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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Landpartie mit Manu

| 164 Lesermeinungen

und mit Spezialitäten wie Trüffel, Schinken, Erdbeeren, Pecorino und wie man sie findet - dort nämlich, wo Armando, Gianni und Erni sie herstellen.

Stall, der: Stalla (it.), der Ort, in den man unbedingt schauen sollte.

Cu la tellllllo, sagt Manu. Italiener können das L lellen, wie sie das R rollen können. Ich probiere es, und inwendig lacht Manu darüber. Man sieht es in ihren Augen. Dann sagt sie es noch einmal vor, ich probiere es erneut und ahne: Das wird nichts mehr. Es wird immer nach deutscher Tourist im Schlamm klingen, dessen Italianita nicht ausreicht, vor einer Italienerin, einer echten, im echten Schlamm der Poebene. Unsere Schuhe sehen entsetzlich aus.

Bild zu: Landpartie mit Manu

Aber immerhin habe ich ihn jetzt gesehen, den legendären Culatelloschinken, und zwar nicht nur in dünnen, teuren Scheiben, sondern in vielen Brocken im Gegenwert eines Mittelklassewagens, an Stangen im Stall, in der feuchten Luft nach dem grossen Regen schimmelnd. Cu la telllo. Ich werde es nie schaffen. Ich hoffe aber, dass die Hersteller es schaffen, das zu bewahren. Es ist nicht ganz leicht mit diesem Schinken, denn er entspricht mit seinem Pilzbefall nicht unbedingt dem, was die EU für Fleisch vorschreibt. Es muss aber so sein, denn der Pilz gibt über die Enzyme den richtigen Geschmack – das ist, im Vertrauen, nicht im Mindesten so eklig wie das, was auf einer deutschen Tiefkühlpizza liegt. Der Cu la telllo schimmelt hier in der Lombardei monatelang. Hier die Tradition, da die EU. Es gibt einen Bestandsschutz für jene, die ihn schon immer gemacht haben. Es ist gar nicht so leicht, das alles so zu betreiben, dass man davon leben kann. Selbst wenn der echte Cu la telllo weltweit von Feinschmeckern gesucht wird. Ich habe ihn gefunden.

Bild zu: Landpartie mit Manu

Dank Manu. Manu ist hier in dieser fruchtbaren Ebene geboren und aufgewachsen, und mag den Wochenmarkt in Mantua so sehr, dass sie begonnen hat, dort nebenher beim Gemüsestand vom Corte Solfero 2 zu arbeiten. Über einen süssen Kürbis hinweg kamen wir ins Plaudern, und dass sie vorzüglich Deutsch spricht, war dabei hilfreicher als mein Italienisch. Übrigens, erzählte sie, am 20. Mai könnte man auch all die Bauernhöfe des Marktes direkt besuchen. Begleitest Du mich vorher mal dorthin, fragte ich. Und so stehen wir nun in der weichen Erde vor dem aus grossen Flusskieseln gebauten Hof des Jahres 1909, wo Gianni und Nadia Obst und Gemüse anbauen, wie man das früher gemacht hat. Gerade reifen, schneller allerdings als der Coletall… Culati… Cu la telllo die Fragole, die Erdbeeren auf dem Feld, und die Kirschen auf den Bäumen. Nächste Woche ist es so weit, dann beginnt die Ernte.

Bild zu: Landpartie mit Manu

Heute nennt man das Bio, und lange schien es, als würde die industrielle Landwirtschaft in Italien mit solchen Traditionen aufräumen. Das Gegenteil ist passiert: Die ähnlich gesinnten Bauern der Region haben sich zusammengeschlossen, und veranstalten gemeinschaftlich die Wochenmärkte der Region. Jeden Samstag, bei den Arkaden des Baumeisters Giulio Romano, ist am Samstag Markt in Mantua. Mit allem, was die Region und nicht der Weltmarkt bietet. Für so einen Culatellllo – langsam wird es besser – hätte der Weltmarkt nicht die Schweine, die Luft, die Gemäuer und den Schimmelpilz. Das gibt es nur hier.

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„Das gibt es nur hier“, solo qui, hört man oft, wenn man zwischen Gardasee und Po die Bauernhöfe besucht. Zum Beispiel den Aufstrich aus schwarzen Trüffeln und süssem Kürbis. Armando besitzt das Ca‘ da Trifulin, das Haus des Trüffelsuchers. Jeder Liebhaber des Pilzes weiss, wie schwer der gute Trüffel zu finden ist, aber hier, nahe des Po, wo der Fluss das ideale Erdreich aus den Bergen hereingetragen hat, wächst ein hübscher, kleiner Wald mit Laubbäumen, und dazwischen ist das Haus. Trüffelsuche ist hier, solo qui, in etwa das, was bei anderen der Spaziergang mit dem Hund ist. Armando geht an trockenen Tagen mit seinen Hunden der Rasse Lagotto Romagnolo in seine Wäldchen, und wenn sie anschlagen, sticht er den Trüffel. Gäste bekommen ihn dann in Scheiben geschnitten serviert. Ich war kurz davor in Monte Carlo, da lag 1 Scheibchen auf dem Teller. Hier wird der Trüffel geschnitten, als wäre es Mozarella. Ist ja genug im Wald.

Bild zu: Landpartie mit Manu

Mit traurigem Hundeblick schaue ich die Kette an, an der die Hunde liegen, und den ganzen Tag Trüffel riechen. Oder, wenn sie an das Fenster des Stalls gehen, den in der Haut eingenähten Bauchspeck der Schweine, noch so eine Spezialität, etwas ganz Besonderes, auch mit Schimmelschicht, die hier ein Jahr an der Luft trocknet, wie der Culatello. Ich sage es gekonnt, und Manu schämt sich nicht mehr mit mir. Oder die eingemachten Früchte. Mit Trüffel. Ja, diese Kette, die wäre was für mich. Lieber ein Hund hier, solo qui, im Haus des Trüffelsuchers, als wie ein Hund in Deutschland beim Essen leiden. In einem Land ohne solche Wäldchen, wo sie einem den Trüffel in Molekülen vorsichtig, voooorsichtigst auf die Teller reiben, als sei es Plutonium im Labor, und das dann für exklusiv halten.

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Dabei ist es nur Tradition, und keine Wissenschaft. Im hochaufgeschossenen Enri, der die Käserei Forte d’Attila betreibt, würde man vielleicht eher einen Professor vermuten, so wie der verschmitzte Armando einer Figur mit rotem Parteibuch aus Don Camillo ähnelt (im Stall hängt ein Wehrmachtssattel, und wer weiss, vielleicht hat es da auch noch vergessene Panzer), und Gianni wie ein Condottiere der Renaissance aussieht. Aber Enri hat mit moderner Ernährungswissenschaft oder gar Genfood nichts zu tun, er züchtet seine Kühe selbst, beschafft das Heu von den eigenen Wiesen, und verzichtet bewusst auf jene Beimischungen der Agrarindustrie, die aus Milch ein immer gleich fad schmeckendes Industrieprodukt machen. Denn wenn die Milch keinen Charakter hat, hat auch der Käse keinen Geschmack; es sei denn, man hilft nachher wieder mit Chemie nach – aber genau das will Enri nicht tun.

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Es macht schon schon ein Unterschied, wie der Käse hergestellt wird. Ob die Milch aus der antibiotikaverseuchten Massentierhaltung im Norden über die Alpen gekarrt und zu dem verarbeitet wird, was in Deutschland dann als echt italienische Delikatesse gilt. Oder ob die Kuhrasse, die hier gezüchtet wird, die Milch liefert, mit der Käse für den regionalen Markt geschaffen wird. Jeden Tag wird in der kleinen Anlage bei Enri im Hof ein anderer Käse gemacht; der Frischkäse geht sofort auf den Markt, der Gorgonzola blauschimmelt Wochen, und monatelang wartet der Hartkäse in den Kühlkammern auf seine Reifung. Es eilt nicht. Und es schmeckt vermutlich nie ganz gleich, so, wie je nach Wetter auch das Gras und die Kräuter unterschiedlich wachsen. Das Leben am Fluss fliesst immer noch träge dahin, die Menschen haben Zeit, es dauert eben, bis Käse, Trüffel, Erdbeeren und Culatello reifen, Geschmack braucht Dauer, es ruhen die Kühe und verdauen, die Stallkatzen wollen auch gestreichelt werden, und auf mein Ciao Bella und Uoh belllllissssima reagieren sie sofort. Ich mache beim L und in Manus Achtung langsam, aber stetig Fortschritte.

Bild zu: Landpartie mit Manu

(Was kostet eigentlich so ein Hof, frage ich Manu, als wir beim Rückweg nach Mantua an einem verfallenden Gemäuer vorbeikommen. Manu schaut mich an, wie man arme Verrückte eben so anschaut. Es bläut über uns der Himmel, die Sonne scheint, ein leichter Wind weht durch die Ställe am Speck vorbei und bewegt die Blätter der wildwachsenden Feigenbäume, und darunter wächst im Wasser des Flusses vermutlich ein weisser Trüffel, dick und wohlschmeckend. Am 20. Mai kann man das alles bei „Per Corti e Cascine“ erradeln und erfahren und besuchen, das Programm findet sich unter agriturismomantova.it)

Bild zu: Landpartie mit Manu

Wenn Sie aber lieber Bilder von der Mille Miglia sehen wollen, selbst gemacht und nicht von einer Firma gestellt, wie es sonst so um diese Zeit hier im Blog üblich ist, ohne Schreibaussatzer und Sponsorbapperl: Bedaure. Ich muss Sie da auf mein anderes Blog verweisen.

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164 Lesermeinungen

  1. Perfekte Einstimmung zum...
    Perfekte Einstimmung zum Wochenende! Schuh-, Trüffel-, Schinken-, Hunde-, Cow- und Cat-Content. Was will man mehr?
    Für alle anderen gibt´s Gratisprossssecco und Schämmpiens League.

  2. miao....
    miao.

  3. Solch Schinken habe ich schon...
    Solch Schinken habe ich schon in der nördlichen Rhön gesehen. Aber exakter geschnürt. Und auch gegessen. Hieß aber einfach nur Schinken. Und nicht Kullerdingsda mit drei Elll. Kuhmilch gibt´s dort auch. Mit welchem Charakter, weiß ich nicht. Macht halt keiner Rekklamazzione für. Genießen kann man´s trotzdem. Ohne den Mief und das Gedröhn aus offenen Auspuffrohren von sogenannten Oldtimern. Denn die sitzen eher drin.

  4. Eine schöne Geschichte. Ich...
    Eine schöne Geschichte. Ich lese die immer wieder gern.

  5. Culatello, habe ich mir...
    Culatello, habe ich mir erklären lassen, ist nochmal ein klein wenig anders, ein spezieller Muskel im Schinken – wiewohl, als Vegetarier kann man mir alles erzählen.
    .
    Freut mich, wenn’s gefällt!

  6. Auch danke, vor allem für die...
    Auch danke, vor allem für die Miez.
    .
    kleingeschrieben:
    aber wo ist nur mein seehofer-nicht-liebhab-beitrag beim piratenartikel (deus ex machina) abgeblieben?

  7. Das ist mir zu negativ. In...
    Das ist mir zu negativ. In Zeiten, wo Kranksein immer teurer wird, kaufe ich mir einfach ein dickes Schnitzel aus dem Discounter, wenn sich eine Erkältung ankündigt.
    .
    Mir gefällt der MM Blog der FAZ. Endlich mal wieder einer der den Deutschen erklärt, wie toll und männlich das Auto fahren ist. Dass man dafür viele PS braucht, schnell fahren muss und einen satten Sound aus dem Auspuff. Dann wird man auch von allen geliebt wird und bekommt ganz viel Anerkennung von seiner Umgebung. Zitat: „Vergiss die Elektroautos!“ Wie viele Anzeigen in der FAZ Mercedes dafür wohl kaufen musste?

  8. Hmmm, der Don kann jemandem,...
    Hmmm, der Don kann jemandem, der gutes Essen richtig zu schätzen weiss, aber auch den Mund wässrig machen :-). Er liegt damit (nach meiner nichtrepräsentativen Beobachtung) im Trend: Gutes, handwerkliches, regionales Essen mit echtem Geschmack ist (wieder) Zeitgeist. Leider (?) nicht bei allen. Gespräch mit einem Kollegen vor einigen Monaten: „Was, Du hast für ein Essen bei X für 2 Personen yyy Euros ausgegeben? Spinnst Du?“ – „Was hat eigentlich Dein neues Auto gekostet?“ – „Na, so zz zzz Euros mit allem. Toller Schlitten.“ – „Und wer von uns beiden spinnt jetzt?“
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  9. Werter Don,
    und was kostet nun...

    Werter Don,
    und was kostet nun so ein Hof? Sie können Ihre Leser doch nicht ohne Antwort darauf im deutschen Regen stehen lassen…
    .
    Bei den Schuhen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass italienische Eleganz in den Abgründen des Schlamms der Po-Ebene nicht ganz gegen ein Paar rustikale Stiefel nördlicherer Herkunft ankommt.
    .
    Und der Schimmel – ach was, nicht erst durch Schimmelkäse und Penicilline sollte klar sein, dass das nicht unbedingt schädlich sein muss (zumindest was das Essen angeht – wenn ich täglich in dem Stall arbeiten müsste, würde ich wahrscheinlich doch mal über Atemschutz nachdenken)
    .
    Übrigens – wenn ich gehässig wäre würde ich sagen, Ihr Verhältnis zu den Bauern Norditaliens scheint ein bisschen so zu sein wie das des Mille Miglia Möchtegern-Bloggers aus der Wirtschaftsredaktion zu Daimler… ;-)
    .
    Stattdessen aber vielleicht eher die Bitte, der Dame doch den Dank Ihrer Leserschaft für die Unterstützung auszurichten.

  10. Veil of Ignorance, so geht das...
    Veil of Ignorance, so geht das nicht, Mercedes Benz setzt auf „Markenbotschafter“, und dass der Autor Mercedes schätzt, hat er bereits vorher niedergeschrieben. Da kann ich keine derartigen Geschäfte erkennen. Das ist Beziehungspflege, sonst nichts. Und auch andere verdiente Kollegen wie Diekmann und Tichy von der Wirtschaftswoche machen das. Alles gerecht verteilt.
    .
    ThorHa, ich denke, das ist immer eine Frage der persönlichen Bewertung und Wertschätzung. Ich nenne sowas wie die im Wert verfallenden Autos gern „Idiotensteuer“, weil ich umgekehrt davon profitiere. Kauft weiter Autos aus dem besagten Konzern an der Donau!

  11. Vroni, ich schau gleich nach -...
    Vroni, ich schau gleich nach – ich bin gerade ziemlich verplant, bei der Bloggerei herrscht blankes Choas, auch, weil manche sich nicht an Absprachen halten.

  12. Ein Kollege (Franzose) von...
    Ein Kollege (Franzose) von Wolf ist grade in Urlaub abgedampft. In der Champagne. Im Weinberg von Freunden mithelfen. Das ist die richtige Einstellung zu Essen und Trinken. Mein Neid, meine brennende Eifersucht (warum habe ich keine Freunde mit Weinberg oder mit Trüffelhund) wird ihm flammend folgen.

  13. Man(n) hätte doch gern...
    Man(n) hätte doch gern gewußt, welche Manufaktur die verschlammten Schuhe gefertigt hat – soviel Information muss sein!

  14. Ja, Don, das kulinarische Herz...
    Ja, Don, das kulinarische Herz schlägt nun einmal in Europa, und die schönste Partitur dazu haben die Italiener geschrieben. So ist es nun mal. Manchmal frage ich mich, was machten die Italiener, gäbe es das Essen nicht. Ach ja: schöne Autos und Moppeds bauen.

  15. Die MM-Kurztexte laufen unter...
    Die MM-Kurztexte laufen unter Blog? Wie das denn? Sie lesen sich derart lustlos uninspiriert, dass es mich nicht wundert, dass der Autor auf die Möglichkeit des Kommentierens sicherheitshalber verzichtet. Dort würde wohl nur wenig Schmeichelhaftes landen, wenn es nicht gar so gräuslich endete wie in den leeren Kommentarbereichen mancher anderer hier betriebener Blogs. Und jetzt gehen dem beziehungsgepflegten Autohersteller auch noch die Photos aus!

  16. put a chain around my neck and...
    put a chain around my neck and lead me anywh
    Vielleicht paßt die Figur Bär besser als Hund zum Don? Auch wenn es keine Trüffelbären gibt, kommen sie weit besser mit der Tarte & Torte-Diät des Don zurecht, als Hunde.
    Bleiben Sie noch eine Weile unten, in Bayern blüht der Roggen.

  17. Es ist das, was man sich bei...
    Es ist das, was man sich bei Autokonzernen vermutlich unter Bloggen vorstellt. Dass mehrere, durch Satzzeichen getrennte Worte nicht unbedingt jeden Leser ansprechen, spielt da vermutlich keine Rolle beim Presseclipping.

  18. Lecker ! ich möchte gleich...
    Lecker ! ich möchte gleich wieder kehrt machen und nach dem Schinken suchen.
    Mehr davon !

  19. Allerdings, geehrter Don: Der...
    Allerdings, geehrter Don: Der Export von minderwertiger Milch über die Alpen gen Norden ist keine Einbahnstraße. Beim Parmaschinken ist es so, das weit mehr davon produziert wird als es in bella italia Schweine gibt. Will heißen: der LKW mit der Milch bzw. Käse nimmt auf dem Rückweg gleich die Schweine mit, oder glauben Sie etwa, der fährt leer zurück? Jeder Spediteur wäre der Insolvenz ausgesetzt. Das betrifft natürlich nur den Parmaschinken, der dann später als Discounter-Premium-Qualität klimaneutral nach Deutschland gekarrt wird. Mir ist nicht bekannt was beim Kullerschinken reinkommt……
    Aber in Sachen Schinken zwingen Sie mich, auf Spanien überzuleiten, und dieser ist durch keinen zu übertreffen. Und wenn man den besten aus Jabugo nimmt, so können Sie diesen selbst als Vegetarier ohne schlechtes Gewissen essen, denn die Schweine fressen überwiegend Eicheln.

  20. Lecker, Schimmel! Erfreut...
    Lecker, Schimmel! Erfreut Vegetarier und Fleischesser. Und sieht auch noch gut aus:
    http://www.youtube.com/watch?v=3kwYbMrs7G4
    Wenn Sie, lieber Don, tatsächlich das Angebot ausgeschlagen haben, in einem Flügeltürer-SL die MM mitzufahren, dann meine unbedingte Hochachtung. Bei den Beiträgen des Kollegen glaube ich aber, es wäre besser gewesen, Sie hätten sich geopfert. Für uns, die MM-Fans und sogar den Mercedes-Benz-Konzern!

  21. Ich will eine Made sein......
    Ich will eine Made sein…

  22. Dass in diesem italienischen...
    Dass in diesem italienischen Paradies den Rindern die Hörner entfernt werden ist nicht fein – so wie das Ihr Rindsporträt zeigt – und dies obwohl das Tier anscheinend nicht in einem Massenstall sein Mahl hält. Hörner sind halt gefährlich, die Evolution muss korrigiert werden, obwohl Horn nach der Schlachtung ein vielfach verwendbares Halbzeug abgibt.

  23. @melursus: Nur ein andres Tier...
    @melursus: Nur ein andres Tier kann zu der Trueffelsuche eingespannt werden und dass ist das Schwein. Unser werter DA aehnelt aber eher einer Katze (Kater?) die sich nicht abrichten laesst, unabhaengig ist und manchmal auch kratzt und beisst.
    Ein schoener Beitrag der mir etwas zeigt was ich nicht wusste.

  24. idiotensteuer ist nett, sehr...
    idiotensteuer ist nett, sehr nett, lieber don.

  25. Das Angebot zusammen mit einem...
    Das Angebot zusammen mit einem Anforderungsprofil und Textwunsch kam von einem anderen Autokomzern.

  26. D.A. 2:29 , ich bin bestürzt....
    D.A. 2:29 , ich bin bestürzt. Warum wurde ich nicht empfohlen? Wörter zwischen
    Komma setzen kann ich prima und erfülle jeden Textwunsch.
    Auch würde ich nicht wie Sie auf Trüffelhöfen die Frage stellen: was so ein Hof
    kostet. Versteht sich von selbst: wann kann ich erben? Wann kann ich mit der
    Trüffelzucht beginnen, mein Business-Plan steht.
    Naja, es trifft immer die Verkehrten. Auch bei den Griechen hat man schlicht über-
    sehen. Geld aus der EU abgreifen, wenn es eng wird mit den Euros in die Schweiz.
    Sobald die Deutschen Griechenland aus dem Euro geschmissen haben, geht’s zurück.
    Da kann man sich bei einer Weichwährung wieder in die alten Positionen einkaufen und aus der Portokasse zahlen.
    Puh, für mein Talent zum richtigen Zeitpunkt immer am falschen Ort zu ,können Sie
    ja nix.

  27. ... und wenn ich in...
    … und wenn ich in Idar-Oberstein lande, können Sie das mit ansehen?
    Bricht Ihnen nicht das Herz?
    … und wo ist Alois?

  28. Zu ital. Feinkost und Mille...
    Zu ital. Feinkost und Mille Miglia fällt mir spontan das mit Motorenöl gestreckte Bio-Olivenöl ein…

  29. @Mupf, jetzt wo Sie es sagen:...
    @Mupf, jetzt wo Sie es sagen: Ich verwende vielerlei Bio-Olivenöle aus der Toskana, bestelle diese bei einem Lieferanten. Als ich dieser Tage eine Flasche aufmachte, erinnerte mich der emporsteigende Duft an irgendetwas, was ich vor kurzem in der Nase hatte: ein wenig, aber nur eine wenig, an das synthetische Motorenöl Marke Agip, welches ich meiner bologneser Diva verabreiche. Auch der Preis ist recht ähnlich….

  30. Über Olivenöl schreibe ich...
    Über Olivenöl schreibe ich auch noch. Die Panscherei ist natürlich eoin Problem, aber weniger das Industrieöl, sondern das minderwertige Öl, das aus dem Bereich des östlichen Mittelmeeres zugekauft wird. Auf manchen Flaschen steht jetzt 100% Italiano, was darauf hinweist, dass auch die Italiener kritisch sind. Wobei man sagen muss, der Kult ums Extra Vergine ist eher eine deutsche Sache.

  31. "Welches Auto? Natürlich...
    „Welches Auto? Natürlich Benz. Alles andere ist Behelf.“
    (ein Kandidat in G. Jauchs Millionen-Euro-Ratespiel, zu der üblichen Frage, was mache er denn mit dem vielen Geld, wenn er gewönne? …zu Zeiten als ich noch’n Fernseher hatte; lang ist’s her. Herr Jauch kriegte sich gar nicht mehr ein vor Begeisterung: Endlich mal’n Satz eines Gegenüber, der pfiffig war und den er noch nicht kannte.)

  32. Chris, o einer wie auf dem...
    Chris, o einer wie auf dem Bild (und ewig Platz, an die 300 m² Wohnfläche plus Nebengebäude) im schlechten Zustand etwa 250.000. Das ist in der Gegend von Governolo, vielleicht 15 Kilometer von Mantua, Fpr kleinere Anwesen geht es bei 100,000 los, aber die Sanierungskosten sind nicht zu verachten. Obwohl es gerade vermutlich günstiger wird.

  33. "Beim Parmaschinken ist es so,...
    „Beim Parmaschinken ist es so, das weit mehr davon produziert wird als es in bella italia Schweine gibt.“
    .
    Das ist dann einfach offener Betrug – Dank der verhassten EU und der von ihr geschützten Herkunftsbezeichnungen, die auch auf den Ort der Aufzucht der Schweine ausgedehnt wird.
    .
    „Der LKW mit der Milch bzw. Käse nimmt auf dem Rückweg gleich die Schweine mit, oder glauben Sie etwa, der fährt leer zurück?“
    .
    Durchaus denkbar, dass ein LKW auch noch etwas anderes als Milch, Käse und Schweine transportiert oder fährt er nur dorthin, wo auch Schweine gezüchtet werden?

  34. Don, sprich: gar nicht so viel...
    Don, sprich: gar nicht so viel anders als bei uns. Wobei das vermutlich alles von der Lage zwar schön, aber nicht herausragend ist.
    .
    Minderwertige Öl aus dem Bereich des östlichen Mittelmeeres? Aber aber, aus Kreta gibt es sehr gutes wie ich finde.

  35. Olivenöl, Motorenöl, heute...
    Olivenöl, Motorenöl, heute ist nur eines wichtig: Daß in der nördlichsten Stadt Italiens der auch dort ansässige Verein gewinnt. Festgeldkonto gegen Oligarchentum. Alles andere ward von Übel.

  36. Vermutlich sind deshalb so...
    Vermutlich sind deshalb so viele Münchner in Italien – sie wollen dem Putsch der Zugezogenen entgehen. Schrecklihe Sache, das.

  37. ..im Agritourisme meiner...
    ..im Agritourisme meiner >weisse Trüffel>Wahl laufen die Hunde frei und die Katz auch und gekocht wird für Einheimische! sehr gut. ..
    ..in den anderen(ohne weisse Trüffel)auch…(hier auch bes. Gruss an Ina und Genaro&family).dedicated to..wo ich bei mama im Wohnzimmer das erste mal die chilli peppers hörte und sah,——– dahoam hob`i hoed koan Ferrnnseah..;
    mal sehn was wird

  38. Noch mehr Bilder von der Mille...
    Noch mehr Bilder von der Mille Miglia – man will ja den Service aufrecht erhalten.
    .
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/2062931/

  39. "Vermutlich sind deshalb so...
    „Vermutlich sind deshalb so viele Münchner in Italien – sie wollen dem Putsch der Zugezogenen entgehen. Schrecklihe Sache, das.“
    .
    Sind die Zugezogenen in München schrecklich, die Münchner in Italien oder einfach alles?

  40. ""Beim Parmaschinken ist es...
    „“Beim Parmaschinken ist es so, das weit mehr davon produziert wird als es in bella italia Schweine gibt.“
    .
    Das ist dann einfach offener Betrug – Dank der verhassten EU und der von ihr geschützten Herkunftsbezeichnungen, die auch auf den Ort der Aufzucht der Schweine ausgedehnt wird. “
    .
    und woher kommt das schwein für den echt schwarzwälder schinken?
    aus dem schwarzwald, sonst wären die dort ja kriminelle, oder?

  41. Re. Spanischer Schinken: Viele...
    Re. Spanischer Schinken: Viele Schweine werden in Portugal gehalten und kommen zur Verarbeitung nach Spanien. Die Portugiesen fertigen übrigens selber zu günstigen Preisen auch exzellenten Käse & tolle Würste.

  42. @donna laura: Nää, das...
    @donna laura: Nää, das Löffelchen für Mutti sorgt bereits für ordentlich Spucke auf dem Lätzchen. Einstweilen versucht man es mit Löffelchen für Papi http://www.leap2020.eu/GEAB-N-65-ist-angekommen-Umfassende-weltweite-Krise-2-Halbjahr-2012-Vier-Faktoren-voller-Sprengkraft-treffen-zusammen_a10543.html . Aber auch das wird das Nudeln nicht so wirklich weiter bringen. Nudeln ist einfach vorbei.

  43. (In den 80ern bin ich mal mit...
    (In den 80ern bin ich mal mit Lastwagenfahrern aus Rom und Kroatien, Familie wohnend lange von beiden in Norditalien, von London nach Würzburg gefahren. Es war enorm lehrreich, schon allein die benannten Voraussetzungen. Wir stoppten in Gent, um zu Abend zu essen, und am nächsten Morgen wurden belgische Schweinehälften aufgenommen, die nach Italien sollten, zur Verarbeitung als Parmaschinken.)
    Ja das ist ja durchaus nett, die noch vorhandenen Schönheiten zu loben, aber abgesehen von den Silberkännsche im Keller und Saatgut plus Ziehviech im Stall ist das Gestrampel eher, äh, wenig zielführend.

  44. Bei der Wahl arrogantes...
    Bei der Wahl arrogantes Gesocks aus Byerns Zuwanderermetropole vs. Club eines neureichen Russen würde man sich eigentlich zwei Verlierer wünschen, aber ich stelle mich mal an die Seiter derjenigen, die wieder verschwinden. Dann halten die Bleibenden die Klappe.
    .
    colorcraze, das ist ziemlich genau das Problem. Nur ist es in Mantua so, dass dort auf den Einwohner 7 Schweine kommen, und hier wiederum lohnt sich das Fremdschwein gar nicht so sehr, weil der teure Parmaschinken hier nicht gemacht wird – das ist eine andere Region. Allerdings darf man sich gerne über jene lustig machen, die glauben, dass es bei Aldi und Lidl auch den Parmaschnken oder den Parmesan gibt, den es hier gibt, und das schmecke alles gleich.

  45. Hatte ich mal erwähnt, dass...
    Hatte ich mal erwähnt, dass ich meinen jetzigen Fleischer, nach einigen freudlosen Monaten adoptiert habe, weil es dort Räucherspeck (also den altmodischen) infach so als hmmm Speck gibt? Ein Scheibchen davon parfürmiert, was man mag, das arme Schwein ist nicht Hungers gestorben, keine Ahnung, wie der gemacht wird, würde aber mal denken, mit Rauch geräuchert ist er schon, niemand geht pleite davon – achso, der Laden ist im Eingang zum Lidl untergebracht, aber das hier ist auch nicht Berlin oder die Gegend zwischen Ruhrgebiet und Hannover, wo wir an der Autobahn das bis jetzt unerreicht scheusslichste nucht Gericht gekauft und nicht verzehrt haben.
    Prolem: als Zugereister kommt man nicht so leicht in die französische Gesellschaft, wo man Tanten mit Weinbergen o.Ä. hat.

  46. Ich dachte die Zugereisten...
    Ich dachte die Zugereisten würden in München vor allem arbeiten und ich meine in den div. Technologieunternehmen, ob nun Rohde und Schwarz, G&D, Siemens, BMW oder Infineon in Unterhaching. Ob sich darunter viel arrogantes Gesocks befindet, das zu beurteilen, überlasse ich lieber dem Don. Man könnte vermuten, dass sich diese Ballung an Technologiefirmen in einer Stardt, die in Deutschland sonst nur noch Stuttgart aufweist, nicht allzu negativ auf die durchschnittliche Intelligenz der städtischen Gesamtbevölkerung auswirken sollte. Natürlich sind das auch nicht gerade die „einfachen Leute“ die Schriftsteller gerne glorifizieren, v.a. weil sie nicht selbst schreiben.

  47. @Dreamtimer:
    Lästereien über...

    @Dreamtimer:
    Lästereien über Zugereiste gehören zur Lokalfolklore und haben erfahrungsgemäss exakt 0 Verbindung zur Realität :-).
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  48. Schreiben Sie jetzt für...
    Schreiben Sie jetzt für Mercedes? Haben ja ein schönes Auto mit den Flügeltüren. Toll für knuffige kleine Jungs. Echt Abenteuer ej..

  49. Wenn ich dafür schreiben...
    Wenn ich dafür schreiben würde, wie könnte es mir dann peinlich sein, wenn so wie gerade darüber geschrieben wird?

  50. icke, jeer hat so seine...
    icke, jeer hat so seine Quellen und wenn man sucht, findet man an den seltsamsten Orten; Der angeblich beste Strudel Sterzings ist doppelt so teuer wie der, den ich in Mantua von einem Südtiroler auf dem markt kaufe, aber nicht besser.
    .
    Bei den Läden in Supermärkten gebe ich zu beenken, dass die gern selbst mal ihre Mieter rauskanten, wenn es ihnen passt. Da sind mir dann Spezialisten, die kein Anhängsel sind, doch irgendwo lieber. Und zum Glück gibt es sie hier auch in Mengen.

  51. @nico:

    Die Milch aus dem...
    @nico:
    Die Milch aus dem Allgäu oder von den Großfarmen in Sachsen kommt mit dem Edelstahl- Tankwagen nach Italien. Der darf gar keine anderen Produkte fahren. Die Vorschriften sind da sehr streng. Zum Beispiel darf ein Milchsammel- Tanker nur entweder nur normale oder nur Biomilch beim Bauern holen. Alles andere kommt mit dem Kühlwagen. Auch der unterliegt detaillierten Vorschriften in Sachen Temperaturkontrolle, Hygiene und Rückverfolgbarkeit der Chargen. Ganz so einfach ist die Sache nicht. Übrigens fahren immer Transportunternehmen. Spediteure vermitteln lediglich zwischen Verladern und Transporteuren, sie „besorgen eine Güterversendung.“
    Dass in der Branche getrickst wird, ist keine Frage. War lange genug selber da zugange.

  52. Zugereiste: Menschen grenzen...
    Zugereiste: Menschen grenzen sich immer gegenüber Neuankömmlingen ab, egal ob sie die gleichen sozio-demographischen Merkmale haben oder nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Etablierte_und_Au%C3%9Fenseiter
    .
    Gerade im Bereich der Nahrungsmittel, gibt es so viel was verkehrt läuft. Mindeshaltbarkeit, Zusatz- und Ersatzstoffe, Chemie und Genfood. Selbst die Angst davor wird ökonomisiert mit bio, regional, ayurveda, slow und was weiss ich Food. Aufregen kann man sich da viel, nur Lösungen gibt es wenig. Obwohl so langsam ein Wertewandel einsetzt. War früher der Bauer eine niedere Lebensform, gilt er heute als Spezialist.

  53. @Don Alphonso 19. Mai 2012,...
    @Don Alphonso 19. Mai 2012, 20:31
    war doch schön, mich freut es fast immer, wenn die mannschaft der mutter teresa vom tegernsee verliert.
    wie immer sehr schön nachzulesen hier:
    http://www.guardian.co.uk/football/2012/may/19/champions-league-final-chelsea-bayern-live

  54. Bester VoI,

    da gibt es noch...
    Bester VoI,
    da gibt es noch ganz andere Sachen. Jahrelang wurden Steinwolle Dämmstoffe von Speyer nach Nord- Dänemark gefahren und wir bekamen als Rückladung Steinwolle in Vamdrup für Süddeutschland. Nur weil zwei Export- Manager sich gegenseitig zeigen wollten, wer der Größte ist. Das trasporto latte von Deutschland nach Italien ist von der EG erfunden worden, denn die wollte die „unproduktive“ kleinteilige Milchwirtschaft in Italien loswerden. Und wie die kleinen Schlachthöfe bei uns (aus anderen EG- Gründen) ging in Italien die kleine Milchwirtschaft zugrunde. Der Don hat leere Möbelgeschäfte fotografiert, Wiesen ohne Kühe aber nicht. Bei uns vegetieren die in Ställen, die Stacheldrähte an den Wiesen sind ein Zeichen dafür, dass die Kuh bei uns vor 30 Jahren noch an´s Tageslicht durfte.

  55. DA: das mit dem Rauskanten ist...
    DA: das mit dem Rauskanten ist so ein Problem. Deswegen muss ich in den Nachbarort, denn der hiesige Disounter (andere, heimische Kette, die versucht von D’land siegen zu lernen) hat seinem Schlachter gekündigt, um Fleisch selber zu machen. Hoffe einfach, dass das hier bis auf weiteres nicht vorkommt. Denke eher, dass mit einer grossflächig heranwachsenden, in der Kantine von Sodexho usw. verwöhnten Generation, die Masse der Käufer wegfällt, denen so etwas kräftiges schmeckt, die es regelmässig verarbeiten wollen und dafür den euro pro Kilo mehr ausgeben wollen. (Andererseits kaufen die dann, wenn sie es haben, echt bio Bananen vom Ende der Welt).
    Veil of igorance: es gibt einfach auch ein Mengenproblem zwischen vorgeshriebener Diäat und möglichem Angebot: im Winter 5x Bio Obst und Gemüse pro Tag ist in Deutschland schwietrig wenn es nicht immer nur Lager Kartoffeln, Kohl und Rüben sein soll.

  56. Warum darf man bei dem Mille...
    Warum darf man bei dem Mille Miglia Blog keinen Kommentar schreiben ?
    Da gehört doch mal richtig reingerotzt

  57. Erdbeben in Norditalien - wo...
    Erdbeben in Norditalien – wo ist DA?
    P.S. @ Vail of ignorance 23.42h gestern
    Ich lese gerade in „Le Monde“ (9. Mai, Paris) einen Bericht über OGM (genetically modified) crops in California, wo 50% der in den USA konsumiert Gemüse produziert wird.
    Firmen wie Monsanto, Vilmorin, Bayer, Syngenta (CH) spielen eine grosse Rolle,
    und Monsanto wird offenbar jetzt auf China und Indien fokussieren.
    Ich zitiere aus dem o.e. Bericht
    „Americans reject OGM fruit and vegetables. Opponents of OGM in food presented a demand on May 2 for a law in California to label OGM produce as such. There’s a debate going on in 20 US states about this at present but no law has yet been passed“.
    Migros sowie Coop in der Schweiz haben seit Jahrzenten ihr Angebot von Bio-Produkten kontinuierlich ausgebaut.
    http://www.coop.ch/pb/site/common/node/7135/Lde/index.html

  58. Nach fast zwei Monaten musste...
    Nach fast zwei Monaten musste ich schnell mal den Briefkasten leeren. Und zwar genau zum Erdbebebzeitpunkt. Auf der anderen Seite der Alpen.
    .
    http://rebellmarkt.blogger.de/stories/2063361/

  59. der hank rainer hat es uns mal...
    der hank rainer hat es uns mal wieder richtig erklärt, welches heil die habgier und segen der profit ist: isthttp://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-das-nadeloehr-11756735.html . insbesondere für hungerleider. lob preis und dank der industriellen landwirtschaft, der pharmaindustrie und der chinesischen diktatur auf wachstumskurs. mit bester empfehlung an den papst, es mit den mächtigen zu halten, und dem mitleidsgedusel endlich abzuschwören. das bringt doch nichts. passt gut zu heute „Wie angenehm ist da das Verhalten der professionellen Mercedes-Crew“ Live aus dem Cockpit eines Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer. ich sage dieser zeitung großes wachstum voraus. schimmelschinkenromantik kann im feulleton bei den berichten über neueste ausgrabungen geduldet werden. die der-atom-ist-sicher-weil-bei-uns-hats-keine-erdbeben-jetzt-gehn-die-lichter-aus-leserfraktion wird sich freuen.
    ich freu mich auch, wegen dem rechtzeitigen briefkastenleeren. so bleibt uns lesenswertes.

  60. <p>Man kann der...
    Man kann der Wirtschaftsredaktion nicht nachsagen, dass sie sich vom Beifahrersitz der Vorständler bis zur Kritik an der Kirche nicht um ein geschlossenes Weltbild bemühen würde. Aber Herr Hank ist das eine und das hier, das ist das andere. Und ich glaube auch nicht, dass jeder wirklich den Unterschied zwischen Massengenfood und echtem Essen versteht. Die Kantine in der FAZ – ich war allerdings noch nie dort – soll so schmecken, wie sich die Wirtschaft liest.

  61. (Bei der Bloggerei, wo mit...
    (Bei der Bloggerei, wo mit Widerspruch gerechnet werden muss, hat sich Herr Hank inzwischen ja rar gemacht)

  62. liebe colorcraze, welchen link...
    liebe colorcraze, welchen link haben sie denn da gesetzt? wirkt ungeheuer seriös *hüstel*
    .
    liebes holofernes, mutti sagt, dass sie griechenland in der eurozone halten möchte – und eben nicht, dass sie es tun wird.
    .
    man kann es schon gar nicht mehr als munkeln bezeichnen, wenn vorgebracht wird, dass entweder griechenland oder – surprise: – deutschland den euro verlassen könnten-sollten-müssten.
    .
    die begründungen, die für das recht gute wirtschaftlich-finanzielle aussehen deutschlands angeführt werden, sind nicht komplett ungeeignet, einen gewissen unmut in anderen ländern der eu zu stiften – in aller gebotenen kürze nur folgendes: man lieferte auf kreditverträge, zugleich wurden banken aktiv und verdienten ein wenig mit.
    wenn man doch nur wenigstens das richtige bestellt und damit einen eigenen „harten“ wirtschaftsaufschwung erzeugt hätte, anstatt sich südöstlich auf schafskäse und touristen zu stürzen und südwestlich leere betonburgen in den sand zu setzen, aber nein. nun, es sei, wie es sei.
    .
    banal und sträflich kurz und verkürzt gesprochen: solcherart kam eine gewisse geldmengenvermehrung zustande. und in d waren die auftragsbücher voll, die löhne sanken inflationsbereinigt aufgrund vielfacher aktivitäten von gewerkschaftlern und politikern noch eher etc.
    .
    alles keine neuigkeiten, aber quasi aus dem lehrbuch für national eingegrenzte volkswirtschaft. nun hat die eurozone ihren salat.
    wie gesagt, neu ist das nicht.

  63. Da kann sich die...
    Da kann sich die Wirtschaftsredaktion dieser Zeitung um ein geschlossenes
    Weltbild bemühen wie sie will, Wachstum wird dabei nicht herauskommen.
    .
    ..und solange auch die Bundesbank glaubt mit Hinterwäldner-Tanten-Gerede:
    „Es liegt jetzt in der Hand der Griechen“ beeindrucken zu können und Herr
    Weidemann noch nicht mal auf die Idee kommt, die Griechen könnten zupacken
    und ihm den Arm auskugeln, nur weil sie das Geschwätz nicht mehr hören können.

  64. Auch wär es mal schön...
    Auch wär es mal schön herauszuarbeiten, wie sich die Sprachwelt deutscher Westviertel-Erbtanten im internationalen Vergleich so behauptet.

  65. donna laura, das ist in etwa...
    donna laura, das ist in etwa die Gesamtmisere -ich sehe da aber auch keinen richtigen Ausweg. Was bringt Wachstum, wenn man danach den anderen die Wachstumsverluste staatlicherseits ersetzt? Vermutlich nicht so viel. IM Kern ist „Wachstum“ nur ein anderes Wort für „Umverteilung“. Das geht aber nur so lange gut, wie jemand das Wachstum finanzieren kann; oder eben Griechenland deutsche U-Boote kauft. Danach wird es auch für den Wachsenden nicht leicht. Daher: Der Trüffel im Boden ist sicher, alles andere Wachstum ist mir egal.
    .
    Ich glaube, die Bedeutung der Erbtanten lässt nacht, und diverse Neffen, die bei der GQ und Playboy keinen Platz hatten,arbeiten heute an falschen Stellen. Mit der falschen Sprache, wenn man das überhaupt so nennen will.

  66. In Sachen Wirtschaft: Wer...
    In Sachen Wirtschaft: Wer redet hier mit wem über was?
    .
    Die einen behaupten nur wenn man ihren Regeln folgt, wird Wirtschaftswachstum generiert und Armut beseitigt.
    Die Gegenseite glaubt das und erklärt Wirtschaftswachstum sei böse. Mehr fällt ihr
    auch nicht ein.

  67. Noch jeder US-Präsident ist...
    Noch jeder US-Präsident ist angetreten, die Armut in Afrika zu beseitigen .
    .
    Die Armut in Afrika ist so hartnäckig wie die US-Präsidenten.

  68. liebe E.R Binvonhier, nun ja,...
    liebe E.R Binvonhier, nun ja, man könnte wirtschaftswachstum als kettenbrief beschreiben
    – der solange funktioniert, solange man jemanden findet, an den man ihn weiterreichen kann.
    wenn man sehr viele augen zudrückt, so kann man durchaus behaupten, dass europa-nordamerika-zentristisch betrachtet das spiel gar nicht so schlecht aufging.
    .
    mit der aufgabe von bretton woods spielte dann allerdings die ‚finanzwirtschaft‘ verrückt und schuf aus sich selbst heraus etwas, das man als wachstum bezeichnen wollte.
    wachstum entstand eben nicht mehr primär durch produktion von gütern wie kugelschreiber oder landmaschinen, sondern durch eben ein rendite erzielendes ‚finanzprodukt‘.
    die postkoloniale globalisierung tat ein übriges, vor allem als in kombination von finanzwirtschaft der back lash in die ursprünglich globalisierung exportierenden länder zurückkam und dort die preise sowohl für arbeit wie auch für manche produkte drückte.
    dies nur in aller kürze.
    .
    was wohl die schweizer davon hielten, wenn der grosse kanton im norden dem franken beiträte?
    .
    d könnte sich den beitritt allerdings dadurch nach kräften verderben, indem es nächstes jahr den hässlichen kavalleriemeister (mit) an die spitze setzte. indianer mögen keinen schmerz verspüren, vielleicht verstehen sie aber auch keinen solcherlei missratenen spass.*
    —–
    * aber ein spässchen hat der rittmeister auch nicht gemacht.
    .
    ist ja auch wirklich schlau: erst die einen nachbarn abzuziehen und den anderen nachbarn eines mit der schaufel aufs haupt geben. nee, wirklich.

  69. In Sachen Wirtschaft. Re...
    In Sachen Wirtschaft. Re Griechenland. Solides Wachstum resp. Job creation ist Sache der Privatwirtschaft.
    Wahrscheinlich muss Griechenland etwa wie eine Tax-Free-Zone für Unternehmen / Unternehmer werden – a 5-year plan z.B. damit das Land als Standort für Arbeitgeber / Investoren interessant und konkurrenzfähig sein werde.

  70. Re mein Beitrag von soeben,...
    Re mein Beitrag von soeben, correction to the last sentence
    „……. damit das Land als Standort für Arbeitgeber / Investoren AUS DER GANZEN WELT interessant und konkurrenzfähig sein werde“.

  71. Spanien kann gleich...
    Spanien kann gleich mitmachen:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/haushaltsdefizit-2011-spanien-korrigiert-defizit-zum-dritten-mal-nach-oben-11757640.html
    .
    Im Ernst, das Problem ist nicht mal die Steuer etc., das Problem ist, dass Griechenland und Spanien auch ohne Steuer nicht sonderlich attraktiv sein werden. Man muss nur mal schauen, wie es in Montenegro ausschaut. In Griechenland hapert es an der Verwaltung, und Spanien hat eine gigantische Strukturkrise.

  72. (Ausserdem kann man sich...
    (Ausserdem kann man sich international schon heute die Steuern zurechtmanipulieren)

  73. D.A.18:42
    Da soll noch mal...

    D.A.18:42
    Da soll noch mal jemand behaupten in Europa sei nix los.;-)
    .
    werte donna laura, es wird eifrig an neuen Kettenbriefen gearbeitet.

  74. Nun, es ist noch nicht so arg...
    Nun, es ist noch nicht so arg lang her, ein paar Monate, da hiess es schon wieder, die Krise sei überwunden – in Deutschland. Während in Italien la Crisi zum stehenden Begriff wurde. Mitunter habe ich den Eindruck, die Deutschen achten mal drauf und mal nicht, während es woanders schlimm bleibt.
    .
    Und ich sage es ganz offen: Ich habe viel Angst um Europa und das Zusammengehörigkeitsgefühl.

  75. (Wershalb ich ja auch so gerne...
    (Wershalb ich ja auch so gerne über Italien schreibe und geniesse, was Paul Ingendaay über Spanien schreibt – und ich wünschte, solche Berichte gäbe es auch aus Frankreich, Portugal (vollkommen blinder Fleck für Deutschland) und England.)

  76. Don Alphonso: "Weshalb ich ja...
    Don Alphonso: „Weshalb ich ja auch so gerne über Italien schreibe und geniesse, was Paul Ingendaay über Spanien schreibt…“
    *
    Ich empfinde genau das Gegenteil: Der Bully steht vor der Tür, es ist warm und so habe ich Google-Earth geöffnet, den kompletten Kontinent „abgefahren“ und festgestellt, dass Europa mit seiner Dauerkrise inzwischen so spannend ist wie eine Humoreske aus dem Hospiz. Die Stimmung ist feindselig, die Verteilungsgerechtigkeit irreparabel und Dilettanten beim Regieren zuzuschauen kann man in jedem mittelmäßgen Schwellenland besser als hier. Hier stehe ich, und kann nicht anders…

  77. Danke für diesen Beitrag,...
    Danke für diesen Beitrag, bitte mehr davon. Was halten Sie von praktischen Links, in denen sich die Sachen direkt beim Hersteller bestellen lassen?
    Und möge es die Plastikfrass-Globalisierer und ihre EU-Helfershelfer so gründlich wegwaschen, dass sie sich nie wieder davon erholen.
    Ich würde mir auch einen Paul Ingendaay aus Griechenland wünschen. Wer sich einmal das mühsame Selbsternährerdasein auf den griechischen Inseln genauer angesehn hat, der ist für die infame Rassenhetze der neoliberalen SPONgeheads und Konsorten nicht mehr so leicht zu haben.

  78. PS: die ZEIT hatte vor...
    PS: die ZEIT hatte vor Urzeiten mit Gero von Randow sowas wie einen Frankreich-Ingendaay. Aber der wurde sicher auch vom neuen, dynamisch- cowboyhaften und permanent kaugummikauenden McKinsky-Geschäftsführer wegrationalisiert.

  79. @Don Alphonso 20. Mai 2012,...
    @Don Alphonso 20. Mai 2012, 19:16
    „… um Europa und das Zusammengehörigkeitsgefühl.“
    im moment scheint doch die reconquista zu gelingen..die schweden wussten schon warum sie dem euro nicht beitraten…
    in diesem sinne:
    http://www.publik-forum.de/wir-ueber-uns/leserinitiative/alternativprogramm-zum-katholikentag/

  80. ...
    http://taz.de/Ultrakonservative-Internetseite/!90567/
    der verfassungsschutz als player im kulturkampf…

  81. lieber don, ihren letzten satz...
    lieber don, ihren letzten satz von 19.16 u unterschreibe ich absolut, aber auch den, dass man in d sich ab und an für die krise interessiert, aber wenn mal wieder irgendwelche sportereignisse oder rausschmisse von ehemaligen schnorrern anstehen, so weicht man gerne in langweiligste escapismen aus: alles so furchtbar kompliziert, wir waren’s nicht, ausserdem haben die anderen staaten falsch gewirtschaftet, hätten sie es nur mal richtig gemacht, und wären sie nicht so faul gewesen, und überhaupt, am d… wesen, basta.
    .
    für den alten erbfreund frankreich interessiert man sich in d ohnehin meist eher pflichthalber – die dort poppen eh nur herum, wenn sie nicht gerade atomstrom zapfen oder froschschenkel kochen, die paar berichterstatter, die das land einigermassen anschaulich vermitteln konnten, werden älter, heiraten neu und schreiben inzwischen andere bücher.
    und zu portugal: pois, pois… das land der – weiter östlich arbeitenden – putzfrauen und müllmänner. und nicht der seefahrer und hungerleider.
    was man von in portugal lebenden freunden hört, stimmt nicht eben optimistisch – sie schimpfen, ja, das gehört zur folklore wie der fado und der viño verde, aber jetzt haben sie allerdings so richtig grund. wenn sie dort eigentlich schon seit jahren nicht in ein krankenhaus müssen sollten, selbst bei einem unfall nicht, so möchte ich nicht wissen, wie sie das in den nächsten jahren lösen wollen: jungen, gut ausgebildeten verlassen das land – southward ho!
    .
    wenn die wut der übervorteilten, die zum teil keine andere wahl hatten, weil sie nicht die entscheidungen trafen, hochkocht, möchte man nicht in lauf- und strassenbahnweite sein. zumal es wieder nur die falschen träfe: diejenigen, die sich die renditemodelle nicht ausdachten und nicht einmal dort investieren konnten, selbst wenn sie es gewollt hätten. oder können sie sich erinnern an ein papier, das irgendwelche banken in den letzten jahren aufgelegt hätten, mit dem man als kleinanleger geld verdienen konnte? nein? na also.

  82. Sorry, O.T.: Jogi Löw hat mir...
    Sorry, O.T.: Jogi Löw hat mir heute erklärt, warum wir mit ihm nie Weltmeister, aber auch nie Europameister werden: er hat 8 (!) Bayernspieler (!!) für die Nationalelf vorgesehen.
    Der alte Spruch: „Fussball ist für Bayern München wechselhaft – mal verliert Bayern, mal gewinnen die anderen“ soll 1:1 für die Nationalelf gelten dürfen. Sagt der Jogi. Werden wir halt dritter. Für Jogi ist das „viel“.

  83. Die deutschen...
    Die deutschen Finanzmarktstrategen werden immer mehr zur Lachnummer – the same
    procedure as every time – immer wollen sie zuschlagen wenn das Rentenproblem in
    den letzten Zügen liegt wie nun bei den Griechen. Der letzte geburtenstarke Jahrgang ist 1948. Da bleibt nicht mehr viel Zeit die Griechen zur deutschen Raison zu zwingen;
    kein Wunder spielen die Griechen auf Zeit.
    .
    Die Eurozone wird den Verlust der Deutschen vermutlich nicht bedauern.

  84. Steinbrück gegen Sarrazin:...
    Steinbrück gegen Sarrazin: 5:5 (nach Elfantwortschießen) – Ich glaube, Jauch hat sich diesmal einen Keks verdient.

  85. den keks aber nur, wenn er in...
    den keks aber nur, wenn er in zuvor in einen mit besten zutaten gefüllten schierlingsbecher eingetunkt wurde.
    und denn darf er dann mit den zwei brüdern, die er heute zu gast hatte, getrost teilen.

  86. Zum Olivenöl. Ich bin hier in...
    Zum Olivenöl. Ich bin hier in nächster Nähe ganz gut versorgt damit, einerseits durch einen griechischen Laden, der welches von einer Abfüllfirma in Thessaloniki hat, und durch ein kleines italienisches Restaurant, das auch italienisches Öl importiert. Die haben sich, um die Kundschaft damit bekanntzumachen, eine Extrakredenz einfallen lassen: vor dem Essen gibt es immer ein Tellerchen mit Öl drauf und ein Stück selbstgemachtes Brot zum Tünkeln. Zu einem Glas kräftigen Wein – davon haben sie auch einigen – paßt das gut. Sie lassen einen auch verschiedene Öle probieren, milde und solche mit leichtem Bittergeschmack (kommt wohl von recht frischen Oliven). Am besten hat mir aber mal ein Olivenöl geschmeckt, das eine griechische Familie aus Nordgriechenland selbst von einer kleinen Ölmühle mitgebracht hatte, in wenig ansehnlichen „wir nehmen halt mal was da ist“-Plastikwasserflaschen. Das war ein bißchen „sämig“ und ganz mild. Ich habe eine Fasolakia (Bohnensuppe, eher eintopfartig) damit gegessen, die war völlig ohne Fleisch. Und die war durch eben dieses Öl so gut, daß ich eingefleischter Fleischesser dieses einmal überhaupt nicht vermißte.

  87. @fionn: ja das ist die...
    @fionn: ja das ist die Oberseuche, die sich allenthalben einzuschleichen sucht. Die machen wohl auch auf „Bio“ und kaufen kleinere Saatgutfirmen auf – „Kiepenkerl“ soll zu Monsanto gehören, habe ich neulich gelesen, und bei Raiffeisen recht gut vertreten sein. Der Trick ist, mit Saatgut, das sich nicht mehr vermehrt, die lange mühsam gezüchteten robusteren Sorten zu verdrängen.

  88. colorcraze, vielleicht wissen...
    colorcraze, vielleicht wissen Sie warum mir an den notorischen Tuerkenstaenden eingelegte Oliven nur mit Rapsoel angeboten werden?
    .
    Ich will kein Rapsoel. Niemals.

  89. @ All :
    Das Sozialsystem, wie...

    @ All :
    Das Sozialsystem, wie es zur Zeit der industriellen Revolution aufgelegt wurde, ist nichts anderes als eine Absicherung und Optimierung des Produktionsfaktors „Arbeit“.
    Die Verlagerung von Lohnanteilen in eine Pflichtversicherung enspricht den Wünschen der Arbeitgeber, denn ein industrieller Betrieb kennt kein Altenteil.
    Die Höhe der Versicherungen bestimmt der Staat als ausgleichendes Element zwischen der Forderungen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber.
    Das Problem entsteht nicht durch die Sozialleistungen des Staates, es entsteht durch den Druck der Zineszinsen.
    Ich habe schon geschrieben, daß ein Geldsystem mit negativem Geld keine Vermögen aufbauen kann. Das ist Systembedingt, denn jeder Ertrag ist gleichzusetzen mit Zins und jeder Zins wird für das Schuldensystem benötigt, um so etwas wie nominal wachsende Vermögenswerte ausweisen zu können.
    Das ist auch die Stelle an der aus den sinnvollen Sozialleistungen ( ansich ein dummer Ausdruck, denn die Arbeiter erwirtschaften diese Leistungen ja selbst und bekommen sie vor der Auszahlung abgezogen), dann eine Last wird.
    Aus der Rechnung (nominaler Unternhemens-) Gewinn = Zins = Wachstum entsteht der Zwang zur Gewinnmaximierung, der Schuldenmaximierung und der Zwang zum Wachstum.
    Nur Wachstum und Inflation lassen das System zu. Der Zins muss ja bezahlt oder abgeschrieben werden.
    So wird aus dem (von den Arbeitgebern gewünschten) sozialen System eine Belastung der Gewinne und damit eine Einschränkung für das Wachstum.
    Nur aus diesem Zusammenhang wird aus dem Sozialtransfer ein Problem.
    Tatsächlich ist der Systeminhalt die Sättigung Aller, die am Wirtschaftsleben teilnehmen mit Krediten. Nur so kann der maximale Zins erwirtschaftet werden.
    Natürlich gibt es einen Bruch, wenn man das System überdehnt.
    Genau das passiert gerade.
    Die Kurve sieht in etwa aus wie der log e nur mit dem Unterschied, dass die Kurve (durch Zinslasten bedingt) nach der Sättigungsphase einbricht. Die Zinsen zerstören jedes wirtschaftliche Treiben.
    Die EZB und die FED haben Geld in den Markt gepumpt, um Wachstum zu erzeugen. Beide haben das gleiche Ergebniss :
    Das Geld liegt bei den Banken und den Industrieunternehmen, weil es keine Kaufkraft mehr gibt. Die Kunden sind alle bereits Zinssklaven.
    Das ausgeschüttete Geld erzwingt aber weiterhin Zinsen.
    Die 1 Billion LOTR der EZB könnten bei entsprechender Ventilierung im Geldsystem wegen der geringen Mindestreserve von nur 1% bis zu 55Billionen Geldwert nach sich ziehen. Bei nominal etwa 100-120 Billionen Geamtvermögen weltweit eine unvorstellbare Summe.
    End of Game.

  90. "Die EZB und die FED haben...
    „Die EZB und die FED haben Geld in den Markt gepumpt, um Wachstum zu erzeugen. Beide haben das gleiche Ergebniss : Das Geld liegt bei den Banken und den Industrieunternehmen, weil es keine Kaufkraft mehr gibt. Die Kunden sind alle bereits Zinssklaven.“
    .
    Umgekehrt kann „Kaufkraft“ auch nicht einfach geschaffen werden, wenn die Produktion längst von anderen geleistet wird. Die Chinesen wollen schließlich auch eine Gegenleistung für ihre Waren.
    .
    Das einzige was der magischen Praxis der Vermehrung von Wertzeichen bislang noch geholfen hat war die Krise selbst und der Umstand, dass alle in sie verstrickt sind. Das „End of Game“ könnte also auch bedeuten, dass wir uns einfach jenseits der Ökonomie in einem anderen Spiel befinden – nennen wir es „Krisenbewältigung“, dass mit dem Versprechen gespielt wird, irgendwann zur Ökonomie zurückzukehren.
    .
    Ich kann zwar die auch hier im Kommentarteil geäußerte Verbitterung verstehen, aber wann war zuletzt einmal alles möglich? Nur Frank Rieger und Bruno Kramm scheinen zur Zeit Gute Laune zu haben.

  91. Wenn das so wäre, sollte man...
    Wenn das so wäre, sollte man schleunigst lernen, wie man Trüffel züchtet und selbst Erdbeeren anbaut.

  92. Jetzt wird die Kriese wirklich...
    Jetzt wird die Kriese wirklich zementiert; selbst die grosse deutsche Wirtschaftszeitung schwafelt etwas von „verlorener Generation…“ und zeigt die Wanderungsbewegungen wie ein Drohszenario.
    .
    Sollten wir uns denn nicht freuen, dass die Währungsunion endlich beginnt zu funktionieren?
    .
    Wenn das Kapital nicht mehr wandert (was in den ersten 10 Jahren das Leben auf Pump im Club Med so kommod erscheinen liess), dann muss eben die Jugend wandern, um Muttis Zinslasten zu bezahlen. Es verwundert nicht, dass der griechische Linken-Agitator ein Enddreissiger ist, der lieber daheim bleiben möchte.

  93. Warum schreibe ich Krise...
    Warum schreibe ich Krise eigentlich mit „ie“? Dehnt sich mir wohl schon zu lang aus.

  94. Don Alphonso: "Wenn das so...
    Don Alphonso: „Wenn das so wäre, sollte man schleunigst lernen, wie man Trüffel züchtet und selbst Erdbeeren anbaut.“
    *
    Don, so etwas holt man sich im KaDeWe! Ich gebe aber zu, dass ich eine Kuh auf dem Balkon habe, um mich vom bayrischen Milchpreis unabhängig zu machen. Manchmal starren wir am Ende eines schönen Tages wortlos bei Heu und Wurstbrot gemeinsam auf den großen Hinterhof und denken unabhängig darüber nach, warum unser Leben so und nicht anders verlaufen ist. Elsa meint ja, es liege nicht an der Gesellschaft, sondern an einem selbst; sie liest neuerdungs „Wie man Kühe gewinnt“ von Dale Kornegie. Nächste Woche ihre Verwandten im Allgäu besuchen.

  95. Bitte als Großbild das Foto...
    Bitte als Großbild das Foto vom Zwiebelturm hinter den Hahnenfußwiesen (drüben, 20.05.). Ist ein Meisterstück! (Wo ist das gelegen?)

  96. Das ist Gmund, wo ich wohne,...
    Das ist Gmund, wo ich wohne, und zwar vom Yachtclub kommend am See entlang zur Mangfallbrücke, vielleicht 50 Meter davor.

  97. Danke! Ruft eigentlich schon...
    Danke! Ruft eigentlich schon nach mehr Aufnahmen… Man muss nicht nach Italien, scheints.

  98. Ja, aber der Tegernsee ist...
    Ja, aber der Tegernsee ist hier so oft Thema, das muss man auch nicht immer haben. Zudem wird er ja auch bald wieder Thema.

  99. @Filou: Oliven in Rapsöl? Das...
    @Filou: Oliven in Rapsöl? Das ist wirklich sehr seltsam. Aber zur Zeit sind allerlei verpanscherische Geschmacksverirrungen im Schwange, muß ich leider sagen. Bei dem Italiener mit dem guten Öl gab es eine gräßlich gewürzte Wurst, schon allein beim dran Denken wird mir unwohl. Beim Griechen gab es Tahin mit Obstgeschmack, auch bäh. Der Bierbrauernachbar erzählte, er versuche sich demnächst an überbitterem Amibier. Bekannte süffeln Weißbier-mit-Aromazusatz aus der Flasche. Der türkische Bäcker um die Ecke macht „Eiweißbrot“ mit weißen Flöckchen außen, die nach Viehfutter aussehen. Aberzogene Geschmacksnerven allerorten.
    @donna laura: ach, es geht doch noch viel, viel unseriöser, hier noch eine Großgeschäftsidee für kurzfristiges Wachstum durch schnelle Bewegung: http://www.naturalnews.com/035894_Fukushima_evacuation_radiation.html#ixzz1v7QzgbkL
    @DA: Mangfallbrücke, Mangfallbrücke… war das mal nicht irgendsoeine Pioniertat, ich weiß nicht mehr bei was (besonders breit oder hoch oder die erste oder sonstwas…).

    (Gerüchteküche und Geschwätz) Nachdem es irgendwie nicht so richtig was wird, DM- und Drachmendruckaufträge zu akquirieren, könnte es sein, daß kurzfristig mehr Europapierchen gebraucht werden. Griechen und Spanier fangen damit schon an, in Frankfurt bekam man wohl so das Bibbern, daß man qua Menschenauflauf erstmal die Bankschalter lahmlegte.

  100. @Holly 01:
    Ich finde das...

    @Holly 01:
    Ich finde das negative Wirtschaftswachstum seit der Steinzeit auch einfach schrecklich. Man kann es daran erkennen, dass die Höhlen unserer Vorfahren nicht mehr bezugsfertig, geschweige denn auffindbar sind. QED.
    Mit höchst besorgten Grüssen,
    Thorsten Haupts

  101. Vielleicht liegen manche...
    Vielleicht liegen manche quereuropäische Mißverständnisse auch daran, daß immer mehr individuelle Findigkeit so mit verregelter Bürokratie überzogen wird, daß nur noch Großkonzerne mit entsprechendem Juristenstab durchalten können. Edelstahl-Großtankwagen mit italienischen Kennzeichen habe ich in den 80ern regelmäßig im Herbst vor den Weingütern in der Pfalz vorfahren gesehen (das war dann offiziell erlaubt, Südzucker Frankenthal nicht mehr). Erntehelfer aus Polen gab es schon Anfang des 20. Jahrhunderts und sie sind noch heute insbesondere dort geschätzt, wo es auf zuverlässige und präzise Arbeit ankommt (Wein, Spargel, Äpfel). Manchmal hat man dann den Eindruck, daß solche Dinge besser funktionierten, solange es noch nicht den „Segen der einheitlichen EU-Regulierung“ gab.
    Andererseits machen solche Regeln aber auch den schwarzen Schafen etwas Druck: Als vor etwa 15 Jahren der Schwarzwälder Schinken seine „geschützte geographische Angabe“ bekam, hatten etliche Produzenten Angst, man würde auch die Herkunft der Schweine in die Regel einbeziehen. Leider haben sie das verhindern können… Da scheinen die Franzosen konsequenter zu sein mit ihren AOC (hoffe ich zumindest).
    Zum Schimmel erinnere ich mich an das Gerücht, Prinz Charles persönlich habe interveniert, als die USA den Import von Schimmelkäse verbieten wollten; hier habe der Hinweis auf Penicillin, geholfen, das ja ebenfalls von Schimmelpilzen produziert wird und gesund sei….
    (Welche Ironie, wenn man die Berichte über antibiotikagetränkte Großstallungen liest…)

  102. @B4 – Vor einer halben...
    @B4 – Vor einer halben Stunde kamen bei mir zwei Schwarze vorbei, die mich über die Bibel informieren wollten. Sie waren sehr nett und haben laut gelacht, als ich ihnen erklärte, dass ich glaube, nicht Gott hat die zehn Gebote an Moses gegeben, sondern dass Moses ein sehr cleverer Staatsmann gewesen war. Denn wenn Moses gesagt hätte, ich hab hier mal ein paar Gesetze aufgeschrieben die zum Zusammenleben von uns nützlich wären, hätte ihn keiner Ernst genommen. Da er ein Menschenkenner war, machte er es dramatisch. Er verschwand für einige Zeit auf einen Berg bis von Natur aus ein großes Gewitter mit viel Donner und Blitz ausbrach. Dann stieg er vom Berg hinab mit seinen steinernen Gesetzestafel unterm Arm und erklärte: ‘Das war gerade Gott! Er gab mir diese Gebote für Euch!’

  103. Der Tiger: und wie ist der M...
    Der Tiger: und wie ist der M darauf gekommen?
    Kennen sie die Anekdote mit dem Pfarrer/Rabbi/Imam/was auch immer der bei starkem Regen in seinem Kultgebäude sitzt. Das Wasser steigt, die verschiedensten Menschen kommen vorbei, um ihm aus dem Wasser zu helfen, er aber weist sie ab und wartet auf Gott. Schliesslich ersäuft er und kommt vor das jüngste Gericht, wo er den Herrn wegen unterlassener Hilfeleistung beklagt. Der hört sich Alles an und sagt schliesslich: nu hör mal, was habe ich Dir nicht Alles vorbeigeschickt und Du hast es nicht gewollt – Biste eben ersoffen. –
    Natürlich, wann man beim Ewigen immer beim Bild vom Alten Mann mit dem Bart bleibt, kann man es einfach abweisen. Aber auch keiner verwirft die Physik, weil das Bild vom Atom sich unendlich weit von der alten Griechen Kugeln entfernt hat.-
    Seit Kant wissen wir, dass weder Gottes Existenz noch seine Inexistenz bewiesen werden kann. Bleibt Glauben und Hoffen.
    So, der laïus zur Überlegenheit des Christentums kommt ein andermal.

  104. colorcraze, und in Frankreich...
    colorcraze, und in Frankreich gibt‘ das mit Sonnenblumenoel. Pfui!
    Dafur orientalisch gewuerzt. Lecker.
    Selbereinlegen geht nicht: zu faul, zu verfressen und keine Ahnung. Mein alter Kumpel in Israel hat mit Nachbarn zusammen viele Olivenbaeume. Im Herbst (?) ernten sie und pressen selbst. Leider lohnt es sich nicht fuer die paar Liter, die man mir vielleicht ueberlassen wuerde, nach IL zu fliegen-und lassen die einen mit ’nem Kanister Oel ein Flugzeug besteigen?
    .
    (Heute ist ein freier Tag. Und was passiert? Hinter’m Haus schmeisst ein Kaffer seinen Rasentraktor an.)

  105. Und dann, colorcraze, schickte...
    Und dann, colorcraze, schickte mir der Freund ein Rezept fuer anstaendigen Hummus. Der gelang nicht, obwohl ich mich streng an die Regeln hielt.
    Und was antwortet der Schuft? Hummus wuerde nur gut, wenn ein paar Cholibakterien im Wasser waeren.
    Juedische Witze kann ich selber machen. Dafuer brauche ich keine Freunde. Besser als mein Hummus werden die allerdings auch nicht.

  106. @Der Tiger, ich dachte immer...
    @Der Tiger, ich dachte immer bei den 10 Geboten ging es um die Schrift – es
    steht geschrieben – . Eine Alphabetisierungskampagne.

  107. Filou, kommstu nach Berlin,...
    Filou, kommstu nach Berlin, kannstu Hummus essen – auch ohne Cholibakterien.
    .
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/12211

  108. "...,daß immer mehr...
    „…,daß immer mehr individuelle Findigkeit so mit verregelter Bürokratie
    überzogen wird, daß nur noch Großkonzerne mit entsprechenden Juristenstab
    durchhalten können.“
    @astroklaus, das ist ein weiterer globaler Kriegsschauplatz, auf dem sich das
    angloamerikanische Recht durchzusetzen versucht. M.E. der eigentliche.

  109. @Filou: orientalisch gewürzte...
    @Filou: orientalisch gewürzte Oliven in Sonnenöl klingt erstmal ähnlich zweifelhaft wie die von mir angeführten Geschmacksverirrungen. Aber warum sollte F eine Ausnahme sein, wenn die allerorten aufspringen… – selbereinlegen soll nach Erzählungen recht einfach sein (eine Weile wässern), braucht aber Zeit. – Wenn die am Flughafen das Ölkännsche röntgen können, werden sie wohl nicht meckern. Vielleicht sollten Sie doch den Postversand in Betracht ziehen, wenn Ihnen der Törn um die Säulen des Herkules hin und zurück zur Erntezeit zu weit ist. – Hummus, tja, ich erwischte mal eine mittelmeerische Dose, da hatten sie wohl so ein paar angeschimmelte Säcke mitreingewurschtelt, dem Geschmack nach. Stimmt schon, schmeckt immer recht unterschiedlich. Daß es mit holländischen Kichererbsen fad schmeckt, kann schon sein – zuwenig Sonne, zuviel Steinwolle im Boden, möglicherweise. Vielleicht läßt sich das mit spanischen Zitronen und türkischem Tahin ausgleichen bzw. geschmacklich aufpeppen.

  110. yast2000 08.10h
    DA muss B I...

    yast2000 08.10h
    DA muss B I O-Bauer werden.
    @ Der Tiger 11.19h
    „Jesus saves, but Moses invests“
    (judisches Sprichwort).

  111. Filou: "Juedische Witze kann...
    Filou: „Juedische Witze kann ich selber machen.“
    *
    Kommt ein Filou zum Rabbi und ruft: „Rabbi! Woher bekomme ich koscheres Olivenöl?“
    Der Rabbi überlegt eine Weile und sagt dann kurzerhand: „Internet.“
    Darauf Filou: „Was? Gibt’s das immer noch?“

  112. @donnan laura, gestern...
    @donnan laura, gestern 23:12
    Dank dieses Trios wissen wir nun alle, dass für den Wert und Bestand einer
    Währung nicht ökonomische sondern politische Kriterien den Ausschlag geben.

  113. ...aber die USA sind...
    …aber die USA sind hereingefallen, als sie sich einreden ließen den Dollar zur
    Weichwährung werden zu lassen alles wegen den Exporten. Sowas klappt nur
    bei ökonomischen Riesen und politischen Zwergen wie Deutschland.

  114. @Icke – Das freut mich schon...
    @Icke – Das freut mich schon sehr, dass Sie meine Thesen mit Kant unterlegen. Was jüdische Witze betrifft, kann ich Eric Brauer emfehlen:
    .
    http://pl.ayli.st/Arik+Brauer#31
    oder
    http://pl.ayli.st/Arik+Brauer#26

  115. E.R.Binvonhier: hear hear...
    E.R.Binvonhier: hear hear (angloamerikanisches Recht). Vielleicht wäre eine gute Pflichtvorlesung Rechtsvergleich hier ein gutes Rüstzeug. Der ganze Zertifizierwahn erklärt sich doch nur vom Caveat emptor Prinzip so recht. Beim Ehrlichen Kaufmann weniger.

  116. Filou: Kaffer: der ist wohl...
    Filou: Kaffer: der ist wohl trefe?

  117. yast, ich hab' einen freien...
    yast, ich hab‘ einen freien Tag, wie gesagt. Von der Dame, die zur Rechten des Herrn sitzt und mein Leben trotzdem teuflisch beherrscht, bekam ich den Befehl den Dachgarten aufzuraeumen.
    Kaum ging ich in’s Freie, schiss mir ein Vogel auf die Schulter. Waere ich ein Jude, wuerde klagend sagen: ‚Fier de Gojim singen ’se!‘

  118. icke, um Irttuemern...
    icke, um Irttuemern vorzubeugen: Mein Kaffer ist abgeleitet vom Bewohner eines Kaffes, also einer Agglomeration der…
    …also so was wie das bei uns beispielhaft angefuehrte Wimereux (Nord/ Pas de Calais). Wimereux ist ueberall (Madame in einem hellen Moment).
    .
    Der Tiger, der Humor Aric Brauers ist schon sehr wienerisch gepraegt; eine gute Melange von oesterreichischem Antisemitismus, juedischem Realitaetssinn und dem melancholischen Hinsinnen ueber vergangene Glorie (als Lemberg noch unser war).
    .
    (Der oesterreichische Beitrag zum deutschen Kulturleben der vorigen Jahrhundertwende wird viel zu wenig gewuerdigt. In Preussen war das Lachen kaserniert.)

  119. icke, ja der ehrliche...
    icke, ja der ehrliche Kaufmann, das ehrliche Essen… fehlt nur noch die wahre Liebe.
    Soviel Sehnsucht war nie.
    Bin kein Jurist sehe nur, dass in den letzen Jahrzehnten der Globalisierung viele
    Verträge und Abkommen in Politik und Wirtschaft vor lauter Adabei-sein mit mehr als nur einer heißen Nadel gestrickt wurden.
    Wenn sich das auflöst und jeder sich auf ‚pacta sund servanta‘ beruft, der das Spiel gewinnt, der die Regeln diktiert.
    Einen kleinen Vorgeschmack könnte wieder das kleine, ökonomisch so unbedeutende
    Griechenland liefern, sollte es aus dem Euro fliegen. Schon jetzt weiß man – das wird schmutzig.

  120. Mir scheint es nicht weit...
    Mir scheint es nicht weit geholt, wenn alles was Merkel und ihre Crew versucht haben
    auf vertragliche Beine zu stellen, ihr Regime nicht überlebt.
    Das kann passieren, wenn man vor lauter Ziel erreichen, dem Weg keine Bedeutung
    mehr beimisst.

  121. @BinVonHier(@astroklaus):...
    @BinVonHier(@astroklaus): Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, da haben Sie einen heftigen Juckpunkt angepiekt. Die galoppierende „Rechtsentwicklung“ und die ausufernden Verträge, die unbeachtet bleiben, sobald die Unterschrift trocken ist, weil sie weder die jeweiligen Absichten noch Abmachungen zur Interaktion abzubilden in der Lage sind.

  122. "Mir scheint es nicht weit...
    „Mir scheint es nicht weit geholt, wenn alles was Merkel und ihre Crew versucht haben auf vertragliche Beine zu stellen, ihr Regime nicht überlebt.“
    Schon möglich. Dann hat sie´s wenigstens versucht. Und mehr, als sein/ihr Bestes zu geben, kann von keinem Menschen verlangt werden. Hinterher (!) wissen es eh alle auf einmal besser.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  123. ThorHa 08.08h
    ..."Hinterher...

    ThorHa 08.08h
    …“Hinterher (!) wissen es eh alle….“
    Yes, auf E „It’s easy to be wise after the event.
    More „thinking outside the box“ (innovatives Denken) could be good for the Eurozone….

  124. Herr Haupts (09:08),
    "Ultra...

    Herr Haupts (09:08),
    „Ultra posse nemo obligatur.“ (=“Über das Können hinaus wird niemand verpflichtet.“)
    … sollte eher als Mahnung denn als Rechtfertigung verstanden werden.
    .
    Aber, stimmt schon – hinterher ist man immer schlauer …

  125. "Hinterher (!)wissen es eh...
    „Hinterher (!)wissen es eh alle auf einmal besser.“
    .
    Nein Herr Haupts, das wussten zu viele vorher. Man traute nur seinen Augen und
    Ohren nicht mehr, seit ihrem Auftreten auf der politischen Bühne.
    Frau Merkel hat mehr als ihr Bestes gegeben, da stimme ich Ihnen zu und wird es
    auch weiterhin tun.

  126. "Nein Herr Haupts, das wussten...
    „Nein Herr Haupts, das wussten zu viele vorher.“

    Ach, tatsächlich? Dann gab es also bereits 2010 ein vollständiges, sinnvolles, umsetzbares und problemlösendes Konzept zur Lösung der Schuldenkrise in Europa, das von einer signifikanten Anzahl von Kundigen unterstützt wurde und in Deutschland mehrheitsfähig war? Ich lerne gerne dazu, lassen Sie doch bitte einmal sehen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  127. @E.R. Binvonhier – Bei allem...
    @E.R. Binvonhier – Bei allem Verständnis für Ihre Lobeshymnen auf Mutti, wie kann man “mehr als sein Bestes tun”?

  128. @ThorHa (11:20)
    "... bereits...

    @ThorHa (11:20)
    „… bereits 2010 ein vollständiges, sinnvolles, umsetzbares und problemlösendes Konzept (…) , das von einer signifikanten Anzahl von Kundigen unterstützt wurde und in Deutschland mehrheitsfähig war …“
    .
    Natürlich kann diese Einschränkung allein deshalb nicht funktionieren, weil Voraussetzung wäre, dass es eine solche Anzahl von Kundigen tatsächlich gäbe.
    .
    Da habe ich allerdings meine ( – ich denke: berechtigten -) Zweifel …
    .
    Im Übrigen hatte im Mai 2010 Daniel Cohn-Bendit eine Rede im Europaparlament zum Thema gehalten. (Der gehört doch sicher zu Ihren Favorites, Herr Haupts …) Hier noch mal zum Kucken:
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=iJih31mwR0s

  129. Thorsten sollte eine Sekte...
    Thorsten sollte eine Sekte gründen: „Geister des erhobenen Haupts“

  130. zu 22. Mai 2012, 12:11, aus...
    zu 22. Mai 2012, 12:11, aus der Griechenland-und Eurodebatte halte ich mich gerne heraus. Ich bin kein Fachmann und daher immer noch sehr verwirrt. Die Politik ist nicht besonders wegweisend.
    Boris Palmer, der Buergermeister von London, hat zu Griechenland einen Artikel geschrieben, der ohne das uebliche Geschwurbel sehr klare Ansichten zeigt.
    Ich bitte bei Google folgende Stichworte einzugeben:
    -Boris Palmer Europa fährt mit vollem Rohr und durchgetretenem Gaspedal gegen die Wand-.
    .
    Ich verlinke diesen Artikel bewusst nicht direkt.

  131. Man verschaffe mir einen neuen...
    Man verschaffe mir einen neuen Eintrag!

  132. @diktionaftis:

    Vermuten Sie...
    @diktionaftis:
    Vermuten Sie die wirkliche Einschränkung nicht an der falschen Stelle? Re Cohn-Bendit – ich schätze ihn als streitbaren, wortgewaltigen Kopf, der für Denkanstösse immer gut ist. Nur war sein „Rezept“ für die Schuldenkrise ganz einfach (und nur unwesentlich verkürzt): Mehr europäische Integration, Verteilung der national entstandenen Lasten auf Europa (sprich: Deutschland), europäische Wirtschaftsregierung, Transferunion. Und das wollte (und will) ich nicht. Ich wollte (und will noch immer) den Rausschmiss der Griechen aus dem Euro. Weil alle Misstrauens-, Ansteckungs- und Übertragungsgefahren sich auf den Staat gründen, bei dem nach Offenlegung aller Zahlen und Fakten absolut sicher war, dass er unrettbar pleite ist. Sieht danach aus, dass der Wunsch jetzt erfüllt werden könnte.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  133. ThorHa: "... den Rausschmiss...
    ThorHa: „… den Rausschmiss der Griechen aus dem Euro …“
    .
    „Dabsches Fleisch muss weg“, hätte meine Großmutter gesagt.
    .
    (Hätte man allerdings auch schon früher haben können …)

  134. Der Bürgermeister Boris aus...
    Der Bürgermeister Boris aus London hieße Boris Johnson, und der hat, weil er Bürger des mächtigen und gleißenden Großen Britischen Empire ist, Europa schon immer intim gehasst, verachtet und verhöhnt. (Er möchte einmal Churchill werden.) Allerdings kann zum Abscheu auch beigetragen haben, dass sein Vater einmal in Brüssel statioiniert war.

  135. Der Tiger ja, wenn sich...
    Der Tiger ja, wenn sich Leistungswille mit Hochbegabung trifft. Das allein sagt nur
    nichts darüber aus, was man vom Ergebnis hält.

  136. @ Thorha :
    Zu "Ich wollte (und...

    @ Thorha :
    Zu „Ich wollte (und will noch immer) den Rausschmiss der Griechen aus dem Euro. Weil alle Misstrauens-, Ansteckungs- und Übertragungsgefahren sich auf den Staat gründen, bei dem nach Offenlegung aller Zahlen und Fakten absolut sicher war, dass er unrettbar pleite ist.“
    .
    Ist Ihnen jemals in den Sinn gekommen, einen Sündenbock präsentiert zu bekommen. Haben Sie nie das Gefühl manipuliert zu werden?
    Das Griechenland per Bilanzfälschung in den Euro gehoben wurde, war ein offenes Geheimniss.
    Zu wessen Gewinn war es denn?
    Wer hat denn Grund sich über die sehr abesehbare Entwicklung zu freuen?
    Folgen Sie dem Geld …… es ist immer an den gleichen Stellen.
    Übrigens gibt es auch heute positives Geld … die Banken mit Ihren Gebühren und die Boni sind positives (nicht durch Schulden belastetes Geld, das nicht zwingend in das Finanzsystem zurückgeführt werden muss) Geld.
    Viele haben einen viel zu ausgeprägten Tunnelblick und schauen nie, worüber so laut geschwiegen wird im Westviertel.

  137. ThorHa, ich bin kein Anhänger...
    ThorHa, ich bin kein Anhänger von Problemlösungen und
    Konzepten, die auf den Tisch kommen und nur noch 1:1 umgesetzt werden müssen,
    wenn man denn die Macht hat durchzuregieren. Die Erfinder wissen also, dass sie
    alles dem entgegenstehenden, aus dem Weg räumen müssen.
    Vor diesem Anspruch ist auch die Wirtschaft in die Knie gegangen.

  138. @Filou:

    Ich kannte Boris...
    @Filou:
    Ich kannte Boris Johnsons (Palmer ist Deutscher) Ansichten schon aus einem anderen Artikel. Ja, er hat klare Ansichten, alles diskussionswürdig.
    Nur verordne ich die Sollbruchstelle ganz woanders, als er das tut. Der Euro wurde, das wissen wir, mit dem Hintergedanken gegründet, er würde quasi naturgesetzlich zu einem politisch geeinten Europa führen (ich dachte das auch, seine Gründungsväter dachten das nachweislich). Diese Idee entstammte den Hirnen überzeugter Europäer, die fast alle eine schon damals europaskeptische aber weitgehend stille Bevölkerung hatten.
    Heute, 2012, ist die Krise da, deren einer Weg natürlich in einen europäischen Bundesstaat führen könnte. Aber die Bevölkerungen des ganzen Kontinentes sind von still europaskeptisch zu offen europakritisch oder – feindlich übergegangen. Und die Deutschen möchten gerade jetzt nicht den Zahlmeister spielen, wo sie den Ertrag der stillen, leisen, schmerzhaften, zehnjährigen Arbeit einheimsen, die sich im wesentlichen in den Betrieben selbst und nicht in der Politik abgespielt hat. Weitere europäische Integration ist keine Option, wo das Fenster der Möglichkeiten krisenbedingt weit offen stünde – Ironie der Geschichte.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  139. Ei ei ei, da ist mir beim...
    Ei ei ei, da ist mir beim Boris eine Fehlleistung passiert. Wer heute auch so alles Boris heisst! Mein hollaendischer Klusjesman heisst Wladimir. Ein urhoellaendischer Name.
    .
    Palmer. Wieso Palmer? Kleine gruene Maennchen, Drahtkleiderbuegel und bucklige Muetter verfolgen mich seit meiner Kindheit. Aha!
    .
    (Heute 32 Grad im Schatten. Man wird mir verzeihen?)

  140. @Holly01 - Sündenbock:

    Wenn...
    @Holly01 – Sündenbock:
    Wenn der Sündenbock nun tatsächlich sündig ist? Und das ist er, die Bilanzfälschung war nur das Sahnehäubchen. Griechenland war (ist) vollständig korrupt, nepotistisch, besitzt nach Jahrzehnten EG/EU noch immer keinen einzigen international konkurrenzfähigen Wirtschaftszweig, hat(te) einen völlig überdimensionierten und gleichzeitig proportional ineffizienten öffentlichen Dienst. Und war mit 160% des BSP verschuldet. Bei den Fakten ist mir vollkommen egal, warum es Griechenland in den Euro geschafft hat – es gehört da als krasser Ausreisser schlicht nicht hin. Schuldfragen sollen die Historiker klären. Aus meinen Projekten weiss ich, dass Schuldfragen diskutieren eine der zeitraubendsten Zeitverschwendungen ist.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  141. Kommst Du über den Hund -...
    Kommst Du über den Hund – kommst Du über den Schwanz.

  142. E.R. Binvonhier – wollen sie...
    E.R. Binvonhier – wollen sie damit sagen dass Mutti hochbegabt mit hohem Leistungswillen ist? Ihre Leistungen als Physikerin kann ich nicht beurteilen, die als Staatsmann schon. Meiner Meinung nach ist sie medioker. Mutti und Staatsfrau wäre in sich schon ein Widerspruch.

  143. Endlich komme ich auch mal...
    Endlich komme ich auch mal wieder zum Keyboard…
    In der leidigen Euro-Debatte ( wer hat`s verbockt ???) – ist der etwas überspitzte Gedanke Hollys vom `negativen`Vermögen schon gar nicht so falsch, wenn man auf 10% Substanz 90% Kredit geben konnte, und der der den kriegte, dann auf seine Substanz (hüstel) wieder 90% – so ungefähr, Kettenbrief, wie es donna laura erwähnte, das stimmt schon.
    .
    Aber irgendwas bleibt doch immer; die Flucht in die Sachwerte kommt ja nicht von ungefähr ( ein bezahltes Haus steht im Grundbuch lastenfrei) . Münzen, Gold, Silber, Kunst, Oldtimer – mal besser, mal schlechter, wenn am Horizont ein Tauschring-System heraufzieht. Die Parallelwährung aus Schuldverschreibungen, die jetzt für Griechenland durch die Medien spukt, ist ja eine Art nationaler Tauschring…
    Aber für Importe ( von Gas und Erdöl und Mercedessen) siehts dann düster aus.
    .
    Und Kranken- und Rentenversicherungen sind auch ein Thema. Im Tauschring siehts dann auch mit der Nierentransplantation schlecht aus. Ein strukturierter Staat heisst nicht nur korrupte Politiker ( und Banker) sondern auch anonymisierte Sozialleistungen – wem es dreckig geht, dem wird geholfen.
    .
    Ich glaube, wir werden uns entscheiden müssen. Und eventuell, wenn die Wut der international über den Tisch gezogenen „Normalbürger“ gross genug wird, landen wir wieder in einem Sozialismus 2.0 – mit einer korrupten Funktionärselite, mit von Laternen baumelnden Bankern der mittleren Ebenen, und umgestülpten Topmanagern ( eine Mischung aus chinesischen Parteiführern und Pseudogutmenschen, die gerne Kaufhausketten und Kunst sammeln).
    .
    Vielleicht aber auch hat das amerikanische System, aus 10 Billionen Schulden einfach 1000 Billionen zu machen, mit denen jeder bezahlt wird, auch was für sich.
    Wenn man den Bankrott selbst einfach zur Fiktion erklärt – vielleicht kann man dann einfach am Pokertisch sitzen bleiben, und ein neues Zertifikat auflegen….
    .
    Wir werden es erleben. Irgendwas wird passieren…

  144. Nein Der Tiger, eine...
    Nein Der Tiger, eine Staatsfrau oder auch nur eine Politikerin im wohlverstandenen
    Sinn ist Frau Merkel nicht. Sie ist ein Machtapprat, der auf der politischen Bühne
    seine Erfüllung findet. Eher einem Maler ähnlich der eben Leinwand und Farbe braucht. Gleich einem Maler benötigt sie Motive und nimmt das, was eben im Angebot
    ist. Von einem Künstler unterscheidet sie nur das Fehlen jeglicher Kreativität, deswegen
    meine Behauptung, dass alles was sie anpackt ihr Regime nicht überlebt.

  145. als in griechenland noch die...
    als in griechenland noch die obristen zugange waren, war greichenland in der nato, so wie auch dei türkei. begründung, demokraten sind sie keine, aber solange sie auf unserer seite sind, ist die südflanke für die russen nicht offen.
    .
    was hier und jetzt abgeht, treibt sowohl die türkei wie auch griechenland in die hände der russischen föderation.
    .
    aber macht nichts, deutschland wird auch bald dort sein, das walte geahd (der mit dem pfeahd).

  146. filou: solche...
    filou: solche Geschmacklosigkeit hätte mich von Ihnen auch verwundert, aber die Gelegenheit war zu schön, mal den polylinguisten ‚raushängen zu lassen.
    ERBinvonhier, colorcraze et al: Meiner Erwartung wird „pacta sunt servanda“ international schon deshalb zum grossen vaudeville, weil, wie von Ihnen schon erwähnt, die Verträge dermassen von von sich selbstüberzeugten, völlig übermüdeten und überdrehten Verkäufern zusammengepfuscht wurden, dass mich wunderte, wären sie meistens schlüssig interpretierbar.
    Der „ehrliche Kaufmann“ war hier als juristisches soll gemeint: dass der nichtehrliche Kaufmann nämlich für seine Unehrlichkeit haftet, und dass nicht der Käufer (Schuld eigenen aka caveat emptor) auf seinem Schaden sitzen bleibt. Vereinfachtes Beispiel: Sie kaufen ein als echten, massiven Eichenholzschrank angepriesenes Stück zu einem günstigen, aber nicht lächerlichen Preis. Hinterher merken Sie, dass die Eiche wohl mal mit Nadeln versehen im Norden Europas stand. Rechtslage bei „ehrlichem Kaufmann“: Sie sind einem Betrüger aufgesessen und kriegen Ersatz ; bei Caveat emptor: wie können Sie nur so dämlich gewesen sein, dem Verkäufer zu glauben. Und da man nicht alles selbst beurteilen kann, braucht es labels, zertifizierer usw. (die dann Kosten aka Wachstum verursachen) sowie den damit zusammenhängenden Betrug.

  147. @E.R. Binvonhier - kein...
    @E.R. Binvonhier – kein Anhänger von Problemlösungen:
    Sie sehen mich nicht überrascht. Destruktive Kritik ist der Normalfall.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  148. @auch-einer:

    Sind Sie bereit,...
    @auch-einer:
    Sind Sie bereit, uns zu erklären, wie genau Sie verhindern wollen, die Griechen in die Arme Russlands zu treiben, so sie von der Gefahr überzeugt sind?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  149. Einen schönen Kommentar zu...
    Einen schönen Kommentar zu „Mutti“ (und ihren Rauswurf von Röttgen) hat Friedrich Küppersbusch in der taz geschrieben – Titel: „Macheten-Mutti“:
    .
    http://www.taz.de/Kommentar-Entlassung-Roettgen/!93555/
    .
    Herr Küppersbusch schreibt dort (=taz) auch immer schöne Sachen am Sonntag:
    .
    „Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?“

  150. @auch einer 22:55, Ihr letzter...
    @auch einer 22:55, Ihr letzter Satz – die Idee kam mir auch schon, wollte den
    Teufel aber nicht an die Wand malen.:-)
    …und wenn bedenkt, dass die deutsche Industrie ihre Zukunft in Russland, der Türkei
    und China sieht?

  151. ThorHa 11.13, dieser Kommentar...
    ThorHa 11.13, dieser Kommentar ist selbsterklärend.

  152. Wenn alle, die eine Krise als...
    Wenn alle, die eine Krise als Chance begreifen, auf Ihrem Ticket reisen, werter ThorHa,
    dann sollten sie sich über das Ergebnis nicht wundern.

  153. Archäologen des 5....
    Archäologen des 5. Jahrtausends werden kulturell einst nicht mehr viel finden von uns, da alles entweder Plastik in Pazifik-Fischmägen, digital und mit unschöner Patina verrottet. Bis auf wenige Dokumente (Sachbücher mit laminiertem Einband, hrrgs) die diese waschechte Unfug-Rhetorik des 3. Jahrtausends belegen.
    .
    „Krise als Chance“
    „Es gibt keine Probleme, sondern Lösungen.“
    „Bin nicht arbeitslos, sondern zwischen zwei Stellen.“ Nur noch getoppt von:
    „Suche Herausforderungen.“
    .
    Da hat der Archäologe des 5. Jahrtausends was zu kauen.
    .
    Auch immer wieder schöne Corporate-Rhetorik in Plasik-satiniertem Edelpapier. Schön überflüssig:
    „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt.
    „Für das leibliche und seelische Wohl ist gesorgt.“
    Könnten ja auch Geißelungen stattfinden, muss man ja betonen, dass nicht.
    .
    Der Archäologe des 5. Jahrtausends wird vor einem kulturellen Rätsel stehen.

  154. @E.R. Binvonhier:
    Über...

    @E.R. Binvonhier:
    Über kryptische Andeutungen nachzudenken habe ich aufgegeben. Geh´n Sie jemanden anderen beeindrucken?
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  155. @ Vroni 23. Mai 2012, 16:36 :...
    @ Vroni 23. Mai 2012, 16:36 :
    Denken Sie wirklich wir brauchen 3000 Jahre des Vergessens, um alle das dumm und unverständlich zu finden?
    :
    @ E.R. Binvonhier 23. Mai 2012, 12:25 : Aber es ist eine Chance, eine zyklisch wiederkehrende Chance, welche noch nie ergriffen wurde. Es wäre zu optimistisch zu sagen, die Menschheit sei intelligent, aber sie ist doch zumindest vernunftsbegabt, selbsterhaltend.
    Natürlich gibt es Auswege.
    Natürlich werden die diskutiert.
    Natürlich wird uns (am Ende der Nahrungskette) niemand irgendetwas erklären oder uns vorab informieren.
    Das macht diese show ja so spannend.
    Denn wie bei Hamlet, am Ende stehen die Kleinen und räumen auf und dei Großen sind alle … tot (auf unsinnig leere Weise aus dem Spiel genommen).

  156. hatte eigentlich jemand...
    hatte eigentlich jemand gewürdigt, dass sehr wohl genau zu sehen ist, dass die (junge) dame sich die meiste zeit offensichtlich und überaus galant getragen befand, wie die im prinzip (noch) vollkommen sauberen jeansumschläge zeigen? und wie wunderbar, dass er das schneiderproblem der jungen dame so überaus gelant ignorerte und unter den tisch fallen ließ. wir danken also auch. (wenn auch, wie immer, im stillen & leise)
    .
    und 20.5. 13:38 stimmen wir nicht nur zu, sondern haben uns über die anscheinend relativ identitische wertungsgleichheit sehr gefreut.
    .
    und zukunft ist zukunft – und nicht etwa lediglich bloß so etwas wie „zukunft auf aktiva & passiva“.
    .
    und zeitgeist: „In meiner Einsamkeit des Südens“ http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hoerspiel/1737686/
    .
    und „der verzicht auf kritische urteile enthält eine unendlich hoffnung“. evtl. von interesse, folgenden text einmal wieder neu zu hören – im juni 1922 spielend – allerdings nur geringer bezug zum blog, eigentlich fast gar keiner, aber vielleicht immerhin. http://www.amazon.de/Der-gro%C3%9Fe-Gatsby-Scott-Fitzgerald/dp/3899030885/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1337794353&sr=1-1 (auch wenn kaum etwas unterhalb von weltliteratur auf dauer wirklich interessiert … )
    .
    und wie schön, dass uns hansmeier555 auch weiterhin mit seinen geschichten aus der großen weiten welt, also vor allem auch von den feudalvarianten von „midas, mäzenas und morgan“ erfreuen wird.
    .
    und grüße.

  157. @icke: „Vaudeville“ ist...
    @icke: „Vaudeville“ ist hübsch gesagt. Ich befürchte ja eher Hauen und Stechen. Obwohl, nein. So wie man mit der Zertifiziererei noch eine Herauszögerung erfunden hat, so hat man mit der Justiz eine weitere Verzögerungsinstanz nachgeschaltet. Damit hält man dann die schwächere Partei so lange hin, bis sie von selbst aufgibt, und siehe da, die Notwendigkeit staatlicher Entscheidungen oder gar Sanktionsaktivitäten entfällt!
    @BinVonHier: Hier wird mal wieder ein weiteres Projekt fleißig hyperventiliert http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/23/zeitplan-griechenland-hat-46-stunden-zur-einfuehrung-der-drachme/ – aber, ach, damit wird es sich verhalten wie mit dem Eröffnungstermin vom neuen Flughafen Schönefeld.
    @diktionaftis: Ach schau an, der Küppersbusch, schön, daß der noch ein Plätzchen hat. Die genialische Sendung „Zack“ wurde auch wegen ihm legendär.
    @Great Artiste: so in etwa, ja. Jedenfalls großes Gewurschtel.
    @Vroni: Ich halte es für unwahrscheinlich, daß ein Archäologe des 5. Jahrtausends von unserem Kram mehr findet als wir von dem von vor 2000 Jahren…

  158. @ colorcraze
    Wobei denen das...

    @ colorcraze
    Wobei denen das „dunkle“ Mittelalter deutlich nachvollziehbarer, klüger und und menschlicher vorkommen wird als jenen unsere Zeit.

  159. @Vroni: mag sein. Wobei ich ja...
    @Vroni: mag sein. Wobei ich ja immer denke, daß von all unseren Datenhäufen, die wir durch unser vermehrtes Schreiben und die vermehrte Verwaltung qua Computerisierung erzeugen, längerfristig so viel bleibt wie von römischen Notiz-Wachstäfelchen, also nichts. Und bei dem, was erhalten bleibt, werden die Archäologen ähnlich aufstöhnen wie wenn sie in Pompeii wieder mal eine Schriftrolle dieses blubbernden Vielschreibers entdecken, und nichts qualitativ besseres.

  160. @colorcraze
    .
    unsere meinung...

    @colorcraze
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    unsere meinung auch: wir sind die größten geschichtszeugnisvernichter aller zeiten. wird man später einmal ganz sicher bis mit größter wahrscheinlichkeit festzustellen haben.
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    was wir ausgraben und rund um den globus in museen mehr oder minder konzentriert mehr oder minder ungleichverteilt horten, erreicht nur eines: das es unwiderbringlich und für immer verloren sein wird. denn wer wird später mal die museen ausgraben, falls er sie findet? und mit welchem ergebnis? wir plündern nur fürs jetzt.
    .
    was man statt dessen ausgraben wird? na bestimmt zweierlei: büro(hoch)häuser und autobahnkreuze – na wie toll. und cloud-computing. und die löcher im tal der könige, von denen einer mehr weiß, was wo einmal drin gewesen war.

  161. und auch führende vertreter...
    und auch führende vertreter der deutschen sozialdemokratie unterliegen neuerdings massiven rechtsrucken: „der gardasee wird – wie der tegernsee -vor allem auch und prominent von berlin aus verteidigt.“
    .
    „Auf dieser Linie liegt auch das Unverständnis des Autors dafür, dass Europa eben mehr ist als ein Binnenmarkt, eine Währungsunion und ein Zentralbanksystem. Man kann darüber streiten, ob es „ein wesenhaftes Substrat europäischer Identität gibt“. Aber es gibt eine europäische Zivilisation, die endlich wieder und neu erzählt werden muss, um dem Wiedererklingen nationalistischer Töne zu begegnen, die Menschen für das europäische Projekt wieder mit- und einzunehmen sowie die Zustimmung zu solidarischen Leistungen für hilfsbedürftige Nachbarn nicht zu verlieren.
    .
    Diese europäische Zivilisation besteht aus dem Erbe der Aufklärung, der Trennung von Staat und Kirche, Sozialstaatlichkeit, einer unabhängigen Gerichtsbarkeit, der Geltung der Menschenrechte, der Geltung rechtsstaatlicher Verfassungen, Freizügigkeit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, eine wunderbare kulturelle Vielfalt – und der Unvorstellbarkeit kriegerischer Konflikte zwischen europäischen Staaten, wenn denn die Lektionen der europäischen Geschichte an nachfolgende Generationen weitergegeben und nicht in einem platten Ökonomismus verschwinden.
    .
    S. schafft es nicht, den Blick über die Ströme von Geld und Kapital hinauszurichten. Ihm fehlt die Vorstellung, dass wirtschaftliche Depression die politische und gesellschaftliche Ordnung eines Landes aushebeln kann. Auch hier ist er geschichtsvergessen, denn an Erfahrungen fehlt es ja nicht, dass ein Austeritätskurs die soziale Balance und am Ende Demokratie zerstören kann, weil die schrecklichen Vereinfacher die Oberhand gewinnen. Not zerstört sozialen Frieden, Armut frisst Demokratie.“ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/steinbrueck-rezensiert-sarrazin-unpolitisch-aufs-scheitern-fixiert-11761264.html
    .
    genau genommen bleibt herr don a. im süden unabkömmlich.

  162. Werter ThorHa, Ihre Aussage...
    Werter ThorHa, Ihre Aussage meine Bemerkungen seine kryptisch und nicht des
    Nachdenkens wert, hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken wann und unter
    welchen Gegebenheiten Ihr Diskussionsstil nicht nur hilfreich, sondern wünschenswert
    ist.
    Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Danke

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