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Leben und Überleben im neuen Liraraum

13.09.2012, 08:02 Uhr  ·  Die Familie, die Freunde, das Haus und die Heimatstadt: Im allgemeinen Südeuropa des Gelddruckens verlässt man sich besser nicht auf Parlamente, sondern auf traditionelle Werte.

Von

Wenn der Mensch zu viel weiss, wird das lebensgefährlich. Das haben nicht erst die Kernphysiker erkannt, das wusste schon die Mafia.
Norman Mailer

Herzlich willkommen in Italien.

Gut, draussen ist immer noch das Land der Teutonen, und das Wetter erscheint jenen nicht italienisch, die nie einen Erdrutsch in der Toskana erlebt haben. Zudem vermisst man hier natürlich auch die italienische Kultur, die Urbanität und das Essen, aber dennoch: Seit gestern sind wir alle Italiener, zumindest in Sachen Geld, solange das Geld kein Graubündner oder Tessiner ist. Wir haben jetzt eine europäische Bankenaufsicht, die nach dem italienischen Wirtschaftsmotto „Regeln gelten nur für andere” funktionieren wird, einen Stabilitätspakt zur Finanzierung des üblichen Filzes und Schlendrians – meinte doch jüngst der spanische Ministerpräsident, er verbitte sich Einmischungen der EU – und grenzenlose Gelddruckerei durch den Ankauf von Staatsanleihen, kurz: Man sollte sich vielleicht mit italienischen Lebensbedingungen vertraut machen. Für später. Sie haben eine gut geplante Rente? Ihr Nachbar mit dem neuen Porsche alle zwei Jahre hatte keinen Plan, aber letztlich angesichts der Einführung der als Euro getarnten Lira recht.

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Diese Neuorientierung zugunsten südländischer Strukturen ist natürlich ein wenig blöd, weil das deutsche Modell über weite Strecken die Negation des italienischen Modells war. In Deutschland wollte man Stabilität, Wohlstand und Sicherheit für ordentliche Leute, damit das Leben für die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gebeutelten Menschen planbar wurde. Wir haben eine bombenfeste Währung entwickelt, ein solides System staatlicher Vorsorge und Leistungen, eine Sozialpartnerschaft und ein effektives Gemeinwesen. Man konnte etwas von diesem Staat in allen Lebenslagen erwarten, und das wirkte sich positiv auf die Gesellschaft aus: Wer klug und lernwillig war, wurde gefördert. Wurden die Eltern in München krank, konnte ein Kind dennoch in Frankfurt Karriere machen, und der Staat kümmerte sich um vieles. Die Flexibilität, die Anpassungsmöglichkeiten und Fähigkeit, sich auf Märkte einzustellen, waren auf der Grundlage eines funktionierenden Staates und einer verlässlichen Währung erbaut. Familie im Sinne eines Clans war unter diesen Prämissen bestenfalls optional. Und oft genug eine emotionale und finanzielle Last, die man zusammen mit Heimat auch ablegen konnte.

Italien war und ist da weitgehend anders. Vom Staat erwartet man dort Inkompetenz, Bereicherung, Korruption, Verschwendung und alle Arten von Ungerechtigkeiten. Und natürlich andauernde Geldentwertung. In Italien käme niemand auf die Idee, sich auf den Staat zu verlassen, und das durchaus mit besten Gründen. Gleiches gilt auch für Justiz, Verwaltung, Behörden, Kommunen, Ämter und Organisationen: Alles ist gemeinhin dazu da, um Besitzstände zu bewahren, Konkurrenz zu vermeiden und Begünstigungen zu erhalten. Einerseits ist das schlecht, weil Italien damit eben nicht flexibel und schnell und zuverlässig ist. Andererseits kann man auch mit diesem uniformen Chaos leben, indem man sich die Vorteile bei den diversen Alternativen besorgt. Und deshalb sind gemeinhin die Familie, die Freunde und das eigene Viertel sehr viel wichtiger als der Staat oder die Verwaltung, die sich nur in alles einmischen wollen, aber nichts verstehen.

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Kurz, der Staat ist der Feind, und wenn man ihn nicht plündert und betrügt, macht er es mit einem, oder es machen andere. Die Italiener denken seit jeher so über den Staat, wie wir Deutsche nun mit nicht ganz schlechten Gründen über das denken, was Politiker als „Europa” bezeichnen, auch wenn sie Vergemeinschaftung von Schulden, Zombiebanken und anderen Politikern sprechen, die nicht einsehen, warum sie wegen ein paar Milliarden anderer Leute ihre Wiederwahl gefährden sollen. Was wir mit den theoretisch gedeckelten 190-Milliarden-Risiko aus dem ESM und über 700 Milliarden Verbindlichkeit aus dem Target-2-Bereich der Bundesbank haben, ist auch nur so eine Art Bundesfinanzausgleich, nur mit dem Problem, dass da nicht Wowereit in Flughafenruinen feiert, sondern ganze Nationen und Bankenkonglomerate. Ja, vielleicht bald auch wieder Berlusconi! Bunga Bunga für alle.

Wäre das hier ein allgemeingesellschaftliches Blogs, so müsste ich jetzt natürlich über unschöne Nebenwirkungen schreiben: Dass all die hübschen Zitrusfrüchte in Italien nur deshalb konkurrenzfähig sind, weil ganze Städte wegschauen, wie illegale Einwanderer auf den Plantagen schuften. Ich müsste etwas über all die Zettel an Kirchen erzählen, auf denen der Ankauf von Schmuck, Pelzen, Gemälden und Möbeln angeboten wird – nicht nur das Beten, auch der Trödler hilft auf seine Weise. Vom Elend der jungen Leute sollte ich sprechen, die nicht von daheim ausziehen oder gar eine Freundin mitbringen können, weil sie mittellos sind. Oder von jenem Bauern, der einen ganz famosen Schinken, so sagt man, macht – und den nur unter der Hand verkaufen kann, weil eine EU-Verordnung zusammen mit einem ungnädigen Beamten einen Grossbetrieb bevorzugt. Brüssel, verehrte Leser, versteht sich blendend mit Rom. Ganz zu schweigen vom Elend der kleinen Familienbetriebe. Aber zum Glück beschäftigt sich dieses Blog mit der Sonnenseite des Daseins, wo niemand ernsthaft leidet, zumindest bislang – und da reichen vielleicht ein paar Anpassungen, um ohne grosse Verwerfungen durchzukommen.

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Denn nicht nur staatlich, sondern auch privat sind wir schon länger dabei, italienisch zu werden. Diese ganze Einkocherei und Gartenfreude, die in Deutschland grassiert, ist aus Italien importiert, die deutschen Gärten werden zunehmend italienisch, und aus einem recht flexiblen Volk, deren Erfolgreiche ohne Schamgefühl 100 Quadratmeter Altbau mieten, heute in Hamburg und morgen schon in München, werden wir zu einem Volk der Immobilienbesitzer, weil man in schlechten Zeiten gern ein Dach über dem Kopf hat, ohne zahlen zu müssen. Ein Dach, das seinen Wert behält. Wir haben keinen Immobilienboom in Deutschland, wir haben gerade andere Prioritäten des Daseins entwickelt und, so wir nicht schon seit Jahrhunderten besitzen, holen nur italienische Normalverhältnisse nach. Die Entschleunigung, von der man so viel hört, ist eine direkte Folge dieser neuen Sicht auf Ziegel und Beton. Die schon länger Besitzenden, die schon ein paar Währungskrisen mitgemacht und überstanden haben, wollen nur ungern hergeben: Daher kommen die hohen Preise. Natürlich könnte ich jetzt meine Wohnung in München verkaufen, aber was mache ich dann mit meinem Geld? – solche Fragen stellt man sich heute. Wie die Italiener vor 20, 50 und 100 Jahren, als man bei uns noch von Immobilien als „totem Kapital” sprach.

Eine ganz andere Sache ist dagegen das, was aus der Familie wurde. Junge Italiener hassen das oft, dieses umfassende Eingebettetsein in die genetisch bedingten Strukturen, wo man in der Familie herumgereicht wird, und danach kaum weiter, weil andere Leute andere Familien haben. Das garantiert Stabilität in instabilen Zeiten und gleichzeitig auch geringe soziale und geographische Mobilität: Um sich ein neues Netzwerk woanders aufzubauen und all die Nachteile der Trennung vom Clan zu kompensieren, müssten die Vorteile schon famos sein. Das sind sie nicht, weil an anderen Orten andere Clans ihre eigenen Angehörigen bevorzugen. Eliten in Deutschland dagegen neigen dazu, ihre Kinder in die weite Welt zu schicken, weil das hier Teil der Biographie sein muss. Es ist wichtiger, einen Professor, einen Firmenchef oder einen Politiker zu kennen, als den Cousin zweiten Grades oder eine Erbtante, die auf den ersten Blick nur gestickte Tischdecken zu bieten hat. S’Bluad lafd zsam, sagen wir in Bayern, und negativ ausgedrückt, könnte man auch sagen: In schlechten Zeiten schaut man eher erst auf sich selbst und die eigenen Leute und erst dann, ob es draussen noch andere gibt, die eine Chance brauchen. Die deutsche Flexibilität erscheint dagegen als ein exportgetriebenes Schönwetterideal, dem man folgen konnte, solange es aufwärts ging: In Dauerkrisen wie jener, die wir seit 5 Jahren haben, hat sich das italienische Modell ganz ordentlich bewährt, besser jedenfalls als „auf der Strasse verhungern”. Man kommt damit durch. Man kennt immer jemanden. Es wird einem an nichts fehlen. Der Clan weiss, was das Beste für einen ist.

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Das mag hier in Deutschland etwas vorsintflutlich erscheinen, das haben wir längst abgelegt, denn Scheidungen und Selbstverwirklichung sind heute fast schon Bestandteile der optionalen Lebensentwürfe – wenn schon Ehepartner nur noch auf Zeit gesucht werden, was ist dann erst mit angeheirateten Erbtanten. Vielleicht wird deshalb eine volle Renaissance des Clans in weiten Teilen der deutschen Gesellschaft ausbleiben, vielleicht wird man weiter allein stehen und versuchen, sich selbst zu verwirklichen, auch wenn am Ende des Lebens ein nur auf dem Papier nicht gebrochener Generationenvertrag steht, und die Erkenntnis, dass private Vorsorge auch nur ein Geschäft für Banken und Versicherungen war. Dieses deutsche Modell ist, global betrachtet, keinesfalls die Regel gewesen, sondern eine Ausnahme, auf Basis optimistischer Erwartungen und eines über Jahrzehnte aufgebauten Vertrauens in eben jene Institutionen, die die Finanz- und Eurokrise verursachten.

Sicher, das alles klingt jetzt noch reaktionär, wie der feuchte Traum all jener Honoratioren, die es schon immer wussten und darauf drängten, dass man da bleibt oder allenfalls von der Donau an die Isar zieht. Es klingt nach „in die Fussstapfen der Eltern” treten und lebenslanger Verdammnis zu dem Kaff, aus dem man stammt. Das mag vielen nicht behagen, gerade in den Medien, wo auch die reakionärsten Vertreter des Faches oft genug Ausgestossene und Inakzeptable in ihren eigentlichen Kreisen sind, und deshalb so anfällig für Flexibilitätsgeschnatter sind. Daher sollte man die neuen Notwendigkeiten vielleicht schrittweise mit Texten verschönern: Lobenswerte, nicht ironische Beiträge über das Heimfahren an Weihnachten zum Beispiel könnten einiges aufwerten. Man könnte etwas über das gemeinschaftliche Betrachten der Sissi-Filme für Damen und Don-Camillo-Filme für Herren schreiben, denn, seien wir ehrlich: Nichts uniformiert eine Gesellschaft besser als das gelebte Ideal einer österreichischen Standesheirat zusammen mit einer italienisch-totalitär-katholischen Dorfgesellschaft. Und dann arbeitet man sich publizistisch ganz langsam vor: Eingelegte Auberginen, Verzicht der Italiener auf ein Auto, ein Kochbuch anlegen und Tischdecken stopfen, und ich muss auch mal über eine Dorfhochzeit im Bue d’Oro schreiben… so schlimm ist das alles nämlich gar nicht.

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Nicht schlimmer jedenfalls, als die Verbitterung, wenn später mal die Rente nicht zum Leben reicht, sonst keiner da ist, der einem noch helfen könnte, und das Elend obendrein den Lebensbegrenzungsplänen der Politik gut ins Konzept passt. Man nenne mich einen Zyniker, aber ich persönlich schätze Haus, Familie und Freunde lebenslang mehr, als später einmal ökonomisch nützliche Sterbehilfe je nach Bettenkapazität, Versicherung und Schichtplan der Oberärzte.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (212)
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0 bertholdIV 13.09.2012, 08:41 Uhr

DA: schön geschrieben, aber...

DA: schön geschrieben, aber nur weil das eine nicht funktionierte sollte man, doch nicht so masochistisch sein und das andere loben. Die Familie ist doch in diesen rkk-Ländern auch nur eine Inszenierung.

Gott sei Dank, ich habe...

Gott sei Dank, ich habe Familie - und es ist kein Patchwork! Aber ich sollte mich mehr um sie kümmern, und zwar schnell!

0 donalphonso 13.09.2012, 08:46 Uhr

Sicher, und das Schlimme ist:...

Sicher, und das Schlimme ist: Die Familie kann schrecklich sein. Aber welche Alternativen gibt es denn sonst noch, wenn alles andere dezidiert unsicher geworden ist?

0 donalphonso 13.09.2012, 08:53 Uhr

Die Patchworkfamilie ist so...

Die Patchworkfamilie ist so etwas wie die Bad Bank des Zusammenlebens nach gescheiterten Fusionen

... ein schöner Beitrag, der...

... ein schöner Beitrag, der - musikalisch gesprochen - sehr klangreiche Bögen spannt. Gut gefällt mir die Feststellung, dass sich Brüssel und Rom blind verstehen - ich glaube, das wird in der Tat unterschätzt; auch wie herausgefallen wir aus der Perspektive der anderen erscheinen. Vielleicht erklärt dies die vielen neugierigen Touristen in Berlin, München und Hamburg, die sich in ein seltsames Land trauen und dann beruhigt bei Starbucks ihren Kaffee trinken. So schlimm ist das hier nicht. Es regnet auch nicht immer, ist aber keineswegs so ordentlich, wie im Guide versprochen. Man kann die Geschichte auch andersherum erzählen: Als Selbstbehauptungskampf überkommener Sozialstrukturen, die ihre jahrhundertealte Widerständigkeit erneuern, und sich ihre Existenzgrundlagen über die Ausbeutung sozial Schwacher (Einwanderer) und Partnerstaaten organisieren. Das neue an der Eurokrise sind dann eigentlich nur - musikalisch gesprochen - Tonfall und Lautstärke. Man äußert jetzt laut, was man bislang schon bekam, und das führt zum Zusammenzucken, wie wenn man in einer gemütlichen Kaffeerunde der besseren Gesellschaft am Tegernsee lautstark nach einem Stück Erdbeertorte verlangt, weil man Hunger habe, außerdem ein Anrecht. In einer gesitteten Gesellschaft wäre das doch eigentlich nicht nötig?

0 HansMeier555 13.09.2012, 09:07 Uhr

Wie heißt der richtige...

Wie heißt der richtige Originalbegriff dafür? Münzverschlechterung?

0 HansMeier555 13.09.2012, 09:26 Uhr

Aber die säkularisierten...

Aber die säkularisierten Singels werden es schwer haben.

Familie - der große...

Familie - der große Unterschied: Kinder haben - oder keine. Letzteres dürfte hier die Mehrheit sein - auch wenn man nicht "ohne Familie". Die wird jedoch im gleichen Tempo älter. Jenseits der 50er sollte man schon Alternativen zur Familie haben. Diese Generation hat noch einiges Aufzubauen: Vereine, Zusammenschlüsse, Netzwerke zum Alt-Werden. Denn die lieben Cousinen oder etwa die jetzt noch kleinen Kinder der Schwägerin werden später - jedenfalls in D - nicht so schnell zu zuverlässigen Begleiterinnen zwischen Altenheim und Palliativmedizin mutieren...

0 HansMeier555 13.09.2012, 09:37 Uhr

Solange bei der EZB keine...

Solange bei der EZB keine Mefo-Wechsel hinterlegt werden.

0 HansMeier555 13.09.2012, 09:43 Uhr

Wenn wir ganz ganz klassisch...

Wenn wir ganz ganz klassisch an die Frage herangingen, wie und bei welcher Gelegenheit man ganz Europa fest zusammenschweissen und zugleich ein wenig Binnenkonjunktur erzeugen könnte, dann käme man schnell zum logischen Schluss, dass hier ein großer Krieg angezettelt werden muss. . Allein es fehlt der passende Gegner. Kein Feind nirgends! Womit hat sich unser Zeitalter diese Tristesse verdient?

fein. um zehn nach zwölf...

fein. um zehn nach zwölf kämpft einer. aber, er kämpft ehrlich und auch sogar ein bischen mutig. denn für solche texte wird man in kürze von der bildfläche verschwinden.

sehr schön geschrieben, aber...

sehr schön geschrieben, aber D nicht richtig beschrieben. Die Erwartungshaltung an den Staat ist so, die Leistungsfähigkeit der Gemeinschaft war aber seit Jahrzehnten nicht mehr real da. Viele viele Leistungen wurden eingeführt, von Politikern und Richtern ausgeweitet und nur auf Pump finanziert. Seit ich arbeite stieg der Rentenbeitrag von gut 11% auf fast 20%, die Schulden meiner Stadt und meines Deutschlands ins Unvorstellbare. Deshalb meine ich, daß der Staat und die Gemeinschaft seit vielen Jahren die erwartete Leistungsfähigkeit nur noch vorspiegeln. Mit 6% Zinsen auf öffentliche Schulden wird sich das auch schnell zeigen.

0 tylerdurdenvolland 13.09.2012, 10:10 Uhr

„Italien war und ist da...

„Italien war und ist da weitgehend anders. Vom Staat erwartet man dort Inkompetenz, Bereicherung, Korruption, Verschwendung und alle Arten von Ungerechtigkeiten.“ Italien „ist“ da anders????? Das muss aber schon länger her sein, dass DE tatsächlich mal anders war. Die Wasserscheide war ein gewisser Herr Kohl als er, völlig unverfroren, der kleinbürgerlich korrupte Spiesser, ganz der Italiener, ungestraft sagen durfte, dass es uns, das Volk, einen Dreck angehe wenn er jemandem sein Ehrenwort gegeben hatte. Von da an gings nur noch bergab. Warum also Don, sollte ein Volk das so einen nicht umgehen totgeschlagen hat ein anderes „ESM und Traget2“ Urteil verdient haben? Jetzt hat man das, was man verdient, auf Deutsch: unbegrenzte Haftung! Dieses Volk hat die letzten 30 Jahre Kanzler gewählt, „die nicht einsehen, warum sie wegen ein paar Milliarden anderer Leute ihre Wiederwahl gefährden sollen.!“ Und „die Verbitterung, wenn später mal die Rente nicht zum Leben reicht, sonst keiner da ist, der einem noch helfen könnte, und das Elend obendrein den Lebensbegrenzungsplänen der Politik gut ins Konzept passt,“ die konnte jeder kommen sehen, denn all dies ist das Resultat wenn in einer sogenannten „Demokratie“ ein kleiner Teil eines Volkes, die 1%, über die Medien die Macht hat, den grossen Rest dumm zu halten und noch weiter zu verdummen. All dies konnte man lange, sehr lange schon, kommen sehen.

Doch, das propagierte "Zurück...

Doch, das propagierte "Zurück zum Clan" hat etwas. Dazu gehört natürlich denknotwendig auch die Regelung der Rechtsgeschäfte durch einen anderen Clan (heute zu Unrecht als "Mafia" denunziert). Mit dem Clandenken hat man auch eine solide Grundlage für Rassismus, denn wer könnte einem ferner stehen als jemand aus einem nicht nur anderen Clan sondern auch noch mit der falschen Hautfarbe? Eine praktische Folge der Re-Clanisierung Europas wäre die der Aussenpolitik förderliche Tolerierung des Nepotismus an anderem Ort, vorausgesetzt, man bräuchte Aussenpolitik noch und wäre nicht dauerhaft mit Kriegführen beschäftigt. Und auch die weiteren Vorteile sind absolut offensichtlich: Behören? Überflüssig! Hauptsache, ein eigener Verwandter hat einen Regierungsposten. Formulare und Anträge? Mülleimer. Telefon zum Clanverwandten. Versicherungen? Grosser Quatsch. Das Clanvermögen, Sie verstehen. Nationalstaaten? So ein Unsinn. Selbst im eigenen Dorf muss man ja schauen, wo man bleibt, der Nachbarclan ... Und am Ende führen wir die Blutrache wieder ein, schliesslich verjähren Verbrechen gegen den eigenen Clan niemals. Kurz, wir schmeissen 2.500 Jahre menschlicher Fortschrittsgeschichte über Bord un begeben uns in jenen Grenzbereich zwischen Steinzeit und Frühfeudalismus, der schon immer das heimliche Ideal raunender Schrumpfgermanen war. Gruss, Thorsten Haupts

0 HansMeier555 13.09.2012, 10:25 Uhr

Griechen und Italiener in der...

Griechen und Italiener in der Europäischen Kultur. . Mag sein, dass die heutigen Griechen den alten Spartanern nicht mehr so ähnlich sehen, aber die Italiener wurden wohl schon im Dekameron zutreffend beschrieben. . Warum können wir nicht so sein noch werden?

0 HansMeier555 13.09.2012, 10:29 Uhr

Wenn die mit dem Geld hinter...

Wenn die mit dem Geld hinter den Bergen wenigstens was Sinnvolles finanzieren würden wie Petersdome, Ablaßbriefe, Spitzenkurtisanen und Opern.

'There is no such thing as...

'There is no such thing as society.' Das Schlimme ist doch, dass die alte Hexe womöglich noch Recht bekommt.

0 prince Matecki 13.09.2012, 10:36 Uhr

Was für eine glänzende...

Was für eine glänzende Formulierung: >Die Patchworkfamilie ist so etwas wie die Bad Bank des Zusammenlebens nach >gescheiterten Fusionen Das sollten wir in die gesammelten Aphorismen des D.A. aufnehmen und irgendwann als Vorzugsausgabe in Ziegenleder mit rotem Seidenlesenband herausgeben.

0 E.R. Binvonhier 13.09.2012, 10:40 Uhr

@Alatheia, wohl wahr. Was den...

@Alatheia, wohl wahr. Was den wenigen jungen Köpfen in der Familie wohl schneller über den Kopf wächst, die Rentenbelastung oder die verlangte zwischenmenschliche Betreuung? . Der Geburtenrückgang in D läuft seit über hundert Jahren; vielleicht eine gute Begründung für den Ausbau des Sozialstaates und Familienflucht der jeweils Jungen.

0 HansMeier555 13.09.2012, 10:49 Uhr

@ThorHa . Sie haben...

@ThorHa . Sie haben Vorurteile. Schauen Sie mal: In Italien ist die Clanwirtschaft stark ausgeprägt, ohne dass die kulturelle Entwicklung darunter jemals gelitten hätte.

0 donna laura 13.09.2012, 10:54 Uhr

lieber don, so nett...

lieber don, so nett geschrieben wie die conclusio für all diejenigen unerfreulich sein wird, die sich selbst stets als totalflexibler solitär ansahen, heute hier und morgen fort. . ihren werten schlussfolgerungen nach müssen wir hier in unserer burg im prinzip das meiste nicht ganz falsch gemacht haben, vielleicht, weil auch in den genen das bewusstsein um die jahrhundertealte geschichte der famille von aufwärts- und abwärts-, aber nicht auswärtsbewegung durchaus vorhanden ist (obwohl man sich dem bei uns nicht mehr verschliesst seit einigen jahren). ohnehin ist es zuweilen recht simpel - fast zu einfach -, sich in gewissen fragen der tradition der famille anzuschliessen, um die freien kapazitäten anderweitig zu nutzen, um seine persönlichkeit auszuleben. . gar nicht so wenige deutsche freunde von uns haben allerdings weniger mit freundschaften, wohl aber mit partnerschaftsführung schwierigkeiten: man ist zusammen, wohnt an verschiedenen orten oder ist gerade zusammengezogen, man liebt einander, passt gut zusammen, streitet ein wenig zu essentiell über die lebensplanung herum, aber traut sich nicht, mit köpfen zu nageln, auch wenn bei beiden partnern die gonosomen sich schon langsam an den bimmelfaden des totenglöckchens heranrobben. . vermutlich und leider wird man sich unbekindert nach einigen jahren und vielen kabbeleien trennen, nur um festzustellen, dass man immer noch nicht allen optionen nachgehen kann (und dass es so viele irgendwann auch nicht mehr geben dürfte), und am ende füttert man miezekatzen oder punzenlecker und grämt sich im rentenalter ob der unehrlichkeit des desideraten geschlechts. . meine unmassgebliche ansicht zu dem thema ist, dass man auf keinen fall zu grosse kompromisse schliesst (nur im übertragenen sinne: hässlich bleibt hässlich), dass man aber, wenn man nun einmal mit jemandem zusammen ist, auch stürme und unstimmigkeiten wohlwollend und abwartend umschifft; aber dazu gehören zwei, und beide müssten die einzigartige kostbarkeit des anderen erkennen und es dann auch wollen. . mit freier entfaltung des individuellen i.s.v. des unteilbaren selbst hat das natürlich begrenzt zu tun; der 'verlust' an freier entfaltung wird im übermass kompenisert dadurch, dass man - anthropologischerweise in verbünden lebend - sein leben in guten wie in schlechten tagen mit jemandem teilt, der verdammt gut duftet. . und schlechte, oder neusprech: herausfordernde tage dürfte es ein wenig häufiger geben in nächster zeit. . wer jetzt kein haus hat, baut sich keines mehr.* wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange briefe schreiben und wird in den alleen hin und her unruhig radeln, wenn die banker treiben. ----- * die immobilienpreise sind im übrigen in begehrten städten nicht gerade gesunken, und man darf sich fragen, ob es in diesen zeiten sinnvoll ist, einen kredit aufzunehmen, um noch zu kaufen, oder ob man tatsächlich sein geld dort noch unterbringen möchte, ferner, wann die preise sänken - vielleicht, wenn die zwangsanleihe oder andere zwangsveranstaltungen kommen. immobilien haben den nachteil, dass sie immobil sind. . im übrigen kann der gesetzgeber die mieten auch begrenzen; hat es alles schon einmal gegeben in europa.

0 donna laura 13.09.2012, 10:57 Uhr

eine draghödie....

eine draghödie.

0 donalphonso 13.09.2012, 11:17 Uhr

Um das mal zu...

Um das mal zu visualisieren: 200 Quadratmeter Haus. 600 Quadratmeter garten, 3000 Quadratmeter Koppel, ein Pferd pro Kind und Eltern wie aus dem Modekatalog, und das alles im Münchner Süden:
.

.
So in etwa. Das sieht man hier oft. Das wäre ein Neuanfang. Allerdings wäre das nichts für mich.

0 donna laura 13.09.2012, 11:27 Uhr

ein neuanfang, lieber don?...

ein neuanfang, lieber don? (mit bescheidenem häusken und dem handtuch garten, ganz ohne holz? hm...)

Mein Italienbild, Vorurteil...

Mein Italienbild, Vorurteil oder nicht: . La Famiglia wird ganz hoch gehalten, danach kommt lange nichts. . Aber sonst hat man ganz schöne Ellenbogen, das sieht man zum Beispiel an ihrer chaotischen, häufig sogar rücksichtslosen Fahrweise im öffentlichen Straßenverkehr (nimmt allerdings auch bei uns enorm zu, v. a. auf den Autobahnen). Gemeinsinn und Rücksicht gibt es - anscheinend - nur in der Familie. . Das bedeutet dann halt auch, dass man in Italien kein Problem mit Clanwirtschaft hat (q.e.d.), ansonsten die Spikes an die Ellenbogen schnallt. wäre kein Land für mich zum dauernd da leben. Echt nicht. Trotz Pomeronen und Zitranzen. Die Bürokratzia dort ist zum Davonlaufen, der Verkehr dito, die Architektur gammelt, will nicht wissen, wie es mit Jobs ist (Vergabe by Onkel). . Greetz, eine Familiengeschädigte (Durfte als erwachsene Frau jahrelang nicht nach Hause kommen, weil meine Ehe in die Brüche ging und ich einen neuen Lebensgefährten hatte. Das war nicht konform, also wurde ich als Tochter verstoßen, ging vom Vater aus. How verlogen-italienisch-katholisch can you get - daher ist mir das Familiengetue extrem zuwider, vor allem das italienisch-katholische-altöttingmäßige. Gomorrha!)

0 HansMeier555 13.09.2012, 11:34 Uhr

Die in Italien seit ca. 200...

Die in Italien seit ca. 200 Jahren zu beobachtende kulturelle Sterilität erklärt sich wie anderswo auch durch die Gründung eines bürgerlichen liberalen Nationalstaates.

0 Foxrommel 13.09.2012, 11:37 Uhr

Die Unterlinge sollten sich...

Die Unterlinge sollten sich nicht aufregen, daß es soweit gekommen ist, sondern darüber nachdenken, warum es dazu gekommen ist und warum es auch weiterhin so weiterläuft. Alle, die etwas von der Sache verstehen, wussten schon vor über 10 Jahre, wohin es führen wird. Und die wissen auch jetzt, wie es weitergeht. Denn es geht immer weiter, auch bei der technischen Entwicklung, auch das so beliebte iPhone wird sich immer weiter entwickeln: http://b.asset.soup.io/asset/3778/3291_e84a_480.jpeg Es ist alles vorhersehbar.

An alle: Es geht doch nicht um...

An alle: Es geht doch nicht um "Erwartungshaltung an den Staat", es geht um Gemeinsinn. Der fehlt hinten und vorne, der Egoismus ist überall im Vormarsch, aber besonders bei den Clan-gesteuerten Ländern im Süden. Gemeinsinn war mal eine bürgerliche Tugend, von daher haben für mich die Stützen ganz schön abgewirtschaftet. Die Doppeldeutigkeit, welche Stützen ich meine, die hier oder die draußen, ist beabsichtigt. . Doppelzüngigkeit: "Erwartungshaltung an den Staat" ist für mich eh neoliberaler Neusprech, um ehrlich zu sein. Mit dieser begrifflichen Umdeutung will man, dass staatliche Hilfen/Eingriffe komplett zurückgefahren werden. Bei Armen/Bedürftigen. Bei Subventionen an Firmen sieht das derjenige, der die "Erwartungshaltung an den Staat" geißelt, merkwürdigerweise viel lockerer. Rodenstock ist so ein Beispiel, der geißelte jahrelang INSM-mäßig die, die die staatliche Hängematte (auch so ein neopliberaler Terminus) wollten, aber selbst war er als Firma ein regelrechter Subventions-Abgreifweltmeister.

Uuh, den Preis mag ich mir gar...

Uuh, den Preis mag ich mir gar nicht erst vorstellen. . So was gibt es im Hintertaunus für nen Appel + Ei (< 400.000 €).

tylerdurchdenvolland@: Was...

tylerdurchdenvolland@: Was wollen Sie eigentlich? Der Mann hatte doch nen blackout und im Hinterzimmer wurde er dafür noch gefragt ob er wolle. Später machte er sich um die Einheit der Resteverwertung verdient. Alles voll normal. Eines Tages bekommt er auch ein Staatsbegräbnis 1. Klasse. Die Nachrufe sind schon gefertigt. .. Hoppe, hoppe Reiter, wenn er fällt dann schreita.....Ponyreitn is supa.

0 donalphonso 13.09.2012, 11:59 Uhr

Deutschland gilt vielen...

Deutschland gilt vielen Italienern als Musterstaat, da dard man kein böses Wort gegen Italien sagen. Mag man Deutschland auch hier nicht so toll finden: es ist nichts gegen die Verachtung, die dem Staat in Italien entgegenschlägt. Relativ dazu haben wir durchaus Vertrauen.

@muscat 12:32 Liebe Muscat,...

@muscat 12:32 Liebe Muscat, ich muß Sie sehr bitten. Die "alte Hexe" hatte oft recht. Und sie wurde nicht nur von links gehaßt. Das Establishment hatte gewiß nichts für eine wie sie übrig. Deshalb wurde sie nur einfache "Sir" und nicht erblich in den Adellsatand versetzt. Ich weiß, daß viele Menschen verabredet haben, irgendwann bald auf dem Trafalgar Sqare zu tanzen und zu feiern... aber es ist Zeit anzuerkennen, daß Maggie Ther Is No Alternative Thatcher eine loyale Patriotin war, die die Interessen ihres Landes und Ihres Volkes gewahrt hat. Sie hat nicht nur gsagt, sie wolle Deutschland dienen. Hartnäckig uneitel hat sie konkret verlangt: I want Britains money ba/g/ck. Ihr Lippenbär

0 Don Ferrando 13.09.2012, 12:06 Uhr

"das sieht man zum Beispiel an...

"das sieht man zum Beispiel an ihrer chaotischen, häufig sogar rücksichtslosen Fahrweise im öffentlichen Straßenverkehr " @Vroni, hier muß ich Ihnen einfach widersprechen. gerade, daß sie im Straßenverkehr rücksichtsvoll sind, unterscheidet die Italiener von den Deutschen. Dort besteht fast keiner auf seiner Vorfahrt; zeitlungslesend kann ich vierspurige Straßen unbeschadet überqueren. Die linke Spur gibt der Italiener sofort frei, wenn man es ihm durch entsprechende Verkürzung des Abstandes bedeutet. Nein und nochmals nein. Die Fahrweise ist allgemein sehr rücksichtsvoll.

Don, von vielfachem Mitlesen...

Don, von vielfachem Mitlesen (und seltenen eigenen Beiträgen) weiß ich, dass Sie die Haftungsunion sehr kritisch sehen. Meiner Meinung nach kann man das aber auch von der anderen Seite betrachten: War das deutsche Sauberkeits- und Hochleistungsmodell nicht auch sehr künstlich und exaltiert? Dass die DM so (überwiegend) stabil war, dass Wirtschaftsleistung und Export so (überwiegend) gut funktionierten und den Wohlstand mehrten - das konnte alles nur deshalb so gut funktionieren, weil es dieses - für Deutschland sehr angenehme - Wohlstandsgefälle gab. Aber das war nichts für die Ewigkeit. Sie haben vollkommen recht mit Ihrer Darstellung, dass wir uns nun wohl mit den Italienern, vielleicht gar mit den Griechen, wieder etwas egalisieren werden. Aber zum einen war das exaltierte Modell wohl nicht viel länger haltbar. Und zum anderen: Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm?

0 donna laura 13.09.2012, 12:27 Uhr

liebe muscat, ich habe heute...

liebe muscat, ich habe heute noch nicht einkaufen lassen. äpfel und eier heute schon so teuer? wie gut, dass Filou noch nicht wach ist. . lieber don, kürbisanbau ist auf 600 qm nicht ratsam.

0 Wimmerl d. Ä. 13.09.2012, 12:30 Uhr

Mia hom itza aa...

Mia hom itza aa difärsifitsiad. S´s lafad net schlächd. Fämilyreiding. Bonytrekking un ois un so. (Mei sand de Leit vo Mingga bled! Un de Börlina grad aa de vom Rheinland mid.) Oba wos wuist macha, ha? Des Kärngschäfd bleibt, da Woazn schteigt im Breis momäntan. Mia hom no Land do herinna dazuakafft. Ma woas ja heitzudog freili net wos kemma duat mid däm narrischn Draghi do, net woahrr! So oda so, s´s wachsad uns ollaweil in´n Diridari nei. S´ís grad wia mid däm Hasn un däm Igäl wia mia des macha. Bauland homma aa. Mia sand zfriedn. Rundum. -- Mei Schpezi bei da Raiba hot mia an brandhoaßn Tipp gebn, I soi in Arizona Farmland kafa. Sie hättn do wos gscheits in dera ihra Bichsn drinna. Globalisäschn, hota gmoant, is ogsogt (Dea krumme Hundling, dea Mafiosi is schpits af de Brovision).

Don Fernando, mag sein. Ich...

Don Fernando, mag sein. Ich habe überspitzt. Deutsche sind auch schlimm, beharren gerne v. a. auf Autobahnen stur auf ihrem Recht, sie überfahren einen lieber, falls sie sich im Recht fühlen; das macht diese Oberlehrer gefährlich und anstrengend. Man hat bei gewissen Automarken sogar das Gefühl, sie geben noch Gas, einen zu langsamen Fußgänger zu erwischen (Rentnerprämie?). . Italiener fahren aber ebenfalls gefährlich, nämlich chaotisch. Regeln gelten ÜBERHAUPT nicht, Regeln sind ja des Teufels. Schneiden die Kurven in bergigem Gelände grundsätzlich, vorher wird lediglich gehupt.^^

0 Der Tiger 13.09.2012, 12:57 Uhr

@muscat – Die alte Hexe hat...

@muscat – Die alte Hexe hat gelernt damit zu leben, dass man sie als alte Hexe bexeichnet und von ihrer Familie im weitern Sinn erwartet sie sowieso nichts.

Don Fernando, hier mein...

Don Fernando, hier mein Lieblings-Retro-Flashfilm übers Autofahren und andere Gebrechen in Italien, von Bruno Bozzetto: http://www.lifeinitaly.com/flash . Ich denke, ein Italiener wie Bozzetto darf das so sagen. Wie auch in Wirklichkeit nur ein Pole Polenwitze machen darf.

Wie wäre's mit Kanton Tessin...

Wie wäre's mit Kanton Tessin als Alternativ zu Italien? In Lugano I've seen a car parked on the sidewalk with the engine left running, and the driver went to get a newspaper.

Foxrommel, meinen Sie mit...

Foxrommel, meinen Sie mit iPhone die hochglänzenden, mit Fingerfett beschmierten Fliegenpatscher? . [Der sicherste Platz für die Fliege ist auf der Fliegenklatsche.]

0 donna laura 13.09.2012, 13:41 Uhr

which kind of car was it, dear...

which kind of car was it, dear fionn? on contrary, in italy one might have asked: who was the driver, which might also explain a lot. . man hupt in engen, unübersichtlichen kurven, vor allem an steilen abhängen, was soll man denn sonst tun. sonst kommt man ja nie voran. . da gibt es ganz andere abgründe, die sich derzeit auftun...

Ich vermute ja eher, dass die...

Ich vermute ja eher, dass die alte Hexe mittlerweile nicht mal mehr weiß, dass sie eine ist. Oh, der war jetzt gemein. Bitte um Verzeihung. . Der Tiger, wie man in den Wald reinruft, gell.

Eines hat sich noch immer in...

Eines hat sich noch immer in der Gechichte bewahrheitet: Die Firnis aus Kultur ist dünn und wenn man das Soziale zerschlägt ist man sehr schnell wieder im Tribalismus. Familie ist da noch das positive Ende der Skala der Katastrophen, die uns bevorstehen.

Sie hat noch nicht einkaufen...

Sie hat noch nicht einkaufen lassen, der Trecker hatte 'nen Platten. Calvados ist eine schoene Basis fuer Eierliqueur. Eigenes Rezept. Man kann Reifen damit vulkanisieren.

Ich kann Don Ferrando (14:06)...

Ich kann Don Ferrando (14:06) nur zustimmen. Gilt auch fuer Franzosen.

@keiner: Uns stehen keine...

@keiner: Uns stehen keine grösseren Katastrophen bevor, als die Erkenntnis, dass der Don mitnichten ein Repräsentant deutscher Bürgerlichkeit ist. Und für einige Blogbewohner das Undenkbare eintritt: Der Euro existiert weiter, sein Wert bleibt stabil und die Gesellschaften lösen sich nicht im Kampf von jedem gegen alle auf. Gruss, Thorsten Haupts

0 donna laura 13.09.2012, 14:40 Uhr

cher Filou, das mit dem...

cher Filou, das mit dem platten war gar nicht so falsch. im ernst, ein zweitkompressor in den stallungen kann wunder bewirken. wenn man eben zu viele untersätze hat... (arbeit, nur arbeit: die ctp, die ewigen garagenbesuche vorher, reifenwechseln, säubern, batterieladen, standschäden vermeiden... heute war reifen aufpumpen lassen auf dem plan... seufz.)

0 Der Tiger 13.09.2012, 14:43 Uhr

@muscat – Sie sind...

@muscat – Sie sind offensichtlich noch nie als Hexe bezeichnet worden, sonst hätten Sie sich Ihre Bemerkung über den Wald verkniffen.

0 E.R. Binvonhier 13.09.2012, 14:51 Uhr

Meine Verachtung für Politik,...

Meine Verachtung für Politik, Staatsbürokratie und Wirtschaft ist grenzenlos. Meine wohlfundierten Ansichten und Wünsche werden nicht umgesetzt - geht man somit einem Souverän um? In der Wirtschaft, wohin ich auch schaue bin ich, der Kunde nicht König, werde betrogen und manipuliert. Pah, sollen sie doch ihren Dreck alleine machen.

0 donna laura 13.09.2012, 14:54 Uhr

lieber keiner, wenn es...

lieber keiner, wenn es stürmisch weht und das schicksal seine fiesen seiten zeigt, kann man sich tatsächlich auf die famille verlassen, auch wenn man sich an sonnigen tagen zuweilen die [rauschen übertönt das unsagbare] und das [piiiiep] an die [piiiep]. wobei man manchen entfernteren verwandten, die man sich im lebtag nicht ausgesucht hätte, vielleicht doch nicht so ganz über den weg trauen sollte. den anschein, dass man vertraut, den sollte man natürlich wecken. darüber hinaus ist ein gutes, faires, freundliches, warmherziges verhältnis zu den nachbarn absolut essentiell. bei uns streitet sich keiner wegen irgendwelchen apfelbäumen. (wozu gibt es kupfernägel.) . liebe muscat, nicht nett gemeint, aber nett gesagt.

0 E.R. Binvonhier 13.09.2012, 15:03 Uhr

...und dabei kann ICH...

...und dabei kann ICH schreiben und lesen und etwas rechnen; habe auch immer 2,50 Euro in der Tasche.

0 bertholdIV 13.09.2012, 15:09 Uhr

gegenüber solch staatlicher...

gegenüber solch staatlicher altersveglückungen ist eine patchworkfamilie konkurrenzfähig: http://www.taz.de/Studie-ueber-Altersvorsorge/!101618/ vielleicht sollte man ehrlicher sein. früher waren mehr patchworkfamilien als normale strukturiert/verpackt. das ist alles keine neue erfindung der finanzindustrie

@ donna laura 14.41h Die...

@ donna laura 14.41h Die meisten Ausländer die im Tessin wohnen sind Deutschen.... niedrige Steuersätze, Sonnenschein plus viele Möglichkeiten, Golf zu spielen.

Der Tiger, der Wald bezog sich...

Der Tiger, der Wald bezog sich auf Thatcher - an wen hatten Sie gedacht? Wer sich nicht wie eine alte Hexe verhält, wird auch nicht als eine solche bezeichnet oder behandelt. Zumindest bei uns ist das so.

0 Der Tiger 13.09.2012, 15:24 Uhr

@donna laura – Über “wenn...

@donna laura – Über “wenn es stürmisch weht und das schicksal seine fiesen seiten zeigt, kann man sich tatsächlich auf die famille verlassen”, kann ich nur grinsen. Das hätte der weiteren Familie wahnsinnig gefallen, wenn die Hexe zu Kreuze gekrochen wäre – ist sie aber nicht. Sie hat die Zähne zusammengebissen und weitergemacht. . Was Sie über Nachbarn sagen, stimmt natürlich. Ich hatte mit der CIA Familie ein ausgesprochen gutes Verhältnis. Vor allem haben wir mit großem Vergnügen an Halloween gemeinsam die „trick or treat“ Hexen beglückt.

Aus dem Wörterbuch des...

Aus dem Wörterbuch des Manipulators: >Wahrheit< Jemanden, oder ganze Gruppen offensichtlich hinter die Fichten zu führen ist plump. Gekonnt ist es mit einem Viertel der Wahrheit herauszukommen, damit der Rest um so besser im Dunkeln bleibt.

Der Clan, die Horde, das Rudel...

Der Clan, die Horde, das Rudel sind Urformen des Zusammenlebens und Wirkens von Lebewesen. Ich möchte nicht in einer Welt leben, die ausschließlich in solchen archaischen Strukturen zusammenlebt. Bei solchen Szenarien denke ich an Frühzeit und Endzeit. Ich bin Hardcore-Europäer. Durch und durch. Der Staat ist nicht der Feind. Der Staat, das ist Zivilisation - ohne sie funktioniert keine kulturelle Entfaltung, kein Ausgleich der Interessen. Wer den Staat ablehnt, weil er ihm über den Kopf wächst, es ihm zu hoch ist, soll mit seiner jämmerlichen Horde in den Wald ziehen und dort die Eichhörnchen volljammern, Beeren und Pilze sammeln und sehen, wie er den Winter überlebt. Vielleicht trifft er Schlegel, der ihn dann über deutsche Romantik aufklärt. Was ist bloß aus diesem Land geworden.

donna laura@: ...den Anschein,...

donna laura@: ...den Anschein, dass man vertraut, den sollte man natürlich (unbedingt) wecken. Z. B. in Bezug zur systemischen, noch lebenden Erbtante.

0 Foersterliesel 13.09.2012, 16:32 Uhr

Großartiger Aufsatz, lieber...

Großartiger Aufsatz, lieber Don, und leider alles wahr. . Heute hab ich mit etwa gleichaltrigen Freunden in der Stadt zu Mittag gegessen, lauter Volkswirte, ein Ehepaar das noch zusammen ist, war auch dabei; wir haben den ESM beratscht, den keiner für großartig hält, aber was soll man tun? Zum Nachtisch haben wir vom Sterben geredet, vorm Sterben an sich hat keiner Angst geäußert, aber vor den sozialen Umständen davor. Die wenigen Kinder der Runde werden, wenns soweit ist, wahrscheinlich an Universitäten im Ausland arbeiten und unabkömmlich sein und man wird fremd betreut werden; ich verlasse mich dabei auf den glücklicherweise von meiner Mutter geerbten paternalistischen Charme, der hoffentlich auch unwilliges Pflegepersonal freundlich stimmen können wird.

Kommt wohl auch auf die...

Kommt wohl auch auf die Herkunft an. Ich habe in jungen Jahren "meinen Clan", also die damalige Familie, Umgebung, Freunde, bewusst verlassen. Und das war auch sehr gut so. Sonst wäre ich heute Postbote oder 400-Euro-Jobber.

Peppone und Franz habe ich mir...

Peppone und Franz habe ich mir bisher immer so gerne alleine angeschaut. Bestimmte Verrichtungen generell, aber besonders solche der Psychohygiene erfordern m. E. Privatheit, es sei denn, man saß schon im Kindergarten auf dem Gemeinschaftstopf. Mit der Familie schätze ich "It´s a wonderful life" von Frank Capra, inklusive Bankenrettung, Immobilienspekulationen, Kriegsveteranen und religiösem Opium; verdammt aktuell.

0 Foersterliesel 13.09.2012, 17:11 Uhr

lieber berthold IV, ausser...

lieber berthold IV, ausser über den ESM haben wir über die Innenstadtstraße in der einer der Freunde wohnt, geredet. Das ehemalige Finanzamt und das Gericht, beides vom schönsten Finanzminister aller Zeiten in einen tower abgesiedelt, unter erheblichem Provisionsgewinn seiner entourage, sollten zu Luxuswohnungen umgebaut werden. Beide Häuser sind unbewohnt, vielleicht wurden die Wohnungen verkauft, bewohnt werden sie nicht. Das große Eckgeschäft im ehemaligen Finanzamt (früher Porzellangeschäft der Familie Thun) steht seit Jahren leer, die verlangte Miete ist zu hoch. Als ich zum nahen Ringwagen ging, kam ich allein auf dieser kurzen Strecke an zehn Bettlern vorbei, in allen Geschäften am Graben, Kohlmarkt etc spricht das Verkaufspersonal auch Russisch, manchmal sogar nur Russisch, ebenso in den Megastores der Mariahilferstrasse.

Jeeves, willkommen im Club....

Jeeves, willkommen im Club.

0 Foersterliesel 13.09.2012, 18:03 Uhr

lieber x, jaja, auch Sie haben...

lieber x, jaja, auch Sie haben recht, irgendwie, also nicht nur irgendwie, sondern prinzipiell. Aber halt eben nur prinzipiell.

0 karlmeier 13.09.2012, 18:07 Uhr

Ich werde mich jetzt hier mal...

Ich werde mich jetzt hier mal verabschieden. Stört vermutlich niemanden, aber die Höflichkeit gebietet es natürlich trotzdem Lebewohl zu sagen. Schaue nach der Krise gerne wieder vorbei, sobald die Jammerdichte auf ein verträgliches Maß gesunken ist.

Und leben und überleben im...

Und leben und überleben im Dollarraum? Oder raus aus den Dollarraum? Nach Bernanke's Ausserungen heute sieht es negativ für den USD - bis auf weiteres - aus, m.M.n.

Lieber x. 'was ist bloss aus...

Lieber x. 'was ist bloss aus diesem Land geworden?' Seit 1918 nichts mehr. Aus, alle!

0 Der Tiger 13.09.2012, 18:44 Uhr

@muscat - Danke!...

@muscat - Danke!

0 Der Tiger 13.09.2012, 18:57 Uhr

@Försterliesel – Ich habe...

@Försterliesel – Ich habe einen alten Freund – emeritierter Professor – der hat überhaupt keine Familie. Bei meinem letzten Besuch hat er mir erzählt, dass er eine “Versicherung” mit der RKK abgeschlossenen hat, der zu Folge die RKK ihm – für einen ansehnlichen, schon bezahlten Betrag – eine Serie von Totenmessen lesen wird. In seiner Geldbörse hat er eine Plastikkarte (hat er mir gezeigt) die diese Leistung im Falle seines Todes garantiert. Wer aber wird zusehen, dass die RKK diese Leistung erbringen wird? Was denken Sie, Herr BertholdIV?

0 Der Tiger 13.09.2012, 19:06 Uhr

@Försterliesel – Ich habe...

@Försterliesel – Ich habe einen alten Freund – emeritierter Professor – der hat überhaupt keine Familie. Bei meinem letzten Besuch hat er mir erzählt, dass er eine “Versicherung” mit der RKK abgeschlossenen hat, der zu Folge die RKK ihm – für einen ansehnlichen, schon bezahlten Betrag – eine Serie von Totenmessen lesen wird. In seiner Geldbörse hat er eine Plastikkarte (hat er mir gezeigt) die diese Leistung im Falle seines Todes garantiert. Wer aber wird zusehen, dass die RKK diese Leistung erbringen wird? Was denken Sie, Herr BertholdIV?

Es gibt in Deutschland einen...

Es gibt in Deutschland einen Großclan, nennen wir ihn ruhig die juristisch -bürokratische Familie, vom Karlsruher Richter bis zum Vorstand einer Arbeitsbehörde. Dessen Mitglieder, sie erkennen sich gern am Tonfall in einem Telefonat oder an vierschrötigen Fomulierungen, die sonst kein Sterblicher verwendet. Und wie viele Telefonate müssen nicht untereinander, abseits berechtigter Richtlinien und Gesetze, geführt werden, damit jene( die Gesetze) auch vom rechten Geist erfüllt werden ? Und, zunächst einander unbekannt, etwa auf einem Grillabend unter altem Baumbestand, erkennen sie sich nicht an dem ihnen eigenen Adlerblick in die Runde, in denen die übrigen Anwesenden auf Zu- oder Abgehörigkeit taxiert werden? In summa: man hat in Jahrhunderten einen hübschen gemeinsamen Duft entwickelt. Und ,wurden nicht auch zwei Kriege und wechselnde Führung mehr recht als schlecht überstanden, und hat man sich, ja das darf man doch wohl noch fragen , nicht unter jedweder Herrschaft eingerichtet?

0 donalphonso 13.09.2012, 19:25 Uhr

Karlmeier, man macht sich...

Karlmeier, man macht sich schon so seine Gedanken, wenn man so etwas liest, aber erstens kann ich es nicht allen immer recht machen und zweitens, wenn ich es versucht habe, ging es auch nicht gut. Ich kann nur sagen ich gebe mir Mühe. . Und das nächste mal geht es um Tischdeckenluxus.

Wealth Warning!! Re Bernanke ...

Wealth Warning!! Re Bernanke today. It's all been done before - the USA will inflate away as much of its debt as possible. The price of US stocks, gold and other metals, raw materials etc will go up - BUT don't forget, they re priced in USD and if you are living in the Eurozone you lose if you are holding assets in a falling currency like the USD.

0 karlmeier 13.09.2012, 19:44 Uhr

>> Und das nächste mal geht...

>> Und das nächste mal geht es um Tischdeckenluxus. Na gut, dann denke ich noch einmal darüber nach.

0 donalphonso 13.09.2012, 19:57 Uhr

fionn, man nennt das...

fionn, man nennt das "Abwertungsspirale". Und die Schweizer Nationalbank nutzt die Pause, um Euro rauszupumpen.

Das Klein-Fritzi-Paradies: Wer...

Das Klein-Fritzi-Paradies: Wer sich innerlich vom Staat, also von anderen verabschiedet, weil andere (Pronomen)/der Staat (Substantiv), ihm nicht sein ganzes Gehör schenkt und auch noch mehr unter einen Hut bringen muss, als das, was Klein-Fritzi unbedingt für richtig hält und was sofort gemacht werden muss, weil er, Klein-Fritzi, der große Durchblicker ist und wenn er der König wäre, er, der Klein-Fritzi, ja dann, dann wäre die Welt das Paradies. Ein Klein-Fritzi-Paradies. Ende der Polemik. Wenn aber all die Klein-Fritzis ihr kleines pochendes Herz in der Faust, Vorletzteres in einen unermesslichen und auch grau-stählernen Maschinenhimmel halten, dann lächelt der Himmel und es regnet Blumen und Girlanden und der Himmel färbt sich in allen Tönen. Bestenfalls.

0 donna laura 13.09.2012, 20:17 Uhr

vielleicht liegt es an der...

vielleicht liegt es an der unterschiedlichen ausgestaltung von distanz und nähe in familien, dass sich nicht wenige zur flucht ins ausland genötigt sehen. das kommt davon, wenn man sich als eltern in die angelegenheiten der kinder einmischt ohne wirklich konstruktiv zu sein, anstatt ihnen tatkräftig und klug bei ihren eigenen plänen zu helfen, auf dass sie so reüssieren, wie sie es möchten. schliesslich weiss man um das eingebundensein in gewisse traditionen, und wenn die pflicht erledigt ist, verbleibt noch genügend gelegenheit zur kür. . aber wenn die familie nähe so versteht, dass von ihr ständig mit spitzen fingern in der eigenen person herumpiekst und -stochert wird, liegt es sonnenklar auf der hand, dass die distanz vergrössert wird (http://www.youtube.com/watch?v=TkZi9SIE1EA). glück ist, wenn der schmerz nachlässt.

0 auch-einer 13.09.2012, 20:45 Uhr

Aber die säkularisierten...

Aber die säkularisierten Singels werden es schwer haben. . nicht unbedingt, d. h. wenn sie erst fromm werden, und dann ins kloster gehen. , klöster als sozialversicherung mit anderen mitteln wird heute belächelt, aber wenn erst der feudalismus kommt, sind auch die klöster wieder da.

Wie das Daimonion für...

Wie das Daimonion für Sokrates , so das Karlsruher Gericht für die Regierung. Dem Wesen nach verneinend, korrigierend, selbst nicht schöpferisch.

0 HansMeier555 13.09.2012, 20:57 Uhr

x . wieder dieses typisch...

x . wieder dieses typisch bürgerliche Vorurteil (Hobbes!) den Staat mit der Zivilisation gleichzusetzen. Als hätte es den Feudalismus nie gegeben! Offensichtlich ist es genau andersrum: Seitdem es den modernen Staat gibt, haben wir keine Kultur mehr.

0 HansMeier555 13.09.2012, 20:59 Uhr

Alle großen europäischen...

Alle großen europäischen Kulturleistungen wurden zu einer Zeit vollbracht, als es weder einen bürgerlichen Staat noch eine "stabile Währung" gab. . Ansonsten genügt wohl ein Wort: Italien.

0 hansgeier333 13.09.2012, 21:16 Uhr

So sehen also Teesiebe und...

So sehen also Teesiebe und -löffel in der italischen Großfamilie aus. Und wie groß sind dann die silbernen Teekannen?

Foersterliesel,...

Foersterliesel, HansMeier555, das ist so eine Sache mit dem recht haben. In einer Welt in denen Sachverhalte, wissenschaftlich, religiös und philosophisch ungeklärt sind, halte ich mich bei recht und unrecht haben raus. Ich lehne es nur ab, von einem Land, einem Dorf, einen Wald, einer Familie oder sonst etwas ausschließlich determiniert zu werden. Die deutsche Romantik (als philosophische Lehre) hatte das Grenzsprengende im Blick. Der Wald ist etwas Wunderbares, weil er so viel mehr ist als nur ein Wald. Es ging mir darum, in welchem Zusammenhang man sich sieht. In Kommentarform ist das aber schwierig zu formulieren. (Ich gehöre keiner Schicht an, HansMeier555.)

0 bertholdIV 13.09.2012, 21:51 Uhr

@Der Tiger so was kenn ich...

@Der Tiger so was kenn ich auch. Messstipendium. Bei uns in der alten Pfarrei gab es auch eins, das hat dann der Pfarrer, da bei ca. 1000 dm durch 7 dm für eine Messe bzw. ein Amt er nicht alle lesen konnte, in die Mission geschickt. lautt rkk würde ihn das nur seine leidenszeit im fegefeuer verkürzen oder? Wie auch immer, Sie fragen mit mir wahrscheinlich den falschen......ich würde das eher als Erinnerungsfeier und weniger als Opfer sehen, auch wenn mich dann HM555 wieder einen Barthianer oder sonst was schimpft. Früher war es immer so, dass es keine Cocelebration gab, sondern die anderen Pfarrer auf den Seitenaltären Parallelveranstaltungen abgehalten haben. Ein Studienkollege, der jetzt seinen Aufstieg in der RKK in Regensburg macht, hat das immer für meschugge angesehen.... Ein anderer Theologe Knut Wenzel, dieses Biotop Uni Regensburg war anscheinend ganz erfolgreich, hat gerade in der FAZ mal wieder über Bob Dylan geschrieben

0 E.R. Binvonhier 13.09.2012, 21:59 Uhr

@Försterliesel, der...

@Försterliesel, der paternalistische Charme. Es wird leicht vergessen, wie viel man mit einem -ehrlich gemeinten Lob- erreicht, oder wenn man versucht einen Dank abzustatten. Im konkreten Fall: ein allein lebender Angehöriger wurde auf Initiative von Nachbarn von einem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Später versuchte ich über die Krankenkasse herauszufinden, welcher Rettungsdienst es war, um eine kleine Spende anzubringen. Die nach dem Tonfall noch junge Dame am Telefon war freudig überrascht, konnte aber leider, trotz einigem Bemühen, nicht weiterhelfen.

0 bertholdIV 13.09.2012, 22:05 Uhr

@Foersterliesel schaun's...

@Foersterliesel schaun's mal: http://www.springerarchitektur.at/driendl-heiss-uhl-penthouse-revitalisierung-riemergasse-wien-neubelebung-zum-gesamtkunstwerk/ ab und zu bin ich im haas haus ganz oben. der ausblick über die dächer von wien eine schand. ein doppelstockwerk aus alu aufs dach geklatscht neben dem anderen. frau stenzel genehmigt alles. aber die bobobezirke 6.,7., 8. auch nicht anders....

0 E.R. Binvonhier 13.09.2012, 22:10 Uhr

HansMeier555, wenn wir jetzt...

HansMeier555, wenn wir jetzt ital.oder griech. Verhältnisse bekommen, dann ist doch wieder alles in Butter; dann dürfen wir wieder an der Kultur leiden.

0 E.R. Binvonhier 13.09.2012, 22:21 Uhr

werte donna laura, oder: Wenn...

werte donna laura, oder: Wenn man Staat, Gesellschaft und Solidarität so versteht, dass ständig mit spitzen Fingern in der eigenen Person, den je eigenen gesellschaftlichen Verhältnissen herumgestochert werden darf.

0 bertholdIV 13.09.2012, 22:46 Uhr

@der Tiger noch was zu Ihrer...

@der Tiger noch was zu Ihrer Frage http://www.youtube.com/watch?v=wnNmwoMX700&feature=relmfu

0 Tyler Durden Volland 13.09.2012, 23:51 Uhr

@ Vroni "Es geht doch nicht um...

@ Vroni "Es geht doch nicht um "Erwartungshaltung an den Staat", es geht um Gemeinsinn." Gemeinsinn? Von welchem Planeten sprechen sie denn? Der Inhalt des Urteils zum ESM, kurz und bündig und konkret: http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=tPVdrs74gsM

0 tylerdurdenvolland 13.09.2012, 23:53 Uhr

@Plindos.... Aber Plindos.......

@Plindos.... Aber Plindos.... ....wo habe ich denn jemals behauptet, daran sei etwas nicht normal.

0 tylerdurdenvolland 14.09.2012, 00:06 Uhr

@X 13. September 2012,...

@X 13. September 2012, 21:01 Das Klein-Fritzi-Paradies….. Es gibt bei Staaten eine Grenze jenseits derer es die psychische Hygiene gebietet sich zu verabschieden. Sie kennen die Geschichte von dem 1% und den 99%? Sie dürfen gern ein Teil der nützlichen Idioten sein. In einem Staat in dem das Medienmonpol die Dummheit der Massen stabil hält und das oberste Gerichte einen ESM billigt, der genehmigt, dass das Geld der Bürger zur Bankenrettung herangezogen wird…. Ihnen mag dieses Lieschen Müller Paradies gefallen, anderen halt nicht. Ich zB habe mit meinem Geld Besseres zu tun, als den Bach runter gegangene Banken Spekulationen wieder auszugleichen.

Meine grauenhafte Grammatik...

Meine grauenhafte Grammatik und Rechtschreibung von 23:43 bitte ich zu entschuldigen. Der Tag war hart. Die Währung Euro bewirkt nur Unfrieden, wie immer bei Geldangelegenheiten. Weg damit! Um sich in einem größeren Kontext zu begreifen, braucht man kein Geld von Leuten, die gut mit gut gemeint verwechseln. Vermasselt haben es die politischen Stümper, das Volk (der Chef!) wäre bereit gewesen. Wenn man sich als Bergführer verstiegen hat, sollte man zum Basislager zurückgehen. Man erfriert sonst und/oder reißt andere ins Unglück. Jedes Rudel würde so eine/n Alpha-Unfähige/n, weniger zimperlich, sofort absetzen.

0 Folkher Braun 14.09.2012, 01:30 Uhr

Moin. Ich wehre mich gegen...

Moin. Ich wehre mich gegen die Bezeichnung "Liraraum." Die Währung kommt erst später dran. Derzeit haben wir notleidend den Drachmeraum und den Peseteraum. Zusammengefasst DraPe. Wenn man jetzt noch das bayrische Wort für "eins" davorstellt, hat man A drape. Lautmalerisch entspricht es Attrappe, nach Duden germ.- franz. für Falle, Schlinge oder Nachbildung. Ich habe diese Erklärung bei wiesaussieht.de schon vorgeschlagen, die Herrschaften Systemtheoretiker haben sich aber noch nicht zu dem Thema geäußert. Jetzt müssten wir noch dem D.A. seine Lira einbauen. Das ginge schon, wenn wir die schweizerische Verkleinerungsform "li" anhängen würden entsprechend dem Niederländische "je". Die neue- alte - Währung Euro heißt jetzt also Attrappli oder Attrapje, kölnisch Attrappsche, westfälisch Attrappge, wobei das "g" als "ch" gesprochen wird. Modifikationen, insbesondere aus der Erzreaktion höchstdero HM555 sind willkommen.

meine Familie sind die...

meine Familie sind die Humanoiden meine Überfamilie sind die Primaten meine Unterfamilie sind die Trockennasenaffen meine Heimat ist der Planet Erde meine Kultur ist die Musik meine Währung ist die Liebe meine Zukunft ist der Tod fuck you Klein-Fritzi

@ThorHa gestern 16:33 Immer...

@ThorHa gestern 16:33 Immer wieder finde ich Ihre Unerschütterlichkeit einfach nur genial! @karlmeier Dieses Forum zelebriert das angenehme Gruseln, ich lese immer mal etwas mit, wenn ich so richtig gepflegt und genussvoll schaudern möchte ...

Selten so gelacht ... und ich...

Selten so gelacht ... und ich meine das ganz sicher nicht zynisch! Von dieser Seite habe ich die Krise noch nie betrachtet. Vielleicht sollte man die ganze Sache wirklich etwas lockerer sehen und sich etwas mehr mit den alltäglichen Dingen beschäftigen. Wie sagte ein Bekannter zuletzt so schön:"Seit ich die Nachrichten nicht mehr sehe geht es mir besser".

Liquidität - einerseits und...

Liquidität - einerseits und anderseits (jenseits des ESM) target / target II http://de.wikipedia.org/wiki/TARGET2 target cars: (Klein-Fritzi-Paradies) http://www.carpassion.com/verschiedenes-ueber-autos/32936-besuch-target-cars-eindhoven.html

0 HansMeier555 14.09.2012, 05:44 Uhr

x . Will kein Rechthaber sein,...

x . Will kein Rechthaber sein, nur meine Sicht der Dinge verbreiten. . Nachdem 200 Jahre bürgerliche Vorurteile überall unwidersprochen gegolten haben, ist es keine leichte Aufgabe, endlich wieder ein wenig Vernunft in die Debatte zu bringen. . Jedenfalls vorweg: Für wirklich hochbegabte Leistungsträger war der Weg nach ganz oben nie so kurz und leicht wie im 18. Jahrhundert.

0 Andreas Ulbrich 14.09.2012, 05:44 Uhr

Lieber Don Alphonso, das ist...

Lieber Don Alphonso, das ist wieder ein wunderbarer Artikel. Wir erleben grad Historisches. Mitterands Plan, die Deutschen mit dem Euro zu ruinieren geht gerade auf. Eine mutlose politische Klasse in Deutschland hat dem nichts entgegen zu setzen. Es trifft jetzt erst mal die Generation der Sparer und Die-Rente-ist-sicher-Glauber. Ob die deutsche Wirtschaft mit den Bach runter geht, oder vielleicht von der Weichwährung profitiert, werden wir sehen. Ich habe mir vor Jahren ein Häuschen in den Bergen gekauft, Italien wäre zu Fuß zu erreichen, das Nötigste wächst hinter dem Haus und die Raten tun jetzt schon kaum noch weh. Nur die billigen Abende in der Berliner Staatsoper fehlen mir manchmal, aber man kann ja nun wirklich nicht alles haben.

0 E.R. Binvonhier 14.09.2012, 07:06 Uhr

"Was ist aus diesem Land...

"Was ist aus diesem Land geworden." . Mir fällt nur ein einzige Ursache ein. . Alle sind älter geworden.

DA 13.9 um 20.57h Re die SNB /...

DA 13.9 um 20.57h Re die SNB / Euros You are right. Die SNB hat schon ca. €400Mrd (??) aufkaufen müssen, um den CHF zu schwächen resp. zu stabilisieren.

0 HansMeier555 14.09.2012, 07:57 Uhr

Um die Kultur wiederzubeleben,...

Um die Kultur wiederzubeleben, reicht es wohl nicht, die stabile Währung abzuschaffen. Da muss noch was anderes dazukommen.

x@: An Ihrer Stelle wäre ich...

x@: An Ihrer Stelle wäre ich so etwas wie Staatsrat geworden. Da hätten Sie es fein mollig warm und Sie wären bis an Ihr Lebensende auf einem guten Weg. Auch des Pilzesammelns etc. wären Sie damit ein für allemale völlig enthoben. Fritz und Fritzi würden dann weiterhin willfährig für Ihr Dasein Sorge tragen. .. Datt is doch nimmä normall! .. Wo ist der Michelangelo der Moderne incl. ihrer getesteten Demokratie bitteschön zu besichtigen? Man möge keinen Marzipanaufguß zeigen. (Stadtstaaten spielten nur Demokratie. Erstere gehörten immer, so lang sie existierten, den alteingesessenen Patriziern.)

0 Der Tiger 14.09.2012, 09:18 Uhr

tylerdurdenvolland - Hoch...

tylerdurdenvolland - Hoch interessantes Interview! Selbst für Die Linke, Madame Wagenknecht, sind Menschenrechte nur eine Frage der verfügbaren Staatsknete.

Nach der Säkularisation, als...

Nach der Säkularisation, als die Klöster mit anderem Kirchenbesitz ersatzlos aufgehoben wurden, setzte eine große Verelendung in den katholisch regierten Ländern (Staaten) wie z. B. in Bayern, ein. Die Klöster waren in der Tat so etwas wie eine allgemeine Sozialversicherung für die breite unbemittelte Bevölkerung. Auch für überschüssige Arbeitskräfte. S. auch Bataille in seinen Ausführungen über den klerikalen tibetanischen Staat.

0 donna laura 14.09.2012, 10:03 Uhr

liebe Der Tiger, waren...

liebe Der Tiger, waren menschenrechte nicht schon immer auslegungssache und verfügungsmasse. theorie ist das eine (nicht unabänderliche), praxis das andere. . von der linken dürfte man sich ebenso nicht allzu viel erwarten: die stecken zusammen mit den anderen im gleichen kasperlsack, auf dass man, schlüge man obenauf, nicht einen falschen erwischte. . angesichts der derzeitigen lage würde ich von einigen, ganz bestimmten linken köpfen konkrete (!) vorschläge erwarten, doch sie ziehen es scheinbar vor, ihre erkenntnisse zuvörderst in ihrer parteizeitung - diese mit begrenzter reichweite - unterzubringen und lau zu baden. . letztlich wirken die linken durch kritik systemstabilisierend, da sie meinungskanalisierend wirken. . meine begegnungen mit einigen von ihnen (nicht dem meist doch nicht ganz unpeinlichen fussvolk in der fussgängerzone) sind da recht zwiespältig. es gibt da ein paar ganz erfrischend kluge köpfe, gerade unter denen aus dem westen; ob sie wirklich integer sind, vermag man nicht recht zu beurteilen und zuweilen scheitern sie an der ihnen eigenen eitelkeit und gockelhaftigkeit. bei denen aus dem osten ist deren beurteilung vor ihrer alten * hust* tradition zu fällen (der mit allen wassern gewaschene oberschlawiner ist im umgang tatsächlich recht charmant), und das mag schon einiges über die weltsicht hinsichtlich menschenrechte aussagen, lernfähigkeit nicht in abrede gestellt. aber so mancher hatte auch nur eine menge kreide zum frühstück. allerdings halten auch andere politische ausrichtungen menschenrechte für relativ.

@Der Tiger - "......

@Der Tiger - "... Menschenrechte nur eine Frage der verfügbaren Staatsknete ..." Jenseits aller Illusionen ist diese Feststellung ausreichend wahr für einige blinde Flecken in der üblicherweise rosaroten menschlichen Selbstbespiegelung. Gruss, Thorsten Haupts

@HansMeier555 - "Für wirklich...

@HansMeier555 - "Für wirklich hochbegabte Leistungsträger war der Weg nach ganz oben nie so kurz und leicht wie im 18. Jahrhundert." :-). Eine kleine Wahrheit, die eine grosse Lüge verschleiert. Denn die Feststellung gilt für die Leistungsträgerauswahl, die sich innerhalb der 1% nichtadeliger Bevölkerung mit Zugang zu Bildung ergab. 99% waren völlig chancenlos ... Gruss, Thorsten Haupts

0 Der Tiger 14.09.2012, 10:53 Uhr

Das mit dem Kloster ist wie...

Das mit dem Kloster ist wie der ideale Sozialstaat. Vor dem Eintritt in die Gnade der totalen Geborgenheit gibt man alle irdischen Güter ab. Frau von Leyen würde das sicher auch gefallen. Man darf nicht einmal 25% behalten, wie bei Herrn Hollande. Ich hab mich mal für die Finanzierung eines protestantischen Klosters näher interessiert. Die Schwestern waren voll in das Sozialnetz der BRD eingebunden. Nichts von Freiheit vom Staat. . Im protestantischen Teil der Niederlande gab es die Beginenhöfe, wo die armen Senioren und Alleinstehenden Mütter der Stadt aufgenommen wurden und sich sehr restriktiven Hausregeln unterwerfen mussten. Die Kinder mussten sicher im Kirchenchor mitsingen, so wie die geforderten Musikstunden für HartzIV der deutschen Arbeitsministerin.

0 HansMeier555 14.09.2012, 11:24 Uhr

Statt zu sparen könnte man...

Statt zu sparen könnte man sich ja mal porträtieren lassen. Von einem richtigen echten Künstler. Da haben die Enkel dann mehr davon.

Tyler, habe ich gesagt, mir...

Tyler, habe ich gesagt, mir gefalle das Fritzi-Paradies? Mitnichten. Und mit Staat meinte ich eine Gemeinschaft, die mehr ist als nur eine Horde Pilzesammler. Wobei ich nicht gegen Waldbewohner habe, ganz im Gegenteil. Mir ist nur dieses Staat=böse, Fritzi=gut zu schlicht. Der Feudalfritzi ist kein staatliches Großereignis, den gibt es auch bei Naturvölkern und umherziehenden Horden.

tylerdurdenvolland, habe mit...

tylerdurdenvolland, habe mit Bezug auf den Clan-Egoisimus das zunehmende Fehlen des bürgerlichen Gemeinsinns ausgemacht. Wie kommen sie denn auf die Idee, dass ich irgendwo dem Fiskalpakt, der nur die Banken stützt, einen Gemeinsinn unterstellt hätte?

Mumpf, you are the...

Mumpf, you are the man! Lassen Sie uns einen Staat gründen. Great comment, Dude. Piss off, Klein-Fritzis! You suck. Punk is for pussies and POP is dead.

0 HansMeier555 14.09.2012, 12:17 Uhr

Im Bankrott des Sozialstaats...

Im Bankrott des Sozialstaats liegen auch Chancen. . Waisenkinder zu Kunsthandwerkern. Die Luxusartikel produzieren, welche die neue Millionärskaste kaufen wird, um eben dadurch ihre soziale Verantwortung unter Beweis zu stellen. . Endlich die ganzen alten Kirchen, Schlösser und Gärten wieder ihrer beleben, ihrer eigentlichen Bestimmung zuführen.

0 HansMeier555 14.09.2012, 12:21 Uhr

Es passt logisch zusammen: Das...

Es passt logisch zusammen: Das arme Waisenkind, die Klosterschule und der pädagogische Erfolg. Wer mit 10 Jahren weiß, dass er von dem, was er jetzt lernt, schon ein paar Jahre später leben muss, der passt gut auf und hört dankbar zu, wenn ihm der Lehrer was erklärt und macht auch schön die Hausaufgaben und übt auch schön das Instrument. . Und so wird jede Kleinstadt ein richtiges Orchester haben!

UBS Preise & Löhne 2012. In...

UBS Preise & Löhne 2012. In Rome "kostet" ein Big Mac 23 Minuten Arbeit... P.S. Ich hasse Burgers. http://www.ubs.com/global/en/about_ubs/about_us/news/news.html/de/2012/09/14/20120914a.html

Andreas Ulbrich, "Es trifft...

Andreas Ulbrich, "Es trifft jetzt erst mal die Generation der Sparer und Die-Rente-ist-sicher-Glauber." . Das kommt mir auch so vor. . Die Leute müssten doch eigentlich aufstehen und die Banken abfackeln, denkt man. Tun sie aber nicht. Genau genommen erklärt, weshalb der Widerstand nicht so groß ist: Es ist stark zu vermuten, dass Sparer und Die-Rente-ist-sicher-Glauber nicht mehr so viele sind, eher in der Unterzahl sind. . Das breite Mittelfeld von 20 bis 55 Jahre kann zum Beispiel weniger sparen als es wollte (wie soll das Gros das auch bei Löhnen, die grade so zum Leben, für IKEA und das benzinfressende Rostauto reichen^^ - es gab eine Zeit, da konnte und wollte auch der nicht ganz so Begüterte etwas auf die Seite legen ...). Und dass die Rente sicher sei, war den Meisten früh nur als abgestandener Jux zu vermitteln. So klug waren sie durchaus. . Meine Geldbiographie ist typisch für meine Generation: Verglichen mit meiner Verwandtschaft auf dem Land habe ich in meinem Angestelltendasein in der Stadt gut bis sehr gut verdient. Das Geld pfiff aber mit der hohen Miete in der Gegend gleich wieder raus. Während die Verwandtschaft in ihren abgezahlten klein Häuschen aus den 60ern saß und trotz suboptimaler Jobs in einer von der wirtschaft vernachlässigten Gegend das eine oder andere zurücklegen konnte. Ich konnte das nicht, obwohl ich keinen protzigen Lebensstil pflegte. Wenn nicht ein kleines Erbe dazwischengekommen wäre, hätte ich heut noch keine eigene ETW anzahlen können. . Heute bekommt von mir das, was meine "bucklige" Verwandtschaft immer noch locker auf die Seite legen kann, eine Bank. Für das monatliche Annuitätendarlehen. . Doch der Spaßfaktor muss auch sein: Ab und an ruft immer noch ein Finanzberater an (Adresse noch aus der Angestelltenzeit?) und will mir eine zusätzliche hochpotente aktiengestützte Alterssicherung andrehen. *Böses, sardonisches Gelächter*. Ich würge den sofort höflich aber bestimmt ab, weil ich kein Ekelpaket sein will und sage: "Ich HABE bereits eine Alterssicherung [you Stupid sage ich nicht, aber denke es]." . Was denn noch alles? Mehr als das"Rentensicherungs"-Eigentum abbezahlen geht einfach nicht. Und mittlerweile bringen mich keine 10 Ochsen zu einer börsen-orientierten Geldanlage - auch wenn die Börse brummt. Grade dann nicht. Das hatten wir schon, um 2000. Wenn wieder die Putzfrau investiert, dann ist der Scheitelpunkt erreicht ...^^ . Und woher soll denn groß mein Widerstand gegen das inflationäre Gelddrucken, gegen EZB und ESM herkommen? Das Ego sagt: Ich verliere nichts. Fast eien Alphonso-Erkenntnis. Die Annuität ist niedrig, festgeschrieben auf Jahre und dann abbezahlt. Ich kann eher noch gewinnen, indem die Vergütungen, die ich als Freiberufler verlangen kann, dank der Inflation steigen werden. O. k. die Tomaten vom Gemüsehändler auch, ziehe ich sie halt selber. Also - aus Egogründen könnte mir das alles sooo wurscht sein. . Noch besser wäre gewesen, ich hätte nicht unfreiwillig irgendwelchen Vermietern (auch noch solche Unsympathen mit mit Gutsherrenzicken) so viel Geld in den Hintern blasen müssen. Das Geld hätte ich jetzt gern. Um Sondertilgungen zu fahren, gleich und sofort, um frei zu sein.

E. A. Binvonhier mag sein,...

E. A. Binvonhier mag sein, wobei älter werden jung hält. ---- HansMeier555, und zwar? iFön versus NudelOS? Da kommt nix. Kulturen gehen meist sang- und klanglos unter. Bevor man untergeht, sollte man aber wenigstens eine gewesen sein. Dann weint auch wer.

Obwohl die Tinte des...

Obwohl die Tinte des unterfertigten Urteils vom Aeropag noch nicht trocken war, hat der fromme Gauckler unterschrieben (Von den unerfüllten Klauseln wollen wir erst garnicht reden). .. Das deutsche Volk ist begeistert. In den Gesetzen steht doch alles drin. Illegal wird legal umgesetzt. Wie eine ähnliche Parteispende. Neusprech in GROSSFORMAT. .. Wieviel V-Männer mögen in ihrem Schlafzimmerschränkchen ein bissken Sprengstoff rumliegen haben? .. Der MAD hat immer gute Arbeit geleistet. Aha. Auch bei der Annäherung an die Rechtsaußenleute. .. Berlin bei Napoli gelegen. Lira wem Lira gebührt.

"Jammerdichte" . Nuja, wer...

"Jammerdichte" . Nuja, wer ironische Frotzeleien mit Jammern verwechselt. "Jammern" war immer auch der substanzlose Vorwurf von neoliberal-Getriebenen in den SPON-Foren. Wenn sie nicht mehr weiter wussten.

Für Ironieresistente gibt es...

Für Ironieresistente gibt es ab und an wohlmeinende Seminare :-). Obs was hülfet?: . "Ironie gilt als ein höchst ambivalentes Signum der Moderne. Entsprechend erweisen sich die erhitzten Debatten um die Bedeutung der Ironie als ein privilegierter Schauplatz für konkurrierende Deutungen der Moderne selbst. Indes können die (spät-)modernen Implikationen dieser Figur, deren Einfluss weit über die Rhetorik auf alle Bereiche des Lebens ausgreift, ohne Reflexion ihrer langen, bis auf die Antike zurückreichenden Geschichte nicht zureichend verstanden werden. Um die Bedeutung der Ironie für die Moderne zu klären, wird das Seminar daher eine kritische Sichtung der Ironiediskussion seit dem späten 18. Jahrhundert ebenso unternehmen wie deren Kontrastierung mit historischen Vorläufern (seit der Antike). Aus philosophischer wie literaturwissenschaftlicher Perspektive werden dabei rhetorische, ästhetische, ethische und politische Aspekte eine Rolle spielen. . Quelle: Uni Potsdam

0 H. Vonderinsel 14.09.2012, 13:51 Uhr

Deutschlands vermeintlich...

Deutschlands vermeintlich ueberlegenes Wirtschafts- und Sozialmodell war nur haltbar in der Waehrungsordnung der Nachkriegszeit mit festen Wechselkursen. Seit den siebziger Jahren ist damit Schluss. Das was die EZB betreibt ist keine Italienisierung, sondern weltweite Normalitaet. Warum gab es denn bei der EZB-Entscheidung nur eine Gegenstimme, die aus Deutschland? Entweder sind die anderen nordeuropaeischen Staaten ploetzlich dem dolce vita verfallen, oder Deutsche sind einfach doch nur provinzielle Hysteriker. Meine Meinung dazu habe ich mir gebildet. Am deutschen Wesen ist die Welt noch nie genesen.

Ironie ist die Schwester von...

Ironie ist die Schwester von Blabla. Sie rezitiert nur. Ihr Vater ist der Small Talk, ihre Mutter die Blasiertheit.

(Moral Hazard im weitesten...

(Moral Hazard im weitesten Sinne) Alle - die sich gegen jeden Pups versichern lassen, alle die bei Vater Staat unterschlüpfen, oder sich z.B. beim Arzt Kreislaufmittelchen besorgen, und jedes neue technische Hilfsmittel –als sog. Erleichterung- kaufen, geraten unmerklich in das Risiko einer VERHALTENSÄNDERUNG. Sie werden leichtsinniger… Sie verlernen ihre einstmals erworbenen Fähigkeiten, geben diese also auch nicht mehr an die nachfolgende Generation weiter. Sie handeln fahrlässig weil ihre ehemals scharfen Sinne erschlaffen. Soll man das Evolution nennen? Alle diese „Unterschlüpfer“ (hihi) geraten in Abhängigkeiten, was wiederum zu einem Bournout führen kann. Sie tragen auch indirekt dazu bei, dass Lobbyisten bei den Politikern auf dem Schoß hocken und von da aus in des braven Steuerzahlers Tasche greifen. . Psalm 112:5 "Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen aus, daß er niemand Unrecht tue!" . Tatsache ist, dass Kredite der Weltbank oder des IWF bei den Empfängern zu höheren Haushaltsdefiziten führten. (Moral Hazard) . Wir müssen uns verständigen, wie gute Hilfe gelingen kann. Hoffentlich können wir uns selbst als Teilhaber in einer Zivilgesellschaft noch vertrauen. . Und dass der hochdotierte Gauck - töricht wie ein Lehrling – sofort blindlings unterschrieb, mögen andere monti-affin nennen.

0 HansMeier555 14.09.2012, 14:49 Uhr

Ironie ist v.a. Zeitersparnis....

Ironie ist v.a. Zeitersparnis. Nachäffen statt widerlegen, und das genügt.

bla ...

bla :-) http://www.audio-creativ.de/Bla-Bla-deutsch-1.JPG

Neusprech ist die Erfindung...

Neusprech ist die Erfindung von unbegabten Menschenführern. Es dient der geistigen Umerziehung, hin zum Fritzi, der sich keinen Reim mehr machen kann. Diese Gehirnwäsche ist das Instrument aller Ideologen. Roter, brauner - Ideologen jeglicher Couleur. Es soll Menschen kompatibel machen zu ihren bekifften Theorien, die sie sich in ihren Kellern und Hinterzimmern ausgedacht haben oder die aus alten Schwarten stammen. Da wird dann der Proll zum Helden, der Mörder zum Patrioten, der Gleichgesinnte zum Mediengleichschalter, der Depp zum Hüter der Kokosnuss ernannt usw. Alles schon mal dagewesen.

0 E.R. Binvonhier 14.09.2012, 14:58 Uhr

Werter Plindos, natürlich ist...

Werter Plindos, natürlich ist das deutsche Volk begeistert - zurecht. Wer sollte etwas gegen immerwährende Rettungsschirme haben? Sie? Ich nicht.

"Entweder sind die anderen...

"Entweder sind die anderen nordeuropaeischen Staaten ploetzlich dem dolce vita verfallen, ..." . Kunststück: Die anderen nordeuropäischen EU-Staaten (Dänemark, Schweden, Norwegen, Lettland) sind, was die Problematik des EURO betrifft, nur in Maßen^^ betroffen: Sie haben gar keinen EURO, sondern ihre eigenen Währungen. Krone, Lats ...

Je nun, Dr. Mephistopheles...

Je nun, Dr. Mephistopheles Draghi wird uns gewiss- und genüsslich im BT vorführen wie man legal Wechselreiterei betreibt. Das mit dem Aeropag war doch nur eine läppische Lapalie. Machen wir mit links. So wie Herr Baroso, ehem. portug. Maoist, unter Begleitung franz. Clairons, in etwa synchron, die Nummer mit der systemischen Bankengängelung vorführen wird. Das Target ist eine Einheitsbank für ein in sich einiges Europa. .. Der Rasenmäher wird justiert. Alle bekommen den gleichen Haarschnitt, es soll sich niemand beklagen. Die Wohltäter wachen über uns.

0 E.R. Binvonhier 14.09.2012, 15:54 Uhr

@ achwas, 16:44 richtig, eine...

@ achwas, 16:44 richtig, eine wahrnehmbare Gedenkminute hätte Herr Gauck schon einlegen können, um den Anschein von Seriosität im Amt zu wahren. . Man kann ja monti-affin sein - aber auch noch mit heraushängender Zunge. Da hat sich das BVG besser geschlagen.

Wer´s nachvollziehen...

Wer´s nachvollziehen will: http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg12-067.html

0 E.R. Binvonhier 14.09.2012, 16:22 Uhr

" Tatsache ist, das Kredite...

" Tatsache ist, das Kredite der Weltbank oder des IWF bei den Empfängern zu höheren Haushaltdefiziten führen." achwas, das ist Teil des Programms wie in Gr.und E. zu besichtigen. Der Einbruch der Wirtschaft schafft das höhere Haushaltsdefizit. ...und wem nützt es? Und wer sind die Hauptsponsoren von Weltbank und IWF?

Leide an arbeitslosen...

Leide an arbeitslosen Assoziationsketten. Da hat doch einer um15:19 Uhr die Ueberschrift falsch verstanden. Das heisst nicht "Leben und Überleben im Lirafarium"-das heisst anders. Wirklich!

0 Der Tiger 14.09.2012, 16:59 Uhr

@hansmeier555 – wenn Sie...

@hansmeier555 – wenn Sie Recht haben, haben Sie Recht! Über meinem Schreibtisch hängt ein fast lebensgroßes Porträt meines Großvaters, gezeichnet von einem einigermaßen bekannten Wiener Künstler. Datum 1945, meines Großvaters Verlag war zerbombt, sein Haus von den Amis besetzt, die Vorkriegsölfarbe wahrscheinlich verbraucht oder eingetrocknet. Aber Bleistifte und Zeit hatten die Herren noch. Auf dem Bild ist mein Großvater ganz gelassen. Ich mochte diesen Großvater sehr, und das Bild erfreut mich täglich.

0 Foersterliesel 14.09.2012, 18:00 Uhr

lieber Berthold IV, danke für...

lieber Berthold IV, danke für den link! In Immobilienprosa wird jedes bessere Mietshaus zu einem Palais; in einer der Erkerwohnungen Ecke Wollzeile lebten die Großeltern von Hilde Spiel, ihre Erinnerungen an das Wien des Ständestaates sind lesenswert, auch die Jahre der Londoner Emigration und die Zeit nach dem Krieg. . lieber HM555, in Mark Twains nachgelassenen Schriften werden Sie einen Verbündeten finden, aber hat das hier nicht schon wer anderer vor mir gesagt? . heute im Küchenradio Christina von Braun über ihr neues Buch "Der Preis des Geldes" http://oe1.orf.at/programm/312831

"Nachbessern" ist so ein...

"Nachbessern" ist so ein Neusprechwort. Es suggeriert, etwas sei schon ziemlich gut, müsse nur noch etwas verbessert werden. Gerne wird es gegen Kritik verwendet. Ursprünglich war es reines Juristendeutsch und beschrieb Vertragsrechte. (Wandelung, Nachbesserung etc.)

0 perfekt57 14.09.2012, 18:37 Uhr

es kommt halt immer drauf an,...

es kommt halt immer drauf an, wohin man schaut. und mit welchem auge. daher noch zeitgeist gefällig? . "was macht einen erfolgreichen menschen aus? die rolex am handgelenk, das dicke aktienpaket - oder vielleicht doch die fähigkeit, die eigenen talente zu entdecken und weiterzuentwickeln?" . " miaranda konstantinidou, deren laufbahn in trier begann, ist als schmuckdesignerin mit weltweiter präsenz und über 1000 mitarbeitern bereits eine alte bekannte. jetzt hat die unternehmerin, die mittlerweile mit mann und sohn auf den philippinen lebt, auf der berliner fashion week ihre erste kleiderkollektion unter dem titel "phantasie ethno" vorgestellt." . "magdalena brandstätter ist erst 30 und wuirde gleich von zwei gestronomieführern zur sommelierin des jahres gekürt. neben ihrer leidenschaft für moselwein hat sie auch noch ein ganz persönliches erfolgsrezept: nicht immer sei die perfekte kombination von wein und speise die beste empfehlung, sondern die von wein und gast." . "kosmetikinastitut des jahres 2012 - diese begehrte auszeichnung verlieh der fachverlag kosmetik international am 6. mai in stuttgart. ganz oben auf dem siegertreppchen christine jostock und ihr beauty-spa-team aus trier. sie überzeugte in der kategiorie "unternehmerisches lebenswerk" und belegte hier den 1. platz." . alle aus: "glanzvoll - das magazin für menschen mit stil" (ausgabe herbst 2012) 1-3 von chefredation tv, isabell funk. http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-Trierischen-Volksfreund-TV-Chefredaktion-Isabell-Funk-folgt-auf-Walter-Weber;art806,1957453 . also wir können da gar nichts dagegen haben, dass sich das volk im schnitt so hebt. ("immer noch," angesichts der welt- und eurolage?)) daher auch von uns an niemand kritik oder wohlgefallen (ok, letzteres kleiner scherz.)

0 HansMeier555 14.09.2012, 18:41 Uhr

Jaja! Die Bilder, die bei uns...

Jaja! Die Bilder, die bei uns so rumhängen, sind auch alle 1946 angeschafft worden, wie es heißt. Man hatte selber viel Papiergeld und der Künstler viel Hunger.

Und gibt es noch die Würg-...

Und gibt es noch die Würg- und Brechreiz-Wörter, wie: Maastricht-Kriterien, Energiewende, bildungsferne Schichten, interkulturelle Begegnungsstätten, Schulterschluss, Kika-Plätze, Kita-Plätze, Kikikaka-Plätze :), Statusänderungen, Like-Buttons - die Liste ist endlos. Mir gefällt die Sprache der Johannes-Apokalypse (vor allem in Englisch klingt sie gut, schöner Rhythmus) und ich mag die von Jesus Christus. Klar, einfach, deutlich.

@ E.R. Binvonhier, darf ich an...

@ E.R. Binvonhier, darf ich an Frederic Vester erinnern, der durch seine Bücher anschaulich darauf hinwies, wie Zivilisationssünden hauptsächlich durch technokratisches, lineares Denken verursacht werden. Vester entwickelte (schon in den 80ern) ein Spiel: Ökolopoly. Da konnte man mit den Kindern anschaulich lernen, dass man durch lineares Denken mit gutgemeinten, aber halt falschen Hilfen, die Menschen eher ruiniert. http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kolopoly

0 HansMeier555 14.09.2012, 18:54 Uhr

Aber das ist halt so typisch...

Aber das ist halt so typisch Bürgerlein: Man geht doch immer wieder zu einer blöden Vernissage mit aktueller Müllkunst, und ärgert sich drüber, oder, noch schlimmer, man tut noch so, als könnte man dem was abgewinnen. . Statt sich mal selber malen zu lassen.

0 perfekt57 14.09.2012, 19:05 Uhr

hat wirklich viele seiten das...

hat wirklich viele seiten das alles: letztes jahr im dezember wir in sardinien, italien: da gibts keine aldi/lidl. entsprechend hoch die preise im supermarkt.(und grau-verzweifelte gesichter italienischer pensionäre and der kasse, standesgemäß auch weiterhin die frau mit frischem haar und er mit anzug und schlips: nur kaufen kann man nicht mehr viel von italienischem ehrensold und staatspension... .) . ungefähr mal zwei die preise dort auf der insel zu hier: wir deutschen leisten schon was zur verringerung der katastrophe, auch anderswo. . nur das unsere westviertel bisher auf die genannten beiden "ketten zur volkszufriedenstellung" eher herabschauten. . und "glanzstoff, äh glanzvoll" wir vergaßen noch einen: " eine suppenterrine für den eintopf, eine fleischplatte für den braten, eine kanne für den kaffee - gegenstände, die noch vor wenigen jahren aus deutschen esszimmern nicht wegzudenken waren, bleiben heute im schrank, oder bestenfalls in der vitrine. . im trend sind dipschalen und shushi-teller. mit fingerfood, womöglich im stehen, lassen sich besser gespräche führen und kontakte knüpfen. . und überhaupt: mit einer sorte kaffeetasse kommt heutzutage kaum noch ein haushalt aus: auf dem markt sind spezielle tassen für cappuccino, milchkaffee, espresso, doppio sowie gläser für den latte macchiato. woran liegt's? "individualisierung" lautet für eva barth-grillhaus, selbstständige expertin für den gedeckten tisch aus meerbusch, das stichwort, das viele entwicklungen im porzellanbereich erklärt... ." usw., usf. . wobei wir uns jeder annahme enthalten, speziell wir sind ja natürlich ganz besonders nichts, "kaum mehr, als der schaum vom bodensatz". (*g*) . und worauf aber anscheinend immer mehr stehen? (einen lebensweg natürlich, der alle paar jahre jeden tag eine andere richtung einschlägt.) (und am besten sogar freiwillig, *gg*) . und natürlich ist lebensfreude asozial. wenn ich der letzte bin, der sie noch hat.

Filou14. September 2012, 18:46...

Filou14. September 2012, 18:46 @: Calvados-De-lir(a)-ium etwa? Assoziatives Denken soll bisweilen Kreativitätsschübe auslösen. Bin auf Ihren Nach-Schub gespannt ;-)

0 perfekt57 14.09.2012, 19:20 Uhr

und bei den "anonymen...

und bei den "anonymen minderbegabten" dürfen heute wir bis heute auch noch kaum sprechen. wir sind ja noch anfänger. in minderbegabung. (ok, noch ein kleiner scherz, denn bei den A.M. wird natürlich immer nur geschrieben, nicht gesprochen, sonst wären sie ja nicht minderbegabt!) (reden kann schließlich jeder - aber nicht schreiben, das ist schwierig!) . und eine ganze reihe von engländern, anscheinend durch aktive teilnahme am börsengeschehen beruhigt und versorgt, tingeln auch jetzt noch wieder bei uns vorbei gen süden, in luxemburg freundlich noch mal preiswert vollgetankt - und dann ab in den wohlverdienten herbsturlaub, ausgedehnter weise. as seen: http://www.stingrayrv.com/Contact_StringrayRV_American_Motorhome_Hire_and_Sales.aspx

0 perfekt57 14.09.2012, 19:24 Uhr

entschldigung, wir hatten den...

entschldigung, wir hatten den link vergessen - auf der höhe der zeit: http://www.glanzvoll-magazin.de/ebook/12herbst/#/2/ ("hochwertiges fertigparkett in altholz-optik")

In dem Text steckt viel...

In dem Text steckt viel Lebenserfahrung. Alle Achtung. Wirklich treffend formuliert. Der beste Artikel, den ich vom Don je gelesen habe. Schlicht klasse. Was spräche dagegen, dass wir den "Staat" in die Tonne kloppen und südländische Lebensqualität einführen ? Um ehrlich zu sein, ich kann dem "Staat" nichts abgewinnen. Ich will nicht von der Wiege bis zur Bahre durchverwaltet werden. @muscat In der Tat geht ein beträchtlicher Teil der heutigen Probleme auf die "Alte Hexe" & co. zurück. Präzise beobachtet. Es freut mich, wenn Jüngere auch beweisen, dass sie denken können.

0 HansMeier555 14.09.2012, 20:15 Uhr

Kann es Jungrauen schwanger...

Kann es Jungrauen schwanger machen? . . . Das neue iPhone...

0 perfekt!57 14.09.2012, 20:27 Uhr

"Solange bei der EZB keine...

"Solange bei der EZB keine Mefo-Wechsel hinterlegt werden" . wir dachten wir er: denn der feind ist innen. da er ja schon irgendwo sein muss. auf die welt geblickt. gut deutsch. und spießig-gefährlich. (und kein retter in sicht (!)) . wobei er aber eine sachlichen fehler macht, (einmal mehr?) zu kurz dachte(?): . die ezb, das sind schon unsere mefo-wechsel (!) (and just fore the record). . wobei die mefo-wechsel, das war absicht. die ezb hingegen unterlief uns unabsichtlich. ("deutsch ist das versagen am ende aber immer" - aber seid wann können wir deutschen denn etwas für unser unterbewußtsein?) . immerhin hat fr. derr. merkel inzwischen jedenfalls recht- u. gleichzeitig die volle deutsche verteidigungsunfähigkeit fest im blick. wie man in allen zusammenhängen womöglich siinnvoll den eindruck haben kann. was uns vor tagen schon zu der kurzen privatnotiz, (wie üblich auf der rückseite eines alten briefumschlages) veranlasste: . "und verteidigung 2.0? (die strukturelle nicht-verteidigungsfähigkeit, was sonst?)" ("deutsche verteidigung 1.0" - "strukturelle nicht-angriffsfähigkeit," man weiß) . und was bleibt ist das internet. (alle anderen orte sind bereits umgewertet.) . und der staat steht vor dem bürger mit leeren händen. (denn die fdgop hat er bereits längst vorauslagt.) . wir fühlen übrigens mit fr. dr. merkel bzgl. "verteidgungsfähigkeit 2.0". sollen sie doch alle ruhig kommen: wir machen stricken. oder anders. wir sagten es schon mehrfach: der franz- soldat an der saar hatte einen extrem schlechten wirkungsgrad: er war teuer - und senkte die arbeitsmoral der deutschen. . genauso die verschickung von drehbänken aus kleinfabriken des erzgebriges, kriegsüberlebendesd material, mit der bahn als reparation irgendwo in die s.u.. . deutschland aber am jahresende - oder jahrzehntende von der letzten zeile der bilanz zu nehmen, und zwar am besten unauffällig, das ist smart. und wäre es nur alle paar jahrzehnte 1000 milliarden-weise. low-cycle fatgue. und vollkommen friedlich. bloß mit verträgen. "bloß". thats, what we call smart. und nicht erst seid gestern. (wie sagte schäuble hier in dieser zeitung: "die staatliche nicht-souveränität deutschlands hat uns in den letzten jahrzehnten nicht gekratzt - und hat uns bislang auch keine nachteile gebracht". haben wir gelacht. wir denken angelsächsich. also auch in jahrzehnten. ("dream english - speed up your brain!") . und weil die angelsächische welt aus verträgen gemacht ist, haben wir keine. genau darum. ("to know the business your in.") so, wie es sich gehört. für freie energie. also verantwortliche, freie energie. . oder so.

0 mediensegler 14.09.2012, 20:54 Uhr

Nach dem Leben des Brian hat...

Nach dem Leben des Brian hat meines Wissens nach nirgendwo etwas gebrannt. Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis hier was brennt, und vor allem, was.

0 donalphonso 14.09.2012, 21:26 Uhr

Danke. . Das in die Tonne...

Danke. . Das in die Tonne treten des Staates besorgenb schon andere in Hinterzimmern ohne demokratische Legitimation.

0 bertholdIV 14.09.2012, 21:48 Uhr

@Foersterliesel Danke für die...

@Foersterliesel Danke für die ganzen Infos zu meiner Wahlheimat. Dann will ich auch was beitragen. Heute Nachmittag habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten aus dem Umfeld der Austria, der seine Diplomarbeit über diese geschrieben. Für mich ist Austria ähnlich wie Bayern im Vergleich zu den Ortsrivalen der historisch großbürgerlichere Verein, ein Stückweit auch jüdische "Emanzipationsbewegung" etc... Soweit meine Kenntnisse. Anscheinend gibt es aber jetzt Druck (von wem?) die Geschichte der Austria (auch Sindelar) im Rahmen/nach des Anschlusses etwas realistischer darzustellen...Mal sehen, was da noch kommt an wissenschaftlicher Aufarbeitung in der nächsten Zeit. Und für Wienreisende:http://www.wien.gv.at/rk/msg/2008/0619/023.html @HM555 kennen Sie das? http://de.wikipedia.org/wiki/Therese_Neumann

0 The Great Artiste 14.09.2012, 22:35 Uhr

Schöner Text - ei, wessen...

Schöner Text - ei, wessen Sozialmodell referieren Sie uns lieber Don? Machen Sie uns ein Angebot, das keiner von uns ablehnen kann? Eine echte Draghödie... (Hübsch, Donna Laura) . Was in den Südstaaten von Europa unter einem laschen Staat durchaus als recht freundliches Netzwerk-Modell der Nachbarschaftshilfe (man kennt immer einen, der etwas kann, der etwas hat, was man gebrauchen kann - und dafür repariert man dann irgendeinen Motor, der in dessen zwanzig Jahre altes Auto passt) funktionieren konnte, wird zu einer Korruptionshölle, wenn man diesen Strukturen ein deutschbrüsseliges Korsett aus Umweltnormen und TÜV-Vorschriften aufzwingt. . Aber genau das ist die Idee des Ganzen: die Banken als irgendwann alles besitzenden Moloch zu retten, einen BIG-BIG-BIG-Brother, dessen Paten und Günstlinge uns alle an der Kette halten können. Und wem gehören wohl die Banken? . Das Dilemma war wohl schon viel früher bekannt: Entweder Deutschland wird zu teuer, um auf dem Weltmarkt zu verkaufen, oder es muss das Geld verschenken, damit ganz Europa bei ihnen einkaufen kann - und man glaubte, das das so generierte heilige Wachstum alles richten würde. . So wie man zu Zeiten der Erfindung des Credit Default Swaps sich einbildete, ein Geschäft zu machen, wenn man hundert tote Kuhskelette zu einem Fond bündelte, in der statistischen Annahme, dass vielleicht zehn oder zwölf noch ein paar Steaks liefern könnten und eine sogar noch Milch geben könnte, so dass Optionen auf diesen Fond Gewinne machen würden, weil die theoretische Performance von 100 Skeletten mit zehn Steaks und fünf Liter Milch einige tausend Prozent über den realistisch einzuschätzenden Erwartungen lag. . Was nun? Organisierte Brüssel-Banken Diktatur von G.M.Sucks Gnaden? Rückkehr zu nationaler Anarchie? Krepelnde Pseudo-Demokratien mit einem Liter Heizöl für €13,65? Ein Ablenkungskrieg? Eine gesteuerte Revolution, die von der privaten Karibikinsel nett anzusehen ist? . Auf alle Fälle, noch ist es schön, dass man für solche Texte noch nicht kaltgestellt wird, wie miner anmerkt. . Also. Es könnte noch schlimmer kommen, wenn man nur diesen Quadratunsinn, diesen superidiotischen Schwachsinnsfilm anschaut, der schon so viele Menschen auf dem Gewissen hat. Oder war da noch bösere Absicht dahinter? . Auf alle Fälle müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht im Geburtstagsanzug mit Blumen im Haar marihuanabenebelt durch die Parks von San Franciso hüpfen, sondern mit beiden Beinen wieder solide weit vor der Aufklärung gelandet sind. (Wenn man nur an den mässig genialen BaaderMeinhof Film dachte, wo sich die Terroristinnen nackt im Palästinenser-Ausbildungslager sonnten. Da kann man heute nur viel Spass wünschen...) . Zurück in der Zukunft. Bald werden uns überdachte Elektrofahrräder reichen, um um den Kirchturm unseres Clans herumzustrampeln. . Woanders werden wir als nutzlose Fresser eh nichts mehr zu melden haben...

0 donna laura 14.09.2012, 22:50 Uhr

liebe Foersterliesel, welch...

liebe Foersterliesel, welch ein angenehmer zufall! vor wenigen minuten habe ich die lektüre von der preis des geldes abgeschlossen. empfehlenswert; man muss zwar durch einige steile thesen durch, aber grosso modo erscheint das werk nicht völlig aus der luft gegriffen, um es bescheiden zu formulieren. es erhellt anhand der darstellung der geschichte des geldes so manches. zu den aktuellen entwicklungen schweigt christina von braun ebenso wenig, im gegenteil, sie stellt dar, wer im wortsinn daran glauben muss. . lieber mediensegler, man fragt sich darüber hinaus, ob nun auch reisende zu leiden haben werden. man hörte aus den nachrichten, dass freiheit und demokratie nichts wert seien, wenn sie solche beleidigungen zuliessen. . freiheit und demokratie dürften nun also von mehreren seiten in die zange genommen werden. . aber hey, reichtum für alle!* ----- * zumindest auf dem papier.

0 E.R. Binvonhier 14.09.2012, 23:17 Uhr

@achwas, da kann der Vester in...

@achwas, da kann der Vester in seinen letzten Lebensjahren nicht mehr viel Freude gehabt haben. Bei dem Siegeszug der Programme und Modelle, die nur funktionieren, wenn alle sich damit verausgaben den Weg von A-strich eins-null nach A-Strich eins-eins korrekt nachzuvollziehen und jeder Abweichler sofort eins auf die Finger bekommt. So kann man auch ohne Kenntnisse der Materie sofort erkennen, wer Fehler macht und Schuld, wenn etwas schief geht, locker zuweisen. Schließlich muss alles transparent sein, da ist die menschliche Intuition -auch bei Kindern- der böse Feind. Und wie im Feudalismus nur noch 1%- der Leistungselite- erlaubt.

Ja, die Situation ist im...

Ja, die Situation ist im Moment nicht ganz ungefährlich. Sie erinnert ein wenig an die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Nicht, dass es direkt vergleichbar wäre, aber Ähnlichkeiten sind vorhanden. Bedenklich ist, dass das Bürgertum sich innerlich zu verabschieden droht. Eine breite Mittelschicht ist tatsächlich so etwas wie die geistige Stütze einer Gesellschaft. Ich kann die Resignation jedoch sehr gut verstehen, so besteht größtenteils aus dem Wissen um die Perspektivlosigkeit alternativer Staats-Systeme. Alle Gesellschaftsformen wurden schon früher durchprobiert und erwiesen sich als ebenfalls mangelhaft. Der Westen ist Moment mit seinem Latein am Ende. Vielleicht funktionieren diese Vereinigte Staaten von Europa. Mich würde es freuen. Im Moment sieht es aber nicht danach aus. Ich habe eine Weile in den USA gelebt. Die Leute dort stehen sehr hinter ihrem großen Land. "I'm from the United States of America." (wow) Ich würde das auch gerne mal sagen können. I'm from the United States of Europa. Nicht aus Großmannsucht, nein, einfach mit diesem selben relaxten Stolz. Ich bin Europäer, Europa ist meine Heimat und es das Gebiet, in dem ich mich sehr wohlfühle. Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Irland usw. I'm from the United States of Europe. I'm not from the United States der Erbsenzähler.

0 hansgeier333 14.09.2012, 23:47 Uhr

Wieviele bärtige Kamelf......

Wieviele bärtige Kamelf... kommen eigentlich so an einem normalen Wochentag übers Meer nach Itackaliehen? Oder durch die Luft? Interessiert das einen oder nur wenn der Käpptn den Auftrieb seines Bootes nur grob geschätzt hat bzw. nach Kamellen berechnet hat, pro Höcker ein Zentner. Alles Assylanten, denn entweder sind sie Schiiiitten und werden von Sunniiiiten massagriert oder umgekehrt. Gabs schon bei Kara Ben Nemsi. Warum warten wir nicht geduldig ab, wer sich mit seiner Meinung und dolcheritisch durchsetzt? Ging doch in Schina genausogut. The winner takes it all. Und wer macht eigentlich die Bauvorschriften für unsere Botschaften? Jedes halbwegs gesittetes Einrichtungshaus hat eine Sprinkleranlage. Und in fünf Minuten Entfernung gibts einen Wasserwerfer. Warum werden eigentlich nur damit Wutbürger geduscht und keine bärtigen Kamelf... ???

PS Ich schreibe keine...

PS Ich schreibe keine Kommentare, weil ich nichts Besseres zu tun habe oder um abzulästern oder den Klein-Fritzi zu makieren, der in Real Life nichts zu melden hat. Ich hinterlasse, bis auf hier, nie und nirgends Kommentare. Ich mag den Blog und auch die Leute hier. Und auch wenn es abgedroschen klingt, die konstruktiven Kommentare lese ich am liebsten, gleich nach den schrägen. Die Qualität dieses Blogs besteht darin, große Themen auf einer persönlichen, weisen, sehr sympathischen Ebene zu präsentieren. Es ist der beste Blog, den ich kenne und ich kenne viele. So genug geschleimt. Danke für diesen Blog, Don. Merci beaucoup, Monsieur Don Alphonso.

0 tylerdurdenvolland 15.09.2012, 00:59 Uhr

@Der Tiger 14. September...

@Der Tiger 14. September 2012, 10:18 "tylerdurdenvolland - Hoch interessantes Interview! Selbst für Die Linke, Madame Wagenknecht, sind Menschenrechte nur eine Frage der verfügbaren Staatsknete. " Das Menschenrechte nur eine Frage der Knete sind, ist ihnen neu ????

0 tylerdurdenvolland 15.09.2012, 01:23 Uhr

@X 14. September 2012,...

@X 14. September 2012, 12:24 „Tyler, Mir ist nur dieses Staat=böse, Fritzi=gut zu schlicht.“ Wie sie ja wissen ist die Demokratie lediglich die am wenigsten schlechte aller Staatsfromen. Und ich finde weder Staat noch Demokratie „böse“. Ich finde nur, dass man um eines guten Lebens willen, sich nicht den Konsequenzen aussetzen sollte, welche die Massen-Dummheit nun mal in Demokratie, Staat und Gesellschaft zeitigt. Wagenknecht wiederholt in ihrem Interview nur die Binsenweisheit, dass es bei ESM und dem Rest des Zirkusses einzig und allein um die Rettung und Finanzierung der Privatbanken geht. Etwas das Dank der gleichgeschalteten Medien und eben jener erwähnten Massen-Dummheit stets unter den Tisch fällt. Dons Essay beschreibt die Konsequenzen dieses Vorgangs. Selbstverständlich ist „der Staat“ der Verursacher, aber er ist deshalb nicht böse, denn er zwingt ja niemand in ihm zu leben. Die Welt ist gross und schön, und schon die Bremer Stadtmusikanten wussten „Etwas besseres finden wir immer“. und..... @x 14. September 2012, 14:54 "Ironie ist die Schwester von Blabla. Sie rezitiert nur. Ihr Vater ist der Small Talk, ihre Mutter die Blasiertheit." Nein. Ironie ist, wenn dann die Schwester von Satire und Zynismus. Ironie ist die Möglichkeit den eigenen Standpunkt unmissverständlich klar zu stellen, indem man Unsinn redenden Menschen zeigt, dass man ihre Lächerlichkeit durchschaut und nicht gewillt ist sie ihnen druchgehen zu lassen. Die Medien wehren sich gegen solche subversive Mittel mit Zensur. Andere, Dümmere, wenn sie die Konsquenzen solchen Tuns nicht begreifen, kreischen nach dem Kadi. Wie es Ratzinger mit dem Titanic versuchte.....

0 HansMeier555 15.09.2012, 04:06 Uhr

@b4 . Schön und gut, aber...

@b4 . Schön und gut, aber immer noch zu weit weg von der Zone. Wir bräuchten so was zwischen Schwedt und Neubrandenburg.

0 HansMeier555 15.09.2012, 04:06 Uhr

Oder in Neukölln....

Oder in Neukölln.

"Um ehrlich zu sein, ich kann...

"Um ehrlich zu sein, ich kann dem "Staat" nichts abgewinnen. Ich will nicht von der Wiege bis zur Bahre durchverwaltet werden. " . Das passiert hier in D auch nicht, keine Angst. . Man kann z. B. noch jahrelang in einer neuen Stadt leben, ohne sich umgemeldet zu haben: Es kommt immer noch früh um 6 der Zeitungsmann und nicht irgendein bewaffneter Uniformierter. . Ich kann umgekehrt einer lahmen, korrupten und hinterfotzigen Kumpel-Bürokratie wie in Italien oder auch Griechenland nichts abgewinnen. Verglichen damit leben wir hier ohne es zu ahnen im Kundenservice-Paradies. Wir schätzen das was wir haben erst, wenn wir es voreilig weggeschmissen haben. Ich wollte in keinem anderen Land leben, was das betrifft. Ich will auch lieber hier als Deutscher in D als als Ägypter in Ägypten meinen Pass verlieren ... noch.

Es gibt noch viel skurilleres...

Es gibt noch viel skurilleres Juristendeutsch als "nachbessern" (das ist übrigens keins). Zum Beispiel: "verbösern". Mein Lieblingsbegriff von denen.

x, thanx,I hope you will have...

x, thanx,I hope you will have a nice day aber ich möchte keinen Staat gründen nicht mal mit Ihnen zusammen warum,dass kann ein anderer besser erklären als ich: . www.youtube.com/watch?v=ZRwlqAemK008feature=relmfu . Leider kann ich es nicht so machen,dass es in roter Schrift erscheint,wo man dann nur noch draufklicken braucht.Vielleicht kann es ja jemand machen oder erklären wie es geht.Vielen Dank

0 donalphonso 15.09.2012, 07:51 Uhr

The Great Artiste, ich sehe...

The Great Artiste, ich sehe halt einfach keine Alternativen. Es gibt den Staat, aber der kümmert sich um seine eigene Familie, und die Familie und die Freunde. Und sonst? Nur mehr oder weniger Fremde. Die Kirchen, die früher im Zwischenreich agierten, sind heute ja eher keine Alternative mehr. Also, was bleibt schon anderes übrig?

0 Der Tiger 15.09.2012, 08:01 Uhr

Tylerdurdenvolland - Dass es...

Tylerdurdenvolland - Dass es mir neu war, habe ich gar nicht behauptet. Ich war nur erstaunt, wie klar Madame Wagenknecht die Meinung ihrer Partei gesagt hat. Ich selbst teile ich diese Meinung nicht…. Aber ich bin auch nicht “Die Linke”.

Tiere verstehen meines...

Tiere verstehen meines Erachtens keine Ironie, gemeint sind in diesem Falle Säuger. Z. B. Katzen oder Hunde. Spaß und Freude, ja Trauer ist ihnen in ihrem Verhalten geläufig. Ironie verunsichert Tiere, sie wenden sich von einem ab, wenn man damit kommt. Vermutlich ist Ironie in unserem genetischen Behaviourschatz eine sehr späte Erwerbung. Antikes Griechenland und so. Die Frage die sich einem aufdrängt, zeitigt die treffendätzende, bisweilen oft geistvolle Ironie, die hier im Blog aufblitzt, bei den eigentlich gemeinten Adressaten ausserhalb des Blogs eine Wirkung? Falls nicht, verpufft diese leichte Mühe im Nirgendwo. .. deutschbrüsselig. Das hat was. Brüssel und große Teile Belgiens waren immerhin fest in der Hand der Habsburger, seit dem Erbe Phillips des Schönen zu Brügge im 15. Jhdt., bis die franz. Revolution aus innenpolitischen Gründen die Nachbarn mit Friedebackeeierkuchen beglückte. In Brüssel residierten die Statthalter und -innen aus dem Erzhaus. Sie beschäftigten in den Schönen Künsten Van Dyck und Rubens. Letzterer war für die Statthalteschaft auch als Diplomat tätig. .. Genderresearch, auch so ein Dalles.

Wer nichts verdient außer...

Wer nichts verdient außer Geld, verdient nichts außer Geld. Ich habe im Jahr 1988 die Brecht-Ausgabe von Aufbau/Suhrkamp subskribiert. Seitdem sind mir ein Staat und zwei Währungen abhanden gekommen. Die letzten 5 Bände waren zusammengenommen teurer als die 25 davor. Wen interessiert das? Mich nicht. Ich bin von 1991 bis 1994 um die Kleist-Ausgabe des Stroemfeld-Verlages herumgeschlichen, bevor ich mich traute. Ich tat es doch. Die Ausgabe ist mittlerweile abgeschlossen, I done my share und bin glücklich darüber. Das Geld ist weg, die Bücher sind immer noch da. Geld ist nur eine Zahl auf einem Konto. Achso, Banken, das Universum und der ganze Rest: Honoré de Balzac, Das Bankhaus Nucingen. Alternativ: Emile Zola, Das Paradies der Damen. Wir denken ja immer, daß wir so furchtbar modern sind...

DA@: Freudige Nachricht:...

DA@: Freudige Nachricht: Totgesagte (über-)leben länger, auch im Zwischenreich. Nehmen Sie mich z. B. ;-)

@E.R. Binvonhier 15. September...

@E.R. Binvonhier 15. September 2012, 01:17 Wenn man zu viel auf das „böse große Ganze“ schaut, wird man n.m.M. eher depressiv und handlungs-un-fähig. Das Vestersche Ökolopoly führte (jedenfalls damals) spielerisch zum vernetzten Denken, hilft Alternativen zu entdecken und somit zu etwas mehr Weitsicht. Lineares Denken: „Isch mach disch platt“ Vernetztes Denken hilft - es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Auch mit gutem Beispiel voran zu gehen - gehört dazu, also: Zähneputzen...wenn man ein dickes Gut-Nacht-Bussi haben will. @ Mupf...ich hau nach dem Linkeinfügen auf die ENTER-Taste. ob das fachmännisch richtig ist... des woaß i fei ned.

@ x 15. September 2012,...

@ x 15. September 2012, 01:27 Die USA sind stolz auf ihre Verfassung. . hamma ned zefix!

Dann gibt es ja auch noch den...

Dann gibt es ja auch noch den Typus des agent povocateur. S. unter Sprengstoff, geistig wie materiell.

0 The Great Artiste 15.09.2012, 10:39 Uhr

Um mal wieder einem...

Um mal wieder einem vernünftigen Ansatz ein Forum zu geben: Schuldenschnitt ist besser als Inflation, aber da unsere internationalen Grosskopferten bezahlen müssten, versteht man, warum man die Insolvenzkosten dem Steuerzahler aufbürden möchte. . http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise-warum-ein-schuldenschnitt-die-bessere-loesung-ist-11889009.html . So ein Bürgerkrieg sieht ja auf Breitwandnachrichtenschirmen auf der Privat-Karibikinsel oder auf der Heliparty im Topsecurity-Areal ganz spannend aus. . Wenn nicht vorher an den Lampen anderes hängt als Weihnachtsschmuck - aber da wird es dann nur ein paar Anwälte und Zahnärzte und Erben treffen, die nicht genug Knete für eine Flucht gehabt haben. . Und wenn wir unsere Intelligenz abgeschlachtet haben, können wir ja auch mit einem evangelischen Ökofundamentalismus weitermachen, trainiert haben wir dann ja für die neuen Religionskriege, in der sich die ganzen Bürgerkrieger weiter austoben können.

Kommet nach Frankreich, Ihr...

Kommet nach Frankreich, Ihr Rechtglaeubigen. Zerstoert das Grab von Voltaire, vierteilt seine Anhaenger-es werden ihrer nicht mehr viele sein. Regt Euch auf ueber das boese Theaterstueck "Le Fanatisme ou Mahomet le Prophete". Aber Brueder, seid noch geduldig. Erst muessen die Trikoloren, die wir verbrennen werden, in China bestellt und geliefert werden.

0 donalphonso 15.09.2012, 11:25 Uhr

Plindos, das ist prima, und...

Plindos, das ist prima, und ich könnte dazu auch... aber vielleicht später irgendwann. . the Great Artiste, Schuldenschnitt ist auch nur ein anderes Wort für Rentenkürzung. Und das Bild beim Beitrag zeugt von sagenhafter Geschichtsunkenntnis: Der Tunisfeldzug brachte Karl V. mittelfristig gar nichts, die Mittel dafür kamen aus der Eroberung Perus, und die Schuldscheinverbrennung soll 1530 gewesen sein, also 5 Jahre zuvor. Diese Schludrigkeit bei der Wiertschaft ist typisch - wenn die nicht mal das wissen, was wollen die dann überhaupt?

0 Der Tiger 15.09.2012, 11:33 Uhr

@savall – Am Mittwoch hab...

@savall – Am Mittwoch hab ich gedacht, wenn der EURO zusammenbricht, möchte ich mir wenigstens noch schnell einen schönen Schrank für meine Bücher kaufen. So noble Stücke, wie bei unserem werten Hausherrn, sind nicht in meinem Budget. Aber ich fand in Leiden, in einer Ecke, wo die Touristen nicht hingehen, einen ArtDeco. Jetzt steht der neben mir und ich schaue dem angesagten Untergang des Euros mit Fassung entgegen.

0 donna laura 15.09.2012, 11:43 Uhr

was meiner völlig...

was meiner völlig unbedeutenden ansicht nach kaum thematisiert wird, dass es eben nicht nur die deutschen sein werden, die in die haftung genommen werden, sondern eben auch gar nicht so knapp die franzosen und die italiener et alii. im prinzip sitzen alle steuerbürger in derselben - grosses pardon - vollgeschi$$€n€n, löchrigen nussschale, die einmal bis nach atlantis ausgesandt wird. . lieber Plindos, ironie ist zuweilen nur eine maskierte, aber doch recht vergnügliche form des galgenhumors. schon george tabori, ein m.e. völlig unterschätzter komödiant über das böse, äusserte sich darüber sinngemäss, dass man über manche dinge nur verzweifeln könne, weshalb man über sie lachen solle, um mit diesen dämonen psychohygienisch fertig zu werden. . noch vor zehn jahren habe ich wenig verständnis für die humorauffassung von komödianten in der ddr entwickelt, was sich nun schlagartig ändert. neben der lektüre von der preis des geldes - es ging um zwei menschliche arten - hatte man gestern das küchenradio laufen lassen; der justiziar der heuteshow hatte offensichtlich alle hände voll zu tun, dass den machern nicht etwa beleidigung von verfassungsorganen vorgeworfen werden kann. die formulierungen sind deutlich, aber vorsichtig. da darf man mal gespannt sein, wie lange die das spielchen noch treiben dürfen. oder ob man nicht sicherheitshalber den welke in der sportredaktion unterbringt, für die er wohl auch mal gearbeitet haben soll.

0 donna laura 15.09.2012, 11:50 Uhr

lieber x, sich europäer...

lieber x, sich europäer fühlen: ja. auf alle fälle. . im prinzip ist es auch die einzige chance, die man als bürger europas hat, dass man sich verschwistert mit bürgern anderer staaten, und sich nicht gegeneinander aufhetzen lässt. . zumindest ein teil der citoyens dürfte von den früchten der lumières genascht haben, und alle miteinander haben davon profitiert, so dass es einem wert sein muss die freiheit und die demokratie - als die beste aller möglichen staatsformen, was ist schon perfekt - zu verteidigen, und zwar deren inhalten nach und nicht, was auf dem papier steht (vgl. lupenreine demokratie) und die verteidigung nicht zu verderben durch unverständnis und brutalität, dummheit und faulheit. . ça va!

0 donna laura 15.09.2012, 11:58 Uhr

lieber don, wurden mit den...

lieber don, wurden mit den schuldscheinen nicht zuweilen auch die gläubiger verbrannt? . ohne expertin zum thema zu sein, fragt man sich schon, ob es neben den ewigen zwei hochgehaltenen optionen schuldenschnitt und inflation nicht noch ein drittes, gar ein viertes gebe.

That's the spirit, Der Tiger....

That's the spirit, Der Tiger. :-) Die DDR ist überall, Donna Laura. Insofern muß ich dem Gastgeber mitunter recht geben. Die Diktatur der Ängstlichen, oder so.

0 bertholdIV 15.09.2012, 12:49 Uhr

@hm555 jetzt habe ich aber...

@hm555 jetzt habe ich aber zweifel an ihrer ortskenntnis. das ist ein katzensprung von der sbz weg und auch vom jan hus land. btw die tschechen r-rekatholisieren sich gerade, so habe ich im standard gelesen: kirchentümer werden zurückgegeben. http://derstandard.at/1347492591971/Schwarzenbergs-Restitutionsstreit-vor-Hoechstrichter der vorsitzender der heiligen inquisition betreibt das o.g. anscheinend als sein persönliches projekt. autochtonität war doch mal eine projekt der befreiungstheologen? @donna laura ich glaube das problem liegt daran, dass das unter quintil in deutschland excessiv zwangsverwaltet wird (bundesagentur, sozialämter). auch in den giips staaten sind die armen arm, werden aber nicht so durch die manege gezogen vom staat oder liz mohns fernsehanstalten...

Plindos, "Die Frage die sich...

Plindos, "Die Frage die sich einem aufdrängt, zeitigt die treffendätzende, bisweilen oft geistvolle Ironie, die hier im Blog aufblitzt, bei den eigentlich gemeinten Adressaten ausserhalb des Blogs eine Wirkung?" . Nö. Ätzung, Ironie und ihr Erkennen bedarf ja eines gemeinsamen Übereinkunftwissens, wie der Lateiner weiß. Kinder unter acht und Katzen kriegen das bekanntermaßen nicht so hin - hier stellenweise aufschlagende SPON-Style-Kommentaristen auch nicht, selbst wenn ihr IQ über dem von Katzen wäre. . "Falls nicht, verpufft diese leichte Mühe im Nirgendwo. " . Mühe? Körperliches Bedürfnis, das; selbstlegitimierend.

Gleichzeitig Landluft-Magazine...

Gleichzeitig Landluft-Magazine lesen, Ziegenkäse anbauen und eine EU-Geisterregierung haben. Geht doch!

Also! Ich weiß nicht. Einige...

Also! Ich weiß nicht. Einige venetzte Vesterleute/-adherents einschl. dem Maestro selber (de mortuis nihil nisi bene) durfte ich mal kennenlernen. Sowas von linear in alle Richtungen hackenden friedfertigen und vernetzten Tauben war mir vorher noch nicht begegnet. Bei den richtigen Typen, die einen mit vollem Harnisch angehen, weiß man sich zu wehren. Jedoch brandgefährlich sind die verdeckt selbsternannten Seligen zu Lebzeiten.

Sorry. Natürlich sollte es...

Sorry. Natürlich sollte es >agent provocateur< heißen. Aber so etwas Verschriebenes hat ja auch seine eigene Duftnote.

Wikipedia ist zwar nicht mehr...

Wikipedia ist zwar nicht mehr ganz up to date, aber dennoch sehr informativ. https://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Draghi .. Wer Dauerlutscher oder Bungabunga möchte, der möge sich bitte hinten anstellen. .. Herr Schäuble. FinM kriegt sich mit Herrn Weidmann "halböffentlich" (?) überkreuz. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/anleihenkaeufe-schaeuble-stellt-sich-gegen-den-bundesbank-chef-11891371.html .. Eigentlich geht es doch ganz harmlos hier im Blog um die Lira und nicht direkt um den €uro und erst in zweiter Linie um Finanzjongleure. .. Fundstück: >Ironie, die, ist die gottgegebene Fähigkeit, eine Sache so auszudrücken, wie sie nicht ist, gleichzeitig Kritik daran zu üben, wie sie ist oder wie der Gesprächspartner meint, dass sie sei oder zu sein habe und – das ist das Hinterhältige daran - zugleich das Verständnis der eigenen Bemerkung von der Intelligenz des Gesprächspartners abhängig zu machen. Wer das jetzt nicht auf Anhieb verstanden hat, sollte auf keinen Fall den Fehler begehen, den Satz ein zweites Mal zu lesen, er wird dadurch nicht besser.

Schlimmer ist das, was vor...

Schlimmer ist das, was vor Europas Haustür passiert. Jetzt demoliert der Mob schon anderer Leute Botschaften. Wird Zeit, denen die Nespresso-Rationen zu kürzen und mal sprachlich aufzurüsten.

0 perfekt!57 15.09.2012, 14:32 Uhr

"Seitdem es den modernen Staat...

"Seitdem es den modernen Staat gibt, haben wir keine Kultur mehr." . wir meinen, daran liegt es nicht. sondern eher am internet und den kenntnismedien. früher musste der staat sich in weiten bereichen nicht so für kultur interessieren. das vorurteil plakativ: der streifenpolizist oder vollzugsbeamte hatte es leicht in seiner welt zu bleiben, zufrieden dort, wurde nicht mit frechen reden oder dem karajanbesuchs seines obersten chefs im smoking nebst großgarderoben-gattin konfrontiert. . der staat ist ok. und die "neuen elektronischen massenmedien" sind's auch. aber sie haben vermittlung zur folge, zwischen schichten, kenntnisausweitung. (weshalb wir schon immer sagten: was man am esszimmertisch erlernt, gehört nicht in netz: es braucht keinen d.a-blog. nicht um sowieso gut und kenntnisreich leben zu können. zugang zur ganzen gesellschaft auch zu haben, falls gewünscht. der d.a. - blog ist halt ein aufsteiger-blog. wie wohl er von sich anderes behauptet. (und nützliches bereicherungs-vehikel wäre vor allem? wenn auch unbewußt?) (am rande. wir meinen: der "rebellmarkt" u. a. war don's eigentliches. ob er uns demnächst auch noch mal die verluste vorführte, sprachlich, erlitten dadurch, dass er sich fangen resp. überzeugen ließ?) . und wie es schon in der ddr 1955 zuging. (europa macht ja nur eines: deutschland von der übertriebenen last seiner individualität befreien) (in der gruppe ist es am ende doch am schönsten. und hat man vertraulichkeit und wärme auch am leichtesten. bestimmt) (oder: von den praktischen auswirkungen der finanzkollektive) . und die idylle ist freigegeben. ("... seid es mich nicht mehr gibt nämlich"; aus der einleitung zu den geheimen stacheldrahtmonologen - oder: "zweiundvierzig millionen arbeitsstellen - und doch kein sinn") (evtl. auch: je kleiner der käfig, desto größer die sicherheit) (oder: weshalb sich die westviertel neuerdings wieder so ganz klein wünschen?) (und in der von außen kommenden friedlich-zivil-regressiven variante? "aufpassen auf übergewicht mit vier buchstaben?" (diät)) . und früher hätten manche evtl. argumentiert, dass man auf der zweiten stufe dieses http://www.whale.to/b/images/capitalism.gif erklärungsmodells doch bloß womöglich ungestört unter sich sein wolle, weder schießen noch predigen hören, noch arbeiter riechen müsste. nichts weiter eben, als ein ganz klein bißchen frieden. . vielleicht.

"Eigentlich geht es doch ganz...

"Eigentlich geht es doch ganz harmlos hier im Blog um die Lira". . Genauuu. http://www.youtube.com/watch?v=vyapiXSA3Ag

donna laura15. September 2012,...

donna laura15. September 2012, 13:58: Jetzt kommen Sie noch zusätzlich zum Dritten mit einem Vierten an. Auch hier hilft vollinhaltlich WP: https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_vom_ausgeschlossenen_Dritten .. bertholdIV: Das waren noch Zeiten. Als die Wiener Hofburgräte den Herren auf dem Altstädter Ring zu Prag noch das Köpfchen kraulen liessen und dann deren Erbmasse unter die Verdienstvollsten verteilte. Ebenso verfahren bei der delikaten Causa Generalissimus A. v. Wallenstein (nur etwas eiliger), die Familie Schaffgotsch durfte gleich mitbluten. Mitgefangen, mitgehangen. Von wegen Restitution. Damals. Das Palais ist wirklich wunderschön, und die Namen der illustren Architekten. Aber muß es denn immer gleich ein Hotel sein, zur Not eine Entzugsklinik? (Der Feudalismus bekam doch früher die Buden immer voll. Herr HM555 bitte so sagen Sie doch etwas! Feudalismus und Kultur! Senza Lira!)

0 perfekt57 15.09.2012, 15:43 Uhr

kleine beifügungen zum rande,...

kleine beifügungen zum rande, oder berichte vom tage zum anhören, oder "was tun, wenn die strelitzie sehr groß wird?" http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/podcast/garten/audiogalerie114.html . oder "die wirkung des euros in verbindung mit dem internet" ? http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/Strickendes_M%C3%A4dchen_1888.jpg ("verteidigung 2.0, completed" - oder "wenn der euro nicht einmal mehr an den außengrenzen zu verteidigen wäre - von der finalen emanzipation aller politischen bestrebungen") . wir sind auch für kleine anpassungen, um ohne verwerfungen durchzukommen. (mann und frau leben auf demselben planeten. moslems und christen aber in unterschiedlichen wüsten?) . und die quasi-gewaltsame durchpeitschung des euros ist die rache der kleinbürger/innen, der schlechtweg-gekommenen an der nobilität. (u. a. freunde des kampfes sehen es gern) . und die scheuklappe fokussiert den inneren blick. (oder warum unsere stadtmauern heute "verantwortlich-einseitige berichterstattung" heißen - nichts neues in mitteleuropa, herr nietzsche; wir bleiben erkennntnisunfähig, wie schön!) . und von den verklehrsdurchsagen der zukunft? ("achtung radfahrer, auf dem harzweg nr. eins kommt ihnen zwischen schirke und elend ein toter dichter entgegen! bleiben sie äußerst rechts und überholen sie nicht! wir sagen ihnen bescheid, sobald die gefahr vorüber ist!") . und vom kommenden dunkel? (es gibt keine richtige lichtgeschwindigkeit. im falschen system) . und ein staat existiert auch ohne staatsdiener gut. (in seinen gesetzbüchern ruht er prächtig) . und von der zahlenverrückung. (oder: es gibt traditionen in mitteleuropa. joseph meinrad trug den iffland-ring 37 jahre. und bassermann wie bekannt 43 jahre lang.) (der mannheimer bassermann bekam bekanntlich in den 1920-jahren bereits honorare von 10.000 mark pro abend, also pro vorstellung. als ein arbeiter 170 mark pro monat hatte. weil es sich das bürgertum und die gute gesellschaft damals noch leisten konnten, ein richtiges schauspielhaus zu unterhalten) (man weiss: http://de.wikipedia.org/wiki/Iffland-Ring ; http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Bassermann ) (evtl. http://www.youtube.com/watch?v=sQA-lvcl44s )

Meine Eltern mussten beruflich...

Meine Eltern mussten beruflich viel reisen und daher war ich auf einem internationalen Internat. Dort waren überwiegend Briten, Italiener, Schweizer, Deutsche, Franzosen und Japaner. Ich habe die Zeit sehr genossen. Es hat mich immens bereichert, in jeglicher Hinsicht. In den Ferien, zurück in Frankreich, habe ich dann manchmal Sachen aufgeschnappt, wie, "scheiß Spaghettifresser" oder "scheiß Kartoffelfresser". Sachen, die Leute sagen, die an Komplexen leiden. Für mich war das jedes mal wie ein Schlag in den Magen. Mein bester Freund war so ein "scheiß Kartoffelfresser" und das Mädchen, das ich liebte war eine "scheiß Spaghettifresserin".

@ Plindos 15. September 2012,...

@ Plindos 15. September 2012, 15:31 Interessant Da hat einer eine prima Idee… doch das Bodenpersonal schwächelt. . So what. . -Babe you turn me on - http://www.youtube.com/watch?v=153eVrWYguM&feature=related

Vroni, und wer erntet diesen...

Vroni, und wer erntet diesen ganzen Feudal-Ziegenkäse dann? Na? Eben. Klein-Fritzi mal wieder. Der kleine Fritzi auf der Straße und dies nicht mal zu einem Mindestlohn. Kein Wunder, wenn der nachhaltig verbösert und man ständig nachbessern muss. Jetzt stellen Sie sich vor, der verliert jetzt auch noch seinen Pass. Auf hoher See. Schwups, einfach ins Wasser gefallen, der Pass. Tja.

0 Foersterliesel 15.09.2012, 17:47 Uhr

lieber Berthold IV, Karl...

lieber Berthold IV, Karl Schwarzenberg ist aus der weniger reichen Orlik-Linie und wurde - als mittelloser Flüchtling - von Heinrich Schwarzenberg aus der großen Linie in Österreich adoptiert und damit wieder wohlhabend. Schloß Orlik, den Besitz seiner eigenen Eltern, bekam Karl in CZ restituiert, um die Restitution des größeren Besitzes aus der anderen, der Frauenberger Linie, deren Familienvorstand er aber durch die Adoption geworden ist, kümmerte er sich nicht. Zu den Wiener Fußballclubs kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen, aber auch die Geschichte der Hakoah ist interessant.

Katzen sind sehr intelligente...

Katzen sind sehr intelligente Tiere - Tiere allgemein. Ihre Intelligenz besteht u. a. darin, etwas nicht zu tun. Was den Style-Faktor betrifft, sind Katzen den Primaten auch weit überlegen. Wir konnte uns vor ihnen nur retten, indem wir viel Zeug gebastelt haben und dadurch in der Nahrungskette nach oben gelangten. Wie cool das ist, kann jeder mit sich selber ausmachen. Ohne unser hässliches Gelumpe überleben wir keine drei Tage. Und damit wir uns bei all dem Tun nicht so schlecht fühlen, haben wir dann dazu die Philosophie der Banane erfunden. Wie lächerlich.

0 The Great Artiste 15.09.2012, 19:18 Uhr

Sicher, toll ist so ein...

Sicher, toll ist so ein Schuldenschnitt bestimmt nicht. Was schlachtet die Renten mehr, der Zusammenbruch der Versicherungsrenditen oder die Überbleibsel einer Währungsreform nach der Hyperinflation? Es geht hier nur um kleineres oder grösseres Übel.. . Ihre Frage, Donna Laura, nach etwas drittem oder vierten als Lösungsansatz hat im Prinzip etwas Bestechendes - nur scheint bisher niemand überhaupt eine Idee zu haben als das ganze System mit weiterem frisch gedruckten Geld zu fluten... . Mochte ja auch erst mal plausibel sein, in der grossen Pokerrunde einfach am Tisch sitzen zu bleiben und die Einsätze immer weiter zu erhöhen. Und bloss nicht die Karten sehen zu wollen, weil man weiss, dass alle am Tisch nur ein absolutes Schreissblatt in den schweissfeuchten Händen halten. . Was ist besser? Die Krankenversicherungsgesellschaft (beinahe hätte ich geschrieben, "die Krakenversicherung..") muss mit Steuergeld gerettet werden, damit sie ihre Leistungen aufrecht erhalten kann - oder die Arzt- und Krankenhauskosten explodieren so weit, dass niemand mehr die Beiträge aufbringen kann. Und bei den Kassen gibts über 65 keine Transplantationen, Herzklappen, Knie, aufwendige Krebstherapien mehr... finanzpolitisch sozialverantwortliches Frühableben, damit die Erbschaftssteuer schön sprudelt wie ein geplatztes Aortenaneurisma... . Wenn auch die Wirkung unseres ironischen Sarkasmus wohl ein wenig unter denen verpufft, die es eh schon wissen, man soll die Hoffnung nie aufgeben, dass unterhaltsame, amüsante, facettenreiche, informative und kontroverse Schreibe vielleicht mal ihre weiteren Kreise zieht. Was man hier im Blog lesen kann, ist sicher nicht das Übelste in der ganzen Problematik. . In den Medien klingt es meist viel zu schön gefärbt, dass man sich nur wundert, warum das ganze Problem nicht schon längst tatkräftig ausgemistet wurde. . Schräge Ideen können einen manchmal aus der festgefahrenen Spur in eine richtigere Perspektive schubsen. . Mal verschiedene Alternativen mit ihren Wenn-Dann-Konsequenzen im Planspiel ausprobieren. . Vielleicht hilft ein bisschen Inflation, ein bisschen Schuldenschnitt, ein bisschen Steuererhöhungen und ein bisschen Sparmassnahmen, wenn man das Problem erst mal nüchtern zu beschreiben anfängt. . Wenn man endlich aufhört, so zu tun, als gäbe es kein Problem mehr, wenn "die Märkte" endlich wieder darauf vertrauen würden, dass an den Skeletten nun wieder Fleisch gewachsen sei. . Quantitative Easing ist Bullshit wie CDSse. Aber es könnte eine Strategie dahinter sein, die gesamten wertvollen Assets der Gesellschaft in wenigen Händen zu konzentrieren. . Und da gilt es, mögliche geringere Opfer gut zu erläutern, um ein leckeres Ketchup anzurühren, mit dem die mundgerecht zerteilt und wenigstens knusprig gebratenen Kröten besser rutschen, als wenn wir sie lebendig, zappelnd und sträubend mit einem Stopfer in den Hals hinunter gerammt bekommen. . Wenn allen klar wird, dass wir uns ohne diese Massnahmen über unserer freiheitlichen, demokratischen, multipolaren und pluralistisch denkenden Verfassung ein Ei braten können. . Eine larmoyante alkohol-, benzin- und nikotinfreie Gutmenschendiktatur mit Sport, Castingshows, Heavy-Beting und Wettschrebergärtnern könnte mir gestohlen bleiben. . Eine eigene Partyinsel kann ich mir wie die wenigsten leisten - ausserdem ist so eine Inzuchtatmosphäre ziemlich öde. . In angstgeweitete Augen zu schauen - "Massa, nicht schlagen bitte" - weil der Domestik mit der Pinacolada auf die 800€ (oder was auch immer dann) Jeans gekleckert hat, gibt mir nichts. . Und dass der Typ wieder auftaucht, der mit einer lauen Forelle eine ganze Facebookparty satt kriegt, da bin ich mir auch nicht so sicher, ob das wünschenswert wäre. . Schliesslich könnte einem schon eine einzige Atombome den ganzen Tag verderben...

0 Thorsten Haupts 15.09.2012, 19:33 Uhr

Don Alphonso - 15. September...

Don Alphonso - 15. September 2012, 13:25 - "...the Great Artiste, Schuldenschnitt ist auch nur ein anderes Wort für Rentenkürzung..." :-)))))). Schöner konnte man das Dilemma der "Banken-Draghi-Regierungen-Verfassungsgericht-alles-Schurken" nicht auf den Punkt bringen. Keine Inflation, kein Schuldenschnitt, sonst nichts. Und solange das bei fast allen Kritikern so bleibt, halte ich es als Pragmatiker mit der Lösung, die summa summarum die geringsten Nachteile zu haben scheinen. Was die ganzen "So nicht, aber wie anders wissen wir auch nicht" besonders erbosen muss - damit treiben sie die grosse Mehrheit der Menschen in die Arme derjenigen, die wenigstens irgendetwas Konkretes tun und propagieren. Menschliche Grundkonstante. Gruss, Thorsten Haupts

0 The Great Artiste 15.09.2012, 20:15 Uhr

Wenn man ein bisschen mehr...

Wenn man ein bisschen mehr über die Philosophie von Quantitative Easing begreifen möchte, lohnt sich die Seite eines Professors Scott Sumner, der das Anpeilen eines Wunschwachstums mit Geldströmen propagiert, weil es seiner Ansicht nach zu knappes Geld war, was Wirtschaftsdepressionen auslöste... . http://www.themoneyillusion.com/?page_id=3447 . Mal herumklicken, vielleicht fällt auch für Nichtprofis ein Groschen... . Ich frage mich nur, wo dabei das Pony versteckt ist...

donna laura, oui, ça va....

donna laura, oui, ça va. Merci, Madame - est Vous? Danke für Ihren sehr charmanten Text. ---------------- Mupf, der link - it doesnt't work. ---------------- Tyler, Entschuldigung, ich war in Eile und habe Ihre Antwort übersehen. Ich mache meine Drohung wahr und besuche Sie in Japan! Wir werden eine gute Zeit haben. Es ist nicht so oder so oder so. Ich bin nicht an der Wahrheit interessiert. Die Wahrheit ist was für Idioten. Und ein Idiot sind sie nicht, sondern ein ziemlich netter Kerl. Und das meine ich so. Keine Ironie. (Ich bin viel zu blöd für Ironie und mag Ironie auch nicht, ernsthaft.)

0 The Great Artiste 15.09.2012, 21:58 Uhr

ThorHa, was ist denn Ihre...

ThorHa, was ist denn Ihre pragmatische Lösung, die summa summarum die geringsten Nachteile zu haben scheint? . Ich glaube, dafür könnte man einen Ständer voller Ehrendoktorhüte gewinnen, oder so manches Angebot, dass man besser nicht ablehnen würde.

"Eine larmoyante alkohol-,...

"Eine larmoyante alkohol-, benzin- und nikotinfreie Gutmenschendiktatur mit Sport, Castingshows, Heavy-Beting und Wettschrebergärtnern könnte mir gestohlen bleiben." Endlich! Das wollte ich hören. Das bigotte Gutmenschen-Trio hat schon erklärt, es wolle Deutschland "führen". DREI Männer treten an, um EINE Frau zu besiegen. Wie erbärmlich. Drei Hosenmatze wollen der Junior der Physikerin sein. Denn darauf wird es hinauslaufen. Daher: FDP wählen, auch wenn es schwer fällt.

0 Folkher Braun 16.09.2012, 01:18 Uhr

Bester TGA: Ihnen und Sumner...

Bester TGA: Ihnen und Sumner fehlen einfach ein paar Grundlagen: die Genesis der Äquivalentform aus dem Versuch, Gebrauchtswerte miteinander zu vergleichen. Sie finden die Auflösung unschwer im "Kapital" von Karl Marx, im ersten Abschnitt, genannt "Ware und Geld" im ersten Band.

@ fionn Sept.14/12...

@ fionn Sept.14/12 14:48 Vielen Dank fuer ihre Information ueber den Preis eines Big Macs in Bella Italia. Interessant. Ihr PS: "Ich hasse Burgers" hat mich zutiefst erschuetter (slight exaggeration) denn ich muss immer daran denken dass so ungefaehr 330 Millionen US Buerger die Dinger anscheinend mit Freude vertilgen -- zu mindestens die meisten on ihnen. Ich selbst geniesse immer einen Hamburger, besonders wenn ich Hamburg -- die schoene Stadt im Norden der Republik besuche. It seems the appropriate thing to do. Das ist so eine Gewohneheit, wie "When in Rome (read Hamburg) do as the Romans (oder Hamburgers) do. Frage: Bezeichnen sich die guten Burger der Hansestadt als Hamburger? Als gelegentlicher Tourist, bin ich mir nicht sicher, und ich moechte ja nicht unangenehme Diskussionen dort hervorrufen. Oder Schlimmeres. Ciao...und pax vobiscum

0 tylerdurdenvolland 16.09.2012, 02:52 Uhr

@ x 15. September 2012,...

@ x 15. September 2012, 15:21 "Schlimmer ist das, was vor Europas Haustür passiert. Jetzt demoliert der Mob schon anderer Leute Botschaften. Wird Zeit, denen die Nespresso-Rationen zu kürzen und mal sprachlich aufzurüsten." Finden sie wirklich es gäbe da einen wesentlichn Unterschied zwischen den beiden verfeindeten Seiten? Die USA mischen sich seit vielen Jahrzehnten in deren Welt ein. Die eigentlich banale Einsicht, dass da irgendwann ein Echo kommem kann überfordert Amerikaner natürlich. Noch nicht mal nach dem 9/11 haben sie das Offensichtliche ja erkannt.... Ich bin wie immer dafür, dass es umso besser für den Rest der Welt ist, wenn sich Idioten gegenseitig die Schädel einschlagen. Wenn es um Fundamentalisten geht, sind mir bei sowas alle drei monotheistischen Religionen hierbei gleich lieb.

0 tylerdurdenvolland 16.09.2012, 03:05 Uhr

@perfekt5 15. September...

@perfekt5 15. September 2012, 15:32 „und früher hätten manche evtl. argumentiert, dass man auf der zweiten stufe dieses www.whale.to/.../capitalism.gif erklärungsmodells doch bloß womöglich ungestört unter sich sein wolle, weder schießen noch predigen hören, noch arbeiter riechen müsste. nichts weiter eben, als ein ganz klein bißchen frieden.“ Auch wenn sie es nicht für möglich halten werden, ausgerechnet im Spiegel gibt es einen lesenswerten Essay von Sybille Berg genau dazu…. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sibylle-berg-ueber-die-sehnsucht-nach-landleben-a-855756.html

0 The Great Artiste 16.09.2012, 10:43 Uhr

@x. danke, da stehen wir wohl...

@x. danke, da stehen wir wohl auf ziemlich ähnlichem Boden der sogenannten Tatsachen. . Gleichwertigkeit für alle Menschen, sexuelle Freiheiten, religiöse Toleranz Lessingstyle, und Augenmass im Umgang mit wirklich anderen Wertsystemen. Dass sich da einiges seit den Sechzigern massiv verschlechtert hat (Meinegüte, warum mussten die Amerikaner unbedingt Mossadegh umbringen, um dem Knallschah in Persien Zucker in den Hintern zu blasen? Und warum waren alle Afghanen edle Freiheitskämpfer, als es gegen die Sowjetunion ging?) . Eine endlose Diskussion. Es ist nur jammerschade um die guten Ansätze in Nordafrika - durch die Fanatiker sind deren komplette Perspektiven für den Tourismus ruiniert. Gerade dachte man daran, mit Urlaub deren Wiederaufbau zu unterstützen... Viel Spass in der Arbeitslosigkeit - und das wird wie ein sich selbstverstärkender Teufelskreis noch mehr Elend und Irrsinn auf die Strasse treiben... . @ F.Braun: Es ist nicht so, dass ich für Quantitative Easing bin, keineswegs - ich glaube, der chaotische Bauboom in Spanien wäre ein gutes Gegenargument für billige Kredite a volonte. . Aber ich wollte gerne mehr über die Hintergründe der Verfechter erfahren, die einen anscheinend so offensichtlichen Unsinn propagieren. . Ich bin nicht gut in Marxsprech, ich mag es, wenn Argumente amüsant, selbsterklärend und ohne Gebrauchsanweisung zu verstehen sind; darum schätze ich die allermeisten Formulierungen unseres Gastgebers - denen es oft gelungen ist, den komplexen, ausgefransten Wackelpudding unseres Weltproblems für einen Moment an die Wand zu nageln. . Wachstum um jeden Preis - ob es mit meinetwegen sinnvollen Blockheizkraftwerken für Privathaushalte oder abträglichen Superluxussanierungen von erschwinglichem Wohnraum in deutschen Grosstädten für Drittwohnsitze griechischer Steuervermeider erreicht wird. . Um es zugespitzt zu formulieren. Siehe spanischer Bauboom, siehe die schon kriminelle Propagierung von Containerschifffonds, als es längst ein absolutes Überangebot gab. . Wachstum als solches ist eine statistische Grösse - wenn es erreicht wird mit Dingen, die wir gebrauchen können, mag es etwas für sich haben - aber leichter und schneller lässt es sich mit Schwachsinn wie Immobiliengaunereien und Finanztricks erreichen. . Bis der Mob alles anzündet. Dann kann man mit Waffen und Rüstung gute Geschäfte machen, und ein paar hunderttausend Tote später sagen, ach, wie schade, aber jetzt machen wir es lieber ein bisschen besser. . Nur warum nicht gleich?

0 Click here 06.10.2012, 12:25 Uhr

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ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.