Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Darüber spricht man weiterhin nicht.

| 217 Lesermeinungen

Nach drei Jahren Stützen der Gesellschaft bei der FAZ ist es an der Zeit für einen kleinen Rück- und Ausblick, damit wir wissen, wo wir stehen, wohin die anderen ziehen und wir selbst idealerweise angenehm verbleiben.

Der Millionärsanteil der Bewohner des Tegernsees ist höher als der Hartz-IV-Anteil der Berliner.

Seit drei Jahren, 383 Beiträgen und über 67.000 Kommentaren schreibe ich mit einigen Gastautoren an den Stützen der Gesellschaft.

Drei Jahre sind, gemessen an der Geschichte des deutschen besseren Bürgertums, keine besonders lange Zeit. Vor allem, weil die grossen, historischen Umbrüche dieser Klasse, die in Kriege, Katastrophen und Revolutionen münden, zumindest in den besseren Lagen Deutschlands weitgehend ausgeblieben sind. In dieses geschichtliche Wenig bis Nichts habe ich dieses Blog hineingeschrieben, eine kleine, indiskrete Bestandsaufnahme einer Schicht, deren Erfolge und Debakel 2012 kaum anders als 2009 erscheinen. Die idealtypische, penibel geputzte Altstadt, in der ich mich um ein Bürgerhaus kümmere, das den Alten Westen definierende Westviertel, in dem ich aufgewachsen bin, und die Millionärsenklave des Tegernsees, an der oft meine Seele baumelt, das alles ist so wie immer. Alles liegt in einer Wohlstandsregion von der Donau bis zum Alpenrand, und sollte sich anderswo etwas ändern  – man könnte es hier trefflich ignorieren.

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Historiker wissen, dass diese Perspektive eines fetten, zufriedenen Frosches in der Nahrungssuppe des Tegernsees nur begrenzt zur Erkenntnis der Veränderungen beiträgt. Und der Frosch wiederum weiss sehr genau, dass jede Art der besseren Perspektive für ihn eher unerfreulich wäre: Um das ganze Elend der jenseitigen Welt und deren Zwänge zu sehen, müsste er schon sehr hoch hinaus. Ein Frosch kann weit springen, aber nicht fliegen, die Erdanziehung ist sein Feind und der Aufschlag wäre unerfreulich. Auf mich und mein Umfeld bezogen: Wenn ich von meiner stuckverkrusteten Altstadtwohnung an den Tegernsee fahre, nehme ich das Störende – Blockbebauung an der Autobahn, Umlandgewerbe von München, das architektonische Nichts des Flughafens – als kurze Unerfreulichkeit wahr. Man sieht hin und wieder wirklich Dinge, die man nicht sehen möchte, und ist froh, wenn dann die ersten Berge auftauchen, die von Garching ablenken. Selbst in dieser Wohlstandszone nimmt man nur das Schönste mit, und lässt das relativ Unschöne achtlos beiseite.

Es ist nicht so, dass ich von der Existenz des Hasenbergls oder Neuperlachs nichts wüsste. Ich war da schon. Wenn ich mit dem Zug nach Frankfurt fahre, erlebe ich dort am Bahnhof mehr soziales Elend als in all den Jahren am Tegernsee. Und dann gibt es auch noch Berlin, Moskau, die kasachische Provinz, Kuala Lumpur und Regionen, in denen sich die Oberschicht ohne Fahrer, Hubschrauber und Leibwächter nicht aus ihren ummauerten Bezirken trauen kann. Für den Frosch in seiner Brühe ist das eine Welt im dauernden Ausnahmezustand, alles scheint aus den Fugen zu sein, nichts ist so, wie man das von daheim kennt. Und weil das Leben hier auch ohne „das da draussen“ funktioniert, ignorieren wir das nach Kräften.

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Ich sass gestern drei Stunden unten am See auf einer Bank, brutzelte in Richtung Sonnenbrand und habe nebenbei einen ganz anderen Beitrag geschrieben, oder besser, zu schreiben versucht. Ich wollte mit dem Selbstmord ein lästiges und kontroverses Altthema endlich abarbeiten und ins Archiv legen. Die Wahrheit ist, dass ich nicht besonders weit gekommen bin, denn immer wieder kamen – natürlich nicht arbeitende – Zeithaber vorbei, guckten auf mein hier eher ungewöhnliches Notebook und machten den immer gleichen Witz, ich hätte hier ja ein schönes Büro. Und ich witzelte zurück und sagte, naja, die Hölle Frankfurt sei schon voll und habe mich wieder ausgespuckt, und so müsste ich jetzt bis zum Ende aller Zeiten am See bleiben. Und dann haben wir gelacht und uns noch einen schönen Tag gewünscht. Einmal, zweimal, dreimal, viermal. Bei knapp 6000 Zeichen – es ging gerade um die Frage, ob man einen Tod im Wasser schicklich sei – sagte ich mir: Ich sitze hier im Sonnenschein, tippe ein wenig auf einem Spielzeugnotebook, die Leute kommen vorbei und denken sich: Oh! Da arbeitet einer! Faszinierend! An einem Tag wie heute, wo alle anderen ihre Hunde ausführen und auf dem Steg liegen und über Albatrüffel reden – arbeitet der. Mitten unter uns. Den reden wir an. Haha.

Ich schreibe das, weil es vielleicht aus einer sehr unschuldigen Weise heraus ein wenig das neutral-asoziale Klima erklärt, aus dem meine Tätigkeit in diesem Blog ensteht: Das meint niemand böse. Da liegt auch viel Freude darin, dass man jetzt genau hier ist und nirgendwo anders. Dass man diese Zeit, die Luft, das Blau und die Sonne hat, und sogar einer hier ist, der arbeiten muss. Niemand ist hier feindlich, und vermutlich wissen die meisten um den Wert und die Bedeutung von Arbeit, aber es ist, hier, jetzt, auf diesen Bänken, nicht die Norm. Selbst wenn ich erzählte, dass ich für eine angesehene Zeitung über all das hier schreibe: Das ist weit weg. Frankfurt, das Internet, das könnte auch auf dem Mond sein oder in der kleinen Magellanschen Wolke. Sicher, woanders ist es anders, so steht es ja auch in der Zeitung, und mitunter hört man auch davon über Pflegerinnen, Kindermädchen und anderes Personal. Ich denke, das ist den meisten durchaus irgendwo bewusst. Aber man vergisst so etwas im Sonnenlicht auch schnell. Und wundert sich, leicht amüsiert und freundlich, über einen Arbeitenden.

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Es gibt Tage, da fremdle ich selbst mit dieser Haltung. Und es gibt andere Tage, da ist es mir vollkommen gleichgültig, dass ich in meinem Leben nur einmal im Hasenbergl war, während ich in der Münchner Residenz den Wärterinnen erklären kann, wie der Aufbau eines barocken Schildplattkabinetts vor sich gegangen ist. Ich finde es vollkommen richtig, dass der Staat meine Opern- und Museenbesuche üppig mit eben jenen Mitteln alimentiert, die er den Besuchern von Rockkonzerten, Fussballspielen und Oktoberfesten abnimmt. In Berlin krepieren die Kastanien, weil niemand das Laub wegräumt, am Tegernsee bringen die Gemeindearbeiter Wochen damit zu, an den Strassenrändern Blumenbeete anzulegen: Ich begrüsse das sehr, still und innerlich, darüber muss man doch gar nicht reden. Es kann keinen Zweifel geben, der Staat ist gar nicht so schlecht auf die Bedürfnisse dieser Klasse eingestellt. Man kann es in ihm aushalten. Wer hier ist, denkt nicht gross daran, nach Österreich oder in die Schweiz oder London oder Monaco zu ziehen. Solange das hier kein grosses Duisburg wird, ist alles bestens.

Natürlich hat sich diese Schicht in den letzten drei Jahren unter dem Druck der Entwicklung verändert: Niemand will mehr Atomkraft oder Gentomaten, alle wollen Bio und Nachhaltigkeit und fallen auf Waldfonds herein, wie sie vor 10 Jahren den Filmfonds geglaubt haben. Von den Banken, den bürgerlichen Parteien von CSU bis Grüne, den Guttenbergs und Wulffs und der katholischen Kirche ist man auf breiter Front abgerückt. Die Klasse ist so gefestigt, dass sie sich ihre eigenen Regeln schreiben kann, und gefallene Idole leichter Hand beiseite räumt. Man zerbricht nicht an inneren Widersprüchen, man löst sie auf, wo man sie nicht ignorieren kann. Auch wenn es ihr Geld ist, das die Finanzmärkte treibt, so ist diese Schicht politisch bedeutungslos geworden, Entscheidungen werden weit weg getroffen. Also kapselt man sich mit dem ab, was geblieben ist. Sicher, es ist nicht mehr die gute Gesellschaft von früher, es gibt Scheidungen und Generationenkonflikte und neue Vorstellungen der Jungen – aber es gibt vor allem keine Alternative, die irgendwie besser wäre. Nur mehr Hektik, Stress und Ärger jenseits dieser Bestlage.

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Man befolgt die Routinen weiter, wie man schon immer weiter gemacht hat. Es gibt keinen Grund, über eine unschöne Zukunft zu reden, die man ausgrenzen und anderen zustossen lassen kann, es gibt genug andere Themen als das, was Medien momentan so berichten. In der Finanzkrise war man mehr an der Spitze des Fortschritts in den Untergang, als einem lieb sein konnte; mir scheint, als würde der Zeitgeist uns jetzt zuraunen, doch etwas zu warten, zu verweilen, die anderen die neuen Entwicklungen probieren zu lassen, und wenn das Wetter schlecht ist, Bad Tölz zu besuchen. Und wenn darüber die Gesellschaft zerbrechen sollte, weil andere lieber in Camps und Castingshows als süffige Organe der kulturellen Einigung wollen, dann hat man daran keine Schuld gehabt: Das waren die anderen, die unbedingt weiter wollten, und am Verbindenden gerüttelt haben, würde man sagen, wenn man überhaupt gezwungen wäre, darüber zu reden. Ist man aber nicht. Man könnte es vielleicht hier tun, aber man muss nicht.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich für drei Jahre Aufmerksamkeit, Kommentare und Zuneigung bedanken, und natürlich auch bei der FAZ für diesen publizistischen Sandkasten in Bestlage.

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217 Lesermeinungen

  1. Drei Jahre können ganz schön...
    Drei Jahre können ganz schön lang sein, herzlichen Glückwunsch!

  2. hab jetzt nur die Marginalie...
    hab jetzt nur die Marginalie gelesen, und frage mich: was, wenn denen die Leute weglaufen?

  3. Mich würde nerven, dass es...
    Mich würde nerven, dass es nach drei Jahren immer noch nicht klappt mit der Inszenierung. Über „Schildplattkabinette“ werden die „Wärterinnen“ hinter vorgehaltener Hand (die wissen sich zu benehmen) gelacht haben.
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    Und das weiße dicke Ei, das Sie mitschleppen, passt eher nach Garching als an den See.

  4. Darüber spricht "man"...
    Darüber spricht „man“ grundsätzlich nie. Ich las gerade neulich einen Bericht von der Riviera während der Depression der 30er Jahre, wo Tausende von leer stehenden Prachtvillen zu Spottpreisen erhältlich waren. So weit ist der Tegernsee vorerst noch nicht.

  5. "vertreibe" mir gerade die...
    „vertreibe“ mir gerade die zeit bis zum beginn von wir staatskünstler auf orf1..
    herzlichen glückwunsch und danke für die letzten drei jahre

  6. Halt immer der gleiche...
    Halt immer der gleiche Grundtenor in den Gschichten, liest man die Überschrift und die ersten Zeilen, kann man den Rest selber schreiben.
    Deshalb von mir nur eine 3-.

  7. Zum dritten vielen dank für...
    Zum dritten vielen dank für die schönen texte und stets ein leeres bänkchen, um luft und blick zu genießen – sei`s mit oder ohne schreibgerät.

  8. "für drei Jahre...
    „für drei Jahre Aufmerksamkeit …“
    Hutzieh, mein Lieber! Es war immer unterhaltsam, oft lehrreich, inklusive der Kommentarvielfalt ein Fest.
    Chapeau, sogar Chapeau claque! ;-)

  9. lieber Don Alphonso, allein...
    lieber Don Alphonso, allein ihnen und der hoch wertgeschätzten runde ist herzlich an dieser stelle zu danken für die jahrelange aufmerksamkeit und zuneigung und weiterhin für solch erheiternde und aufmunternde geistesblitze und volten, die ihre artikel und die diskussion prägen, an den ufern der wohltätigen faz und woanders.
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    zuweilen scheint man zu vergessen, wie gut es einem geht, aber nie, jamais, vergesse ich, wie dankbar ich sein darf für das leben, wie es gerade eben jetzt ist.

  10. Als stiller Mitleser bedanke...
    Als stiller Mitleser bedanke ich mich aus tiefstem Herzen.

  11. Sehr geehrter Foxrommel - dann...
    Sehr geehrter Foxrommel – dann schreiben Sie „… den Rest“ doch „einfach“ drauf los. Ich lese hier seit einiger Zeit mit, von Foxrommel habe ich bisher nichts gelesen, an das ich mich erinnerte.
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    Werter Don, herzlichen Dank für Ihre Gedanken. Auf Ihre Ausführungen zum Thema „Selbstmord“ bin ich gespannt. Ich hoffe indes, Ihre Kunstfigur kündigt hiermit nicht seinen Selbstmord an – durch einen langsamen Gang in den kalten See …

  12. der politsche katholizismus in...
    der politsche katholizismus in der brd erleidet aber auch einen schiffbruch nach dem anderen….
    meine mutter würde sagen „betschwestern“ – vielleicht sollte die bischofskonferenz oder der vatican doch wieder andere handfestere leute ins rennen schicken als magistras mit kurzhaarschnitt. erinnert mich immer an die flutung der vorlesungen im theologiestudium mit lehramtstudentinnen, die noch während der mitschrift den text fürs lernen mit einem arsenal von buntsiften bearbeitet haben und …
    http://de.wikipedia.org/wiki/Annegret_Kramp-Karrenbauer
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/saarland-neuwahl-nach-gescheiterter-sondierung-11615100.html

  13. Schön geschrieben, wir sind...
    Schön geschrieben, wir sind alle solche sattgrünen Fröschchen in wunderbar gefilterten und klimatisierten Tümpelchen, wenn man das ganze so mit der Öde einer ethiopischen Wüste vergleicht, in die ein paar durchgeknallte Freaks zum sich abknallen lassen fahren müssen, weil ihnen das Elend in Bunny Hill, Bronx oder Ciudad Juarez einfach zu wenig malerisch ist.
    Wie gesagt, wir drehen uns dabei schon ein wenig im Kreis, immer die ähnlichen Gedanken, anständig bleiben, aber mit dem anderen Auge auf das Wohlergehen des Daxes schielend..
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    Vielleicht nur mal mehr darüber nachdenken, was das Leben wirklich kostbar macht, statt immer nur über Dinge wie die grösstmöglich zu vermeidenden Übel, von denen Selbstmord wirklich ein ganz bitteres ist, vor allem wenn man mal im Rahmen einer Krankheit schon Harfenprospekte ansehen musste, aber glücklicherweise sich doch noch nicht für ein Modell entscheiden musste.
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    Wie schafft man es, ein Leben mit anderen zu teilen, sich gemeinsam zu entwickeln, und es immer noch spannend zu halten?
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    Wie schafft man es, sich nicht immer nur im Kreis zu drehen, und sich das gleiche lauwarme Tümpelwasser über das Froschköpfchen zu giessen?

  14. ein gruß zur...
    ein gruß zur nacht
    http://www.youtube.com/watch?v=7b0NrqyfHrY

  15. Auf der Seitenlinie sitzen,...
    Auf der Seitenlinie sitzen, Kanapees essen und Champagner trinken? Kann man machen, solange andere den Laden am Laufen halten :-). Unschön wird´s, wenn die eigene Gleichgültigkeit dazu führt, dass man plötzlich selber Mauern hochziehen muss. Vor allem, weil die Musse für Engagement vor dem Hintergrund finanzieller Sicherheit ohne Lohnarbeit durchaus gegeben wäre …
    Glückwunsch zu drei Jahren besserer Gesellschaft. Allemal lesenswert, auch dann, wenn ich (wie häufig) nicht einverstanden bin. Andernfalls wär´s auch ziemlich langweilig.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  16. Drei Jahre sind eine schöne...
    Drei Jahre sind eine schöne Zahl, aber noch lange nicht genug, wie ich meine. Auch wenn ich nicht jedesmal Ihre Meinung teile (wie sollte sowas auch gehen?), sind Ihre Plaudereien bisher immer eine recht zuverlässige Oase für mich gewesen, sowohl was Inhalt als auch Stil betrifft. Ich hebe daher mein Glas auf dreimal drei weitere Jahre, damit das Dutzend voll wird. Sláinte!

  17. Wenn der Don ruft, gibt es...
    Wenn der Don ruft, gibt es hier stets ein munteres Kommen und Kommentieren. Auch ich besuche „diesen publizistischen Sandkasten“ immer wieder gerne und danke dem Gastgeber für unzählige Stunden gepflegter Salonbetreuung im FAZ-Revier.
    .
    Zum Auftakt erzählt Don seine Geschichten und dann improvisieren wir einfach los – alle spielen mit, mal klingt es großartig, dann genial daneben, oder aber der Blues holt uns mit seinen tausend Variationen wieder ein. Weiter so, Don!

  18. Auch von mir und von hier...
    Auch von mir und von hier herzlichen Glückwunsch und ein dickes Danke für die
    schönen Beiträge, die nichts von der süßen Resignation der Millionärsidylle am See in
    sich tragen.

  19. nette Gedanken in Worten.
    was...

    nette Gedanken in Worten.
    was für ein inneres Gefühl ist das, welches sich ausdrücken möchte?

  20. @BertholdIV: Buntstift-Tanten,...
    @BertholdIV: Buntstift-Tanten, schön und gut.
    .
    Noch schlimmer aber ein Klerus, der, leider wahr, die Lehramtsstudentenschaft durch schriftliche Versprechen zu einem keuschen Leben vor der Ehe verpflichten will. Wer nicht gleich aus dem Curriculum zur Venia conica herausfliegen will, muss unterschreiben. Als 20jährige(r) ohne Aussicht oder Ambition auf gelübde-belegten Priesterdienst, aber mit lebensabschnittstypischen Interessen oder auch Bedürfnissen. Also: Es wird unterschrieben! und die moralische Korruption nimmt ihren natürlichen Lauf.
    .
    Mich wundert es nicht, dass die Verkündigung durch solche Menschen nur mit sehr wenig Herzblut und entsprechend mauem Effekt auf die Seelen der Schülerinnen und Schüler geschieht.

  21. Ich war nie ganz deiner...
    Ich war nie ganz deiner Meinung aber trotzdem Glückwunsch zu deinen 383 Beiträgen. Weiter so!

  22. Bester D.A.,

    könnte es sein,...
    Bester D.A.,
    könnte es sein, dass Ihnen zur Einschätzung des „stummen Zwangs der Verhältnisse“ (nicht von mir, sondern Karl Marx), in denen man aufwächst, das Korrektiv der Brüder und/oder Schwestern fehlt? Oder der Hund, der pro Tag drei Windeln braucht, weil er nach fünf Jahren Tierheim- Steinboden nierenkrank ist?
    Ich bin in der – äußerst komfortablen, nachträglich betrachtet – Situation aufgewachsen als Zweiter von drei Söhnen. Sowie der Kleine da ist, interessiert sich kein Mensch mehr für den Mittleren, der Älteste muss sämtliche Rituale durchhecheln. Der Kleine Karriere machen.
    Weil Ihnen diese familientechnischen Blitzableiter offenbar fehlen, kann ich nur raten, konsequent den Übergriffen aus der Vulgo- Mediengesellschaft mit Abstinenz zu begegnen.
    gruß fb

  23. Lieber Don, das ist ja alles...
    Lieber Don, das ist ja alles schön und gut. Nur leider waren Sie eben noch nie in Moskau und der kasachischen Provinz. Während ich bereits mehrmals den Tegernsee besucht habe. Der Unterschied ist kleiner, als Sie zu denken wagen.

  24. Wehrter Don,

    ist es nicht...
    Wehrter Don,
    ist es nicht schön Momente zu haben in denen
    wir die ganze Kraft des Lebens spüren.
    Herzlichst P.

  25. Verehrter Don Alphonso, auch...
    Verehrter Don Alphonso, auch meinen Dank für Ihre Beiträge und meine Glückwünsche zum Dreijährigen.
    Es bleibt der Wunsch nach dem e-Book, um die Sammlung komplett zu „haben“ und nach Auftritten des Autors. Wie charmant sind Sie in natura? Auf der Bühne? Oder als Don Polt mit einem Well?
    Ich sehe natürlich das Problem der Saal/Hallenbetreiber mit einem ganz neuen Produkt. Aber Volksbank/Raiffeisenbank wäre vielleicht als Gastgeber denkbar.

  26. Ich bin nicht immer Ihrer...
    Ich bin nicht immer Ihrer Meinung, lese Ihre Beiträge aber stets mit Genuss. Darum Glückwunsch zu dem Jubiläum und: Weiter so!

  27. @jeanjacques.
    Die katholische...

    @jeanjacques.
    Die katholische Kirche ist eben eine ideologische totalitäre Organisation.
    Über Details braucht man sich da auch nicht mehr echauffieren!
    Bei KPdSU, SED und wie all die anderen vergleichbaren Organisationen heißen, ging es doch auch nicht anders zu.
    Glücklicherweise haben wir keine -auch faktische- Zwangsmitgliedschaft mehr.
    Und den mittelbaren Einfluß dieser Sekte wird man künftig auch noch zurückdrängen!

  28. Herzlichen Glückwunsch zum...
    Herzlichen Glückwunsch zum Dritten!
    Ich hatte so gut wie nie das Gefühl, hier beim Lesen oder Kommentieren meine Zeit vertan zu haben. Das ist eine Menge, wie ich finde.

  29. Don Alphonso, herzlichen...
    Don Alphonso, herzlichen Glueckwunsch zu 3 Jahren des Blogs! Es ist immer sehr nett zu lesen. Was macht eigentlich der Sunbeam? Ueberwintern in der Garage und vom Fruehling mit Water Wetter traeumend? :)

  30. Don Ferrando, oh bitte, welche...
    Don Ferrando, oh bitte, welche Ihnen bekannte Organisation ist denn nicht ideologisch? Und was interessiert es gläubige Katholiken, wenn da ein Haufen Ewiggestrige in Rom, Fulda oder sonstwo hocken?

  31. ...lost in ingolstadt...lost...
    …lost in ingolstadt…lost am see….

  32. Werter Don,
    Sie stellen die...

    Werter Don,
    Sie stellen die Gesellschaft am See als bemerkenswert homogen dar – ich habe da ein wenig Zweifel. Der Eingangs erwähnte Millionärsanteil dürfte seine Millionen in vielen Fällen kaum auf bürgerlich-solide Art und Weise in die Hände bekommen haben. Das muss nicht gleich Waffenhandel und Ähnliches sein, jedoch könnte so manch einer, der mit Wulff auf dem Münchener Filmball feiert, durchaus über eine bescheidene Hütte am See verfügen. Möglicherweise sind das alles Zugezogene und nicht die Leute, die Ihnen bei winterlichem Sonnenschein am See begegnen, sonderlich weit ist es zu den Untiefen der Selbsttäuschungen und Kungeleien der politischen und wirtschaftlichen Elite jedoch nicht.
    .
    Oder – um ErnstWilhelm aufzugreifen – möglicherweise geht es mancherorts in der kasachischen Provinz bürgerlicher zu als am Tegernsee…

  33. Neulich... vor 3 Jahren ......
    Neulich… vor 3 Jahren … Ingolstadt!
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/01/19/der-progesellschaftliche-schutzwall.aspx
    schusch sagte damals:
    „Ich verstehe jetzt auch die Motive, warum die FAZ DA engagiert hat:
    Ein bißchen Leben in die lahme FAZ.net-Blog-Bude zu bringen.“
    Also ROTEN TEPPICH for the faz- fightin´man!!!
    ***
    Heute der Jubiläumstext aus Gmund….sozusagen aus dem Auftrags-Stüberl –
    Ob es nach xx Bühnen-Jahren… auch als Austragsstüberl taugt?
    Obs späda a no aufn Berg aufi kemman?
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ad/Aussicht_von_der_Riedersteinkapelle.jpg
    ***
    Als Alternative für später, wenn die Knie nix mehr taugen:
    bietet sich eine Saisonbuchung des Kaiser(!)zimmers an.
    (hüstl…in der Schweiz!)
    Da kann man völlig kommod im Nick-Knatterton-outfit
    den Berg mit der Bahn rauf und runterfahren;
    und eine eine – angemessen sanfte- Schlittelbahn gibt es auch.
    (Gamaschen nicht vergessen)
    http://www.schatzalp.ch/download/Loggia301a1600.jpg

  34. Ohne Sie und die SdG wären...
    Ohne Sie und die SdG wären drei Jahre weit langweiliger gewesen, geehrter Don. Und niemand hat uns den schleichenden Untergang von Währung und Demokratie und dem ein oder anderen Handwerk so schön moderiert. Dafür meinen Dank. Auch an die FAZ.

  35. @jean-jacques, don...
    @jean-jacques, don ferrando
    m.e. ist das konzept des vatican und der dt. bischofskonferenz diese „betschwestern“ oder bunststifttanten in politische positionen zu hieven für die säkulargesellschaft sehr gefährlich. die sind leichter zu führen – alleine diese vormoderne gläubigkeit, was ich da im studium gesehen habe – und völligst loyal bis in das „schlafzimmer“ ihres privatlebens. da waren die alten konservativen trotz all der fehler (strauss, kohl) viel weniger gefährlich. die trauten sich noch einem kirchenmann zu wiedersprechen.
    vielleicht sollte man für die wiederkunft ludwig des bayern beten

  36. Sehr geehrter Herr Don...
    Sehr geehrter Herr Don Alphonso,
    auch ich möchte mich für die 3 Jahre bedanken, die Sie an dieser Stelle schreiben. Obwohl ich mich eher zur Kategorie der Stillen zähle, versuche ich keine Ihrer Texte zu verpassen. (und dank Ihnen hat die Faz.net in den drei Jahren einen neuen Leser der Webseite gewonnen)

  37. Vermute, der Frosch soll alle...
    Vermute, der Frosch soll alle daran erinnern, dass man ihn problemlos kochen kann, solange man die Temperatur des Wassers nur langsam erhöht.
    Ein schönes Bild!

  38. Dieser Frosch hier wäre nicht...
    Dieser Frosch hier wäre nicht wohlschmeckend und würde hüpfen!
    .
    Ascalain, gern geschehen, und ich denke auch, dass es noch eine Weile weitergehen wird.

  39. gabriele, über die Zukunft...
    gabriele, über die Zukunft soll man nicht spekulieren. Ich war mir nie sicher, ob ich das hier auch nur ein Jahr lang machen würde (und ziemlich viele waren sich sicher, dass es nach ein paar Wochen schon wieder vorbei sein würde). An die Zukunft zu denken würde bedeuten, sich zu verpflichten. Irgendwie wird es immer weitergehen. Aber im Moment fühle ich mich am Tegernsee wirklich enorm wohl.
    .
    bertholdIV, ich kann darüber wirklich nicht schreiben, aber die Moderen macht aus den Kirchen Hackfleisch, auch in Bayern, auch in wirklich kreuzkatholischen Familien. Ich beobachte das ja nun schon mehr oder weniger bewusst seit 40 Jahren: Es gibt einfach keinen Weg zurück, was bleibt, ist Sozial und Vermögensverwaltung.

  40. Glückwunsch und besten Dank...
    Glückwunsch und besten Dank für den heiteren Zeitvertreib, wie für das embedded memento mori.

  41. Auch ich bedanke mich für die...
    Auch ich bedanke mich für die immer wieder erhebenden Beiträge der letzten drei Jahre … wäre ich ein Teenager würde ich laut rufen „Don, I love you“ … da ich aber keiner bin, bleibt mir nur zu gestehen, dass ich jedesmal einen kleinen freudigen Herzhüpfer verspüre, sobald ich in meiner Mailbox lese „FAZ-Community … Die Stützen der Gesellschaft“ … danke lieber Don für dieses Vergnügen und bitte lassen Sie uns weiter an ihren wunderbar formulierten Gedanken teilhaben. Herzlichst, stola

  42. nur am rande - zum selbstmord...
    nur am rande – zum selbstmord im see: unlängst – bei noch andauernden recherchen zu einem vergessenen dichter – kam mir auch der graf johann maillath ins visier. http://books.google.de/books?id=kFI_AAAAMAAJ&pg=PA157&dq=graf+mailath+1855&hl=de&sa=X&ei=3T4ZT_6iF5yosgakwZxI&ved=0CFoQ6AEwBw#v=onepage&q=graf%20mailath%201855&f=false
    ihm wars nicht wohl unter den oberbayrischen fröschen.

  43. nico, vielen Dank, allerdings...
    nico, vielen Dank, allerdings muss man auch sagen: Irgendwie haben die anderen das etwas verschlafen. Ich höre ja ab und zu, dass man sich überlegt, wie man so etwas Ähnliches machen kann, bei anderen Medien. Da bin ich gespannt, denn genau genommen ist das hier ja auch nur Lokalberichterstattung. Ich habe keine Ahnung von Bad Homburg oder Eppendorf.
    .
    Chris, der Tegernsee hat eine etwas seltsame geschichte mit Entwicklungsdellen: Bis 1815 war hier gar nichts. Dann kamen die bayerischen Könige, und um 1900 herum war ews einer der grossen, mondänen Kurorte in den Bergen. Da musste man sein. Nach 1914 dann der erste Einbruch mit den Kriegsfolgen, heftiger Wiederaufstieg mit den Nazis (nicht umsonst ist die Nacht der langen Messer in Bad Wiessee), Einbruch durch den Krieg, Renaissance während des Wirtschaftswunders und todschick, bis dann in den 60ern Kitzbühel bzw. Davos und St. Moritz neu entdeckt werden. In den 80er, 90er und frühen Nuller Jahren war der Tegernsee dann ein überalterndes Spiesserloch, dem die Preisentwicklung in München davongelaufen ist. Seit ein paar Jahren boomt es wieder, aber zum Glück ohne die Leute, die in Kitzbühel oder am Arlberg mehr Party haben. Der Tegernsee hat keine Streif und kein Polo on Ice und auch kein richtiges Skigebiet. Und diese eher begrenzten Möglichkeiten machen ihn eben auch nur für ein bestimmtes Publikum interessant. Das aber, zumindest nach meiner Erfahrung, ziemlich gut dem entspricht, ws man in Deutschland als „gehobenes Publikum“ bezeichnet. Ab und zu kommt mal ein Fussballer im Ferrari vorbei, ein paar Russen fallen auf, aber das ist auch schon wieder alles.

  44. @muscat. Ich habe zur...
    @muscat. Ich habe zur Organisation geschrieben und nicht zu den sogenannten Gläubigen.
    Der Glaube ist imho Privatsache. Der einzelne Gläubige schafft auch keine Strukturen, die massenhaften Kindesmißbrauch erleichtern.
    Die rk Kirche erwiesenermaßen schon ( Mixa et. alt. docent).

  45. @DA
    ist schon klar. man kennt...

    @DA
    ist schon klar. man kennt zu viele schicksale persönlich.
    sie haben recht: sozial- und vermögensverwaltung ist das konzept incl. der besetzung politischer positionen mit o.g. personal…
    aber geben sie bitte nicht der moderne die schuld, das liegt viel tiefer und ist nicht in den letzten 50 jahren entstanden
    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/428251_Ein-spaeter-Akt-der-Gerechtigkeit.html

  46. Werter Don, nun, was soll ich...
    Werter Don, nun, was soll ich noch sagen außer: Bitte weiter so!
    Gruß un Dank
    FS

  47. die kirchlichen organisationen...
    die kirchlichen organisationen könnten sich herausragend in sozialen belangen engagieren und dies als ihre kernkompetenz ausbauen – zum beispiel almosen an die verarmten verteilen, eine heisse suppe hier, eine warme decke dort, ein gutes wort dahinten, und schlicht als das gute beispiel von guten menschen dienen.
    das netz haben sie, und allmählich könnten sie sich im ansehen wieder hocharbeiten, solange nur ihre vertreter ihre finger bei sich beliessen.
    bon, eine idealistische sichtweise, die sicherlich rasch von den realistischen sichtweise überrollt werden wird.
    .
    allerdings sollten sie sich aus mediengremien heraushalten und nicht so viel einfluss in der politik geltend machen.
    .
    ein wirklich laizistischer staat. das wäre etwas.
    .
    bis es so weit ist, erzähle ich jedem pfaffen vom fliegenden spaghettimonster, hehe.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/77/Cuddly_Flying_Spaghetti_Monster.jpg

  48. Die Sicht der upper class auf...
    Die Sicht der upper class auf die zerfallende Gesellschaft. Von der Herkunft her gehöre ich ja eher den unteren Schichten an, deshalb habe ich im Gegensatz zum Autor immer noch den Impuls, mittels politischer Aktion die Verhältnisse im Sinne aller Schichten verbessern zu wollen. Auf Grund geschichtlicher Kenntnisse bleibt es beim Impuls: bin ich deshalb schon zum zumindest virtuellen Großbürger mutiert?

  49. Werter Don,
    auch von mir...

    Werter Don,
    auch von mir vielen Dank für die vergangenen drei Jahre SdG. Und ich hoffe sehr, dass Sie uns auch in den nächsten drei Jahren Tee und Torten reichen werden.

  50. Don, die Frage, woher das...
    Don, die Frage, woher das „gehobenes Publikum“ sein Vermögen hat stellt sich dann aber schon. Dass das solider ist als anderswo und man sich einig ist, dass es oberhaupt nicht geht, so einen hergelaufenen Niedersachsen zu sich an den See einzuladen, versteht sich von selbst. Aber auch das gehobene Publikum versteht sich auf das Spiel mit wechselnden Rollen. Außerdem werden die Party- und Ferrari-Leute irgendwann alt und damit Tegernsee-kompatibel.
    .
    Ich könnte auch versuchen, es ein wenig klassenkämpferisch auszudrücken: Der von Ihnen beschriebene Boom besteht wohlmöglich aus Globalisierungsgewinnlern, die langsam ins Rentenalter kommen, und sich nach einer Solidität sehnen, die sie in ihren jüngeren Jahren nie gelebt haben.

  51. Na,...
    Na, sowas:

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/rechtskonservative-wochenzeitung-junge-freiheit-schreibverbot-vom-bischof-1.1262162

    Das kommt inzwischen für die Kirche ganz schlecht rüber.

  52. Lieber Don, sind sie mit der...
    Lieber Don, sind sie mit der Barchetta am Tegernsee?

  53. Fussballer mit Ferrari? Na,...
    Fussballer mit Ferrari? Na, wenn die Deutschen wieder Weltmeister werden wollen, muessen sie wieder Volkswagen fahren – so wie die 3 Vetreter der Weltmeistermannschaften es im VW Werbespot zur vergangenen WM tun!

  54. Drei schöne Jahre mit Ihnen...
    Drei schöne Jahre mit Ihnen und den anderen, auch für mich ^(übrigens, mein Pseudonym habe ich extra Ihnen zu Ehren gewählt, ganz moderne Befindlichkeitsschmonzes, denn darüber spricht man natürlich eigentlich auch gar nicht: immer wenn man sich sehr über Sie ärgert kommt man auch zur Selbsterkenntnis).

  55. Die Stützen der Gesellschaft:...
    Die Stützen der Gesellschaft: ein 3jähriges Schiff der Träume.
    Fellini lässt grüßen mit „E la nave va“.
    .
    Leider singen die Opernsänger des Tegernsees nicht im Kesselraum für die Maschinisten. Von daher hat sich das neu aufgelegte Szenario, am Tegernsee statt zur See, menschlich gesehen sogar leicht verschlechtert.
    Asche auf mein Haupt.

  56. So ist es....ich komme wieder...
    So ist es….ich komme wieder an den Tegernsee! Nur mit dem Unterschied, dass ich dort Urlaub mache und mich schon oft gefragt habe, was die Menschen, die ich dann dort sehe, so in ihrem Leben machen?!? Vielleicht eine tolle Kolumne schreiben!!
    Vielen Dank!

  57. @DA
    schreibverbot ich weiss...

    @DA
    schreibverbot ich weiss nicht..

  58. Jetzt haben Sie Ihr...
    Jetzt haben Sie Ihr Territorium vermessen, ziemlich klein Ihre Welt, woanders wollen Sie nicht sein, weil Sie ja schon alles kennen…da ist der Selbstmordgedanke naheliegend.
    Mit Depressionen ist nicht zu spassen, die sollte man behandeln.
    Freundlichst
    Der Gärtner

  59. @BertholdIV: Mit...
    @BertholdIV: Mit Buntstifttanten sprach ich zunächst tatsächlich nur von der Lehramts-Studentenschaft. Diese rekrutiert sich zu einem nicht unerheblichen Teil übrigens aus Leuten, denen eine kirchliche Sozialisation abgeht. Es sind wohl auch viele Beispiele von persönlicher Lebens-Unerfahrenheit und Unselbständigkeit dabei (ist das jetzt pädagogentypisch?).
    .
    @BertholdIV/muscat/DonFerrando: Über die Instrumentalisierung von Personen in säkularen Positionen für klerikale Zwecke kann ich mangels Erfahrung nix sagen. Stimme aber zu, dass ein Mensch, dessen Glaubensleben mit Höhen und Tiefen bislang nur schwach ausgebildet ist, gegenüber den Einflussnahmen kirchlicher Seelenführer „unbedarfter“ ist. Schwache Persönlichkeit und starke Einflussnahme – das ist fraglos sektentypisch.
    .
    @Don Alphonso/donna_laura: Bin zu jung, um Volkskirche noch erlebt zu haben. Habe aber noch großartige, auch jenseits der Glaubenslehre sehr gebildete Priester erlebt, die frohgelaunt verkündeten: „Man kann auch katholisch Fußball spielen.“. Und damit meinten, dem Anliegen der Kirche etwas Gutes getan zu haben. Ist wohl auch so, reicht aber nicht.
    .
    Mein persönlicher Tiefpunkt in der Begegnung zwischen sogenannter Moderne und Glaubensverkündigung war eine Veranstaltung des BDKJ (sic!) natürlich nachts, natürlich saßen wir alle in der zweitgrößten Kirche der Stadt auf Militärdecken auf dem Boden, natürlich gab es eine Lightshow. Der Stadtjugendseelsorger redete, ohne etwas zu sagen. „Spiritueller“ Höhepunkt der Veranstaltung war ein „Vater unser“, das ein Jongleur mit Sandsäcken vorturnte. Bitte jetzt nicht laut lachen. Mit Sandsäckchen. Den ganzen Abend lang haben wir nicht ein einziges Kreuzzeichen gemacht oder ein Gebet selber gesprochen, meiner Erinnerung nach. Abenteuerlich! Was für ein Weltbild haben diese hauptamtlich, verbeamteten Jugendseelsorger mit Sekretariat und Sonderzulage eigentlich? Im 21. Jahrhundert gehen samstagsabends Jugendliche freiwillig zur Kirche bei Eiseskälte – und dann lässt man einen Sandsack-Jongleur auftreten?
    .
    Im Übrigen gibt es durchaus Gründe, dass die Aufgaben der Kirche sich nicht in wohltätigen Zwecken und Denkmalpflege erschöpfen wird.

  60. Ein jeder ann natürlich...
    Ein jeder ann natürlich hineinlesen, ws er will, aber Selbstmord geht meines Erachtens überhaupt nicht. Eher lade ich Herrn Wuff zum Essen bei MC Donalds ein. Und 94 möchte ich schon noch werden.

  61. Vielen Dank für die angenehme...
    Vielen Dank für die angenehme und anregende Lektüre. Bitte plaudern Sie weiter.

  62. Sehr geehrter Don Alphonso!...
    Sehr geehrter Don Alphonso! Das ist ja schon fast literarisch, sich als selbstgenügsamen Frosch darzustellen und anschließend so tun, als man hätte gar nichts mit seinem eigenen Blog zu tun! Also daher: Herzlichen Glückwunsch!
    Und eine wirklich wichtige Frage bleibt: Hast Du denn auch Spaß?

  63. @Vroni: Danke für den...
    @Vroni: Danke für den Fellini-Tip! Einer der Helden-Tenöre hat eine gewisse Ähnlichkeit mit …
    .
    Schleckerland ist abgebrannt. Es geht der Krug zum Brunnen bis er bricht.

  64. Dein Frosch (frog in the...
    Dein Frosch (frog in the throat) das unbekannte Wesen.
    Dagegen: Mein Freund der Arbeiter.
    Wer Arbeit kennt und sich nicht drückt ist verrückt.
    Selbstmord? Nehme doch andern Leuten nicht die Arbeit ab.
    DA: 94?: Da müssen Sie aber noch viel, viel Müsli verdrücken, wenn Sie da noch in der Oberliga mitfoulen wollen.
    Ein Schiff wird kommen: tanti auguri……. ma in realta pensi MA VA‘ A FAN CULO.

  65. ..so ganz habe ich den Text...
    ..so ganz habe ich den Text nicht verstanden; -das letzte mal. dass ich Probleme mit dem kontrastiven Aufeinandertreffen von Wohlstand und Armut hatte und körperlich zu spüren glaubte, war in Locarno.
    Ich traf mit dem Nachtzug aus Palermo dort ein, hatte eigentlich gut geschlafen, konnte mich aber mit der Preisgestaltung im Paradies nicht anfreunden;.. setzte mich am nächsten Morgen auf´s Rad Richtung P. Nuv..;..!
    Der Selbstmord wird oft überschätzt; als ausgelebte Gefühlsspitze, die sehr schnell und
    unerwartet kommen >aber auch wieder (im Glücksfall) gehen kann/wird.
    Im Rahmen meiner ganz normalen Dienst und Freizeit/Sport-gestaltung sind mir
    im letzten Jahr zwei Situationen begegnet, die suicidalen Anschein hatten.
    Eine Mutter , nachts mit Kleinkind auf (fast) leerer Strasse und ein Mensch unter starkem Alkoholeinfluss, beide Male hat Verzweiflung scheinbar>nach aussen eine Rolle gespielt.
    Wie bewegt sich ein Mensch, der verzweifelt ist?
    ..anfügend zu Locarno(..das Bettelw..v. loc.)..was hat den Leuten am lago M. meine Stipvisite gebracht?..Eigentlich wirkte alles recht gelangweilt..eine Kellnerin war recht
    nett; ein Plausch über die Routengetaltung bei Biasca, `wie geht´s weiter?..die Strecke war lang und sehr weit/neu, aber wurde bewältigt; -soviel zur Antizipation.
    Bisweilen erinnert mich mein Geschreibe hier an einen Zeit-artikel zweier als Clochards verkleideter Journalisten, die in Kronberg/Ts. übernachten wollten (o. Geld!).
    Was hat Hartz 4 mit einem aus dem (zoo)Gehege entflohenen Geparden zu..tun/gemeinsam..?…
    ..lassen wir das!

  66. @jean-jacques20. Januar 2012,...
    @jean-jacques20. Januar 2012, 14:17….nicht unerheblichen Teil übrigens aus Leuten, denen eine kirchliche Sozialisation abgeht…
    was ähnliches habe ich mal anfang der 90er in der katholischen akademie in bayern erlebt mit gästen aus der damals gerade aufgelöste ddr.
    da wurde dann der katechismus, der gerade auf den markt kam als kompendium des glaubens dargestellt – übrigens ein „machwerk“ des kardinals in wien – deshalb auch dort bei glaubensfremden fassadenchristen – habe einige kennen gelernt vor allem in katholischen mittelschul und studentenverbindungen – sehr beliebt.
    ich glaube viele in der jetzigen hierarchie der rkk sind froh über solche nicht christlich sozialisierten „gläubigen“, die man frisch „aufbauen kann
    zum letzten: natürlich glaube ist etwas anderes als soziale dienstleistung oder denkmalpflege

  67. Glückwunsch und Annerkennung!...
    Glückwunsch und Annerkennung! Und dabei noch die Kommentatoren-Betreuung im Sinne freiwilliger Sozialstunden.

  68. Don Ferrando, dann bitte auch...
    Don Ferrando, dann bitte auch nicht die (privaten oder staatlichen) Alten-, Behinderten- und Pflegeeinrichtungen sowie Sportvereine, Schulen/Internate vergessen, die vergleichbare, dem Missbrauch förderliche Strukturen aufweisen, mit dem einzigen Unterschied, dass da morgens kein Vater unser gebetet wird.
    Das Verhalten der Kirche im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen und deren Aufklärung war in weiten Teilen ein zutiefst beschämendes Armutszeugnis, doch ob das allein die Abschaffung der gesamten Institution rechtfertigt? Eher nicht.

  69. Aus der königstreuen Zeit, in...
    Aus der königstreuen Zeit, in der an den oberbayerischen Seen noch tüchtig gearbeitet wurde, aber auch schon die ersten Kastl-Bauer, elektrische Häckselmaschinen und Bequemlichkeiten aller Art für hohe Herrschaften zu sehen waren, berichtet recht farbig „Das Leben meiner Mutter“ von Oskar Maria Graf.
    .
    http://www.dtv.de/buecher/das_leben_meiner_mutter_10044.html

  70. Schildpadde is patt...
    Schildpadde is patt Schildpadde, dücht mi.

  71. Danke, Don. Ich halte mich...
    Danke, Don. Ich halte mich gern in Ihrem Salon auf und verspreche, auch künftig nicht mit Torten zu werfen, selbst wenn ich manchmal möchte. Oft provokativ, oft einfach schön, immer interessant. Auf die nächsten drei Jahre!

  72. von KLABUND (blogger um...
    von KLABUND (blogger um 1900)
    Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, dachte die Kröte.
    Denn sie war den ganzen lieben langen Tag und die ganze
    lange liebe Nacht allein. Niemand mochte sie, niemand ging
    mit ihr spazieren, niemand spielte mit ihr im Kaffeehaus Tarock,
    niemand verstand sie. Es war ein schauderhaftes Leben.
    «Zahlen!» zischte sie an der Bar, wo sie bösartig auf einem hohen
    Schemel hockte und Glühwein trank, was ihr sowieso nie bekam,
    zog sich ihre Regenhaut an und begab sich zum Schöpfer aller Dinge.
    .
    Sie lüftete höflich ihren braunen Plüschhut und trug ihm ihr Anliegen vor.
    «Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei», sagte sie weinerlich und
    betrübt, «habe ich jemandem etwas Leides getan? Ich sehe nur so aus.»
    «Entschuldigen Sie», sagte der liebe Gott, «ich verstehe Sie nicht recht –
    aber Sie zitierten soeben ein Sprichwort: sind Sie vielleicht ein Mensch?»
    .
    Betroffen dachte die Kröte nach, und kleinlaut gab sie schließlich zu: «Nein.»
    «Also», sagte der liebe Gott. –
    Die Kröte lebte hinfort einsam weiter. Was blieb ihr auch anderes übrig?
    Sie war der Dialektik des lieben Gottes nicht gewachsen.

  73. lieber jean-jacques, näheren...
    lieber jean-jacques, näheren kontakt zur kirche hatte ich ausser vornehm geheuchelter teilnahme an unausweichlichkeiten nicht. eine gute famillentradition, so finde ich. und wenn es gelegenheiten gibt, ihren schäfchen eines auf die mitra zu geben, so wird unser haus eine solche gelegenheit kaum ungenutzt verstreichen lassen.
    glaube ist privatsache, gerne. nachvollziehen kann man ja viel, aber verstehen muss man es nicht. mei, wer damit glücklich ist.
    vermutlich hält es unser geschätzter gastgeber in ähnlicher weise eher mit der russellschen teekanne, und nicht nur mit silbernen exemplaren.
    .
    naürlich können auch pfaffen, und nicht nur laien, sehr gebildet und humorvoll sein.
    nur das armutszeugnis besteht doch auch darin, dass man sich genötigt sieht, dies noch betonen zu dürfen – ähnlich, wie man einen ehrlichen politiker lobt.
    mit jesuiten zu disktuieren ist besonders erfreulich, doch doch. nur bitte nicht in unserer burg, das wäre dann doch ein wenig des komischen zuviel.
    .
    die frage ist doch auch, warum es wen in den schoss der kirche treibt, und nicht etwa in andere schösse.

  74. bertholdIV: Die Vergottung der...
    bertholdIV: Die Vergottung der Vernunft steht Allen im Weg. Nach La Mettrie, Darwin, den Neurodingsbummsleuten, den Genmanipulateuren welche das Gelbe vom Dotter entdeckt haben, ist Metaphysik schlicht sowas von malle, dass der schlichte Gedanke allein schon einfach Lachsalven erregt. Oder eben Achselzucken. Bei den studierten Religiösen ist das beflissen in einer Art Reflex in den Psycho-Dienstleistungsbetrieb gemündet. Jugendgruppen Betriebsamkeit gelagert auf Decken unter der Vierung bei Gitarrenschrummschrumm.
    Stellen Sie sich bloß mal bildlich vor, der Messias würde heute in unsere Welt incarnieren und Ernst machen. Den würde man einfangen durch Sozialarbeiter, danach per Psycho-Experten Elekroschocks aussetzen und, nein nicht kreuzigen, aber sanft, ökologisch, artgerecht, zu Tode kitzeln. Unter Abspielen von Blues oder irgendeinem Säusellärm.
    Kompromißloser Glauben in der Gegenwart erregt Anstoß, weil unanständig. Unvergleichlich mehr als Nackt-oder Loveparades.

  75. Ah, „Histoire de mon...
    Ah, „Histoire de mon temps“? Nein, ich will nicht spotten, Don Alphonso. Danke für die Mühe, den Fleiß und das unglaubliche Vergnügen, daß mir Ihre Beiträge und die geschätzten Kommentatoren gemacht haben. Unser Zeitalter, konstatiere ich, ist ein ironisches. War das 19. Jahrhundert die Zeit Karl Marxens dann ist es heute die Zeit von Groucho Marx. Und jede Wahrheit ist im Ton der tiefsten Ironie vorzutragen. Das gelang Ihnen in für mich vorher unvorstellbarer Form. Vielen Dank dafür. Ich würde auch gern die Gelegenheit wahrnehmen, den Zuständigen bei der FAZ folgendes ins Stammbuch zu schreiben: „Die Stützen der Gesellschaft“ wiegen für mich das ganze Feuilleton auf. Dieser Blog ist ein notwendiges Korrektiv zu manch staatstragender und ein wenig verkrampfter Haltung. Erhalten Sie sich dieses Juwel, es gibt andernorts nichts vergleichbares.

  76. Drei Jahre. Sozusagen den...
    Drei Jahre. Sozusagen den Windeln entwachsen. Toll. Herzlichen Glückwunsch ! Bei Fröschen käme es darauf an, ob man sie langsam kocht oder ins kochende Wasser schmeißt. Zur Zeit werden sie langsam, auf kleiner Flamme, gegart. Wenn sie das mitkriegen, ist es zu spät. Die paar Tegernseefrösche sind übrigens nicht diejenigen, die eine Stimme an den Börsen hätten. Das Spiel veranstaltet inzwischen eine völlig andere Liga.

  77. Lieber jean-jacques,
    "Einer...

    Lieber jean-jacques,
    „Einer der Helden-Tenöre hat eine gewisse Ähnlichkeit mit …
    .
    Deswegen hab ichs ja verlinkt …

  78. donna laura: Er lässt die...
    donna laura: Er lässt die Sonne sowohl auf Gerechte wie Ungerechte scheinen.
    Auch z. B. auf Burgbesitzerinnen, Jesuiten, Komiker, Politiker, Journalisten, Soldaten, Rentner, Manager, Witwen und Waisen, Banker, Professoren, Laien, Kaninchenzüchter, Kapitäne, Präsidenten, Bauern, Unzucht- und Gewerbetreibende aller Art.
    Gleichmütig gegenüber Lästerern, Sekten, Kirchen wie Gläubigen, Häretikern, Totschläger jedweder Richtung. Seine Ratschlüsse sind unhinterfragbar. So oder so kommen Sie ihm nicht aus. Keine Chance.

  79. lieber Don Alphonso, darf man...
    lieber Don Alphonso, darf man sie anlässlich des besonderen anlasses zu einem gläschen champagner einladen – ganz nach ihren geschmack, hoffentlich: http://www.leparisien.fr/laparisienne/cuisine/des-bulles-sans-alcool-un-breuvage-a-la-robe-rosee-qui-ressemble-au-champagne-sans-en-etre-13-09-2011-1607492.php.

  80. Merci pour la lecture...
    Merci pour la lecture divertissante!

  81. Werte donna laura, mich würde...
    Werte donna laura, mich würde eher interessieren, warum man überhaupt „vornehm Teilnahme an Unausweichlichkeiten heuchelt“, wenn man die Kirche für einen Club der verkrachten Existenzen und Päderasten hält.
    .
    Wer mit der Kirche nichts zu tun haben will – fein, der kann ja „kündigen“.
    Aber sich nach jahrzehntelangem Desinteresse an Entwicklungen in der Kirche – seien sie nun positiver oder negativer Art – lediglich an Skandalen hochzuziehen und eine ganze Berufsgruppe unter Generalverdacht zu stellen, erscheint mir etwas zu bequem in der Argumentation.
    Das geht auch anders, wie hier z.B.:
    http://www.muenster.de/~angergun/memorandum.html

  82. Don Alphonso: Hm, käme das...
    Don Alphonso: Hm, käme das nicht einem doppelten gesellschaftlicher Selbstmord gleich?
    („Eher lade ich Herrn Wuff zum Essen bei MC Donalds ein.“ 14:18)
    .
    Haben Sie ihn eigentlich mal persönlich getroffen? Ich wäre so gerne mal Mäuschen, wenn Präsidents auf einer Party Smalltalk machen.
    .
    94 ist übrigens schon sehr alt. Meine Urgroßmutter begann sich mit 93 schwer zu langweilen.

  83. Und natürlich beruht alles am...
    Und natürlich beruht alles am Ende auf Glauben. Auch die Kollegen mit dem Eigelb. Hiesig stellt die Reformierte Kirche fest, dass die Neuzugänge meistens von den Halleluja-Happy-Clapper Gruppen nach und ach zu den etablierten kommt.

  84. kein problem, liebe/r Krck01,...
    kein problem, liebe/r Krck01, dann hoffe ich, zumindest hin und wieder amüsiert zu haben.
    .
    nur angesichts des rückgangs der nackerten im englischen garten (deren wenige auch immer älter und faltiger werden und die unter shit noch etwas anderes verstehen als jüngere) und der drei hanseln beim csd (die hälfte von denen sind eh politiker) bleibt zu vermuten, dass deren zahl die der von ihnen erwähnten kompromisslosen gläubigen unterschreitet (man betrachte allein die menschenmassen bei kirchlichen grossveranstaltungen und den pilgerzahlen*), und so darf ich ihnen höflichst widersprechen.
    .
    vielleicht korreliert deren zahl mit der der kompromisslosen gläubiger, doch dies ist eine andere baustelle.
    .
    mir scheint, dass es durchaus menschen gibt, die sich in einem als revolutionär empfundenen impetus zum christsein ‚bekennen‘, um sich alsbald weitschweifig über dessen vorzüge auszulassen.
    .
    doch wieso ‚bekennen‘? zu glauben ist doch völlig in ordnung, nur bekommt man zunehmend den eindruck, die leute halten dies an der kaffeetafel für ebenso berichtenswert wie zum beispiel eine gleichermassen ungefragt vorgebrachte begeisterung für sodomiten und deren spezialitäten.
    .
    wie gesagt, glauben ist privatsache, und dies darf sie m.e. gerne auch bleiben.
    nun, mit meinen ansichten belästige ich ausserhalb dieser runde ohnehin nur ein, zwei jesuiten – dies nicht einmal ungefragt -, die mich selbst darauf ansprechen und einem anregenden und nicht ironiefreiem gespräch mit einer dame nicht abgeneigt sind.
    .
    —–
    * wenn sie sagen, liebe/r Krck01, dass nacktparaden mehr aufmerksamkeiten erfahren, wieso entledigen sich die eifrigen pilger nicht ihrer bekleidung? dies wäre zumindest ein gag – den man sich in den schweizer bergen besser nicht erlauben sollte, wenn man nicht gerade 100 franken für die strafe entbehren kann.

  85. Auch von mir herzlichen Dank...
    Auch von mir herzlichen Dank für viele Lesefreuden – ad multos annos (denn alle Leselust will Ewigkeit, oder die Möglichkeit zum Wiederlesen, vielleicht in einem Bilder-Buch?).

  86. Nun, als hart arbeitender...
    Nun, als hart arbeitender Frankfurter ohne familiäre Besitzstände und mit Vorliebe für italienischen Kräuterschinken und die Zigarette zwischendurch ist das Mitlesen hier schon gelegentlich eine ziemliche Zumutung. Aber irgendwie wird die auch aufgewogen, sonst würde ich es ja nicht tun.

  87. es wird bald 'tegelnsee'...
    es wird bald ‚tegelnsee‘ heißen. die chinesen müssen noch ein paar der bei ihnen angehäuften euros loswerden.

  88. Lieber Don Alphonso,
    vielen...

    Lieber Don Alphonso,
    vielen Dank für Ihre besinnlichen, Sinn gebenden und manchmal sarkastischen Texten.
    Ich hoffe, wir erleben auch noch den 666. Beitrag, kleiner Teufel.
    Ich lese zwar erst seit ca. einem Jahr mit und habe im Moment keine Zeit, zu kommentieren, aber bitte weiter so.
    An alle, und damit meine ich wirklich alle Kommentatoren, vielen Dank für Ihre oft andere Sicht der Dinge und Ihre nicht immer ernst gemeinten Dialoge,
    ganz besonders die manchmal leicht frivolen Bemerkungen, sehr amüsant, das.
    Filou, maak die Fläsch op, isch han Reserva, 2004. Und jetzt Fußball.

  89. 1:0...
    1:0

  90. Was den Kindesmißbrauch...
    Was den Kindesmißbrauch angeht, betrifft er leider auch städtische und staatliche Einrichtungen. Abgeschlossenheit, Abhängigkeit, Autoritätsgefälle und schwarze Pädagogik begünstigen Übergriffe und deren Vertuschung.
    .
    Besorgt stimmen uns diese Entwicklungen:
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/725586/FPOe-auf-dem-Sprung-zur-Nummer-eins?from=home.meinung.kommentare.sc.p1

  91. 2:0...
    2:0

  92. Dieses Kreuzfahrtschiff, ein...
    Dieses Kreuzfahrtschiff, ein Symbol für den jetzigen Kapitalismus?
    Überheblich, gierig und dumm…versinkt im Meer der Geschichte, 7cm pro Tag.

  93. Ach! Ich ahnte es die ganze...
    Ach! Ich ahnte es die ganze Zeit, dass mit dem Don etwas nicht stimmt! Er macht jetzt in Kino… / (siehe Link)

  94. Werter Don, ich schliesse mich...
    Werter Don, ich schliesse mich den Glueckwuenschen aller hier versammelten, und sich noch versammeln werdenden, an.
    .
    Der Glaube scheint mir nicht gefaehrdet, die bisher stattgehabte Administration desselben aber sehr wohl.
    Auch in unserer Gegend bleiben die Frommen in Mengen weg. Ich weiss von einem Kirchengebaeude aus aus dem 16ten Jhdt, das mittlerweile fuer „kulturelle Veranstaltungen“ vermietet werden muss. Das letzte Mal war es der staedtische Karnevalsverein, der nicht nur eine sagenhafte Sauferei veranstaltete, Funkenmariechen, Polonaise und bepisster Fussboden inclusive. Hoehepunkt des Festes war der Tabeldance einer stadtbekannten Friseuse.
    Frueher sangen Landfrauenchoeure und Schulorchester gaben ihr Schlechtestes.
    Wird der Euro eines Tages gefallen sein, dann ziehen wieder die Geldwechsler in den Tempel. Huren waren schon immer drinne. Buesten der idiotischsten Karnevalsprinzen (also alle) werden aufgestellt; es kommt Froehlichkeit auf.
    .
    (Die Stadtbibliothek fiel uebrigens Sparmassnahmen zum Opfer)
    .
    Alaaf und Helau!

  95. Das Wasser des Tegernsees wird...
    Das Wasser des Tegernsees wird immer salzhaltiger. Die Frösche werden kurz über lang aussterben. Auch eine winterliche Eisbildung ist zukünftig ausgeschlossen. Wissenschaftler der LMU haben herausgefunden, dass der Salzeintrag auf die häufig geweinten Krokodilstränen seiner Anwohner zurückzuführen ist. Das Biotop Tegernsee ist dabei, umzukippen. Jetzt helfen nur noch Gebete.

  96. liebe muscat, bitte sehr, die...
    liebe muscat, bitte sehr, die kirche verurteile ich doch nicht wegen zeitaktueller skandale – das ist ja nichts neues -, noch hat meine wenigkeit sie unter irgendwelchen generalverdacht gestellt. wenn sie noch einmal lesen mögen.
    in aller hier gebotenen kürze ist es doch viel mehr so, dass man m.e. sagen kann, es einigermassen unsinnig erscheint, feste zu glauben. wer dies anders hält, darf dies bitte tun.
    .
    ach ja, sie frugen nach der haltung: wieso nicht ein wenig heucheln – bloss nicht zu sehr -, selbstverleugnung gehört zu den soft skills der sdg. aber dies wissen sie sicherlich bereits. noch eine oblate?

  97. mediensegler, Felicitation!...
    mediensegler, Felicitation! Ich hab Chianti (von Lidl. Trinkbar.).
    .
    B.T.W.: Ein ueberegionaler Radiosender veranstaltet gerade den Wettbewerb „Der duemmste Stadtrat der Niederlande“.
    Mein Liebling aus meinem Kaff, genannt „Aardappel“, ist einer von fuenf Spitzenkandidaten. Er wird es schaffen, dieser Imbecile. Mit G-ttes Segen und meinen Gebeten.

  98. 3:1...
    3:1

  99. "... rapit nos atrociter ..."...
    „… rapit nos atrociter …“ – für derartige Anwandlungen ist es nach 3 hoffnungsfrohen Jahren doch noch etwas zu früh, Euer Liebden. Aber, zugegeben, die Jahreszeit ist uns Musensöhnen wenig zugetan, da kann man schon einmal beim Anblick der feisten Tegernseer Gerontokratie auf absurde Gedanken kommen. Aber der Sensenmann ist ja territorial ungebunden …

  100. drei jahre, wie doch die zeit...
    drei jahre, wie doch die zeit vergeht…
    .
    dem hausherrn meinen dank und auch seinen gästen, langweilig war es mir bei den sdg nie.

  101. @Filou (21:39)
    Apropos...

    @Filou (21:39)
    Apropos Stadtbibliothek und Sparmaßnahmen:
    In Stuttgart hat man sich eine schicke, neue Stadtbibliothek geleistet.
    „Da könnt‘ mr doch a weng ebbes spare!“ dachte man sich und hat den dritten, geplanten Aufzug gestrichen.
    Da sich dann nach Fertigstellung des Bauwerks aber immer endlose Schlangen vor den zwei Aufzügen ansammelten, wird nun der dritte solche doch noch realisiert.
    Kostet halt jetzt das doppelte.

  102. endlich hoerst Du hier auf zu...
    endlich hoerst Du hier auf zu bloggen, wurde auch echt zeit, keine ahnung warum die faz dich so lange fuer diese wirren schulaufsaetze bezahlt hat! Ich wuerde zur Taz gehen oder Vorwaerts, da passt Du besser rein!

  103. Werter diktionaftis, es...
    Werter diktionaftis, es überrascht mich auch immer wieder wie teuer sparen ist.
    .
    Bei unserer ’schwäbische Hausfrau‘ in Berlin wäre man sicher froh, wenn es nur das doppelte kostete.
    .
    Über sparen als Wachstumsmotor sollte mal nachgedacht werden.
    kostet.

  104. bertholdiIV, politischer...
    bertholdiIV, politischer katholizismus, also, windhorst ist tot (ich meine den zentrumspolitiker des zweiten kaiserreichs, der bismarck mehr zusetzte, als lasalle). der kurze blüm kam noch aus der kolpingjugend, aber das ist schon länger nicht mehr das karrieresprungbrett. ganz im gegenteil, wer als religionslehrer in die politik will, macht das lehramtstypisch eher über sie spd.
    .
    das letzte mal, als die katholische kirche ihren standpunkt durchsetzten konnte, war, zu den zeiten, als kapläne in den film die sünderin gingen, um durch werfen von stinkbomben dem publikum den anblick einer nackigen frau knef zu ersparen. damals war es eben auch noch anregend, für den fortschritt und gegen die dunkelmänner zu sein.
    schon die debatte um pille und abtreibung anfang der siebziger ging für die katholische kirche verloren. letztlich deswegen, weil auch katholische familien bürgerlich orientiert am sozialen aufstieg teilnehmen wollten und zu dem zweck auch familienplanung betirieben und betreiben, ganz egal, was der in rom dazu zu sagen meinte oder zu sagen meint. und seit der zeit hat der gesellschaftliche einfluss nicht zugenommen, pöstchen in mediengremien hin oder her.
    .
    überhaupt ist das c im parteiname eines vereins, der sich für eine volkspartei hält, nicht einmal mehr der tradition geschuldet, sondern dem unvermögen, zu sagen, wofür man steht. ich gebe allerdings zu, dass mmkb, oder ausgeschrieben, mutti muss kanzler bleiben, nicht so gut kommt, wie das cdu, an daa man sich ja auch gewöhnt hat.
    .
    tatsächlich sehen sich die katholiken in der cdu ähnlich vertreten wie die konservativen. sind aber auch selber schuldig, wenn frau v.d.leyen proköamiert, erzihung ist für die reichen, der rest hat zu arbeiten, steurn zu zahlen und zu diesem zweck etwaigen nachwuchs in staatlicherseits zu errichtenden verwahranstalen abzugeben, nun, eigentlich hätte da ein aufschrei der katholischen parteifreunde der genannten dame kommen müssen.
    kam aber nicht. warum nicht, war da am ende schon keiner mehr?
    .
    es war da vor gut zwanzig jahren ein ereignis, das der cdu nicht nur ein erkleckliches vermögen, sondern leider auch funktionäre in die partei gespült hat, die in einer politischen sekunde ihre treue von honecker auf kohl warfen, nicht zu nennen all die fdj-bonzen und sed-knallmimen und knatterchargen, die dort waren, dort sind und dort sein werden, wo der stärkere ist.
    oder hält hier irgend jemand einen gewissen herrn tillich, der in sachsen immerhin den ministerpräsidenten geben darf, weil der verein dort sonst niemanden hat, der das statt diesem herrn, tun könnte, der schon früher anderen leuten willich war, tun könnte, dieser herr tillich also, hät den irgend jemand hier eine lichtgestalt des politischen katholizismus?
    ja, herr tillich ist eigenen angaben zufolge römisch-katholisch, eigentlich erstaunlich für eine partei, in der mitglieder nach der wende, wie die vereinigung in neufünfland heisst, spätestens in dem augenblick aus der kirche ausgetreten sind, als der erste bescheid über kirchensteuer ins haus flatterte. übrigens wollten die wirklichen christen der ddr mit der cdu-ost genauso wenig zu tun haben, wie mit der sed, die wussten schon, warum.
    .
    ib der katholischen kirche nehme ich, als aussenstehender, dieser tage so etwas wie eine reformation wahr:
    die engagierten gläubigen wollen wie priester sein und sakramente spenden. sei vergessen dabei, das was jeder kann und jeder darf, ist für sich und andere nicht eben sonderlich prickelnd.
    die priester wollen weltleute sein, so etwas wie arbeitnehmer, möglichst 36-stunden-woche, tarifvertrag, gewerkschaft mit der befähigung zum arbeitskampf. sie vergessen dabei, zum arbeitnehmerstatus gehört auch der wechsel des arbeitsplatzes. so einer ist dann eben eine art sozialarbeiter, aber kein priester mehr; im neuen testament wird präzise zwischen hirten und mietlingen unterschieden.
    was den zölibat angeht, wennder fällt, fällt auch das wesentliche, was die attraktivität des priesters für ältere frauen, die dankbarste zielgruppe, eigentlich ausmacht: diese mischeng von unterdrückter mütterlichkeit und unterdrückter sexueller anziehung. so ähnlich wie bei den boygroups, wenn da der leadsänger heiratet, suchen sich die mädels eine andere gruppe, auf die sie ihre sexuellen projektionen werfen können.

  105. Warum nicht: "SPAREN ?" - was...
    Warum nicht: „SPAREN ?“ – was das wieder kostet!!!

  106. Schade wenn es vorbei wäre....
    Schade wenn es vorbei wäre. Danke für die sprühenden Gedanken.

  107. Gar nichts ist vorbei! Da war...
    Gar nichts ist vorbei! Da war bei Don Quichotte der Wunsch des Gedankenbastards. Es geht hier ganz normal weiter, zuerst aber kommt ein Jubiläumsbeitrag von Kommentatorenseite, auf den ich mich sehr freue, und dann noch viel anderes. Ich habe nicht vor, den Sandkasten zu räumen.

  108. Fleissig, fleissig!...
    Fleissig, fleissig!

  109. Eigentlich bin ich sehr, sehr...
    Eigentlich bin ich sehr, sehr faul.

  110. Die eigenen Meinung und...
    Die eigenen Meinung und Einschätzungen vorgetragen zu bekommen, das langweilt. Deshalb komme ich gerne hier her und gehe selten gelangweilt.
    .
    Eines aber muß ich kritisieren, nämlich daß Sie an den historischen Realitäten vorbei die „Geschichte des deutschen besseren Bürgertums“ fortwährend als ein Kontinuum beschreiben. Sicher, Clio ist eine Hure und so können auch Sie gegen ein kleines Entgelt frei über sie verfügen. Aber alles läßt auch sie nicht mit sich anstellen. Bayern und der Tegernsee waren mitnichten Keimzellen deutscher Bürgerlichkeit und sind es bis heute nicht (kleine dumme Städte an der Donau auch nicht). Das bessere Bürgertum ist in seinen besten Teilen entweder ausgewandert, vernichtet oder einfach still, während Zahnärzte vor 150 Jahren noch auf Jahrmärkten herumsprangen, die Professionen anderer Tegernseebewohner vor einer Generation noch gar nicht existierten und eine quantitativ sicher nicht ganz unbeträchtliche Gruppe sich Mitte des verflossenen Jahrhunderts durch Bereicherung am Leiden anderer in die „Klasse“ hineingedrängt hat. Ich schreibe mich in Rage.
    .
    Wie gesagt, langweilig war es selten (von den gelegentlichen ökonomischen Auspikationen einmal abgesehen). Nein, mitunter sehr unterhaltsam. Dank Ihrer und mancher Kommentatoren (bzw. Kommentatorinnen).

  111. Auch von mir als einem stillen...
    Auch von mir als einem stillen Mitleser des Blogs wie auch der vorzüglichen Kommentare vielen Dank! Ich bin immer wieder erstaunt, dass es noch etwas Neues, interessantes aus den Besseren Kreisen zu erzählen gibt…..

  112. Jawohl, das stiiimmt.
    Keine...

    Jawohl, das stiiimmt.
    Keine Torte mit drei Geburtstagskerzen.

  113. Sehr geehrter Don Alphonso,...
    Sehr geehrter Don Alphonso,
    Sie waren ein Zufallsfund, über den ich mich erstaunt amüsierte („was hat der eigentlich im Kopf, wenn er seitenweise über ein Buttermesser schreibt, naja, immerhin anregend“). Dann gab es ein paar Wochen den Hype – und das Erstaunen, dass es heutzutage noch solche Verehrungszirkel gibt. Nun klicke ich seit langer Zeit nur ab und zu in Ihre Kolumne und stehe jedesmal amüsiert vor dem Diorama einer Lebenswirklichkeit, die es entgegen meiner Vorstelllung wohl geben muss – sonst könnte man nicht zu nett darüber schreiben, oder?

  114. Ach ja, der Tegernsee und...
    Ach ja, der Tegernsee und seine Kröten……auch hier im Rheinland ist es schön und
    die Kröten sind hier auch nicht anders als am Tegernsee. Außerdem haben wir hier
    in Köln und um Köln herum den Karneval und der entschädigt für vieles, gibt Kraft
    und Herrlichkeit gegen die Widrigkeiten des Lebens. Wer meint, sich nur am Tegernsee den srengen Gesetzmäßigkeiten des Lebens entziehen zu können, der
    irrt. Sic transit gloria mundi. Mit kölschem Gruß

  115. @foersterliesel
    apropos...

    @foersterliesel
    apropos seligsprechen. am letzten sonntag, hat der priester in der abendmesse in maria rotunda verkündet, dass der kardinal die seelenmesse für den zur pfarrei gehörenden und verstorbenen herrn hawelka liest – wenn ich das richtig verstanden habe. das müsste jetzt die tage passier(en)t sein

  116. Ich bedanke mich herzlich für...
    Ich bedanke mich herzlich für Ihre für mich sehr wertvolle Arbeit. Auf die nächsten drei Jahre; vielleicht wird sogar irgendwann ein signifikantes Stück Zeit daraus (etwas mehr als „geschichtlich Nichts“).
    Grüße aus Norwegen
    Jacques

  117. @ E.R. Binvonhier (20. Jan.,...
    @ E.R. Binvonhier (20. Jan., 23:17)
    „Wir müssen uns einschränken – koste es was es wolle!“

  118. Re DA am Tegernsee:
    Ubi bene,...

    Re DA am Tegernsee:
    Ubi bene, ibi patria, oder?
    P.S. Re Griechenland. Gier, Spekulanten und Hedge-Funds.
    „Profit ist kein Menschenrecht“ (Tages-Anzeiger, Zürich, gestern)

  119. Mit Don Alphonso ist es wie...
    Mit Don Alphonso ist es wie mit dem Mann ohne Eigenschaften – man möchte ihn aus Freude am Lesevergnügen, nicht missen, nicht um irgendwohin zu kommen. Chapeau!

  120. "ein Jubiläumsbeitrag von...
    „ein Jubiläumsbeitrag von Kommentatorenseite“? HansMeier555 zum relaunch des feudalismus unter globalisierten vorzeichen? ehrlich? lieber don, sie plagen ihre gäste mit deren eigener neugierde…

  121. αποδεικτικος...
    αποδεικτικος (apodeiktikos) = beweiskräftig……..zu bescheissen ist eine hohe Kunst. Es geht, wie geflissentlich angedeutet wurde, nicht um den hohen Amtsträger, sondern um seinen jahrelangen Speaker. Auch wenn jener Knall auf Fall kürzlich…
    *
    Das hochgestimmte C fängt an zu krächzen.
    *
    Teure donna laura: Wenn Sie mich fragen, es kommt nicht auf die Masse an. Eigentlich ist es (vermutlich) wie beim Sieben der Alaska Nuggets. Gewogen und zu leicht befunden.
    *
    Geheimer Zusatzartikel der eidgenössischen Verfassung: Profit tut not.

  122. Der Anteil des Ausstoßes an...
    Der Anteil des Ausstoßes an Berlinern der deutschen Backereien und Konditoreien ist immens. Darüber spricht man nicht, was in ihnen (wirklich)drinnen ist. Einen Berliner zu vernaschen ist keine Kunst.

  123. Gruß vom Staffelsee an den...
    Gruß vom Staffelsee an den Autor am Tegernsee. Die Wahrheiten eines Verschonten sind hier etwas weniger strahlend, aber dafür ist der Aufwand, nach Verrentung erfreulich gering.
    Eine Freundin, Oberlandlerin in Berlin, bestätigt mir, dass es auch dort genügend bezahlbare Idylle und innerlich aufmerksame Menschen von äußerem Normalformat gibt.
    Ihre Notizen pflücke ich mir täglich in meinem Linkgarten.Gratulation!
    Gruß aus Murnau
    Mundanomaniac

  124. Krck01@ Einen Berliner zu...
    Krck01@ Einen Berliner zu vernaschen kann schon eine Kunst sein – für die Waffeln.

  125. Wer glaubt mit Lug, Trug und...
    Wer glaubt mit Lug, Trug und Selbstbetrug durchs Leben zu kommen, bitte schön. Es ist nicht verkehrt, wenn es Menschen gibt, die soziale Verantwortung wahrnehmen. Dazu gehört auch die geschmähte Kirche. Bekanntlich kann Glaube Berge versetzen.
    .
    Es ist es so, wie DA oben schrieb. Die Frösche sind oft gesinnungslose Gesellen im weiteren Sinne. Das Gute ist, dass die Verursacher der sozialen Schieflagen die Folgen ihres Treibens selbst miterleben werden. Sie haben es sich verdient.

  126. "Frankfurt, das Internet"...
    „Frankfurt, das Internet“
    Sie meinen da wo die Turbochristen gegenüber dem Internetcafe mit dem für den afghanischen Kulturverein sammelnden Betreiber/Mitarbeiter ihren „Jesus Saves“ Missionierungsstand aufgebaut haben?

  127. Nehehe, Donna, es wird Savall:...
    Nehehe, Donna, es wird Savall: Ueber schoenes Papier, aesthetischen Satzspiegel, intelligente Illustrationen, Bucheinbaende und erotische Buchruecken, Vorsatzpapiere…
    …gute Buecher ueberhaupt.

  128. @Köstlich
    Als "Zeithaber" hab...

    @Köstlich
    Als „Zeithaber“ hab ich das nicht nötig.

  129. Nachsatz:...er schreibt nicht...
    Nachsatz:…er schreibt nicht ueber Inhalte, sondern ueber den Einfluss des Inhaltes auf die Buchgestaltung.
    .
    Ueber Inhalte wird im Feuilleton zuviel geschrieben. Meistens missverstaendliches.

  130. Auch von mir, einem ebenfalls...
    Auch von mir, einem ebenfalls eher stillen Leser, die besten Wünsche zum Dreijährigen! Ich freue mich auf weitere interessante und unterhaltsame Einblicke in den nächsten drei Jahren.
    .
    Lieber Don, machen Sie bitte weiter! Außer auf Ihre eigenen Beiträge freue ich mich auch auf weitere Gastbeiträge, die haben mir bisher alle ausgesprochen gut gefallen.
    .
    Wie verhält sich eigentlich der Starnberger See zum Tegernsee? Gibt es da große soziale Unterschiede?
    .
    Und wo steckt eigentlich der Meiers Hans? Feilt er eifrig an seinem Gastbeitrag zum Thema Refeudalisierung?

  131. @Foxrommel, Sie meinen der...
    @Foxrommel, Sie meinen der Gastgeber behauptet nur er sei faul, Sie sind es ;-).

  132. Schön gesagt, perfekt 57, man...
    Schön gesagt, perfekt 57, man liest DA um der Worte, nicht der Ziele wegen, und ich muss mich anschliessen, vor allem auch gerne der schönen Sprachbilder, Metaphern und Ideenbelichtungen wegen, man ist immer wieder neugierig auf etwas Neues. Anders als bei der ‚Zeit‘, wo nach ein paar absolut interessanten Überschriften meist ein einschläfernd langweilig ausgewogener Sermon folgt, so eine Kirchentagsforum-Erleuchtungs-Mentalität.
    .
    Ich weiss, es ist nicht nett, Yorkshire-Terrier mit Betongewichten platt zu machen(Fisch namens Wanda). Wir alle wissen so viel, das nicht nett ist, und halten uns alle nicht so sehr dran. Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier. Wir (fast) alle freuen uns, wenn wir mit einer Investition richtig gelegen sind. Eine Aktie, ein Bild, ein Auto, eine Silberkanne zum rechten Zeitpunkt gekauft haben.
    .
    Und transferieren immer noch keine 100 € an die Caritas. Bemühen uns nur, nicht professionell maschmeysterlich andere mutwillig über die Tischkante zu zerren.
    .
    Was in diesem Forum mal ganz nett wäre, nicht nur über andere zu meckern, sondern mal zu mutmassen, was denn alles ganz toll wäre für die ca. fünfzig Jahre Halbwertszeit, in der wir mit unserem Körper selber etwas anfangen können, nicht mehr von Eltern und Lehrern ins Hirn ge§chissen bekommen, und noch nicht vom Doktor den Zeigefinger vor dem besorgten Blick geschwenkt bekommen.
    .
    Wer das Bergfest ’50‘ erreicht hat, hat noch (oft) ca. zwanzig muntere Jahre vor sich, dann geht’s ans Bilanzziehen und vielleicht noch der einen oder anderen Flasche Wein, Cognac, Whiskey oder Williams den Garaus zu machen. Und -§cheisse- sind die schnell vorbei!!! Denken Sie mal alle an ihren 30. Geburtstag zurück! (Sofern gehabt)
    .
    Und in diesem Sinn, lieber Krck 01, viel lieber eine lebendige Nacktparade als eine sterbenslangweilige Fronleichnamsprozession. Recherchieren sie mal zu ‚Fantasy Fest Key West‘ – ich will mich da mit irgendeinem nicht jugendfreien link nicht wieder in eine internetveröffentlichungsbedenkliche Brennnessel setzen- aber dagegen ist die Love Parade etwas für Anfänger, und das interessanteste ist, dass es eher ein Turbo-Springbreak eben nicht für Schulkinder darstellt.
    .
    Und in diesem Sinn hasse ich mit Überzeugung weiter das Beckenbauer-Modell, seine Frau in das gleiche Modell in jünger umzutauschen, weil es völlig bekloppt ist, erotische Anziehungskraft am Alter festzumachen.
    .
    Das wäre für Frauen viel eher plausibel, neben dem Miternährer und Hausaufgabenbesichtiger noch ein fligranen Italian Stallion oder eben einen Terminator für die wilden Momente in Anspruch zu nehmen.
    .
    In diesem Sinn: Was macht das Leben liebenswert???

  133. *seufz*
    Sie haben meine...

    *seufz*
    Sie haben meine tiefsten Wünsche erkannt, Filou. Allein für eine solche Ehre bin ich nicht würdig genug. Immerhin würde mich eine Beitrag über das Wesen der Gallerte und warum ein Veganer kein Buch lesen darf sehr erfreuen.

  134. jean-jacques, hatte das vorhin...
    jean-jacques, hatte das vorhin überlesen, herrlich, ein Vaterunser von einem Jongleur mit Sandsäckchen vorgeturnt.
    Das ist so dämlich, dass es Bände spricht…

  135. @The Great Artiste
    "Was macht...

    @The Great Artiste
    „Was macht das Leben liebenswert???“
    Lieben
    – ohne Love-PARADE und andere Surrogate.
    (gelingt ab 50 immer besser – da hormongesteuerte Paarungsrituale obsolet geworden sind, oder sein sollten.)

  136. die SdG waren mir immer ein...
    die SdG waren mir immer ein vergnügen, seit ich sie entdeckt habe. mal mehr, mal ein bißche weniger, aber die scheinbar arrogante sicht der dinge ist oft soviel tiefgründiger und hintersinniger als die „leit-„artikel vorne auf der zeitung. mit den besten beitrag fand ich damals den über die heimkehr des krieges in seine vaterstadt oder so ähnlich.
    heut dürfen wir ja vorne wieder lernen, daß eine kritische sicht der dinge ein reines wohlstandsproblem ist, vor allem wenns ums fressen geht: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ernaehrungswirtschaft-laib-und-seele-11616812.html . schuld am hunger in der welt sind die grünen, die vegetarier und die habgier der biobauern, das ist so sicher wie der atom, und ohne gentechnik gehen bald die lichter aus. man sollte nur wiesenhof, nestle, monsanto, bayer und co in ihrer mittelständischen rein philantropischen tätigkeit nicht ständig im weg rum stehen, dann wäre alles prima. dem manne ist nicht zu helfen, seinen leserzuschreibern auch nicht. dann doch lieber sahnetörtchen und kronleuchtercontent vom veganer aus priveligierter lage, der von dort immer noch mehr übersicht als jener carnivore hat, und dazu ein loses schreibwerk. wenn manchmal die tasten nicht so sicher getroffen werden, stört das keinen großen geist, und einen kleinen gehts nix an. man merkt dem spaß am machen und am plaudern, wenn eigentliche faulheit immer so effizient daher käme, sollte man alles tun, sie zu fördern. in diesem sinne – bitte weiter machen.

  137. @armedjihad 21. Januar 2012,...
    @armedjihad 21. Januar 2012, 15:18
    So ein Schmarrn ! Die „Volksparteien“ suchen händeringend Wähler! Da wird nicht missioniert, da wird im Minutentakt eingebürgert. (50 Osteuropäer und Türken pro Woche und Kreis sind die Norm. Wähler für SPD und Grüne.) Den Gutmenschen ist „ihr“ Volk abhandengekommen. Die muss man nun wirklich nicht als Turbochristen bezeichnen. Das sind höchstens Weihnachts- und Osterchristen. Turbomissionierung im altchristlichen Sinne funktionierte mit Scheiterhaufen. Gibt es schon lange nicht mehr. Machen wir einen Deal. Sie gehen unmissioniert nach Hause. Im Gegenzug wäre es nicht schlecht, wenn wir auch auf Ihre Mohnprodukte verzichten könnten. Ansonsten wäre ich für die Einführung der öffentlichen Hinrichtung von Rauschgifthändlern. Sofort nach Urteilsverkündung, ohne Recht auf Revision. Entspräche doch auch ihren Rechtsnormen, oder ?
    .
    Heißer Tip. Westerwelle musste zur Einnordung in Washington antanzen. Er war im Fall Libyen unangenehm aufgefallen. Gleichzeitig schützen bescheidene 3 US-Trägergruppen unsere Ölvorräte. Herrscht bei ihnen schon bombiges Wetter ?
    .
    Jetzt sind wir aber doch an den äußersten Randbereich des Themas abgedriftet.

  138. Lieben ...aber sich nicht...
    Lieben …aber sich nicht gegenseitig auf der Pelle hocken.

  139. @TGA 16:18
    Jetzt haben Sie ja...

    @TGA 16:18
    Jetzt haben Sie ja richtig abgerockt und genau das macht Spaß und Laune. Von Punk bis Beethoven, alles kann hier ertönen: mit Sprachwitz und fliegendem Themenwechsel, das Jammertal sollen getrost andere besingen. Keep on running, TGA!

  140. gabriele: Sie erbosen mich....
    gabriele: Sie erbosen mich. Was wisen Sie denn schon über meine Hormon-(spiegel) steuerung über die 50 hinausschiessend. Sowas von Stigmatisation ist mir noch nie in meinem Leben begegnet. Stolzgebläht trag ich mein Selbsbewußtsein als ein“ Mann mit Eigenschaften“ herum, incl. der Erwartung einer Lebensromangeschichte mit offenem Ende. Und nun Sie.

    Auch Veganer sind Menschen. Mit Bedürfnissen. Sie schreiben sogar Monographien über sich selbst. Können demnach lesen, will sagen schauen auch in Bücher hinein. Von letzterem will uns der Monopolist Apple abbringen. Man sollte denen…

    Ausserdem, wer isst denn heutzutage noch Wurstbrote, doch nur der Plebs.

    So bescheuert müsste man sein, um auf eine Loveparade zu gehen. Bin ich ein Selbstmörder (Duisburg)? Fronleichnamsprozessionen dagegen haben ihren eigenen Sound. Hierbei ist meines Wissens noch nie ein Teilnehmer zu Tode gekommen. Ist auch appetitlicher anzusehen.

  141. Liebe donna laura, mein...
    Liebe donna laura, mein zweiter Absatz war auch eher eine Ergänzung meiner Antwort an Don Ferrando.
    Aber die Heuchelei… mal ehrlich, wozu? Hammse das nötich?

  142. Eigentlich ist ja Don Alphonso...
    Eigentlich ist ja Don Alphonso der wichtigste Treffpunkt – nicht der Tegernsee.
    .
    Und natürlich stimmt man nicht immer zu – aber wozu wäre das auch?
    .
    Und sicher ist nichts außen, was nicht zuerst innen wäre. Wie jede Herkunftsfamilie weiß. Schon dank Esszimmertisch.
    .
    „Und Bio und so“. Westviertel können sich das leisten. Da sie immer unschuldig sind. Ihr weiblicher Anteil halt. (Starke Männerm müssen Bundesinnenminister werden. Sind die fünf Tage die Woche nicht im Westviertel, überwiegt halt die Unschuld. Darum.) Wir sagten es ja neulich schon via Link in einem anderen Blog, wenn auch durch die Blume: Es steckt bei manchen/für manche womöglich auch ein unreflektiertes Stück „Blut & Boden“ mit im Bio, dem „Freiburger Selbstgemachten“. Wenn es auch ohne „Rasse“, also „Blut“, daherkommt. Aber „das gefühlte Glück, weil gesund von eigner Scholle“ steckt wie bekannt eben mit drin. „Deutsch“ halt. Womöglich gerade auch von außen gesehen.
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    Gleichzeitig tragen Stellvertreter (noch) die Verantwortung, Piéch z.B., der Mann, der aus Notwendigkeit fast mit niemand ungeprüft redet, immer im Sie, eisern in der Verantwortung, der also zur Zeit aus mehreren LKW-Herstellern http://www.welt.de/wirtschaft/article13466368/Piech-ist-mit-seiner-Lkw-Allianz-fast-am-Ziel.html einen Konzern schmieden muß weil es an der Zeit dazu ist. Und alles nur mit dem aus Notwendigkeit Schumpeterschen Fortschritts geborenen Ziel, die Transportkosten zu senken, durch eben in Zukunft womöglich nur 1x Entwicklung, Versuch, Vertrieb, Vorentwicklung & Erprobung, etc. zu haben, wo vorher jeweils 2-3 solcher Abteilungen waren – also qualifizierte Arbeitslosigkeit zu vergrößern, also die Profitabilität eines Konzerns zu erhöhen – welche via Wettbewerb zu fallenden Peisen – und damit niedrigeren Salatkopfpreisen bei Aldi/Lidl führen wird. Und sicherere Arbeitsplätze für slowakische und polnische LKW-Faher auf der Linie Almeria-Großmarkt zur Folge haben wird. Und gesunde Volksernährung. Ja, manche Unternehmer tun mehr für die europäische Integration als viele Westviertel. Und die brauchen es auch nicht wissen, sollen sehr vorbildlich auch mit „Bio“ kaufen – genau solange womöglich, bis andere Stadtviertel „ausrasten und zum Bio auch noch wieder die Restideologie wollten“? Um dann eben doch zu führen, sobald es Not tut. Aber davon hier wie gesagt kein Wort – der Unschuld eine Lanze!

  143. Der Mensch lebt nicht von...
    Der Mensch lebt nicht von Liebe und vom Lieben allein. Und nicht für jeden ist das Fressen der Sexersatz. Auch nicht ab 50. Bei Männern. Und warum das nun veraltet sein soll, erschließt sich mir irgendwie nicht. Und den Beckenbauer kann man doch verstehen. Und die Frau auch. Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit sozusagen. Geben und Nehmen.

  144. Veganer? Keine Buecher? Ein...
    Veganer? Keine Buecher? Ein Thema aus dem Dadaistenkalender von 1922?
    Keine schlechte Idee, Savall, koennte ich doch dazu einige sehr sinnvolle Kommentare abgeben. Gerade naehert sich mir eine fiebrige Grippe; ideal fuer solche Gedankengaenge.
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    Was mich auch beschaeftigt: Scheiterte der deutsche Matrosenaufstand an der Teilnahme von H.J. Ringelnatz, und warum machen Sachsen ueberhaupt bei Revolutionen mit (Wagner, Semper, Boetticher, Ulbricht), und warum beeinflussen provinzielle Rheinland-Pfaelzer (Marx, Trier) den Lauf der Welt?
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    Sehn’se, das sind so Menschheitsfragen, um die sich keine Sau kuemmert.
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    So, ich musss Rinderrouladen machen. Wenn die nicht gelingen, gibt’s hier ’ne Revolution. Das kommt oefter vor. Verwundert bin ich nur darueber, dass ich so viele standrechtliche Erschiessungen glaenzend ueberlebt habe.
    Der Herr war mein Hirte (siehe weiter oben). Wahrscheinlich.

  145. Eine Menge Kröten müssen...
    Eine Menge Kröten müssen noch geschluckt werden.

  146. lieber The Great Artiste, von...
    lieber The Great Artiste, von stallion kann momentan leider nicht die rede sein – regen und wind, wieder mal geburtstag in einem halben jahr, schreibhemmung… und so, äh, *hüstel*, also das mit der tinte… das wirkt sich in toto leider eher in richtung echt italienischem katzenjammer aus…
    also zurzeit eher drei wallache… zwei mit langen pferdeschwänzen, einer mit langem gesicht (omfg, lass dies ciccio nicht lesen!!!).
    .
    ah, lieber Savall, jetzt bin ich aber mächtig enttäuscht, dass Filou flausen erzählt hat! wirklich! don? hm? Savall? nein? och, bitte!
    .
    (eigentlich müssten sie ‚zur strafe‘ Filou verdonnern, etwas über calvados und den geeigneten rahmen für dessen einnahme unter umgehung spöttischer kommentare von Madame zu hinzuwerfen.)

  147. lieber...
    lieber bertholdIV,
    http://www.profil.at/articles/1203/560/316684/schwarz-blau-das-jahr-kontakt
    man muß schon froh sein, wenn sie sich damit begnügen, sich wieder zu bereichern und die Untersuchungsausschüsse über die vergangenen Bereicherungen zu kappen, aber wir befürchten Schlimmeres, davon spüren Sie in der Innenstadt noch nichts.
    .
    Als der Niko noch klein war, er und seine Schwester trugen cool Schwarzgeblümtes aus Italien, klagte sein Vater bitter über die Entäuschung bloß Chefredakteur und nicht Intendant geworden zu sein, so eine Ungerechtigkeit des Lebens, und jetzt fragte ich mich, was die Studenten des Onkels, die nie mehr als Praktikanten und Kettenvertragsnehmer sein werden, wohl zu alldem sagen…

  148. liebe gabriele, ein hübsches...
    liebe gabriele, ein hübsches balzritual ist m.e. nicht gänzlich zu verachten, denn dies erhöht die spannung im spiel der geschlechter. es ist schliesslich nicht nur der akt, während in der küche die drei-minuten-terrine für den kleinen hunger danach just in time vor sich hinköchelt, sondern vielmehr die freude auf den weiteren fortgang der dinge, wie auch immer er sein möge (s.o., ein geknickter hausfreund ist auch nicht eben die helle freude).
    es sei denn, man möchte das ganze so schnell wie möglich hinter sich bringen, damit es mal wieder erledigt ist.
    .
    mir schwant, dass sie vielleicht das herumschwindeln und das herumgockeln meinen könnten – und das nervt, da haben sie völlig recht. leider, glauben sie mir, sind die schlimmsten kandidaten dafür ehrenmitglieder der gockelriege über 55.
    für gewisse zuwendungen erwiesen diese sich zumeist gnadenlos dankbar, woraus man erkennen könnte, dass sie deutlich mehr im trüben fischten, als dass ihnen etwas ins netz ginge, so dass sie selbst meist baden gingen und ihren kummer darob im wein ertränkten. irgendwo muss ja ein haken sein. dies habe ich mir bei meinem friseur neulich andeuten lassen müssen. nun, dort amüsiert man sich stets aufs trefflichste, zuweilen sogar beim blick in den spiegel.

  149. @Gabriele: Gerne, stimme zu,...
    @Gabriele: Gerne, stimme zu, Liebe ist mehr als Hormonsteuerung, aber ich fände es schade, sich über das Hinscheiden unserer Hormone zu freuen, oder gar den Übeltäter zwischen eine Tür zu klemmen, und mit einem Schlappen drauf zu schlagen.
    Es wäre ein interessantes Thema, was denn auf dem Fundament einer sturmerprobten Liebe nicht nur Gaumen und Leber zu reizen vermöchte, sondern auch andere fleischliche Genüsse ( diesmal sogar für Vegetarier) hervorbringen könnte.
    Aber Vorsicht! Ganz viel Schmierseife, um sich dabei auf den Hosenboden der Tatsachen zu setzen.

  150. du liebe güte, lieber The...
    du liebe güte, lieber The Great Artiste, wenn sie ihren kleinen delinquenten mit dem pantoffel behandeln, evozieren sie zwar hormonausschüttungen, doch vermutlich eher ungewünschte. non, monsieur, drehen sie sich lieber um, halten sie sich am türrahmen fest und drücken sie ihrem herzblatt das pantöffelchen oder meinetwegen irgendetwas neunschwänziges in die hand und lassen sie sich versohlen. wenn sie schon so drauf sind. nur das mit dem hosenboden, das klappt dann erst einmal nicht mehr so gut, vermute ich.
    .
    oops, wir sind hier doch unter uns, oder?

  151. @donna laura.
    .
    immerhin gibt...

    @donna laura.
    .
    immerhin gibt es einen, der ihr spiegel ist, hin- u. wieder ganz dicht.
    .
    und die aufteilung der zeit ist philosophie – oder tagesform der freude. („kurze vorbereitung – lange dauer“ kann auch schon mal ganz nett sein. aber zum glück ist jeder tag neu. zumal in der liebe.)

  152. Der Teufel steckt wie immer im...
    Der Teufel steckt wie immer im Detail. Gegen Vegetarier ist im Grunde nichts einzuwenden. Sehen wir mal davon ab, daß ich aus den bekannten historischen Gründen eine Ideologie-Allergie habe. Mit Vegetariern kann man jedenfalls noch reden. Veganer hingegen haben die thin red line überschritten und leben in einem Land jenseits des Horizonts, in das ich ihnen nicht folgen will. Zur Frage, was das mit Büchern zu tun hat, muß ich ein wenig ausholen. Nehmen Sie ein beliebiges Buch aus dem Regal, einen sogenannten Hardcover. Broschüren sind außen vor, die sind zu 100 % synthetisch. Die Hardcover haben Deckel aus Graupappe, vollständig aus Recyclingmaterial und deswegen ökologisch unbedenklich. Wie gewöhnlich kommt ein „Aber“. Diese Pappen sind mit einem Bezugsmaterial versehen. Aus Leder, PVC, Langfaserzellstoff oder gewöhnlichem Papier. Verleimt wird das ganze allerdings mit Knochenleim aus toten Tieren. Jedes Buch. Deshalb sollten Veganer vom Bücherlesen Abstand nehmen. Tun sie wahrscheinlich ohnehin.
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    Sachsen und Revolutionen, Filou, sind eigentlich immer Mißverständnisse gewesen. Im Grunde unserer Seele sind wir immer friedlich und haben folgerichtig in den letzten 500 Jahren jeden Krieg verloren, an dem wir das Pech hatten beteiligt zu sein.

  153. und wer statt in der hellen...
    und wer statt in der hellen sonne weiße tasten zu hämmern stattdessen im dunklen schlamm wühlte, müsste deswegen aber trotzdem nicht unerhört sein:
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    „Obwohl das Gebiet der „Pfalzgrafen bei Rhein“, wie sie offiziell hießen, kein Flächenland war, sondern aus zersplitterten Landstrichen um Heidelberg und weiter rheinabwärts um Bacharach bestand, bot es großes Potenzial. Der Fluss war seit der Antike der wichtigste Transportweg im Westen Deutschlands und die aufstrebenden Städte Mainz, Worms und Speyer brachten eine enorme Wirtschaftskraft ins wittelsbachische Herrschaftsgebiet ein.
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    „Sie sind die Städte, die bereits im 12. Jahrhundert ganz besondere Vorrechte erhalten, Handelsprivilegien, die sie in die Lage versetzen, weiträumig Handelsnetze aufzubauen. Dass auch in diesen Städten frühzeitig kommunale Organisationseinheiten Einzug halten, die man kopiert von den oberitalienischen Städten, und dass diese Städte auch sehr reich werden.“
    .
    „Adelsgeschlechter des Mittelalters, vor allem des 12. und 13. Jahrhunderts, handeln überhaupt nicht territorial. Sie stellen Netzwerke her, die sich an den engen Regionen überhaupt nicht orientieren, sondern diese immer überspannen.“
    .
    Und man lädt die Grafen und Fürsten der Umgebung ein. Die kommen zu diesem Fest und werden reichlich bewirtet. Und man bewirtet sie, indem man Silbergeschirr auf den Tisch stellt. Und man stellt dann noch fünf Schränke hin und zeigt: Wir haben aber noch für fünf andere Feste Silbergeschirr!““
    .
    Jaja – und eine Universität. („Diese Motive, dass man sagt, hier geht es darum, einen Wirtschaftsfaktor ins Leben zu rufen oder einen Wissenschafts-standort, das war eher nicht der Fall – kanzleifähige Schreiber und Notare zu gewinnen, ist erst in zweiter Linie das Ziel, denke ich.“)
    .
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1656448/ dort auch als podcast. http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=393299&playtime=1327000200&fileid=8626ff18&/

  154. Filou: "Sehn'se, das sind so...
    Filou: „Sehn’se, das sind so Menschheitsfragen, um die sich keine Sau kuemmert.“
    *
    Das ist nicht wahr! Sie werden nur sehr schlecht bezahlt, und das Ergebnis können wir Abend für Abend auf Bildschirmen betrachten…

  155. Lieber Zaungast,
    "Eine Menge...

    Lieber Zaungast,
    „Eine Menge Kröten müssen noch geschluckt werden.“
    .
    Und die Krötenwanderung zu beachten vom ärmlichen abgeschabten Geldbeutel in den mit Krokoleder.
    .
    [Und überhaupt: Consider The Lobster!
    (The essay is concerned with the ethics of boiling a creature alive in order to enhance the consumer’s pleasure, including a discussion of lobster sensory neurons.)]

  156. Die Rouladen sind gegessen....
    Die Rouladen sind gegessen. Alles ist gut gegangen Es hilft doch, wenn nicht das Vertrauen in die eigene Kueche, so doch der Glaube an die guetige Fuehrung des Allmaechtigen [1]:
    http://www.youtube.com/watch?v=6U9PWugwrqk
    .
    [1] Zitat entnommen aus: „Evangelisch kochen im Angesicht der Gnade“, Margot Kaessmann, Knierutsch-Verlag, Hannover, 1998.

  157. Für die Paar Kröten auch...
    Für die Paar Kröten auch noch Kröten schlucken sollen, können, müssen? Wie kann ein Mensch das nur so lange aushalten, immer diese Kommentare lesend
    auch noch auf Beifall aus zu sein? Hoffend, der Erlösung und Gnade teilhaftig zu werden, gekrönt für seine Verdienste mit dem himmlischen pour le merite (Pulle mit Sprit) der schreibenden Welt. Jeder pennt so wie er sich bettet.

    Knierutsch-Verlag, Hannover, 1998 finanziert durch…beispielsweise Maschmeier&Co.?

  158. liebe Donna Laura,
    da stimme...

    liebe Donna Laura,
    da stimme ich Ihnen zu: mann sollte diese Dinge jung erlebt/erledigt haben, frau ebenfalls, und hoffentlich ausgiebig. Gleichaltrige alte Paare meiner Generation sind selten, die Herren nehmen alle bereits Betablocker. Und die andren haben eine jüngere Zweit/Drittfrau, mit der man als Ältere (die den Alten jung genoß) über solche Dinge nicht redet.
    .
    lieber Filou,
    um die Grippe noch rechtzeitig zu kupieren
    Weleda ferrum phosphoricum comp.glob. (eventuell die Kinderglobuli nehmen)
    und viel Lindenblütentee trinken.
    Zur Rekonvaleszenz Wala Meteoreisen comp. glob.

  159. Krck01, ich persönlich sehe...
    Krck01, ich persönlich sehe es so, dass ich Texte schreibe, die nachweislich von vielen gern gelesen werden – so lässt es sich aus der Nutzerstatistik ablesen. Und manche unterhalten sich eben gern über dies und das. Das fällt zwar nbicht durchweg negativ für mich aus, aber irgendwie spielt Lob darin keine besonders grosse Rolle. Aber es freut mich natürlich, gern gelesen zu werden; trotzdem überlege ich natürlich auch, was man anders machen könnte.
    .
    Savall, ich kenne auch Veganer, da hält sich das mit den Extremismen aber meist auch in gewissen Grenzen. Es ist eine persönliche Entscheidung, und solange man mir meine lässt – einfach nur Vegetarier zu sein – finde ich das auch in Ordnung. Und beim Gang in die Antiquariate ist man ja ein wenig von weiterer Schuld erlöst.

  160. Zaungast, wer mich schlucken...
    Zaungast, wer mich schlucken will, braucht einen breiten Rachen und danach einen guten Magen, sonst wird das ein Gewürge!
    .
    perfekt!57
    „Eigentlich ist ja Don Alphonso der wichtigste Treffpunkt – nicht der Tegernsee.“
    Ich glaube, das eine bedingt ein wenig auch das andere.
    Gleichzeitig sehe ich aber auch nicht, wo es noch eine besondere Verbindung zwischen den Wahlstandsenklaven und den Entscheidungsterritorien geben würde, das hat sich tatsächlich auseinanderentwickelt. Seien es die Banken, die in vielerlei Hinsicht den Ton angeben, seien es die Zwänge der Investoren und der Takt, der durch die Rechner vorgegeben wird.
    .
    Mein Vater war ein einer verantwortlichen Stellung eines nicht ganz unbedeutenden Betriebes. Aber wenn er um 7 nach Hause kam und jemand es wagte, ihn danach noch zu stören, wurde er schnell wütend. Diejenigen, die heute an seiner Stelle sind, müssen 24/7 nicht nur erreichbar, sondern auch einsatzfähig sein. Ohne dass sich irgendwas am Geschäftsmodell der Branche geändert hätte. Und ohne dass diejenigen jemals wirklich durchgreifen könnten, wie es main Vater getan hat.

  161. Ebent! Damals nahm man noch...
    Ebent! Damals nahm man noch Knochenleim zum Buchbinden. Riecht uebrigens nicht schlecht (Erinnerung an Buchbinderkurs der ‚Jungen Pioniere‘).

  162. ...
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/staatsanleihen-anleihen-fuer-die-ewigkeit-11616913.html
    ich hatte ja schon immer eine hohe meinung von fr. dr. oberndorfer…

  163. holofernes, bei diesem Beitrag...
    holofernes, bei diesem Beitrag und dessen Duktus war ich ja schon nahe dran, einen Beitrag über die mittelständischen Tretminenhersteller, Giftgasproduzenten und Mafiaclans in Sizilien zu schreiben, die auch mit staatlicher Protektion mindergebildete Jugendlichen eine geordnete Perspektive geben. Ich wünsche dem Verfasser, dass er sich mal zum Theme Alzheimner und Infektion schlau macht – da gibt es nämlich durchaus die Hypothese, dass die Erkrankung etwas mit Fleischkonsum zu tun haben könnte.
    .
    Mundanomaniac, danke, ich war ja dort und habe auch die Idyllen gesehen, aber wo kein Berg in der Nähe ist, und keine Alpenkulisse, da fehlt etwas. Zumindest ich brauche das.

  164. Liebe Foersterliesel, Dank...
    Liebe Foersterliesel, Dank fuer die Tips, Aber-und nur fuer Ihre Augen geschrieben: Ich bin ein Fauler und ein Masochist. Ich liebe Fiebertraeume und die durch sie erzwungene Ruhe. Fieber gilt mir als natuerliche Abwehrreaktion. Krankheit ohne Fieber gilt nicht als Krankheit, sondern als hysterischer Zustand. Dies gilt auch fuer die Verliebtheiten meiner Jugend. Man landet irgendwie fiebrig im Bett, im Busch, auf der Waldlichtung.
    Die Hotelzimmer spaeter dann empfand man als zu gesund und sehr langweilig.
    .
    Es wetzt im Wald der Faun die Hufe,
    die Nymphen folgen seinem Rufe.
    .
    Recente Messung: 38,2 C. Es verspricht eine amusante Nacht zu werden. Es werden Apoll und Nais mich besuchen. Je m‘ amuse!

  165. @foersterliesel
    ich war letzte...

    @foersterliesel
    ich war letzte woche auf dem letzten neujahrempfang des herrn ludwig s. aus linz („nur“ einer der 2700 gäste im hinteren teil des design center, also nicht an den runden tischen vorne… ). sehr schöne feier und seine rede war gut. der jäger aus nö war natürlich nicht dort – bruderliebe unter dem giebelkreuz – und auch der kardinal war nicht dort.
    auch zu ihrem profillink: mir erscheint viel unruhe in das agglomerat övp-raiffeisen-seine eminnenz der kardinal einzudringen – btw. warum wird eigentlich die rlb oö durchsucht (auch bruderliebe?) –
    wien unter rot-grün taugt nicht als schreckbild und ich glaube schwarz-blau ist die letzte option, die jetzt sehr schnell gezogen werden wird.

  166. @foersterliesel
    .
    das ist ist...

    @foersterliesel
    .
    das ist ist so. und die gemeinsam in und durch liebe jung gebliebenen paare sind fast so selten wie sechsrichtige im lotto.
    .
    wobei man auch nicht davon spricht, wie’s heute schon „die anderen schichten“ treiben. hier z.b., wie uns wahrscheinlich glaubhaft berichtet wurde: Vollpension bei einer jungen, aktiven Frau, welche durchaus jede Nacht den Wunsch nach Nähe verspürt, inklusive. Für 800 Euro/Monat. Und sie geht einkaufen, kocht, putzt, sorgt kümmert um/für alles. Vollpension mit Liebe halt. Von immer mehr aufgeklärten & kenntnisreichen auch deutschen Männern ab fünfzig aufwärts gerne genommen. Wochen, monats- oder halbjahresweise. Anstatt in Gelsenkirchen im Ostviertel zu hocken, alt und kalt. Und ohne Perspektive ausser auf Zynismus & Tod .“Da lohnt die Rente doch noch“, sagt die Lebensfreude mit leuchtenden Augen. „Und es gibt Frauen, die reden gerne viel und lachen ständig, andere lesen gerne Bücher oder hören tatsächlich mit Vorliebe anspruchsvolle Musik, da ist für jeden was dabei, man kann ja wählen, und sucht so lange, bis man was Passendes gefunden hat. Und hält einen jung sowas.“ http://www.chinesekisses.com/gallery_photo.php?gender=2&l=de&PHPSESSID=22npe59tpkva49fmd29nomm534

  167. Ein Beitrag, @Don Alphonso, in...
    Ein Beitrag, @Don Alphonso, in dem Sie von Menschen berichten, die vieles haben, aber wenig sind. Ein Psychogramm, das in mir folgende Zustandsbeschreibungen der beschriebenen „Schicht“ hervorruft: Desinteresse, Beschränktheit, Gleichgültigkeit, ist Teilnahmslosigkeit das Gleiche?, das Nachlaufen hinter Entwicklungen (das im Vergleich mit anderen Weltgegenden immer noch ein Vorauslaufen ist; zugegeben!), die Beklemmung in der Abgeschiedenheit, Mutlosigkeit, Nassauertum, ist Schmarotzer dasSelbe?, eine mitleidlose Freudlosigkeit und … kein Wunder also, dass Sie das in Verbindung mit der Schilderung von Selbstötung bringen.
    Inside „Ober-Mittelschicht“ ist also Ideenlosigkeit, Absonderlichkeit und viel Selbstmitleid. Tragisch. Jetzt kann ich Boris Becker und Guttenberg und Rösler und die Stein- und Wulff … besser verstehen (Frau Merkel ausgenommen). Aber was haben Sie dort zu suchen? Was hält Sie dort noch? Ihre Kundschaft hier in diesem Blogoversum, so klein und fein, so unverschämt, so ausgezeichnet, so „links“ und „rechts“, so arm (wohl eher wenige) und so reich (dasGleiche), so „oben“ und so „unten“?, ich z.B. bin im Hasenbergl aufgewachsen, „unten“, wie üblicherweise eingeschätzt wird, aber, wenn ich die „oben“ so anschaue, blicke ich meistens nach unten, nicht so sehr wegen der (Körper)Grösse, ich messe 1.82, sondern wegen des Verhaltens und der fehlenden Kunst-Fertigkeiten (aber das nur nebenbei, zu all den (nützlichen?) Stereotypen), also ihre Leser würden Ihnen wahrscheinlich auch woanders hin folgen, ich jedenfalls.

    Eine Stütze ist doch dazu da, sie abzulegen, wenn der innere Halt so weit stabilisiert ist, das Mensch diesen äusseren Halt nicht mehr braucht. Brauchen Wir diese „Stützen der Gesellschaft“ noch? So, wie Sie diese Stützen beschreiben, Inside out, sind sie eher eine Belastung und sollten abgelegt werden, um der Gesellschaft wieder Luft zum atmen zu gewähren: zieht der Gesellschaft die Korsage aus, sie engt zu sehr ein! Widersprechen Sie mir, Sie und die Mit-Kommentatoren: ist die Gesellschaft inzwischen so weit, die Stützen abzulegen, oder sind Wir noch so eng, so (s.u.), dass Wir sie noch brauchen? Nun, ich fühle, Sie werden noch gebraucht. Leider. Denn, wie Sie berichten, ist deren Zustand bejammernswert, selbst für einen armen Schlucker, wie ich einer bin. Und dass sie noch gebraucht werden, besagt was, vom inneren Zustand der Gesellschaft? Haltlosigkeit? Orientierungslosigkeit? Sinnlosigkeit?

    Wie dem auch sei, noch sind die „Stützen der Gesellschaft“ vonnöten, so wenig mir das gefällt, weil ich mehr WEITE wünschte, aber noch gibt es die Kirche und den Islam und den Kapitalismus und den Obrigkeitsismus und Unterlegenheitsmitmuss in und um Uns herum, also Vivat Tegernsee, sie leben hoch! EinBlicke sind manchmal schmerzhaft. Zertrümmert die Spiegel und Röntgengeräte und Scanner und lasst und wieder Tiere sein, einfache Tiere sein und übereinander herfallen und Uns die Augen …, ach, einfach alle Sinne auskratzen, damit Wir einander nicht mehr spüren und nicht mehr so weit voraus und herum kommen! Nun habe ich mich doch anstecken lassen, von der Stimmung Ihres Beitrags. Aber gut …

    … geschrieben ist er schon, der Beitrag, @Don Alphonso, sonst wäre das nicht passiert. Auch von mit ein Dankeschön!, für die Inspirationen und Themen, an denen ich gerne ab und zu die Fingernägel abwetze und hinter den Worten herhetze, auf und an der Tastatur. Bleiben Sie Uns erhalten, auch wenn sie die Schicht wechseln. Und werden Sie mindestens 105, den Jopi werden wir doch wohl noch überholen, oder? Gute Nacht.

  168. Und das bislang, wie es...
    Und das bislang, wie es ausieht, noch niemand über den Satzteil „gemessen an der Geschichte des deutschen besseren Bürgertums“ ein Wort verlor, schreiben wir auch der diskreten Tatsache des Geburtstages zu.
    .
    Von führenden, auch adjektivlosen Bürgern immer wieder sehr empfohlen, von Helmut Kohl gefördert: „Diese Familiengeschichte in allgemeiner Absicht ist die erste große Darstellung des deutschen Bürgertums. Die weitverzweigte Familie der Bassermanns verkörpert Entstehung, Höhepunkt und Verfall des Bürgertums, das der eigentliche „Held“ dieses Buches ist. Sozusagen reale Buddenbrooks. Wie diese die norddeutsch-hanseatische Patrizierwelt darstellten, so schildert Lothar Gall das süddeutsche Handels- und Wirtschaftsbürgertum, das auch in politischer Hinsicht so wichtig für das Entstehen des modernen Deutschland gewesen ist. “ http://www.ebay.de/itm/Lothar-Gall-Burgertum-Deutschland-/250959457469?pt=Belletristik&hash=item3a6e596cbd

  169. Oliver-August Lützenich, ich...
    Oliver-August Lützenich, ich weiss nicht, ob man das so pauschalisieren kann; es gibt einfach eine gewisse Art der Selbstbeschränkung, die vielleicht auch etwas mit Selbstschutz zu tun hat, und der genutzten Möglichkeit, unschönen Dingen elegant zu entgehen. Es ist kein aktives Ignorieren, sondern nur ein Nichtstattfinden anderer Ereignisse. Daher auch meine Überzeugung, dass die BRD zwar existiert, aber aufgrubd der verschiedenen Lebenskonstrukte auch weitgehend bedeutungslos ist.

  170. Der Deutsche sucht den...
    Der Deutsche sucht den Tiefsinn und landet immer nur im tiefen Schlamm. Wann werden wir uns von den Anspruechen des 19ten Jhdt. endlich befreien?

  171. @salonsurfer. 18:32:...
    @salonsurfer. 18:32: danke!
    .
    @filou: Evangelisch kochen im Angesicht der Gnade – das sind die Bon Mots, die diesen Salon so lesenswert machen.
    .
    Es wäre ganz spannend, der sprachlichen Herausforderung zu begegnen, Frösche, Kröten und sonstige total glitschige Problemtierchen von der heissen Herdplatte zu ziehen, und stattdessen lieber so manchen Wackelpudding an die Wand zu kreuzigeln.
    .
    Zärtlichkeiten hin oder her: was macht man mit einem vor sich hin krepelnden Mojo – in einer langjährigen Liebe, die man nicht und niemals missen möchte?
    .
    Ich glaube, das wäre spannender als die Einkaufspolitik eines Bundesligavereins im oberen Mittelfeld, die neue Antikollisionsautomatik einer Mercedes B-Klasse oder die neueste App, um das nächste knochenleimfreie vegane Antiquariat für klammergeheftete Fix-und-Foxi-Heftchen zu finden.

  172. lieber b4, bruderliebe unter...
    lieber b4, bruderliebe unter dem gipfelkreuz, whatever – selten so gelacht, ausser bei dem formidablen kochbuch der kässmann – merci!
    .
    liebe muscat, och, ein wenig heucheln macht schon noch ordentlich spass, vor allem, wenn die richtigen vögel darauf hereinfallen.
    .
    dearest tga, sie werfen schon die richtigen fragen auf.
    meine wenigkeit und gary sind längst über den zwanzigsten hochzeitstag hinaus, kinder machen das leben runder – über die jeweiligen neun monate hinaus, von denen die wenigsten richtig kugelrund sind; im übrigen ist der erste bereits flügge -, bereiten jedoch selbstverständlich kopfzerbrechen, was aus und mit den kleinen werden sollte; es beschäftigt – und darüber verflüchtigt sich zuweilen das paarsein zugunsten ganz anders gelagerter entscheidungen, die durchaus nicht immer leicht fallen. handwerkerrechnungen und die altvorderen und ihre kuriosen ansprüche bereiten ein weiteres natternnest. ehrlich gesagt, ich weiss es nicht, wie. die liebe ist gross – nein: riesig, und sie wächst mit jedem wimpernschlag. die sorge um ihn wächst aber auch – nicht völlig unbegründet, wie die liebe runde weiss (und ich vergesse keinen einzigen guten wunsch, bis heute nicht; bin endlos dankbar; bin endlos dankbar insbesondere für das resultat, und doch werde ich niemals mehr ohne sorge sein können, und möchte niemals in den zustand kommen, mir keine sorgen mehr machen zu brauchen) -, und dies ist romantischen gefühlen nicht sonderlich zuträglich. denn sex – der deutlich wichtiger ist, als oft eingeschätzt – hat sehr viel mit selbstbezogenen, damit berechtigten gefühlen und viel weniger mit altruismus und sorge zu tun, als die bonobos unter uns wissen mögen. es ist nicht die leistung, die zählt, es ist die freude am anderen, am duft, am glanz der wunderschönen blauen augen, der hübschen dunklen haarsträhnen, der – ja! – seidigen, schönen haut, der architektur des leibes des am meisten geliebten menschen der welt. genuss.
    und trauer. schock. das wissen um ein ende des ganzen (das man am liebsten nur als spiel bezeichnen wollte, doch:), das man nur weiss, wenn man die pest des lebens – nämlich den letzten vorhang – auch nur in kleinsten ansätzen erfasst haben wird, wovon sich kaum jemand richtig wird erholen können.
    vielleicht sollte man sich selbst als spazierstock sehen, wieder eine kerbe mehr, wieder eine plakette mehr, aber dergestalt haltbar und zuverlässig. sexy ist das nicht.
    vielleicht geht es wieder einmal nur über das dionysische: lachen, trinken, essen, völlerei, übereinanderherfallen, jubel über die schönheiten, vergessen, besinnungslos werden, die freude über das leben hinausschreien, alzheimer und die welt und die pflichten und all den grusel vergessend.
    .
    liebe Foersterliesel, man zittert bereits vor den betablockern. was dann? das wird es nicht gewesen sein können.
    die sehnsucht nach dem anderen, dieses ziehen im leib, das darf doch nie aufhören, das kann doch hoffentlich nicht sein.
    .
    fiese frage: wieviele harold-and-maude-liebhaber wird es geben, die nicht irgendwie pervers drauf sind? es will mir nicht in den kopf, das dies gefühl irgendwann nicht mehr da sein sollte. dies wäre furchtbar.
    .
    sind dies die fragen, die sie sich stellen, lieber The Great Artiste?

  173. Ich gratuliere Ihnen...
    Ich gratuliere Ihnen DonAlphonso zu den drei Jahren Blog bei der FAZ! Ich lese das Blog sehr gerne, weiter so!

  174. Filou: "Der Deutsche sucht den...
    Filou: „Der Deutsche sucht den Tiefsinn und landet immer nur im tiefen Schlamm. Wann werden wir uns von den Anspruechen des 19ten Jhdt. endlich befreien?“
    *
    The Great Artiste: “ Evangelisch kochen im Angesicht der Gnade…“
    *
    Von sochen Ansprüchen? Das schafft Ihr nicht mehr! Vielleicht könnte man ja mal damit anfangen, sich etwas zu essen zu machen wie andere Menschen auch?

  175. @bertholdIV
    Der Artikel von...

    @bertholdIV
    Der Artikel von Herrn Braunberger bietet einen interessanten Überblick. Kommt darauf an, ob man der Profi- oder der Sparerfraktion angehört. Ein Profi würde Kurzläufer kaufen und Langläufer leerverkaufen. Die in unserem Fall betroffenen Zentralbanken der Staaten als Gegenspieler der Profis sind nicht wehrlos, sobald sie das Muster der Zockerillia erkennen. Für einen Sparer zählte der Ertrag bei vertretbarem Risiko. 4 % nach Steuern und Nebenkosten ist langfristig in Ordnung. Es würde mich wundern, wenn die Banken den Griechen 30-jährige für 4% abnehmen und dazu auch noch einen Igelschnitt hinnehmen. Über Langeweile werden wir uns dieses Jahr kaum beklagen müssen.

  176. Ich hoffe, daß die...
    Ich hoffe, daß die Wassernymphe Ihnen wohltat, Filou. Im übrigen, Don Alphonso, glaube ich gern, daß Veganer im nüchternen Zustand nette Menschen sein können. Wer allerdings sein Leben entlang einer ideologischen Konstruktion aufbaut, ist für mich einfach ziemlich gaga. Es wird Sie jetzt schmerzen, aber das muß einfach sein: “Die Religionen müssen alle tolerieret werden, und muss der Fiskal nur das Auge darauf haben, dass keine der anderen Abbruch tue, denn hier muss ein jeder nach seiner Fasson selig werden. Alle Religionen sind aber gleich und gut, wenn nur die Leute die sie professieren, ehrliche Leute sind. Und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land peuplieren , so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen. Ein jeder kann bei mir Glauben was er will, wenn er nur ehrlich ist.“
    Der Knochenleim ist übrigens nicht von damals, Filou, sondern sehr heutig. Und das Antiquariat hilft nur begrenzt. Der Leim ist dann nicht von toten Tieren, sondern von sehr toten Tieren. Da ja mittlerweile alle die Memoiren des Herzogs von Croy käuflich erworben haben dürften: das Bezugsmaterial ist Surbalin Moiré von Peyer. Der schärfste Konkurrent von Gmund übrigens. Das entsprechende Papier heißt F-Color und ich bin ja der frommen Hoffnung, daß Don Alphonso jene Produktionsstätte von Feinstpapier dennmals heimsuchen wird. Die Truppe in Gmund gehört zu den Guten, ökologisch und qualitativ. Wenn wir schon beim Wünschen und der Ideologie sind: gestern schaute ich „Sommer in Orange“ von Marcus H. Rosenmüller. Es ist schon länger mein Wunsch, Don Alphonso, daß Sie mit diesem bemerkenswerten Herrn ein Interview unternähmen. Auch wenn er auf der falschen Seite des Berges wohnt. Das „H.“ steht nämlich für Hausham.

  177. DA hat in diesem Beitrag...
    DA hat in diesem Beitrag „Hasenbergl“ erwähnt.
    Es gibt eine Siedlung auf dem Hasenbühl in der Stadt Zug (CH)
    P.S. „Bühl“ (Sw = Hügel).

  178. Ich kenne die Frösche am...
    Ich kenne die Frösche am Tegernsee nicht, vermute, sie springen auch nicht weiter als die am Landwehrkanal Berlin-Neukölln. Ein Tergernfrosch plötzlich an den Landwehrkanal gesetzt, würde aber plötzlich sehr viel weiter springen, auch fliegen, da bin ich mir sicher. Und noch weiter springen, fliegen, würde ein Landwehrfrosch am Tegernsee, vor Wut natürlich, in eine solche Gegend geraten zu sein.

  179. @donna laura: ja, das ist so...
    @donna laura: ja, das ist so ein Gespräch, wie ich es mir vorstelle.
    .
    Es erschöpft sich, Zinsfüsse, Hasenfüsse, Löwenzähne und Finanzidioten zu betrauern, wie viel zu sehr hatte man sich an „eine ordentliche Rendite“ gewöhnt, um der Fron der richtigen Arbeit schon mit bescheidenen Vermögensmitteln sich entronnen zu fühlen, wer als deutscher Bankkunde hat nicht seinen Anteil an den 80% aller Containerschiffe, die für alle Idioten ihre Verluste einfahren, das Spiel ist mittlerweile so verrückt, das man nur abwarten kann. Und im schlimmsten Fall über ein paar Tonnen Klopapier zum Tauschen verfügt.
    Das Problem beim Schuldenschnitt für Griechenland dürfte sein, dass alle globalen Zocker ihre faulen Eier doch sicher wieder mit schönen Kreditausfallversicherungen abgepolstert haben, so dass ihnen ein unfreiwilliger Staatsbankrott doch viel lieber wäre als ein freiwilliger Verzicht von 70%, igitttigitt.
    .
    Aber dass ist wirklich die Frage: was machen wir in unseren fünfzig bis zwanzig oder noch weniger eigenständig lebendigen Jahren lieber, als Sanitärabwasserrohre auszutauschen, oder die sachkundige Ausführung eines solchen Unternehmens zu beaufsichtigen?
    .
    Ist es wirklich so ein Gewinn, sich für einen Porsche oder SL richtig krummgelegt zu haben, oder sein Leben wie das deutsche Schwabbelmonster aus Neuseeland nach einem Höhenflug richtig vergeigt zu haben?
    Dabei kann man mit einem Fiat Barchetta, einem MG, einem älteren SLK, TT oder einem PT Cruiser Cabrio sich auch wunderbar auf Passstrassen hinaufwinden oder Seeuferpromenaden entlang bummeln.
    Und wenn man Glück hatte, war eine richtige gute Soundanlage schon drin, für die man bei einem neuen Porsche fast das ganze Autochen als Aufpreis hätte ausgeben müssen, natürlich nur im Paketpreis mit dem VideoNavi-Package, das strenggenommen keiner so wirklich braucht.
    Wie heisst es so schön in Autodealerkreisen, das Geld verdient man beim Einkauf, und jeder Ebay-Junkie wird mir beipflichten.
    Aber was fangen wir mit der ganzen gesparten Zeit, die Geld letzlich ist, an. Immer nur Autos polieren oder Silberkannen putzen???
    .
    Da landen wir wieder beim Mojo, bei der Liebe, bei der Freundschaft, bei den Erlebnissen.
    Ich finde es bedauerlich, wie es eine ganze Bibliothek von exotischen Kochbüchern gibt, die man nach dem Geschenktbekommen haben in ein Küchenschrankfach vergräbt, weil die meisten Anläufe ihrer Rezepte so im Disaster enden, dass man doch lieber wieder seine richtig leckeren Spaghetti Bolognese aus dem Kopf auf den Tisch zaubert.
    .
    Aber kaum eine manifeste Diskussion, die nicht albern wäre, wie man die Leidenschaft in der Zweisamkeit wiederbeleben könnte, die unweigerlich unter die mahlenden Räder der Sachzwänge des Zusammenlebens gerät, wie Sie, Donna Laura, trefflich geschildert haben. Onkologische, cardiologische oder neurologische Krankenhausabteilungen haben etwas sehr abtörnendes, weil sie einen so sehr daran erinnern, dass man in seiner Essenz weniger ein Milliardenverschieber, Jumbojetkapitän oder Gitarrengott ist, sondern genauso so ein armes Würmchen, dass sich am meisten über das Lächeln eines anderen armen Würmchens freut, das eben genau zu ihm gehört.
    Lebensabschnittspartner-Egoismus halte ich für äusserst bescheuert, wie es in dem schaurigen Kitschbuch vom kleinen Prinz heisst, wenn man sich mal jemand gezähmt hat, dann gehört er/sie zu einem, und da verliert man in diesem ganzen Patchwork-Gedöns doch mehr, als man gewinnt. Meine Meinung. Individuelle Ausnahmen gerne. Auch mehrere Bezugspersonen. Aber ich sehe das Eheversprechen als etwas feierliches, den anderen auch als eien Art vertraglichen besten Freund nicht im Stich zu lassen.
    .
    Sexy ist es aber nicht. Stimmt. Hat es nicht viel mit Grenzüberschreitung zu tun, sich Dinge zu trauen, die man nüchtern eher für kritisch hielte. Filous barfuss durch die Ameisen unter Faunen, klingt bekloppt, aber geht in die Richtung.
    Haben wir nicht alle zu sehr die Absurdität des vorgefertigten Designerpr0no im Kopf, so dass wir uns nicht die geringste kleine Schweinerei mehr trauen?
    Die FKK-Terroristinnen im Palästinenserlager in den Siebziger stehen in drastischen Kontrast zur heutigen Situation, wo bald wahrscheinlich ganz Nordafrika ( vielleicht ohne Libyen und Marokko) unter einem schwarzen Tuch verschwindet, von undiskutierten/undiskutierbaren Gruseligkeiten in Ägypten ganz abgesehen.
    Frauen sollen auch Menschen sein im Sinne autonomer, denkender, gleichberechtigter Bürger. Das scheint man immer weiter im Namen fliegender Spaghettimonster und seiner Kollegen für überholt zu halten.
    Und wo bei uns zu Sex eigentlich nur der Missbrauch und der Übergriff es in die Schlagzeilen schaffen, rollt sich bald alles Mojo ein.
    Nichts ist eigentlich erotischer als eine angetörnte, abenteuerlustige, selbstbewusste Frau.
    Aber ausserhalb von Schlaf- und Badezimmern wird man sie kaum mehr finden können. Eigentlich schade, Filou.

  180. Lieber Don,

    Alpen"kulisse", ...
    Lieber Don,
    Alpen“kulisse“, schämst Du Dich gar nicht? Kulissen kann man weder runterrodeln noch südwärts passieren …
    Für mich ein Schnitzer, also verzeihlich.
    MM

  181. Ich glaube, den...
    Ich glaube, den Tegernseefrosch würde erst mal die Wasserqualität in Berlin schockieren.
    .
    Kulisse sage ich, weil es vom Nordende wirklich eine eine Kulisse aussieht. Hätte man sie einen Tiepolo malen lassen, hätte sie kaum anders gewirkt.

  182. fionn, Hasenbegl liegt mitten...
    fionn, Hasenbegl liegt mitten in der Münchner Schotterebene gleich neben dem ehemaligen Panzerübungsplatz und hinten raus bei BMW. Warum das „Bergl“ heisst, habe ich nie verstanden.

  183. Don, o.k., mit dem Fisch...
    Don, o.k., mit dem Fisch Tiepolo hast Du mich an weicher Stelle angesprochen wobei mich Gesichter und Haltungen noch vor den Landschafts-Kulissen immer berührt haben.
    Ja, die Frösche von der Krummen Lanke … meine Freundin liebt das Baden in selbiger trotzdem, vielleicht: was ich nicht weiss … oder platt: was uns nicht umbringt …
    Guten Sonntag noch
    MM

  184. lieber tga, die nudelige güte...
    lieber tga, die nudelige güte ist meines unbedeutenden wissens nach sehr für die gleichberechtigung der geschlechter und empfiehlt in ihrem evangelium tatkräftig gegenmassnahmen gegen geschlechterfeindlichkeit. weiterhin legt sie die nutzung der hormonellen gemengelage sehr ans herz.
    .
    was deren collegen anbelangt, sieht die sache durch, sagen wir einmal: – insbesondere kreative interpretation der schriften, oft ungleich anders aus.
    ist es möglich, dass es leute gibt, welche ‚gott‘ sagen und meinen, das wäre etwas gemeinsames? – und sieh nur zwei schulkinder: es kauft sich der eine ein messer, und sein nachbar kauft sich ein ganz gleiches am selben tag. und sie zeigen einander nach einer woche die beiden messer, und es ergibt sich, dass sie sich nur noch ganz entfernt ähnlich sehen, – so verschieden haben sie sich in ihren händen entwickelt. (ja, sagt des einen mutter dazu: wenn ihr auch immer gleich alles abnutzen müsst. -) ach so: ist es möglich zu glauben, man könnte einen gott haben, ohne ihn zu gebrauchen? ja, es ist möglich.
    .
    ähnlich ist es mit dem mojo.
    .
    wie wäre es denn damit, den alltag aufzuladen, kleine anspielungen zu machen, ein schelmisches lächeln von schräg hinter dem haarvorhang beim schneiden der äpfel, mehr spiel, mehr integration von sexuellen andeutungen in das leben, und ganz viel aufmerksamkeit und wertschätzung für den menschen, der im partner verborgen ist.
    .
    was schwebt ihnen denn vor? eine kleine nummer in der küche, während gerade der anrufbeantworter die vierte dringlich vorgebrachte anfrage der woche von altvorderen aufzeichnet? auf dem rücksitz eines porsche, während sich die einzelnen posten ihres sanierten fallrohrs in die gehirnwindungen drücken? wenn gespräche zum thema das prickeln niederdrücken, wenn ein ganzer medizinzweig auch dieses in normen hineinzupresssen versucht.
    .
    vermutlich wird es wohl darauf hinauslaufen, dass man miteinander schöne und neuartige dinge unternimmt, die routine des alltags ändert, einander wechselseitig aufmerksam, aber nicht neugierig begleitet, die augen offenhält für die interessen des partners, ohne ihn oder sie mit den eigenen interessen plattzuwalzen, und lästige dinge auf ein minimum reduziert: nicht permanent für die familie erreichbar zu sein und einfach einmal die üblichen hohen erwartungen zu enttäuschen, störendes rasch beseitigt oder eben ignoriert und mit ärgernissen pragmatisch umgeht.
    tun muss man es.
    .
    ach, worte, wie seid ihr geduldig, so viel geduldiger als der mensch…

  185. Leider etwas verspätet - aber...
    Leider etwas verspätet – aber ich möchte es mir nicht nehmen lassen, mich für die schönen, erheiternden, kritischen – vor allen Dingen aber mit Herzblut geschriebenen Artikel zu bedanken.
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    Ich wünsche weiterhin gute Ideen und einen klaren Blick für das Wesentliche. Ob es nun alte Öl-Bilder sind, Analysen der aktuellen, gesellschaftlichen Entwicklungen – oder auch nur eine andere Sichtweise der Dinge.
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    Danke schön.

  186. Don Alphonso: "Ich glaube, den...
    Don Alphonso: „Ich glaube, den Tegernseefrosch würde erst mal die Wasserqualität in Berlin schockieren.“
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    Also erstmal essen wir keine Frösche, zweitens ist die Trinkwasserqualität in Berlin eine der besten Deutschlands. Drittens ist das Aussehen des Frosches generell ungeeignet, Entsetzen auszudrücken, weil es ihm dafür an der nötigen Ausdrucksfähigkeit fehlt.

  187. Wir wussten bislang übrigens...
    Wir wussten bislang übrigens noch gar nicht, dass Newt Gingrich sogar Dr. Newt Gingrich ist, 1971 mit einer Promotionsarbeit in „Moderner Europäischer Geschichte“ über „Belgische Erziehungspraktiken im Kongo 1945-1960“. Erstaunlich nicht wahr? Und seine Eltern waren noch so jung. http://de.wikipedia.org/wiki/Newt_Gingrich

  188. @E.R. Binvonhier
    Der Autor ist...

    @E.R. Binvonhier
    Der Autor ist nicht faul, sondern nur ohne Ideen.
    Wer keine Ideen hat, kann es sich nicht leisten, faul zu sein.

  189. @ yast2000 15.59h
    cc: DA
    Ein...

    @ yast2000 15.59h
    cc: DA
    Ein Schweizer Frosch würde nie ins kalte Wasser springen. (Risikoscheu).

  190. Ideen sind überschätzt. Ich...
    Ideen sind überschätzt. Ich habe nie behauptet, hier etwas anderes zu tun, als mehr oder weniger geistreich zu plaudern. Es wundert mich aber, dass man sich darüber so echauffieren kann.
    .
    yast2000, ich bezweifle, dass der Landwehrkanal – um den ging es – als Trinkwasserreservoir durchgeht,

  191. fionn: "Ein Schweizer Frosch...
    fionn: „Ein Schweizer Frosch würde nie ins kalte Wasser springen. (Risikoscheu).“
    *
    Ein Schweizer Frosch würde ‚Insektology‘ gründen und dafür sorgen, dass die Frösche dieser Welt ihre getrockneten Fliegen in seinen Bankschließfächern anlegen.

  192. Die Ansprüche des 19....
    Die Ansprüche des 19. Jahrhunderts?
    Richtig ist, dass die erste Hälfte des 19. Jhs den Ansprüchen des ancien régime noch einigermassen gerecht wurde, vermutlich aus Trägheit.

  193. DA: "yast2000, ich bezweifle,...
    DA: „yast2000, ich bezweifle, dass der Landwehrkanal – um den ging es – als Trinkwasserreservoir durchgeht. …“
    *
    Don, wir trinken kein Wasser aus dem Landwehrkanal! Wir leben im Urstromtal, wo eine dicke, fette Sandschicht jegliches von oben kommende Wasser reinigt und kalkhaltig veredelt. Dann wird es in pumpförmigen Zustand den Berlinern zur Verfügung gestellt. Der Landwehrkanal wird nur noch gebraucht, um ignorante, bayrische Touristen auf Schiffen durch die Gegend zu fahren, damit wir sie von Straße weghaben, denn sie stellen eine Gefahr für sich selbst und die Einheimischen dar. Auf der anderen Seite sollte man Leute, in die in einer Gegend leben, welche vom MÄRKLIN-Versuchslabor entworfen und realisiert wurde, und dies auch noch für die Realität nehmen, nicht allzu ernst nehmen.

  194. Aber, aber, meine Herren - wer...
    Aber, aber, meine Herren – wer wird denn beim sonntäglichen Plaudern gleich in die Luft gehen!

  195. So um 1820 hatte das B-tum die...
    So um 1820 hatte das B-tum die Einsparpotentiale auf dem Kultursektor noch nicht begriffen. Und musste noch gebildet tun, um seine politischen Ambitionen zu rechtfertigen.

  196. Hasenbergl? Weil es im...
    Hasenbergl? Weil es im Nord-Westen der Siedlung, nahe dem Frauenholz, einen etwa 20 Meter hohem Hügel gibt, in dem, vor dem Bau der Siedlung, viele Karnickel gehaust haben. Die Feldmochinger Bauern, die das Land an die Stadt verkauft hatten, nannten den Hügel und die Flure um den Hügel, das Hasenbergl. So wie der Berliner Stadtkiez Kreuzberg nach einem gleichnamigen Hügel vor Tempelhof heisst, der Berliner „Berg“ ist allerdings höher, als das Münchner „Bergl“, aber beide eignen sich im Winter gut zum Schlittenfahren. Vergangenen Winter wenigstens.

  197. Naja, heute muss das B-tum am...
    Naja, heute muss das B-tum am nächsten Tag bei SPONschleim nachlesen, was gestern in der Glotze zu sehen war – was sich ändert, sind die Kulturträger.

  198. Beim Abendessen hat mich mein...
    Beim Abendessen hat mich mein Mann gefragt: ‘Warum schreibst Du nichts mehr in dem FAZ Blog?’
    .
    Was sollte ich ihm antworten? Dons Überschrift ist doch eindeutig: ‘Darüber spricht man weiterhin nicht.’ Wenn es den zuständigen Herr- und Dameschaften der diversen Nicht-FAZ Medien, die diesen Blog in der letzten Zeit so intensive gelesen haben, nicht beliebt darüber zu sprechen, ist mir die Zukunft Europas und der Welt auch egal.

  199. Vielleicht darf ich das an...
    Vielleicht darf ich das an dieser Stelle auflösen: Der allererste Beitrag der Stützen hier „Darüber spricht man nicht“ – was sich als falsch herausgestellt hat. Insofern sprecht man jetzt eben auch weiterhin nicht darüber, wie schon bei den ersten 67.000 Kommentaren.

  200. Der Tiger: "Wenn es den...
    Der Tiger: „Wenn es den zuständigen Herr- und Dameschaften der diversen Nicht-FAZ Medien, die diesen Blog in der letzten Zeit so intensive gelesen haben, nicht beliebt darüber zu sprechen, ist mir die Zukunft Europas und der Welt auch egal.“
    *
    Das Weltall sollte man nicht vergessen, dass sollte einem dann auch gleich schnurzpiepe egal sein! – Auf der Geburtstagsfeier von Herrn Westerwelle im Tipi beim Kanzleramt saß inmitten unter den Gästen auch Herr Diekmann, und Herr Westerwelle wiederum zeitigte Sympathien für Bettina Wulff, während die Kanzlerin die ganze Runde mit geistreichen Bonmots unterhielt. Ich will damit sagen, das ist auch ein Spiel mit der Macht: Wer jemals wirklich Macht hatte und die Angst gespürt hat, irgendein abgedrehter Vollirrer könnte einen aus nicht ersichtlichen Gründen anfallen, ist auf eine bestimmte Art auch sehr einsam. Die wenigsten bekannten Persönlichkeiten können sich heute noch problemlos unter das Volk mischen, ohne blöd angegangen zu werden. Und wenn sie es doch tun und privat auf Norderney wohnen, werden die Gastgeber dann bei Jauch öffentlich verhört, weil ein anderer Wichtigtuer unbedingt den Inhalt seiner Mailbox veröffentlichen muss. Dieser Einsamkeit in der Öffentlichkeit zu entgehen, kann man nur, indem man konsequent anonym bleibt, und dies dürfte einer der Gründe sein, warum immer weniger talentierte Laute in die Politik gehen. Ich habe mich auch verweigert, weil ich ein solch deutsches Demokratenschicksal nicht haben wollte.

  201. @Oliver-August Lützenich:...
    @Oliver-August Lützenich: richtig – selbstbewusste Bewohner nennen deshalb diesen ihren Stadtteil auch „Monte Karnickel“.

  202. Oder auch "Bunny Hill"....
    Oder auch „Bunny Hill“.

  203. @DA: Gratulation, waren es...
    @DA: Gratulation, waren es wirklich schon drei Jahre? Time flies …
    1
    RKK; @donna laura, 20. Januar 2012, 11:56
    Der Ausbau der Kernkomptetenzen (Seelsorge, Soziales) funktioniert anderorten ganz hervorragend. Die Verflechtung von Kirchen (nicht nur der katholischen!) und Staat scheint mir mit der einhergehenden materiellen Sicherheit einer der Hauptgruende fuer die Traegheit der deutschen Kirche zu sein. Wie soll eine Kirche zu den Menschen sprechen, wenn sie ihre Sorgen und ihr Leben nicht teilt?
    Aber die deutschen Kirchen sind eher eine Anomalie, weltweit betrachtet:
    Hier in NZ hat Kirche in Politik und Medien nicht viel zu sagen – keine Kirchensteuer, keine automatische Mitsprache in Wohlfahrtsverbaenden und dergleichen. Trotzdem lebt sie – mit volleren Gottesdiensten als ich sie zuletzt in Deutschland erlebt habe, und bei weitem mehr Kinder und junge Familien darin.
    So sehr ich die These vom ‚Heliigen Rest‘ hasse – weniger waere manchmal mehr.

  204. @perfekt: Und, ist...
    @perfekt: Und, ist mittlerweile raus, ob Newt Gingrich auch abgeschrieben hat?
    @yast: Märklin! Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Das ist es!

  205. Alzheimer und...
    Alzheimer und Fleischkonsum
    @DA 21. Januar 2012, 22:21:
    Nicht Alzheimer sondern wohl eher Rinderwahn bzw. das verwandte CJD – Uebertragbarkeit von CJD durch Kontamination chirurgischer Geraete ist prinzipiell gezeigt, ebenfalls durch kontaminierte Wachstumshormonpraeparate.
    Hinsichtlich der Infektion auf dem Nahrungswege waren die Briten so nett einen laengeren Feldversuch anzustellen (BSE, Mitte der 90er, erinnert sich jemand?) – da sollten mittlerweile halbwegs belastbare Statistiken vorliegen bzw. zu machen sein. Siehe auch: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs180/en/
    Was die Studien zur Uebertragung per Nahrung oder Aerosolen im Maus-Modell angeht denke ich nicht das die aussagekraeftig oder uebertragbar auf den Menschen sind. Ich bin in dem Punkt allerdings ausgewiesener Skeptiker.

  206. donna laura 00:48:
    Ein...

    donna laura 00:48:
    Ein Zyniker würde hier beiläufig erwähnen: ‚Your story touched my heart‘ und weiterzappen. Ich hingegen musste Ihren Beitrag gleich zweimal lesen, weil er in diesem Blog, in dem sich Emotionen eher hinter einer leicht zu durchschauenden Arroganz verbergen (was ich grundsätzlich schätze), doch ein kämpferisches und menschliches Bekenntnis ausstrahlt, das ich selten so gelesen habe (vielleicht in dicken Büchern, in denen es an mir vorbeiging) und das mich wirklich berührt hat Selbst auf die Gefahr hin, daß ich mich als Nicht-Zynikerin oute.
    .
    Darf ich ganz heimlich die Daumen drücken und alles Postive wünschen?
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    Dem Gastgeber Dank für die Souveränität und alles Gute für weitere drei Jahrzehnte. Warum die Sorge um die Themenwahl? Die Diskussionen nehmen eh jede Seitenstrasse, die interessant und gerade aktuell ist!
    .

  207. KarolaKettenhemd: "... Die...
    KarolaKettenhemd: „… Die Diskussionen nehmen eh jede Seitenstrasse, die interessant und gerade aktuell ist!“
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    Erzählen Sie das bloß keinem dieser halbfertig studierten Möchtegern-Hirnforscher, sonst haben wir bald ein neues unnützes Bestseller-Sachbuch: „Das Zentralnervensystem als soziales Biotop – Wie die Deutschen mit ihren viereckigen Gehirnwindungen trotzdem glücklich werden können!“

  208. Don Alphonso: "Der...
    Don Alphonso: „Der Millionärsanteil der Bewohner des Tegernsees ist höher als der Hartz-IV-Anteil der Berliner.“
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    Billige Sofas setzen sich mehr und mehr durch.

  209. Ich dachte, der Aufschrei...
    Ich dachte, der Aufschrei kommt 200 Kommentare früher.

  210. Don Alphonso: "Ich dachte, der...
    Don Alphonso: „Ich dachte, der Aufschrei kommt 200 Kommentare früher.“
    *
    Aufschrei? Wozu? Asozialität hat viele Gesichter und meistens psychische Ursachen, doch sie konvergiert halt gegen den Mainstream. Und machen wir uns nichts vor: Niemand ist wirklich unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beipsiel herhalten.

  211. @Don Alphonso
    Echauffieren?...

    @Don Alphonso
    Echauffieren? Davon kann doch keine Rede sein.
    Für ein geistreiches Gespräch bin ich immer zu haben, ich glaube sogar,
    das ist für viele Menschen das, was sie am Leben hält und wonach sie
    (auch hier) suchen. Aber eben – oft nicht finden.
    Ein geistreiches Gespräch kann man übrigens auch in Berlin-Mitte oder
    in Frankfurt-Nordend führen, und dies ständig zu bestreiten, ist eben
    nicht besonders geistreich.

  212. liebe Donna Laura,
    ich...

    liebe Donna Laura,
    ich schließe mich KarolaKettenhemd an

  213. @Foxrommel
    Gestehen Sie doch...

    @Foxrommel
    Gestehen Sie doch unserer Kunstfigur Don einen etwas eingeschränkten Blickwinkel auf die Berliner Republik zu. Frösche lieben nun mal ihr angestammtes Biotop.

  214. Danke für die drei Jahre...
    Danke für die drei Jahre hier. Nachdem ich Ihren blog hier entdeckt hatte, habe ich zeitweilig in zwei Richtungen gelesen, bis ich alle Beiträge durch hatte.
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    Mir scheint, Sie haben Ihren archimedischen Punkt gefunden: „Gebt mir einen Punkt, von dem aus ich die Welt betrachten kann und ich will euch sagen, was los ist.“ Und das auch noch elegant formuliert.
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    Schön, dass Sie Ihre finanzielle Unabhängigkeit dazu nutzen, sich eine geistige Unabhängigkeit zu leisten, die bei manchen Lesern so herrlich provozierend wirkt.
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    Dank auch an die Kommentatoren. Hier funktioniert ja sogar Ironie, ohne kursiv gesetzt zu sein oder mit Smileys garniert werden zu müssen.
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    Und Dank auch an die FAZ, dass Sie ihren Computer benutzen dürfen.

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