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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

30 Jahre für uns und unsere Kinder

| 323 Lesermeinungen

Für 30 Jahre soll ein Rettungsfonds für die Stabilität des Euro garantieren. Wenn es nicht zum Garantiefall kommt. Da haben auch die Kinder noch etwas davon.

Ihr wisst nicht, was ihr tut.
Bernardo Provenzano

Also, das muss ich erzählen: Ich fuhr heute nach Mantua hinein. Ich bin jetzt seit vier Tagen hier und habe, unglaublicherweise, noch kein einziges Paar Schuhe gekauft. In Mantua nicht, in Sterzing nicht, in Trento nicht, in Valeggio nicht (nur einen Hut und einen Seidenschal). Aber in Mantua gibt es nun ein Geschäft, in dem ich immer fündig werde. Nur waren die einen nicht mehr in meiner Grösse da, die anderen sahen am Fuss dann doch nicht so gut aus, manche drückten entsetzlich und wieder andere passten, sahen gut aus, drückten nicht und versprachen, gut 30 Jahre zu halten. Für die Kleinigkeit von 700 Euro, was, so sagen es Freunde, heruntergerechnet auf all die Jahre und mit Restwert durch die Fetischisten, die diese Marke auch noch in Fetzen kaufen, gar nicht mal so viel ist. 1400 Mark. Für ein paar Schuhe und die Legende, dass sie 30 Jahre lang halten. Ich habe zwar einen Tick, was Schuhe anbelangt, aber keinen Hau.

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Also setzte ich mich auf mein nun auch schon wieder 20 Jahre altes Rad, trödelte noch etwas in Mantua herum und fuhr dann heim. In Italien verliere ich immer schnell die Lust an deutschen Themen, ich kann mir länger den Inhalt einer Tüte mit Tortelli wie da oben anschauen – die sind mir mit ihrem kurzen Zeithorizont bis zum Abendessen durchaus langlebig genug – als das übliche Klein-Klein der deutschen Innenpolitik, das an der Saar gerade eine fundamentale Absage erhalten hat. Auch, wenn mich die negativen Folgen der Politik qua Status nur so mittelprächtig betreffen, auch, wenn ich den Frühling umfassend in Italien verbringe, so ist das doch irgendwie noch mein Land, zumindest, soweit es südlich des Mains liegt, und dann habe ich doch geklickt und gelesen: Die Deutschen sind jetzt doch bereit, den Rettungsfonds des Euro und hier besonders der Banken auf 700 Milliarden aufzustocken. Laufzeit 30 Jahre. Und es kommt nicht zum Sturm auf das Kanzleramt. Das liegt an den guten Manieren, nehme ich an.

Sogar mein bayerischer Ministerpräsident ist zu feige, zu seinen alten Aussagen von der roten Linie zu stehen, die man nicht mehr überschreiten dürfte. Weil: Es gab ja Druck von Seiten der EU, Brasilien und den USA. Schön langsam, deucht es mir, kann man sich beim Begräbnis konservativer Politiker die Bezeichnung „Patriot“ sparen und durch „bei der Belastung der eigenen Leute hochgradig flexibel durch leisesten Druck der USA und anderer Schwellenländer“ ersetzen. Zumindest mal für die nächsten 30 Jahre.

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30 Jahre sind eine sehr lange Zeit, für Staatsschulden nicht weniger als für ein Paar Schuhe. Schuhe kann man notfalls zum Schuster bringen, Staatsschulden – oder anders gesagt, das Geld, das Banken, Privatleute und Institutionen von den Staaten haben wollen – eher nicht. Und nachdem die EU nach der Währungsunion keine 10 Jahre bis zur ersten Staatspleite gebraucht hat, kann man sich ja ausrechnen, was in diesen 30 Jahren alles passieren wird. Und ich möchte auch die bange Frage stellen: Wird es da einen Inflationsausgleich geben? Oder wird die Inflation einfach so sein, dass in dreissig Jahren diese 700 Milliarden nicht ausreichen werden, Herrn Lobb ein paar Pferdelederschuhe in Mantua abzukaufen? Dann natürlich täte uns dieser Rettungsfonds in 30 Jahren nicht mehr weh, dann hätten wir ganz andere Schmerzen – wir, die Besitzenden. Mit Trauer würden wir an jene Tage in Mantua zurückdenken, da wir so dumm waren und nicht für 700 läppische Euro diese Schuhe zu kaufen.

Wer von Kindesbeinen an stets seinen Urlaub in Italien verbrachte, kennt das nur zu gut: Die Wechselstuben mit dem verdächtig guten Kurs für die Deutsche Mark. Die Hoteliers und Händler, die bei Bezahlung mit dieser Mark erstaunlich gute Preise machten. Und der Umstand, dass die Lire-Preise Jahr für Jahr kräftig nach oben gingen. Jedes Jahr musste man das Umrechnen neu lernen. Als kleines Kind: 200 Lire sind eine Mark. 1200 Lire dann im Sommer 1995, als der italienische Staatspräsident das Land mit der Weimarer Republik verglich. Im Herbst 1995 wurde es dann ernst mit den Verhandlungen rund um den Euro, schon damals übrigens mit dem Verweis auf die Währungsturbulenzen, die der deutschen Wirtschaft schadeten, und die ein Euro nachhaltig beenden würde. Prompt stabilisierte sich die Lira, weil die Deutschen mit im Boot waren und die Sache voran trieben. Und jetzt haften wir 30 Jahre dafür, dass ein Euro ein Euro bleibt, sei es nun auf dem Papier, in der Bankbilanz oder als Staatsschulden. In Mantua hängen überall Plakate mit der Frage, ob die Krise den Leuten das Einkaufsverhalten verändert habe.

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„Wie wird das erst in 30 Jahren sein?“ ist generell eine beliebte Vorstellung der Zukunftsgedanken; nicht ganz ohne Grund, denn tatsächlich ist es in der Geschichtswissenschaft so, dass sich grössere Veränderungen in Stil und Lebensauffassungen in 30 Jahren gut darstellen lassen, ganz gleich ob im Tierstil des frühen Mittelalters oder der Vasenmalerei im Athen der beginnenden Klassik. Bislang war es eher so, dass diese Frage mit den tollsten Erwartungen beantwortet wurde, Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft, Völkerverständigung, Demokratie, die Kinder sollten es schliesslich einmal besser haben.  Wir dürfen uns diese kommenden 30 Jahre nun eher als Ritt auf dem Bombe vorstellen, die jederzeit hochgehen kann, ein Ritt, der einfach für uns beschlossen wurde, weil die Kanzlerin und ihre Vasallen einem Druck nachgegeben haben. Das hat mehr von der Drohung der jüdischen Bibel von der dritten und vierten Generation, die auch noch verfolgt werden würde. Alternativlos ist nur ein anderes Wort für Ausweglosigkeit.

Allerdings wären die besseren Kreise keine solchen, würden sie sich einfach damit abfinden. Sicher, es gibt keine Massenproteste vor dem Kanzleramt, aber ich wage zu wetten, dass der Wirtschaftsteil der FAZ den Immobilienerwerb als Anlage nächstes Jahr noch sehr viel mehr wird verdammen und als Blase geisseln müssen. Das geht nämlich bei der Abreise so: Du kommst doch am Gardasee vorbei? Ja. Kannst Du da mal nach den Preisen schauen? Ja. Wir dachten gleich an etwas Grösseres. Sicher. Und wie ist es am Tegernsee? Sehr schwierig, schwieriger denn je. Gut, also, so 100 Quadratmeter am Gardasee wären schon fein. Vor dreissig Jahren sagte man Reisenden, sie sollten gesund heimkehren. Heute sagt man ihnen, sie möchten doch bitte unbedingt die Augen offen halten. Für eine Revolte der Reichen, sich abzuspalten und ihr eigenes Ding ohne 30 Jahre Knechtschaft zu machen, reicht es – noch – nicht. Die individuelle Rettung geht klar vor das allgemeine Interesse der nicht allgemein Besitzenden.

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Es ist übrigens nicht so, dass deshalb in Mantua neue Plakate geklebt werden würden, mit der Aufschrift: Kauft jetzt! Die nächsten 30 Jahre garantieren die Deutschen! So, wie in der Deutschland Aufschwung und Wachstum nicht bei den normalen Menschen ankommt, kommt auch die Garantie hier nicht bei den normalen Menschen an. Das alles ist typisch Knechtschaft, oben wird entschieden und unten muss man mit den Folgen leben. Natürlich ist das mir selbst wiederum förderlich: Viele wollen weg. Wenn viele gehen, sinken hier die Immobilienpreise. Und ich kann gute Nachrichten nach Deutschland geben. Zumindest, was 100 Quadratemeter mit Aussicht angeht, was mein Ansehen fördert. Was die europäische Einigung angeht, oder generell die Zukunft: Man sollte da den Realitäten ins Auge sehen: Die Einigung mit Schulden und Garantien, die ist für alle da. Ich fürchte, das wird wie eine schlechte Ehe; nach 30 Jahren sind die Verpflichtungen noch da und die Schulden, die man aufgenommen hat, aber kein Gefühl mehr. Und man wird sich rückblickend fragen, warum man sich nicht hat scheiden lassen, als es noch vergleichsweise einfach ging.

Jene aber, die heute die Verpflichtungen und Garantien für 3ß Jahre festschreiben, sind auch jene, die noch vor Kurzem meinten, dass ein paar tausend Tonnen hochgiftiges Material, das noch Jahrzigtausende munter vor sich hinstrahlen würde, ein akzeptabler Preis für die Wünsche der Energiewirtschaft wären. Man hat sie dank Fukushima bekehren können. Mit etwas Glück sind die 30 Jahre hinfällig, wenn die Franzosen mit der Wahl alles umkippen. Und mit etwas Pech besorgt das der Umstand, dass Garantien, die man gibt, auch in Anspruch genommen werden können. Eine grössere Staatspleite, und man musste nicht mehr 30 Jahre zittern, und könnte gleich mit dem Darben beginnen. Auch das gehört übrigens zu den wiederkehrenden Erfahrungen von Knechtschaft. Sie, liebe Leser, sollten sich also nicht wundern, wenn demnächst in der gedruckten FAZ etwas von mir über Tortelli und teure Schuhe zu lesen ist. Reine Notwehr.

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323 Lesermeinungen

  1. Werter Don, ich hätte sie...
    Werter Don, ich hätte sie gekauft die Schuhe, etwas beständigeres gibt es doch nicht. Und alles Geld kann man nicht nur in Speck auch nicht in Tiroler Speck anlegen. Der trägt dann irgendwann auf. Ich bin am Sonntag über den Reschenpass gefahren und musste an sie denken. Ich habe aber beim besten Willen nicht mehr gewusst, welches Geschäft Sie dereinst empfohlen hatten zum Kauf von lokalen Waren.Also hielt ich irgendwo zwischen Reschen und Glorenza. War wahrscheinlich der falsche Laden, oder?

  2. PS: Mit Konsumverzicht, also...
    PS: Mit Konsumverzicht, also nix mehr kaufen, was nicht wirklich nötig ist und keine Billig Klamotten und Elektronik Schnick Schnack made in China könnten die kleinen Leute die Groß Aktien Besitzer eventuell doch treffen. Nach dem Motto: Wie du kaufst noch?? Leb doch endlich ohne Konsumterror!

  3. Sehr geehrter Don, wo sie es...
    Sehr geehrter Don, wo sie es erwähnen: Gibt es eigentlich die Möglichkeit, dass Sie ein Frühwarnmechanismus einrichten, der einen an den Kauf der Papierausgabe gemahnt? Das wäre schön. Also natürlich nur wenn ich so dreist sein darf, mir etwas zu wünschen.

  4. dreissig jahre erscheinen...
    dreissig jahre erscheinen denjenigen, die sie aufbrachten, als eine angenehm überschaubare zeitspanne, bis zu der man schonzeit hätte – wenn man sie nur hätte.
    und eben diejenigen wären bereits pensioniert oder stapeln in eichenmöbeln tief.
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    allein, die absicht zählt, alles auf einen saint-glinglin zu verschieben…
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    überdies liesse sich, lieber Don Alphonso, die freizügigkeit ein wenig ‚verändern‘, um die nationalen märkte nicht zu destabilisieren.
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    ach, und sagen sie, sie haben noch keine auslandsimmobilie, non? ein wenig spät nun, wenn man sich die angemessenheit der preise in begehrten lagen so ansieht, n’est-ce pas?

  5. lieber Krck01, nun, zum thema,...
    lieber Krck01, nun, zum thema, dass der geschätzte gastgeber in la bella italia weilend zu hass und rachsucht aufbrachte, wäre weniger eine chaconne, seulement quand les poules auront des dents, denn die artigkeiten um den senatus consultum von 186 a.d. passend.
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    selbstverständlich ist ein unendlicher spass, zwischen der wahrheit und ihr gegenteil zu changieren. die wahre übung zeigt sich darin, in schöner regelmässigkeit auch unwahrheiten glaubhaft zu plazieren und sie schliesslich spielerisch platzen zu lassen; vermutlich kommt dies dem konspirativen verhalten, an das filou gedacht haben möchte, recht nahe. am ende weiss niemand mehr, was man denkt und wer man ausser dem namens- und funktionsträger ist, ausser, dass man in treuer begleitung eines schalkes unterwegs ist, mag er gerade tätig sein oder nicht.
    .
    ist dies nun das simulacrum der simulation? m.w. ist dies der ausweg einer stütze, die als solche fungiert, denn über geschmack liesse sich gegen alle empfehlung endlos streiten, schon zu zeiten, als es klare handlungsanweissungen an alle personen aller geschlechter und aller stände gab.

  6. Viagratortellini?...
    Viagratortellini?

  7. Guter Artikel.
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    Für moderne...

    Guter Artikel.
    .
    Für moderne kritische Menschen.
    Bin leider ein unmoderner Mensch. Bossele beispielsweise doof wie ich bin an einer 20jährigen Hypothek – wahrscheinlich bin ich dann eh tot, zumindest scheintot – und habe letztes Jahr in einer Art hedonistischen Kurzausfalls Halbzeit bei einem Edelgriechen gefeiert …
    .
    Der moderne Mensch kann freilich 30 Jahre nicht mehr überblicken, was dann sein wird. Er weiß ja nicht einmal, wie lange er seinen Job noch haben wird in dieser Quartalsjäger- und Steakholder-Gesellschaft. Der Mittelalter-Mensch hatte nicht diese Turbo-Umgebung. Er sah (spirituell?) weiter. Wenn er halt nur Knecht oder Aussätziger war: dumm gelaufen. Jahrhundertelang wurde an einem Dom gebaut. Keiner spöttelte, ob das denn nicht Tyranney und Knechtschaft sei. Es war Glaube.
    .
    Und heute guckt sich der Don diese tyrannischen Jahrhundert-Döme in good old Italy und anderswo an und sagt uns: Früher war das besser.
    Was denn nun, lieber Autor? :-)
    (An diese Stelle gehört nun wirklich ein Smiley und ich werde es mit Zähnen und Klauen verteidigen. Punkt.)

  8. Also lieber Don,
    nach meinen...

    Also lieber Don,
    nach meinen Infos ist der aktuelle Stand, daß sich die Banken (vertreten durch die OECD) eine Billion wünschen. Das müßte für das laufende Quartal reichen. Rote Linien kann ich im Moment beim besten Willen nirgends mehr erkennen.
    A propos Schuhe: Weiß man, wo Johann Gottfried Seume hat arbeiten lassen? Ist er durch Mantua gekommen?
    Gruß K

  9. (liebe/r E.R.Langen, monsieur...
    (liebe/r E.R.Langen, monsieur geben vor, keinen unterleib zu haben.)

  10. Was John Lobb betrifft, passen...
    Was John Lobb betrifft, passen Sie auf, daß Sie auch die richtigen bekommen.
    Es gibt http://www.johnlobb.com
    Die gehören zur Hèrmes Gruppe und werden in Schuhgeschäften verkauft.
    .
    Diejenigen, die wohl 30 und mehr Jahre halten, sind von http://www.johnlobbltd.co.uk/main/main.htm
    und sicher nicht in Mantua im Schuhladen erhältlich, weil nach Maß gemacht.

  11. Ich glaube ja , daß der heute...
    Ich glaube ja , daß der heute absolut verachtete und bezüglich Immobilienpreisen im absoluten Keller befindliche deutsche Osten einen ungeahnten Aufschwung nehmen wird , getragen von der unteren und mittleren Mittelschicht. Die Kinder wachsen dort noch ethnisch unter Ihresgleichen heran, Immobilien sind günstig und es herrscht viel Platz. Ich bin schon da,die Kanzlerin(Uckermark) schon lange, bin mal gespannt, wann die Invasion derer kommt, die sich den Tegernsee nicht leisten können. Vielleicht, wenn in den Gymnasien statt einer traditionellen Religion eine arabische dominiert und gute Noten vor allem durch Frömmigkeit erworben werden können.

  12. Don, mein Mann lässt Ihnen...
    Don, mein Mann lässt Ihnen etwas traurig ausrichten: “Wenn Sie Pech haben, passen Ihre Schuhe nach 30 Jahren nicht mehr. Das Leder wird steif”. Er trug seine sehr edel und geliebten, höchstens 27 Jahre alten zur großen Feier vor zwei Wochen. Am Abend hatte er Blut im Schuh wie Aschenbüttel.

  13. Kalchas, Seume hielt große...
    Kalchas, Seume hielt große Stücke auf Dachsleder. Das musste er erst in Sizilien flicken lassen. So kurzatmig wie heutige Reisende war der nicht.

  14. Allerdings geht nichts über...
    Allerdings geht nichts über die handgefertigten Deichmans.

  15. Hmmmm. 1910 drohte innerhalb...
    Hmmmm. 1910 drohte innerhalb der nächsten dreissig Jahre ein schon damals fast sicherer Krieg. Es wurden zwei, mit monströsen Menschenverlusten, Toten, Verletzten, gequälten, Verstümmelten. 1940 wusste man, dass es innerhalb von 30 Jahren den nächsten Krieg geben würde, man war ja schon mittendrin. 1970 hing der kalte Krieg, die atomare Abschreckung und der ökologisch sichere Untergang der Erde wie ein Damoklesschwert über den Deutschen. Und 2012? In Europa? Kein Krieg in Sicht. Friede und wachsende Sicherheit allenthalben. Fast alle Eurpäer, auch die ärmsten, sind materiell vollausgestattet – Essen, Trinken, Heizung, Kleidung, Haushaltsgeräte, Telefon, TV, fahrbarer Untersatz. Der ökologische Untergang der Erde ist ausgeblieben und wird, was Europa angeht, auch in absehbarer Zukunft ausfallen. Das verbleibende Risiko? Inflation und bedrucktes Papier bzw. Bits&Bites, aka Geld. haben die besseren Kreise 1910 hysterisch reagiert? Klar, zuvorderst sie wollten (!) den Krieg. Haben sie 1940 hysterisch reagiert? Nö, sie haben die Nazibarbaren dort schulterzuckend hingenommen, wo sie diese nicht offen unterstützt haben (historische Fussnote – kein deutscher Unternehmer aus besseren Kreisen war im Widerstand. Wurden Sie wenigstens 1970 hysterisch? Gott bewahre. Sie machten sich über Ökospinner lustig, bestanden auf einer starken Armee und waren froh über den amerikanischen Atomschutzschirm. Nur 2012 scheinen sie hysterisch zu werden. Weil es erstmals nicht um Menschenleben, sondern um etwas wichtigeres geht? Nämlich Eigentum?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  16. Ja man schreit auf dem Markt,...
    Ja man schreit auf dem Markt, nein nicht dem ökonomischen, sondern auf dem Politischen nach 1er Billion Juros. Wo leben Sie denn, werter Herr Don. Lesen Sie denn keine FAZ gar nie nicht?
    30 Jahre? Wer weiß denn schon was in der nächsten halben Stunde los sein wird?
    Ihre Charcuterie lässt grüssen.

  17. Nicht schon wieder Nüdels!...
    Nicht schon wieder Nüdels!

  18. Kalchas@:: Seume wurde in...
    Kalchas@:: Seume wurde in Mantua ausgeraubt und machte den Rest bis Sizilien barfuß. Goethe dagegen fuhr immer per Kutsche durchs Land der Zitrusfrüchte.

  19. donnalaura, was für ein...
    donnalaura, was für ein glücklicher Mann!

  20. Wer ist nun krisengeschüttelt...
    Wer ist nun krisengeschüttelt der Euro oder die Märkte?
    Wenn die Dosis dauernd
    erhöht werden muss, wie bei einem hoffnungslos Schwerkranken.
    .
    Nein, die Märkte sitzen auf einem überlebten Geschäftsmodell wie Schlecker auch. Die
    Alt-Ansprüche (sorry D.A.) der Reichen können sie nicht mehr befrieden, wenn beim
    globalen Prekariat noch was zu holen wäre, gäbe es die Krise nicht; bleiben nur die Staaten und
    die Steuerzahler um die Altansprüche des Altgeldes noch befrieden zu können.
    .
    Und deswegen sind auch alle ruhig, auch das Kleingeld fürchtet sich vor den Kollateralschäden.

  21. @Don Ferrando: John Lobb.com...
    @Don Ferrando: John Lobb.com (also das Pariser Haus) bietet neben den normalen „Ready to Wear“ Schuhen auch MTM und Bespoke an. Die werden vermutlich auch lange halten.
    John Lobb Ltd. (der Anbieter aus der Londoner James’s Street) bietet allerdings nur Maßschuhe an.

  22. Die Märkte befinden sich in...
    Die Märkte befinden sich in einem Zustand, den man von Dementen kennt. Sie müssen
    dauernd neu fixiert werden, um sich nicht selbst zu gefährden.

  23. @stimmviech
    Den Aufschwung des...

    @stimmviech
    Den Aufschwung des Ostens bzgl. Immobilien sehe ich auch. Nicht in naher Zukunft, auch nicht ungeahnt. Aber er wird kommen, in ca. 30 Jahren. Vom Berliner Umland wird er sich auf ganz Brandenburg ausweiten. Von Weimar, Görlitz und anderen „Zellen“ des Alterswohlstands aus ebenso. Leipzig ist schon voller Menschen, die aus Berlin flüchten wegen des/dem Klima. Sachsen-Anhalt bleibt Schlußlicht, wie immer.
    Vorher muss natürlich noch die Immo-Blase platzen, in München und anderen Städten an Donau, Main und Neckar. Ich habe mir schon eine Hütte im Ruppiner Land gesichert. Die wird dann abgestoßen und gegen ein günstiges Haus im Westen (Mittelgebirge vielleicht) getauscht. Dort stehen schon heute Häuser für 50.000 bezugsfertig rum.
    Antizyklisch ist immer ein guter Tipp beim Geldanlegen. Beim Schuhkauf empfehle ich den Schlussverkauf. Gibts das nicht in Italien?

  24. @E.R.Langen 15:14 sehr...
    @E.R.Langen 15:14 sehr amüsant! handgefertigte Deichmanns! Wären wir bei FB, müsste ich: Ich mag das anklicken!
    @ThorHa 15:28 interessante These, da lohnt es sich evtl drüber nachzudenken. Allerdings verloren viele Reiche 1923 alles, also gab es das schon mal.

  25. Immer dieser...
    Immer dieser Weltuntergangsscheiß.
    Da lob ich mir die andere Schuh-Fetischistin Imelda Marcos, die ich hier mal zitiere:
    .
    „Filipinos don’t wallow in what is miserable and ugly. They recycle the bad into things of beauty.“
    .
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/1173911.stm
    .
    Und so sollten wir es auch machen. Ganz einfach.

  26. DA schrieb
    "Ich fürchte, das...

    DA schrieb
    „Ich fürchte, das wird wie eine schlechte Ehe; nach 30 Jahren sind die Verpflichtungen noch da und die Schulden, die man aufgenommen hat, aber kein Gefühl mehr.“ I look on the bright side – es wird keinen Krieg mehr in Europa geben. Was die Schulden betrifft, die können die Deutschen einfach abbezahlen – durch Inflation.

  27. Ich kann mir nicht vorstellen,...
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es immobilientechnisch im Osten irgendwann richtig rund gehen wird. Eines darf man ja nicht vergessen: die demographische Entwicklung spricht dagegen. In 30 Jahren gibt es nicht mehr diese Anzahl an Rentnern bzw. wohlhabenden Rentnern. Und ja: sicherlich gibt es Häuser, die recht günstig zu erwerben sind. Und das werden überall in Deutschland auch mehr werden, es sind im Moment ganze Landstriche dabei auszusterben. Aber: wo die Landstriche verweisen, wird auch die Infrastruktur zurückgebaut, weil ein Aufrechterhalten für Geisterstädte zu teuer ist. Und wer will schon in eine Gegend ziehen, wo der nächste Supermarkt 50 Kilometer entfernt ist?

  28. @diktionaftis:...
    @diktionaftis: Weltuntergangsscheiß? Ach was, das ist doch alles menschengemacht und völlig harmlos. Die Menschheit hat doch in jüngster Vergangenheit gar keine richtigen Katastrophen miterlebt. Ich rede von Supervulkanen, großen Meteoriteneinschlägen oder Monstertsunamis (nicht sowas wie in Japan, sondern richtig große). Wenn so ein Ding kommt, dann braucht man sich keine Sorgen mehr um die Farbe von Schuhen, Pasta oder Immobilien im Osten zu machen, dann geht es nur noch um das bloße Überleben.

  29. @ThorHa 15:28 - Wir sind...
    @ThorHa 15:28 – Wir sind nicht im Krieg?? 5000 Deutsche Soldaten sind doch in Afghanistan mit dabei, ueber die Jahre wurden es schon 100 000. Da wir es nicht taeglich vor Augen haben ist es leicht zu verdraengen. Was wir in der Wirtschaft verschenken ist besser angelegt als diese „Investition“ deren Folgen uns noch lange verfolgen. Ein paar Feldstiefel, in Afghanistan ausgeliefert, sind bestimmt nicht viel billiger als die E 700 Schuhe aus Italien.

  30. don, musikgast, weingast......
    don, musikgast, weingast… wie wärs mit 1 schuhgastbeitrag?

  31. liebe/r E.R.Langen, können...
    liebe/r E.R.Langen, können sie das beurteilen?

  32. <p>'unsere kinder'?</p>...
    ‚unsere kinder‘?

  33. @E.R. Binvonhier -...
    @E.R. Binvonhier – fixiert:
    Stimmt. Gilt für alle dynamischen Systeme, die man aus Gefährdungsvermeidungsgründen sich nicht vollständig selbst überlassen kann. Die Alternative ist vollständige Stasis – die braucht allerdings noch sehr viel mehr Fixierung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  34. @Wolff:
    Wen (in Deutschland)...

    @Wolff:
    Wen (in Deutschland) betrifft denn der Krieg in Afghanistan ausser den armen Schweinen, die von Bequemlichkeitspazifisten mit Kriegsdienstverweigerer-Vergangenheit dorthin entsandt wurden?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  35. @fionn:
    Bingo....

    @fionn:
    Bingo.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  36. @Doctor Snuggles: Die Leere...
    @Doctor Snuggles: Die Leere und die ich sage das mal traditionelle ethnische Umfeld wird die Menschen anziehen, die sich in den dann mehrheitlich von Migranten bewohnten Weststädten nicht mehr wohlfühlen und ihre Kinder sozusagen auf den letzten Drücker in einer sozial fördernden Umgebung ausbilden wollen. Auf daß diese Mitte des Jahrhunderts den letzten Absprung in die Staaten schaffen. Es waren im vorigen Jahrhundert diejenigen gut dran, die deutlich vor dem Haßausbruch so Anfang der 30er Jahre den Absprung nach Übersee geschafft haben. Wäre ich jünger, vielleicht auch noch heute, hätte ich ein Profil, mit dem mich die USA nehmen würden, würde ich auswandern. Wer aber im neuen Jahrhundert geboren wurde oder noch wird, sollte den Absprung rechtzeitig wagen.

  37. <p>@Vroni - Der...
    @Vroni – Der Mittelalter-Mensch hatte nicht diese Turbo-Umgebung:
    Stimmt. Er wurde dafür nicht alt genug. Und wenn doch, bestand das Leben für 95% der Bevölkerung aus nichts als Land- und Fronarbeit, kurzweilig durchbrochen von kleineren Raubzügen meiner Vorfahren.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  38. ThorHa,
    wir werden auch nimmer...

    ThorHa,
    wir werden auch nimmer alt.
    Eben dank des Turbos.

  39. zu 17:42: Da sieht man's...
    zu 17:42: Da sieht man’s wieder. Verbrechen lohnt sich.

  40. Immer schnelldrehender alles -...
    Immer schnelldrehender alles – aber long-run-Garantien an Banken abgeben.
    Der Erdmantel ist wie klumpige Tomatensuppe – aber Salzstöcke, ja die sind sicher, klar. Und Strahlung, die in 1000 und 10 000 Jahren nicht weggeht, ja mei geh weida.
    Und der Papst ist evangelisch.

  41. "Raubzüge meiner...
    „Raubzüge meiner Vorfahren“
    .
    Auf solche bekloppte Vorfahren tät ich mir nix einbilden.
    :-)

  42. Ich verstehe nicht, wieso DA...
    Ich verstehe nicht, wieso DA so pessimistisch ist. Er ist nicht verheiratet, hat keine Kinder und schlimmstenfalls (Hyperinflation in Deutschland) hat er einen Schlupfwinkel in Italien.
    @ ThorHa. 16.39h Bingo…?

  43. Ich bin auch nicht...
    Ich bin auch nicht pessimistisch wie der deutsche Textilunternehmer (HAKA),
    dem zu den Globalisierern nur einfiel…“ und eines Tages treffen sie sich alle am Ural.“
    .
    Nun, das ist ja weit weg.

  44. Auch Deichmanns sind...
    Auch Deichmanns sind Handarbeit, wenn auch nicht maßgefertigt. Dass die Hand vermehrt die Klebepistole führt statt die Nähmaschine ist ein anderes Thema. Und wie alt die Hände sind erst Recht.
    @DrSnuggles: Trauen Sie keiner demographischen Prognose für einen Zeitraum von 30 Jahren. Es ist nicht die Geburtenrate – ich sehe Deutschland viel früher als Einwandererland. Nicht nur von rechts und unten, auch von der linken Seite: http://www.cdu-wanfried.de/aktuelles/101017_defacto.htm
    .
    Im übrigen gehört zu einem Haus auf dem Lande zuerst einmal ein eigener Garten. Das ist wichtiger als ein Supermarkt nebenan.

  45. @fionn:
    Kürzestmöglicher...

    @fionn:
    Kürzestmöglicher zustimmernder Ausruf, tiefe Befriedigung über eine korrekte Beurteilung der Lage ohne Bandwurmsatzkonstruktionen ausdrückend. Bingo?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  46. @Vroni:
    Ich kann ja bei...

    @Vroni:
    Ich kann ja bei anwesenden Damen nur von mir sprechen – aber ich habe schon ein Alter, dass im europäischen Mittelalter für Nichtadelige schwer zu erreichen war :-). Und mehr als weitere maximal 20 erwarte ich gar nicht, das Ende ist bei dem biblischen Alter in entwickelten Industriestaaten vorhersehbar düster (irgendeine Alterskrankheit, eine schlimmer als die vorher besiegte).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  47. @ Thorsten Haupts ...
    @ Thorsten Haupts 19.26h
    Wow! You win – Bingo!
    Uebrigens, wie ist das Wetter bei Ihnen?

  48. @stimmviech, das Ein-oder...
    @stimmviech, das Ein-oder Auswanderungszenario. das Sie beschreiben ist mir zu sehr
    1:1. Sie vergessen den damaligen Bevölkerungs-und Besiedlungsdruck, der bis in die
    80er anhielt; die Weltbevölkerung verdoppelte sich in dieser Zeit (aufgrund steigender Geburtenzahlen weltweit). Selbst Optimisten sehen das für die Zukunft nicht. Die Bevölkerungen sind seither zwar weiter gewachsen
    wie in Deutschland ist dies der Alterung geschuldet, nicht weiter signifikant
    steigenden Geburtenzahlen.
    Warum also sollten junge Leute ‚massenhaft‘ ihr Land, ihre Kultur und Sprache fliehen
    und Junge anderswo sich von ihnen überrollen lassen?
    Es ist doch eher zu beobachten, dass sie sich gegen die eigenen ‚verkrusteten‘ Strukturen auflehnen.

  49. Ja, ja, der Fisch stinkt vom...
    Ja, ja, der Fisch stinkt vom Kopf her, das ganze riecht doch stark nach einer Abschaffung der oberen Mittelschicht, aus der i.A. sich das geschätzte Publikum dieses Salons inklusive des Gastgebers rekrutiert.
    Alle eine zwischen Fronarbeit und Almosenbedürftigkeit herumdümpelnde Masse, die sich kritische Gedanken nicht mehr leisten kann, und darüber eine in Newspeak schwelgende „Promiklasse“, die uns unser Futter am Katzentisch in den Napf füllt.
    Und dafür sorgt, dass wir unsere Meinungen nur noch stromlinienförmig aus Google, Microsoft und Facebook herauslutschen können, weil alle konkurrierenden Browser und Datenportale -leider- beim nächsten Update sich so aufhängen, dass sie nicht mehr laufen.

  50. Psst, nicht so laut. Das...
    Psst, nicht so laut. Das Kapital ist ein scheues Reh!
    .
    Da wird einem erst bewusst wie brillant die Politik der letzten zwei Jahrzehnte war: Ein mittelloses Volk braucht keine Inflation zu fürchten.
    Bestimmt hat das evil mastermind Kohl schon seit Öffnung der Innerpreußischen Grenze geplant.

  51. Gerade bei FeFe gesehen: Augen...
    Gerade bei FeFe gesehen: Augen auf bei Goldeskauf! http://silverdoctors.blogspot.co.uk/2012/03/tungsten-filled-1-kilo-gold-bar.html

  52. Mal ein ernster Beitrag.
    Als...

    Mal ein ernster Beitrag.
    Als Volkswirt hatte ich diese Diskussionen bereits – vor 15 Jahren.
    Es ist alles so gekommen, wie vorausgesehen (und nicht nur
    von mir).
    .
    Damals hab ich mich aufgeregt, und die anderen haben gelacht.
    Heute regen sich die anderen auf, und ich ….
    Ich habe vor 15 Jahren nächtelang in Internetforen diskutiert,
    versucht andere aufzuklären (ohne „Aufwandsentschädigung“),
    ich darf sagen, ich habe meine Pflicht als Bürger getan
    (und nicht nur ich), wirklich!
    Danke.
    .
    Deshalb ist der Artikel gar nicht schlecht und seine Empfehlung:
    Starke Investition in langlebige, hochwertige Konsumgüter (die
    man dann auch als Investitionsgüter bezeichnen darf).
    Wenn Links und Rechts alles niederdämmert, macht die
    Beobachtung dieses Niedergang aus dem Privaten so viel
    mehr Spaß – in style.
    .
    Ich freue mich auf Weiteres von Don Alfonso, was er so alles
    empfehlen würde, eine schöne Einkaufsliste, was man haben
    muss, um sich diese kommende Zeit zu verschönern, das wäre
    mein Wunsch für einen der nächsten Beiträge, vielen Dank!
    Gruß aus dem Schwarzwald.

  53. Und was ist mit dem schönen...
    Und was ist mit dem schönen Faltboot?
    Müssen wir da auch 30 Jahre warten um von der Inkompatibilität des sehr geschätzten Gastgebers und seiner überaus günstigen, kaum gebrauchten Anschaffung zu lesen?

  54. buchhaltungsschwindel in den...
    buchhaltungsschwindel in den staatshaushalten?
    gefährdung einzelner unternehmen via cds?
    agierende, die einfach zu hohe risiken eingehen?
    .
    nein?
    .
    oh doch: http://www.nzz.ch/finanzen/strukturierte_produkte/derivative_finanzprodukte_und_ihre_systemrisiken_1.11511897.html

  55. Kontrollierte Inflation +/-5%...
    Kontrollierte Inflation +/-5% oder „Globo“?
    .
    Es ist ein Umlageverfahren, nichts anderes. Die durch Gier und Herrschsucht (s.a. Anton Reiser) korrumpierbaren und korrumpierten Amsträger der letzten Jahre haben Banken/Versicherungen und den „Kapitalisten“ dahinter das Geschäft verschafft. Der Import der sog. privaten Lebens-/Pensionsversicherungen war der erfolgreiche Export des US-amerikanischen Ponti-Schemas nach Europa. Vor etwa 20 jahren, das wird dann jetzt schlagend. Ersuche höflichst nachzurechnen, was passiert wenn der Inhalt des sog. Deckungsstockes nach der regulären Laufzeit von 26 Jahren auf den Markt geworfen, nein: gespiien, wird. Verliererinnen und Verlierer sind die „real“ arbeitenden Menschen. Sichtbar wird dies derzeit bei den Pensionskassen, der Rest folgt unausweichlich. Ausser hier, da ist es immer noch von Kanton zu Kanton unterschiedlich.
    .
    @Thorsten Haupts: Mutiger Nick, erinnert mich stark an Kevin Pospischil.

  56. "...dank Fukushima..."

    -...
    „…dank Fukushima…“
    – irgendwie ein doofer Ausruck, imho.

  57. @le cafard:
    Niedliche...

    @le cafard:
    Niedliche Vermutung. Ist nur mein Geburts- und amtlicher Name :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  58. Schluchten-Ossi, ach, es wird...
    Schluchten-Ossi, ach, es wird ein Film, ein Meisterwerk von David Cameron „Der Untergang des Faltbootes ‚African Queen‘ auf dem Tegernsee“.
    Frauen und Kinder retten sich, festgeklammert an ein Sahnebaiser, zum sicheren Ufer. Ein oestereichischer Hubschrauber rettet den Kapitaen aus dem kalten Nass, man bringt ihn mit einem Rettungswagen von Opel nach Salzburg, wo er vom Siechenbett aus taeglich den ‚Jedermann‘ ansehen muss.

  59. Foxrommel27. März 2012,...
    Foxrommel27. März 2012, 23:48
    Nur für Sie, exklusiv.
    .
    Einkaufsliste:Je nach Geldbeutel von teuer bis bezahlbar.
    Grundstück im Ausland, da wo man dann auch leben möchte.
    Garten oder Schrebergarten.
    Kein Gold, Besitz und Handel wird für Privat verboten, im Extrem konfisziert,
    hatten wir schon mal. Palladium kommt gut, ist aber auf dem zukünftigen Schwarzmarkt schwer verkäuflich, Silber geht immer, kleine Stücke,
    damit man den Schinken noch bezahlen kann.
    Ofen anschaffen, kein schickes Teil mit Glasscheibe, Allesbrenner
    möglichst mit großer Brennkammer, damit man nicht soviel hacken muss.
    Auto auf LPG umrüsten, dann fährt man billiger, aber viel wichtiger,
    mit wahlweise zwei Brennstoffen.
    Räucherofen, kalt und oder warm räuchern,
    damit man die überfahrenen Kaninchen haltbar machen kann.
    Oder die illegal geangelte Forelle.
    Voratskammer aufstocken, Konserven halten lange, und es gibt auch Edelkonserven.
    Zigaretten, für die Snobs Zigarren, sind zwar teuer, aber werden immer teurer
    und sind schon immer zweite Ersatzwährung gewesen.
    Pazifisten weghören,
    Waffen, (natürlich legal) es gibt Pfefferpistolen, die treffen auf 15m.
    Elektroschocker kommen auch gut.
    Ein bisschen Luxus darf auch sein, Hausbesitzer?, kupferne Dachrinnen sind schick und steigen im Preis, Wintergarten ist auch nicht schlecht.
    Und das ganze ist natürlich nur ironisch gemeint ;-) mit Smiley trotz Sophie

  60. @ ThorHa

    „Nur 2012 scheinen...
    @ ThorHa
    „Nur 2012 scheinen sie hysterisch zu werden. Weil es erstmals nicht um Menschenleben, sondern um etwas wichtigeres geht? Nämlich Eigentum?
    Gruss, Thorsten Haupts“
    Nun, es ist verständlich, oder? Sie haben doch selbst geschrieben es sei weit und breit kein Krieg in Sicht, also wird die Finanzlage, die der Don ja präzise beschrieben hat, von einer der beiden anderen Lösungsmöglichkeiten korrigiert werden müssen.
    Währungsreform oder massive Inflation… was wär ihnen denn lieber?
    Der grosse Vorteil des Unglücks am Tegernsee kein Häuschen ergattert zu haben, der machte 2008 einen gewissen Weitblick einfacher und man konnte sich relativ leichten Herzens von Euro und DE verabschieden.
    Die Welt ist gross und schön. Deutschland natürlich auch, aber seit einiger Zeit sieht es aus der Ferne sehr viel schöner aus….
    (Jetzt muss ich erst mal in die Küche und in eine Zitrone beissen, um das allzu breit werdende Grinsen aus meinem Geicht wieder wegzubekommen)

  61. Vroni 14:40:...
    Vroni 14:40: „Steakholder-Gesellschaft“! Roh oder englisch? Wo der Don doch als Veganer nur gesottene Tortelli vernascht.
    Übrigens wird gerade in Hessen ein Schirm für klamme Kommunen aufgespannt. Kaum haben sie die doppelte Buchführung eingeführt, sind sie schon pleite.
    Was passiert wohl, wenn sich innerhalb der EU einheitliche Bilanzierungsregeln für Staatsetats durchsetzen und nicht nur Bananenkrümmungswinkel?
    Und den Abzug aus Afghanistan könnte man auch per Schiff viel günstiger als per Luftfracht organisieren: Ein kleiner Durchmarsch durch das Land westlich von Afghanistan und schon ist man an der Küste.

  62. .das passt nicht! ein...
    .das passt nicht! ein alltäglicher Gebrauchsartikel..in dieser Preislage..
    ich las vor einigen Wochen etwas im dictionary(Langenscheidt) über Einfachheit, Sabi- (geschmackvolle), schlicht-shisso, kanzo, , .schlicht,einfach, es gab noch einfach , aber fein bei Kleidung-shibui, jimi -einach, bescheiden….;
    es lohnte sich darüber nachzudenken und es zu behalten;
    im japanischen gibt es eine vielfältige Bildersprache die Stilrichtungen und Wörter über bildliche Beschreibung mit Inhalt füllt.
    als ich mein erstes italienisches (campa) Rennrad kaufte, hab´ich mich fürchterlich.
    gequält, günstig, weil vom Flohmarkt, aber eigentlich auch schon ziemlich teuer.
    Die Inflation-s-rate war mir zu dieser Zeit ziemlich gleichgültig!
    ()foxrommel
    ..wenn etwas lange hält und man Freude daran hat, ist das natürlich schön!
    .aber exclusive Artikel als Investitionsgut einzustufen scheint mir überzogen.
    .die ganzen „must haves“ der besseren Kreise, die nach kurzem Gebrauch auf dem Speicher herumdämmern waren bestimmt nicht billig, halten zwar lange ,weil kaum benutzt, aber was ist das dann?
    ..schicki micki..

  63. Seumes Schuhwerk, Kalchas, kam...
    Seumes Schuhwerk, Kalchas, kam von Heerdegen aus Leipzig, handgefertigt natürlich. Ich glaube mit meinem aktuellen Schuhwerk käme ich nicht mal unbeschadet nach Grimma, geschweige denn nach Syrakus. Es ist ja schließlich so, daß man erst mal das Budget haben muß, um sich langfristige Investitionen leisten zu können. Insofern kann ich mich weitgehend entspannt zurücklehnen und so ein reinigendes Gewitter wie 1923 gelassen abwarten. Wo nichts ist, kann einem nichts genommen werden. Dank der Elektronik werden wir uns auch nicht mit Koffern voller Geldscheine abschleppen müssen. Und 30 Jahre? Meine Güte, das wäre rückwärts gerechnet 1982. Wenn ich pro domo in dieses Jahr zurückblicke dann sehe ich, daß ich von den Verhältnissen 2012 nichts habe vorausahnen können, persönlich wie gesellschaftlich. Eine Sicherheit habe ich aber: die Welt wird nicht untergehen, zumindest nicht in den nächsten 30 Jahren. Das halte ich für empirisch gesichert.

  64. ... Wenn es dann so weit ist,...
    … Wenn es dann so weit ist, kann man ja wieder das Geld an die Wand kleben.
    Bis dahin nehme man erstmal die Fake-Variante:
    .
    http://shop.feine-tapeten.de/kollektion/mr-perswall/destinations/perswall-p111002-4

  65. @mediensegler:
    Pfefferspray?...

    @mediensegler:
    Pfefferspray? Ich fasse es nicht. Für den Tag nach der Apokalypse braucht man schon deutlich mehr Feuerkraft! Auromatikwaffen, Pumpguns, Handgranaten, Kampfmesser sind Gundausstattung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  66. @hansgeier333,
    Don ist kein...

    @hansgeier333,
    Don ist kein Veganer. Steakholder halten keine Fleischlappen in die Höhe. Klamme Kommunen wären weniger klamm, wenn die wertschöpfende Industrie ihre Steuern nicht „kreativ“ runterfahren würde.
    .
    @ The Great Artiste
    “ … oberen Mittelschicht, aus der i.A. sich das geschätzte Publikum dieses Salons …“
    .
    Da wäre ich mir nicht so sicher, dass nur obere Mittelschicht …
    Aber ich will dem Optimismus darüber nicht ins edle Handwerk pfuschen.

  67. @all:
    Schön einen Blog zu...

    @all:
    Schön einen Blog zu lesen dessen Kultisten Seume kennen (und hoffentlich auch gelesen haben).
    Chapeau!

  68. lieber hansgeier333, ihre...
    lieber hansgeier333, ihre äusserungen schreien danach, einen blick in den link von gestern 23.53 u zu werfen.
    .
    lösungsansätze anyone?
    .
    voilà:
    http://www.zrwp.ch/fileadmin/user_upload/basler_manifest.pdf

  69. damit man ein wenig weiss, was...
    damit man ein wenig weiss, was man tun könnte – bezugnehmend auf das hiesige motto…
    .
    nur zeter und mordio zu schreien, ist nicht gerade nützlich.

  70. @di
    Als Volkswirt: Ein...

    @di
    Als Volkswirt: Ein Investitionsgut ist ein langlebiges Wirtschaftsgut im Anlagevermögen,
    zur Erstellung und/oder Weiterverarbeitung von Gütern und/oder Dienstleistungen.
    Hochwertige Konsumgüter, die so gut sind, dass man sie nach 30 Jahren
    noch verkaufen könnte (Anlagevermögen), mit denen man 30 Jahre ein
    im häuslichen Bereich Dienstleistungen erstellen kann (zB Wohlbehagen),
    sind eben eher Investition als Konsum, meinen Sie nicht?

  71. @mediensegler
    Die Liste ist...

    @mediensegler
    Die Liste ist schon gut, aber ich vermisse das Üppige, das Nutzlose,
    das Schöne, das „je ne sais quoi“.

  72. Donna Laura, feiner Link. Das...
    Donna Laura, feiner Link. Das kapiere sogar ich.

  73. Ich meinte die PDF, Donna....
    Ich meinte die PDF, Donna.

  74. @donna laura (10:59)
    Zentrum...

    @donna laura (10:59)
    Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP):
    Ey, was es nicht alles so gibt! Cool!
    .
    Und ich dachte immer:
    „Sagste was, biste Kommunist!“
    Und jetzt heißt es wieder mal:
    „Wer hat’s erfunden? …“
    .
    Aber ganz im Ernst: molto interessante!

  75. Hans Meier: Refeudalisierung...
    Hans Meier: Refeudalisierung ein bisschen anders: Steak-holder und Hummerbesitzer auf der einen kleinen Seite, und Erbsenzähler und chaplinsche Stiefelfresser auf der anderen Seite, und alle sind Freunde zumindest bei Facebook..

  76. Die starken Schlecker-Frauen...
    Die starken Schlecker-Frauen kriegen auch einen Rettungsschirm. Nur für ein halbes Jahr und zwei Landtagswahlen.
    Lösungsansätze? Heinrich VI., 2. Teil, IV. Akt, 2. Szene:
    Dick: „The first thing we do, let’s kill all the lawyers“.
    Bei der derzeitigen Wirtschaftslage wird vielleicht mancher Stakeholder zum Steakholder.

  77. Mancher Stake reicht nicht...
    Mancher Stake reicht nicht mehr für´s Steak. Und das ist auch gut so, verfestigte Reichenstrukturen kann kein Land auf Dauer gebrauchen. Das war nur im Feudalismus ganz nützlich.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  78. @Filou: Bitte, bitte...
    @Filou: Bitte, bitte reservieren Sie mir zwei Premiere-Karten für das Spektakel.
    Wird Maschmeister den Jedermann spielen? (Die Buhlschaft hätte er ja schon.)

  79. Was eine Falschschreibung doch...
    Was eine Falschschreibung doch alles auslöst. Man weiß nie, wodurch man tief wird.

  80. CDS = credit demolition...
    CDS = credit demolition system.
    Herr HM5555 ist letztlich doch der weitsichtigere. The proof: Die Natur lebt von der (Aus-)Differenzierung. Logo. Der noch so kleine Unterschied befeuert den Agon. Wiwin-Situationen sind einfach tödlich, wirken stagnierend. Die Teilnehmer einer solchen abnormalen Handelsvereinbarung streicheln sich den fetten, satten Bauch.
    Friedebackeierkuchen. Doch die Rache der Natur folgt über kurz oder lang. Bei dem HM555 -System ist von vornherein alles klar. Die Gewinner sind determiniert. Angesagtes absolutes fairplay. Darum, es lebe der Feudalismus der Zukunft.
    .
    Nieder mit Steakholdern.
    Fleischfresser sind die grössten Stinktiere die es gibt: 15 kg brauchts um 1kg Rindfleisch zu „produzieren. Deren direkte und indirekten Fürze von Metangasen
    stinken wahrhaftig gen Himmel. Verseuchen mit gleicher Post durch entspr. produzierter Kacké die Grundwässer mittels der redundanten Jauche. Das gesamte Königreich der niederlande ist eine einzige Stinkmorchel und exportiert LKW-Kolonnenweise in das benachbarte Schland (Bunt angemalte flüssige Scheiße).

  81. Welcher Steakholder staked...
    Welcher Steakholder staked wohl hinter diesem Buch?
    .
    http://www.seuil.com/livre-9782021081220.htm
    .
    Über das man eine Schweiz-peinliche Kurzfassung hier zu lesen kriegt:
    .
    http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/die_ubs_erneut_im_brennpunkt_1.16127842.html

  82. Womöglich zu schnell...
    Womöglich zu schnell gesendet: 15 kg Getreide-Einheiten brauchts um 1 kg Rindfleisch-Einheit zu produzieren. Ja, ja der Hunger in der 3. Welt wird in der 1. Welt erzeugt. Deswegen brauchts auch Entwicklungshilfe.

  83. geschätzte donna l., genialer...
    geschätzte donna l., genialer lösungsansatz, ein system aus hochkomplexen und in der zahl unüberschaubaren regeln durch schaffung neuer regeln unter kontrolle bekommen zu wollen, bei deren erarbeitung dann sehr wahrscheinlich wieder fachleute aus den betroffenen wirtschaftszweigen beratend tätig werden und deren anwendung voraussichtlich heerscharen von spezialanwälten beschäftigt.

  84. Ich weiss schon, warum ich...
    Ich weiss schon, warum ich Vegetarier bin.
    .
    Die Printsache kommt diese Woche und dann regelmässig einmal alle 7 Tage!

  85. "Ja, ja der Hunger in der 3....
    „Ja, ja der Hunger in der 3. Welt wird in der 1. Welt erzeugt.“
    Quark. Das wäre nur dann richtig, wenn wir in Europa nicht genug Anbaufläche für unser Fleisch hätten. Was eindeutig nicht der Fall ist. Die EU ist auch erst seit einigen Jahren Nettoimporteur von Lebensmitteln, vorher lautete der Vorwurf andersherum – die EU zerstöre mit ihren Lebensmittelausfuhren die Agrarwirtschaft der Dritten Welt.
    Natürlich ist das Verhältnis nicht weltweit übertragbar, dann würde tatsächlich die Lebensmittelversorgung zusammenbrechen. Aber erstens ist die selbstgemachte Überbevölkerung in der Welt ausserhalb Europas nicht unser Problem. Und zweitens wird es zu dem Horrorszenario gar nicht kommen, da vorher der einzig wirksame Regulator menschlichen Lebens neben nackter Gewalt eingreift – der Preis.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  86. ... wenn ich bei allgemeiner...
    … wenn ich bei allgemeiner Kartenzahlung nur noch das bin, was die (Kredit)-Karte bzw. Gesundheitskarte über mich aussagt und nur so vom System wahrgenommen werde, dann hat alt-oder neureich, arm sein nichts mehr
    mit der gefühlten Lage zu tun.

  87. Nie war es sinnvoller in der...
    Nie war es sinnvoller in der Masse unterzugehen und keinen Profiler anzulocken, als
    in der Karten-und Datenwelt.

  88. Belle-Alliance fiers...
    Belle-Alliance fiers Abzählän:
    Veni-vedi-vici. Mogst an Ditzi?
    Raus bist noch lange net, muscht
    erscht sogn wo hinaus Du wuist?

  89. @Krck01 ("... Deren direkte...
    @Krck01 („… Deren direkte und indirekten Fürze von Metangasen stinken wahrhaftig gen Himmel.“)
    .
    Vor allen Dingen kommt das Methan bei den Rindern als Rülpser raus – der Effekt ist natürlich der gleiche …
    Interessant ist aber auch, dass beim Nass-Anbau von Reis sehr viel Methan in die Atmosphäre gelangt, weil dat Zeug im Wasser rumsteht und dann die Bakterien sich im Faulschlamm so richtig schön suhlen können.
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=eKvYDpmSX2Y

  90. Circulos vitiosus: Die...
    Circulos vitiosus: Die Planungsbürokratie und der Markt regeln alles. Sonst noch Fragen?

  91. @Don Alphonso 28. März 2012,...
    @Don Alphonso 28. März 2012, 14:13
    Vegetarier allein reicht nicht.

  92. E.R.Binvonhier, 14:44: der...
    E.R.Binvonhier, 14:44: der Tipp kommt für Sie selbst aber zu spät, nicht? :-)

  93. donna laura gestern, 17:31:...
    donna laura gestern, 17:31: ist das schwer zu verstehen? Nowummenokrei. Wie das für uns Damen heißt, weiß der Dichter. Nomennokrei?

  94. Bah, Methan, Methan. Erst wenn...
    Bah, Methan, Methan. Erst wenn das Gefrorene (Anhydrit an vielen Küsten und das Zeug im Permafrost) mal richtig aufweicht, haben wir echten Furzgestank in der Luft. Vorher ist das spurenhaft. – Einleuchtende Argumente gegen die Verbesserung der Güllewirtschaft habe ich auch noch nie gehört. Vor der Hormonabwasser- und Kunstdüngerzeit hat man allerorts Gülle zum Düngen genutzt. Wer gescheit war, die abgelagerte, milde gewordene. Inzwischen wird es wohl nur noch „auf dem Feld verklappt“, so daß die Pflanzen dort nicht mehr gedeihen. Und so sammelt sich eben Dreck an.

  95. Was sagen uns die Neuigkeiten...
    Was sagen uns die Neuigkeiten aus den USA?
    .
    Dass die dort jetzt vorhaben, die Sklaverei wieder einzuführen.

  96. @BinVonHier: wie ich mit...
    @BinVonHier: wie ich mit meiner Schwägerin übereinkam, „das Leben ist abstrakter geworden…“…

  97. Und ich fahre hier Rad!
    .
    Tja,...

    Und ich fahre hier Rad!
    .
    Tja, die Amerikaner… man sollte sich von denen nicht gerne herumschubsen lassen, würde ich sagen.

  98. @Foxrommel: für die...
    @Foxrommel: für die Schönheit muß das Hausdach genügen, für die anderen beiden Bereiche könnten Sie sich ja ein paar übergewichtige Sieche ins Haus holen, dann ist auch noch für Unterhaltung gesorgt.
    @Krck01 13:54: der Kommentar fällt gegenüber Ihren sonstigen jetzt aber etwas ab… das pharisäische Tränendrüsendrücken, daß angeblich „wir“ die Landwirtschaft in Afrika komplett beherrschen, oder daß es irgendjemandem auf der Welt zum Vorteil gereiche, wenn wir Gras fressen, sollte doch nun endlich mal vorbei sein.

  99. @stimmviech: In die USA? Um...
    @stimmviech: In die USA? Um dann erschossen zu werden, weil sich irgendeine verrückte Person mit Knarre in der Tür geirrt hat und denkt, ich wäre in sein Haus eingebrochen? Ich weiß nicht. Außerdem sind die mir da irgendwie zu bigott. Nicht, dass ich die USA nicht für ein schönes Land halten würde, gerade Kalifornien hat mir im Urlaub gut gefallen. Warten wir mal das große Beben ab, danach werden dort die Immobilienpreise fallen.
    Übrigens: auch wenn die USA noch eine Geburtenrate von 2,1 Kinder pro Frau haben (was man benötigt, um die Einwohnerzahl konstant zu halten), so wird diese Quote nur dank der Einwanderer aus dem Süden erreicht. Bei der weißen Bevölkerung ist die Geburtenrate gar nicht so unterschiedlich zu den niedrigen Zahlen aus Europa.
    Ich denke, bevor ich in die USA ziehen würde, würde es eher Kanada oder Neuseeland werden. Vancouver ist sehr nett, allerdings auch nicht mehr so günstig, die Immobilienpreise sind dort auch nur noch am steigen.
    @Lutz: Einwanderungsland sind wir ja schon. Allerdings reichen die Zahlen nicht aus, um die Geburtenrate konstant zu halten. Es gibt nicht nur Zuwanderung, es ziehen auch eine Menge Leute weg.
    Ein Haus im Grünen… nun ja, allerdings müssen die Kinder auch irgendwie zur Schule kommen, es muss regelmäßig eingekauft werden und so richtig Lust auf eine tägliche weite Fahrt mit dem Auto zur Arbeit habe ich auch nicht. Und zum Privatier reicht es dann doch nicht.

  100. Warum gibt es hier bei der FAZ...
    Warum gibt es hier bei der FAZ eigentlich keinen Literaturblog? Drama, Lyrik, Prosa? Sondern nur Comix und TV und Supermarkt? Okay noch Ballett und Alte Geschichte. Nun ja.

  101. Was ist mit Bildender Kunst?...
    Was ist mit Bildender Kunst? Ein Blogger, der jede Woche ein Kunstwerk vorstellt. Kein taugliches Konzept?

  102. Italien. Stracciatella!! ...
    Italien. Stracciatella!! Yummy.

  103. @Krck01 –Bin ich halt ein...
    @Krck01 –Bin ich halt ein Stinktier…
    .
    @Don – gibt es auch wieder Photos? In meiner Küche hängt immer noch leicht verblichen das vom letzten Jahr: der rote Maserati mit Dreizack vom Altautorennen nach Rom.

  104. @Hm555 15:37: da haben Sie...
    @Hm555 15:37: da haben Sie eine Themenlücke entdeckt. Autoren und Theaterleute wären Ihnen sicher dankbar, wenn Sie diese füllen würden.

  105. @Doctor Snuggles: Natürlich...
    @Doctor Snuggles: Natürlich gibt es in den USA Fehlentwicklungen, z.B. die Gefangenenzahlen, auf die Bevölkerung umgerechnet ca. 8 mal so hoch wie bei uns. Vielleicht wäre Kanada wirklich besser, auf jeden Fall läßt es sich in diesen klassischen Einwanderungsländern sicher noch bis Ende dieses Jahrhunderts aufgeklärt leben. Natürlich nur mit dem entsprechenden Geld, was aber für den typischen hochgebildeten Einwanderer kein Problem sein sollte. Hier in Europa dagegen werden die Verhältnisse von den Neureligiösen dominiert werden, der Intellekt sinkt stark ab, in Kürze werden wir hier Ärzte haben, die wegen mangels an Intelligenz die Wichtigkeit von Hygiene in Krankenhäusern nicht mehr erkennen können. Vorboten sind das Absinken des gymnasialen Niveaus gerade in Ballungsräumen, wo die nicht privaten Gymnasien teilweise jetzt schon von selbstbewußt-lautstarken Herrschaften mit einem IQ besucht werden, der in früheren Zeiten nicht mal für den Besuch einer bayrischen Hauptschule gereicht hätte.

  106. "der Tip kommt für Sie selbst...
    „der Tip kommt für Sie selbst aber zu spät, nicht?“
    .
    Nein, E.R. Langen ich bewege mich unterhalb der Wahrnehmengsschwelle sämtlicher
    Profilerprogramme und Masse bin nur gefühlt nicht.;-)

  107. Tiger@; Habe ich das je...
    Tiger@; Habe ich das je irgendwo geäussert? Aber bittesehr, wenn der Schuh an die krallenbewehrten Pfoten passen sollte. Lt. Bibel sollen ja die die Schafe, Lämmlein, die Wölfe, sogar, steht zu vermuten, die Tiger einträchtig miteinander Grünes gemümmelt haben und sehr nett zueinander gewesen sein. Sozusagen das Golden Zeitalter. Das soll vor Miltons paradise lost gewesen sein.

  108. ..oder.hat jemand schon mal...
    ..oder.hat jemand schon mal von einem Profiler-Programm für erben wollende gehört?

  109. "Der Schwarze schnackselt...
    „Der Schwarze schnackselt gerne.“ Gloria v. Turn&Taxie

  110. Es gibt wohl auch kein...
    Es gibt wohl auch kein Profiler-Programm für die Stützen der Gesellschaft. Wenn doch
    wäre es aktuell nicht ratsam dieses Blog anzuklicken.

  111. Der Tiger@: Laut Bertrand...
    Der Tiger@: Laut Bertrand Russell solle man sich hüten, Aussagen über Dinge und Aussagen über Beziehungen zu vermischen. Trotz Ihrer,wie ich hoffe nur symbolisch bewehrten Pfoten mit Ihrem quasi Alias, hätte es ja durchaus sein können, dass Sie eine passionierte Veganerein seien/wären.

  112. <p>Natürlich, vielleicht...
    Natürlich, vielleicht haben wir uns mit Haut und Haaren Europa verschrieben. Sie sind jetzt geschätzte, gefühlte 55 Jährchen alt. Was sind da schon lumpige 30 Jahre im Bewusstsein, dass Ihre Regierung permante Akte des Wechselziehens in Ihrem Namen für notleidende Banken ud Staaten zieht? Ethisch gesehen ist Soiidarität etwas Feines. Praktisch mag das Konsequenzen nach sich ziehen. Z.B. kann ein Wechsel platzen. Sowas kommt vor.

  113. Foxrommel28. März 2012,...
    Foxrommel28. März 2012, 11:14
    Üppig, schön, nutzlos,
    wie wäre es mit Oldtimern?
    .
    Sagt der Steak-Genießer zum Vegetarier:
    Mein Essen $©h€¡ßt auf Deins.

  114. ThorHa 28. März 2012,...
    ThorHa 28. März 2012, 09:48
    Ich dachte mir schon, dass Sie eine solche Grundausstattung bevorzugen,
    aber bitte, was sind Auromatikwaffen?
    .
    The Great Artiste 28. März 2012, 11:48
    Der Bauer, der die Wiese hinter unserem Haus besitzt,
    ist hier im Ort der größte Steak-Holder. Die Steaks leben aber noch.

  115. Der Themenpark ist Dienstags...
    Der Themenpark ist Dienstags geöffnet vo 10.00 h bis 12.00b, sowie von 14.30-16.30 h. Mittwoch Nachmittags geschlossen. Donnerstag ist dann und wann geöffnet. Ansonsten s. Lit. Quartett und sein beliebtes Autorenraten: 1. Preis Teilnahme an einer Autorenlesung in Wanne-Eickel. Wahlweise in Bottrop.
    Brisantes Thema hart an der Gegenwart: „Hat der Feudalismus noch eine Chance?“ Hauptbauchredner HM555.

  116. Die große internationale...
    Die große internationale Reihe MUMPS (Neuerscheinung, vergriffen):
    „Der Grüßtoni“ Bedeutungs- und Funktionswandel einer großen literarischen Figur Alteuropas, seine Struktur und Signifikanz vom 15. Jhdt. bis zum 21. Jhdt. paperback edit. NY & Frankfort, written by TH. Haupts

  117. HansMeier555 28. März 2012,...
    HansMeier555 28. März 2012, 15:28
    Der durchgeknallte Republikaner-Moderator will ja auch, dass Frauen,
    die die Pille nehmen, Ihre $€xkapaden ins Netz stellen.
    .
    http://www.welt.de/politik/wahl/us-wahl-2012/article13900337/Verhuetung-ist-nur-fuer-Schlampen-Huren-Femi-Nazis.html
    .
    Afghanistan, USA, ein Wettlauf zurück ins Mittelalter.

  118. Mit den Fingern geschnakselt...
    Mit den Fingern geschnakselt in NY: „Please, taxi too the dark side!“

  119. für auswanderer empfehle ich...
    für auswanderer empfehle ich alaska.
    .
    ausgerechnet alaska?
    ja, es hat dort viel platz, dort fällt nur auf, wer das wirklch möchte.
    .
    wer einen legalen aufenthaltstitel hat, kriegt noch was aus dem alaska permanent fund apf (2010 waren das usd 1.281.00, aber nur für die, die ein ganzes jahr dort waren und noch ein ganzes jahr bleiben wollten).
    .
    im zeitalter des internet wäre das doch was für intellektuelle geistesarbeiter, die den naturburschen geben wollen.

  120. Krck01 28. März 2012,...
    Krck01 28. März 2012, 19:57
    Wahlweise Feudalherren- und -damenkegeln in Castrop-Rauxel
    mit anschließendem Zwergenwerfen.

  121. @Krck01 – Grünes mümmeln?...
    @Krck01 – Grünes mümmeln? Mümmeln tue ich nie! Aber vielen Dank für das Kompliment, dass ich gefühlt nur 55 Jahre alt sei – nur zwei Jahre älter als Mutti ungefühlt.

  122. Total in die Energiewende...
    Total in die Energiewende hienein. Haltbarkeitsdauer 30 Jahre.

  123. @Thorsten Haupts: OK & sorry....
    @Thorsten Haupts: OK & sorry. Auch wenn „wir“ unterschiedlicher Meinung sein sollten … die Schriftform könnte irreführend sein.
    .
    Goldbarren mit Wolfram gefüllt, die Antwort von Bush d.Ä. an China. Immerhin 16’000 Tonnen, jetzt tauchen sie langsam auf. Da hilft keine Transaktionssteuer, die Antwort der Chinesen allerdings auch nicht.
    .
    As the veneer of democracy starts to fade …

  124. Alaska - ein Lland wie Palin....
    Alaska – ein Lland wie Palin.

  125. "Bald 1 Milliarde Nutzer sind...
    „Bald 1 Milliarde Nutzer sind bereit, ihr Leben auf Facebook zu archivieren.“
    .
    Was für ein Satz.
    Gemeint ist vermutlich, dass es dort bald eine Millarde Accounts gibt.

  126. Mümmeln macht Spaß. Dabei...
    Mümmeln macht Spaß. Dabei kann man so herrlich bei sich sein. Ganz zwanglos. Versuchen Sie mal ganz entspannt zu mümmeln. Sehn Sie, so einfach geht das gar nicht. Veganer von Rang können das. Mümmeln sie mal an einem Steak herum. Sofort wetzt der Ober eilfertig herbei und frägt, ob es, das Steak noch zu roh, zu kross oder sonst was sei. Dagegen einen mümmelnden Veganer in einem anständigen Restaurant nimmt sowieso keiner für voll. Der wird garnicht wahrgenommen. Wer isst denn schon Veganer als Vorspeise? Sehn Sie: Das ist sie noch, die wahre Freiheit. Von der wir Alle träumen. Essen Sie fleischlos.
    .
    Was Sie sind schon fünfundfünzig Jahre alt? In echt? Hätt ich jetz nich gedacht. Von Ihnen nicht. Hätte Sie glatt älter geschätzt. Ehrlich. So kann man sich vertun.
    Wie mögen Sie erst dreissig Jahre älter aussehn? Bleibn Sie hart dran, Wellness macht Sie dreissig Jahre jünger. Echtes Antiaging, das.

  127. Die Palin ist huebsch. Frueher...
    Die Palin ist huebsch. Frueher noch mehr.

  128. seine bilder sprechen uns aus...
    seine bilder sprechen uns aus der seele. und der text auch.
    .
    und grüße.
    .
    und freiheit ist immer die freiheit der genauso-denkenden. (von der notwendig kommenden korrektur historischer irrtümer.)
    .
    deutschland verleiht sich selbst einen friedensvertrag. und europa hat keinen zukunft, sondern bloß eine vergangenheit. (von den fragen)
    .
    und kann man den lauf der geschichte ohne frei gebundenes individuum machen?
    .
    und rainer hank wäre ein zeitgeist-phänomen. nicht überblick. asphalt eher als paramount.
    .
    and germany is a homewatch-area. (tegernsee, magst ruhig sein.)
    .
    und stell dir vor, es bleibt frieden – und keiner will hin. (von den bekannten wirkungen der dekadenz, teil zwei)
    .
    und im angelsächsischen kulturkreis gilt es als reflektiert und ausgemacht, dass jede generation übernimmt, sobald sie damit dran ist. für die generation don a. aber gilt es als höher reflektiert und auch so ausgemacht, dass das auslassen einer generation das größere und verantwortungsvollere experiment wäre. (von großen vertrauensgefühlen avantgarde) (und: europa bleibt ansteckend)
    .
    und wir? auch wir möchten deutschland kopflos sehen. (wenn demnächst alle führenden köpfe in italien blieben.)
    .
    und staaten heute? die können zwar noch einen stempel in den pass machen, aber doch nicht wehren, dass die menschen allesamt & überall längst geistig über alle grenzen sind.
    .
    und unser körper ist unser reisepass. überall vollkommen biometrisch. und ganz fingerfest.
    .
    und kopieren ist ein heiliger akt. (frei zitiert nach gott: die herstellung neuer körper ist beliebig freigestellt.)
    .
    und ob literatur heimat ist oder ein territorium macht einen unterschied. (obwohl wir auch weiterhin glauben wollen, dass don a. es ändern könnte.)
    .
    und demokratie ist die größte ersatzreserve. (wie schön, dass don sich einreiht – wenn auch inzwischen fast alleine (*g*))
    .
    und das wichtigste ist doch wohl zur zeit, wie man zuschaut, wie der lauf der geschichte den westvierteln das vermögen aus den händen schlägt. („Fürst Silberkanne – Vom Zuschauen. Roman der weit geöffneten Augen.“)
    .
    und bürgerlich ist freiheit vor allem die bürgerliche freiheit der vorausdenkenden. also ganz vorne. (zum glück für vorne will die masse meist die unfreiheit weiter hinten.)(vom schaden der unterschiede.)
    .
    und was wollte ein don a. am ende aber mit solchen, die zum lieben gott „Sie“ sagten? (von fluch & segen der bayrischen gottesnähe) (westviertels-kernidentitäten, teil zwei, komma nicht-pekuniär.) (oder: „selbstauskunft 2.0 – im rahmen der üblichen zusammenhänge“)
    .
    und auch wir sind ja so froh, dass die atlantik-brücke schon in 20 jahren in die hände von philipp mißfelder alleine übergeht. (von größtem unbehaben in einem satz gehandelt)

  129. Und solche, die lieber...
    Und solche, die lieber arbeiten wollen als schreiben, weil Geld wichtiger ist als Gelesenes, gibts auch an jeder Ecke im Dutzend billiger. (Aus der Reihe „Kühne Behauptungen 2.0“ selbstverständlich: Auch wir kennen nur Kreise)
    .
    ich schreibe, weil ich will, dass man mich kenne. (Th. Mann) – auch hierin einen vollkommen unterschied markieren.

  130. ..vwl ..2.semester s....
    ..vwl ..2.semester s. Timmermann Nachdruck; da kam auch irgendein Beispiel über Schuhe vor…genaueres hab´ich vergessen, obwohl eigentl. interessant, hatte ich vwl nur bis zum dritten S. ; über Investitionsgüter musste ich referieren;
    aber nichtsdestotrotz..das ganze erinnert mich an einen Paradigmenwechsel und dahingehend die Thematik weiterzuverfolgen, wenn man es ernst meint, würde für mich hier zu weit führen.
    Bleiben wir beim Plausch und überlegen uns zu welchen Anlässen und wie oft, bzw. mit welchem Ziel man so wertvolle Schuhe tragen sollte.

  131. Tofu ist schwules Fleisch...
    Tofu ist schwules Fleisch

  132. @ Donna Laura 27.3. 23:53,...
    @ Donna Laura 27.3. 23:53, 28.3. 10.59: Sehr wertvolle Artikel, die es verdienten, mehr Aufmerksamkeit zu ergattern.
    .
    Zum einen versteht man, so weit es geht als Nichtprofi, was es mit den ganzen CDS etc. auf sich hat, um umso deutlicher zu kapieren, wie man im Allgemeinen über Jahre von den Medien zum Einschlafen übers Köpfchen gestreichelt bekam:
    .
    Das Verbrechen aller Derivate besteht im übertragenen Sinn darin, dass man auf völlig fremde Autos Brandversicherungen abschliessen und handeln konnte, und dann nur noch ein paar frustrierte Kids auf die Idee bringen musste, dass man so einen Schreissmercedes mit einem Grillanzünder aus der Welt schaffen könnte, damit unser Versicherungsdealer seinen Schnitt macht.
    .
    Wie hoch uns die ganze Schreisse schon zum Hals steht, zeigt dann der zweite Artikel, inklusive praktikabler Lösungsansätze von wirklichen Fachleuten, die das kapieren, soweit man das überhaupt noch kapieren kann.
    .
    Das Zuschütten des Vulkans mit frisch auf der Nulltaste der Computertastatur (ganz richtig, nicht gedruckt, wie sie sagten, colorcraze) in die Welt gesetzten Milliarden …. mir schwant übles…
    .
    Heute leider nicht mehr Zeit gehabt, und schon zu müde, um geistreich zu sein, nur das zum Schluss, mediensegler, eine schöne Liste, mit welchem Gefährt nur wollen sie ein Kaninchen für den heimischen Räucherofen überfahren, wenn Benzin dann 69,90 € der Liter im Sonderangebot kostet? Mit dem Mountainbike Kaninchen jagen scheint mir in so einem Szenario schwieriger als Pudelfallen im Stadtpark aufzustellen…

  133. " Bald 1 Milliarde Nutzer sind...
    “ Bald 1 Milliarde Nutzer sind bereit, ihr Leben auf Facebook zu archivieren.“
    .
    HansMeier555,…als Weltkulturerbe? Muss ich das auch machen?

  134. ... und was ziehe ich dazu an;...
    … und was ziehe ich dazu an; und richtig – welche Schuhe?

  135. ...und wie oft werde ich mir...
    …und wie oft werde ich mir da selbst begegnen?

  136. HansMeier555 (21:12): "Bald 1...
    HansMeier555 (21:12): „Bald 1 Milliarde Nutzer sind bereit, ihr Leben auf Facebook zu archivieren.“
    .
    Sie möchten also bei uns arbeiten. Dann sagen Sie mir mal bitte Ihr Facebook-Passwort. Ach, Sie sind Vegetarier und Unterstützer der Piratenpartei?

  137. "Warum gibt es hier keinen...
    „Warum gibt es hier keinen Literaturblog?“
    .
    Bitte mißverstehen Sie diese meine Frage jetzt NICHT als Aufforderung, daran was zu ändern. Darum geht es mir nicht.
    .
    Nehmen Sie die Frage zum Nennwert: als Frage. Bestimmt gibt es Gründe, Kulturthemen auszusparen, gute und beste. Welches sind die? Kann man die benennen, über sie spekulieren?
    .
    Ich frag das so mit der Miene des Arztes, dessen Miene sich bei der Untersuchung des häßlichen Syndroms plötzlich aufhellt: „Was für ein interessantes Syndrom! Darf ich Sie meinen Studenten voerstellen? …“

  138. Da gab es schon mal zwei...
    Da gab es schon mal zwei Versuche und beide sind nicht so richtig gut gelaufen.
    .
    The Great Artiste, historisch gesehen treibt man das Spiel so lange, bis die Massen mit Mistgabeln von den Palästen stehen. Dann macht man eine neue Währung, und alle rennen zur Bank, um schnell umzutauschen. In der Folge setzt man ein paar Nepoten ab und schafft Platz für neue. Ludfwig XVI. war nur ein bedauerlicher Betriebsunfall einer ansonsten sicheren Industrielösung.

  139. HM555@ Ihre perfekt in den...
    HM555@ Ihre perfekt in den Raum gestellte Frage ist durchaus berechtigt. Ja warum eigentlich nicht? Hierorts versuchte Ansätze versandeten in vordergündigen Aspekten. Die in Erörterungen des Für und Widers von Problemen wie des Anschaffens von Rennradeln, geeigneten Tortenhebern, Immobilienbesitz auf dem Ätna oder dergl. gipfelten. Der Kollege von Herrn DA, Herr Strobel ging die Sache zeitweilig nassforsch avantgardistisch an, es verläpperte „sisch“. Wahrscheinlich hatte er Wichtigeres zu tun.
    Frage, bei aller Häßlichkeit der Befunde von Sydrömchen und Symptömchen: Ja ist denn überhaupts ein Bedarf, ein Markt dafür da? Wer will dem Leben einhauchen und Kontinuität verschaffen? Ezra Pound versus Silberkanne. Und dann unsere ganz Jungen, Die neuen Buben und Mädels, die endlich auch einmal ihren Beziehungdkistenproblemen höhere literarische Weihen verleihen wollen und dementsprechender Besprechungen in Form von Verrissen harren. MRR auf seinem Olymp tuts nicht mehr. Immerhin wurden sie gedruckt und konnten sich demnach an den Lektoraten z. B. bei Suhrkamp vorbeimogeln. Fragen ohne Ende. So übernehmen Sie doch endlich als task force number one. Der angeschrammte Stuhl des praecaeptor germaniae ist noch vakant. Wer wagt, gewinnt. Nur Mut!

  140. etwas off topic:
    der...

    etwas off topic:
    der Patriotenrabatt
    http://kurier.at/wirtschaft/4490394-hypo-gutachter-soll-millionen-zahlen.php

  141. Schon zwei Versuche? Ich kann...
    Schon zwei Versuche? Ich kann mich gar nicht erinnern.
    .
    Und wenn die nicht gut liefen, lag das dann
    (a) am Thema und
    (b) war das ein Grund zum Aufhören?
    .
    Die Welt ist groß und man lernt jeden Tag soviel dazu.

  142. Ein Literaturblog kann nicht ...
    Ein Literaturblog kann nicht funktionieren…
    (es sei denn als mehr oder weniger bewusste Abgrenzungsveranstaltung…
    und das wäre ja zu dem -was das Bücherlesen ausmacht- kontraproduktiv)
    Buch und Leser müssen sich zum richtigen Zeitpunkt begegnen.
    Das Buch muss einen sozusagen „anspringen“.
    Empfehlungen wie: ganz toll, musst du lesen …
    erwecken eine unangemessene Erwartungshaltung.
    Oder: sehr lehrreich… !!
    Damit kränken sie u.U. Herrn/Frau Dr. Allwissend zu tiefst.

  143. Literatur-Blog
    Mag das häufig...

    Literatur-Blog
    Mag das häufig gespreizte Getue nicht, weder bei Weindiskussionen noch bei Diskursen über Bücher oder Autoren. Bin da ein stiller Genießer und pflege den flinken Abgang, wenn es mir „zu gspritzt“ wird.
    .
    Wer es nicht lassen kann, ist vielleicht im Goethezeitportal (wenn man auf Göten steht) oder ähnlichem gut aufgehoben. Riesen-Diskussionen habe ich da aber auch nicht entdecken können.

  144. @Filou: und böse Jungen...
    @Filou: und böse Jungen bestraft sie gerne mit dem Lineal…
    http://www.fakepolitics.com/wp-content/uploads/2011/09/sarahpalin.jpg

  145. Das Jahrzehnt, als die...
    Das Jahrzehnt, als die Menschheit aufhörte, Gedichte zu schreiben.
    .
    Darf ich die These wagen: Wir leben in einem postkulturellen Zeitalter. Das klingt nicht originell und wurde ja schon vor Jahrzehnten gesagt. Nur dass es mit der Zeit immer weniger geleugnet werden kann. Es ist genau wie beim Klimawandel oder der Glatze auf dem eigenen Kopf. Zu erst denkt man, es könnten ja auch die ganz normalen Schwankungen sein.

  146. Und kann man sich da bei der...
    Und kann man sich da bei der Blogredaktion wirklich einfach so selber bewerben?
    .
    Dass ich von Literatur und so absolut keine Ahnung habe wäre das geringste Problem, eher mein Zeitmangel. Komm doch selber nie zum lesen. Insofern gute Vorraussetzungen.

  147. Was funktionieren könnte,....
    Was funktionieren könnte,. wäre ein Genussblog mit 4 Beiträgen im Monat: Wein des Monats, CD des Monats, Buch des Monats, Ding des Monats. und dann wirklich nett begründet. Von jemandem, dem es um die Sache geht, und nicht um gestelzte Schreibe.

  148. HansMeier555@: Schaun´S, Sie...
    HansMeier555@: Schaun´S, Sie bringen die idealen Voraussetzungen mt:
    1. Sie haben keine Zeit. Das zeigt, dass Sie ein gefragter Mann sind.
    2. Sie haben schon einmal eine volle blog-Ausgabe der SdG bestritten.
    3. Sie können die Waschzettel lesen.
    4. Klugerweise sind Sie auf die Provkationen von Frau Gabriele, Frau Vroni nicht eingegangen. Wozu auch?
    5. Gekonnt würden Sie sich bei einmaligem Durchblättern des hinzurichtenden Buches einige Sätze aus dem Zusammenhang reissen um triumphierend zu sagen:“Siehste“
    6. Weiblichen Autoren gegenüber hegen Sie sowieso schon von vornherein
    das allergrößte, gesunde Mißtrauen. (Jelineksyndrom).
    7. Es kommt sowieso alles viel schlimmer, als man erwartet. Das gilt auch für Bücher. Die wenigsten überstehen deshalb die Halbwertszeit von dreissig Jahren. Absehbar. Die erste Zeile eines Buches und die Endzeile besagen im Grunde genommen schon alles über den Gesamtinhalt. Alte Esoterikerweisheit aus dem Jahre 30.000 vor Chr..
    8. Sie sind jetzt schon ein gemachter Mann. Das will uns sagen, dass Sie sich ohne weiteres ein unabhängiges Urteil leisten können. Sie könnten ohne weiteres ein lit. Sextett ins Leben rufen. nomen est omen.
    9. Sie könnten ohne weiteres den Themenkanon autokratisch vorschreiben.
    Tja, das wärs dann.

  149. @Foersterliesel: ja, wo der...
    @Foersterliesel: ja, wo der östereichische fiskus wirklich zugreift, greift er eisern, habe ich gehört. – Nur 4% der Österreicher hätten noch Aktien, heißt es. Wieviel sind es von den Schweizern, Fionn?

  150. Das wäre wirklich...
    Das wäre wirklich wünschenswert: Musik, Film, Wein und Literatur aus der persönlichen Sicht eines Liebhabers und Kundigen als Einführung und Angebot zum Kennenlernen gedacht. Das ließe sich ja auch mit Ihren Gastschreiber/innen realisieren.

  151. DA@: Viel zu brav ihre...
    DA@: Viel zu brav ihre Anregung. Nett ist auch mein Friseur. Die Welt liebt KAWUMM, die knallharte Provokation, die zugespitzte Polemik (polemos= Krieg), möglichst unbegründet. Genüsslich, geistreiches Niedermachen. Doch keine Lebensberatung . Nehmen Sie sich ein Beispiel am Boulevard ;-))

  152. @Dr. Snuggles, Venus mit...
    @Dr. Snuggles, Venus mit Gerte, wie huebsch! Sarah ist kurzsichtig und hat braune Augen. Nichts ist entzueckender als der fassungslose Blick einer kurzsichtigen Brunetten, der man Brille und Stoeckchen weggenommen hat.
    .
    Traeumerisch denke ich zurueck an meine alte Freundin Vera Kallipygos, wenn sie auf dem Fussboden nach ihren Augenglaesern tastete.
    .
    (Sadistisches Ferkel, ich.)
    .
    Draussen ist es trueb und kuehl. Nun aber ist mir wieder warm ums Herz.

  153. @Genussblog – wie wäre es...
    @Genussblog – wie wäre es mit Garten des Monats? Würde ich sofort mitmachen. Dann könnte ich mit Augstein jr. statt über die Speigelaffaire über die Nachwirkungen des kalten Januars auf unsere Lieblingspflanzen diskutieren.

  154. Was nebenbei immer wieder...
    Was nebenbei immer wieder deutlich wird ist, wie sehr die deutsche Katheder-Mentalität doch überlebt hat. Da haben die 68er rein gar nix bewirkt.
    Das gilt offenbar auch unabhängig von sonstiger politischer Einstellung.
    Bildung und Kultur sind Obrigkeitssache, da darf nicht einfach jeder einfach so was sagen, da muss vorher ein Platzhirsch entscheiden, wer zu Wort kommen darf und wer nicht.
    .
    Da achten die so peinlich drauf wie die Handwerker im 18. Jh. auf ihre Zunftordnung. So wie man in Griechenland heute noch eine Taxilizenz braucht.
    .
    Und das wichtigste bleibt dann auch, den Abstand zu wahren. Etwa indem man prinzipiell niemals einem Leserkommentar antwortet. Weil man schon im ARtikel alles gesagt hat. Weil man die Heiligkeit des eigenen Wortes nicht beschmutzen darf, indem man es mit den Reden normaler Menschen zusammenbringt.
    .
    Das Verrückte ist, dass das alles ausserhalb des eigentlichen Wissenschaftsbetriebes genauso weitergeht, dass sich Redakteure genauso pfauenhaft gebärden wie Professoren.
    .
    Offenbar ist das typisch deutsch: Entweder man ist gebildet (und muss sich dann so bescheuert aufführen) oder man ist es nicht und markiert den Proll.
    .
    Beide Gruppen haben gemeinsam, dass sie auf dieser Grenze bestehen. So wie der Professor es für einen Skandal hält, wenn sich ein Nichtdiplomeierter in normaler menschlicher Sprache über sein Bildungsgut äußert, so provoziert fühlt sich der Normalbürger, wenn man ihm überhaupt mit irgendwas kommt was nicht gestern im Fernsehen war.

  155. Schicksalhafter Dialog aus...
    Schicksalhafter Dialog aus einem großen Abenteuer-Epos:
    Jane, nach dreissigjährigem Konkubinat, zu Tarzan gewandt: „Do you love me?“
    Tarzan gutmütig antwortend: „Yes!“
    Darauf Jane instierend: „Really?“
    Unverdossen Tarzan antwortend; „Really!“
    Ungläubig darauf Jane wiederum: „Really really?“

  156. Ein Literaturblogger müsste...
    Ein Literaturblogger müsste ein überdurchschnittlich dickes Fell sein eigen nennen. Man würde ihn abwechselnd als elitär und bildungshuberisch oder als zu populistisch und unliteraisch/kitschig bezeichnen. Mir scheint es dass in diesem Bereich zu viele Leute nur darauf warten, jemanden runterputzen zu können.
    Anstatt einen Literaturblog zu schreiben könnte man also besser gleich in ein Haifischbecken springen mit einem blutigen Schnitzel um den Hals.

  157. @gabriele
    ..."du kannst es...

    @gabriele
    …“du kannst es aber auch lassen“!
    Wenn ich meiner Begeisterung über ein Buch so Ausdruck verleihe(klasse!), meine ich es so; ..und wenn der Empfänger meiner Botschaft dann keine Lust mehr hat;..ist´s mir egal.
    Ich bin kein Kritikerprofi, sondern ein ganz einfacher Leser, der scheinbar o. wirklich einen Inhalt kapiert hat.(sonst hätte er keine positive Reaktion).
    Und wenn das Buch der posit. Bewertung stand hält-ist wirklich gut-, dann wird der nächste Leser auch seinen Nutzen daraus ziehen!
    ..was schlimm ist , ….eigentl. ganz gute Sachen zu vermiesen….

  158. pardon, liebe runde, wie kann...
    pardon, liebe runde, wie kann man nur – nach diktat war ich gestern leider verreist, und konnte aufgrund von verpflichtungen, die sich aus völlig unmassgeblichen hobbys ergeben, nichts zu den links anfügen.
    .
    cher Filou, lieber diktionaftis, lieber The Great Artiste, vielen dank, man hoffte auf ein nicht völlig unanregendes lektürevergnügen.
    .
    lieber Don Carlos, genial, nicht wahr? zunächst einmal muss eine analyse her, und erst danach kommt das grosse veröffentlichen und das antichambrieren bei engagierten, die experten zum thema ganz gut ‚gebrauchen‘ können.
    ziemlich dicke bretter sind fällig gesägt zu werden, da benötigt man neben wissen, klugheit, unkorrumpierbarkeit und der fähigkeit zur klaren vermittlung komplexer sachverhalte (so dass journalisten das auch noch verstehen und sich der chefredakteur dem nicht entziehen kann) auch noch strategie und umsetzungsfähigkeit, sprich: macht.
    nicht alle politiker – wenn auch deren überzahl – sind abgrundtief gesellschaftspolitisch blöd und korrupt, sondern einige haben tatsächlich auch noch ziele, die über versorgungsaspekte hinausweisen.
    diese sind durchaus identifizierbar.
    diese experten sind im übrigen ziemlich gut vernetzt, teilweise sogar ganz eng mit regierungen. was die daraus machten, nun, man darf sich sein eigenes urteil über diese bilden, s.o..
    .
    verbesserungen können letztlich mit dem jammern, dass alles doch endlich besser werden solle, und dass ‚die da oben‘ doch endlich auch einmal an die bürger denken sollen, aber dass die ohnehin alle gleich sind, und dass eh alles an die wand fahre, nicht zu erreichen.
    .
    somit halte ich gar nichts davon, immer nur aus einer völlig machtlosen position heraus zu lamentieren, nur weil man seinen übergewichtigen hintern nicht mehr aus dem tiefen sessel der bequemlichkeit herausbringt.
    es müssen ja nicht gerade die mistgabeln sein, die einen aus diesem sessel vertreiben.
    .
    es gibt nichts gutes, ausser man tut es.
    .
    nebenbei gesprochen: als sdg mangelt es einem nicht an kontakten zu multiplikatoren.

  159. ..statt dem Pfau, den Fasan,...
    ..statt dem Pfau, den Fasan, weil man ihn auch essen kaan..!

  160. Gesucht: jemand, dem es um die...
    Gesucht: jemand, dem es um die Sache geht… Ich schlage einen wahrhaft schönen Menschen vor, einen Idealisten, naiv aber auch sentimentalisch, kurzum eine Figur wie Dostojewskis Idiot.
    .
    Alternativ das Übliche: Einen Mad Man, der alles verkaufen kann, ob nun Immobilien, Schuhe oder das Ding des Monats, einen der an nichts glaubt und der weiß, eine Sache, um die es gehen könnte oder gar sollte, die kann es nicht geben (schon weil es sie nicht geben darf): denn die Sache, um die es geht, ist das Verkaufen, und nur das. So wie man Wasser abschlagen muss, oder auch mal Methan – alles muss raus, schnell, weit weg am besten, und sicher natürlich: ob nun Atommüll oder Anleihen, ob Literatur oder das Gadget des Tages (oder der Stunde? hier gibt es noch Optimierungspotentiale).
    Ich schlage daher jemanden aus der Wirtschaftsredaktion vor. Das hätte den Vorteil, dass man schon eingearbeitet ist und nur das Produkt kurz umstellen muss, eben gebundenes Papier statt Loseblattsammlungen mit variablem Wert.
    .
    Natürlich darf es – wir wollen schließlich mit der Zeit gehen – auch gern eine Mad Woman sein, fein anzusehen wenns recht ist, Wonder Woman oder Supergirl oder so.
    .
    Buch des Monats? Pardon, aber soviel Gutes gibt die derzeitige Literaturproduktion her? Buch des Jahres ginge, aber so gerade eben noch.
    .
    Das Schöngeistige im Zeitalter seiner verkümmernden Produzierbarkeit ist nicht mehr marktkompatibel. Das Sterben der Fantastischen 4-Quartette ist doch nicht grundlos und liegt nicht nur an schlechten Quoten (ha! und wieder: allein zählt der Verkauf).

  161. @ Yog Sothoth, Esq.,12:46
    Sind...

    @ Yog Sothoth, Esq.,12:46
    Sind Sie sich bewusst, welches Psychogramm Sie da gerade erstellt haben?

  162. Ein solcher Literaturblog...
    Ein solcher Literaturblog hätte sich selbstredend nur mit toten Autoren zu befassen, Yog Sothoth, Esq. Tote Autoren mit lebenden Witwen würden nicht einmal ignoriert.
    Ich weiß schon durch Manfred Fuhrmanns „Rom in der Spätantike“, daß sich der Feudalismus nur dann freudig entwickelt, HansMeier555, wo die Literatur gestorben ist und allenfalls in Form eines Isidor von Sevilla als Handwörterbuch für das Gartenumgraben existiert.

  163. Offenbar hat Literaturkonsum...
    Offenbar hat Literaturkonsum in Deutschland extrem viel mit persönlicher Eitelkeit zu tun, weitaus mehr als Luxuskonsum.

  164. So blöd möcht ich nicht...
    So blöd möcht ich nicht sein um in ein Haifischbecken zu springen. Da würde man sich ja womöglich eine vertable Erkältung holen. Wg. Lyrik schnappt noch nicht einmal ein Goldfisch nach einem. Es käme da schon auf die Gattung an. Damit sich die Leute das Maul zerreissen. Im Übrigen gilt: Ein gut inszenierter, abgespochener Skandal hebt die Auflagenstärke.
    wg- Lyrik

  165. Ja, so mancher Feuilletonist...
    Ja, so mancher Feuilletonist kann einem die Lust am Lesen schon vermiesen.

  166. Popmusik interessiert mich...
    Popmusik interessiert mich ueberhaupt nicht. Vom Pop entfernte ich mich als ich 20 war. Was aber Eric Pfeil macht, finde ich richtig gut. Ach, koennte sich ein witziger Mensch dem Opernunsinn unserer Zeit, als DVD-Besprechung z.B., in aehnlicher Weise ohne elitaeres Getue widmen.
    Die Welt ist komischer als wir glauben wollen. Es fehlt nur jemand, der die Grotesken entsprechend beschreibt.

  167. Zumindest die Reaktionen hier...
    Zumindest die Reaktionen hier deuten darauf hin, dass in Deutschland beides sehr eng assoziiert wird: Literatur und gegenseitiges Runterputzen.
    .
    Vielleicht ist das überhaupt so mit der Kultur: Angstbesetzt, Einschüchternd, Erinnerung an Traumatisierungen in Schule, Familie, Pubertät.
    .
    Das ganze Abendland ist nix als Vorwand um andere runterzumachen. .
    Vielleicht gehört das ja wirklich zusammen: Der eigene Komplex und die Agressivität, mit der man dann Türken, Moslems, Russen etc. die Kultur abspricht.

  168. @Der Tiger: ein Garten des...
    @Der Tiger: ein Garten des Monats? Nette Idee, aber wer hat schon die Zeit durch die Gegend zu fahren und Gärten zu besuchen?
    Das kann man als Redakteur einer darauf spezialisierten Zeitschrift machen. Aber als Blogger, so nebenbei? Und dann soll man sich auch noch um Weine, Literatur und Filme kümmern, am besten mit regelmäßiger Restaurantkritik aus der Republik? Ich meine, wenn ich eine Gehaltsgarantie in Höhe meines aktuellen Gehalts bekomme, dann nehme ich die Herausforderung gerne an. Aber das wird mir wohl kein Magazin für einen Blog zahlen wollen.

  169. IKONENSCHAENDUNG BETREIBEN !...
    IKONENSCHAENDUNG BETREIBEN ! (Graffito)

  170. Yog Sothoth, Esq.: "Ein...
    Yog Sothoth, Esq.: „Ein Literaturblogger müsste ein überdurchschnittlich dickes Fell sein eigen nennen.“
    *
    Das würdet Ihr doch gar nicht aushalten! Und es dürfte natürlich nicht nur um Literatur gehen, sondern das Leben, dass wir anhand und in diesen Geschichten führen. Dazu braucht man jemand, der nicht nur intelligent ist, sondern der dem „System“ nicht allzu nahe steht und ihm „getrotzt“ hat; solche Leute sind sehr, sehr selten und diese Leute haben auch keinen Grund, mit ihrer gewahrten Distanz nun in die Öffentlichkeit zu gehen. Und zu guter Letzt haben es solche Charaktere nicht nötig, bei irgend welchen Redaktionen zu betteln, sondern sie wollen ein stichhaltiges Angebot, um sich der Außenwelt gegenüber zu öffnen und ihre Sicht der Dinge darzulegen. Dann doch lieber „writecomtod“ auf deutsch, so wie wir es gerade hierzulande erleben. Jedes Land hat die Literatur, die es verdient: ‚Ich bin dann mal feucht!‘

  171. Im Gegensatz zum...
    Im Gegensatz zum Literaturbetrieb scheint es im Hause Goldmann Sachs richtig
    gemütlich zuzugehen.

  172. Tja und dann saß man als...
    Tja und dann saß man als Provinzdödel im Seminar und hatte sogar die Texte gelesen, aber dort sprachen alle einen Jargon, dass man sich gar nicht mehr traute, den Mund aufzumachen.
    Und dann hat man, hart gegen sich und andere, sich diesen Jargon selber antrainiert und gelernt, über ungelesene Bücher zu reden und sich eine Aura zu verschaffen, die selbst den Professor in der Prüfung vom Nachfragen abschreckt.
    .
    Und dann hat man auf diese Weise eine kleine Stelle erobert und Artikelchen plaziert und ist irgendwann Professor geworden und jetzt soll man sich wieder in normaler Sprache äußern zu Leuten, die aus Spaß über Bücher reden wollen und nicht um eine Beamtenstelle zu ergattern.
    .
    Das ist aber auch ziemlich frech. Wissen diese Leute gar nicht, wieviel Mühe und Entsagung, wieviele durchgearbeitete Wochenenden und Sommernächte und wieviel Schleimerei gegenüber ebensolchen Existenzen man in so eine Lebensstelle investieren musste? Und jetzt soll das alles nichts mehr zählen, soll man einfach so ganz normal mit Leuten reden, die in der selben Zeit am Strand waren?

  173. Da im Medienbetrieb nur mit...
    Da im Medienbetrieb nur mit schlechten Nachrichten gute Geschäfte zu machen sind,
    braucht man sich auch über den Erfolg von CDS nicht mehr zu wundern.

  174. Literaturdiskussion ist...
    Literaturdiskussion ist Distinktion.
    Wie Rolex-Tragen oder Wein diskutieren.
    Wein kann man nicht diskutieren.
    Punkt.
    .
    Warum mich Literaturdiskussion nervt
    Eine Nachbarin heilt sich für belesen und zog ständig ausschließlich meinen Mann ins Gespräch. Mich nicht, Grafiker sind ja dumm. Taugen nur, um die Hundescheiße im Hof zu diskutieren. Mein Mann konnte als alter Romantiker und Nistgermane vor dem Herrn aber kaum was mit Virginia Satir anfangen – vielleicht noch einen kleinen soziologischen Aspekt, das wars. Aber ich. Pech für die Nachbarin, sie hat mich nie gefragt, dumm bin.
    .
    Brauch ich alles nicht. Gibt nur Ärger.
    Aber wers mog.

  175. Ich stelle erstaunt fest, dass...
    Ich stelle erstaunt fest, dass HansMeier zur Abwechslung mal ein echtes Anliegen hat.
    .
    (Oh, ich hoere hinter meinem Ruecken den Galerentrommler eine hoehere Schlagzahl geben. Ich muss wieder ans Ruder…)

  176. @E.R. Binvonhier:
    PSYCHOGRAMM...

    @E.R. Binvonhier:
    PSYCHOGRAMM gefällt mir..klingt so nach Norman Bates :D
    Ich hoffe ich habe Sie nicht von einer Bewerbung als Lit.-Blogger abgeschreckt?
    @Filou:
    Eric Pfeil lese ich auch gern, aber ich glaube die Musik über die er schreibt ist nicht annähernd so unterhaltsam wie seine Kommentare dazu (mag ein Vorurteil sein, aber da hat auch jeder ein Recht drauf. Wo käme man hin wenn man immer wüsste über was man redet).

  177. Überhaupt wird das...
    Überhaupt wird das inhaltliche und stilistische Kritisieren von Literatur stark überschätzt. Ich meine, wie sieht denn eine Literaturkritik gewöhnlich aus? Da wird lang und breit die Handlung wiedergekäut und dann der Mörder verraten, anschließend folgen einige verschwurbelte Metaphern aus dem Wörterbuch nebst einigen Anekdoten aus des Rezensenten Privatleben. Wieso redet der Rezensent mit mir über das Buch, bevor ich es gelesen haben kann? Was interessiert mich überhaupt die Meinung eines anderen zu meiner Lektüreauswahl? Das ist kein Gespräch über Literatur sondern ein Verkaufsgespräch. Wenn es denn dieses sein soll, dann aber bitte richtig. Ich möchte informiert werden über Größe, Gewicht, Gestaltung des Umschlags, das verwendete Einbandgewebe und ob es fadengeheftet ist. Ganz wichtig wären auch einige statistische Anmerkungen: die Anzahl der Zeichen pro Zeile wegen der Lesefreundlichkeit, die Anschaffungskosten umgerechnet pro Stunde Lesezeit und ob es ein Buch ist, das man einmal oder mehrmals lesen kann. Sowas beeinflußt doch die Kaufentscheidung. Die Rezensenten schnuppern lieber an der blauen Blume und überschlagen nebenbei, was sie im Antiquariat für das Rezensionsexemplar kriegen werden.

  178. Literatur ist eine viel zu...
    Literatur ist eine viel zu ernste Angelegenheit, als dass man sie schlicht konsumiert.
    Engländer sehn das anders, ich weiß.
    In Frankreich haben sogar Politiker schon mal derlei Ambitionen.

  179. da ist aber jemand sauer auf...
    da ist aber jemand sauer auf die profs. schlechte erfahrungen? jaja, nicht nur die dfg kann gemein sein.
    .
    einerlei scheint es, was man auf virtuelles papier druckt: nullen oder buchstabensalat.
    .
    zur diskussion um die erweiterung der bloglandschaft – m.e. unnötig, die stützen gibt es bereits, und stetig ein mehr zu fordern… ja nun, wohin das führt, kann man an verschiedenen orten sehen. zu noch mehr blogs hat ein mensch ohnehin kaum mehr zeit, falls er nebenher noch zu leben beabsichigt.
    wie gesagt,: über geschmack liesse sich gegen alle empfehlung endlos streiten, schon zu zeiten, als es klare handlungsanweissungen an alle personen aller geschlechter und aller stände gab.
    deswegen streitet man sich darüber so gerne, weil es zu nichts führt, aber man hatte wenigstens
    die illusion von beschäftigung.
    .
    mit den richtigen leuten jedoch kann eine opernpause recht interessant werden.

  180. @HansMeier555: ist doch kein...
    @HansMeier555: ist doch kein Problem. Sie brauchen einfach eine Redaktion, die die Texte für Sie zusammenschraubt und Sie setzen Ihren Namen drunter. Was glauben Sie, wie das in großen Konzernen läuft? Denken Sie wirklich, dass irgendwelche Vorstände ihre Reden selber schreiben? Denken Sie mal ein paar Nummern größer!

  181. Es gibt halt so eine gewisse...
    Es gibt halt so eine gewisse Literaturschichtbildung, wo Leute fürs Feuilleton und das Feuilleton auf dieser Basis über das eigene Literaturverständnis schreibt. Lesbar ist das zumeist nicht, aber das ist natürlich in diesem Zirkel der Arriganz vollkommen egal. Ich kann mich an eine Besprechung von Anette Pehnt erinnern, die einma, nicht über Depri-Ekzem-Frust-Magersucht-Sinnsuche geschrieben hat, sondern über ganz normale Leute: Da schrieb man dann: Oh! Sie erzählt eine normale Geschichte! Wie kann sie? Was tut sie?
    .
    Mich regt sowas auf. Und zwar nicht, weil ich ungebildet wäre, sondern weil diese Bildungshuberei – aber Benn sagt doch auch! – erbärmlich ist.

  182. Tja und dann sass man als...
    Tja und dann sass man als Experte in einer Diskussionsrunde, hatte die Texte mit Vergnügen und Gewinn gelesen. Aber dort sprachen alle einen Jargon, dass man sich gar nicht mehr traute, den mund aufzumachen. Alles ironieverliebte abgeklärte Lästere, für die es nichts Wahres und nichts Ernsthaftes in der Welt gab. Und dann hat man hart gegen sich selbst sich deren Jargon verweigert und wirklich versucht, anderen seine Liebe zum Thema zu erklären. Und sich damit nur eine Aura verschafft, die andere verächtlich die Mundwinkel verziehen liess, über den Provinzdödel, der tatsächlich einen standpunkt und nicht nur eine Meinung hatte.

    Und dann hat man auf diese weise einen traurigen Ruf erworben. Ist zum leichten Ziel jener Lästermäuler geworden, die ihre innere Leere nur noch mit der ironiegetränkten Herabwürdigung anderer zu betäuben wussten. Und jetzt soll man anderen weiter erklären und nahebringen, warum das eigene Spezialgebiet schön und interessant, wissenswert und anregend ist?

    Das ist aber auch ziemlich frech. Wissen denn diese ihre Themen liebenden Experten gar nicht, wie viele unterdrückte Wut, verpasste Gelegenheiten, nichtgeleistete Anstrengung und verpasste Träume in jener ironischen Lässigkeit liegt, mit der man die ganze Welt als frivoles Spiel abtut? Und jetzt sollen diese Entbehrungen nichts mehr zählen, soll man denen tartsächlich zuhören, die erwachsen geworden sind und aus persönlichen Rückschlägen nicht den Schluss gezogen haben, es sei ja eh alles schlecht? Soll jenen respekt zollen, die nicht am Strand waren, weil ihre Interessen es ihnen wert waren, darin harte Arbeit auch noch dann zu investieren, als andere bereits Feierabend haben?

  183. Also gut, lasst uns nicht...
    Also gut, lasst uns nicht über ander Leut ihre Bräute, Frauen, Freundinnen reden. Sagen Sie: Wie gehts denn ihrer Schwester?

  184. Schlagt ihn tot, den Hund, den...
    Schlagt ihn tot, den Hund, den Kritiker!

  185. @Doctor Snuggles – Ich...
    @Doctor Snuggles – Ich würde das nicht so eng sehen. Abgesehen von MRR bin ich etwas skeptisch, was die Leseleistung der Lesebuchkritiker angeht. Beim nobelsten aller Preise für Literaten habe ich mich schon oft gewundert, ob die Honoratioren in Oslo oder Stockholm Geschriebenes ihrer Auserkorenen gelesen haben.
    .
    Was Gärten betrifft, kann man ja mal einen Nachmittag herum gugeln – oder sich von sogenannten Kennern in Gartenarchitekturbranche Tipps geben lassen. Das zahlt sich sicher aus.

  186. Der Literaturbetrieb hat...
    Der Literaturbetrieb hat spätestens seit der Affäre Hegemann seine Glaubwürdigkeit am Empfang abgegeben und nicht wieder abgeholt. Lassen Sie doch einfach die selbstverliebte Gecken in ihrer Ecke spielen und kümmern sich nicht darum.

  187. Savall schrieb von...
    Savall schrieb von verkaufsveranstaltungen: dieses eindrucks kann man sich nicht erwehren, wenn man sich medial vermittelte rezensionen zu gemüte führt, und in der tat ist dem auch häufig so, da pressedienste die redaktionen versorgen, so dass letztlich an vielen orten zu grossen teilen identische texte verlesen werden. nur widerspenstige ehrgeizlinge reiben sich an korrekturen dieser verlautbarungen auf…
    .
    in ähnlicher weise wird in redaktionen mit texten von nachrichtenagenturen verfahren.
    .
    wer das weiss, kann ganz eigene ansichten zu kreditausfallversicherungen und dem dringend notwendigen umbau des wohlstandes lancieren.

  188. Und wieso eigentlich immer nur...
    Und wieso eigentlich immer nur Literatur? Von der Bildenden Kunst las ich bisher wenig, wenn man mal von den naechtlichen Laestereien von JorgeLoma und mir ueber Josef Beuys absieht.
    Die Experten fuellen ihre Zeilen mit tiefem Ernst. Da sollte man den Mut haben, als naiver Kunstbetrachter, der immerhin zur Mehrheit der Subventionierer zaehlt, ganz ganz dumme Fragen zu stellen. Koennte ja sein, dass man zu erstaunlichen Ergebnissen kaeme.
    Eigentlich koennten die Stuetzen das alles hier und jetzt selbst erledigen, haette man die Traute geistig zu Fuss zu gehen, statt den Esel auf dem man hier einreitet, ein Pferd zu nennen.

  189. Die Kritik am...
    Die Kritik am Spezialistenjargon hat schon seine Berechtigung. Ich kenne diesen Jargon aus dem Philosophiebereich, wo man in normaler Umgangssprache über Hegel oder Marx gar nicht sprechen darf, weil die Beherrschung des jeweiligen Philosophie-Exegeten-Jargons nicht nur Diskussionsvoraussetzung ist. Sondern darüber hinaus auch die angeblich einzige Cance, den Philosophen und sein Anliegen „richtig“ zu verstehen. Debatten mit Devin08, die ab und zu in einigen FAZ Blogs entstehen, geben davon einen ausreichenden Vorgeschmack.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  190. HansMeier555
    "... beides sehr...

    HansMeier555
    „… beides sehr eng assoziiert wird: Literatur und gegenseitiges Runterputzen.“
    .
    Gegenseitiges Runterputzen überhaupt. Funktioniert auch gut bei Typografie (sehr ehrpusseliges Volk), IT, etc.
    .
    Hab mich mal in ein Biker-, Schrauber und Heavy-Metallforum verlaufen. Die waren ausgesprochen friedlich gegenseitig unterwegs. Und ich hab viel gestöbert da drin, keine Besserwisserey gefunden.
    (Weswegen weiß ich gar nimmer…, die eine Signatur eines Stamm-forummitglieds war recht merkfähig: „Und raus ist die Blamage.“ Waren – OBWOHL DEUTSCH zur Selbstironie fähig, ha! Geht doch nicht, die sind deutsch, die dürfen gar nicht selbstironisch sein. Was ich in Bildungshuberdiskussionen so noch nie gesehen habe.)
    .
    Gut, ich hab auch mal rumgebesserwissert. Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche. Ein Toast auf das größte Geweih!

  191. Wie schön ist es, in ein...
    Wie schön ist es, in ein Würstchen zu beissen und nebenher Opern zu verreissen, leider nicht von mir, sondern glaube ich vom besten Taubenvergifter Wiens G. Kreisler….
    .
    Das Problem mit Wein, Literatur, Musik ist meiner Meinung nach, dass es Genüsse über das Leben, neben dem Leben sind, so eine Art Gefühlskonserve zum Aufmachen; selbst keltern, schreiben, musizieren (kling als Wort fürchterlich) ist dabei ganz was anderes. Und dann tiefgreifend darüber noch einmal eine Metadiskussionsebene aufziehen, klingt meistens gestelzt und langweilig, wie ein Oldtimer-Buch lesen oder so ein Vehikel sehen oder womöglich selber fahren…
    .
    Dem, der darüber begeistert ist, wird auch dann das Buch gefallen, selbst wenn es nur über A-Kadetts gehen sollte.
    .
    Ich finde es verdammt viel spannender, darüber zu diskutieren, wie ich meine unmittelbaren Erlebnismöglichkeiten erweitern oder verteidigen kann; ich schreibe und lese lieber über Sex, Geld, Religion, und Politik, weil ich zu Wein nicht viel mehr zu sagen hätte, als schmeckt, oder für den Preis hätte ich mehr erwartet. Ähnlich bei CDs oder Büchern.
    .
    Viel weniger als andere Themen ( die Variationen unseres Gastgebers erfreuen fast immer) vermisse ich lebhaften neuen Input, aber da hat jeder wohl so seine Stammblogs, wo er mitspielt. Eben, man lebt ja neben dem Computer noch ein bisschen.
    .
    Fand auf alle Fälle diesen ZWRP-Text von Donna Laura äusserst inspirierend.
    Wie wäre es neben all dem Schimpfen mal mit einer positiven Utopie???

  192. "aber klaus mann, der so gerne...
    „aber klaus mann, der so gerne ein führer der jungen sein wollte, musste einsehen, dass gegen einen vertreter des alten, der da vormittag für vormittag in hermetischer zurückgezogenheit zuchtvoll weltliteratur produzierte, so nicht anzukommen war.“ (aus einer bekannten biographie) (wg. „feuilleton-vergnügen“)

  193. @Der Tiger: wenn man einen...
    @Der Tiger: wenn man einen Blog macht, dann sollte man es richtig machen und sich nicht irgendwas zusammengoogeln. Ansonsten könnte ich mich gleich als Verteidigungsminister bewerben.
    Sprich: hinfahren zu den Gärten, selber Fotos machen, einen eigenen Eindruck verschaffen. Mit den Leuten sprechen, ihre Motivation herausfinden. Das kostet Zeit (und Geld). Und die Zeit habe ich nicht, wenn ich tagsüber im Büro bin und abends die Frau und die Monster bespaßt werden wollen.
    Natürlich könnte man es auch anders machen. Man könnte Material aus dem Archiv nehmen, fiktive Gärten erfinden. Würde wahrscheinlich sogar keiner merken. Ich persönlich hätte aber trotzdem ein schlechtes Gefühl dabei und halte es lieber mit Epikur:
    „Tue nichts im Leben, was dir Angst machen muss, wenn es dein Nächster bemerkt.“

  194. ThorHa – die Erfahrung hab...
    ThorHa – die Erfahrung hab ich auch gemacht. In der Untersekunda trug ich begeistert des Sängers Fluch auf, das ich freiwillig auswendig gelernt hatte. Die herablassenden Blicke meiner Mitschülerinnen sind mir einen bleibende Erinnerung, die einen begeisterten sich für Bravo, die andern für Enzensberger aus der Suhkamp Regenbogenreihe.

  195. literaturblog? fehlt da nicht...
    literaturblog? fehlt da nicht der sinn. also grundsätzlich?
    .
    „es begab sich aber, dass ein gebot vom kaiser augustus ausging, dass alle welt sich zählen lassen sollte. da macht sich auf josef aus galiläa mit seinem weib maria, die war schwanger…“
    .
    will ich da wirklich eine buchbeprechung drüber lesen? und wieviel besser wäre die?

  196. "soll man einfach so ganz...
    „soll man einfach so ganz normal mit Leuten reden, die in der selben Zeit am Strand waren?“
    .
    exakt. danke. oder mit ganz normalen leuten im stahlwerk.

  197. und buchbesprechungen - ist...
    und buchbesprechungen – ist das nicht was für arme? fürs sehpublikum am ende vor allem?
    .
    wers drauf hat nimmt sich 3000 seiten weltliteratur mit – und fährt 14 tage in urlaub. und kommt zurück, und die augen leuchten. und der kopf weiß jeden satz. fast für immer. und der mund kann immer noch küssen. mehr noch: der mund kann immer noch nur küssen. bei bedarf.

  198. Am schönsten, Donna Laura,...
    Am schönsten, Donna Laura, ist es immer zu Buchmessezeiten, wenn in allen Literaturbeilagen gaaaanz zufällig die gleichen Titel besprochen werden. Da fragt man sich dann schon, welches Maschmeyerchen da die Spendierhosen anhatte.

  199. Don Alphonso: "Mich regt sowas...
    Don Alphonso: „Mich regt sowas auf. Und zwar nicht, weil ich ungebildet wäre…“
    *
    Das ist nicht wahr, Don. Bei allem Respekt: Auch Du solltest lernen, den Wahrheiten in das Gesicht zu schauen…

  200. Als Frau finde ich es sehr...
    Als Frau finde ich es sehr interessant, dass DA nach 4 Tagen in Italien noch kein einziges Paar Schuhe gekauft hatte. Was steckt dahinter????

  201. @donna laura
    .
    Ach wo, es ist...

    @donna laura
    .
    Ach wo, es ist nur der Blick auf die conditio humanista.
    .
    Der Feudalismus wird den Literaten die Lebensfreude zurückgeben und wieder zum ERblühen bringen, was unter der Herrschaft des Bürgertums — des ewig müffelnden, mißgünstigen, produktivitätsbesessenen, konkurrenzsituationsverblödeten — vertrocknen musste.
    .
    Hallo Filou!

  202. Wir reden doch im Ernst hier...
    Wir reden doch im Ernst hier nicht von der Affaire Hegemann. Hier kommentiert ein
    Publikum von Conaisseuren. Damens und Herren.Wie müsste er denn ausschauen der Schlüsseltext (-roman), welche Ingredenzien müsste er denn aufweisen, dass er uns die Tränen der Freude, der Wonne, der Sehnsucht, der Trauer in unsere durchironisierten, zynisierten, globalisierten, entzündeten Augen treibt? Der uns einmal noch an der condition humaine erschauern liesse? Uns über die Trivialitäten unseres gesättigten, absolut aufgeklärten Seins höbe. Hä?
    Wieviel Liter ächten Herzbluts dürften diese Texte absorbiert & imprägniert haben, damit wir wieder erschauern vor unserem eigenen Enigma?
    .
    Klappe zu, Affe tot. 13. Auflage restlos verkauft.

  203. @HansMeier555, das Leiden an...
    @HansMeier555, das Leiden an der Kultur, wurde dieses Buch nicht auch schon geschrieben?

  204. Werte donna laura,... und die...
    Werte donna laura,… und die seriösen Medien nur noch Waschzettelverfasser?
    .
    Das steht doch sehr im Gegensatz zu dem behaupteten Gestaltungsanspruch und
    der im GG garantierten Freiheiten.

  205. Der Tiger@: Puh, da haben Sie...
    Der Tiger@: Puh, da haben Sie aber eine Blase angestochen. Nobelpreise. Wissenschafts,- Friedens- und Literatur-Nobelpreise. Lieber nicht.

  206. @Dr. Snuggles
    Glaubwürdig...

    @Dr. Snuggles
    Glaubwürdig sein müssten die nicht, wenn sie einfach nur findig und amüsant wären.

  207. @thora 14:31
    .
    erinnert an die...

    @thora 14:31
    .
    erinnert an die „bibel in heutigem deutsch“ von 1982 – eigentlich, wenn man werten wollte, schon immer ein krampf. (und manche werteten schon immer so.)
    .
    und wird immer noch reklame für gemacht. (wohl auch wir finden: und zwar mit auf uns immernoch unzutreffenden argumenten)
    .
    „Die Gute Nachricht Bibel will für alle Leserinnen und Leser ohne besondere Vorkenntnisse und zusätzliche Erklärungen verständlich sein. Dafür genügt es nicht, die biblischen Texte Wort für Wort in die deutsche Sprache umzusetzen. Vielmehr kommt es darauf an, den jeweils angemessenen Ausdruck für das zu finden, was der ursprüngliche Text sagen will. Um den Sinn treffend wiederzugeben, kann es manchmal sogar nötig sein, die sprachliche Form des Originals preiszugeben. Eine Übersetzung, die so vorgeht, wird »kommunikativ« genannt, weil sie auf Kommunikation mit ihren Leserinnen und Lesern angelegt ist.
    .
    Beispiel: Himmelreich
    Die wörtliche Übersetzung wird heute oft so mißverstanden, als ginge es um ein Reich, das im Himmel ist.“ http://www.die-bibel.de/online-bibeln/gute-nachricht-bibel/informationen-zur-bibeluebersetzung/
    .
    kennt, auch vor kann man nis erweben. und eine (bibel-)lektüre, die keine mühe machte, was wäre die wert? hielte wie lange vor? gäbe welche orientierung?
    .
    oder anders: eine bibel, die wie haribo schmeckte, wäre auch haribo. (oder nicht?) für viele jedenfalls. (und geht nicht um bibel. sondern um zeitgeist.)
    .
    und natürlich ist die kritik wohlfeil „die yogurette-bibel – leicht muss sie schmecken“ – aber ist das argument deswegen tatsächlich immer falsch?
    .
    und man muss die dinge ggfls. auch schon mal gehen lassen, wie sie gehen, „für eine generation oder so“: wenn die „theologen vom typus mittlerer bibelübersetzer“ zeitgeistmässig loslegen – und dies sodann ihre erwerbsbiographie bis über den ruhestand hinaus trüge, dann what shalls? (to complain) —- und selbstverständlich denken auch jesuiten in jahrunderten. nicht nur jesus.

  208. The Great Artiste 29. März...
    The Great Artiste 29. März 2012, 00:53
    Lieber großer Artist, natürlich so, wie man das bei ähnlichem Mangel
    schon 33-45 gemacht hat, allerdings kommt der nötige Anhänger oder Dachgepäckträger beim Aston Martin nicht so gut,
    und der Opel wird dem Don nicht gefallen.
    http://www.hs.fi/kuvat/iso_webkuva/1135239415169.jpeg
    .
    http://www.holzgas.ch/573.html

  209. m rande, @hans meier 555 und...
    m rande, @hans meier 555 und „kinder in 30 jahren“
    .
    meinungsfreiheit ist ja so klasse, gerade, wenn sie aus literatur besteht, oder zur lektüre förmlich einlädt. hier:
    .
    „Great empires, such as the Roman and British, were extractive. The empires succeeded because the value of the resources and wealth extracted from conquered lands exceeded the value of conquest and governance. The reason Rome did not extend its empire east into Germany was not the military prowess of Germanic tribes, but Rome’s calculation that the cost of conquest exceeded the value of extractable resources.
    .
    The Roman empire failed because Romans exhausted manpower and resources in civil wars fighting amongst themselves for power. The British empire failed because the British exhausted themselves fighting Germany in two world wars. …
    .
    Parsons does not examine the American empire, but in his introduction to the book he wonders whether America’s empire is really an empire as the Americans don’t seem to get any extractive benefits from it. After eight years of war and attempted occupation of Iraq, all Washington has for its efforts is several trillion dollars of additional debt and no Iraqi oil. After ten years of trillion dollar struggle against the Taliban in Afghanistan, Washington has nothing to show for it except possibly some part of the drug trade that can be used to fund covert CIA operations.
    .
    America’s wars are very expensive. Bush and Obama have doubled the national debt, and the American people have no benefits from it. No riches, no bread and circuses flow to Americans from Washington’s wars. http://www.foreignpolicyjournal.com/2012/03/28/empires-then-and-now/
    .
    bis dahin hatte es auch fr. dr. merkel wohl ungefähr schon so in der schule gelernt. und weiter sagt die quelle:
    .
    „The New Empire is different. It happens without achieving conquest. In the New Empire, success at war no longer matters. The extraction takes place by being at war. Huge sums of American taxpayers’ money have flowed into the American armaments industries and huge amounts of power into Homeland Security. The American empire works by stripping Americans of wealth and liberty.“
    .
    and perhaps huge amounts of german westviertels money as well. presumably. our saying. and the costs of liberty. should be avoided.
    .
    wir argumentieren ja schon länger so: der kardinalfehleri ist, die argumentation, „wir sind ja die guten, denn wir sind eine demokratie“ so einfach zuzulassen:
    .
    es gibt demokratien und diktaturen. und es gibt faschistoides verhalten und nicht-faschistoides verhalten. und als ergebnis realen verhaltens füllen wir gesellschaftlich auch schon alle möglichkeiten der 2×2 matrix aus. eben auch „demokratie“ in kombination mit „faschistodem verhalten“. (die ursprünglich demokratische wahl hindert nicht falsches regierungsverhlten ein für alle mal oder für immer.)
    .
    gut, dass unsere amerikanischen freunde jetzt auch dabei sind, es einzusehen. für unsere kinder und uns ab sofort nach vorne. und gerne auch für mindestens 30 jahre.

  210. fionn: Ein De Rosa Rennrad....
    fionn: Ein De Rosa Rennrad.

  211. @hm555
    .
    "It is ironic that...

    @hm555
    .
    „It is ironic that under the New Empire, the citizens of the empire are extracted of their wealth and liberty in order to extract lives from the targeted foreign populations.“ ebda. – selten so das lachen im halse stecken geblieben.
    .
    und wir können immerhin noch wählen, wo das elend für uns kleiner ist: am gardasee oder am tegernsee – oder an beiden zusammen.

  212. Warum nicht einfach anfangen:...
    Warum nicht einfach anfangen: HansMeier555 stellt hier ein lesenswertes Buch vor, er beschreibt es auf seine Weise. Alles weitere wird sich zeigen!

  213. mann O...
    mann O mann
    .
    .
    .
    .
    „zuchtvoll“

  214. @mediensegler: El Camino oder...
    @mediensegler: El Camino oder Ford Ranchero ist eine prima Wahl, da muss man seinen Roadkill nicht auf dem Beifahrersitz transportieren, die ganze Apparatur sieht harmonisch nach Ladung aus und man hat noch eine Chance beim Parkplatz in der Übergangszeit, in der die Krise die Parkhäuser noch nicht leergefegt hat…

  215. Don Alphonso 29. März 2012,...
    Don Alphonso 29. März 2012, 09:39
    Wie das mit den Mistgabeln dann läuft, kann man im Film 1900 von Bertolucci sehen.
    Ab 2:30 gucken
    http://www.youtube.com/watch?v=P3liVqQei9o
    http://de.wikipedia.org/wiki/1900_(Film)

  216. Der Tiger 15:39,
    Sie hätten...

    Der Tiger 15:39,
    Sie hätten es mit dem Erlkönig auf sächsisch versuchen sollen, alle waren platt.

  217. DA 17.48h
    More than 5 grand...

    DA 17.48h
    More than 5 grand Euro for a bike? !!
    http://www.derosanews.com/italian/derosa?categoria=0

  218. @Doctor Snuggles – ich kann...
    @Doctor Snuggles – ich kann Ihnen nur zustimmen: „Tue nichts im Leben, was dir Angst machen muss, wenn es dein Nächster bemerkt.“
    .
    @DL – Sehr geehrte Donna Laura! Dürfte ich Sie um einen Ratschlag bezüglich Manieren bitten (ich weiß, dass war eigentlich ein Thema im vorherigen Blog, aber ich habe ein akutes Problem).
    .
    Mein Vater wird am 9. April 95 Jahre alt. Er lebt in seinem alten Haus, umsorgt von diversen polnischen und nicht polnischen Kräften. Es fällt ihm schwer, mehr als 20 Meter zu gehen. Sein Gehör und seine Augen sind schlecht, sein Kurzzeitgedächtnis auch.
    .
    Seit Wochen erzählt er mir alles Mögliche, was er für seinen Geburtstag plant. Er mochte Feste, hat mir aber anlässlich seines letzten großen Geburtstags gesagt, dass er diese Veranstaltungen im großen Rahmen (das heißt im besten Restaurant des Dorfes) und unter vielen Leuten anstrengend findet.
    .
    Also habe ich zu einem Abendessen an seinem Geburtstag in seinem Haus alle Familienmitglieder eingeladen (das ich dann mit Hilfe der Enkel vorbereiten würde). Mit meinen Brüdern habe ich kein gutes Verhältnis, aber darum geht es hier auch nicht. Ich wollte nur meinem alten Vater ein schönes Geburtstagfest organisieren. Mein ältere jüngere Bruder hat mir überhaupt nicht auf meine Einladung geantwortet. Mein jüngerer ließ mir durch meine Tochter per E-Mail mitteilen, dass
    .
    (1) es am 8. April ein Familienessen in seinem Haus gibt, zu dem aber weder ich noch meine Tochter eingeladen wären (er zahlt, also entscheidet er über die Auswahl der Gäste)
    .
    (2) am 9. April in seinem Haus einen Empfang gibt. Dazu wird in der lokalen Zeitung eingeladen, mein Vater zahlt, deswegen kann ich kommen, wie auch jeder andere des Dorfes, der sich durch die Einladung angesprochen fühlt.
    .
    Mir ist keine Etikette für diese Situation bekannt. Was würden Sie tun?

  219. am rande halten wir uns für...
    am rande halten wir uns für jung genug, dass mit dem „zuchtvoll“ ggfls. auch positiv zu sehen.
    .
    tm war päderast – sobald das erste schamhaar (nicht 5.) beim knaben auftrat, die füße und hände wuchsen, hautunreinheiten kamen wars vorbei mit der schwärmerei fürs „jungmännliche“.
    .
    und weil mann wusste, dass er es nie würde leben dürfen, würden wir ihm „zuchtvoll“ wenn man so wollte nicht vorwerfen. oder: das zu tun war wohl im grunde gestern.
    .
    aufgeklärt und rational würde die gesellschaft sich wohl eher zu der einsicht durchzuringen haben, dass es sich um eine so angeborene spielart der menschlichen sexualität handelt. und alles aktiv aus der schmuddelecke holen:
    .
    klar ist: es kann einer so geboren sein. das noch nicht verwerflich. aber das ausleben wäre es. ratio und rechtsstaat haben das auseinander zu halten. und positives verhalten einzufordern und zu fördern.
    .
    wir wissen: a. war sexualität anfänglich (im christentum) überhaupt „böse“, „auch in der ehe, nur zur fortpflanzung“- keinsfalls „nur so und/oder aus liebe“.
    .
    b. war liebe zwischen erwachsenen männern oder frauen „widernatürlich“ und „unzucht“, zu unterdrücken, abzulenken, abzutöten, zum hetero (zwangs)zubekehren, etc..
    .
    alles zum glück geschichte.
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    bliebe die einsicht, das man „mit thomas mann & der gesellschaft“, seinen einflüssen auf d, die deutsche geisstes- u. kulturgeschichte, usw., usf. immer noch nicht „durch“ ist.
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    ein weiteres kapitel, eben dies, bleibt noch zu schreiben.
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    klartext: tm hatte wahrscheinlich nie eine verhältnis mit einem mann, in letzter konsequenz eben weil männer nicht sein ding waren, sondern knaben – und die odenwaldschule lässt (2-fach) grüßen. wahrscheinlich hat tm aber im rom abenteuer mit jungen bezahlten knaben gehabt, abenteuer, welche aber verstörten, weil sie real waren, kein knabentraum. und er musste später einen teil der tagebücher vernichten, so steht zu vemuten, weil da allerlei unsinnsphantasien übers „jungmännliche“ in zu großem übermut und freier dummheit niedergelegt waren.
    .
    aber das werk ist weltliteraur. neidlos sollten wir alle es zugeben.
    .
    und mt alten männern von gestern ists nicht zu machen. also solchen, die heute vermutlich 50, 55, 62 oder 72 usw. sind eher nicht. z.b. voll medienwirksam die gründung einer „thomas-mann-stiftung zur päderastieforschung“ ins leben zu rufen. klar & wahr öffentlich stellung zu beziehen. z.b. so: „wenn Der einsichtsvoll abstinent und erfolgeich leben konnte, dann auch Du.“ wahrscheinlich ist die veranlagung zur päderastie genausowenig krankhaft wie hetero- oder homosexualität. allerdings bleibt null toleranz der ausübung gegenüber. und jede menge gesellschaftliches lernen.
    .
    und klar wollen alte germanisten nicht die ganze wahrheit – würde ja womöglich auf sie selbst negativ abfärben („mein schöner ruhestand – versaut!“). aber der nächsten generation, also den heute 28- oder 33-jährigen würde vermutlich alles sofort einleuchten. und hätten richtierweise keine berührungsängste. („war halt so bei dem.“)
    .
    aber nur am rande.
    .
    so gesehen finge also die ganze tm-forschung einmal mehr überhaupt erst an. und bewahrte hoffentlich noch viele unschuldige knabenseelen.

  220. in italen waren ja früher...
    in italen waren ja früher (bezahlte und ggfls. auch unbezahlte) homosexuelle kontakte besonders für saubere & vermögende & gut situierte deutsche und nordeuropäer leichter und ungefährlicher zu haben als hierzulande. von daher hat man vollstes verständnis dafür, dass früher zu dem zwecke gereist wurde, denn wer ist schon gerne immer ohne liebe. und weniger primitive strafverfolgung. dafür für den ausländer aber mehr möglichkeiten, ein erwischt werden als fremder ggfls. unter der hand regeln zu können. sorgen hatten die früher … tsss.

  221. eine "thomas-mann-stiftung zur...
    eine „thomas-mann-stiftung zur päderastieforschung“ – international anerkannt und von weltgeltung selbstverständlich – schwebt uns vor. mit sitz in berlin. unter der schirmherrschaft des staatspräsidenten (*g*). „gsci – german strategic change initiatives“- die 15 oder 20 solchen initativen von weltbedeutung aus dem gesamten spektrum von innen-, außen- u. sicherheitspolitik, die deutschland mt notwendigkeit global verantwortlich in den fokus rücken, kann und möchte schließlich jeder heute ggfls. leicht schnell und überall aufschreiben:
    .
    „Einen Staat, der uns für gesund erklärt, den können wir nicht für krank befinden.“ (*gg*) (und „vorsagen“ gilt nicht.)
    .
    Und Demokratie ist, wenn sich die Westviertel in offener Feldschlacht eine andere Republik suchen. (Sobald genügend andere Republiken dafür zur Auswahl bereit stehen.)
    .
    Und was heute die Welt bewegt? Na, Internetereignisse, nicht Meldungen. (Man weiß es längst)

  222. perfekt, jetzt haben Sie mal...
    perfekt, jetzt haben Sie mal was Interessantes ausgegraben. Aber so recht befriedigt bin ich bei diesem Gegeneinanderstellen von UK und US nicht. Die bedingen sich in mancher Weise doch gegenseitig.

  223. "der weg der ordnung, er ist...
    „der weg der ordnung, er ist stets der gerade – und wenn er auch durch biegungen ginge.“ (schiller, wallenstein, der alte picolomini sagts, man weiß.)
    .
    das war aber vor allem eines: massive kritik an den verhältnissen seiner zeit, einforderung von rechsstaat únd unkorrupter regierung. denn genau den weg der ordnung wollten die herrschenden seiner zeit, so schilers gefühl & allgm. lebenserfahrung, ja eben nicht gehen. oder nur für sich selbst: genau die ordnung, von der picolomini wie quasi gnädig vorhanden spricht – und damit dem publikum seiner und jeder zeit den spiegel vorhält – die gab es so nicht, sondern im zweifelsfalle nur eines: fürstliche, herrschaftliche willkür.
    .
    und genau auch davor wollen wir unsere kinder bewahren. man weiß.

  224. Filou 29. März 2012,...
    Filou 29. März 2012, 15:19
    Auf dem Esel reite ich hier nicht ein, ich schaue hier ab und zu in einen Spiegel …
    … man muss aufpassen, dass die Dosis nicht zu hoch ist ….
    … es gibt viele Verletzte hier.

  225. Wie wärs mit einem Remake von...
    Wie wärs mit einem Remake von Wolfgang Borchert:
    Statt „Schischyphusch oder der Kellner meines Onkels“ nunmehr „Schuschipfusch (für Schutz-Schirm-Pfusch) oder der Koch und der Kellner.
    In den Hauptrollen: Röslein rosenrot und Zicklein auf der Weiden.

  226. @ann sind:...
    @ann sind: „Jellineksyndrom“ – ah danke für diese Erwähnung. Seit ich mal einen Bericht über die Vorstellung ihres Stücks „Geld“ (?) gelesen habe – es waren auch ein paar Textexzerpte dabei -, und bei der ich Tränen gelacht habe, weil es ihr offenbar gelang, die unterschwelligen Verknotungen damit, die uns aufprogrammiert werden, in Verwunderung zu pulverisieren, bin ich mit der Frau versöhnt und finde sie sehr originell.

    Wein, Film, Essen, naja, auch Musik (doch mal in den Waschbetonkasten gehen?) hätte ich hier alles fußläufig, selbst Verlag und Antiquariat. Schloß nebst Schloßpark sowieso. Aber ein Metametaliteratur- oder Genußblog könnte ich daraus nicht schnitzen, auch keine sanft perlende Unterhaltung. Es würde bei persönlichen anekdotisch-spaziergängerischen Eindrücken bleiben müssen, mit einem gelegentlichen Anflug von Touristencicerone: das käme raus, wenn ich mich an der Sache versuchen würde.

  227. weniger als 1/10, fionn....
    weniger als 1/10, fionn. Usato.

  228. lieber perfekt!57, sehen sie...
    lieber perfekt!57, sehen sie sich einmal die gattin von tm an, dann sind sie informiert…

  229. liebe Der Tiger, zunächst...
    liebe Der Tiger, zunächst einmal vorab meinen herzlichen dank für ihr vertrauen in meine wenigkeit. ich muss zugeben, dass die situation recht vertrackt erscheint.
    .
    wichtig ist vor allem, den alten herrn auf die eigene seite zu bekommen und stets zu tun, was er möchte, denn es ist kein machtkampf, sondern allein sein geburtstag; das einfachste wird sein, ihn zu befragen, was er möchte, wenn er dies noch artikulieren kann.
    .
    dabei muss man einbeziehen, inwiefern er sich den einzelnen kindern verpflichtet fühlt; vielleicht wiegt ein sohn mehr, vielleicht liebt er ihn mehr, oder vielleicht hat er sogar ein wenig angst vor ihm, eventuell hält er nichts von diesem sohn; das müsste man dann akzeptieren, so unschön und so schmerzhaft dies vielleicht wäre – dass ein sohn mehr wöge, kann ich mir bei ihnen als tochter kaum vorstellen, aber das wäre nur meine persönliche ansicht, die nichts bedeutet.
    .
    zunächst einmal würde ich versuchen zu eruieren, wer zu welchen gesellschaften kommen wird, also wer ihrem bruder zusagte, wer ihnen, bzw. ob sie dies noch manipulieren, äh, verschieben könnten, wenn sie dies möchten. die frage ist nun, wie sehr sie daran hängen, dass sie den geburtstag ihres vaters in seinem haus durchführen.
    .
    sie könnten freilich auch so diabolisch sein zu sagen, gut, wenn mein bruder den geburtstag durchführen möchte, und ihn auch bezahlt, bin ich und die enkel fein raus; man hätte es gemütlich, wäre schick herausgeputzt und aufgeräumt und betränke sich gemütlich mit eierlikör und lasse ein paar kleine gemeinheiten dem schwierigen bruder gegenüber fallen. sein geld und sein stress, derweil man den vater aufs vergnüglichste unterhält, was er nie vergessen wird; glauben sie mir, er wird immer vergessen, wie die gardinen aussahen, vor denen er sass, aber wer mit ihm lachte, das wird er mit in sein grab nehmen.
    scheuchen (lassen) würde ich derweil den ollen bruder, das könnten sie mir glauben; er hätte kaum eine ruhige sekunde.
    .
    aber ihr bruder scheint ja leider ein gemeiner hund zu sein, so dass er das essen am 8.4. organisierte und einen empfang am 9.4., wenn sie ihr essen durchzuführen gedenken.
    wusste er dies vorher? hat er gründe, ihnen eine hineinzuwürgen (ein erbe vielleicht? manchmal ist es besser, jemanden in sicherheit zu wiegen, um ihn dann bei relevanten dingen übel zu erwischen. ehemalige sieger sind nämlich die dümmsten verlierer)?
    wie gross ist der zeitliche und auch der örtliche abstand zwischen empfang und essen am 9.4.? liesse sich dies irgendwie vereinbaren, vielleicht mit einem fahrdienst, auf dessen kosten jedoch sie vermutlich sitzen blieben? wäre es ihnen das wert? wieviele gäste – und welche (vielleicht legt ihr vater wert auf die anwesenheit des einen oder anderen, z.b. dem bürgermeister) – würden zu ihnen überwechseln?
    was sagen die enkel?
    .
    jetzt die frage: wer plante zuerst? was hält ihr vater, ganz grundsätzlich, davon?
    und, hm, was hält ihr vater – als vermutlich deutscher – davon, das essen vor seinem geburtstag abzuhalten, wo dies doch unglück bringen soll? ein nicht ganz schwaches argument bei älteren herrschaften…

  230. lieber don, 50000 lire für...
    lieber don, 50000 lire für ein radl? das ist nicht schlecht…
    .
    und gemach, gemach, faulheit hat noch hie jemandem geschadet. geniessen sie ihr frühstück mit sonne und aussicht und der gewissheit, dass hier ihr blögchen weitermühlt, so sauber bestellt, wie es ist…

  231. "Genussblog", das klingt...
    „Genussblog“, das klingt gleich so nach Auto-Reise-Papiercontainer.
    .
    Ich würde den Text damit anfangen wie ich in den Buchladen gehe und nach einem aktuellen Meisterwerk suche und mir die Klappentexte angucke, drin rumblättere, dann die Bedienung und Mitkunden frage etc. und sich dann schon zwischen Bestseller- und Esoterikregal ein netter Plausch ergibt. Können Sie mir was empfehlen? Bitte was mit richtig hohem Anspruch, als Geschenk für meine Nichte zum Abi… Ja und nach Möglichkeit was neues, Harry Potter und Jane Austen hat sie schon durch…
    .
    Dabei gibt es vielleicht gute Autoren und sie verstecken sich nur. So wie sich gute Literaturkritiker hinter dem Habitus des Professors verstecken, nennen die sich dann „Pop-Literat“ damit keiner auf die Idee kommt, sie seien keine berufsjugendlichen werbetextenden TV-Chargen. Mimikry um niemanden abzuschrecken, und um die Arroganz des Professors zu kompensieren.
    .
    Pah, Zweiklassengesellschaft! Das Gedöns immer dadrum. … Es müssen mindestens vier oder fünf verschiedene Klassen sein, erst dann ensteht die Matrix die es braucht um komplexe Identitäten zu entwickeln und Kunst zu schaffen.

  232. Mich interessieren die...
    Mich interessieren die sexuellen Verknotungen von Herrn TM und seiner Familie eher mässig bis gar nicht. Er hatte sein persönliches Priapusproblem, schön, schliesslich wurde daraus hervorragende Literatur im weiteren oder engeren Zusammenhang.
    Damit dürfte es doch eigentlich sein Bewenden haben. Seine Hitze-Wallungen
    und deren Unterdrückungen wg. der bürgerlichen, damaligen Konventionen sind eher traurig. Aber nein, der Voyeurismus und die Unfähigkeit selbst das eigene Verdruckste auszuleben, laethode verkauufen.ssen das Skandalisierte als interessanter erscheinen als die evozierte Literatur.
    Nun ja. der Boulevard lebt schliesslich auch davon. Sogar Autos und Seife lassen sich mittels der Methode „Sex“ verkaufen.
    Wussten, ahnten Sie es schon? Politische, literarische und sonstige künstlerische Größen in „Dessous“, sind genau so komisch, linkisch und banal wirkend wie wir selber.

  233. colorcrace@: Bei Frau Jelinek...
    colorcrace@: Bei Frau Jelinek nerven eigentlich nur ihre ewigen Obsessionen in Bezug auf die Männerwelt. Wir sind doch eh meistens nur sehr arme Hascherln, die sich ab und an aufplustern wie die krähenden Gickerln. S.“ Der Misanthrop“ von Moliére.

  234. Oh dear Manuela, please the...
    Oh dear Manuela, please the umbrella,
    the billions are now in the cellar. Oder so.

  235. @ DA 29.3 @ 22.51h

    What a...
    @ DA 29.3 @ 22.51h
    What a bargain! Genial! Brilliant!!

  236. @HM555 6:02: das klingt gut....
    @HM555 6:02: das klingt gut. Das klingt sehr gut. Wenn Sie das so machen und in diesem netten Plauderton schreiben können, dazu noch ein wenig Handlungsbogen, wird es das, was man sehr gerne lesen möchte :-)
    @Krck 01: Mir ging es mit der Faru Jelinek ganz ähnlich wie Ihnen, die früheren Stücke waren mir auch immer bei weitem zu libidinösneurotisch, da konnte ich mit der Personnage nichts anfangen, sie war mir zuwider. Bis zu diesem erwähnten Stück, als es mal nicht um frustrierte Libido ging, sondern eher um das (normalerweise unbewußte, weil als kontrolliert erlebte) Verhältnis zum Geldhäufeln, und seinen Entgleisungen.

  237. Nicht literarisch!
    ....

    Nicht literarisch!
    .
    Realität!
    Sind so feine Herren….
    .
    Kam gestern im Fernsehen.
    „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“
    Am Anfang – ein Fernsehbericht aus dem Jahre 1965, Rosa von Praunheim nennt Deutschlands bekanntesten Männertreff mit unverhohlener Abscheu einen „Treffpunkt von Asozialen“.
    http://www.basisfilm.de/basis_neu/seite4.php?id=278&inhalt=presse

  238. Krck01 (30. März 2012, 08:43,...
    Krck01 (30. März 2012, 08:43, letzte Zeile): Klauke ?

  239. Krck01 (30. März 2012, 08:43,...
    Krck01 (30. März 2012, 08:43, letzte Zeile): Klauke ?

  240. Die nächste Blase wächst bei...
    Die nächste Blase wächst bei deutschen Filet-Immobilien und Heidegger-Interpreten (Spätwerk).

  241. Unvermeidlich...
    Unvermeidlich

  242. Aktuell in der faz-community:...
    Aktuell in der faz-community: Ist Heidegger unvermeidlich? Adorno spielt Fußball. Facebook heuchelt.
    .
    Demnächst: Kleistern, kneten, klecksen mit Beuys. Klappentexte, kommentiert von HansMeier555

  243. Filou@: Können Sie mir...
    Filou@: Können Sie mir bittschön auf et Faarad helfen? Wat is ne „Klauke“ (Zur Not weiß ich noch watt een Dampfmaschin is).
    .
    @@: Überhaupts der „fliessende“ Übergang zwischen Libido und Literatur. Es soll ja auch einen Übergang zu Philos und deren Sophie geben. Oder von der Hysterie (Gebärmutter, S. Charcot) zur Historie. Priapismus hatten wir schon.
    http://faz-community.faz.net/blogs/digital/archive/2012/03/30/ist-heidegger-unvermeidlich.aspx
    https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Martin_Charcot
    .
    Das Begriffspaar „Oben und Unten“ als Ausdifferenzierung der Klassengesellschaft reicht völlig aus. Alles andere schafft nur unnötige Verwirrung. Die notwendige Kompexität für die höhere Literatur basteln wir uns aus den Schnittmusterbögen, die am Eingang für ein Weniges bei Amazon und Konsorten zu erhalten sind. Auch hilft das emsige Lesen der FAZ und des Merkur. Nähere Auskünfte bitte bei Herrn Don Alphonso.

  244. Seltsamerweise sind/waren die...
    Seltsamerweise sind/waren die heftigsten Vertreter der Atomkraft
    auch meist die heftigsten Befürworter des Fleischkonsums – bis
    vor kurzem wenigstens.
    .
    Oder ist das Mitläufertum und/oder/kombiniert mit Mangel
    eigener Einsicht der gemeinsame Nenner?
    .
    Und so geht es bei den Schirmen weiter. Rettungsschirmen, meine
    ich. Bei den anderen fehlt Ihnen ohnehin der nötige Geschmack.
    Wie beim Essen.

  245. Gesammelte Klappentexte in 15...
    Gesammelte Klappentexte in 15 Bänden. Mit ausführlicher Einleitung, Kommentar, Register, Konkordanzstellenzverzeichnis …

  246. Aus der beliebten Serie:...
    Aus der beliebten Serie: „Unterschätzte literarische Genres“. Zwischen Wahrheitsbejahung und Subjektverneinung in der flotten Einfalt des Gedreiers.

  247. Nächste Woche:...
    Nächste Woche: Buffetsmalltalkaufzeichnungen aus fünf Jahrzehnten.

  248. Nächste Woche:...
    Nächste Woche: Buffetsmalltalkaufzeichnungen aus fünf Jahrzehnten.

  249. @Krck01
    Oben und unten, das...

    @Krck01
    Oben und unten, das reicht nicht, da fehlt der Ort zur Selbstverortung, für den nunmal nur nie „Mitte“ in Frage kommt. Denn alle rechnen sich zur Mitte.

  250. Sehr geehrte Donna...
    Sehr geehrte Donna Laura!
    Vielen Dank für Ihre ausführliche Analyse. Die Antwort zu Ihren Fragen:
    .
    Feste haben im Leben meines Vaters immer eine große Rolle gespielt. Ich rufe ihn regelmäßig an. Wir reden seit Weihnachten über seinen Geburtstag. Aber – wie schon gesagt – er hat ein sehr schlechtes Kurzzeitgedächtnis. Selbstverständlich habe ich mit meinem Vater vorher über meinen Vorschlag geredet, einschließlich der Gästeliste. Er wollte noch die Kinder der Partnerin meines jüngeren Bruders einladen. Aber das wäre selbst am ausgezogenen Esstisch eng geworden.
    .
    Ich wusste von der Mutter meiner Neffen, die im Haus meines Vaters wohnt, dass mein jüngerer Bruder meinen Vater zum Osterlamm am Sonntag eingeladen hatte. Ich wusste nicht, dass dieses Mittagessen als ‘Familienfest zu Vaters Geburtstag’ gilt. Ich hatte die Einladung zum sonntäglichen Osterfest für eine Selbstverständlichkeit des Osterbrauchs gehalten. Schließlich wohnt mein jüngerer Bruder nur 5 km vom Haus meines Vaters entfernt. (Ich dagegen 450km). Eigentlich hatte ich gerade deswegen gedacht, dass es nett wäre, wenn zu seinem Geburtstag alle zu ihm kommen und an dem ihm vertrauen Tisch mit dem Familiensilber und dem Porzellan seiner verstorbenen Frau speisen. Ich zelebriere immer ein gepflegtes Abendessen mit ihm, wenn ich da bin.
    .
    Wenn ich überhaupt komme, werde ich auch ein gepflegtes Abendessen bereiten. Erstens esse ich selbst gerne gut und zweitens können mein Vater und ich uns auch ganz alleine gut unterhalten. Immerhin kennen wir uns schon sehr lange und haben uns immer etwas zu erzählen.
    .
    Was die Gäste betrifft, die zum Empfang kommen, gehe ich davon aus, dass die Honoratioren der Stadt entweder selber erscheinen oder – wenn sie verreist sind – Ersatz schicken. Mein Vater war jahrelang Stadtverordneter, CDU Vorsitzender, Ortsvorsteher, im Kirchenvorstand und in diversen Vereinen.
    .
    Wir hatten Streit um die Erbschaft meiner Mutter. Aber das ist jetzt schon einige Zeit her und seither waren wir an Geburtstagen meines Vaters immer friedlich zusammen am Tisch – allerdings fanden diese Mahlzeiten bisher auf neutralem Boden im besten Restaurant der Stadt statt.

  251. Entweder hat "man" (S....
    Entweder hat „man“ (S. näheres bei Heidegger) es an der Blase oder aber, meist zuerst, an den Nieren. Hinweis: Man soll ein krankes Nierenbecken nicht mit zu kalten Bieren necken. Bekanntlich hängt beides wiederum in weiterem Sinne (masc.) mit der Prostata, südlich des Abdomens gelegen, zusammen. Sie müssen mal sehen, wie ehemals stramme Burchen, leicht gebückt und etwas gekrümmt an den Schaufenstern entlang schleichen. Dann wissen´Se Bescheid. Das wäre auch noch eppis, neben der Demenz, die „Prostata“ als literarisches Thema. Altenliteratur versus Jungenliteratur. Reife und so. S. auch unter: Die Altenkohorte by F. Schirrmacher.

  252. Der Begriif...
    Der Begriif >Identität>Selbstfindung<. Huch ja! DA LANDEN sIE UNVERMEIDLICH BEIE

  253. Als ob wir Heidegger wegen...
    Als ob wir Heidegger wegen seines Nazitums und nicht wegen seines Obskurantismusses abgelehnt hätten.

  254. HM555@: Bisher war es nur eine...
    HM555@: Bisher war es nur eine diffuse Ahnung. Aber jetzt ist es allen anderen und mir zur Gewissheit geworden. Mit Ihnen hatte der nette Herr Don Alphonso keinen Fehlgriff getan. Ich wusste, Sie würden noch zur wahren Größe sich entfalten. Weiter so. Geben Sie ringsherum Kasalla. Die Menschheit lechzt danach.
    Und denken Sie mal drüber nach: Dreissig Jahre rütteln am Gestell und kein Weiterkommen. Einfach Drumherumgehen kann helfen.

  255. Ein wichtiges Buch, das mich...
    Ein wichtiges Buch, das mich mal in einem Antiquariat „ansprang“ war:
    „Im Vertrauen“ Briefwechsel zw. H.Arendt und M.McCarthy.
    Darin erlebt man eine witzige, schnippische Hannah Arendt;
    dadurch konnte ich mich auf ihre Art zu Denken –
    alles mit einem Warum zu hinterfragen – gut einlassen.
    Ein weiterer Briefwechsel – mit ihrem Mann Heinrich Blücher
    ist eine reine Lese-Freude!
    Hannah Arendt beklagte in einem Brief an Jaspers, die Infamie von Adorno, sich hinter dem Namen seiner italienischen Mutter versteckt zu haben, statt zum Namen seines Vaters Wiesengrund zu stehen. (wird auch anders betrachtet, jaja, aber das ist doch interessant!)
    .
    Über Briefwechsel kann man (ich) dann „Werke“ , welche ja auch
    die eigene Zunft beeindrucken sollen, als Laie besser verstehen.
    .
    Dagegen der Briefwechsel Heideggers mit seiner Ehe-Frau,
    ha, grotesk, also nee…

  256. nun, liebe Der Tiger, wenn...
    nun, liebe Der Tiger, wenn also sowohl der empfang im hause ihres bruders und das essen im hause ihres vaters – alles am 9. april – koordiniert werden könnten, wieso sollte man dies nicht versuchen.
    .
    das essen liesse sich sowohl mittags wie auch frühabends durchführen. je nachdem ob der empfang, zu dem sicherlich bereits die einladungen versandt worden sind, um 11 u oder 17 u stattfindet, so sollte man das essen legen, im ersten fall auf 17.30/18 u, im zweiten fall um 12/12.30 u.
    in jedem fall sollte sich ihr vater zwischen den terminen hinlegen, sonst wird durchzuhalten vermutlich schwierig für ihn werden.
    zudem hat ihr vater die gestaltungshoheit über seinen feiertag, da wird er wohl seinen sprösslingen mitteilen können, wie es ihm beliebt.
    .
    eventuell kann er sein gewicht in die wagschale des osterlamms werfen, so dass er darauf besteht, dass seine tochter und seine enkelinnen dabei sein müssen, weil er sonst beleidigt wäre und eigentlich lieber nicht käme. und ein beleidigter älterer vater, nein, das riskiert kein sohn, der noch halbwegs bei trost ist.
    .
    hoffentlich finden viele gäste noch eine übernachtungsmöglichkeit; ansonsten sind die gäste eben ein wenig andere.
    vielleicht finden sie sie noch einen überraschungsgast?
    .
    darf ich ihnen etwas raten? nun, ich tue es einfach: machen sie sich und ihrem vater den tag schön, gestalten sie ihn todsicher und einfach, doch raffiniert, oder lassen sie sich ein wenig die arbeit abnehmen, verbringen sie den tag nicht zu sehr in den küchendämpfen mit hektik und kollabierender sauce hollandaise. von einem erle(di)gten tiger hat kein mensch etwas…
    .
    berichten sie, wie es war?

  257. Und solang jede...
    Und solang jede Gelehrtengeneration genug eitle Schaumschläger hervorbringt, die sich mit ihr wichtig tun wollen, darf die Heidi niemals ruhen im Untodtnauberg. — Und der Bart wächst durch den Tisch.

  258. Und eben darum unvermeidlich...
    Und eben darum unvermeidlich —

  259. Darum ist ein heidifreier...
    Darum ist ein heidifreier Geistesalpinismus noch viel unmöglicher als ein vampirfreies Kinoprogramm.

  260. Sehr verehrte Donna Laura!...
    Sehr verehrte Donna Laura!
    .
    Vielen Dank für Ihren charmanten Ratschlag. Ich werde mich daran halten und Ihnen nachher berichten.
    .
    Mit sehr freundlichem Gruß
    Der Tiger

  261. Unvermeidlich wie der...
    Unvermeidlich wie der Klimawandel. Aber auch menschengemacht?

  262. Der...
    Der
    Eine Liebesgeschichte von Rang, zwischen einem US-Colonel und einer US-Rotkreuzschwester. Der Topos des Geschichtsromans: „30 Jahre vor 1940“.
    (Die Millionenmassaker der verdienten US-Generäle Dewey, Pershing u.a. (Indianerkriege) auf den Philippinen an der dortigen aufständischen Bevölkerung.)

  263. @ Foxrommel – Dann gibt es...
    @ Foxrommel – Dann gibt es noch den sfr subtilen Rettungsschirm, das Deutsch-Schweizer Steuerabkommen a la Schäuble: „Kein Abkommen wäre die denkbar schlechteste Lösung.“ Denkbar schlechteste Lösung für wen? Für die Besitzer dieser Konten? Wenn das Abkommen unterschrieben ist, können die Besitzer der diversen Schweizer Nummernkonten damit rechnen, dass sie vorläufig anonym bleiben.

  264. Das Genre von Wahlkampfparolen...
    Das Genre von Wahlkampfparolen harrt noch der lit-scient.-soclog. Aufarbeitung.:Gerade die überdeutliche Schärfe der Grenzziehung zur imaginären Mitte hin ist zu bedeutsam, als dass sie aus dem Auge verloren werden sollte. Es gibt allerdings keine Mitte als Menge sui generis. Diese ist lediglich ein Konstrukt von Wahlkampfstrategen und -innen. Nico Luhmann war da noch nicht so weit vorgedrungen. Man bedenke: Das Umfeld Münster, ebenfalls als solches und dessen Zeit (-umstände).

  265. Die Biographie: Der...
    Die Biographie: Der verschollene Bonner Diplomat F. Dräcker war ein Könner seines Fachs in seiner Zeit als Legationsrat im AA, weit vor dessen späteren Chefs G. W.. Er war der Erfinder des Rollgriffs.
    Seine Spezialität auf den fast täglich stattfindenden Cocktailpartys und Empfängen der dipl. Vertretungen: Am Buffet den großen Rollgriff vollsatt in das offenliegende Havannakistchen zu wagen und die reiche Beute im Smoking unauffälliig zu verteilen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Friedemann_Dr%C3%A4cker

  266. HansMeier555@:...
    HansMeier555@: Untodtnauberg-ha,ha, ha, ha, ha, ha, genial auch der Heidifreiergeistesalpinismus……Sagt ichs doch, Sie kommen gut rüber.
    .
    Der deutsche Nummer im Schweizer Bankensystem bedarf des unbedingten Artenschutzes.

  267. @Der Tiger
    Die Schweiz als...

    @Der Tiger
    Die Schweiz als sicherer Hafen ist seit langem ein Mythos, der von der
    Schweiz selber sehr gern am Leben gehalten würde – dazu dienen unter
    anderem die theatralischen Verhandlungsmarathons mit Berlin.
    Allein das Währungsrisiko!
    Es gibt sichere, renditeträchtigere und völlig legale Alternativen.

  268. Gibt es das schon: Eine...
    Gibt es das schon: Eine Schwarzwaldvampirserie?
    Dann wird es aber langsam Zeit…

  269. Eine Begabung/Förderer zu...
    Eine Begabung/Förderer zu haben ist keine Leistung.
    Mut zu haben, auch nicht.
    .
    Nichtwissen zu überwinden, es zu versuchen, ist Leistung
    Angst überwinden auch.
    .
    Distinktionsgebahren ist demotivierend.

  270. HansMeier555, in den...
    HansMeier555, in den Achtzigern gab es mal eine Serie mit Untoten, die den Schwarzwald unsicher machten.
    Statt Blut saugten Sie allerdings die kümmerlichen Reste von Hirnflüssigkeit – seltsamer- bzw. bezeichnenderweise ohne den geringsten Effekt.
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schwarzwaldklinik

  271. Ich glaube (woman's...
    Ich glaube (woman’s intuition), dass DA gerade dabei ist, einen neuen Beitrag zu schreiben.
    Was ist dafür das Notwendige – Inspiration oder Transpiration?

  272. @Krck01 (30. März 2012,...
    @Krck01 (30. März 2012, 12:01), es gehoert nicht zu den existentiell wichtigen Dingen, zu wissen wer oder was das ist.
    Ein ungefaehres Verstaendnis der Dampfmaschine allerdings ist immer hilfreich, denn nichts beschreibt ohne viele Worte das Leben an sich, als die Begrifflichkeit, dieses grossen schwarzen Loches, angesichts dessen wir uns mal eben ganz dumm stellen (H. Spoerl, deutscher Denker).

  273. Re Foxrommel um 14.56h
    Es gibt...

    Re Foxrommel um 14.56h
    Es gibt nur einige Kantonen in der Schweiz denen es immer wirklich gut geht –
    Zürich, Zug, Basel, Genf (erst seit ausländische Hedge Fonds massenweise dort angesiedelt sind), Schwyz, mit niedrigem Steuersatz, plus Roger Federer, doch wenig Infrastruktur- und FedererExpress wird bald nach Kanton ZH umziehen.
    Dank dem Finanzausgleichsystem werden die defizitären Kantonen über Wasser gehalten. In Zug muss man schaffen bis zum Umfallen …. Solidarität is what it’s all about.

  274. OT: Nachdem ich den Kommentar...
    OT: Nachdem ich den Kommentar von Frau Melanie Mühl gelesen habe weiß ich, dass es
    besser ist bis zur Bundestagswahl im Bett zu bleiben oder zumindest eine Decke über den Kopf zu ziehen.
    Kann jemand eine Burka entbehren?

  275. krck01
    die in dresden...

    krck01
    die in dresden bekannten politiker volker kutschke und dieter köstritz…

  276. Das politische Buch als...
    Das politische Buch als Vorausschau auf das Jahr 2013:
    Die Schweiz, CH, ist nur der Form halber noch ein völkerrechtliches Subjekt. De facto ist sie aufgeteilt in abhängige völkerrechtliche Objekte zwischen den geheimen Signatarmächten im Vertrag von Wildbad Kreuth (1. April 2008) als da sind Deutschland (die fette Beute Mittelland samt Zürich, Bern, Basel an die BRD, der französischsprachige Teil wurde samt Rhoneverlauf incl. der Sonderwirtschaftszone Lac Leman – Genf Frankreich zugesprochen, Graubünden und Tessin wurden angegliedert an Italien. Lichtenstein ging unter der Hand an Österreich. Die Konstitution, die Verwaltung, die Armee und die Bankenstruktur wurden aus Bequemlichkeit und allzu offensichtlichem gegenseitigem Interesseder Signatarmächte in ihrem Zustand belassen. Die Neutralität spielt seit langem schon keine Rolle mehr. Das Alpenreduit wurde einem internationalen Champignonanbau-konzern auf 99 Jahre mit fünef Jahren Verlängerungsoption verpachter. Die SBCFFist den Berliner Verkehrsbetrieben Abt. Straßenbahnen (BVB) für 1,00 E verkauft worden. Die ETH Zürich wurde in eine Fachhochschule umgewandelt.
    Die Geheimhaltung von Nummernkonten von Bürgern der Signatarmächten wurde um etliche Grade verschärft. Ein multilaterales Sonderabkommen mit der VR China
    ist schon längstens abgeschlossen und gegessen.

  277. Gabriele@: Liebe Gaby! So darf...
    Gabriele@: Liebe Gaby! So darf ich Sie doch nennen? Nichtwissen zu erwerben ist Angesichts der sog. Wissenslawine der einzige Ausweg um deren Wucht und Aufprall zu entgehen.
    S. auch das „große schwarze Loch“ unseres allseits hoch.geschätzten Mitkommentators Filou, welches er zur Besichtigung nur pro Pers.gegen eine gefüllte und versiegelte Flasche Calvados vom Feinsten gestattet. Kinder dürfen dieses wg. seinesihm innewohnenden Schreckens nicht besichtigen. Interessant die Abart des Meier´schen 555er Vampirs welcher dort nistet. Nicht zu verwechseln mit dem Schwarzwälder-Kirsch-Vampir.
    .
    Wo liegt Dresden?

  278. fionn@:Abwechselnd beides, wg....
    fionn@:Abwechselnd beides, wg. der kommunizierenden Röhren, in Tateinheit. Sie glauben nicht wie schwer ihm das von der Hand geht. Bei kärglichem Autoren-honorar. Was will man da machen? Wir bangen jedesmal aufs Neue um ihn. Ob es….

  279. HansMeier555, 30. März 2012,...
    HansMeier555, 30. März 2012, 06:02
    „Ich würde den Text damit anfangen wie ich in den Buchladen gehe und nach einem aktuellen Meisterwerk suche und mir die Klappentexte angucke, drin rumblättere, dann die Bedienung und Mitkunden frage etc. und sich dann schon zwischen Bestseller- und Esoterikregal ein netter Plausch ergibt. Können Sie mir was empfehlen?“
    Sie schauen also niemals fern. Gut, sehr gut, sparen Sie Strom, zum Teufel mit der Welt da draußen. Aber hören Sie wenigstens manchmal Ultrakurzwelle? –> Denis Scheck.

  280. Die Bayern haben Sissy, die...
    Die Bayern haben Sissy, die Schweizer haben Heidi, der Standort Pfullendorf/Meßkirch eben seinen Heidegger…

  281. Die Stadtpfarrkirche in...
    Die Stadtpfarrkirche in Meßkirch heißt übrigens St. Martin (Wikipedia). Wie sich doch alles fügt ins Da. Oder ins Un, je nachdem.

  282. "Das Kultur- und...
    „Das Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch umfasst das Heideggermuseum, das Oldtimermuseum und die Kreisgalerie“
    .
    Und nebenan kickt die C-Jugend nehme ich an.

  283. ... liegt nicht so schwer im...
    … liegt nicht so schwer im Magen wie Heidegger:
    der „Messkircher Katzendreck“.
    .
    http://www.cafebrecht.de/centix/de/cafe/katzendreck/geschichte.html

  284. Fast substanzloses Plaudern...
    Fast substanzloses Plaudern hat seinen Reiz,
    sicher,
    aber einige wissen eben nicht, daß man
    gelegentlich wieder etwas Substanz ergänzen
    muß, damit das Plaudern wieder Spaß macht.
    Meist diejenigen, welche das Substrat nicht
    identifizieren können.

  285. @Fritz
    .
    Danke für den Tip....

    @Fritz
    .
    Danke für den Tip. Nö, den Denis Scheck kannte ich nicht, und er kann normal reden. Ist aber auch kein Prof sondern einer der, wenn ich richtig sehe, sein Geld auf der Wildbahn als Übersetzer verdient.
    .
    Und die Spiegel-Bestsellerliste mit Rants zu zerpflücken ist so easy wie einen Elfer ohne Tormann zu verwandeln. Dafür brauch ich nicht das Radio anmachen.
    .
    Was fehlt ist jemand, der gute Werke erkennt und empfiehlt, die nicht auf irgendeiner blöden Bestsellerliste stehen. Vielleicht müsste man wirklich die Buchhändlerinnen fragen.
    .
    Nicht den Wissenden geben, sondern den Unwissenden, den Naivling, den Simplicissimus, der gar nix weiss und gern dumm fragt.

  286. @Fritz
    .
    Die WElt da draussen...

    @Fritz
    .
    Die WElt da draussen kommt im TV und Radio nicht vor. Das ist das fatale an den Medien, dass die Leute ihren eigenen Augen nicht mehr glauben.

  287. @Krck 30. März 2012,...
    @Krck 30. März 2012, 19:57
    Ich weiß…
    .
    Verdammt, es wird uns umbringen…
    .
    Und wenn Panik ausbricht, verfängt sich der Verstand, wie die Reißleine eines Fallschirms…
    .
    Sommerdiebe!

  288. Mein laienhaftes Suchen Denken...
    Mein laienhaftes Suchen Denken Erkennen
    (nicht verwechseln mit Volksempfinden, bittschön!)
    sagt mir :
    Heidegger ist – ohne Hannah Arendts
    mitdenkender kritischen Unterstützung – undenkbar.
    Ein Kotau vor dem sog. Heidegger-Denken ist also obsolet .
    Hatte nicht Sloterdijk vor Jahren sich auch schon niedergeworfen?
    In schwurbeliger Sprache versteht sich,
    damit Wissen ja nicht an den Plebs weiter gegeben wird.

  289. Foxrommel@: Das bitteschön...
    Foxrommel@: Das bitteschön liegt an Ihnen. „Bringen Sie sich ein“. Alles wird Ihnen durch sämtliche Substanzen und Instanzenzüge folgen. Wir würden auch gern alles „hinterfragen“.
    .
    Gerne verwende ich im Garten seit 30 Jahren Kalksubstrat, der Boden ist zu sauer.

  290. @Foxrommel – das...
    @Foxrommel – das substanzlose Plaudern ist halt genauso wie das Plaudern im Hörsaal, wenn der Professor verspätet ist. Ein echtes Gespräch anzufangen, lohnt sich nicht, denn alle rechnen damit, dass die Corrifee jeden Moment eintritt, und uns von seinen neusten italienischen Erlebnissen erzählt.

  291. Die beiden Untoten: Martin...
    Die beiden Untoten: Martin Heidegger und Carl Schmitt. Sie machen Seminare und Diskussionsforen sehr lebendig. Alle Teilnehmer stehen auf der richtigen Seite. Rufend: Baaaaah, wie konnte der nur.
    .
    Die Diskussion um MH in Frankreich 2006. Der aufgewirbelte Staub hat sich gelegt
    In den den Kellern des Historien- und Geistesturmbau wurden mittlerweile neuere Leichen entdeckt, exhumiert und einbalsamiert. Man denke nur an Vichy und den damaligen Staatssekretär F. Mitterand.

  292. Was halten Sie davon, mal ganz...
    Was halten Sie davon, mal ganz ährlich? Dreissig Jahre für uns und unsere Kinder: Wir haben immer monogam gelebt (das eine mal zählt nicht).

  293. @Foxrommel (Substanz /...
    @Foxrommel (Substanz / Substrat)
    … Hier möchte ich mit einem Woody-Allen-Zitat antworten:
    .
    „Mich erstaunen Leute, die das Universum begreifen wollen, wo es schwierig genug ist, in Chinatown zurechtzukommen.“

  294. Die Masse denkt halt, die...
    Die Masse denkt halt, die Masse machts.

  295. Wir filibustern nur noch,...
    Wir filibustern nur noch, Foxrommel, das dürfen Sie nicht ernst nehmen. Denn wir warten auf’s Christkind, äh, Don Alphonso, der seinen Pflichten nicht nachkommt.
    .
    „Das Kultur- und Museumszentrum Schloss Meßkirch umfasst das Heideggermuseum, das Oldtimermuseum und die Kreisgalerie“ HansMeier555, Sie haben eine Art, Sein und Zeit zur Kenntlichkeit zu entstellen, die mir manchmal Angst macht.
    .
    Filou, ich muß beim Leeren der Feuerzangenbowle denn doch mal den Lokalpatriotismus bemühen. Es war nicht Herr Spoerl allein, sondern auch Herr Reimann, der die letztgültige Weltinterpretation schuf, mit drei F.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Reimann_%28Autor%29

  296. Der Messkircher Katzendreck -...
    Der Messkircher Katzendreck – welch köstliches Sinnbildnis! Der Mensch ist, was er isst, sein Dasein bestimmt sein Bewusstsein (und damit auch seine Kunst).
    Dieser Konditor war scho a Hund… Chapeau.
    .
    Rouen scheint nicht weniger reizarm als Messkirch, und doch war es Wiege für das Opus eines Flaubert. Nicht der Ort ist also schuld daran, was man aus Raum und Zeit machen kann. Milieu erscheint immer wieder als willkommene, aber weit überzogene Exkulpation für Unvermögen.
    .
    Ob nun Literat, Philosoph oder Investmentbanker: keiner war je gezwungen zu tun, was er nicht (unter-)lassen wollte.
    .
    Idee für einen innovativen Literaturpreis: der güldene Kosakenzipfel. Natürlich als großes Kulturevent so in der Art wie Oscar oder Bambi, und natürlich mit fixen Abonnements wie in Bayreuth, kurz ein Muss und ein weiterer Ort, SdG zu treffen sowie wertvolle Kontakte oder gar freundschaftliche Bande zu pflegen zu Autoren wie z.B. Herrn Maschmeyer samt Gattin u.ä.

  297. @Krck01 – Finde ich gut,...
    @Krck01 – Finde ich gut, haben wir auch… aber ich glaube, dass man damit nicht mehr zum Mainstream gehört.

  298. Vom Militär lernen, heißt...
    Vom Militär lernen, heißt siegen lernen.
    A.) Die Stellung.
    Die Verteidigungsstellung. Die Angriffsstellung.
    Der Stellungswechsel. Die höhere Stellung. Die niedrige
    Stellung. Der Stellungskrieg. Und seine Positionen.
    Die verminte Stellung. Die Grabenstellung. Die passagere Stellung.
    Die Stellung und ihre Besatzung. Die abgesoffene Stellung. Die Frontstellung.
    Die Reservestellung. Die Auffangstellung. Die verlassene Stellung als Falle.
    Der Stellungskommandant und sein Stellvertreter. Die Habachtstellung. Das Stellungsvorfeld. Die Eroberung einer Stellung. Die Standardstellung. Die bevorzugte Stellung.
    Die Literatur über die verschiedenen Stellungsformen und deren Arten.

  299. @Krck01 09:13
    Also wirklich....

    @Krck01 09:13
    Also wirklich. Schmitt und Heidegger in einem Atemzug nennen. Ts ts. Als ob der Abstand zwischen beiden nicht größer sein könnte, in etwa so weit wie der begriffliche Abstand zwischen Substanz und Nichts.
    .
    Vielleicht ließe sich Heidegger aber retten. Indem man ihn so läse, wie man auch die Bibel oder Nietzsche lesen kann: als Poesie, nicht als Fachtexte.
    .
    @HM555 06:36, Sie hören vermutlich nur kein Deutschlandradio. Radio Eriwan meint: Grundsätzlich vermitteln Medien zwischen draußen und drinnen, in manchen Fällen stehen sie allerdings mitten im Weg.

  300. HM555@: Noch viiiel, viel...
    HM555@: Noch viiiel, viel schlimmer. Die Medien trauen ihren eigenen Leuten nicht mehr: Die gefakten Fakes.

  301. @ Foxrommel 30.3...
    @ Foxrommel 30.3 23.46h
    >>Fast substanzloses Plaudern hat seinen Reiz << But, auf amerikanisch, "Where's the beef?"

  302. Wenn Sie mich fragen, dann...
    Wenn Sie mich fragen, dann verdanken Schmitt und Heidegger ihre heute Beachtung ausschliesslich ihres Nazitums.
    Das macht sie „dämonisch“, „faszinierend“.
    Was soll man sagen, wir leben im Lande Fausts.

  303. Und worin bestand die...
    Und worin bestand die wissenschaftliche Leistung vom Dr. Faust?
    Na sehen Sie.

  304. @E.R. Binvonhier 30.03.2012,...
    @E.R. Binvonhier 30.03.2012, 16:47
    Zur Burka: Es gibt Momente, da wünscht man sich in der Tat eine. Mir scheint aber, Frau Gesine Schwan und ihre Brieffreundinnen haben alle schon welche, so zurückgeblieben wie sie sich sogar öffentlich geben.
    .
    Ich schwanke hin und her: Burkaverbot ja oder nein? Man müsste das von Fall zu Fall entscheiden dürfen, denke ich.
    .
    Gibt es Burkas mit integriertem Knebel? Um Missverständnissen vorzubeugen: mir geht es rein um den optimalen Schutz der Schicklichkeit, um Minima aesthetica im öffentlichen Raum gleichsam.

  305. "Nicht den Wissenden geben,...
    „Nicht den Wissenden geben, sondern den Unwissenden, den Naivling, den Simplicissimus, der gar nix weiss und gern dumm fragt.“ HansMeier555 (06:18)
    Dies wäre auch ein guter Ansatz für die Blogthemen Literatur, Musik, Wein und Film. Geschichten aus dem Off, Hintergründe und Abgründe, für Nichtkenner be- und geschrieben.

  306. Rilke lesen statt Heidegger...
    Rilke lesen statt Heidegger oder Sloterdijk wäre meine persönliche Empfehlung an alle, mit denen ich es gut meinte.

  307. Also....verehrter HM555...
    Also….verehrter HM555
    Zitat: „Nicht den Wissenden geben, sondern den Unwissenden,
    den Naivling, den Simplicissimus, der gar nix weiss und gern dumm fragt“
    Ich schätze mal,
    dass Sie von der klugen Buchhändlerin sofort das Kinderbuch
    – Pip und Posy, wenn Maus und Hase sagen: Das macht doch nichts –
    in die Hand gedrückt bekommen.
    Anfang wird Ende.
    Das pure Glück.
    Sie wissen es.

  308. Schweizer Behörden ermitteln...
    Schweizer Behörden ermitteln gegen deutsche Steuerfahnder wegen Beihilfe zur Wirtschaftsspionage:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,824943,00.html
    .
    Es wäre an der Zeit, einmal den Schweizer Botschafter einzubestellen. Im übrigen meine ich, das bilaterale Steuerabkommen bedarf dringend einer Revision.

  309. DIE große geistige und...
    DIE große geistige und planerische Herausforderung der globalisierten Weltzivilisation.
    DAS MUSEUMMUSEUM.
    Machen Sie mit bei dem großen Ideenwettbewerb des Europäischen Nationen-Partnerschaftsverbandes. Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Vereinigten EU-Brandmauer-Maurerkolonne. Motto: „Wer hoch wagt, der darf“.

  310. Die Weichenstellung. (Was...
    Die Weichenstellung. (Was immer man unter diesem Kunststück verstehen mag. Frau C. Roth von den Grünen weiß es).

  311. "Nicht den Wissenden geben,...
    „Nicht den Wissenden geben, sondern den Unwissenden, den Naivling, den Simplicissimus, der gern dumm fragt.“
    .
    HansMeier555, damit kommt man überall recht weit; es sei denn, man gerät an echte
    Dumpfbacken und das passiert häufiger als man denkt.

  312. ...und der Umgang mit...
    …und der Umgang mit Dumpfbacken erfordert dann ein großes Maß an Selbstbeherrschung – Aufklärung und die Forderung nach Differenzierung sind dann zwecklos.

  313. ...man hat dann ihre...
    …man hat dann ihre Sicherheit erschüttert und das verzeihen sie nie.

  314. Aber Hallöchen, man(!) zeigt...
    Aber Hallöchen, man(!) zeigt wieder Humor.
    .
    E.R.Bvh:…..dass, meine Liebe (mein Lieber), gehört nicht zu meinem Fachgebiet. Im Übrigen verweise ich auf meine Zitation in der neuesten englischen und mongoloid-polynesischen Ausgabe der….

  315. @whatcrisis - Danke für den...
    @whatcrisis – Danke für den Link! Besonders interessant finde ich diesen Hinweis:
    .
    „Schäuble wies darauf hin, dass sich bei der Verabschiedung des Abkommens derartige Vorfälle vermeiden ließen. Denn darin werde geregelt, dass die Schweiz Deutsche nicht mehr wegen des Ankaufs von Datensammlungen strafrechtlich verfolge.”

  316. Was Sie immer schon wissen...
    Was Sie immer schon wissen wollten: Es gibt an sich keine dummen Fragen, sondern nur noch, die Frage um ein Weites übersteigend, dümmere Antworten.
    .
    Die Hl. Inquisition war immer fein raus. Gequält, gefoltert hatten lediglich die weltlichen Vollzugsorgane. Man (!) wird doch noch fragen dürfen.
    .
    Alle Kreter lügen.

  317. Zu Schäuble:

    Jaja...
    Zu Schäuble:
    Jaja *abwink*
    Mittels völliger Transparenz Schweizer Bankdaten ließen sich noch viel mehr unangenehme Vorfälle von organisierter Beihilfe zur Steuerhinterziehung vermeiden!
    .
    Man stelle sich einmal vor, der deutsche Fiskus würde alle Schweizer per Haftbefehl kassieren lassen, die Beihilfe zu Steuerflucht geleistet haben. Die schönsten und reichsten Kantone – entvölkert!

  318. @whatcrisis – aber...
    @whatcrisis – aber einschließlich der Geschäftsleitung, die sich das per Powerpoint als Businessplan von ihren Managern verkaufen ließen!

  319. @Foxrommel - 31. März 2012,...
    @Foxrommel – 31. März 2012, 10:19
    Genau so ist es!

  320. @fionn - 30. März 2012,...
    @fionn – 30. März 2012, 17:11
    Das ist leider etwas, was die Deutschen nie begreifen (wollen) – die
    Schweiz ist insgesamt gesehen ein solidarisches, soziales Land, und
    erreicht wurde das, indem die Verschwendung abgeschafft wurde
    (mittels Volksabstimmung).
    Soweit wird es bei uns nie kommen – nein, wir wollen auch noch
    andere Länder beglücken (wobei wir wieder beim Thema wären,
    siehe ganz oben).
    Die meisten Deutschen sind eben nicht via Fakten, Fakten, Fakten
    zugänglich, sondern nur durch Träume und Ideale.
    Im Kanton Zug arbeitet man nur für die Miete/Hypothek.
    Normale Arbeitnehmer sollten sich einen anderen Kanton
    aussuchen (und das ist ja wohl auch die Absicht dahinter).

  321. Wie wär's damit?...
    Wie wär’s damit?
    http://www.verfassungsbeschwerde.eu/
    Immerhin ein Anfang…

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