Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Menschlicher Müll und seine Beseitigung

| 216 Lesermeinungen

Formal mag es so etwas wie Grundrechte geben, aber ihr Geldungsbereich umfasst nicht den grossmütterlichen Teetisch. warum auch? Libertinage, Selbstbestimmung und eigene Überzeugungen behindern beim Nachwuchs nur die einzige zulässige Haltung: Haltung anzunehmen und sich aufräumen zu lassen, damit es mit der Familie weiter geht.

No country for old women

Als ich jüngst einen Beitrag über Cellulite und deren Bedeutung beim Sex schrieb – ungefähr bei Null ist sie anzusetzen – schrieb eine Leserin aus dem bayerischen Oberland, ihre Grossmutter hätte mich, wäre sie noch am Leben, dafür ja sofort eingeladen und bekocht und dann versucht, mir eine ihrer Enkelinnen anzudrehen. Das hört man gerne. Weniger, weil man es darauf abgesehen hat, über diese Tätigkeit hier nach Rosenheim zu heiraten, denn wie das mit einer dortigen Landrichterstochter und Faschingsprinzessin ausgeht, auch davon kann die Familie ein Lied singen, das hier keinen etwas angeht. Sondern vor allem, weil man sich bei solchen Äusserrungen gleich verstanden weiss: Man ist nicht allein mit der Erfahrung, dass man ab einem gewissen Alter nicht mehr als Mensch, sondern als Problem gesehen wird, das es zu beheben gilt. Im Oberland sind es die Enkelinnen, die weg müssen, daheim war ich es.

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Meine Grossmutter hätte es nämlich genauso gemacht, weshalb es gar keine schlechte Idee war, interessanten Damenbesuch mit oder ohne Cellulite ihr gegenüber nicht allzu sehr zu rühmen. Ich muss das vielleicht erklären: Das Haus, in dem ich wohne und geboren wurde, ist recht gross, und Herr war hier meine Grossmutter. Meine Eltern hatten hier eine Wohnung, zogen aber bald ins Westviertel. Die glaubten, ihre eigenen Kinder würden das schön finden und später in die Einliegerwohnung ziehen. Ich dachte überhaupt nicht daran, und sobald ich halbwegs erwachsen war und sich die Gelegenheit bot, in die Altstadt zurück zu ziehen, okkupierte ich eine Dachkammer und wohnte wieder mit meiner Grossmutter unter einem Dach in dem Haus, das für mich immer das Haus schlechthin gewesen ist. Auf dem Weg nach oben, sei es nun allein oder in Begleitung, musste ich an ihrer Tür vorbei, dieselbe hatte einen Spion, und so war die alte Dame stets gut informiert über das Kommen und Gehen im Haus. So war das damals, Privatsphäre galt hier in etwa so viel wie die Verfassung dem obersten Verfassungsaushöhler im Innenministerium, und der freie Wille des Menschen, nun: „Dich fangt schon noch eine ein“, pflegte meine Grossmutter zu sagen, wenn ich log, dass die Tochter der S. und die Buchhändlerin P. nur gute Bekannte seien „und dann wirst Du aufgramt“. Damit die Schlamperei ein Ende hat.

Und dann wirst Du aufgeräumt. Man muss sich das versinnbildlichen, um den Inhalt so zu verstehen, wie er gemeint ist. Es heisst nicht, dass ich nach einer Odyssee über weibliche Kontinente einen Platz für das Leben gefunden hätte, also aktiv etwas suchen und entdecken würde. Es heisst auich nicht, dass im Rahmen einer gemeinschaftlichen Beziehung eine Liebe erwächst, die dann ein Zusammenleben in fairer Partnerschaft nach sich zieht. Es heisst noch nicht einmal, dass man sich eventuell, vielleicht, aufgrund des Ehegattensplittíngs und der Wegverheiratung anderer Optionen überreden lässt, zu heiraten. Nein, es heisst im besten Fall: Der Ungebundene ist nicht aufgeräumt; allenfalls ein Gegenstand, den endlich jemand wegräumen muss, und was er selbst davon hält, ist egal. Im schlechteren Fall steht das Aufräumen in der Tradition der Müllbeseitigung. Wie auch immer: Es ist unordentlich, gegen die Ordnung der Welt, da muss eine g’scheide Frau her, die das wegputzt und sauber macht. Der nicht Gebundene: Ein Stück Schmutz im Familienheilsplan, sagen wir es, wie es ist. Wie ein Knopf, zu dem nichts passt.

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Nun ist das Wegducken der Männer vor Ehe und Verantwortung und die Orientierung zu Abwechslung und Lebensfreuden keine neue Sache; aber meine Grossmutter wäre rein biologisch nicht meine Grossmutter gewesen, hätte sie es nicht selbst geschafft, selbst einen Bekannten „aufzuräumen“. Sie wusste also, wovon sie sprach, wie auch die Grossmutter aus Rosenheim gewusst hätte, was da zu tun ist. Nachdem deren Enkelin jedoch den Konjunktiv bemühte und darüber hinaus gar keine Anstalten machte, dem Wunsch ihrer Vorfahrin eigenständig nachzukommen, nähern wir uns dem eigentlichen Kernproblem der Beseitung von menschlichem Müll: Der Unfähigkeit der Jugend bei den entsprechenden Aufräumarbeiten. Oder, wie es meine Grossmutter unvergleichlich auszudrücken beliebte: Sch****-Pille, ohne die hätte Dich längst eine aufgeräumt.

Womit sie vielleicht nicht ganz unrecht hatte, allein, es is wias is, sagt man bei uns in Bayern, und tatsächlich ist dieser entscheidende und alt bewährte Putzlumpen beim Aufwischen von Männerschmutz aus dem Heilsplan für immer abhanden gekommen, wenn man etwas aufpasst. Sinnreich wäre es jetzt, neue Mittel zu finden, wie man das organisiert – aber alleinstehende Frauen gehen gemeinhin arbeiten und haben die beste Ausrede, sich nicht weiter damit zu beschäftigen. Früher traf Putzwillen auf Schmutzdasein, heute ist irgendwo der Karrierewille und irgendwo anders die Paarungsnotwendigkeit, die über Matching Points bei einem Internetdienst betrieben wird. Keine Matching Points, kein Interesse am Aufräumen. So ein System spuckt Dutzende aus. Frau muss sich nicht mit jenen herumschlagen, die ihr Desinteresse an dauerhafter Bindung noch nicht einmal zu diesem Markte tragen. Und die entsprechenden Damen machen es wie ich echten Leben auch: Das Problem wird an eine Hilfskraft ausgelagert, an die digitale Lebenspartnerschaftsschneiderin und Bekanntenprofilputzfrau in einem. Da finden dann sicher die Richtigen zusammen.

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Und so fliegt das, was früher Zeit und gesellschaftlicher Druck vereinten, auseinander: Hier die einen, die sich nicht aufräumen lassen wollen, und dort die anderen, die ihr Leben aufgrund des äusseren Drucks wie einen Baukasten planen. Ich wage zu behaupten, dass Grossmütter dergleichen auch mit Argwohn betrachten, denn tatsächlich kommt hier durch die Hintertür der Partnerberechnung die wenig geliebte und zumeist auch grossmüttterfeindliche Zweckehe wieder herein; man schraubt an den Parametern und bekommt ideale Ergebnisse, wie sie keine verwitwete Grosstante besser mit ihrer Freundin ausschachern könnte. In der Folge: Vielleicht etwas weniger Gefühl. Und damit auch weniger Mörtel, der die Beziehungsaspekte zusammenhält, dann rieselt es, Brocken fallen heraus, und am Ende muss wieder aufgeräumt werden, aber diesmal vom Scheidungsanwalt. Man muss die nüchterne Betrachtungsweise des Aufräumens von Ungebundenen nicht mögen, aber so eine Grossmutter nimmt Anteil und überlegt sehr genau, wem sie welche Enkelin aufschwatzt – aber so ein Programm mit Matching Points? Wo sich die Anfragen von Frauen verdreifachen, wenn man als Beruf statt „Journalist“ das schöne Wort „Berufssohn“ eingibt?

Die Interessen der eigenen Familie gingen da sehr viel weiter: Hatte ich erklärt, dass ich überhaupt noch keine Neigung verspüre, mich an eine einzige Frau zu ketten und wenn doch dann nur aus freiem Willen und nicht für Kinder, gab es eine typische Antwort. Geheiratet wird. Weil wohin sollen wir dann mit unserem ganzen Sach – mit Sach gemeint sind die angehäuften Vermögenswerte. Es mag als der Gipfel der Entmenschlichung des Enkels erscheinen, ihn gewissermassen als Pipeline des Vermögens in eine Zukunft zu betrachten, die kein Betroffener erleben wird, zumal heutige Erben mindestens eine so sichere Bank wie Rettungsschirme der EU sind. Aber es zeigt: Hier wird mit Bedacht agiert und überlegt. Nicht nur die Gegenwart spielt eine Rolle, auch die Zukunft und ihre dann hoffentlich immer noch im Sinne der Familie agierenden Fortpflanzen. Die dann hoffentlich wieder die passenden Partner finden. Und so weiter. Und so fort.

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Vermutlich in der Hoffnung, dass es so etwas wie einen Generationenvertrag der Freiheitsrechtsaufkündigung gäbe: Jede Generation könnte dann den Nachfahren klar machen, was sie zu tun hätten. Eine drollige Vorstellung, vorgestrig und nicht mehr modern. Wer verzichtet heute schon auf seine Freiheiten. Ich glaube ganz sicher, zumindest höre ich es so, und warum sollten junge Mütter lügen, dass die Kinder gerne schon im Kindergarten Englisch lernen und froh sind, so schnell wie möglich das Studium anzutreten, und dass man ihnen das TV reglementiert, sagt noch lang nichts darüber aus, ob man später die angeschleppte Buchhändlerin nicht wie jeden anderen Menschen auch fair und freundlich behandeln würde.

Solange der sich bloss nicht mit der abgibt und später mal eine heiratet, mit der man sich sehen lassen kann.

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216 Lesermeinungen

  1. lieber don, hat ihnen schon...
    lieber don, hat ihnen schon einmal jemand gesagt, dass sie ein süsser knopf sind?

  2. Oh wie schön, Artikel über...
    Oh wie schön, Artikel über die Großmutter und ihren Enkel gab es schon länger nicht mehr.

  3. Fragt sich nur, wo ist das...
    Fragt sich nur, wo ist das Knopfloch…

  4. Schön geschrieben, aber ein...
    Schön geschrieben, aber ein bisschen traurig, denn Ihre Großmutter hatte schon recht (wie die meisten Großmütter): es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei …
    Aber (um wieder zum Unwichtigen zu kommen) wo haben Sie bloß diese Knopf-Sortimente gefunden? Das gibt es eigentlich gar nicht mehr – macht ein Stück Vergangenheit lebendig. Oder einfach nur Bloch’sche Ungleichzeitigkeit?

  5. Eine Nummer kleiner: Wieviele...
    Eine Nummer kleiner: Wieviele Bausparvertraege heirateten da einander in meinem ehemaligen Bekanntenkreis?
    Viele. Alle.

  6. Tja, das ist eine schwierige...
    Tja, das ist eine schwierige Kiste: Warum sollte man sich mit jemandem zusammentun, der keinerlei Auskunft über sich und seine Wünsche geben kann, aber in der Lage ist, sein Leben nach einem ökonomischen Nutzwert zu berechnen? Und jemand, der nicht weiß, wer er ist oder sein könnte, kann natürlich nicht lieben, denn die Liebe speist sich nun mal aus unerfüllter Sehnsucht! Damit wären wir bei ‚Drittens‘, welche Funktion eine bürgerliche Ehe überhaupt noch erfüllt?

  7. Verehrter Don, sie sind zu...
    Verehrter Don, sie sind zu klug fuer Ihr Alter. Geben Sie die Hoffnung nicht auf, die Richtige kommt noch und wird Sie schon aufraeumen. Jedes Toepfchen hat ein Deckelchen etc.
    Wenn nicht, dann ist noch die Rolle eines Hagestolzes offen. Wo haben Sie die wunderschoenen Knoepfe gefunde?

  8. Lieber Don, jetzt lese ich...
    Lieber Don, jetzt lese ich schon so lange schweigend mit, aber hier muss der Chapeau in die Luft! Danke für die Zeilen….

  9. Zum Brüllen komisch ist, dass...
    Zum Brüllen komisch ist, dass das aufgeklärte Bürgertum die dynastische Planung aka Vermögensweitergabe direkt vom alten Adel übernommen und exakt in der gleichen Absicht weitergeführt hat. Das ging gut, solange es gut geht – heute geht´s nicht mehr. Aufklärung hat den unangenehmen Nebeneffekt, Licht in Winkel zu bringen, die man lieber im Schatten gelassen hätte.
    Und so bleiben Frauen wie Männer, auch die aus besseren Familien, unaufgeräumt. Obwohl das Potential da wäre, Frau und Mann sind ja nicht blöd, und so eine Berufstochter/Berufssohn sind natürlich auch im Internet noch Klickmagneten. Schliesslich muss man sehen, wo man bleibt, der Mensch lebt nicht von Luft und Liebe.
    Ob das dem Glücke half, die Wissenschaft forscht eifrig dran. Zwei Folgen hat das Unaufgeräumtsein ganz sicher gezeitigt – die Illusion der Selbstbestimmung und den unerwarteten Rückgang der Menschenvermehrung. Was, unsere Vorfahren waren da noch ganz sicher, ebenso unchristlich wie unzivilisiert ist und nur zeigt, dass die Menschheit verkommen ist.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  10. Ha, Top Artikel! Hat richtig...
    Ha, Top Artikel! Hat richtig Spass gemacht zu lesen! Und endlich keine Tristesse mehr über die Geister, die wir riefen.
    Ich glaube ürbigens Ihre Großmutter war für ihre Generation keine Ausnahme und es ist ihr deshalb kein Vorwurf zu machen. Reden und im Fall der Fälle zu einem halten sind ja zwei verschiedene paar Schuhe. Und wer wohnt schon mit jemanden freiwillig zusammen, der einem nichts Gutes will?
    Darf ich Sie fragen wo Sie die Bilder gemacht haben? Private Knopfsammlung? Museum? Sieht sehr interessant aus.

  11. Großmutter ist ein Begriff...
    Großmutter ist ein Begriff aus einer verloren gegangenen Zeit. Heute gibt es keine Enkel mehr, ergo auch keine Großmütter. Heute gibt es den Nanny State, der sich um seine Kinderchen sorgt, damit ihnen nichts Arges widerfährt (Helmpflicht für Radler) und auf dass sie nicht vom rechten Weg abkommen (Bundestrojaner).

  12. Meine Großmutter auf die...
    Meine Großmutter auf die Frage, warum sie nicht wieder geheiratet hätte:
    Sowas kommt mir nicht nochmal ins Haus – macht nur Schmutz und Arbeit – Sie hat jetzt 50 ehe(mann)lose Jahre verbracht, und wird wohl wissen was sie sagt.
    Denn alles was es aufzuräumen gab ist verräumt.

  13. @Dimpflmoser Nanny State =...
    @Dimpflmoser Nanny State = Vollkasko für alle ;
    In Planung Ganzkörperairbag….
    http://erggertshofen.blogspot.com/2011/08/ganzkorperairbag.html

  14. Die Großmütter haben per...
    Die Großmütter haben per definitionem immer den vollen Durchblick. Ganz einfach weil sie alles schon erlebt haben. Die Knöpfe sind aus Jett? Ein paar Millionen Jahre lang gepreßtes Holz. Nur so kommt man zu Beständigkeit und Dauer. Der Knopf „338834“ wird dagegen keine Chance haben, jemals gefunden zu werden, weil er zwischen 33833 und 33835 nicht ordentlich aufgeräumt wurde. Da hat der Lehrjunge beim Kärtchenkleben wohl eher an die Buchhändlerin, als an seine Arbeit gedacht, was ihn mir sympathisch macht. Ich halte es auch mit Hanno Buddenbrook und meine, daß jeder das Recht hat, einen ordentlichen Doppelstrich unter die Familienchronik zu ziehen. Irgendwelche Erben finden sich immer.

  15. Werter Don Alphonso, Sie haben...
    Werter Don Alphonso, Sie haben den Geduldsfaden Ihrer Großmutter arg strapaziert ;-)

  16. Interessanter Einblick in die...
    Interessanter Einblick in die Familiengeschichte(n) Begüterter.
    Ach, wie weit weg ist so etwas von meinem und Millionen anderer kargen Leben. Inzwischen bin ich selbst fast schon Großvater, mein Sohn hat ’ne „feste Freundin“ (die sogar kochen kann, wie man hört), sie wohnen bereits zusammen und das alles geht mich nur wenig an: ich wurde nicht gefragt und ich hab auch nicht dran gedreht. Das hier oben kommt mir (unsereins) vor wie ’ne Erzählung anno 1890.

  17. Endlich a moi Rosenheim und...
    Endlich a moi Rosenheim und ned des fade Gmund mit de oiden Leut alleweil;
    Da schaugst es Eich nur o, die Madl hiera bei uns:
    http://www.rosenheim24.de/stadt/kandidatinnen-miss-herbstfest-2011-fotos-1320758.html
    San a poar ganz schne Knepferl dabei. Machts es hoit wia der Don, brachts Eich ja ned auf oane festlegen.
    Und Yast, was sogst nachher? Mit deinem Bulli und soa feschs Madl anan ganz schena Platz foarn, des wars doch, oda?

  18. Ein wunderbarer Text! Darf ich...
    Ein wunderbarer Text! Darf ich einen weiteren Gedanken einführen? Es gibt auch noch den Umstand, daß man einfach den richtigen Zeitpunkt verpasst hat. Man lebt fast eheähnlich mit der Partnerin, dem Partner zusammen und denkt, die Hochzeit kann ja noch kommen; das hat ja noch Zeit. So erging es mir zumindest. Es war einem Ernst mit der Liebe, aber man hat sich selbst nicht richtig „getraut“. Als die Gewitterwolken kamen, machte sich dann die Ratlosigkeit breit und man trennte sich. Bei verheirateten Paaren kommt so etwas ja auch vor. Dafür gibt es dann die Scheidung. Wenn es nicht vorkommen darf, gibt es jahrelangen Krieg oder man arrangiert sich.
    Vielleicht ist es auch eine Generationenfrage. Das ist durchaus möglich. Die in den 60er Jahren geborenen vollzogen entweder den tradierten Weg der dauerhaften Bindung, oder probierten Neues. (So etwa bei mir und meinen Brüdern. Meine beiden Brüder sind verheiratet, ich nicht.)
    Jedenfalls wieder einmal eine angenehm kurzweile Lektüre eines fast unmodern langen Textes.
    Danke!

  19. [offTopic]
    Lustige Sachen...

    [offTopic]
    Lustige Sachen macht die neue Seite. Nach dem Absenden eines Kommentars verdunkelt sich der Bildschirm und ein Video schickt sich an zu laden. Dann überlegt es sich die BlackBox bei der FAZ anders und lädt diese Seite erneut.
    [/offTopic]

  20. solcherne knoepf hab ich auch...
    solcherne knoepf hab ich auch – nicht aus meiner Grossmutter Naehkaestchen, dafuer aus den zahlreichen Naehkaestchen mir unbekannter Omas ;-) Jett? kann auch um ein Bakelit handeln, oder um Galalith. Steinnuss…..

  21. Werter Don A,
    ich sage es mal...

    Werter Don A,
    ich sage es mal so, wie es ist. Die große Lust ihre Artikel zu lesen, bezieht sich aus der Chuszpe, mit der Sie froh und willentlich PC verkünden. Wer würde heute schon von menschlichem Müll sprechen. Dabei auch noch ungeschoren weg kommen. Undenkbar!! Hier aber geht anscheinend das Undenkbare und es macht Pläsier es zu lesen. Doch auch wenn Sie sich wissentlich gegen die Ehe und Vermehrung entschlossen haben, so ist das doch „Biologisch“ betrachtet der einzige Grund Ihres Daseins. Aber der Evolution ist es egal, denn wenn Sie sich nicht mehren wollen, dann werden Sie ausgesondert, kommen auf die Müllhalde der Evolution. Kann Atheisten wohl egal sein. In diesem Sinne viel Spaß beim Steigen der Treppen oder beim Tee am Tegernsee.

  22. Ich bin im Großmutteralter...
    Ich bin im Großmutteralter und manchmal werde ich von jungen Frauen gefragt. Dann sage ich: ‘Das Beste in meinem Leben waren die Tigerbabys als sie noch Kinder waren. Da kommt keine Karriere mit.’ Und dann füge ich noch hinzu: ‘Du brauchst vielleicht keinen Mann, aber Kinder brauchen einen Vater.’

  23. im uebrigen halte ich es fuer...
    im uebrigen halte ich es fuer ein Geruecht, dass man mit Englisch im Kindergarten noch punkten koenne. Ein bisschen weiter entfernt duerfen die Sprachsysteme denn doch sein – und bitte muttersprachlich. Denglish wie Schlecker for me for ort is eher so fuer die Kevins (sorry! Auch ihr heisst ja inzwischen Leon-Korbinian oder so). Chinesisch also. Und Geige bitte. Und dies zum Trost – ich hab ja nicht heiraten wollen – dachte aber im vollschwangeren Zustand, dass der Erzeuger auch ein Recht habe – also heirateten wir (und von meiner Seite aus ziemlich unueberzeugt) nun sinds bald 10 Jahre…..

  24. Das ist aber schöner...
    Das ist aber schöner Sondermüll… Soll der Knopf lieber für sich bleiben, bevor er in ein Patchwork gerät.
    .
    Ob nun 90% Erbschaftsteuer für die lieben Nachkommen / Verwandten oder 100% Vermögensübergang auf den Staat bei fehlenden Erben ist doch eigentlich auch egal.

  25. Das ganze klingt ein wenig -...
    Das ganze klingt ein wenig – aber sehr nett- wie die lebenslange Flucht vor Borats Hochzeitssack, wegen all der Einschränkungen, die das Zusammenleben mit EINEM Menschen mit sich bringt, durchaus nachvollziehbar.
    Aber nach einigen Jahren Erfahrung mit diesem Zustand des `Gebundenseins`: Es ist auch ein sehr schönes Versprechen, für einen Menschen wirklich da sein zu wollen (und umgekehrt), da ist ein grosser Unterschied zu dem albernen Konzept der Lebensabschnittspartnerschaft, man werde sich auch schon mit 66 noch ein nettes neues Persönlichkeitspaket eintauschen können.
    Liebe hat eine Menge mit Freundschaft zu tun – und auch da `zuständig`zu sein, wo dann Pietät, Peinlichkeit und Betroffenheit normalerweise einen die Tür schliessen lassen.
    .
    Viel übler ist die reaktionäre Keule, als kultivierte Frau sowohl Volvo driving soccer mam als auch Karriere unter den Hut bringen zu müssen. Modell von der Leyen. Oder als hirnlose Katzenberger-Barbie eine ordentliche Rendite für die Brustvergrösserungsschmerzen einzufahren, um zumindest bis fünfundvierzig auf eine ordentliche Kaviar und Champagnerquote zu kommen, um sich dann reich geschieden mit vierbeinigen Möpsen und hübschen langschw..zigen Halbaffen trösten zu lassen, wenn Männe sich eine neue sprechende Gummipuppe lesiten musste.
    Wenn sexuelle Abwechslung in der bürgerlichen Normalität weniger tabuisiert wäre, wäre die `Qual`, immer nur in ein liebes Gesicht beim Aufwachen zu sehen, sehr sehr abgemildert, (wenn überhaupt`Qual`).
    Der brasilianische Carneval, der Münchner Fasching früher, Fantasy Fest Key West sind Gegenbeispiele gegen die ekligen SwingerClub Berichte auf RTL 2.
    Erotik ist viel mehr als Jugend, grosse T…..n und langer Dauerst..der.
    Erotik hat auch etwas mit Phantasie und Abwechslung zu tun, aber Abwechslung heisst nicht NUR andere Partner.
    .
    Und wie schön ist es, verschnieft aus dem Bett zu kriechen und an einen schön gedeckten Frühstückstisch zu kommen, mit Kakao, Butterzopf, selbstgemachter Marmelade, Kerzen, hübschem Geschirr und Kaffee aus der Silberkanne?

  26. Apropos Hochzeitsack - Pamela...
    Apropos Hochzeitsack – Pamela Anderson feat. Don Alphonso: http://www.youtube.com/watch?v=ftY2p0L8F-Q.

  27. Hach, das Geziere des Don! Er...
    Hach, das Geziere des Don! Er dreht gerne alles rum, so isser.
    Eigentlich sollten gerade Frauen nicht heiraten wollen.
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    Denn die Nachteile, die Frauen mit einer Ehe einfahren, sind deutlich größer als die des sich zierlich sträubenden Kerls. Was für eine Komödie, opera buffa, ähm Büffeloper.
    .
    Beweis: Unverheiratete Frauen leben länger als verheiratete. Wohl weniger Stress. Unverheirate Männer sterben früher. Spekulation: Unverheiratet sein könnte für Männer mehr Stress und weniger Gesundheit bedeuten. Allein die Mühe, immer wider ein paarungsbereites Weibchen auftgreiben zu müssen … Junggesellen müssen in der Regel für sich selbst sorgen, während der verheiratete Mann umsorgt wird, vor allem emotional. Und häuslich, gemütlich statt stinkende Junggesellenbude: Und die Socken und den Apfelkuchen und den Sauerbraten wie bei Muttern nicht zu vergessen …
    .
    Stimmt nicht? Schnee von gestern? Frauen umsorgen nicht? Kümmerten sich emotional nicht? Ehegefährtinnen seien heutzutage ebenfalls verbiesterte Souffragetten, die ihm nicht einmal sein Leibgericht kochen? Das ist das verzerrte Bild in den Medien.
    .
    In Wirklichkeit wird ER ganz schön umhegt (obwohl er es oft gar nicht verdient). In Wirklichkeit macht sie sich immer noch gern etwas kleiner als er, damit sein zartes Ego nicht so sehr leidet. Was dazu führt, das die Ehe für SIE letztlich mehr Stress bedeutet als für IHN.
    .
    Widersprüche werden nicht angenommen.
    Hatte 5 Lebensabschnittsgefährten, windige. Bin zum zweiten Mal verheiratet, verfüge also über Erfahrung über Ex-en und Reptilien und stehe kurz vor dem 11. Hochzeitstag.
    Bin also Expertin und besitze Deutungshoheit.
    .
    Nach Diktat verreist, ha!
    Zu schönes windstilles Wetter, zu schön als weiter über sich zierende Büffel Komma windige zu diskutieren. Grummel.

  28. Sehr verehrter Don – ich...
    Sehr verehrter Don – ich schließe natürlich nicht aus, dass man auch sehr gut alleine leben kann. Bei 7 Milliarden Menschen hat die Menschheit als Ganzes gesehen sowieso genug Nachwuchs. Jeder muss halt nur sehen, dass er mit seiner Fasson glücklich wird – und sich nicht von anderen einen Lebensstil aufschwätzen lässt, der einem nicht passt. Insofern fand ich Ihren Artikel wie immer sehr amüsant.

  29. Simmerl: "Und Yast, was sogst...
    Simmerl: „Und Yast, was sogst nachher? Mit deinem Bulli und soa feschs Madl anan ganz schena Platz foarn, des wars doch, oda?“
    *
    Ja, es ist merkwürdig: Ich selbst tue das zwar nie, aber alle anderen denken sofort an Sex, wenn die den Bulli sehen. Es gibt wirklich bequemere Orte… :-)

  30. Das Spiegelbild einer rapide...
    Das Spiegelbild einer rapide vergreisenden Gesellschaft: ein Text über Großmütter, und die Leserschaft denkt nur an Sex. Alle Achtung!

  31. zu 14:22, das ist wieder mal...
    zu 14:22, das ist wieder mal typisch Frau: Da hat sie sich ein Maennerbild gebastelt-irgendwann mit 22 Jahren-und propagiert dieses ein Leben lang. Wenn ihr das Gegenbild begegnet, wird es garnicht wahrgenommen, denn dann muesste Frau an ihrer Urteilsfaehigkeit zweifeln. Und das kommt ue-ber-haupt nicht in Tuete!

  32. Lieber Don - mit der...
    Lieber Don – mit der Formulierung „Kernproblem der Beseitung von menschlichem Müll“ sind Sie nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit und der Kreislaufwirtschaft, vgl.
    http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/47898.php
    – 3. Absatz ff. …
    „Mit der Gesetzesnovelle wird der Schwerpunkt des Abfallrechts wesentlich stärker auf die Vorbereitung zur Wiederverwendung und das Recycling gelegt.“
    .
    Das „aufgramt“ Ihrer Großmutter bezieht sich also mehr auf Wiederverwendung und Recycling Ihrer Person – der Enkel also in die Orange Tonne des Ehemarktes – und nicht auf die schnöde „Beseitigung“. Die alte Dame dachte schon sehr modern.

  33. @Filou – Ist Ihnen...
    @Filou – Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass Sie mit Ihrer Reaktion “typisch Frau” auf Vronis Kommentar das gleiche Vorurteil ausdrücken, wie Vroni über Männer?
    …… oder wollten Sie nur ironisch sein und ich habe Sie mal wieder nur missverstanden?

  34. An der eigenen...
    An der eigenen Urteilsfähigkeit zweifeln -in Bezug auf Männer – Filou, Sie machen Witze
    aber auch.

  35. Liebe Tigerin, ich bin oft...
    Liebe Tigerin, ich bin oft ironisch. Auch diesmal. Diesmal besonders. Ich kann naemlich diese Emanzenhetzerei auf uns brave Jungs ue-ber-haupt nicht leiden.
    Wir tun und machen, erfinden Waschmaschinen um uns von den Frauen zu emanzipieren, bauen Autos und Flugzeuge um damit vor ihnen zu fluechten. Und was machen die Weiber? Sie setzen sich in unsere schoenen Flugzeuge fliegen an die schoensten Straende, legen sich dort 2 Wochen hin und stehen nur auf, wenn’s Essen gibt oder sie auf’s Klo muessen.
    Natuerlich sind Maenner seelische Krueppel. Einige Jahre weiblicher Noergelei ueber unsere Unfaehigkeit zu allem Moeglichen, macht den Staerksten fertig. Doch wir bleiben unverdrossen: immer wieder stellen wir uns heldenmuetig der neuen Herausforderung.
    .
    Wir sind Heroen. Nicht mehr und nicht weniger.
    .
    (Blumen bitte am Kuenstlereingang ablegen)
    .
    Mehr Frauen wagen! (W. Brandt)

  36. liebe Vroni, man muss wirklich...
    liebe Vroni, man muss wirklich schon sehr genau hinschauen, wen man sich einhandelt, denn eine trennung ist oft schmerzhaft, von kurzzeit- und zweckbekanntschaften einmal abgesehen, aber dies ist etwas anderes. ansonsten darf ich bestätigen, dass sich verschiedene männer auf das angenehmste ergänzen, der eine denkt an den blumenstrauss und hebt seine socken auf, ein anderer schenkt einem ein buch und arrangiert die kissen, der nächste ahnt, wann eine heisse wanne angebracht ist, und wann die kalte dusche, und dass die küche nicht wirklich auf die dame des hauses wartet…
    .
    aber ach, man kann nicht ganz abstreiten, dass sie in einigen punkten nicht ganz unrecht haben, denn auf die folgende antwort bin ich nur zu gespannt (aber warten wir sie einmal ab):
    .
    lieber The Great Artiste, wie sie verwöhnt werden! ganz sicher haben sie das auch verdient. gestatten sie mir daher bitte eine frage:
    wie lange darf ihre partnerin warten, bis sie einen schönen warmen tee, die kuschelige decke, ein wenig zurückhaltende zuwendung und die erlaubnis bekommt, ausser einem buch oder der fernbedienung nichts, vor allem nichts in der küche, anzufassen, falls die lungenpest einmal sie hinrafft?
    .
    last but not least: lieber, geschätzter gastgeber, gute besserung! ich hoffe, dass es ihnen gelang, ihre katze dergestalt zu dressieren, dass sie in der lage sich befindet, ihnen selbsttätig den tee aufzusetzen.

  37. Dieses würde ich denn doch...
    Dieses würde ich denn doch mal gern zu den Akten geben, Vroni, Filou und Tiger. Ein gestandenes Mannsbild liebt _alle_ Frauen. Irgendwelche Imponderabilien spielen da überhaupt keine Rolle.

  38. liebe/r E.R.Langen, die...
    liebe/r E.R.Langen, die leserschaft denkt immer an sex.
    daran ändert auch eine grandmère nichts.

  39. Heiraten ist eine soziale,...
    Heiraten ist eine soziale, keine so individuelle Angelegenheit, wie wir heutzutage zu denken angeleitet werden: Kreuzvetternheirat, Levi-Strauss, Tu felix Austria nube, Schadchen, indische arrangierte Heiraten, usw. Die unüberlegte Liebe war früher nur was für die Armen, heiraten durften sie ohnehin nicht.

  40. vor allen dingen ein...
    vor allen dingen ein gestandenes, lieber Savall. wo sie recht haben, haben sie recht.

  41. Und was Dons Grossmutter...
    Und was Dons Grossmutter betrifft muessen wir der trostlosen Wahrheit ins Auge sehen, dass sie sich nicht um ihren Enkel sorgte, sondern voellig solidarisch dem internationalen Weltweibertum verpflichtet war. Keine Frau-ich betone KEINE-verraet ihr eigenes Geschlecht, das wuerde das System erdumspannender weiblicher Herrschaftsausuebung gefaehrden. Was die skrupellosen Oligarchen fuer Russland, sind die Frauen fuer die den gesamten Erdball. Wir, die Maenner, waren rechtzeitig gewarnt (ich erinnere an die Sache mit der Schlange, die Juengeren unter wissen das sicher nicht), aber wir Dussel, nett wie wir sind, dachten: Es wird schon gut gehen. Niemand, wirklich niemand, rief damals mit flammender Rede: „Wehret den Anfaengen!“
    .
    Wie schrieb doch der bekannte Philosoph Prof.Dr. Filou F. Filou in seinem Chef d’Oevre „Die Welt der Metaphern“: Das Leben ist ein Camembert. Klein und stinkig.
    .
    Nun sind wir zu Sklaven geworden. Keiner befreit uns.

  42. Diese Meldung...
    Diese Meldung http://www.bunte.de/newsline/liliane-bettencourt-sie-droht-mit-auswanderung_aid_27867.html ist übrigens inzwischen überholt. Frau B. Senior ist inzwischen entmündigt und das Vermögen an ihre Tochter (58) übergeben worden. (Die Tochter, welche der Mutter interessanterweise in derselben Privatstraßen-Sackgasse genau gegenüber wohnt, deren Haus die alte Dame aber noch nie betreten hat/hätte – „weil die Tochert zu wenig elegant, dafür aber zu intellektuell wäre“, so der aktuelle BUNTE-Gossip)(http://en.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7oise_Bettencourt_Meyers). Und zur Wiedererlangung seiner unbescholtenen Freiheit einigte sich außerdem Herr Banier auf Rückerstattung der Hälfte der ihm zuteil gewordenen Geschenke in Höhe von einer Milliarde Euro – und darf für die im gnädigerweise verbliebene Restsumme jetzt lebenslang schweigen. Auch, dass er vom früheren „Starfotograf und Begleiter einer tollen, alten Grande Dame“ zum „Hochstapler und Schwindler“ mutierte. (Man versteht das, es kann nicht anders sein.)
    .
    Was solches möglicherweise mit diesem Blog zu tun hätte? Nun, natürlich Wunsch und Aufforderung, es nämlich zu halten: Weggeräumt werden nicht vor den Lebensjahren 88/89 … .
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    Und kein Wunder, dass Frankreich sich neuerdings (Sarkozy an sein Volk vorgestern) an Deutschland orientiert. Deutschland ist inzwischen schließlich fast überall das reinste Versailles. (Die Schritte in den Abgrund sind eine Treppe. Von weiter unten sieht man deutlicher.) (Und man liebt Bilder. Vor allem, wenn sie ausländisch schief sind.)
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    Und Madame Françoise Bettencourt Meyers (58) geht aktuell an diesem Wochenende einmal mehr alleine und in sich gekehrt und ihr Elend und die Welt und den Begriff „Einsamkeit“ bedenkend am dunklen und gar so vollkommen verlassenen Strand von Deauville spazieren, so kann man lesen. (Sie könnte aber auch für 17 Milliarden an Nestlé verkaufen.) (Vielleicht sollte sie gewisse Westviertelsöhne adoptieren, so für die nächsten 30 Jahre, bis 88; bei gegenseitigem und bedingungslos gehaltenem Versprechen, sich nie etwas „zu Leide zu tun“, sondern immer nur zu stützen?)
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    Und es läge dann eben doch eine große Reife darin, ein Vermögen wie eine Republik von den vorangegangenen Generationen nicht einfach so als Geschenk anzunehmen. (Sondern sich hart zu erarbeiten – oder gar nicht.)

  43. @ donna laura: Um es mal so zu...
    @ donna laura: Um es mal so zu formulieren: I`ll try to do my very best. Oft ist sie leider aber selber schneller…
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    In diesem Sinn muss ich Ihnen, lieber Filou, heftig wiedersprechen, so sehr ich ihre i.A. sehr spritzigen Diskussionsbeiträge oft mit Schmunzeln zur Kenntnis nehme. So ganz kommt da das Ironische nicht rüber.
    Bei Vroni dagegen muss ich zustimmen, da ist manch Wahres dran.
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    Ich glaube, Männchen machen eher einfach ihr Ding, Weibchen haben die Augen ein bisschen weiter offen für das grosse Ganze, kümmern sich mehr, lassen sich aber auch eher irritieren.
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    Aber bei allen kleinen Rempeleien des Alltags, die Natur hat nichts tolleres erfunden ausser hübschen Augen und süssen Öhrchen, und noch so manch anderen Reizen, die am Weibchen zu finden sind, aber ein Gentleman natürlich nie hier aufzählen würde.
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    Fazit: Liebe ist toll. Frauen sind toll. Ein dressiertes Kätzchen ist mir als Gesprächspartnerin etwas zu einseitig.

  44. @Vroni: Statistik! Ihre...
    @Vroni: Statistik! Ihre Folgerungen sind sehr gewagt, ich sepkulier hier nur mal ueber ein paar andere moegliche Deutungen:
    – Verheiratete Frauen bekommen statistisch gesehen mehr Kinder. Kann es sein, dass dies sie koerperlich strapaziert und somit zu einem etwas kuerzeren Leben fuehrt? (Oder der Stress, den die Kinder spaeter noch bereiten)
    – Vielleicht leben die unverheirateten Maenner ein aufregenderes, gefaehrlicheres Leben?
    – Vielleicht werden gerade die Maenner mit koerperlichen Unzulaenglichkeiten (Behinderungen etc.) eher nicht geheiratet. Diese haben aber evtl. eine kuerzere Lebenserwartung.
    – zu viel Torte?

  45. Und könnte es noch einen...
    Und könnte es noch einen unreflektierten/weniger bewußten Anteil geben, der es einfach als Last betrachten würde, „Vermögen usw.“ ganz einfach noch eine Generation weiterzugeben? Dass also „nach mir die Sintflut – aber mit Stil“ eben auch sowas wunderbar Neues und Einzigartiges hätte? Hier und heute in D? Obwohl auch schon längst fast wieder Trend?
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    Aber „Thomas-Mann-mässig“ der erste vollständige und vollständig (selbst- (!)ausgeprägte Dekadent – und damit der erste überlegen Nicht-Lebenstüchtige (im klassischen Familienvorväter- und mütter-Mehrungssinne) zu sein, eben vor allem eines wäre: Lust? (Und ganz sicher „unbewußt, höchste Lust“?)

  46. Und er sucht erkennbar auch...
    Und er sucht erkennbar auch weiterhin nicht den sozialen Aufstieg, denn er ist schon oben, sondern lediglich darum, so sein zu dürfen, wie er ist; wir ziehen den Hut und sagen: Wir verstehen ihn! Und wünschen alles Gute und Gottes Segen – auch in der Sache!

  47. On ihn jetzt eine späte...
    On ihn jetzt eine späte Enkelin am falsche Ende oder später ein verspäteter Polanski am Stauende erwischt, ein abendländisches Begräbnis ist ihm sicher.

  48. Nin, eigentlich sollte ich im...
    Nin, eigentlich sollte ich im Bett liegen und auskurieren, statt huer zu arbeiten – keine Ahnung, ob gerade jemand tauschen möchte. Würde es nicht raten.

  49. cher Filou, die weibliche...
    cher Filou, die weibliche macht beruht auf einer ganz gewissen anziehungskraft, doch diese lässt spätestens im grossmutteralter deutlich nach. bis dahin sollte man gelernt haben, andere angeln zu werfen.
    was nicht so besonders kompliziert ist, wenn man sich nicht zu ungeschickt anstellt.
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    damit die herren der erschöpfung nicht vollends den kopf verlieren, nur um ihrem besten freund hinterherzulaufen, hat der zeitgenössische kirchentag wallawallakleider und hans wolfshaut erfunden.
    ganz zu schweigen vom gebende, das immer so fürchterlich kneift, aber was soll eine verheiratete dame schon tun, um nicht als leichtfüssig zu gelten. lesen und mit pfaffen diskutieren, das darf sie.
    dazu wurde noch das vermögen vom vater an den gatten weitergereicht, verblich einer von diesen vormündern, so kam der bruder zum zug. seit den staufern, diesen gaunern, ist die mitherrschaft erledigt.
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    das leben ist eine hühnerleiter: http://www.youtube.com/watch?v=dmKeIlJq4gM&ob=av3n.

  50. Ich muss mich leider fuer ein...
    Ich muss mich leider fuer ein paar Stunden verabschieden. Madame sitzt auf dem Sofa, bekam eine Decke gebracht (von mir). Sie liest die Zeitung (gekauft von mir von ihrem Geld), unter einer huebschen Stehlampe (Birne eingeschraubt von mir), zu ihrer Rechten sitzt die Katze (dressiert und gefuettert von mir).
    Ich muss jetzt Nudeln kochen. Wenn sie al dente sind, bekomme ich heute KEINE Pruegel.

  51. lieber The Great Artiste, wenn...
    lieber The Great Artiste, wenn sie zu schnell sei, müssen sie zu langsam zu sein. es steht für ihre werte gattin zu hoffen, dass dies in *hüstel* anderen situationen nicht etwa umgekehrt ist…

  52. "Fazit: Liebe ist toll. Frauen...
    „Fazit: Liebe ist toll. Frauen sind toll.“
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    Und dafür drei Jahre Blog?

  53. Und es ist wohl auch eine...
    Und es ist wohl auch eine Frage des Revierverhaltens: „Für Ilka Reinhardt vom Wildbiologischen Büro Lupus boten die Daten einige Überraschungen.
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    „Einerseits diese großen individuellen Unterschiede. Dass man jetzt nicht sagen kann: Der Wolf in Deutschland lebt so. Man braucht viel viel mehr Daten, um solche Aussagen treffen zu können.“
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    Denn die sechs besenderten Tiere zeigten ein sehr heterogenes Wanderverhalten. Die Fähe Lisa zum Beispiel entfernte sich kaum von ihrem Geburtsort. Wolf Karl zog es von der Lausitz aus bis vor die Tore Berlins, bevor er nach 400 Kilometer Rundweg wieder in seine Heimat zurückkehrte. Sein Bruder Alan wiederum wanderte in nur zwei Monaten von der Lausitz durch ganz Polen bis nach Weißrussland, insgesamt mehr als 1500 Kilometer. Ilka Reinhard:
    „Das hat auch uns verblüfft, vor allem, in wie kurzer Zeit er diese Strecke zurückgelegt hat. Und auch wie schnell solche Wölfe eingezäunte Autobahnen überqueren.“
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    Wie wäres also damit: Möglicherweise ist Don Alphonsos Europarevier eben auch ganz einfach zu groß für so manch deutsche Fähe, Komma ortsfest?
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    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1590890/ (Und wirkliche Wölfe wie auch uns hat das überhaupt nicht gewundert, wir hätten locker sogar noch mehr vorausgesetzt. Und gerne. Und ohne camouflierende Anpassung an Dummheit, Enge und Hinterwald. („Der findet sich schließlich heute am meisten mitten in jeder Kultur, wetten dass?“ wird manch einer auch schon mal gedacht haben.))
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    Er enge also – bitte – auch weiterhin sein Revier nicht ein.

  54. Na lieber nicht. Meine...
    Na lieber nicht. Meine Erkältung ist schon besser geworden.
    Und ich wünsche Ihnen viel Glück, auf einmal auf eine andere Perspektive zu stossen, als ans `aufgeräumt`werden zu denken.
    Mit der richtigen Frau verheiratet zu sein macht viel Spass, auch manchmal Arbeit, dass es so bleibt, ganz logisch, nobody is perfect. Auch nach Jahren des Junggesellendaseins, lieber allein als falsch verbunden, auf einmal kann alles ganz anders sein.
    Umso mehr in dem ganzen Chaos, das uns umgibt, und wahrscheinlich noch heftiger umgeben wird, wenn es nicht mehr so klar ist, dass kleine gelbe Männchen unsere Computer für einen Euro die Stunde zusammenfrickeln.
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    Es ist bitter, wenn man zehnjährige afrikanische Jungs mit Machetennarben Kakaofrüchte aufhacken sieht, die nicht einmal wissen, wie Schokolade schmeckt.
    Hoffentlich werden wir dafür nicht bald die Rechnung präsentiert bekommen.
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    Auf alle Fälle werden wir in Zukunft gute Freunde und Liebe verdammt gut gebrauchen können, und wir sollten als Gesellschaft daran arbeiten, dass wir dabei nicht nur an verpasste Chancen, Langweile und Entsagung denken müssen.
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    Die Alternativen können doch nicht heissen Silikonkühe auf der Pornomesse oder Starf..k Takeaway Latte Macchiato Orgien mit i-pad am Sandkastenrand am Prenzelberg, auf der Suche nach dem besten und billigsten Chinesischkurs für Vorschulgenies ….

  55. Grippe, lieber...
    Grippe, lieber Don?
    Auskurieren, ausruhen, schlummern, dämmern, an die (gewiss stuckierte?) Decke starren, dabei wird Ihnen wieder einiges einfallen, den Laden einfach ein bisserl zusperren, die Leser verlaufen sich gewiß nicht. Tee, Tee, Tee und Weleda Kinderglobuli ferrum phosphoricum.

  56. Ich bin ja der faulste und...
    Ich bin ja der faulste und unengagierteste Mensch von der Welt, aber um mit dem Blog andere Staub schlucken zu lassen, würde ich erheblich mehr tun als alle 15 Minuten Kommentare freischalten. Auch in dieser lage.

  57. verehrter Don,
    aber die...

    verehrter Don,
    aber die schlucken doch eh schon Staub!
    übrigens wird oben auf der site für den Daddy-Test geworben
    (wird gern von Großmüttern gekauft, hab ich mir sagen lassen)

  58. Don Alphonso: "Ich bin ja der...
    Don Alphonso: „Ich bin ja der faulste und unengagierteste Mensch von der Welt, aber um mit dem Blog andere Staub schlucken zu lassen, würde ich erheblich mehr tun als alle 15 Minuten Kommentare freischalten. …“
    *
    Nein, Don, da sind wir Menschen simpler gestrickt: Eine nahende Grippe und keine Frau, die einen wieder anständig gesund pflegt, da kommt man schon mal auf solche Gedanken. Als Psychologe stelle ich mir da eher die Frage: Wie groß mag wohl die Angst Don Alphonsos vor dem Heiraten sein, dass er als Hänsel quasi öffentlich bei seinen Lesern um moralischen Schutz vor einer Hexe ansucht, die er witzigerweise für seine Großmutter hält? :-)

  59. Paperlapapp. Das gehört dazu,...
    Paperlapapp. Das gehört dazu, die eine wollen es so und die anderen abders, und wer daraus über mich psychologisieren will, soll das woanders machen.

  60. Lieber T.I.M.,
    viel...

    Lieber T.I.M.,
    viel einfacher:
    Männer sind rascher in einer Ehe zufrieden.
    .
    Sie brauchen nicht viel, Hauptsache, das Gröbste funktioniert, dann würden sie sich bereits als „glücklich“ bezeichnen. Und sind es dann auch. Zufrieden lebt es sich länger, logisch.
    Frauen erwarten mehr von einer Ehe als nur funktionieren. Sie sind somit rascher unglücklich, rascher gestresst. Das führt zu einer etwas kürzeren Lebenserwartung.
    Sie reichen auch zu 65% die Scheidung ein. Oft ist er ganz überrascht (das ist er wirklich, weil er war ja recht zufrieden) und hat ihr Fremdgehen/Scheidungsansinnen nicht kommen sehen.
    .
    Hier ein pöser Link zu den Ösis: „Lob der Statistik. Junggesellendasein gefährlicher als Atomkraft, aber Schlussmachen für Frauen gesünder als Beziehung!! “
    http://fm4.orf.at/stories/1681480/

  61. Ich bin gerade nicht sensibler...
    Ich bin gerade nicht sensibler als sonst auch, es ist nur so, dass mir mit Grippe das Löschen von Anraunzungen mehr Spass macht. also: Respekt, wenn ich bitten darf.

  62. Ein schöner Text, wunderbare...
    Ein schöner Text, wunderbare Bilder, man ist gut unterhalten – und wer mit wem zusammenlebt – oder nicht – ist doch heutzutage eh schon fast egal. Und man kann auch in Beziehungen alleine sein, nicht nur ohne und überhaupt.
    .
    und überhaupt beziehungen, zumal dauernde: kaum sind wie im Fluge 24,7 Jahre vergangen, schon stellt sich die frage nach einer silberhochzeit – oder eben heutzutage eher nicht. westviertelmässig eben bald doch eher nicht, relativ gesehen, so möchte man meinen, als in der nordeutschen kleinstadt „mit silbergefasster 25 über der hauseingangstür“. und die nachbarn kommen, und alle helfen. dann eben doch schon lieber nochmals malediven. oder was anderes. oder gleich ganz ohne sowas. muss wirklich nicht. trotz bei aller liebe.
    .
    und deswegen gibt es ja auch den weltbild-verlag, der uns „absolvo te“ sagt – wenn auch für manche noch etwas sehr durch die blume und vielfach unbemerkt. veränderungsmitanzeiger ist der aber auch, wenn man so will:
    .
    „Die sinkende Resonanz für katholische Erbauungsschriften führte 1987 zu einer völligen Umorientierung und zur Weltbild Verlag GmbH. 2001 entstand daraus die Verlagsgruppe Weltbild. Sie zählt heute im Buchhandel und Online-Buchhandel zu den Marktführern in Deutschland.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Verlagsgruppe_Weltbild
    .
    und weiter heißt es da: „Weltbild gehört zu 100 % der katholischen Kirche, bietet aber auch Waren an, die nicht der Lehre der katholischen Kirche gemäß seien. Eine 70-seitige Dokumentation der Initiative Katholisches! Weltbild kritisierte daher das Angebot an „Sexbüchern, gewaltverherrlichenden, esoterischen, magischen und satanischen Schriften“. Die deutschen Bischöfe als verantwortliche Eigentümer wurden angeschrieben; die Resonanz war jedoch gering. Im Oktober 2011 berichtet das Magazin buchreport, dass die katholische Verlagsgruppe sich am Geschäft mit Erotik beteilige. Daraufhin reagierte die katholische Kirche in Deutschland mit der Mitteilung, dass sie den „Vertrieb möglicherweise pornografischer Inhalte“ unterlassen wolle und dass möglicherweise ein Filtersystem versagt habe.(!, p.) Der Verlag gab an, dass dieser Umsatz lediglich knapp 0,2 Promille ausmache und er auf den „mündigen Bürger“ setze, Zensur fände nicht statt.(!,p.) Darüber hinaus versuche man „unserer Verantwortung gerecht“ zu werden.“
    .
    einzelne männer, welche keusch und abstinent leben würden, so wie unser herr jesus, fielen da inzwischen ja auch noch kaum mehr negativ ins gewicht, blieben genaugenommen nahezu völlig bedeutungslos; man mache sich also bloß keine unnützen gedanken. (ist hier ja auch nicht der fall.
    .
    „wir wollten es bloß nochmal gesagt haben“, „denn die schere im kopf eilte oft schon den erweiterungen bloß so stark noch hinterher“. oder so. daher: blockaden weg!
    .
    p.s.: „das filtersystem hat versagt“ – ist das nicht klasse!?

  63. kụp•peln; kuppelte, hat...
    kụp•peln; kuppelte, hat gekuppelt; [Vt]
    1. etwas an etwas (Akk) kuppeln zwei Fahrzeuge (mit einer Kupplung (3)) verbinden ≈ ankuppeln: einen Speisewagen an einen Zug kuppeln
    2. etwas (mit etwas) kuppeln zwei Teile (einer Maschine) so miteinander verbinden, dass sie zusammen wirksam werden und die Verbindung wieder getrennt werden kann ≈ koppeln (1): Motor und Getriebe eines Kraftfahrzeugs kuppeln; [Vi]
    3. die Kupplung (1) eines Fahrzeugs betätigen: Bevor man einen Gang einlegen kann, muss man kuppeln

  64. @Vroni:
    11 Jahre verheiratet?...

    @Vroni:
    11 Jahre verheiratet? Hmmm, dann sind die guten Ratschläge also für die anderen …
    Vergnügter, hüstel, zufriedener männlicher Gruss,
    Thorsten Haupts

  65. "über mich psychologisieren...
    „über mich psychologisieren will, soll das woanders machen.“
    Pruuust. Wo Küchenpsychologie doch die vergnüglichste Folge von Freuds Spekulationen ist. Jetzt weiss wenigstens jeder, wie der andere tickt – und der Mensch braucht einfach Sicherheiten in unruhiger Zeit. Anerkannte Gesellschaftsspiele unterbrechen gilt nicht.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  66. @ DA. Aufmunterung! Always...
    @ DA. Aufmunterung! Always grab an opportunity!
    http://www.youtube.com/watch?v=cxpYN-NK54Y

  67. <p>Ich pflege mir dann immer...
    Ich pflege mir dann immer Roadrunner & Coyote auf Youtube anzuschauen. Immer schön,. wenn es anderen noch schlechter geht.

  68. Guten Abend. Wie immer...
    Guten Abend. Wie immer besticht die Spannung zwischen Bild und Text. Ich habe noch nie eine derartig fein geordnete Sammlung von Jett- Toten- oder Gedaechtnis-Schmuck gesehen, als wenn Nabokovs Lepidopteren-Phil(olog)ie in die Niederungen der melancholischer Mineralogie eintauchte. Jede Perle hat eine Nummer – kaum auszuhalten, diese autistischen Mementi des Verlorenen. Ist das ein Epitaph fuer die werte Grossmutter, nur durch eingefuegte Komik einer alten Dame hinter dem Spion zu ertragen? Na, werter Don. Es scheint an frischer Luft und Endorphinen zu ermangeln? Ich empfehle eine Ausflug ins Sonnige, idealerweise mit anregender Begleitng. Wie waer es einmal mit den Tropen? Die sind nicht immer trist.

  69. Jetzt wissen wir auch, woher...
    Jetzt wissen wir auch, woher diese morbide Sucht nach jaulenden südälpischen Hochgeschindigkeitsräuschen kommt: Rodarunner & Coyote Ugly

  70. Mein Vater wollte auch keine...
    Mein Vater wollte auch keine Kinder, meine Mutter musste mit der Scheidung
    drohen, aber dann war er der beste Vater. Er hat mir die Staerke gegeben
    meinen eignen Weg zu gehen und nicht auf das Geschwaetz anderer zu achten.

  71. Wir werden ihn ab jetzt Don...
    Wir werden ihn ab jetzt Don Allmäkelio nennen… :-)

  72. Guten Morgen und gute...
    Guten Morgen und gute Besserung, die Unermüdlichkeit von Wile E. Coyote, sein Scheitern zu negieren, hat etwas Bestechendes, vielleicht lieben wir es deshalb, weil es auch uns klarmacht, dass es oft unser Anlauf ist, der uns Spass macht, etwas zu versuchen, auch wenn Murphys Gesetz bestimmt wieder zuschlagen wird. Wenn etwas schiefgehen, wird es schiefgehen, auch wenn wir bestimmt nicht damit rechnen konnten.
    Wer kriegt schon seinen knusprig gebratenen Roadrunner wirklich in die Pfanne?
    Trotzdem sollte man es immer wieder phatasievoll neu versuchen…
    Glückliche Beziehungen und unproblematischen erotischen Spass bloss nicht zu einfach zu machen, ist sicher einer der Hauptmotoren des gesellschaftlichen Antriebs, „etwas bieten zu können.“ Auch wenn die Sache gerade deshalb oft in die Hose geht.
    Wenn unsere lieben Pornoproduzenten unter dem Deckmäntelchen des Juegndschutzes dafür sorgen, dass es bloss nichts Nacktes/Normales umsonst zu sehen gibt, sind wir doch an einem ziemlich toten Punkt angekommen.
    Wenn Filme über Beate Uhse oder Mami erbt eine Hardcore-Filmfirma „ab 6 Jahren“ keimfrei im Abendprogramm laufen können, und sich niemand wundert, spricht das Bände.
    Drastischer Sex für die Prolls und gepflegte liberale Kommunikation darüber für die Kulturträger. Sozialdemokratisch überprüfter keimfreier Bio-Sex reisst doch irgendwann niemand mehr vom Hocker, und da ist häufiger Partnerwechsel sicher auch keine Lösung. Wer hat denn schon behauptet, dass das erste Mal das Allerbeste war?

  73. Bitte zwei schöne Blogstücke...
    Bitte zwei schöne Blogstücke schreiben a) über die brevitas vitae und b) über dieses 50anni-Rennrad.
    .
    Danke. Und: Gute Besserung!

  74. Es ist ja nicht das Scheitern...
    Es ist ja nicht das Scheitern an sich, das gefällt, sondern die perfide Art des Scheiterns. Um es klar zu aagen: Ich empfinde den Roadrunner als absolut nicht erfreulich, das ist ein widerlicher Streber, dessen ganze Kompetenz im schnell sein liegt. Der Koyote dagegen ist zwar ein Opfer der Umstände und mitunter auch seines Überschwangs, aber gleichzeitig auch der tragische Held.
    .
    Pr0n ist nochmal ein ganz eigenes Problem, es drängt den Libertin aus seiner Nische der Freiheit und irgendwie ist mir die Dauersexualisierung an jeder Strassenbahnhaltestelle einfach schon zu viel. Es ist ja nicht so, dass man deshalb mehr Spass haben würde. Keine Stadt ist so sexuell aufgeladen wie München. In keiner Stadt sitzen mehr einsame Leute rum. Pr0n ist da nur ein Ausweg.
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    Beatrice, das ist vermutlich oft so, dass Leute, wenn sie schon nicht anders können, dann sich auch hinstellen und es ordentlich machen. Allein: Ich mag überhaupt gar absolut nicht.

  75. @Filou zu 29. Oktober 2011,...
    @Filou zu 29. Oktober 2011, 18:48
    Ihr Beitrag würde sich vorzüglich für meine in Kürze zu erstellende Hochzeitszeitung eignen. So als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl für den Bräutigam meiner Nichte. Wie hoch ist die Gebühr an VG Wort?

  76. @ DA: Respektiert, ich wollte...
    @ DA: Respektiert, ich wollte nie jemand bekehren, nur darstellen, dass man(n) etwas verpassen könnte.
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    Was da an Strassenbahnhaltestellen herumhängt, und dieser ganze sonstige Pseudo-Pr0n-Müll macht so viel kaputt, weil er jede einigermassen normale Frau in die Flucht schlägt.
    In den Achtzigern dachte man, nackt baden würde irgendwann Standard werden, heute sitzen in öffentlichen Saunen fast nur noch Altachtundsechziger mit Affenfell bis auf eine Stelle, die sie wegen ihres Hängebauchs auch nur noch aus dem Spiegel kennen (nicht das Magazin).
    Ich glaube aber, es wäre es wert, sich eine phantasievolle, nicht nur auf verantwortungsvolle Nachproduktion von hochqualifizierten Sozialversicherungsbeitragszahlern ausgerichtete Erotik wieder zu erarbeiten.
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    Beim Bio-Sex ringelt sich alles zum Geruch von Babygereihertem ein.
    Gruselig, wenn der Ausweg Pr0n Alltag wird.
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    Und was sollen die Frauen machen ? Haben die nur ein Faible für Babygegluckse?
    Die ganzen horrenden Diskriminierungen weiblicher, selbstbestimmter Lust feuern doch nur volle Breitseite auch gegen die Männer zurück.
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    Alles im Stil des Mittelalters, als nur Handwerksmeister heiraten durften , und ausserehelicher Sex streng tabu war.
    Ich will dabei gar nicht auf die abgedroschene Schiene „Relig!on“ zurückgreifen.
    Schlimm genug, an was man sich als Teil des zu respektierenden Alltags gewöhnen musste.
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    Eine Gesellschaft ist umso freier, je freier ihre Frauen ihre Sexualität ausleben dürfen.

  77. Woher nehmen denn die freien...
    Woher nehmen denn die freien Frauen ihre freie Sexualität? Aus dem Kongo? Oder Kenia? Oder aus den Zoo (Cougar)?

  78. lieber Don Alphonso, diese...
    lieber Don Alphonso, diese dauersexualisierung simuliert die anwesenheit eines sexus, der so nicht existiert, der eher als, nun ja, veritable lücke wahrgenommen wird,
    im dem sinne, dass etwas, wie beispielsweise ein plakat dies suggeriert, zwar vorzuhanden vorgibt, zumindest den gedanken an es evoziert, das aber letztlich als fehlend empfunden werden muss, zumindest an der bushaltestelle.
    ganz ähnlich wie torte, wenn sie der leichten zugänglichkeit verschlossen ist, wie wenn alle konditoreien und besseren restaurants bereits geschlossen seien. und stellen sie sich einmal vor, überall in der stadt und im fernsehen werbung für torten, in allen heften rezepte für die besten torten und hinweise, wo es die besten torten gibt, torten in umkleidekabinen, torten in musikstücken (i want you gateau: http://www.youtube.com/watch?v=vldh7oQD-a4&ob=av2e).
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    dem pr0ngeschäft kann meine nicht völlig unspannte wenigkeit nicht viel positives abgewinnen, um dies vorsichtig zu formulieren.
    im gegenteil:
    das mojo sieht dies und rennt fort, nicht ohne kleine spitze schreie des entsetzens auszustossen, es flüchtet sich unter die treppe und mauert sich von innen selbst ein, mit dem festen – zum glück natürlich nie gehaltenen – versprechen, da nie wieder herauskommen zu wollen.
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    auch als doch nicht völlig unauffällige und dabei nicht eben hässliche dame nette, charmante, gewaschene und als halbwegs intelligente gesprächspartner fungieren könnende männer, die dabei noch eine gewisse als paritätisch anzusehende jugend* mitbringen, im normalen leben zu gewissen *hüstel* dingen zu bringen, ist nicht ganz einfach, denn nicht wenige männer haben ein merkwürdige auffassung davon, wer wen zu welchen zwecken ansprechen darf.
    .
    umfragen im freundeskreis ergeben zwar, dass man einer hübschen, charmanten dame mit freuden verfallen würde, und wäre dies auch nur für stunden, allein bleibt dies meist bei lippenbekenntnissen, denn man möchte ja nicht als prüde dastehen, als mann schon gar nicht, dann lieber als toller hecht.
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    als libertine stehen sie dagegen bedauerlicherweise recht schnell als schlampe da – was ich wohl aufgrund der vorgehensweise nie zu hören bekam – in gesellschaftlicher hinsicht schützt davor der status als ehefrau sowie die finanzielle besserstellung.
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    was fehlt, ist m.e. die leichtigkeit des allgemeinen umgangs mit sex.
    —–
    * dreieinhalb punkte davon sind die bedingung. man ist ja nicht wahllos.

  79. pardon, es soll heissen: nicht...
    pardon, es soll heissen: nicht völlig unentspannte…

  80. <p>Kleine Durchsage, um mir...
    Kleine Durchsage, um mir das Löschen von weiteren Kommentaren zu ersparen: Ich könnte hier auch mal in einen Kommentar reinschreiben, was ich von einer gewissen Art der stalkeresken Anbiederung halte, mit Details zur psychischen Einordnung des Betreffenden. Aber ich glaube nicht, dass jemand darauf Lust hat, insofern wäre es ganz reizend, damit aufzuhören. Es nervt. Und nachdem ich das in meiner Freizeit mache, will ich auch meinen Spass.
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    The Great Artiste, vielleicht wird das auch nur überbetont, ich lese gerade due geheimen Tagebücher des Herzogs von Croy, kein Kostverächter, ganz und gar nicht, aber auch diskret und überhaupt nicht explizit. Es ist das Plakative, das Laute, das die Sache so lästig sein lässt – zum Glück habe ich als Kunstfigur ja keinen Unterleib.

  81. donna laura, es gab da einmal...
    donna laura, es gab da einmal in Meran ein Hotel, das bot als Vorfrühstück gleich mal eine Torte an – schlecht war das nacht. Aber natürlich ist das ein Höhepunkt, und wenn man das dauernd hätte, würde einem der Magen zusammenpappen. Trotzdem ist heute eine Auktion einer fast nackten Spätbarockdame, und da werde ich vielleicht, wenn mich die Zahnärzte nicht unterbuttern… es hängt halt immer von der Verabreichung ab.
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    georgykoentges, die Knöpfe sind numeriert, aber auf dem Flohmarkt, wo ich sie ablichtete, waren sie in Auflösung eines Geschäftes. Vermutlich bekommt man das heute alles über das Netz aus China.

  82. @Don
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    Der Trick, die...

    @Don
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    Der Trick, die psychologisierende Betrachtung auf neutrales Terrain zu verschieben, also auf Comicfiguren, denen es nicht wehtut, weil sie es gar nicht merken, ist direkt Klasse. (@11:27) (Wir würden eher sagen Roadrunner kommt naiv, aber frei daher, auch relativ ungebunden und eben pflichtfrei; somit höchstwahrscheinlich ein allgemeines Element jeder gesunden Normalseele verkörpernd. „Wenn man doch nur auch mal so sein könnte“, wissend, dass man es nicht kann, überwiegend verantwortlich in alle Richtungen lebend. Und Beziehungswünsche verkörpert er eher auch nicht, soweit zu erkennen. Wäre aber vorstellbar, dass er eine Roadrunnerin träfe, zu gemeinsam Tun, nicht wahr? „Paarlauf“ sozusagen, und die Lebenshindernisse und Widrigkeiten (Coyote) hätten noch weniger Chance.)
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    Und wir meinen noch: Wenn ich Sätze hinschreibe wie „Und dann wirst Du aufgeräumt. Man muss sich das versinnbildlichen, um den Inhalt so zu verstehen, wie er gemeint ist.“ (, an denen nichts, aber gar nichts auszusetzen ist,) … dann wäre das wohl doch so gesehen „Psychologie pur“, nicht wahr? Und dass das dann auch so verstanden und reflektiert würde, sollte man evtl. nicht nur schelten.
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    Und: Wahrscheinlich ist das hier auch schon ein bißchen so etwas, wie in eine Selbsthilfegruppe gehen (heute schon fast die Allgemeinbildung). Jeder hat ein Selbstbild. Und das fällt mit dem Fremdbild eher nicht immer ganz deckungsgleich zusammen. Und dann redet man zusammen. Das der Sinn. Und selbstverständlich erzählt jeder immer nur aus dem Bereich seiner Lebenserfahrung und bleibt sachlich.
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    (Wobei nicht miteinadenr reden oder überhaupt wie bekannt auch ein starkes Mittel sein kann, nicht um sonst gingen schon historische Gestalten 40 oder 140 oder 1400 Tage in die Wüste, falls wir recht erinnerten. Und wäre nicht gerade auch die Kommunikation zwischen dem Roadrunner und dem Coyote überwiegend vollkommen non-verbal, falls man noch weiter draufschauen wollte?
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    Nachbemerkung: „Genug geredet“, sagte unsere bessere Hälfte früher manchmal auch schon mal „jetzt nimm mich mal endlich einfach mal in den Arm und drück mich mal feste, merkst Du eigentlich gar nicht, wie lange ich das jetzt schon einfach nur will?“ „Früher halt“ (*g*) – heute reden auch wir fast gar nicht mehr – „man muss ja auch nicht immer reden“.
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    (Wie war das nochmal mit TM, „und dass das warme Gefühl immer künstlerisch unproduktiv wäre, sondern nur die kalten Ekstasen zählten, das Schreiben also „mit und jenseits des abgetöteten Gefühls“, dass einer also ein ganz dem Leben Gestorbener sein muss, um vollkommen ein Schaffender sein zu können“? Erneut Psychologier aller Orten, es geht wohl nicht ganz ohne, siehe eben auch seinen Beitrag oben.)

  83. Und genau dafür gibt es doch...
    Und genau dafür gibt es doch Klöster.
    .
    Die drollige, vorgestrige Vorstellung wird bald wieder sehr modern sein, schon aus Gründen der Evolution.

  84. angesichts der streberhaften...
    angesichts der streberhaften musterschülermentalität des roadrunners ist mir der niemals langweilige kojote wesentlich lieber: er versucht es immer wieder, ist hochgradig erfindungsreich, an sein ziel gelangt er nur in ansätzen – sonst wäre auch die serie zu einem ende angelangt -, doch er verzagt dennoch nie. das ist wahrer pioniergeist (wenn auch gepaart mit erfolglosigkeit)!
    .
    nur eines scheint zunächst schwer zu verstehn: wenn er sich schon dieses grüne fledermauskostüm kaufen kann, wieso dann nicht gleich ein oder zwei gebratene roadrunner? nun gut, dann wäre die serie zuende…
    .
    noch ein wenig free bird seed?

  85. @escalera_de_caracol, das ehrt...
    @escalera_de_caracol, das ehrt mich. Nur zu. Kost‘ nix.

  86. Nochmals wir.
    .
    Hat in der...

    Nochmals wir.
    .
    Hat in der FAZ.net eigentlich irgend jemand z. B. etwas gehört von der 1. Golo-Mann-Tagung am letzten Wochenende? (DNB, Adickesalle 1, Frankfurt)
    .
    http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=17311
    .
    Schade, dass wir Tilmann Lahme nicht haben hören können, wäre sicherlich sehr interessant gewesen. („Unordnung und familiäres Leid: Zur Beziehung von Leben und Literatur bei den Manns“) http://www.d-nb.de/aktuell/pdf/golo-mann-programm.pdf Wäre sicherlich ein großer Gewinn gewesen. (Und Lahme war doch früher auch „ein FAZ-Gewächs“ gewesen, wenn man recht erinnert?)
    .
    (Und wir meinen auch weiterhin, gerade auch Golo Mann hätte ggfls. mit diesem Blog zu tun, auch daher. „August Nitschke, Tübingen
    Auf Wanderungen bei Münster, Stuttgart und im Tessin: beunruhigt, unsicher, spottend, fleißig, erschöpft, erbost – Golo Mann, ein treuer Freund.“, ebenda. Und so Freunde braucht man, braucht man auch.)
    .
    (Wobei wir die Lahme-Biographie über G. Mann mindestens eben so sehr schätzen, wie die Bitterlis. Beide zusammen erst bringen es. Am Rande und rein subjektiv.)

  87. Sehr Verehrter Don! Es tut mir...
    Sehr Verehrter Don! Es tut mir leid zu lesen, dass sie krank sind. Leider konnte ich nicht früher vorbeischauen, um Ihnen e-Kamillentee zu servieren, den ich höchstselbst für Sie aus selbstgepflückten Kamillen aufgebrüht habe. Wir sind gestern gleich nach unserem letzen Kommentar abgehauen, weil sich 800 Kinder zum Halloween angekündigt hatten, und Madame sagte, bei aller Liebe zu Kindern, die degradieren mich zu einem Candy-dispenser.
    Gute Besserung !

  88. Rätsel
    .
    Was ist das?
    Er hat...

    Rätsel
    .
    Was ist das?
    Er hat weder einen Unterleib noch eine Seele noch ein Herz, für die Buchhändlerin aber etwas übrig.

  89. @donna laura 14:30
    <das ist...

    @donna laura 14:30

    Das ist Existenzialismus. Il faut s´imaginer Sisyphe comme homme heureux.

  90. Wenn ich aus dem oberen...
    Wenn ich aus dem oberen Turmzimmer auf die Hänge der Buchenwälder schaue, fällt mir auf, dass die goldgelben Blätter jetzt schneller fallen.

  91. Was für interessante Bilder,...
    Was für interessante Bilder, lieber Don!
    Sie wecken Kindheitserinnerungen: im Hause der Großeltern fanden sich die unterschiedlichsten Knopfkarten – ganze Schubläden voll, sorgfältig handbeschriftet, katalogisiert und „aufgeräumt“. Eine geheimnisvolle Systematik schien sich dahinter zu verbergen, die wie so viele andere anscheinend bedeutungsvollen Zusammenhänge der Erwachsenenwelt nicht einfach zu entschlüsseln war, schon gar nicht aus der Perspektive eines Achtjährigen.
    Ich wage die These, dass das Vorschlagsrecht der Großmütter vergangener Tage vielleicht auch dem einen oder anderen jugendlichen Donvorfahren zu mehr Selbstbewusstsein bei der Brautwerbung verholfen haben mag, auf Grund der vermittelten Selbstverständlichkeit standesgemäßer Verbindungen? Auch die Enkelinnen konnten sich getragen wissen und darauf verlassen, dass Großmutter dem Vater im Hintergrund zur Hand ging, wenn der sich bei der Wahl des Bräutigams allzu sehr am Geschäftlichen orientierte…
    Ich will die sanfte oder bisweilen auch wenig rücksichtsvolle Einflußnahme keineswegs einseitig bejubeln, denn deren Kehrseite ist uns seit Shakespeares Zeiten wohlvertraut. Doch Türen schließen sich nicht nur, es tun sich doch auch Pforten auf: die Ehe meiner Großeltern, mich selbst und meine neugierigen Erkundungen im Reich der Knöpfe hätte es wohl nie gegeben, wenn nicht des Großvaters einstige Verlobte aus England auf Druck ihrer Familie das Verhältnis hätte lösen müssen – eine Verbindung „mit dem Feind“ galt ungeachtet aller persönlichen Sympathien spätestens nach Kriegsbeginn als unfein…

  92. Es war heute wunderschön...
    Es war heute wunderschön draußen im Wald, die Rauschzeit beginnt, die Eber raufen und kauen Schaum. Die süßen Frischlinge werden dann in der Tantenrotte aufgezogen, so wie bei uns sehr viele Kinder. Hoffentlich waren alle geschätzten Kommentatoren an der frischen Luft!
    Wie ist das Befinden heute, verehrter Don?

  93. Was soll es bedeuten, dass ich...
    Was soll es bedeuten, dass ich so melancholisch bin?
    .
    Dann wäre die Aussage des Textes, dass die jungen Leute ihre Eltern und Großeltern heute nicht mehr aus Pietät vulgo Feigheit belügen müssen, weil sie nämlich längst in aller Offenheit fest darauf rechnen dürfen, dass diese genauso zynisch und berechnend sind wie sie selbst.
    Das ist der Fortschritt, das ist die Aufklärung.
    .
    Beruhigend zu unterstellen, dass auch die Büchermädchen sich niemals Hoffnungen gemacht und keinen Moment an das Glück ihres Lebens geglaubt haben:
    .
    Darf ich in den Spiegel schauen,
    Den die Hoffnung vor mir hält?
    Und soll ich es glauben?
    Wird keiner mir rauben
    Den köstlichen Wahn?
    .
    Tief unter dem Ozean liegt ein versunkenes Land.

  94. @ donna laura: den ganzen...
    @ donna laura: den ganzen armen unter der Treppe im selbstgewählten Edgar-Allan-Poe Verliess vor sich hin bibbernden weiblichen Mojos eine Karotte an den Stock zu binden, um sie wieder hervor zu locken, das wäre doch was?
    .
    @don alfonso: das laute, vorhersehbare, mechanische, plumpe das kann einem gestohlen bleiben, aber ich finde es schade, das die Alternative nur die unterleibslose Hyperdiskretion sein sollte, da landet der ganze Bereich in einem sprachlosen Raum, der gar keine Alternativen zu dem Geschrei von Schlauchbootlippen, Gummibusen und Plexiglasstelzen mehr setzt. Mit welchem Bild soll man denn als junge Frau aufwachsen?
    .
    Da kann man doch nur vor jeder Erotik flüchten, bis man dann irgendwann doch sein Baby hat. Und hoffentlich einen Mann, der dann mithilft, und nicht nur jammert, dass es jetzt Essig ist mit Motorradfahren.
    .
    Um im wunderschönen Bild von der Torte zu bleiben, da gehört Marzipan, Schlagsahne, Vanille, Bisquit, Buttercreme Belegkischen und Schokolade rein, und nicht alles einfach auf so eine Konditorpappe geklatscht, sondern ein bisschen überlegt, was man in welcher Reihenfolge möglichst raffiniert zusammen backt.
    Ich würde mir eine Kultur der Erotik unter freien und sich gegenseitig respektierenden Individuen wünschen, die durchaus explizit ist, aber nicht unmenschlich.
    .
    Wir haben ganze Bibliotheken von Tortenrezepten, bekommen aber nur drei Tage alte Donuts von McDo serviert.
    Ich finde es schade, wie schwer wir uns tun, darüber zu reden. Oder zu schreiben, ohne dass es lächerlich oder peinlich wird. Oder Vollidioten wie Motten anzieht.
    Wir könnten es gut gebrauchen, unsere Energie nicht in Beziehungsdramen -oder Keine-Beziehungsdramen- verpuffen zu lassen.

  95. HansMeier555, 30. Oktober...
    HansMeier555, 30. Oktober 2011, 15:35
    für Konditorinnen auch?

  96. "Sollen Sie doch Kuchen...
    „Sollen Sie doch Kuchen essen!“
    Ein bisschen off-topic, aber mit unserem aktuellen Lieblingsthema verknüpft, bekam es von einem alten Freund aus England zugemailt, und die Verbindung ergibt sich an der Kuchentheke…
    Fand es zu schön, um es nur privat zu geniessen.
    http://www.borowitzreport.com/2011/10/17/a-letter-from-goldman-sachs/

  97. @Foersterliesel – 75 km...
    @Foersterliesel – 75 km frische Fahrradluft! Dabei habe ich mir überlegt, wie es kommen kann, dass die HRE 55 Milliarden einfach so wegbucht. War es Nachlässigkeit? Kann ich mir einfach nicht vorstellen. Aber warum würde jemand so etwas tun? Und wer vertraut nach so einer gigantischen Fehlleistung Price Waterhouse Coopers noch seine Rechnungskontrolle an?
    .
    Meine Überlegungen gingen aber viel weiter. Wenn Schäubles Leute zugeben (müssen), dass ihnen ein 55 Milliarden Fehler unterlauft ist – auf welcher Basis soll man dem Herrn Minister und seinen Leuten glauben?

  98. Am Wendelstein geben Sie den...
    Am Wendelstein geben Sie den George Mallory, kleidermäßig zumindest, und jammern hinterher über einen grippalen Infekt. Ständig sind Sie halbkrank oder halbtot. Keine Rücksicht auf ihr Kommentariat und ihre Leserschaft. Als Aufgeräumter hätten Sie sicherlich weniger Zeit für Grippen, hinige Zähne und Rippen und dergleichen Unbill mehr. Die hohe Kunst des Plauderns allerdings, ob die bliebe?
    Nach der Philippika noch gute Besserung.
    Freuen Sie sich eigentlich schon ein ganz kleines bißchen auf´s Rodeln?

  99. Re Männer, Sex und schlechte...
    Re Männer, Sex und schlechte Gewohnheiten. Wie wäre’s mit einer Rating-Agentur – wer wiederholt nach Knoblauch riecht wird bei mir automatisch herabgestuft.

  100. Andersrum gefragt: Wenn ich...
    Andersrum gefragt: Wenn ich mal das machen würde, was eigentlich jeder macht – einfach mal ein paar Monate eine Weltreise und nicht arbeiten und nur meckern, dass die Steuer uns alles nimmt – was würde man dann erst sagen? Ich bemühe mich. Ich will nicht krank sein. Es wird schon wieder, eventuell bin ich sogar am Mittwoch in Innsbruck, und ja, auf das Rodeln freue ich mich.

  101. (Aber jetzt erst mal der ewige...
    (Aber jetzt erst mal der ewige Kampf gegen das Böse in Form der Zahnärzte bei der Versteigerung eines Barockportraits einer degenerierten Habsburgerin von 1690)

  102. Keine frischen jungen...
    Keine frischen jungen Wittelsbacherinnen im Angebot?

  103. Viel Glück, auf dass die...
    Viel Glück, auf dass die Barockdame zu Ihren kundigen Händen schwach wird, bevor ihr womöglich hinter einer Glasscheibe eingemauert im Wellnesstempel eines Altachtundsechziger Implantatskönig schlecht wird, dessen Treppenhaus schon mit Kunstinvestitionen vollgepflastert ist, weil sie so gar Schauerliches erschauen muss.

  104. @Roadrunner:
    Wenn man in das...

    @Roadrunner:
    Wenn man in das 19. Jahrhundert zurückgeht, gibt es mit Buschens „Tobias Knopp“ einen Heirats-Comic über einen eingefleischten Junggesellen im gutbürgerlichen SdG-Umfeld:
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/4169/43

  105. Gewonnen.
    .
    In Berlin wurde...

    Gewonnen.
    .
    In Berlin wurde die Anlage, in der ich wohnte, komplett saniert. Oben wohnten zwei gepiercte junge Damen zusammen, und als die auszugen, stand ich gerade in der Tür. Die haben zwei derartige Portaits heruntergetragen. Wollten sie beim Tod der Grossmutter nicht wegwerfen, weil: „Krasse Deko“.
    .
    Das, liebe Leserinnen und Leser, das sind erst Schicksale für barocke Damen.

  106. Heissa, rief Knopp in's...
    Heissa, rief Knopp in’s Morgenrot,
    Heissa, meine Frau ist tot.
    .
    (W. Busch)

  107. Viel verdienstvoller wäre es...
    Viel verdienstvoller wäre es aber, sich selber mal so malen zu lassen. Oder die aktuelle Nichtgeliebte.

  108. liebe Der Tiger,
    ja, Bewegung...

    liebe Der Tiger,
    ja, Bewegung tut gut! Schäuble, naja. Kennen Sie unseren ehemaligen Finanzminister KHG und seine Gschichten?
    .
    warum so viel Mitleid mit der Buchhändlerin?
    Wenn sie gescheit ist , und das nehmen wir doch an, dann weiß sie um die Vorbehalte der präsumptiven Schwiegerfamilie. Warum sich da reindrängen, warum sich dem aussetzen? Sie ist Bürgerin eines freien Landes, verdient ihren Lebensunterhalt , braucht also keine Heirat.
    .
    Das Thema floriert offenbar wieder:
    http://www.profil.at/articles/1143/560/310581/liebe-das-ende-liebe

  109. Dieser Jagdinstinkt in einem...
    Dieser Jagdinstinkt in einem Vegetarier, geehrter Don Alphonso, das hat was. Ha, wie will ich triumphieren… über Zahnärzte und Viren.
    Schöne Reise nach Innsbruck, nachdem Sie old Austria nicht losläßt, bis dorthin sind Sie eingedenk der weissagenden Großtanten wieder gesund

  110. lieber don, glückwunsch! mir...
    lieber don, glückwunsch! mir war heute leider kein solches glück hold, auf auf, war das gute stück hurtig fort, vermutlich an einen privatklinikbesitzer. grrr.
    .
    lieber prince Matecki, wenigstens hat er seine handlungen nicht in permanenz stupide wiederholt, sondern sich stets auf neue wege verlegt.
    .
    liebe Der Tiger, vielleicht sind da noch ein-, zweihundert milliönchen auf abwegen…
    .
    aber, aber, cher Filou, man muss doch sehr bitten.

  111. @HansMeier555
    .
    Unser...

    @HansMeier555
    .
    Unser Finanzanalyst aus Reutlingen spricht dafür heute auch einmal mehr Klartext. (Wie schön!)
    .
    „Der Zahnarzt und die Lehrerin können die Sache nach Belieben drehen und wenden. Die Konzentration auf die Rückzahlung ist weder altmodisch noch spießig, sondern die Konzentration der Kräfte auf den Punkt. Das Ehepaar hat in jeder Hinsicht harte Jahre vor sich. Der Mann hat die Krise in der Lebensmitte vor sich, die Frau wird in die Wechseljahre kommen, und den Kindern steht die Pubertät ins Haus. Da ist auf allen Kanälen für Unterhaltung gesorgt. Die Zukunft kostet aber Kraft, Nerven und Geld, und da ist für finanzielle Verzettelei kein Platz.“ http://www.faz.net/aktuell/finanzen/vermoegensfragen/die-vermoegensfrage-wie-anleger-ein-durcheinander-bei-der-geldanlage-vermeiden-11509590.html
    .
    (Ob zur Krise des alleinstehenden Mannes in der Lebensmitte auch der Bilderkauf gehört hat keiner gesagt oder gedacht. (Ein Don A. kennt sowie keine Krisen.) Gewisse „developing-crisis“ trafen aber schon viele, überwanden auch schon mal hartnäckige Fälle von finanzieller Unabhängigkeit, Gott sei’s geklagt!)
    .
    (Wobei man, wenn man so wollte, unsererseits evtl. einmal mehr beim biographischen Lernen wären, evtl. auch am Beispiel biographischen Lernens durch das Abschauen vom Vorbild Älterer, wie z.B. im deutschen Kulturkreis einmal mehr beim unausforschlichen TM (nebst Werk). Welcher Jahrzehnte später rückblickend, soweit wir es erinnern, von den Jahren 1924 (Veröffentlichung des Zbg.) bis 1927 (lit. Nob.-Preis) gesagt hat: „Das war Lebensmittel- und Lebenshöhepunkt – und ging doch unbemerkt vorbei“. Und das waren dessen Jahre 49-52 ungefähr. Wie gesagt seit Jahrzehnten schon bekannt, wenn man so will, und bei uns darum immer auch und wieder einmal Element der Tischgespräche mit dem eigenen Nachwuchs. Die sollen schließlich nicht umsonst Zahnarzt werden oder Historiker oder Arbeiter.)

  112. @F-liesl
    .
    Bürgerin eines...

    @F-liesl
    .
    Bürgerin eines freien Freistaates und einer dummen Stadt.

  113. @Foersterliesel – Mit...
    @Foersterliesel – Mit Gutenberg kann man das nicht vergleichen. Dass der seine Doktorarbeit fingiert hat, ist sein Privatproblem. 55 versteckte Milliarden auf Grund von Fehlbuchungen in einer Bank, die verstaatlicht werden musste, weil sie sonst zusammengebrochen wäre, ist ein ganz anderes Kaliber.

  114. liebe Der Tiger,
    ich meinte...

    liebe Der Tiger,
    ich meinte nicht den Gutenberg, sondern den da:
    http://www.sueddeutsche.de/geld/oesterreich-karl-heinz-grasser-in-welchem-land-leben-wir-1.1105198
    .
    lieber HansMeier555,
    EU-Bürgerin! Kann überall leben und arbeiten, ohne Ehemann.
    .

  115. @ Schluchtenossi, 30. Oktober...
    @ Schluchtenossi, 30. Oktober 2011, 20:20
    Der bekanntere Vegetarier in Österreich (historisch gesehen) erweckt in Ihnen da keine Assoziationen?

  116. @Foersterliesel: Schöner...
    @Foersterliesel: Schöner informativer Artikel, der so viele Vorurteile bestätigt.
    Das D(B)eckenbauer-Syndrom: Noch einmal das gleiche Modell in Blond, bitte jünger, bitte mit ein paar neuen Facetten, im Internet kann mans aussuchen.
    .
    Warum Liebe nicht so sehen, wie eine verdammt gute Freundschaft, in der man sich nicht im Stich lässt. Gerade mit Nachwuchs könnte das manche Durststrecke überstehen lassen.
    Und das mit etwas spannenderem Sex müsste doch auf die Reihe zu kriegen sein, aber das Schweigen in dieser sonst so lebhaften Runde zu diesem ach so fürchterlichem Thema spricht Bände, wie schwer wir uns in unseren Köpfen tun, zu begreifen , zu bereden und zu modifizieren, was in dem Bereich los ist.
    .
    Was man so hier und da aus dem Schattenreich der erotischen Absonderlichkeiten mitbekommt, lässt einen konstatieren, das sich Sexualität wohl sehr weit im Raum jenseits der rationalen Persönlichkeit abspielt.
    .
    Über die finanzielle Apokalypse können wir weit lockerer vom Leder ziehen.

  117. bester Fritz, das spräche...
    bester Fritz, das spräche (historisch gesehen) für erschwerte einbürgerungsbedingungen. vom heutigen standpunkt aus durchaus paradox.

  118. "Eine Gesellschaft ist umso...
    „Eine Gesellschaft ist umso freier, je freier ihre Frauen ihre Sexualität ausleben“.
    .
    damit sei im prinzip das meiste gesagt, n’est-ce pas?

  119. Moin.

    Also bei uns in der...
    Moin.
    Also bei uns in der Familie ist rein statistisch das Zusammenleben ohne Trauschein etwa doppelt solange haltbar wie das mit Zertifikat. Gegenwärtig reden wir von 22:10, wobei sich die Relation nur noch verbessern kann, weil die vier Ehen alle nicht mehr existieren. Meine Oma Magda (Schmied, aus Uster- CH) gebar fünf Kinder und starb im Alter von 88 in Deutschland. Zwei ihrer Schwestern sind in den 20er Jahren in die USA ausgewandert und betrieben bis zum Alter von 104 und 105 noch eine Rinderfarm. Auf die Frage aus der regionalen Presse, wie sie das so lange durchgehalten hätten, erklärten sie, sie hätten nie geheiratet. Also ist das Argument, dass ein Ehemann schmutzt, Arbeitsaufwand erheischt, nicht von der Hand zu weisen. Betrachte ich heutige Jugend- Verhältnisse, bin ich eher der Auffassung, dass Mann der Frau hinterherputzen können muss. Wir – männliche Bevölkerung, frau-unterdrückungs-diskussions-versiert – haben natürlich ein anderes Verhältnis zum Putzen. Mich täte mal interessieren, ob Ikea ein Kärcher-resistentes Bad anbietet. Oder Geberit beim Klo. Stattdessen wird uns ein händisch zu reinigendes Klein-Utensil- Ensemble offeriert. Daraus folgt, dass die heutige Küchenzeile mit Geschirrspüler, Herd, Mikrowelle etc. von Frauen konstruiert wurden, um die männliche Bevölkerung zielstrebig zu unterdrücken. Backofen- Reiniger nur als Beispiel.
    Oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    gruß fb

  120. @The Great Artiste - Sex:
    Es...

    @The Great Artiste – Sex:
    Es gibt schlicht kaum ein Thema, bei dem ein falscher Zungenschlag so schlagfertig gegen einen selbst verwendet werden wird. Weshalb z.B. ich mich zu dem Thema niemals öffentlich oder halböffentlich äussern werde, dazu hat es schlicht entschieden zuviel Negativpotential. Schon nicht uninteressant, dass es in Deutschland leichter ist, sich (ein wenig verklausuliert) offen zu Rassismus zu bekennen, als zu Sex in allen Spielarten. Der alte Russ Meyer Spruch, dass extreme Gewalt in Filmen jederzeit zulässig ist, offener Sex aber nicht, war auf die USA gemünzt. Und ist inzwischen im ganzen „liberalen“ Westen gültig.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  121. @Foersterliesl
    .
    Und schon aus...

    @Foersterliesl
    .
    Und schon aus den Büchern, die sie verkauft (Faust!), hätte das Ding doch alles wissen müssen.
    .
    Und trotzdem. Den Moment, wo sie mit ihrem Schwarm durch die Innenstadt spaziert, und er plötzlich seine Oma/Mama/Schwester am Horizont auftauchen sieht, daraufhin sofort seine Hand aus der ihren zieht, ein paar Zentimeter abrückt und bei der unvermeidlichen Begrüßung und Vorstellung schon das „sie-und-ich-wir-sind-nur-gute-Bekannte“-Gesicht aufgesetzt hat, den hätte sie vielleicht lieber so nicht erlebt. Trotz EU-Bürgerschaft und europaweiter Arbeitsmöglichkeit.

  122. @donna laura
    .
    Andererseits...

    @donna laura
    .
    Andererseits sagen manche, dass die Szenarien der Unfreiheit dabei mitunter eine wichtige Rolle spielen können.
    .
    (Sie wohnen, sagt man, auf einer mittelalterlichen Burg?)

  123. lieber Hans...
    lieber Hans Meier555,
    Desillusionierungen sind eben schmerzhaft. Besser früher als später. Ein Besserer als dieser Feigling findet sich allemal!
    .
    In Ehekrisen gibts oft eine innere und auch äußere Rückkehr zur Herkunftsfamilie, weil (nur) die eben sozialen und emotionalen Rückhalt bietet. Die Ehe war ein oft Versuch der Ablösung und Befreiung von der Herkunftsfamilie, eine mißlungene Emanzipation. Das gilt unabhängig von großen Vermögens-oder Sozialkapitaldifferenzen: jede Familie ist ein kleiner Kontinent.
    .
    Im übrigen: um Witze treffend zu placieren, muß man Milieus genau kennen, das kann aber auch der Soziologe natürlich nicht in jedem Fall, es gibt kleine und etwas unzugängliche Lacunen der Gesellschaft. Leider, nun hab auch ich eine kleine Desillusionierung erlitten, denn ich hielt Sie bisher für einen klugen Mann.

  124. lieber Folkher Braun,
    danke...

    lieber Folkher Braun,
    danke für die Erwähnung Ihrer emigrierten Großtanten! Als Foersterliesel hab ich auch Erfahrung mit Rinderherden (ein wunderbarer langer Almsommer, lang bevor es modern wurde) und kann sagen, es gibt nichts Beruhigenderers als die Gesellschaft zufriedener Kühe, außerdem muß man dann viel in der frischen Luft sein und das wirkt gewiß lebensverlängernd. Nicht umsonst ist den Hindus das Rind heilig.

  125. lieber Great Artiste,
    das...

    lieber Great Artiste,
    das Problem entstand doch erst, seitdem man eine langdauernde Sozialstruktur
    wie die Ehe mit langandauerndem Begehren verbunden zu denken begann.
    Da helfen alle Verkleidung, Turnerei und Beiziehung Dritter nix, Zeit und Gewöhnung tun das Ihre.
    Aber man kann mit 80plus seine Frau noch zum Lachen bringen und ihr durch seine noble, anständige Haltung imponieren.

  126. @The Great Artiste – ich...
    @The Great Artiste – ich halte mich da halt immer noch an die alte bürgerliche Weisheit: “Über Sex, Religion und Geld spricht man nicht …. man hat es”. Für die öffentliche finanzielle Apokalypse gilt dieser Lehrsatz nicht.

  127. @Försterliesl
    .
    Das ist es...

    @Försterliesl
    .
    Das ist es eben. Dass sich „etwas Besseres“ eben womöglich nicht mehr findet, nie mehr. Und dass Patchwork auch keine Lösung ist.
    Und dass die romantische Weltsicht die einzig reale ist, während die sogenannte Lebensklugheit ebenso auf Illusionen beruht, nur eben auf schäbigen, die darum weiter verbreitet sind, so dass man sich nirgendwo für sie rechtfertigen muß.
    .
    Ansonsten müssen wir alle mit den Gaben auskommen, mit denen wir geboren wurden.

  128. Nun aber wollen wir unsere...
    Nun aber wollen wir unsere Gärten bestellen.

  129. lieber HansMeier555,
    ist der...

    lieber HansMeier555,
    ist der feige Knabe denn überhaupt „gut“? Vermutlich sieht er gut aus, ist witzig, unterhaltsam, zärtlich – aber er knickt vor seiner Familie ein (schon im Anfangsstadium der Beziehung!). Den Knaben ändern?
    Das klappt (mit der Prinzessin) nur im Märchen:
    http://www.syberberg.de/Syberberg4_2011/27_oktober.html
    Ihr Plädoyer für Unbedingtheit und Romantik findet bei mir nicht uneingeschränkt Glauben, lieber HansMeier555, ist wohl eher eine argumentative Volte.

  130. Amüsanter Artikel, wobei...
    Amüsanter Artikel, wobei meine Oma das Wort „aufräumen“ jedoch in anderem Kontext benutzte, bei ihr bedeutet es: „Nach all den netten Mädchen an denen sich vergangen wurde kommt eine die es heimzahlt.“
    Glücklicherweise trifft das obig beschriebene Verhalten gegenüber Frauen nicht auf mich zu, sodass ich nichts zu befürchten habe.

  131. @Filou - 30. Oktober 2011,...
    @Filou – 30. Oktober 2011, 19:25:
    Leider schlampig zitiert (a la KTG):
    Sauerbrot war der vermeintlich Glückliche, der am Ende jedoch den Kürzeren zieht, wonach Knopp seine Suche unverdrossen fortsetzt.
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/4169/32

  132. Ich verstehe gar nicht warum...
    Ich verstehe gar nicht warum Buchhändler am unteren Ende der Berufsprestigeskala ihr Dasein fristen: Immerhin können die Buchhändlerinnen lesen und nutzen diese Fähigkeit stets jenseits des Yellow-Press-Horizonts ihrer Großtanten.

  133. Ich schätze Buchhändlerinnen...
    Ich schätze Buchhändlerinnen ausserordentlich!
    .
    Auch ein Enkel, „vergehen“ würde ich das nicht nennen, es war stets im besten Einverständnis, und es ist ja auch nicht so, dass jede junge Dame heute wegen eines Techtelmechtels gleich heiraten möchte.

  134. Seien Sie, liebes...
    Seien Sie, liebes Försterliesl, auch nicht zu streng mit dem Knaben. Frech und witzig sind sie, aber auch unsicher und selber so verletzlich. Feige oder nicht, er wurde nicht als Zyniker geboren. Dass er mit ihr von Anfang an nur rummachen wollte, wird erst retrospektiv zur Gewißheit.
    Vielleicht irrte er sich auch über die Haltung der Verwandtschaft, überschätzte die Unnachgiebigkeit derer, die ihr Kind bis dahin nur als Kind gekannt haben und selber doch verunsichert sein mußten, was nun richtig sein würde, in diesen neuen Zeiten.
    Alle müssen sich ändern, tun es sowieso. Hätte es nur einen gütigen Engel gegeben, ihm das einfühlsam zu erklären und dass es viel weniger Mut kosten würde als er glaubt. Heute wäre auch die Verwandtschaft froh, wenn es damals halt in Gottes Namen die Buchhändlerin gewesen wäre, wenn sie wenigstens ein halbwegs angenehmer Mensch war. Der Großmutter täte es leid zu erfahren, dass die von ihr vermittelte Klassenpsychologie irgendwie mitschuldig dran war, dass alles so gekommen ist. Das hatte sie doch nie und nimmer gewollt.

  135. angesichts der neuen...
    angesichts der neuen Vertriebswege für Bücher sind Buchhändlerinnen ja auch eine vom Aussterben bedrohte Art, sollten noch schnell gemalt werden wie la dentelliere (Bild UND bezaubernder Film!) und la chocolatiere
    und:
    berthold IV bitte melden!
    was sagen Sie dazu:
    http://derstandard.at/1319181642732/ChurchWatch-Schoenborns-Coming-out

  136. Claude Gorettas...
    Claude Gorettas Film:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Spitzenkl%C3%B6pplerin_(Film)
    http://www.art-tv.ch/7886-0-Locarno-2011-Hommage-an-Claude-Goretta.html
    und Vermeers Bild:
    6.idata.over-blog.com/1/14/42/38/Peintures/Vermeer-La-dentelliere.jpg

  137. jawohl, eine...
    jawohl, eine Buchhändlerinnenporträtierungsoffensive, die würde ich voll unterstützen.

  138. Passt Null! hierher - aber: 55...
    Passt Null! hierher – aber: 55 Milliarden. To have or not have – sollte eigentlich schon eine Frage sein. Zeiten, in denen derartige Beträge unter den Tisch fallen, sind sehr, sehr ungesund. Alternativ hat man den Schlamassel bemerkt, aber der laufenden Weltrettung zu Gute mal eben hintangestellt. Woher kennt man das noch mal? Ach ja – das schöne Hellas konnte zuletzt mit dieser Taktik kurzfristig glänzen.
    .
    Es muss der Tag kommen, an dem Roadrunner dem bösen Koyoten nicht mehr auskommt… danach schaut er etwas gerupft aus, aber: Was soll er machen?!?! Er muss halt weiterlaufen, es war immer so, es war immer so.
    .
    @DA: Recht gutes Gelingen bei der Wiederherstellung der bayuvarischen Constitution.

  139. Die Buchhändlerinnen hätten...
    Die Buchhändlerinnen hätten da was dagegen. Und ich eigentlich auch.

  140. @Don
    .
    Es soll ja kein...

    @Don
    .
    Es soll ja kein soziales Netzwerk draus werden, sondern nur ein Übungsfeld für die Generation von Porträtmalern (Öl auf Leinwand), die eine refeudalisierte Gesellschaft braucht.
    Damit sie ihre Kunst beherrschen, wenn die RelevanzInnen erst einmal eine stabile Nachfrage entwickelt haben werden.
    .
    Oder ist es nicht ein Unding, dass wir von uns nur Pixelbilder hinterlassen?
    .
    Donna Laura, haben Sie Ihre Töchter schon porträtieren lassen? Nein? Dann wird es doch langsmal Zeit, mal beim coutourier ein stilvolles Kleid zu ordern, und die Sitzgarnitur neu beziehen zu lassen.

  141. ganz recht, lieber don/10.52...
    ganz recht, lieber don/10.52 u, es gibt sogar durchaus nicht so wenige männer die heiraten möchten, und ihre freundinnen zieren sich. am ende läuft dies vermutlich auf ganz ähnliche prozentzahlen hinaus.
    .
    doch sagen sie eines, da sie sich doch in ihrer jugend eingehend mit kunstgeschichte befassten, was meinen sie, gibt es nicht auch annehmbar gemalte barockbilder von halbnackten jünglingen mit laszivem blick?
    gesehen habe ich noch keines, doch dies hoffentlich nur aus mangelnder gelegenheit, denn meine unmassgeblichen freizeitbeschäftigungen halten mich doch zuweilen etwas auf trab.
    .
    lieber HansMeier555/6.36 u, szenarien der unfreiheit sind nicht unfreiheiten, soviel dürfte klar sein.
    zumal, wenn diese szenarien der unfreiheit frei gewählt sein mögen.
    (wovon reden wir hier eigentlich…?!)

  142. bester ThorHa/1.54 u, da haben...
    bester ThorHa/1.54 u, da haben sie recht.
    .
    liebe Foersterliesl/7.09 u, steile thesen über ehe und ‚herkunftsfamilie‘ verbreiten sie hier.
    umgekehrt wird doch m.e. ein hübscherer schuh daraus: sowie eine krise am horizont sich zu zeigen scheint, werden die netze ausgelegt, auf dass man das kind mal wieder mehr bei sich zuhause hat, wo man doch schon etwas ältlich ist, und gebrechlich. und ausserdem wird man wieder gebraucht und kann vom krieg oder von den kommunen erzählen. das seichte zitronenfaltergesäusel von krise als chance gewinnt so ganz andere, unverhoffte dimensionen.

  143. @donna laura
    .
    Nur...

    @donna laura
    .
    Nur realitätsnahe Szenarien wirken glaubhaft, d.h. solche Realität muss benachbart bleiben wie das Gestüt neben der Burg.

  144. lieber HansMeier555, ich denke...
    lieber HansMeier555, ich denke der fairness halber meine hübschen söhne auf die leinwand bannen zu lassen. die töchterchen sind allesamt noch etwas zu jung, es sei denn für ein familiengemälde, dann aber nur mit pointevin und flattie.

  145. 55 durch 7 mal Euro -- das...
    55 durch 7 mal Euro — das gibt ein freies Mittagessen für jeden Terrestrier.

  146. cher Filou, ist dieses...
    cher Filou, ist dieses jüngelchen als ausgleich für die gastgeberseitige spätbarockschönheit nicht ein wenig zu jung? immerhin scheint er bereits den windeln entwachsen, was in dieser situation nicht unwichtig scheint.
    .
    meinen sie, lieber HansMeier555, tatsächlich, dass ein gestüt neben einer burg glaubhaft wirkt? nun, hier ist weit und breit kein gestüt – das, nebenbei bemerkt, nur ausserordentlich viel arbeit mit sich brächte, nur um steaks zu erzeugen – zu sehen, nur ein paar bescheidene gebäude zur unterbringung der wallache und den paar wagen, die man eben so benötigt.

  147. Filou 17:06
    Wirkt der...

    Filou 17:06
    Wirkt der abgebildete Amor nicht schon ein bisschen schwabbelig, kann man ihn wirklich
    empfehlen?

  148. Filou 17:06
    Wirkt der...

    Filou 17:06
    Wirkt der abgebildete Amor nicht schon ein bisschen schwabbelig, kann man ihn wirklich
    empfehlen?

  149. @Donna Laura
    Es gibt nicht nur...

    @Donna Laura
    Es gibt nicht nur nackte Jünglinge, wie Ihnen Filou einen präsentiert, sondern auch ausgesprochen Frivoles. Schauen Sie mal virtuell bei einem Herrn Namens Agostino Carracci vorbei.

  150. @ThorHA, Tiger: Danke für die...
    @ThorHA, Tiger: Danke für die Ehrlichkeit, so wie Meyer habe ich es befürchtet.
    Ich finde es bemerkenswert, dass ich in dem ganzen großen Reservoir der Leser hier keine Unterstützung finde, denn ich finde es jammerschade, dass S.x ein so unaussprechliches Thema ist, bei all dem Leid den der S.x verusachen kann. Wer hat ehrlich schon den S.x den er sich wünschen würde?
    .
    Und viel viel schlimmer, wer hat den S.x, den er niemals nie hätte haben wollen, weil das einem anderen Mistvieh egal war?
    Mit dem falschen Zungenschlag haben sie völlig recht, aber ich propagiere ja hier nicht die Erleuchtung durch Windels.x oder ähnliches, sondern nur, dass wir zusehen sollen, richtig schön spitz zu werden, aber uns nicht in Situationen dabei zu bringen, bei denen wir uns wirklich nicht mehr im Spiegel sehen könnten.
    Wenn wir weiter so im Blindflug mit diesem Thema agieren, sie haben recht, ThorHa, wie jetzt fast die ganze „liberale“ westliche Welt, und tonnenweise Traumata hinterlassen, dann haben wir nicht viel Legitimation über noch schlimmere Methoden des Verdrängens von gerade weiblichen erotischen Interessen (die gibt es vielleicht mehr als man ahnt) uns zu überheben.
    .
    Wir könnte es natürlich so „pragmatisch“ wie manch ein Nachbarland lösen, mit einer top gepflegten, fest etablierten Edelpu§§szene für uns Männer, weil wir davon ausgehen, dass unseren Frauen ein Nachmittag mit Dance-Aerobic und Yoga wohl schon reichen wird.

  151. Verehrte Donna Laura, die...
    Verehrte Donna Laura, die halbnackten lasziven Jünglinge pflegten in spätrenaissance und Barock als „St. Sebastian“ daher zu kommen, wodurch sie unangefochten nicht nur in Kirchen sondern auch in Schlafzimmern der Kardiinäle hängen durften.
    Eine google Bilder Suche spricht Bände.

  152. Was wollte der Maler uns damit...
    Was wollte der Maler uns damit sagen? McDonalds gab’s schon immer. Schoene Juenglinge gibt es auch nicht so viele. Muss man nehmen, was da ist. Den Rest erledigt die Illusion.
    .
    (Unter uns: Caravaggio war ein kleiner Perverser)

  153. @E.R. Binvonhier, zwei Tage in...
    @E.R. Binvonhier, zwei Tage in raffinierte Marinade legen, den Ofen gut vorheizen…
    …doch, kann man empfehlen.

  154. "dass wir von uns nur...
    „dass wir von uns nur Pixelbilder hinterlassen?“ wahrscheinlich kann man die auch schon nach china schicken und dort in öl konvertieren lassen. damit sie echt unvergänglich wären.
    .
    wobei wahrscheinlich auch das nur eine illusion und gedankliche ausweichstrategie/einlassung solcher, welche bereits zu alt: zuckerberg und andere planen ja angeblich längst, dass nie wieder auch nur ein byte verloren gehen wird. (eben weil die speicherkapazitäten exponentiell weiter wachsen würden, schneller, als geknipst würde.)
    .
    fotos, so häufig und unterschiedlich, wie die sandkörner in der wüste.
    .
    weshalb dem manne aufgegeben ist foersterliesel, 12-16 kinder mit 3-4 Frauen zu zeugen. jedes ein genetisches unikat – und teilabbild unseres genkonterfeis.
    .
    @donna laura. 14:17 ihr mutiger widerspruch tat gut. oft ist es genau so. und am schlimmsten manchmal, wenn der kerl sie wirklich will, tatsächlich mit ihr gemeinsam was neues werden, „eigene einheit und so“ – dann rennt sichs tatsächlich leider heute leichter als früher zurück zu mama. und die lügt, dass sich die balken biegen, denn es ist ihr vorteil: sie muss selber nicht weiter voran in den nächsten lebensabschnitt, darf vielmehr prima zurück, ist wieder mutter – und tochter-expertin, klasse!
    .
    wobei die netten und klugen bemerkungen „der foersterliesel“ (verzeihung) anders wirken (also eher „an den typ holzklotz“ geraten (?) (gleich wiederspricht sie heftig, wetten)) welcher für sie zu sprachwenig – und der richtige haut- und augenkontakt nebst echter aufmerksamkeit und zuwendung kann auch so wichtig sein. und natürlich geht es keinen was an. und „voran“ war auch schon richtig, „es gibt andere“ für viele frauen gerade auch. http://www.youtube.com/watch?v=4r5ykckYvHM

  155. liebe Donna Laura,
    Caravaggio...

    liebe Donna Laura,
    Caravaggio liebte und malte Knaben und ansonsten könnten Sie auch unter den Heiligen Sebastians fündig werden; wenn Skulptur conveniert: da gäbs dann noch Bernini.

  156. Wir wurden noch als Kinder...
    Wir wurden noch als Kinder portraitiert, ein Problem war nur das Stillsitzen. Als ich in die Schule kam (die mir gar nicht gefiel, eben dieses Stillsitzen, ich war immer schon ein outdoor girl) schnappte ich gleich Keuchhusten auf, saß von den Hustenanfällen ziemlich geschwächt ruhig in meinem Bett und konnte portraitiert werden. Den Nutzen eines Portraits, das eben auratischer ist als eine Fotograpfie, sollte man nicht unterschätzen. Man kann Besatzern/Befreiern anbieten auf Portraits anstelle Lebender zu schießen und meine hübsche Mutter
    konnte sich mit ihrem Portrait im Abendkleid von der Vergewaltigung durch den
    Offizier und mit einer Handvoll Bikinifotos von der Vergewaltigung durch dessen Mannschaft freikaufen.

  157. und wir wollten noch noch ein...
    und wir wollten noch noch ein „farewell“ für amy winehouse gesagt haben, auch sie war eine von uns. http://www.youtube.com/watch?v=c4e-FV4P1aU http://www.youtube.com/watch?v=6wQvs_VA5SU&feature=related

  158. Ok, ok, bitteschoen die...
    Ok, ok, bitteschoen die Damen:
    http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/laurastraum7rbd2w81pl.jpg
    .
    Das Ausstossen von kleinen spitzen Schreien ist nur zwischen Null Uhr und Mitternacht gestattet.

  159. @The Great Artist - Ihr...
    @The Great Artist – Ihr Kommentar erstaunt mich. Ich nehme nur mal diesen einen Satz heraus: ‘Wer hat ehrlich schon den S.x den er sich wünschen würde?’ – Ehrlich gesagt, ich hatte immer nur den Sex, den ich mir wünschte. Ich würde sogar weitergehen und feststellen: und oft noch viel besser als ich mir vorher vorstellen konnte.
    .
    Mittlerweile bin ich eine Dame im Alter jenseits von Gut und Böse. aber ich habe immer noch mehr als genug intellectual Sex, das heißt, immer noch ein amüsantes Leben.

  160. “Mr. Bennet, how can you...
    “Mr. Bennet, how can you abuse your own children in such a way? You
    take delight in vexing me. You have no compassion for my poor nerves.“
    „You mistake me, my dear. I have a high respect for your nerves. They
    are my old friends. I have heard you mention them with consideration
    these last twenty years at least.”
    Jane Austen
    Pride and Prejudice

  161. oh, herzlichen dank, liebe...
    oh, herzlichen dank, liebe runde, für die zahlreichen hinweise – schamgerötet sehen sie mich, eingestehend, dass mea parvitas auf der ganz langen leitung sass – die heiligenbildchen, speziell diejenigen mit dem vielfach penetrierten sebastian, und die kardinäle, vergass ich völlig zu recht, da sie einer sphäre entspringen, mit der ich nur lachend und scherzend etwas am hute habe: la religieuse ist für mich halt nur ein dessert.
    .
    cher Filou, sie können aber hübsch zeichnen, und dabei so schnell. wenn sie das modell nur umgedreht hätten!

  162. Oh hättest Du doch...
    Oh hättest Du doch geschwiegen perfekt! anstatt um 19:34 teilweise so einen dummen und geschmacklosen Mist von Dir zu geben! Foersterliesel, wir bitten ausdrücklich um Verzeihung, da wir doch nur versuchen wollten auszudrücken, dass auch wir mitleiden, wenn auch nur irgendwo eine frau – und wäre es auch nur ganz allgemein – unzufrieden wäre in beziehung oder sonst, ganz egal warum oder seit wann.
    .
    und auch gerade mit untreue oder auch nur möglicher promiskuität scherzt man nicht – sie sehen uns in tiefer scham und absolut höchst reuevoll. wir bitten also um Verzeihung, es wird nicht wieder vorkommen!

  163. Bevor Sie jetzt fragen: „Was...
    Bevor Sie jetzt fragen: „Was ist intellectual Sex?” – Das Wort ist die Erfindung eines meiner Freunde. Seinerzeit arbeiteten wir zusammen und verhandelten zusammen. Einmal mussten wir das in Rom. Wir flogen von Vancouver über Amsterdam nach Rom, kamen erschöpft und verspätet an, schliefen schlecht und trafen uns beim Frühstück. Ich dachte mir, die Italiener werden uns schikanieren, warum soll ich mich schikanieren lassen und ich sagte meinem Freund, der mein Chef war: ‘Ich hab’ keine Lust dahin zu gehen. Ich hab’ Lust für Sex.’
    .
    Mein Chef und Freund war entsetzt. „Wir sind um 9 Uhr verabredet” – „Wir sind beide verheiratete und überhaupt“….. Ich blieb standhaft und schließlich sagte ich: „I don’t care what you do. I go back to bed. You are invited to come or do whatever.“ Da sah mein Freund und Chef ein, dass er mich nicht überzeugen konnte und wir einigten uns: Ich geh zurück ins Bett für einen Schönheitsschlaf, er geht spazieren und wir treffen uns wieder um 12 Uhr.
    .
    Um 12 Uhr waren wir beide sehr relaxet; ich, weil ich jetzt ausgeruht war und meinen Willen durchgesetzt hatte, mein Freund und Chef, weil er mittlerweile eingesehen hatte, dass mein Taktik sehr italienisch war und er außerdem auf seinem Spaziergang Zeit gehabt hatte, sich zu überlegen, wie wir uns beim anstehenden Treffen verhalten sollten. Wir aßen zu Mittag wie auf Dons Bildern, er erklärte mir seinen Vorschlag des Verhandlungsvorgehens und wir gingen zu den Italienern.
    .
    Die hatten den ganzen Vormittag auf uns gewartet (Handys gab es damals noch nicht) und waren glücklich, dass wir schließlich doch noch gekommen waren. Unsere Entschuldigung, dass unser Flugzeug verspätet war, nahm uns keiner ab, denn sie sahen mit Respekt, wie entspannt wir waren. Das Verhandlungsergebnis war, wie wir es uns vorgenommen hatten… ohne dass wir uns vorher haben schikanieren lassen.
    .
    Seitdem sagte und sagt mein Freund und ehemaliger Chef über unser Verhältnis: „Wir haben intellectual Sex“.

  164. liebe Donna Laura,
    lieber...

    liebe Donna Laura,
    lieber ThorHa,
    lieber perfekt57,
    Ihre Bemerkungen zeigen, daß Sie sich dem regressiven Sog der Familie (nicht nur Saturn fraß seine Kinder) erfolgreich entzogen haben.

  165. @donna laura,
    das nenne ich...

    @donna laura,
    das nenne ich eine wirklich gute Idee. Aber wieso: „gerechtigkeitshalber“? Es kann nicht immer nur gerecht zugehen.

  166. Die alte Freundin, liebe...
    Die alte Freundin, liebe Laura, mit der mich zu meinem Leidwesen nur noch eine platonische Beziehung verbindet und die mich mit dem huebschen Bild versorgte, verweigerte die Herausgabe expliziter 90-Grad-Darstellungen.
    Wie sagt der Philosoph? Der Philosoph sagt: Die Verheissung ist immer schoener als die Erfuellung. Der Philosoph hat recht.

  167. lieber perfekt 57,
    aber wieso...

    lieber perfekt 57,
    aber wieso denn, ich bitte Sie!
    off topic: Heute sah ich eine Nebelkrähe, die neben der Hundewiese ein Stück Pizza mit wau-wau-Gekrächze verteidigte.

  168. @Don + The Great Artiste: Es...
    @Don + The Great Artiste: Es ist die immerwährende Hoffnung, dass die Lieblingsprotagonisten den hellseherisch-streberhaften Roadrunner, die wasserköpfig-dämliche Tweety und die selbstsicher-doofe Ameise endlich auffressen … bloss dann wäre ja die Jagd vorbei!
    .
    Ähnlich im GR-Drama:
    Papandreou hat vorhin nen neuen Bunny aus dem Hut gezogen: Ätsch Granny + Elmer wir machen jetzt nen Volksentscheid über unser oder euer Leid!
    .
    Ich bin gespannt auf die in GR zur Wahl gestellten Alternativen … ahhh what’s up Doc ?

  169. Don, können Sie nicht was...
    Don, können Sie nicht was machen? Bitte machen Sie irgendetwas!

  170. lieber HansMeier555,...
    lieber HansMeier555, gewisslich geht es auf der welt nicht gerecht zu, und wer daran hinge, der könnte daran verzweifeln – aber man tut doch, was man kann.
    .
    ihre kleine nebelkrähe, liebe Foersterliesel, könnte das sinnbild für das gezerre um den euro werden.
    .
    cher Filou, demnach haben sie ihrer freundin modell gelegen? tous mes compliments!

  171. Oh, welch angeregte...
    Oh, welch angeregte Unterhaltung.
    @jean-jacques: das berührt so peinlich, da will man außer facepalm und augenverdreh nichts kommentieren.
    @donna laura: chère, sie legen die Fesseln wirklich ins Leben. Vous etez francais, da gibt es immer noch Wege, sich wenn schon nicht Luft zu machen, dann doch Vegnügen zu haben. Allemand/deutsch hingegen ist einerseits die Natur als Schicksal, und andererseits die Unschuld, die unbedingt beschützt wird. Kann äußerst erhabene Kombinationen abgeben. Aber vielleicht nicht so weltlich-lebensfrohe, oder auch weitere, erweiternde Fäden spinnende.
    @foersterliesel/Hm555: jaaa, portraitieren. Solange es noch Ölmaler gibt. Der bisher letzte, den ich gesehen habe, war in Ostseestrandbädern tätig und aus Polen. Davor kannte ich eine regelrechte Portraitistenszene auf der Piazza Navona, vor vielleicht 30 Jahren. Wo auch immer die sich alle hinverlaufen haben…

  172. ....
    .

  173. Was soll ich denn tun? Ich...
    Was soll ich denn tun? Ich kann einen neuen Beitrag schreiben. Reicht das?

  174. Nein!...
    Nein!

  175. Um Irrtuemer zu vermeiden:...
    Um Irrtuemer zu vermeiden: Nein! War ich nicht.
    .
    (Keine Replik auf Don 23:44)

  176. @Don:

    Erst 176 Kommentare? Zu...
    @Don:
    Erst 176 Kommentare? Zu früh für einen neuen Beitrag :-). Schliesslich sind alle aus dem Urlaub zurück.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  177. In einem vorigen Blogbeitrag...
    In einem vorigen Blogbeitrag hat jemand Dusty Springfield verlinkt.
    Wer war das?
    Wen ich den/die erwische, das Ding geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
    Damit will ich morgens nicht aufwachen.

  178. Eigentlich wollte ich mich...
    Eigentlich wollte ich mich noch zum Kernthema des Beitrages äußern, dem notwendigen Verhältnis von Eigentum und Dynastie, das der liberalen Selbstwahrnehmung unserer Gesellschaft als entgegensteht, die Leistung und Konsum nur noch als rein individuelle Grössen begreifen kann. Ein krasser Fall von „falschem Bewußtsein“, der die objektiv notwendige Refeudalisierung nur unnötig verzögert.
    .
    Aber dann wurde ich irgendwie abgelenkt.

  179. @colorcraze
    .
    Was soll das...

    @colorcraze
    .
    Was soll das heißen, „noch gibt“. Die anlaufende Nachfrage Ihrer Herrschaften Relevanzinnen und Relevanzen wird die Kunst wieder zum Erblühen bringen.
    .
    Das Zeitalter der Fotografie ist definitiv vorbei (so ähnlich wie es ja auch kein Internet mehr gibt).

  180. Jetzt macht auch schon...
    Jetzt macht auch schon Bruederles Ministerium für Wirtschaft und Technologie hier Bandenwerben. Haben die nichts Besseres zu tun?

  181. Ich sehe nur die - nicht...
    Ich sehe nur die – nicht weniger gut zahlende – Verischerungswirtschaft. Aber eigentlich sehe ich die sowieso nie.

  182. Ein neuer Beitrag wäre fein....
    Ein neuer Beitrag wäre fein. Irgendwas mit „Pocporn“ vielleicht.

  183. Don - Diesen Link bieten die...
    Don – Diesen Link bieten die Bruederles zumindestens mir an:
    .
    http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/kraftwerke.html
    .
    Versicherung krieg ich auf der ersten e-FAZ Seite.

  184. Lustig wäre natürlich auch...
    Lustig wäre natürlich auch was über nicht geschlechtsreife, an kognitiver Dissonanz leidende Finanzredakteure, die den Verlust ihrer jämmerlichen Penunzen in Griechenbonds beklagen und, als wenn das nicht schon peinlich genug wäre, obendrein in verunglückter Selbstironie ihre Enttäuschung über die mangelnde Lauterkeit von Finanzministern kundtun.

  185. muscat, ich weiss nicht, ob...
    muscat, ich weiss nicht, ob der Beitrag nicht nur Satire ist. Die Verzinsung, die der Betreffende hat, ist absolut lächerlich, ich habe auch von 15% gehört, die man vor ein paar Monaten geboten bekam, einfach, weil die Papiere de facto unverkäuflich waren.
    .
    Ansonsten schreibe ich schon.

  186. Klar war der Beitrag Satire...
    Klar war der Beitrag Satire (wenn auch nicht ganz freiwillig, vermute ich).
    Wie die Beiträge davor halt… wie ich schon sagte, letzte Ausfahrt Selbstironie. Aber auch das will gelernt sein.

  187. Reizthemen, die beim Volk auf...
    Reizthemen, die beim Volk auf Sympathie stoßen.

  188. Diese ganzen unverkäuflichen...
    Diese ganzen unverkäuflichen Papiere. Sie verstopfen die Pipeline, gleichzeitig ist jeder
    ausserstande die Produktion herunterzufahren.
    Kam aus eben dieser Ecke nicht die Forderung nach ‚Strukturwandel‘ immer und überall?
    Dass sich alles und alle ändern müssen?
    .
    Wie soll die arme Wirklichkeit sich dem jemals anpassen können; sie hat Nachsicht verdient.

  189. " Papandreou entsetzt...
    “ Papandreou entsetzt Europa“
    Tatsächlich ‚Europa‘?
    Die Machteliten sind entsetzt, dass ein Regierungschef es wagt ‚Politiker‘ zu sein.

  190. @Foersterliesel – Ihrer...
    @Foersterliesel – Ihrer Krähengeschichte kann ich etwas hinzufügen. Spät gestern Abend kam unser Kater Leo mit einer Taube. Leo ist eigentlich ein faules Tier und schien vor der Taube Angst zu haben, nachdem er sie im Wohnzimmer auf den Teppich fallengelassen hatte. Jetzt überlege ich mir, ob ihm jemand die Friedenstaube irgendwo im Garten mundgerecht als Futter hingelegt hatte.

  191. Geld kommt zu Geld, und...
    Geld kommt zu Geld, und Müllpapiere kommen zu…?

  192. @E.R.Binvonhier
    .
    Es gibt...

    @E.R.Binvonhier
    .
    Es gibt „Europa“ und es gibt „das Volk“. Aber „wir sind Europa“ [1], vorerst noch.
    ————
    [1] massenwirksamer Werbeslogan der SPD bei den Europawahlen 1989.

  193. lieber HansMeier555/5.39 u,...
    lieber HansMeier555/5.39 u, hehe.

  194. @ Foersterliesel Wir sind sehr...
    @ Foersterliesel Wir sind sehr erleichtert und sagen Danke!
    .
    Am Rande: An wann ist es Krebs? Ab der ersten Krebszelle. Wann soll ich beim Autofahren Pause machen? Sobald ich das erste Mal denke, „Du solltest bald mal eine Pause machen“. Nur beim Mann ist alles anders. Da soll sich frau die innere Feststellung „eigentlich ist er der Falsche“ jeden Tag bis zum Tode innendrin vorsagen und am besten nie äußern noch was ändern. Seine Stabilität geht schließlich vor. Gottgewollt. Konserviert auch ihr Leiden. Und dazu sind Frauen schließlich da. Als konservierte Leidensspeicher umherzulaufen. Spielt sich nicht bloß im Kopf ab, sondern ist objektiv so. (Sobald sie das erste Mal klar sieht, er ist der Falsche ist er der Falsche. Ob es sich aber um einen falschen Stein oder einen falschen Mann handelt, eines steht fest, drüber streiten ist müßig: der Stein bleibt ja der, der er ist.) Unsere Meinung halt.

  195. @koestlich: Genau! The proof...
    @koestlich: Genau! The proof of the pudding is the eating – aber dann wäre ja leider Schluss! Vor allem Tweety würde man das gefressen werden von Herzen gönnen.
    .
    Zu meinem anderen Thema: Schön, schön, ich höre auf und entschuldige mich bei Ihnen, Don, für möglicherweise unfreischaltbare Beiträge von aus der Anonymität gekrochenen Cyberferkeln.
    Irgendwer muss doch schliesslich dafür sorgen, dass so ein armes Hascherl, dass an dem Umbau ihrer zwei Geschäftsgrundlagen von Honigmelone zu Wassermelone leider von uns gegangen war, so weit kommen konnte. Offenbar reichten Privatjet und Lamborghini nicht mehr zum zufrieden sein. Soooo blöd muss man mal seien, wenn selbst ihr „Manager“ das nie wollte.
    .
    Ich gehe davon aus, dass eben der Gipfel der Verruchtheit zivilisierter Menschen neben frischer Bettwäsche und einem quietschsauber geputzten Badezimmer und einer rosa Rosen-Duftkerze ein Exemplar des Tantrabuches aus dem „Weltbild-Verlag“ ist, wo eine adrette Sekretärin und ein gepflegter Bankangestellter in schwarzen Bodystockings ein paar absonderliche Verrenkungen aufführen.
    .
    Ich kann da keinen link freischalten, aber wer sich mal ansehen will, was bei den sonst so prüden Amis alljährlich beim „Fantasy Fest“ in Key West abgeht, wird überrascht sein. Ballermann ist was anderes, Spring break für Erwachsene, und nicht zu knapp. Und es scheinen durchaus die Frauen zu sein, die ihren Spass haben.
    Keine Models, schon ein bisschen älter, aber auch nicht nur die Fettmonster, die das amerikanische Strassenbild prägen.
    Auch wenn das „Party naked!“ offenbar 2010 der Polizei dann doch zuviel wurde.
    Sicher nicht jedermanns Sache, aber ein bisschen hat doch guter Sex ein bisschen „schmutzig“ zu sein, mit Grenzüberschreitung, unberechenbar, (aber auf alle Fälle selbstbestimmt.)
    .
    Dass alle so schön seien, wie von Ihnen, Donna Laura, angemahnt, würde leider zum endgültigen Aussterben der Menschheit führen.
    Erotik ist ein Stück mehr als Jugend und makellose Aesthetik – nur darf es sich nicht ZU sehr von einem bayerischen „passt schon“ entfernen. Attraktiv ist ein Mensch, der sich selbst für attraktiv hält, und sich halt nicht gar zu sehr in die Tasche lügt.
    Für Männer, gebe ich zu, gilt das leider etwas weniger. Da ist die Bereitschaft, sich in die Tasche zu lügen, leider oft im tiefroten Bereich. Da kann man dann vorbeisehen, oder es eben doch nicht aushalten.
    .
    Die amerikanische „clothing optional“ Szene scheint auf alle Fälle ein bisschen anders drauf zu sein als die merkwürdigen FKKler hier, die am liebsten überall nackig herumspringen würden, und in ihren vergreisenden Clubs von Nichtrauchen, Nichttrinken, Nichtfleischessen und Nichtsex faseln.
    .
    Und jetzt ist Schluss mit einem Thema, an dem offenbar niemand einen Bedarf hat.
    .
    Griechenland will jetzt doch lieber pleite gehen, als im Bürgerkrieg enden…
    .
    In diesen Zeiten, lieber Don, bin ich halt liebend gerne verheiratet, und schaue jeden Morgen in die gleichen hübschen Augen, die mich durch mein Leben begleiten, und Sie lieben ihre Ungebundenheit.
    Chaqun a son gout! Um zum Ausgangspunkt des Themas zu kommen.
    .
    Aber es sollte nicht nur jeden Nachmittag Schwarzwälder Kirschtorte geben.

  196. @hans meier "Eigentlich...
    @hans meier „Eigentlich wollte ich mich noch zum Kernthema des Beitrages äußern, dem notwendigen Verhältnis von Eigentum und Dynastie, das der liberalen Selbstwahrnehmung unserer Gesellschaft entgegensteht“
    .
    trifft unseren kern. vielleicht so, dem jetzt ein wenig überblick behalten (und wir fallen ins haus, was dem gegenstande eigentlich nicht angemessen, but time) – und ins weitere, allgemeine entrückt – wenn man so will „wo der geist von kopenhagen und fredricksburg sich träfen“ könnte man evtl. auch sagen, sich anzuschicken:
    .
    „Die deutschen Bürger von Fredericksburg haben den einzigen bis heute gehaltenen und nie gebrochenen Vertrag mit Indianern vom Stamm der Comanchen dieser Gegend geschlossen. Seit dem Founder’s Day im Mai 1996, wurde am 2. Wochenende im Mai die Unterzeichnung des Friedensvertrags am 9. Mai 1847 zwischen den Nachkommen der deutschen Siedler und den Comanchen mit einem Powwow gefeiert.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Fredericksburg_%28Texas%29
    .
    Und der dlf sendete vor ca. 1,5 jahren ein ca. 55 minütiges feature über den mainzer adelsverein und die entsetzlich mißlungene auswanderung nach texas – die im großraum frankfurt-darmstadt vom adel als möglichkeit mit favorisiert wurde, intelligente und tatkräftige unter dem aufmüpfigen bürgern, welche man identifiziert hatte, richtung amerika loszuwerden. und es war ein desater. auf der überfahrt von bremerhaven aus schon starben die ersten 10%. dann landeten deutsche bauern, handwerker und zeitungsschreiberlinge mit ihren werkzeugen und familien an der küste des golf von mex. – vor sich weglosen sumpf und anopheles und hinter sich salzwasser zum pflügen und säen. and without any transportation. und wurden dort weitere 9 monate allein gelassen, weitere 30% starben. bis nach f-burg gelangte irgendwann später der rest, unter unsäglichsten mühen. (rezeptur für solches vorgehen bekannt bei … zu finden, immer wenn man G.P. Hefty hier liest, fühlt man sich an den und dessen (nicht neue, sondern eigentlich ewige)methoden erinnert)
    .
    und neulich die kanzlerin in kopenhagen: intellligenz und sachlichkeit, gepaart mit erkenntnis des richtigen – und dem verständlichen wunsche, dem voranzuhelfen – fanden sich zwischen den extremen: auch weiterhin scheint aller gestaltungswille in ihr „fluchtpunkt kopenhagen“ zu sein: alles, was jetzt finanzkrise ist und bewältigt wird, wäre aber so gesehen bloß zwischenaufenthalt, hindernis auf dem wege weiteren voranzuschreitens, also dem bemühen von dort aus, für uns und in der welt etwas nachhaltiges besser zu machen. (und „kreditgabe chinas bei den eu-schulden“ wäre da nur zwischenschrittwerkzeug auf einem weg.)
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    und dieser „fluchtpunkt kopenhagen“ aber unterhielte innere, nämlich“ typisch mitteleuropäische“ (kleinbürergerlich-deutsche also?) beziehungen zum „fluchtpunkt fredricksburg“ welche uns nicht ganz unproblematich erschienen, solange sie nicht reflektiert und ausgesprochen würden und wären: selbstverständlich vermittelte der genannte dlf-beitrag unterschwellig ein gefühl (und wollte das wohl auch, zeitgeist zu zeitgeist quasi, daher gar nicht so sehr zu kritisieren) nach der art: „und wenn statt angelsächsicher heuschrecken, die rücksichts- u. gnadenlos jeden vertrag mit den indianern brachen, wannn immer es ihnen zum vorteil gereichte, resp. weil sie dies mussten, da heuschreckengleicher vormarsch in der natur ihrer gene liegt, anders als bei uns (s.o.), dann hätte der ganz genozid an den armen indianern vermiedenden werden können, resp. hätte nicht stattgefunden (kris kristoffersen äußerte sich ähnlich). und überall auf der welt ist es heute, dank des unaufhaltsamen weiteren vorwärtsdranges eines unreflektiert in sich selbst ruhenden yankeetums unserer us-amerikaner immer noch genauso.“
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    und wir warnen unser volk davor solchem unreflektiert zu folgen. (warner, das mögen wir gar nicht sein, aber hier und heute ausnahmsweise einmal.) nichts also gegen die amerikaner: die sind genau, die sie sind, schon imer waren, beste, großzügiste nation der welt eben auch. (wenn auch auch mit fehlern.)
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    aber 20 jahre nach auflösung der blöcke verändert sich das deutsche weltbild- und am ende wäre der stabilisierende einfluss von solchen „apparatschiks ihrer macht“ wie brüderle und zetsche etc. den zeitenläufen und generationenabfolgen geschuldet schwindend – und dann „wehe nordatlantik“.
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    der „fluchtpunkt kopenhagen“ wäre also, überblicksweise, ohne den „fluchtpunkt fredricksburg“ nicht zu denken. wer die deutschen kennen und führen will, sollte also beides kennen und bedenken. oder anders, präziser: wer also die deutschen kennen und führen wollte – und durch sie die welt mit, sollte also beides um so mehr kennen und bedenken.
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    (ungefähr so; wir sind ja hier glücklicherweise bloß der blinde unter den einäugigen.)

  197. lieber The Great Artsite, dass...
    lieber The Great Artsite, dass es zum aussterben der menschheit nicht kommen wird, dafür hat hier bereits gesorgt. ceterum, les habitants du château fort sind zum grossen nichtbedauern alle recht gutaussehend, und dies zum glück nicht nur äusserlich… wie stets im leben, it’s a give and take. doch, doch, so etwas soll es geben: alles ist wahr.

  198. Gestern kam meine Katze mit...
    Gestern kam meine Katze mit einem stinkenden Fisch im maul auf meinem Teppich an. Normalerweise ist es ein faules Vieh. Also hat einer auf Halloween den Fisch in den Garten geschmissen. Auf Halloween hat der Luther fünfundneunzig abgesägten Kürbisköpfen den Kardinalshut aufgesetzt. In Wittenberg. Oder marodierende Geldeintreiber haben ihm fünfundneunzig abgesägte Kürbisköpfe über die Kirchenmauer geworfen, weil er pleite war und sie ihm saures geben wollten. Sola insolvenzia. Wie die Griechen.

  199. Ich hoffe die Thematik des...
    Ich hoffe die Thematik des nächsten Beitrages ist wieder für Menschen geeignet, die nicht schon gefühlte 50 Jahre alt sind :)
    (duck-und-wegrenn)

  200. Zu spät - aber das...
    Zu spät – aber das übernächste mal dann (hinterherruf)

  201. @ The Great Artiste...
    @ The Great Artiste 12.00h
    „Casual wear“ in Oz(stralia) = clean underwear.

  202. Das Merkel und Sarkozy nach...
    Das Merkel und Sarkozy nach Cannes eilen ist eher keine Nachricht; Stimmen aus
    dem demokratisch legitimierten Europa-Parlament, das zukünftig ausersehen ist die Interessen aller
    EU-Bürger zu vertreten wäre eine.

  203. Angststarre....
    Angststarre.

  204. Wo ist eigentlich Bob Geldof,...
    Wo ist eigentlich Bob Geldof, oder Sting?
    Greece Aid Concert.

  205. Neuer Beitrag! Bevor das...
    Neuer Beitrag! Bevor das Kommentariat alle Hüllen fallen lässt…
    .
    Andererseits wärs eine Studie wert: Welchen Verlauf nähme das Kommentieren hier, blieben die Beitragenden einmal drei Wochen allein…

  206. @E.R.Langen:

    Den Verlauf...
    @E.R.Langen:
    Den Verlauf jeder ungesteuerten Diskussion natürlich. Von Timbuktu nach Hintertupfingen mit einem Umweg über Feuerland. Dabei die Rätsel der schwarzen Materie, das Geheimnis gerippter Männerunterhemden, die Abscheulichkeit fleischlappender Frauenkleidung und die Abgründe grossmütterlicher Nähkästchen streifend. Um nach einem lässig hingeworfenen Verweis auf die Unfähigkeit aller Verantwortlichen (minus Kommentariat, versteht sich) beim Ceterum Censeo der besseren Gesellschaft zu landen: Feudalismus jetzt!
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  207. Don´s beste Freundin beim...
    Don´s beste Freundin beim Prekariat:
    http://www.youtube.com/watch?v=RaW04uiBf1w

  208. Herrscht bei der FAZ...
    Herrscht bei der FAZ eigentlich Zensur? Speziell Kommentierungen zu Beiträgen von Herrn Schirrmacher scheinen nur sehr willkürlich freigeschaltet zu werden. Da verliert man schnell die Lust.

  209. Moers, Walter (Ed.): The Khan...
    Moers, Walter (Ed.): The Khan and the Nun in the Sixteen Chapel : The Crisis of Political Correctness During the Age of Enforced Recatholisation. Bielefeld/New York: Transcript 2011, Euro 87,50.

  210. Wah, ich darf fairerweise...
    Wah, ich darf fairerweise anfügen: Die Mitarbeiter kamen wohl beim Gegenlesen nicht mit; jetzt bin ich mit einem Tag Verspätung freigeschaltet, zusammen mit 150 anderen Leserkommentaren…. ich bin wohl von diesem Blog hier zu sehr verwöhnt.

  211. rezeptur für solches vorgehen...
    rezeptur für solches vorgehen wie bekannt in der person des julius stahl – und folgender an seiner stelle – von 1815 über 1848 und 1871 bis 1918 – zu finden, immer wenn man G.P. Hefty hier in der FAZ liest fühlt man sich an den und dessen nicht neue sondern eigentlich leider „allzu ewige“ methoden erinnert.
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Stahl
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    Wie bekannt: “ Sein am 20. Juli 1848 darin abgedruckter Artikel „Das Banner der Conservativen“ war eine Kurzfassung seiner Schrift „Das monarchische Princip“ von 1845, allerdings aktualisiert und konkretisiert: Aus Friedrich Wilhelms IV. Proklamation vom 18. März leitete er eine Weiterentwicklung der preußischen Verfassungswirklichkeit durch den König ab. Weitere Artikel Stahls folgten in kurzen Abständen, bis er sich im September auf den Aufbau einer Parteiorganisation zu konzentrieren begann. Sein im Februar und März 1849 verfasster ’’Entwurf für eine conservative Partei, in dem er die Leitlinien einer künftigen konservativen Politik umriss, wurde Grundlage für das schließlich gedruckte Programm der Konservativen. …“ etc.
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    Damit ließen sich zwar der Bau von Eisenbahnenstrecken und andere, dem Volke, also den Bürgern dienliche – einem vom Großgrundbesitz lebenden Adel aber hinderliche Fortschrittsbestrebungen zeitlich nach hinten aufschieben – unter Sicherung der Macht (wir würden heute sagen: unter Sicherung der Macht einer Unrechtsherrschaft) – das Aufkommen von Burschenschaften aber z.B., die für den Fortschritt und sein Bürgertum und bis hin zu einem Deutschen Rechtsstaat kämpften, ließ sich zum Glück allerdings auf Dauer doch nicht verhindern,oder nicht?
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    Und heute? Was wären unsere Antworten hier und heute? Wären es auch weiterhin – und wie lange noch? – Antworten nach Art von Heftys hier häufig gegebenem Typus, welcher da lautete: Wenn wir vom Gestrigen aufgäben, müßte uns aber – einmal mehr – als Preis dafür aber die Macht erhalten bleiben? Alleine erhalten bleiben? Und welche Macht? Wäre es also diese Antwort für ein Jetzt (Strukturkonservativität alleine um des Machterhaltes willen), einmal mehr in der Deutschen Geschichte – und nur diese alleine?

  212. Liebe Donna Laura (29. Oktober...
    Liebe Donna Laura (29. Oktober 2011, 18:48), Sie, die Sie sich in mein Herz schmeichelten, sollten wissen, dass der Sexus nur bei evolutionaer rudimentaeren Pavianen der Hauptauslaeuser fuer die Annaehrung ans andere Geschlecht ist. Frauen, die ausschliesslich auf ihren Sexappeal vertrauen, sind die ewigen Opfer der boesen Maenner. Dass dabei die Maenner die Opfer einer natuerlichen, primitiven Herausforderung sind wird gern uebersehen. Danach ist das Geschrei‘ sehr gross, weil …
    ..achwas.
    .
    Ich erhebe hiermit mein (ich schwoere!) letztes Glas Calvados auf jene Wesen, denen der Sommerwind das leichte Kleidchen an die wohlgerundeten Formen schmiegt, deren Haare leichtsinnig im Winde wehen, deren Pumps im U-Bahngitter haengen bleiben und die sich einen huebschen Jungen anlachen, ohne darueber nachzudenken, ob ihr Papi den Burschen wohl akzepieren wuerde. Und darauf erhebe ich mein Glas, dass der Weg zur Bettstatt genussvoll lang werde: ein Kaffeechen da, ein Spaziergang dort, eine unaufgemerkte, aber registrierte, kleine Beruehrung, der kurze Blick in die Augen, und die Augen sagen: es wird was mit uns. Langsam gleiten wir aneinander. Der unsichtbare rote Teppich ist schon ausgerollt…
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    …und dann kommt einer: Fahrkartenkontrolle! Hammsen Fahrschein? Na Frollein, erkaelten sie sich bloss nich!
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    Ich liebe Romantik!
    Gute Nacht!

  213. cher Filou, nun, in...
    cher Filou, nun, in zivilisierten umgebungen sicherlich nicht der hauptauslöser, doch ein starkes movens. der hauptauslöser dürfte, so bleibt es anzunehmen und steht es zu hoffen, in anderen bereichen zu finden sein.
    in der tat, und da gebe ich ihnen recht, erliegen männer dem biologisch gerüsteten charme einer frau. zuweilen drehen sich köpfe unwillkürlich und hübsche augen fallen in ein ordentlich sortiertes décolleté, wobei der wille nicht reflektiert wird. es geschieht einfach.
    einigermassen damenhaft habe ich mich selbstverständlich nicht zu den gleichfalls unwillkürlichen blickrichtungen der ersten millisekunden von frauen geäussert, zumal dies hier nicht das thema war.
    bon soir, mon ami!

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