Home
Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Das Alte Westdeutschland im Urlaub

| 268 Lesermeinungen

Als ob die Zeit stehengeblieben ist: Am Gardasee kann man noch reisen, als wäre ein gewisser Herr Schmidt Kanzler, und die BRD nicht dem Osten zwangsbeigetreten.

Früher war es etwas Besonders, am Gardasee Urlaub zu machen, und nur die Armen gingen Radfahren in der Heide,

sagte die öffentlich-rechtliche Literaturkritikerin. Und fuhr fort: Heute dagegen ist Radfahren in der Heide wieder sehr beliebt, das macht man wieder, und wenn jemand sagt, er wäre im Urlaub am Gardasee gewesen, dann hat das schon so einen Beigeschmack, naja, also, der Gardasee. Sie sagte das leicht angewidert in einem Theater, auf einer Bühne, und ich hatte das Vergnügen, ebenfalls oben zu sitzen, und danach wurde der Diskurs doch recht angeregt, frei, direkt und – möglicherweise im zarten Empfinden einer in der Heide radelnden Gebührenprofiteurin ohne marktwirtschaftliche Nöte – fast schon krawallig.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

Denn ich sah das doch etwas anders. Der Gardasee ist nicht ganz zu unrecht als einer der schönsten Orte der Welt bekannt geworden, was von der Heide meines Wissens nach meinem Wissen noch nie ernstlich behauptet wurde. Da sind Gott bei der Schöpfung die Ideen ausgegangen, sagte mal jemand, der von dort stammt, wo die Heide sich eher konturlos ausbreitet. Das mag sein; ich war noch nie Radfahren in der Heide, und, so die Schöpfung will, werde ich dort auch nicht sein. Dagegen bin ich sehr oft am Gardasee. Ich muss am Tegernsee abfahrend wirklich sehr spät in Mantua ankommen, dass ich nicht in Rovereto oder Trento rechts in die Berge abbiege, und die letzten 70, 100 Kilometer nicht am Ufer entlang rolle. Meistens steige ich auch aus, gehe zum See, und höre den Menschen zu. Denn der Gardasee ist nicht nur atemberaubend schön: Er ist auch auch ein perfekt erhaltener Ort des Alten Westens der Republik, wie er gewesen ist, bevor Ostdeutschland ihn bis auf ein paar wenige Rückzugsorte im Süden wiedervereinigt, erobert, übernommen und alternativlosen 5-Jahresplänen unterworfen hat.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

Seit Goethes italienischer Reise und dem geflügelten Wort der blühenden Zitronen ist dieser See dem Deutschen so etwas wie die Ouvertüre zu Italien; er empfängt im steil aufragenden Hochgebirge, geleietet an Bergen und Hügeln vorbei aus der engen Schlucht in eine liebliche Landschaft, und wird zur Poebene hin breit, dick und lebensfroh, bis er sich als Mincio, nach Sonnenöl riechend, nach Valeggio hinab ergiesst, wo famose Restaurants den Ankömmling erwarten. Diese Vielfalt hat seit jeher die deutschen Touristen begeistert, und so haben sie sich, je nach Neigung und Wünschen, seit dem Beginn des Massentourismus an verschiedenen Orten niedergelassen. Andere zogen weiter, nach Jesolo, später auch in die Türkei oder nach Bulgarien, wo es billiger ist: Am Gardasee blieben die Bestandskunden und oftmals ihre Kinder.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

Und weil der See so gross ist, ist auch Platz für alle. Es gibt sagenhaft scheusslich zugeparkte Campingplätze im Süden und elegante Hotels der grossem Epoche des Reisens, es gibt Villen und Salo und Herbergen in Limone, und als ich vor ein paar Jahren mal ein paar Wochen länger blieb, als ich gebucht hatte, verschaffte man mir aus Platznot heraus ein Zimmer mit Seeblick, gestreiften Decken und Chromspiegel, das in allen, wirklich allen Details aus den 50er Jahren hätte stammen können. Das Seglerhotel in Brenzone, wo wir einst ein Haus im Park mieteten, hat heute noch den kleinen, geschwungenen Pool unter den Olivenbäumen, der Nachts blau erleuchtet ist und viele Geschichten erzählen könnte. Der Gardasee hat globale Konkurrenz bekommen, es gibt viele Alternativen, der organisierte Massentourismus findet bessere Möglichkeiten in Djerba und auf Sizilien: Es geht der Region nicht schlecht. Aber auch nicht so gut, dass man alle 10 Jahre alles neu machen könnte. Es ist halt so, wie es früher auch schon gewesen ist. Sogar das Musikrepertoire meiner Strandbar ist das gleiche geblieben, nur der Pianist ist jünger.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

Und da gibt es auch noch etwas, das in Deutschland recht selten geworden ist: Die Klassen vermischen sich, wandeln auf den gleichen Strandpromenaden, liegen am gleichen Wasser nebeneinander, manche watscheln auf Sandale vom Campingplatz her, und andere steigen von ihren Villen herab. Die räumliche Trennung, die daheim mit all den Luxuswohnungen, der Gentrifizierung und dem ohne Berücksichtigung der Folgen als „günstig“ bezeichneten „Wohnraum“ entstanden ist, fällt hier weg. Und weil das Preisniveau vergleichsweise gut abgesprochen ist, sind die Unterschiede der Lokale nicht mehr so gross, wie in der deutschen Gastonomie zwischen Dönerstand und Sterneküche. Deutschlands Klassen schaffen sich hier ab, die Armen haben die schönsten Wochen des Jahres, und die von der Steuer Benachteiligten lockern sich etwas. Man rückt wieder zusammen, die einen fühlen sich wieder als wer und die anderen tragen Polohemden. Alle sind hier gleich fremd, und sich in dieser Fremdheit gleich nah. Sol lvcet omnibvs.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

So hört man hier wieder Geschichten direkt, die man ansonsten allenfalls getratscht bekommt: Diesmal etwa die Nöte eines Niederbayern beim Leasen eines M3 von BMW, während sich das Vorgängermodell – es steht am Hafen im milden Gaslicht – gerade schlecht verkaufen lässt. Ja, sagt der Niederbayer, des sei ah so und erklärt über dem Espresso, warum es genau dieser Wagen in Weiss sein muss und der alte es nicht mehr tut. Ich würde ja eher zum Erwerb nichtgeringelter Kurzbeinkleider und Schuhen statt Sandalen raten, aber wer bin ich schon. Nebenan tauschen sich Jungeltern aus, wie lange man die Kinder denn in den Freizeitparks zwischenlagern kann, und ob die Zeit reicht, um nach Verona zum Shopping zu fahren. Es wird viel über die deutsche Heimat gesprochen, und die Angst, dass einem Europa alles, oder wenigstens vieles nehmen könnte. Und über allem schwebt die laue Luft des Abends und die Bereitschaft, es sich hier noch einmal so richtig gut gehen zu lassen. Zufrieden stelle ich fest: Sie können das auch noch ohne die Spas, Thalasso und sonstigen Beautybehandlungen, von denen man in meinem Umfeld gerade konfrontiert wird.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

Ganz normale Leute, unter denen man nicht auffällt; wer weiss schon, ob die Uhr des Niederbayern echt ist, ob er nicht vielleicht doch nur einen dicken Auspuff hinschraubt und das richtige Modell durch aufgeklebte Typenbezeichnung macht. Genauso wenig vermag man über mich sagen, ob ich nun bleibe, in Ferrara einen Palast besichtige oder Boah rufend fragwürdige Gestalten bei einem Autorennen anfeuere. In der Bar am Strand hängt ein Kronleuchter, man darf jetzt noch bestellen, es glucksen die Wellen, und die Eltern reden vorbildhaft nicht über die Hochbegabung ihrer Kinder, sondern über den Ärger, den sie machen. Das erlebt man ansonsten gar nicht mehr, bei uns ist so ein Kind ja schon verloren, wenn es im Alter von vier Jahren noch keine 1000 Wörter Englisch spricht und später nicht wenigstens Manager werden will, was sicher eine Option ist, wenn so ein Kind die Eintönigkeit des Strebens im unerbaulichen Umfeld der Heide kennt. Es gibt hier Tretboote, was immer ein erfreuliches Zeichen der gelebten Normalität neben den üblichen Yachten ist. Das ältere Ehepaar sitzt einfach nur da, die Bügelfalten werfen Schatten, und die Steine an ihren Fingern funkeln.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

Die ganz Reichen sind natürlich nicht mehr hier, die finden hier keinen Platz für die Yachten, und ausserdem zu wenig Golfplätze. Und diejenigen, die mit der Bierflasche in der Hand Ballermann machen wollen, sind hier auch nicht ganz am richtigen Platz. Zwei Entwicklungen aus der Zeit nach der Eroberung durch die DDR, die Geldapparatschiks und der seiner Klasse bewusste und das voll auslebende Prolet, werden von diesem Ort kaum angesprochen.  Das Dasein ist hier so gestaltet, dass man sozial noch miteinander auskommen kann, und den Sonnenuntergang finden alle gemeinsam schön. Es ist ruhig, man weiss, was man bekommt, man ist nicht über- oder unterfordert von den Entwicklugen beim Luxus und der Massenabspeisungen, und es ist wunderbar stabil und vertraut – vieles, was das normale Dasein daheim nicht mehr ist. Aber hier kann man es noch erleben, ganz ohne Literaturkritikerin, die ihre hohe Nase durch die Heide radelt.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

Dann schliesst die Bar. Der eine stapft zurück hinter die Gardinen seines monströsen Wohnmobils und schaut deutsches TV, der andere kehrt zurück in das Hotel und liest auf dem Pad die Weltnachrichten, während seine Frau Hermestücher faltet, der Niederbayer nutzt die ruhige Stunde, seinem Wagen Auslauf zu geben, und ich fahre weiter nach Mantua, wo morgen Markt ist, und danach eine Ausstellung über einen genetisch wenig begünstigten Gonzaga ansteht. Die Kinder freuen sich auf den Park und die Eltern auf Taschen aus Verona. Jeder geht an seinen Platz, aber für einen Moment waren wir zusammen, es war so, wie es gewesen ist, und wie es nicht mehr ist  – ausser eben hier, in einem anderen Land an einem See, dessen Name für manchen verächtlich klingen mag, und für andere wie das Versprechen einer gar nicht so schlechten und auch nicht sonderlich alten Zeit, bevor der Osten begann, das Szepter zu schwingen, Schauprozesse und Staatsbetriebsbanken zu veranstalten, und dem Westen einen neuen Platz zuzuweisen. Vielleicht sollte der Herr Röttgen hier entspannen.

Bild zu: Das Alte Westdeutschland im Urlaub

1

268 Lesermeinungen

  1. Verführerisch
    ich habe für...

    Verführerisch
    ich habe für Juli beim Zallingerangefragt. Falls da kein Platz für mich ist, werde ich auf Ihren Spuren folgen.
    Eine Anmerkung gestatten Sie bitte: Ostdeutschland ist weg, ist verloren, ist Geschichte. Das Land, dem Mutti entstammt, ist teilweise Norddeutschland zugehörig, teilweise Mitteldeutschland. Sie will ich nicht mit SBZ langweilen, NeBulae klingt passend und beinahe italienisch.

  2. Ja... ich weiß, was Sie...
    Ja… ich weiß, was Sie meinen. Hätte es nur nicht so erheiternd formulieren können.

  3. Danke! Nun brauch ich Urlaub....
    Danke! Nun brauch ich Urlaub.

  4. Röttgen in die Heide, bitte....
    Röttgen in die Heide, bitte.

  5. wir glauben in hans dominiks...
    wir glauben in hans dominiks “himmelskraft” kommt die heide vor.

  6. sehr schöner artikel! diese...
    sehr schöner artikel! diese stimmung kenne (und teile) ich … vielen dank!
    das 2. foto ist das d.a. in der – nein, die campagna ist es ja nicht!

  7. Ja, was war es denn nun?...
    Ja, was war es denn nun? Krallig oder krawallig?

  8. vor allem hat man daher am...
    vor allem hat man daher am gardasee vor allem noch das, was woanders längst überall fehlt: “freude durch arbeit” eben – zum glück eine sehr konservative gegend. daher auch so wunderbar.
    .
    was uns auf den punkt bringt: es gibt ja heute kein ereignisse mehr, es sei denn internet-ereignisse.
    .
    weshalb man evtl. überlegen könnte die domain “www-freude-durch-arbeit.de” zu buchen und dort ein wissenschafliches forschungsprojekt interdisziplinär zu starten: mit moderiertem forum eben, pro/contra/weiß nicht/meinung gewechselt/hä?
    .
    auf die art durchaus schon vom ansatz selbstverständlich eher nicht aristokratisch, dafür aber möglicherweise “die kleinbürgerlichen anteile der verbliebenen restarbeitswelt als quasirückmeldung mit objektivierend”. ok, das braucht auch nicht jeder, aber perpetuierte restfunktionen germanischen kleinbürgerglücks würden evtl. ja auch nicht so ganz stören. nördlich des gardasees zumindest.

  9. vor allem hat man daher am...
    vor allem hat man daher am gardasee vor allem noch das, was woanders längst überall fehlt: “freude durch arbeit” eben – zum glück eine sehr konservative gegend. daher auch so wunderbar.
    .
    was uns auf den punkt bringt: es gibt ja heute kein ereignisse mehr, es sei denn internet-ereignisse.
    .
    weshalb man evtl. überlegen könnte die domain “www.freude-durch-arbeit.de” zu buchen und dort ein wissenschafliches forschungsprojekt interdisziplinär zu starten: mit moderiertem forum eben, pro/contra/weiß nicht/meinung gewechselt/hä?
    .
    auf die art durchaus schon vom ansatz selbstverständlich eher nicht aristokratisch, dafür aber möglicherweise “die kleinbürgerlichen anteile der verbliebenen restarbeitswelt als quasirückmeldung mit objektivierend”. ok, das braucht auch nicht jeder, aber perpetuierte restfunktionen germanischen kleinbürgerglücks würden evtl. ja auch nicht so ganz stören. nördlich des gardasees zumindest.

  10. Wir waren nicht mal Radfahren...
    Wir waren nicht mal Radfahren in der Heide, der Ostseestrand war nur wenige Kilometer entfernt. Man konnte dort ausgezeichnet rumliegen und später mit anderen in der Schlange stehen um Pommes Majo und Cujamara-Eis kaufen (Nicht Cujamara Split – damals gab es noch nur Cujamara). Meine Großmutter bewohnte einen durch den Lastenausgleich finanzierte Holzhütte unweit vom Strand, wo man sich sehr privilegiert fühlte. Von Europa oder Italien wußte ich damals noch nichts, da fuhren die anderen immer hin. Und hatten 82 bei der WM das Pech, zum Finale auf Albarella zu sein oder wie das heißt. Ich weiß gar nicht mehr, worüber wir uns unterhalten haben. Wahrscheinlich fürchteten wir damals nur die Atombombe oder den Einmarsch der Russen, was zum Glück weit weg und irgendwie irreal war. Die Zieldarstellungsflugzeuge, die im Tiefflug über den Strand flogen, waren allerdings doch sehr real, aber irgendwie auch lustig.

  11. Ein guter Text, das habe ich...
    Ein guter Text, das habe ich mit dem Bully ltztes Jahr auch so erlebt. Diese Welt ist noch heile, aber die Menschen sind so entsetzlich langweilig geworden, egal ob reich oder arm. 1976 erkundete ich als Jugendlicher mit meinem Vater Sozopol, eine kleines Fischerdorf in Bulgarien kurz vor der türkischen Grenze. Ich fragte ihn, ob es in Spanien denn auch so aussehe, und mein Vater antwortete salomonisch: “Das Klima ist zwar ziemlich ähnlich, aber die Leute hier sind interessanter. Ich würde mir über den westdeutschen Spießer keine Illusionen machen.” – Er hat recht behalten.

  12. Rührend, aber hart an der...
    Rührend, aber hart an der Kitschgrenze, diese Mystifikation des Gardasees als alle Klassenschranken niederreißendes stehendes Gewässer. Unten bleibt unten, und oben bleibt oben; und das wäre auch beim Radeln in der Heide so. Wenn Sie beim Anblick einer schönen Landschaft – oder was immer Schönes sich vor Ihren Augen auftut – in eine schwärmerische Stimmung geraten und darüber die tatsächlichen sozialen Verhältnisse weichspülen, dann hat das wenig mit Wirklichkeitswahrnehmung, aber sehr viel mit fiktionaler Überhöhung zu tun. (In anderen Fällen als dem Ihren würde ich den ortsansässigen Rotwein dafür verantwortlich machen.) Und da frage ich mich, ob Sie die von Ihnen beschriebene Gardasee-Idylle, diesen locus amoenus, dieses wiedergewonnene Paradies, auch gern am Tegernsee hätten. Ist nur so eine Frage.

  13. Wunderbar treffend.
    Danke für...

    Wunderbar treffend.
    Danke für diese unterhaltsame Urheberleistung :-)

  14. Hahaha, die Westalgie!...
    Hahaha, die Westalgie!

  15. @melursus: "NeBuLae" - der ist...
    @melursus: “NeBuLae” – der ist gut, den werd ich mir merken.

  16. Heute ist ja Verfassungstag,...
    Heute ist ja Verfassungstag, da könnte man auch noch mal einen aufs Grundgesetz heben. Auch am Gardasee!

  17. "der seiner Klasse bewusste...
    “der seiner Klasse bewusste und das voll auslebende Prolet”
    .
    wer soll denn das sein?
    kann man die nicht eher in berlin teilnehmend beobachten?

  18. melursus, aber so manches...
    melursus, aber so manches Verhalten der Frau wirkt soch wie das, vor dem uns im Westen unsere CSU-Lehrer (Freiheit statt Kommunismus) imer gewarnt haben.
    .
    muscat, es sind nur so ein paar Momente, aber da verdichtet sich der Eindruck sehr, in der DDR zu leben.

  19. Prinzessin auf der Erbse, gern...
    Prinzessin auf der Erbse, gern geschehen!
    .
    E.R.Langen, ich glaube, Röttgen kann froh sein, dass Mutti kein Uranbergwerk hat.

  20. perfekt!57, da passt sie auch...
    perfekt!57, da passt sie auch hin.
    .
    schrödingers katze, das ist ein Zeitungsleser, vielleicht 1 Kilometer nördlich von Malcesine. Aber die Anmutung ist durchaus tischbeinig.

  21. rittervomgeist, danke für den...
    rittervomgeist, danke für den Hinweis.
    .
    perfekt!57, wenn erst mal alle mit dem PAD für SEO und CRM arbeiten, wird man den arbeitenden Kleinbürger schmerzlichst vermissen.

  22. Diesmal fliegen Sie...
    Diesmal fliegen Sie ungewöhnlich tief, lieber Don. Eigentlich der erste Ihrer hiesigen Texte, der trotz des schönen geographischen Gegenstands auf mich mausetot wirkt. Sorry.

  23. Jordanus, danke für das...
    Jordanus, danke für das Stimmungsbild. ich glaube, der Person ging es um milden Ökotourismus, weniger um Jagdbomber. Und um Bioeis.
    .
    rittervomgeist, die beantworte ich gerne: teilweise ist es am Tegernsee nicht unähnlich, wobei es wirklich weniger Schadmünchner sein könnten. Ab und zu erlebt man das auch, aber nur an den Wochenenden. Dauerhaft wäre es schlimm, das stimmt.

  24. Ich bekomme den Eindruck: dort...
    Ich bekomme den Eindruck: dort urlauben schwerpunktmäßig Sarrazinleser. Also Leute, die ähnlich rechts sind wie ich, sich aber selbst nicht offen kritisch äußern mögen.

  25. @DA
    das alte westdeutschland...

    @DA
    das alte westdeutschland war doch eine geschützte werkstätte, gebraucht im kalten krieg als militärbasis etc. man hatte noch bedeutung und konnte mit geschick wie in den 70ern relativ eigenständig handeln. mit der wieder vereinigung und der eingliederung in die nato ist man de facto “ruhig” gestellt, was nicht notwendigerweise schlecht ist…..

  26. … schöner Artikel, vielen...
    … schöner Artikel, vielen Dank…. wenn auch etwas schwer zu meistern, wenn man weiß, dass man selbst erst in zwei Monaten Ferien machen kann.

  27. Don, sehr schön! Muß ich...
    Don, sehr schön! Muß ich auch wieder hin.

  28. Ich danke auch. Dass Gott bei...
    Ich danke auch. Dass Gott bei der Heide die Ideen ausgegangen seien, wurde auch von Heidekennern bei mir im Büro sehr goutiert.
    Bioeis hin oder her, ich bedaure heute noch, dass Langnese Cujamara und Split hat fusionieren lassen. Wieso dämliches Vanille-Eis in das Fruchteis mischen? Da waren bestimmt irgendwelche zahlenhörigen Marketing-Deppen am Werk.

  29. Paene insularum, Sirmio,...
    Paene insularum, Sirmio, insularumque
    ocelle, quascumque in liquentibus stagnis
    marique vasto fert uterque Neptunus,
    quam te libenter quamque laetus inviso
    Was ist nochmals Mallorza?

  30. Die Sehnsucht nach einem...
    Die Sehnsucht nach einem Paradies, das so nie existierte. Aus dem man nicht vertrieben wurde, sondern freiwillig auszog. Und das man sich nur im Urlaub wünscht, um nostalgischen Jugendverklärungen nachzuhängen. Der Text ist gefährlich nahe an gehobenem Sozialkitsch .
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  31. Lieber Fritz, auf mich wirkt...
    Lieber Fritz, auf mich wirkt Dons Text gar nicht tot, sondern erweckt das gute alte Gefühl zum Leben, mit dem ich als “privilegierter” Westdeutscher mit DM in den Taschen die Welt bereiste.
    .
    Monate lang weg von …. ohne E-Mail, ohne Mobilfunk, ohne FB. Bei der Abreise pflegte ich meinen Eltern zu sagen: Wenn ich wieder komme erfahrt ihrs von mir, wenn nicht, von der Polizei. Danach war Sendepause.
    .
    Ahh ja, Testbild schauen gibts ja auch nicht mehr, stattdessen “ruf mich an…”. Immer diese Kommunikationszwänge.

  32. Alle drei Tage sondern Sie...
    Alle drei Tage sondern Sie hier einen Text ab, dünn, dünner gebohrt. Voller Ressentiment gegen Ostdeutschland repräsentieren Sie den jungen, geschichtblinden Teil der SPD, welche ganz gut mit der DDR als Mauer/Terrorstaat weitergelebt hätte. Von der aussergewöhnlichen Schönheit der Landschaften des Ostens haben Sie keine Ahnung, wollen hier nur die allerdümmsten Vorurteile wiederkäuen. Wie konnte die FAZ nur auf Sie hereinfallen, auf Ihr pseudo-intellektuelles, eitles Gequatsche?

  33. Der Gärtner, und das...
    Der Gärtner, und das Schönste ist: Sie tragen mit Anklicken, Lesen und Kommentieren dazu bei, dass es auch so bleibt!
    .
    Aber abgesehen davon: Ich habe anderthalb Jahre in Berlin gelebt und bin da viel rumgekommen. Altmark, Oderbruch, Thüringer Wald – durchaus hübsch. Aber ab Leipzig ist es halt doch ein wenig langweilig, oft. Die Heude ist übrigens nicht in der alten DDR, sondern im Norden des Ex-Westen.

  34. stimmviech, die 'politisch...
    stimmviech, die ‘politisch Bewussten’ dieser Republik [1] sind niemals Sarrazinleser, sondern Sarrazinerregte. Meist schon bevor das Buch im Handel ist. Ejaculatio praecox.

  35. <p>@Der Gärtner: Naja, ihre...
    @Der Gärtner: Naja, ihre Beileidungen sind auch nichts Leichtgekochtes – und verfehlen den Ton vollständig. Sehen Sie es doch so: Sie kriegen die Blümchen von Don Alphonso frei Haus. Denn wie wohl zu vermuten steht, bezahlen Sie für diesen Online-Service der FAZ nichts, niente, nothing. Und dazu gibt es einen Volksmund, der Ihnen geläufig sein sollte: Einem geschenkten Gaul…

  36. Na, es gibt auch in...
    Na, es gibt auch in Brandenburg schöne Heidelandschaften. Aber wie im Westen auch werden die mit besonderer Vorliebe als Truppenübungsplätze genutzt. Wahrscheinlich, weil man dort nicht so viele Leute trifft – außer ein paar Radfahrern.

  37. Heide versus Gardasee? Ich...
    Heide versus Gardasee? Ich halte es lieber mit Heide und Gardasee. Mal hier, mal da. Allerdings gibt es zugegeben mittlerweile vom Tourismus zerstörte Orte, für die ich wünschte, sie hätten das Schicksal nicht erleiden müssen. Prag ist so ein Beispiel. Die einst ‘Goldene’ ist heute ein einziger Jahrmarktsrummel. Von den vielen Jahrhunderten Geschichte und Kultur und Lebenseinstellung nicht mehr ein Krümelchen übrig. Schade

  38. @Der Gärtner: Und noch etwas....
    @Der Gärtner: Und noch etwas. Wer so dünnhäutig reagiert, der trägt dazu bei, dass man die von Ihnen so hochgelobten Landschaften einfach nicht so gerne besuchen möchte wie Orte auf dieser Welt, wo die Menschen eben noch in sich ruhen. Ich mag jedenfalls den bayerischen Oberländer lieber, welcher mit entwaffender Überheblichkeit (und damit Gemütlichkeit) über irgendwelche Kritiken hinweg geht, als den dünnhäutigen Sandsteingebirgler, welcher möglicherweise ähnlich bedrohlich bewaffnet reagiert wie Sie.

  39. Achso: [1] meint Ironie. Kann...
    Achso: [1] meint Ironie. Kann man immer gut brauchen.

  40. @Ephemeridenzeit: Ich bin auch...
    @Ephemeridenzeit: Ich bin auch im Westen aufgewachsen, kann mich aber als Vertriebenensprößling mit der gleichen Leidenschaft über die Ignoranz der westdeutschen Kriegsgewinnler in Bayern, Baden-Württemberg oder im Rheinland aufregen. Ich fürchte, am ignorantesten sind die in Baden-Württemberg. Vielleicht ist der Zuzug so vieler Schwaben nach Berlin eine Art Bußbewegung? Waren die früher vielleicht am Gardasee?

  41. <p>Tjaja, die...
    Tjaja, die Heide!
    oder wie man in Augustdorf, speziell der dortigen Kaserne lernt:
    Gott erschuf in seinem Zorn
    den Wüstensand bei Paderborn
    in der Grundausbildung haben wir diese Mondlandschaft zwei mal beinahe abgefackelt, mussten das Elend aber selber per Handbagger wieder löschen.
    Wenn alle zehn Meter eine Gestalt mit Gasmaske und Sturmgewehr gelangweilt in der Prärie steht, passt sie dort sehr gut hin. Alles, was ein Gesicht hat, mag dort nichtmal tot überm Jägerzaun hängen.
    und @ der Gärtner:
    Sie beantworten wohl auch Ihre Spam Mails, oder wie scheint es mir? Das Internet ist ein bissl groß dafür, um über alles zu motzen, was einem nicht gefällt. Lesen und kommentieren sind optional …
    P.S.: ich fand den Artikel wohlgefällig!

  42. Ja, ein feines...
    Ja, ein feines Stimmungsbild.
    .
    Da jedoch mein innerer Spießer schon immer mal nicht ” die Nöte eines Niederbayern beim Leasen eines M3 von BMW, während sich das Vorgängermodell …” wissen wollte und Lokalitäten meidet, in denen er sich a su a BMW-Angeber-Gewaaf anhören muss, ist mir klar, dass auch dieses schöne Fleckchen Erde seine gottverdammten Heimsuchungen hat.
    .
    [Lieber Gärtner, den Don haben Sie falsch verstanden. Sie verstehen ihn immer falsch. Diese Artikel ist gar kein Text gegen den Wald und gegen die Heide. Er ist ein Text gegen schlecht angezogene Abarth-Auspuff- und BMW-Moßbüffel.
    Gez.
    Eine Nutzmünchnerin]

  43. Also ich vergleiche die...
    Also ich vergleiche die deutsche Einheit immer mit einer Schmierinfektion – so richtig eklig wird es erst, wenn man weiß woher es kommt.
    .
    Der EURO ist auch so ein Schmier für uns Michel.

  44. @ Jordanus
    .
    "Na, es gibt auch...

    @ Jordanus
    .
    “Na, es gibt auch in Brandenburg schöne Heidelandschaften. Aber wie im Westen auch werden die mit besonderer Vorliebe als Truppenübungsplätze genutzt. ”
    .
    Genau. Grafenwöhr (Niederbayern) war auch so ein lieblicher Ort. Also nur kein falscher Neid, Bayern wird/wurde auch von Panzern durchwühlt. Wo ka Großkopferter wohnt, do geht ois.
    .
    “Wahrscheinlich, weil man dort nicht so viele Leute trifft – außer ein paar Radfahrern.”
    .
    Was meinen Sie genau mit “trifft”?

  45. Als Nasreddin Hoca in seiner...
    Als Nasreddin Hoca in seiner Jugend zum ersten Mal nach Italien reiste und den berühmten Gardasee sah, konnte er nicht widerstehen: “Welch breite Fläche, für Rinder gäbe es keinen geeigneteren Weideplatz. Leider haben sie ihn mit Wasser gefüllt!” seufzte er.

  46. Lieber mit der Heide im...
    Lieber mit der Heide im Gardasee
    als pleite am Strand von Havel und Spree.
    Achjeh!
    Hermann Löns zum Hundertsechsundvierzigsten

  47. Mich würde schon...
    Mich würde schon interessieren warum der Vorgänger M3 des Niederbayern zwingend abgelöst werden muss und welche Farbe der hatte (wer heute weiss kauft war vorher sicher in dunkelgrau oder schwarzmetallic unterwegs).
    .
    Und noch eine persönliche Frage: Don, würden Sie Ihre Barchetta gegen den alten M eintauschen?

  48. @Vroni
    Das kann tatsächlich...

    @Vroni
    Das kann tatsächlich zweierlei bedeuten. Es gibt in Munster düstere Legenden, dass die Artillerie bei Übungen über die Autobahn herüberschießt. Angeblich soll auch schon mal ein fehlgeleitetes Geschoss in einen Kindergarten gefallen sein. Der war aber zum Glück nicht besetzt.
    Also genau die richtige Landschaft für Literaturkritiker! Dort können sie ihre Heldengestalten formen und stählen – fürs Feuilleton!

  49. Ja, der Gardasee, ich kann nur...
    Ja, der Gardasee, ich kann nur zum nördlichen Teil etwas sagen und das nur aus der Sicht eines Bergwanderers: Wunderschöne Gegend, interessante Wanderwege(versuchen Sie mal den Weg über die alte Hauptstraße oberhalb der jetzigen an der Ostseite, über alte, aufgrund der Verlegung der Straße nach unten, verlassene Dörfer), zahlreiche Klettersteige in der Umgebung(für Anfänger der Via dell’Amicizia (Cima SAT) direkt oberhalb Riva del Garda mit einem grandiosen Blick über den Lago del Garda und direkt auf die Terrassen Rivas).
    Trotzdem finde ich das Publikum direkt in Riva oder Torbole zu spießig, etwas weiter nördlich, in Gavazzo nuevo, Tenno sind die Leute zugänglicher, egal ob Tourist oder Einheimischer.
    Nur nie wieder “Carne salada e fasoi”, dreimal in einer Woche, bei drei unterschiedlichen Restaurants mit eben diesem als Tagesgericht reichen für Jahre.

  50. Was ist mit dem Ortasee? Oder...
    Was ist mit dem Ortasee? Oder dem Lago Maggiore?
    .
    Zuviel Schwaben vermutlich.

  51. Am Strand des Lago di...
    Am Strand des Lago di Garda
    saß einst ein einsamer Marder.
    Das alternde Wiesel
    ritzte in ‘nen Kiesel:
    “Ich war da!”

  52. Der Lago Maggiore ist auch ein...
    Der Lago Maggiore ist auch ein Stück Schweiz, der Lago di Como ist grandios, aber ein Bergsee, und nur der Gardasee leitet so nach Italien hinein. Aber ich mag die alle. Allerdings, wer die Heimat sucht, findet sie eben am Gardasee. In Riva gibt es sogar noch ein Schild, dass sie deutschen Filterkaffee anbieten.
    .
    ego, ich mag ja Pietramurata sehr, das ist einzigartig. Ansonsten, Spezialität der Region vor dem See: Strangolaprieti, Pfaffenwürger. Wo das angeboten wird, kann man hingehen.

  53. Köstlich, da stand ein gut 10...
    Köstlich, da stand ein gut 10 Jahre alter M3 und er wollte klar mehr Bauah. Ich bin einfach kein BMW-Typ, selbst wenn ich bis heute dem alten Coupe meines Vaters hinterhertrauere (verkauft wegen der Kinder…)
    .
    Vroni, erstaunlicherweise ist der Truppenübungsplatz bei uns genau auf der anderen Seite der Stadt, so weit wie möglich vom Westviertel entfernt, gleich bei der Raffinerie. Jaja, so ist es recht.

  54. KueheUmschubbsen, danke für...
    KueheUmschubbsen, danke für die Bestätigung meiner Vermutung! Ich finde ja, man sollte die Heide in Ruhe lassen.
    .
    Ephemeridenzeit, der Gardasee entschlimmt sich sofort, wenn man die üblichen Pfade verlässt. Man kann dem deutschen Touristen spielend entgehen, 100 Höhenmeter, und er ist verschwunden.

  55. ...jetzt hab ich Hunger... :(...
    …jetzt hab ich Hunger… :(

  56. Welche Route wird Alarich...
    Welche Route wird Alarich wählen?

  57. Die der modernen Russen...
    Die der modernen Russen natürlich.

  58. Da mag aber einer die Ossis...
    Da mag aber einer die Ossis nicht besonders. Kann man ja irgendwo verstehen.

  59. Komisch, in den 70er Jahren...
    Komisch, in den 70er Jahren ist unsere Putzfrau immer an den Garda-See gefahren und wir haben gelacht – jetzt beneiden wir sie um diese frühen Erlebnisse!

  60. Werter Don, ja, der Gardasee...
    Werter Don, ja, der Gardasee ist immer noch eine Reise wert! Und vom Westufer mal einen Abstecher in die Berge und zum nächsten See!! :)
    Grüße FS

  61. Bild 5: ein Aktien-Chart! Das...
    Bild 5: ein Aktien-Chart! Das Unterbewusstsein verschafft dem Kapitalisten Urlaubsfreude am Gardasee.

  62. Fährt eigentlich noch jemand...
    Fährt eigentlich noch jemand Wasserski, gezogen von einem Riva?
    .
    Das ist mein Bild vom alten Westen.

  63. Ich weiss ja gar nicht, ob...
    Ich weiss ja gar nicht, ob Gott (oder Slarti) am Gardasee so super kreativ war … Mir fällt spontan keine Stelle auf der Welt ein, wo die einfache Kombination von Bergen und See nicht zu einem Volltreffer aus landschaftlicher Sicht geführt hätte. Das funktioniert im Zweifelsfall sogar mit Stauseen … (und wahrscheinlich sogar in Ostdeutschland …)

  64. Da scheint aber einer...
    Da scheint aber einer frustriert über die Wiedervereinigung zu sein. So frustriert, dass eine Provokation Richtung Politik nicht ausbleibt. Einen Tipp, Don Alphonso: Wenn man Sie lieber Artikel über den Gardasee schreiben lässt als über Politik, dann sollten Sie sich mal Gedanken drüber machen, ob das an Ihrem kruden Weltbild liegt, dessen Veröffentlichung die FAZ lieber nicht riskieren will….

  65. @tholomaz: Kann man...
    @tholomaz: Kann man nicht!
    @Don Alphonso: Als primi piatti lecker, aber danach muss es Fleisch sein.

  66. Don Alphonso, da kommen einem...
    Don Alphonso, da kommen einem ja fast die Tränen. Ihr Gardasee ist mein Wörthersee, eine Mischung aus Schickimickys, Roy Black Fans, jungen Familien und älteren Gästen mit einem herrlichen Restcharme der 50er Jahre. Keine Monokultur, sondern, und das im Gegensatz zum Gardasee, einfach “daham”.
    Grüße, mawu

  67. Es wollt' Alarich in...
    Es wollt’ Alarich in Nordafrika ein neues Leben anfangen.
    Da hat Malaria in Kalabrien ihn dahingerafft.
    .
    Heut’ drängen Afrikaner nach Europa mit Bangen.
    Viele haben’s dann auch nicht geschafft.

  68. Meine Putzfrau jettet immer...
    Meine Putzfrau jettet immer zum Bursch-al-Dingsda nach Dubai. Angenehme klimatische Atmosphäre, schwärmt sie. Und die Sauberkeit. Mehr noch als in Singapur, resümiert sie. Wo kann denn der Mann vor Welt noch hin, ohne auf Legionen von Putzfrauen zu treffen? Genau, in die Heide!

  69. Endlich weiss ich, dank Ihrer...
    Endlich weiss ich, dank Ihrer Analyse, was ich bin:
    “Ein seiner Klasse bewusster und das voll auslebender Prolet”!
    Man wird als Elite geboren oder eben nicht. An mir ist dieses Schicksal voruebergegangen. Leider oder Gott sei Dank, man kann das so oder so sehen!
    Trotzdem, denke ich, wuerde mir die Natur am Gardasee auch gefallen!
    Schoenen Gruss auch!

  70. @b4: "geschützte Werkstatt" -...
    @b4: “geschützte Werkstatt” – paßt. Weltpolitik machten andere, und man konnte an der Wirtschaft bosseln. Heute ist es so, daß die Politik zum Darstellen einer vorgeschriebenen Rolle herangezogen wird, was zunehmend für Verärgerung sorgt.

  71. Und Sie,
    liebe fionn,
    finden...

    Und Sie,
    liebe fionn,
    finden wir am Ägerisee?

  72. Wo die linksreaktionären...
    Wo die linksreaktionären Kampfblogger Urlaub machen.

  73. Die Heide in Niedersachsen...
    Die Heide in Niedersachsen entstand u.a. durch Abholzung für den Schiffbau, weil der Deutsche es schon früher in der Ferne schöner fand als zu Hause und man dort auch noch billiger einkaufen konnte (vgl. dazu: die Hanse).
    Die Heide blieb u.a. Dank der DDR, weil sich trotz Zonenrandförderung außer dem Militär (dieses vor allem wg. der DDR) kaum einer für diesen Landstrich erwärmen konnte. Das Militär übernahm dabei im übrigen vor allem auf den Truppenübungsplätzen Funktionen, die vormals den Heidschnucken vorbehalten waren …
    Diejenigen, die heute die Heide radelnd unsicher machen, sind, wie Sie zutreffend feststellen, vielfach moderne, aufgeklärte, die Welt verbessern wollende Gutmenschen. Mir drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass sie kommen, weil sie auch Sehnsucht nach dem Charme der 1970er Jahre haben, der Gardasee für sie aber mangels PKW-Besitz (aus ökologisch-moralischen Gründen) unerreichbar ist.
    Die Heide ist schön, vor allem wenn keine Touris da sind. Und jetzt muss ich los zum Gardasee. Darf ich da mit gelber Umweltplakette hin?

  74. Die Heide erscheint so...
    Die Heide erscheint so trostlos, weil sie das “Ruhrgebiet des Mittelalters” ist und über Jahrhunderte durch Landwirtschaft(Abholzung, Plaggenhieb) fertig gemacht wurde. Sie ist also kein Beispiel dafür, dass Gott die Ideen ausgegangen sind. Sie steht viel mehr dafür, was Menschen oft mit Gottes Ideen machen.

  75. @colorcraze
    colorcraze24. Mai...

    @colorcraze
    colorcraze24. Mai 2012, 11:47 “Heute ist es so, daß die Politik zum Darstellen einer vorgeschriebenen Rolle herangezogen wird, was zunehmend für Verärgerung sorgt.”
    das ist aber auch sehr passend…
    am faszinierensden find ich ja diese “honeypot” strategie; aufsammeln der unzufriedenen in unschädliche vereinigungen
    aut: fpö, strache als “dackel” von herrn konrad (s. blogg des herrn unterberger ehmals chefredakteur der wiener zeitung)
    brd: piraten, vorsitzender arbeitet im verteidigungsministerium
    aber auch hier ist ein studium der theologie natürlcih hilfreich, alles konzepte die
    mutter kirche in all den jahrhunderten perfektioniert hatte

  76. Die Heide ist dazu da, die...
    Die Heide ist dazu da, die Hamburger von vernünftigen Urlaubsorten fernzuhalten wie z.B. dem Harz oder der mecklenburgischen Seenplatte.

  77. Glückwunsch Don Alphonso zu...
    Glückwunsch Don Alphonso zu dieser eindrucksvollen und äußert treffenden Skizze aus der Sicht eines angenehm dekadenten und situiertem westdeutschen Bildungsbürger. Einer der wenigen, die keine Angst hat, dass man ihm wegen freier Meinungsäusserung inmitten unseres leider aber mittlerweile ganz Europa befallenden alternativlosen Staats und Bankensozialismus den Stuhl wegzieht.
    Der Gardasee ist wirklich wie Sie es beschreiben: ein Ort an dem einen manchmal in einer ruhenden Perspektive und einem ruhigen Moment das Paradies anblickt. Und wo man in der nächsten Minute wieder von einem Vertreter aus den Niederungen der Gesellschaft geerdet, bzw. an seine Herkunft erinnert wird. Sei es vom Hektik-Camper der hupend an der Stosstange klebt, oder der finanziell prekäre BMW Prolet am Cafe Tisch nebenan.
    Wunderbar!

  78. (Nord)HEIDEbewohner:
    "Das...

    (Nord)HEIDEbewohner:
    “Das Militär übernahm dabei im übrigen vor allem auf den Truppenübungsplätzen Funktionen, die vormals den Heidschnucken vorbehalten waren …”
    .
    Damals gab es aber doch gar keine weiblichen Soldaten.
    (Homosexualität soll aber auch im Tierreich nicht ganz unüblich sein.)
    .
    http://www.amazon.de/Biological-Exuberance-Homosexuality-Natural-Diversity/dp/0312192398
    .
    Mä-äh!

  79. ahlerich? ist in...
    ahlerich? ist in südmitteleuropäische altkulturgegenden gezogen. so ca. bei nach st. dizier. da sitzt er nun und brütet über wiederaufbauprojekten, wie es aussieht. hatten ihn dort erst kürzlich gesehen. http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Trois-Fontaines – und vielleicht sollte man europa auch zur kommende freigeben. so für ein paar hundert jahre höchstens.
    .

  80. Sorry, HM555, aber Hamburger...
    Sorry, HM555, aber Hamburger gibt es auch im Harz.
    .
    http://www.mcd-harz.de/index.php
    .
    (Vernünftiger Urlaubsort -eine-Augenbraue-hochzieh- ?)

  81. "Er ist auch auch ein perfekt...
    “Er ist auch auch ein perfekt erhaltener Ort des Alten Westens der Republik, wie er gewesen ist, bevor Ostdeutschland ihn bis auf ein paar wenige Rückzugsorte im Süden wiedervereinigt, erobert, übernommen und alternativlosen 5-Jahresplänen unterworfen hat.”
    Hmmhhh – das ist Wasser auf die Mühle, welche meiner von langjähriger Ost-Hölle geplagten Seele Kühlung zufächelt !!!

  82. Oje, Westalgie am Gardasee....
    Oje, Westalgie am Gardasee. Auch die Stuetzen der Gesellschaft reagieren gereizt auf die neue Unuebersichtlichkeit des vereinigten Deutschland und des unvereinigten Europas. Stolz auf das Erreichte ist selten, es ueberwiegt die Furcht vor dem Neuen, vor dem Anderen. Warum nicht mal etwas mehr Gegensaetze, mehr Krassheit, mehr Aggressivitaet? Im Namen der geheiligten deutschen Buergerlichkeit?
    @ Jordanus
    Im Fruehjahr des Jahres 1989 habe ich es als Richt- und Ladeschuetze auf einem Leopard 2 der 4. Kp/Pzbtl. 24 auf dem Trueppenuebungsplatz Munster vollbracht, in Ladestellung die Bordkanone abzuschiessen. Bis zur Strasse hat es nicht gereicht, aber meine Befoerderung zum Obergefreiten war im Eimer.
    Damals

  83. @colorcraze
    hatte gerade ein...

    @colorcraze
    hatte gerade ein analyse der socgen gelesen. win slide ist überschrieben:
    “THE GERMANS ARE SO FAR IN, THEY CAN NO LONGER GET OUT”
    target 2 forderung im moment 644 mrd eur. das gesamte exposure 1161 mrd eur….

  84. @Der Gärtner
    "Wie konnte die...

    @Der Gärtner
    “Wie konnte die FAZ nur auf Sie hereinfallen, auf Ihr pseudo-intellektuelles, eitles Gequatsche?”
    Das ist zwar die richtige Frage, allerdings sollten Sie diese an die FAZ in Bezug auf Frank Schirrmacher adressieren. Dieser ist schließlich für die Transformation einer ehemals international angesehenen konservativ-wirtschaftsliberalen Zeitung in ein beliebiges linkspopulistisches Mainstream-Medium hauptverantwortlich
    D.A. ist hierbei nur ein mäßig bezahlter Erfüllungsgehilfe, der fortgejagt wird, sobald die Mission abgeschlossen ist.

  85. P. Seudonym: "Hmmhhh - das ist...
    P. Seudonym: “Hmmhhh – das ist Wasser auf die Mühle, welche meiner von langjähriger Ost-Hölle geplagten Seele Kühlung zufächelt !!!”
    .
    (…)
    Unter Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde 1957 das Mühlenstillegungsgesetz verabschiedet. Es bewilligte Müllern und Mühlenbesitzern eine staatliche Prämie unter der Auflage, dreißig Jahre lang die stillgelegte Mühle nicht mehr zu betreiben. Im Zuge der staatlichen Stillegung wurden die meisten Mühlen aufgegeben.
    Zählte man in Deutschland im Jahr 1875 noch etwa 70.000 Getreidemühlen, gab es 1966 in der Bundesrepublik nur noch etwa 6.400. Dagegen spielten die historischen Getreidemühlen in der ehemaligen DDR vor der Wiedervereinigung eine ungleich größere Rolle, die mit festgelegten Mahlkontingenten einen Beitrag zur planwirtschaftlichen Ordnung leisteten.
    .
    Quelle:
    http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/architektur/muehlen/index.jsp

  86. So, erinnert sich jemand an...
    So, erinnert sich jemand an die Heidefilme? Eine Gattung Heimatfilme, wegen derer ich immer mal die Heide sehen wollte. (Vor allem dem, wo der eingeladene Pfarrer bei Tisch gleich loslöffelt und dann ob des betretenen Schweigens der Gastgeber rasch ein “ach so, blitzDank” dahinnuschelt). Ist nie dazu gekommen.

  87. Seeufersiedlungen des...
    Seeufersiedlungen des Alpenraumes zählen zu den bedeutendsten archäologischen Kulturgüten Europas. Die Pfahlbauten am Zugersee sind ein gutes Beispiel (ergoogeln). Ist der Tegernsee archäologisch auch interessant?

  88. Frustriert über die...
    Frustriert über die Wiedervereinigung war hier niemand. Hier wollte nämlich Niemand so leben wie drüben, will es heute noch nicht und gönnte dies auch niemandem. Später dann erfuhr man zwar, dass hier die schlechtere Seite gewesen sein sollte, aber man muss ja nicht alles glauben, was erzählt wird. Nein, die Wiedervereinigung war es nicht.
    Es ist auch nicht nur diese eine Frau, wenn auch in hohem Maße, es ist mehr die komplette Vereinnahmung, kein Anschluss an den Westen, sondern eine feindliche Übernahme mit allem, was dazu gehört.
    Die Ostdeutschen in ihrer Gesamtheit wären mir gleichgültig wie jede andere Einwohnerschaft, aber so wie ich meine Ossis kennengelernt habe, können sie es nicht zulassen, mir gleichgültig zu sein, und damit das gewährleistet ist, treten sie mir permanent zu nahe, und sie sind einfach überall.
    Als Kind, bei Verwandtenbesuchen in Anhalt und Thüringen, fing es bereits an: Du hast aber ein scheens Kleidchen an, Du hast wohl eine Omi im Westen? Ich komme aus dem Westen. Ach, Du kommst wohl aus dem Westen, na steh hier mal nicht so rum, geh mal scheen zu Deiner Muddi.
    Später dann, als sie bis zu den entlegensten Regalen vordrangen: Lassen Sie das mal da stehen, das wollte ich gerade nehmen.
    Und gar in meinem verschlafenen Dorf versuchen Ostdeutsche, mir die Verkehrsregeln nahezubringen, unter Einsatz ihrer Gesundheit sind sie mir schon vor den Wagen gesprungen, um mich zum Halten zu bewegen, damit sie mir alsdann erklären können, dass ich langsamer fahren müsste.
    Und so grübele ich: warum können sie nicht von mir lassen?
    Wieso überhaupt sprechen sie von Besserwessis?
    Welchem Westdeutschen würden solche Aktionen in den Sinn kommen?

  89. Tjaja, die Heide! Erst die...
    Tjaja, die Heide! Erst die KueheUmschubbsen und dann die Heide abfackeln. Haben mich seinerzeit ganz schön erschreckt, die abgebrannten Heideflächen beim Durchradeln. Aber schön wars trotzdem, keine Touris, keine BMWs, keine Putzfrauen dafür viel lilafarbenes Heidekraut in den verschiedensten Farbabstufungen und lauter nette Heidschnucken. Ich denke, ich werds mal wieder angehen, als trockener Kontrapunkt zum Gardasee sozusagen.

  90. @colorcraze – was sie sagen...
    @colorcraze – was sie sagen ist hoch interessant: “Heute ist es so, daß die Politik zum Darstellen einer vorgeschriebenen Rolle herangezogen wird, was zunehmend für Verärgerung sorgt.” Wer zieht den die Politik zum Darstellen einer vorgeschrieben Rolle an? Sind die nicht Fraus oder Manns genug, sich selbst eine Rolle zu kreieren? Wollen Sie etwa damit sagen, Frau Merkel ist gar nicht Mutti, sondern diese Rolle wurde für sie herangezogen?
    .
    Also ich suche mir meine Rolle immer selbst aus… einschließlich der einer perfekten Hausfrau (von Zeit zu Zeit).

  91. Störsender, soll ich das...
    Störsender, soll ich das weiterleiten?

  92. Ist schon wieder...
    Ist schon wieder Teletubbies-Zeit?

  93. Nun ist es aeusserst wohlfeil...
    Nun ist es aeusserst wohlfeil auf die Ossis zu schimpfen. Der Wechsel von einer Gesellschaft mit ihren Eigenheiten in eine andere Gesellschaft mit anderen Eigenheiten gelingt nicht mit der gewuenschten Schnelligkeit.
    Die Beiern sind schon viel laenger Teil der Bunzrepublik und koennen mit der allgemein anerkannten Form von Zivilisation nichts anfangen. Wollen sie auch nicht. Woanders nennt man das Asozial.
    .
    Vergessen wir mal nicht, dass nach 1945 “der Deutsche” wieder lernen musste, sich dem Normalen anzunaehern. Hat auch gedauert.
    .
    So: manchmal komme ich in andere Gegenden Europas. Wer steht da an der Reception, wer kellnert, wer ist hilfreich, wenn ich nach langer Fahrt meiner geringen Sprachkenntnisse voellig ledig bin? Eine intelligente, junge Osse aus Magdeburg oder Probstzella! Und weil sie geschickt ist, wird sie von Job zu Job weitergereicht. Die braucht nicht suchen. Die kriegt. Westtussen folgen einem Karriereplan-die Osttusse packt an.
    .
    Man hoere mit diesem Gemecker auf; das waechst sich alles aus.
    .
    @Ernst Wilhelm, Klasseleistung! Koennte von mir sein.

  94. @DerTiger
    in der SZ gab es...

    @DerTiger
    in der SZ gab es eine zynische beschreibung der damen mit den keksdosen auf der besucherbühne des reichstags anlässlich der ersten vereidigung unserer kanzlerin……
    ich glaube schon, dass die brd unter am sehr stark transformiert wird, wohin weiss ich noch nicht, aber die kanzlerin lenkt halt die blicke auf die großen drei knöpe ihres sakkos und damit ab.
    zu ihrer anmerkung: natürlich ist die frau eine “marionette”

  95. Im Keller habe ich noch eine...
    Im Keller habe ich noch eine Pulle “Chateau Kitsch Grand Merde”, die schaue ich mir immer an, wenn ich glaube Heimweh zu bekommen.
    http://www.youtube.com/watch?v=Yx6gAylnxs0
    .
    Schwupps, Heimweh weg.

  96. @B4 – "THE GERMANS ARE SO...
    @B4 – “THE GERMANS ARE SO FAR IN, THEY CAN NO LONGER GET OUT” – Weil sie niemand haben, der sich durchsetzen kann – noch nicht einmal intern. Was hat sich Mutti und ihr Tross dabei gedacht, Röttgen per Artikel des Grundgesetzes abzusetzen? War denen nicht klar, dass so eine Vorgehensweise von echten Managern im In- und Ausland als Zeichen der Schwäche gedeutete wird? Entweder hat die Frau dAutorität ihren Leuten gegenüber, dann gehen die, wenn sie ihnen das sagt, oder sie hat halt keine Autorität……
    Und dazu kommt noch ein anderer Minister und kippt Öl ins Feuer
    .
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/de-maiziere-kritisiert-roettgen-in-der-f-a-z-wenn-die-kanzlerin-um-ruecktritt-bittet-dann-hat-man-dem-folge-zu-leisten-11762341.html
    .
    indem er von Demut spricht. Ist das Bundeskabinett vielleicht die katholische oder evangelische Kirche?

  97. "THE GERMANS ARE SO FAR IN,...
    “THE GERMANS ARE SO FAR IN, THEY CAN NO LONGER GET OUT”
    Berthold IV, die kennen die Deutschen nicht!
    .
    Brüssel hat die Erlaubnis erteilt nationale
    Notfallpläne zu erstellen. Da lassen sich die Deutschen nicht lumpen. In dieser Disziplin
    sind sie Weltmeister. Sie werden sich an einer Umsetzung nicht hindern lassen.
    .
    ” Auf sie mit Gebrüll ”
    .
    Vielleicht reicht die Energie noch für Notstandsgesetze.

  98. Gaaanz langsam werde ich wach....
    Gaaanz langsam werde ich wach. Ah, stimmt, das hoerte ich im Halbschlaf oefter: Die Kanzelerin ist eine Marionette.
    Wessen Marionette? Bitte wer hilft?

  99. Der Tiger: also den grössten...
    Der Tiger: also den grössten Schlamassel habe ich immer dann entstehen sehen, wenn jemand versucht, sich so verhalten, wie er sich einbildet, dass die anderen das wollen. Wat kann das Mutti, wenn die im Ausland (welchem Ausland?) glauben, sie könne sich nicht durchsetzen? Das ist nunmal das Land von Jhering (Form Schwester der Freiheit) – Kadavergehorsam wurde woanders erfunden und entwickelt.

  100. "...natürlich ist die Frau...
    “…natürlich ist die Frau eine “Marionette.”
    Wenn meine Einschätzung, Frau Merkel ist eine Hochbegabung – für Macht –
    auch nur ein bisschen stimmt, dann ist sie als Marionette gestartet, lässt sich aber
    nicht wie eine Marionette zur Seite schieben – auch nicht von Herrn de Maziere.

  101. @ Filou
    das ist aber eher eine...

    @ Filou
    das ist aber eher eine Pulle Château de Migraine.

  102. @ Filou:
    danke, jetzt bin ich...

    @ Filou:
    danke, jetzt bin ich auch erstmal satt.
    aber sowas können sogar die ärzte, sogar mit schönerem text:
    http://www.youtube.com/watch?v=2gKrGgtw5tg

  103. Vroni, Vronibesen, ich las...
    Vroni, Vronibesen, ich las nebenan die Uberschrift und dachte, na, die Erste die sich meldet…
    …genau!
    .
    Gutes Thema. Ich hoffe, nachher noch wach genug zu sein. Hier ist es sehr warm und die Pflicht trieb mich auf’s Dach. Bei 31 Grad. Suedseite!
    .
    Dat is te heet voor’n blanke! (Hollaendischer Sklavenhalterspruch)

  104. Es gibt viele, die Mutti nicht...
    Es gibt viele, die Mutti nicht mögen.
    .
    Aber der Tiger!

  105. @Icke – Sie haben den Kern...
    @Icke – Sie haben den Kern meines Arguments nicht verstanden: Wenn man als Kanzlerin will, dass ein Minister zurücktritt, dann muss man in der Lage sein, ihm das klar zu machen. Wenn man den entsprechenden Paragraphen heranziehen muss, dann muss man das souveräner hinkriegen als Mutti. Bei der Ankündigung ihrer Entscheidung vor der Presse machte sie einen jämmerlichen Eindruck – nervös wie ein Abiturient, der am durchfallen ist.
    .
    @E.R. Binvonhier – wollen Sie damit sagen, dass im katholischen (oderevangelischen) Bundeskabinett eine Palastrevolution im stattfinden ist?
    .
    @HansMeier – Hochinteressant, wie kommen Sie auf die Idee, dass ich Mutti mag?

  106. Wie immer. Und die Eroberung...
    Wie immer. Und die Eroberung Westdeutschlands durch die Zone: leider wahr.

  107. „...einer der schönsten...
    „…einer der schönsten Orte der Welt…was von der Heide meines Wissens nach noch nie ernstlich behauptet wurde.“
    .
    Diese völlig falsche Einschätzung hat wohl mit den Lehrplänen an bayrischen Schulen zu tun – obwohl Hermann Löns in Bayern durchaus bekannt ist. Meine Grundschule war ja die Hermann-Löns-Schule, da lernte man erst recht, dass die Heide die schönste Landschaft der Welt ist.
    .
    Vielleicht liegt es auch daran, das Ludwig Ganghofer 47 mal verfilmt wurde, Ludwig Thoma sogar 52 mal? Das brennt sich ein.
    Beide liegen heute am Tegernsee. Löns und die Heide kommen nur auf 5 Filme.

  108. wo bin ich hier...
    wo bin ich hier eigentlich?
    alle reden von der lüneburger heide, und noch keiner hat hermann löns gesagt.

  109. Der Tiger, reine Vermutung!...
    Der Tiger, reine Vermutung! Der Union hat (nach heutigem Stand) nur noch eine Regierungszukunft in der
    großen Koalition, mit Merkel ginge das nicht, mit de Maiziere wär’s leichter.
    .
    Es kann kein gutes Gefühl sein – für die Beteiligten – an allen Fronten mit dem Rücken zur Wand zu stehen.
    Die Ansage, dass es keine Alternative zu Frau Merkel gibt, kann man auch so verstehen: Sie soll selbst schauen, wie sie den Karren aus dem Dreck zieht.

  110. Ich sehe überhaupt keine...
    Ich sehe überhaupt keine Unterschied zwischen den Urlaubern in der Heide und am Gardasee. Sie fahren M3, auch Autos ohne Dach, oder Wohnmobil, Fahrrad und Tretboot. Es sind die gleichen Leute, die einen aus Hamburg oder Holstein, die anderen eben aus München oder Niederbayern.
    Beleg: http://www.lueneburger-heide-attraktionen.de/lopausee-amelinghausen/fotogalerie/1.html

  111. @derTiger
    bin erst von einer...

    @derTiger
    bin erst von einer Veranstaltung zurück-sie hatten es ja schon gepostet-
    für mich der spruch des jahres:
    „Wenn die Bundeskanzlerin einen Minister um seinen Rücktritt bittet, dann hat man dem Folge zu leisten. Das ist jedenfalls meine Auffassung.“
    unvorstellbar wie selbstverachtend loyalität gehen/werden kann.
    meien mutter sagte immer, man sollte einen stolz haben. der verteidigungsminister hat ihn m.e. nicht mehr von sich selbst.

  112. Ich meine, Sie trauerten...
    Ich meine, Sie trauerten diesem Prachtstück nach. Das kann ich bestens nachvollziehen, insbesondere wenn er noch in dunkelblau und Chrom war.
    .
    Ich brauche keinen M, ein CS hat echte Klasse. Schlimm am heutigen BMW, nach der unsäglichen B – Ära ist, dass sie Einheitsmotoren bauen und diese über Chiptuning differenzieren.
    .
    Es wird Zeit für den Elektroantrieb !

  113. OT: Eurobonds, unbedingt...
    OT: Eurobonds, unbedingt dafür: Martin Schultz (Präsident des Europaparlaments)
    und Manuel Barroso (Präsident der EU-Kommission) beide also von Amts wegen und
    Frankreich und Belgien als einzige Unterstützer dieses so vereinten Europas stellen
    den Deutschen die Gretchen-Frage: sag wie hälst Du es…
    Die Antwort ist bekannt. M. Hollande kann zufrieden nach Hause fahren.
    .
    Später gibt man zu, da sei es ja nur um ein langfristig angedachtes Projekt gegangen.

  114. berthold IV@ 00:14
    Die...

    berthold IV@ 00:14
    Die vielbesungenen preuß. Tugenden
    habe ich auch etwas anders im Ohr.

  115. "Heide versus Gardasee? Ich...
    “Heide versus Gardasee? Ich halte es lieber mit Heide und Gardasee.”
    .
    Wer in der Heide Geselligkeit sucht, dem steht ja schon der Heidepark Soltau zur Verfügung. Statt Serpentinen für den BMW gibt es da eine echte Achterbahn! Spart Zeit und ist auch viel lustiger.
    .
    “Die Sehnsucht nach einem Paradies, das so nie existierte. Aus dem man nicht vertrieben wurde, sondern freiwillig auszog.”
    .
    Würde sich Norditalien in eine verkarstete Steppenlandschaft verwandeln, dann wird dort ein echtes Paradies existiert haben.
    .
    Der “Störsender” bringt es auf den Punkt. Irgendwie fühlt sich jeder überfremdet und stolpert bestenfalls als Tourist und Zombi durch die Gegend. Der eine kann die Deutschen nicht ertragen, der andere nur die Ost- oder Norddeutschen und wieder andere fragen sich, wo denn die geistige Heimat jener Patrioten geblieben ist, die früher Alfred Dregger bewundert haben. Anders als ein Artikel des Don es hier kürzlich andeutete, ist nichts auf seinem Platz, es sei denn er oder sie verschanzt sich in einer Villa mit Grundstück und beschränkt sich auf eine Welt bestehend aus umgebenden Möbeln und Hausangestellten.

  116. Ach ja, der Don und der...
    Ach ja, der Don und der Norden. Da ist für ihn alles Berlin, der Ort seiner größten Niederlage. Da wo er eben nicht anders war, weil alle anders sind. Da wird er dann gerne mal ungerecht.
    Natürlich ist der Gardasee schön, oh ja er hat ein eignes Licht, vor allem wenn man sich ihm öffnet. Als ich im zarten Studentenalter noch Reisebus fuhr, war uns der Tümpel egal. Hauptsache wenig Stau. Wir hassten den Tegernsee weil die da alle gar nicht Auto fahren konnten und Hintertux weil es schwierig war. Wir wurden erwachsen, der Don scheinbar nicht. Die Heide hat ihr eignes Licht, ihren Charme und auch das Weserbergland ist schön. Natürlich bella Italia, aber auch Windischgarsten und die Tauplitzalm. Die Berge Rumäniens. Man muss sich nur einlassen wollen.
    Natürlich ist es ein gutes Gefühl über die Schönheiten Italiens zu berichten wenn die Masse der “Mitbürger” verzweifelt überlegt, wie die nächsten Wochen überstanden werden können und darauf hofft, dass nichts unvorhergesehen kaputt geht. Das schafft Erhabenheit. Man zeigt was man ist und hat. “Mein Haus , mein Auto, mein Gardasee, mein ..”.
    Ja und dann muss man was fürs Geschäft tun. Schlie0lich schreibt man im und für das Fachblatt für neoliberale Dumpfpropaganda, die FAZ. Deshalb hat die DDR plötzlich den Westen erobert, es sind diese miesen Ostler die Schuld sind. Keinesfalls haben die Leute die die freien Flächen zwischen der Werbung in der FAZ beschriften mit ihrer Auftragspropaganda die Welt genau dahin geführt wo sie heute steht. Selbstverständlich ist nicht das bewunderte Großkapital schuld, sondern die udOs (unsere doofen Ossis). Wie herrlich muss es sein mit solch einem einfachen Weltbild leben zu können.
    Allerdings könnte es schwierig sein mit offenen Augen am Spiegel vorbeizukommen, ohne kotzen zu müssen. Aber dann macht man halt die Augen zu. Hauptsache die Kasse stimmt.

  117. Jochen Hoff, dieses dauernde...
    Jochen Hoff, dieses dauernde Angemaule kann ich gerne mit dem anderen bündeln, vielleicht bringt es ja was und die FAZ setzt mich ab. Wetten würde ich da aber nicht drauf. Ich kann nur taten, es einfach nicht weiter zu lesen, dann muss man auch keine am Thema vorbeilaufenden Kommentare als Beweis der eigenen, eher bescheidenen Manieren schreiben.

  118. Zur verlorenen Unschuld...
    Zur verlorenen Unschuld Westdeutschlands hat sich Maxim Biller schon sehr deutlich geaeussert:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-ossifizierung-des-westens-deutsche-deprimierende-republik-1920987.html
    Ja, der alte Westen. Als Kommunisten noch Berufsverbot hatten, die Tarifparteien ungestoert von China-Importen der Wohlstandschaffung nachgehen konnten und Religionsfreiheit auch fuer Paedokriminelle galt. Als in Bonn noch die Koffer den Besitzer wechselten und die Rentenformel halbwegs nachhaltig aussah.
    Zum Thema Heide sei noch hinzuzufuegen dass nicht etwa Gott die Ideen ausgegangen sind, sondern dass es sich um eine menschengeschaffene Halbwueste handelte, in der zuerst die Waelder in den Lueneburger Salzsieden verheizt wurden und dann die suessen Schnucken Grass und kleine Baeume weggefressen haben bis nur noch Sand und Heidekraut uebrig war. Inzwischen ist sie bis auf ein kleines Schutzgebiet in Kiefernwaelder, Weiden und Felder verwandelt worden. Keine dramatische Inspirierlandschaft, aber gut geeignet um sich beim Radeln oder Wandern den oeffentlich rechtlichen Kopf durchpusten zu lassen.

  119. Wenn mein Augenschein nicht...
    Wenn mein Augenschein nicht trügt, kann man einen M nur fahren in Kombination mit Oberbekleidung von Hollister, so ein Ding kommt also weder für den Don noch für mich in Frage.
    Und obwohl es schon gesagt wurde: Es gibt nicht nur nur die Bayernhymne, sondern auch
    Märkische Heide, Märkischer Sand
    Sind des Märkers Freude, Sind sein Heimatland.
    Steige hoch, du roter Adler, Hoch über Sumpf und Sand,
    Hoch über dunkle Kiefernwälder, Heil dir mein Brandenburger Land
    woraus hervorgehen mag, daß die Lüneburger Heide nicht die einzige ihrer Art ist. Vielleicht kann man im Rahmen der dinglichen Absicherung von Eurobonds den Gardasee ganz oder teilweise in bayerischen Besitz bringen.
    Gruß K

  120. Typisch...
    Typisch deutschschweizerisch.
    Mit dem Drahtesel am Zugersee.
    http://www.infozentralschweiz.ch/tip_zugersee.htm

  121. Lach, nein ich mag die...
    Lach, nein ich mag die Stützen der Gesellschaft und das meiste was der Don so schreibt. Aber ich sage auch immer dann etwas wenn er meiner Meinung nach mal wieder weit am Ziel vorbeischießt. Man nennt das Demokratie. Und nein. Ich bin nicht am Ziel vorbei. Aber ich gebe zu es tut weh man getroffen wird. Passiert mir auf meinem Zwergblog auch immer mal wieder.

  122. Ich habe in Italien die...
    Ich habe in Italien die gesellschaftlichen Unterschiede weniger gespürt als in der Nordheide, Amrum, Föhr, Hamburg usw..
    Auch war es mein! Ansinnen, erlebtes festzuhalten und meinen damaligen Mitstudenten, Radfreunden etc. mitzuteilen-per Bildgeschichte.
    Ich konnte es mir damals zu meiner Hamburger Zeit gar nicht vorstellen, dass es mit relativ bescheidenen Mitteln möglich ist, soviel mitzunehmen, wie in drei Wochen Italien, Schweiz.
    Eine gewisse Fitness ist wichtig und man sollte sich ein wenig an die Bedingungen anpasssen können.
    Die Resonanz bei meinen Bekannten nachher war unterschiedlich:
    Gar nicht interessiert bis zu “fantastisches roadmovieähnliches Erzählschema”(musik marissa nadler).
    Bei don alphonso finden vorwiegend die besseren gesellschaftlichen und als Betrachtungsgegenstand kulturellen Schichten/Objekte Verwendung.
    Ich wähle, das Wort -Verwendung-, weil er seine Beiträge aufbaut.
    Welche Schlüsse beim Leser letztendlich aus erlebtem und berichtetem gezogen werden, bleibt dabei jedem selbst überlassen.
    Wenn ein Ort meinen Vorstellungen aufs gröbste wiederstrebte, habe ich ihn beim nächsten mal gemieden, ebenso ging es mit Hotels, Herbergen und Streckenverläufen-
    und es war jedesmal anders!
    Freundliches sucht man immer wieder auf!
    Wenn meine Freizeiten und mein Equipment es zulassen würden, wäre ich auch offen, für bspw. Rumänien , östl. Gebirge und das Meer,.es wäre wahrscheinlich billiger(als bspw. Graubünden..)
    Aber ich bin im Okt. für jedes Grad +c dankbar weil mit dem RRad wenig Gepäck transportiert wird.
    So einfach ist das!
    Insofern sind für mich hier im blog beschriebene Sachverhalte eine Ergänzung, manchmal Bestätigung zu selbst erlebtem und sehr vieles ist nachvollziehbar.
    ..es gibt also eigentlich keinen klar ersichtlichen Grund loszupoltern,..
    man könnte an gleicher Stelle berichten über Mallorca, die unterschiedlichen Nutzungsvorstellung der roten Zora, neue Produktionsstatistikauswertungen/passat des vw-werks..
    nun ja, warum nicht?

  123. Ich bemühe mich, hier...
    Ich bemühe mich, hier höflich zu sein, auch wenn mir klar ist, dass andere das eher ungern sein möchten, aber ab einem gewissen Tonfall, ganz ehrlich: Brauche ich das nicht.

  124. "Höflichkeit ist doch die...
    “Höflichkeit ist doch die sicherste Form der Verachtung.”

    (Heinrich Böll)

  125. @Störsender
    Mir kommt das...

    @Störsender
    Mir kommt das eher so vor, als wenn eine heterogene Gruppe von Herausgebern verschiedene Meinungen innerhalb der Zeitung -sagen wir mal – erträgt. Für die Leser ist das durchaus von Vorteil, wenn auch andere Meinungen und Anschauungen zum Ausdruck kommen. Der Mensch neigt leider dazu, sich mit Menschen mit derselben Meinung zu umgeben, deswegen ist jede Art von Irritation – selbst wenn sie durchs Feuilleton geschieht – fruchtbar! Außerdem fällt den Konservativen offenbar nicht mehr viel ein, warum soll man sich nicht mal woanders umschauen. Sie glauben gar nicht, wie anregend für die konservative Politik die Gedanken des Kommunismus im 19. Jahrhundert waren.

  126. @Don Ferrando: dazu werden wir...
    @Don Ferrando: dazu werden wir dieses Jahr wohl nicht kommen.
    @egghat: in den NeBuLae werden Sie keine Bergseen finden, da ist nunmal nur wenig Mittelgebirge und viel Flachsand, aber dafür ganz zauberhafte feine Sandstrände mit Waldrand und wundersamen bunten Libellen. Ist anders als Berg, aber auch sehr, sehr schön!
    @Heidebewohner, Etzold: Ja die menschliche Gestaltung dabei wird immer gern verdrängt, ob Heide, Toskana oder Istrien (dort haben die Venezianer abgeholzt für ihre Schiffe).
    @b4: und Kirchengeschichte natürlich, oh ja…!
    @Tiger: „Also ich suche mir meine Rolle immer selbst aus…“ – sehnse, und eben drum ist halt Mutti Kanzler und Sie nicht. Fehlende Unterordnung unter die Regie wird nicht geduldet.
    @Jochen Hoff: „wenn Du willst, daß die Menschen übers Meer fahren, erzähle ihnen nicht, wie man ein Schiff zusammennagelt, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten Meer“… Ihre Enttäuschung klingt mehr nach einem zerknüllten Nagelplan.

  127. Lieber DA, Ihre Idee, der...
    Lieber DA, Ihre Idee, der Osten schwinge das Szepter, ist mir ein völliges Rätsel!

  128. man beachte die coole...
    man beachte die coole sonnenbrille, aber auch ein schlechtes omen. der letzte minister mit solchen sonnenbrillen war dann bald weg.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/verteidigungsminister-de-maiziere-im-gespraech-anti-terror-einheiten-in-afghanistan-nach-2014-moeglich-11762590.html
    frage an die runde, gibt es denn politisch vorzeigbare ergebnisse des preussischen hugenotten im ministeramt außer seiner bzw. der seiner akklamateuere eigenen deklaration, dass er ein fleißiger arbeiter ist…

  129. Mehr davon:
    .
    "Die...

    Mehr davon:
    .
    “Die geldpolitische Expansion gab der Regierung die Luft zum Atmen, um das Haushaltsdefizit entschlossen zu reduzieren. Womöglich brauchen wir noch mehr davon.”

  130. Wenn ich Euros hätte, würd...
    Wenn ich Euros hätte, würd ich jetzt noch mal ganz kräftig Schweizer Franken kaufen.

  131. ..Meinungen..was heisst hier...
    ..Meinungen..was heisst hier Meinungen;
    sowas muss mer doch wissen!

  132. @Sprezzatura
    .
    Höflichkeit...

    @Sprezzatura
    .
    Höflichkeit ist eine Form der Verachtung, aber manchmal muss man den Leuten auch Respekt bezeugen.

  133. "Allerdings könnte es...
    “Allerdings könnte es schwierig sein mit offenen Augen am Spiegel vorbeizukommen, ohne kotzen zu müssen.”
    Ich besorge mir an meinem Lieblingskiosk die Flasche(n) Licher immer an der Seite, an der keine Zeitschriften aushängen.

  134. @colorcraze – Um es ganz...
    @colorcraze – Um es ganz klar zu sagen, ich habe und hatte nie Interesse, deutsche Bundeskanzlerin zu werden. Wie ich schon wiederholt geschrieben habe: ich bin Europäerin, lebend in den Niederlande.
    .
    Es ist mir natürlich klar, dass es mittlerweile viele Leute gibt, die glauben, dass das eine gute Lösung wäre. Aber den Loyalitätskonflikt gehe ich nicht ein. Als Europäerin vertrete ich europäische Interessen und denke dabei an alle Europäer. Deswegen wäre ich für den Posten (und auch jeden anderen) in Berlin ungeeignet.

  135. @ Jochen Hoff
    "Natürlich ist...

    @ Jochen Hoff
    “Natürlich ist es ein gutes Gefühl über die Schönheiten Italiens zu berichten wenn die Masse der “Mitbürger” verzweifelt überlegt, wie die nächsten Wochen überstanden werden können”.
    .
    Sie sollten Fellinis “E la nave va” anschauen, das “Schiff der Träume”. Im fernen Europa werden die Kanonen zurechtgerückt, es grollt der Himmel – aber auf dem edlen Schiff widmen sie sich verzweifelt ihren Eitelkeiten und der schönen Kunst. Nie war die Darstellung von Verdrängung wehmütiger und schmerzhafter. Den endgültigen Kollaps mit Ziehen in der Herzgegend kriegte ich immer bei der Szene, in der die Opernsänger den Arbeitern im Maschinenraum unten einen Gesangswettbewerb boten. Schön-schaurig.
    .
    Dann werden Sie verstehen, dass Dons Artikel kein politischer Beitrag zur Verbesserung der armen Stände ist, sondern ein melancholischer.

  136. @11:17
    .
    Nicht umsonst sage...

    @11:17
    .
    Nicht umsonst sage ich ja selber immer, dass wir den Feudalismus brauchen wie, nun ja, “die Luft zum Atmen”.

  137. All I'm askin' is for a little...
    All I’m askin’ is for a little respect (sock it to me – sock it to me – sock it to me)!

    Yo – Alder, Respect!

  138. @Kryptart: Zepter! Wo denken...
    @Kryptart: Zepter! Wo denken Sie denn hin! Das bleibt einstweilen hübsch in den Händen von H.M. the Queen. Oder hat Honecker vielleicht je ein Zepter in Händen gehalten? Nicht, sehnse.

  139. b4, in D reicht der Status...
    b4, in D reicht der Status ‘fleißiger Arbeiter’ s.a. fleißige Deutsche/faule Griechen –
    völlig aus. Das Ergebnis interessiert nicht.
    Wenn man ‘faul’ wäre, müsste man nachdenken.

  140. @HansMeier 555: Lesen Sie...
    @HansMeier 555: Lesen Sie meine Gedanken?

  141. Schön fände ich es, wenn D...
    Schön fände ich es, wenn D in den Geruch käme – sind alle faul – und dies zum
    Exportschlager würde.

  142. ...
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/organspende-ethisch-abwegig-11762279.html
    jetzt geht es nicht nur ans geld sondern auch…
    habe ich schon mal erzählt…von einem seminar in moraltheologie /rkk studiengang an der uni regensburg zum thema gehirntod… lustig wie “blauäugig”(?) der auch noch jetzt tätige prof. das abtat; womit ich jetzt nichts gegen mitglieder von op sagen möchte.

  143. Setze meine Hoffnungen auf die...
    Setze meine Hoffnungen auf die Klimaerwärmung, bei 40 Grad im Schatten machen
    auch die Deutschen kleinere Schritte.

  144. @colorcraze (12:46): "Oder hat...
    @colorcraze (12:46): “Oder hat Honecker vielleicht je ein Zepter in Händen gehalten?”
    .
    Ein Zepter zwar nicht, aber den Leonid Iljitsch – dat war aber auch ein süßer Boy!
    .
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hitlisten_des_nordens/hitlisten303_item-21263_liste-75.html
    .
    (Schlabber-Schmatz)

  145. Apropos Honni und Urlaub (als...
    Apropos Honni und Urlaub (als die “Welt noch in Ordnung war”):
    .
    http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1519/als_uns_honecker_den_urlaub_rettete.html

  146. "frage an die runde, gibt es...
    “frage an die runde, gibt es denn politisch vorzeigbare ergebnisse des preussischen hugenotten im ministeramt”
    Ja Einen nahezu vollständigen und in der Regierung genehmigten Umbauplan für den Übergang der Bundeswehr zur Freiwilligenarmee. Der Vorgänger hatte die Idee, aber Planung und Organisation waren nicht seine Stärke.
    Ich kenne einige Minister in der Geschichte Deutschlands, die noch nach 2 vollen Amtszeiten mit weniger dastanden.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  147. Lieber HansMeier555,
    kann ja...

    Lieber HansMeier555,
    kann ja alles sein. Doch was soll das “wir”.
    Meinereiner braucht den Feudalismus ungefähr genauso dringend wie
    https://www.google.de/search?as_q=pickel+am+arsch&as_epq=&as_oq=&as_eq=&as_nlo=&as_nhi=&lr=&cr=&as_qdr=all&as_sitesearch=&as_occt=any&safe=images&as_filetype=&as_rights=

  148. Meine Eltern waren Anfang der...
    Meine Eltern waren Anfang der 80er am Gardasee. Sie waren der Meinung Oberschlesien, das Ruhrgebiet und der Gardasee könnten unterschiedlicher kaum sein, aber die Menschen würden ein Dreieck bilden.
    Keine Ahnung was sie meinten …. wahrscheinlich fühlten sie sich an allen drei Orten sofort heimisch.

  149. Nach den vielen und...
    Nach den vielen und vielgestaltigen Kommentaren sah ich mich bemüßigt, den Text noch einmal zu lesen, Don Alphonso. Es stimmt, er hat etwas von 1912, Tod in Venedig und Fellini, wie Vroni so treffend anmerkte. Die Reste der Alt-BRD sind noch nicht bei George Grosz angekommen, aber durchaus schon bei Ibsen. Bürgertum im Untergang? Vielleicht ist es viel einfacher. Die lange, lange Nachkriegszeit hat 1989 ihr Ende gefunden. Der historische Bruch wird sichtbar und langsam wird allen, die so sicher im Bestehen sich wähnten klar, daß nichts mehr so ist wie es war. Natürlich ist noch Platz für Refugien, ein letztes Durchatmen. Aber schließlich, Gustav von Aschenbach ist nicht abgereist, oder? Er wollte nicht in den alten Trott zurück, sondern lieber einen Traum träumen. Andererseits: wenn Tadzio nicht im ersten Weltkrieg verreckt ist, dann im zweiten. Ich meine damit, daß wir wohl in einer Art Endzeit leben. Aber, und das zeigt jede historische Erfahrung, es dräut nicht das Ende, sondern Veränderung. Keiner kann wissen, ob sie gut oder schlecht ist. Ich vermute aber, daß diese Veränderung über BMW-Fahrer und radelnde Literaturkritikerinnen einfach hinweggehen wird.

  150. Im Fluss der Geschichte gehen...
    Im Fluss der Geschichte gehen nur Nichtschwimmer unter.

  151. Ja, er kündigt weniger an,...
    Ja, er kündigt weniger an, macht (oder lässt machen, bei dem “nachgeordneten geschäftsbereich”, wie das so schön nach GGO heißt) aber mehr als andere vor ihm. [@BertholdIV 11.15]. Und ich komme u.a. deswegen jetzt seltener und später erst dazu hier zu kommentieren, ich darf nämlich “Im Auftrag” wie das so schön heißt für die Unterschriftsformel mitstricken. Und es läuft mehr und besser als sonst. Übrigens sagte der Will-Preuße bei Amtsantritt zu den Redenschreibern, er wolle ein Wort nie in Reden sehen: “alternativlos”. Es gäbe immer Alternativen in der Politik. Vielleicht hat ihn die Zeit als Muttis Stabschef im kanzleramt mehr und anders geprägt als viele hier denken.
    Und die Zusammenarbeit mit seinem Musterschüler, unserem frankophonen Staatssekretär, ist zwar manchmal anstrengend, aber überaus produktiv.
    (Vermutlich glauben jetzt einige zu wissen wo ich sitze und wer ich bin, aber egal)

  152. @Thoha
    danke für die info,...

    @Thoha
    danke für die info, jetzt weiss ich das auch

  153. da stellen wir und janz dumm...
    da stellen wir und janz dumm und frajen, wat is ene verteidichungsministä.
    .
    ene verteidichungsministä is äne ministä, der so tut, als hätte er den überblick.
    dat tun die anneren minstä aach unn sojar die frau bunneskanzlä issich dafür nit zu schade.
    nur hat dä verteidichungmistä et besonners schwer damit. for seinen überblick hat er seine staatsekretäre, die generalinspekteure, die generäle und seinen ganzen apparat. und nicht zu verjessen, die beauftrachten der industrie, die diesen apparat auch immer jut jeschmiert halten. et iss also nit e janz änfach, bei all dem aaparat zu ene überblick zu komme. awwer dat merken die janzen anneren aach nit.
    .
    wir könne ooch saje, ene verteidichungmistä is ene schwarze loch. auf der einen seite kommt warme luft raus, von der annere seite sin wir froh datt wer se nicht kenne unne nit wissen, wat da is.

  154. savall,
    .
    einverstanden....

    savall,
    .
    einverstanden.

  155. der preussische hugenotte mit...
    der preussische hugenotte mit dem gelungenen bundeswehrumbau in rekordzeit lässt ja einen wort des jahres nach dem anderen raus:
    „Wir haben uns entschlossen, Paris nicht zu kritisieren“
    http://www.faz.net/aktuell/politik/verteidigungsminister-de-maiziere-im-gespraech-wir-haben-uns-entschlossen-paris-nicht-zu-kritisieren-11762590.html
    @savall
    ich stimme zu, würde es aber negativ gespiegelt sehen. die alte brd war einfach eine geschützte werkstädte / auszeit / berufslehre während der haft oder wie immer sie das sehen.
    vielleicht ein bild: vor knapp zehn jahren haben bei meinen eltern auf dem bauernhof ein ca 40 jähriger mann und ein ca. 20 jähriger junge bei strömensten regen angeklopft und um unterschlupf gebeten. sie waren gerade mal mit mountainbikes und schlafsach und ein paar überlebenshabseligkeiten ausgestattet. meine eltern haben sie dann im gartenhaus übernachten lassen…am nächstentag beim frühstück, was dem älteren der beiden schon fast unangenehm war, ist das halt etwas offensichtlich geworden; das war ein sozialpädagoge, der mit diesem jugendlichen, der in einer ziemlichen krise war, ein 4-wöchiges überlebenstraining – die sozialarbeiter im blog werden wissen wie man so etwas nennt – in der mittleren oberpfalz, die ja genügend dünn besiedelt ist, durchgeführt hat.
    das wäre für mich so ein bild für die alte brd. jetzt nach 1989 hat der betreuer andere aufgaben…
    aber vielleicht ist es auch so und wir in der der brd haben die diktatur im osten besiegt und alles ist gut, ich weiss es nicht
    mit hm555 würde ich sagen, dass man vor die aufklärung und vor die bildung der nationalstaaten zurück muss

  156. @colorcraze – statt über...
    @colorcraze – statt über das archaische Symbol Zepter und den längst verstorbene Politiker Honecker – also über alte Zeiten – zu meditieren, hatte ich erwartet, dass Sie zeitgemäß fragen: “”Und was denken Sie als Europäerin über Griechenland?”
    .
    Dann wäre meine Antwort gewesen.
    .
    Was Ich Griechenland sagen würde, wäre:
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine gute Verwaltung die Grundlage eines jeden Erfolgs ist. Allerdings müssen sich die Griechen selbst aufraffen, eine solche einzurichten. Vertreter anderer Nationen können das nicht für Sie lösen. Ich glaube auch nicht, dass Sie dafür deutsche Berater brauchen. Ihr Griechen habt schon eine organisierte Polis gehabt, da haben wir Germanen noch gar nicht gewusst was “Polis” bedeutet – geschweige denn Demokratie. Es ist eine Frage des Willens seitens des griechischen Volks und dessen gewählter Regierung.

  157. @prince matecki
    danke für den...

    @prince matecki
    danke für den blick in das innerste…
    ich muss sagen, ich kann den minister nicht einschätzen; war nur ob seiner protestantischen sprachgewalt (heribert prantl von der sz würde auch ihn vielleicht einen lutherischen abraham a santa clara nennen) – das wort sager ist vielleicht etwas flappsig – erfreut und erschüttert.
    ansonsten gutes gelingen bei der unterschriftsformel

  158. Ein schönes Bonmot, Filou....
    Ein schönes Bonmot, Filou. Allein, was fang ich damit an? So gegenwärtig wir auch sein mögen, in hundert Jahren sind wir alle Historie und man schüttelt über uns die Köpfe wie über die Großkopferten von 1912. Bleibt nur des Konsul Buddenbrook Resümee: Kurios!
    .
    Nunja, prince Matecki, eines anderen Leistung zu beurteilen heißt, hundert Meilen in seinen Schuhen zu gehen. Insofern lästere ich ungern über anderer Leute Leistung und hoffe im übrigen, daß Sie uns gewogen bleiben. Es ist sehr erhellend, was Sie zu Zeiten von sich geben. Ich bin ja so naiv zu glauben, was ich lese. (Sagte ich schon, daß ich ein fanatischer Leser bin?) Wie auch immer, ich wünschte mir (wenn es Sie nicht gibt), daß es Sie gäbe. Tresckow und das Nessushemd. Sehr pathetisch, sehr unzeitgemäß und so überaus notwendig.

  159. B4 – das wird Sie sicher...
    B4 – das wird Sie sicher auch interessieren:
    .
    http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/uebersicht/neuer-wirbel-um-die-vatikanbank_1.17047560.html

  160. "Wenn ich Euros hätte, würd...
    “Wenn ich Euros hätte, würd ich jetzt noch mal ganz kräftig Schweizer Franken kaufen” – wirklich? warum sie nicht als eigenkapital-ähnliche mittel zur hebelung eines netten auf euro lautenden kredits verwenden?
    .
    aber so schlimm ist es wohl doch nicht. schließlich tun wir alle das unsere dazu bei, dass alles gut kommt.
    .
    @savall: die argumentation tut gut. und ist zustimmungsfähig. sehr gut sogar. (aber auch: wir sind und bleiben tüchtige optimisten, oder nicht?) und unbedingt die amerikanische variante des tiv hören, aktuell hinreissend neu und jahreszeitlich so passend: http://www.amazon.de/Der-gro%C3%9Fe-Gatsby-Scott-Fitzgerald/dp/3899030885
    .
    @thora “Einen nahezu vollständigen und in der Regierung genehmigten Umbauplan für den Übergang der Bundeswehr zur Freiwilligenarmee”. damit aber ist noch nichts erreicht. übergänge hin zu vollkommen neuen zeiten brauchen auch grundsätzlich andere, neue armeen – oder sinnvollen ersatz. (generationenübergänge). aber “verteidigung” ist eh nur noch ein bruchteil vom geld, daher eher unwichtig. (danke bertholdIV fürs stichwort – wir wollten es nicht (*g*).) (“weder de m. noch die kanzlerin haben eine/die notwendige vision für deutschland”. so beklagten es unsere amerikanischen freunde in chicago auch – wohl ganz zu recht – und auch davon bei de m. kein wort. “deutschland hat zwar geld – aber keine vision!”, so wohl klartext auf den punkt gebracht in chicago (“und leider schon nicht für d, nicht für die “soziale gruppe der befreundeten staaten” mit”) – und dem kann man in der tat nur zustimmen – und dabei gibt es sie, also die vision, welche ist “notwendigkeit, gut begründet”. aber das schon wieder etwas anderes. (reicht ja für die nächste generation auch noch, bloß keine eile.)
    .
    aber italien. zum glück dürfen wir da gast sein. uns wie zu hause fühlen. zumal an den nordseen. und so reden als ob. sie eben ganz selbstverständlich auch unsere heimat mit wären. so wie die polen demnächst von der lüneburger heide. oder die tschechen vom donautal zwischen regensburg und passau.
    .
    a propos: im dlf (dradio) neulich min. 2x ein oberstleutnant der reserve, welcher ausführlich darüber berichtete “was wir früher alle für einen an der waffel gehabt hätten” – also echt betroffen und symphatisch selbstkritisch der mann (vielleicht heute ca. 55 jahre jung) “denn früher haben wir da (im bereich straubing/bayrischer wald) mit panzerhaubitzen mit atomgefechtssprengköpfen drauf die abwehr des tschechen und der sowjetarmee gübt, mit atomsprengköpfen auf panzerhaubitzen, reichtweite wie bekannt ca. 20 km – und haben nicht gemerkt, dass wir alle ganz offensichtlich nicht ganz dicht waren, an sowas allen ernstes zu glauben, mehr noch: als ganz großes kollektiv (nato) das auch tatsächlich todernst so zu üben, z.b. bei den alljährlichen “reforger-manövern”. (“return forces to germany” – also us-kampftruppen im ernstfall schnellstmöglich von us nach d zurückzuverlegen). zum glück ist das ja heute alles ganz anders – und verteidigung und einsatz nahezu vollkommen streng rational. (“einseitig alternde spießer”, die bloß angst hätten vorveränderung, also arbeitsplatz -u. bedeutungsverlust gibt es ja zum glück evtl. überall sonst, aber eben nicht bei der bw, da war ja auch schon die weise-kommission vor). nun denn.

  161. @b4
    -
    Was heisst...

    @b4

    Was heisst zurückmuss?
    Man darf es erst gar nicht dazu kommen lassen.
    .
    Stattdessen Italien: Ein gescheiterter Staat seit 426.

  162. Verzeihen Sie, aber ich komme...
    Verzeihen Sie, aber ich komme mit einem Themenwechsel. Ich will Ihre Gedanken über den Gardasee nicht abtun, Herr Alphonso, aber seit ein paar Tagen passiert etwas sehr Interessantes auf http://25000-euro.de/ . Da geht es massiv an die Fundamente einiger Stützen der Gesellschaft. Lebenslügen und Denunziation, Ethos und Fassade. Vielleicht nicht uninteressant für Sie…

  163. Savall, ich glaube es ist eine...
    Savall, ich glaube es ist eine Fabel von Lafontaine: die Geschichte vom stolzen Baum und den Kornaehren. Oder die alte Seemannsweisheit: Man kaempft nicht gegen die wuetende See, man lebt mit ihr.
    .
    Sie kennen, klar doch, Odysseus. Egal, wie lange es dauert: Ithaka ist nahe, nur von einer vorliegenden Insel verdeckt. Und Nebel. Und schlechter Wind.
    Und Dummheit.

  164. erneut am rande: man scrolle...
    erneut am rande: man scrolle sich evtl. einmal durch die bilder im folgenden link http://www.pcc.rokita.pl/bazy/www.nsf/id/EN_News_Chemist’s_Day_2011 – es handelt sich, wenn man so sagen darf, wohl größtenteils um nette, tüchtige, überwiegend gut gelaunte und hochqualifizierte polnische chemiefacharbeiter der “pcc rokita” in “brzeg dolny”, polen. (der inhaber wohl in duisburg ansässig)
    .
    und wir freuen uns mit. mit allen polen, tüchtigen unternehmern, europa usw.. deutschland leistet also, wie es aussieht, erhebliche beiträge zur europäischen integration, auf wenn nicht allen, so doch sehr vielen gebieten. und in so viele himmelsrichtungen
    .
    und auch wir sind gespannt, wie sich dies auf die weitere europäische entwicklung auswirken wird; plakativ gesagt “hie die spaziergänger und renterpensionäre, do die junge aufstrebende tüchtige intelligenz strebsamer mitarbeiter und unternehmer, die noch was erreichen wollen” – “aber europäisches gleichgewicht sähe wohl eher anders aus”. (manche stimme, die in der letzten zeit vor einem möglichen auseinanderbrechen europas an der nahtstelle d-france warnte, können auch wir daher gut verstehen: völlig abwegig ist das nicht. “denn der osten ist deutsch – und frankreich alt”. ok, nicht ganz, aber plakativ.)
    .
    (und westviertel, man sehe es uns nach, einmal mehr: selbstverständlich sollen und brauchen “westviertel” z.b. überhaupt keine ahnung und kenntnis davon haben, dass es sich um “Dyhernfurth” handelt, und um eine 1940 von berlin aus geostrategisch während des zweiten weltkrieges genau da plazierte chemiefabrik come il fault zur exklusiven produktion des gases “tabun” handelt – vorher gab es da keine chemiefabrik. evtl. wollte man das auch nicht in einem existenten werk haben. und klasse “von uns”, dass dieser standort heute so prima – besten internationalen standards genügend – in der hand eines inhaberunternehmer ist, also nicht teil großbörsen-, also dax-notierter unternehmen der deutschen chemischen industrie, die sich so dem risiko einer ganz evtl. doch möglichen rufmordkampagne “baxf beutet polnische chemiearbeiter in ehemaliger nazi-nervengasfabrik aus” eben gerade nicht aussetzt: sehr gut. und natürlich werden märkte gemacht – und unternehmen plaziert. und klar davon kein wort. und wozu auch. und sehr wohl sind westviertel am besten “in-between”, gehen unbelastet spazieren oder radeln. aber deutschland. ) http://de.wikipedia.org/wiki/Tabun http://de.wikipedia.org/wiki/Dyhernfurth (wobei der wikitext leicht schmunzeln ließe, wenn es sich nicht um diesen gegenstand handelte, denn “begannen 1940 die deutsche Wehrmacht und die SS mit dem Bau einer Chemiewaffenanlage” ist natürlich wohl nicht so ganz wahr, nicht? oberste der kavallerie oder der flieger werden es wohl eher nicht gewesen sein, “die über pferdeschweif und aluminium hinausblickten”, doch schon eher eben doch ig-farben-leute. aber nur am rande.)

  165. @Tiger: ach, jetzt auch in der...
    @Tiger: ach, jetzt auch in der NZZ, habs grad woanders gelesen gehabt… was die Griechen angeht, so sind die mit Sicherheit dabei, sich zu reorganisieren, allerdings ist das ein harter Kampf und sie müssen erstmal ihr Überleben sichern.

  166. @ HansMeier555, Italien ein...
    @ HansMeier555, Italien ein failled state seit 426, sehen Sie, geht doch; das
    behelfsmäßige scheint dauerhafter.
    .
    Was wird man machen, wenn die Deutschen einen glänzenden Notfallplan für
    den Grexit vorlegen -hä?
    .
    “Das klappt, das wär’s doch!!!” ——-eine echte Blaupause—-:-))))
    .
    Glaubt einer, dass alle Notfallpläne, die jetzt von europ. Regierungen erarbeitet
    werden, so schlecht sind und alle sagen: lieber nicht!!!
    .
    Die Entscheidung über den Grexit liegt bei den europäischen Regierungen; erst ist
    nicht zwangsläufig.

  167. Hans Ulrich Gumbrecht sagt...
    Hans Ulrich Gumbrecht sagt dazu: “Lieber als über die “Brustwarze” als Wort und als Phänomen nachzudenken, sähe ich in diesem Moment — unter einem feuchten T-Shirt zum Beispiel — eine Brustwarze sich vor mir abzeichnen.”

  168. Wir hatten diese Woche auch...
    Wir hatten diese Woche auch Magendarmprobleme einer Tanzkritikerin.

  169. Ich denke ja, Filou, daß...
    Ich denke ja, Filou, daß Odysseus bei Penelope am Feuer manchmal gegrummelt hat und sich nach den Schweinereien bei Circe zurücksehnte. Aber, wie der alte klatschianische Fluch bei Terry Pratchett zu lesen ist: „Mögest du in interessanten Zeiten leben.“ Und weiter im Text: „Hier spielen die Götter mit dem Leben von Menschen, auf einem Brett, das der Spielbereich und gleichzeitig die ganze Welt ist. Und das Schicksal gewinnt immer. Es gewinnt immer. Die meisten Götter würfeln, aber das Schicksal spielt Schach, und zwar mit zwei Damen – was man erst ganz zum Schluß herausfindet, wenn es zu spät ist.“

  170. @colorcraze – das sehe ich...
    @colorcraze – das sehe ich ganz anders. Mit Überleben habe ich sehr viel Erfahrung. Deswegen würde ich auch den Griechen empfehlen, ihre Phantasie nicht aufs Überleben (im Euro) zu konzentrieren, sondern auf die höchst eigene optimale Verwaltung ihrer Angelegenheiten. Die muss funktionieren, ob sie nun um Euro-land überleben oder nicht.

  171. In Wirklichkeit war Odysseus...
    In Wirklichkeit war Odysseus einfach 10 Jahre in der Betty Ford Klinik und hat sich den Rest auzgedacht.

  172. Mag sein, Don Alphonso. Aber...
    Mag sein, Don Alphonso. Aber ist das ein Argument gegen Circe?

  173. Ich kenne den Felsen mit der...
    Ich kenne den Felsen mit der Circeschen Hoehle. Er steht am Rand der Pontinischen Suempfe. Oben ist es ganz huebsch. Unten weniger.
    Circe soll, nach Meinung aller Beteiligten, eine greisliche, verluderte, haessliche alte Vettel gewesen sein. Da moecht’ man kein Schwein sein.
    So ‘ne Geschichte denkt man sich nicht aus, um damit anzugeben. Sowas durchleidet man. Jaha, das waren noch Schicksale damals!
    .
    (Was dem Einen sein Euro, ist dem anderen seine Circe…
    …oh, Madame ruft mich.)

  174. "Brustwarze, feuchtes...
    “Brustwarze, feuchtes T-Shirt”, “Magendarmprobleme von Tanzkritikern”:
    Kein Wunder, dass Blogs langsam uninteressant werden. Der Untergang ist nah. Wer zur Hölle liest so etwas noch.

  175. Verehrter Don, eher bei...
    Verehrter Don, eher bei Hippokrates, und nach dem Genuß des süßen Weines schrieb man gemeinsam die Traumbilder auf!

  176. Achnee, Filou, ich komm Ihnen...
    Achnee, Filou, ich komm Ihnen mit Circe und Sie kommen mir mit Mutti.
    In der Circe liegt die Würze.
    http://www.reproarte.com/files/images/S/stuck_franz_von/tilla_durieux_als_circe.jpg
    .
    Naja, Vroni, ohne Ihnen nahetreten zu wollen schätze ich mal, daß wir eine Generation sind. Infolgedessen dürfte Ihnen Jethro Tull nicht nur eine literarische Figur sein:
    Sitting on a park bench
    eyeing little girls with bad intent.
    Snot running down his nose
    greasy fingers smearing shabby clothes.
    Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  177. @Vroni – das hab ich mich...
    @Vroni – das hab ich mich auch gefragt. Jedes Mal, wenn ich die Brustwarzen von Herrn Gumbrecht sehe, kommt mir meine Mutter in den Sinn. Die gehörte zu dem weiblichen Drittel der klugen FAZ Lesern. Bei so einem Titel hätte sie den Herrn Herausgeber persönlich angerufen und sich solchen Porno in ihrer Lieblingslektüre verboten.

  178. Mir kommt in besseren Momenten...
    Mir kommt in besseren Momenten das Wort “schrullig” in den Sinn, aber meistens sind meine Momente schlecht und das Wort ist “saupeinlich”.

  179. Vroni bitte, nicht so...
    Vroni bitte, nicht so ungeduldig.
    Die Nutzer ermüden in der Medienwelt offenbar schneller, als die Computerbranche
    Fortschritte machen kann.

  180. @ Savall
    Für Jethro Tull und...

    @ Savall
    Für Jethro Tull und derlei Altmänner-Erotik bin ich zu jung.
    Sind das nicht diese sabbernden Greise mit der Querflöte.

  181. @ Savall
    Mein Ding ist Massive...

    @ Savall
    Mein Ding ist Massive Attack, Sepultura und Latin-Rock.
    Jethro Tull sind eingschlafene Füß.

  182. Immerhin, den...
    Immerhin, den Radio-Nachrichten auf Bayern 4 Klassik war es ein paar Sekunden wert, zu vermelden, dass der grollende Günther die Selbstvernichtung Europas durch Mißachtung ihrer kulturellen Herkunft in Zweizeilern bedichtet hat. Welches erschienen ist zu bayrischen Landen in der Postille, die Süddeutsche genannt. Worauf ich Fischer Dieskau auflegte, mit Schumann Dichterliebe, “Ich grolle nicht…”
    Im Netz auch hier etwa (alte Radioaufnahme aus Salzburg):
    http://www.youtube.com/watch?v=c5W3qGUa9XU

  183. Immerhin, den...
    Immerhin, den Radio-Nachrichten auf Bayern 4 Klassik war es ein paar Sekunden wert, zu vermelden, dass der grollende Günther die Selbstvernichtung Europas durch Mißachtung ihrer kulturellen Herkunft in Zweizeilern bedichtet hat. Welches erschienen ist zu bayrischen Landen in der Postille, die Süddeutsche genannt. Worauf ich Fischer Dieskau auflegte, mit Schumann Dichterliebe, “Ich grolle nicht…”
    Im Netz auch hier etwa (alte Radioaufnahme aus Salzburg):
    http://www.youtube.com/watch?v=c5W3qGUa9XU

  184. @ E.R. Binvonhier
    Das hat mit...

    @ E.R. Binvonhier
    Das hat mit Ungeduld nichts zu tun. Obwohl ich mit ziemlich viel Temperament gesegnet bin.
    Es ist Fremdschämen und Abscheu.

  185. @Tiger: Ihre Vorstellung, daß...
    @Tiger: Ihre Vorstellung, daß die Griechen sich einlullen lassen (und etwa besinnungslos dem Euro hinterherhecheln), teile ich nicht, und Verwaltung, nun ja, ist eine Sache, die sich dem allgemeinen nötigen Umbau unterzuordnen hat – das passiert aus der Lameng, da wird keine Doktorarbeit draus gemacht (wie es beim Flughafen Schönefeld tatsächlich einer versucht hat), sondern nach Erfahrung, Grundsatz und Entscheidung vorgegangen. Die Befriedigung von Ängsten der Verwaltungskaste ist ziemlich unwichtig, wenn die Hütte brennt. (Nach meiner Einschätzung haben die Griechen eh nie eine solche Art von Staatsverwalterkasten gehabt wie die Deutschen und Chinesen)
    @Filou: blieb beim zweiten Lesen an Ihren Worten hängen: “Die braucht nicht suchen. Die kriegt.”. Wozu mir die Worte der Frau von einem Klassenkameraden, überliefert durch ihn, einfielen: “Kinder erziehen ist heutzutage Krieg, hat sie gesagt. Ich habs ja lang nicht geglaubt, aber inzwischen hab ichs auch gemerkt.”

  186. @Vroni: manche wollen vom...
    @Vroni: manche wollen vom Zelebrieren des Siechtums halt immer noch nicht lassen.

  187. Mift, Vroni, ich hatte schon...
    Mift, Vroni, ich hatte schon so die Ahnung, daß ich es vermasseln würde. Sorry. Ich muß allerdings gestehen, daß Ian Anderson mein Held ist. Als ich jung war, war er das eben auch. „Locomotive Breath“, ich bitt, wo gibt es sowas heute noch? Den Herrn Gumbrecht übrigens, ich sagte es schon mal, schätze ich wegen „1926“ durchaus. Was er aber neuerdings abliefert ist eben Aqualung und nicht schön.
    .
    Das ist ein bißchen unfair, prince Matecki, den Grass Günter mit Fischer-Dieskau zu vergleichen. Ich meine, Fischer-Dieskau war ein Künstler, Grass ist ein SPD-Mitglied oder so.

  188. " Es ist Fremdschämen und...
    ” Es ist Fremdschämen und Abscheu.”
    Hoffe, dass dies nicht Prince Mateckis Motiv war, Fischer-Dieskau aufzulegen.

  189. OT: Frau Lagarde (IWF): " Ich...
    OT: Frau Lagarde (IWF): ” Ich habe mehr Mitleid mit den afrikanischen Kindern,
    als mit den griechischen.”
    .
    Das nützt leider weder den afrikanischen Kindern, noch den griechischen.

  190. Sind wir wirklich soweit, dass...
    Sind wir wirklich soweit, dass alle Probleme außerhalb der Finanzwelt, von ihr
    nur noch unter Mitleidsgesichtspunkten wahrgenommen werden können?

  191. Für Vroni:

    Guckt der Günter...
    Für Vroni:
    Guckt der Günter in die Glotze
    Sieht wie seine Griechen siechen
    Hebt er an mit groß Gemotze
    Bis im Saal die Scherben fliechen
    Droht dass er zum Griffel greife
    Gates sein Word das kann er net
    Beißt verzweifelt in die Pfeife
    Jeder kriegt dann weg sein Fett
    So ein Greis-Nobelpreisträger
    Lorbeerumrankt mit SS-Waffen
    Gibt sich fit wie´n Düsenjäger
    Macht sich dennoch nur zum Affen
    (Frei nach Jethro Tull: „And the shuffeling madness – has a locomotive breath“)

  192. Sorry fürs Doppel 14:21, mein...
    Sorry fürs Doppel 14:21, mein dsl klemmt etwas…

  193. Savall, Mutti als...
    Savall, Mutti als Wiedergaengerin von Circe? Warum nicht. Vor ein paar Tagen machte sie den Roettgen zum Schweinchen.
    .
    Gar nuetzlich ist die Zauberin,
    langt sie mit ihrem Zauber hin.

  194. Teilweise Zufuegung des...
    Teilweise Zufuegung des neuesten Gedichtes von Guenni. Erinnert mich irgendwie an den Dichter mit der Aktentasche (gemerkt habe ich mir die Aktentasche; den Namen nicht).
    .
    In meiner Privatbibliothek (4x Karl May, 1x ‘Du und Deine Gesundheit’) befinden sich die Originale von ca. 120 Weltschmerzreimen des mit Recht unberuehmten Kuenstlers Walther-Jeremias Filou, genannt “Der Ulbricht des Tiefspinnes”. Die Sammlung traegt den Titel “Unter dem Stahlgeruest von Grenelle”, Gedanken und Skizzen auf original franzoesischen Bierdeckeln.
    .
    Ob ich das mal an die SZ schicke?

  195. Sie haben eine SZ-Depri,...
    Sie haben eine SZ-Depri, Filou? Wie ärgerlich. Sagen wir es mal lyrisch:
    Das Nasobēm
    Auf seinen Nasen schreitet
    einher das Nasobēm,
    von seinem Kind begleitet.
    Es steht noch nicht im Brehm.
    Es steht noch nicht im Meyer.
    Und auch im Brockhaus nicht.
    Es trat aus meiner Leyer
    zum ersten Mal ans Licht.
    Auf seinen Nasen schreitet
    (wie schon gesagt) seitdem,
    von seinem Kind begleitet,
    einher das Nasobēm.
    That’s the spirit!

  196. 'Jethro Tull' Fans hier? Nett....
    ‘Jethro Tull’ Fans hier? Nett. Auch welche von ‘Van der Graaf Generator’?

  197. colorcraze, Kindererziehung...
    colorcraze, Kindererziehung ist Krieg? Hab’ ich nie so gesehen. Hab’ mich aber auch rechtzeitig vom deutschen Acker gemacht.

  198. Vor einigen Stunden als PDF...
    Vor einigen Stunden als PDF downgeloadet: Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit.
    Ich bin Bettleser-nicht Naesser, wann und wo soll ich diese eintausenddreihundert Seiten lesen?
    Es wird wohl ein langer Herbst bei Sturm und Wind in der Bretagne werden. Sitzen, Lesen, Saufen, Fressen. Und mal keine idiotischen Touristenfahrten unternehmen. Man koennte so ein Buch auch im Antiquariat erwerben, aber ich liebe die Jungfraeulichkeit selbst erworbener Buecher. Sie sind mein, mein allein.
    Patchwork-Bibliothek, pah!

  199. @Filou
    Friedell ist nicht zum...

    @Filou
    Friedell ist nicht zum Durchlesen, sondern zum Reinlesen.
    Sie Raubkopierer.
    Wie er die unterschiedlichen Eucharistiemodelle der a) r.k, b) calv. und c) ev. Kirchen erklärt ist köstlich: Gott /Brot /”Brot mit Gott”.

  200. Jesses, Filou, Sie schockieren...
    Jesses, Filou, Sie schockieren mich. Egon Friedell? Lesen machen! Der Kerl ist absolut irre. Hab ich in zwei Wochen ausgelesen. (Antike und Neuzeit.) Watt mutt, datt mutt. Keine Ahnung, ob Aschenbach das hätte schreiben können. Von, horribile dictu, D.A. ganz zu schweigen. Der Junge hatte es eben drauf. Apropos, haben sie mal „Marie Antoinette“ von Stefan Zweig gelesen?
    Zu Friedell sollte man lt. Wikipedia dieses wissen:
    „Am 16. März 1938 erschienen gegen 22 Uhr zwei Männer der SA vor dem Haus von Egon Friedell, Wien 18, Gentzgasse 7, um, wie jedenfalls er meinte, den „Jud Friedell“ abzuholen (einigen Quellen zufolge war das – noch – nicht Grund für das Auftauchen, sondern ein „Besuch“). Während sie mit seiner Haushälterin diskutierten, nahm sich Friedell das Leben, indem er aus einem Fenster der im 3. Stock gelegenen Wohnung sprang.“
    Wir Deutschen sind schon ein seltsames Völkchen. Im Prinzip sind wir alle Tegernseer. Dieser Pöbel von Bad Wiessee eben. Wieviele Jahrhunderte müssen da noch vergehen?
    Im übrigen habe ich nicht die geringste Ahnung, wer Van der Graaf sein könnte. In meinen wüsten Zeiten war Golden Earring aktuell. „Radar Love“, kennen Sie es?

  201. Den "Friedell" habe ich sogar...
    Den “Friedell” habe ich sogar zweimal gelesen, im entsprechenden Alter; der Schluss erschüttert mich noch heute. Über das Licht.

  202. ...wie war das nochmal Frau...
    …wie war das nochmal Frau Lagarde?
    Wenn die griechischen Kinder kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.

  203. @Savall: aber, aber, Van der...
    @Savall: aber, aber, Van der Graaf Generator kenne ja sogar ich beim Namen.

  204. @Gumbrecht
    Absolut...

    @Gumbrecht
    Absolut rätselhaft, bzw. weltfremd, was der Mann da geschrieben hat. Er hat irgendwie noch mitbekommen, dass es “metaphorische Worte” in der deutschen Sprache gibt (wie “Schwanz”). Das Wort Brustwarze, das Gumbrecht “alternativenlos” nennt, ist hingegen fast vom aussterben bedroht. Das Wort findet sich nur noch in Biologiebücher (5. Klasse), und medizinischen Texte für Laien (vgl. das schon ausgestorbene Wort “Glied”).
    In der Sprache des Alltags reden doch alle nur von “Nippel”. Das ist doch in Stanford nicht anders…Von wegen “Welt ohne Brustwarzen”
    Statt weiterer Ausführungen:
    http://www.ok-magazin.de/people/news/10114/nicole-kidmans-nippel-alarm-in-cannes

  205. Savall, und laut Aussagen...
    Savall, und laut Aussagen eines Freundes, rief er noch ‘Vorsicht bitte, da unten!’.
    Ich jedenfalls haette andere Sorgen gehabt.
    .
    Wahrscheinlich fuer T. Pratchett-Leser: http://www.youtube.com/watch?v=t1bxDFh-hhE (Kopfhoerer aufsetzen!). Die Bloeden kifften zu der Musik. Die Intelligenten soffen. Und die ganz Intelligenten beeindruckten Gaense-und soffen. Versuchten es wenigstens.
    .
    Golden Earring entging mir voellig. Ich befand mich zu dieser Zeit bereits schon auf dem Weg ins 17te Jahrhundert. Wie sage ich es bloss? Popmusik ist mir zu fragmentiert. Ein Song, danach hetzen sie eine andere Sau durchs Dorf. Ich aber liebe Spannungsboegen: Drei Stunden zwischen Enthusiasmus und Langeweile, zusammengehoerend, eine fertige Geschichte erzaehlend. Und bildend (!) ist es auch. Wie wird man bibelfest? Ebent.
    .
    Lieber Meier, das ahnte ich bereits. Bloed ist nur, dass ich nicht mit dem Notebook ins Bett gehe. Es gibt nur einen Ort, an dem ich Lesen kann: das Bett. Balzac schrieb sogar dort. Aber da war er schon wahnsinnig.

  206. @colorcraze
    (1) Zu „Ihre...

    @colorcraze
    (1) Zu „Ihre Vorstellung, daß die Griechen sich einlullen lassen (und etwa besinnungslos dem Euro hinterherhecheln), teile ich nicht,”
    .
    Würden Sie mir bitte erklären wo ich behauptet haben soll, dass sich die Griechen einlullen lassen und besinnungslos dem Euro hinterher hecheln?
    .
    (2) Zu „Verwaltung, nun ja, ist eine Sache, die sich dem allgemeinen nötigen Umbau unterzuordnen hat”
    .
    Was verstehen Sie unter “allgemein nötigem Umbau”?
    .
    (2) Zu „das passiert aus der Lameng, da wird keine Doktorarbeit draus gemacht”
    .
    Soll daraus geschlossen werden, ich wollte aus irgend etwas eine Doktorarbeit machen? Zu Ihrer Information, ich habe schon 1976 promoviert.
    .
    (3) Zu „(wie es beim Flughafen Schönefeld tatsächlich einer versucht hat)”
    .
    Was hat der Flughafen Schönefeld mit den Griechen zu tun? Wenn Sie den Brand-Flughafen erwähnt hätten, könnte ich es noch verstehen, denn dessen Projektleitung scheint so schwach zu sein wie die griechische Verwaltung.
    .
    (4) Zu „sondern nach Erfahrung, Grundsatz und Entscheidung vorgegangen.”
    .
    Wer geht nach Erfahrung, Grundsatz und Entscheidung vor? Wessen Erfahrung, wessen Grundsatz, wessen Entscheidung?
    .
    (5) Zu „Die Befriedigung von Ängsten der Verwaltungskaste ist ziemlich unwichtig, wenn die Hütte brennt.“
    .
    Vor allem wenn die Hütte brennt, sind die Ängste der Bewohner wichtig zu nehmen. Sonst geraten sie in Panik und handeln irrational.
    .
    (6) Zu „(Nach meiner Einschätzung haben die Griechen eh nie eine solche Art von Staatsverwalterkasten gehabt wie die Deutschen und Chinesen)“
    .
    Hinter so einer Einschätzung steckt entweder mangelnde Kenntnis und/oder ein gehöriges Stück Missachtung der Verwaltungsleistungen anderer Nationen.

  207. @ savall, ich würde nicht...
    @ savall, ich würde nicht 1912 nehmen, mir scheint 1788 passt besser.

  208. Ich bin heute mal wieder gut...
    Ich bin heute mal wieder gut drauf.
    Lieber Der Tiger (26. Mai 2012, 14:02), es heisst ‘verbeten’ (‘verbitten’), nicht ‘verboten’.
    .
    (‘Ich verbitte mir das!’, sagten damals junge Damen, wenn sie in den Hintern gekniffen wurde. Heute sagt man was anderes. Weiss ich aber nicht, denn das Kneifen habe mir verboten.)

  209. So, zur Staerkung meiner Seele...
    So, zur Staerkung meiner Seele hoere ich nun das ‘Lauda Jerusalem’ von Monteverdi.
    Allen sei eine Gute Nacht gewuenscht. Wer ein echter Christ ist, bete fuer meinen katerfreien Morgen.
    .
    Wie sagte schon der grosse Humanist Erich Mielke? Ich liebe euch alle!
    .
    Lauda!

  210. @Filou:

    Van der Graaf...
    @Filou:
    Van der Graaf Generator? – Logisch, von The least we can do is wave to each other bis H to He. Die Egotrips von Herrn Hammill ausdrücklich ausgenommen. Mein Weib sieht das anders, die besitzt 16 VdGG- LP. Der letzte Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen war allerdings trostlos. Seine Mitspieler sind nach wir vor erstklassig, nur der gute Mann lebt wohl in einer anderen Welt. Bei Jethro Tull war nur die erste LP gut, die mit Mick Abrahams. Bin dann aber lauter geworden mit Blue Cheer, Mountain, Johnny Winter. Und aus den Niederlanden Cuby & Blizzards, The Shoes. ons Herman (Brood), 30 Jahre später Hessel. Besuch in der Groene Weide auf Terschelling ist unbedingt zu empfehlen. Es gibt auch noch ein paar gute Studiosachen von Elco Gelling, auch Mick Abrahams. Für den normalen Wutanfall bevorzuge ich aber Family mit Roger Chapman, wo Charley Whitney noch dabei war.

  211. Frisch aus der...
    Frisch aus der Tränenpresse:
    Günters Neuestes:
    Dem Chaos nah, weil den Zins nicht geblecht,
    bist fern Du dem Land, dem Du die Kohle geliehen.
    Was mit der Lupe gesucht, nie gefunden Dir galt,
    wird abgetan nun, weil´s nur Schrottwert mehr hat.
    Als Schuldner nackt an den Pranger gestellt, leidet ein Land,
    dem Geld zu verschwenden Dir Redensart war.
    Zur Armut verurteiltes Land, dessen Reichtum
    gepflegte Gangster schmückt: von Dir gehamsterte Beute.
    Die mit der Waffen Gewalt das von Albion verseuchte Land
    heimgesucht, trugen zur Uniform gekackte Korinthen im Tornister.
    Kaum noch geduldetes Land, dessen Obristen von Dir
    schon die Kohle für Ballermänner geliehen.
    Rechtloses Land, das dem Steuereintreiber
    den Gürtel enger und enger schnallt.
    Dir trotzend trägt Antigone rot und landesweit
    grinst die Hotellerie, deren Gast Du gewesen.
    Außer Landes jedoch hat den Präsidenten verwandtes Gefolge
    alles, was gülden glänzt gehortet in Deinen Tresoren.
    Sauf endlich, sauf! schreien der Linken Claqueure,
    doch zornig gibt Michel denen den Becher randvoll zurück.
    Verfluchen im Chor, was versemmelt Du hast, werden die Götter,
    deren Olymp zu enteignen Dein Wille verlangt.
    Geistlos verkümmern wird niemand ohne das Land,
    dessen Geist Dich, Staatsbankrott, erdachte.

  212. nicht nur weil ich aus eine...
    nicht nur weil ich aus eine kleinen dummen stadt im süden deutschlands mit einem gewissen bezug zur luftfahrt komme: led zeppelin

  213. Re Westdeutschland /...
    Re Westdeutschland / Ostdeutschland. Die Wiedervereinigung fand reibungslos statt, oder? Mittlerweile wollen die Schotten heute unbedingt ihre Unabhängigkeit von England schnellstmöglich erreichen.

  214. Lieber Filou! Ehrlich gesagt,...
    Lieber Filou! Ehrlich gesagt, wusste ich das. Aber irgendwie konnte ich mir meine Mutter im Zusammenhang mit “beten” nicht vorstellen.
    .
    Ich weiß auch, in korrektem FAZ Feuilleton Ton, hätte ich schreiben müssen: Ich bin 1976 promoviert worden. Das Passiv liegt mir aber nicht – nicht mal in der Grammatik.

  215. Frisch aus der Gähnenpresse -...
    Frisch aus der Gähnenpresse – Yasti’s Antwort an Günni:
    *
    Der Lüge nah, weil die Wahrheit ungesagt,
    bist fern Du den Menschen, die Dir Vertrauen geliehen.
    Was mit Worten gesucht, nie gefunden Dir galt,
    wird abgetan nun, weil´s nur SS-Wert mehr hat.

    Als Lügner nackt an Pranger gestellt, leidet der Dichter:
    Doch Moral zu verschwenden, Deine Redensart war!
    Zur Dummheit verurteiltes Land, dessen Reichtum
    zerhackte Zeilen schmückt: von Dir gehamsterte Beute.

    Die mit gaffenden Medien das von Nazis verseuchte Land
    heimgesucht, trugen zur roten Flagge gehackte Linke im Tornister.
    Kaum noch geduldetes Land, dessen Kommitees Dir
    schon Kohle für die Rechtfertigung liehen.

    Rechtloses Land, das dem Weisheitseintreiber
    die sprechenden Lippen enger und enger schnallt.
    Dir trotzend stellen sich Feuchtgebieter tot – und landesweit
    grinst eine Literatur, deren Gast ich einst gewesen.

    Neben dem Volk jedoch hat der Dichter nobles Gefolge,
    und alles, was rechtfertig glänzt: Gehortet von germanischen Toren.
    Lauf endlich, lauf! schreien die zuckenden Rentner,
    doch zornig gibt der Poet den nordischen Walk zurück.

    Verfluchen im Chor, was versemmelt Du hast, werden die Spötter,
    dessen Geist zu enteignen linker Wille verlangt.
    Geistlos verkümmern wird dieses deutsche Land,
    dessen Geist Dich, Nobeldichter, erdachte.

  216. ..diese Geschichte mit dem...
    ..diese Geschichte mit dem sozialarbeiter und dem überlebenstraining erinnert mich an die ersten mb-reisen in den 90ern.
    ein altes schweres mb, kleines gepäck icl. wolldecke und ab geht´s in den schweizer jura.
    Wenn es geregnet hat: Ach du sch…!.;
    Eine kirche aufsuchen, irgendwo um unterschlupf bitten(in der gerade besuchten kneipe) und in der zeitlichen mitte des ganzen an einer “kultigen”, anspruchsvollen
    sportveranstaltung teilnehmen..7tage schwach dosiertes müsli, hin und wieder ein stück helvetische wurst und wasser, sowie frische milch-obst..
    irgendwas` ist falsch gelaufen>bin immer noch kein manager.

  217. Van der Graaf ist mir...
    Van der Graaf ist mir tatsächlich völlig unbekannt. Behind the wall waren die Möglichkeiten eingeschränkt. Also kannte ich nur das, was bei DLF und Bayern 3 kam. Mein Coming-Out, Filou, war 1985, Bach-Händel-Schütz. Seitdem bin ich für die Pop- und Rockmusik verloren gegangen.
    .
    1788, E.R. Binvonhier? Habe ich ernsthaft überlegt und trotzdem verworfen. Die große Hungerkrise war übrigens schon 1786. Und nein, ich glaube nicht, daß diese Situation jetzt vergleichbar wäre. Es ist eben heutzutage kein existentielle Krise, sondern Überdruß, Langeweile, Lust am Untergang, 1912 eben. Die Stützen der Gesellschaft sägen am Ast um zu sehen was passiert, wenn man runterknallt. Hey, machen wir Staatsbankrott, damit wir das auch mal durchgenommen haben.

  218. Da komm ich nicht mehr mit,...
    Da komm ich nicht mehr mit, hansgeier333, ist wohl zu hoch der Olymp.

  219. Bravo yast!
    hansgeier, super!...

    Bravo yast!
    hansgeier, super!

  220. Sehe ich das jetzt...
    Sehe ich das jetzt richtig?
    Die Titanic hat das zweite Grass-Gedicht getürkt (ähm gegriecht).
    .
    Die SZ ist zerscht darauf hereingefallen.
    Und die FAZ dann auch: indem sie nahtlos übernommen hat.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/neues-grass-gedicht-zwoelf-strophen-europas-schande-11764252.html
    .
    Und FAZ hat jetzt erst gemerkt:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/noch-n-gedicht-wo-waere-guenter-grass-ohne-griechenland-11764737.html
    .
    Und der Vronibär musste sich schon wieder fremdschämen. Diesmal nicht für Gumbrecht, sondern für unsere sogannten Qualitätsverwurstungsmedien, in denen Einer vom Anderen abschreibt, ohne zu prüfen. Naja, für Gumbrecht, den alten Pornogreis schon auch. Ganz arg. Ein bisschen. Abbrechen. Erbrechen.
    .
    Weiter so Titanic, ich liege dir zu Füßen.

  221. @savall -1912:
    Völlig...

    @savall -1912:
    Völlig korrekt. Die derzeitige Hysterie ist von 1788 so weit entfernt wie die Kuh vom Klavierspielen. Aber der Zivilisationsüberdruss braucht sein Ventil.
    Gruß
    Thorsten Haupts

  222. Zum Jethro Tull...
    Zum Jethro Tull Link:
    .
    “Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden.”
    .
    Passt doch zu Kiffermusik, die wie eingeschlafene Füße klingen – oder eben auch nicht. Ohne passende URL oder Proxy-Konfiguration werden wir Teutschen es wohl nie mehr herausfinden. Ich muss an HM555 und seinen “Feudalismus für alle” denken. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, dessen Einführung wohl erwogene Schritte benötigt. Mit Protektionismus kann man ja schon mal anfangen.
    .
    “So, zur Staerkung meiner Seele hoere ich nun das ‘Lauda Jerusalem’ von Monteverdi.”
    .
    Ein Butterbrot hätte zur Stärkung vielleicht auch schon gereicht. Sollte man seine eigenen Plattitüden eigentlich einer Prüfung unterziehen? Wird die Seele bei Monteverdi mehr gestärkt, als bei Lutoslawski oder Ben Frost?

  223. @Savall
    .
    Auch Ende des 18....

    @Savall
    .
    Auch Ende des 18. Jh.s befand sich Europa doch nicht in einer “existentiellen Krise”. Die Franzosen lebten 1788 keineswegs schlechter als 100 oder 200 oder 500 Jahre davor.
    .
    Nach aller Erfahrung ist es nicht die Angst vor dem Hungertod, die Menschen zur Revolution treibt, sondern die Ahnung, dass ein viel besseres Leben möglich wäre, wenn ihnen dabei keine “reaktionären Mächte” im Weg stünden. Ebenso 1968.
    .
    Und diesmal kommt die Initiative ganz glar von oben. Nach 1989 haben die Eliten ein bis dahin leidlich gut funktionierendes Sozialmodell einseitig aufgekündigt, in der richtigen Annahme, das für sie weitaus mehr “drin” sein könnte. Jetzt haben sie das Problem, dass sie die Entwicklung nicht mehr stoppen können. Wer 1990 die Parameter nur ein klein bißchen verschieben wollte (40 Std. statt 37,5 oder so), der ist inzwischen längst von seinen Schülern überholt worden (gar keine geregelten Arbeitszeiten mehr).
    Da haben sich Kräfte etabliert, die wissen wie man eine Agenda vorantreibt und nach jedem Erfolg noch hungriger werden. Die werden von selber auch nicht mehr aufhören damit.

  224. Angeblich ist das Gedicht doch...
    Angeblich ist das Gedicht doch von ihm selbst:
    http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/nordwestradio_journal/audio88366-popup.html
    .
    Kann persönlich nicht beurteilen, ob das tatsächlich seine echte Stimme ist.
    Traue der Titanic alles zu, auch Sprecherfakes.
    Alten Männern mit Aufmerksamkeitssyndrom (Grass, Gumbrecht) natürlich auch. Alles.

  225. savall,
    einfach nur langeweile...

    savall,
    einfach nur langeweile greift mir zu kurz. da muss doch noch mehr sein, eher die ahnung, dass das so nicht mehr lange geht.
    wie war das denn anno ´89 in dem staat, der sich in folge selbst abwickelte: die stützen des regimes glaubten selber nicht mehr an das, was sie anderen erzählen sollten.
    im beitrittsgebiet hat man schon eine staatskrise durch- und überlebt.

  226. Gsella und das Nordwestradio...
    Gsella und das Nordwestradio hegen freundschaftliche Verbindungen.
    Trau schau wem.
    Und jetzt raus. An die frische Luft.
    Diese alten Männer sollen mir nicht noch mehr Freizeit stehlen.

  227. Werter Savall, haben Sie gar...
    Werter Savall, haben Sie gar kein Verständnis für die große Hungerkrise der Banken
    und ihre existentielle Not?;-)
    .
    … das wird im nächsten Jahr erst wirklich schlimm.

  228. E.R. Binvonhier, jetzt haben...
    E.R. Binvonhier, jetzt haben Sie mich wirklich erheitert. Kommt nicht so oft vor, also Dank dafür.
    .
    Naja, HansMeier555, Ihnen ist der Adel bekanntermaßen näher als der Rock. Ich halte es mit Brecht: erst kommt das Fressen, dann die Moral. Es ist kein Zufall, daß es auch 1846 eine Hungerkrise gab. Diese Lehre ziehe ich aus der Historie: die Leute werden erst aktiv, wenn es an die Lebensgrundlagen geht. Deswegen bleibt die derzeitige monetäre Krise auch so bemerkenswert folgenlos. Derzeit noch. Auch das gegenwärtige Regime wird das noch merken. Ich kann mich noch gut an 1989 erinnern, auch-einer. Es war meine historische Stunde, wie sie noch jeder deutschen Generation zuteil wurde, freiwillig oder unfreiwillig. Allerdings gab es vor 1989 Walesa und Gorbatschow, das sollte man nicht vergessen. Wie auch immer, Sie haben recht, was die Selbst-Delegitimierung der Herrschenden betrifft. Können Sie sich noch an den Volkskammerbeschluß zum Platz des Himmlischen Friedens erinnern, das unsägliche Bonmot Hagers zum Tapetenwechsel oder die alberne Menthol-Zigaretten-Story? Gründlicher hat sich kein Regime abgeschafft. Banker, hört die Signale!

  229. Da gilt "Rette sich wer kann",...
    Da gilt “Rette sich wer kann”,
    oder um es mit Frau Lagarde auszudrücken “Helft Euch selbst”.

  230. "Deswegen bleibt die...
    “Deswegen bleibt die derzeitige monetäre Krise auch so bemerkenswert folgenlos. Derzeit noch. Auch das gegenwärtige Regime wird das noch merken.”
    .
    savall, ich denke, es wissen da welche, dass die musik eben weiterspielen muss, auch wenn die eisbrocken auf dem deck liegen. inzwischen scheint die rechnung dorthin gemacht zu werden, dass griechenland abwerten kann. interessant, in meinen augen, dass die bild schon am freitag darüber schrub, die faz kam damit am samstag. die rechnung geht wohl dahin, die schulden mittelfristig etwas wegzuinflationieren.
    ob man sich etwas vorrat anschaffen sollte? obwohl, aus den gennten gründen müssen die bankomaten in betrieb bleiben.

  231. Dreamtimer, so mancher...
    Dreamtimer, so mancher Tiefsinn ist nichts anderes als in Goldfolie verpackter Scheiss. Da sind Sie hier goldrichtig.

  232. "Das Alte Westdeutschland...
    “Das Alte Westdeutschland _hat_ Urlaub” wäre also auch passend.

  233. Da nich für, Filou. Auch...
    Da nich für, Filou. Auch Dreamtimer wird eines Tages noch zu Monteverdi finden. Und wenn der liebe Gott nett zu ihm ist, dann kriegt er mal eine Gesualdo-CD geschenkt. Freuen Sie sich auf diesen Tag, Dreamtimer. Sie werden ihn nicht vergessen.

  234. "Dreamtimer, so mancher...
    “Dreamtimer, so mancher Tiefsinn ist nichts anderes als in Goldfolie verpackter Scheiss. Da sind Sie hier goldrichtig.”
    .
    Wie goldig. Na dann auf weitere Stärkungen der Seele, womit auch immer.

  235. "die bankomaten müssten in...
    “die bankomaten müssten in Betrieb bieiben.”
    Kein Problem, das kann man der
    Netzagentur übertragen. Sollte besser klappen, als mit dem Strom. Die Vorarbeit
    der Banken war ja vorbildlich, was man von den Energieriesen nicht sagen kann.

  236. Lieber HansMaie555,
    ich...

    Lieber HansMaie555,
    ich versteh Sie so gut. Was war das ein Traum , 1980! Vorruhestand mit 57, Arbeitseintritt mit 30, 10 Jahre Studium wurden auf die Rente angerechnet, die 30 Stunden Wochhe war in Reichweite. Gut, die steil ansteigende Staatsverschuldung und die ebenso ungebremst ansteigende Arbeitslosigkeit – Peanuts halt. Deutschland war auf dem schönsten Weg, Griechenland zu überholen. Und dann fielen die neoliberalen Horden ein. Das Zeitalter der Barbarei und der Grausamkeit begann.
    Ach, hätten wir doch einfach weitergemacht, wie schön wäre es heute in einem Land der Ruheständler, der Studenten und der zwangsweisen Müssiggänger, industrielos, unternehmeslos, ohne Hetze, ohne Geld zum Ausgeben für müssigen Unsinn, mit pittoresk verfallener Infrastruktur, heruntergekommenen putzlosen Häusern und Eselspfaden statt Strassen. Ich habe diese Landschaften, dieses duftende Traumbild, diese schwerelose Zeit der bleiernen Nichtperspektiven schon schauen dürfen. 1991, bei meinen ersten Besuchen im wilden Osten. Wahrlich, ich sage Euch: Schaut auf HansMeier555, denn er trauert um das vergangene Paradies. Schande über die, die uns daraus vertrieben haben.
    Mit tränenenverhangenem Gruss,
    Thorsten Haupts

  237. Weiß hier jemand wozu man...
    Weiß hier jemand wozu man Banken noch braucht?
    Der Geldhandel verläuft voll elektronisch – Computer handeln mit Computern, die
    Finanzprodukte anderer Computer verkaufen.
    Die Hardware steht und die Software ist ausgereizt.
    Was nun?

  238. In Sachen Grass: er hat dieses...
    In Sachen Grass: er hat dieses geschrieben, „Die Blechtrommel“, „Der Butt“, „Das Treffen in Telgte“. Ein bedeutender Autor, kein Zweifel. Seine Selbstdemontage derzeit schockiert mich, auch keine Frage. Die SS-Geschichte wäre doch aber ein guter Anlaß gewesen, daraus Funken zu schlagen. Funken, die uns erhellen könnten. Warum tat er das nicht? Feigheit, Gedankenlosigkeit, Altersdemenz? Ist das unser Unheil, daß wir nicht verstehen wollen?

  239. Ich sehe da nur die Hybris...
    Ich sehe da nur die Hybris eines Journalisten, die sich zur Intellektuellenfeindlichkeit steigert, weil Grass halt die andere Zeitung bevorzugt. Ich empfinde das Verhalten von Weidermann nicht mehr nur als fragwürdig – es ist blamabel, bewusst eine Falschmeldung als Nachricht zu verkaufen. denn darunter stand es in der Zeitung. Ohne Vorspann mit Konjunktiv.

  240. Ich las den Artikel in der...
    Ich las den Artikel in der FAS. Nach kurzem Schlenkern war mir klar, dass es ein Witz war.
    Nix da! Es war keine Falschmeldung. Man haette nur ohne Vorurteile lesen sollen.
    .
    Faktencheck bei Titanic gemacht. Waeren die es gewesen, haetten sie es laut herausgetroetet. Das war aber nicht so.
    Much ado about nothing.
    .
    Nachdem die Nazis allen Geist vertrieben, gar ermordeten, war es klar dass die deutsche Nachkriegsliteratur drittklassigen Geistern, die eben wegen dieser Eigenschaft die Zeit ueberlebten, grosse Chancen hatten.
    Die Nachgeborenen wissen es nicht besser. Sie wurden mit Pseudokultur gefuettert.
    .
    Da lobt man sich die DDR-Schulen, die Volksbibliotheken, die den Aufwachsenden an Vorkriegsliteratur boten. Zugegeben: Es fehlten viele. Das Fundament, das da gelegt wurde, war ziemlich gut.
    .
    (Was Grass oder Boell betrifft lasse ich mich gerne einen bloeden Ignoranten schimpfen. Die habe ich gelesen. Boell lasse ich mir noch gelten. Grass aber, mit seinem pseudobarocken Stil, gedrechselten Saetzen seine Ideenlosigkeit verschleiernd…
    .
    Es gibt einen schoenen Fotowitz. Grass schuettelt Karl-Gustav die Hand. Sprechblase Grass: ‘Vielen, vielen Dank’
    Sprechblase Koenig: ‘Sie koennen meine Hand loslassen. Es ist schon Juni.’)
    .
    Ueber journalistisch Hybris koennten wir hier mal ausfuehrlich diskutieren. Hybris hat hier auch ein Zuhause.

  241. Ich vergass zu erwaehnen, dass...
    Ich vergass zu erwaehnen, dass mit zunehmendem Alter und abnehmender Staerke die Faehigkeit schwindet, eine errichtete Fassade in Stand zu halten. Das betrifft den einfachen Menschen genauso wie den hochgelobten Literaten.

  242. Epilog
    Frisch und frei und...

    Epilog
    Frisch und frei und fromm und frech
    So isser halt, uns krasser Günter
    Labert schon mal wieder Blech
    Er ist so gut, die andern Sünder.
    Da kommen einem dicke Tränen
    Die Zwiebel stinkt schon penetrant
    Der Günter sollte sich was schämen
    Und emigriern nach Griechenland.

  243. Keiner will mehr...
    Keiner will mehr Drittklassiges, alle nur das Beste vom Besten. Nach den deutschen
    Profs ( die es nicht unter den Weltbesten tun) auch die Bundeswehr.
    .
    “Kommt endlich raus ihr Feiglinge – wo habt ihr euch versteckt!”
    .
    Tja, diese armen Deutschen, plötzlich so Bestenlos.

  244. ..und wenn man noch die...
    ..und wenn man noch die Leserkommentare in der FAZ zu Grass liest, dann
    wird einem nur schlecht; auch ohne das man überhaupt weiß wer Grass sein soll.
    .
    Seit dem Relaunch kann man die Leserkommentare zum redaktionellen Teil kaum
    noch von einem Shitstorm unterscheiden.

  245. ...vielleicht helfen ja...
    …vielleicht helfen ja Bittprozessionen.

  246. @Dreamtimer
    .
    Für alle? Ja,...

    @Dreamtimer
    .
    Für alle? Ja, für alle!
    Der Feudalismus ist für alle da, alle können integriert werden.

  247. Zu Grass:
    .
    Ja, das ganze war...

    Zu Grass:
    .
    Ja, das ganze war wohl eine Art “Aprilscherz” der FAZ.
    Auf den weder Sueddeutsche noch Titanic bislang irgendwie reagiert haben.
    Kommunikationsguerilla.
    .
    So als anonymer Blogkommentator hab ich so was auch schon gemacht.
    .
    Wenn ich Grass oder die SZ wäre, würde ich darauf gar nicht reagieren, sondern mich einfach ans Flußufer setzen und abwarten.
    .
    Aber das kann ich mir schon vorstellen: Dass seriöse Qualitätsjournalisten auch gerne mal im Titanic-Modus operieren würden, weil ihr eigenes Genre ihnen keine geeigneten Ausdrucksmittel gibt.

  248. EINEN Wunsch habe ich:

    EINEN...
    EINEN Wunsch habe ich:
    EINEN Artikel von Don OHNE Leserkommentare, die themenfremd zum “Bundeshosenanzug” oder “Mutti” abschweifen.
    Wenn man dann noch diese ewigen langweiligen ESA-Andeutungen löschen könnte…

  249. Ich weiss noch, wie bescheuert...
    Ich weiss noch, wie bescheuert ich Victor Hugos Balladen fand. Mit ihrem anklagenden Pathos.

  250. "Die Rechthaber" heisst ja...
    “Die Rechthaber” heisst ja auch die aktuelle Überschrift einer Satirezeitschrift, die sich nach einem solchen benannt hat, und Grass ist da, glaube ich, ganz oben mit abgebildet.
    .
    Ja, es stimmt: Grass ist ein notorischer Rechthaber. Aber wenigstens ein Rechthaber im eigenen Recht, keine angemietete Prostituierte, und kann es sich leisten, seine eigene Meinung so hinzuschreiben.
    .
    Das ärgert die. Die leiden physisch darunter, dass nicht alle so gekauft sind wie sie selber.

  251. Ja, Mitleid!
    .
    Die Frage, für...

    Ja, Mitleid!
    .
    Die Frage, für wen die IWF-Präsidentin das größte Mitleid empfindet.

  252. Auskunft über ihr...
    Auskunft über ihr persönliches Mitleid hielt sie immerhin für mitteilenswert.
    .
    Was ja doch irgendwie darauf hindeuten soll, dass es eben von ihr ganz persönlich, ihren Gefühlen, ihrer Gnade oder Ungnade abhängt, welches Land wieviel zig Milliarden Schulden gestundet bekommt und welches nicht.
    .
    Was wiederum bedeutet, dass meine Feudalismuspropaganda Früchte trägt: Der Habitus des Feudalherrn, mit Zuwendung, Distinktion Gnade etc., wird allmählich doch immer selbstverständlicher mal adaptiert.

  253. "Wenn ich Grass oder die SZ...
    “Wenn ich Grass oder die SZ wäre, würde ich darauf gar nicht reagieren, sondern mich einfach ans Flußufer setzen und abwarten.”
    .
    da können die in münchen und der in lübeck lange warten, der main fliesst anderswo.

  254. Filur,
    aber nur, weil ich...

    Filur,
    aber nur, weil ich denen inzwischen alles zutrau.
    Mit ‘denen’ mein ich nicht nur die Titanic, sondern eben auch die Qualitätsverwurstungsmaschine inklusive aufmerksamkeitshungriger alter Männer.
    .
    Zum Grass-Gedicht selbst:
    Grass werdschonwissen, mich spricht es nicht recht an. Zweitschüsse sind auch immer wieder nur Zweitschüsse.
    .
    Muss auch damit zusammenhängen, dass ich Gedichtinterpretation bereits im Gym hasste. Ich kann seitdem kein einziges Gedicht mehr lesen ohne den quengeligen Lehrer dazu zu hören: “Uuuund, was ist der Ge_halt?”
    .
    Gehalt, wenn ich da schon höre. Bei manchen Dingen ist man ja schon froh, wenn sie einen In_halt haben.

  255. HM555, 8:42:
    Es ist wirlich...

    HM555, 8:42:
    Es ist wirlich nicht schön, wie Sie hier einen durchaus ehrenwerten Berufsstand verächtlich machen. “Angemietete Prostituierte”, also wirklich. Die meisten Prostituierten sind hart arbeitende Damen, die irgendwie über die Runden kommen müssen. Sie haben es wahrhaftig nicht verdient, mit Qualitätsjournalisten auf eine Stufe gestellt zu werden. Ansonsten: Chapeau!

  256. E.R.Binvonhier "Seit dem...
    E.R.Binvonhier “Seit dem Relaunch kann man die Leserkommentare zum redaktionellen Teil kaum noch von einem Shitstorm unterscheiden.”
    .
    Und das mit Klarnamen ;)
    .
    HM555. “Für alle? Ja, für alle! Der Feudalismus ist für alle da, alle können integriert werden.”
    .
    Integrationspolitik ist nicht meine Stärke, aber jedem ist klar, dass es sich bei “Integration” um eine echte Herausforderung handelt, auch im technischen Sinne, im Gegensatz zur Analyse, die eher einfach ist. Wenn der Feudalismus bloß eine Variante des Volkstheaters mit König sein soll, so wie es in ihrem Essay für mich anklang, dann ist er zwar weniger kontrovers, aber auch ein wenig beliebig.
    .
    Schwieriger ist es, sich über den ökonomischen Untergrund zu verständigen, die marxistische “Letztinstanz” und das einzig originelle was ich in den letzten Jahren – so muss ich es leider schon sagen – zum Thema gelesen habe, war Frank Riegers Idee mit der “Maschinensteuer”, die mir zumindest nicht gleich auf den ersten Blick inkonsistent erschien. Eine Art abstrakte Abbildung oder metonymische Verschiebung, wie sie Mathematiker mögen. In diesem Zusammenhang kann man wohl sagen, dass uns “Werktätige” ohnehin schon gehören und Meta-Arbeiter, also Leute wie ich, beruflich daran interessiert sind, sie weiter zu optimieren, ihnen Energie zuzuführen, sie korrekt zu informieren und auch ihre physische Gestalt an ihre Aufgaben anzupassen. Das alles passiert ohnehin, aber kann auch das politische Bewusstsein Schritt halten und was bedeutet das für uns und unsere Integration in dieses Bild?

  257. "Wenn ich Grass oder die SZ...
    “Wenn ich Grass oder die SZ wäre, würde ich darauf gar nicht reagieren, sondern mich einfach ans Flußufer setzen und abwarten.”
    .
    Ich halte das auch nicht für eine große Sache, nur für eine die unnötig war.
    .
    Mittlerweile sollten die Redaktionen ein wenig darüber nachdenken, ob es noch angemessen ist, einen alten Mann vorzuführen, nur der Aufmerksamkeit wegen, die alles erregt, was er so schreibt.

  258. @Betty Booo, ich halte es für...
    @Betty Booo, ich halte es für das Beste, Sie schreiben alle Kommentare selbst.

  259. @ Betty Booo
    Und warum...

    @ Betty Booo
    Und warum schweifen SIE so ab? Gehen Sie doch dann mit gutem Beispiel voran, wenn Sie es für gut halten.
    .
    Ihr Mecker-Eintrag ist doch noch weiter weg von allem als jegliche ‘Mutti’-Einträge es je sein können.

  260. Dass ein wenig mehr on topic...
    Dass ein wenig mehr on topic nicht schaden könnte, wird hier ja immer wieder mal angesprochen.

  261. D.A. einverstanden, meiner...
    D.A. einverstanden, meiner bescheidenen Meinung nach hätten Ihre Beiträge das
    auch verdient.
    Dass es immer wieder mal angesprochen wird, ja, aber von wem? Welche
    Kommentare kommen da?
    Um es mal prollig auszudrücken: Auf dem A…. sitzen und auf Mucken warten.
    .
    Ich beneide Sie nicht um Ihr Los als Gastgeber.

  262. Dreamtimer, ich fürchte ich...
    Dreamtimer, ich fürchte ich muss Sie enttäuschen, auch die Maschinensteuer ist ein
    ‘alter Hut’.
    Das wird das Problem sein:keinem fällt mehr etwas ein.

  263. "Dreamtimer, ich fürchte ich...
    “Dreamtimer, ich fürchte ich muss Sie enttäuschen, auch die Maschinensteuer ist ein ‘alter Hut’.”
    .
    Warum soll mich das enttäuschen?
    .
    Letztlich ist es nicht wirklich von Belang, ob man “mich” besteuert, obwohl ich gar keine Arbeit mehr verrichte, sondern nur noch vermittels Algorithmen, verrichten lasse, oder gleich die Algorithmen zur freien Nutzung veröffentliche und dann ein steuerfreies Einkommen beziehe. Ich glaube, im Kern geht es um diese Symmetrie und weniger um die Geschwindigkeit mit der die Industriegesellschaft und ihr gegenwärtiger postindustrieller Nachfolger auf die Personalstärke der heutigen Landwirtschaft geschrumpft werden kann. Diese Möglichkeit hängt ja sowieso nicht vom politischen Willen ab.
    .
    “Das wird das Problem sein:keinem fällt mehr etwas ein.”
    .
    Ich finde nicht, dass man sich etwas wirklich neues ausdenken muss. Sehen Sie sich die Piraten an, die jetzt mit Basisdemokratie experimentieren und das ganz ernsthaft, einfach weil die Zeit dafür reif ist.

  264. @HM555:
    "Auskunft über ihr...

    @HM555:
    “Auskunft über ihr persönliches Mitleid hielt sie immerhin für mitteilenswert.”
    Das wird heutzutage erwartet, sie hat geliefert.
    @Binvonhier:
    “Das wird das Problem sein:keinem fällt mehr etwas ein.”
    Das wäre das erste Mal in der Geschichte der Menschheit. Damit nicht unmöglich, nur unwahrscheinlich.
    @Dreamtimer:
    “… Basisdemokratie experimentieren und das ganz ernsthaft, einfach weil die Zeit dafür reif ist.”
    Ist sie zwar nicht, aber ich bin mittlerweile auch dafür. Menschen lernen nur aus Fehlern, die sie selber machen.
    Gruss,
    Thorsten Haupts

  265. Sicher ThorHa, der Menschheit...
    Sicher ThorHa, der Menschheit schon – nur wann?

  266. Haben wir wirklich eine...
    Haben wir wirklich eine Eurokrise?
    Oder hat die technologische Entwicklung lediglich Berufsgruppen überflüssig
    gemacht, die dem 19.-und 20.Jahrhundert in Europa ihren gesellschaftlichen Stempel
    aufgedrückt haben: Banker -> Verleger -> Arbeiter ?

  267. @ThorHa, auch wenn es so...
    @ThorHa, auch wenn es so aussieht als würde ich idealistisch oder humanistisch argumentieren, so ist das nicht der Fall, d.h. die Anforderungen an die menschliche Subjektivität sind vergleichsweise niedrig.
    .
    Im Falle der Basisdemokratie reduziert sich die Informationsdisparität zwischen Laien und “Experten” durch Externalisierung von Information, die jederzeit verfügbar ist. Im Falle der Ökonomie steigt die Produktivität bei verringertem Arbeitsaufkommen. Was Rieger im Grunde sagt, ist dass dies eine gute Sache ist und man in Richtung auf die Entkopplung von Arbeit und Produktion setzen sollte, zum Zweck der Effizienzsteigerung und dies in allen Bereichen, ohne den Glauben, dass Arbeit schon irgendwo im gleichen Maße, wie sie obsolet oder gar kontraproduktiv wird, neu entstehen wird. Natürlich kann man sich über den Wahrheitsgehalt dieser Thesen streiten…

Kommentare sind deaktiviert.