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Kinder bei Champagner und Brot verkommen lassen

05.07.2012, 09:46 Uhr  ·  Mag der Vater auch Chefarzt sein: Das Leben ist kein unendlicher Musenhain. Es sei denn, man findet andernorts jemanden, der dafür die Kosten übernimmt

Von

Franz heisst die Kanaille!
Friedrich Schiller, Die Räuber

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Natürlich wurde sie nur den Vertrautesten der Vertrauten erzählt, aber sie war so brisant, so unerhört, dass sie sich wie ein Lauffeuer durch die kleine, dumme Stadt an der Donau verbreitete, und dem Vater der W., so schien es uns, unendliche Schande einbrachte: Denn der Vater der W. hatte seiner einzigen Tochter aus erster Ehe (neben zwei Brüdern und zwei weiteren Kindern der zweiten Frau) gnadenlos alle Mittel gestrichen. Zumindest alle jener Mittel, die sie für ihre Ausbildung brauchte. Aufs Existenzminimum hatte er sie zurückgeschraubt, und das nach einem Streit mit der Rechtslage begründet, nach der noch weniger möglich wäre. Und da sass die W. nun in ihrem Elend. Was hatte sie schon? Ein paar Mark. Die 50 Quadratmeter bei ihrer Grosstante in Haidhausen. Genug, um sich irgendwie durchzuschlagen. Aber, und das war auch der Grund, warum sich die W. anderen anvertraute und ihrer Familie diese Schande bereitete, nicht genug für ihre Ausbildung.

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Der Vater der W. war stadtbekannt: Zum einem, weil er Frau und Kinder zu einem Zeitpunkt verlassen hatte, als das in den besseren Kreisen noch unvorstellbar war, wollte man weiterhin in der Stadt bleiben. Zum anderen war er Chefarzt, Professor und begnadeter Unfallchirurg, und angesichts dessen, was die Kinder so alles mit Automobilen anstellten, auch jemand, den man besser kennen sollte, falls mal etwas passierte. Und ausgerechnet jener Mann, der sogar jenen Sohn eines bekannten Managers wieder zu einem Stück zusammengenäht hatte, stellte sich nun hin und sagte seinem eigen Fleisch und Blut, dass es nach zwei abgebrochenen Studiengängen, Germanistik und Slawistik, wirklich nicht mehr einsähe, nun auch noch eine private Schauspielschule zu bezahlen. Alles in allem erschien uns das enorm knausrig, kannten wir doch die üppige Villa, in der seine Exfrau lebte, und zwei Studienabbrüche, nun ja, das war bei uns eher die Regel denn die Ausnahme. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel, wie ein Strafgericht zur Unzeit erschien uns dieses Verhalten. Und es war ungerecht, so ungerecht, denn als die Sünder, die wir selbst waren, wollten wir in diesem Fall keinesfalls das sehen, was uns bei einem weiteren Studienwechsel drohte.

Dazu kam natürlich auch noch die Bekanntschaft mit der K.. Die Eltern der K. waren nach unseren Vorstellungen ganz normale Leute, und so normal schien es uns auch, dass neben der schon hübschen Schwester P. und ihrem sagenhaft zielstrebigen Medizinstudium in der fränkischen Provinz die rasend schöne K. einen ganz anderen Weg ging. Zwei Versuche, ein klassischer Treffer, eine Tochter, mit der man Spass haben kann, und 0 mal Klapse, das ist schon eine Art Erfolgsbilanz für die Erziehung. Den Spass hatte die K. natürlich in München. Mit den üblichen Studienabbrüchen, bis sie sich irgendwann pro Forma für Jura einschrieb. Bei Jura, so ihre Hypothese, könnte sie 6 Jahre regen Studienbetrieb vortäuschen, während sie in Wirklichkeit irgendwann vor ihre Eltern treten würde, mit dem Oscar oder wenigstens dem bayerischen Filmpreis in der Hand, um ihnen zu verkünden, dass sie nun jene berühmte Regisseurin sei, die sie schon immer seit dem letzten abgebrochenen Studium sein wollte.

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Der Fall der K. nun beeinflusste den weiteren Fall der W. massgeblich. Denn im Gegensatz zu all den Träumern und Gesellschaftsveränderern und was sich sonst noch Ponader nennt und bei den Piraten ehrenamtlich arbeitet, biss sich die K. durch. Die K. nahm jeden Auftrag, jedes Engagement, jede Möglichkeit wahr. Die K. legte glänzende Auftritte auf dem Münchner Filmfest hin, und stapfte eine Woche später durch den kasachischen Kuhdung. Die K. trug Abendkleider wie Grace Kelly und Safarihosen wie Lara Croft. Sie brillierte auf Bällen und pflügte durch die Aufnahmeleitung. Wir anderen machten uns nach dem 6. Semester widerwillig daran, den ersten Schein abzuliefern, aber die K. legte einen nachgerade beängstigenden Ehrgeiz an den Tag. Und dann lief der Film, für den sie mit Müh und Not die Mittel zusammengekratzt hatte, tatsächlich in München bei den Filmfestspielen. Ihr Name stand im Programm. Und sie wurde mit Aufträgen und Angeboten überschüttet. Sie ging in den Norden, und wir dachten uns, bei so viel Talent, wie wir es haben, kann man so eine Schande wie bei der W. man nicht zulassen. Also konnte die W. auch weiterhin die Schauspielschule bezahlen. Man beteiligte sich im Freundeskreis. Teilweise, weil man an sie glaubte. Teilweise, weil man glauben wollte, dass einem vielleicht auch mal geholfen wird, falls die Eltern irgendeinen nicht vorhandenen Schein sehen wollten. Und nicht überall war der Institutsstempel im obersten Fach der Bibliothek „versteckt”, wie es einmal ein Freund berichtete. Aber ich schweife ab.

Jedenfalls, es blieb der einzige Notfall. Und die W. gab sich auch jede nur erdenkbare Mühe, irgendwelche Hoffnungen auf weitere Rettungsaktionen im Zigarettenrauch zu zerblasen. Widerwillig und im steten Streit mit der Schule brachte sie die Ausbildung zu Ende, klagte viel und tat erheblich weniger, und in jenem Moment, da sie endlich ein Zeugnis hatte, das ihre nur so mittelbombastischen Fähigkeiten lobte, waren auch die Zuwendungen des Freundeskreises so erschöpft wie die Möglichkeiten der Griechen, Staatsanleihen zu platzieren. Die W. verliess das Haus ihrer Grosstante und ging nach Berlin, wo man sich künstlerisch freier entfalten konnte und nicht dauernd gefragt wurde, was jetzt denn sei und wie es voran gehe. Und auch, wenn wir immer noch der Meinung waren, dass der Vater der W. uns diese Erfahrung hätte ersparen können, machten wir uns daran, die ein oder andere Party ausfallen zu lassen und das Studium irgendwie zu beenden.

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Vermutlich würde man an dieser Stelle nun eine Moral von der Geschichte erwarten. Aber es kam noch besser.

Denn eines schönen Tages kam die K. zurück nach München. Sie hatte keine Lust mehr auf den Privatsender, bei dem sie gelandet war. Sie hatte keine Lust mehr auf nervige Moderatoren und knappe Budgets und den Quotendruck, und dann sah sie, was die Anwälte so eines Senders verdienten. Sie sah sich in ihrem kleinen Büro vor all den hässlichen Rechnungen, die nichts mit der Kreativität ihres Traums gemein hatten. Sie sah, dass es den anderen Kreativen auch so erging. Und sie sah, dass die Anwälte um 16 Uhr nach Hause gingen, das Schriftzeug der Sekretärin überliessen, während sie Nacht für Nacht über Budgetplanungen schuftete. Die Anwälte verdienten blendend mit der Ware, die sie mühsam herstellte. Sie hatte ihr Jurastudium mit dem Repetitor irgendwie vollendet, und das nutzte sie aus. Sie wechselte die Seiten. Sie kannte beide Aspekte des Geschäfts. Sie stieg auf, und eine bekannte Münchner Kanzlei flehte sie an, als Partnerin einzusteigen. Und so kam die K. zurück nach München. Als die Anwältin, die sich Eltern wünschen.

Und die W. – nun, das ist eine erheblich längere Geschichte mit vielen Männern auf mehreren Kontinenten, und soweit ich weiss, spielte die Bühnenkunst nur bei einer Scheidung eine gewisse Rolle. Zurückgezahlt hat sie natürlich nie, insofern, das muss ich heute sagen, hatte ihr Vater durchaus recht, dem Schauspielertum den Riegel vorzuschieben – wie wir später erfuhren, war es auch gar nicht so, dass er nicht mehr zahlte, sondern alles ausser der Schauspielschule gern bezahlt hätte. Aber deshalb floh sie nach Berlin und lernte dort jemanden kennen, mit dem sie es weit weg verschlug, wo sonst keiner war, weshalb sie begann, von dort aus zu berichten und – als ehemalige Antifeministin wie aus dem Bilderbuch – nun etwas gegen die Unterdrückung der Frauen zu tun. Nicht für Geld. Sondern aus Überzeugung. Was in so einem Land unendlich mehr Mut verlangt, als, sagen wir mal, ohne Papas Finanzhilfen Schauspielerin werden zu wollen. Irgendwie, auf eine seltsame Art, habe ich den Eindruck, dass sie ihre Schulden zwar nicht bezahlt, aber mehr als nur begleicht. Denn, wenn sie in München BWL gemacht hätte…

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So erging das den meisten. Kaum einer will wirklich Jurist oder Erbsenzähler oder Knocheneinrenker werden, man hat andere Träume und darf sie, wenn die Eltern vermögend sind, mit geringen Unkosten, auch haben. Die Realität sorgt dann schon dafür, dass nicht die Besten auf der Strecke bleiben. Es hat sich deshalb auch in meinem Umfeld niemand selbst entleibt, oder wurde darüber wahnsinnig. Man lernt dazu. Man malt, man singt, man schreibt in der Freizeit. Und beklatscht andere, die es besser können. Wer hochbegabt ist, und Mitte 30, und mit vier Berufen keine ausreichende Anstellung findet, sollte den Fehler so sehr beim System suchen, wie die W. den Fehler bei ihrem Vater hätte finden sollen.

Es ist natürlich fein, wenn man bei der freien Selbstverwirklichung allenfalls auf solche Luxusproblemchen stösst, und dann auch noch so generös gerettet wird, und weiterhin machen kann, was man will, ja sogar zur Prominenz aufsteigt und in Talkshows und Beiträgen das Elend, unter dem man darben musste, beklagen kann. Nur möchte man mir nach meinen Erfahrungen bitte erlauben, mich nicht um solcherlei Dinge Finanzierung kümmern zu müssen, sondern meine eigenen kulturellen Luxusproblemchen zu hätscheln. In meiner Küche, beispielsweise, ist noch Platz für Stillleben.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (207)
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Im sechsten Semester war ich...

Im sechsten Semester war ich scheinfrei - ich hatte keinen Schein. Damals erzählte man diesen Witz: Zwölf Semester studiert, und - zack!- hatte ich Vordiplom! Darüber habe ich zuerst sehr gelacht. Nach zwölf Semestern aber nicht mehr so. Trotzdem war das alles ungeheuer bildend. Ich habe studiert, was mir Spaß macht. Und dann auch noch Jobs gefunden, die einen weiter bringen. Aber sehr, seeehr langsam. Aber manchmal denke ich schon, wenn ich zuerst die Kunsthändlerlehre gemacht hätte, wäre das meiner Arbeitsmoral und einem schnelleren Fortkommen wirklich zuträglich gewesen. So hätte es meine Mutter lieber gesehen. Zum Glück lässt das Interesse an der krassen Selbstverwirklichung mit dem Alter nach. Man lernt, etwas aus dem zu basteln, was da ist. Wie in dem Kochbuch aus dem ersten Weltkrieg: "Kochen mit dem, was da ist". Eigentlich ist das auch nichts anderes als "Connecting the dots" http://www.youtube.com/watch?v=Hd_ptbiPoXM&feature=relmfu

0 prince Matecki 05.07.2012, 10:41 Uhr

Danke! Schön süffig...

Danke! Schön süffig formuliert, etwa "sagenhaft zielstrebigen Medizinstudium in der fränkischen Provinz" als hübsche Anspielung an den Ort, wo man das Himmelreich erlangen kann. Mein Doktorvater hatte dort habilitiert, bevor er in die westfälische Provinz nach Münster ging, wo er zielstrebig eine moderne Chirurgische Universitätsklinik aufbaute. Eine kleine Frustphase, als ihm klar wurde dass er nicht in Erlangen Nachfolger seines geschätzten Lehrers Hegemann werden konnte, überwand er nach dem ehrenvollen Ruf (als Lutheraner!) an das Krankenbett des Papstes JP II. Meinem Doktorvater ging halt der Ruf voraus, einer der manuell geschicktesten Ordinarien in Mitteleuropa zu sein. Das hat seinem Privatpatientenklientel sicher nicht geschadet. Und auch aus uns ist, so oder so, etwas geworden. q.e.d

0 Der Tiger 05.07.2012, 10:41 Uhr

Gestern bekam ich ein...

Gestern bekam ich ein verkleidetes Finanzierungsangebot, um gegen ESM und Fiskalpacket in Karlsruhe Einspruch zu erheben. Da habe ich mir auch gedacht, man möge mir nach meinen Erfahrungen bitte erlauben, mich nicht um solcherlei Dinge kümmern zu müssen, sondern meine eigenen kulturellen Luxusproblemchen zu hätscheln. In meiner Küche, beispielsweise, ist auch noch Platz für Stillleben.

Warum die Frau Mama von der W....

Warum die Frau Mama von der W. es nicht mit Erziehung probiert hat, fragt man sich natürlich.

Nach sechs Semstern den ersten...

Nach sechs Semstern den ersten Schein... Nun ja.... Also: Ein Studienplatz an einer öffentlichen, freien Universität ist eigentlich auch nichts anderes als eine Art soziale Transferleistung. Wer jedoch erst mal drei Jahre rumhängt und seinen finanziell begünstigten Studentenstatus genießt, ohne die vorgesehenen Leistungen zu bringen, der tut im Grunde nichts anderes als ein Ponader. Er lässt sich seinen Müßigang nicht nur vom Herrn Papa sondern auch von der steuerzahlenden Allgemeinheit subventionieren. Verklären Sie mit solcher Bummelstudenten-Nostalgie also im Grunde nicht auf etwas anderer Ebene die ungefähr gleiche Haltung, gegen die Sie zugleich polemisieren...? (Diese Art von Studentenleben gibts eh nicht für jeden. Wer aufs BaföG angewiesen ist, muss den ordnungsgemäßen Fortgang des Studiums nachweisen. Und für die “jüngeren Semester” gilt: Vor ungefähr zehn, 15 Jahren wurden in fast allen Studiengängen Zwischenprüfungen eingeführt, auch bei den Magistern. Wer die nach dem sechsten Semester nicht abgelegt hatte, war exmatrikuliert. Das ist bei den BA/MA-Studiengängen heute erst recht so. )

0 Aus Haching 05.07.2012, 11:28 Uhr

Deutsche Frau mittleren...

Deutsche Frau mittleren Alters, die im Leben keinen Handschlag getan hat, will afghanischen Muttis oder ghanaischen Omas sagen, wie deren Leben aussehen soll. Ungefähr das habe ich aus der Lebensgeschichte der W. verstanden. Das ist Realsatire, oder? Aber bei uns gilt ja schon eine Frau Neubauerferres als "engagiert", wenn sie von der klimatisierten Lodge aus einen Film über das Schnackseln mit einem jungen, gutgebauten Einheimischen gedreht hat. THW und Ärzte ohne Grenzen haben halt kein Flair.

0 Der Tiger 05.07.2012, 11:33 Uhr

@muscat – Wenn sie ein...

@muscat – Wenn sie ein anderes Ergebnis gewollt hätte, hätte die Mama von der W. schon viel früher anders gesteuert. So aber hat sie andere dazu gekriegt, dem Töchterchen das Studium zu zahlen. Da hat das Töchterchen gleich mal gelernt, wie man seine Freunde anschnorrt.

0 Veil of ignorance 05.07.2012, 11:50 Uhr

Wir können natürlich alle...

Wir können natürlich alle Popstars, Astronauten, Prinzessin, Künstler werden. Ist das nicht die Offenbarungsbotschaft der Moderne? Und wenn nicht, dann ist der Staat, das Patriarchat, die Eltern, das System oder Gott schuld. Schließlich ist Herr Pomade mit seinem 1.0 Abitur Hochbegabt (Konformismus als Begabung), da kann man nun wiiirklich nicht verlangen er müsse sich profanen Tätigkeiten widmen.

@Simon: das ist in der Tat ein...

@Simon: das ist in der Tat ein Luxus - aber im Zweifelsfall kommt er wieder der Allgemeinheit zugute. Kaum etwas macht einen geistig so unabhängig wie die Möglichkeit, manche Dinge in Ruhe durchdacht zu haben. Wenn man keinen Schein hatte, heißt das noch lange nicht, dass man nicht studiert hat. Es heißt nur, dass man nach den Maßstäben mancher Leute nicht effizient war. Früher gab es kaum Leistungsnachweise - da zählte nur das Examen. Die Scheine und die Zwischenprüfungen waren nur gedacht, um den immer schlechter ausgebildeten Studenten ein Korsett zu geben. Natürlich wird ein solches Korsett immer wichtiger, wenn immer mehr Menschen nicht zielorientiert studieren oder das Ziel aus den Augen verloren haben.

Deswegen ist es auch wirklich...

Deswegen ist es auch wirklich schade, dass mit der Studienreform so auf die Tube gedrückt wird. Die Leute kriegen überhaupt keine Zeit mehr, sich zu entwickeln. Sie funktionieren nur noch.

0 Don Ferrando 05.07.2012, 12:39 Uhr

@Jordanus 13:59. Recht haben...

@Jordanus 13:59. Recht haben Sie. Mit Studium hat es immer weniger zu tun. Der wird Wissen eingebleut und abgefragt und benotet. Selbständiges Denken, hinterfragen und Transferleistung bleiben auf den Strecke.

MBAs im Alter von ca. 25-30...

MBAs im Alter von ca. 25-30 Jahren manchmals noch älter findet man auf dem MBA-Blog der Financial Times. www.ft.com Interessant ist es, dass diese MBAs (kaum) dort miteinander kommunizieren. Ich hatte einmal einen Kollegen (28 Jahre alt MBA aus GB) in einer Firma (Trading) in Zug, der on the job lernen musste ("Sitting next to Nelly" sagt man auf E). Die "Nellies" waren Schweizer Lehrtöchter, die nach 3 Lehrjahren die Verkäufe (Akkreditive inkl.) weltweit selbständig von A bis Z abwickeln könnten.

0 mediensegler 05.07.2012, 15:24 Uhr

Als ich meine Scheine gemacht...

Als ich meine Scheine gemacht habe (etwas länger her) gab es als Lehrstoff im Nebenfach diese Pyramide der Bedürfnisse, die fing mit Essen, Schlafen an und hörte mit Selbstverwirklichung bis zur Transzendenz auf. Diese Pyramide wird zur Zeit von allen möglichen Seiten oben etwas gekappt. Wer braucht schon Transzendenz, für die wirklichen Zukunftsberufe Bauer, Gärtner, Metzger, Handwerker braucht man keine Scheine.

0 mediensegler 05.07.2012, 15:26 Uhr

Habe den Bäcker vergessen....

Habe den Bäcker vergessen.

"Wir können natürlich alle...

"Wir können natürlich alle Popstars, Astronauten, Prinzessin, Künstler werden. " . Nein, nicht alle. . Arbeiterkinder im Gegensatz zu verwöhnten Prinzessinnen müssen nach wie vor "was Ordentliches" lernen. Drehbank, maximal die FH vor Ort, falls vorhanden, das aber bitte in Turbozeit. Bitte: Ulf Merbold (Astronaut mit Hintergrund: immerhin Physiker) war Einzelkind immerhin eines Lehrerehepaars. q.e.d. . Was ich noch gerne loswerden will: Gewisse bürgerliche Kreise, die es nicht nötig haben, haben keine Ahnung, was es bedeutet, im täglichen Existenzkampf beruflich immer das Richtige zu tun ohne den Hintergrund väterlichen Vorvermögens. Der verächtliche Spott auf Leute, die sich angeblich freiwillig in Turbokram reinzwängen (lassen). Ich kenne da ganz andere Zwangs-Zusammenhänge, die Bürgerkindern wohl immer verborgen sein werden. Oder der Hohn auf die, die zeitweise auf Hartz4 angewiesen sind, da sie nichts_einfaches_arbeiten_wollten. Das grenzt an die Florida-Rolf-Hetze der BLÖD, mit Verlaub. Kein gelernter Theaterregisseur, auch keine gelernte Grafikerin werden nie und nimmer als Schraubzieher-Hiwi oder Werkstattaufkehrer oder als Käseverkäufer oder Zimmermädchen genommen, da vom Arbeitgeber als überqualifiziert oder technisch unbegabt oder ab 35 zu alt eingestuft werden. "Akademiker, um Gottes willen.") . Eine Freundin von mir (Illustratorin) hat versucht, als Verkäuferin ztu arbeiten. Sie (damals 38) wurde als "zu alt" gemobbt. Ein anderen Fall: Junger Mann, damals noch im Polizeidienst, macht Studium als Pädagoge, kommt auch in Arbeit als Pädagoge (großes Blindenheim samt Schule für Kinder). Wird (vermutlich als blöder Bulle) gemobbt, da als andersartig eingestuft, wurde krank, depressiv, verlor die Arbeit. Musste Billigklamotten sortieren (vom Arbeitsamt aus), wurde dort von den anderen Hiwis als Akademiker gemobbt. Machte dann Callcenter (inbound), da er als Pädagoge "reden kann". Für Versicherungen. . Daher kriege ich Kopf- und Magenschmerzen, wenn ich Sprüche über Harzt4-ler höre. Mögen wohlbürgerliche Sprücheklopfer, die nur mal für 6 Wochen Steine geklopft haben als Schüler oder Studi allesamt nie in solche Lagen geraten plus über nicht wohlhabendes Elternhaus verfügen. Sie sollten Gott oder falls Agnostiker, dem kalten Universum auf Knien danken, dass sie "sich ihre Eltern mit Bedacht auswählen konnten", sprich ein gnädiges Schicksal hatten. . Nein, das ist nicht mimimi, zum Opfer tauge ich nicht, dafür war ich schon immer zu zornig veranlagt.

0 Der Tiger 05.07.2012, 16:00 Uhr

@Simon - Was diesen Herrn...

@Simon - Was diesen Herrn Ponader betrifft, finde ich es sehr galant von der FAZ, ihm eine Doppelspalte im Papierfeuilleton zur Verfügung zu stellen. Das las ich mit großem Interesse. Dann hab ich gegoogled und fand dies: . http://www.johannesponader.de/wiki/index.php/Lebenslauf#Schullaufbahn 96 Abschluss mit dem Abitur (1,0) 97 - 02 Begabtenstipendium des Freistaats Bayern 97 - 02 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes . Ehrenämter 08 - jetzt Mitglied des Netzwerkrats im Netzwerk Grundeinkommen . Herr Ponader hat eine Eins im Abitur und bekam 5 Jahre lang sowohl das Begabtenstipendium des Freistaats Bayern als auch das Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Trotzdem war er nicht in der Lage und Willens, seinen Unterhalt selbst zu verdienen. Wer, wenn nicht so begabte und geförderte Leute soll dann das Geld aufbringen für das jedermann ein Grundeinkommen kriegen soll? Und wer soll für die aufkommen, die wirklich nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen? . Von besonderer Arroganz fand ich diese Bemerkung: “Bei meinem letzten Gespräch im Jobcenter lege ich meine Einnahmen des letzten Monats vor. Gut 1800 Euro habe ich verdient, genug, um mit den Leistungen mehr als einen Monat auszusetzen. Mein Arbeitsvermittler ist völlig überfordert, sich auf die neue Situation einzulassen.” Dass ein Arbeitsvermittler, der wahrscheinlich so etwas wie Mittlere Reife hat (nach den Maßstäben der Ausbildung zu meiner Zeit) mit einem Einser Abiturient überfordert ist, ist doch klar. Damit gibt man doch nicht an!

Lieber...

Lieber Mediensegler Zukunftsberuf Metzger. Darf ich mal lachen? Metzger im Akkord, Rinder teilen. Billigjob als Mietpole in Industrie-Schlachthäusern im Osten. Schöne Zukunft. Bitte mehr davon. Irgendwelche Bauern und Gärtner hier? Nur wem die Treibhäuser gehören oder das Land, wird was von Zukunft faseln. . Auf die Frage: Warum so aggressiv? die Antwort: Weil das Bürgertum noch nie irgendeine Ahnung hatte außer von Spitzendeckchen. Weil sie schon immer eien romantische Vorstellung davon hatten, was es bedeutet, für seine Arbeit nur seine Hände und Knochen zu besitzen - die mit 40 kaputt sein werden - statt die wunderbar transzendenten Produktionsmittel.

Wird an den Märkten...

Wird an den Märkten beschissen? Fund managers say: Yes. (Verzeihen Sie mir, lieber Don... das ist einfach nicht zu ertragen nebenan.)

0 donalphonso 05.07.2012, 16:18 Uhr

Ist Drogenkonsum...

Ist Drogenkonsum gesundheitsförderlich? Ja, sagen führende Drogenhändler, das Bewusstsein ist frei wie sonst nie! . Ich frage mich wirklich, ob jemand so blöd ist, auf diese Propaganda abzufahren. Und falls ja, ob er wirklich was zu melden hat. Und falls ja, wie man ihn zum Kloputzen schickt.

0 stimmviech 05.07.2012, 16:24 Uhr

Das Problem des Herrn P. und...

Das Problem des Herrn P. und der entscheidende Unterschied zur Karriere der beschriebenen Damen: Er hat scheinbar kein reiches Elternhaus. In früherer Zeit hätte so jemand dann gar nicht studiert , sondern wäre bei Grundprägung in Richtung Fleiß einer der heute nicht mehr existenten erfindungsreichen Handwerker. Weil die Intelligenz nicht mehr bereit ist, sich in die profanen Bereiche einzubringen, schafft die Natur die Hochintelligenz in der nächsten Zeit ganz ab, damit sie bescheiden nach einem neuen Mittelalter sich wieder in den Dienst der Gesellschaft stellt.

Sie meinen 'sanitary...

Sie meinen 'sanitary engineering'?

Rotz kommt von da, wo die Nase...

Rotz kommt von da, wo die Nase ist. Und ist oben.

0 HansMeier555 05.07.2012, 16:57 Uhr

@Tiger . Vielleicht hatte er...

@Tiger . Vielleicht hatte er von Anfang an gar nicht das Ziel, mit Hilfe seiner Begabung ein hohes Einkommen zu erwirtschaften? Und vermutlich will er mit seinem Text auch kein "Mitleid für seine Situation erregen", sondern nur einmal einen blassen Eindruck vermitteln, wie es dort zugeht. Passenderweise am eigenen Beispiel. . Natürlich können es die Anwälte der Armen den REichen niemals recht machen. Entweder sie sind dumm und faul, dann müssen sie halt arm sein -- oder sie sind klug und fleißig (wie Ponader), dann sie selber schuld, dass sie keinen besseren Job fanden und haben folglich kein Recht, ein Problem anzusprechen, das für sie nicht existieren müsste. . So ist es immer gewesen: Der "echte" Fabrikarbeiter kann nicht nebenher noch Politik machen, und der hauptamtliche Funktionär ist ja kein Arbeiter mehr, sondern einer, der die Not anderer für die eigene Karriere benutzt. . Der normalen Mittelständler, der ja auch nie andere Interessen vertritt als immer nur seine eigenen, kann das nicht anders sehen. . Dasselbe ist von Anbeginn auch über Abgeordnete gesagt worden: Entweder sie kriegen Diäten, dann sind sie Tagediebe. Oder sie kriegen keine, dann können sie eben nicht wirklich politische Arbeit leisten. Oder sie können, dann werden sie von jemand anders finanziert. Oder -- und das wäre natürlich am besten -- sie verfügen ober so viel Vermögen, dass sie sich ganz unabhängig in den Dienst des Vaterlandes stellen können. . Der feudale Ständestaat hat dem immer REchnung getragen.

Thema Berufe mit Zukunft...

Thema Berufe mit Zukunft II: . Neulich im Biergarten. Am Tisch zufällig ein Gründungsmitglied der damaligen Pauli-Partei, ein richtig warm-bairisch redender echter Münchner, um die 60. Daneben ein Pärchen, er Alten-Pfleger. Die die Scheiße anderer wegräumen. Dazu braucht es tatsächlich auch Überzeugung. Und das war ein Engagierter (der Pauli-Anhänger auf seine Weise übrigens auch), schon lange im Beruf. Allerdings zur Zeit lieber im Nachtdienst, weil ihn das Abopa (der betriebsinterne psychossoziale Heckmeck) massiv stört, das ihn von der Pflege abhält. . Was ich mag, sind engagierte Leute mit Ahnung. Da scheiden schon mal sehr viele aus dem Bürgertum aus: weder wirklich engagiert, noch Ahnung, aber viel Blah. Es fehlen die wahren Tüchtigen, die Helden des Alltags. Ab und an treffe ich noch welche.

0 mediensegler 05.07.2012, 17:03 Uhr

Vroni 05. Juli 2012, 18:04 Von...

Vroni 05. Juli 2012, 18:04 Von Spitzendeckchen habe ich wirklich keine Ahnung. ;-) Aber ich kenne einen Metzger hier im Ort, der schlachtet Rinder vom Bauern nebenan, macht seine eigene Wurst und verkauft seine Produkte in seinem Laden und auf dem Wochenmarkt, dem gehts ganz gut, und mit Zukunft meine ich die nach dem Euro. Warum so phöse?

@ HansMeier555, 18:57 Bis auf...

@ HansMeier555, 18:57 Bis auf den letzten - bei Ihnen halt unvermeidlichen - Feudalsatz: genau so isses!

Mediensegler, Sie beschreiben...

Mediensegler, Sie beschreiben ein Dorfmetzger-Idyll. Solche Leute sind seit den 60ern ausgestorben, weil man damals plötzlich Vorschriften lancierte, wie und wo und wann ein solcher Metzger zu schlachten hatte und Hausschlachtungen machen durfte. Der für uns zuständige Dorfmetzger hieß Rudi (wie das Rennschwein) und ist freundlicherweise gleich mit ausgestorben. Wa da jetzt rumfleucht, ist ein müder Abklatsch von Rudi und damals. Vermutlich so ein LOHA-Ding ("MEIN Metzger hat ..., MEIN Toskana-Olivenbauer macht ..., blah. Kotz.)

aber was wollen Sie mit diesem...

aber was wollen Sie mit diesem Artikel nun eigentlich sagen?

0 specialmarke 05.07.2012, 17:56 Uhr

Man sollte Herrn Ponader nun...

Man sollte Herrn Ponader nun wirklich nicht vorwerfen, dass er mit seiner 1er-Note nicht schurstracks Zahnarzt oder Anwalt geworden ist. Er wollte halt Theater machen, ohne sich von irgendjemandem die Erlaubnis dafür zu holen. Und das ist nun mal eine Branche, in der man vorwiegend an prekäre und vorübergehende Arbeitsverhältnisse kommt und früher oder später die Beschäftigungslücken mit Arbeitslosengeld I und II fristen muss. Mir ist der Herr Ponader persönlich ncht sympathisch, aber ihm einerseits den Besitz eines Iphones vorzuwerfen und sich andererseits über sein unzulängliches Schuhwerk zu erregen, finde ich wirklich "unter Gürtellinie". - Werter Don, Sie könntem ihm ja wirklich für seine medialen Auftritte ein paar handgemachter italienischer Schuhe spendieren, damit ihre ästhetische Befindlichkeit nicht beleidigt wird, wenn er im Fernsehen auftritt. . Was sein Eintreten für das BGE betrifft, wäre es unter PR-Bedingungen natürlich hilfreicher, wenn er selbst dies überhaupt nicht nötig hätte. Vielleicht übernehmen Sie, lieber Don Alphonso... Auf der anderen Seite hat er in seinem FAZ-Artikel genau die erniedrigenden Bedingungen des Hartz-4-systems beschrieben, die in anderen, mir bekannten Fällen genau dazu führen, dass man die Beschaffung von miesen 5-Euro-Jobs durch die Behörde ins Leere laufen lässt, wenn man ausreichend intelligent ist. Und ein allmählicher Übergang von 0 auf. 1 500 Euro im Monat wird in diesem System einfach blockiert. Die Betroffenen müssen immer sofort damit rechnen, dass je Förderung auf der Stelle ausgesetzt wird, sobald man irgendwo irgendetwas verdient. Ein paar Einnahmen bei Ebay genügen da oft schon...

0 donalphonso 05.07.2012, 17:59 Uhr

Ach, sagen... ich will...

Ach, sagen... ich will plaudern, dass dieses verbiesterte "Ich habe einen Traum und das muss so sein und wer mich daran hindert ist spiessig und reaktionär und wird ausgneommen wie es geht", wie es die Ponaders dieser Welt vorleben. mit etwas Abstand eher wenig erbaulich wirkt und so einer Person vielleicht irgendwann auch peinlich wird. . Aber ich bin ja auch nur ein anspruchsloser Plauderer und nicht wie Herr Ponader ein "Autor". Pf. Autor. Also wirklich.

Mediensegler, grantig, nicht...

Mediensegler, grantig, nicht phöse. [Hab heut viel labern müssen. Und wofür. Für niex. Wenn das sogar einen Nicht-Münchner nicht grantig macht. Man sollte den Beruf ändern. Nur: Es ist woanders noch schlimmer. Ein Teufelszeug alles.] . Äh, zum Ponader. Der ist ein Milder, immerhin. Vielleicht zu verkopft, ganz sicher zu verkopft, zu gutmütig sogar. Es gibt Schlimmere. Muss ich auch mal loswerden. Bei den Arbeitsämtern sitzen die schlimmeren Haubitzen. Denen, nicht dem Ponader wünsche ich Arbeitslosigkeit und Klo putzen. Agitprop: Ja mei. Immerhin hat sein Artikel einen überraschenden Schluss, selbstironisch sogar, sofern man drauf kommen will. Selbstmitleidig hab ich ihn eher weniger empfunden. Und besser geschrieben als von mancher male/female FAZ-Tippse/Schnickse. ., Und: Wie soll man bitte zwischen zwei Engagements und Regie führen schnell noch einen nine-to-five-Billigjob aufreißen? Und schnell wieder loswerden, wenn ein neues Engagement kommt? Schauspieler haben das gleiche Problem, das passend hinzudrehen und melden sich nicht einmal beim Arbeitsamt mehr an und ab. Es ist einfach zu. Gibts nicht genug Ekelpakete, auf die man mit besserem Gewissen und fröhlicher draufdreschen kann?

Man wünscht sich ja fast den...

Man wünscht sich ja fast den von und zu zurück. Richtig schee wars.

0 donalphonso 05.07.2012, 18:28 Uhr

Specialmarke, was ich Ponader...

Specialmarke, was ich Ponader konkret vorwerfe ist, dass er sich wie ein Bankster benimmt. Er hat eine Agenda und täuscht in seiner Propaganda vor, ein armes Opfer der Behörden zu sein, die ihn aus seinem Engagement mobben wollen. Die Realität sieht aber so aus, dass Ponader fett grinsend seine Wahl mit dem Argument betrieben hat, dass seine Situation das volle Engagement für die Piraten erlaube. Anders gesagt: Staat zahlt, ich mache was gegen diesen Staat in seiner jetzigen Bezahlform. Und das, obwohl die Bezahlung, und das weiss er auch selbst, so nicht gedacht ist. Srich, der Staat versucht jemanden einzugliedern, der bewusst unerfüllbare Ansprüche hochhält, um etwas anderes tun zu können. Und das ist nun mal nicht jedermanns Sache. ich finde, er soll gern Theater machen! Aber nicht die desolaten Parteifinanzen über den Steuerzahler finanzieren.

0 el poldito 05.07.2012, 18:29 Uhr

In den besseren Kreisen...

In den besseren Kreisen rutscht man einfach entspannter nach unten. Neben dem Belegen von Orchideenfächern wie im Falle der W. erfreute sich längere Zeit die Dissertation in Berlin großer Beliebtheit - mit Anfang, Mitte 30 noch einmal so ein herrliches Studentenleben! Warum soll man den Menschen darüber böse sein? Viele haben zu viele oder auch gar keine beruflichen Talente. Dann bittschön geben sie doch lieber weiterhin ein paar schöne Essen für Freunde und amüsieren diese mit exotischen Themen, statt in jahrelangem subalternen Dienst unnötig früh zu altern.

0 Giannozzo 05.07.2012, 19:01 Uhr

Finde die Diskussion um...

Finde die Diskussion um Ponader hier schon etwas verwunderlich. Wenn der Geschäftsführer irgendeiner "etablierten" Partei (neuerdings auch gern Block- oder Systemparteien genannt, letzteres übrigens ein strammer Nazibegriff, was aber die Wenigsten zu stören scheint), wenn also so ein Geschäftsführer in der FAZ einen Artikel veröffentlicht, wird man mit vollem Recht zuerst die Frage stellen: Was will der damit? . Für Ponader scheint das nicht zu gelten. Der ist eigentlich ein ganz sympathischer Typ, lese ich hier, arm aber fleißig, es gibt Schlimmere, ja mei. Und es kommt keine Frage, ob ein Politiker, der in der BGE-Bewegung an vorderster Front steht, vielleicht ein Interesse daran haben könnte, die Jobcenter und was sie alles tun in düstersten Farben abzumalen? Ob ein offensichtlich nicht ganz blöder politischer Autor-oder-so vielleicht noch eine andere Absichten mit einem Zeitungsartikel verbindet, als sich die Seele freizuschreiben? Zum Beispiel die Positionierung der PP als Anwalt gegen "die da oben" zu festigen, um das breite Spektrum der Wut- und Frustbürger einzusammeln, die man dringendst benötigt, um im Herbst 2013 an die fetten Tröge zu kommen? Sogar hier lese ich schon vom "Anwalt der Armen" (sorry, HM555, so naiv sind Sie nicht wirklich, oder?), und drüben in einigen FAZ-Kommentaren steht der gute Mann schon kurz vor der Heiligsprechung, als Retter der Demokratie usw. Die Story scheint also zu funktionieren. . Sie funktioniert sogar so gut, dass Kritik an dieser Story selbst hier im Blog offenbar als Kritik an ALG2-Empfängern generell aufgefasst und entsprechend angegriffen wird. Was ist, mit Verlaub, für Unfug halte. Es geht hier nicht um Arme, sondern um die politische Instrumentalisierung des Armutsbegriffs. Deshab, auch wenn es jetzt vermutlich wieder bürgerlich-arrogant klingt: Ein bisschen mehr Genauigkeit im Umgang mit politischen Texten dürfte schon sein.

0 Thorsten Haupts 05.07.2012, 19:02 Uhr

@Don: "Die Realität sorgt...

@Don: "Die Realität sorgt dann schon dafür, dass nicht die Besten auf der Strecke bleiben." Summa summarum ist das so. Und die Besten, die behaupten, es sei anders, sind´s eben nicht. Intelligenz oder handwerkliches Können alleine ist eben auch nur eine notwendige, aber keineswegs hinreichende Bedingung für Erfolg. Nur, verehrter Don, fällt der Misserfolg in vermögenden Kreisen deutlich weicher gepolstert aus ... @Vroni: Wo Sie Recht haben ... Die durch nichts zu rechtfertigende dummdreiste Arroganz wattebäuschchengepuderter Bürgersprösslinge gegenüber dem tatsächlich hart arbeitenden Teil der Bevölkerung wird heute leider nicht einmal mehr durch die Erfahrungen der Wehrpflicht gedämpft. Sondern kommt ungefiltert direkt aus dem Studium in die erste Managementposition, hartes Aufschlagen garantiert. @HansMeier555: Ja, wie man´s macht macht man´s falsch. Nur haben Sie sich für diese Lektion das falsche Beispiel herausgesucht. Der Don hat zu dem Thema das Notwendige gesagt, ich muss das nicht wiederholen. Gäbe es nur die britische Geschichte bis 1900, könnte man der Idee eines Parlamentes der Vermögenden glatt etwas abgewinnen. Nur waren die Besitzenden damals auch noch eine Wertegemeinschaft, das haben Bürgerliche nie hingekriegt ... Gruss, Thorsten Haupts

0 Der Tiger 05.07.2012, 19:03 Uhr

@HansMeier555 + specialmarke...

@HansMeier555 + specialmarke – Ich werfe Polander nicht vor, dass er seine Intelligenz nicht dazu benutzt hat, reich zu werden. Aber ich denke, jemand, der begabt ist und darüber hinaus auch noch mit öffentlichen Mittel im Studium gefördert wurde, soll sich selbst ernähren. Besagter Herr hat anfangs Mathematik studiert. Mit dem Fach als Abschluss, fände er einen Job. Dann hätte er genug Geld nebenher kreative tätig zu sein. Darüber hinaus empfinde ich es als ein Frechheit, sich als Hochbegabter über Leute lustig zu machen, deren Job es ist anderen einen Job zu finden, also von den Leuten im Jobcentre zu erwarten, dass sie für einen weit über ihr eigenes Vermögen Begabten einen Job zu suchen… was letzten Endes die Aufgabe dieser Jobcenterleute ist. . Auf die Gefahr hin, dass ich mich bei vielen hier unbeliebt mache, ich bin der Ansicht, dass man für seine Auskommen selbst verantwortlich ist.

0 Veil of ignorance 05.07.2012, 19:07 Uhr

Herr Pomade hat natürlich...

Herr Pomade hat natürlich sein ganzes emanzipatorisches Potenzial ausgeschöpft, in dem er petzte, dass das Amt bei seiner Mama (Schlömer) anrief und schonungslos die Mißstände anprangert: das Amt hat ihm nur einen Job als Theaterregisseur in den letzten zwei Monaten vermittelt und jetzt wollen die ihm nur noch drei Monaten Zeit geben. Danach soll er einem Eingliederungsplan mit dem Ziel einer Festanstellung verfolgen. evil system. Aber der deutsche Spießbürger braucht solche Ikonen als Projektionsfläche für seine eigenen gescheiterten Prinzessinen-Astronautenträume. Dass dieser Pomader Fall nichts mit der Lebenswirklichkeit von Langsamarbeitslosen zu tun hat, ist da ganz egal. Allein für die Aura -man will sich schließlich nicht als Spießer outen- weist man auf die gefühlte Ungerechtigkeit hin, die punktuell zu ertragen indes allein in der Trutzburg des eigenen besser verdienenden Reviers gelingt. Alles andere wird gepflegt wegdemonstriert und am Wochenende die Pomaders im Theater besucht, mit 2000% staatlich subventionierter Eintrittskarte. Dass diese BGE Fantasien den letzten Funken eines sozialen Band zerstören würde, ist da auch ganz egal. Es wird sicher spannend zu sehen wie viele Schichten noch unter das Prekariat passen. . @don: Haben Sie gelesen, dass der Stern Sie zitiert hat im Ponader Artikel?

Don, "... dass seine Situation...

Don, "... dass seine Situation das volle Engagement für die Piraten erlaube. Anders gesagt: Staat zahlt, ich mache was gegen diesen Staat ..." . So wild kann das aber nicht sein mit "der Staat zahlt". Sprüche. P bezieht/bezog nach eigenen Angaben ungefähr 1 Drittel Hartz4, zwei Drittel seien eh eigenes Einkommen. Ich werd das aber jetzt nicht nachprüfen, geschweige denn können.

0 donalphonso 05.07.2012, 19:20 Uhr

Nein, ich halte mir nur die...

Nein, ich halte mir nur die Intelligent Life und die World of Interiors. Was hat denn der Stern gesagt, dass ich geschrieben haben soll? Bei mir hat nämlich keiner gefragt.

0 donalphonso 05.07.2012, 19:23 Uhr

(Und ich will hier auch gar...

(Und ich will hier auch gar nicht als H4-Beschöniger auftreten. Es geht mir nur darum zu zeigen, dasses einen Unterschied gibt zwischen jemandem, der dem System ausgeliefeet ist und einem, der es aus ideologischen Gründen nutzt, hasst und gleichzeitig ausrichtet, also trollt. Dass H4 eine scheussliche Geschichte und in vielen Bereichen vollkommen sinnlos ist, weiss man auch ohne Ponader.)

@ Thorsten Haupts, die...

@ Thorsten Haupts, die schlagen aber nicht hart auf. Kriegen von Papi oder Alumni-Papi abgefedert. Nur Arbeitersprösslinge, die es wagen, ins Management zu wollen, dort hart aufschlagen (und das werden sie wg. Mangel an Stallgeruch), kriegen geteert.

"und in vielen Bereichen...

"und in vielen Bereichen vollkommen sinnlos ist, weiss man auch ohne Ponader." . Stimmt. Aber wissen es auch FAZ-Abonnenten mit Villa im Taunus. War so noch nie britscherbraat (ausführlich) in der stockkonservativen FAZ gestanden. Fand ich toll. Bin schon immer dafür, dass die oberen Schichten endlich gebildet sind und an die Realität der anderen herangeführt werden.

0 Prinzessin auf der Erbse 05.07.2012, 19:36 Uhr

Ich habe mir meinen Titel...

Ich habe mir meinen Titel redlich verdient: mit Erbsen zählen!

0 donalphonso 05.07.2012, 19:38 Uhr

Vroni, bei seiner...

Vroni, bei seiner Bewerbungsrede ist recht deutlich geworden, dass er von der Partei kein Geld will, voll dafür arbeiten wird, und dass ihm seine Lebenssituation das erlaubt. Ausserdem sagte er, dass er so viel unterwegs sei, sei mit seinem Berater so abgesprochen. Da sehe ich keinerlei Planung, zusätzklich einer normalen Arbeit nachzugehen. Und aus Sicht von Ponader, der das system ohnehin wegputzen will, damit man mit dem bdingungslosen Grundeinkommen sein Engagement nach Belieben gestalten kann, ist das nur folgerichtig.

0 Giannozzo 05.07.2012, 19:46 Uhr

Vroni, nur so aus Interesse:...

Vroni, nur so aus Interesse: Sie glauben wirklich, dass die Ponaderstory eine objektive Beschreibung der "Realität" von ALG2-Empfängern darstellt? Und dass er das aus rein aufklärerischen Gründen veröffentlicht?

Veil of Ignorance et...

Veil of Ignorance et alii, verstehe durchaus. Aber hat denn wer eine Idee, wie man den Laden Hartz4, der nach einem gutbürgerlichen Betrüger benannt ist, anders, sonst politisch bekämpfen, auseinandernehmen und vorführen könnte als den ponadischen Wallraff zu machen? Ich wüsste keine Idee und mir fällt sonst viel Anarchokram ein. Die Drangsalierten können das nicht. . So schlimm finde ich diese Agitprop also nicht, eher überfällig. Es müssten mehr sein, die das machen. Dann müssten die Verantwortlichen ihre Fallmanager besser ausbilden oder den Laden ganz dichtmachen und könnten den Drangsalierten nicht das karge Leben so schwer machen. Hartz 4 ist einfach ein Skandal. Warum schikaniert man Leute, die schlimm dran sind, so überflüssigerweise. . Es geht mir gar nicht so sehr drum, dass sie in Zukunft ein BGE von 1000,00 [die konkrete Währung lass ich mal wech, gn] kriegen, das ist eh illusorisch. Es geht mir darum, dass diese bösartigen Schikanen wegfallen. . Disclaimer: Bin kein Pirat. Habe a. a. O. hier einst dargelegt, was am BGE neoliberal schieflaufen wird, würde es denn eingeführt.

Don, warum so gnadenlos. Halte...

Don, warum so gnadenlos. Halte das für ein ganz schönes Brett, Vollzeit zu arbeiten UND das Geschäftsführermännchen zu machen. Was war mit Weisband. Wer keinen burnout will, der hat schon.

0 Hilfsarbeitersohn 05.07.2012, 20:00 Uhr

Vroni, Sie haben ja so Recht....

Vroni, Sie haben ja so Recht.

0 Der Tiger 05.07.2012, 20:08 Uhr

@Vroni – ich komme aus...

@Vroni – ich komme aus dieser Schicht, das heißt, ich bin in Kronberg aufgewachsen und wohne jetzt in einer Kronberg-vergleichbaren Gemeinde in den Niederlanden. Wie Sie an meinen vorherigen Kommentaren erkennen können, hat dieser Ponaderartikel auf mich keine erzieherische Wirkung in Ihrem Sinn gehabt. Die Leute, die in Kronberg wohnen, sind nicht dumm. Sie erkennen sehr wohl, dass Ponader sich von der öffentlichen Hand füttern ließ, bis es nach einer Talkschau aufflog. . Jawohl, ich bin stockkonservativ, ich glaube, dass man für sein Auskommen selbst verantwortlich ist, und den Gegebenheiten anpassen muss.

0 HansMeier555 05.07.2012, 20:19 Uhr

@Giannozzo Doch, Ponader macht...

@Giannozzo Doch, Ponader macht sich zum Anwalt der Hartz-IV-Empfänger. Zumindest publizistisch. Die Debatte über seine Person finde ich unnötig, genau wie vor knapp zwei Jahren die Debatte über Assange. Als es ob es darum ginge, ob der nun wirklich ein Heiliger ist. . Die bürgerliche Position ist die, dass es einen rechtschaffenen Volkstribun überhaupt nicht geben kann: . Entweder ist jemand armes, bemitleidenswertes Opfer -- dann muss er auch demütig als Bittsteller auftreten und darf keine FAZ-Artikel schreiben! Oder aber er hat das Potential, politische Wirksamkeit zu entfalten. Dann aber ist er ein Akteur, der auf diese Weise Karriere machen will -- und dieser Wunsch muss sein Anliegen diskreditieren. . Tja, warum eigentlich? Ansonsten findet der Bürger Karrierestreben für eine gute Eigenschaft, die er seinen Kindern wünscht. Sogar eine politische Karriere ist besser als gar keine. Auch bei zweifelhaften Firmen darf Geld verdient werden, solange es eine erzählbare Version davon gibt, was die machen. Aber Karriere und Sozialkritik, diese Mischung wird nicht akzeptiert. Da ist Ponader nur wenig besser als weiland Bernard Tapie. . Meine Vermutung ist, dass hier alte Muster wirken, nach denen alles Soziale (einschließlich der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestsicherung) in den Kontext Gnade /Almosen /Wohltätigkeit /Milde Gaben eingeordnet wird und daraus entsprechende moralische Verhaltenserwartungen abgeleitet werden. Diese Unterscheidung zwischen den "arbeitsscheuen Gammlern", die woandershin gehören, und den "wirklichen Armen, die unverschuldet in Not geraten sind". . Wer sich für Arme einsetzt, muss selber heilig daherkommen. Ideal ist jemand wie Mutter Teresa oder Franz von Asisi, notfalls geht auch die unbescholtene schwäbische Pfarrersfrau. . Die feudale Lösung wäre die Entstigmatisierung des Bettelwesens (gerne im Rahmen der Rekatholisierung). Dazu habe ich ja neulich schon mal was gepostet. Keine Frage: ein gepflegtes Bettelwesen könnte unsere INnenstädte zu schöneren Orten machen. Aber Bürokratie würde auch dort anfallen.

0 The Great Artiste 05.07.2012, 20:23 Uhr

Oftmals fehlt es an gelebten...

Oftmals fehlt es an gelebten Vorbildern, die einen sinnvollen Berufswunsch entstehen lassen - oder die Eltern haben kein Talent, die Talente des eigenen Nachwuchses realistisch einzuschätzen. Man denkt eben, so glatt wie man nach dem Krieg mit 25 Seiten Doktorarbeit ins gemachte Nest plumpste, würde es immer so weitergehen, wenn man nur fleissig studierte. . Was für ein Irrtum - und gerade wenn das Nest gut gemacht ist, wird ein intelligenter Mensch weniger nach einfach nur einem noch besser gemachten Nest streben, sondern nach Antworten auf all die Fragen, die in dieser Wirtschaftswunderidylle offen blieben. . Daher diese Inflation an sogenannter Kreativität und Selbstverwirklichung, leider viel zu oft viel zu mittelmässig und dann auch nicht vom Glück verfolgt - da muss es dann schief gehen. . Im Medienzirkus geht es zu wie im Eileiter einer Ratte, pro Wurf werden so 8 bis 15 blinde und nackte Junge geboren, die es dann irgendwann ins Dschungelcamp schaffen - und der Rest der lospaddelnden Spermien wird nie einen richtigen Schwanz bekommen. . Mal schaun, wieviel Castingshows noch populär sein werden, wenn wir die Euro-Apokalypse, auf die wir jetzt seit Jahren warten, erst mal hinter uns haben...

0 HansMeier555 05.07.2012, 20:24 Uhr

Die politische Arbeit der...

Die politische Arbeit der anderen Parteien wird doch auch vom Staat finanziert, vorne oder hinten rum. Was sind denn die parteinahen Stiftungen anderes als Auszahlungstellen von Existenzgeld für den eigenen Parteinachwuchs, Langzeitstudenten und Frührentner? Und bei Ponader geht es wirklich um Pfennigbeträge.

0 HansMeier555 05.07.2012, 20:27 Uhr

"... weiß man auch ohne...

"... weiß man auch ohne Ponader". . Wenn jeder nur das sagen dürfte, was niemand vorher wusste, wär es still in der Runde.

Pleauderei Nun ja, werter Don...

Pleauderei Nun ja, werter Don Alphonso, da haben Sie uns mit einer amuesanten Plauderei beschert. Sehr interessant. -- the trials and tribulatiions of the wealthy. The burden of old money. Ah, the life of the idle rich. Not easy, it seems. War schon immr so. What to do with one's life, when boredom reigns supreme? Einen neue Beruf? Ein neues Abenteuer in fernen Laendern? Eine neue Affaire, in Muenche, Berlin oder auf Sylt? Oder wenn's begeistert ein anderes Studium. Ja das sind die Probleme der Schoenen und der Reichen. Ich hoffe nur dass sie sich letzt endes doch nicht langweiligen, den Langeweile ist wohl das schlimmste im Leben -- besonders unter Alphatieren. Thanks for a most entertaining Plauderei, Don Alphonso. Schoen weiter so --- und pax vobiscum.

zu 05. Juli 2012, 22:08,...

zu 05. Juli 2012, 22:08, lustig ist das schon. In Wassenaar (NL) nimmt man Anteil an der doofen Ponaderdiskussion? . Achwas? (Loriot)

0 Der Tiger 05.07.2012, 21:23 Uhr

@HansMeier555 (22:24) – Die...

@HansMeier555 (22:24) – Die Tatsache, dass es die anderen auch so machen, ist kein Grund, etwas nicht zu kritisieren.

0 stimmviech 05.07.2012, 21:25 Uhr

@specialmarke: da muß ich...

@specialmarke: da muß ich wiedersprechen. In den USA gibt es kein Hartz, aber viele Schauspieler/ Drehbuchautoren, die alle auf den Durchbruch hoffen und sich derweil mit Mc-Jobs durchschlagen. Das ist hart für den Einzelnen, führt aber, wenn man zumindest den Mainstreamoutput als Maßstab nimmt, zu besseren künstlerischen Resultaten als unser Hätschelsystem. Ich bin ja für einen Versuch mit dem Bge, weil wir durch die Technisierung in einer noch nie dagewesene Situation sind. Und da kann ich mit einigen Ponaders recht gut leben. Außerdem sind ja nicht alle Piraten so. Frau Weisband ist ja der Gegenentwurf. Im Moment scheint es ja so, als würde sich bei den Piraten der Typ P durchsetzen. Ich kann unter diesen Umständen meine Resozialisierung vergessen und wieder oppositionell rechts wählen. Obwohl: Harties gibt es da auch genug.

0 Der Tiger 05.07.2012, 21:27 Uhr

@Filou – Da Don nichts über...

@Filou – Da Don nichts über Wilders schreibt, schreibt einem ja nichts anderes übrig als sich mit den Piraten aus einander zu setzen.

Abiturienten mit 1,0 enden als...

Abiturienten mit 1,0 enden als Wissenschaftler (z. B. für Astrophysik oder topologische Vektorräume), oder in der Wirtschaft, Zielrichtung eigener Hedge-Fonds, oder in einem Beruf mit people-to-people-contact wie Arzt o.ä., wobei gerade in der letzten Gruppe die Rate der Alkoholiker ja recht hoch sein soll. In der Politik in Deutschland sind Leute mit 1,0 nicht aktiv - das merkt man der Politik in diesem Lande ja auch an. Insofern freue ich mich sehr, das Herr Ponader dort aktiv wird. Schau mer mal, ob er bei der Stange bleibt. @Tiger: Vergleichen Sie Herrn Ps Lebenslauf mal mit dem von Guido Westerwelle. Der hat sich in seinem ganzen Leben noch nicht selbst ernährt, wenn man es genau liest. Statt Studienstiftung hat halt der Alte bezahlt. http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Westerwelle

0 mediensegler 05.07.2012, 21:41 Uhr

Vroni, Harz 4, kreiert von...

Vroni, Harz 4, kreiert von einem Verbrecher, sehr gut, da sind wir beieinander. Ich erlebe jeden Tag neu, wie Menschen, mit denen ich jahrzehntelang auf Augenhöhe war, und immer in dieses System eingezahlt haben, jetzt gezwungen sind, sich mit 50+ als Zeitarbeiter für 7.50 zu prostituieren, und ich sehe jeden Tag in der Stadt auf dem Marktplatz Deutsche schon um 10 Uhr morgens mit Bier in der Hand, aber ich sehe auch Leute mit Migrationshintergrund, die überhaupt nicht dran denken, sich in dieses System zu integrieren, geschweige darin einzuzahlen, und in diesem Szenario kommt ein Ponader überhaupt nicht gut. Und nein, ich wurde nicht gepampert, ich komme aus einer Flüchtlingsfamilie ohne Schloss oder Landsitz, dem sie noch nachtrauern, und ich habe auch erlebt, wie Leute mit Vitamin B mich links und rechts überholt haben, trotzdem bin ich mehr bei der Tiger, dass man letztendlich für sein Einkommen selbst verantwortlich ist, und nichts für ungut, tut mir leid, wenn ich etwas arrogant rüberkam.

0 Giannozzo 05.07.2012, 21:48 Uhr

HM555, danke für Ihre...

HM555, danke für Ihre Entgegnung. Sie schreiben: "Als es ob es darum ginge, ob der nun wirklich ein Heiliger ist." Richtig, darum geht es nicht. Ich kenne Ponader nicht persönlich, und was der tatsächlich denkt, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß aber: Er gehört zum Führungspersonal einer Partei, die derzeit um ihren Nimbus als Anwalt der kleinen Leute und mittelfristig um den Einzug in den Bundestag kämpft. Letzteres könnte zur politischen Überlebensfrage für die PP werden (vgl. den Niedergang der Piratpartiet in Schweden). . Das ist der politische Hintergrund seines Artikels, den kann man nicht einfach ausblenden. Zumal es nicht bei einem Beitrag in der FAZ geblieben ist - der Stern zieht mit, und wenn Sie Ihren Ekel überwinden und auf bild.de gehen, werden Sie dort aktuell einen gefühligen Aufmacher finden: "Sandalen-Pirat kämpft gegen Arbeitsagentur". Es gibt also schon eine regelrechte Kampagne zum Thema. . Damit ist immer noch nicht gesagt, ob Ponader ein guter oder schlechter Mensch ist Es bedeutet aber, dass er als Politiker eine Agenda hat, und dass er in der Lage ist, FAZ, Stern und Bild für diese Agenda zu mobilisieren. Also stellt sich, wie bei allen politischen Äußerungen, die Frage nach Absichten und Interessen. Das ist keine bürgerliche Position, sondern eine kritische. . Welches Interesse hat also eine FAZ oder eine Bild, die Ponader-Story so groß zu fahren? Alles idealistischer Aufklärungswille - Springer als ehrlicher Anwalt der ALG2-Empfänger? Oder doch eher die Kalkulation, dass nur die Piraten 2013 Merkels Kanzlerschaft retten können? Was für ein Interesse hat Springer daran, Piratenchef Schlömer kürzlich zum Händeschütteln bei einem Kissinger-Besuch antanzen zu lassen? Wie passen Ponaders Äußerungen in die Strategie der PP, sich pauschal als Alternative zu "denen da oben" und damit als wählbare Protestpartei für alle Frustrierten und zu kurz Gekommenen gegen "die Politik" zu positionieren? Wie passen sie zu seinen eigenen BGE-Ideen? Ich finde, das sind die interessanten Fragen, über die man reden kann. Ponader selbst (und wie "die Bürger", wer immer das sein mag, auf ihn reagieren) ist da erstmal ziemlich nebensächlich.

0 Veil of ignorance 05.07.2012, 22:05 Uhr

Ich habe den Stern an der Uni...

Ich habe den Stern an der Uni durchgeblättert, kann es also nur paraphrasiert wiedergeben:"Ein FAZ Blogger bezeichnet Ponader als arroganten Arbeitsscheuen, der auf Staatskosten mit seinem Handy spielt." Also den Satz aus diesem Beitrag verwurstet: http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2012/05/15/die-piraten-als-fuenftstaerkste-partei-hinter-der-fdp.aspx

@Tiger, Wilders! Achjottchen!...

@Tiger, Wilders! Achjottchen! Sehn' Sie, das ist das Nette an Holland: Wilders nimmt man ernst, solange er da ist. So langsam wird er marginalisiert. Als Stoerfaktor im 30-Parteiensystem [1] ist er ein voranbringender Beitrag. Auch Stoerer sind in einer Demokratie nuetzlich. Solange es keine Dolferls aus dem Waldviertel sind, ist doch alles voellig normal. . Gelassenheit, Gelassenheit...! . Da ich mich nicht langweile, zieht mir die ganze Aufregung am Achtersteven vorbei. . [1] Anzahl geschaetzt. Koennte auch mehr sein. Oder weniger. Wer weiss das schon? . Na denn Gute Nacht! Schlafen Sie suess! Deutsche haben seltsame Probleme, finden Sie nicht auch? Die machen aus 'nem Furz 'nen Fackelzug.

0 donalphonso 05.07.2012, 22:43 Uhr

Naja, das sagt weniger über...

Naja, das sagt weniger über mich als über den Stern aus: . "Für andere, ich fasse da mal die Meinung meines gewiss nicht reaktionären Umfeldes zusammen, als arroganter Arbeitsscheuer, der auf Staatskosten lieber mit seinem Handy spielt, als wirklich erklären zu wollen, was für die Gesellschaft bei seinem Treiben als „Gesellschaftskünstler“ herauskommt." . So wurde das nun mal breit debattiert, ich habe beide Meinungen wiedergegeben, ohne sie mir explizit oder implizit zu eigen zu machen - meine Theorie ist erheblich komplexer und sieht das alles vor der Frage, wer in der künftigen Bundestagsfraktion mit welchen Themen welche Politik machen wird.

0 E.R. Binvonhier 05.07.2012, 22:56 Uhr

"Welches Interesse hat also...

"Welches Interesse hat also eine FAZ oder eine Bild, die Ponader-Story so groß zu fahren." Hhm, das habe ich mich schon beim Ex-Bu-prä gefragt. . Weil er gegen die Arbeitsagentur kämpft? (Die Zeitarbeitsbranche erwartet einen 2prozentigen Rückgang ihres Geschäfts, stand zu lesen) ...und es klappt immer wieder aufs Neue. Animositäten, 'moralische' Höchstansprüche, die im wunderbaren Gegensatz zum Treiben der Eliten stehen, haben Auslauf.

Lieber Gianozzo, Was ich...

Lieber Gianozzo, Was ich glaube? Was ich glau_be? Ich habe Berichte aus erster Hand aus Hartz4-Situationen. Und das im reichen Bayern. Alle Versuche, mich als naiv hinzustellen, laufen an mir runter wie Eis an einem Eispickel. . Ich glaube nur eins: Dass der Mensch eine ziemliche Sau sein kann, gibt man ihm ein bisschen Macht über jemanden, der nur ein bisschen unter ihm steht. Und das wird ausgenutzt und einkalkuliert. Von ganz oben. Und nein, mir fallen jetzt keine Stories von KZ-WächterInnen ein. . @ Tja lieber Tiger, dass die besseren (Taunus-) Kreise sich für nicht erziehbar halten, sagt doch alles. Es wird Zeit, dass man gewisse, faul herumhängende Kreise am Taunus wieder an regelmäßige Arbeit und Bildung dank Wissen heranführt. Ich benutze jetzt mit großem Vergnügen das verbale Agitationsmaterial des Klassenkampfs von oben.

Gianozzo, die Pauli hat man...

Gianozzo, die Pauli hat man hops gehen lasen, weil man es formaltechnisch hinterfotzigerweise hat so einrichten können, dass sie nicht fristgerecht eingereicht habe. Was für einen Schiss musste man vor dieser Querschießer-Partei gehabt haben. . Vorher haben die Medien sie auch hochgejazzt. Mitsamt den albernen Latex-Handschuhen. Was für eine Agenda. . Also darauf, dass man Ponader aus staatstragenden Gründen bewusst durch alle positiv gestimmt tuenden Kakao-Kanäle zieht, würde ich mir als zoon politicon noch nichts einbilden. Medien lassen so schnell fallen, wie sie hochjubeln. Schon morgen kann das der Fall seien. Vielleicht geht es ihnen um die Fallhöhe. Je mehr hoch, desto mehr unten dann. Sie wissen schon: Das Ding mit nochm Torpedo im Ärmel.

Und ganz ehrlich: Den Jauch...

Und ganz ehrlich: Den Jauch konnte ich noch nie leiden. Und das, den Ponader (zu dem ich neutral gestimmt bin) dreimal auf dem Begriff Hartz4 insistierend bloßstellen zu wollen, das war einfach widerlich, Entschuldigung.

Lieber Mediensegler, da bin...

Lieber Mediensegler, da bin ich ganz bei Ihnen. . Bedenken Sie jedoch, die Sache mit dem "Jeder ist für sein Auskommen verantwortlich" ist nur ein Derivat des verlogenen amerikanisch-individuellen Glücksversprechens. Das Glück oder Unglück des Einzelnen wird grundsätzlich individualisiert. Verantwortung für andere wegrationalsiert. . Hab auch schon Leute blubbern hören, die glauben, Krebs sei selbstverschuldet, da man zu negative Gedanken habe, oder so. So ungefähr der gleiche Un-Geist, sorry.

Giannozzo, ich nu...

Giannozzo, ich nu wieder: (Quelle: Stern) "Berlin - Der erwerbslose politische Geschäftsführer der Piratenpartei, Johannes Ponader, hat Ärger mit der Arbeitsagentur. Ponader bestätigte dem «Spiegel», dass die Behörde ihn nach seinen ersten großen Talkshow-Auftritten gemahnt habe, als Empfänger von Arbeitslosengeld II müsse er seine Honorare angeben, da sich die staatliche Unterstützung entsprechend verringere. Ponader habe nach eigenen Angaben allein für einen Auftritt bei Markus Lanz ein Honorar von 500 Euro erhalten, berichtet das Blatt." . Madonna, was für ein Hammer-Salär. Also damit ich wirklich freiwillig bei diesem Wesen Markus Lanz auftrete und nicht von hundert Ochsen gezogen werden muss, muss man mir mehr bieten als diese 500 [Währung bitte selbst ausdenken, danke]. . Und das soll Hochschreiben der Medien sein? Ne, nä.

0 hansgeier333 06.07.2012, 00:31 Uhr

FJS hatte seinerzeit auch ein...

FJS hatte seinerzeit auch ein Bomben-Abi gemacht - und was ist aus ihm geworden?

"... sind nicht dumm. Sie...

"... sind nicht dumm. Sie erkennen sehr wohl, dass Ponader sich von der öffentlichen Hand füttern ließ, bis es nach einer Talkschau aufflog." . Keine Ahnung. Vielleicht sind sie doch dumm. Und haben sich von den Medien vergackeiern lassen: Ponader behauptet anders in einer Antwort auf einen Kommentaristen auf http://www.johannesponader.de/drupal/acquia-drupal-1.2.33/node/21 : "Selbstverständlich müssen Bezüge angerechnet werden. . Dass ich Einnahmen nicht angeben würde oder mich darüber ärgern würde, dass ich sie angeben muss, war eine reine Zeitungspropaganda, an der nichts dran ist. . Wenn so etwas einmal über die dpa raus ist, ist das leider nur sehr schwer wieder richtigzustellen." . Er klingt nicht nach sich faul durchfüttern lassen. Ich weiß aber nicht, welche Qualitäts-Gazetten im Taunus so gelesen werden.

0 HansMeier555 06.07.2012, 05:05 Uhr

Wenn Ponader seine...

Wenn Ponader seine Parteiarbeit über H4 finanziert, wird man darin weder Verschwendung noch Schmarotzerei erkennen können. Dass er politisch arbeitet, ist nicht zu übersehen und dass er aus anderen Töpfen (auch staatlichen) locker viel mehr Geld abzweigen könnte, ist auch zu vermuten. . Die Provokation besteht nur in der "Zweckentfremdung", die Benutzung von Geld aus Topf A für Zweck B. Für jemanden, der BGE einführen will, damit sich jeder frei von Existenzdruck sozial engagieren kann, ist das doch eine logische und sinnvolle Haltung: Demonstrativ schon heute mit H4 so umzugehen, als wäre es BGE. Ein gelungener Propagandatrick. . Aber müssen Politiker Politik machen? . Für Bürger und Gutsbesitzer im 19.Jh., die die "soziale Frage" als rein moralisches Wohltätigkeitsproblem ansahen, für welches die Kirchen zuständig sind, waren schon GEwerkschaft und SPD eine moralische Katastrophe. Wie ekelhaft, mit der Not der Armen Politik machen zu wollen! "Mit meinen Arbeitern hatt ich nie ein Problem, aber diese bezahlten Berufshetzer gehören in den Knast". . Und genauso jetzt: Den armen ausgebeuteten Supermarktkassiererinnen gönnen wir H4-Aufstockerei, aber dieser Sandalen-Pomader mit seinem iPhone gehört in die Produktion. . @Don: Wenn Ihr Umfeld "nicht reaktionär" ist, dann doch tolerant genug, um vereinzelte hartgesottene Reaktionäre zu integrieren, die man dort aber sicher auch nicht so nennen würde. Weil das ja wie ein Schimpfwort klingt, warum auch immer. Statt dass die einfach zu dem stehen, wofür man sie schätzt.

0 HansMeier555 06.07.2012, 05:19 Uhr

Reaktionär ist heute jemand,...

Reaktionär ist heute jemand, der sich die Verhältnisse der alten BRD zurücksehnt, als man mit gutem Gewissen reich sein konnte.

Beim Ponader geht es darum,...

Beim Ponader geht es darum, dass er sich als egozentrischer, kinidscher Jammerlappen gibt. Und, HansMeier555 in der Buchhaltung gilt das Kompensationsverbot aus dem guten Grund, dass man nur so verfolgen kann wieviel wann warum eingenommen oder ausgegeben worden ist. Dass am Ende alles auf Staatskosten oder des Steuerzahlers Rücken oder woher auch immer finanziert worden ist erlaubt es eben nicht, alles wahllos aus irgendeinem Topf zu finanzieren. Und wenn Arbeitslosengeld 2 für Leute ist, die eigentlich dem Arbeitsmarkt zur Verfühgung stehen, dann wird selbiges eben systematisch richtig einem bundesnotorischen Vereinsvorsitzenden gestrichen. Auch Ehrenamt muss man sich leisten können. So, wollte schon seit gestern mal all den Unflat loswerden, der mir nach dem Ponaderschrieb aus Mund und Hand drang Natürlich nur, soweit ïch denke, dass er veröffentlichbar ist.

0 HansMeier555 06.07.2012, 06:17 Uhr

Progressiv ist heute der...

Progressiv ist heute der Feudalismus. . Sie denken, das sei Satire.

0 HansMeier555 06.07.2012, 06:35 Uhr

Betrachtet man die letzten 200...

Betrachtet man die letzten 200 Jahre deutscher Geschichte im Rückblick, dann erkennt man die Wurzel allen Übels leicht in allem, was Erfolg hatte: Wirtschaft, Wissenschaft, Militär, Verwaltung, Justiz, zeitweilig auch in der Politik (Bismarck). Diese erfolgreiche Steigerung der Effizienz auf allen Gebieten, dieser Fortschritt, diese Sauberkeit, diese Tüchigkeit, diese eifrigen Beamten, diese Kraft! . Irgendwas muss man damit ja anstellen, irgendwo muss man damit doch hin...

0 HansMeier555 06.07.2012, 06:54 Uhr

Wie Ponader sich gibt, weiss...

Wie Ponader sich gibt, weiss ich nicht, ich guck ja kein Fernsehen. Den FAZ-Artikel fand ich nicht weinerlich, sondern offen und informativ. . Es hat einen Hauch von Wallfraf, über welchen die Nase zu rümpfen inzwischen allgemein üblich ist. . Da lief das Argument ganz ähnlich: Als Afrikaner rumzulaufen sei ebenfalls rassisstisch ("Bevormundungs-Rassismus"), weil Afrikaner ihre Erfahrungen doch selbst artikulieren könnten und keinen Wallraf dazu bräuchten. Das war der talking point, den alle nachgeplappert haben. . Wobei doch jedem völlig klar sein könnte, dass Afrikaner in Deutschland selbstverständlich Fürsprecher brauchen. Weil das, was ein Afrikaner sagt, in Deutschland niemals und nirgendwo dasselbe Gewicht und dieselbe Glaubwürdigkeit hat (weder bei den Behörden, noch vor Gericht, noch in den Medien) als das, was ein hellhäutiger Deutscher sagt, dazu noch ein prominenter Schriftsteller. Weil viele Deutschen aus dem Munde Wallrafs eine Nachricht zur Kenntnis nehmen (oder gar glauben), die, von einem Afrikaner artikuliert, niemals an ihre Ohren gedrungen wäre. . So ist es leider und nicht Wallraf ist daran schuld. . Und so ähnlich ist es auch mit H4-Empfängern und dem Ponader.

0 HansMeier555 06.07.2012, 07:00 Uhr

Und das mit dem i-Phone...

Und das mit dem i-Phone erinnert mich an eine Episode aus meiner Kindheit. . Als in meinem Heimatdorf ein Bild aus Afrika auftauchte, das Neger zeigte, wie sie in ihrer Neger-Hütte Fernsehen gucken. So was! Wir spenden denen Geld, damit sie nicht hungern, und die kaufen sich damit einen Fernseher!

Ist es nur in GB, dass junge...

Ist es nur in GB, dass junge Leute immer wieder die Stelle wechseln? Ich kenne einen Fall - eine Frau um die 40 Jahre, Uni-Absolventin - die schon in den USA, Spanien, Australien und in der Schweiz gearbeitet hat. Insgesamt mehr als zwanzig Male den Job gewechselt. Ihr CV (Lebenslauf) sieht wie ein Trümmerfeld aus. Deshalb musste sie sich vor 3 Jahren selbständig machen.

@Der Tiger - "Jawohl, ich bin...

@Der Tiger - "Jawohl, ich bin stockkonservativ, ich glaube, dass man für sein Auskommen selbst verantwortlich ist, und den Gegebenheiten anpassen muss." Machen Sie sich über das "stockkonservativ" keine Sorgen. Diese Haltung bleibt langfristig entweder mehrheitsfähig oder das Volk, in dem das nicht mehr der Fall ist, verschwindet einfach. Man muss gegenüber Kritikern dieses Grundsatzes kein schlechtes Gewissen haben. Sozialisten und Sozialbürokraten haben die Moral keineswegs gepachtet, sie tragen sie nur wie eine Monstranz vor sich her. Gruss, Thorsten Haupts

@vroni et al. Weiter so mit...

@vroni et al. Weiter so mit dem Taunus-Bashing. Diese Berge hinter Frankfurt sind voll mit geerbten oder erheirateten Vermögen. Die Zeit wird gefüllt mit harter Arbeit („Die Galerie lässt mir keine freie Zeit“), Fortbildung („zertifizierter DCV-Coach“) und Charity. Ponader fehlt anscheinend der finanzielle Background, aber kriegt das hin mit 1,0 und Studienstiftung, Theaterjobs und Jobcenter. Damit hat er authentische Einblicke in das Leben des Prekariats, sowohl des Kulturprekariats am Theater, als auch der working poor, die im Jobcenter erscheinen müssen. Weit mehr Einblicke und Erfahrung als jeder Politiker in der Regierung, mehr als viele Taunusbewohner und einige Schreiber hier. Hans Meier hat den Umgang mit Ponader doch treffend auf den Punkt gebracht (22:19 Uhr): Wer Almosen vom Staat erhält, muss dankbar sein und darf nicht provozieren. Deutschland liebt Provokateure aus wohlhabendem Elternhaus!

Kaum zum aushalten ist das...

Kaum zum aushalten ist das hier. Da trieft das Fett der Selbstgefälligkeit ja schon unten aus dem Bildschirm raus. Verehrteste Allerwerteste, die Ihr hier schreibt: damals, als ihr noch jung wart, da konntet Ihr fleißig sein im Studium oder auch nicht so sehr und mit ein wenig Anstrengung ist doch allemal was aus Euch geworden. Aber die Zeiten haben sich geändert und es ist lang her, daß Ihr Euch auf den Weg machtet. Und was der Herr Ponander da beschreibt, mag er nun fleißig sein oder faul, klug oder nur schlau, ist leider heute bittere und ganz allgemeine Realität. Genauso wie das Turbo-Abitur und der sogenannte Bachelor-"Studiengang". Und was ist nun der Lösungsvorschlag? Sollen zur Vermeidung der Vorhölle im Arbeitsamt nun alle BWL, Jura oder Medizin studieren? Und dann als Juristen, Banker oder Ärzte fleißig mitbauen an der Bankenkrise, am Filz unseres Medizinwesens, etc.??

0 colorcraze 06.07.2012, 08:59 Uhr

Tja, so sehen die Lebensläufe...

Tja, so sehen die Lebensläufe der "rausgekauften" Generation aus. In Mecklenburg ergab sich schon vor einiger Zeit das Problem, daß manche Gemeinden nichtmal mehr einen ehrenamtlichen Bürgermeister haben können, weil der HartzIV-Empfänger, der sich dazu bereiterklärte und auch das Vertrauen der Einwohner hatte, abgeblockt wurde. Ponander scheint da nun die bundespolitischdramatische Inszenierung fürs bürgerliche Zeitungspublikum dazu zu liefern. Naja, es ist halt im Eintagsfliegen-Stadium.

0 donalphonso 06.07.2012, 09:00 Uhr

Nein, ich denke, eine ehrliche...

Nein, ich denke, eine ehrliche Debatte über die Bolognreform und ihre Auswirkungen wäre wichtig. Leider war es aber so, dass auch genug Studenten die Turbowege gewollt haben, und man es nicht allein der Politik oder den Unis draufhängen kann Ich habe damals auf anderen Kanälen versucht zu verdeutlichen, wie viel hier falsch laufen kann, aber das war auch die Zeit, da man in der Uni von den Studenten mit 12 Semester als fauler Opa bezeichnet wurde. Und heute jammern alle darüber, dass die Leute nach g8 und Bachelor keine Lebenserfahrung ausser Saufen haben, um das mal grob zu formulieren. Es sind einfach zu viele Leute zu früh auf dem Arbeitsmarkt, aber schuld sind viele. . Ich finde das traurig. Aber es kommt auch von den Studenten kein Impuls, das zu ändern.

0 colorcraze 06.07.2012, 09:05 Uhr

@fionn: nein. Oder was meinen...

@fionn: nein. Oder was meinen Sie, warum viele jüngere Deutsche in der Schweiz sind?

0 el poldito 06.07.2012, 09:22 Uhr

@Susina: In den letzten...

@Susina: In den letzten Jahren habe ich die ganze Bandbreite des poststudentischen Lebens gesehen - vom Turbo-Unternehmensberater bis hin zum Medienprekariat. Schwer ist es immer noch für die ohne familiären Hintergrund. Und ohne Beziehungen, Talent, Ehrgeiz. Das mag "früher" einfacher gewesen sein mit einer einstelligen Akademikerquote. Nur ist andererseits das Risiko, ganz unten zu landen, bei den Studierten immer noch am geringsten.

Die Kritik an der...

Die Kritik an der Bologna-Reform ist völlig richtig. Wenn jede einzelne Studien”regung” von der Anwesenheit bis zur Abschlussprüfung vorgegeben, mit einem Kreditpunktesystem erfasst und als Gesamtergebnis ausgewertet (sprich: auch jede Abweichung vom Plan negativ sanktioniert wird), dann zwingt das die Studenten zu absoluter Konformität und erstickt die intellektuelle Freiheit und Selbstständigkeit. Das ist grausam. Aber trotzdem: Wer länger als zwölf Semester studiert, und das nicht, weil er nebenbei seinen Lebensunterhalt finanziert, der ist ein “fauler Opa” ;-) Eine akademische Ausbildung kann man in fünf Jahren absolvieren. Eine Fächerauswahl nach persönlicher Neigung ist ja schon eine staatliche geförderte Selbstverwirklichung. Das ist auch gut und wichtig. Aber, wer den subventionierten Freiraum des Studentenstatus zur weitergehenden Lebenserfahrung nutzen will, der macht nichts anderes als ein Arbeitsloser, der sich darum drückt, so schnell wie möglich einen Job anzunehmen. Ein Studienjahr kostet den Steuerzahler, glaube ich, so ca. 7000 Euro. Ein gleichaltriger Bäckergeselle, der den Meisterbrief machen will, muss das nebenberuflich machen und viel Geld für den Lehrgang bezahlen. Vermutlich darf er nicht bestimmen, wann er den ersten Leistungsnachweis erbringen möchte. Und nebenbei finanziert er durch seine Steuern die universitäre Bildung und den Studentenrabatt für Opernkarten der gleichaltrigen Söhne aus besserem Hause, für die er selber den vollen Preis zahlen müsste, wenn er Zeit und Geld dafür hätte...

0 Der Tiger 06.07.2012, 10:22 Uhr

@Susina – Ihre...

@Susina – Ihre Gegenüberstellung: einerseits lobenswerte Kreative, andererseits Rechtsanwälte, Banker und Ärzte, die all nur aufs Geld aus sind, ist ermüdend und einseitig. Erstens ist jeder auf die Vertreter dieser von Ihnen und vielen hier geschmähten Berufen angewiesen. Zweitens habe ich nicht ohne Grund schon erwähnt, dass Ponander anfangs Mathematik studiert hat. So ein Studium – und da spreche ich aus Erfahrung – erfordert viel Selbstdisziplin und Konzentration, die der Herr offensichtlich nicht aufzubringen bereit war. Aber dass die Wirtschaft in Deutschland einigermaßen gut läuft – und damit ein überdimensionales Sozialprogramm finanziert wird, ist zum großen Teil die Leistung von Leuten in technischen Berufen, Maschinenbauer, Ingenieure aller möglichen Sparten, Mathematiker, Informatiker. Da ich selbst mein Geld in diesem Milieu verdient habe, finde ich die Gleichsetzung, die ist aus Kronberg, also reich/faul/ignorant/Banker ziemlich beleidigend.

0 Giannozzo 06.07.2012, 10:23 Uhr

Hm, hier geht's ja lebendig...

Hm, hier geht's ja lebendig weiter. Sage ich also auch noch mal etwas: . HM555 (08:54): Ihr Vergleich Ponader-Wallraff ist aufschlussreich, finde ich. Weil er nämlich gerade nicht funktioniert. Wallraff hat die Rollen anderer eingenommen, um *deren* Diskriminierung aufzudecken. Das war, alles in allem, eine aufklärerische Leistung. Er hat damit Geld verdient, aber er hatte selbst keine Vorteile davon, wenn sich z.B. die Bedingungen der Arbeiter verbesserten. Ponader beklagt seine *eigene* Diskriminierung und setzt sie als Promi-Story bei FAZ, Stern und Springer durch. Würde seine politische Arbeit Erfolg haben, würde er selbst massiv profitieren. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Politik der PP, die sich immer dort besonders massiv engagiert, wo es um die Bedürfnisbefriedigung der eigenen Fans und Funktionäre geht (BGE, Kopierfreiheit). . Vroni (01:46): "Ich glaube nur eins: Dass der Mensch eine ziemliche Sau sein kann, gibt man ihm ein bisschen Macht über jemanden, der nur ein bisschen unter ihm steht. Und das wird ausgenutzt und einkalkuliert." Ja, glaube ich auch. Nur, das ist der Unterschied: Sie denken, dass Ponader als ehrlicher Anwalt gegen die Armut auftritt. Ich denke, dass er das Armutsthema für seine politischen Zwecke instrumentalisiert. Und das scheint ja auch zu klappen, wenn Kritik an seinem Auftreten reflexartig mit Hartzler-Bashing gleichgesetzt wird. Dabei geht es darum gar nicht. Es geht um die Positionierung "PP = gegen das System, für die kleinen Leute" und ob man denen das abnimmt. . Nochmal Vroni (01:57): Natürlich ist es richtig, dass Medien wie Stern und Spinger davon leben, Promis rauf- und runterzuschreiben. Trotzdem bin ich sicher, dass ein Blatt, das so extrem pro-Merkel ist wie Bild, ein gutes Jahr vor der BTW sehr genau hinschaut, wie es welchen Politiker anfasst. Auch Frau Weisband haben sie ja schon auf die blattübliche Weise als schöne Piratin gesponsert. (Stellen Sie sich das mal mit Petra Kelly vor.) Und dass die Piraten aller Voraussicht nach Merkels letzte Chance sein werden, ist ja nun mal offensichtlich.

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 10:27 Uhr

@Susina, alle mühen sich mit...

@Susina, alle mühen sich mit der Transparenz; stürzen sich auf Vorgänge und Verfahren und wundern sich, warum dabei kein Inhalt herauskommt. . Da kann HansMeier555 frohlocken.

0 HansMeier555 06.07.2012, 10:31 Uhr

@Don . Sie sehen auch hier...

@Don . Sie sehen auch hier wieder das Dilemma: . Wenn die Studenten mit 20 oder 22, deren WElt noch in Ordnung ist und die noch ganz im Banne der Vorurteile ihres (womöglich eher spießigen) Elternhauses stehen, mangels Lebenserfahrung noch nicht rebellieren, und sich fest vornehmen, nach 10 Semestern fertig zu sein, dann machen Sie denen das zum Vorwurf und sagen, die seien selber schuld (gewesen). Weil sie zu konformistisch waren oder so. . Wenn dieslben dann aber fünf oder 10 Jahre später, durch Schaden klüger geworden, sich doch wehren, dann kann man ihnen vorwerfen, sie seien Faulenzer und Versager und hätten eben "weniger demonstrieren, sondern lieber was arbeiten sollen". (Und gleich mal inquisitorisch nachhaken, wer dem das i-Phone spendiert hat. . Wenn Ihnen die fleißige Streber ebenso zuwider sind wie alternative Selbstverwirklicher, was bleibt da noch übrig? . Marktfrau, Fahrradhändler, Ökobauer...?

0 Der Tiger 06.07.2012, 10:43 Uhr

@colorcraze – Wer hat diese...

@colorcraze – Wer hat diese H4 Bürgermeisterkandidaten abgeblockt? Mit welchem Argument?

0 Der Tiger 06.07.2012, 10:47 Uhr

@colorcraze – Andererseits...

@colorcraze – Andererseits kommen MINT Ausländer nach Deutschland: . http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/studie-zuwanderer-helfen-der-deutschen-wirtschaft-11810909.html

@ HansMeier555, die...

@ HansMeier555, die konservative Ecke beim Geifermob, ähm Leserbriefe unter Ponaders Artikel sieht es anders: "Sie [Sozialleistungen] sind jedenfalls nicht dazu da, persönliche Neigungen und Interessen zu finanzieren. " . Sie sehen ihn. Aber die dortigen Leser sehen generell den Konflikt nicht, ob ein politisches Amt/Ehrenamt denn nicht auch ein Dienst an der Gemeinschaft sein kann. Das war doch immer gefordert und ist im Konsens: Wer Sozialleistungen bezieht, muss sich erkenntlich zeigen und was dafür tun.

0 HansMeier555 06.07.2012, 10:53 Uhr

@Giannozzo . Wallraff begann...

@Giannozzo . Wallraff begann seine Karriere mit Reportagen, wo er nur seine eigene Rolle einnahm, z.B. als Wehrdienstverweigerer oder als Fabrikarbeiter. . Als er anfing, sich fiktive Identitäten zuzulegen (Hans Esser bei BILD), da hat man ihm genau das zum Vorwurf gemacht: Dass er sich "einschleicht", verstellt, maskiert, betrügt. . Wenn Ponader sich NICHT verstellt, keine Kunstfigur erfindet, die dann H4 beantragt, sondern es mit seinem richtigen echten bürgerlichen Namen selber tut und darüber dann berichtet, dann ist es auch wieder falsch: Weil er ja selber davon profitieren würde, wenn die ihn jetzt korrekt behandeln würden. . Ich sage ja: Was immer so ein Kritiker oder Politiker auch tut, immer ist es falsch.

"Und dass die Piraten aller...

"Und dass die Piraten aller Voraussicht nach Merkels letzte Chance sein werden, ist ja nun mal offensichtlich." . Lieber Giannozzo, und wie soll das gehen? Sollen die Piraten für Merkel SPD-Stimmen wegnehmen (SPD schwächen)? Ich glaube eher, dass der anderen Linkspartei dann die Stimmen fehlen werden.

@Susina - früher war alles...

@Susina - früher war alles einfacher (für Studenten): Stimmt. "Früher" gab es auch erheblich weniger Studienabgänger. Die Zeiten haben sich nicht geändert, aber das Angebot an Konkurrenten um denselben Job. Dank an alle Bildungsreformer, alles hat einen Preis. Und auch heute wird nachweislich aus fast allen immer noch etwas, mit ein wenig Anstrengung. @Don: Ihre Beobachtung, dass (zumindest in einigen Studiengängen) Studenten in der Mehrheit selbst wesentlich schneller werden WOLLTEN, ist völlig richtig. Betriebswirtschaftler (zu meiner Zeit) wollten ihren Wisch und raus zum Geldverdienen, sie haben das Studium als möglichst kurzen Weg zur abgeschlossenen Ausbildung verstanden. Bei Juristen war´s kaum anders. Nur hat die Politik darauf IMHO inkonsistent reagiert. Der Vorschlag meines Studentenverbandes Anfang der neunziger war die verstärkte Nutzung systemimmanneter Möglichkeiten - Ausbau der Fachhochschulen bzw. Umbau von Universitäten zu Fachhochschulen.

@poldito „Nur ist...

@poldito „Nur ist andererseits das Risiko, ganz unten zu landen, bei den Studierten immer noch am geringsten.“ Das liegt nur daran, dass die Definition von „ganz unten“ all die Jahre die gleiche geblieben ist. Eine Anwaltskanzlei, die monatlich 1000,- brutto abwirft, ist auch ziemlich weit unten. @gianozzo „Sie denken, dass Ponader als ehrlicher Anwalt gegen die Armut auftritt. Ich denke, dass er das Armutsthema für seine politischen Zwecke instrumentalisiert.“ Daraus läßt sich ableiten, dass ein Politiker kein „ehrlicher Anwalt“ sein kann. Trifft sicher für den Großteil der pol. Elite des Landes zu. Die Piraten bekommen immerhin von 8% der Wähler einen entsprechenden Vertrauensvorschuß. Sie sehen Ponader als Politiker, der als ehrlicher Anwalt auftritt. Damit hat er mehr politisches Kapital als Frau Merkel , die ehrliche Anwältin des Euro, oder Rösler, der ehrliche Anwalt von…ja was eigentlich? Der Hoteliers?

"Ich denke, dass er das...

"Ich denke, dass er das Armutsthema für seine politischen Zwecke instrumentalisiert." . Und lieber Giannozzo, wo ist das Problem. Mandela (obwohl Ponader jetzt wirklich kein Vergleich ist zum Mandela) hatte das Apartheidsthema für seine politischen Zwecke "instrumentalisiert". Und sich selbst auch. War ebenfalls selbst Betroffener (hier: Gefängnis). . Man könnte doch auch sagen: Mandela hätte sich ja quasi selbst absichtlich in den Knast gebracht, er hätte ja nur nicht so agitieren sollen. Und könnte sagen: Mit seiner Intelligenz und als Anwalt hätte er es weit bringen können. So einen unterstützen wir nicht.

"Und dass die Piraten aller...

"Und dass die Piraten aller Voraussicht nach Merkels letzte Chance sein werden, ist ja nun mal offensichtlich." Und morgen kommt der Weihnachtsmann!

nun, ich glaube ich habe...

nun, ich glaube ich habe "plaudern" für mich noch nicht richtig verstanden. Worin unterscheidet es sich von "sprechen über" oder "tratschen". Wenn es sich nicht unterschiede, wäre es negativ belegt?

"Da ich selbst mein Geld in...

"Da ich selbst mein Geld in diesem Milieu verdient habe, finde ich die Gleichsetzung, die ist aus Kronberg, also reich/faul/ignorant/Banker ziemlich beleidigend." . Da können Sie mal sehen, wie beleidigend es jeden Tag für einen Sozialleistungsbezieher ist, für faul, vor der Glotze hängend und rumagitierend gleichgesetzt zu werden. .. Und noch etwas, ein sehr liebe Freundin von mir hat Mathematik studiert, nach der Hälfte abgebrochen und dann ... Krankenschwester gelernt. Ich war auch erst wie vor den Kopf geschlagen. Aber sie hat sich bei den Mathematikern einfach nicht wohlgefühlt. Ich würde ihr nie vorwerfen, dass sie bloß nicht bereit war, genügend Selbstdisziplin aufzubringen und ordentlich Geld zu verdienen. Manche haben noch andere Werte als eins null (o.k.. das war Informatik) oder als "treffen sich zwei Parallelen im Weltall". Obwohl ich Mathe und Physik sehr mag (wir beide haben in diesen Fächern immer voneinander abgeschrieben, wie waren quasi DAS Mathe-Pärchen), so weit würde ich doch nicht gehen, sie wegen ihrer Entscheidung zu beschimpfen. Ich respektiere ihre Entscheidung. Sie ist o.k. . Ihr Karriere-Geningel, lieber Tiger, kann manchmal ganz schön ernervierend sein.

0 donalphonso 06.07.2012, 11:36 Uhr

Nun, mit 39 Grad Fieber und...

Nun, mit 39 Grad Fieber und Grippostad, weil man aufgefordert wurde, zwischen halb 1 und halb 4 Uhr Nachts ein paar unsortierte Dinge mühsam und gedankenreduziert zusammenschreiben. Das ist plaudern.

@HansMeier555 - "Was immer so...

@HansMeier555 - "Was immer so ein Kritiker oder Politiker auch tut, immer ist es falsch.": Vroni hat´s doch schon richtig festgestellt: Für den Bezug staatlicher Leistungen gibt es in Deutschland einen ausserordentlich breiten Konsens darüber, unter welchen Voraussetzungen man das tun kann/darf. Da dieser Konsens auch moralisch sehr gut begründet werden kann, läuft Ihre Kritik einfach ins Leere. Sie persönlich mögen das ja anders sehen, aber Sie sollten den Leuten nicht etwas vorwerfen, um das es denen gar nicht geht. Ich wundere mich ja umgekehrt darüber, dass Selbstausbeutung (Ehrenamt in fast Vollzeit) bzw. Hungerlöhne (800 Euro für Vollzeitmitarbeiter) bei den Piraten auf einmal für fortschrittlich gelten. Unter allen anderen Umständen heisst das Ausbeutung oder Sklaverei, bei denselben Lobhudlern. Gruss, Thorsten Haupts

0 colorcraze 06.07.2012, 11:58 Uhr

@BinVonHier 12:27 - Ihrem...

@BinVonHier 12:27 - Ihrem Seufzer schließe ich mich an. Und werde mich ein wenig der Grundlagenbesinnung widmen.

0 donalphonso 06.07.2012, 12:03 Uhr

Auch hier wird...

Auch hier wird geplaudert: . http://www.philibuster.de/themen/stroemungen/johannes-ponader-das-alte-piraten-hartz-und-nun.html

Lieber ThorHa, ich glaube da...

Lieber ThorHa, ich glaube da wurde ich missverstanden. Oder habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich bin da eher bei Meier als bei Ihnen: Der Konsens einer breiten Öffentlichkeit über den Bezug von Sozialleistungen ist witzigerweise nur dann einer, wenn er von den Worten her breit und banal gefasst ist ("Der muss muss dann was tun für die Gemeinschaft"). . Sofort aber flieht der Konsens, wenn es konkret wird. WAS genau ist denn alles ein Dienst an der Gemeinschaft. Ab da wird munter ruminterpretiert. Und zwar immer so, dass es in den eigenen Kram passt ("Arbeitslager!"). Ab da gibt es keinen Konsens mehr. . Ich persönlich bin der Meinung, dass ein politisches Ehrenamt durchaus ein Dienst an der Gemeinschaft ist. Andere bezeichnen es als Hobby. Es herrscht Klärungsbedarf. . Ja, und die Marina Weisband ist eine tolle Frau. Aber jetzt haben wir Ponader. Verteufeln mag ich den nicht, nicht jeder hat alle Gaben.

0 Der Tiger 06.07.2012, 12:17 Uhr

Sehr geehrter Don! Es tut mir...

Sehr geehrter Don! Es tut mir Leid zu erfahren, dass Sie noch richtig krank sind, sich aber durch unsere Kommentare gezwungen fühlen, trotzdem zu arbeiten – sogar nachts. Um Sie nicht weiter anzustrengen, verzichte ich bis aufs weitere auf meine Kommentare. Gute Besserung wünscht Ihnen aus vollem Herzen Ihr Tiger (mit einem Strauß e-Blumen in der Hand im Auftrag von Madame)

@Der Tiger: kann mich nicht...

@Der Tiger: kann mich nicht erinnern, in meinem Kommentar den Bänkern, Juristen, Ärzten die Kreativen gegenübergestellt oder sie gar als bessere Menschen gelobt zu haben. Ärzte, Juristen und Bänker können sehr wohl einen nützlichen Beitrag zum Gemeinwesen leisten, da gebe ich Ihnen durchaus recht (abseits gesprochen: nur leider tun sie so häufig das Gegenteil). Aber können wir uns allen Ernstes ein Gemeinwesen wünschen, in dem nur noch diese drei Berufe relevant sind bzw. überhaupt vorkommen?? Wohin es führt, wenn man sich vornehmlich an den Interessen der genannten drei Gruppen orientiert sehen wir ja bereits - und einfach nur höhere Mauern um das eigene Paradiesgärtlein bauen hilft auf die Dauer leider nicht gegen die höher steigenden Fluten des allgemeinen Elends.

0 diktionaftis 06.07.2012, 12:21 Uhr

Falls den "Piraten" mal die...

Falls den "Piraten" mal die Themen ausgehen sollten, gibt es bereits Vorschläge, diesem Mangel beizukommen. . http://www.katzundgoldt.de/w_miniermotten.htm

0 HansMeier555 06.07.2012, 12:29 Uhr

Zurück zum Thema: Meine...

Zurück zum Thema: Meine Mutter kochte früher nach so einem Buch, "Gerichte für 10 Mark" (für 4 Personen) oder so ähnlich. . Da will ich mal fragen: Welchen Champagner können wir dien Studenten denn empfehlen, die auch mal feiern, aber nicht mehr als 10 Euro pro Flasche anlegen wollen?Was sagen die Stützen?

0 Giannozzo 06.07.2012, 12:41 Uhr

Vroni (13:07), einfache...

Vroni (13:07), einfache Rechnung: Für Schwarzgelb wird es nicht mehr langen, wenn kein Wunder geschieht. Merkels einzige Chance ist deshalb eine neue große Koalition, mit CDU/CSU > SPD. Dafür müssen aber die kleinen Parteien, die mit der SPD nicht koalieren werden, stark genug sein, um eine rotgrüne Mehrheit zu verhindern. Vorher gab's da nur die Linke, das reichte nicht. Jetzt kommt die PP dazu, das reicht. Die Wählerwanderung PP-Linke ist übrigens nicht so bedeutend. Die PP-Wähler kommen von allen Parteien und massiv von den Nichtwählern. . Nochmal zum Thema "Armut instrumentalisieren": Natürlich kann es sein, dass das Eigeninteresse eines Politikers mit dem Gemeininteresse übereinstimmt. Ein Arbeitsloser darf Politik für Arbeitslose machen, alles andere wäre ja Blödsinn. Nur, ich schrieb es oben schon: Gerade bei den PP-Funktionären fällt auf, dass sie das Gemeininteresse eigentlich fast immer als Eigeninteresse definieren. Auch Ponader macht ja keine systematische Analyse, was bei der Arge schiefläuft, oder entwickelt am Ende gar Lösungsvorschläge (was ich als "politisches Handeln" definieren würde). Sondern er geht auf den Boulevard, weil *er* Stress mit dem Amt hat und *seine* Rechte beeinträchtigt sieht. Ob er dabei auch an den arbeitslosen 50-jährigen Schlosser aus Finsterwalde denkt, der vielleicht noch ganz andere Probleme hat? Ich weiß es nicht, aber ich lese auch nichts davon. . Und zu Ponader-Mandela: Lassen Sie uns diesen Vergleich still in den Tiefen des Blogarchivs begraben, liebe Vroni, sonst werde ich wirklich grantig. Und das wollen Sie nicht erleben.

"sonst werde ich wirklich...

"sonst werde ich wirklich grantig. Und das wollen Sie nicht erleben." . Nur zu, a Guada hoits aus. In meinem nicht immer so günstigen privaten und beruflichen Umfeld für kleine Arbeiter-Prinzessinnen in Bayern ganz ohm waren turnusmäßig einige Hobby-Choleriker zugange, bin also bestens trainiert. . Aber Spaß beiseite, ich habe doch gesagt, dass das kein Vergleich ist. Leseschwäche?

DA ist immer noch krank? ...

DA ist immer noch krank? Here's a joke. Two guys are having beers in an English pub. Nr. 1 asks "How is your lovely sister?" Nr. 2 replies "She's at home in bed with laryngitis" Nr. 1 says "What? Does she still have that Greek boyfriend?"

Liebe Susina, das waren auch...

Liebe Susina, das waren auch nicht Sie. das war phöse pelzige Vroni-Bär. Der dann nur noch auf die passende Replik des Tigers gewartet hat. :-)

Lieber Giannozzo, ihre...

Lieber Giannozzo, ihre Parteienrechnung klingt aber recht kompliziert. Und verfrüht. Ob die BLÖD wirklich so kompliziert denkt? Vielleicht hat sie einfach ihr Sommerloch. Abwarten und Tee trinken. . Das was Marina Weisband in einem Interview über die Presse gesagt hat, stimmt außerdem alles. Hundertprozent.

0 HansMeier555 06.07.2012, 13:43 Uhr

@Giannozzo . Ich finde Vronis...

@Giannozzo . Ich finde Vronis Analogie aber richtig. Es hat immer so was hohles, die "Verdienste großer Männer" zu feiern, wenn sie erst mal groß sind. Viel wichtiger ist es doch, den kleinen, schwachen, nicht perfekten Menschen, die man so trifft, fair zu begegnen. . Ich weiß nix von Ponader, seh aber auch nix, was gegen ihn spräche.

0 Foersterliesel 06.07.2012, 13:51 Uhr

Meiern555 vom 5.7. um 22:27...

Meiern555 vom 5.7. um 22:27 ist zuzustimmen und in den etablierten Parteien hochgehätschelte Jungpolitiker bekommen mehr als Hartz 4; und naja, mag sein Ponader trickst ein wenig, aber er hat eben keine vermögenden Eltern deren Steuerberater für ihn trickst.

Giannozzos Theorie haut so...

Giannozzos Theorie haut so oder so nicht hin: Die BLÖD textet aktuell nicht sehr ponader-freundlich (Artikel aktuell online, will ich nicht verlinken): "Ist Piraten-Geschäftsführer Johannes Ponader (35) ein Sozialschmarotzer?​Ponader lebt nach der Devise: Ich arbeite nur, wenn's Spaß macht – trotz 1,0-Abi und Studium! Wenn das Geld nicht reichte, stockte der selbst ernannte „Gesellschaftskünstler“ jahrelang mit Hartz IV auf.​ ABER STATT DANKBAR ZU SEIN, VERHÖHNT ER DIE ARBEITSAGENTUR!​" . Der üblich BLÖD-Stil. Hat auch schon bei "Florida-Rolf" funktioniert.

0 HansMeier555 06.07.2012, 14:05 Uhr

Wer regiert ist egal, es kommt...

Wer regiert ist egal, es kommt darauf an, was er tut. Atomausstieg, Mindestlohn, Verzicht auf Libyen-Einsatz. So schlimm ist die Bilanz von Schwarz-Geld gar nicht.

Auch fast "gute" Headlines: -...

Auch fast "gute" Headlines: - "Wegen TV-Honoraren Arbeitsagentur nimmt Pirat ins Visier." - "Johannes Ponader Jauch-Pirat lebt „polyamant“" - "Bei Günther Jauch Sandalen-Pirat: Lümmel-Auftritt im TV." - "Johannes Ponader Der neue Oberpirat lebt die Viellieberei." . Sieht nicht nach Ponader-Unterstützung aus. Gar nicht. Sieht nach Auflagenjagd aus. Mit den üblichen Primitiv-Mitteln.

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 15:17 Uhr

Total OT: Lt. neuestem...

Total OT: Lt. neuestem Deutschlandtrend sind 66% der Deutschen mit der Arbeit der Kanzlerin zufrieden und stehen zu ihr. . Das will ich mir unter dem Datum 06.07.2012 einprägen und nicht wieder vergessen.

Also das nach seinem...

Also das nach seinem Jauchauftritt einsetzende Theater haette Herr P. voraussehen koennen, das Gebloeke der notorischen Hetzer ebenso. Da hat er sich voellig unklug selbst zum Opfer gemacht. Jetzt ist er das Opfer, der Jesus von der Jauchcouch. Haette er sich an Minimalregeln fuer oeffentliche Auftritte gehalten, waere er jetzt Schwiegermuttis Liebling. Ich kenne nur noch einen, der seine Chance dermassen versemmelt. Der hat allerdings kein Einserabi, was besagt, dass ein Einserabi zu keinerlei Hoffnungen auf nur irgendwas berechtigen sollte. Der Gesamteindruck war verheerend. Nun fragt man sich, was ist das fuer eine Partei, die den P. in eine Fuehrungsposition hievt-und wer sympathisiert schon mit einem Wahlverein dessen Mitglieder auf konkrete Fragen nur herumeiern?

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 15:26 Uhr

..gebe zu, dass ich keinen der...

..gebe zu, dass ich keinen der Merkel-Gefolgschaft kenne, aber 66% der Deutschen zu kennen ist mir auch nicht möglich. . ...jaja, es war nicht alles schlecht an diesem Regime: die Autobahnen, der Mutterschutz... ..nur Bilanz wird am Ende gemacht.

0 perfekt!57 06.07.2012, 15:29 Uhr

"Meinen !Eidam will ich mir...

"Meinen !Eidam will ich mir auf Europen's !Thronen suchen!" (trad. mitteleurop. lit. Überliefrg.) (Jaja doch, *g*) . Und Grüße.

@E.R. Binvonhier: In...

@E.R. Binvonhier: In Krisenzeiten scharen sich die Menschen um ihre Führer, wenn die zu wissen scheinen (!), was sie tun. Alte, (un)gute und immer wieder bestätigte Verfasstheit von Menschen. Die Wehrmacht des Dritten Reiches hielt deshalb Willensstärke bei Offizieren für wichtiger als formale Intelligenznachweise. Gruss, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 15:53 Uhr

@Vroni 16:07, wär es...

@Vroni 16:07, wär es möglich, dass jemand der nicht Politiker oder BuPrä ist, der Bild etwas ausrichten ließ?

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 15:56 Uhr

Her Diekmann und Herr Döpfner...

Her Diekmann und Herr Döpfner dürften hierzulande nicht die Einzigsten sein, die über ein starkes Ego verfügen.

Filou, Talkshows,...

Filou, Talkshows, Journalisten überhaupt sollte man sich als Eingeladener/Interviewter mit Bedacht aussuchen. Oder gar nicht. . [Offtopic: Jeder tappt mal nei. Wir lehnen seit Jahren Anrufe von Zeitungen und Radiosendern ab, die meinen Gudsten nochmal interviewen wollen zu einem gewissen harmlosen Freizeitthema. Das ging einmal schief, nie wieder. Die Zeitung war eine gewisse Süddeutsche. Da standen dann Sachen drin, die vorsichtig gesagt schwierig, anzüglich und nicht abgesprochen waren. Als Normalo muss man das nicht mehr haben. Stellenweise froh, dass man nicht im Rampenlicht steht. Wenn ab und an noch ein Sender heuchelfreundlich anruft, sehe ich jedesmal Rot. So ein Geschmeiß.]

0 Giannozzo 06.07.2012, 16:02 Uhr

Vroni, ich kann's auch...

Vroni, ich kann's auch einfacher sagen: Merkel bleibt im Amt, wenn Rotgrün nicht funktioniert. Dazu braucht es vermutlich die PP. Fertig. . Springer ist heute wieder negativ, stimmt. Ein Punkt für Sie. Zählen wir in ein paar Monaten nochmal aus. . Sagen, dass etwas kein Vergleich ist, und dann trotzdem vergleichen, hm. Logikschwäche? . Die SZ betrachtet das Thema auf der machtpolitischen Ebene. Da gehört es m.M.n. auch hin: . http://www.sueddeutsche.de/politik/vorstoss-von-johannes-ponader-piraten-partei-der-hartz-iv-opfer-1.1404374 . Wünsche ein ungranteliges Wochenende!

Et tu, felix austria, nube,...

Et tu, felix austria, nube, perfekt!57? Im übrigen bin ich verwirrt, um nicht zu sagen ponadisiert. Worum ging es eigentlich noch mal? Um die Geschichte der W.? Um das Studium an der Hohen Schule von Bologna? Und wer kauft mir ein iPhone? Ich weiß es nicht. Ich bin von der Mehrung des Bruttosozialprodukts zu erschöpft. Aber ich habe ein Zitat für Meiern aus der aktuellen „Zeit“: „Fürst Franz Lobkowitz, seinerseits ein guter Geiger, ist im selben Alter [wie Beethoven] und von der Musik so besessen, daß er für den Unterhalt seines Orchesters und speziell für die Förderung Beethovens sein Vermögen aufs Spiel setzt.“ . Frage nicht, was du für Ponader tun kannst, sondern was Ponader für dich tun kann. Oder so.

ThorHa, alter Kaempe auf der...

ThorHa, alter Kaempe auf der Deutungshoehe 205, glauben Sie, dass das in unserer jetzigen Armee anders waere?

Savall, was interessiert uns...

Savall, was interessiert uns schon eine verwirrte Upper-Class-Tusse? In dieser Klasse sorgen schon die weisen Goetter fuer den noetigen Schwund. (Siehe diese hochverehrte Britin mit dem ewig schiefen Koepfchen. Die mit dem arabischen Beschaeler.)

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 17:30 Uhr

@ThorHa, Sie haben es wieder...

@ThorHa, Sie haben es wieder mal geschafft mich zu entmutigen. Mir fehlt es an Willensstärke, formale Intelligenznachweise kann ich vergessen, Begabung sowieso; wenn mich eine Armee nicht nimmt, wie soll ich meinen Lebensunterhalt selbständig stemmen. Ich werde mir das mit der PP und Herrn Ponader nochmal durch den Kopf gehen lassen, schließlich hat er es wenigstens zum Intelligenznachweis gebracht. Einen Streifen hat er.:-(

0 specialmarke 06.07.2012, 17:51 Uhr

Das Leserecho auf Ponaders...

Das Leserecho auf Ponaders FAZ-Artikel war ja insgesamt nicht schlecht - durchaus vergleichbar mit diesem Blog hier. Was dem Ponader offensichtlich fehlt, ist das richtige Geschlecht (mit Kussmund!) und dann noch "polyamant"(!) - wohl nicht mal ein richtiger Kerl! Jesuslatschen!! Hartz4 und iPhone!!! - Also angesichts dieses Ballasts war dieser Medienauftritt zugunsten eines bedingungslosen Grundeinkommens wirklich gelungen. Und ich gönne ihm den Erfolg...

0 donalphonso 06.07.2012, 18:04 Uhr

Ich finde ja, bei einem...

Ich finde ja, bei einem Ideologen mit fragwürdiger Körperpflege (hat der überhaupt eine zweite Strickjacke?) kann man schon auch schwach werden, eventuell, die Geschmäcker sind verschieden. Aber in Bayern sagt man: Piratenamt vergeht, Wohnraum besteht.

0 Foersterliesel 06.07.2012, 18:15 Uhr

Wie ich ja schon einmal hier...

Wie ich ja schon einmal hier erwähnt habe, gibt es bei uns eine Art Vorstufe zum BGE, es heißt Grundsicherung, bringt ca. 750,- monatl und der Bezieher muß dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen; er kann aber auch, wenn er z. B. nur 300,- monatl. mit Arbeit erreichen kann, auf diese 750,- aufstocken. Natürlich gibt es Mißbrauch, es ist netter gegelt und sonnenbebrillt im Cafehaus und im Spielsaloon zu sitzen und am Wochende schwarz Autos umzulackieren und so zu den 750,- "aufzustocken" als sich am Bau krummzuarbeiten oder zu kellnern. Und das zieht eine Menge an Ressentiments nach sich, vor allem von jenen, die nach einem Leben mit viel Arbeit und kleinem Einkommen nun bei kleinen Renten weiterknapsen müssen. Aber es gibt auch gutbürgerlichen Zugriff auf die Grundsicherung: Kinder, die eine Studienkrise haben, werden für die Grundsicherung gemeldet, obwohl sie recht wohlhabende Eltern haben, aber man erspart sich halt gern was und man geniert sich dabei kein bißchen. . Im übrigen soll man sich nicht wundern wenn eine Generation, die vom Zugang zu langfristigen Arbeitsverträgen und einer halbwegs geordneten Lebensperspektive ausgeschlossen wurde, sich durchschlängelt.

0 specialmarke 06.07.2012, 18:19 Uhr

Nun ja, seine Strickjacke...

Nun ja, seine Strickjacke könnte aus einer Altkleidersammlung stammen! - na und? Und über seine Körperpflege wissen wir wahrscheinlich nichts belastbares. Also überlassen wir das besser ihm...

0 donna laura 06.07.2012, 18:21 Uhr

lieber Gianozzo, im stillen...

lieber Gianozzo, im stillen mitlesend mag ich ihnen grosso modo nur zustimmen; es ist m.e. fein, auch mal aus einer grösseren perspektive analysiert zu lesen. sonst stolpert man doch stets nur irgendwelchen themen hinterher und versteht recht wenig. selbstverständlich kann man danebenliegen, auch in teilen, was aber nichts diskreditiert, denn das ist eben das risiko, wenn man über die zukunft parliert. . alternativ kann man auch ganz genüsslich abwarten, wer wen wo und weswegen durch den medienfleischwolf zum würstchen dreht, doch die überlegungen, die gewisse machtbewusste damen und herren anstellen dürften, entbergen durchaus nicht der relevanz - und des unterhaltungswertes. . was jedoch den vogel wirklich abschiesst, ist dass der p., also, ähem, dass also der p., also nein. der muss doch nehmen, was er kriegen kann, und nach dem, was man so sehen konnte, dürfte es so viel nicht sein. andererseits, wenn er nur schnell genug ist...

0 Foersterliesel 06.07.2012, 18:25 Uhr

polyamant?! der richtige...

polyamant?! der richtige Koalitionspartner für die bairischen Schwoazzn! und, lieber Don, ein Mann dem man noch Duschgel nach eigenem Duftgeschmack und was zum Anziehen aussuchen/schenken kann, eine Art Bubipuppe, ist doch wunderbar!

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 18:31 Uhr

DA, Platz ist in der kleinsten...

DA, Platz ist in der kleinsten Hütte. Eine zweite Strickjacke - muss das sein? Wo er doch so polyamant ist.

Ach, herrje, Filou, diese...

Ach, herrje, Filou, diese merkwürdige Prinzessin? Ja, leider sah sie meiner Jugendgespielin auf verblüffende Art und Weise ähnlich (wirklich, ich habe Beweise). Ich bin also voreingenommen. Wie auch immer, das interessiert niemanden. . Abgesehen also von der Geschichte der W., oder in meinem Fall der Geschichte der S., sehe ich große Koinzidenzen des P. mit meiner derzeitigen Lektüre, den Tagebüchern Erwin Strittmatters. Sie erinnern sich eventuell? Tinko? Pony Pedro? Manch anderer vielleicht an die „Laden“-Filme? Whatsoever. Die jetzt veröffentlichten Tagebücher sind aus der Zeit von 1954-1973. Was mich am meisten daran verblüfft, sind nicht so sehr Strittmatters seelische Bedrängnisse, als vielmehr ihre Historizität. Es ist nur wenige Jahrzehnte her und scheint doch aus längst vergangenen Jahrhunderten zu stammen. Also: keep calm. Unsere derzeitigen Probleme sind nur Schaum auf der Welle. Lebbe geht weider.

0 rednaxela 06.07.2012, 19:58 Uhr

eltern dürfen niemals...

eltern dürfen niemals geldgeber sein. jede geschenkte mark zerstört einen wichtigen traum.

0 E.R. Binvonhier 06.07.2012, 21:01 Uhr

Nochmal OT: die...

Nochmal OT: die Leserkommentare zum Beitrag des BR Intendanten Wilhelm sind nicht mehr verfügbar. Nunja, war wohl zuviel der kaum verhüllten Häme.

Öhm, rednaxela, ich hab ein...

Öhm, rednaxela, ich hab ein paar Mark geschenkt gekriegt, es waren natürlich Alu-Chips. Mal zehn Mark in einem Weihnachtskalender und zur Jugendweihe 750 Marrk für einen Kassettenrekorder. Bin ich jetzt ein schlechter Mensch?

Lieber Savall, Strittmatter...

Lieber Savall, Strittmatter vererbte ich an Madame. Damit das Kind was ordentliches zu lesen hat. Seitdem versteht sie mich-manchmal- etwas besser. Aber was verstehen Frauen schon? . Richtig, wir surfen auf der Welle. Wenn wir's elegant machen, landen wir unbeschaedigt auf dem Strand. http://www.youtube.com/watch?v=-VRa-vIN2bY

savall + Filou, der Don hasst...

savall + Filou, der Don hasst Euch Ossis. Also sind Eure schönen Beiträge purer Sadomaso.

HM555: "Wenn Ponader sich...

HM555: "Wenn Ponader sich NICHT verstellt, keine Kunstfigur erfindet, die dann H4 beantragt, sondern es mit seinem richtigen echten bürgerlichen Namen selber tut und darüber dann berichtet, dann ist es auch wieder falsch..." Wallraff machte das von vornherein & ganz bewusst, um aufzuklären. Ponader schimpfte erst hinterher, als er, oder WEIL er, na sagen wir mal: "ertappt" wurde. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

0 Köstlich 07.07.2012, 05:37 Uhr

Also ich versteh die heutigen...

Also ich versteh die heutigen Studenten nicht, da setzt man ihnen die Lebensarbeitszeit nach oben und für die ist nix wichtiger als möglichst schnell und jung in die Tretmühle einzusteigen?! . Kann eigentlich nur an zu hohen materiellen Ansprüchen liegen, wenn man das bisschen Restjugendlichkeit mit Mitte 20 einfach so opfert. Na ja dafür gibts ja iphone, 4 Sterne Hotels und die 1 Klasse in der Bahn, um möglichst schnell zum nächsten Verschwendungsort zu fahren. . Mir hat einer mal gesagt: Schau Dir die Welt an, so lange die Dich noch sehen will ...

0 Köstlich 07.07.2012, 05:49 Uhr

HansMeier55506. Juli 2012,...

HansMeier55506. Juli 2012, 16:05 . "..... die Bilanz von Schwarz-Geld". . Herrlicher Vertipper. Bei Ihnen darf ich wohl beste Absicht unterstellen.

Lieber Giannozzo, "Dazu...

Lieber Giannozzo, "Dazu braucht es vermutlich die PP. Fertig." . Ach Gottchen, wie zackig. Stillgestanden!! Aber immerhin: wir sind schon bei "vermutlich". . Wir werden sehen. . Meine Meinung: Die Piraten werden sich nirgendwo richtig positionieren können, weil sie keine klaren Aussagen machen. Außer zum BGE oder zum Downloaden versteht "der Bürger" nur Bahnhof bei den Piraten. Und nicht einmal dann. Sie sind noch zu meta, generic mit allem, den Grundrechten und den Bürgerrechten, den Netzrechten. Und diese drei Dinge sind dazu recht abstrakte Themen. Ganz schlecht für Wahlkampf. Ob der "Kampf gegen das Arbeitsamt" mehr Leute vom Hocker reißt und bereits eine echte Agenda zeigt, wir werden sehen. Manchem Piraten passt das zudem nicht. . Der hinkende Vergleich mit den Grünen . Da hatten es die Grünen damals leichter in ihrem "Marketing": Die Natur und die Farbe Grün kann man sich besser vorstellen. Jeder hat schon mal eine Wiese gesehen, weiß wie Grün aussieht und weiß, dass Schlote nicht nur Wasserdampf auspucken. Dann geht in der Imagination in der Breite a bissi was, und das war dennoch zäh für die Grünen am Anfang. . Bürgerechte und Daten im Vergleich dazu strohtrocken und erzeugen keinerlei Bild im Kopf außer einem Computer. Das ist dürr, das reißt nicht vom Hocker. Es wird schwierig werden für die Piraten auf Dauer. Sie müssen Aussagen machen, wie es nach ihrer Vorstellung für alle Menschen weitergeht. Nicht nur Aussagen über Nutzungsrechte. Die sind eine Mini-Mini-Nische im Vergleich zu Grün und Umwelt. Das Marketing lehrt, dass zu kleine Nischen nichts bringen.

@ Donna Laura "... was jedoch...

@ Donna Laura "... was jedoch den vogel wirklich abschiesst, ist dass der p., also, ähem, dass also der p., also nein. der muss doch nehmen, was er kriegen kann, und nach dem, was man so sehen konnte, dürfte es so viel nicht sein. andererseits, wenn er nur schnell genug ist..." . Liebe Donna, ich habe schon Besseres von Ihnen gelesen. Cui bono diese Anzüglichkeiten? Die sind Ihnen nicht würdig. So platt redet der KegelerInnen-Stammtisch daher. Kann da nur mitlachen, wenn ich mir deren Witz mit ner Maß Bier schöntrink'.

@ Foersterliesel "Im übrigen...

@ Foersterliesel "Im übrigen soll man sich nicht wundern wenn eine Generation, die vom Zugang zu langfristigen Arbeitsverträgen und einer halbwegs geordneten Lebensperspektive ausgeschlossen wurde, sich durchschlängelt. " . Danke, liebe Försterliesel, endlich ein Beitrag zur Sache. . So ist es. Statt das Pferd von hinten aufzuzäumen und verblasene anthroposophische BGE*-Paradiese zu versprechen, wäre es gescheiter für die Piraten, sich einen Kopf zu machen, wie es für ihre Generation und die Jungen weitergehen soll. Dieses Thema hat noch keine Partei explizit besetzt. Das wäre endlich ein etwas breiterer Ansatz statt nur für IT-ler, denn er betrifft Eltern und ihre Kinder, samt den StudienprinzessInnen. * Das BGE wird so, wie sie es sich die Piraten vorstellen hundertpro nicht kommen. Es wird, wenn es denn je käme, neoliberal verwurstet werden. Mit allen denkbaren negativen Folgen grade für Künstler und Kreative. Gleich hol ich noch mal meinen Beitrag her von damals.

0 perfekt!57 07.07.2012, 06:53 Uhr

Morgen abend werde ich in...

Morgen abend werde ich in Reims sein. Wenn Sie dorthin zu Freunden fahren, kommen Sie mich besuchen. Wenn sie aber dorthin fahren, ohne bei ihnen eingeladen zu sein, würden Sie mir eine große Freude bereiten, wenn Sie im Grand Hotel wohnen und mein Gast sein würden. Da ich ständig im Bett bleibe und Sie mich folglich fast niemals zu Gesicht bekommen würden, würde es Sie in keiner Weise stören, Ihre Freunde zu besuchen: Ich bin ein kaum zeitraubender Gastgeber. Ich verlasse Sie jetzt, da ich zum Wagen muss. (Marcel P. an J.-L. Vaudoyer, Paris, 7. August, 1912) (Bürgerlich, nicht wahr? "Sehr schön bürgerlich in der Tat", so ist man geneigt, es zuzugeben) (Und am Rande: Am Ende womöglich vollkommen normal, wenn man zu Unsterblichen spräche, nicht? In Frankreich früher jedenfalls, wie bekannt: http://www.munzinger.de/search/portrait/Jean+Louis+Vaudoyer/0/7838.html) . Und Grüße.

0 perfekt!57 07.07.2012, 07:10 Uhr

alles an strittmatter war...

alles an strittmatter war womöglich völlig banal (entschuldigung). aber immerhin wurde er gedruckt ab einem gewissen punkt, "musste nicht mehr arbeiten gehen", wass verirrung! (und eines an strittmatter war eben doch besonders, wie bei so vielen: er hat durchgehalten; so ein, das werk geschaffen. ("und musste auch das umfeld leiden" - eben auch das die kategorie "der banalen")) (er sieht aber hinab und versteht.) (auch dass und wie sehr er selbst zeitgeist war, sich nicht drüber zu erheben verstand: er wollte aber die menschen glücklich sehen... .) . Und "Nur Gemüse ist glücklich", bekanntes bayr. Sprichwort mit int. Backround. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/1804653/ Glückliche Menschen sind langweilig. Da war man an Schauplätze gewöhnt, die von den Autoren in den europäisch orientierten Städten der Ostküste entworfen worden waren. An Boudoirs und bloßgestellte Bigotterie à la Edith Wharton, an Silberbesteck und Sensibilitäten à la Henry James. Wenig bereitete die Leser auf die staubigen Stiefel und die verschwitzten Gesichter vor. (*g*) (& podcast)

0 donalphonso 07.07.2012, 08:09 Uhr

Ich bin nur kein Freund der...

Ich bin nur kein Freund der Eroberung der letzten westdeutschen Rückzugsgebiete durch die ostdeutsche Ideologie und Gewaltherrschaft,

Savall: "... und zur...

Savall: "... und zur Jugendweihe 750 Mark für einen Kassettenrekorder. Bin ich jetzt ein schlechter Mensch?" * Wenn Sie auf diesem Kassettenrekorder die den sozialistischen Klassenstandpunkt zersetzende Rockmusik des imperialistischen Westens gehört haben, müssen wir dies natürlich auch noch nachträglich auf das Scharfste verurteilen! So geht's nicht, Jugendfreund!

Wohin der Bayer auch reist,...

Wohin der Bayer auch reist, ein Sachse war immer schon vor ihm dort.

0 HansMeier555 07.07.2012, 08:38 Uhr

Bei Walraff war es so, dass er...

Bei Walraff war es so, dass er sich erst zur Bundeswehr einberufen ließ um dann doch noch zu verweigern, was ihm Militärarrest einbrachte, etc. Könnte man auch sagen: Was für ein blöder Trick, macht er doch nur, um dann eine Opfer-und-Heldengeschichte schreiben zu können. Um sich wichtig zu machen, um Skandal zu erregen, um von Ulbricht 100 Mark zugesteckt zu kriegen wie die Klarsfeld. Hat man auch gesagt. Überhaupt, warum er nicht rübergeht etc. pp.

0 HansMeier555 07.07.2012, 08:41 Uhr

Hahaha! Wozu noch Facebook,...

Hahaha! Wozu noch Facebook, wir haben doch Meldeämter!

Re Kinder mit...

Re Kinder mit Champagner... Nach der Uni musste ich eine Weile in einer FABRIK arbeiten. Der Besitzer war ein Onkel, dessen Urgrossvater die Firma gegründet hatte. Das alte Rezeptbuch (Schokoladenriegel, Süssigkeiten usw) - mit Skizzen mit Tinte geschrieben - aus dem 19. Jahrhundert bleibt mir in Erinnerung. Ca. 90% der Angestellten in der Fabrik waren Frauen, plus ein paar Facharbeiter Gelegentlich hat mein Onkel mich auf Kundenbesuch mitgenommen und auch im Büro musste ich mit mit dem "paperwork" - (Bestellungen, Rechnungen usw) zurechtfinden.

Ja, das ist das Verblüffende,...

Ja, das ist das Verblüffende, Filou, man kann Strittmatter heute noch lesen. Den „Laden“ vor allem, aber auch „Selbstermunterungen“ und den „Schulzenhofer Kramkalender“. Es ist faszinierend einem, nach eigenen Worten „Selbstdenker“, beim Verfertigen seiner Gedanken zuzusehen. Gerade erst beim Prager Frühling. Welch ein Widerstreit der Gefühle und Gedanken! Sehr deutsch übrigens, perfekt!57, und durchaus ein Kind des 20. Jahrhunderts. Sehr leidend, manchmal jähzornig, immer auf der Suche nach dem Eigentlichen. Und es manchmal findend. Dagegen sind die Ponaders dieser Welt einfach nur, Entschuldigung, arme Würstchen.

0 Prinzessin auf der Erbse 07.07.2012, 09:10 Uhr

Verehrter Don Alphonso, seien...

Verehrter Don Alphonso, seien Sie nicht so schrecklich negativ gegenüber den NichtmehrneuenBundesländern eingestellt. Nur weil eine Hosenanzugträgerin ihre Mundwinkel u.a. nicht im Griff hat, sollte man nicht alle über einen Kamm scheren. Ich z.B. fuhr heute im roten Kleid und fröhlich lächelnd in aller Herrgottsfrühe mit dem Fahrrad auf den hiesigen Markt, passend dazu eine rote Tasche...

0 prince Matecki 07.07.2012, 09:51 Uhr

Ach der arme Herr P von den...

Ach der arme Herr P von den Piraten. Was die deutsche Hochkultur für Berufsanfänger bedeutet habe ich bei dem Tenor, den ich ein wenig durch sein Studium an der Hochschule in München (und der Theaterakademie August Everding...) gesponsort habe, aus der Nähe verfolgen dürfen. Prekärste Saison- oder Stückverträge, dazwischen arbeitslos melden, kleinste Aushilfen annehmen müssen, die Insinuation man (Mann) könne sich doch bei Regie und Intendanz den Besetzungszettel hochschlafen. Und das nicht an Klitschen, sondern durchaus Häusern mit Anspruch. Dabei hatte der Junge schon als Studi auf einer Operngesamtaufnahme auf CD als Solist mitgesungen, ist also sicher einer con den besseren. Ergebnis und Siegerehrung: Er singt jetzt seichteste Unterhaltung auf Kreuzfahrtschiffen, da springt bei den Saisonverträgen wenigstens was raus, und wenn man beim Passagierwechsel mithelfen muss, hat man kaum Gelegenheit was auszugeben bei den Hafenaufenthalten. Dabei wäre er ein tenore di grazie von Graden.

0 donna laura 07.07.2012, 10:06 Uhr

ach, wissen sie... es gab mal...

ach, wissen sie... es gab mal eine zeit, da konnte man hier einigermassen friedlich sowohl unrecht haben als auch langweilen. . das ist ein ähnlich gelagertes sujet, als man bei der bolognareform die höchsten ansprüche formulierte: als tiger gesprungen, als bettvorleger gelandet (liebe Der Tiger, damit meine ich wirklich nicht sie). meiner völlig unmassgeblichen meinung nach, wirkt sich das auf den jeweiligen umgang miteinander und auf das gesellschaftsleben aus. . und da es daher so einerlei wie eitel ist, möchte man nach herzenslust unter die gürtellinie zielen, mal ein bisschen weiter oben, mal ein bisschen weiter unten, gerne auch daneben, verbunden mit der bescheidenen, aber umso herzlicher hervorgebrachten bitte an den geschätzten hausherrn, sich auch weiterhin zu vertippen.

Der Pronader in Jesuslatschen...

Der Pronader in Jesuslatschen ... und ohne Socken ... hört hört! . Hier eine Erinnerung daran, dass (bis jetzt jedenfalls!) nicht die Hartz IV-ler die zukünftige Haushalts-Finanzierungs-Bedrohung darstellen, sondern eher -oder auch - Beamtenheere und deren Beharrungs- und Verhinderungspotential. . Berlin z.B. wird abgestraft für den Mut, den Beamtenstatus an den Schulen abzuschaffen. Dem Land gehen nun die Lehrer aus.... Die Abschaffung der Verbeamtung 2004 macht sich erst jetzt richtig bemerkbar: Für offene Stellen hatte die Senatsverwaltung im Februar schon nicht mehr genügend Bewerber. Mehr als 100 Lehrer haben Anfang des Jahres ihre Freistellung beantragt. Es hatte sich herumgesprochen, dass in Brandenburg oder in Hamburg freie Stellen locken. BEAMTENSTELLEN. . Die Beharrungskräfte sind groß, wenn es darum geht, die öffentliche Verwaltung moderner und flexibler zu machen. Dabei wäre Handlungsbedarf dringend geboten. Die Staatsdiener werden zur Gefahr für die Etats. Für die Verwaltungsexpertin Gisela Färber ist die Lage der Beamtenversorgung „so alarmierend wie die Finanzkrise“. In einer noch unveröffentlichten Studie für die Hans-Böckler-Stiftung hat Färber die kommenden Belastungen berechnet. Ihr Ergebnis: Würde der Staat jetzt schon ernsthaft Vorsorge bis 2050 treffen, müsste er rund 970 Milliarden Euro zurücklegen – und das, so Färber, sei noch konservativ gerechnet. http://www.wiwo.de/politik/deutschland/staatsdiener-beamtenpensionen-sprengen-die-haushalte/5230084.html ........................................................................................................... Man erinnere sich an die Finanzminister Alex Möller und Karl Schiller. Sie traten zurück. Sie weigerten sich, eine neue Politik der Schulden zu verantworten. Der nachfolgende Finanzminister hieß HELMUT SCHMIDT. ......................................................................................................... Trau - schau - wem? Bei einer aktuellen Schuldenquote von 19 Prozent des BIP lastet auf Luxemburg ein impliziter Schuldenberg von 1.100 Prozent des BIP. Damit landet Luxemburg auf dem vorletzten Rang. Dies ist pikant: Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker spielt als Chef der Euro-Gruppe eine tragende Rolle in der EU, wenn es um Haushalts-Stabilität und Schuldenabbau geht. http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36152/ . Jean-Claude Juncker und Peer Steinbrück... immer elegant, immer eloquent... http://www.tz-online.de/bilder/2009/05/09/290268/135995731-jeanclaude-juncker-peer-steinbrueck.9,c;0;0;q0U;pJa;OFREg.jpg

Hab mir grade mal den Artikel...

Hab mir grade mal den Artikel von Herrn P. durchgelesen. Kennen sie sich vielleicht durch gemeinsame Studienzeiten? Der Zeitraum müsste doch ungefähr hinkommen. Wie dem auch sei. Der Herr P, denkt offensichtlich Hartz 4 ist wie ein Stipendium. Einmal reinkommen und dann schön Geld kassieren, ab und zu mal einen Leistungsnachweis einschicken und man hat ein entspanntes Leben. Das der Erhalt von Sozialleistungen kontrolliert werden muss und nicht zur Selbstverwirklichung gescheiterter Künstler dient sollte klar sein. Vielleicht wäre ihm einiges erspart geblieben, hätte er als Student mal arbeiten müssen oder Bafög bekommen. Wieso braucht/hat so eine Person ein Iphone. Das entspricht leider allen (auch hier propagierten) negativ Klischees die man aus Berlin so kennt. Je nachdem wen man fragt, kriegt man als Antwort, dass es sowas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen schon lange gibt in Deutschland. Hier muss niemand verhungern. Die Frage ist nur auf welcher Höhe dieses festgesetzt werden sollte. Brauch der Herr P. neben dem Iphone noch ein Macbook Pro damit er sich den lieben langen Tag in ein Cafe setzen kann und an seinem theaterpädagogischen Durchbruch schreiben kann, oder geht es ihm eigentlich sehr gut. Sein Artikel und die Argumentation deutet klar darauf hin, dass er außerhalb Deutschlands anscheinend noch nicht viel rumgekommen ist.

0 donna laura 07.07.2012, 10:19 Uhr

lieber Gianozzo, gestern...

lieber Gianozzo, gestern vergass ich noch, ihnen für ihren beitrag zu danken, was ich hiermit sehr gerne nachhole. . lieber Jeeves, tjaja. . lieber Savall, durchaus nicht rückwärts gewandt, teile ich ihre einschätzung. was meinen sie, woran mag es liegen, dass man kaum im öffentlichen bereich intellektuelle antrifft, die nicht im seichten lauwarm baden. böll, enzensberger, aichinger, habermas, dahrendorf - das waren noch vorbilder, um es kurz zu fassen. handke, grass und jens haben es fertig gebracht, sich selbst zu diskreditieren, freilich mit reichlich schützenhilfe aus schreiberlingerhand. liegt es an den sendeformaten, man umgang 'der' medien mit öffentlichen personen: hochschreiben, herunterreissen vom tönernen sockel, reduktion komplexer kernaussagen auf einsdreissig, herausreissen von zitaten aus ihrem sinnzusammenhang?

Hosenanzug ist das nicht eine...

Hosenanzug ist das nicht eine Tautologie? . So wie der "zentraler Mittelpunkt" einer Aussage zu einer Prinzessin auf einer Erbse und auf einem Fahrrad- die als eine "unerwartete Überraschung" in aller Herrgottsfrüh ein rotes Kleid trägt... Alle Achtung, das nenne ich: "Mut zur Courage" (Späßle)

Das führt jetzt sehr weit weg...

Das führt jetzt sehr weit weg von der Geschichte der W., yast2000, aber vielleicht nicht so weit weg von der Geschichte des P.: Sie haben recht und ich werde vor dem Kollektiv Selbstkritik üben.

0 E.R. Binvonhier 07.07.2012, 11:29 Uhr

Frau Weisband kam bei den...

Frau Weisband kam bei den Bildungsbürgern besser an, als Herr Ponader, weil sie besser schreiben kann. Herr Wallraff konnte besser schreiben als ein zugewanderter Afrikaner und die Erwartungshaltung der einheimischen BB sicherer treffen. . Meine Oma ist neunzig lebt in einem Altenpflegeheim. Sie findet das total spannend-obwohl "Altsein, das kannste wirklich vergessen" - staunt jeden Tag was da so alles passiert. Darüber könnte man Bücher schreiben meint sie, mit der Einschränkung - wenn man schreiben kann.

0 E.R. Binvonhier 07.07.2012, 11:38 Uhr

Nun es gibt natürlich auch...

Nun es gibt natürlich auch Leute wie den Intendanten des BR, die berufsbedingt schreiben können müssen, aber außerhalb ihres Berufsmilieus nur den, dem Amt geschuldeten Einfluss, haben. . Ohne Posten keinen Einfluss.

0 perfekt57 07.07.2012, 11:53 Uhr

@ fionn - das...

@ fionn - das prägt! . @strittmatter zwei: immerhin war strittmatter auf diese art "den slums von saalfeld" entkommen, wie er evtl. auch schon mal selber sagte, in denen (spinnfaser und ployesterstoffspinnereien á la "glanzstoff") er nach dem krieg bis in die gründung der ddr hinein ein paar jahre lang schicht arbeitete, "aus purer not", "schreiben also sein eskapismus". und wurde sodann direkt "vom zk der sed entdeckt" und mit brecht zusammengespannt; ein ungleiches paar die beiden, brecht ja auch häufig überschätzt, um für agitprop trivialstücke zu schreiben "so dass unsere leute es verstehen können". eben, als ob unser gastgeber den nächsten zukunftsblog für die neuen lassie-neuverfilmungen schreiben sollte ("braver hund"). . wie gesagt, man versteht das alles nicht: normalerweise arbeitet doch jeder immer dauernd und total gerne wie-drei-schicht-prolet-im-akkord, tag-u.-nacht, damit man nicht ständig schreiben muss, dem schreiben also zu entkommen, dem schreiben-müssen zu entkommen, sagen wir, so wie james joyce, tsss.... . oder etwa nicht? (*g*) . und drei: s. konnte gar nicht schreiben, wahrscheinlich nicht jedenfalls, eines der letzten bislang unaufgedeckten stasi-geheimnisse, "bloß fabulieren" konnte der womöglich. und hatte sich dazu dies haus in der mark besorgt "in alleinlage" (solche haben womöglich immer häuser in alleinlage, daher auch der name tegernsee evtl.), wo er oben unterm dach seine schreibmansarde hatte, wg. der vielen unterschiedlichen diktiergeräte darin fürs ganze arbeiter- u. bauernvolk sakrosankt die 20 qm, (in der ddr gabs keine unterschiedlichen diktiergeräte, sondern nur eins. erbstück einer aeg-fabrikation, sogleich "kombinat" geheissen, im osten der hauptstadt) eine schreibmansarde, womöglich eingerichtet wie bei anderen wortmächtigen wie lenin, stalin oder dostojefski (oder wars wie beim russ. bauern tolstoi? na egal). eine schreibmansarde mit steiler treppe hoch und westlichem sicherheitsschloß oben an der zugangstür, eng, ganz eng, ohne stufe davor, so hörte man's schon mal, die diktiergeräte bergen. und einem südbalkon, ganz unter dach vor kopf, nach oben-hinten raus, wie in bayern, darauf eine wetterfeste couch, die sommernächte alleine draußen schlafend zuzubringen: jaja, alleinlagen haben auch nachteile. so einer ist manchmal vollkommen unkontrolliert. und fabuliert. evtl. auch seinen tieren etwas vor. (oder dem gemüse?)

0 Foersterliesel 07.07.2012, 12:06 Uhr

liebe Vroni, die...

liebe Vroni, die anthroposophischen Überlegungen mögen verblasen anmuten, auch mir gefällt daran nur einiges, aber sie gehen über bestehende Denkgrenzen hinaus: geradezu radikalen Subjektivismus für alle, Selbstverwirklichung für alle. Vor den "gleichen Rechten für alle" lag eben auch mal so eine Denkgrenze. . Die Piraten haben kaum Utopie, sie thematisieren mehr oder weniger nur ihre Lebenswelt und Lebensweise, nämlich die einer zur Unterschicht gemachten Bildungsschicht, ders ums knappe Überleben und ein paar Zugänge zu kulturellen Gütern geht. Das ist aber nicht ihre Schuld und alle abschätzigen Äußerungen von Leuten, die glücklicherweise soziales und reales Kapital geerbt haben und ihr Berufsleben noch unter günstigeren Bedingungen beginnen konnten sprechen doch für sich.

0 Dreamtimer 07.07.2012, 12:07 Uhr

270 Kommentare unter dem...

270 Kommentare unter dem Ponader Artikel. Nicht schlecht für den Anfang. . Bei Ponader fallen Arbeit und Einkommen auseinander, ein echtes Zukunftsmodell, keine Frage. Selbst große Firmen, wie Google querfinanzieren Forschung und Innovation fast ausschließlich über das halbseidene Gewerbe der Werbung, etwas, wofür sich Google-Ingenieure oft genug genieren. Alle interessanten Dinge passieren ausserhalb des Systems. . Ausserhalb des Systems, das meint nicht zwangsläufig, ohne jede Ordnung, aber es fehlt selbst wieder ein kohärenter Spielcharakter, dem sich zunehmend und zwanghaft alle unterwerfen, wie dem der kapitalistischen Wirtschaft mit seiner Zukunftsspekulation, der Religion, d.h. einem Fantasy Rollenspiel oder dem exklusiven Herkunftsspiel des Adels mit seinen Stammbäumen - einer eher langweiligen Datenstruktur, wenn ich das mal so sagen darf. . Wenn gespielt wird, sollte das Spiel heiter sein. Es darf auch mal traurig sein, aber nicht dröge und zwanghaft. Das ist meine Utopie.

0 perfekt57 07.07.2012, 12:09 Uhr

entschuldigung, aber irgendwo...

entschuldigung, aber irgendwo mussten ja schon immer unsere dividenden zum leben herkommen - deswegen verstehen wir ja auch die anwesenheit dieses ganzen blogs in diesem blatt so überhaupt nicht, wie wir womöglich schon verschiedentlich ausführten, "alles bekannt schließlich" - aber wahrscheinlich gibt es heute für die nicht-westviertel "google", und denen hier dies neue medium näherzubringen, daher der name "faz-blog" - : "Der wirtschaftliche Aufschwung Schwarzas begann mit dem Anschluss an die Saalbahn (Naumburg–Jena–Saalfeld) im Jahr 1874. 1884 wurde noch eine Stichbahn, die Bahnstrecke Schwarza–Bad Blankenburg, eröffnet. Sie wurde im Jahr 2000 stillgelegt. Für einen weiteren Schub sorgte der Bau der Thüringischen Zellwolle AG im Jahr 1935 im Rahmen des Autarkie-Programms der Nationalsozialisten. Zu DDR-Zeiten arbeiteten bis zu 6000 Mitarbeiter im VEB Chemiefaserkombinat Schwarza, der 1993 als Thüringische Faser AG in die Gesamtvollstreckung ging." http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolstadt-Schwarza . Und á propos "Autarkie", war das nicht gerade auch der Name für dies neue "Tegernsee-Programm"? ("Der Tegernsee führt den Goldstandard wieder ein? Zunächst allerdings nur für sich selber?") - Wir bitten unseren Gastgeber demnächst also um freundlichen Bericht, wie das ist, wenn man beim Bäcker oder auf dem Kräutermarkt wieder, so wie früher, mit Goldsplittern bezahlt. (Während wir auch weiterhin, wir bitten es zu entschuldigen, lediglich zu Füßen des" David" kauern können, Steinsplitter zu erheben, während M. haut: Ja, man machte es sich womöglich tatsächlich unnütz schwer, man sieht es ein, wenn man sich zufürderst zuerst den Steinen widmete, statt direkt dem Golde gleich).

0 E.R. Binvonhier 07.07.2012, 12:38 Uhr

Werte Gabriele, Ihre Sorgen,...

Werte Gabriele, Ihre Sorgen, die Altersversorgung der Beamten aus Bund,Länder und Gemeinden bis zum Jahr 2050, möchte ich haben. Zu Beginn des Jahres 2012 gab es lt. Statis unter 800 000 dieser Pensionisten; nicht mal 1% der Bevölkerung. . Aber auch eine Verwaltungsexpertin der Hans-Böckler-Stiftung muss halt schauen wie sie sich nützlich macht. . Nur ein Vergleich mit der gegenwärtigen Weltfinanzkrise sollte man vermeiden, wenn man nicht in Verdacht kommen will, dass diese sich dem Agieren und dem Denkvermögen der Färbers dieser Welt verdankt. . Sie stellt eine reine Rechenoperation an ( 9.Kl.Hauptschule).

Schwierig zu sagen,...

Schwierig zu sagen, perfekt!57. Sein Verhältnis zu Brecht war ein durchaus kritisches. Wenn Sie das Buch zur Hand haben, vgl. Eintragung vom 6.12.69. Strittmatter war ein problematischer Charakter, zweifellos. Eva Strittmatter nannte ihn nicht ohne Grund den „niederschlesischen Neurotiker“. Er war Her Majesty’s loyal opposition. Und als solcher hatte er in der DDR eine wichtige Funktion. Ich hätte ihn (und seine Frau) nicht missen wollen. Eben, weil er Anstöße zum Selberdenken gab, so prekär dessen Ergebnisse im Einzelnen gewesen sein mögen. Voilà, un homme! . Eine Verfallserscheinung, Donna Laura, wie so viele? Ich weiß es nicht. Das Grundproblem scheint mir zu sein, daß es zu wenige Leute gibt, die sich der medialen Vernichtungsmaschine ausliefern wollen. In meiner humpelnden Opinion denke ich, daß sie daran recht tun, allerdings das Problem damit verschärfen. Allein, wer wüßte eine Lösung? Der Hausherr macht uns vor, daß es behagen will, mit Lachen die Wahrheit zu sagen. Darum schätze ich ihn so sehr. Er ist derzeit ziemlich allein auf weiter Flur. Ich kenne nur Harald Martenstein, der ähnliches versucht. Vielleicht bin ich momentan wieder sehr depressiv drauf, aber die vorwaltende mediale Primitivität ist schon erschreckend. Il faut cultiver notre jardin. Das ist es.

0 Thorsten Haupts 07.07.2012, 12:45 Uhr

@DonnaLaura - Intellektuelle...

@DonnaLaura - Intellektuelle im öffentlichen Raum: Die Antwort steckt in der Frage. Der öffentliche Raum 1975 bestand aus 4 Zeitungen, 2 Wochenzeitungen und 2 Fernsehsendern. Die ihn praegende Journalistenschar war ziemlich homogen linksliberal. Eh voila - die Antwort. Gruß, Thorsten Haupts

0 E.R. Binvonhier 07.07.2012, 13:06 Uhr

Sorry Gabriele, dass ich...

Sorry Gabriele, dass ich nochmal darauf herumhacke. . Man kann 970 Milliarden nicht zurücklegen, man kann sie nur anlegen. Und wo will man das in Zeiten einer Finanzkrise tun?

0 donna laura 07.07.2012, 15:19 Uhr

lieber Savall, mutmasslich...

lieber Savall, mutmasslich passen zahlreiche themen nicht in die berühmten einsdreissig, und selbst in anspruchsvolleren sendungen, zumeist in tiefster nacht (nein, nicht die, bei der man irgendwo anrufen soll), scheint man kaum auf den punkt zu kommen, ausser ein wenig werbung für publikationen zu betreiben. hinzu kommt, dass einige intellektuelle ausgesprochene labertaschen (da verschweige ich nur ungerne, wen genau ich meine, aber ein anderer hat den auch schon einmal so bezeichnet, pardon die kryptik) sind, oder sie vernuscheln das wichtigste und verlieren den faden oder wollen verständlich sein und werden auf plattestes hin festgenagelt und cut. doch wozu gibt es bücher (etwas, was man sich bei manchem hübschen mann auch innerlich zuruft). seit geraumer zeit plane ich eine umgestaltung des etwas weitläufigeren gartens; die pflanzen zittern schon, und das nicht ohne grund. wer nicht fleissig blüht oder trägt oder gar die aussicht verschandelt, wird mitsamt stumpf und stiel, der wurzel und etwas heimaterde ausquartiert. dagegen wird der potager so richtig ausgeweitet, kürbisse benötigen ja viel platz, heisst es. wir werden sehen. . bester ThorHa, wenn es ihre werten einwürfe nicht gäbe, wüsste hier niemand, was er je schrieb oder gar meinte, n'est-ce pas?

Kurios, perfekt!57, "Der...

Kurios, perfekt!57, "Der Tegernsee führt den Goldstandard wieder ein? Zunächst allerdings nur für sich selber?" Sie glauben also auch an die merkwürdige Metaerzählung, daß die Bayern in den letzten Jahrzehnten zu tatsächlichem und nicht nur erborgtem Wohlstand geraten sind? Sie glauben tatsächlich an die Sprüche von Strauß und Seehofer? Das hätte ich von Ihrem kritischen Geist nicht erwartet. Die heutige Existenz Bayerns folgt dem Konzept der DDR-Regierung, die ländliche Gegend Mecklenburg zu einem Industriestandort zu formen. Und wird genauso scheitern wie diese. Der temporäre Wohlstand Bayerns wird in den nächsten Jahrzehnten vergehen wie Staub im Wind. Ich bin durchaus nicht begeistert darüber, aber ich sehe die Realität. Umso mehr schätze ich Don Alphonsos Sottisen: Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen.

0 perfekt57 07.07.2012, 15:53 Uhr

@savall - ja strittmatter war...

@savall - ja strittmatter war wichtig, und wir hatten nicht vor ihn klein zu reden der abzuwerten. und er braucht auch weiterhin freunde und förderer, die ihn nicht vergessen. und leicht hat er es bestimmt auch selten gehabt, frau eva war oft sicher auch nicht ohne. und die anderen zeiten halt. . und @"vorwaltende mediale Primitivität" kann man sagen ja und nein. eher ist eine ungeheuer qualitative vielfalt das, was wir wahrnehmen. und "gefilmte-trivialliteratur fürs vorabend-programm. und der vorabend dauert bei manchen auch länger. empfehlung: mal einen ganzen tag dradio hören (dlf). kann man auch in bruchstücken an mehreren tagen hintereinander. . gäbe sicherlich hunderttausende ähnliche beispiele: http://www.n24.de/mediathek/ (evtl. scrollen) oder solche sendungen http://www.youtube.com/watch?v=kLGplppbbYo informieren den bürger, halten ihn auf dem laufenden. "ich fühle mich sicher in einem fluggerät, dass mich beschützen kann."

0 perfekt57 07.07.2012, 16:18 Uhr

und fernsehen ist wichtig....

und fernsehen ist wichtig. z.b. damit man womöglich die trash-sendung "wie meine kinder ganz sicher nur immer echtes nutella essen" gesehen hat. inhalt: wie beschrieben. top-mutti vom typus "facharbeiter-edelproletariat" (entschuldigung) vor der kamera. in echt persil-gewaschenem vom kick. aber obere preislage, keine angebotsware. ihre kinder nur immer echtes nutella. nie nusspli wie woanders. bei minderwertigen. käme ihr auch nie was anderes ins haus. nicht für ihre. usw.. bestimmt nicht. nie! und ausserdem hätte sie ja genug geld. müsste nicht sparen. nicht an sowas. könnte auch jeder wissen. usw. und ob sie einen test machen würde. mit nusspli. ekel aber ja. also kamera zeigt format umfüllen von nusspli in lergemachtes nutellaglas. und sie: die merken das. die schmecken das. sind ja nicht doff. nicht meine. haben ja geschmack. guten geschmack. von mir. wem sonst. usw. und dann der test. nächster morgen. frühstückszeit. vor der schule. kinder beißen unvermittel ab. ihh nusspli! mutti wo ist unser echtes nutella. du kannst uns nicht. nicht mit sowas. mit ohne nutella schon bestimmt nicht. und mutti zaubert mit triumpfstrahlen aus allen augen ein echts nutellaglas herbei. und die kinder heulen auf. vor besonderheit. und die kamera schwenkt erstmals auf den tisch: ein leerer ikea-imatat holztisch. keine deko, kein deckchen. nichts. drei holzbrettchen drauf, drei messer, drei kids, in plastefolie ein pfundpaket schnittbrot vom discounter, ein nutellaglas. und die kids schmieren sich die nutella aufs trockene schnittbrot und rufen aus "echt nutella, wie toll das schmeckt, erkennen wir doch gleich, uns nur immer echt!" und fragen auch nicht nach studienreform. die kommt sicher gleich. in dem beitrag morgen. fernsehen bildet. und formt. z. b. die eliten. (man könnte noch an den messern sparen, warum eigentlich drei, für jeden eins?) . und bayern ist heute schon überall, z.b. auch in mönchengladbach: http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=233826&datum=20120705&playtime=1341473816&fileid=7eca39a6&sendung=233826&beitrag=1803013&/ ("Kirchenverkauf an andere Religionsgemeinschaften")

0 perfekt57 07.07.2012, 16:20 Uhr

und fernsehen ist wichtig....

und fernsehen ist wichtig. z.b. auch damit man womöglich die trash-sendung "wie meine kinder ganz sicher nur immer echtes nutella essen" mal gesehen hat. inhalt: wie beschrieben. top-mutti vom typus "facharbeiter-edelproletariat" (entschuldigung) vor der kamera. in echt persil-gewaschenem vom kick. aber obere preislage, keine angebotsware. ihre kinder nur immer echtes nutella. nie nusspli wie woanders. bei minderwertigen. käme ihr auch nie was anderes ins haus. nicht für ihre. usw.. bestimmt nicht. nie! und ausserdem hätte sie ja genug geld. müsste nicht sparen. nicht an sowas. könnte auch jeder wissen. usw. und ob sie einen test machen würde. mit nusspli. ekel aber ja. also kamera zeigt format umfüllen von nusspli in lergemachtes nutellaglas. und sie: die merken das. die schmecken das. sind ja nicht doff. nicht meine. haben ja geschmack. guten geschmack. von mir. wem sonst. usw. und dann der test. nächster morgen. frühstückszeit. vor der schule. kinder beißen unvermittel ab. ihh nusspli! mutti wo ist unser echtes nutella. du kannst uns nicht. nicht mit sowas. mit ohne nutella schon bestimmt nicht. und mutti zaubert mit triumpfstrahlen aus allen augen ein echts nutellaglas herbei. und die kinder heulen auf. vor besonderheit. und die kamera schwenkt erstmals auf den tisch: ein leerer ikea-imatat holztisch. keine deko, kein deckchen. nichts. drei holzbrettchen drauf, drei messer, drei kids, in plastefolie ein pfundpaket schnittbrot vom discounter, ein nutellaglas. und die kids schmieren sich die nutella aufs trockene schnittbrot und rufen aus "echt nutella, wie toll das schmeckt, erkennen wir doch gleich, uns nur immer echt!" und fragen auch nicht nach studienreform. die kommt sicher gleich. in dem beitrag morgen. fernsehen bildet. und formt. z. b. die eliten. (man könnte noch an den messern sparen, warum eigentlich drei, für jeden eins?) . und bayern ist heute schon überall, z.b. auch in mönchengladbach: http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&broadcast=233826&datum=20120705&playtime=1341473816&fileid=7eca39a6&sendung=233826&beitrag=1803013&/ ("Kirchenverkauf an andere Religionsgemeinschaften")

E.R. Binvonhier 07. Juli...

E.R. Binvonhier 07. Juli 2012, 15:06 " Man kann 970 Milliarden nicht zurücklegen, man kann sie nur anlegen. Und wo will man das in Zeiten einer Finanzkrise tun?" . Eben. . Es gehts eigentlich nur noch darum Zinslasten zu reduzieren. Darauf wollte ich hinweisen....und wie alle in den Bilanzen tricksen. . Überall in Italien (nebst vielen anderen Kommunen) haben Städte Swaps von JPMorgan und anderen Banken gekauft, um angesichts schrumpfender Einnahmen und höherer Kosten die kurzfristigen Zinskosten zu reduzieren. . Der Schuss ging doch nach hinten los. Da Gier jedes Hirn frisst, sind Ihre Schulbildungsvermutungen obsolet. . Ich habe keine Ahnung, was Kindern einer 9.Klasse HAUPTSCHULE beigebracht wird. Hoffentlich wie man Schulden vermeidet und dass man das Kleingedruckte zu lesen hat.

Sie haben ja leider so recht,...

Sie haben ja leider so recht, Donna Laura. Anderseits denke ich, daß es die Geister, die wir nicht gerufen haben, trotzdem gibt. Ich betreibe mal etwas Namedropping: Ror Wolf, Jürgen Osterhammel, Anita Albus, Christian Meier. Es gibt sie noch, die guten Dinge. Leider nur noch für Eingeweihte. Vielleicht ist das nicht mal schlecht. Nicht als Distinktionsmerkmal, dergleichen verabscheue ich, sondern (wollen wir es so nennen?) Hort. Doch, dafür wäre ich. Sie kennen ja mein Ideal: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/04/Carl_Spitzweg_021.jpg/409px-Carl_Spitzweg_021.jpg Lange Zeit hielt ich mich für eine Kuriosität, aber ich denke, daß Fahrenheit 451 nahe ist. Vielleicht bin ich bald ein Freiheitskämpfer. So sehen meine Feinde aus: http://m.faz.net/aktuell/politik/ausland/zerstoerungen-in-mali-steinzeit-islam-11807372.html Ich habe keine Angst vor ihnen. Ich werde sie bekämpfen, so gut ich kann. Es sind Feinde der Menschheit. Und da gibt es nicht die geringste Entschuldigung von wegen religiöser Tradition oder so. Feinde der _Menschheit_.

Hallo, hallo E.R. Binvonhier...

Hallo, hallo E.R. Binvonhier Blicken Sie denn da eigentlich durch? http://de.wikipedia.org/wiki/Zinsswap Oder hier? http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wemgehoertdieeu/eu-32.htm . Ich nicht, habe aber eine saubere Kostenkontrolle bei öffentlichen Bauvorhaben - gegen die Interessen eines GUs - nämlich ohne Mehrkosten für den Steuerzahler - in unendlichen unbezahlten Überstunden ausgefochten. Bitteschön, gerngeschehen... . Ich bin allergisch gegen Betrug.

Mal sehen, welche...

Mal sehen, welche Schreibweisen wir schon haben: . Ponader Polander Pomade Pomader Ponander Ponader-Mandela Pronader Und, liebe donna laura, verzeihen Sie die Zweckentfremdung: Passt nicht sogar Potager in diese Reihe? . (Mein lieber Scholli. Ein paar davon sind schwer gelungen. Natürlich ist es einem Politiker wie jedem anderen zu wünschen, dass kein Schabernack mit seinem Namen getrieben wird. Ab morgen.)

Verehrte Donna Laura - "was...

Verehrte Donna Laura - "was meinen sie, woran mag es liegen, dass man kaum im öffentlichen bereich intellektuelle antrifft," (Zitat DL) auch wenn die Frage nicht an mich ging, war sie damit blogöffentlich. Aber ich werde Ihrem Wunsch, ignoriert zu werden, selbstverständlich nachkommen. Gruss, Thorsten Haupts

Alles voll in die Hose von dem...

Alles voll in die Hose von dem Anzug: O-oh-ohone-ohne Schschschampus kkkein Ffffrühhüuhüscharschtarschtart. Jetzt ist es raus. En-end-endlich! Die unifizierte, zertifikatzifizierte, klassifizierte, jeistich-ökonomistische Klahassse der Wiwirtschaffts-wissenschaf-schaft liegt sich inne Wolle. Untereinhander un mitte de Rerejierhung-Regierung. Sie hättens ahalle sch-schoho-schon ümmer gewuss-geswust-gewusst, dass da mitm €uroho vo-von An-Anff-Anfang ahan was nich schtihimmen könne-kohonnte-konnte. Die Befürwor-wärter-worter meinehen ssogar raus ausse Ssssouverträhnität un rinn innne vo-voholle-volle Schuhuldenhaf-ver-haftung f-fü-für Alle, hupps, die sich Euro-Eurohops-Europäer schschischimpfen un Ah-Aha-Ahnung vonne Pull-Pulletik ham oder sso.. Getz gehtse ab, die Po-popo-post! Es gehet ein Rrrruf wie Donnerhall: Muuuuutiiii, Papiiier!

@Savall: "Das Grundproblem...

@Savall: "Das Grundproblem scheint mir zu sein, daß es zu wenige Leute gibt, die sich der medialen Vernichtungsmaschine ausliefern wollen." Scheint mir eine sehr richtige Beobachtung zu sein. Und wir müssen uns hier nur unter den Blogkommentaren umsehen, um festzustellen, dass diese Vernichtungsmaschine perfekt zu uns Menschen passt. Damit werden in einer Mediendemokratie die Aussichten auf überhaupt noch geeignetes Politikpersonal nicht besser. Wie man an den Zerfleischungsprozessen der PIRATEN erkennt, die noch schneller und erbarmungsloser laufen als bei den gründungsGRÜNEN, ist direkte Demokratie dagegen auch kein Rezept. Und da ab wenigen hundert Menschen schon nicht mehr jeder mit jedem reden kann, geht´s nicht ohne Medien. Catch 22 für westliche Demokratien? Gruss, Thorsten Haupts

Donna (17:19), vor drei Jahren...

Donna (17:19), vor drei Jahren schaffte ich mir drei Buecher von Herrn Grabendeich an (man stelle sich vor, 3 Buecher! Gekauft!). Angefangen habe ich damit schon. Jetzt warte ich auf einen Krankenhausaufenthalt. Man kann sich ja heutzutage alles Moegliche brechen. Dann wird weitergelesen. Heilschlaf nennt man das, glaub' ich.

0 donna laura 07.07.2012, 18:09 Uhr

lieber Savall, ich glaube zu...

lieber Savall, ich glaube zu verstehen, was sie mit rückzugsort, hort meinen. so eine art potager für die eigenen gedanken, das eigene gehege und revier (in dem ein jauch, trotz passenden namen für die segnungen des gemüsegartens nicht zu suchen hat, und ein lanz, der einen brechen liesse, ebenso wenig), ohne das äquivalent zu sandalentouristen, die durch die zarte triebe der alten tomatensorten stampfen, als wären sie in der strassenbahn. . bester ThorHa, angesichts des stets etwas feuchten handkusses wäre es mir eine ehre. . lieber Fritz, wenn sie jetzt noch die silbentrennung einführen möchten... po-na-der, po-ta-ger, pot-ager. heureka!: . pot ager für die in die jahre gekommene erste hippiegeneration ist schon mal nicht übel.

0 Thorsten Haupts 07.07.2012, 19:04 Uhr

Verehrte Donna, gerne, wenns...

Verehrte Donna, gerne, wenns Ihnen danach besser geht. Gruss, Thorsten Haupts

0 Dreamtimer 07.07.2012, 20:30 Uhr

"Wieso braucht/hat so eine...

"Wieso braucht/hat so eine Person ein Iphone. Das entspricht leider allen (auch hier propagierten) negativ Klischees die man aus Berlin so kennt." . Durchaus denkbar, dass so eine Person gewisse Apps nutzt, die für das iPhone geschrieben wurden? Würde es für Sie einen Unterschied machen, wenn er ein Samsung Galaxy benutzt? . "Meine Meinung: Die Piraten werden sich nirgendwo richtig positionieren können, weil sie keine klaren Aussagen machen. Außer zum BGE oder zum Downloaden versteht 'der Bürger' nur Bahnhof bei den Piraten. Und nicht einmal dann." . Reicht das denn nicht aus? Natürlich geht es erst einmal darum den Leuten bei ihrem Spiel mit den Maschinen den Rücken frei zu halten von lästigen Bürgern und der zusammenbrechenden Ordnung, an die sie sich klammern. . Eine Frage an HM555: besteht eigentlich ein Unterschied zwischen "in Würde betteln" und der Forderung nach dem BGE?

0 diktionaftis 07.07.2012, 20:41 Uhr

Neben unterschiedlichen...

Neben unterschiedlichen Schreibweisen gibt es ja noch die - völlig wertfreien - Anagramme: . Da je ohne Ansporn … Sah jeden Porno an. Operand Johannes

0 E.R. Binvonhier 07.07.2012, 21:25 Uhr

Gabriele, ob ich da...

Gabriele, ob ich da durchblicke? Nein! Deswegen fasse ich diese Sachen so auch nicht an. . Allerdings lasse ich mich nicht gerne von Leuten/Experten via Medienkampagnen belehren, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch nicht durchblicken - nur auf höherem Level. Wenn das höhere Level dies nun einsieht und die Konsequenzen zieht - seine vermeintliche Souveränität liebend gerne in Brüssel abgibt. Lieber heut als morgen. Und gleichzeitig sich der Illusion hingibt zuhause könnten sie weiter auf dicken Maxe machen, die Hosenträger knallen lassen, auf hohen Hacken herumstolzieren... nein, danke.

0 prince Matecki 08.07.2012, 06:46 Uhr

Ich rätsel noch etwas über...

Ich rätsel noch etwas über die "hidden agenda" der Piraten. Dass es um die öffentliche Absolution der filesharer mit den Mitteln des Rechtsstaates geht, ist wohl klar. Aber der Herr Vorsitzende? Ob da nicht eher der Vergleich der Aufstiegschancen eines älteren Referenten nach Reduzierung der Referate im Bundesministerium der Verteidigung (und damit der Referatsleiterstellen) mit den Bezügen eines MdB eine Rolle spielt? Den naiven Augenaufschlag eines Referenten, der bis zur Reform des Ministeriums mit dem Referat UniBw zum Führungsstab der Streitkräfte gehörte, nehme ich dem Herrn Regierungsdirektor nicht ab.

0 Spreejunge 08.07.2012, 08:01 Uhr

Herrlich! Immer wenns um die...

Herrlich! Immer wenns um die Töchter aus besserem Hause oder andere Familiengeschichten geht, laufen Sie zur Hochform auf, Donalphons. Das liest auch ein Berliner Mittelständler sehr gern, dem sein Wegzug aus Süddeutschland alles andere als prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen beschert hat. Aber er kommt auch aus den bürgerlichen Kreisen, in denen Selbstständigkeit und nicht die Kontakte und die Börse der Eltern bestimmendes Element sind/waren. Off topic: Was ist eigentlich aus dem Sunbeam geworden? Hab nie mehr was von dem Schmuckstück gelesen. (Auf Rebellmarkt natürlich...)

0 E.R. Binvonhier 08.07.2012, 09:56 Uhr

Persilscheine! Persilscheine...

Persilscheine! Persilscheine im Angebot! . Greifen Sie zu! . Nur begrenzte Sonderposten...

0 HansMeier555 08.07.2012, 10:16 Uhr

@Dreamtimer . Der Unterschied...

@Dreamtimer . Der Unterschied zwischen BGE und "Betteln in Würde" ist ungefähr der zwischen Boeuys und fußgemalten UNESCO-Weihnachtspostkarten. Keine Frage, was einem besser gefällt.

0 Simple Reader 08.07.2012, 11:32 Uhr

@ Don Alphonso Lieber Don, ...

@ Don Alphonso Lieber Don, klären Sie uns bitte auf : Was sind 'Unkosten' - im Gegensatz zu Kosten ? Mit Dank für die Belehrung, und einen, wie immer, sehr schönen Beitrag.

0 perfekt57 08.07.2012, 21:16 Uhr

er hat hier nun aber...

er hat hier nun aber nachträglich die bilder verändert, oder nicht? dabei gälte doch "wer im don a-blog bilder nachmacht oder verfälscht, der verfälschte oder nachgemachte in verkehr bringt wird mit ..." - nun, wie auch immer, wir können uns auch täuschen. . also wir hätten da noch eine konserve nachzutregen. vom letzten donnerstag oder freitag war sie geblieben, wie immer ohne gewähr, lediglich beitrag zum zeitgeistausdruck, zu einem möglchen solchen also höchstens (daher auch der bildbezug im txt): . fast leicht auffällig, wie anscheinend - und anscheinend unbemerkt – wohl des herrn mit dem unaussprechlichen namen wg. (ponader), die beiden eingangs von herrn don vorbildlich gegeneinander gestellten damen nebst erzeugern und "biographie-vollzugsanstrengungen" sodann recht bald leider völlig zu kurz kamen... . (mehr emanzipation meine damen und herren mitkommentatoren, ja?) . hatte ja auch was von "wahlverwandtenschaften" an sich, wie unser gastgeber die gegenüberstellerei machte: ganz nach plan vermutlich. immerhin. wenn auch in einem gewissen, übertragenen sinne eher. und sehr schön. . "aber es ist nun einmal so: in den westvierteln, war das da nicht schon immer so, etwas wie "wahlverwandtschaften für arme?" eben, unvollständige wahlverwandschaft bloß?"- so hört man's in der tat fast schon fragen- derweil aber leben leben ist, und kunst kunst, könnte man auch dies voraussetzen, nicht wahr? und sich jede kritik ersparen. . und wirklich überraschend auch, wie ganz ernsthaft - und ernsthaft betroffen, wie es sich anhörte - hier auf einmal von manchen diskutiert wurde, tsss . . "mehr contenance, bitte", aber auch solches nur in gedanken. . dabei war heute faulkner 50. todestag (der ärmste). und in mönchengladbach hat eine ev. freikirchliche gemeinde nicht nur zugemacht, sondern sich an die aleviten verkauft. also ihr kirchengebäude. wozu es kath. stimmen gab "niemals, nie, besser abreissen, als sowas, nicht an ungläubige". . und evtl. noch ein paar leidlich vereinzelte buchstabenzusprengsel zum tag? . die zeitungsquote dient zur erhaltung der zeitungsindustrie, nicht zur erhaltung des lesers. wie bkannt. . und nur die anderen blogger machen, dass man don immer besser kennenlernt. . und ewig unverwelkt? (immergrüne internetpflanze mit elf buchstaben) (don a., q.e.d.) . und euro für arme? (durchmischung der voelker und allgmeine und allseits gleiche ausrichtung marktwirtschftlicher spiele.) . wie irrsinn zum frieden führt? (wenn die vorsehung kommt tun alle granaten schweigen.) . und aber nur in langen zeiträumen? (der fall nietzsche vs. brd. nietzsche gewinnt.) . was ein dissident in china, ist der dummident hierzulande. (blogger - denn blogger gefährden die freiheit von regierung, nutzlos. a pest.) . und das leben ist ein kampf des bösen gegen das schlechte. . unser gastgeber gehört zu den gewöhnlichen. (es gibt herausragende einzelne und gewöhnliche einzelne. beide ändern den lauf der geschichte.) . und bleib du ja weg, komm bitte nicht nach hause! (rumtreiber ist der beste zeitvertreib. darum wünschen immer mehr frauen ihre männer nur noch als solche.) (wichtige fortschritte aus der reichen welt der emanzipation einfach angesprochen) . und sommers sieht man(n) besonders klar. (sozial intelligente körper sind vor allem eines: anziehend.) . solange es dem staat gut geht, darf kunst alles. . und wenn reisende länder wie badeseen verwechseln? (junge göttinnen vom typus "historische fruchtbarkeitsgöttin" gehören ins märchen.) (und liebe tagsüber an jeden strand.) (ok, an besonders edle seen nicht.) . und kommunistische eltern mit ungezwungenen verhältnis zum eigenen körper? (weite bevölkerungsschichten, die heute womöglich auch zu wenig nachgeprägt werden.) . und vegetarische sommerradler in der ukraine? (nur mal schnell schauen, wo die radioaktitvität an den heidelbeeren hängt.) . and the rise and fall of the creative class. (die beatles wollten deine hand halten, die rolling stones wollen deine stadt niederbrennen. (tom wolfe)) . und ablehung ist billig. ablehnung kaufen wir nicht. . und warum der letzte brand wieder ein holzbrand sein muss? (ins netz mit dem schund! räumt die bücherregale! - aus der reihe: digitales abstauben kann so einfach sein.) (und ist zum glück so endgültig.) . und grüße.

0 donna laura 08.07.2012, 21:42 Uhr

lieber perfekt!57 (haben sie...

lieber perfekt!57 (haben sie diesmal nicht etwa ihr ureigenes ausrufungszeichen unterschlagen), und die doors? wollten die nur mehr oder weniger offene türen einrennen, sondern auch auch das bewusstsein des unterbewusstseins verändern, oder doch lediglich, was man als band sonst so als vertretbare ziele hat (chicks for free)?

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.