Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Verteidigung der Metzger

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Feindbilder sind auch nicht mehr das, was sie mal waren: Längst haben listige Anwälte und Finanzjongleure den Metzgern den neureichen Rang abgelaufen.

Warte, warte nur ein Weilchen,
bald kommt Haarmann auch zu dir,
mit dem kleinen Hackebeilchen,
macht er Hackefleisch aus dir.

Man muss nur eine kleine, vergleichsweise verdachtsunabhängige Razzia der Steuerfahndung in der Nachbarschaft haben, und schon hängt der Haussegen in besseren Kreisen schief. So geschehen vorletzte Woche im italienischen Cortina d’Ampezzo, das so eine Art italienisches St. Moritz für jene ist, die zwar gerne unter Ihresgleichen, aber lieber nicht unter Schweizern sind. Dort hat die Finanzpolizei die Fahrer teurer Automobile herausgeholt und überprüft, ob denn die Gefährte auch mit dem versteuerten Einkommen in Einklang sind.Und ganz offensichtlich gab es da durchaus welche, die mehr PS als Verstand und Benehmen gegenüber der Allgemeinheit hatten. Die Folgen waren ein entsetzter Aufschrei der Lokalpolitik, das Versprechen der Polizei, als ausgleichende Steuergerechtigkeit bald auch andere Orte heimzusuchen, und spöttische Kommentare, man würde in Cortina allenfalls römische Metzger erwischen, aber nicht die wirklich besseren Kreise.

Bild zu: Verteidigung der Metzger

Nun, die Metzger sind so eine Art historisch gewachsenes„Meme“ der Herabwürdigung, oder auch eine allgemein gültige Diskriminierung. Man sagt tatsächlich nicht einfach nur neutral Neureich. Wer das verschärfen möchte – und wer will das in unserer an Abgrenzung eher armen Zeit nicht – macht es gleich richtig und unterstellt Menschen, von denen er gar nichts weiss, die seien Metzger. Oder der Metzger Gattinnen. Warum das so ist – und nicht etwa Bäckermeister, Konditoren und Rechtsanwälte, kann ich ganz einfach erklären: Wir haben das so und nicht anders gelernt. Schon meine Grossmutter pflegte diese Vorurteile, und sie selbst dürfte das auch nicht erfunden haben. Historisch betrachtet ist es aber so, dass innerhalb der städtischen Hierarchie vergangener Epochen die Metzger und Fleischer wegen der Abfälle, des Lärms und der Gerüche gemeinhin dort angesiedelt wurden, wo die besseren Leute nicht mit ihnen in Kontakt kamen: An den Flüssen, hinten an den Stadtbächen, nur knapp vor den mit Jauche arbeitenden Gerbern, unten, wo das Regenwasser hinunter lief. Metzgerviertel waren früher nie gute Viertel. Ein reicher Metzger war also zwangsläufig ein nach oben gekommener Slumbewohner, um es einmal derb zu sagen.

Man übernimmt es und arbeitet damit. Für uns, die wir im Schweisse unserer Smokings und Abendkleider um Studentenkarten für die Oper anstehen mussten, war das halbe Parkett voll mit Fleischern und ihren Angehörigen. Man musste doch nur mal in die Gesichter schauen. Die dort, die so auf den Stöckelschuhen watschelt, die reicht ansonsten in Neuperlach den Aufschnitt über die Theke. Der fette Sohn verspeist sicher jeden Abend das, was in Riem noch so an Leberkas da ist. Riem und Neuperlach, das hielten wir in unserer Verblendung für Slums, aber wir wussten ja nichts von der Existenz von Neukölln, Bremerhaven, Eppendorf, Essen und Grunewald. Wir waren direkt aus dem Westviertel in die Maxvorstadt gezogen und hatten von der Welt – den Tegernsee kannten wir schon – nur das kennengelernt, was man als zivilisierter Mensch kennen sollte. Die da mit der verrutschen Frisur mit zu viel Blauviolett drin und den drei Kilo Gold am Arm, die kann mit dem Bolzenschussgerät besser als mit dem Klavier umgehen. Wir waren jung, unschuldig und kannten von daheim die Anzeigen eines Vordorffleischzerlegers, der mit seinem Logo und den verwobenen Anfangsbuchstaben seines Namens eine bekannte Automarke nachäffte. Da hatten wir den Beweis, der Rest war nach dem Warten auf die Karten verdiente Freude. Wozu geht man denn sonst in Turandot?

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Und natürlich haben wir uns auch ausgemalt, wie draussen in Ramersdorf oder gar Dachau die Gattin brüllt: ÄÄÄÄgon, etzd kimm endli, de Niwälunga fongan friara oh! Und Egon zurück: I ko ned!! De Sau is no ned hi! Wir sahen sie überall. Auf der Maximiliansstrasse, auf dem Weg zum Käfer, bei Holly’s, wo sie fragten, ob man das nicht weiter machen könnte, bei Teresa, wenn sie über die Pferde sprachen – ganz klar, Pferdemetzgertöchter. Wer einen Hammer hat, fängt an, die Welt nur noch als Nagel zu sehen. Und wie es so ist mit den Traditionen der Vergangenheit: Es mag sein, dass sich viele tatsächlich bemühen, wie ein reicher Metzger zu erscheinen. Aber um Metzger zu sein, sind es zu viele. Banales Abzählen reicht aus. Man kennt leider so viele Parvenüs, man sieht so viele schräge Gestalten, es sind so viele Menschen in Düsseldorf auf der Kö und im Quartier 207 in Berlin, und Sylt, ich habe es mir jetzt endlich auf der Karte angesehen, ist sogar recht gross: So viele Metzger kann es gar nicht geben.

Und dazu kommt ein anderes Problem: Man kommt in Altbayern gar nicht umhin, auch Metzger oder hinter der Theke deren Gattin kennenzulernen. Zum Beispiel meine Semmelknödel: Die besten Knödel der Stadt sind bei einem Metzger in der Käsetheke. Oder mein Olivenciabatta: Der Holzbackofen steht auf einem Hof, wo vor allem Fleisch verarbeitet wird. Man ratscht natürlich, man bekommt Einblicke, die Vermögenssituation ist wahrlich nicht schlecht, aber sie nehmen nicht Studenten die Opernkarten weg, sie ziehen einfach noch ihre Kinder gross, und haben wegen der EU-Verordnungen etwas Angst um ihre Existenz. Denn nicht der Metzger wird heute reich, sondern der Grossbetrieb. Die Metzger sterben aus, denn gerade die reicheren Menschen, die beim Fachmann kaufen, essen weniger Fleisch, und die Ärmeren nehmen im Supermarkt das Hackfleisch für was immer es eben kostet. Da ist aber kein Metzger mehr, nur noch eine Value Chain mit einer schlecht bezahlten Verkäuferin als Schnittstelle zum Kunden. Der Schlachter wird nicht reich, der Wurstmacher wird nicht reich, reich werden nur noch Konzerne, Manager, Anteilsbesitzer, Investoren. Kurz: Den reichen Metzger meiner Grossmutter gibt es nicht mehr.

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Dazu kommt, dass ich im letzten Sommer einen Sohn jenes, mit der Automarke spielenden Fleischproduzenten kennenlernte. Der ist gar nicht so, wie man vielleicht glauben möchte. Der ist Arzt, seriös und freundlich. Wäre da nicht der Familienname, nie im Leben würde man denken, er könnte in alte Schemata des Klassenkampfes passen. Und er erzählt, dass ein anderes, grosses Problem dieses Geschäftsfeldes der Nachwuchs ist. Die Metzger werden nicht nur verdrängt, die Kinder studieren lieber, und gehen normalen Westviertelberufen nach. Die bekannte Altstadtmetzgerei bei uns in der Stadt wurde liquidiert, und ist jetzt eine Renditeimmobilie im Besitz der Erben. Kurz: Es heisst wie so oft Abschied nehmen von alten, traditionellen Gewohnheiten der Ausgrenzung. Jahrhunderte waren sie gut. Heute müssen wir uns bei den Metzgern entschuldigen.

Und nachdenken, was wir späteren Generationen als würdigen Ersatz mitgeben, denn auch in 100 oder 200 Jahre werden die einen die anderen ausgrenzen wollen. Und das muss sitzen, es darf nicht schlechter sein als unsere Kampfmittel. Auch in 200 Jahren wird es Opernhäuser geben und Leute, die bei der Castingshow besser aufgehoben wären, und Feinkostgeschäfte, in die man nicht geht, und Tanzhäuser, die Fussballspieler und Kinderpr0nautorinnen nicht an der Türe aussondern. Meines Erachtens bietet sich für diese Zwecke der Abmahnanwalt an, oder der Finanzdienstleistungsanbieter: Auch die kommen oft aus dem gesellschaftlichen Nichts, vollziehen ihren Aufstieg an allen akzeptablen Strukturen und Brandmauern vorbei mit oft fragwürdigen Geschäften, waten durchaus auch im Blut und haben nie Zeit gehabt, sich richtige Manieren ancoachen zu lassen. Und, schlimm genug: Sie werden auch nicht weniger werden. Bekannten Beispielen dieser Gattungen sieht man an, wie sehr sie ihr Geltungsbewusstsein treibt; sie lassen sich in der Springerpresse oder AD ablichten, und ihre Kinder versuchen sich an Stilkolumnen, oder auch Einrichtungsgeschäften, um sich selbst ganz vorne zu inszenieren.

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Dort, wo sie nichts verloren haben. Man wird sie nicht davon abhalten können, sich ein paar Brocken von anderer Leute Familiengeschichte dazu zu liieren, aber das kennt man auch schon aus dem Feudalismus, dessen gerümpfte Nase man hier als Abwehr übernehme. Man erkennt sie, wenn sie zu viel von den Eltern der Partner erzählen. Und wenn man sich dazu entschliesst, so ein Finanzkonstrukt auch nur als Metzgerei zu betrachten, und ihm nicht mehr Charme als dem Bolzenschussgerät zuspricht – man lasse ab und an die Worte Maddof oder Gr***nreuth fallen – ist alles wieder im Lot, und der Corso der Opernhäuser wird auch weiterhin ein Ort nicht billiger, aber angemessener Freuden sein, wo man das Schlachten ganz unblutig mit Worten vollziehen kann.

Und wir Alte, die uns nicht mehr umgewöhnen können, sollten überlegen, ob diese Leute da nicht wie Geflügelmastbetriebsbesitzer aussehen. Doch, ja, ich denke, das kommt hin.

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  1. In der Tat, Don Alphonso: sehr...
    In der Tat, Don Alphonso: sehr witzig!
    Was machten eigentlich Ihre Vorfahren?
    Viele Grüße
    von Alphonso

  2. Was, himmelhilf, ist AD? ...
    Was, himmelhilf, ist AD? („…in der Springerpresse oder AD ablichten“)

  3. Die Abgrenzungskriterien des...
    Die Abgrenzungskriterien des gehobenen Bürgertums waren – mit Verlaub – schon immer ebenso lächerlich wie fragwürdig. Aus der Perspektive der von ihnen abgelösten Schicht betrachtet, handelte es sich durch die Bank um Parvenüs und Emprokömmlinge, ausnahmlos und ungeachtet der damals noch tatsächlich verpflichtend erworbenen besseren Umgangsformen.
    Und in die Vermögenserwerbsanfänge des gehobenen Bürgertums sollte man auch besser keinen allzu scharfen Blick werfen. Viele Vermögen (gross wie klein) wurden schon immer unter Dehnung des gesellschaftlich legalen oder gerade noch tolerierten erworben, für vollständig illegitim betrachtetes überliess man den Juden, gegen die dann später gut hetzen war.
    Und auch diejenigen, die sich heute im Brustton der moralischen Überlegenheit über die vergangenen wie aktuellen Parvenürituale aufregen und das Vorhandensein von Besitz mit asozialer Moral assoziieren verdrängen in der grossen Mehrheit nur ihren eigenen Character. der ist nämlich – fast jeder Mensch ist auf seine Weise ein Egoist – sehr anpassungsfähig, wenn es um die Währung geht, die uns vorübergehend von zumindest einigen Beschwernissen des täglichen Lebens zu erlösen verspricht – Geld.
    Alle Verachtungsrituale sind im Kern auch nichts anderes als eine Beschwörung gegen die eigene Statusunsicherheit. Die dem alten Adel auch nur deshalb gefehlt hat, weil zumindest seine gesellschaftliche Stellung über viele Jahrhunderte absolut ungefährdet war. Auch wenn jeder heutige Hartz IV Empfänger ein in jeder Hinsicht sichereres Leben führt.
    Der Mensch ist, wie er ist. Und betrachtet sich spätestens in der dritten Generation als „alteingesessen“. Was ihn befähigt, die Schichtneuankömmlinge mit grossem Missbehagen zu betrachten und sich zu nicht verstandenen POpernklängen über deren fehlende Manieren zu mokieren. Character war selten, ist selten und bleibt selten.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  4. oder drückercolonialist. so...
    oder drückercolonialist. so etwas kommt in den schlechtesten famillien vor.

  5. Gebratene Blutwurst ist schon...
    Gebratene Blutwurst ist schon was Feines.

  6. Ja, das alte I-Städter...
    Ja, das alte I-Städter Metzgergeschlecht der Alphonsen ist auch hi. Der letzte schreibt lieber was.

  7. Ich dachte wirklich lange,...
    Ich dachte wirklich lange, „Metzgersgattin“ als Beschreibung einer bestimmten Gesellschaftsschicht wäre nur in unserer näheren Familie gebräuchlich.
    Danke für die historische Erklärung.
    .
    Im Smoking komme ich mir heute in der Staatsoper oft schon merkwürdig vor. Das letzte mal sah ich außer mir nur noch zwei oder drei.
    Tragen Sie dort noch Smoking?

  8. Alphonso, die weiter entfernte...
    Alphonso, die weiter entfernte Verwandtschaft (also weit vor meiner Grossmutter) Steuereintrreiber (Ungelter), eine grosse Bäckerei beim Festungsbau. Immobilien (wir haben alle Vermieterblut) und die reichsten waren Privatier (Privatier und Hausbesitzer, stand auf einem Grabstein). Das will ich auch mal werden.
    .
    Jeeves, das ist die deutsche Version der Architectural Digest, abgekürzt AD, erscheint bei Fronde Nasty (oder so ähnlich).

  9. Nur zur Info, DA
    Ein...

    Nur zur Info, DA
    Ein Rolls-Royce wird „Roller“ (britische Umgangssprache) genannt.
    P.S. Wurstwaren habe ich nicht gern. Man weiss nicht was drinsteckt….

  10. Werter Don,
    wie koennen Sie in...

    Werter Don,
    wie koennen Sie in einem Beitrag, der „Verteidigung der Metzger“ heisst, selbige mit Abmahnabwaelten und Finanzdienstleistungsanbietern in einen Topf werfen? Die Arbeit der Metzger war und ist zwar ein wenig delikat, daher die Abgrenzung, aber doch ohne Zweifel nuetzlich – gerade und besonders auch fuer „Ihre Klasse“. Oder was sagen Ihre Erbtanten, wenn Sie beim Festtagsessen beim lieben Neffen mal wieder nur vegetarisches serviert bekommen?

  11. lieber don, am besten sind...
    lieber don, am besten sind doch die steuerfreiheit und das recht, selbst welche zu erheben.

  12. <p>Eigentlich dachte ich ja,...
    Eigentlich dachte ich ja, das sich über andere Leute mokieren und lustig machen weil man aus einem besseren Viertel ist und nicht die gleiche niedere Arbeit verrichten muss ist Exklusivrecht von BWLern, die zwar in ihrem Leben auch noch nichts geleistet haben ; aber Papa kennt da jemanden…
    Schade, ansonsten sollten Sie nochmal Hamburg besuchen mit einem kundigen Stadtführer.
    Vermutlich haben die Leute auch recht, die wirklich dicken Fische haben ihr Geld in der Schweiz oder England geparkt, oder sind Kunden bei dboffshore. Die gehen doch das Risiko bei Ihrem Auto nicht ein.
    Kann natürlich auch sein, dass in Ländern wie Italien oder Griechenland bisher der Oberschlendrian herrschte und jetzt im Zuge der Geldeintreibung wegen der Finanzkrise auf die harte Tour lernen muss wies geht.
    Vorkurzem erst gelesen:
    http://www.derwesten.de/…/briefbombe-explodiert-in-italienischer-steuerbehoerde-id6149232.html

  13. Da ist wohl am Tegernsee ein...
    Da ist wohl am Tegernsee ein sechzigjähriger fußballbekannter Würstlproduzent dem Don auf den Schlips getreten. Oder über den großen Onkel gerollt.

  14. Zahnärzte, Apotheker, Metzger...
    Zahnärzte, Apotheker, Metzger und die anderen Berufe, die mit Wasser zu tun haben wie Bäcker und Gärtner, stehen nicht mehr für Wohlstand, sondern für Mühe, Plage und Arbeit. Für wenig Freizeit, viel Verantwortung, noch mehr Regulierung und Ärger. Früher sagte man, der Kaufmann reitet auf dem Rücken des Ingenieurs durch die Wüste. Heute setzen sich die Juristen obendrauf und dann noch Qualitätsmanagementler, Soziologen, Politologen, Therapeuten und Sozialpädagogen und Experten. Experten gibt es in Mengen für alles. Und zumindest die Experten in den Parteien, egal ob Wehr- Finanz- Steuer- oder Wirtschaftsexperte benötigen keine Qualifikationen, um den arbeitenden Mitbürgern ärgerliche Vorschriften zu machen.
    Deshalb, verehrter Don, sehen Sie es den Söhnen und Enkeln der Metzger nach, daß ihre Eltern und Großeltern die harte Arbeit gut bezahlt bekamen. Laden Sie alle in Ihr Blog ein, setzen Sie Links zu Ihrem Blog auch in den schnöden Blättern und helfen Sie (weiterhin) Geschmack und Freude am Schönen zu verbreiten.
    Im Übrigen DANKE.

  15. Don,

    haben Sie eigentlich...
    Don,
    haben Sie eigentlich eine Haftpflichtversicherung für den Fall, dass einem beim Lachen Tränen auf die Tastatur tropfen und einen Kurzen verursachen?
    Arme Metzger? Jesus machte aus Wasser Wein, Metzger machen aus Wasser Wurst.
    .

  16. Winterdepression in...
    Winterdepression in Entenhausen ? Man muss die derzeit aufgeführte Komödie nur als solche verstehen lernen. Chirurgen gelten als ausgesprochen intelligent. Aber nicht mehr zweifelsfrei, nachdem die auf dem OP – Tisch liegende, noch unnarkotisierte Grazie den Satz : „Dann werden wir die fette Sau mal schlachten“ (Zitat Prof. Sauerbruch), hörte.

  17. Man kann jedwede Form der...
    Man kann jedwede Form der Erwerbstätigkeit schwerlich als ’sexy‘ bezeichnen, aber darf darüber den Wert körperlicher Arbeit nicht gering achten. Eine weit entfernte Verwandte hat dereinst einen – natürlich bürgerlichen – Vertreter dieser Zunft geehelicht; der alte Knabe hat zeitlebens gerackert wie ein Pferd und sich die Gesundheit beim ständigen Behilflichsein, Schweine, Rinder und andere Paarhufer in eine bessere Welt zu befördern, nachhaltig ruiniert. Dafür ist dann ein gut sortiertes Bankportfolio doch ein neidlos anerkannter bescheidener Ausgleich. Der vieledle Nachwuchs mag dann gerne etwas wampert sein und schiach obendrein, da man in diesem Milieu in der Regel gewisslich nicht die Gene durch Einheirat in unsere Kreise aufbessern kann.
    Viel schlimmer als die gelegentlich Parvenuhaftigkeit des einen oder andern Aufsteigers erscheint mir, in der Tat, Euer Liebden, dieser industrielle Rotz aus den Großbetrieben.

  18. Michael @19:39: ein gelernter...
    Michael @19:39: ein gelernter Metzger macht aus Langeweile am Abendgymnasium das
    Abitur, weiß nun nicht was damit anzufangen sei. Auf den Rat doch Chirurg zu werden, fiel
    er fast in Ohnmacht – ‚doch nicht an lebenden Menschen‘.

  19. Aus Geh immer zum Metzger...
    Aus Geh immer zum Metzger deines Vertauens wurde Der Arzt, dem die Frauen vertrauen daraus wurde Leistung aus Leidenschaft: Deutsche Bank; Weil Sie hohe Zinsen und Sicherheit wollen: Commerzbank.

  20. gütiger himmel, lieber...
    gütiger himmel, lieber Michael, das sau-zitat ist ein super-gau.
    .
    bader ist zum beispiel eine berufsbezeichnung, die heutige ärzte und vor allem chirurgen m.e. gar nicht gerne hören oder gar als despektierlich empfinden. dabei kannten bader sich in wichtigen dingen wie operationen, wundversorgung und schröpfen [sic!] deutlich besser als die damalige ärzteschaft aus, die wahrlich halbe priester waren.
    die frühen ambulatorien beherbergten auch kosmetiker, masseure und friseure – man sah mithin den menschen ganzheitlicher.

  21. liebe E.R. Binvonhier, ein...
    liebe E.R. Binvonhier, ein guter metzger schneidet mit sachverstand und einem scharfen messer sein material, so wie es dies erfordert, und veranstaltet nicht etwa ein spritziges texas chainsaw massacre am antibiotikumverseuchten schweinderl. dann gibt es auch keine knochensplitter.

  22. In memoriam FJS...
    In memoriam FJS

  23. Sis ois nimma a so wias amoi...
    Sis ois nimma a so wias amoi früahna gweng is! Waldi bei Fuß, da schaug hea wos i da mitbracht hob: A Wurschti fürs Hundi!
    Grad hob i no mid oana Schiurrgin telefoniat. Die hot gmoant, sölchane Guatsel hädde sie auch schon von weniga Brominenden ihrs Faches am OP-Tischerl ghört.
    Üwerall wos Bluat fliasst wiad umanandgsaut.
    Zwega dem bi a Fegedariaer worn.

  24. DA: "Und nachdenken, was wir...
    DA: „Und nachdenken, was wir späteren Generationen als würdigen Ersatz mitgeben, denn auch in 100 oder 200 Jahre werden die einen die anderen ausgrenzen wollen. …“
    *
    Ich bin nach den Metzgern und den Ärzten jetzt für Journalisten: Mit der Wulff-Recherche und dem idiotischen Versuch, einen Bundespräsidenten nur deswegen fertigzumachen, weil sich das schreibende Dreckspack nicht an die Kanzlerin herantraut, ist dieser Berufsstand für mich gestorben. Das hat natürlich damit zu tun, dass die Meinungsbildung in das Internet und die Blogs abgewandert ist, und so hat sich dort ein Bodensatz gebildet, dem ich auch nicht im Theater oder in der Oper begegnen möchte. Die nächsten Verachtungskandidaten werden dann wohl die Buchautoren sein, denn die Journalisten sind dann alle arbeitslos….

  25. muscat, gebratene Blutwurst?...
    muscat, gebratene Blutwurst? Reginalausdruck „tote Oma“. Manchmal muss ich zugucken, wie jemand sowas ißt. Falls Sie sich für das Thema erwärmen können, sollten wir die Möglichkeiten mit Blut in der ostasiatischen Küche bedenken. In diesen Schüsseln löffle ich aber um die Nuggets drum herum!

  26. Reichsbahnobersekretär las...
    Reichsbahnobersekretär las ich auf einem Grabstein. Damit kam man allemale mit Volldampf ins Paradies.
    Eine Brotzeit ohne Preßsack war früher denkbar, war aber keine.
    http://www.youtube.com/watch?v=0jw4BQU7ixI

  27. lieber HansMeier555,...
    lieber HansMeier555, hehe.
    .
    sieht sich eventuell jemand aus der runde in der lage, einer passionierten jägerin den unterschied zwischen jäger und metzger plausibel zu erklären, ausser dem vorhandensein eines ladengeschäftes und der fleischtierhaltung auf der einen seite und dem mit folie aus- und ansonsten höhergelegten kombi auf der anderen seite?

  28. donna laura: Dodafür hat die...
    donna laura: Dodafür hat die Bagasch oba in Montpellier gschudiat ghabt!
    Ich bin der Doktor Eisenbart,
    wide wide witt bumm bumm.
    Kurier‘ die Leut‘ nach meiner Art,
    wide wide witt bumm bumm.
    Kann machen, daß die Blinden geh’n,
    wide wide witt juchhairassa,
    und daß die Lahmen wieder seh’n,
    wide wide witt bumm bumm!
    Zu Podsdam trepanierte ich
    den Koch des Großen Friederich,
    Ich schlug ihm mit dem Beil vor’n Kopf,
    gestorben ist der arme Tropf.
    Zu Ulm kuriert‘ ich einen Mann,
    daß ihm das Blut vom Beine rann;
    er wollte gern gekuhpockt sein,
    ich impft’s ihm mit dem Bratspieß ein.
    Der Schulmeister von Itzehoe
    litt dreißig Jahr an Diarrhöe;
    ich gab ihm cremor tart’ri ein,
    er ging zu seinen Vätern ein.
    ect. pp. q.e.d.

  29. Yast, sind oder haben Sie mal...
    Yast, sind oder haben Sie mal in Lokalredaktionen verkehrt? Ich habe neulich zu einem betrunkenen Fußballrowdy gesagt, Sie sind ja so dumm wie ein Lokalredakteur!

  30. 'Historisch betrachtet ist es...
    ‚Historisch betrachtet ist es aber so, dass innerhalb der städtischen Hierarchie vergangener Epochen die Metzger und Fleischer wegen der Abfälle, des Lärms und der Gerüche gemeinhin dort angesiedelt wurden, wo die besseren Leute nicht mit ihnen in Kontakt kamen: An den Flüssen, hinten an den Stadtbächen, nur knapp vor den mit Jauche arbeitenden Gerbern, unten, wo das Regenwasser hinunter lief. Metzgerviertel waren früher nie gute Viertel. Ein reicher Metzger war also zwangsläufig ein nach oben gekommener Slumbewohner, um es einmal derb zu sagen.‘ – die scheinen in bayern wirklich tolle sachen fabriziert zu haben. vor allem, wozu mußten die am wasser sitzen…?

  31. @E.R. Binvonhier
    Solange es...

    @E.R. Binvonhier
    Solange es nur um die Wurst geht.
    .
    In der Tat, auch noch am lebenden Menschen. Das kann man keinem Metzger zumuten. Die Zunft ist in unseren Breiten fast ausgestorben. Wer sich auf den Dörfern auskennt, findet noch den einen oder anderen. Sonst gibt es nur noch Tricatells Küche, eine echte Verarmung. Vielleicht dann ernüchternd, wenn man aus dem „echten“ Seelachs Louis Armbanduhr angelt. Mädels, die kochen können, sind eben doch unersetzlich.

  32. Yast 2000@, das schreibende...
    Yast 2000@, das schreibende Dr…..ck sich nicht an die Kanzlerin herantraut.
    Wie denn auch – sie ist ihre Kreation; der Stolz darauf ist ungebrochen.

  33. Mir fiel auf: wenn man mit dem...
    Mir fiel auf: wenn man mit dem Kurs der Kanzlerin nicht einverstanden ist, tauchen
    großformatige ‚Einsamkeitsbilder‘ in den Leitmedien auf.
    Man will wohl erreichen, dass die BK weiterhin bei Fuß geht. Man lässt sie spüren,
    wem sie ihren Job verdankt.

  34. ot und auch nicht witzig, aber...
    ot und auch nicht witzig, aber jugend forscht in der zeitungslandschaft:
    http://taz.de/Diekmann-an-taz/!85638/

  35. @muscat 13. Januar 2012, 18:12...
    @muscat 13. Januar 2012, 18:12 Gebratene Blutwurst ist schon was Feines.
    in wien etwas adaptiert: blunz-gröstl. hier können sie es essen z.b.
    http://www.gmoakeller.at/gmoa/Gmoakeller_Speisen.html
    Blunzen-Gröstl mit Kren und Krautsalat 5,80 EUR

  36. bmw-gewerbe - bäcker,...
    bmw-gewerbe – bäcker, metzger, wirte

  37. @Don Carlos, ...um die Därme...
    @Don Carlos, …um die Därme zu waschen! Denn der Dreck, der reinkommt, muß ne saubere Hülle haben. Ganz wie bei Finanzoptimierern die Hochglanzprospekte.
    .
    Zumindest aber waren die Beschriebenen die ersten Handwerker, insbesondere die aus der Freßgass und Schweizer Straße, die spanische Immobilien mit Schwarzgeld beazhlten.

  38. @donna laura
    ich weiß die...

    @donna laura
    ich weiß die kritische Begleitung auf dem Weg zur Menschwerdeung ja zu schätzen. Vielleich bessere ich mich wirklich noch. Wenn der alte Don sich nicht mehr umgewöhnen kann, könnte es bei mir noch länger dauern. Bedenken Sie, der Sonntagsbraten aus der Kaufhalle erspart den Gang zum Apotheker. Vergessen Sie nicht den Beipackzettel des Hähnchfilets zu lesen. Passionierte Jäger. Was zeichnet einen Jäger aus ? Der ballert nicht auf alles, was ihm vor die Flinte kommt. Ganz im Gegensatz zu den Süßholzrasplern, die fließend Jägerlatein sprechen.

  39. E.R. Binvonhier: "Yast 2000@,...
    E.R. Binvonhier: „Yast 2000@, … wie denn auch – sie ist ihre Kreation; der Stolz darauf ist ungebrochen.“
    *
    Es ist eben kein Versagen der Politik in Deutschland, sondern der Niedergang des kritischen Journalismus. Und der begann mit einem Mentekel, Rudolf Augsteins Übergabe des SPIEGEL an Stefan Aust.; davon hat sich weder die ‚Sturmspitze der Demokratie‘, noch die Presse in Deutschland irgendwie erholt. Deswegen haben wir heute den leicht verblödeten ‚Homo oeconomicus‘ und echten Pöbel von Leuten, die ‚was mit Medien machen‘ wollen. Stumpfsinn, Stumpfsinn, immer wieder Stumpfsinn… :-)

  40. Von Liebe und Wohlstand ist...
    Von Liebe und Wohlstand ist der Streit beseelt,
    nackte Gier lässt auf dem Charakter Schlieren.
    Der Kapitalismus hat genau dann sein Ziel verfehlt,
    wenn auch Idioten miteinander konkurrieren.

  41. auch-einer. man kann es sich...
    auch-einer. man kann es sich nicht immer aussuchen, und so viel talent für Anderes habe ich leider auch nicht.

  42. Michael@ Ja, auf den Dörfern...
    Michael@ Ja, auf den Dörfern findet man noch Metzger, die Kühe auf der Weide beobachten und die eine oder andere mit Interesse und Zuneigung ‚begleiten‘.

  43. Hihi....
    Hihi.

  44. Den Uli Hoeneß hat noch...
    Den Uli Hoeneß hat noch niemand zum Bundespräsidenten vorgeschlagen?
    Dabei hab ich vor dem sogar Respekt. Im Ernst.

  45. @E.R. Binvonhier
    nee, das ist...

    @E.R. Binvonhier
    nee, das ist nun wirklich zu krass. Man kann das alles innerlich feixend beobachten, mehr steckt nicht dahinter. Immerhin bemühe ich mich wenigstens „Mensch“ zu werden. Eine gewisse Anerkennung im Falle von Fortschritten wäre ja nicht so schlecht.

  46. fehlt evtl. ein punkt? der...
    fehlt evtl. ein punkt? der metzger hat auch noch die rezeptur in der hand. und im kopf (*g*). „ein pfund salz gibt auch ein pfund wurst“ hat man wie bekannt früher dazu gesagt. salz als rezepturverbilliger eben. so wie wasser und vieles andere was rein kann. aber nicht muss, evtl. auch nicht gehört.
    .
    und die döner-qualitätsstufen machen es noch heute so. um schneller alt-reich zu werden, so nach drei generationen. oder hier “ projekt open rote soße“ http://www.stupidedia.org/stupi/Rote_So%C3%9Fe
    .
    gut, dass er also nochmals auf cortina hinwies:
    .
    „Das Ergebnis der Blitzaktion erstaunte selbst hartgesottene Ermittler: 42 von 251 Besitzern von Ferraris, Porsches oder Bentleys gaben an, dass sie im Jahr nur 30.000 Euro und weniger verdienten. Mehr als 50 der Luxuskarossen waren außerdem auf Firmen angemeldet, die 2009 und 2010 angeblich Verluste gemacht oder nur mäßige Einnahmen dem Fiskus vorgelegt hatten.
    .
    Die Fahndungsaktion zeigte auch in Restaurants und Geschäften Wirkung. Wie die „Corriere della Sera“ berichtete, sollen sich die ordnungsgemäßen Rechnungen in den Lokalen um bis zu 300 Prozent erhöht haben. In vielen Edel-Boutiquen stieg die Zahl der korrekt ausgestellten Rechnungen gar um 400 Prozent an.
    .
    Die Razzia im Dolomitenressort Cortina ist nur der Auftakt einer groß angelegten Fahndung nach „Armen in Luxusautos“ und „Fantasie-Abrechnungen“, wie italienische Medien spotteten. Mit einem „redittometro“, einer Art Messgerät für das Einkommen, will Regierungschef Monti, die Italiener zwingen, Steuern ordnungsgemäß abzuführen. Helfen soll dabei Serpico – ein Super-Computerprogramm, das Bankkonten und Steuererklärungen vergleicht, Besitzer von Yachten, Luxuswohnungen oder teuren Sportwagen ausfindig macht und deren Einkommenserklärung prüft.“
    http://www.welt.de/wirtschaft/article13811287/Tausende-reiche-Italiener-rechnen-sich-arm.html
    .
    man sollte unseren steuerbehörden mehr rücksicht nahelegen: erst auch mal so lange lax machen, bis die italienische steuerfahndung uns überholt hat. der ehrliche ist immer der dumme.
    .
    und „redittometro“ ist doch eine tolle erfindung, oder nicht?
    .
    „oder auch Einrichtungsgeschäften“ – das letzte, er hat recht. einfach nur lesen können oder bücher schreiben reicht doch schon. und ganz evtl. noch die kuponschere handhaben. hin- u. wieder eben. wenn es gar nicht mehr anders geht. wobei wir „privatier“ als grabinschrift schon immer als aufsteiger-angebermäßig verworfen hatten, wie viele andere auch. bei vielen reicht auch ganz einfach der name. http://www.picture-newsletter.com/thomas-mann/thomas-mann-grab-35er.jpg (1)
    .
    und diese rolls, die er da zeigt, vor alles eines sind: „ölsardinen“. ganz dicht waren die noch nie. but nobodys perfect.
    .
    und die farbe der pelle auch noch hat der metzger in der hand.
    .
    und wir wussten bislang auch gar nicht, dass lamartine eine eigenes schiff hatte. „Enttäuscht unternahm er 1832/33 auf eigenem Schiff mit Familie, Domestiken und Freunden eine ihn sehr prägende Orient-Reise“ http://de.wikipedia.org/wiki/Alphonse_de_Lamartine
    .
    (1) http://img.fotocommunity.com/photos/12777391.jpg
    .
    und das antizyklische forum weiß auch bescheid: http://www.google.de/imgres?imgurl=http://images.amazon.com/images/P/B00304SJOW.01.PT01.LXXXXXXX.jpg&imgrefurl=http://www.antizyklischinvestieren.de/board/thread.php%3Fpostid%3D83097&usg=__zOtAM1TCd42adgLykXHTCX3N0Ag=&h=392&w=500&sz=37&hl=de&start=425&zoom=1&tbnid=_keewUWQBzojLM:&tbnh=160&tbnw=220&ei=a6sQT-TbEcrKswbl9LEs&prev=/search%3Fq%3Dprivatier%2Bpic%26start%3D233%26hl%3Dde%26sa%3DX%26rlz%3D1T4GZAZ_deDE412DE412%26biw%3D1280%26bih%3D890%26output%3Dimages_json%26tbm%3Disch&chk=sbg&itbs=1&iact=hc&vpx=584&vpy=300&dur=82&hovh=199&hovw=254&tx=131&ty=114&sig=116388303357608309757&page=21&ndsp=20&ved=1t:429,r:7,s:425

  47. Über die Wurst:
    Meister,...

    Über die Wurst:
    Meister, Meister,
    wenn rauskommt was da rein kommt,
    kommen wir rein und nie mehr raus!
    Wohl bekomms!

  48. @Muscat: Hach,...
    @Muscat: Hach, Blutwurschtgeröschteltes kann ganz wunderbar sein. Ich habe mal eine Zeit lang fleischabstinent gelebt. Ganz bewusst mal verzichtet. Dann habe ich einen Freund in der Schweiz besucht und wir sonst oberhalb des Ortes in einem Berggasthof eingekehrt, der für sein Käsefondue bekannt war. Just an diesem Wochenende allerdings hatten sie ihre eigenen Schweine geschlachtet und es gab Mezgertes, Blut- und Leberwurst. Wir sind strikt beim Fondue geblieben, doch der Duft dieser frischen Würste war so betörend, dass wir am nächsten Abend wieder hin sind und ich praktisch mein Fasten gebrochen hab.

  49. Werter Don, was sind...
    Werter Don, was sind „Kinderpr0nautorinnen“, die an der Türe zusammen mit Fussballspielern aussortiert werden ? Es ward doch nicht an „Kinderpornoautorinnen“ gedacht – obwohl, das würde eine literarische Marktlücke füllen.

  50. Moderne Metzger laufen nicht...
    Moderne Metzger laufen nicht wie in „No country for old men“ mit Bolzenschußgerät rum, sie haben es auf menschliches Fleisch abgesehen: Schniedel gucken, Schniedel gucken, Schniedel gucken:
    http://www.argella.de/video/suche/tag/Maschmeyer.html

  51. bei den westvierteln und der...
    bei den westvierteln und der wurst geht es eigentlich um dasselbe: die dosis-wirkungsbeziehung. also wieviel westviertel braucht die wurst (oder wieviel würze verträgt der westen).
    .
    oder aus dem elterlichen betrieb in die die kokain gmbh & co kg. http://www.youtube.com/watch?v=s6pLvDNyxfg („weißt du eigentlich, was für sorgen wir uns gemacht haben, deine mutter und ich?“)

  52. Ich weiss nicht, wie die...
    Ich weiss nicht, wie die Wortblocker im Netz anspringen, daher prNulln, as geht genauso

  53. Irgendwo hat der Don mal...
    Irgendwo hat der Don mal erzählt, ein Vorfahr von ihm sei Viehhändler gewesen.

  54. Es gab auch Senf,...
    Es gab auch Senf, beispielsweise.

  55. Ich bin eher mit dem...
    Ich bin eher mit dem Bauunternehmer als unangenehmen Parvenü aufgewachsen und siehe da, vorgestern begegnete ich wieder einem solchem, bevor ich noch mein Befremden über sein metallic-dunkelmint gefärbtes Mercedes Cabrio abgeschüttelt hatte, erzählte er schon von Charity und langjähriger Organisation von Fussball-Promi-Turnieren. Seine, kurz erwähnte, Konkurrenz – ein junger ästhetisch gebildeter Gartenarchitekt – vereinnamte er gleich mit den altväterlichen Worten: „Ein netter junger Mann, ich weiß das, ich spiele mit seinem Vater Golf.“ Als er dann noch fragte, ob die etwas größere Spender- (er sagte natürlich Sponsor)Tafel in der hiesigen Oper meiner Familie zugerechnet werden kann, war meine Geduld auf das Ärgste strapaziert – meinem Großvater war die Sache sein Leben lang äußerst peinlich, allein die Existenz solcher Tafeln verabscheute er. Bei der Besprechung des Bauvorhabens, neues Gartenhaus, weitere Terrasse, Renovierung der Gartenmauer zeigte sich dann, dass er sein Pulver wohl schon verschossen hatte, er war nicht ganz bei der Sache, nur ab und zu zeigten sich Gier und die Überzeugung der eigenen Gerissenheit. Erst als die Hausherrin ihn fies auf Polo auf Sylt ansprach, murmelte er etwas von VIP-Zelt. Oh, je, verkenne mir die Meister nicht, auch nicht die Metzger. Die guten sind rar.

  56. Die "Metzger" von morgen sind...
    Die „Metzger“ von morgen sind die Abmahnanwälte und Finanzoptimierer? Das sehe ich (wie TIM) nicht so. Man sehe: Metzger, und auch Gerber, stellten, bei allem Dreck und Gestank, begehrte Waren wie Wurst und Leder her.
    Was stellt ein Abmahnanwalt oder Finanzoptimier her?
    Hinter der Werkstatt des Gerbers am Bach, schon vor der Stadtmauer war ja noch ein Handwerk gelegen, das kaum produzierte, sondern Kadaver beseitigte. Der Abdecker. Der stand in der Hierarchie ungefähr bei Totengräber und Henker.
    Auf dieser Stufe sollten die Finanzoptimierer einmal enden. Und das ganze wird auch nicht 200, nicht 100, ja nicht mal 50 Jahre dauern.
    Es gibt ja regelmäßig die schönen Rankings zum Prestige ausgewählter Berufe.
    Müllmann hat es schon auf Platz 8 geschafft. Anwalt ist auf 17 runter, Manager auf 25, Politiker 27. Letzter von 30 ist der Versicherungsvertreter (das ist eine alte Berufsbezeichung für Finanzoptimierer).
    http://www.rp-online.de/wirtschaft/beruf/die-angesehensten-berufe-2011-1.2521635#
    Kleinere Berufsgruppen wie Abmahnanwälte (oder Bundespräsidenten) wurden hier nicht abgefragt, sie lägen aber sicher weit hinten.
    Allensbach hat eine neue kürzere Liste, Tabellenletzter ist dort der Fernsehmoderator
    http://www.ifd-allensbach.de/pdf/prd_1102.pdf
    Leider hat kein Meinungsforscher mehr den Metzger auf der Liste, auch Bestattungsunternehmer oder Friseur wird nicht abgefragt. Wir werden also nicht erfahren, ob diese Berufe, ähnlich wie der Müllmann, schon die Banker, Manager und Politiker überholt haben.

  57. @sterngucker, der Kurze sitzt...
    @sterngucker, der Kurze sitzt viel tiefer und ist nicht versicherbar.

  58. Quid pro quo, Don Alphonso. So...
    Quid pro quo, Don Alphonso. So setze ich auf Ihr implizites Enzensberger-Zitat eines von H.C. Artmann: „Wer unter den menschenfressern erzogen, dem schmeckt keine zuspeis, es sei denn, sie hat hand oder fuß.“ Die Verteidigung der Metzger hat beides und ich hab mich derohalben köstlich amüsiert. Dank dafür.
    „Wälsungenblut“ also? Nunja, die Zeiten haben sich wohl zwischen 1912 und 2012 in manchen Dingen wenig geändert. Wir armen Beckeraths dieser Welt stehen immer noch vor dem Dilemma, entweder den verachteten Ignoranten oder den belächelten Parvenü zu geben. Sei’s drum. Ich find es nur von den Stützen der Gesellschaft etwas langweilig, daß es in hundert Jahren keinen Fortschritt in der ästhetischen Abgrenzung gibt. Mein Gott, Puccini? Für den würde ich nicht mal einen ausgeleierten Rollkragenpullover anziehen. Man sollte doch statt italienischer Schlagerkomponisten, die sogar von Spekulantengattinnen goutiert werden etwas avancierteres wählen. Wie wäre es mit Luciano Berio? Achja ich vergaß, dergleichen mögen Sie nicht. Nun, ich spiele derzeit Antonio de Cabezón. Wie wär es damit?
    Im übrigen stimme ich Ihnen zu, daß man ehrsame Handwerker heutzutage nicht mehr verunglimpfen sollte, dazu sind sie zu kostbar geworden. Der von mir am meisten verachtete Stand sind die „Unternehmensberater“. Man schaue sich nur deren Statussymbole an: eine Uhr, ein Telefon, ein Auto und eine tätowierte Blondine. Ich habe keine Skrupel, dergleichen zu verachten und gerate nicht in den Verdacht, doch nur neidisch zu sein. Immerhin können die Wulffe zu ihrer Verteidigung vorbringen, daß sie es auf der Schule für Geschäftsadministrierung nicht anders gelernt haben.

  59. Nun, jeder hat über andere...
    Nun, jeder hat über andere Berufe zu jammern, die für nichts den Reibach machen während man selber… Sie kennen doch gewiss alle den Witz mit dem Fesselballon?
    Aber den Metzger selber (eigentlich auch den Käsemenschen, aber den gibt es ja noch weniger): Meine Eltern wollten beide wissen wie es käme, dass Fleisch hier meistens gelänge? Nun, ih frage beim Einkaufen nach, wie es denn nun im Ofen oder wo auch immer versorgt werden sollte und der Patron oder sein Premier (i.E. der Meister oder der Altgeselle) wissen so etwas aus dem effeff. Wo meine Eltern wohnen gibt es FachverkäuferInnen, die sind sich da nicht so sicher.

  60. es gibt allgemein recht viele...
    es gibt allgemein recht viele gestalten, die in ein leben hineingerutscht sind, das eigentlich unpassend ist.
    in frankfurt z.b. laufen gaaaanz viele gestalten herum, die diese ohrenmuetzen tragen. also, muetzen, die so einen lappen ueber die ohren haben, damit die ohren warm bleiben. abgerundet wird das bild dann mit einer hellblauen northface jacke und allsonem kram…..und man weiss genau: irgendwo aus dem nichts in die finanzdienstleistung gekommen. nun mitten in einer grossen stadt schamlos mit ohrenmuetze herumlaufen. freiwillig bettnaesser? also, einer muetze, fuer die sie vor 20 jahren noch von rappenden migranten und deutschen moechtegern migranten lachend die fresse voll bekommen haetten. doch auch eine stadt kapituliert vor solch einer antigeschmackslawine.
    heute laufen die ohrenmuetzen, northfacejacken und fahrradhelme mit laendlichem ursprung in solch einer masse durch die stadt, dass ein abenteuerlustiger jugendlicher gar nicht mehr wuesste, wo er mit dem
    lachen und verkloppen anfangen sollte….

  61. nico, mehr abwasser als ein...
    nico, mehr abwasser als ein mehrpersonenhaushalt produziert die reinigung der tierdärme in einer dorffleischerei eigentlich auch nicht. die haben da ja nicht hunderte tiere verwurstet. zumal die meisten schon fertige tierhälften und därme verarbeitet haben dürften. der erste gedanke war, daß die mit dem flußwasser vielleicht die gammelfleischreaktoren gekühlt haben. heutzutage würde man dafür wohl eher einen umweltfreundlicheren geschlossenen kühlkreislauf nutzen und mit der anfallenden abwärme das haus heizen.

  62. Summary:
    Im Rahmen der...

    Summary:
    Im Rahmen der Europäischen Gesamtaktion „Humanisierung der Arbeitswelt“ wird nunmehr rückwirkend ab 01.01.2012 sämtliches Schlachtvieh (Groß-u. Kleinvieh) artgerecht gehalten und im Bedarfsfalle letalgestreichelt. Die Lebenssäfte werden in einem besonderen molekulargenetischen Verfahren abgesaugt und sofort pulverisiert.
    Die Patentrechte des Verfahrens wurden in langen vorbereitenden Konferenzen auf allen Ebenen zwischen den zuständigen Gremien der EU und den USA abgestimmt und vereinheitlicht. Daraus resultierend entwickelte die Spezialindustrie besondere Roboter, die die Filetierung und sonstigen nowendigen Verarbeitungen in menschenleeren Hallen computerisiert vornehmen. Ebenso ist die Entsorgung aller sonstigen Abfälle und Bestandteile der Objekte gesichert. Sie werden alle in den geordneten, ökologisch einwandfreien, die Ressourcen schonenden, Wirtschaftskreislauf eingefügt.
    Der daraus generierte Impuls für sämtliche Wirtschaftsbranchen in der EU zeichnet sich als immenser Wachstumsfaktor in allen Wertschöpfungsketten ab.
    Ein weiterer Meilenstein auf dem Wege zur Erhaltung tradierter abendländischer Werte und Gesittung ist damit erreicht worden, wie ein Sprecher der philoso……

  63. Danach: Die (feierliche)...
    Danach: Die (feierliche) Vereidigung der Metzger.

  64. Besitzer der Villa Lupo:...
    Besitzer der Villa Lupo: „Schaatz beeil Dich, heute komt hoher Besuch. Ein netter Freund von uns mit Anhang!“

    L’uomo è lupo dell’uomo.

    Sex sells: Schniedel wem Schniedel, Titti wemTitti. Gegen Provisionsgebühr versteht sich.

  65. @bertholdIV (13. Januar 2012,...
    @bertholdIV (13. Januar 2012, 21:41)
    Diekmann und TAZ hätte mich schon interessiert, aber stattdessen ist der Link abgeschlachtet:
    Error 404 No such file
    No such file
    Guru Meditation:
    XID: 1525201590
    Varnish cache server

  66. @lutz
    passend (?) zur...

    @lutz
    passend (?) zur politischen einstellung hat allensbach bei den pfarrern wieder nicht nach der kirchenzugehörigkeit getrennt, wie wenn pfarrer in den beiden großen religionsgemeinschaften der brd das gleiche wäre.
    interessant wäre in diesem zusammenhang zu wissen, warum die faz dieses institut immer noch als preferred partner hat. werbung für die schwarzen parteien kann man doch als redaktion auch subtiler machen…

  67. Die Sprache ist verräterisch:...
    Die Sprache ist verräterisch:
    Schlachtvieh, Schlachtküche, Schlachterladen, Schlachtermesser, Schlachtfeld, Schlachten schlagen, Schlächterei, Schlachtenbummler (19. Jhdt. bis Anfänge 20. Jhdt. neutraler Beobachter, i.d.Regel im Offiziersrang eines Obersten), Schlachtentote, Schlachtflugzeug z. B. Stuka, Schlachterinnungsverbandskassenbestandswahrer.

    Die Massengräber der historischen Schlachtfelder wurden später von Salpetersiedern genutzt und können daher kaum mehr von der Archäologie untersucht werden.

  68. Wer Spaß und Freude an der...
    Wer Spaß und Freude an der Literatur des 20. Jhdts hat, sollte Alfred Döblin: „Berlin Alexanderplatz“ sich vornehmen. Die Schlachthofszenen darin sind vom Feinsten des Genres.

  69. Der Tiger: Ja merkwürdig,...
    Der Tiger: Ja merkwürdig, hatte es auch versucht, mit gleichem Resultat.

  70. Wer einfach so Ohrenkappen-,...
    Wer einfach so Ohrenkappen-, Fahrradhelm-, Northfacejackenträger verprügelt ist zumindest unkultiviert. Zumal diese Träger das Stadtbild verschönern helfen. Würde ich mal so stehen lassen, ne. Wir sollten das Thema hier im Blog mal näher hinterfragen, ne.

    Die politische Einstellung von Pfarrern beider Konfessionen zielt in erster Linie auf die Altersversorgung, wozu noch differenzieren? Ist doch alles klar und rein menschlich verständlich. Oder?

  71. @bertholdIV 13.33
    Wo bitte...

    @bertholdIV 13.33
    Wo bitte gibt es denn in Deutschland noch schwarze Parteien?
    Angies C-Partei ist doch nun wirklich alles andere als schwarz!

  72. Lieber Savall (und andere, die...
    Lieber Savall (und andere, die den Metzger verteidigen),
    Vorsicht vor der Romantisierung des „ehrsamen Handwerkers“. :-)
    In den Gilden des Handwerks gab und gibt es auch immer wieder Abzocker und Schlamper.
    Ich weiß nicht, ob Sie Akademiker sind oder nicht – mir scheint halt, dass besonders rein vergeistigte Akademiker dazu neigen, die bodenständigen Berufe zu arg zu verromantisieren. 6 Wochen als Student mal in einem AUDI-Werk geschuftet zu haben, reicht nicht, um die romantische Brille abzusetzen.
    .
    Ich kenn‘ beide Welten, den geistigen Arbeiter und den Handarbeiter, und muss sagen, nirgendwo, auf keiner Seite, ist die Tugendsamkeit besonders schwergewichtig verbreitet. Krämerseelen, Idioten und Schlawiner auf allen beiden Seiten.
    .
    Den Finanzakrobaten dem Handwerker gegenüberzustellen funktioniert auch nicht besonders, wenn man weiß, was für kreative Finanzakrobaten dem Finanzamt gegenüber manche Handwerker sind. Ois di selben.

  73. Danke für den Text. Und die...
    Danke für den Text. Und die zugrundeliegende Beobachtung. Und für den Satz von der Fleischereifachverkäuferin, die im Supermarkt nur noch als Schnittstelle zum Kunden dient.
    Was ich mich nur frage: taugt das Etikett und Abgrenzungskriterium des Abmahnanwalts nicht auch schon heute? Wenn wir doch schon wissen, daß es so viele Metzger gar nicht mehr gibt und geben kann, dann wissen wir doch auch, daß es die nicht sein können, von denen wir uns im Theaterfoyer oder wo auch immer distanzieren wollen. Es müssen die Anwälte und ihre Gefolgschaft sein, auch heute schon.

  74. @Don Carlos,...
    @Don Carlos, „Gammelfleichreaktoren“ gefällt mir! Na ja, die waren ja auch später…
    .
    In der Tat, schaut man in die heutigen Geflügelmastbetriebe – ich hatte das zweifelhafte Vergnügen ab und an -, so denkt man eher an einen Schnellen Brüter. Sind ja auch binnen 4Wochen schlachtreif, vollgepumpt mit vielerlei Pharmazeutika, um dann den Weg durch schlaues Marketing über Premiun-Qualität in die ein oder andere Elite-Küche zu finden. Hier schließt sich dann der Kreis.
    By the way: Photovoltaik- und Biogasanlagen haben die schon zur Gewinnmaximierung (Verkauf und Eigennutzung des Stroms) und Imageaufbesserung: Wir brüten klimaneutral. Die Discounter haben das auch erkannt und distribuiren klimafreundlich. Nur der dumme Verbraucher mäkelt da noch dran rum, obwohl ihm soviel Gutes widerfährt.

  75. liebe Vroni, da kann man ihnen...
    liebe Vroni, da kann man ihnen nur zustimmen: exzellenz und schlendrian ist normalverteilt, überall.
    leider tragen nicht so wenige, die nicht viel können, ihre angebliche exzellenz wie eine vielfach beweinte monstranz vor sich her, und wehe man hegt nur einen hauch von zweifel an der fähigkeit des halbgottes (der schrauebn unjd nägel, der präsentationen etc.). die sind wahnsinnig empfindlich, denn sie wissen, wieso.
    .
    lieber Marc, sicherlich keine falsche sichtweise. erinnern sie sich noch an die mengenlehre? sdg und anwaltsberuf schliessen sich keinesfalls aus.
    zuweilen ist es äusserst bequem, einen solchen im hause zu haben – die axt im hause erspart den zimmermann, dies gilt auch für unser haus -,
    andererseits sind sie wie makler im rechtswesen und verursachen aus archaischer sicht unverständlich erscheinende reibungskosten und sie konfrontieren mit den unbehaglichen seiten des lebens, ganz wie die vorgenannten abdecker (oh, dass ciccio dies nicht lesen möge!).

  76. Dem Inschenör ist nichts zu...
    Dem Inschenör ist nichts zu schwör, Vroni. Im übrigen glaube ich, daß auch ein panschender Metzger romantischer ist als ein Börsenzocker oder ein Unternehmensberater. Als Projektionsfläche des schlechthinnigen Bösen sind letztere auf jeden Fall deutlich besser geeignet.

  77. Bitt nicht, Savall, bitte kein...
    Bitt nicht, Savall, bitte kein panschender Metzger! Das evoziert Bilder von unvergleichlicher Albdruckschaft.

  78. Liebe Donna Laura,
    die...

    Liebe Donna Laura,
    die fachliche Exzellenz ist nochmals eine ehrenwerte Qualitätsstufe. :-)
    .
    So weit wagte ich es gar nicht, mit meinem „Vortrag“ vorzudringen.
    (Weil ich weiß, dass das nicht mehr mark twain ist (= mind. 2 Faden tief und damit genug Wasser unter dem Bug), sondern dass da Untiefen lauern?)
    .
    Fachliche Exzellenz hat für mich erstmal auch gar nichts mit Tugend, Ehrlichkeit und Ehrsamkeit zu tun. Zu wissen, wieviel Eiswasser (= wie wenig echten Inhalt) die Woscht verträgt, ohne geschmacklich und von der Konsistenz her bös zusammenzufallen, ist auch eine Art bösartige Exzellenz, die man erst mal draufhaben muss. Das ist echtes Können. (Wer ko der ko.)
    .
    Wer dennoch asl Konsument das Woscht essen nicht lassen kann und gute Zutaten liebt, die dann auch wirklich drin sind, der sollte einen Wurstkurs machen. Da wird Speck geschnitten, gecuttet, sich mit Blut eingesudelt, wers mog.
    (Ich bin damit aufgewachsen, die Entstehung der Wurst ganz nah am Hausmetzger mitzuerleben, vom Schlachten, das Blut rühren zu müssen, bis zum Kochen im Wurstkessel. Welcher, wenn grad nicht Hausschlachtung war und man das Schwein rund ums Haus jagen musste, weil es klugerweise ausbüxte …, als Kochkessel für Kochwäsche genommen wurde … ha …)

  79. Naja Savall,
    "die...

    Naja Savall,
    „die Projektionsfläche des Bösen“ … :-)
    mit diesem klugen Einwand machten wir ein wahres Höllen-Fass auf… die innere Hölle.
    .
    Der wahre Menschenfreund weiß, dass das Böse immer in uns selbst drin ist. Und wir es nur externalisieren (in Gestalt des Teufels oder wahlweise des pösen Finanzmanagers …) , weil wir Aktienanleger* es sonst mit uns selber nicht aushalten würden.
    .
    [* War sehr überrascht, als ich erfuhr, dass sogar in meiner biederen Familie und grade bei denen, bei denen ich es gar nicht vermutete, nicht mehr das Sparbuch „in“ war, sondern der Fonds. Bös g’lacht habe ich allerdings, dass mindestens zwei aus meiner ehrbaren Sippe sich mit geschlossenen Immobilienfonts schwer verhoben, auf neudeutsch reingelust haben. So dämlich war nicht einmal ich. Ich weiß, ich bin böse …]

  80. Lieber Christoph Raffelt, ist...
    Lieber Christoph Raffelt, ist ja klar, dass ich dann diese Frage noch stellen muss:
    Was gab´s denn damals zu trinken zur Blutwurst? Ich persönlich finde Krusovice oder andere malzige Biere ganz passend.

  81. Denn sie wissen was sie tun....
    Denn sie wissen was sie tun. Quid pro quo. Do ut des. Die Schlachtplatte ist serviert.
    So lassen Sie sich doch nicht bitten. Geben Sie sich ganz locker & ungeniert. Wir sind doch schließlich unter uns.

    Das Schwarz ist verwaschen worden, zu so einer Art beliebigem Grau mutiert. Umstandslos ohne Kontur. Man sieht sich. In der großen Koalition. Wartet nur noch ein Weilchen, dann kommt der Gabriel mit dem Keilchen.

  82. Pferdefleisch. Interessant,...
    Pferdefleisch. Interessant, dass Pferdefleisch in der Schweiz und auch in Deutschland und Frankreich gegessen wird, doch nicht in GB. Weiss jemand warum? Wer hier isst Pferdefleisch?

  83. @Meschuggener – wenn es um...
    @Meschuggener – wenn es um Altersversorgung geht, besteht da doch ein wesentlicher Unterschied. Die katholischen Priester in meinem Umfeld werden anscheint zum arbeiten angehalten, bis sie kaum noch stehen können, weil es so wenig echte gibt. Die protestantischen dagegen genießen einen geregelten Ruhestand nach deutschem Beamtenrecht.
    .
    @Don Fernando – …dem kann ich nur zustimmen – wenn sogar der Lagerfeld Mutti als Rotkäppchen zeichnet, kann sie kaum noch Schwarz sein.

  84. @Vroni, Ich dachte immer, das...
    @Vroni, Ich dachte immer, das Eis kommt in die Wurst, damit das Eiweiß nicht gerinnt wegen der auftretenden Hitze beim Cutten. Allein zum Strecken dienen doch der ein oder andere Putzlappen, Schwarten etc., sind nur die Messer scharf genug.
    Der Metzger unseres Dorfes und Vertrauens fuhr in den Sechzigern schon S-Klasse.
    Ich esse deshalb vorwiegend serrano pata negra. Da will man auch der Sau und dem Metzger vorgestellt werden. http://www.youtube.com/watch?v=_Jl6vYWj4CM&feature=related

  85. Blutwurscht
    - die Axt im Haus...

    Blutwurscht
    – die Axt im Haus
    – und die Geschichte von Graf Öderland….
    http://de.wikipedia.org/wiki/Graf_%C3%96derland
    Max Frisch! – ab heute in der Akademie der Künste – in der Nähe von Bellevue :-)

  86. von fefes blog....
    Hat nix mit...

    von fefes blog….
    Hat nix mit Wurscht zu tun
    – aber mit Herzblut!
    Abgeordnetenhaus – Piratenpartei
    Christopher Lauer zur Regierungserklärung 12.1.2012
    http://www.youtube.com/watch?v=6U82ig37TaE

  87. Was bitte ist denn "serrano...
    Was bitte ist denn „serrano pata negra“? Oder essen Sie einfach beides gern, den Serrano und den Pata Negra?

  88. Lieber nico,
    organischer...

    Lieber nico,
    organischer Chemiker muss man halt sein, dann klappt’s mit der Streckung:
    „Auf der anderen Seite lässt sich durch Zusatz von Salzen der isoelektrische Punkt soweit verschieben, so dass Eiweiß weniger dazu neigt, Wasser zu desintegrieren. Eine gute Quellung kann damit erreicht werden.“
    .
    Quelle der Quellung: http://www.astro-verl.com/de/wurst-abc/247-Wasserbindevermoegen
    Keyword: Wasserbindevermögen
    .
    PS: Persönlich beschäftige ich mich lieber mit Torten.
    .
    Da ist ähnlich halbindustriell Panscherpotenzial gefragt, wenn man billig produzieren, aber teuer verkaufen will. Der Marx’sche Mehrwert halt.
    Nicht dass ich es täte, aber wissen muss man drum. Daher kauf ich keine Torten beim Konditor. Meist doch eh Massenware mit Fertigcrememischungen von Ireks /Arkady (über den BäKo Großhandel, wohl bekomms).
    .
    Um die Kurve zu Hedgefonts und ähnlichene Großübeltätern zu kriegen, die angeblich noch weniger gesellschaftsfähig sind als der biedere Metzger: Das Wissen um die betrügerischen Nicht-Ingredienzen der Geldzauberer ist in anlegewütigen opernfreudlichen bürgerlichen Kreisen ähnlich mangelhaft. Nur ist es gerade eben Mode, diese zuerst zu verunglimpfen. Nicht, dass sie es nicht verdient hätten.
    .
    Mein Glück der Dummen war damals nur, bei einer halbwegs ehrlichen Haut zu landen, einer Commerzbank-Chefin. Welche mir glaubhaft nahelegte, im Jahr 2000 das kleine Erbe meines Vaters nicht mehr wirklich in Aktien zu investieren. Ich bin dieser Lady bis heute dankbar, das Geld nahm ich für den Grundstock zu einer bescheidenen Eigentumswohnung. Ob das klug war, ist zwar bis heute noch offen. Denn abbezahlt ist sie noch lange nicht. Zumindest habe ich nicht auf einen Schlag 2001 alles Geld verloren. Auch ich war also einer der Blöd-Bösen, der schnell zu Geld kommen wollte, aber ich war wenigstens nicht beratungsresistent. Bis heute kommen mir seitdem keine Kröten zwecks einseitiger Krötenwanderung in die Hände solcher Menschen und nur das Essen, das ich selbst aus Basiszutaten zubereite ist für mich halbwegs o. k. ]

  89. Betr.: bertholdIV, 13. Januar...
    Betr.: bertholdIV, 13. Januar 2012, 21:41
    .
    Hier der korrekte Link, am besten kopieren und dann aufrufen:
    .
    „http://taz.de/Diekmann-an-taz/!85638/“
    .
    Aus seiner Antwort zitiert die Welt:
    .
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13814386/Wulff-stiftet-Brieffreundschaft-von-Taz-und-Bild.html

  90. @muscat, nur den Schinken. Wie...
    @muscat, nur den Schinken. Wie die Bezeichnung schon ausdrückt, steht pata negra für die schwarze Hufe/Fuß und stellt somit eine andere Rasse als die weißen iberischen Schweine dar. Serrano steht für Schinken. Die schwarzen Schweine suhlen sich überwiegend in der Extremadura und Andalusien unter den Encinas/Steineichen und essen dabei deren Eicheln/bellotas. Das sollte schmecken.
    Aber das wissen Sie doch.

  91. @meschuggener – Gabriel mit...
    @meschuggener – Gabriel mit dem Keilchen ist sehr zutreffend. Offensichtlich haut er mit dem Keilchen auch auf die eigene Partei. Erst lässt er dementieren, dass er und nicht die Nahles für den Wahlkampf zuständig ist, dann kündigt er Freundschaftsspiele mit Mutti an, während gleichzeitig die Nahles von Mutti Neuwahlen für die gleiche Situation verlangt.

  92. Unser Don ist halt auf der...
    Unser Don ist halt auf der Höhe der Zeit.
    .
    Bevor wir es vergessen, die Einladung kam schon vor einer Woche, hier noch kurz der Link: http://www.entdecke-deutschland.diplo.de/Vertretung/entdeckedeutschland/de/__events/2011/1201-tod-in-venedig-sonderausstellung-de.html
    .
    Erst das Lob der Fleischer, dann dazu die „Wollust des Untergangs“ als Begleitmelodie eines ein Jetzt so intonierenden Bürgertums. Im tiefsten Frieden. Und kennzeichnend für diesen. Und unsere Razzien bei den italienischen Westvierteln, als Versuch, die Ordnung doch noch irgendwie aufrecht zu erhalten. Typisch deutsch: Immerhin schon mal woanders. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,808515,00.html
    .
    Wahrscheinlich werden unsere Angelsachsen davon womöglich einmal retrospektiv schreiben, dass ein Berliner Ostfeldwebel-Dragoner via EU-Gemeinschaften in den Marken einen germanien-affinen aber demokratisch unlegitimierten Politapparatschik installiert hatte, um das Hoheitsgebiet preussischer Ordnung nun endlich doch noch, gezielt aber verspätet, Richtung Süden und über die Alpen hin auszudehnen… .
    .
    Die Razzien in Cortina & anderswo waren doch schließlich von Merkel & ihrer deutschen Staatsbürokratie gewünscht und angeordnet. Und jetzt kam Monti nach Berlin, Vollzug zu melden. Wenn man Merkel auf den letzten CDU-Parteitagen mit dazu nimmt, wo sie die alte Garde der West-CDU mit deren Sorgen glatt abblitzen, links liegen ließ („Ihr braucht Euch gar nicht bei mir so schleimig-besserwisserisch bzgl. Markt & überhaupt anzubiedern, schließlich musste ich Euch gerade erst noch Lichtenstein und die Schweiz verstopfen; so sauber & staatstragend, wie Ihr hier jetzt tut, wart Ihr doch alle gar nicht, wie wir alle wissen, wenn auch verständlicherweise natürlich ohne es an die große Glocke zu hängen“), dann wird womöglich ein Schuh draus. Oder eine Wurst.
    .
    Mal öfter auch wieder etwas mehr BBC hören dazu. Ist ja möglich.

  93. fionn14. Januar 2012, 16:58...
    fionn14. Januar 2012, 16:58
    Ich denke Pferdefleisch wird in GB nicht gegessen, weil es dort noch
    „horsemanship“ gibt.
    Auch beim ruppigen Polo: immer zuerst das Pferd, dann der Mann.
    Eher noch: Eat the Rich!
    Ein Spielfilm aus GB! aus dem Jahr 1987

  94. Mein Großvater kam aus so...
    Mein Großvater kam aus so einem voll integrierten Betrieb mit Landwirtschaft, Wirtshaus und Metzgerei und mußte schon mit 6 Jahren die Milch in der Frühe um 6 Uhr zur Molkerei bringen. Täglich. Soviel zur Romantik von vor 1914.
    Allerdings hatte er sich dann an einem anderen Ort auf seine Kernkompetenz konzentriert wie man heute sagt und mit 30 Jahren ein ordentliches Haus mit integriertem Betrieb im Ortszentrum in zwei Jahren schuldenfrei, vor dem Anschluß, nach der Weltwirtschaftskrise.
    Nicht viele 30jährige, von denen ich das heute sagen könnte.
    Aber er hatte auch eine Migrantin zum mithelfen :-)
    In der Oper hätten sie den Herrn Großvater nie gefunden…

  95. @Der Tiger/14. Januar 2012,...
    @Der Tiger/14. Januar 2012, 13:32
    Versuchen Sie es mal hiermit.
    http://taz.de/Diekmann-an-taz/!85638/
    Da werden Sie geholfen!
    No, sans blagues, da finden Sie den Beitrag!

  96. "Für uns, die wir im...
    „Für uns, die wir im Schweisse unserer Smokings und Abendkleider um Studentenkarten für die Oper anstehen mussten, war das halbe Parkett voll mit Fleischern und ihren Angehörigen.“
    .
    Heutzutage: ist das halbe Parkett fleischerlos voll mit älteren Herrschaften um die 60, 70, die ein Platzmiete-Abo haben. So erlebt bei einem formidablen Konzert im Münchner Herkulessaal, dem Raum mit der noch halbweg besseren Akustik …
    Reizende Leute, no kidding.

  97. Gut, Schluchten-Ossi, bei...
    Gut, Schluchten-Ossi, bei Landwirten gilt natürlich: Oper vergeht, Hektar besteht. So subventioniert, dass sich das ändern würde, kann Oper gar nicht sein.
    .
    Und das Parkett sieht vom 2. oder 3. Rang aus immer wie graue Fleischmasse aus. Wir waren jung.

  98. "Und das Parkett sieht vom 2....
    „Und das Parkett sieht vom 2. oder 3. Rang aus immer wie graue Fleischmasse aus. Wir waren jung.“
    Protz. Wir waren jung und hatten das Geld, n`est ce pas?

  99. Nein, gar nicht Da waren die...
    Nein, gar nicht Da waren die Studentenkarten in der Staatsoper oft beheimatet.

  100. "Privatier - das will ich auch...
    „Privatier – das will ich auch mal werden“, löblicher Vorsatz. Aber … .
    .
    Aber Westviertel sind weibisch. Wie bekannt. Wie schon immer bekannt. Und sich so selbstverständlich so verstehend, dass darüber kein Wort zu verlierend. Eigentlich kein Einziges. Und schon gar nicht hier in unserer FAZ. (Aber trotzdem Lob des Experimentes, wenn es auch vollkommen überflüssig.) Ein gewisser p.57 sagte es hier auch schon verschiedentlich und von Anfang an so, wie erinnerlich.
    .
    Ok, nicht direkt weibisch, aber eben doch ihrer Art und Vernehmen nach feminin. Also da sitzend, wo man sitzt. Eher ortsfest. Nicht so sinnlos umherschweifend oder heimatlos. Sicher anzutreffen, da, wo man nun mal bekanntermassen hingehört. In Vorzugslagen. Warm, sicher & gutaussehend. Und durchaus „zurechtgemacht“, überaus attraktiv eben, aber dezent u. geschmackvoll selbstverständlich. Und auch durchaus bereit zu nehmen, gegen ein Lob, eine Anerkennung (“ war aber doch gar nicht nötig, dass Sie so etwas mitbrachten, sich solche Mühe gaben, aber wie nett, sehr schön, fühlenS ie sich wohl, und Ihr Mitbringsel bekommt bei uns selbstverständlich für immer einen Vorzugsplatz, nein, wie schön!…“)
    .
    Westviertel sind also ihrem ganzen Wesen nach feminin, und sollen und werden das immer sein und bleiben. Und halten sehr wohl Ausschau nach irgendwelchen Wilden oder Wulffen, ob oder wenn sie denn kämen – ohne das natürlich jemals zugeben zu würden… . Denn solches gehörte sich nicht und wäre nicht schicklich und würde direkt die Schönheit des Spiels stören. Das Leben und die anderen Viertel sind eben nun einmal allso genau dazu da, dass sie Bewerber zu schicken haben, „Vielleicht-Geeignete“, versuchsweise herausgeputzt, „so ähnliche, wie Fast-Westviertel“ – das häßliche Wort vom „Aufsteiger“ würde man jetzt noch nie nicht in den Mund nehmen, es könnte ja vor der Zeit geradezu unnötig entzaubernd wirken – Bewerber, von denen man sich aber höchst selbstverständlicherweise (wie auch sonst?) erwartete, dass sie was mitzubríngen, abzuliefern hätten (neue, gute Nachrichten, Kenntnisse, Mut, Blut, auffrischende Flüssigkeiten, evtl. zumindest viel vom kleinen Geld, Raubgold auch, welches sich aber zum Legalisieren, zum zum Eigen-haben würden können müssen eignen sollte; von nett schwellenden Muskeln, überaus anziehenden Augen und einem hübschen Aussehen neben vielen Jahren dankbar abzuliefernder Arbeitskraft bis ganz zum Schluss ganz zu schweigen… .
    .
    Und am Ende steht: Ernüchterung. Und Überdruss. „Kennen wir doch schon alles. Der war doch gar nicht neu. Hat höchstens so getan. Wollte, dass wir auf ihn reinfallen. Ein dummer Blender bloß. Niemals zu uns zugehörig. Konnte auch niemals unsere Manieren lernen, war eigentlich von Anfang an klar. Aber was haben wir für eine Geduld mit ihm gehabt!“ Und strampeln den Galan mit den Füssen hart nach unten weg. Zurück dahin, wo er hingehört. Und zur Strafe für seine erwiesene und dauerhaft zu konstatierende Minderwertigkeit ohne alles, womit er gekommen. „Wäre ja auch noch schöner, wenn er von seinem Mist was wieder mit zurückbekäme, wo er hier bei uns, wie alle wissen, doch nur Kosten verursacht hat.“ Und so werden Westviertel vermögender, sammeln, was und wie es sich gehört. Und alles bleibt – ganz naturgemäß – genau, wie es ist. Und frau dreht den Löffel im Mund und denkt „nunja“. Und: „Kommt ja bald sicher schon wieder einmal ein anderer, zum Spielen. Die Welt ist ja so groß. Und die Dummen sterben nicht aus. Und Männer, zumal Möchtergern-Aufsteigermänner im besonderen nicht. Und Abgeliefertes festzuhalten ist so schön. Und auch so gut und so gerecht.“
    .
    Und nun kommt Fr. Dr. Merkel. Mit Gesamtverantwortung fürs Ganze. Und weiß: Wenn wir die Wulffe vor der Zeit fallen lassen, wird es für alle zu offensichtlich. Und weitere, auch noch geeignete Kandidaten gingen womöglich vor der Zeit aus. Und sie kränkt unsere weiblichen Westviertel. Mt den Waffen einer Frau. Und durchaus zu Guten gemeint.
    .
    Und das es aber so laufen würde, wussten wir alle aber doch von Anfang an. Hier ist schließlich FAZ. Wie folgt evtl. der Kernsatz, wir markieren die Karteikarte für uns mit einem schwarz-bunten Reiter: „Immobilien – das will ich auch mal werden“.
    .
    Und konstatieren: Er ist das doch schon. Tut womöglich auf einmal aus Klugheit nur so anders. Wohlan: Das Fortstrampeln hat schon begonnen.

  101. Die Fruchtfolge hier ist...
    Die Fruchtfolge hier ist mittlerweile Ackerland-Bauerwartungsland-Bauland.
    Griechische Zustände wie zu perikleischen Zeiten, in denen man für den Theaterbesuch bezahlt wurde, sind nicht in Sicht.
    .
    Nach Sichtung der Lage sind die leeren Parkettplätze nicht von der Jugend nach der ersten Pause übernommen worden? Selten, daß ich die ganze Oper auf dem studentischen Stehplatz verbracht habe.
    .
    PS: Wird es ein wundervolles Foto der Torte für den dritten SDG-Blog-Geburtstag geben? Mit drei brennenden echten Kerzen aus Bienenwachs?

  102. @Vroni: Oper auf Stehplatz war...
    @Vroni: Oper auf Stehplatz war eine Viertelkinokarte und der Rest-Sitzplatz immer noch billiger als eine Kinokarte. Der Unterhaltungswert war weitaus besser. Immer.

  103. Mit der Oper ist es, wie es...
    Mit der Oper ist es, wie es anscheinend vielfach aussieht, heute doch oft eher so: Man weiß, dass in jeder Aufführung jeder Platz mit mindestens 50-80 Euro bezuschusst ist. Also geht man hin.
    .
    Weil ein Anteil sowieso auf einen entfällt. Und nur dumme Nicht-Westviertel keine Zeit oder Kraft haben, sich nicht abzuholen, was ihnen sowieso zusteht.
    .
    Und man kann sich durchaus Aufführungen so aussuchen, dass fast keiner sonst mit drinsitzt (wg. anderem Ereigniss gleichzeitig z.B.). Und kauft – durchaus vorfahrengerecht – dann auch Karten einer sehr günstigen Kategorie. Und setzt sich gleich direkt nach vorne ins Erste Parkett, so wie immer.
    .
    Schließlich ist man es seinem Staate und dessen Subventionen schuldig: Je weiter vorne man sitzen würde solcherart, desto besser wäre damit schließlich den Subventionen und dem Staate damit gedient, nicht wahr? Und den Künstlern auch. (Die müssen dann ihre Augen auch nicht so weit anstrengen und so sehr nach hinten kucken.)
    .
    Und am meisten Spaß macht es auch schon mal, sich Erstes Parkett, dritte Reihe Mitte zu setzen, in so einer fast leeren Aufführung, und sich dort nach Art der Körpersprache „ich bin der Talentscout von der nächtsgelegenen Großstadtnachbarbühne und suche noch – für über aus gutes Geld – Talente für die nächste Spielzeit.“ Man kriegt dann manchmal ausser der Reihe direkt exorbitant gute Aufführungen geboten, eigentlich fast nur wie für einen selbst, schön aristokratisch-königlich halt.

  104. gabriele: "Max Frisch! - ab...
    gabriele: „Max Frisch! – ab heute in der Akademie der Künste – in der Nähe von Bellevue :-)“
    *
    Ja, auch das ist eben Deutschland: Mein Supermarkt um die Ecke hat bis Mitternacht auf, aber die Akademie der Künste (LoL!) schließt um 20.00 Uhr mit einer Max-Frisch-Schau in einer der größten Städte der Welt. Das liegt daran, dass Kunstliebhaber und Schriftsteller alle um 21.00 Uhr ins Bett müssen…

  105. liebe fionn, pferdefleisch ist...
    liebe fionn, pferdefleisch ist ganz wunderbar, ich möchte die menschen gar nicht verstehen, die dies nicht einmal probieren möchten, denn schliesslich sind dies keine frösche, denen bei bei lebendigem leibe die beine herausreisst. das fleisch, meist ganz zart (es werden noch fohlen sein), flottiert zwischen wild und rind. doch verraten sie dies bitte nicht moses und immanuel, denn sie wären schwer getroffen, beleidigt, böse und mithin abwurfbereit.
    .
    meines bescheidenen wissens nach geht das gros der ‚produzierten‘ pferde nach einer kurzen intermezzo der berufstätigkeit zur pittoresken untermalung der ferien auf dem reiterhof ohnehin in die schlachtung. die meisten werden nicht als reitpferd gehalten.

  106. Die Stehkarten für Studenten...
    Die Stehkarten für Studenten an der Staatsoper München sind eine großartige Erfindung. Schade, dass vmtl. nicht ein einziges Von-der-Leyen-Zielobjekt weiß, dass man dort für den Preis einer Kinokarte Künstler von Weltrang live erleben kann.
    .
    Die Staatsoper ist schon ein großartiges Theater, gerade in der Pause. Das Defillee in den historisch nachempfundenen Pausenräumen ist streng sortiert – immer nur in eine Richtung und im Kreisverkehr schlendern! Die Damen mit den etwas fülligeren Oberarmen und den Fuchs-Kadavern um den Hals beim Gatten Seit-an-Seit, die ordentlich frisierten Töchter voran (verstohlende Blicke zu den Herren auf der Gegenseite werden registriert!). Der Herr Filialdirektor zieht den Bauch ein und hantiert mit der Variation von Waldorf-Salat und Butterbrezn. Die Erbtante studiert die Besetzungsliste. Mei! man will schon was seh’n für sein Geld!
    .
    Um 22:30 Uhr ist das Kulturprogramm für diesen Winter wieder geschafft. Es reicht, um der Schwägerin beim Geburtstagskaffee der lieben Mutter eins reinzuwürgen. Und die Reitbeteiligung unserer Großen will ja auch bezahlt sein…

  107. @Yast: Ein Kulturinstitut...
    @Yast: Ein Kulturinstitut hierzulande zeigt anlässlich eines Festivals die Kinovorstellung um 15 Uhr. Beamte gibt’s halt überall.

  108. @perfect!57 – als...
    @perfect!57 – als Normalmensch können Sie sich dass leisten. Ich tue es nicht, weil ich ganz bewusst die Den Haager Kulturszene mit meinem voll bezahlten Parkettbillet unterstütze. Und ich hoffe, Wulffi hat nicht auf solche Weise in seiner Vergangenheit Vorteile im Theater erworben. Sonst kommt der Gabriel mit der Axt.

  109. @Vroni
    Das mit Wertpapieren...

    @Vroni
    Das mit Wertpapieren ist ein Ding für sich. Man sollte die Finger davon lassen, wenn es einen nicht selbst begeistert. Auch keinen „Profis“ überlassen. Man braucht sowas nicht unbedingt. Bei der von Ihnen beschriebenen Lage wäre das Risiko untragbar. (Nur!) Bundesschatzbrief ginge. Aber erst, wenn die Zinsen gestiegen sind und beginnen zu fallen. Bis dahin vergehen noch Jahre. Mein Aktiendepot stand zum Beginn des Irakkrieges bei -75% und zum Ende 2003 deutlich im Gewinn. Im richtigen Augenblick Ruhe bewahren, gut zielen und den Bären erlegen. Folgerichtig finde ich Leerverkaufsverbote Mist, abgewürgte Bären sind extrem profitabel.
    .
    Die heißeste Spekulation, die derzeit läuft, sind griechische Staatsanleihen Laufzeit März 2012. Bin ich nur mit dem Herzen dabei. Mal sehen, ob die Bärenjäger mehr aufgekauft haben, als überhaupt existieren. Dann wären die Leerverkäufer, falls die Griechenpleite bis Mitte März nicht verkündet würde, Toast. Die Bullen konnten nicht viel falsch machen. Sie bekämen 50% in Anleihen mit 6% Verzinsung. Der Kaufpreis war 41% plus Stückzinsen. Es könnte die Lachnummer des Jahres werden. Deshalb wird ja immer von Griechen – Pleite schwadroniert. Natürlich wäre es richtig, die aus dem Euro zu schmeissen. Theoretisch. Kostolany machte übrigens seine größten Gewinne mit Staatsanleihen bankrotter europäischer Länder nach dem 2. Weltkrieg. Was anderes ist das, was vergangenes Jahr BEGONNEN hat, auch nicht. Selbst JunkBonds fallen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 10% aus. Die Risiken bei Aktien sind erheblich höher. Wenn die FED beginnt die Zinsen anzuheben, kann man da nicht viel falsch machen.
    .
    Börse kann auch richtig Spass machen. Nur die nächsten 15 Monate müsste man aufpassen, wie ein Heftelmacher, falls man sich nicht temporär verkrümelt hätte. Ein alter französischer Bankerspruch heißt: Der Kunde ! Ran an den Feind. So ist es wirklich. Der dazu passende Brokerspruch heisst: „Jeden Tag kommt hier ein Dummer vorbei. Man muss ihn nur greifen“. Bei der Bruderschaft haben Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte und wie die Lieschen Müllers noch so heißen in den vergangenen 10 Jahren (Ausweis BuBa) in der Summe jedes einzelne Jahr NUR verloren. Vorsicht heisst die Mutter der Porzellankiste.

  110. So ist es, Vroni, 14. Januar...
    So ist es, Vroni, 14. Januar 2012, 15:59. Das kenne ich ähnlich. Von der Hausschlachtung bis zum Wäschekessel mit irdener Einfassung und Holzfeuer darunter im Waschhaus.
    .
    Homegrowing auf einer kleinen Scholle mit Hühnern, Tauben, Kaninchen, Schafen, Karpfen, Forellen oder einer Sau. Alle Nachbarn hatten etwas nebenher, während sie Jobs in Werkhalle oder Büro nachgingen. Die Sau wurde mit den Resten aus dem Garten und den Resten vom Esstisch dick und fett gefüttert und zur richtigen Jahreszeit wurde ein Fleischer gerufen, der in vielen Stunden Arbeit mit Hilfe der ganzen Familie das Tier in Wurst, Koteletts, Wellfleisch, Steaks und Sülze verwandelte.
    .
    Es ist heute reichlich schwer zu glauben, aber der Strom entsteht nicht in der Steckdose und die Milch wächst nicht im Supermarktregal.
    .
    Ich mag gar nicht mutmaßen, wie nach Vorstellung eines Städters, in Hausschlachtung ein Huhn oder ein zu bratendes Täubchen vom Leben zum Tode befördert wird? Effektiv müsste man dem Huhn das Bild einer Mc-Bulette-Filiale zeigen und es trifft es der Schlag? Kawumm!

  111. Yast2000. "in einer der...
    Yast2000. „in einer der größten Städte der Welt“.
    Ja, so sind sie, die Berliner. Immer mit dem Mundwerk voran. :-)

  112. @Gregor: so kenne ich das...
    @Gregor: so kenne ich das auch. Bauunternehmer haben mitunter eine recht bizarre Pfauenhaftigkeit an sich. Das liegt zum Teil daran, wie sie ihre Jagdgründe bearbeiten müssen, zum Teil haben sie aber auch so eine Neigung, neuen Wohlstand ausstellen zu wollen.
    Einer meiner Onkel war Metzger, er hatte sich das nicht nach Neigung ausgesucht, sondern nach vorhandener Lehrstelle, und machte jahrzehntelang gute Wurst; was er gern machte, war Boot- und Wasserskifahren, mitunter mit Hang zur halben Akrobatik. Aber nicht zum Vorzeigen oder Angeben vor Publikum, sondern aus Freude am Gelingen.
    Und einer aus meiner Grundschulklasse führte nach dem frühen Tod seines Vaters, der die Metzgerei aufgemacht hatte, diese schon ab jungen Jahren weiter. Die Wurst, die er macht, ist sehr gut. Er ist nicht billig, kann sich aber halten, ist aber inzwischen der einzige im Ort (früher gab es 3). Er wollte schon mit 10 Jahren den Betrieb weiterführen, und sagte damals schon, „eine Metzgerei ist eine Goldgrub'“. Was seine Kinder machen, weiß ich allerdings nicht.
    Von den Kindern meines Onkels ist kein einziges bei der Metzgerei geblieben, sie zerstreuten sich auf diverse Bereiche – Autohandel, Techniker, Stadtverwaltung, Krankenpflege, Lehramt.

  113. "Und man kann sich durchaus...
    „Und man kann sich durchaus Aufführungen so aussuchen, dass fast keiner sonst mit drinsitzt . „.
    Perfekt57, wo gehen Sie denn in die Oper.
    In München ist mir das noch nie passiert. Da ist immer ausverkauft!

  114. @yast: Hansaviertel ist halt...
    @yast: Hansaviertel ist halt eine Schnarchecke, da werden um achte die Bürgersteige hochgeklappt. Wie in Sindelfingen.

  115. Mein lieber Don Alphonso, da...
    Mein lieber Don Alphonso, da ist aber noch viel Platz nach oben.

  116. In München waren...
    In München waren Studentenkarten sehr bezahlbar. In die Kammerspiele oder ins Residenztheater bekam man für 6 DM richtig gute Plätze. Auch die Staatsoper war sehr erschwinglich.

  117. Nun, bei den Akademiekonzerten...
    Nun, bei den Akademiekonzerten (zum Glück) und Alban Bergs Wozzek (leider) bekam man auch in der Staatsoper immer etwas.

  118. Mit etwas extra Mühe bin ich...
    Mit etwas extra Mühe bin ich schließlich doch bei der TAZ gelandet. Erstaunlich, warum gräbt die TAZ in der BILD herum? Noch erstaunlicher, warum schweigt der Diekmann nicht einfach bis ganz kurz NACH der von der TAZ gegebenen Frist (ich würde mich nie so öffentlich herumbossen lassen), und liefert dann Antworten in Verbindung mit Aussagen und Fragen, die der TAZ peinlich sind?

  119. Apropos Wirtschaft: Die...
    Apropos Wirtschaft: Die Giftpflanze des Jahres 2012 heißt „Gemeiner Goldregen.“

  120. Irgendwann schaff ich es auch,...
    Irgendwann schaff ich es auch, internett zu formulieren, und beim Thema Massenmord nicht Atomraketen, dicke Lurche, hyperaktive Staatslenker und geographische Verortungen durcheinander zu werfen, und einen ansonsten vielleicht ganz netten Beitrag vor dem berüchtigten Löschknopf des Don zu retten…
    .
    Wir drehen uns irgendwie im Kreis, Wulff hat sich zum Aussitzen entschieden (netter Spruch in SWR 3, der Wulff mit den sieben Steisslein), und die Eurokrise wabert unkontrolliert durch die Lande wie ein Donaunebel, ohne dass einer ahnen kann, was am Ende bei rauskommt. Gestern hurra, heute oweh.
    .
    Das der Metzger nicht mehr der Parvenue ist, scheint völlig offenbar. Wer ist die neue Hetzfigur? Das mit dem Geflügelmastbesitzer ist `ne gute Idee.
    .
    Ich glaube, wir sollten uns alle mal an die eigene Nase fassen. Für was wären wir selber korrumpierbar? Was wollen wir wirklich? Was sind unsere Träume?
    .
    Ist das der bessere Mensch, der sich voll eingebracht hat, ein interkulturelles Heavy-Beting-Festival im Rahmen eines ökumenischen Jesusspektakels auf die Wiese zu stellen, oder der nach einem Swingerclubbesuch denkt, eine ganz nette Party unter weit normaleren Leuten als gedacht erlebt zu haben, wo er wegen des Amselns wenigstens niemand das Blaue vom Himmel herunter lügen musste?
    .
    Das mit dem Pferdefleisch ist wirklich auch so eine Desillusion. Wenn man im Restaurant des Reiterhofs den Nachwuchs in allen Variationen auf der Speisekarte wieder findet. Im Grunde spräche auch nichts dagegen Hund Katz und Meerschweinchen in die Pfanne zu hauen, so ein Kälbchen ist auch niedlich, und Schweine sollen verdammt schlau und anhänglich sein.
    .
    Alles ist Konvention, der es nicht schaden würde, mal hinterfragt zu werden, um endlich mal dahin zu kommen, was einem wirklich wichtig ist.
    .
    Schliesslich sind es dieselben Passstrassen und Seeuferpromenaden, die man durch die Windschutzscheibe eines Barchetta Cabrios von Fiat oder von Ferrari sieht, aber was für eine Kluft an finanziellem Klimmzug…

  121. sorry, das mit dem link, man...
    sorry, das mit dem link, man muss !85638/ noch dazu nehmen, warum das hier falsch ankam, wahrscheinlich von mir schlecht cut and gepasted; danke an salonsurfer
    zu den metzgern: ich bin ja noch aufgewachsen mit hausschlachtungen am eigenen hof. das ist schon ein archaisches erlebnis fürs leben. das blut rühren damit es nicht klumpt, speck’l schneiden für die blutwurst. das därme säubern hat immer mein onkel gemacht, der metzger war. schlimm war, wenn die sau versucht hat davon zu laufen, in dem moment in dem mann sie aus dem stall getrieben hat, passiert schon ab und zu mal; mein onkel mit dem bolzenschussaparat hinterher…
    ein punkt in meiner erfahrung wäre noch die korrelation bei erfolgreichen metzgern:
    – der vater/metzger arbeitet wenig (betätigt sich als politiker, sportler, lebenslustig..) – nicht unansehliche und begehrte töchter – und fürchterlich schlechte preise, die er den örtlichen bauern bezahlt.
    ansonsten enden halt die meisten metzgerdynastien – die erfolgreichen, dass die kinder in gute nicht bluttriefende berufe versorgt werden –

  122. @dertiger
    als gesellschafter...

    @dertiger
    als gesellschafter der taz
    1) glaube ich schon langsam an eine liebelei der taz mit herrn diekmann; er soll ja immer ganz lustig sein bei der gesellschafterversammlung.
    btw: da ich nie nach berlin komme..wenn jemand an der versammlung teilnehmen will – ich hoffe man kann die einladung übertragen. es soll ganz gutes essen geben und der panterpreis etc. ist auch nicht schlecht –
    2) hätte ich gerne eine andere chefredakteurin, das habe ich frau pohl auch schon geschrieben, aber ich glaube die anderen genossen sind nicht unzufrieden mit ihr und sie ist kommt offensichtlich ganz gut an und ist sehr gern gesehen im fernsehen

  123. @vroni

    also ich habe im...
    @vroni
    also ich habe im august meiner frau gesagt, sie soll das kaufen:
    http://www.boerse-frankfurt.de/EN/index.aspx?pageID=105&ISIN=LU0328475792
    bzw. db x-trackers STOXX Europe 600 ETF ETF, ISIN LU0328475792, WKN DBX1A7, DX2X
    und gestern verkauft +10% in 5 monaten (spesen gehen noch weg).
    das ist jetzt ganz ganz einfache anlagephilosophie, mehr kann ich nicht – auch wenn beruflich ..; einfache überlegung war, dass die europäischen aktienmärkte im august nicht so hoch bewertet waren, als dass sie mit vernünftiger wahrscheinlichkeit den einkaufswert nicht übertreffen würden
    zum schmöckern:
    http://www.lingohr.de/index.php?id=1
    http://www.comgest.com/sites/en/index.html
    http://www.deutscherwald.de/impressum.htm
    michaels aussagen ist zuzustimmen, vor allem auch, was er zu anleihen sagte

  124. @ 19:08
    .
    Man hatte...

    @ 19:08
    .
    Man hatte verstanden, dass es sich um Ironie handelte, die Abstandsgebote zu vergrößern? Natürlich würden wir nie so handeln, uns auch nicht als „Talentscoute“ anbieten, niemals! Wobei das aber eben doch schon mal so vorgekommen sein mag, mit uns in der Rolle des Auserwählten, die anderen, also Orchester und Schauspieler, in der ihnen zugefallenen Rolle als sich aktiv Projezierende.
    .
    „In München ist mir das noch nie passiert. Da ist immer ausverkauft!“ Nicht wenn wir kommen, er warte es ab! (*g*)
    .
    Und einmal mehr Nietzsche: Es kommt darauf an, ob wir spielerisch Wahlfreiheit haben/behalten: Z. B. heute noch stützen, was wir morgen aktiv stürzen (1). Also immer nur voll bezahlen müssen (wg. Gewissen z.B.) womöglich auch nicht nur der Hit. (Sich als erwachsener Mann mal wieder mit dem billigen Studententicket von Empore drei rotzfrech nach vorne ins Erste Parkett setzen, kann von Zeit zu Zeit sogar sowas richtig jugendlich erfrischendes, womöglich direkt antidepressives haben, *g*)
    .
    Und als aufgeklärtes Volk hat man ausschließlich Eliten zu verlangen, die böse, heimtückisch, raffgierig und verlogen sind, sonst wäre man eben nicht jung und aufgeklärt.
    .
    ((1) Wie bekannt das alte Bild: 30 Leute stützen eine Wand, die sonst fällt. Ein paar ruhen sich aus. Einige von denen kommen resigniert nicht wieder. Für den Rest wirds schwerer. Auch die müssen sich ausruhen und abwechseln, verabreden das vertrauensvoll und perfekt. Ihre Kraft wird aber erkennbar nicht für immer reichen. Nun kommt einer und drückt „viel zu früh“ schon von der anderen Seite, stürzt geplant, was sowieso fallen soll. Wer handelt moralisch? Und mit welcher Verantwortung? Solange die anderen noch rechtzeitig beseite springen können.
    .
    Und Gedankenaustausch? Wozu? Andere Leute haben doch gar keine!
    .
    Wobei wir mit uns selbst ausnahmsweise einmal großzügig sein werden, und auf unseren Grabstein nicht nur „perfekt“ geschrieben sehen wollen, sondern der besten Gefährtin von allen auch noch ganz fest das Versprechen abgenommen haben für den Zusatz in Großlettern „NICHTSNUTZ“ darunter.

  125. @hm555 der beitrag von 13....
    @hm555 der beitrag von 13. Januar 2012, 22:58
    hätte schon die nr. 77.777 ehrenhalber verdient.
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/geburtstagsfeier-von-uli-hoeness-vater-teresa-vom-tegernsee-1.1257917
    die glückwünsche aus bremen und hanau sind noch unterwegs…
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13514921.html

  126. Aloha an alle...
    Aloha an alle Börsentippgeber,
    das ist lieb gemeint.
    .
    ABER: Ich investiere und werden keinen Pfennig investieren in diese psychiatrische Zockerbude namens Börse. Das bedeutet investieren in elendige Shareholder-getriebene Firmen, die ihre Mitarbeiter und Ressourcen von Quartal zu Quartal peitschen. Das entspricht nicht meinen mittlerweile gewonnen Erkenntnissen seit 2001 und 2008. Ich investiere nicht einmal „grün“ in Teakbäume in Costa Rica (fürchterliche Monokulturen). Ich kaufe nicht einmal als LOHA und rette damit auch nicht „mit Konsum die Welt“. Keine Lust. Ich halte das alles für vermeidbaren Irrsinn.
    .
    Brauche also keinen weiteren Irrsinn mher. Mir ist mein Beruf Irrsinn genug. Mit zum Teil esoterisch recht durchgeknallten Auftraggebern. (Habe ich schon mal erwähnt, das ich Esoterik-Hasser bin?) Zudem bin ich Börsenhasser. Beides von ganzem Herzen.

  127. @colorcraze und @yast

    Ich...
    @colorcraze und @yast
    Ich bin nicht Stiller, ich empfehle aber, besuchen Sie die gute
    alte verschnarchte Akademie d. Künste im schönen Tiergarten!
    Lassen Sie sich darauf ein – halt vor 20 Uhr – wenn die Sonne noch scheint.
    Das Konzept der Ausstellung und auch das Buch dazu – sehr gelungen.
    aus dem Begleitbuch:
    „Eheringe aus Blei – Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Angst vor Nähe und
    Enge sind die Triebfedern, die den aus kleinbürgerlichen Verhältnissen
    kommenden MF bewegen…..“
    Und Hans Werner Henze beklagt sich (im AusstellungsVideo)
    dass Max Frisch ihm Ingeborg Bachmann ausgespannt hat.
    Der Witz ist der, dass dann die Bachmann Max Frischs Ein-Finger-Tipperei nicht vertrug.
    Erst Zikaden und dann: klack klack klack klack
    Auch ein Thema: Dichter und der Treibstoff Alkohol

  128. Zitat von perfekt!57 um ...
    Zitat von perfekt!57 um 00:03
    „Wobei wir mit uns selbst ausnahmsweise einmal großzügig sein werden, und auf unseren Grabstein nicht nur „perfekt“ geschrieben sehen wollen…“
    Marcuse hat sich so aus der Affaire gezogen:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b6/Dorotheenst_Friedhof_Marcuse.jpg

  129. fionn,
    das eigentliche...

    fionn,
    das eigentliche argument für pferdefleisch ist, dass die nicht im turbo auf schlachtgewicht gemästet werden, mit all den zugaben, die bei dieser art produktion a) zulässig und b) üblich sind.
    ich muss mal wieder nach chemnitz zu franklin hofmann (hier hilft eine suchmaschine).

  130. das mit den bmw-gewerben was...
    das mit den bmw-gewerben was so gemeint, dass auch die bäcker und wirte eher probleme haben.
    .
    die bäcker, weil handwerkliche produktion teuerer ist, als masse zu backen, möglichst noch aus eingekauften teiglingen. die discounter täten das nicht, wenn sie für ihre so erhitzten backwaren keine anehmer hätten. etliche filialbetriebe arbeiten auch so. kurz und gut, der handwerklicharbeitende bäcker mit nur einem ladengeschäft hat probleme, vor allem wenn er sich mit, sagen wir einmal, einem stammarbeiter in einem bayrischen automoblwerk vergleicht.
    .
    die wirte in gegenden, die weniger boomen, haben ganz einfach das problem, dass ihre gäste auch rechnen können. am ende dieser rechnungen steht, dass die gäste für drei halbe bier in der wirtschaft einen kasten bier daheim trinken können. wer eine garage hat, oder einen mit einer garage kennt, braucht dabei auch nicht zu vereinsamen. die 0,5 promille und das rauchverbot tun ein übriges.
    .
    ja, die exzedierende jugend. denen fehlt einfach nur die anleitung, meinetwegen auch die erziehung zum sozialverträglichen trinken. was auch daran liegt, dass die wirte aufs schnelle geschäft setzen.

  131. OT: 'Die CDU will Macht der...
    OT: ‚Die CDU will Macht der Ratingagenturen begrenzen'(ftd).
    Sind wohl vom Glauben
    abgefallen, dass deren Rating mit ihnen ist.

  132. Wer Hundehalter(in) ist,...
    Wer Hundehalter(in) ist, findet die besten Knochen nur beim Metzger!
    Stimmt, oder?

  133. @ auch-einer 08.55h.
    Ja,...

    @ auch-einer 08.55h.
    Ja, stimmt, aber als ich im Teenageralter war hatte ich ein Pferd („Dandy“), musste es striegeln usw. Es war wie ein Familiemitglied, verstehen Sie?

  134. ach ja, die Fleischer,
    was...

    ach ja, die Fleischer,
    was machen bayrische Metzger mit bulgarischen Zigarettenschmugglern?
    http://www.wirtschaftsblatt-bg.com/index.php?lang=3&m=4982
    „Absaugen von SAPARD-Förderungen“

  135. @bertholdIV – Nach eigener...
    @bertholdIV – Nach eigener Aussage der TAZ: ‘Die tageszeitung wird ermöglicht durch
    11.609 GenossInnen, die in die Pressefreiheit investieren.’
    .
    Wollten Sie damit (14. Januar 2012, 23:23) sagen, dass der Diekmann ein Genosse ist und mit einem Schäflein für die Pressefreiheit persönlich beiträgt? Sehr erstaunlich!

  136. Vroni, ich kann Ihren...
    Vroni, ich kann Ihren Börsenhass nachvollziehen. Noch schlimmer als das Geschehen dort ist allerdings das Geschwafel darüber (hier, im Wirtschaftsteil der FAZ -uaargh- und in vielen anderen Publikationen, über die sich Profis einfach nur schlapplachen).
    .
    nico, alter Spanienkenner… gr gr gr.
    Die Wiki-Seite über Serrano-Schinken finden Sie sicher selbst.

  137. @ Foersterliesel...
    @ Foersterliesel 11.33h
    Bulgarisches Wirtschaftsblatt!!!! What next?
    Tatsächlich habe ich auf ARD Teletext gelesen, dass viele Osteuropäer insb. aus Polen, nach Deutschland ausgewandert sind. Geht das gut? Die Schweiz will schon (wieder) vorläufig die Einwanderung einschränken.

  138. @fionn – im Moment ginge es...
    @fionn – im Moment ginge es ohne den eingewanderten Polen überhaupt nicht. Irgendjemand muss schließlich die private Altenpflege übernehmen und die Häuser der Westviertelleute putzen.

  139. liebe Der Tiger, die sonne...
    liebe Der Tiger, die sonne lacht, meine wenigkeit auch, denn die sdg sind mal wieder herzerfrischend.
    m.w. ist diekmann genosse, wenn sie so wollen, und zweitens…
    passen sie auf, gleich meldet sich wieder das Schäflein, äh, Schäfchen, das nirgendwohin getragen werden möchte…
    (merci!!!)

  140. tiger, ich dachte, altenpflege...
    tiger, ich dachte, altenpflege machen rumänische ärztinnen.
    zum putzen hat man asylbewerber, in berlin sans-papiers, die sind billiger.

  141. Themenvorschlag für...
    Themenvorschlag für DA
    Nachdem schon Vroni, Fritz und Berthold4 voller Begeisterung auf die Hausschlachtung in der Kindheits zurückgeblickt haben, sollte das ein Thema für mehr sein.
    Ich aute mich in dieser Beziehung auch gerne und erinnere viele Details, incl. Bolzenschuss und dem Schnäpschen für den Veterinär.
    Onkel Gerd war der Metzger in der Familie, und liess alle Kinder teilhaben. Höhepunkt war Fußballspielen mit der geleerten, aufgeblasenen und zugebundenen Schweineblase. Für die Kleinen, die zum ersten Mal dabei waren, hatte er immer eine Überraschung „hier kuck mal“ und nahm ein Schweineauge aus der Hosentasche. In der Oper war Onkel Gerd nie.

  142. Ich fürchte, ich habe zu...
    Ich fürchte, ich habe zu diesem Thema nichts zu bieten. Nur Minka schleppt ab und zu tote Ratten an. Aber die kann man schlecht verkaufen.

  143. auch lebendige Ratten lassen...
    auch lebendige Ratten lassen sich nicht so ohne weiteres verkaufen

  144. liebe fionn,
    75% der...

    liebe fionn,
    75% der SAPARD-Gelder flossen nach Bulgarien, mit irgendwas muß man die Landrover mit den verdunkelten Scheiben schließlich finanzieren,
    Tierschutzgesetz wurde auf externen Druck beschlossen
    http://www.wirtschaftsblatt-bg.com/index.php?m=10447&lang=3
    und ja, Sie haben Recht, Kalbsknochen und Pansen, bekommt man beim Fleischer, aber wo gibts den noch? Und: nein, Pferdefleisch essen wir auch nicht,
    viele Fohlen kommen gleich zum Schlachter, in Frankreich ist das billigere Pferdefleisch beliebt, bei uns wird es in Würste verarbeitet.
    Zur Migration: Wien hat sehr stark von billiger polnischer Arbeitskraft in den 80er Jahren profitiert, die Polen haben fast ganz Wien billig renoviert. Polnische Putzfrauen sind beliebt und mittlerweile bereits gesucht, da die polnische Immogration mittlerweile abgeklungen ist.

  145. just when you thought the rat...
    just when you thought the rat race was over along came faster rats.

  146. Danke Gabriele, Marcuse und...
    Danke Gabriele, Marcuse und die Geschichte seiner Urne war uns doch glatt entfallen!

  147. Lieber Lutz,
    von Begeisterung...

    Lieber Lutz,
    von Begeisterung aus der ärmlichen Kindheit kann eher nicht die Rede sein.
    .
    Die Schweinchen und Kälbchen waren meine Freunde. Und am Schluss der Schlachtung wurde auch noch der arme erwartungsvoll wedelnde Hofhund Nero verarscht, indem man ihm eine Wasserwurst schnürte. Haha sehr lustig, voll der Humor, das romantische Landleben.
    (Die Hofkatze kriegte gar nix, hatte nur drei Beine, weil sie unter den Mähdrescher geriet, als sie auf Mäuse ging.)

  148. @gabriele: Nun ja, mein...
    @gabriele: Nun ja, mein Verhältnis zu Max Frisch ist ein bachmännisches; ich mochte seine Bücher nie. Dürrenmatt – ja. Gefiel mir bestens. Aber Frisch, der ist mir der Inbegriff des Bünzlis (nihilistischer Konzernsklave).
    @DA (Katze schleppt Ratte an): hm, vielleicht schwarz beim Chinesen versuchen. Zumindest in China selbst soll es unter anderem auch Spezialitätenrestaurants geben, in denen Schlangen und Ratten gereicht werden. Angeblich schmecken die gar nicht schlecht.

  149. @Donna Laura – ich glaube...
    @Donna Laura – ich glaube nicht, dass die TAZ mit oder ohne Herrn Dieckmann hier auftauchen. Die glauben an höhere Gewalt.

  150. Liebe Vroni,
    klar war das...

    Liebe Vroni,
    klar war das ärmlich, aber ich war begeistert. Ich muss mal meine Schwester fragen, wie sie das gesehen hat.
    Das letzte Schwein hat mein Vater ca. 1965 großgezogen, danach kamen die Tieren von befreundeten Bauern. Ich konnte also keine emotionale Beziehung aufbauen…

  151. @Vroni "...das ich...
    @Vroni „…das ich Esoterik-Hasser bin?) Zudem bin ich Börsenhasser. “
    Und auch deshalb sind sie sehr liebenswert.

  152. "Wer hier isst...
    „Wer hier isst Pferdefleisch?“
    Auf den Märkten, die die Domäne Berlin an vielen Wochenenden veranstaltet, ist seit Jahren & jedesmal ein Stand dabei, der Pferdefleisch anbietet und auch reichlich verkauft. Sonst käme er ja nicht immer wieder. Auch Bockwürste aus Pferdefleisch gibt es dort.
    Als Kind in den späten vierziger, frühen fünfziger Jahren in Berlin gab’s zuhause, wenn’s Fleisch gab, meist Pferdefleisch; mir schmeckte das damals ausgezeichnet, weil: es war kein ekliges Fett dran (…als Steppke nicht wissend, dass eigentlich das Fett der Geschmacksträger ist). Heute ekel ich mich davor, aber wieso?
    .

  153. Zwei Juden bestellen in einem...
    Zwei Juden bestellen in einem Dorfgasthaus Braten.
    „Wir haben kein Fleisch im Haus“, bedauert die Wirtin.
    „Nun schön, ein Stück Fisch.“
    „Woher sollen wir im Dorf frischen Fisch nehmen?“
    „Also Hering.“
    „Der ist uns seit zwei Stunden ausgegangen.“
    Die Gäste bestellen noch dies und jenes-es ist aber nichts da, und also setzen sie sich auf ihre Fuhre und fahren weiter.
    Da kommt ihnen die Wirtin mit heraushängender Zunge nachgerannt und meldet:“Wurst habe ich auch keine!“
    (Nach Salcia Landmann)

  154. @derTiger
    die mindesteinlage...

    @derTiger
    die mindesteinlage von 500 EUR – ein anteil – muss er getätigt haben (es gibt ein geschenk, wenn man anteile zeichnet, fahrradtasche etc.); aber wie kommen sie von genosse bei der taz auf pressefreiheit….
    ist die taz nicht ein ferienlager für ältere berufsjugendliche „salonkommunisten“, die sich im rahmen einer projektarbeit dem zeitungsmachen widmen?

  155. @vroni
    aloha zurück. nicht...

    @vroni
    aloha zurück. nicht jeder, der an der börse handelt ist ein börsenfreund.
    aber, wenn sie wie ich am lande aufgewachsen sind und die geschäftsgebahren der örtlichen raiffeisen kennen…da ist es mir an der börse immer heimelig wohl

  156. @Meschuggener:

    Itzhak kommt...
    @Meschuggener:
    Itzhak kommt in eine Fleischerei.
    „Was kostet der Lachs da hinten?“
    „Mein Herr, das ist kein Lachs, das ist Schinken.“
    „Ich habe nicht gefragt, was es ist, ich habe gefragt, was es kostet“!
    (das stand in einer der Zeitungen, die im jüdischen Restaurant ausliegen)

  157. Lieber BertholdIV,
    von...

    Lieber BertholdIV,
    von heimelig kann für mich halt nicht die Rede sein. Krieg ich Würgreiz, weil das Prinzip Börse schon lange nicht mehr o. k. ist. (Ebenso wie das Prinzip Zinseszins.)

  158. "Ich habe nicht gefragt, was...
    „Ich habe nicht gefragt, was es ist, ich habe gefragt, was es kostet“! “
    .
    Hihi, gurgel.
    Diese „Itzig“-Mentalität haben auch Designkunden.
    .
    An alle Metzger: You never walk alone!

  159. Also wenn die Metzger von...
    Also wenn die Metzger von Athen, Rom und Madrid die Empfänger der aktuellen Hilfsfonds wären, wäre das für mich eine angenehmere Vorstellung als die angedachte Verwendung für Verbindlichkeiten der Staaten bei Banken und Finanzkapital, welche mir dann Produkte von unnötig aufgeblähten Mastanlagen jeder Art andrehen. Ob das jetzt ein Finanzprodukt oder ein keimresistentes Hähnchen ist, ist Wurst.
    „Das Finanzkapital ist die erste Negation des individuellen, auf eigene Arbeit gegründeten Privateigentums“ Karl Marx

  160. "Nun kommt einer und drückt...
    „Nun kommt einer und drückt „viel zu früh“ schon von der anderen Seite, stürzt geplant, was sowieso fallen soll. Wer handelt moralisch? Und mit welcher Verantwortung? Solange die anderen noch rechtzeitig beseite springen können.“
    .
    Bis hier kein Widerspruch? Dass man auch hätte die Stützung als externer Hinuzspringender neu und besser organisieren können? Die Wand, da intakt, mit eilends herbeigezogener neuer Manpower wieder senkrecht & gerade rücken und dann wieder fest zementieren können? Der hier nicht-gehabte Widerspruch ließe tief blicken?

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