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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Beraubung der Europa

| 234 Lesermeinungen

Das gnadenlose Exklusivinterview! Lesen Sie jetzt! Alles über die spektakuläre Abreise der Europa! Alle Hintergründe! Alle Skandale! Europa packt aus! Über Merkel, Sarkozy, Bankster, Sparsamkeit und ihre Entfremdung von dem Kontinent, der ihren Namen trägt!

Weiter sodann und weiter, und ganz in die Mitte der Meerflut, trägt er den Raub.
Ovid, Metamorphosen

Letzte Woche erreichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung durch einen Boten, wie wir ihn noch nie gesehen hatten – Flügel an den Schuhen und eine Figur wie ein junger Gott – eine blassrosa Papyrusrolle mit der Anfrage, ob wir nicht jemandem aus dem Feuilleton an den Strand von Matala auf Kreta entsenden könnten. Dort würde sich das Fräulein Europa nach Jahrtausenden zum ersten Mal dazu herablassen, im Beisein ihres Lebensbegleiters Zeus den Sterblichen ein Interview zu gewähren. Sie sei nämlich fest entschlossen, den nach ihr benannten Kontinent wieder zu verlassen, und würde der Bevölkerung zum Abschied gerne noch ein paar persönliche Dinge sagen. Unser Kurberichterstatter Don Alphonso machte sich also auf nach Kreta zum am traumhaft schönen Strand von Matala, wo Zeus dereinst die Königstochter Europa, aus Sidon kommend, an Land gebracht hatte. Er vertäute sein Ruderboot gleich neben der schon schwer mit Bibliotheken, Kunstwerken, Philosophen, die nicht Sloterdijk hiessen, und Kochbüchern beladenen Transportgaleere. Keine Frage, Europa meinte es ernst. In der idyllischen Villa „Elysium“ auf den Ruinen der byzantinischen Stadt oberhalb von Matala wurde es unserem Reporter dann bei Himmelsklängen, Nektar und Ambrosium erlaubt, untertänigst einige Fragen an Europa zu richten, während Zeus den Abtransport der neueren Gemäldesammlung überwachte.

Bild zu: Die Beraubung der Europa

Europa: Nein, nicht alles, die Leipziger Schule kann hier bleiben! Ach, Sie sind der Herr von der FAZ? Guten Tag.

FAZ: Guten Tag. Sehen Sie mich von Ihrer Schönheit überwältigt, Madame.

Sie Schelm! Finden Sie?

Aber ja! Welch Ehre für unseren Kontinent, nach Ihnen benannt worden zu sein.

Naja, nicht ganz meinerseits, waren Sie schon mal in Hannover oder Wattenscheid? Aber das ist jetzt auch egal, Sie sehen ja, wir packen zusammen und verschwinden zurück nach Sidon, in meine alte Villa am Strand.

Ich darf Ihnen versichern, wir waren in der Redaktion alle schwer erschüttert, ich bin sofort losgerudert, und wenngleich es mir natürlich weltenfern, galaxienfern, gar amerikafern läge, Sie davon abhalten zu wollen, so wäre es mir und der Auflage doch sehr förderlich, wenn ich wenigstens einen Funken der Hoffnung einflechten könnte, dass Sie uns gewogen bleiben.

Junger Mann: Ich war Ihnen und Ihrem Kontinent Jahrtausende gewogen. Sicher, ich gebe zu, es hat mir anfänglich gefallen, dass gleich ein ganzer Kontinent nach mir benannt wurde, das war wirklich lieb von Zeus, ich fühlte mich geschätzt und geschmeichelt. Und historisch betrachtet muss man auch sagen, dass Europa seit meiner Ankunft eine grossartige Sache war.  Ist Ihnen das einmal aufgefallen? All die Lästerzungen der Literatur von Aristophanes bis Voltaire, von Alain Rene Lesage bin Tucholsky arbeiten sich an Nationen, Torheiten, Völkern, Kriegen, Katastrophen und Regierungen ab. Aber wenn es um den Kontinent geht, werden ihre Wort weich, warm und angenehm. Lesen Sie Heine, wenn er in Europa auf Reisen ist! Denken Sie an Sissi auf Korfu! Wir haben hier natürlich auch Zeitung gelesen und Götterboten beschäftigt, wir haben schon mitbekommen, was alles in Europa passiert ist – aber eben nicht durch Europa.

Bild zu: Die Beraubung der Europa

Europa war früher mehr ein Thema der Wissenschaften.

Der Forschung, der Geographie, der gebildeten Stände… Kriege führte man gegen Fürsten und Nationen, aber eine Grand Tour machte man in Europa. Seuchen holte man sich in Asien, aber künstlerische Anregungen in Europa. Der tumbe Graf in seinem Sumpfgebiet sah nur die Schweinehirten seines Dorfes, aber der Dichter schmachtete nach Anerkennung in diesem Kontinent. Ich hatte immer den Eindruck, für das Gute, das Gemeinsame, das Verbindende zu stehen, für eine Kulturraum, der in der Lage ist, all das Grausame, die Erbfeindschaften und Ideologien letztlich zu überwinden.

Lange Zeit sah es ja auch wirklich gut aus. Die europäische Einigung, die Revolutionen, zuerst in den Diktaturen des Westens in Spanien und Portugal, dann im Osten, mit dem Ende des Kommunismus, da waren wir recht weit.

Also ich fand diese europäische Einigung ja wirklich toll. Haben Sie mal einen Austausch mit einer Partnerstadt gemacht?

Ich war Ende der 80er Jahre Theaterspielen in Grasse, oberhalb der Cote d’Azur.

Oh lala! Na, dann werden Sie ja erlebt haben, wie das war. Sie haben Französinnen kennengelernt und angeschmachtet, Sie haben sich in die Landschaft verliebt und begriffen, dass Kulinarik nicht bei der Weisswurst endet, Sie werden schwermütig, wenn Sie die Immobilienangebote der Provence sehen, Sie könnten sich durchaus vorstellen, später einmal in ein anderes Land zu ziehen, die Sprache zu lernen und dort alt zu werden, weil Sie die richtigen Erinnerungen haben. Für Sie ist Europa die Heimat, Sie empfinden für Siena, Nizza, Helsinki mehr als vielleicht für Berlin, Düsseldorf oder Erding. Sie und Ihre Altersgenossen haben einen natürlichen und allgemein akzeptierten Begriff einer europäischen Heimat, der vor 100 Jahren das Privileg einiger weniger Exzentriker war. So schön kann Europa sein. Dachten Sie. Dachte ich. Und jetzt gehen Sie mal hinunter zum Hafen, in Richtung des kleinen Feuers, das mal Ihr Ruderboot war, und reden mit den Leuten mit den Fackeln und Mistgabeln, was die zu Europa sagen.

Oh, das war das Firmenboot. Ich glaube, das wäre jetzt nicht der richtige Augenblick…

Diese Leute sagen bei Europa nicht Cote d’Azur. Sie sagen was von Verarmung, von niedrigen Mindestlöhnen, vom gezwungenen Weg in die Schwarzarbeit, von ordentlich arbeitenden Leuten, die sich das Leben nicht mehr leisten können. Aber auch davon, dass die sogenannten Technokraten, die Europa ihnen aufgezwungen hat, überhaupt nicht daran denken, etwas gegen die Korruption zu tun, die hier alle bezahlen müssen, und von der nur wenige profitieren: Reiche, Politiker, und ihre Begünstigten im Ausland wie Siemens und die Waffenexporteure. Für die Leute hier ist Europa der Zwang, nach Resten in Mülltonnen zu suchen, und das Krepieren, weil sie keine Medikamente bekommen. Das mag vielleicht nicht ganz gerecht sein, aber es ist auch nicht ungerechter als die Illusion, die man früher von diesem Europa hatte.

Bild zu: Die Beraubung der Europa

Sicher,  das ist alles nicht schön, aber Europa, also der Kontinent, der kann doch nichts dafür, dass die Griechen sich so verschuldet haben.

Bitte, da ist die Tür, gehen Sie hinunter und sagen sie das nochmal zu jemandem, der gerade obdachlos wird. Sie verstehen offensichtlich nicht: Es ist mir vollkommen egal, wie hoch die Schulden der Griechen oder Italiener oder Briten sind. Mein Name, junger Mann, stand jahrzehntelang für den Glauben und die Hoffnung, dass es dieser Kontinent besser kann. Man sprach von mir mit Respekt und Zuversicht. Das lief alles blendend, das war alles richtig, da haben sich viele Leute darum verdient gemacht, von denen ich viele Büsten habe, die ich alle in Sidon aufstellen werde – Sie verstehen, ich bin nicht undankbar. Aber dann wurde an diese schöne Hoffnung der Menschen eine unschöne Vorstellung von wirtschaftlicher Liberalisierung drangehängt, von einem Wirtschaftsraum, von einer Administration in Brüssel, die für alle Menschen Entscheidungen trifft,  während es Banken und Firmen in Europa treiben konnten, wie sie wollten – hier eine Förderung kassieren, dort sich ein Werk schenken lassen, woanders Steuervorteile kassieren, oder Gesetze zu ihren Gunsten durchdrücken. Ich stand mal für Frieden, Zusammenarbeit, einen wunderbaren Urlaub bei Freunden. Und dann hat man meinen Namen für ein Konstrukt missbraucht, in dem Lobbyisten den Ton angeben, das den Banken die Macht gibt und die Demokratien aushöhlt. Europa ist auf dem besten Weg, zum Synonym für politisches Versagen, Sozialabbau und Zwangsmassnahmen zu werden. Und jetzt sagen Sie mal selbst: Sehe ich aus wie Sparsamkeit oder Austerität? Sie kennen doch die Gemälde, die Tizian, Veronese, Rembrandt und Boucher von mir angefertigt haben: Sitzt da eine verhungerte, schlecht gelaunte Lehman-Banksterbraut mit Beraterlaptop auf dem Stier? Mache ich den Eindruck, ich wäre der uneheliche Bankert von Merkel und Sarkozy?

Um des Olymps willen, natürlich nicht! So beruhigen Sie sich doch, und legen Sie das Blitzbündel wieder weg, Sie könnten den Falschen treffen. Meinen Sie nicht, dass sich das alles bald wieder legen könnte?

Was soll sich da legen? Seit 2008 ruinieren die Politiker meinen Ruf, und was tut dieser Schäuble, wenn es um die Zukunft geht? Spielt Sudoku! Macht ja nichts, wenn die Bundesbank eine Bilanz voller Ramsch und Müll hat, weil sie die anderen mitfinanzieren muss. Und wenn die Leute bei Ihnen erst mal merken, dass in Wirklichkeit nur faule Kredite aus Europa in der Bilanz stehen, die dort abgeladen wurden, und die die Steuerzahler werden ausgleichen müssen, schon wieder, für Europa – da mache ich mir keine Illusionen über die Wertschätzung meines Namens in Deutschland.

Ich möchte aber doch zu bedenken geben, dass man sich wirklich bei uns um Sie sorgt. Wir werden ja in den Rettungsschirm neue Abermilliarden einzahlen! Öffentlich hat die Kanzlerin betont, wenn der Euro scheitert, dann scheitert auch Eu—

Diese… Diese ver… Wo sind die Blitze… ich werde sie… sofort… Staub und Asche…

Aber nicht doch! Bitte! Contenance!

Was fällt dieser dahergelaufenen Person überhaupt ein? Hä? Warum sollte Europa scheitern, wenn dieses Frau zusammen mit den Banken und anderen Profiteuren wie schon Hunderte vor ihr eine lausige Währung vor die Wand fährt? Ich sag Ihnen was: Wenn ich irgendwas nicht leiden kann, dann ist es diese Behandlung, als wäre ich eine Hafenprostituierte in Piräus. Kein Geld? Dann ist Europa nichts mehr wert. Solche Leute interessieren sich einen tschuldigung feuchten Dreck für all das, was mich ausmacht. Für die bin ich eine Ware, ein Marktplatz, ein Stück Fleisch zum Verkaufen, die würden Banksti und Pleti über mich drüber lassen, wenn die Kohle stimmt. Man sieht doch, wie das läuft: Sie machen eine Fonds auf, von dem sie behaupten, er würde Europa absichern, und dann bekriechen sie die Chinesen und Russen und was da sonst noch allein Interesse an Profit hat. Dafür halten sie in Sachen Menschenrechte die Klappe, dafür ist ihnen die Demokratie egal, das alles wird weggeschoben, Hauptsache die Bilanzen stimmen für sie und ihre Technokraten und Freunde. Verstehen Sie, dass ich keine Lust habe, mich von diesen Amateurluden auf dem Weltmarkt verramschen zu lassen?

Bild zu: Die Beraubung der Europa

Sicher. Aber es wäre doch wirklich schade, wenn Sie… ich mein, so sind doch nicht alle hier…

Papperlapapp. Den Stier kennt man doch heute nur noch von den Börsensendungen. Wo sind denn die Demonstrationen für ein Europa der gemeinsamen Kultur und Werte? Statt dessen wird überall gehetzt, der Nationalismus kommt zurück, die Völker fangen an, sich zu hassen, die Rattenfänger sind auf dem Vormarsch: Macht das. Geht zurück, woher ihr gekommen seid, werdet wieder bornierte, chauvinistische Erfüllungsgehilfen von Einzelinteressen, macht da weiter, wo die Hooligans vormarschieren, kriecht von einem Schutzschild zum nächsten, verkauft Euch selbst an den Höchstbietenden, ich schaue mir das von Sidon aus an. Sie wissen ja nicht, wie reizend es dort im Frühling ist. So, ich glaube, wir haben alles an Bord. Leben Sie wohl, junger Mann. Und kommen Sie uns doch mal besuchen.

Gerne. Dürfte ich vielleicht auf Ihrem Schiff ein paar Seemeilen bis zum nächste Hafen mitrudern? Ich weiss auch nicht, aber wohl ist es mir hier nicht, angesichts von Teer und Federn dort unten bei jenen Herrschaften, die auf jemanden zu warten scheinen.

Oh, ich vergass, Sie Ärmster: Wenn wir hier weg sind, ist auf diesem Kontinent nur noch die Dummheit unsterblich. Na, kommen Sie mal mit, bei uns haben es die Galeerensklaven besser als bei der Finanzwirtschaft. Ihren Bericht kann der Hermes nach Frankfurt bringen, als Gott der Diebe ist er ja gern dort. Ts.

[Bildquelle: Wikimedia, Abbildungen geneinfrei, Bild 1, Bild 2, Bild 3, Bild 4]

———– o ———–

Epilog: Ja, sicher, es ist zu lang, und ich weiss, mal etwas ganz anderes: Borderlinejournalismus für die einen,
ein Rückgriff auf alte Erzählformen (Dante, Le Sage) für die anderen. Im Vorfeld
war nicht jedermann überzeugt, und ich bin mir natürlich auch nicht
sicher, ob das so in diesen heil’gen Hallen oder gar in
die gedruckte Zeitung könnte – ich
wäre also dankbar um Hinweise,
ob es zugesagt hat.

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234 Lesermeinungen

  1. Also mir gefällt es! Und in...
    Also mir gefällt es! Und in der Tat könnte man sich fragen, worum es hier geht in unserer Krise? Geld oder Werte, das eine hat mit dem anderen nur bedingt zu tun.
    Ich frage mich gerade, ob ich mein Cover ändern soll, zeigt es doch die Skyline der Finanzhochburg, dort wo Kröten morden / ermordet werden??

  2. Man muss es einfach manchmal...
    Man muss es einfach manchmal so schreiben, dass es auch der letzte Depp / CDU-Wähler rafft.

  3. Supergut geschrieben, gefällt...
    Supergut geschrieben, gefällt mir so ausnehmend gut, dass ich das – dein Einverständnis mal vorausgesetzt und natürlich einwandfrei zitiert und verlinkt – gleich mal auf unsere Seite packe, ja? Passt zu Radio Kreta wie die Faust auf´s Auge. Danke für diesen Beitrag und Grüße aus Südwestkreta!

  4. Immer nur zu, Erlaubnis gerne...
    Immer nur zu, Erlaubnis gerne erteilt.

  5. ja doch, sehr schön...
    ja doch, sehr schön geschrieben. Warum so schüchtern, werter Don?
    .
    Vor allem vielen Dank, dass hier jemand mal wieder an die alten europäischen Werte (=/= value in TEUR/USD) erinnert. Diese zu retten ist dort ein wertvolle AUfgabe und sehr viel lohnender als …..

  6. Auf den Punkt gebracht!...
    Auf den Punkt gebracht!

  7. Form und Länge gefällt...
    Form und Länge gefällt :)
    .
    „Wenn ich irgendwas nicht leiden kann, dann ist es diese Behandlung, als wäre ich eine Hafenprostituierte in Piräus.“
    .
    Liebe kann man nicht kaufen, auch in großem Maßstab nicht. Die „Demokraten“ probieren das aber grade trotzdem. Kein Wunder das da eine Hafenprostituierte rauskommt. Hoffen wir, dass sie sich keine ansteckenden Krankheiten zuzieht (nein, Syphilis ist keine Insel).

  8. Wunderbare Idee
    Lieber Don, es...

    Wunderbare Idee
    Lieber Don, es ist herrlich, wie Sie die Europa auftreten lassen. Sie schaffen es, das Spannungsfeld zwischen meiner Wut als Steuerzahler und meiner Existenz als Europäer darzustellen.
    Ich wünsche Ihnen noch schöne Tage zu Füßen der Göttin. Rudern Sie tüchtig. Für beides war sich schon Herakles nicht zu schade. Und es ist eine Abwechslung zum Radeln und Niesen.

  9. Ein recht gelungener...
    Ein recht gelungener Schnappschuß ist Ihnen da geglückt. Nur wird in Sidon wenig Ankommen sein, dort wird die Luft vermutlich bald wieder etwas bleihaltig. Ich würde doch eher etwas gewagtere Fahrten nach Maracaibo oder Kolchis empfehlen.

  10. Sehr Schön! Aber ob die Gute...
    Sehr Schön! Aber ob die Gute ausgerechnet in Sidon ihre Erfüllung findet?

  11. Liebe muscat,
    der Text ist gut...

    Liebe muscat,
    der Text ist gut und erfreut das Gemüt. Doch ich bezweifle immer noch, dass ihn der letzte DEPP/CDU-Wähler rafft. :-)
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    Man glaubt nicht, wieviele Kulturlücken diese haben. Das sage ich, die selbst nur halb-gebildet ist. Und wenn mir das schon auffällt …
    Wo sie aber keine oder nur sehr wenige Geisteslücken haben: Geld. Des geht oiwei.
    .
    In jeder Form, ob Schwarzgeld oder ordentlich in doppelter Buchführung (Kreditoren/Debitoren) gebucht. Schachern, da sind sie gut. Aber versuche nie nie, mit ihnen kontrovers über Guttenberg zu diskutieren (das sprengt jedes Familienfest mit ihnen und führt zu familiärer Verböserung). Versuche auch nie, über das degenerierte Zinseszins-Geldsystem an sich oder über die Griechen im Besonderen mit ihnen zu reden. Sie werden nicht verstehen, was du willst. Und ebenso vergeblich wird sein, mit ihnen über das alte mythische oder das neuere kulturelle Europa und seiner Vielfalt zu reden. Wie jetzt … Zeus, Stier … ? Sie werden Bundesliga-Fussballthemen angenehmer finden und die Griechen sind für sie einfach nur ein faules Volk, das man zur Arbeit zurückführen müsse …
    Hab da so meine Erfahrungen, mein Umfeld in meiner alten Heimatgegend ist komplett schwarz /CSU. Deswegen bin ich ja ausgewandert, menno.

  12. ....aber warum nur immer...
    ….aber warum nur immer wieder das grundbescheidene Hannover, selbst von Ihnen, werter Don, als Inbegriff des Unschönen herangezogen werden muss?

  13. Applaus! Nur - es ginge auch...
    Applaus! Nur – es ginge auch noch einen Ton schärfer, gerade hier, in diesen heil’gen Hallen, wo man die Rache der Hoffnung dringend wieder kennen lernen muß. Die Zeit des Floretts ist seit den Rettungsschirmen vorbei, jetzt brauchen wir Säbel und Dolch!

  14. Was Sie bisher geschrieben...
    Was Sie bisher geschrieben haben, war ja auch schon sehr gut, aber mit diesem Interview gedenke ich, Sie, werter Don, für den Henri-Nannen Preis der journalistische Bestleistungen des Jahres 2012 vorzuschlagen. Ob ich erfolgreich sein werde, kann ich natürlich nicht versprechen.

  15. "die Illusion, die man früher...
    „die Illusion, die man früher von diesem Europa hatte“ …

  16. Als im weiteren Sinne...
    Als im weiteren Sinne Braunschweiger kann ich Dons Verachtung für Hannover nur u. Zur Form: Warum nicht! Zum Inhalt: Panikmache! Eine Pastorentochter kann Europa nichts anhaben.

  17. "die Illusion, die man früher...
    „die Illusion, die man früher von diesem Europa hatte“
    …hat Formen und Konkretionen hervorgebracht, die immer noch tragen und die, sogar im wahrsten Sinne des Wortes, noch bewohnbar sind. Für den Arsch wie für die Sinne. Solche Konkretionen konnten auch in sinnvollen Abgrenzungen bestehen, wie derjenigen des Deutschen gegenüber dem Latein, an der die deutschen Barockdichter interessiert waren. Auch in solchen ‚fruchtbringenden‘ Abgrenzungen liegt ein, wie auch immer bewußtes, Bemühen ums Europäische.
    Im übrigen bin ich der Meinung, daß die von dem ökonomischen Niedergang Betroffenen sich umso besser zur Wehr setzen können, je mehr sie sich um gut-alteuropäische Bildung kümmern. Man muß wissen, woher man kommt, will man wissen, wohin es gehen soll.

  18. Kritik auf hohem Niveau - die...
    Kritik auf hohem Niveau – die bildungsbürgerliche Exposition hätte man zu Gunsten der Krisendarstellung im Hauptteil ein wenig straffen können ansonsten ein guter Text, inhaltlich wichtig und in der Form eine schöne Abwechslung.
    In Inhalt und Form sehr gut passend ist auch diese Rede von Ingo Schulz: „Gegen die marktkonforme Demokratie – für demokratiekonforme Märkte“ aus dem Dresdner Schauspielhaus ->
    http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/SchulzeDresden.pdf

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    Wir werden jetzt alle...

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    Wir werden jetzt alle schnell noch Doktor h.c. oder gegen kleines Aufgeld Professor h.c., dürfen uns fortan zur Society der bürgerlichen Elite zählen und alles wird gut.
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    http://www.groupon.de/deals/frankfurt/doktortitel-kaufende/3735987?nlp=&CID=DE_CRM_1_0_0_62&a=16
    .
    Pofessore Alphonso… würde gar nicht mal schlecht klingen :-)
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  20. Diese Worte man sollte sie in...
    Diese Worte man sollte sie in Frankfurt im Börsensaal in die Wand einbrennen. Aber auch wenn Brüssel viel schöner als Hannover ist, stellst sich die Frage ob man es nicht abreißen sollte, weils so ein Tummelplatz der Unreinen geworden ist. Ach gäbe es dort doch nur einen Vulkan. Ein neues Pompeji zu beweinen wäre nicht das Schlechteste.

  21. Sehr schön - vielen...
    Sehr schön – vielen Dank!
    Bedenken Sie werter Don Alphonso: Europa ist eine Frau, man sollte sie nicht unter-
    schätzen.
    Sie beklagt sich, dass man sie nicht mehr liebt und sich nicht mehr nach ihr umschaut,
    sie wird nicht tot umfallen wollen – nicht in RL. Griechische Mythologie hin oder her.

  22. Mit elektronischer...
    Mit elektronischer Stentor-Stimme auf ausländisch: Placet.

  23. Zugesagt? Mehr als das! Auch...
    Zugesagt? Mehr als das! Auch formal genial, danke!

  24. Guter Beitrag.
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    Und wieder...

    Guter Beitrag.
    .
    Und wieder einmal bin ich froh und dankbar, mit den Middelhoffs, Nonnenmachers und Claassens dieser Republik auch nicht den geringsten Berührungspunkt zu haben.

  25. Es gefällt.

    Europa ist für...
    Es gefällt.
    Europa ist für mich nach wie vor dieser wunderbare Kontinent in dem ich mich frei von einem Land zu anderen bewegen kann, dass ich es bald nicht mehr merke, und mich überall zuhause fühle.
    Echt schad, wenn das alles hier wieder ins 19 Jhd. zurück fällt.

  26. Met Hermes vasischat fäahst...
    Met Hermes vasischat fäahst imme johd. Nä.
    Midm Müllemer Böötche no Kreta fahre, dodrop moßte ers ämol komme. Wie hätt de Heli us Oggersheim in de Pfalz breedbrääsisch locker met mahlenden Bäckschen jesohd: „Es gibt zu Europa keine Alternative.“ Dä Jeck do. Un op et dat jibb. Die Ahl mag esu ald se wie se will un esu schön kann se ja nit sin, wie ming Ahl schön is.

    Esch krejen ja vun minge Köllner Karnefalsgesellschaff ne Ehrensold füa ming Verdienste üm de Karnefall un um Friedebackeierkuchen un esu. Jede Mond krejen isch bar op de Krall, nä, 200.000.–Kamellscher. Dat soll mia emol eyna nomaache. De jecke Fuzzi do us Hannover, dem singe komije Sold krit er drek adens widde affjenomme. Do kannste mia vazälle watt de wills. Dä Lumpi do.

  27. Blubberklaus@: Man hätte ihn,...
    Blubberklaus@: Man hätte ihn, den besagten W. aus H. denn bei der fruchtbringenden Gesellschaft unter der Devise als Krümelmonster aufgenommen: (drosera) „Der Sonnentau, er verdaut auch Fliegenschiß“.
    http://www.plantarara.com/carnivoren_galerie/drosera/drosera.htm

  28. Die natürliche Zuchtwahl. Von...
    Die natürliche Zuchtwahl. Von der Antike bis zur Gegenwart. (Einband mit Klappentext, leicht angestossen) Von der Europa bis zu Klaus Wo t (unleserlich)und der Schwesterwelle. 5,50 €.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erotik

  29. Der geschätzte Autor und der...
    Der geschätzte Autor und der geneigte Leser mögen diese klitzekleine Anmerkung erlauben: Zeus hätte doch den Sloterdijk mit einpacken sollen. Hat der nicht in seinem Aufsatz „Die Revolution der gebenden Hand“, veröffentlicht in der FAZ (!), die Kleptokratie von Wirtschaft und Staat als eine der wesentlichen Ursachen der aktuellen sozialen Verwerfungen beschrieben. Man muss seinem Lösungsvorschlag ja nicht zustimmen, die Analyse allein ist schon lesens- und bedenkenswert.

  30. Wenn ich so bedenke, was...
    Wenn ich so bedenke, was Europa so sagte, kann er froh sein, nicht als Ankergewicht zu dienen…

  31. Bester Don,
    mehr davon! Da...

    Bester Don,
    mehr davon! Da capo, da capo! Lassen Sie es funkeln und glänzen. Die Länge ist gut, der Stil wunderbar. Da capo.

  32. Ob Europa wirklich mit Zeus...
    Ob Europa wirklich mit Zeus seinem Blitzbündel rumfuchteln durfte?
    Und eine andere Frage: Befinden wir uns hier in einem zeitlosen Raum oder steht die Geburt des Minotaurus noch bevor? Daran ließe sich trefflich verdeutlichen, dass Europa immer auch unschöne Überraschungen parat hat.

  33. Also Don, ich halte von diesem...
    Also Don, ich halte von diesem Text nichts , aber eine Menge auf Loyalität unter Autoren. Amen.

  34. Als Binnenländer, auch nicht...
    Als Binnenländer, auch nicht an einem baierischen Edelsee residierend, weiss ich nicht, was es mit einem Ankergewicht auf sich hat.

  35. Werter Don,
    ich bin ebenfalls...

    Werter Don,
    ich bin ebenfalls schockiert von der Nachricht von Europas Abreise – und ein bisschen neidisch auf Sie wegen der Gelegenheit zu einer Reise nach Kreta. Bleiben Sie doch noch ein wenig und geniessen Sie den Frühling.
    .
    Ansonsten würde ich der werten Dame durch Sie auch noch eine Anregung zukommen lassen: Ich verstehe ja, dass es Sie zu den Wurzeln zurückzieht. Matala ist jedoch wohl nicht mehr das, was es mal. Als alternativen Abreiseort würde ich den Südosten empfehlen. Um die Jahreszeit ist es dort wärmer und sonniger. Oder aber Agia Roumeli, wo auch der griechische König 1941 vor den anrückenden Deutschen die Flucht angetreten hat…

  36. Jedenfalls aber verleiht...
    Jedenfalls aber verleiht dieses Gleichnis der Polemik eine größere Anschaulichkeit! Und wenn man dieses Verfahren konsequent fortsetzte, böte die griechische Mythologie noch viel mehr anschauliches Material. So könnte man dem Bildungsbürger, der Bildung allenfalls noch vortäuscht, mit der Polemik noch ein bißchen antike Sachkenntnis unterjubeln. Allerdings könnte es auf Dauer durchaus passieren, dass man sich selbst in den Ränken der Mythologie verfängt! Aber der Spaß wäre es wert. Und was gäbe besser Aufschluss über ein Identitätsproblem bei Europa als das verwirrende Spiel mit mythologischen Bezügen.

  37. @Vroni 12:28 muscat...
    @Vroni 12:28 muscat 10:28
    Danke, daß Sie Ihre Verachtung für die letzten CDU Wähler aufsparen. Ich zähle mich nicht zu den Ersten, aber doch zu denen, die soviel wissen, daß sie recht wenig wissen. Also nicht zu den letzten.
    Man lernt dazu. Jetzt wähle ich manchmal FDP. Obwohl ich Frau Weisband bewundere und einzelne Haltungen der Grünen teile und manche ihrer Forderungen begrüße.
    Den Don Alphonso mit dem häßlichen Schimpfwort als Nachnamen, den verschlinge ich mit Begeisterung – dennoch wähle ich FDP oder ungültig.
    Wollen Sie mich da als Depp bezeichnen? Ich würde Idiotos vorziehen, denn auf diese Haltung werde ich mich wohl bald zurückziehen.

  38. Asien, Asien!
    .
    Vater Himmel,...

    Asien, Asien!
    .
    Vater Himmel, Mutter Erde
    Nähren nur die Besten
    Hunderttausend wilde Pferde
    Auf dem Weg nach Westen …

  39. "Kurberichterstatter"....
    „Kurberichterstatter“. Herrlich. Hatte kurz darüber nachgedacht, ob nicht Kurzberichterstatter gemeint war. Angesichts der Länge des Textes habe ich das aber verworfen.
    Feiner Text, aber vermutlich zu anspruchsvoll für die, die ihn lesen müssten und verstehen sollten.

  40. Dies hier oben und die...
    Dies hier oben und die Dresdner Rede vom Ingo Schulze: endlich mal Berufene, die es können und sich trauen: die Wahrheit sagen und schreiben.

  41. @Usedomer: nein, nicht zu...
    @Usedomer: nein, nicht zu anspruchsvoll. er ist anschaulich! Er zeigt, dass das „wahre“ Europa auf die Leute herabsieht, für die Europa nur ne Ware ist.
    Ich weiß noch nicht mal, ob ich diese Meinung teile, aber die Herablassung kommt wirklich sehr deutlich rüber!

  42. Seufz. Eine Runde Untergang...
    Seufz. Eine Runde Untergang des christlichen Abendlandes, aus der Sicht eines „Bildungsbürgers“. Für die geht die Welt allerdings schon unter, seitdem sie von menschen erkannt wird. Und eine Göttin sollte wirklich mehr Überblick haben, als der Don :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  43. Gelungener Versuch. Sicher...
    Gelungener Versuch. Sicher auch gut im Druck, aber bitte nur als Parallelveröffentlichung. Auf die Kommentare würde ich nur ungern verzichten – mal abgesehen von solchem Unfug wie unter „Antiquarius“

  44. Was bleibt denn von der Idee...
    Was bleibt denn von der Idee „Europa“ wenn wir den wirtschaftlichen Teil ausklammern? Es gibt keine gemeinsame europäische Identität, es gibt keine gemeinsamen europäischen Diskurse. Europa war schon immer ein Elitenprojekt, das den Menschen von oben herab übergestülpt wurde. Früher mittels militärischem Zwang, heute durch ökonomischen Zwang. Mit dem Scheitern des Euros, würde abermals die Idee Europa scheitern, weil man es einfach versäumt hat in anderen Politikfeldern einem europäischen Gedanken zu folgen.

  45. Ich fürchte, Druck ist eher...
    Ich fürchte, Druck ist eher nicht so das, wo man so etwas lesen wird. Es gng mir so mehr um die Frage, ob so etwas überhaupt ankommt. Vielleicht mag das Publikum ja doch eher eine Tanzbiennale oder eine Premiere in Aachen, und für mich ist das auch mal was anderes – also frage ich. Die Meinung des Publikums ist mir wichtig.

  46. veil of ignorance, ich bringe...
    veil of ignorance, ich bringe Europa durchaus so etwas wie eine Grundverbundenheit entgegen, einfach, weil meine Heimat in Europa ist, und es beim Verreisen nicht umbricht, sondern sich ganz langsam verändert (gewisse Sektoren von Vorsibirien mal ausgenommen) Im Nahen Osten und un den USA merkt man sofort, dass man nicht in Europa ist. Die Kleinheit des Kontinents hilft dabei sucher auch.

  47. Mir gefällts ebenfalls.
    .
    Die...

    Mir gefällts ebenfalls.
    .
    Die Tragik der Europa ist leider, dass Politiker und Bürokraten die Abkürzung über die Währungsunion nehmen wollten. Nun da sie am (auf jeder Ökonomiekarte verzeichneten) Abgrund stehen kein Weg zurück mehr finden/wagen.
    .
    Die Verdriesslich- und Mutlosigkeit mit der Mutti der Debatte zum Feta-Paket lauschte, signalisiert mir, dass sie keine Kraft mehr hat, uns den Weg zurück aufzuzeigen.

  48. Inzwischen versinken ganze...
    Inzwischen versinken ganze über Schiffs-Fonds finanzierte Handesflotten schneller als spanische Armada vor England, milliardenteuere Immobilien in Fonds müssen verramscht werden und Millionen von Kapitalversicherungen und Riester-Sparplänen werden in den nächsten Jahren Wasser saufen gehen.
    .
    Und wie reagieren die Betroffenen wenn sie die Auguren dieser chlechten Botschaften hören? Gar nicht.
    Ich habe in den letzten Monaten wieder lernen müssen, mir ein Beispiel an meinem alten Herren zu nehmen. Er war schon ein toller Hecht, im Juli 1945 grade mal 21 Jahre alt geworden. Kein Blick zurück, das in Schutt und Asche liegende Elternhaus und eigene Not vergessend, rappelte er sich hoch und lebte er ab da nach der Devise “mache dir keine Gedanken über morgen, lebe und was soll uns nach den letzten 15 Jahren jetzt noch unterkriegen?“
    Ach ja, Don. Einer der besten Beiträge der letzten Zeit.
    .

  49. Ich komme mir ein wenig vor...
    Ich komme mir ein wenig vor als wäre dies die Sendung, bei der der Moderator aus dem Off diesen vollbärtigen, immergleichen Schauspieler interviewt, der dann, improvisierenderweise, ringend um logische Konsistenz, versucht Antworten zu geben.
    Wobei der Don, im Gegensatz zu besagter Sendung, immerhin eine Diskusson anregt und auch ein Thema zu bieten hat.
    Danke.

  50. Trefflich und sehr...
    Trefflich und sehr unterhaltsam, Euer Liebden. Manchmal könnte man pessimistisch meinen, dass wir Europäer nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera hätten. Aber noch ist hier vieles besser als in anderen Regionen der Erde.
    Wenn wir bei der Antike bleiben wollen: Wo ist der Held, der mit seinem Geld die nächste Runde bestellt, pardon, den Augiasstall ausmistet ?

  51. melursus, also bitte, jetzt...
    melursus, also bitte, jetzt grämen Sie sich doch nicht so… habe extra einen Schrägstrich zwischen die Deppen und die CDU-Wähler gesetzt.
    ;-)

  52. Wolfgang Unger@: Lieber...
    Wolfgang Unger@: Lieber Wolfgang. Nehme alles von dem Unfug, aber auch wirklich alles zurück, sogar den Link. Und behaupte das Gegenteil.

    @: „Europa“ haben wir allerdings im A. nur noch im Ausverkauf. Alles vergriffen. Da fragen nur noch Börsianer nach.

    DA@: Eine Tanzbiennale wäre nicht schlecht. Motto: „Après nous le déluge.“

  53. Doch ich sage euch: Es wird...
    Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher gehen am Jüngsten Gericht als euch. Insofern bräuchten wir uns also gar nicht so anzustrengen. Im übrigen glaube ich, daß das was wir heute Europäische Union nennen im Kern immer nur ein politisches und wirtschaftliches Projekt war und nie ein geistiges oder kulturelles. Die einzige erfreuliche Hervorbringung dieser Art war die Show von Hans-Joachim Kulenkampff. Die Essenz des geistigen Europäertums war immer tiefer gegründet als temporäre politische und wirtschaftliche Mißhelligkeiten. Es wird auch diese Krise überleben.
    Zur formalen Gestaltung gibt es nur Zustimmung. Die blitzeschwingende Europa und der koffertragende Zeus sind eben die Ergebnisse des letzten Fortschritts. Ein wenig Kritik will mir allerdings doch auf die Zunge. Bei solchen Toten- und Göttergesprächen ist die Wahl des Gegenübers von entscheidender Bedeutung. Die Fallhöhe muß stimmen. Eine ansonsten nicht weiter wichtige mythologische Prinzessin, naja. Mich würde es mehr erschüttern, wenn Harry Graf Kessler als überzeugter und praktizierender Europäer nach Peking umziehen würde. Oder Brecht auf dem Weg in die Emigration das Paradies der Werktätigen schnellstmöglich durcheilte, um am Busen des faulenden und parasitären Kapitalismus auszuruhen. Nicht, ohne das Buch Taoteking zu hinterlassen.

  54. Grundsätzlich unter...
    Grundsätzlich unter (Ver-)Wert(ungs-)gesichtspunkten: Europa den Europäern.

    Eine Königstochter wie Europe, sie war keine Göttin, urteilte streng nach Opportunitäten, nämlich nach ihren Claneigenen. Sie wäre sonst nicht mehr verheiratungsfähig gewesen. Dem Stiersprung entsprossen immerhin (der Sage nach) drei Söhne.

  55. Ganz gewiss gefällts!
    Mir...

    Ganz gewiss gefällts!
    Mir kam aber von einer Dame zu Ohren, die nicht zufrieden ist, da sie sich für kompetenter hält. Mme Penelope hätte gerne ihre Erfahrungen mit ungebetenen Dauergästen, sich dazu noch als Verehrer ausgebenden Verschwendern fremden Gutes einem größeren publico mit Hilfe der Formulierungskünste des Herrn Alphonso kundgetan.
    Sie ist außerdem der Ansicht, dass die Methode Odysseus – alle totschlagen und nach einer gewissen Frist auf die nächste Irrfahrt zu gehen – nicht für nachahmenswert zu erachten ist.

  56. HansMeier555@: Vom Herkommen...
    HansMeier555@: Vom Herkommen her, ist Mutti streng genommen eher eine Halbasiatin, sie hat sowas skythisches an sich.

  57. @Thorsten Haupt – Da man...
    @Thorsten Haupt – Da man davon ausgehen kann, dass die Göttin alle Kunstfertigkeiten Europas in sich vereint, kann man mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass die Einladung nur eine List war – um davon abzulenken, was Madame Europa wirklich vorhat.

  58. @HansMeier555, wäre es nicht...
    @HansMeier555, wäre es nicht an der Zeit, den Reitern dieser hunderttausend wilden
    Pferden mal ne e-mail zu schicken um sie darüber aufzuklären wie klein der Weidegrund
    auch in Belgien und in Brüssel für die lieben Tierchen ist? Das kann sich ein Asiate ja
    nicht vorstellen.

  59. Liebes Kreta Radio, ich hätte...
    Liebes Kreta Radio, ich hätte da auch noch einen Beitrags-Vorschlag für Eure Webseite:
    .
    Dass die Fetas es nicht ernst meinen mit dem Eintreiben von Steuern Ihrer reichen Oberschicht, so dass allen Ankündigungen letztlich das Fundament fehlt, erkenne ich an folgenden einfachen Sachverhalten:
    .
    Es wurde eine „Liste der Schande“ publiziert. Warum ging diese Liste mit Name, Geburtsdatum- und -ort nicht an die EUR-Länder (inkl. Schweiz) mit der Massgabe sämtliche verbundenen:
    – Konten und Depots zu sperren und zu melden?
    – Grundstücks- und Yachtkäufe der letzten 5 Jahre zu melden?
    .
    Die Fetas haben kein Grundbuch, in das eine Zwangshypothek eingetragen werden könnte? Warum nicht ersatzweise 25% auf den Verkaufspreis als Steuer einbehalten?Um Unterverbriefung zu vermeiden wird über das Land eine Mindesterlöskarte (ähnlich unseren Einheitswerten) gelegt!
    .
    Mit derlei Massnahmen wäre ernsthaftes Bemühen erkennbar. Stattdessen nur Symbolik, Theatralik und Kürzungen bei den Schwächeren, um sie auf die Strasse zu treiben.
    .
    Die Fetas meinen es mit Ihrer reichen Oberschicht -die an den Importen der letzten Jahrzehnte prächtig verdient und das Geld auf Auslandskonten deponiert hat- einfach nicht ernst!

  60. <p>Ein hochinteressanter Text...
    Ein hochinteressanter Text ergibt sich auch, wenn man den bei Wikipedia verfügbaren Teil aus Herodot maschinell übersetzen läßt (‚History’/G’schichterl, IV. Buch,45). Schon im 5. Jahrhundert B.C. wußte man offenbar, daß die vom Don beschriebene Dame Asiatin ist. Wie man sagt, wurde Sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Kreta ‚getraffickt‘, sie hat aber -außer eben dem heißen Sand in Matala- von Europa ansonsten wohl nichts gesehen. Herodot schreibt:
    „Es ist nicht bekannt, woher der Name für Europa abgeleitet wurde, noch wer ihm den Namen gab, es sei denn, wir, dass Europa so wurde nach der Tyria Europa genannt wird, und vor ihrer Zeit war namenlos, wie die anderen Divisionen sagen. Aber es ist sicher, dass Europa eine Asiatin, und nie auch nur einen Fuß auf das Land, das die Griechen jetzt Europa nennen, nur Segel aus Phönizien nach Kreta und von Kreta nach Lykien war. Aber lasst uns aufhören diese Fragen. Wir werden uns weiterhin um die Namen der Sonderanfertigungen und Sanktionen zu verwenden.“
    Was lernen wir also von Herodot? …Nun, mit dem ‚Perser‘ war noch nie gut Kirschenessen, und mit welcher Währung der Helene seine Oliven abrechnet, ist schnuppe, denn ‚Europa‘ besteht schon seit fast 2,5K Jahren aus „Sonderanfertigungen und Sanktionen“ ! Raubrittertum, Piraterie und Hochverrat gab es ebenfalls schon immer, nur die Sanktionen wechseln halt. Geschichte wiederholt sich, Abendessen ist fertig !

  61. Oh Götter: "Ich reite niiee...
    Oh Götter: „Ich reite niiee wieder auf einem Stier. Mein Kleid! Worauf habe ich mich nur eingelassen!!!“

  62. @muscat 12:12 Danke sehr, so...
    @muscat 12:12 Danke sehr, so ein kleiner Strich macht doch einen Unterschied. Zumindest freut es mich, daß Sie freundlich geantwortet haben. Noch einen schönen Abend wünscht (es ist schon spät) der sloth baer

  63. Welch' wundersame Frage von...
    Welch‘ wundersame Frage von Ihnen. Für mich war das einer Ihrer besten Beiträge!

  64. Die alte Dame wird noch...
    Die alte Dame wird noch Einiges aushalten müssen, bevor der geknechtete Göttervater die Koffer in den Orkus schleppen darf.
    Jetzt nehmen wir demnächst erst einmal die Freunde des Amselfelds in die EU auf, die wir noch vor ein paar Jahren fröhlich zugebombt haben. But: Welche Alternativen hätten wir denn ?

  65. felis s. lybica@: Ich bitte...
    felis s. lybica@: Ich bitte Sie. Wer möchte schon ‚getraffickt‘ werden? Unter solchen Umständen. Wie sie jetzt, gegenwärtig obwalten.

  66. Den Mythos verändern
    .
    Meine...

    Den Mythos verändern
    .
    Meine Imagination zu diesem Thema, angeregt von Karl Lagerfelds geistreicher Skizze, hört sich wie folgt an: http://blog.herold-binsack.eu/?p=2018

  67. Ja, gefällt mir gut. Das ist...
    Ja, gefällt mir gut. Das ist wunderbar zu lesen.

  68. Danke Don! Besser kann man...
    Danke Don! Besser kann man „Not in our name!“ nicht sagen.
    .
    Zu lang ist der Text ohnehin nicht. Ich hätte gern noch mehr davon gelesen.

  69. Eindrucksvoll geschrieben. Den...
    Eindrucksvoll geschrieben. Den Konflikt zwischen den Berufseuropäern, die doch nur von anderer Leute Geld leben, und denen, die Europa im Herzen tragen, haben Sie treffend verbildlicht. Geist und Geld, Vernunft und Verstand finden doch zusammen in einer Perspektive, bei der es um ein gelebtes Europa geht. Ein Europa, in dem auch wir Deutsche verstehen, dass wir uns Freunde nicht kaufen können.
    Warum denn kürzen? Wer bei diesem Spannungsbogen die Länge scheut, steigt ohnehin schon am Anfang aus.

  70. Lieber Don,
    nicht zu lang,...

    Lieber Don,
    nicht zu lang, aber eher zu weich, wünsche mir mehr …. Offenheit, wie im Rebellmarkt
    machen Sie weiter so, ich habe alle letzten Artikel mitgelesen, aber zum kommentieren
    fehlt mir die Zeit, zu den Russinnen, wie wärs mit Soylent Green
    http://de.wikipedia.org/wiki/%E2%80%A6Jahr_2022%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen
    Tut mir leid , aber weniger sarkastisch kann ich im Moment nicht

  71. Da bin ich überrascht. Dass...
    Da bin ich überrascht. Dass DA und andere auf diesem Blog so viel über die Altgriechen wissen.
    P.S. Sissi’s large white house in Corfu was turned into a casino.

  72. ein echt gutes ding !...
    ein echt gutes ding ! ……hunter s alphonso ;-)

  73. @the great artiste
    ich mag...

    @the great artiste
    ich mag Ihre Kommentare
    @ donna laura
    bei Ihnen finde ich es immer sehr amüsant
    @filou
    den hab ich letztens aus dem Keller geholt, schmeckte sch…. na,ja
    zu lange gewartet
    http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/weintheajmylf1.jpg

  74. Klassische Archäologie im...
    Klassische Archäologie im Nebenfach.

  75. Dieser Text ist einfach ein...
    Dieser Text ist einfach ein ästhetischer Genuss! Ein moderner Mythos „Europa“.
    Aber wenn ich meinen Verstand der vagabundierenden Phantasie vorschalte, melden sich doch Fragen:
    Was heißt hier: „gemeinsame Kultur und Werte“?
    Europa als „Wiege der Demokratie“: Ich sehe in der Antike eine kleine griechische Krieger- und Gelehrten-Elite, die von einer namenlosen Menge ohne Bürgerrechte im heutigen Sinn zwangsweise alimentiert wurde.
    Ich sehe im Mittelalter einen supranationalen Adel und eine supranationale kirchliche Hierarchie, die sich – europaweit, wie man heute sagen würde – einen Herrschafts- und Interaktionsraum erobert hatten (Kriege untereinander nicht ausgeschlossen).
    Und heute: Was verbindet Bewohner aus den Peripherien des Euro-Raumes? Gleicher Konsum für alle?

  76. Das hat Freude gemacht! Und...
    Das hat Freude gemacht! Und beim Anblick des Feuers „das mal Ihr Ruderboot war“, habe ich sogar ein bisschen geweint…

  77. Muh!...
    Muh!

  78. ... Ich musste irgendwie an...
    … Ich musste irgendwie an diesen Wahlspot der SPD zur Europawahl 1989 („Wir sind Europa!“) denken, der ist so grauslig, dass er schon wieder gut ist:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=KaZD_uaXjBk
    .
    Tscha, ich glaub, das wird nix mehr mit dieser Idee. Da hilft jetzt auch kein Defibrillator.
    .
    Noch ein passendes Zitat von Tennessee Williams:
    „Ich sage dir, dieses Europa ist nichts anderes als eine einzige große Auktion. Das ist alles, was man darüber sagen kann, nichts als ein großer Inventurausverkauf.“

  79. Chaîre, o Europa, poson algos...
    Chaîre, o Europa, poson algos kathethles. Lestes polloi se diokoun.
    Oder Zeus, ach Zeus, warum hast du Europa gebracht, hast sie ins Exil entführt wie Paris Helena? Hier nun verschmachtet sie zerissen von gierigen Völkern. Fürstengleich war sie einst, doch nun in den Staub getreten, eine Wurmin verachtet von allem Volk.
    Nein Humor beiseite: Mir fällt nur das Erste Klagelied Jeremias ein. Ich sehe düster, ehrlich sehr düster für die Zukunft Europas

  80. Das Beste, was ich seit langem...
    Das Beste, was ich seit langem zum Thema gelesen habe.

  81. Ein aesthetischer wie...
    Ein aesthetischer wie politisch-philosophischer Genuss, dieser Text, fürwahr.
    Weg mit den Euro-Kleptokraten, deren Handeln die europäische Idee von Freiheit und Freizügigkeit mit Gleichheit und Gleichmacherei verwechseln.
    Deren Agieren das kleine klassische Griechenschuldenproblemchen zu einer Katastrophe verwandelt haben, weil sie nicht bemerkten, dass sie den Spekulanten in der schönen neuen Welt damit einen gehebelten Blankoscheck ausgestellt haben.
    Weg mit dem „Übel aus der Uckermark“, die mit ihrer pseudo-protestantisch-sozialistischen Gesinnungsethik, deren Herkunft nur aus einem tiefrotem Pfarrhaus stammen kann, den Hebel weiterhebelt und so tut, als wehre sie sich auch noch.
    Weg mit den dramtischen Nacht- und Sonntagsprimetimeaktionen der Politikprofis, die uns vorspielen, mal wieder alles „gegeben zu haben“, sich aufgerieben zu haben, um dann letztlich doch einer kleinen Phalanx von Hedgefondsproleten weitere Kontributionen für deren neo-neo Residenzen in den Hamptons und Berkshires, den Wallstreets und Parklanes zu zahlen.
    Lässt die Götter und die Propheten des Alten Europas nicht ziehen!

  82. @diktionaftis, "ich sage dir,...
    @diktionaftis, „ich sage dir, dieses Europa ist nichts anderes als eine einzige große
    Auktion. Das ist alles, was man darüber sagen kann, nichts als ein großer Inventurausverkauf,“
    Das Zitat sagt mehr über Tennessee Williams aus, als über Europa. Die Amerikaner
    können sich mit den Asiaten, was Europa angeht, die Hände reichen, wenn es nach denen gegangen
    wäre, gäbe es Europa schon lange nicht mehr und Zeus hätte heute nichts mehr zum einpacken.

  83. Übrigens war Europa nicht die...
    Übrigens war Europa nicht die Einzige aus der Familie des Agenor, die Zeus auf seine unnachahmliche Art „beglückte“.
    Auch die Tochter des Bruders (Kadmos) der Europa, also ihre Nichte, musste dran glauben. Semele war die Mutter von Dionysos, dem Gott des Weines und der Ekstase. Allerdings war sie bei seiner Geburt bereits verstorben, ein Blitz des Göttervaters hatte sie erwischt. Zeus hat sich den Ungeborenen in den Oberschenkel genäht und wenig später selbst zur Welt gebracht.
    Dat war schon ein toller Hecht, der olle Zeus! Mein lieber Herr Gesangsverein!

  84. @E.R. Binvonhier...
    @E.R. Binvonhier (23:01)
    Stimmt.
    (Das Zitat stammt übrigens aus: „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ („Cat On a Hot Tin Roof“), entstanden Mitte der Fünfziger des letzten Jahrhunderts.)
    .
    Normalerweise würde ich US-Amerikanern auch nicht allzuviel Ahnung Europa betreffend attestieren, Herr Williams lebte indes immerhin ein paar Jahre in Rom …

  85. " Deren Agieren das kleine...
    “ Deren Agieren das kleine klassische Griechenschuldenproblemchen zu einer
    Katastrophe haben werden lassen…“
    Wooster, danke für diese Klarstellung.

  86. yippie, erst reis (sic!) ich...
    yippie, erst reis (sic!) ich mir europa unter den nagel und dann schlacht ich den stier – und den bullen dazu:
    „Pardon wird nicht gegeben, Gefangene nicht gemacht. Wer euch in die Hände fällt, sei in eurer Hand. Wie vor tausend Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in der Überlieferung gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutschlands in China in einer solchen Weise bekannt werden, daß niemals wieder ein Chinese es wagt, etwa einen Deutschen auch nur scheel anzusehen!“
    falsches zitat? quatsch: eine gute kopie!

  87. köstlich...
    köstlich

  88. @langfingfangpeng (23:47)
    Zum...

    @langfingfangpeng (23:47)
    Zum Thema „Boxeraufstand“ (->“Hunnenrede“) erschien vor ein paar Jahren ein Roman von Gerhard Seyfried, der wohl eher als Comic-Zeichner bekannt ist.
    Titel: „Gelber Wind“
    Der Link:
    http://www.seyfried-berlin.de/autor/gelberwind.php

  89. Ihnen ist etwas Besonderes...
    Ihnen ist etwas Besonderes gelungen, Don.
    Wir müssen allerdings einmal erwähnen (es klang in den Kommentaren schon an „was heißt hier gemeinsame Kultur und Werte“), dass unser Begriff Europa durchtränkt ist von der Gewissheit des alten Westens, die schon Jahrzehnte nur beim Tanz um sich selber verfängt: man sagt Europa und meint Westeuropa. Man sagt Europa und meint die europäische Montanunion („EU“). Man sagt Europa und meint die Länder der Währungsgruppe. Darin sind auch Sie, ich und neun von zehn Lesern Ihres Beitrages befangen. Deshalb funktioniert er so gut.
    Stimmt ja auch, das ist der Kulturkreis. Wir gutmenschelnden Westler suchen die geographischen Grenzen Europas nun mal nicht im Uralgebirge.
    Fünfundzwanzig Jahre zurückgedacht hätte das Fölletong Europa geschrieben, und Prag, Ostberlin und Warschau wären nicht gemeint gewesen.

    Versöhnlich: Ein Freund von mir pflegt sich seit seiner Studentenzeit in der tiefsten Ostzone in den achtziger Jahren stets vorzustellen mit den Worten: „Schulze, Europa.“

  90. @Fritz,00:23 : Europa, von dem...
    @Fritz,00:23 : Europa, von dem Ihre Rede geht, ist doch auch das Europa zu dem die
    einem dazugehören und wieder andere ausrauben wollen.
    ^^^…irgendwie komisch???

  91. Ich habe über den Text zu...
    Ich habe über den Text zu tiefst traurig geschmunzelt.
    Guter Text, böse Umstände die er beschreibt.
    Die Abhängigen haben nicht einmal den Schutz der Moral ihrer „Besitzer“. Es ist eine verkommene Zeit.

  92. Gut . weniger depressiv als...
    Gut . weniger depressiv als in den letzten Monaten . mfG , T.

  93. Super! An dieser Stelle...
    Super! An dieser Stelle möchte ich der FAZ eine Liebeserklärung machen! Dass sie nämlich Autoren Raum gibt, die vor der neoliberalen Milchmädchenlogik noch nicht kapituliert haben.

  94. Vielen Dank, Don, ein echtes...
    Vielen Dank, Don, ein echtes Highlight.
    Verehrteste würde sich sicherlich überanstrengen, gegen alle Schänder Europas Blitze zu schleudern.
    Zum Trost der verbliebenen Europäer: es ist das Europa Brüssels, welches gerade den Bach herunter geht. Die antidemokratische Superbehörde, die aus Gründen des Gläubigerschutzes aus souveränen Staaten Protektorate macht, den Hunger die Obdachlosigkeit und die Verarmung breiter Bevölkerungschichten an die Küsten Europas zurück gebracht hat. Privatisierung gesellschaftlicher Infrastruktur statt der Verstaatlichung von Banken, welche ihre Risiken nicht im Griff haben. Riesige Geldmengen werden ausgegeliehen und sofort im neoliberalen Kasino für die nächste Zockerei eingesetzt.
    Als Mensch, der seine Identität auch als europäisch begreift, sucht die rechte Hand schon krampfhaft nach der Fernbedienung, so schlecht ist der Film.
    Not my government, not my europe.

  95. traurig, aber lest euch mal...
    traurig, aber lest euch mal die kommentare durch
    als ob sie den text nicht gelesen hätten
    kein verständnis

  96. Werter Don Alphonso,

    es war...
    Werter Don Alphonso,
    es war ganz wunderbar. Ich verneige mich!
    Gerührt,
    Winfried

  97. Im Gegenteil, es war der erste...
    Im Gegenteil, es war der erste Eintrag Ihres Blogs, den ich bis zur letzten Zeile las. Sehr schön!

  98. Sehr guter Artikel, aber...
    Sehr guter Artikel, aber leider wird so ein Artikel nicht im Leidmedium Deutschlands stehen. Für die Blöid ist das schon wieder zuviel Text. Schade, aber wie gesagt eine sehr schöne Arbeit.

  99. Man kann es freilich auch aus...
    Man kann es freilich auch aus der Perspektive der um 2500 v. Chr. großpersisch kontrollierten „Gemeinsamen Wirtschaftsregion/ regierung“ -schon seinerzeit auf immerhin drei Kontinenten !- sehen: Wer muckt auf, spielt falsch und macht schließlich alles kaputt ? … Genau ! … *olivenölkaufenmuss* felis

  100. Lieber melursus,
    "Wollen Sie...

    Lieber melursus,
    „Wollen Sie mich da als Depp bezeichnen?“.
    .
    Ja woher denn? Wie muscat schon sagte, man beachte den Schrägstrich.
    Leider habe ich vergessen, ein Schrägstrich / FDP hinzu zu fügen. Diese Neo-Kameraden wählte ich nicht, eher hackte ich mir die Hand ab.

  101. Sehr geehrter Herr...
    Sehr geehrter Herr Meyer,
    auch wenn ich Sie vor geraumer Zeit per Mail bat, doch einmal Kontakt aufzunehmen und Sie das nicht taten, möchte ich doch Ihrer Bitte entsprechen und Ihren Beitrag hier kommentieren:
    Einfach großartig.
    (Also Ihrem Standard entsprechend.)
    Freundliche Grüße
    Arnulf Haubold

  102. Das es eine Art hat. Erst...
    Das es eine Art hat. Erst wird´se betäubt mit allen Künsten der Medienwelt, belullert in talkshows, danach mit milliardenteuren Meilensteinen zugeschmissen, schliesslich auch noch ausgezuzzelt. Und schon nicht mehr krauchend könnend, ausgeraubt bis aufs letzte Hemd. Nein, bis aufs Nackichte, das letzte Hemd wird ihr auch noch gestrilzt. Der guten Europe.
    Vergebens versuchen Altphilologen, Archäologen, Stratigraphen der Theoriengeschichte, Philosophen transzendenter und materialistischer Schulen,
    im Verbund mit Theologen ihr einen zukunftsweisenden Epitaph zu setzen. Nutzt nischte, alles zerschellt an skythischer, hyperboräischer Borniertheit und technnokratischer Attitude, sich gar höhnisch mit ihrem Namen schmückend.
    O tempora! o mores!…………………… (Das dich der und der holen möge. Es heißt ja, so in alten Berichten, dass jeder Mensch von Geburt an einen Engel und einen Teufel zur Seite stehen habe. Mal sehen, wer die Überhand gewinnt. )

  103. Vroni@: Ihre abgehackte Hand...
    Vroni@: Ihre abgehackte Hand wird als Reliquie in einem goldenen Schrein der Widerstandsgeschichte der Politik im Tempel der Vernunft allgemeiner Adoration überantwortet. Einhändig wird der K(r)ampf um Europa weiter geführt. Also soll es geschehen.

  104. Einfach nur herrlich....
    Einfach nur herrlich.

  105. Don Alphonso

    Nada mas que...
    Don Alphonso
    Nada mas que gracias!
    (Alles andere wurde ja bereits gesagt.)
    Von jemanden der überall in Europa zu Hause ist.

  106. Eine wunderbare Ode an das...
    Eine wunderbare Ode an das gemeinsame Europa, an die Idee die nun Stück für Stück auf den Altären der Finanzindustrie geopfert wird.

  107. Schöner Artikel. Gratulation;...
    Schöner Artikel. Gratulation; wo bekommt man im Auftrag der FAZ schon einmal Ambrosia kredenzt, man muss es sich schon selbst erschreiben.
    Ich vermute ja, dass Europa in „hidden agenda“ Sidon nur anlaufen wird, um einen geeigneten Pass zu besorgen, mit dem sie dann viele Monate später, nur falls Sie weiter mitrudern sollten, z. B. im Hamburger Hafen einlaufend mit Recht als Polytheistin aus monotheistischem Sumpf kommend Asyl beantragen kann, um noch später einmal einen bordeauxroten Pass innerhalb der EU zu bekommen. Als staatenlose Göttin hat man ja nur Nachteile. Mich würde es freuen, wenn solcher Plan des alten Mädchens klappen würde. Wahrscheinlich haben sie sich als nun investigativer Journalist nur deshalb an Bord komplimentiert. Wie heißt das Schiff der Göttin eigentlich? Nomen ist oft Omen.
    Schade finde ich, dass Sie bezüglich der Europäischen Union kleinmütig nur die Klischees nachzeichnen, obwohl Sie sich doch im Text klar pro-europäisch positionieren. Es stimmt doch gar nicht, dass wir in der EU weniger Demokratie und nur mehr abgehobene Technokraten aus Brüssel bekommen. Das Europäische Parlament ist viel besser als sein Ruf und hat auch schon mehr Macht bekommen, die Technokraten aus Brüssel machen auch zuweilen einen guten Job. Was fehlt, ist eine gesamteuropäische Öffentlichkeit, obwohl die in kleineren Bereichen bereits im entstehen ist. In der Wissenschaft gibt es dieses gemeinsame Europa bereits in Teilen, und wo es stattfindet, schlägt es die nationalstaatlichen Bemühungen meist um Längen, weil es den etablierten nationalen Kleinklüngel z. b. im Begutachtungswesen erst einmal ausmerzt. Ich kann jedenfalls sagen, dass meine Lebensqualität durch Brüsseler Direktiven massiv verbessert wurde und ich bin froh, dass ich im Ernstfall auch in Luxemburg Recht suchen könnte. Ansonsten, mehr davon, Sie Goldfeder.

  108. Danke ! Super Beitrag. Aber...
    Danke ! Super Beitrag. Aber warum so pessimistisch ?
    Europa hat doch schon ganz andere Zeiten überstanden.

  109. Europa hat schon viele...
    Europa hat schon viele Währungen kommen und gehen gesehen, ohne gleich depressiv zu werden. Wieder ein Blütentraum geplatzt. Was macht es, wenn ein paar Falschmünzer auffliegen ? Wird deshalb die Sonne über Europa nicht mehr scheinen ? Um Europa braucht man sich aus dem Blickwinkel keine Sorgen machen.

  110. Lustige Ökonomen-Analyse und...
    Lustige Ökonomen-Analyse und lustige Fotos im gleichen Sinn seit September 2011 (Bundestagsbeschluss) :
    marfintettes com : Die Marfinetten der Finanzwirtschaft, also der Marfinosi.
    Ja, Madame Europa übertreibt nicht. Wer verliebt ist in das Europa der Kulturen, jahrzehntelang in ihnen Gast war, ist angeekelt von dem, was Brüssels Subventionen-Lobbykratie daraus gemacht hat und wie sie sich über alles Ökonomenwissen machtgierig hinweg setzt.
    Schon seit 2003 : ami7 com Parodie über das Europa der Geldverbrenner
    und vox7 com wie alles um 2003 noch hätte verhindet werden können.
    Dass der Gott der FAZ-Kommentar-Filter.-Einheit mir diese Schleichwerbung verzeihen möge, dafür flehe ich die Fürsprache der gütigen sexy Göttin Europa an.

  111. glückwunsch, lieber Don...
    glückwunsch, lieber Don Alphonso! ganz wunderbar geschrieben, da capo al fine, wirklich sehr amüsant! weiter so, mehr davon!

  112. Sehr geehrter Don,
    kompliment!...

    Sehr geehrter Don,
    kompliment! Gute Idee und glänzend realisiert.
    Als Wahl-Piemonteser bin ich froh, dass es die EU gibt.
    Und wir sollten sie nicht wegen ein paar Billionen aufs Spiel setzen.
    Deutschland provitiert am meisten.
    Sonnige Grüße vom Ortasee.

  113. Wer sagts denn: Heissa, gar...
    Wer sagts denn: Heissa, gar lustig gehets im Alten Europa zu. Wer Sorgen hat auch Likör, liebe Europe atzet Euch an meinem Fläsch´chen. (Ge-)Beraubt seid nicht nur Ihr worden, gedenket nur der schönen Helena.
    http://www.youtube.com/watch?v=ojGrxvEPGTU

  114. Lang ersehnt in Hellas (130...
    Lang ersehnt in Hellas (130 Milliards) von verantwortungsbewussten Europäern
    initiiert:
    Euros (€) | (Vulturnus) |
    Regenreicher und böiger SO-Wind, Sohn des Astraios und der Eos.

  115. „gesamteuropäische...
    „gesamteuropäische Öffentlichkeit“, das ist es, Aurispa. Aber wo gäbe es das? Bei Lettre? Was ich immer bloß finde sind nationalistische Öffentlichkeitsorgane, die eine europäische Plattform für ihre Separatinteressen suchen. Der geschätzte Paul Ingendaay zeigt es uns. Er referiert öfters gekonnt über durchaus interessante spanische Themen. Ich lese das wirklich gern. Aber es sind letztendlich Themen spanischer Innenpolitik, die keinerlei europäischen Maßstab haben. Die Spanier haben Probleme mit der franquistischen Vergangenheit. Gut, aber was juckt mich das? Wir Deutschen haben diesbezüglich Probleme in ganz anderen Dimensionen und tun uns 67 Jahre danach immer noch schwer genug damit. Muß ich mir dazu noch Franco aufladen? Ja, darf ich das überhaupt? Wo wäre also das Forum gesamteuropäischer Interessen und wo die Themen? Ich gestehe Ihnen, daß mir das europäische Parlament in Straßburg solange egal ist bis Frankreich die Besetzung von 1681 aufhebt und es an Deutschland gerechterweise zurückgibt.

  116. Ach Krck01, ja gerne.

    Was...
    Ach Krck01, ja gerne.
    Was mich am meisten nervt ist, dass ich eh schon lange nach Griechenland wollte. Und dass ich das jetzt knicken kann: Mir ist nämlich nicht egal, wie ich als Deutscher aufgenommen werde. Beschimpft werden möchte ich jedenfalls nicht, nur weil DIE DEUTSCHEN in Form gewisser Politiker sich zur Zeit den unsympathischen Angeber und (endlich allmählich hilfloseren) Geld-Zuchtmeister raushängen lassen.
    .
    Mir ist noch ungut in Erinnerung, im London der späten 70er als Teenie (16) angepöbelt zu werden (Nazi hä, Mr. Hilter, hä?). Natürlich waren das schlecht erzogene Spackos, keine Frage. Doch sie vermiesen einem den Aufenthalt um einiges. I was not amused – oder weniger zart auf Deutsch: Es war zum Kotzen.

  117. Don, nicht hadern, nur weil...
    Don, nicht hadern, nur weil man es Katzen nicht in allen Dingen gleichtun kann.
    Katzen bauen auch Mist und liefern eine Jack-Ass-Nummer nach der anderen ab, von wegen elegant und punktgenau springen:
    http://www.youtube.com/watch?v=Veg63B8ofnQ
    .
    Meine neigt auch zu solch krummen Dingern.

  118. donna laura,
    .
    dem schliesse...

    donna laura,
    .
    dem schliesse ich mich vollinhaltlich an.

  119. Danke für all die warmen...
    Danke für all die warmen Worte – wie gesagt, ich habe im Vorfeld auch andere Meinungen vernommen.
    .
    Ein schönes Beispiel für die Zerstörungsarbeit ist gerade in der Springergosse zu lesen:
    .
    Angela Merkel – Superstar im Augias-Stall Europa
    .
    Diese Gleichsetzung mit einem fäkalienverseuchten Debakel ist es, was diesen Kontinent so entwürdigt und den Hass schürt. Ich will nicht wissen, was meine italienischen Gastgeber dazu sagen würden.

  120. Oder die SZ:
    .
    "Wäre Europa...

    Oder die SZ:
    .
    „Wäre Europa eine Bank, dann könnte man die giftigen Wertpapiere in eine Bad Bank stecken. “
    .
    Irgendwann lebt vielleicht noch der Euro, aber Europa ist tot.

  121. Ach verehrter Don, nicht so...
    Ach verehrter Don, nicht so pessimistisch! Anders herum wird ein rahmengenähter full brogue daraus. Irgendwann wird es keinen € mehr geben, aber Europa wird es noch geben. Europa gab es lange vor monetaristischen Politikern, so der Allmächtige will wird es Europa auch lange noch danach geben.
    Und selbst wenn nicht mehr, so werden die Ruinen von Paestum wie die von St Jean des Vignes in Soissons, die Kathedralen von Bergen bis Palermo, Belem bis Krakau noch von seiner Geschichte erzählen.

  122. Savall@: Finde ich auch, aber...
    Savall@: Finde ich auch, aber bedenken Sie, nach 1870/71 wurde im französischen Parlament immer von der ligne bleu des vosges memoriert.
    Stellen Sie sowas mal in den öffentlichen Raum bezüglich Schlesien vor, etwa mit dem Riesengebirge (…deutsches Gebirge, wie es im Lied heißt).
    Damit meine ich nicht tumbes Reaktionärs,- Revisionisten- und Chauvinistentum, sondern eine leise Trauer um etwas, wovon die meisten Politiker leider keine Ahnung haben wollen, hüben wie drüben. Denken Sie nur aml an Angelus Silesius, Gryphius, Hoffmannswaldau, G. Hauptmann, die Breslauer Gelehrten oder die dortige Rabbinertradition.
    Das ist ja auch der (verhaltene) Grundtenor von Herrn Don Alphonso in diesem Thema. Stattdessen bekommen wir allesamt schwarze Wagenschmiere wohlfeil als Schmalz um die Ohren geschnalzt. Müssen wir auch noch für teures Steuergeld finanzieren.
    l

  123. Mega-Phantastisch !!!
    Aber...

    Mega-Phantastisch !!!
    Aber immer daran denken:Auch ich war 20 Jahre lang, bis zum Ausgang des (peloponesischen) Krieges in Thrakien verbannt . Die Wahrheit ist in der Welt auch heute noch ein zähes Ding.

  124. "..., aber Europa wird es noch...
    „…, aber Europa wird es noch geben.“
    .
    Das schon, prince Matecki. Da hab ich auch keine Sorge.
    .
    Aber in welcher Form? Vergiftet. Dieses Getue vergiftet die Beziehungen zwischen den Europäern, egal ob geschäftlich oder als Urlauber. Einfach nur dumm, diese herumpöbelnde Sprache, diese Arroganz von Leitgossen.

  125. Werter DA, Ihre Zitate:
    Es...

    Werter DA, Ihre Zitate:
    Es fällt mir immer schwerer zu verstehen was das alles soll –
    Selbstmord aus Angst vor dem Tod?
    Das Ganze mit großer medialer Hingabe und eben
    Großkotzigkeit.
    Wer will da wen beeindrucken und wer soll gegeneinander aufgehetzt werden?
    .
    Bei einer solchen Gemengelage haben Besonnene wohl keine Chance, es sei denn die
    Veranstaltung wirkt auf die Bevölkerungen so irreal wie das Treiben der Finanzmärkte.

  126. Donna Lauren@: Was sag ich,...
    Donna Lauren@: Was sag ich, mich anschliessen? Ihr dürft mich bei Euch bei Wasser (besser den Roten, ordinären, ländlichen)und Brot (bitte das feste weisse Landbrot, rauh aber herzlich) einschliessen in Euren festen Torre. Bacio. Ammenda. Mult bun.

  127. "...ich wäre also dankbar um...
    „…ich wäre also dankbar um Hinweise, ob es zugesagt hat.“
    .
    Die Botschaft der Europa gefällt, auch wenn mir ein plaudernder und scharfsinniger Flaneur Don Alphonso größeres Lesevergnügen bereitet. Dennoch, anregend war es auf jeden Fall.

  128. Mit der spanischen Last des...
    Mit der spanischen Last des Francismus braucht man als juengerer Deutscher nicht zu leben. Man sollte nur nicht vergessen, dass der Aufstieg Francos sehr eng an die Hilfe Hitlers gebunden war. Nicht nur bei den Griechen, auch bei den Spaniern koennte dieser Sachverhalt-gesteuert, oder ungesteuert-zu haesslichen Vergleichen fuehren. This is the brown mans burden. In dieser Klemme werden wir noch lange sitzen.
    (Komme mir jetzt keiner mit Stalins Unterstuetzung der Internationalen Brigaden)
    .
    Vroni, Katzen sind doof. Einer der Kater des Sohnes-Sohnemann hat ein Haus direkt am Wasser-verfehlte das Balkongelaender und platschte pfeilgrad in den sehr grossen Teich.

  129. Habe hier noch einige...
    Habe hier noch einige wohlfeil, druckneue Hagiographia lupus anzubieten, 0,50 €/St.
    Da fällt mir ein, wer wird eigentlich in einem Jahr der IV. BP in der laufenden Leg.-Periode?

  130. man werfe evtl. mal google an,...
    man werfe evtl. mal google an, also ganz normal google, nicht google-maps. und lasse sich unter „routenplaner“ einmal „fankfurt/main-barcelona“ zeigen (1.334KM) und sodann „berlin-pryp’yat“ (oblast kiew, „bei tschernobyl“) (1.304 KM) und man wird womöglich sehen, dass dieser ganze kontinent noch lange nicht bei verantwortung für sich selbst angekommen ist, „euro-rettung“ und don alphonso hin- oder her.

  131. Deutsch sein heißt demütig...
    Deutsch sein heißt demütig sein, Krck01. Ich hab damit kein Problem, unsere widerwärtigen Vorfahren haben dafür gesorgt. Auch wenn ich das Inn-Viertel oder Baden-Württemberg nicht zu Deutschland zählen würde. Von dem von Don Alphonso so geschätzten Bayern ganz abgesehen. Bayern ist so deutsch wie Mozzarella. Mein Deutschland ist das Deutschland der Goethes, Kleists und Dymschitz. Die Franzosen haben für Deutschland nur Verachtung übrig gehabt. Deshalb lieben wir sosehr Europa, unter Ausschluss Frankreichs, Englands und des übrigens Rests.

  132. @ prince Matecki 15.44h

    Was...
    @ prince Matecki 15.44h
    Was mir fehlt in der Deutschschweiz sind Scherze und Gelächter.

  133. Gratuliere, hervorragend...
    Gratuliere, hervorragend geschrieben! Hoffentlich schafft es die Europa noch rechtzeitig, sich abzusetzen; so hat sie vielleicht doch noch die Chance, sich vor einer Zwangsverheiratung mit den USA zu retten!

  134. @fionn 18:27 Auch in den...
    @fionn 18:27 Auch in den grotesken Figuren an den Kathedralen, in den drolerien der Buchmalerei und den Karikaturen von Punch bis Simplicissimus ist Europa, mehr als in der Schere im Kopf heutiger Zeitungsmacher nach der Moh…
    ach ich medisanter Kerl, dabei ist das doch der don Alfonso in Cosi.
    Aber scho recht, di pasta simile son tutti quanti.

  135. Wohl wahr, Filou, wie immer....
    Wohl wahr, Filou, wie immer. Wir verstehen uns da schon. Aber es geht mir genau um das Gegenteil. Schert den gewöhnlichen Spanier seine Nazi-Vergangenheit? Er wird eben argumentieren, daß er zwar für Franko war aber keinesfalls ein Nazi sei. Darum geht es aber gar nicht. Ich würde mir ganz einfach wünschen, daß der gewöhnlichen Europäer begriffe, daß es im I. Weltkrieg keine Sieger oder Besiegte gab, sondern nur Opfer. Daß es in Versailles und St. Germain nicht um einen Friedensvertrag, sondern um Rache ging und man in Quintessenz eben nicht Berta von Suttner, sondern jemand aus Braunau am Inn bekam. Insofern muß ich ja jedesmal über Don Alphonsos Naivität lachen, der glaubt, daß es solche Erscheinungen bei ihm nicht gäbe, während die Wahrheit ist, daß genau jene Gegend die Brutstätte alles Elends und aller Verbrechen ist. Übrigens auch nicht ganz zufällig.

  136. Schöner Text, ok. Aber der...
    Schöner Text, ok. Aber der FAZ-Berichterstatter sagt keinen Ton darüber, dass diese Alte (Europa) wohl ein bisschen dement geworden ist. Die hatte doch im Laufe der abendländischen Entwicklung immer schon verdammt mehr Grund, sich zurückzuziehen, als heute. Hat sie außer der Humanismusoberfläche von Philosophie, Kunst und Musik alles vergessen, was in Europa tatsächlich los war? Fürsten, die Lumpen und Halunken waren und ihre Völker verschacherten, entsprechende Päpste, Glaubenskriege, Kreuzzüge, Hexenverbrennungen. Kriege, Mord und Totschlag waren doch Alltag durch die Jahrhunderte. Man nennt das europäische Geschichte. Hat die Dame Europa offenbar nichts von bemerkt und rümpft auf einmal die Nase, weil ihr was stinkt.
    Wer will, kann auch die neuzeitliche Curiositas, genannt neuzeitliche Wissenschaft, von einer anderen Seite betrachten. Dann sieht sie nicht wie ein Triumph aus, sondern wie ein wildes idiotisches Feuerwerk, bei dem die menschlichen Energiereserven und alle sonstigen Substanzen in kürzester Zeit verjubelt werden (oder schon verjubelt worden sind).
    Also, ich meine: Frau Europa soll mal nicht so tun. Bedenken hätte sie viel früher anmelden können. Durch den Dreck gezogen wurde sie schon immer. Offenbar hat es ihr früher mehr Spaß gemacht.

  137. Da wird immer ueber...
    Da wird immer ueber Oesterreich gemeckert, Savall, eigentlich muss es ein Paradies sein, wenn bedenkt, dass unser reichsdeutsches Dolferl mit aller Macht ein Deutscher werden wollte.
    Find ich lustig.
    (Irgendwas ist attraktiv an uns. Fuer Irre.)

  138. Savall, bei einem Essen mit...
    Savall, bei einem Essen mit alten Juden in der Schweiz fragte mich einer, was ich von Spanien wisse. Befeuert von reichlich Fechy pfoff ich ‚ Spaniens Himmel breitet seine Sterne…‘ und hatte sofor verschissen. Denn was die Juden Franco sehr danken, ist, dass er keinen einzigen von ihnen an Deutschland auslieferte.
    So ist es eben: Man war Francofaschist, hasste die Kommunisten-und was das Francoregime mit seinen Gegnern anstellte war eben ‚Lauf der Dinge‘.
    .
    Von Spanien weiss ich wirklich nichts. Leider endet dieser Teil Europas fuer mich an den Pyrenaeen. Ich bin auch so beschaeftigt genug.

  139. @Savall (14:39)
    habe kürzlich...

    @Savall (14:39)
    habe kürzlich einen Freund in Freiburg besucht, und wir sind nachmittags innerhalb einer Stunde nach Straßburg gefahren und hatten dort eine gute Zeit mit Antiquariat und Restaurant. Im Antiquariat gab es Altes von Goethe und Lenz und im Restaurant gute elsässische Küche. In der Stadt leben sichtlich viele Straßburger, und das tun sie schon seit vor und nach 1681, früher waren es Römer aus Argentoratum und Gallier und Kelten und viel früher vielleicht Bandkeramiker. Wenn die Straßburger heute zum Ortenaukreis gehören würden, wo wäre für Sie der Unterschied, und warum bedeutete Ihnen das Parlament dort dann vielleicht mehr?
    Zu Franco: Mögen Sie Filme von Buñuel oder Graphik von Dalí, dann sitzt Ihnen Franco doch schon im Rücken.
    Gesamteuropäische Themen? Der europäische Sozialstaat im Unterschied zu USA und China, Subsidiarität, Handwerk als supraökonomische Sinnstiftung, Toleranz ohne Gleichgültigkeit, Gleichzeitigkeit feudaler, monarchischer, demokratischer, anarchischer und technokratischer Strukturen, Arzneimittelzulassung, etc… Who knows?

  140. und wir fanden eines der...
    und wir fanden eines der kritikergespräch im dlf am 28.2. diese woche recht interessant: http://www.dradio.de/rss/podcast/sendungen/buechermarkt/
    .
    „Kritikergespräch über Thea Dorn, Richard Wagner: „Die Deutsche Seele““ (podcast zum anhören empfiehlt sich, es handelte sich schkließlich um ein gespräch)
    .
    gut das d. scheck mit zaia alexander und lynn wolff zwei amerikanerinnen eingeladen hatte, die außenperspektive ja oft weiter unverzichtbar.
    .
    am rande: und wir waren relativ „von den socken“, dass und wie wenig „selbstdistanz“ ein an sich herausragender und literaturkenner wie scheck anscheinend im wichtigen punkt einer gewissen verantwortlicher distanz hatte. wie notwenig das korrektiv durch ein außen.
    .
    dabei war doch zu deutschland schon längst alles gesagt – und zwar für die ewigkeit: deutschland, das ist auch kaisersaschern. und zwar um so mehr, je weniger es von sich weiß, von sich zu wissen vorgibt oder gar von sich zu wissen müssen glaubt, je trauter und biederer es daherkommt. (zu recht und unverlierbar kaisersaschern aus der perspektive von pacific palisades, california, usa, 1943-1947.) „kaisersaschern – schutz und sicherheit im zeichen der burg“, trautes mittelalter, schon früher eben, welches manchmal eben auch nach arkadien blickt, so wie in andere richtungen, träumerisch aber unverantwortlich.
    .
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1619998/

  141. Was ich sagen wollte: Mir...
    Was ich sagen wollte: Mir scheint, dass der FAZ-Interviewer ein wenig zu fasziniert auf das wallende Wertekostüm starrt, dass die Dame Europa trägt. Er hat dabei vergessen oder war zu höflich, der Frau ein paar Fragen zu ihrer Unterwäsche zu stellen. Herr Diekmann hätte ihr sicherlich einen kleinen Fragenkatalog zur Person geschickt und dann einen äergerlichen Anruf auf seinem Anrufbeantworter gern in Kauf genommen.

  142. "Schert den gewöhnlichen...
    „Schert den gewöhnlichen Spanier seine Nazi-Vergangenheit“?
    .
    es sind wohl solche sätze, die sich am besten mit dem begriff von der „latenten seelischen epidemie“ im deutschtum beschrieben sehen. wir distanzieren uns aussdrücklich. für uns deutsche gibt es keine erlaubte oder auch nur annähernd geschmackliche art des vergleichens, ganz sicher und zumal in diesen dingen.
    .
    http://books.google.de/books?id=DHP56wP8RToC&pg=PA144&lpg=PA144&dq=latente+seelische+epidemie&source=bl&ots=CPcSfOCC4q&sig=RRUW9nJ45IesL2qlPhyq3fqX4YI&hl=de&sa=X&ei=03lST7vvM8XV0QX_xfHrCw&ved=0CCYQ6AEwAQ#v=onepage&q=latente%20seelische%20epidemie&f=false
    .
    Allerdings seien Wahrheiten, die man über das eigene Volk zu sagen versuche, nur „das Produkt der Selbstprüfung“. http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_und_die_Deutschen – und wie sehr muss man da von anderen völkern schweigen, zu schweigen verstehen: das eigene gilt es zu bessern. daran haben wir genug. ganz sicher zuallererst auch weiterhin.
    .
    „Im deutschen Wesen vereinigen sich nach Thomas Mann Weltbedürftigkeit und Weltscheu, Kosmopolitismus und Provinzialismus, eine Erfahrung, die er schon früh gemacht hatte: So wirke die Schweiz im Vergleich zu Deutschland weniger provinziell, sei von westlicher Luft durchweht und „weit mehr ‚Welt‘, europäisches Parkett, als der politische Koloss im Norden, wo das Wort ‚international‘ längst schon zum Schimpfwort geworden war und ein dünkelmütiger Provinzialismus die Atmosphäre verdorben und stockig gemacht hatte.“ Thomas Mann beklagt die „modern-nationalistische Form deutscher Weltfremdheit, deutscher Unweltlichkeit, eines tiefsinnigen Weltungeschicks, die in früheren Zeiten zusammen mit einer Art von spießbürgerlichem Universalismus, einem Kosmopolitismus in der Nachtmütze sozusagen, das deutsche Seelenbild abgegeben hatte.““
    .
    „Dem deutschen Seelenbild hafte etwas Dämonisches, „Skurril-Spukhaftes“ an, das zu empfinden ihm seine persönliche Herkunft erleichtert habe. Schon in der Atmosphäre der Heimatstadt Lübeck, die zwar protestantisch, mit ihren verwinkelten Gassen, dem spitz getürmten Stadtbild, der Totentanz-Malerei der Marienkirche allerdings vom gotischen Mittelalter geprägt sei, spüre man „etwas von latenter seelischer Epidemie“, …“ (oder in augsburg oder nürnberg oder anderen dummen kleinen städten)
    .
    Und das war es auch, was wir den beiden amerikanerinnen (siehe vorlink) und dennis scheck gerne zugerufen hätten: ja, die beiden frauen aus dem ausland hatten ja so recht, wenn sie zwischen den zeilen, da wo scheck interessanterweise (oder ganz gegenteilig?) nichts zu sehen wusste, mit mit klugem und richtigem gefühl genau eines sahen: unbehagen. großes unbehagen um genau zu sein. durch höflichkeit abgemildert. fast leider so. ein sehr angebrachtes unbehagen, wie zu zeigen wäre.
    .
    „Die Innerlichkeit Deutschlands „hielt es ganz und gar mit dem Paulinischen ‚Sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über dich hat!‘“ Die „antipolitische Devotheit“ Luthers, „dies Produkt musikalisch-deutscher Innerlichkeit und Unweltlichkeit, hat nicht nur für die Jahrhunderte die unterwürfige Haltung der Deutschen vor den Fürsten und aller staatlichen Obrigkeit geprägt, sie hat nicht nur den deutschen Dualismus von kühnster Spekulation und politischer Unmündigkeit teils begünstigt und teils geschaffen. Sie ist vor allem repräsentativ auf eine monumentale und trotzige Weise für das kerndeutsche Auseinanderfallen von nationalem Impuls und dem Ideal politischer Freiheit.““
    .
    und daselbst weiter:
    .
    „Dass der in „Schanden verendende“ Nationalsozialismus sich des Namens einer Freiheitsbewegung bedienen konnte, deutet nach Thomas Mann auf eine unglückliche Konzeption des deutschen Freiheitsbegriffs, ein „psychologisches Gesetz“, das sich in der Geschichte immer wieder auf fatale Art gezeigt habe. Politisch verstandene Freiheit sei vor allem ein moralisch-innenpolitischer Begriff. Doch ein Volk, das innerlich nicht frei und verantwortlich sei, verdiene nicht die äußere Freiheit, könne nicht mitreden, auch wenn es die „klangvolle Vokabel“ gebrauche. Der Begriff habe sich in Deutschland nur auf das nach außen bezogene Recht bezogen, deutsch zu sein. „Ein vertrotzter Individualismus“ im Verhältnis zur Welt vertrug sich nach innen mit „einem befremdeten Maß von Unfreiheit, Unmündigkeit, dumpfer Untertänigkeit.““
    .
    und weiter:
    .
    „Thomas Mann betrachtet die deutsche Romantik als Ausdruck der Innerlichkeit. Dem Sehnsüchtig-Träumerischen und dem artistischen Element stehe die dunkle Seite, die Altertümlichkeit der Seele gegenüber… Von Goethes lakonischer Definition, „das Klassische sei das Gesunde und das Romantische das Kranke“ ausgehend, erkennt Thomas Mann, dass trotz aller ätherischen und sublimen Erscheinungen der Romantik diese den Krankheitskeim in sich trage, „wie die Rose den Wurm“. Ihr innerstes Wesen sei auf Verführung aus, „und zwar Verführung zum Tode.“ Die Hingabe an das Irrationale und die Vergangenheit sei gerade in Deutschland, dem Heimatland der Romantik, besonders ausgeprägt. Deutschland habe als geeintes Machtland kulturell nichts geistig Großes mehr geschaffen, sondern sei nur noch stark gewesen. „Heruntergekommen auf ein klägliches Massenniveau, … .“
    .
    „Die Geschichte der deutschen Innerlichkeit zeige, „daß es nicht zwei Deutschland gibt, ein böses und ein gutes, sondern nur eines, dem sein Bestes durch Teufelslist zum Bösen ausschlug. Das böse Deutschland, das ist das fehlgegangene gute.“ Aus diesem Grund könne ein deutsch geborener Geist das böse, „schuldbeladene Deutschland nicht ganz verleugnen und erklären: ‚Ich bin das gute, das edle, das gerechte Deutschland im weißen Kleide, das böse überlasse ich euch … .‘““
    .
    zum glück haben die westviertel vor dem veitstanz oder dem massenmord bis auf weiteres aber immer noch den deutschen polizei- oder rechtsstaat – wenn auch der sich allerdings meist aus überwiegend anderen stadtvierteln rekrutiert(e) – und auch diese, auf ihre art eben, sehr deutsch sein können, auch nicht gerade immer zu jedermanns vortel: http://books.google.de/books?id=ihM7uEzJLWcC&pg=PA29&lpg=PA29&dq=etwas+von+latenter+seelischer+epidemie&source=bl&ots=dYXeBJHHbO&sig=OE-CdFrveMupWlJSLxzOCxo1sak&hl=de&sa=X&ei=qH9ST5OcMsfL0QWktITRCw&ved=0CDgQ6AEwAw#v=onepage&q=etwas%20von%20latenter%20seelischer%20epidemie&f=false
    .
    und „google earth“ natürlich.

  143. Die Deutsche Europa brauchte...
    Die Deutsche Europa brauchte nie beraubt zu werden – die war schon immer arm. Alles andere Selbstbetrug.
    .
    Hier, der typisch deutsche, weltoffene, tolerante, überzeugend begabte Deutsche und Intellektuelle, über seine Zettelkästen gebeugt, wie er sich anschickt sich im nächsten Augenblick ganz sicher Verantwortung bei der Mitgestaltung der Welt zu beanspruchen/beantragen/einzufordern: http://www.kassel-mulang.de/Schmidtportraits/005.jpg
    .
    Wie schön, dass die Welt uns dankbar sein muss, weil wir uns an Europa wie am Buch abarbeiten wollen!

  144. Stimmt Filou,
    sie sind auf...

    Stimmt Filou,
    sie sind auf unschuldige Art doof, Clowns.
    Aber noch lange nicht so mega-doof wie manche Politiker.
    .
    Oder wie der 2-Faden-tief (Mark Twain) mal sagte: Kreuzte man die Katze mit dem Menschen, so gewinnt der Mensch. Aber die Katze verliert.

  145. Mediensegler, ha, es gibt kaum...
    Mediensegler, ha, es gibt kaum Keller in Holland. Haette auch keinen Sinn bei mir; es wird alles sehr zuegig weggetrunken. Bei mir wird kein Wein alt. Nie.
    .
    Nu stell’n se sich ma vor, das waere die geliebte Tochter. Jahrelang behuetet, alle Vorteile bewahrt, gepflegt und stolz den Gaesten vorgezeigt. Und nach dem Entkorken isse umjekippt.
    Das war jetzt’n Witz. Der gueltet nicht.
    .
    Aber Wein und Weiber…?

  146. Vroni, lieber waere ich eine...
    Vroni, lieber waere ich eine doofe Katze: Rumliegen, Gaehnen, geliebt werden, zwischendurch mal in die Farbschale latschen, ausgeschimpft werden danach wieder rumliegen und gaehnen, wenn’s Kisterl dreckig ist, vor die Badezimmertuer pinkeln und deshalb fuer intelligent gehalten werden…
    .
    …doch, ich koennte das.

  147. Nana, Vroni, Mark Twain kannte...
    Nana, Vroni, Mark Twain kannte ein Raummass, naemlich: ‚Das Zimmer war so klein, dass man eine Katze nicht am Schwanz darin herumwirbeln konnte.‘

  148. Europa hat ja immer großen...
    Europa hat ja immer großen Wert darauf gelegt, nicht „Asien“ zu sein.
    Dafür war den Asiaten Europa immer ziemlich wurscht.
    .
    Und immun gegen das Christentum wie sonst kein anderer Kontinent.
    .
    Irgenwie unheimlich.

  149. Inzwischen glaube ich, dass...
    Inzwischen glaube ich, dass Katzen etwas fuer Kryptosadisten sind.
    .
    (Doch ja. Venus im Pelz.)

  150. Europa!
    .
    Europa: Das war...

    Europa!
    .
    Europa: Das war schon immer der politische Pluralismus. Je mehr italienische Fürstentümer, desto kultureller das Ganze.
    ..
    Mit der Einigung Italiens aber kam der kulturelle Niedergang —

  151. Über Herodots...
    Über Herodots maschinenausgeworfene Sonderanfertigungen und Sanktionen habe ich mich jetzt sehr amüsiert. Auch über ThorHas Bildungsbürgerschreck durch unbotmäßiges Erkennen der Welt durch Menschen. Sonst: oh ja, von mir aus gern noch ein wenig griechische Mythologie zum Tagesgeschehen, die Geschichten haben es in sich.

  152. perfekt!5 @ In letzter Zeit...
    perfekt!5 @ In letzter Zeit fällt mir immer diese Liedzeile ein:“ Ich b e t e an die Macht…“,
    dann folgt zwar „der Liebe“- die Anbetung bleibt.
    Dafür nimmt man vieles in Kauf. Auch Angela Merkel, auf die Frage wie sie sich ihre Zukunft vorstellt:‘ mit den Mächtigen an einem Tisch sitzen‘.
    Mit glücklich, zufriedenem Lächeln.
    .
    AM ist sehr deutsch.

  153. Moin.

    Diesen Text hätte ich...
    Moin.
    Diesen Text hätte ich mir auf der ersten Seite der Totholz- FAZ gewünscht. So für meneer Bankster am Samstagmorgen zum Frühstück. Wobei ich aber bezweifle, dass solche Charaktere überhaupt begreifen würden, warum es geht.
    Ansonsten möchte ich ein paar Hinweise geben, inwieweit Europa in den jeweiligen Nationalitäten verankert wurde. Die Datenbasis sind gut zwölf Jahre Tätigkeit als Lkw- Fahrer im internationalen Güterfernverkehr. Ich habe also netten Menschen die Güter gebracht, die sie in Nachbarländern oder noch weiter draußen gekauft hatten.
    Erster Eindruck: Europa wäre fast kaputt gegangen an seinen idiotischen Zollprozeduren. Jahrzehntelang stand vor Kiefersfelden ein 10 Kilometer Lkw- Stau, weil die Ösi- Zollverwaltung zu dämlich war, eine rationelle Abfertigung zu organisieren. Um zu verdeutlichen, was das für die Kutscher bedeutete, schlage ich den Selbstversuch vor: Nach zehn Stunden fahren, zehn Stunden lang alle 10 Minuten eine Lastzuglänge (18,75 m) vorrücken. Heute noch zu bewundern am Zollamt Basel.
    Wenn man dann – wohlgemerkt in´s Industriegebiet – nicht in das Museum, die Bibliothek, das Einkaufszentrum, kommt, stellt man fest, dass man zutiefst unerwünscht ist. Ich sage es mal boshaft. Staplerfahrer, also Leute, die Lkw be- und entladen, unterscheiden sich europaweit so: der Italiener muss erst Fußball mit seinen Kumpels spielen, der Spanier Fußball gucken, der Belgier sucht seine Bierdose und der Deutsche (selbst erlebt im Hafen Hamburg) muss den Porno noch zuende sehen. Was interessiert diese Leute Europa? – Gar nicht. Denen ist es wurst, ob sie im Urlaub nach Malle, Antalya oder sonstwohin geflogen werden. Das ist alles Jacke wie Buxe. Seitdem auch überall die Schnapsflasche mit Kreditkarte bezahlt werden kann, ist auch diese gemeinsame Währung völlig überflüssig.
    In diesem Sinne: die „Europäische Idee“ ist ein Konstrukt von Idealisten der Völkerverbindung mit Bezug auf den Umstand, dass Deutschland im Zeitraum von 25 Jahren je einen Weltkrieg inszenieren konnte. Das sollte für die Zukunft wohl vermieden werden. Aber: das Europa, wofür hier geschwärmt wird, das gibt es nicht.
    gruß f

  154. "Wenn die Straßburger heute...
    „Wenn die Straßburger heute zum Ortenaukreis gehören würden, wo wäre für sie der Unterschied.“
    Aurispa, da sollten Sie besser mal die Straßburger fragen – da tut sich ein Marianengraben auf.
    Sicher man versteht sich gut, wie unter Vettern so üblich, macht gute Geschäfte miteinander, wählt im Elsaß immer mit den Deutschen- wohl als einzige in Frankreich, und das genau würde sich sofort ändern, Herr Schäuble wäre sein Bundestagsmandat los.
    .
    In Straßburg kann man schon mal mit der vorsichtigen Nachfrage konfrontiert werden:
    „Sind Sie von drüben“.

  155. ...nicht dass man im...
    …nicht dass man im Ortenaukreis anders tickt. Die liebäugeln nur mit den
    Elsäßern, solange sie den ‚Stuttgartern`eins auswischen können. Da ist man links-und rechtsrheinisch ganz “bei sich‘.

  156. Epe: "Was ich sagen wollte:...
    Epe: „Was ich sagen wollte: Mir scheint, dass der FAZ-Interviewer ein wenig zu fasziniert auf das wallende Wertekostüm starrt, dass die Dame Europa trägt.“
    .
    Welche Typen auch immer auf dem Kontinent ihr Unwesen trieben, sie handelten nicht im Namen Europas – bislang jedenfalls nicht. Das edle wallende Wertekostüm entspricht genau dem Idealismus, mit dem man Europa früher gegen seine politische Wirklichkeit abgrenzte, als Kosmopolitismus für die asiatische Halbinsel.
    .
    Wenn Europa als politisches Projekt stirbt, dann erhalten wir die bunte Kleinstaaterei zurück, die wir in Geist und Gesinnung transzendieren können. Die Frage ist, ob das nicht im Sinne aller ist? Die Nationalisten, die ohnehin in der Mehrheit sind, kriegen was sie wollen und die Idealisten müssen ihre Idee von der größeren Einheit nicht mehr durch die Wirklichkeit kompromittiert finden. Der Rest, das sind Banken, die wir sowieso nicht retten wollen, stimmts?
    .
    Im Grunde glaube ich aber nicht an dieses Szenario. Wir stehen erst ganz am Beginn eines Zeitalters, dass nicht durch Kriege, sondern durch größtmögliche Verflechtungen / Interdependenzen geprägt ist, dass so unsicher und instabil ist, dass sich jeder bei jedem versichert und verschuldet. Nichtlinearität statt Rationalität. Was jetzt vielerorts vorgeschlagen wird und vernünftig klingt, die geordnete Abwicklung der Eurozone wird nicht stattfinden, einfach deswegen, weil es eine Ordnung, aus der heraus und in die hinein man sich zurückziehen kann, nicht gibt.
    .
    Wie man unter der Bedingung maximaler Verflochtenheit ein faules Ei loswerden kann, ist noch ganz unklar. Das sind Fragen, zu denen Zeus die Philosophiegeschichte zwar konsultieren kann, aber keine Antwort erhalten wird. Die Götter werden weiterhin über die Sterblichen lachen.

  157. Also mir hat die Abschaffung...
    Also mir hat die Abschaffung der Zollgrenzen absolut genügt.
    .
    Mein kleiner Währungstausch hat mir damals stets Freude bereitet. Franc, Lira, Drachme, Escudo oder Peseta kaufen, das war schon der erste Urlaubstag. Ich fühlte mich danach -selbst als Schüler oder Student- irgendwie reicher. Man hoffte eben, dort im Land der Urlaubs-Sehnsucht, „mehr zu bekommen“ als in D. Oft wurde der Traum auch wahr. Heute weiss ich, dass es überall genau so teuer oder teurer ist, danke lieber EURO!
    .
    Ich habe mithin nicht das Gefühl von der Währungsunion zu profitieren, von einem offenen Europa aber schon. Ich halte es da eher mit der These, dass man den Zusammenhalt in einer Gesellschaft am schnellsten über die Währung (=Kreditbeziehungen, die nichts mehr wert sind) zerstört.
    .
    Und genau daran arbeiten die „gutmeinend dummen“ Politiker, die gierigen Brüssel-Berufs-Bürokraten und seit der Demission der „letzen Betonkopf-Bundesbanker“ auch die EZB. Der arme Herr Weidmann wird einfach südländisch übertönt. Das hätte sich zu Zeiten „vor EZB + Target“ keiner aus der Peripherie getraut, weil dann der Geldhahn zugedreht worden wäre.

  158. Jede zu lange Erklärung oder...
    Jede zu lange Erklärung oder Begründung würde die Perfektionaliät dieser Geschichte vermindern. Aus diesem Grunde beschränke ich mich auf ein:
    .
    BRAVO [auf den Stühlen stehend und klatschend]
    BRAVO … eine Meisterleistung!

  159. Nein, es ist nicht zu...
    Nein, es ist nicht zu lang.
    Ich habe es in einem Rutsch gelesen.

  160. e binvonhier
    .
    genau, wenn die...

    e binvonhier
    .
    genau, wenn die aus dem regierungsbezirk schwaben, oberschwaben, südbaden einschl, ortenau der schweiz beitreten dürften, wäre dort das ganze getöse von wegen berlin und einheit schenll vergessen.
    .
    aber die schweizer stehen fest zur frau dr. merkel, sie wissen schon, warum.

  161. Re Yurp (auf amerikanisch, ...
    Re Yurp (auf amerikanisch, geschrieben „Europa“ )
    Habe über die Schweiz nachgedacht – fast wie Gallia (in tres partes divisa est)
    plus die Etrusker in Graubünden. Die Vielfalt ist ein Plus.

  162. "Ich habe mithin nicht das...
    „Ich habe mithin nicht das Gefühl von der Währungsunion zu profitieren, von einem offenen Europa aber schon.“
    .
    Die grundlegende Frage, ob man eine stabile Währung für alle wirklich braucht oder ob flexible Wechselkurse + Tobin Tax nicht die bessere Alternative ist, kann man sich heute gerne einmal wieder stellen. Wozu sind Krisen sonst gut?

  163. auch-einer, hat sich aber am...
    auch-einer, hat sich aber am Oberrhein bewährt. Ein Vetter ist immer auf der Seite
    der Gewinner – vermutlich seit den Zeiten der Bandkeramiker.

  164. Zu Hölderlins Zeiten lernten...
    Zu Hölderlins Zeiten lernten die Knaben noch was vernünftiges auf dem Gymnaiums: Griechische Verse zu schreiben.

  165. Gymnasium. [sic]...
    Gymnasium. [sic]

  166. Mit einiger Verspätung kann...
    Mit einiger Verspätung kann ich mich den Komplimenten nur anschliessen. Sehr schön!
    Warum gibt es keine Demonstrationen für Europas Kultur und Werte? Weil das Nach-1945 Projekt „Kommerzieller Kapitalismus“ -Aufstieg durch Teilhabe am Wachstum- genauso gescheitert ist wie die Illusion des „Gerechteren“( ich will gar nicht mehr beanspruchen) Sozialismus 1989.
    .
    Der Untergang der Sowjetunion war (im grossen Ganzen) die Unfähigkeit, ihr Hegemonialreich finanziell am Überleben zu halten, weil die Wirtschaftsstrukturen einfach dem Kapitalismus unterlegen waren. Da hat das Reagansche Totrüsten sicher eine Rolle gespielt, weil Gorbatschew und Co. die spieltheoretische Annahme der Sechziger (Hermann Kahn) eines Präventivkriegs vor dem Untergang nicht gehen wollten.
    .
    Europa – das ist vor allem Freiheit von moralisch-religiösen Zwängen gewesen, jeder konnte im Privaten so einigermassen machen was er wollte. Die Idee einer sexuellen Revolution war der klarste Ausdruck dessen, wenn man es mit der heutigen Prüderie vergleicht, der umfassenden Rücksicht auf mögliche Entrüstungspotentiale.
    Und warum suchen wir die Moral jetzt auch bei uns im Pfarrhaus, mir wird jedesmal ganz komisch, wenn ich den näselnden Wort zum Sonntag Singsang eines dieser „Eigentlich sollten wir alles ganz anders machen und bis dahin schön mit Gott in uns gehen“ Schwätzers höre.
    .
    Warum ist über dem Elend in Syrien nicht schon ein gewaltiges internationales Donnerwetter nieder gegangen?
    Warum diskutiert niemand, dass eine Pleite Griechenlands den Vorteil hätte, dass die Banken ihr ganzes Geld aus CDS-Versicherungen bekommen würden?
    Ei – wer hat den wohl diese ganzen schönen Versicherungen verkauft???
    .
    @veil of ignorance: Ich glaube, kurz nach der Katastrophe von 1945 war man allgemein so erschreckt, dass man es ehrlich besser machen wollte. Aber dann ist die Welt so komplex geworden, dass der Normalbürger längst nur ein von Versicherungen, Umweltauflagen und Kreditfinanzierungen ausgequetschtes Würstchen ist, über dass sich die Maschmeister dieser Welt nur totlachen, was sie ihm an lächerlichen Spielzeug zur Ablenkung vorsetzen.
    Die ganze Welt ist wieder ein zynisches Elitenprojekt geworden. Die netten Parallelen in der Unterschiedlichkeit von Europa waren real, solange es allen einigermassen gut ging.
    @mediensegler: Soylent Green ist ein bitteres, treffendes Bild. Im Grunde ist auch die James Bond Mythologie Wahrheit geworden, Hunterttausende von Helfern bauen an Atomraketen und lassen sich dafür gesichtslos abmurksen (Warum Warum), um uns die Illusion zu geben, dass da ein britischer Gentleman in letzter Minute allen Guten den Hals rettet, um sich dann als Lohn mit der Dame des Tages vor den Augen seiner Vorgesetzten zu vergnügen.
    .
    Schön wärs.

  167. Der ganze EU-Wahn begann ja...
    Der ganze EU-Wahn begann ja schon mit der Reichseinigung von 1871, was sag ich: Dem Zollverein von 1834.
    Wir brauchen eindeutig mehr Handelsschranken.

  168. Dem Produktivitätswahn eine...
    Dem Produktivitätswahn eine Grenze setzen.

  169. lieber mediensegler,...
    lieber mediensegler, herzlichen dank! ganz meinerseits!
    .
    lieber Jochen Hoff, wie bereits aus dem artikel mit der backstube und den unbeliebten, kleinen bewohnern ersichtlich geworden sein dürfte, so nutzt es nichts, brüssel niederzubrennen. spätestens in hannover tauchten die viecher wieder auf. aber eigentlich stecken sie ohnehin überall: the evil is always and everywhere. bababanküberfall. so viel weise voraussicht steckt in diesem alten, harmlosen, wenn nicht gar albernen liedchen verborgen.
    .
    lieber Krck01, nicht doch lieber ein wenig anketten, nein?
    .
    lieber Dreamtimer, ihre feststellung eines chaos – kurzgefasst, im sinne von strukturen ohne regeln – der euopäischen union, nicht europas, erscheint mir schlüssig. was man mit einem ei alles anstellen kann, sieht man an phanes, auch zuweilen als eros bezeichnet.
    .
    hinsichtlich der freiheit, gleichheit und brüderlichkeit scheint es nicht ganz unangebracht, ein wenig schwarz zu sehen.
    die sonnige nachkriegszeit (nicht die zeit kurz nach wk II) war die hochzeit der angleichung der schichten; nun geht die entwicklung wieder hin zu gesellschaftlichen strukturen, die von einer entkoppelung der 1 % von den 99 % gekennzeichnet werden. dies ist weltweit so, in manchen gegenden hat es eine mittelschicht ohnehin nie gegeben, doch wenn es sich anschickt, dass man etwas zu verlieren droht, das man grosso mondo einmal als errungenschaft bezeichnen dürfte, die man einmal hatte, so wirkt dies doppelt bitter.
    .
    im prinzip verfolge ich die entwicklung der europäischen institutionen mit der besorgnis, die fefe in seinem beiträgen zum ausdruck bringt. weniger popcorn als fazialpalmier und captain obvious. schön ist es nicht, wenn sich der eindruck aufdrängen muss, dass man für dumm verkauft wird.

  170. lieber don, oh, bitte...
    lieber don, oh, bitte verzichten sie auf die besprechung einer vernissage in hamm oder uraufführung in passau*, denn der schlafenstätigkeit zuhülfe kommt noch immer das gute alte küchenradio, in der gewissheit, gewiss nichts zu versäumen. trias ist im übrigen zuzustimmen; wohl naht der frühling in uns allen.
    .
    wenn sich hier fast immer der eindruck des verpassens und mithin bedauerns, nicht ausreichend zeit für lektüre und kommentare zu haben, einstellte, so ist dies ein absolut gutes zeichen.
    —–
    * ausser vielleicht von hermann nitsch. in diesem fall liessen sich so gute bögen zur schlachtbank und den sich wechselseitig zerfleischenden 99 %-lämmern herstellen, dass man nicht verzichten möchte.

  171. Na, Europa? Wieder mal typisch...
    Na, Europa? Wieder mal typisch Griechin! Wer sagts denn.
    Die Vergangenheit durch die rosa Brille betrachten und über die Gegenwart das hübsche Näschen rümpfen. Übersieht dabei völlig, dass nach Jean Paul, den sie hoffentlich gelesen hat, jede auch noch so verachtete Gegenwart einmal eine geliebte Vergangenheit werden wird. Sicher darf auf dem Boot auch Theodorakis mitfahren, der soeben zum Aufstand aufgerufen hat. Leider hat er vergessen, seine letzten Steuererklärungen zu veröffentlichen. Wäre sicher interessant geworden…

  172. donna lauren: Entweder ganz...
    donna lauren: Entweder ganz oder gar nicht. Halbe Sachen liegen mir nun mal nicht so. Europen liess sich ja dazumal auch nicht auf ein Zicklein ein.

    Dreamtime: Noch ist niemand auf den schrägen Gedanken gekommen, daß dieser komplette Humbug, dieses verfassungslose Ungeheuer, von dem uns via Nachrichten und ähnlicher Gaukelei aus den sog. wichtigen gläsernen Orten Pseudoinfos serviert und per TV und Presse von einer Art Aliens ein Mischmasch inszeniert, improvisiert wird. Bedient, geschaltet von einer sonderbaren virtuellen apolitischen Spezies, die nur so tut als ob. Von einem technosenilen Europa schwafelnd, das bar jeden Bezugs zu irgeneiner anfassbaren Realität sur/irreal vor sich hinexistiert, Gut vernetzt keinen Aufstand von sog. ahnunglosen Bürgern befürchten müssend, weil als Superqualle nicht fassbar.
    Quasi für die Ewigkeit sui generis angelegt, blubbernd Statements im Minutentakt absondernd. Samt den gemästeten Fanastilliarden an €uros, Tigerhelikoptern die seit zwanzig nicht in die Lüfte steigen. Gesponsoerte Luftfahrtindustrien, deren Apparate die Nähte platzen. Banken, welche von Hochstaplern geführt werden und ihresgleichen suchen um Bonis einzusammenl für NIX!. Hochsubventionierte und hochgerüstete Fischfangflotten einer Nahrungskette, die keinen fortpflanzungsfähigen Stetz in den Meeeren mehr übrig lässt, Fischmehl für Rinder produzierend. Überwachunngsgremien die sich von mafiösen Industriekomplexen die Vorschriften vorbuchstabieren lassen. Subventionäres Parasitendasein einer nicht existierenden Landwirtschaft. Einer Bürokratie, die ein kafkaeskes Scheindasein mit Scheinabrechnungen und Scheintätigkeiten führt. Unterwandert von mafiösen Abgreifergangs Scheinprojekte schamlos vorweisend. Ein aufgeblasenes Getute vollautomatisch künstlich beatmet. Sind wir eigentlich bescheuert?

  173. " Mein kleiner Währungstausch...
    “ Mein kleiner Währungstausch hat mir damals stets Freude bereitet. Franc, Lira, Drachme, Escudo oder Peseta kaufen, das war schon der erste Urlaubstag. Ich fühlte mich danach -selbst als Schüler oder Student- irgendwie reicher.“
    .
    @Köstlich, 04. März 2012, 03:43
    Und erst die Forint, böhmischen Kronen und polnischen Dingsda!

  174. Sie sagen es wie immer...
    Sie sagen es wie immer überdeutlich, HansMeier, 04. März 2012, 13:52.
    „Ein Passagier, der neben mir stand,
    Bemerkte mir, ich hätte
    jetzt vor mir den preußischen Zollverein,
    Die große Douanenkette.
    „Der Zollverein“ – bemerkte er –
    „Wird unser Volkstum begründen,
    Er wird das zersplitterte Vaterland
    Zu einem Ganzen verbinden.
    Er gibt die äußere Einheit uns,
    Die sogenannt materielle;
    Die geistige Einheit gibt uns die Zensur,
    Die wahrhaft ideelle –
    Sie gibt die innere Einheit uns,
    Die Einheit im Denken und Sinnen;
    Ein einiges Deutschland tut uns not,
    Einig nach außen und innen.“

  175. geehrte donna laura , h 14:31...
    geehrte donna laura , h 14:31 ,
    wie nett von Ihnen , ich wache auch so langsam auf , aber sehr langsam ,
    erstmal herzliche Grüße , T.

  176. Vielleicht sollten wir Alle...
    Vielleicht sollten wir Alle noch ein wenig die Winterdepression abschütteln, bevor wir den Stab über das gemeinsame Haus brechen. Ich sehe jedenfalls eine Chance, auch für unser Land, wenn wir gut ausgebildete und engagierte Mitstreiter aus Spanien oder Irland zu uns entsandt bekommen, die unsere gelegentlich übertriebene Ernsthaftikeit und Sturheit mit ihrer anderen Mentalität ein wenig unterminieren.
    Dass die Deutschschweizer zum Lachen in den Keller gehen, cher Mme. Fionn, ist betrüblich zu hören. Da ich selber gerne und oft lache – vielleicht kenne ich deshalb keine Schweizer.

  177. Hm, ich habe vor ein paar...
    Hm, ich habe vor ein paar Wochen einen Portugiesen kennengelernt (Ingenieur für Faserkunststoffe), der jetzt seit einem Jahr in Deutschland ist, Bei dem läuft es so lala, aber seine Freundin ist Chemikerin (Prozessanalyse) und hat nichts gefunden, egal wohin sie sich beworben hat. So arg toll klang das alles nicht, eher wie Leiharbeiter auf höherem Bildungsniveau.

  178. "gut ausgebildete und...
    „gut ausgebildete und engagierte Mitstreiter aus Spanien oder Irland zu uns entsandt bekommen, die unsere gelegentlich übertriebene Ernsthaftikeit und Sturheit mit ihrer anderen Mentalität ein wenig unterminieren.“
    .
    @Frundsberg
    Ein wenig unterminieren ist wunderbar umschrieben. Die andere Mentalität portugiesischer oder spanischer Fachkräfte bringt in der täglichen Arbeit nicht nur Sonne ins Arbeitsleben. Es gibt zig Punkte, wo sie auf ihre Art verkniffener sind als wir. Ideal, wenn alle auf dem selben Level Englisch radebrechen. Deutsch is sowieso nich. Die Bekanntschaft mit der Methode offenes Wort zum Wohle der Sache gegen offenes Wort zum Wohle der Sache ist auch nicht jedem geheuer. Hoffen wir das Beste.

  179. Wenn ich das Wort...
    Wenn ich das Wort „Spieltheorie“ höre…

  180. Ja?...
    Ja?

  181. Bedsagter Portugiese ist sehr...
    Bedsagter Portugiese ist sehr bemüht, deutsch zu lernen. Aber einerseits gibt es ja genug Foirmen wie Siemens, die in weiten Teilen zwangsenglischen (und erstaunlicherweise deshalb noch immer nicht bankrott sind), und andererseits findet er die Deutschen unterkühlt. Wie auch immer: Das wird schon.

  182. (Und wenn nicht, gehen sie...
    (Und wenn nicht, gehen sie heim und sind ungnädiger mit Staatsschnorrern. Mich würde ja interessieren, was andere Länder zu Wulff sagen (Österreich, Sizilien und der Restbalkan mal ausgeschlossen))

  183. <p>Geehrter Don, eine Frage:...
    Geehrter Don, eine Frage: Immer wenn von Ihnen oder manchmal auch bei Deux et Machina ein Beitrag kommt, folgt sofort ein Beitrag von diesem (sorry) D[edit: ahem]blog Fazit. Ist das vielleicht eine Aktion, um Sie (und/oder gelegentlich auch DeM) aus der einsehbaren Blog-Liste zu entfernen? Nur so ein Gedanke. Man traut denen mittlerweile alles zu.

  184. Sehr geschätzer Don...
    Sehr geschätzer Don Alphonso!
    Diesmal müssen Sie einer Hochstaplerin aufgesessen sein – Europa hat diesen Kontinent längst verlassen …

  185. Nun, ich gebe offen su, dass...
    Nun, ich gebe offen su, dass ich so einige Beiträge aus dieser Richtung (wie beispiielsweise den Heutigen über das Wachstum) für ein wenig blauäugig halte. Ich ärgere mich über dieses Zweifeln, denn eigentlich bin ich ja kein mürrischer alter Mann, ich finde nur, man sollte auch die negativen Folgen betrachten. Aber so hat eben jeder seinen Zugang beim Kampf um die Lesergunst, wobei es mich schon erstaunt, wie eher so mittelgut sich die Autoren gemeinhin schlagen. Nach dem, was sie mir voraus haben (und das ist enorm viel, ich kann ja nicht mal schreiben), finde ich deren Zahlen ein klein wenig ernüchternd. Ganz ehrlich: Mit einem Schnitt von 10 Kommentaren würde ich meinen Hut nehmen. Aber jeder, wie er meint. Hauptsache, hier rappelt die Kiste.

  186. urriegel, das sage ich der...
    urriegel, das sage ich der Dame aber besser mal nicht ins Gesicht, für das Kielholen ist es in der Ägäis noch zu kalt.

  187. @Don Alphonso (22:27)
    ... Es...

    @Don Alphonso (22:27)
    … Es böte sich ja noch das „Spießrutenlaufen“, „An die Rah knüpfen“ oder „Die Gräting aufriggen“ an, wenn dem Herrn Alphons das Meerwasser nicht temperiert genug erscheint.
    Arrh! (Onomatopoetischer Piratengrunzer)

  188. Krck01 18:31 an...
    Krck01 18:31 an Dreamtimer.
    Eine gelungene Beschreibung, Danke.
    Sobald, man etwas erkennen und auch noch beschreiben kann, wird es ungemütlich für
    die ‚unsichtbare Hand‘.

  189. OT: Putin ist wieder...
    OT: Putin ist wieder russischer Staatsräsident; damit ist auch Frau Merkels Posten
    zukunftsfest.

  190. ... Ah, Herr Alphons, eh ich's...
    … Ah, Herr Alphons, eh ich’s vergesse:
    Dürften wir dann noch Ihre Leber haben?

  191. "Noch ist niemand auf den...
    „Noch ist niemand auf den schrägen Gedanken gekommen, daß dieser komplette Humbug, dieses verfassungslose Ungeheuer, von dem uns via Nachrichten und ähnlicher Gaukelei aus den sog. wichtigen gläsernen Orten Pseudoinfos serviert und per TV und Presse von einer Art Aliens ein Mischmasch inszeniert, improvisiert wird.“
    .
    Ich frage mich auch, wo die Strugatzkis der Gegenwart bleiben. Dabei würde ich als Romancier die Aliens aber nicht erst im Plot einführen, so wie in Team America, wo der sterbende Kim Jong Il sich als Marionette einer intergalaktischen Kakerlake erweist, sondern gleich zu Beginn, mit einer veritablen UFO-Sichtung, samt Entführung, die sich natürlich nicht objektivieren lässt, wie es sich für ein UFO gehört, dass keine vorschriftsmäßige Landeerlaubnis besitzt.
    .
    Eine solche Landeerlaubnis zu erhalten, wäre schon Motiv genug, dafür eine eigene Behörde zu schaffen. Aber was kann dabei nicht alles schiefgehen? Und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf und gewinnt immer weiter an Größe.

  192. @ Fritz04. März 2012, 19:01:...
    @ Fritz04. März 2012, 19:01: …. Hauptsache gefühlt bereichert.
    .
    Vom Reichtum an Erfahrung aus dem Interrail-Abenteuer oder der Fahrt mit einer alten Schrottkarre („hat noch 3 Monate TÜV“) quer durch ganz Europa einmal abgesehen.

  193. @E.R.Binvonhier 4.3....
    @E.R.Binvonhier 4.3. 00:51
    „Sie“ war großgeschrieben und adressierte höflich als Anrede eine Frage an Savall, weil ich seinen Beitrag nicht nachvollziehen konnte. Persönlich bin ich, wie Sie (sic.) E.R.Binvonhier, überzeugt, dass die Straßburger momentan mehrheitlich Franzosen bleiben möchten. Ich habe kein Problem damit, und wenn, würde es sie (die Straßburger) zu Recht wenig kümmern.
    Auch das Vorkommen von „Hedging“ bei links- und rechtsrheinischen Familien (siehe Ihr Beitrag von 13:13 am 4.3) halte ich für sehr wahrscheinlich und angesichts der zurückliegenden Zeitläufte nicht für verwerflich.

  194. Das Bild ist der König und...
    Das Bild ist der König und der Flyer ist die Wissenschaft

  195. Heute vor 59 Jahren starb...
    Heute vor 59 Jahren starb Sergej Prokofjew.
    Nehme an sein Sponsor wollte auch drüben gute Musik haben.

  196. Es ist ja ein wenig peinlich,...
    Es ist ja ein wenig peinlich, Aurispa, wenn ich meine eigenen ungeschickten Scherze kommentieren muß. Ich will Sie aber nicht weiter verwirren und bekenne, daß ich ohne Smiley versucht habe, durch das Aufstellen unsinniger Forderungen zu ironisieren. Im übrigen gehen meine Ambitionen viel weiter als das Elsaß in den Grenzen von 1681: das deutsche Reich in den Grenzen von 1237! Neapel ist unser! Quintessenz meiner wirren Rede: unter der sehr erfreulichen Friedenszeit der letzten Jahrzehnte lauert ein Minenfeld an historischen Konflikten, das jederzeit wieder virulent werden kann. Es gibt keine wirklich europäischen Themen, die jenseits der wirtschaftlichen Interessen liegen. Noch nicht.

  197. Vor Jahrzehnten habe ich...
    Vor Jahrzehnten habe ich meinem Vater gesagt: Zwischen Frankreich und Deutschland kann es nie wieder Krieg geben. Er meinte: Warten wir’s ab.
    .
    So viel Waffenbrüderschaft wie 1812 muss natürlich auch nicht sein.

  198. Lässt sich das auch zu einem...
    Lässt sich das auch zu einem Manifest umschreiben?

  199. ..ich meine vor dem Rückzug...
    ..ich meine vor dem Rückzug nach Sirmione?

  200. Ich werde die Wochen in Mantua...
    Ich werde die Wochen in Mantua nutzen, um sowas in der Art zu machen.

  201. Wieviele Followers hätte Zola...
    Wieviele Followers hätte Zola heute bei Twitter?

  202. <p>Zola war eine Rampensau,...
    Zola war eine Rampensau, der hätte die Server brennen lassen.

  203. DA 4.3 / 20.27h

    Re Wulff. ...
    DA 4.3 / 20.27h
    Re Wulff. Re PolitikerInnen.
    In der Deutschschweiz gilt das Sprichwort:
    „Nur nicht auffallen, liebes Kind“.

  204. Prokofjev for President!
    (Ah,...

    Prokofjev for President!
    (Ah, trop tard, merde…)

  205. Und welcher Verlag auf der...
    Und welcher Verlag auf der Buchmesse würde seinen Roman „Germanal“ aus dem deutschen Ein-Euro-Arbeitsstrichermilieu nicht nur mit der Kneifzange anfassen?

  206. Ola Zola!
    Was die Bürgerlein...

    Ola Zola!
    Was die Bürgerlein damals für ein Geschrei gemacht haben wegen eines einzigen unschuldig eingeknasteten Juden!
    .
    Da staunt der Schäuble und wundert sich der Gauck.
    .
    Soviel hysterisches Gutmenschentum wie 1898 gab es in Europa niemals wieder. Schakküüühz! Die hatten wohl keine echten Sorgen.

  207. Das ganze...
    Das ganze Menschenrechtsgedöns nutzt sich halt auch ab.

  208. Das Kielschwein hat...
    Das Kielschwein hat schliesslich auch eine tragende Funktion zu erfüllen. Als Beibootrennfahrer lässt sich´s sehr gut leben, juchhuuuuu.

    Donna Lauren@: Sie haben mich in gaaaanz schwere Gewissensnöte gestürzt. Wie der Politiker allfällig bei gesamteuropäischen Kassenstürzen so schön sagt: Wir sind bestürzt und tragen Scham (als Lätzchen).

  209. HansMeier555@: Diese...
    HansMeier555@: Diese Teufelsinsel der seligen Verbannten gibt es noch. Seien Sie vorsichtig. Ausserdem: Merkel und Sarkozy unterstützen sich lt. gestrigem Interview jetzt (ungedeckt von irgendwelchen Verfassungen ect.) gegenseitig in Ihren Wahlkrämpfen.

  210. @HM555 (11:02) Die Bürde des...
    @HM555 (11:02) Die Bürde des Menschen ist unfassbar …

  211. Aber woran denn, HansMeier?...
    Aber woran denn, HansMeier? Die soziale Frage ist doch immer die Zivilisationsfrage

  212. nun ja, lieber HansMeier555,...
    nun ja, lieber HansMeier555, man muss konstatieren, dass antisemitismus in weiten teilen vor dem grossen sündenfall des 20. jahrhunderts leider folklore war, was man an regelmässigen pogromen sehen kann. diese haltung gab es durchaus leider auch im neuen gelobten land jenseits des atlantiks. darüber hat sich der bürger selten echauffiert, nur hat er und seine staatlichen institutionen irgendwann einsehen müssen, dass es so nicht geht.
    .
    wissen sie, religionen zur – wie auch immer utilisierten – unterscheidung von menschen heranzuziehen erscheint ebenso maximal verwerflich, wie die unterscheidung von menschen an sich.
    sie wissen schon, we hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their creator with certain unalienable Rights, that among these are life, liberty and the pursuit of happiness etc..
    .
    was man leider ebenso konstatieren muss, ist die divergenz von zielsetzungen und umsetzung.

  213. als sehr schwierig betrachte...
    als sehr schwierig betrachte ich den umstand, dass manche noch betonen zu müssen glauben, jüdische freunde zu haben.
    .
    freunde. basta.

  214. E.R. Binvonhier (04. März...
    E.R. Binvonhier (04. März 2012, 00:20) – Wenn sie wenigstens geantwortet hätte: ‘Wenn die Mächtigen an meinem Tisch sitzen wollen.’

  215. Wie lange ist das jetzt schon...
    Wie lange ist das jetzt schon wieder her, dass Obama Guantanamo dichtmachen wollte?
    Und ob die Briten inzwischen aufgehört haben, Verdächtige von arabischen Geheimdienstleistern foltern zu lassen?
    .
    Wie schön dass Bradley Manning inzwischen eine Unterhose tragen darf. Das hat man Dreyfus vor 100 Jahren bestimmt nicht erlaubt.

  216. naja, die medien sind mal...
    naja, die medien sind mal wieder schuld. wenn man sie wenigstens gescheit kontrollieren könnte, so kämen die schweinereien wenigstens nicht alle raus.
    das wird schon.

  217. @ Krck01 - Über Angi steht...
    @ Krck01 – Über Angi steht heute ein bemerkenswerter Kommentar in der Papier FAZ, den ich in der kostenlosen e-Version nicht gefunden habe. Auf Seite 12 der Auslandsausgabe kann man lesen:
    .
    „Präsidentin
    Selbstverständlich entscheiden die europäischen Regierungschefs eigenständig und in voller Souveränität darüber, wie sie Frau Merkels Befehle ausführen. Jetzt soll die Bundeskanzlerin ein internationals Bündnis gegen den sozialistischen französischen Präsidentschaftskandidaten geschmiedet haben. Wenn doch alles so einfach wäre. Es stimmt: die Kanzlerin tritt in Frankreich als Wahlhelferin auf. Das ist zwar keine Einmischung, versteht sich aber auch nicht von selbst – und kann durchaus nach hinten losgehen. Frau Merkel will nun einmal den europäischen Fiskalpakt um jeden Preis erhalten, den Hollande wieder aufzudröseln gedenkt. Er wird deswegen nicht gleich zum Haider Frankreichs erklärt; man wird ihm auch nicht die Einreise verweigern können. Doch dass sich die Regierungschefs, die sich für konservativ halten, in einer wichtigen gemeinsamen Zukunftsfrage abstimmen, ist legitim. Und wer soll da den Ton vorgeben, wenn nicht die Kanzlerin Deutschlands, die längst seine Präsidentin ist? Von diesem Verfassungswandel ist auch die EU ergriffen worden. Mü.“

  218. lieber Krck01, ungewöhnlich...
    lieber Krck01, ungewöhnlich ist es schon, dass zu knechtende sich ihre qualen auch noch selbst zusammenstellen dürfen, smartphoneadeppten und clubreisende einmal ausgenommen.
    .
    bei all den qualen, die noch zu erwarten sind, verwundert ihr anliegen durchaus.
    .
    zu gewissenbissen besteht jedoch bei ihnen keinerlei anlass. vielmehr muss ich mich entschuldigen, ihnen noch nicht eine angemessene folter haben zugestehen zu wollen, allein, da teer und federn von einem halben nordlicht, das sich das preisgünstige material wie stets für lau besorgte und sich schliesslich selbst damit bearbeitete, gänzlich aufgebraucht wurden.
    dies ist insofern sehr lästig, weil nun die auffahrt noch ein wenig auf ihre reparatur warten muss und die kopfkissen vorerst weiterhin flach bleiben, bis das nächste hühnchen gerupft werden wird.

  219. @HM555 (12:25)
    "When I hear...

    @HM555 (12:25)
    „When I hear that whistle blowing, I hang my head and cry …“
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=rX009sWzRQg

  220. Darum zweifle ich daran, dass...
    Darum zweifle ich daran, dass Zola nochmal solche Wirkung erzielen könnte.
    .
    Heute würde man vorwerfen, dass er ein hysterischer Gutmensch sei, ein Verräterversteher und vermutlich ein verkappter Antisemit.

  221. Und ein...
    Und ein Verschwörungstheoretiker sowieso.

  222. Gumbrecht könnte auch eine...
    Gumbrecht könnte auch eine längere Digitalpause einlegen.

  223. lieber HansMeier555, "Darum"?...
    lieber HansMeier555, „Darum“?

  224. Jaja, Bild.
    Ich gebe mal ein...

    Jaja, Bild.
    Ich gebe mal ein anderes: Europa ist eine Art Schwimmsteg im Wasser, unten Fässer zum Anheben, obendrauf eine Plattform, auf der die Leute laufen und einige Aufbauten sind. Derweil werden Zutaten zu weiteren Aufbauten herangetragen und aufgesetzt, die meisten Plattformbelatscher sind mit Pirouettenübungen beschäftigt, die sie sehr ernst nehmen und die sie zu choreographieren versuchen. Einige bemerken, daß die Plattform arg schief hängt und mit einer Ecke immer mehr ins Wasser kommt. Die Erkenntnis macht sich in einigen Hirnen breit, daß das Faß undicht ist und man das Leck flicken und das Wasser herauspumpen sollte. Einige rufen dies auch den anderen zu, aber dies wird von dem Gesäge, das durch die neuen Aufbauten nötig ist, meist übertönt. – Werden die beschäftigten Plattformbelatscher es zustandebringen, daß eine Gruppe das Faß repariert kriegt, oder wird die Plattform absaufen?

  225. @colorcraze (14:23)
    "... oder...

    @colorcraze (14:23)
    „… oder wird die Plattform absaufen?“ Die Antwort:
    http://www.youtube.com/watch?v=XQQ4YTL1P1A

  226. Eben an einer Plakatwand...
    Eben an einer Plakatwand vorbeigekommen: „Verbrechen aufklären von denen zu Viele
    behaupten, sie seien nicht geschehen.“
    Misserior

  227. Die Nationen der...
    Die Nationen der hyperboräischen, skythischen Kosaken hatten schon immer ihre schützende, mit der Nagaika bewaffnete, Hand über die jüdische Minderheit im Zarenreich gehalten.

  228. E.R. Binvonhier@: Nun karten...
    E.R. Binvonhier@: Nun karten Sie doch nicht immer nach. Ungeschehen ist nun mal ungeschehen. Da beißt weder ein klitzekleines Mäus´chen einen dicken Faden ab noch ein Walroß eine dicke Ankertrosse.

  229. Und wie vorhergesagt: Die...
    Und wie vorhergesagt: Die Bundesbank wirft weniger ab, das wiederum der Steuerzahler zahlen muss:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schuldenkrise-bundesbank-macht-deutlich-weniger-gewinn-11673981.html

  230. @DA 14:19:...
    @DA 14:19: sowieso.
    @diktionafkis 14:52: ach ja, der Blues… als Mitteilungsform ganz brauchbar, aber nicht als Aufruf zum Kesselflicken mit notwendigem Unterbrechen und Beiseitetreten der Hausbewohner…

  231. @colorcraze (10:02)
    wäre das...

    @colorcraze (10:02)
    wäre das hier dann vielleicht genehmer? ;)
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=4FeAhRdhWKk
    … übrigens: mein Pseudonym wird hier beharrlich (wenn auch sicher nicht absichtlich) verballhornt …

  232. @diktionaftis: nein, das war...
    @diktionaftis: nein, das war keine Absicht mit dem k für t, ich tu mich manchmal mit fremdsprachig Anmutendem etwas schwer. Wann man Konsonanten zu verdoppeln hat im Französischen, ist mir leider damals nicht aufgegangen, und wenn ich mich gar an Niederländisch oder einer skandinavischen oder slawischen Sprache oder Griechisch versuche, wird es ganz schlimm. – Die Kesselflickerpolka wär dann ja schonmal die nächste Steigerungsstufe zum Reparaturplatz freiräumen. Aaaber bis das Faß geflickt ist – denn das Loch ist ja unter Wasser – wird es noch einiges Geschaukel geben.

  233. Ob es in Sidon so viel besser...
    Ob es in Sidon so viel besser ist? Einzelinteressen gibt es im Libanon schon auch…

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