ‚wir‘): ‚@ ThorHa: Danke! Ich meinte auch nur, dass diese Krise eben unser „Krieg“ ist, … Klar wird es teuer, aber ich sehe dass als Friedensdividende an und bin den Politikern Dankbar… Und ja Sie haben recht, wir alle haben über unsere Verhältnisse gelebt und jetzt zahlen halt alle den Preis, das ist schon gerecht.‘. ironie ist ohnehin nicht so Ihr fall, oder?

  152. ... und seien sie auf der Hut....
    … und seien sie auf der Hut. Die Erbenschlange der Nachkriegsreichen, die sich um den
    Globus windet, macht vor keiner Hütte halt.
    Heuschrecken?? PAH!!!

  153. @The Great Artiste: das wird...
    @The Great Artiste: das wird nicht nur idyllisch, das wird spitzwegerisch.

  154. Was die Exploitation der...
    Was die Exploitation der Sozialkassen angeht, bitte mal bei http://www.bohrwurm.net nachsehen oder googeln nach teufel+rente.

  155. Ich glaube sowieso keinem,der...
    Ich glaube sowieso keinem,der sich so verzweifelt die Haare färbt,wie ein Berlusconi.

  156. den Scherz kann ich mir ...
    den Scherz kann ich mir nun nicht ersparen ,
    „lieber“ Falkenherz , vielleicht hält man Sie einfach nur für
    einen netten Menschen . Es passieren noch Wunder und Zeichen .
    Alles Gute , T.

  157. Irgendwann werden Sträucher...
    Irgendwann werden Sträucher sowieso alle Gebäude überwuchern..dieser Strauch ist sozusagen „Avantgarde“. Sic transit gloria mundi.

  158. So viele kluge Kommentare. Und...
    So viele kluge Kommentare. Und alle haben natürlich Recht. Wieso passiert dann nicht, was hier Kluges geschrieben, gemeint und gefordert wird? Sind „die da oben“ alle doof, im Gegensatz zu den Kommentatoren?
    Ich fürchte, ja. Irgendwie.

  159. Foto des Don
    Ich las in dem...

    Foto des Don
    Ich las in dem anderen Blog des Don über seine(n) Stalker.
    Gruselig, die Sache.
    Ich frage mich, warum dann dieses (augenscheinliche) Privatfoto auf dem Berg ….
    Empfehle (deshalb) das Buch von Connie Palmen (NL):
    Idole und ihre Mörder. DiogenesVerlag.
    Die kluge Connie Palmen untersucht die Triebfeder von Fans, Fanatikern, Stalkern, Mördern (am Beispiel von Lennon, u.ä.) und kommt dabei auf die Grundfragen unserer heutigen Welt, die durch die Medien grenzenlos geworden ist und somit dem Verschwimmen der Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit Vorschub leistet.
    Fan und Schriftsteller leben an den entgegengesetzten Enden der Fiktion.
    Schon beim ersten Kapitel stockt einem der Atem…

  160. Trias, die gewohnte...
    Trias, die gewohnte Korrespondenz beschränkt sich ja eher zwischen „Sehr geehrter“ und „Hallo“, man wird instinktiv misstrauisch wenn da plötzlich ein „lieber“ aufscheint. Manchmal quetsche ich mir ein „Liebe Kollegen“ heraus, aber das ist schon fast ungehörig herablassend. Schade eigentlich, dass das „lieber“ so außer Mode gekommen ist, das fällt mir bei solchen Gelegenheiten auf. Vielleicht sollte ich das wieder bei meinen Emails einführen. Die Kollegen werden sich wundern.
    .
    Italien will Schulden in Höhe von 7% BIP abbauen. Gauner, allesamt. Euro abschaffen!

  161. Weil der Stalker eh wusste,...
    Weil der Stalker eh wusste, wer ich bion, da machte ein Bild mehr oder weniger nichts aus. Und wie erwähnt: Inzwischen weilt er nicht mehr unter uns. Das Bild ist kein Problem gewesen, die Inhalte und ihre Kombination waren es schon eher.

  162. Heureka es ist geschafft:...
    Heureka es ist geschafft: Mittlerweile, allen Unkenrufen zum Trotz ist die 1 Bill. € -Haftungs-Latte übersprungen samt 50%igem Erlaß für die teuren Hellenen. Der Haftungsunion wurden nachträglich Fundamente unter den anbrüchigen Pfusch eingezogen. Weiter so! Heil unserer Regentin!
    ..
    donna laura@: Über den „De bello gallico“ war ich leider kaum hinausgekommen. Jetzt schwant mir etwas;-) Man sollte sich immer die Autorennamen merken.

  163. @colorcraze: Und hoffentlich...
    @colorcraze: Und hoffentlich ist dann der Regenschirm gegen die Risse im Dach realer als ein x-Billionen Rettungsschirm.
    .
    Jetzt herrscht erst mal wieder Friede Freude Eierkuchen, bis dann der nächste Koben sich auftut und eine neue Schweineherde laut grunzend durchs mediale Dorf trampelt:
    Oink, ich möchte auch einen Schuldenschnitt.
    Oink, mir ist der Schuldenschnitt viel zu teuer.
    Oink, italienische Regierungskrise.
    Oink, leider kann ich meinen Aufsichtsrat nicht davon überzeugen, weil dann meine Bank pleite ist.
    Oink, wer hält uns denn für so blöd, diese Staatsanleihen zu kaufen, bloss weil ein Mario-Barth-Lookalike uns zwanzig Prozent Rabatt verspricht?
    Oink! Oink! Oink! Das ist uns alles viel zu wenig!!!!
    .
    Kein Hebel! Das hat gerade mal ein paar Tage gehalten.
    .
    Wir könnten ja mal wetten, an welcher Stelle unter dem Teppich die Verdauungsüberreste des letzten Gelages wieder zu riechen beginnen.

  164. @ Yog Sothoth, Esq., 8.06:
    Du...

    @ Yog Sothoth, Esq., 8.06:
    Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden.
    Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein:
    Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein
    Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden.

  165. @The Great Artiste:

    Mag sein,...
    @The Great Artiste:
    Mag sein, Sie behalten Recht. Und? In einer so verfahrenen Situation fährt man eben auf Sicht, das „grosse“ Durchschlagen des Gordischen Knotens ist was für Realapokalyptiker.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  166. Der Hebel ist mir egal,...
    Der Hebel ist mir egal, hauptsache meine (Wert)papiere steigen wieder.
    .
    Achja: TOD DEM EURO!

  167. The Great Artiste: "Jetzt...
    The Great Artiste: „Jetzt herrscht erst mal wieder Friede Freude Eierkuchen, bis dann der nächste Koben sich auftut und eine neue Schweineherde laut grunzend durchs mediale Dorf trampelt…“
    *
    Das ist wahr. Wahr ist aber unter echten „Stützen“ auch, dass man seinen Leuten nicht in dem Moment in Rücken fällt, wo sie was versuchen…. :-)

  168. Das kann man hier schon...
    Das kann man hier schon nachlesen:
    .
    http://ftalphaville.ft.com/blog/2011/10/27/713546/so-many-bailout-questions/
    .
    So viele Schweine. So viele Fäkalien. Schreibt hier bitte mal jemand, dass die Griechen trotz Haircut bei den Banken immer noch mit 120% GDP verschuldet sind?

  169. Mir ist soeben die Erleuchtung...
    Mir ist soeben die Erleuchtung gekommen, warum z. Zt. immer vom „Hebel“ die Rede ist.
    Es muss sich um die Hebelkraft in der Kniehebelpresse handeln. (http://de.wikipedia.org/wiki/Kniehebelpresse)
    (Diese wird zum Beispiel zum Obstpressen verwendet.) Die Steuerzahler sind das Pressgut. Die austretende Flüssigkeit wird dann für alles mögliche verwendet, unter anderem eben auch, um daraus Schirme zu basteln, damit die „privaten“ Investoren keine nassen Füsse bekommen.
    Hm, mal sehen, ob das funzt …

  170. lieber The Great Artiste, das...
    lieber The Great Artiste, das haben sie wunderschön artikuliert – chapeau! pardon: oink!
    .
    bester ThorHa, sie haben eine inspirirende art, sich so auszudrücken, dass sie es persönlich formulieren, sich dann aber hinter den o.g. strauch in der rissigen mauer des staates zurückzuziehen, bevor sie noch eine gewischt bekommen, denn so ginge es „uns“ doch allen, wie sie es affirmativ-staatstragend auszudrücken verstehen.
    haben sie heute schon ihrer kanzlerin gedankt?
    und abgesehen davon, dass ihre persönlich gehaltene frage meines zarten empfindens etwas zu weit geht – ich schwebe ohnehin in anderen sphären.
    .
    lieber diktionaftis, wie wurde eigentlich soylent green hergestellt?
    .
    lieber don, nun ja, man würde wohl argumentieren, man geht doch öfter als einmal im leben zum friseur – am besten alle paar monate…

  171. Falkenherz, wenn alles den...
    Falkenherz, wenn alles den Bach runter geht, haben sicher ein paar Personen auf diese Situation gewettet und verdienen kräftig mit. Soros hat ja Anfang der neunziger auch schon ohne mit der Wimper zu zucken, den britischen Steuerzahler in großem Maße abkassiert.

  172. liebe donna laura,
    im...

    liebe donna laura,
    im Zusammenhang von „Soylent Green“ fällt mir assoziativ der schöne Sketch von Monty Python, „Lebende Organverpflanzung“, ein.
    „Kriegen wir dann Ihre Leber?“
    „…Ja – na gut. Sie haben mich überredet.“
    .
    Hier noch mal zum Ankucken:
    http://www.youtube.com/watch?v=um6IEKleI8g

  173. The Great Artiste@: Da...
    The Great Artiste@: Da ham´Se, wir Alle Null-Scheckung von. D´asse Kalkuläschn von Schweinchen-Schlau.

  174. lieber diktionaftis, dass die...
    lieber diktionaftis, dass die auch einen strauch in ihrer mauer gehabt haben müssen, gibt zu denken.
    .
    hey, es gibt einen neuen spruch: der hat einen strauch in seiner mauer…

  175. trotz aller dramatik ist es...
    trotz aller dramatik ist es jedoch für den aus der mißwirtschaft hinzugekommenen durchaus interessant, wie sich nach und nach wirklich alles als riesenluftnummer herausstellt. es wurde lange abgestritten, obwohl es sich von anfang an abzeichnete und ganz harte beharren immernoch darauf, daß alles in voll ordnung ist.

    es begann damit, daß die beeindruckend niedrigen spritpreise, die für viele ein wichtiges argument in ihrer kurzsichtigen wahlentscheidung waren, kräftig anstiegen. dann zeichnete sich ab, daß die währung, die für viele der hauptgrund ihrer wahlentscheidung war, abgeschafft und ‚abgewertet‘ werden sollte. im öffentlichen dienst fielen zulagen und vergünstigungen weg, die über jahrzehnte unantastbar waren. nachts wurden wieder straßenbeleuchtungen abgeschaltet wie zu finstersten ddr-zeiten. der zustand der autobahnen glich denen in albanien. der hohe sozialhilfestandard und die rentenhöhen waren nicht mehr zu halten. das bildungsystem war eine katastrophe, viele prominente trugen zu unrecht doktortitel und der dr. med. hatte etwa den wert eines naturwissenschaftlichen diploms. die bespitzelung war nicht mit der abschaffung der stasi beendet und folter erscheint in bestimmten fällen durchaus akzeptabel. die staatsfinanzen sind so zerrüttet, daß die ddr dagegen solide gewirtschaftet zu haben scheint. und zum schluß offenbart dieter thomas heck, daß sie sich im unterhaltungsapparat gegenseitig tierisch auf den senkel gegangen sind.

    viele ostgermanen haben das vorausgesehen und wurden für ihren realismus als nörgler, ewig unzufriedene oder gar kommunisten abqualifiziert. doch was die westdeutschen brüder und schwestern jetzt zu verdauen und aufzuarbeiten haben, ist schon harter tobak. schließlich können sie sich nicht damit herausreden, aufgrund fehlender pressefreiheit nichts gewußt oder den zwängen einer diktatur unterlegen zu haben. alles selbst eingebrockt und noch dazu andere mit reingerissen. dennoch: beileid. im osten kennt man das gefühl, wenn die eigene biographie inklusive weltsicht von überheblichen surrealisten als geplatzte seifenblase dargestellt wird. schlimmer ist sicher die erkenntnis, nicht der gipfelpunkt der geschichte und ewiger gewinner zu sein.

  176. Im großen Stil eingepampert....
    Im großen Stil eingepampert. Das spart das Abkochen!
    http://www.youtube.com/watch?v=xglbTgHpBa4

  177. FAZ-Stilblüte: "Deutsche...
    FAZ-Stilblüte: „Deutsche Aktien nach Gipfel auf Bergfahrt“
    .
    Achja: DAS ENDE NAHT!

  178. Berlusconi wird der nächste...
    Berlusconi wird der nächste Schuldenschneider werden wollen. Hat daran jemand Zweifel? Es trifft doch nur anderer Leute Banken.

  179. @Donna Laura:
    Verehrteste, die...

    @Donna Laura:
    Verehrteste, die Frage nach Ihrer Staatsbürgerschaft ist persönlich und ging zu weit? Untertänigste Bitte um Verzeihung. Mit den übrigen Metaphern kann ich nichts anfangen, vermute aber, es war was Persönliches. Ignoriert.
    @Don Carlos:
    Die Ostdeutschen haben Kohl (oder Merkel?) gewählt, weil die Spritpreise so niedrig waren? Und MIR wirft man Volksverachtung vor …
    Freundliche Grüsse an alle Eurogegner und Endzeitbeschwörer :-),
    Thorsten Haupts

  180. Ja, das könnte schon noch...
    Ja, das könnte schon noch kommen mit dem Haircut in Italien, aber ich fürchte dass es sich noch ziemlich lang hinziehen und damit auch teurer werden wird.
    .
    Don Carlos, erzählen Sie doch mal bitte von den aktuellen „akzeptablen“ Folterfällen in diesem Lande. Ich bin offenbar nicht up to date.

  181. Falkenherz 10:32, Danke...
    Falkenherz 10:32, Danke

  182. Don Silvio, am Telefon, in...
    Don Silvio, am Telefon, in einem abgedunkelten Raum.
    .
    „Ciao, ich bin’s, Silvio. Im Moment läuft es nicht so gut; und da habe ich mir gedacht … wir könnten bei unseren Schulden auch mal so ein bisschen … Na ihr wisst schon – wie neulich bei Giorgos … eh! … Ja, Super! … Dafür habt ihr einen gut bei mir! … Sagt Bescheid, wenn ihr mal was braucht! … Ja, Ciao, wir sehen uns! Ciao.“

  183. Lieber Herr Thorsten Haupts,...
    Lieber Herr Thorsten Haupts, vielleicht werde ich ja auch unter die, von Ihnen so definierten, Eurogegner subsummiert. Prinzipiell ist mir jede Währung, auch diejenige die in unserer Nation als Zahlungsmittel verwendet wird, ziemlich gleich gültig. Gleich gültig meint werthaltig und beständig. Mein Herze hängt da weiter nicht daran. Jedoch, und da hört für jeden Bürger, so meine unmaßgebliche Auffassung der Dinge, der Spaß auf, so ein Getue und Gemache, Geschachere um diese Währung EURO wie momentan veranstaltet, ist einfach schlicht und ergreifend, in meinen Augen und für mein Empfinden, Betrug. Meine positive Haltung zu Europa steht damit in keiner Weise zur Disposition. Europa und seine Vaterländer werden auch diese mißliche Situation, wenn auch mit schweren Blessuren, eines Tages überstanden haben. Gewiss aber nicht so, wie sich das die Veranstalter dieser Schmierenkomödie in den Parlamenten und supranationalen Kommissionen und sonstigen Institutionen vorstellen.

  184. @Don Carlos: aber für die...
    @Don Carlos: aber für die Leberwurst reichts noch, ja?

  185. "Allo Silvio, isse schlechte,...
    „Allo Silvio, isse schlechte, gehte nichte, was du wolle. Isse Schirme schon wieder kaputte. Arividerci!

  186. @Marcosantos (13:50)
    Don...

    @Marcosantos (13:50)
    Don Silvio, erneut am Telefon, im abgedunkelten Hinterzimmer einer Spelunke.
    .
    „Allora, die haben uns voll verarscht! (echauffiert) Aber das können die mit einem Don Silvio nicht machen!
    (wieder ruhiger) O.K. … dann machen wir es wie immer … ja … es muss aussehen wie ein Unfall … eh!
    Die werden sich noch wundern! Porca Madonna! … „

  187. muscat, akzeptabel...
    muscat, akzeptabel anscheinend, solange sie nicht im geltungsbereich des grundgesetzes stattfindet und weiterhin den wohlstand hier sichert. zumindest gab es keine offiziellen ermahnungen oder offizielle entrüstung. selbst hier im forum gab es derartige meinungsäußerungen. aber warum so verkrampft? der kommtentar ist ironisch gemeint. oder meinten Sie wirklich, da empfindet jemand mitleid?

    nein ThorHa, die haben kohl gewählt, weil er ihre einzige hoffnung auf einen demokratischen rechtsstaat war.

  188. Mio caro Silvio. Che cosa si...
    Mio caro Silvio. Che cosa si provocano si inutilmente, eh? Abbiamo messo su un nuovo numero. Non c’è problema. Che cosa è si hanno le carni fresche? Domani, vengo a voi. Farlo bene. Ciao!

  189. Don Carlos, und was haben Sie...
    Don Carlos, und was haben Sie heute schon getan für die Abschaffung der Folter in sog. „Rechtsstaaten“? (War selbstverständlich auch nur eine ironisch gemeinte Frage…)
    Wenn schon Pseudodiskussion, dann richtig.
    .
    Kuba ist ja eigentlich ein ganz hübsches Reiseziel.

  190. Wie kommt man denn so derart...
    Wie kommt man denn so derart auf den Hund?
    das fragt sich der Europäer ganz beklommen.
    Nun: Wir standen kurz zwar vor dem Abgrund,
    sind aber einen Riesenschritt vorangekommen.

  191. Kaum ist das Wort verklungen...
    Kaum ist das Wort verklungen (1 Bill. € Haftungssumme) werden prompt schon von maßgeblicher Stelle Zweifel laut (Auf gehts zur zweiten Billion, unmaßgeblicher privater Kommentar dazu).
    http://www.fazfinance.net/Aktuell/EZBWeidmann-bezweifelt-Stabilitaet-der-Banken-im-Krisenfall-7678.html

  192. "Es trifft doch nur anderer...
    „Es trifft doch nur anderer Leute Banken.“
    DA, Sie meinen anderer Leute „Täter-Banken“.
    .
    Gut, ich bin auch lieber Täter, als Opfer.

  193. @Don Carlos:
    Aber, aber, mein...

    @Don Carlos:
    Aber, aber, mein Lieber. Warum so bescheiden? Wer gegen Ihre wohlüberlegte und kenntnisreich hellsichtige Vorausschau auf den unabänderlichen Niedergang des Kapitalismus KOHL gewählt hat, der kann, KANN das nur wegen niedriger Spritpreise getan haben. Sie wollen Ihr Licht doch nicht unter den Scheffel stellen, oder? Sehn Sie …
    Gruss,
    Thorsten Haupts,
    in den Folterkeller hinabsteigend, die bröselnde Infrastruktur unter den Hartz IV Opfern besichtigend und dabei böse vor sich hinlachend

  194. @Marcosantos (14:40)
    Un...

    @Marcosantos (14:40)
    Un giorno, e non arrivi mai quel giorno, ti chiederò di ricambiarmi il servizio, fino ad allora consideralo un regalo per le nozze di mia figlia.

  195. ...aber ich bin dagegen, dass ...
    …aber ich bin dagegen, dass eine qualifizierte Minderheit in D sich in eine Opferrolle
    hinein träumt.

  196. muscat, die akzeptanz...
    muscat, die akzeptanz schließt sicher nicht das wahllose rumgefolter ohne rechtsgrundlage in diktaturen ein. heute so spröde?

  197. ThorHa, nennen Sie doch,...
    ThorHa, nennen Sie doch, außer der DM-einführung, mal spontan noch zwei gründe, die man nicht bei irgendeiner konkurrenzpartei (deren programme Sie natürlich heute noch kennen) gefunden hätte…

  198. Nein, eher ein bisserl...
    Nein, eher ein bisserl gelangweilt, bedaure.
    War schon mal, ööhm… spritziger hier.

  199. Morgen entweder zweiter und...
    Morgen entweder zweiter und erster Heirats- und Sklavenmarkt feat. Sondermüll oder
    .
    Spekulationsreise nach Jerusalem: Was ist schlimmer, hohe Inflation oder schneller Währungsschnitt?
    .
    Man kann es sich raussuchen.

  200. Sondermüll...
    Sondermüll bitte.
    .
    Währungsschnitt kennen wir doch schon. Mit der Inflation wird es nicht so recht klappen; fragen Sie einen Japaner, wenn Sie es nicht glauben.

  201. Sklavenmarkt feat....
    Sklavenmarkt feat. Sondermuell. Jawoll. Da kenne ich mich aus. Grimaldeli auch. Und die anderen koennen dann was lernen.

  202. Fände es aktuell spannender,...
    Fände es aktuell spannender, über die real zu erwartenden Konsequenzen unserer überforderten Krötendompteure zu mutmassen, gerade weil im Moment mal wieder 5% Dax-Euphorie ausgebrochen ist.
    Gestern war der schlimmste Tag nach Mai 1945, und heute werden wir wieder von einer Superheldenallianz selbstloser illuminierter Wirtschaftszauberer regiert…
    .
    Wenn es nicht so traurig wäre, die Rhethorik in dem ganzen Drama ist das Beste. Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt. Gestern schlachtet man einen Politiker, der `Schuldenschnitt`sagt, heute ist es biblische Weisheit.
    .
    Nach wie vor ein Fan von S. Schulmeisters ANWN-Gesetz, sollte man mögliche Szenarien offen durchdenken, um sich das am wenigsten Unangenehme selbst auszusuchen, statt von einem der übleren Sorte überrollt zu werden.
    .
    Guter Gedanke, Donna Laura, Krankenversicherung in Inflationszeiten. Der Kaschmir-Pullover kann locker schon bei der Millenniumsfeier dabeigewesen sein, die Möhren kommen aus dem ehemaligen Rosenbeet, aber das Magengeschwür lässt sich nicht vom Nachbarn mit dem blauen Blechwerkzeugkasten kurieren.
    Mit Schrecken gesehen, wie die Gesundheitsversorgung schon heute in Griechenland für ehemalige `normale`Mittelschichtler abgestürzt ist.
    .
    Auch als in der Wolle gefärbter Verfechter einer sozialen Marktwirtschaft als Garant angenehmer Lebensbedingungen lassen solche Bilder die Herbeiwünschbarkeit einer erneuten Diktatur des Proletariats zumindest plausibel erscheinen. Dann sitzen wenigstens ausser den Funktionsferkeln und Zemtralschweinen wieder alle in der gleichen Scheisse. Und die den Umsturz herbeigeführt haben, sind ja dann meistens die ersten am Trog.
    Wenn Geissler vom Ende des Kapitalismus jammert, stelle ich mir die folgenden Fragen:
    Haben sich unsere Politiker über ihre Eitelkeit kaufen lassen ?( Die Bilder von Gerhard S. und Carsten M. ziehen dabei an meinem Auge vorbei.)
    War man vor lauter Mitleid mit den armen Juchtenkäfern dieser Erde zu blöd, seine wirklichen Hausaufgaben zu machen, weil wir alle Mathe in der Uni gehasst haben. (Ich sehe Legionen von Mülltrennern und Fitnessgurus.)
    .
    Wir hätten ein paar spritzige Volkswirte in der Politik gut gebrauchen können.
    Leider überstehen die wenigsten `guten`die Ochsentour des Plakateklebens und Gesässablutschens etablierter Lokalidioten.
    Mir bleibt da die Kontinentalplattentheorie historischer Ereignisse: Der Grad der wechselseitig ausgebreiteten Unzulänglichkeit, Dummheit und partieller Bösartigkeit entlädt sich in gewaltigen seismischen Verwerfungen, an deren Ende ein paar klügere, charismatische Pragmatiker eine neue stabilere Platte bauen.
    Ich hoffe nur, dass wir ein bisschen dazu gelernt haben, sinnvolle Prophylaxe zu betreiben, um einigermassen erdbebensicher voran zu wurschteln.

  203. Beltracci oder Leonhardi:...
    Beltracci oder Leonhardi: Hauptsache Italien!

  204. Angela Merkel. Was für eine...
    Angela Merkel. Was für eine tolle Frau!!!

  205. Lieber Great Artiste,
    "Leider...

    Lieber Great Artiste,
    „Leider überstehen die wenigsten `guten`die Ochsentour des Plakateklebens und Gesässablutschens etablierter Lokalidioten.“
    .
    Gut gegeben, so isses.
    (War sicher kein brillanter Volkswirt, aber genau das habe ich damals im Ortsverein auch nicht überstanden. Pack sowas nicht. Man muss ein bestimmter Charakter sein, der sowas freiwillig bei vollem Bewustsein packt. Vor allem Letzteres.)
    .
    Dann haben wir das, was wir haben:
    Leute am Lenkrad, die lobbyistengesteuert ihren Eitelkeiten nachgehen, Blödsinn verzapfen – und aus dem seltsam passiven Volk kaum einer, der ihnen auf die Finger klopft. Oder es zumindest vermag. Vermögen könnte, theoretisch.
    Blickt doch keiner mehr durch.
    Blicken Sie durch?
    .
    (Die Schweinchen am Trog: „Animal Farm“ blickte halt weit voraus. Orwell war Hellseher.)

  206. Vielleicht deswegen u.a. die...
    Vielleicht deswegen u.a. die Unordnung in den Währungssstemen und den „ausgereiften“ Staatsökonomien:
    Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also im Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine eindeutige, unumkehrbare Richtung. Nach den physikalischen Prinzipien der Thermodynamik kann die Zeit als Zunahme der Entropie, d. h. der Unordnung in einem System, betrachtet werden. Aus einer philosophischen Perspektive beschreibt die Zeit das Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend zur Zukunft hinführend.

  207. Wenn ich italienischer...
    Wenn ich italienischer Regierungschef wäre, würde ich jetzt, also JETZT JETZT JETZT das machen, was die CDU vor zwei Jahren machen wollte. Ein Konjunkturprogramm auflegen, Konsumgutscheine und Abwrackprämien verteilen, in Deutschland ein paar Panzer bestellen.

  208. fionn: "Angela Merkel. Was...
    fionn: „Angela Merkel. Was für eine tolle Frau!!!“
    *
    Ihr Privatleben geht uns nichts an….

  209. Es würde mich schon...
    Es würde mich schon interessieren wie das mit dem Währungsschnitt funktioniert,
    muss aber nicht sein, wenn alle anderen es wissen.

  210. E.R. Binvonhier: "Es würde...
    E.R. Binvonhier: „Es würde mich schon interessieren wie das mit dem Währungsschnitt funktioniert. Muss aber nicht sein, wenn alle anderen es wissen.“
    *
    Wissen die anderen auch nicht… Es wurde auch gar kein Währungsschnitt beschlossen, sondern ein Schuldenschnitt. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass der Steuerzahler immer vollständig rasiert wird… :-)
    *
    Schuldenschnitt: Griechenland bekommt z. Zt. die Hälfte seiner Schulden erlassen. Da es auch viele Privatkredite sind, hängen die Banken diesmal voll mit drin.
    Währungsschnitt: Vorhandene Guthaben werden einfach abgewertet, aber Schulden bleiben voll erhalten. Auch das Bargeld bleibt voll erhalten.
    Währungsreform: Die Währung wird einfach gegen eine neue ausgetauscht und ein fester Wechselkurs festgesetzt.
    *
    siehe PDF

  211. "Und Schulden und Bruchbuden...
    „Und Schulden und Bruchbuden schlägt man aus“
    .
    Interessant war, dass, soweit ersichtlich, niemand wiedersprach. Die Schulden z. B. Deutschlands – in Höhe einer niedrigen fünfstellgen Summe pro Kopf – natürlich unbedeutend im Verhältnis zu den Werten.

  212. Danke, yast 2000, für die...
    Danke, yast 2000, für die freundliche Nachhilfe :-))

  213. "Leider überstehen die...
    „Leider überstehen die wenigsten `guten`die Ochsentour des Plakateklebens“

    Gut gebrüllt, Löwe. Die Standardentschuldigung der „Guten“. Erklärt nicht ganz – da ja die Politik so grottenschlecht ist, dass selbst ein Kleinkind oder so – warum die Guten nicht einfach eine Partei gründen. Und mal 15% (so viele Intelligente hat Deutschland doch? Don Carlos, Ihr Auftritt) abräumen. Ach richtig – DAFÜR braucht man die Plakatekleber und Lokalgrössenhinternlutscher. Das Fussvolk. Die bräsigen im Hinterzimmer. All diese traurigen Gestalten, die – seien wir mal ehrlich – doch in einer Demokratie eh nichts verloren haben.

    Als bekennender Schlechtmensch habe ich – in verdammt guter Kenntnis des Parteienwesens als ehemaliges Bundesvorstandsmitglied des RCDS und ehemals lokalpolitisch aktiv – allerdings zwei andere Erklärungen: Den „Guten“ ging und geht es trotz dieser ****Politik persönlich viel zu gut. Und langanhaltende Bindungen sind so langweilig, die tut man sich als moderner Kosmopolit, Alleswisser, Überflieger, Oberchecker und Landesretter gar nicht erst an. Die sollen einen gefälligst rufen, diese kleinen Plakatkleber und Lokalgrössenlutscher. Dass man sie verachtet, werden sie ja wohl noch ertragen. Untertanen halt.

    Die bessere Gesellschaft war auch schon mal besser …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  214. und sein bart wird langsam...
    und sein bart wird langsam grau. kleidet aber.
    .
    und europa hat trotzdem gerade einen vorläufigen „peak verständigung“ erreicht.
    .
    und es gibt solche, bei denen wird man das unterbewßtsein nicht los, dass sie im zweifelsfalle eine zeile oder linie härter verteidigen würden, als ihr heim, trotz allem. (was an don a. auch noch gefällt.)
    .
    und das leben ist zu kurz, aus jedem vorteil oder nachteil etwas zu machen. (aus den neuen erinnerungen an die kontemplation)
    .
    die veränderung der welt: viele sind dabei, doch nur wenige sind zeuge.
    .
    und die faz ist komplett. (die anschaffung eines dr. don kann also nie wieder in erwägung gezogen werden.)
    .
    wild, sicher & vorsichtig. (wie man bergab mtb fährt)
    .
    und wir sind viel zu dumm, auch nur uns selbst zu ersetzen. (aus den zwiegesprächen zwischen brilliantagraffe und talmibrosche)
    .

  215. Naa, das wird schon, und wir...
    Naa, das wird schon, und wir sind ja alle auch dabei, auch ohne dr.. wir sind ja keine Guttenbergs.

  216. Und jede Routine hinterläßt...
    Und jede Routine hinterläßt Spuren in unserem Gehirn. „Der Mensch betreibt Raubbau am Menschen selbst: Wir folgen den Trampelpfaden der Routine, leiden unter Stress und Angst, haben verlernt, unsere Potenziale zu nutzen. Denn der gravierende Unterschied zum Tierreich besteht in der Freiheit, Dinge für wichtig erachten zu können, die für die eigene Reproduktion keinerlei Bedeutung haben.
    .
    Man lernt irgendwas, man hat irgendwelche Fähigkeiten, und die bietet man einem Arbeitgeber an und dafür wird man dann als Arbeitnehmer eingestellt. Das nennt man dann auch Arbeit. Und dann ist der Sinn der Arbeit, dass man Geld verdient und mit dem erworbenen Geld die Arbeitskraft dann wieder regenerieren kann. Das ist ein ziemlich sonderbares Modell und auch eine ziemlich sonderbare Vorstellung von Arbeit, die vorne und hinten nicht stimmt. Wenn wir jetzt noch mal aus einer biologischen Perspektive auf die Arbeit schauen, dann kann diese Art von Broterwerb unmöglich Arbeit genannt werden. Hirntechnisch ist das eine Pflichterfüllung und eine Duldung eines Zustandes, der gar nicht so sehr gesund ist. Hirntechnisch würde Arbeit zu definieren sein als Entwicklungsarbeit. Also immer dann, wenn man etwas Neues lernt, wenn man neue Fähigkeiten erwirbt, das ist Arbeit, aber nicht, dass man das Erworbene einfach nur anwendet. Das ist die größte Arbeit, die ein Mensch vollbringen kann in seinem Leben, dass er sich selbst entdeckend spielerisch in der Welt bewegen kann.““ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1589928/ (27.10. 16:10 http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=57976&playtime=1319724600&fileid=4b29023e&/ )
    .
    „Das, was wir als Begeisterung empfinden, wirkt im Hirn als eine Art neuronale Gießkanne. Immer, wenn wir uns für etwas begeistern können, werden neue Verbindungen im Gehirn geschaltet – und zwar altersunabhängig. Aus hirnphysiologischer Sicht könnten wir jeden Tag aufstehen und unser Leben ändern. Stellt sich die Frage, was uns davon abhält, das Zeitalter der aggressiven Zurichtung der Welt nach dem ökonomischen Effizienzprinzip der Ressourcenausbeutung hinter uns zu lassen und in die kreative Freiheit hinauszutreten “
    .
    Auch den Bericht im Anschluss über Pasolini fanden wir für den heutigen Tag höchst bemerkenswert.

  217. ThorHa: "Die bessere...
    ThorHa: „Die bessere Gesellschaft war auch schon mal besser …“
    *
    Vor allen Dingen hatte sie mehr Humor…

  218. Yast 2000, nochmal nachgedacht...
    Yast 2000, nochmal nachgedacht ( bin etwas langsam). Bei einem Währungsschnitt,also
    dem Verhältnis einer Aussenwährung zum Euro, werden die Guthaben in ausländischen Währungen gekappt, deren Schulden in Euro bleiben in voller Höhe existent.
    Ist das nicht sehr unfreundlich?

  219. Was für ein toller Tag heute,...
    Was für ein toller Tag heute, der Dax plus mehr als 5%. Grossartig!
    Ich bin Optimistin und ich kann nichts dafür – sorry!

  220. 25.Okt um 20.58h Foto.
    DA -...

    25.Okt um 20.58h Foto.
    DA – Sie sehen traurig aus – are you okay? Welcher Tierkreis sind Sie – I hope it is not indiscreet of me to ask.

  221. @DA: Werter Don, bin stark...
    @DA: Werter Don, bin stark für den Sekundärmarkt der ewigen Hoffnung. Die Suche nach Solidität und wertstabilen Investments ist doch allemal ein lohnendes Thema derzeit.

  222. Alles Bestens, Fionn, nur hat...
    Alles Bestens, Fionn, nur hat es an dem Tag gestürmt, und es fühlte sich sehr kalt an.
    .
    Und was soll ich sagen: Die besserren Kreise hatten schon immer ihre scharfen Ecken.

  223. Nach den Feuilleton-Themen...
    Nach den Feuilleton-Themen uuuuralte Musieke und nicht so alter Wein
    jetzt mal wieder ein richtiges Don-Thema….
    … bißchen kurz, na ja, Don, ein gut reduzierter Wildfond ist ja auch was Feines…
    … endlich wieder vom Don selbst

  224. Sureales Gruselkabinett.
    Wenn...

    Sureales Gruselkabinett.
    Wenn Verlustoni seine neuen Betonschuhe trägt,
    Kramerfon ein letztes Mal in seine eigene Bazooka sieht,
    Karlakosie vom Eiffelturm gesprungen wird,
    liegen Gackerhahn und Hosenanzug friedlich vereint im Kühlhaus von Edekaldi.
    Und draußen tanzt der Mob den Kriminaltango.
    Weit, weit weg wird O’Drama von den Ku-Kluxen auf dem Acker verfolgt,
    mit Mistgabeln, wie Donald Sutherland in 1900 von Bertolucci.
    1900?
    Nein…..?
    2000…?
    Schweißgebadet wache ich auf, das kann doch nicht wahr sein.
    Ich muss, muss muss in mein Portemonnaie sehen, Gott sei Dank,
    da ist der Dürer und die Mark, keine Euronen, alles nur ein Traum,
    keine Evolution, keine Revolution

  225. ThorHa, 'warum die Guten nicht...
    ThorHa, ‚warum die Guten nicht einfach eine Partei gründen. Und mal 15% abräumen.‘. – ist das unbedarftheit oder zynismus? Sie dürften wissen, daß es keine schauprozesse oder bautzen braucht, um jemanden ins gesellschaftliche abseits zu manövrieren. und insofern haben Sie durchaus recht: wer heutzutage intelligent ist und damit sein geld verdient, der setzt das nicht für politische ideale auf’s spiel. demzufolge wird politik für die extreme gemacht, die sich eine auseinandersetzung mit der macht leisten können: leute mit viel geld oder gar keinem.

  226. The Great Artiste 27. Oktober...
    The Great Artiste 27. Oktober 2011, 17:38
    Danke!
    (war das nicht mal Bockscar?)
    .
    Die Wachstuch-allianz ist auch noch da…
    und der, der immer und & wir sagt, auch … richtig heimelig hier,
    kann man aber weiter scrollen
    ErnstWilhelm ebenfalls mein Dank.

  227. Liebe Donna,
    ich hoffe, ich...

    Liebe Donna,
    ich hoffe, ich darf das nach Hasenpfote noch sagen,
    Soylent Green?
    Das ist barmherzig, wenn man mal ein „Seniorenheim“ erlebt hat.

  228. lieber don, das recycling...
    lieber don, das recycling wäre mal wieder ein hübsches thema, und schön, dass sie selbst zum griffel zu greifen beabsichtigen. von da aus bieten sich sicherlich ohnehin jede menge gelegenheiten zu seitenhieben auf diese reiter: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Durer_Revelation_Four_Riders.jpg&filetimestamp=20080831131934.

  229. Och noe! Apokalypse haben hier...
    Och noe! Apokalypse haben hier wir schon genug gehabt. Wenn wir schon untergehen sollen, dann in Freuden, Knatsch und Tratsch.
    .
    Mehr Calypso wagen! (W. Brandt)

  230. @Don Carlos 23:03 (letzte...
    @Don Carlos 23:03 (letzte Zeile), JAU!

  231. Mein lieber Don Carlos,
    Sie...

    Mein lieber Don Carlos,
    Sie befördern mich mit jedem Beitrag wieder in die Mitte der Menschheit – ich hatte bisher angenommen, mein Menschenbild wäre ein wenig zu schwarz … Dafür schon mal danke :-).
    So, die GRÜNEN, die freien Wählergemeinschaften in Bayern oder die Piratenpartei besteht entweder aus Millionären oder aus Hartz IV Empfängern, ausschliesslich?
    Und kein fähiger Mensch riskiert irgendetwas, weil er gutes Geld verdient? Und ganz nebenbei – wer ist eigentlich DIE MACHT?

    Fassen wir das ganze mal griffig zusammen:
    Der Kapitalismus geht den Bach runter, wir alle werden zu Sklaven der Banken, trotzdem unternimmt niemand aus Angst vor der MACHT etwas dagegen, die fähigen Menschen sind zu politischen Idealen unfähig, neue Parteien bestehen nur aus Millionären oder Bettlern, in bestehenden Parteiortsvereinen kann man sich wegen der Lokalgrössenlutscher nicht engagieren. Und jeder, der das bezweifelt, ist zynisch oder dumm. Auch ein Menschenbild …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  232. Filou 27. Oktober 2011,...
    Filou 27. Oktober 2011, 23:47
    @Don Carlos 23:03 (letzte Zeile), JAU!
    Stimmt!

  233. Untergangsszenarien über den...
    Untergangsszenarien über den Euro und den Euroraum sind bei den Stützen so sicher, wie beim Spiegel Sommerloch Geschichten über den 2.Weltkrieg, Guido Knopp etc.

  234. @ Don Carlos 27. Oktober 2011,...
    @ Don Carlos 27. Oktober 2011, 12:37 :
    Nun warten Sie doch bitte wenigstens bis alle Punkte gezählt sind. Sie hören zu viel auf den Theaterdonner.
    Die westlichen Industriestaaten stehen fast für den gesamten Finanzmarkt. Wenn also Staatsanleihen keine Käufer mehr finden, dann ist das internes Ringen um die fetteste Wurst auf demTeller.
    Die Anglikaner ziehen große Mengen Kapital aus Europa ab, weil die ihre Staatsanleihen nicht mehr verkauft bekommen. Es geht nicht um Neuverschuldung, es geht um das verlängern der bstehenden 14-?? Billionen.
    Die Amis sind ausserdem sauer, schliesslich haben sie die Welt gerettet und alles bezahlt und keiner ist dankbar. Noch schlimmer andere stehen wirtschaftlich besser da, weil sie ebend beim Militär nicht so reinhauen. Da gibt es ein paar Amis, die wollen ihr Geld zurück. Rein freudschaftlich ……
    Egal wo das alles endet, am morgen geht die Sonne auf und das Wetter ändert sich (oder es bleibt wie es ist).
    Kurzer Blick unter den Rock der EZB :
    http://www.querschuesse.de/target2-nachschlag/
    Alles im Lot und im Plan.

  235. ThorHa, wenn Sie mal wieder...
    ThorHa, wenn Sie mal wieder verbittert daran denken, wie Sie in Ihrer Kindheit von Ihren mitschülern gemobbt wurden, halten Sie ihnen bitte zugute, daß ihr ansonsten verwerfliches mobbing wahrscheinlich auch einen ausdruck von hilflosigkeit gegenüber Ihren unterstellungen, Ihrer argumentationsresistenz sowie dieser befremdlichen kombination aus herablassung und aufdringlichkeit darstellte.

    welche chance auf dienstposten wie amtsleiter, staatsanwalt oder kommandeur bietet eine neu gegründete partei mitgliedern, die als beamte tätig sind? wieviele inhaber der vorgenannten dienstposten waren zum zeitpunkt ihrer beförderung mitglieder einer nichtregierungspartei? welcher ehrgeizige beamte schlösse sich einer neuen partei an, die ihm keine aussicht auf einen der o.g. dienstposten bieten kann? welche beförderungschancen vermag sich ein beamter ausrechnen, dessen neue partei eine konkurrenz für die partei eines der o.g. dienstposteninhaber darstellt? welche überlebensdauer mag wohl eine regierungspartei haben, die nach einem überraschenden wahlsieg die o.g. dienstposten nicht mit entsprechend qualifizierten beamten besetzen kann?

    daß Sie die grünen als neue partei bezeichnen, zeigt, in welcher zeit Sie stehengeblieben sind. welche beruflichen positionen und welchen sozialen status hatten die ersten mitglieder der grünen? wie lange dauerte es von den ersten politischen gruppierungen bis zum einzug der grünen in den bundestag? wählergemeinschaften gibt es hier auch. seltsamerweise rekrutieren sie sich hauptsächlich aus ehemaligen mitgliedern etablierter parteien, mit deren programmatik sie fast deckungsgleich übereinstimmen und mit denen sie regelmäßig koalitionen eingehen. mehrheitsbeschaffung? und bei den piraten ist ja zu beobachten, aus welcher richtung der selektive mediale gegenwind zunächst wehen dürfte: rechtsradikalismus, unterstützung von terror gegen israel, freigabe von drogen. irgendein mitglied hat sich bestimmt schonmal eine verfehlung geleistet. natürlich kann man sich organisieren und einfluß auf die politik nehmen. man braucht nur zeit, geld und nerven. wer in der mittelschicht hat das noch neben seinem beruf? vielleicht sieht die situation im westlichen teil wirklich so freundlich aus, wie Sie vorgeben. dann sollten Sie langsam aufwachen.

  236. Don Carlos, Sie sind schon...
    Don Carlos, Sie sind schon etwas zynisch, oder? Wobei: „natürlich kann man sich organisieren und einfluß auf die politik nehmen. man braucht nur zeit, geld und nerven. wer in der mittelschicht hat das noch neben seinem beruf?“ – Sie sprechen da einen wunden Punkt an. Man braucht Zeit und Muße, und das haben oft nur solche, die entweder ihr Privat- und Berufsleben sehr gut organisiert (bekommen) haben, keine Arbeit haben, oder ihre Arbeit schlichtweg nicht machen. Und natürlich Engagement, der Wille, sich mit den „leicht verblödeten Mitmenschen“, wie yast2000 das hier mal so schön formuliert hat, geduldig und überzeugend auseinander zu setzen.
    .
    Nebenbei glaube ich, dass ein gut organisiertes Privatleben da gewaltige Resourcen freisetzen kann. Nicht umsonst weisen Topmanager, Politiker oder ähnliche 7/7 Berufe darauf hin, dass all das ohne ihren Partner nicht möglich wäre. „Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau“, oder so. Eine Beförderung im Beruf, vom Knochenjob zum Delegieren, hilft aber sicherlich auch… ;)
    .
    Hatte man jemals mehr Zeit, war es jemals günstiger, sich nebenbei ehrenamtlich mit Politik zu beschäftigen? Anders herum, hätte man die Zeit, weil man sich beruflich langweilt, wäre man dann nur aufgrund dieser Tatsache ein „besserer“ Politiker? Das sind alles Dinge, die ich mich gelegentlich selber frage. Ich bin politisch nicht aktiv. Trotzdem darf, muss man einige Akteure kritisieren, keine Frage. Aber eine ganze Berufsklasse pauschal zu deklassifizieren, das ist mir doch dann ein zu niedriges Niveau.
    .
    Achja: … hmm… der wird alt, lasse ich es also.

  237. @Don Carlos:
    Persönliches...

    @Don Carlos:
    Persönliches ignoriert.
    Sie bestätigen sehr wortreich exakt meine Vermutung. Es geht uns grosso modo gut. Gut genug, um nicht den ausreichenden Elan für stunden- und nervenfressendes persönliches Engagement mitzubringen. Andernfalls wären alle Ihre Einwände hinfällig. Wenn man vom Untergang bedroht wird, verschieben sich die Prioritäten ganz schnell.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  238. Ich durfte gestern einen...
    Ich durfte gestern einen Vortrag folgen von Hans Dietrich Genscher, der hat schlüssig dagelegt, warum er für die Brüsseler Lösung ist. Ein Deutschland, das wieder die D-Mark oder sonst etwas hat, ist zu klein um in der sich wandelnen Welt sich zu behaupten. Dafür braucht es ein Europa, das in der Welt mit einer Stimme spricht. Und der Wandel ist niemals aufzuhalten, aber man kann ihn gestalten.
    Dieser Mann hat mir wieder Mut gemacht, dass es eben nicht nur Gegner gibt, sondern auch fähige Leute, die die Notwendigkeit des Euros einsehen.

  239. ThorHa, so ist es. deshalb...
    ThorHa, so ist es. deshalb können wir dieses zwiegespräch auch hiermit beenden und die politik denen überlassen, die ihr gewachsen sind.

  240. Das macht Mut!
    Über...

    Das macht Mut!
    Über 80/90-jährige kämpfen um die Rettung ihres Lebenswerks und stehen für die
    Zukunft.

  241. Für die, die es interessiert....
    Für die, die es interessiert. Hier ist die Rede unseres ehemaligen Bundesaußenministers Hans Dietrich Genscher: http://www.youtube.com/watch?v=Gcaz7cDSfxU Ich rate dazu ihm einfach mal zu lauschen und die Rede aus sich wirken zu lassen.

  242. Mich interessiert eher was mit...
    Mich interessiert eher was mit der Globalisierung passiert, wenn es nicht gelingt die
    Chinesen, den IWF und wer sonst noch zuviel Geld hat mit ins Euroboot zu holen.

  243. E.R. Binvonhier, es ist schon...
    E.R. Binvonhier, es ist schon erstaunlich wieviel Respekt man sich anhäufen kann, einfach nur dadurch, dass man lange da ist („elder statesman“). Nur im Internet klappt das nicht; hier herrscht eine grundsätzliche Respektlosigkeit, gelegentlich unterbrochen durch die notwendige Gegenbewegung des sogenannten Fanboyism oder durch Zensur des Portaladministrators.

  244. ...und ich befürchte, dass es...
    …und ich befürchte, dass es die Deutschen sind, die als erste die Lust an der Globalisierung verlieren.

  245. Bedeutet "Globalisierung"...
    Bedeutet „Globalisierung“ nicht dasselbe wie „Weltherrschaft“, nur ohne „-herrschaft“? Ja dann: kein Interesse mehr.

  246. Weil mal wieder die Augen...
    Weil mal wieder die Augen größer waren, als der Magen.

  247. Ren-mim-bi, Ren-mim-bi, rette...
    Ren-mim-bi, Ren-mim-bi, rette uns!

  248. lieber Don Carlos, mit Filou...
    lieber Don Carlos, mit Filou und mediensegler möchte ich ihnen mit einem damenhaften JAU!
    .
    die d-mark-frage stellt sich m.e. nicht, im gegenteil, man könnte auch das gegenteil überdenken:
    alle in grossen schwierigkeit steckenden länder gehen aus dem euro incl. schuldenschnitt.
    .
    denn sonst kommen die doch nie wieder auf die beine und gehen dazu noch im chaos der strassenbewegung, die nicht grundlos im entstehen begriffen ist, unter.
    .
    angenehme lösungen gibt es nicht mehr.
    .
    tempi passati.

  249. pardon, ich vergass im eifer...
    pardon, ich vergass im eifer des gefechts im ersten satz das verb: beipflichten.

  250. E.R. Binvonhier: "Yast 2000,...
    E.R. Binvonhier: „Yast 2000, nochmal nachgedacht ( bin etwas langsam). Bei einem Währungsschnitt, also dem Verhältnis einer Aussenwährung zum Euro, werden die Guthaben in ausländischen Währungen gekappt, deren Schulden in Euro bleiben in voller Höhe existent. Ist das nicht sehr unfreundlich?“
    *
    Sie verwechseln tatsächlich Schuldenschnitt, Währungsreform und Währungsschnitt: Bei einem Währungsschnitt ist rein politisch gesprochen zu viel Geld in den Händen von Privatiers, die durch die Abwertung der Vermögen (nicht der Währung!) einfach durch den Staat wieder eingezogen werden, um sie dem Markt zurückzuführen. Praktisch aus der Sicht des Bürgers gesehen heißt das: Leute, wir haben so viel Unnützes Geld auf dem Konto, entweder wir verlieren es oder kaufen uns jetzt eine Immobilie, Gold oder auch nur ein neues Auto. Und (die von Ihnen erwähnten) Fremdwährungen kommen hier gar nicht vor, der Staat kann im Ausland keine Vermögen halbieren o.ä.
    *
    Es ist nicht die Aufgabe des Staates freundlich zu sein, sondern alle am gesellschaftlichen Wohlstand zu beteiligen. Wie er das macht, obwohl er wiedergewählt werden will, ist seine Sache.

  251. "Wir haben Großes vor!"
    Hat...

    „Wir haben Großes vor!“
    Hat Frau Merkel das wirklich gesagt?
    Danke, jetzt weiß ich, dass ich mich warm anziehen muss.

  252. Dann ist die Schuldenkrise nur...
    Dann ist die Schuldenkrise nur Mittel zm Zweck?

  253. Hm. Äh. Tja. Also, hüstel....
    Hm. Äh. Tja. Also, hüstel. Das Kommentariat, alleingelassen, verfranst sich schnell.
    Lieber Herr Don, drei Tage Blogverwahrlosung ist entschieden zu lang.

  254. Ich wollte heute morgen schon...
    Ich wollte heute morgen schon online gehen, aber ich habe eine üble Grippe und ringe noch um das letzte Drittel (und eigentlich sollte man dann gar nicht schreiben, sondern im Bett sein und sich bemitleiden lassen).

  255. @ mediensegler, formerly known...
    @ mediensegler, formerly known as bockscar, ja.
    .
    Zynismus ist naheliegend. Erfahrung aus zweiter Hand mit dem Politikalltag unterschiedlicher Parteien lassen es plausibel erscheinen, dass es nicht unbedingt die geistige Elite ist, die die Parteienrealität gut bewältigt, geschweige denn verändert.
    Daher meine Befürchtung der Kontinentalplattenkollision. Erst wenn es wirklich brennt, liest man die Gebrauchsanweisung des Feuerlöschers.
    Nicht ideal, aber so ist`s wohl. Im Parteienalltag sind strukturbedingt zu viele Geschäftelhuber, die nach Kassenwart und Schriftführer auch einmal wenigstens Landtagsabgeordneter werden wollen, und jeden erst recht wegbeissen, der sie im Ortsverein überholen könnte, weil er etwas in der Birne hat.
    Eine bessere als eine repräsentative Demokratie kann ich auch nicht aus dem Handgelenk schütteln, aber wenn man für ein Taxi einen Personenbeförderungsschein braucht, wie wäre es denn mit Qualifikationsnachweisen für politische Aemter?
    .
    Da sehe ich einen Sinn in unserem Zirkel, einfach Gedanken auszutauschen, die im lobbygeprägten „Staatsfernsehen“ nicht mehr sagbar sind, bei allen Einschränkungen, die man auch beim Internet beachten muss.
    Umso besser, wenn man sich dabei noch amüsieren kann, mal mehr, mal weniger.
    .
    Ach, Sie auch? Hust, hust, röchel. Wo, bitte, bleibt der Tee! Hust!!!

  256. Don Alphonso: "Ich wollte...
    Don Alphonso: „Ich wollte heute morgen schon online gehen, aber ich habe eine üble Grippe und ringe noch um das letzte Drittel (und eigentlich sollte man dann gar nicht schreiben, sondern im Bett sein und sich bemitleiden lassen).“
    *
    So weit kommt’s noch! Bemitleiden, das Wort sollte im Sprachschatz eines rechten mannes gar nicht auftauchen! Der Don soll alles rüberschicken, ich schreib’s dann zu Ende…

  257. Der Rekonvaleszent verdient...
    Der Rekonvaleszent verdient Schonung.

  258. Ach, hier waren Sie Alle! Wie...
    Ach, hier waren Sie Alle! Wie kurweilig hier, und ich hatte den Kopf schon wieder in den Wolken, dort konnte ich ja lange nach Ihnen suchen. Ist die Krise schon überstanden? Nicht. Schade. Na, dann bin ich wieder fort.
    Gute Besserung an alle Grippe-Verletzten!

  259. Nur der Form halber: falls die...
    Nur der Form halber: falls die DMark zurückkehrt: bitte in schönem Gewand! Die alte Gstaltung nach Art der Revierförster sollte es nicht sein. Die neuere nach Art der belgischen 80er Jahre (vgl. Euro) aber auch nicht. DMark also bitte weder veraltet noch pseudooriginell.

  260. Yast 2000, danke für Ihre...
    Yast 2000, danke für Ihre Bemühungen – leider an mich verschwendet. Das zu verstehen,
    lass ich lieber.

  261. Sorry, ich will ja nicht...
    Sorry, ich will ja nicht unbedingt nerven, aber wenn das mit dem Bilanzpfusch bei
    den Bad Banks so weiter geht :-))))
    Scheinbar bin ich nicht die einzige die sich schwer tut.

  262. liebe E.R. Binvonhier, wenn...
    liebe E.R. Binvonhier, wenn das so weitergeht, geht das nicht mehr so weiter.

  263. Ja, da ist man fassungslos....
    Ja, da ist man fassungslos. Aber vieles wird dann auch klar.

  264. Rechenfehler. Alles...
    Rechenfehler. Alles Rechenfehler. Wenn man im Excel die Formeln doch so schlecht sieht!

  265. Ja, so ist das, wenn die...
    Ja, so ist das, wenn die höhere Mathematik ins Spiel kommt.

  266. @DA: fällt mir erst jetzt...
    @DA: fällt mir erst jetzt auf: auf dem Schwarzweißbild sehen sie sich ähnlich, also dem Kleinbild rechts in der Kolumne. (Wo ich doch links und rechts andere Gesichtshälften erwarte und derlei!)

  267. Immerhin hat Deutschland...
    Immerhin hat Deutschland Bronze geholt.
    Gegen den späteren Meister zu verlieren ist wirklich keine Schande.

  268. Fußball-WM 2010
    Deutschland...

    Fußball-WM 2010
    Deutschland verliert gegen Spanien und holt Bronze, Spanien wird Meister, Weltmeister.

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