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Wenn Diener für die Herren wählen

07.05.2012, 10:02 Uhr  ·  Hier ist Sarkozy noch der wahre Mann des Volkes: In Südfrankreich wissen die Armen genau, was sie von ihren Reichen haben.

Von

Hau ab, du Trottel!
Nicolas Sarkozy

Ich verlasse Monaco, was hier, genau genommen, bedeutet, dass ich mit meinem verbeulten Fiat zwischen einem russischen Spyker und einem als Rolls Royce verkleideten BMW hindurch die Hoteleinfahrt hinunterrolle und rechts abbiege. Schon bin ich in Frankreich. Und sofort zeigt sich die Verbitterung der hier lebenden Menschen über die Härten der Politik:

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Früher sagte man, der Erfolg der Rechten im Süden hätte viel mit den hier tätigen Konglomeraten aus Politik, Wirtschaft und anderen Bevorzugten zu tun, von denen man zumindest in Deutschland weitaus weniger hört, als von der sizilianischen Mafia. Dieses System würde schon wissen, wie man die Leute unabhängig vom Einkommen dazu bringt, die Kreuze an jenen Stellen zu machen, wo es den Angehörigen des Systems etwas bringt. Allerdings komme ich frisch aus Monaco, jenem kleinen Staat, wo die sozialen Unterschiede noch etwas grösser als andernorts sind, und muss sagen: So sicher bin ich mir da gar nicht. Vielleicht sind die Wähler ja auch nur klug genug, sich für eine Entscheidung, die sie ohnehin treffen würden, von den Profitierenden freundlich behandeln zu lassen. Die letzten Tage in Monte Carlo und in Südfrankreich haben mich da nämlich ein wenig klüger in Fragen von Heil und Unheil werden lassen.

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Denn Sarkozy hat durchaus Anhänger. Dass die Reichen auf seiner Seite sind, ist keine Überraschung: Sarkozy hat es nie an Belegen fehlen lassen, dass er sich an ihrer Seite einfinden möchte, sei es bei einer luxuriösen Feier zu seinem Wahlsieg, sei es beim Urlaub bei vermögenden Freunden, sei es bei seinem Plan, missliebige Gestalten ohne Möglichkeit, die Geschicke seiner Partei finanziell zu fördern, von der Strasse kärchern zu lassen. Dass er sich nicht nur als Führer eines starken Frankreichs, sondern auch als Freund der starken Franzosen sieht, daran wird kaum jemand hinter Stacheldraht und Alarmanlage zweifeln. Davor wird das nicht anders gesehen, die Leute sind ja nicht dumm. Viele wählen ihn trotzdem. Denn es ist ja nicht so, dass es ihnen unter den Reichen schlecht gehen würde.

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Das fängt beim Müll der Reichen an, den sie mitunter wenig stilvoll sogar in Hotelfluren hinterlassen, trotz Videoüberwachung. Vermutlich gibt es auf diesem nur so mittelschönen Erdenrund niemanden, der gern und freiwillig anderer Leute Dreck wegräumt, aber hier ist das ein Beruf, und dieser Beruf umfasst nun mal Müll, den es so andernorts kaum geben dürfte. Die Verursacher dieses Systems machen sich vermutlich keine Vorstellung davon, wie wenig erfreulich Müll an anderen Orten sein kann. Es ist nun einmal so, dass mit der Klasse auch die Qualität des Mülls abnimmt, wie man feststellen kann, wenn man die Schritte des Abendspaziergangs zu einem  einem Schnellrestaurant lenkt, und dort die überquellenden Abfalleimer betrachtet. Man muss schon ziemlich weit oben in der Hierarchie stehen, um zu glauben, Müll sei Müll. Im täglichen Umgang mit dieser Sache gibt es Ecken, die erfreulicher als andere sind.

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Für mich, das gebe ich ehrlich zu, ist der Kult rund um Yachten eher eine Art Beispiel dafür, wie Vermögende andere zu Sisyphusarbeiten verurteilen: Zumeist liegen diese Spielzeuge im Hafen, verursachen Kosten, und werden auch bei Nichtbenutzung von einer grösseren Menge an Mitarbeitern – oder hier besser, Fürarbeitern – in Schuss gehalten. Geputzt, gescheuert, poliert, damit auch wirklich alles blitzt und glänzt, wenn der Besitzer ein paar Stunden zum Sonnenbad auf das Meer fahren möchte. Was, wie man hier sieht, nicht oft der Fall ist. All die Mühe, all die Arbeit, all die Leistung, reichlich sinnlos. Aber ist sie deshalb unangenehm, und möchte man deshalb, dass der Besitzer mit 70% besteuert wird, wenn man hier arbeitet? Mit 70% Steuern, wie von Hollande versprochen, wird hier manche Yacht schnell ein zu teures Vergnügen, denn Franzosen werden auch in Monaco besteuert. Und so viele Luxusyachten an dieser hübschen Hafenpromenade gibt es auch nicht, dass dann alle Mitarbeiter neue Arbeitsplätze finden. Die christliche Seefahrt hat viele unerfreulichere Arbeitsplätze, als am Tau von Monaco zu schaukeln.

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Was ich aus Monaco – neben einer Parkplatzrechnung über 60 Euro und einem Badequietschseepferdchen – mitnehme, ist die Erkenntnis, dass hier niemand erkennbar darüber nachdenkt, wie er all die sozialen Abgründe zu den Reichen überwinden könnte. Das geht nicht, das dürfte allen wohl bewusst sein, damit hat man sich hier abgefunden. Die Sorge ist nicht der ausbleibende Aufstieg. Die Angst ist vielmehr, dass die Zeiten für Reiche härter werden könnten, dass sich das goldene Zeitalter der Umverteilung eintrübt, und damit die Elite der Beihelfer, die unter der gleichen Sonne am gleichen Strand wie die Elite weilt, weniger generös behandelt wird. Wenn niemand bei der Kundschaft auf das Kleingeld achtet, weil es von den Machthabern ohnehin zugewiesen wird, werden hier auch die Barmänner ihren Freundinnen Luxustaschen schenken können. Wenn die Kundschaft jedoch den weicheisernen Griff der Sozialisten an der finanziellen Gurgel spürt, wird vielleicht doch eher das Doppelzimmer als die Suite gebucht. Am nächsten Morgen müssen in der Bar weniger Champagnerflaschen nachgefüllt werden.

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Die Entkoppelung der Schichten, die Undenkbarkeit der sozialen Mobilität nach Oben richtet den Blick zwangsläufig allein auf die Frage, wie es Unten weitergehen wird. Braucht man dann noch Leute, die alle halbe Stunde einen Ferrari in die Garage fahren, jedes Jahr ein neues Schild, das befestigt werden muss, einen Anstreicher, der sich in der salzigen Seeluft vor Aufträgen bislang nicht retten kann, fünf Damen am Empfang und all die hilfreichen Geister, die dem Besucher jede Anstrengung gerne abnehmen? Für diese Reichen unter den Armen, für die Oberschicht der Dienenden ist Hollande, ist jede Änderung der Umverteilung eine existenzielle Gefahr. Vermutlich machen sie sich wenig Illusionen, was sein wird, wenn man sie hier nicht mehr benötigt. Und wo sie dann landen werden. In Menton, Nizza, Vintimiglia, Imperia, die ganze Küste bis nach Genua hinunter gibt es überall das gleiche Problem mit dem volatilen Luxus. Man hat so viele Menschen dafür gebraucht, man hat so viele hier ahnen lassen, wie schön es sein kann, man hat so viele in die Nähe des Glücks und der Zufriedenheit gebracht, und manch eine, so hört man, schafft sogar den Aufstieg und eine formidable Karriere. „Soziale Gerechtigkeit“  verliert schnell jeden Reiz, wenn man dafür erst einmal sozial absteigen muss. So eine Yacht kann in ein paar Tagen zu einem Steuerparadies in der Karibik auslaufen. Die anderen müssen hier bleiben.

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Sie sind natürlich unersetzlich, das alles wäre ohne sie nicht möglich, aber sie sind es nur als Struktur, als funktionierendes System der Beihilfe für ein schönes Leben. Dieses System gibt es überall, es kann global redupliziert werden. Wenn nur genug Reiche da sind, sieht es überall nach ein paar Jahren genauso aus, und wie es für die Zurückbleibenden in von den Reichen verlassenen Regionen aussieht, kann man auf dem Weg nach Genua betrachten. Dort mehren sich die Hotelruinen, dort werden die Strassen rissig, dort bröckelt der Putz, und die alte Grösse der mondänen Badeorte ist vor allem alt. Die Sonne scheint auch hier natürlich für alle, egal wen sie wählen, und wenn man auf das Meer blickt, vergisst man vieles. Aber in der Wahlkabine ist kein Meer und keine Sonne, sondern nur die Frage, wie es weitergehen soll. Am besten so, wie es bisher war, sagen sich viele. Und beschmieren den Hollande, während der Sarkozy auch als Verlierer immer noch auf das blaue Meer schaut, wie man das hier gerne tut. Hier ist nicht derjenige der Mann des Volkes, der höhere Steuern verspricht, sondern der andere, der weiss, wem er zu dienen hat.

 
 

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (149)
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Man hatte es bereits vor den...

Man hatte es bereits vor den Wahlen geahnt: . http://www.dailymail.co.uk/news/article-2139537/French-Greek-elections-spark-property-boom-London-rich-buyers-flood-UK-escape-euro-crisis.html?ito=feeds-newsxml . Wird nun GB erbluehen?

0 donalphonso 07.05.2012, 10:36 Uhr

Bevor England erblüht,...

Bevor England erblüht, erblüht Kalabrien. Der Londoner Immobilienmarkt ist etwas ganz anderes als England, das ist reine Spekulation.

0 E.R. Binvonhier 07.05.2012, 10:59 Uhr

"Wird nun GB erbluehen?" . Ja,...

"Wird nun GB erbluehen?" . Ja, und die USA! . Wenn der zu verteilende Kuchen kleiner wird, verlieren die Platzhirsche mit dem größten Kuchenstück überproportional, wenn sie ihren Marktanteil nicht wenigstens ebenso überproportional steigern können. . Daran arbeitet auch Herr Obama.

Lieber Don, wenn Sie in Genua...

Lieber Don, wenn Sie in Genua waren, kennen Sie es wahrscheinlich schon... kann ich ansonsten für den Rückweg nur empfehlen! http://www.mein-italien.info/landschaften/camogli.htm

0 mediensegler 07.05.2012, 11:08 Uhr

Gebt den Bankern höhere Boni,...

Gebt den Bankern höhere Boni, es fallen schon genügend Brotkrumen für euch ab. Ich empfinde das als leicht zynisch, lieber Don. . Hier was für Leute mit Berlinaversion. http://www.tagesspiegel.de/berlin/platz-da-am-kotti-gibt-es-vor-allem-das-gentrifizierungsproblem/6569016-2.html Was bitte ist ein Biodeutscher.

0 E.R. Binvonhier 07.05.2012, 11:21 Uhr

Einzige Gewinner sind die...

Einzige Gewinner sind die Newcomer mit einem starken Marktauftritt, die nur den kleinen Kuchen kennen. Da könnte es Herrn Hollande wie den Piraten gehen.

0 donalphonso 07.05.2012, 11:47 Uhr

E.R. Binvonhier, im Süden...

E.R. Binvonhier, im Süden hofft man wohl, dass sich das alles schon einrenken wird, zumal Sarkozy auch nur knapp verloren hat, und niemand ernsthaft dort die Rechtsextremisten stärken will, . Mediensegler, ich habe ja durchaus mit Leuten geredet, die sehen das wirklich so. In Nizza schaffte Sarkozy das letzte mal eine 2/3-Mehrheit - und das geht nur, wenn die grosse Mehrheit an solche Geschichten glaubt.

0 donalphonso 07.05.2012, 11:49 Uhr

muscat, danke, aber in savona...

muscat, danke, aber in savona hat dann der Himmel zugezogen, und ich bin lieber über eine kleine Bergstrasse zurück nach Mantua. Aber ich habe auch noch Tonnen von Bildern von der Blumenriviera.

Ja, und? Was würden...

Ja, und? Was würden außerdem ein paar Boote weniger bei dem dort angehäuften Reichtum ausmachen? Deswegen bricht ja nicht gleich die Welt zusammen. Dazu kommt, daß M. Hollande hinter M. Sarkozy erst mal aufräumen muß, dann wollen wir sehen, ob er mit der Besteuerung der Reichen auch nur ansatzweise Ernst macht.

0 E.R. Binvonhier 07.05.2012, 12:02 Uhr

Werter D.A. da wird dem Süden...

Werter D.A. da wird dem Süden nichts anderes übrig bleiben, als an der Herstellung größerer Kuchen zu arbeiten :-)

Wenn die Herren für die...

Wenn die Herren für die Diener sorgen, ist dagagen ja auch gar nichts zu sagen, dann ist die gute, alte Ordnung wiederhergestellt, und alle sind an ihrem Platz aufgehoben.

0 Der Tiger 07.05.2012, 12:43 Uhr

Ich finde die Logik der Diener...

Ich finde die Logik der Diener von Cannes und Umgebung sehr verständlich. Die erwarteten Einnahmen der auf 70% erhöhten Einkommenssteuer wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht dazu genutzt, ihnen neue Arbeitsplätze zu verschaffen. Außerdem kennen sie die Reichen aus erster Hand und wissen, dass die abziehen, wenn man damit droht, ihnen ihr Smokinghemd auszuziehen.

Werter Don, treffend...

Werter Don, treffend beschrieben! An jeder Enklave des Reichtums hägen hunderte wenn nicht tausende von Arbeitsplätzen der Feinkostläden, Spezialitäten- bäckereien.-metzgereien, etc. und Handwerkern und, und, und... Umverteilung geht gar nicht so leicht! Gruß FS

Meyer555 krank?...

Meyer555 krank?

Sarkozy zieht sich von der...

Sarkozy zieht sich von der Politik zurück (hat TF1 TV gestern berichtet). Normalerweise wandern super-reiche FranzosInnen nach Genf aus - man erwartet ca. 2'000 post-Hollande. Die Araber und die Russen, Usbeks usw gehen lieber nach London (Sin City). Relativ leer bleiben (doch wie lang noch?) ein paar CH-Kantone wie Obwalden Nidwalden Glarus und Uri.....

0 donalphonso 07.05.2012, 13:09 Uhr

Genf? Da würde ich mich eher...

Genf? Da würde ich mich eher aufhängen. . FS, jede Umverteilung hinterlässt Opfer, und noch mehr, die sich so fühlen.

also gerade im Winter, wenn...

also gerade im Winter, wenn kein Tourist die Aussicht auf Einheimische verstellt schaun die schoo a bisserl abgekämpft und ausgelaugt aus... Aber wenn man in München genauer hinschaut, mehren sich diese Eindrücke auch in Monaco di Bavaria...

Das erinnert mich doch stark...

Das erinnert mich doch stark an die ganze Argumentation rund um den Trickle-Down Effekt, der sich empirisch halt leider doch nicht zeigt vgl. nur die Aussagen von Buffett (http://egghat.tumblr.com/post/3178258644/buffett-trickle-down-thoerie-gescheitert oder http://www.heise.de/tp/artikel/33/33706/1.html) Vergnügen

0 aristius fuscus 07.05.2012, 13:13 Uhr

Es mag schon sein, dass die...

Es mag schon sein, dass die Diener in diesen Fragen zu ihren Herren stehen, aber kommt es auf diese Lakaienseelen wirklich an? Die Jakobiner haben die Diener zusammen mit den Herren aufs Schafott geschickt, und ich kann nicht sagen, dass ich sie deswegen tadle.

0 diktionaftis 07.05.2012, 13:24 Uhr

Aber Uri hört sich nicht nur...

Aber Uri hört sich nicht nur urig an, man wär auch Ruckch-Zuckch in Italien ...

Wenn Glauben und Wirklichkeit...

Wenn Glauben und Wirklichkeit zusammenfallen, nennt man das Realismus. Etwas elaborierter: Solange wir eine Wirtschaft haben, die von Güterknappheit gekennzeichnet ist (keine direkte Energie-Materie-Umwandlung), werden wir Reiche haben. Diese Reichen sind mobil und fluchtfähig, die Gesellschaft kann sie also nur bis zu einer gewissen Grenze vergemeinschaften. Wird die Grenze überschritten, geht es tatsächlich allen schlechter 8aus dem grunde musste z.B. Schweden seine damals irre nahezu 100% Besteuerung von Millionären vor einigen Jahren drastisch reformieren. Es steht jedem frei, sich über die Existenz von Armen und Reichen aufzuregen. Ebenso darüber, dass die Reichen gemeinerweise genauso egoistisch sind, wie die Mehrheit der Menschen. Und es steht jedem frei, die realität zu ignorieren udn zu glauben, man könne die Reichen doch zwangvergemeinschaften. Konnte man nie, kann man nicht und wird man auch morgen nicht können. Mit ziemlicher Sicherheit allerdings wird die Debatte, wieweit und in welchem Ausmass man Individuen zwingen kann, zur Gemeinschaft beizutragen, auch die "Reichen"frage überleben. Weil Marx mit seinen kapitalisten und Proletariern letztlich nur den Spezialfall eines weit umfassenderen Streites benannt hat: Den der in einem bestimmten Umfeld plus/minus 1% Herausragenden gegen alle anderen Menschen. Alle anderen möchten, dass die 1% Ihre Leistungsfähigkeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Und die 1% möchten das nicht. Würden sich morgen, was durchaus möglich ist, alle materiellen Probleme erledigen, würde sich dieser Kampf nur verlagern. Weil man z.B. feststellen würde, dass manche (wenige) Menschen eine besondere Befähigung haben, andere zu ihren individuellen Höchstleistungen zu führen. Und wieder würde man sich darum streiten, wieweit man die 1% dazu zwingen kann, darf und muss. Zurück zum Blogbeitrag - die vom Don beschriebenen Wähler verhalten sich absolut vernünftig. Sie wären nur dann (!) unvernünftig, wenn es eine hinreichende Chance gäbe, einen Grossteil von ihnen ebenfalls reich zu machen, unter einer anderen Führung. Eine blitzschnelle Verteilungsrechnung ergibt eineindeutig, dass man das nicht kann, selbst wenn man morgen alle Multimillionäre enteignet. Gruss, Thorsten Haupts

0 Foersterliesel 07.05.2012, 13:32 Uhr

tja, trickle down, hat...

tja, trickle down, hat Kommentator Jonas schon erwähnt, wobei ich da des Tigers Sicht zustimme. (Trickle down wird ja bei uns immer im Zusammenhang mit Kulturförderung und Salzburger Festspielen beredet, da tendier ich dann eher zu Jonas) Schade daß die reichen Italiener und Franzosen nicht zu uns kommen, auch die mittelständischen italienischen Touristen bleiben aus und die mondänen Araber bevorzugen auch München. Uns bleibt was zu nebbich für London ist.

0 diktionaftis 07.05.2012, 13:35 Uhr

Oi! Gewalt geschrien, aristius...

Oi! Gewalt geschrien, aristius fuscus! Die Thermidorianer kommen! . http://www.thermidor.de/

Hier in Spanien sagt man: del...

Hier in Spanien sagt man: del dicho al hecho es un largo trecho. Man kann auch so sagen: Wann wurde schon mal das annaehernd umgesetzt, was vor Wahlen versprochen wurde? Eben.

@ DA 14.09h Re Müll. Ich...

@ DA 14.09h Re Müll. Ich wusste gar nicht, dass Sie sich für Müll so sehr interessieren. Nur zu Ihrer Info: Bei einem Besuch in der Stadt Zug (CH) hat sich Prinz Charles persönlich über die äusserst umweltfreundliche Entsorgung von Müll, Paper usw informieren lassen.

ThorHa, "Würden sich morgen,...

ThorHa, "Würden sich morgen, was durchaus möglich ist, alle materiellen Probleme erledigen, würde sich dieser Kampf nur verlagern." Ganz recht, es ist durchaus möglich, aber Sie müssten nun Ihren vorherigen Satz wiederholen: "...die 1% möchten das nicht." Genau deswegen sollten Kapitaleinkünfte (leistungslose Einkommen erst recht) genauso wie Arbeitseinkommen besteuert werden, was derzeit jedoch leider nicht passiert. Wer nun mit dem Schlagwort Enteignung aufwartet, der möge bitte zumindest die Externalisierungseffekte, welche (auch) von Vermögenden erzeugt werden, nicht unter den Tisch fallen lassen. Über die anderen ungelegten Eier könnte man sich dann hinterher sehr viel entspannter Gedanken machen.

Madame wirkt leicht...

Madame wirkt leicht nervös http://oe1.orf.at/static/uimg/23/71/237170c357672ff160feae1ff06e7e2d1c5927a8.jpg

Im monegassischen Gürtel ist...

Im monegassischen Gürtel ist es wahrscheinlich wie in den DOTs und DOMs: Patrons wählen dort eisern Sarkozy ("damit man weiter in Ruhe arbeiten kann") und verstehn die deutsche Sorge vor der Gefahr einer europäischen Veramerikanisierung durch Merkozy gar nicht, alle anderen wählen Hollande. Mit "Casse-toi, pauv con" hat er sich ein schönes Denkmal gesetzt...

Korrektur Dotcomtod.. ich...

Korrektur Dotcomtod.. ich meinte natürlich DOMs und TOMs

0 Der Tiger 07.05.2012, 15:20 Uhr

@ThorHa – Es sind nicht nur...

@ThorHa – Es sind nicht nur diejenigen, die in der Lage sind, andere zu Höchstleistungen zu bringen, sondern es betrifft auch diejenigen, die originale Ideen haben. Ich habe ein paar interessante Beispiele aus dem ehemaligen Ossiland kennengelernt: (1) einen Computerfachmann, der frustriert war, zu wissen was (im Westen) technisch möglich war, aber selbst immer nur popelige Lösungen bauen konnte. Irgendwann fing er dann an, sein Bedürfnis nach Kreativität mit Töpfern auszutoben. Ton fand er im Hintergarten einer Tante, die Töpferscheibe hatte er selbst gebaut. Das originelle Geschirr fand reißend Absatz unter seinen “Freunden”. (2) Ein Ingenieur hat mir begeistert von seiner Seerosenzucht erzählt und vor allem, von seiner selbstgebauten Wasservorratsanlage auf seinem Miniacker. Er hat Steuern bezahlt, das heißt, er schenkte dem zuständigen Gebietsaufseher jedes Frühjahr eine Tüte Seerosenknollen. “Weil der nicht wusste, wie man die Pflanzen durch den Winter bringt”. (3) In einem Trödelladen in Leipzig stieß ich auf fast hundert Eierkartons voller ausgeblasener Eier, die mit Meißner Porzellanmustern mustergültig bemalt waren. Ich ärger mich noch heute, dass ich nur zwei Kartons als Beispiel von Privatinitiative in der DDR gekauft habe. . Keine dieser Ideen brachte dem DDR Staat Steuern ein.

zu 17:12 Uhr, jaja, Prince...

zu 17:12 Uhr, jaja, Prince Zappelphillip, ist schone eine Meister Bescheidenheit, der Zuvorkommenheit, ein Praesident als Vorbild: . http://www.youtube.com/watch?v=nZJiKz6ecBI

Diese Mechanismen hatte ich...

Diese Mechanismen hatte ich noch gar nicht bedacht, dabei ist es durchaus nicht schwer, darauf zu kommen. Die Frage ist, was man besser findet: Dass ein Reicher großzügig mit dem Geld um sich schmeißt oder dass der Staat alles einsackt, davon Wählerstimmen kauft und Banken rettet...

0 Nichtgläubiger 07.05.2012, 15:34 Uhr

@Thorha."Wenn Glauben und...

@Thorha."Wenn Glauben und Wirklichkeit zusammenfallen, nennt man das Realismus." Einspruch. Was hat der Glauben damit zu tun? Realismus gibt's auch (besser sogar: nur) ohne Glauben.

@muscat: Kein Einwand gegen...

@muscat: Kein Einwand gegen die Besteuerung von Kapitaleinkünften. Allerdings - weshalb die Steuerbehörden nur begrenzt begeistert wären - müssten dann auch Verluste aus Kapitalanlagen steuerlich abzugsfähig werden. Im übrigen gehöre ich nicht zu denen, die zu schnell Enteignung schreien. Ich plädiere seit vielen Jahren für eine saftige Erbschaftssteuer, mir leuchtet einfach nicht ein, warum manche mit einem silbernen Löffel in ihr Leben starten dürfen sollen. Ich warne nur davor, die Fluchtreflexe der "Kapitalisten" zu unterschätzen - hätte ich Vermögen und jemand wollte mir davon 75% abnehmen, wäre ich ohne jeden Gewissensbiss einfach von heute auf morgen weg. Mit Vermögen. Gruss, Thorsten Haupts

Güterknappheit, weil "keine...

Güterknappheit, weil "keine direkte Energie-Materie-Umwandlung", vermeldet Thorsten Haupts. Das verblüfft, hatte man doch bislang angenommen, die Illuminaten und die Bilderberger steckten hinter dieser Sache mit dem Reichtum. Gleichwohl kann ich mich zwischen diesen konkurrierenden Hypothesen nur schwer entscheiden, da sie beide dem Grad ihrer Plausibilität nach kaum differieren.

"Allerdings - weshalb die...

"Allerdings - weshalb die Steuerbehörden nur begrenzt begeistert wären - müssten dann auch Verluste aus Kapitalanlagen steuerlich abzugsfähig werden." Sind sie doch schon (lange). . Und "Fluchtreflexe von Kapitalisten" wären jetzt nicht gerade das, wovor speziell unsere Gesellschaft große Angst haben müsste, auch wenn Wirtschaftskäseblätter sich gern an diesem "Horror-Szenario" abarbeiten.

@Nörgler: Erklären sie doch...

@Nörgler: Erklären sie doch einem bekennenden Illuminaten (mir), was Sie an der These auszusetzen haben, es existiere Güterknappheit solange, wie man Güter nicht unbegrenzt produzieren kann? Und danach bitte das mit den Bilderbergern - ich bin so unbedarft in VTs. Gruss, Thorsten Haupts

@muscat: Eine...

@muscat: Eine Verlustverrechnung ist mit den aus Zins- oder Dividenden entstehenden Einkünften nicht möglich. Was die Fluchtreflexe angeht - kein Problem. Finden Sie eine Mehrheit für die 75%ige Millionärsteuer, sollten Sie diese finden, werde ich als Angestellter (dann auch aus dem Ausland) zusehen, was daraus wird. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 07.05.2012, 17:30 Uhr

Muscat@ auch in Frankreich...

Muscat@ auch in Frankreich sind die Fluchtreflexe der Kapitalisten ein 'stehendes' Bild. Und vermutlich in jedem anderen Land - auch in der Schweiz. . Das ist für mich das traurigste an den Reichen ihre auch sprachliche Einfallslosigkeit. Das Denkkorsett muss eng geschnürt sein.

@E.R. Binvonhier -...

@E.R. Binvonhier - traurigste: Tatsächlich? Dann nennen Sie mir doch bitte einmal ein Argument, mit dem Sie unsere Öffentlichkeit überzeugen? In der eine Mehrheit davon überzeugt ist, alle Reichen seien von Natur aus brutal, dumm, gierig, unverantwortlich, gemein und überheblich? Also all das, was wir natürlich niemals sind? In einer Welt, in der die Nichtreichen eine Mehrheit von 99,9:1 haben? Und die Reichen nicht einmal mehr unangenehm gepanzert und wehrhaft sind, wie zu HMs verklärten Feudalismuszeiten? Kommen Sie, erklären Sie´s mir, wie Sie dagegen angehen würden, als Reicher? Ich weiss inzwischen, warum es 1932 so einfach war, die Menschen von der Widerwärtigkeit zu überzeugen, die Juden seien alle Ratten und Schmeissfliegen. Dabei waren die meisten nicht einmal reich - es ging vielen von ihnen nur etwas besser, weil sie klüger, gebildeter und beweglicher waren. Was Menschen davon halten, lernt man schon als Kind. Eindringlich ... Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 07.05.2012, 18:33 Uhr

OT: Lt. Club of Rome (Artikel...

OT: Lt. Club of Rome (Artikel auf FAZ.NET) wächst die Weltbevölkerung in den nächsten 30 Jahren noch um eine Milliarde um dann abzunehmen. D.h. sie wächst schon jetzt nicht mehr(Geburtenzunahme), sie altert nur noch; sonst könnte sie in 30 Jahren nicht schon abnehmen. - Da werden die Reichen sich mit einer alten Dienerschaft anfreunden müssen. Vllt. ist das auch jetzt schon so, und ich tue ihnen mit dem engen Denkkorsett persönlich Unrecht.

0 Der Tiger 07.05.2012, 18:43 Uhr

E.R. – Die Reichen verlassen...

E.R. – Die Reichen verlassen das Land. Die mit weniger Geld, aber mit guten Ideen, benutzen ihre Phantasie für private Angelegenheiten. Warum soll man sich die Mühe eines Business Plans machen, wenn man einen Großteil des Gewinns als Steuern für Frau von Leyens neuste Wohltaten abgeben muss? Wie ThorHa schon erwähnte: das Risiko, dass der Business Plan schief läuft, trägt Frau von Leyen und co. nicht.

0 mediensegler 07.05.2012, 19:19 Uhr

ThorHa07. Mai 2012, 15:27 Und...

ThorHa07. Mai 2012, 15:27 Und dann ist die Zeit Anfang 70er Ende 80er ein Traum gewesen. ? . Das Reichen-Egozentriker-Model hat sicher seinen Platz in allgemeinen Szenario der Klassenverteilung, aber zu allen Zeiten hat es Reiche und Mitglieder der von Ihnen erkannten 1%-Gruppe gegeben, die sich als Bestandteil einer Gesellschaft mit Verantwortung für eben diese erlebt haben, z.B. ein Herr Zeiss, der Wert darauf legte, dass seine Arbeiter ähnliche Möglichkeiten, wie die für uns heute so selbstverständlichen Segnungen des Sozialstaats erhielten. Auch für einen Reichen ist sein Reichsein doch nur dann lebenswert, wenn er von einer funktionierenden Umgebung begleitet ist. Wenn keiner mehr für die Einhaltung von Gesetzen, den bürgerlichen Frieden und die Bewirtschaftung der Ressourcen eintritt, ja was hat man dann davon, reich zu sein? An dieser Stelle etwas weit hergeholt, aber nicht ganz so fern: Weissagung der Cree: Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann." Ist übrigens historisch nicht belegt, aber im Zusammenhang trotzdem hübsch.

Reiche sind dumm, faul und...

Reiche sind dumm, faul und gefräßig? Bitte sehr: Unscrupulous behavior of upper class http://newscenter.berkeley.edu/2012/02/27/greed/ . Excerpt: "In two field studies on driving behavior, upper-class motorists were found to be four times more likely than the other drivers to cut off other vehicles at a busy four-way intersection and three times more likely to cut off a pedestrian waiting to enter a crosswalk. Another study found that upper-class participants presented with scenarios of unscrupulous behavior were more likely than the individuals in the other socio-economic classes to report replicating this type of behavior themselves." . Ab jetzt mal für länger abgemeldet. Zur Zeit arg im Stretch.

An dem was Der Tiger sagte,...

An dem was Der Tiger sagte, ist verdammt viel dran. Auch ihre Beispiele der (vermutlich) Ex-DDR-Buerger zeigt es: Innerhalb eines starren Systems (die BRD ist erstarrt) bleibt dem Individualismus, dem Reiz selbst etwas zu tun, wenig Raum. Lasst nur die Reichen das Land verlassen, es werden weniger sein als wir glauben moechten; schon ist Platz fuer diejenigen, die das Potential haben, die naechsten Reichen zu werden. Der Eindruck DA's in Suedfrankreich-dem kleinen Teil, den er gesehen hat und zu kennen glaubt-ist fehlleitend. Die Klotzreichen sind naemlich verzichtbar; der immer wieder in den Mittelstand neu Aufstrebende, der Ideenreiche, der Fleissige, der von Abenteuerlust Uebersprudelnde ist es, der die Gesellschaft voranbringt. Wieviele Yachten der verachtenswerten Neureichen liegen denn in den meditarranen Haefen? Eben, es sind vielfach die Yachten derjenigen, die ich weiter oben beschrieben habe. Onassis fing als Wuerstchen an und wurde eine dicke Salami. Er ist ethisch kein gutes Beispiel, es gibt aber genug andere, die mit Intelligenz und Mut Vermoegen schaffen ohne zum Patentekel zu werden. Eigentlich jammern nur die herum, die kleine Vermoegen ererbt haben und mit ihren beschraenkten Faehigkeiten nichts Wirkliches schaffen koennen, ausser den von den Vorvaetern erwirtschafteten Stock zu verbrauchen. Sie sollen es tun-und ohne Sparsamkeit das Geld sinnvoll unter die Leute bringen. Fuer einige gute Geister ist es der Duenger der Zukunft. Auf die kommt es an. Die anderen sind als Schwund zu verbuchen. . . Oft denke ich mir: Was sind das nur fuer Leute, die die Gegenwart hassen, die Zukunft fuerchten und die Vergangenheit verklaeren?

0 E.R. Binvonhier 07.05.2012, 20:04 Uhr

ThorHa@ Wie ich als Reicher...

ThorHa@ Wie ich als Reicher gegen die Vorurteile angehen würde? Wieso soll ich Ihnen das erklären, es steht doch im Grundgesetz 'Eigentum verpflichtet'. Das was die Reichen zu ihrer Selbstverherrlichung verkünden lassen sind ausschließlich Negativbeispiele. Z.B. Daumenschrauben anziehen damit das Geld zurückkommt - aus Griechenland u.ä. und Hochglanzfotos. . Warum wundern Sie sich bei soviel Schamlosigkeit über die Reaktionen. Darüber, wenn der Volkszorn groß genug ist, man sich die greift, die nicht fliehen konnten und genauso betrogen wurden. Vielen Arrivierten scheint es selbstverständlich: wenn sie kommen, müssen alle die weiße Fahne hissen. Mir nach oder aus dem Weg! Alles andere wäre doch uncool.

0 perfekt!57 07.05.2012, 20:15 Uhr

er hat ja so recht: wenn erst...

er hat ja so recht: wenn erst wir westviertel allüberall landauflandab so richtig glücklich und in freuden viel wieder mehr nach monaco verbringen, dann wird man sich da nicht bloß unter den wenigen verbliebenen schönen arbeitern die malerischsten hübsch auszuwählen haben, sondern es wird sie wieder neu und in hülle und fülle geben. und herr dr. schäuble bekommt zeit- u. tagesgleich gleich den titel, den er womöglich zu recht verdient und schon immer selber haben wollte: "monaco-verräter". http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/tarifverhandlungen-schaeuble-die-loehne-koennen-kraeftig-steigen-11740624.html auch darum sollten wir vielleicht künftig hier wieder mehr boote zu wasser lassen. . Binvonhier 07. Mai 2012, 19:33 - nicht wahr, not true: china gibt zum 1.7.12 die geburtenrate frei. ziel: 3 milliarden chinesen statt 1,5 binnen 30 jahren. und unsere kinder werden don's silbersammlung von dessen erben billig bei ebay erwerben - und mit netter handelsspanne nach osten zu den jung-aufstrebenden weiterverkaufen. wahrscheinlich überhaupt das zukünftige handelsmodell: preziosenexport. schrumpfender wohlstand in schrumpfendem land machts möglich. und freut die käufer "so schönes silbelvasel, leinste kunst, echt tegelnsee!" (wil bitten um velzeihung!)

0 E.R. Binvonhier 07.05.2012, 20:47 Uhr

@Der Tiger, als Selbständiger...

@Der Tiger, als Selbständiger mit mehr als 1 Million Jahresgewinn (nur ab da 75%) vor Steuern , würde ich mir einen Steuerberater leisten. Mit etwas Glück ginge es mir wie dem millionenschweren Immobilienmann aus HH, der nachdem die Steuerberater ihre Arbeit getan hatten feststellte, dass er einen Anspruch auf Wohngeld hatte. Darüber war er so empört, dass er dies öffentlich machte.

0 mediensegler 07.05.2012, 20:50 Uhr

Filou07. Mai 2012, 21:53 Wow,...

Filou07. Mai 2012, 21:53 Wow, was haben Sie denn genommen , das will ich auch .... oder war der Calvados alle? Leider sind zur Zeit auch die betrogen, die einfach nur auf den Staat, Ihre kleine Lebensversicherung und auf den Wert ihres Häuschens vertraut haben, die, die nie gespielt haben, und schon gar nicht gepokert ...

0 mediensegler 07.05.2012, 20:55 Uhr

perfekt!5707. Mai 2012,...

perfekt!5707. Mai 2012, 22:15 klachledelnel Humol!

0 mediensegler 07.05.2012, 21:31 Uhr

So schnell kann es gehen mit...

So schnell kann es gehen mit der Meinungsfreiheit. Heute nachmittag: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-05/salafisten-pro-nrw-gewalt heute abend: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-05/pro-nrw-urteil-karikaturen?commentstart=9#comments Ohne Worte ...

mediensegler, wer in der DDR...

mediensegler, wer in der DDR sozialisiert wurde, vertraut niemals mehr einem Staat, jedenfalls keinem deutschen. Und wer unter Deutschen erwachsen (?) werden musste, sollte sich verinnerlichen: Ein Volk, dass einst jubelnd einem bruellenden Psychopathen hinterlief, ist fuer lange, lange Zeit nicht mehr ernst zu nehmen. Die Zeit ist noch nicht abgelaufen. Qed. . Uber Frankreich erlaube ich mir kein Urteil. Ich weiss nur eins: die haben noch jede Kurve gekriegt. Qed. . Was haben Sie gegen robuste Initiative? . (Wolfgang Neuss berichtete ueber Willy Brandt, dass, je mehr er an einem Anbend soff, um so klarer wurden seine Gedanken. Ich bin heute sogar noch nuechtern.)

Der Artikel hat sehr viel...

Der Artikel hat sehr viel Spass gemacht. Auch die Bilder. Auch Ihre Bemerkungen über Hr. Pomader in Ihrem eigenen Blog.

0 Veil of ignorance 07.05.2012, 22:59 Uhr

Die Gerechtigkeitsvorstellung...

Die Gerechtigkeitsvorstellung "jeder nach seiner Leistung" ist auf den ersten Blick schon ganz charmant. Und natürlich haftet eine Schavan nicht für den individuellen Businessplan. Sehr wohl jedoch haftet die BRD für einzelne Wirtschaftszweige. Ich denke das Ziel ist nicht die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu nivellieren, sondern den Abstand zu verringern. Denn jede Fähigkeit, jedes Produkt, basiert auf der Vorarbeit Anderer, auf der Wertschöpfung Anderer. Kann eine einzelne Person etwas fabrizieren, dass 2000-mal so gut ist wie die Leistung einer Krankenschwester? Darüber hinaus sollte nicht das Verhältnis von Risiko und Gewinn betrachtet werden, sondern von Risiko und Haftung. Mit was kann eigentlich ein Manager der sich um Mio./Mrd. verspekuliert haften, wenn nicht mit seinem Leben? Reiche sind nicht reich, sie haben nur viel Geld. Wenn das ausschließlich Auswirkungen auf den Konsum von Gütern hätte, wären Reiche wohl auch nicht so verhasst. Aber Geldbesitz ist gleichbedeutend mit politischem Einfluss, Zugang zur Öffentlichkeit, größeren Bildungschancen, besserer Gesundheitsversorgung etc.pp. Daran stößt sich doch die Gerechtigkeitsvorstellung der meisten Menschen. Mir wäre es egal, wenn so ein impotenter Neureicher Ende 40 mit seinem Bötchen in Monaco rumschippert und sich wie ein Kleinkind bedienen lässt. Solange wie das keinen Einfluss auf andere Gesellschaftsbereiche hat. Jedem das Seine.

@Mediensegler - 70er ein...

@Mediensegler - 70er ein Traum? Huh? Wir sind, im Bezug auf die Sozialleitungsquote des Staates, noch in etwa genau da, wenn nicht weiter. Verschlechterungen für einzelne ergaben sich daraus, dass der siebziger Jahre Sozialstaat ein Schönwetterstatt war - nur funktionsfähig bei Vollbeschäftigung, Bevölkerungswachstum und medizinischem Stillstand. Bezüglich Ihrer Vorzeigeunternehmer - fein. Die sind genauso häufig oder genauso selten wie Menschen, die einen Koffer mit 100.000 Euro brav bei der Polizei abliefern, wenn sie fest davon überzeugt sind, sie könnten ihn sich unbeobachtet und folgenlos aneignen. Über den Anteil der Menschen, die das täten, spekuliere jeder mit sich selbst. Gruss, Thorsten Haupts

@E.R. Binvonhier - Eigentum...

@E.R. Binvonhier - Eigentum verpflichtet: Und damit glauben Sie die Frage beantwortet? Im Grundgesetz steht auch, dass Erziehung zuallererst die Aufgabe und Pflicht der Familie ist. Was gewählte Abgeordnete nicht daran hinderte, das geplante Betreuungsgeld als verfassungswidrig zu bezeichnen. Gruss, Thorsten Haupts

@ ThorHa Wenn zB in den USA...

@ ThorHa Wenn zB in den USA leerstehender Wohnraum und Obdachlosigkeit simultan und raketenartig nach oben gehen, dann sehen Sie, was ich gegen die These von der Güterknappheit habe: Die These ist empirisch falsifiziert. Denn die Obdachlosigkeit hat ihren Grund offensichtlich nicht im knappen Gut Wohnraum. Das ist nämlich nicht knapp, sondern in riesigem Überfluß vorhanden. Daran sehen wir: Die Synthesis sozioökonomischer Prozesse ist ein wenig verwickelter, als Ihre unterkomplexe Schlichtdenke sich das träumen läßt.

@veil of ignorance: Bitte...

@veil of ignorance: Bitte nicht zwei völlig getrennte Gedanken in einem Beitrag. Was die überzogene Bezahlung von Spitzenmanagern angeht, d´accord. Da bin ich inzwischen für eine gesetzliche Deckelung, weil die innerbetrieblichen Kontrollmassnahmen nicht greifen können. Was den gleichen Zugang zu Gesundheitsversorgung angeht, keine Chance. Leider. Nur würde sich daran fast nichts ändern, selbst wenn Sie die Reichen alle mit 75% besteuern und die sich das brav gefallen lassen. Haupttreiber der Ungleichheit in gesundheitsversorgung sind die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten. Die wachsen schlicht schneller, als die Gesundheitsbeiträge. Bildungschancen sind eine Frage der Prioritäten auch der Wähler. Solange Strassenbau wichtiger bleibt, als Schulrenovierungen oder Lehrer ... Politischer Einfluss und Zugang zu Öffentlichkeit - bisher hatte ich den belegbaren Eindruck, dass Sie sich in beiden Fällen leichter taten, wenn Sie öffentlicher Bediensteter mit einer "sozialen" Agenda waren, in Deutschland. Gruss, Thorsten Haupts

@Filou: Völlig richtig. Die...

@Filou: Völlig richtig. Die extrem wenigen Megareichen sind ebenso verzichtbar wire de facto unerreichbar. Nur haben die aus eigener Kraft reich Gewordenen und die mit dem Potential dazu durchaus verstanden, dass man effektiv sie meint, wenn man auf die Megareichen und Multimillionen-Manager eindrischt. Zur Zeit ist aber keine Gesellschaft ohne ihre (Neu-)Unternehmer auf Dauer funktionsfähig. Gruss, Thorsten Haupts

ThorHa, es ist etwas...

ThorHa, es ist etwas schwierig, mit Ihnen im Hinblick auf das deutsche Steuerrecht zu diskutieren, wenn dabei offensichtlich wird, dass Sie davon wenig Ahnung haben. Selbstverständlich kann man noch Verluste aus Kapitaleinkünften verrechnen. Vielleicht lesen Sie sich mal ein wenig ein. . Für Beteiligungen an Kapitalgesellschaften ab 1% gibt es darüber hinaus noch gesonderte Verlustverrechnungsmöglichkeiten (Teileinkünfteverfahren).

0 E.R. Binvonhier 08.05.2012, 08:36 Uhr

Werter ThorHa, wenn das GG nur...

Werter ThorHa, wenn das GG nur noch eine Negativ-Pause für das Land ist. Sollte man die dort formulierten Ziele alle in die Tonne treten. Wenn Sie und andere mit der Formel 'Eigentum verpflichtet' nichts anfangen können, kann ich es nicht ändern. Ich sehe auch keinen Sinn darin jemand überzeugen zu wollen, der nicht überzeugt werden will. Ihre Warnung im Text:" Kommen Sie, erklären Sie's mir, ..." hätte ich ernst nehmen sollen.

Dänen lügen nicht! Søren...

Dänen lügen nicht! Søren Kierkegaard: „Ich unterhalte mich am liebsten mit Kindern: denn von ihnen darf man doch hoffen, dass sie noch vernünftige Wesen werden; die es aber (so sagt man) geworden sind – o Jerum, Jerum!“ . Bei allem was wir erleben, zeigt sich mal mehr – mal weniger – die Angst. Tröstlich: Jeder hat eine. Auf der schicken Yacht...bloß nicht seekrank werden und dann luv und lee verwechseln – Bin ich erfolgreich genug. Sind meine Sicherheiten sicher genug. Manche ducken sich weg (tief genug?)... andere müssen auf jeden Gipfel (hoch genug?) . Unangenehme rätselhafte Gefühle, die man oft niederschreit, runterspült, in sich reinfrisst, oder wegbetet. Angstprofiteure verdienen sich dabei eine goldene Nase! Winterkorn erhielt letztes Jahr 17 Millionen. Eine normale Portion Geld reicht denen nicht mehr. Sie fressen es haufenweise, dann abends heftigen Geldrausch. Es ist doch nur noch mit Suchtstrukturen zu erklären. Ab zu den anonymen Fressern.

@muscat: Sie verzeihen mir...

@muscat: Sie verzeihen mir sicher, wenn ich nach diesen Links http://www.pnhr.de/veroeffentlichungen/newsletterarchiv/steuertipps/article/verlustverrechnung-konsequenzen-nach-der-einfuehrung-der-abgeltungssteuer/ und http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-36242.xhtml?currentModule=home mich Ihrer Aufassung eben nicht anschliesse (möglicherweise reden wir aneinander vorbei). Mit der Abgeltungssteuer (die Sie aufgehoben sehen möchten) ist eben einer Verlustverrechnung nur noch innerhalb genau der Kapitalerträge möglich, für die die Abgeltungssteuer gilt. Heben Sie die Abgeltungssteuer auf und beziehen Kapitaleinkünfte wieder in die normale Einkommenssteuer, muss - und nur das war mein Argument - auch weiter die vollständige Verlustverrechnung innerhalb der Einkommensart gelten. Dass das in der Einkommenssteuer heute schon gilt, war mir bekannt - aber Sie verlangten ja die Aufhebung der Abgeltungssteuer. Und für die gelten andere Regeln. Ich bin mir deshalb absolut nicht sicher, ob die Aufhebung der Sonderbehandlung von Kapitaleinkünften de facto irgendetwas brächte. Gruss, Thorsten Haupts

0 salonsurfer 08.05.2012, 09:32 Uhr

Lesenswerte Impressionen vom...

Lesenswerte Impressionen vom Mittelmeer, Don. Und die Herren von Yello bewegen sich noch immer stilsicher, der Herr Pomader im Schlabberlook dagegen spielt mit iPhone rum und meint, das sei schon abendfüllend. . Und da hier gerade das Loblied auf den freien Unternehmer gesungen wird (mit alten Rezepten neue Herausforderungen meistern), kommt der aktuelle Club-of-Rome-Bericht wohl als Störenfried daher: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/club-of-rome-ende-des-bevoelkerungswachstums-prophezeit-11743543.html

@Nörgler: Debatte beendet,...

@Nörgler: Debatte beendet, Sie kommen nicht ohne Beleidigungen aus.

@E.R. Binvonhier: Ob ich mit...

@E.R. Binvonhier: Ob ich mit der Formel "Eigentum verpflichtet" etwas anfangen kann, steht gar nicht zur Debatte. Formulieren SIE doch mal konkret, welche Forderungen Sie aus dieser Formel direkt ableiten können. Einen Steuersatz von 30/50/70%? Haftung aller Aktienbesitzer mit ihrem Privatvermögen, falls der Betrieb pleite geht, an dem Sie Anteile hatten? Verpflichtung zum Bau von Werkswohnungen? Aber ich dachte mir schon, dass Sie das nicht erklären wollen. Die Formel wirkt viel stärker, wenn man sie nicht erklärt, dann verknüpft jeder damit seine Wunschvorstellung. Was das "In die Tonne treten" angeht - für mich nicht. Ich bin nur altmodisch genug, dann auch Geltung für die Paragraphen des GG zu fordern, die gerade nicht Zeitgeist sind. Wie beispielsweise Vorrang der Ehe vor allen anderen Formen des Zusammenlebens oder die vorrangige Verpflichtung der Eltern zur Kindererziehung. Die meisten Vertreter des "Eigentum verpflichtet", die ich kenne, werden dabei ganz schmallippig ... Gruss, Thorsten Haupts

0 Der Tiger 08.05.2012, 10:14 Uhr

@Veil of ignorance - Das...

@Veil of ignorance - Das Argument, dass niemand besser als 2000 Krankenschwestern (oder Sekretärinnen, oder Fließbandarbeiter) sein kann, ist falsch. Selbst eine sehr große Summe von Standardleistungen macht noch keine geniale Leistung. Ein Mensch mit originellen Ideen und/oder guten Managementverhalten kann sehr wohl besser sein, zum Beispiel wenn er Arbeitsplätze für mehr als 2000 Menschen schafft und/oder erhält. . Die BDR haftet nicht für irgendwelche Industriezweige. Dass kann sie gar nicht. Zum Beispiel, Mutti hat zwar wiederholt versucht, Opel zu retten, aber sich dabei eigentlich nur lächerlich gemacht. Wo die Regierung rettet, zum Beispiel bei den Banken, kostet es den Steuerzahler – einschließlich Krankenschwestern – ein Vermögen. . Der Satz „jede Fähigkeit, jedes Produkt, basiert auf der Vorarbeit Anderer, auf der Wertschöpfung Anderer”, ist natürlich richtig, trifft aber nicht den entscheidenden Punkt. Ich bin nur der ich bin, weil meine Eltern mich gezeugt haben, und ich mich unter dem Einfluss der Tanten im Kindergarten, der Lehrer in der Schule, der Professoren in der Uni, der Freunde, Kollegen und Bosse …. usw. entwickelt habe. Aber der Knackpunkt ist, manche haben Ideen, manche nicht. Manche gehen in dutzende Managementkurse, lesen die Managementbücher, die man im Flughafenbuchladen kaufen kann und sind doch unfähig, ein Dutzend Leute zu motivieren… anderen haben es im Blut – ohne Fachbücher und ohne Kurse.

0 donalphonso 08.05.2012, 10:17 Uhr

salonsurfer, ich schreibe nur,...

salonsurfer, ich schreibe nur, dass manche glauben, so würde es gehen. Meine Privatmeinung ist da ein klein wenig anders, zum Glück.

0 donalphonso 08.05.2012, 10:18 Uhr

Oder anders gesagt: Ich denke,...

Oder anders gesagt: Ich denke, man sollte auf einem dritten Weg zwischen den reichen Nichtstuern in Monaco und den armen Nichtstuern in Berlin gehen.

@salonsurfer - Club of...

@salonsurfer - Club of Rome: der hat bereits 1971 den Weltuntergang für 1990 vorhergesagt. Seit der ausblieb, hat er bei mir denselben Status wie alle anderen gescheiterten Propheten. Gruss, Thorsten Haupts

0 Yog Sothoth, esq. 08.05.2012, 10:43 Uhr

Vielleicht sollte es in diesem...

Vielleicht sollte es in diesem Blog weniger oswalspenglern, sondern mehr friedrichhegeln: "Der Knecht ist zwar Knecht kraft seiner erzwungenen Unterordnung, jedoch ist der Status des Herrn von der Anerkennung seiner Herrschaft durch den Knecht abhängig." Auch wenn das den Dienern und Herrschaften nicht immer bewusst ist.

0 diktionaftis 08.05.2012, 11:12 Uhr

@DA ("man sollte auf einem...

@DA ("man sollte auf einem dritten Weg zwischen den reichen Nichtstuern in Monaco und den armen Nichtstuern in Berlin gehen.") . Auf halbem Wege zwischen Monaco und Berlin landet man in Aichstetten (bei Memmingen an der Grenze BaWü/Bayern, Allgäu). . Dort ist man von Grund auf arbeitsam, ehrlich und freut sich des Lebens. . Und ab und zu rollt ein Tumbleweed vorbei.

ThorHa, es sieht eher so aus,...

ThorHa, es sieht eher so aus, als redeten Sie an mir vorbei. Sie sprachen davon, dass es keine Verlustverrechnungsmöglichkeit für Kapitaleinkünfte gibt (was nicht stimmt). Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, wie ja auch die verlinkten Beiträge zeigen. Was diese Beiträge jedoch (aus gutem Grund) nicht thematisieren, ist die Tatsache, dass vermögende Menschen, auch ohne diese Republik zu verlassen, der Abgeltungssteuer nach wie vor völlig legal ein Schnippchen schlagen können. . Hier noch ein Link zur Wirkung der Abgeltungssteuer für die Steuereinnahmen in 2011: http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-01/steuereinnahmen-deutschland-ausblick . Die Abgeltungssteuer ist zu niedrig und dazu noch systematischer Murks, was natürlich im deutschen Steuerrecht nicht überrascht. Das könnten wir jetzt beliebig fortsetzen für das Erbschaftsteuerrecht, Umsatzsteuerrecht etc., aber ich denke nicht, dass es die anderen Leser sonderlich erfreuen würde.

0 Dennis Kran 08.05.2012, 11:25 Uhr

@Der Tiger: Ich würde absolut...

@Der Tiger: Ich würde absolut zustimmen, dass geniale Leistungen in keinster Weise durch Standartoperationen auf gewogen werden können, nur weigere ich mich zu glauben (und wie ich das aus ihrem letzten Absatz auch herauslese sie auch), dass wir in es den Führungsriegen NUR mit Genies zu tun haben sollen und damit jedes Gehalt respektive jede Bonusvergütung gerechtfertigt sein soll. Da ich selbst in der Materie verhaftet bin, kann und will ich nicht leugnen, dass man in hoher, führender Position den Preis der Dauererreichbarkeit und beinahe vollständigen Aufgabe des Privatlebens (oder zumindest empfindliche Einschnitte!) hinnehmen muss, wenn man wirklich der Verantwortung gerecht werden will. Und ein ganz klares ja dafür, dass diese Verantwortung auch dementsprechend vergütet werden muss. Aber die teilweise lächerlich überzogenen Forderungen oder sagen wir vielmehr Geschenke, die sich Teile der Führungsebenen selbst gemacht habe, sind selbst für mich unverständlich. Logischerweise freut sich jeder über eine Erhöhung des eigenen Gehaltes, da es in gewisser Weise auch eine Anerkennung ist, mit der die geleisteten Dienste honoriert werden, nur teile ich Veil's Einschätzung, dass dies auch Grenzen haben muss. Selbst ich kann nicht nachvollziehen, wie man sein Gehalt oder sagen wir einmal seinen Wert in teilweise ein bis zwei Jahren um bis zu 200%-400% steigern kann (und dabei noch zusätzlich unanständig hohe Boni kassiert), während man de facto ja nicht wirklich mehr leistet, sondern dies in der Hauptsache (oder sagen wir im besten Fall) delegiert. Ich bin absolut kein Gegner von Bonuszahlungen für gute und sehr gute Leistungen, denn schließlich (und das vergessen viele Kritiker) setzt man ja auch Menschen langfristig in Lohn und Brot, aber ich finde es einfach nur grotesk, wenn man unangemessen hohe Summen bezieht und die Quintessenz am Ende die ist, dass man zwar das Unternehmen leistungsfähiger gemacht hat (über den Begriff ließe sich auch noch trefflich streiten), aber damit unzählige Menschen in die Arbeitslosigkeit entlässt, deren Gehalt (inkl. Steuern etc.) selbst in 4-5 Jahren zusammen noch lange nicht, den für ein Jahr gezahlten Bonusbetrag erreichen würde. Selbst Innovation, Originalität und Genialität müssen in gewisser Weise in Relation zur Realität gesetzt werden und genau dies wurde meiner Ansicht nach im letzten Jahrzehnt sträflich vernachlässigt. Was will man nämlioch dann noch von Führungskräften erwarten, welche nach zwei bis drei Jahren so (hier werde ich etwas salopp) satt sind und das System, welches ja eigentlich ein bilateraler Vertrag zwischen ihnen und den ihnen Überantworteten sein sollte, nur noch einseitig zur Optimierung des persönlichen Kontostandes nutzen.

0 diktionaftis 08.05.2012, 12:48 Uhr

Wo ich von Herren und Knechten...

Wo ich von Herren und Knechten lese, fällt mir dies treffliche Gedicht vom (leider zu früh verstorbenen) Robert Gernhardt ein, das ich hier mal frech zitiere: . Der Herr rief: Lieber Knecht, Mir ist entsetzlich schlecht! Da sprach der Knecht zum Herrn: Das hört man aber gern.

@Muscat: Das systematischer...

@Muscat: Das systematischer Murks ist IMHO dem gesamten deutschen Steuerrecht geschuldet. Das "zu niedrig" ist eine apodiktische Feststellung, die ich bestreite. (Disclaimer: Immer, wenn man Steuern "moralisch" begründet, statt schlicht mit Staatsbedarf, gibt es keine unbestreitbare Position mehr). Denn de facto handelt es sich um eine Besteuerung aus Erträgen bereits besteuerten Einkommens (entweder über Einkommens- oder über Erbschaftssteuer). Also um eine Strafsteuer dafür, dass Menschen mit dem Geld etwas auch gesellschaftlich Nützliches und Erwünschtes (!) anstellen, anstatt es zu versaufen. Gruss, Thorsten Haupts

0 Der Tiger 08.05.2012, 13:21 Uhr

@Dennis Kran – Soweit ich...

@Dennis Kran – Soweit ich verstehe, sind wir einer Meinung. Ich habe nie behauptet, dass man aus der Tatsache, dass es Menschen gibt, die so genial sind, dass sie (wirtschaftlich gesehen) das 2000 fache einer Sekretärin wert sind, ableiten kann, dass jeder Ackermann, der ein 2000*Sekretärinnengehalt bezieht, ein Genialer Mensch ist.

Re: Die reichen in MC und die...

Re: Die reichen in MC und die armen in Berlin. Ich empfehle das schweizerische "Magic Formula" (Erfolgsrezept) 2-2-2-1. Das heisst, eine Regierung mit 2 x SP, 2 x CVP, 2 x FDP und 1 x SVP (Blocher). Also alle reden mit allen miteinand und finden immer einen Kompromiss.

0 donalphonso 08.05.2012, 13:48 Uhr

Ich fürchte, so eine...

Ich fürchte, so eine Regierung kann man sich aber auch nur in der Schweiz leisten. Und das Ergebnis? Ich würde dort ersticken.

@Yog Sothoth: Manchmal versteh...

@Yog Sothoth: Manchmal versteh ich den Meier schon ... Ich käme nie auf die Idee, heute in der Bundesrepublik Deutschland in den Kategoerien "Herr" und "Knecht" zu denken (und wenn doch, dann bezogen auf eine Mentalität, die von der ökonomischen Stellung unabhängig ist). Gruss, Thorsten Haupts

Re Die Chefetagen in...

Re Die Chefetagen in CH-Unternehmen (aus dem Tages Anzeiger" online). >>Per 31. Dezember 2011 waren 32 Prozent der Geschäftsleitungsmitglieder Deutsche. «Ohne sie hätte die Schweizer Wirtschaft ein Problem», meint Guido Schilling. Zudem fühlten sich schweizerische und deutsche Manager einer ähnlichen Führungskultur verpflichtet. Auf der Ebene Unternehmensleitung sind deutsche Kader ebenfalls sehr gut vertreten: In den untersuchten Grossunternehmen stellen sie 48 Prozent.

ThorHa, es ermüdet - das...

ThorHa, es ermüdet - das ewige Argument der Doppelbesteuerung ("wurde doch alles schon mal versteuert")... Neue Einkünfte, neue Steuer - so einfach ist das und systematisch völlig sauber. . Hat nix mit Moral zu tun.

0 aristius fuscus 08.05.2012, 14:06 Uhr

@TorHa, 15:15: Ihr Argument...

@TorHa, 15:15: Ihr Argument steht -wie üblich- auf sehr schwachen Füssen. Zum einen ist das Investieren von Erspartem noch nicht per definitionem etwas nützliches, mit vielen Finanzprodukten wird gesamtwirtschaftlich mehr Schaden als Nutzen gestiftet. Zum anderen erlauben Sie mir als bekennendem Trinker die Bemerkung, dass ich für meine Alkoholica auch mit bereits besteuertem Geld zahle. Davon gehen dann noch zusätzlich Mehrwertsteuer und Alkoholsteuer ab, so dass ich auch zweimal zur Kasse gebeten werde. Diese Form der Doppelbesteuerung finden Sie aber offenbar nicht tadelnswert.

0 donalphonso 08.05.2012, 14:12 Uhr

Die Deutschen in der Schweiz -...

Die Deutschen in der Schweiz - ein unvermeidliches Übel.

@ThorHa: "Also um eine...

@ThorHa: "Also um eine Strafsteuer dafür, dass Menschen mit dem Geld etwas auch gesellschaftlich Nützliches und Erwünschtes (!) anstellen, anstatt es zu versaufen. " ... und was ist mit der Bier-, Alkohol- und Schaumweinsteuer? . Prinzipiell ist die Abgeltungssteuer natuerlich eine feine Sache, weil (von der tatsaechlichen Realisierung einmal abgesehen) prinzipiell einfach. Ich stimme muscat zu, dass die Hoehe der Besteuerung prinzipiell aehnlich der von Lohneinkommen sein sollte, nur bin ich mir nicht sicher, ob sie nach allen Steuerabzuegen tatsaechlich auch so viel niedriger ist.

@muscat: Let´s agree to...

@muscat: Let´s agree to disagree. Ich bleibe bei meiner Auffassung. Gruss, Thorsten haupts, vermögenslos

@aristius: Sobald Sie in der...

@aristius: Sobald Sie in der Lage sind, im vorhinein nützliche von weniger nützlichen Investitionen zu unterscheiden, melden Sie sich im Finanzministerium. Die bräuchten dringend Hellseher. Die zweite Bemerkung unterschreibe ich - die Ergänzung oder den Ersatz von Einkommens- durch Mehrwertsteuer halte für prinzipiell unanständig, aus vielen Gründen. Gruss, Thorsten Haupts

0 HansMeier555 08.05.2012, 15:27 Uhr

Es gibt Beiträge, zu denen...

Es gibt Beiträge, zu denen einem kein Kommentar mehr einfällt. . Lakaien wählen konservativ, Prostituierte liberal, alles wurde schon gesagt, nur noch nicht von jedem. . Der ideale Transferriemen,um den Oligarchen nicht nur an den Wahlurnen, sondern auch auf der Strasse die Unterstützung des Pöbels zu verschaffen, ist vermutlich der Sport. Im alten Byzanz gab es angeblich "Zirkusparteien", die "Grünen" und die "Blauen" oder so, nach den Vereinsfarben. . (Was macht eigentlich Bernard Tapie?)

0 salonsurfer 08.05.2012, 15:28 Uhr

"Selbst ich kann nicht...

"Selbst ich kann nicht nachvollziehen, wie man sein Gehalt oder sagen wir einmal seinen Wert in teilweise ein bis zwei Jahren um bis zu 200%-400% steigern kann (und dabei noch zusätzlich unanständig hohe Boni kassiert), während man de facto ja nicht wirklich mehr leistet, sondern dies in der Hauptsache (oder sagen wir im besten Fall) delegiert." . @Dennis Kran: Dank für Ihre klaren Worte aus der Führungsetage. Und genau dies führt auch zum Verdruss, die Glaubwürdigkeit der sozialen Marktwirtschaft geht flöten.

0 E.R. Binvonhier 08.05.2012, 15:34 Uhr

salonsurfer, wenn der Club of...

salonsurfer, wenn der Club of Rome mal eine Prognose mit einer lebensnahen Begründung abgibt, fallen alle über ihn her. Diese Vorstellung vom begrenzten Bevölkerungswachstum schon im Jetzt, scheint nicht möglich. Wegen seiner Katastrophenszenarien tadelt man ihn nicht. . perfect57! :-) ...und die ihn kritisierenden Demografen haben noch nicht mal die Entscheidung der chin. Regierung eingepreist...sie kreisen noch um Afrika und Indien. . ThorHa, ich schnappe nicht nach jedem Knochen, den man mir hinwirft. Nach Möglichkeit frage ich mich zuerst, ob und wie viel Fleisch daran ist. Ihre Knochen haben schon zu viele im Mund gehabt.

0 colorcraze 08.05.2012, 15:44 Uhr

Mir fallen die...

Mir fallen die chinesischen/indonesischen? Stühle und Tische auf den Bildern 8 und 9 von oben auf. Solche stehen hier auch rum. "From Luton to Lisbon, all is the same" (Fischer Z, Anfang der 80er) - Ach ja, im Park duften Flieder und die gelben "Riechbüsche" um die Wette, auch die Iris haben ihre Köpfe rausgesteckt.

@E.R. Binvonhier: Einmal...

@E.R. Binvonhier: Einmal Nebelkerze. Aber schön geworfen. Gruss, Thorsten Haupts

DA @14.48h and 15.12h DA...re...

DA @14.48h and 15.12h DA...re I say that you are a DA....rk satanic type? Or are you just having a bad hair DA....y?

0 HansMeier555 08.05.2012, 16:22 Uhr

Ob die Wahlen in F und GR...

Ob die Wahlen in F und GR wirklich viel ändern? . Die Märkte jedenfalls sinc zuversichtlich, dass die Euro-Domina auch Hollande dressiert und Griechenland ist längst verzichtbar. . Um wirklich den Trend zu ändern, bräuchte Hollande eine Gegenstrategie, die er dann mit der Drohung durchsetzt, notfalls eine Euro-Zone ohne Deutschland gründen zu wollen.

0 HansMeier555 08.05.2012, 16:28 Uhr

Ach ja, und nochmal zum...

Ach ja, und nochmal zum Thema: . Stalins Ansicht, "es komme nicht drauf an, wer wählt, sondern nur darauf, wer auszählt", greift in der mediterranen Sportdemokratie zu kurz. . Wo es dort zählt ist auf dem Platz, gerne auch auf dem Marktplatz.

0 salonsurfer 08.05.2012, 16:30 Uhr

@HansMeier555: Peter Handke...

@HansMeier555: Peter Handke "Der Transferriemen des Oligarchen - als Tormann in der Ukraine", Erstausgabe in Schweinsleder, handsigniert.

Ach ja - der Robert Gernhardt,...

Ach ja - der Robert Gernhardt, der fehlt sehr! „Kommt, das gute Brot des Nordens wolln wir stückchenweise braten in dem guten Öl des Südens, wie es schon die Väter taten. Von dem guten Wein des Westens trinken wir, dieweil wir essen, um die liebe Not des Ostens schlückchenweise zu vergessen.“ . Aber auch Matthias Beltz ist uns arg früh abhanden gekommen! http://www.youtube.com/watch?v=IJxX3ebUc0Y

@ ThorHa Bitte ein wenig...

@ ThorHa Bitte ein wenig Sachlichkeit. In den "Grenzen des Wachstums" steht nichts von "Weltuntergang", auch wenn die "Achgut"-Wüteriche, die "Welt"-Kommentatoren und die Klimasektierer Maxeiner und Miersch das ständig behaupten.

0 E.R. Binvonhier 08.05.2012, 17:15 Uhr

Letztlich ist es wurscht wie...

Letztlich ist es wurscht wie viel Weltbevölkerung die Demografen mit ihren Modellen ausrechnen - von Hand nachzählen ist nicht möglich. Es gibt genau die, die da sind, keinen einzigen mehr oder weniger. . Interessant ist, das Thema wird in der Wirtschaftsredaktion behandelt, und genau die globale Wirtschaft kann sich eine Fehleinschätzung nicht erlauben. Wissenschaftliche Demografen Reputation und PR hin oder her.

Ach, Meine Herren (vor Allem...

Ach, Meine Herren (vor Allem der Tiger): die 75% kommen nie und nimmer..........und wichtige reformen werden wenn schon von links gemacht. Wenn uns Flanby aka Hollande uns den Jean-Luc Melenchon, an dem schon seine neuen Freunde vom PCF verzweifeln, kalt stellen kann, könnte da noch was draus werden.

0 donalphonso 08.05.2012, 17:47 Uhr

Just a MonDA Carlo Overhang,...

Just a MonDA Carlo Overhang, fionn.

0 perfekt57 08.05.2012, 18:10 Uhr

wir bitten um verzeihung, weil...

wir bitten um verzeihung, weil wir, wie uns kürzlich auffiel, noch nicht wenigstens einmal erwähnten, dass wir evtl. einmal mehr - es kann und wird ein irrtum sein - zufällig in noch einem punkte (innen versus außen) ("durch kleine reisetätigkeit") einen "informationsvorsprung" haben könnten: . es gib in frankreich irgendwo am südlichen ortsrand einer kleinen bis mittleren gemeinde südlich von vittel/epinal, - lieblich im tal gelegen, mit wald und busch und feldern und anhöhe daneben - so wenn man von süden hochkommt und sich dem ortsrand nähert auf der rechten seite, eine art (ehemaligen) herren/adelssitz, mit einem gut von der strasse aus zu sehenden, frei stehenden erbbegräbnis darin, von dieser art (allerdings ohne sakrophag darin) http://m.wilanow-palac.pl/uploads/monuments/headers/22_mauzoleum.jpg - das ist von der einen seite aufgebrochen, und da fährt der bauer völlig pietät- und bedenkenlos seinen mist rein, stapelt den da drin. wir hatten da zufälligst gehalten und wurden gewahr, hatten aber leider keinen speicherplatz mehr, waren auch nicht geistesgegenwärtig genug, schnell was in einem der apparate zu löschen. . wie gesagt, "wer so was bei uns hätte auf'm grundstück, würde das höchstwahrscheinlich stolzest pflegen" - und nicht den mist mit frontlader am traktor so da reindonnern, dass der zufällige zuseher draußen am schmeideeisen in höchster sorge um die zarten, feinbehauenen pfeilerchen. (aber woanders ist der verfall eben schon weiter runter", so die trivialdenke dazu. "und das früher so behütete silber von drinnen ist auch längst alles weg, samt der bilder." daher. (und: "das zahlt der euro am ende auch noch alles mit, gerechterweise; wenn das der don wüsste, mit seiner freundlich-behutsamen sammelliebe." usw. usf. rein subjektiv - und sicher falsch. und nichs gegen den euro. bringt alles zusammen, wenn auch auf einmal in wenig plötzlich. und nur die kinder fehlen.) . Und Grüße.

0 perfekt57 08.05.2012, 18:25 Uhr

für die evtuellen griechen...

für die evtuellen griechen unter unseren südlich-späten italienern soll, sagt man, auch das "pergamonrundbild in berlin so überaus reizvoll und sehenswert sein (und gar kein "hollywood"). http://www.youtube.com/watch?v=KaFrorejqbc (best in 720hd) . "auch ich war in arkadien geboren, doch tränen gab der kurze lenz mir nur...", jaja.

0 Foersterliesel 08.05.2012, 19:14 Uhr

...

o.t. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/zum-tod-des-bilderbuchautors-maurice-sendak-meine-eltern-diese-monster-11744329.html

0 HansMeier555 08.05.2012, 19:58 Uhr

Wenn wir uns so sicher wären,...

Wenn wir uns so sicher wären, dass das BGE nie und nimmer funktionieren kann, müssten wir ja nicht so heftig dagegen agitieren.

0 HansMeier555 08.05.2012, 20:02 Uhr

Wenn das der Stalin...

Wenn das der Stalin wüsste: Die Konferenz von Jalta wird abgesagt!

0 donalphonso 08.05.2012, 20:19 Uhr

Ich möchte halt nicht als...

Ich möchte halt nicht als Versuchskaninchen von "Gesellschaftskünstlern" herhalten müssen. ich hatte schon öfters mit moderner Kunst zu tun. Was nicht Öl auf Leinwand ist, ist einfach nicht meins. Und das würde ich gerne verkünden.

Och, da gibt's aber preiswerte...

Och, da gibt's aber preiswerte und aesthetisch befriedigende Loesungen aus Berlin. Ersetzen jedes viertklassige Barockgemaelde. Muehelos. Haette ich-wie heisst das Zeug?-achso Geld, dann taete ich sowas kaufen. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,825637,00.html

0 Folkher Braun 08.05.2012, 21:10 Uhr

Moin, statt...

Moin, statt Gesellschaftskünstler würde ich vorschlagen akademische Surpluspopulation, langfristig Praktikant bei der Herstellung von politischem Argumentationsbrei. Oder bei K.M. in den Theorien über dem Mehrwert Hersteller von "aufgezwungenen Services".

0 mediensegler 08.05.2012, 21:14 Uhr

E.R. Binvonhier08. Mai 2012,...

E.R. Binvonhier08. Mai 2012, 17:34 Sie werden mir immer sympathischer. . Wo ist eigentlich Donna?

0 mediensegler 08.05.2012, 22:47 Uhr

OT: Soylent green light, made...

OT: Soylent green light, made in China. http://www.focus.de/panorama/welt/suedkorea-zoll-faengt-kapseln-mit-fleisch-von-babys-ab_aid_748718.html Da sind die drei Da Vincis doch wirklich nicht der Rede wert. Mad World.

0 E.R. Binvonhier 09.05.2012, 00:46 Uhr

So, der 8.Mai ist vorbei, sind...

So, der 8.Mai ist vorbei, sind wir nochmal an der bedingungslosen Kapitulation vorbeigeschrammt?

0 HansMeier555 09.05.2012, 05:43 Uhr

Ja,eine gute Frage: Warum wird...

Ja,eine gute Frage: Warum wird ausgerechnet die Prognose vom Ende des Bevölkerungswachstums als Provokation empfunden?

In causa der Blauen und...

In causa der Blauen und Grünen mögen Sie recht haben, HansMeier555. Le peuple läßt sich durch den Sport ja leichter enthusiasmieren als durch komplexe politische Fragen. Hauptsache, es gibt Krawall. Leider wissen wir, daß es nicht funktionieren wird. Nach dem Nika-Aufstand war es still im Zirkus. . Ich vermißte übrigens ein paar Worte von Ihnen zum Papstbrief: http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=582515 Also doch für „viele“ und nicht für „alle“. Was dann wieder zur aktuellen Diskussion paßt.

0 HansMeier555 09.05.2012, 06:20 Uhr

Mit anderen Worten, lieber...

Mit anderen Worten, lieber Don, Sie befürchten ernsthaft, dass so ein BGE-Modell Gesetz werden könnte, und dass Sie dann zu den Verlierern gehören würden. . Wer aber "nix zu verlieren hat", findet Experimente womöglich sexy. . Ich verstehe alle Einwände dagegen bestens, aber rein emotional gelingt es mir einfach nicht, mich von einer BGE-Perspektive bedroht zu fühlen. Wer so blöd ist wie unsere Stützen plus politischer Klasse plus Bildungsbürgertum plus Qualitätsmedien, der wird wohl auch die negativen Folgen so einer Entwicklung (falls sie wirklich eintritt, was sehr unwahrscheinlich ist) wohl verdient haben. . Hab den Ponader gegoogelt, eine abgeschlossene Ausbildung hat er auch und sogar in seinem Beruf gearbeitet. . Im Alten Rom, der Mutter aller Sportdemokratien, gab es den "Volkstribun", der selber durchaus der Elite angehörte. Der muss dann den Plebs vertreten, der niemandes Patron Klient ist. Ein häßliches Phänomen alles in allem. Tränenreich gegen "soziale Ungerechtigkeit" zu predigen, und das Gebrüll des Pöbels als Druckmittel einzusetzen. Ich sag nur Bernard Tapie. . Die natürliche Lösung müsste darin bestehen, dass die Plebs selber für Sicherheheitszwecke eingesetzt wird. Jeder Patrotn unterhält sich eine Leibwache, die sich die kräftigsten, aufgewecktesten und schlagfertigsten Kerle rekrutiert. Das würde auch den Steuerzahler freuen, er müsste dann weniger Geld für die staatliche Polizei ausgeben.

mediensegler: @E.R....

mediensegler: @E.R. Binvonhier: "Sie werden mir immer sympathischer. - Wo ist eigentlich Donna?" * Bei E.R. Binvonhier. Darauf hätten Sie auch selbst kommen können...

0 diktionaftis 09.05.2012, 07:42 Uhr

@Filou (8.05 / 22:31) ... oder...

@Filou (8.05 / 22:31) ... oder noch billiger aus - na? - China. (Wär das was für Ihr - äh - Portemonnaie?) . http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1621474/ZDF-heute-journal-vom-17.-April-2012#/beitrag/video/1621474/ZDF-heute-journal-vom-17.-April-2012 . (vorspulen auf 24:27)

0 donalphonso 09.05.2012, 08:03 Uhr

Wenn man sich ein wenig in...

Wenn man sich ein wenig in dieser Welt umschaut - etwa nach Griechenland - dann dürfte auch der letzte BGE-Freund erkennen, dass man in Deutschland bei so einem Experiment jede Menge verlieren kann. Wer denkt, dass unsere Armen im internationalen Vergleich arm sind, sollte nur mal nach Spanien fahren, oder nach Calabrien. Insofern würde ich auch den Profitierenden raten, ihre Überlegungen mit Bedacht zu betreiben.

0 Der Tiger 09.05.2012, 08:12 Uhr

Sehr verehrter Don! Wollen Sie...

Sehr verehrter Don! Wollen Sie wirklich aufhören, Kunstwerke zu produzieren? Wo soll ich mich dann über italienische Fahrradkäufe amüsieren?

0 aristius fuscus 09.05.2012, 08:34 Uhr

@HM, 8:20: mit dem Verweis auf...

@HM, 8:20: mit dem Verweis auf den Volkstribunen haben Sie sich jetzt doch auf sehr dünnes Eis begeben. Ursprünglich diente dieses Amt dazu, den Plebejern Rechtssicherheit gegenüber dem Patriziat zu verschaffen. Aufgrund des Vetorechts ist dieses Amt dann nachgerade zur konservativen Bastion geworden, da damit nahezu jeder Reformversuch torpediert werden konnte. So wäre die von Tiberius Sempronius Gracchus initiierte Landreform nicht etwa am Senat, sondern am tribunizischen Veto gescheitert, hätte Gracchus nicht zu gesetzwidrigen Mitteln gegriffen. Die wenigsten Tribunen (wie etwa Publius Clodius Pulcher) haben das Amt tatsächlich dazu genutzt, populare Politik zu machen.

0 donalphonso 09.05.2012, 08:38 Uhr

So eine Kolumne kann nicht...

So eine Kolumne kann nicht ewig laufen, und ich finde, das sollte sie auch nicht.

0 salonsurfer 09.05.2012, 09:05 Uhr

"Wer denkt, dass unsere Armen...

"Wer denkt, dass unsere Armen im internationalen Vergleich arm sind, sollte nur mal nach Spanien fahren, oder nach Calabrien." . Oder in die Ukraine, Don - ein ungeschminkter Reisebericht über das harte Leben der Menschen dort: Reportage aus der Ukraine - Spurensuche in Saporoshje . http://www.fr-online.de/panorama/reportage-aus-der-ukraine-spurensuche-in-saporoshje,1472782,15118630.html

0 donalphonso 09.05.2012, 09:09 Uhr

Die Natur dieser Kunstfigur...

Die Natur dieser Kunstfigur bringt es mit sich, dass sie das eher nicht mechen wird. Es mag ein Makel und ein Fehler sein, aber es ist nun mal so... ein jeder auf seinen eigenen Platz mit seinen eigenen Problemen. Und davor habe ich aus anderen Gründen auch das ein oder andere. Nichts Schlimmes, aber es ist, wie es ist.

0 HansMeier555 09.05.2012, 09:21 Uhr

Dass die Armen anderswo noch...

Dass die Armen anderswo noch viel ärmer seien, ist m.E. ein Allgemeinplatz, der erst noch überprüft werden müsste. Als deutscher Tourist kann man da während seines Urlaubs kaum ein zuverlässiges Bild gewinnen, zumal die Voreingenommenheit und die kulturelle Fremdheit noch hinzukommen. . Nur mal ein Beispiel: Für den 30jährigen Deutschen ist die Verfügung über ein eigenes Zimmer, das ihm alleine zur Verfügung steht, wohl essentiell. Anderswo auf der Welt würden es viele Menschen (v.a. Frauen) als schwere Zumutung auffassen, eine Wohnung alleine bewohnen zu müssen: Niemanden zu haben, mit dem man den ganzen Tag über tratschen und quatschen kann, wäre für sie die schlimmste aller Perspektiven. . Ebenso der Garten hinterm Haus: Wo sich der 30jährige Deutsche sich gerne im Liegestuhl lümmelt und es als Zumutung empfände, Unkraut jäten zu müssen, würde sich die polnische Oma psychisch gefoltert fühlen, wollte man sie von der Gartenarbeit abhalten. Auf der Veranda im Schaukelstuhl zu sitzen und zu gucken, wie das Unkraut sprießt, wäre für sie die schlimmste aller Höllen. . Es ist am Ende die Subsistenzfrage, die schon die Gracchen aufgeworfen haben. Selbst die Tiere haben ihre Höhle, nur der Stadtrömische Proll hat nichts. . Sieht man das alles mal nicht aus Berliner, sondern aus kleinstädtischer Perspektive, dann würden die meisten Prekarianer auch mit BGE nicht aufhören, zu arbeiten. Sie würden es nebenbei einstecken, genau wie andere Sozialleistungen (von der Eigenheimförderung bis zum Kindergeld) bisher auch und ansonsten weitermachen wie bisher: Handwerk, Schwarzarbeit, Auftragsjobs - natürlich ohne sich dabei was auf "Kreativität" oder "Selbstverwirklichung" einzubilden.

0 E.R. Binvonhier 09.05.2012, 09:27 Uhr

OT: "Erst der Test, dann die...

OT: "Erst der Test, dann die Moral" bei Spon. . So funktioniert das also: Habe mich damals über die mediz. 'Betreuung' des jungen mex. Slumbewohners gewundert, bei dem man als ersten Schweinegrippe nachweisen konnte, bevor sie dann ihren Siegeszug um die Welt antrat. . Die Sorgen um weiteres Bevölkerungswachtum scheinen mir unbegründet.

0 E.R. Binvonhier 09.05.2012, 09:32 Uhr

...die 'global player'...

...die 'global player' schaufeln sich wohl selbst ihr Grab.

0 E.R. Binvonhier 09.05.2012, 09:37 Uhr

Da kann der Club of Rome mit...

Da kann der Club of Rome mit seinen Katastrophenszenarien zu Hause bleiben.

0 E.R. Binvonhier 09.05.2012, 10:39 Uhr

Für Vt's: Nix CIA, nix...

Für Vt's: Nix CIA, nix Bilderberger, nix Islamisten - ganz normale Wissenschaft.

Comeback-Kid - Schröder? ...

Comeback-Kid - Schröder? http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Ploetzlich-lieben-alle-Gerhard-Schroeder/story/11423368 Auch auf diesem Link oben "Euro-Aus für Griechenland rückt näher".

0 auch-einer 10.05.2012, 04:55 Uhr

"Früher sagte man, der Erfolg...

"Früher sagte man, der Erfolg der Rechten im Süden hätte viel mit den hier tätigen Konglomeraten aus Politik, Wirtschaft und anderen Bevorzugten zu tun, von denen man zumindest in Deutschland weitaus weniger hört, als von der sizilianischen Mafia. Dieses System würde schon wissen, wie man die Leute unabhängig vom Einkommen dazu bringt, die Kreuze an jenen Stellen zu machen, wo es den Angehörigen des Systems etwas bringt. Allerdings komme ich frisch aus Monaco, jenem kleinen Staat, wo die sozialen Unterschiede noch etwas grösser als andernorts sind, und muss sagen: So sicher bin ich mir da gar nicht. Vielleicht sind die Wähler ja auch nur klug genug, sich für eine Entscheidung, die sie ohnehin treffen würden, von den Profitierenden freundlich behandeln zu lassen. " . und wenn es sich anders verhält: . ein blick auf die geografische verteilung der wähler von sarkozy, beispielsweise im nouvel observateuer, zeigt, dass seien mehrheiten im süden, aber auch in elsass-lothringen zu finden waren. . erstaunlich für deutsche verhältnisse, dass auch in ländlichen gebieten hallande die mehrheit gewinnen konnte. ansatz eins: könnte es einfach darum gegangen sein, sarkozy abzuwählen? . ansatz zwei: zumindest die radikale rechte in strassburg findet ihren sozialen besitzstand, den sie sich mühsam errungen hat, oft sind es selber einwanderer aus südeuropa, von anderen ausländrn gefährdet. ein verhalten, das man derzeit auch in nordrhein-westfalen beobachten kann. dass es im politischen geschäft dazu gehört, solche stimmungen auszunutzen, ist auch nichts neues. friede springer macht das eben, und ich nehme an, mit billigung von frau dr. hosenanzug. . was die linke und die npd angeht, die beiden parteien, die sich um die unzufriedene untrerschicht bemühen, es fällt auf, dass bei unterscheidlicher analyse die forderungen ziemlich gleich sind. so hat, gleich am beginn der finanzkrise, die npd als erste gefordert, die banken zu verstaatlichen, bevor auch die linke auf diesen zug sprang (ausgerechnet verstaatlichen, die landesbanken waren neben der staatsbank kfw doch die ersten, die gerettet werden mussten, weil sie in hochriskantem junk engagiert waren). . entsprechend nerhme ich an, dass gerade diejenigen, die man als kundschaft für das bge ansehen könnte, am meisten dagegen sind, weil sie sich an der bedingungslosigkeit stören. wenn ich mit arbeiten eben soviel bekomme, dass ich über sgb zwo liege und keien ansprüche habe, sollen die nichtstuer und sozialschmarotzer (sinnigerweise meint man damit die armen, nicht die reichen) auch nichts haben. dieses argument ist nicht eben selten, gern auch noch ausländerfeindlich untersetzt. bei dieser kundschaft zieht der claim "deutsche arbeit für deutsche" sehr viel besser als die forderung nach bge. . traurig, aber leider wahr.

0 donalphonso 10.05.2012, 07:55 Uhr

Die Region um Nizze gilt seit...

Die Region um Nizze gilt seit jeher sowohl als Hochburg der Konservativen als auch als Heimat von Konglomeraten der Bauwirtschaft, es gab in Nizza einen Bürgermeister der Front National. Ich vermute, dass von dort aus dann auch die Konterrevolution laufen wird - Geld sollte ja vorhanden sein. Eventuell so ähnlich wie die Tea Party in den USA, erste Anzeichen sah man ja schon im Wahlkampf. Noch ein Problem für Frau Merkel.

0 HansMeier555 10.05.2012, 08:06 Uhr

Das Elsass ist traditionell...

Das Elsass ist traditionell auch so eine FN-Hochburg. Warum auch immer.

0 donalphonso 10.05.2012, 08:45 Uhr

Die reizvollsten Regionen...

Die reizvollsten Regionen haben oft die unschönsten Politiker.

Don, du willst doch nicht...

Don, du willst doch nicht sagen, dass Oberfranken reizvoll ist.

0 E.R. Binvonhier 10.05.2012, 09:22 Uhr

Den unschönen Politikern in...

Den unschönen Politikern in den reizvollsten Regionen wird es wie den Reichen gehen. Sie werden nicht allzuviel von der 'schöpferischen Zerstörung' halten, wenn die Zerstörung sicher ist und Schöpfergeist eher eine Fiktion.

0 donalphonso 10.05.2012, 09:37 Uhr

Sagen wir es andersrum:...

Sagen wir es andersrum: Schöne Landschaft und gutes Wetter sind keine Garantie gegen das Wachstum schräger Politikervögel.

0 HansMeier555 10.05.2012, 09:40 Uhr

Durchs Autofenster gesehen ist...

Durchs Autofenster gesehen ist Oberfranken hübsch.

0 diktionaftis 10.05.2012, 09:42 Uhr

@ DA (10:45) Unpolitische...

@ DA (10:45) Unpolitische Schöne haben regionale Reize. (just kiddin')

0 E.R.Langen 10.05.2012, 09:44 Uhr

"Die Deutschen in der Schweiz...

"Die Deutschen in der Schweiz - ein unvermeidliches Übel." Da haben Sie recht, Don. Das ist sie. Aber wenige Deutsche bekümmern sich deswegen - und wohnen dennoch hier.

0 Der Tiger 10.05.2012, 10:09 Uhr

@icke - “wichtige reformen...

@icke - “wichtige reformen werden wenn schon von links gemacht”. Da bin ich dann mal schwer gespannt, was Gabriel und Hollande auf die Beine bringen.

@auch-einer: Dass nicht etwa...

@auch-einer: Dass nicht etwa die Opposition gewählt, sondern immer die Regierung abgewählt wird, ist vielfach empirisch bestätigtes Axiom aller Wahlen. Weshalb es auch ziemlich wurscht ist, was eine Opposition macht oder sagt - hat sich die Regierung bei den Wählern unbeliebt gemacht, ist sie weg und die Opposition dran. Gruss, Thoprsten Haupts

0 diktionaftis 10.05.2012, 10:42 Uhr

@Der Tiger (12:09) ... da...

@Der Tiger (12:09) ... da müsste dann ja erst mal Gabriel auf die Beine kommen (oder in die Puschen ...) (Kicher)

0 E.R. Binvonhier 10.05.2012, 11:00 Uhr

D.A.11:37 :-) O.K....

D.A.11:37 :-) O.K.

0 HansMeier555 10.05.2012, 11:24 Uhr

Diener, die für ihre Herren...

Diener, die für ihre Herren in die Schlacht ziehen! Ein Schelm, wer dabei nicht an diese Autoren denkt: . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/urheberrechtsdebatte-kuenstler-gehen-in-die-offensive-11746404.html

@HansMeier555: Sie meinen, die...

@HansMeier555: Sie meinen, die Piraten ziehen für die "Alles umsonst und sofort" Gemeinde in die Schlacht? Das ist aber gemein von Ihnen ... Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 10.05.2012, 12:20 Uhr

@Der Tiger, machen Sie sich...

@Der Tiger, machen Sie sich bitte keine Sorgen um Hollande und Gabriel. . Die machen nur das , was wir hier auch tun - sie surfen. . @diktionaftis,... geht auch in Puschen.;-)

0 E.R. Binvonhier 10.05.2012, 12:23 Uhr

Auch die haben ihren D.A. der...

Auch die haben ihren D.A. der die Arbeit macht.

0 diktionaftis 10.05.2012, 13:03 Uhr

... und hier noch eine Novelle...

... und hier noch eine Novelle mit dem Titel "Herr und Knecht" ("Хозяин и работник") von Tolstoi zum Nachlesen: . http://www.gutenberg.org/files/33266/33266-h/33266-h.htm

@ HansMeier555 10. Mai 2012,...

@ HansMeier555 10. Mai 2012, 13:24 : Das ist immer die gleiche Ablenkung. Niemand will den Kreativen ihren wohl verdienten Lohn vorenthalten. Es geht um die immer schön ausgeblendeten Rechteverwerter. Rechte immer nur für 1 Jahr oder eine Auflage kaufen zu dürfen schmeckt denen nicht. Das alles nach 25 jahren öffendlich und endgeldfrei in eine nationale Bibliothek gehört, will da kein Rechteverwerter. Das eine geistige Leistung vom Umfeld und dem Zeitgeist mitgetragen wird, das blenden die Verwerter vollkommen aus. Die Leistung des Staates (also die Gesellschaft, nicht oder wenig die Verwaltung) wird ausgeblendet, man zentriert den Zugewinn auf wenige und die Leben hervorragend davon. Die Öffendlichkeit soll (wie so oft) alles geben ohne zu bekommen. Ein Recht auf Veröffendlichung und Zugang wird gescheut wie das Weihwasser. Die Verwerter betrügen uns alle um unsere Kultur und unsere Wurzeln. Die "abhängigen Künstler" vorzuschieben ist da billig.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.