Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Weg zur Herrschaft – Manifest für die Edlen, Reichen und Tüchtigen

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Schon vor dem Zeitalter des Bürgertums konnte der Mensch leben, und das gar nicht mal so schlecht - insofern muss man hin und wieder fragen, ob frühere Epochen wie der Feudalismus nicht Lösungsmöglichkeiten für eben jene Probeleme kennt, die die bürgerliche Oligarchie und der Liberalismus geschaffen haben. Darauf einen Gastbeitrag von HansMeier555.

Seit drei Jahren feiern die „Stützen der Gesellschaft“ in meiner, Don Alphonsos Person das gehobene Bürgertum in Westdeutschland als die beste aller möglichen Welten, und sollte es in Oberbayern daheim sein, sogar als die besteste aller möglichsten Welten. Das sieht nicht jeder so; mancher Berliner wähnt sich gar nicht im Slum, angeblich soll auch London ganz nett sein, wenn man dort keine Silberkannen brandschatzt, und Verwegene behaupten gar, dass es ein Leben ohne Kronleuchter und Perserteppiche geben kann. Die härteste Fundamentalkritik jedoch kommt von einem Kommentator namens HansMeier555. Dieser eifrige Herr erklärt das oligarchische Bürgertum für gescheitert und plädiert für eine Rückkehr zu vorbürgerlichen Zuständen, namentlich: Dem Feudalismus. Seit gut drei Jahren streiten wir uns darüber in den Kommentaren, ich schreibe oben bürgerlich und Hans Meier 555 kommentiert unten dagegen – und ich denke, es ist jetzt an der Zeit, einmal den intellektuell-diskursiven Spiess in Richtung meines eigenen Bauches umzudrehen und Raum zu geben für ein antibürgerliches Gegenmodell. Also habe ich ihn gebeten, mit zum dreijährigen Jubiläum einen Gastbeitrag zu schreiben, wie er sich den Untergang der bürgerlichen Klasse und die Wiederkehr des Feudalismus vorstellt, und ganz ehrlich: Bei einem demokratischen Bundespräsidenten wie dem Unserem oder demokratischen US-Republikanern kann einem schon mal ein Zweifel… wie auch immer: HansMeier555 hat das Wort!

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Im Westen geht ein Gespenst um – das Gespenst der globalen Oligarchie.

Alle Ohnmächtigen auf unserem Planeten haben sich zu einer hysterischen Hetzjagd gegen dieses Gespenst verbündet: der Papst und der russische Zar, Schäuble und Sarkozy, die Occupy-Jugend und das Landgericht Düsseldorf.

Es ist hohe Zeit, dem Märchen vom Gespenst der Oligarchie entgegenzutreten und ihm einen entzerrenden Elitenspiegel gegenüberzustellen, der die Verdienste der Edlen, Reichen und Tüchtigen würdigt, ihre Versäumnisse tadelt, sie an ihre Pflichten erinnert, und mehr noch auf ihre glänzenden Aussichten hinweist.

Zu diesem Zweck habe ich, Johann Meier, das folgende Manifest entworfen.

Die Geschichte aller bisherigen Menschheit ist eine Geschichte des Träumens und Wünschens. Im Paradies wünschten sich Adam und Eva zu sein wie Gott, ihre Nachkommen wünschten sich Macht, Liebe, Ruhm und Ehre, Kinder und Enkel, die Erlösung von der Erbsünde, Gesundheit und das tägliche Brot.

Fast alles wurde erfüllt: Der Messias kam und gründete die christliche Kirche; Evas Kinder machten sich die Erde untertan, vermehrten sich von zwei auf sieben Milliarden und steigerten ihre Wirtschaftsleistung von wenigen Paradiesfrüchten auf über fünf mal zehn hoch vierzehn US-Dollar im Jahr.

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Besonders schnell wuchs die Wirtschaft seit etwa 250 Jahren. Das war das Verdienst des Bürgertums. Das Bürgertum hat das uralte Menschheitsproblem der Knappheit aller materiellen Güter gelöst. Selbst arme Länder verfügen über die Mittel, ihre gesamte Bevölkerung ausreichend mit Nahrung und Kleidung zu versorgen. Es geht nur noch darum, die Lasten und Erträge so zu verteilen, dass sich niemand allzu sehr benachteiligt oder ausgenutzt fühlen wird. Leider kann sich der Bürger über diesen Erfolg nicht freuen, er will eine Wachstumsperspektive für die Zukunft.

Wo aber findet er diese? Die globalen Ressourcen an Rohstoffen und billiger Arbeitskraft erschöpfen sich. Egal wie reich er ist: Ohne stabile Aussichten auf Statuserhalt, ohne die Vorstellung, dass sein Geld Geld zeugen kann wie Menschen Menschen zeugen, will er nicht leben. Lieber baut er Pyramiden, bis vom Eigenkapital nur noch 25 Prozent übrig sind.  

Auch der bürgerliche Verfassungsstaat hat sich überlebt. Befremdlich klingt der Vorschlag, „die Würde der Demokratie“ zu retten. Sollte Habermas noch nichts davon gehört haben, dass die Demokratie tot ist? Weiß er nicht, dass nur noch Computerclubchaoten an die Aufklärung glauben? Ja, Kaiser Sepp und König Fritz mochten sich vor  zweieinhalb Jahrhunderten wohl den Luxus leisten, die Folter abzuschaffen oder die Religionsfreiheit zu verkünden. Der Beifall der Gutmenschen sei ihnen gegönnt. Aber sie hatten es noch nicht mit Moslems zu tun. Mochten sich die Altvorderen am Briefgeheimnis einen  Narren fressen – sie ahnten noch nicht die Gefahren der Kinderpornographie, des Drogenhandels oder der umstürzlerischen Antifagruppen. Auch behielten die Skeptiker recht, die uns früh vor dem allgemeinen Wahlrecht gewarnt haben: Haben doch auf Wählerwunsch Politiker Schuldenberge angehäuft, die heute über uns zusammenbrechen.

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Die Demokratie ist tot, weil sie auf den Irrtümern der Aufklärung beruht. Die Behauptung Kants, dass die Menschen ihre Unmündigkeit selbst verschuldet hätten und aus eigener Kraft aus ihr herausfinden könnten, ist empirisch widerlegt. Ebenso Marx mit der Annahme, dass Demokratie  im Kommunismus münden würde. Denn Demokratie und Kommunismus waren ja immer schon eins: Willkürlich postuliert man die Gleichheit aller, will allen gleiche Rechte geben: Christen und Heiden, Ehrlichen und Spitzbuben, Edlen und Gemeinen, Frauen und Männern, Tüchtigen und Faulen, Anwesenden und Abwesenden, Reichen und Armen, Klugen und Dummen, Eigenen und Fremden, Gesunden und Kranken, Tapferen und Feiglingen, Erstgeborenen und Bankerten. Das heißt dann „aufgeklärte Zivilgesellschaft“. Die hatten einen Traum! Bekommen hat Europa stattdessen die Umverteilungsdiktatur der Minderleister, die sich umsonst genehmigen, wofür Tüchtige arbeiten lassen müssen: Sozialhilfe, Krankenhäuser, Renten, Schulen, Museen, Arbeitsplätze, Polizeischutz, Fabrikinspektionen, Mindestlöhne, Schlossneubauten,  Prozesskostenhilfe, Gesundheitsämter, Immobilienkredite,  Bafög und Elterngeld. All das müssen die Tüchtigen bezahlen. Schildabürger waren sie und Schuldenbürgen sind sie nun. Da haben Sie, Citoyen Siéyès, Ihren Dritten Stand!

Wer ist schuld?  Diese Frage ist eine rhetorische: Die Eliten wissen, dass sie selber schuld sind. Allzu lange haben sie dem Treiben zugesehen, statt die natürliche Ordnung wieder herzustellen. Wer könnte sie daran hindern? Das Kollektiv transfermindergeleisteter Umverteilungspolitiker?

Was tun? Welcher Weg wird diejenigen zur Herrschaft führen, die zum Herrschen bestimmt sind?
Früher hätte man den schlanken Polizeistaat favorisiert, der die Interessen der Tüchtigen vor den Gelüsten der neidischen Masse schützt. Bismarck, Pinochet und Li Peng haben bewiesen, wie gut er funktionieren kann. Mehr noch spricht gegen ihn. Durch Unterdrückung hält er den demokratischen Diskurs unnötig am Leben und bleibt selbst die größte Bedrohung. Eines Tages wird sich die faule Mehrheit seiner Apparate bemächtigen und in den Dienst ihrer Umverteilungstyrannei stellen, und Nietzsche wird recht behalten: „Viel zu viele werden geboren, für die Überflüssigen ward der Staat erfunden“. Die Aufklärichtbringerei bleibt ewig harmlos, weil sie zu lächerlich ist, um von den Eliten ernst genommen zu werden. Aber der Machtstaat weiß sie zu verführen. Hannah Arendt hat es gesagt: „Der ‚Leviathan‘ ist der Staat, und seine Philosophie ist die Weltanschauung, der die bürgerliche Gesellschaft seit ihrem Beginn zustrebte“. Und hat so den Eilten den Weg aus der Knechtschaft gewiesen: Zuerst müssen sie ihre bürgerliche Identität abstreifen, den Bürger in sich abtöten. Anders geht es nicht.

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Wie aber soll nichtbürgerliche Herrschaft aussehen? Die Bananenrepublik mittelamerikanischen Typs hätte den Vorteil, dass der Weg dorthin kurz und bequem ist. Formal bleibt die Demokratie bestehen und wird von den Tüchtigen einfach durch Tüchtigkeit unterlaufen. Für die Sicherheit sorgen privat angeheuerte Fußballfans und Rinderhirten. Wäre die Bananenrepublik nicht effizient, dann hätten sich die angelsächsischen Eliten in den letzten Jahren nicht so eindeutig für sie entschieden. Ihr größter Vorteil ist Stabilität. Einmal Bananenrepublik, immer Bananenrepublik – diese Regel gilt in Amerika bislang ohne Ausnahme.

Trotzdem möchte ich – und das ist mein Motiv, diesen Beitrag zu schreiben – an die Edlen, Reichen und Tüchtigen in Europa appellieren, bitte nicht die amerikanische Bananenrepublik zum Vorbild zu nehmen – obwohl alle rationalen Argumente auf den ersten Blick für sie sprechen.
Denken Sie daran, dass die Bananenrepublik auf ewig zum Lügen verdammt. Das ist der Fluch des Simón Bolívar: Immerzu muss man die Demokratiefassade aufrecht erhalten, welch alberne Operette! Hören Sie die Mahnung Alexander Solschenizyns, der vom kommunistischen Gulag aus die Menschheit dazu aufrief, „nicht in der Lüge zu leben“.  Also verzichten auch Sie auf die Wiederholung kommunistischer Lügen.

Ein weiterer Grund ist, dass wir nicht Kolonie sein wollen, sondern Metropole. Wenn Asien das Morgen- und Europa das Abendland ist, dann kann Amerika nur das Nachtland sein. Panama, Alabama oder Honduras mögen für New York oder Connecticut zum Vorbild taugen, nicht aber für uns. Egal was der Großhistoriker erzählt: Von hier aus führt der Weg zur Herrschaft nicht nach Westen, nicht über Paris, Dakar, Cap Verde, Port-au-Prince, New Orleans und Las Vegas nach Orange County, sondern wie alle Wege über Mailand und Florenz nach Rom: Das wussten schon Alarich und Karl der Große.

Besuchen Sie Kirchen und Museen in Ihrer Nähe und überzeugen Sie sich, dass hier früher eine Hochkultur existierte. Die schon enthielt, was die Edlen und Tüchtigen jetzt für die Wiederbegründung ihrer Herrschaft brauchen: Die christliche Religion und die feudale Ordnung! Da wir aus dem Feudalismus hervorgegangen sind, muss er zu uns passen. Und seine Fähigkeit, in Perioden wirtschaftlicher Stagnation für soziale und politische Stabilität zu sorgen, hat er tausend Jahre lang unter Beweis gestellt.

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Der Vorschlag, die feudale Ordnung wiederzubeleben, wird viele schockieren. Nach zweihundert Jahren Gleichmacherpropaganda kann es nicht anders sein. Aber lassen Sie sich vom Geheul des Jakobinerrudels nicht beirren, sondern betrachten Sie die Fakten.

Was zuerst ins Auge fällt, ist das unerschöpfliche kulturelle Kapital, von dem wir bis heute zehren.  Merowingische Goldschmiedearbeiten, Gotische Kathedralen, Tridentinische Messen, barocke Schlösser und Gärten, Konzerte, Opern und Fürstenhochzeiten: Alles, was uns gefällt, alles worauf wir stolz sind, alles was Gäste aus anderen Weltregionen hören und sehen wollen, ist im feudalen Kontext entstanden. Wie schäbig dagegen wirkt die Moderne! Das Bürgertum könnte allenfalls für sich in Anspruch nehmen, das feudale Kulturerbe sorgsam konserviert zu haben. Ja, und es sind im Nachgang der feudalen Epoche noch paar tiefsinnige Romane produziert worden. Das war’s aber auch schon.

Wenn immer gefragt wird, was uns von Moslems, Amerikanern oder Chinesen unterscheidet, so denken wir an die kulturellen Schätze und wer sie produzieren ließ: Die katholische Hierarchie und die feudale Aristokratie. Lassen wir uns nicht einreden, dass uns der Aufkläricht als „core asset“ größere Wettbewerbsvorteile verschaffen könnte. So naiv sind die Märkte nicht. Jeder asiatische Despot kann sich nach Belieben „Demokratie-und-Menschenrechte“ in die Verfassung schreiben. Aber hat er auch jemanden, der ihm eine Oper wie „Le Nozze di Figaro“ komponiert?

Das wirksamste Argument gegen den Feudalismus ist das Schlagwort von der pösen  „Leibeigenschaft“. Logischen Einwänden hält es nicht stand: Wenn Leibeigenschaft schlecht ist, dann muss Freiheit etwas Gutes sein. Wer aber wirklich frei ist, muss auch die Freiheit haben, über sich, sein Leben, seine Freizeit und seinen Körper freie Entscheidungen zu treffen –  etwa indem er mit anderen ebenso freien Personen freiwillige Verträge schließt, in denen er – wie das ja bei allen Verträgen der Fall ist – sich bestimmte Vorteile zusichern lässt (z.B. den kurzfristigen Erhalt einer Geldsumme, oder das Recht, ein Stück Land zu bebauen) und dafür eben bestimmte Verpflichtungen eingeht (z.B. die Summe mit  Zinsen zurückzuzahlen oder, solange er das nicht kann, den Acker des Geld- oder Feldgebers hin und wieder mal mitzupflügen oder eine Niere zu spenden). Ja, es stimmt: Aus solchen Verträgen kann theoretisch ein Abhängigkeitsverhältnis entstehen. Aber für welchen Vertrag gilt das denn nicht? Würde man den Armen, die ihr Schicksal in vorbildlicher Weise selbst in die Hand nehmen wollen, einen Gefallen tun, wenn man ihnen die letzte Möglichkeit zur Kapitalbeschaffung nimmt? Pfandkluge Gläubiger brauchen Sicherheit. Das ist nicht zynisch, sondern vernünftig. Wenn Rousseau jedermann dazu „zwingen wollte, frei zu sein“, dann müssen wir den mündigen Untertanen mit der Freiheit ausstatten, sich auch einmal zwingen zu lassen.

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Wollen wir ein „Heiliges Römisches Reich der Europäischen Nationen“ ausrufen, als Wahl- oder Erbmonarchie, mit Fürstentümern, Grafschaften, Adelsdiplomen? Solche Fragen spiegeln bürgerlichen Denkschablonen wider. Die große Stärke der feudalen Ordnung hat aber seit Alarich immer in ihrer Dynamik bestanden, ihrer Fähigkeit, sich der Systembildung zu entziehen. Nehmen wir uns an Goten und Franken ein Beispiel! Diese entwickelten das Lehnswesen ganz nebenbei, indem sie der unterworfenen römischen Bevölkerung zwar ihre eigenen Gesetze beließen, ihre Beziehungen untereinander aber durch Verträge frei regelten, bei denen z.B. Land gegen Gefolgschaft getauscht und Totschlag mit Wergeld gesühnt wurde. Welches System könnte heute besser geeignet sein, um die Konkursmasse der bankrotten Umverteilungsdiktaturen wieder produktiv zu machen? Der Feudalismus ist die politische Technik der Freiheit, er erlaubt es, das Land zu führen wie ein Unternehmen.

Lassen Sie sich nicht von der Behauptung beirren, dass die fränkische Herrschaft „Unordnung“, „Anarchie“, wirtschaftlichen Verfall und Bevölkerungsrückgang mit sich gebracht hätte. Ohne Statistik kann niemand beweisen, dass sich ohne Lehnswesen nicht alles noch viel schlechter entwickelt hätte. Der Krieg ist der Vater aller Dinge, so auch der europäischen Zivilisation. Erst das von Goten und Franken gestiftete „feudale Chaos“, der tausendjährige Krieg „aller gegen alle“ sorgte für die politische Systemkonkurrenz, in der sich kulturelle, technische und wirtschaftliche Innovationen besonders schnell durchsetzen konnten. Ohne die Vielzahl der streitenden Parteien hätten weder Theologie noch Juristerei noch die Waffentechnik den rasanten Aufschwung genommen, der Europa dann in die Neuzeit katapultierte. Das Römische Reich aber war an seiner sozialen Stabilität zugrunde gegangen. Wer das „Recht des Stärkeren“ ablehnt, übersieht, dass sich auf dem Recht des Schwächeren erst recht keine zukunftsfähige Ordnung begründen lässt.
 
Genial ist, wer eine neue Welt erfinden kann. Die feudale Ordnung nach ihren Träumen und Wünschen zu gestalten aber ist das Recht und die Pflicht der Tapferen, die sich dann auch als siegreiche Aristokratie begreifen dürfen. Wenn Sie zu den Tüchtigen unter den Tüchtigen gehören, haben Sie schon damit angefangen. Einem zentralen Prinzip der feudalen Ordnung wurde ja mancherorts schon wieder Geltung verschafft: der Befreiung des Adels von allen Steuern.

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„Zuwendung, Distinktion, Gnade!“ Das klingt gut und sagt sich leicht, bedeutet für Sie aber einen lebenslangen Einsatz für Ihre Mitmenschen. Wer vom Bürgen zum Edelmann aufsteigt, dem steht ein brutaler Rollenwechsel bevor. Der Bürger sondert sich, je reicher er wird, immer weiter von der Gesellschaft ab. Er verkriecht sich in seine „gated community“ und läßt sich von Anwälten und Politikern vertreten. Der Feudalherr dagegen bewegt sich mitten in die Gesellschaft hinein. Im offenen Sechsspänner rollt er durch die Fußgängerzone, läßt sich von jedermann grüßen und plaudert mit der Trüffelverkäuferin.

Als Feudalherr repräsentierten Sie sich selbst. Sie haben den dritten Stand überwunden und müssen sich in der ersten Person artikulieren. Alles hängt von Ihnen ab,  überall müssen Sie gnädige Präsenz zeigen. Es wird keinen Staat, keine Verfassung, keine Politiker und Gerichte mehr geben, hinter denen Sie Ihre Huld verstecken können. Da Sie scheinbar alles bewirken können, wird man zu viel von Ihnen erwarten. Ihre Residenz werden Sie nicht alleine bewohnen und niemals Ruhe haben. Nicht umsonst speisten Fürsten früher öffentlich. Und jeder, sogar der Nichtadlige, durfte dabei zusehen. Können Sie sich das vorstellen?

Die Zuneigung Ihrer Untertanen werden Sie sich täglich neu erwerben: Durch  Ihre Teilnahme an Hochzeiten und Taufen, Ihr gerechtes Urteil in allen Streitfällen. Bettelnde Witwen und Waisen können Sie nicht wie bisher zum Sozialamt schicken. Werden Ihre Landschaften blühen wie ein Vorgarten? Hat Ihr Bauer am Sonntag sein Huhn im Topf, strömt das Volk in die Kirchen?  Auch Sie selbst dürften dort nicht allzu oft fernbleiben. Die Sorge um das Seelenheil Ihrer Untertanen ist ein Eckpfeiler Ihrer Legitimation. Tröstlich, dass Ihnen die innere Mission leicht fallen wird: Angesichts des Klimawandels, der Endzeiterwartungen erstmals so wissenschaftliche Plausibilität verleiht, wird das Christentum künftig mehr Zulauf erhalten.

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Sie werden keine Segeljacht mehr brauchen, sondern Tanzen, Fechten und Reiten lernen, ihren Geschmack bilden müssen: Für den Schlossbau, die Bestellung von Gemälden, das Engagement eines Orchesters. Im Krieg müssen Sie sich an Front bewähren. Als Feudalherr dürfen Sie alles sein, aber niemals feige! Auch wenn Sie beste Gründe haben, ewig leben zu wollen. Auf die Frage, warum Sie noch hier sind, anstatt sich in Palästina am Kreuzzug um die Befreiung der heiligen Stätten von den Ungläubigen zu beteiligen, müssten Sie stets eine gute Ausrede parat haben. Und Sie müssen für Nachkommen und deren Erziehung sorgen. Sie müssten, so absurd es klingt, ihren ältesten Sohn zum Nachfolger aufbauen.

Dennoch bin ich mir sicher, dass sie diesen Herausforderungen gewachsen sind!
Feudalismus oder Barbarei – das ist die Wahl, vor der die Reichen und Tüchtigen Europas heute stehen. Ich habe keine Zweifel, wie sie sich entscheiden werden. Und wenn Sie es wollen, bleibt es kein Traum.

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387 Lesermeinungen

  1. Also, zweierlei: Historischen...
    Also, zweierlei: Historischen Berichten entnimmt man, dass die Religionsausübung damals nicht wirklich unterhaltsam war, und nach unseren heutigen Vorstellungen kann ich mir da auch was Hübscheres als Stundengebete und mehrere Messen am Tag vorstellen. Und dann ist da die Sache mit dem öffentlichen Speisen – das führte früher schon zu üblen Ernährungsschäden, und wurde auch nicht immer und überall ngepfelgt; ich hätte gern jemanden, der Leute draussen hält und mir meine Ruhe lässt. Das spanische Hofzeremoniell war da durchaus rigide beim Einlassen von Leuten, die dort hingehörten wie der Berliner an den Tegernsee.

  2. @DA: Also spanische...
    @DA: Also spanische Halskrause, tiefstes Schwarz und Barockopern halte ich für wenig kompatibel, aber wenn Sie sich das antun wollen…

  3. schöner artikel, vielleicht...
    schöner artikel, vielleicht ein bisschen sehr milde im aufruf für die refeudalisierung. man könnte noch mit naturrecht würzen und erklären warum der ständestaat in aut z.b. einfach zu plump war in seinem kleingeistigen versuch das alte regime gekleidet in demokratie (neu?) herzustellen.
    man muss aber – und jetzt rede ich von der refeudalisierung in cooperation mit der rkk und damit dass dies etwas g’scheites wird – letzterer raten den hohen stand, wie man ihn 1870 hatte, auch in die vergangenheit und natürlich in die gegenwart zu extrapolieren, inclusive der revision aller nachgiebigkeiten gegenüber der orthodoxen „kirche“ und der den „gemeinschaften“ der reformation…; also ein bisschen aktenlage schaffen durch alte und neue dokumente (ein bissachen kanon putzen wäre auch angesagt)
    als letztes würde ich auch raten die naturwissenschaften, vor allem die medizintechnik unter eine supervision der rkk und der feudalherren zu stellen.
    manche forschungsgebiete sollen halt dann in den ländereien nordamerikas stattfinden – medikamente etc. dürfen aber importiert werden.
    für die in wien ansässigen:
    http://www.herder.at/site/veranstaltungen/veranstatlungen
    bzw hier ist es auch angekündigt:
    http://www.donaucitykirche.at/2012/01/kultisch-szenisch-sinnlich-mystisch/

  4. So, nun ist es raus. Die...
    So, nun ist es raus. Die Essenz von 3.000 Kommentaren verdichtet zu einem Manifest. So schön der Traum sein mag, er hat zwei Fehler: Erstens, richtet er sich an zu viele. Der historische Feudalismus funktionierte, weil weniger als ein Prozent der Bevölkerung oben war und so genug für alle übrig blieb. Für die einen mehr, die anderen weniger, aber doch ausreichend, um nicht Lesen und Schreiben lernen zu müssen. Das hat erst der Bürger in die Welt eingeführt und damit den ganzen Schlamassel verbockt. Nun haben wir zwar den visual turn, vom Idiotenfernsehen bis zur PPP, der Ihre Sache begünstigt, aber diese Gutenberg-Followers, die müssen Sie erst einmal mundtot kriegen oder auch nur an den rechten Ort weisen. Zweitens fehlt es dem Projekt an der legitimierenden Idee: Besitz, Bildung, Arbeit, das haben die Bürger für sich gepachtet. „Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen“. Das müssen Sie erst einmal umdeuten. Mit Herkunft dürfen Sie erst gar nicht kommen, weil dann 95 Prozent Ihrer Unterstützer durch den Rost fallen. Gottesfurcht und damit der Glaube an eine heilige und daher heilende Ordnung scheint mir der einzig gangbare Weg. Und dahin wiederum könnte die Losung heißen: Occupy Scientology!

  5. Ich würde ein...
    Ich würde ein pfründenbegütertes, gleichzeitig aber auch sorgen- und gläubigenfreien Nominalbistum anstreben, so in etwa „kardinal von Leptis Magna“, aber gern auch mit Bischofspalast in der Nähe Roms.

  6. Werter HansMeier555,
    sie...

    Werter HansMeier555,
    sie treten durchaus überzeugend für den Feudalismus ein, das zentrale Problem haben sie jedoch so weit ich sehe nicht diskutiert: Die Frage der qualifizierten Nachfolge. Vorausgesetzt es sind ursprünglich tatsächlich die Edlen, Reichen und Tüchtigen (was auch immer man genau darunter versteht) – nichts garantiert, dass diese Eigenschaften vererbt werden. Viel mehr noch: nichts sorgt dafür, dass der gerechte und gnädige Herrscher erfolgreicher ist, als ein Feudalherr von schlechtem Charakter. Die gewissenhafte Erziehung kann daran nur begrenzt was ändern.
    .
    Sie schreiben „Genial ist, wer eine neue Welt erfinden kann“ – beziehen das aber auf die Gestaltungsmöglichkeiten des Herrschers in einer keineswegs neuen feudalen Welt. Ich würde daraus den Schluss ziehen, dass der einzige Zweck einer Renissance des Feudalismus sein könnte sich selbst zugunsten einer neuen, besseren Herrschaftsform abzuschaffen – ein Szenario, zu welchem der Feudalismus vermutlich in der Tat eher in der Lage wäre als die Demokratie.

  7. Gottchen...Arbeitsteilung,...
    Gottchen…Arbeitsteilung, Spezialisierung oder gar funktionale Differenzierung? Schon mal gehört?
    Wer glaubt er könnte die Komplexität der Moderne auf das „besondere Individuum“ runterbrechen, der hat nicht begriffen was Sinn einer Gesellschaft ist. Natürlich war früher alles einfacher, weil alles „einfacher“ war. D.h. einen Bauernhof kann man „feudal“ führen; Bei einem Internet, einer Börse, einen Flugzeugträger, einem Rechtsstaat, ja selbst einer FAZ geht das schon nicht mehr.

  8. Chris,
    ich glaube nicht, dass...

    Chris,
    ich glaube nicht, dass Meierdreimaldiefünf ernsthaft für den Feudalismus eintritt.
    Es ist eher so ein Provokations-und-den-Alphas-ihr-Gschlamp-unter-die-Nase halt-Ding.

  9. Bravo! Das nenne ich, eine...
    Bravo! Das nenne ich, eine neue Weltordnung zu entwerfen durch Weiterziehen von Entwicklungslinien der alten. „Ihr wisst es vielleicht noch nicht, doch ihr seid schon auf dem Wege! Es gilt nun, bewusst und mit Einsicht zu tun, was bisher bloßes Walten wilder Kräfte war.” Dass es dergleichen schon gab, verführt zum Glauben, das alles wäre sicher einfach wiederzuhaben. Ich erlaube mir einige leider übergangene Einwände.
    1. Jede Revolution braucht ihre Avantgarde. Realistischerweise kommt hierfür nur unsere derzeitige Elite infrage. Wird diese nicht Bedenklichkeiten zeigen, sobald ihr erstmals einigermaßen deutlich wird, dass die neue key competence nicht mehr sein wird, leere Worte und Papiere geschickt zu handhaben, sondern den Stahl? Die Schnittmenge zwischen Bodybuildern einesteils und Synergierestrukturierungsvisionären oder schwiegermüttergefälligen Private-Public-Partnership-Krawattengrinsern andererseits ist vermutlich klein.
    2. Trotz zuletzt gewaltiger Anstrengungen bei der Entwicklung des Bildungsgradienten ist das hier Geleistete bisher noch völlig unzureichend für den gewünschten Wandel. Was aber, wenn nach den nötigen Strukturanpassungen kein taugliches Personal mehr für die moderne Haustechnik zu bekommen wäre? Ohne Hypokausten mag man ja allenfalls mit tumben Heißwasserträgern zurecht kommen – aber wenn der Palast gar nicht mehr warm wird? – Zugige, feuchte Steinburgen! Und Holzklasse bei den Fahrzeugen! Das wird unserem Gastgeber gar nicht gefallen.
    3. Eine Klasse, die so herabgedrückt wird, wie es hier nötig ist, wird unvermeidlich zur classe dangereuse, nicht notwendig als Kollektiv, aber schon ein einzelner zu allem bereiter Hungerleider ist unangenehm genug. Bitte die Rate des gewaltsamen Todes im Mittelalter und heute zu vergleichen, das trifft auch die classe aisée und macht sie auf dem Wege zum vorgeschlagenen gesellschaftlichen Heil etwas zögerlich.
    Anders als Sie am Schluss andeuten, werden die neuen Herren vor dem Kreuznehmen nicht zu offen zaudern – denn wo wäre auch heute das reiche Byzanz, das en passant allein den Einsatz wert wäre. Schlechthin mangelnde Militanz bei der Förderung von höchsten und tiefstliegenden Werte in gewissen Weltgegenden braucht man ja nicht einmal in heutigen schlappen Republiken zu beklagen.
    Keinen Zweifel besteht auch daran, dass die Alleinblödemachende ihre Rolle wie immer brav erfüllen wird. Sie wird also schon gar nicht « Deus lo vult » schreien, wenn doch am Ende nicht ein Taler mehr im Kasten klingeln kann.
    Trotz der Einwände – Sie stellen ein edles Ziel vor, das des Schweißes aller Leistungsträger wert wäre. Denn allein der dauerhafte Erfolg rechtfertigt, und nach hundert Jahren („Ach, die Hypokausten” – „Ist doch sicher bloß eine Legende!”) wäre das neue Gesellschaftssystem so unerschütterlich wie kein anderes.
    Brüder, zur Sonne, zum Feudalismus!

  10. Der Witz ist ja gerade, dass...
    Der Witz ist ja gerade, dass heute und jetzt und hier langsam auch die Bürger der sogenannten ersten Welt in einer Form versklavt werden, gegen die sich HansMeiers Patriarchenfeudalismus der blühenden Kulturlandschaften wie eine anregende Whistpartie im Reformclub ausnimmt.
    Danke auch für den grossartigen ad-barbaram-Beweis von der Überlegenheit der Bananenrepublik. Als Ländername wäre Zaire wieder frei.. doch nicht?

  11. Bei den vielen beschriebenen...
    Bei den vielen beschriebenen Aufgaben würde der Feudalherr wahrscheinlich erst einmal eine „Hotline“ einrichten.

  12. "Als Ländername wäre Zaire...
    „Als Ländername wäre Zaire wieder frei.“
    .
    „Biafra“ könnte man auch wieder neu andenken.

  13. Niemand hat den - verdienten -...
    Niemand hat den – verdienten – Untergang des Feudalismus so schön bebildert wie Visconti in „Il Gattopardo“. Siehe das Te Deum in der Kirche von Donna Fugata. Lebensuntüchtig, den Glauben auch an die eigene Sendung verloren habend, im Staub der Zeitläufte erstarrt.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=57HyUpO9p-I
    .
    Eine Lösung könnte sein der Spruch des alten Grafen: „Alles muss sich ändern, damit alles so bleibt, wie es ist.“

  14. Das Ende des Feudalismus ist...
    Das Ende des Feudalismus ist nah:
    Sonnengott Guddi ist endgültig weg
    .
    (Auch wenn es vielleicht nur dewegen ist, weil er sich nicht als Hofnarr gegen Söder missbrauchen lassen will.)

  15. Das ist eine gute Beschreibung...
    Das ist eine gute Beschreibung der aktuellen Situation. Wir haben das alles. Der Unterschied ist nur, dass die heutigen Feudalen sich anders schützen als früher. Die brauchen keine Burgen mehr. Und keine Erb-, sondern eine Funktionsfolge. Das Kreuzchen- Machen auf dem Wahlzettel ist für die Prolls und deren Politologie- Professoren. Entschieden wird schon längst woanders. Die Demokratie wird rudimentär noch repräsentiert durch VuZ, Silvana, Chazi und Schnorri. Das bürgerlich- parlamentarische Haushaltsrecht wird heute schneller an Goldman- Sachs übereignet, als der Steuer- Bürger seine Anmeldung schreiben kann.
    Einzige Schwäche in der Zustandsbeschreibung: die Vermutung, Marx hätte erwartet, die Demokratie entwickle sich zum Kommunismus. Das ist eine Vulgär- Interpretation des Manifests. Abhülfe: Mal Wertform pauken im „Kapital“ Band 1. Davon wird man ruhiger. Viel besser zum Verständnis der gegenwärtigen Situation sind übrigens die Discorsi von Machiavelli zu studieren.

  16. Jetzt hat sie es geschafft:...
    Jetzt hat sie es geschafft: Claudia Cieslarczyk, Frau-im-Spiegel-Chefredakteurin und treueste Guttenberg-Jüngerin der Republik, darf nach dreijähriger Kernerarbeit bei den Kommentatoren einen eigenen Blogbeitrag in der FAZ schreiben. In der Redaktion des obersten Gutti-Fanzines dürften heute die Prosecco-Koken geknallt haben.

  17. Vroni, wieso Biafra? Orosman,...
    Vroni, wieso Biafra? Orosman, nicht Mobutu ist doch HansMeiers Wunschrolle

  18. @b4
    Österreichischer...

    @b4
    Österreichischer Ständestaat, ein anderes Wort für Sozialdemokratie.

  19. @bettelbaron
    Es hat auch...

    @bettelbaron
    Es hat auch früher nicht für alle gereicht, die andere für reich hielten. Worauf schon Ihr Nick hindeutet.
    Legitimierende Idee ist die Tüchtigkeit in einem umfassenden Sinn, nicht nur im öknomischen. Tüchtigkeit wird nicht definiert, sondern stellt sich unter Beweis und erscheint im Ergebnis als „Relevanz“.

  20. @Chris
    Das Nachfolgeproblem...

    @Chris
    Das Nachfolgeproblem stellt sich in der bürgerlichen Wirtschaft genauso. Darum müssen ja diese absurden Managergehälter gezahlt werden, weil die die Aktienerben keine Lust auf den Job haben. So setzt man die Mietlinge direkt an den Trog in der Hoffnung, dass sie loyal bleiben und nicht den ganzen Laden gleich in die eigene Tasche liquidieren. Das alte Hausmeierproblem.

  21. @Goodnight
    Doch, gerade beim...

    @Goodnight
    Doch, gerade beim Internet ginge das wunderbar.
    Und Medienkonzerne wurden noch nie anders regiert als feudal.
    .
    Arbeitsteilung, pfffz. Es kommt immer nur auf die Entscheider an, für alles andere hat man Leute.

  22. @jean-jacques
    In Süditalien...

    @jean-jacques
    In Süditalien hat nur der Feudalherr und mit ihm das Filmgenre gewechselt. Genau das ist es ja, was wir für Europa vermeiden müssen, den Abstieg in die mafiöse Bananenrepublik. Auch von Sizilien aus führen alle Wege nach Rom.

  23. @Chris.
    Ich wider spreche...

    @Chris.
    Ich wider spreche ihnen. Der Rechtsstaat ist im Feudalismus genauso gut zu verwirklichen. Ja der Feudalismus bedarf geradezu einer genauen verlässlichen Rechtsordnung. zu seiner Stabilität.
    Und warum ein Flugzeugträger mit 5000 Besatzungsmitgliedern kaum anders als eine feudum betrieben werden soll, mögen Sie mir bitte auch erklären.
    .
    Ich finde, HM555 Idee hat Charme und sollte weiter diskutiert werden.

  24. Namen? Die Länder haben alle...
    Namen? Die Länder haben alle schon einen Namen, mit einer prominenten Ausnahme.

  25. Freiheit oder Feudalismus!...
    Freiheit oder Feudalismus!

  26. @Folkher Braun
    Die vulgärsten...

    @Folkher Braun
    Die vulgärsten Interpretationen sind meistens die richtigen.

  27. Was für ein Unsinn. Habe nur...
    Was für ein Unsinn. Habe nur die Hälfte gelesen, der Rest war mir die Zeit nicht wert. Wenn wir uns refeudalisieren würden, wäre HansMeier555 dann der lokale Fürst, ein „Tüchtiger“, der was weiß, jedoch leider von den Brosamen seines lieben (und wenn er Pech hat, wie in der Mehrzahl der Fälle leider nicht so lieben und eher dummen) Fürsten leben muss und nichts zu entscheiden hat, oder am besten gleich der Knecht, der dem alternden Fürsten den Hintern wischt. Schmeißt das Roulette an, die Chancen auf einen gelinden Ausgang für den HansMeier555 sind immerhin 1 zu 10 oder so. Und bitte nicht an Aufstieg denken, Verbesserung der Position ist nicht vorgesehen, Herr Knecht.

  28. Lieber Zaungast,
    wollen Sie...

    Lieber Zaungast,
    wollen Sie nicht auf einen Kaffee hereinkommen? Vielleicht ist auch noch Torte da.

  29. @Don Alphonso22. Januar 2012,...
    @Don Alphonso22. Januar 2012, 23:15
    die rkk hat so etwas ähnliches immer für dissidenten-bischöfe gemacht. bistümer, die mehrere jahrhunderte nicht mehr existieren:
    letztes (?) beispiel:
    http://www.partenia.org/

  30. Nix für ungut, lieber...
    Nix für ungut, lieber HansMeier, ich warte dann doch lieber auf die Ankunft von Außerirdischen.

  31. London, spätes 19....
    London, spätes 19. Jahrhundert: Ein Engländer aus gutem Hause ärgert sich auf dem Golfplatz schwarz darüber, dass sich ein Rüpel vordrängt. Sein Freund beruhigt ihn. Mit den Worten: er ist bestimmt kein Gentleman, der Arme.
    Dieses grenzenlose, durch nichts zu erschütternde, Selbstvertrauen in die eigene Schicht lässt sich nicht wiederherstellen. Es müsste aber wiederhergestellt werden, wollte man die Demokratie durch einen wie auch immer gearteten Feudalismus ersetzen :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  32. BEKLOPPT!...
    BEKLOPPT!

  33. @Vroni -...
    @Vroni – Alphas-ihr-Gschlamp-unter-die-Nase halt-Ding:
    Welch feine Ironie. Nicht an Eliten zu glauben ist eine der Grundvoraussetzungen von westlichem Demokratieverständnis. Was übergangslos in das Verlangen an jene real selbstverständlich existierenden Eliten mündet, doch bitte besser, gerechter und weiser zu sein, als der Duurchschnittsdemokrat, also wir. Üblicherweise endet ein Überhandnehmen dieses Verlangens in einer Herrschaft durch jene, die dafür am schlechtesten geeignet sind: Graue Durchschnittsbürokraten.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  34. @Folkher braun - Das...
    @Folkher braun – Das bürgerlich- parlamentarische Haushaltsrecht wird heute schneller an Goldman- Sachs übereignet:
    Das ist natürlich Unsinn. Wären Staaten schuldenfrei, bräuchte man sich um die Meinung von Finanzmärkten einen feuchten Kehricht zu scheren. Und wo sie nicht schuldenfrei sind, war das immer eine ganz demokratische Entscheidung, generationenübergreifend mittlerweile. Vor 15 Jahren fühlte ich mich mit meinem lebenslangen Dauerplädoyer gegen ständige Neuverschuldung wie ein Fossil aus dem 19. Jahrhundert, inzwischen hat das Bewusstsein der Mehrheit mich eingeholt :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  35. Ich werd's gleich lesen.
    Zuvor...

    Ich werd’s gleich lesen.
    Zuvor jedoch ein BRAVO auf den Don, dass er den oft klugen aber immer lesbaren Blogkommentator HM555, dem man mal begeistert zustimmt, mal vehement nicht, zu Wort kommen läßt.

  36. @HansMeier555:
    Allzu genau...

    @HansMeier555:
    Allzu genau darf man Ihren Beitrag nicht lesen. Dann fällt nämlich auf, dass Sie – wie jeder gute „Bürger“ – den kern jeder Gesellschaftsordnung geschickt vermeiden. Die Machtfrage. Wie man sie erringt, durchsetzt, auf Dauer festigt. Die Macht. Aber das war schon immer der blinde Fleck deutschen Bürgertums.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  37. Vroni, wie jetzt -...
    Vroni, wie jetzt – Provokation? HansMeier555s Argumentation überzeugt doch. Und wenn er im zweiten Teil auf die paar noch unbeantworteten Fragen eingeht, auf die wir ihn jetzt hinweisen, sehe ich kaum mehr, was einer Umsetzung im Wege steht.
    .
    Und auch, wenn man seine Begeisterung für den Feudalismus nicht teilt – dem politischen Exkurs zur möglichen zukünftigen Entwicklung unserer Gesellschaft stünde ein bisschen mehr Offenheit und Unvoreingenommenheit wahrhaft gut. Von der Alternativlosigkeit der kapitalistischen Demokratie auszugehen verhindert zuverlässig jede ernsthafte Weiterentwicklung.

  38. Lieber Thorsten Haupts,
    .
    dann...

    Lieber Thorsten Haupts,
    .
    dann sagen Sie uns doch etwas über die Machtfrage.
    Gruß —

  39. Lieber andreas21,
    die Sorge um...

    Lieber andreas21,
    die Sorge um das eigene Schicksal darf nicht die Sicht aufs Ganze verstellen. Der Feudalismus ist objektiv die beste aller möglichen Ordnungen, unabhängig davon, welche Rolle HansMeier555 dort einnehmen würde.

  40. @andreas21
    wurdert sie das....

    @andreas21
    wurdert sie das. ich glaube positionen wie die von hm555 taugen als einwurf von der galerie. aber ein stimmiges konzept wird nie daraus. arbeit an den attributen statt an der substanz
    @fb
    vulgärinterpretationen sind in solchen kreisen beliebt, ersetzen das kritische nachdenken und auch als abwehr des diskurses. wie sagte unser homiletikprof über manche priesterkandidaten: wenn ich mal ausgeweiht bin, reicht das brevier als einziges buch. wie wollen sie mit leuten diskutieren, die stolz auf ihre selbstgewählte unwissenheit sind, aber dafür an den „schalthebeln“ sitzen…
    das ist aber auch keine neue entwicklung, in der brd spätestens seit 1.10.1982

  41. Genialer Blogger-Scoop des...
    Genialer Blogger-Scoop des Don!
    ER hat HM555 das Wort erteilt.
    .
    Kann man hier von einem Mephisto-Pakt sprechen?
    „Ein Mensch geht zur Erreichung eines Ziels auf ein Bündnis
    mit Menschen oder Mächten ein, die seinem Ziel und seinen
    Idealen eigentlich entgegenstehen.“
    .
    Die junge Hannah Arendt glaubte in Heidegger
    ein Genie vor sich zu haben.
    TROTZ oder WEGEN seiner Denksuggestionen,
    die an sein fanatisches Ich-Prinzip gekoppelt waren,
    gelangte sie zu ihrer Prämisse: Denken ohne Geländer!
    Dies sei zwar selbstverständlich, aber gefährlich –
    – wenn die innere Balance fehle.
    Denken und Wollen reichen nicht aus.
    Es bedarf einer weiteren Kompetenz, der Urteilskraft.
    Jedoch Urteile ergeben nur zu erkennen,
    was den Menschen wahr oder falsch DÜNKT.

  42. "Koalition" ist die politische...
    „Koalition“ ist die politische Norm in Deutschland und in der Schweiz – ergo, Fortschritt ist möglich. Keine Revolution, lieber Evolution.

  43. Gibt's HM555 gar nicht? Ist...
    Gibt’s HM555 gar nicht? Ist er in der Tat DA’s alter ego?

  44. An der Freiheit stirbt der...
    An der Freiheit stirbt der Mensch?
    Werte Leser, schon seit längerem geht folgender Gedanke mir nicht aus dem Kopf. Kann es sein, das unser Ausmaß an persönlicher Freiheit uns umbringt. Stirbt die Menschheit an zu viel Freiheit?
    Als geborenem Demokraten und Freund jeglichem Freidenkertums stört mich dieser Gedanke zutiefst, aber ich kann ihn intern auch nicht widerlegen. Deshalb stelle ich ihn hiermit Ihnen zur Diskussion. Ich weiß das Rousseau und Lenin die Führung der Masse, die ihn anscheinend zu suspekt war, in die Hand von Vordenkern legen wollten. Ich andererseits habe immer an die Macht der Wahrheit und Intelligenz geglaubt, aber das ist wohl nicht so.
    Lassen Sie mich verdeutlichen was ich meine. Heute hat jeder eine Meinung zu allem und irgendwie halten wir uns alle für befähigt zu allem was zu sagen. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob es Kernphysik und die Nutzung der Kernenergie ist, Gentechnik und die Auswirkungen ( wer von uns kennt die Aminosäuren, welche die Grundlage für alle Gene bilden), Elektrosmog, Klimakatastrophe und wie geht es weiter….. Eine Million Themen und wir alle können immer zu allem fundiert mitreden. Ist das wirklich so? Hindert die Findung eines breiten Konsens nicht daran, endlich zu handeln und nicht erst doch noch hundert Tage zu diskutieren.
    Lassen Sie mich auf das letzte Thema ein wenig detaillierter eingehen, da die Wahrscheinlichkeit hier ein politisches Minenfeld zu betreten am geringsten ist. Ich will hier nämlich nicht über für und wider von Kernenergie oder Gentechnik diskutieren, sondern über das zu viele bei zu vielem mitentscheiden wollen bzw. mitreden müssen. Es besteht wohl ein Grundkonsens, das sich eine Klimaveränderung abzeichnet und der Mensch hier mit seinem industriellen Ausstoß von CO2 eine der Hauptgründe ist. Dennoch will keiner auf seinen neuen und größeren Wagen verzichten. Eindruck machst Du nur im 911er und nicht im 1 Liter Polo. Warum ist das so, können wir das nicht sehen, wollen wir das nicht sehen? Wie müssen wir handeln, geht uns das nichts an, weil egal was wir sparen, die Chinesen werden in 10 Jahren alles zunichte machen, weil dann 300 Millionen Autos die Atmosphäre über China vergiften. Also Egal was ich mache!! Oder ist die Auswirkung uns egal, wir bauen höhere Dämme und brauchen zum Sonnenbrand kriegen nicht mehr nach Griechenland zu fliegen. Eine schöne neue Welt!
    Haben die beiden oben genannten Gesellschaftstheoretiker Recht? Ist die breite Masse zu dumm, um zu erkennen, was gut und richtig ist. Stirbt der Mensch aus, weil er zu viel Freiheit hat? Brauchen wir eine Diktatur der Intelligenz? Ein 10er Gremium, das Entscheidungen fällt und einfach durchsetzt. Oder haben wir zu wenig Freiheit, weil wir uns gar nicht entscheiden können, die Entscheidung treffen Lobbyisten für uns und wir dürfen nur entscheiden, zwischen zwei Übeln. Hat der Mensch also noch zu wenig Entscheidungsfreiheit?
    Was denken Sie: Hindert uns die Freiheit zu überleben, da wir jede Meinung gleichwertig anhören und bewerten müssen, bevor eine Entscheidung getroffen werden kann.

  45. PS: Meine Forderungen

    1)...
    PS: Meine Forderungen
    1) Jeder Mensch ist von Geburt an mit den gleichen, unveräußerlichen, unabnehmbaren und nicht abzuerkennenden Grundrechten ausgestattet, die ihm ein erfülltes Leben in Freiheit ermöglichen und die Unverletzlichkeit seiner Person garantieren. Dieses Grundrecht kann nicht durch andere Rechte (wie zum Beispiel religiöse oder kulturell tradierte Gepflogenheiten) beschnitten oder eingeschränkt werden. Das schließt auch die Gewaltanwendung des Staates gegen seine Bewohner mitein, so dass weder Folter noch die Todesstrafe jemals eine Rechtfertigung durch Gesetze erfahren können!
    2) Gerechtigkeit ist in der Natur keine natürliche vorkommende Gegebenheit, da der Mensch von Natur aus eher egoistisch veranlagt ist. Das bedeutet, dass Gerechtigkeit vom Staat immer wieder in die Gesellschaft aktiv getragen werden muss. Es ist Energie darauf zu verwenden, das in einem System Gerechtigkeit als Zustand angestrebt wird.
    3) Es gibt Aufgaben die der Staat niemals in private Hände legen darf, da sie einem höheren Allgemeinwohl dienen und von daher im Interesse aller Bürger liegen. Dazu gehören Bildung, innere Sicherheit, Gesundheitspflege und eine Grundversorgung!
    4) Eine Demokratie lebt von Demokraten, da der Mensch nicht automatisch durch die Gewährung von Grundrechten zum Demokraten wird, muss die Übernahme von Verantwortung innerhalb der Demokratie gefördert werden (Z.B. Steuerbefreiung usw.) Diese aktive Beteiligung an der Demokratie muss gefordert und auch angenommen werden.
    5) Freiheit ist nicht, wenn jeder machen kann, was er will, sondern Freiheit heißt, dass die demokratische Gesellschaft jeden in die Lage versetzt auch seine Freiheitsrechte wahrzunehmen. (Folge aus Punkten 1 bis 3)

  46. der weg vom raubritter,...
    der weg vom raubritter, schnorrer oder betrüger zum feudalherren ist meist ein mühseliges projekt, welches generationen erfordert, um auch eine kulturelle blüte hervorzubringen. siehe unerere derzeitigen „eliten“.
    die möncherei war seinerzeit eine der besten und am wenigsten anstrengenden aufstiegsmöglichkeiten für bürgerliche in den fürstenstand, wenn auch in diesem geschäft sechzehn adelige ahnen kein nachteil waren. da fallen sogar die unbequemlichkeiten weg, dynastischen heiratsprojekten genüge tun, söhne zu nachfolgern aufbauen und an die front zu müssen. man konnte die freuden des lebens jetzt geniessen und dem rest der welt für später versprechen, wenn man ihm nur die hölle genügend heizte und fürsorglich auch das denken abnahm.
    die von hans meier und übrigens auch mir so geschätzte kultur konnte hier als decorum zu voller blüte gelangen, für das arbeiten lassen stand ein entwickelter apparat zur verfügung und falls die kulturellen und repräsentativen erfordernisse die mittel überstiegen, gab es auch für den geistlichen stand einen hofjuden, der notfalls mit volkes hilfe zur hölle geschickt werden konnte. das beste zum schluss: in einer prächtigen bibliothek liess man (auch die verbotendsten) bücher sammeln.

  47. Feudalismus ?--- aber ja, alle...
    Feudalismus ?— aber ja, alle katholischen Länder Europas vereinigen sich zur Alpenlänischen Union mit der Exklave Polen und der Papa wird presidente!
    wie immer ,
    allerohnzielsetzlichst
    Arne Saknussemm

  48. @HansMeier555: Ich denke mal...
    @HansMeier555: Ich denke mal am Punkt der Tapferkeit und des Beweisens auf welch gearteten Kreuzzügen auch immer wird es scheitern.
    Da dürfen dann die Knechte wieder ran, während die Elite in Bunkern auf Feldherrnhügeln thront. Napoleon und der olle Fritz waren da wohl echte Außnahmen, welche die feindliche Kugel nicht fürchteten. Der Rest hatte mehr Schiss als Schmiss

  49. ..mich hat da immer viel mehr...
    ..mich hat da immer viel mehr die Frage bewegt, welche Rolle kommt hm555 selbst in einer angedachten feudalen Herrschaft zu. Hauslehrer oder Hofnarr? – Nein, er wollte Minister werden und die vergleichsweise trüben Betätigungsmöglichkeiten, dargestellt an der ministerialen Praxis unseres Dichterfürsten Goethe, haben ihn nicht abgeschreckt. Und er hat sich einen Tag lang bemüht, das Amt eines Kultusministers zu bekleiden. Mich hat das damals jedenfalls nicht überzeugt. Auch die Vorstellung, als Geisterarbeiter in einem feudalen System durch ein Deputat in Form von Döner-Gutscheinen abgespeist zu werden, hat keine freudige Zustimmung bei ihm gefunden. – Kurz, der Mann ist beratungsresistent. Excellenz würden zur Besserung vermutlich zwölf Stockhiebe auf den Allerwertesten und zwei Wochen Kerker verschreiben…

  50. fionn, ich bin nachweislich...
    fionn, ich bin nachweislich nicht HM555 – wir treiben ganz unterschiedliche Unwesen auf unterschiedlichen Plattformen.

  51. Wer ist Johann Meier...
    Wer ist Johann Meier dann?
    Doch net etwa der hier:
    http://www.surreal-meier.de/index.html

  52. nachtrag: gemessen an...
    nachtrag: gemessen an Bevölkerungsstatistik und breitem kulturellem ergebnis war der feudalismus jedenfalls in deutschland eine unglaublich effiziente faulheit, wenn man ihn mit den kosten unserer heutlgen scheinlegitimen verwaltungsstrukturen vergleicht, die ähnlich diesem an einer versklavung des volkes bzw der völker arbeiten, dabei – willentlich oder nicht – den profit wenigen globalen playern zuspielen, die außerhalb der demokratischen kontrolle zunehmend politischen einfluss akkumulieren. höchste zeit also, den betriebsunfall von 1789 zu korrigieren. alternativ – schlage ich vor – abermals die druckerpressen und guillotinen zu schmieren, um den guten Ideen von 1789 endlich geltung zu verschaffen, denn aufklärung und demokratie sind ein prozess, niemals ein abgeschlossenes Projekt. ob das volk – (der mob der straße ?) – die politische veränderung zum guten herbeizwingen kann, ist leider ein glaube, den man nach all den erfahrungen verloren hat. bejubelt es doch wieder einen gutti, napoleon oder schlimmeres, wenn er nur genug verspricht, glänzt und glitzert.

  53. @Arne Sacknussem
    Grüße vom...

    @Arne Sacknussem
    Grüße vom Mittelpunkt der Erde…

  54. Die feudale Ordnung ist nicht...
    Die feudale Ordnung ist nicht konsistent, bildet eben kein totalitäres Ganzes. Sie kommt ohne schriftliche Verfassung aus.
    Stellen Sie sich das eher vor wie ein Geflecht, wie das Lehnswesen. Feudum heißt das Treueverhältnis zwischen Fürst und Vasall, also nur zwischen zwei Parteien, nicht gleich für alle und jeden auf einmal.
    .
    Dem lesenden Geistesarbeiter würd ich es so erklären:
    Der Feudalismus ist das schwierig zu beschreibende, das aber ganz einfach zu machen ist.

  55. Wir brauchen auch keine...
    Wir brauchen auch keine fertigen Konzepte.
    Erst einmal genügt es, wenn die Tüchtigen den Bürger in sich überwinden, das bürgerliche Erbe abstreifen, sich den Blick frei machen.
    Alles weitere wird sich dann schon ergeben, da darf man nicht vorgreifen.

  56. @holofernes
    Leider ist es...

    @holofernes
    Leider ist es wahr. An unserem Grundgesetz klebt das Blut der Marie Antoinette.

  57. Eines zumindest haben DA und...
    Eines zumindest haben DA und HMTriple5 bewiesen: daß es zu früh war, die These von der Feudalisierung des deutschen Bürgertums ad acta zu legen, selbst wenn Feudalherrn wie Bürger des 21. Jahrhunderts nur ein fahler Schatten ihrer historischen Vorläufer sind.

  58. Und bitte keine Argumente ad...
    Und bitte keine Argumente ad hominem. (Ab ferengo gern.)

  59. Yep. Das ist ja das Schöne...
    Yep. Das ist ja das Schöne hier in diesem Blog, das es alles noch so vor-modern ist.
    Da kann einer ohne Fachwissen einfach mal über die Gesellschaft blubbern und alle anderen blubbern mit.
    Yep, in einem anderen, modernen, Blog würde man innerhalb von Minuten zerfetzt, weil das ja gerade das Dolle am Internet ist, dass sich dort das Fachwissen trifft, aus der modernen Gesellschaft, die so arbeitsteilig ist, d.h. aus Experten besteht. Es gibt da draußen auch Experten für die „Gesellschaft“. Nennen sich „Sozialwissenschaftler“.
    Sollte man vielleicht wissen. Und selbst wenn man mit seinen rudimentären Philo-whatever-Sekundarstufe-hab-ich-mal-gehört-Kenntnissen die Welt erklären möchte, dann sollte man doch wenigstens den Nietzsche gelesen und verstanden haben. D.h. warum er den „Übermensch“ wollte und auch warum er scheiterte. Hat übrigens Habermas ganz schön beschrieben (Der philosophische Diskurs der Moderne), yep, man sollte auch mal lesen, wenn man Habermas schon reinbringt.
    Aber egal. Die einen retten sich in VT, die anderen in „früher war alles besser“, die anderen in der Suche nach dem edlen, tüchtigen Übermensch. Yep, 1933-1945 haben die schon einmal danach gesucht….und nix Gutes gefunden.
    Egal, Geschichtskenntnisse braucht man hier ja auch nicht.
    Mal ne Frage: Hat hier einer wenigstens Abitur? Und wenn: Wer?

  60. Die Ferengiaktivitäten in...
    Die Ferengiaktivitäten in diesem Sektor haben doch etwas nachgelassen.

  61. Offensichtlicher Troll ist...
    Offensichtlicher Troll ist offensichtlich.
    auch: to long-did not read
    Solche Kopfgeburten können es nicht einmal in Anspruch nehmen aus Utopia zu stammen, sie sind wohl im provinziellen Wolkenkuckucksheim beheimatet.
    Mein 4-Punkte-Plan zum Umbau der Gesellschaft von unten:
    1. nicht töten
    2. nicht stehlen
    3. nicht lügen
    4. immer schön den Müll trennen!
    Dann wird die Sonne heller scheinen und Löwen werden bei den Lämmern liegen! Alles andere ist Schnulli-Bulli!

  62. Sehr schön! Wohlverdient!...
    Sehr schön! Wohlverdient! Voller instruktiver Hinweise!
    (Und nebstbei wird der kleinlichen blogNachbarschaft gezeigt wie mans souverän macht)
    Mitunter dachte ich mir ja schon Ähnliches wie fionn, glaube aber natürlich allen Dementis.
    .
    lieber bertholdIV,
    uije, der Nitsch. Vor 1977 war der noch interessant. Aber heutzutage, für Veganer?
    Erinnert an den v. Einem-Skandal „Jesu Hochzeit“ um 1980

  63. <p>Parallelidentitäten...
    Parallelidentitäten fliegen irgendwann auf, und um einen HM555 zu erfinden, bräuchte man enorm viel Zeit und Stringenz. Eine Kunstfigur reicht, und obendrein: Am Stil würde man es merken.

  64. liebe(r) Goodnight,
    enchantee ...

    liebe(r) Goodnight,
    enchantee – ah, Sie kommen aus dem Proseminar, verschnaufen Sie ein bisserl, legen Sie die schwere Umhängtasche mit dem Notebook ab, hier ist der Teewagen, nehmen Sie einen Keks, bitte versuchen Sie doch diesen, viel bequemeren, Sessel, lesen Sie sich ein wenig ein, lesen Sie ein wenig zurück, –
    die vielen Katzen stören Sie doch hoffentlich nicht?

  65. Chris,
    "... sehe ich kaum...

    Chris,
    „… sehe ich kaum mehr, was einer Umsetzung im Wege steht.“
    .
    :-)
    Im Osten gibt es vielleicht noch einige Hektar sibirische Wälder zu kaufen. Nur zu, setzen Sie um.

  66. ach, lieber Yog Sothoth,
    wenn...

    ach, lieber Yog Sothoth,
    wenn Sie auch noch gut aussehen, Doubletten schießen können, Holz hacken, Walzer tanzen, Hunden die Hühnerknochen aus dem Rachen holen und rasant ehrenamtlich mit dem Rettungswagen fahren – dann hätten Sie mir einmal gefallen!

  67. Draußen – die eisige...
    Draußen – die eisige Wüstennacht.
    Drinnen breitet sich Wärme aus,
    züngeln die Flammen dieser anderen Nacht.
    Lass die Landschaft von dorniger Schale bedeckt sein.
    Wir haben einen weichen warmen Garten hier drin.
    Gesprengte Kontinente, Großstädte und kleine Städte
    – alles wird zu einer verbrannten schwarzen Kugel.
    Die Nachricht, die wir hören,
    ist voller Leid für jene Zukunft.
    Doch die wahre Nachricht hier drin ist,
    dass es überhaupt keine Nachricht gibt.
    Jalaluddin Rumi
    Mit Verlaub: Es geht alles den Bach runter und je mehr wir uns auf diesen Strudel konzentrieren, desto größer die Hoffnungslosigkeit, die sich unserer bemächtigen wird.
    Wie haben im Außen, der Fassade gelebt, so lange Zeit. – Haben mit Blendwerk und Tand geschmückt all unsere Säle, dabei, es hätte vielleicht eine kleine Höhlenzeichnung gereicht…
    Wer hätte es geschafft den Lauf der Dinge aufzuhalten? – Welches Kind die nahende Adoleszenz, welcher Greis das nahe Sterben?
    „Die Nachricht, die wir hören,
    ist voller Leid für jene Zukunft.
    Doch die wahre Nachricht hier drin ist,
    dass es überhaupt keine Nachricht gibt.“
    Wir leben in einer äußerst armen Kultur,
    all unsere Eliten sind ebenso wie wir verstrickt in diese weltlichen Dinge,
    Sich-Hetzende oder gar getriebene.
    Rom ist kein Ausweg.
    Das Christentum hatte lange genug Zeit, den Menschen zu versprechen einen Sankt-Nimmerleinstag, das Jüngste Gericht, die finale Erlösung…
    Es ist allein an uns, hier und jetzt den ‚unendlichen Raum‘ zu erschließen.
    Die Erfahrung von wirkender Ruhe ist die letzte Hoffnung für Aristokraten wie Bürger.
    „Doch die wahre Nachricht hier drin ist,
    dass es überhaupt keine Nachricht gibt.“

  68. @ Yog Sothoth, Esq:
    So kann...

    @ Yog Sothoth, Esq:
    So kann man es bei Jesaja nachlesen:
    „Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen und die Parder bei den Böcken liegen.“
    So steht’s geschrieben in einem dicken Buch – voll mit den abenteuerlichsten Geschichten.
    Da stehen auch die ersten drei Postulate drin – das mit dem Müll hat man allerdings seinerzeit noch nicht so eng gesehen …
    Apropos Müll:
    Feudalismus kann keine Lösung sein!

  69. "Und bitte keine Argumente ad...
    „Und bitte keine Argumente ad hominem. (Ab ferengo gern.)“
    .
    Lieber HansMeier,
    gern, aber das widerspricht sich doch.
    Sind Ferengis, diese kleinen niedlichen Raffzähnchen, nicht gerade die neuen Feudalen?
    Nach Ihrer Neo-Feudal-Logik.
    .
    Verfeudelte Grüße
    (grade im Kampf gegen Wollkaninchen)

  70. Lieber HM555, Dank für die...
    Lieber HM555, Dank für die lange ausstehende Präzisierung Ihres Re-Feudalisaierungsgedankens. Sind die einfühlsamen Bilder auch von Ihnen?
    .
    Ich will (und kann) hier kein Gegen-Manifest schreiben, aber wie wäre es mit einigen konkreten Namensnennungen künftiger Feudalherren. Hier spielen Sie den Ball zum Leser zurück in dem Sinne, sich ggf. selbst per Seelenerforschung als Feudalherren-Kandidat ins Rennen zu schicken:
    Wie sieht denn Ihr eigenes Ergebnis bzgl. eines Neu-Feudalherren „Johann Meier“ aus? Oder müssen wir uns Manfred Schmidt, alternativ Christian Wulff, als neue Feudalherren mit „mediteraner Leichtigkeit“ vorstellen? Wer von beiden wäre Feudalherr, wer dessen Lehnsmann?
    .
    Zu einem Detail der feudalherrlichen, öffentlichen Lebenweise: Sie vergaßen die Erwähnung des halböffentlichen, fürstlichen Beilagers mit italienischem Kammerquartett vor der Tür.

  71. Lieber Hans Meier, Argumente...
    Lieber Hans Meier, Argumente ad hominem sind hier aber unverzichtbar. Beweisen Sie Ihre Anciennität, um die Kraft Ihrer Argumente zu belegen. Oder Sie lassen Sie uns in diesem Zusammenhang auch die Tatsache diskutieren, daß die Erde selbstverständlich eine Scheibe ist, an deren Rand man hinunterfallen kann. – Und zur neueren Geschichte: War nicht das Dritte Reich eine Art moderner Versuch eines Feudalismus, allerdings ohne Mitnahme der RKK, der ziemlich wenigen Menschen gutgetan hat, nicht einmal der Baukunst oder der Musik ?

  72. @Specialmarke - War nicht das...
    @Specialmarke – War nicht das Dritte Reich eine Art moderner Versuch eines Feudalismus:
    Nö. Das Dritte Reich war die Machtübernahme des Pöbels, geistig munitioniert durch jenen Teil des Bürgertums, der nach zu viel Nietzsche-Lektüre seiner eigenen Existenz überdrüssig geworden war. Der herausragendste Vertreter des Dritten Reiches war nicht der KZ-Wärter, sondern der Blockwart. Jene fleischgewordene Phantasmagorie des kleinen Mannes, einmal im Leben die Nasen anderer in den Drecks stossen zu dürfen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  73. @Yog Sothoth, Esq:
    Oh bitte....

    @Yog Sothoth, Esq:
    Oh bitte. Versuchen Sie doch , einen ganzen Monat lang (nur 30 Tage) überhaupt nicht und niemals zu lügen. Berichten Sie anschliessend von Ihren bestimmt interessanten Erfahrungen, ja?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  74. @Vroni
    Das sagte ich doch...

    @Vroni
    Das sagte ich doch ausdrücklich, dass Ferengis mitdiskutieren dürfen. (Abl. auctoris ?!)
    .
    @JR42, specialmarke
    Selbst wenn ich selbst gar nicht zum Feudalherrn taugte, wäre das Argument darum ja nicht falsch. Ich muß ja auch keine Sportskanone sein, um die olympische Idee zu verbreiten. Ich bemühe mich einfach nur um einen fairen und ausgewogenen Standpunkt.
    .
    Nein, das dritte Reich war nicht feudal, eher ein aus dem Ruder gelaufener Leviathan, ein Amoklauf der bürgerlichen Sekundärtugenden. Ordung, Sauberkeit, Produktivität, Anständigkeit, etc.
    .
    Der Feudalherr steckt die Bettelnomaden nicht ins Lager, sondern weiß von ihrer musikalischen Begabung zu profitieren.

  75. Schon erstaunlich, was es im...
    Schon erstaunlich, was es im Land der präventiven Neidunterstellung für Reaktionen auslösen kann, wenn man einmal den naiven Versuch unternimmt, die Welt aus Sicht der Leistungselite zu betrachten.

  76. ich meine: Einen...
    ich meine: Einen Elitenstandpunkt zu vertreten, ohne sich selber dazuzurechnen. Dabei ist es doch genau das, was angeblich alle tun.

  77. @Foersterliesel 23. Januar...
    @Foersterliesel 23. Januar 2012, 12:40
    ja ja, der ist brav. ist mir damals schon aufgefallen als der „kurti“, der immer in baßgeigen (theologen-witz sorry) auftrat, den künstler lobte
    aber schauen sie mal die drei leute an: holl, nitsch und faber; fast eine dreifaltigkeit. das ganze universum und noch viel mehr ist da abgedeckt.
    und hm555 hat recht, nirgends besser dargestellt als in einer trientinischen messe
    btw: die kirche in der unocity ist ganz schön

  78. @DA 12:42

    sie wollen aber...
    @DA 12:42
    sie wollen aber jetzt nicht, die existenzberechtigung von textkritik begründen – da sein ihr alter ego hm555 vor – sonst wären wir wieder bei den pseudopaulinen und dem mantel…

  79. @Foersterliesel 23. Januar...
    @Foersterliesel 23. Januar 2012, 12:53
    was ist ein proseminar? gibt es so etwas noch.
    in den naturwissenschaften nicht, da gibt es keine einführung in das wissenschaftliche arbeiten, da werden stattdessen feynman’s philosophiekurse gelesen

  80. @HM555 (14:06)
    Der Ablativ...

    @HM555 (14:06)
    Der Ablativ auctoris sollte bei Personen mit der Präposition „ab“ verwendet werden – andernfalls handelt es sich beim Urheber einer passiven Handlung um Dinge oder Personen, die als Werkzeug dienen, z. B. Sklaven.
    … Womit wir fast schon wieder beim Thema wären – waren doch Leibeigene ein nicht unwesentliches Merkmal des feudalen Systems.
    Die Vorstellung (möglicherweise gar als „Ding“) jemand anderem hörig sein zu müssen, mag mir nicht gefallen. Auch anders herum würde ich nicht über andere in dieser Art gebieten wollen.

  81. lieber hm555,
    eben sah ich,...

    lieber hm555,
    eben sah ich, dass Sie tatsächlich „ab ferengo“ geschrieben hatten.
    Chapeau und habe die Ehre.

  82. o.k. :-)

    Lieber...
    o.k. :-)
    Lieber HansMeier,
    ich kann aber Ferengis nun mal gar nicht leiden. Nicht ein kleines bisschen. Ich liebe großräumige Ausgrenzung, wenn es um meine Feinde geht.
    Macht es was, wenn ich mich nicht mit dieser den edlen Ziereremiten feindlich gesonnenen Spezies gemein machen will und mich ausklinke.
    Es gibt soviel anderes zu tun: Die hochherrschaftliche feudale Katze („Ihro Majestät“) muss zum Impfen und verlangt, ihrem treuen Diener, mir, im Moment alles ab an Höflichkeit und Mut. Vermutlich werde ich dennoch in Streifen geschnitten und zum Abendbrot serviert.

  83. "Der Bürger sondert sich, je...
    „Der Bürger sondert sich, je reicher er wird, immer weiter von der Gesellschaft ab. Er verkriecht sich in seine „gated community“ und läßt sich von Anwälten und Politikern vertreten. Der Feudalherr dagegen bewegt sich mitten in die Gesellschaft hinein.“ – daran ist doch was.
    der wunderbare soziologe georg simmel zeichnete in seiner ‚philosophie des geldes‘ (1901) den uebergang der westlichen gesellschaft von einer, wie er es nennt, ’subjektiven‘ zu einer ‚objektiven‘ kultur. subjektiv im weiteren sinne meint hier, dass alle handlung, alle artefakte auch, immer auf einen bewusst schaffenden, bewusst entscheidenden zurueckzufuehren sind (die handschrift des kunsthanwerkers, die direkte verantwortungslinien verursacher jeder art). in der ‚objektiven‘ kultur dominiert und damit anonymisiert die logik des geldes saemtliche gesellschaftsaspekte. – simmel, das ist wichtig anzumerken, ist kein kapitalismuskritiker. nicht im geringsten. er sieht die enormen freiheiten, die die moderne gesellschaft bringt, in der sich kapital leichtfuessig von der wertschoepfung erster ordnung trennen kann, in der es fliesst, vom einen auf den andern, von hier nach dort, wo es sich teilt und wieder neu gruppiert. – immense freiheiten. immense vorteile. massgeblich einen – quasi metapysischen – nachteil konstatiert simmel leicht sentimental: man fuehlt den dingen ihr wesen nicht mehr an. (die welt ist von einer ’subjektiven‘ zu einer ‚objektiven‘ geworden.)
    gut 100 jahre spaeter wiegt simmels sentimentalresiduum schwer. macht fehlt verantwortung. kunst, design und feuilletonistische plaudereien vermoegen den durst nach sinn (und subjektivitaet) voruebergehend zu stillen.

  84. Hier kann der zukünftige...
    Hier kann der zukünftige Feudal-HERRscher schon mal überprüfen
    wie er es mit der VERANTWORTUNG hält; bzw. wo er seine Spezln positioniert:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/d/d0/Verantwortung.jpg
    ***
    Und hier kann der zukünftige Feudal-HERRscher schon mal überprüfen
    welchem Spezl er überhaupt vertraut:
    Denn: wieviel Zuneigung man für andere empfinden möge
    oder zu empfinden glaube,
    doch keine Neigung jemals uneigennützig sein könne;
    dass die edelste Freundschaft, so aufrichtig sie auch sein mag,
    nur eine Modifikation der Selbstliebe sei;
    und dass wir, ohne uns selbst dessen bewusst zu sein,
    nur unsere eigene Befriedigung suchen,
    während wir ganz von den Plänen für Freiheit und das Glück
    der Menschheit erfüllt zu sein scheinen.
    Infolge eines Spiels der Einbildungskraft,
    einer spitzfindigen Reflexion
    und eines enthuastischen Gefühls meinen wir,
    am Interesse anderer Anteil zu nehmen,
    und bilden uns ein,
    von allen egoistischen Erwägungen frei zu sein;
    aber im Grunde nehmen der hochherzigste Patriot
    und der schäbigste Geizhals, der tapferste Held
    und der verachtenswürdigste Feigling
    bei jeder Handlung die gleiche Rücksicht
    auf ihr eigenes Glück und Wohl ergehen.
    (aus David Hume:eine Untersuchung über die Prinzipien der Moral)

  85. Meine Parallele "Feudalismus -...
    Meine Parallele „Feudalismus – Drittes Reich“ meint das Prinzip von Führer und Gefolgschaft, die Herausbildung einer rittertumsähnlichen Elite (SS), der Verzicht auf demokratische Organe etc. Der alte Feudalismus hatte Gottesgnadentum und Lehen, Gefolgschaft und Leibeigentum der Untertanen als konstituierende Elemente. Sie sind wohl kaum wieder herstellbar. Die Frage, ob ein neofeudales System konstituierbar sei, erübrigt sich daher meiner Meinung nach. – Für das Phänomen „Berlusconi“ reicht der Begriff „Rechtspopulismus“.
    .
    Und wer das Dritte Reich als „Machtübernahme des Pöbels“ abtut, greift in der politischen Analyse einfach zu kurz, aber das kennen wir schon…

  86. Tja, und dann könnte man ja...
    Tja, und dann könnte man ja natürlich auch mal die Diskussion auf den Unterschied von König und Bundespräsident führen.
    .
    Ein König erwartet von seiner Gefolgschaft angemessene Geschenke. Es wäre eher unrechtmäßig, wenn sie es nicht tut und könnte dafür durchaus bestraft werden.
    .
    Unserr Bundespräsident soll keine Geschenke annehmen. Wenn er es trotzdem tut, wäre das unrechtmäßig, aber er kann dafür kaum bestraft werden.
    .
    Allerdings, einen König könnten wir ein Leben lang nicht absetzen. Etwaige Versuche könnten uns den Kopf kosten.
    .
    Die gute Nachricht: Einen unliebsamen Bundespräsidenten kann man durchaus schon mal beleidigen. Und wenn er dann immer noch nicht zurücktritt, muß man nur noch drei Jahre warten, bis man einen neuen wählen kann. – Es spricht doch einiges für unser demokratisches System, auch wenn es viele Mängel hat…

  87. HM555: "Der Feudalismus ist...
    HM555: „Der Feudalismus ist objektiv die beste aller möglichen Ordnungen“
    .
    nein, nein … so wird das nichts …
    .
    Man muss nicht tief in der Geschichte kramen und ein erfolgreicheres System zu finden.
    .
    Man sehe sich einfach die Erfolgsstorie der sog. Anarchie* in Südspanien an.
    .
    (* da die Sieger die Geschichte schreiben assoziiert man heute nur den Bombenleger damit, die Leistungsfähigkeit ist wenig bekannt; außer natürlich andererseits die brutale Niederschlagung.)
    .
    Es bedurfte schon eines Franco & Co. von aussen sowie die Kommunisten von innen um dies alles zu zerstören, wobei beide Seiten dasselbe Motiv hatten.
    .

  88. Die Verteidigung der Feigheit ...
    Die Verteidigung der Feigheit
    Von Konstantin Sakkas
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1510400/
    „ […] Immer in der Geschichte vertraten die Oberschichten, die sich ja eben
    nicht durch Genie und Leistung, sondern durch Tradition definieren,
    den Vorbehalt der Distinguierten gegenüber der Staatsgewalt.
    Oft genug ähnelte der Monarch mit seiner mal plumpen,
    mal kreischigen Exzentrik viel mehr dem einfachen Volk
    als den Aristokraten, die seinen Hofstaat bildeten;
    ein genialischer Feuerkopf wie Friedrich der Große
    entsprach der elitären Zucht des Adels ebenso wenig
    wie der gutherzige Biedermann Ludwig XVI.
    Die klassische Antipathie der Reichen und Schönen
    gegenüber den Mächtigen hat Thomas Mann in
    seinem Roman „Königliche Hoheit“ einfühlsam illustriert [….]“

  89. @ Gabriele:
    Interessant der...

    @ Gabriele:
    Interessant der Text von David Hume und wahrscheinlich so wahr!!!

  90. die blockwart und...
    die blockwart und spitzelmentalität hat auch ihre feudalen vorgänger im wien metternichs beispielsweise, geboren aus den ängsten der spätfeudalen. von der inquisition wollen wir garnicht reden, die das beseitigen von staatsfeinden – das sind alle selber denkende menschen – auch schon zur industrie erhoben hat.
    ob es sich um leistungseliten im bürgerlichen sinne gehandelt hat, ist sehr in frage zu stellen. man war fürst, weil es die göttliche ordnung so vorgab, der vater und der großvater etc pp. es auch schon waren, das musste nicht durch tüchtigkeit bewiesen werden. die rangfolge war durch die ahnenprobe nach anciennität geregelt, ein mieser charakter dabei weder voraussetzung noch hinderungsgrund.
    anders das deutsche bürgertum: „Hundert- oder zweihundertjährig sich vererbende Arbeit, Geduld, Klugheit, Redlichkeit, Charakterfestigkeit, Ausdauer, Sparsamkeit , der Storch auf dem Dach!“ beschreibt es Dostojewski, „(…) Ich dagegen ziehe es vor, auf russische Manier ein ausschweifendes Leben zu führen oder meine Vermögensverhältnisse beim Roulett aufzubessern, ich will nicht nach fünf Generationen Hoppe und Co. sein. Geld brauche ich für mich selbst, ich bin mir Selbstzweck und nicht nur ein zur Kapitalbeschaffung notwendiger Apparat“ (Dostojewski, Der Spieler, S 38 ff, zitiert nach Groppe).

  91. @specialmarke
    Anders rum: Es...

    @specialmarke
    Anders rum: Es ist die Gefolgschaft, die vom König großzügig beschenkt wird.

  92. @Thorsten Haupts 9:25,
    "Wären...

    @Thorsten Haupts 9:25,
    „Wären Staaten schuldenfrei, bräuchte man sich um die Meinung von Finanzmärkten einen feuchten Kehricht zu scheren.“
    Da haben Sie leider in den vergangenen 10 Jahren nicht aufgepasst – im Einklang mit der
    Mehrheit.
    Den Finanzmärkten den Fehdehandschuh hinzuwerfen, klappt nicht mal in Nordkorea.
    Die Antworten erfolgten prompt, das Ergebnis ist jetzt zu besichtigen.

  93. Vielleicht sollte man sich -...
    Vielleicht sollte man sich – speziell in Deutschland – weniger Gedanken um Macht
    Herrschaft und Eliten machen, denn um ‚Schuld‘.

  94. Für mich die einzige...
    Für mich die einzige Möglichkeit dem ‚Teufelskreis‘ zu entkommen.

  95. Solange ein Mensch 'schuldig'...
    Solange ein Mensch ’schuldig‘ werden kann, ist er weder frei noch souverän.

  96. @HansMeier5555 15:56
    Der...

    @HansMeier5555 15:56
    Der König beschenkt das Volk?? Wann jemals in der Geschichte ist das geschehen? Beschenkt mit seiner Anwesenheit, einem schönen Krieg und dem darin glorreichen Verrecken, seinen Schulden oder selbstherrlichen Bauten?
    Wenigstens das letzte bringt folgenden Generationen etwas Spaß, da stimme ich mit Ihnen überein, aber sonst?
    Da mag ich gerne den schon oben zitierten Geheimrat nochmals bemühen:
    Mußt mir meine Erde
    Doch lassen steh’n,
    Und meine Hütte,
    Die du nicht gebaut,
    Und meinen Herd,
    Um dessen Glut
    Du mich beneidest.
    Ich kenne nichts Ärmeres
    Unter der Sonn‘ als euch Götter! (Könige)
    Ihr nähret kümmerlich
    Von Opfersteuern
    Und Gebetshauch
    Eure Majestät
    Und darbtet, wären
    Nicht Kinder und Bettler
    Hoffnungsvolle Toren.
    Wer half mir
    Wider der Titanen Übermut?
    Wer rettete vom Tode mich,
    Von Sklaverei?
    Hast du’s nicht alles selbst vollendet,
    Heilig glühend Herz?
    Und glühtest, jung und gut,
    Betrogen, Rettungsdank
    Dem Schlafenden dadroben?

  97. abf, das haben Sie bzw. Herr...
    abf, das haben Sie bzw. Herr Simmel schön gesagt. Danke für den Lesetipp.

  98. lieber berthold IV,
    ja, die...

    lieber berthold IV,
    ja, die kleine Kirchenschachtel ist architektonisch noch das Beste in dieser Betonwüste um die UNO-city
    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Donaucitykirche.JPG&filetimestamp=20110702190447
    .
    leider versteh ich nix von Theologie und kann Ihren Witz nicht würdigen,

  99. Nur am Rande: Amerika ist...
    Nur am Rande: Amerika ist keine Demokratie sondern eine repraesentative Republik.
    Die einzelne Stimme zaehlt nicht, sie bestimmt Vertreter die dann waehlen. Das ganze System ist so aufgebaut dass es manipuliert werden kann. Wie wir in Florida bei der Wahl von George W. Bush gesehen haben, hat der Bundestaat auch das Recht das Wahlergebnis zu bestimmen. Und wenn der Bruder dort Governor ist, dann ist die Entscheidung einfach.
    Die ideale Herrschaftsform ist keine. Facility Management ist die modernste Art der Regierung, mit klarer Zielsetzung und zeitlich begrenztem Auftrag. Fragen sie doch mal einen jungen Menschen in Deutschland was er von einer Regierung haelt.

  100. Aus dem real existierende...
    Aus dem real existierende Feudalismus vergangener Tage „tau Nigen-Strelitz“, wo es im Kern auch immer schon um Heller und Pfennig ging …
    .
    Fritz Reuter, Dörchläuchting:
    „– Dunn gaww Dörchläuchten sine sonderbor deipen Gedanken taum Vörschin un säd: »Christel-Swester, Du büst en Frugenstimmer un Du weißt, ick gew nich wat dorup, äwer Du büst ut unser Dörchläuchtigstes Hus, un derowegen un in der Teilen will ick Di mit mine Regirungsmaßregeln in Kenntnis versetten. – Weitst wat Nigs? Ick bug‘ mi up en schönes Flag in mine Staaten en niges Paleh.« – »»Dauh dat,«« säd sei, »»Dörchläuchting! Du büst jo Herr von dat Ganze – wo hau’t dat äwer ut mit dat Geld?«« – »Is mi ok all infollen,« säd Dörchläuchten, »äwer wotau heww ick denn mine Landdrosten? De möten mit Holt un Stein Rath schaffen, un de Handwarkers känen täuwen, denn es ist unerhört, daß Serenissimus Strelitziensis sich unter seiner Nase spuken lassen soll. – De dumme Kammerjunker seggt frilich: ›das sein die Rodump‹ – wat is äwer ’ne Rodump? Ick glöw Allens; äwer dat ick so’ne Erklärung glöwen sall, kann Einer von mi in mine Eigenschaft as regirende Herr nich verlangen. – Rand,« säd hei tau sinen Kammerdeiner, »Jochen Bähnhas‘ sall anspannen, de goldne Kutsch, drei Lakayen achter up un de beiden Löpers vörn weg; de Kutscher un de Lakayen sälen ehre Staatsmondirung mit de goldnen Tressen antrecken, un de beiden Löpers, Halsband un Fleischfreter, sälen den nigen Blaumenhaut ut Paris upsetten – à la Pompadour,« säd hei bi Sid tau sin Swester – »denn ich reise durch meine Staaten.« – »»Je, Dörchläuchten,«« säd Rand, »»dat ward woll nich gahn, denn uns‘ oll Wallach, de up de Bisid geiht, hett dat Spatt so dägern, dat hei keinen Bein vör den annern setten kann.«« – »Was scheert uns der Wallach!« rep Dörchläuchten in de grötste Zornigkeit. »Wenn unser Wallach krank ist, denn gehst Du zu dem Ackerbürger Sachtleben und leihest uns eins von seinen Pferden.« – »»Je, Dörchläuchten, hei giwwt en uns nich; de Mann is up Stun’ns in de hillste Meßführer-Tid, un denn steiht em dat nich tau verdenken.«« – »Du gehst, Rand; wir sind regierender Herr.« – Un Rand gung, un Sachtleben gaww sinen ollen stiwen Brunen her tau dat Paradenfuhrwark. –“

  101. @diktionaftis 23. Januar 2012,...
    @diktionaftis 23. Januar 2012, 14:39
    „Die Vorstellung (möglicherweise gar als „Ding“) jemand anderem hörig sein zu müssen, mag mir nicht gefallen. Auch anders herum würde ich nicht über andere in dieser Art gebieten wollen.“ Dann schauen Sie bitte einmal in den Wissenschaftsbetrieb, wo bei Forschungsanträgen studentische Hilfskräfte weiterhin als Sachmittel verbucht werden.
    Feudalismus und NS. Die Ordnungskategorie Rasse kannte der Feudalismus nicht und ohne diese kann man das NS-System in allen seinen Windungen nicht verstehen. Die Idee von der „Herrschaft des Pöbels“ stammt übrigens von Hannah Arendt, die ja nun keine ganz zu verachtende Referenz darstellt. Pöbel ist bei ihr übrigens kein herkunfts- oder gar klassenbezogener Begriff, sondern meint die moralische Verwahrlosung, die sich in allen Schichten fand (und bis zu einem gewissen Grad wieder findet) und eine Grundlage für das Bündnis zwischen „Mob und Elite“ bildet. Deshalb ist die Blödheit des Erstaunens auch immer so verwunderlich, wenn irgendwo wieder eine braune Vergangenheit „enthüllt“ wird.
    .
    Ich bleibe aber dabei, ohne Glaube kein Feudalismus. Deshalb mein Vorschlag für ein Bündnis mit Scientology, die sind zukunftsfähig. Die anderen Glaubenssysteme sind ausgebrannt.

  102. Gerade spielt Polen gegen...
    Gerade spielt Polen gegen Makedonien (handball em)
    13 : 19
    wenn Makedonien gewinnt ist es zwar besser für uns,
    aber ich drück´trotzdem den wackeren Polen die Daumen,
    insbesondere wg. dem Bielecki.
    (Bielecki hat nur noch 1 Auge, hat 6 W nach dem Foul wieder gespielt.)
    Brot und Spiele, müssen auch sein, gell.
    Aber das ist ein anderes Thema: Sport und Distinktion…

  103. @E.R.Binvonhier
    Freiheit ist...

    @E.R.Binvonhier
    Freiheit ist immer auch die Freiheit, sich schuldig zu machen. Oder halt Narrenfreiheit.
    .
    @Herr Schwarz
    Gefolgschaft und Volk sind nicht dasselbe.

  104. Lieber HM555, in meinem...
    Lieber HM555, in meinem politischen Umfeld gilt immer noch WE, THE PEOPLE…, Ihre Ideen sind fuer Deutschland durchaus vorstellbar. Letztlich schaffen sich die Eliten in D in jeder Generation ab, siehe 1918, 1945, und mit dem kommenden Zusammenbruch des Euros in 2013(?) die jetzigen. Der kommende Feudalismus wird von der RKK Polens bestimmt, denn laut CIA wird es in 20 Jahren zu einem Erbfolgekrieg ueber Deutschland kommen, und zwar zwischen Polen und der Tuerkei. Da die Polen 1683 den Fortbestand des Reiches ermoeglichten ist es die natuerliche Fortsetzung politischer power.

  105. Habe ich doch endlich etwas...
    Habe ich doch endlich etwas Gemeinsames gefunden: Der Blog und ich (ein Anhänger der Aufklärung und mithin also Computerclubchaot) haben am selben Tage Geburtstag. Nur etwas jünger ist er.
    .
    Spielarten der Demokratie zuhauf. Bürgertum hat seine Bedeutung schon so oft gewandelt (ein Automechaniker müsste dann wohl ein äußerst respektierter Stand sein). Zum Feudalismus bin ich der Meinung, er existiert sehr wohl fort, zum Beispiel in Wirtschaftskonzernen (BMW, Mercedes und VW leben es uns doch vor), oder aber auch im jedem Landkreiskurfürstentum, in dem die Welt noch einigermaßen in Ordnung ist und genügend hohe Hebesätze zusammenkommen, bis hin zu den parlamentarischen, ministerialen oder präsidialen Ökonischen.
    .
    Allein die Frage bleibt, welche Gesellschaftsform soll es nun werden? Computerclubchaoten favorisieren das Kollektiv, den Schwarm, eine Egalität, bei der jeder exakt seinen Bedürfnissen gemäß zum Einsatz kommt und hierdurch gleichzeitig versorgt ist, im besten Sinne der Wohlfahrt. Nur ist damit die Grenze des Menschseins wohl überschritten und die weltliche Frage ist unbeantwortet; bleibt es beim Heuschreckenprinzip (das Mensch als Virus, wie der schwarze Mann in der Matrix deutelte), also beim Verzehren von Ressourcen, oder wohin wird die Reise gehen?
    .
    Einseitige Heilsversprecher rufen historisches Erfahrungswissen wach. Die eine Wahrheit ist, dass es keine eine Wahrheit gibt, mit anderen Worten, jeder hat Recht (ein kleines bisschen jedenfalls).
    .
    Wir alle haben den gestrigen Tag irgendwie genossen, ich im warmen Heim während der Sturm draußen trotz großem, überhängendem Dach den Regen gegen die Fenster prasseln ließ, stets einen warmen Tee am Beistelltisch, in eine flauschige Decke gehüllt, und ein flackerndes Feuerchen auf der einen und 1,764 millionen hochkomprimierte flüssigkristallene Glühwürmchenlichter auf der anderen Seite, dem Portal in eine große Welt reinen Denkens. Von hier aus, mit dieser digitalen Depesche herzliche Grüße an die Gäste dieses ehrenwerten Salons.

  106. @foersterliesel
    na ja war eher...

    @foersterliesel
    na ja war eher so ein witz aus den priesterseminaren und die sind fast immer seltsam/besonders..
    @gabriele
    ich halte zu mazedonien, ist aber unwichtig, da die brd jetzt endlich einen richtigen trainer hat und keinen trainerdarsteller und wahrscheinlich sehr weit kommen wird.
    im fussball wird nach der em dasselbe passieren, wenn herr sammer übernimmt

  107. Als einer, der die Attribute...
    Als einer, der die Attribute edel, reich (na ja, nicht eben Bill Gates, aber doch Nachbarschaft) und tüchtig für sich – in aller Bescheidenheit – in Anspruch nimmt, interessiert mich in dieser hochgelahrten Debatte eine ganz simple, aber für das alltägliche Leben in einer neu zu konstituierenden feudalen Ordnung zentrale Frage: Wie halten wir es mit dem ius primae noctis? Kann ich, auf der Basis der oben genannten Selbsteinschätzung, dieses Recht einfordern? Und wie oft? U.A.w.g.

  108. @Falkenherz23. Januar 2012,...
    @Falkenherz23. Januar 2012, 17:27
    Ich verwahre mich ausdrücklich gegen die Vorstellung, daß jeder Recht habe, auch wenn es nur ein kleines bißchen sei. Der Schwarm als solcher hat ebenfalls nicht automatisch Recht, und vor allem kein höheres. Sapienti sat.

  109. @Don Alphonso
    Euer...

    @Don Alphonso
    Euer Liebden,
    nichts weniger als entzückt war ich, als ich Eure Ankündigung las, HansMeier555 die schon lange überfällige Plattform zu einer ausführlicheren Darlegung seines Refeudalisierungsprojektes zu geben. Aber wie enttäuscht bin ich nach der Lektüre. Das ist doch nicht Hans Meier!
    In Bezug auf Parallelidentitäten meinen Sie, geschätzter Gastgeber, „am Stil würde man es merken“. Und genau der Stil ist es, der hier so gar nicht zu Hans Meier passen will, wobei ich keinen Zweifel daran habe, dass der Beitrag tatsächlich von ihm stammt. Aber wo sind der Witz, die Kaustik, die Flapsigkeit, die gespielte Naivität, das hinter scheinbar konstruktiven Beiträgen lauernde Unbotmäßige, die Lust, anderen geistreich auf die Nerven zu gehen und vor allem die sich ins Absurde schraubende Blödelei, die bislang fast jeden Einwurf von Hans Meier zu einem Juwel werden ließen.
    Auch wenn HM555 es sich verbeten hat, gerät mein Einwand zu einem argumentum ad hominem: Unter den kommentierenden „Stützen“ hatte er aus meiner Sicht immer die Funktion des sich langweilenden, überdurchschnittlich intelligenten Klassenclowns, der kein Ventil ungenutzt lässt, um sich in probabilistischer Kasuistik zu üben. Wollten Sie dem passionierten Störenfried einmal eine größere Aufgabe zuweisen, um ihn ruhig zu stellen? Mir scheint, das ist Ihnen gelungen. Denn nach diesem Beitrag ist die Luft raus aus dem Refeudalisierungsprojekt.
    Sehr schade!

  110. re: Manifest für die Edlen,...
    re: Manifest für die Edlen, die Tüchtigen und die (noch-nicht) Reichen.
    Ich stelle diese Frage „How can a Blog be monetized?“ (d.h. how to make a Blog become profitable).

  111. @hansMeier555 - die Welt aus...
    @hansMeier555 – die Welt aus Sicht der Leistungselite zu betrachten:
    Genau das tun Sie nicht :-))))). Nein, das erkläre ich jetzt nicht.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  112. @Henry Petersen, "in meinem...
    @Henry Petersen, „in meinem politischen Umfeld gilt immer noch WE, THE PEOPLE…“
    I am not conviced (any longer). Gitmo! Und was derzeit in den republikanischen Vorwahlen so abläuft, ist Realsatire, wenn es nicht so traurig wäre!

  113. "Fragen sie doch mal einen...
    „Fragen sie doch mal einen jungen Menschen in Deutschland was er von einer Regierung haelt.“
    Völlig überflüssig. Jener junge (oder alte) Mensch bekommt mit grosser Wahrscheinlichkeit irgendwann die Quittung für diese Ignoranz der Masse. Und leider wird sie ziemlich katastrophal ausfallen, die Quittung – aber der Mensch lernt eben nur aus Erfahrung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  114. Als treuer, wenn auch bis...
    Als treuer, wenn auch bis jetzt stummer Leser dieses Blogs war mir natürlich das Refeudalisierungsprojekt von HM555 wohlbekannt, umso mehr freut es mich, dass er nunmehr Gelegenheit erhielt, dasselbe en detail vorzustellen. Erst im Zusammenhange nämlich erschliesst sich seine ganz grundsätzliche Fehlerhaftigkeit. Tatsächlich wird der Feudalismus mit dem finstersten Kapitel der europäischen Geschichte in Verbindung gebracht, welches völlig zu Recht auch das Dunkle Zeitalter heisst. Alles was an der europäischen Geistesgeschichte gross und eindrucksvoll war und ist, verdanken wir einem anderen Zeitalter: der heidnischen Antike. Ob dies die Mathematik, die Literatur oder die Baukunst ist (und hier möge man mir nicht mit den Abscheulichkeiten der Gotik kommen): all das wurzelt in der Antike, und die Wiederentdeckung der Antike war es auch, die die Menschen zu jenen erstaunlichen Leistungen der Naturwissenschaft inspiriert hat, denen Europa seine lange Vormachtstellung zu verdanken hatte.
    Nun ist diese Beobachtung natürlich müssig, solange sich daraus keine Folgerungen für die Gegenwart ergeben. Diese Folgerung kann aber nur in einer Repoleisierung (und nicht Refeudalisierung) münden. Die athenische Polis war die einzige Staatsform, die ihren Angehörigen in ihrer Gesamtheit ein konstruktives Gemeinschaftsgefühl geben konnte. Anders als der Nationalstaat, der sich im wesentlichen über die Abgrenzung zu anderen Nationalstaaten definiert und diese Abgrenzung in unschöner Regelmässigkeit bis zum Kriege zu treiben pflegt, ist die Polis sich selbst genug. Die Polis ist überschaubar genug, um jedem, der an ihr teilhat, seine tatsächliche Teilhabe und die damit verbundenen Verpflichtungen vor Augen zu führen. Die athenische und selbst die römische Geschichte ist voll von erhebenden Beispielen, in denen sich der vom Adel verachtete Pöbel zu Entscheidungen von solcher Weisheit und solchem Edelmut aufgeschwungen hat, zu denen kein Parlament und schon gar kein Feudalherr jemals fähig gewesen wäre.
    In diesem Sinne: lasst uns die Nationalstaaten, diese monströsen Irrtümer des 19. Jahrhunderts, in Stücke schlagen und aus den Trümmern eine Gemeinschaft von Stadtstaaten errichten, die wohl imstande sein werden, den menschlichen Geist aufs Neue zu solchen Leistungen zu inspirieren, wie wir sie in der Antike bis heute bewundern!

  115. 1. Ich habe den Meierschen...
    1. Ich habe den Meierschen Erlass als Satire gelesen, und dafür ist sie trotz einiger semantischer Unschärfen erstaunlich gut und empatisch.
    *
    2. Auch die Kommentare sind diesmal wesentlich witziger und fundierter, was im Wesentlichen daran liegt, dass es die Kommentatoren nicht als Satire gelesen haben.
    *
    3. Herzhaft lachen muss ich immer darüber, wie und was sich andere unter „Macht“ eigentlich vorstellen, nämlich ziemlich genau das, was Hans Meier im letzten Absatz beschreibt: Ödes Repräsentieren und die andauernde Furcht, in seinem Amt ausgenutzt zu werden. Von den Intrigen der Unfähigen ganz zu schweigen….
    *
    4. Ich hatte immer diese Macht, seit meiner Geburt, und ich habe alles verweigert, was man mir in mittlerweile zwei Gesellschaftsordungen angeboten hat. Wenn eine Frau Merkel sagt, sie „möchte Deutschland dienen“, dann ringt mir das offen Hochachtung ab. Das würde ich nur dann tun, wenn ein neuer Adolf in Anmarsch wäre…

  116. Da hat aber einer alles...
    Da hat aber einer alles rausgekotzt was ihn beschäftigt!
    Weder amüsant noch anregend.Ich mag es lieber unterhaltsamer und
    positiver,das Leben ist grundsätzlich hartnäckig.Bitte,Don Alfonso,mal
    wieder etwas Nettes über das kulinarische Italien,darf ruhig auch
    ironisch sein!

  117. Nun hab ich den Meier'schen...
    Nun hab ich den Meier’schen Gesellschaftsentwurf (den Versuch eines solchen) dreimal gelesen und bin enttaeuscht. Wie gerne haette ich Unrecht gehabt mit meiner Vermutung, dass es immer gerade nur zum provozierenden 5-Zeiler reicht.
    Aber im Elend liegt auch Hoffnung. Immerhin kann man sich noch ueber die Rekatholisierung der Gesellschaft auslassen, auch koennte man rigiden Moralvorstellungen eine wahnhafte Buehne geben. Hoffnung gibt auch der Schlusssatz. Ein Feld, das HM bisher nur unzureichend in Andeutungen beackerte.
    In der allergroessten Not kann man noch KommentatorInnen beleidigen. Gewissermassen folgenlos.
    Klassenkeile gibt es hier ja nicht.

  118. Lieber HansMeier555,
    Ihr...

    Lieber HansMeier555,
    Ihr feudalistisches Manifest beschreibt aktuelle Zustände. Ihm fehlen die Visionen. Lese ich ein gewisses Unbehagen über die derzeitigen gesellschaftlichen Zustände heraus ? Das werden um 99% der Bewohner dieser Erde teilen. Von denen leben ungefähr 80% unter Bedingungen, die man nicht als bürgerliche Gesellschaft bezeichnen kann.
    .
    Aus meiner Sicht braucht nur der gehebelte Teil der Finanzwirtschaft geschliffen werden. Den Schulden stehen Guthaben in gleicher Höhe abzüglich Zins und Zinseszins gegenüber. Letztere sind die Staatsschulden. Darauf lassen sich insbesondere die, deren Stolz ihre Finanzindustrie ist, nicht ein. Wir retten die, die uns in nie dagewesenem Maße tyrannisieren. Seit Jahrzehnten fordern sie die Herrschaft des Marktes. Dann soll es so sein. Wenn das heutige Geldsystem dabei untergeht, schaffen wir ein neues.
    .
    Zumindest ich könnte mir gut vorstellen, ohne Feudalismus auszukommen. Auch da käme es darauf an, auf der richtigen Seite des Futtertroges zu stehen. Es wäre auch derselbe Typ von Menschen, die man dort wiedertrifft.
    .
    Man könnte die Gesellschaft so organisieren, wie früher die Germanen. Das wäre ein kollektives Modell. Deren Religion könnte man auch übernehmen, sie schien nicht übermäßig aufwändig.

  119. @rittervomgeist
    Dieses...

    @rittervomgeist
    Dieses ominöse i.p.n. ist doch pure Legende, eine Sexualneidphantasie von Bürgerlein, die sich gerne gerichtlich einklagen würden, was anderen zufliegt.
    .
    @Lieber Geistesadel,
    danke für das Kompliment.
    Und wenn die Luft raus ist, können wir Champagnergas reinpumpen.
    .
    @fionn
    meine Idee, das Honorar an den gemeinnützigen Förderverein der INSM e.V. (nicht zu verwechseln mit INSP) zu spenden, fand keine Befürworter.

  120. @Aristius Fuscus
    .
    Auch die...

    @Aristius Fuscus
    .
    Auch die Stadtstaaten hatten ihre Patrizieraristokratie, die gegenüber dem Umland sozusagen als kollektiver Feudalherr auftrat. Athen ist ein gutes Beispiel, aber auch Bern.
    .
    @Filou
    Dreimal, sagen Sie? Darauf einen Calvados.

  121. @Michael
    Wer Visionen hat,...

    @Michael
    Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Ich bevorzuge nüchterne Analysen.

  122. Nicht schlecht für einen...
    Nicht schlecht für einen Träumer, der Herr Meier. Ist dies jetzt das Ergebnis eines Bewerbungstests für einen neuen Pressesprecher von Herrn Willibald Wuff, falls er den noch braucht? Das würde ihm sicher gut gefallen, mit dem Sechsspänner auf den Marktplatz fahren und huldvoll das Volk grüßen, das untertänige …
    .
    Oder war’s eine Büttenpapierrede für eine schlagende Verbindung? Passt ja in die Jahreszeit.
    .
    Die von Ihnen herbeigewünschte Gesellschaftssituation gibt’s doch bereits überall zur Ansicht, soviele begeisternde Wohltäter und Wahrer der Gerechtigkeit (jedenfalls innerhalb ihres eigenen Clans) inklusive der Weitergabe der Regentschaft an den geschulten Nachwuchs, spontan fallen mir ein Assad, Kim Il Jong, Saddam Hussein, Gaddafi. Die können zwar (noch) nicht die Tradition der Habsburger und das weltmännische Benehmen der Welfen aufweisen, sind aber auf die gleiche Weise an die Macht gekommen, mit Lug, Betrug, Putsch, politischen Koalitionen, mit Hilfe ihrer Kirche und was weiß ich. Man sollte sich bei längeren Traditionen nur nicht von bezahlten Legendenschreibern in die Irre führen lassen. Dekadenz war noch nie ein Qualitätsbeweis und Adelstitel waren immer schon käuflich.
    .
    Bitte, die Namen sind nur pars pro toto, die Liste kann nach Belieben ergänzt werden.
    .
    Selbst ein Mädchen aus der Uckermark wäre ohne Protection eines völlig überschätzten Rheinland-Pfalzgrafen nie auf ihre jetzige Position gerutscht worden.
    .
    Als Satiriker, Herr Meier, wären Sie eine tolle Nummer, aber mich beschleicht das dumpfe Gefühl, daß sie selber an vieles davon glauben und sich sogar auf der richtigen Seite wähnen, sie Absicherer.
    .
    Refeudalisierung, Refinanzierung, Rekatholisierung, Reproletarisierung – jo mei, her mit dem Kini und dem Kir Royal …
    .
    Mein Tip: wieder zurück durch die Hecke und nochmal 100 Jahre schlafen. Bis wieder mal der Freiherr oder der Prinz kütt.

  123. "Vroni, 23. Januar 2012, 01:09...
    „Vroni, 23. Januar 2012, 01:09
    „Als Ländername wäre Zaire wieder frei.“
    .
    „Biafra“ könnte man auch wieder neu andenken.“
    .
    .
    Wozu die Umstände? Einfach Preußen. Die Domain ist seit hundert Jahren frei.

  124. 23. Januar 2012, 13:44. Junge,...
    23. Januar 2012, 13:44. Junge, Junge, ThorstenHaupts!
    In der Ostzone hätte man im Nachhinein nach Parteiräson Nietzsche gerne vors Loch geschoben und vom Nürnberger Tribunal henken lassen (leichtes Opfer). Freilich nachdem man seinen Namen von den Obelisken abgemeißelt hatte und möglichst nicht mehr aussprechen durfte. Autor unbekannt, aber die Weise so schön!

  125. 11.25 Uhr "Dem lesenden...
    11.25 Uhr „Dem lesenden Geistesarbeiter würd ich es so erklären:
    Der Feudalismus ist das schwierig zu beschreibende, das aber ganz einfach zu machen ist.“
    .
    :-) Ich sage meinen Schäfchen: wenn du nachweisen willst, dass du es verstanden hast, dann am sichersten dadurch, dass du es beschreiben kannst.

  126. Starker Titel - schwacher...
    Starker Titel – schwacher Abgang
    leider ist nicht viel drin in dieser Glosse. Meine schwache Bildung eines unterdurchschnittlichen Abiturienten reichte aus, um ihr zu folgen.
    Es wohl höchstens eine Satire. Aber auch unter diesem Aspekt ist da nicht viel. Zu dünn ist mir die gespielte Auseinandersetzung Aufklärung-Feudalismus, zu wenig die Auseinandersetzung mit den wahren europäischen Fürstenhäusern, die ja allesamt noch da sind, mehr oder weniger Mächtig aber insgesamt ziemlich reich – und doch allen Grund zur Satire geben. Aber gerade zum Lachen hat mich dieser Artikel jedenfalls nicht getrieben.
    Schade, denn das gewählte Thema hätte – sollte – einiges hergeben können. Vielleicht hat sich der Blog ja – da in den vielen Jahren auf wenige zehn Blogger und Gegenblogger surrogiert – einfach leergebloggt, eine Gedankenschleife im Kosmos gebildet, bei der sich die immer wiederkehrenden schalen Reime bereits im Äther selbst genug sind.
    Ich schau mal wieder in ein paar Jahren vorbei.

  127. HM555 ist klasse. Man erstze...
    HM555 ist klasse. Man erstze nur „Tüchtige“ durch „Gesindel“. Und „Feudalismus“ durch „Elend“. Mundus vult decipi.

  128. @Gabriele - Hume:
    Die...

    @Gabriele – Hume:
    Die angelsächsischen Philosophen waren immer Realisten. Der einzige mir bekannte deutsche Philosoph, der weder Romantiker noch Idealist oder Zyniker war, ist deswegen auch nur im englischsprachigen Raum eine Berühmtheit – Karl Raimund Popper.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  129. @HerrSchwarz: Ihre Grundrechte...
    @HerrSchwarz: Ihre Grundrechte sind wundervoll und durchdacht formuliert, aber Was (Er + Sie = Was) sollte sie um- und vor allem durchsetzen? So ähnlich stehen sie schon in der Carta der Vereinten Nation und diese „Menschenrechte“, wie Sie sicherlich wissen, werden nirgendwo befolgt. Nirgendwo! Und von Niemandes, zumindest kaum Eines handelt so. Mensch formuliert und fabuliert gerne im stillen Kämmerlein und gibt sich dabei friedlich und freundlich und fortschrittlich, wenn es aber ans Werk geht, lebt das Mensch ein anderes Menschenrecht, wie Sie auch in diesem Blog und dem aktuellen Beitrag erkennen können. Mensch misshandelt einfach gerne, schaut auf andere herab, oder auf Wenige herauf und schimpft gerne. Mei, so sind Wir eben. Ist ja kein Vorwurf, ist ein Zustandsbeschreibung, die ganz nüchtern erfolgt. Mensch ist ein Raubtier und kein Friedenswächter. Bis Heute, bis Jetzt. Schön ausgedacht Ihre Forderungen, aber wie Sie sehen, weitgehend ignoriert. Und das, wie geschrieben, nicht aus Unwillen oder Boshaftigkeit, Nein, aus Menschlichkeit.

    Ja klar, oder; Mensch beisst gerne zu, auch in die gleiche Spezies hinein, vielleicht sogar mit besonderem Vergnügen in die Gleichen hinein, weil Mensch dann Gleicher ist, ganz schönes Raubtier ist.
    Aber, psst … erzählen Sie das nicht weiter, Mensch hört das nicht gerne. Mensch möchte gerne besser sein und …, als Mensch ist, weil es weh tut, gebissen zu werden, auch wenn Eines es gerne tut. Mensch sein ist auch komisch sein. Freundlich zu Fremden sein und innen drinn ziehts Eines die Muskeln zusammen, Mensch zeigt einfach nicht gerne, was Es ist, Mensch spielt gerne verstecken. Und weil das fast ALLE tun, weil Mensch nunmal so in die Welt gesetzt wurde, mit Tarnen und Täuschen, müssen Wir das ALLE auch noch weiterhin tun.

    Immer schön freundlich, immer schön tun, aber innen ist das reinste Treibhaus. Wissen Sie jetzt, wo die Hölle ist? Warum stehen Wir vor Landschaften und fühlen, zumindest vor manchen, Erhabenheit und ein ungemeines Gefühl der Freiheit?
    Deswegen vermute ich, wenn Wir das Innen mit dem Aussen in Einklang bringen, brauchen Wir keine Regeln, oder z.B. Ihre Forderungen, mehr, denn, Was sollte sie durchsetzen?, dann legen Wir von Uns aus ein anderes Verhalten zu- und miteinander an den Tag und in die Nacht. Dann sind Regeln und Gesetze, an die sich sowieso kaum Eines hält, überflüssig. Aber, wie lange werden Wir dazu noch brauchen?
    Die Sehnsucht danach ist vorhanden, in Allen, aber das Rezept, die Anleitung zur Umsetzung ist noch nicht gefunden. Solange werden Wir unser Bestes geben, sie zu erkennen und zu schreiben.
    Dass es fern von einem hier angeplauderten Feudalismus sein wird, ist klar, denn wenn Eines auf den Magen hört und das tun Wir, Wir sind nun mal Magen(-/Bauch-)wesen, kommen keine abgestandenen, fast schon säuerlich riechenden Speisen mehr in Frage, der Magen wünscht Frisches. Und alle Konzepte und -ismen von Gestern oder auch von Heute sind bestenfalls essbar, aber gerne is(s)t das Keines mehr. Auch keine noch so schön und freundlich formulierten Forderungen und Gesetze. Aber bis die wirklich Frische Ware angebaut ist, gut versorgt heranwächst und eingetroffen ist, bleiben Uns eben nur die „alten“, die bekannten Rezepte, besser: Handlungsweisen. Und da machen Wir ja in Europa schon das beste draus. Aus den alten Verhaltensweisen und den Wurzeln, die Uns Menschen zur erfolgreichsten Spezies dieses Sonnensystem werden liessen, neben den Archaea, den Mykomyzeten, den Bakterien und …, auf jeden Fall sehr erfolgreich, das spricht Uns Keines ab!, in diesem Universum, oder?

  130. "Das würde ich nur tun, wenn...
    „Das würde ich nur tun, wenn ein neuer Adolf im Anmarsch wäre.“ Werter Yast2000,
    und wenn es eine Adolfine wäre?

  131. Das Triptychon „Ludwigs...
    Das Triptychon „Ludwigs Erbe“ (Großherzog Ludwig von Baden )
    ist ein Kunstwerk des Bildhauers Peter Lenk
    am Rathaus in Ludwigshafen am Bodensee.
    Ausschnitte:
    Öttinger + Filbinger
    http://www.flickr.com/photos/y3k31/2949570355/in/photostream/
    Feudalgesellschaft
    http://www.flickr.com/photos/y3k31/2949570739/in/photostream/
    Global player
    http://www.flickr.com/photos/y3k31/2949569927/in/photostream/

  132. „Es besteht wohl ein...
    „Es besteht wohl ein Grundkonsens, das sich eine Klimaveränderung abzeichnet und der Mensch hier mit seinem industriellen Ausstoß von CO2 eine der Hauptgründe ist“
    Wetterveränderung mag sein (eher hin zur Kälte, seit ein paar Jahren), aber das hat sich schon oft geändert, wie Bohrkerne, alte Bäume und alte Aufzeichnungen beweisen, und eine deutliche Richtung ist da nicht zu sehen. Die durchsichtigen Versuche, das Ausatmen (Menschen, Tiere, Pflanzen atmen CO2 aus) mit Steuern zu belegen oder völlig abzuwürgen, werden als das erkannt, was sie sind, eine Unverschämtheit gegen das Lebensrecht, und entsprechend konterkariert. Damit ist kein Staat zu machen. Das muß anders gehen.

  133. @gabriele: einerseits bin ich...
    @gabriele: einerseits bin ich ja dagegen, solche eher karikativen Tagesaktualitäten in Stein zu meißeln, und ich finde auch, daß man die abgebildeten Personen dabei zu sehr in die Mangel nimmt, aber andernseits ist das schon ein echtes Panoptikum der Jetztzeit, das in seiner Gruseligkeit ein bißchen überlieferungswürdig ist.

  134. „Jeder Mensch ist von Geburt...
    „Jeder Mensch ist von Geburt an mit den gleichen, unveräußerlichen, unabnehmbaren und nicht abzuerkennenden Grundrechten ausgestattet, die ihm ein erfülltes Leben in Freiheit ermöglichen“ (Herr Schwarz)
    Nein.
    Das ist Unsinn, zumindest „die ihm ein erfülltes Leben in Freiheit ermöglichen.“
    Der Mensch wird geboren und ist erstmal ein völlig abhängiges Kind, das mit den gegebenen Verhältnissen und Personen um es herum interagierend Erfahrungen machen muß. Das geht nur mit Liebe, und das geschieht im Modus Sprache, Kultur, Familie, Gruppe, Staat, mit actio und reactio; Anregung, Verinnerlichung/Veräußerlichung, danach Einschätzung, schließlich Erfahrung.
    Zu einem erfüllten Leben ist es lange hin.
    Und ein erfülltes Leben sieht sehr unterschiedlich aus, je nach Potential.
    Das sich immer nur in Teilen und in bestimmten Konstellationen und Situationen realisieren kann.
    Was der eine als Erfolg ansieht, ist nicht unbedingt das, was einen Gewinn für alle ausmacht. Und was dem Weiterleben einer Gruppe dienlich ist, kann einen Einzelnen umbringen.
    Der Freiheitsgrad eines Einzelnen kann 5 ins höchste Glück versetzen und 20 andere in Verbitterung.
    Wenn Grunderfahrungen von Freud und Leid fehlen, oder von Zusammenhalt und Einsamkeit, oder die, daß eine Entscheidung wirklich etwas ändert, kommt keine Reife und kein Erwachsensein zustande.
    Es kommt darauf an, Liebe und Verantwortung leben zu können.
    Das muß man anhand unterschiedlicher Lebensstationen lernen.
    Rechte mal eben so zu formulieren hat keinerlei Auswirkung, wenn sie nicht von konkreten Personen einer betroffenen Person (zunächst „neu hier“, als Kind, dann sich entwickelnd, später erwachsen) zugestanden werden.

  135. o.t.
    das rencontre...

    o.t.
    das rencontre Merkel-Lagarde wird bei uns so gesehen
    http://orf.at/stories/2101110/2101152/

  136. @bromatosis: nachdem die...
    @bromatosis: nachdem die Häuser die Kerzen von den Altären nahmen, ist nun das Munkeln im Dunkeln ausgebrochen, wo denn wohl das Licht am Ende des Tunnels sei, wenn die Schattenspiele aufhören.

  137. Leider wenig geistreich und in...
    Leider wenig geistreich und in den groben Zügen falsch.
    Das Bürgertum ist nicht die Ursache für den Fortschritt.
    Und so folgt eine falsche Folgerung der nächsten, und
    das ganze endet in Langeweile.
    Eine Anhäufung wirrer Theorien ist eben weder kreativ
    noch geistreich, und schon gar nicht unterhaltend.

  138. selten ein schöner...
    selten ein schöner unverblümt masoschistisch daherkommendes, folgenloses wortgeklingel gehört:
    .
    „Die große Stärke aller Ordnung hat aber schon immer in ihrer Fähigkeit bestanden, sich der Systembildung zu entziehen.“
    .
    „Genial ist, wer eine neue Welt erfinden kann“ – ok, wir sind schon dabei.
    .
    „Als Herr repräsentierten Sie sich selbst. Alles hängt von Ihnen ab, überall müssen Sie Präsenz zeigen. Ihre Residenz bewohnen Sie nicht alleine bewohnen und haben niemals Ruhe. Sie speisen immer öffentlich. Und jeder sieht dabei zu. Können Sie sich das vorstellen?“ falsche frage, wir leben schon so.
    .
    “ Tröstlich, dass Ihnen die innere Mission leicht fallen wird“. genauso wie die äußere selbstverständlich.
    .
    „Die Sorge um das Seelenheil Ihrer Untertanen ist ein Eckpfeiler Ihrer Legitimation“. quark. um die sorge meiner untertanen um mein seelenheil alleine geht es, was sonst depp? denn denen ist sonst die hölle gewiss. die wir schaffen ggfls. schon hier, falls es muss.
    .
    und zulauf fürs christentum ist ein einseitiges ziel für dumme. ein paar prozent moslems, juden, freibeuter und hugenotten müssen unbedingt in ihrer abseitigkeit gefördert werden, wo blieben sonst die traktatüberstundennotwendigkeiten für meine kirchengelehrten? hochdisput bleibt unter mir angesagt!
    .
    “ Im Krieg müssen Sie sich an Front bewähren“ – blödsinn. da muss sich mein wallenstein bewähren. und mein dichter wird sein notwendiges scheitern besingen. in ewigkeitsreimen. während ich gnädigst die mich huldigenden intrigen meines großhofes entgegennehme. und zwar in alle ewigkeit, amen.
    .
    und fehlt noch die großfeudale strafrechtsreform: der gebrauch von gedanken ist strafbar! zumal meiner gedanken.
    .
    und alle die auch nur in gedanken an mich schon einmal „ausrede“ gedacht haben, kommen heute zungenlos daher, ein wenig strafe durch vorbildwirkung muss schließlich sein. wir gebrauchen weder reden noch ausreden, die andeutung eines winks schon hat ggfls. auch weltkriege auszulösen. weshalb wir auch meist vorsichtig winken.
    .
    Und Regression 2.0 – „Herrr des Staates – aber nicht Herr der Ideen.“
    .
    die üblichen links: http://de.wikipedia.org/wiki/Antimachiavellismus Friedrich der Proße, né Perfect le Grand (smile) „Als Ziel formuliert der Kronprinz „Ich übernehme die Verteidigung der Menschlichkeit wider diesen Unmenschen [Machiavelli], der dieselbe vernichten will; ich setze die Vernunft und die Gerechtigkeit dem Betrug und dem Laster entgegen, und ich habe es gewagt, meine Betrachtungen über Machiavels Buch von Kapitel zu Kapitel anzustellen, damit das Gegengift unmittelbar auf die Vergiftung folge.“
    .
    http://www.klett-cotta.de/buch/Geschichte/Friedrich_der_Grosse_und_George_Washington/15918 „die Variante der »Aufklärung von oben« in Preußen und eine Form »von unten« in den Vereinigten Staaten.“ washington war viel bedeutender, klarer fall, für jeden heute hier auf diesem kontinent. „Preußen und die Vereinigten Staaten sind die beiden aus Selbstermächtigung heraus gegründeten neuen Staaten des Jahrhunderts…“ ebenda.
    .
    try harder hans meier – wir meinen, er kann.
    .
    und grüße – wie immer ergebendst.

  139. Natürlich entstanden unter...
    Natürlich entstanden unter dem Feudalismus schöne Kunstwerke, aber nicht durch die Anwesenheit bei Taufen, sondern durch die Unterdrückung und Ausbeutung von über 90 Prozent der Bevölkerung. Und während die wenigen in Ihren Schlössern prunkten, verhungerten die anderen. Wohl nur für die oberen ein erstrebenswerter Zustand. Und die Jahrhunderte der Stagnation entstanden wohl eher durch den Feudalismus anstatt trotz ihm.

  140. "Wer Visionen hat, sollte zum...
    „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen. Ich bevorzuge nüchterne Analysen.“
    .
    „Blödsinn. Das eine und das andere ist dasselbe, Vision & Analyse fallen am Ende immer in eins zusammen.“ (Winston Chrchill)

  141. @Bettelbaron: Ach, Scientology...
    @Bettelbaron: Ach, Scientology können wir nicht brauchen. Das ist echt amerikanischer Kommerzkampf, wir sind Europäer. Unsere Kirchen (orthodox, katholisch, protestantisch) sind zwar geistig noch nicht ganz auf amerikanischem Liliputanerformat, aber eben auch in sich gespalten und von daher nicht so wirklich als Vereinheitlichungsfaschismus brauchbar. Die säkularen Sozialismen sorgen zunehmend für Brechreiz, und für Feudalismen bräuchte es Personen mit Kraft, Grandezza, Durchblick, Ausdauer und unabhängigem Durchsetzungsvermögen, das schwerlich jemand der heutigen Erdbewohner aufbringen kann. Deswegen läßt man die Banker-und-Bürokratenfraktion à la Brüssel eben immer noch machen, wiewohl man weiß, daß das das Erwürgen Europas nur in die Länge zieht und womöglich zum Exitus führt.

  142. E.R. Binvonhier: "Werter...
    E.R. Binvonhier: „Werter Yast2000, und wenn es eine Adolfine wäre?…“
    *
    Das kann auch Adolfine sein, ich bin da nicht kleinlich. Wenn Sie allerdings auf Angela Merkel anspielen, dann liegen Sie leider so dermaßen falsch, wie jemand, der glaubt, die Kinder würden vom Klapperstorch gebracht. Ich kann das hier aber nicht in ein paar Zeilen begründen.
    *
    Vielleicht sollte ich allerdings mal für die Stützen einen Beitrag namens „Verlust und Versöhnung – Das genetische Unbehagen der Westdeutschen an sich selbst“ verfassen. Damit käme man der Wahrheit sehr, sehr nahe… :-)

  143. lieber HM555,
    Sie haben es auf...

    lieber HM555,
    Sie haben es auf die Titelseite der online FAZ geschafft und zwar links unten,
    screenshot nicht vergessen!

  144. @Aristius Fucus: die Poleis...
    @Aristius Fucus: die Poleis (italienischen Stadtstaaten, Reichsstädte) haben sich erst aus dem dunklen Zeitalter herausgearbeitet… zuerst war Flächenherrschaft… vor Athen waren auch erst die Dorer gesetzt.

  145. Was bin ich doch dusselig. In...
    Was bin ich doch dusselig. In BaWü wurden in einem Steuerjahr 4,7 Milliarden vererbt;
    das hat man davon, wenn man im falschen Bundesland lebt. Die 705 Mio Steuern, hätte
    ich natürlich auch bezahlt. :-(((

  146. yast, Sie werden mir irgendwie...
    yast, Sie werden mir irgendwie immer sympathischer. Spreewasser scheint doch irgendwie eine quasigriechische Quanteneigenschaft zu haben.

  147. @fionn (18:44):...
    @fionn (18:44): Geschäftsmodelle laufen derzeit sehr kläglich, in einer Nachdenkphase sind Stiftungen gefragt.

  148. Nietzsche - und was nun !?...
    Nietzsche – und was nun !? („Nietzsche wird recht behalten: „Viel zu viele werden geboren, für die Überflüssigen ward der Staat erfunden“). Bloß: die Eliten haben keinen Nachwuchs mehr. Haben kapituliert. 35 % oder mehr von ihnen sind kinderlos. Werden also die „Überflüssigen“ künfitig den Staat steuern ??

  149. (Nachsatz zu 22:22): ein...
    (Nachsatz zu 22:22): ein bloßes Postulieren von Rechten kann das niemals. Rechte müssen erstmal durchgesetzt und garantiert (d.h. ihre Gewährung kontrolliert) werden, um im Leben irgendeine Existenz zu haben. Und dann sind sie an Institutionen und Personen geknüpft. Rechte im Ideenhimmel sind bloße Illusionen (man könnte etwas derber auch von Blähungen sprechen.).

  150. Aber, lieber colorcraze, dann...
    Aber, lieber colorcraze, dann scheitert Meiers Projekt doch. Sehr betrüblich. Scientology kam mir im Zusammenhang mit Hollywood. Denn dort produziert man starke Bilder, die Meier dringend brauchen wird. Ohne Sichtbarkeit geht Feudalismus gar nicht. Ich fürchte, wir kommen hier nicht weiter. Auch weil der Autor uns vollmundig „Wege zur Herrschaft“ aufzuweisen angekündigt hatte, uns jedoch nur mit „Ansichten einer Herrschaftsform“ die Aufwartung machte.
    .
    „Next year, next film“, sprach der nervige Achternbusch einmal am Ende einer mißratenen Premiere. HM Triple 5 ist weder nervig, noch Achternbusch, aber als Kommentatorenkobold gefällt er mir besser.

  151. (yast 22:59,...
    (yast 22:59, Gastbeitrag-Vorschlag): au ja, ich bin dafür. Das gäbe bestimmt den nächsten konzentrischen Kreis um die kleinbalkanische Sichtweise ab.

  152. @microplan: tun sie doch schon...
    @microplan: tun sie doch schon lang. Nicht bemerkt?

  153. @Ozymandias: es ist die Frage,...
    @Ozymandias: es ist die Frage, wie weit die Deregulierung und die Überlebensform runterfällt. Von dort auf muß sie sich wieder aufbauen, und das kann lang dauern, oder auch nur kurz. Ich kann nur wieder an die Geschichte vom den sicheren Tod gewärtigen Fallschirmspringer erinnern… der dann dank mehrerer helfender Umstände zum Glück doch überlebte und nur mäßige blaue Flecke davontrug.

  154. @perfekt57: die amerikanische...
    @perfekt57: die amerikanische Ideenrepublik war eine Zeitlang haltbar, wenn auch immer unter Angriff (sichtbar an der Strecke ermordeter Präsidenten). Aber inzwischen ist sie so sehr unter Sog und Fuchtel geraten, daß da nur noch der Vorschlaghammer hilft, sie wieder zu lösen. Na gut, bei uns, die wir einstweilen noch denken, bei uns kommt das als letzte an, können noch eine Weile Gedanken und Bilder strömen. Aber der Aufschlag auf der Brombeerhecke sollte schon mit dem richtigen Abrollen einhergehen, um Brüche zu vermeiden.

  155. @HenryPetersen: Ihre Sicht....
    @HenryPetersen: Ihre Sicht. Aus unserer Sicht kommt es in den USA zu einer Neuauflage des Bürgerkriegs. Nu?

  156. Yast2000@,..bin auch nicht...
    Yast2000@,..bin auch nicht kleinlich und was ‚Angie‘ betrifft: man muss auch gönnen können :-)

  157. Es wird immer zu kurz gedacht...
    Es wird immer zu kurz gedacht – so kommt’s uns schon mal vor: Ein Adolf hier – wäre vollkommen unbedeutend und ungefährlich. Deutschland verliert einen Weltkrieg. Höchstens. (Und was macht(e) das schon? Ok, die USA steigen/stiegen zur Weltmacht auf. Und die üblichen Opferzahlen.)
    .
    Schlimmer aber wär doch nur eines: Und für jeden jetzt auch ohne unsere Anregung sofort von selbst vors innere Angesicht steigend. Schlimm wäre also nur eines: Wenn die USA eine Adolfine bekämen – so eine kleinbürgerliche Populistin aus Alaska z.B.. Die die USA so zu Grunde richten würde, wie der Adolf uns. Und zwar durch laufendes Gewinnen (!) von Kriegen ggfls.. („Die USA an der Peripherie zu Tode gesiegt“ sozusagen. Und für die USA wäre ggfls. alles außerhalb von ihr Peripherie.)
    .
    Gnade uns Gott, wenn nach den „Apparatschicks der Westviertelmacht“ (Brüderle, F. Merz, Zetsche), welche beiderseits des Atlantiks die Westvierelverbrüderung/Verklammerung „am Laufen erhalten“ in den USA „die reine Kleinbürgerlehre“ an die Macht käme. (Ohne Westviertelherkunft und -pflicht halt)
    .
    Wahrscheinlich hätten wir dann „Besiedlung 2.0“: Deutschland (the ugly krauts)und China (plus red-china) teilten sich die (durch die Angelsachsen in historischer Perspektive offensichtlich fehlgeschlagene) Neubesiedlung des nordamerikanischen Kontinents neu auf: China von Osten, Deutschland von Westen. Oder umgekehrt, ganz nach Belieben.
    .
    P.S.: Und wie das gehen würde wäre dann ja auch klar: Gut 2-3 Jahre nach Sarah Palins Amtsantritt – die USA haben dann über 25.000 Milliarden Dollar Schulden – erklären die ugly krauts plus red-china die usa über nacht für zahlungsunfähig. „und verlangen die entsendung deutscher und rot-chinesicher truppen to federal reserve-bank, usa, usa, to controll the amount of dollars beeing printed there“. wir können uns das gut vorstellen. im grunde dann doch nichts weiter, als der vorschlag eines fairen deals. und schon haben wir den salat.
    .
    Und da jammert unsere Enge über unsere Westviertel.

  158. perfekt!57: ... "und verlangen...
    perfekt!57: … „und verlangen die entsendung deutscher und rot-chinesicher truppen to federal reserve-bank, usa, usa, to controll the amount of dollars beeing printed there“…
    *
    So viel zum Thema Refeudalisierung Deutschlands! Ich könnte für die Stützen natürlich auch das hochaktuelle Thema „Raus aus den Pampers! Rein in die Jeans! – Der Wessi als intellektuelles Findelkind der Globalisierung“ anbieten…

  159. Jetzt hab ich (21:12) doch...
    Jetzt hab ich (21:12) doch glatt zwei weitere Prototypen aus einer Meierschen Weltordnung vergessen (Scientology wurde ja bereits mehrfach erwähnt), aus deren Geschäftsmodelle der Verfasser abgeschrieben hat (Pfui!), als da wären Perry Rhodan und die Mafia. Ein Angebot, das er nicht abschlagen konnte.
    .
    Den Mythos des XX. Jahrhunderts lassen wir mal außen vor.

  160. Werter Hansmeier555,...
    Werter Hansmeier555, Glückwunsch für Ihren Gastbeitrag!
    .
    Bloss wer sind Ihre „Tüchtigen unter den Tüchtigen“?
    .
    Meinen Sie „Mäzene“ samt deren „Rittergefolgschaft“ (die nehmen in der Bananenrepublik überhand) oder die „Beamten des demokratischen Knechtschaftmonopols“ (die nehmen im alten Europa überhand) ?

  161. Mir schwebt da eher ein...
    Mir schwebt da eher ein Gesellschaftssystem vor, das persönliche Verfügungsrechte am Gemeinschaftseigentum nur während der Lebenszeit einer natürlichen Person gewährt, es mit dem Tod in Gemeinschaftseigentum zurückführt und es in der selben logischen Sekunde -mittels Auktion- wieder in die Verfügungsgewalt des „Tüchtigen unter den Tüchtigen“ stellt.
    .
    Der Versteigerungserlös darf dann von (möglichst wenigen) Politikern und Beamten „demokratisch“ auf die Neugeborenen (als materielle Erstausstattung) verteilt werden.
    .
    Dieses Konzept passt bloss nicht zum gängigen Konzept von Familie + Erbe + Kirche + Tradition und so bleibts bei …
    .
    http://www.welt.de/vermischtes/article13827319/Nagel-ins-Hirn-geschossen-und-nichts-gemerkt.html

  162. Aber, aber, Herr Maier,...
    Aber, aber, Herr Maier, lauschen Sie doch einmal ganz genau in den Abend hinein: Die Vöglein singen’s ja von den Dächern und die Okkupisten krakeelen es aus ihren Zelten: Der Feudalismus ist längst unter uns! Da brauchen Sie keine Schauermärchen ausspinnen, wenn jeder Polit-Teil Ihre trüben Visionen übertrumpft.

  163. Wo ich mir die Abhandlung...
    Wo ich mir die Abhandlung nochmal durchgelesen habe, bin ich mir nicht sicher, ob HM555 seinen klerikal- reaktionären Vorstellungen schlicht aus Bunuels „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ abgeleitet hat. Oder zur selben Zeit bei Jean Eustache „Le maman et la putain“. Im Grunde beschreibt er ja heutige Verhältnisse mit Kategorien von früher. Und wir haben uns im gesellschaftlich- durchschnittlichen Gesamtverhalten ja seit 40 Jahren nicht entscheidend geändert. Die Stützen sind da, wo sie immer waren, die kirchensteuer- gesponsorten Betbrüder sowieso, Horch- Autos gibt es wieder, nur Schlüter in Freising baut seine Reihen- Achtzylinder für den Schlepper nicht mehr. Das ist der eigentliche Skandal. Deswegen kann die gute alte Zeit nicht zurückkommen.

  164. Alles pseudo-philosophisches...
    Alles pseudo-philosophisches Geschwafel von pseudo-intellektuellen IQ-Würstchen!
    Da wird man über zig-Seiten mit horrendem Blödsinn zugetexted und alle Blogger
    die nun hier versammelt sind, sondern angetörnt ihren bourgeoisiearischen Kotz ab!
    Macht weiter so!

  165. Ein wahrlich funkensprühender...
    Ein wahrlich funkensprühender Diskus wird hier entfacht, Dank an HansMeier555 dafür. Und ja, yast2000, „Pampers und Jeans (00:37)“ könnte ihn am Laufen halten.

  166. Es ist schade, dass der Text...
    Es ist schade, dass der Text handwerklick wirklich miserabel ist-wie schon einige Vorredner sagten. Das Thema wäre ja auch durchaus interessant. Wobei ich doch eher fragen würde in wie weit wir uns bisher von den Mechanismen des Feudalismus wegbewegt haben.

  167. feudalissimo ad nauseam im...
    feudalissimo ad nauseam im eigenen aufguß
    sparsam dosieren
    hersteller: hm555
    mhd: manipuliert
    btm-hinweis: suspecta opiate populi
    entsorgung: kommunale schadstoffsammlung

  168. Wohin werden wir bewegt –...
    Wohin werden wir bewegt – und warum lassen wir das zu ?
    „Die Buerger“ , „Das Volk“ – „Die Volksvertreter“
    ein modernes Maerchen bei dem wir, Sie, Ich, meine Kinder, Ihre Kinder die Hauprolle besetzen ebenso wie alle Rollen der Komparsen, die Saalordner, der Haumeister und der Stromversorger und die Arbeiter der Wasserwerke ohne die eine Auffuehrung des Stuecks nicht moeglich waere.
    Aber wer sitzt im Regie Stuhl? Wer gibt uns – den Regie Assistenten (innen) die Anweisungen?
    Schon mal drueber nachgedacht?
    Ich bin sicher die Antwort ist Ja. Natuerlich – haben wir doch alle mal.
    Und manchmal kochen dann die Emotionen hoch und man ballt die Faust (in der Tasche) und denkt sich – da muss ‚man’ doch was machen. Und dann kommt bald der Frust – bei den meisten von uns jedenfalls – und ‚man’ macht nix.
    Einige von uns jedoch gehen einen Schritt weiter – man nennt sie heute „die Wutbuerger“ – die dann aktiv werden. Auf die Strasse, in Vereinen, in Parteien, in Grass Route Bewegungen, NGO’s und so weiter und so fort.
    Ich finde das ist gut.
    Aber ich sehe das es nix nutzt. Meist sind es Strohfeuer und nur in wenigen wichtigen Punkten bei denen es um uns alle geht – etwa der Nutzung der Atomkraft – gelingt es nach vielen Jahren endlich eine richtige Entscheidung durchzusetzen. Allerdings meist – wie in diesem Beispiel – nachdem eine Katastrophe geschehen ist.
    Normalerweise uebernimmt „das System“ wieder die Kontrolle und die meisten von uns akzeptieen dann vernuenftige Argumente wie. . . . . .
    Wer oder was ist „das System“ ?
    In einer Demokratie sind wir alle das System denn wir leben hier, arbeiten, waehlen und haben dafuer einen gewissen Wohlstand und Lebensstandard und solche schoene Sachen wie Reisefreiheit, Meinungsfreiheit, das Grundgesetz und so.
    Auch das finde ich gut.
    Das System sind im wesentlichen unsere „Volksvertreter“ die – von uns in freier und geheimer Wahl demokratisch gewaehlt – unsere Anliegen vertreten soll.
    Wenn ich mir die Personen dort so anschaue – naja da kann man geteilter Meinung sein – aber wenn ich mir anschaue was die denn so T U N dann denke ich es muss sich was aendern.
    Und ich weiss auch was !
    Aber entschuldigen Sie bitte – ich hab mich ja noch gar nicht vorgestellt.
    Ich bin Jahrgang 1960, im mittleren Management fuer eine grosse deutsche Firma beschaeftigt, habe zwei Kinder und bin seit enigen Jahren geschieden.
    Als Jugendlicher war ich im Turnverein und im Volleyball Verein. Ansonsten war ich nie Mitglied einer Politischen Partei allerdings immer poltisch interessiert und auch hie und da mal auf komunalpolitischer Ebene aktiv z.B. als es um Kindergartenplaetze in meinem Heimatdorf ging.
    Als ich Anfang 2012 in Deutschland zu Besuch war – ich arbeite derzeit im Ausland – hab ich es wieder ganz deutlich gespuert: Die Verarschung hat zugenommen! (Entschuldigen Sie bitte den derben Ausdruck – aber mir ist beim besten Willen kein Ausdruck eingefallen der die Situation treffender beschreiben koennte)
    Ich moechte nicht lange auf’s lamentieren verfallen was und wie und wer dran schuld ist usw. vielmehr moechte ich Sie einladen meine Idee mal etwas durch Ihre Gedanken gehen zu lassen.
    Was treibt diese Sorte Politiker – die derzeit in der Verantwortung sind – denn um?
    Ganz einfach : Nichts !
    Ausser Ihrem eigenen Ego und dem Gehalt mit den finanziellen und gesellshaftlichen Vorzuegen die mit der Position verbunden sind.
    Richtig – es sind nicht alle – da moeche ich Ihnen zustimmen. Aber die meisten schon. Das ist bestens dokumentiert – wenn Sie regelmaessig Nachichten schauen oder hoeren bzw. Zeitung lesen kennen Sie ja die Dokumentationen.
    Wie wird man die denn los bzw. wie bringt man die dazu ihrer Aufgabe gerecht zu weden und das zu sein was sie vorgeben – naemlich Volksvertreter?
    Einfach – mit der einzigen Waffe die wir – die Buerger haben : Die naechste Wahl.
    Auf Kommunaler, Landes oder Bundesebene haben wir alle die maechtigste gewalfreie Waffe die eine Demokratie eben hat : Der Gang zur Urne.
    Ha – werden Sie jetzt sagen – das hilft doch nicht. Stimmt ! ! Wenn die Faust in der Tasche bleibt hilft es nicht.
    Ich bin der Meinung, das schon viele der oben angsprochenen „Volksvertreter“ zumindest nervoes sich. Einige haben schon „Amt und Wuerde“ verloren – bei den letzten Wahlen – und werden sich wohl fragen wie das denn passiert ist.
    Diese wenigen kommen leicht unter – in der Industrie, Verbanden, Vereinigungen, Stiftungen usw. Wenn dieser Trend aber anhaelt sind diese Stellen bald alle besetzt. . . . .
    Mir ist aufgefallen, das in der juengeren Vergangenheit relativ haeufig politische Trends und Mitgliederzahlen von politischen Parteien veroeffentlicht wurden. Es scheint sich was zu tun !
    Ist Ihnen das auch aufgefallen?
    Aenderungen koennen nur von „Innen“ kommen. Allerdings muessen sie von „Aussen“ angestossen werden. Ganz klar muss aber auch sein, das Gewalt jedweder Art zu nichts fuehrt. Das ist so – jedenfalls in unserer Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. In Aegypten oder im Jemen mag as anders sein – ich halte Gewaltanwendung allerdings nicht fuer den richtigen Weg.
    Stellen Sie sich doch bitte einmal vor, wenn etablierte Pateien in diesem Land weiter Mitglieder verloeren, und eine oder mehere kleine Pateien Mitglieder gewoennen. Gleichzeitig passiert das selbe bei Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen. Bis zur naechsten Bundestagswahl ist ja noch ein bisschen hin.
    Wuerden Sie nicht auch sagen, das unsere „Volksvertreter“ dann etwas mehr als nervoes wuerden?
    Wuerden Sie nicht auch vermuten, das „diese Leute“ dann mal in sich gehen und ueberlegen was sie tun muessen um im Amt zu bleiben und sich fragen was denn ihre eigentliche Aufabe ist. Das diese Leute anfangen Angst um ihren Arbeitsplatz zu haben – eine Angst die sehr viele Menschen in Deutschland haben?
    Das genau ist meine Vermutung. Und deshalb ist unsere Entscheidung an der Urne so wichtig.
    Die die jetzt „dran sind“ koennen’s ja wohl nicht. Das heisst im Umkehrschluss auch, das die anderen es moeglicherweise auch nicht koennen. Also – im schlimmsten Falle passiert nix.
    Aber der Urnengang ist ja nicht die einzige Moeglichkeit die wir haben. Es steht uns allen frei Mitglied einer Partei zu sein bzw. zu werden.
    Was dabei unsere Motivation ist Mitglied zu werden beibt uns ueberlassen.
    Die Statistik wird das allerdings aufgreifen und versuchen zu Analysieren. Das wird dann in den Medien berichtet – ob’s den Parteien passt oder nicht!
    Und das ist die zweite – gewaltfreie – Waffe die wir in unserer Demokratie haben !
    Zusamenfassend :
    Wenn Wahlen auf allen Ebenen zum Nachteil der etablierten Pareien ausgehen, und die Mitgliederzahlen in politischen Parteien sich zum Nachteil der etablierten entwickeln, wird sich was aendern und zwar von innen heraus aus dem maechtisten Trieb des Menschen – dem Selbsterhaltungstrieb.
    Das funktionert alerding nur wenn die Faust aus der Tasche geholt wird – und das koennen nur Sie und Ich.
    Was ist das Risiko?
    Da gibt es nur eins. Und zwar das der extremistischen Partien am rechten und linken Rand unserer Pareienlandschaft. Die moechte nun wirklich keiner ! Da sind wir uns wohl ohne lange Diskussion einig.
    Ansonsten gibt es kein Risiko ! Oder ? Denken Sie mal in Ruhe darueber nach und diskutieren Sie das mit Ihren Freunden, in der Familie, im Verein oder sonstwo.
    Wenn Sie zur Auffassung gekommen sind, das da doch ein Risiko ist und das Sie finden das das Risiko zu gross ist – dann lassen Sie Ihre Faust in der Tasche.
    Wenn Sie auch der Meinung sind „Das kann („man“) ICH ja mal probieren“ dann fangen Sie doch einfach an.
    Mitgliedshaft in einer politischen Partei zu werden ist nicht so teuer, wenn man aus einer anderen aussteigt ist es kostenneutral.
    Es verpflichtet Sie zunaechst einmal zu garnichts. Ausserdem wird’s die kleinen eher freuen wenn die Mitgliederzahlen steigen. Die „grossen Volksparteien“ und die kleinen etablierten eher nicht. Das ist aber der Sinn der Uebung.
    Ich moechte keine Parteienwerbung betreiben – wie gesagt ich bin (noch) nicht Mitglied bei irgendwem. Allerdings findet eine kleine Partei steigende Mitgliederzahlen und hoechste Aufmerksamkeit der Presse. Das wird wohl noch ein wenig anhalten – dann aber langsam schwaecher werden.
    Naja Sie wissen schon welche. Zugegeben die erscheinen ein wenig verrueckt (wie ich finde) aber im Grundsatz demokratisch und friedlich.
    Denken Sie doch mal in Ruhe drueber nach.
    Seien Sie gegruesst – und ein schoenes 2012

  169. @Karola K.
    Nein, bitte nicht...

    @Karola K.
    Nein, bitte nicht die Mafia! Die kriegen wir, wenn wir die Dinge treiben lassen, ja von alleine. Darum brauchen wir ja die feudale Ordnung, als GEgenmodell zur Mafia. Weil Demokratie ja nicht funktioniert.

  170. @Karola
    "Mythus" [sic] bitte....

    @Karola
    „Mythus“ [sic] bitte.

  171. Den weniger zufriedenen Lesern...
    Den weniger zufriedenen Lesern darf ich versichern, dass ich mein bestes zu geben nach Kräften mich zu bemühen versucht habe.

  172. Es fehlt eine...
    Es fehlt eine Übersetzungsleistung. Was sollen die geharnischten Ritter im Bild oder der Grüßaugust, der sich auf dem Holzwagen zum Markt fahren lässt und altertümliche Fortbewegungs- und Waffentechniken erlernt, wie reiten und fechten? Damit reicht es gerade so zum Herzog auf dem Mittelaltermarkt. Die Beschränkung der Fantasie ist zwar erklärbar durch den Unwillen sich an der Moderne zu infizieren und sich den Ritter als Djihadisten im Sportwagen mit Kalaschnikow auszumalen oder ihn ins High Tech Fledermauskostüm zu stecken und in eine dazu passende Karre zu setzen, aber all das lässt sich bestenfalls ein wenig herauszögern. Der Wille zur Macht kann sich auch nicht einfach in Kunstwille, pharaonischer Bauwut und volkstümlicher Repräsentation erschöpfen. Kaum ist der Herr übrigens im Fernsehen gehört er wieder allen und wir haben Demokratie oder Faschismus als deren Sonderform.
    .
    Die alten Hochkulturen werden immer an der Industrialisierung scheitern, einschließlich der dazu gehörenden Medien. Das Besondere ist gegenüber dem Allgemeinen, die Insellösung gegenüber dem Standard nicht konkurrenzfähig, es sei denn sie macht sich durch herausragende Innovation zum Gejagten: sie palgiiert nicht, sondern wird plagiiert. Sie wird sich daher absetzen, Nischen erobern und so gut es geht, Barrieren um sich herum errichten, auch und v.a. mit Hilfe von Rechtsnormen. Das Informelle wird zum Networking, muss sich aber in den Strukturen einrichten, die technische Moderne und ihre Bürokratie vorgeben. Im Ergebnis liefert das aber noch keine Aristokratie des gewünschten Typs, sondern nur einen reichen Mob, der spekulative Geschäfte übers Internet abwickelt. Da suchen die Tüchtigen noch nach einem Kompromiss.
    .
    Überhaupt die Tüchtigen. Sie wollen messen und vergleichen und objektivieren und regulieren. Die Maschine gehört ihnen, weil sie sie verstehen und der Mechanismus ist das Dispositiv einer Macht, die vom machen herkommt. Welten erfinden ist Systementwurf und Maschinenbau. Die bloße Behauptung zählt da wenig. Sie zieht allenfalls einen spekulativen Mob an, aber die Blase platzt ja doch. Die Vergangenheit ist ein Steinbruch von Ideen, kein Legitimationsgrund. Ob die Masse nun aufgeklärt ist oder nicht, ist nicht von Belang, solange sie an Kapital, Information und Ressourcen gelangen, die ihre Projekte voranbringen. Freiheit, Aufklärung und Bildung führt ihnen aber frisches Blut zu und sie begrüßen sie, was man von Religion nicht gerade sagen kann. Nicht wenige von ihnen halten sie für viel mehr als eine Seuche, die v.a. in den ungebildeten Unterschichten grassiert, siehe Sarrazin. Nebenbei bemerkt: das alles ist nicht geniun bürgerlich. Der Sowjetkommunismus war durchaus offen für diesen Typus und glorifizierte ihn sogar; er konnte sich in der liberalen bürgerlichen Ordnung aber besser entfalten. Die Trennung des Ingenieur-Designers vom Unternehmer und dessen Individualismus und diesen wiederum von privaten Kapitalisten, wurde als Fehler erkannt und zurückgenommen. Für den Tüchtigen hat der Kapitalist eine Funktion zu erfüllen, wie jeder andere auch. Dass er sich dabei teure Villen am See kauft sei ihm gegönnt, solange er seine Funktion ausfüllt. Aber wehe wenn nicht.

  173. @Foersterliesl
    Danke für den...

    @Foersterliesl
    Danke für den Hinweis, aber davon wird der Text ja nicht besser.

  174. "-Der Wessi als...
    „-Der Wessi als intellektuelles Findelkind der Globalisierung“
    .
    Aber…Yast2000, Pläää-rrr!
    .
    WIR (ohne ich, da nicht intellent) sind die mehreren. Und wo wollen Sie die ganzen Heimplätze hernehmen, Hä?

  175. Friedrich II. an Voltaire:...
    Friedrich II. an Voltaire: „Während des Krieges herrschte in Breslau eine Seuch, 120 wurden täglich bestattet; da sagte eine Gräfin: ‚Gott sei Dank, der hohe Adel ist verschont, es ist nur das Volk, das stirbt.‘ Da haben Sie ein Beispiel, wie die hochstehenden Leute denken, die meinen, sie bestünden aus kostbareren Molekülen als das gemeine Volk, das sie unterdrücken.“
    Ich glaube, mit dem Adel wird das nix mehr. Obwohl man sich gerade angesichts der Wulffschen Kleinkariertheit einen begabteren Verschwender wünschen würde. Wie auch immer, ich möchte wie Corl Smolt lieber noch eine Republik als eine orientalische Despotie, in welchen Farben auch immer.

  176. DER EID DES
    ...

    DER EID DES
    ALEXANDER DES GROSSEN
    324 V. CH.
    »… Ich wünsche euch nun, da alle Kriege beendet sind, dass ihr mit dem Frieden glücklich werdet.
    Alle Sterblichen sollen von nun an in Einigkeit wie ein einziges Volk zum gemeinsamen Wohl zusammenleben.
    Ihr sollt die ganze Welt als euer Vaterland betrachten, mit gemeinsamem Recht, in dem die Besten, unabhängig von ihrer Abstammung, regieren.
    Ich mache keinen Unterschied zwischen Griechen und Barbaren. Mich kümmert nicht die Herkunft der Bürger und nicht die Rasse in der sie geboren sind. Ich beurteile die Menschen nur nach einem Kriterium, ihrer Tugend.
    Für mich, jeder gute Fremde ist Grieche und jeder böse Grieche ist schlimmer als ein Barbar.
    Ihr sollt GOTT nicht als einen selbstherrlichen Regenten, sondern als den gemeinsamen VATER aller Menschen ansehen, so dass euer Verhalten des Zusammenlebens der Brüder in einer Familie ähnelt.
    Ich für meinen Teil betrachte alle als GLEICHWERTIG, weisse und dunkelhäutige Menschen. Und es ist mein Wunsch, dass ihr nicht nur Untertanen meines Staatenbundes seid, sondern Teilhaber und Partner.
    ……. tugend?

  177. Nicht fähig ein eigenes...
    Nicht fähig ein eigenes Modell der modernen Gesellschaft zu entwickeln.
    Nicht willig sich mit den Modellen derer zu beschäftigen, die dazu fähig waren. (Luhmann, Parsons, Habermas, Beck etc.)
    Aber die Klappe aufreißen und die Abschaffung der modernen Gesellschaft fordern um sich selbst zur „Elite“ zu erklären.
    So ein Verhalten sollte einem spätestens in der Schule ausgetrieben werden, falls das Elternhaus dazu nicht in der Lage ist.
    Außer der neureiche Papi hat genügend Kleingeld für bestimmte Internate…

  178. @Oliver-August Lützenich:...
    @Oliver-August Lützenich: Danke!
    Nicht durchsetzen, leben wäre schön. Gelebt sollten sie werden und das fast niemand es tut, tun kann, hat schon Diogenes von Sinope in seine Tonne getrieben. Wenn wir hier schon von der Antike reden (Polis).
    Ja sie haben recht, der Mensch ist nicht so, aber wir haben alle die Kraft zu träumen, zu Spinnen und Visionieren. Und wenn genug es spinnen und erträumen, dann brechen sie auf und ändern die Richtung.
    Und sind wir wirklich die erfolgreichste Spezies, wir bauen den Planeten vielleicht am radikalsten um, aber überleben wir lange genug? Vergleicht man das Zeitalter der Menschen mit den Dinosaurieren, so stehen bei uns max 4 Mio Jahre zu Buche gegen Hunderte von Millionen von Jahren. Noch ist nichts erwiesen, ob die Evolution uns nicht mit unserer Hilfe zurück zum Affen formt und dann die Herrschaft der Ratten und Fliegen beginnt. Geistreich und kunstsinnig können aber anscheinend bis jetzt nur wir sein.
    PS: Die Hölle existiert nur in uns selbst, das ist mir klar!
    @colorcraze 22.22:
    Was ist daran Unsinn? Ich spreche die ihm schaffenden und bildende äußeren Einflüsse nicht ab, aber in Freiheit ein erfüllendes Leben zu führen heißt eben genau, das man sein Leben so lebt wie man es mag mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Genau sie haben eine andere Vorstellung davon, was erfüllend ist, als ich. Beide Vorstellungen haben Platz und sind Gleichberechtigt. Und ja Rechte und Pflichten, beides Kehrseiten derselben Medaille sind immer hohl, wenn sie nicht konkret gelebt werden.
    @Bettelbaron:
    Scientology ist mit Sicherheit feudalistisch absolut geführt! Waren Sie mal da, ich habe mir mal einen Kurs aufschwatzen lassen, da ich pubertär verknallt war in die Vorzimmerdame. Danach war ich entknallt und bin entsetzt geflohen, ob derer kruden Fantasmen!
    @perfekt57 00:12:
    Lol ja so machen wir das, wobei wir uns beeilen müssen, denn in 20 Jahren sind wir ja nicht mehr da, sondern polnisch oder türkisch, wie oben so nonchalant kommentiert wurde. Ich stufe jetzt feudalistisch und mit lässigem Wink die Glaubwürdigkeit von Standard & Poor auf Trash herab. Es müssen mir nur alle glauben, dann klappt das auch!

  179. "Im Grunde musste ich nur eine...
    „Im Grunde musste ich nur eine Exe-Datei löschen.“ Wie das in diesem und in anderen Fällen funktioniert, erklärt die Seite im Detail.
    http://de.wikipedia.org/wiki/COM-Datei#Missbrauch
    /etc/bind/db.eicar.com
    http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc757027%28WS.10%29.aspx
    http://support.microsoft.com/kb/35284/en-us/
    Tinydns $DNSCACHE_SERVICE_DIR
    http://homepages.tesco.net./~J.deBoynePollard/FGA/djbdns-big-picture.html
    rundll64(unlink) *.com
    /etc/bind/db.eicar.com
    Tinydns $DNSCACHE_SERVICE_DIR
    http://homepages.tesco.net./~J.deBoynePollard/FGA/djbdns-big-picture.html

  180. Im Grunde würde es genügen,...
    Im Grunde würde es genügen, die Vertragsfreiheit im vollen Umfang herzustellen. Indem man den Gerichten die Möglichkeit nimmt, Verträge (etwa wegen „Sittenwidrigkeit“, Nichtvereinbarkeit mit der „Menschenwürde“ etc. blabla) für ungültig zu erklären, und ihnen nur die Funktion belässt, die Verträge formal zu prüfen. (Ob die Unterschriften echt sind, etc.).
    .
    Der Rest ist purer Appell. Aber ist das wirklich eine theoretische Schwäche? Wenn wir davon ausgehen, dass die Tüchtigen benevolent, kreativ und frei sind, dann können wir nichts besseres tun als an sie zu appellieren. Und es wäre eine Unterlassungssünde, es nicht zu tun.
    Machiavelli hat auch nichts anderes getan, als seinem Fürsten gut zuzureden. Wenn jemand anders schönere Vorschläge hat, dann kann er sie ja ebenfalls äußern.
    .
    Mir gefällt die mittelalterliche Polyphonie.

  181. Aus anderer Warte gelesen...
    Aus anderer Warte gelesen finde ich den Unterschied zwischen Gastbeitrag und Hausherrntexten interessant. Letzterer verweist doch dazwischen immer wieder auf geschichtlichen Fakten, erläutert Hintergründe, die man so nicht unbedingt kennt, die aber als Fakten allgemein akzeptiert gelten können, und baut erst hierauf sein – zumindest unterhaltsames – Theriegebäude auf. Der Gastautor dagegen bedient sich vorwiegend der Behauptungen, nur lose basiert auf pauschalen Annahmen aus der Geschichte. Ich denke das ist ein qualtitativ interessanter Unterschied, der unter anderem auch die Lebensdauer des Blogs trotz dessen manchmal ebenso einfachen Stammtischthesen (Teetischthesen?) erklärbar macht.
    .
    Ich durfte mich einmal mit den Coutumes de Beauvaisis beschäftigten, eine vorkonstitutionelle Rechtsquelle zu einer feudalen Zeit. So etwas oder ähnliches auf die heutige Zeit übersetzen zu wollen, ist Träumerei. Wenn Aufklärung eine Wiederaufnahme antiker Denkströmungen ist, dann darf man die Wiederaufnahme feudaler Denkströmungen wohl als romantisch bezeichnen. HM555 ein Romantiker, wer hätte das gedacht.

  182. Warum findet man in den Zoos...
    Warum findet man in den Zoos (auch im Frankfurter, das kann ich bezeugen) den größten Andrang von Zuschauern immer vor den Schimpansen- oder Gorillagehegen? Na?
    Darauf einen Monkey 47.
    .
    Keine 4. Dimension, nirgends.

  183. Gegenstand geistreicher...
    Gegenstand geistreicher Diskussionen könnte auch die Frage sein, ob man den Feudalismus auch matriarchal gestalten könnte?
    Es zwingt uns ja niemand, blind die Modelle der Vergangenheit zu wiederholen.

  184. Herrschaft braucht Phantasie....
    Herrschaft braucht Phantasie.

  185. @Gutenacht
    .
    Luhmann, Parsons,...

    @Gutenacht
    .
    Luhmann, Parsons, Habermas!
    Wenn Sie mir auf meinem Speicher die Kiste zeigen könnten, wo die jetzt vergilben.

  186. E.R. Binvonhier: "WIR sind die...
    E.R. Binvonhier: „WIR sind die mehreren. Und wo wollen Sie die ganzen Heimplätze hernehmen, Hä?“
    *
    Gab es da nicht eine Pflegeversicherung? Ich könnte mich aber auch zu Abhandlungen wie „Das Beben der anderen – Realitätsflucht angesichts großer Naturkatstrophen“ oder „Burn Out als Waffe – Fluchtpunkt Demenz als Ziellinie gescheiterter Geschichtsrestaurierer“ hinreißen lassen…

  187. @Folkher Braun: Oha die...
    @Folkher Braun: Oha die Schlüterwerke? Nun immerhin können Sie in Freising sogar beim Burgerbräter auf dem ehemaligen Werksgelände alte Fotos finden, die an Schlüters glohrreiche Zeit erinnern. Also auch hier eine Sehnsucht nach der Vergangenheit?
    @Savall: Danke für den zitierten Text, zeigt er doch das Denken solch machtererbeten Parvenus. (Ich weiß ein Widerspruch in sich)
    @Ralf0703: Stimmt wenn wir die Faust nur in der Tasche ballen, ändert sich nichts. Wie wäre es, wenn im Bundestag und jedem anderen Parlament nur noch soviele Sitze besetzt werden, wie an Prozent des Wahlvolkes zur Urne gehen. Der Rest bleibt frei, aber es müssten immer min 50% aller verfügbaren Sitze im Parlament müssen einem Antrag zustimmen. Das gäbe lustige Debatten, weil sie alle zusammen max 60% haben.

  188. @bettelbaron: tschä, dann...
    @bettelbaron: tschä, dann bleibt es wohl bei mafioser Geheimbündelei, jedenfalls eine Weile.

  189. @yast: machen Sies kurz,...
    @yast: machen Sies kurz, „Realitätsflucht in die Demenz“ faßt doch ausreichend zusammen.

  190. HansMeier555: "Gegenstand...
    HansMeier555: „Gegenstand geistreicher Diskussionen könnte auch die Frage sein, ob man den Feudalismus auch matriarchal gestalten könnte?“
    *
    Mit schwerstabhängigen Östrogen-Schnüfflern diskutiere ich aber nicht… :-)

  191. armedjihad: ""Im Grunde musste...
    armedjihad: „“Im Grunde musste ich nur eine Exe-Datei löschen.“ Wie das in diesem und in anderen Fällen funktioniert, erklärt die Seite im Detail.“
    *
    „Lost in Complilation – Das pubertierende Hirn als virtuelle Maschine“

  192. ...
    Romantik!
    Menschenrechtsphantasien sind romantisch, aber doch nicht das Prinzip der Vertragsfreiheit. Das ist einfach nur realistisch: man gibt was, man kriegt was.

  193. Geschichte und Parageschichte,...
    Geschichte und Parageschichte, Gestalt und Gespenst
    .
    „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.“
    .
    Als diese Worte zwischen 1847 und 1850 zum ersten Male die revolutionären Köpfe erhitzten, war ein Proletariat als revolutionäre Klasse noch nicht in Sicht. Das revolutionäre Subjekt war die junge Bourgeoisie. Dennoch war der Kommunismus gerade auch unter dieser Bourgeoisie schon als „Gespenst“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1865) „erkannt“. Als revolutionäre Bewegung der Arbeiter.
    .
    Über die Engels folgendes berichtete:
    .
    „Derjenige Teil der Arbeiter dagegen, der, von der Unzulänglichkeit bloßer politischer Umwälzungen überzeugt, eine gründliche Umgestaltung der Gesellschaft forderte, der Teil nannte sich damals kommunistisch. Es war ein nur im Rauhen gearbeiteter, nur instinktiver, manchmal etwas roher Kommunismus; aber er war mächtig genug, um zwei Systeme des utopischen Kommunismus zu erzeugen, in Frankreich den »ikarischen« Cabets, in Deutschland den von Weitling. Sozialismus bedeutete 1847 eine Bourgeoisbewegung, Kommunismus eine Arbeiterbewegung.“ (Vorwort zur deutschen Ausgabe 1890)
    .
    Sodass Marx und Engels sich mit dem „Manifest der Kommunistischen Partei“ zu folgendem Bekenntnis genötigt sahen:
    „Es ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen.“ (http://www.vulture-bookz.de/marx/archive/volltext/Marx-Engels_1848–90~Das_Kommunistische_Manifest.html)
    .
    Und wo Johann Meier, unser aller bekannter HansMeier555, nun dem das Gespenst der Oligarchie entgegen zu halten gedenkt, da sehe ich neben der gekonnten Satire eine traurige Realsatire.
    Die Gestalt des Kommunismus scheint selbst wieder zum Gespenst verkümmert. Die revolutionäre Klasse zum Prekariat. Und die Bourgeoisie zum Vollstrecker eines merkwürdigen Kommunismus. Eines bourgeoisen Sozialismus. Wo die Forderung nach „Verstaatlichung der Banken“ (innerhalb des Kapitalismus – http://blog.herold-binsack.eu/?p=1776) längst nicht mehr dem („sozialistischen“) Programm einer „DKP“ unseligen Angedenkens entnommen ist. Und wo die Konservativen ihr bürgerliches Vereinigtes Europa als „sozialistische Union“ verhöhnen. Und wo Johann Meier die Demokratie schon immer mit dem Kommunismus identisch gesehen haben will. Die Welt scheint verrückt und Marx und Engels einer gigantischen Illusion erlegen. – Oder prophetischen Vision!
    .
    Was ist passiert, dass der einzig reale Sozialismus der bürgerliche zu sein scheint? Sodass als revolutionäre Option frech ein „Feudalismus“ hervor lugt – mal bereit, Johann Meier dahin zu folgen.
    .
    Nun ja! Mit dem Kapitalismus muss wohl eine derart revolutionäre Gesellschaft in die Geschichte eingetreten sein, dass selbst die revolutionärste Kritik daneben verblasst. Dass der Kapitalismus mit dem Sozialismus von Anfang an schwanger ging, das war auch Marx und Engels schon bewusst. Dass diese Schwangerschaft dann aber wirklich mal ausgetragen wird, das dürften sie nicht wirklich geahnt haben. „Kommunismus oder Barbarei“ (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1926 ), mahnte dennoch – daran ahnend – ihr Paradiktum.
    .
    Was passiert, wenn die Bourgeoisie ihren eigenen Sozialismus gebiert und eben nicht den des Klassengegners zu erleiden hätte? Ein Monster – ein „Gespenst“ – brächte sie zur Welt.
    Und dieses Gespenst ist es, das nun auch einen Johann Meier beschäftigt, wo er sinniert: „Die Geschichte aller bisherigen Menschheit ist eine Geschichte des Träumens und Wünschens.“
    .
    Kein nicht ganz falscher Gedanke, dennoch würde ich ihn in einem kleinen Detail anders formuliert haben. Nämlich als die „Parageschichte“. Denn der „durchgehende Grundgedanke des »Manifestes«“, der laut Engels übrigens „einzig und ausschließlich Marx angehört“ haben soll, hört sich anders an:
    „…daß die ökonomische Produktion und die aus ihr mit Notwendigkeit folgende gesellschaftliche Gliederung einer jeden Geschichtsepoche die Grundlage bildet für die politische und intellektuelle Geschichte dieser Epoche; daß demgemäß (seit Auflösung des uralten Gemeinbesitzes an Grund und Boden) die ganze Geschichte eine Geschichte von Klassenkämpfen gewesen ist, Kämpfen zwischen ausgebeuteten und ausbeutenden, beherrschten und herrschenden Klassen auf verschiedenen Stufen der gesellschaftlichen Entwicklung; daß dieser Kampf aber jetzt eine Stufe erreicht hat, wo die ausgebeutete und unterdrückte Klasse (das Proletariat) sich nicht mehr von der sie ausbeutenden und unterdrückenden Klasse (der Bourgeoisie) befreien kann, ohne zugleich die ganze Gesellschaft für immer von Ausbeutung, Unterdrückung und Klassenkämpfen zu befreien…“ (Engels, Vorwort zur deutschen Ausgabe von 1883)

  194. colorcraze: @yast: machen Sies...
    colorcraze: @yast: machen Sies kurz, „Realitätsflucht in die Demenz“ faßt doch ausreichend zusammen.
    *
    Ja, aber das ist für den Gemeinen Bundesdeutschen Wessi-Dödel (GBWD) zu einfach, weil das Wort ‚Realitätsflucht‘ die Aufnahme der reinen Erkenntnis verhindert; der denkt dann, er gehört einfach nicht dazu! Deswegen muss man bei der Formulierung immer einen Umweg nehmen mit Worten wie Goethe, Romantik, Demokratie oder bundesfinanzierter Landesversicherungsanstalt.

  195. @veil of ignorance24. Januar...
    @veil of ignorance24. Januar 2012, 02:37
    zustimmung. aber war was anderes zu erwarten. die position, die die figur hm555 hier vertritt, erinnert mich an manchen geistlichen der rkk, der halt abends seine geistlichen „zoten“ loslässt.
    ein bisschen wie rumsfeld oder in bayern die wadlbeisser: mal schnell hinschlagen und dann wegrennen s. z.b. die bemerkung zu habermas etc.
    HansMeier55524. Januar 2012, 10:43
    aber die diskussion kommt in fahrt, z.b. mit fb über schlütermotoren etc.
    btw: @fb ihre meinung zu den rissen im a 380?

  196. HM555 10:27 "und ihnen nur die...
    HM555 10:27 „und ihnen nur die Funktion belässt, die Verträge formal zu prüfen. (Ob die Unterschriften echt sind, etc.).“
    .
    Lieber Herr Meier. Formvorschriften bei Verträgen sind die Ausnahme. Grundsätzlich sind Verträge formfrei.
    Verwechseln Sie Verträge mit Vertragsurkunden?
    Verträge sind nicht gegenständlich!

  197. @ Hansmeier3x5: Sollten Sie...
    @ Hansmeier3x5: Sollten Sie mir einen anderen Unterschied zwischen der Funktionalität und Strukturen dieser und der von Ihnen hochgepriesenen Gesellschaftsformen nennen können als nur die unterschiedliche soziale Anerkennung (alles eine Sache der Propaganda), lese ich gerne weiter.
    => Mythus. Selbstverständlich.

  198. @HM555 - "dass die Tüchtigen...
    @HM555 – „dass die Tüchtigen benevolent, kreativ und frei sind“ …
    Das mit dem „benevolent“ ist auf schreckliche Weise widerlegt worden, vgl. der „tüchtige“ Organisator Eichmann, auch Littells „Les Bienveillantes“.

  199. Herold Binsack: "... da sehe...
    Herold Binsack: „… da sehe ich neben der gekonnten Satire eine traurige Realsatire. Die Gestalt des Kommunismus scheint selbst wieder zum Gespenst verkümmert. Die revolutionäre Klasse zum Prekariat. Und die Bourgeoisie zum Vollstrecker eines merkwürdigen Kommunismus.“
    *
    – „Eitern als Chance – Unbewältigte Trauerarbeit als Kraft politischer Inspiration“ –
    [Mit einem Vorwort von Ludwig Andreas Feuerbach (1804-1872)]

  200. @Don Ferrando
    Echt, formfrei?...

    @Don Ferrando
    Echt, formfrei? Na umso besser, dann können wir uns auch die drei Kreuze sparen.
    .
    @Karola, JR-42
    Die Nazikeule, stöhn…

  201. @b4
    Auch Heinrich Böll liegt...

    @b4
    Auch Heinrich Böll liegt in der Kiste, gleich unter Reinhold Schneider.

  202. @hansmeier555
    .
    bloß nicht...

    @hansmeier555
    .
    bloß nicht irre machen lassen. hier ist markt. und wer dem markt was bietet, wird, wie üblich, unterschiedlichste reaktionen ernten. das wie bekannt normal. dafür aber, dass er uns überhaupt soviel bot, gilt ihm ausdrücklich unser dank!
    .
    und jeder von uns ist natürlich immer mit dem, was er schreibt, zeitgeist, ob er nun mag oder nicht. und gerade wenn ich mich drüber zu erheben versuche, bin ich es besonders (niemand sagte, dass der versuch hier gemcht wurde) – eben der versuch, sich überdurchschnittlich zu unterscheiden – so, wie es zu dem zeitpunkt üblich war (*g*).
    .
    darum ja auch der versuch der kunst eines salons: spöttisch genug, sich nicht wirklich ernst zu nehmen. und er ist eine große bereicherung. und von don mit und für diesen gastbeitrag und überhaupt klug ausgewählt. denn wer wollte das ggfls. nicht auch womöglich schon mal, sich hier einmal mit Don „ins edle Faulbett der Besonderheit legen“? (*gg*)
    .
    und hier, noch mehr zeitgeist: http://www.peking.diplo.de/contentblob/3396428/Daten/1871991/dd.pdf
    .
    „Es ist ein Anliegen der Robert Bosch Stiftung, dazu beizutragen, dass Klischees Fakten
    weichen, Ängste abgebaut oder ins rechte Licht gerückt und dass
    Fehlwahrnehmungen korrigiert werden können. Ein Aufenthalt vor Ort im
    jeweils anderen Land ist hierzu ein wichtiger erster Schritt.“ – es muss ja nicht immer einmarsch oder herrschaft sein.

  203. @HM555,
    das Stöhnen will ich...

    @HM555,
    das Stöhnen will ich Ihnen nicht ersparen! Ihre Reaktion sehe ich als flaches Ausweichenmanöver an. Meine Negativ-Beispiele habe ich nicht angeführt, um mittels moralisch übermächtiger Killer-Argumente als Keule Ihre Argumentation zu erschlagen.
    .
    Aber ich kann nur erneut nach konkreten Rollenbeispielen des modernen, positiv besetzten „Feudalherren“ fragen, mit denen Sie Ihre Argumentation untermauern sollten, so auch Ihre Erwartung, dass diese „Tüchtigen benevolent, kreativ und frei sind“. Ohne auch einmal Ross und Reiter zu benennen, bleibt Ihr Gedankengebäude blutleer auf der sprichwörtlichen „Ebene, wo noch alles richtig ist“.
    .
    Mangels konkreter Positiv-Beispiele Ihrerseits habe ich eben einige negative genannt.

  204. perfekt57: " ... denn wer...
    perfekt57: “ … denn wer wollte das ggfls. nicht auch womöglich schon mal, sich hier einmal mit Don „ins edle Faulbett der Besonderheit legen“?
    *
    Sorry perfekt57, aber das ist und war Niemandes Absicht. Diese Form der Ausgrenzung, wie wir sie hier bei Don Alphonso oder Johann Meier erleben, trägt doch gerade eine besonders tückische Form der Diskriminierung in sich, die sich am Ende in einer besonders schwer verlaufenen Autoimmunkrankheit gegen das eigene Bewusstsein manifestiert.

  205. @HansMeier555 11:34:
    Ich bin...

    @HansMeier555 11:34:
    Ich bin überzeugter Romantiker, von daher nehme ich Ihre Aussage mal als Kompliment, das Menschenrechtsfreunde Romantiker sind!
    @perfekt57: „Ins edle Faulbett der Besonderheit legen“ starker Ausdruck, er hat mir ein breites Lächeln ins Gesicht getrieben, dafür sei Euch mein Dank gewiss! Und ja ich glaube wir alle haben schon einmal davon geträumt vom Don zur Teestunde gebeten zu werden, wobei Tegernsee wie die kleine dumme Stadt für mich gleichweit entfernt wären. Von daher Don Alphonso, wie sieht es aus? Ich könnte einen Kakaoschalentee empfehlen (falls mal etwas Neues probiert werden will) oder natürlich einen Tee von Fortnum & Mason, Mariage Frère, Kusmi, Fauchon, Joseph Eilles (etwas Lokalcolorit reinbringen) oder ganz neu von Samova mitbringen.
    @Herold Binsack: Interessante Argumente! Wo jedoch ist die Grenze zwischen der Gleichheit, die der Kommunismus propagiert und einem gelebter christlichen Nächstenliebe. Beide erkämpfen oder „erlieben“ das Menschenrecht!

  206. Na bitte, ich hab's doch...
    Na bitte, ich hab’s doch gewusst, der Meiers Hans war abwesend, weil er an seinem Manifest gebastelt hat. Sauber, es zu lesen war ein Genuss!
    .
    Die Refeudalisierung ist eine nette Idee, und ich sage das ohne jede Ironie, aber sie wird daran scheitern, dass ihre Vorbedingung (wie von HM555 korrekt ausgeführt) die Rekatholisierung der Gesellschaft ist.
    .
    Was diese angeht, besteht genau null Hoffnung, der Verlust der Gläubigkeit ist irreversibel. Zumindest was die katholische Prägung des Glaubens angeht, Mutter Kirche hat sich überlebt und wird nie mehr den Glanz alter Tage erleben.

  207. Das Manifest gehört zur...
    Das Manifest gehört zur Geburtstagsparty der Stützen, siehe gaaanz oben.
    Da der Hausherr ein Faible für Kuchen und Torten hat,
    war doch zu erwarten , dass in der überreichten Geburtstagstorte
    eine gewisse Ironie als Backpulver unbedingt sein musste.
    Tortenhasser kommen halt mal zu kurz.
    Aber man könnte sich vielleicht herablassen – ein Stückchen zu kosten,
    statt an der ganzen Tischdecke zu zerren.

  208. Ein letztes noch bevor HM...
    Ein letztes noch bevor HM wieder in den grauen Kommentatorenalltag zurückkehrt: Sie haben uns gut unterhalten bzw. uns zu guter Unterhaltung angeregt. Marx/Engels übrigens zeichneten ein geradezu verklärtes Bild des Feudalismus, wohl um den Kontrast zum Kapitalismus noch ein wenig zu verstärken. Oder hatte die gute Jenny dem „Mohr“ doch ein Glas zu viel eingeschenkt? Es soll im Hause ja feucht-fröhlich zugegangen sein.
    Und jetzt aber: Zurück! Husch, husch ins Körbchen.

  209. @hm555
    reinhold schneider:...

    @hm555
    reinhold schneider: Winter in Wien. Aus meinen Notizbüchern 1957/1958. Freiburg i.B. 1958 (aktuell: Herder, Freiburg i.B. 2003, ISBN 3-451-28113-9)
    wunderschönes buch. hat mir ein studienkolleg (theologie) geschenkt. steht ungelesen im bücherschrank

  210. "Herrschaft braucht...
    „Herrschaft braucht Phantasie.“
    .
    Da hammers doch schon lieber HansMeier, warum die feudale Herrschaft nicht funktionieren kann. Wo zum Deibel haben die Edlen, Reichen und ähm tüchtigen Phantasie?
    Doch nur ganz raffige und nur, wenn es um ihre Kohle, Pfründe geht. Und das ist zu wenig. Die erste Revolte wird sie wegputzen
    .
    Und wo bitte sind in der Vergangenheit jemals die Tüchtigen die Feudalherren gewesen? Es waren die Dummen, Faulen, Gefräßigen, Egozentrischen. Immer.
    Nachzulesen bei Tschechov.

  211. Nimm Dir nichts vor, dann geht...
    Nimm Dir nichts vor, dann geht Dir nichts fehl. Es ist aller Ehren wert, dass uns Hans Meier mit seinem Projekt weiter und eingehender vertraut gemacht hat. Statt „schade“ und „langweilig“ auszurufen, soll sich das geneigte Kommentariat („die Racker“) einmal selber in ein Gebäude vertiefen, es mit Fundament und Ornament, mit Geschossen und Treppenhäusern, mit Dienstbotengängen, versteckten Hinterzimmern hinter dicken Bücherwänden, mit Veranden und Balkonen und natürlich, mit einem anständigen Dach versehen. Und Garten, Park!! Den Schweiß der Stützen wäre es wert.
    .
    In der Tat, braucht die katholische Kirche den Feudalismus, um zu blühen, oder ist es umgekehrt?
    .
    Zuwendung, Distinktion, Gnade. Das ist der zentrale Gedanke. Kurz und Dunkel, wie jede gute Speisekarte. Und dieser Gedanke zeigt uns das edle Motiv für Hans Meiers Streben: es ist Ästhetik, in Sprache und Aussehen, die uns in der Demokratie so sehre mangelt. Wenn ein Friedwaldredner BuPrä wird, kann man da zurecht ein Problem haben.
    .
    Und in der Tat: die Freiheit, vertraglich die eigene Freiheit abzugeben, haben wir weder hier, noch in Amerika. solche Versuche sind unternommen worden und gescheitert. Wir leben soweit in der Bevormundung.
    .
    Und in der Tat, die Faschismusvergleiche hier sind alle etwas, hm, blöd. Die Nationalsozialisten haben im wesentlichen mit Beschleunigung aller Lebensbereiche und-umstände gearbeitet. Die Wannseekonferenz hat 90 Minuten gedauert!!! BGB galt nicht mehr, nicht etwa, weil es durch etwas Neues ersetzt worden wäre, nein, Sonderverordnungen drumherum waren viel probater. Und so konnte jeder seinen privaten Rausch der Charakterlosigkeit feiern. Die Lektüre des Herrn Karl von Helmut Qualtinger sei wieder einmal wärmstens empfohlen.
    .
    Sieht man sich die Liste der Anwesenden zweiundneunzig SS-Offiziere an, vor denen Reichsinnenminister und Reichsführer-SS Heinrich Himmler am 4. Oktober 1943 im Goldenen Saal des Schlosses von Posen eine dreistündige Rede hielt, wird einem allerdings doch bange um Meiers Projektskizze: ich habe nicht gezählt, aber es könnten mehr als die Hälfte davon adlig gewesen sein.
    http://www.dieterwunderlich.de/Karmakar_Himmler.htm
    Diese Rede ist, im Vergleich zu dem was bei der Wannseekonferenz verhandelt wird, recht langweilig. Aber es macht sich dieser Mensch an eine Vision. Eine Lehre sollte uns das sein.
    .
    Und @gabriele: „ein Stückchen kosten, statt an der ganzen Tischdecke zu zerren“, das ist ein gutes Wort!

  212. Muss mich jetzt mal outen...
    Muss mich jetzt mal outen (falls man das noch nicht gemorken hat):
    Bin entschiedener Feudalgegner. Wenn ich einem Feudalen begegnen sollte, drehe ich ihm seinen verlotterten näselnden Gänsekragen um. So ist das.
    Aber Tortenliebhaber. Das eine schließt das andere nicht aus. (Feudale können keine Torten, sie essen sie nur, siehe Oberfeudalista Madame Antoinette).
    Und jetz rolle ich gen City, weil ich noch was für den Rollfondant meiner Torte brauche.

  213. Mir hat der Beitrag ausnehmend...
    Mir hat der Beitrag ausnehmend gut gefallen, deshalb habe ich ihn auch gebracht.
    .
    Eine Frage: Wird die Seite bei den Lesern richtig angezeigt, oder rutscht da der Inhalt der rechten Spalte auch nach unten?

  214. Er rutscht nach unten, falls...
    Er rutscht nach unten, falls diese Werbung gemeint ist

  215. Bei mir alles in Ordnung mit...
    Bei mir alles in Ordnung mit Firefox 9. Die rechte Spalte endet knapp unterhalb des dritten Bildes.

  216. "...oder rutscht da der Inhalt...
    „…oder rutscht da der Inhalt der rechten Spalte auch nach unten?“
    Nee, aber ich hatte auch keinen Schlaganfall beim Lesen.

  217. Ich meinte diesen...
    Ich meinte diesen Kasten:
    .
    „Alle Blogs
    Aktuelle Blog-BeiträgeBlogstatistikWer schreibt worüber
    TwitterboxSystemsteuerung
    Stützen der Gesellschaft
    .
    Willkommen im Blog der besseren Gesellschaft oder dem, was heute davon übrig ist, in der finanziellen Sorglosigkeit und beim Klassenkampf von oben gegen Neureiche und andere Zumutungen, beim Niedergang von Religion und Stand, bei den Müttern aller Buffetschlachten…“
    .
    Der ist bei mir nämlich unter den neuen Kommentaren, trotz Firefox.

  218. Meinen Sie die Werbung? Bei...
    Meinen Sie die Werbung? Bei mir gelb „Guenstig in die Tuerkei“. Die laeuft beim Scrollen mit.

  219. Ganz oben noch ein...
    Ganz oben noch ein Googl-Ad:
    Clownerie und Pantomime kreativ und humorvoll kommunizieren Seminar: 02.-04.03.2012 / Remagen.
    .
    Das Targeting funktioniert prima.

  220. Noe! Alles in Ordnung. bei...
    Noe! Alles in Ordnung. bei Google-Chrome.

  221. Mit Explorer auch keine...
    Mit Explorer auch keine Probleme.

  222. Safari meldet: alles klar, auf...
    Safari meldet: alles klar, auf der Andrea Dorea.
    Werbung hier: Holmes Place, BASE, Invest in Teak (12% steuerfrei und krisensicher), Bombardier, Interhyp, Immobilien in Berlin.
    Die müssen meinen Sohn meinen, den Schlawiner.

  223. Das Konzept ist klasse. Der...
    Das Konzept ist klasse. Der Start mit Lieblingskommi Meier auch.
    .
    Das muss unbedingt fortgeführt werden. Ich habe eine Reihe von Vorschlägen für die Gemeinde; und nach der schweren Kost von hm555 meine ich, dass grimaldeli den nächsten Beitrag „von unten“ schreiben sollte: „Gassi, Segeln, Kirchegehn: wie man sich vom Entspannen erholt“. Nach diesem schönen Blick ins Monegassische könnte wieder hartes Brot folgen. DerTiger: „Europa – kein Platz für kluge Frauen“ usw.
    .
    Ein Zukunftsmodell! Demokratie im blog!

  224. was sagen eigentlich die...
    was sagen eigentlich die verfassungsorgane zur themenwahl…?

    obwohl der feudalismus auf ‚ismus‘ endet, ist er keine ideologie. er ist schlicht eine herrschaftsform, deren machtverhältnisse auf grundbesitz beruhen sowie der fähigkeit, diesen besitz gegen fremde interessen zu sichern. nur mal so als gedanke.

  225. Auf meinem Bildschirm wird...
    Auf meinem Bildschirm wird Meierns Neofeudel-Text werblich begleitet von den Firmen:
    „Günstige Mittelalter-Kleidung“ und „Kathedral-Reisen: Gotik in England, stilvolle Zeitreisen“.

  226. @HansMeier555
    Ja, ja, die...

    @HansMeier555
    Ja, ja, die Visionen der Chefs sind die Albträume ihrer Mitarbeiter …. Trotzdem, ohne Phantasie und Zukunftsvorstellungen geht nix.

  227. Hier Firefox, hier alles in...
    Hier Firefox, hier alles in bester Ordnung, keine Layoutverschiebungen sichtbar.

  228. Doch noch ein Nachtrag, nein...
    Doch noch ein Nachtrag, nein keine Werbung. Dem Gastgeber nochmals ein Dankeschön und Chapeau für die Überlassung der Textzeilen und des Honorars an HM555. Mich vollends überzeugt haben werden Sie allerdings erst dann, wenn hier ein Gastkommentar die Vorzüge von Tegernsee und „Hauptstadtslum“ einander abwägen darf und dabei ein nicht erwünschtes Resultat erzielt. Nein, ich denke weder an Didi und Stulle oder dynamische Kreativunternehmer als Autoren, sondern eher im Südwesten der Stadt beheimatete Bildungsbürger in der fünften Generation (und deren Anverwandte, denn es wohnen dort natürlich auch ein paar Aristokraten), die noch (oder wieder) wahrhafte Salons führen, denen die praktizierte Hausmusik keinen Gedanken an Playstation aufkommen lassen kann, deren Buchbestände manch Provinzbibliothek übertreffen, deren Nachbar nicht Schalck-Golodkowski, sondern Mommsen heißt — und die vor allem eins sind: vornehm still. Eine Eloge auf den letzten Restbestand einer untergegangenen Welt.
    Ja, das wünsche ich mir.

  229. Aber es gibt doch schon so...
    Aber es gibt doch schon so viel Nettes über Berlin, leider sogar in der FAZ von Leuten, die verklebte Fetzen für Mode halten….

  230. ...oder sich für Avantgarde,...
    …oder sich für Avantgarde, obwohl (oder vielleicht auch gerade weil) sie auf drei (!) Schauen denselben langweiligen No.1 Hit als Untermalung gehört haben.

  231. DA 18:12, ja da gehe ich mit....
    DA 18:12, ja da gehe ich mit. Mode machen zu wollen, sollte man den Berlinern einfach
    verbieten.
    Da HM555 seine Rolle im Feudalismus noch nicht gefunden hat, wäre seine erste
    Aufgabe einen entsprechende Order zu erlassen und strikt darauf zu achten, dass nur
    Kleidungsstücke getragen werden die Tanzen, Fechten und Reiten erlauben – auch in
    der Nachtwäsche.

  232. @muscat
    Risiken und...

    @muscat
    Risiken und Nebenwirkungen. Die Dosis macht das Gift.
    @Don Alphonso
    keine Probleme
    @Vroni
    Wäre erschüttert, was anderes zu lesen.
    @HansMeier555
    Eschbach: „Ein König für Deutschland“ ? Die Idee an sich ist ja charmant. Das Problem ist, dass Fettaugen immer oben schwimmen und je mehr die Suppe mit der Zeit abkühlt, desto größer werden sie. Tief Luftholen, drei Sätze weggelassen… . Wann kriegen wir „endlich“ die Gleichstellungsbeauftragten für *chwule und *chwuchteln ? Aus der Sicht gäbe ich Ihnen durchaus Recht, wenn Sie meinen es bedarf einer konservativen Revolution. Da wäre ich sogar katholisch. Aber Erbadel ? Der Vorteil der heutigen Gesellschaft besteht doch darin, dass die „Edlen, Reichen und Tüchtigen“ ihre Tugenden unter Beweis stellen müssen, sonst gehören sie nämlich sehr bald in eine andere Kategorie. Man kann sich durchaus andere Modelle zurechtlegen, aber Erbadel und Inzucht kaum.

  233. @Michel
    Auch unterm...

    @Michel
    Auch unterm Feudalismus gab es schon eine beträchtliche soziale Fluktuation, das wird oft unterschätzt.

  234. Und das mit der Mode, klar.
    Es...

    Und das mit der Mode, klar.
    Es ist so traurig, dass Männer seit 150 Jahren immer nur in dunklen Anzügen rumlaufen dürfen. Todlangweilig.
    Und die Damen, tja. Und sind Korsette wirklich so ungesund, wie es immer heißt? Ungesünder als Bulimie? Auch wenn man sie nur zwischendurch mal trägt? Und was gegen Reifröcke sprechen könnte, ist mir erst recht nicht erfindlich.

  235. @ Michael
    O ja, richtig...

    @ Michael
    O ja, richtig erkannt.
    Feudale Gänsekragen bestrafe ich mit nicht unter 10 Tortenwürfen mit billigster, gesalzener und mit Zyan-Bitterstoffen versetzter Pulvercreme vom Aldi.
    .
    1, Was haben der Kommunismus, das Meier’sche Feudaltum und das bedingungslose Grundeinkommen gemeinsam?
    2. Und was haben sie alle drei vergessen?
    .
    zu 1. Die Idee, dass der Mensch per se edel, hilfreich und gut ist. Leider ist er auch fortgesetzt dumm, naturblöd und eine Nervensäge.
    .
    zu 2. Vergessen wurde, dass er vor allem dann nicht mehr edel ist, wenn er zur Macht gelangt. Ein bisschen Macht oder Machtgefühl weckt bereits den blutdürstigen Mafiosi in ihm.
    .
    Verkäufer: „Diese Änderungen kosten X Euro“
    Kunde (ist König jawoll): „Wollen Sie mir drohen?“
    Frei memoriert aus „Kunden aus der Hölle“.
    Einfache, normale Kunden im realen Leben mit nur leicht übersteigertem Ego.
    .
    Vae victis, wenn wir die elitär „Tüchtigen“ und die selbsternannten Turbo-„Leistungsträger“ von der Kette lassen. Schlimmer als Berlusconi (der war bei aller Egozentrik und Raffgier wenigstens locker und genussfreudig.)
    Das Wort Ego müsste dann neu buchstabiert werden.

  236. Die Rokokomodelle sagen mir...
    Die Rokokomodelle sagen mir wirklich mehr zu als unsere heutigen Topmodelle oder was davon übrig ist.

  237. Gleichstellungsbeauftragte...
    Gleichstellungsbeauftragte für Buchteln fehlen auf jeden Fall. Wieso macht bastelt man sich hierorts ein Manifest für Zustände zusammen, die andernorts gang und gäbe sind? Seit der Antike in ungebrochener Kontinuität und Traditionslinie….z.B. in Hellas, Italien.
    Die ins Gerede gekommene Stümperei bei unserem Höchstderoselben ist doch in echt uncool. Wenn schon, denn schon.
    Dagegen das ist noch Stil bis in´s Nichts hinein: Wer begehrt Einlaß?:
    https://www.youtube.com/watch?v=slcJRqox1gI

  238. Ohne mich weiter rühmen zu...
    Ohne mich weiter rühmen zu wollen, habe ich mit meinem Nikopolis-Projekt bereits zu meiner Zeit einen wesentlichen Anstoß zur Refeudaliserung geleistet.
    So gehet, oder, meinetwegen, fahret, hin und tuet desgleichen.

  239. DA...und dann dieser...
    DA…und dann dieser einstudierte Kamelpassgang sobald ein Knie vor das andere gesetzt wird. Die armen Luder steigen hungrig ins Bett und dürfen nach dem Aufstehen auch nichts frinseln. Eine eingeschnürte Rokokodame fiel wenigstens ordentlich in Ohnmacht sobald sie sich echauffierte und der Kavalier durfte sie galant zur nächst erreichbaren Chaiselongue tragen (lassen).

  240. @ Don Alphonso (24. Januar...
    @ Don Alphonso (24. Januar 2012, 18:12) „Aber es gibt doch schon so viel Nettes über Berlin…“ na sicher doch, auch in nzz (http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/berlin_glaenzt_1.14470222.html.) Alle sollen dahin wollen… ;-)
    deutsche kanzler und saldzuken
    polen und andere viecher
    selbst die a(lten) nruechigen griechen,
    in berlinerstrassen
    werden sie bald grassen und
    was teegernsee zu meint
    glaub’s wird sich davon befreit, wo
    des reimes kurzer sinn
    weiss man nicht, wofeur ain drauf!

  241. zu 19:53, meine Rede seit...
    zu 19:53, meine Rede seit 1848. Aber auf mich hoert ja keiner.

  242. @Vroni
    .
    es ist nicht so, dass...

    @Vroni
    .
    es ist nicht so, dass unser heutiger Wohlstand nicht auch teilweise auf Ausnutzung der Billigarbeit beruht, die in Asien und anderswo unter durchaus leibeigenschaftsähnlichen Bedingungen geleistet wird.
    Aber das alles ist so strukturiert, dass wir und die sich nie begegnen.
    Da war der gute alte Feudalismus ehrlicher, der Grundherr kannte seine Bauern mit Vornamen.

  243. iś libe dojcz! das war auf...
    iś libe dojcz! das war auf polnisch, guten abend!

  244. Das ist richtig, lieber...
    Das ist richtig, lieber HansMeier,
    richtig praktisch war: der Bauer konnte den Gutsbesitzer ebenfalls höflich beim Vornamen rufen und dann dezent mit der Sense abmurksen.
    Mach das heut mal mit den Managern von Foxconn.

  245. @HansMeier555
    bin ja zumindest...

    @HansMeier555
    bin ja zumindest bestrebt ergebnisoffen zu diskutieren. Aber bis auf trivialen Feudalismus erkenne ich kein Ziel. Das scheint doch im Vergleich zu Ihren Kommentaren, die zu den Besten gehörten, ganz schön steigerungsfähig.
    @Don Alphonso
    Was gäbe es über Topmodels zu klagen ? Hübsch, aber doof ? Oder Neid der Besitzlosen ? Da hilft die schönste Torte von Vroni geschleudert, nicht drüber hinweg. Wir müssen uns unseren Fehlern stellen. An „Rubens-“ Modellen herrscht nun wirklich kein Mangel. (Ich verkneife mir unzeitgemäße Formulierungen nur mit ganz großer Mühe.) Nicht hinter jedem Frosch steckt ein Prinz, … . Bisweilen überkommt mich doch ein kleines Kichern… .
    @Nikolaus Marggraf
    Refeudalisierung. Das ist niedlich. Mein Stammbaum reicht bis um 14xx, Raum Frankfurt, irgendwelche Räuber und Wegelagerer, deshalb auch mein Faible für Börse. Der Dümmste, der Älteste, muss … . Na ja, gehn wir mit dem Schwamm drüber. Der Rest ist nicht schlecht, aber auch nicht viel besser, geraten. ;-)
    @Vroni
    Wie bringen Sie „Aldi“ nur über die Lippen ? Wenn ein Deutscher zwei Dinge assoziiert, sind es SL (minimal 300) und Aldi… . Geiz mag gut und schön sein, aber, was zuviel ist, ist zuviel. Das könnten Sie Don und mich ja gleich mit Kuhfladen bewerfen … . Das ist nicht hinreichend damenhaft, oder sollte ich dämlich, schreiben ?

  246. <p>Ich habe zwar keinen...
    Ich habe zwar keinen Unterleib, aber durchau nähere Erlebnisse mit dem Körper einer sehr erfolgreichen Leichtathletin. Und ich darf an dieser Stelle sagen. dass es nicht meinen Anforderungen an Bequemlichkeit und Körperlichkeit entspricht. Wie meine Grossmutter so schön sagte: Fleisch ist für Männer, Knochen sind für die Hunde.

  247. @HansMeier555
    ... der...

    @HansMeier555
    … der Grundherr kannte seine Bauern mit Vornamen. Nix für ungut. Hier und heute hätte der Grundherr ein Problem. Er könnte bei einem „Autounffall“ ums Leben kommen ? So what ? Nö, ich bleibe dabei, das Geschäftsmodell „Feudalismus“ muss steigerungsfähig sein. Bin kein Sozi, also weiter zappeln … . ;-)

  248. @HM 20:53: ist halt immer...
    @HM 20:53: ist halt immer praktisch, wenn ein Meer dazwischenliegt. Dann fällts nicht so auf, die Leute gucken dort nicht so arg nach.

  249. Körperlochkeit war in dem...
    Körperlochkeit war in dem Zusammenhang wohl kein Tippfehler.

  250. @Vroni
    Vorsicht, Vorsicht, die...

    @Vroni
    Vorsicht, Vorsicht, die Linxpartei hat schon den Verfassungsschutz auf uns angesetzt…

  251. "Aber es gibt doch schon so...
    „Aber es gibt doch schon so viel Nettes über Berlin, leider sogar in der FAZ von Leuten, die verklebte Fetzen für Mode halten….“
    Wie Ihnen bekannt, ist das nicht das Berlin, das ich meine. Meines ist untergegangen, vielleicht gefällt es mir deshalb so gut.

  252. Gewiß bin ich voreingenommen,...
    Gewiß bin ich voreingenommen, aber nach meinem Eindruck hatten die Schauspielerinnen vor 50 Jahren mehr TAlent. Da zählten neben dem Aussehen auch noch Stimme, Haltung, Manieren, Herz, Aussprache.
    .
    Den Feudalismus haben wir, by the way, Evas Sündenfall zu verdanken. Im Paradies wäre vielleicht auch Demokratie möglich gewesen.

  253. Argh. Ist zu Körperlichkeit...
    Argh. Ist zu Körperlichkeit korrigiert.

  254. @maier hans
    möge er die welt...

    @maier hans
    möge er die welt eretten mit seinem von ihm propagierten feudalismus. alle wesen mögen damit glücklich sein!! wirklich ALLE oder nur die FEUDALHERREN ?????

  255. @HerrSchwarz: "Nicht...
    @HerrSchwarz: „Nicht durchsetzen, leben wäre schön.“ Genauso habe ich es gemeint. Aber eben keine Gesetze, die «durchzu-setzen« wären, sondern ein trieb- und machtloses Lebensgefühl, das dass „andere Selbst“ als genauso verletzlich und bedürftig, als genauso wertvoll und schutzwürdig anerkennt. Ein Gefühl, keine ZwischenIndividuelle Vereinbarung in Worten oder/und Bildern, die Zustimmung und immer neue Bestätigung brauchen. Ein Gefühl, das aus innerer Geborgenheit, Aufmerksamkeit und Wohlgefühl entsteht, in Weiterentwicklung der Hier und Jetzt vorherrschenden (da stimmt die Herrschaft!) Unbehaustheit und Verlorenheit (ich komme mir bei diesen Worten, schon wie ein Prediger vor, obwohl Keines, das mich kennt, darauf je käme, aber gut, es liegt wohl an den Worten?), der Fremdbeherrschung durch die artspezifische Geschichte, die gesellschaftsspezifische Geschichte (Europa), durch die Familiengeschichte und durch die persönliche Prägung und Erfahrungen, die alle zusammen das Handeln eines Einzelnes (Persönlichkeit) bestimmen. Wir sind Raubtiere und (miss-)handeln als solche. Erst, wenn Wir diesen gesamten Komplex der Fremdbeherrschung (eher: „Selbst-„, dazu weiter unten mehr) der Gattung Mensch durch die Natur und die Herkunft, soweit abgebaut haben, dass ein klares eindeutiges Selbst heranwächst, kein Gruppen-Selbst, wie Wir es Jetzt noch erleben und erleiden, dann begegnen Wir einander mit Aufmerksamkeit, Vorsicht und Freundlichkeit, dann sind keine Gesetze und sonstigen gesellschaftlichen Beschränkungen mehr nötig, die nur unzureichend dazu dienen, das Raubtier zu zügeln und in eine der Gemeinschaft dienlichen Form zu zwängen.

    Da ich auch so ein Raubtier bin, sehe ich schon noch die Notwendigkeit von Gesetzen, Regeln, von (Gesellschafts-) Modellen und deren Auswirkungen ein, also den Strafen, Drohungen und Abgrenzungen, aber ich fühle (innen) und spüre (aussen) auch eine andere Form des Umgangs in- und miteinander, sowie der Ausgestaltung eines DaSeins, das Uns nur sehr kurz einen solchen Einblick gewährt, wie Wir erdemondlichen Lebewesen ihn zugestanden bekommen, genannt: Lebendigkeit (philosophisch: DaSein). Was ich also hier beschreibe, ist weniger eine Spinnerei oder ein Traum, wie Sie schreiben, sondern eine Ahnung. Bisher sind Wir Geschöpfe die gegängelt werden, durch die Bedingungen der Natur (Struktur (= Materie + Kräfte) und Geschichte (= RaumZeit)), manche bebildern das mit Puppen, aber Wir hängen nicht an Schnüren, auch wenn die DNS zu diesem Bild verführt, Wir sind mehr, viel mehr!, Wir sind nicht abhängige von der Natur, wie Puppenspieler und Puppen, wir sind Natur; Wir sind also Eins mit Das, was Uns bestimmt. Es ist dabei weniger ein Verhältnis, eine Beziehung, also eine Fremd-, als vielmehr eine Selbst-Bestimmung, allerdings noch keine, in der das Einzelne Selbst ein gewichtigeres Wort mitzureden hat.

    Die letzten Sätze in meinem vorherigen Kommentar waren eine leichte Ironie. Denn, Mensch ist viel weniger hervorragend oder besonders, im Vergleich zu den Mit-Lebewesen in diesem Kleinst-PlanetenSystem, wie Jedes gerne möchte, alle Naturwissenschaften können inzwischen Beweise dafür anführen, dass keine der menschlichen Fähigkeiten einzigartig ist. Das fängt bei den Grundlagen des Aufbaus an und geht bis zu den Gefühlen, aller Wahrnehmung, zum Bewusstsein, zur Phantasie, zur Ästhetik, zu Träumen, was immer Sie wollen und ins-ich finden, finden Sie auch in den Mit-Lebewesen. Das anzuerkennen, braucht viel Souveränität und Freiheit und verlangt auch einen anderen Umgang mit der Lebendigkeit, den die Meisten noch nicht bereit sind zu tun. Ich selbst stehe da am Anfang und versuche zaghaft den ersten Schritt, aber es ist, wie gesagt, ein längerer Prozess. Noch bin ich auch noch Meistens. Den kleinen Vorteil, den Wir Menschen vor dem Mit-Lebewesen eingeräumt bekommen habe ist dieses WISSEN von den Umständen in denen Wir Alle existieren und damit die Chance der Mit-Gestaltung bei der weiteren Entwicklung, aber Was weiss das schon, vielleicht ist auch dieses Wissen in allen anderen Spezies zu suchen und Wir haben es nur noch nicht gefunden?
    Einen kleinen Fehler möchte ich unbedingt berichtigen, ich schrieb den wissenschaftlichen Namen der überaus wandelbaren und erfolgreichen Spezies der Schleimpilze mit einem falschen Buchstaben, statt Myxomyzeten, schrieb ich Myko…, hiermit korrigiert, damit sie mich nicht fressen.

    Einen kleinen Stein in die Menschlichkeit zu werfen, um sie ein wenig zum Kringeln zu bringen, ist immer eine kleine Freude, wenn es auch noch wenig nachhaltig ist und bald wieder in Menschlichkeit ausläuft, also weiter im Text … Gute Nacht.

  256. ;-)
    .
    E.R.Langen, das Modell...

    ;-)
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    E.R.Langen, das Modell „Worte des Lesers“ hat etwas. Hier agieren doch etliche profilierte Kommentatoren – oder Kommentatoren mit profilierten Steckenpferden. HM555 hat das vorgemacht – formal tüchtig (Feudalist muss man deswegen vielleicht nicht werden). Es schlummert „hier unten“ ein ungehobener Schatz.

  257. So überraschend es klingen...
    So überraschend es klingen mag, werter Don, Lichtenberg schrieb einmal: „Schlanke Frauen werden im Bett bevorzugt – wegen der größeren Beweglichkeit und es leichteren Anschlusses.“ Sudelei, gewiß, aber authentisch.

  258. @HansMeier555 - "...es ist...
    @HansMeier555 – „…es ist nicht so, dass unser heutiger Wohlstand nicht auch teilweise auf Ausnutzung der Billigarbeit beruht, die in Asien und anderswo unter durchaus leibeigenschaftsähnlichen Bedingungen geleistet wird…“
    Nicht, dass ich es nicht schon vorher gewusst hätte. Aber das ist – mit freundlichem Verlaub – das dümmlichste Selbstbezichtuigungsargument von allen möglichen. Dagegen sind echte Marxisten aufrichtige Intellektuelle. Nur zur Information von HansMeier555: Auch Deutschland war Billigarbeitsland, auch hier wurde die Billigarbeit unter leibeiegenschaftsähnlichen Bedingungen geleistet. Das war das notwendige und unumgängliche Sprungbrett für unseren heutigen Wohlstand, wohlgemerkt sogar nach zwei furchtbar verlorenen Kriegen. Gleiches gilt für Japan, für Südkorea, für Singapur, heute für China.
    Ginge es nach den HansMeiers dieser Erde, wären diese Staaten immer noch idyllische, landwirtschaftliche und rückständige Niemandsländer. In denen 95% der Menschen von Subsistenzwirtschaft leben, sich maximal einmal im Jahr einen neuen Satz Überkleidung leisten können. Stadt, Kultur und Bildung nur vom Hörensagen kennen. Und mit spätestens 50 krumm gearbeitet und ohne Zähne das Zeitliche segnen. Ich bekenne ganz offen, dass ich diese auf der Basis gedankenloser Unwissenheit geäusserten moralinsauren Selbstanklagen inzwischen unerträglich finde. Sie kommen üblicherweise von Leuten, die sich für „gebildet“ halten. Und sind eine moralische wie intellektuelle Bankrotterklärung!
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  259. Es gibt ja auch...
    Es gibt ja auch Kugelstoßerinnen.

  260. Aus meiner Warte steht...
    Aus meiner Warte steht wesentlich die Frage nach der „gerechten“ materiellen Grundausstattung jedes Neugeborenen in Ihrer Gesellschaftsordnung aus.
    .
    Das Ziel meines Modells: Materielle Chancengleichheit in der Startkohorte. Mit Erlangen der Volljährigkeit dann volle Vertrags- und Wahlfreiheit (einschliesslich Prostitution und Suizid).
    .
    Wenn wir dauerhaft in Frieden leben wollen, brauchen wir m.E. „gerechte“ Umverteilung. Wo sonst wäre dieser Schnitt „gerechter“ gesetzt als beim Übergang vom Leben zum Tode des Individuums?

  261. Als Lichtenberg lebte, war...
    Als Lichtenberg lebte, war eine „schlanke Frau“ in etwa das, was man heute als „leicht übergewichtig“ bezeichnen würde. Das, was bei uns heute schlank ist, galt damals als dürr und verhungert und wäre so in dieser kleinen Eiszeit auch kaum überlebensfähig gewesen.

  262. Ach, Savall (betrifft vorigen...
    Ach, Savall (betrifft vorigen Beitrag, daher etwas OT), Apoll und Nais besuchten mich tatsaechlich, aber schon die Art wie die Zwei durch die Tuer traten sagte mir: Zwischen denen laeuft was. Aus der Traum von einer fiebrigen Menage a Trois [1]. Kichernd, vertrauliche Blicke tauschend, legten sie Blumen und Kraenze an meinem Leidenslager (fuer Gebildete: Matratzengruft) ab und hatten es danach sehr eilig.
    .
    Ab 5:30 Dauerwerbesendung gesehen und fuer 102,05 Euro Katzenfutter bestellt, sowie ein ein Nachthemd von Gööööckler fuer Madame. Eine von den zwei Bestellungen war wohl ueberfluessig. Nur welche?
    .
    [1] Schreibe jetzt an einem Roman. Arbeitstitel: „Die Partouze von Parma“.
    .
    Allen einen musikalischen Nachtgruss. Hinten rechts (nicht im Bild) zieht Meier reitend und fechtend in die Schlacht. Noblesse oblige!
    http://www.youtube.com/watch?v=DPqnoMVIt7A

  263. Don Alphonso: "Wie meine...
    Don Alphonso: „Wie meine Grossmutter so schön sagte: Fleisch ist für Männer, Knochen sind für die Hunde.“
    *
    Es gibt eine hochwissenschaftliche, psychoanalytische Untersuchung über das Unterbewusstsein, wobei herausgefunden werden sollte, was Männer neandertaltechnisch wirklich denken, wenn sie eine Frau sexuell attraktiv finden. Es kam heraus, dass sie die Frau als ein „sehr wertvolles Material“ empfanden, welches „unbedingt bearbeitet werden müsse“. Sich selbst empfanden die Männer dabei als „geeignetes Werkzeug“. +++ Angesichts dieser epochalen Erkenntnis überlasse ich es dem geneigten Leser, herauszufinden, was die Frauen über den sexuell attraktiven Mann „wirklich“ dachten.

  264. Schlank und rank, das kann...
    Schlank und rank, das kann doch nicht alles sein auf dieser Welt – ein weiterer Grund, der für HM555 spricht. Bei einem Glase Rhone-Rotwein macht die nächtliche Lektüre mal wieder großen Spaß!

  265. Lieber Hans von Meier 555, ich...
    Lieber Hans von Meier 555, ich lese Sie spät – und überscrolle erst mal ca. 1,5 Laufmeter an Kommentaren, um Ihnen schleunigst für die klaren Worte zu danken und Sie zu versichern:
    Eine kleine radikale, zu Allem entschlossene Minderheit von Kommunisten steht wie ein Mann hinter Ihnen!
    Ja! Wir wollen den rollback, wenn schon, dann nicht protestantisch-bürgerlich-lau, sondern in seiner alleinseligmachenden, schmerzvollen Gänze! In welchen Schlössern, bitte, sollte andernfalls das Gespenst des Kommunismus fürderhin um gehen?!
    Der Adel der Tüchtigen (- zwinker – Sie wissen sicher, in welcherart Schriften diese Formel so in den frühen Fuffzjern Eingang fand) kann absolut nur überwunden werden, wenn er sich wahrhaft absolutistisch etabliert.
    @don alphonso, Sie sehen Ihrer klassenmäßjen(!) Auslöschung entgegen, um so erfreulicher ist dieser Gastbeitrag. Vielen Dank, und nehmen Sie’s weiterhin locker.
    Zum Jahrestag wurde Ihnen sicher schon ausreichend gratuliert.

  266. Lieber Thorha,
    Sie tadeln mich...

    Lieber Thorha,
    Sie tadeln mich nicht für das, was ich geschrieben, sondern für das, was ich nach Ihrer Mutmassung mir dabei gedacht oder nicht bedacht habe. So was ist nicht fair und kann auch nicht sinnvoll beantwortet werden.

  267. Was haben der Feudalismus...
    Was haben der Feudalismus historischer Prägung und die WestLB gemeinsam? Beide sind ihres Geschäftsmodelles verlustig gegangen.
    .
    Im Falle des Feudalismus: Das Gottesgnadentum als nicht verhandelbare Herrschaftsgrundlage wurde von den 99% irgendwann in Frage gestellt; auf die Fragen wurden vom 1 % keine zufriendenstellenden Antworten gegeben.
    .
    Soll das HM555-Projekt Aussicht auf Erfolg haben, muß eine neue Führungsriege gefunden und ein neues Geschäftsmodell entwickelt werden.
    .
    Die Fürstenherrlichkeit ist vorbei, der Adel hat abgewirtschaftet. Re-Katholisierung wurde in dieser Runde diskutiert und wg. Aussichtslosigkeit wieder verworfen.
    .
    Warum nicht die neuen benevolenten Lehnsherren qua Casting auswählen? Und das Gottesgnadentum ersetzen durch Dauerberieselung mit scripted-reality-Formaten? „Lehnsherr sucht Frau“, allabendlich zur prime time? Konstenlose Verteilung der „Landlust“ an alle? Da muß doch was zu machen sein …
    .
    Yast2000, würden Sie die konzeptionelle Gestaltung übernehmen?

  268. Die Demokratie ist tot und...
    Die Demokratie ist tot und auch der Technokratie geht es nicht mehr so gut.

  269. "Die Eliten in Athen scheinen...
    „Die Eliten in Athen scheinen nicht gewillt zu sein, die eigenen Pfründen abzuschaffen sowie Korruption und Steuerhinterziehung zu bekämpfen.“
    (Zitat)

  270. Jede Kritik an Hans Meiers...
    Jede Kritik an Hans Meiers Manifest, die ihm historische oder ökonomische Fehler nachweisen möchte, bleibt letztlich stumpf, da sein Plädoyer fürs ancien régime im Kern ästhetisch argumentiert. Nur darin hat er Recht.
    Das allerdings sehr!
    Und nur so kann er (zähneknirschend) dem verachteten Bürgertum die Gattung Roman als kulturelle Leistung konzedieren.
    Die Reihe von Kulturkritikern, in die sich Hans Meier mit seinem Manifest stellt, prunkt mit prominenten Namen. Unter anderen Gottfried Benn, der 1946 meinte: „Die Welt als ästhetisches Phänomen ist das einzige, was wir noch begreifen können. Alles andere ist Schlummerpunsch.“

  271. @Don Alphonso 18:12: Also ich...
    @Don Alphonso 18:12: Also ich persönlich halte gerade die Mode und Kunstszene in Berlin für das Anregenste und Beste dieser Stadt.
    In diesem Zusammenhang eine Frage an HansMeier555: Welche Mode trägt denn der Feudalherr? Vielleicht könnte mich das Argument überzeugen, ich selbst laufe schon oft sehr ungewöhnlich rum.
    @E.R. Binvonhier 18:35: Also die Nachtwäsche, die auch das „fechten“ erlaubt, die hätte ich ja gerne mal gesehen öder näher beschrieben! Trägt der Graf zum „Reiten“ und „Fechten“ dann Stiefel auch im Bette???
    @HansMeier555 19:20: je suis d’accord. Obwohl am Anfang der 90ziger konnte man die gesamte Finanzhaifischleinbranche der AWD’ler doch gut am roten Sakko erkennen. Klar doch, dass solche Leute 20 Jahre später die Finanzkrise auslösen mussten.
    @Don Alphonso 21:12 : „Fleisch ist für Männer, Knochen sind für die Hunde“ Köstlich, alleine dieser Ausspruch war es wert in diesem herrlichen Rauchsalon zu schwadronieren. Seid bedankt dafür!
    @Oliver-August Lützenich: Eine Freude Sie zu lesen. Im groben beschreiben sie einen meiner alten inneren Kämpfe: Muss der Verstand die Emotionalität nicht im Griff halten können, sie zügeln und als höchstes Gut über niedere Gelüste obsiegen? Warum können Triebe nicht rein rational abgeschaltet werden, wenn sie jeglicher Logik widersprechen? Ich bemühe mich, scheiter aber gar zu oft an diesen Ansprüchen. Was mich schon verzweifeln lässt. Heißt das dann aber im Umkehrschluss, das wenn wir schon Raubtiere sind uns diesem Trieb hingeben und unseren Verstand nur dazu nutzen sollten, damit die Jagd maximal erfolgreich ist? Ist das der einzige evolutionäre Grund für unser Bewusstsein? Ist gar das ganze Leben nur eine spielerische Jagd und wir alle einzig auf der Suche nach würdigen Mitspielern und Beute?
    Ihre Stringtheorie ist nett, hat doch der Bremer Hirnforscher Roth mal behauptet, dass es gar keinen freien Willen gibt. Nun denn, wenn wir nur Puppen sind auf der Bühne unserer Gene, dann lasst uns tanzen.
    Sind andere Lebensformen wirklich kreativ? Da dachte ich bisher, wir sind in der Tat einzigartig, was Kunst, etc anbelangt.
    @ThorHa 23:36: Sie meinen also: „per aspera ad astra“ ist ein Naturgesetz, da führt kein Weg dran vorbei?
    @Stefan von Zollern-Alp: Sudelbücher von Lichtenberg! Klasse kannte ich noch nicht, habe eben online kurz reingelesen, eine prächtige Lektüre! Kann ich nur empfehlen.
    @yast2000 00:57: Nun? Was denken sie denn? Wertvolles Material, das kann ich in der nächsten Generation gut formen? Klären Sie auf werter yast, klären Sie auf!

  272. Eine geschichtliche...
    Eine geschichtliche Fussnote:
    Aus der „NZZ am Sonntag“ 6 Sept 2009:
    „Geschlagen, aber nicht vertrieben“
    Vor 2000 Jahren metzelten die Germanen die römischen Legionen unter Varus nieder. Als welthistorische Wende sehen Historiker die Varus-Schlacht heute jedoch nicht mehr.
    Römischer Einfluss in Grenzen. Auch wenn die Römer in der Folge nie mehr versuchen sollten, in germanischen Gebiet militärisch Fuss zu fassen, kulturell übten sie weiterhin Einfluss aus. Der Glanze Roms, sein Reichtum, seine Annehmlichkeiten, die verfeinerte Küche und die fortschrittlichen Kulturtechnniken, das alles fazinierte die Germanen. Sie traten in die römische Armee ein, erhielten Sold und lernten den „roman way of life“ kennen.
    Allerdings hielt sich die Romanisierung in engen Grenzen, wie Wengels präzisiert:
    „Die Germanen haben nie Theater gebaut oder Badeanlagen installiert….
    und auch die lateinische Sprache und Schrift wurden nicht übernommen“.

  273. yast2000, war klar, daß Sie...
    yast2000, war klar, daß Sie es den lesern überlassen, ‚… herauszufinden, was die Frauen über den sexuell attraktiven Mann „wirklich“ dachten.‘ außer bei simone de beauvois gibt es nämlich keine beschreibungen oder introspektionen zur weiblichen sexualität, die über auflistungen offener fragen, provokationen oder realitätsferne erotische darstellungen hinausgehen. das ist ein ähnliches thema wie medizin, psychoanalyse oder programmiersprachen – keiner will details ausplaudern. vielleicht, weil’s zu trivial ist?

    Vroni, ‚1. Was haben der Kommunismus, das Meier’sche Feudaltum und das bedingungslose Grundeinkommen gemeinsam? 2. Und was haben sie alle drei vergessen?‘ – ja, was?

  274. BeauvoiRRRRR... bitte....
    BeauvoiRRRRR… bitte.

  275. Ganz am Rande ist es doch...
    Ganz am Rande ist es doch bemerkenswert, dass niemand hier eine Lanze für die abstrakte Kunst oder Geräuschmusik zu brechen versucht.

  276. @HansMeier555

    "Luhmann,...
    @HansMeier555
    „Luhmann, Parsons, Habermas!
    Wenn Sie mir auf meinem Speicher die Kiste zeigen könnten, wo die jetzt vergilben.“
    Äh, sorry, aber Bücher sind zum Lesen da….nicht zum Kisten füllen.
    Hat man ihnen das nicht beigebracht, in der Schule?
    @Don
    „Mir hat der Beitrag ausnehmend gut gefallen, deshalb habe ich ihn auch gebracht.“
    Eindrucksvolle Argumentation. Bin begeistert.
    „hat..ausnehmend gut gefallen“…das muss ich mir merken, das ist wirklich überzeugend, bringe ich demnächst im Seminar, im Unterricht, beim Chef….also in der modernen Welt da draußen….die werden Beifall klatschen..ganz bestimmt.
    Da muss ich aber dann doch noch mal nachfragen, geehrter Don:
    Lernt man so etwas in Salem und all diese anderen Internaten? Also lernt man da…äh…nix? Kein Wunder dass viele hier vom eigenen Bauernhof träumen.
    Vielleicht sollte man seine Kinder auf bessere Schulen schicken, dann kommen die auch mit der Moderne besser klar.

  277. ausser witterung besitze ich...
    ausser witterung besitze ich nichts. wie ein hund. drum packe ich diesen abschnitt hier mal in eine metapher:
    das hier mit all seinen 20, 30, 40 kommentatoren zu lesen wittert sich an wie eine seifenblase. eine die sich, spaetestens seit diesem artikel von dem gelben oder roten blasinstrument geloest hat….und nun dahinschwebt. abgekapselt. homogen.
    das ist nix schlimmes. das gleiche passiert seit vielen jahren auch auf einem…..sagen wir einmal, auf einem konzert. einem konzert einer alten rockerband. man lebt zusammen, feiert zusammen, singt zusammen, haelt zusammen die feuerzeuge in die nacht und stirbt zusammen aus….ohne jemals wieder von der aussenwelt gestoert
    zu werden.
    der zustand: das sind halt die, die…..

  278. "Vroni, '1. Was haben der...
    „Vroni, ‚1. Was haben der Kommunismus, das Meier’sche Feudaltum und das bedingungslose Grundeinkommen gemeinsam? 2. Und was haben sie alle drei vergessen?‘ – ja, was?“
    .
    Lieber Don Carlos,
    ja was. Möglichst wenig arbeiten für möglichst viel Geld. Ein faules Leben.
    Das haben die drei gemeinsam (neben den Dingen, die bereits aufgezählt wurden).

  279. @muscat
    Boudoir...

    @muscat
    Boudoir

  280. Gugel mich aus Eitelkeit und...
    Gugel mich aus Eitelkeit und siehe da, der Verfassungsschutz ist schon alarmiert.
    http://www.konicz.info/?p=2019

  281. Der Vasall: "Lehnsherr sucht...
    Der Vasall: „Lehnsherr sucht Frau“, allabendlich zur prime time? Konstenlose Verteilung der „Landlust“ an alle? Da muß doch was zu machen sein … Yast2000, würden Sie die konzeptionelle Gestaltung übernehmen?
    *
    Klar würde ich das machen! Als Hardcore-Intellektueller von echtem Schrot und Korn müsste ich allerdings einige Bedingungen stellen:
    1. Zu Anfang würde ich erst einmal alle Fernsehverantwortlichen feuern, denn sie sind für schleichenden, geistigen Niedergang dieses Landes mit verantwortlich. (Der Gottschalk-Effekt, die Roland-Koch-Diktatur etc.) Ein talentiertes Fünftel davon würde ich anschließend wieder einstellen. Parteien und Kirchen hätten im Fernsehen anschließend grundsätzlich gar nichts mehr zu sagen, Drogen dürften nur noch vom Betriebsarzt verschrieben werden.
    2. Die Protagonisten der Show „Lehnsherr sucht Frau“ müssten aus dramaturgischen Gründen emanzipatorisch sein, da sie eine Geschichte vorantreiben sollen. Dies setzt aber voraus, dass sie sich selbst niemals dem grenzdebilen deutschen Fernsehprogramm ausgesetzt haben, und da wird es schwierig: Wer handelt, hat bekanntermaßen keine Geschichte. Wer nicht handelt, dürfte aber kein Fernsehen schauen und müsste anschließend vor der Kamera originär agieren. So etwas findet man eigentlich nur im Kloster; die haben aber kein Fernsehen, so dass man dem Zuschauer eigentlich empfehlen müsste, gleich selbst ins Kloster zu gehen und dort zuzuschauen.
    3. In der konzeptionellen Bearbeitung der Sendung sollte aufgearbeitet werden, ob die Zuschauer überhaupt eine Sendung über den Feudalismus sehen wollen: Der Witz an der Geschichte ist ja, dass es im Feudalismus noch gar keine Menscheitsgeißel namens Fernsehen gab und es also sein könnte, lieber Johann Meier, dass die Menschen sich gar nicht nach dem Feudalismus sehnen, sondern nach einer Gesellschaft, in der Fernsehen nicht den Straftatbestand der versuchten Nötigung oder der vollendeten, geistigen Vergewaltigung des Zuschauers bedeutet.

  282. Bücher lesen, hm. Zählen...
    Bücher lesen, hm. Zählen auch Walt Disney’s lustige Taschenbücher, oder muss es immer gleich Suhrkamp sein?

  283. Lieber Don Alphonso, lieber...
    Lieber Don Alphonso, lieber HansMeier555,
    gratuliere zu dem unterhaltsamen Artikel. Wenn dieser auch die m.E. zentrale Aussagen Ihrer Thesen nicht stark genug herausstellt: „Zuwendung, Distinktion, Gnade!“ sowie „Jeder asiatische Despot kann sich nach Belieben „Demokratie-und-Menschenrechte“ in die Verfassung schreiben. Aber hat er auch jemanden, der ihm eine Oper wie „Le Nozze di Figaro“ komponiert?“
    .
    Letztendlich ist doch jede Gesellschaft der Versuch, irgendwie alle zufriedenzustellen. Heute hat eben „jeder etwas zu sagen“ und es besteht für „jeden“ die Möglichkeit reich zu werden – der umgekehrte Ansatz von „Standesgemäßheit“. Hier wäre die Diskussion interessant, warum sich bestimmte Bevölkerungsschichten nicht besser mit ihrer Rolle identifizieren können, wie beschriebene „Gentlemen“.
    .
    Leider quillt dieser Blog seit etwa einem Jahr vor Kommentaren über, sodaß eine Teilname am Diskurs kaum noch möglich ist. Trotzdem: nach wie vor sehr unterhaltsam!
    .
    Grüße, mawu

  284. Ach, lieber...
    Ach, lieber HansMeier555,
    .
    weil ich es gerade von unten her lese: mögen Sie vielleicht keine Abstrakte Kunst und ebensolche Musik? Ich habe diesen Blog ja teilweise mit meinen Jazz-Tips bereichert.
    .
    Grüße, mawu

  285. @mawu
    "abstrakte Musik"?!
    Jazz...

    @mawu
    „abstrakte Musik“?!
    Jazz finde ich manchmal ganz schön konkret.

  286. @miner

    Hat mir ausgesprochen...
    @miner
    Hat mir ausgesprochen gut gefallen.
    @HansMeier555
    Hat mir so ganz und gar nicht gefallen.

  287. Achja, der...
    Achja, der Verfassungsputzdienst.
    Gottseidank bin ich ja Feudelgegner.

  288. mawu: "Leider quillt dieser...
    mawu: „Leider quillt dieser Blog seit etwa einem Jahr vor Kommentaren über, sodaß eine Teilname am Diskurs kaum noch möglich ist.“
    .
    Ja, das finde ich auch übel, dass der misera plebs dauernd am rummachen ist. Statt die Elite reden zu lassen.

  289. Historisch gesehen, streben...
    Historisch gesehen, streben wir einer Gesellschaftshybris entgegen, die qua justizwillkürlichem Dikatat des Satzes 1 des Art. 14 GG und der faktischen Beseitigung des Satzes 2 zur Machtergreifung der gleichen ständisch-korporativen Besitzstandsfeudalschicht geführt hat, wie diese in der Zeit zwischen 1925 und 1933, wenn auch aufgrund anderer Verarmungs- und Verelndungsprozesse in der Mehrheitsbevölkerung, abgelaufen ist.
    Nach Überschreiten der Klimax werden wir, wie historisch immer wieder abgebildet, zu einer spontanen, unkontrollierten und höchst tödlichen Gewaltentladung und einer wirtschaftlich unabdingbaren Neu-Nivellierung von Vermögen kommen, auch wenn dafür wieder die Köpfe der Wohlhabendsten in den einzelnen Regionen von den Rümpfen getrennt werden. In unserer Zeit wohl durch Laserguillautinen, blutarm, hygienisch und höchst effizient.
    Der grundlegende Irrtum, der zu solch neuen Machtschwachsinnigkeitszuständen führt, ist, dass Humankapital eben kein stabiles und stetiges Substrat ist, wie ein Sack voller Dukaten, sondern eine gewaltige Ansammlung von Leben unter Leben, wovon ein jedes leben will – um jeden Preis.
    Diese Gleichung, die schon 1789 zu der von Friedrich II schon 1738 befürchteten Konsequenz des Machtmissbrauchs der Mächtigen geführt hat, werden wir über kurz oder lang wieder lernen.

  290. Historisch gesehen, streben...
    Historisch gesehen, streben wir einer Gesellschaftshybris entgegen, die qua justizwillkürlichem Dikatat des Satzes 1 des Art. 14 GG und der faktischen Beseitigung des Satzes 2 zur Machtergreifung der gleichen ständisch-korporativen Besitzstandsfeudalschicht geführt hat, wie diese in der Zeit zwischen 1925 und 1933, wenn auch aufgrund anderer Verarmungs- und Verelndungsprozesse in der Mehrheitsbevölkerung, abgelaufen ist.
    Nach Überschreiten der Klimax werden wir, wie historisch immer wieder abgebildet, zu einer spontanen, unkontrollierten und höchst tödlichen Gewaltentladung und einer wirtschaftlich unabdingbaren Neu-Nivellierung von Vermögen kommen, auch wenn dafür wieder die Köpfe der Wohlhabendsten in den einzelnen Regionen von den Rümpfen getrennt werden. In unserer Zeit wohl durch Laserguillautinen, blutarm, hygienisch und höchst effizient.
    Der grundlegende Irrtum, der zu solch neuen Machtschwachsinnigkeitszuständen führt, ist, dass Humankapital eben kein stabiles und stetiges Substrat ist, wie ein Sack voller Dukaten, sondern eine gewaltige Ansammlung von Leben unter Leben, wovon ein jedes leben will – um jeden Preis.
    Diese Gleichung, die schon 1789 zu der von Friedrich II schon 1738 befürchteten Konsequenz des Machtmissbrauchs der Mächtigen geführt hat, werden wir über kurz oder lang wieder lernen.

  291. @Köstlich 00:12: uah nein,...
    @Köstlich 00:12: uah nein, soviel Gleichheit halte ich für unbekömmlich. Es ist Quälerei, allen Nudeln zu verabreichen, wenn der eine ein Bedürfnis nach Karotten und der andere ein Bedürfnis nach Salat hat.
    @DA 00:19: nicht nur zu Lichtenbergs Zeiten. Wie ein alter Modezeichner, den ich als Dozenten erlebte, erzählte, sei die durchschnittliche Konfektionsgröße in den 1920ern 44 gewesen, um dann bis 1990 auf 38/40 herunterzugehen. Vor vielleicht 3 Jahren fand ich in der Kleinstadt in einer Boutique als Normalgrößen 34 und 36. Daß das keine Art ist, um Eiszeiten und Sonnenstürme zu überstehen, ist wohl einsichtig. Gleichzeitig bildet es die Schrumpfung von „Normalität“ überhaupt ab.

    Kleider in Berlin…
    Grundsätzlich finde ich es eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen Stadt und Land, wenn in der Stadt die Kleider zugeschnitten werden und auf dem Land das Obst verarbeitet. Berlin hatte zeitenweise viel Schneiderei und Konfektionsindustrie, die aber nach WK2 nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Seit 20 Jahren versuchen Einzelne, mit der Herstellung von seltsam-individuellen Kleidern zu überleben; aber es entsteht daraus keine wie immer geartete Gruppierung. Aspera gibt es dabei reichlich, aber keine sichtbaren Astra (die Astra wären die Fähigkeit, zu einer ästhetischen Gruppenbildung zu führen). (Note to self: dies der Grund meiner „Faulheit“ im Textilbereich – wenn ich nur Totalverausgabung bis zum Exitus vor mir sehe aber keine potentielle Nutzwirkung, weiß ich, daß ich besser anderswo eine Überlebensnische suche).

    Gerade auf diese Reflektionen eines Mittelklassemenschen gestoßen: http://karl-heinz-heubaum.homepage.t-online.de/64nier1.htm das Verständnis, was läuft, wächst allmählich, aber die richtigen Handlungsstränge, wie man die Menschheit bzw. die Welt auf einen einigermaßen sicheren Stand bringt, sind noch nicht raus.

  292. lieber HM555,
    die RKK ist...

    lieber HM555,
    die RKK ist durchaus abstraktionsfreundlich. Für die Malerei der Monsignore Mauer mit der Galerie St.Stephan, Jesuiten und kath. Hochschulgemeinde stellen gerne aus und vergeben Preise, und für die Musik, na, da fallen mir Arvo Pärt und Penderecki ein …

  293. Don Carlos: "... yast2000, war...
    Don Carlos: „… yast2000, war klar, dass Sie es den Lesern überlassen, ‚… herauszufinden, was die Frauen über den sexuell attraktiven Mann „wirklich“ dachten.‘ – … keiner will Details ausplaudern. vielleicht, weil’s zu trivial ist?“
    *
    Herr Schwarz: „Nun? Was denken sie denn? Wertvolles Material, das kann ich in der nächsten Generation gut formen? Klären Sie auf werter yast, klären Sie auf!“
    *
    Laut dieser Untersuchung denken Frauen in ihrem Unterbewusstsein, also auch neandertaltechnisch auf der allerletzten Hirnhautrinde, völlig anders (!) als Männer; daran muss man sich erst mal ganz vorsichtig gewöhnen. Sie denken, der sexuell attraktive Mann wäre eine Art „wildes Tier“, eine Art „Teufel, der gleich in sie fahren werde.“ Da sie sich selbst aber für absolut „gute Menschen“ halten, (was übrigens eine aus darwinistischer Sicht sehr interessante Überlebensstrategie ist), „glauben“ sie, dass sie das „aushalten“ werden und auch „müssen“. Sie denken, dass „diese Aufgabe(!) sie ausfüllen(!)“ werde. Gleichzeitig „glauben“ sie aber auch, dass dieses wilde, unglückliche Tier, dass sich da gerade über sie hermacht, „nicht mehr zu retten“ ist. Dass man es nur „erlösen“ kann, wenn man ihm ein Klon „schenkt“, den man dann so erziehen könnte, dass nicht ein derart unglückliches, von seinem „Weltschmerz und seinen Trieben gesteuertes Wesen“ herauskommt.
    *
    P.S. Also jetzt mal so von Mann zu Mann: Empörend, oder?

  294. Ha! Don Alphonso, dieser Blog...
    Ha! Don Alphonso, dieser Blog ist einfach Wahnsinn! Ich warte nur noch, bis HansMeier555 auf der Titelseite der Bild-Zeitung zu sehen ist und der Verfassungsschutz sein Haus stürmt. Very amusing!
    .
    Apropos – wir müssen unbedingt wieder Rodeln! Die Strecke war letzte Woche äußerst unangenehm, aber nun sollte es ja mal ausreichend geschneit haben.
    .
    Grüße aus München, mawu

  295. @yast "dass die Menschen sich...
    @yast „dass die Menschen sich gar nicht nach dem Feudalismus sehnen, sondern nach einer Gesellschaft, in der Fernsehen nicht den Straftatbestand der versuchten Nötigung oder der vollendeten, geistigen Vergewaltigung des Zuschauers bedeutet.“ Also, das wär doch zumindest mal ein erträgliches Provisorium bis was besseres gefunden ist.
    @mawu: „Hier wäre die Diskussion interessant, warum sich bestimmte Bevölkerungsschichten nicht besser mit ihrer Rolle identifizieren können, wie beschriebene „Gentlemen“.“ Wg. zunehmender Flüchtlings- und Obdachlosenmentalität selbiger Bevölkerungsschichten. Identifizieren mit seinem Stand tut man, wenn man sich darin „einrichten“ kann, aber allerart „einrichten“ hat heutzutage eine immer kürzere Halbwertszeit. Die Perspektive ist „für was reichts noch“, und nicht „es kommt was dazu, das man einbauen könnte“. Na gut, DA ist so liebenswürdig, uns mit seinen erauktionierten Bildern immer mal wieder letzteres als Trost vor Augen zu halten, und nur ab und an eine Fluchtstampede hinzulegen (man erinnere sich an den AKW-Beitrag), aber sonst ist das Stirnrunzeln darüber, ob der Bremsweg reicht, doch immer gewärtig.

  296. Ich habe diese Woche och...
    Ich habe diese Woche och Umbau im Haus, aber nächste Woche sollte es klappen.

  297. @Goodnight: gehaben Sie sich...
    @Goodnight: gehaben Sie sich wohl in ihrer 60er-Jahre-OpArt-Tapete. Ich hab das schon hinter mir.

  298. sorry, muscat, fingertrouble....
    sorry, muscat, fingertrouble. typisch männliches problem ;P

  299. Lieber HansMeier555, zum Thema...
    Lieber HansMeier555, zum Thema Jazz und Abstraktion: natürlich haben Sie recht, Jazz kann auch ziemlich konkret sein. Jedenfalls die Improvisation wäre dann mehr oder weniger Abstrakt. Meine Empfehlung von heute: Macin Wasilewski Trio „Faithful“ auf ECM Records.
    .
    Vroni: auf einige ungehobelte Kommentatoren könnte man in der Tat verzichten.
    .
    Don Alphonso, wir kontaktieren uns einfach kommende Woche!

  300. @Goodnight
    .
    Tut mir...

    @Goodnight
    .
    Tut mir aufrichtig leid, Sie geärgert zu habnen.
    Aber der Moderne wurde und wird anderswo ausgiebig das Lob gesungen, da werden Sie mit einer Gegenstimme wohl leben können.
    Montesquieu und Popper tollfinden kann jeder.

  301. yast2000, naja, empörend......
    yast2000, naja, empörend… kann es nicht einfach nur sein, daß frauen schlicht säx haben wollen? ohne weiter darüber nachzudenken? was der grund für die fehlenden introspektionen sein könnte… war klar, daß es etwas triviales ist.

  302. Lieber Hans Meier, wenn Sie...
    Lieber Hans Meier, wenn Sie dauernd die Demokratie für tot erklären, laufen Sie eben Gefahr, für einen Verfassungsfeind gehalten zu werden. Wenn ein Staatssystem Mängel aufweist – und das liegt ja in der Natur der Sache – dann ist es noch lange nicht tot. Und deshalb ist diese von Ihnen vielbeschworene Prämisse einfach nicht wahr. Vielleicht ist die Demokratie in der Krise, aber für die Wiederbelebung des Feudalismus fehlt einfach die Geschäftsgrundlage, wie „der Vasall , 4:22 Uhr“, notwendigerweise noch einmal sehr richtig anmerkte. Also, Hitler konnte sich ja auch nicht auf das „Gottesgnadentum“ berufen, er hat dann die „Vorsehung“ bemüht, was immer man sich darunter vorzustellen hat. Und er hat das Argument der „Überlegenheit der arischen Rasse“ als Kriterium für sein politisches Handeln und die Herausbildung einer Elite (SS) benutzt. – Ihr Feudalismus, lieber Hans Meier, hat nichts dergleichen. Deshalb lohnt es sich auch nicht wirklich, gegen den Verfechter solcher Ideen den Verfassungsschutz zu bemühen. Aber wenigstens beobachten wird er Sie doch schon dürfen?

  303. Ich schlage vor, den Begriff...
    Ich schlage vor, den Begriff des „HansMeierGnadentums“ einzuführen…

  304. @HansMeier555

    Yep, wäre nur...
    @HansMeier555
    Yep, wäre nur ganz wunderbar, wenn Sie mir konkret aufzeigen könnten, was an der Moderne so übel sein sollte. Für die Menschen. Weil den Menschen geht es viel besser als vor 50, 100, 500 oder 2000 Jahren. Den Menschen als Summe, vielleicht nicht einzelnen Gruppierungen, die in der Moderne nicht mehr so triebhaft agieren können wie sie eigentlich wollten und jetzt als kleine selbsternannte elitäre Rebellen-Markt-Gruppierung die Konterrevolution ausrufen um sich das ius primae noctis mit jungen, prallen Dingern zurück zu holen.

  305. Don Carlos: "... kann es nicht...
    Don Carlos: „… kann es nicht einfach nur sein, daß frauen schlicht säx haben wollen? ohne weiter darüber nachzudenken?“
    *
    Wie jetze…! Männer wollen keinen Sex? Könnte der Grund für die „fehlenden Instrospektionen“ nicht schlicht und einfach darin liegen, dass Männer extrospektiv sind? Und dass die „fehlenden Extrospektiven“ die Frauen den Männern genauso folgerichtig vorwerfen, wie Männer Frauen deren „fehlende Instrospektive“? Wozu sollte man Software schreiben, deren Aufgabe schon die Hardware übernimmt?

  306. Ha! Gotcha, HM555!
    Es geht...

    Ha! Gotcha, HM555!
    Es geht also doch um das „droit de seigneur“:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Maur#Das_Meieramt

  307. @Goodnight
    .
    Hab ich doch im...

    @Goodnight
    .
    Hab ich doch im Artikel.

  308. Was Frauen auch immer wollen,...
    Was Frauen auch immer wollen, sie wollen es nicht „schlicht“.

  309. Wenn Frauen irgendwas können,...
    Wenn Frauen irgendwas können, dann wohl Geheimnisse bewahren.

  310. HansMeier555: "Was Frauen auch...
    HansMeier555: „Was Frauen auch immer wollen, sie wollen es nicht „schlicht“.
    *
    Ja, aber auch da muss man konsequent sein und das „Ding“ darwinistisch denken: Es lohnt sich als Frau überlebenstechnisch offenbar, als schlichte Person nicht schlicht zu wirken, um als „guter Mensch“ (Tadaa!) nicht von den Männern ausgenutzt werden. Und Männer sind nun mal moralisch anfechtbar, dies muss man offen zugeben; auch wenn man weiß, dass Frauen nun nicht die moralisch so viel besseren Wesen sein können, sondern dies nur Taktik einsetzen, um sich ungeschoren vermehren zu können.
    *
    Kommen wir zum Feudalismus: Johann Meier, Ihnen geht es gar nicht um eine rückschrittliche Gesellschaftsordnung, die schon wegen ihrer mangelhaften medizinischen Versorgung abzulehnen ist. Ihnen geht es genau wie Don Alphonso um die „Kunst“, für einen Deutschen ein höchst dankbares Thema, welches man nicht begründen muss! Ihre Empörung wie auch die des Dons speist sich aus der Kulturlosigkeit des gegenwärtigen Bürgertums (Zustimmung,), die geringe Beachtung des „Schönen“ (…, kann man als Idealist durchgehen lassen…) und letztlich um einen Mangel an Macht, um diesen Kulturanspruch durchzudrücken (, also das Drama des hochbegabten Kindes, welches seine Hochbegabung nicht beweisen will, da es eh unverstanden bleibt.)
    *
    Was immer vergessen wird in dieser Deutschen Republik, ist, dass die Suche nach Kunst immer auch die Suche nach höheren Idealen ist, und die Suche nach höheren Idealen ist nun, (wie uns der Name überraschenderweise verrät), Idealismus. Damit sind wir dann bei Hegel, der einem Materialisten wie Feuerbach diametral entgegensteht. Und die Suche nach einer neuen Gesellschaftsordnung auf idealistische Weise lehne ich nun mal ab, weil sie außer abnormen Glücks- und Machtansprüchen am Ende nichts hervorbringt, während sich der Materialismus an die „Fakten“ hält und die Wünsche der Menschen mehr schlecht als recht praktiziert, statt sie zu propagieren. Am Ende ist Ihr Text, lieber Johann Meier, eine wirklich gelungene Satire auf das Sehnsuchtsdenken der deutschen Seele: Erzähle einem geistig verwirrten einen guten Irrenhauswitz, und er denkt, es wäre die Realität!

  311. @HansMeier555

    Nein, haben sie...
    @HansMeier555
    Nein, haben sie nicht. Sie haben nur einzelne Informationen aneinandergereiht, und dies ohne jeglichen Bezug zu etwas, was wir in der Moderne „Rationalität“ nennen. Ihre beklagte Umverteilungsdiktatur ist nämlich de facto eine Umverteilung von Jungen (Tüchtigen) zu Alten(Rentner). Da sind nämlich 90% der Sozialkosten. In der Feudalherrschaft gab es nämlich keine „Rente“.
    Egal, was belasten Sie Statistik, Geschichte oder gar Rationalität. Egal. Und natürlich wollen auch Sie sich nicht gegen die Rente aussprechen….die Rente ist natürlich das wohlverdiente Belohnung der ehemals Tüchtigen. Was bleibt dann noch zu beklagen? die einstelligen Prozente an Sozialausgaben für Arbeitslose.
    Gottchen, und deswegen ne Revolution?
    Sonst noch Fragen?
    Ach ja, kann Ihre „Elite“ Jets fliegen, Programmieren, Brücken bauen? Ach ne, keine Mathematiker, Ings. und Naturwissenschaftler. Ja, dann viel Spass im Wettbewerb mit Asien und Amerika.
    Und so weiter, da geht man mit der Moderne durch ihren „Text“ wie ein warmes Messer durch Butter….traurige Sache….unsere Elite…..

  312. "Montesquieu und Popper...
    „Montesquieu und Popper tollfinden kann jeder.“
    Pruuust. Sie können in einer Gruppe von 1.000 Akademikern ja mal fragen, wie viele sie gelesen haben. Oder wenigstens den Namen schon gehört.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  313. @diktionaftis
    .
    Harr, ist das...

    @diktionaftis
    .
    Harr, ist das lustig! Wovon Karl der Kühne nur träumen konnte, das genossen als ihr gutes Recht: Die Maur-Meier in der Schweiz. Und zeugten so den bürgerlichen Rechtsstaat.

  314. @herr Schwarz:
    "Sie meinen...

    @herr Schwarz:
    „Sie meinen also: „per aspera ad astra“ ist ein Naturgesetz, da führt kein Weg dran vorbei?“
    Mit dem real existierenden Menschen ja.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  315. @HansMeier555 - Gegenstimme...
    @HansMeier555 – Gegenstimme gegen die Moderne:
    Warum sich ausgerechnet diejenigen, die sich in Deutschland mitten im Mainstream bewegen, als einsame Rebellen sehen? Der gebildete Deutsche war schon immer gegen die Moderne, die meisten würden für die ideale Gesellschaft nur weiter zurückgehen, als nur zum Feudalismus.
    Gruss,
    Thorsten haupts

  316. Auf die Rolle der Frau, habe...
    Auf die Rolle der Frau, habe ich doch schon implizit im Artikel und explizit nochmal gestern um 21:45 hingewiesen.

  317. DA 12.29h
    Umbau im Haus? Was?...

    DA 12.29h
    Umbau im Haus? Was? Weg mit dem Rokoko?

  318. @Goodnight
    Die Tüchtigen sind...

    @Goodnight
    Die Tüchtigen sind die decider, von denen alles abhängt.
    Für die ausführenden Arbeiten hat man Leute. War schon immer so. Für Geld arbeiten ist doch keine Leistung, das wollen alle.

  319. Ausbeuter sind auch...
    Ausbeuter sind auch Menschen
    .
    @Schwarz: „Wo jedoch ist die Grenze zwischen der Gleichheit, die der Kommunismus propagiert und einem gelebter christlichen Nächstenliebe. Beide erkämpfen oder „erlieben“ das Menschenrecht!“
    .
    Meine Antwort wird Sie vielleicht enttäuschen. Der Kommunismus kämpft nicht für die Menschenrechte, sondern für die Rechte der Ausgebeuteten und Unterdrückten. Er steht für eine neue Gesellschaft, in der so etwas wie „Menschenrechte“ als Begriff vermutlich ausgestorben sein wird. Denn solche Rechte werden nur da eingefordert, wo sie erstens nicht verwirklicht werden können und zweitens, wo sie eben davon ablenken sollen, dass Unterdrücker und Unterdrückte unterschiedliche Rechte in Anspruch nehmen. Auch Unterdrücker und Ausbeuter sind „Menschen“ und haben somit gewisse „Menschenrechte“. Vor allem propagieren sie das Recht der Ausbeutung (sie nennen das das Recht auf Eigentum). Und genau das kann einen Kommunisten nicht interessieren.
    .
    Und damit hätten Sie auch in etwa Ihre Antwort auf die Frage nach der Nähe zur christlichen Nächstenliebe. Die gibt es nämlich nicht!

  320. Goodnight: Ach ja, kann Ihre...
    Goodnight: Ach ja, kann Ihre „Elite“ Jets fliegen, Programmieren, Brücken bauen?
    *
    Ja, kann sie. Ich muss jetzt nach Davos. Bis später….

  321. Sie löffeln die Nutella...
    Sie löffeln die Nutella direkt aus dem Glas und schießen plötzlich auf Lenin….

  322. Ist Fingertrouble die neue...
    Ist Fingertrouble die neue Bezeichnung für missglücktes cinco contra uno?
    Sie Ärmster…

  323. @Goodnight: Ihre...
    @Goodnight: Ihre Mittelklassevorstellungen von Elite haben etwas von einer niedlichen Märklin-Landschaft an sich.
    @yast: Tscha, Idealismus und Materialismus wird es aber nie in absoluter Reinform geben, in realitas irret das Wesen zwischen diesen Polen hin und her. Wobei ich aber meine, daß zunehmend mehr die eigentliche Realitas kratzt.
    @specialmarke: hahaha, sie wollen HM555 bezahlte Liktoren schenken? Ach, das war doch schon bei diesem 80er-Jahre-Volkszählungsbuch-Autor so lachhaft, der sich nie anders als in Texten öffentlich geäußert hat – da braucht man nicht nachzuschauen, daß ein Autor nichts anderes tut als eben… nun ja, schreiben.

  324. ( Nicht umsonst speisten...
    ( Nicht umsonst speisten Fürsten früher öffentlich. Und jeder, sogar der Nichtadlige, durfte dabei zusehen.)
    .
    Gestuetzt auf meine Kammerdienerin, schleppte ich mich zum orientalischen Doenerbrater. Mit jedem Schritt, der mich seiner Bude naeherbrachte, nahm die Anzahl der oeffentlich Essenden zu. Fast jeder hatte eine Pitta mit Scharf in der Hand.
    Das Ziel war erreicht. Nur Aristokraten um mich herum. Ich war das letzte arme Buergerlein. Ich muss es wohl sein, denn ich arbeite an einem tiefsinnigen Buch. Der Titel soll sein…aber das wissen wir inzwischen wohl.

  325. @perfekt 00:12: hm, ich denke,...
    @perfekt 00:12: hm, ich denke, die ist weg vom Fenster und taucht nicht mehr auf. Neues Spiel, neues Risiko. Wer traut sich, es diesmal mit Banken und Konzernen aufzunehmen?

  326. @HansMeier555 - 25. Januar...
    @HansMeier555 – 25. Januar 2012, 12:17 „Bücher lesen … Walt Disney’s lustige Taschenbücher“:
    Unbedingt, die LTB gehören dazu! Womöglich hat Dagoberts nimmermüdes Bestreben, im elitären Club der Milliardäre zu reüssieren, auch Ihre neo-feudale Sicht mit beeinflusst?
    .
    Jahrzente nach der Schulzeit dürfen Suhrkamp-Ikonen endlich verblassen; gehts’s da jetzt nicht eher um Human Relations und Zickenkrieg als um weltanschaulich korrekte Inhalte?

  327. Satire war gestern, dagegen...
    Satire war gestern, dagegen sind die Keime längst resistent.
    Ernstmeinen hilft vielleicht.

  328. @ThorHa
    Tollfinden setzt kein...

    @ThorHa
    Tollfinden setzt kein Gelesenhaben voraus.
    .
    Wer ist Ihrer Meinung nach nicht mainstream?

  329. Lieber Filou, zur öffenlichen...
    Lieber Filou, zur öffenlichen Fürsten-Speisung:
    Wie sieht es mit dem öffenlichen Trinkgelage aus? Bin ich hier bei den Ruhries also von einem feudalen Nobilitäts-Netzwerk „anne Bude“ umgeben?

  330. @HansMaeier555:
    Tollfinden...

    @HansMaeier555:
    Tollfinden setzt aber wenigstens namenskenntnis voraus. Bei 1.000 anonym ausgewählten Akademikern aller Fachrichtungen zwischen 30 und 50 bin ich bereit, darauf zu wetten, dass kein Drittel Montesquieu und kein Zehntel Popper kennt.
    In Deutschland nicht mainstream zu sein ist ziemlich einfach. Die folgende Aufzählung gilt seit dem Ende des zweiten Weltkriegs (spätestens), immer bezogen auf den gebildeten Teil der Bevölkerung:
    Geschäftssinn grossartig finden. Meinungsstreit begrüssen. Gewählte Repräsentanten nicht mit Fürsten verwechseln. An Schicksal statt an Schuld zu glauben. Diktatoren auch dann eklig finden, wenn sie zufällig antiamerikanisch sind. Gutes Essen für weniger dekadent zu halten, als teure Autos. Meinungsäusserungen anderer zum Nennwert nehmen. Menschen Selbstverantwortung zusprechen …
    Ich brech hier mal ab. Lanzenbrechen für eine imaginierte Kitschgesellschaft (wann auch immer die „historisch“ verortet wurde) jedenfalls ist in Deutschland bereits vor 1848 Mainstream gewesen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  331. Kommunismus: "Er steht für...
    Kommunismus: „Er steht für eine neue Gesellschaft, in der so etwas wie „Menschenrechte“ als Begriff vermutlich ausgestorben sein wird.“
    Eine völlig richtige Beobachtung, dass in allen kommunistischen Staaten Menschenrechte als Begriff nicht existieren. Weil es keine Menschenrechte mehr gibt :-). QED.
    Amüsierter Gruss,
    Thorsten Haupts

  332. Es ist, lieber JR42, wie mit...
    Es ist, lieber JR42, wie mit dem franzoesischen Landadel vor der Zeit von Louis XIV. Man muss diese Leute erziehen.
    Stilvoll saufen muss erlernt werden. Sozialarbeiter, von denen ein deutlicher Ueberfluss besteht, koennten zu Trunkerziehern umgeschult werden.
    In der naechsten Wahlperiode wird bei den Gruenen Ueberschusspersonal frei werden. Unter Anleitung des Dipl. Sozialwirtes Juergen Trittin koennte man ja ein Regiment von Drinkwatchers auf die Wasserhaeuschen loslassen. Danach werden die Ruhrpottaristokraten gezwungen in der Naehe von Schloss Parvenue (Berlin-Mitte) sich zu versammeln.
    Undsoweiterundsoweiter.
    .
    Wenn ihr wollt, bleibt es kein Maerchen (T. Herzl)

  333. LTB, lieber JR42, sind fuer...
    LTB, lieber JR42, sind fuer die Evangelischen der Donald-Verehrung. Der wahre Glaeubige akzeptiert nur das Alte Donaldistische Testament, dessen wahre Verkuender nur Zwei in Deutschland sind: Carl Barks und Dr. Erika Fuchs. Wer anders glaubt, kommt nicht Fegefeuer, muss aber mit der spoettischen Verachtung der Rechtglaeubigen rechnen.
    Erst wenn der wahre Donald auf Erden erscheint, wird die Welt in Friede, Freude, Eierkuchen leben koennen. Der Messias kann warten. Dafuer sorgen schon die Juden.

  334. (Der Messias kam und gründete...
    (Der Messias kam und gründete die christliche Kirche…)
    .
    Noch so ein Irrtum. Solange die Juden sich nicht an alle Gesetz ihrer Religion halten, kommt der Messias nicht. Niemals. Da ist der Mann gnadenlos.
    Der letzte Fake-Messias war dunkelbraun (nigra sum sed formosa) und predigte vor der Siegessaeule. Da traf sich das Ganzfalsche mit dem Nurfalschen.
    Das Volk, das kluge, die Cloud, der Schwarm aber jubelte und sang Preislieder.

  335. @HansMeier555 – Was mich...
    @HansMeier555 – Was mich betrifft, ich habe nicht Satire geschrieben, sondern im Ernst das, was mich beschäftigt und was ich erlebt habe. Nur mal so ein Beispiel, ich habe Madame Merkels Regierungsstil als ‘immer ein Schritt hinterher schlurf Stil’ bezeichnet:
    .
    http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2012/01/04/reichtum-fuer-alle-der-franken-einstieg-ist-machbar.aspx
    07. Januar 2012, 18:03 und 09. Januar 2012, 10:08
    .
    Im Anbetracht des Reuter Video der Bundeskanzlerin in Davos, würde ich sogar soweit gehen, zu sagen, dass die Dame eine Satire auf meine Kommentare macht.

  336. Filou. das mit dem Messias ist...
    Filou. das mit dem Messias ist ja schön und gut – nur in den letzten Jahren – und da hat
    HM555 mit deinem Feudalismus recht – hofft man immer auf einem weißen Ritter, der
    einem aus der Unternehmerischen Not(Kapitalspritze)rettet oder den eigenen Ideen(IT) zum
    Durchbruch verhilft, egal ob der schwarz, braun oder gelb ist.

  337. ...und keiner hat Lust solange...
    …und keiner hat Lust solange zu warten, bis sich alle wenigstens EINMAL an alle Gesetze halten.

  338. Ich fordere: Weißer Ritter...
    Ich fordere: Weißer Ritter jetzt! Messias jetzt!
    .
    PS:ERBE sofort!

  339. Was wird stattdessen geboten:...
    Was wird stattdessen geboten: Rettungsschirme, denen keiner traut.

  340. @HerrSchwarz: Ihre Freude...
    @HerrSchwarz: Ihre Freude freut mich, mehr davon für Alle!
    Sie fassen in Worte, was Uns vielleicht noch hindert, diese Selbst-Bestimmtheit in eine Selbst-Heit zu bewegen, also in einen Zustand, der es jedes Einzelne ermöglicht jede Exaltiertheit, jede Verrücktheit, jede Spinnerei, als Einzelnes, aber auch jede Form von Harmonie und Übereinstimmung mit Anderes friedlich zu erleben. Die Betonung liegt auf: friedlich, also frei von verletzender Aggressivität, ausser sie ist vereinbart und abgestimmt (Mensch kann ja auch an Brutalität und Schmerzen „Lust“ empfinden, ich zwar selten, aber als Raubtier steckt auch das in Uns: auf zum lustvollen Töten!). Welche Worte? Sie schreiben: „als höchstes Gut über niedere Gelüste obsiegen?“. Höchstes Gut und niedere Gelüste! Damit hierarchisieren Sie etwas, das absolut gleichwertig und fein verteilt einer Einheit (z.B. Ihnen) dient und hilft, Sie denunzieren die so wichtigen Instinkte und Gefühle als «Niedrig« und «über«-heben die ebenfalls wichtige Logik und das Bewusst-Sein auf eine Säule, auf der sie, ob der Distanz zu Instinkt (auch die Triebe) und Gefühlen, also einer inneren Zerissenheit (Unbehaustheit) jämmerlich (ich übertreibe etwas) darbt, so wie Instinkt und Gefühl, auch die Wahrnehmung, in der „Niedrigkeit“ schrecklich leiden. Oben und Unten sind im DaSein nur selten wirklich stimmige Beschreibungen, vor allem für Funktionen eines Lebewesens, die Alle zusammen für dieses Eine Lebewesen gleich wichtig und nützlich sind. Ich vermute, diese Fehl-Haltung oder auch Falsch-Beuteilung der inneren Ausstattung und Kräfte, ist eine der Fehlstellungen, die vor einem Zustand, wie ich ihn im vorigen Kommentar beschrieben habe, klarzustellen und auszugleichen sind. Ich ahne, das Wir beides ausbauen und pflegen sollten, im Einklang und wechselseitiger Beteiligung, um mehr aus dem DaSein herauszuholen, als Wir bisher können. Und da ist noch einiges drinn, im DaSein, noch einige hundert Jahre und noch etliche Freuden und Glückseligkeit, aber auch für die, die es wollen oder brauchen, auch noch etliches an Leiden und Schmerz. Ich brauchs ned.

    Was der Herr Prof. Roth und fast alle anderen Neurowissenschaftler festgestellt haben, ist, dass die Handlungserregung (z.B. für eine Handbewegung) in einem Bereich des Gehirns etwas früher beginnt, als sie, für die jeweilige Person, im Bewusst-Sein aufscheint. In Worten oder Bildern erfährt >dieSelbe< Person also eine Handlung, einen Handlungswunsch, Millisekunden nach dem die Erregung an die betroffenen Muskeln losgeschickt wurde. Wo bleibt da das Entsetzen? Ist der freie Wille nur im Bewusst-Sein eines Einzelwesens, also in dessen Sprache, Bildern oder auch Tönen zu finden? Oder ist der freie Wille eine Entscheidungsfähigkeit/-möglichkeit, die in der ganzen Person verteilt ist, also z.B. auch in einem längst geformten Wunsch, einem alten Instinkt, einem ständig vorhandenen Bedürfnis, einem schönen/hässlichen Gefühl. Wenn Ihnen der Arsch juckt und der motosensorische Kortex in ihrem Gehirn bekommt das mit, werden an Schultern, Arm und Hand die Bewegungsanweisungen zum Kratzen weitergeleitet, das Jucken und der Wunsch zu kratzen kommen dabei jeweils etwas verzögert in den Bewusst-Sein erzeugenden Bereichen des Gehirns (besonders dem präfrontalen Kortex und den Scheitellappen) an. Aber all das bleibt innerhalb eines einzigen Lebewesens! Ist also die Freiheit des freien Willens einschliesslich in einem kleinen Bereich des Schädels zu finden, oder betrifft die Freiheit immer das ganze Kerl/Weib? Sprechen Sie also ihrem Arsch die Freiheit ab, dann wird er Ihnen über kurz oder lang abhanden kommen, weil unbefriedigt von den Händen, so wie es Ihnen mit dem ... aber ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten. Jetzt wissen Sie, was ich von der Auslegung dieser Erkenntnisse halte: Falsch verstanden und falsch interpretiert. Viele Menschen glauben, dass das vorhandene Wissen und die begriffenen Erfahrungen bereits Mehr als Genug ist, oder sogar Alles was Mensch wissen kann, allein, es ist ein Glaube und der reicht nicht weit. Das, was noch wissbar ist, ist so VIEL und so WEIT, wie das SEIN und das ist noch unvorstellbar, aber Wir wissen schon genug, um davon wenigstens eine kleine Ahnung zu spüren und somit zu wissen, dass Wir Menschen am Anfang einer schlüssigen Bewertung und Erklärung des DaSeins sind, ganz am Anfang, der Startschuss ist noch in Vorbereitung: auf die Plätze, fertig ... Und, um die Blogautoren nicht weiter zu überspannen, denn das Thema ist "Feudalismus", mach ichs mit Ihrer letzten Frage ganz kurz: Ja. Kunstfertigkeit und Schöpfungsfähigkeiten (Kreativität) ist eine Eigenschaft der Lebendigkeit, also auch in allem Lebendigen enthalten. - Dank an Don Alphonso und HansMeier555 für das kleine Eckchen für SonderThemen!

  341. @Thorha
    .
    Und inwiefern passt...

    @Thorha
    .
    Und inwiefern passt Ihre Beschreibung des Nicht-Mainstream jetzt nicht auf mein Manifest?

  342. @JR42
    Klar, Dagobert!...

    @JR42
    Klar, Dagobert! Krankhaft geizig, aber einen Butler und eine hauslange Protzlimousine hat er dann doch. Essen tut er nichts, ausser halt bei seiner Schwester oder den Neffen.

  343. zu 21:59: Das stammt aus den...
    zu 21:59: Das stammt aus den Apokryphen. Der wahre Dogobert hatte nur manchmal einen Butler. Aber auch nur wenn es seinem goettlichen Schoepfer (Barks) gefiel.
    Man lese das Alte Testament.

  344. Der Feudalismus ist das...
    Der Feudalismus ist das nicht-Paradies, dessen bekannte Nachteile die Menschheit um ihrer Sünden willen nun einmal ertragen muß.
    Das unterscheidet ihn ja so vorteilhaft von allen irrationalen Politreligionen, die den Menschen ein Glück im Diesseits verheißen.

  345. (Sorry für diese Binsen, aber...
    (Sorry für diese Binsen, aber Frankfurt liegt nunmal am Mainstrom…)

  346. @HansMeier555 etc.

    Wenn man...
    @HansMeier555 etc.
    Wenn man das alles hier so liest, dann ist es beruhigend zu wissen, dass keiner von Ihnen ein „decider“ im echten Leben war, ist und sein wird.
    Die Moderne ist halt etwas für junge und intelligente Menschen.
    Goodnight

  347. @Goodnight 22:30
    Tröstlich zu...

    @Goodnight 22:30
    Tröstlich zu wissen, dass einst auch die Moderne und ihre jungen und intelligenten Menschen Geschichte sein werden. Ob ihre hinterlassenen Datenträger dies dann für immer bezeugen können, bleibt allerdings offen.

  348. Goodnight @ In diesem Blog...
    Goodnight @ In diesem Blog geht es nicht um ‚decider‘ sondern um ‚deception‘.

  349. Lieber Thorha,
    darüber bin...

    Lieber Thorha,
    darüber bin ich doch gestolpert: Sie glauben an „Schicksal statt an Schuld“, wollen aber zugleich den Menschen „Selbstverantwortung zusprechen.“
    .
    Vielleicht so: Was mir selbst zustößt ist Schicksal, die anderen mache ich für ihr Unglück selbst verantwortlich?

  350. Lassen Sie sich, lieber...
    Lassen Sie sich, lieber ThorHa, nicht vom Ironieverdacht umtreiben.
    .
    Anders verpackt könnte ich den Feudalismus hier doch gar nicht propagieren.

  351. Lieber Filou,
    das müssen Sie...

    Lieber Filou,
    das müssen Sie wenn schon mit Berthold IV ausdisktutieren.
    .
    Die Insel Knax aber wird den Fetzensteinern Untertan sein.

  352. Betr. Konicz

    Das Netz ist ein...
    Betr. Konicz
    Das Netz ist ein schnelles Medium. Manchmal zu schnell. Und manchmal schreiben Manche einen Beitrag, obwohl sie aus Zeitmangen keinen Moment hatten kurz nachzudenken. Dies ist so ein Beispiel. Konicz ist ein gebildeter, kluger Autor, dem das jetzt schon leid tun dürfte.

  353. @HM 555

    Was hilft es gegen...
    @HM 555
    Was hilft es gegen den Stachel der Moderne zu löcken?
    „Die Moderne in ihrem Lauf/hält weder Ochs noch Esel auf!“

  354. @Goodnight
    .
    Die Humanität...

    @Goodnight
    .
    Die Humanität der feudalen Ordnung liegt darin, dass sie auch für dumme, mittelmäßige und alte Menschen einen Platz bereit hält.

  355. Zuwendung, Distinktion, Gnade....
    Zuwendung, Distinktion, Gnade.

  356. An vermeintliche desider mit...
    An vermeintliche desider mit zu starken Affekten:
    Wen wollen Sie denn so überzeugen?
    Dermaßen verschwitzt und in alten Ostsocken….
    *
    Sie werden an der Personalchefin scheitern!
    http://3.bp.blogspot.com/_PXyHIUJFYWs/TMFYCbjqozI/AAAAAAAAGOo/-hs-HE7SdYM/s1600/419px-Persian_Girl.jpg

  357. Davos 2012 aus poetologischer...
    Davos 2012 aus poetologischer Sicht
    —————————————–
    Ach! Welchen Weg denn die Welt nun geht?
    Der Entscheider im Laufrad, gleich einer Maus,
    die ratlos in der Hotelhalle steht:
    So sieht also Lobbyismus aus!

  358. @Yoq Sothoth
    .
    "Moderne" kann...

    @Yoq Sothoth
    .
    „Moderne“ kann alles bedeuten. Jetzt wird Feudalismus wieder modern. Die Demokratie dagegen ist alt und verstaubt, sie paßt irgendwie nicht ins Jahr 2012.
    .
    Das ist genau wie mit dem „Zeitgeist“. Die einen sind stolz darauf, dass ihre Ansichten „aktuell“ und „relevant“ sind, die anderen auf ihre „Unabhängigkeit vom Zeitgeist“. Aber alle finden Gründe, sich zu Wort zu melden, statt einfach den Mund zu halten. Gott sei Dank!

  359. @Goodnight: freut mich, dass...
    @Goodnight: freut mich, dass Ihnen meine Witterung gefallen hat. und doch, moechte ich dazu klarstellen, dass ich kein verfechter der „moderne“ bin. der sinnlosesten (!) zeit aller zeiten. das gegenteil ist der fall.
    ich bin gluehender anhaenger der weiterentwicklung, des vorankommens, des erkennens. nur geht das bestimmt nicht mit kuenstlich eingesetzten technokraten, luegenden praesidenten und millionen von kuenstlich erfundenen buerojobs (zur beruhigung des individuums). wir setzen dem freien denken und allem schaffenden eine erlogene, kuenstlich erfundene zeitverschwendungsschablone auf und geben uns in unserer fetten behaglichkeit damit zufrieden.
    ich will wahrheit als grundvoraussetzung eines jeden handelns. wenigstens wahrheit noch als vorbild. als etwas bewundernswertes. doch selbst davon entfernen wir uns leider taeglich. wir nehmen den weg in die totale luege einfach und reglos in kauf. oder kritisieren sie abgekapselt in einer selbstbeweihraeuchernden seifenblase bei tee, torte und silberkaennchen. diese genussvolle, lahmarschige, wirkungslose dekadenz, paralysiert regelrecht, macht einen sprachlos.

  360. o.t. aber doch nicht ganz...
    o.t. aber doch nicht ganz uninteressant
    http://science.orf.at/stories/1693692

  361. liebe Vroni,
    Ihre Bemerkung...

    liebe Vroni,
    Ihre Bemerkung gestern zum erwerbslosen Grundeinkommen:
    bei uns gibt es ein zugesichertes Existenzminimum von ca. 750,- für jeden, der ein Aufenthaltsrecht hat, allerdings muß er dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Viele Klein-und Mindestrentner bekommen auch nicht mehr und das nach einem recht harten und arbeitsreichen Leben und das führt natürlich zu
    Ärger und Ressentiments. Eine Verbesserung sozialer Konditionen innerhalb der eigenen Lebensspanne zu erleben, von der man selbst nicht mehr profitiert, wird eben nur als Ungerechtigkeit erlebt.

  362. @Filou - Apokryphen ... (25....
    @Filou – Apokryphen … (25. Januar 2012, 22:08)
    Geben Sie der modernen Theologie doch auch eine Chance.
    http://www.fr-online.de/kultur/donald-duck-zeichner-gestorben-vicar–vom-playboy–zum-donald-duck-zeichner,1472786,11396476.html

  363. HansMeier555 25. Januar 2012,...
    HansMeier555 25. Januar 2012, 18:29: „Satire war gestern, dagegen sind die Keime längst resistent. Ernstmeinen hilft vielleicht.“
    .
    Das war einfach nur gut.

  364. Davos 2012 aus poetologischer...
    Davos 2012 aus poetologischer Sicht (II)
    —————————————–
    Schwarze Stare sitzen auf weißen Dächern!
    Vögel mit Waffen? Wie absurd ich das find‘!
    Doch Problematik ist schnell zu entfächern,
    weil sie in Wirklichkeit Scharfschützen sind.

  365. lieber Goodnight,
    die...

    lieber Goodnight,
    die Einflüsterer der „decider“ machen die Geschichte,
    und das geht sehr gut bei Tee und Kuchen

  366. @JR42, bin gerade aus dem...
    @JR42, bin gerade aus dem Hamsterrad gefallen und suche nun meine Obstkiste.
    Ah, da ist sie! Also:
    Hoeret Leute, fallt nicht vom wahren Glauben ab. Es gibt nur einen Barks. Nur er ist der Schoepfer, der Einhaucher des Geistes, der grosse Erzaehler, der Mark Twain des Comics, die Ursache meines ersten Schulverweises (DDR)…
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Barks
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Barks_Library
    .
    …Oh, dahinten kommt die Ambulanz. Ich muss mich vom Acker machen.

  367. Davos 2012 aus poetologischer...
    Davos 2012 aus poetologischer Sicht (III und IV))
    —————————————–
    Unter Mächtigen ist Angela die Feine,
    Deutschland ist nicht Nabel der Welt!
    Und doch wollen sie alle nur das Eine:
    Rettungsschirm! Liebe! Und Geld.
    *
    Der Rohstoffmangel führt zu Krieg und Mord,
    Müll wird getrennt, die Interessen püriert.
    Davos ist wahrlich ein geeigneter Ort:
    Hier wurde früher die Schwindsucht kuriert.

  368. @miner

    Die Wahrheit? Kann...
    @miner
    Die Wahrheit? Kann keiner ertragen, denn sie nimmt „keiner“, d.h. den Mensch raus aus dem Zentrum der Gesellschaft, der Geschichte und der Evolution.
    Das ist das, was die Moderne mit uns macht. Sie macht uns klein.
    Die moderne Arbeitsteilung entkoppelt die ökonomische Leistung vom Einzelnen, der am Fließband nur noch eine „Hand“ bzw. im Büro nur noch ein möglichst junger Datenverarbeitungsprozessor ist. Der Leviathan in Form des Rechtsstaat macht den Einzelnen zur Person Josef K. die hilflos sich einem übermächtigen Schicksal ausgesetzt sieht. Und zum Schluss kommt die Wissenschaft und erklärt uns, dass der „eigene Wille“ nur ein dem kognitiven Prozess nachgelagertes Konstrukt ist… und unserer ganzer Körper vielleicht nur ein Gen-Transporter.
    Das is alles schwer zu ertragen. Insbesondere, wenn man wie die Mehrheit hier noch die klassische humanistische Sozialisation erhalten hat. Dann fängt man natürlich an ums sich zu schlagen und laut nach der alten Ordnung zu rufen, wo der Mensch noch Mensch und mancher gleicher als gleich war.
    Leider ist man damit ca. 100 jahre zu spät dran, weil schon Nietzsche im Angesicht der aufkommenden Moderne verzweifelt nach dem Übermensch gerufen hat. Und die Deutschen dieses Modell dann auch in der Realität umsetzen wollten. Was leider nicht den Mensch in den Mittelpunkt sondern in den Untergang geführt hat.
    Die Moderne ist weitermarschiert.
    Also: Ein letzter Blick, ein letztes WinkeWinke, ein letzter Gruß an den „Mensch“….und dann vorwärts in die Moderne.

  369. Buchempfehlung: "Kaspar Hauser...
    Buchempfehlung: „Kaspar Hauser und das Familienrecht – Die Tücken des Adelsstandes im Feudalismus“, (Mit einem Vorwort von Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg)

  370. Langsam wird es Zeit für...
    Langsam wird es Zeit für einen neuen Beitrag…

  371. Das „Menschenrecht“ auf...
    Das „Menschenrecht“ auf Befreiung von Klassenkämpfen
    .
    ThorHa: Ich dachte mir schon, dass Ihnen das gefällt. Und ich gönne Ihnen die Minuten des Glücks. Doch haben Sie offenbar nicht verstanden, was ich da gesagt habe. Im Übrigen habe ich gerade gelesen, dass es tatsächlich ein „Menschenrecht auf Eigentum“ gibt (http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/haircut-fuer-hellas-das-ringen-um-griechenlands-schulden-11623694.html), und dass man dieses vor der Europäischen Menschenrechtskonvention einklagen könne. Ist das nicht witzig?
    .
    Der Kommunismus, d. h. die klassenlose Gesellschaft, zeigt sich gewissermaßen als d a s Menschenrecht schlechthin. Das entspricht im Übrigen auch der Diktion im Manifest der Kommunistischen Partei von Marx und Engels, wie oben zitiert: „…daß dieser Kampf aber jetzt eine Stufe erreicht hat, wo die ausgebeutete und unterdrückte Klasse (das Proletariat) sich nicht mehr von der sie ausbeutenden und unterdrückenden Klasse (der Bourgeoisie) befreien kann, o h n e z u g l e i c h die ganze Gesellschaft für immer von Ausbeutung, Unterdrückung und Klassenkämpfen zu befreien…“ (Hervorhebung durch mich, H.B.)
    .
    Wohlgemerkt: Die Befreiung vom Klassenkampf ist somit auch ein „Menschenrecht“. Da dieser Kampf aber, solange es Klassen gibt, nur als Klassenkampf geführt werden kann (da ein Teil dieser Menschen gegen diese Befreiung kämpfen) kann er nicht als Menschenrecht schlechthin formuliert werden, sondern als das Recht der Ausgebeuteten und Unterdrückten auf Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung. Es ist das „Menschenrecht“ der Ausgebeuteten und Unterdrückten. Und dieser Kampf richtet sich per definitionem gegen andere „Menschenrechte“, wie zum Beispiel gegen das „auf Eigentum“ (an Produktionsmitteln – im Übrigen). Weil das eben die Grundbedingung für diese Ausbeutung und Unterdrückung ist.

  372. Davos 2012 aus poetologischer...
    Davos 2012 aus poetologischer Sicht (V)
    —————————————–
    Nun werd‘ ich massiert, bis den Körper ich spreiz‘.
    Die Langusten sind lecker, und erst der Wein!
    Ach! Du meine liebe, olle, doofe Schweiz!
    Das muss wohl Kommunismus sein.

  373. Der Arsch und der...
    Der Arsch und der Kopf
    .
    @Oliver-August Lützenich: „…vor allem für Funktionen eines Lebewesens, die Alle zusammen für dieses Eine Lebewesen gleich wichtig und nützlich sind.“ Gut beschrieben, Ihr „Nebenthema“. Mich beschäftigt das auch schon länger. Vor allem ist es die aus philosophischer Sicht so umwerfende Erkenntnis, dass der „Arsch“ so wichtig ist wie der „Kopf“ (in seiner Alltagssprache scheint das der Mensch hingegen geradezu spontan zu begreifen, wenn er z.B. davon redet, dass hier was zusammen passe, wie der Arsch und der Kopf).
    .
    Es ist der Reduktionismus eines Ralph Singer (http://blog.herold-binsack.eu/?p=1992) zum Beispiel, der uns daran hindert, zu erkennen, dass unser „Freier Wille“ eben nicht durch gewisse Hirnfunktionen zureichend beschrieben ist. (Mal ganz abgesehen davon, dass wir ja in unserem Darm, welcher dem Arsch gewissermaßen „näher“ steht, gewisse Hirnfunktionen haben – auch die Mikroorganismen scheinen so etwas wie einen freien Willen zu besitzen!)

  374. Devin08: "... dass unser...
    Devin08: „… dass unser „Freier Wille“ eben nicht durch gewisse Hirnfunktionen zureichend beschrieben ist. (Mal ganz abgesehen davon, dass wir ja in unserem Darm, welcher dem Arsch gewissermaßen „näher“ steht, gewisse Hirnfunktionen haben – auch die Mikroorganismen scheinen so etwas wie einen freien Willen zu besitzen!)“
    *
    Buchempfehlung: „Der Analcharakter – Wie reaktionäre Mikroorganismen unsere Weltanschauung untergraben“

  375. Was Du guck? Isse preisbillig....
    Was Du guck? Isse preisbillig. Tegernseer Bilderbogen mit Bastelanleitung fier
    Feudalist mit Frau, vasteh? Heißt es Meier555. Kannsu kauf. Mach ich extra Preisklasse fier Dich.

    Devin08@: Is sich Stammzelle Arsch und Maul selbiges Origin. Weissu wo is sich Arsch un Maul bei Regenwurm? Chinamen machen sich deswegen gutt Medizin von.

  376. Große Zenmeister sind...
    Große Zenmeister sind lakonisch ohne zynisch zu sein, ganz nah an der Realität und fragen den Adepten:
    „Hast Du heut geschissen?“

  377. @Yast 2000. Danke für den...
    @Yast 2000. Danke für den Buchtipp: Werden Sie der Autor sein?

  378. Oh Gott, was haben wir getan,...
    Oh Gott, was haben wir getan, lieber Yast 2000? Wir haben die ganzen Analcharakter auf uns aufmerksam gemacht!

  379. Devin08: @Yast 2000. "Danke...
    Devin08: @Yast 2000. „Danke für den Buchtipp: Werden Sie der Autor sein?“
    *
    Sie meinen, so mit einem Nachwort von Helmut Kohl? („Entscheidend ist, was hinten rauskommt!“) — Keine Zeit. Bin ja gerade in Davos, im Foyer des Belvedere am Piano, und versuche Richard Clayderschrank den Flohwalzer beizubringen, damit er mal noch was anderes als „Pour Elise“ spielen kann.

  380. @Lützenich, Krck, Devin,...
    @Lützenich, Krck, Devin, Yast…
    Wie ich schon oben sagte, ist die Luft raus aus dem Refeudalisierungsprojekt. An Ihren letzten Beiträgen lässt es sich bereits riechen.
    Nochmal: sehr schade!

  381. "Der Kommunismus, d. h. die...
    „Der Kommunismus, d. h. die klassenlose Gesellschaft, zeigt sich gewissermaßen als d a s Menschenrecht schlechthin.“
    Danke :-). Ich kannte die Begründung dafür, andere einzusperren, zu foltern, zu töten und in sibirische Arbeitslager zu schicken schon. „Er ist ein Klassenfeind, also schlagt ihn tot.“
    Seit der praktischen Demonstration allerdings haben Kommunisten gewisse Überzeugungsschwierigkeiten. Seitdem wissen nämlich auch alle Nichtbesitzer von Produktionsmitteln, dass sie gemeint sind, sobald sie irgendwer als Klassenfeind definiert hat. Und wie schnell das gehen kann.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  382. Geistesadel: "Wie ich schon...
    Geistesadel: „Wie ich schon oben sagte, ist die Luft raus aus dem Refeudalisierungsprojekt.“
    *
    Das Refeudalisierungsprojekt ist kein Reifen. Der Don wollte eine Party feiern zum Dritten und wir haben Sie ihm geschmissen; jetzt kommt der Kater. Außerdem konnte der Don ja nicht wissen, dass sein Büttenredner die selbstgemachten Feudalspäße so ernst nimmt; aber das war mir schon immer nicht geheuer, dass Meier sich selbst so ernst bei seinen Späßen nimmt. „That’s I seen in me, i was unhappy by pride.“ So ist das nun mal… :-)

  383. Selbst im Kernland lässt man...
    Selbst im Kernland lässt man den Revolutionären nun lieber gut bezahlte Massagen zukommen, anstatt zur Gegenwehr anzusetzen.

  384. Werter Meier, leider habe ich...
    Werter Meier, leider habe ich Ihre Kultur-Meditation erst heute entdeckt, will mich aber dennoch, wenn auch spät, für die grossartige Unterhaltung zu bedanken. Als Freund des Titanic, früher mal Pardon, freue ich mich immer wieder neue Talente zu Ironie, Satire und auch Sarkasmus kennen zu lernen.
    Zunächst lassen sie mich Ihnen dafür danken, dass sie kein Arzt geworden sind, denn obwohl Ihre Diagnose ausgezeichnet getroffen hat, so ist Ihr Rezept zur Kur doch arg, wie soll man sagen… albern?
    Wenn man aus der Geschichte eines lernen kann, so ist es doch wohl, dass man seine allzu kurz bemessene Lebenszeit sicher nicht an die Müh und Plag eines Feudalherren verschwendensollte, nur um sich irgendwann dann doch wieder nur mit den Mühen der sich um Aufstieg mühenden Klassen konfrontiert zu sehen.
    Man kann ganz einfach aus dem ganzen absurden Zirkus, ob er sich nun Staat oder Gesellschaft nennt, aussteigen und sein Leben ganz einfach nur geniessen. Es genügt nicht in einer freien Srunde Mozarts Nozze mal zu preisen, sondern man sollte sein Leben so einrichten, dass man stets so viel Zeit hat Dinge zu geniessen, als es zu geniessende Dinge gibt.
    Jemand, der das Leben eines Feudalherrn vorzieht, der kann wenn er will einen Therapeuten zu Rate ziehen, aber ich will niemand daran hindern sein Leben an die Mühen eines „Herren“ zu verschwenden. Es ist nämlich wesentlich weniger aufwendig sein Leben so zu organisieren, dass Feudalherren keinerlei Einflussmöglichkeit auf das eigenen Leben haben, und glauben Sie mir, ich lebe in einem Land das entgegen weit verbreiteter Meinung tatsächlich noch im Feudalismus steckt.
    Aber ich will es kurz machen, denn ein Buch von Graham Greene und die gerade aus Internet heruntergeladenen symphonischen Werke von Richard Strauss warten auf mich. Ach der alte Karajan, manche Sachen machte er schon ausgezeichnet, finden sie nicht auch?
    Mit freundlichen Grüssen
    Hannibal Lecter

  385. "Die Rolle der Frau", Herr...
    „Die Rolle der Frau“, Herr Meier, hat sich Wiglaf Droste schon vor einiger Zeit vorgenommen. Allerdings die zum Anfassen.
    .
    „Ganz am Rande ist es doch bemerkenswert, dass niemand hier eine Lanze für die abstrakte Kunst oder Geräuschmusik zu brechen versucht.“
    .
    Schade, ich hätte gerne draufgehauen.

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