Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der reiche Schnösel als Stilikone

| 164 Lesermeinungen

Hauptsache entspannt und ohne Mühen: Seit Cary Grant in Nizza Grace Kelly küsste, hat sich sich der elegante Herr an der Riviera rar gemacht.

Everyone wants to be Cary Grant. Even I want to be Cary Grant.
Cary Grant

Es ist nicht mehr so einfach, gibt sie zu.

Bild zu: Der reiche Schnösel als Stilikone

Heute hat Cezanne die Farben für das Meer und den Himmel gemischt und nur ein paar ferne Wolken hineingetupft, es ist noch nicht zu heiß, und hier, in den holzgetäfelten Räumen, ist sicher irgendwo eine Klimaanlage, von der man nichts hört. An den Wänden sind Erinnerungen an die grosse Zeit, die, wenn man die seitdem rapide gewachsenen Yachten, Privatflugzeuge und Villen berücksichtigt, eigentlich gar nicht so gross war. Grace Kelly zum Beispiel fährt als Millionenerbin in „Über den Dächern von Nizza“ einen Sunbeam Alpine: der Wagen ist kleiner als ein moderner Golf, und entsprach damals der oberen Mittelklasse. Wo damals noch in kleinen Bergdörfern Hühner über die Strasse liefen, laufen heute die vermögenden Russen. Trotzdem, sagt sie, ist es nicht mehr so einfach. Und das, obwohl sie es selbst lebt, und dabei wirklich sehr erfrfeulich aussieht.

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Aber das hier sind holzgetäfelte Wände und über 100 Jahre Tradition; da sagt man nicht so leicht Lebewohl formeller Kleidung, zu Kostüm, Blazer und Krawatte. Man hat Photos aus dem gesamten 20. Jahrhundert um sich herum, und immer sehen die Menschen so aus, wie es sein soll. Bügelfalten, lange Hosen, Krawatten, vermutlich auch Manschettenknöpfe. Würden sie so aus den Bildern steigen, wären sie für die meisten gesellschaftlichen Anlässe perfekt und für den Alltag der Gegenwart viel zu gut angezogen. Und vermutlich wären sie in all ihren Haltungen und Handlungen auch viel zu steif. Es ist tatsächlich nicht mehr so einfach. Das Ideal lebt fort, mehr kann es nicht tun, und draussen schert sich niemand mehr darum. Ich fürchte, ihr Kampf ist aussichtslos wie der einer vergessenen Adligen um 1800, die in ihrem holzgetäfelten Salon nichts von der  Abschaffung von Perücke und Korsett wissen wollte. Draussen stellt sich eher die Frage, welche Luxusuhr man für welchen Ärmel man wählt, aus dem kein Hemd mehr hervor scheint.

* * *

Das Tempolimit auf den Strassen – es sind wenige und überall stehen Videokameras, damit sich alle benehmen – wird hier wie vermutlich nirgendwo sonst in der Welt überwacht. Die Bewohner befürworten das, schliesslich leben sie hier, und wer hat schon gern die Rennstrecke der Vermögenden in seiner Stadt. Aber diese Stadt ist nun mal untrennbar mit dem Motorsport verbunden, und die Hotels, deren Auffahrten ansonsten makellos sind, erlauben durchaus, dass besonders seltene Rennwägen hier stehen bleiben. Damit auch jedem klar ist, wer hier wohnt. Die Garage, die in meinem Hotel die Autos versorgt, trägt den Namen einer besonderen Marke. Es gibt hier natürlich ein Geschwindigkeitslimit, aber kein Beschleunigungslimit, und kein Lärmlimit. Es macht den Anschein, als hätten sich die Autobauer genau überlegt, wie man trotz der Beschränkungen den Benzinverbrauch möglichst auffällig umsetzt. 50 km//h mag wenig auf einer Autobahn sein, aber es ist viel in einem Kreisel.

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Und wie es nun mal so ist: Die einen machen es vor. Und die anderen gehen zum Autoverleih und machen es nach. Zumindest für eine Stunde, oder einen halben Tag, das kann sich jeder leisten. Das ist für so einen Ort wie die Wahl zwischen Pest und Cholera: Natürlich könnte man es ganz verbieten und alle zwingen, auf diese lustigen, kleinen E-Mobile umzusteigen, die für den Stadtverkehr hier völlig ausreichen. Natürlich würden dann jene, denen kleine E-Mobile nicht reichen, überlegen, wo es sonst noch solche roten Mietwägen und Strassen am Meer gibt. Man kann dem Schnösel gewisse Grenzen setzen, man kann ihm einen Platz zuweisen, auf dem er zufrieden ist. Man kann ihn aber nicht mehr disziplinieren. Im Geiste ist er auf der Rennstrecke. Dafür kauft er nachher, wenn es reicht, auch die Daytona für das Handgelenk.

* * *

Vielleicht war das in den Zeiten strenger Türen noch anders, vielleicht gab es wirklich eine Epoche, während der man die Neureichen erst disziplinierte, und sie danach, wenn sie sich richtig verhielten, einliess. In der Zeit von „Über den Dächern von Nizza“ jedenfalls war das schon vorbei; die Mutter von Grace Kelly drückt eine Zigarette in einem Spiegelei aus, womit viel gesagt wird. Die Mutter der Dame im holzgetäfelten Raum hat es ihr ziemlich sicher anders beigebracht, sie versteht auch noch die Kunst, sich im Zeitalter der für angemessenes Verhalten herausfordernden Buffets richtig zu benehmen. Es sind auch noch andere Personen anwesend, das Programm ist voll, und so ist Koordination gefragt: Das Besteck richtig hinlegen, aufstehen mit der richtigen Haltung und dem richtigen Takt, sich vorstellen oder vorstellen lassen, in die richtige Sprache wechseln, so, wie man das gelernt hat. Und in den Augenwinkeln sehen, wie andere sitzen, ja man muss fast sagen, hocken bleiben. Hocken trifft es gut. Aber bitte, doch keine Umstände.

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Das ist locker, das kann man so machen, und wie man es hält, ist auch nicht von der Kleidung abhängig. Da sind welche, die den oberen Teil des Gesichts anheben und in den Nacken fallen lassen, während die Kinnlade dort verweilt, wo sie war, unter Hinterlassung eines Schlundes, der es jedem Zahnarzt leicht machen würde, die Qualität der Dentalarbeit abzuschätzen. Manche werden vielleicht sagen, dass die Bügelfalte ein veraltetes Relikt ist, aber ich wäre dann sehr dankbar – auch zugunsten der feinen Dame – wenn man mir erklären könnte, was von den verneuerten Relikten zu halten ist, die heute als lässig gelten, da man zwar für den Körper kilometerweit läuft, aber sich für den Menschen nicht mehr erhebt.

* * *

Das Internet im Hotel möchte nicht so, wie ich will, und weil es spät ist, möchte ich das Personal nicht mehr inkommodieren. Natürlich stehen sie 24 Stunden zur Verfügung, aber wer steht schon gerne als der Irre da, der Nachts um drei plötzlich noch Zugang zum Netz braucht. Das sind entweder, ahem, Einsame oder Arbeitssüchtige, also schickt es sich nicht. Daher muss ich erst wieder Mantua erreichen, um zu erfragen, was das eigentlich für Leute waren, die bei mir so oft im Fahrstuhl auftraten und im ersten Stock ausstiegen, wo sie ihre Tagungsräume verschluckten. Die Fahrstühle sind unaufgeregt langsam und weiträumig, jedoch nicht gross genug, um nicht zu hören, was diese Amerikaner in dem, was in Amerika als Freizeitkleidung gilt, zu sagen haben. Aha, eine globale Vertriebsorganisation für Finanzprodukte, das verbirgt sich hinter dem Logo. Ich kannte es noch nicht. Es muss ihnen aber etwas bedeuten, denn die modernen  Schlüsselbänder, die mit Krawatte absolut unvereinbar sind, haben sie auch draussen getragen. Erkennbar in der Freizeit. Ziemlich viele blaue Bänder, die durch die mediterranen Lüfte flatterten.

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In den holzgetäfelten Räumen gehört man dazu, wenn man die richtige Krawatte und die passenden Manschettenknöpfe trägt, und das definiert dann den Rest; weniger geht dann einfach nicht. Jetzt sind es diese Schlüsselbänder mit Aufdruck. Kein Wunder, weil diejenigen, die es erhalten, nicht wie früher eine Jacke tragen, an denen man so ein Schild an der Tasche befestigen kann. Man schaut sich gegenseitig dann eher auf den Bauch. Eine Krawatte ist da wirklich störend, das Ideal dürfte dann Freizeitkleidung sein, und das formelle Vorstellen hat sich dann auch erledigt, ach, Sie sind, äh, moment, ich schaue auf Ihren Bauch, ach so, der Herr von der FAZ. So kommt man sich schneller näher, man muss weniger sagen, und das Aufstehen hat sich auch erledigt, nach hinzten fallen und den Mud aufmachen erleichtert dafür die Lesbarkeit. Die Leute im Aufzug, die sich zu ihrer Konferenz treffen, beherrschen das aus dem Handgelenk heraus. Wo eine dicke Uhr baumelt, und keine Manschette zu sehen ist. Sie reden über Autos und dass sie nachher nach Frankreich fahren. Und lachen. Ja, das gute, alte Europa und seine Freuden.

* * *

Ich war wirklich sehr angetan von der Frau im holzgetäfelten Raum.

 

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164 Lesermeinungen

  1. "Wo damals noch in kleinen...
    „Wo damals noch in kleinen Bergdörfern Hühner über die Strasse liefen, laufen heute die vermögenden Russen.“
    Danke für diesen amüsanten Satz und natürlich Ihren Beobachtungen in MC.

  2. Also so habe ich das fast gar...
    Also so habe ich das fast gar überhaupt nicht gemeint!

  3. Ich bekenne, maximal dem...
    Ich bekenne, maximal dem Kleinbürgertum zu entstammen. Deshalb habe ich keine persönliche Erfahrung mit der Oberschicht. Ich habe aber den Verdacht, daß in einer Zeit, in der sich der beschriebene Ort wohl dem Niveau des Daniela Katzenberger-Mallorcas anzunähern scheint, die wirkliche Elite ganz woanders ist. Denn der frühere Playboy war eben jemand mit Geist jenseits der ausschließlich materiellen Orientierung. Die heutige Elite, so scheint mir, ist auf gewissen Inseln im Internet, während sie physisch an vordergründig ganz profanen Orten sein kann.Vielleicht , beispielsweise, in einem kleinen Dorf in Brandenburg.

  4. Wer ist Daniela Katzenberger?...
    Wer ist Daniela Katzenberger?

  5. Wer ist Cary Grant?...
    Wer ist Cary Grant?

  6. Ein gut aussehender...
    Ein gut aussehender amerikanischer, aber europakompatibler Schauspieler. Und diese Frau?

  7. Geehrter Don, Imagetransfer...
    Geehrter Don, Imagetransfer funktioniert dort noch wie Direkteinspritzung. Für Stil allein gibts kein Geld.

  8. Cary Grant, ist das nicht der,...
    Cary Grant, ist das nicht der, der irgendwie mit einer Kommentatorin…?
    Oder war das John Wayne?
    Wie haette eigentlich Quasimodo in Edelklamotten ausgesehen? Esmeralda waere kein Problem: Heuler wie die brauchen keine Kleider.
    .
    Wie sehen eigentlich Monte-Carlo-Punks aus, oder gibts da keine Jugend?

  9. Ich würde sie gerne für eine...
    Ich würde sie gerne für eine gekonnte Demagogin halten, glaube aber leider, dass sie tatsächlich so „Vox“ ist wie ihre Sendung.
    Zwar finde auch ich das Gebären einiger Neu-Reicher aus anderen Kulturkreisen abstoßend und zutiefst Stil-verletzend. Aber ich glaube nicht, dass es ein neues Phänomen ist, sondern sich diejenigen schon immer überlegt haben „, wo es sonst noch solche roten Mietwägen und Strassen am Meer gibt.“
    Davon abgesehen, ist ihre Finanzkraft partiell auch die Finanzierung der Hochkultur. Wenn wir von Russen sprechen, müssen wir auch an Cristal Roederer denken.

  10. Über ihr Aussehen möchte ich...
    Über ihr Aussehen möchte ich schweigen. Sie ist das( gewesen)arm-proletarische Pendant zu den (vielleicht gewesen)reich-proletarischen Geissens. Hat durchaus ein gewisses Unterhaltungstalent und betreibt jetzt ein café auf Mallorca. Zitat David Denk, Medienredakteur der Tageszeitung:
    „Und trotzdem fällt es mir schwer, Daniela Katzenberger rundheraus abzulehnen – so gern ich sie als White-Trash-Phänomen abtun würde. Das liegt weiß Gott nicht an ihrem bizarren Äußeren, von dem ich die auf die Stirn tätowierten Clownsaugenbrauen zu erwähnen vergaß, nein, sympathisch machen Daniela Katzenberger ihr Mutterwitz und ihre Schlagfertigkeit.“

  11. Ich gebe zu ich weiß auch...
    Ich gebe zu ich weiß auch nicht wer Daniela Katzenberger ist, sorry, kleine dumme Stadt.
    Konnte gerade Bügelfalten bewundern, da wäre Gary Grant blass geworden.
    An einer Frau mit spitzigsten Schuhen. Wirkte auf mich fast mondän und fiel doch neben den Fleece
    Jacken und Jeans auf den ersten Blick nicht auf.

  12. nico, das fürchte ich auch -...
    nico, das fürchte ich auch – aber es gibt immer noch so Ecken, da würde man denken, jetzt kommen sie gleich um die Ecke., und dahinter ist ein Citroen mit zwei Polizisten. und irgendwie würde man sich das auch wünschen.

  13. Cary Grant war doch...
    Cary Grant war doch gebürtiger Brite!
    .
    Ein Hemdenschneider fragt beim Maßnehmen immer, welche Uhr man trägt, um die Manschette entsprechend weit zu fassen!

  14. Filou, Monaco Jugend studiert...
    Filou, Monaco Jugend studiert in Paris 1 eher weniger, ist dafür aber die Stütze der Yogagruppe. War aber, zumindestens vor 10 Jahren, unauffällig und angenehm im Umgang.
    Ach, und was macht so ein spiessiges Reptil wie icke, der bei den Bändern um den Hals immer an die weniger stützenhaft aufwachsenden Kindern in unerfreulichen Stadtgebieten denkt? Als ich hier ankam las ich, noch vor dem ersten Arbeitstag über Benimm und Korrespondenz (mit frdl.Gr. auf Französisch)… bis ein Chef mich anblaffte, was ich denn für ein Benimm Ayatolla sei.

  15. Sachen gibt's... ts....
    Sachen gibt’s… ts.

  16. Sorry, Sie ein wenig...
    Sorry, Sie ein wenig korrigieren zu müssen, aber „Cary Grant“ war eigentlich Brite. das merkt man doch, wenn man seine Filme… auch ohne Wiki.

  17. A propos Russen" (statt...
    A propos Russen“ (statt Hühner). Soll ich mal den einen oder anderen Witz über die neureichen Russen vom Stapel lassen, die mir meine Gattin (aus St. Petersburg) erzählt hat?

  18. Hmmm. Ein Artikel und eine...
    Hmmm. Ein Artikel und eine Reihe von Kommentatoren, die mein Vorurteil stützen, in Deutschland habe die ehemalige Unterschicht schon lange die Kulturherrschaft übernommen. Also der gute Abschluss eines eh guten Tages :-).
    Gute Kleidung und gutes Benehmen führen – wie gute Noten in der Schule – heute mit grosser Wahrscheinlichkeit zu abwertenden Bemerkungen, neudeutsch Mobbing. Ausgesprochen von denen, die wissen, das könnten sie auch. Dazu aber zu faul sind und ihre Scham darüber mit Pöbelei überspielen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  19. Der erste Satz : "Heute hat...
    Der erste Satz : „Heute hat Cézanne die Farben….. gemischt.“ verrät den Kunstbanausen, der mit bedeutenden Namen schwadroniert. Wer die
    Bilder und Maltechnik des Meisters kennt, weiss, dass es umgesetzte
    Natur ist und sich der Farbeindruck des Farbauftrags erst beim Betrachten
    ergibt und meinetwegen im Auge mischt .

  20. @ Don Ferrando 18.21h
    Savoir...

    @ Don Ferrando 18.21h
    Savoir vivre! Sie wissen wovon Sie reden.

  21. Na, icke, in Frankreich bin...
    Na, icke, in Frankreich bin ich immer unter Spiessern-und immer kommen mir die Leute sehr hoeflich entgegen. Die paar ruepelhaften Kellner am Pompidou (und weitere Umgebung) zaehle ich nicht.
    Muesste ich jemanden nach dem Weg fragen, suchte ich mir die am wenigsten pompoes aufgebrezelte Dame oder Herrn aus. Arschloecher erkenne ich innerhalb von Zehntelsekunden. Aber manchmal reizt mich das Abenteuer-und bin auch mal positiv ueberrascht worden.
    .
    Sachma, der Chef muss auch ein Astloch gewesen sein, oder? Sowas aehnliches ist mir auch untergekommen. Stur hoeflich sein bringt diese Leute zur Weissglut. Kostet aber viel Selbstbeherrschung.
    .
    Ich kann allerding ungeheuer ordinaer sein. Das ist wie Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten gleichzeitig.

  22. Thora, je primitiver die...
    Thora, je primitiver die Verhaeltnisse, um so mehr muss man sich durch Benehmen distanzieren. Das gilt auch fuer die umgekehrte Sitauation. Dann naehmlich, wenn die falschen Leute einen auf Benimm machen. In meiner Jugend konnte ich dann sehr lustig werden: es galten mir dann keine Tischsitten-und was man sonst so an gesellschaftlichem Handwerkszeug besitzt.
    Haben Sie auch bemerkt, wie schnell solche Affen durch kleine, manchmal unbedachte spitze Bemerkungen beleidigt sind? Gerade die Bulldozer?

  23. Jeeves, erzahl' mal!...
    Jeeves, erzahl‘ mal!

  24. @Don Alphonso,
    ich verstehe...

    @Don Alphonso,
    ich verstehe Ihren Artikel nicht;
    worüber schreiben Sie eigentlich?
    Ich jedenfalls bin dann mal weg;
    nach Italien natürlich.
    Ciao!

  25. Meine Oma hat gesagt "Früher...
    Meine Oma hat gesagt „Früher wollten die Leute auch reich werden, aber nicht so schnell“. Cultural heritage muss halt auch erworben werden, wenn es darum geht, das Erbe zu besitzen.

  26. Und wenn jetzt gleich hier...
    Und wenn jetzt gleich hier einer auftaucht und Knigge zitiert oder diesen komischen aethiopischen Prinzen, dann verspreche ich allen einen Schreikrampf. Janz undiplomatisch. Aber laut.

  27. @ thor

    nette these, aber ich...
    @ thor
    nette these, aber ich vermute, dass ihr gutes benehmen in den arbeitersiedlungen der jahrhundertwende auch nur bedingt auf anerkennung gestoßen wäre. der schnösel bekommt halt ne hintern versohlt und sollte der schnösel mal in der überzahl gewesen sein, so war er nicht für gutes benehmen bekannt.
    gutes benehmen ist halt etwas, was man sich für seinesgleichen aufhebt, egal ob nu zylinder oder schiebermütze.
    die menschen verändern sich halt nicht, sie ziehen sich nur alle paar jahre mal anders an.

  28. Willkommen in diesem Theater...
    Willkommen in diesem Theater !
    Die Bühne ist riesig
    Genau wie das Ensemble
    80 Millionen Schauspieler allein in Deutschland
    Was wird gegeben ?
    Die Selbstinszenierung
    Erst mal alle in die Requisite
    Die Requisitenkammer ist unerschöpflich
    Tattoo,Bügelfalte,Piercing,Daytona-Uhren..
    Dann zum Choreograf
    Der bringt euch das Benehmen bei
    das muss schon passen zur Requisite und zur Rolle
    grade sitzen und Tasse am Henkel fassen =Oberschicht
    fluchen und rülpsen = Unterschicht
    Zigarette in Spiegelei = Abschaum
    Wollt ihr Applaus dann gebt alles
    Peinlichkeit ist von gestern
    Ehrlichkeit auch
    Vorhang auf !
    .
    geschrieben in einem holzgetäfelten Raum
    Baumarkt Aktionspreis „bugdet“ 5€/qm

  29. Cary Grant, achja ......
    Cary Grant, achja … schmacht. Meine Mutter nannte ihr erstes Auto nach ihm; einen hübschen kleinen weißen Opel Kadett mit roten Sitzen. (Jaja, ich weiß. Ein Opel? Puuh!) Aber wir haben ihn geliebt. Wir machten lange Touren mit noch längeren Spaziergängen und Picknicks mit ihm; manchmal zwei- dreimal in der Woche. Morgens packte uns unsere Mutter mit Tirolerhut und Lederhose in den Cary und dann wußten wir schon, daß es wieder ein sehr schöner Tag werden würde. An seinem letzten Abend besuchte ihn meine Mutter alle paar Stunden in der Garage und streichelte die große übermalte Rostbeule am Kofferraumdeckel. Sie schwört bis heute, sie habe ihn damals weinen hören.
    .
    Muß ich noch erwähnen, daß meine Mutter auch ein großer Fan von Grace Kelly war?
    .
    Sie mögen ja zum Großteil ein bißchen piefig gewesen sein, damals in den 60ern. Aber wenn ich mir die alten Fotoalben ansehe, muß ich sagen, selbst in den Momenten größten Sich-gehen-lassens sehen sie dabei alle um ein Wesentliches stylischer aus wir in den 80ern.
    .
    Natürlich ist es auch schön, daß wir alle in den 70ern sexuell und auch ansonsten befreit wurden, und von da an mit oder ohne BH alles tun und lassen konnten, was uns so ins Hirn schoss, ohne auf ewig aus der Gemeinde der Rechtgläubigen ausgestoßen zu werden. Zumindest, wenn man es dabei beließ sich solcherhand wilden Exzessen nur in der nächstgrößeren Stadt hinzugeben und nicht die Kreise der Bewohner des heimatlichen Dorfes damit zu stören.
    .
    Persönliche Freiheit ist ein wirklich großer Fortschritt, aber sie scheint sich nachteilig auf die Ästhetik auszuwirken; zumindest was das Gros der Bevölkerung angeht.

  30. Darf ich ThorHa (20:10) ein...
    Darf ich ThorHa (20:10) ein Liedchen von Element of Crime widmen:
    http://www.metrolyrics.com/nichts-mehr-wie-es-war-lyrics-element-of-crime.html
    „Wir hocken uns traurig in die Dämmerung
    Auf der Suche nach dem guten alten Schwung
    Wessen Schnapsidee war es denn hierher zu gehen.
    […]“
    .
    (Schlecht gegessen heute?)

  31. Nur weil Sie es erwähnt...
    Nur weil Sie es erwähnt hatten, better Don: das mit den Lärmvorschriften für Autos ist so: in bestimmtem Gang von genau 50 km/h bis zu einem bestimmten Punkt (ob 100m oder auf 80km/h weiß ich nicht mehr) mit Vollgas beschleunigen. Und genau das tun die Autos (und Motorräder) dann auch. Leise. Angepasste Steuerkurven, geschlossene Auspuffklappen.
    Drückt man hingegen mit 48 oder 52 km/h drauf, dann bricht das gewünschte Inferno los.
    Danke für den erbaulichen Artikel.

  32. Ich bin sehr der Überzeugung,...
    Ich bin sehr der Überzeugung, dass auch die persönliche Bekleidung dem ökonomischen
    Diktat unterliegt. Wenn man wie Gary Grant sein will, ohne Gary Grant zu sein wird
    es teuer. Das Gleiche gilt für Adriano Celentano oder den Mann, dem einst von
    einem Politiker empfohlen wurde, sich rasieren zu lassen. Auf SPON gab man ihm den
    Rat es bleiben zu lassen: in Berlin würden andere tausende Euros für Stilisten
    ausgeben um so auszusehen wie er.
    Herr Haupts, Sie haben unbedingt Recht. Sie könnten es, aber sie sind zu faul dazu,
    sprich es rechnet sich für sie nicht – reine Kosten-Nutzen-Analyse.
    Man könnte von mir auch verlangen, ich sollte mich doch etwas mehr anstrengen um
    wie Marilyn oder Grazia Patrizia auszusehen – da setzt dann die Kosten-Nutzen-Analyse ein. Selbst wenn ich einen ganz tollen Business-Plan erstelle, gibt die Bank mir Kredit?
    Geben Sie im Alltag denen Kredit, die sich um gutes Benehmen bemühen, oder
    erwarten Sie dies als eine für Sie kostenlose Voraussetzung – eigene Resourcenschonung?

  33. "Bügelfalten, lange Hosen,...
    „Bügelfalten, lange Hosen, Krawatten, vermutlich auch Manschettenknöpfe.“
    Uniform der Berater, Vertreter, Verkäufer, Nepper, Schlepper und Bauernfänger.
    All jener, die es auf das Geld anderer Leute abgesehen haben.

  34. Das war wohl das Schöne an...
    Das war wohl das Schöne an den alten Zeiten, dass Cary Grant einen Lebensstil gepflegt hatte, der heute einem Edelzahnarzt in Ulm oder Freiburg schon zu popelig wäre. Die Schere klaffte auf zwischen Personal und Bürgern (auch nicht schön für die, die in den 30ern weniger im Monat verdient hatten als eine Autogarage Miete kostete) und nicht zwischen oberem Mittelstand und Oberklasse.
    .
    Was heute wirklich Stil hat, bleibt wo es geht, unsichtbar. Unter sich. Das sind dann eben die Pseudos, die mit dem geliehenen Ferrari schwarze Streifen auf die Strasse radieren, weil gerade ein Immobiliendeal oder irgend ein Finanzgeschäft gut hingehauen hat. Von Oligarchen anderer Länder ganz zu schweigen.
    .
    Ob arm oder reich, wir sind alle weit weg von unserem Kern, weil wir alle den Sachzwängen oder anderen Wölfen hinterherheulen mussten, um über die Runden zu kommen.
    .
    Wer kann schon entspannt und stolz auf sein Lebenswerk schauen: ja, das wollte ich machen.. und muss sich nicht mit Rotwein sein Chaos schön trinken, und dann überlegen, mit welcher Silberkanne sie oder er frühstücken möchte – oder ob er sich in einem Barchetta, Ferrari, Bentley oder Sunbeam Alpine, aber Tiger (Poor man`s Cobra) sehen lassen möchte.
    .
    Zu viele Optionen, zu viele Hindernisse, und viel zu viele gleich Qualifizierte, so dass das Hauen und Stechen in Bereichen ausgekämpft wird, in der sich eine Daniela K. eben besser schlägt als andere, die nicht so grell sind…

  35. @ Thorha 20:10 :
    Wenn 100...

    @ Thorha 20:10 :
    Wenn 100 Millionen Menschen in den OECD Ländern wirtschaflich abgehangen werden und der zusammenbrechende Massenmarkt die Massenarbeitslosigkeit befeuert und die Generation Praktikum brotlos macht, dann wollen wir doch bitte auch ungestört sagen, wie abstossen der (neidisch betrachtete) Reichtum der 2 % auf uns wirkt.
    Wer mit 5k/mon herumprollen möchte, kann über Milliardäre lästern ohne rot zu werden.

  36. Na, in diesem Beitrag und in...
    Na, in diesem Beitrag und in den Kommentaren wird aber ordentlich mit Namen rumgeschlagen:
    Cézanne
    Grace Kelly
    Daniela Katzenberger
    Cary Grant
    John Wayne
    Cristal Roederer
    David Denk
    Benimm Ayatolla
    die Russen
    Sachma, der Chef
    Element of Crime
    Adriano Celentano
    Bin mal gespannt, was für Namen noch zitiert werden?

  37. Der bewusste Proll lebt...
    Der bewusste Proll lebt heiterer.
    .
    Am Buffet. Hinter mir eine Schlange von 7-8 Leuten, vor mir ein junger Typ im dunklen Anzug, der sich den Teller dekoriert und sorgfältig mit dem Greifer jedes einzelne Salatblättchen, Käse- und Wurststückchen anordnet, dass er 5 Minuten später verzehren wird. Nachdem ich mir das eine Weile angesehen habe, nehme ich einen Greifer und greife vorne an ihm vorbei und haue mir das Zeug auf den Teller. Er ist daraufhin leicht pikiert, während ich nur grinse.
    .
    Ein Kollege beobachtet die Szene und erwähnt sie mir gegenüber einige Monate später, weswegen ich mich vermutlich an sie erinnere. Er weiß, dass ich auch bei anderen Gelegenheiten A*loch aus Überzeugung bin.
    .
    Ein anderes Buffet. Vor mir ein Typ in Freizeitkleidung. Er häuft sich gebackene Tintenfischringe auf seinen Teller, bis der Bottich leer ist, so als hätte er den Kleister noch nie gegessen und würde es in den nächsten Jahren auch nicht wieder tun. Ich frage ihn, ob er nicht irgendwann genug hätte? Er daraufhin „pass auf! pass auf!“ – aber ich passe doch nie auf und mobbe fröhlich in aller Öffentlichkeit.

  38. Nun ja…

    Don Alphonso 17:19...
    Nun ja…
    Don Alphonso 17:19 : Ein gut aussehender amerikanischer, aber europakompatibler Schauspieler. Und diese Frau?
    Sie sollten der Wahrheit die Ehre geben und hinzufügen, dass er homosexuell war und einer Zeit entstammt in der das Bekanntwerden von so etwas seine Karriere verhindert hätte…
    Nicht alles wird schlimmer.

  39. "Monaco" ist halt italienisch...
    „Monaco“ ist halt italienisch für München.
    Hat ja auch dasselbe Wappen in Rot.
    .
    Monaco Franze.

  40. "Und wenn jetzt gleich hier...
    „Und wenn jetzt gleich hier einer auftaucht und Knigge zitiert…-“
    .
    hier ein link zum original: über den umgang mit menschen
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/3524/1
    immer wieder schön zu lesen, freiherr von kniggge weiss, vovon er schreibt.
    .
    „Wer nicht, seiner Lage nach, schlechterdings dazu verdammt ist, an Höfen oder sonst in der großen Welt zu leben, der bleibe fern von diesem Schauplatze des glänzenden Elends, bleibe fern vom Getümmel, das Geist und Herz betäubt, verstimmt und zugrunde richtet. In friedlicher häuslicher Eingezogenheit, im Umgange mit einigen edeln, verständigen und muntern Freunden ein Leben zu führen, das unsrer Bestimmung, unsern Pflichten, den Wissenschaften und unschuldigen Freuden gewidmet ist, und dann zuweilen einmal mit Nüchternheit an öffentlichen Vergnügungen, an großen, gemischten Gesellschaften teilzunehmen, um für die Phantasie, die doch auch nicht leer ausgehn will, neue Bilder zu sammeln und die kleinen, widrigen Gefühle der Einförmigkeit zu verlöschen – das ist ein Leben, das eines weisen Mannes wert ist! Und in Wahrheit, es steht öfter in unsrer Macht, als man gemeiniglich denkt, sich der großen Welt zu entziehn. Menschenfurcht, elende Gefälligkeit gegen mittelmäßige Leute, Eitelkeit, Schwäche, Nachahmungssucht, das ist es, was so manchen sonst nicht schlechten Mann bewegt, seine schönsten Stunden da zu verschleudern, wo er im Grunde nicht zu Hause ist, wo so oft Ekel und Langeweile ihn anwandeln und allerlei unedle Leidenschaften ihr Spielwerk mit ihm treiben. Freilich aber muß man, um sich diesem zu entziehn, nicht nur seinen Verhältnissen nach unabhängig sein, sondern auch nach festen Grundsätzen zu handeln und sich über das Geschwätz der Leute hinauszusetzen den Mut haben, mag auch davon gesprochen werden, was da will.“
    .
    kapitel 46, über den umgang mit hofleuten (heute wären das wohl manager grosser unternehmen)

  41. Wo wir grade über Krawatten...
    Wo wir grade über Krawatten und deren textiles Drumherum sprechen: Mark Zuckerberg wurde dafür kritisiert, im Kapuzenpulli vor Bankern präsentiert zu haben. Ob er dabei auch Badeschlappen trug, ist nicht überliefert – aber in diesem Kontext finde ich die zum Markenzeichen gewordene Stillosigkeit des Facebook-Gründers fast schon sympathisch (und das will was heißen).

  42. @auch-einer
    .
    Ach was. Wir...

    @auch-einer
    .
    Ach was. Wir alle sind dazu verdammt, an Höfen leben zu wollen. Auch der Knigge war das damals. Die Welt besteht aus ein paar glänzenden Höfen und den riesigen Wüsten dazwischen.
    .
    Was ist Frankreich? Paris und ein paar mondäne Urlaubsorte an der Riviera.
    Der Rest sind verfallende Ruinen. Vor 500 Jahren war da noch was, ist jetzt aber nix mehr.
    .
    Was sind die USA? New York, Kalifornien, und noch ein paar Urlaubsorte. Die Steppe zwischen den Küsten aber enthält nichts als Leere, Dummheit, Ödnis und Verzweiflung.

  43. Was wohl Bruno Iksil die...
    Was wohl Bruno Iksil die nächste Woche trägt? Handschellen unter den Manschetten? Oder eine Guy-Fawkes-Maske?

  44. Ob sich Cary G. wohl in den...
    Ob sich Cary G. wohl in den Sohn des Teppich-Hoflieferanten verliebt hätte?
    Der lässt Swarovski-Klunker auf Baumwollgemisch aufkleben; ist ja auch nicht jedermanns Sache.

  45. .nach dem wegdrücken eines...
    .nach dem wegdrücken eines längeren Beitrages(erst nochmal in Ruhe durchlesen) kommt die Erinnerung an einen/den ersten warmen Tag Anfang März.
    Ich fahre am Rheinufer entlang ins Training und bemerke eine Zug Kraniche der sich frühnachmittags singend Richtung Mainz bewegt.
    Einige Meter weiter erblicke ich hoch oben auf der Dachterasse einer modernen Villa eine junge Frau im Bikini , die sich, noch nicht gebräunt, anschickt, ein Sonnenbad zu nehmen.
    Ooo!!!
    Nun gut, auf dem Heimweg am frühen Abend, gleiche Wegstrecke, vor einem der dezent vornehmen Einfamilienhäuse(auch `Bauhaus`), lädt eben ein Mann mittleren Alters sein Petersenrad, dunkelblau,glaube 14 Gang in den bayr. Combi.
    Ein sich nähernder Herr und ich bleiben stehen und bewundern das Rad.
    Der Rest des Tages vorher und nachher war unauffällg, ruhig.
    Der Rhein floss noch träge grau grün in Richtung Norden>Weltkulturerbe.

  46. Nice, Nizza11. Mai 2012,...
    Nice, Nizza11. Mai 2012, 02:48
    Sir Peter Alexander Baron von Ustinov
    Sir Alec Guinness
    Sir Thomas Sean Connery
    Elisabeth Ida Marie Flickenschildt
    Audrey Hepburn
    und das Pendant zu Grace und Cary,
    Patrick Macnee und Diana Rigg

  47. In einem unvergessenen...
    In einem unvergessenen VHS-Englisch-Konversationskurs
    traf ich auf einen schottischen Lehrer (in OUTDOOR-Kleidung), der uns,
    wenn wir sprachfaul waren, Diskussionen über selbstgebaute Hurdy-Gurdys aufdrückte.
    (Ich liebe solche schrägen Vögel! Die dürfen anziehen, was sie wollen)
    .
    Neben merkwürdig sprachunlustigen Landsmännern/–frauen oft in
    tollkühnem Schwarz und frechem Beige, traf ich erfreulicherweise auch auf unterhaltsamere Lernwillige: z.B.auf eine Studentin aus Frankreich, die immer verschärft „grunge“- gestylt (im Johnny-Depp-look-alike) eintrudelte…
    und auf eine schöne Dame aus Moskau, höchst elegant , schlank mit feinem
    Gesicht – meist ganz in dunkelblau gekleidet– die mich dann sehr verblüffte.
    .
    Diese Dame erzählte, dass sie von einem einzigen Glas Champagner betrunken würde, jedoch eine ganze Flasche (!) Wodka wegputzen könne;
    sie würde da kein bißchen schwanken, oder gar unfein lallen.
    !?!
    Und bei mir dreht sich schon bei ALKOHOLFREIEM Weizenbier alles.
    (wenn ich es undamenhaft nach längeren Radtouren zischen lasse)
    Bilde ich mir den Alkohol nur ein, weil es wie ein richtiges Bier perlt?
    (Placebo-Effekt?)
    .
    Ob Grace Kelly einen gezwitschert hatte ?
    Fleurissimo-Parfüm und Alkohol/Pfefferminz-Atem in besseren Kreisen?

  48. @Filou - Distanzierung durch...
    @Filou – Distanzierung durch Benehmen: Völlig richtig. Eiskalte Höflichkeit kann übrigens eine stärkere Wirkung haben als ein Strom von Kraftworten.

    @lalola – Arbeitersiedlungen: Wollten Sie meine These bestätigen? Danke.

    @Vroni – Nichts mehr wie es war: Huh? Ich trauere nicht, ich hatte einen rundum erfolgreichen Tag. Und ich wäre der erste, der These zu widersprechen, alles würde schlechter. Eleganz und geschliffene Umgangsformen sind nur tatsächlich nicht mehr positiv besetzt.

    @E.R. Binvonhier – Kosten/Nutzen Ratio: Ja, ich gebe Menschen eher Kredit, die sich sichtbar um gutes Benehmen bemühen. Die Rabauken bekommt man kostenlos.

    @Holly01 – Alles bricht zusammen: Eine Entschuldigung für eigene Unarten haben die Menschen immer gefunden. Steht auch in überhaupt keiner Verbindung zu den äusseren Umständen.

    @The Great Artiste – die mit Stil sind unsichtbar: Ja. Die rapide fortschreitende Entmischung der Bevölkerungsschichten und -stile wird durch viele Faktoren beschleunigt. Bestimmte Begegnungen zu vermeiden ist einer davon.

    @Dreamtimer – Prolls leben heiterer: Klar. Solange es noch genügend Nichtprolls gibt, deren Zurückhaltung man ausnutzen kann. War das nicht ein Verhalten, was auch Sie (in anderen Zusammenhängen) scharf verurteilten?

    @Marco: Ein Selfmadeunternehmer war nie der Mann, von dem man gutes Benehmen erwartete.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  49. Gary Grant kommt aus extrem...
    Gary Grant kommt aus extrem armen Verhältnissen. Der wusste einfach, wie wichtig es ist, gut angezogen zu sein. Dass Anzüge auch die Uniform der über-den-Tisch-Zieher, Schwiegermutterbetrüger und Abzocker sind, geschenkt. Anzüge machen Eindruck, deswegen.
    .
    Der moderne Grant ist Clooney, gleich in bessere Verhältnisse reingeboren. Wird auch ab und zu unrasiert und im T-Shirt gesichtet. Vielleicht sogar deswegen.

  50. Persönlich gefällt mir eher...
    Persönlich gefällt mir eher die mentale Bügelfalte, die sich zuweilen in den nicht nur äusserlich verschrobensten Gestalten manifestiert.
    Ein wahrscheilich eher proctogabardines Gebärden und Verhaltensmuster, welches auf Scholarships oder Seychelletörns aufboet und nicht selten Breitlings seinen Ursprung in falsch verstandenen Beipackzetteln findet.
    Schliesslich ist nichts ergreifender, als der vornehme Griff ins Cloissonneetui.

  51. Wehmütiges Hach,...
    Wehmütiges Hach, Manschettenknöpfe …
    heute so selten wie Krawatten-nadeln, -spangen, Überschuhe, Hausmäntel, Sektquirle oder Kragenstäbchen.

    Der wahre Herr mit Stil beherrscht noch den doppelten Windsor-Knoten.

  52. gabriele11. Mai 2012,...
    gabriele11. Mai 2012, 10:45
    Ob Grace Kelly einen gezwitschert hatte ?
    Sie hat.
    In dem Film „Die oberen Zehntausend“

  53. Oh Gott, ist der Clooney auch...
    Oh Gott, ist der Clooney auch schwul??

  54. Übrigens nicht zu vergessen:...
    Übrigens nicht zu vergessen: David Niven.

  55. Riva, ich bin ja auch der...
    Riva, ich bin ja auch der Meinung, dass siche solche Leute eher bei Extremtouren in der Arktis oder Märschen in Sibirien treffen sollten, und nicht irgendwo, wo sie auffallen.

  56. Es gölte also nachwievor Hans...
    Es gölte also nachwievor Hans Kudszus‘ Wort: „Guter Geschmack ist nicht die schlechteste Moral“? Leider neigt man heutzutage wohl eher zur unbesonnenen Expressivität – auch das ein Diktat der Mode, aber die meisten wollen dies, glaube ich, durchaus bestreiten. Über Geschmack ließe sich ja auch nur streiten, wobei dieser Ausspruch doch eigentlich (zumindest innerhalb dieses Zusammenhangs) nichts weiter als der letzte Strohhalm ist, an den sich die Unsicheren klammern.

  57. Ja, und die Franzosen tun das...
    Ja, und die Franzosen tun das trotz Sarkozy dem Sparmeister! Das ist besonders lustig.

  58. Auch die Deutschen werden...
    Auch die Deutschen werden jetzt den Griechen in sich entdecken.

  59. gabriele,
    kleine...

    gabriele,
    kleine Produktinfo:
    „Alkoholfreies“ Weizenbier hat durchaus Alkohol. Je nach Hersteller um die 1,9 Vol%. Ungeübte Trinker können bei ausreichendem Verzehr (2 Glas) durchaus einen Ordentlichen sitzen haben.

  60. ThorHa, da haben Sie mich und...
    ThorHa, da haben Sie mich und die Ökonomie missverstanden; Die Rabauken laufen
    Ihnen auf eigene Kosten zu; für Sie ist es nicht kostenlos. Auch Rabauken wägen ihren
    Aufwand vs.Ertrag.

  61. HansMeier555 (06:23)
    "Monaco /...

    HansMeier555 (06:23)
    „Monaco / München. … dasselbe Wappen in Rot.“
    Das stimmt nicht ganz.
    Die roten Rauten Monacos haben ihre Entsprechung in den blauen Rauten Bayerns. Diese stammen ursprünglich von den Grafen zu Bogen, wurden dann im 13. Jhdt. von den Wittelsbachern übernommen und landeten im 20 Jhdt. auf der Bayern-Flagge.
    Die Münchner führen einen Mönch im Wappen, was ja des Namens wegen naheliegt. Das Monegassische Wappen wird von zwei Mönchen gehalten, die nebenbei noch Schwerter schwingen.
    .
    Auf die Gefahr zu langweilen, wollte ich das hier richtigstellen. (Zumal HM555 ja bekennender Feudalist zu sein vorgibt.)

  62. @derwodasomitdenhaarn - mit...
    @derwodasomitdenhaarn – mit Bezug auf: “unbesonnenen Expressivität – auch das ein Diktat der Mode’:
    .
    http://blog.zeit.de/zweitstimme/2012/05/09/ruttgers-der-tiger-und-die-folgen/

  63. muscat,
    Clooney schwul? Er tut...

    muscat,
    Clooney schwul? Er tut in der Presse alles, damit er wie ein weiberfressender Kerl daherkommt. Wenn man das jedoch sieht (wie er sich in seiner Freizeit anzieht), könnte man es meinen:
    http://www.zimbio.com/photos/George+Clooney/George+Clooney+Matt+Damon+Out+Nobu+Berkeley/OsvH1OpRvFz
    .
    Aber ich halt mich da raus.

  64. @Diktionaftis
    .
    Den Mönch...

    @Diktionaftis
    .
    Den Mönch haben die Münchener aber auch im Namen und Wappen. In der Linken trägt er kein Schwert, sondern das kommunistische Parteibuch, und formt die Rechte spielerisch zu einer Pistole: „peng, peng“…
    .
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/17/Muenchen_Kleines_Stadtwappen.svg/2000px-Muenchen_Kleines_Stadtwappen.svg.png

  65. HansMeier555 (13:16) (Das war...
    HansMeier555 (13:16) (Das war ja sogar wirklich witzig.)
    .
    Und rote Socken hat er auch noch an!
    (Kneift man die Augen zusammen, erkennt man den Ude Christian …)

  66. HansMeier555,
    es ist ganz klar...

    HansMeier555,
    es ist ganz klar das SPD-Parteibuch.
    Grüße vom Ude.
    Die Monaco-Vroni.

  67. Ein Dankeschön für Ihre...
    Ein Dankeschön für Ihre stimmungsvollen Fotos hier und im Privatblog – sie wissen zu gefallen.

  68. Tief im Innern ist der Bayer...
    Tief im Innern ist der Bayer Anarchist.

  69. There's the true (?) story of...
    There’s the true (?) story of a well-known Greek gambler* at the Monaco casino who was winning a huge amount of money one evening. The casino manager was informed and all he asked was „Is he (the Greek) standing or sitting?“. The answer was that the Greek was sitting. „No problem, let him continue“ said the manager. (It is a fact that a gambler who is standing is more likely to walk away with his winnings…. which is not good for the casino, of course).
    * Was his name Tharali Unskrupolos?

  70. HM555, diktionaftis, Vroni @...
    HM555, diktionaftis, Vroni @ Es geht hier um Stilikonen, zählen Mönche auch dazu,
    waren die auch… äh, was meinte ich nochmal,… Schnösel?

  71. @E.R. Binvonhier...
    @E.R. Binvonhier (14:31)
    „Stylish“ und weiß, wie man aus Sch** Geld macht – aber wahrscheinlich nicht wirklich schnöselig:
    .
    Pater A. Grün
    .
    (… Noch einer für die o. g. Liste …)

  72. @ ThorHa 11. Mai 2012, 11:03...
    @ ThorHa 11. Mai 2012, 11:03 :
    Nichts bricht zusammen, ausser einer dummen amerikanischen Ökonomieschule, die auf Personen ruht, die immer dümmer und dreister die 1% supporten.
    Naja und der Glaube an die westlichen Werte. Griechenland und Spanien zeigen, wie das establishment reagiert, wenn der Himmel sich auch nur zuzieht: radikale Kriminalisierung.
    Das alles ist kein Spiegelbild der alltäglichen Ignoranz gegenüber den Menschen und der Umgebung.
    Ich nehme an, die „Klippenproblematik“ stumpft die Leute über die Jahrzehnte ab.
    Man steht an der Klippe des eigenen Sozialsockeln und schaut mit Grausen nach unten in den Abgrund, das never come back des sozialen Abstiegs sitzt den Deutschen wie ein Alb im Nacken.

  73. Trägt man nicht bei...
    Trägt man nicht bei gesellschaftlichen Anlässen eine Taschenuhr?

  74. E.R.Binvonhier,
    zumindest die...

    E.R.Binvonhier,
    zumindest die Mönche der La Grande Chartreuse sind deutlich Schnösel: Sie tragen ausschließlich reinweiße Kutten aus edler reiner Wolle (darunter tragen sie Adidias-oder Nike-Anzüge), haben eien feusalsitische Arbeitsteilung in reine Bibel-studierende- und in Handwerker-Mönche, leben an den Bergen in Südfrankreich, brauen Absinth-ähnliches grünes Zeuch und züchten Katzen (die Chartreuse oder auch Kartäuser-Katze). Noch schnöseliger, versnobter, vermiezter geht es kaum.

  75. liebe vroni...2 Glas - ein...
    liebe vroni…2 Glas – ein hicks und ein rülps,
    dann ein kurzes Hoppala;
    nach´m radeln is ollawei die Etikette beim Deifi.
    .
    Tief im Innern ist die Frau Anarchist –
    oder warum fürchtet sich die Kirche sonst so davor?
    .
    Noch ein weiterer Gentleman: David Bowie

  76. Diese Dame dürfen wir nicht...
    Diese Dame dürfen wir nicht vergessen.
    Aus obigem Link entnommen:
    „Unser Vertrag ist klar, er besiegelt mein Glück
    Für mich gibt es nur First Lady oder Geld zurück.“
    .
    Sarko: „Sollte ich die Wahl verlieren, werdet ihr euch schrecklich langweilen.“
    .
    Ja da hat er wohl recht, fast so tragisch wie der Tod Luis de Funes.

  77. HansMeier555: "Tief im Innern...
    HansMeier555: „Tief im Innern ist der Bayer Anarchist.“
    *
    Das ist wahr, und wogegen lehnt er sich auf? Gegen den Staat? Nein, gegen den Milchpreis… Solche Verbündeten brauchen Berliner Anarchisten nicht!

  78. @yast2000
    .
    Von Bayern...

    @yast2000
    .
    Von Bayern verstehen Sie so gar nichts!

  79. gabriele,
    Frauen Anarchisten?...

    gabriele,
    Frauen Anarchisten? Pah!
    Sie suchen unendlich lange – und bewusst vergeblich – ihre Traumprinzen. Auch die jungen. Das macht angepasst „wie Sau“ und lässt wie dumme Gänse wirken. Die Kirche müsste eigentlich so etwas mögen. Was Frauen anarchistisch wirken lässt, sind ihre losen Reden in Galerie oder Küche. Darf man nicht so ernst nehmen, kaum fester Umsetzungswille weit und breit, nur frotzeliges Gejammere.
    .
    Der Schnösel oder der Schmock sind leider nicht die besseren Traumprinzen, das erkennt auch die dümmste Frau rasch. Nach dem ersten gleich. Die kümmern sich nur um sich selbst und wie sie wirken. Albtraumprinzen.
    .
    (Natürlich gibt es in Wirklichkeit gar keinen Traumprinzen, aber sag das denen mal. Kriegst nie wieder Geheimnisse verraten.
    Gez. Vroni.
    Manchmal in misogyner Stimmung. Besonders jetzt, da Weiwa-Klassentreffen ansteht. Au-Weiwa.)

  80. War nicht auch der grosse...
    War nicht auch der grosse Gatsby schwul?

  81. yast2000 + HM555
    Denke ich an...

    yast2000 + HM555
    Denke ich an Bayern und Anarchie, kommt mir zunächst die Münchner Räterepulik in den Sinn.
    Da da aber keine Stilikonen auftauchen, schweifen die Gedanken weiter zu Herbert Achternbusch.
    .
    Zumindest hat der was zu sagen, was am Rande mit dem Thema zu tun hat:
    .
    „Das schöne Gefühl, Geld zu haben, ist nicht so intensiv, wie das Scheißgefühl, kein Geld zu haben.“
    .
    Ja, genau. So is!

  82. Juhu!
    Bügelfreie Hemden und...

    Juhu!
    Bügelfreie Hemden und Kreative Freiheit sowie Grenzenloser Erfolg werden hier am Rande feilgeboten. Diese 2.0-Reklame ist ja so – so …äh …
    (Unverständliches murmelnd und wild gestikulierend ab)

  83. Don Ferrando: "Von Bayern...
    Don Ferrando: „Von Bayern verstehen Sie so gar nichts!“
    *
    Von wegen, die sind gerade alle hier in der Stadt und haben statt Häkelrolle einen Bayern-Schal in der Hutablage. Außerdem habe ich mit Horst schon im Sandkasten gespielt, als ihr an der Straße stehend noch Franz-Joseph zuwinken musstet…

  84. @Marco, beinahe hätte das...
    @Marco, beinahe hätte das niemand bemerkt, und dabei ist das doch etwas wirklich Aussagekräftiges. Auch mir wäre das beinahe sympathisch, wenn nicht dieser linkische Blick wäre. Die Banker aber werden ihm das nachsehen, denn sie sind doch nur geil darauf, die Emittierenden zu sein. Und dafür duldeten sie sogar einen Messias in Jesuslatschen. Sympathisch wäre er mir gar, legte er sie richtig aufs Kreuz.

  85. Holy01, gemach ,gemach......
    Holy01, gemach ,gemach…
    Wenn die globale Wirtschaft erstmal durchdigitalisiert und durchanonymisiert ist, fällt der Teil
    “ zur Hälfte Psychologie“ sowieso weg. Brauchts keinen Support mehr. Wer dann an
    den Klippen steht und in den Abgrund schaut: tja.
    .
    Kein die Märkte fordern dies, der Euro verlangt das… die gute alte Zeit..

  86. Filou, ich habe seither...
    Filou, ich habe seither unterschrieben, nichts Böses über den Chef oder seine Kollegen zu sagen. Ausserdem bin ich doof: ich habe das für nen Witz gehalten und mir gesagt, es steht ja sein Name unter der Grobheit. (Ach so, das Kleidungsequivalent: Neue Arbeitskleidung mit dem Kommentar: Hat Air France die Uniform gewechselt? empfangen. Nun ja, solange man die Tomatensauce in der Kantine umgeht ist man für Alles gewappnet)
    Es gibt irgendetwas Undefinierbares, das zwischen Armleuchtern und anderen unterscheidet. Keine Klassenfrage.

  87. „Kein die Märkte fordern...
    „Kein die Märkte fordern dies“, E.R. Binvonhier? Sidney Wang, anyway? Naja. Wie auch immer, ich wünschte es mir hier im Salon manchmal ästhetizistischer, um nicht zu sagen snobistischer. Irgendwie hab ich den Eindruck, es wird letztens hollandiger. Es mag Zeitgeist sein. Aber wen interessiert das schon?

  88. Habe die Ehre, verehrte...
    Habe die Ehre, verehrte Gemeinde.

    Wer sagt Hotte denn was die 1337 die auf seiner Piraten Mitgliedskarte steht bedeutet?
    Wurde pflichtschuldigst von der Journaille gemeldet ohne das die es verstanden hätten. Spotten ist nur schön wenn der verspottet es auch versteht….

    Habe Gewitter, endlich Abkühlung. Koche mir gefüllte Paprika, die Paprika müssen weg…und roh, wie gestern Abend ist meinem Gekröse zu anstrengend…wäre es schnöselig Essen verkommen zu lassen? Aufessen muß ja nicht sein, aber wegwerfen ohne versucht zu haben was damit zu machen…

    Und meine Zeit in Bayern hat mich gelehrt, das sie dort alle offfene Anarchisten sind, Wer sich ungefragt in das Leben anderer einmischt wird mit einem freundlichen „Geh Weider, sonst fangstoane!“ zum nicht stören aufgefordert. Und so lange man den anderen „Laß mir mei Rua!“ nicht belästigt, kann man eigentlich machen was man will ;-) Macht die CSU ja auch.

    Im Rheinland ist das etwas anders, da wird abstrakt Anteil genommen, „Häste Gehürd, datt…“ , aber im Prinzip ist auch egal was die anderen machen, „Jeder Jeck is anners“, so lange sie nicht zu sehr stören. „Dat iss mein Kölsch!“

    Und Cary Grant wahr wohl auch nicht ganz so durchschnittlich, was seine Sexualität betraf, sagt man. Von Clooney wird das gleiche getuschelt, und aktuell, man verzeihe mir den Ligawechsel; bei Travolta kommt ja auch gerade was heraus…ein coming out wollen wir es mal nicht nennen, kein Ahnung wie Scientologen mit sowas umgehen.

    Und Mahlzeit,
    RealMash

  89. @nico: Sagen wir mal so:...
    @nico: Sagen wir mal so: Wesentlich sympathischer würde es mir „The Zuck“ nicht machen, aber wenn er den Bankstern eine lange Nase drehen kann, sei es ihm gegönnt. Zu meiner Stilikone werde ich ihn sicher nicht küren, aber wenn er seinen Style auch auf dem Parkett durchziehen kann, warum sollte er sich dann mit einem bunten länglichen Stofflappen um den Hals verkleiden müssen? Wobei ich andererseits den Standpunkt einzelner Anlegervertreter, in seinem Outfit einen Mangel an Respekt zu sehen, auch ein Stück weit nachvollziehen kann. Aber solange sie nicht die Konsequenz ziehen, den Ausgabekurs seiner Aktien in den Keller zu knüppeln und zu sagen, von uns gibts nix, solange ist das nur Gekläffe für die Galerie.

  90. Wenn es bei Hemdsärmeln und...
    Wenn es bei Hemdsärmeln und Schlüsselkindhalsband nur um Ästhetik ginge könnte ich mich daran gewöhnen Männlein wie Weiblein auf die Wampe zu starren.
    Aber diese Hemdsärmelichkeit geht ja einher mit gewollter Distanzlosigkeit einher bei dem Freundschaft und Arbeitsverhältnis vermischt werden sollen und damit psychische Abhängigkeit und Verfügbarkeit der Angestellten erzeugt. Habe ich mal erzählt, dass einer Kollegin, damals Managerin bei feu ArthurAndersen, die Gehaltserhöhung mit der Begründung verweigert wurde, sie sei nicht Verfügbar genug? Sie hatte es nämlich vorgezogen, am Wochenende zu ihrem Verlobten nach London zu fahren statt auf den Abteilungsausflug…

  91. Vroni; ehm't es is Rebbubligg,...
    Vroni; ehm’t es is Rebbubligg, gips keine Traumprinzen nicht – Und wer garantiert mir, dass ich die Traumprinzessin wäre die so ein Traumprinz nähme?

  92. Vroni - Weiwa-Klassentreffen -...
    Vroni – Weiwa-Klassentreffen –
    empfehle anarchische Verweigerung.
    :-)

  93. icke: "Und wer garantiert mir,...
    icke: „Und wer garantiert mir, dass ich die Traumprinzessin wäre, die so ein Traumprinz nähme?“
    *
    Sie könnten sich vom TÜV amtlich zertifizieren lassen und dann den Betreffenden kuzerhand einklagen. Die Haftpflicht für Liebesbeziehungen heißt übrigens Ehe!

  94. Irgendwann, liebe Icke, hatte...
    Irgendwann, liebe Icke, hatte ich die Faxen dicke mit den abhaengigen Arbeitsverhaeltnissen und den Chefdarstellern. Lieber wollte ich Strassenraeuber werden und mich nachts in den Waeldern verstecken. Da war ich inzwischen 24; es wurde Zeit, die hoeheren Weihen eines Fachs zu erwerben.
    Seitdem gilt die Devise: Ueber mir nur noch G-ott, daneben, sede ad manis dextris, die spaetere Madame, da (auch @vroni) trafen sich keine traumprinzlichen Gebluete. An mir konnte die naive Demoiselle ihren Blick fuer die wirklichen Armleuchter des Kleinbuergeruniversums schaerfen. Sie tat es.
    .
    @Savall, Sie meinen doch wohl nicht meinen versuchten positiven Einfluss auf die hiesige Diskussionskultur? (Von wegen hollandiger. Erklaerungsbeduerftig.)

  95. @Savall, nichts gegen den...
    @Savall, nichts gegen den Zeitgeist und bitte, was hat der Tanz der Oligarchen,
    die FDP und “ Eine Leiche zum Dessert“ miteinander zu tun? :-)

  96. @Filou - hollandiger...
    @Filou – hollandiger Einfluss:
    Ihren nicht, nein. Lebenskünstler – oder deren gelungene Darstellung – waren auch in besseren Kreisen immer gerne gesehen :-). Ansonsten – ja. Wir (alle?) haben das Ideal der Gemeinschaft der Gleichen verinnerlicht. So dass Snobismus sich anderswo austoben muss. Was im übrigen auch einen Teil der gesellschaftlichen Entwicklung erklärt – Geld als Ersatz für Anerkennung.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  97. Mal ganz unter uns: Wenn wir...
    Mal ganz unter uns: Wenn wir die Blogs der FAZ ansehen, der allesamt erlahmen und auch diesen hier, der nachlässt: ist das Bloggen eine mediale Form, die sich überlebt hat?

  98. E.R. Langen, wenn wir das...
    E.R. Langen, wenn wir das ganze als Gespraechskreis der nicht ganz so Bloeden sehen wollen, gaebe es eine Chance.
    Ein Salon, in dem das Thema vorgegeben ist, dem man nicht unbedingt ueber die ganze Laenge folgen muesste; es wird getrunken, geraucht, geplaudert, Grueppchen gebildet (man muesste sich auch mit der kurzfristigen Dame eines ebenso kurzfristig fuer sie schlagenden Herzen unter der Treppe vergnuegen duerfen); eben was man so tut, wenn einem der Tag ungeheuer auf den Nerv gegangen ist (oder das Gegenteil).
    Das koennte eine gute Formel sein.
    It’s all depending to the host.
    .
    (Grosse Herzen schlagen ueber Mantua hinaus. Sie brauchen keine Fahrraeder. Geld hat man ausreichend. Hat mans nicht, redet man nicht darueber.)

  99. @Vroni, ...die Kartäuserkatze...
    @Vroni, …die Kartäuserkatze hat mit dem Orden nichts zu tun, sie hat ihren Namen nach der Zeichnung des Felles…(erinnert an das Ordensgewand).
    Berühmt sind aber die Kartäuserpferde und bestimmte Blumenzüchtungen, etwa Nelken; auch Obstbäume.
    Wichig erscheint mir aber, dass Kartäuser streng vegetarisch leben..
    Gruß

  100. Nachdem ich jetzt nach einem...
    Nachdem ich jetzt nach einem langen Tag mit der besten aller Frauen für morgen
    ein 6 Gänge-Menü vorbereitete, meine Überschuhe gesäubert sind und ich, nachdem ich die Manschettenknöpfe zurücklegte, und aus dem einmal getragenen Hemd die Stäbchen entfernte, die Krawattennadel wieder an Ort und Stelle und der doppelte Windsorknoten gelöst ist, sitze ich jetzt hier in meinem Hausmantel, schaue auf die Taschenuhr und erlaube mir den Fauxpas, meinen Champagner mit dem Sektquirl
    zu rühren. Und mache mir Gedanken. Gedanken darüber, warum man jetzt gegen die Holländer …. ob das damit zu tun hat, dass die Deutschen nicht mehr in die Coffieshops … oder sollte ich vielleicht die beiden vergessenen Davids anschauen …
    Dünner Mann, der Hund war süß, oder doch besser Heroes … Oh we can be Heroes, just for one day… wieso Stilikone … lass das t mal weg … Sarkozy – Sarkophag …
    heute schon wieder neue Über-den-Tischzieher … grins, die einem die Reibungswärme, die beim überntischziehen entsteht, als Nestwärme verkaufen.
    Contenance … ab ins Himmelbett.

  101. @E.R.Langen
    Blogs wird es...

    @E.R.Langen
    Blogs wird es immer geben, aber nur von denen genutzt werden, die was damit anfangen können, und das sind eben viel weniger als gedacht.

  102. Wenn man das "T" aus Stilikone...
    Wenn man das „T“ aus Stilikone weglässt, hat man gleich das feministische (= dämliche) Pendant. Aufgedunsene PsychopatInnen.

  103. Zum Muttertag. Gedanken zur...
    Zum Muttertag. Gedanken zur Anarchie von Eva.
    Das Christentum spricht hier von einem Sündenfall.
    Eva hat sich aufgelehnt, hat verbotene Früchte gestohlen.
    Als Folge dieser Rebellion beschreibt die Bibel,
    dass Adam und Eva plötzlich ihre Nacktheit erkennen,
    woraufhin sie sich Kleidung aus Feigenblättern anfertigen.
    Eva muss fortan Kinder unter Schmerzen gebären, aber
    Adam wird der harte und mühselige Ackerbau auferlegt.
    Cut
    Eva entgeht dem Herr-/Knechtschaftsverhältnis auf ihre Weise.
    Sie wählt aus IHRER SICHT das kleinere Übel.
    Wenn Eva sich stark fühlt, dann geht sie fußballspielen.
    Sie läßt sich auch auslachen. Sie spielt einfach weiter.
    Eva kann allerdings auch mit fürchterlich hohen Absätzen
    Männer um den Verstand bringen.
    .
    Wenn Eva will, lernt sie still und leise.
    Algorithmen seien clevere Verfahren, Probleme verschiedenster Art
    effizient lösen…Terminierung und Zeitkomplexität wären zu beachten
    …..das hatte damals – ihr ziemlich alter Mann gesagt.
    .
    Ich bin klein mein Herz ist rein.

  104. Mitnichten, Filou....
    Mitnichten, Filou. Unglücklicherweise hat der Hauptbuchhalter, den die Franzosen sich letzthin zum Oberhaupt erkoren einen Nachnamen, der zu Mißverständnissen Anlaß bietet. Mein Ingrimm bezog sich vielmehr darauf, daß wir hier neuerdings wenig Donna Laura und viel Daniela Katzenberger haben. Ich wünschte mir mehr Leichen zum Dessert.

  105. Filou, so stell ich mir das...
    Filou, so stell ich mir das auch für mich denn vor. Bei dem Unternehmensgründerlehrgang hiess es, manche seien solche Asis, die könnten nur „patron“ irgendwie fühlte ich mich angesprochen.
    yast au ja,oder von Max Havelaar wenn es grün sein soll

  106. HansMeier555: "Blogs wird es...
    HansMeier555: „Blogs wird es immer geben, aber nur von denen genutzt werden, die was damit anfangen können, und das sind eben viel weniger als gedacht.“
    *
    Na, vor allem sind wir meilenweit vom Berliner Latte-Macchiato-Prekariat entfernt, deren Vertreter ihre erste Erektion für einen kreativen Schaffensprozess halten… (siehe Link)

  107. Bruno Cologna,
    (hm, der...

    Bruno Cologna,
    (hm, der Heilige Bruno aus Köln?),
    Einspruch Eure Heiligkeit, die Kartäuserkatze hat sehr wohl mit denen zu tun.
    Bitte den Film über die Kartäuser ansehen:
    http://www.die-grosse-stille.de/deutsch/index.html

  108. Mag sein, dass manchmals die...
    Mag sein, dass manchmals die Kinder der Super-Reichen schnöselig sind. Doch es gibt Super-Reichen die in Kanton Zug ansässig sind. Wegen der
    niedrigen Steuersätze. Diese Leute treiben Sport und sind im Vereinwesen, Clubs usw aktiv. Besonders die SkandinavierInnen verhalten sich bescheiden.

  109. Die wahre Stilikone ist...
    Die wahre Stilikone ist Audrey, Stichwort Breakfast at Tiffany’s.
    Nicht Gary Grant oder die pseudobrave Grace Kelly.
    .
    Audreys Stil war wirklich neu, eigen, apart. Während die anderen beiden lediglich das aufboten, was derzeit einfach als gutbürgerlich gepflegt angezogen galt. Audrey wurde wegen ihres bildenden Stils – und wegen ihrer Rehaugen gebe ich zu – dermaßen geliebt, auch bei der Weiblichkeit (was nicht allzu oft vorkommt, schätze ich), dass sogar die Callas sein wollte wie Audrey. Sie nahm zig Kleidergrößen ab, machte sich die Augen groß wie sie und zog sich an wie sie, Hüte inklusive.

  110. Und der Bayer (falls es DEN...
    Und der Bayer (falls es DEN gibt) ist auch kein Anarchist.
    Er tut nur so unangepasst, gehört zum Imitsch.
    In Wirklichkeit duckt er sofort unter Obrigkeiten. Es darf nur keiner merka.

  111. Nach einer Nacht ermuedenden...
    Nach einer Nacht ermuedenden Schlafes verliess ich das Bett ohne die Decke glatt zu streichen; wird sie doch heut‘ Abend wieder verwuehlt.
    Routiniert, von der Morgensonne erblindet, griff ich in das Dunkel des Schrankes und holte mir das, was ich immer hole: ein schwarzes T-Shirt von Sri-Lankischer Naehkunst.
    Madame beraubte mich gestern meiner Jeans. Auf dem Lederetikett der Notjeans steht ‚Boss‘. Betrug!, kein Boss drin.
    In der Nacht traeumte ich von einem entzueckenden Maedchen. Waehrend es mich zaertlich an sich zog, gestand sie, eine ueberzeugte Kommunistin zu sein…
    .
    So kann man doch nicht leben!

  112. yast2000
    "Na, vor allem sind...

    yast2000
    „Na, vor allem sind wir meilenweit vom Berliner Latte-Macchiato-Prekariat entfernt, deren Vertreter ihre erste Erektion für einen kreativen Schaffensprozess halten… (siehe Link)“
    .
    Ihre Sprache ist aber erstaunlicherweise nicht meilenweit entfernt davon.

  113. " ...und das sind eben viel...
    “ …und das sind eben viel weniger als gedacht.“
    HansMeier555, dieses Problem hat Potential.

  114. Yast 2000, ich habe gelernt,...
    Yast 2000, ich habe gelernt, dass sich die Formel „hat sich bemüht“ noch zu
    „hat sich sichtbar bemüht“ steigern lässt.

  115. homo bulla @yast2000: "Ihre...
    homo bulla @yast2000: „Ihre Sprache ist aber erstaunlicherweise nicht meilenweit entfernt davon.“
    *
    Betrachten Sie es als sprachliche Hommage an die infantlisierten Feuchtgebieter…

  116. Um kein Missverständnis...
    Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen.
    @Yast 2000, das bezog sich auf Ihren Link.

  117. Filou12. Mai 2012,...
    Filou12. Mai 2012, 11:59
    Hi,hi, war da nicht noch was mit Tango?

  118. @auch-einer
    Danke für das...

    @auch-einer
    Danke für das Knigge-Zitat. Klug, klüger, knigge!.
    @hansmeier
    „Was ist Frankreich? Paris … Der Rest sind verfallende Ruinen…“
    „Was sind die USA? New York… nichts als Leere, Dummheit, Ödnis und Verzweiflung“
    Ihre Aufzählung endet abrupt. Was ist denn Deutschland?
    @muscat
    Clooney ist wohl auch schwul, … und lebt, wie C. Grant, in einer Zeit in der das Bekanntwerden von so etwas seine Karriere verhindert hätte…
    @vroni
    Alkoholfreies hat maximal 0,5%

  119. Jast2000
    "Betrachten Sie es...

    Jast2000
    „Betrachten Sie es als sprachliche Hommage an die infantlisierten Feuchtgebieter…“
    Nein, danke. Ich betrachte es eher als einen plumpen – um nicht zu sagen infantilen – Versuch, seine unfreiwillige sprachliche Nähe zum Prekariat hinterher als gewollte ironische Hommage umzudeuteln.

  120. E.R. Binvonhier: "Um kein...
    E.R. Binvonhier: „Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: @Yast 2000, das bezog sich auf Ihren Link.2
    *
    Schon klar! Andererseits, wie würden Sie denn „Urheber“ wörtlich interpretieren?

  121. "Alkoholfreies hat maximal...
    „Alkoholfreies hat maximal 0,5%“
    .
    Hatte gehofft, es merkt keiner.
    .
    „Gesetzlich geregelt ist die Bezeichnung “alkoholfreies Bier” nicht. Der Gesetzgeber duldet sie jedoch für Biere mit einem Alkoholgehalt von unter 0,5 Volumenprozent. Erst von 1,2 Volumenprozent an müssen die Hersteller in Deutschland den genauen Alkoholgehalt angeben. In Großbritannien dagegen dürfen nur Biere mit weniger als 0,05 Volumenprozent Alkohol als “alcohol-free” (alkoholfrei) bezeichnet werden.“

  122. @ E.R. Binvonhier 11. Mai...
    @ E.R. Binvonhier 11. Mai 2012, 19:23 :
    Zumindest die Idee „alles geht überall und ist vergleichbar in der Qualität“ hat sich als Irrtum herausgestellt.
    Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung führen nicht zu identischen, sondern im Idealfall zu vergleichbaren und berechenbaren Unterschieden.
    Man kann den Produktionsstandorten nicht die 08/15 Schablone überziehen und bekommt überall die gleiche Produktivität.
    Digitalisierte Wirtschaft ….. in meiner Welt sind die Märkte bei Licht betrachtet die „City of London“ und die „Wall Street“.
    Mag sein die arbeiten digital, aber bestimmt wird das Handeln von weniger als 4 dutzend sehr realen und mit einander eng verzahnten Menschen.
    Es gibt sehr wohl die Gesichter hinter dem „Markt“.

  123. grenouillere smoking...
    grenouillere smoking (Strampelanzug mit Bügelfalten)
    http://www.vogue.fr/mode/look-du-jour/articles/tilda-swinton-en-celine-1/13918

  124. homo bulla: "Nein, danke. Ich...
    homo bulla: „Nein, danke. Ich betrachte es eher als einen plumpen – um nicht zu sagen infantilen – Versuch, seine unfreiwillige sprachliche Nähe zum Prekariat hinterher als gewollte ironische Hommage umzudeuteln.“
    *
    Ich verstehe Ihre Frage so, dass es Menschen in Westdeutschland gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt mobilisieren, um einen Airport zu errichten, ja? Mir ist nicht bekannt, dass solche Absicht besteht. Niemand hat die Absicht, einen Flughafen zu errichten!

  125. palazzo pants (prete-moi donc...
    palazzo pants (prete-moi donc ton pyjama, cheri!)
    http://www.vogue.fr/mode/look-du-jour/articles/dree-hemingway-en-yves-saint-laurent/13446

  126. Aufruf gegen den Diebstahl...
    Aufruf gegen den Diebstahl geistigen Eigentums ….?
    Fällt darunter eigentlich auch nur der BUCHTITEL?
    .
    F. Scott Fitzgerald: Der Knacks. Merve, Berlin, 1984.
    Roger Willemsen: Der Knacks. Fischer, Frankfurt a.M. 2008.
    .
    PS: im Original „The crack-up“ – (von 1936)
    – s e h r empfehlenswert – da zu lesen:
    http://www.esquire.com/features/the-crack-up
    Aber besser ist´s, Sie KAUFEN ein BUCH:
    https://www.merve.de/index.php/book/show/142

  127. Foersterliesel, Hosen mit...
    Foersterliesel, Hosen mit Ueberlaenge? Haben die einen, der sie alle 2 Minuten wieder auf die Fuesse stellt?

  128. @ gabriele 12. Mai 2012, 18:19...
    @ gabriele 12. Mai 2012, 18:19 :
    Ich denke die Diskussion zum geistigen Eigentum wird überwiegend von Leuten geführt, bei denen man im Falle von Kopfschmerzen, auch von Phantomschmerzen sprechen könnte ….

  129. @Holy01: "Mag sein die...
    @Holy01: „Mag sein die arbeiten digital, aber bestimmt wird das Handeln von
    weniger als 4 dutzend sehr realen und eng verzahnten Menschen.“
    .
    Da haben wir doch einen Kreml 2.0. Kein Wunder wehrt man sich in Moskau
    gegen das Plagiat.
    Klar auch, dass die ‚Kremlastrologen‘ viel zu tun haben – noch.
    .
    „Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung führen nicht zu identischen, sondern
    im Idealfall zu vergleichbaren und berechenbaren Unterschieden.“- meine Rede.
    .
    Wann bekommt man es schon mit einem Idealfall zu tun?
    Daher ist auch alles für den Zuschauer so vorherseh-/sagbar.
    .
    Es ist wie im Spielcasino: erst werden die Neukunden angefüttert – man lässt sie ge-
    winnen – dann zieht man sie bis aufs Hemd aus. Am Ende bleibt nur das russ.Roulette.

  130. ... and when you win a huge...
    … and when you win a huge mount of money, stand up and go.
    fionn 11.Mai 2012, 14:12

  131. @Filou 12.Mai 2012,...
    @Filou 12.Mai 2012, 19:17
    Ah-Waa, das ist ’stylish‘ . Was soll man machen, wenn das Geld für die Putzfrau
    fehlt und der Saugroboter den Geist aufgegeben hat.

  132. Miss Manners hat auch eine...
    Miss Manners hat auch eine Kolumne in der Washington Post;
    gibts solche Ratgeberecken eigentlich auch (noch/wieder) in deutschsprachigen Zeitungen?
    http://www.missmanners.com/
    .
    lieber Filou,
    red carpet attire, werden auf Händen getragen

  133. Auf irgendeinem meiner Rechner...
    Auf irgendeinem meiner Rechner und dem darauf installierten Browser befindet sich noch ein „Spiegel Online“ Lesezeichen. Heute betätigt und als Schlagzeile „Mia san Dortmund“ gefunden. Das ist Proll habe ich gedacht, nicht in der fröhlichen Form eines intentional rüden Verhaltens in dazu passenden Momenten, sondern in seiner unverstellten, bierseeligen und nachhaltigen Form.
    .
    Man kann englische oder italienische Anzüge tragen oder auch Kapuzenpullover vor Managern, die sich dadurch leicht vor den Kopf gestoßen fühlen, aber das Bürgertum ist nun einmal die Welt der Doppelmoral, des Unterschieds zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit, zwischen Gesinnung und Verhalten und da aus ihm in den letzten 2 Jahrhunderten die klügsten Menschen hervorgegangen sind, hat es dies auch immer wieder selbst thematisiert. Distinktion wird angestrebt und immer wieder durchbrochen. Ohne diese reflexive Schleife gäbe bloß lackierte Affen, die sich Lifestyle-Diktaten unterwerfen, die ein paar Ästheten unter ihnen für sie wie Warenkörbe zusammenstellt haben.
    .
    Immerhin bleibt der Wechsel der Positionen doch bedeutsam: der Spiegel, einst als Magazin des linken Bürgertums berüchtigt und verhasst, macht nun auf Proll; Künstler, die Avantgarde von Selbstverwirklichung und Emanzipation im modernen Skript, treten für Kulturindustrie und Überwachungsstaat ein, wenn ihre Absatzmärkte durch netzaffine Kommunikation bedroht werden. Ihre emanzipative Rolle wird von Nerds übernommen, die in Open Source Projekten gelernt haben, wie man mit anderen auf professionellem Niveau zusammenarbeitet und dabei autonom bleibt.

  134. Doch, es gibt sie noch, die...
    Doch, es gibt sie noch, die Leute, die Manschettenknöpfe zu schätzen wissen und alles andere dafür liegen lassen:
    http://www.ad-hoc-news.de/polizeipraesidium-westhessen-pd-hochtaunus-pol-hg–/de/News/22740612

  135. OT: Im Fazit-Blog werden die...
    OT: Im Fazit-Blog werden die Arbeiten von US-Ökonomen vorgestellt, die begründen
    können warum englische Kolonien reicher wurden, als die der Kontinentaleuropäer.
    Arbeiten von Ökonomen die erklären können, warum die USA, Kanada,Australien,
    Neuseeland ewige Einwanderungsländer blieben, würden mich mehr interessieren und dürfte aktueller sein.

  136. Ja, das ist...
    Ja, das ist Ultraliberlalalaisierungsblafasel aus der neoconecke seit schon immer, und Flauschbällchen für die getretene Ideologenseele. Amerika hat doch recht. Zurück zu den Gründungsvätern. Amerikanische Forschungen haben ergeben…

  137. "Stilikone" - Ikon - ein...
    „Stilikone“ – Ikon – ein griechisches Wort.
    Aus „Le Monde“ (Paris), Schlagzeilen vor einigen Tagen :
    „Adieu Merkozy. Bonjour Homer“ (damit wird Ho-llande / Mer-kozy gemeint).
    Nun fangt wieder eine neue Homer Odyssee an.
    Die DDR wurde gerettet und wirtschaftlich wieder auf die Beine gebracht – warum nicht Griechenland?

  138. Vermutlich wird es ihn jetzt...
    Vermutlich wird es ihn jetzt erst mal an die Gestade diverser Gerichte treiben – man freute sich ja schon auf den Strassen auf schwedische gardinen für Sarkozy.

  139. (Wenn ich hier erst mal so...
    (Wenn ich hier erst mal so weit bin, dass ich mich leistungsfrei mit dem Zusammenfassen von Büchern anderer Leute über Wasser halte, stelle ich das Blog ein)

  140. Re Manschettenknöpfe. ...
    Re Manschettenknöpfe.
    Surfen in Piccadilly:
    http://www.dunhill.com/en-de/shoponline/cufflinks/

  141. Foersterliesel, ich werde...
    Foersterliesel, ich werde demnächst mal darüber schreiben, ob man im Restaurant das Essen ablichten darf. Dafür giobt es ja keine Regeln.

  142. "Waehrend es mich zaertlich an...
    „Waehrend es mich zaertlich an sich zog, gestand sie, eine ueberzeugte Kommunistin zu sein… so kann man doch nicht leben!“
    .
    so kann man wahrscheinlich sogar sehr gut leben. sie erzählt wunderbar warm und einfühlsam von weltverbesserung und gerechtigkeit während sie jung und schlank kocht, nackt im sonnenlicht der sommerlich warmen mansarde über den dächern von paris oder nizza, und er denkt … an die freude… . zärtlichkeit ist nun mal oft anziehend. und warum auch nicht.

  143. Das ist gut erkannt und...
    Das ist gut erkannt und beschrieben. Man sollte es wiederholen. Es wird viel zu wenig gelobt und wiederholt. Also:
    „Das Bürgertum ist nun einmal die Welt der Doppelmoral, des Unterschieds zwischen Innerlichkeit und Äußerlichkeit, zwischen Gesinnung und Verhalten und da aus ihm in den letzten 2 Jahrhunderten die klügsten Menschen hervorgegangen sind, hat es dies auch immer wieder selbst thematisiert. Distinktion wird angestrebt und immer wieder durchbrochen. Ohne diese reflexive Schleife gäbe bloß lackierte Affen, die sich Lifestyle-Diktaten unterwerfen, die ein paar Ästheten unter ihnen für sie wie Warenkörbe zusammenstellt haben.“ (Dreamtimer)

  144. Der österreichische Philosoph...
    Der österreichische Philosoph Robert Pfaller erhielt für sein Buch
    «Die Illusionen der anderen»
    einen vom Psychoanalytischen Seminar Zürich (PSZ) im Jahr 2007
    erstmals verliehenen Preis «The Missing Link».
    .
    Robert Pfaller hat sich Formen von Einbildungen vorgenommen,
    zu denen sich niemand bekennt und die doch im Alltag oft unbemerkt
    wirksam sind. Pfaller richtet sein Augenmerk auf diese Ambivalenz.
    Solche sind in der Kunst, in der Alltagskultur sowie in sämtlichen Spielen
    und in Glückstechniken am Werk.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Interpassivität

  145. Übrigens D.A. danke, dass Sie...
    Übrigens D.A. danke, dass Sie bei rebellenohnemarkt in Ihrem Beitrag vom 11.Mai.
    „La C“ nachgewiesen haben – der trickle-down Effekt funktioniert.
    In einem geschlossenen System. Leider schließt das Wachstum aus.:-)
    .
    Zurück zu den Gründervätern – aber nicht ohne meine Pferdeäpfel.

  146. @gastgeber 13.5. 10:16 - wen...
    @gastgeber 13.5. 10:16 – wen wollte er damit provozieren? fotographieren tut man doch wohl nur flüssigkeiten – und zwar nach der art, wie er seine seen und gestade.
    .
    @freude II – evtl. aber auch auf strassen und in salons: dort bleibt es allerdings aber wohl eher doch bei der klammheimlichen variante der bekannten schadenfreude.
    .
    @foersterliesel- ja, es gibt soviel elend auf der welt, wir stimmen zu, „angefangen beim mann an sich“.
    .
    und @ „In holzgetäfelten Räumen gehört man dazu, wenn man die richtige Krawatte und die passenden Manschettenknöpfe trägt.“ „???Korpsgeist, gewebt, hielte auch innerlich? „einen vom schicksal berufenen erkenne ich aus sofort, aus einer beliebig großen menge, er sticht heraus, hervor, etwas im grunde unnennbares umgibt ihn, er mag kleidung tragen, oder nicht, oder sich per haltung zu verbergen suchen, wie er will, soviel er will …, vergeblich… .“ thomas mann.
    .
    eulen nach athen, einmal mehr, man weiß, alle wissen: „Aber der schwedische Germanist Frederik Böök, eines der einflussreichsten Mitglieder des Nobelpreis-Komitees mochte ausgerechnet den „Zauberberg“ nicht recht leiden, und so wurde in der Verleihungsurkunde ausdrücklich „Buddenbrooks“ gewürdigt. … Scheinbar aus dem Nichts entstanden, konzipiert und begonnen von einem 22-jährigen literarischen Niemand, ist dieser Roman nach wie vor „einfach ein Wunder“, wie es der Kritiker Reinhard Baumgart einmal schlicht formuliert hat. Die wenigen Erzählungen jedenfalls, die zuvor im Band „Der kleine Herr Friedemann“ im S. Fischer-Verlag erschienen waren, deuteten kaum auf diesen genialen, vollendeten Wurf, der sich im Sommer 1897 in Italien anbahnte….“ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/165478/
    .
    und wir hatten lange überlegt, ob hier überhaupt zu posten, schließlich wirkt das vorgelegte wie sein seit langem mit abstand schlechtester text. (auch den gegenstand nicht durchdringen, so der eindruck: wenn wir reisen, sind wir u.u. oft eingeladen, werden (gerne) erwartet, man will uns (eigentlich) dabei haben, erwartet uns, würde teppiche ausrollen, wenn wirs nur wollten, zuließen, würde uns (immer) um vertreterversammlungen diskret herumschiffen, sie uns zu ersparen, dieselben werte vorausgesetzt: oft hielten wir es aber schon so, dass wir (gegen verabredung) mit dem taxi vom flughafen kamen, überraschend und früher in der lobby/halle waren, „dem leben zu begegnen“, man unseretwegen – wir wollten das durchaus so, dürfte man es anmerken? – nach oben telefonieren musste („er ist schon da!“) mit dem blick, den die frauen am empfang nun einmal haben, wenn jemand kommt, den sie mögen, und von dem sie wissen „er ist oben auch gerne gelittten – und mehr“. und selbstverständlich die nachricht weiterleiten, „der chef hat in 30 minuten für sie zeit, verabschiedet nur noch schnell die anderen! … er läßt sie dann hochrufen“. und nach 20 min. schon geht die aufzugtür auf, die damen rutschen sich zurecht, die augenwinkel ganz weit arbeiten sie etwas schneller und klüger, fürsorglicher auch direkt, der raum wird wärmer, etwas strahlender auch, und der chef selbst steht in der tür — „lieberfreund, das war aber doch gar nicht nötig, wir hätten ihnen doch den wagen geschickt, wie immer und verabredet ,das nächste mal aber, das müssen sie uns versprechen… und die zwei betreten den aufzug. und der fahrstühlführer tritt hinaus, unten für den moment zu warten, klug die beiden sofort in die gewünschte diskretion zu entlassen: „sehr gut schmitt, wir kommen für diesmal auch für den moment recht gut ohne sie aus, den knopf nach oben können wir diesmal auch gut ohne sie drücken, vielen dank für ihr verständnis“ — den lieben gast nach oben zu begleiten, seine kleidung sagt etwas, er hat das sakko ausgelassen, den informell-offiziellen charakter, der die nächsten stunden herrschen soll &wird, klug direkt durchs ganz haus zu verbreiten… .“ so geht das, im richtigen leben passiert uns das, so erwarten wir das, so geschieht es im allgemeinen, wenn unsereins zu besuch kommt (oder nicht?). davon hier aber keine spur, aber warum bloß? liebe faz, du unterforderst deine leser. denn hier ist allgemeinheit.)
    .
    und berlin ist auch preußen, ist auch fortschritt – ist freude, ist freude an ratio auch, denn pergamon http://www.youtube.com/watch?v=CyWLHpmBqu8
    .
    und grüße.

  147. @perfekt57!
    Darf ich etwas...

    @perfekt57!
    Darf ich etwas Wasser in den Wein gießen?
    Herr Thomas Mann erkennt in einer beliebig großen Menge – sich selbst.

  148. "Die DDR wurde gerettet und...
    „Die DDR wurde gerettet und wirtschaftlich wieder auf die Beine gebracht – warum nicht Griechenland?“
    .
    das wäre eine geradezu hochverräterische variante:
    .
    die dreizehn regionen (danke, wikipedia) erheben sich flugs in einen status, vergleichbar dem deutscher bundesländer (macht mir den rechten kultus stark! verzeihung, da habe ich wohl was verwechselt) und erklären dann, jede für sich aber insgesamt geschlossen den beitritt zur bundesrepublik.
    .
    wir erinnern uns: baiern hatte stets gute hellenische beziehungen, nahm doch ein wittelsbacher den posten des griechischen königs ein.
    .
    angenommen, man könnte da, ist ja schliesslich sowas wie ein parteipolitisches vakuum dort, die csu in hellas an die macht bringen, wäre das amal was ganz anderes. übrigens wäre das auch für das deutsch-griechische verhältnis von vorteil, seehofer würde einfach erklären, sparen müssen bei ihm immer nur die anderen, und das sind die griechen nach vollzogenem beitritt nicht mehr.
    ganz im gegenteil, jetzt solle erst einmal im berliner wallotbräu das notopfer hellas beschlossen werrden, damit auch die sozi, die windigen undas grüne gschwerl einmal zieigen können, wie die innere einheit zu den ganz neuen bündesländern weiter verstärkt wird.
    .
    so etwas ist staatsmännisch, so etwas ist irgendwie irgendwo zwischen gerieben und gefinkelt, schlitzohrig fast schon, und gerade das gefinkelte und geriebene, da wo es schon auf dem weg zum schlitzohrigen ist, das versteht der grieche gut.
    .
    es würde mich überhaupt nict wundern, wenn die hanns-seidel-stiftung schon längst vor ort ist und zielstrebig auf eine bayrisch-hellenische allianz mit dem ziel der vereinigung hinarbeitet.

  149. david niven, ein wahrer...
    david niven, ein wahrer gentleman, liebes V.
    .
    liebes riva, die „mentale Bügelfalte“ werde ich mir merken und zu passender gelegenheit fallen lassen, wenn sie gestatten.
    .
    lieber tylerdurdenvolland, man darf vielleicht behaupten, dass leachieboy ein wenig bi war.
    warum soll man sich denn auch immer für eine seite entscheiden müssen.
    .
    hier habe ich noch ein, zwei nette portraits aufgetrieben: http://www.kurtkauper.com/works/cary_grant/carygrant_1.html, http://www.kurtkauper.com/works/cary_grant/carygrant_3.html
    .
    man könnte ja schon froh sein, wenn wenigstens der bayerische volksschauspieler otfried fischer schwul wäre, aber nein, bah!
    .
    zumindest und glücklicherweise ist es vermutlich wohl hoffentlich hermes phettberg. aber der ist dafür auch noch einiges mehr. ein wagemutiger mann, dessen ideen und *hüstel* ergüsse der achtziger jahre eventuell vielleicht auch für unseren hochgeschätzten mitkommentaroren HansMeier555 nicht völlig uninteressant wären – man denke nur an die kurtisanen.
    .
    leichen, lieber Savall, kann ich ihnen zwar nicht offerieren, nicht einmal von mir eigenhändig erlegtes und ausgeweidetetes kadaver, doch dafür feierten wir die letzten wochen hochzeiten. zwei stück. mai. endlich einmal wieder die ganze verwandschaft hier und die ganze verwandschaft dort sehen, gute alte freunde, das ganze unterlegt mit einem berg von manschettenknöpfen, perlohringen und hübschen colliers, die armbanduhren beschreibe ich jetzt besser nicht. doch auch die schuhe waren fein, jeden tag viermal eine andere garderobe, lang, kurz, pumps, ballerinas, feine seide, feines brokat (nur die damen selbstverständlich, wir sind doch nicht bei schauspielern). fragen sie nicht nach den koffergrössen, bitte.

  150. Ach, das Zusammenfassen von...
    Ach, das Zusammenfassen von Büchern anderer Leute muss doch furzlangweilig sein. Wer macht denn sowas. Wer klopft dann die Sprüche?
    Die ich mir übrigens auch schon geklaut als Unterlegung für meine Hobby-Bilder geklaut habe, die Versuchung war zu groß:
    http://www.blog.vroni-graebel.de/logisches/2012/05/nadelbaume-machen-ihr-ding/
    .
    Meine Hobby-Fotos darf übrigens jeder klauen. Außer Unternehmer, die es kommerziell verwerten wollten. Was ein anständiger Katzen- und Isarblogger versucht, durch möglichst schwachsinnige Motive zu verhindern.
    .
    Was anderes könnte sein bei dem jungen Mann auf Bild 2. Seine Slow-Art in „Essig & Öl“ an der Isar sollte man ihm nicht klauen wollen. Aber was ist, wenn es einer wie ich ein Gemälde für das nixnutzige Blog fotografiert? Und es dann frei geklaut wird? Fragen über Fragen. Verzwickt wie Afghanistan. Habe keine Antworten.
    .
    [Dabei bin leidlich über Urheberrecht informiert, muss täglich beruflich damit umgehen. Zum Beispiel Werbeagenturen auf die Pfoten klopfen, wenn diese Gierschlünde die erstellten Quelldateien frech für umsonst haben wollten. Was ungefähr jede zweite bei dummen Studis für gratis probiert. Sind aber nicht umsonst. Wenn ich ganz arg böse bin und ich sie ärgern will, muss ich sie gar nicht herausrücken. Mittelständischen Kunden hingegen ist es fast nicht vermittelbar, dass Logos unterschiedlichen Nutzungsrechten unterliegen. In der Zeit, in der ein armer Schlucker wie ich es ihnen aufwändig und verstehbar erklärt, hätte er schon wieder eines entwickelt Und Logos dauern, zumindet gute. Lohnt den Zeitaufwand fürs Erklären nicht, denn die komplizierten und komplexen Nutzungsrechte begreift kaum ein müdes mittelständisches Borstencontrollertier mehr … Der kleine geplagte Urheber muss seine Zeit einteilen und kann nicht dauernd den Job von Leuten machen, die ihn längst für alle verstehbar hätten machen sollen. Business by monkey.]

  151. Klaus,
    der Satz ist dewegen so...

    Klaus,
    der Satz ist dewegen so gut, weil die bürgerliche Doppelmoral den Denkapparat intelligenterer Vertreter als der üblich stumpfen schwer in Schwung brachte. Sie brachte stellenweise Exzellenz aus Notwehr hervor, weil sie gerade so stumpf, hinterfotzig und blödsinnig ist.
    Das ist aber das einzig Gute an der Doppelmoral. Sonst ist drauf … . Man denke sich eine passende heuchlerische Vokabel aus.

  152. Aufrichtige Schleimerei ist...
    Aufrichtige Schleimerei ist mir allemal lieber als geheuchelte Pseudokritik.

  153. "[Dabei bin leidlich über...
    „[Dabei bin leidlich über Urheberrecht informiert, muss täglich beruflich damit umgehen…]“
    .
    Im Grunde bin ich auch dafür, dass Kapitalisten andere Kapitalisten ausbeuten. Aber wie sieht es mit dem Rest der Menschheit aus?
    .
    Nehmen wir an, ich schreibe ein Programm, dann kann ich doch nicht davon ausgehen, dass Schüler, Studenten und Hobbyisten Tausende von Euro dafür hinblättern, so als wären sie Fortune 500 Unternehmen.
    .
    Der Beruf des Autors skaliert, d.h. er macht sich einmal die Arbeit und kann dann Rente für jede verkaufte Kopie beziehen. Das ist so, weil im 15ten Jahrhundert die Druckerpresse erfunden wurde und am Ende des 19-ten die Kosten für Drucke fielen, womit Tageszeitungen und die moderne Massenkultur möglich wurden. Nun änderten sich mit der Erfindung des Internet die technischen Bedingungen für die Verbreitung von Information abermals und die Kosten für Kopien fielen ins bodenlose. Die kleine ökologische Nische, die im 20-ten Jahrhundert im besten aller Fälle Auflagenmillionäre hervorbrachte, schließt sich wieder. Dagegen versucht man nun mit Rechtsanwälten vorzugehen.

  154. Man sollte Haushaltschulen...
    Man sollte Haushaltschulen gründen, wo die Jugend lernt, wie man subistent lebt.

  155. @ HansMeier555 13. Mai 2012,...
    @ HansMeier555 13. Mai 2012, 20:01 :
    man sollte Sprachunterricht in den Lehrplan aufnehmen, damit Menschen lernen sich verständlich und publikumsangemessen auszudrücken.
    „subistent“ ? im chat würde ich mit „rofl“ antworten .. nix für ungut.

  156. Holly01: Meier555 sagt: Wer...
    Holly01: Meier555 sagt: Wer zweimal mit der subsistent, gehört schon zum Establishment!

  157. @Dreamtimer
    .
    Das klingt...

    @Dreamtimer
    .
    Das klingt einleuchtend. Der typische Verkaufsmillionär des 20. Jahrhunderst (sagen wir mal Dieter Bohlen als typisches Beispiel) war einfach nur Profiteur einer Fehlentwicklung, die durch besondere technische Umstände ermöglicht wurde, die jetzt wieder wegfallen.

  158. Dreamtimer,
    "Nehmen wir an,...

    Dreamtimer,
    „Nehmen wir an, ich schreibe ein Programm, dann kann ich doch nicht davon ausgehen, dass Schüler, Studenten und Hobbyisten Tausende von Euro dafür hinblättern, … „.
    .
    Solange es Sohnemännchen gibt, die für ein modernes Sport-MTB-Bike das und mehr ausgeben, was die Adobe Suite insgesamt kostet, ist es genauso schwer der Masse erklärbar, warum nicht.

  159. Stichwort:...
    Stichwort: Verkaufsmillionäre
    .
    Anfang der Nuller-Jahre besuchte ich ab und zu eine kleine wiss. Buchhandlung, in der all diese Springer-Bände über Quantenchaos und algebraische Geometrie für Preise um die 120€ herumstanden. Betrieben wurde der Laden von einem sehr alten Ehepaar. Als ich auf die Ladentheke zuging wurde mein Blick von einem bestimmten Buch angezogen und ich fing an zu lachen. Daraufhin sagte die Verkäuferin: „das hat mir ein Vögelchen gebracht“. Es war die Autobiographie von Boris Becker.

  160. Und nix Tausende von Euro. Die...
    Und nix Tausende von Euro. Die Adobe Suite und andere Profiprogramme haben alle Schul-(Schüler-)Versionen für Schule und Uni, für weit unter Tausend Euro. Ich erwarte natürlich vom ehrenwerten Programmierer Dreamtimer, dass er sein Pricing ebenfalls so weit auffächert. Denn nichts sind die besten und loyalsten Kunden als die, die günstig damit anfangen konnten zu üben.

  161. @ don alphonso: ach, liebster...
    @ don alphonso: ach, liebster don, könnten Sie sich nicht vielleicht einmal durchringen, etwas über Cary Grant und den Mann im Schlafanzug schreiben? (Legendär die splitscreen-Szenen mit Ingrid Bergmann in „Indiscreet“, obwohl man ja sonst vielleicht zuerst an Rock Hudson denkt).
    and ah, the benefits and beauty of high threadcount egyptian cotton on a hot summer night…

  162. @vroni: man muß ja nicht...
    @vroni: man muß ja nicht gleich so weit gehen wie MS & Co, die erst still lächelnd den Raubkopierern in den Schwellenländern zusehen, wie sie die Programme – sagen wir mal – ohne Auftrag freischalten und dann Zeter und Mordio und „Urheberrecht!“ schreien, wenn alle genügend angefixt sind.
    Eine Schülerversion nützt mir im übrigen nichts, wenn ich keiner bin, aber trotzdem nur mal für kleinere Arbeiten ohne kommerzielle Absichten eine brauchbare Software benötige (nicht überall gibt es einen Gimp…)
    Für CAD z.B. gab es lange nur die Auswahl zwischen freier Software, die aber kein Format schreibt, das irgendeine Werkstatt erkennt und „Tapeziertisch-Versionen“ von AutoCAD (wo ich schon mal eine brandneue Version gesehen habe, die bei der Originalfirma erst einige Wochen später zu haben war….)
    Alles nicht sehr übersichtlich…

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