Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Auf der schiefen Geraden der Umverteilung

| 336 Lesermeinungen

Was gut für vermögende Eltern ist, kann für ihre Kinder schlecht sein: Mit sinkenden Reallöhnen und Problemen im Beruf steigt in den Familien der Zwang zu Apanage und vorzeitiger Schenkung.

Es sind heute viele Leute in Versailles
Marie Antoinette

Prinzipiell ist es ja angenehm, wenn man sich um geregelte Arbeit nicht in Form einer demotivierenden Suche bemühen muss, sondern sie vom Chef offeriert bekommt. Dieses Zufallen von Tätigkeiten, dieses „ach ja, da war dann halt der und der und brauchte dieses und jenes, da hab ich halt mal zugesagt und es taugt schon“ ist bekanntlich jene Art der Berufszuweisung, die man in Westvierteln gern sieht, belegt sie doch, dass es nicht darauf ankommt, was man kann, sondern nur darauf, dass man zu den hier häufig auftretenden richtigen Zeitpunkten am einzig richtigen Ort war; dort, wo man schon immer war. Oder, anders gesagt: Meritokratien braucht man in Oligarchien nicht, und es ist natürlich auch eine feine Sache, wenn in Zeiten der Moderne dergleichen nicht mehr bei der Gartenparty, sondern im Internet passiert. Gestern beispielsweise hat Wolfgang Blau, seines Zeichens Chef bei Zeit.de seinen Bekannten bei Google+ so ein Angebot nahegebracht. Er hat – öffentlich ausgeschrieben natürlich – eine Assistentenstelle zu vergeben. Assistent des Onlinechefs der Zeit, das klingt jetzt schon so, als könnte eine normale Diplomatentochter oder der abwegige Sohn eines Medizingeräteherstellers etwas damit anfangen – es ist immerhin die Zeit, die wird auch am Tegernsee auf die Tische gelegt. Im Gegensatz zu den allermeisten Medienberufen kann Frau Mama so etwas bei Kreutzkamm am See erwähnen, ohne knallrot zu werden.

Bild zu: Auf der schiefen Geraden der Umverteilung

Wie auch immer, auf den zweiten Blick verliert dieses Angebot doch so einiges vom Prestige, das man damit in Verbindung bringen würde: Abgeschlossenes Hochschulstudium, gerne auch schon Berufserfahrung, international sowieso und Powerpoint und Excel und Reisekostenabrechnungen und Organisation und in Berlin und vorerst nur 2 Jahre und nur Teilzeit und

damit ist es auch schon wieder vorbei mit den angenehmen Hoffnungen, der gerade fertig gewordenen Kunstgeschichtlerin oder dem Drittstudiengangpsychologievielleichtdochabbrecher könnte unter einem fraglos guten Namen ein gutes Auskommen erwachsen. Die Tochter einer meiner Lieblingskonditorinnen am Tegernsee möchte nicht in dieses Handwerk gehen, sondern Journalistin werden – würde ich ihrer Mutter dieses Angebot zu Gehör bringen, wäre sie in der Hotelfachschule eingesperrt und festgekettet, bevor sie ihren ersten Probebeitrag für den Miesbacher Merkur über das Waldfest hätte abliefern können. Und dabei meint Frau Mama es sicher nur gut, denn wer den Beruf kennt, ahnt auch: Was sich für Leute aus Mittweida attraktiv lesen mag, wird am Tegernsee durchgerechnet und abgelehnt. Zwei Jahre Teilzeit in Berlin in den Medien, das heisst Zuschussbetrieb, da kommt nicht so viel rein, dass sich das Kind selbst tragen könnte, wenn es auch nur minimale Tegernseeansprüche – 2 Zimmer in einem nicht verrufenen Viertel, Auto, jedes zweite Wochenende daheim wegen der Wäsche und Resozialisierung – geltend machen möchte.

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Das Angebot entspricht nicht im Mindesten dem, was man meint erwarten zu können, wenn man noch aus der alten Zeit vor dem Fall der Mauer, aus dem alten Westen kommt. Aus jener Epoche also, da man den armen Menschen im Osten dauernd vor Augen führen musste, was für eine lockere Sause der Kapitalismus ist, wenn man auf dessen Sonnenseite steht. Man wurde mit dem Gefühl erwachsen, dass nach dem Abitur das Studium käme und dann irgendwann ein Beruf mit normalen Bedingungen, wie sie eben üblich sind, mit einem normalen Einkommen und einer Basis durch die Eltern, die, alles zusammengenommen, ein Leben nicht schlechter als das der Vorgeneration erlaubten. Natürlich verdient man als Einsteiger nicht zu viel, aber dann geht es aufwärts, und der Bestand befreit einen von unerfreulichen Erlebnissen wie Miete oder finanzieller Erpressbarkeit durch den Arbeitgeber. Die Vorstellung, die wir hatten, und die uns das System auch gerne mitgegeben hat, war die einer sich lohnenden Leistung vom ersten Arbeitstag an. Eine lange, gerade Linie nach oben.

Was daraus geworden ist, sieht man an all den neuen Themen, die Mütter gerade zu besprechen haben: Ein gnadenloses Schulsystem namens G8, Nachhilfe als Wachstumsmarkt, ein verschultes Studium mit wenig Raum zur Persönlichkeitsentfaltung, aber die Forderung nach jeder Menge Zusatzfähigkeiten, die es früher einfach nicht gegeben hat, immer bitte auch etwas Erbsenzählerei und Organisation für einen Halbtagsjob, der sich Assistenz nennt und sich die zwei Jahre hinzieht, als andere noch ruhig studierten und dann in das Berufsleben eintraten. Keine gerade Linie nach oben mehr, sondern erst mal eine Gerade, die nur so lange horizontal bleibt, solange die Eltern mitfinanzieren. Weil es möglich ist, weil genug andere da sind, die es für weniger machen und Rostock wirklich nicht schön ist, und bei einer Assistenz ist es vielleicht auch gar nicht so wichtig, aus welchem sozialen Umfeld die Bewerber stammen. Man nimmt dann eben die mit den besten Leistungen und sucht sich jene mit „der besten persönlichen Erscheinung“ heraus. Am Ende schaut man bei Google immer noch, ob der Onkel der Botschafter in Übersee ist.

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Dieses System ist nicht im Mindesten gerechter oder gleicher als früher, es bietet nicht mehr Chancen, es verlangt einfach nur mehr für geringere Gegenleistungen. Wer den Einstieg geschafft hat, bekommt gerne Führungskräftecoachings und anderes, was einen auf eine um so bessere Zukunft vorbereiten soll: In der Gegenwart wenig Anerkennung für viel Leistung, später einmal der schnelle Aufstieg und das hohe Einkommen. Ein wenig ähnelt das der alten Ideologie der Kirchen, die ein schönes Jenseits versprachen. Oder auch jedem beliebigen Ponzi System. Und es trägt nicht eben zur Charakterbildung bei: Wer sich abrackern muss, um dann spät die hohen Zuwächse zu erreichen, denkt unschön strategisch. Wird berechnend. Schaut zuerst auf den eigenen Vorteil. Der Zwang, sich erst später schnell bereichern zu müssen, macht das Verhalten neureich, ohne dass es wirklich eine Garantie für diesen Reichtum gäbe. Eine nach den Wertmassstäben der Klasse höchst fragwürdige Generation wird da herangezüchtet, die, wenn sie es erst einmal geschafft hat, vermutlich die eigenen Zugewinne unter Prämissen realisieren wird, die für die Betroffenen der nächsten Generation auch nicht nett sind.

Anders gesagt, der Generationenvertrag der besseren Kreise wird hier ausgehebelt. Man mag die alten besseren Söhne und Töchter abgelehnt haben, weil sie keine Angst und keine Zukunftssorgen kannten, und mühelos dort weitermachten, wo ihre Eltern die Wege geöffnet hatten: Vermutlich sind das im persönlichen Umgang immer noch die besseren Oberschichten, als die durchoptimierten Leistungsfetischisten, die einen anderen Zustand als die Dauerkrise am Rande der Überlastung als nicht normal empfinden und davon ausgehen, dass alle anderen dann eben auch Opfer zu bringen haben. Gerade eben macht eine DIW-Untersuchung zum Reichtum oder was bei anderen an dessen Stelle ist in Deutschland die Runde, nach der in den letzten 10 Jahren 80% der Haushalte an verfügbarem Einkommen verloren, und die obersten 20% massiv dazugewonnen haben: Das eine sind auch die Kinder der besseren Kreise mit Startproblemen, und die anderen sind ihre Eltern. Angesichts solcher Entwicklungen sehe ich grosse Chancen bei Aktien aus dem Bereich Psychopharmaka.

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Wie schon öfters in der jüngeren Geschichte Deutschlands wird man auch hier spät, zu spät zum Schluss kommen, dass Elitenzüchtung durch Kruppstahlhärtung keine guten Erfolge zeitigt. Die Umverteilung sorgt allein dafür, dass das Vermögen dort bleibt, wo es schon ist, und dortselbst nicht mehr durch das Gehalt, sondern durch Schenkung direkt zwischen den Generationen weitergegeben wird. Wer das Pech hat, nicht in diesen Kreisen zu leben, wird sich nochmal mehr anstrengen müssen, um dem Einkommensverlust zu entkommen. Wie man es dreht und wendet: Ich finde bei diesem Spiel einfach keine Gewinner. Vielleicht sinken die Lohnstückkosten, aber die sind hier bei Torten eher irrelevant, und woanders sollte man eher Brot essen, wenn man keinen Kuchen hat – ich hoffe, das war jetzt eine politisch korrekte Aussage. Ändern wird man daran vermutlich wenig können, selbst wenn am See die meisten Profiteure zustimmen werden, dass so ein unbezahlbar schönes Wochenende in der warmen Novemberluft nur dann wirklich schön ist, wenn die Kinder nicht den ganzen Tag von Zukunftssorgen berichten.

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336 Lesermeinungen

  1. Experimentierfreudiger Assi...
    Experimentierfreudiger Assi ist gefragt? Das ist nur ein vorgeschobenes (Anwerbe-)Argument. Wer diese Stelle zugewiesen, Verzeihung, erlangt, bekommt, darf alles mögliche (in den vorgeschriebenen Grenzen, natürlich) tun und lassen, nur Experimente sind nicht gefragt. Allenfalls können solche soufliert werden. Es sind immer schon vorher Gedanken des „Schäfs“ gewesen.
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Souffleur
    Zum Bild am See: Kinder haften für ihre Eltern: So lautet korrektes Neuhochdeutsch.

  2. Wer einen Job braucht sollte...
    Wer einen Job braucht sollte sich m.M.n. bei einem Body Shop (job agency) melden. Nach der Uni plus 1 Jahr Handelschule (in der Schweiz) habe ich das getan.
    Um 09.00h Body Shop Die nette Frau hat einen Telefonanruf gemacht und
    Um 11.00h habe ich mich bei einem Exportchef vorgestellt.
    Um 11.30h weiter zu einem Gespräch mit dem Managing Director
    Um 12.00h kam die Leiterin Human Relations.
    Um 12.30h I got the job – 12 x salary plus a 13th month, plus a bonus at Xmas
    and the office was only 5 minutes walk from my parents‘ house.
    Damals hatte ich eine Freundin, die war auch auf Jobsuche – she replied to adverts in newspapers, went to interviews, finally got a job – after 6 months.

  3. Ach ja, die Achtziger. Goldene...
    Ach ja, die Achtziger. Goldene Zeiten. Crisis, What Crisis?
    „Gell, Madeleine, du erbst mal alles, musst keine Sorgen haben um die Zukunft.
    Dann noch dein tüchtiger Mann. Und die Villa in Fürth. Und das Chalet in der Schweiz. Sei sicher, dass Vermögen bleibt dort, wo es ist“. „Ja, Papa, aber im Club sah der Max´l neulich so schlecht aus. Ob der zulang vor seinen Fernsehern sitzt?“

  4. Mir fällt dazu Gottfried Benn...
    Mir fällt dazu Gottfried Benn ein:
    „Ich habe Menschen getroffen, die
    mit Eltern und vier Geschwistern in einer Stube
    aufwuchsen, nachts, die Finger in den Ohren,
    am Küchenherde lernten,
    hochkamen, äußerlich schön und ladylike wie Gräfinnen
    und innerlich sanft und fleißig wie Nausikaa,
    die reine Stirn der Engel trugen.
    Ich habe mich oft gefragt und keine Antwort gefunden,
    woher das Sanfte und das Gute kommt,
    weiß keine Antwort und muß nun gehn.“
    Stammt aber aus den fünfziger Jahren. Da fand Aufstieg tatsächlich noch statt, und zwar flächendeckend. Aber natürlich auch wegen des vorherigen kollektiven Abstiegs.

  5. Einführung in die Mathematik...
    Einführung in die Mathematik der schiefen Ebene: Kurs I:
    Der Quotient k = delta y/delta x wird als Anstieg der Geraden bezeichnet – er hat in allen Steigungsdreiecken denselben Wert, unabhängig von ihrer Größe. Man könnte verbal auch umgekehrt vom Abstieg sprechen (so, wenn die Schweizer Garden nicht mehr dem Ansturm der Kuchenessensollenden genügend Pouvoir entgegensetzen können).

  6. Zum Glueck meiden die...
    Zum Glueck meiden die durchoptimierten Leistungsfetischisten den persönlichen Umgang mit Don Alphonso und lesen lediglich sein Blog hier, um sich vom permanenten Aushebeln des Generationenvertrags der besseren Kreise auszuruhen.

  7. Es liest sich gut, weil auch...
    Es liest sich gut, weil auch gut zu verstehen, was Sie geschrieben haben. Und doch unterscheidet es sich von anderen Artikeln zu gleichem oder ähnlichem Thema vielleicht nur darin. Für einen Vergleich kann ich jetzt nicht konkret auf andere verweisen. Wohl auch deshalb, weil auch die anderen gleiche schlussfolgernde Aussagen zum thematisch Beschriebenen haben. Es ist ein „Verstecken“ hinter dem Subjekt, hinter dem herrschenden Verständnis, alles jeweils einem Subjekt zuzuzordnen.
    Beispiel (hier): „Die Umverteilung sorgt allein dafür . .. . „. Umverteilen ist eine Tätigkeit. Wer übt sie aus? Eine „Umverteilung“ ist kein Subjekt, das sorgen kann.
    Die einfache Auseinandersetzung damit, verdeutlichte schnell, dass nicht „Umverteilung“, ob mit schiefer Gerade oder nicht, weder Ursache noch Folge dessen ist, was im Artikel gut beschrieben wird. Es erscheint als „umverteilt“, ist aber nur scheinbar umverteilt.

  8. Wir Deutschen sind doch nur...
    Wir Deutschen sind doch nur sauer, weil alle Party gefeiert haben und Schulden gemacht gemacht haben.
    Alles auf Pump, früh Rente, spät Arbeiten und all diese Stereotypen Vorurteile. Nur der doofe Michel hatte H4 Reform und hört seit 30 Jahren : wir müssen sparen. Am Kleinen sparen, denn die Großen sind ja Jobmaker.
    Nun ist der Karren an der Wand und alle wollen da holen wo noch etwas ist. Gut das die Deutschen gespart haben, so können wir ja nun allen helfen.
    Warum fühlt sich das gerade so dumm an?

  9. Wer sich für das Detail und...
    Wer sich für das Detail und die Folgen des Umverteilens expressis verbis interessiert kann sich in Bälde die kommunalen Suppenküchen näher beäugen.
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Suppenk%C3%BCche

  10. Meiner Erfahrung nach war es...
    Meiner Erfahrung nach war es vor 35 Jahren nicht so viel anders. Mein erster Job nach der Promotion war auch nur ein Teilzeitjob. Dafür bekam ich 300 DM – das war selbst 1976 nur ein Taschengeld. Ich durfte aber den Hauscomputer der Bundesforschungsanstalt für Landes- und Raumkunde (BFLR) benutzen, kostenlos von 19 Uhr bis 7 Uhr morgen. Dem Leiter des Rechenzentrums bin ich noch heute dankbar. Ich hatte nicht nur viel Spaß mit diesem „PC“, sondern habe in einem halben Jahr soviel gelernt wie in einem vollen Informatikstudium.
    .
    Nur das es für eine Frau in der Fachrichtung Computerkartographie keine Stelle gab. Dem Direktor der BFLR war ich zu gescheit, weil ich einen Fehler in einem Auftrag seines Institutes gefunden hatte. Den Fehler hatte das Deutsche Institut für Mathematik in einem Computerprogramm gemacht. Ein scheinbar simpler Denkfehler …. entdeckt von einer Frau. DIE Frau hätten die promovierten Mathematiker in dem Institut nie genommen (die entsetzten Gesichter der Herren, als ich ihnen sagte: “Sie haben einen Fehler in dem Programm gemacht, und ich werde ihn finden” sind mir eine bleibende Erinnerung).
    .
    Das war lange vor Google maps, und nur wenige hatten schon damals ein Interesse daran, Karten per Computer herzustellen, wie die Bundeswehr zum Beispiel…. Aber ‘wir dürfen keine Frauen einstellen, Sie brauchen sich gar nicht zu bewerben’, sagten die Herren dort sichtlich erleichtert, einen unanfechtbaren Grund zu haben.
    .
    Deswegen bin ich mit der Empfehlung des Leiters des Rechenzentrums und eines befreundeten Professors nach Kanada ausgewandert.
    ……
    Die Tigerbabys haben sicher auch Anfangsschwierigkeiten, aber:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/joachim-sauer-airbus-arbeitsdirektor-technik-kann-maedchen-begeistern-11516906.html
    .
    http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/frauenquote-wenn-mama-rasch-ins-meeting-muss-11499484.html

  11. Was heißt hier Schenken? ...
    Was heißt hier Schenken? ERBEN – sofort! Haftung wird ausgeschlossen.

  12. "Eine nach den Wertmassstäben...
    „Eine nach den Wertmassstäben der Klasse höchst fragwürdige Generation wird da herangezüchtet,…“
    .
    Wirklich?
    Es heißt doch immer: Erst säen, dann ernten.
    Was ist daran unangenehm strategisch.
    .
    Die Westviertelklasse-Kinder aber wollen gleich ernten. Weil sie denken, der Papa hat schon gesät. Oder der Onkel. Der bei MAN, BMW, Siemens, AUDI ist und einen reinhieven kann, und zwar nicht als Lehrling, sondern gleich als was Besseres, usw.
    .
    Es sind doch nur diese merkwürdigen Online-Jobs, an denen nichts verdient ist. „Assistent“ ist doch schon schlimm, bei Online-Assistent müssten jeglichem Adepten (dem Streber aus der Unterschicht wie dem verwöhnten Bürgerkind ebenso) sofort die ungewaschenen Ohren wackeln, die Schambehaarung abfallen und der Fluchtreflex einsetzen.

  13. @ Gleichstellungsberechtigter...
    @ Gleichstellungsberechtigter 18:25 :
    Die Insel der Glückseligen bzw. Gods own country :
    http://www.querschuesse.de/45838-millionen-food-stamps-bezieher-im-august/
    So sehen Gewinner aus ……

  14. Es ist einfach wahr, es wird...
    Es ist einfach wahr, es wird umverteilt. Und die Generation Praktikum macht fröhlich mit, die finden es auch noch cool. Solange die Eltern zahlen.

  15. @fionn: Berlin ist nicht...
    @fionn: Berlin ist nicht Zürich, da können Sie derartige Schnelldurchschüsse vergessen – einfach zuviel Bewerber für zuwenig Stellen. Nur die Bodyleaser, die sprießen immer noch, wobei inzwischen die Engländer und Amerikaner massiv nach D reingrätschen.
    @DA: jetzt ist Ihnen mal wieder ein treffend Sittenbild gelungen.

  16. @Tiger, Vroni: Ihre...
    @Tiger, Vroni: Ihre Durchsetzungskraft in allen Ehren, aber ich meine, daß heute die wenigen Optionen für die Jungen schneller verschossen sind als „zu unserer Zeit“.

  17. Sehr schön, sehr schön....
    Sehr schön, sehr schön. Besonders offenbar wurde mir das wieder, als ich den ungläubigen Blick meiner Frau aus Brasilien sah, nachdem ich ihr ein paar solcher (vor-)beruflicher Umstände, denen Akademiker in Deutschland (Europa?) heutzutage ausgesetzt sind, geschildert hatte. Selbst Mediziner sitzen nicht mehr unbedingt im gemachten Nest. In der brasilianischen Oberschicht studiert man und bekommt dann einen Job, der gehaltsmäßig in Deutschland vielleicht nach 10 Jahren anfängt. Ich frage mich manchmal, ob sich die Universität wirklich gelohnt hat oder ob man doch besser einen Meister hätte machen sollen. Dabei hatte ich noch „Glück“ und konnte wenigstens noch ein unverschultes Studium auf gerader Linie genießen.
    .
    Informatiker, das geht irgendwie noch immer. Ingeneure sollen wieder am kommen sein. Journalismus? Was soll das denn sein? Schreiben kann doch jeder. Sieht man doch hier…

  18. Liebe Colorcraze,
    so ist es....

    Liebe Colorcraze,
    so ist es. Habe ja selbst auch einen geplagten Nachfahren in diesem zarten Alter und weiß was läuft. Ich darf und werde nicht reden, sonst wird mir wie im zart besaiteten Mittelalter die Zunge abgeschnitten.
    .
    Aber dass die Westviertelkinder auch nicht mehr alles mühelos kriegen, macht mich irgendwie zufrieden. Komisch, bin doch sonst nicht so ein gehässiger Depp.

  19. Beim Erben will man ja nicht...
    Beim Erben will man ja nicht reinfallen. Ich überlege, ob ich mich der Erbenreihe des
    Bunga-Bunga anschließe.
    Das Problem: Was ist, wenn dessen Milliardenvermögen lediglich aus den Schulden seiner
    Unternehmen besteht.
    Ich brauche Beratung!

  20. Werter Don,
    sehr viel...

    Werter Don,
    sehr viel Zustimmung von mir beim Lesen diesmal. Die Ausnutzung junger Nachwuchsmitarbeiter mit der vermeintlichen Aussicht auf Aufstieg als Ponzi-Schema trifft es in der Tat recht gut.
    .
    Die finanzielle Erpressbarkeit scheint mir oft sogar fast Voraussetzung für untere Führungspositionen zu sein. Nach einer mehr oder weniger langen Phase der befristeten Beschäftigung die unbefristete Anstellung quasi als Aufforderung zur Verschuldung durch Immobilienkauf auf Kredit. Und ob diese Person dann charakterlich oder fachlich für eine leitende Position geeignet ist spielt keine Rolle – dass lässt sich ja durch den ein oder anderen Lehrgang zumindest oberflächlich problemlos einstellen…

  21. Doch die Verhältnisse sind...
    Doch die Verhältnisse sind (manchmal) nicht so.
    Sofern es nicht um Umverteilung von wirtschaftlichen Vermögen, besser gesagt Umschichtung innerhalb einer Klasse oder Schicht geht, sieht es für größere Gruppierungen, sprich der Mehrheit innerhalb einer Volkswirtschaft ganz anders aus. Eine Wirtschaftskrise heftet sich an die Fersen jener, die auf solide Arbeits-verhältnisse angewiesen sind. Und zwar zahlt diese Krise sich mit u. U. verheerend
    negativer Wirkungskraft für die Mehrheit aus. Sofern nicht entsprechend vermeidende Vorsorge getroffen wird. Frage, von wem?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskrise

  22. Einfach cool der Spruch...
    Einfach cool der Spruch oder?
    „Was du ererbt von deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen.“
    (J. W. v. Goethe)

  23. Sehr geehrter Don...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    diese Anrede muss jetzt sein, Hochachtung, ich weiß nicht,
    ob das Ihr bester Artikel seit langem oder überhaupt ist,
    sie schauen ja wirklich links und rechts und machen sich Ihr Bild,
    das eben nicht nur Silberkannen beinhaltet.
    Folgende Sätze haben mich am meisten beeindruckt:
    Die Vorstellung, die wir hatten, und die uns das System auch gerne mitgegeben hat, war die einer sich lohnenden Leistung vom ersten Arbeitstag an. Eine lange, gerade Linie nach oben.
    Anders gesagt, der Generationenvertrag der besseren Kreise wird hier ausgehebelt.
    Wie man es dreht und wendet: Ich finde bei diesem Spiel einfach keine Gewinner.

    Ich habe eine Sohn, der jetzt studiert, 25,
    mit 30 habe ich unser Haus gekauft, das wird er nicht können,
    und ich habe beruflich mit Praktikantinnen zu tun,
    die sitzen länger am Rechner als ich,
    1 Jahr umsonst!, umsonst?, ohne Vergütung, dann kommt die nächste,
    ich frage dann immer, wo geht die erste hin.?
    ..
    fionn
    09. November 2011, 17:26
    Was soll das?
    Holly01
    09. November 2011, 18:24
    Ja, es fühlt sich dumm an, und ich kann leider nicht lachen.
    Der Tiger
    09. November 2011, 18:28
    300 DM – das war selbst 1976 nur ein Taschengeld.
    Ha, Ha, meine „Studentenbude“, 41qm, 1Zimmer, K,D,B kostete damals 127 DM warm, Sozialwohnung für Studentenehepaare, es gab nur nicht so viele davon,
    und so konnte ich auch allein einziehen, also erzählen sie nichts von „Taschengeld“, da war damals echt viel.
    colorcraze
    09. November 2011, 18:57
    Danke!

  24. Was ist der Unterschied...
    Was ist der Unterschied zwischen einer Human Ressources Chefin und einem Luden? Letzterer trÄgt das Geschäftsrisiko selber.

  25. E.R. Binvonhier 09. November...
    E.R. Binvonhier 09. November 2011, 19:09
    Ich brauche Beratung!
    .
    Ich auch ;-)

  26. Toc toc toc!
    .
    Dann haben...

    Toc toc toc!
    .
    Dann haben Millionärskinder heutzutage als Zukunftssorgen, weil ihre Eltern zu schnell zu reich werden, während sie selber „keine Arbeit finden“?
    .
    Die spinnen, die Bürger…

  27. @Gleichstellungsberechtigter:...
    @Gleichstellungsberechtigter: gute Frage. Nächste Frage.
    @Chris: mit der Erpreßbarkeit mögen Sie durchaus recht haben. Ich fand schon die Nichtabsicherung von Betrugsaufdeckensollenden bei Versicherungen ein absolutes Unding.
    @Vroni: die Zeit für Schadenfreude nehme ich mir nach wie vor nicht, aber ich finde, heutzutage werden die Jungen allesamt reichlich verheizt, und nicht eben einige wie zu unserer Zeit, und mit „Hörner abstoßen“ kann man das nicht mehr erklären. Kein Wunder, daß sie entweder ins Koma flüchten oder von vornherein nur Zeit totschlagen.
    @Falkenherz: Informatiker und Ingenieure sind eher als eine Art Wandermönche ohne Seßhaftigkeitsambitionen, aber gern mit Armutsgelübde, gefragt. Journalismus, *hust*. Eine aus meiner Klasse hats immerhin noch zum ÖR geschafft und scheint davon leben zu können.
    @BinVonHier: tja, da werden Sie ein scharfes Messer zum Filetieren und viel Platz für eine robuste kompostanlage brauchen.

  28. icke
    09. November 2011,...

    icke
    09. November 2011, 20:00
    Hüstel, schulterklopf…

  29. @Falkenherz, Holly: Brasilien...
    @Falkenherz, Holly: Brasilien und China sind eher noch so wie Europa/D vor 30 Jahren. Das wird sich aber auch noch legen…

  30. @mediensegler: genau, es kam...
    @mediensegler: genau, es kam auf die Miethöhe an. 1985 hatte meine Studentenbude (30qm, Klo auf halber Treppe, Ofenheizung, nur kaltes Wasser) die sagenhafte Miete von 50 DM. Da konnte man mit 3- oder 400 DM durchaus existieren.

  31. Das ist die Geschichte von...
    Das ist die Geschichte von Donald Duck, dem nichtsnutzigen Milliardärsneffen.

  32. Vroni 09. November 2011,...
    Vroni 09. November 2011, 19:07
    Warum so missgünstig?

    Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich finde, Leistung, egal, wo sie her kommt,
    muss sich lohnen. Tut sie aber nicht,
    was sich heute lohnt, ist BESCHEISSEN.

  33. @Hansmeier 20:04: nein, es ist...
    @Hansmeier 20:04: nein, es ist eher die Aussicht, das einem die Rentenexistenzgrundlage wegfällt, wenn die Alten abtreten, und man selbst hilflos abstürzen wird, weil man es bis dahin selbst nicht geschafft hat, sich eine eigene, andere Ertragsgrundlage zu schaffen.

  34. @Mediensegler, Koeln,...
    @Mediensegler, Koeln, Eigelstein, kurz vor dem Tor?

  35. Werter DA, das erste Bild in...
    Werter DA, das erste Bild in Ihrem neuesten Beitrag in Ihrem eigenen Blog ist sicher
    sehr gut, nur verursacht es mir eine Gänsehaut. Es zu hyper realistisch oder so…

  36. colorcraze 09. November 2011,...
    colorcraze 09. November 2011, 20:06
    Betrugsaufdeckensollenden?
    Was ist das?

  37. @ mediensegler 19:54...
    @ mediensegler 19:54 :
    Lesenswert, danke.
    .
    Nur zur Ergänzung : Wir degenerieren zur Desinformationsgesellschaft. Selbst Insider erhalten ihre Infos eher durchpersönliche Netzwerke, als systematisch.
    Der Rechtehandel hat unsere Gesellschaft geistig, ethisch und geschichtlich verarmen lassen.
    Rechte werden nach feudalem Prinzip gewährt. Gesetze sind das Papier auf dem sie stehen nicht wert.
    Die Gesellschaft verroht. Ellenbogentypen gewinnen nach der Dreistigkeitsskala.
    Die geistig Armen, welche sich devot benutzen lassen machen politische Karriere.
    Die Medien berichten nicht, sie klären nicht auf, sie berieseln nicht einmal mehr, die Medien deprimieren nur noch.
    Typen die so lange im Geschäft sind, dass man sie vor jedem Auftritt neu ausstopfen muss und mit neuen Batterien versorgen muss, damit die ihre „Vartahäschen“-Auftritte absolvieren können.
    Eine Kanzlerin, die ich nur mit „stets bemüht“ beschreiben kann. Eine Jugend die schon vor der Geburt betrogen wurde.
    Und ….. das große warten auf die Strafe für all das. Wie hoch wird der Schnitt sein? Totalverlust?
    Was haben wir falsch gemacht? Wir haben verzichtet, waren immer brav. Keine Krankenscheine, keine Demos, kein Klassenkampf, immer alles geschluckt, egal wer vor einem stand.
    Die Verluste in den eigenen Reihen immer leise bedauert, leise geholfen, aber am Ende immer weggeschaut, wenn welche auf der Strecke bleiben.
    Wofür?
    Damit ein paar Nadelstreifenanzüge dumm in die Kamera grinsen und uns sagen „das steht uns zu!“?

  38. HansMeier555
    09. November...

    HansMeier555
    09. November 2011, 20:04
    Toc toc toc!
    Klingt nur wirklich gut bei einem Holzkopf.
    Nichts für ungut ;-)

  39. "tja, da werden Sie eine...
    „tja, da werden Sie eine scharfes Messer zum Filetieren und viel Platz für eine robuste
    Kompostanlage brauchen.“
    COLORCRAZE, seien Sie bedankt!
    Wenn die Not am größten ist, ist die Lösung nicht weit.

  40. Halten zu Gnaden, wertester...
    Halten zu Gnaden, wertester Don, aber Ihre Beschreibung „von früher“ stimmt einfach nicht! Sie mag (!!!) für die Kinder aus besseren Kreisen gestimmt haben (und exakt für die), aber das waren immer <5% der Bevölkerung. und im übrigen ziemlich exakt das, was sich an deutschen Hochschulen tummelte, bevor ein Herr Picht die Bildungskatastrophe ausrief. Ja, damals war es möglich, über Vitamin B eine schönes Pöstchen zu bekommen, egal, was man konnte und gelernt hat. Nur wichtig, was man für einen namen hatte.
    Und damit sind die Gewinner der heutigen Situation schon identifiziert. Nämlich jene Aufsteigert aus der Mittelschicht, die damals bestenfalls (naserümpfend) als untertänig buckelnde Abteilungsleiter zugelassen worden wären. Und nicht weiter. heute schafft es der eine oder andere (letztlich gar nicht so wenige), auch eine C4 Professur, einen Chefredakteurposten oder einen Vorstandsjob zu ergattern.
    Die Klage über die Lose-Lose Situation stimmt ... nur und ausschliesslich für die ehemals besseren Kreise. Deren Arroganz wegen Geburtsabstammung, übernommen vom alten Hochadel, schon damals ebenso lächerlich wie antiquiert war. Denn (anders als beim Hochadel) hatte das gehobene Bürgertum für diese Arroganz nicht einmal eine geschichtlich ehemals begründbare Basis, in und für Deutschland geleistet hat es eh nichts. Genauer - weniger als nichts. In der Herrschaftsperiode des deutschen gehobenen Bürgertums (1890 bis 1933) fielen ein verlorener Weltkrieg. Und die Schaffung der Grundlage für den zweiten.
    "Vermutlich sind das im persönlichen Umgang immer noch die besseren Oberschichten,"
    Möglich. Das ist fast exakt eine der Begründungen, mit der die Süpdstaaten der USA vor 1866 die Aufhebung der Sklaverei abgelehnt haben. Es ist durchaus plausibel, dass viele schwarze Sklaven für eine oder zwei generationen schlechter dran waren, als unter ihren Besitzern. Was ein ziemlich schlechter Grund dafür ist, die Sklaverei nicht aufzuheben. Und die "besseren Kreise" wären zu Recht empört, teilte ihnen der alte Adel herablassend mit, sie wären viel besser gefahren, als sie noch die Jobs als Hausmeier oder Hundemeuteführer besetzten ...
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  41. Sonnenuntergang am Tegernsee...
    Sonnenuntergang am Tegernsee in der Schweiz.
    http://foto-welt.ch/show.php?fotoId=13154
    P.S. Zu Schade, dass Hape Kerkeling „Wetten, dass“ nicht moderieren will.

  42. @mediensegler – Es ist schon...
    @mediensegler – Es ist schon sehr lange her, und vielleicht haben Sie Recht. Ich habe allerdings gar nichts an Miete bezahlt, denn ich wohnte umsonst bei einem Professor…. und Liebhaber (mit dem ich noch heute befreundet bin).

  43. (liebe Vroni, den kleinen,...
    (liebe Vroni, den kleinen, blöden scherz kann ich mir schlichtweg nicht verkneifen: etliche haben ohnehin ihr schamhaar verloren, ohne es zu vermissen.)
    .
    liebe E.R.Binvonhier, ihnen kann geholfen werden. wie sagt man so schön und wahr: wenn sie eine million schulden haben, haben sie ein problem. falls ihr portfolio einhundert millionen schulden umfasst, hat ihre bank ein problem. oder eben die steuerzahler, irgendwann, doch das geht erst so richtig bei den milliarden los.
    aber passen sie mit dem wunsch nach einem erbe auf, und bestellen sie bei der fee klug. vermutlich werden sie da ein, zwei elternteile einbüssen, denn sonst landen sie nach durchschreiten des freibetrages in einer steuerklasse, die dem finanzminister die freudentränen in die augen treibt. weinen werden dann wohl auch sie: mehrfach versteuertes geld wird einfach noch einmal besteuert, und dies nicht zu knapp. aber was tut man nicht alles, damit es endlich allen gleich angenehm geht.
    .
    lieber Don Alphonso, herzlichsten dank für ihren klugen artikel, elegant wie stets, und voller bitterer medizin: wenn das so weitergeht, geht das nicht mehr so weiter.

  44. @ mediensegler.
    Ich habe 1...

    @ mediensegler.
    Ich habe 1 Jahr russisch (Pushkin – Kapitanskaya Dochka..)
    an der Uni studiert.
    Da mein Chef öfters unterwegs in Russland war, konnte ich meine R-Kentnisse gut gebrauchen.

  45. @colorcraze
    Ja und das...

    @colorcraze
    Ja und das Vermögen? Die Mieteinnahmen?

  46. Filou
    09. November 2011,...

    Filou
    09. November 2011, 20:22
    Nee, ganz banal, Wuppertal, Cronenberg.
    Ich hatte da keinerlei soziale Kontakte, war halt einfach nur ne Uni.
    Abber isch bin in Kölle jebore, allerdings nur inet Krankehuus,
    evver isch han do nit geläävt

  47. Holly
    0109. November 2011,...

    Holly
    0109. November 2011, 20:32
    Ebenfalls, danke.
    Ihr GANZER Text könnte von mir sein, wenn ich so gut formulieren könnte,
    ich unterschreibe alles, aber ganz besonders, das
    “Eine Jugend die schon vor der Geburt betrogen wurde.“

    Ich glaube, wir werden jetzt zu ernst.

  48. donna laura
    09. November 2011,...

    donna laura
    09. November 2011, 21:13
    Schamhaar ist heute nicht mehr „in“,
    schämen allerdings auch nicht ;-)

  49. @Don Alphonso: Wann gründen...
    @Don Alphonso: Wann gründen Sie die „Occupy Tegernsee Gruppe“? Oder habe ich da einen falschen Geschmack im Bewusst-Sein, nach dem lesen Ihres Beitrages?, kann ja sein, bin immer noch leicht verschnupft? Ich habe auch Gummistiefel und bin ein guter Plakate-Maler, weil meine Schrift lesbar ist. Oder ist Ihnen „Occupy Kreutzkamm“ lieber, Kuchen, Schlagsahne und eine heisse Schokolade besetze ich auch gerne, Mann gönnt sich ja sonst nix.
    Oder, assen Sie Uns einfach ganz Bayern okkupieren, einnehmen, übernehmen, ausnehmen, d gut würde das manchem Berliner gefallen, die haben Nachholbedarf und strömen gerade zu zehntausenden ins Hofbräu Berlin, also Berliner! seid Ihr dabei? Occupy Bayern! A scheene Hetz, wie die Wiener seufzen, a wahnsinn, wie der Bayer aufschreit!! Ja, was is Leut, Bayern is grad zu haben, kümmert sich grad keiner so recht drumm, die CSU macht gerade den Abflug in die Unbekümmertheit, hier spricht ihr Captain, mein Name ist Seehofer, oder war es Seelenloser, na egal, ich bins auf jeden Fall, der GröFaZ, der grösste Fallschirm aller Zeiten, bei mir seid ihr alle gut aufgehoben, wird schon klappen die Bruchlandung auf der grünen Wiese, hey, was solls, sollen die in Berlin doch greinen, vor allem diese Merkel, diese Frau ohne Rock und sicheren Boden, ihre nächste Wahl sollen dann Halt die Piraten sichern, hihihi!, meinen Freibrief haben sie, die werden diese Angela dann wie Odysseus an den Mast binden und an den Sirenen von Brüssel vorbeisegeln, gut so, diese ganzen EU-Brüder und innen, die sind doch erst für unser Absaufen hier verantwortlich, aber was red ich denn hier, hier spricht IHR Captain Seefürst, der Unfreiwillige, denn niemand hat mich zu diesem Posten gezwungen, er ist mit völlig unfreiwillig zugetragen worden, in diesen stürmischen Zeiten bin ich zum Bergfried der Bayern auferstanden und werde sie bis zum Untergang führen, also folgen Sie mir. Und die CSU folgt, wau. Ja himmeherrgottsakrament, was schmatzdn scho wieda, du Saupreiss, trau di nur her do, na wer ma scho seng, wer da schenere ist, mir san mir und du bist bloss a preiss, host mi! Neidhamme nordeitscha!
    Also los, die Stimmung ausgenutzt, Plakate gemalt und auf nach Bayern! Lasst uns die Frauen-Türme besteigen und den Tegernsee aussaufen, bis die Neige die Lederhosen benetzt, ja netzt sie ein, diese Voralpenpracht, wir wissen was besseres damit anzufangen, als die Bayern, die verkaufen wir nach Österreich und das Land nach Kuweit, was gäbe das Land her mit Dauersonnenschein und der Muezzin singt von der Zugspitze sein Lied, oder?
    Mein Gott!? Was für eine Vorstellung? Seehofer hilf! Gotthilf Fischer zürne deiner Chöre und vertreibe diese Bewegung!
    Stopp!
    Jetzt reichts!!! Und das alles, nach dem lesen von Don Alphonsos Artikel? Was haben Sie da nur reingetan Don Alphonso? Geben Sie es zu, da war irgendein Voralpenkraut drinn, das mich ganz hirnrissig gemacht hat! Wahnsinn? Aber jetzt ist wieder gut. Geht schon wieder. In diesem Sinne …. Also Freunde, auf ins Hofbräu …

  50. colorcraze
    09. November 2011,...

    colorcraze
    09. November 2011, 20:13
    Ich habe von 500 DM vom Onkel gelebt, meine Eltern konnten das nicht bezahlen,
    in den Semesterferien in meinem Beruf gearbeitet,
    Eltern: Erst Lehre, dann studieren, habe ich mit meinem Sohn genauso gemacht:-)

  51. Vielleicht ist es Herrn Blaus...
    Vielleicht ist es Herrn Blaus Lieblingsbeschäftigung, Stellen zu kreieren. Hier ist noch eine:
    ‚Brauchen wir einen Internet-Minister?
    ZEIT-ONLINE-Chefredakteur Wolfgang Blau und Ressortleiter Kai Biermann diskutieren die Frage, ob ein Regierungsposten speziell für das Internet geschaffen werden sollte.‘
    .
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-09/internet-staatsminister-pro-contra
    Wer sich wohl für diesen Job bewerben soll?

  52. fionn 09. November 2011,...
    fionn 09. November 2011, 21:14
    Ich versteh es immer noch nicht, aber ich bin ja auch nur blöde arbeitende Mittelschicht.

  53. @HansMeier: für die...
    @HansMeier: für die Goldbarren gibts kein Brot, die Nullen auf der Bank wurden gelöscht, und Miete zahlt schon lange keiner mehr… wenns denn soweit ist.

  54. Oliver-August Lützenich
    09....

    Oliver-August Lützenich
    09. November 2011, 21:41
    Habe ich schon mal gesagt, ich möchte auch son Zeuch
    aber ich freu mich, dass so viele dem Don beipflichten
    Und wer ist hier hirnrissig?

  55. wete donna laura, ich bin...
    wete donna laura, ich bin Waise. Kann mir das Erbe aussuchen. Wer aber die Wahl hat…

  56. Der Tiger
    09. November 2011,...

    Der Tiger
    09. November 2011, 21:09
    In Ihrem Wolkenkuckucksheim würde ich gerne leben,
    links ein Troll, rechts eine Tinkerbell, und mitten drin die Königin mit dem Apfel
    ;-)

  57. lieber mediensegler, beim haar...
    lieber mediensegler, beim haar soll ganz besonders wichtig sein, wo es spriesst. beim letztlich erfolgreichen versuch, einen wagen zuzulassen, habe ich einmal angesichts eines kahlen beamten das verbale bewundern eines vor mir in der schlange befindlichen mannes seiner begleiterin gegenüber vernehmen dürfen: och, hat der es gut, ich muss noch jeden tag mit dem rasierer ran. stellen sie sich einmal einen stark behaarten mann mit unterleibsrasur vor. ein monchichi wäre nichts dagegen. wovon plaudern wir hier eigentlich…
    .
    … ach ja, vom deutschen volk zwischen baum und borke, erst eine de facto senkung der entlohnung und dann noch als zahlmeister – immerhin meister, ha! – dienen dürfen.
    .
    weiss eigentlich jemand, ob griechenland nur die panzer bekam, oder auch die munition?

  58. ThorHa, damals war die Fahrt...
    ThorHa, damals war die Fahrt aufnehmende Industrialisierung „die Lösung“, samt Städtebau, aber ich seh das auch erstmal pessimistischer, ähnlich wie Holly und die von ihm verlinkten Querschüsse, Aktiengesellschaften sind was anderes als Eisenbahn- oder Ruhrbarone, und es macht auch einen Unterschied, ob eine Familie 5 Kinder hat oder 1.
    @mediensegler: ah, Wuppertal. Da kommen die Leute pragmatisch mit dem Leben zurecht.
    @Lützenich: wars der Enzian oder dieses -wurz-Zeug, das da inhalatorisch aufstieg?

  59. Früher galt ein...
    Früher galt ein abgeschlossenes Studium unter Journalisten eher als komisch, nur PR-Damen machten Publizistik fertig. Für arrivierte Publizisten gabs dann eh den Professor honoris causa. Nur in den ganz konservativen Medien fanden sich Promovierte (zumeist Jus und Geschichte)
    .
    Beim Professor wohnen ? Auch wir bekamen solche Angebote, aber dazu waren wir viel zu stolz und unabhängig! Und wenn das Verweigern des „mentoring“ auch ein paar berufliche Nachteile brachte: die eigene Bude, die freie Wahl und die Romanzen aus der eigenen Generation waren es wert!

  60. @mediensegler: ob sich...
    @mediensegler: ob sich bescheißen lohnt, bin ich mir nicht so sicher (nicht sonderlich lange), es bleibt aber jedenfalls lange straflos, unter anderem deswegen, weil keinem was besseres einfällt und weil in der von Holly so treffend beschriebenen Ödnis selbst Vartahäschen wenigstens noch für ein wenig Abwechslung sorgen. Wobei ich die von Holly angezogenen „Nadelstreifen“ allerdings auch eher für Vartahäschen halte – weil sie sich mMn lange Zeit kontraintuitiv verhalten müssen.

  61. Es ist genug für alle da....
    Es ist genug für alle da.

  62. @HansMeier: jetzt hab ichs. Es...
    @HansMeier: jetzt hab ichs. Es ist die Byzantisierungsphase.

  63. off topic:
    sichere...

    off topic:
    sichere Wertsteigerung, eventuell statt Silberkannen?
    http://derstandard.at/1319182379392/Innerhalb-von-zwei-Tagen-Erneut-Rhinozeros-Horn-in-Wien-gestohlen

  64. @tiger 21:50: ich sags ja,...
    @tiger 21:50: ich sags ja, Vartahäschen. Das hat mit „Job kreiren“ nichts zu tun, das ist bloß Zeitvertreibs-Geschwätz. Nichts anderes als Sascha Lobos „wir werden reich durch bloggen“, nur halt auf einer anderen Ebene.

  65. @Foersterliesel – Auf so...
    @Foersterliesel – Auf so einen Einwurf hab ich gewartet. Glauben Sie vielleicht, ich wäre da eingezogen, wenn ich nicht genauso viel Spaß gehabt hätte wie der wesentlich ältere Herr? Wenn wir schon offen reden, gleichaltrige im Alter von 25 können sehr unerfahren sein. Außerdem hatte ich jede Menge private Vorlesungen, unterhaltsame Diskussionen und eine große Bibliothek zur freien Verfügung. Mein Freund war einer der Erbfeinde meines Doktorvaters. Das fand ich intellektuell besonders anregend.
    .
    Man soll zu seinen Freuden und Freunden stehen. Vor ein paar Jahren habe ich eines der Tigerbabys dem emeritierten Professor vorgestellt, und mich köstlich amüsiert, wie gut sich die beiden unterhielten.
    ………………
    Mit Bezug auf Ihre Bemerkung: ‘Früher galt ein abgeschlossenes Studium unter Journalisten eher als komisch, nur PR-Damen machten Publizistik fertig. Für arrivierte Publizisten gabs dann eh den Professor honoris causa. Nur in den ganz konservativen Medien fanden sich Promovierte (zumeist Jus und Geschichte)’
    .
    Hab ich extra für Sie den mir gleichaltrigen FAZ Herausgeber herausgegoogelt:
    .
    ‘..studierte er in Freiburg, Frankfurt und Heidelberg Politische Wissenschaften, Geschichte, Staatsrecht und Philosophie. Magisterexamen 1973; Promotion zum Dr. phil. im Jahr 1975 (bei Dolf Sternberger). Vom Juni 1975 an wissenschaftlicher Assistent für das Fach Politikwissenschaft an der Gesamthochschule Wuppertal. Habilitation mit einer Arbeit über politische Philosophie im 17. und 18. Jahrhundert. Am 1. Oktober 1982 trat er in die politische Redaktion…’
    .
    http://www.faz.net/redaktion/guenther-nonnenmacher-11104403.html

  66. "Es ist genug für alle da."...
    „Es ist genug für alle da.“ E.R.Langen, meine Rede, nur aufpassen muss man schon.
    .
    Wär ja noch schöner, erst die Vielen, die soviel anschaffen und für die wenigen Erben
    soll plötzlich nichts mehr da sein?
    Ich glaube, es ist eine Situation mit der man noch nicht richtig umgehen kann und
    das wird ausgenützt – von den üblichen Verdächtigen.
    .
    Es wird nicht mehr Mehrere geben, selbst dann nicht , wenn es in 40-50 Jahren
    10 Milliarden Erdlinge gibt. Das ist Stillstand.
    Vor 40 Jahren gab es 3 Mill., wenn es heute 4,5 Mill. gäbe, wäre dies nach der vorangegangenen dynamischen Entwicklung, niemanden mehr groß aufgefallen und
    ‚gefühlt‘ als Stillstand wahrgenommen worden. Diese Situation haben wir JETZT.
    Die alten Muster taugen nicht mehr und die Zukunftspropheten laufen rum wie die Eisverkäufer.

  67. Würde sehr gerne mehr auf...
    Würde sehr gerne mehr auf Details der lebhaften Diskussion eingehen, aber das reale Leben steht dem etwas im Weg. Ich glaube, lieber Don, mit ihrem Artikel haben sie mal wieder das Wespennest waidgerecht voll angeschossen.
    Unser Problem ist, das wir eigentlich fast alle überflüssig sind. Ein paar Steve Jobs-Möchtegerns, ein paar Divisionen von IT-Lohnsklaven und eine Horde von vergackeierten Konsumenten, den Rest kann man in der Pfeife rauchen.
    .
    Mit was will man die Bewohner von Bunny Hill und ähnlich idyllischen Gegenden wieder zu 3Sat und Arte kompatiblen citoyens pimpen???
    .
    Wir haben keine Jobs mehr, die Nicht-Einsteins eine nette Spiesserperspektive eröffnen. Siegen ist alles. Der leitende Angestellte ist vor lauter globalem Stress zur bedrohten Tierart geworden.
    Der Rest wird im digitalen Collosseum bespasst…..

  68. Leider, Don Alphonso, nimmt...
    Leider, Don Alphonso, nimmt die Qualität Ihrer Beiträge ab. Mehr als „o tempora, o mores“ ist ja nicht mehr. Und glauben Sie wirklich, dass der soziale Aufstieg vor hundert, vor fünfzig oder vor zwanzig Jahren leichter war als heute? Mein Vater war als Bauernsohn noch Exot auf dem Gymnasium, und BaFöG gab es auch noch nicht. Heute studieren selbst in Bayern knapp 40 % eines Jahrgangs, und 500 Euro im halben Jahr an Studiengebühr werden als untragbar empfunden – die Angelsachsen reiben sich verwundert die Augen. Gleichzeitig entscheidet das Sozialgericht München darüber, ob eine Alg II-Empfängerin Anspruch auf 690 Euro Kaltmiete im Monat hat. Probleme haben die Menschen…

  69. Gejammert wird über meine...
    Gejammert wird über meine nachlassende Qulität seit über 10 Jahren… ich bröckle wie Wien und saufe ab wie Venedig…

  70. @DA(23:39): Hahaha! - Das war...
    @DA(23:39): Hahaha! – Das war das Bild, das mir in den letzten Jahren am besten gefallen hat: Feinkostladen in Venedig, nur obere Teile der Glastheke belegt, aber alles picobello geputzt, Wasserstand bis übers Knie, und die Kunden fein angezogen, an den Beinen Fischerstiefel.

  71. liebe E.R.Binvonhier, dann...
    liebe E.R.Binvonhier, dann bitte einmal plain vanilla mit sahne.
    .
    lieber The Great Artiste, so überflüssig ist der mensch gar nicht. zwar wird im arbeitsleben von diesen dummen, hungrigen spin-, äh, unterbelichteten gerne so getan, als ob die nächsten lohnsklaven nur um die ecke warten, was zunehmend dennoch eine täuschung wird, aber im privaten bleibe ich dabei: kein mensch ist ersetzbar. keiner. jamais.
    .
    lieber don, ein herzliches willkommen. hier saufen die fische auch ganz ordentlich.

  72. liebe Der Tiger, trotz aller...
    liebe Der Tiger, trotz aller geistigen brillanz des objekts bin ich dennoch froh, mit meinem mittlerweilen ehrenvoll ergrauten, aber sicher noch länger praktizierendem prof, einem intelligenten charmeur erster kajüte, an und an zwar das dach zu teilen, aber nicht mehr.
    ihre nerven hätte ich als junge ehefrau mit drei bis vier kleinen kindern angesichts des pensums auch nicht gehabt, allen perlen und einem gewissen polster sei dank und zum trotz.

  73. @Haching: was es für eine...
    @Haching: was es für eine Ruhigstellung der Jungen bedeutet, wenn 40% bis über Mitte 20 nur Schulen von innen sehen (Unis sind auch nur Schulen), kommt ihnen nicht in den Sinn, nein?

  74. @donna laura: Ruhe! Das kracht...
    @donna laura: Ruhe! Das kracht früh genug, und wenn man die Augen offenhält, noch früher als eh schon!

  75. Don Alphonso 0 9. November...
    Don Alphonso 0 9. November 2011, 23:39
    Seit zehn Jahren ….?
    Aber nicht hier !
    Weiter so wie in diesem Artikel, Don.
    ..
    The Great Artiste 09. November 2011, 23:24
    Ihre Kommentare bezüglich Erotik zu den letzten Themen haben mir sehr gefallen,
    danke, sehr amüsant.
    .
    colorcraze 09. November 2011, 22:26
    kontraintuitiv …. hi,hi

  76. donna laura 09. November 2011,...
    donna laura 09. November 2011, 23:48
    Die Friedhöfe sind voll von Leuten, die sich für unersetzlich hielten.

  77. oh la la, holladiewaldfee,...
    oh la la, holladiewaldfee, pardon, da muss ich touchiert haben, bon soir, liebe colorcraze. la grèce. les tanks. eh bien, soit?

  78. kleiner nachtrag: liebe...
    kleiner nachtrag: liebe colorcraze, dann machen sie doch einfach die augen zu, bis alles vorbei ist. durchwurschteln soll ja auch eine lösung sein, sagt man.

  79. Gute Nacht an alle,
    morgen...

    Gute Nacht an alle,
    morgen spannen wir eine Rettungsmarkise,
    und übermorgen ein Rettungszelt,
    und danach bauen wir eine Rettungsrakete
    und erkunden die Weiten des Universums,
    und sagen danach immer und und wir. ;-)

  80. "Es ist eine Scheinwelt, die...
    „Es ist eine Scheinwelt, die man dir vorgaukelt, um Dich von der Wahrheit abzulenken.“
    „Welche Wahrheit?“
    „Das du ein Sklave bist. Du wurdest wie alle in die Sklaverei geboren, und lebst in einem Gefängnis, das du weder anfassen noch riechen kannst. Ein Gefängnis für deinen Verstand.“

  81. In anbetracht der...
    In anbetracht der nachgewiesenen sterblichkeit menschlicher Individuen, frag ich mich wieso Leute die im Prinzip außer einem Arbeitsvertrag nichts besitzen daraus irgendeinen Status ableiten. Insbesondere wenn sie das kostbarste was man besitzen kann (zeit) zu einem Schleuderpreis verkaufen.
    Hinzu kommen die fragwürdigen Probleme mit denen man sich im modernen arbeitsalltag beschäftigen darf. Die herkoemmliche arbeitsumgebung ist dazu noch durch Schizophrenie geprägt.
    Aber als Dienstwagen ein 5er BMW klar – einen Haufen Blech als Ausgleich für das Leben.

  82. Werter Don,
    hab den Beitrag...

    Werter Don,
    hab den Beitrag gerade zum zweiten mal gelesen und werde immer noch nicht ganz schlau daraus. Also entweder das System „verlangt einfach nur mehr für geringere Gegenleistungen [… wie jedes] beliebige Ponzi System“ und der schlechtere Teil der besseren Gesellschaft ist eines Teils ihrer Privilegien beraubt, oder aber „Die Umverteilung sorgt allein dafür, dass das Vermögen dort bleibt, wo es schon ist“ – wo waere denn dann das Problem fuer die Betroffenen? Oder wollen Sie etwa sagen, dass innerhalb dessen, was Sie die bessere Gesellschaft der alten Bundesrepublik nennen, auch eine Konzentration des vermoegens stattfindet? Das hiesse, die 1% machen mit den naechsten 9% jetzt was die 10% vorher zusammen mit den anderen 90% gemacht haben ;-) Dann haette sich Ihr cui bono ja auch geklaert.
    Vielleicht suchen sich die besseren Soehne und Toechter aber auch einfach nur chronisch die falschen Betaetigungsfelder heraus. Bei Naturwissenschaftlern und Ingenieurern hab ich zumindest noch nichts von Halbtagsassistenzstellen gehoert.

  83. @colorcraze:
    Hoppla, wie war...

    @colorcraze:
    Hoppla, wie war das? „Für Gold gibt es kein Brot“?!
    Glauben Sie mir: So schlimm kann die Hungersnot nicht werden, dass man für Goldbarren nichts zu essen bekommt.
    Und überhaupt, warum sollte uns eine Hungersnot drohen?
    .
    Millionärskinder mit Zukunftssorgen sind ein klassischer Fall für die Literatur, von Donald Duck über Dostojewski bis hin zu Salinger.

  84. Über Nacht kam mir der...
    Über Nacht kam mir der Gedanke, dass ich gestern vielleicht falsch lag mit meiner Italienprognose.
    In solchen Ländern wie Griechenland, Kalifornien oder Italien saniert man den Haushalt ja nicht durch Ausgabenkürzungen, sondern Steuererhöhungen, und diese müssten gegen die herrschende Mafia durchgesetzt werden.
    .
    Daraus ergibt sie Konstellation, dass dort jetzt die intenationale Finanzmafia der lokalen Reviermafia einander in direkter Nahrungskonkurrenz gegenüberstehen: Was die Camorra in Mailand einnimmt, fehlt hinterher in Frankfurt.
    .
    Ob sich daraus unerwartete Bündnisse ergeben könnten? Etwa so, dass Kaiser und Reich eine kommunistische Regierung belehnen werden, damit die mal tut, was nach altem Mythos ihre Bestimmung ist, und bei den Reichen die Steuern eintreibt? Barbarossa und Guardierosse?
    .
    Und ob sie am Ende in Rom eine EU-Kaiserin krönen werden?

  85. @mediensegler, 0:21
    Manche...

    @mediensegler, 0:21
    Manche waren es wirklich, und das sieht man ja jetzt.

  86. Wirklich schön.
    .
    Es hat mich...

    Wirklich schön.
    .
    Es hat mich sehr erheitert, eine klare Analyse zum aktuellen Ausbeuter-System und unser aller Zukunfts-Aussichten zu lesen.
    .
    Den Vogel abgeschossen hat aber der „Brot statt Kuchen“ Absatz, der nur Sinn macht, wenn man auch den Satz über Marie Antoinette oben gelesen hat …
    .
    Selten wurde ich so erheitert 8-)
    Danke

  87. Wenn ich Mediziner,...
    Wenn ich Mediziner, Naturwissenschaftler, Informatiker oder Ingenieur wäre, würde ich auswandern. Die Gelegenheiten des Wirtschaftswunders findet man wohl nur noch in Schwellenländern. Oder aber im Internet, nur so könnte man heutzutage noch als Rotznase mit Sachen wie Facebook zum Multi aufsteigen. American Dream und so.
    .
    Das angeschnittene Thema zur „Generation Praktikum“ ist nun wirklich kein Neues. Hinzu kommen aktuelle Diskussionen um „burn out“, „downsizing“ usw. Eigentlich müsste die Arbeit immer einfacher werden. Rein körperlich tut sie das wohl auch, aber der Streßfaktor nimmt zu. Meine Frau beobachtet beim Deutschen, dass sie zwar fast alle Arbeit haben, aber kaum einer ginge gern zur Arbeit, geschweige denn er mache sie gern.
    .
    Wie geht das erst in Amiland zu? Dort gibt es weit weniger soziale Sicherheit oder Sicherheit am Arbeitsplatz. Vielleicht kommt es ja auch nicht von Ungefähr, dass USA und Europa gerade jetzt die fetten Schuldenkrisen haben.

  88. Markus TH, danke, Tatsächlich...
    Markus TH, danke, Tatsächlich ist die Aussage eine solche, die auch in Umkehrung nicht netter wird, Insofern braucht man sich über Marie Antoinette, der das nur zugeschrieben wird, nicht mehr zu beschweren, als über unsere Gürtel-enger-Politiker.

  89. @ThorHa
    .
    Der bürgerliche...

    @ThorHa
    .
    Der bürgerliche Leistungswahn, denken Sie, sei ein egalitäres Prinzip?
    .
    Das stimmt nicht mal im Prinzip. Denn der erklärte Zweck allen bürgerlichen Schaffens und Leistens besteht ja darin, das Familienvermögen so groß werden zu lassen, dass man selbst und später die Nachkommen irgendwann allein von den Zinsen leben können, d.h. von jeglichem Leistungszwang befreit sein werden. (Im lustigen Kontrast übrigens zu den Elitekindern der feudalen Epoche, von denen man immerhin noch Militärdienst, Kirchgang und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erwartete).
    .
    Die heimliche Sehnsucht nach lebenslanger Freizeit, nach nichtsnutzigem Rumlümmeln am See, nach dem Rückzug ins asoziale Privatleben, das ist die Kehrseite des bürgerlichen Bewußtseins. Was alle für sich wollen und keiner dem anderen gönnt.
    .
    Da hatte das Mittelalter schon bessere Lösungen gefunden: Die überflüssigen Söhne werden aufs Schiff gepackt und ins Heilige Land geschickt, die Töchter kommen ins Kloster, und schon ist der Laden wieder aufgeräumt.

  90. @ ThorHa
    Die Gehaltsklasse C4...

    @ ThorHa
    Die Gehaltsklasse C4 für Profs ist schon lange abgeschafft… Und die W-Professoren klagen gegen den Staat für mehr Lohn. Wieso kriegen Sie das nicht mit?

  91. @ Falkenherz: Auswandern?...
    @ Falkenherz: Auswandern? Wohin sollte man auswandern? Nach Indien? Ins völlig überfüllte China? Brasilien? Auch in diesen Ländern gibt es Probleme. Und wenn die deutsche Wirtschaft in China noch große Absatz-Potentiale sieht, könnte es mit China schneller bergab gehen, wenn es erstmal zu ernsthaften Problemen zwischen den Bevölkerungsschichten kommt. Siehe auch http://faz-community.faz.net/blogs/asien/archive/2011/11/09/chinas-reiche-wollen-auswandern-sie-trauen-ihrem-land-viel-weniger-als-der-westen.aspx

  92. Driver oh oh oh, wenn schon...
    Driver oh oh oh, wenn schon die deutsche Professorenkarriere leidet, muss man sich
    über nichts mehr wundern. Dann sieht es wirklich trist aus, nicht nur bei den „irgendwas
    mit medien“.

  93. GammaRayBurst: Wie sagt Herr...
    GammaRayBurst: Wie sagt Herr Icke: Les manouches ont raison, pouquoi travailler pour quelqun d’autre si je peux travailler pour moi? (Die „***“ ham recht: warum für jemanden anderen arbeiten wenn man für sich selber verdienen kann)
    .
    Nicht nur die Deutschen jammern gerne.
    .
    HannsMeier555: (Kaiser und garde rosse) : weil irgendetwas sich gegen objektiv sinnvolleAllianzen stemmt. Oder warum bekriegen sich Jägerverbände und Umweltschützer so? Und unsere Jugend mit romantischen Träumen von Revolution und unter freiem Himmel schlafen ist vorbei.

  94. ...statt irgendwas mit Medien,...
    …statt irgendwas mit Medien, irgendwas mit Wissenschaft.

  95. @ HansMeier555: "Die heimliche...
    @ HansMeier555: „Die heimliche Sehnsucht nach lebenslanger Freizeit, nach nichtsnutzigem Rumlümmeln am See, nach dem Rückzug ins asoziale Privatleben, das ist die Kehrseite des bürgerlichen Bewußtseins.“
    Dem Volk wurde jahrhundertelang von Seiten der Kirche das Paradies, also das „Abhängen unter Apfelbäumen, ewiges Chillen ohne Reue“ als Zustand höchsten Glücks verkauft. Dann darf man sich nicht wundern, wenn die Leute nun genau das gerne hätten.

  96. können wir nicht aus...
    können wir nicht aus leistungsbereiten, aber derzeit unterbeschäftigten jungen Elitesöhnen einen gewalt=hauffen forieren, der über die Alpen nach Italien zieht, um Zinsen und Steuern einzutreiben, die Mafia auf den Marktplätzen zu verbrennen und bei Gelegenheit einen neuen Kaiser zu krönen? Und danach gleich weiterfährt nach Athen und Konstantinopel, um das Schisma zu beenden?
    Damit Europa endlich wieder zu einer katholischen Schicksalsgemeinschaft wird?

  97. Das allererste, leider etwas...
    Das allererste, leider etwas überalterte Zehntel hat tatsächlich zugewonnen, und nicht zu knapp. Leider wie von Don zutreffend dargestellt, hat der Nachwuchs der oberen 10 Prozent immer öfter ebenfalls gewisse Probleme.
    .
    Und so wartet dieser Nachwuchs auf die ihm gemäße Position eben auf dem Wege von Schenkung und Erbschaft. Jenen, die nicht darauf hoffen können, sei angeraten, sich als Vermögensberater und -verwalter einen gerechten Anteil zu sichern. Ein Studium der Elektrotechnik könnte noch eine Alternative sein, aber etwas zu mühselig: ist es vielleicht doch. Vielleicht Altarabistik an Stelle von Kunstgeschichte, wenn die Lebensläufe sich ohnehin nicht mehr so mühelos entwickeln, wie im Goldenen Zeitlalter der Bundesrepublik?
    .
    Wer an diesen Entwicklungen schuld ist? Na, klar: Es ist der Staat! Er ist in allererster Linie auch schuld daran, dass er sich gezwungen sah, unser Vermögen bzw. Banken zu retten. Er war es doch, der diese beunruhigende Krise verursacht hat! Dieser uns schamlos beraubende Raffzahn namens Staat könnte bald schon an unserem ehrlich errungenen, und geschickt vermehrten Familienvermögen nagen. Von diesem Problembären namens Gabriel, der immer noch nicht vor Steinbück und Steinmeier zurückweicht, wie es seine pflichtschuldigste Aufgabe wäre, von dem sind eventuell schon einige Schweinereien zuzutrauen.
    .
    Schwarzgelb ist vielleicht doch nicht so schlecht. Solange uns wenigstens unser Vermögen vollständigst erhalten bleibt.

  98. Herbert Marcuse 1955! in...
    Herbert Marcuse 1955! in Triebstruktur und Gesellschaft
    „Je vollständiger die Entfremdung, desto größer das Potential der Freiheit.“
    Marcuse sieht eine historische Phase gekommen, in der die Menschen ihre Bedürfnisse selbst bestimmen könnten. Durch die Automation der Produktion könnte die weiterhin lebensnotwendige entfremdete Arbeit auf ein zeitliches Minimum begrenzt werden.
    Der Eros würde in großem Ausmaß von seinen destruktiven Beschränkungen befreit. Allerdings wäre eine Vorbedingung dafür der Verzicht auf den erreichten Lebensstandard in der westlichen Welt. (aus wikipedia)
    Und vom Grabstein ruft er: occupy …. oder so ähnlich…
    guxdu:
    http://en.wikipedia.org/wiki/File:Grave-of-Herbert-Marcuse.jpg

  99. Dann ist also das in der...
    Dann ist also das in der Upper-Class angekommen, was es in den unteren Schichten auch schon gab. Ist das nun tröstlich oder ein Alarmzeichen? Netzwerke gab es schon früher, offline natürlich, und wer sich seiner versichern konnte war klar im Vorteil. Das diese nun nicht mehr funktionieren gibt mir zu denken, wenn der Faktor Kapital und das Ansehen nicht mehr mit der Karriereplanung korrespondiert. Dies hieße ja im Umkehrschluss, dass diejenigen, die keine Netzwerke haben auf der Strecke bleiben.
    Ich komme aus keinem wohlhabenden Elternhaus und habe in der Lehre 265,- DM verdient. Mit Umwegen und einer gewissen Risikobereitschaft habe ich meinen Weg gemacht. Wenn ich den Artikel lese, so beschleicht mich das Gefühl in der besseren Zeit geboren worden zu sein.

  100. vlt. möchte ja Herold v. B....
    vlt. möchte ja Herold v. B. ja mal sein Modell von Kapital vs. Arbeit auf alt gegen jung umstricken ?

  101. Doctor Snuggles, so habe ich...
    Doctor Snuggles, so habe ich auch lange gedacht. Europa und vielleicht USA als die Krone der Schöpfung. Wenigstens am Beispiel von Brasilien habe ich gelernt: Es geht nicht darum in welchem korrupten Staat man lebt, es geht darum, wieviel Kohle man macht. Hat man dann die Kohle, kann man sich ansiedeln wo man will, im Strandhaus am Pazifik oder am Tegernsee. So, und nur so, scheint das heutzutage noch mit dem Aufstieg zu funktionieren. Seilschaften in dem Sinne, ein Netzwerk von verlässlichen Partnern in einem verlässlichen sozialen Umfeld zu haben, also wünschenswerte Seilschaften, die gibt es kaum noch, nur deren negative Abart, auch anders genannt, Filz. Es ist diese soziale Aufstiegskultur, die bei den Stützen der Gesellschaft verankert war, und die kaputt ist, weil zu viel zu eng verteilt ist, jeder tritt jedem auf die Füße.

  102. das 'verschulte studium mit...
    das ‚verschulte studium mit kaum raum zur persönlichkeitsentfaltung‘ ist auch so ein medial gestreutes gerücht zur öffentlichen herabsetzung der heutigen, ohnehin schon gestraften jugend. man kann wohl ein studium ohne jeglichen methodischen und didaktischen aufbau, dessen veranstaltungsorte kilometerweit über eine stadt verteilt sind und deren räumliche kapazitäten absolut nicht ausreichen, kaum als verschult bezeichnen. es ist einerlei, in welcher reihenfolge die fächer belegt werden. seminare bestehen hauptsächlich aus von studenten gehaltenen vorträgen. und es ist nahezu unmöglich, das studium in der regelstudienzeit zu absolvieren, sei es, weil veranstaltungen zeitlich nicht koordiniert werden können, sei es, weil nicht genügend vorlesungs-, labor- oder seminarplätze vorhanden sind. daran ist absolut nichts verschultes. eher etwas gleichgültiges. aber das ergebnis ist genau, was diese ‚wirtschaft‘ benötigt: anspruchslose, schicksalsergebene, von der gebotenen minimalen zuwendung abhängige praktikanten. absolventen eines ‚verschulten‘, nämlich straff organisierten, effektiven studiums würden erkennen, was in einem unternehmen fachlich und menschlich schief läuft, das sich mit praktikantenstellen über wasser hält.

    ebenso der ‚Wer das Pech hat, nicht in diesen Kreisen zu leben, wird sich nochmal mehr anstrengen müssen, um dem Einkommensverlust zu entkommen.‘ standardlösungsvorschlag, der gerade deshalb wirkungslos bleiben muß, weil pech und erhöhter leistungsdruck massenphänomene sind. auch wenn mit arbeit und konsum verschiedenste triebe auf für die deutsche mentalität unpassende calvinistische art und weise sublimiert werden – arbeit ist dennoch kein gesellschaftlich akzeptierter ersatz für sex oder alkohol, wo ‚mehr‘, ’schneller‘ oder ‚härter‘ etwas bringen. gerade für die deutsche mentalität, die mit arbeit eher sinn und status verbindet und der die rein materielle zielsetzung nicht ausreicht, wären innehalten und suchen einer neuen zielrichtung hilfreicher.

  103. Also, ich wohne ja in einer...
    Also, ich wohne ja in einer Universitätsstadt mit Leistungsdruck, und die Unterschiede zu meiner Studienzeit sind so, dass man das überhaupt nicht mehr vergleichen kann. Noch nicht mal mit denen, die in unserer Zeit BWL machten. Die ganzen Auslandssemester zum Beispiel, die Praktika, das hat es in der Form bei uns nicht gegeben, wie auch nicht das Engagement für die Uni, oder Tutorienprogramme, oder Freshman-Contests – das kam alles erst in den letzten 10, 15 Jahren auf. Sehr amerikanisch, das alles, bishin zu den Alumnis und Netzwerken. Wenn ich höre, wie Studenten heute so leben und was sie tun und vor haben: Andere Welt. ich komme da nicht mehr mit.

  104. HansMeier555@: Die hier zu...
    HansMeier555@: Die hier zu beobachtende leichte Melancholia der Späten (Realsatire):
    Es geht immer wieder um die saubere Vernichtung des reduntanten Surplus, sprich des Mehrwertes entstanden aus der Produktion. Alle Kulturen haben das auf verschiedene Art und Weise bewerkstelligt & geschafft. Die Ägypter entwickelten den scheinbar wahnsinnigen Pharaonenkult, die mesoamerikanischen Kulturen ebenfalls Pyramiden mit dazugehörigen Menschenopfern, die Tibeter den unglaublichen Lamaismus.
    Europa mit Annex USA leistete sich die diversen -ismen samt den ordentlich raffenden Kriegen.
    Was machen wir hic et nunc? Bildung für Alle und jeden dazu Hartz IV für In- und Ausländer. Völig überflüssig, redundant. Passt nicht in das Quasi-Konzept des unheimlichen Gesetzes der Historia der Species (Evolution?).
    Die Produktion der vollautomatisierten Industrie und des automatisierten „Denkens“
    benötigt eigentlich nur doch den vollsubventionierten Konsumentenidioten. Die Idee des überbordenden Finanz(?)kapitals mit selbsterzeugender globalisierter Rendite
    wird endlich zur Beruhigung führen: Byzantinismus gepaart mit Buddhismus.
    Feudalismus ist zu altertümlich, da an die Scholle gebunden, da müßte sich ja irgendwer noch die Hände schmutzig machen.
    ..
    Italien harrt des kommenden Soters (Erlöser).
    ..
    Das Ideal in Vollkommenheit hat die Kriegsindustria hervorgebracht: Land, See-und Luftfahrzeuge komplett automatisiert und ohne Besatzung. Der Navigator sitzt mit dem Joystick am Monitor irgendwo in Hintervordertupfingen. Nur noch die Restterminierung eines technisch unterlegenen Gegners ist das eigentliche non plus ultra.

  105. mediensegler09. November 2011,...
    mediensegler09. November 2011, 20:17 Vroni 09. November 2011, 19:07
    “ … Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich finde, Leistung, egal, wo sie her kommt,
    muss sich lohnen. Tut sie aber nicht, was sich heute lohnt, ist BESCHEISSEN.“
    Ja: „Leistung muss sich lohnen!“
    Auch Ja: „Tut sie aber nicht!“
    Wohl auch: „Was sich heute lohnt, ist Bescheissen…“
    Versuch einer zeitlich-historischen Einordnung:
    Leistung lohnt sich heute (10.11.2011) nicht. Leistung lohnt sich schon nicht, seit sie sich wieder lohnen muss (H. Kohl, 1982). Vor 1982 lohnte sich Leistung offenbar auch nicht, da sie sich ab dann wieder lohnen musste. Wann war das nochmal genau, als sich Leistung noch lohnte? Wer kann helfen?

  106. Falkenherz, wenn es mit der...
    Falkenherz, wenn es mit der harten Arbeit nicht klappt, alte Seilschaften auch nicht mehr das sind, was sie mal waren – dann bleibt ja eigentlich nur noch Glück, Betrug oder Schlimmeres. Oder reinheiraten, was aber auch nicht so einfach ist, wie wir hier ja immer wieder lesen können.

  107. Aber lässt sich dem...
    Aber lässt sich dem Leistungsdruck des gemeinen Pöbels nicht entkommen, indem gezielt sehr förderliche und angenehme Studiensituationen gesucht werden? Als weg von den Massenuniversitäten (in der Tat: oft unangenehm) und hin zu jenen Institutionen die schon von alters her mit besten Betreuungsrelationen glänzen konnten! Okay, eine gute und exklusive britische oder amerikanische Universität kostet vielleicht, und auch an der LSE muss schon etwas studiert werden (ständig papers usw.), aber bei Lichte betrachtet, lebt und studiert es sich dort schon viel angenehmer. Dazu kommen die besseren Aussichten bei Abschluss dieser Studiengänge, und nicht zuletzt auch die deutlich höhere Erfolgsquote hinsichtlich eines Studienabschlusses.
    .
    Einzig,das Vergnügen für den Nachwuchs ist nicht umsonst. Aber das ist doch andererseits der berechtigte Preis dafür, sich vom Pöbel fern halten zu dürfen!
    .
    Wenn es nun beim Papa, der ein gut bezahlter Ingenieur ist, nicht für diese etwas kostenaufwändigere Option bei der Nachwuchsbildung ausreicht, dann ist das natürlich etwas misslich. Andererseits, seit wann darf sich jeder Wald- und Wieseningenieur oder jedes beliebige Lehrerehepaar einbilden, ein familiäres Stammrecht auf eine Position im materiell angenehmen Zehntel der Gesellschaft zu haben??
    .
    Eben.

  108. HansMeier555: die Elitensöhne...
    HansMeier555: die Elitensöhne sind doch alle in den 80er/90ern letzten Jahrhunderts sozialisiert worden, denen fehlt doch „dass sie zur Not nicht nur Brot mit den Zähnen aufbrechen“. Die werden ja gar Vegetarier aus Mitgefühl für die Tiere.

  109. Gleichstellungsberechtigter,...
    Gleichstellungsberechtigter, ist das dann jetzt, um in der Sprache der heutigen Zeit zu bleiben, Matrix Reloaded oder schon Matrix Revolutions? Bitte um Aufklärung; habe beide Werke nicht bis zum Schluss geschaut bzw. schauen können, mangels Streichhölzern.

  110. Sehr verehrter Don! Das...
    Sehr verehrter Don! Das Studentenleben heute ist sicherlich eine andere Welt als zu Ihrer und erst Recht zu meiner Zeit. Aber die ganze Welt ist eine andere und nicht nur des Internets wegen. Der Trend zur Standardisierung und Qualitätskontrolle gilt auch für Universitäten.
    .
    Aber der beklagten Leistungsdruck gilt zumindest nicht für die Niederlande und ist mit dem einer US Ivy league nicht zu vergleichen. Meine eine Tochter studierte in Stanford und die andere an der TU Delft – beide dasselbe Fach. Die in den USA hat schwer geschuftet, schon die Bewerbungsrituale sind eine Klausur für sich. Die Tochter in Delft hatte immer ausreichend Zeit für andere Menschen und Interessen nebenher, war einige Zeit im TU Verwaltungsrat und hat mittlerweile auch schon einige Jahre dort selbst unterrichtet. Wann immer ich sie auf den vielzitierten Stress anspreche, schüttelt sie nur mit dem Kopf und bringt jede Menge Beispiele des lockeren Studentenlebens in Delft und Leiden.

  111. Was die...
    Was die produktivitätsversessenen Bürgen für „Leistung“ halten, ist im besten Fall nur subventionierte Überproduktion, im schlimmsten Fall Raubbau an der Biosphäre.

  112. b.nutzerkennung@: Oh, das ist...
    b.nutzerkennung@: Oh, das ist lange her. So etwa bis der Slogan „Nullbockaufirgen-detwas“ aufkam. Etwa Anno 1968 +10. Da herrschte noch die große Illusion des Schlaraffenlandes in einer von entfremdeter Arbeit befreiten Gesellschaft bei schnuckeligen Hippies, Studenten, Weltverbesserern, Wehrdienstverweigerern, Pazifisten, Koksern & Drogies u. ä. vor (bitte um Nachsicht für den Rundumschlag). Richtige gaaaaanz schwere Leistung und Maloche wurde an die Gastarbeiter feinsinnig delegiert (heutig eines der Probleme von Sarrazin analysiert).
    Als in einer Annonce der DB Boris Becker in den Anfängen der Achtziger auftauchte: Leistung muß sich wieder lohnen“, genau das war der Beginn Finales des Grundthemas. Ab da fing auch ziemlich genau das Desaster mit den dirty financial papers an und der Typus des smarten Vermögensbräters (Yuppie=young urban people) tauchte auf. Es folgte der Zusammenbruch des japanese way of oeconomy Ende der Achtziger usw….
    Richtige Leistung gab es nur noch in den Teilbereichen der Wirtschaft, die wirklich Handfestes produzierte. Die Dienstleistungsgesellschaft folgte der Deindustrie-alisierung der Gesellschaft, Auslagerung von ganzen Industriesparten, sogar mittelständischer Gewerbebetriebe in Schwellenländer oder nach China wg. Lohngefälles und behaupteten dortigen besseren Leistungswillens.

  113. Nur die (Früh)Rente fiel 1985...
    Nur die (Früh)Rente fiel 1985 wohl noch ein bisschen besser aus:
    .
    „Ja Vater du bist noch vom ganz alten Schlag
    seit 40 Jahren pünktlich jeden Tag
    du warst nie krank und bist noch drauf stolz
    jetzt heißt’s was soll’s
    .
    Wann hast du jemals richtig Urlaub gemacht
    dein ganzes Leben fürn Betrieb mitgedacht
    deinen Job macht jetzt ein Stück Silikon
    wen juckt das schon wen juckt das schon
    .
    Monopoly Monopoly
    wir sind nur die Randfigurn in einem schlechten Spiel
    Monopoly Monopoly
    und die an der Schlossallee verlangen viel zu viel…“
    .
    (Klaus Lage)

  114. Doctor Snuggles, wir können...
    Doctor Snuggles, wir können also anspruchslose, schicksalsergebene Arbeitnehmer werden, eine Bank ausrauben oder auf einen Lottogewinn warten. Die Mehrzahl der Bevölkerung verfällt mangels Alternativen in Resignation oder wütenden Frust; und schon sind wir da angekommen wo wir heute sind. Es fehlt an Perspektive. Der Praktikant wird gerne schuften und sich die Wochenenden im Büro aufhalten, wenn er weiss, es gäbe eine gute Stelle. Eine befristete Stelle, halbtags, ggf. mit Umzug quer durch Deutschland fällt nicht unter eine solche Kategorie. Das Problem ist, es gibt viele, die das mit sich machen lassen. Man ist ja jung und flexibel. Und dann wird groß verkündet, wir hätten dann Fachkräftemangel… schon klar.

  115. muscat, am Ende der "Matrix...
    muscat, am Ende der „Matrix Revolution“ einigt sich der Protagonist mit dem Unterdrücker und opfert sich freiwillig für das gemeinsame Wohl. Der Unterdrücker erklärt dann großmütig sein allgemeines Wohlwollen. Passt also.

  116. Martin Walser zitiert in...
    Martin Walser zitiert in seiner Harvard – Rede, nicht ohne Ironie, aus dem Zauberberg gerade Thomas Mann im Hinblick auf die Achtung der Arbeit und die Rolle für das Selbstwertgefühl, die gesellschaftliche Stellung und die Rechtfertigung. Auch bei Kafka macht er – im genauen Lesen – den Bezug auf die Arbeit fest für die Auslösung der Katastrophe (ob nun im Prozeß oder bei der Vewandlung).
    Hier der link:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/martin-walser-ueber-rechtfertigung-eine-versuchung-11521202.html
    .
    Insofern bestätigt auch dies, ebenso wie der Don, das selbst- referentielle Systeme latent instabil sind. Sowohl der Glaube ist uns in weiten Bereichen abhanden gekommen, als auch das Bedürfnis der Rechtfertigung. Ich meine das durchaus im Barthschen Sinne (derzeit lese ich abends in einem Band „Schlüsseltexte der Theologie“). Fein beobachtet, dass dagegen das Bedürfnis wächst, Recht zu haben bzw. zu behalten.
    .
    Den jüngeren Familien, erst recht in kleineren Städten Süddeutschlands (ohne Bombenkrieg und Endkampf, sojetische Besetzung usw) fehtl darüber hinaus die Erfahrung des massiven, existenzbedrohenden Verlustes. Familien, die dergleichen erlebt und überstanden haben, gehen mit den Schwierigkeiten in der postmodernen Gesellschaft einen Position für den Nachwuchs zu finden, leichter um. Familien die Familie sind (zuweilen auch auftrumpfend „von Familie“ gesagt, aber das ist nicht mein Stil) erst recht – wir definieren uns nicht über eine Position, wir sind. Dementprechend ist Offizier auch nur eine „standesgemäße Nebenbeschäftigung“.
    Ansonsten ist in einem der reichsten Länder der Welt (jaja, nur im Durchschnitt, mit Ausreißern nach unten, aber selbst die werden nicht nach Kerala tauschen wollen oder downtown Mogadishu) etwas weniger Larmoyanz angebracht.

  117. Dieser ganze Alumni-Zirkus ist...
    Dieser ganze Alumni-Zirkus ist auch wieder so ein schönes Beispiel dafür, wie sich die Leistungswahn selber ad absurdum führt: Besteht doch die „Leistung“ der Elite-Universität doch gerade darin, auch den minderbrillanten Zahlkadern einen guten Job zu verschaffen, damit deren „Investition in Bildung“ auch Rückflüsse bringt.
    Die Überschrift „Wenn der Kunde zugleich Produkt ist“ bringt es schön auf den Punkt.
    Vorne predigt man den totalen Wettbewerb, damit man die Chance, sich diesem nicht untererfen zu müssen, hintenrum an einzelne Bewerber teuer verkaufen kann…

  118. muscat@: Weder noch. Und hatte...
    muscat@: Weder noch. Und hatte so auf das Enlightenment gerade bei Ihnen gehofft, sodaß Sie ohne diese altertümlichen Streichhölzer ausgekommen wären :-/ (..und bitte was ist eine Matrix?)

  119. Gabriele 11:13, die Automation...
    Gabriele 11:13, die Automation des Eros und die Selbstbestimmung der Entfremdung, das wäre das, wonach mir der Sinn steht. Destruktive Beschränkung, der Typ war wohl noch nie mit der Roche im selben Puff. Filofaxer Filosof halt, und erst die Frisur…

  120. Unwort des Jahres 2011: "Das...
    Unwort des Jahres 2011: „Das Volk“.

  121. Don Alphonso, 'Wenn ich höre,...
    Don Alphonso, ‚Wenn ich höre, wie Studenten heute so leben und was sie tun und vor haben: Andere Welt. ich komme da nicht mehr mit.‘ – schüler, auszubildende, studenten, praktikanten wirken heutzutage häufig wie früher die naivlinge oder streber, die verschiedenste proben über sich ergehen lassen mußten, um in einem club aufgenommen zu werden. an sich wollte sie keiner dabeihaben. deshalb wurden selbst nach bestandener probe neue schikanen ersonnen, um die aufnahme zu verhindern. mit anerkennung hatten sie trotz absolvierung dieser willkürlichen erschwernisse nicht zu rechnen, weil sich kein clubmitglied allein schon aus selbstachtung dazu herabgelassen hätte, das bestehen einer solchen probe überhaupt zu versuchen. es fehlt hier wie dort die aus erkenntnis und akzeptanz gewonnene selbstbewußtsein, daß man entweder die erforderlichen voraussetzungen mitbringt und einfach dazupaßt, oder seinen eigenen club gründen sollte.

  122. @icke: ja, ja. Die Borgias...
    @icke: ja, ja. Die Borgias waren da anders.
    @Don Carlos: die Auflösungs- und Desorganisationssymptome, die Sie beschreiben, waren bereits zu meiner Studienzeit Anfang der 90er merklich, inzwischen scheint aber mit dem Bachelor-System die Sache nochmal etwas anders geworden zu sen, allerdings kann ich nicht genau sagen, wie. – Was Ihre Beschreibung der deutschen Mentalität angeht, bin ich völlig Ihrer Meinung – der öffentliche Rückzug hat mit Sicherheit mit dem Abscheu vor allzuviel Lügenmüssen zu tun.
    @john Dean: muß das schön sein, von Utopia träumen zu können (die englischen und amerikanischen Universitäten sind nicht mehr das, was sie vor 60 und auch 30 Jahren noch waren)
    @Gleichstellungsberechtigter: eben, und wenn der Mensch selbst zum Schluß als überflüssig angesehen wird, ist doch offensichtlich ganz grundlegend was faul.
    @DA: man versucht qua Studium den Jungen jegliches Wurzelschlagen auszutreiben.
    @RaoulLuebeck: man kann das durchaus als Pauperisierung bisheriger nationaler Oberschichten sehen, ja.
    @gabriele: ach, diese Hefetriebler, die alles vollkleben zu müssen meinen…

  123. @b.nutzerkennung: also nach...
    @b.nutzerkennung: also nach dem was ich so von meiner Mutter gehört habe, war das zwischen ca. 1956 und 1970 etwa wohl so.

  124. @HansMeier555 - Bürgerlicher...
    @HansMeier555 – Bürgerlicher Leistungswahn
    Huh? Wo haben Sie denn das bei mir gelesen? Ich bin mir der Sehnsüchte des echten deutschen Bürgertums diurchaus bewusst. die im Kern auf die exakte Nachahmung einer Adeligenexistenz minus deren reale und ideelle Pflichten hinauslief/-läuft.
    @Driver – C4 Professoren
    Ich war seit mehr als 15 jahren nicht mehr an der Uni. Kurzes Nachgoogeln – W3 ca. 7.000 Euro/Monat. Scheint mir für einen Nachkommen einer vermögenslosen Familie noch immer erstrebenswert.
    @Falkenherz – Generation Praktikum und Leistungsdruck
    Zum ersteren verweise ich hierauf:
    „Ein Kritikpunkt am Schlagwort „Generation Praktikum“ ist, dass verlässliche Daten fehlen. Die 2004 im Rahmen des Absolventenpanels vom Hochschul-Informations-System GmbH veröffentlichten Studien[1][2] zeigen keinen signifikanten Anstieg von Praktika von Hochschulabsolventen vor dem Berufseinstieg.
    Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass in den Medien oft der Anschein erweckt wird, dieses Phänomen sei ein mehrheitliches. Es betrifft jedoch nur Absolventen bestimmter Studiengänge, hauptsächlich Kultur- und Sozialwissenschaften. Wirtschaftsstudiengänge, Juristen, Ingenieursstudiengänge und Naturwissenschaften sind praktisch nicht betroffen [24], [25]. Das wird in den wenigsten Presseberichten deutlich. Möglicher Grund ist, dass gerade Verlagswesen, Presse, Rundfunk und Fernsehen besonders praktikumsintensive Branchen sind [25], dass also gerade die, die berichten, auch betroffen sind.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Praktikum
    Das entsprich exakt meiner persönlichen Beobachtung, die sich aber auf stark ingenieurlastige Unternehmen beschränkt. Für mich ein Medienphänomen, in jeder Hinsicht.
    Zum zweiten (Leistungsdruck) ein ganz persönlicher Gedanke. Wenn statt 5% nunmehr fast 50% eines Jahrganges sich um die begehrten gutbezahlten Arbeitsplätze balgen, gibt es naturgemäss mehr Verlierer als früher. Und wenn die Lücke zwischen Schule (Zuckerwatte) und Beruf (stellenweise steinig) grösser wird, ist der Schock der tatsächlichen Anforderungen auch grösser. Vor allem dann, wenn man nicht mehr gelernt hat (quaifizierte Berufe ausschliesslich), vor dem Handeln auch mal das Gehirn einzuschalten. Und Rückschläge nicht gleich persönlich zu nehmen. Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten (alle Hierarchiestufen), die ihre Arbeit ganz gerne machen.
    Und @alle:
    Bitte durch meinen hartgesottenen Realismus nicht in romantischer Vergangenheitsverklärung plus düsterster Zukunftsprophezeihungen stören lassen. Meine Art stirbt eh aus :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  125. "Excel oder PowerPoint", ist...
    „Excel oder PowerPoint“, ist auch irgendwie merkwürdig!
    Wenigstens – und – kann man doch erwarten, oder, nach 3 Jahren Studium?
    Tja diese komplexe Software heutzutage, echt anspruchsvoll.
    Außerdem, Excel und Powerpoint als geforderte Kernkompetenz für jemanden mit abgeschlossenem Studium und Berufserfahrung ist überhaupt eine Frechheit, sowas hat doch nahezu jeder Depp ‚drauf!
    Was verdient man eigentlich bei so einem S….-Teilzeit-Job (Teil-Zeit, auch witzig)?

  126. Was kommt nach den...
    Was kommt nach den Unsrigen?
    „Non abbiamo nessuno“ – wir haben niemanden.

  127. Es hört sich irgendwie nach...
    Es hört sich irgendwie nach Goldgräberstimmung in den USA vor vielen Jahren an. Da sind die Europäer aufgebrochen mit riesen Erwartungen und landeten enttäuscht in der Realität.

  128. @ kryptart 10. November 2011...
    @ kryptart 10. November 2011 :
    Das geht von Unterlagen für „sozialpoints“ (ja das bedeutet kein Geld), die man für die „richtigen“ Bewerbungen braucht bis hin zu so Summen wie 3,50€/h für öffendliche Promotion (z.B. die Coxx-Dosen in den Einkaufspassagen).
    Da macht man halt 24h/d und schläft dann nachts…… ist ja auch nur vorübergehend, wenn man bedenkt, die Erde ist Milliarden Jahre alt.

  129. TorHa, Wikipedia sollte man...
    TorHa, Wikipedia sollte man nicht immer Glauben schenken. Hier mal ein Gegenbeispiel zu den Juristen:
    .
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,753280,00.html
    .
    Das Beispiel der Ingenieure kann man ruhig als Ausnahme sehen; die sind ziemlich gefragt, derzeit. Wer als Allgemeinmediziner aufs Land geht, dürfte ebenfalls mit offenen Armen empfangen werden; nur mit Privatpatienten dürfte man allerdings wirklich glücklich werden.
    .
    Ihrer Einschätzung stimme ich ansonsten vollkommen zu: Es ist zu eng geworden in den post-industry Nationen, wir treten und gegenseitig auf die Füße. Nur der immer wieder zu hörende Schrei „Fachkräftemangel“, der passt nicht ins Bild. Und hier muss man den Finger in die selbst zugefügte Wunde legen.

  130. @RaoulLuebeck - in besseren...
    @RaoulLuebeck – in besseren Zeiten geboren.
    Nein :-). Nur nicht in solchen, in denen öffentlich wollüstig ausgebreitete Wehleidigkeit eine geschätzte Tugend war …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  131. Seleziona Thorsten Haupts per...
    Seleziona Thorsten Haupts per il Cancelliere!
    Saluti
    GG ;-)

  132. @Gleichstellungsberechtigter...
    @Gleichstellungsberechtigter 12:22: so in etwa würde ich die Konturen auch nachzeichnen.
    @ThorHa: aber daß sich das Gebalge immer noch nicht entzerrt hat – ich meine, von 1960 bis etwa 1980 war das nicht so extrem -, obwohl die jetzt jungen Jahrgänge doch weniger sind, ist das, was mir mißfällt.

  133. Gründsätzlich geht's hier um...
    Gründsätzlich geht’s hier um die Quality of Life, oder? Exzellente Infrastruktur;
    genügend Arbeitsplätze für alle; Einkaufszentrum (mit Top-Class-Sortiment wie Harrods z.B.) Sportzentrum und zu Fuss erreichbar. Last but not least, ein Hundeversäuberungsplatz in der Nähe der Seepromenade.

  134. Wertes Blog- Auditorium,
    was...

    Wertes Blog- Auditorium,
    was der Herr Don hier schreibt, stimmt in jeder Hinsicht und wurde von mir vor mittlerweile vielen vielen jahren selbst herausgefunden. Und in den Grundzügen war es nie anders und wird es auch nicht werden.
    In der jetzigen Zeitperiode kann sich jeder eine Fernreise, ein mobiles Telefon und einen gebrauchten 7erA8SKlassewagen leisten, gebaucht zwar, aber das sieht man ja nicht. Die AngebissenenApfelProdukte dagegen müssen immer neu sein. Also, was bleibt als Abgrenzung? Die professionelle Ausrichtung der Nicht-Freien-Zeit. Hierzu haben einige Standeskollegen und ich im Club in Hamburg ein Geschäftsmodell entwickelt. Die Anzahl der hanseatischen Abkömmlinge, die zwar schon geerbt haben, sich aber noch nicht Privatier nennen wollen, ist hoch. Und das nicht nur in HH. Also wird eine Firma gegründet, die Stellen vergibt, für die bezahlt werden muss. Ab 3000 WE (Währungseinheiten, anstatt Euro) bekommt man ein Büro, einen Rechner, eine Visitenkarte und darf sagen, dass man arbeitet. Ab 5 KWE (Kilo, 1000, Währungseinheiten) bekommt der Kandidat neben der oben erwähnten Ausstattung einige Flüge in solch erhoffenswerte Ziele wie Singapur, Neu York und ähnlich, wo man an s.g. Meetings teilnehmen „muss“. Das hört sich bei der Verwandtschaft im Westviertel wie in den Elbvororten gut an und wird sozial vom Umfeld mitgetragen. Dieses Geschäftsmodell ist in alle Richtungen ausbaufähig. Interessierte können sich über mein facebook account gerne melden…
    Wie war das bei Ihnen, werter Don denn so am Anfang Ihrer Journalie- Ausbildung?
    Beste Grüße aus dem Herbstnebel an der Elbe
    MvB-B

  135. Sicher erfüllend, wenn man...
    Sicher erfüllend, wenn man als studierter Ingenieur bei einer Zeitarbeitsfirma für ein Großunternehmen irgnedwo als Pro Engineer Sklave arbeitet. Verdient man dann wahrscheinlich soviel wie jemand der ne Ausbildung bei nem vernünftigen Unternehmen gemacht hat. Aber man taucht wenigstens nicht in der Arbeitslosenstatistik auf.
    Übersetzung der Stellenanzeige:
    „Du bist jung, machst irgendwas mit Medien, dein Startup hast du gegen die Wand gefahren (Wer braucht auch noch ein weiteres bescheuertes App), deshalb musst du früher oder später auch mal einer richtigen Arbeit nachgehen. Obwohl du total cool und hip mit deinem Macbook bist, hast du auch Office for Mac installiert.
    Du hast grundlegende, organisatorische Fähigkeiten, die man von jedem erwarten kann der schon mal alleine gelebt hat.
    Desweiteren siehst du gut aus, wirst dich nicht beschweren, wenn du branchenüblich von deinem Boss schlecht behandelt wirst und dich auch sonst niemand wirklich ernst nimmt, weil du nicht schreibst.
    Werter Don,
    um beim diplomatischen Dienst zu bleiben. Es werden bis heute keine Praktikumsvergütungen gezahlt. Man kann sich dann mal ausrechnen, wieviele/ welche Studenten sich ein mehrmonatiges unbezahltes Praktikum bei der deutschen Botschaft in New York/Paris/Tokyo leisten können. Wer will schon an die deutsche Botschaft nach Bukarest.

  136. Einführung in die...
    Einführung in die Mathematik/Physik der schiefen Ebene: Kurs II:
    (Wichtiger Hinweis: Die Gravitation g=9,81 m*s^2 unbedingt beachten, ebenso Reibungsverluste! Auch das mögliche Haften und/oder Gleiten einbeziehen.)
    Wir bauen uns am unteren Ende der schiefen Ebene eine überhöhte Links -(!) oder Rechts-(!)Kurve ein: als Folge tritt u. U. der überaus schmerzliche Aufstieg, eeendlich (wieder) ein. Sollte dagegen der Tangens gegen >1 tendieren, besteht die starke Gefahr des über die Kurve Hinausschiessens! Kommt einer Bruchlandung nahe. Die schiefe Ebene darf/sollte nicht zu steil sein, potent. Übergang in eine Vorstufe des freien Falls. Je flacher die Neigung desto günstiger die Umkehr.

    Die Umlenkung geht nur mittels eiserner Eigenmotorik oder der Hilfe von geeigneten Netzwerkern vonstatten. Ohne tragfähiges Konzept besteht allerdings die Möglichkeit des Liegenbleibens unterhalb des anvisierten Zieles. Der strebsame Robustus entledigt sich deshalb auch vorher aller potentiellen Trittbrettfahrer oder sonstigem hinderlichen Gepäcks.

  137. wenn man sich so im...
    wenn man sich so im bekanntenkreis umschaut, hat wirklich JEDER schon irgendeine form universitären Praktikums absolviert. Die Stichprobe erhebt sogar anspruch auf vollständigkeit, da von Medizin bis Rechtsverdreherei alle vertreten sind. Liegt aber einfach an der Tatsache, dass die meisten Studiengänge heute ein Praktikum (idr 6-8wochen) in ihre Prüfungsordnungen schreiben (5LP).
    .
    die auslandssemester sind aber eine ganz andere geschichte. das hat nur bedingt was mit leistungsdruck zu tun. wenig überraschend bewegen sich erhebliche Teile der Erasmusstudis in südliche Gefilde und die Geschichten die wieder in die Heimat tröpfeln würden selbst liberale Eltern in Sinnkrisen stürzen.
    .
    ausland ist nach meiner beobachtung auch eher was für geisteswissenschaftler. ings praktisch garnicht, wiwis bedingt. (hier aber kein anspruch auf allgemeingültigkeit der aussagen)

  138. Lieber Don Alphonso,

    hätte...
    Lieber Don Alphonso,
    hätte nicht gedacht, dass über meiner jüngsten Stellenausschreibung für ZEIT ONLINE eine solche Patina großbürgerlichen Niedergangs liegt. Ich finde Ihre Argumentation aber faszinierend und werde unter den inzwischen etwa 200 vorliegenden Bewerbungen gezielt nach Ihren Kunsthistorikern und Diplomatenkindern Ausschau halten. Übrigens werden alle unsere Stellen zunächst für 2 Jahre ausgeschrieben und in der Regel danach entfristet. Was ich aber eigentlich loswerden wollte: Mein Kollege Christian Bangel, ein sehr wacher Kopf aus Ostdeutschland, hat gestern diesen Text geschrieben, der Ihre Trauer als bloße „West-algie“ erscheinen lässt. Titel: „Westdeutsche, auch Euer Land ist untergegangen“.
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-11/mauerfall-wende-kommentar
    Bin ehrlich neugierig, was Sie von seinen Gedanken halten.
    Herzlich, Wolfgang Blau

  139. @ Gleichstellungsberechtigter...
    @ Gleichstellungsberechtigter 13:22, colorcraze 14:17
    Ah, ja, erste Eckwerte kristallisieren sich heraus :)
    – auf jeden Fall vor 1982
    – etwa zwischen 1968 und 1978
    – ca. zwischen 1956 und 1970
    Die Jahre 1968 bis 1970 bilden die Schnittmenge. Bis Ende der 70er könnte sich Leistung u.U. auch noch gelohnt haben, ebenso bereits ab Mitte der 50er. Bemerkenswert damit auch, dass sich vor Mitte der 50er Leistung wohl (noch) nicht lohnte. Also eine – menschheitsgeschichtlich betrachtet – vernachlässigbar kurze Zeitspanne von etwa 25 Jahren, bevor wieder alles beim alten war.
    Weitere Erkenntnisse?
    Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen zurückgehender Be-/Entlohnung von Leistung und fortschreitendem Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft.
    Versuch einer (unwissenschaftlichen) Analyse:
    These 1: Leistung hat in einer handwerklich/industriell geprägten Gesellschaft einen höheren Stellenwert, als in einer Dienstleistungsgesellschaft.
    Dies würde erklären, warum sich Leistung seit Ende der 70er zunehmend weniger lohnt. Leistung müsste damit bereits seit Beginn der handwerklich/industriellen Prägung der Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben. Sie „lohnt“ sich aber erst, wenn mit ihr auch die Möglichkeit eines materiellen und gesellschaftlichen Aufstiegs verbunden ist.
    These 2: Der Stellenwert der Leistung ist proportional zum Stellenwert der Produktqualität.
    Dies würde These 1 erklären. Zwar ist die Qualität einer Dienstleistung nicht weniger wichtig, als die eines handwerklichen oder technischen Produktes. Mangelnde Qualität lässt sich aber bei den letztgenannten meist viel schneller und einfacher feststellen. Was wiederum erklären würde, wie es z.B. möglich war, seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise den Karren über Jahre hinweg, quasi in Zeitlupe, gegen die Wand zu fahren.
    Ich glaube, wir sind reingelegt worden. Dass wir Helmut Kohl geglaubt haben, ist noch verzeihlich, aber spätestens bei Boris Becker hätten wir stutzig werden müssen.

  140. In einer weitgehenst...
    In einer weitgehenst virtuellen Arbeitswelt, wie soll sich da Leistung lohnen; wie will
    man feststellen wer wie viel zum Erfolg beigetragen hat, außer per Akklamation. In der manuellen Arbeitswelt ist das einfacher, für den Einzelnen sein Erfolg erfahrbar und für
    andere sichtbar.

  141. Werter Herr Wolfgang Blau,...
    Werter Herr Wolfgang Blau, dass Sie reichlich Bewerbungen erhalten, hat hier jeder
    vorausgesetzt.

  142. "Westdeutsche, auch Euer Land...
    „Westdeutsche, auch Euer Land ist untergegangen“. Merkwürdig, ich dachte immer, dass
    es in diesem Blog genau darum geht. ^^

  143. ...und was hat jetzt ein...
    …und was hat jetzt ein ‚Ossi‘ davon?

  144. liebe Der Tiger,
    ja, we better...

    liebe Der Tiger,
    ja, we better agree to disagree, Falten, weiße Haare, Rheuma und alte Männer kommen sowieso, dachten wir. Inzwischen haben sich Falten und weiße Haare als harmlos herausgestellt, alte Männer interessieren sich für junge Frauen, bleibt also nur das Rheuma. Als junge Frau hab ich ins Deutsche übersetzt und wer wollte nicht seine junge Übersetzerin gänzlich für sich vereinnahmen, aber es ließ sich in Freundschaft umbiegen. Mit den akademischen Würden in dieser Zeitung haben Sie natürlich ganz recht, auch die Korrespondentinnen waren hier promoviert, aber die allererste Generation der Korrespondenten war es nicht, da zählten einfach Erfahrung und Sprachenkenntnisse.
    .
    In den letzten 20 Jahren gab es auch bei uns eine unglaubliche Kommerzialisierung von Bildung, inzwischen bekommt man auch mit den teuren Abschlüssen diverser Privatunis keinen Job mehr. Prekarisierte Absolventen verkaufen „Bildung als Rezept gegen Arbeitslosigkeit“ für migrantische Schulabbrecher, also Kurse, Kurse, Kurse. Tatsächlich fehlt den einen wie den anderen die Erfahrung etwas bewirken, herstellen, verändern, machen zu können, sich der sozialen Realität gegenüber nicht so hilflos zu erfahren.

  145. 200 Bewerbungen? Da bin doch...
    200 Bewerbungen? Da bin doch enttäuscht. Ein städtisches Theater suchte mal einen
    Schlossermeister, die bekamen 500 Bewerbungen.

  146. Schon über 200 Bewerbungen...
    Schon über 200 Bewerbungen für einen wahrscheinlich unterbezahlten Teilzeit-Sekret – äh Teilzeit-Chefredakteur-Assistenten-Job bei einer Zeitung – WOW!
    Wir müssen eindeutig zu viele Hochschulabsolventen ohne Perspektive haben.

  147. Wolfgang Blau: "...hätte...
    Wolfgang Blau: „…hätte nicht gedacht, dass über meiner jüngsten Stellenausschreibung für ZEIT ONLINE eine solche Patina großbürgerlichen Niedergangs liegt.“
    *
    Also, mein lieber Herr Blau, Sie haben da offenbar etwas Grundlegendes missverstanden: Dieser Blog heißt ja „Stützen der Gesellschaft“, und nicht „Handlanger der Oberschicht“ oder ähnliches. Der Niedergang des Großbürgerlichen liegt laut Text darin, dass man sich überhaupt bewerben muss! Wenn Sie also aufgeregt ihre 200 Aspiranten durchwühlen und danach ihre Favoriten gurgeln, denken Sie daran, dass Menschen wie Don Alphonso oder auch meine Wenigkeit sich niemals bewerben würden, sondern standesgemäß gebeten werden wollen, eine solche Tätigkeit zum Wohle des Vaterlandes und der Presse auszuüben!
    *
    P.S. Der Text von Christian Bangel ist sehr schön, aber zu kurz, etwas schlampig formuliert und die Hellsichtigkeit ist auch nur sporadisch auszumachen: So etwas diktiere ich Ihnen auch gern mal auch ins Gerät…

  148. vermögensbräter, gemeint...
    vermögensbräter, gemeint sind eher praktikanten, die nach abschluß des studiums mehrere jahre irgendwelche simplen angestelltentätigkeiten für geringsten oder gar keinen lohn ausführen.

    mal so generell: wenn ingenieure soooo gefragt wären, wären die gehälter höher. die meisten firmen dilettieren lieber vor sich hin, bevor sie höhere löhne zahlen. und das nicht nur bei ingenieuren.

  149. Liebe Foersterliesel, die...
    Liebe Foersterliesel, die Promovierten, achja! Es kann sein, dass diese Menschen mit der Promotion glauben ein Recht auf einen hoeher dotierten Job erlangt zu haben-und gleichzeitig eine feste Artilleriestellung auf „Deutungshoehe 08 (universell)“ zu besitzen.
    Jedoch, wo der Geisteswissenschaftler auf den gestandenen Ingenieur gleichen Alters trifft, zeigt sich sehr rasch, dass der GW zwar Jurisprudenz und Theologie studierte, aber nicht ueber die faustische Erkenntnis der Torheit verfuegte. In der Folge musste sich der Techniker am Jungdoktor reiben-und da war kein weiser Herrscher, der den akademischen Affen in den Kaefig setzte, um den kuehnen Erbauer stabiler Konstruktionen seinen Weg gehen zu lassen.
    .
    Der Doktor wird gerne ueberschaetzt. Sex auch. Wein auch. Nur im Schnaps liegt die Wahrheit, allerdings nur tief unten. Unten ist immer Wahrheit. Weil es unten der Intelligenz zur Luege ermangelt.

  150. @ E.R. Binvonhier 10. November...
    @ E.R. Binvonhier 10. November 2011 :
    Nix. Es ist ein (weit verbreiteter) Irrtum, wenn man annimmt, in jedem Verlierer stecke auch ein Gewinner.
    Verliert jemand, gewinnt oft niemand.
    Das Co zu diesem Missverständniss ist dann das „zur Minna machen“.
    Auch da gilt, wird jemand zur Minna gemacht, entsteht selten ein Gewinner.
    Das ist keine Physik, bei der Energie nur gewandelt werden kann.
    Verlieren kann man tatsächlich unendlich maximieren, ohne auch nur einen Hauch von Gewinn zu generieren.
    Fragen Sie mal Finanzakrobaten nach der Endrechnung, da taucht der Aspekt imo nämlich auch auf. Nur muss man dort die Konten am Ende glatt stellen. Man benötigt also immer den Gimp der die (nicht selbst bestellte) show bezahlt.

  151. @ Foersterliesel :
    Dieses...

    @ Foersterliesel :
    Dieses Problem hat die deutsche Gesellschaft weitestgehend hinter sich gelassen. Hobbyprostitution ist keine Ausnahme, sondern der Regelfall.
    Ich warte täglich darauf, dass Männer mit kurzen Höschen für den Arbeitsalltag endlich emanzipiert werden und dann auch endlich bachnabelfrei vor der Chefin herumswingen können und dürfen (ach wären Frauen doch nur optisch fixierter :().
    Es gibt schliesslich kein dreckiges und verkommenes System, aus dem wir nicht noch etwas Geld und persönlichen Vorteil herausschinden.
    Geduscht wird nach der Arbeit …..

  152. "Westdeutsche, auch Euer Land...
    „Westdeutsche, auch Euer Land ist untergegangen“. Merkwürdig, ich dachte immer, dass es in diesem Blog genau darum geht. ^^
    Jetzt habe ich das auch verstanden. Immerhin eine Sekunde nach Herrn Blau. Vielleicht sollte sich mein Lütter bei ihm bewerben, der ist nicht so schwer von Begriff wie ich, obwohl ich der Vater bin. Er ist sieben und hat ein umfangreiches Wissen über Laserschwerte. Er könnte bei Zeit online das Ressort Verteidigungspolitik übernehmen. BILD ginge auch.

  153. cher Filou, das schlimmste ist...
    cher Filou, das schlimmste ist doch, wenn jemand gar nicht gescheit lügen kann.
    .
    lügen müsste ich, lieber Wolfgang Blau, wenn ich säuseln würde, nach dem studium hätte sich meine parvität auf solch eine anzeige beworben. um nur bei einer sache anzufangen: bei einem halben tag bleibt es doch nicht.
    .
    mutig ist es von ihnen, lieber Wolfgang Blau, sich hier als pars pro toto zum geschlachtetwerden zur verfügung zu stellen, und in anbetracht dessen möchte ich sehr gerne einige konstruktive fragen an sie stellen: es würde sehr interessieren, wieviele bewerbungen sie am ende bekomen haben werden, wieviele in näheren augenschein genommen wurden, und welche qualifikationen die glückliche, die den arbeitsvertrag uinterzeichnen durfte, mitgebracht hat.

  154. Lieber Herr Blau, auch ich...
    Lieber Herr Blau, auch ich gratuliere herzlich zu den vielen Bewerbungen. Ein Großteil der Zeitleser will auch bei der Zeit arbeiten. Das ist ein Zeichen von Qualität!
    .
    Ihr Herr Bangel mag „sehr wach“ sein. Allein, dass Kränkung durch Schadenfreude geheilt werden könne, ist ein Irrglaube. Sie betäubt nur zeitweilig.

  155. @ ThorHa
    "Ich war seit mehr...

    @ ThorHa
    „Ich war seit mehr als 15 jahren nicht mehr an der Uni. Kurzes Nachgoogeln – W3 ca. 7.000 Euro/Monat.“
    Das Grundgehalt W3 liegt teilweise unter 5.000. Wir reden allerdings ueber senior academics, die auch schon ueber 50 Jahre alt sein werden. Beruecksichtigen wir ihre prekaeren Jobs vor dem „Ruf“, bleibt ihr Lebenseinkommen working poor. Deswegen ja auch der Gang zum BVG – Tiger, uebernehmen Sie.
    Was der Don fuer die Medienwelt beschreibt, hat die deutsche Hochschule laengst gruendlich durchgezogen. Dass Ihnen das nicht gelaeufig ist, belegt den „transitorischen Character“ des Studiums. Man durchlaeuft das Studium und vergisst es schnell wieder, denn man bleibt prekaer, und warum auch sollte man nachrueckenden Konkurrenten bessere Bedingungen goennen? Banken plus Boni sind systemrelevant, Unis nicht.

  156. Lieber Wolfgang Blau,
    nun, ich...

    Lieber Wolfgang Blau,
    nun, ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass sich Leute um diese Stelle schlagen. Ich denke auch, dass es in Berlin machbar und überlebbar ist, wenn man keine besonderen Ansprüche hat bzw. die Eltern mitfinanzieren. Aber eine halbe Stelle als Absolvent, das ist das, was früher allenfalls Exotenfächern wie meinem drohten. Darf ich diese Entwicklung noch traurig finden?
    .
    Ja, den Beitrag habe ich gelesen, und ich stimme insofern zu, als dass 1989 beide deutsche Staaten zu Ende gingen. Man muss gar nicht zu sehr nostalgisch sein; ich habe jene Zeit in Bayern verlebt, und das Bayern im Jahr 2011 ist fraglos besser als das im Jahr 1989 – nur hat das nichts mit den Ostdeutschen zu tun, sondern mehr mit dem Ende starrer ideologischer Fronten. Im Tegernseer Tal haben wir nur Schalck-Golodkowski, und eine Dependance von Keutzkamm aus Dresden, und oben auf der Neureuth zwei assimilierte Bedienungen, die Bayerisch können.
    .
    Es mag von der Art des Westens abhängen, in dem man lebt – Bayern ist sicher anders als der Ruhrpott – aber hier zum Beispiel geht man mit der typisch antibürgerlichen Unfreundlichkeit des Ostens ziemlich schnell baden, wie auch mit dieser – aus dem System heraus verständlichen – Neigung, wenig Gefühle zu zeigen. Trifft natürlich nicht auf alle zu. Aber der von Ihnen genannte Hochleistungsprovoossi mit seiner „Ihr werdet uns nicht mehr los“-Attitüde, nun, ich sage es vielleicht so:
    .
    Das tut man bei uns nicht. Den behalten Sie mal besser in Berlin. oder zahlen ihm einen Kurs in Manieren für Anfänger. Ich gebe zu, ich habe mir überlegt, darauf eine „Zurück in Dein ostelbisches Loch Soliempfänger“-Antwort zu schreiben, aber der mann kann ja nichts dafür. Der weiss nicht, was er nicht hat, er kommt ja aus der Zone. Keiner hat ihm je die feinen Unterschiede zwischen den Töchterrn der Apotheker und Bankdirektoren erklärt. Ich fürchte, die Beurteilung des alten Westens und seiner umfassenden Strukturprobleme und Auflösungserscheinungen sollte man keinesfalls monokausal begründen. Es ist viel passiert. Zu viel, als dass man es moit sporadisch auftretenden Ostdeutschen erklären kann. Dass eine Uckermärkerin nicht Kassenkraft bei Aldi wurde: Gut. Betriebsunfall der Geschichte. Aber auch da werden die Ostdeutschen langfristig mehr darunter leiden, als unsereins am Tegernsee. Wir haben hier seit dem letzten Einmarsch der Österreicher vor 300 Jahren eigentlich unsere Ruhe.

  157. @MvB: das ist schön, daß Sie...
    @MvB: das ist schön, daß Sie mal wieder ein Lebenszeichen von sich geben. Was macht das Bentheimer Landschwein? Ist es wohlauf? Was macht der Hof? Bringt er Ertrag? Ist das Wetter erträglich?
    @Don Carlos: leider ist den Leuten inzwischen die von mir an allen ehemaligen DDR-Bewohnern sehr geschätzte Fähigkeit zur Geselligkeit ziemlich abhanden gekommen. In diesem Punkt sind sie leider ziemlich „Wessi-degeneriert“ inzwischen, und das ist schlecht.
    Es könnte sein, daß dies eine ältere Wurzel hat als BRD/DDR, denn die Ostpreußen hatten auch noch ihre Geselligkeitsformen wie Wallfahrten, die sie noch lange nach ihrer Entwurzelung betrieben, wohingegen die Alemannen schon immer strikt familienzentriert sind und nach außen wenig abgeben. DA als Bayer und Wasimmer-Sonst, bewegt sich da in etwa in der medial wirksamen, öffentlichkeitstätigen Mitte.
    @ThorHa: Es gab in der Vergangenheit schon arge Scheußlichkeiten. Das Zeitalter des Hotzenblitzes (Versicherungsbetrug qua Abkassieren der Feuerversicherung des eigenen Hofs, nach Anzünden desselben) und der Spielschulden (da haben ganze Anwesen ihre Besitzer gewechselt) etwa – dürfte zu Zeiten des Gründerkrachs 1873 oder davor gewesen sein -, das plötzliche Versterben halber Familien durch Unfälle (Flößen von Stämmen, Waldarbeiten, Söhne erschlagen), vorzeitiges Versterben der alleinerziehenden Mutter wegen Nichterreichbarkeit eines Arztes (Blutvergiftung durch gewöhnlichen Dreck in Schnittwunde, zur Zeit von WK1), abgesehen von komplettem Hof umtreiben müssen allein durch die Frauen in den Kriegen, während die Männer im Krieg waren. Aber Ähnliches werden Sie und prince Matecki vermutlich auch aus der Familiengeschichte kennen. Nur ging es über Dorfratsversammlungen, die bewirtet bzw. beobdacht wurden, in meiner Familie eigentlich nicht hinaus, und das Ingenieuren und Programmieren ist in meiner Generation neu, und suspekt, weil nicht wirklich frei (frei im Sinne von: subsistenzielle Lebensgrundlage zulassend, darüber hinaus etwas öffentliche Betätigung). Es ist ein abhängiges Luftmenschentum, in hohem Maße abhängig vom Wohlwollen anonymer Maschinenaggregate wie Aktiengesellschaften, Finanzmärkte und dergleichen (in Ihrem Fall: den Resten nationaler Industrien), – es ist mir ziemlich wurscht, wie es mir ergeht, aber die Vorstellung, meine Nichten und Neffen bekommen keinen Fuß auf den Boden, macht mir Sorge, und wenn ich die jungen Leute heute sehe, tun sie mir oftmals einfach leid.
    @donna laura: cara, nicht nervös werden. Einfach strictemang Haus und Hof ordnen, und ansonsten können Sie sicher sein, bei 11 Nachkommen wird das auf alle Fälle was werden.
    Es gibt viele Gestalten zwischen Himmel und Erde, die wir nicht greifen können; es kommt darauf an, daß sie uns nicht über Gebühr greifen.
    @Holly: jaja, „vorübergehend“. Gerade heute in irgendeiner Zeitung gelesen, daß die Zahl der obdachlosen Jugendlichen zunimmt. Ok, war von einem Verband, insofern interessengeleitet, aber zumindest hat mal jemand in diese Ecke geguckt.

  158. Dass der Ostdeutsche falsch...
    Dass der Ostdeutsche falsch liegt, erkennt man übrigens an einer einfachen Sache: Ostdeutschland war grauenvoll spiessig, viel schlimmer als Altötting und Grossmehring. Wenn Grossmehring heute nicht mehr so spiessig ist, dann kann das eigentlich nicht daher kommen, dass die Spiesserbasis mit Ostdeutschland massiv erweitert wurde. Sondern vielmehr daran, dass diverse Gründe der Spiessigkeit – Ost-West-Konflikt, Minderwertigkeitsgefühle, peinliche USA-orientierung – plötzlich weggefallen sind, und man sich neu orientieren konnte.

  159. @ Don Alphonso 10. November...
    @ Don Alphonso 10. November 2011 :
    Sehen Sie bitte das Positive : Er stellt nicht 2 Halbe ein ( oder aus Kostengründen 2 Viertel mit 48h/woche), um dann nach 2 Jahren eine zu entlassen.
    In vielen Bereichen ist dieses 2-1 Prinzip der Normalfall. Aber nun ja, das sind halt auch Lernphasen mit sozialpoints am Ende.

  160. Hallo Herr Blau,

    ja, ich...
    Hallo Herr Blau,
    ja, ich bemerke durchaus an manchen gewisse Nostalgien (damals in West-Berlin, und so), aber die Regel ist das nicht. Man stellt sich durchaus den (eher unerfreulichen) Tatsachen, man hat die Industrialisierung überlebt, die Vertriebenen integriert und die Gastarbeiter, und was dann noch kommt (Schweizer? Südafrikaner? Amerikaner? Chinesen?), damit wird man hoffentlich auch noch fertig. Insofern: „Westalgie“ ist von gestern.

  161. @Försterliesel: "Tatsächlich...
    @Försterliesel: „Tatsächlich fehlt den einen wie den anderen die Erfahrung etwas bewirken, herstellen, verändern, machen zu können“ – Xactly. Das ist genau das Elend der heutigen Jugend. (Und eigentlich aller. Dieses ohnmächtige Dahindödeln).

  162. @Filou: „Nur im Schnaps...
    @Filou: „Nur im Schnaps liegt die Wahrheit, allerdings nur tief unten.“ Au ja, das hat unsere Wirtin heut auch gemeint und uns einen ausgegeben. (Ja, die verarbeiteten Birnchen waren ordentlich. – Aber eigentlich ermangelte es etwas an Entenfett vorher, als daß dieser Nachtrunk paßte)

  163. der knackpunkt ist doch der,...
    der knackpunkt ist doch der, dass ‚man‘ allgemein einen besseren gesellschaftlichen umgang miteinander fordert – und gerade im arbeitsleben nicht die
    karrierezäpfchen fordert oder diejenigen, die sich gnadenlos selbst ausbeuten, mit einem lächeln im gesicht und viel zeit nach der arbeitszeit für die arbeit, sozusagen als engagement.
    .
    ja, dann machen sie doch mal.
    .
    wenn sie nicht anfangen, wer sollte es sonst tun.

  164. @ colorcraze : Der darf hier...
    @ colorcraze : Der darf hier nicht schreiben, der ist von der „zeit“. Ausserdem ist der öffen(d)(t)lich, also jeder Bezug auf ihn oder seine Inhalte ist Bauchpinselei. Der lebt für und von „Wahrnehmung“.
    (Sichthinweis : wen man nicht kennt, den kann man rein logisch nicht beleidigen, aber man sollte es immer trotzdem vermeiden)

  165. @DA: Daß die DDR weniger...
    @DA: Daß die DDR weniger einer Diktatur des Proletariats als eher einer Diktatur spießiger Kleinbürger glich, ist eine richtige und recht selten anzutreffende Erkenntnis, der daraus gezogene Schluß jedoch, Ostdeutschland sei generell spießig gewesen, ist falsch.
    Und feine Unterschiede gab es auch im Osten, gerade da!

  166. @mediensegler, 09.11, 21:59,...
    @mediensegler, 09.11, 21:59, Seien Sie froh, das Ihnen das Leid erspart blieb, das zu diesem Zeuch geführt hat! Aber manchmal ist die HirnRissigkeit auch für etwas gut: Viel Freude noch!
    @colorcraze, 09.11, 22:16: DonA-Wetter! Das vielleicht?
    @Thosten Haupts, 14:17: „Meine Art stirbt eh aus :-)“. Nö, hoffentlich nicht.

  167. Ich bin halt so missgünstig...
    Ich bin halt so missgünstig und gebe es offen zu, weil ich es seit ungefähr 30 Jahren satt habe, dass Leute, die weniger gut sind oder manchmal sogar richtig schlecht oder gar doof sind, leichter dank vielfältiger Beziehungen „aus gutem Hause“ in gute Stellen hineinrutschen.
    .
    Mit Stellenanzeigen solcher Art (s. u.) dürfte damit endgültig Schluss sein und Diplomatenkinder erkennen vielleicht endlich, dass das papagarantierte Paradies ein Ende hat, weil die Wirtschaft endgültig des Wahnsinns fette Beute geworden ist. Wenn das über sie bis zu den höheren Oberschichteltern durchdringt – könnte ja sein – besteht immerhin eine 0,001%ige Hoffnung (also kaum eine, aber immerhin), dass letztere begreifen, was sie mit ihren Vermögens“anlagen“-Salat angerichtet haben: eine übergeschnappte, sich selbst von hinten überholende Wirtschaft, die sogar ihre feinen Kinderchen nicht mehr so ohne weiteres in Pöstchen reinhaben will.
    .
    Das kriegt der Vitamin-B-Onkelchen des Historikersöhnchens nimmermehr hin. Beispiel:
    Denn es reicht heute nicht mehr, z. B. ein normal guter junger Texter zu sein: kaum Berufserfahrung mit 4 lausigen Jährchen soll er haben, aber schon einen internationalen Award haben. Da hilft nur fälschen. Entweder schnell einen Höllen-Award erfinden, man ist schließlich ein kreativer Texter oder das Geburtsjahr verändern, das wäre zwar Betrug / Urkundenfälschung, aber weißt du was solls… Eine zusätzliche Ausbildung als Dolmetscher soll er auch noch mitbringen, sich selbst lektorieren soll er am besten sowieso können. Für die Betreung von ungebändigten Juniortextern empfiehlt sich für ihn wohl auch ein internationaler Zirkus-Dompteurschein, sonst fängt er besser gar nicht erst an, wenn ihm seine Nerven lieb sind:
    „Knackige Headlines, begeisternde Copys, aktivierende Funkspots. Was Du schreibst, gefällt Kunde und Lektor und passt: auf ein Plakat, in eine Anzeige, in einen Prospekt und vor allem zur Marke und in die Kampagne. Schließlich hast Du bereits mindestens vier Jahre Berufserfahrung im Bereich Kreation gesammelt und mehr als einen internationalen Kreativ-Award gewonnen.
    .
    Als Senior Texter verantwortest Du die Textproduktion für Storyboards, Funkspots, Sprechertexte, Kampagnen und Präsentationen. Du entwickelst die Tonalität und das konkrete Wording Deiner Projekte, bist für die textliche und konzeptionelle Entwicklung verantwortlich. Du unterstützt die (Junior) Texter bei ihren Aufgaben und stehst ihnen beratend zur Seite. Außerdem ist Deine Muttersprache Englisch/alternativ hast Du einen Hochschulabschluss als Dolmetscher/in.
    .
    Beim Übersetzen sind Dir die Inhalte so wichtig wie Stimmung und Tonalität. Wortspiele bringen Dich ebenso wenig aus dem Konzept wie Zeichenbeschränkungen oder technische Zusammenhänge.“
    .
    no comments.
    Über den Verdienst, ob er den Mann ernährt, weiß ich nichts. Kann sein gut, kann sein schlecht, die Werbung ist nicht mehr die gut bezahlende Branche schlechthin …
    .
    Das ist keine Soloerscheinung, überall werden solche eierlegenden Wollmilchschweinschafe gesucht. Der Hintergrund ist klar: man will einen, der einem mehrere Stellen einspart. Habe auch schon Textersuchanzeigen gelesen, da sollte er auch noch Mediaplanung und Druckabwicklung machen, no kidding.

  168. @b.nutzerkennung: mit Ihrer...
    @b.nutzerkennung: mit Ihrer These 1 sympathisiere ich. Mit These 2 kann ich nicht so viel anfangen, kann nur meine unmaßgebliche Beobachtung anfügen, daß zu Beginn der Proklamation von „Dienstleistungsgesellschaft“, also in den 1990ern, noch „Kundenfreundlichkeit“ hochgehalten wurde. Dies ist inzwischen vollkommen vorbei, hält sich nur noch in kiezigen Rückzugsrefugien.
    @BinVonHier (16:33 bis 16:48): volle Zustimmung!!
    @kryptart: was soll man machen, besser man geht als Vartahäschen in Beschäftigungtherapie als zuhause nur den Kopf an die Wand zu schlagen.
    @donna laura(18:29): genau, Reality Check.

  169. Spiessigkeit ist das äußere...
    Spiessigkeit ist das äußere Zeichen gelebter gesellschaftlicher Zwänge. Freie Menschen waren nie spiessig. DA kennt die DDR nur randständig, sonst wüsste er, wie frei viele Ossis waren. Die konnten dem Betriebsdirektor sagen, daß er eine Pfeife war, wenn er eine Pfeife war, oder der Frau Chefökonomin, die dank Parteibuch in Leitungsfunktion kam. In der bayrischen Autofabrik wäre das undenkbar gewesen. Viele DDR-Facharbeiter oder in der Industrie tätige Akademiker wussten, daß ihr Betrieb ohne sie nicht lief, und weil ihnen ihr Wert nicht in Geld als Arbeitslohn ausgezahlt wurde, konnten sie ohne Angst um hochdotierten Job frei im Betrieb reden. Nur vor den Vögten in Berlin sollten man den Hut ziehen. Na ja, die waren meist weit weg. Gedemütigt wurden die Freien erst durch die Erlebnisse der besserwissenden ostverschickten Neuchefs in den Neunzigern, und deren vorsätzliches oder fahrlässiges Wirtschaftsversagen.

  170. Dürfte ich bescheiden...
    Dürfte ich bescheiden anfragen, welcher Zuwachs für die Beurteilung „massiv dazugewonnen“ qualifiziert?

  171. Und wer will schon in einem...
    Und wer will schon in einem Laden arbeiten, wo solche Leute Chefredakteur werden konnten?

  172. Also, da hätte ich einen...
    Also, da hätte ich einen echten Gewissenskonflikt.

  173. Sehr geehrter Herr Blau!
    Wenn...

    Sehr geehrter Herr Blau!
    Wenn Sie nur eine Teilzeitstelle ausschreiben, was denken Sie, soll die sich bewerbende Person in der anderen Zeit machen, bei der Konkurrenz arbeiten? Wenn man mir nur eine Teilzeitstelle anböte, ich aber eine volle Stelle möchte und aus finanziellen Gründen auch bräuchte, bekäme man von mir auch nur einen flexiblen Teil meiner Loyalität. Ich würde jederzeit wieder abhauen, wenn ich etwas Besseres gefunden habe. Den Training, den Sie in die Person gesteckt haben müssen, damit sie etwas Besseres schreibt als Herr Bangel, war für Sie dann eine Fehlinvestition.
    .
    Wie sie weiter oben (09. November 2011, 18:28) nachlesen können, habe ich zwar seinerzeit auch eine halbe Stelle akzeptiert, aber ich durfte die ganze Nacht hindurch kostenlos an einem Minicomputer arbeiten – was damals ein absoluter Luxus war.
    .
    Zweitens, ich habe den Artikel ihres Kollegen Bangel gelesen und fand ihn ausgesprochen flach. Er hat in keiner Weise meine Phantasie angeregt oder mich zum Lachen gebracht – im Gegensatz zu denen in diesem Blogs. Er hat mich darin bestätigt, die Zeit auch weiterhin nicht zu lesen.
    .
    Darüber hinaus stört mich der Eindruck als sei in der DDR alles kleinbürgerlich und brutal gewesen. Jetzt muss aufgearbeitet werden…… Ich habe eine ganze Reihe Ossis getroffen, die ich ausgesprochen genial fand. Irgendwann ist mir klar geworden, dass die uns Wessis überlegen waren. Diese Ingenieure waren trainiert, zu improvisieren, während wir Westeuropäer immer bekommen haben, was wir an Zubehör für unsere Entwicklungen brauchten.

  174. Nachtrag zu meiner Suada:
    Der...

    Nachtrag zu meiner Suada:
    Der Schwachsinn mit halben Stellen für Absolventen ist genau das Gleiche wie die erwähnte eierlegende Wollmilchschafschwein-Stelle. Wie sollen bitte junge Leute, die mit so etwas hantieren müssen, sich eine Existenz aufbauen können?
    .
    Halbe Stellen sind bekannt dafür, dass sie häufig verheimlichte Vollzeitstellen sind, halt nur mit halbem Gehalt. Familie gründen mit dem Gehalt? Kleiner Scherz.
    .
    Wollmilchschafschweinstellen für Dreifächer-Studenten (16 Jahre alt und aus Harvard eh klar) sind entweder die böse Ausgeburt vieler Köche einer übergeschnappten Firma, die im Text der Stellenanzeige herumgemurkst haben oder so gemeint: als Burn-out-Experiment. Familie gründen? Besser jetzt schon regelmäßig Beiträge einzahlen für eine Klapsmühle erster Klasse, die bereit und fähig ist, deine kaputten Nerven zu zu reparieren.
    .
    Nicht zu nennen die unzähligen Hilfsjobs des schlecht bezahlten „wissenschaftlichen Mitarbeiters“ für Doktoren/ PhDs oder Postdocs. An diese Unsäglichkeit hat man sich leider in der Öffentlichkeit schon gewöhnt. Die Auswanderung hat jedoch ebenfalls bereits eingesetzt.

  175. @colorcraze, junge Leute...
    @colorcraze, junge Leute bedauerndL:
    Kann mich da nicht anschliessen. Sie wachsen in einer Zeit geringerer Sicherheiten und grösserer Möglichkeiten auf. Wenn ich sie bedaure, dann wegen ihrer Eltern …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  176. @kaktus: Wer als Ingenieur...
    @kaktus: Wer als Ingenieur heute bei Zeitarbeitsfirmen anheuert, hat seinen akademischen Abschluss nicht verdient. – Dass das AA für mehrmonatige Praktika in den teuersten Städten der Welt nixgarnix zahlt, ist ein Fall krassen Nepotimus und grausamer geistiger Unbeweglichkeit. Für den Unbeteiligten gleichfalls interessant zu wissen.

  177. @Vroni: bei solchen...
    @Vroni: bei solchen Stellenbeschreibungen denke ich immer, die suchen nicht wirklich jemand, der eine Arbeit tut, sondern einen Psychiater, der sie mal reell auf den Topf setzt.
    @ThorHa: den größeren Möglichkeiten gegenüber bin ich recht skeptisch, denn sie führen nicht aus den geringen Sicherheiten hinaus.

  178. Lieber Herr Blau,
    der...

    Lieber Herr Blau,
    der arbeitenden Bevölkerung in D. geht es messbar und beweisbar deutlich schlechter als vor 10 Jahren, die jungen gut Ausgebildeten werden doppelt, Entschuldigung, verarscht.
    .
    Mich interessieren statt lässiger plaudernder Einlassungen auf Nostalgiker mit ihrer Silberkannen-Nostalgie lieber die Fakten. Und die sind so:
    .
    Deutsche Reallöhne sind in den vergangenen zehn Jahren um 6,4 Prozent gesunken. Gesunken. Französische in der gleichen Zeit: um 9,3 Prozent gestiegen.
    Das heißt deutlich Verschlechterung für alle Deutsche. Ost wie West.
    Um emotionale Nostalgie und um lediglich gefühlte Verschlechterung und ob sie im Westen stärker gefühlt wird als im Osten geht es nun wirklich nicht. Die Verschlechterung ist echt. Nicht gefühlt. Sie hat real stattgefunden.
    .
    Auch wenn viele der hier schreibenden „Stützen“ einen auf „wir sind authentischer als Manufaktum“ und „früher war alles besser“ machen. Es plaudert sich in schlechten Zeiten zur Ablenkung eben leichter über Wein und Käse als über die andauernden und nicht zu stoppenden Untaten der Politiker und Banker.
    .
    Ergänzung:
    Deutschland ist nach dem Schweizer Wirtschaftswissenschaftler Vontobel so etwas wie Europas Chefasozialer: Lohndumping plus aggressive Exportpolitik, und damit andere Länder in Defizite bringen und ihnen dann gnädig Schutzschirme basteln. Das ist Krieg mit anderen Mitteln.
    .
    Dazu fällt Ihnen sicher auch etwas ein.
    Vielleicht dass solche harten Sätze zu Wirtschaftskrieg (bei Stefan Gärtner heißt das sogar „Endsieg“, typisch die Titanic, wie sie leibt und lebt …) und zu Umverteilung nicht in ein Plauderblog oder gar ins Feuilleton gehören.

  179. Von gut bezahlten Akademikern...
    Von gut bezahlten Akademikern wissenschaftlich bewiesen, so sieht´s aus in der Krise:
    Uckermark besser als Tegernsee
    http://www.insm-regionalranking.de/images_system/krisenkarte.jpg
    (glaubte INSM in 2009)
    Wieviele unbezahlte Praktikanten wohl zu diesem Machwerk beigetragen haben?
    Generation GOLF, Generation NIX, Generation INSM
    Für das Praktikum-Unwesen gibt es Verantwortliche:
    http://www.wassollwerden.de/Was_will_ich_/Jobmagazin/Jobmagazin_Uebersicht/L-Z/Was_bringt_ein_Praktikum_.html
    So sieht sie aus, die neue soziale Marktwirtschaft.

  180. Don Alphonso: Bei allem...
    Don Alphonso: Bei allem Respekt: Altötting kann – zur Not – auch spießig. Aber spießig war und ist es nie. Spirituell ist Altötting ein Frankfurter Großflughafen und nicht die Flugwiese Ingolstadt. Wo der Himmel offen steht, ist es nie spießig.
    .
    Marcus von Bentheim-Burg: Ihren Elbchaussee-Club nehme ich Ihnen nicht ab. Hanseaten machen solche Mätzchen nicht. Selbst im Bremer Überseeclub wäre das, was Sie behaupten, nicht denkbar. Und der ist nur 15 Jahre jünger.

  181. HansMeier555: Werden Sie nicht...
    HansMeier555: Werden Sie nicht frech!

  182. Warum ist´s eigentlich so...
    Warum ist´s eigentlich so ruhig geworden
    um den Träger des Verdienstorden der Italienischen Republik?
    http://www.hans-tietmeyer.de/impressum.html

  183. Der Aufsatz von Herrn Bangelt,...
    Der Aufsatz von Herrn Bangelt, hm, so verkehrt liegt der ja garnicht. Es ist ein kurzer Artikel ueber ein Thema, welches tieferer Betrachtung Wert waere. Wie war doch noch der Spruch Anfang der 90er in meinen Kreisen? Achso: „Die Ossifizierung der BRD‘.
    Flott gesagt, dennoch zukunftweisend. Wenn 16 Mio. DDR-Buerger langsam aber sicher ins westdeutsche System diffundieren, kann das nicht ohne Auswirkung bleiben. Voellig klar, dass die Ossis eine substantiell andere Lebensphilosophie-gegen den Willen der Wessis-in die Gesellschaft einbringen werden.
    Machen wir uns nichts vor: 1989 war die westdeutsche Gesellschaft reichlich verschnarcht; die Feindbilder standen fest, an denen konnte man sich hochziehen. Man demonstrierte gegen alles, nur nicht gegen die DDR, das waere Pfui gewesen. Eigentlich war der deutsche Osten doch ganz sympatisch. Man haette wissen koennen, wollte es aber nicht. Der Feind des Westdeutschen stand in den eigenen Reihen. Was fuer nutzlose Saeue wurden damals durch’s Dorf getrieben: Kohl, Reagan, Doppelbeschluss, Startbahn West undsoweiterundsoweiter…
    Berlin selbst war der Ort der Lebensluege, der subventionierten Lebenshaltung, der Spinner und Ich-tue-als-ob-Intellellen. Und Berlin war die aufgeblasenste Provinz ueberhaupt. Das Schoenste an Berlin waren die 24/7-Kneipen und die Ueberreste der Nazis. Die Kombination aus beidem war die beste und teuerste Geisterbahn der westlichen Welt. Von den Buergermeistern, Senatoren (besonders Lummer) will ich garnicht erst reden. Die Weltstadt als schlechter Witz.
    Auf der Ostseite dieser Stadt war es um keinen Deut besser-nur noch komischer.
    .
    Bangelt hat recht: Das Nachkriegsdeutschland, so wir wir darin eingepampert waren und froehlich brabbelnd in die Windeln pissten, gibt es nicht mehr. Es ist unangenehmere geworden.
    Aber das passt doch zu uns, nicht wahr?

  184. Und nochwas: Habe ich mal...
    Und nochwas: Habe ich mal erzaehlt, dass ich in den Niederlanden wohne? Gut, hier gibt es seit ewigen Zeiten (sooo ewig nun auch wieder nicht) den sog. Mindestlohn. Der ist so bemessen, dass man unter Zuhilfenahme anderer Unterstuetzungen, recht gut, wenn auch bescheiden, davon und damit leben kann. Das macht sich im taeglichen Leben durchaus positiv bemerkbar.
    .
    (Ausnahme: Gestern mittag fiel Telefon und Internet fuer laengere Zeit aus. Der junge Mann am Servicetelefon von KPN (Koenigliche Telefondinges) war ein vollendeter Idiot.)

  185. HansMeier555 21:02, mir einer...
    HansMeier555 21:02, mir einer guten Portion ‚heiliger Einfalt‘ in Herz und Verstand; das
    erspart Ihnen jeden Gewissenskonflikt.

  186. @Vroni - Deutsche Reallöhne...
    @Vroni – Deutsche Reallöhne
    Erstens – nicht klar. Die letzte Zahl, die mir bekannt ist (Hans Böckler Stiftung, 2008) war -0,9 % für 10 Jahre. Ich halte Ihre Zahl für falsch.
    Und zweitens – klar. Aber nur dann, wenn man den Reallohn über alle Arbeitsplätze als Durchschnitsswert berechnet. Das bezieht nämlich alle Mini-/Teilzeit- und Niedriglohnjpbs mit ein. Die sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitnehmer haben auch real weiterhin deutliche Lohnsteigerungen gehabt. Die Reallohnstagnation „verdanken“ wir der Entstehung eines Niedriglohnsektors, den es so in der Bundesrepublik seit den achtziger Jahren nicht mehr gab.
    Und drittens – die Reallohnsteigerungen der siebziger und achtziger wurden mit dem Arbeitslosensockel erkauft, der dann bis vor wenigen Jahren auf 5 Millionen anstieg. Der Zusammenhang ist klar und überall in der (entwickelten) Welt sichtbar – bei etwa gleicher Produktivität entscheiden die Löhne über die Höhe der Arbeitslosigkeit. Frankreich ist ein hervorragendes Beispiel – Jugendarbeitslosigkeit bei 25%. Nein, möchte ich in Deutschland nicht. Und zwar noch weniger, als einen Niedriglohnsektor, wenn ich nur diese Wahl habe.
    Womit wir bei viertens sind – alles hat einen Preis. Der jeder Spielart des Sozialismus ist hinreichend belegt und bekannt – Vernichtung der Substanz. Der des Kapitalismus gefällt mir im Moment zwar nicht. Aber die Auswüchse sind korrigierbar.
    Und jetzt überlasse ich Sie wieder Ihrem heiligen Zorn gegen den Chefasozialen Deutschland. Mit einem deutlichen Kommentar: Wenn inzwischen die Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit als „asozial“ gilt, erwarte ich morgen die Massenproteste gegen jeden Sport dieser Erde, jedes Balzverhalten, jede Berufsweiterbildung, jeden Schülerwettbewerb, jede Notengebung, jede Messung, jede Wahl. Sie alle (Auswahl unbegrenzt erweiterbar) beruhen auf Wettbewerb. Das deutsche Mittelmass allerdings hat es noch nie ertragen können, dass jemand aus ihm herausragt(e). Insoweit sind Sie absolut mehrheitsfähig …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  187. Abstieg vom Warmen ins Kalte,...
    Abstieg vom Warmen ins Kalte, Ungewisse.
    Wie ein Symboldbild für die nächsten Jahre:
    http://www.blog.vroni-graebel.de/logisches/2011/11/abstieg/
    .
    (Nebelwand, die sich in einem dramatischen Schauspiel von München kommend binnen Sekunden in den lieblichen See ergoss.)

  188. Nie waren Nahrungsbeschaffung...
    Nie waren Nahrungsbeschaffung und Gesundheitserhaltung leichter möglich als heute, nie war die persönliche Lebenserwartung höher, nie lebten die Menschen Europas länger in Frieden und Freiheit, nie war Zugang zu umfassender Bildung einfacher, nie war die gesellschaftliche Toleranz für Minderheiten größer. Wenn man den offiziellen Zahlen glauben schenken mag, entwickelt sich sogar die schwere Kriminalität in diesem Land rückläufig. Die Entwicklung, die unsere Gesellschaft nahm, kann so falsch also nicht gewesen sein. Trotzdem gibt es in weiten Teilen der Bevölkerung, dieses auch hier im Blog und von den Kommentatoren artikulierte Gefühl, es liefe etwas falsch. Paradox!
    .
    In der heutigen Gesellschaft verhält sich die Größe der Larmoyanz umgekehrt proportional zur Leichtigkeit des Seins.
    .
    Hoffentlich gibt es recht bald wieder einen ordentlichen Krieg, oder zumindest eine ausgewachsene Pandemie, die mindestens ein Drittel der Bevölkerung hinwegrafft. Am besten wäre es, erst ein hässlicher Krieg und hinterher noch eine schöne Seuche. Anschließend jammert hoffentlich keiner mehr über die Zumutungen der Moderne.
    .
    Herzlichst
    Claire Grube

  189. @ Vroni 10. November 2011...
    @ Vroni 10. November 2011 :
    Das ist natürlich streng geheim, aber nur unter uns :
    Als der Euro eingeführt wurde, gab es natürlich Absprachen. So in der Art : Inflationskorridor, Lohnsteigerungskorridor, Produktivitätskorridor bzw. deren Steigerung und natürlich wurden arbeitsteilig Bereiche festgelegt, in denen jeder so etwas wie eine priveligierte herumwirtschaften sollte.
    Da haben sich auch viele daran gehalten.
    Natürlich haben unsere Industriebembel die Kohl Ära im Kopf, also Löhne runter, Produktivität raus, jedes Geschäft in die Bücher, wo einer unterschreibt und das alles mit Hermes Bürgschaften.
    Das Ergebniss von Gemeinschaftswährung und deutscher Nichteinhaltung ist beeindruckend.
    An Handelsüberschüssen und Fluchtkapital sind alleine im September grob geschätzte 100 Milliarde nach Deutschland gespült worden.
    man kann das auf Querschuesse.de sehr schön an den Statistiken über target2, Handelsbilanzen und Staatsanleihen zusammenrechnen.
    Der Zinsvorteil des Bundes dürfte sich auch rechnen.
    Der dumme Nachteil ist, was bei uns als Haben in den Büchern steht, taucht bei den anderen als dickes Soll auf.
    Wir bluten unsere Partner aus.
    Bei den Griechen ist das noch besser. Ein echter Schenkelklopfer, denn Griechenland gibt gemessen am BIP so viel für Rüstung aus wie Deutschland … in 3 Jahren.
    Nicht das jemand eine Änderung verlangen würde, wir verdienen ja prächtig.
    .
    Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum die anderen so sauer sind.
    Ich vermute auch, die bösen Märkte die die partner hängen lassen mit ihren Staatsanleihen, das sind auch wir Deutschen (zumindest die Deutschen, die diesen Kapitalzufluss als Einnahmen verbuchen).

  190. b.nutzerkennung
    10. November...

    b.nutzerkennung
    10. November 2011, 12:13
    1970 bis 80 wurden sehr nah bei „irgendwas mit Medien“ im Bereich Print
    dringend Facharbeiter gesucht, Druck und Papier hieß das damals,
    da wurden für Samstagsarbeit Antrittsprämien bezahlt, 100 DM nur dafür das man überhaupt kam, plus Stundenlohn, plus überstundenprozente, wenn man Sonntags
    oder Feiertags arbeitete, konnte man schon mal mit dem dreifachen Lohn nachhause gehen, 1974 habe ich für kurze Zeit in der Schweiz Bern gearbeitet, da verdiente man das doppelte in SFR, danach habe ich studiert, da standen die Firmen kurz vor den Semesterferien Schlange, und überboten sich mit Angeboten. In der Ölkrise bekamen wir von den Firmen Ausnahmegenehmigungen zum Fahren zum Arbeitsplatz, so war das damals, und Kohl hat 1982 einfach nur Bockmist erzählt, aber der hat 1989 ja auch was von „Blühenden Landschaften gefaselt.

  191. colorcraze
    10. November 2011,...

    colorcraze
    10. November 2011, 20:00
    Mir tun die Jungen auch leid, und ich mache mir Sorgen um meinen Sohn,
    der gerade studiert, das er auch so abgezockt wird. Planbarkeit oder Sicherheit hat er jedenfalls nicht.

  192. Vroni
    10. November 2011, 21:24...

    Vroni
    10. November 2011, 21:24
    Wie sollen bitte junge Leute, die mit so etwas hantieren müssen, sich eine Existenz aufbauen können?Halbe Stellen sind bekannt dafür, dass sie häufig verheimlichte Vollzeitstellen sind, halt nur mit halbem Gehalt. Familie gründen mit dem Gehalt? Kleiner Scherz.
    .
    .Bravo!
    Genauso isses.
    Habe vieles, das Sie hier kommentieren, genauso erlebt.

  193. Oliver-August Lützenich
    10....

    Oliver-August Lützenich
    10. November 2011, 20:37
    Nichts für ungut, fand Ihren Kommentar mit dem Voralpenkraut sehr amüsant.

  194. Holly01
    10. November 2011,...

    Holly01
    10. November 2011, 19:10
    Muss bei Ihren Kommentaren immer nickend schmunzeln.
    Geduscht wird nach der Arbeit…
    … und vor dem Sex. :-)

  195. Filou10. November 2011,...
    Filou10. November 2011, 23:05
    Der junge Mann am Servicetelefon von KPN (Koenigliche Telefondinges) war ein vollendeter Idiot.)
    .
    Hatten Sie nach der Diskussion hier was anderes erwartet?

  196. @Wolfgang Blau:
    Könnte es...

    @Wolfgang Blau:
    Könnte es sein, daß Sie nur mal checken wollen, was sich auf eine solche Stellenanzeige meldet? Verbunden mit ‚ein wenig‘ Eigenwerbung?
    Gab’s immer schon. Nach meiner Einschätzung sind Stellenanzeigen in der Wirtschaft zu rund zwanzig Prozent Eigenwerbung, Stellenanzeigen kosten ja auch nicht so viel wie reine Imageanzeigen. Man kann die Banken und die Anteilseigner beeindrucken (Schaut mal, wie der Laden prosperiert), man kann über die Bewerber Betriebsspionage machen, einfach mal ein bißchen ausfragen, man kann den eigenen Marktwert checken, bereits aus Bewerbungsgesprächen erhält man viele interessante Ideen (kann man hinterher als eigene verkaufen).
    Da kann man die immensen Kosten einer Halbtagesstelle (hö, hö, hö!) schon mal verschmerzen, wenn man trotzdem zuschlägt.
    Trifft nicht auf Sie zu? Komisch, sieht aber so aus ….
    @ vroni 20:38 ff:
    Das unterschreib ich alles mit. Erinnert mich an Geklingel aus dem Kontakter oder ‚Erben & Versaufen‘.

  197. @ Falkenherz: "Wie geht das...
    @ Falkenherz: „Wie geht das erst in Amiland zu? Dort gibt es weit weniger soziale Sicherheit oder Sicherheit am Arbeitsplatz.“
    Der Amerikaner an sich ist ja ein fast schon pathologischer Optimist, auch wenn das gerade etwas zu kippen scheint. Trotzdem, wenn man hier die Vorwahlberichte der G.O.P. verfolgt, dann wird einem klar, dass ganz offensichtlich – trotz ueberragender gegenteiliger Evidenz – gut die Haelfte der Amerikaner noch von Ihrem eigenen grossen Aufstieg ueberzeugt ist. Das genaue Gegenteil ist ja der Deutsche, wie man hier in diesem Blog (mit Ausnahme des guten Thorsten Haupts natuerlich) ganz gut beobachten kann. Es wird eigentlich immer gejammert, und am Ende geht es den Deutschen trotzdem wieder besser als dem groessten Rest der Welt.
    @Driver/ThorHa: Prinzipiell ist die W-Besoldung natuerlich eine Unverschaemtheit, gerade wenn man sie mit der Besoldung eines durchschnittlichen Gymnasiallehrers vergleicht. Und der ist wesentlich weniger qualifiziert UND von vorn herein nicht prekaer beschaeftigt. Allerdings ist W3 (und in der Regel auch W2, in BW sogar W1 [Juniorprofessur]) frei verhandelbar, so dass sich nun die Reputation eines Wissenschaftlers noch deutlicher im gehalt widerspiegelt. (Bei den C4-Stellen gab’s aber auch schon oft gute Zuschlaege fuer erhaltene Rufe.)
    @Gleichstellungsberechtigter: Eine Matrix ist ein Tensor zweiter Stufe, braucht man aber erst fuer Kurs III.

  198. Vatervolk?!...
    Vatervolk?!

  199. Hach!...die Zumutungen der...
    Hach!…die Zumutungen der Moderne…, werte Claire Grube, denen würde ich mich
    liebend gerne aussetzen; wenn die Gnädigste endlich mal ihren A**** hoch – äh –
    mal vorbei schauen könnte; fänd ich echt nett.

  200. Praktikanten und Angestellte...
    Praktikanten und Angestellte als Opfer der Verhältnisse:
    Die Leute (Arbeitgeber etc.) machen mit einem, was man ihnen erlaubt. Um sich selbst gegen die Zumutungen am Arbeitsplatz etc. (der nächste Burn-Out kommt bestimmt!) zu immunisieren, hilft nur tatkräftig erarbeitetes Selbstbewußtsein. Zeitplanung und Zielplanung gehört meines Wissens nicht zu den üblichen Bildungsinhalten. Denn selbstgesteuerte, zielbewußte Leute lassen sich nicht alles bieten.
    Lieber leere Flaschen sammeln als sich einem dummfrechen und ausbeuterischen Chef zu unterwerfen. Bescheiden leben. Dieses irre gewordene System nicht mehr als unvermeidbar unterstützen.

  201. @ Thorsten Haupts 10. November...
    @ Thorsten Haupts 10. November 2011, 23:25 :
    zu 1.)
    http://wirtschaft.t-online.de/sinkende-realloehne-kaufkraft-der-deutschen-sinkt/id_51309704/index
    Eine Frage des Blickwinkels, wer Zugewinn hat und wer nicht.
    zu 2.) zut Teil ja, aber nicht ausschliesslich
    zu 3.)Falsch. Die Lohnerhöhungen der 70er waren ein Produkt aus Inflationspolitik und Subventionspolitik. Man versuchte zu der Zeit die Beschäftigung primär im öffentlichen und halböffentlichen Bereich zu steigern und wollte die Kosten weginflationieren. Hat auch nicht geklappt.
    zu 4.) Ich bin auf sozialistische Systeme nicht so sicher wie Sie. Ob die jetzigen Probleme noch behebbar sind, ist strittig, aber die Zukunft wird es zeigen.
    zum Rest ) „Wenn inzwischen die Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit als „asozial“ gilt, erwarte ich morgen die Massenproteste gegen jeden Sport dieser Erde, jedes Balzverhalten, jede Berufsweiterbildung, jeden Schülerwettbewerb, jede Notengebung, jede Messung, jede Wahl. Sie alle (Auswahl unbegrenzt erweiterbar) beruhen auf Wettbewerb. Das deutsche Mittelmass allerdings hat es noch nie ertragen können, dass jemand aus ihm herausragt(e). Insoweit sind Sie absolut mehrheitsfähig …“
    Pauschal gebe ich Ihnen nicht Recht. Sport ist ok, aber ohne Doping. Balzverhalten ok, aber der/die Umworbenen entscheiden höchst subjektiv. Berufsweiterbildung? Ist keine Entwicklung, sondern erhalt der Kompetenz. Schülerwettbewerbe beruhen auf vergleichbaren Voraussetzungen und Mitteln, da gewinnen oft underdogs, wenn man die Regeln fair kontrolliert. Noten sind höchst subjektiv und dazu gibt es auch sehr viele Beweise. „Deutsche Mittelmass“ kann ertragen was es mag, aber wer daraus herausragt, gehört definitiv nicht mehr dazu oder?
    „Mehrheitsfähig“ scheint bei Ihnen etwas negatives zu sein. Denken Sie in Ruhe über Worte wie teamfähigkeit, kongnitive Kompetenz und Einfühlungsvermögen nach.
    Sie erreichen mehr mit der „soft power“, d.h. wenn Sie die anderen nicht abbügeln. Niemand hat immer Recht, es ist sogar selten das jemand überwiegend Recht hat. Es gibt nur Wenige die sich selten genug ohne Substanz äussern und so die eigenen Lücken und Nöte hinreichend kaschieren können.
    Oder sind Sie ein Streichholz und müssen sich artbedingt (zwanghaft) „reiben“?

  202. Wirklich innovativ die Idee,...
    Wirklich innovativ die Idee, FAZ-Blog aufs Fakebug zu verlegen.

  203. Ich lese seit Jahren die ZEIT...
    Ich lese seit Jahren die ZEIT nicht mehr, vom SPON nur die Überschriften, ich verzichte gerne auf den Perlentaucher, hatte nie einen Fernseher und habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Sendung von „Wetten dass…“ gesehen.
    .
    Glauben die wirklich, ich würde jetzt facebook anknipsen, um dort ihre seriösen Analysen diskutieren zu dürfen?

  204. @ThorHa
    .
    Die öffentliche...

    @ThorHa
    .
    Die öffentliche Förderung des Spitzensportes halte ich tatsächlich für einen Mißstand.
    Olympiade, Fußball-WM, etc. sind reine Zirkus-Show-Veranstaltungen und haben ungefähr soviel öffentliche Förderung verdient wie Dieter Bohlen und Heidi Klum.
    Über die vorherrschende Meinung, die zwischen „ehrlichem Hochleistungswahn“ und „Dopingbetrug“ unterscheiden will, kann ich nur müde lächeln. Genausogut könnte man Supermodels oder Filmstars verbieten, sich Schönheitsoperationen zu unterziehen. „Weil das ja unfair ist“.

  205. es ist wohlfeil, dem osten...
    es ist wohlfeil, dem osten eine antibürgerliche unfreundlichkeit zu attestieren, nachdem man von den hügeln der westviertel zugesehen hat, wie sämtliche reste von bürgerlichkeit, die sich im osten noch bis 1989 hatten retten können, ab 1990 von auberginegekleideten durchsetzern aus dem weg geräumt und planiert wurden. es wurden doch jene gefeiert, die einfach so mit dem rucksack nach ungarn fahren konnten, um ihre neu gewonnene freiheit in österreichischen, zu notunterkünften eingerichteten turnhallen zu feiern. es bekamen diejenigen aufmerksamkeit, die sich nicht zu schade waren, in prag über den bundesrepublikanischen botschaftszaun zu klettern und sich dort anzubiedern. oder jene, die in dresden mit dem kinderwagen auf den gleisen standen, um einen platz im sonderzug aus prag zu erzwingen und damit die möglichkeit zu erhalten, in einer bayrischen turnhalle zu campieren.

    die montagsdemonstrationen waren eine reaktion auf dieses würdelose verhalten. sie begannen mit ‚wir bleiben hier!‘ und mündeten in das ziel, den osten so umzugestalten, daß niemand vorgeben konnte, in freiheit und rechtsstaatlichkeit zu fliehen, während es ihm eher um eine verbesserung seiner materiellen verhältnisse ging. und es hat geklappt. diejenigen, die selbst im osten noch etwas zu verlieren hatten, erreichten, nicht mehr dramatisch fliehen oder freigekauft werden zu müssen und nicht ungestraft wieder zurückkehren zu können. sie erreichten die freiheit, das land zu verlassen, um beweisen zu können, daß sie freiwillig bleiben wollten, auch wenn das, was sie hatten, belächelt wurde.

    man achtete im osten sehr wohl auf die herkunft der leute, mit denen man umgang hatte. doch das war nichts, was man als standesbewußtsein auffällig hätte vor sich hertragen können. es wurde lediglich im stillen registriert, daß sich immer wieder leute nach der sozialen schichtung zusammenfanden, der ihre familien schon vor der vergesellschaftung angehörten. doch diese unterschwellige schichtung besaß kein ausreichendes selbstbewußtsein, die widerstandskraft, das durchsetzungsvermögen oder überhaupt die authorität, um sich gegenüber den finanziellen avancen eines fremden kanzlers bei mitbürgern durchsetzen zu können, für die dessen angebot lediglich die ersehnte möglichkeit zum konsum bedeutete, ohne dafür horrende umtauschkurse akzeptieren, das land verlassen, in turnhallen hausen und westdeutschen verwandten lästig fallen zu müssen.

    wenn also heute eine sich von osten her über ganz deutschland ausbreitende proletarisierung ganz deutschlands beklagt wird, ist das eine folge der gedankenlosigkeit und gleichgültigkeit, mit der dem vorgehen bei der wiedervereinigung zugesehen wurde, die sich auf eine verwaltungsmäßige übernahme, eine verwertung finanziell noch interessanter bestände und die abwerbung von arbeitskräften durch robuste und zielstrebige, dafür aber wenig sensible und noch weniger stilvolle naturen beschränkte. was den ostdeutschen angelastet wird, ist eine demontage der westdeutschen gehobenen gesellschaft – so es sie tatsächlich je gab, denn sie hat ihr vorhandensein jedenfalls nie spüren lassen – durch eine niedrigere westdeutsche schicht, die ihre vorgehensweise im zuge der vereinigung ausgeprägt hat und sich jetzt wieder zurück nach westen ausbreitet. dabei hat sie die wendigsten und am wenigsten zurückhaltenden elemente der ostdeutschen gesellschaft aufgenommen. und so wie im osten werden sie sich auch an die mundwinkel der westdeutschen hängen und diese gen erdmittelpunkt ziehen. denn der anspruch auf authorität und geistige vormachtstellung aufgrund besserer herkunft, besseren stils und besseren geschmacks ist rechtlich nicht einklagbar. was könnte sie also hindern?

  206. Mindestens so innovativ wie...
    Mindestens so innovativ wie das neue Wirtschaftsblog der FAZ.
    Wer braucht das denn bitte?

  207. faz-e-book?
    Fatzebuck?
    Fitze...

    faz-e-book?
    Fatzebuck?
    Fitze fitze fatz?!
    .
    Und Helge Schneider wird der nächste EZB-Präsident.

  208. @Holly(00:40): Interessant....
    @Holly(00:40): Interessant. Ich vermute auch, daß an diesen ganzen „Geldflüssen und nicht mehr laufenden Geldflüssen“ ein guter Teil eigentlich „D-intern“ ist. Drum auch das zögerliche Gezirkel ums Quadrat, weil man vermeiden will, daß plötzlich in D Banken oder Firmen zusammenklappen. Ansonsten ist das, was Sie beschreiben, annähernd dem, was ich bezüglich Euro auch schon gedacht habe, nämlich, daß quasi jedes Land weiterhin in seiner üblichen Art Wirtschaftspolitik machte, nur daß jetzt durch Gemeinschaftswährung quasi Bremse und Federung, die vorher durch die Schwankungen der Währung gegeben waren, weggefallen waren. Und jetzt ist man an dem „spannenden“ Punkt, wo das Ganze sich schier zerreißt.

  209. E.R. Binvonhier@10. November...
    E.R. Binvonhier@10. November 2011, 17:48 : Herrlich, Ihre Bemerkung .-)
    ..
    Thorsten Haupts@: So ist es mit dem Agon. Überspitzt formuliert: Der Deutsche als solcher mag ihn, sofern es um einen Gartenzwerg mehr gegenüber dem in seines Nachbarns Vorgarten geht ;-) Alles was darüber hinaus geht ist des Deuwels. Die Exportindustrie ist allerdings super. Klasse Arbeit. Die Wissenschaft hat sich nicht mehr vom schändlichen Judenmord erholt. Solide Mittelklasse in weiten Teilen.
    Das Militär mögen die meisten Germans nicht mehr so richtich, gebranntes Kind scheut das Feuer. Da waren sie oftmals sehr tüchtig in dieser Profession. Weltformat. Hoffentlich werden sie diese laue Haltung nie bereuen müssen. Sicher is nix im Läbän.
    ..
    Kohl hatte 1989 im Grunde genommen komplett abgeverwirrtschaftet. Wäre der erste Trabifahrer nicht unverfroren über die Berliner Sektorengrenze gefahren, dann wäre es nix mit seinem Mythos vom Wendekanzler geworden. Wenn das Wasser bis zum Halse steht, kommt ein Strohhälmlein geschwommen…Gorbi spielte mit in dieser Komödie, weil auch ihm….Mitterand wollte das nicht und reiste eiligst als Verhinderer zu der Zeit „rings“-herum (der ehem. Vichycollaborateur). Na ja, olle Kamellen.
    ..
    Filou@ Die NLe taten auch etwas für ihre verhinderten Rembrandts. Es sollen da seit Ende der Siebziger große Magazine eingerichtet worden sein, in denen haufenweise
    unterdurschschnittliche Ölschinken hängen. Es mußte dringend etwas getan werden für die Künstler.
    ..
    Der Sozialismus muß in Europa, was sag ich, weltweit muß er (endlich mit Hilfe des untergehenden Kapitalismus) siegen. Druschba!
    ..
    Claire Grube@: Darf ich Sie mal am Händchen fassen und mit Ihnen in die heiklen Problemzonen gehen? Es würden Ihnen die Augen tränen. Der schöne Schein trügt.
    ..
    DIE ZEIT@: Hab ich mal so etwa bis 1980 mit richtig heissen Ohren gelesen, danach wurd mir fad. MRR ging ja auch.
    ..
    Die Ossis hatten es 1953 versucht, die Panzer und die Kasernierte waren stärker.
    Der Rest wurde mit der Mauer eingehegt unter Zuhilfenahme von 500.000 sowjetischen Bajonetten. Bis auf welke Ausnahmen sind es nach wie vor hervor-ragende Menschen, wenn man sie ranlässt.

  210. Und wiedermal stellt sich...
    Und wiedermal stellt sich heraus: Alle bösen Klischees über BWLer sind…

  211. @Holly01 - Soft...
    @Holly01 – Soft Power:
    Mehrheitsfähig ist die Beschreibung eines angenommenen Zustandes ohne Wertung. Über meine Argumente denke ich gerne nach, über die Vermeidung von Beleidigungen ebenfalls, alles darüber hinaus dient meistens drei Zwecken – der Vernebelung von Differenzen, der Herstellung einer Scheinharmonie oder der Herstellung einer psychologischen Überlegenheitssituation (ich bin so stark, dass ich mich in Deine inferiore Logik einfühlen und Dir den Weg da raus zeigen kann). Mit Wattebäuschchen werfend erstickt man jedes Argument.
    Goethe: „Wenn ich die Meinung eines andern anhören soll, so muss sie positiv ausgesprochen werden; Problematisches hab’ ich in mir selbst genug.“
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  212. @Claire Grube:

    "In der...
    @Claire Grube:
    „In der heutigen Gesellschaft verhält sich die Größe der Larmoyanz umgekehrt proportional zur Leichtigkeit des Seins.“
    Danke!
    Gruss,
    Thorste Haupts

  213. T.I.M.@: Sowas aber auch....
    T.I.M.@: Sowas aber auch. Jetzt weiß ich warum ich mit den Tensoren immer sonne Probleme hatte ;-)

  214. @T.I.M. 11.11. 02:58
    Ich will...

    @T.I.M. 11.11. 02:58
    Ich will es der späten Stunde zugute halten, aber „frei“ verhandelbar ist die W Besoldung nun nicht. In Ausnahmefällen darf eine Universität (je nach Bundesland ggf. mit Genehmigung des zuständigen Ministeriums, im ungünstigsten Fall mit Vorlage an den Haushaltsausschuss des Landtages zwecks Änderung des Stellenplans) um 20 % von der Besoldungstabelle abweichen. Dies ist in den meisten Bundesländern zudem auf maximal 20 % der Stellen beschränkt. Und der schöne Spruch in den Einzelplänen der Haushalte dazu in den Bundesländern ist: „Dadurch entstehender Haushaltsmittel – Mehrbedarf ist zu erwitschaften“. Dies bedeutet, wenn Magnifizenz und Spektabilität einen sehr guten zum hochdotierten ( 8400 € im Monat) machen, dass es entweder weniger Professoren insgesamt an der Uni gibt durch Einsparung von Stellen, oder 4 W 3 auf W 2 heruntergestuft werden oder (wegen der ohnehin niedrigeren Grundbesoldung) 5 W 2 auf W 1.
    Weil man über Vorträge, Gutachten und Bücher, Kommissionsmitgliedschaften usw. dazu verdient, empfinden Professoren das in der aktiven Zeit oft nicht so dramatisch. Inzwischen kommen aber die ersten W er ins Pesnionsalter. Nach der Emeritierung versiegen mit der Zeit die zusätzlichen Quellen, und die Emeriti sehen mit Schrecken was das bei steigenden Kosten der PKV, gekürzter Beihilfe und gewohntem Lebensstandart bedeutet.
    Deswegen gehen gute junge Wissenschaftler gern ins Ausland. Nachmal kommen sie (mit Zuschlag oder auf eine Leibnitz – Stiftungsprofessur mit verbesserten Rahmenbedingungen) zurück wenn die Kinder in die weiterführende Schule sollen und der Systemvergleich öffentlicher Schulen in Deutschland gegen das UK oder die USA gar nicht so schlecht ausfällt.
    Aber einige – selbst aus meiner alten Abiturklasse – sind im Ausland geblieben.

  215. T.I.M. dankeschön, genau das...
    T.I.M. dankeschön, genau das meine ich. Aber nur weil die Amis den Kopf noch im Sand stecken haben, oder vielleicht auch viel mächtigere wirtschaftliche Potentiale reaktivieren könnten, muss man erst recht in Deutschland, im alten Europa, kritisch fragen. Man hat zwar einen grundsätzlichen Wohlstand, aber für die persönliche Perspektive/Entwicklung hatte man in alte Werte investiert, die kaum noch gelten. Nach dem äußeren Notstand nach den Weltkriegen könnte man so etwas als inneren Notstand bezeichnen. Die Revoluzzer der 68er sind schon eine Weile her, wir sind post-industry und bald vielleicht bald auch aus der post-information raus, welche die industry noch ein bischen auf der Welle mitgetragen hat. Eine Neuorientierung, vielleicht auch an alten Werten (jaja, feudal, gell, HansMeier555?) muss langsam mal her.
    .
    Im Übrigen bin ich stets über Kommentare erfreut, die nicht in das allgemeine Heulen und Zähneknirschen einstimmen und einige Dinge immer wieder aufspießen oder gar vom Kopf auf die Füße stellen. Dieser Blog bewegt sich ja stets an der Grenze zwischen höchst spannend zu lesen und langweiliger Wehleidigkeit, was in sich selbst wieder höchst spannend ist. Weiter so!

  216. Vroni@:
    Auch was von...

    Vroni@:
    Auch was von schräger Gerade im Vroniblog gefunden:
    „Heute war bei Tisch von den Frauen die Rede, und Goethe äußerte sich darüber sehr schön. »Die Frauen, sagte er, sind silberne Schalen, in die wir goldene Äpfel legen. Meine Idee von den Frauen ist nicht von den Erscheinungen der Wirklichkeit abstrahiert, sondern sie ist mir angeboren, oder in mir entstanden, Gott weiß wie. Meine dargestellten Frauen-Charaktere sind daher auch alle gut weggekommen, sie sind alle besser, als sie in der Wirklichkeit anzutreffen sind.“
    Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, 2. Theil (1836)
    Kommentar: Ottilien, die dusslige Kuh in den Goethe´schen Wahlverwandtschaften, lässt einfach den Balg im Wasser ertrinken, danach bekommt sie zur Strafe bulimia nervosa und stirbt daran. Sauba sog i.

  217. @ThorHa
    .
    Wenn Sie mich...

    @ThorHa
    .
    Wenn Sie mich fragen, was für das deutsche Mittelmaß typisch ist, würde ich sagen:
    Die unbekümmerte Neigung zum expliziten Eigenlob und der Mangel an elementarer Erziehung, der einem diese ermöglicht.

  218. Muscat, Konferenzen, in denen...
    Muscat, Konferenzen, in denen so etwas ausgearbeitet wird, würden mich auch interessieren.
    .
    Das ist für einen Blogger das, was für andere Pannensendungen im TV sind.

  219. HansMeier555@: Kreativteam:...
    HansMeier555@: Kreativteam: Das ist wg. dem Server von das Fakebug in den USA. Haben wir alle Nullscheckung von.

  220. Lieber ThorHa,
    .
    "Die letzte...

    Lieber ThorHa,
    .
    „Die letzte Zahl, die mir bekannt ist (Hans Böckler Stiftung, 2008) war -0,9 % für 10 Jahre. Ich halte Ihre Zahl für falsch.“
    .
    Es ist nicht meine Zahl, es ist die des Schweizer Wirtschaftswissenschaftlers Vontobel.
    .
    Falsch könnte sie höchstens deswegen sein, weil er dazu noch sagt: „Für die ärmere Hälfte der deutschen Haushalte ist die Bilanz noch trüber. Ihr reales Erwerbseinkommen lag schon 2007 nicht weniger als 18 Prozent unter dem Stand von 1991.“
    .
    Sie ThorHa, sagen es ja indirekt auch: „Die Reallohnstagnation „verdanken“ wir der Entstehung eines Niedriglohnsektors, den es so in der Bundesrepublik seit den achtziger Jahren nicht mehr gab.“
    Übrigens: Auch in Bayern sind es 18-20 Prozent, die im Niedriglohnsektor arbeiten. Für ein angeblich „reiches“ Bundesland eine viel zu hohe Zahl.
    .
    Die Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich ist in der Tat ein Thema für sich. Die in D. wäre vermutlich auch höher, würden wir unsere schwierig Vermittelbaren unter den Hauptschülern nicht ständig in Quali-Maßnahmen rein- und rausstopfen. Das verschönert die Statistik. Vielleicht macht Frankreich das nicht und hat Frankreich auch noch nicht das Praktikum- und Halbstellen-Unwesen in dem Maß entdeckt wie wir, keine Ahnung.
    .
    „Der des Kapitalismus gefällt mir im Moment zwar nicht. Aber die Auswüchse sind korrigierbar.“
    .
    Sind sie eben langsam nimmer: korrigierbar.
    Unser Herrschaften Politiker und Banker blicken doch jetzt schon nimmer durch. (Beispiel: Plötzlich tauchen Schulden oder Guthaben auf, die man nicht so berechnet hat… , lachhaft.) Wie können diese Blinden etwas korrigieren, wenn sie nicht wissen, oder nicht wissen wollen, wie ihr Kontostand ist und wo es genau hängt. „Chaos“ wäre das richtige Wort und nicht das Wort „korrigierbar“.
    .
    „Und jetzt überlasse ich Sie wieder Ihrem heiligen Zorn gegen den Chefasozialen Deutschland. Mit einem deutlichen Kommentar: Wenn inzwischen die Verbesserung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit als „asozial“ gilt, erwarte ich morgen die Massenproteste gegen jeden Sport dieser Erde, …“
    .
    Sie haben etwas in den falschen Hals bekommen, so scheint mir.
    Asozial verhält sich D. gegenüber seinen EU-Partnern, indem es sie mit Billig-Exporten überschwemmt und ihnen so Defizite beschert, die es später gnädig ausbügelt.
    Das ist in etwa so, wie wenn ein Sportler ordentlich Dope nimmt, allen davonschwimmt -radelt, was weiß ich und dann hinterher angeblich denen auf den hinteren Plätzen helfen will. Wie scheinheilig und asozial ist das denn. Das hohe Lied vom tollen fairen Wettbewerb singen immer solche. Komisch.

  221. Sehr verehrter Don!
    Leider...

    Sehr verehrter Don!
    Leider habe ich keine Zeit heute, die diversen interessanten Kommentare zu kommentieren. Ich habe gerade zur Kenntnis genommen, dass wir schon den 11. November haben und ich versprochen hatte, am 15. abzuliefern. Mein diesjähriges Weihnachtsbuch ist zwar fast fertig, aber einige Details und die Einleitung fehlen noch…. Letztere ist immer das schwierigste.
    Einen schönen Tag wünscht Ihnen und Ihrem e-Salon
    der unkreativen Tiger

  222. Gleichstellungsberechtigter,...
    Gleichstellungsberechtigter, die verhinderten Rembrandts waren nicht nur in den Niederlanden ein unerklaerbares Phaenomen. Ich vermutete damals (und nun scheine ich Recht zu bekommen) eine gewisse Denkfaulheit der Heranwachsenden, befoerdert durch Lehrer, die den schulinternen Leistungswettstreit verabscheuten.
    Der Begriff „Kunst“ wurde beliebig interpretiert. Wer keine Lust zum Schraubendrehen hatte, auch sonst ausser einem fruehen Fuehrerschein nichts vorweisen konnte, Disziplin als Tertiaertugend betrachtete, wurde halt „Kuenstler“.
    Ich kenne einen Fall, wo die hilflosen Eltern zur Berufsberatung gingen, die dann eine Empfehlung fuer eine Kunstakademie aussprach. Die staatlichen Zuschuesse der Akademie waren von der Schuelerzahl abhaengig…
    …alles klar? So isses gekommen. Ueber Kunst und Kunstmarkt, Scharlatanerie und dreistes Abgreifertum koennte Don Alphonso auch mal einen Gastblogger einladen. Das wird ein Gemetzel (Obelix).
    Leider muss ich jetzt abbrechen, die Pflicht ruft. Leider. Auch mir ist Disziplin eine Tertiaertugend.

  223. Lieber...
    Lieber Gleichstellungsbeauftragter,
    über Sturm und Drang und über Goethens schräg-gerades Frauenbild im Speziellen sag ich erstmal nix. :-) Mein Mann im Blog ist da der Goethe-Beauftragte.
    .
    Ich mag den Kerl einfach nicht, im Unterricht auch nie gemocht. (Goethe jetzt.)

  224. Wenn ich mich heute in den...
    Wenn ich mich heute in den Medien so umschaue – die Märkte scheinen mit sich sehr
    zufrieden – in D.
    Wir sollten uns von der Heiterkeit anstecken lassen und auch mal die Leichtigkeit des
    Seins erproben, die Langsamkeit entdecken…

  225. @Vroni:
    Verehrte Vroni, von...

    @Vroni:
    Verehrte Vroni, von wem die Zahl auch immer stammt, sie bleibt (global) falsch :-). Die häufig zitierte DIW Studie (Holly 07:04) in SPON und anderswo hat den Nachteil, dass sie auf Zahlen des Sozio-Oekonomischen Panels beruht, und das ist eine Befragungsstudie. Der Unterschied zu den Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Weglassen aller Sonder-/Einmal-/Prämien-/betriebliche Altersversorgungszahlungen etc.. So berechnet wäre z.B. mein Einkommen 15% geringer!

    Ich habe mir 2008 einmal die Mühe gemacht (Zahlenmensch), aus einem Hilfsindikator das deutsche Arbeitsmarkt“wunder“ zu untersuchen, nämlich der Einnahmenentwicklung der Sozialversicherungen 2002 bis 2007 (nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes). Das Ergebnis war eine Seitwärts-, aber keine nennenswerte Auf- oder Abbewegung. Sprich, die Einnahmezuwächse der Sozialversicherung bewegten sich knapp oberhalb der Inflationsrate.

    Ich räume absolut ein, dass die untersten beiden Einkommensfünftel oder etwa 40% der Arbeitnehmer vermutlich erhebliche Einkommensbussen hinnehmen mussten. Das ist die logische Konsequenz aus zwei weiteren Hilfsindikatoren (nach dem Armutsbericht der Bundesregierung) – der signifikant gestiegenen Beschäftigtenquote (niemals waren in Deutschland soviele Menschen erwerbstätig) sowie der Realeinkommensentwicklung der Haushalte (die ist ebenfalls, wenn auch nur wenig, gestiegen). In einem bestimmten Segment des Arbeitsmarktes hat sich die Zahl der Arbeitsanbieter schon in Deutschland erhöht. Betrachtet man das weltweit, ist der Anstieg weit dramatischer, weil auf einmal einige hundert Millionen Menschen zusätzlich Geld in der Produktion verdienen (im Unterschied zu Subsistenzwirtschaft = Kleinstbauern).

    Für diejenigen, die an weltweiter Entwicklung ebenso Interesse haben, wie an möglichst vielen Menschen in Arbeit in Deutschland, ist das eine bedauerliche, aber zwangsläufige Folge. Und wer das nicht will, sei bitte einfach so ehrlich, zu sagen, dass er höhere Arbeitslosenzahlen und fehlende Chancen für die ehemals Dritte Welt (China, Südkorea, Thailand, Indonesien, Malaysia etc.) in Kauf nimmt. Ich habe nichts dagegen, unten per Mindestlohn einen Sockel einzuziehen. Nur darf der nicht oberhalb von +/- 7 Euro/Stunde liegen, oberhalb davon gibt´s eben mehr Arbeitslose. Die 7 entsprechen auch meinem Gerechtigkeitsempfinden, jemand in Arbeit sollte sich besser stehen, als jemand ohne (wenn man 5, als Lebensminimum ~ Hartz IV, gelten lässt).

    Aber einen dramatischen Rückgang der Reallohneinkommen für alle hat es in Deutschland nicht gegeben! Nur ist eine Seitwärtsbewegung psychologisch (wie man aus der Forschung weiss) für Menschen fatal, die mit der Erwartung einer Aufwärtsbewegung aufwuchsen. Wir werden – das ist klar – unseren Wohlstand in Zukunft nur noch mühsam halten können. Nur war das eigentlich schon Mitte der siebziger klar und kam viel zu spät im Massenbewusstsein an …

    Was Deutschland angeht – überschwemmen kann nur, wer wettbewerbsfähiger ist, als seine Nachbarn. Und die Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit als asozial anzuprangern, ist mit Verlaub: Asozial. Denn der Mensch ist von Natur aus (auch) ein Wettbewerbswesen, darauf beruht vollständig der technische und partiell auch der gesellschaftliche Fortschritt.

    Der Zusammenhang zwischen Lohnentwicklung und Arbeitslosigkeit ist übrigens europaweit (nicht nur in Frankreich) schlagend. Deutliche Lohnzuwächse (wie in Frankreich) gehen mit deutlich höheren Arbeitslosenraten (in Frankreich: 10%, in Deutschland 6,5%, in Westdeutschland alleine sogar nur 5,7%) einher.

    So, Schluss reiner Zahlenbetrachtungen und volkswirtschaftlicher Zusammenhänge. Auf zum nächsten unbezahlbar schönen Wochenende am Tegernsee. In besserer Gesellschaft, hoffe ich.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  226. Es gibt von eine schöne...
    Es gibt von eine schöne Zeichnung eines französischen Karikaturisten; der Theatervorhang ist gefallen, das Publikum bricht laut schluchzend in Tränen aus,
    die Darsteller hinter dem Vorhang fallen sich jubelnd in die Arme.

  227. Lieber Don,
    der...

    Lieber Don,
    der „Generationenvertrag der besseren Kreise“ bestand früher nicht allein in einem allgemeinen Anspruch der „besseren“ Kinder auf eine angesehene und auskömmlich Stellung im Leben, sondern ganz konkret im bewährten Gebrauch, dass die Kinder in die elterliche Firma eintraten, um diese später weiterzuführen, sei es als Kaufmann, Anwalt, Apotheker, Handwerker, Fabrikant usw.
    Die Lust auf Orchideenfach-Studien wurde angesichts dieser Generationenvertrags-Verpflichungen hinangestellt. Der Nachwuchs studierte also die einschlägigen, zur elterlichen Unternehmung gehörigen, klassischen Fächer oder wurde als Lehrling zur Ausbildung zunächst an ein vergleichbares, fremdes Unternehmen gegeben.
    Mit dem 68er Kulturwandel wurde es dann Mode, den elterlichen Betrieb als Ausgeburt des Kapitalismus, die Eltern selbst als dessen Hohepriester und die resultierenden, familiären Einkünfte als Sündengeld zu verachten. Der Generationenvertrag wurde in diesen Fällern kinderseits aufgekündigt, obwohl gerade in neuerer Zeit nicht nur die männliche Erbfolge, sondern auch die Weibliche hier problemlos greifen könnte, so ganz ohne gesetzliche Frauenquote!

  228. Colorcraze@ HEUTE ist der...
    Colorcraze@ HEUTE ist der 11.11. – na, wer sagt’s denn!

  229. @HM: soso, FB. - "Fazit" war...
    @HM: soso, FB. – „Fazit“ war mal eine kleine Werbeagentur, damals, Anfang der 90er…

  230. Thema...
    Thema Arbeitslosenraten
    .
    Lieber Thorha,
    wenn man genauer wüsste, wie diese Arbeitslosenraten in beiden Ländern gemessen werden und rechnerisch zustandekommen – ähm geraten werden, daher Arbeitslosen-Rate – dann könnte man genauer sagen, ob die genannten Korellationen wirklich zutreffen. Im Fall D. bin ich nicht der Einzige, der den Verdacht hat, dass von den von Regierungsstellen gesteuerten Ämtern gezielt schöngerechnet wird und die echten Ziffern bedeutend höher sein müssten.
    .
    Nebenan gibt ein Blog die These, dass es die (implizit: klugen) Märkte es gewesen seien, die Berlusconi endlich hinweggefegt hätten und nicht die Mehrheitsdemokratie. Diese hätte versagt.
    .
    Zum ersten ist er noch nicht richtig weg, viele glauben, dass es nur eine seiner typischen Finten ist. Ich glaube es erst, wenn er weg ist.
    .
    Zum Zweiten ist Italien ausgerechnet das schönste Beispiel, wie sich gewählte Demokratievertreter, Industrie und Medien fast undurchschaubar miteinander verfilzen können. Und sich ihr oberster Protagonist, dieser manipulative Bastard (eigentlich das Schimpfwort für House MD) grad drum so lange halten kann, weil kommerzielle Interessen (die Märkte, sic) dafür gesorgt haben, dass Demokratie nicht mehr funktioniert. Von „enthemmter Mehrheitsdemokratie“ kann grade in Italien mitnichten die Rede sein.
    .
    „Die Märkte“ sind nicht klug. Gerade sie sind enthemmt und betrachten den Menschen nur noch als Hire & Fire -Humanresource, als Manövriermasse. Und basteln dann trotzdem noch ihre Fails.
    .
    Ihre Argumentation ist vorsichtig gesagt, sehr märktefreundlich. Wenn aber die Märkte wirklich funktioniert hätten, hätte es keine Bankenkrise gegeben. Die Banken konnten doch operieren, wie sie wollten. Was War? Sie haben Bullshit verzapft, die Politiker haben sie gelassen, tun es noch. Klug? Die Antwort geben Sie sich bitte selbst.
    .
    Ebenfalls nach Diktat verreist.

  231. Danke, Vroni. Das F*ckit-Blog...
    Danke, Vroni. Das F*ckit-Blog nebenan ist so peinlich, da ist mir jeder Buchstabe in der Tastatur zu schade drum. Ja, ja – die Märkte, was die alles können. Sie sind demokratischer als die Demokratie und rechtsstaatlicher als der Rechtsstaat, wenn sie mal gerade nicht am zittern sind:
    http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4561&cHash=a059ed6b4d5a2160f5a017f4a87d936e

  232. @Vroni - Märkte:
    ---
    Vor dem...

    @Vroni – Märkte:

    Vor dem deutschen Marktfetischismus habe ich mich schon immer staunend verneigt. Egal, ob für oder wider.
    Märkte SIND effizient. In der Angelegenheit, in der sie effizient sein können – Menschen und deren Organisationen mit ihrem Geschäft Gewinn machen lassen, wenn das Geschäft Abnehmer findet. Innerhalb der Grenzen, die Gesellschaften ihnen setzen.

    Wenn die Märkte funktioniert hätten, hätte es keine Bankenkrise gegeben? Ich lach mich schlapp. Wenn die Politik den Banken nicht Zehner- und Hunderterpotenzenhebel an die Hand gegeben hätte, mit dem sie weit über ihre Haftung Geschäfte machen konnten. Oder wenn die Politik dafür gesorgt hätte, dass Banken nicht zu gross für „systemische“ Risiken geworden wären. Oder, oder, oder. Bis dahin haben die Banken das gemacht, was unkontrollierte und nicht zur Verantwortung gezogene Akteure (in der Wirtschaft: pleite gehen) in jedem (!) menschlichen Bereich machen. An dem Rad gedreht, das ihnen grösstmöglichen persönlichen Gewinn versprach. Ich würde auch nichts anderes erwarten, ich Marktgläubiger, ich dummer … Ich bin Realist.

    Die deutsche Reaktion auf Betrug, Unverantwortlichkeit und Lügen im grossen Stil ist eigentlich immer dieselbe – ungläubiges Staunen, gefolgt von unmässiger Wut, mündend in die Suche nach DEM Sündenbock. Es ist die Reaktion naiver Kinder auf den Betrug ihres liebenden Vaters. Nur gibt es weder im Geschäftsleben noch in der Politik liebende Väter. Sondern schlicht gewinnsuchende Geschäftspartner. Oder Konkurrenten. So nüchtern betrachtet würde ich den wirtschaftlichen Grossorganisationen oder Einzelpersonen nicht einmal zuhören, wenn sie von Gemeininteresse faseln. Es ist logisch und zwangsläufig, dass sie ihr ganz spezifisches Eigeninteresse meinen, was denn sonst? Damit tun sie das, was wir fast alle tun, und so nüchtern betrachtet sollte das auch werden. Keine Helden, keine Schurken, keine Heiligen, keine Teufel. Menschen.

    Womit ich am Ende bei einem abgewandelten Zitat bin: Märkte sind die schlechteste aller menschlichen Lösungen für Wirtschaftsorganisation. Abgesehen von allen anderen, die man bisher probiert hat. Und das ist alles.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  233. @BinVonHier (14:55): richtig,...
    @BinVonHier (14:55): richtig, und ich möchte in diesem Zusammenhang der Servelat von der Narrenzunft gedenken, die in meinem Heimatort vor vielen Jahren just zur Feier dieses Tages an die Schulkinder verabreicht wurde. Weiß nicht, ob es heute auch noch so ist.

  234. Vroni@: Liebe Frau Vroni:...
    Vroni@: Liebe Frau Vroni: Vielen Dank für den Zunder den Sie reihum in aller gebotenen Dezenz verteilen. Das mit dem Goethekommentar (Matrix reloaded) verzeihen Ihnen (>Monsieur) und mir die Goetheaner nie und nimmer. (Das mit dem G-Beauftragten war voll eine echt Freud´sche Fehlleistung ;-) Hatte aber was.
    ..
    So schön kann Mathe sein:
    Der Tangens der Geraden zur Horizontalen sieht sehr schön aus, wen man mit dem Summensatz, sprich den relativen Winkel-Anstiegen arbeitet: Z.B der Anstieg k der Lieferung von n-1000-Leopanzern nach GR steigert den Winkel des Anstiegs relativ des BIP in G zu dem in GR um das k´-fache wie hoch? (Mal die Lieferkredite dafür ganz ausser Acht gelassen). Der Anstieg im Anstieg: Attenzione! Caduta Sassi!
    ..
    Die „Große Idee“(Μεγάλη ιδέα) oder wie oder was? Wofür brauchen die sonst den hochtechnischen Schrott? Ah, vielleicht für den Schutz der Südostflanke der Nato gegen die Araber und die Perser?
    bellum pater omnium. Heraklit (Der Krieg, Vater von allem.)

  235. @Vroni, ThorHa: es gibt...
    @Vroni, ThorHa: es gibt Wettbewerbsphasen und es gibt Erhaltungsphasen, oder nicht? Wenn jemand erstmal ein Monopol hat, ist nichts mehr mit Wettbewerb. Und ein jeder Wettbewerber strebt doch nach Monopol (Oligopol mit förderlichen Absprachen läßt man auch noch gelten), weil er erst damit richtig einträgliche Preise verlangen kann…

  236. @ ThorHa 11. November 2011,...
    @ ThorHa 11. November 2011, 10:42 :
    Der Mensch ist aus seiner Entwicklung heraus ein Fluchttier.
    Wenn Sie also dem Durchschnittsmenschen, etwas von Ihren Inhalten nahe bringen wollen, dann müssen Sie schon auf die Bedürfnisse Ihres Gegenüber eingehen.
    Druck Ihrerseits erzeugt Flucht in Form von blocken auf der Gegenseite.
    Es ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit den Gesprächst -partner-, an einer gemeinsamen Position abzuholen. Es ist die Grundlage eines sinnvollen Austausches, man kann sich sonst die Zeit anders vertreiben.
    Jemanden zu nötigen, damit er/sie zustimmt beinhaltet stets eine dominante Position, das funktioniert nur bei devoten Menschen und die sind nicht die Mehrzahl.
    Die Argumente eines anderen nicht zu beantworten, nicht zu kommentieren oder in neuem Kontext zu betrachten, ist eine Form der Ignoranz, welche der andere nur mit der gleichen Ignoranz bedienen kann und wird. Dann ist das Gespräch inhaltlich bereits beendet.
    Ganz simple Bücher zu Informationsaustausch und Gesprächsttechniken empfehlen, den Inhalt des anderen mit eignen Worten aufzunehmen und dann weiterzuentwickeln. Vielleicht ist ja nicht alles Alte nur ein Unsinn.
    Aber ich will jemanden mit Ihrem Potenzial nicht mit Nichtigkeiten langweilen (Schmeichelei oder Ironie, überlasse ich Ihnen).

  237. @muscat: danke für den Link....
    @muscat: danke für den Link. Ja, das mit dem „mal ’n Eis ausgeben“ sollte man vielleicht ins Auge fassen, noch haben die Eisdielen ja offen.

  238. Bei Jubiläen, wie z. B. bei...
    Bei Jubiläen, wie z. B. bei der FAZ, wird der kombinierte Hosenanzug zum duty-code-dress.
    Waren der Herr Don auch zugegen? Im Geblümten, may be?

  239. In´s Poesie-Album vom lieben...
    In´s Poesie-Album vom lieben Herrn ThorHa, oder wie traulich es doch im offenen Markt zugeht:
    http://faz-community.faz.net/blogs/adhoc/archive/2011/11/11/unternehmen-und-ihre-banken-ist-misstrauen-das-ende-von-allem.aspx

  240. Ob die Arbeitslosenzahlen nun...
    Ob die Arbeitslosenzahlen nun schön gerechnet sind oder nicht ( schön Rechnen ist ‚in‘):
    Auch der CEO der BA macht kein (in Worten KEIN) Geheimnis daraus, dass die positiven
    Zahlen auch dem Rückgang des Bewerberangebots geschuldet sind; lässt sich mit
    Ländern, die relativ konstante Geburtenraten (Frankreich) aufweisen nicht vergleichen und ist kein Verdienst der aktuellen Wirtschaftspolitik.
    Wenn man schon Prozentvergleiche anstellen will, nimmt man die ILO Daten.
    .
    Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich auch weiter entschärfen. Es kommen
    wieder Geburten stärkere Jahrgänge ins Rentenalter, die Jungen nehmen weiter ab und solange die Zugänge bei den Rentnern die Abgänge nicht übersteigen, ist das alles
    im grünen Bereich.
    .
    PS. Die Abgänge bei den Alters-Rentnern haben in den letzten Jahren schon mehrmals
    die Zugänge überboten; wie man es geschafft hat die Bestandszahlen trotzdem ansteigen zu lassen, hat mein Vertrauen in die eigene Fähigkeit 1+1 zusammenzuzählen heftig erschüttert, daher dies alles ohne Gewähr!

  241. Es sind die Märkte, die für...
    Es sind die Märkte, die für Rechtsstaatlichkeit eintreten.

  242. Markus von Bentheim-Burg10....
    Markus von Bentheim-Burg10. November 2011, 16:16 @: Zugegeben, es ist ein lausiger, schiefer Komparativ:
    Staatsburger, Wutburger, Hamburger.
    (Der Bürger eingeklemmt als Salatblatt zwischen Politik- und Bankendesaster)

  243. Esperanca (aus...
    Esperanca (aus Titanic):
    Endlich Arbeit
    Seit Jahren weiß ich nicht, was ich antworten soll, wenn mich alte Bekannte nach meinem Beruf fragen. Vermieter? Privatier? Hausmann? Mich langsam der Rente nähernd, habe ich endlich eine treffende Bezeichnung gefunden: Altenpfleger! Wer soll sich denn sonst um mich kümmern?
    (Jürgen Schäfer)

  244. @Eingangszitat
    .
    ... und das...

    @Eingangszitat
    .
    … und das sind alles Staatschefs und fragen, wo sie da unterschreiben müssen…

  245. Au weiher, wenn das...
    Au weiher, wenn das stimmt…
    http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,797181,00.html
    .
    …dann muss ich mir meinen kleinen Bedarf selber machen.
    Gibt’s dann Tauschboersen auf JuTjube?

  246. Und wenn die Märkte nicht...
    Und wenn die Märkte nicht für Rechtsstaatlichkeit sorgen, dann eben die rumänische Steuerpolizei.

  247. Die schiefe Gerade mit Physik,...
    Die schiefe Gerade mit Physik, Ökonomie und gender science kombiniert:
    Was viele nicht wissen: Man kann sich auch nach unten schlafen!

  248. HansMeier555, 11. November...
    HansMeier555, 11. November 2011, 16:45: Vergleichslektüre: „Die Geschäfte des Herrn Julius Cäsar“ (Bert Brecht 1949)
    Dextro pede!

  249. Es sind die Märkte die für...
    Es sind die Märkte die für die Märkte eintreten, aber jeder darf seine Haut zu Markte tragen.
    Ist eine Flutwelle, die einen Regierungssitz in einer Diktatur wegschwemmt, demokratisch oder marktkonform, ich bin da zwiespältig.
    Ist ein Hochwasser das Enten vernichtet asozial?
    Ui ist das schwer …..

  250. Lieber...
    Lieber Gleichstellungsberechtigt-(auftragter),
    dass die Griechen gern den Zeus einen guten Mann sein ließen und mehr Geld als das Einspar-Streberland D. für Güld’ne Rüstungsleos ausgaben, stattgegeben.
    Frag‘ mich doch auch genau wie Sie, wofür die das zum Hades brauchten.
    .
    Dennoch lässt sich, diese Seltsamkeiten mal beseite, nicht übersehen, dass Exportweltmeister D. alias Hermes mit ihnen damit ordentlichen Reibach machte und sie noch defizitärer werden ließen. Hermes, war das nicht der Gott der Kaufleute UND der Diebe?

  251. Der Tiger 11. November 2011,...
    Der Tiger 11. November 2011, 11:56
    Sehr verehrter Don!
    Leider habe ich keine Zeit heute, die diversen interessanten Kommentare zu kommentieren.
    WAS IST DAS DENN?
    Auftragsschreiber/innen?

  252. Der BMVBS fordert:
    Die Zahl...

    Der BMVBS fordert:
    Die Zahl der Verkehrstoten kann signifikant heruntermodelliert werden: Der deutsche Radfahrer fährt vermehrt mit Helm!

    Herren- und Porschefahrer nehmt Euch ein Beispiel!

  253. ...
    -ermächtiger!
    .
    Glattstellungs-
    Plattmachungs-
    Flachlegungs-

  254. Gleichschaltungs-...
    Gleichschaltungs-

  255. Bin immer noch hin- und...
    Bin immer noch hin- und hergerissen.
    .
    Haben Ihre Relevanzen die Bilanzlesekundigen ihren Sermon vor der Heimatgemeinde zu halten sich herabgelassen!
    .
    Sagen Sie mir, liebe Mitkommentatoren, soll ich das lesen? Lohnt es sich am Ende vielleicht doch?

  256. Ok Leute, geht nach Hause! Es...
    Ok Leute, geht nach Hause! Es war alles nur ein Geruecht, ein Fehlalarm, Klingelspiele unreifer Buben.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,797270,00.html
    .
    Schoen, alle haben hier ihre Wirtschaftskompetenz bewiesen. Toll! Wenn man die leicht elaborierte Sprache vom Inhalt abzieht, kommt doch nur Untermiesbacher Stammtisch bei raus.
    .
    Geh’n wir noch irgendwo hin? Kommt jemand mit? Ich jedenfalls will ein Bier trinken. Oder zwei. Vielleicht treffe ich ein einfaches nettes Maedchen, das mich in’s Kino (das nennt man heute so) begleiten will.

  257. Filou, denken Sie an die...
    Filou, denken Sie an die Kondome. Männer vergessen immer an die Kondome zu denken.

  258. @Holly01 -Gesprächspartner an...
    @Holly01 -Gesprächspartner an einer gemeinsamen Position abholen:

    Warum tun Sie´s nicht?

    Potenzial:
    Methode Strohmann – erst aufbauen, dann drauf schlagen? Ich habe das von mir nie behauptet (und werde das auch nie). Teile Ihnen nur sehr höflich mit, dass ich diese Art von Giftpfeilen weit unanständiger finde, als direkte Feindseligkeit. Und das war einer – egal, ob ernst oder Ironie. Sie wissen das, denn Sie verstehen ja etwas von Drittwirkungskommunikation.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  259. @colorcraze -...
    @colorcraze – Monopolstreben:

    Ähem. Ja. Natürlich. Sagte ich. Zu umständlich?

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  260. @filou - Untermiesbacher...
    @filou – Untermiesbacher Stammtisch:

    Ich nahm ohnehin an, da wären wir (mit Verneigung vor dem Don, der ist woanders)?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  261. Das schlimmste Foul seit...
    Das schlimmste Foul seit Schumacher.

  262. Vroni, zu dem Blog "nebenan"...
    Vroni, zu dem Blog „nebenan“ stelle ich hiermit fest:
    .
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1933346/

  263. Jetzt habe ich es doch...
    Jetzt habe ich es doch gelesen, ohne das Votum der Conviventen abzuwarten.
    .
    Sie sagen dasselbe wie vor ein paar Tagen dieses Mädel, wie heißt es nochmal, also sie sagen im Grund dasselbe ich auch immer, nämlich dass die Refeudalisierung im Kern schon vollzogen wurde.
    .
    Nur das mit den Zobelschwänzen, das muß ihnen noch einer erklären.

  264. Aber kommentieren darf man da...
    Aber kommentieren darf man da nur über Facebook und Twitter, sehe ich das richtig?
    Ich nehme an, das ist als bewußte Provokation gemeint?

  265. @ Thorsten Haupts 11. November...
    @ Thorsten Haupts 11. November 2011, 18:43 :
    ich entschuldige mich und stelle das dumme Störfeuer gerne und sofort ein.
    .
    Als Lektüre zu unseren neuen, alten Gesprächspartnern in der EU :
    http://blog.markusgaertner.com/2011/11/11/reingetrickst-und-abgewickelt-die-europaische-machtergreifung-der-geldmafia/
    .
    Zur Ergänzung : unsere Politiker sind nicht die Betrogenen. Unsere Politiker wussten von dem ganzen Umfeld und sitzen da als ehrenwerte Herren mit im Boot.
    Schuldenstand over all der Industiestaaten zwischen 300 und über 500% des hochgerechneten BIP.
    .
    Beispielrechnung :
    Haushalt BIP (Gesamteinkommen) 100000€.
    Sparquote satte 10% = 10000€
    Schuldenquote 300% = 300000€
    Zinslast 4% von 300000€ = 12000€
    Frage : Warum leihen die pösen Märkte dem Haushalt kein Geld mehr?
    Wieso gängeln die Banken dem Haushalt immer neue Schulden in die Bücher, obwohl der Haushalt schon überproportional spart?
    Antwort : eine Verschwörung der Banken …….
    (Wobei einige Staaten wie UK gerne 300% hätten und so eine nette Rechnung gerne auf PP zeigen würden)

  266. Wer sind denn die Märkte und...
    Wer sind denn die Märkte und wieso die ganze Aufregung. Irgendwer lässt einen Furz und hier fangen alle aufgeregt das Wedeln an, oder so ähnlich.
    Gleichstellungsbeauftragter, müssen sie bald den Gmat machen und haben jetzt Alpträume von Elementargeometrie?

  267. Was leider auch Schirrmacher...
    Was leider auch Schirrmacher und Habermas tatsächlich nicht verstanden haben:
    Dass schon die Bezeichnung „Markt“ ist, bezogen, auf den politökonomischen Vorgang, mit dem wir es zu tun haben, völlig in die Irre führt. „Markt“ impliziert, dass für alle Teilnehmer dieselben Spielregeln gelten.
    In unserer neofeudalen Ökonomie ist dies aber definitiv nicht der Fall. Da gibt es privilegierte Korporationen, die über so viel politischen Einfluß verfügen, dass die Spielregeln jederzeit zu ihren Gunsten verändern können. Sie selber unterliegen nicht den „Marktgesetzen“: Too aristocratic to fail!
    .
    Frei nach Carl Schmitt könnte man sagen: Souverän ist, wer über die „Systemrelevanz“ entscheidet.

  268. @Don Alphonso 11. November...
    @Don Alphonso 11. November 2011, 19:16
    „rebellmarkt.blogger.de/…/1933346“
    Oh, die bessere Gesellschaft lässt nach altem Muster die Maske fallen? Statt „linkes Gesocks“ nun „marktradikales Gesindel“, weils´s gerade zum Zeitgeist passt? Mut hatte das zu Wohlstand gekommene Kleinbürgertum ja nie … Und dazu passt diese Fremdblog-Anpinkelei eines Nachbarblogs dann ganz gut.
    TH

  269. @ HM555 20:08 : Es ist eine...
    @ HM555 20:08 : Es ist eine politische Krise. Der Rest ist show. Das Urteil für die, welche am Ende der Nahrungskette stehen wird nur künstlerisch ausgestaltet.
    Aber was auch an Spannungsbogen aufgebaut wird, am Ende werden alle sehr erleichtert sein und niemand fragt, wer die Änderungen wollte oder den Gewinn mitgenommen hat.
    Die EU ist doch nur ein bootcamp der USA oder eine schlechtere Ausgabe der Bananenrepubliken mit den stets wieselflinken Lakaien.
    Die einzige Genugtuung liegt in der Beobachtung, das den Briten bei ihren Spagat zwischen den Kontinenten, ganz langsam der Anus aufgerissen wird, weil die die Quer- und Längsverwerfungen aufnehmen.
    Schuldenquote 500% ist Weltspitze …. congratulation.

  270. na siehste: 'Wenn es nicht zum...
    na siehste: ‚Wenn es nicht zum großen Crash kommt und nicht noch weitere Länder in den Schuldenstrudel gerissen werden, können wir die Krise auf der Habenseite verbuchen.‘ (http://www.stern.de/wirtschaft/news/2-die-andere-seite-der-krise-so-profitiert-deutschland-vom-euro-drama-1749534.html).

  271. @gabrielle – nicht Auftrag....
    @gabrielle – nicht Auftrag. Ich schreibe immer nur, was ich will und wie ich will. Aber, wenn ich das Ergebnis – ein hübsches kleines Büchlein mit allem drum und dran – als Weihnachtskarte verschicken will, habe ich eben eine feste Deadline für meinen rohen Text. Der muss nämlich noch von meinem Denglish in lesbares Englisch korrigiert werden, was ich dann noch einmal proofreading muss. Dann wird das Layout gemacht werden, in parallel muss ich mir eine Titelseite ausdenken, Prolog und Einführung habe ich immer noch nicht geschrieben, der Drucker macht einen (meistens mehrere) Probedrucke – erst von der Titelseite, dann vom ganzen Büchlein und schließlich muss das durch die Druckpresse. Alles geht nie auf Anhieb, aber ich brauche meine 500 Kopien rechtzeitig, damit sie auch im letzten US Kaff genau vor Weihnachten ankommen.

  272. Das sehe ich als verheerende...
    Das sehe ich als verheerende Tendenz im Journalismus der letzten 20 Jahre: Das die verantwortlichen Redakteure immerzu mutwillig Positionen ein Forum bieten, von denen sie selbst genau wissen, wie anfechtbar (um nicht zu sagen: unhaltbar, absurd und obszön) diese sind.
    Sie glauben selber nicht an das, was sie da drucken lassen, aber sie tun mal so als ob und testen die Reaktion, als „Aufreger“, um „Diskussionen anzuregen“, „Leben in die Bude zu bringen“, vermutlich nach dem Vorbild der TV-Talkshow.

  273. @Holly01 11. November 2011,...
    @Holly01 11. November 2011, 19:34
    Angenommen!
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  274. @ alle
    Nochmal zur...

    @ alle
    Nochmal zur Klarstellung, falls es da Verwirrung gab:
    Ich bin kein Marktfetischist, sondern das waschechte Gegenteil.
    .
    Neoliberale Tendenzen habe ich bekämpft, seit ich sie kenne. Leider gehen sie bei jedem zweiten Bürger quer durchs Stammhirn und haben von innen heraus seine Temporallappen zerstört. Zu meiner größten Enttäuschung gehört die SPD, bei den der Virus Stapyhlococcus Neolibereus am verheerendsten gewütet hat. Der EU-Streber Deutschland ist alles, nur nicht geliebt. Asozial halt. Zu seinen europäischen Partnern UND zu seiner Bevölkerung. Mein größter Wunsch wäre, wenn das Gelb-Schwarze aus dem Farbkreis verschwinden würde.
    Noch deutlicher krieg ich es nimmer hin.
    Achja, möge manche Wirtschafts-„Journalisten“ der Blitz beim Müll Schreiben treffen.

  275. Holly01: machen Sie sich keine...
    Holly01: machen Sie sich keine Sorgen. filou braucht keine Kondome mehr, seit Jahren nicht. Ab 70 sind Phantasien ehrbar, aber nicht mehr fruchtbar.
    Vgl. filou, 23.02.2003: „Ich schaue den Mädels noch hinterher. Ich weiß nur nicht mehr, warum.“
    filou 16.09.2007: „Wein und Gesang. Verdammt, da war doch noch was!?“

  276. Waschzettel gegen...
    Waschzettel gegen Schwatzzettel: Warum Hank nichts vom Bloggen versteht.
    .
    Mein leiber Don, ich ehre Sie nur selten. Aber, dass Sie diesen Blog spöttisch vorwegnahmen (Warum Warumtitel bescheuert sind), ehrt Sie redlich in erhebliche Höhe.
    .
    Gratulor.

  277. ThorHa, "mutig" ist es...
    ThorHa, „mutig“ ist es natürlich nur, wenn man ausspricht, dass die Staaten, nein die Völker, nein die Menschheit, alle Menschen, Schuld haben. Die Erbsünde und so… Come on.
    .
    Wenn wir uns wieder eingekriegt haben, gibts auch eine Gute-Nacht-Geschichte, für alle Menschen:
    http://www.maerchen.net/classic/o-haewelmann.htm

  278. Narrenspiegel 1321: "Was...
    Narrenspiegel 1321: „Was machet den Narrn zum Narrn?“ „Das er die Warheyt saget.“
    .
    Über kurz oder lang, eher über kurz, fliegen Sie hier raus. Sie kränken zu sehr.

  279. Wie hättern Sie ´s gern?...
    Wie hättern Sie ´s gern? Darf es eine Billion € mehr sein bitteschön?

  280. @Vroni -...
    @Vroni – Marktfetischismus:

    Zeigt wieder einmal, dass man nicht zu kompliziert formulieren sollte :-). Es gibt auch einen Marktfetischismus der Marktgegner. Anhänger wie Gegner eint der feste Glaube an die mythische Kraft göttlicher oder teuflischer Kräfte.
    Wozu natürlich auch gehört, jemandem mit anderer Meinung eine psychische Störung und verminderte Denkfähigkeit zu attestieren … Holly01, übernehmen Sie.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  281. Liebe Colorcraze,
    "es gibt...

    Liebe Colorcraze,
    „es gibt Wettbewerbsphasen und es gibt Erhaltungsphasen, oder nicht? Wenn jemand erstmal ein Monopol hat, ist nichts mehr mit Wettbewerb. Und ein jeder Wettbewerber strebt doch nach Monopol (Oligopol mit förderlichen Absprachen läßt man auch noch gelten), weil er erst damit richtig einträgliche Preise verlangen kann…“
    .
    Da ist die gutgläubige Theorie.
    .
    Die Praxis ist, dass dieses Streben am Ende fast immer menschenfeindliche und krimininelle Ausprägungen hat, wenn man es nicht eindämmt.
    .
    – und da bin ich dem Nachbarblogmann dankbar, dass er aus Versehen so ehrlich war auszusprechen, dass für ihn Mehrheitsdemokratien immer diese ieeh „Soziale Marktwirtschaften“ sind. Die er grundsätzlich für Vertrag brechende Gesellen hält, die immer nur den guten Rechtsstaat mit seinen Verpflichtungen aushebelten. Weil sie in ihrer Gier immer mehr ausgäben, als sie einnähmen und nicht daran dächten, zurückzuzahlen und damit das Recht brechen –
    .
    Mir fällt da ein Gespräch mit einem Anwalt ein, warum wir in D überhaupt Gesetze und Rechtsprechung haben (es ging bei mir um vertragliche Fragen zum BGB): Das Recht hat u. a. in der Wirtschaft die Aufgabe, den Schwächeren zu schützen. Wer stark ist, kommt ohne zurecht.
    .
    Ob unser Rechtsstaat mit seiner Rechtsprechung den Schwächeren schützt, ist mir heutzutage nicht immer klar.

  282. Vroni (15:17 und 21:34): Sie...
    Vroni (15:17 und 21:34): Sie wachsen mir mehr und mehr ans Herz mit Ihren Kommentaren, in denen Sie immer alles so viel besser als ich formulieren. (War gerade auch da im Fazitdings … man sollte nicht vor dem Schlafengehen noch Zeitung lesen. Jetzt lieg ich bestimmt wieder stundenlang wach vor lauter Zorn … geht’s eigentlich noch gestriger?)

  283. muscat, schöner Link (danke)...
    muscat, schöner Link (danke) und schöner Kommentar drüben (17:04).

  284. @ Vroni 21:34 : Nur zu Ihrer...
    @ Vroni 21:34 : Nur zu Ihrer Unterstützung. Der Chart zeigt das ausseinanderlaufen der Industrieproduktionen in den EU-Staaten.
    Die Charts für Lohnentwicköung, Produktivitätszuwachs usw dürften alle recht gut dazu passen.
    http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2011/11/1a109.jpg

  285. Don Alphonso, danke für den...
    Don Alphonso, danke für den Link (19:15). Hätt ich auf die Schnelle nicht gefunden.
    .
    Zu Ihren Überlegungen der Umverteilung: könnte es sein, daß inzwischen sogar für Tegernseer Anwohner das bedingungslose Grundeinkommen anfängt interessant zu werden? … Na gut, Späßle g’macht. Ich weiß, Sie habens ja schon. Ich hör auch schon wieder auf.
    .
    Wo ich doch jetzt weiß, daß der eigentliche Retter in jedem Fall die Märkte sind. … Ein Hut, ein Stock, ein Unterrock, vorwärts, seitwärts, rückwärts, stopp.
    .
    (Im Herbst ist hier übrigens immer recht viel zu tun, was absolut nichts mit Internet zu tun hat und sehr müde macht. Wenn ich also kaum kommentiere, liegt es daran und nicht an Desinteresse. Wollte ich nur noch anmerken.)

  286. HansMeier555: "...also sie...
    HansMeier555: „…also sie sagen im Grund dasselbe ich auch immer, nämlich dass die Refeudalisierung im Kern schon vollzogen wurde.“
    *
    Meierchen, jetzt will ich’s aber mal wirklich von ihnen selber wissen: Was ist/wäre/sollte denn eine nicht feudale Gesellschaft? Ich meine jetzt es mal unideologisch wirklich: Im Idealfall? Wie sähe die aus?

  287. Betreff:...
    Betreff: rebellmarkt.blogger.de/…/1933346
    Das ist das Beste was ich zu der ganzen Geld-Chose gelesen habe.
    A bisserl lustig
    und auch traurig.
    Eine kleine Novelle!
    Hilft.

  288. Andererseits, lieber Don, sind...
    Andererseits, lieber Don, sind Sie schon auch eine Marke. Da mag die FAZ Sie womöglich aushalten.

  289. Aber bitte gerne doch, Elsa....
    Aber bitte gerne doch, Elsa. Bisschen Konfetti am 11.11. musste einfach sein.

  290. Wir sehen übriges auch bei...
    Wir sehen übriges auch bei Booten auch weiterhin ganzheitlich: Die Unterseite auch noch mit.

  291. Alternativlose...
    Alternativlose Versicherungstautologie: „Das Wesen der Garantie ist, daß die Garantie gilt.“ (Der weiße Schimmel trabt über weißen Schnee.)
    ..
    Quod di prohibeant! (Ter.Andr.568) Gott bewahre!

  292. Und möglicherwiese das...
    Und möglicherwiese das perfekte beispiel eines perfekten pop-Songs. „Dear Mister Editor, you never take a walk with me“. http://www.youtube.com/watch?v=9eDJ3cuXKV4
    .
    Dabei ist es eigentlich genau umgekehrt: Krisen müssen gefördert werden, denn nur sie fordern und fördern die faulen und dummen Völker. (Clausewitz et all.) Und was jetzt passiert, war lange schon kommen zu sehen: Die Westviertel werden „globaliserungstechisch“ wieder den Völkern zugeschlagen, „downgegraded“ eben, erhöht halt das freie, konzentrierbare Kapital. Sagt z. B. Herr Hank ja auch.
    .
    „Dear Mister Editor“ also wird bleiben. Wie auch manch andere Text. http://www.youtube.com/watch?v=zgB_Rykq4JA&feature=related (Nein, wir sind keine Marxisten, aber auch dieser Text wird bleiben. Ruhig mal wieder die gut 20 Min. aller 12 Teile hören.)
    .
    „In den früheren Epochen der Geschichte finden wir fast überall eine vollständige Gliederung der Gesellschaft in verschiedene Stände, eine mannichfaltige Abstufung der gesellschaftlichen Stellungen. Im alten Rom haben wir Patrizier, Ritter, Plebejer, Sklaven; im Mittelalter Feudalherren, Vasallen, Zunftbürger, Gesellen, Leibeigene, und noch dazu in fast jeder dieser Klassen wieder besondere Abstufungen.
    .
    Die aus dem Untergange der feudalen Gesellschaft hervorgegangene moderne bürgerliche Gesellschaft hat die Klassengegensätze nicht aufgehoben. Sie hat nur neue Klassen, neue Bedingungen der Unterdrückung, neue Gestaltungen des Kampfes an die Stelle der alten gesetzt.“
    .
    http://de.wikisource.org/wiki/Manifest_der_Kommunistischen_Partei_(1848) Wie bekannt.
    .
    „Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen, und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übrig gelassen, als das nackte Interesse, als die gefühllose „baare Zahlung.“ Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmuth in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwerth aufgelöst, und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die Eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.
    .
    Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Thätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.“

  293. "Die Bourgeoisie hat durch die...
    „Die Bourgeoisie hat durch die Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrieen sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue Industrieen, deren Einführung eine Lebensfrage für alle civilisirte Nationen wird, durch Industrieen, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten, und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Welttheilen zugleich verbraucht werden. An die Stelle der alten, durch Landeserzeugnisse befriedigten Bedürfnisse treten neue, welche die Produkte der entferntesten Länder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit [6] der Nationen von einander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.
    .
    Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktions-Instrumente, durch die unendlich erleichterten Kommunikationen alle, auch die barbarischsten Nationen in die Civilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waaren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schießt, mit der sie den hartnäckigsten Fremdenhaß der Barbaren zur Kapitulation zwingt. Sie zwingt alle Nationen die Produktionsweise der Bourgeoisie sich anzueignen, wenn sie nicht zugrunde gehen wollen; sie zwingt sie die sogenannte Civilisation bei sich selbst einzuführen, d. h. Bourgeois zu werden. Mit einem Wort, sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde.
    .
    Die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen. Sie hat enorme Städte geschaffen, sie hat die Zahl der städtischen Bevölkerung gegenüber der ländlichen in hohem Grade vermehrt, und so einen bedeutenden Theil der Bevölkerung dem Idiotismus des Landlebens entrissen. Wie sie das Land von der Stadt, hat sie die barbarischen und halbbarbarischen Länder von den civilisirten, die Bauernvölker von den Bourgeoisvölkern, den Orient vom Occident abhängig gemacht.
    .
    Die Bourgeoisie hebt mehr und mehr die Zersplitterung der Produktionsmittel, des Besitzes und der Bevölkerung auf. Sie hat die Bevölkerung agglomerirt, die Produktionsmittel centralisirt und das Eigenthum in wenigen Händen koncentrirt. Die nothwendige Folge hiervon war die politische Centralisation. Unabhängige, fast nur verbündete Provinzen mit verschiedenen Interessen, Gesetzen, Regierungen und Zöllen wurden zusammengedrängt in Eine Nation, Eine Regierung, Ein Gesetz, Ein nationales Klasseninteresse, Eine Douanenlinie.“
    .
    Ebenda. Schreiben (& denken) konnte er schon, der Herr.

  294. ThorHa, 11. November 2011,...
    ThorHa, 11. November 2011, 14:48
    „Aber einen dramatischen Rückgang der Reallohneinkommen für alle hat es in Deutschland nicht gegeben! “
    Wie schön. Die unteren vierzig Prozent, denen selbst Sie erhebliche Einbußen einräumen, können den Verzicht ja verschmerzen; außerdem handelt es sich nicht mal um die Hälfte der erwerbsfähige Bevölkerung, weshalb sollte man sich also darüber aufhalten.
    Ich verkneife mir die Frage, wie Sie das wohl sehen werden, wenn immer mehr Leute aus den nächsten vierzig bis fünfzig Prozent ihre anständig bezahlte Arbeit verlieren, weil die von Viertjahrespraktikanten, im Ausland oder von Arbeitsnomaden ohne Sicherheitsanspruch billiger erledigt wird.

  295. Schicksalhafte Fragen, die...
    Schicksalhafte Fragen, die Herr Don Alphonso so direkt und indezent, nicht stellen wollte:
    Was verstehen (ausgerechnet) Sie unter Umverteilung? Sind Sie Betroffener/e oder Begünstigter/e? Wenn ja, wieso? Befinden Se sich auf einer wie auch immer sozial geneigten Geraden in Ihrer ökonomischen Situation, Karriere? Oder sehen Sie sich einer mehr exponentiellen, stetig verlaufenden Kurvenentwicklung ausgesetzt?Vielleicht machen sich Sprünge in der Diagrammgraphik bemerkbar? Haben Sie Mut zur schonungslosen Eigenexploration! Hartz IV- und Rentenempfänger o. ä. bleiben u. U. außen vor.
    Als Hilfestellung zur Theorie der Umverteilung die altbewährte Suchfunktion:
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Umverteilung

  296. yast2000@12. November 2011,...
    yast2000@12. November 2011, 08:23 : Im Prinzip Radio Eriwan: Alle für Einen, keiner für Alle.

  297. Dass die Mauscheleien...
    Dass die Mauscheleien zugunsten der Söhne und Töchter aus „besseren Kreisen“ (sprich: aus der Mittelschicht, denn der gehören Apotheker, Bäcker und Ärzte nun mal an) nicht mehr ohne weiteres funktionieren, halte ich für begrüßenswert. Schon in meiner Generation waren Geistesgaben, Anstand und Kompetenz in diesen Kreisen keineswegs dichter gesät als in der restlichen Bevölkerung. Entsprechend überfordert waren die meisten der Söhne und Töchter mit ihrem Pöstchen. Man behielt sie halt, weil man den Papa nicht vergrätzen mochte. Seit es auf den nicht mehr ankommt, sind sie noch da, weil wegloben nicht funktioniert, die Abgangsentschädigung aber zu hoch wäre.
      
    Bei den jüngeren – nun ja. Kaum einer bringt einen sprachlich halbwegs korrekten Satz zustande, selbständiges Denken müssen die meisten erst lernen, und dass man Informationen nicht unbesehen übernehmen kann, versetzt sie immer wieder in Erstaunen. Vielleicht hat es ja durchaus Gründe, weshalb man Uniabsolventen heutzutage erst einmal ein Praktikum durchlaufen lässt.
       
    (Sofern man überhaupt gewillt ist, den Aufwand zu betreiben. Die zwei jungen Mitarbeiter aus Brasilien und ihre Kollegin aus Polen jedenfalls verfassten bereits nach einem halben Jahr Intensivkurs in Deutsch sprachlich wesentlich bessere und inhaltlich gehaltvollere Berichte als ihre deutschen Altersgenossen und mussten nicht erst darauf hingewiesen werden, dass sie ihre Gesichtsbuchseiten und Zwitscherkonten bitte in der Freizeit pflegen sollten. Statt auf sorgfältig Vorgekautes zu warten, entwickeln sie eigene Ideen und prüfen Vorteile, Nachteile und Umsetzbarkeit. Außerdem intrigieren sie nicht, behandeln Büro-, Putz- und Kantinenpersonal anständig (ja, soft skills zählen), schmatzen nicht, ergehen sich bei Tisch nicht in Betrachtungen darüber, weshalb ihnen diese Suppe nun genau nicht schmeckt, und belästigen einen auch nicht mit Details zur Durchfallepisode ihrer Nichte. Kurzum, sie sind das, was man sich unter Uniabsolventen früher mal vorstellte – und nach sechs Monaten fest angestellt. Raten Sie mal, in wessen Bekanntenkreis man Nachfolger für die freigewordenen Praktikumsstellen zu finden hofft.)

  298. @Vroni: „am Ende“? Nö,...
    @Vroni: „am Ende“? Nö, immer mal wieder.
    @ThorHa: Sie waren zu schnell für meine lahmen Synapsen.

    Die Byzantisierung war, wenn ich das wenige, das ich dazu gelesen habe, richtig verstanden habe, geprägt durch geringe Wirtschaftsleistung, Versklavung der Bauern, fußkrank-schwachmotivierte Abwehrkriege, minimierte Bautätigkeit, die nur noch durch die sehr schmale Oberschicht aufrechterhalten wurde, praktische Auflösung der Städte und städtischen Mittelschichten, und, äh, … Geldstabilität hatten die wohl auch noch.

    Die Banker arbeiten dran, Politiker mag keiner mehr sein.

  299. "Rostock nicht schön"
    Wo...

    „Rostock nicht schön“
    Wo leben Sie denn? Reden wir vom selben Rostock?
    Traditionsreiche Kurbäder direkt vor der Haustür. Für eine 200.000-Einwohner-Stadt ein erstaunlich gutes kulturelles Angebot. Wer’s braucht, ist innerhalb von zwei Stunden in Berlin oder Hamburg. Selbst die passende Burschenschaft oder alternativ die richtige AG zu für den Nachwuchs zu finden, stellt kein Problem dar. Fünf alte Kirchen allein in der Inennstadt und bald soll sogar eine Moschee hinzukommen. Und das was wir hier Ghetto nennen (obwohl es komplett saniert und aufgelockert wurde und über umfangreiche Grünanlagen verfügt usw.), nur weil’s halt nicht Innenstadt oder Villenviertel ist, geht in Köln, Berlin, Frankfurt und anderen Slums für das Fünf- bis Zehnfache weg …
    Aber nun gut, ich behalte es lieber für mich, sonst gentrifizieren sie uns das hier auch noch zu Tode. Der Anteil an bairisch-ausländischen Studenten nimmt schon Jahr für Jahr bedrohlich zu!

  300. Neoliberalismus: "Wie der...
    Neoliberalismus: „Wie der klassische Liberalismus wendet sich auch die Mehrheit der Vertreter des Neoliberalismus gegen ein aktives Eingreifen des Staates in die Wirtschaftsprozesse, fordert jedoch eine staatliche Ordnungspolitik zur Förderung des Wettbewerbs durch Unterbindung einer Vermachtung der Märkte durch Oligopole und Monopole, mit der Betonung einer Interdependenz von wirtschaftlicher Freiheit und politischer Gestaltung.“, Wikipedia.

  301. "Anhänger wie Gegner eint der...
    „Anhänger wie Gegner eint der feste Glaube an die mythische Kraft göttlicher oder teuflischer Kräfte. “
    .
    Na dann isja gut.
    Mich eint sowas nicht.
    Mythischen Glauben muss man bei mir altem Agnostiker mit dem Elektronenmikroskop suchen. Ich umärmel ja auch keine Bäume.

  302. Elsa von Brabants Unterrock...
    Elsa von Brabants Unterrock ist von wem angkokelt worden?
    „Nie sollst du mich befragen,
    noch Wissens Sorge tragen,
    woher ich kam der Fahrt,
    noch wie mein Nam‘ und Art.“

  303. Don, ein riesiger Trugschluss,...
    Don, ein riesiger Trugschluss, zu meinen, Erfolge von gestern haben auch in der Zukunft bestand. Der Zutrag zum Bruttosozialprodukt fängt jedes Jahr, jeden Monat und jeden Tag von Neuem an.
    Oder wie Felix Magath meint: Disziplin schafft Erfolg. Und Erfolg zerstört Disziplin. Hier liegt das falsche Denken in diesem Land.

  304. Bye Bye Berlusconi, Hello...
    Bye Bye Berlusconi, Hello Monti – die Macht in Italien wird umverteilt!
    So schnell sind Papandreou und Berlusconi weg – ich kann’s kaum glauben.
    Eigentlich undemocratish – so what. Es war Mussolini der die Autobahnen
    (perfectly cambered imo) in Italien bauen liess.

  305. perfekt!57@: Sie haben wohl...
    perfekt!57@: Sie haben wohl Ihre Sehnsucht nach dem werten devin08 beim Stöbern in den Archivalien zu Karl Marx entdeckt? Die Neoschule von Herrn Frank Schirrmacher etwa? Und wo bitteschön, worin verorten Sie getzt die Staatstragenden, die Parteien in diesem Aufriß zur Geschichte der Bougeoisie?
    Die schräge Ebene/Gerade der Geschichte ist ja mit allen möglichen Glitschig-, Holprigkeiten-und öden Durststrecken seitdem mehr oder weniger dick und perfekt larviert worden.
    ..
    Der St. Jürgen Habermas stehe Ihnen bei ;-)
    ..
    Vroni@ Das Herrgöttle von Biberach möge Ihnen dennoch, trotz Ihres geouteten Agnostizismus, allzeit beistehen.

  306. @prince Matecki: So spaet war...
    @prince Matecki: So spaet war es bei mir noch gar nicht, ich bin ja auch einer dieser deutschen Wissenschaftler in Amerika. Aber nach allem, was ich bisher gehoert habe, sind die entscheidenden Landesbesoldungsgesetze durchaus unterschiedlich auslegbar. Die von Ihnen genannten Beschraenkungen beziehen sich soweit ich weiss nur auf die „Leistungszulagen“, nicht aber auf Berufungs- und Bleibe-Zulagen. Diese, so wurde mir erst vor wenigen Wochen von einem Vertreter des Dt. Hochschulverbandes in Anwesenheit diverser Professoren und eines Rektors (ohne Widerspruch) versichert, sind tatsaechlich frei verhandelbar und koennen sogar ruhegehaltfaehig gestellt werden. Natuerlich wird davon eher ein kleinerer Teil der Professorenschaft profitieren, aber auch von dem, was ich in Deutschlanbd mitbekommen habe, sind die Unis inzwischen durchaus faehig, in einer internationalen Konkurrenzsituation mitzubieten (in den Naturwissenschaften, mag sein dass das fuer die Geisteswissenschaften wesentlich schwieriger ist).

  307. @ Vroni 12. November 2011,...
    @ Vroni 12. November 2011, 14:23 :
    Darf ich Sie bitten Glauben nicht pauschal als sinnlos zu bezeichnen? Vielen Menschen hilft der Glaube?
    Ich trenne Glauben und Kirche sauber voneinander. Auch als Zyniker gebe ich aber gerne zu, das ich mich ohne Glauben verloren fühlen würde.
    Man muss einen Sinn haben und eine Ethik auf etwas aufbauen können. Glauben ist oft die am besten verifizierte Grundlage.
    Glauben Sie doch an das Gute im Menschen, auch das ist glauben.

  308. Eine Sonderform der...
    Eine Sonderform der Bourgeoisie, die sich vom absolutistischen Feudalstaat alter Prägung herübergerettet hat, aber immer noch sehr vital sich regeneriert ist der Beamte. Zudem:
    Der gegenwärtige deutsche Beamtenstaat (Berufsbeamtentum) befördert gern die Ausschreibung von Tätigkeiten innerhalb der jeweiligen Behörden auf allen (nur leicht angeschrägten) Ebenen des Bundes, der Länder und Kommunen. Um so die neoliberale gewerbliche Wirtschaft zu befördern. Dabei bleibt der Status des B. unangestastet zwecks Überwachung der „outgesourcten“ Tätigkeiten. Man kann sich diesfallsig zudem Wichtigerem zuwenden. Beliebt sind Laufbahnplanspiele und berechnungen der Pensionsberechtigung sowie das Ermitteln von Sonderzulagen, Trennungszuschüssen, Gesundheitsfamilienfürsorgebeilagenberechtigungszu-wendungsmöglichkeiten u. ä. Eine Variante ist der beamtete Deputierte vulgo Landtags-oder Bundestagsabgeordneter. Ohne den Beamten, so des B. Selbstbewußtsein, bräche der Staat sofort zusammen. Der Beamte hält sich zwecks Aufrechterhaltung des Betriebes den öffentl. Angestellten, der nichts zu sagen hat.
    Aus dieser Spezies des B. hat sich eine weitere Unterart durch Kreuzung mit dem französischen Beamten der sog. gemeine Eurokrat (eurocratis communis), in Belgien, Luxembourg und in der Stadt Straßbourg siedelnd, herausgebildet. Nicht zu verwechseln mit Eurokommissaren, Europolitikern.

  309. Dies altägyptische...
    Dies altägyptische Mumienorakeltrio, geborgen aus der Wüste Sara, wußte nie von Nix was, das aber überdeutlich:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fremde-federn-das-europaeische-deutschland-11525283.html

  310. @Chris betreffend: Die...
    @Chris betreffend: Die Abschaffung des Feminismus durch Privilegien – 6. Nov. 19:10
    Man hat Ihre Idee aufgegriffen. Es ist zwar kein Streitgespräch zwischen Frank Schirrmacher und Alice Schwarzer, sondern mit dem Chefredakteur Markus Spielmann von der NZZ und Markus Färber. Ich finde die beiden Herren von der NZZ immer sehr gut und emfehle Ihnen deswegen Standpunkte:
    Alice Schwarzer, Feministin und Buchautorin
    Sonntag, 13. November 2011, 13.10 Uhr auf SF 1 sowie um 18.35 Uhr auf SF info und auf http://www.nzz.ch

  311. @ T.I.M. Wenn Sie also...
    @ T.I.M. Wenn Sie also ernsthaft mit dem Gedanken an Rückkehr spielen, lassen Sie sich diese schönen Aussagen schriftlich mit Bestätigung des Kanzlers der jeweiligen Uni geben ( das Wort des Kanzlers als beamteten Chefs der Universitätsverwaltung zählt in der Regel). Ja die Landesgesetze sind und werden unterscheidlich ausgelegt, manchmal auch vor und nach der Rückkehr.
    Das ist dann wohl der Rechtsstaat. (für nicht- Merker: pun intended)
    Übrigens ist das in der Medizin akzentuiert anders, weil klinische Professoren seit 1998 / 99 ohnehin nur noch als Angestellte mit gesondertem Dienstvertrag für die Tätigkeit im Univresitätsklinikum angeheuert werden. Da ist es dann bemerkenswert, was man auch im Hinblick auf Liquidationsrecht, Anteil, Vorteilsaugleich, Poolbeteiligung Nachgeordneter, Abführungsbetrag usw. aushandeln kann.
    Insofern drück ich Ihnen die Daumen. Grüßen Sie Bethesda, Md an der Wisconsin Ave wenn Sie in der Nähe der drei magischen medizinischen Buchstaben sind.
    ( Yes, auch hier ist ein „have been“).

  312. Ich würde vorsichtig damit...
    Ich würde vorsichtig damit sein, den Agnostiker zum Haufen der Atheisten zu tun.
    Oder sammelt wer bereits Reisig?

  313. @prince Matecki: Danke, werde...
    @prince Matecki: Danke, werde ich beherzigen. Unterm Strich waeren es sicher eher andere Faktoren als das persoenliche Gehalt, die fuer Deutschland spraechen.
    Mit der NIH hatte ich bislang noch nichts am Hut. Die krassen Unterschiede in der Bezahlung von Medizinern wurden mir aber auch schon von diversen Bekannten so geschildert. Aber dafuer muss man ja nur von Deutschland in die Schweiz oder nach Skandinavien blicken. (Wie sieht es da eigendlich im weiteren nahen Ausland aus, Niederlande zum Beispiel? Man hoert ja immer nur dieselben vier Beispiele CH, NOR, SWE, USA)

  314. @Vroni: Die meisten, die sich...
    @Vroni: Die meisten, die sich als Agnostiker bezeichnen, tun dies entweder aus Bequemlichkeit oder Inkonsequenz. Ich nehme Ihnen persoenlich zwar ab, dass Sie die Frage nach der Existenz Gottes grundsaetzlich als nicht der menschlichen Erkenntnis zugaenglich betrachten, in den meisten Faellen hoert man aber eher ein „Ich weiss nicht und will mich auch darueber nicht streiten“ als Aussage.
    Als Atheist kann ich sagen, dass ich den Glaube an einen Gott, dem durch die Glaeubigen hinreichend konkrete Eigenschaften zugewiesen werden, wahrscheinlich logisch widerlegen kann, oder ich zumindest seine angeblichen Evidenzen unterminieren kann. Unmoeglich wird es natuerlich, wenn „Gott“ nur noch als rein transzendente, rein abstrakte Entitaet beschrieben wird. „Gott ist die Liebe“ – meinetwegen. Oder „Gott ist, was vor Anbeginn der Zeit war“ – von mir aus, ist aber, da wir ja in der Zeit leben, voellig irrelevant. Die Idee, was Gott eigentlich sein soll, muss schon hinreichend konkret sein, damit man diese auch vernuenftigerweise ablehnen (oder natuerlich ihr zustimmen) kann. Daher wuerde ich soweit gehen, jeden als Atheisten zu bezeichnen, der eine jede Gottesvorstellung ablehnt, die fuer deren Anhaenger praktische und/oder emotionale Konsequenzen hat.

  315. @ Vroni : keine Sorge, in...
    @ Vroni : keine Sorge, in einem Land in dem jeder mit der Adresse eines guten Arztes hausiert, aber der Name einer guten Putzfrau ein tragendes Staatsgeheimnis darstellt, sammelt niemand irgendetwas.
    Arbeiten ist out.
    Man investiert und wird investiert, beginnt mit 30-35 die Erwartungen zu bestätigen und wenn man Glück hat, dann trägt dieser Ansatz sogar mit einem Gewissen Wohlstand in das Alter. Das ist aber eher die Ausnahme, denn in der Regel setzen die Betroffenen ihren glänzend geschulten Intellekt dazu ein, ihren bescheidenen materiellen Lebensweg zu verbergen.
    Aber Hexenverbrennungen? Das gibt es nur noch in Düsseldorf und ich vermute, die machen das auch nicht mehr selbst. Wahrscheinlich würden wir Hexen heute zum Verbrennen per Container nach Asien schicken, das ist insgesamt billiger.

  316. Vroni@: Was mich zumindest...
    Vroni@: Was mich zumindest betrifft: Es würde mir im Traum nicht einfallen Sie irgendwelchen Haufen zuordnen zu wollen. Gar agnostische Heilige verbrennen zu wollen ;-) Stattdessen sollte Ihnen für Ihre Beredsamkeit aus dem grünen Reisig zumindest ein Kränzlein geflochten werden.
    Wortwörtlich genommen: Die Agnostikerin kommt nicht ohne die Erkenntnis aus,
    der Atheist nicht ohne dem aus, an dem er sich reibt. Woran sollte er sich dialektisch sonst begründen wollen?

  317. Auf der schiefen Geraden der...
    Auf der schiefen Geraden der Umverteilung balancierend, mühsam oder leicht Halt
    suchend:
    Im Beisein von Michel Montaigne wurden auf das Freundlichste Indianer vom König Henry IV befragt, was Ihnen an der reichen französischen Kultur am Erstaunlichsten vorkäme:
    Sie antworteten, daß sie es erstaunlich fänden, daß man sich hier einem Kind unterwerfe (Christus? oder dem jungen Prinzen?) und zum Andern, daß sich die Armen nicht gegen die Reichen erhöben. Es gab noch eine dritte Frage. Diese und die Anwort darauf habe er, M. M., zu seinem größten Leidwesen vergessen.

  318. @ThorHa: (18:49): ich habe nie...
    @ThorHa: (18:49): ich habe nie daran gezweifelt. Nie!!!! –sonst- finde ich Ihre vernünftig-nüchterne Art eingentlich fast immer sehr erfrischend.
    @Hansmeier: uiuiui (Rebellmarkt und so). so hätte ich Sie ja gar nicht eingeschätzt.
    @ThorHa: ich fürchte, mit dem Diktum, daß „das Bürgertum“ vor allem die Adligen nachmachen will, aber nichts opfern, haben Sie recht. „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß“ ist eben die Devise. Das geht solange gut, wie es eben geht, aber irgendwann wird es häßlich, und dann stellen sich schon so Fragen: womit kann man ohne, und was muß man wirklich erhalten.
    Man beobachtet halt den Maschinenzustand, und wünscht sich einen menschlichen.
    Wir schwätzen halt noch, solange es die Möglichkeit gibt.
    @Grand Guignol: haha. Ich bin randständig, einstweilen habe ich noch die Möglichkeit, dem Charlottenburger Intellektualismus zu frönen. Wie lange das noch möglich ist, weiß ich nicht. Im Umfeld gibt es Rohrbrüche, das sind keine guten Omen.

  319. @perfekt: das ist schon...
    @perfekt: das ist schon interessant, daß Sie den Marx so ausführlich zitieren. Er war ein sehr scharfer Beobachter seiner Zeit, besser als sehr viele. Und doch hat er nicht das kommen sehen, was kam.

  320. Ich bin nicht überzeugt, dass...
    Ich bin nicht überzeugt, dass sich die Aufregung um die marktkonforme Demokratie und
    die neue soziale Marktwirtschaft lohnt. Der Siegestaumel ist verständlich, aber auch diese
    Revolution frisst ihre Kinder, bzw. die Connections, Seilschaften, Netzwerke und Hinter-
    zimmer, die nun nicht mehr benötigt werden und von der Payroll rutschen.

  321. ...neue Pfründe können nicht...
    …neue Pfründe können nicht verteilt werden; die Posten mögen bleiben, nur hat sie jetzt
    ein anderer.

  322. @Tillmann (Rostock ist...
    @Tillmann (Rostock ist schön): hahaha. Wer (von denen, die ein bißchen das Land kennen) hätte anderes erwartet.
    @falkenherz (13:52) (& Vroni): pfff. Erstmal die richtigen Begriffe (Philosophie!) finden. Mit dem jetzigen Kram kommt man nicht voran.
    @fionn: und das regt Sie mal wieder gar nicht auf?
    @T.I.M.: soso.
    @Holly (16:10). Sie haben ja ein Herz!!
    @Grand Guignol (16:57): Bedenken Sie bitte, daß China nach diversen Zusammenbrüchen immer wieder ex Beamtii auferstand. Das sollte zu denken geben, auch für das kleine D!
    @Vroni(19:07): völlig unnötige Sorge, da passiert nix.

  323. Da hat wieder mal einer ARTE...
    Da hat wieder mal einer ARTE gesehen. Immer aktuell der Kaspar.

  324. Danke an Don Carlos für die...
    Danke an Don Carlos für die seit langem differenzierteste Analyse ostdeutscher Gesellschaftsschichten sowie der Triebfedern ihres Engagements (11. November 2011, 09:36)!
    Für mich besteht die Tragik der meisten Gedenkfeiern zum Mauerfall darin, dass sich die „Helden des bürgerlichen Widerstands“ für etwas loben lassen (müssen), das zu erreichen sie vordergründig nicht im Sinn hatten. Sie können sich dagegen jedoch nur unzureichend wehren und nur dem Kundigen gegenüber auf ihre reformatorischen Absichten verweisen, da ihnen ansonsten aus der schwarzweißmalenden Fernrohrperspektive der Westviertel sofort der Vorwurf der Systemnähe erwüchse.
    Wenn man es denn einen Vorteil nennen will: wie abschüssig die „schiefe Gerade der Umverteilung“ ist, haben sie schon lange vor ihren Brüdern und Schwestern am Tegernsee erfahren – mit jeder neuen Vergesellschaftungswelle konnten sie sich darin üben, womöglich ihren Besitz, nicht jedoch ihre Würde zu verlieren.

  325. @ colorcraze 21:42 :
    Harte...

    @ colorcraze 21:42 :
    Harte Schale weicher Keks ….

  326. Wann schreibt denn Frau...
    Wann schreibt denn Frau Fröscher wieder einen ihrer interessanten Artikel?

  327. Ach was, mein lieber Mehlwurm,...
    Ach was, mein lieber Mehlwurm, Montsalvaesche ist inzwischen ein alter Hut. … Also, auf! auf! jetzt zum Karneval. Der liebe Schwan fuhr schon voran. Um meine Röcke müssen Sie sich keine Sorgen machen, aber Sie tun mir schon ein wenig leid: Sie werden höchstwahrscheinlich etwas frieren, so wie Sie gekleidet sind, bei dem Wetterchen da draußen. … Aber jetzt los, zum Festzug!

  328. @T.I.M. - Agnostiker:
    Autsch....

    @T.I.M. – Agnostiker:
    Autsch. Die Haltung eines Agnostikers ist die eines wahren Skeptikers. Die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen durchaus Raum für einen Gott. Aber ich kenne ihn nicht – und sollte es ihn geben, hat seine Existenz keine Auswirkung auf mein Handeln oder Unterlassen.
    Im übrigen ist Gottesbeweise widerlegen Kinderkram (Stoff der 10./11. Klasse Gymnasium :-)).
    Gruss
    Thorsten Haupts

  329. Ja, ich stimmer mit Zaungast...
    Ja, ich stimmer mit Zaungast in den Ruf nach der Froescherin ein. Ich verspreche auch ganz lieb, keinerlei Allotria mit Marinetrompeten zu treiben.
    Obwohl, specialmarke (falls Sie gerade vorbeischauen sollten), die Idee mit dem Kammblaeserensemble am Buehnenrand…
    …Spitzenjabots, Dreispitz mit Fellrand, Kamm an den Lippen…
    .
    Mehr Musik wagen! (J.S. van Bach)

  330. Thorsten Haupts: "...Die...
    Thorsten Haupts: „…Die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen durchaus Raum für einen Gott. Aber ich kenne ihn nicht…“
    *
    Ja, es ist wahr, ich brauche Platz! Wir können uns ja mal treffen…

  331. @Thorsten Haupts:...
    @Thorsten Haupts: Agnostizismus die Haltung der „wahren Skeptiker“? Den Atheismus gibt es ja auch in schwacher und starker Version. Wo der starke Atheist glaubt, dass es keinen Gott gibt, glaubt der schwache bloss nicht, dass es einen Gott gibt. Klingt ziemlich rabulistisch, ist aber tatsaechlich nicht dasselbe. Die mir bekannten Gotteshypothesen (nicht Beweise!) halte ich fuer wenig stichhaltig, die „Keine-Gott-Theorie“ fuer wahrscheinlich, aber natuerlich nicht bewiesen. Prinzipiell kann es sogar sein, dass beispielsweise die Christen recht haben (oder die Germanen). Wenn sich also Jahwe (oder Wotan und Fricka; …im Hintergrund laeuft gerade das Rheingold) doch nochmal in mir evident erscheinender Form offenbaren sollten, muesste ich meine Meinung wohl aendern.
    Offenbar sind die Termini in diesem ganzen Komplex aber recht umstritten. Was ich gerade beschrieben habe nennt Wikipedia „agnostischen Atheismus“ (oder andersrum). Was ich aber oben abgelehnt habe ist der reine Agnostizismus, der den menschlichen Verstand prinzipiell fuer unzulaenglich haelt, die Frage nach der Existenz Gottes zu klaeren. Das aber ist nicht die Einstellung eines wahren Skeptikers, sondern die eines Vernunftveraechters. (Und die Einsicht in die Begrenztheit des eigenen Intellekts mag sogar richtig sein, ohne dadurch aber ein allgemeines Prinzip sein zu muessen).
    Das Problem der beliebigen Abstaktion des Gottesbegriffs und die daraus folgende Undiskutierbarkeit des Themas spiegelt sich offenbar auch in der Haltung „Ignostizismus“ (die mir ehrlich gesagt vollkommen unbekannt war als Begriff bis gerade eben) wider. Die (zu) einfache Aussage „Ich weiss nicht was du meinst, also brauchen wir auch gar nicht drueber zu diskutieren“ hab ich mit meiner weitergehenden Definition aber schon versucht, auszuhebeln.
    Fazit: Sie duerfen sich gerne Agnostiker nennen, aber Sie sind (ob sie wollen oder nicht) auch Atheist im T.I.M.’schen Sinne ;-)
    PS: Die Widerlegung der Gottesbeweise war zumidest fuer ein Genie wie Leibniz kein Kinderkram – und Teil eines grossartigen Umbruchs in der europaeischen Kulturgeschichte. Und Prozentrechnung wird schon viel frueher gelehrt – trotzdem waere man froh, unsere Politiker haetten etwas mehr Ahnung davon.

  332. über bentheimelnder Knecht...
    über bentheimelnder Knecht mvbb
    Nanu haben sie den jetzt aus seinem bentheimischen Koben geworfen, war
    dort doch alles bestens geregelt, incl. des ihm gebührenden täglichen Eimers
    Feuerwasser.
    Einfach gelungen, wie er ausgerechnet mit der detailliiert unkenntnisreichen
    Beschreibung seiner nicht erlebten und auf seine Weise nachempfundenen
    besseren Verhältnisse die Distinktion aus der Perspektive des im Hamsterrad aufstrebenden beschreibt.
    Ob das wirklich Herbstnebel war könnten evtl. auch die reduzierten Vorräte hochprozentigen Alsterwassers, quasi „Küstennebel“, mvbbs indicieren.

  333. Die Mafia werds schon richten,...
    Die Mafia werds schon richten, seid nur stille.
    Gestriger Umbständ Sorge tragend.
    Wo nur eine Ahnung vom Gelde ist auch Wille.
    Drum auf und nimmer verzagend.
    In dieser ARTE finden sich göttlich Los,
    Ach weh, all Welt nennt mich ein Spitzbouben.
    Nun, wacker den Spieß wohl recht stoß,
    Mag der Jungfrouwen Tugend heut so rauben.
    Hab keine Sorgen, renn für´ne Kanne Wein,
    schütt mirs hinter´s Gurgelzäpfchen rein.

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