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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
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Weinkellerromantik

16.05.2012, 11:06 Uhr  ·  Was nicht verboten ist, ist erlaubt: Im Wein liegt heute oft weniger die Wahrheit, als vielmehr das gewitzte Aufhübschen für den Weltmarkt.

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Und wer könnte das besser beschreiben als der Weinexperte Christoph Raffelt, der auch hinter die Kulissen der Weinproduktion schaut?

Wir stellen fest, dass der beste Wein jener ist, der ohne Zugabe von Konservierungsstoffen altert. Nichts wird hineingegeben, was den natürlichen Geschmack trüben könnte. Der exzellente Wein verschafft pure Freude durch seine eigenen, von Natur aus gegebenen Qualitäten.
Collumella, de re rustica, Buch 12

Im Gegensatz zu Bier, Whisky oder Gin geht kaum ein Verbraucher davon aus, dass Wein einer Manufaktur oder einem industriellen Produktionsprozess entstammen könnte. Beim Wein zählen viel stärker Begriffe wie Jahrgang, Rebsorte oder Anbaugebiet. Auch der im letzten Artikel mehrfach genutzte Begriff Terroir taucht bei der Bestimmung, was einen Wein denn ausmacht, bisweilen auf. Um es jedoch deutlich zu sagen: Das meiste davon ist romantischer Unsinn, und die Begriffe spielen nur noch bei einem Bruchteil der weltweit produzierten Weine eine ernstzunehmende Rolle. Man kann dem Marketing Respekt dafür zollen, dass es den Mythos des Natürlichen im Wein bis heute so einsetzt, dass dieses Getränk selbst in seiner simpelsten Form als weit natürlicher angesehen wird als jedes andere – Mineralwasser und Bier mit deutschem Reinheitsgebot vielleicht einmal ausgenommen. Kaum jemand würde auf die Idee kommen, dass eine Flasche Wein aus dem Supermarktregal im Zweifel einen deutlich aufwändigeren Produktionsprozess durchlaufen hat als beispielsweise Cola. Jedoch ist es deutlich aufwändiger, Wein so stabil und qualitativ gleichmäßig zu produzieren wie Limonade. Denn es gibt einen Rest, der im Wein vorhanden ist, der im Zweifelsfall massiv stört: Es ist die Natur. Sie stört dabei nicht nur die, die im Jahr mehrere hundert Millionen Flaschen billigen Konsumweins produzieren sondern im Zweifel auch jene, die keine Kosten und Mühen scheuen, um ihre hochprämierten Bordeaux-Crus zu bestmöglichen Preisen an den Kunden zu bringen. Auch wenn Weinindustrie und Bordeaux-Château, was den Preis angeht, kaum weiter voneinander entfernt sein könnten, so sind sie sich doch, was den Einsatz modernster Kellertechnik angeht, nicht unähnlich. Was wiederum kaum verwundert, denn hier wie dort ist so viel Geld vorhanden, wie sonst in der gesamten Weinbranche nicht. Was hier an legalen Mitteln zur Weinmanipulation zur Verfügung steht ist so reichhaltig, das man die illegalen kaum braucht.

Bild zu: Weinkellerromantik

Die Behauptung, dass guter Wein im Weinberg entsteht und nicht im Keller, mag zwar in gewissem Maße richtig sein, und ist für Puristen, zu denen ich mich selber auch gerne zähle, die Grundlage ihrer Weinliebhaberei, doch würde ich einen guten Bordeaux, wenn er mir denn geschenkt würde, nicht ausschlagen. Und natürlich wird auch dort sehr viel Zeit und Geld im Weinberg investiert und entsprechend gearbeitet. Nach der Ernte kommt jede Traube auf den Selektionstisch und wird begutachtet, bevor sie für Wert befunden wird, zum späteren Cru verarbeitet zu werden. Allerdings werden diese Weine mittlerweile vor allem im Keller für den relevanten Absatzmarkt so richtig fit gemacht. Doch auch wenn hier eigentlich nichts mehr dem Zufall überlassen wird, kann es doch sein, dass das Wetter der High-Tech-Produktion ein Schnippchen schlägt, wie beispielsweise 2011 im Bordeaux.

Was aber passiert eigentlich in einem modernen Weinkeller, in dem Geld kaum eine Rolle spielt weil mit dem fertigen Produkt einfach noch mehr Geld verdient wird? Wenn ich das der Reihe nach aufzähle, muss ich zunächst Worte verlieren über die Zugabe von Schwefel, von Hefen, von Zucker, von Weinsäure, von Salzen, von Wasser und von Schönungsmitteln, denn das ist Alltag im Winzerhandwerk. Weiter ginge es dann mit Nährstoffen, Enzymen, Microoxydation, Eichenchips und Kastanienmehl über Ascorbinsäure bis zu den Sorbaten. Neben all diesen möglichen Zugaben gibt es Verfahren wie Kaltmazeration, Extraktion, Umkehrosmose, Gegenstromextraktion, Schleuderkegelkolonnen und flash détente. Wenn man all das direkt hintereinander liest, bleibt von einem möglichen romantischen Bild des Weinmachens kaum etwas übrig.

Bild zu: Weinkellerromantik

Dabei gehört die Zugabe von Schwefeldioxid, auf dem Etikett als Sulfite bezeichnet, zum Standard in der Weinbereitung und auch jene, die ihre Weine so natürlich wie möglich ausbauen möchten, verzichten meist nicht auf zumindest eine ganz geringe Menge. Früher hat man SO2 dazu benutzt, Fässer zu entkeimen und hat dann bemerkt, dass der Wein dieser Fässer stabiler wurde, was kein Wunder ist, denn SO2 wirkt auch im Wein antibakteriell. Dass Schwefel sich positiv auf den Wein auswirkt – vor allem beugt man der Oxydation vor – haben auch schon die Römer bemerkt. Diese fügten ihrem Wein allerdings auch Bleizucker zu, um die pentrante Säure billigen Fusels mit Süße zu überdecken und sich ganz nebenbei damit Unfruchtbarkeit und Gehirndeformationen einzufangen. Die Griechen dagegen nutzen Baumharz als Stabilisator, was sich als Tradition im Retsina, einem mit Baumharz versetzten Weißwein erhalten hat.

Ein Wein ohne Schwefel ist möglich, einer ohne Hefen jedoch nicht, sorgen diese doch für die Umwandlung von Zucker in Alkohol. Bleibt die Frage, welche Hefen man verwendet, denn man kann Weine mit Hilfe der Hefen vergären, die sich im Laufe des Jahres auf den Traubenhäuten abgesetzt haben. Die Puristen schwören drauf denn man könnte sagen, dass diese weinbergseigenen Hefen durchaus dazu beitragen, den Wein noch terroirtypischer zu machen. Man geht heute davon aus das ca. die Hälfte der 800 flüchtigen Geschmackskomponenten, die sich im Wein finden lassen, durch die Hefen hervorgerufen werden. Die wilden Hefen, die spontan den Gärprozess einleiten, beeinflussen entsprechend den Geschmack des Weins. Moderner Weinbau aber wäre ohne den Einsatz von Zuchthefen nicht denkbar, denn die Spontangärung ist deutlich sensibler und schafft mehr Raum für Weinfehler. Der Gärprozess lässt sich also mit Zuchthefen deutlich besser steuern. Leider lässt sich auch der Geschmack massiv manipulieren. So habe ich in letzter Zeit vier Weißweine aus vier völlig unterschiedlichen Rebsorten und Anbaugebieten getrunken, die alle nach einem bestimmten Weintyp schmeckten, nämlich nach neuseeländischem Sauvignon Blanc. Die Weine aber waren ein Grüner Veltliner aus  Österreich, ein Chenin Blanc aus Südafrika, ein Grillo aus Sizilien und ein Pinot Grigio aus dem Veneto. Die beiden letzteren stammten aus ökologischem Anbau. Anbau wohlgemerkt, denn ausgebaut wurden sie wie die anderen mit einer Spezialhefe, die entwickelt wurde, um typische Aromen von Grapefruit, Johannisbeere und frischem geschnittenem Gras im Sauvignon Blanc zu fördern. Mann kann sie jedoch ebenso verwenden, um die mäßige Qualität eines Weines zu verdecken oder einem bestimmten Hype zu folgen.

Bild zu: Weinkellerromantik

Zwei Komponenten, die immer wieder Probleme im Entstehungsprozess von Wein bereiten sind übrigens Zucker und Säure. Es gibt, gerade in der nördlichen Hemisphäre Sommer, die so kalt bleiben, dass die Anreicherung von Zucker in den Trauben zu niedrig ist, so dass während der Fermentation gewisse Mengen an Zucker hinzugefügt werden dürfen. Selbst im Burgund und im Bordeaux wird die Technik dieser so genannten Chaptalisation angewandt, denn sie hat unter Umständen einen angenehmen Nebeneffekt: Zucker ist ein Geschmacksverstärker, und unterstützt im Fermentationsprozess die Herausbildung von Aromen. Ausserdem kann man natürlich den Alkoholwert anheben. Die Zugabe von Süßmost zum fertig vergorenen Wein gehört ebenfalls zur Trickkiste der Weinindustrie. Das, was in Deutschland als Süßreserve bekannt ist und mit 8 Gramm pro Liter hinzugegeben werden darf um die Süßsäurebalance ein wenig auszugleichen, wird in der neuen Weinwelt vor allem genutzt, um einfache Rotweine süffiger zu machen. Denn eine leichte Süße auch im trockenen Wein fördert den Absatz. In der Champagne wiederum hat die Zugabe von Süße Tradition und noch vor einem Jahrhundert war es üblich, über 100 Gramm Zucker in der Flasche zu haben. Im Laufe der Zeit jedoch wurde die Dosis immer stärker herunter gefahren, Puristen bezeichnen Zucker, die so genannten Dosage dann auch eher geringschätzig als Makeup.

Was in einem Jahr ein zuwenig an Zucker sein kann, kann im nächsten Jahr ein zuviel an Säure sein. Gerade in deutschen Landen hatten im Jahr 2010 sehr viele Winzer mit sehr hohen Säurewerten zu kämpfen. Hier gibt es die Möglichkeit, dem Wein durch Salze einen gewissen Säurewert zu entziehen. Dabei die Balance zu halten, erfordert jedoch sehr viel Erfahrung des Winzers. Auf der anderen Seite des Erdballs wiederum ist es üblich, dem Wein Säure hinzufügen da diese in heißen Gegenden in zu geringem Maße vorhanden ist. In Australien beispielsweise wird den Rotweinen so viel Weinsäure hinzugefügt, dass sie auf einen pH-Wert von 3.6 kommen. Diese Säure kann nicht nur die Harmonie im Wein fördern, da ein zu wenig an Säure Weine schneller breit und marmeladig wirken lässt, sie wirkt ebenfalls antibakteriell. Gerne wird australischen Weißweinen auch ein wenig Zitronensäure untergemischt, um die Weine frischer wirken zu lassen, als sie eigentlich sind.

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Natürlich könne auch Enzyme verwendet werden. Sie zersetzen die Traubenhäute und helfen dabei, Pigmente und Aromen freizusetzen. Desweiteren gibt es Enzyme, die die Viskosität verändern, wiederum andere helfen, wenn es eine Pilz-Infektion im Weinberg gab. Am beliebtesten sind dabei Kombinationsstoffe aus Pektin Esterase, Polygalacturonase, Pektin Lyase, Hermicellulase und Cellulase.

Mit dem technischen Verfahren der Gegenstromextraktion kann man in Lösung befindliche Stoffe voneinander trennen. Konkret wird versucht, aus dem Trester mehr Wein zu extrahieren. Mit Hilfe der Flash Détente wird der Wein für sechs Minuten auf 95 Grad erwärmt um ihn danach in ein Vakuum mit 30mbar zu pumpen. Dabei explodieren die Traubenhäute geradezu und der Wein wird in kürzester Zeit mit den Inhaltsstoffen der Häute angereichert. Bei der Umkehrosmose kann die Konzentration bestimmter Stoffe wie Alkohol oder flüchtige Säure verringert werden, in dem der Wein durch halbdurchlässige Membran gepumpt wird. Schließlich kann man den Wein noch durch eine Rektifikationskolonne mit rotierenden kegelförmigen Einsätzen schicken. In dieser Schleuderkegelkolonne kann man entschwefeln, Aromakonzentrate herstellen oder teilentalkoholisieren. Da während des Produktionsprozesses mitunter das Aroma verloren geht, gibt es in dieser Maschine eine zweite Stufe, in der dies wieder hinzugefügt wird.

Ich selber habe gestern eine frische 2011er Riesling feinherb Spätlese vom Mittelrhein genossen. Sehr leicht geschwefelt, trocken, bekömmlich mit feiner Säure und viel steiniger Würze, handgemacht. Solche Weine gibt es glücklicherweise auch noch.

 

Veröffentlicht unter: Gastbeitrag

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (81)
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0 hansgeier333 16.05.2012, 11:48 Uhr

Ich versüsse mir gerade den...

Ich versüsse mir gerade den Tag mit einem 2008er Corbieres aus dem Supermarkt. A votre sante!

In vino veritas.... In der...

In vino veritas.... In der Schweiz sind Bio-Weine in vogue. P.S. Mein Vater hat immer Clos de Tart (Mommessin) gekauft. Doch dieser Wein ist sündhaft teuer geworden. http://www.wine-searcher.com/find/mommessin+clos+de+tart

0 rittervomgeist 16.05.2012, 12:39 Uhr

Das Problem ist nicht, dass...

Das Problem ist nicht, dass alle die genannten Zusatzstoffe und technischen Verfahren bei der Weinherstellung zum Zuge kommen. Einiges dient ja auch tatsächlich der Geschmacksintensivierung oder der längeren Haltbarkeit. Das Problem ist, dass nichts (in Worten: NICHTS) davon auf dem Etikett erscheint. Die Oberfläche einer 0,75-Literflasche würde nur ganz geringfügig durch einen entsprechenden Aufkleber verschandelt.

0 Jochen Hoff 16.05.2012, 12:42 Uhr

Da lob ich mir mein Pils und...

Da lob ich mir mein Pils und einen eiskalten Wodka dazu. Solange die nicht mit gentechnisch veränderter Braugerste oder Genkartoffeln von Bayer arbeiten, hält sich die Chemie doch deutlich in Grenzen. Ach ja. Der Preis ebenfalls.

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 12:45 Uhr

@hansgeier333: Ja, da gibt es...

@hansgeier333: Ja, da gibt es schöne Sachen für sehr wenig Geld. Wir waren kürzlich in Frankreich und haben im Leclerc eingekauft. Dort gab es Château Castelmaure, eine gute Genossenschaft aus dem Corbières für €6.99 für die Magnum(!) Und der Wein war blitzsauber und gut. So was können die Franzosen, so was gibt es hier im Rotweinbereich nicht. . Ja, Bio-Weine sind hier auch en vogue. Sowohl die im Discounter für €2.99 also auch die biodynamisch erzeugten Weine der Spitzenwinzer. Clos du Tart als Hauswein zu haben dürfte ganz angenehm sein.

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 13:15 Uhr

@rittervomgeist:...

@rittervomgeist: Natürlich, Einiges ist auch ganz ok und hat auch lange Tradition. Aber in der Tat, es findet sich auf keinem australischen Wein ein Hinweis auf Kastanienmehl und mögliche Allergierisiken, noch auf einem kalifornischen Wein der Hinweis auf genmanipulierte Hefen, denn es gibt gentechnisch veränderte Hefen, die dort eingesetzt werden dürfen, noch sonst irgendwo irgendwas.
.
@Jochen Hoff: Das Gleiche allerdings gilt auch für Bier. Auch hier werden mittlerweile technische Verfahren angewandt und Inhaltsstoffe hinzugegeben die mit Reinheitsgebot nichts zu tun haben. Beim Wein sind es auch gerade die günstigen Massenweine, bei denen sich Manipulation, die teils hoch aufwendig und daher teuer ist, lohnt. Die Masse an Wein gleicht es dann wieder aus.

Danke für die lehrreichen 10...

Danke für die lehrreichen 10 Minuten!

Wenn man bedenkt, dass Natur...

Wenn man bedenkt, dass Natur im Grunde auch nur Chemie ist, bedeuten diese Techniken meist nur: der Natur nachhelfen. Kann das nicht so schlimm finden. . Solange nichts Giftiges drin ist (die Dosis macht das Gift), was für mich persönlich bedeutet: möglichst gar keine Sulfite. . Und Histamine. Voll natürlich. Aber ebenfalls Gift für mich. Muss Histaminreiches meiden. Histamine kommen natürlicherweise in fermentierten, gegorenen und behandelten Sachen vor. Auch und gerade in Biokram. Besonders arg: lang gereifter Käse und Rotwein. Nette Körperreaktionen von Rot anlaufen bis Tachykardie (Herzrasen all night long). Da kann man sich wieder mal richtig spüren. :-) . Kann die Welt also nicht schwarzweiss in Chemie und Bio trennen. . Allzuviel Barrique-Geschmack kann ich nicht leiden, da tun die eh immer nur diese Holzsspäne in den Tank, grr. Und saure Weissweine - betrügerisch als "trocken" deklariert - gehen mir aufs Gemüt. Ich mags süß, ich mag schwere Weine, Portwein, und den Montepulciano neulich. Als Histaminiker leider nur ein Gläschen, sonst gehts wieder los. . Grüße von einer Pragmatikerin.

Wunderbarer Artikel, vielen...

Wunderbarer Artikel, vielen Dank! Eine Frage hätte ich noch, Herr Raffelt: ich habe auch noch Clos du Tart im Keller, allerdings Jahrgang 1988 (die Flaschen sehen noch gut aus, sind noch bis oben hin gefüllt, also deutlich über die Schulter). Kann man den noch trinken bzw. wie schmeckt solcher Wein, wenn er über die Trinkreife gelagert wird? Was geschieht damit, wenn er noch älter wird, besser, schlechter oder gleichbleibend?

"...dass sie auf einen PH-Wert...

"...dass sie auf einen PH-Wert von 3.6 Prozent kommen" uiuiui, schnell noch einen Blick in's Chemiebuch: Das Ding heißt pH, ist der negative dekadische Logarithmus der Protonenkonzentration und kommt daher völlig ohne Prozente und ähnlichen Schnickschnack daher. ;-)

Und das "Antibakterium" habe...

Und das "Antibakterium" habe ich eben erst entdeckt; "wirkt antibakteriell" wäre da wesentlich treffender, ein Antibakterium wäre sozusagen das Antimaterie-Gegenstück zum Bakterium, vermute ich.

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 14:00 Uhr

@muscat: Ich danke! . @Vroni:...

@muscat: Ich danke! . @Vroni: Es kommt, denke ich drauf, wie massiv und mit welchen Mitteln man nachhilft. Wenn man einen Wein in seiner Bestandteile zerlegt und später wieder zusammensetzt, hat das mit einem Naturprodukt nichts mehr gemein, finde ich. . @Eric: Der Clos du Tart ist ein lagerfähiger Wein. Der braucht an sich schon locker 10 Jahre, bis er wirklich mit Genuss trinkbar ist. Der 1988er Jahrgang war zudem an der Côte d'Or, denn daher stammt dieser Burgunder ja, ziemlich gut. Also, ich würde mal 'ne Flasche aufmachen und schauen, wieviel Spaß er macht. Vielleicht zeigt er dann auch, ob er noch Kraft für weitere Jahre hat. Haht ja auch immer ein wenig damit zu tun, unt er welchen Bedingungen er zwischen 1990 und 2012 gelagert wurde.

0 E.R.Langen 16.05.2012, 14:03 Uhr

Vielen Dank für diesen...

Vielen Dank für diesen Beitrag! Von alledem wusste ich nichts.

Alter Kalauer, wo der...

Alter Kalauer, wo der französische Winzer auf dem Totenbett zu seinem Sohn sagt: Mein Sohn, bevor ich sterbe hier mein letztes Geheimnis. Man kann Wein auch aus Trauben machen.

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 14:07 Uhr

@keiner: Ich muss lachen,...

@keiner: Ich muss lachen, vor allem über das Antimaterie-Gegenstück. Sie haben natürlich völlig recht, ich habe die Prozentangabe hinter dem pH-Wert einfach automatisch gesetzt, wie hinter Alkoholwerte und Säuren. Und mir ist es auch beim Korrekturlesen nicht aufgefallen. Danke sehr, ich habe beides korrigiert.

Vilen Dank für den Artikel....

Vilen Dank für den Artikel. Gibt es eigentlich ein deutsches (oder europäisches) Äquivalent zu den cleanskins in Australien? ( http://en.wikipedia.org/wiki/Cleanskin_%28wine%29 )

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 14:45 Uhr

@Alex: Die Cleanskins sind der...

@Alex: Die Cleanskins sind der massiven Überproduktion geschuldet, die es in diesem Ausmaß zumindest in Deutschland nicht gibt. Vergleichbar sind vielleicht irgendwelche Handelsmarken, in die alles reingekippt wird, was zuviel ist. Aber bei den Cleanskins hat man ja möglicherweise das Glück, dass da ganz guter Inhalt zu günstigen Preisen drin ist, der früher ein Markenlabel hatte und dann umetikettiert wurde. Ich wüsste dazu kein Pendant auf dem hiesigen Markt.

"Natürlich könne auch...

"Natürlich könne auch Enzyme verwendet werden. Pectine beispielsweise..."
Keiner hat Recht! Auch ein Blick ins Biochemiebuch schadet nie. Pektine sind Polysaccharide (Ballaststoffe), die von den im Weiteren genannten Enzymen modifiziert werden.

"Wenn man einen Wein in seiner...

"Wenn man einen Wein in seiner Bestandteile zerlegt und später wieder zusammensetzt, hat das mit einem Naturprodukt nichts mehr gemein," . Das ist sicher richtig, lieber Christoph Raffelt. Dann wäre das ein Kunstwein. Spoitz. Wie es Kunstkäse gibt.

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 15:14 Uhr

@gencat: Ja, ich habe es...

@gencat: Ja, ich habe es gerade noch mal nachgeschlagen. Ich hatte es aus einem englischsprachigen Weinchemiebuch – und nicht ganz sauber übersetzt. Danke also für den Hinweis.

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 15:20 Uhr

@Vroni: Genau, Analogwein....

@Vroni: Genau, Analogwein.

Alsso - Don bitte mal nicht...

Alsso - Don bitte mal nicht hinschauen- Herr Raffelt, Sie haben den Stützenblog um einen Spitzenbeitrag bereichert ..., informativ und super geschrieben, welch ein Konstrast zum sich hier abzeichnenden Trend.

Sehr geehrter Herr Raffelt,...

Sehr geehrter Herr Raffelt, die einzigen uns bekannten Traubenhaut-Zersetzer sind Enzyme (also nicht: Pektine) und (in vivo) diverse Botrytis-Arten. Könnten Sie bitte die betreffende Passage aus dem englischsprachigen Weinchemiebuch paraphrasieren? Dann geht Ihr Text runter wie ein Sauternes.

S.g. Herr Raffelt, ihr letzter...

S.g. Herr Raffelt, ihr letzter Artikel war schon weg ehe ich mich (wg. eigenem liederlichen Lebenswandels) bei Ihnen für den freundlichen Austausch zum Thema Probieren bedanken konnte. Bitte nehmen Sie den Dank auch nach Verfallsdatum entgegen/

Also, Herr Icke (auf einer...

Also, Herr Icke (auf einer französishen Insel rechts von Madagaskar aufgewachsen) behauptet steif und fest, dass der Wein dort als Pulver ankam und örtlich aufbereitet wurde. Ist das möglich?

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 17:47 Uhr

@Viteus: Danke für die...

@Viteus: Danke für die Blumen! . @gencat: Ich habe es verbessert. . @icke: Den Dank nehme ich gerne entgegen. Man kann in Outdoor-Fachgeschäften dehydrierten Wein kaufen, ja. Ich habe das auch leider mal probiert. Dass das in größerem Maße stattgefunden haben soll um beispielsweise die Kolonien zu versorgen, ist mir noch nicht untergekommen. Dafür hat man lieber gespriteten Wein genommen, Port, Madeira oder Sherry, damit er die lange Reise übersteht. Bzw. sind diese Typen auch dadurch entstanden, damit man sie verschiffen kann.

0 colorcraze 16.05.2012, 18:01 Uhr

@Icke: ich habe etwas derartig...

@Icke: ich habe etwas derartig Seltsames in den 1980ern mal über bzw. in Kalifornien gehört. Dort soll während der Prohibition (1920 bis in die 30er) Weinpulver namens Jell-o oder Yell-o hergestellt worden sein. Auch zum Anrühren. Also so ein Verfahren gab es offensichtlich, daher befremdet mich Herrn Ickes Insistieren nicht. Daß sich aber demnach anscheinend zeitenweise nichtmal französische Inseln dagegen verwahren konnten, gibt zu denken.

Christoph Raffelt: "... Sehr...

Christoph Raffelt: "... Sehr leicht geschwefelt, trocken, bekömmlich mit feiner Säure und viel steiniger Würze..." * Und es macht Ihnen nichts aus, dass es sich in Wirklichkeit bei der Würze um die getrockneten Exkremente der legendären Steinlaus handelt?

0 Christoph Raffelt 16.05.2012, 18:33 Uhr

@yast2000: Und ich dachte...

@yast2000: Und ich dachte immer, die versteinerten Exkremente gäbe es hier: http://www.weinkaiser.de/images/Stein-Loriot-Steinlaus-2-Max.jpg

Christoph Raffelt @yast2000:...

Christoph Raffelt @yast2000: "Und ich dachte immer, die versteinerten Exkremente gäbe es hier..." * So einfach sollten wir es uns dann doch wieder nicht machen: Ich verstehe die "steinige Würze" im philosophisch-biblischen Sinne eher als "Salz des Bebens"; und zwar sodommäßig leicht geschwefelt und gommorraartig leicht bekömmlich...

0 specialmarke 16.05.2012, 20:04 Uhr

Durch ein Geschäft auf...

Durch ein Geschäft auf Tauschbasis bin ich vor ca 25 Jahren an eine Obstpresse, eine Obstmühle und div. Gärbehälter à 60 Liter gekommen und habe in meinem Felsenkeller, der sonst nutzlos unter dem Haus geblieben wäre, aus Äpfeln (hauptsächlich Boskop und andere aromatische Spätsorten) Wein für den Eigenbedarf hergestellt. Ich habe also das Obst zerschreddert, den Saft mühevoll abgepresst, mit Zucker angereichert, um einen Alkoholgehalt von ca. 10 Prozent zu erreichen und dann mit Reinzuchthefe versetzt. Die Behälter, die damals um unseren Kachelofen zwecks Gährung herumstanden, enthielten nach ein bis zwei Wochen einen sehr süffigen Most, den wir uns in geringen Mengen abzapften. Bis die Gährung abgeschlossen war (das Gluckern des Gärröhrchens gab immer Auskunft) dauerte es in der Regel bis Weihnachten. Dann wurden die Gärbehälter in den Felsenkeller geschafft und ca einen Monat sich selbst überlassen. Dann hatte sich der Hefetrub auf den Grund der Behälter gesenkt und man konnte den jungen Wein in andere Behälter abziehen. Das wiederholte man im Monatsabstand noch zweimal, dann hatte man einen klaren durchgegorenen Apfelwein, dem ich in der Regel noch eine Dosis Asorbinsäure zusetzte (wegen Klarheit und Haltbarkeit) und dann unter Luftabschluss bis zum nächsten Herbst ruhen ließ. Dann füllte ich den Wein bedarfsentsprechend behälterweise in Flaschen ab. Die Weine schmeckten im wesentlichen wie kräftige Weißweine. Keiner meiner Bekannten und Freunde hat den Wein als Apfelwein identifiziert. Ich nehme an, das Geschmacksprägende war letztlich die Reinzuchthefe. - Später habe ich die arbeitsreiche Produktion aber wieder aufgegeben, weil meine Vorliebe für Rotweine einfach weiter bestand...

Ein Wein mit Makeup. Das ist...

Ein Wein mit Makeup. Das ist nett gesagt. Man muss sich diesen Kreationen naehern, wie einer Dame mit Makeup: wehe, es kommt zum Aeusserssten! Der Kater am naechsten Morgen wird sein sehr gross. Ehrliche Spitzenweine koennen sich nur Wenige Leisten. Die muessen schnell genossen werden, wie Spitzenweiber; wenn die korrodiert sind, hilft keine Klinik. Da muss man die halbvolle Flasche wegstellen. Oder dem Personal ueberlassen. . Ein Lob also dem Volkswein vom Discounter. Er ist nicht astrein, aber ehrlich genug, die Abende zu verschoenen und den Gang zur Tagesfron nicht zu erschweren. Und: man kann ihn sich immer wieder leisten. (Hallo Uschi!) . Ist wieder sehr lehrreich hier. Wie immer.

Im Keller haben sich viele...

Im Keller haben sich viele alte und zu alte Weine angesammelt. Hin und wieder bekomme ich die eine o. andere Flasche geschenkt. Einiges ist bisher an der Grenze gewesen. Firnis o. ä. vergeht , wenn der Wein nach dem öffnen eine ganze Weile ruht,/warum nicht einen o. zwei Tage!? Ein 91 er Grauburgunder aus Rheinhessen(ich glaube aus Lörzweiler) war ein Volltreffer. Der Wein hat die 21 Jahre ohne Schaden überstanden und jedes Glas, obwohl sehr mild, war ein Genuss. Jetzt warten noch einige Chiantis aus den Jahren nach 2000..4 und5 . auf einen guten Moment.

0 Veil of ignorance 16.05.2012, 20:46 Uhr

Also ich trinke nur Biowein -...

Also ich trinke nur Biowein - frag mich aber bitte niemand, was daran Bio ist. Man will doch eigentlich gar nicht so genau wissen was da in der Flasche ist, oder?

Vielen Dank für diesen...

Vielen Dank für diesen Einblick! Ich bin kein Weinkenner, aber doch ist mir ein guter Wein sehr lieb. Da gehe ich gern in eine Weinhandlung oder direkt vom Winzer bezogen. Und immer gilt - in Maßen genießen, was ja für alle Dinge des Lebens gilt , die im Ruf stehen der Gesundheitabträglich zu sein. Zudem ist Wein auch etwas spezielles, man trinkt ihn zu besonderen Anlässen und ein Rotwein zum Beispiel hat etwas melancholisches und regt zu guten Gesprächen an. Hier eine Geschichte (nichtkommerzieller Link) über eine Vater-Sohn Gespräch bei einer Flasche Châteauneuf du Pape, das ohne den Wein vielleicht nicht so abgelaufen wäre. Und das nicht wegen des Alkohols, sondern wegen der speziellen Stimmung - http://goodnewstoday.de/gute_nachrichten/2010/11/26/chateauneuf-du-pape-mit-papa/

0 E.R.Langen 16.05.2012, 21:47 Uhr

Viteus, zwar stimme ich Ihnen...

Viteus, zwar stimme ich Ihnen zu. Mit Sorge stelle ich aber fest, dass der von Ihnen benannte Trend auch vom Kommentariat gesetzt wird. Führende Namen fehlen in jüngerer Zeit, andere bleiben hinter ihrem Vermögen zumindest zurück. Bei einigen mag das in der Tat am Wein liegen (oder was die dafür halten). Es muss ein Ruck durch die Bande unterm Strich gehen!

Filou, ab und zu einen...

Filou, ab und zu einen ehrlichen guten Wein, das kann man sich schon leisten ohne ein Krösus zu sein. Dann ist es ein Festtag. Immer nur Festtage, das wär doch fad. Ab und an leiste ich mir auch einen guten Champagner, weil ich die meisten Sektangebote einfach nicht mag. Krieg ich nicht runter. . Zum Wohl! (Vor mir steht ein halbes Glas Milch, gut vor dem Schlafengehen ...)

0 Weinkönigin 17.05.2012, 01:20 Uhr

Immer diese...

Immer diese Enzyme... "Am beliebtesten sind dabei Kombinationsstoffe aus Pektin Esterase, Polygalacturonase, Pektin Lyase, Hermicellulase und Cellulase." Der zitierte Satz ist noch immer unschön. Polygalacturonasen sind alle pektinabbauenden Enzyme, die sich grob in Hydrolasen und Lyasen untergruppieren lassen. Im o.g. Satz ist die Polygalacturonase also ein Oberbegriff und die Pektinlyase demnach redundant. Anders als die Polygalacturonasen, die die glykosidische Bindung angreifen, spaltet die Pektinesterase (in einem Wort geschrieben) Methanol von den veresterten Carboxygruppen der Polygalacturonsäure ab, überführt somit Pektin in Pektat. In der Liste der genannten Enzyme fehlt m.M.n. die Protopektinase, die das unlösliche Protopektin in lösliches Pektin umsetzt und damit erst den anderen pektolytischen Enzymen zugänglich macht. Sinnvoll wäre demnach die folgende Aufzählung: Protopektinase, Pektinesterase, Polygalacturonasen, Hermicellulase und Cellulase.

0 Weinkönigin 17.05.2012, 01:24 Uhr

Die komplexesten Aromen werden...

Die komplexesten Aromen werden dem Wein ebenfalls künstlich beigegeben: im Fußschweiß der jungfräulichen Erntehelferinnen, welche die Trauben nach der Lese stampfen. Ein guter Sommelier erkennt am Aroma des Weins die Provenienz, aus der die Maiden stammen.

0 auch-einer 17.05.2012, 05:42 Uhr

wie aber werden die...

wie aber werden die massenweine für 2,99 / 0,7 hergestellt? ich nehme doch an, im grossen für günstiges geld eingekauft und dann verschnitten. wenn man flache und austattung rechnet, transport und spanne spielen auch noch mit rein, kann für den einkauf nicht mehr viel bleiben. offenbar ist nicht jeder wein teuer. . solage es schmeckt und der schädel danach nicht brummt (das befinden am tag danach ist letztlich das wesentliche qualitätsmerkmal) mag das angehen, denn, für den, ders mag, ist das nicht schlecht. andere werden anderswo bedient. . waas das probieren und dann kaufen beim winzer angeht, weinreisen sind nichts dummes, aber das wissen die kenner schon lange, die wissen auch, dass ein geheimtip nur so lange ein geheimtip ist, wie er nicht bekannt gemacht wird. allerdings schmeckt der wein am ort der herstellung anders, meistens besser, als nach transport und lagerung am ort des späteren verbrauchs. andererseits hilft man so, handwerkliche, kunsthandwerkliche fähigkeiten zu erhalten, denn das können des winzers spielt auch eien rolle, ich nehme an, dass die im beitrag geschilderten möglichkeiten auch in der handwerklichen weinherstellung zum einsatz kommen, . wer einen sauberen schoppenwein will, ist bei den verschiedenen winzergenossenschaften gut bedient, die entstanden zur selbsthilfe und sind immer noch im geschäft, das internet haben die auch schon enrtdeckt, man kann auch so beim erzeuger kaufen. . bleibt noch die frage, wie australische weine, nachdem sie um die halbe welt gereist sind, beim discounter (z.b. lidl), im preis noch unter europäischer massenware angeboten werden können. ich nehme an, die werden in tankcontainern mach kubikmetern angeliefert und in europa auf flaschen gezogen. so haben wenigstens die hiesigen etikettdrucker ein geschäft. . lesetipp: die krimis von alfred komarek um den inspektor polt im österreichiscjen weinviertel.

0 donalphonso 17.05.2012, 07:26 Uhr

Kleine Durchsage: Dieses...

Kleine Durchsage: Dieses Mille-Miglia-Blog von Holger Appel aus der Wirtschaft mit dem läppischen Gefälligkeitstext für Mercedes hat mit mir absolut nichts zu tun. Ich habe auch keine Ahnung, wie man so etwas zulassen kann.

0 rlauterbach 17.05.2012, 07:53 Uhr

@di: Chiantis von 2004 oder...

@di: Chiantis von 2004 oder 2005 können durchaus noch gut sein. Ich habe neulich ein paar Flaschen 2000er wiedergefunden, die waren noch voll ok. Übrigens ein Tipp für gute, haltbare und günstige Chiantis: Castello Massaini, gelegen an der STraße von Montepulciano nach Pienza. Nicht zu verfehlen auf der rechten Seite.

0 Christoph Raffelt 17.05.2012, 08:11 Uhr

@specialmarke: Ja, das kann...

@specialmarke: Ja, das kann sein, dass das auch an der Hefe lag. Wenn aber gesunde Äpfel zu Apfelwein verarbeitet werden schmeckt der Wein nachher per se schon nicht so stark nach Apfelwein wie die meisten kommerziellen Apfelweine und Cidre. Hier wird nämlich alles verarbeitet, was in den Keller kommt, also auch das schon angefaulte Zeuchs und zum Schluss schmeckt das meist so, wie ein Apfelsaft, der noch nachgegoren ist. . @Filou: In der obersten Preisspanne häufig mit Makeup, wenn due Weine auf Parkerpunkte getrimmt wurden, in der untersten Preisspanne aber vor allem technisch und künstlich bearbeitet. Die Weinwerte findet man meist in der Mitte. . @di: Ja, die Chiantis stammen aus guten Jahren, die sollten noch eine gute Zeit vor sich haben. . @Veil of Ignorance: Bio heißt halt nur, dass der Weinberg biologisch erzeugt wurde. Was dann im Keller mit dem Traubenmaterial gemacht wird, liegt am Winzer. . @Raoul: Danke für den Link. . @Weinkönigin: Wir müssen hier die Kirche im Dorf lassen. Ich habe mal eine Reihe aufgelistet um zu zeigen, was gemacht wird. Vertiefen kann ich das hier nicht (abgesehen davon, dass ich kein Lebensmittelchemiker bin).Es gibt zum Fußschweiss und anderen Dingen ja einen netten Sketch von Stermann & Grissemann: http://www.youtube.com/watch?v=MFv-akyemx4

0 Christoph Raffelt 17.05.2012, 08:17 Uhr

@auch-einer: Das...

@auch-einer: Das Verwunderliche ist ja gerade, dass viele Massenweine auf die ein oder andere, meist auf mehrere Arten technisch stark nachbearbeitet werden, was sich nur dadurch wirtschaftlich trägt, dass es eben Massen sind, die durch solche Verfahren laufen können. Aber ja, das wird meist verschnitten aus unterschiedlichsten Qualitäten, die Erträge sind sehr hoch, alles wird mit dem Vollernter geerntet udn nicht mehr nachsortiert und dann helfen eben Aromahefen und Enzyme und Zucker etc. weiter. . Zu den günstigen Überseeweinen aus dem Discounter: Ja, das ist alles so genannte Bulk-Ware, die hier dann abgefüllt wird. Zumindest alles, was als Handelsmarke abgefüllt wird. . Ich plädiere ja auch immer für das handwerkliche Produkt. Ich habe gestern einen Elbling von der Obermosel zum Spargel getrunken. Leicht (11%), ganz leichte süffige Restsüße, zurückhaltende Säure (wichtig beim Spargel). Sehr schön gemacht. Kostet fünf Euro. Und auf der Flasche steht: Gemacht aus 100% Leidenschaft. Und so meint der Winzer das auch. Und der Wein kann mehr als die meisten Supermarktweine für das Geld.

Für Handwerker auf diesem...

Für Handwerker auf diesem Blog. http://webecoist.momtastic.com/2011/02/28/booze-it-up-13-rad-recycled-bottle-crafts-projects/

0 Christoph Raffelt 17.05.2012, 09:51 Uhr

@fionn: Das Bottle House ist...

@fionn: Das Bottle House ist ja auch ein besonders schönes Exemplar. Da wünsche ich mir doch die eher alten Chianti-Korbflaschen zurück.

@Vroni Ich hatte kürzlich...

@Vroni Ich hatte kürzlich auch ein Gespräch über Histamin im Wein. Meine Freundin verträgt das auch kaum mehr. Wir kaufen jetzt öfter bei Roth in Wiesenbronn Biowein und der Winzer hat wohl selbst ein Interesse an wenig Histamin im Wein. Seitdem keine Probleme mehr zu spüren. http://www.weingut-roth.de/

0 Der Tiger 17.05.2012, 10:05 Uhr

@Don – Dieser Mille Miglia...

@Don – Dieser Mille Miglia Blog Beitrag von Herrn Appel hat mich auch sehr enttäuscht. Nur ein Photo, und dann noch so ein langweiliges von einer Fabrikhalle von Deimler. Und was interessiert mich schon Namedropperei erfolgreicher Männer? “Der Vorstandsvorsitzende persönlich ist auch mit dabei, Dieter Zetsche teilt sich das Cockpit seines Mercedes-Benz 300 SL von 1955 mit Bild-Chefredakteur Kai Diekmann.” Übrigens hängt in meiner Küche immer noch der Maserati von Ihrem Artikel vor zwei Jahren (neben meinem diesjährigen Ferrarikalender).

@auch-einer: In der...

@auch-einer: In der Vierteljahresschrift "Häuptling eigener Herd" (Vincent Klink/Wiglaf Droste) hat mal ein Winzer aufgeschlüsselt, was alles wieviel genau an einer Flasche Wein -- neben der Flüssigkeit -- kostet: Glasflasche, Korken, Aufkleber, Verschluss, Mehrwertsteuer, Versand, Margen des Groß- und Einzelhändlers, etc. Es war sehr ernüchternd. Leider find' ich da jetzt nicht wieder (...oder war's im "Der Rabe"?. Dafür aber beim Suchen einen Witz gefunden: Ein Weintrinker guckt erstaunt einen Kellner (?) an und sagt empört: "Barrique, Barrique!? Der schmeckt nach Spanplatte V-100!" )

@Weinkönigin: Lassen Sie die...

@Weinkönigin: Lassen Sie die Kirche im Dorf. Wie wäre es, wenn Sie mal mit all Ihrer Verve wahren Deklarationstragödien wie jener der Wormser Liebfrauenmilch auf den Grund gingen.

Herb ist das schon, wenn ein...

Herb ist das schon, wenn ein FAZ-Schreiber, der sich mit Verve der Mille verschrieben hat UND bloggen kann (mit der Betonung auf kann), erleben muss, dass in die FAZ eine Automarken-Hofschranze über die Mille bloggt, die nicht schreiben kann. . Was mich lehrt, dass es vielen Auftraggebern ziemlich wurscht ist, was einer kann. Sondern wie er sich verkauft.

@ toffy, danke für den...

@ toffy, danke für den Histamin-Tipp mit der unterfränkischen Kellerei.

0 Christoph Raffelt 17.05.2012, 10:50 Uhr

@Jeeves: Es gibt solche...

@Jeeves: Es gibt solche Rechnungen, ja. Ich kenne die, dass selbst die teursten Weine, also auch jene, die auf steilen Hängen handgepflückt wurden, mit wenig Ertrag und streng selektiert, eigentlich nie mehr als 30 Euro kosten müssten. Der Rest ist halt Marketing und Angebot/Nachfrage. . Ich wundere mich trotzdem immer wieder, dass man Weine für nen knappen Euro die Flasche verkaufen kann.

0 Christoph Raffelt 17.05.2012, 10:53 Uhr

@gencat: Ja, ein solcher...

@gencat: Ja, ein solcher Artikel steht definitiv auch noch an! . @Vroni: Vielleicht ist es auch einfach Ignoranz?

Ich las mal ein...

Ich las mal ein Zeitungsinserat: Kunststofftanks zu verkaufen,nur einmal gebraucht,Fassungsvermögen 1000 Liter. Weil ich so einen zum Regenwasser sammeln im Garten gebrauchen konnte,rief ich an und fuhr hin.Es war ein kleines Weingut im Südwesten Deutschlands.Dort standen Dutzende solcher Behälter herum.Auf jedem war noch der Aufkleber " Lactulose " drauf.Hat er wohl für seinen Wein gebraucht. Na dann Prost !

Immer wenn meiner Madame was...

Immer wenn meiner Madame was nicht gefaellt, rechnet sie noch in D-Mark um: 'Was kostet das? 200 Euro? Jotteswillen, das sin doch 400 Mark!.' Das ist unfair, weil sie nur bei Dingen so rechnet, in die ich mich verknallt habe. So, und jetzt mache ich es mit Wein, wie es Verehrteste tut: 1 Pulle Chianti bei Lidl macht 2,99 Euro. Ming Jott, das sind doch fast 6 Mark! Sooo mieses Zeug kann das ja wohl nicht sein. 6 Mark, das war mal viel Geld. Quad erat trinkum.

Natürlich ist Ignoranz neben...

Natürlich ist Ignoranz neben der Unfähigkeit, schlechte Texte zu erkennen, eine der Hauptfähigkeiten, die man als Text-Einkäufer - und als Text-Verkäufer - haben muss :-)

0 Der Tiger 17.05.2012, 11:14 Uhr

@Vroni – Mit der nicht...

@Vroni – Mit der nicht schreiben-könnenden Automarken-Hofschranze, meinen Sie damit Herrn Appel oder mich?

Lieber Tiger, das ist jetzt...

Lieber Tiger, das ist jetzt lustig. Nein, natürlich nicht Sie.

0 Der Tiger 17.05.2012, 12:14 Uhr

@Vroni – Dann verstehe ich...

@Vroni – Dann verstehe ich Ihr Urteil überhaupt nicht. Es ist doch logisch, dass man über das Auto schreibt, mit dem man die Mille fährt. Das ist schließlich der Sinn der Sache. Und natürlich kommt das Auto aus irgendeinem Stall. Oder erwarten Sie, dass sich ein FAZ Redakteur seinen eigenen antiken Ferrari leisten kann? Mit dem, was die an mir verdienen, jedenfalls nicht.

Da hat, wenn ich mich recht...

Da hat, wenn ich mich recht erinnere, mal ein grosser Weinhaendler in einem Interview gesagt, dass Weissweine fuer den Norddeutschen Markt etwas anders verschnitten wuerden als fuer den Rest der BRD. Ist da 'was dran? Ein Bekannter aus dem Koelner Raum bestellte immer bei einem Bremer Versand; deren Weisse waren immer ein wenig sueffiger. Glaube ich. Ist lang her.

Verstehe Ihre Angriffslust...

Verstehe Ihre Angriffslust nicht. Das habe ich auch nicht gemeint, lieber Tiger. Sondern dass er nicht schreiben kann. Wollen wir das Thema Wein hier nicht weiter zweckentfremden. Bitte.

0 Christoph Raffelt 17.05.2012, 14:25 Uhr

@Filou: Ich würde das nicht...

@Filou: Ich würde das nicht ausschließen, aber gehört habe ich davon zu mindest in Bezug auf Wein noch nicht.

Weinkönigin: "... im...

Weinkönigin: "... im Fußschweiß der jungfräulichen Erntehelferinnen, welche die Trauben nach der Lese stampfen. Ein guter Sommelier erkennt am Aroma des Weins die Provenienz, aus der die Maiden stammen." * Ja, so kenne ich das auch und nur das ist wahre Weintradition! Voller Ekel haben wir neulich eine ganze LKW-Ladung in die Spree entsorgt, nachdem wir Sommeliers angewidert feststellen mussten, dass eine der Stapferinnen, nach dem Aroma zu urteilen, schon seit zwei Monaten nicht mehr Jungfrau war. Und was soll ich sagen? Wir haben den miesen Kerl erwischt...!

Auch ist durch Wolf-Heinrich...

Auch ist durch Wolf-Heinrich von der Mülbe die Geschichte ueberliefert, dass der Abt eines kloesterlichen Weingutes in einem geheimen jaehrlichen Ritual mit vielen Gebeten und frommen Gesaengen einen seiner Stiefel ins Gaerfass legte. Der Wein genoss eine grosse Beruehmheit wegen seines Geschmackes und seiner Bekoemmlichkeit. Nach dem Tode des Geistlichen und dem Verkauf der letzten Flasche verlor der Winzerbetrieb seine Reputation. Man fand nie wieder geeignete Fussbekleidungen. Die Brueder im Geiste Jesu stiegen auf die Produktion von Essig um. Ja so war das.

0 prince Matecki 17.05.2012, 16:42 Uhr

Das halte ich eher für ein...

Das halte ich eher für ein Gerücht, die Bremer Versender die ich kenne verkaufen in der Regel Weine die beim Erzeuger abgefüllt werden und - so aus Deutschland - Prüfnummern haben, da wäre (auch wegen erforderlicher Zweitprüfungen) der Aufwand fürs unterschiedlich verschneiden zu hoch. Außerdem ließe sich da bei den Rebsorten - und Lagenreinen Weißen aus D (und Ländern / Anbauregionen ähnlicher Tradition) eher wenig machen, die anderen Schritte vorher mit erheblichem Einfluß (Hefe, Sulfite, Lagerung, Filtrierung) müsste man entweder parallel (teuer) machen oder es gibt halt keine Unterschiede. Vielleicht tut der Transport ein wenig dazu, wie beim Ligne - Aquavit, aber selbst da ist wohl die Autosuggestion der wirksamste Teil. Und wenn in dem Bourgogne den ich mittags zu den Maccheroni hatte nicht nur pinot noir war, soll den Abfüller (einen großen Händler aus dem Burgund) der Teufel holen, nicht ohne ihn vorher zu zwingen einen Fuder selbst zu trinken. Es war ein 2010er, bei dem ich ohne Gerät nach Zunge etwas Restzucker vermuten würde, vielleicht war das Jahr auch sehr durchwachsen. (Abfüller Genossenschaft caves de Ligny)

0 donna laura 17.05.2012, 20:55 Uhr

liebe Der Tiger, vor jahren...

liebe Der Tiger, vor jahren machten wir uns den albernen spass und lichteten die mitgereisten erbinnen und erben neben dem wagen von zetsche ab. im absoluten halteverbot. am lieblichen hafen. vor wunderbarem sonnenuntergang. der herr sass - reichlich früh - im restaurant, das wir, als der alte betreiber noch aktiv war und es deutlich fantaisiereicher und auch noch besser war, noch besuchten. der wagen war übrigens von der konkurrenz zusammengeschraubt worden. . meinen sie, lieber Christoph Raffelt, dass der wein ohne die zusatzstoffe noch derselbe oder vielmehr der bessere wäre? schmeckten sie dann nicht ein wenig wie die mittlelalterlichen weine? reichen denn bio-siegel, deren papier zuweilen nicht den amtlichen stempel wert sein soll, aus, um auszuschliessen, dass sondermüll einen grossteil des 'düngers' darstellt, wie es zuweilen in dem land, aus dem ciccio stammt, mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich sein soll (man könnte ja sonst auch noch auf bier zurückgreifen...)?

Die qualitätsbestimmenden...

Die qualitätsbestimmenden Inhaltsstoffe werden in Zukunft durch spezielle Spektrometer sicher zu identifizieren sein, welche neben der obligatorischen Digitalkamera ins Smartphone integriert sein werden. Es ist inhuman und unverantwortlich, die Sommeliers wissentlich oder unwissentlich derart wechselhaften Sinneseindrücken auszusetzen, wie sie in jüngster Zeit immer häufiger beschrieben worden sind. http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-14727-2012-05-07.html

0 donna laura 17.05.2012, 22:03 Uhr

pardon, lieber Chrsitoph...

pardon, lieber Chrsitoph Raffelt, dass ich neben dem schwefelausbau noch etwas anderes hinzufüge, auch nicht weniger denkwürdig in der suppe des lebens, die schwimmen und fleissiges auslöffeln bedeutet: http://www.businessinsider.com/this-is-what-happens-if-greece-exits-the-euro-2012-5#first-greece-passes-exchange-rate-laws-for-a-new-drachma-1

Here's a funny story about...

Here's a funny story about wine - I have to tell it in English as the conversation was between a Greek (the host at a business lunch in CH where I was a guest) and a Spaniard (who was the wine waiter). The Greek host selected a red wine from the wine list and asked the waiter "Who is the "scheaper" (he meant "shipper"). The Spanish wine waiter thought the host said "cheaper" and he replied "The Beaujolais is cheaper". It was all very confusing .....

donna laura: "...noch etwas...

donna laura: "...noch etwas anderes hinzufüge, auch nicht weniger denkwürdig in der suppe des lebens, die schwimmen und fleissiges auslöffeln bedeutet..." * Ihnen ist aber schon klar, Donna Laura, dass Insider ihre Erkenntnisse nicht auf Webseiten ausbreiten, weil sie sonst keine Insider mehr wären?

In vino veritas: Die Wahrheit...

In vino veritas: Die Wahrheit liegt in der Nähmaschine!

alte Weine.. eine Empfehlung...

alte Weine.. eine Empfehlung an hansgeier333() war das doch; G.D at cornell university/barton hall. ..mal ganz hören; zum Thema:..Nach genauem Hinschauen war meine zweite Flasche 2005er Chianti ein 93er Trentino. Es dauerte eine Weile , bis ich mich entschloss, beiden Italienern noch ein wenig Zeit zu geben und einen 2001er Kiedricher Wasserros zum schnellen Spagettigericht zu öffnen. Es stellte sich dann heraus, dass die Spagetti besser als der Wein waren. Nach dem dritten Glas bemerkte ich jedoch einen versteckten Geschmackscharakter wie Leinen o. Hanf, der dem rel . alten, sauren! Wein(ohne jegl. Blume) etwas zum abgewinnen gab. Der Kommentar einer Dame aus Walluf/Weinkabinett kam mir in Erinnerung, dass es zu früheren Zeiten üblich war, auch solche Weine zu trinken. Man benötigt Toleranz und Geduld dazu und/aber ich möchte nicht immer drei Gläser Wein trinken müssen, ehe ich irgendeine positive Besonderheit entdecke.

0 donna laura 18.05.2012, 10:59 Uhr

yast2000, sie müssen es ja...

yast2000, sie müssen es ja nicht lesen... . ausserdem kommt es auf die inhalte partout nicht an, also bleibt man schön an der oberfläche, dort, wo die fische entweder ihre flöhe bekommen oder mit dem bauch nach oben herumtreiben, n'est-ce pas?

0 colorcraze 18.05.2012, 11:55 Uhr

@donna laura: geschwommen wird...

@donna laura: geschwommen wird noch, aber beim Suppenauslöffeln ist deutlich der Sättigungsgrad erreicht, bei dem die Verweigerung einsetzt, wenn ich mir so die Kommentare auf dem Nachbarartikel (sinnig überschrieben mit "Money game" - Geldspiel, Geldjagdbeute) ansehe... http://www.businessinsider.com/heres-why-germany-has-no-desire-to-fix-the-eurozone-2012-5

0 donna laura 18.05.2012, 12:36 Uhr

och, liebe colorcraze, a...

och, liebe colorcraze, a bisserl was geht immer: ein löffelchen für mutti...

Hab ich doch grad'...

Hab ich doch grad' 'Weinkellnererotik' gelesen.

0 donna laura 18.05.2012, 20:27 Uhr

lieber di, nach der dritten...

lieber di, nach der dritten flasche bemerkt man zuweilen die empfindung weisser mäuse... . cher Filou, aha, bin ich also nicht die einzige, der das so geht. da ich die beispiele - vermutlich qua eintunkens in oigohoitinktur - vergass, nenne ich nur das stichwort urinstinkt. die worttrennung, die trennung des wortes, o du gemeines morphem, du, ach... . noch einen ouzo?

0 Christoph Raffelt 19.05.2012, 15:50 Uhr

@Donna Laura: Pardon, dass ich...

@Donna Laura: Pardon, dass ich mich erst jetzt zurückmelde. Zum Thema Bioweine ohne Zusatzstoffe die sop schmecken könnten wie im Mittelalter werde ich demnächst mal was einen eigenen Artikel schreiben. Das ist tatsächlich ein sehr interessantes Thema denn es gibt momentan so etwas wie einen Hype rund um Vin Naturel. Hier in D ist der noch nicht angekommen, aber es gibt eine Szene in F, GB und USA. Und natürlich auch Winzer sowie solche, die es gerne sein würden, die diese Szene bedienen bzw. schon lange diese Idee eines Weines zu verfolgen, der so natürlich wie möglich ausgebaut wurde.

0 Christoph Raffelt 19.05.2012, 15:52 Uhr

@di: Da würde mich ja mal...

@di: Da würde mich ja mal interessieren, was das für ein 93er Trnetino ist, den Sie noch für Wert befinden, länger gelagert zu werden. Kiedricher Wasseros kenne ich nur von Speicher-Schuth. Der ist aber normalerweise ganz gut.

Hinter dem...

Hinter dem Regierungspraesidium in Koeln hatte der fruhere Praesident Antwerpes Wein angebaut. Geringer Ertrag, wurde jaehrlich fuer gute Zwecke versteigert. Leider hoerte ich nie, was das fuer ein Zeug gewesen ist. Koeln ist zwar warm (schwul auch), aber reicht das fuer trinkbaren Wein? Selbst wuechse er auf roemischen Ruinen. . Kleiner Scherz: Ruinenwein von Eifeler Geroell oder Sandstein vom Drachenfels. Bin etwas Hirnalbern-die Sonne, die seltene, man versteht.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.