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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Amerikanische Antworten auf alteuropäische Probleme

| 274 Lesermeinungen

Freunde in der Not: Politiker, Ökonomen und andere Leute aus den USA, die sich keine Medikamente leisten können, wissen, was gut für das alte Europa ist.

No country for old men

Es war schon einmal erheblich leichter, Transatlantiker zu sein. Das war in etwa in jener Epoche, als Schüler davon träumten, nach dem Abitur wochenlang die Westküste zu bereisen, oder an der Ostküste zu studieren, zumindest ein, zwei Semester. Die Eltern sagten, dass alles, was in Amerika passiere, auch in zwei Jahren zu uns käme, und vor diesem Hintergrund war das Hobby des Transatlantikers eine feine Angelegenheit. Zumal diese Tätigkeit damals noch von älteren Herren betrieben wurden, die selbst noch aus Nazi-Deutschland geflohen waren, es als GIs erobert hatten oder der Meinung waren, für eine bestimmte Art des liberalen Westens etwas tun zu müssen. Vielleicht war es auch nur einfacher, jungen Deutschen etwas über die Werte von Freiheit und Demokratie zu erzählen, als den Mormonen, den Farmern im Mittelwesten oder den Chicago Boys.

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Ich selbst habe einige Jahre für Publikationen in den USA geschrieben, auf Deutsch und auf Englisch, es wurde sogar klaglos gedruckt, und ich habe dabei viele feine Männer und Frauen kennengelernt. Es waren lustige Zeiten, besonders so um das Jahr 2000 herum, als Europa mit ein paar unerfreulichen Eigenständigkeiten auf sich aufmerksam machte: Haider in Wien, die Zwangsarbeiterpeinlichkeiten in Deutschland, da gab es viel zu tun und zu besprechen, Interviews waren zu führen und, mitunter auch, doch, der ein oder andere Fallstrick zu legen, auf dass nicht jeder Depp trampelnd die Wege über den Atlantik ruinieren konnte. Und wie es so ist: Man lernt sich kennen, man sagt, wenn Du nochmal kommen solltest, lass etwas von Dir hören, ich freu mich narrisch. Ich selbst, nun, ich bin nicht gekommen, ich reise nicht in die USA, ich mag keine Länder mit Todesstrafe. Andere kommen aber nach Europa, und sie freuen sich, durch die verwinkelten Gassen von Innsbruck geleitet zu werden, von jemandem, der ihnen das Schloss zeigt, sie an der dortigen Konditorei mit dem bekannten Namen vorbeiführt und zu jenem „Damencafe“ von 1803 bringt, das so ist, wie österreichische Cafes gewesen sind.

Die Idee damals war, grob gesagt: Das Alte Europa, das wie dieses Cafe aussehen sollte, mit den Idealen der Neuen Welt – die im Kern die Ideale des richtigen Alten Europa waren – dauerhaft krisensicher zu machen, ohne dass es gleich bei McDonalds bestellt. Aber dann kamen nicht nur die Blochers und Haiders, sondern auch die Rumsfelds und die Bushs und der War on Terror und An End to Evil, entweder seid ihr mit uns oder gegen uns, die Kriege, der Hindukusch und Abu Ghuraib und Waterboarding und Guantanamo, und bei all dem blieben ältere, feine Herren auf der Strecke, die erzählten, wie sie mit einem kleinen Koffer für immer ihre Eltern verlassen mussten, in Europa kämpften, in Amerika Firmen und Kanzleien aufbauten, sie verkauften und dann nicht segeln gingen, sondern transatlantisch Schulen besuchten. Damit so etwas nicht nochmal passiert. Und dann kam die Finanzkrise, die ganz neue transatlantische Wege aufzeigte, Geldströme, denen die Systeminfektionen folgten. Hypo Real Estate, Commerzbank, Rezession, Kurzarbeit: Alles transatlantisch.

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Und nun, im zweiten Akt der Krise, die mit einigen Zwischenspielen sicher noch etwas dauern wird, kommt transatlantisch die Rache für all die guten Ratschläge aus Europa an die Adresse der Amerikaner. Sicher, die Hauspreise in den USA sind immer noch am Boden und das gute Rating ist weg, die Hypothekenversicherer brauchen Milliarden vom Staat, um sie den Banken zu geben, es gibt die Tea Party und eine Faststaatspleite und lediglich finanzpolitisches Flickwerk. Trotzdem sehen sich Präsidenten, Berater und Ökonomen berufen, über den Atlantik hinweg zu sagen, was man in Europa tun soll: Geld drucken. Staatsanleihen kaufen. Goldschätze und Währungsreserven riskieren. Grundsätze über Bord werfen. Sonst starre man demnächst gesamteuropäisch in den Abgrund. Den man in den USA schon zur Genüge kennt, aber das sagt man nicht dazu. Genausowenig wie das Problem der Ansteckung, denn was uns die IKB bei den Subprimes war, ist den Amerikanern die Kreditausfallversicherung, wenn Italien wackelt. Absurditäten wie Geldwertstabilität, das A und O jeder besseren Wählerschichtenpflege, will man dabei natürlich nicht gelten lassen. Finanzmarktgurus aus den USA wissen, wie man in Deutschland Schlagzeilen macht.

Und wir bestellen Torte und reden über die alten Zeiten, in denen es noch um Values und nicht um Worth ging, damals in Wien und in Bonn beim Aussenamt am Rheinufer. Als man dachte, die Zeiten des gegenseitigen Reinwürgens wären irgendwann wieder vorbei, und man würde sich bald wieder verstehen. Vor diesem Hintergrund ist das neue Diktat der Ökonomie eine sehr unerfreuliche, sehr peinliche Sache. Auf beiden Seiten des Atlantiks steht die demokratische Zivilisation nicht wirklich gut da, die haben FOX und wir gerade eine ganze Serie von Vorfällen, in denen nicht die Demokratie entscheidet, was man tun soll: Irland, Italien, Griechenland, Spanien, man kann dort vielleicht wählen, aber was bedeutet das noch? Und ich erzähle ihm die Geschichte von der Elitesse mit Abschkuss eines der besten Colleges der USA, die danach von einer Aufhilfsarbeit zur nächsten sprang. Trying to start a career, wie das dort heisst. Während der Behandlung einer chronischen Erkrankung war sie gezwungen, die Krankenkasse zu wechseln. Die neue Kasse zahlte nicht mehr, und sie musste die 1400 Dollar pro Monat selbst zusammenkratzen. Bei einem Anfängergehalt in den Medien. Auch der Gesundheitssektor ist so eine Sache, wegen der ich nicht nach Amerika will.

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Aber genau hier, meint der amerikanische Gast listig, könntet Ihr doch Eure Probleme lösen. Bei uns ist man der Meinung, dass das Kernproblem der Eurokrise ein Zuviel der staatlich verpflichtenden Leistungen ist. Ihr Europäer seid einfach zu teuer. Weniger Sozialstaat, weniger Kosten, weniger Schulden. Pause. Wie unter Brüning, einfach mit Notverordnung. Wir lachen. Es ist Österreich, da kann man bittere Witze machen. Andernorts liest man schon, dass die Märkte mit Vertrauensverlust jene auf Linie bringen werden, die nicht bereit sind, ihren Anforderungen nach sicheren Profiten zu entsprechen. Auch das ist übrigens so eine Sache, die schon unter Brüning zu beobachten war, mit nicht gerade idealen Ergebnissen für den Fortgang der Geschichte. Überhaupt ist es eine gute Zeit, sich mal mit diesem Reichskanzler zu beschäftigen. Er wird gerade wieder modern, diesseits und jenseits des Altlantiks, selbst wenn die meisten Ökonomen mit diesem Namen vermutlich wenig anzufangen wissen.

Doch bei allem Trennenden und all dem bissigen Streit um Geld und Schulden und Schuld ist da immer noch der gar nicht so unwichtige Umstand, dass die Alternativen zum finanziell unsicheren Westen in Sachen Lebenseinstellung nicht gerade attraktiv sind. Ich weiss nicht, ob man so mit den Chinesen reden könnte, die die Strasse runter das Goldene Dachl ablichten, oder mit den Russen, die in Verona, der nächsten Station des Gastes, die Geschäfte ausräumen. Der Westen, der sich um den Atlantik gruppiert, ist von seinen Theorien zu Staat und Gesellschaft immer noch eine recht kleine, feine Angelegenheit, und der Umstand, dass dies nur noch mit Gläubigern mit wenig demokratischen Staatsfonds gehen soll, ist zuerst mal eine moralische Katastrophe. Dann politisch. Und danach erst wirtschaftlich.

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Allein, für einen Kuchen reicht es noch, für eine Reise, und für sein Alter sowieso und seine Kinder wohl auch, und für mein Alter mache ich mir keine Illusionen, denn wenn auf Riesters Grab fragwürdige Dinge getan werden, wird mein Haus wie eh und je stehen, und wohnen müssen die Menschen immer. Man wird schon irgendwie durchkommen, und leichter als andere sicher auch. Es ist schade um das Alte Europa, das gerade als Idee implodiert, weil man den Traum durch eine Währung und Finanzinteressen ersetzt hat. Es ist schade um den Westen, und es dauert sicher nicht mehr lang, dann werden sich Chinesen oder Russen über den renitenten „Alten Westen“ aufregen, der nicht das tut, was man erwartet. Solange wird man sich noch etwas zerfleischen und über den Niedergang der anderen freuen, weil es einem noch besser geht. Nicht so gut wie den Märkten natürlich, aber die sind nicht West oder Ost oder Europa oder Amerika, sondern das, was Menschen daraus machen.

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274 Lesermeinungen

  1. asd...
    asd

  2. Di solltest so spät nicht...
    Di solltest so spät nicht mehr arbeiten.

  3. wo ist der Text?...
    wo ist der Text?

  4. <p>Ver.... Ich hatte den...
    Ver…. Ich hatte den Beitrag offline gestellt, offensichtlich hat das System das nicht kapiert.

  5. Jetzt ist er da. Pardon....
    Jetzt ist er da. Pardon.

  6. Die von Merkel vertretenen...
    Die von Merkel vertretenen ökonomischen Vorstellungen sind z.Zt. für Europa so falsch,
    wie die US- amerikanischen für die USA.
    Wenn man ökonomischen Erfolg anstrebt, dann sollte auch das Timing stimmen und
    nicht nur der Ideologie geopfert werden, beides lässt sich oft nicht vereinbaren.
    .
    Zum Schluss, hat man die Ideologie diskreditiert und sich wirtschaftlichen Misserfolg
    für ganze Kontinente eingehandelt.

  7. Geschenkt, verehrter Don. Ein...
    Geschenkt, verehrter Don. Ein feiner Text. Wenn er doch nur nicht vor Wahrheit triefen würde.

  8. Ein Reservat, für Menschen...
    Ein Reservat, für Menschen die die Menschheit nicht braucht, da können Sie dann spielen ( sowas wie Kapitalismus ) und tun keinem weh!
    Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Banken vom System getrennt werden müssen.

  9. Alteuropas Überheblichkeit...
    Alteuropas Überheblichkeit verdrängt negative Fakten und ignoriert gute Ratschläge. Nobelpreisträger Krugman’s Blog zitiert einen 6 Jahre alten Artikel des in Mailand promovierten Nobelpreisträgers Roubini, der damals schon die ganze italienische Krise in allen Details voraussagte.

  10. Danke für den guten Text...
    Danke für den guten Text DA.
    .
    Wir schauen bereits in einen Abgrund und der hat auch einen Namen : USA.
    Natürlich hat Deutschland den Krieg verloren. Es waren die USA, die eine Kriegsschulddebatte verhindert haben. Die Schutz- und Führungsmacht für Europa war (und ist es noch) die USA.
    Viele Ansprüche (gerade der Deutschen) an die USA haben etwas kindliches, sie sind naiv und einseitig.
    Sicher es gab Vietnam, ein Fehler den man den USA nie vergeben hatte, aber Watergate haben sie immerhin selbst gelöst. Bei Kennedy konnten wir uns einreden, es wüsste ja keiner so genau, warum der starb.
    Aber wie konnte Reagan Präsident werden? Ein Schauspieler? Die Amis liebten ihn, die Europäer haben sich dem Rüstungsprogramm entzogen, so gut es ging.
    Die gesellschaftlichen Veränderungen, die Reagan möglich gemacht haben, wollten wir nicht sehen.
    Das Trauma der Geiselnahme im Iran haben wir verdrängt. Wir wollten uns nicht damit beschäftigen.
    Der alte Bush war ein Kriegstreiber. Ich denke das haben viele in Europa so gesehen.
    Mit Clinton hatte Europa endlich wieder einen Helden. Bis alle den Namen Lewinski kannten. Und das ist der mächtigste Mann der Welt? Der kann nicht einmal seine Finger still halten oder zumindest diskret sein?
    Erst ein Idiot, dann ein Kriegstreiber und dann ein Sexsüchiger. DAS sind die ungekrönten Könige der USA?
    Zu Bush jr. will ich nichts schreiben. Das meisste müsste DA streichen. Ich bezeichne den mal als den schlimmsten anzunehmenden Unfall der transatlantischen Geschichte.
    Das die USA seit Reagan einen schmerzhaften und tiefgreifenden, gesellschaftlichen Prozess erfahren haben, wurde in Deutschland weitgehend verschwiegen. Was man nicht übersehen konnte wurde kleingeredet.
    Die Amis haben schon immer zu allem eine große show veranstaltet. Das hat man drüben schon immer geliebt.
    Wir haben da immer viel rein interpretiert. Die Werte unterstellt, die wir uns wünschen und die dort so nie waren.
    Ja es ist eine Wirtschaftskrise. Es ist aber vor allem eine Krise in der sich beide Seiten voneinander abwenden.
    Inhaltlich ist der Abstand enorm.
    Die Deutschen driften zur Zeit sowieso aus allen Bündnissen und Partnerschaften. Das Wort Freundschaft taucht garnicht mehr auf.
    Das Vakuum des amerikanischen Rückzugs/Machtverlust bildet sich aber gerade erst.
    .
    Die ganzen Nobelpreisträger für Onkologie der Wirtschaft (und all die anderen anglikanischen Ödipologen, auch aus Deutschland), schreien nur herum, weil die Angst haben.
    Diese Angst ist auch fundamental begründet.
    Lösungen : keine.

  11. stimmt ja alles , habe ...
    stimmt ja alles , habe auch nur gut 20 + Jahre im gelobten Land ver-
    bracht , aber dafür brauche ich in Deutschland auch nicht mehr zu
    arbeiten , die sollen mich alle ‚mal .
    Die spinnen , die Amerikaner , würde Asterix sagen , Recht hat er .
    Den Amerikanern im Untergang zuzuschauen ist aber nur von Deutsch-
    land schön und zynisch , ist es nicht ein altes Sagen , das alles was
    dort passiert , einige Zeit später hier auch geschiet . naja , mfG.T.

  12. naja, so erkalten...
    naja, so erkalten Nutzfreundschaften. Wenn sie eben wirklich nur Nutzfreundschaften waren. Und Extrafreundschaften (für Öl und Kredite) gab es (zumindest bei uns) auch schon immer. Nun aber sind andre Freundschaftswerber unterwegs, ohne Werte aber mit Geld, die alten Antitransatlantiker sprangen da schon mal als Erste auf den neuen Zug (es gab sogar kleine, aber wirklich nur sehr, sehr kleine, politologische Begleitmusik dazu).

  13. Lieber DA,
    danke für diesen...

    Lieber DA,
    danke für diesen und viele andere Beiträge. Für mich stellt sich im Moment die Frage, wie man die Erkenntnisse, die Sie und ich und Andere in den letzten finanzmarktturbulenten Jahren gewinnen konnten, in eine politische Richtung bringen kann, und das sehr schnell. Denn die Geschwindigkeit, mit der die Nachkriegstradition der gemeinsamen Werte und Ziele verfällt nimmt zu.
    Lesen kann man es andernorts, dass „die Märkte mit Vertrauensverlust jene auf Linie bringen werden, die nicht bereit sind, ihren Anforderungen nach sicheren Profiten zu entsprechen“( sehr schön formuliert ). Fühlen kann man das in Deutschland schon seit einigen Jahren.
    Mit bestem Gruss.F.

  14. Ein wirklich hervorragender...
    Ein wirklich hervorragender Beitrag,bis auf den Vergleich mit den Notverordnungen um Reichskanzler Brüning.Kern der Sache war doch damals,das man keine Mehrheiten im Reichstag zustande bringen konnte, um irgendwelche Gesetze zu erlassen.Deswegen verstehe ich den Vergleich nicht.Aber nichtsdestotrotz ein toller Beitrag.

  15. Traurig, sehr gut geschrieben...
    Traurig, sehr gut geschrieben und leider allzu wahr.
    Da hilft hoffentlich noch die Gnade der frühen Geburt (ein bißchen zumindest, vielleicht oder hoffentlich). Schlimm ist es, dass dieses Europa inklusive dieses einstmals (so bis Ende in die frühen Achtziger wohl) so lebenswerte Land durch bad governance derartig maßlos ruiniert wurde.

  16. nun, herr bundeskanzler a.d....
    nun, herr bundeskanzler a.d. schröder, vom lippenbekenntnis her sozialdemokrat, hat die zeichen der zeit erkannt und gibt, anstatt den elder stateman zugeben, den interessenvertreter einer dritten macht, konkret, er rechnet seine lobbytätigkeit für das grossrussische reich und den zaren putin nach brago ab.
    .
    das zeigt doch schon die richtung, warten wir ab, bis der ostauschuss der deutschen wirtschaft wieder von sich reden macht.
    .
    ach so, brüning sollte man sich merken, weil, was eben in griechenland geübt wird, auch anderswo stattfinden kann. setze ich noch drauf, ddr reloaded. dorthin fährt, zumindest bei uns, der zug: war doch nicht alles schlecht dort, die schüler lernten, die arbeiter arbeiteten, die intelligenz machte was sie sollte, die bedingungen der medizin sorgten für ein kostensparendes gesundheitssystem und die umwelt für ein sozialverträgliches ableben der rentenberechtigten.

  17. Yes we can. Überhaupts...
    Yes we can. Überhaupts müßte das System getrennt werden. In Reiche und weniger Reiche.

  18. Auch die Bettler in LA sind...
    Auch die Bettler in LA sind kluger als anderswo. When I was shopping in LA some years ago, there was a (clean, good-looking) beggar sitting on the sidewalk outside an expensive hotel and he was holding up a big notice:
    „Please help me, I have lost my job and my wife has run off with Louis Vuitton“.

  19. Danke Don Alphonso - es...
    Danke Don Alphonso – es benötigt mehr, viel mehr Stimmen Ihrer Art. Denn Europas Intellektuelle sind derzeit offensichtlich samt und sonders auf Dienstreise. Kaum eine Stimme von Autoren, Philosophen, Malern, Konzertmeistern, Wissenschaftlern, welche sich für Europa einsetzt, kaum eine Stimme, welche Forderungen stellt, kaum eine Stimme, welche einmal andere Blickwinkel wagt. Stattdessen nur das schrillschreiende Konzert der Gierstimmen aus dem Milieu der Bänker und Bankrotteure. Schade. Und was sagt Merkel dazu: ‚Wir haben angstfrei mit den Banken verhandelt.‘ Ja, so geht’s dieser Tage.

  20. Nun, Habermas hat ja eines...
    Nun, Habermas hat ja eines sehr guten Beitrag hier in dieser Zeitung geschrieben, und durchaus Zustimmung gefunden, im Gegensatz zu den wenig klugen Antwortversuchen, die auch leider zu lesen waren. Allerdings, es ist Panik, und man muss nachdenken für gute Beiträge: Da hat man eigentlich keine Chance gegen die Ferengis des Chaos und der Märkte.
    .
    fionn, der nächste Beitrag dreht sich um Sparen am Tegernsee, der geht in die gleiche Richtung.

  21. Grand Guignol, ich denke, es...
    Grand Guignol, ich denke, es ist schon weitgehend getrennt.
    .
    auch-einer, Schröder hat früher als andere die Zeichen der Zeit erkannt. Im Prinzip müsste man jede PolitikerIn, die mit Alternativlos daherkommt, knallhart entamten und an eine Aldikasse setzen. Politik ist dazu dfa, Alternativen zu finden, und wenn sie das nicht tut, muss sie geändert werden. Bevor der neue Alternativlos-Brüning wieder dem Folgendem Platz macht.

  22. GRUII001, danke, so wie ich es...
    GRUII001, danke, so wie ich es sehe, erleben wir gerade den nächsten grossen Raubzug. Nichts kann die Politik eigentlich davon abhalten, Kapitalerträge, Börsenspekulation und Boni knallhart so lange zu besteuern, bis die Krise wieder bezahlt ist. Gerecht von allen und nicht nur von den Idioten, die nicht weg können. So, wie es läuft, wird es weiterhin tolle Ecken geben, in einem weniger tollen Land.
    .
    Rouven, immerhin geht es schon um Kanzlermehrheiten, wacklige Vertrauensabstimmungen, und in Irland hat eine Regierung ja auch schon zu Brüningschen Notverordnungen wie der Plünderung der Rentenkasse für die bankenabsicherung greifen müssen. Das kommt bei uns sicher auch noch, keine Bange. Alles Geld den Bankstern.

  23. bilderrausch, gern geschehen....
    bilderrausch, gern geschehen. Sicher fühlt man es, die Frage ist halt, ob man sich dagegen wehrt oder es markttotalität als politisches Allheilmittel begreift, so wie es manche Opportunisten wohl sehen, die nicht am schlechteren Ende dieser Entwicklung sind. Was man dagegen tun kann? Argumentieren. Meinung bilden. Probleme aufzeigen. Entknorpelung demnächst in diesem Theater.
    .
    Foersterliesel, um das Transatlantische haben sich viele bemüht, nicht nur die offensichtlichen Organisationen, sondern sehr viele Wissenscfhaftler und Philantropen. Und das war stets die gute Seite der Entwicklung. Nur spielt sie heute keine Rolle mehr.

  24. Ja, werter Don: Habermas, auch...
    Ja, werter Don: Habermas, auch Schirrmacher und einige wenige andere haben sich zu Wort gemeldet. Aber ist das wirklich unser letztes Aufgebot, über welches Deutschland jenseits der Freie-Marktkräfte-Plapperer noch verfügt? Und d’accord: Nachdenken ist keine schlechte Art, sich unserem Europa zu nähern. Aber währen die Turbulenzen nun Tage oder eher Monate, Jahre gar? Was ich schlicht vermisse: Dass diesem Pseudodiktum bodenlos dummer Alternativlosigkeiten ein Konzert von Alternativen entgegen gestellt wird, dass ein Diskurs angestoßen wird, dass sich endlich kluge Menschen in die erste Reihe vor die Kameras, in die Kolumnen, an die Mikrofone drängeln. Wie gesagt: Sie gehören zu den wenigen Ausnahmen, die sich um andere, neue Blickwinkel kümmern.

  25. <p>Ich will mich hier nicht...
    Ich will mich hier nicht anbiedern, aber ein gutes Argument wiegt mehr als ein Jahresabo Handelsblatt und Wiwo. Die Anzahl der schreibenden Marktfetischisten und Ferengis hat wenig zu bedeuten, wenn man sich mal jenseits voin Banken umhört.

  26. Eines der interessantesten...
    Eines der interessantesten Phänomene in den „besseren Kreisen“ ist, das diejenigen, die das Geld besitzen und in den vergangenen Jahrzehnten verdient haben, durchaus bereit sind mit höheren Steuern oder Sonderabgaben zur Lösung des Problems beizutragen, das aber deren Kinder (auch wenn sie sie sich selber als „Links“ bezeichnen) den Angstschweiß auf der Stirn stehen haben wenn die Eltern das am Abendbrottisch ansprechen.

  27. Ich möchte einmal darauf...
    Ich möchte einmal darauf hinweisen, dass die Pensionskasse nicht nur in Irland, sondern auch in diesem Land längst geplündert wurde, die Ruhestandsgelder der Beamten wurden der HRE zugeführt.
    Außerdem möchte ich Ihnen einmal meine Hochachtung für Ihren Mut zur Wahrheit aussprechen, lieber Don Alphonso. Bei uns traut sich das niemand mehr, der es sich nicht leisten kann, gemobbt zu werden. Die Täterä ist längst hier.

  28. Man ist und bleibt weiter...
    Man ist und bleibt weiter dieser Gegenwart verhaftet – und realistisch, also erwachsen und verlässlich und kenntnisreich dazu? Gut!
    .
    http://www.silkroadstudies.org/new/
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_E._Dempsey
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=48LLsgsOgvo
    .
    (Auch der Dempsey ist gut, genau wie sein Vorgänger Mullen.)

  29. Geld stinkt nicht - bis man es...
    Geld stinkt nicht – bis man es anfasst. Hüben wie Drüben hat man Bilanzen und Charts sowie das Wohl der Märkte über Sittlichkeit und Moral gestellt. Das ist das eigentliche Problem. Und dagegen könnte man sehr wohl etwas tun – ohne in ideologische Reflexe zu verfallen und nach starken Männern zu schielen. Aber wisst Ihr was: Es ist ein schöner Tag, weil heute ein rechter Firlefanz mehr auf dieser Welt endlich seinen Hut genommen hat!

  30. Draußen ist Nebel, und das...
    Draußen ist Nebel, und das hier ist auch deprimierend. Schade um die Entwicklung, aber wie immer, wenn die Ratten erstmal aus den Löchern gekrochen sind, kriegt man sie mit guten Worten nicht wieder dorthin zurück.
    .
    Die Gier und die Idee, daß man durch egomanische Tricksereien wie Leerverkäufe eine Zukunft gestalten kann, hat hier doch genauso überhand genommen. Weiterdenken, selbst nur an den übernächsten Tag, war immer schon unpopulär, jetzt erst recht. Stattdessen immer noch ‚Mission accomplished‘.
    .
    Schade um Gods own country.

  31. @Don Alphonso:
    Habermas ist...

    @Don Alphonso:
    Habermas ist unkritisierbar, alle Befürworter von Marktwirtschaft sind wahlweise Idioten oder Opportunisten, Kapitalerträge sind Raub, gute Argumente kommen nur vom Don?
    Nein, ich möchte nicht, nirgendwo und niemals von Ihresgleichen regiert werden. Die Auswirkungen der letzten grössenwahnsinnigen Selbstüberschätzung von Marktverächtern haben ein halbes Jahrhundert lang einen halben Kontinent ruiniert. Gründlich.
    Aber ich vermute, im Mainstream richtig draufzuschlagen ist westviertelkompatibel, Martenstein hat dazu in der aktuellen ZEIT das nötige gesagt. Und Marktverachtung ist gerade Mainstream, man rennt damit Scheunentore ein.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  32. Evolution und Selektion folgen...
    Evolution und Selektion folgen Naturgesetzen. Evolution und Selektion gilt auch für Staatsgebilde. Ergebnis von Evolution und Selektion: Feudalismus. Demokratie wird verweht wie ein Bergstrasse im Winter. Schneesturm seit Reagan, seit Putin, seit BungaBunga und Joschka.

  33. Das Reservoir an kurzsichtiger...
    Das Reservoir an kurzsichtiger Unfähigkeit in entscheidenden Positionen, fröhlich herum hüpfender Dummheit und der einen oder anderen kaum verdeckten Boshaftigkeit ist leider ähnlich gross wie der Atlantik…

  34. Lieber Don, ich weiß nicht,...
    Lieber Don, ich weiß nicht, mit welchen (US)-Amerikanern Sie sprechen. Hier in Moskau sieht zumindest mein Nachbar, Mitarbeiter beim U.S. Commercial Service an der Botschaft, in den USA ähnliche ökonomische Ungleichgewichte wie in der EU. Und wie auch in Europa wird am Ende eine Neuausrichtung notwendig sein. Größter Bremsklotz in Europa sind die 17 ungleichen and kulturell immer noch sehr verschiedenen Staaten der Währungsunion, in den USA sind es die 12 Monate bis zur Präsidentschaftswahl 2012. In beiden Währungsgebieten kann die Krise immer noch friedlich, gut durchdacht und koordiniert innerhalb des existierenden politischen Systems beendet werden. Wenn da nicht das Aussitzen “It is in the nature of politicians in the U.S. and Europe to kick the can down the road (= aussitzen, immerhin habe ich mein Englisch verbessert) -to put off the inevitable results of bad decisions until the next guy gets elected“ sowohl in Washington D.C. als auch in den europäischen Hauptstädten wäre. Das Risiko, dass die unvermeidbare Neuausrichtung zerstörerisch und brutal sein wird, steigt an beiden Standorten. Und machen Sie sich bitte keine Sorgen wegen Russland. Hier haben Politiker und Oligarchen genug Probleme, Land und privaten Reichtum zusammenzuhalten. Und in China scheint dies so anders auch nicht zu sein. In diesem Zusammenhang erfreue ich mich zunehmend an meine Pensionskasse in Schweizer Franken in einem gebirgigen europäischen Kleinstaat.

  35. Hervorragender Beitrag,dem ist...
    Hervorragender Beitrag,dem ist nichts hizuzufügen,ausser einer
    Empfehlung , auch Frank Schirrmachers Beitrag:“Und vergib uns unsere Schulden“
    zu lesen,hier in dieser Gazette.

  36. Das Wesen von Schulden reicht...
    Das Wesen von Schulden reicht tiefer: Wohlstand ohne Anstrengung. Wohlstand auf Kosten Dritter.
    Insofern hat die heutige Krise etwas heildenes. Sie zwingt. Gewohnheiten und Ansprüche zu überdenken. Gleich, ob diese Ideen und Vorbilder aus Amerika, Europa oder dem Fernen Osten kommen.

  37. JMense@: Nur Geduld, es kommt...
    JMense@: Nur Geduld, es kommt auf leisen Sohlen. So wie im NT angekündigt: „…wie ein Dieb in dunkler Nacht.“
    ..
    Die Ferengi sind eine technologisch außerordentlich weit entwickelte Rasse. Bis zum Jahre 2011 waren sie ein völliges Mysterium für die E-Föderation. Eine begnadete Rasse von Dichtern und Denkern, Händlern und Technikern. Sie wurden regiert, wahrlich ohne Alternative, von einer weit über alles Maß „hervorragenden“ Physikerin, christlich abgestempelt, die einen gerissenen mittelmässigen, sozialistisch verbrämten Advokaten einige Jahre vorher ablöste, der mittlerweile als Vertreter seiner selbst tätig ist für eine andere Macht samt seinem Stellvertreterspezi, einem ehem. „Streetworker“, der auch nicht anders konnte.
    ..
    Jeden Tag, es ist nicht zu fassen, immer wieder dieselben gesichtslosen Fassaden mit Mund, Nase, Ohren und Augen auf den ersten Seiten der Gazetten und im TV. Wie sie lächelnd abwehrend aber leutselig aus den Kaleschen steigen. Ab und zu ein fein hingesülztes Statement oder aber eine sehr wichtige richtungslose Rede zu Messeeröffnungen, Tagungen der Lobbyisten oder zu den nationalen Feiertagen bräsig mit Nickeligkeit gespickt, den Abnickern und Claqueren vortragen.
    Als könne sich das werte Publikum nicht satt dran sehen und hören. Was läuft da eigentlich ab, daß diese Zumutung nicht unterbleibt, wenigstens reduziert wird?
    ..
    Silvio, Silvi, Silv, Sil, Si,S, . Sic transit gloria mundi.
    ..
    Im 19. Jhdt. stimmte der US-Kongreß darüber ab, ob Englisch oder Deutsch die zukünftige Amtssprache sein solle.
    ..
    Früher kannte man noch den soliden Begriff des Bankbeamten. Und jetzt?
    ..
    Heutzutage gibt es immer sehr, sehr große Mehrheiten im Parlament bei den permanenten Schicksalsfragen die da fast allwöchentlich anstehen.
    ..
    ´Ne Kopfnuß (wahlweise -schuß) für den, der sich Arges denkt bei Thüringer Rostbratwurst.

  38. Holly01:..ergreifend wie er...
    Holly01:..ergreifend wie er mit dem Pilotenhelm unter dem Arm im Fliegerkombi-dress, mit seinem Driver lächelnd plaudernd auf dem Fluzeugträger, 40 miles vor der US-Küste, einherschreitend posierte. Ein veritabler Kriegsheld.

  39. Don, es ist einfach den...
    Don, es ist einfach den Klassenbully (USA) zu kritisieren wenn ca 70 Mio deutsch/amerikanische Waehler auf Ihrer Seite stehen. Leider wird diese Situation in Deutschland nicht erkannt und unsere Power von Ihren Eliten noch mit Fuessen getreten. Sie vergessen zu erwaehnen, dass in den letzten 100 Jahren die USA fuer Europa immer die Kastanien aus dem Feuer holen musste. Selbst Ihre Elitesse erhaelt bei Bedarf den Service der kostenlosen Krankenkasse MEDICAID, fuer den allein in New York State jaehrlich $50 Milliarden ausgegeben wird. Ich kenne wenige Deutsch/Amerikaner die aus freiem Willen nach Deutschland zurueckgekehrt sind, es laesst sich hier so gut leben (fuer Handwerker wie Freiberufler), dass eines der reichsten Staedtchen auf Long Island, Southampton, von den Einheimischen jetzt Krauthampton genannt wird.

  40. In der volkswirtschaftlichen...
    In der volkswirtschaftlichen Theorie dieses Planeten ERDE und dessen beiden Hauptvertreter (Friedman-Stabilitätstheorie und Keynes-Instabilitätstheorie) gab es nur einen einzigen Punkt, in dem Konsens (=100% Übereinstimmung) beider Gelehrten herrschte.
    „Je gleichmäßiger das Einkommen (Volkseinkommen) einer Volkswirtschaft verteilt wird, desto höher ist der Konsum!“
    In den letzte 20-30 Jahren sind viele westliche Volkswirtschaften (vor allem mit neo-liberalen Regierungen!) hiervon stark zu Gunsten des Kapitals einseitig abgewichen.
    Die Endabrechnung kommt noch und wird auch zeigen, wie wichtige dieser Satz war!

  41. Zum Thema 'Todesstrafe und...
    Zum Thema ‚Todesstrafe und nicht in die USA reisen‘ möchte ich nur darauf hinweisen dass in der hessischen Verfassung die Todesstrafe vorgesehen ist – sie aber, genauso wie in einigen Bundesstaaten der USA, nicht praktiziert wird. Prinizipien sind was feines – wenn man nicht deren Sklave wird.

  42. Ich fahre ja auch so selten...
    Ich fahre ja auch so selten wie mögkich nach Hessen.
    Spass beiseite: Ich war dort, es hat mir nicht besonders gut gefallen, ich kenne schönere Orte, und die ganze Fliegerei finde ich überflüssig. Für mich ist einmal über die Berge auf Landstrassen im offenen Auto das, was mir gefällt.

  43. @ThorHa: Ja, es ist ja fein,...
    @ThorHa: Ja, es ist ja fein, sich der Reaktanz zu verschreiben, sie ist als Korrektiv richtig und gut und angebracht. Aber im Gegensatz zu der in der ZEIT angesprochenen Reaktanz bei kleinen Verfehlungen oder wissenschaftlichen Diskussionen geht es beim Banker-und-Bankrotteurs-Bashing um für alle sichtbar aus dem Ruder laufende Zusammenhänge. In solchen Situationen ist die Reaktanz völlig fehl am Platze. Stattdessen fordere ich endlich einen Kampf der Meinungen von klugen Köpfen, nicht von allerortens Sprechblasenproduzierenden Lobby-Getriebenen. Was ist uns Europa wert? Wo liegen die Verantwortlichkeiten? Wie wollen wir in unseren Kulturkreisen auch auf lange Sicht weiter friedlich zusammen leben? Martenstein jedenfalls hat nicht gemeint, im Angesicht echter Katastrophen jedes Mal zwanghaft und nur dem Zweifel gegönnt die Gegenposition beziehen zu müssen. Das ist dann nämlich auch kein Ausdruck von Intellekt – so wie man bei einigermaßen Verstand auch einem Goebbels posthum keine ehrenwerte Motive mehr andichten möchte (nur weil ihm heutzutage keiner mehr welche zugesteht).

  44. @HenryPetersen: Ich kenne...
    @HenryPetersen: Ich kenne dagegen sehr viele Deutsche, die nach einigen Jahren USA-Erfahrung sehr gern und manchmal sogar mit ein wenig Erleichterung nach Europa zurück gekehrt sind. Nicht dass es ihnen in den Staaten schlecht ergangen wäre, sie hatten alle zumeist höchst ehrenwerte Aufgaben, damit verknüpft ein gutes Auskommen, auch Aussichten und Chancen – aber zum Schluss gefiel es ihnen (um nur ein banales Beispiel zu nennen), einfach in Ruhe in einem Biergarten sitzen und ihr mitgebrachtes Essen verzehren zu dürfen, ohne als Umsatz-Verhinderer schräg angesehen und wenn möglich des Platzes verwiesen zu werden. Zum Schluss setzt sich das Leben ja aus solchen Alltäglichkeiten zusammen.

  45. @Grand Guignol: Ja,ja: Wenn in...
    @Grand Guignol: Ja,ja: Wenn in die Jahre gekommene Männer Krieg spielen (oder Männer, die nie aus den Jahren ihrer Adoleszenz herauskamen) – dann gebe man ihnen Flugzeugträger, U-Boote, Haubitzen und Batallione und siehe da, sie verbrennen mir nichts dir nichts die Welt. Wie sagte man einst so schön: Wehe dem Volk, welches sich von Männern regieren lässt, die nichts anderes als Krieg kennen. Monsieur le Corse lässt grüßen!

  46. @ Hasan Eker :

    "Je...
    @ Hasan Eker :
    „Je gleichmäßiger das Einkommen (Volkseinkommen) einer Volkswirtschaft verteilt wird, desto höher ist der Konsum!“
    Eine interessante These, aber auch eine sehr langweilige.

  47. Werter Don,
    es findet sich...

    Werter Don,
    es findet sich viel bittere Wahrheit in Ihrem Beitrag, doch mag ich die Zukunft nicht ganz so schwarz sehen. Staaten sollten sich nicht verschulden – und demnaechst ist die Zeit gekommen, daraus zu lernen. Die Produktivitaet wird bleiben, Mehrwert wird weiter geschaffen werden, Innovationen werden weiter angestossen werden und die (kapitalistische?) Welt wird sich weiterdrehen. Ansonsten wird auch China kaum als Profiteur hervorgehen koennen (und Russland… nunja, waere sicher das reichste Land der Welt, wenn da nicht die Russen waeren).
    Das groesste Problem bei einem wie auch immer gearteten Ausweg aus der Verschuldungsspirale seh ich allerdings auf der Amerikanischen Seite des Atlantiks. Denn hier ist praktisch die gesamte Altersvorsorge der Bevoelkerung direkt oder indirekt auf Staatsanleihen aufgebaut. Seltsamerweise wird diese Problematik fast nie angesprochen. Sollten die Pensionsansprueche zusammenfallen, duerfte auch dem letzten Mittelschichtler klar werden, dass er auf einem angesaegten Ast sitzt. Gegen den dann losbrechenden Sturm duerften auch noch so finanzgewaltige Banken machtlos sein. Trotzdem halte ich die amerikanische Politik letzten Endes fuer eher in der Lage, ihre Probleme zu loesen als die europaeische, ganz einfach weil es in den USA viel weniger Leute bedarf, die sich auf ein neues Ziel einigen und es auch durchziehen – und das noch demokratisch legitimiert.
    @Grand Guignol: „Im 19. Jhdt. stimmte der US-Kongreß darüber ab, ob Englisch oder Deutsch die zukünftige Amtssprache sein solle.“ Wird zwar gerne behauptet, ist aber falsch. Eine solche Abstimmung hat es nie im Kongress gegeben. (Wenn ich mich recht erinnere ist der Ursprung dieser Legende, dass in einem Bundesstaat beantragt wurde, offizielle Dokumente auch in Deutsch zu veroeffentlichen, was aber abgelehnt wurde.)

  48. ThorHa@:@: Philosophen sind...
    ThorHa@:@: Philosophen sind gut für Denkgebäude. Wenn diese gut fundiert sind. Ob sie für die direkte „Marktanwendung“ jeweilig taugen, hängt von der Mächtigkeit ihrer Erkenntnisse und ihres Umfeldes ab.
    S. Stuart Mill versus A. de Toqueville, oder Karl Marx versus J. A.Schumpeter oder F. A. Hayek. Mit moralischen Apellen allein ist es in den „Niederungen“ des Wirtschaftens kaum getan, s. J. Habermas. (Allen Ethikbeauftragten in Firmen zum Trotz.)
    Der Markt und die Konkurrenz sind im Allgemeinen gnadenlos. So funktioniert eben Wettbewerb. Wenn nicht mit gezinkten Karten gespielt wird.
    Nur was uns da in der gegenwärtigen hohen Equilibristik der Finanzwelt mit ihrer Sekundentakt -Hektik und jenseits allen Bezugs zur Realwirtschaft, Markt genannt, vorgezaubert wird, ist ein gigantisches Hütchenspiel. Ebenso das Gemache um die längst bankrotten Staatswirtschaften. Was da abläuft ist nur noch, im wahrsten Sinne des Wortes, Scheinkapitalismus, jenseits aller Rechtsnormen und Politikkontrolle.
    Wo Sie da noch den funktionierenden Markt entdecken können, ist mir schleierhaft. Es sei denn ich habe Sie gründlich mißverstanden. Dann will ich gern dazulernen,
    auch von Ihnen und leiste Abbitte: Das Bessere ist der Feind des Guten.
    ..
    Aber noch sind die Bücher nicht geschlossen. Der Markt wirkt weiterhin überall: Das gilt für Theorien, den Politiken, den Ökonomien, der Hybris.
    ..
    Zu Stuart Mill im IN gefunden:
    „Da die Masse eines Staates lediglich eine „kollektive Mittelmäßigkeit“ sei, die dazu neige, bedeutende Einzelpersönlichkeiten zu unterdrücken (als Beispiele nennt er Sokrates, Galileo Galilei und Jesus von Nazareth) und die in der Regel nicht nach ihrem wirklichen, sondern lediglich nach ihrem scheinbaren und kurzfristigen Interesse handele (das zudem durch einen kurzfristigen Lustgewinn gesteuert werde), kommt für Mill in einem demokratischen Staat intellektuellen Eliten eine besondere Bedeutung zu. Einzig diese gebildeten Persönlichkeiten sollten wählbar sein und der ungebildeten Masse helfen, sich selbst zu bilden und weise Entscheidungen zu treffen.“
    Vermutlich sind wir „global“ an einem Punkt angelangt, wo es um mehr als die Leberwurst des reinen Interesses geht. Es geht in der Tat um weise (!) Entscheidungen, die wohl abgewogen zwischen der Auswahl verschiedener Alternativen konsensual getroffen werden sollten. Im Hintergrund drohen sonst
    Demagogen und Cliquen, die den entstehenden Notstand für ihre Machtspielchen mit verheerenden Konsequenzen für die Bürger nutzen werden. Wie gehabt.

  49. In diesem Zusammenhang sei...
    In diesem Zusammenhang sei vielleicht noch auf das „neue Europa“ verwiesen, auf Estland, Lettland, Littauen, Rumänien, Bulgarien, Tschechien, Slowakei, Island, Großbritannien, Spanien, Portugal, die vom US State Department 2003 zur „Coalition of the willing“ gerechnet wurden.
    Zieht man Staatsschulden als Ausdruck struktureller ökonomischer Probleme heran, so zeigt sich jetzt, es zieht sich tatsächlich ein tiefer Riss zwischen jen -Immobilie hatem „neuem Europa“ und dem „alten Europa“, das aus Sicht der Transatlantiker maximal den Charme einer verkommenen, herunter gewirtschafteten Gründerzeit-Immobilie hatte, welches eine gründliche Renovierung oder sogar Entkernung nötig hatte.
    Sehen Sie selbst:
    Gruppe 1: Uraltes Europa
    (Deutschland, Frankreich, Schweiz, Österreich)
    In den letzten beiden Jahren (2009, 2010) lag hier die durchschnittliche Neuverschuldung/BIP bei 3 Prozent. Zwischen 2003 und 2010 stieg die Staatsverschuldung 10 Prozentpunkte an – pro Jahr 1,5 Prozent.
    Gruppe 2: Uraltes Nord-Europa mit starkem Sozialstaat
    (Finland, Norwegen, Schweden)
    In den letzten beiden Jahren (2009, 2010) lag hier die durchschnittliche ENT-Schuldung/BIP bei 3,5 Prozent. Zwischen 2003 und 2010 sank die Staatsverschuldung 42 Prozent – pro Jahr sank die Staatsverschuldung rund 6 Prozent.
    Gruppe 3: altes neues Europa
    (Vereinigtes Königreich, Italien, Portugal, Spanien, Island, Niederlande)
    In den letzten beiden Jahren (2009, 2010) lag hier die durchschnittliche Neuverschuldung/BIP bei 7 Prozent. Zwischen 2003 und 2010 stieg die Staatsverschuldung 40 Prozentpunkte an (!) – pro Jahr 6 Prozent.
    Gruppe 4: neues neues Europa
    (Littauen, Estland, Polen, Lettland, Slowakei, Tschechei, Rumänien, Ungarn, Bulgarien usw.)
    Ohne Worte. Vielleicht ist d

  50. Don Alphonso@: Was Hessen...
    Don Alphonso@: Was Hessen anbelangt: Da Sie ja für Altertümchen zu haben sind, waren Sie jemals in Ahlsdorf, Bad Arolsen, Gelnausen, Greifenstein, Fritzlar, Limburg, Marburg, Weilburg u. a. sehr schönen Städtchen?

  51. @ JMense um...
    @ JMense um 14.05h
    Gemütlichkeit …. es gibt kein entsprechendes Wort in der E-Sprache, also man hat das Wort „gemütlich“ übernommen. Auch die Vielfalt an Vereine in den deutschsprachigen Raum ist erwähnenswert.

  52. fionn 17.10:
    Was die...

    fionn 17.10:
    Was die Sprachnachbarschaft angeht, heißt es auch immer bedeutungsschwanger, im Englischen gebe es kein Wort für schadenfroh. Das stimmt aber nicht, denn „gloat“ trifft es ganz gut. Auf englisch gloated man zum Beispiel derzeit ganz vorzüglich über die Euro-Krise und, was sie die Deutschen hoffentlich kosten werde.
    Was denen hingegen fehlt, sage ich nun schadenfroh, ist ein Wort für „gönnen“.

  53. JMense@: Schätze im Frieden...
    JMense@: Schätze im Frieden muß der Staat unbedingt für den möglichen Krieg gerüstet sein. Im Kriegsfalle sollte die Staatsführung unbedingt den Frieden anstreben.
    Auch in einer Koalition und unter den Gegebenheiten und Mitteln von Hightech. Die Sache ist in beiden Situationen viel zu ernst, als dass sie für leichtfertige Spielereien taugt. Ob wir, die Deutschen, uns ohne weiteres in auswärtige Zwistigkeiten einlassen sollten, um das Thema weiter zu spinnen, ist allerdings eine sehr schwerwiegende Frage und muß wohl erwogen sein. Im Falle von Libyen hätten wir m. E. mittun sollen, weil die Mehrheit der dortigen aufständischen Bürger auf verlorenen Posten stand.
    Ein großer Teil der US-Strategen hielten uns ja während der Iraqintervention für untaugliche Memmen. Das ist einzig und allein eine Frage der Staatsraison, des Wohls der Nation und nicht ob Feigheit vorherrsche. In Währungsfragen gilt ähnliches.

  54. Es ist leider wahr und es...
    Es ist leider wahr und es könnte einem Angst und Bange werden und ein „es ist schon immer Gut gegangen“ hilft dann auch nicht mehr.

  55. zunächst mal danke für den...
    zunächst mal danke für den erschütternten Beitrag, und die Anmerkung zu Habermas und Repliken.
    Völlig daneben ist dagegen wieder mal der Seitenhieb auf Hessen und was die Fliegerei angeht so fehlt wohl Erfahrung eines Segelflugs über die Passstrassen.

  56. Der Monat November ist der...
    Der Monat November ist der Monat der Deutschen Streichquartette.

  57. @ThorHa

    "Die Auswirkungen der...
    @ThorHa
    „Die Auswirkungen der letzten grössenwahnsinnigen Selbstüberschätzung von Marktverächtern haben ein halbes Jahrhundert lang einen halben Kontinent ruiniert. Gründlich.“
    Nun, zugegeben. Jetzt, unter der freundlichen Fuchtel (aka friendly fire) der Marktbefürworter, sind es ganze Kontinente, die ruiniert sind – und obendrein, per ->aktuellem Dekret, bis zum ->jüngsten Tag. Haha.

  58. @John Dean: auf die Idee,...
    @John Dean: auf die Idee, Gründerzeitbauten zu entkernen, kann man wohl nur kommen, wenn man sie nicht kennt, und für US-Pampa-Papphäuser hält… – heute in der Süddeutschen gelesen: die schlechte Figur der Deutschen Bank in Las Vegas. Kurz bevor es losging mit dem Gekrache, war ich touristischerweise dort und konnte mich nicht genug wundern über den Unfug, mitten in der wasserarmen Wüste Felder um Felder von weitausgedehnten Häuschenzonen hinzuzufügen. Die USA funktionieren einfach anders als Europa. In Europa wohnen die Leute seit 1000 Jahren oder z.T. auch sehr viel länger (wenn man die Sachsen-Anhaltiner DNS-Proben von Bronzezeitbegräbnissen ernst nimmt) in bekannten Klimaten, und sie wissen, welche Häuser an welchen Stellen halten. In den USA ist das alles völlig unklar und ständig noch ein Erstversuch. Hinzu kommt, daß sich noch kaum seit mehr als 1000 Jahre besiedelte Plätze herausgebildet haben und die Leute ständig am herumscheesen sind, wodurch sie keine längerfristige Erfahrung mit dem lokalen Klima erlangen. Eurasien und Afrika sind da völlig anders. Auch Improvisationen werden hier an Erfahrungen gemessen, und Experimente ins Blaue hinein werden entsprechend nicht goutiert.

  59. Und die Sinnhaftigkeit...
    Und die Sinnhaftigkeit spanischer FeWo-Anpflanzungen steht auch aus.

  60. @Grand Guignol:
    "Ob wir, die...

    @Grand Guignol:
    „Ob wir, die Deutschen, uns ohne weiteres in auswärtige Zwistigkeiten einlassen sollten, um das Thema weiter zu spinnen, ist allerdings eine sehr schwerwiegende Frage und muß wohl erwogen sein.“
    Was mich (ehemaliger überzeugter Zeitsoldat und Bellizist) angeht, nicht. Ein Bundestag, in dem keine 20% der Männer mehr gedient haben. Und eine gesellschaftliche Elite, deren Kinder alles mögliche werden, aber ganz sicher nicht Soldat. Es gibt in Deutschland keine Mehrheit und keine Führung mehr, die das Recht hätte, von anderen Töten oder Sterben zu verlangen. Zum deutschen Bequemlichkeitspazifismus passt nur noch – keine Armee.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  61. Money makes the world go...
    Money makes the world go around… Und Sie wird sich weiter drehen. Die Welt. Und zum Markt gibt es keine brauchbare Alternative. Uns zum Bankensystem auch nicht. Der Crash ist der Normalfall. Wer fällt, muss wieder aufstehen. Lamentieren hilft nicht. Kapitalismuskritik auch nicht. Und in einigen Jahren werden sich viele die Augen reiben und feststellen, dass die USA immer noch stark sind. Da gibt es Leute, die wissen, wie man von vorn wieder anfängt. Die Vergangenheit zu analysieren ist richtig, man muss ja nicht alle Fehler wiederholen. Wenn ein Konzept wirklich gescheitert ist, dann ist es der Sozialismus. Das begreift sogar der ärmste Chinese, Kinder von deutschen Studienräten aber nicht.

  62. Die Refinanzierungs klappt...
    Die Refinanzierungs klappt bisher jedenfalls tadellos.
    Die Amis haben die Staatsanleihen in Europa für einen kleinen Zins erworben und veräussern mit hohem Gewinn. Es wird so schnell in Dollar transferiert, das Dollar zeitweise teuer werden, weil sie knapp sind.
    Die Banken des betroffenen Landes (z.Zt. am stärksten Griechenland) rekapitalisieren sich sehr ähnlich. Billig gekauft, teuer verkauft oder bei der EZB hinterlegt.
    Geld ist für Banken kein Problem.
    Sobald die Kurzläufer mit (jetzt hohem Zins) wieder anstehen, gibt es einen Schuldenschnitt und die show läuft weiter.
    Bei diesem Vorgang ist EFSF oder ESM nur ein Schmiermittel. Die beiden sollten nicht „verbraucht“ werden.
    Griechenland dient somit nur als „Beweis“. Man kann einen überschuldeten Staat auch bei extremen Maßnahmen nicht schuldenfrei sparen.
    Bei Italien wird das schon ganz anders klingen. Ich schätze „Augenmaß“, wird in 2012 das am häufigste gedruckte Wort im Wirtschaftsteil sein.
    Die Amis verlieren bei diesem Tausch aber auch weiter an Einfluß in Europa. Der Dollar als Weltwährung schrumpft sich bedeutungsloser.
    Die anglikanischen Länder (ich zähle Neuseeland, Australien und Kanada mehr oder weniger dazu), werden deutlich mehr Inflation benötigen.
    Am Ende steht die EZB natürlich dumm da. In 2-4 Jahren lautet die Frage : Wie bekommt man die „Sicherheiten“ der aktuellen Krise, auf eine leise und unauffällige Art und Weise aus den EZB-Büchern?
    Auch da droht ein Schnitt, bei den geschöpften Geldern. Im Moment sieht es am ehesten nach einem Erlassen der Schuld bei gleichzeitiger Rückgabe der „Sicherheiten“ aus.
    Vielleicht bleiben die Sicherheiten auch bei der EZB und man lässt die Kapitalisierung/Rollen zu 50% des Nennwertes durch die Staaten zu. Die Verluste (der lange vorher erfolgte Schuldenschnitt) kann die EZB dann per „Schöpfung“ ausgleichen (weginflationieren).
    Eins ist jedoch sicher : Asien und Arabien werden nicht Kapital in dieses innerwestliche Schauspiel schiessen.
    Das Ringen über den Atlantik hinweg wird zäher und verbissener.
    Wer mag wetten, wann GB aus der EU austritt? Wird GB einen Stern in der US-Flagge bekommen oder werden es 5 Sterne sein?

  63. ...
    @JMense:
    „Banker-und-Bankrotteurs-Bashing um für alle sichtbar aus dem Ruder laufende Zusammenhänge“
    Stimmt. Zum Beispiel um die seit 40 Jahren völlig aus dem Ruder laufenden Staatsverschuldungen. Die es gab (und gibt), weil es bisher exakt keine Anreize für Politik ohne Schulden gab. Die Märkte haben brav finanziert (ein Staat kann ja nicht pleite gehen), die Politiker konnten Wohltaten ohne Schmerzen (aka Steuzern) versprechen, die Bürger einen auf Pump finanzierten Wohlstand geniessen. Alle glücklich. Was der Grund für das derzeitige Marktbashing ist – rationale Märkte machen auf einmal alle unglücklich. Denn der Verlust von Kindheitsillusionen tut immer weh.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  64. @Hollyo1 – ‘Mit Clinton...
    @Hollyo1 – ‘Mit Clinton hatte Europa endlich wieder einen Helden. Bis alle den Namen Lewinski kannten. Und das ist der mächtigste Mann der Welt? Der kann nicht einmal seine Finger still halten oder zumindest diskret sein?’ Ich denke, das Problem von Clinton war nicht, dass er nicht diskret sein konnte, sondern dass er kleinbürgerlich mit seiner Affäre umgegangen ist. Wenn die Republikaner gewusst hätten, dass er sich nicht erpressen lässt, hätten sie es auch nicht versucht. Ein Mann, der der Herr des Weißen Haus sein soll, sich aber von seiner Frau aufs Sofa verbannen lässt, hat nicht nur keinen Respekt, sondern demonstriert auch, dass er nicht der mächtigste Mann der Welt ist.

  65. Besten Dank Don - mal wieder -...
    Besten Dank Don – mal wieder – für Ihre nachdenklichen Betrachtungen. Und das folgende Zitat aus Frank Schirrmachers Rezension von „Debt“ bringt es auf den Punkt:
    .
    „Hohe Verschuldung ist dann eine moralische Existenzbedrohung für Gesellschaften, wenn es möglich wird, dass die, die Geld verleihen, dieses über Schulden finanzieren und dann ihre eigenen Schulden nicht bezahlen.“

  66. colorcraze, geniale idee, das...
    colorcraze, geniale idee, das mit den häusern und klima und so. viele lästern ja über das stickbuilding bei den amerikanern und halten ‚deutsche massivbauweise‘ für historisch gewachsen. wegen des klimas. gebäude aus stein sind aber nicht germanisch, sondern südeuropäisch. des klimas wegen haben sämtliche germanen aus holz gebaut. sogar im klassizismus wurden holzhäuser gebaut und mit einer putzfassade versehen, um vorzutäuschen, daß sie aus stein errichtet wurden. nicht umsonst bauen die kanadier für temperaturen unter -40°C holzhäuser (bis fünf stockwerke hoch). weil man sie schneller warm bekommt. es wird nur die umbaute luft erwärmt. um dasselbe behaglichkeitsgefühl zu erzielen, muß ein steinhaus mit 2…3K höheren temperaturen geheizt werden. schlecht verarbeitete steinhäuser werden nicht älter als schlecht verarbeitete holzhäuser.

    natürlich begünstigt das klima der usa eine einfachere bauweise als das seeklima westeuropas. das scheint gerade für deutsche architekten interessant gewesen zu sein, die dort nicht etwa die deutsche massivbauweise zelebrierten, sondern die leichtbauweise verfeinerten (neutra, schindler, gropius, zum teil van der rohe).

    und nicht zuletzt waren die energiekosten der amerikaner so niedrig, daß sie es sich erlauben konnten, die häuser nicht zu dämmen und weitab von ihren arbeitsstätten zu errichten. das war ökonomisch nicht unvernünftig, andere lösungen wären teurer gewesen. erst mit den klimatisierten häusern wurde der süden der usa stärker besiedelt. das wird sich wahrscheinlich bald ändern. doch auch in europa hat man den stein der weisen noch nicht gefunden. es wird lediglich ein ablaßhandel angeboten, um das medial gezüchtete umweltgewissen zu beruhigen: man kann in die energie zur erzeugung von dämmstoffen investieren. wer in dieselbe energie zur heizung seines hauses investiert, kommt in die umwelthölle. reine glaubensfrage, denn die kosten – und demzufolge der energieeinsatz – sind dieselben. aber auch für die kohle wurde der untergang der zivilisation schon vorhergesagt, wenn sie zur neige ginge. dann kam das öl…

  67. zu 13. November 2011, 19:59,...
    zu 13. November 2011, 19:59, das genau ist aber das Problem, wenn wir Amerikabashing betreiben. Bisher waren es die USA die das fragile Gleichgewicht halten konnten. Dafuer haben sie ab 1917 viele Leben hergeben muessen. Und viel, viel Geld.
    Nun gut Deutschland ist nicht mehr die grosse Bedrohung, aber einem Volk, dass in einem Jahrhundert zweimal die Welt ins Unglueck stuerzte, ist immer noch einiges zuzutrauen. Nicht jetzt und nicht heute. Wir haben uns entwaffnet. In vielfacher Beziehung. Aber wer weiss?
    Fazit: Wir sollten der Nation, die uns von den Nazis befreite, unsere Solidaritaet zeigen, statt haemisch ihrer jetzigen Not zu applaudieren.
    Ich verachte die Haltung dieser spaet in den Frieden Geboren zutiefst.
    .
    @Der Tiger, die Lewinski-Sache waere nie aufgeflogen, wenn die Monica diskret geblieben waere. Aber nein, sie musste stolz einer Freundin ihren Erfolg einer Freundin kundtun. Nunja, wer mit sei‘ m Professor pennt/ kommt doch nicht ins Establishment.
    .
    (Oder wie Madame mir mal grinsend gestand: Ein bisschen nuttig sind wir alle. Irgendwie.)
    .
    Stinksauer bin ich. Frau Froescher, bitte Musik!

  68. Frau Clinton hat ein noch...
    Frau Clinton hat ein noch schlechteres Bild gemacht. Indem sie auf einer innerfamiliären Machtprobe bestand, hat sie nicht nur den Präsidenten der US degradiert, sondern außerdem auch noch öffentlich demonstriert, dass sie ihre persönlichen Gefühle für wichtiger nimmt als das Funktionieren des wichtigsten Staates der Welt.

  69. @Don Alphonso: Ihr Zitat: "Es...
    @Don Alphonso: Ihr Zitat: „Es ist schade um das Alte Europa, das gerade als Idee implodiert, weil man den Traum durch eine Währung und Finanzinteressen ersetzt hat. Es ist schade um den Westen, und es dauert sicher nicht mehr lang, dann …“
    Das „alte“ Europa wird immer gern genommen von Menschen, denen vor dem, worauf Wir uns zubewegen, Bange ist; aber es ist ein so unbegrenztes Wortpaar: Was ist das „Alte Europa“? So viel ich auch taste, schmecke, rieche, höre und sehe, also wahrnehme, es entsteht kein klares Bild von einem alten Europa? Und ich nehme sehr viel wahr! Und das flüstert zu mir, das immer Neues aus Altem entsteht und es wispert ebenso zu mir, das dieses Neue an Vielheit/-falt, Langlebigkeit und BeFreiung nie hinter dem Alten zurückgefallen ist, wenn die ÜbergangsZeiten auch jeweils schrecklich und gewalttätig waren, aber das braucht ja nicht so weiterzugehen! Wir könnten aus dem alten Entsetzen ja z.B. lernen, die Übergänge von auslaufenden Phasen zu beginnenden Phasen angenehmer zu gestalten, müssen ja nicht immer blutige Revolutionen oder gar ganze Weltkriege sein, die altes aufgebrauchtes Verhalten und Hierarchien ablösen. Kann ja auch friedlich und mit offenem Visier zwischen den FestHaltern an „Altem“, wie wahrscheinlich Ihnen, Don Alphonso, und einem Vertreter der ErNeuerung, der Weiterentwicklung des „Alten“ sein, wie z.B. auch mir. Ich bin friedlich, und ich wünsche Jedes (Einer + Eine = Eines) alle Freude, die Es braucht, um im Wohlbefinden zu schwimmen. Wir könnten also friedlich und als Gleiche die Ablösung des Alten verhandeln und hinüberretten, was erhaltenswert ist und einmotten, was verbraucht ist und mehr Leid macht, als es Freude erregt.
    Aber Uns Beiden ist klar, dass das wahrlich nicht von Uns abhängt, oder zwischen Uns verhandelt wird; die Tendenz, das „was ist“ (kluge Philosophen sagen schon lange, es sollte besser heissen: das „Was wird“, denn das „was ist“, ist zu unbeständig) beständig zu verändern und neu auszurichten, ist eine der Grundlagen der Lebendigkeit, wirkt also sowieso in und zwischen Uns, ob Wir das wünschen oder lieber an „Altem“ hängen, es passiert. Mit Uns.
    Aber, und Jetzt kommts!, Wir Menschen sind inzwischen fast soweit, die Veränderung als gegeben zu akzeptieren, weil Wir davon Wissen (auch wenn es nicht dauernd Bewusst-ist, es ist) und ein wenig mit-zu-entscheiden, wohin und worin die Reise, diese Weiter-Entwicklung geht. Das schaffen Wir jedoch nur, wenn Wir dessen klar (Traumlos) sind, und wenn Wir ALLE damit einverstanden sind, die weitere Ausgestaltung des menschlichen und irdischen DaSeins miteinander zu verhandeln.
    Wann also sind Wir ALLE bereit, um GEMEINSAM Unsere Zukunft zu verhandeln? Schade wäre es, wenn es wieder, wie sie mit „implodieren“ andeuten, nur mit Gewalt möglich ist und passiert, weil noch allzu Viele an einem „alten“ Traum von einer „schönen“ Vergangenheit festhalten, statt mit stützender Hilfestellung von friedlichen und umsichtigen ErNeuerern, loszulassen. Sei es, wie es sei, es passiert, und ich hoffe und bitte sehr darum, das es diesmal aufrichtig und friedlich passiert.
    Es geht somit darum, den Weg und das Etappenziel der Weiterentwicklung zu verhandeln (Bewusst) und nicht darum, es zwingend und gewalttätig (unBewusst) durchzusetzen, wie in der schönen(?) Vergangenheit und der re(?)volutionären und krisenhaften Gegen(!)wart.
    Die Frage der Erneuerer ist: Wie bekommen Wir ALLE an „einen Tisch“, denn es sind schon 7 Milliarden? Und, wie klären Wir ALLE soweit auf, das Wir miteinander verhandeln können? Aber, wozu gibts die Technik. Wir schaffen das schon.
    Viel Freude!

  70. ThorHa@: Es geht um mehr als...
    ThorHa@: Es geht um mehr als unsere Nation, es geht um Europa, um seine Menschen, um sein Herkommen. Egal welcher Rasse oder welchen Herkommens oder welcher Religion die Menschen zugehören.
    Ihr trotziger Heroismus als Beispiel wäre sonst unfruchtbar, wenn es nur um das Soldatsein an sich ginge. Die Realität selber wird in ihrer Härte auch einen Umschwung des Bürgersinns, weg vom schlappen Defätismus hin zu neuem Mut, bewirken.

  71. Schöner Bogen von den Idealen...
    Schöner Bogen von den Idealen zu ihrer Kommerzialisierung und schließlich Kannibalisierung, danke.
    Ich werd nie verstehn, wie eine Sekte wie die Neoliberalen so allmächtig werden konnten, dass sie zuerst die USA und heute Europa in den Abgrund reißen.
    Wie konnte es wieder passieren, dass verständige Menschen sich davon überzeugen ließen, romantische Kleinkrämermodelle aus der Smithzeit würden die Realität von heute mit marktmanipulierenden und -konstituierenden Monsterkonzernen abbilden? Und sich eine Ideologie eintrichtern lassen, die für Machtausübung neben ein paar Alibimodellen nur tote Winkel von der Größe eines Jumbos übrig hat?
    Und zu alledem hat schon Talcott Parsons seit 1937 belegt, dass Eigennutz nur einer von zwei großen Parametern des menschlichen Verhaltens ist und der zweite, die Orientierung an übergeordneten gesellschaftlichen Normen und Moralvorstellungen, genauso zu werten ist, aber das ist den Geistesprimanern auf den einschlägigen Lehrstühlen auch egal.

  72. @Don Carlos: ich verabscheue...
    @Don Carlos: ich verabscheue ja auch den Dämmwahn qua Plastik(-fenster) und anderen nicht wirklich für ein angenehmes Raumklima geeigneten Materialien. Daß man die Chuuscht als sparsame Umwandlung der römischen Fußbodenheizung weiterpflegte, finde ich nicht nachteilig, auch wenn da einige Bäume drin verschwunden sind… (vor der Kohle war das Holz…). Daß bei arger Kälte Holzhäuser wärmer sind, ist richtig, aber der Hauptteil der USA liegt südlich von Kanada und hat keine sibirischen oder mandschurischen Temperaturen.
    @Holly01: GB als Teil der USA? Nicht in meinem Leben. Die schlagen sich eher als Großbahamas durch.
    @ThorHa: ich bin immer sehr für Markt, schließlich verdankt man ihm ein vielfältiges Angebot, wenn er läuft, aber wenn er halt gerade dann zusammenbricht, wenn man ihn braucht, ist man trotzdem so richtig Neese. Ich finde die Diskussion „böser oder guter Markt“ ein bißchen in der Luft hängend; es scheint mir doch mehr um die Randbedingungen zu gehen: wie hält man ihn am Laufen, daß nicht einerseits hemmungsloser Beschiß und andererseits Zusammenbruch (Austrocknung) stattfindet. (Und wenn der Zusammenbruch da ist, was dann… ja, es ist alles eine politische Angelegenheit.).

  73. @ThorHa: "Ein Bundestag, in...
    @ThorHa: „Ein Bundestag, in dem keine 20% der Männer mehr gedient haben.“ Ist das wirklich wahr? Die meisten Abgeordneten duerften doch in den 60ern geboren sein – damals wurde doch alles gezogen, oder? In der Bundesregierung liegt die Quote aber wohl auch nur bei 40%, die einzigen Offiziere sind von der FDP, Roessler und Niebel (Hauptmann d.R., abgegangen als OFw).
    @Der Tiger: „Ein Mann, der der Herr des Weißen Haus sein soll, sich aber von seiner Frau aufs Sofa verbannen lässt, hat nicht nur keinen Respekt, sondern demonstriert auch, dass er nicht der mächtigste Mann der Welt ist.“
    Wieso – der maechtigste Mann zu sein heisst ja nicht zwangslaeufig der maechtigste Mensch zu sein. Und hat nicht schon Themistokles verkuendet, sein Sohn beherrsche ganz Griechenland, da dieser seine Mutter beherrsche, seine Mutter Themiskoles, und dieser selbst Athen und damit ganz Griechenland?

  74. @ Besucher 13. November 2011,...
    @ Besucher 13. November 2011, 23:07 :
    Ansich ganz simpel. Den Amis ist das passiert, was den Deutschen mit den Nazis widerfahren ist.
    Grosskapital hat mit geringen Mitteln die Medien entsprechend beeinflusst. Ein paar Ökonomen singen ihr Lied. Eine Handvoll Politiker profiliert sich.
    So hat man aus einigen hundert Millionen ein paar tausend Milliarden gemacht.
    Die Kriege und die Verluste durch die Krise sind irreal. Zumindest für diesen Personenkreis.
    Ich würde ja von Köchen reden, aber der Brei will mir einfach nicht einfallen z.B..

  75. ThorHa (19:59): auch wenn ich...
    ThorHa (19:59): auch wenn ich Ihre Herleitungen nicht teile, folge ich dem Schluß: keine Armee.
    .
    „Keine Armee“ wäre die angemessene Aussage eines mitteleuropäischen Daueraggressors, der seit Generationen von niemandem angegriffen wurde.

  76. Gute Nachtlektüre, den link...
    Gute Nachtlektüre, den link habe ich natürlich geklaut :
    http://tandemvipera.blogspot.com/2011/11/tandemvipera-herbstbosachten-2011-same.html

  77. Frau Fröscher, ich bitte Sie...
    Frau Fröscher, ich bitte Sie herzlichst, erlösen Sie uns!
    Was wäre wohl die passende Musik zum Untergang des Abendlandes? Etwas im 6/4- oder 6/8-Takt? Eine Gigue? Auf schrägem Deck des Narrenschiffes tanzt es sich am besten ausschweifend, aber ohne Hektik.

  78. Danke, Don, für diesen...
    Danke, Don, für diesen gescheiten Beitrag in der Debatte. Wieso waren Sie eigentlich nicht in diesem horizontalen Balken auf der Hauptseite damit, oder hab ich diesen Moment verpasst? (Was ist denn eigentlich das Fachwort für diesen Balken?)

  79. @Colorcraze -...
    @Colorcraze – Markt:
    Natürlich geht es um die Rahmenbedingungen.
    Mich ärgert nur in der ganzen Diskussion die Konzentration auf „Bankster“ (bööööse) und den Rest der Menschheit (guuuuut).
    Um mal mit dem einfachsten anzufangen – in Deutschland hatten neben der Commerzbank und der HRE staatliche oder halbstaatliche Institute 2008 die grössten Probleme, weil sie an einem viel zu grossen Rad gedreht hatten. IKB, Bayern LB, West LB, HSH Nordbank etc.
    Um genauso einfach weiterzumachen, wer hat denn den Druck auf die Banken ausgeübt, sich irrsinnige Renditeziele zu setzen? Ferengi? Nope, es waren die Westviertler dieser Erde, denn nur sie verfügen über investierbares Kapital. In freundlicher Kooperation mit den Pensions- und Versicherungsfonds dieser Erde, deren Bestreben auf höchstmögliche Renditen für ihre Kunden (UNS!) zielten. Und beide haben sich in typisch menschlicher Dummheit die Illusion verordnet, man könne dauerhaft Renditen erzielen, die 5, 10 oder 15% über dem Wirtschaftswachstum liegen.
    Und last but not least, die Rahmenbedingungen für den ganzen Irrsinn wurden gesetzlich, mit parlamentarischen Mehrheitsbeschlüssen, überhaupt erst geschaffen. Sollte es tatsächlich so gewesen sein, dass der Gesetzgeber dabei auf die Sirenengesänge einiger Wirtschafts“experten“ und Verbandsvertreter (aka Lobbyisten) hereingefallen ist, erneut menschliche Dummheit. Wie weiter oben im Fred bereits ausgeführt – jeder nüchterne Realist ist sich darüber im klaren, wozu Einzelakteure den Markt nutzen wollen. Zur Maximierung ihres eigenen Vorteils nämlich.
    Die ganze Finanzkrise sagt überhaupt nichts über Märkte aus. Sehr viel dagegen über falsch gesetzte gesetzliche Rahmenbedingungen, Fehlanreize, gebirgsgrosse Löcher in den gängigen Markttheorien und menschliche Selbstillusion. Dementsprechend wäre die ganze Debatte viel zielführender, würde sie sich darauf konzentrieren, die Rahmenbedingungen neu auszutarieren. Anstatt – wie Habermas – den unsäglichen Unsinn von der Kapitulation der Demokratie vor dem abgrundtief Bösen (Markt) auf Essaylänge auszuwalzen!
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  80. "Securitization" - ich habe...
    „Securitization“ – ich habe das Wort zum ersten Mal vor einigen Jahren auf der ersten Seite der „Finanz und Wortschaft“ /Zürich) gelesen und dachte
    mmmm? was bedeutet das genau? Tatsächlich, dass die Amis (Wall Street) all ihren Ramsch zusammen bundeln, mit AAA kennzeichnen resp. etikettieren und
    weltweit verkaufen. Zur Info: während der Amtzeit GW Bush sind die US Schulden um USD6,5 TRILLIONEN gestiegen (um the American Way of Life, Kriege usw zu finanzieren). Also bîs Dezember müssen die Republicans und die Democrats auf eine Strategie einigen, um diesen Schuldenberg (z.Zt. USD 18,5 Trillion) zu reduzieren. Wenn nichts passiert, dann kommt die nächste Krise – a dollar crisis. M.m.n.
    Nur zur Info, die Schulden der Eurozone betragen 2,7% (oder 2,9%?) des GDP der Eurozone. Die Schulden der USA betragen 18% des GDP der USA. Also wer hat das grösste Problem?

  81. Elsa, der Beitrag war gestern...
    Elsa, der Beitrag war gestern von Null Uhr bis Vormitteg auf der Hauptseite in einem der oberen Kästen. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was warum in welchen Kasten kommt, aber dass ich den Relaunch für eine katastrophe halte, habe ich ja schon gesagt – und lauzt IVW hat die FAZ ja auch ordenrlich Leser verloren.
    .
    Frau Fröscher kommt bald wieder, wir machen einen grosse Genusswoche.

  82. @ThorHa: Nunja, was...
    @ThorHa: Nunja, was Das-nicht-Dienen anbelangt, ist das wohl eine etwas merkwürdige Kenngröße für die Tauglichkeit (oder auch Legitimierung), politisch über Friedens- oder Kriegswillen entscheiden zu können… Denn es gibt da eine einfache Gegenprobe: Welches Recht hätten Sie denn – als der Wehrdienst an der Waffe den Frauen noch verboten war – den weiblichen Abgeordneten eingeräumt, da mitzusprechen?

  83. @ThorstenHaupts: Ihrer...
    @ThorstenHaupts: Ihrer Einschätzung – und vor allem Ihrer ersten Schlussfolgerung – zu Märkten und Rahmenbedingungen kann ich nur voll zustimmen. Es ist tatsächlich höchste Eisenbahn, sich über „falsch gesetzte gesetzliche Rahmenbedingungen, Fehlanreize, gebirgsgroße Löcher in den gängigen Markttheorien“ (wie Sie schreiben) zu unterhalten. Aber Ihre zweite Schlussfolgerung, dass Essays über die Rolle von Demokratie, über gesellschaftliche Positionen, über Machtkontrolle ein „unsäglicher Unsinn“ sei, halte ich für ziemlich gewagt. Schließlich sind diese Fragen von sogar übergeordneter Rolle, denn ihre Antworten entscheiden über die Art, wie wir zusammen leben wollen. Die Konsequenzen des von Ihnen geforderten – ich nenne es einmal Pragmatismus – mögen weitreichend sein. Die Verortung von Werten aber senken sich viel tiefer in jedwede Gesellschaft.

  84. bester Filou, trotz Ihrer...
    bester Filou, trotz Ihrer zuweilen recht originellen beiträge und Ihrer ansonsten recht verbindlichen haltung zeigen Sie dennoch regelmäßig so eine autoritär-despotische neigung, einen neuen beitrag zu fordern, wenn Ihnen das thema oder der verlauf einer diskussion nicht paßt. barockmusik gut und schön, aber das ist irgendwie so ein thema wie sex – die einen betreiben es. allein, im engsten kreise, in größeren gruppen, indoor, open air. die anderen sehen/hören lieber zu, ebenfalls allein, im engen kreise oder in größeren gruppen, indoor, open air. aber darüber diskutieren…?

  85. Bisschen OT, aber mich wundert...
    Bisschen OT, aber mich wundert es schon, dass hier keiner das neue linke Traumpaar kommentiert. Ob der Lafo wohl noch mal ein politisches Revival wird feiern können?

  86. Gerne, für Genuss bin ich...
    Gerne, für Genuss bin ich immer zu haben.

  87. "Pest und Cholera". Mehr...
    „Pest und Cholera“. Mehr möchte ich nicht sagen.

  88. Ok, dem gibt es nicht viel...
    Ok, dem gibt es nicht viel hinzuzufügen.

  89. LaFo ist so gut wie tod. Auch...
    LaFo ist so gut wie tod. Auch politisch. Bei WaKne hängt es von ihrer Entwicklung ab. Ggf. lässt sich aus der Cholera ein Zytostatikum gewinnen.

  90. Schön, dass wir uns nach den...
    Schön, dass wir uns nach den ganzen politischen Dramen wieder etwas erfreulichem zuwenden.
    Was essen Sie eigentlich an Weihnachten? Als bekennender Vegetarier. Gibt es da etwas typisches? Ich esse meistens eine glückliche Gans von einem bayrischen Biobauernhof….

  91. @Don Carlos 09:58, verzeihung,...
    @Don Carlos 09:58, verzeihung, aber so war das nicht gemeint. Ich noehle schon mal, aber fordern? Wer bin ich?
    Wenn’s mir nicht gefaellt, kann ich ja auch wegbleiben. Mit gefaellt’s aber hier. Besonders wenn Sie vom Leder ziehen.
    .
    Gruesse F.

  92. ... "was uns die IKB bei den...
    … „was uns die IKB bei den Subprimes war, ist den Amerikanern die Kreditausfallversicherung, wenn Italien wackelt.“
    .
    Das ist eben der Grund für all die „alternativlose Freiwilligkeit“.

  93. @Lützenich: Traditionen sind...
    @Lützenich: Traditionen sind das, was man selber weiterführt, genau. Und dazulernen kann man auch mal. Aber ob unser bloßes Reden auch irgendwann dazu führt, daß klar vor Augen steht, wie es weitergeht? Ich weiß nicht. Ich habe zu oft erlebt, daß die ehrlichen Aus- und Absprachen hinter verschlossenen Türen am Küchentisch wirksamer sind als öffentliches Schwurgepränge.
    @Besucher: erst Kommerzialisierung, dann Kannibalisierung ist eine zwar drastische, aber keineswegs so ganz abwegige Wortwahl.
    @Zaungast: Ach wo, Untergang fällt aus wegen is nich. Die Schirme gehen nicht auf, aber der Wind treibt uns auf die Brombeerhecken. Wir werden – vielleicht erst in 30 Jahren – uns mit Dornen im Hintern auf der Erdoberfläche berappeln.
    @Holly01: „Den Amis ist das passiert, was den Deutschen mit den Nazis widerfahren ist.“ In gewisser Weise ja. Aber Großkapital und Medien allein ist mir zu verkürzt (ich habe eh den Eindruck, daß in USA die Medien ziemlich auf den Hund gekommen sind).
    @ThorHa: ja, mit dem „gut“ und „böööse“ kann ich auch nicht so sehr viel anfangen. Darum meine zarte Andeutung, daß da viele jahrelang „kontraintuitiv“ zu arbeiten gezwungen waren. Drastischer gesagt, sie mußten sich selbst vergewaltigen, wenn sie ihr Einkommen behalten wollten (es gab da mal vor ca. 3 Jahren ein Interview mit einem englischen Banker, der erzählte, wie er es schier nicht fassen konnte, wie die Immobilienbewertungen ins völlig Abstruse stiegen, und wie er sich mit dieser Beteiligtheit am Irrsinn herumquälte. Er war ganz sicher nicht der Einzige, dem es so erging.) – Ihre Hinweise auf „Nase, eigene“ (was das Zinsschnäppchenjagen angeht und das Gejapse von HSH und anderen, auch die Cross-Border-Leasing-Geschäfte zum Nachteil des US-Fiskus wollen wir doch nicht unter den Teppich kehren, gelle) sind sehr berechtigt, und daß man das Geschehen mit „Markt“ nicht annähernd erfaßt (irgendein Markt ist immer), dieses Unbehagen empfinde ich auch.
    @fionn: das klingt für mich so, als sei da – um mal die Chemie als Metapher zu bemühen – „eine Reaktion durchgegangen“. Oder, automäßig, das Bremsen klappte nicht richtig bei Talfahrt. Es ist nach wie vor so, daß man bei Lebensmitteln und Lebenshaltung eher den Eindruck von Deflation hat (es kostet immer ein bißchen mehr für ein bißchen was schlechteres oder weniger), während „Papierassets“ anscheinend krassester Inflation oder Aufblähung unterliegen.

  94. John Dean, Sie meinen ein...
    John Dean, Sie meinen ein Zytostatikum für Lafo? Ja, von mir aus… (mehr dazu im Startcartoon von Titanic, damit Don Carlos auch auf seine Kosten kommt).

  95. @muscat – ich war so baff...
    @muscat – ich war so baff über das neue Traumpaar, dass mir nicht einmal ein Kommentar einfiel. Den Lafo habe ich einmal im Bundesverfassungsgericht life gesehen. Das ist immer viel besser als die Ausschnitte, die im Fernsehen gezeigt werden, weil man die Leute auch dann beobachten kann, wenn sie glauben nicht im Scheinwerferlicht zu stehen. Ich fand ihn eine kleine Nummer. Also – schloss ich aus der Ankündigung – der Lafo hat sich eine Tussi zugelegt, um endlich wieder ins Scheinwerferlicht zu kommen…. Aber was für ein Interesse hat die Frau an der Affäre?

  96. @don alphonso - "Das neue...
    @don alphonso – „Das neue Diktat der Ökonomie“
    Ach ja, immer diese kleinen bis großen Lügen der pauschalen Redeweise. Was meinen Sie: das „Diktat“ der Ideengeber, der Innovatoren, der Investoren? Wir dürften uns demnächst freuen, wenn von diesen Seiten überhaupt noch eine Reaktion kommt (und nicht aus US oder China). Oder der Märkte? Ich kenne keine Veranstaltung, die demokratischer ist, als dieser globale Abstimmungsprozess von Milliarden Menschen.

  97. Frau Fröscher kommt bald...
    Frau Fröscher kommt bald wieder, wir machen einen grosse Genusswoche.
    .
    Schön. Aber ob sie danach noch in der Lage ist, ganze Sätze zu formulieren?

  98. Ich gehe davon aus, dass alle...
    Ich gehe davon aus, dass alle nachher noch werden schreiben können.
    ,
    Zwecks Diktat: ich würde es das Diktat der üblichen Netzwerke nennen. Keinen scheint es zu stören, dass Mario Monti zwischendrin Berater bei Goldman Sachs war. Man rotiert einfach Köpfe und findet genug Idioten mit Zugang zu Medien, die das dann hochjubeln.

  99. @Ephemeridenzeit -...
    @Ephemeridenzeit – Dienen:
    Ihre Auffassung ist mit Sicherheit mainstream, keine Sorge. Ich bin einfach altmodisch – ich verlange, dass selbst vormacht (vorgemacht hat), wer von anderen deren Leben verlangt.
    Dass es moralisch in Deutschland kein Problem ist, Soldaten für Mörder und sich selbst für Pazifisten zu halten, aber Leute trotzdem zum Sterben und Töten zu schicken, weiss ich. Wie man das vor sich selbst rechtfertigt, ist mir ziemlich gleichgültig. ICH halte Menschen, die andere bewusst zum Sterben und Töten abkommandieren, aber dafür sorgen oder gesorgt haben, dass dieses Risiko ihre Familie niemals trifft, für einen Haufen feiger Heuchler. Erfahrungsgemäss (kurzer Blick in die Historie) macht es ein Land aber nicht mehr lange, dass sich diesen Level von Dekadenz erlaubt. Von daher …
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  100. "..... dieser globale...
    „….. dieser globale Abstimmungsprozess von Milliarden Menschen“, gr-gr-gr, schenkelklopf….
    .
    Angebot und Nachfrage, 0 und 1; das Leben ist so einfach!

  101. @germon:
    Don Alphonso hat´s...

    @germon:
    Don Alphonso hat´s ja inzwischen bestätigt, also … Es gibt unter den sich für gebildet haltenden seit ewigen Zeiten einige, die haben mit der Tauschwirtschaft um Jesu Geburt aufgehört, wirtschaftliche Zusammenhänge zu begreifen. Und sie durch Verschwörung ersetzt: Ein kleiner Zirkel von … regiert die Welt und diktiert die Bedingungen, die Politik ist entweder korrupt oder unfähig oder ferngesteuert oder alles zugleich, Zins ist des Teufels, Banken Institute zur Knebelung der armen Kreditsklaven, Zentralbankgeldschöpfug ist Raub. Die möchten die Rückkehr zum Goldstandard, denn da glauben sie zu verstehen, dass hinter dem Geld ja ein realer Wert steht.
    Alle, die das glauben, können zwar nicht erklären, wie es einem zunehmend grösseren Teil der Menschheit unter diesem Teufelssystem besser geht, als in vielen Jahrhunderten vorher. Da sie das auch eigentlich nicht glauben (wollen), nutzen sie jede Krise, um (jetzt aber wirklich!) die Apokalypse zu beschwören. Und fällt eine Entscheidung, die sie sich nicht erklären können, muss es ein Diktat von … gewesen sein. Salonsozialisten, Gläubige der Heiligen der letzten drei Tage, Marxisten, Libertarians, Mondlandungsleugner und die Alien Abduction Gemeinde eint ihre auf felsenfestem Glauben aufgebaute Realitätsverweigerung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  102. Filou, keine rede davon, daß...
    Filou, keine rede davon, daß Sie wegbleiben sollten. die kolumne wäre ja nicht mehr dieselbe. es fiel halt auf und wollte nachgefragt sein. no bad feelings. der nachteil an der reinen schriftform dieses projekts ist, daß sie die stets freundliche und harmlose mimik nicht transportiert.

    öhm, muscat, inwiefern…? klar, hochzeiten sind Ihr thema, aber: waren wir schon so weit…?

  103. zu 09:02, ha, Wein, Weib,...
    zu 09:02, ha, Wein, Weib, Gesang. Praechtige Kostueme im Schein heller Kerzen. Welch Trost fuer das gefaehrdete Seelenheil.

  104. "Auch der Gesundheitssektor...
    „Auch der Gesundheitssektor ist so eine Sache, wegen der ich nicht nach Amerika will.“
    .
    Wollte in den Neunzigern ernsthaft und dauerhaft in London oder Dublin arbeiten. War ja schon immer anglophil und die Stellenangebote waren reizvoll. Der Gesundheitssektor, Don, war eine Sache, wegen der ich letztendlich noch nicht einmal DAHIN wollte.

  105. Und den Begriff...
    Und den Begriff „Transatlantiker“ hörte ich zum ersten Mal bewusst, als um den Edlen von Guttenberg ging, der wäre so einer. Mit so Mitgliedschaft in hochnoblen US Think Tanks.
    Ja dann. Ab da war mir dieser Begriff irgendwie so, wie soll ich sagen …

  106. Ich finde man kann dies hier...
    Ich finde man kann dies hier nicht oft genug zitieren: „Wie der klassische Liberalismus wendet sich auch die Mehrheit der Vertreter des Neoliberalismus gegen ein aktives Eingreifen des Staates in die Wirtschaftsprozesse, fordert jedoch eine staatliche Ordnungspolitik zur Förderung des Wettbewerbs durch Unterbindung einer Vermachtung der Märkte durch Oligopole und Monopole, mit der Betonung einer Interdependenz von wirtschaftlicher Freiheit und politischer Gestaltung.“, Wikipedia. Insofern kann ich die Argumente von TorHa meistens am besten nachvollziehen.
    .
    Irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, das USA und Europa ihre jeweiligen Konjunkturkrisen durch konträr unterschiedliche Politiken bekämpfen und auch in der Vergangenheit erfolgreich bekämpft haben. Beide Ansätze sind legitim. Und nach der Menge an USA-bashing aus Europa in den letzten Jahren darf die USA ruhig auch mal zurück zetern. Ich habe keine Probleme damit.
    .
    Besonders gut hat mir dieser Nebensatz gefallen: „Das Alte Europa, … , mit den Idealen der Neuen Welt – die im Kern die Ideale des richtigen Alten Europa waren …“. Und auch das hier könnte man ruhig mal öfter auf sich wirken lassen: „Der Westen, der sich um den Atlantik gruppiert, ist von seinen Theorien zu Staat und Gesellschaft immer noch eine recht kleine, feine Angelegenheit, ..:“.
    .
    Ich habe halt manchmal nur den Eindruck, Europa redet Dinge kaputt, während in Amerika Dinge eher kaputt gejubelt werden. Irgendwo muss die Mitte doch zu finden sein.

  107. @muscat - Traumpaar:
    Schlimm...

    @muscat – Traumpaar:
    Schlimm genug, dass man das in einer Mediendemokratie öffentlich machen muss, bevor es andere tun. Aber warum muss man das noch kommentieren? Privatsache bleibt auch Privatsache, wenn sie sich zwischen zwei Personen des öffentlichen Lebens abspielt.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  108. Wieder ein mal ein gelungener...
    Wieder ein mal ein gelungener Text lieber Don..obwohl ich sagen muss dass mir die Stellen in denen es um Torte ging mehr zusagten als die Erwähnung der Krise. Manche meiner Arbeitskollegen jammern mir schon jeden Tag die Ohren voll als müssten sie die griechischen Schulden allein begleichen…da bekommt man Lust auf Nervennahrung.
    Ich freue mich schon auf die Genusswochen und werde diese schon mal privat mit schottischen Destillaten einläuten.

  109. überhaupt, 'trans'......
    überhaupt, ‚trans’… schauder.

  110. DA@: Der Monti ist eben einer...
    DA@: Der Monti ist eben einer von den ganz spezifischen Marktteilnehmern mit Chamäeloncharakter, eine All(zeit-)zweckwaffe, polyvalent sozusagen, einsetzbar.
    Der gehört halt zur Führungsreserve.

    Indiskrete Frage: Wie schätzen Sie Ihr persönliches Blogger-Marktsegment ein? (So mit allem Pipapo.)
    ..
    @@ Der Markt an Staatsanleihen ist anscheinend schier unbegrenzt abgreifbar. Bei guter Bonität natürlich. Gutem Rating sowieso (auch wenn man sich um einige Einschätzungs-€-($)Milliarden pluminusnull schon mal vertut.).
    Preisfrage: Die normale Marktsättigungsgrenze ist nach dieser simplem Formel:
    Marktsättigung= Marktvolumen/ Marktpotential x 100. wann erreicht? Die Zinshöhe
    bildet allerdings die Risikobereitschaft der Teilnehmer ab. Insofern der eigentliche Indikator womöglich dafür, wann das Ende der Fähnchenstange erreicht ist?
    ..
    Die Moslems sollen ja den Zins verteufeln. Trotzdem machen da einige immer wieder, tagtäglich, ihren Schnitt oder Reibach.
    ..
    Aha: Das Zinsverbot wurde von den Templern (Ritterorden) und anderen Bankiers im Golden Mittelalter durch einen Zuschlag geschickt umgangen.
    ..
    Von nix kütt nix. Hässte nix, krisste nix.
    So einfach kann das Leben sein, wer hat, dem wird gegeben.

  111. Schon wieder der historische,...
    Schon wieder der historische, allwöchentlich erscheinende Moment aufmerksam registriert: „Wir leben in Zeiten epochaler Veränderungen“ Sowas aber auch.

  112. ein kleines ding wird hier im...
    ein kleines ding wird hier im ausstieg aus der finanzenergie vergessen: die entsorgung der brennelemente.
    noch sind sie in den buerotuermen zwischengelagert, aber wohin mit diesem ueberfluessigen ?
    wer geht kuenftig in eine bank, ein beratungsunternehmen, eine versicherung und sagt: hallo michael, hallo john, hallo chi ling. ihr macht ja ganz tolle arbeit und seid ein prima team aber. aehm, aehm. jetzt setzt euch erst mal. moechtet ihr was trinken?

  113. Hä, Hochzeiten sind mein...
    Hä, Hochzeiten sind mein Thema? Seit wann das denn??
    .
    ThorHa (12:18 Uhr), es gibt halt noch Leute, die mögen nicht gern aus dem Sein ein Sollen ableiten. Aber genau das tun Sie – wie die Marxisten übrigens auch.

  114. Falkenherz, liberale und...
    Falkenherz, liberale und marxisten lehnen den staat aus denselben gründen ab: weil er sie an der durchsetzung ihrer interessen hindert. dabei sind beide krämer ihres jeweiligen, entgegengesetzten angebots. der liberale strebt nach gewinnmaximierung für seine waren, der marxist nach gewinnmaximierung für seine arbeitskraft. beider ziel ist das leistungslose einkommen auf kosten anderer, ebenfalls auf entgegengesetzten wegen – der liberale möchte die unterschicht zur herstellung seiner waren ausbeuten, der marxist die oberschicht (expropriation der expropriateure). gemeinsam ist ihnen die verachtung der arbeit. beim liberalen aus dem standesdünkel heraus, beim marxisten mit dem ziel, die unterklasse zu verlassen. es sind zwei gegensätze einer rein angelsächsischen wirtschaftsbetrachtung, die auf andere mentalitäten nur bedingt übertragbar ist. nach dem niedergang des ostblocks entfiel das marxistische gegengewicht zu einem angelsächsisch geprägten liberalismus. das ergebnis ist weltweit zu betrachten. eine dauerhafte lösung für die mehrheit scheint der liberalismus – wie der marxismus – nicht darzustellen.

  115. @ThorHa: Ihr Optimismus in...
    @ThorHa: Ihr Optimismus in Ehren, aber das Dilemma ist nicht der Markt, und all das was wir uns alle (Europa & USA& andere) nach WWII mit viel Mühe wieder neu aufgebaut haben ( zum Teil auch aus Furcht vor Stalin und Co.), sondern dass ein paar Spezis einfach den Hals nicht voll genug bekommen können.
    Wenn ein Vorstandsvorsitzender das fünfzigfache eines Durchschnittslohns kassiert, kann das o.k sein, wenn er das 1000 fache oder noch mehr einsteckt, ist was faul, so wie das klassenlose Paradies der Arbeiterklasse eigentlich mit Bananen, aber ohne Stasi und Mauertote gedacht war.
    .
    Die Aufgabe der Zukunft WÄRE die soziale Marktwirtschaft so auszutarieren, dass die motivierende Kraft des Eigennutzes nicht von vornherein in einem riesigen Moloch staatlicher Verordnungen und wirtschaftlicher Sachzwänge verpuffen würde.
    Wieviel junge Familien können es sich denn noch guten Gewissens leisten, Wohneigentum zu kaufen?
    Welcher Erfinder wird denn noch gegen Immobilienpreise, Mieten, Kredite, Steuern, Sozialabgaben, Umweltauflagen und Verwaltungsvorschriften und Billigkonkurrenz sich trauen, eine eigene Idee selbst zu vermarkten?
    Wieviel unkonventionelle Geschichten werden im Fernsehen oder Kino gesendet?
    .
    Alles eine grosse schwabbelige Mainstream-Sülze, in der einem kaum ein anderer Freiraum bleibt, als sich zu sagen, an der einen Seezungen-Gräte auf meinem Teller werden die Fische schon nicht aussterben, und mein Porsche fährt so selten, dass davon das Klima auch nicht den Geist aufgibt.
    .
    Da das dann auch ein kleinen ökologischen Trampelpfad bildet, kreischen die Ökogutmenschen um so lauter und bauen Wagenburgen aus ihren gestylten Kinderwagen. Und wir beissen um so trotziger in unsere Steaks.
    .
    So lange bis es halt bumm macht, und all die hölzernen Kühe liegen wie bei Loriot um das geplatzte Spielzeug-Atomkraftwerk herum.
    .
    Wir bräuchten plausible Vorschläge, unser Leben mit mehr Spass, Lebensfreude und trotzdem etwas Sicherheit zu geniessen.
    .
    Ich bleibe dabei, ohne wieder nerven zu wollen, dass glücklichere Beziehungen, mehr kultivierter Sex (@Mediensegler:Danke für die Untestützung) und amüsante Freundschaften ein Ausweg wären, nicht immer länger hinter bescheuerten Elekronik-Gimmicks zu verschwinden.
    .
    Oder uns wie eine grosse blöde Hammelherde im Dienste der Verkehrssicherheit in volldigitalisierte Kapseln im Vuitton-Design verfrachten zu lassen, um wie auf einer vollautomatischen Modelleisenbahn auf der Arbeit, im Fitness-Hamsterrrad oder bei der Krebsvorsorge ausgeladen zu werden.
    Jeder BMW-Cabriofahrer müsste begreifen, dass seine Interessen nicht deckungsgleich mit den Interessen von Familie Quandttt sind, denen die ganze Fabrik gehört.
    Und denen hat auch irgendwas so gewaltig gefehlt, dass sie auf einen superschmierigen Clown zum Bespassen herein gefallen sind.
    .
    Immer nur Filetsteak ist auch irgendwann stinklangweilig…

  116. Wußten Sie das? Chamäleon...
    Wußten Sie das? Chamäleon (Erdlöwe):
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Cham%C3%A4leons

  117. Mir sagt das zu....
    Mir sagt das zu.

  118. Dein Markt, das bekannte,...
    Dein Markt, das bekannte, risikobehaftete Wesen:
    Im 17. Jhdt. schlossen sich Londoner City-Kaufleute zusammen um den Überseehandel nach Far East gemeinsam per Risikominimierung auf Shares zu finanzieren. Das war parallel die Gründungszeit der Insurances. Schlaue Guys schickten darum by the way wurmzerfressene Schiffe gen Ostasien, um so ggf. auf dies Weise Kasse zu machen. Schon damals also: The survival of the fittest in the market.
    http://www.manager-magazin.de/lifestyle/artikel/0,2828,786698-3,00.html

  119. wumps14. November 2011, 14:33:...
    wumps14. November 2011, 14:33: Der Badbanker gekleidet in dunklen Anzug, wie der Michi, der Franzi, die Mae Long im dezenten Kostüm, muß schließlich auch sein Leben fristen. Alles teamfähige Menschen wie Du und ich. Der Kohlenhändler handelt mit Kohle, der BadBanker mit so was eben. Danke gern, bitte ein Glas Wasser.

  120. The Great Artiste@: Die...
    The Great Artiste@: Die Soziale Markwirtschaft kann so als solche nicht sein. Per (verschwiegener) Definition kann er, der Markt nur „asozial“ sein. Das Interesse lässt sich nicht unterdrücken. Ist im Prinzip auch nichts gegen einzuwenden. It depends. Ansonsten, vielleicht gelingt es ja hoffentlich den Aussenseitern den großen Kahn in eine andere Richtung zu navigieren. Etwa so in der Art wie von Ihnen beschrieben. Nur Mut.

  121. Große Ergebnisse und Taten...
    Große Ergebnisse und Taten des freien Marktes oder von der Geschichte kann man viel lernen:
    Das Opiummonopol, der Opiumkrieg. Die Rolle von Singapur und Honkong.
    ..
    Der freie Markt in einer Marktnische in Mexiko, wo man sich intensiv um bestimmte Claims balgt.
    ..
    http://www.jaduland.de/kolonien/asien/opiumkrieg/

  122. Don Carlos, passender Weise...
    Don Carlos, passender Weise lag Deutschland an der Abrisskante zwischen beiden Systemen, aber unabhängig davon sind wir ja schon länger beim Neoliberalismus gelandet, an den die soziale Marktwirtschaft andockt. Allerdings sind nach meinen Vorstellungen (und offenbar auch nach den Vorstellungen von Don Alphonso) derzeit die Eintrittsbarrieren in die oberen Einkommensbereiche zu hoch und die Abzockbarrieren derselben zu niedrig. Werte und Moral spielen im Wirtschaftssystem keine Rolle, es sollte aber zumindest bei den Hütern des Systems eine Rolle spielen, da ansonsten Gesellschaft- und Wirtschaftstektonik (-säulen, -stützen, was auch immer) böse auseinanderfallen. Und darum gehts doch hier, oder?

  123. Und zwischendurch zur...
    Und zwischendurch zur Nervenberuhigung: Pergolesis Stabat Mater
    http://www.youtube.com/watch?v=mNt13Vw-K6Q

  124. @muscat 14:41:

    Keine...
    @muscat 14:41:
    Keine Einwände. Solange daraus nicht die Illusion wird, man könne das Sollen ohne Berücksichtigung des Sein realisieren.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  125. Ui ui ui, jetzt sichern die...
    Ui ui ui, jetzt sichern die Finanzmärkte auch schon den Weltfrieden.
    .
    Bleibt zu hoffen, dass Herr Raffelt mit Trockenbeerenauslese o.ä. dagegen halten kann…

  126. @The Great Artiste

    "sondern...
    @The Great Artiste
    „sondern dass ein paar Spezis einfach den Hals nicht voll genug bekommen können.“
    Die paar Spezis sind viele von uns. Vorausgesetzt, man bietet uns die Gelegenheit.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  127. Manche Leute sollten sich...
    Manche Leute sollten sich vielleicht mal den OMGUS-Bericht zur Dresdner Bank anschauen, und die Rolle der MeFo-Fonds beim Ausbruich des zweiten Weltkriegs. Und ich sollte meinen Gastblogger fragen, ober er auch mal was über Birne zuknallen schreiben kann. (OMGWFTROFLm()

  128. "Werte und Moral spielen im...
    „Werte und Moral spielen im Wirtschaftssystem keine Rolle, es sollte aber zumindest bei den Hütern des Systems eine Rolle spielen, da ansonsten Gesellschaft- und Wirtschaftstektonik (-säulen, -stützen, was auch immer) böse auseinanderfallen.“
    Pruuuust. Das Mantra der (wenigen) echten Konservativen, die man bis gestern gerne „reaktionär“ genannt hat. Richtig. Nur können Marktwirtschaft und Demokratie die Grundlagen ihres Funktionierens genau nicht selber herstellen. Alle anderen früher sprudelnden Quellen sind endgültig vernichtet (Religion, schichtspezfisches Ethos, simpler Anstand, Selbstverpflichtung auf Werte, festes soziales Umfeld) oder/und diskreditiert. Was nun?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  129. @Grand Guignol: Stimmt schon,...
    @Grand Guignol: Stimmt schon, asozial ist relativ, möchte auch nicht in einem Gemeinschaftseigentumscabrio herumkurven.
    Aber da liegt der Punkt, wenn ich mir einbilde, von Mercedes die ganze Palette vom Flügeltürer abwärts einbunkern zu müssen, habe ich eher Stress als „Fahrvergnügen“ (sorry, hat man angeblich eher in Audis…), die Preise steigen für alle anderen, die mit einem 62er Hochkühler schon mehr als glücklich wären und irgendwann verlieren Oldtimer ihren Sympathiebonus und enden wie Luxusautos im Prenzelberg…
    Kapitalismus errinnert mich an ein Restaurant in Amiland, wo man die Rechnung nicht bezahlen muss, wenn man ein 2kg Steak in einem Sitz verdrücken kann. Ich glaube, jeder unter 120kg Körpergewicht wird den Unsinn einsehen und im Zweifel eher zahlen und die Reste in Alufolie mitnehmen, als sich die Seele aus dem Leib zu reihern.
    Augenmass hiesse die Devise: Was macht wirklich ganz viel Spass, um mich damit für eine erbrachte Leistung (was auch immer) zu belohnen?
    Geschmäcker sind verschieden, gottlob, aber ein paar Konstanten könnte man schon herausfinden, aber jetzt höre ich auf…
    PS: Birne zuknallen ist eine Alternative zu gequirlter Weinansprache und gefidelter Barockmusik, wie heissts so schön Sex, and Drugs and RocknRoll. Leider sind es oft nicht die gepflegten und gesunden und hygienisch einwandfreien Zeitvertreibe, denen man oder frau das meiste abgewinnen können.
    Das muss aber dann trotzdem nicht im organisch selbst wieder befüllten blauen Sangria-Eimer enden…

  130. @Thorsten Haupts: Ein...
    @Thorsten Haupts: Ein Zauberwort heist Empathie, sich vorstellen zu können, wie etwas wirkt, dass ich anstelle.
    Oder mediale Etablierung anderer attraktiver Vergnügungsmöglickeiten als Konsumieren, Protzen und Völlerei.

  131. "...Anstand,...
    „…Anstand, Selbstverpflichtung auf Werte, festes soziales Umfeld…“ haben wir hier zu Genüge, muss ich nicht lang suchen. Nur käme in meinem Kreise keiner auf die Idee, das als reaktionär zu bezeichnen.
    „Leute, die die Tassen im Schrank haben“, so beschrieb es glaube ich mal eine andere Kommentatorin, sind doch ein gutes Fundament bzw. eine gute „Stütze“ – und von denen treffen Sie hier, behaupte ich, deutlich mehr als in anderen Foren.

  132. Nana, Grosser Kuenstler, wenn...
    Nana, Grosser Kuenstler, wenn ich das jetzt recht begreife, wissen Sie nichts vom schraegen Vergnuegen bei RD&RR. Glauben Sie mir, es war und ist das Eine wie das Andere. Wer moechte, kann in spitzen Schreien und Spermafontainen seine Erfuellung finden, der andere liebt das raffinierte Flachlegen mit der Witwe Klikoh. Subtile Weibchen und Maennchen wissen um die Laecherlichkeit der Vereinigungspositionen…
    …stilvoll Voe….n ist eine hohe Kunst. Dafuer muss man viel ueben-und manche Illusion bleibt dabei auf der Strecke.
    .
    Rammeln ist einfach, sagt das Kaninchen.

  133. Was bedeutet "Anstand"?...
    Was bedeutet „Anstand“?

  134. muscat, 14. November 2011,...
    muscat, 14. November 2011, 14:41 – brautmoden, hochzeit in buthan… wirkte halt so.

  135. @ Thorsten Haupts 14. November...
    @ Thorsten Haupts 14. November 2011, 08:49 :
    Klingt alles gut, ist aber mMn am Thema vorbei. Die Gründe für die Krise sind sehr einfach.
    a.) Jedem Haben steht ein Soll gegenüber. Jeder Schuld eine Sicherheit. Das System Wirtschaft ist -> begrenzt <-. b.) Jeder Wirtschaft kann man einen bestimmten Kapitaldienst abverlangen. Ob der Zins für Guthaben oder Schulden gezahlt wird ist ansich nicht relevant. c.) Aus Wirtschaftsgröße leitet sich eine maximale Summe an erbringbarem Kapitaldienst ab. . Der Link von 2:38 erklärt das viel besser ! d.) Wir haben ein System aus Geldansprüchen, welches nicht zu unserer realen Wirtschaft und nicht zu unseren realen Sicherheiten passt. . Resultat : Krise Lösung : Man muss die Größenordnungen wieder in Einklang bringen. Problem : Wie soll man die Abschreibungen verbuchen, ohne jemanden zu ruinieren? . Wenn Ben B. Geld druckt, erhöht er den Kapitalödienst für die amerikanische Wirtschaft und die Folge ist ein sinkendes BIP durch Rezession. Wenn die Japaner Geld drucken und in wirtschaftliche Stimulation stecken ist der Ergebniss eine Erhöhung des Kapitaldienstes und damit ein sinkendes BIP. Eine bestimmte Wirtschaftsgröße ermöglicht nur eine bestimmte "gesunde" Geldmenge. Diese haben wir weit überschritten und "erwrügen" damit unsere Wirtschaft. Moral, Ethik, Selbstachtung und Selbstbeherrschung, gesellschftliche Normen und Gesellschaftsmodelle, sogar Staatsformen ändern nichts am Umstand. ES GIBT ZU VIEL GELD auf diesem Planeten. . Dazu kommt eine Kleinigkeit. Banken erschaffen das Geld für das Arbeitnehmer hart arbeiten mit Papier und Feder. Wir steuern also auf eine Gerechtigkeitsdiskussion zu. Die Staaten werden entschuldet und die Banken kapitalisiert. Alles super schön. Die kleinen Einkommen werden enteignet. Ihre Kaufkraft wird zersetzt. Nicht so schön. . Jeder von uns wir absehbar in 10 Jahren 30% seines Kapitals verloren und 30% seiner Kaufkraft bzw. Rentenansprüche verloren haben ( grobe Annahme, wenn ich es wüsste würde ich Millirden mit Beratungen verdienen). Das fällt aber nicht allen gleich leicht. Der Weg ist alternativlos, denn die Spirale aus Kapitaldiensterhöhung und Wirtschaftsreduktion dreht sich bei immer mehr Staaten. . Man kann nur diskutieren, wie man mit den Folgen umgeht.

  136. Die DB wird ins System...
    Die DB wird ins System zurückgeholt. Aki wäre froh, wenn er halbwegs unbeschadet aus dem Scheinwerferlicht heraus kommt. Einge andere treten ebenfalls den Weg aus dem Licht in die Schatten an.

  137. @D.A., 18 Uhr: Ihr Tip ist...
    @D.A., 18 Uhr: Ihr Tip ist hervorragend, um Verständnis für unser Bankenwesen zu entwickeln, deshalb empfehle ich eigentlich die direkte Verlinkung (siehe oben)

  138. oh, offensichtlich gibt es...
    oh, offensichtlich gibt es sogar trojanische kühe http://mks.antville.org/static/mks/images/kuh.jpg!
    umweltfreundlich gefüllt mit alternativfleisch von tricatel, das die anmutung nahelegt, dass man sogleich damit einen eimer füllt, freilich unter grosszügiger umgehung von magen und weiteren innereien http://www.bild.de/ratgeber/gesund-fit/forschung/wissenschaftler-macht-aus-kot-burger-18443856.bild.html (pardon für die quelle, doch mag sie wohl nicht gänzlich unpassend sein). zwei kilo hiervon dürften schwerlich zu schaffen sein, um von einer proteinvergiftung abzusehen.
    .
    gerne springe ich Don Carlos bei: über irgendwie elaborierte musik oder über getränke zu schreiben, bleibt doch bei aller liebe doch zuweilen ein wenig, äh, unvollendet. rezepte scheinen jedoch etwas anders gelagert; sie sind wie partituren für musiker, denn wer gelernt hat, mit den entsprechenden instrumenten umzugehen, kann sich gar in der theorie etwas vorstellen, nachmachen und etwaiges misslingen den instrumenten in die schuhe schieben.
    dies ginge nicht einmal beim anderen, jetzt hier völlig ausgeblendeten grossthema, das eigentlich die genusswoche abrundete.
    .
    hinsichtlich des liberalismus verbleibt zu sagen, dass es letztlich auf die handlungsweise der beteiligten ankommt. wenn diese entfesselt gewinnmaximiert handeln, ohne mit dem wohl der menschen, mit denen sie als kunde, produzent oder anbieter zu tun haben, behutsam umzugehen, so führt diese unmenschlich erkaltete form des egoismus – also der egoismus, der den gleichwohl kalkulierten altruismus ausklammert – zu solchen exzessen, die diejenige suppe erzeugen, die auszulöffeln dem ungeneigten volke nahegelegt wird.
    .
    theorien hin, praxis her: soziale marktwirtschaft wäre theoretisch so schlecht nicht.
    .
    liebe muscat, mit fug und recht darf ich fröhlich vermelden, dass mir mit voller absicht einige tassen sowie teller eines einigermassen unansehnlichen dessins von meissen über den atlantik hinweg abhanden gekommen sind. ansonsten…

  139. ...und daß die Banken den...
    …und daß die Banken den Weltfrieden retten – zuförderst natürlich die amerikanischen – habe ich nicht gewußt, solange mir der neue fazit-blog diese Wahrheit vorenthalten hat. Gottseidank kümmert sich noch jemand um die Reputation dieser Friedensstifter…

  140. was wohl donna laura macht...?...
    was wohl donna laura macht…?

  141. muscat@: Nett von Ihnen, aber...
    muscat@: Nett von Ihnen, aber meine Tasse hat ´nen Sprung und es is´ne Kitsche drinne.

  142. da isse ja...! und sogar mit...
    da isse ja…! und sogar mit widmung. dank!

    beste donna laura, kein geld scheint gar nicht mal so im vordergrund zu stehen, solange sich jeder ein eigenes weltbild basteln darf, in dem irgendwas nostalgisches mit ‚bundesrepublik, alt‘ vorkommt.

  143. Als ehemaliger transatlantiker...
    Als ehemaliger transatlantiker (also gegen den sofortigen Austritt aus der Nato) und sonstiger patentierter Réac verstehe ich bis heute nicht, warum es so viel schlimmer ist, über öffentliches Bildungssystem und Sozialversicherungen Risiken zu mutualisieren, nicht nur Kaufkraft von Einzelnen zu erhöhen sondern auch indirekte Arbeitskosten für Arbeitgeber zu senken, und dabei Ärzten, Apothekern und die Pharmaindustriezu subventionieren, als für ein paar Riesen pro Tag in fremden Ländern die Shariah zu installieren.
    .
    Ausser den vom Don erwähnten Transatlantikern möchte ich noch des ehemaligen Landser und heutigem Vietnamveteranen (vorher war er in D’land stationiert und mochte es dort), KfZMechaniker aD gedenken, für den the USA immer für Redefreiheit (nicht Flegelfreiheit) und Freizügigkeit standen, den ich nie so entsetzt gesehen hatte wie als ihn so ein junges Ding von einer Telephonbefragung als schlechten Patrioten bezeichnete, nachdem er seinen Bedenken gegenüber dem Krieg im Irak geÄussert hatte.

  144. Meine Freischalterei (s. donna...
    Meine Freischalterei (s. donna laurs) war erbärmlich, als Entschukdigung kann ich nur anbringen, dass ich noch schnell etwas anderes machen musste:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/11/14/kleine-kulturgeschichte-des-digitalbildhasses.aspx

  145. @Holly01:
    Ich bin kein...

    @Holly01:
    Ich bin kein Wirtschafts- oder Finanzwissenschaftler, also … ich weiss es nicht. Gebe nur zu bedenken, dass – so wie ich es verstehe – mit den Subprimekrediten, den wertlosen Finaninstitutionsaktien und Schuldenschnitten natürlich auch in gigantischem Umfang Geld wieder vernichtet wird.
    Ansonsten ist Geld der Glaube an seinen Wert. Und zumindest bisher sind die Preise ziemlich stabil (ich bin der Einkäufer unserer kleinen Familie, Alltagseinkäufer :-)). Und bisher hat die EZB die Gelddruckmaschine eben nicht richtig angeworfen, noch nicht.
    Im übrigen ist selbst Inflation bei annähernder Vollbeschäftigung nahezu geldwertneutral. Weil steigende Preise über steigende Löhne sofort wieder ausgeglichen werden. Und bei Renten über steigende Renditen bzw. steigende Sozialversicherungsbeiträge bei Umlageverfahren wie in Deutschland.
    Nein, ich bleibe bezüglich der derzeitigen Schulden- oder Eurokrise bei meiner Einschätzung. Beherrschbar. Wenn Politik aus Panik nicht die notwendigen Schritte unterlässt – in Deutschland aus Wählerpanik :-). Der Economist von gestern hat dazu das Notwendige gesagt, lesenswert.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  146. @Holly 19:48: so in etwa sehe...
    @Holly 19:48: so in etwa sehe ich das auch. Wobei man im Auge behalten muß, daß dastehendes Buchgeld Zukünfte sind, und man darf deswegen nicht alles davon wegtun, sonst kippt es auch bösest. Aber die Geldhäufen und Versicherungsversicherungen für alles uns jedes sind zu groß (weil sie in den letzten Jahrzehnten zu rapide hochgeschossen sind, ähnlich wie die Tulpenzwiebelpapiere seinerzeit in Holland), also nicht einlösbar, und so bleibt nur Tulpenzwiebelkrach. – Staatsfinanzierung und Staatsaufgaben sind eigentlich das wirklich wichtige Thema zur Zeit…

  147. @specialmarke: irgendwie muß...
    @specialmarke: irgendwie muß ich da an Wilhelm Busch und die erhängten Hühner denken, die noch schnell ein Ei legen, ich weiß nicht, warum.

  148. bitte, bitte, lieber, bester,...
    bitte, bitte, lieber, bester, geschätzter gastgeber, wovon sprechen sie! so erheben sie sich bitte wieder. knie können sehr schmerzen, vor allem, wenn wie bei ihnen unpässlichkeiten zu beklagen sind.

  149. Meine These: Das von uns in...
    Meine These: Das von uns in den letzten 30 Jahren stets herbeigesehnte „Wirtschaftswachstum“ war schlussendlich einzig durch Staatsschuldenerhöhung inszeniert.
    .
    Eigentumsrechte (verwaltet in einer nicht korrumpierbaren „öffentlichen Buchhaltung“) flankiert von rechtsstaatlichen Prinzipien in einer schlanken Verwaltung + Justiz, das sind die Erfolgsfaktoren der Marktwirtschaft. Für diese Grundgedanken – Danke Amerika!
    .
    Die Gier nach rein quantitativem Wirtschaftswachstum und dessen vermeintliche politische Gestaltbarkeit über einen ausufernden Staatsapparat zur Förderung des „Gemeinwohls“ sind die „falsche sozialen Götzen“ die wir anbeten und an denen wir uns abmühen. Die einen Euro-päer mehr, die anderen weniger.

  150. liebe colorcraze, bester...
    liebe colorcraze, bester ThorHa, die wundersame geldvermehrung funktioniert auch ohne die übelsten vorhaben und ohne das vielbeschworene gelddrucken: http://www.snb.ch/d/welt/portrait/banks/4.html.

  151. wobei man mit gewisser...
    wobei man mit gewisser expertise und gewissen vorsätzen auch einiges ausrichten kann, selbstverständlich, denn schlimmer geht immer: http://www.cicero.de/comment/15722?seite=1 .

  152. es gibt drei arten der...
    es gibt drei arten der intelligenz: die eine versteht alles von selber, die zweite vermag zu begreifen, was andere erkennen, und die dritte begreift weder von selber noch mit hilfe anderer. der mangel an urteilskraft ist eigentlich das, was man dummheit nennt, und einem solchen gebrechen ist gar nicht abzuhelfen. so einer meiner wallache am vergangenen freitag, gegen mittag.

  153. Wir wollen unsern ollen Jesus...
    Wir wollen unsern ollen Jesus wieder haben, Fische vermehren und Brotinflation…
    Von Papiergeld kann man nicht abbeissen..
    Vielleicht hilft ein bisschen der amerikanische Optimismus, der sich in den verrückten Flossen und Chromteilen der Strassenkreuzer bis 1962 auslebte, als man sicher war 1986 auf dem Mars zu landen. Wahrscheinlich würde jedes heutige Mittelklasse-Laptop den Mondlandungscomputer von Apollo 11 in die Tasche stecken, wahrscheinlich würde eine Mercedes Wanderdüne 220D von 1970 zu fertigen heute 50000 € kosten, aber die Haltung zählt ein bisschen, was nicht passt, wird passend gemacht. Ein bisschen Obama, bevor man ihm erklärt hatte, warum das mit Guantanamo und dem ganzen übrigen Mist leider so sein müsste…
    Kreativität, Unangepasstheit, Humor, Einfühlungsvermögen, und Gutmütigkeit, leben und leben lassen, statt Missionseifer..
    Stehen wir im Herbst 1913? Oder im Sommer 1947 ? Hoffen wir mal das beste…

  154. Naja, Optimismus... ich lese...
    Naja, Optimismus… ich lese mich gerade durch das Blog einer jungen Amerikanerin, das oberflächlich betrachtet ein typisches Modeblog ist: Sie zieht sich an, stellt sich vor die Kamera, macht Modellbilder, aber mit schüchtern verdrehten Füssen und scheuem Blick, und drunter schreiben 30 Leute „awefull“, und sie ist zufrieden und fühlt sich gut. Liest sich alles ganz prima und zuversichtlich. Nur alle paar Monate schreibt sie über ihre Depressionen, die Krankheit, die extremen Probleme, die Schulden durch das Studium, den Fallout durch die Wirtschaftskrise. Dann kommentiert keiner, und das nächste Modepüppchenbild kommt.
    .
    So würde ich den amerikanischen Optimismus sehen.

  155. The Great Artiste 14. November...
    The Great Artiste 14. November 2011, 15:09
    Nichts zu danken.
    .
    Holly01 14. November 2011, 19:48
    Banken erschaffen das Geld für das Arbeitnehmer hart arbeiten mit Papier und Feder. Danke für diesen Kommentar.
    .
    thorsten Haupts 14. November 2011, 18:24
    Alle anderen früher sprudelnden Quellen sind endgültig vernichtet (Religion, schichtspezfisches Ethos, simpler Anstand, Selbstverpflichtung auf Werte, festes soziales Umfeld) oder/und diskreditiert.
    …?
    Bei Ihnen vielleicht, bei mir und meinem Umfeld nicht.

  156. Gerade, und deshalb bin noch...
    Gerade, und deshalb bin noch nicht bei meinem unverdienten Schoenheitsschlaf, sah ich im TV einen Bericht ueber die HartzIV-Maschine, einem Pyramidensystem mit dem man deutsche Arbeitslosenzahlen drueckt, nichts erreicht und Abgreifer bereichert.
    Diese aufschlussreiche Sendung musste (!) selbstverstaendlich zu spaeter Stunde kommen, denn dann wird sie nicht mehr wahrgenommen. Man hat dennoch der Informationspflicht genuegt.
    In den USA wird man mit der brutalen Realitaet konfrontiert, in Deutschland wird zu Lasten der Allgemeinheit Harmonie herbeigelogen. Was ist nun besser?
    .
    Ich lebe zu weit weg von diesen Wirklichkeiten und weiss deshalb keine Antwort, denn alle Leute die ich kenne, leben nicht in Lohn wohl aber in Brot.
    Hmmm!
    Ratlos.
    .
    Gehaben Sie sich wohl, lieber Don. Gute Nacht.

  157. @specialmarke
    Hihi, der...

    @specialmarke
    Hihi, der armbrüstige vom fazit-blog verwechselt doch tatsächlich im ersten
    Absatz „demokratisch“ mit „timokratisch“.
    Sein pathetisches Geschwurbel macht ja noch ganz ehrfürchtig, nämlich um die
    Ehre seiner Ausbilder.
    Einen Effekt vernachlässigt er bei seiner oberflächlichen Marktgläubigkeit:
    Erlauben die Regeln eines Marktes das Erzeugen übermäßiger Wellen (wie in
    der Badewanne), sind die weniger einflußreichen Marktteilnehmer auch bei
    wettbewerbskonformem Anpassungsverhalten nicht vor dem Untergang zu
    bewahren und können dann auch nicht mehr an den vielleicht positiven
    Gegebenheiten des nächsten sich einstellenden Marktgleichgewichts teilhaben.
    Nach den Erfahrungen mit den Brüdern Hunt (Silberspekulation) wurde bspw.
    der Einsatz pro Marktteilnehmer und Zeiteinheit in einigen Warenterminmärkten
    absolut beschränkt, auch zur technischen Beschränkung allein auf Größe eines
    Markteilnehmers beruhender Wettbewerbsvorteile.

  158. Der "amerikanische Optimismus"...
    Der „amerikanische Optimismus“ soll nichts über Amerika aussagen, er hat nur die Funktion, dass man ihn rhetorisch der „deutschen Wehleidigkeit“ gegenüberstellen kann.
    Darum kann man ihn schadlos durch den „chinesischem Optimismus“ substituieren, und im Blog der Marktdemokraten wird das schon ausprobiert.

  159. ...tja, und jetzt der...
    …tja, und jetzt der Rettungsschirm für China.
    Ob die Mongolen mit so falsch gesattelten Pferden je Europa erreicht hätten.
    .
    Wenn man den Westen überholen will, in dem man in nachmacht…

  160. Ironie ist Illusion.
    .
    Was wer...

    Ironie ist Illusion.
    .
    Was wer sagt, das ist auch so,
    Irgendwann und irgendwo.

  161. Die Illusion des Sprechenden...
    Die Illusion des Sprechenden über sich und die Welt.

  162. Auch Lüge ist Illusion.
    Alles...

    Auch Lüge ist Illusion.
    Alles stimmt.

  163. Lieber Filou,
    machen Sie sich...

    Lieber Filou,
    machen Sie sich über die USA keine Illusionen. In Wirklichkeit, wenn man mal ganz genau hinguckt, müssen auch die Amerikaner STeuern zahlen, und es gibt auch dort so etwas wie kostenlose Schul- und Hochschulbildung, und es gibt auch Sozialhilfe und auch dort werden die Obdachlosen ohne Krankenversicherung am Ende im Krankenhaus irgendwie behandelt und kriegen ihre Operation, auch wenn jeder weiss, dass die Rechnung dafür nie werden begleichen können.
    .
    Wenn Sie sich wirklich nach einer Welt sehnen, die von kommunistischen Marktverzerrungen und von harmoniesuchtbedingten Lügen völlig frei ist, dann müssen Sie wohl eher nach Mexiko, Kolumbien oder Pakistan fahren.

  164. Der Agent:
    Geborener...

    Der Agent:
    Geborener Österreicher. Kein Beruf. Abgebrochene Realschule. Lebte in München, Kriegsfreiwilliger als Staatloser 1914 daselbst. Gasverletzung als Meldegänger.
    Er hatte einige Zeit in der Bayerischen Armee zur besonderen Verwendung nach 1918 gedient, danach wurde er kurzeitig als V-Mann in die Reichswehr übernommen, später gründete er einen Arbeiterparteiverein. In Thüringen wurde er schließlich eingebürgert, 1932, Regierungsrat daselbst. Wie es heißt sei er mit seiner Freundin in Berlin 1945 umgekommen.
    http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/index,page=1122980,chunk=1.html
    ..
    Vermehrung:
    Geld muß man mögen, sonst gibt das nichts.
    ..
    Die Verfassung:
    Wird von den dazu Berufenen geschützt. Mit allen Mitteln die dafür zur Verfügung stehen.

  165. Nachgang zum Agenten:
    Er bekam...

    Nachgang zum Agenten:
    Er bekam auch Stütze von dem US-Automobilhersteller Ford. Transatlantische Beziehungen halt.

  166. Jaja, lieber Herr Meier, das...
    Jaja, lieber Herr Meier, das kann ja alles so sein…
    …aber man hoert und liest doch immer so schreckliche Geschichten?

  167. HansMeier555@: Lüge ist...
    HansMeier555@: Lüge ist lediglich unentschuldete Abwesenheit von Wahrheit. Ein Körnchen von letzterer ist oft schwer zu finden. Gerne stelle ich Ihnen eine Liste von Allokationen auf, wo sie selten zu finden ist.
    ..
    Mexiko, Kolumbien oder Pakistan: Es wird dort sehr schön anders gelogen. Wär ja auch langweilig, wenn´s anders wäre.

  168. Korrektur zu Kaderakte des...
    Korrektur zu Kaderakte des Agenten:
    Es war im Braunschweigischen wo er schließlich 19320 eingebürgert wurde, Thüringen war lediglich ein fehlgeschlagener Versuch.

  169. New York und seine selbst...
    New York und seine selbst ernannte Creme de la Coca!ne kann man sicher in der Tüte rauchen, aber in den Nischen der Unangepasstheit steckt in Amerika noch eine Menge Dampf und Kreativität, sich eben nicht vor der Glotze zu einem Big-Mac-Müllsack zu mästen.
    Fragt sich nur, wie lange sich diese Nischen halten können, wie lange das System diesen Alternativen die minimalen Grundlagen liefert, ihr Leben leben zu können.
    .
    Das weinerliche Slam-Poetry Gedöns unserer weltverbesserungsoptimierten Alternative hat sich oft vor lauter schlechtem Gewissen in vorauseilendem Gehorsam selbst die fürs Querdenken zuständigen Hirnregionen amputiert, um gegen Mario Barth und Cindy von Marzahn eine mediale Chance zu bekommen.
    .
    Wasch mir den Pelz und mach mich nicht nass! Das Prinzip der „jungen Gegen“(Hihi)kultur. Silbermond, Juli, Tim Bendzko und so weiter.
    .
    Dass Bushido, Sido etc. im Radio totgeschwiegen werden, lässt sich von ihren alten Sprüchen her verstehen, aber wenn Rihanna mit „Man down“ in Frankreich rauf und runter gespielt wird, während das deutsche Radio sie komplett ignoriert, dann merkt man, wie kleinlich auch hier die Filter arbeiten.
    .
    Trotz allem noch besser als die neofeudalen Strukturen in Russland oder China.
    Hans Meier, wann wird`s da wieder einen Zar oder Kaiser geben??
    Vielleicht stimmt es ja leider, der Mensch als Rudeltier ist zum Untertanen geboren, nicht zum phantasievollen, toleranten, lebenslustigen, liberalen bis sozialen Demokraten…

  170. Lieber Filou,
    die Amerikaner...

    Lieber Filou,
    die Amerikaner übertreiben ihre marktradikale Einstellung ganz bewußt, weil sie darin die letzte Chance sehen, chinesische Investoren anzulocken.

  171. HansMeier55515. November 2011,...
    HansMeier55515. November 2011, 09:44: Das ist eine reine Apperzeptionsfrage. Allein wenn man sich nur näher „ansieht“, wie ein Bild der vorgefundenen „Realität“
    über das Auge, mehrfach gespiegelt, schließlich den zuständigen Gehirnsektor erreicht. Es wird einem ganz schwurbelig zu Mute.
    Jetzt auch noch dazu Gelesenes, Gehörtes und dessen Interpretation:
    „Wir brauchen Finanzmärkte – schon allein für den Weltfrieden“ Transatlantisches pur. Reine Freundschaft.
    Wenn das nix is!
    http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Apperzeption.html
    ..
    Talkshows z. B. Oder Leipzig II. Watt sachste?

  172. "Weltfriede" -- das war...
    „Weltfriede“ — das war früher mal so ein typisches Schlagwort der Ostblock-Propgaanda. Nicht Friede sondern „Weltfriede“.
    .
    Früher haben die vereinten Streitkräfte des Warschauer Paktes den „Weltfrieden“ bewahrt, heute tun das die Finanzmärkte!
    .
    Da machen sich die Afterpublizisten aus Angst vor dem Kommunismus in die Hose und übernehmen im gleichen Moment dessen Lexik. Ich glaube, das ist nicht einfach Ignoranz, sondern unterbewußt vorauseilender Gehorsam gegenüber dem künftigen Patron.

  173. liebes, grosses Kasperle, die...
    liebes, grosses Kasperle, die einbürgerung hätte man sich damals wirklich etwas mehr überlegen müssen.
    .
    und nachdem der knabe eingebürgert und tätig war, wäre er daselbst vermutlich so leicht nicht eingebürgert worden.
    .
    aber auch der abstammungsausweis hätte dies auch schon verhindern können. theoretisch hätte er sich selbst verhindern müssen.
    .
    das ist paradox, nicht wahr?

  174. lieber The Great Artiste, um...
    lieber The Great Artiste, um nicht zu sagen: der mensch ist ein rubeltier*.
    .
    um aber ein gutes mitglied einer schafherde zu sein, muss man in erster linie ein gutes schaf sein.
    .
    [*nein, Don Carlos! nicht, was sie jetzt wieder denken mögen! non!!]

  175. Die Transzendenz des Marktes....
    Die Transzendenz des Marktes. Das Übersteigen des menschlich Fassbaren: Der globale Wertpapierhandel samt Aktien, Staatsanleihen, Derivaten, CDS etc. pp. Das müssen einfach Übermenschen sein, die das Alles im Auge, im Sinn behalten (können). Entmaterialisierter, reiner Geist. Lebt nur von Zahlen. In Lichtgeschwindigkeit:
    299 710 km/s. Transatlantisch in 0,02 Sekunden. Der Mehrung des Wohlstands der Menschheit verpflichtet.
    Wow, stehe ich mit offenem Maule da.
    Zwischendrin die unglaublich schnelle Reaktion der Politik in Ministerien, Gremien, Bündnissen, Tagungen, Parlamenten, Ausschüssen, Parteiveranstaltungen.

  176. Great Artiste, voraussetzung...
    Great Artiste, voraussetzung für das ausleben von phantasie, toleranz und lebenslust scheint ausgerechnet die abwesenheit von sicherheit zu sein. jeder strebt nach sicherheit für sein leben, seine gesundheit, seine lebensumstände. weil das durch den einzelnen allein nicht erreichbar ist, muß die sicherheit durch und für alle erreicht werden. das ist nur durch vorgeschriebene, allgemein gültige verhaltensweisen möglich. abweichungen werden bestraft, weil sie die sicherheit anderer gefährden. die notwendige einschränkung des verhaltensspielraums verhindert jedoch das ausleben von empfindungen im moment ihres auftretens. das verschieben von empfindungen auf einen ‚passenderen‘ zeitpunkt schwächt jedoch deren intensität, kann zu körperlichen symptomen führen (konversionssyndrom) oder zu sportlichen, künstlerischen, wirtschaftlichen höchstleistungen (sublimierung). man kann also davon ausgehen, daß die angestrebte erhöhung der sicherheit mit einem verlust der lebensfreude einhergeht. doch es gibt ja möglichkeiten des ausgleichs.

  177. besser rubeltier als rubbellos...
    besser rubeltier als rubbellos

  178. Wann immer der Begriff...
    Wann immer der Begriff „Salonsozialisten“ fällt, frage ich mich, inwieweit der jeweilige Verfasser geistig auf dem Niveau unserer Zeit ist.
    .
    Rubrik: Randbemerkung

  179. @John Dean
    .
    Nicht auf dem...

    @John Dean
    .
    Nicht auf dem Niveau des Zeitgeistes!
    .
    Niemand hat jemals für die Bankenrettung argumentiert.
    .
    Verantwortlich für die Bankenrettung 2008/2009 waren die vom Volk gewählten Staats-Politiker, und folglich ist das Volk selber daran schuld, dass es jetzt soviele Schulden zurückzahlen muss. Ein tragisches Ergebnis von Demokratie!
    .
    Und so sehen die Farangis die Welt: Wer ihnen auf den Leim (wie die Politker 2008) geht, ist selber schuld, und einfach zu blöd für diese Welt. (Und die Dummen ungeschoren zu lassen wäre aus ihrer Sicht eine Sünde wider die Evolution). Aber wenn jemand den Farangis nicht auf den Leim geht, dann nennen sie ihn trotzdem nicht „klug“, sondern einen Verschwörungstheoretiker, der das Prinzip der Arbeitsteilung nicht begriffen hat, und halten es für angebracht, ihrer moralischen Verachtung Ausdruck zu geben.

  180. E.R. Langen (14. November...
    E.R. Langen (14. November 2011, 19:33), im Bordell warten bis man drankommt.
    .
    (In der DDR: „Wegen Warenannahme voruebergehend geschlossen“)

  181. @ ThorHa 14. November 2011,...
    @ ThorHa 14. November 2011, 22:28 :
    Ich werte die Immo Krise in den USA als Ergebniss eines verzweifelten Versuches von Kapital-/Sicherheitenbildung.
    Es gibt auf der ganzen Welt reale Sicherheiten von grob 100-150 Billionen Dollar. Dem steht ein Finanzmarkt von grob 6-facher Größe gegenüber.
    Immobilien haben den seltenen Charme, dass einer Schuld eine volle Sicherheit gegenübersteht (konservativer 80% oder 60%). Das ist immer noch eine dreifach höhere Sicherheit, als bei dem Billionenpoker der Finanzmärkte.
    Selbst bei Ausfallquoten von 20-40% wie zur Zeit in den USA, ist die relative Ausfallquote geringer.
    Wer also auf Subprime schimpft, der kann sich bei Derivaten vor Freude schirr zerreissen.
    .
    Im Ganzen sollte man sich nicht täuschen. Die Politik braucht diese Finanzmarktgröße. Nur durch schnelles Wachstum und Blähen der Bilanzen war die Sammlung von Staatsschulden in dieser Größenordnung möglich.
    Schon die geringfügige Reduzierung der Bankbilanzen (die DB ist da eine Ausnahme, die haben weiter die Bilanz aufgepumpt), führt zu Finanzierungslücken der Staaten.
    Es gibt garnicht so viele Anlager die entweder hohe Risiken oder negative Zinsen suchen.
    In dem Rahmen, wie die Politik ihre eigene Grundlage der Finanzierung unattraktiv macht (Schuldenschnitt) zwingt sie die Anleger dazu diesen Markt zu verlassen.
    Die Mittler dieser Geschäfte (also die Banken) zu beschimpfen, weil die die Verkaufsorders ihrer Kunden umsetzen macht wenig Sinn.
    Eine Bank einerseits zur (sinnvollen) Erhöhung des Eigenkapitals zu zwingen und andererseits Staatsanleihen als unsicher zu entwerten, führt schliesslich zu einem vorhersehbaren Ergebniss.
    Kein Eurostaat kommt aus dieser Nummer heraus. Auch Schland nicht.
    Darüber erstaunt zu sein, ist etwa so wie eine Kugel auf ein sattes Schneebrett am Hang gegenüber abzufeuern und dann entsetzt zu sein, weil eine Lawine abgeht.
    .
    Ich halte die nicht für so dumm. Wir sehen nur zu wenig vom Gesamtblatt, um das Spiel komplett zu verstehen.
    Sicher ist, es herrscht ein Finanzkrieg wie es ihn seit mindestens 100 Jahren nicht mehr gab.
    Die USA werden Krieg führen, wahrscheinlich in Arabien. Es gibt einen enormen Druck zur Konsolidierung, es wird also Wirtschaftsbündnisse geben.
    Die Briten werden die EU verlassen. Das ist sicher, weil die sonst wirtschaftlich zerrissen werden und die Briten in ihren Autismus immer „ihren Weg“ gehen (und ihr Weg war nie ein europäischer).
    Vielleicht fangen die Amis die anglikanischen Staaten in einem Wirtschaftsverbund mit Gemeinschaftswährung auf.

  182. @John Dean:
    "Wann immer ......

    @John Dean:
    „Wann immer … frage ich mich … geistig … Niveau unserer Zeit …“
    Das unterscheidet uns. Wann immer ich eine solche Bemerkung lese, weiss ich, dass ich es mit jemandem zu tun habe, der statt mit Argumenten lieber mit Abqualifizierung seines Gesprächsgegenübers arbeitet. Auf Bierkneipenniveau.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  183. Wer den €uro nich ehrt, ist...
    Wer den €uro nich ehrt, ist Europa nicht wert. Der €urorubbler: Rubbel dir einen.
    ..
    Illustration von Werdegängen oder heiteres Beruferaten:
    A.)Der Salongsozialist ist einer, der im Café stundenlang hinter seiner Melange mit Glas Wasser sitzt und genau weiß wie man den Barrikaden fernbleibt, wenn die Sache blutig wird. Er rekrutiert sich i.d.R. aus Schreibberufen S. unter Akademiker (lost Generation).
    B.)Der Gegentypus ist der beredte Streetworker, er hält sich in seiner grünen Inkubationszeit mit Porno-Übersetzungen US-amerikanischer Provenienz über Wasser. Ist die Metamorphose mit ihren div. Stadien überwunden entpuppt sich über einen BAM-Posten daraus eine Harvardprofessur (Transatlantiker!)gekoppelt mit einem Vertreterposten für Ölröhrentrassierunngen, S. unter End of the pipe.

  184. HansMeier555@:>Niemand hat...
    HansMeier555@:>Niemand hat jemals für die Bankenrettung argumentiert. < Sie müßen sich da irgendswie verdammt irren: Alle Meinungsu(n)fragen bestätigen immer wieder auf´s Neue , daß die Hauptführende Persönlichkeit in dieser Causa ungeheuer im Demos beliebt sei. Die führenden Gazetten dieser Nation beteuern dies auch. Unisono. Auf der anderen Seite des großen Teiches geht man auch davon aus. Also!?

  185. Hello, Big Spenders!
    Die...

    Hello, Big Spenders!
    Die deutsche Wirtschaft ist im 3.Quartal um 0.5% gewachsen! Dank dem Konsum.

  186. habe ich es mir doch denken...
    habe ich es mir doch denken können/13.37 u, lieber Don Carlos, sicher, umgekehrt wäre es *hüstel*, in mehrfacher hinsicht.
    .
    gehe ich recht in der annahme/13.12 u, dass sie somit der ansicht sind, dass hohe sicherheit/hohe restriktionen hohe kunst zeitigen hilft*?
    (was m.e. bestenfalls bis zu einer gewissen stufe geht, denn wer vor lauter sicherheitsmassnahmen in der gummierten einzelzelle einsitzt oder im sünderhemd mit kerze in der hand auf dem scheiterhaufen steht, hat probleme, mit nicht vorhandenen buntmalstiften kunstwerke zu erschaffen oder auch ganze theaterstücke nicht nur zu erfinden, sondern auch noch zu memorieren…)
    —–
    * welches schweinderl hättens denn gern?
    eines aus der herde epikurs…

  187. Schon sonderbar, ein...
    Schon sonderbar, ein narzistischer Willkürstaat produziert halbseidene Beamte.
    Eine echte Schande für die Beamten, die versuchen die Gesetze nach Text und Sinn einzuhalten und zu erhalten.
    Habe ich Unrecht, wenn mir die permanente Vorratsspeicherung von Daten, gläserene Bankkonten, Datenaustausch und „enge“ ungesetzliche Zusammenarbeit zwischen Geheimdiensten und Polizei in den Sinn kommen?
    Hat das etwas mit dem krusen, an Einzelinteressen orientierten immaterialrechte Recht zu tun oder ist das einfach nur eine schwierige Zeit mit vielen komplexen Abläufen?
    .
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/verdaechtiger-verfassungsschuetzer-spitzname-kleiner-adolf-11529571.html

  188. Ach lieber Don, nicht traurig...
    Ach lieber Don, nicht traurig sein, sind wir alle zusammen (global) doch „nur“ in der
    Phase der Gesamtbereinigung, das Überbleibsel wird ganz wunderbar, ich weiss es.

  189. <p>donna laura, nach maslow...
    donna laura, nach maslow entsteht das interesse nach kultureller betätigung erst, nachdem elementare lebensbedürfnisse erfüllt sind. also sicherheit, die einen zeitgewinn bedeutet, weil man nicht ständig auf der flucht oder auf nahrungs- oder feuerholzsuche ist. die triebunterdrückung scheint jedoch der hauptauslöser für höchstleistungen jeder art zu sein. nicht zwingend für kunst, denn dazu bedarf es ja auch einer veranlagung. aber es fällt schon auf, daß die polynesier keine berühmten gemälde, kirchen, autobahnen, chemiefabriken oder wolkenkratzer mit meerblick erschaffen haben. die hatten nach dem auslegerbootrennen halt was besseres zu tun als ständig ihren oder anderer leute lebensstandard zu verbessern.

  190. @Artiste: jemand erzählte...
    @Artiste: jemand erzählte mir, sie habe einen entfernten Kontakt zur Zarenfamilie gehabt. Die leben scheints noch.

  191. Wenn man den Europäern nicht...
    Wenn man den Europäern nicht mit den guten Worten der vielen US-Ökoonkologen zum Einschwenken bringen kann, dann mit Gewalt.
    Die Amis ziehen weiter massiv Geld aus den europäischen Staatsanleihen ab.
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/investoren-attackieren-kern-europa/5839424.html?p5839424=2

  192. Ich finde es an der Zeit, sich...
    Ich finde es an der Zeit, sich ernsthaft Sorgen um die Ratingagenturen zu machen.
    Bei einem solchen globalen Durcheinander müssen die arg im Stress sein.
    Wenn die ein Burn-Out bekommen, dann sehen wir alle lecker aus.

  193. @HansMeier555
    "Weltfriede"
    und...

    @HansMeier555
    „Weltfriede“
    und den Markt in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.

  194. Filou 3:0...
    Filou 3:0

  195. Highnoon im Spätprogramm, die...
    Highnoon im Spätprogramm, die Colts werden gerade gezogen. (Es wird alles wieder gut, es sind nur Platzpatronen.)

  196. 1 Absatz auf Wunsch des...
    1 Absatz auf Wunsch des Verfassers in einem Kommentar gelöscht. Gern geschehen,

  197. mediensegler, gerade lese ich...
    mediensegler, gerade lese ich im ‚Volkkrant‘ was passiert ist. Darum ist es also so still draussen.
    Hehe!!!!!
    .
    Fuer die Sauereien von Rijkard und Koeman damals darf NIE WIEDER ein Spiel verloren werden!

  198. @Don Carlos: Das Dilemma...
    @Don Carlos: Das Dilemma Sicherheit-Kreativität sehe ich auch, es gibt dieses radikale Leben ohne Netz und Krankenversicherung. Aber ich denke, man muss nicht mit Drogen aller Art abgefüllt Trainspottingmässig um ein Klo geringelt und bepinkelt sein, um gute Ideen zu haben.
    Mir ist es einen Tick zu einfach, immer die gequälte Künstlerseele als Motor der Innovation zu sehen, man kann auch ganz nette Einfälle bei einem guten Rotwein und einer netten Aussicht auf ein malerisches Gewässer haben.
    Entscheidend ist eher, herauszufinden, was einen wirklich glücklich macht, und wie man Strukturen schaffen könnte, diese Momente häufiger zu erleben.
    Glück ist kein Zustand, immer nur ein Augenblick.
    Da ist ein bisschen Geld oft hilfreicher als jede Menge Geld, und das wäre immer noch besser als gar keins.
    Prost und gute Nacht für heute!

  199. Filou, habe mir schon gedacht,...
    Filou, habe mir schon gedacht, dass Holland jetzt ganz leise ist,
    so ähnlich wie Vollmondsegeln im 24 Uurs Zeilrace im Ijsselmeer. ;-)

  200. Mal wieder ein altes Problem:...
    Mal wieder ein altes Problem: Habe gestern in der ARD wieder in den deutschen Sozial-Wahnsinn hineingeschaut. Da wird Theater gespielt, ein Supermarkt simuliert (Puppenstuben-Wahnsinn!) sowie ein Nähkränzchen abgehalten. Alles flankiert von teurem Extrem-Coaching. Erfolg bei der Arbeitssuche nahe Null – aber mit stattlichen Vergütungen für die „Coach-Profis“.
    .
    Da ist die holländische Ansage: Keine (gemeinnützige) Arbeit, kein Geld deutlich erfolgreicher und ehrlicher.
    .
    Im Fussball haben wir 3:0 gewonnen, nicht dass jetzt ein SozPäd-Kreativer auf die Idee käme „Soccer for Suckers“ aufzuziehen, um damit eine monatliche Rechnung von 12.000 Euro schreiben zu können.

  201. Lieber Don Alphonso,
    .
    Sie...

    Lieber Don Alphonso,
    .
    Sie sollten lieber weniger Hegel und lieber mehr Hobbes lesen.

  202. Das nervt: Wenn einem...
    Das nervt: Wenn einem Dreiviertelsalphabeten, die selber nur fix Fox News und Micky Maus lesen und von Hannah Arendts Hauptwerken nur die Überschrift im Kopf behalten haben, einem mit intellektuellen Lektüretips kommen.

  203. Die deutsche Wirtschaft ist im...
    Die deutsche Wirtschaft ist im 3.Quartal um 0.5% gewachsen! Dank dem Konsum.
    .
    fionn, wie schreiben Sie denn? das muss heißen: Dank dem Konsum seins!

  204. Herrschaften! Damen und...
    Herrschaften! Damen und Herren! Ja SIE! Die Umstände erfordern das keine Umstände mehr gemacht werden. Nicht nur jenseits des Atlantiks, nein auch hier.
    Das sieht doch jeder ein. In diesen Zeiten, die so dynamisiert sind, das jeder Furz welthistorische Folgen und Umbrüche zumindest einleitet. Bedenken Sie sich nicht lange! Zögern und sich zurücklehnen um, nein das geht schon mal gar nicht. Deshalb! Bedenkenlos. Es fordert die Stunde den neuen Typus des absolut sicheren freiheitlich gesinnten Komplexpolitikers mit 360°-Sicht. Der im Sekundentakt sofort alle möglichen Alternativen verwirft und, in aller Sachbezogenheit versteht sich, die eine nur einzig mögliche entscheidende Steilvorlage erkennt und die notwendigen Entscheidungen sofort trifft. Der geborene Dezionionist. Instinktiv. Wie das nur Vollblutpolitiker sind und eben auch können, eben die aus Urgestein gemeißelten. Die schon immer. Auch in der Zukunft wissen wo es lang geht. Nur die können dafür sorgen das, die dazu fähig sind. Dieser Typus schart im Nu die, wie in den codifizierten Regularien festgelegt, notwendigen Mehrheiten um sich. Diese Abstimmungen, die leider sehr hinderlich, aber notwendig um, erfolgen dann nur noch pro forma. Das ist, bedingt sui generis, die neue pro-forma-Demokratie des neuen Typs. Schnell, effizient, der volldurchdynamisierten allgemeinen Entwicklung immer um weite Längen voraus. Das Ziel hat der o.a. ad-hoc-Komplexpolitiker (KP) immer fest im Focus. Nur er kennt es, er weiß was der Nation frommt und wohl bekommt. Wirklich! Haben Sie Vertrauen. Es lohnt sich, gerade auch für SIE, als mündigem Bürger der Sie ja durch und durch sind, zumindest zu sein scheinen! ES liegt in Ihrer Hand, damit es. Wo kämen wir sonst hin?

  205. Wer ist das ? Wer es errätet...
    Wer ist das ? Wer es errätet bekommt die schwarzrotgoldene Bingotüte geschenkt.
    Ein „angesehener Staatsmann“ kommt „drüben“ (Transatlantik) wieder auf die Bühne und hält Vorträge. Standig Ovations. Bingo!

  206. HansMeier555@: Wea soll dann...
    HansMeier555@: Wea soll dann dä Hobbes sä? Sach´ens! Isch kenne nua de Dobbes vun üm die Eck, wo isch ümmer ming Biersche schlabbern tu. Dat sin doch all Quatschköpp he, han de nix anders ze don? Die solle arbigge john un nit quatsche. Watt äne Vazäll! Mia sin doch nit bei dea Micky Maus!

  207. @Köstlich: diese Simulations-...
    @Köstlich: diese Simulations- und Virtalisierungsgeschichten aka „wir tun so, als wenn wir arbeiten, und ihr tut so, als ob ihr uns bezahlt“ begleiten uns doch nun schon Jahrzehnte. Sie werden immer fadenscheiniger, deshalb auch diese allgemeine Ratlosigkeit und Verunsicherung. –
    Daß die Immobilienblase eine Art verzweifelter Versuch war, nun aber doch mal greifbare „Sicherheiten“ (materielle Produkte menschlichen Schaffens) zu erzeugen, wie Holly das angedeutet hat, sehe ich auch so. Was einen daran wieder ärgert – neben dem ganzen schacherischen Elend -, ist, daß es aller Wahrscheinlichkeit nach ein unbrauchbarer Ramsch ist, weil an den falschen Orten, zuwenig haltbar, nicht wartungsfreundlich, etc.

  208. @Guignol: "wo kämen wir sonst...
    @Guignol: „wo kämen wir sonst hin?“ Tja, wenn wir das wüßten. Biedermeier oder 30jähriger Krieg?

  209. Ich vermute mal, es handelt...
    Ich vermute mal, es handelt sich um einen – hierzulande schon wieder vergessenen – Lieblingsadligen der Gossenprese.

  210. Also, meine...
    Also, meine Lieblingsschlümpfe sind natürlich Papa Schlumpf, Fauli, Harmoni und Toulousi.

  211. <p>Ich wollte ja gerade etwas...
    Ich wollte ja gerade etwas über die Rettung des Weltfriedens durch Anti-Personen-Minen schreiben.

  212. @Jüppche
    .
    Hobbits,...

    @Jüppche
    .
    Hobbits, Mittelerde, Auenland…

  213. Eine hervorragende Idee.
    Oder...

    Eine hervorragende Idee.
    Oder was zu trinken… es ist schließlich nach 12.

  214. @Don A.:
    Warum tun Sie´s...

    @Don A.:
    Warum tun Sie´s nicht? Mindestens so begründbar wie die Rettung des Weltfriedens durch die Finanzmärkte wird es sein!
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  215. Nachschub!! Bevor uns die...
    Nachschub!! Bevor uns die Probleme ausgehen! Ökologisch motiviertes freiwilliges finanzoptimiertes Frühableben ist nicht wirklich eine Lösung…
    http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/die_zeitbomben_nach_der_euro-krise_1.13322758.html

  216. <p>Genau das war meine Idee,...
    Genau das war meine Idee, aber ich fürchte, man könnte mir das als feindliche Haltung gegenüber fraglos enormst kompetenten Kollegen auslegen, die natürlich immer genau wissen, wie sie warum mit wem und was argumentieren:
    .
    http://www.wiesaussieht.de/…/wer-ist-eigentlich-knut-wicksell

  217. Ah, weiterhin schlechte Zeiten...
    Ah, weiterhin schlechte Zeiten für Transatlantiker:
    .
    http://krugman.blogs.nytimes.com/2011/11/15/eurogeddon/
    .
    Irgendwie wäre es jetzt spannend zu hören, was die Weltfriedenswirtschaftler zu dem Käuferstreik bei den europäischen Staatsanleihen (ausser den Deutschen natürlich) zu sagen haben.

  218. Sie meinen die...
    Sie meinen die Marktdemokraten.

  219. kennt jemand noch die alte...
    kennt jemand noch die alte TransAtlantik (die monatszeitschrift, der jahre1980-1982)?
    .
    so etwas fehlt heute.

  220. Weltfrieden, der:
    Bisher...

    Weltfrieden, der:
    Bisher dachte man immer, zumindest die letzten Jahre, Geschichte wäre over und wir lebten, bis auf einige Störenfriednationen, im tiefsten Weltfrieden. Das soll zumindest weiter so bleiben. Das ging nur durch die vereinten Kräfte der global agierenden Hochfinanz gut. Darum: Nieder mit „occupy“. Stört die friedvollen Kreise der ehrbaren Hochfinanz nicht.
    ..
    Fassungsvermögen, das:
    Die Verfasstheit eine Verfassungsschützers umfasst nicht den Schutz eines Döner-budenbetreibers. Der oberste politische Landesverfassungsschützer (Hessen 2006) machte sich lediglich Sorgen um die Verfasstheit des Verfassungsschützers und dessen Familie. Das ist echte Fürsorgepflicht eines politischen Dienstherrn. Darauf sollte jeder, der im Schutzbereich der Verfassung lebt, gefaßt sein.

  221. DA@: Bingo! Täterätäää!...
    DA@: Bingo! Täterätäää! Sie bekommen nicht nur die dreifarbige polyvalente Bingotüte vollgestopft mit PIGS-Staatsanleihen, sondern dazu auch den Bannerorden Schwarzrotgold der genannten Presse überreicht: Sie nur sind der Beantwortung der gestellten Frage so nahe gekommen wie sonst niemand hier im Blog. Darum die Sonderprämie. Wie isses nur möchlich?

  222. auch-einer@: Genau, da war...
    auch-einer@: Genau, da war doch noch was gewesen. So eine jeistich-projessiv-liberale Art Überbrückungsnothilfe vor der Wende für die höheren Inellektuellenbestände von Restschland. Versehen mit so einer Art Strichdesign auf dem Cover jeden Heftes. Meinten Sie die? Sch…e, damit habe ich mich schon wieder als Grufti geoutet .

  223. @ fionn : Zum Thema Konsum...
    @ fionn : Zum Thema Konsum trägt den Aufschwung :
    .
    http://www.querschuesse.de/deutsche-einzelhandelsumsatze-weiter-im-schwachen-trend/
    .
    Der/die Macher der Seite machen einen wirklich guten Job. Der deutsche Aufschwung beruht ausschliesslich auf Export.
    Das bedeutet, jeder Deutsche ist damit beschäftig:
    – Zinsen für Kredite zusammenzukratzen
    – Zinsen für Renditen zusammenzutragen.
    Denn nur dann ergibt sich Marktsättigung. Bedürfnisse befriedigt der Mensch selten aus Not, sondern meist aus Prestige, Langeweile oder Balz.
    Was auch immer die Deutschen zur Verfügung haben, es zirkuliert zu annähernt 100% im Finanzsystem.
    Also, kein Konsum.

  224. Die neuen, alten...
    Die neuen, alten Transatlantiker: H. M. Enzensberger und M. Walser reüssieren momentan in den USA. Kann man alles im FAZ-Feuilleton der letzten Tage nachlesen.
    Stimmt, H. Magnus Enzensberger war der Herausgeber der Edelpostille TransAtlantik aus München. (À la recherche du temps perdu.)
    http://www.eurozine.com/articles/2001-09-03-lau-de.html

  225. @ Holly01. Komisch - auf TV...
    @ Holly01. Komisch – auf TV (ARD oder ZDF war’s) gestern Abend gab ein Interview mit dem Chef eines deutschen Modehaus – der sagte, das Geschaft läuft bestens seit Anfang 2010. In den nächsten Wochen werden wir alle sowieso Geld ausgeben müssen – Christmas is coming!
    What shall we give DA for Christmas?

  226. grand guignol,
    .
    danke für...

    grand guignol,
    .
    danke für den tip bzw. den link.

  227. Traurig ist ansich nur, wie...
    Traurig ist ansich nur, wie die Politik sich angreifbar macht. Mit der Finanzkrise und dem Verlust an Vermögen treten nun Spannungen auf, die in keinem Verhältniss zum ehemaligen Gewinn stehen.
    Schmidts : lieber 7% Inflation als 7% Arbeitslosigkeit kl(a)ingen gut, aber sie sind nicht gut.
    Gibt die EZB nach und kauft Staatsanleihen auf breiter Front, dann wird sie zugemüllt. Gleichzeitig wird die Erhöhung des umlaufenden Kapitals direkt zur Rezession führen.
    Die einzige Lösung ist tatsächlich :
    Die EZB nimmt den Nationalbanken Staatsanleihen ab und vernichtet die dann durch Löschung in den Büchern, bei gleichzeitiger Rückgabe der Sicherheiten, die dann an die Banken zurück gehen.
    Also ein glatt stellen der Konten auf sehr hohem Niveau. Das wird aber absehbar dazu führen, dass Anleihen nicht mehr handelbar sind.
    Nicht schlimm geht es doch um kaum mehr als 20Billionen im Euroraum?
    Den Politikern wird das gefallen. Die Banker, die sich immer gefragt haben warum Staatsfinanzierung für Nationalbanken ein Tabu ist .. genau darum.
    Geld verliert am Ende jeden Sinn, Berechenbarkeit und damit Wert.

  228. fionn, weiterhin...
    fionn, weiterhin Aufmerksamkeit und grossartige Debatten zwischen Ernst und Gaudi.

  229. Wir legen ihm ein Findelkind...
    Wir legen ihm ein Findelkind vor die Tuer.

  230. Einen Sprengsatz würde ich...
    Einen Sprengsatz würde ich klar bevorzugen.

  231. Das IST ein Sprengsatz....
    Das IST ein Sprengsatz. Besonders in der Pubertaet.

  232. Ja, aber ich will wenn dann...
    Ja, aber ich will wenn dann einen haben, den man entschärfen kann.

  233. Don Alphonso@: Nun dachte ich...
    Don Alphonso@: Nun dachte ich immer das hier wäre alles ein solchener?!?
    Filou@: Hihi, so eine Art Kaspar Hauser.

  234. Entscharfen geht auch. Und hat...
    Entscharfen geht auch. Und hat dann noch Spass dabei:
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/09/04/ein-ganzer-mann.aspx

  235. Fliou @ 15.49h Ho, ho, ho! ...
    Fliou @ 15.49h Ho, ho, ho! Spot on! (auf E = 99,9% you are right!)

  236. @ fionn : Alles wird gut....
    @ fionn : Alles wird gut. Nein, natürlich wird alles besser, sogar viel besser.
    Nach jedem Regen kommt schliesslich Sonnenschein.
    Basierend auf dieser Weisheit, wird es sogar Klasse.

  237. Erst kommt es dicke, erst...
    Erst kommt es dicke, erst danach wird man Lobgesänge anstimmen:
    Psalm 22 auf Griechisch: http://www.youtube.com/watch?v=HQveMBjnjk0

  238. Grand Guignol 18.45h

    Did you...
    Grand Guignol 18.45h
    Did you know that Greek monks in Greek churches during WW2 used to „chant“ information to the Greeks (mostly old men and women) during the church services regarding where and when to attack German troops?
    This info was passed on to the Greek partisans… who then attacked German patrols/troops on the move.

  239. @Filou, Don Alphonso
    Laut ZDF...

    @Filou, Don Alphonso
    Laut ZDF Blut der Erde (lief gestern und heute) werden in Russland
    gerade schwimmende Atomkraftwerke für die Energiegewinnung am Pol gebaut.

    Wenn das mal kein Findelkind MIT Sprengsatz ist.

  240. ...
    @HansMeier555
    „Marktdemokraten“
    Das sind allenfalls Markt-Timokraten, schon weil die Markteilnehmer (nicht etwa:
    eine Person pro eine Geldeinheit = eine Stimme) ihr Stimmrecht nur in Abhängig-
    keit von den unterschiedlich verteilten Finanzmitteln ausüben können.

  241. die Neocons sind nun...
    die Neocons sind nun (eigentlich recht spät, und nur in einem Kommentar) bei Ludwig von Mises angekommen, bitte um Information: w.i.e. kann man dort
    kommentieren?

  242. lieber mediensegler,
    alles nur...

    lieber mediensegler,
    alles nur „zersetzende Propaganda der Auslandspresse“!
    Die Wahlbeobachter des Europarates wurden von der russ. Wahlkommission angezeigt und geklagt, weil sie v.o.r. der Wahl kritische Äußerungen taten, das
    dürfen sie nur post festum.

  243. Gestern abend hat eine...
    Gestern abend hat eine Mutation von Jürgen Vogel (sonnengebräunt, mit weissem Anzug, Kauleiste und Arschimplantat den europ/amerikanischen Unterschied mit folgendem Spruch auf den Punkt gebracht: „Wenn das Äussere erst mal schön ist wächst das Innere nach“.

  244. Eine atlantische Antwort auf...
    Eine atlantische Antwort auf etwas was wir schon immer wissen wollten.
    creatio ex nihilo contra debt default.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/eurokrise-und-vergib-uns-unsere-schulden-11527296.html

  245. Die Theologie der Politik, der...
    Die Theologie der Politik, der Ökonomie ist garnichts gegen Nachfolgendes.
    Das größte Entschuldungsprogram, welches jemals aufgelegt wurde: „…und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern…“ Auch ehemalige RCDS-Mitglieder, die zu Atheisten mutierten, werden das zugeben müßen. Und es funktioniert wunderbarerweise immer noch.

  246. Lieber Filou, hier eine...
    Lieber Filou, hier eine literarisch-schwedische Betriebsanleitung wie frau/man sich des Findelkinderkriegens entalten könnte:
    http://www.kiwi-verlag.de/das-programm/einzeltitel/?isbn=9783462040838

  247. Eigentlich braucht es...
    Eigentlich braucht es europäische Antworten auf amerikanische Probleme, nicht umgekehrt. Wir haben es geschafft, aus Kartoffeln und Paprika ordentliche Gerichte zu machen, es käme darauf an, denen das jetzt beizubringen.

  248. lieber Großkasper,
    das haben...

    lieber Großkasper,
    das haben Sie recht spät entdeckt, aber immerhin, Sie haben es entdeckt.
    Rache ist AT und primärprozessual und wie kompliziert sie sich sozial über Generationen organisiert, dürfen Sie bei Ismail Kadare nachlesen.

  249. Foersterliesel@: Gewiß, der...
    Foersterliesel@: Gewiß, der Titel selbst in seiner lapidaren, aggressiven Offenherzigkeit oder Zumutung war mir wirklich neu.
    Die Thematik selber nicht. Wenn man Kinder hat hat, zumal weiblicher Endprodukte, dann ist einem so schnell nichts mehr fremd. Man(n) lernt halt notgedrungen ;-)…und möchte diese Produkte um alles in der Welt nicht missen.
    Eigentlich ist mir so richtig zum rumkaspern nicht zumute gewesen, aber sobald ich in die Rolle geschlüpft war, entdeckte ich sowohl ein Mehr an konstruktiven wie subversiven Facetten in mir.

  250. lieber Grand Guignol,
    ich...

    lieber Grand Guignol,
    ich meinte Ihren link zu Schirrmachers Besprechung von David Graebers „Dept“ !
    Danke fürs posten! Schön, daß Sie Töchter haben!

  251. @Grand Guignol:

    Agnostiker...
    @Grand Guignol:
    Agnostiker war ich schon immer :-). Und nein, es hat noch nie funktioniert, wird also auch weiterhin nicht funktionieren. Bleibt für Wohlmeinende ein nichterreichbares Menschheitsideal. Für Böswillige wie mich ist es, isoliert betrachtet, eine Aufforderung zu Verantwortungslosigkeit.
    „Der Atheismus ist ein Zeichen, dass man die Religion ernst nimmt.“
    TM Karl Raimund Popper
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  252. @ Grand Guignol 17. November...
    @ Grand Guignol 17. November 2011, 10:12 :
    Ich denke selbst Ben B. schreibt gerade ein neues Abschusskapitel zu seinen (zumindest in den USA) sehr anerkannten Studien über die Ursachen und Folgen der großen amerikanischen Depression.
    Das pure vorhandensein von Geld bedeutet bedeutet für die breite Masse weder Arbeit noch Wohlstand.
    Die Umverteilung von Unten nach Oben, behindert die wirtschaftliche Entwicklung und zerstöert das soziale Gefüge.
    Politik ist nicht rational, sondern bewegt sich Finanzpolitisch auf dem Niveau von etwa 3 Jährigen (trotzig, uneinsichtig, narzistisch, rücksichtslos). Aber 3 Jährige haben zumindest den Vorteil diese Phase wieder zu verlassen und die sind auch nicht so grenzenlos bestechlich.
    Die Politik will immer das andere etwas tun oder lassen und diesen Willen gießt sie (die Politik) in Gesetze. Immer mehr und immer unsinigere Gesetze. Nur Verantwortung tragen will Politik nicht. Wen interessiert das Gerede des politischen Gegners von Gestern.
    Genau darum sind politische Garantien auch nichts wert…..

  253. Der gefürchtete Arzt zu...
    Der gefürchtete Arzt zu seinem geschwächten Patienten: „Sie wissen was ich Ihnen schon seit geraumer Zeit anempfohlen hatte? Enthaltsamkeit!! Auch sollten Sie nicht immer unter einem Rettungsschirm herumsiedeln, Sie sind gesehen worden! Das ist äusserst schlecht für Ihr Herz. Vom Immunsystem wolln´wa gar nicht erst reden! Auch das Baden im kalten Atlantik schadet Ihrem Nervenkostüm!“
    ..
    Austerität (engl. austerity, von lat. austeritas „Enthaltsamkeit“, „strenge Einfachheit“)

  254. Mauergeld, das:
    1857 war das...

    Mauergeld, das:
    1857 war das UK dem damaligen Bundesstaat D. technologisch schon sehr weit voraus:
    „Northern Rock gilt als die Bank, die bereits im Herbst 2007 den Startpunkt für die Bankenkrise in Europa markiert hat. Im September hatten sich lange Schlangen vor den Filialen und Geldautomaten der Bank gebildet, weil die Kunden ihr Geld retten wollten. Zu solchen Szenen war es seit rund 150 Jahren nicht gekommen, hatte es damals geheißen. Insgesamt hatte der britische Staat 1,4 Milliarden Pfund in die Rettung der Bank gepumpt.“ (Quelle: FAZ.NET)

  255. Thorsten Haupts@: Besten Dank...
    Thorsten Haupts@: Besten Dank für Ihre Klarsichtfolie. Und ich hatte doch so gehofft…

  256. Lieber Don, sicher, die...
    Lieber Don, sicher, die Mistelzweige. Und kein Weib. Aber verzweifeln Sie nicht, eines Tages wird auch eines für Sie dabei sein.

  257. ...
    http://www.youtube.com/watch?v=4cAEAtkuTF0&feature=related
    könnte man in viele Sprachen übersetzen …..

  258. @Holly01:
    Die Politik DIE...

    @Holly01:
    Die Politik DIE POLITIK DIEEEE POOOOLITIIIIK
    Kommt aus dem schwarzen Turm. Aus Mordor. Sendet ihre Ringgeister, verkleidet als Banker, uns alle zu knechten. Tolkien hatte doch Recht! Ein Ring, gemacht, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.
    Die Politik. Die Politiker. Alien Abduction, sage ich nur. Hunde vom Sirius. Chtuulhu, steh uns bei!
    Die Politik. Garstig. Narzisstisch. Korrupt. Kindisch. Kriminell. Aber ihr schrecklichstes Geheimnis? Durch Holly enthüllt: Sie (Kinder bitte aus dem Raum)! Macht! Gesetze! Haben wir schon etwas Schrecklicheres gehört?
    Oh Gott, oh Buddha, oh Mohammed, oh Ghandi, oh Ganesh, oh Manitu, oh Luther, oh weh. Wir sind verloren. Alle. Unrettbar. Auf ewig. Denn DIE POLITIK hat den einen gefunden. DEN RING. DAS GESETZ.
    Furchterfüllt gehe ich tapfer in meine Alpträume. Denn das schlimmste habe ich jetzt gesehen. Die Politik.
    Schaudernd,
    Thorsten Haupts

  259. Nicht durch dumme Aussagen...
    Nicht durch dumme Aussagen nerven mich die crétins, sondern durch den Nachdruck, mit dem sie ihre altklugen Gemeinplätze aussprechen.

  260. Herr Haupt, natürlich "die...
    Herr Haupt, natürlich „die Politik“. Schliesslich haben alle westlichen Industriestaaten über 40 Jahre unter Beteiligung aller relevanten politischen Richtungen an der gleichen Wirtschafts- und Finanzpolitik mitgewirkt.
    Und die Politik tut es immer noch.
    Bei Licht betrachtet würde ich sogar meinen, man könnte den koalitionspflichtigen Wackeldackelverein „Bundestag“ locker auf 200 Mitglieder begrenzen.
    Der (nach meiner Beobachtung Totalausfall“ Bundespräsident könnte sein Schloss räumen und ein Büro im Bundestag beziehen. Dann kann der Herr seine Aufgaben auf einen Sekretär oä deligieren. Der unterschreibt dann nicht iA sondern iV.
    Das Schloss kann man den Amis als Botschaftssitz anbieten. Dann sind wir zumindest den Unterhalt los.
    Es ist nicht falsch wenn alle Abgeordneten der gleichen ->Meinung<- sind, sie sollten aber zumindest so etwas wie eine Meinung haben und nicht alles abnicken aus einer offensichtlichen Bequemlichkeit heraus (Dummheit möchte ich den nicht unterstellen). Falls Sie es nicht wissen : in Deutschland unterliegt das Primat des Handels "der Politik" und die Richtlinienkompetenz liegt bei der Kanzlerin. Die Staatsgewalt ist umfassend und nur durch (ja genau) die Politk eingeschränkt. Das könnte man als Verantwortung gegenüber dem ohnmächtigen (Abgeleitet von "ohne Macht) Bürger. Also, akzeptieren Sie bitte unser Grundgesetz, zu einer Verfassung hat es in 60 Jahren leider nicht gereicht (nur zu den Verträgen von Lissabon).

  261. ThorHa@: Totaler...
    ThorHa@: Totaler Argumentationsausfall oder so?

  262. @Grand Guignol:
    Um den...

    @Grand Guignol:
    Um den Zusammenhang wieder herzustellen:
    „Politik ist nicht rational, sondern bewegt sich Finanzpolitisch auf dem Niveau von etwa 3 Jährigen (trotzig, uneinsichtig, narzistisch, rücksichtslos). Aber 3 Jährige haben zumindest den Vorteil diese Phase wieder zu verlassen und die sind auch nicht so grenzenlos bestechlich.“
    Auf den kindischen Unsinn habe ich angemessen reagiert. Im vollen Bewusstsein, dass Ausfälle nur akzepabel sind, wenn sie den Vorurteilen der geneigten Leserschaft entsprechen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  263. @HansMeier555 18. November...
    @HansMeier555 18. November 2011, 05:30 – crétins:
    Ich bin einhundertprozentig Ihrer Auffssung :-)))))).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  264. @ThorHa: vielleicht so:...
    @ThorHa: vielleicht so: Politik ist an der Organisation von Macht beteiligt, kann aber nicht viel machen.

  265. @colorcraze:
    Auf der...

    @colorcraze:
    Auf der nationalen Ebene ist die Beobachtung korrekt, auf internationaler braucht es Übereinstimmung, die aufgrund nationaler Partikularinteressen sehr schwer zu erreichen ist.
    Wenn es einen berechtigten Vowurf an die nationale Politik gibt, dann den des ständigen Schuldenmachens. Wobei man fairerweise sagen muss, dass es in Deutschland in der relevanten Schicht (da, wo man wirklich Geld zusammenbekommt), nämlich der oberen Mittelschicht, nur eine begrenzte Zahlungsbereitschaft gibt. Die Staatsquote wird sich nicht wesentlich pber die existierende Marke von 46% bewegen lassen, wer das versucht, riskiert eine krachende Wahlniederlage.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  266. @ Thorsten Haupts 18. November...
    @ Thorsten Haupts 18. November 2011, 11:53 :
    Belegen Sie doch einfach Ihren Standpunkt. Jeder von uns dürfte Kinder in der Trotzphase kennen und weiss was gemeint ist.
    Unsere Politiker halten gerade die Luft an, um die Finanzmärkte zum Einlenken zu zwingen.
    Ja, das ist sehr …. beeindruckend.
    @ colorcraze : Politik hat die Macht, welche sie ausübt. Griechenland zeigt das überdeutlich. Sparen an den Hilfsbedürftigen. Steuern nicht eintreiben. Militärausgaben auf sehr hohem Niveau (die sind in der EU und NATO, wer wäre so dumm, die anzugreifen?). Gewalt auf den Strassen mit Polizei, die alles einsetzt was da in den Beständen schlummert.
    Politik in Deutschland ist maskiert, die Gewalt gegenüber Gruppen wird verharmlost. Die Medien sind keine Aufklärer sondern Mittäter.
    Jemandem die wirtschaftliche Grundlage vorzuenthalten, ist auch Gewalt.

  267. "weiterhin Aufmerksamkeit und...
    „weiterhin Aufmerksamkeit und Debatten zwischen Ernst und Gaudi“
    .
    we’ll do our very best asap. (*g*)

  268. Thorsten Haupts@: Einem...
    Thorsten Haupts@: Einem „Theil“ Ihrer Argumentationsreihen, die Sie hier und anderswo vertreten, kann ich mich ja durchaus anschließen. Aber eben nicht allen. Das ist auch nicht nötig, ich erwarte es von Ihnen umgekehrt ja auch nicht. Überspitzte Formulierungen und damit unterfütterte Polemik kann eine Situation verdeutlichen. Rhetorisch ein Stilmittel welches, wie alle Gewürze, nur in Maßen benutzt die Suppe würzt. Mit anderen Worten, wären Sie konzilianter, so wären Sie überzeugender.
    Es ist wie beim Fechten, einige Schritte zurück, lassen den Gegner in die (argumentative) Klinge laufen, Parade, Riposte.
    Es erwartet niemand von Ihnen, daß Sie Ihre „hochgetürmten Bastionen“ nun unbedingt schleifen sollten. Aber Ausfalltörchen benötigen Sie, wie jeder andere Mensch auch, bei den eigenen Einmauerungen der festen Plätze. Auch können Sympathisanten nur noch schwer Einlaß finden, solche soll es ja auch geben, wenn die Mauern fugenlos dicht ist.
    Entschuldigen Sie meinen biederen Tonfall. Dachte nur mal so vor mich hin und gedenke meiner eigenen liebgewonnen Allgemeinplätzchen.

  269. Zur Frage wer die Politik...
    Zur Frage wer die Politik beherrscht (-kann man das Handwerk erlernen? Huhu, durch Politikwissenschaften, durch Jurisprudenz, Journalistik etwan?), oder wird das dafür sich zuständig haltende Personal von einer oder der Machtkonstante, dem Wesen „Politik“ eben beherrscht? Die Technokraten halten sich dafür zuständig, weil genau sie unbezweifelbar wissen das 2*r*Pi=Kreisumfang ist und mit dieser Art Wissen ein Plafond in die Staatsschuldenkrise womöglich eingezogen werden.
    Und was ist mit den die Menschen, dem Demos, dem vorgeblichen Objekt der Politik, auch bewegenden Emotionen? Da wirds u. U. verdammt irrational.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fraktur/fraktur-die-nicht-politiker-politiker-11533208.html

  270. @Holly01:
    Belegpflichtig ist...

    @Holly01:
    Belegpflichtig ist aus meiner Sicht derjenige, der etwas Selbstverständliches in Frage stellt. Sie werfen offenkundigen Erwachsenen in Leitungsfunktionen vor, kindisch, irrational, rücksichtslos und zu 100% bestechlich zu sein. Da das bei Erwachsenen keinen normalen Zustand darstellt, sind Sie für Ihre Behauptung nachweispflichtig. Wenn es einen normalen Zustand darstellt, weisen Sie bitte nach, warum Sie und Ihre eigenen Beiträge nicht unter Ihre Definition fallen.
    @Grand Guignol:
    Möchte mich mit Ihnen nicht öffentlich über Gruppendynamiken unterhalten :-). Ich vertrete bestimmte Haltungen immer dann vollkommen kompromisslos, wenn diese Haltung in einer bestimmten Umgebung in der absoluten Minderheit ist. Bei der grossen Mehrheit derjeinigen, die hier bisher wiederum die mehrheit der beiträge zu Dons Blog abliefern, ist das der Fall. Inklusive des Blogmasters selbst. Und um in Ihrem Bild zu bleiben – meine Zugbrücke ist immer heruntergelassen. Ich verweigere Kommunikation (selten) nur sehr hinterhältigen oder dauerhaft pöbelnden Menschen.
    @perfekt!57:
    Natürlich :-). Weshalb sind wir sonst hier?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  271. @Holly01: "Jemandem die...
    @Holly01: „Jemandem die wirtschaftliche Grundlage vorzuenthalten, ist auch Gewalt.“
    Nur dann, wenn man sie selbst bereitstellt und dazu auch eine Verpflichtung hat. Das Beispiel Griechenland ist allerdings schlecht gewählt. Das Land hat sich die Grundlage selbst weggezogen und einen Teppich über die sich ständig vergrössernde Kluft gelegt. Der Teppich hiess „Schulden“. inzwischen verkauft nur kein Teppichhändler Griechenland mehr einen ständig grössernden Teppich, weshalb das Land in der selbst geschaffenen Kluft verschwindet. Taten wie Unterlassungen sollten (!) Folgen haben, auch wenn das Prinzip der Selbstverantwortung in Deutschlands Öffentlichkeit nahezu durch das Prinzip der beliebig definierten Fremdverantwortungszuweisung ersetzt wurde.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  272. @ThorHa: aber mit solchen...
    @ThorHa: aber mit solchen Parametern ist es nicht getan, denn Hollys letztem Satz stimme ich zu: und eine solche Gruppe sind u.a. die Jungen, nicht nur aus Spanien und Griechenland. Die werden doch regelrecht ausgehungert.

  273. @ ThorHa 21:54 :
    Ich bin...

    @ ThorHa 21:54 :
    Ich bin anderer Meinung als Sie. Meinungsvielfalt ist aber die Grundlage für Diskussion und Verständniss, also eher positiv zu betrachten.
    Ich wünsche allen ein prima Wochenende.

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