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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das große musikalische Fressen

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Keine Spur von Kulturertragungsstarre: Mit der sinnlichen Tafelmusik haben Komponisten den barocken Gaumenfreuden ein bleibendes Denkmal in der Kulturgeschichte hinterlassen, das auch heute noch jenseits des Konzertsaales zu gefallen weiss.

Nachdem dieses Blog Beitrag mit echten Menscheneingeweiden im Kochtopf und geschmacklosen Investioren aufwartete, kommen nun erheblich angenehmere Gaumenfreuden: Venezia Fröscher mit der passenden Musik für grosse Tafeln

Ich bin auf der Suche nach [musikalischen] Motiven,aber es kommen mir ständig nur Pasteten, Trüffel und ähnliche Dinge in den Sinn.
Gioachino Rossini

hors d’œuvre

„Grand Manier und Portwein hinzufügen; die blanchierten Orangenzesten hinzugeben. Soße reduzieren.“ Reduzieren? Den Alkohol hatte ich jedenfalls nicht reduziert. Im Gegenteil. Nun entstieg eine Alkoholwolke der Pfanne. Mein erster Versuch an Canard a l’orange schien kläglich gescheitert. Nächstes Mal doch lieber wieder die mir vertraute italienische Küche? Doch da wurde ich Zeuge eines kulinarischen Wunders. Das Sößchen reduzierte sich, der Alkohol verdampfte und übrig blieb pure Gaumenfreude. Seit dieser Kocherfahrung unternehme ich wieder mehr für meine „gute Figur“. Einige Tage später legte ich nach. Diesmal Tafelfreuden à la altdeutsch: üppig und deftig. Wildschweinbraten, Rotkohl, Kroketten, Böhnchen. Ich fühlte mich wie im Schlaraffenland.

Es gab Zeiten da war das Märchen vom Tischleindeckdich das Utopia der hungernden Leute. Vom Hunger getrieben, erträumten sie sich eine essbare Welt: Flüsse voller Milch, Honig und Wein, Käsebrocken anstelle von Steinen, Häuser aus duftendem Lebkuchen. Heute ist Hunger in unserer massenproduzierten Lebensmittelwelt ein Fremdwort. Alles ist im Überfluss vorhanden. Nur die Zeit, die fehlt. Von einem Termin zum nächsten eilend, sieht man auf den Straßen die zahlreichen Gehetzten, die sich im Vorrübergehen noch schnell ein kleines Mittagessen hineinschieben. Ohne Genuss. Ohne Bewusstsein. Leidenschaftslos.

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amuse gueule

Essen ist zum naturbedingten Balast degradiert. Die Lust am Geschmack, am puren Essgenuss scheint in den Rezepten der heutigen Gesellschaft nicht mehr notiert. Es sprießen neurdings Kochsendungen wie Pilze aus dem Boden und mit ihnen all die kleinen kochenden Feinschmecker. Ausgiebig wird die teure Kücheneinrichtung vorgezeigt, wie auch das koordinierte Schwingen der ebenso kostspieligen Küchengeräte. Die luxoriöse Küche hat das Auto als Prestigeobkejt längst abgelöst. Im Fernsehen wird nach etwa 30 Minuten Kochsendung dann die produzierte in die Kamera gehalten. Es folgt ein kleiner Happen zum Probieren. Daraufhin ertönt pflichtbewußt das Biolecksche „Mmmh“. Fertig. Der Appetit und die Sendezeit sind verdampft. Die Zeit nach dem Kochen, das genussvolle Schlemmen, ist keines Bildes wert. Damit erlischt auch die Auseinandersetzung mit der kulturellen Komponente, die hinter einem ordentlichen Fressgelage steckt. Essen ist eine Kombination aus Natur und Kultur. Unser natürliches Verlangen nach der lebenswichtigen Nahrungsaufnahme verbindet sich mit unserem kulturellen Hunger nach sozialer Gemeinschaft und Kommunikation. Dinieren ist menschlich.

Kunstfertig angerichtet findet die Art des richtigen Tafelns durchaus einen ehrenwerten Platz auf dem Kulturteller. Insbesondere wird dabei gerne die Komposition von kulinarischen Menükreationen mit der von Musik in einen Topf geworfen. Zumal Ernährungspsychologen herausgefunden zu haben meinen, dass die Musikauswahl Einfluss auf unser Essverhalten nimmt. Hektische Musik sei eher unappetitlich. Sie lässt uns hastiger futtern und weniger kauen. Speiseaufnahme in stressigen Musiksituationen mache demnach dick und krank. Entspannende Musik habe da einen weitaus gesünderen und verschlankenderen Effekt. Für besonders figurbewußte Esser mag diese Theorie beruhigend wirken. Schlank durch Musik. Für Gourmets ist die musikalische Einlage ein zusätzlicher Genusshappen. Dieses Rezept ist nicht neu. Die Musikgeschichte hält einige Köstlichkeiten bereit.

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Entrée

Zuerst Kirschen, dann junge dicke Bohnen in Milch, Fische und Krebse, Eierkuchen mit Honig und Weinbeeren, gebratener Hering, Aalpastete, kleine Fische mit Rosen, Schweinefleisch, gebratene Gans mit roten Rüben, gesalzene Hechte mit Petersilie, Salat mit Eiern, Torten, Kuchen und schließlich Früchte. An den Adelshöfen des Barock schlemmte man bis zum Erbrechen. Parallel dazu spielte Musik im Hintergrund. Sie war die unabkömmliche Dekoration für die Feier auf der barocken Weltbühne. Musik in Kombination mit Essen manifestierte die Lust am Leben. Dabei verfolgte weder das Menü noch die Musik einen absolut künstlerischen Anspruch. Beides war vielmehr für das „dolce far niente“ zuständig. Für den süßen Zeitvertreib. Für die Versüßung des Tages und des Lebens. Georg Philipp Telemanns musikalische Menüabfolge der Musique de table ist das heute bekannteste Beispiel jener höfischen Tafelmusik. Daneben existieren Werke mit programmatischen Titeln wie Banchetto musicale von Johann Hermann Schein oder die Musicalische Tafelfreudt von Isaak Posch. Der Komponist am Hofe Ludwig des XIV., Michel-Richard Delalande, kreierte seinem verfressenen König gleich ganze Symphonien für dessen Tafelgelage: Symphonies pour les soupers du roy – Essen wie ein Sonnengott in Frankreich.

Im Verlauf des 18. Jahrhunderts erhält die barocke Tafelmusik einen neuen, italienischen Namen: Divertimento. Der neue Name benennt es passend: Es handelt sich hierbei um reine „Vergnügungssmusik“. Divertieren und amüsieren soll man sich. Der ehemalige Gattungsname ist nun zwar pürriert, die Erinnerung an den Geschmack der barocken Tafeln und ihrer Musik bleibt jedoch bestehen. Mozart greift beispielsweise in seinem Don Giovanni auf jene Tradition von Musik und Essen zurück: Don Giovanni begibt sich zu Tisch. Ein eigens dafür engagiertes Holzbläser-Ensemble spielt auf. Bekannte Melodien aus Figaro und Martín y Solers Oper Una cosa rara erklingen. Don Giovanni schreitet nach diesem reichhaltigen Genuss seinem Untergang entgegen, denn der im ersten Akt vom Friedhof geladene Gast wird bald eintreffen.

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plat principal

Huîtres à la Vénitienne, gefolgt von Asperges au parmesan, danach Cannelloni mit Gänseleber, Tournedos à la Rossini und Apfeltart. Bereits an der Wende zum 15. Jahrhundert wurde das Nationalgericht der Italiener besungen: die Pasta. Einige Pergamentdoppelblätter des Codex Lucca im Archiv von Perugia beherbergen eine Kanzonette, die eine Lobeshymne auf die Lasagne anstimmt. Mit dem richtigen Mehl, gelingt die Lasagne zu einem Festschmaus. Die Italiener wußten schon früh, wie man vom Einfachen das Beste herstellt. In Italien des 19. Jahrhunderts kulminiert die Kennerschaft von musikalischen und gastronomischen Freuden dann in einer Person: Gioachino Rossini (www.rossinigesellschaft.de). Seiner Nachwelt ist er durch seine 39 Opernwerke in köstlicher Erinnerung geblieben. Allerdings hängte er mit 37 Jahren die Opernwelt an den Nagel. Er zog nach Paris und widmete sich fortan fast ausschließlich den Freuden eines Gourmets.

Gutes Essen war Rossini ein existenzielles Bedürfnis. Kamen Freunde zu Besuch, schickte er ihnen im Vorfeld umfangreiche Einkaufslisten. Diese Briefe sind wahre literarische Leckerbissen: Trüffel aus der Toskana, Panettone aus Mailand, Balsamico-Essig aus Modena, Mortadella, Oliven, Gorgonzola, getrocknete Steinpilze. Aber auch Schinken aus Sevilla oder Nougat aus Marseille erreichten den Feinschmecker. Seine Lieblingsspeisen hatten alle einen ordentlichen Anteil an Trüffel. Maccaroni mit Trüffelfarce oder die berühmten Tournedos: Rinderfilet mit Trüffeln und Gänseleber in Madeira. Als erfahrener Esser widmete Rossini den kulinarischen Orgien ein musikalisches Potpourri. In der Sammlung von Kabinettstücken Die Sünden des Alters tummeln sich auf dem Klavier Variationen von Butter, Anchovis-Themen, Radieschen und Cornichons.

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fromages

„Alles Käse“ – dachten sich die Dadaisten zu Beginn des 20. Jahrhunderts und wollten die Musik aus ihrem hoch artifizellem Kunsttempel herausholen. Wie in alten Zeiten des Barock sollte Musik auch wieder zur Begleitung außermusikalischer Ereignisse brauchbar sein. So fand die Tafelmusik wieder ihren Platz am Esstisch. Erik Satie schrieb in dieser Tradition seine Musique d’ameublement  – die sogenannte „Möbelmusik“. Eine Musik, die ausschließlich „nützlich“ sein sollte; die peinliche Konversationspausen beim Abendessen zu füllen oder unangenehme Nebengeräusche zu überdecken wusste. Komfort in jeder Form. Saties Experiment ging allerdings dem Bericht von Darius Milhaud zufolge schief. Satie konnte die Esser nicht davon abbringen, der Musik zuzuhören.

Nach dem zweiten Weltkrieg griffen Minimalisten wie John Cage die Idee der Hintergrundmusik wieder auf. 1980 entstand Cages „Möbelmusik“ Ecetera, und Bernd Alois Zimmermann komponierte in Anlehnung an die barocke Tafelmusik eines Delalande Musik für das Souper des Königs Ubu.

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dessert

Zum süßen Abschluss kulinarischer Tafelaufwartungen ein „Ohren-vergnügendes und Gemüth-ergötzendes Tafel-Confect“. Der deutsche Benediktinermönch Johann Valentin Rathgeber bietet zum Dessert delikate, zum Teil amüsante, immer aber unterhaltende Musik aus seinem Augsburger Tafel-Confect. Wie Rathgeber erkannte 1672 auch Wolfgang Carl Briegel in Frankfurt die genussvolle Kombination aus Confect und süßester Musik. Vielleicht war die Musik animierend gedacht, sich die sündige Kallorienbombe am Ende eines Mehrgängemenüs nun auch noch einzuverleiben. Einfach aus purer Lust am Genuss und am Essen. Gesättigt war man sicherlich ohnehin bereits. Dank Musik wurde die heute weit verbreitete Angst vor dem ansetzenden Hüftgold schlichtweg übertönt. Wer auf das Dessert verzichtet, setzt ein Zeichen: Lustempfinden, Genusserleben und Geschmacksfreuden zugunsten eines vergänglichen Körper- und Schönheitsideals. Welch ein freudloses Leben. Ein jeder entscheide darüber natürlich selbst, demjenigen sei allerdings das Bonmot des französischen Gastronomiekritiker Jean Anthelme Brillat-Savarin aus dem späten 18. Jahrhundert auf den leeren Teller gelegt: „Ein gutes Essen ohne Dessert ist wie eine einäugige Schönheit.“

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197 Lesermeinungen

  1. Guten Abend, liebe Venezia,...
    Guten Abend, liebe Venezia, ich freue mich von Ihnen zu hoeren, aber Sie muessen mich fuer einen Moment entschuldigen. Ich muss eine Mahlzeit zubereiten. Es wird Gruenkohl mit Pinkel geben.
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    Bis gleich!

  2. lecker... mehr davon =)...
    lecker… mehr davon =)

  3. Die Heilige Schrift scheint in...
    Die Heilige Schrift scheint in Ihrem Haus wenig beliebt. Aber wirklich mutig wäre ein solcher Umgang mit einem Buch wohl nur, wenns Koran hieße. Sagen wir einfach: das waren die Mäuse.

  4. Filou, fast könnte man...
    Filou, fast könnte man glauben, Sie seien Bremer.

  5. War heute beim Schlachter und...
    War heute beim Schlachter und kaufte einen Kalbsfuss zu Court bouillon. Der patron sagte mir, heute sei Pulver üblicher, man strenge sich nicht mehr so an (on ne se prend plus la tête) ob es schmecke wisse er nicht.
    Dazu dann HoppHopp Musik…

  6. Die Bilder sind von mir, und...
    Die Bilder sind von mir, und diese Bibel habe ich jemandem in diesem Zustand abgenommen, der sie entsorgen wollte. Also keine Missachtung, sondern Rettung.

  7. Die Bilder sind eine...
    Die Bilder sind eine Augenweide, passend zum Text.

  8. @Filou: Ich wünsche guten...
    @Filou: Ich wünsche guten Appetit! Was gibt es denn für Musik bei Ihnen zum Grünkohl, der hoffentlich bereits seinen ersten Frost hinter sich hat?!

  9. Don, ersteres habe ich als...
    Don, ersteres habe ich als selbstverständlich vorausgesetzt, zweites ehrt Sie und hebt Sie weit über den Stand der Mäuse: Weitermachen!

  10. @Don Alphonso: Bei diesen...
    @Don Alphonso: Bei diesen Bildern bekommt man Apetit! Besonders diese Petits Fours sehen zum Anbeißen aus und dazu Bachs Kaffee-Kantate (www.youtube.com/watch?v=keTwmdQakMc)

  11. Chapeau! Kochen ist...
    Chapeau! Kochen ist Komponieren. Und besonders im Sinne Alter Meister.

  12. @icke: Haben Sie mal das...
    @icke: Haben Sie mal das Kochbuch des Meisters gelesen? Auguste Esscoffiers (http://escoffier.de/) „Kochkunstführer“ da bekommt kochbegeisterter Gourmet Hinweise für die Zubereitung großartiger Boullions und Fonds – OHNE Pulver, versteht sich. Ich hege so meine Aversion gegen diese Pülverchen: wahrscheinlich viel Geschmack, der aber ist synthetisch hergestellt mit viel Geschmacksverstärkern. Da hilft auch gute Musik nicht drüber hinweg …

  13. Es geht doch nichts über eine...
    Es geht doch nichts über eine opulente Microküche bei rauschender, eskapistischer Avantgardemusik.
    Mein Blick fällt ohne zutun von ungefähr auf Monochrome Malerei.
    https://www.youtube.com/watch?v=mtOrbjgVJPQ&feature=related

  14. Soso, petit fours und Kaffee -...
    Soso, petit fours und Kaffee – Cantate: „Hat man nicht mit seinen Kindern hunderttausend hunderttausend Hudeleien…“

  15. Fraß vor Moral...
    Fraß vor Moral

  16. Dem geehrten Principe...
    Dem geehrten Principe …
    „Herr Vater, seid doch nicht so scharf!
    Wenn ich des Tages nicht dreimal
    mein Schälchen Coffee trinken darf,
    so werd ich ja zu meiner Qual
    wie ein verdorrtes Ziegenbärtchen.

    Ei wie schmeckt der Coffee süße,
    lieblicher als tausend Küsse.“

  17. Ich muss gestehen, dass zum...
    Ich muss gestehen, dass zum Mahle, gemaess den Gewohnheiten der Plebejer, als Musik die Tagesschau-Fanfare erklang, gefolgt vom lieblichen Klang einer Dame, die uns eine schlecht orchestrierte Liste der eingetretenen und der kommenden Katastrophen vortrug.
    .
    Nunja, nicht jedes Diner kann meinen wirklichen Wuenschen entsprechen: (ab 2:50)
    http://www.youtube.com/watch?v=ulTiJHSugoc

  18. Verehrte Venezia, die...
    Verehrte Venezia, die Männerwelt hat dazugelernt:
    http://www.youtube.com/watch?v=WNivTEdgT7Y

  19. Venezia: @Filou: Ich wünsche...
    Venezia: @Filou: Ich wünsche guten Appetit! Was gibt es denn für Musik bei Ihnen zum Grünkohl, der hoffentlich bereits seinen ersten Frost hinter sich hat?!
    *
    Schluß, Professor Filou,
    Schluß, Professor Filou,
    Schluss gemacht, sonst machen wir hier Schluss, Professor Filou!
    „g“ nicht „j“, „ei“ nicht „ee“,
    sprechen, sprechen, früh und spät,
    „g“ nicht „j“, „ei“ nicht „ee“,
    sag nicht „i“, sag „ü“!
    *
    Venezia: Es grünt so grün, wenn Filous Köhlchen brühen!
    *
    Filou: Ich glaub, jetzt hat sie’s! Ich glaub, jetzt hat sie’s!

  20. Schöner Text und prachtvolle...
    Schöner Text und prachtvolle Fotos! Ein Genuss.
    Das war genau die richtige Vorlage, um mich an einen Text zu erinnern, der von Oben bis Unten reicht, der mittendurch geht und einmal drummherumm und sogar ein Gedicht auscheidet, aber Vorsicht!, vor den Blähungen, da es (das Text) auch weisse Bohnen enthält und die Sosse Sauerkrautsaft, aber soll ja gut sein für die Verdauung und Platz machen für so vorzügliche Menüs, wie oben vorgelegt. Zu finden bei mir. Guten Appetit!

  21. Am entzückend angerichteten...
    Am entzückend angerichteten link-Buffet mit Satie begonnen und dort auch hängengeblieben (der Hund mag Satie), aber Filous Bourgeois Gentilhomme anzusehen (das Gesicht der Köchin!) ergänzt meinen Melissentee aufs lieblichste.

  22. Am entzückend angerichteten...
    Am entzückend angerichteten link-Buffet mit Satie begonnen und dort auch hängengeblieben (der Hund mag Satie), aber Filous Bourgeois Gentilhomme anzusehen (das Gesicht der Köchin!) ergänzt meinen Melissentee aufs lieblichste.

  23. Beim letzten Foto kommt der...
    Beim letzten Foto kommt der wahre Charakter des Gastgebers zum Vorschein. Die Glaeser gut gespuelt, damit sie’s bleiben, nicht gefuellt. Die Schuesseln leer, die Teller sind desgleichen. Die Flasche ist verkorkt, der Wein koennte sonst leiden. Er zeigt die Schaetze, die ihm sind, dann grinst er diabolisch und schliesst das alles in den Spind, der Frass wird nicht bukolisch.
    Der Herr ist ein Knickstiefel allererster Guete.

  24. Irgendwann bin ich zu dem...
    Irgendwann bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich einen Wettbewerbsvorteil gegen die 10.000 Rechtsexperten der Gegnern habe: Zeit. Ich kann mir leisten, stundenlang über einen einzigen Satz nachzudenken, oder sogar nur über ein Wort. Die Merkels und ihre Leute haben diesen Luxus nicht.
    .
    Diesen Wettbewerbvorteil benutze ich nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Kochen – jeden Abend des längeren zu einer voraussehbaren Zeit. Weil ich zu der garantiert zu Hause bin, arbeitet dann oft irgendein Trojaner in meinem Computer und schickt böse Dinge in die Welt von denen die Urheber erhoffen, jemand möge die holländische Polizei alarmieren, die diesem Tiger endlich das Handwerk legt. Aber wieder ist niemand gekommen und der Tiger leckt sich auch heute Abend wieder genüsslich die Pfoten und grinst.

  25. Mal wieder übers Essen reden...
    Mal wieder übers Essen reden und schreiben und lesen…
    Es langweilt mich.

  26. Freunde!, beim Essen spricht...
    Freunde!, beim Essen spricht man nicht vom Geschäft, aber – ich kann nicht anders: Der erste prominente Fall von „Systemrelevant – aber unbezahlbar“ ist da! Die Dexia-Bank kostete den belgischen „Staat“ (pardon) bisher allein Garantiezusagen über 90 Milliarden EUR für deren Anleihen-Portfolio. 2012 kommt es jetzt zum Schwur: Dexia hat einen Refinanzierungsbedarf über 45 Milliarden EUR. Illusorisch!, das einem Pleite-Institut so viel „gutes Geld“ nachgeworfen wird. Bleibt der Staat – wenn der nicht selber dringend Geld bräuchte und sein Rating nicht schon wackeln würde… Belgien oder die Bank – das ist jetzt die Frage. A mediter. Bon appetit!
    .
    http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:krisenbank-dexia-rettung-auf-der-kippe/60132642.html

  27. Das ist die rechte Tafelmusik...
    Das ist die rechte Tafelmusik von Delalande, da wurde noch nicht a-la-russe gespeist, da stand alles bereits auf der Tafel. Ich hoere das Gemurmel der Gaeste, das verhaltene Schmatzen und sehe das gequaelte Gesicht des Koenigs; er hatte gerade wieder eine Kieferoperation heldenhaft durchstanden. Aber am liebsten erinnere ich mich des kurzen Schrei’s einer Hofdame: ‚Aber Kardinal, Sie Schlimmer, nimm die Haende von meinem Knie! Ach, ist dieser reizende Floh ihrer? Ein huebsches Tier. Ich haette uebrigens fuer spaeter noch einige venerische Ueberraschungen in Petto. Wir treffen uns gleich hinter jenem Bosquet?“
    .
    (Vor dem Gitter steht ein Taendler mit Bauchladen. „Senfpflasteer, Senfpflaster, Arsentinktur, Arsentinktur!“

  28. Das wohl der eigentliche...
    Das wohl der eigentliche Grund, weswegen Di Rupo gestern aufgegeben hat
    .
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/belgien-vermittler-di-rupo-gibt-auf-11536716.html
    .
    In den Schuhen der Belgier möchte ich nicht stecken …. Aber wer sagt, dass es uns nicht bald auch so gehen wird?

  29. Dadaisten als Pioniere der...
    Dadaisten als Pioniere der Fahrstuhlmusik – Werter Don, Sie verschaffen mir interessante Einblicke!

  30. Danke für das Lob, aber den...
    Danke für das Lob, aber den Beitgrag hat die gastautorin Venezia Fröscher verfasst – ich habe ihn nur bebildert und eingestellt.

  31. Zum Gelage war auch der...
    Zum Gelage war auch der britische Gesandte geladen. Zwei seiner huebschesten Pagen legten dem Koenig ein Gastgeschenk zu Fuessen. Es war ein gelb-schwarz gestreifter Bettvorleger. Der Maharadscha von Eshnapur hatte es nicht nehmen lassen, selbst einen seiner teuersten und besten Jagdelefanten zu besteigen…
    …Generationen spaeter benutzten die Nachfahren Rolls-Royce. Natuerlich die Besten und Teuersten.

  32. … Kochen ohne Glück…...
    … Kochen ohne Glück… Thomas Cooks share price ist heute um 75% gefallen.
    .
    http://www.thomascookgroup.com/

  33. @Venezia: Werte Frau...
    @Venezia: Werte Frau Fröscher, a table! aber helas! justamente das hübsche Menuett der Tischmusik des Don Giovanni scheint fehlerhaft verlinkt… Mozart hatte gewiss eine ausgesprochen ausgeprägte Ader für Sinnenhaftes. Alora, per favore, Signora!

  34. Cornichons - davon ernähre...
    Cornichons – davon ernähre ich mich in der Schweiz, wenn sich wegen des CHF-Kurses ein Restaurantbesuch verbietet.
    .
    Aber nur die wirklich sauren – mit vielen Senfkörnern (dem Kaviar des kleinen Mannes). Deutsche können keine Cornichons.

  35. @Oliver-August Lützenich: Es...
    @Oliver-August Lützenich: Es freut mich, dass es Ihnen gemundet hat. Abschließend einen Digestif, das vertreibt die Flatulenzen …

  36. @jean-jacques: Erore - mi...
    @jean-jacques: Erore – mi dispiace. Diabolus in technica. Die passende Musik finden Sie hier: http://www.youtube.com/watch?v=K38j752-5o0 und ich bitte um Entschuldigung.

  37. Cornichons - davon ernähre...
    Cornichons – davon ernähre ich mich in der Schweiz wenn sich wegen des CHF-Kurses ein Restaurantbesuch verbietet.
    .
    Aber nur die wirklich sauren – mit vielen Senfkörnern (Kaviar des kleinen Mannes). Deutsche können keine Cornichons.

  38. @JvdP: Legen wir es offen auf...
    @JvdP: Legen wir es offen auf den Tisch: Sogar vor Kaufhausmusik scheute Satie nicht zurück. Bis dahin spielten Pianisten live in den Kaufhäusern bekannte Melodien aus der Musikliteratur. Sein Klavierstück „Vexations“ schien Satie da weitaus brauchbarer: 840 Wiederholungen ein und desselben musikalischen Motivs. Keine Abwechslung. Immer wieder das gleiche. Da ist es nicht weit zum Fahrstuhl …
    http://www.youtube.com/watch?v=dBhjGIdL5cM

  39. Köstlich, wie wär´s mit...
    Köstlich, wie wär´s mit einem gelyncht-gesottenen oligarchischen adeligen Singvogel zu den sauren Gurken? Können die Schwyzer das oder kennen sie nur Steuervorteile?

  40. Hier Satie zum...
    Hier Satie zum genießen:
    Erik Satie: Gnossienne nº 1
    http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=USP3QpqIE8Y
    Erik Satie: Gnossienne nº 2 bis nº 7
    ebenda

  41. @Filou "Der Herr ist ein...
    @Filou „Der Herr ist ein Knickstiefel allererster Guete.“
    Falsch, er hat bis auf ganz kleine Reste alles selbst aufgegessen: Zu wenig aufgetischt. Hat wohl nicht mit Besuch gerechnet. Wir könnten ja versuchen, seine Vorräte zu plündern.

  42. Zu den Vexations:
    die...

    Zu den Vexations:
    die eigentliche Uraufführung nach den Vorschriften des Komponisten, nämlich ein einziger Pianist spielt ununterbrochen alle vorgeschriebenen Wiederholungen ohne Pause, fand an einem 12. und 13. August um 1985 in Schwabach in der Galerie Roßbolln mit dem Pianisten Gottfried Rüll (inzwischen Professor an der Musikhochschule Nürnberg)statt. Es gab Ergänzungsvorstellungen aus Film, Malerei und darstellender Kunst, Speis‘ und Trank, Kinder waren willkommen. Menschliche Bedürfnisse des Pianisten wurden mit Hilfe eines Paravent erledigt. Musik mitten im Leben. Ein unvergeßliches Erlebnis.

  43. Text und Bilder rufen in mir...
    Text und Bilder rufen in mir die Erinnerung wach dass Essen eine „heilige Handlung“ sei;
    schöner Beitrag.
    @Icke, danke für den Tip mit dem Kalbsfuß

  44. @Venezia: Escoffier liegt...
    @Venezia: Escoffier liegt hierzulande (Frankreich) in Agonie, Land mit Zuwachsraten nur um Bereich der Bulettenbrötchenbräter. Dazwischen gibt es halt Inseln der standhaften Gallier, wie der hiesige Schlachter. Und wennschon Sosse dennschon richtig, nicht Baukastentunke.
    @tiberiat: Keine Ursache. In Frankreich standard, kommt noch ein Glas Cognac rein.
    Im Übrigen habe ich herausgefunden, dass man kein gebildeter Gourmet sein muss -irgendetwas tiefevangelisches hindert mich, mehr als eine gewisse Summe an Geld und Mühe fürs Essen auszuageben, aber man kann schliesslich selbst die Gummibärchen respektieren (Grosspakung verschiedener Sorten sollte man lassen, da Cola dann alles andere überdeckt).
    Ob im Pulver mehr oder weniger Chemie als in meinem nichtbiodynamischen Courtbouillon möhte ich dahingestellt lassen, allein, es ist nicht meins: meine Schuld wenns nicht schmeckt (was habe ich das blöde Zeug genommen) aber nicht mein Verdienst wenn es was war. Und obendrein noch Beschiss.

  45. @Venezia: Mille grazie! in der...
    @Venezia: Mille grazie! in der Tat sehr animierend, das Divertimento (trotz dieses Frankensteins von Züricher Don Giovanni).

  46. yast2000 (22. November 2011,...
    yast2000 (22. November 2011, 21:42):
    .
    „Der jute onkel Justaf jeijt auf der Jummijeije“

  47. @icke: Das Land der Gourmets -...
    @icke: Das Land der Gourmets – Fressen wie Gott in Frankreich – zieht sich kulinarisch zurück? Erstaunlich! Mir kam letztens zu Ohren, leider noch nicht zum Gaumen, dass in Deutschland fleißige Köche mit vielen Sternchen vom Guide Michelin ausgezeichnet wurden. Mehr als je zuvor …

  48. @icke, das ist das schöne an...
    @icke, das ist das schöne an den Evangelinnen: Sie bringen auch noch besoffen den big spender heim.

  49. @jean-jacques: Sehr gern...
    @jean-jacques: Sehr gern geschehen. Beim Don Giovanni hilft wohl nur Haare schneiden, aber singen, das kann der Herr Gilfry. Ich hätte noch etwas klassisches auf dem Speiseplan: http://www.youtube.com/watch?v=gbhvSp8HB34

  50. … und hier ist die passende,...
    … und hier ist die passende, aber nicht klassische Musik zum späten Morgencappuccino mit Kipferl:
    .
    http://pl.ayli.st/Arik+Brauer/Die+Jause

  51. Das wichtigste am Essen ist...
    Das wichtigste am Essen ist Ruhe und angenehme Gesellschaft, in der man den Geschmack würdigt. Musik kann und darf, aber sie hat im Hintergrund zu bleiben. – Escoffier, ja, den habe ich mir immer noch nicht gekauft. Muß ich noch machen, denn das ist dann wirklich ein Buch zum Vererben. Da steht wohl auch drin, wie man echte Fonds von Grund auf macht. So mit tagelangem Köcheln lassen und so.
    @icke: das ist ja ein unerfreulicher Befund. Wo Traiteurs mit Canapés doch weitaus gaumenfreundlicher wären.

  52. @E.R.Langen 19:04

    Warum...
    @E.R.Langen 19:04
    Warum glauben Sie dass es dem Don um einen mutigen Umgang mit heiliger Schrift ginge bei diesem Bild?? Eine zerfledderte Bibel bietet einen malerischen Anblick als eine druckfrische und passt besser zu diesem Stilleben.
    Wenn Sie einen ramponierten Koran mit CousCous und persischen Buchmalereien als Bild haben wollen, bin ich gern bereit sowas anzufertigen :)

  53. Frage zum Mittagessen: Die...
    Frage zum Mittagessen: Die Bundesrepublik Deutschland, so called „feste Burg“ der Euro-Zone, schafft es bei der jüngsten Anleihen-Emission nicht, für mehr als 65 % des Volumens Interessenten zu finden. Mit anderen Worten: Herrn Schäuble geht das Geld aus.
    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:deutsche-anleiheemission-das-ist-ein-absolutes-desaster/60133049.html
    .
    Darauf hilft nur sehr alberne Tischmusik by Leslie Nielsen:
    http://www.youtube.com/watch?v=-iZW909WuB4&feature=related

  54. Man sehe mir nach, dass ich...
    Man sehe mir nach, dass ich mich auf das Kochen beschränke.
    Der Mikorherd ist natürlich zum wirklichen Kochen denkbar ungeeignet, weil er m. E. das eigentlich Vitale der Produkte angreift.
    Aus Wikipedia:
    „Der Begriff „Molekulargastronomie“ wurde um 1990 von Hervé This geprägt, bereits 1992 fand in Sizilien das erste internationale Arbeitstreffen über molekulare und physikalische Gastronomie statt. Als Ziel dieser angewandten Wissenschaft nennt This: althergebrachte Rezepte zu erklären, sie womöglich zu verbessern, und mit den dabei gewonnenen Erkenntnissen neue Rezepte zu kreieren.“
    „Hervé This war allerdings nicht der erste, der sich der naturwissenschaftlichen Betrachtung von Kochvorgängen widmete. Bereits einige Jahre zuvor hatte Nicholas Kurti mit dem Aufsatz „The Physicist in the Kitchen“ die Grundlagen für die moderne Molekulargastronomie verfasst. Von Kurti stammt auch der von This gern zitierte Satz: „Es ist absurd, dass wir über die Temperatur im Zentrum der Sonne mehr wissen als über jene im Inneren eines Soufflés.“
    ..
    Doch Paracelsus, der große Mediziner und Wissende der Renaissancezeit im deutschsprachigen Raum, war denen alle über, für Ihn ist das Kochen eine der wichtigsten Künste der Menschheit überhaupt, eine alchmistische Kunst, die weit über die Trivilalität des allgemeinen Verständnis von Kochen hinausgreift. Die heutige Chemie ist lediglich eine ziemlich rotzfreche, naseweise Tochter der Alchemie.
    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Paracelsus

  55. Ach ja, Satie, aber der macht...
    Ach ja, Satie, aber der macht doch soo traurig. Keine Tafelmusik, sondern Begleiter für die Edeldepression. Danke für den schönen Text + die zauberhaften Photos. Man sieht den hingebungsvollen Arrangeur herumwuseln, so wo versteck ich noch die Muschel, nein, das Messer muss noch weiter nach rechts, jetzt noch das Porträt umgekippt. Hmm, schön!

  56. In Frankreich la cuisine ist...
    In Frankreich la cuisine ist wie eine Religion… Wer hat schon in Paris einmal une religieuse à 16.00h teatime gegessen?
    Sonntags auf France 5
    http://www.france5.fr/escapades/index-fr.php?page=accueil

  57. Da haben Sie, colorcraze,...
    Da haben Sie, colorcraze, sicherlich recht: Musik kann und darf im Hintergrund. Ich persönlich bevorzuge Instrumentalmusik zum Essen. Bei Vokalmusik höre ich meist auf den Text und bin von Gespräch und Genuss abgelenkt. Es sei denn, ich erfreue mich an italienischen Köstlichkeiten, dann greife ich gerne zur italienischen Oper – leicht bekömmlich sollte sie dann sein, ohne Sterbeszenen und große Emotionsausbrüche. Opera buffa, gerne Rossini (www.youtube.com/watch?v=C9xiPBqYlio). Das swingt und macht Lust auf mehr in allen Bereichen …

  58. @Grand Guignol: Bis dato habe...
    @Grand Guignol: Bis dato habe ich die Molekulargastronomie noch nicht probieren können. All jene grünen Pillchen mit z.B. Erdbeergeschmack an Fischwürfel – für mich sieht das immer aus wie Astronautenspeise. Ob da Lust am Essen aufkommt? Mit barockem Tafelgelage hat das meiner Meinung zumindest weniger zu tun … Und ich frage mich, was dazu musikalisch kredenzt werden kann? Dodekaphonie?

  59. Sorry, wrong link at...
    Sorry, wrong link at 12.32h
    Voici une religieuse!
    http://fr.fotolia.com/id/410705

  60. @Ladyjane: Essen und dekadente...
    @Ladyjane: Essen und dekadente Depression gelangen ja hin und wieder gemeinsam auf den Tisch: siehe das großartige Fressdrama La grand bouffe (Das große Fressen) Marco Ferreri. Auch hier gibt es jene melancholische Melodie: Michel Piccoli spielt sie immer auf dem Klavier, zuletzt kurz vor seinem Völlereitod. Er hängt sich über die Verrandareling und haucht seine letzten Töne aus – sie entfleuchen ihm aus dem Darm… (www.youtube.com/watch?v=mT3HlWnsKc4 ab 1:29:20)

  61. Wer hat ein Rezept fuer...
    Wer hat ein Rezept fuer „Hamburger Louis Quatorze“ oder „Kartoffelpouffer Marie-Antoinette“?
    .
    fionn, bitte, wieso findet man in beinahe jedem franzoesischen Haushalt eine Micro-Onde, sowie in den Supermaerkten eine Unzahl Gerichte dafuer? (Koennte ich auch icke fragen)
    .
    Was ich inzwischen glaube: Es gibt dort garkeine haeusliche Kueche von hoher Qualitaet. Wenn schon richtig gut essen, dann nur (!) im Restaurant. Fuer diese These spricht die Anzahl der Restaurants, sowie die gute Belegung derselben.

  62. OT: Titelbetrüger und...
    OT: Titelbetrüger und Charakternull Guttenberg geht – erwartungsgemäß, alles andere wäre seitens der Kriecher in Hof auch schlichtweg anständig gewesen – straffrei aus. Da wird der Lump bald zurück sein und für diesen Blog die schönsten Steilvorlagen bieten. Das wird ein Fest!

  63. oh, das erfreut doch zur...
    oh, das erfreut doch zur gemüse(vernichtungs)suppe und macht lust auf mehr, zumal mit musikalischer zusatzstimulanz.
    dinieren ist menschlich – wird notiert, in dem maße, wie es vermisst wird.
    leider ist das mit den teuren küchen so eine sache, der absatz an handgefertigtem edel-mobiliar verläuft dann doch entlang der sparsamkeitserwägungen verängstigter angestellter oder anderer verarmter. jedenfalls hab ich von einem ordentlichen auftrag für einen mir bekannten, sehr guten küchentischler schon länger nix mehr gehört, indes ist nrw auch ein undankbares, weil verarmtes pflaster, leider auch geistig, so daß einige sachen nicht mehr die ihnen gebührende wertschätzung erfahren.
    vielen dank ihnen beiden für den artikel!

  64. bitterste und ernüchterndste...
    bitterste und ernüchterndste erkenntnis nach 1990: das essen inne ddr war definitiv besser. vielleicht nicht in jeder lpg-kantine, aber besonders im höheren preissegment (klar, beim inoffiziellen umtauschkurs von 10:1 für bewohner der westlichen seite der welt immernoch lachhaft billig) gab es durchaus kulinarische erlebnisse, die einer mangelwirtschaft verständlicherweise niemand zugetraut hätte, die jedoch ausgerechnet mit der überflußgesellschaft verschwanden.

    stellte zu ddr-zeiten ein restaurant für pächter und attraktives bedienpersonal eine proletarische und kulinarisierte gelddruckmaschine dar, in der man gleichzeitig die kunden herablassend behandeln durfte, solange die küche gut war, wurden freie wirtschaftliche bemühungen in diesem vormals nachgefragten und deshalb vielversprechenden gewerbe nach november 1989 völlig sabotiert. von den zonis, weil sie die kohle für helmut k.s übernahmeangebot und gebrauchtwagen bunkerten. von den wessis, weil sie eigentlich nur die restaurantparkplätze benötigten, um dort die mitgebrachten stullen aus dem kofferraum des mühsam zusammengesparten mercedes-cabrios zu fressen.

    es schienen also in den beiden deutschlands völlig unterschiedliche ansprüche an die gastronomie zu bestehen. solange man neben dem erforderlichen kleingeld über gute kontakte oder einen intakten bewegungs- und stützapparat verfügte, der den strapazen des schlangestehens gewachsen war, galt es im osten durchaus als ein zeichen des wohlstands, in einem restlos gefüllten, während der hauptmahlzeiten rauchfreien restaurant gerichte nach rezepten aus ländern zu bestellen, die man vermutlich nie zu sehen bekommen würde. bei unseren westlichen landsleuten stellte dagegen ein restaurant eher einen ort der stille, eine rückzugsmöglichkeit dar, in der man an bauernmöbeln aus eiche rustikal, bei niedrigen zimmertemperaturen und im dämmerlicht von 25-watt-lampen allein und in ruhe seine zigarette rauchen und sich von der gelangweilten bedienung dabei zusehen lassen konnte.

    kurz: die übernahme verwandelte auf einen schlag beide deutschlands in ein kulinarisches katastrophengebiet. makellose fassaden von häusern auf baumlosen grundstücken, deutsche mittelklassewagen und solarpaneele stellten erstrebenswertere möglichkeiten des geldausgebens dar als gesellige mahlzeiten in spezialitätenrestaurants. zwischen erwirtschaftung des erforderlichen geldes und anlage in hochwertige verbrauchsgüter diente die nahrungsaufnahme lediglich der aufrechterhaltung der notwendigsten körperfunktionen. ‚es wird niemandem schlechter gehen, aber vielen besser!‘ bezog sich definitiv nicht auf’s essen in darauf spezialisierten gastronomischen einrichtungen. die zubereitung von anspruchsvollen gerichten ist so etwa die einzige betätigung, die hier nicht von einem alles erschlagenden überangebot abgedeckt wird.

  65. jean-jacques@: Das ist genau...
    jean-jacques@: Das ist genau genommen gar nicht so schlimm. Die Frage, welche sich eigentlich stellt, ist die, wofür benötigen die (Herr Schäuble & Konsorten) die Kohle?
    Etwa um die fälligen Zinsen für die vorherigen Begebungen zu begleichen?
    Sollen die Herrschaften doch den Apparat verschlanken z. B. die diversen Präsidien des BV-Schutzes u. ä. Da ist noch sehr, sehr viel Luft (hot) drinne. Dieser Abau wäre demnach invers ein Aufbau. Das der €uro sich in die Tiefen gründelt hätte ja auch sein Gutes: Die Exporte könnten sich schließlich verbilligen, es kommt allerdings auf die jeweilige Fakturierung der Exporte an.
    ..
    Beim „Großen Fressen“ empfiehlt sich Vegetarisches, macht weniger Blähungen ;-)
    Mit dieser Begleitmusik von Edgar Elgar empfehle ich mich:
    http://www.youtube.com/watch?v=RM9DPfp7-Ck

  66. Pardon, eine technische...
    Pardon, eine technische Zwischenfrage: Hat jemand gesehen, dass der Beitrag auf der Hauptseite gewesen ist?

  67. fionn@: Keine Blasphemie:...
    fionn@: Keine Blasphemie: Lieber, süßer Jesu, Dir leb ich, Dir sterb ich!

  68. @Grand Guignol: Werter...
    @Grand Guignol: Werter Holzkopf – denn auf das Kindertheater spielen Sie wohl an – danke! für Ihre Gedanken. Indes: es besteht ja kein Zweifel, dass es uns hier allen viel zu gut geht und wir den Gürtel um ziemlich viele Löcher enger schnallen könnten. Aber: Es macht eben keinen Spaß, wenn einem der Himmel auf den Kopf fällt. Und wenn Deutschland wackelt, dann ist’s halt aus mit dem lustigen Rettungsschirm. Denn kein Staatsfonds aus China oder sonstwo wird Gold herüber-hebeln, wenn nicht mal die Eigenkapital-Verpflichtung im Rettungsfonds steht. Mei!, jetzt bräucht ich Georg Kreisler.

  69. @DA: Mir jedenfalls nicht...
    @DA: Mir jedenfalls nicht aufgefallen.

  70. @ Don:
    Nö..ich hab gleich zu...

    @ Don:
    Nö..ich hab gleich zu den Blogs verlinkt, die Hauptseite seh ich mir nur an wenn ich hier alles abgegrast habe :)

  71. @ Grand Guignol 133.53h

    Ich...
    @ Grand Guignol 133.53h
    Ich trinke gerade a cup of tea (Indian, provenance Migros) – leider keine religieuse – nur ein Stuck Aprikosentorte dazu (nicht schlecht – prov. auch Migros).

  72. @Don (14:43) - Ja, Heute;...
    @Don (14:43) – Ja, Heute; ungefähr zur gleichen Zeit als H. Steltzners Kommentar “Risiko-Cocktail” erschien.
    .
    @ Jean-Jacques – Hier ist Georg Kreislers Kommentar zum EU Rat der Regierungshäupter die Zukunft der EU betreffend:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=PaHP8gJfXAI

  73. Fiilou 13.26h Re...
    Fiilou 13.26h Re „häusliche Küche von hoher Qualität“
    Aus meinem Kochbuch „Regionen, Rezepte, Restaurants der Schweiz“ –
    Vorwort:
    Wir können heute ohne Problem chinesisch, thailandisch, mexikanisch oder japanisch kochen: die Zutaten sind erhältlich. Wir können in türkischen, arabischen oder griechischen Restaurants essen. Und warum bleiben wir nicht dabei? Warum isst der eingewanderte Italiener noch immer jeden Tag Pasta, obwohl er seit 20 Jahren in der Schweiz wohnt? Und warum verzichtet der Spanier in Bern nicht auf seine Paella? Weil das, was er zu Hause gegessen hat, was ihm seine Mutter gekocht hat, ein stück Heimat bedeutet.
    P.S: Re soviele Micro-Waves in Frankreich – ich bin überrascht. Doch in Frankreich haben viele Frauen – i/v zu anderen EU-Ländern – einen Job.

  74. lieber Filou,
    bei Bocuse...

    lieber Filou,
    bei Bocuse (gibts als Taschenbuch, hab ich oft verschenkt) gibts gute Kartoffelrezepte, alles schlicht und handfest, gut erklärt. Zu Einladungen /Treffen mit Freunden wird schon noch gut gekocht, aber eher vereinfachte Menüs, Eintöpfe /boeuf en daube etc…
    http://www.amazon.de/Das-Paul-Bocuse-Standardkochbuch-Paul-Bocuse/dp/3453080769/ref=cm_cr_pr_product_top

  75. Gestern war er das. Weiß aber...
    Gestern war er das. Weiß aber nicht, für wie lange. Hat mich gefreut, Herrn Backenbart auf der Hauptseite gucken zu sehen.

  76. Beitrag ist gerade (16:45) nur...
    Beitrag ist gerade (16:45) nur auf der Feuilleton-Site gefunden worden.

  77. Und schließlich, passend zur...
    Und schließlich, passend zur Jahreszeit, kein Eßrezept sondern ein Lied aus Frankreich von Hannes Wader:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=wEs20XA_y-c

  78. @Filou: ich finde ja, daß man...
    @Filou: ich finde ja, daß man zu Grünkohl eher eine fleischhaltige, leicht geräucherte Wurst nehmen sollte. Als Dessert könnte man einen kleinen besoffenen Hefekrapfen essen. Das hilft der Verdauung.

    Mikrowellen sind keine Kochgeräte. Damit kann man nur aufwärmen.

  79. fionn, der Job wird's...
    fionn, der Job wird’s vermutlich sein, dass die Microwave so beliebt ist. Dachte ich es mir doch bereits.
    .
    Foersterliesel, den Kartoffelbocuse muss ich mir anschaffen, da Fleisch in meiner (leider meiner!) Kueche selten vorkommt. Seien Sie bedankt fuer den Tip. Ich hoffe nur, dass es diesem Kochbuch nicht so gehen wird, wie meinen anderen Kochbuechern: sie werden vergessen, weil sie aus irgendeinem Grund nicht recht funktionieren. Das hat ‚was mit meinem Kurzzeitgedaechtnis zu tun: 100 ml von irgendwas, dann abgelenkt, dann die Frage: wieviel war das nochmal? Madame ist nicht besser; sie kocht 5-Minuten-Eier nach Gefuehl und was sie mit Wasser alles anstellt, spottet jeder Beschreibung. Ja, so bleibt man schlank und widmet sich vorgefertigten Getraenken.
    Apropos: Tuetensuppen findet man in F. wenige, dafuer sind die Weinabteilungen in den Supermaerkten sensationell. Ein Traum sag ich nur. Sogar im Niedrigpreis-Segment findet man kaum Enttaeuschungen. Ein Saeuferparadies!

  80. Auch als Holzkopf hat man so...
    Auch als Holzkopf hat man so seine Vorlieben, hier Horowitz mit demPart 2 der Kreisleriana, da hier auf einen anderen Kreisler abgehoben wurde..
    http://www.youtube.com/watch?v=T1vlhp1K7z4
    ..
    25.000.- € ist dem Singvogel seine Auslöse wert. Dennoch gerupft bleibt er. Aber im Taunus liebt wohl so manch einer weiterhin seine umgarnende Melodei.
    ..
    Ä Gschmäckle bloibt. Es gibt Speisen, da nützt alles nachwürzen nix..

  81. Die Gourmetszene kann ich...
    Die Gourmetszene kann ich nicht beurteilen, aber das, was so typisch für Frankreich war: man hält „chez les routiers“ und isst ordentlich, mit nem quart rouge und café, ist von Kettenkalorienschleudern übernommen worden.
    Gründe dafür sind sicher vielschichtig. Würde denken: die Beschleunigung des Lebens, das Verschwinden der kochenden Hausfrau (Mutter, Grossmutter…): ohne doppeltes Einkommen kann in grossen Teilen Frankreichs sich kaum eine Familie über Wasser halten. Aber wer auf einer vollen Stelle schafft und dann noch eine Stunde Fahrtweg hat, kann natürlich nicht Lebensmittel frisch einkaufen und dann aufwendig kochen.
    Das durchdringen grosser Lebensmittelketten mit mittelmässigen Gemüse- Fleischeinkäufern. Die besten Zitronen habe ich durch Zufall einmal beim Deutschen Gottseibeiuns bekommen!
    Die erste Generation, die ohne frische Hausküche aufgewachsen ist.
    Diätwahn.
    Das Zerbrechen der Familien: wer kocht schon für sich allein abends vor dem Fernseher?

  82. @fionn: Erinnerung und...
    @fionn: Erinnerung und Nostalgie geht durch den Magen. War ich in der Ferne, kochte ich immer gern Mutterns Gerichte nach. Heimatgefühl. Halte nwir uns alle dran, stirb die regionale Küchenvielfalt auch nicht aus. Ein wichtiges Unterfangen bei Mikro-Waves, Fertigmenüs und Fastfood-Läden in ganz Europa.
    Dank EU Hygiene-Gesetzt vom Aussterben bedroht solche seltene Speisen wie Madenkäse aus Sardinien (http://de.wikipedia.org/wiki/Casu_Marzu) . Er soll delikat sein. Die Maden ist man übrigens nicht mit …

  83. Was für eine Wahrheit:...
    Was für eine Wahrheit: „Mikrowellen sind keine Kochgeräte.“ (s. colocraze) Ich habe bis heute keine und vermisse sie auch nicht. Was daran ist so populär? Aber kochen Sie mal, werte Gourmets, einige Monate ohne Ofen – das ist eine wahre Herausforderung. Nun ist der Ofen wieder da und das erste, was bei mir auf den Tisch kommt: Cannelloni und Tarte in allen Variationen.
    Kann mir jemand mit einem Rezept jener feinen französischen Tartes au citron weiterhelfen?

  84. jean-jacques@: Deutlicher...
    jean-jacques@: Deutlicher geht´s kaum noch, die schnell, trippelnden Schrittchen im Hosenanzug skandieren den Not-Systemrelevanz-Walzer im Pendelschritt….und vor und zuuuurück, eins, zwei, drei, und vor und zuuuurück, eins, zwei, drei…
    Aufpassen, dass Ihnen nicht schwindlig zumute wird.
    http://www.youtube.com/watch?v=AaG4dHJoFBU
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kapitalismus/euro-krise-die-luege-von-der-systemrelevanz-11537333.html

  85. Ei ei, colorcraze, das mit der...
    Ei ei, colorcraze, das mit der geraeucherten Wurst ist hier wohlbekannt. In Bremen nennt man‘ s Pinkel, ansonsten heissen sie Mettenden oder Bauernbratwurst. Der Gruenkohl kommt aus dem Glas, die Kartoffelpampe dazu ist handgeschaelt und selbstgestampft, die Zwiebeln hoechstpersoenlich unter Traenen kleingeschnitten (wie ueberhaupt die ganze Kocherei eine Sache zum Heulen ist). Eigentlich koennte noch ausgelassener Speck in den Kohl, aber dann muesste ich das ganze Haus lueften und der ganze gemuetliche Zigarrillomief wuerde sich verfluechtigen.
    Einen Krapfen zum Nachtisch? Ja wo denken Sie denn hin? Obst muss man nehmen! Sie wissen ja: ‚One apple a day, keeps the doctor away‘. Es lacht die Flasche, sie ladet zum Trunke. Damit ist auch dem franzoesischen Nordmann in der Krise geholfen. Reine Charitas. Man nehme sich ein Beispiel an mir.

  86. Mikrowellen, ha, ein Freund...
    Mikrowellen, ha, ein Freund hat sogar zwei davon. Zum Ueberspielen! [1]
    .
    .
    .
    [1] Geklaut bei Max Goldt.

  87. Herrschaften, wos woin´S...
    Herrschaften, wos woin´S denn, da Euro dea bleibt, imma & ehewig, dea Georg Kreisler sang es uns dohea:
    http://www.youtube.com/watch?v=NIJ-I2gzxEA&feature=related

  88. Habe den Brillat-Savarin...
    Habe den Brillat-Savarin zuhause und so Sachen.
    Das kommt, wenn man unvorsichtig herumerzählt, man koche gerne. Aber was hat der alte Fress-Philosophus mit Musik zu tun?
    .
    Das beste Rezept, das ich neben Zitronentorte immer wieder gerne zubereite, ist im Roman „Wassermusik/Water Music“ (wie sinnig) von T. C. Boyle:
    http://www.bs-net.de/kochecke/fleisch/kamel.html
    Gebackenes Kamel, für die etwas größere Feier mit ca. 400 Personen.
    .
    Außerdem Glücksfall in der FAZ passiert.
    Es gibt Lehm auf dem Mars und doch noch gscheite Journalisten in der FAZ:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/karl-theodor-zu-guttenberg-vor-der-rueckkehr-aus-dem-exil-11538633.html
    „Sollten die Heiligen Drei Könige auf den verwegenen Gedanken verfallen, sich auf den Weg zum Schloss Guttenberg zu machen, dürften in Bayern genügend Umleitungsschilder aufgestellt sein, damit sie in Ingolstadt ankommen.“
    *kringel*

  89. Venezia, diese Ofenerfahrung...
    Venezia, diese Ofenerfahrung machte ich auch. Besonders seitdem er in Augenhoehe haengt.

  90. Von 1989-2011 sind es 22 Jahre...
    Von 1989-2011 sind es 22 Jahre her, oder?
    „Dreißig Jahre nach dem Massaker an protestierenden Studenten auf dem „Platz des himmlischen Friedens“ ist China noch immer eine Diktatur, nur kann sie es sich nicht mehr so einfach leisten, die Wünsche ihrer aufstrebenden Mittelschicht brutal plattzuwalzen.“ FAZ-NET
    Bei gefühlter klassischer Chinesischer Musik mag es die Mittelschicht bei exquisiter Pekingente süßsauer die Situation vergessen machen.
    http://www.youtube.com/watch?v=zf4CzLTG1pA

  91. Beethovens Zwote war, so geht...
    Beethovens Zwote war, so geht die Mär, eine gewisse Anna-Maria Bemperlmayer aus Passau. Dagegen:
    KTHzG will, so dem Vernehmen nach, einen zwoten prädoktorialen Anlauf nehmem.
    Welche Uni triffts nunmehr?

  92. <p>Wenn das so weiter geht,...
    Wenn das so weiter geht, mache ich ein FAZIT-Schattenblog irgendwo, wo man sich dann nach Lust und Laune in Kommentaren überlegen kann. Die Leute in den Lagern, die Kaputtmalochten, die Tibeter und Benachteiligten und Ausgegrenzten werden sich über so viel Wandel bei einer kleinen Schicht sehr freuen.

  93. @Venezia: Ja, gerne, ich nehme...
    @Venezia: Ja, gerne, ich nehme einen Fernet, aber erst weit nach einem so guten Essen, erst, wenn der Geschmack danach so langsam schwindet. „Das grosse Fressen“ ist eigentlich ein tieftrauriger Film, aber ich habe selten so gelacht, ich war jung und habe damit das ganze Kino angesteckt, ein seltsamer Widerspruch?
    @Don Alphonso, 19:34: Und wer putzt dann? Und so „schön“, wie im neuen Polanski können es die wenigsten, also vorsicht! Übrigens: Das Sie das leben: http://bar.wikipedia.org/wiki/Liberalitas_Bavariae finde ich sehr angenehm, Danke.

  94. 'Party ohne Rechnung: Die...
    ‚Party ohne Rechnung: Die überdimensionierten Wohlfahrtsstaaten sind an der Krise schuld‘ – fazit hat so etwas aufreizend provokantes.

  95. @Oliver-August Lützenich: Mir...
    @Oliver-August Lützenich: Mir ging es beim „Großen Fressen“ ebenso. Allerdings saß ich nicht im Kino, sondern vor dem Fernseher. Liegen nicht Komik und Tragik ganz nah beieinander? Nur der Dualismus läßt uns sowohl das eine als auch das andere erst richtig fühlend nachvollziehen. Ohne Trauer keine Freude …

  96. <p>Sehr verehrter Don! Ich...
    Sehr verehrter Don! Ich verstehe, dass Sie es nicht mögen, wenn Leute sich an Sie wenden, aber eigentlich den Fazit Blog meinen. Leider kann ich aber aus irgendeinem Grund im Fazit Blog keinen Kommentar abliefern und bitte deswegen um eine Ausnahme. Selbstverständlich verstehe ich, wenn Sie meinen kleinen Fazit Kommentar nicht veröffentlichen wollen. In dem Fall bitte ich Sie, ihn an Ihren FAZ Kollegen vom Fazit Blog weiterzuschicken.
    .
    @HansMeier555 – Köhler ist direkt nach dieser Episode zurückgetreten.
    .
    faz-community.faz.net/…/davoser-kanten-fuer-bessere-kreise.aspx
    .
    Dass ist Ihnen bekannt, denn Sie haben an dem Disput in dem Blog teilgenommen.

  97. @Foersterliesel: Ganz vielen...
    @Foersterliesel: Ganz vielen herzlichen Dank für den Link! Leider meine ich eine Tarte au citron mehr in diese Richtung: http://recettessimples.fr/images/Tarte_Citron_part.jpg
    Ich aß sie einst in Frankreich: der Boden hauchfein und der Jus ebenfalls dünn und nicht so schleimig wie auf dem Bild; eher geleeartig.

  98. Monsieur,

    als das Gegenteil...
    Monsieur,
    als das Gegenteil eines Royalisten darf ich vielleicht anmerken, daß Louis XIV mitnichten „verfressen“ war, zumal seine spanische Mutter zuerst, dann seine Passion, der Tanz, und später die finstere Madame de Maintenon ihn daran gehindert haben würden. Ihre arrangements sind diesmal übrigens bemerkenswert, bitte keine Seen-Tristesse und keine Speditoren-Witwen mehr, und wenn Sie Hunde brauchen für die Photos, nehmen Sie Jours de Chasse.

  99. Monsieur,

    als das Gegenteil...
    Monsieur,
    als das Gegenteil eines Royalisten darf ich vielleicht anmerken, daß Louis XIV mitnichten „verfressen“ war, zumal seine spanische Mutter zuerst, dann seine Passion, der Tanz, und später die finstere Madame de Maintenon ihn daran gehindert haben würden. Ihre arrangements sind diesmal übrigens bemerkenswert, bitte keine Seen-Tristesse und keine Speditoren-Witwen mehr, und wenn Sie Hunde brauchen für die Photos, nehmen Sie Jours de Chasse.

  100. @Venezia: Ja, DaZwischen...
    @Venezia: Ja, DaZwischen hängen Wir herum, so zwischen Extremen und strecken Uns jämmerlich oder feixend, je nach Nähe zu einem der Extreme, und strecken und werden ausgezogen (Sie kennen das entsprechende Gebäck) und angezogen, je nach Höhe der Schwingung und strecken die Zunge raus aus Lust oder weil das Andere ein A ist, aber das hatten Wir Gestern, ich strecke jetzt alle Viere und schaue Männern beim spielen mit dem Ball zu und sinke dabei langsam in die Mitte, bis zum Auszognen hin… Gute Nacht.

  101. Lieber Tiger,
    hier ist der...

    Lieber Tiger,
    hier ist der Müll vom Müll und vielleicht Ihre neue Startseite?
    http://j.mp/tJx7R8

  102. Was ist denn das "Gegenteil...
    Was ist denn das „Gegenteil von einem Royalisten“?
    .
    Vor einem Jahr prognostizierte die Deutsche Bank ihren Anlegern einen Dax von 7.500 bei einer Inflationsrate von 1,4 Prozent für 2011.

  103. Freiheit für HM !...
    Freiheit für HM !

  104. Tarte au citron, oh ja, ein...
    Tarte au citron, oh ja, ein franzoesisches Elend, soweit ich es beobachtet habe, also extrem subjektiv, ist die Abwesenheit tantenhafter Konditoreien. Es scheint sie nicht zu geben, oder ich waere unachtsam daran vorbei gegangen.
    Die Patisserien haben in ihrer eigentuemlichen Farbigkeit etwas von der seltsamen Pietaet franzoesischer Friedhoefe in der Provinz. Pastell mit grosser Geste. Ich bin ein ironischer Mensch, darum liebe ich sowas.
    Aber das sollte nicht verwundern, es ist einfach so. Die erste Barockoper, die ich hoerte war ‚David et Jonathas‘ von Charpentier. Nach der Overture griff ich mir die Cointreau-Flasche, weil ich spuerte: die Zwei passen zusammen. Ich war der Dritte im Bunde. Es wurde eine langdauernde, teure Freundschaft. Oder besser: eine Liebschaft um der Liebschaft Willen; nichts Ernstes, aber man gefaellt sich.
    Tarte au citron, wohin bin jetzt wieder abgedriftet. Zurueck zu den Spielarten der Citronentoertchen. Das quadratische Foto links ist eine gewagte Koketterie.

  105. @Grand Guignol: Für den...
    @Grand Guignol: Für den Kreisler-Euro-Song binde ich eine Girlande um Ihren geschätzten Holzkopf.
    .
    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Tarte au Citron nur im Sommer vernichtet werde. Mich schaudert.

  106. Liebe Venezia...
    Liebe Venezia Fröscher.
    Dieser Text ist eine Schatzkiste!
    Trotz der Lasagne!

  107. @Hansmeier555 – Es war nicht...
    @Hansmeier555 – Es war nicht so, dass die Redakteure des Wirtschaftsblog meinen Kommentar nicht freigegeben haben, sondern dass ich informationstechnisch von meinem Computer aus keinen Kommentar eingeben konnte.
    .
    Außerdem konnte ich gestern den Artikel ‚Wohin steuert die zeitgenössische Kunst?’ nicht lesen. Jedes Mal, wenn ich
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zum-stand-der-dinge-wohin-steuert-die-zeitgenoessische-kunst-11525398.html
    anklickte, bin ich zur FAZ Hauptseite zurückgesteuert worden. Heute geht’s.

  108. Das erste Mal das ich (als...
    Das erste Mal das ich (als Teenager) mit dem Metro in Paris gefahren bin, war das Knoblauchgeruch unerträglich.
    Ich koche nie mit Knoblauch.

  109. Gourmet hin oder her...
    am...

    Gourmet hin oder her…
    am besten schmeckts, wenn man etwas durchgefroren und müde nach dem Skifahren (oder ähnlichen Anstrengungen) heimkommt und schon an der Tür
    den Duft von Mamas Bratkartoffeln schnuppert….unvergesslich!
    Einen Tusch für Mamas, die gute Bratkartoffeln machen können.

  110. HansMeier555 23.November 2011,...
    HansMeier555 23.November 2011, 22:18
    Sie haben Recht! Bei FAZIT sind sie einfach “ zu schlecht in Tüch „. Da helfen auch
    Distanzierungsversuche wie die verlinkte Seite, um sich nach unten abzugrenzen, nichts.
    .
    Zur französischen Küche – wenn man das Elsaß verlässt, eher nicht.

  111. @Gabriele Spangenberg: Vielen...
    @Gabriele Spangenberg: Vielen Dank! Möge Ihnen das Schatzkistchen weiterhin erquickliches Stöbern, Finden und guten Appetit kredenzen.

  112. @jean-jacques: Tarte au citron...
    @jean-jacques: Tarte au citron ist sicherlich ein Genuss für den Sommer. Aber ich beginne schon jetzt in winterlichen Temperaturen, mich auf die Suche nach einem geeeigneten Rezept zu machen. Sie sehen ja, es gibt viele Varianten, da will die passende für seinen eigenen Gaumen gefunden werden … Haben Sie den genussbringenden Hinweis?

  113. @fionn: Ich hatte letztens...
    @fionn: Ich hatte letztens auch so ein Gestank-Erlebnis in Paris: Als ich abends zu meinem fahrbaren, parkenden Untersatz zurückkam, hatten irgendwelche Idioten das Auto aufgebrochen. Da es nichts mitzunehmen gab (das Auto war leer), haben die Einbrecher ihr gesamtes Geschäft auf der Rückbank hinterlassen. Ich sage ihnen, das war ein Gestank! Obwohl der Sitz chemisch und mit allen Mitteln gereinigt wurde, hängt der Geruch immer noch latent in der Luft. Da lobe ich mir Knobimuff!

  114. Herr Don, haben Sie die...
    Herr Don, haben Sie die Silberdistel auch als Großbild? Wäre fein!

  115. Wahrscheinlich erst morgen....
    Wahrscheinlich erst morgen.

  116. Die regionalen...
    Die regionalen Müllverwertungsanlagen in unserer Gegend samt Deponien haben sich zu einem Großverbund für Actionart, Landart, OLFACtart & silent perfomance zuammengschlossen. Die internationale Resonanz der Galerien von NY bis Peking war schier überwältigend. Eine besondere Leihgabe von vollbeladenen 300 Müll-LKW´s und 150 entspr. Containern kam aus Neapel. Das Veranstaltungskomitee der Documenta sandte eine Inaugural-Grußaddresse.
    ..
    jean-jacques@: Vielen, vielen Dank. Ihnen verrate ich es: La tête en bois est creuse à l’intérieur.

  117. Freitage sind gute Tage für...
    Freitage sind gute Tage für Silberdisteln.

  118. Langsam wird es Zeit, nochmal...
    Langsam wird es Zeit, nochmal den CHF massiv anzugreifen.

  119. @Venezia: Werte Frau...
    @Venezia: Werte Frau Fröscher, eine Dessertvariante, die ich jedenfalls in Fronkraisch kennen lernte, ebenfalls „Südfrüchte“ enthält dabei aber etwas wärmere Geschmackstöne anschlägt, wäre: Tarte au Chocolat mit Orangen-Eis. – „Eis!?“ Doch gewiss: ist die Schokoladentarte nur recht herzhaft, klebrig-warm (bitte bei Ei und dunkler Schokolade nicht knausern, ggf. gemahlene Mandeln statt Mehl) aus dem Ofen, kann das (idealiter selber fabrizierte) Eis (mit Zesten von zB. sizilianischer Amaro-Orange und – sagen wir – einem Schuss kräftigem Rum) eine durchaus charmante Begleitung sein. Noch etwas geeiste Minzblätter oder gehackte Pistazien daran – a vous de jouer! Dazu empfehle ich Marsala – in memoriam Claudia Cardinale und Alain Delon auf „Donna Fugata“.

  120. @E.R. Bin
    .
    Binjetztauchdort,...

    @E.R. Bin
    .
    Binjetztauchdort, das doch ist cooler als Facebook.

  121. Nee nee, Don Carlos, bei dem...
    Nee nee, Don Carlos, bei dem Fraß in der DäDäRäää hätte auch die schönste (von Frau Fröscher empfohlene) Musikuntermalung nix mehr genutzt.
    Ausnahmen habe ich da nur in M-V erlebt. Und bei meiner aus Thüringen stammenden Oma.

  122. @Fionn: Kohl und Pinkel wird...
    @Fionn: Kohl und Pinkel wird es demnächst auch bei uns geben. Ich wohne zwar schon seit Jahren nicht mehr im Norden, dank Care-Paketen aus der alten Heimat steht das Gericht aber jeden Winter auch bei uns auf dem Tisch. Übrigens sollte man nicht Knipp vergessen, kommt bei mir quasi als Basis in den Grünkohl, ein Muss.

  123. @Venezia: der kulinarische...
    @Venezia: der kulinarische Untergang Frankreichs wurde schon vor langer Zeit eingeläutet. Wenn es nach A.J. Liebling geht („Zwischen den Gängen“), dann bereits in den 1920er Jahren, als die ersten Damen auf den „Ich esse nur Salat“-Zug aufsprangen.
    Wie hier im FAZ-Asien-Blog letztens zu lesen war, hat Japan mittlerweile Frankreich in der Anzahl der Michelin-Sterne überholt. Eigentlich kein Wunder, ist doch gutes Essen für Japaner sehr wichtig und dafür geben sie auch noch Geld aus.

  124. HansMeier555@:Mehr als dieses...
    HansMeier555@:Mehr als dieses Blog schaffe ich nicht, alles andere schafft mich nur. Zumal ich unter eine gewissen Leere, mal la tête, leide. Bitte um Ihr Verständnis. Wußte gar nicht, dass Sie sich für dress codes interessieren.
    ..
    Sind Sie über den herrlichen musikalischen und kulinarischen Genüssen die hier geboten werden, ganz von der systemischen Schau des Feudalismus abgekommen?
    ..
    Das Gegenteil zum Royalisten ist die Canaille > S. Prinz Wilhelm von Preußen vulgo Kartätschenprinz.

  125. Doctor Snuggles, was ist...
    Doctor Snuggles, was ist Knipp?

  126. Trotzki soll sich ja den...
    Trotzki soll sich ja den Leibkoch der Zarenfamilie gehalten haben.

  127. liebe gabriele, zu ihrem...
    liebe gabriele, zu ihrem affektionierten ausruf hinsichtlich bratkartoffeln fällt mir eine kleine anekdote aus dem eheleben ein:
    als es wieder einmal bratkartoffeln gab, neigte sich gary zu mir, ganz ernst, mit einem noch verliebterem augenausdruck als ohnehin, und raunte sanft: deine bratkartoffeln sind immer ein gedicht!
    .
    den ganzen abend war ich schwer erheitert und widmete mich darob mit einem schwedischen verschnitt aus edelkartoffeln.
    gibt es nicht auch so etwas wie bratkartoffelverhältnisse?
    .
    aus gegebenem anlass passt dazu tripes et boudin à la frères de witt. de dessert: ausgzogene backpfeifen. empfohlene musikbegleitung: stubnmusi, gzupft (pardon für meinen miesen dialektversuch).
    .
    cher Filou, sie wollen nicht wirklich wissen, was knipp ist. wie sagte es ein alter herr, bismarck war es, so nehme ich an, wenn man wüsste, wie würste oder wie gesetze zustandekommen, so könne man nicht mehr schlafen.

  128. Man sollte auch wissen, dass...
    Man sollte auch wissen, dass Fürsten und Monarchen öffentlich zu speisen pflegten. Sie sassen hinter ihrer Tafel und liessen sich bedienen, und vor ihnen im Saal stand die Menge der Höflinge und sah ihnen dabei zu. Für Bildungsreisende gehörte das zum touristischen Pflichtprogramm: Denn Fürsten anzugucken, etwa beim Mitagessen.
    .
    Nie wieder war es den Untertanen so leicht, in die unmittelbare körperliche Nähe des Herrschers zu gelangen.
    .
    Unseren demokratisch gewählten Politiker fehlt das Charisma der Gesalbten Häupter und des Gottesgnadentums, ihre Körper sind nicht tabu (siehe auch den letzten Beitrag), und darum müssen sie, wo immer sie hinkommen, von einer Hundertschaft Robocops beschützt werden.

  129. Aber nicht nur die Musik und...
    Aber nicht nur die Musik und das Essen waren besser unterm ancien régime.

  130. lieber HansMeier555, es war...
    lieber HansMeier555, es war zuzeiten sogar so, dass essbesteck nur den reichenden knappen zur verfügung stand, diese durften dann das hohe amt zelebrieren, das fleisch mundgerecht zuzuschneiden, das leider während des prozesses erkaltete.
    .
    schliesslich assen die herrschaften aus gemeinsamen silbernen schüsseln, denn es gab keine teller. und man ass mit den fingern, denn es gab kein einzelgeschirr. an vergoldeten bechern wurde meines wissens jedoch nicht gespart, und dennoch musste man sie sich wie seau à sangria teilen, weshalb man auch den mund abwischen sollte, bevor man ansetzt. zu dumm nur, dass es keine servietten gab.
    .
    allerdings gab es bereits vorläufer von solch knilchen wie knigge, die es den herrschaften partout nicht einfach machen wollten, denn, nein, sire, ihren mund dürfen sie nicht am feinen tischtuch abwischen, und nein, halt, sire, oh nein, o je… nicht den mund am seidenbrokatärmel säubern, seufz. so ging das die ganze zeit.
    .
    ausser wildbret, erlegtem gemüse und opulenten mehlspeisen gab es nichts. die fetten hofkatzen jaulten zum mehr oder weniger amüsanten gefidel des fahrenden volkes.
    .
    die hübschen, doch einigermassen bescheidenen wirkenden kleinode, die unser geschätzter gastgeber abzubilden pflegt, sind späterer herkunft, die jedoch verdeutlicht, dass man nun gezwungen war, seine mahlzeit selbst kleinzuschneiden.
    so, wie man heute seine waschmaschine bedient (sic!) – undenkbar vor hundert jahren, dass man mit der wäsche selbst hantiert hätte.

  131. na Sie müssen's wissen, frau...
    na Sie müssen’s wissen, frau muscat… ;P

  132. liebe Venezia,
    der Boden...

    liebe Venezia,
    der Boden dünner und die ganze Angelegenheit trockener, aha.
    Ich selber kann ja leider gar nicht backen und leider kann ich Ihnen auch im Bocuse kein Rezept raussuchen, weil er (ich lebe hier in einem prolongierten Provisorium) in einer meiner unausgepackten Bücherkisten steckt, aber in welcher?

  133. Auf die Gefahr hin, mich zu...
    Auf die Gefahr hin, mich zu „outen“ (und ein passendes Sepia-Bild habe ich natürlich *auch* nicht): man KANN mit einer Mikrowelle kochen (ich nehme meine Kochlöffel ja auch nicht nur dafür, Maggi-Kartoffelbrei anzurühren).
    Aus technischen Gründen ist das Repertoire eingeschränkt (Kruste geht gar nicht, eher trockene Rohstoffe sind auch mühsam) – aber um zB Gemüse mit wenig Wasser zu garen gibt es in einer Normalküche nichts besseres.
    Beispiel: Blumenkohlkopf waschen, den Strunk so ausschneiden, daß der Rest noch zusammenhängt, salzen und mit dem Restwasser fest in drei bis vier Lagen transparente Küchenfolie wickeln, so daß er dicht eingepackt ist. Etwa 10 Minuten volle Leistung (genaue Zeit hängt von der Größe ab), auspacken, servieren (geht naturgemäß auch mit Brokkoli, dort kann mehr Strunk dranbleiben).
    Der Trick dabei ist, daß das Wasser, das nach dem Waschen zwischen den Röschen hängenbleibt, für das Kochen ausreicht, da es wegen der Folie nicht verdunsten kann – und daß die Mikrowelle nur das Wasser erwärmt und nicht den Kohl an der Kontaktstelle verbrennt, wie es auf dem Herd leicht passiert.
    Kochbuchvorschläge hierzu: „Kochbuch für Füchse“ und Mikrowellenkochbuch für Füchse“ von Heinz Maier-Leibniz, leider beide nur noch antiquarisch.
    HML war Physiker und Vorsitzender der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In dieser Funktion pflegte er Geschäftsbesprechungen – auch mit Ministerpräsidenten oder dem Bundespräsidenten – bei sich zu Hause durchzuführen, wobei ein von ihm selbst gekochtes Mehrgängemenü den Abschluß bildete. Die Methode, alles so weit vorzubereiten und anzulegen, daß er während der Besprechung (und der ersten Gänge) nur zeitweise kurz in die Küche mußte, ist vor allem im ersten Buch mit vielen Beispielen beschrieben.
    Da er einige Jahre in Grenoble lebte, ist der Kochstil französisch beeinflußt – aber über die Musik schweigen sich die Bücher leider aus…

  134. @Filou:...
    @Filou: http://de.wikipedia.org/wiki/Knipp_(Speise)
    @Donna Laura: das gilt für viele Wurstwaren. Sie wissen doch, was ein Cutter ist?

  135. @HM (12:11)/BinVonHier(9:30):...
    @HM (12:11)/BinVonHier(9:30): ich schätze Ihre zivilisatorischen Bemühungen ausdrücklich.
    @Venezia: der sizilianische Madenkäs, ja, von dem ward mir vor Jahren berichtet von einer Bekannten, die solchen leibhaftig erblickt, erklärt bekommen und probiert hat. Man kann ihn wohl essen, die Schalen der Maden bleiben wohl knackig drin, aber fertig ist er erst, wenn sie alle ausgeflogen sind.
    Dazu fällt mir eine alte Familienanekdote ein, die einmal vom Urur- oder Urgroßvater, so genau weiß ich das nicht mehr, berichtet wurde.
    Das Essen war knapp, und wenn der Speck Maden hatte – was, weil er im Kamin aufgehängt wurde, öfters vorkam – schnitt er sich ein Stück ab, lief damit mehrfach die Stiege rauf und runter, klopfte sie aus und machte sich dann an den Verzehr am Küchentisch – auf dem Vesperbrettle mit dem Speckmesser feingeschnitten, aufs Brot.
    Die darauffolgenden Generationen entwickelten dann eher Methoden, die Fliegen nicht an den Speck kommen zu lassen, sie konnten sich mit dem Entfernen nicht anfreunden.

  136. An alle, die auf die Wurst...
    An alle, die auf die Wurst gekommen sind: http://wurstteppich.de/
    In den Eingang platziert hält man sich gleich alle Vegetarier und Veganer vom Leib ;-)

  137. @Venezia und Colorcraze: wenn...
    @Venezia und Colorcraze: wenn man in Europa solche Dinge wie Madenkäse herstellt, gehört das verboten. Dafür importiert man dann aus dem außereuropäischen Ausland für viel Geld sowas: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,310727,00.html

  138. liebe Donna Laura,
    Kompliment,...

    liebe Donna Laura,
    Kompliment, Sie kennen Ihren Elias, auch Kulturwissenschaftler wie unser Gastgeber? Könnten vielleicht Sie mit einem Rezept für tarte au citron aushelfen,
    oder vielleicht Vroni oder unser Tiger? (bei uns gabs heute überhaupt nur Käsebrote, Äpfel, Tee und fertig gekaufte Dinkelgaufrettes)

  139. @foersterliesel: Ebenso:...
    @foersterliesel: Ebenso: dünner und trockener. Aber es macht ja überhaupt nichts, dass Sie mir da nicht weiterhelfen können, weil sich ihr Bocuse in der Kiste verstekct. Mir geht es momentan mit meinen Helfershelfern (Bücher und CDs) ebenso: alle in’ner Kiste. Drücke die Daumen, dass es auch für Sie bald ein Ende mit diesem Provisorium hat. Bei mir wird es leider nicht bis nächste Woche beendet sein. Sollte das Ende in Sicht seon, dann gibt es zur Feier Tarte au citron – ob feucht oder dick, trocken oder dünn – völlig wurscht.

  140. Dieser Wurstteppich ist...
    Dieser Wurstteppich ist skurril! Danke für den Hinweis, Dr. Snuggels. Vielleicht sollte ich ihn auf mein frisch abgezogenes Parkett legen. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle Vegetarier in der Familie …

  141. @Snuggles: muß ich daran...
    @Snuggles: muß ich daran denken, daß dieses „vom Tier fressen lassen und wieder aufsammeln“ mal eine Methode, Meteoriteneisen zu reinigen, gewesen sein soll (irgendwo mal gelesen)… mit Kaffee… naja, wenns denn schmeckt. Aber den Madenkäse zu verbieten finde ich auch unsinnig, der wird mit Sorgfalt gemacht, und die Leute kennen ihre Fliegen und wissen, wann sie alle raus sind.

  142. Sollte das Rossini'sche...
    Sollte das Rossini’sche Katzenduett ein Hinweis auf den Katzenkaffee sein? Katzen beim Bohnen legen …
    http://www.youtube.com/watch?v=4u9U8-jHLkg&feature=related

  143. Oh je, der Knipp. Das scheint...
    Oh je, der Knipp. Das scheint wieder eines dieser nooddeutschen Gerichte zu sein, mit denen ich mich garnicht anfreunden kann – ein Gemansche von Dingen, die man entweder in einem anderem Zutatenverhältnis (Fleischküchle: mehr Fleisch wie Brot) oder in anderer Form (Grützensuppe) zubereiten sollte.

  144. @Snuggles (Wurstteppich): den...
    @Snuggles (Wurstteppich): den Kölnern fällt immer ein Scherz ein.

  145. @Colorcraze: Knipp mit...
    @Colorcraze: Knipp mit Bratkartoffeln, vielleicht noch ein Spiegelei dazu, ordentlich mit Pfeffer gewürzt… gerade nach einem Winterspaziergang ein herrliches Gericht!

  146. Zum Madenkäse: Ethnologen...
    Zum Madenkäse: Ethnologen haben mir erzählt, daß Maden und Engerlinge etwa so wie shrimps schmecken, in Kriegs-und Hungersnöten wurde das auch hierzulange gegessen, und in China ist sowieso alles eßbar, was mit dem Rücken zum Himmel zeigt. Eigentlich ist diese Kombination zweier tierischer Eiweiße beim Madenkäse ziemlich opulent, die chinesiche Küche mit dem (aus Not) sparsam eingesetzten Eiweiß ist ja besonders gesund.
    Unsere Alternative zu Käsbroten wären heute Glasnudeln mit gehacktem hundertjährigem Ei, etwas Butter und Sojasauce gewesen. Um Eier (in China vor allem Enteneier, die sind bei uns wegen Tuberkelgefahr aber nicht im Handel) zu konservieren, hat man die in China in Lehm und Stroh gebettet. Das Eiweiß geliert dann, wird ganz dunkel und riecht stark (wie Quargel ). Gehackt mit Glasnudeln ist das ein rasch zubereitetes Essen (sowas schmeckt natürlich auch dem Hund). Zutaten gibts im Chinashop, Nachtisch Tee und die kugelförmigen gefüllten chinesischen Kuchen (gibts auch in Chinashops, mit Sesam bestreut,
    in Sesamöl gebacken und daher etwas fett, aber köstlich!)

  147. Werter jean-jacques, ich...
    Werter jean-jacques, ich möchte mich noch – etwas verspätet – für Ihr pervers-leckerklingendes Rezept (Schokotarte mit Eis) bedanken. Das klingt großartig!

  148. Sagt ich mal, dass ich...
    Sagt ich mal, dass ich Sachsen-Anhalter bin? Der Sachse, dass wissen wir inzwischen, ist der geborene Schoengeist. Der Anhalter ist der Gourmet dieser Gegend. So erfand er vor vielen Jahren den Milbenkaese, den er jetzt gegen Bruxelles verteidigen muss.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Milbenk%C3%A4se
    Nunja, nunja, was ist schon Anhaltinische Brotbelagsnot gegen die zahlreichen Perversionen der franzoesischen Kueche.
    .
    (Ich moechte jetzt nicht ueber die Geschichte des Choucroute d’Asace plaudern, denn sie handelt nebenbei von leproesen hollaendischen Kriegsgefangenen und deren Heilung, die durch ein Gesetz von Louis XIV. in Gang gesetzt wurde. Alles wurde gut.
    Ab 29:24, http://www.youtube.com/watch?v=ZaDpJFa4AqA&feature=results_video&playnext=1&list=PLEE8EC4241FAA7C87
    Damit mal wieder ‚was Musique in die Suelze kommt.

  149. HansMeier555@: Damals hatte es...
    HansMeier555@: Damals hatte es niemand einem Monarchen im 18. Jhdt., oder unmittelbar darunter Angesiedelten, krumm genommen, wenn er eine Soubrette oder Actrice beim Lever zum gefiedelten divertimento und den Croissants vorwies. Die Zarin aller Reußen, Katharina d. Gr., soll sich da auch einiges zugestanden haben.
    http://www.youtube.com/watch?v=I62MAap4IAg&feature=related
    ..
    Unter divertimenti notiert:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/fall-guttenberg-er-war-s-gar-nicht-11539802.html

  150. Filou@: Ach ja die Anhaltiner...
    Filou@: Ach ja die Anhaltiner Fürstenhöfchen (Bernburg, Weißenburg; Dessau, Zerbst usw.): Nu, des gab aba n´Gedränge von de Loggain, wenn da Ferschte sich den Mostrich in de Dunke neidunggn dat beier Dofl un sich dobei begleggade.

  151. liebe Foersterliesel, nein,...
    liebe Foersterliesel, nein, das geschilderte habe ich nicht aus zweiter hand. und das anfertigen der tarte überlasse ich gerne unserer tüchtigen pâtissière.
    .
    sagen sie, ihr elias, wenn er jung, charmant und hübsch ist, den dürfen sie mir bei gelegenheit sehr gerne vorstellen, wenn sie möchten.
    .
    cher Filou, ein sachse sind sie, so dachte ich es mir doch gleich.

  152. Die blamieren sich weiter......
    Die blamieren sich weiter…

  153. Liebe Donna, wieso dachten Sie...
    Liebe Donna, wieso dachten Sie sich das?

  154. aber liebe Donna Laura,
    wir...

    aber liebe Donna Laura,
    wir haben doch alle alles was vor uns war, immer nur aus zweiter Hand.
    http://www.norberteliasfoundation.nl/

  155. Liebe Donna Laura,
    .
    diese...

    Liebe Donna Laura,
    .
    diese ulkigen Freimaurer, so was käme mir nicht ins Haus.

  156. Ich bin gebürtig aus dem...
    Ich bin gebürtig aus dem Lipperland, hier gibt es zwar keinen Milbenkäse ab Lippischer Pickert, Apfelmus und Leberwurst sowie traditionell eine Tasse Kaffee.Ich habe das nicht mit der muttermilc heingesogen und kann nur sagen: Nunja, wem’s schmeckt …
    http://www.lipperland.de/lippischer-pickert/lippischer-pickert.html

  157. @Grand Guignol: ... und zum...
    @Grand Guignol: … und zum Divertissement mit Guttenberg Mozarts Divertimento , D-Dur, KV136
    http://www.youtube.com/watch?v=jua7gqezWVY

  158. Dr Snuggles um 11.24h
    Re Kohl,...

    Dr Snuggles um 11.24h
    Re Kohl, Pinkel, Knipp. When I read a menu card written in German for the first time, nothing sounded appetising.
    Beispiele:Chlepper-Aenni-Topf; Aelplermagronen; Chuegelipastete; Zuercher
    Ratsherrentopf…..RATS???

  159. Donna Laura, sicher. Ist hier...
    Donna Laura, sicher. Ist hier etw jemand kein Sachse?

  160. Nu dea Old Schädderhänd und...
    Nu dea Old Schädderhänd und dea Winndou woarn ooch Sachsn.
    http://www.youtube.com/watch?v=–A3p0TsDYU

  161. Die werden die Kommentarregeln...
    Die werden die Kommentarregeln nochmal ändern, fürchte ich. Und sagen, dass sie sich künftig das Recht vorbehalten werden, einfach nach Gutdünken freizustellen, oder halt nicht, das heisst gar nicht gar nirgendwo. Weil es ihr Privatgrundstück ist, wo sie niemandem für gar nix Rechenschaft schulden.

  162. Tatütata: "In Oberfranken...
    Tatütata: „In Oberfranken gibt es eine tiefe Sehnsucht“

  163. liebe Venezia Fröscher,
    dies...

    liebe Venezia Fröscher,
    dies ist eine Nachricht an Sie persönlich, bitte nicht als Kommentar freischalten!
    .
    Ich sehe, daß Sie sich mit den links sehr Arbeit gemacht haben und WIE überaus fundiert und souverän Sie sind und (da ich nicht weiß, wie sehr Sie beruflich ausgelastet sind) denke ich, daß Sie ideal für Rundfunksendungen wie das österreichische „Pasticcio“ wären.
    http://oe1.orf.at/programm/289159
    .
    Ö1 (auf 92Mhz) ist DER österr. Kultursender und das Pasticcio eine Institution, undenkbar daß es einmal keins mehr geben könnte (jeden Werktag um 8.15 Uhr). Die deutschen Klassiksender kenne ich nicht, vielleicht gibts ja schon Ähnliches, vielleicht aber könnten Sie damit beginnen?
    lieben Gruß!

  164. cher Filou, es lag nahe, bei...
    cher Filou, es lag nahe, bei all ihren zarten andeutungen. stets schwingt irgendwie ein wenig halle mit, aber das kann täuschen, und so möchte ich mich jetzt schon entschuldigen für den fall, dass ich schlimme verdächtigungen ausgesprochen haben könnte. der schlimmste verbrecher wohnt doch immer im nachbardorf.
    wohl wird meine wenigkeit auch nicht eben untypisch für ihre landsmannschaft sein, steht zu vermuten.
    .
    liebe Foersterliesel, nun, nicht alles hat man aus zweiter hand. und wer hätte schon gerne gebrauchtessen, so oder so? nun, sehen sie…
    .
    lieber HansMeier555, wer sagt denn, dass ich ihn ins Haus liesse?
    .
    liebes Kasperle, da haben sie etwas wirklich grauenvolles ausgegraben.

  165. liebe fionn, nach dem blick...
    liebe fionn, nach dem blick auf eine auf touristen eingestellte menukarte irgendwo im spanischen wurde einem alles klar: neben ‚grilled sideburns‘ gab es ‚rape american style‘.
    .
    neulich wies eine speisekarte chickentit sandwich aus.

  166. niedersachsen sind auch...
    niedersachsen sind auch sachsen…

  167. @Snuggles: uuh-nein. Das hört...
    @Snuggles: uuh-nein. Das hört sich schon so an, als obs im Mund immer mehr wird. Wenn es etwas gibt, was mir wesensfremd ist und immer bleiben wird, dann sind das Kombinationen von Kohlenhydratträgern, egal ob mediterran (Cannelloni oder Auflauf mit Brot) oder nooddeutsch (wie Ihr Knipp mit Kartoffeln).
    @Foersterliesel: ich bin den Chinesen zwar dankbar, weil sie mich seinerzeit in USA vor dem Verhungern bewahrt haben (die Einzigen, die sich auch bei billigeren Gerichten um Frischgemüse kümmerten), aber für Europäer ist chinesische Kost auf Dauer nichts. Europäer brauchen 1/3 Eiweiß, 1/3 Gemüse, 1/3 Kohlehydrate, Chinesen 1/6 Eiweiß, und Gemüse/Reis bzw. Weizen je nach Verfügbarkeit die restlichen 5/6 zusammen. So hat man es über die Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende, gehalten. Natürlich mit Abweichungen. Aber das ist in etwa die Grundformel. – Irgendwann traf ich in Moabit auf eine chinesische Wirtin, die Dim Sum hatte. Ich versuchte Sie zu beschwätzen, ob sie nicht eine Variante mit Vanillensauce machen wollte, da mir wegen des Hefeteigs heftigst „Dampfnudeln“ vor dem geistigen Auge zu erscheinen begannen. Leider war sie nicht zu überzeugen, daß sich damit eine genügende Zahl an Gästen anfreunden könnte, und so blieb es bei den meist salzigen Dim Sum.
    @Filou: Ha, der Madenkäse ist nicht allein, er hat wimmlige Brüder! Die Anhalter Variante scheint recht exotisch, mit den Holunderblüten drin. Aber die Idee ist gut: wenn man die Milben schon nicht wegbekommt, sollen sie sich halt nützlich machen. – Aber das Elsaß, das Sie beschreiben, ist, äh, so wie es mir beschrieben wurde, jenseits der Touristenschwemmen.
    @E.R. Langen: ich. (DA wohl auch).
    @astroklaus: und wo sollen da die Röstaromen herkommen? Man kann aus dem Kochen auch eine Wissenschaft machen, aber menschengemäßer sind Kunst und Handwerk. Es gibt auch welche, die bereiten ganze Menüs auf dem Grill zu. Inkl. Dessert, versteht sich. Gehen tut viel, aber das ist alles fringe.
    @donna laura: nichtmal ein klitzekleines Zabaione? Nichtmal ein Äpfelchen? *heul*

  168. @HansMeier/Grand Guignol:...
    @HansMeier/Grand Guignol: „man“ beginnt die Ellenbogen auszufahren.

  169. M. HansMeier555:

    Zu Ihrer...
    M. HansMeier555:
    Zu Ihrer Frage (wenn es denn eine war): R wie République, républicain.
    Lassen Sie sich Hugos „1793“ oder Balzacs „Chouans“, oder Dumas‘ „Les Blancs et es Bleus“ schenken: alles sehr pathetisch, démodé, aber chic.
    Salut et Fraternité

  170. oh, liebe colorcraze, ein paar...
    oh, liebe colorcraze, ein paar e-äpfelchen könnte ich schon noch in ihre richtung entbehren, gar kein problem: greifen sie einfach zu. es ist übrigens genug für alle da…
    .
    sabberione gibt es bei uns jeden tag: erst isst der mensch, das weiss der hund, und auch, dass er warten muss bis nach dem mahl, er sabbert jedoch fleissig herum und erzeugt mithin rutschige böden. nun, hunde eben, nicht gerade ein ausbund von verschärfter sauberkeit.
    .
    zu den kuriosen kollegen nebenan: meine güte… helden dieses kalibers haben beim einbrocken der supersuppe geholfen.

  171. @donna laura: ja, und jetzt...
    @donna laura: ja, und jetzt gehen sie dazu über, sie in alle reinzustopfen, die sie nicht wollen. Gaaanz friedlich, versteht sich. Merke: Frieden ist, wenn deins auch meins ist – und das so bleibt.

  172. "...helden dieses kalibers...
    „…helden dieses kalibers haben beim einbrocken der supersuppe geholfen.“
    Werte donna laura,und nun sind sie dazu verurteilt bis zum bitteren Ende sich weiterschreiben zu lassen.

  173. Don Carlos: "niedersachsen...
    Don Carlos: „niedersachsen sind auch sachsen…“
    *
    Von Angelsachsen ganz zu schweigen…

  174. Es gibt Landschaften, liebe...
    Es gibt Landschaften, liebe Laura, bei denen wenige ahnen wieviel Musik und Poesie in ihnen schwingt, Das Saaletal war einer der Brutplaetze deutscher Romantik. Wer dort aufwuchs bedurfte des Rheines nicht, und schon garnicht der Mosel. Wer Halle verliess-dafuer gab es immer sehr gute Gruende-suchte und fand sich immer wieder in aehnlichen Gefilden, oder trug die Erfahrungen der Kindheit in die Welt. Haendel tat es, Reinhardt Heydrich tat es auch. Allerdings ist Haendel Altstadt und Marktkirche und Heydrich verkoerperte Leuna, womit der Riss, der durch eine Stadt und eine Gesellschaft im Lauf der Jahrhunderte gehen kann, ungefaehr beschrieben sein soll.
    .
    Die unglaubliche Proletarisierung, die am Ende des 19ten Jahrhunderts einsetzte, hat dieser Stadt nochmals Reichtum, kunterbunt-lebensgefaehrlich gesellschaftliche Konflikte eingebracht. Der Krieg, der Sozialismus, die Wende brachte diese Stadt beinahe ins Sterbezimmer, haette ihr fast den Rest gegeben.
    Seufz!
    Es ist leider so, dass der saturierte Westdeutsche der Wendejahre keinerlei Vorstellung von der kulturellen Bedeutung Mitteldeutschlands ueber die Jahrhunderte hat. Man trifft auf Missverstaendnisse, Ignoranz und Arroganz. Bedauerlich und vorlaeufig nicht zu aendern. Der Parvenue lacht immer ueber das Gediegene. Das ist gut beschrieben in „Goedel, Escher, Bach“ am Beispiel der Inkompatibilitaet von 1-2-3, gar 4-dimensionalen Figuren.
    Seufz!
    Wir werden an der Ueberschaetzung der eigenen Bedeutung Zugrunde gehen. Dies allerdings schon seit Jahrtausenden. Und nu..?
    Die Uberschaetzung bleibt, der Weltuntergang laesst auf sich warten.
    .
    Nachbarin, wo ist mein Flaeschchen? In diesem Sinne…
    .
    Es sitzt in der Galgenbergschlucht mit einem noch zarten Maedchen im Arm,
    http://www.youtube.com/watch?v=nj2mc7HZsSY
    Filou

  175. @foersterliesel: Da ist er...
    @foersterliesel: Da ist er dann doch freigeschaltet worden, Ihr Kommentar. Aber ich fühle mich geehrt, dass Sie mich beim Ö1 sehen und sich Gedanken über meine berufliche Zukunft machen. Ich danke sehr für den Hinweis und werde ihm mal nachgehen. Momentan bin ich tatsächlich hinlänglich ausgelastet, aber eine Radiosendung zwischendurch geht natürlich so gut wie immer und bringt v.a. sehr viel Vergnügen. Ich ging mal für WDR5 über den Äther – eine besondere und besonders erfreuliche Erfahrung. Vielleicht hören Sie mich 2012 in Österreich?! Vielen Dank!

  176. ... und außerdem sind wir...
    … und außerdem sind wir auch weiterhin der Meinung, das eine zu große Nähe von Speisen und alten Ölgemälden dem Geschmack schadet. Dem der Gemälde selbstverständlich.

  177. wer ko der ko....
    wer ko der ko.

  178. Lieber Grand Guignol,
    "In...

    Lieber Grand Guignol,
    „In Oberfranken gibt es eine tiefe Sehnsucht“
    .
    Kann ich soooo net sagen.
    .
    Der oberfrängische Leser sieht das auch anders.
    Ein Blick in die sparsame oberfrängische Presse genügt.
    http://www.infranken.de/nachrichten/bayern/CSU-auch-ohne-Guttenberg-gut-aufgestellt;art179,225113
    (Mein Heimat-Käseblatt aus dem Kulmbacher Kreis samt Stadtsteinach, Kupferberg, Guttenberg; Originaltöne von dort also.)
    .
    Grüße von einer Geplagten im Exil, die 7 km Luftline entfernt von KT, dem Unglaublichen, großgeworden ist.
    Nur ein Steinbruch und ein Wäldchen dazwischen.

  179. @Venezia: Und gar noch viel...
    @Venezia: Und gar noch viel später bedanke ich mich für den Youtube-Zuschlag aus Wien unter Furchtbarwängler. Wenn man von dem arg hoch gerutschten Turn-Hös’chen des „Verführers“ einmal absieht – der Musikalität hat die Wirtschaftswunder-Klamotten-Inszenierung wohl nicht geschadet.
    @Der Tiger (23.11./15:38): Merci für die Kreisleriana europaea – mei!, der Mann muss sich sehr einsam gefühlt haben auf unserem Planeten.

  180. @Filou: Tres cher Filou! Nun...
    @Filou: Tres cher Filou! Nun endlich enthüllt sich mir die Herkunft Ihrer zartfühlenden Seele – Ihre ansonsten auch gerne rheinischen Assoziationen konnte ich Ihnen eh‘ nie zur Gänse, äh, Gänze abnehmen.
    .
    Indessen möchte ich sehr herzlich danken für allerlei Enthüllungen über anhaltinische Milben und den Sehnsuchtsort des Saaletales („Dort Saaleck, hier die Rudelsburg!“). Zwar bin ich der Inbegriff des rheinischen Ignoranten. Indes: als ich 1999 erstmals mit einem heute antiken D-Zug in Richtung Dresden fuhr – meine Güte! das ganze alte Liederbuch meiner Kindheit – komischerweise von dem jedenfalls dummer Heimattümelei unverdächtigen Tommy Ungerer gezeichnet – stieg vor meiner Seele auf. Dörfer, die den Kirchturm inmitten desselben noch stehen haben (auch wenn im Mutterland der Reformation heute die Taufsteine nahezu zu versiegen scheinen…). Universitätsstädte und Akademien bestanden, als man in Köln noch die Straßenbeleuchtung als schöpfungswidrig verbot. Der alte Joeten in Wejmor. Georg Friedrich, Johann Sebastian. Die durch Heiratsschwindelei erkauften Parks Pückler-Muskaus. Un ers das herrliche Sachsen!, wo die schenen Frau’n auf die Bäume wachs’n. Man verzeihe mir meine grausige Improvisation.
    .
    Kurzum: Nach dem Winter wird es Zeit, zu reisen. Bewarb mich unlängst auf eine Stelle in Braunschweig. Da kann man ja schon winters mit den Langläufern in den dunklen Harz rüberrutschen. Ins Zonen-Randgebiet des Barons zu G., wo man mir eine Stelle angeboten hat, bekommen mich keine zehn Pferde. Siehe Vroni, heute 2:10.

  181. @Filou
    Der Niedergang von...

    @Filou
    Der Niedergang von Mitteldeutschland? Die Strafe Gottes für die Reformation, würde ich mal vermuten.

  182. Wie wäre es mal mit...
    Wie wäre es mal mit Tafelmusik abseits ausgetretener Pfade? EAT THE RICH von Aerosmith, passend zum Blog der besseren Gesellschaft :)

  183. @ donna laura gestern...
    @ donna laura gestern 19.31h
    Einmal habe ich „roast lamp“ (sic) in einem Restaurant in Athens gegessen.

  184. Werte Vroni, RTL braucht eine...
    Werte Vroni, RTL braucht eine zum Sendeformat geeignete Volkspartei. Wer ist da
    besser geeignet als KT und die CSU, wenn es nur nicht so eng wäre.

  185. Welche Musik passte denn zu...
    Welche Musik passte denn zu Thanksgiving? Da gibt es doch sicher auch ein paar Puritanergesänge. A capella.

  186. @colorcraze: Röstaromen,...
    @colorcraze: Röstaromen, nein, das geht mit der Mikrowelle nun wirklich nicht (es sei denn, sie hätte zusätzlich einen Grill eingebaut). Wenn man ein universales Gerät zum Kochen haben will, ist selbstverständlich ein Herd besser. Universal ist die MW nur beim Aufwärmen – aber (nur) dafür ist sie eigentlich zu schade (und man selbst sollte sich auch zu schade sein dafür…)
    Die beiden Hauptvorteile sind die bereits besungene Spezialität, mit ganz wenig Wasser kochen zu können und die einfache Reproduzierbarkeit: wenn man einmal weiß, welche Zeit und welche Leistung benötigt wird, kann man das Gerät alleine machen lassen und in Ruhe etwas Edleres tun (eine feine Soße sorgsam reduzieren z.B.).

  187. jean-jacques, endlich versteht...
    jean-jacques, endlich versteht mich mal einer. Von Herzen Dank. Wo sind eigentlich die Ossis hier im Blog? Erkennbar sind nur drei oder vier.
    .
    HM555, es ist eher die Strafe fuer den religioesen Opportunismus der damals herrschenden (feudalen) Klasse. Die bestimmte wie und was das Volk zu glauben hatte.

  188. Lieber E.R. Binvonhier,
    RTL...

    Lieber E.R. Binvonhier,
    RTL wird in Bayern sicher am wenigsten geguckt.
    .
    Was den KT betrifft, der sich angeblich auch was Eigenes vorstellen könnte und der den Medienspin vorantreibt: Da gab es schon mal eine Narzisstin mit Motorrad und Lackhandschuhen, die das probiert hat. Um den Don zu zitieren: Die Leut sind zwar dumm, aber net blöd.
    Zumindest hier in Bayern nicht.

  189. nun ja, liebe Vroni und liebe...
    nun ja, liebe Vroni und liebe E.R.Binvonhier, stellen sie sich einmal schnucki (zitat hm555) gänzlich reduziert mit lackhandschuhen auf motorrad vor. * hüstel* (lieber nicht).
    .
    cher Filou, ja, ja schon ganz recht so, die sachsen scheinen weich, warm, mollig, gemütlich und versoffen, wie eine liebe grossmutter (mit etwas locker sitzendem gebeis).

  190. @Yast 2000: Die Sachsen, die...
    @Yast 2000: Die Sachsen, die nach England ausgewandert sind, haben nichts mit den Sachsen des heutigen Bundeslandes zu tun. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_(Volk)

  191. Woran die Frauen dabei denken...
    Woran die Frauen dabei denken wollte ich schon immer wissen, und bin stets auf eine Mauer des Schweigens gestoßen. Doch irgendwo gibt es einen lockeren Ziegelstein.

  192. @Venezia/23. November 2011,...
    @Venezia/23. November 2011, 21:23
    Das Recept kommt dem Original aus Menton schon sehr nahe.
    http://www.cuisinealafrancaise.com/fr/recettes/desserts-et-boulangerie/tartes-sucrees/tarte-au-citron-de-menton
    Es steht und faellt aber mit den richtigen Zitronen.
    Eine gute Tarte au Citron koennen Sie in Menton bei „Vermeulen“ am Place Georges Clemenceau verkosten.

  193. Grimaldeli, vielen Dank! Falls...
    Grimaldeli, vielen Dank! Falls im Café mal die Zitronentarte ausgeht, weiß ich jetzt, wie ich für Nachschub sorgen kann… daß da Mandeln drin sind, wußte ich nicht. Aber jetzt wo ichs lese, erscheint es mir sehr einleuchtend.

  194. lieber Hansmeier555, wenn sie...
    lieber Hansmeier555, wenn sie jetzt auch noch konkretisieren, worauf sie mit ‚Woran die Frauen dabei denken‘ genau anspielen, dann hätten sie eventuell eine chance auf eine antwort.

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