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Alter Besitz als Leistungsungerechtigkeit

06.10.2012, 09:19 Uhr  ·  Abgekocht, gegrillt und verbrutzelt: Mit alten Bürgertugenden wie Sparsamkeit und Umsicht in Vermögensfragen wird man heute zum Opfer von Leuten, die ihre Bereicherung für einen Akt der ausgleichenden Gerechtigkeit für ihre Leistung halten.

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Genau. Jeder in Deutschland kann ein Haus bauen und Aktien kaufen. Jeder. Einfach so.
Miinaaa

Es gibt Debatten, die führt man besser, bevor die Debatten anfangen, sich selbst zu führen. Und als ich Anfangs der Woche auch in diesem Blatt das Wort „Leistungsungerechtigkeit” in Bezug auf Vermögen las, ahnte ich, dass wir bald einmal darüber würden reden müssen. Aber wie es nun mal immer so ist, war ich an diesem Tag leider auf der Rückreise von Italien und musste davor unbedingt Caccioricotta… das muss ich kurz erklären, also, Caccioricotta ist Haloumi für Reiche, ein seltener Bratkäse, aus dem man für Vegetarier eine Art Saltimbocca machen kann, Sie wissen schon, diese römischer Spezialität, ein dünnes Schnitzel und eine Scheibe Schinken mit Salbei. Das geht auch mit Caccioricotta und, beispielsweise, wenn Sie auch länger wie ich in Mantua als Drittwohnort leben, dann kennen Sie das ja: Sie gehen zu Zapparoli, holen sich den Caccioricotta, ersetzen dann den Schinken durch frittierte Zucchini und der Salbei bleibt. So geht also Saltimbocca vegetarisch. Wo waren wir stehengeblieben… ach so.

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Leistungsungerechtigkeit richtig, also ich hätte ja gleich was dazu schreiben sollen, aber dann war ich noch im Wäschegeschäft wegen meiner Brokatkissen und bei meinem Krawattenladen und habe noch als Souvenir einen Aurorafüller gekauft und als ich dann noch am Gardasee ein S-Works Tarmac genommen habe, war es schon so spät – ich bin nicht mal mehr zu meinem Schuster in Verona gekommen. Das ist immer diese Hektik, wenn man nur 10 Tage Zeit hat. Im Frühjahr, wenn ich hier monatelang lebe, schaffe ich das alles. Aber nun muss man sich entscheiden, will man die nötigen Besorgungen machen oder einen Beitrag schreiben, aber das war Italien und in Deutschland, das ahnte ich, würde ich sicher einmal daheim sitzen und draussen fiele der Regen: Dann ist immer noch Zeit zu einem Beitrag über die Frage, was daran eigentlich ungerecht sein soll, wenn man sich sein Eigentum nicht wirklich vollumfänglich, im Schweisse des Angesichts und mit blutenden Fingern und vielleicht auch noch am letzten Nachmittag in Italien selbst erarbeitet.

Denn formal ist es durchaus richtig: Wer seinen Besitz auf die ein oder andere Weise nicht selbst erarbeitet, hat massive Vorteile gegenüber den Besitzlosen, die erst mal ein Vermögen zur Seite schaffen müssen. Denke ich jetzt mal an den typischen Zögling dieser meiner Schicht, nehmen wir mal die R. von den P.s, da sind also von den Eltern 100 Quadratmeter in Schwabing und einen Platz für den Gaul im Blauen Land, und dann hat sie noch eine Wohnung in Berin mit sicheren Mieteinnahmen. Natürlich reisst sich die R. dann in ihrem Job bei einer läppischen Politikagentur für Was-mit-Rüstung kein Bein mitsamt Reiterstiefel aus. Es ist genug Zeit für vier Wochen in Spanien, und solange passen die Eltern auf die Hunde auf. In der Agentur arbeiten solange auch noch andere, die nicht so schön leben, vielleicht gar in Moosach mit Blick auf Industriegelände, die wie die schöneren Ecken von Frankfurt aussehen, und sich obendrein sehr wohl ein Bein ausreissen müssen. Man muss schon recht viel verdienen und enorm viel Steuern zahlen, um sich den Lebensstandard der R. Mieten zu können; ein Lebensstandard, den sie nur als natürlich erachtet. Vergleicht man die Arbeitsergebnisse der R. mit ihren Kollegen, muss man sagen: In Bezug zur tatsächlich erbrachten Leistung ist das schreiend ungerecht.

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Zur Verteidigung solcher Fälle kann man natürlich anführen, dass Produktionskosten solcher Nachfahren schon in meiner Jugend hoch waren, und auch weiterhin steigen werden. Was bei den Eltern an weiterer Vermögensanhäufung da wäre, wenn die Kinder nicht da wären, oder wenigstens nicht 10 Jahre und drei Studienversuche gebraucht hätten, um einen Job zu finden, für den die Eltern manchmal noch eine Kanzlei oder eine Praxis zahlen mussten, wissen diese Kinder ganz genau, denn oft wird es ihnen vorgerechnet. In meiner Familie gab es sogar Fälle, da wurde darüber peinlich genau Buch geführt. Und die schöne Ausrede, dass der J. In Berlin ist, weil er das von seinem Vater bezahlte Yachtchartergeschäft auf Malle vor die Kaimauer gesetzt hat, und in Spanien wohl immer noch offene Rechnungen sind – die hilft wenig. Trotzdem möchte ich aber darauf verweisen, dass allein die Zucht einer Stammhaltung in einer Epoche, da jedes Kind sein iPhone braucht, die Verteilungsungerechtigkeit durch die entstehenden Kosten mindert, wenn man weiter unten die Nachfahren nicht ganz so verzieht.

Letztlich kommt es aber nicht auf die Höhe der leistungsungerecht vergebenen Summen an, um die sich das öffentliche Geschrei erhebt. Das ist in der Praxis gar nicht so wichtig. Was ich für einen echten Vorteil halte – neben solchen Nachteilen wie meinem verpassten Schustertermin in Verona – hat nur sehr am Rande mit Geld zu tun. Es ist diese eigentümliche Sicherheit, dass alles schon irgendwie gut gehen wird, die einen dann dazu verleitet, öfters ehrlich zu sein, als es dem Wunsch nach einer Karriere entsprechen würde. Oder sich mal etwas gegenüber den Vorgesetzten herausnehmen im Wissen, dass man im schlimmsten Fall butterweich fällt. Das macht Firmenleitungspersonal nervös, weil sie erwarten, der andere sei irgendwie abhängig oder gezwungen, etwas zu tun, und daran orientiert sich auch die Bezahlung: Dieses Frühjahr hat ein Buchverlag versucht, mich finanziell ein klein wenig über den Tisch zu ziehen – da habe ich ihnen den Vertrag eben vor die Füsse geworfen und bin gegangen im Wissen, dass ich so im September Zeit für Italien habe. Gut, es war jetzt zu wenig Zeit. Aber wer bin ich, dass ich mich von so jemandem… wegen lumpiger…

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Das hat den Verlag schockiert. Auch, dass ich gesagt habe, dass ich auch sonst nichts mehr mit ihnen zu machen gedenke. Ich mein, wer bin ich denn. Das kennen sie sonst von Autoren ganz anders. Und das ist die eigentliche Ungerechtigkeit, der eine darf auf keinen Fall, der andere kann. Wir leben in einer angeblich freien Welt, aber die Freiheiten, die man hat, werden von Konkurrenz, Sanktion und sozialem Druck scharf reglementiert und finanziell berechnet. Man lese sich nur mal die beliebten Gehaltsverhandlungstexte durch, mit denen Witschaftsmedien unter der Überschrift „Karriere” – „Rattenrennen” träfe es besser – auffällig werden; das spanische Hofzeremoniell war dagegen eine lässige Veranstaltung. Aber man muss mitmachen, sonst ist der Weg in den Vermögenshimmel verbaut, und das Kreditscoring ist nicht so gut. Wofür? Die Frage, ob sich die Beteiligten jetzt drei oder vier Zimmer mieten können, ist nicht so wirklich nachvollziehbar, wenn man aus ein paar Dutzend Räumen wählen kann. Wie die meisten, die am erbenden Ende einer aussterbenden Familie stehen.

Drei kinderlose Tanten mit Villen und die ein oder andere Restwohnung – auf diese Realität laufen nämlich derartige Graphiken der Debatte hinaus – lassen sich notfalls auch als Leistungsungerechtigkeit für den Besitzer interpretieren. Der Mieter kann gehen, aber das Haus von der Babette kann man nicht einfach verkaufen, und man hat damit nur Scherereien. Daheim muss ich beispielsweise vier Ster Holz schlichtem, Wein ernten, ein Rohr und die Wetterbretter von, Moment, 12 vorne, 10 zur Seite, 12 hinten, 34 Fenstern und das Hoftor streichen. Sicher, dafür habe ich den moralisch fragwürdigen Triumph, nächste Woche auf der Buchmesse über Lektor, Programmleitung und Verleger zu lachen. Aber der kleine psychologische Vorteil kommt nicht mit dem schnellen Auto, dem Hummer oder der Kaviardose daher, oder was immer man zur Bebilderung solcher Debatten benutzt. Er kommt mit gelben Gummihandschuhen, einer zerrissenen Hose und dem Wissen daher, dass das seit über 150 Jahren hier so geht und immer so weiter gehen wird, bis zum letzten Farbeimer. Die Ungerechtigkeiten gleichen sich schon irgendwie aus. Auch wird man von mir kein Gejammer hören, dass mein Kleiderschrank schon 100 Jahre alt ist, und ich mit keine schicken, heute so beliebten Wandtattoos über ein neues Chinasofa machen kann: Da ist Chippendale und Italien in Öl, Leinwand und Rahmen im Weg.

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Das alles ändert sich natürlich an jenem Tag, da die Leistungsgerechtigkeit kommt und Mehrbesitz benachteiligt: Dann nämlich lohnen sich all jene unschönen Bilder von Neureichen, die Manager Magazin lesen, Hummer essen und mit dem überteuerten Rennwagen – und hier jedes Jahr das neueste Modell – zu Champagnerwochen fahren. Dann lohnt sich auch das Umdekorieren der Küche, und solche Vorstellungen wie meine, dass der Küchenschrank meiner Urgrossmutter immer noch gut genug ist, sind lächerlich. Das Erhalten von Häusern für die Zukunft ist dann zwecklos, ganz im Gegensatz zu schneller Immobilienentwicklung auf der grünen Wiese, zusammen mit dem spekulativen Verkauf. Wer prasst, als gäbe es kein Morgen, wer es im Urlaub richtig krachen lässt, wer dafür sorgt, dass er alles mitnimmt und damit unter dem Satz bleibt, der Reichtum definiert – der hat es gut. Der macht es richtig. Die anderen, die dumm genug waren zu glauben, dass sie für die alten, bundesrepublikanischen Tugenden wie Sparsamkeit und Beständigkeit belohnt werden, weil die Welt nicht an jenen gesundet, die lieber heute über ihre Verhältnisse leben, als morgen in ordentlichen Verhältnissen; diejenigen, die so für ihr Alter vorgesorgt hat, dass sie jetzt Gegenstand so einer Debatte sind – sie alle werden sich noch wundern. Dass dadurch die Gesellschaft gerechter wird, wage ich übrigens zu bezweifeln. Aber sicher werden es gute Zeiten für Startups, die in China modische Sofas auf Internetbestellung zusammentackern lassen.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (356)
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0 Der Tiger 06.10.2012, 09:50 Uhr

Herrlich!...

Herrlich!

Hmm. Nicht alles, was hinkt,...

Hmm. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Den Text fand ich jetzt nicht so dolle.

Salve! .. Natürlich hat das...

Salve! .. Natürlich hat das Alles seinen Preis: Die Leistung. Die Ehe. Die Seinsfrage schlechthin. Das Weekend. Der Suicide. Der Puff. Der bekennende Amoralist gibt Anleitung zur Erkenntnis: http://www.youtube.com/watch?v=ooajSg90rM4 .. Gaudi vobiscum. Sive Pax.

Na ja. Zur Zeit ist alter...

Na ja. Zur Zeit ist alter Besitz nirgendwo auf der Welt lukrativer als in Deutschland, weil die effektiv zu zahlende Erbschaftssteuer selbst für die USA ein Witz sind. Das macht die Räume für Aufsteiger notwendigerweise immer enger und schwächt langfristig das, was alter Besitz braucht - stabile Gesellschaften. Man kann, lieber Don, auch als Stütze nicht alles haben, manche Entscheidungen haben automatisch unerwünschte Nebenfolgen. Und ich nehme zugunsten alten Besitzes nicht an, seine Inhaber wollten in gated communities? Gruss, Thorsten Haupts

0 Dreamtimer 06.10.2012, 10:21 Uhr

Angenommen ein Soziologe wiese...

Angenommen ein Soziologe wiese nach, dass die neureichen Aufsteigermillieus sich im Mittel nach N Generationen in ein konservatives Besitzbürgertum verwandeln, unabhängig von Bildung und Herkunft. Wäre dies dann ein Trost, wenn man entweder sozialdemokratisch inspirierter Verteilungspolitik oder einem global agierenden Zockertum zum Opfer fällt? Die Gewinner auf der einen oder anderen Seite werden ja nachrücken und den eigenen Platz einnehmen und die Kultur verteidigen, die jetzt so vehement gegen die Nichtlinearität und Unmoral der Zivilisation verteidigt wird. Es ist zwar nicht so, dass alles an seinem Platz bleibt, aber der Platz selbst bleibt.

0 perfekt57 06.10.2012, 10:21 Uhr

nette projektionsfläche, man...

nette projektionsfläche, man folgt ihm gerne, wie üblich, geradeaus durchs labyrinth. . und wenn er "firmenleitung" durch "regierung" und "geheimdienste" ersetzt, also in china, dann wird es ernst. für die freiheit des bloggers. . und was hatte er gegen blutige hände? vom arbeiten? . und man kann die zuccini auch durch hackfleisch ersetzen. also männliches hackfleisch. von echten stieren. (*g*) (ok, nicht wirklich, jedenfalls nicht immer) . denn es wird ihnen vorgerechnet. das halt das privileg von mittelschicht. (während schweigen, das des prolets oder kleinbürgers ist. während die prinzessin gayatri devi (in der vogue? siehe evtl. google) von schon 1938 im palast 500 diener hatte (die faz berichtete) (gewonnen aus kaum 21.564 km² und 2,9 Millionen menschen: "Baroda hatte 1941 ein aus vielen Teilstücken bestehendes Gebiet mit einer Fläche von 21.564 km² und 2,9 Millionen Einwohner."http://de.wikipedia.org/wiki/Baroda_%28Staat%29 . daher auch der begriff von der re-feudalisierung wahrscheinlich.) . und man muss sich entscheiden, will man Besorgungen machen oder einen Beitrag schreiben? (wir hoffen, es fiel nie auf, dass auch wir uns laufend für die tat entschieden, kaum fürs wort. oder den tastendruck, *g*) (welche tat ist ja unseren höheren, katholischen mächten meist überaus egal. aber die hand üben sollte sie schon. zumal, wenn man kaum kopf hat, nur vertrauen, *g*) . und sein wichtigstes ist seine substanz. an persönlichkeit. (alles andere findet sich da bloß drangehängt.) (und bleibt wie immer: in funktionierenden gesellschaften wird die substanz auch an solche drangehängt. und evtl. nur an solche. thats the point) . und wir bitten die frühe wortmeldung zu entschuldigen. aber gelbe handschuhe warten.

0 perfekt57 06.10.2012, 10:25 Uhr

also rein am rande der...

also rein am rande der nachtrag aus fernen welten: man kann, darf eben wirklich leben, richtig & selber, wie er so schön aufzeigt, muss nicht nur ein bloß dummer abklatsch von surrogat sein: . "Devi, who was named by Vogue as one of the most beautiful women in the world, grew up in globe-trotting opulence, became a hero to the lower-castes, served as an MP for over a decade, was jailed during Indira Gandhi’s emergency shut down of the Indian government in 1975 and, depending on who you ask, shot her first panther when she was 12. Devi died on Wednesday, July 29th. She was 90." "na also, geht doch", hat man gedacht. http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.obit-mag.com/media/image/RajMataGayatriDevi.jpg&imgrefurl=http://www.obit-mag.com/articles/gayatri-devi-indian-maharani-and-mp-dies-at-90&h=450&w=295&sz=17&tbnid=UWioj23f1g5DNM:&tbnh=90&tbnw=59&zoom=1&usg=__BQDlyfVKD6ixJ8BdoY9M83R5nF0=&docid=XmX-uquRKvUguM&sa=X&ei=ZAJwUMf1CvHN4QTf7YAw&ved=0CDEQ9QEwAw&dur=303

Ich hab' gestern Abend gerade...

Ich hab' gestern Abend gerade ausgerechnet, was ich seit meiner "richtigen" Selbständigkeit anno 1978 bis Ende 2011 verdient habe: Hätte ich das in den 34 Jahren nicht alles ausgegeben, könnte ich wahrscheinlich Ihr Haus in der kleinen dummen Stadt an der Donau gekauft haben (mehrfacher Konjunktiv).

Ich bin mir nicht sicher, wie...

Ich bin mir nicht sicher, wie sich diese selbstgefälligen Auslassungen, verteilt auf diverse Wohnsitze und mit Abstechern in den Bratkäse, bei jemanden ankommen, der nicht die Gnade einer betuchten Geburt erfahren hat. Bei jemanden, der auch alles dafür tut, nicht als Gratler zu gelten. Wohngegend, Internat, fahrbaren Untersatz, vorzeigbare Kleidung, Innenarchitektur, gesunde Nahrung, Feiertage etc. schlicht durch Arbeit finanzieren muss.

0 hansgeier333 06.10.2012, 10:42 Uhr

Die Vorratshaltung wird mehr...

Die Vorratshaltung wird mehr und mehr von der Vortragshaltung verdrängt. Damit die abgestandenen Ansichten von sozial(demokratisch)en Leistungen und ausgeteilter sozialer Gerechtigkeit nicht unnütz im Küchenschrank verschimmeln, tischt man sie immer wieder frisch gegen Backschisch bei denen auf, deren Vorstandsgehälter man zuvor leistungsgerecht und systemisch im Amt gesichert hat. Es ist sozusagen ein virtuelles Sofa, das man sich damit schafft. Wie man sich bettet, so liegt man. Und tatsächlich ist man kein Knecht der Banken, sondern deren Genosse.

Ich lese die "Stützen der...

Ich lese die "Stützen der Gesellschaft" ja schon länger als Jahr und Tag und deshalb fällt es mir nicht ein, Don Alphonso des laxen Umgangs mit geistigem Eigentum zu zeihen. Ich rätselte manches Mal herum, warum mir trotzdem ständig so treffende Querverweise aus der jeweiligen Lektüre entgegenspringen. Ich mache das nicht mit Absicht, ich suche nicht danach, es passiert mir einfach. Und ich denke, es liegt ganz einfach an Don Alphonsos Haltung. Momentan bin ich also bei der Scheibenwelt. Ich las unlängst den neuen Roman, in dem es Klein-Sam auch mächtig mit dem Cacci-Dingsbums, beziehungsweise generell mit der Landwirtschaft hat. Wie es bei Terry Pratchett so ist, man braucht dann ein bißchen mehr und mehr und mehr, das heißt ich ging back to the roots und las "Wachen, Wachen!". Dort ist übrigens erklärt, was es mit dem "Hoho" und "Hehe" auf sich hat. Und außerdem gibt es dort folgende Stelle: "Die Aufschrift [der Visitenkarte] lautete: Brenda, Lady Rodley, Wittum-Haus, Schloß Quirm, Quirm. Mumm sah der Gestalt nach, die über den Weg hinwegknirschte und wie ein lebendiger Krämerladen wirkte. Allmählich begann er zu verstehen, was die gelesenen Worte bedeuteten. Brenda war die Herzoginwitwe von Quirm und besaß mehr Land, als man an einem sehr klaren Tag von einem sehr hohen Berg aus sehen konnte. Nobby hätte so etwas sicher zu schätzen gewußt. Offenbar gab es eine besondere Art von Armut, die sich nur die wirklich Reichen leisten konnten… Auf diese Weise gelangt man zu Macht, dachte Mumm. Man schere sich nie darum, was andere Leute denken. Und man zeige nie auch nur eine Spur von Unsicherheit." Wer sich übrigens fragt, wer "Nobby" ist: fragt lieber nicht. Allerdings hat er eine amtliche Beglaubigung, daß er eine humanoide Lebensform ist. . (Ähm, Don Alphonso, gelbe Gummihandschuhe? Jessas, was wird Tyler Durden dazu sagen?)

"Die Immobilienentwicklung auf...

"Die Immobilienentwicklung auf der grünen Wiese" dient auch dazu, den Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben. Oder soll man über eine Millionen Leute in der ach so feinen Innenstadt (die in München, wo wäre?) beherbergen oder ausnahmslos in Gründerzeit-Villen? (In München fallen mir als wirklich gute Gegend ausschließlich Harlaching, nähe des Waldes und ein paar Straßen verteilt über die Stadt ein. Früher waren es ganze Stadtteile, heute sind es nur noch diverse Straßen.) Um nicht falsch verstanden zu werden: Neureichen Kaviarmampfern in schrill-gelben Sportwagen nebst Begleitung mit aufgeklebten Fingernägeln und D&G-Brille gilt mein Mitleid nicht.

1 Tyler Durden Volland 06.10.2012, 11:10 Uhr

Danke, es ist wirklich eine...

Danke, es ist wirklich eine Freude ihren Blog zu lesen und sich zum Nachdenken anregen zu lassen. Zuerst, vielen Dank für das ausgezeichnete Rezept. Da läuft einem wahrlich das Wasser im Munde zusammen... etwas, das man bei der ihren Ideen zum Thema Gerechtigkeit nicht sagen kann. Sie machen es sich zu einfach, wenn sie die Angelegenheit nur von ihrer Seite aus betrachten. Die Konsequenzen die sie derzeit befürchten, die stammen nämlich von einer CDU/FDP Regierung, nicht von linksextremen oder anarchistischen Radikalen. Ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich nicht nur volles Verständnis für ihre Freude am privilegierten Leben haben, gerecht oder ungerecht. Sondern ich weiss aus eigener Erfahrung, dass es nun mal zu allererst die materiellen Gegebenheiten sind, die über die Möglichkeit zum selbst-bestimmten Leben entscheiden. Und letzteres ist das einzige, was auf dieser Welt von Bedeutung ist. Egal was Gut-Menschen aller Couleur behaupten. Aber es gibt Grenzen bei der Beschaffung der dazu nötigen Mittel… Es gibt eine ziemlich realistische, grundsätzliche Vorstellung von gesellschaftlicher Gerechtigkeit und die hat nichts mit Leistungsgerechtigkeit zu tun. Ein reiches Land wie Deutschland ist in der Lage auch den "Untersten" ein Mindestmass an menschenwürdigem Leben zu ermöglich. Wenn es dies nicht tut, weil Dummheit, Habgier und ungeheuerliche Korruption dies verhindern, dann brennen halt jene von ihnen erwähnten Sportwagen in der Nacht bevor sie am nächsten Morgen damit zur Champagnerverköstigung fahren können. Und irgendwann brennt dann bald alles! Es ist völlig inakzeptabel, dass Menschen die einen Vollzeit Job haben, mit dem Geld das sie dabei verdienen ihre Familie nicht ernähren können! Ganz egal ob "der Markt" diese perverse Form der Ausbeutung nun ermöglicht oder nicht. Punkt! In einer solchen heutigen Welt werden sie mit all der Arbeit an ihren 36 Fenstern zu Recht kein Verständnis mehr finden. Es geht nicht um eine ideale Welt voller Leistungsgerechtigkeit, hier geht es um ein nicht zu unterschreitendes Minimum. Wenn sie und ihre Klasse ihre Privilegien behalten und in Frieden angstfrei leben wollen, dann müssen auch sie in ihrem Palast ihren Beitrag dazu leisten, damit diejenigen die in den Hütten leben ein akzeptables Leben führen können. Wenn sie lieber ein paar Tagereisen unternehmen um die perfekte Käsesorte für ihren delikaten Gaumen zu haben, ja dann brennt halt sie halt irgendwann, die Hütte…. Das Problem an ihrem Leben oder dem der R. von den P.s ist eben nicht der Mangel an Leistungsgerechtigkeit, sondern euer Ignorieren der weniger Privilegierten. Und es gibt da so was wie eine kritische Masse. Solange die Kohl, Schröder und Merkel eure Interessenn unangetastet liessen, war euch das, was sie mit dem Rest der Leute machten egal, ihr Heuchler! Vor allem also eines, sie sind ja eindeutig nicht dumm genug um es nicht selber zu sehen: Das Merkel und sein Gesinde(l) interessiert sich einen Dreck für die Beibehaltung eurer Privilegien. Geld für die eigene Politik kann man sich nur da holen, wo welches ist. Ihr Pech, wenn sie nicht umdenken! Denn bei ihnen kann man es holen, bei denen ganz oben nicht!

0 donalphonso 06.10.2012, 11:20 Uhr

ThirHa, in Baern flucht man...

ThirHa, in Baern flucht man über die Ungerechtigkeit, dieeinem von den Ösis angetan wird: Im Balkan zahlt man nämlich gar keine Erbschaftssteuer. . x, die Mischung aus verständnisloser Selbstverständlichkeit und teilweise nicht ganz falschen Argumenten, vorgetragen von einem, der es gar nicht anders kennt, ist die Kernreaktion im Druckkörper dieses Blogs.

Ähm, Don Alphonso, war ich...

Ähm, Don Alphonso, war ich mit dem vorigen Kommentar zu frech? Entschuldigung. Ich versuche es nochmal mit einem anderen Pratchett-Zitat: "Man nehme zum Beispiel Stiefel. Mumm verdiente achtunddreißig Ankh-Morpork-Dollar im Monat, plus Spesen. Wirklich gute Lederstiefel kosteten etwa fünfzig Dollar das Paar. Erschwingliche Stiefel hingegen kosteten nur rund zehn Dollar. Etwa ein Jahr lang leisteten sie gute Dienste, dann war die Pappsohle so dünn, daß man sich selbst bei leichtem Nieselregen nasse Füße holte. Solche Stiefel hatte Mumm immer benutzt. Er trug sie so lange, bis er durch die hauchdünnen Sohlen die charakteristischen Merkmale des Kopfsteinpflasters spürte und so selbst in einer nebligen Nacht feststellen konnte, wo er sich befand. Gute Stiefel hingegen hielten jahrelang. Wenn man fünfzig Dollar für ein Paar Stiefel ausgab, waren auch noch in zehn Jahren trockene Füße garantiert. Ein armer Teufel hingegen, der sich mit billigem Schuhwerk begnügen mußte, gab in der gleichen Zeit hundert Dollar für einfache Stiefel aus und hatte trotzdem nasse Füße. So lautete Hauptmann Samuel Mumms Stiefeltheorie über die sozialökonomische Ungerechtigkeit." Eine universelle Konstante. Der Fehler ist dabei, daß Kulturkritiker meinen, daß a) wir armen Leut eine Wahl hätten, b) daß wir darunter leiden würden und c) daß wir zu blöd sind um zu wissen was läuft.

Huh! Jetzt ist der Kommetar...

Huh! Jetzt ist der Kommetar doch da. Sorry. Irgendeine technische Absonderlichkeit.

0 perfekt57 06.10.2012, 12:20 Uhr

"die Mischung aus...

"die Mischung aus verständnisloser Selbstverständlichkeit und teilweise nicht ganz falschen Argumenten, vorgetragen von einem, der es gar nicht anders kennt, ist die Kernreaktion im Druckkörper dieses Blogs" . klasse satz. und das soll auch so bleiben, bitte. . und: "deutsche! die globale erwärmung verkleinert eure fußballplätze!" ist auch von höchster relevanz. (zwar nicht für die umwelt. aber für die nachrichten. *g*) . @plindos: . und es gibt keine gefängnisse. nur unterschiedliche entfaltungsräume. (nelson mandela). (und auch der tod ist lediglich entfaltungsraum vorletzter hand. benedikt) (vorher sollst du aber noch ein kapellchen bauen.) . und vom zukünftigen frieden. (die "golden girls" spielen miteinander das bekannte spiel "wer zuletzt abdrückt, ist feige." holen in konfliktsituationen nicht den käsekuchen, sondern ihre gewehre aus den neuen, hammerschlaggrau-pulverbeschichteten stahlblechschränken - und richten die läufe von ringsumher auf die tischmitte. "auch wir frauen lernen das noch.") http://www.youtube.com/watch?v=54y-Mjxz9vw&feature=autoplay&list=PL6130F6275BA01ED7&playnext=2 . und parallelgesellschaft westviertel? (aus den einleitungen zu den politischen programmen "parallelgesellschaften für alle" selbstverständlich. schriftführer x, sie haben das wort!) . Und "weniger angst wagen"! (zugkräftige bundestagskampagne der zukünftigen bundes-cdu. oder deren nachfolgeorganisation) . und begrifffe aus der welt, die die faz ihren lesern nicht mehr zumuten möchte? ("pivot-to-asia-strategie" evtl., http://online.wsj.com/article/SB10000872396390444506004577614941100974630.html ) (also mangels zukunft der leser, klar) . und westviertel, "watch-out wallstreet! ("vorsicht, die us-amerikanische mittelschicht will euch ihre schulden verkaufen!") . und dem natürlichen strom der eigenen kräfte völlig freien lauf zu lassen, ist für einen großen bergsteiger das selbstverständlichste. seinen reinen instinkten folgt er bei bedarf sicherer, als allen vorgeprägten regeln. (reinhold messner, vom lernen an der arbeitsstelle) . und in fällen blinden mißverständnisses findet die liebe hände. (oder vom gebrauch des weißen stocks am westviertelrand) ("würde es ihnen etwas aussmachen, sich von uns heute und in diesem falle ausnahmsweise über die strasse helfen zu lassen?") . und meine nächsten literaten werde ich mir unter den staatspräsidenten aussuchen. (bloggers pride - und kein blick nach oben) . evtl..

Don, das könnte ich Ihrem...

Don, das könnte ich Ihrem Text auch vorwerfen. Und die "Kernreaktion des Druckkörpers" ist es, wenn ich mir die Kommentare der letzten Zeit ansehe, nicht. Ich habe Sie oft gelobt. Ihre Fan-Gemeinde, die sich fast ausschließlich artikuliert, sowieso. Seien Sie nicht so empfindlich. Nehmen Sie die "nicht ganz falschen Argumente" und ich nehme die "verständnislose Selbstverständlichkeit" und wir sind quit.

0 prince Matecki 06.10.2012, 12:57 Uhr

Das ist ja alles nicht so...

Das ist ja alles nicht so eindimensional. In Mecklenburg, wo ich jetzt lebe, war der Landadel bis 1914 nicht wirklich reich, auch nicht so wirklich protzig. Sicher nicht reich verglichen mit den gefürsteten Dohnas oder Lehndorffs oder auch Potockis noch weiter (süd) östlich. Und doch wurden in Mecklenburg der Herrschaft die meisten Gutshäuser über dem Kopf angezündet, viel mehr als in Pommern, Ost- und Westpreußen. Warum? Weil die anderen, nicht zuletzt durch den dortigen kirchlichen Erneuerungsdrang motiviert, sich (paternalistisch aber immerhin) um ihre Leute, Knechte und Taglöhner kümmerten? Auch bei uns wurdender Pfarrer wie der zweite Lehrer von uns bezahlt, dafür deckten wir gegenüber der Obrigkeit (Preußen) dass neben Deutsch auch Polnisch unterrichtet wurde. Mit dem Personal sprach man polnisch, mit der Obrigkeit und beim Militär deutsch, beim Einkaufen und für die Kultur, oder wenn der Zar rief französisch, ein Teil der Güter lag nach 1815 in "Kongreßpolen", dass ja bekanntlich von den Zaren verwaltet wurde, nette Umschreibung für Besatzung. Insofern glaube ich nicht dass die Ungerechtigkeit allein den Aufstand macht. Eine alte Tante wurde nach 1945 noch lange Jahre in den letzten zwei bewohnbaren Räumen des verfallenden, halb zerschossenen Hauses von der Dorfbevölkerung durchgefüttert bis sie hochbetagt starb, da sie seit Jahren blind war hätte sie selbst nichts mehr tun können. Warum machen die Bauern das? Dass der Name unserer Familie polnisch ist, dass der Name durch einen der Aufstandsführer von 1863 einen guten Klang hatte, dass einer der Widerstandskämpfer der Freien Armee ausgerechnet unseren Familiennamen als nom de guerre wählte, mag geholfen haben. Leben, Gesellschaft und Gemeinschaft sind mehr als Soll und Haben. Mehr als Verteilung und mehr als Gerechtigkeit. Was ist Gerechtigkeit ohne Gnade..... (Erwähnte ich schon dass wir stramm katholisch sind ?). Ich fand es neulich amüsant, als ich im Vorwort eines englisch- sprachigen Fachbuchs einen Verweis auf den Erstbeschreiber von Nagelerkrankungen las. Das war ein Vorfahre von mir, er hat sich darüber dissertiert, in Wroclav, damals hieß es Breslau. Und seine Dissertation schrieb er nicht auf polnisch, nicht auf deutsch, sondern, wie Anfang des 19 Jh noch üblich, auf Latein. So gab es früher schon zivilisatorische Klammern, es wäre gut wenn wir sie auch jetzt und in Zukunft hätten. Und vielleicht sollte es auch etwas jenseits der Bankkonten, Autos, Häuser und Karrieren geben, dass uns beim Zusammenhalt hilft. . Mein lieber Don, aber Saltimbocca ohne Fleisch! Da graust es nicht nur Italiener. Dass muss doch ein kleines (wie sollte es sonst ins Maul springen!) Kalbsschnitzel sein, naturel, angebraten und dann mit dem Schinken und frischem Salbei am besten noch etwas mit der Pfanne im Backofen nachgegart. Dazu einen nicht zu schweren Amarone die Valpollicella.... Die Zucchini lasse ich als Beilage gelten. Da kommt man dem Himmel ein Stück näher....

Werter Don, sehr schön...

Werter Don, sehr schön geschrieben. Das mit dem sich gegenüber Vorgesetzten/Geschäftspartnern etwas herausnehmen funktioniert übrigens auch umgekehrt - wenn man das tut denkt üblicherweise fast jeder, ihre privaten Lebensumstände wären wie geschildert... . Bei der geschilderten Notwendigkeit handwerklicher Betätigung am Haus hab ich jedoch kaum Mitleid, denn nichts zwingt Sie dazu (im Gegensatz zu weniger Begünstigten die - und das sei deutlich gesagt - für Ihren Lebensunterhalt tatsächlich und täglich akut arbeiten müssen). Sie tun dies, so vermute ich, in erster Linie aus Pflichtgefühl (gegenüber sich selbst wie auch gegenüber ihrem sozialen Umfeld). Und das ist es meiner Meinung nach, was man im Sinne der Leistungsgerechtigkeit von materiell gut Gestellten erwarten können sollte. . Und viel irritierender und störender als übermäßiger Wohlstand an sich scheint mir denn auch, wenn solcher nicht angemessen genutzt wird - also beispielsweise Leute die trotz zweit-Immobilie und dritt-Auto in der Karriere-Tretmühle nach oben buckeln und nach unten treten.

0 Schluchten-Ossi 06.10.2012, 13:56 Uhr

Sehr geehrter Don Alphonso,...

Sehr geehrter Don Alphonso, eigentlich wollte ich mich schon letzte Woche für die Ergänzung des "d" bedanken, aber ich war zu sehr mit dem Mehren des vermögens beschäftigt. In Ösiland zahlt man erst seit Kurzem keine Erbschaftssteuer, nämlich weil das Parlament noch keine "Reparatur" des Gesetzes, das vom Gericht als fehlerhaft in der Bewertung des Erbes für die Besteuerung angesehen wurde, geschafft hat. "Einheitswert" und "Verkehrswert" für Immobilienbesitzer als Beispiel. Dafür ist die Einkommenssteuer nächstes Jahr bei einem Spitzensatz von 53% angelangt. Und 50% ab 60k€ seit vielen Jahren.

Was eine Immobilie betrifft,...

Was eine Immobilie betrifft, sind 3 Faktoren wichtig: 1. The location (Lage, Standort) 2. The location (Lage, Standort) 3. The location (Lage, Standort) (E-Sprichwort...) Zurzeit befindet sich der Immo-Markt in den USA in einem desolaten Zustand (überschuldet - heavily mortgaged). Re gated communities, fast ausnahmslos steht ein Golfplatz zur Verfügung, deshalb gibt's (fast ungläublich doch wahr) ca. 100 Golfplätze in Palm Springs, Rancho Mirage, Palm Desert usw. Mit Golf und Bridge verbringen wohlhabende RentnerInnen ihre Zeit.

0 Der Tiger 06.10.2012, 14:13 Uhr

Es gibt da noch etwas anderes...

Es gibt da noch etwas anderes was die Statushummeresser von denen mit altem Geld unterscheidet. Zum Beispiel: In der Printausgabe, Auslandsausgabe Seite 38, verkündigt eine Projektmanagerin: “Ich versuche, das Beste für sie (ihre Tochter) auszusuchen, ob es um den Wickeltisch, den Kinderwagen oder die Kita geht.” Wickeltisch und Kinderwagen kamen bei uns von der Heilsarmee. Das war nicht nur preiswert und funktional ausreichend, wir haben mit dem Einkauf auch gleichzeitig etwas Gemeinnütziges getan. Und als wir nach Europa zurückzogen, haben wir die überflüssigen Kindermöbel einer Charityorganization geschenkt.

Willfährig und finanziell...

Willfährig und finanziell abhängig, SO haben Mitarbeiter in D zu sein. Nur das garantiert maximale Skrupellosigkeit bei final gesteigerter Sinnlosigkeit der verteilten Aufgaben. . Egal ob kafkaeskes Schönschreiben wahn- bis schwachsinniger Managementideen oder die totalen Kundenverarschung durch sinnfreie Produkte und Dienstleistungen. . So ist sie, die schöne, neue Arbeits-Welt, um die Europa ja angeblich Deutschland beneidet. Schön skizziert im Text. Wer den Idioten den Stinkefinger zeigt (wenn auch nur sehr versteckt :-) ) ist schnell out of bussiness. Der Kapitalismus ist mit den Menschen nur als Konsumenten sehr nachlässig. Als Arbeitssklave wird er brutalst genormt, gesiebt und umerzogen. Notfalls durch die Leute von der Leiharbeitstagelöhnerei oder der Arge. Und zu gated communities: Das ist ja völlig old fashioned. Mal was von "freien Städten", geplant in Honduras gelesen? Losgelöst von jeder staatliche Reglementierung, geplant von irgendwelchen Südostasiaten und einem ehemaligen US-Militär. Der Artikel von vor ein paar Wochen ist bei Google im Moment nicht zu finden... komisch.

Immer wieder erstaunlich, wie...

Immer wieder erstaunlich, wie die subtile Ironie hier im Blog schnurstracks im toten Winkel landet: das Los der verbliebenen beati possidentes ist doch gerade nicht, auf die anderen herabzusehen. Es reicht gerade noch als letzter Schutz vor den Schäbigkeiten dieser perversen globalen Neoliberalenwelt. Wir waren schonmal weiter...

0 E.R.Binvonhier 06.10.2012, 14:47 Uhr

"Alter Besitz als...

"Alter Besitz als Leistungsgerechtigkeit", ob diese Debatte sehr viel anders verläuft als die Rentendebatte? . Generationenvertrag und so.

Schoener Kommentar Don...

Schoener Kommentar Don Alphonso. Sehr interessant, besonders die verschiedenen Vignetten und Beobachtungen ueber Land, Menschen und deren Tun. Most entertaining. Leider hab ich Schwierigkeiten mit diesem "Leistungungerechtigkeit" Konzeopt. Ich hoer das nun seit einiger Zeit und mir bleibt der Eindruck das hat mehr mit Neid zu tun als mit allem Anderen. Das ganze duftet nach Klassenkampf und erinnert and die bekannte Verteilung in frueheren totalitaeren Systemen. Da wurde alles verteilt, bis alle arm waren, and dann war auch kaum jemand gluecklich. Das duftet auch nach dem Robin Hood Syndrome: "Take from the rich, give to the poor" Aber das war ein Maerchen, ist demanch OK? Egal, da ist immer jemand bereit, anderer Leute ihren Besitz zu verteilen. Anscheinend finden viele es schwierig die Realitaet des Lebens zu akzeptieren: Manche sind materiell erfolgreich, Andere nicht> Das Leben hat so manches Risiko, "get used to it". Deshalb erlaube ich mir zu sagen: "That's Life -- and life is sometimes not fair". Das ist mir zu mindestens, sehr bekannt. Bah mit der Leistungsungerechtigkeit. Pax vobiscum

0 E.R.Binvonhier 06.10.2012, 14:56 Uhr

Man wird sich entscheiden...

Man wird sich entscheiden müssen. Erbe versus Rente/Pension. Beides kann die Zukunft nicht Leisten.

"Das hat den Verlag...

"Das hat den Verlag schockiert. ". . Ach sooo ist das. Jetzt weiß ich, warum ein Kunde so einen Larry gemacht hat mit Aufstand, Beleidigungen, Geschrei und dem vollen Programm, als ich lediglich höflich und formvollendet die Zusammenarbeit allmählich beenden wollte (sogar mit kooperativen Zusagen, das und das noch erledigen zu wollen). Er war schockiert. Er schmiss mich sofort aus allen laufenden Jobs und schädigte sogar ein wenig sich selbst). Denn er kannte so etwas nicht, dass ein Sklave ähm Dienstleister einfach aus eigener Entscheidung aufhört Dienst zu leisten. . In Zukunft werde ich wohl nicht mehr so transparent und ehrlich meinen höflichen Abschied bei einem nicht mehr ganz so dollen Auftraggeber einläuten. Sondern einfach irgendeine Lüge wie "muss Mutter pflegen" oder neumodern "ein Jahr Sabbattical machen" faseln, damit sie mich ohne Beleidigungen oder Taschenspielertricks ziehen lassen. Und nein, ich habe keinen alten Besitz, ganz im Gegenteil. Bin nur normal innerlich unabhängig.

0 E.R.Binvonhier 06.10.2012, 15:12 Uhr

In der Welt, die HansMeier555...

In der Welt, die HansMeier555 propagiert, geht Beides über Bord.

Saltimbocca vegetarisch; armes...

Saltimbocca vegetarisch; armes Schw.....; ähm, armer Hirsch.

Na ja, Sie sind ja auch nach...

Na ja, Sie sind ja auch nach allem was man so liest, nicht wirklich reich. Ihnen gehören doch gar keine Produktionsmittel. Das erweiterte Tafelsilber, dass hier vorgeführt wird, fällt doch in die Kategorie Peanuts. Selbst die Zahnärzte, gegen die Sie immer mal eine Auktionsschlappe einstecken sind nicht wirklich reich, nur fair bezahlte Handwerker. Warum aber machen Sie dann die Bulldogge für die wirklich Reichen? Die nicht durch Sparsamkeit sondern durch Ausbeutung reich geworden sind. Die nicht in der Was-mit-Rüstung-Bude rumgammeln, sondern Panzerfabriken besitzen?

0 Der Tiger 06.10.2012, 15:58 Uhr

@hansgeier333 – Nicht von...

@hansgeier333 – Nicht von der Vortragshaltung, sondern von dem, was man dafür bezahlt bekommt. Es ist ja nicht so, dass Steinbrück darüber geschwiegen hätte, dass er sich für seine Vorträge bezahlen ließ. Es hat ihm auch keiner in der SPD gesagt, dass er sich für etwas bezahlen lässt, dass der Steuerzahler schon bezahlt hat. Im Gegenteil, ein Großteil der SPD sieht in ihm einen erfolgreichen Geschäftsmann, der sich sehr gut vermarkten kann. Das ist das gleiche Niveau wie Berlusconi. . Was denken sich die SPD Leute eigentlich? Muss man neuerdings erst einmal zahlen, wenn man von einem Abgeordneten wissen will, warum er für Muttis neustes Gesetz gestimmt hat? Ich hab Steinbrück einmal eine E-Mail geschickt, aber nie eine Antwort bekommen. Lag das nun daran, dass er mit bezahlter Auskunftgeberei überbeschäftigt war, oder dass man dem Herrn erst ein finanzielles Angebot unterbreiten muss, bevor er sich zu einer Antwort bequemt?

Sehr fein! Ich schätze die...

Sehr fein! Ich schätze die stilistische Distanziertheit bei gleichzeitiger Aufzählung der Herrlichkeiten sehr; man spürt leichtes Amüsement neben der eingeflochtenen Sozialkritik und so - kann man auch als glücklicher besitzloser Mensch prima lächeln. Fühle mich ein wenig an Oscar Wilde erinnert…hoffentlich sage ich da nix despektierliches.

Flaneur, Sie missverstehen den...

Flaneur, Sie missverstehen den Artikel, fürchte ich. Er ist unter reaktionärem Gewand schwer links. . Tiger, was schreiben Sie auch Peer Steinbrück. Der ist eh die Fortsetzung der Agenda. Da kriegt man freilich keine Rückmail. DIE LINKe-Abgeordnete schreiben jedenfalls zurück. Und zwar recht ausführlich und kompetent. Ich kann nicht umhin, Vokswirtin S.W. gut zu finden; nicht nur weil sie gut angezogen ist.

0 mediensegler 06.10.2012, 17:01 Uhr

Habe gestern 10 Schüttmeter...

Habe gestern 10 Schüttmeter Brennholz für den Winter (mit Schubkarre) von vor dem Haus ins Holzkabuff hinterm Haus transportiert und gestapelt. Dabei festgestellt, das der Faktor 0.72 Schüttmeter zu Stapelmeter stimmt. Wäre sonst auch nicht reingegangen. Hilfe: Frau und netter Nachbar. Was habe ich davon? Angenehmere Wärme und jetzt schon den dritten Gaszähler, weil mein Gaslieferant den Verbrauch anzweifelt. Tun sich Mieter das an? In der Regel Nein. . Lassen wir das Erben mal weg. Wer sich vor 30 Jahren zum Kauf eines Hauses entschlossen hat, hat in der Regel meist mehr für Tilgung und Zinseszins bezahlt als der die gleiche Immobilie mietende Mieter. Man bezahlt den Kaufpreis eigentlich zweimal, einmal an den Verkäufer und einmal an die Bank, ohne Instandhaltungskosten. Der Mieter leistete sich das Zweitcabrio und den Zweitkurzurlaub auf den Malediven. . Und jetzt, nach 30 Jahren ist man plötzlich vermögend und muss geschröpft werden. . Habe aber schon einen neuen Nebenerwerb im Auge. . Wand-tattoo-restaurator bei den Mietern. Den die können die Gaspreise bald nicht mehr bezahlen. ;-)

x@: Doch, doch mit dem...

x@: Doch, doch mit dem Hinkefüß´chen, das hat schon seine Richtigkeit, es ist immer des Satans Braten, der da vor sich hin köchelt. .. Prince Matecki@: Herr Meier 555 wird bestimmt Ihren Beitrag goutieren (?). Ich übrigens auch. Genau genommen sind die letzten 100 (i. W. einhundert ) Jahre irgendwie ziemlich mau gelaufen. Sei´s drum. Apropos der polnische Aufstand von 1836 in dem Zusammenhang, die Deutschen haben damals viele Freiheitskämpfer, die nicht nach Sibirien mußten, also den Russen entkamen, mit großer Hochachtung empfangen und eine Zeitlang durchgefüttert. Z. B. in Städten wie Breslau, Köln, Bonn. Das kaiserliche Deutschland im WK I, samt kuk Österreich waren, aus durchaus eigennützigen Gründen, die Geburtshelfer der Renaissance der polnischen Nation. Marschall Pilsudski diente z. B. als ordentlicher österr. Offizier, bevor er in die neugegründete polnische Legion eintrat. Wg. Galizien, Bukowina etc. und so. .. DA@: Sie haben insofern, samt Ihrer einfach Familie Glück gehabt, dass sich der Ausgang des letzten Krieges, bis auf München und Schweinfurt, so ziemlich in Bayern insgesamt verläpperte. Es konnten sich meist Traditionen, Besitz etc. erhalten. Es sei Ihnen gegönnt. Schon deswegen, wo könnte man sonst so schön tratschen und sich zoffen. Ihr Rezept ist des vollen Lobes wert. Lassen Sie sich bitte von den Carnivoren hier im Blog nicht beirren.

"Take from the poor, give to...

"Take from the poor, give to the rich" Das ist doch eher sozusagen ehernes Naturgesetz. Nach der Veröffentlichung von Darwins bekanntestem Werk, berief man sich in interessierten Kreisen darauf, als dringend theoretischer Unterlage für das auch baldigst anhebende Zeitalter des Imperialismus.

0 mediensegler 06.10.2012, 17:22 Uhr

Der Tiger 06. Oktober 2012,...

Der Tiger 06. Oktober 2012, 16:13 Gut, dass die Kita nicht von der Heilsarmee war. . EgonOne06. Oktober 2012, 16:48 Da wurde alles verteilt, bis alle arm waren. ... Der war gut.

0 E.R.Binvonhier 06.10.2012, 17:25 Uhr

@DerTiger, das war einmal. In...

@DerTiger, das war einmal. In muss man für das Abholen gebrauchter Moebel bezahlen. Das mit der Charity gibt es nicht mehr für ' Kleines Geld'.

0 Gräfchen 06.10.2012, 17:27 Uhr

Ach, der Alphonso wieder. Da...

Ach, der Alphonso wieder. Da er ja eine "Kunstfigur" ist, darf ich ja ganz offen mit ihm reden. Lieber Alphonso, das, was Du von Dir gibst, wäre in jedem anständigen Aristokratenhaushalt mit und ohne Besitz Anlass zum herzhaften Lachen. "Meine Schicht" und so weiter.

0 E.R.Binvonhier 06.10.2012, 17:35 Uhr

Auch die heutigen MigrantInnen...

Auch die heutigen MigrantInnen unterscheidenen sich von den Flüchtlingen und Vertriebenen der Nachkriegszeit.

0 prince Matecki 06.10.2012, 17:36 Uhr

@Plindos Ich weiß, nur zu...

@Plindos Ich weiß, nur zu gut. Den "original polnischen Ulanen-Säbel", mit dem er nach Warschau fuhr, bekam Pilsudski in Berlin von Harry Graf Kessler aus dessen privatem Fundus. Und einer meiner Vorfahren hat bei beiden polnischen Aufständen gekämpft, im zweiten als Kommandeur eines Artillerieregimentes. Die Kanonen kamen aus England, da wurde ein Teil des Familienvermögens für verschwendet. Irgendwie müssen die Dinger ja von Danzig aufs Gefechtsfeld gekommen sein. Hinterher hat der alte Herr übrigens unangefochten wieder bei Posen / Poznan gelebt. Mit anderen Worten, die Preußen, die auf russischen Wunsch die Grenzen dicht gemacht hatten, haben bei Standesgenossen (und alten Regimentskameraden, wo hatte er denn sonst das Bumm Bumm gelernt?) gern ein Auge oder auch alle zugedrückt...

"Carnivoren" … musste ich...

"Carnivoren" … musste ich nachkucken… . Hihi, in 38 sec... fängt Drosera spatulata eine Trauermücke. http://www.youtube.com/watch?v=Qm6tI4cbuQA&feature=related

Plindos, perfekt57, . Sie...

Plindos, perfekt57, . Sie beide schreiben immer so kryptisch. Das Erhabene und das Profane liegen bei mir, wie wir jetzt wissen, nahe beieinander, doch und jedoch, gestatten Sie mir (nur kurz) in meine verlotterte Zitattruhe zu greifen - Moment - gleich hab' ich's - da isses: . "Ich verstehe die Sprachen, aber ich verstehe nicht ihren Sinn." Laurie Anderson, O Superman

Vroni, dann bringen Sie Licht...

Vroni, dann bringen Sie Licht ins Dunkel. Was ist daran links? Dass mein Zeug in Schuss hält?

PS Vroni (Schreibfehler)...

PS Vroni (Schreibfehler) "man/frau" nicht "mein" ------------- prince Matecki, . eben, wo hatte er sonst das Bumm Bumm gelernt.

Gräfchen, duzen würde ich...

Gräfchen, duzen würde ich ihn nicht, aber das mit der Kunstfigur glaube ich mittlerweile auch. (Es steht auch in der Blog-Beschreibung.) Dieser ganzen Oberschicht-Kram erscheint mir etwas zu dick aufgetragen. Amusing but not really my cup of tea.

0 Der Tiger 06.10.2012, 18:49 Uhr

@vroni – Leider weis ich...

@vroni – Leider weis ich nicht, wer die Volkswirtin S. W. ist. Was Die Linke betrifft, habe ich Gysi und Lafontaine einmal im Bundesverfassungsgericht live beobachtet. Beeindruckt hat mich deren Auftritt nicht. . @mediensegler – Für die Tigerbabys hatten wir eine live-in Nanny, was für ein beruftätiges Ehepaar, das auch noch viel geschäftlich unterwegs ist, praktischer ist als ein Hort. Das Arrangement war übrigens für zwei Kinder nicht wesentlich teuerer als zwei Hortplatze, da wir sowieso den vollen Satz zahlen mussten. Das Beste aber ist, eine Nanny kann man anweisen, wie man seine Kinder erzogen haben will (vorausgesetzt man weiß, wie man mit Untergebenen umgeht). Die Erzieherinnen im Hort tun, was die Hortverwaltung will... was nicht unbedingt das ist, was man als Eltern für richtig hält. . @E.R. Binvonhier – abgeholt haben die Leute von St. Vincent de Paul die Babytigermöbel nicht. Ich habe sie hingebracht.

Mein lieber x, X ,Sepplwirt...

Mein lieber x, X ,Sepplwirt oder was auch immer. Könnten Sie bitte einen Namen verwenden, mit dem man Sie ein klein bißchen eleganter beschimpfen könnte? Heinrich Himmler, etwa? Er war ja auch ein verdienstlicher Karnickelzüchter.

0 perfekt!57 06.10.2012, 18:59 Uhr

"früher waren meine...

"früher waren meine geburtstage leicht. ich meine die zeit zwischen 20 und 35. an einige gelungene feiern kann ich mich sehr gut erinnern. einmal steckte ich so tief in der hochkomplizierten trennung von meinem damaligen freund, dass ich die party auslagern und von münchen auf ein floß nach berlin verlegen musste. ich hatte himbeerbowle mit frischem ecstasy gemacht..." . "meine brüder, meine beiden schwestern und ich sind durch unsere eltern mit dem segelsport groß geworden. als ich mit 18 mein abitur vermasselt hatte, sagte mein vater, ich hätte nun zwei chancen: es noch einmal zu versuchen oder es zu lassen. ich habe mich für die zweite option entschieden. ich habe mit 19 jahren mein erstes transatlantik-rennen gesegelt. damals hatte ich nur meinen sextanten und den polarstern und war für einige zeit auf see "verloren" - es war eine prägende erfahrung." eins von wäis kiani, das andere von loick peyron. und wahrscheinlich war das ecstasy auch eine chance. den himmel zu sehn. . toller blog, gut gesehen, einmal mehr, wie könnte es anders ein. und er hat ja so recht: wer mit ein bißchen mehr sicherheit und korrektem selbstverständnis geboren ist, für den wirds immer selbstverständlich bleiben. wer mit zwei augen sieht oder 32 zähnen kaut, fühlt sich ja deswegen auch nicht gleich ständig unangenehm überprivilegiert. . was am rande manchem evtl. noch auffiel: und selbstverständlich werden unsere gummihandschuhe heute bereits längst am orte der gummientstehung produiziert, also dicht beim gummibaum. vor allem auch transporttechnisch vorteilhaft. man braucht nur noch das gled zu überweisen. http://www.hartalega.com.my/index.php?mid=33 http://www.hartalega.com.my/index.php?mid=36 d.h. zum glück muss heute bei uns keiner mehr für geld akkord arbeiten, die augen über viele, schnell vorbeiziehende werkstücke gebeugt. und zusammenarbeit. http://www.topglove.com.my/welcome.htm noch ein wenig tee? . und in zukunft ist die bundeswehr eine reine diplomatenarmee. eben genau darum. weil es immer zwei chancen gibt. (aber nur am rande)

0 Der Tiger 06.10.2012, 19:04 Uhr

@Betrifft Steinbrück – Ich...

@Betrifft Steinbrück – Ich habe in meinen e-mail-out Kasten geguckt und muss mich der vollständigkeitshalber selbst korrigieren. Ich habe dem Herrn Bundeskanzlerkandidaten der SPD nicht nur eine, sondern fünf E-Mails geschickt… und auf keine eine Antwort bekommen.

Vroni, Ihre Volkswirtin...

Vroni, Ihre Volkswirtin promoviert in zehn Tagen. Auf die Arbeit bin ich gespannt.

der Tiger, können Sie Ihren...

der Tiger, können Sie Ihren Steinbrück-Thread nicht wo anders hin verlagern. Sie haben im letzten Blog schon damit angefangen und machen jetzt hier weiter. "Ich habe Steinbrück eine Mail geschickt" - toll. Und weil er nicht geantwortet hat, sind Sie jetzt sauer oder was? Das interessiert mich nicht! Null. . Pontius! Pilatus! (das sind meine Labradore) Auf geht's, Gassi! . Ich fasse es nichts. Boaaaaaah. Krass.

0 donalphonso 06.10.2012, 19:22 Uhr

"Gräfchen", die PI kommt mir...

"Gräfchen", die PI kommt mir bekannt vor, und ich schalte sowas schon frei - aber nur um zu sagen, dass hier in Zukunft nichts mehr durchkommt, wenn ich den Eindruck habe, dass hier jemand unter einem anderen Namen trollt.

0 E.R.Binvonhier 06.10.2012, 19:37 Uhr

Wenn ein Wirtschaftssystem ...

Wenn ein Wirtschaftssystem unterm Strich keine Gewinne mehr erwirtschaften kann, bleibt nur die Umverteilung , wohin auch immer. . Das beschäftigt auch.

0 perfekt57 06.10.2012, 19:49 Uhr

also wir hatten übrigens von...

also wir hatten übrigens von diogenes eine tonne geerbt. die war aber rechteckig. und stellte sich somit als katholisches fake heraus. aus dem mittelalter. die haben wir daher also gleich wieder abgegeben. an einen röhrenhändler unseres vertrauens. und stattdessen bei ebay diogenes original ersteigert. und zum glück echt preiswert. denn der anbieter hatte vergessen, einen mindestpreis einzugeben. (wahrscheinlich verkauft er sachen von diogenes zwar häufiger, aber doch noch nicht so oft, dass er das schon wüsste.) und sind jetzt recht glücklich damit, wenn man auch nach oben schon recht viel lücke sieht. und nach unten und den seiten auch. aber was macht das schon, wenn man in so was gleich soviel weniger denken muss?

@prince Matecki - "So gab es...

@prince Matecki - "So gab es früher schon zivilisatorische Klammern, es wäre gut wenn wir sie auch jetzt und in Zukunft hätten." Das alte Paradoxon marktwirtschaftlicher Demokratien - letztlich leben sie von Voraussetzungen, die sie selbst nicht herstellen können? Lassen Sie mich trotzdem entgegen meiner Familiengeschichte eins anmerken - es macht einen Unterschied, ob man auf die Gnade von anderen angewiesen ist (auch wenn sie gewährt wird) oder man Möglichkeiten aus eigener Kraft und Rechtsansprüche hat. Gruss, Thorsten Haupts

@keiner - "Willfährig und...

@keiner - "Willfährig und finanziell abhängig, SO haben Mitarbeiter in D zu sein." Ach was? Und warum sollte man sich dieser Forderung, so es sie gibt, beugen? Es gibt drei Dinge im Leben, die man sich von niemandem ruinieren lassen sollte, weil man sie nur einmal hat - Gesundheit, Nerven und Selbstachtung. Der Don irrt, wenn er glaubt, nur Vermögende könnten einem Auftraggeber den Bettel hinschmeissen. Gruss, Thorsten Haupts

0 mediensegler 06.10.2012, 20:26 Uhr

Savall 06. Oktober 2012,...

Savall 06. Oktober 2012, 20:52 Bleiben Sie ganz einfach bei Sepplwirt, passt scho! . Sepplwirt 06. Oktober 2012, 20:03-20:38 ...die Sprachen, aber ich verstehe nicht... Dunkel ... Licht ... ...links? .... mein Zeug in Schuss ... ... Bumm Bumm ... O Superman ... not really my cup of tea .... verlotterte Zitattruhe

x@: So, so kryptisch schreibe...

x@: So, so kryptisch schreibe ich. Sozusagen unterirdisch. Solange es nicht überirdisch ist, bezeugt dies, dass ich quasi noch lebe. .. Was das Bumm, Bumm anbelangt: Die Franzosen, Die Engländer und schliesslich die Amis, von den Russen ganz zu schweigen, haben ja auch nicht gerade mit Zündplättchen die letzten Zweimal rumgeballert. .. Dann geben Sie doch mal etwas mehr von Ihrem sozialen Hintergrund preis, dann kann man Ihre Argumente besser abwägen und einordnen. Fast jeder hier im Blog hatte schon einmal bei passender Gelegenheit sein incognito gelüftet. Ächt ährlich wahr! .. Die Pflege der eigenen Ressentiments ist wahrlich eine Kunst für sich. Über Nacht kommt sowas auch nicht zustande. F. Nietzsche, der hierorts oft zitierte, hatte eine "Psychologie des Ressentiments" geschrieben. Es wäre eine Art der Selbstvergiftung aus Rachegefühlen heraus. Na ja, vielleicht ist da was dran. .. ThorHa@: Wohl gesprochen. Um den Bettel hinzuschmeissen bedarf es dessen, was da heißt den "inneren Schweinehund" zu besiegen. Habs mehere Mal getan. Hat mich Vermögen gekostet, hatte aber dennoch gut getan.

achwas@: ...und hat solch...

achwas@: ...und hat solch einen schönen, poetischen Namen zu deutsch: Sonnentau.

0 perfekt57 06.10.2012, 20:40 Uhr

und wir bitten erneut und wie...

und wir bitten erneut und wie immer unsere anwesenheit, falls praktisch, gerne zu übersehen. aber steinbach im wald wird, wie bekannt, auch immer wieder gerne genommen. wir sahen neulich ein paar mountainbiker dort. ein besuch am ort ist wirklich zu empfehlen http://www.lauensteiner.de/confiserie/de/bezugsquellen/werksverkauf/ ("falls man nicht gerade für geld in der großstadt in einem meeting sitzen muss", würde keiner sagen, man weiß schließlich, was sich gehört. und es gibt ja auch noch das wochenende. und den urlaub.) . die biker bogen (mittags gegen 11:30, es war wohl ein dienstag) übrigens gerade ab in richtung "aussichtsturm thüringer warte", direkt am schild in richtung trail. es ist also wirklich nicht alles schlecht am rand zum osten. und rainer barzel und heinrich lübke war auch schon dort (wiki). http://www.naturpark-frankenwald.de/Startseite.13.0.html

Das Zusammenrechnen und...

Das Zusammenrechnen und übertreiben beider Vor- und Nachteile ist recht billig. So wie ein Herr Höneß meint,seine fussballer müssten ein halebs(?) Jahr für den Staat laufen... Wow - ein Halbes Jahr für den Staat - das klingt nach einer richtigen Dumpin-Verkslavung -Benachteiligung! Mit solch einem Mummpitz lullen sich dann 'Reiche' als gerechtfertigt ein - das ist der Skandal, der den reichen zum Vorwurf gemacht wird: Dass die Selbstehrlichkeit (Solidarität) nicht im Charakter vorhanden ist, zuzugeben, dass nach einem halben Jahr Fussball-Staatsdienst am Ende dennoch Millionen für privat rausspringen -also viele Leute gerne diesen Luxus hätten, ein halbes Jahr für den Staat zu laufen, dass also diese Lüge, dass der Erhalt und 'Sparsamkeit' am Ende den Reichtum überdecken, sodass diese Leute sich so recht als arme Teufel fühlen... diese Charackterverdrehung in dem moralischen Gerechtfertigungsgefühl der Reichen steckt der Skandal. Nur wenige Reiche würden die Bürde eines alten Schrankes auf sich nehmen, wenn nicht der Luxus im Hintergrund, diese wirklich aufopferungsvolle Geste, wenn man Ende nicht eine ordentliche Verzinsung stünde. Und zuletzt zeigt der Glaube, das Schickal mit dem Ofen der Oma aus nostalgischen Gründen (eigtl: Tribut an das golden Kalb) ertragen zu müssen, mit dem Schicksal von Dumpingschufterei vergleichen zu können - also diese beiden Ebenen in ein adäquates Verhältnis setzen zu können - wie moralisch deformiert die Denkweisen und Rechtfertigungen sind, aus denen ja nicht nur eine Privatmeinung entsteht, sondern ein Klima, bei dem dann disrkiminierende Gesetze von mehrfach verurteilten Kriminellen (Hartz) entstehen, welches eben nicht nur sachdienlich sein mag, sondern eine ganze Reihe von Agressionen und Diskriminierung und Herabsetzung enthält - alles, weil die Eigenleistung derart inflationär aufgebauscht werden muss, um am Ende den Reichtum dahinter verschwinde zu lassen. Nicht dass die Rechtfertigung des 'kleinen Mannes' moralischer gestrickt wäre... da bleibt der Mensch sich 'klassenübergreifend' treu - aber der Mensch kann eben solch verachtwenswerten Eigenlügen mit voller Brust in die Öffentlichkeit tragen - ohne rot zu werden. Das ist die Ungerechtigkeit: Die Selbstlügen, die zum Treten führen, und in reale Diskriminierung münden. Der Mut und die Kraft (Phallus) zu haben, Ungerechtigkeit anzusprechen, ist eine andere als die, es auch mit dem Skandal gelten und stehen zu lassen. Windig sind die Versuche den Skandal irgendwie und meist billi relativieren zu wollen. Wozu, wenn das eigene Gewissen rein? Da sind mir diejenigen lieber, die nicht nur den Reichtum haben, sondern auch den Skandal bei sich, also beim Reichtum belassen, und es nicht über eine Pseudodimension wie hier 'Belohnung von Sparsamkeit und Beständigkeit' (sehr verräterisch übrigens, welche Dimensione von Leistung ein Erbe 'verlangt') auf andere abschieben und treten müssen. Das widert mich beim 'kleinen Mann' ebeno an, wie es mich hier anwidert.

0 Köstlich 06.10.2012, 21:38 Uhr

Ich bin schon etwas stolz...

Ich bin schon etwas stolz darauf, mir mein "F - c k O ff - Money" selbst zu erknechten und nicht erheiert oder ererbt zu haben. . Aus meiner semiprekären Warte wünschte ich mir -zur schnelleren Befreiung aus meiner Knechtschaft-nur deutlich niedrigere laufende Steuern - finanziert über eine höhere Erbschaftsteuer. . Ach so, die ganzen "angestammten" Familienunternehmen brauchen jetzt nicht zu heulen, es sind doch sowieso alles Stiftungen in denen die 4+ Generation ihren gutmenschelnden Neigungen nachgehen darf, nachdem sie vorher (frisch von der Elite Uni) die "eigene" Führungsriege "mal so richtig gecoacht" haben.

Fritz, bin auch gespannt. Ein...

Fritz, bin auch gespannt. Ein Plagiat wird es wohl nicht. . Zu dick aufgetragener Oberschichtkram(?): In einer dummen Kleinstadt gehts schon noch durch.

0 perfekt57 06.10.2012, 22:21 Uhr

"weihnachtliche sahnetrüffel...

"weihnachtliche sahnetrüffel - und wenn sie für ihre füllung andere gewürze verwenden, können sie ihre lieben das ganze jahr mit frischen, selbstgemachten pralinen verwöhnen." (wie recht sie hat!) http://www.youtube.com/watch?v=XRfy_jgY9nU http://www.youtube.com/watch?v=c0sdLmFWY9w&feature=relmfu . und wir sollten womöglich wirklich wieder mehr neue schlösser bauen, unseren gesellschaftlichen reichtum auszudrücken. ungefähr so ähnlich, wie früher auch schon immer so schön. (man weiß: http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hunedoara https://www.google.de/search?q=Corvinilor&hl=de&client=firefox-a&hs=gay&rls=org.mozilla:de:official&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=Ua1wUJyKOMrEswbd_IAY&ved=0CCYQsAQ&biw=1280&bih=870 und dann ein paar hundert jahre später vorrübergehend lauter stahlwerke drumzu ansiedeln - oder nicht. http://www.fotocommunity.de/fotograf/mihai-fetcu/1145039 http://www.arcelormittal.com/corp/news-and-media/news/2012/jul/11-07-2012b )

0 perfekt57 06.10.2012, 22:31 Uhr

wir bitten um nachsicht....

wir bitten um nachsicht. http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1145039/display/20270799 evtl. hätte man den lauf der geschichte wohl doch schon früher anhalten sollen. was wäre uns da alles erspart geblieben! aber es ist ja nie zu spät... . http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1145039/display/20093540 aber zum glück waren wir ja früher schon immer genau so streng rational wie heute: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1145039/display/20050495

Ihr guten Leute, aus meiner...

Ihr guten Leute, aus meiner langjährigen Praxis als Wanderprediger muss ich berichten, dass les Misérables bedauerlicherweise zunehmend weniger Trost in Mk 10,25 finden. Es fehlt an Demut und an wahrem Glauben.

Wenn sie doch wenigstens das...

Wenn sie doch wenigstens das Höllenfeuer noch fürchten täten!

@Plindos 06. Oktober 2012,...

@Plindos 06. Oktober 2012, 22:33 „...und hat solch einen schönen, poetischen Namen zu deutsch: Sonnentau.“ Oh..! Dabei gefiel mir „ Drosera spatulata“ auch schon so gut! Was für ein Name!! Stellen Sie sich doch bitte einen Empfang vor: Sie werden einer Dame – schön, wie die Volkswirtin S.W. - vorgestellt: Nämlich der Gräfin Drosera Spatulata … An deren Arm hängt…na? …die Trauermücke Lafontaine! :-)

0 Dreamtimer 07.10.2012, 05:30 Uhr

"Aus meiner semiprekären...

"Aus meiner semiprekären Warte wünschte ich mir -zur schnelleren Befreiung aus meiner Knechtschaft-nur deutlich niedrigere laufende Steuern - finanziert über eine höhere Erbschaftsteuer." . Alternativ könnten Sie es vielleicht auch mit Gehaltsverhandlungen versuchen oder glauben Sie, dass der Markt Ihnen schon Ihren gerechten Lohn zuweist? In diesem Falle bleiben freilich nur Bittgebete an den Staat. . Auch Höneß beruft sich auf den Staat, wie ich hier erfahre. Anders als Berttreb finde ich das allerdings klug von ihm, nicht skandalös. Er weiß auch nicht, was Gerechtigkeit ist und delegiert die Antwort an eine höhere Instanz, die sich immerhin demokratisch legitimiert. Überdies weiss er, dass seine Spieler tatsächlich laufen und sich in die Beine treten lassen. Es sind gut bezahlte Arbeiter, trotz allem. Dekadenz sieht anders aus.

Ihre R. bekam offenbar den...

Ihre R. bekam offenbar den Job, um den ich mich nach einem Paralleltudium mit hervorragender Promotion vergeblich bewarb. Ich wurde nicht zum Vorstellungsgespräch geladen. Als erkennbarer Unterschichtenemporkömmling - Industriearbeiter, zweiter Bildungsweg - passte ich nicht "ins Team" der Mittelschichtenemporkömmlinge. X stellt die Frage, wie ihr Text bei jemandem wie mir ankommt. Ich bekenne, der Klassenkampf der R., von oben, gefällt mir besser, als meiner, von unten. Andererseits, die Politikagentur macht "irgendetwas mit Rüstung" - Lobbyarbeit für Tretminenhersteller vielleicht - da hatte ich mich dann doch nicht beworben.

Lieber Don, ich beneide Dich...

Lieber Don, ich beneide Dich um nichts. Fast. Jedenfalls nicht um Deinen Jesuitenschuppen, die Datsche am Tegernsee, die regelmäßigen Italien-Trips, den Rennrad- und Rodelfimmel. Nur um eins beneide ich Dich wirklich: Deine Unabhängigkeit von all dem Rotz, der meint, andere ihre Abhängigkeit spüren lassen zu müssen.

"Wie man in den Wald...

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus." Eine Gesellschaft definiert sich über Informations- und Austauschprozesse. Wenn solides Wirtschaften und Handeln nicht als vorbildlich anerkannt werden, dann werden die Menschen anders sozialisiert und wenige Jahrzehnte später ist die Kultur anders. Mir ist eine vernünfitge "Work-Life-Balance" wichtiger, als materieller Erfolg, der sowieso wegbesteuert wird oder von anderen kritisch beäugt wird.

Energie-Sparziel in der...

Energie-Sparziel in der Schweiz. Bis 2035 ist eine Reduktion von ca. 43% des Energieverbrauchs pro Kopf notwendig. P.S. Ich mag "open-plan" - Küche und Wohnzimmer kombiniert - nicht.

Vroni / Fritz, ich finde es ja...

Vroni / Fritz, ich finde es ja auch bemerkenswert, dass eine Ex-Kommunistin zur glühenden Verfechterin der sozialen Marktwirtschaft wird; besser zu spät als nie. Ob es dazu des x-ten akademischen Aufgusses bedarf, sei dahingestellt... Kein Schwein würde sich für diese Promotion interessieren, gäbe es da nicht ihre spezielle Vorgeschichte und den aktuellen Lebensgefährten. Sowie, immer wieder gern angeführt, "ihre Attraktivität". Schon ein wenig armselig.

0 The Great Artiste 07.10.2012, 08:59 Uhr

Au ja, Gerechtigkeit für...

Au ja, Gerechtigkeit für alle! Mindestlöhne in Zimbabwe, China, Bolivien und Bayern! Es ist so naheliegend, allen ein gleiches Stück vom grossen Kuchen zuzumessen, und das Scheitern (siehe realer Sozialismus 1.0) ist genauso automatisch. Schön gesagt, Egon One: bis alle arm sind. . Dann gibts nur noch Chinesische Genickschussautoritäten, sehr klug, sehr erfolgreich, ein durchaus funktionsfähiges Gesellschaftsmodell, das aus der unendlichen Ersetzbarkeit des einen humanen Haifischzähnchen durch das nächste nachwachsende schöpfen kann, bis es mit der Ein-Kind-Politik zum absoluten Statussymbol wird, wenn Söhnchen sich eine schöne Frau kaufen kann. . Dann ist vielleicht Indien dran, bei denen es zwar viel chaotischer zugeht, aber die strukturelle Geringschätzung der Frau nicht GANZ so ausgeprägt ist. . Putin und seine Geheimdienstausbildung haben auch einen funktionierenden Staat hervorgebracht. . @Erbinvonhier(6.10.21.37): Das haben sie gut ausgedrückt: Wenn ein System keine Gewinne mehr machen kann, muss eben umverteilt werden. . Der Hauptnachteil eines Kapitalismus ist der Verlust der Selbstreflexion - wo die Gier grenzenlos wird, werden die Unterschiede zwischen Friseurin und Werbeagenturbetreiber irgendwann so eklatant, dass massive Spannungen sich entladen. Wie auch immer. . Die Identifikation der Reihenhausbesitzer mit den Interessen von Quandt oder Mauschelmeier ist nicht unendlich belastbar.... . Nur: Den Herrn Kaiser von der Versicherung wird man vielleicht für den Riester-Beschiss, den Herrn Maier von der Bank für die Containerschiffe und die Riesenräder aufhängen können, aber die Mauschelmeiers und anderen Potentaten werden weiter an ihren Pools sitzen und sich die Nachrichten von ihrem Butler in einer gebügelten Zeitung überreichen lassen. . Aber wen aufhängen war ja schon mal prima. Man hat was verändert. . Ein Stück weit ist eine gewisse Spreizung der Wohlstandsverteilung sogar nützlich, weil sie Lebensmodelle vorspielt, die man auch erreichen möchte, die man sich vorstellen kann. Warum basteln Jugendliche wie blöd an einem Golf oder Polo herum, mit einem Haufen Geld, statt sich einen gebrauchten, gecheiteren Wagen zu kaufen? . Man möchte Obermaus spielen, nicht Hilfskatze. . Und wer von uns könnte aus dem Stegreif ein Unternehmen wie BMW erfolgreich führen? . In gewisser Weise war die Kontinuität, mit der ein Hof, eine Firma, ein Mietshaus vererbt wurde, eine gute Schule, Kultur weiter zu geben - die ganzen Soft Skills die man in einer privilegierten Position mitbekam, waren oft sehr positiv für die Gesellschaft, wenn Gerechtigkeit und Fairness mit seinen Untergebenen und Handelspartnern im Nahbereich vorgelebt und praktiziert wurde. . Und diese Schule führte gar nicht so selten dazu, nicht ins Rattenrennen einzusteigen, sondern darüber nachzudenken, was denn wirklich kostbarer ist, als von einer E-Klasse zu einer S-Klasse zu promovieren. . Wahrscheinlich war sogar das Personal, das die Grosseltern unseres Gastgebers und von so manchem Kommentator beschäftigten, recht glücklich - weil sie sich nicht dauernd mit dem Lebenstil von Fussballern, Drogenbaronen oder den schrecklichen (Schr)eissens von RTLII verglichen. Erfolg kann einfach Respekt und Wertschätzung sein, die ein Butler oder Chauffeur oder eine Köchin erfuhr. . Ich will bestimmt nicht in die Domestikengesellschaft zurück ( obwohl es schön wäre, keine 36 Fenster mehr putzen zu müssen...), aber ich glaube, wichtiger als eine allgemeine Gerechtigkeit ist ein Gefühl der Fairness im eigenen Lebensumfeld. . Da hat Tyler recht. Es ist ok, wenn das Gehalt zum Leben reicht, wenn die Spanne zwischen Chef und Arbeiter 1:30, 1:50 vielleicht noch, beträgt Aber die Masslosigkeiten, die die Verlagerung der Wertschöpfung aus der Produktion in die Finanzindustrie mit sich gebracht haben, haben genau dieses Gefühl hervorgebracht, nur eine Ratte unter tausenden zu sein, die in einer riesigen, schreissegefüllten Kanalisation nach einem Leckerbissen für sich und seine Lieben sucht.

0 The Great Artiste 07.10.2012, 09:15 Uhr

Und da komme ich wieder auf...

Und da komme ich wieder auf mein Lieblingsthema zurück: Wenn ein glückliches Beziehungsleben eine gewisse Grundgelassenheit geben würde, würde man wahscheinlich sehr viel entspannter die zu erwartenden Veränderungen angehen. . Wie viele können heute mit Nähe umgehen? Sich definitiv für den Menschen entscheiden, den man sich an seine Seite geholt hat?Wie viele haben begriffen, dass ein Lebenspartner kein Produkt ist, an dem man wie an einem Luxussportwagen herum bestellen oder wie an einem Prollmobil herumbasteln kann? . Passt oder passt nicht. Und wenn Sexualität nichts so merkwürdiges wäre, wie es heute ist, würde es sicher öfter passen. Was wollte man schliesslich mehr? Aber wer Sex hat, konsumiert nicht, so wie es Houellebecq in dem von Plindos verlinkten Interview erwähnt. Darum muss er durchkommerzialisiert werden, muss der Unterschied zwischen Mann und Frau umso grösser gemacht werden. Männer glotzen vor allem, Frauen sind mit der Art der Berührungen nie zufrieden. . Schön, was Sie, Achwas, am Ende der letzten Geschichte verlinkt haben - wenn man das, was so im allgemeinen in einer gewissen Halbtrance erlebt wird, in seine Details aufgeschlüsselt bekommt. . Ich halte es für möglich, dass bei aller offiziellen Prüderie die FKK Bewegung der DDR lange Zeit eine Sollbruchstelle im System war, die aber letztlich auch zu Selbstbewusstsein und Solidarisierung aus der erlernten Nähe beigetragen hat, vor allem, weil Männer und Frauen dabei waren, den kleinen Unterschied eben eher klein zu sehen. . Und nett, wenn er gelegentlich grösser wurde....

Ich habe noch nicht ganz...

Ich habe noch nicht ganz verstanden weshalb das Wissen um Schuhe, Loden,.. den Traeger zu einem Teil der besseren Gesellschaft macht oder machen soll. Das Leben hat mich in eine egend verschlagen in der viele vom Staat eingekleidet werden. Geschulte Augen koennen auch an der Verteilung der braun/oliv/grauen Flecken erkennen, welcher Staat die Schneiderrechnung uebernommen hat. Mit fehlt dafuer leider das textile Auge, auch sagen mit die geometrischen Zeichen auf den Schultern der jeweiligen Traeger wenig darueber welche Stellung derselbe in seiner 'community' hat. Somit kann ich mich auf den Inhalt der Kleidung, besser auf den daraus herausragenden Kopf, konzentrieren. Und da gibt es 'sode ond sodige', wie man/frau in Teilen des suedwestlichen Deutschlands zu sagen pflegt - oder es gibt gebildete, weltoffenen und andere Menschen, wenn man das ganze drumherum weglaest und sich nicht vom Tand blenden laest.

0 Foersterliesel 07.10.2012, 10:04 Uhr

lieber Xeno, lassen Sie sich...

lieber Xeno, lassen Sie sich nicht unterkriegen! Soziale Milieus tendieren immer zur Homogenisierung und mir fiel beim Lesen Ihres Beitrages eine Soziologin im zweiten Studienweg ein, die überglücklich und überaus motoviert eine Karenzvertretung bei einer Interessensvertretung der Arbeitnehmer ergattern konnte (also alles passend, müßte man meinen) wo die Abteilungsseketärin immer stolz das Bild ihres kurz vor dem Diplom stehenden Sohnes herumzeigte, für den die hochmotivierte, mit Lebenserfahrung aus ihrem vorhergehenden Arbeitsleben ausgestattete Soziologin, nachdem die Karenzierte nicht zurückkam, doch nur die Platzhalterin gewesen war.

0 Foersterliesel 07.10.2012, 10:27 Uhr

Zum immer wieder ins Gespräch...

Zum immer wieder ins Gespräch gebrachten Verhältnis von Gnade und Recht, nur soviel: Verrechtlichung der Beziehungen und Kodifikation der Ansprüche sind ein Fortschritt, allerdings fehlt dann noch oft die reale Möglichkeit Rechte auch durchzusetzten, dazu braucht es Geld oder solidarische Interessensvertretungen. . Prince Mateckis schönes Beispiel der freundlichen Beziehungen von Grundherren und Bevölkerung in Westpolen und der daraus resultierenden gegenseitigen Identifikation ist leider nicht so einfach generalisierbar. Auch in Regionen mit - vergleichsweise - milder Herrschaft ließ sich die Bevölkerung zu grausamer Rache aufhetzen. Mir fällt da eine Frau im heutigen Slowenien ein, die sich besonders um die jungen Frauen in ihrem Verantwortungsbereich gekümmert und einiges vorangebracht hatte und deren Sohn, Priester, körperlich behindert, dennoch von der aufgehetzten Dorfbevölkerung vor den Augen der damals bereits Greisin totgeprügelt worden war. Wahrscheinlich sind vielfältige Einflüsse für soziale Kohärenz bestimmend und gerade die obenerwähnte Region ist immer noch voller böser, dunkler Geheimnisse, verschwiegener Massengräber und forschungsresistenter Tabus, was für Grenzregionen zwar nicht ganz überraschend, aber in diesem Ausmaß ungewöhnlich (und auch für einen Teil der schwer verständlichen Kärtner Atmosphäre verantwortlich) ist.

Försterliesel. Da fällt mir...

Försterliesel. Da fällt mir Peter Handke zu ein, der ja tief in der Region verwurzelt ist. Er meinte Slobodan Miloscevic wäre ein Märtyrer gewesen. .. Dort wird um diese Zeit der scharfe Pflaumenschnaps gebrannt. .. Hihi: Friedrich Schiller ahnte ja nicht, welche Vermögensakkumulationen per Industrie- oder Hochfinanzproduktionen möglich wurden: "Was Du ererbt von deinen Vätern erwirb es, um es zu besitzen." Da mußten die Flickerben aber lange für stricken. Ob Hr. Dr. H. Kohl seinen damaligen, damit verbundenen Blackout mittlerweile überwunden hat?

0 Der Tiger 07.10.2012, 12:42 Uhr

@prince Matecki – Ich habe...

@prince Matecki – Ich habe den ganzen Morgen über diesen, Ihren Satz: “Was ist Gerechtigkeit ohne Gnade.....” nachgedacht. Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht was Sie damit meinen. Hat es etwas mit katholischem Mystizismus zu tun? Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, stamme ich aus einer protestantischen Familie. Dürfte ich Sie bitten, näher zu erklären, was Sie damit meinen?

Re...

Re Leistungsungerechtigkeit. >>Die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich war 2011 in Amerika so groß wie seit mehr als vier Jahrzehnten nicht mehr, zeigen Census-Daten. Damit ist das Einkommens-Ungleichgewicht in der weltgrößten Volkswirtschaft schlimmer als in Uganda oder Kasachstan.

@ Muscat "Kein Schwein würde...

@ Muscat "Kein Schwein würde sich für diese Promotion interessieren, gäbe es da nicht ihre spezielle Vorgeschichte und den aktuellen Lebensgefährten." . Kommt darauf an. Seit Guttenberg interessiert man sich gemeinhin mehr für Promotionen dieser Klientel.

0 mediensegler 07.10.2012, 14:09 Uhr

The Great Artiste 07. Oktober...

The Great Artiste 07. Oktober 2012, 11:15 "wenn er gelegentlich größer wurde" wie immer lesenswert . kkrug 07. Oktober 2012, 10:02 ...."Wenn solides Wirtschaften und Handeln nicht als vorbildlich anerkannt werden, dann werden die Menschen anders sozialisiert und wenige Jahrzehnte später ist die Kultur anders." Genau da sind wir zur Zeit. . Einfach öfter mal nein sagen, der Don liegt da voll im Trend. http://www.focus.de/panorama/welt/wer-brav-ist-kommt-nicht-weiter-die-deutschen-sagen-zu-oft-ja_aid_833244.html?google_editors_picks=true

0 hansgeier333 07.10.2012, 14:16 Uhr

Tigresse, gerade der Kumpel...

Tigresse, gerade der Kumpel aus Wittenberg hat sich ausgiebig über Gnade und Gerechtigkeit ausgelassen und etliche Anhänger im Geiste gefunden. Damit kann man prima herumphilosophieren. "Denn wo Gespenster Platz genommen, ist auch der Philosoph willkommen. Damit man seiner Kunst und Gunst sich freue, erschafft er gleich ein Dutzend neue." Mephisto, Faust II

@ Maierzwo "... habe noch...

@ Maierzwo "... habe noch nicht ganz verstanden weshalb das Wissen um Schuhe, Loden,.. den Traeger zu einem Teil der besseren Gesellschaft macht oder machen soll." . Distinktionswissen. Und weil der der Mensch meist über anfassbare Güter und deren Anhäufung tickt. Worüber sich bestens unter material boys und material girls plaudern lässt. . Persönliche Empirie: Mit einem großen Teil meines Umfelds z. B. geht es nur so: über Materielles zu plaudern. Stoffe, Schuhe, Optik, Aussehen von Der und von Dem (Lookism), Immobilien, Geld, vielleicht grad noch Essen und Diät. Alle anderen "ernsthaften" Themen, soziologisches, Geschichtliches, Politik auch, können sie auch noch so berechtigt sein ..., damit können sie wenig anfangen. Hören gar nicht zu, kicken einen glatt aus der Gespräch. Oder wenn sie etwas geschickter sind: abrupter Themenwechsel zu Heumilch oder den aktuellen Holzpreisen. So sans. Sich nicht lumpen lassen und geschickt mitspielen ist eine interessante Option. Man erfährt vielleicht mehr über sie als, wenn man ihnen ein tiefschürfendes Gespräch aufdrängt. (Meine Schwester und ich erinnern uns z. B. gerne an einen sehr ernsthaften, aber auch spaßig redundanten Disput von zwei Männern über damals aktuelle Schnitzel- und Bierpreise. Legendär. Das Thema zettelten wir zwei pösen Weiwa an. Krich heut noch meine damaligen Lachfalten nicht weg, sie auch - was ein Kabarett ...) . Also Distinktionswissen. Aber nicht nur. . Solche würden auch nie auf abgewetzt hergestellte Jeans tragen. Nicht nur, weil diese in Asien von Billigarbeitern unter Gesundheitsgefahr mit Chemikalien behandelt wurden und hier teuer verscherbelt werden. Und sie das wissen. Dieser Distinktions-Snobismus macht sie damit tatsächlich - nur einen Hauch zwar - aus Versehen zum besseren Menschen. Wenn sie dann auch noch eine Produktionsstätte eröffnen würden, um zu zeigen, wie es ethisch UND merkantil besser ginge, hätten material boys & girls meinen endgültigen Segen.

@ The Great Artiste "die FKK...

@ The Great Artiste "die FKK Bewegung der DDR" . Vielleicht war FKK dort auch nur deshalb so beliebt, weil man sich von Stasi und Spitzeln unbehelligt unterhalten konnte. . Ähnlich beliebt war in DDR das Saunieren. Die Hitze und Feuchtigkeit war den Abhörgeräten nicht zuträglich, alle waren nackt und allein die zischenden Aufgüsse ...

Werter DON, in der...

Werter DON, in der Unfähigkeit mancher Besitzenden ihr Vermögen zu erhalten, liegt eine der Gerechtigkeit dieser Welt. Für Geld kann man nicht alles kaufen, aber eines kann man nur für Geld kaufen - Freiheit. Gruß Hanskarl

0 perfekt57 07.10.2012, 17:12 Uhr

@tga - nett, auch stilistisch....

@tga - nett, auch stilistisch. und fkk in der ddr vermissen wir auch glegentlich. es war eben nicht alles schlecht.

0 Foersterliesel 07.10.2012, 17:12 Uhr

lieber Plindos, Handkes...

lieber Plindos, Handkes Übersetzungen mit denen die slowenischen Autoren und auch deren Viten bekannt gemacht wurden bleiben äußerst verdienstvoll. Außer dem sljivovica kann ich Ihnen auch die eingelegten, vorher über dem Feuer enthäuteten Paprikaschoten mit mildem, rauchigem Geschmack empfehlen. . liebe Der Tiger, trotz aller antiökumenischen Dummheiten werden auch Protestanten, ja auch Hindus, Neuheiden und Atheisten bestimmt der Gnade teilhaftig, der liebe Gott rechtet nicht kleinlich.

"Gerechtigkeit ohne Gnade ist...

"Gerechtigkeit ohne Gnade ist nicht viel mehr als Unmenschlichkeit" das ist von Albert Camus, ich glaube aus dem Stück :Die Gerechten. . Mir fällt zu Gerechtigkeit, die ohne Gnade unmenschlich wäre, ein Beispiel aus der heutigen Zeit ein: Der stellvertretende Frankfurter Polizeipräsident hat im Entführungsfall Jakob von Metzler dem Entführer heftige Folter angedroht, weil dieser zwar die Entführung gestand, aber nicht den Ort nannte, an dem er den Jungen festhielt. Gerechtigkeit (für den Entführer) hieße, dass der Polizist, der dem Rechtstaat verpflichte ist, wg. Folterandrohung zu einer hohen Strafe verurteilt hätte werden müssen. In diesem Fall der inneren Not des Polizisten, der ja den Jungen retten wollte, legte das Gericht „gnädig“ nur eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 120 Euro (insgesamt 10.800 Euro), nebst einer Bewährungszeit von einem Jahr fest. Eine höhere Strafe für den Polizisten wäre als "unmenschlich" empfunden worden.

0 HansMeier555 07.10.2012, 18:20 Uhr

Zeit, dass die Reichen von den...

Zeit, dass die Reichen von den Sozis das Ausgeben lernen.

0 Der Tiger 07.10.2012, 18:50 Uhr

@hansgeier333 – Mit...

@hansgeier333 – Mit Sicherheit hat sich der Wittenberger mit diesem Thema beschäftigt. Aber ich bin nicht Luther und meine Logik war folgend: . Der Satz “Was ist Gerechtigkeit ohne Gnade…..” hört sich schön an. Warum? Stimme ich ihm zu? . Wenn ich ja sage, wie begründe ich meine Entscheidung? Darauf fiel mir keine vernünftige Antwort ein. Aber folgendes ging mir durch den Kopf: Gott kann Gnade walten lassen. Der Bundespräsident kann jemand begnadigen. . Daraus schloss ich, um jemand Gnade zukommen zu lassen, muss man Macht über denjenigen haben. Ich habe keine Macht. Aber ich kann immer versuchen, meine Mitmenschen gerecht und fair zu behandeln. Die Frage von Gnade stellt sich dabei nicht. . Andererseits, von seinen Kommentaren schließe ich, dass der prince und seine Vorfahren Macht über Menschen hat(te). Für ihn trifft die Kombination zu... für mich anscheinend nicht. Also gilt die Kombination nicht generell. Es sei denn, ich habe etwas nicht verstanden. Deswegen habe ich nachgefragt.

0 perfekt57 07.10.2012, 19:12 Uhr

"Aber sicher werden es gute...

"Aber sicher werden es gute Zeiten für Startups, die in China modische Sofas auf Internetbestellung zusammentackern lassen." . klang das abwertend oder gelassen oder neutral? und warum? . wir sollten nicht vergessen, meinen evtl. auch wir, dass an derartigen beschäftigungen - obwohl sie von einer zunehmenden anzahl von menschen hier im lande (aus gründen durchschnittlichen alterns und zunehmender selbsterkenntnis?) eher leicht bis mittelschwer kritisch gesehen werden, so unser eindruck - trotzdem alles hängt. man sollte da also vorsichtig sein, evtl. nicht zu vorschnell zu urteilen - und auch keine anderen verhältnisse suchen, sich abzugrenzen, also "mehr eigenfokussierung zu erreichen". wichtiger, als was andere schlecht machen, bleibt, was wir selbst gut machen. und wer wir positiv sind. . tätigkeiten also, an denen trotzdem alles hängt. eben sowohl das schnelle prassen der kurzfristerfolgreichen, als auch das alte geld. denn ohne dem wäre gar nichts. schließlich müssten wir sonst weite teile unseres wirtschaftens ehrlicherweise längst und lange als "l'art pour l'art abqualifizieren. . nein, eher interessant wäre auch weiterhin, so meinen wir, welchen höheren mächten sich eine solche art der argumentation, wie in der einganszeile zitiert, bewußt oder unbewußt auch weiterhin (noch!?) anvertrauen könnte: . wesentlich, so wohl die bekannte alte argumentation mancher aus manchen vierteln, wir sagen nicht welchen, dass . 1. auch weiterhin in China modische Sofas auf Internetbestellung zusammentackert werden, und 2. es Leute gibt, die nicht arbeiten, sondern nur zuschauen, herrschen also und Weichen stellen (eben doch Arbeit) wo 3. der Ort der Kontrolle ist. . Eben darüber wer . 4. lediglich arbeitet (China), wer 5. das Geld gibt, die Produktionsanlangen etc. zu finanzieren, wer 6. die Waren- u. Finanzströme in oder aus seinem Land erfolgreich kontrollieren kann (Macht also hat, seine Normungen durchzusetzen), und 7. wessen Nicht-Westviertel so etwas kaufen, damit sie weiterhin bedürftig bleiben (kein unwesentliches Ziel) 8. um die vorhandene stabile Ordnung zu erhalten. . Kurz und gut: Gäbe es die Internettacker-Chinabesteller-billig-modisch-Schnelldrehersofas-für-höher-Arme nicht - man müsste sie erfinden. (Um alles zu erhalten, auch das alte Geld alter Westviertel mit, banal, aber wahr) . Und eine Gesellschaft wie die unsere, in der sowas vorfindlich auftaucht, man es beobachten kann - und zwar auch ohne vorher eigenes Zutun geleistet haben zu müssen - kann man mit Fug und Recht auch weiterhin noch für gelungen und bis auf weiteres noch sozial stabil erhoffen. . Eher ist das Gegenteil richtig: Hätten wir keine solchen "Dreck" beobachtbar, dann wäre es gefährlich. Evtl. Aber, so, könnte man vereinfacht evtl. auch sagen, "diese Sofas sind nun einmal die ins gobal-marktwirtschaftliche Pseudo verschobene Ausgabe von "Panem et Circenses der Neuzeit". Wenn sich die Völker und ihre Bänker und leitenden Industrieverbände und höfischen Konsortien "erfolgreich" mit sowas beschäftigen, wes schade ist es also? Gäbe es das alles nicht, man müsste es erfinden, nicht wahr? "Und Völker beschäftigen sich eh nur mit sowas. Haben an wirklich kultureller Nachhaltigkeit eh kein Interesse. Von daher alles richtig." . Mehr China braucht das Volk! (Und Westviertel, die sich schweigend glücklich schätzen)

0 HansMeier555 07.10.2012, 19:44 Uhr

Und zu den "alten...

Und zu den "alten bundesrepublikanischen Tugenden Sparsamkeit und Beständigkeit" hätte halt auch noch der Kindersegen hinzukommen müssen.

0 perfekt57 07.10.2012, 19:47 Uhr

und solange warren buffet noch...

und solange warren buffet noch lebt, ist mit deutschland kein geschäft zu machen. (eher tatsache, nicht drohung) . und hier: "Amit Kumar, 32, is the new CEO of ArcelorMittal Hunedoara, replacing Remus Patan who has retired. Kumar has over 11 years of professional experience in the steel industry." http://business-review.ro/profiles1/who%E2%80%99s-news/arcelormittal-hunedoara-appoints-new-ceo/ . wir finden das prima. im alter von 32 mit 11 jahren erfahrung in seiner industrie ceo in einem ausland. das ist, was unsere 32-jährigen ja auch so ungefähr machen. was man ihnen zutraut, worauf man sie vorbereitet. (und man hört schon den aufschrei: "das kann man überhaupt nicht vergleichen, das ist was ganz anderes!" echt?) . . und im nordhessichen kassel kürzlich die lokalzeitung (hna) exzerpiert. also versucht zu überblicken. ergebnis ungefähr so: wendet sich stark mit leicht verständlichen beobachtungsnachrichten an eine lesenden rentnerschaft von abonnenten und pensionären. beobachtend also in dem sinne, dass laufend und schon lange vorab über sich zu erkennen gebende gestaltungsabsichten berichtet würde. (irgendwann gibt sich jede absicht zu erkennen, man muss nur, und wäre es aus dummheit, alter, erfahrung mit allem und echter anteilnahme, lange genug hinschauen. dann tut sich da am ende schon immer was.) und das wars dann auch schon. nachrichten, deren gefühlter tenor abwartend, bedingt positiv oder grundnegativ erschiene. nie aber mittätigkeit der leserschafft erwartend, erhoffend - oder die von dieser gar anzubieten wäre ("wozu auch?"). man schaut halt. zu. ob's schief geht oder nicht. und wenn absichten statistisch zu 90 oder 95 prozent schief gingen, dann machte das gar nichts. denn schließlich sind einer alternden kleinbürgergesellschaft gefühlt im leben mindestens genau soviel sachen eher nicht gelungen. daher ist auch scheitern positiv. fördert auch die ausdauer. bei den noch-versuchern. die am ende auch einmal so werden, wie wir. zeitungsleser ohne projekt. aber kleinen guten zielen, den hund rechtzeitig rauslassen, zum arzt gehen, die medikamente aus der apotheke zu holen nicht zu vergessen, die enkel anrufen, haushalt machen lassen, spaziergang planen und verschieben, sonderangebote aus dem blättchen und evtl. einkauf. und besuch am grab. und nur ungesunde jüngere wollen noch mehr. sollen aber nicht aufhören, denn sie sind so unterhaltsam, in ihrem vergeblichen streben. und verleihen so ein gefühl von macht und überlegenheit. . (zeitungsangebot rückwärts gelesen, die nachfrage macht das angebot, das wars, davon sprachen wir. eben deutschland heute. und wird schlimmer. oder besser. je nach sichtweise. besser ja eher, wenn nichts gemacht würde, mehr alles so bleibe, wie bisher.)

0 donna laura 07.10.2012, 20:28 Uhr

werter Hanskarl / 07.10.,...

werter Hanskarl / 07.10., 18.40 u, man kann sich des eindrucks nicht erwehren, dass sie zum einen meinten, dass man freiheit nur für geld kaufen könne, und zum anderen, dass sie nichts dagegen haben, wenn besitzende dieser möglichkeit ebenso verlustig gingen wie andere, nichtbesitzende. besonders viel übrig für freiheit scheinen sie nicht zu haben. . lieber Köstlich / 06.10., 23.38 u, sie scheinen dagegen insbesondere anhänger des sankt-florian-prinzips zu sein. mal sehen, welche meinung sie hätten, wenn sie in erwartung eines erbes relevanter grösse lebten. . im prinzip ist es doch gegenwärtig ganz simpel: a. angesichts von gewissen geldnöten wird erst die umverteilung propagiert und in einer solchen demokratie gar in ansätzen durchgeführt. b. nun wird diese umverteilung gar nicht genug generieren können, man sieht also, dass es nicht reiche (es reicht doch seltenst) und so kann man c. schuldenschnitt, währungsreform & co. zum einsatz bringen: d. am ende sind alle, wie EgonOne so richtig beschrieb, gleich arm. . und nach Hanskarl zu urteilen, wird es dann keine freiheit mehr geben für niemanden; das wäre dann aber gerecht.

@Plindos "Hihi: Friedrich...

@Plindos "Hihi: Friedrich Schiller ahnte ja nicht, welche Vermögensakkumulationen per Industrie- oder Hochfinanzproduktionen möglich wurden: "Was Du ererbt von deinen Vätern erwirb es, um es zu besitzen."" - steht im Faust I von Goethe. Gruß Hanskarl

0 donna laura 07.10.2012, 20:59 Uhr

lieber The Great Artiste, am...

lieber The Great Artiste, am fkk-strand konnte man noch den larry heraushängen lassen...

0 The Great Artiste 07.10.2012, 21:55 Uhr

@perfekt 57: Danke - und mal...

@perfekt 57: Danke - und mal so ein kurzer, selbstevidenter Beitrag von Ihnen, es ist oft spannend, in Ihren Aufsätzen den Punkt zu suchen, auf den Sie hinaus wollen - leider manchmal bin ich nicht wach geug, um so genau lesen zu können. . @donna laura: schöner "Dreisatz" zu einer unguten Entwicklung, ich fürchte da mit mediensegler und kkrug, da ist was im Busch und es ist nicht niedlich. . Umso wichtiger, in seinem Leben klar zu sehen, was wirklich die blaue Blume der Romantik, die Rose des Kleinen Prinzen ( und alle diese Kitschverzerrungen) ist - während man auf die Rennräder, die offenen Autos, die saftigen Steaks und 25€ Weine -notfalls- verzichten könnte. . Wenn es wirklich nicht anders ginge. Liebe ist unvergleichlich - aber mit Spiel und Spass wird sie bestimmt nicht schlechter! . Irgendwie bin ich in diesem Springsteen-American Grafitti Weltbild aufgewachsen, und auch wenn das nicht mehr besonders politisch korrekt ist, ist es eine nettere Vision gewesen als Jutesäcke und Tofuschnitzel....Sorry. . Aber genauso Meilen entfernt von Bush, Reborns und 300 Millionen Verdiensten für Investmentbanker. . Ich finde da die Gebrochenheit Neil Youngs amüsanter, einen 1960er Linconln Convertible auf Elektroantrieb umzubauen... Zum Glück nicht auf Tretantrieb...

0 perfekt57 07.10.2012, 22:05 Uhr

und es wäre morgen evtl. auch...

und es wäre morgen evtl. auch an marina zwetajewa zu denken. (geb. 8.10.1892) . "im januar vermähle ich mich mit serjosha. du mußt kommen. du wirst mein brautführer sein. deine anwesenheit ist unbedingt erforderlich. auf der hochzeit werden alle verwandten papas zugegen sein. es ist ein ganzes regiment unserer freunde notwendig, damit wir uns nicht fremd vorkommen werden. max, du mußt kommen! der gedichtband ist im druck, er kommt wahrscheinlich in einem monat heraus."(3.11.1911) . "Vieles in der Dichtung Marina Zwetajewas hat seine Wurzeln tief in der verdrängten und unruhigen Kindheit, die trotzdem reich und einzigartig war." (wiki) ( http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fa/Passeggiata_di_Nervi-gennaio_2005.jpg ) . und am tag der deutschen einheit gedachten wir eigentlich der teilung. (wie bekannt. also ätzend auch.) . nun denn. . und "deutsche! passt besser auf amerikas atomwaffen auf! denn die amerikaner können es nicht mehr alleine!" (neue befürchtungen alter bevölkerungen, die übernächste) .- und jenseits aller goldräusche? stand für viele womöglich schon immer neil young. . "I was lying in a burned out basement With the full moon in my eyes. I was hoping for replacement When the sun burst thru the sky. There was a band playing in my head And I felt like getting high. I was thinking about what a Friend had said I was hoping it was a lie." ("after the goldrush") . ungefähr.

0 HansMeier555 08.10.2012, 06:13 Uhr

"was mit Rüstung" . herrlich!...

"was mit Rüstung" . herrlich!

0 Latifundius 08.10.2012, 07:05 Uhr

Das Thema sind in Deutschland...

Das Thema sind in Deutschland nicht die "armen" Reichen, wie der Don, sondern wie zwischendurch erwähnt die unpassende Erbschaftssteuer, die international komplett lachhaft ist. Allein eine Anpassung auf englisches oder US-Niveau (beides keine Orte, wo Reiche schaden fürchten müssen) würde bei uns ein sinnvolles Zeichen setzen.

Leistungsungerechtigkeit. Was...

Leistungsungerechtigkeit. Was für eine Rolle spielt LUCK im Leben? Wie wird man "lucky"? U.a. durch Serendipity, Sagacity und Altamirage.

0 HansMeier555 08.10.2012, 07:24 Uhr

Die Ästhetik Oberitaliens...

Die Ästhetik Oberitaliens

0 HansMeier555 08.10.2012, 07:28 Uhr

Nettoasozialprodukt...

Nettoasozialprodukt

HansKarl: Danke, Pfundskerl!...

HansKarl: Danke, Pfundskerl!

0 HansMeier555 08.10.2012, 07:29 Uhr

Senken wir das...

Senken wir das

0 prince Matecki 08.10.2012, 07:39 Uhr

Ich meinte den Satz von der...

Ich meinte den Satz von der Gerchtigkeit und der Gnade zunächst durchaus theologisch, man denke an den in der Reformation zugespitzten Gegensatz von "Werkgerechtigkeit" und "sola gratia", der Rechtfertigung allein aus der Gnade. Oder den Leineweber aus Tarsos, "wir sind allzumal Sünder und ermangeln der Gnade". Darauf spielt auch der weiter oben zitierte A Camus an, im Existenzialismus hat er sich (siehe die referierten Predigten des Paters in La Peste, "il se rapprochait à l´héresie..") mit dem Christentum auseinandergesetzt. Man denke aber auch, etwas humorvoller, aber sehr ernst, an J Hasek und den braven Soldaten Schweijk, wo von dem Rekruten bereichtet wird, der schon im Geruch zur Truppe kam, ein unzuverlässiger Sozialist zu sein. Man behandelte ihn streng nach der Dienstvorschrift, er kam zu Tode. . Und perfekt57, Sie haben ja recht, es gibt immer zwei Möglichkeiten. Wir denken an Werfel, Jakubowski und der Oberst.... Es passt zu meiner Inkulturation, ist Jakubowski doch ein nach Paris emigrierter Ostjude und der Oberst ein durchaus nicht philosemitischer polnischer Offizier, die im Sommer 1940 vor der siegreichen Wehrmacht in Frankreich versuchen, ihr Leben und ein wenig Habe in Sicherheit zu bringen. Es lohnt das Theaterstück zu lesen, zu sehen oder den alten Film, das waren noch Zeiten als zeitgenössisches Theater verfilmt wurde.... . Ansonsten kann über Gnade und Gerechtigkeit vielleicht bertholdIV weiter helfen. . Und ja, familiäres Herkommen und Beruf bringen es mit sich, dass ich zuweilen Macht über Menschen habe bzw hatte, auch wenn die Zeit da ich vor angetretener Truppe mit einem Minsterpräsidenten eines Bundeslandes ein Fahnenband an meine Truppenfahne heftete lange vorbei ist - tempi passati. Im Ministerium muss man froh sein wenn die Sekretärin im Geschäftszimmer die Tasse für einen spült....

@perfekt57 . Danke! .. für...

@perfekt57 . Danke! .. für den Hinweis auf Marina Zwetajewas. >>> In dem ungewöhnlichen Briefwechsel mit Rilke werden alle Distanzen überwunden.. Die deutsch russische Welt der Worte hält beide gefangen. Doch als Marina Zwetajewa dem Dichter, der unheilbar an Leukämie leidet, begegnen will, zieht er sich erschrocken zurück. Lyrik für Alle: Marina Zwetajewa http://www.youtube.com/watch?v=j-ihe8vDTqY ------------------------------------------------------------ Die Zeit heilt alle Wunden? Ein großer Irrtum! greg lake:lucky man 1974 http://www.youtube.com/watch?v=Nm7-cysfE2c (ELP- Überall hat die Gema die Finger drauf ) . Die hohe Stimme von Neil Young liegt mir nicht so; das Guitarrensolo in "Dead Man" ist mein Favorit. (Achtung! Nichts für zarte Gehörgänge) http://www.youtube.com/watch?v=pT3jnu1yJO0&feature=related Ein Schmerzausdruck.

"Ergib dich auf Gnad oder...

"Ergib dich auf Gnad oder Ungnad, du Hundsfot!" (Unbekannt, 30-jähriger Krieg) .. Steile Behauptung & Unterstellung: Man merkt dem werten publico hiesiger community und deren membres an, dass es noch nie in der Vollscheisse gehangen hatte. Alles Existentielle, welches hier so erörtert und problematisiert wird, macht etwas ungemein Rührendes und Betuteliches her. Weil bar jeder eigenen gemachten Erfahrung. Was natürlich kein Verdienst an sich wäre, wenn es anders gekommen. .. "Warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt der Hamann mit dem Hackebeilchen!" (Gassenhauer der Zwanziger Jahre über den damaligen Hannoveraner Serienmörder)

Nach zehn Stamperln ...

Nach zehn Stamperln Sliwowic: "Schlagt ihn tot, den Hund, er ist ein Rezensent!" (Goethe)

0 Klaus Jarchow 08.10.2012, 08:39 Uhr

"... Besitzlose, die erst...

"... Besitzlose, die erst einmal ein Vermögen beiseite schaffen müssen ..." - das ist treffend formuliert. Wenigstens erfährt der Besitzlose daraus, wie man so etwas macht.

0 HansMeier555 08.10.2012, 08:58 Uhr

Angela, von Gottes Ungnaden...

Angela, von Gottes Ungnaden Kanzlerin der Deutschen

0 Der Tiger 08.10.2012, 09:30 Uhr

Sehr verehrte Donna Laura! -...

Sehr verehrte Donna Laura! - Man musste ihn aber gut eincremen, wenn man ihn der Sonne aussetzt. Als Tito noch Jugoslawien regierte, kam ich einmal auf einer Wanderung um die Insel Hvar an einen sozialistischen ffk Strand. Am meisten beeindruckt hat mich ein junger Berliner, der stöhnend auf seinem Schlafsack neben seinem Zelt lag. Sein larry war feuerrot. . Sehr verehrter Prince Matecki! – Vielen Dank für Ihre Erläuterungen! Ich gebe aber Folgendes zu bedenken: Gnade im religiösen Rahmen ist eine Frage von Glauben. Demzufolge ist Gott allmächtig und ist niemand Rechenschaft schuldig. Der Mensch kann nur hoffen und beten, dass Gott ihn gnädig beurteilt. . Aber Gnade unter Menschen ist ein Akt der Willkür. Über den Diener des Papstes wurde – gemessen an der Anklage - gnädig geurteilt. Vielleicht wird sein Herr ihn auch noch völlig begnadigen und er muss überhaupt keine Haftstrafe absitzen. Aber wurde ihm Recht getan? Was für Verhältnisse herrschen in den Kammern des Papstes, wenn der Papst und sein Herr Gänsewein wirklich nichts gewusst haben?

Lt. Spiegel haben die “...

Lt. Spiegel haben die “ Reichen Griechen“ und die „Reichen Italiener“ Erträge aus Steuerhinterziehung und Korruption ins Ausland transferiert. Jetzt laufen griechisch/italienische [°;°] Gespräche mit Super Mario, für eine erneute bedingungslose Hilfe. . Zum Trost: Holger Czukays "Bankel Rap" http://www.youtube.com/watch?v=AfVgvKf190o&feature=related . Holger Czukay ist ein Genie - ein Beispiel wie LEBEN gelingen kann. Seine Ode to perfume- eine Ode an die Frauen- ein Glanzstück! Czukay der Privatsinfoniker war Bassist bei der Gruppe Can. http://www.youtube.com/watch?v=zP8vMbgdw1I&feature=related Heute abend 1 Stunde dem Czukay zuhören und danach sind Sie garantiert REICHER geworden!

Ein Kasachendeutscher...

Ein Kasachendeutscher arbeitete vor einem Jahrzehnt einmal für mich. Ein kleiner untersetzter Typ, dabei athletisch gebaut und ungeheuer wendig. Er diente in den achtziger Jahren bei einer Raketeneinheit, nahe dem heutigen Petersburg als Offziersfahrer. Darüber kamen wir in´s Gespräch. Während seiner Ausbildung hatte er die grausamen Riten mitgemacht, denen sich die Rekruten derglorreichen Krasnaja Armiya unterziehen mußten. Es gab viele Selbstmorde in der Truppe. Als er selbst "aufgestiegen" war, hatte er einen Kameraden so windelweich durchgeboxt, sodass dieser sich schliesslich ebenfalls das Leben nahm. Es gab keinerlei Gnade. Eine retttende Hand auch nicht. Jetzt ist er glücklich verheiratet, hat zwei wohlgeratene Kinder und wird mittels seiner immensen Tüchtigkeit seinen Nachkommen sicherlich ein Erkleckliches vererben. So kann es gehn. .. Es ist Herbstzeit, die Blätter fallen ab ud da kommen schon mal solche Gedanken angekrochen. Jedoch: Im Frühling wird alles wieder gut. M-ma-mal sehen, wer diesmal in der Saison sein ganzes Hab und Gut vererben muß. Gibt es einen Unterschied zwischen dem Erblasser und dem Erblaßer?

HM555....und der Griechen...

HM555....und der Griechen Kurzweil.

Bis auf mein letztes Hemd...

Bis auf mein letztes Hemd vermache ich alles meinen Lieben.

"Angela, von Gottes Ungnaden...

"Angela, von Gottes Ungnaden Kanzlerin der Deutschen ..." Nein, von des Wählers Gnaden, wenn schon. Gruss, Thorsten Haupts

0 prince Matecki 08.10.2012, 10:24 Uhr

Die Fragwürdigkeit weltlicher...

Die Fragwürdigkeit weltlicher Gnade ist ja durchaus offenkundig, doch kommt selbst die Bundesrepublik nicht ohne aus, sie lässt es föderal bei den Ministerpräsidenten (in einigen Bundesländern auch bei einer Gnadenstelle bei Staatsanwaltschaft) oder beim Bundespräsidenten ausüben, mit Gegenzeichnung durch das Jutizressort. Tatsächlich liegt vor allem beim "lebenslänglich" die Frage nach dem Sinn des Vollzugs jenseits einer zeitlichen Schwelle nahe. Viele Gefängnispfarrer und -Pychologen sagen, dass entweder nach dem siebenten oder achten Jahr eine innere Auseinandersetzung mit Tat, Schuld und Konsequenzen erfolgt ist, später nur noch in seltenen Fällen. Dem entspricht die "Begnadigung" solcher Fälle nach einer (mit beträchtlichem "Zuschlag") kalkulierten Frist. Für die, bei denen eine solche "Innere Wandlung" nicht erkennbar ist, bleibt nur das Aufbewahren bis ans reale Lebensende. Anderes mag man sich dazu nicht vorstellen, obwohl es entweder in großen Staaten noch durchaus üblich ist, oder andere Länder (wie oben erwähnt oder bei Hasek nachzulesen, der ja durchaus nicht nur gemütlich ist) die finale Lösung heraufbeschwören. Für das theologische Verständnis wäre auf Augustinus zu verweisen, wobei auf das Geschenk der Gnade mit gewollter Verweigerung reagiert werden kann, dass führt dann zur Sünde, oder aber das Geschenk in Liebe angenommen werden kann, was freilich nicht zur Regel- oder Zügellosigkeit führt, das "amo et fac quod vis" soll ja eingebettet sein in eine Ordnung der Liebe! (Ich hoffe Prof. Johannes Grohe in Rom würde ob dieser verkürzten Darstellung nicht zu sehr den Kopf schütteln) Im LThK "Lexikon für Thologie und Kirche" füllt das einige Spalten. (Erwähnte ich schon dass wir stramm katholisch sind?) . Abschließend noch ein persönlicher Hinweis: Ohne hier völlig identifizierbar zu werden, kann ich verehrte Mitleser jedoch versichern, dass meine Eltern (ob der Zeitläufte des 20.Jh) und ich einige Male sehr elendige Situationen erlebt haben, der Bruder meiner Mutter hat sie nicht überlebt, weil "Kriegsgerichtsherren" anno Mai 1945 eben durchaus keine Gnade kannten. Ich habe auf See und im Einsatz einige Situationen erlebt, bei denen es gerade so eben gut ging. Dazu zähle ich auch eine Situation in Mogadishu, bei der ich Waffeneinsatz eo eben vermeiden konnte. Wolle ER oben nicht beschlossen haben, dass damit das Guthaben verbraucht ist!

@prince Matecki - Gnade: Wenn...

@prince Matecki - Gnade: Wenn ich die Wahl zwischen kalter Gerechtigkeit und freiwilliger Gnade habe, wähle ich jeden Tag ersteres (erwähnte ich schin meine Bewunderung für Preussen?). Soviele "gute" Menschen gab auch der Adel vor 1800 nicht her, dass Gnade eine wünschenswerte Option darstellt. Wenn man gnädig davon absieht, dass "Gnade" ein institutionalisiertes Machtungleichgewicht voraussetzt, sonst handelt es sich schlicht um Mitgefühl. Gruss, Thorsten Haupts

@Hanskarl - "... eines kann...

@Hanskarl - "... eines kann man nur für Geld kaufen - Freiheit." Freiheit von? Vielleicht ... Freiheit für? Ist davon unabhängig. Und Freiheit von ist Freiheit in der Pubertät. Gruss, Thorsten Haupts

0 mediensegler 08.10.2012, 10:42 Uhr

achwas 08. Oktober 2012,...

achwas 08. Oktober 2012, 11:38 Zwei Songs, eher untypisch für CAN begleiten mich schon lange durch mein Musikleben. She brings the rain und tango wiskey man http://www.youtube.com/watch?v=rhBiwc8Bx84 http://vimeo.com/24315326

0 mediensegler 08.10.2012, 11:23 Uhr

Vroni 06. Oktober 2012, 17:11...

Vroni 06. Oktober 2012, 17:11 "...als ich lediglich höflich und formvollendet die Zusammenarbeit allmählich beenden wollte.....Dienstleister einfach aus eigener Entscheidung aufhört Dienst zu leisten.... In Zukunft werde ich wohl nicht mehr so transparent und ehrlich meinen höflichen Abschied bei einem nicht mehr ganz so dollen Auftraggeber einläuten. Sondern einfach irgendeine Lüge wie "muss Mutter pflegen" oder neumodern "ein Jahr Sabbattical machen" faseln, damit sie mich ohne Beleidigungen oder Taschenspielertricks ziehen lassen" . ??? Das als Agentur? Mutter pflegen im Haifischbecken. . Das geht doch viel eleganter. . Nach jahrelangen Zusammenarbeit ... bla,bla ... Preisstabilität .... bla, bla ... sind wir leider gezwungen ... unsere Stundensätze, Festpreise ... bla,bla ... um x% zu erhöhen. . X gleich Schmerzensgeld. (und hier macht das X wirklich Sinn.)

Dr. Martinus Luther meynet,...

Dr. Martinus Luther meynet, dasz SEYN Gnad nothwendig ohnverdient sey. Da hülffen auch der vielen guthen Werkleyn nichts, so da angeheuffelt. SEYN Buochhalterey ist ons verschloszen. .. Der Normalbürger kann kein Blut sehen. Er hat noch nie zugesehen, wie einer Sau ratzfatz der Hals durchgeschnitten wird. Die Blutwurst kauft er sauber verpackt beim REWE oder beim EDEKA, sogar zu ALDi geht er. Zwegn dem hat er sich ohn Gnad, aus rein humanen Gründen, für die Abschaffung der Todesstraf stark gemacht. Die Gemeuchelten hatten keine Lobby. Selbst schuld. Aug um Aug, Zahn um Zahn ist ihm zutiefst suspekt. .. Der Erstgeborene rieb sich nach seinem Erscheinen verwundert die Äuglein: Was, das Alles ist demnäxt mir? Boah ey! .. Die Gnade der verspäteten Geburt. .. ThorHa: Selbst Adenauers fehlende eine Stimme zur ersten Kanzlerwahl, die er sich selbst gab, wurde doch letztlich von IHM veranlasst. Oder sind Sie Ihren alten RCDS - Grundsätzen untreu geworden und anderer Meinung geworden?

@Der Tiger - "... wenn der...

@Der Tiger - "... wenn der Papst und sein Herr Gänsewein wirklich nichts gewusst haben?" Diese Frage ist der Ausgangspunkt jedweder bürokratischen Regel- und Formularwut. Ersetze Vertrauen (mit der MÖGLICHKEIT von unerkannten Fehlern) durch Kontrolle (mit der SICHERHEIT des Ausnutzens von Schlupflöchern). Für die Sündenbocksuche ist das nützlich, für Problemlösung wahrscheinlich nicht. Gruss, Thorsten Haupts

0 perfekt!57 08.10.2012, 13:29 Uhr

ja, der erblaßer wird früher...

ja, der erblaßer wird früher weiss. etwas zumindest - in den meisten fällen.

@Plindos - Adenauer: Fällt...

@Plindos - Adenauer: Fällt der Alte inzwischen unter IHM? Und was hat ER mit den RCDS-Grundsätzen zu tun? Ach was, ich bin heute gnädig gestimmt. Schwamm drüber? Gruss, Thorsten Haupts

0 perfekt!57 08.10.2012, 14:29 Uhr

in kürze, aber hoffentlich...

in kürze, aber hoffentlich ohne unfreundlich zu wirken, ob der kürze:"dead man" ist uns ein wenig zu wenig melodiös, wenn man so sagen darf, aber interessanter link; klingt zu sehr nach einzelnen gewehrschüssen bis zu folgen von schüssen, stakkato aus automatischen waffen, etwas zuviel stahl mit kein fleisch, oder so. kann auch teils am alter mit liegen, früher war man noch jünger. . "Von Ungnaden Deutschlands Gottes Kanzlerin", sollte es evtl. eigentlich heißen, oder? . "Alles Existentielle, welches hier so erörtert und problematisiert wird, hat etwas ungemein Rührendes und Betuliches." wir wollen es so erhalten. . und nur aus der gnade, sicher. (wie sonst?) (man freut sich aber, dass es andere auch so schreiben) . "im frühling wird alles wieder gut". ja sicher, aber so schlimm wirds auch wieder nicht sein. wobei eine gewissen natürliche katharsis ja zur jahreszeit dazugehören kann. und jung bleiben. viele der nicht mehr ganz jungen franzosen fahren inzwischen von januar bis märz ganz kleinbürgerlich mit dem wohnmobil für 3 monate nach marokko. "überwintern". z.b. in sidi ifni oder anderswo. und kommen sich gar nicht komisch vor. aber der eine ist halt mehr zugvogel, als ein anderer. (wie, nach psychologisch kleinbürgerlicher lesart, evtl. wohl die störche zurechtkommen, so ganz ohne katharsis und leicht dunklere gedanken zu manch jahresspäter stund', da sie jedes jahr wegziehen, immer vom herbst der nordhalbkugel in wenigen flugstunden in den südhalbkugelfrühling wechseln, ist wahrscheinlich auch noch nicht gut untersucht. (man könnte ja mal bei denen dopamine und antagonisten demnächst on-the-fly messen, der sache näherzukommen, nicht wahr?) (sahen mal eine doku, in der ein storch von norddeutschland über die türkei und den nil runter bis nach südafrika flog, gps-getagged. fand der offensichtlich völlig normal und ok. und auch fast keine anstrengung, bloß nett.)) (man fand sogar einen neuen link http://www.youtube.com/watch?v=FHuPNvw0jVE *g*) . "Aber Gnade unter Menschen ist ein Akt der Willkür" - ja und nein, denn auch unsere gnade (oder ungnade) ist niemals freier akt, sondern immer teil größer zusamenhänge. kein mensch kann sich außerhalb stellen. so wohl die allgm. kenntnis. (weshalb ja u. u. auch die größe "leistung" darin bestehen kann, sich den menschen ausliefern. "es bei gott zu tun, wie banal - und voraussichtlich rein positiv", so evtl. ein möglicher ausruf dazu) . hingegen.

0 mediensegler 08.10.2012, 15:15 Uhr

Plindos 08. Oktober 2012,...

Plindos 08. Oktober 2012, 10:05 Reicht die (unverschuldete wg. krimineller Buchhaltung) Insolvenz eines mittelständischen Unternehmens mit langjährigen Folgen für Arbeit und Vermögen als Vollscheiße, oder muss das mehr sein? . Plindos 08. Oktober 2012, 14:52 Die Oma väterlicherseits machte noch Hausschlachtungen. Habe zugeschaut, vom Töten der Sau bis zur fertigen Blutwurst. Und das ein Huhn noch ohne Kopf läuft, sah ich auch.

ThorHa@: Bin Ihrer mir...

ThorHa@: Bin Ihrer mir gewährten Gnadenzuwendung voll bewußt. Nein, ein höheres Wesen war gemeint, höher als Adenauer. Jut, losse mer de ahle Kamelle. .. Wenden wir wir uns der Gegenwart zu. Europa ist mitsamt seinen uralten Erb- & Besitzständen im Wert gestiegen, Dank dem in Kraft getretenen ESM. Nun wird alles wieder gut. Heile, heile Mäuseschwänzchen. Der gute Weg ist mit frommen Vorsätzen, und deren 22 Milliarden deutscher Einlage-€uros unterlegt mit weiteren haftenden 168 Milliarden Garantien von D., gepflastert. .. Freude edler Götterfunke.... .. Der Weg ist das Ziel. (TARGET 2)

0 prince Matecki 08.10.2012, 15:20 Uhr

Ach verehrter Thorsten...

Ach verehrter Thorsten Haupts, wir wissen dass Friedrich Wilhelm I, der Soldatenkönig, an das (mildere) Urteil des Kriesgrerichts zur (versuchten) Fahnenflucht des Leutnants Katte schrieb: er sei „auch die Schule durchgegangen und (habe) das Sprichwort gelernt: Fiat iustitia aut pereat mundus", er verschärfte zum Todesurteil. Schreiben des Königs an Kriegsgericht zu Koepenick, Berlin 1. Nov. 1730, abgedruckt in Klosterhuis, Katte Ordre und Kriegsartikel, 2005, S. 88 Preußen war in mancherlei Hinsicht (Folterverbot) ein zivilisatorischer Fortschritt im 18. Jahrhundert, aber selbst die bei der Bundeswehr als Fortschritt gerühmte Aufhebung der Prügelstrafe bei den Soldaten durch die Reformer nach 1806 war bei Licht besehen nicht viel wert, sie galt nur dem "normalen" Soldaten, aber nicht, wenn er durch Befehl "in die zweite Klasse des Soldatenstandes" versetzt war, dann durfte der Unteroffizier durchaus den Befehlen wieder Nachdruck verleihen. Preußen, dass ist Fürst Radziwill als Gouverneur in Posen, der dort Bühnenmusik zu Goethes Faust komponiert (und den für die Musiker zum besseren Verständnis auch gleich ins Polnische übersetzt!), aber das ist auch die verächtliche Behandlung und weitestgehende Verweigerung von Aufstiegschancen wie sie aus Thomas Hallmanns Aufsatz "Diversity Management im Militär - ... ausgewählte Fallbeispiele" Kapitel 2 Der Militärdienst von Polen in der Preußischen Armee" hervorgeht, im Band "Die Truppe wird bunter" Nomos Verlag 2012, in der Bibliothek des BMVg verfügbar und sicher auch sonstwo im System Bundeswehr. Weitere Literatur gern auf Anforderung

perfekt!57@: Bingo! ;-))...

perfekt!57@: Bingo! ;-)) Nichts will ich Ihnen aus den größeren Zusammenhängen reißen. Das würde Ihre nur Ihre kunstvolle Eloquenz stören. Wozu haben WIR auch ein geistig/geistliches Navigationsgerät?

Werter Don, wann gibt es denn...

Werter Don, wann gibt es denn das erste Photo mit dem Tarmac? Die Wahl eines amerikanischen Herstellers hat mich doch überrascht.

@Prince Matecki: Was ich an...

@Prince Matecki: Was ich an Preussen bewundere, sind völlig andere Dinge: Sein expliziter Nicht-Nationalismus, Haffner folgend seine brillante, quasi-maschinelle Konstruktion, die legendäre (und vermutlich masslos übertriebene - dennoch) Unbestechlichkeit des Staatsapparates. Seine kühle Gerechtigkeit, religiöse und sexuelle Toleranz. Und sein grösstes, für Deutschland genau deshalb im Erbe verderbliches Werk: Der grosse Generalstab. Der gelungene Versuch, herausragende Truppenführung zu institutionalisieren. Und nicht als Letztes die einzige Schicht/Klasse Deutschlands, die 1944 indirekt kollektiv Selbstmord beging, aus Scham - der preussische Miltäradel. Gruss, Thorsten Haupts

@ Mediensegler die...

@ Mediensegler die Schmerzensgeld-Idee kann natürlich auch funktionieren und wurde bereits in Erwägung gezogen. Nicht anwenden sollte man sie danm, wenn man die Herrschaften 100%ig loswerden will. Es kann passieren, dass sie das Schmerzensgeld akzeptieren, Risiko.

0 HansMeier555 08.10.2012, 15:38 Uhr

Gottes Ungnade kann auch in...

Gottes Ungnade kann auch in Wahlergebnissen zum Ausdruck kommen. . (Wenn Gott die Menschen strafen will, erfüllt er ihre Wünsche).

0 donalphonso 08.10.2012, 15:39 Uhr

Mich auch, zumal die...

Mich auch, zumal die Alternative ein C50 von Colnago gewesen wäre, aber das war nicht irgendein Specialized, sondern das seltene Bettini Sondermodell mit allem, was man sich wünschen kann. http://rebellmarkt.blogger.de/static/antville/rebellmarkt/images/4okb6g.jpg

0 Der Tiger 08.10.2012, 16:31 Uhr

Sehr geehrter Prince Matecki!...

Sehr geehrter Prince Matecki! – Vielen Dank für die Erklärung wie Gnadengesuche für lebenslänglich Verurteilte gehandhabt werden. Leuchtet mir ein. Ehrlich gesagt, hatte ich mir über das Verfahren noch nie Gedanken gemacht. Ich komme weder aus einer Politiker- noch einer Militärfamilie. Jetzt bin ich sehr gespannt, was sie als nächstes über Preußen und preußische Tugenden schreiben werden.

0 Der Tiger 08.10.2012, 16:37 Uhr

@HansMeier555 – Wollen Sie...

@HansMeier555 – Wollen Sie damit sagen, dass Wahlergebnisse vom Teufel gezinkt werden? Wenn er ein guter Informatiker ist, würde ihm das nicht schwer fallen.

0 perfekt57 08.10.2012, 17:00 Uhr

"Blendend weiss schmilzt der...

"Blendend weiss schmilzt der Schnee harschig zusammen - und in Gottes Wahlergebnissen kann auch Ungnade keinen Eindruck hinterlassen." (Paolo B.) . Man sagt es ganz sicher nicht oft genug, dass großer Grund zur Dankbarkeit besteht, eben weil unser Gastgeber dies alles hier auf sich nimmt. Er sieht uns einmal mehr beschämt und stolz zugleich.

Lieber HansMeier555, um 17.38...

Lieber HansMeier555, um 17.38 Uhr (letzte Zeile), Sie sagen es. Ich bin privilegiert. . Waehrend meiner Abwesenheit ist das Niveau hier sehr gestiegen. Ich bin wieder da.

0 perfekt57 08.10.2012, 17:27 Uhr

@ beiträge. . fkk für die...

@ beiträge. . fkk für die elektronen? (wir fordern die erste welt-unsichheitsrepublik. also topless. vollkommen kamerafrei) (was sich demnächst womöglich auch noch ungestraft aufzeigen will) und oligopol heißt das starke, gesunde kind. (oder warum bei der europäischen vereinigung auf dem natürlichen weg niemals eine allgemeine demokratie entstehen kann) . und verband. (oder warum das wort erst uniform wird; dann hospital, dann brotbelag) . und heldenhaft und klein. (es ist nicht mein europa. es ist das europa der anderen. denn ich bin nur ein mitteleuropäer.) (neuer fahnenapell, sich selbst und der europafahne abgerungen.) (von den undenkbarkeiten) . und wir sollten die banater schwaben reaktivieren. (im banat wusste man schließlich schon immer, wie man mit obrigkeitsverfolgten umging) (neue, alte verwendungen, den ostlandschaften abgerungen) (oder: krise - neue orientierung hat das land) . und der starke ist am mächtigsten alleine. (dachte die ameise. und baute sich einen hügel) . wie immer lediglich. . (und visionäre berge gabs früher. http://www.youtube.com/watch?v=0_lwVj1QtSs – eben einfach nett, da fast vollkommen unreflektiert)

0 mediensegler 08.10.2012, 18:05 Uhr

Filou08. Oktober 2012,...

Filou08. Oktober 2012, 19:17 "Waehrend meiner Abwesenheit ist das Niveau hier sehr gestiegen." Eigentor, ;-)

@ mediensegler Grad heut´...

@ mediensegler Grad heut´ Mittag habe ich mir die CD: CAN ANTHOLOGY gekauft, da ist "She brings the Rain" mit drauf! (Meine Platten hat alle der Nachwuchs auf div. Partys ruiniert) . Nun da der ESM in Kraft gesetzt wurde, brauchen wir auch die passende Musik: KRAFTWERK:"Haevy metal kids" + "Ruckzuck" http://www.youtube.com/watch?v=FKgMUB_qyb0 Als Endlosschleife mit ordentlichen Lautsprechern auf einem LKW ... alle gemeinsam zur EZB - und dann dem Draghi -als olle Krautrocker- Angst einjagen. :-)

@perfekt57 "banater schwaben"...

@perfekt57 "banater schwaben" ... Herta Müller kommt von dort. Sehr interessant H.Müllers Ausführungen zur "Mutter"sprache http://www.youtube.com/watch?v=ytT3lz1qWrc&feature=related

0 prince Matecki 08.10.2012, 19:16 Uhr

Verehrter Herr Haupts,...

Verehrter Herr Haupts, Preußen hat in Elsass - Lothringen ( korrekt: Reichslande, aber überwiegend waren da preußische Beamte tätig) und in Westpreußen, in Schlesien usw. durchaus eine nationalistische Germanisierungspolitik betrieben, zwar erst ab etwa 1880, aber dann durchaus sehr robust in der Wahl der Mittel. Auch da ist der Blick in sozialwissenschaftliche Bücher, die Forschung aus Primärquellen dokumentieren, hilfreich gegenüber der zweck-gerichteten Reminiszenz eines Haffner (den ich auch im Bücherschrank habe, keine Frage) oder selbst der Schilderung des großen Friedrich durch Theodor Schieder. Dessen Rolle in der deutschen Geschichtswissenschaft kennen Sie ja sicher, sonst können Sie sich gern bei wikipedia nüchtern belesen. http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Schieder Der "Große Generalstab" (die "rote Bude") hatte eine gute historische Abteilung, die sehr anständige Bücher über die Kriege Preußens bis einschließlich 70/71 herausgegeben hat. Aber die Rolle des jüngeren Moltke oder Falkenhayns ist doch sehr problematisch. Vom gut qualifizierten iGler Hindenburg, gewesener I a (nach unseren Begriffen G 3) in Koblenz oder dem Generalquartiermeister L. ganz zu schweigen. Was die Angehörigen des Widerstands angeht, teile ich Ihre Auffassung. Aber der statistische Blick in die Reihen des Widerstands gegenüber der Zahl der Absolventen entsprechender Ausbildung, die vom Major bis zum General im aktiven Dienst standen und doch "bis zur letzten Patrone" mitmachten (oder wie Seydlitz-Kurzbach erst im Schrecken zur Raison kamen) ist doch sehr ernüchternd. Konsequenzen, so oder so (mit der Gewehrgranate oder Handgranate im Niemandsland Henning v Tresckow) zogen nur wenige. Die anderen stritten ab 1949 für ihre Pensionen und füllten Bände apologitischer Literatur darüber, dass der Generalstab doch keine "verbrecherische Organisation" gewesen sein. Deswegen auch heute noch im Ministerium der Unwillen, einen neuen nationalen großen Generalstab darzustellen und der nach wie vor gültige Traditionserlass, der die Linien der Traditionswürdigkeit eng zieht. Sei es damit genug, ich lassen Ihnen Ihre Meinung und lese gern wenn Sie si äußern, aber ich fürchte, Sie werden mich kaum bekehren.

0 HansMeier555 08.10.2012, 19:42 Uhr

@Filou Gruß an die Königin...

@Filou Gruß an die Königin

0 mediensegler 08.10.2012, 20:08 Uhr

Niemals würde ich einem Club...

Niemals würde ich einem Club beitreten, der jemanden wie mich als Mitglied akzeptiert. (Groucho Marx)

Lieber mediensegler (20:05),...

Lieber mediensegler (20:05), zuerst wandelte mich die Idee des Philisterstammtisches an, jedoch gewann die Selbsterkenntnis den Sieg ueber meine bescheidene Seele.

mediensegler@: Wollte Ihnen...

mediensegler@: Wollte Ihnen und anderen Leidtragenden nicht zu nahe auf die Füße getreten haben. Aber wenn man einfach so hintatscht, kommt ja auch immer etwas ans Tageslicht. Mit anderen Worten, das Leben ist hart aber ungerecht.

Der Tiger@ 08. Oktober 2012,...

Der Tiger@ 08. Oktober 2012, 18:37 Vous ne pouvez jamais savoir cela.

Filou@: 08. Oktober 2012,...

Filou@: 08. Oktober 2012, 19:17 Es wurden hier unglaubliche Anstrengungen unternommen, das Ihrige zu erreichen! (Von mir ganz zu schweigen.)

0 HansMeier555 08.10.2012, 21:09 Uhr

Herr von Ribbeck auf Ribbeck...

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Wartheland...

0 HansMeier555 08.10.2012, 21:14 Uhr

Man siegt über sein...

Man siegt über sein Ego, nicht über seine arme Seele.

0 mediensegler 08.10.2012, 21:18 Uhr

Filoub08. Oktober 2012,...

Filoub08. Oktober 2012, 22:29 Schon, dass Sie wieder da sind. Kleiner Gruß. http://www.youtube.com/watch?v=5a4RP05zUVQ

Plindos@ (22:51), von Ihnen...

Plindos@ (22:51), von Ihnen schweige ich gerne.

0 mediensegler 08.10.2012, 21:28 Uhr

Plindos 08. Oktober 2012,...

Plindos 08. Oktober 2012, 22:44 Das mit dem Huhn fand ich gar nicht so schlimm. ;-)

@ ThorHa "Geld ist gemünzte...

@ ThorHa "Geld ist gemünzte Freiheit" - Dosdojewski. Ich kenne nur Freiheit ( nicht Freiheit von oder für ) - den Zustand mit größt- möglicher Selbstbestimmung, die nur dort enden sollte, wo es um das Recht des Mitmenschen geht. Wenn ich frei von Zwängen bin, dann bin ich frei für ... @donna laura Wenn alle nichts mehr haben, haben alle, meiner Meinung nach, auch keine Freiheit mehr. Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten, sagt Lessing ( Nathan der Weise ). Allerdings wäre vollkommene, allumfassende Freiheit Anarchie, das will ich auch wieder nicht. So bleibt es immer die Aufgabe abzuwägen, was man will. Alte Sklaven, sind meist Feinde der Freiheit Gruß Hanskarl

0 mediensegler 08.10.2012, 22:06 Uhr

7000 Griechen haben...

7000 Griechen haben kurzfristig Arbeit Merkel sei Dank Der deutsche Exportmotor funktioniert auch hier.

0 PeterWolf 08.10.2012, 23:13 Uhr

Es gibt auch Trottel, die...

Es gibt auch Trottel, die einem neiden, wenn man ein Schloss oder eine Burg erbt. Damit kann man bekanntlich schon ein kleines Vermögem machen, vorausgesetzt, man hatte vorher ein großes. Mehr als drei Brötchen kann man nicht essen, nach zwei Schnitzeln ist man satt. Es gibt nur eine Form von wirklichen Reichtum! Zeit: kann man leider nicht kaufen, der Tag ist für alle gleich lang, ergo Freiheit: Was man mit der Zeit anstellt, die für alle gleich ist: sich nicht abhängig zu machen von völliger Zeitverschwendung wie "Geldverdienen um jeden Preis" für völlig blödsinnige Dinge, nur um die anderen Trottel zu beeindrucken. Und das steht in Deutschland jedem frei, nicht nur den Erben. Aber dann bitte nicht rummaulen.

0 mediensegler 08.10.2012, 23:27 Uhr

achwas 08. Oktober 2012,...

achwas 08. Oktober 2012, 20:32 Habe mittlerweile eine ansehnliche digitale Musiksammlung (mit Hilfe des Apfels) 80% selbst eingelesene CDs, 10% übers Netz gekauft, 9% na ja ..., und 1% mühsam selbst mit Plattenspieler und Computer digitalisiert, in Echtzeit, She brings the Rain gehört dazu. . http://www.songtexte.com/songtext/can/she-brings-the-rain-43d3c36b.html . Wir haben Herbst, man setzt sich so, dass man nach draußen schauen kann. Regen ist jetzt kein Problem. Man macht es sich gemütlich, wie auch immer. Man stellt die Musik laut, wenn man sie wirklich genießen will, muss sie laut sein. Und dann dieser Song, ... mmm Wir waren vor kurzem in Egmond aan See, hatten ungehinderten Blick aufs Meer, wir hörten diesen Song, vom mitgeführten Smartphone, während draußen Blitze zuckten, und dann folgte ungelogen Lucky Man von ELP. :-)

0 Dreamtimer 09.10.2012, 05:33 Uhr

Verweigerung und Verspottung...

Verweigerung und Verspottung der Gnade. Gab es so etwas nicht gerade im "Pussy Riot" Prozess, als für einen Augenblick im Raume stand, dass Putin die drei angeklagten Frauen möglicherweise begnadigen könnte? Eine Wahl zwischen harter Gerechtigkeit und Gnade stand dabei nie zur Debatte, schließlich ging es um die Politik und den Kitsch der Gläubigen. Letztlich ist es auch absurd, jemanden zu begnadigen, der sich im Recht fühlt. . Wie Du mir, so ich Dir, Leistung soll sich lohnen, großer Aufwand, großer Ertrag usw. In jedem Falle stellt Gerechtigkeit eine lineare Ordnung her, bei der mit Proportionalität von Ursache und Wirkung gerechnet werden kann. Gnade suspendiert das Gesetz der Gerechtigkeit, für ein noch höheres Gut, etwa die Gesundung der Gesellschaft. Die einseitige Aufhebung von Schulden ( der "Schuldenschnitt" ) ist i.d.S. eine Gnade. Sie suspendiert einen regulären Tauschzyklus, der unmöglich geworden ist, damit er wieder in Gang gesetzt werden kann. Die als linear gedachte Ordung wird durchbrochen, in einem Augenblick, wo sie als Fiktion erkannt wird und nicht mehr funktioniert, aber mit dem Ziel sie wiederherzustellen.

Eine andere Sicht aufs...

Eine andere Sicht aufs Geld: Guthaben: Nimm-Erinnerung = nimm von anderen Leistungen und Produkte an und bezahle sie dafür Verbindlichkeiten: Gib-Erinnerung = gib anderen Leistungen oder Produkte und lasse Dich dafür bezahlen. Das funktioniert aber nur solange man gesund, munter und arbeitsfähig ist.

@don alphonso ..ich habe es...

@don alphonso ..ich habe es nicht so mit den sehr leichten Carbonkisten. Gerade aus dem Sueden zurück, weiss ich den straffen Alurahmen zu schätzen, Die Strassen waren zt. katastrophal und ich hatte noch Gewicht auf dem Rücken. Zuhause hab´ich mich auf das ital. Stahlrad+Rekord gesetzt und es genossen. Selbst dem Stahlrahmen hätte ich die Strassen um Catania, Neapel etc. nur ungern zugemutet.

@prince Matecki: Ohne...

@prince Matecki: Ohne Bekehrungsabsichten: Mich interessieren als ehemaligen Soldaten Traditionserlasse, deren Ziel und Wirkung ausschliesslich politisch begründet sind, nicht. Der grosse Generalstab hat Deutschland zweimal ermöglicht, sich gegen auf dem Papier geradezu ungeheure Übermachten lange zu behaupten, einmal sogar mit Siegaussicht (August 1914), weil die deutsche Armee im Durchschnitt erheblich leistungsfähiger war, als ihre Opponenten. Das ist allerdings eine müssige Diskussion, die Bundeswehr in ihrer heutigen Form ist eine Söldnertruppe, die von (ehemals vorgeblich pazifistischen) Feiglingen zum Töten und Sterben abkommandiert wird und nicht einmal mehr den Angriff eines Drittweltstaates abwehren könnte. Weshalb ich jedem jungen Menschen heute vom Dienst dringend und eindringlich abrate. Re Preussen - ausgerechnet nach dem Untergang Preussens seine Mitwirkung an deutschnationalen Germanisierungsversuchen von Teilen Polens zu kritisieren, geht irgendwie am Ziel vorbei. Gruss, Thorsten Haupts

@handskarl - Freiheit: Nach...

@handskarl - Freiheit: Nach Ihrer Definition gibt es auf dem Erdball keinen wirklich freien Menschen, weil sich niemand direkt oder indireket dem Kooperationszwang entziehen kann, wenn er/sie überleben wollen. Gruss, Thorsten Haupts

@Dreamtimer: Gnade als...

@Dreamtimer: Gnade als Ausnahme von Gerechtigkeit ist ein Zeichen menschlicher Grösse. Gnade als Ersatz von Gerechtigkeit ein Zustand, dem Europa gerade mit grosser Kraft entkommen konnte. Gruss, Thorsten Haupts

0 HansMeier555 09.10.2012, 08:36 Uhr

System unser Das Du Geld...

System unser Das Du Geld zapfest im Himmel Geheiligt werde Dein Rating Unser Wille geschehe Wie in China so auch im Westen Der anderen morgiges Brot gib uns heute Und erlass uns unsere Schulden Wie auch wir sie eintreiben von unseren Schuldigern Und erlöse uns von der Steuer Denn Dein ist die Regierung, das Parlament, Die Justiz und die Presse -- Amen

Wilhelm von Ornaien genannt...

Wilhelm von Ornaien genannt der Schweiger (Tacitumus) wußte um diese Tugend, die er verkörperte, wie kein Anderer. Er hatte fast das Haus Oranien, samt seinem Erbe, in den Bankrott getrieben durch seine Unterstützung des Freiheitskammpfes der Niederlande gegen die Spanier. Deshalb setzten diese schließlich die Meuchelmöder gegen ihn an. Auf die Frage an ihn gerichtet, wer der größte Feldherr sei, sagte er: Ambrosio Spinola ist der Zweite (dargestellt auf dem Bild von Velasquez, "Übergabe der Festung Breda"). .. ThorHa: Der preußisch-deutsche Generalstab konnte mit all seinen enormen Fähigkeiten nicht die große politische Zange des Zweifrontenkrieges 1914-1918 ausbügeln. Die Neuauflage 1939 war auch nicht danach und führte die Besiegelung der endgültigen Katastrophe herbei. Man kann auch paradoxerweise durch Leistung sein Erbe verspielen. .

Mediensegler@: ....gewiß, ein...

Mediensegler@: ....gewiß, ein blinder Säufer findet auch mal nen Korn -)

@Plindos - preussischer...

@Plindos - preussischer grosser Generalstab: ... Auch wenn 1914 trotz Zweifrontenkrieg bei entschlossener politischer Führung in einem Patt hätte enden können und ein Sieg zumindest möglich war (die Marne war knapp, sehr knapp) - hatte ich ihn bereits eingeordnet: "Und sein grösstes, für Deutschland genau deshalb im Erbe verderbliches Werk". ... Wobei mir bitte die zynische Nebenbemerkung erlaubt sei, dass in beiden Kriegen zuerst und zuvorderst die politische Führung komplett versagte - einmal eine adelige, dann eine nichtadelige. Und das kann die beste Armee der Welt nicht ausbügeln, wie man schon bei Clausewitz nachlesen kann. ... Gruss, Thorsten Haupts

Nur so... Das Zitat von prince...

Nur so... Das Zitat von prince M. inspirierte mich: „Wir denken an Werfel, Jakubowski und der Oberst.... Es passt zu meiner Inkulturation…“ Spannend und sehr lehrreich, wie Menschen aus dem eigenen Lebensraum auf Andere blicken. Neue "Welten" öffnen sich und mancher gedanklicher Kreis schließt sich auch. . Der Blick von Elias Canetti z.B. richtet sich wegen der eigenen Lebensumstände logischerweise NUR auf Werfel. In Canettis Lebensgeschichte AUGENSPIEL(1931-1937), im Abschnitt „Kommödie in Hientzing“ wird diese Begegnung mit Werfel beschrieben. Im Abschnitt: „Auffindung des Guten“ schreibt Canetti über die Menschen, die für Geld, Ruhm oder Macht zu allem bereit waren. Er wollte sie immer wieder ergründen, wie es IN ihnen „aussah“ weil er nie ganz glauben konnte, was er sah. In Canettis Gesprächen mit Herman Broch tauchte die Frage auf: Gab es (je) einen guten Menschen und wie müsste er sein, wenn es ihn gab: War es jemand, der abseits stand oder konnte er sich frei unter anderen bewegen, auf ihre Herausforderungen reagieren und trotzdem gut sein. . Es wäre denkbar, dass hier der „katholische Gläubige“ einfacher eine Antwort findet, als der Zweifler und der "nur" auf sich selbst und sein Gewissen geworfene Ungläubige. Aber genau das weiß keiner. Da glauben wir alle - so oder so. Das sollte uns einen. ………………………………………………………………………………………………......... @ mediensegler 09. Oktober 2012, 01:27 Das Phänomen ala Lucky Man hatte ich neulich, als jemand schrieb, er habe Ester& Abi Ofarim sich angehört- denn genau fast zur gleichen Zeit sah/hörte ich es auch … ich bin erschrocken – naja nur leicht :-)

0 Der Tiger 09.10.2012, 10:32 Uhr

Sehr geehrter PeterWolf! –...

Sehr geehrter PeterWolf! – “Zeit: kann man leider nicht kaufen”. Ich würde sagen, “Gott sei Dank”. Da ich keiner bezahlten Arbeit nachgehen muss, habe ich einen Wettbewerbsvorteil vor denen, die sich einen 12 Stundentag ausgewählt haben. Zum Beispiel kann ich mir leisten, fünf Tage an einem dreiseitigen Bericht für eine gerichtliche Verhandlung zu feilen. Da Richter zu den Mitmenschen mit begrenzter Zeit gehören, gilt für sie auch, je kürzer und klarer man sich ausdrückt, umso leichter können sie urteilen. . Sehr geehrter Herr Haupt! – 1955 fuhr ich mit meinen Eltern ins Elsass. Meine bleibende Erinnerung ist der Besuch riesiger Soldatenfriedhöfe, vor deren Gräbern ich stand wie das kleine Mädchen in diesem Video: . http://www.youtube.com/watch?v=sYnxLSwQSeI . Mein Vater, alter Preuße, erzählte dem Töchterchen wahrscheinlich schon damals von den fabelhaften Leistungen der Preußen, so wie er es auch heute noch tut. Meine Mutter dagegen las mir reihenweise das Alter der Gefallenen vor. Ich war im Rechnen gut und verstand, dass diese 18/19/20 jährigen viel, viel jünger gestorben waren als meine Eltern alt waren.

0 donna laura 09.10.2012, 11:24 Uhr

lieber Plindos, jetzt las man...

lieber Plindos, jetzt las man doch glatt: wilhelm von ona- . *hüstel*...

0 donna laura 09.10.2012, 11:33 Uhr

bester Hanskarl, durch...

bester Hanskarl, durch übertreibungen - s. die von ihnen angeführte "vollkommene, allumfassende Freiheit" - kann man die argumente des gesprächspartners zu desavouieren versuchen. . auffällig erschien es in ihren ausführungen jedoch, dass sie zum einen freiheit mit geld verknüpfen - darüber könnte man noch diskutieren -, und dass sie zum anderen nichts dagegen hätten, dass einige besitzende diese an geld geknüpfte freiheit verlören, verlören sie ihr geld, so dass diese dastünden wie nichtbesitzende, die sich in unfreiheit wälzten. einerlei. . was generell auffällig erscheint, ist das sankt-florians-prinzip: wenn man selbst von, sagen wir, einer steuer betroffen sein könnte, so lehnt man sie ab und wünscht sich eine steuer, die andere belastet; dies ist zum einen ziemlich menschlich. . handelt man jedoch so, ist man dabei, teil einer sehr berechenbaren und darob simpel manipulierbaren schafherde zu werden. ich vermute, um ein teil einer schafherde zu sein, muss man zunächst ein ziemlich gutes schaf sein. . übersehen wird dabei: 1. zurzeit ist es bestenfalls amüsant, über steuererhöhungen zu sprechen - entweder sie sind bereits wirksam (s. frankreich, auch sarkozy und seinen vorgängern sei dank), treiben aber zu oft in relation zur öffentlichen diskussion zuwenig ein, weil sie zu wenige betrifft, sie also lediglich trostpflaster für die nichtbetroffenen darstellen, oder sie werden von interventionen von staatsorganen blockiert (s. deutschland), weil kurz gesagt die bemessung ungeklärt ist. 2. divide et impera. . divide et impera sollte man nicht unterschätzen. . wenn die einzelinteressen der bürger divergieren (dies tun sie per se) und miteinander dann auch noch verbal unversöhnlich umgehen (der automechaniker prügelt sich gerade mit dem apotheker, weil beide den topbankster nicht erwischen können), so freuen sich auf alle fälle dritte, deren spielchen man nicht auf die schliche kommen soll und die so oder so ungutes treiben und bestenfalls noch das allerschlimmste verhindern könnten, wenn sie wollten und denn alle mitmachten, was wohl kaum der fall sein kann, wenn man interessenbasiertes handeln unterstellt. tja. (faz zu lesen, hat doch zuweilen sehr hohen unterhaltungswert, beispielsweise die derzeitige diskussion um sinn, den eher wissenschaftlichen befürwortern und den eher politischen gegnern. man beachte bitte auch die kommentare unter den artikeln; sie geben m.e. recht gut wieder, was beschäftigt und was gedacht wird: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/ifo-praesident-sinn-streit-um-target-thesen-11918652.html#comments.) . nicht nur nach einem kommentator hier zu urteilen, wird es irgendwann keine freiheit mehr geben für niemanden; das aber müsse dann wohl gerecht sein. . ceterum censeo, dass der jet set wahrhaft mobil ist - und weg, den rücken gestärkt durch seine machtbesessenen handlanger... beide ohne den wunsch, gnade auszuüben, aber mit dem wunsch, gnade ausüben zu können.

0 Köstlich 09.10.2012, 11:41 Uhr

Muttis Adenauer-Wahn. Gibts...

Muttis Adenauer-Wahn. Gibts noch mehr zu verschenken oder was soll das? . Toll fände ich, wenn Mutti auch noch 2 Wochen Badeurlaub auf Santorin "dranhängen" würde (und vorher alle Einheimischen von der Insel verbannt würden, wegen Dynamit und so).

0 Schluchten-Ossi 09.10.2012, 11:45 Uhr

@di, 08:22: Und wie war´s...

@di, 08:22: Und wie war´s zwischen Catania und Neapel auf der Straße von Messina?

0 prince Matecki 09.10.2012, 12:28 Uhr

Ein hoher Offizier, sei er ein...

Ein hoher Offizier, sei er ein preußischer im "Großen Generalstab", sei er einer in der Bundeswehr unserer Tage, wird immer auch dafür bezahlt dass er um die politischen Konsequenzen seines Handelns und seiner strategischen Empfehlungen weiß! Der ältere Moltke erkannte das, mit Bismarck hat er sich überwiegend zusammengerauft. Schon Schlieffen mit seiner einseitigen Planung verkannte, dass er die Zwangslage, die er zu bekämpfen vorgab, damit erst herauf beschwor. Der jüngere Moltke, mit dem Abzweigen der beiden Armeekorps, der Angst, allein ohne ständigen Kontakt zu den Frontbefehlshabern in Luxenburg zu sitzen, Oberstleutnante an die Heeresgruppenoberbefehlshaber und Armeebefehlshaber entsendend, verkannte das total. Sowohl was seine Verantwortung in der Marne - Krise angeht (1914) als auch vorher als er auf die Frage des Reichskanzlers v Bethmann-Hollweg (und des Kaisers) ob auch eine Ost-Mobilmachung möglich sei, antwortete dies sähen die Planungen des "Großen Generalstabs" nicht vor. Über den Rest belese man sich bei Jehuda L Wallach Cannae Das Dogma von der Vernichtungsschlacht Gerhard Ritter Staatskunst und Kriegshandwerk ( besonders Band I und II) Fritz Fischer Der Griff nach der Weltmacht. Die Überbetonung handwerklich- operativen Könnens bei Missachtung politischer wie ethischer Rahmenbedingungen bis hin zur Weitergabe und Umsetzung des "Kommissar-Befehlts" durch die Feindlage - Stabsoffiziere der Korps und Divisionen sind erschreckende Symptome einer sehr schiefen Perpsektive unter vielen (nicht allen) Generalstäblern jener Zeit.

aus meiner sicht einer der...

aus meiner sicht einer der wenigen schwachen texte der stützen. . 1) es fängt gut an, man bekommt appetit. . 2) der witz mit den produktionskosten der nachfahren ist zwar typisch aber lahm. . 3) zum wievielten mal erfährt man dass der autor ein verlagsangebot abgelehnt hat? und langsam ist auch durchgedrungen, dass er sogar auf jede weitere zusammenarbeit verzichtet... . 4) der part mit dem brennholz und der farbe ist ähnlich wie 2., man weiß mittlerweile auch, dass der autor gerne in und an seinen besitztümern herumwerkelt. . 5. und das ende ist dann, ganz anders als der anfang, unappetitlich - da klingt viel angst durch. als wenn die sicherheit des erbes das einzige wäre, was die abendländische kultur noch vor der hölle der bösen, maßlosen neureichen bewahrt. der eindruck drängt sich auf, die besten tage der stützen (der echten) seien nun tatsächlich gezählt. in diesem blog sieht es meistens deutlich unterhaltsamer aus als in diesem beitrag.

0 Der Tiger 09.10.2012, 15:01 Uhr

Sehr geehrter köstlich –...

Sehr geehrter köstlich – ich glaube, sogar Mutti weiß, dass sie im Badegewand keine so gute Figur machen würde wie Adenauer selbst auf einem Esel.

Schluchten-Ossi, Tretboot mit...

Schluchten-Ossi, Tretboot mit Nixen-Hilfsmotor und Ohropax.

Für die Grande Nation war es...

Für die Grande Nation war es das Wunder an der Marne. Schiefe Schlachtordnung mit schiefer Perspektive darf man halt nicht verwechseln. Moltke d. J. scheint auch tatsächlich nicht die erforderlichen eisernen Nerven gehabt zu haben. .. Es ist die Frage ob man sich zur Verteidijung unserer freiheitlich demokratischen -Jrundordnung, sowie des ererbten Leistungsbesitzstandes, noch im Ernst mit dererlei strategischen Antiquitäten im Zeitalter der Drohnen beschäftigen wird. -- @donna laura@: Bitte stören Sie doch zukünftig ernsthafte Männergespräche nicht mehr mit solchen überhitzten Phantasien. (Als ob Bettina v. A. und Käthchen von Heilbronn nicht auch.....).

Versprecher und Verschreiber,...

Versprecher und Verschreiber, so eine Psycho-Theorie, sollen des öfteren dunkle, verdrängte Seiten der jeweiligen Person offenbaren. Da ich meiner nicht mehr sicher und mächtig bin, kündige ich hiermit fristlos mein Kommentaristendasein.

@prince Matecki -...

@prince Matecki - Verantwortung eines Stabsoffiziers: Der Pubnkt lohnt eine kurze Diskussion. Vorweg - ich hätte als Kaiser Moltke d. J. nach seiner dämlichen Antwort wegen erwiesener Unfähigkeit rausgeschmissen, ein Generalstab darf niemals nur eine Alternative vorbereiten (Dafür ist Schlieffen nicht verantwortlich, bis 1913 wurde jährlich ein Ostaufmarschplan aktuell gehalten). Was Schlieffen angeht, bin ich definitiv anderer Auffassung als Sie. Er bereitete einen Plan dafür vor, wie Deutschland auch einen Zweifrontenkrieg gewinnen konnte, sofern es einen Zweifrontenkrieg führen musste. Das letztere aber war eine politisch/diplomatische Entscheidung völlig ausserhalb seines Verantwortungsbereiches. Womit wir bei der generellen Verantwortung des Stabsoffiziers in politischer Hinsicht sind. Und hier fordern Sie nicht nur erheblich zuviel, Ihre Forderung ist brandgefährlich. Stabsoffiziere der deutschen Armee folgten immer dem Primat der Politik, die Gefahr einer Militärdiktatur stand in Deutschland niemals auch nur zur Debatte. So soll und so muss das sein, eine Armee, die besser als die Politik sein will (und diese mitgestaltet) führt direkt ins Desaster, wie die OHL Hindenburg/Ludendorff 1917 ff dann ja auch sofort schlagend bewies. Ein Stab, ein Generalstab, haben Pläne für Eventualitäten vorzubereiten, in die die Politik sie absehbar führen kann. Bis dahin - und nicht weiter - reicht die politische Verantwortung eines Stabsoffiziers. Diesem Auftrag ist der preussisch/deutsche Genralstab bis 1913 nachgekommen. Sowohl 1914 als auch 1939 waren politisches Versagen, in beiden Fällen übrigens die des deutschen Bürger- und Kleinbürgertums! 1914 als Mitverantwortung, 1939 als Alleinverantwortung. Für die Ethik von Stabsoffizieren wieder absolut d´accord, aber das ist mit der politischen bitte nicht zu verwechseln. Standfeste Ethik setzt allerdings (für mich offensichtlich) einen Standpunkt voraus, den sich die eigene Gruppe/Schicht/Klasse erst erarbeitet haben muss, damit ihn wenigstens manche Vertreter der Gruppe auch gegen Widerstände befolgen. Ohne jemandem Anwesenden zu nahe treten zu wollen, aber Standfestigkeit unter Gefahr scheint mir heutzutage ein noch rareres Gut geworden zu sein, als 1942 mitten im Krieg. Dafür genügt ein Blick ins Nachbarblog, wo Kameraüberwachung bereits als Argument für Nichtbeteiligung an Demonstrationen akzeptiert wird. Gruss, Thorsten Haupts

0 perfekt57 09.10.2012, 16:49 Uhr

@plindos: schade, bitte nicht....

@plindos: schade, bitte nicht. . kurzer, versuchsweise unbedeutender nachtrag: man kann auch aufhören ohne schuldfrage, egal ob selber oder andere. aber nötig fänden wir es nicht. eher ganz im gegenteil. . oder noch anders wird unserer ansicht ein schuh draus: dass hier überhaupt etwas steht, teilnahme/teilhabe versucht, gewagt, durchgehalten wird, erfreulich ist, so die hoffnung, darauf alleine kommt es doch wohl schon an. . nicht inhalte, aussagen oder rangordnungen sind das ziel! . evtl. eher so etwas, wie bei einem anonymen meeting: das gesprächsbeiträge da sind, ist das ziel; wenn man so will "lebendigkeit an sich", darauf kommt es doch wohl eher an. "tote" und "totes" - also alte, altes, überlebtes, nicht- oder wenig-lebendiges gibt es überall, vermutlich zu hauf. gerade in überalterten gesellschaften. ("öffentlich reden? bin ich zu klug zu. gefährdete womöglich auch mein (insgheim) schon erreichtes!" so die alten spießer, dies das vorurteil.) . um so wichtiger jede lebendigkeit auch und gerade im blog! . rückzug ist feige - auch wenn feigheit, häufig auch schon der bessere teil der klugheit war. aber "si tacuisses" gilt hier nicht! meinen wir. nicht auf der ganzen welt, nie wieder. . mehr mut!

0 HansMeier555 09.10.2012, 17:32 Uhr

"Primat der Politik" -- und...

"Primat der Politik" -- und das unter den Hohenzollern?. Doch doch, schaun Se ma: http://www.flickr.com/photos/mrsfujita/4647636602/ Was et alles jab...

0 HansMeier555 09.10.2012, 17:34 Uhr

@donna laura, Hüstelnde, Sie...

@donna laura, Hüstelnde, Sie meinen Wilhelm von O..., genannt der ...... aähem, räusper

0 donna laura 09.10.2012, 17:55 Uhr

lieber Plindos, nun haben sie...

lieber Plindos, nun haben sie sich doch nicht so; im prinzip fristen sie doch kündigungslos ihr "Kommentaristendasein". . ceterum, erstens hat sich nicht etwa meine wenigkeit vertippt, und zweitens, nun ein wenig schnippisch, hat sie nicht etwa überhitzt irgendetwas ins netz hineingekrakelt, sondern züchtig früh damit aufgehört. damit, sind sie, lieber Plindos, drittens, derjenige, der bei phantasien in flammen aufgeht. ts. . cher Filou, schön, dass sie wieder da sind. unsere enten haben bereits nach ihnen gefragt. sie langweilten sich ganz ganz furchtbar. aber das ändert sich nun, n'est-ce pas?

ThorHa@: Der gemeine Landser...

ThorHa@: Der gemeine Landser hatte immer eine andere Sicht der Lage , als das Offizierskorps. Politisch sowieso, den er rekrutierte sich meistens aus den Kleinbürgerschichten, den Arbeitern, den abgesunkenen landwirtschaftlich- bäuerlichen Schichten und dem unteren Drittel des Bürgertums. In erster Linie interessierte ihn nicht der Ruhm, Ehre und Heldentod sondern wie er mit heiler Haut davonkommt und dass der Magen gefüllt wird. Das ist ein ziemlich enger Horizont. Gewiß, aber sehr realistisch. Im November 1918 hatten sie alle die schnauze restlos voll. 1917 hatten die Poilus schon gemeutert und General Nivelle ließ drakonisch Erschießungen vornehemen. Das er in der Gefahr dennoch seinen Mann stand ist primär dieser Sicht geschuldet. Mein Großvater hatte im WK I den ersten Tank der Weltgeschichte bei Cambrai abgeknipst, mit vollgeschissenen Hosen wie er freimütig zugab, weil er allein hinter dem Flachbahngeschütz lag und den Auslöser drückte. Die Kameraden hatten sich verdrückt. Was für eine Ethik sollte er dabei vertreten haben? Später war er allerdings im Stahlhelm. Defätismus tritt dann ein, wenn die Eliten versagen und die Ziele nicht mehr mit der konkreten Lebenswirklichkeit kongruent sind. Voltaire hatte eine Geschichte Karl XII. von Schweden und seinen Taten geschrieben. Dieser war ein äusserst tüchtiger Feldherr, Stratege aber politisch ein absoluter Spinner von Graden. Persönlich von bemerkenswerter Tapferkeit beseelt. Was hatte er aber am Dnjepr bei Poltawa mit seinem zusammengeschmolzenen Haufen zu suchen? Was hatten Napoleon oder Hitler in oder bei Moskau verloren? Jedoch aus der Großmacht Schweden wurde nach Karls Tod in der Trenche in Norwegen eine gering anzuschlagende Mittelmacht nach einem kurzen Zwischenhoch. Das Bauerntum und der Adel, auf die sich die Armee stützte und sich rekrutierte, waren ausgeblutet. So gehts, wenn man mit der lebendigen Erbschaft nicht sorgsam umgeht.

0 perfekt57 09.10.2012, 18:22 Uhr

wobei wir inzwischen nicht...

wobei wir inzwischen nicht mehr umhinkönnen, die möglicherweise einzig wahre zukünftige art und weise der sehr wünschenswerten invasion von noch mehr münchnern an den tegernsee allgm. ungefähr folgendermassen auszumalen: . da "hausboot" eben nun einmal die kombination von "haus" und "boot", könnte man kosten sparen - das ja immer sehr wichtig, vor allem in zeiten der krise - wenn man dem markt eine "hausboot" vorstellte, bei dem der hersteller auf das "haus" aus kostengründen verzichtet hätte, und weil eben jeder sein eigenes mitbrächte. aufs boot verschiffte. oder verrollte. ungefähr so sehen die produkte dieser gegenwart dazu aus: . http://www.water-camper.de/images/watercampermodelle.jpg - und so ein high-end-film von soetwas: http://www.youtube.com/watch?v=K6PwdnBOSQU&feature=player_embedded . da bräuchte doch nur noch ein findiger unternehmer - evtl. mit unterstützung und finanzieller förderung des freistaates bayern, zur hebung der freizeitindustrie und der arbeitsplätze nicht nur in ganz armen regionen - einige 50 bis 120 solcher schwimmmobile an den tegernssee zu verfrachten (bayern bezahlte flugs auch von der anlege-infrastruktur, ein wenig anschub sollte schon sein, in diesen zeiten) - und schon ginge es los, das womöglich wunderbarste wochenend- u. freizeitvergnügen von der welt, eben auch am einzigartigen tegernsee. . wie gesagt: innovationspreis! wer wollte denn da noch zurückstehen? wir sehen sie schon vor uns diese herrlichen gefährte in ihrem geschmackvoll-wiedererkennbaren leuchtorange, wie sie allüberall rund um den tegernsee lustig ihre bahnen ziehn! und des nachts womöglich auch noch illuminiert! münchners freude - und tegernsee's gewinn! . hier gäbe es sogar schon einen fortschrittlichen online-katalog - etwas scrollen - was das internet uns alles heutzutage alles möglich macht! http://www.water-camper.de/ . wie gesagt: krise? dem tegernsee kann geholfen werden!

0 bertholdIV 09.10.2012, 18:58 Uhr

@der Tiger es gibt auch die...

@der Tiger es gibt auch die TRE. Das von prince matecki angegebene lexikon sollten sie vielleicht lesen, wenn sie einen der editoren beindrucken wollen, ansonsten ... sind sie mit dem evangelischen werk TRE besser bedient

0 HansMeier555 09.10.2012, 19:01 Uhr

Eine gute Schachpartie ist,...

Eine gute Schachpartie ist, wenn man nicht weiss, warum einer verloren hat. . Und wenn man die politische Klugheit der Römer an irgendwas erkennen kann, dann daran, dass es für der Untergang ihres Weltreiches keine einfachen und offensichtlichen Erklärungen gibt. . Andererseits waren sie halt auch ausgesprochene Langweiler von einer unbegreiflichen geistigen Trägheit. Da hat ja Brandenburg in 100 Jahren mehr große Denker hervorgebracht als die Römer in 500. . Wie das eine mit andern jetzt zu tun hat? Keine Ahnung, vergessen wirs --

0 donna laura 09.10.2012, 19:05 Uhr

lieber HansMeier555, oh, man...

lieber HansMeier555, oh, man befürchtete es beinahe. nach ihrer lesart emanatieren dabei zusätzlich marquise d'o sowie histoire d'o. wenn man jedoch die assoziation, die Plindos ein wenig zu nahe legt, mutig und hocherhobenen hauptes weiterverfolgt, so landet man unweigerlich bei wilhelm dem wic- . sicherlich hegten einige seiner zeitgenossen diese einschätzung. sed nil nisi bene di mortuis.

0 mediensegler 09.10.2012, 20:14 Uhr

Plindos 09. Oktober 2012,...

Plindos 09. Oktober 2012, 17:22 Hätte nicht gedacht, dass man mit Perfekt das gleiche Kielwasser haben könnte, aber auch ich fände es schade.

0 mediensegler 09.10.2012, 20:23 Uhr

donna laura09. Oktober 2012,...

donna laura09. Oktober 2012, 21:05 marquise d'o sowie histoire d'o verträgt sich einfach nicht mit diesem Gender-$çh€í$$ Artiste übernehmen Sie, bitte.

Die Heilige Laura, Imitatio...

Die Heilige Laura, Imitatio Christa, kann mit Enten reden-und mit Filous! Welche Form hat wohl der Turm der Ihnen geweihten Kirche? . Ja, ich war weg. In Honfleur besass ich den Mut, ein Bonmot auf franzoesisch zu wagen, der Erfolg war so ermutigend, dass ich ihn auf der Rueckfahrt in Blois nochmals verwendete. Ich bin so stolz auf mich. Zwischen beiden Orten lagen windige Tage oberhalb von Lorient. Am Horizont uebte die Kriegsmarine den Ernstfall, ein Schrubhauber verschoss Leuchtspurmunition, der Weg zu den Klippen war mit reichlich Hundekacke gesaeumt, sodass Madame und ich als Rachemassnahme die Anschaffung eines eigenen Koeters erwogen. . Kaufgespraech beim Hundehaendler: 'Ist aber ein grosser Hund, kann der ordentlich was Scheissen?' 'Der scheisst mehr als er zu fressen kriegt.' Das rechnet sich doch. Fuer Hollaender ist das ein gutes Geschaeft. . In Honfleur gab ich einem Amerikaner, der im Begriff stand an die Invasionstraende zu fahren, zehn Euro, verbunden mit der herzlichen Bitte, am Denkmal vor dem grossen Friedhof einen Blumenstrauss zum dankbaren Gedenken in meinem Namen niederzulegen. . In Reims vor der Kathedrale ein stilles Gebet Adenauern und de Gaulen gewidmet, kurz noch nach das Fenster des Malers, der so heisst wie der Wirt im Tanz der Vampire, der mit der scharfen Tochter, besichtigt und zum guten Schluss noch eine Radkappe beim Ueberfahren eines Ralentissieur verloren. . Achja, hinterm Haus befand sich eine Apfelplantage. Man zuechtet dort Cidre.

0 perfekt57 09.10.2012, 20:28 Uhr

wir sehen gerade, dass unsere...

wir sehen gerade, dass unsere luxemburger freude wie immer sehr rührig sind, "auf der höhe der zeit", darf man wohl sehr wohl sagen - man empfindt es zumindest häufig so, und versäumen nicht, zu teilen: "Rungstedlund - lieu magique" http://www.cnl.public.lu/agenda/2012/11/rungstedlund/index.html . und man weiß, in nairobi gibt es ja inzwischen auch ein "karen-blixen-museum". die arme frau hat es ja auch nicht immer leicht gehabt mit ihrem bisexuellen geliebten .. . (u.a. wiki, d. finch hatton; nun ja, großes hollywood eben) http://de.wikipedia.org/wiki/Karen_Blixen_Museum_%28Nairobi%29 . "Im heutigen Museum von Rungstedlund, Dänemark, dem ehemaligen Wohnhaus von Karen Blixen, stehen im grünen Zimmer der Lieblingsstuhl von Denys Finch Hatton aus dunklem Korbgeflecht und das RCA Victor Grammophon, das Denys in den zwanziger Jahren Karen Blixen geschenkt hatte. Sie liebten es, darauf Mozart zu hören." . was man uns also erzählen wird? . .nachtrag: soeben erreicht uns auch noch kunde, dass herr frdio mann, enkel, in zürich vortrag halten will. http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiotexte-am-dienstag/frido-mann-mein-nidden-ankunft-in-nidden100.html

0 HansMeier555 09.10.2012, 20:31 Uhr

@donnalaura . Schusch! Bevor...

@donnalaura . Schusch! Bevor noch so ein holländischer Komischer 15.000 Euro Kopfgeld auf uns aussetzt.

0 perfekt57 09.10.2012, 20:35 Uhr

wir bitten um entschuldigung,...

wir bitten um entschuldigung, den link vergessen . 4. Schweizer Archivtag am 3.11.2012 -Lesung mit Frido Mann: 15.00 – 15.45 Uhr Semper-Aula, Stockwerk G, ETH Zürich, Rämistrasse 101 -Ausstellung mit Sonderexponaten im Thomas-Mann-Archiv: 10.00 – 16.00 Uhr . http://www.tma.ethz.ch/assets/Uploads/Aktuell/VSA-Prospekt-A4-v2.pdf

0 prince Matecki 09.10.2012, 20:35 Uhr

Es ist eine Verkennung der...

Es ist eine Verkennung der historischen Bezüge und der "Freiheitsgrade" die etwa Wilhelm II hatte, zu glauben die Entlassung des Chefs des Generalstabes mitten in einer politischen Krise sei eine realistische Option gewesen. Bethmann-Holweg hat ja noch versucht, den "Blankoscheck" seines Monarchen an KuK zu relativieren und Optionen gegenüber Großbritannien auszuloten, auch mit dem britischen Botschafter. Es hat aber alles nichts genutzt. Nachfolger des jüngeren Moltke wurde von Falkenhayn, der sich dann später in das Abenteuer der "Abnutzungsschlacht" Verdun stürzen sollte, auch ein glänzender Vertreter des Großen Generalstabes. Nur zur Verdeutlichung, er war vorher Kriegsminister gewesen, dass galt für einen jüngeren Generalleutnant mit Ambitionen als gute Durchgangsposition. Soviel zum "Primat der Politik" in Preußen und im Kaiserreich! Von der "Scharfmacherei" v Falkenhayns in der Zabern-Krise gegenüber den berechtigten Forderungen der Reichstagsabgeordneten nach Aufklärung der Schikanen, Demütigungen und - als Elsässer gegen diese Behandlung ihrer Söhne als Rekruten protestierten - dem Decken des auch damals illegalen bewaffneten Vorgehens der Offiziere mit "reichsdeutschen" Soldaten gegen die Demonstranten (es fielen Schüsse...) ganz zu schweigen.

0 The Great Artiste 09.10.2012, 20:52 Uhr

Wilhelm der Wic- oh wie...

Wilhelm der Wic- oh wie erinnert das an den "armen" D.Strauss-Kahn, der eine mögliche glorreichste Karriere in den Wind schoss für die deplazierten Auferstehungen seines Larrys.... . Es ist massloss traurig, dass so wenige gebildete, mächtige Leute sich wirklich Gedanken machen, was denn nun wirklich etwas bedeutet im Leben. Immer diese nicht fischig, nicht fleischigen Aussagen, die die Welt ganz sicher retten werden, und niemanden auch nur mehr als einen Bic Mac kosten, und alles wird im Ungesagten gelassen, was wirklich das Problem darstellt... . Ich finde, auch hier könnte man das Lesevergnügen ein gutes Stück steigern, wenn man so manche skurile Alternative zu dem ewigen Durchwursteln einmal durchspielen würde - selbst wenn man dan zu der Erkenntnis gelangen würde, dass Durchwursteln wohl die beste aller realen Möglichkeiten sei. . Manchmal ist mir schon der Gedanke gekommen, dass diese irrwitzigen Finanzprodukte in vollem Kalkül erfunden wurden, weil eine unheilige Schicksalsallianz aus chinesischem und amerikanischen Oligarchie-Kapitalismus zu der Auffassung gekommen war, dass nichts fataler für das Überleben ihrer Staatsideologien ist, wenn der eingespielte europäische Individualismus und Pluralismus ihre Gesellschaften anstecken würde. . Und dabei konnte man sich auf die Geldgier der jeweiligen europäischen Eliten gut verlassen, dass sie bei einer Schuldenorgie locker dabei wären. . Wir leben in den letzten Zuckungen unserer angestammten Überheblichkeit, mit der wir als Touristen früher in Portugal, Türkei oder Bali sagen konnten, mensch, ist das alles billig, weil unsere Währung so stark war. . Was dabei vielleicht keiner mitbekommen hat, sind mögliche Überlegungen des wohl seit Jahrtausenden schlauesten Volks der Erde, dass man das Leben des amerikanisch-europäischen Kapitalismus mit Finanztricks im künstlichen Koma verlängern müsste, bis man selber genug Technologie und Industrie besitzt, um von der Exportnation zum Binnenmarktwachstum überzugehen, weil man die beste Währung besitzen wird, um die Rohstoffe Arabiens und Afrikas bezahlen zu können. . Wenn Sinn nur halbwegs recht hat, steht uns die Schreisse wirklich bis zum Hals. . Da hilft kein hektisches Steuererhöhen, Enteignen, Motivation killen - da hilft vor allem die grösste Qualität Europa, mit Phantasie und Flexibiliät mögliche Szenarien durchzuspielen, und dabei die Rosinen herauszupicken. . Vielleicht kann man ja eine sozialliberale Sozialdemokratie 2.0 erfinden ( bestimmt nicht nur aus verschnarchten Gewerkschaftern und Bachblütentherapeuten) , die den Spagat aus Freiheit, Gewinnstreben, und sozialem Ausgleich hinbekommt. . Und um wieder zum Anfang zurück zu kommen, nichts macht den einzelnen Menschen zufriedener, als seine erotischen Vorlieben ohne Scham und Schuldgefühle ausleben zu können, um so die beste Chance zu haben, in einer lebendigen Partnerschaft das zu finden, was wohl das grösste Glück ausmacht. . Schliesslich sind wir alle nur Viecherl, die darauf evolutioniert wurden, möglichst einmal ihre Enkelkinder auf den Schoss sitzen zu haben, weil unsere Kinder sich sicher sind, dass sie bei bei uns in guten Händen wären.

0 mediensegler 09.10.2012, 21:02 Uhr

Ein Artikel über die Piraten,...

Ein Artikel über die Piraten, und was bietet Google an, Piratenkostüme, hi.hi Wirklich, im Moment ist das noch so. Ich denke, zeitversetzt ist das gleich weg. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/piratenkonferenz-euwikon-trolle-unter-kontrolle-11910342.html Deshalb Bildschirmfoto http://www.fotos-hochladen.net/view/bildschirmfotogbd0l6uk59.png

0 PeterWolf 09.10.2012, 21:17 Uhr

@Tiger So kann man es...

@Tiger So kann man es natürlich auch sehen, des einen Freud, des anderen Leid! Sich die Freiheit zu gönnen, selbst zu entscheiden, ist aber hierzulande jedem gegeben, wenn auch finanziell gesehen sehr unterschiedlich. Wenn man allerdings unbedingt Richter sein will, ist man selbstverständlich nicht mehr frei in der Wahl seiner Arbeit, da muss man sich mit dem befassen, was einem die Geschäftsordnung vorsetzt.

0 Yog Sothoth, Esq. 10.10.2012, 06:48 Uhr

Primat der Politik? Primaten...

Primat der Politik? Primaten in der Politik- Politik von Primaten HM555:"Eine gute Schachpartie ist, wenn man nicht weiss, warum einer verloren hat." Ein Schachspieler weis immer warum er verloren hat: Der Gegner(grundsätzlich ein Patzer) hat einfach nur Glück gehabt. Tarrasch machte auch schon mal die frische Seeluft verantwortlich, auch wenn das Meer hunderte km entfernt war.

0 Der Tiger 10.10.2012, 06:53 Uhr

@B4 - Erst habe ich mit TRE...

@B4 - Erst habe ich mit TRE überhaupt nichts anfangen können und der amerikanischen Googlemaschine wollte ich mein Unwissen nicht anvertrauen, aber mein Brockhaus ist zu alt. Dann war ich baff. 36 Bände über den evangelischen Glauben! Wenn ich das nächste Mal nach Tübingen komme, werde ich in die Bibliothek de rev. Fakultät gehen und mir dieses Werk ansehen.

@Schluchten-Ossi... ..sehr...

@Schluchten-Ossi... ..sehr warm(.!.) zwischen Catania und Neapel ist teuflisch viel Platz...;. ich muss überlegen.... Die Rückfahrt von Catania,,..auf der Nachtfähre brachte mich am nächsten Tag in Neapel einen Nachmittag ins Bett; zuviele Ortswechsel, Sport und was weiss ich in zu kurzer Zeit>Stress-Bronchitis.(..die Fähre ist günstig, schnell und bequem!) Unsicherheit und Angst war nur wenig im Gegensatz zur Hinfahrt mit dem Zug von Neapel nach Messina. Wir waren mit vier Nationalitäten im Abteil; es wurde vorwiegend (Amerikanerinnen) Englisch über Politik und Lyrik gesprochen, aber das Thema Mafia stand auf der Tagesordnung im Gegensatz zu früheren Reisen. Das Vertrauen untereinander war gross!....was sich unter anderem darin äusserte, dass einer dem anderen die Gepäckaufsicht übernahm und die Unterkunft vermittelte, eigentlich alles sehr spontan. Ich landete nicht in Messina, wie beabsichtigt, sondern 100km weiter südlich. Die Amerikanerinnen, die sich als einzige wirklich auskannten, verpassten den Ausstieg. Die Strassen bspw. vom Aetna ´runter in den langen Vorstaedten sind für Rennradler lebensgefährlich, man muss sehr konzentriert fahren. Die Strassenqualität von Neapel und den Ortsausgängen sind bekannt..schlecht und sehr verkehrsreich! Auch hier eigentlich kein wahrer Spass. Ist man zu schwer oder zu schnell unterwegs, fährt man sich die Felge zu Schrott. Etwas langsamer geht´s und man sieht ´ne ganze Menge(!?). ..war die Frage so zu verstehen? ..was das Milieu anbelangt.-.letzter Bog..so tritt es hauptsächlich in Catanias Altstadt offen zu Tage (.neben der Küstenstrasse..versteht sich) grass und arm! ...In Neapel, auch in den Altstädten hat es mich noch nicht in solche Viertel verschlagen. In einem verschwundenen Blogbeitrag beschrieb ich die Anmutung der Scene so, dass sie an Vim Wenders Darstellungen erinnert. Ich fand das aber trotzdem nicht romantisch!

0 donna laura 10.10.2012, 07:28 Uhr

sehen sie, cher Filou, auf sie...

sehen sie, cher Filou, auf sie ist verlass. die haufengeschichte hat meine hunde erwartungsgemäss sehr erfreut (der flattie musste leider dabei seinem werten namen unehrenhafte ehre machen und tat sein übriges), die enten jedoch haben sich grausam gegruselt. sie kennen da einen für sie in dieser hinsicht - hoher hund, kleine ente - gemeinen witz: eine ameise spaziert auf einer kuhwiese herum. fällt ein fladen auf sie drauf. nach langer krabbelarbeit ist sie wieder draussen und schimpft: gemein, genau ins auge.

0 donna laura 10.10.2012, 07:31 Uhr

neulich kaufte ich mir eine...

neulich kaufte ich mir eine neue kamera. nun muss ich sie überall ausprobieren und sie an ihre grenzen bringen. hinsichtlich des motivs habe ich das bereits geschafft. bei einem spaziergang durch die botanik konnte man passgenau die eiablage eines golden retrievers ablichten. die vergrösserungsfunktion auf dem bildschirm der kamera zeigt meica im moment der entstehung.

0 donna laura 10.10.2012, 07:37 Uhr

(cher Filou, solange nicht...

(cher Filou, solange nicht imitatio trista das etikett ist, soll es mir recht sein. die kapelle allerdings besteht aus grauen steinen, der turm jedoch ist kurz.)

0 Wimmerl d.Ä. 10.10.2012, 08:08 Uhr

Plindos, ohne Sie wäre ich...

Plindos, ohne Sie wäre ich hier ganz allein...

Sie können das Bonmot ruhig...

Sie können das Bonmot ruhig zum besten geben, Filou, ich verstehe ohnehin kein Französisch. Es ist übrigens drollig, daß wir in der gleichen Gegend unterwegs waren. Ich allerdings nur mit dem Finger auf der Landkarte (Zola, Die Freude am Leben) zwischen Bayeux und Caen. Zola hatte ja gar keine gute Meinung zum … Cidre. „Man fand den Vater und die Mutter quer über der Türschwelle liegen, zu Boden gestreckt durch den Calvados, den schrecklichen normannischen Branntwein, während die Kleine über sie hinwegstieg, um die letzten Tropfen aus ihren Gläsern herauszuschlecken.“

0 donna laura 10.10.2012, 08:10 Uhr

lieber mediensegler, wurden...

lieber mediensegler, wurden ihnen bereits pirattenfallen angeboten? . histoire d'o scheint ein wenig zupackender als diese unsäglichen shitty sheds of bay, die man diesen sommer allerorten als strandlektüre sehen musste. die leuchtenden ohren der buchhändlerin dürften dann bei der bestellung des werkes allerdings evident sein lassen, wieso das rotlicht rotlicht heisst; falls sie den inhalt kennt. falls nicht, kann man sich die freude bereiten und so nebenbei fallen lassen, um was es dabei geht. aber entsenden sie lieber dazu ihre werte gattin; sie als vermuteter antigender-cisgender-nontrans-konfigurierter dürften heutzutage im kerker der ewigen verdammnis landen und bei brot und wasser schmachten... . lieber Yog Sothoth, Esq., die von ihnen genannten primaten dürften makaken sein: immer schön alles ma verka- [vorhang, bitte! oh, zerrissen, mist...]

@prince Matecki: Apologetik...

@prince Matecki: Apologetik zugunsten der zivilen Führung im Kaiserreich? Der Kaiser war vielleicht ein Militarist (eher ein Karnevalist), aber kein Militär. Das Budgetrecht lag zu 100% beim ausschliesslich demokratisch gewählten Parlament! In dem in den Mehrheitsparteien (ohne Sozialdemokraten) fast ausschliesslich Bürger und Kleinbürger sassen. Der Kanzler war ein Zivilist. Das sind alles Fakten, warum Sie versuchen, ausgerechnet dem Generalstab die Gesamtverantwortung für die deutsche Aussen- und Sicherheitspolitik zuzuschieben, verstehe ich nicht wirklich. Was die Freiheitsgrade von Wilhelm II angeht - huh? Er war unbestrittener und unangreifbarer Chef der Regierung und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Richtig ist, dass seine Persönlichkeitsstruktur unangenehme Entscheidungen bzw. solche gegen Widerstände nicht zuliess, aber das ist völlig von "Freiheitsgraden" unabhängig. Er hatte alle, die er brauchte. Im Unterschied zu deutschen Bundeskanzlern bestand auch nicht der Schatten einer Gefahr, dass er bei einer Entscheidung gegen welche Mehrheiten in seiner Umgebung auch immer damit sein Amt zur Verfügung stellen hätte müssen. Gruss, Thorsten Haupts

0 berthold IV 10.10.2012, 09:04 Uhr

@prince matecki schauen sie...

@prince matecki schauen sie mal ;-) http://www.goerres-gesellschaft-rom.de/das-institut/hausmitteilungen/119-johannes-grohe-kommissarischer-direktor-des-rigg an die anderen mitleser. wenn sie mittelaterliche kirchengeschichte lesen wollen: http://www.sankt-georgen.de/lehrende/schatz.html ich habe ihn selber gehört ein paar mal und kann ihn nicht nur wegen seiner bücher empfehlen @der Tiger zu TRE. sehen sie meine verkürzte angabe hat ihren sinn nicht verfehlt ;-) ich bin auf das tre das erste mal in der einführung zum wissenschaftlichen arbeit im studiengang katholische theologie gestoßen. der seminarleiter hat uns eher das als das LthK empfohlen...

0 bertholdIV 10.10.2012, 09:17 Uhr

@Plindos, der Tiger et....

@Plindos, der Tiger et. al http://www.amazon.de/K%C3%BCng-Hans-Rechtfertigung-katholische-Geleitbrief/dp/B002UMSA44/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1349860557&sr=1-7 ich habe auch noch ein exemplar von 1957 zu hause, sehr schön zu lesen, vor allem das vorwort von karl barth dem großen kirchenleher... btw. hat jemand bemerkt, wen der von mir so hoch geschätzte bxvi letzten sonntag als kirchenlehrerin erhoben hat?

The Great Artiste, ich liebe...

The Great Artiste, ich liebe Verschreiber und sammle sie. "Schreisse" hat was. . Also alle Verschreiberlinge: bitte weitermachen. (Bin selbst Hobby-Verschreiber)

0 prince Matecki 10.10.2012, 10:44 Uhr

@Tiger 10.101.08:53 Es gibt...

@Tiger 10.101.08:53 Es gibt außer LThK und TRE noch RGG "Religion in Geschichte und Gegenwart" dass auch eher protestantische Positionen spiegelt und etwas weniger Bände hat, zuweilen im "Modernen Antiquariat" oder bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft günstig im Angebot ist und damit auch für die eigene Beschaffung in Frage kommt. Für kathoische Kurzfassung der dogmatisch definierten Glaubenssätze gibt es: Denziger Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen. = Enchiridion symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei et morum. Herausgegeben von Peter Hünermann. 43. Auflage. Herder, Freiburg im Breisgau u. a. 2010 bzw den Neuner - Roos Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung. 13. Auflage. Pustet Verlag, Regensburg 1992

@Plindos 09. Oktober 2012,...

@Plindos 09. Oktober 2012, 17:22 Oh Plindos, Mensch, verehrter Herr "Ziegel", das Haus braucht Sie!

Das Skurille an den Kurilen...

Das Skurille an den Kurilen ist die unsägliche Ödnis am Rande des Universums. .. Donna Laura@: Ihrer famosen Rabulistik bin ich nicht gewachsen-Sie hätten in´s Kabinett Merkel eintreten sollen, als Ministerin für Sonderaufgaben, z. B. für alternativlose Huttricks oder dergl.. Küß die Hand. .. Die potentiellen Gegner hatten doch schon weit vor dem Ausbruch des Krieges alle Dimensionen aus dem Auge verloren. Einmal das Wettrüsten D.s gegen die Dreadnoughts, zum andern solche Dinger in den Sand zu setzen, wie die im Prinzip immer noch voll funktionsfähige-völlig funktionslose, riesige Festung Mutzig (mit den einzigen elektrisch betriebenen Panzerturmlafetten der Welt auf Schienen) im Elsaß. Schade um all die verplemperten Goldfüchse. Das eigentlich frappante am Ausbruch dieses Krieges war, daß sich Nationen gegenseitig an den Hals gingen, die absolut auf dem Gipfel der Moderne waren, sowohl in kultureller Hinsicht als auch im Hinblick auf ihre technisch-technologischen Kenntnisse und Fertigkeiten. Deutsch war d i e Sprache der Wissenschaften zu der Zeit. Auf jeden Fall lag Krupp gut im Trend, schwedisches Eisenerz ebenso. .. Falkenhayn hatte in Ostpreußen mit Hindenburg brillante Wendigkeit gezeigt, umsomehr verblüfft diese Sturheit vor Verdun. Festungen sind Immobilien. Die Brisanzgranatenkrise hatte ihre bedingte Tauglichkeit gezeigt. .. Der US-Admiral Mahan hatte in seinen Denkschriften auf jeden Fall schon vor Ausbruch dieser Eruption begriffen, wer die zukünftige Weltmacht werden würde. Kontinentalmächte hatten zwar Kolonien, aber sie waren samt England nur auf deren Ausbeutung fixiert, so ähnlich wie Spanien in seinem Goldenen Zeitalter. Der Kölner meint dazu: "Ma moß jönne könne!" .. Calvados soll sprunghaft im Preis gestiegen sein. Die Apfelernte war nicht so. Man lege sich Notvorräte an. .. Mein Larry, also was mein Hundi ist, der steht mir immer treu zur Seite. Wenn ich sage: "Faß", dann faßt er. Er kann nicht paßen. Er steht das durch. Das ist das Schöne und Bemerkenswerte an ihm. .. Wer in der heutigen Welt Viagra benötigt, ist arm dran. Ein langjähriger Bekannter von mir nahm auch das Zeugs. Auf meine Frage: "Nun?" Anwortete er: "Jedesmal, wenn ich das Zeugs einnehme, sehe ich erstmal bunte Sterne vor den Augen!" Tja. So ist das mit dem genetisch vererbten Leistungswahn und dessen Stillung um jeden Preis.

Politik ohne Primaten. Das...

Politik ohne Primaten. Das wäre die ultimative & alternative Variante.

0 auch-einer 10.10.2012, 16:38 Uhr

prince matecki und...

prince matecki und ThorHa, . interessant ist auch der wandel der warnehmung und der darstellung preussens, friedrich II. bismarcks und des generalstabs in der ddr. . übrigens gab es dort einen militärverlag und ein historisch-strategisches schrifttum (gut, dass friedrich engels als journalist zu militärischen themen geschrieben hat, das machte die überleitung leichter), das aus dem abstand von zwanzig jahren einer näheren überprüfung bedürftig wäre.

0 Wimmerl d. Ä. 10.10.2012, 19:51 Uhr

Kruzitürken noamoi, hot ma...

Kruzitürken noamoi, hot ma dann gar niagands koa Ruah net? Bi I da Himbeertoni vo diessän Blog do herinna? Mei Revansch de wiad grausli, da könnts Eich drauf valassn. Fier heit had die Resärvä a Ruah. # P.S. So schraib ich disses nachad no im Nachgang: Donna Laura, wia hamas dann mid uns zwoa? Ha? Ma lebd ja schliessli net vom Brod alloans, net woahrr!! Schad, d´Wiesn is voabei. Oiso I brauch des Zeigl net. Passt scho.

0 HansMeier555 10.10.2012, 20:20 Uhr

Der "Primat der Politik"...

Der "Primat der Politik" bestand im Kaiserreich nicht einmal in der Theorie. Im Gegenteil, Militär und Kaiser waren ja mächtig stolz darauf, das ihnen die zivile Reichsregierung nichts reinzureden hatte. . Anders in den kleinen Stadtgemeinden, wie z.B. Köpenick. Da hätte eigentlich der gewählte Bürgermeister regieren müssen.

0 donna laura 10.10.2012, 20:31 Uhr

Plindos, lieber Plindos, ihnen...

Plindos, lieber Plindos, ihnen kann man nichts recht machen, selbst wenn man es nicht einmal wollte. . rabulistik. . das ist ein wort wie ein =====¬| prellbock. . wenn man einander nicht dergestalt geneigt wäre, so könnte man durchaus das mot zurückgeben. . denn wenn ein rabulistiker das wort rabulistik mal eben so im munde führt, so deswegen, weil er dem gesprächspartner damit zuvorzukommen glaubt, selbst wenn es dieser ob seiner kinderstube nie gesagt, nicht gedacht hätte. . dies wort an sich ist schon ziemlich unbekömmlich, wenn man nur an ganz bestimmte sprachschöpfungen eines nichtgentleman, verstorben am 1.5.45, denkt, und an dieses geschrei. . aber sicher kennen sie den hintergrund aus dem geschichtsunterricht.

Traurig, traurig, liebe Laura,...

Traurig, traurig, liebe Laura, die Sache mit dem Kirchturm. Und grau noch dazu. Frueher, ja frueher, als das Klosterleben neben Gebet und Arbeit noch sinnliche Genuesse zu bieten hatte, trat ich der Gemeinschaft der Freres de Priapisme bei. Man warf mich nach zwei Jahren hinaus, weil man fand, dass das Glaubenbekenntnis allein nicht ausreichend sei. Kein Wunder bei den schlecht gemalten Ikonen. Ich wandte mich dem Buddismus zu. Und damit komme ich auf die Geschichte mit der Ameise. In einem meiner frueheren Leben muss sie mir ein weiser, baertiger Mann erzaehlt haben. . Lieber Savall, glauben Sie bloss nicht, dass ich franzoesisch kann. Ich tu' nur so. Die Franzosen sind hoeflich und tun auch nur so als wuerden sie mich verstehen. . Zola, der schon wieder. Aber diesmal scheint er recht zu haben, denn die Bretonen sind ein liebenswuerdiges, aber auch rauhes Volk; der Wind, die See, die Klippen, stinkende Fische und die unglaubliche Schoenheit der Frauen [1]... Tucholsky, eigentlich ein nur gemaessiger Misanthrop, schimpfte oefter ueber die 'Dreckigen Bretonen', allerdings in seinen Schriften aus den 20er Jahren. Danach lernte er Berlinerinnen lieben. Tucholsky endete mit Selbstmord. Ob's wirklich nur an den Nazis lag? Die ungeheure zivilisatorische Wucht der atombetriebenen Elektrifizierung hat auch der Bretagne einigen Wohlstand beschert, was sich selbstverstaendlich auf die Qualitaet geistiger Getraenke und den verstaendigen Umgang mit denselben auswirkte. Man trinkt weniger und exportiert mehr. Bevor die Welt kommunistisch wird, wird sie bretonisiert. Wo der Calvados herrscht, hat der Islam keine Chance. . [1] Das war jetzt gemein, weil's nicht stimmt. In den Staedten gibt es wirklich huebsche und freundliche Maedchen, bis auf die Eine, die in Quimper immer noch in der Ecke des Plattenladens hockt und dabei traurige portugiesische Fados hoert. Naechstes Jahr schaue ich noch mal vorbei. Vielleicht hat sie dann inzwischen einen Prinzen gefunden. Oder einen Frosch.

0 mediensegler 10.10.2012, 22:15 Uhr

Liebe donna laura 10. Oktober...

Liebe donna laura 10. Oktober 2012, 10:10 Überlasse die Piratten gerne meinem Eiskater, der sehr fleißig ist. Wie ein paar Blogs zuvor schon beschrieben, widme ich mich lieber den Schnecken, und helfe Ihnen beim Todschleimen mit Salz. Die O-Geschichte las ich mit 19. "Verdamp lang her" http://www.golyr.de/bap/songtext-verdamp-lang-her-286180.html Die Grauschatten brauche ich nicht, in den 70ern war viel möglich, wovon heute viele rote Ohren kriegen. In unserer kleinen dummen Stadt gibt es ein Antiquariat mit €rotikecke, da gehe ich öfters morgens hin, immer extra sehr überkorrekt gekleidet, weil da dann eine geschätzt 25jährige Praktikantin berät, diese Gespräche sind immer sehr unterhaltsam .... für mich. Und Schmachten und Brot ist ja in Ordnung, aber lieber mit Schnecken in ganz viel Knoblauchbutter. Übrigens, nach diesem Genuss sollte man F€llatio ... . DER Vorhang sollte abwaschbar sein.

0 mediensegler 10.10.2012, 22:42 Uhr

Filou 10. Oktober 2012,...

Filou 10. Oktober 2012, 23:04 Als Sie von Cidre und Apfelplantagen fabulierten, dachte ich schon, jetzt lebt der auch schon auf Sparflamme, aber nein, da ist ja der Calva2. Honfleur, ich beneide Sie, lang ists her, da wohnten wir im Cheval Blanc, weil uns Deauville zu teuer war. Nach Hause schrieben wir, wir residieren im Weißen Rössl. . Fado, mein Gott, das ist so, wie wenn man zu einem Paco der Lutscher Konzert geht, sich auf seine einmaligen Akkustikgitarre freut, und dann feststellen muss, dass der seine testosteron-geschwängerten Schreihälse mitgebracht hat. Und dann trappeln die so, dass man Angst um die Bühne hat. Das kann man nur im Vollrausch ertragen.

Ich – ein Kind von verstockt...

Ich – ein Kind von verstockt schweigenden Eltern - habe mir den interessanten Dialog zwischen prince Matecki (Erwähnte ich schon dass wir stramm katholisch sind ?) und ThorHa (erwähnte ich schon meine Bewunderung für Preussen?) - nebst Äußerungen der anderen Kommentatoren zum Thema kopiert und werde es durcharbeiten. Für das emotionale Verstehen – außerhalb vom Bücherlesen – eine Glanzleistung des Blogs St.d.G. Danke! Und falls ich das Gefühl entwickeln sollte, aus D. zu verschwinden, werde ich mich an Filous Tipp erinnern:“ … die Bretonen sind ein liebenswuerdiges, aber auch rauhes Volk; der Wind, die See, die Klippen, stinkende Fische und die unglaubliche Schoenheit der Frauen ... naja - stinkende Fische…? Doch besser in die lieblichere Toskana? Hmm. Da hockt der verdorbene Fisch Otto (Schily).

0 Der Tiger 11.10.2012, 07:10 Uhr

Vielen Dank für die diversen...

Vielen Dank für die diversen Buchempfehlungen. Ich bin ja eigentlich sehr weltlich und kann mich tage- und nächtelang mit der Weltgeschichte beschäftigen. Meine Ausgabe (Propyläen, herausgegeben von Golo Mann und August Nitschke) ist etwas muffelig. Sie muss irgendwann einmal etwas feucht gelagert worden sein. Aber dafür habe ich für die 10 leinengebundenen Bände in einem Trödelladen in Leiden auch nur 40 Euro bezahlt.

Liebe Donna...

Liebe Donna Laureata! Natürlich war es nicht so gemeint, wie es in diesem angehefteten Link ausklingt. Also gut, ich nehme Alles zurück und das Gegenteil ist wahr :-o http://de.wikipedia.org/wiki/Rabulistik .. Filou@: Der geheime Renner unter den Türken ist der Rak.. ,. Zu Tucholskys Tod in Wikipedia: >om 14. Oktober bis zum 4. November 1935 war Tucholsky wegen ständiger Magenbeschwerden in stationärer Behandlung. Seit diesem Krankenhausaufenthalt konnte er ohne Barbiturate nicht mehr einschlafen. Am Abend des 20. Dezember 1935 nahm er in seinem Haus in Hindås eine Überdosis an Tabletten. Tags darauf wurde er, schon im Koma liegend, aufgefunden und ins Sahlgrensche Krankenhaus nach Göteborg gebracht. Dort verstarb Kurt Tucholsky am Abend des 21. Dezember. Es wurde seither als gesichert angenommen, dass Tucholsky Suizid beging; diese These wurde 1993 von Tucholskys Biographen Michael Hepp jedoch angezweifelt. Er fand Anhaltspunkte für eine versehentliche Überdosierung von Medikamenten und damit unbeabsichtigte Selbsttötung.< .. Sinnierend: Vielleicht hatte er sich in diesem Sommer damals auf Schloß Gripsholm mit den zwei Damen im Bett doch glatt überhoben? Sowas kann zu nervlicher Zerrrüttung führen.

Zu Tucholskys Ableben gibt es...

Zu Tucholskys Ableben gibt es verschiedene Theorien, Filou. Ich glaube, die Nazis waren der Anlaß, der Grund aber waren die Frauen. Was durchaus nichts gegen die Frauen besagt. Er nahm sich nur immer alles so zu Herzen und das geht nicht gut aus. Wie übrigens bei Zola. Da gibt es auch nie ein Happy-end und abjeblendt wird schon gar nicht. Die Rougon-Macquart werden von mir in diesem Jahr erbarmungslos exekutiert, da kenne ich kein Mitleid. Vermutlich werde ich auch in nächster Zeit die eine oder andere Lesefrucht zur Erquickung reichen. „Germinal“ habe ich jetzt wegen guter Führung übersprungen. Es hätte thematisch auch nicht ins Ambiente dieses Salons gepaßt. Ich bin jetzt bei „Das Werk“ und das paßt ganz gut zur Buchmesse. Nächstens mehr.

0 Yog Sothoth, Esq. 11.10.2012, 08:23 Uhr

Primat der...

Primat der Nobelpreiswoche: Heute gibt es den Literaturnobelpreis! Und Morgen sind die Feuilletons voll davon, warum es (wie jedes Jahr) mal wieder die falsche Wahl war.

0 HansMeier555 11.10.2012, 08:35 Uhr

Sie, liebe Donna...

Sie, liebe Donna Laura, könnten mir nichts unrecht machen, selbst wenn Sie wollten. . Rabulistik klingt freilich weniger verheissungsvoll als Kabbalistik oder Kasuistik, aber immer noch besser als schale Sophisterei.

========I Prollbock (gewollter...

========I Prollbock (gewollter Verschreiber). Die radikale Ausbremsung. Keine Weiche im Stellwerk vorgesehen. Wenn man dazu bedenkt, dass der Mensch ca. 400 km Länge an Nervenbahnen besitzt, gewissermaßen als potentielle Leistungserbschaft, im Nu ohne weitere Umstände aktivierbar ....und dann dieses! Wenn einem im Gehirnskastl, im ZNS, alles durcheinander gerät, chorea huntiigton, vulgo Veitstanz z. B., dann ists so gut wie aus. Man ist am ======I aufgelaufen. .. "Do legst di nieda un schdehst nimma auf. Mi leckst." (raunende Worte des Kommentaristen Wimmerl d. Ä.)

0 perfekt!57 11.10.2012, 09:44 Uhr

mit gm's propyläen kann man...

mit gm's propyläen kann man natürlich nie etwas falsch machen, glückwunsch zur genialen erwerbung! . hier, so z. b. leben sie heute (und hoffentlich hälts noch lange so an): . "Eingehende Literaturstudien zu „Onkel Dagobert“ ließen mich frühzeitig erkennen, dass Leute mit Geld immer jemand brauchen der ihnen die Sorgen nimmt. Nachdem ich fast alle Dagoberts in der Umgebung mit guten Ratschlägen versorgt habe und ich Gefahr lief, dass mir bald fad wird, begann ich zudem eine Tätigkeit. Sofern wir nicht mit dem Boot in den Wellen schaukeln verbringen wir unsere Urlaube mit Defender und Dachzelt irgendwo im Süden. Je entlegener umso besser." http://matura.rieglhofer.com/doc/web1979-9.htm

0 perfekt!57 11.10.2012, 09:48 Uhr

die toskana ist talmi, und die...

die toskana ist talmi, und die bretagne sichtbeton. sichtbeton vor familienfesten.

0 perfekt!57 11.10.2012, 10:04 Uhr

wobei in der bretagne besitzt...

wobei in der bretagne besitzt die landschaft bewohner, in der toskana besitzt das nichts nichts, nicht einmal das licht. denn auch das licht ist prospekt. . weshalb auch wir für de reinkarnation der etrusker sind. damit die reine landschaft wieder blühe. . und es gibt nur zwei arten zu schreiben, geplant oder ungeplant. (das sammeln von wahrheitsfetzen gehört zur letzteren) . und die kommende documenta sollte alsbald womöglich ein wohnmobil nach sils-maria stellen. die freiheit unabhängigen denkens zu bewegen. (aus der serie: schwellen, über die das genie noch nie einen fuß setzte) (oder: wie man ein tätiges leben führen kann, wo doch auch ein intelligentes möglich wäre, wissen auch weiterhin nur unsere götter)

0 HansMeier555 11.10.2012, 10:19 Uhr

@Yog . Hauptsache sie wählen...

@Yog . Hauptsache sie wählen nicht Obama.

Hier werden unsere...

Hier werden unsere degenerativen Merkmale, im Falle einer unwissentlich übernommenen Erbschaft, von einer Linkshänderin (hochintelligent) näher erläutert. Vielen Dank für Ihre durchgehaltene Aufmerksamkeit. http://www.sofatutor.com/biologie/videos/chorea-huntington?sofa_cn=[T]_biologie_%28SP%29&gclid=CNuavIjq-LICFUJd3god_F0AHg

0 prince Matecki 11.10.2012, 12:15 Uhr

Ach, das Haushaltsrecht! Nun,...

Ach, das Haushaltsrecht! Nun, unabhängig davon wie das in alten Zeiten ging, war ich in den letzten Jahren als "back-seater" im Haushalts- und Verteidigungsausschuß oft genug Zeuge, wie unser Bundeshaushalt, näherhin der Einzelplan 14, entsteht. Glauben Sie mir, da können Sie Meisterwerke des politischen do ut des erleben, in statu nascendi. Übrigens, wie oft hat das Parlament, die parlamentarische Mehrheit der Regierungsfraktionen, den durch die Regierung eingebrachten Haushaltsentwurf abgelehnt? Achso Ja, verändert wird er immer, in (vielen) Details, ja, mir ist klar dass die Mehrheit auf die v Bethmann-Hollweg sich stützte keine Koalition im Sinne heutiger Konstruktion war, aber trotz seiner primären Ernennung durch den Kaiser konnte er halt nicht ohne Mehrheit regieren. Er galt aber - vorher ja nur Beamter gewesen in der Provinzialverwaltung - als klassischer liberaler Kompromisskandidat. Ich verkenne die (technisch militärischen) Leistungen Preußens, auch des großen Generalstabs, des "Truppenamtes" (in der Weimarer Republik) usw. ja gar nicht. Ja, ich habe auch Martin van Crefeld "Kampfkraft" gelesen, und glauben Sie mir, wenn ich will habe ich auch Zugriff auf die originale Studie, nicht nur auf die gekürzte deutsche Übersetzung. Gleichwohl kann das doch nicht von der Frage absolvieren, wozu, zu welchem Endzweck, all dies geplant, organisiert und durchgekämpft wurde. Und da heiligen die Mittel, mögen sie auch glänzend angewandt sein, ganz sicher nicht den Zweck. Ist man selbst hinter den Kulissen im gleichen Geschäft tätig ( der jüngere Moltke fragte bei seiner Ernennung "Wollen Eure Majestät zweimal in derselben Lotterie gewinnen" als Anspielung auf die erfolgreichen Feldzüge seines Onkels) dann erkennt man auch die Winkelzüge, die Machtkämpfe, die Eifersüchteleien und man ist nach einer Weile geneigt Prediger / Kohelet zu zitieren.

0 Yog Sothoth, Esq. 11.10.2012, 12:23 Uhr

@HM555: Warum nicht? Obama...

@HM555: Warum nicht? Obama hätte den Literaturnobelpreis nicht weniger verdient als er den Friedensnobelpreis verdient hat :D Aber: Es ist ein Chinese! Komischerweise aber kein Regimekritiker.

Unglaublich aber wahr! Grad´...

Unglaublich aber wahr! Grad´ habe ich ein gebundenes Buch von Manfred Bieler : Der Kanal für 50 Cent !!! im Trödelladen erworben. Eine Geschichte rund um den Nymphenburger Kanal (= Ort meiner Kindheit) Die Protagonisten im Buch sind um 1967! ( noch) vom Krieg+Kirche+ alten Ritualen ganz durchdrungen. Meine Eltern schwiegen ja zu dem Desaster. Nun, durch die Debatte hier, lese ich es jetzt mit ganz anderem Background.

0 donna laura 11.10.2012, 14:16 Uhr

lieber HansMeier555, ich...

lieber HansMeier555, ich würde es nie wollen, ihnen etwas nicht recht zu machen; so fühlt man sich geehrt. . bei der rabulistik kommt es in diesem fall wohl eher auf das suffsuffix ab: listik. . zudem steht man schon einmal nicht auf der unehrenhaften seite. . laut schwarmintelligentia, lieber HansMeier555, soll die sophisterei (die hofpfisterei sei mir bei allem lieber) die abwertung der abwertung in einer kaskade der abwertungen sein. nun denn. . was mich plagt, ist die frage nach der kreation von realität, die verbal versucht wird, in dem sinne, dass man eine aussage über einen teil der realität trifft und damit versucht, die bewertungen von realitäten zu beeinflussen: was dem einen sein sinn, ist dem anderen sein rürup. was dem einen die schulden, sind die forderungen des anderen. was dem einen die verschwendung, ist dem anderen die investition. die abwrackprämie des einen ist die superfazialpalmierung des anderen. et cetera. . lieber Plindos, beim prellbock kommt es sehr darauf an, auf welcher seite man liegt, wenn der zug anrollt.

0 Der Tiger 11.10.2012, 14:45 Uhr

@achwas – im Trödelladen...

@achwas – im Trödelladen findet man phantastische Sachen. Zu denen, wo ich Stammkunde bin, werden vorzugsweise Nachlasse bürgerlicher Verstorbener abgeschoben – nachdem die Familie sich herausgefischt hat, was sie für wertvoll hält. So habe ich nicht nur mein Fundament in Weltgeschichte mit allen erdenklichen Illustrationen und Faksimile von Urkunden erstanden, sondern auch die 12 Bände Propyläen Kunstgeschichte. Dafür musste ich allerdings 100 Euro hinlegen. Weil die Kunst nicht muffelt.

@prince Matecki - do ut...

@prince Matecki - do ut des: ... Sie hätten nur bestätigen müssen, dass im Haushaltsausschuss Menschen sitzen :-). ... Ich beziehe mich übrigens beim preussisch-deutschen Genralstab gar nicht primär auf Creveld, sondern auf Dupuy und Foerster. Was die Zwecke angeht: Seit Fischers Kriegsschuldfrage mit seiner absolut einseitigen Antwort ist die historische Forschung doch ein bisschen weiter, in der neueren historischen Forschung wird weder die Alleinschuld Deutschlands für den ersten Weltkrieg, noch seine überwiegende Verantwortung angenommen. Das habe ich schon immer so gesehen. Für 1914 (nach den Begriffen der damaligen Zeit!) gibt es demnach überhaupt kein ethisches Problem (selbst eine Alleinverantwortung wäre für eine Zeit, in der Kriege noch als das gute Recht jeder Nation betrachtet wurden, bedeutungslos). Für 1933/1939 dagegen ethisches Totalversagen, und darauf wollten Sie wohl hinaus. ... Ich halte an der Unterscheidung zwischen der Effizienz einer Armee (das ist eine Tatsachenfeststellung) und politisch-ethischen Beurteilungen ihrer Einsatzziele bzw. der von ihr angewandten Mittel einfach deshalb fest, weil es keinerlei praktische oder logische Notwendigkeit gibt, sie zusammen denken zu müssen. Weder aus guter noch aus schlechter Effizenz folgt zwingend ein Schluss auf ihre Ethik und vice versa - alle Kombinationen bleiben möglich. ... Gruss, Thorsten Haupts

Gerade eben, Savall, schaute...

Gerade eben, Savall, schaute ich in meine Buecherkisten auf dem Dachboden. Da liegt noch viel Tucholsky, beinahe alles was Rowohlt nach dem Krieg an Taschenbuechern auf den Markt brachte, auch noch Briefwechsel etc. Erstaunt stelle ich fest, wie sehr ich diesen Schriftsteller vergessen habe, noch erstaunter bin ich, dass ich diese Tatsache nicht bedauere. Dagegen liegt schon wieder der Schwejk auf meinem Nachttisch [1]. Den Friedell las ich ab Mittelalter, mit Ausschliessung der Philosophie, gegen den maulenden Protest Madames (redest Du ueberhaupt noch mit mir?) in der Bretagne bis Seite 936. Es hat etwas zu bedeuten. Ich ahne was es sein koennte. . [1] Derzeitige Station: mit dem Einjaehrigfreiwilligen Marek im Garnisonsarrest.

0 HansMeier555 11.10.2012, 16:49 Uhr

Krieg ist Sport und Sport ist...

Krieg ist Sport und Sport ist Krieg. . Beurteilte man das Militär nach rein sportlichen Kriterien und vergäbe Punkte nach erbrachter Leistung -- welchem Team hätte dann nach beiden Weltkriegen die Palme gebührt? Allzuviele kommen nicht in Frage.

0 HansMeier555 11.10.2012, 16:56 Uhr

Nur eine Frage wird uns ewig...

Nur eine Frage wird uns ewig quälen: Kann es nicht sein, dass Alexander, Hannibal oder Napoleon noch besser gewesen sind? Wenn man doch nur eine Zeitmaschine hätte, mit ihr in die Vergangenheit zu reisen...

Da mecht sich der Oberlajtnant...

Da mecht sich der Oberlajtnant Lukasch aber fürchten, wann sich der Schwejk wieder bei ihm meldt, Filou. Ich geb gerne zu, daß der Friedell zur Gattung der page-turner gehört. Man kann einfach nicht aufhören. Aber nachdem der Rausch bei mir vorbei war, kam mir das alles doch viel zu idealistisch vor. Ich brauch dann wieder ein bißchen Bodenhaftung. Ob vom Hasek oder aus der Annales-Schule, ist mir dann egal. Freilich ist es amüsanter zu sehn, wie sich so ein Befehl vom Generalstab zu einer Katastrophe auswächst, wenn man ihn wortwörtlich befolgt. Hättens halt vorher den Lukasch befragt...

0 perfekt!57 11.10.2012, 18:46 Uhr

und "junge leistung als...

und "junge leistung als besitzgerechtigkeit" dagegen wäre was? (wenn die söhne endlich das holz spalten und wegräumen evtl. auch)

0 perfekt!57 11.10.2012, 18:57 Uhr

@18:48 - man braucht es...

@18:48 - man braucht es eigentlich nicht sagen, aber: mehr als geschmacklos. (oder etwa nicht?) klar ist: die sieger waren die sieger. aus allen gründen und gottseidank! und jede form - auch gedanklich sprachlicher - relativierung verbietet sich nicht nur - sie ist und bleibt unmöglich. und wer unbedingt mit verantwortlichkeiten spielen wollte, könnte nicht nur, müste auch weiterhin und für immer genau diese beispiele auslassen. soviel, so meinen wir, steht fest.

0 perfekt!57 11.10.2012, 19:26 Uhr

was noch auffiel: ""Wir...

was noch auffiel: ""Wir müssen Verzicht lernen", sagt Häusler, der den Menschen die Wahrheit zumuten will." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rekord-finanznot-in-nrw-gemeinden-leverkusens-kaemmerer-klagt-an-a-859531.html . alles lüge, uns gehts gut. http://www.amazon.de/Deutschland-stirbt-Westen-Arroganz-ungerechte/dp/3902738006 (man muss nur die augen immer schön offen halten, dann muss man auch nicht immer alles sehen. und schon gar nicht als erster.) . aber bayern gehts schlecht. die sollen das alles bezahlen. plus griechenland und italien.

0 auch-einer 11.10.2012, 21:13 Uhr

aus einer traovaille auf dem...

aus einer traovaille auf dem flohmarkt: . ".... 10. Erste Pflicht jedes Staatsbürgers muß sein, geistig oder körperlich zu schaffen. Die Tätigkeit des Einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Gesamten u. zum Nutzen Aller erfolgen. Daher fordern wir: 11. Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens. ...." . wo hats gestanden?

Savall, was mir beim Friedell...

Savall, was mir beim Friedell bisher auffiel: Er steht den Franzosen aeusserst kritisch gegenueber, bezieht sich auf einen 'Volkscharakter' [1]-und kommt doch ueber viele 100 Seiten immer wieder bewundernd auf sie zurueck. Friedells Sicht auf regierende Fuerstenhaeuser ist aeusserst negativ gepraegt. Alle sind grosse Schufte, alle sind herzlos, alle sind authistisch selbstbezogen, degeneriert und bloed. Das kann so pauschal nicht gewesen sein. Immerhin florierten alle diese Laender. Mal mehr, mal weniger, aber sie florierten. Man muss dieses Werk wohl doch mit etwas Distanz aufnehmen. Vermutlich sass F. eine gediegene Abneigung aus Erfahrung gegen die K. u. K. Monarchie tief in den Knochen. . Jaja, ein Page-turner ist er schon, der Friedell. Er galoppiert atemlos durch die Weltgeschichte. Als Schulbuch wuerde es einige sehr langweilige Stunden auf der Penne ersparen. Und so manchen Lehrer Hartz IV zufuehren. Ach waere es mal so! . F's. Sicht auf die zukuenftige Rolle Amerikas, sowie seine Sicht auf die Entwicklung des Kapitalismus war erstaunlich sicher, wie wir momentan (wieder mal) erfahren muessen. . [1] Caesar, de bello gallico: Die Gallier sind als Sieger unertraeglich und als Verlierer sehr erstaunt. (Zitat frei Tasche, also nicht exakt) . (Der Geschirrspueler ist abgelaufen. Ich darf ins Bett. Dort wartet Schwejk. Gute Nacht.)

Glückwunsch an Helmut Kohl...

Glückwunsch an Helmut Kohl zum Friedensnobelpreis!

0 HansMeier555 12.10.2012, 06:01 Uhr

@perfekt57 . Die Sieger waren...

@perfekt57 . Die Sieger waren die Sieger, na ja. War ja auch keine Kunst, immer zu viert gegen einen! . Aber wem gehört der Ruhm, wer schuf den Mythos, wer bleibt in Erinnerung? . Nicht umsonst sind die Engländer bis heute neidisch auf uns. Sie haben ein Jahrhundert lang die halbe Welt regiert und der war es wurscht. . Wir dagegen...

Programm der NSDAP,...

Programm der NSDAP, auch-einer. Ähm, wo war der Flohmarkt und welche Frisuren hatten die Herren?

Liebe Donna Hochgelobte! Der...

Liebe Donna Hochgelobte! Der Prellbock ist das absolute Finale. Das Abstellgleis mit seinem bis hierher und nicht weiter. Die Züge oder Waggons, die dahin rollten hatten ihre beste Zeit gehabt. Das deprimierendste Bild an schrottreifer Technik, welches ich je gesehen hatte, war für mich als Kind der Anblick zusammengeschobener Dampf-Lokomotiven aller Größen und allen Arten aus allen nur denkbaren Ländern Europas. Ihnen und mir wünsche ich weiterhin ein langes Durchfahren der allerschönsten Destinationen und Lebensstationen ohne Abstellgleise. Den hier schreibenden Kommentierenden, samt dem Ausrichter, selbstvertändlich ebenso. Prellböcke sind sowas von..... .. Die ungefährdeten "Glasperlenspiele" der Generalstäbler kost(-et-)en Tausenden und Abertausenden, gar Millionen, das Leben oder die Gesundheit.

HM555@: Da simma wieda: Sic...

HM555@: Da simma wieda: Sic transit gloria mundi. Da nützt auch keine MundzuMundbeatmung nüschte nix.

0 Der Tiger 12.10.2012, 11:37 Uhr

@Fritz - Friedensnobelpreis...

@Fritz - Friedensnobelpreis für die EU ist irgendwie peinlich – vor allem wenn Mutti ihn sich gleich an den Hut steckt. Aber seit Obama diesen als Vorschußlorbeeren gekriegt hat, hat der Preis sowieso an Klasse verloren.

0 perfekt!57 12.10.2012, 11:54 Uhr

"Aber wem gehört der Ruhm,...

"Aber wem gehört der Ruhm, wer schuf den Mythos, wer bleibt in Erinnerung?" . gar keine frage: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Schiffsname_der_United_States_Navy "Nicht umsonst sind die Engländer bis heute neidisch auf uns. Sie haben ein Jahrhundert lang die halbe Welt regiert und der war es wurscht." http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Schiffen_der_britischen_Royal_Navy http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_historischer_Schiffe_der_Royal_Navy . evtl. behalten andere, und wäre es auch ohne viel worte - einen anderen überblick. http://de.wikipedia.org/wiki/USS_Lexington .

@Plindos - "Die ungefährdeten...

@Plindos - "Die ungefährdeten "Glasperlenspiele" der Generalstäbler kost(-et-)en Tausenden und Abertausenden, gar Millionen, das Leben oder die Gesundheit." ... Kann ich leider so nicht durchlassen. Die Glasperlenspiele wären Spiele gebleiben, wenn Regierungen, im letzten Jahrhundert vorwiegend von Zivilisten, Bürgern besetzte, nicht beschlossen hätten, aus Glasperlenspielen Realität zu machen. ... Aber passt schon. Ich habe schon häufig über die Unfähigkeit und Unwilligkeit des deutschen "Bürgertums" gelacht oder geweint, die Verantwortung für ihre ureigensten Entscheidungen zu übernehmen. Nach jedem Krieg waren es die kriegslüsternen Militärs. Obwohl sogar in den letzten Jahrzehnten unübersehbar war, dass Armsesselgeneräle aus ihren Lehnsesseln auf das Blut anderer stärker versessen waren, als die Profis selbst. Jeder von ehemaligen Zivilisten geführte Bürgerkrieg der letzten Jahrzehnte stützt diese Beobachtung. ... Gruss, Thorsten Haupts

So, jetzt hat es auch mich...

So, jetzt hat es auch mich erwischt. Leistungsungerächtigkeit pur, denn diese Titel sind wie alter Besitz keine Leistung. Um was es geht? Bekam jetzt - wie viele vermutlich auch - eben dieses Schreiben: . "Nehmen Sie Ihre Zukunft selbst in die Hand. Starten Sie neu durch mit einem Doktortitel von XXXX. "[Den echten Namen hab ich ausge-ixt, d. S.] . "Hier haben Sie die Möglichkeit Ihren Doktor- oder Professortitel ohne Studium zu erwerben. Es handelt sich dabei um kirchliche Ehrentitel und nicht um akademische Grade." . . Kirchliche Ehrentitel, soso. Monsignor-a, oder was? Lustig. Ich bleib dran.

0 donalphonso 12.10.2012, 13:39 Uhr

Dumme Frage aus der Buchmesse:...

Dumme Frage aus der Buchmesse: Wie sehr geht Euch ein neuer Beitrag ab? Eventuell könnte ich heute Abend...

@perfekt!57 - "was noch...

@perfekt!57 - "was noch auffiel: ""Wir müssen Verzicht lernen", sagt Häusler, der den Menschen die Wahrheit zumuten will." www.spiegel.de/.../rekord-finanznot-in-nrw-gemeinden-leverkusens-kaemmerer-klagt-an-a-859531.html" ... Will in Deutschland keiner hören, wir haben ja die Reichen, die könnte man ... und dann wird alles gut ... Ich finde es nicht einmal mehr lustig, dass eine meiner Vorhersagen nach der anderen seit 30 Jahren Realität werden. Häufig solche, wegen denen ich mir vor wenigen Jahren so ähnlich vorkam, wie sich Kassandra gefühlt haben muss. Alles absehbar, wenn man Zahlen lesen kann, aber das ist ja nur eine Sekundärtugend oder so. ... Dazu passt, dass Deutschland sich eine der niedrigsten Investitionsquoten aller entwickelten Staaten leistet, seit Jahrzehnten. Und das ist der Wohlstand von morgen. Aber wer keine Kinder bekommt, muss auch nicht investieren (oder umgekehrt), das passt also zusammen. http://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.393445.de/wirtschaftsbericht_oecd.pdf (Seite 16/17) ... Gruss, Thorsten Haupts

0 donna laura 12.10.2012, 14:02 Uhr

lieber don, das wäre sehr...

lieber don, das wäre sehr nett, doch. allerdings nur, wenn es wirklich keine umstände macht.

0 donalphonso 12.10.2012, 14:10 Uhr

Würde es keine Umstände...

Würde es keine Umstände machen, wäre es nicht gut. Ich bin da mit der Nase auf ein Thema gestossen worden.

0 HansMeier555 12.10.2012, 14:14 Uhr

Nächstes Jahr kriegt...

Nächstes Jahr kriegt hoffentlich auch noch die WTO ihren Nobelpreis. Oder die BIZ. Nur Opus Dei hat noch keinen.

0 perfekt!57 12.10.2012, 14:20 Uhr

sehr. und bitte vollkommen...

sehr. und bitte vollkommen unkritisch. bitte rein unterhaltsam. eine buchmesse ist schließlich eine messe. und ob es da um gemälde, computer, frauen, autos, schwere bücher, glänzende haushaltswaren, junge pornographie, billige tapeten oder alte münzen ginge, wäre eh wurscht. es handelt sich um handel. also um nachfrageausgleich zum zwecke der freude und des ausgleichs und des erwerbs. . nichts davon bitte bei den stützen. bitte nur über liebe, märchen und altes geld. . und aber am besten altes geld ohne folter für diesmal, man weiß: "Eben auf diesen Schlag kann man mein Erfahrenheit in dem Studio legum und allen andern Künsten und Wissenschaften, soviel in der Welt sind, auch verstehen. ja ich war so perfekt in der Unwissenheit, daß mir unmöglich war zu wissen, daß ich so gar nichts wußte. Ich sage noch einmal, o edles Leben, das ich damals führete! Aber mein Knan wollte mich solche Glückseligkeit nicht länger genießen lassen, sondern schätzte billig sein, daß ich meiner adeligen Geburt gemäß auch adelig tun und leben sollte, derowegen fing er an, mich zu höhern Dingen anzuziehen, und mir schwerere Lectiones aufzugeben. . Da fing man erst an, die Stein von den Pistolen, und hingegen an deren Statt der Bauren Daumen aufzuschrauben, und die armen Schelmen so zu foltern, als wenn man hätt Hexen brennen wollen, maßen sie auch einen von den gefangenen Bauren bereits in Backofen steckten, und mit Feuer hinter ihm her waren, ohnangesehen er noch nichts bekannt hatte; einem andern machten sie ein Seil um den Kopf und reitelten es mit einem Bengel zusammen, daß ihm das Blut zu Mund, Nas und Ohren heraus sprang. In Summa, es hatte jeder seine eigene Invention, die Bauren zu peinigen, und also auch jeder Bauer seine sonderbare Marter. . In solchem Gelächter bekannte er seine Schuldigkeit, und öffnet' den verborgenen Schatz, welcher von Gold, Perlen und Kleinodien viel reicher war, als man hinter Bauren hätte suchen mögen. Von den gefangenen Weibern, Mägden und Töchtern weiß ich sonderlich nichts zu sagen, weil mich die Krieger nicht zusehen ließen, wie sie mit ihnen umgingen. ..." . und direkt vor der dornenhecke ist auch in der natur. http://www.google.de/imgres?hl=de&client=firefox-a&hs=YfM&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&biw=1280&bih=671&tbm=isch&prmd=imvns&tbnid=LOJ5us4eA1WZEM:&imgrefurl=http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/19483584&docid=WQLNPBPK8yB11M&imgurl=http://img.fotocommunity.com/Spezial/Maerchenbilder/Gleich-hinter-der-Dornenhecke-a19483584.jpg&w=980&h=636&ei=aSZ4UMGaC4aSswbdiYDIBw&zoom=1&iact=hc&vpx=587&vpy=160&dur=2114&hovh=181&hovw=279&tx=186&ty=98&sig=100903929060236405002&page=1&tbnh=143&tbnw=193&start=0&ndsp=15&ved=1t:429,r:2,s:0,i:77

Franz v. Papen z. B. war auch...

Franz v. Papen z. B. war auch Reichsknzler vor 1933 gewesen. War auch ehem. Militär. Reichspräsident Paul v. war in der Kaiserzeit sogar siegreicher Feldmarschall.Mumm in den Knochen gehabt hätten sie diesem dahergelaufenen Strizzi und Aufrührer mit der Reichswehr ein schnelles Ende machen können (Hatte in München doch auch funktioniert mit Hitlers und Ludendorffs Marsch auf die Feldherrnhalle, wo deren Anhänger jämmerlich über den Haufen geschossen bzw. verhaftet wurden). Die von der SPD dominierte paramilitärische Schutzpolizei wäre bestimmt auf deren Seite gestanden. Der eventuelle Bürgerkrieg wäre im Keim erstickt worden und hätte nicht so viele Opfer gekostet wie der nachfolgende Krieg.Schon von Seeckt haate es als Chef der Reichswehr in der Hand gehabt---all diese Cunctatores. Im Buchmesseblog nebenan nennt man die verpassten Gelegenheiten Karma. tempi passati. .. Die Generalstäbler kannten sich alle über die Grenzen hinweg. Gen.-Oberst Chef des Generalstabs L. Beck(wollte allerdings als einziger den Strizzi abschaffen) und Hans Speidel (Chef des Stabes der Heeresgruppe B unter Feldmarschall Erwin Rommel später hohes Tier bei der BW). in den Enddreissigern in Paris. Marschall Ttuchatschewski war bei den Manövern zu Gast. Auch darf ich Sie an die Herren v- Blömberg und v. Fritsch erinnern und der Ermordung des Ersteren durch die SS bzw. des inszenierten Skandals um Letzteren. Ich bleibe bei meinen Murmelspielen, ob Sie mir das Durchgehen lassen oder nicht ,-))

DA: Es gibt keine dummen...

DA: Es gibt keine dummen Fragen......allerhöchstens dumme Antworten.....Ha, Sie sich und stossen lassen. .. ThoHa@: Warum sind Sie denn nicht dieser oder jener geworden, wenn Sie schon immer alles kommen sahen?

0 donna laura 12.10.2012, 14:32 Uhr

nun, solange es anderen...

nun, solange es anderen grössere umstände bereitet... man ist gespannt.

0 Der Tiger 12.10.2012, 14:45 Uhr

sehr gespannt!...

sehr gespannt!

0 perfekt!57 12.10.2012, 14:49 Uhr

@thora 15:55 danke für den...

@thora 15:55 danke für den link, haben wir gelesen. stimmt auffallend. deckt sich auch mit den ganz persönlichen wahrnehmungen, eben sowohl hier, als auch im europäischen ausland (nicht den urlaubserfahrungen, aber die werden, ggfls. trotz dauer, auch immer schwächer - jedenfalls, was die abnahme der urlaubserf. angeht. alle anderen (krisen-)erf. da nehmen aber entspr. zu.) . und stimmt auch wirklich auffallend was die bautätigkeit angeht: d lebt auf kosten der substanz. fliegt lieber nach teneriffa, malle oder mauritius oder sonstwohin. als hier zu streichen oder neu zu bauen. . und wenn man zynisch sein wollte, müsste man evtl. bloß feststellen, dass so dumme alte von gestern (64 jahre) alles bloß noch nicht begriffen haben, weil zu alt, überholt, übernächtigt: so reformanstrengungen, wie in leverkusen aufgezeigt, spielen doch bloß den devestierern (durch unterlassen) in die hände. brauchen die noch weniger machen, denn der setzt ja bis auf weiteres erfolgreich weiter noch kapital frei: so lange der noch was zum mobilisieren findet (durch zusperren z.b.), solange kanns ja lustig so weiter gehen. . mehr noch: wer schneller sein hallenbad zumacht, hat gewonnen. denn der braucht ja bloß mobil sein. bislang gabs ja alle 30 km irgendwo eines. ("also warum noch bei uns?") und wer nicht mobil war, der ging wahrscheinlich auch schon bislang zu hause nicht ins hallenbad. der rme vermisst also auch nichts. hat im gegenteil vielmehr eine entscheidungssorge weniger(!). und in indien und bangladesh träumen sie sowieso nur von sowas: da kommt unser freiwilliger verzicht doch nur gerade recht. ist, bei lichte besehen, daher sogar recht eigentlich total vorbildlich. . ist eben so: wenn alle auf die eine seite von der schaukel wollen, sollte man sich nicht als einziger gegen den trend sperren. sonst hinge man womöglich plötzlich ganz hoch oben mit den beinen ganz alleine in der luft. denn die herde machts. . und darum scheinen auch nur noch alte vom alter 64 zu versuchen den trend aufzuhalten. wer heute dagegen eher noch eine generation jünger ist, weiß es zumglück besser. ("ausweichen & wegsehen werden aber im kollektiv erst richtig schön") . ungefähr. . @15:39 - wasn das fürn rausch? der ablehnungsrausch, *g*, mal wieder was gefunden?

Nunja, Don Alphonso, wir...

Nunja, Don Alphonso, wir filibustern gerade so ein bißchen vor uns hin. Aber das ist ja auch nichts schlechtes. Im übrigen: tun Sie sich keinen Zwang an. Oder tun Sie ihn sich an. Wir warten doch immer. . Apropos filibustern, Filou: die Einschätzung der gekrönten Häupter ist mir in dieser Intensität nicht mehr erinnerlich. Aber ich schlug jetzt aufs Geradewohl den Friedell auf, es war S. 372. Da stellt er in ein paar brillianten Absätzen klar, daß sich die Frühgeschichte der Reformation zwingend aus der Politik Karls V. gegenüber Frankreich und Papst erklären läßt. Ich glaube, seinerzeit ist darob die ganze borussische Schule vor Schreck auf den Rücken gefallen. Aber der ganze idealistische Ansatz gefällt mir trotzdem nicht. Ich schwöre auf die longue durée. Das ist ein sehr praktikabler Ansatz. Ich suche schon seit längerem nach den Ursachen langer Dauer. Alle wollen wissen, warum die Habsburger Monarchie unterging. Ich will wissen, warum sie so lange bestand.

@Plindos: Huh? Wem hat es...

@Plindos: Huh? Wem hat es jemals genutzt, einige Dinge rechtzeitig (also für die Mehrheit: weit vor ihrer Erkenntnis-Zeit) kommen zu sehen? Vor allem - warum hätte ich "dieser oder jener" werden wollen/sollen/können, nur weil ich einige Entwicklungen rechtzeitig kommen sah? @DA: Ein neuer Beitrag ist mit Sicherheit willkommen, hier ist die Luft aus dem ursprünglichen Thema ohnehin raus :-). Gruss, Thorsten Haupts

0 HansMeier555 12.10.2012, 15:32 Uhr

Lieber ThorHa, . Sie haben ja...

Lieber ThorHa, . Sie haben ja nur allzu Recht, wenn Sie auf die Mitverantwortung des B-tums hinweisen. Das Traurige war eben, dass man vor 1918 gar nicht trennen konnte zwischen "Politik" und "Militär". Es gab überhaupt keine irgendwie geartete "zivile Politik", auf welche die Militärs hätten Rücksicht nehmen müssen. Der Kaiser rechnete sich selber auch eindeutig zum Militär und sah sich nicht als "Zivilist". . Und das Parlament war vollgestopft mit Reserveoffizieren. Natürlich, Falkenhayn oder Moltke konnten da persönlich nichts dafür. . Das passende Wort dafür heisst "Militarismus", die totale Durchdringung allen öffentlichen Lebens vom Militär, militärischen Denkweisen, militärischer Ideologie und Haltungen. . Unter diesen Umständen hatte der Friede keine Chance. Nichtmal der Reichskanzler kam dagegen noch an, wie man an der Zabern-Affäre und anderen Gelegenheiten sehen konnte. . Insofern würde ich die Mitverantwortung des rechten SPD-Flügels tendentiell höher einschätzen als die der Generalstäbler. Letzere waren ja dazu da, den Krieg zu planen und zu üben. Aber die ersteren hätten ihre Aufgabe darin sehen müssen, gegen diese Zustände Widerstand aufzubauen, und stattdessen -- . Aber fragen wir doch mal anders rum: Kann der ewige Friede in Europa wirklich die ideale Lösung sein? Ist nicht auch das Römische Reich schon an zu viel Frieden zugrunde gegangen? Muss man nicht ab und zu Sport treiben, um die Glieder zu stählen? Müssen Niederlagen unter allen Umständen vermieden werden? Ist Dabeisein nicht alles? Ein verlorener, heldenhafter Kampf nicht immer noch besser als ewige Faulheit?

0 HansMeier555 12.10.2012, 15:36 Uhr

"Der ewige Friede ist ein...

"Der ewige Friede ist ein Traum, und nicht einmal ein schöner", oder so ähnlich hat Moltke es ja auch wörtlich gesagt. . Sehen wir es nüchtern: Die Deutschen der ersten Jahrunderthälfte waren einfach viel zu tüchtig, leistungswillig und ehrgeizig, um sich zwischen all diesen dekadenten (welschen) oder stumpfen (slawischen) Minderleistervölkern einfach nur mit dem zufrieden zu geben, was sie schon hatten.

HansMeier555, ich verstehe...

HansMeier555, ich verstehe Ihre Intention durchaus und schmunzle. Sie schaffen es immer wieder... Für alle strukturellen Analphabeten: er meint es nicht so, wie ihr euch das denkt.

0 bertholdIV 12.10.2012, 16:34 Uhr

@HM555 "Nur Opus Dei hat noch...

@HM555 "Nur Opus Dei hat noch keinen" die haben's verzockt...auf den falschen brückenbauer gesetzt. jetzt sind andere am ruder und das für lange zeit. die auf der iberischen halbinsel haben einfach vereinigungen (sj und opus dei) gegründet, die zu nah an rom waren das kommt nicht gut. in rom hat man dazu viel zu viel begehren auf die theologInnen jenseits der alpen. sehen sie: jede der großen nationen der eu hat seine kirchenlehrerin seit letzten sonntag: F,ESP,IT und D. Und wie schnell die "unsere" das geworden ist. Nach 800 Jahren ratz fatz und dinkel wird auch wieder angebaut...

Schoene Frage, Savall,...

Schoene Frage, Savall, vielleicht lag's daran, dass K.u.K. am Morgen verwaltete, anordnete, befahl, gegen Mittag aber die Pflicht fuer den Tag als erledigt betrachtete dann dem gemeinen Volk die Gelegenheit gab, all das Angeordnete, Befohlene zu umgehen und sich in der Parallelwelt einzurichten. Mit anderen Worten: Dem Volk war Wien scheissegal, und Wien war's ganz recht. Hat halt jeder sein Bestes getan. Es ging um den ueberzeugenden Schein. Ich koennte mir folgende Aussprache denken: Die Leut' wollen dass wir was Beeindruckendes machen. Na gut, moch' mer's halt!

Plindos@ ".....Feldmarschall...

Plindos@ ".....Feldmarschall Erwin Rommel später hohes Tier bei der BW". . Den hab' ich bei einer Parade noch mitgemacht. Man fuhr sein Skelett auf'm Handwagen an uns vorbei.

@HansMeier555 -...

@HansMeier555 - durchmilitarisierte Gesellschaft vor 1918: ... Kein Widerspruch. Dazu gehören auch Unsäglichkeitne wie der Alldeutsche Verband, den man heute als klar rechtsextrem einstufen würde und dessen Mitgliedschaft vorbildlivh militarisierte Bürger waren. Nur kann auch dafür der grosse Generalstab nix :-). ... Das Römische Reich - na, auf die durchsichtige Provokation muss ich wohl nicht eingehen. Man kann sowohl kriegerisch (siehe Naher Osten) als auch friedlich degenerieren ... ... Gruss, Thorsten Haupts

Eben, Filou, Despotie,...

Eben, Filou, Despotie, gemildert durch Schlamperei. Das Phänomenale am Haus Österreich war, fand ich, daß sich die Protagonisten durchaus der Ironie bewußt waren und es trotzdem ernst nahmen. Ich nenne das "Macht der Gesten". Wem das zum kompliziert klingt, der hole sich Empirie bei Thomas Mann ("Joseph und seine Brüder") oder Terry Pratchett ("Pyramids"). Das kuriose an diesem Theater ist, daß es realiter wirkt, wenn man es zu nutzen weiß. Nun, wir haben ein Merkel und eine Bundeswaschmaschine. Oder, wie es Don Alphonso seinerzeit formulierte: " Bei einem Strauß musste man noch Angst haben; heutige Politiker weinen leise und sprechen mit gebrochener Stimme, oder heißen einfach nur Koch." Sie beherrschen nicht einmal mehr den Apparat, an den sich setzen. Ja, schlimmer noch, sie verstehen ihn nicht einmal.

0 Der Tiger 12.10.2012, 19:06 Uhr

B4 – Ein Nobelpreis für...

B4 – Ein Nobelpreis für 500.000.000 Menschen ist ja schon erstaunlich. Warum hat sich das Komitee seinerzeit nicht aufgerafft, Menschen, die seinerzeit oder heute für die Leistung EU verantwortlich waren und/oder noch sind, zu preisen? Soviel Mut sich zu exponieren, hatten die Norweger wohl nicht. Dabei wurde mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass die Urväter der EU Adenauer, Schuman und Gasperi alle der RKK angehörten. . Als Preis für alle sieht das Ganze wie eine Verlegenheitslösung aus. Man macht es halt allen Recht.

Schaun's, Savall, es war schon...

Schaun's, Savall, es war schon arg in Austria mit der Despotie, aber so arg nun auch wieder nicht. Der Kisch schrieb lange fuer die Bohemia, dort hatte man einen 'Sitzredakteur', heute wuerde man ihn 'Chef vom Dienst' nennen. Erschien in der Zeitung eine missliebige Frechheit, konnte es passieren, dass der C.v.D. einige Tage im Arrest verschwand. Man war darauf vorbereitet, nahm es grinsend hin, denn wofuer hatte man einen Sitzredakteur, damit er sitzt. Es war eine Hetz [1]. . Es kann der Kaiser muede oder degeneriert sein, oder voellig kraftlos. Er-und alle anderen Herrschenden-wussten auf wen man sich beim Systemerhalt verlassen konnte: Den ewigen Unteroffizier, den kleinbuergerlichen, neidischen, bloeden Denunzianten. Die machen die Arbeit. Da laeuft eigentlich alles von selbst. . Ich geh' jetzt und kauf mir beim Schwejk ein gestohlenes Hunderl. Wenn es mir morgen nicht mehr conveniert, geb' ich ihn weiter an meinen chinesischen Nachbarn. Der macht daraus eine leckere Nr. 26. Rattler suess-sauer. Mit Sambal. . [1] Hetz=Spass

0 bertholdIV 12.10.2012, 21:01 Uhr

@Der Tiger der Preis. ein...

@Der Tiger der Preis. ein bisschen wie: wir versuchen noch zu retten, was zu retten ist, obwohl man weiss, das nichts mehr geht. spannender und existentieller für uns ist aber, was herr erdogan und seine freunde jenseits des atlantiks machen..... bin gespannt, wie groß wird die türkei sein wird, nach dieser sizilianischen expedition. ein weiteres weltgeschichtlich bedeutendes mal, dass jemand vor damaskus vom pferd fällt, scheint mir.

berthold IV, tuerkische...

berthold IV, tuerkische Reconquista? Wehe Wien!

Als durchstrukturierter...

Als durchstrukturierter Kleinbürger gestatte ich mir darauf hinzuweisen, dass die Potentaten von vor einhundert Jahren eigentlich so gar nichts an sich hatten, wie es die bronzenen Trümmer hoch zu Roß auf den Plätzen uns so heroisch vormachen. Schaun´S Ihnen einmal all die Familienphotos dieser Ära der Hochwohlgeborenen an. Sie geben sich wie der Herr Pollatschek oder dessen Nachbar, der Zigarrenhändler Navratil. Ganz leger und die Hemdsärmel hochgekrempelt. Wia bei uns daham i da Kuchel. Oder der Willem auf seiner Yacht auf Nordlandfahrt. Nein, diese Scherz´chen. Bei denen Russischen oder Britischen war´s nicht anders. Kein Wunder, dass die Bürgerlichen sich nicht weiters kopieren lassen wollten und Ernst machten mit ihrer globalisierten Piefigkeit. .. Filou@: Ach mein Bester. Ihnen mangelt es einfach an der nötigen settlichen Reife. .. GHM555@: Moch ma wiedar a Hetz? Der Feudalismus im heroischen Gewand mischt die morschen Knochen nächstens auf. Auf das einem die Äuglein tränen.

Bei der Nachlese dieses Blogs...

Bei der Nachlese dieses Blogs geriet ich („AFN“-Kind) an Grenzen. Schmerzgrenzen. Auch wegen des Schweigens der "Tätergeneration" las die nachfolgende Generation sämtliche Literatur über die Vergangenheit und baute sich als Gegenreaktion zu den "Rückgratlosen" eine Haltung auf: Nie.wieder. So kränkte man sich gegenseitig. Und wurde auch schuldig an neuen Ungerechtigkeiten. Neue Verletzungen entstanden. . Ein Schlüssel zum HEUTE findet man bei: Wiki/Germanisierung: - >1873 Posen: „Deutsch als Unterrichtssprache –obwohl keiner etwas verstand. Ausnahme blieben die Fächer RELIGION und der KIRCHENGESANG." Für die einen ist das vielleicht eine Randnotiz zu Preußen, für die Betroffenen ein Desaster und eine innere Prägung für immer. Mir war bei einer Reise nach Krakau aufgefallen, dass im Gegensatz zu italienischen Städten, an normalen Wochentagen auch viele Männer in die Kirche gingen. Vielleicht hat das mit „damals“ zu tun oder aber auch - weil die Kirche in den 80er-Jahren Zufluchtsort der Solidarność war? Was weiß man schon, außer das alles mit allem zusammen hängt. Als Gegenreaktion zur „Zwangsgermanisierung“ fiel man in D. in die Gegenhaltung und wollte den Zuwanderern kein „Deutsch“ aufzwingen. Auch falsch - wie jede Extremhaltung. . Wiki /Königreich Preußen: "... Zwischen 1871 und 1887 führte Bismarck in Preußen den sogenannten KULTURKAMPF, der den Einfluss des politischen Katholizismus zurückdrängen sollte. Widerstände der katholischen Bevölkerungsteile und des Klerus, insbesondere im Rheinland und in den ehemals polnischen Gebieten, zwangen Bismarck aber dazu, die Auseinandersetzung ergebnislos zu beenden." … Irrwitzig aber wahr: Gleichzeitig zu diesem Blog: von altem Besitz... zur Geschichte des Gemetzels wird UNS (England auch ???) ein EU- Nobelpreis um den Hals gehängt. Motto: mitgegangen - mitgefangen - mitgehangen ......... Michael Stürmer + Alexander Kluge über Macht, Revolution und den Untergang von Reichen (die „blutige Hand“) - 45 Minuten. "Die Schwäche der alten Macht – ausgerechnet wenn sie sich reformieren will - ist sie am schwächsten. Revolutionäre (Machtwillige) spüren Machtverlust, doch deren neue Macht ist ungeformt." http://www.youtube.com/watch?v=Ldn_FtSDDl4 ........ Türkei / USA/ EURO der rote Faden? = Macht. Ohnmächtig zuschauen? Das wäre wieder einmal die Frage...

Will this DA topic...

Will this DA topic

achieve over...

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300 Kommentare?...

300 Kommentare?

P.S. Hoffentlich fionn...

P.S. Hoffentlich fionn

Bei Türkei, Macht, EU...

Bei Türkei, Macht, EU …fällt mir Joschka Fischer ein. Nicht aufregen! Fischer taugt als ansehliches Beispiel für den Willen zur Macht. Sein bismarcksches übermäßiges Essen, sein Distinktionsgebahren gegenüber dem ollen Staat, welches er mittels Turnschuhtragen zelebrieren musste, bis hin zu seiner speziellen Rede für Rumsfeld: I´m not convinced… Ach, war das schön. Aber leider leider, der Zahn der Zeit: IHR SEID ALT - riefen die Piraten. Und schon haben wir 2012 ein Piraten-Machtspielchen-Light… ... I´m convinced! Den Floh mit der Türkei als EU-Mitglied… hat ihm Madam Secretary Albright ins eitle Ohr gesetzt. Und er hat –wie transatlantisch gewünscht- den Floh zum Elefanten aufgeblasen. Nachträglich - suchte er dann idiologisch den Schulterschluss mit Kohl. . So sehe ich es. Bin ich etwa durch unterbewusste Machtinstinkte da hellhörig? ach nee, also...ich muss jetzt den Kopf frei radln.

0 Der Tiger 13.10.2012, 10:47 Uhr

@B4 – Ob es sich um Herrn...

@B4 – Ob es sich um Herrn Erdogans Freunde handelt, weiß ich natürlich nicht, aber heute hat mich die andere Seite des Atlantiks mit Obama ver-Linkedint. Der Apparat scheint Informationslücken zu haben, denn ich habe mich zwar zum www.electionbreakfastKurhaus.nl angemeldet – dass zu einer barbarisch frühen Zeit stattfindet – aber ich bin trotzdem immer noch kein amerikanischer Staatsbürger, sondern nur ein 1/500 Millionen nobelgepreister Europäer, mit Wohnsitz in den Niederlanden.

0 bertholdIV 13.10.2012, 13:22 Uhr

@filou ich hoffe doch nicht,...

@filou ich hoffe doch nicht, dass es so weit kommt...aber mal sehen... im moment spielt ulysses s. grant die islamische karte. mir schwant, dass das für seine nachfolger und den "vasallen" in kleinasien nicht gut ausgehen wird. ich fürchte das thema wird uns in diesem herbst noch lange beschäftigen.

0 hansgeier333 13.10.2012, 15:17 Uhr

Wem´s hier zu langweilig...

Wem´s hier zu langweilig wird, soll doch zur friggin´ freakshow von Frau Diener gehen: 31 Zeilen geballte Wortwucht in Tag 4.

Jetzt bin ich also quasi mit...

Jetzt bin ich also quasi mit Fug & Recht ein 1/500 .000.000 Nobelpreisträger? Bin vor mir selbst in meiner Achtung gewaltig gestiegen. Sozusagen homöopathisch nobilitiert. Hat was.

0 bertholdIV 13.10.2012, 18:35 Uhr

BTW: ich bin ja oft in einem...

BTW: ich bin ja oft in einem A320 geflogen. ich wusste gar nicht, was man da so alles unterbringt....... maximales startgewicht 78 t abzüglich 20 t kerosin und noch ein paar tonnen für das leergewicht, da passen schon noch ein paar panzer als zuladung rein... http://de.wikipedia.org/wiki/Airbus-A320-Familie http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-konflikt-westerwelle-sichert-tuerkei-solidaritaet-zu-a-861162.html

0 Schluchten-Ossi 13.10.2012, 20:04 Uhr

Ein Plauderer mit eingebauter...

Ein Plauderer mit eingebauter Zeitverzögerung bin ich, so helfe ich beim Filibuster. @Filou 09.10.17:09: :-) Amphitrite, herbei. Oder tut´s eine andere Nereide auch? @di 10. 09.24: ich danke für ihre Interpretation der Frage - hier die Beschreibung des Fürsten Lampedusa als Ergänzung: ...die berühmten sizilianischen Straßen ...waren fast unkenntliche, mit Schlaglöchern übersäte und in Staubwolken gehüllte Karrenspuren ... strömten atemberaubenden Geruch von Exkrementen aus...

0 bertholdIV 13.10.2012, 22:59 Uhr

interaktives kriege...

interaktives kriege anschauen: http://www.aljazeera.com/indepth/interactive/syriadefections/2012730840348158.html

0 specialmarke 14.10.2012, 07:21 Uhr

@Plindos: Die Ihnen zustehende...

@Plindos: Die Ihnen zustehende anteilige Preissumme wird Ihnen in den kommenden Wochen auf Ihrem Konto gutgeschrieben...

0 bertholdIV 14.10.2012, 11:59 Uhr

wie kann man nur, wenn man von...

wie kann man nur, wenn man von der rkk schon als student gefördert und aufgebaut wird in der cdu ein bestimmtes wählerklientel zu binden, so dumm sein und bei der diss. abschreiben (gilt die unschuldsvermutung sagt man in aut). da hätte ich mir halt ein ununtersuchtes thema z.b. zum kulturkampf in irgendeiner rheinischen rkk-gemeinde gesucht. erinnert mich daran als die faz damals weissagte, dass stoiber fällt: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/die-spitzelaffaere-jetzt-kaempft-stoiber-ums-ueberleben-1381391.html wenn die ministerin als fälscherin fällt (m.w. - aber nur aus zweiter hand -musste man an dieser uni eine eidesstattliche erklärung abgeben), fällt die kanzlerin.

0 bertholdIV 14.10.2012, 12:37 Uhr

noch lustiger: die frau...

noch lustiger: die frau ministerin ist offensichtlich über ein moraltheologisches thema in erziehungswissenschaften promoviert worden... http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/index.php?id=32 in theologie an der uni bonn wäre schon etwas mehr gefordert gewesen: http://www.ktf.uni-bonn.de/katholisch-theologische-fakultaet/pruefungsamt/promotion/promotionsordnung/view und mit all dem wird sie.... http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/kaththeo/magistri/index.html @derTiger mit den freunden des ministerpräsidenten erdogan haben sie vermutlich recht.... vor solchen freunden sollte man sich hüten, aber er ist alt genug und hat ein eigenes hirn, würde meine mutter sagen und wenn er sich mit den russen anlegt... wie schon gesagt, nicht der erste, der vor damaskus vom hohen ross fällt das wird auf jeden fall die herbst soap, hoffe nur die kommt nicht in unser wohnzimmer

0 donna laura 14.10.2012, 13:03 Uhr

lieber bertholdIV, man wundert...

lieber bertholdIV, man wundert sich schon, wieso die genannte nicht einfach die quellen angab; denn zitieren ist in der wissenschaft durchaus nichts despektierliches. ziemlich nachteilig wäre dann allerdings, wenn am ende kein substantieller eigener gedanke auffiele. allerdings dürfte die dame den vorgang längst vergessen haben, und der mantel des schweigens lag trefflich über den untaten ausgebreitet, so dass sie - für sie sicherlich - schon gar nicht mehr wahr sein dürften. immerhin entschloss sie sich nun zum allmählichen, teilweisen rückzug; wenn sie da mal nicht zurückgezogen wurde... ganz viel fremdmotivation, steht zu vermuten.

0 Der Tiger 14.10.2012, 15:17 Uhr

@Donna Laura – sicherlich...

@Donna Laura – sicherlich ist viel Fremdmotivation im Spiel. Aber warum? Die Dame ist simple gestrickt und kann Mutti nicht gefährlich werden – wie einst Schnucki. Ihr Ministerium ist das langweiligste auf Bundesebene, da die Macht bei den Ländern liegt. Meiner Meinung nach steht der Aufwand in keinem Verhältnis zur Bedeutung der Person.

Oha Angela Merkel ist nicht...

Oha Angela Merkel ist nicht nur in Griechenland unten durch; die Stuttgarter haben sie auch nicht mehr so richtig lieb: http://www.youtube.com/watch?v=-Tp-AspPvmg

0 Der Tiger 14.10.2012, 15:54 Uhr

@B4 – Ich kann mir beim...

@B4 – Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Mutti die Notwendigkeit sieht zurückzutreten, weil ihre Bildungsministerin vor 32 Jahren keine Gewissensbisse bekam, als sie Überlegungen zu: “Person und Gewissen – Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung” von anderen übernahm - ohne Gänsefüsschen und Quellenangabe. Da hat Mutti schon ganz andere Hürden genommen

0 bertholdIV 14.10.2012, 17:05 Uhr

@donna laura sehr richtig....

@donna laura sehr richtig. zitieren erlaubt, aber in einer diss sollte zumindest eigene neue erkenntniss erstehen. aber die ganze diss ist in der konstruktion ja sehr seltsam. ein moraltheologische fragestellung theologisch behandelt aber in den erziehungswissenschaften.. weil man sich dort mit dem thema weniger auskennt - wohl nicht oder?. mir scheint das system kracht, wie ist sonst die "bauernschlaue" kampflinie in der faz zu erklären: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/plagiatsvorwuerfe-ohne-anhoerung-11925644.html "fleisch vom fleisch der kanzlerin"?

0 bertholdIV 14.10.2012, 17:13 Uhr

da war guttenberg schon...

da war guttenberg schon klüger und hat sich eine uni ohne eidesstattliche erklärung ausgesucht. in der uni düsseldorf war eine solche zwingend: http://schavanplag.files.wordpress.com/2012/09/promotionsordnung_philfak_uduesseldorf_1977.pdf bin ja mal gespannt welcher staatsanwalt sich "traut" die aufhebung der immunität zu beantragen....

@Schluchten-Ossi, Amphitrite!...

@Schluchten-Ossi, Amphitrite! Welch ungluecklicher Name fuer eine Meerjungfrau (romantische Sicht). Das klingt so chemisch. Amphetamine und Nitrite. Als Odysseus haette es mich auch geschauert. . Schantall, das Wasserwesen mit dem Fischschwanz? Damit schreibt man auch keine Mythologie. . An der Nomenklatur der Naturwissenschaften, geht die klassische Kultur den Bach runter. . Meinen Rattler vom Schwejk werde ich Zerberus nennen. Zerberus, apportiere Er die Pantoeffelchen!

@berthold IV - Schavan: Wer...

@berthold IV - Schavan: Wer sich über die Substanz der erhobenen Vorwürfe informieren will, hier: http://schavanplag.wordpress.com/ Ich würde Schavan den Doktortitel deshalb nicht entziehen. Aber das unterliegt theoretisch dem Urteil der Uni Düsseldorf. Dass die Arbeit eigenständige Substanz hat, ist ohnehin nie bestritten worden. Praktisch werden die Empörten sie schon abschiessen. Frage eines engagierten 28jährigen an mich vor 2 Wochen: "Ich habe das Angebot der Partei X, als Kandidat für den Landtag aufgestellt zu werden. Soll ich annehmen?" Nach einem zweistündigen Gespräch hat er sich dagegen entschieden. Gott sei Dank, der Mann ist viel zu gut für öffentliche Verbrennung. Gruss, Thorsten Haupts

Donna...

Donna Laura@: Tatatatam........ Hier spricht BBC-London. https://www.youtube.com/watch?v=_sm5YFnEPBE

bertholdIV: Do gfrei i mi oba...

bertholdIV: Do gfrei i mi oba scho draaf. Des Göld schpend i däm ESM. S´duat jo sonst koana wooß fia des Ganze.

0 bertholdIV 14.10.2012, 21:18 Uhr

@ThorHa eigene Substanz heißt...

@ThorHa eigene Substanz heißt bei einer Diss. neue Erkenntnis nicht Kompilation von Texten. Gerade darum geht es, dass Kernaussagen nicht auf eigenem Denken beruhen. Ich verstehe das nicht.. So etwas wäre bei uns nicht mal als Diplom oder Zulassungsarbeit durchgegangen... Die abgegeben eidesstattliche Erklärung wird das Problem werden, wenn sie Quellen in erheblichen Umfang nicht genannt hat..

0 bertholdIV 14.10.2012, 21:20 Uhr

@derTiger ich glaube sie...

@derTiger ich glaube sie liegen da falsch. schavan ist existentiell wichtig für mutti. die deckt etliche flanken ab v.a. die zu teilen der stammwählerschat. aber wir werden sehen oder auch nicht...

0 Der Tiger 14.10.2012, 21:23 Uhr

@ThorHa – Ich kann mir...

@ThorHa – Ich kann mir schwer vorstellen, dass man über Gewissen und Person noch irgend etwas von “eigenständiger Substanz” denken kann, was nicht irgend jemand schon einmal aufgeschrieben hat. Mit dem Thema haben sich religiöse Gelehrte schon seit tausenden von Jahren beschäftigt. Einer grauen Maus a la Schavan traue ich zum Gewissen keine Einfälle zu.

0 bertholdIV 14.10.2012, 21:26 Uhr

@DA ihr arbeitgeber fährt ja...

@DA ihr arbeitgeber fährt ja ununterbrochen kampflinie: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/der-fall-schavan-wie-aus-einem-frueheren-leben-11925927.html jetzt wären angeblich die zitierregeln heute schärfer als früher... da fällt mir immer dies ein: Norbert Brox (Hrsg.): Pseudepigraphie in der heidnischen und jüdisch-christlichen Antike (Wege der Forschung; 484). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1977 (prägende Texte der Forschungsgeschichte, z.T. in Auszügen)

0 donna laura 14.10.2012, 21:44 Uhr

liebe Der Tiger, nun, schavan...

liebe Der Tiger, nun, schavan könnte dem image ihrer freundin in zeiten des vorwahlkrampfes doch sehr zu schaden sein, insofern ist ein rückzug nicht schlecht. vielleicht findet die kleine dame mit der omelettefrisur (originalton gary) doch noch eine andere beschäftigung. sie hat tatsächlich sehr viel kirchliches an sich, aber von der entzückend seltenen nonnenhaft-betulich-grauslichen seite der anderen seite der intelligenz her. . lieber bertholdIV, ein eid? ei... au.

0 HansMeier555 15.10.2012, 05:46 Uhr

Der nächste...

Der nächste Friedensnobelpreis geht an die GUS.

0 HansMeier555 15.10.2012, 05:48 Uhr

Oder die SOZ, falls Sie die...

Oder die SOZ, falls Sie die noch nicht kannten. . Würde genausoviel Sinn machen tun.

0 HansMeier555 15.10.2012, 06:13 Uhr

Dieser anonyme Schavan-Prüfer...

Dieser anonyme Schavan-Prüfer ist bestimmt mit Schnuckis Ghostwriter identisch.

Nur eine Frage... Hat DA sein...

Nur eine Frage... Hat DA sein ganzes Leben verbracht im dasselben Haus in Bayern?

0 donalphonso 15.10.2012, 09:43 Uhr

Nein, ich bin zwar hier...

Nein, ich bin zwar hier geboren worden, aber mit 5 ging es in das erste Haus im Grünen, dann mit 10 in das grosse Haus im Westviertel, mit 20 nach Würzburg, mit 21 nach München, und mit 25 dann wieder zurück ins alte Haus, als dort eine Wohnung frei wurde. Aber nirgendwo habe ich länger gelebt, und ich wollte immer zurück.

@berthold IV: Wenn´s um´s...

@berthold IV: Wenn´s um´s vollständig eigenständige, originale Denken geht, hätten die theoretischen Sozialwissenschaften (Volkswirtschaftslehre vulgo Nationalökonomie eingeschlossen) schon vor Jahrzehnten den Löffel abgeben müssen. Was die Nichtangabe von Quellen "in erheblichem Umfang" angeht, hat mich der wohl schärfste Schavankritiker, den ich verlinkt habe, eben davon nicht überzeugen können. Wenn Plagiate bei Halbsätzen beginnen sollen, stellen wir besser das Schreiben ein, soviele Worte, Semiotik und Semantik hat die deutsche Sprache gar nicht, um Wiederholungen zu vermeiden. Ich habe auch jede Menge plakative Sätze im Kopf, die für mich einen Sachverhalt so umfassend wie schlagend beschreiben, ohne deren Quelle noch angeben zu können. Schavans Bedeutung für Merkel überschätzen Sie, glaube ich, dramatisch. Es gibt im Kabinett genau zwei Leute, deren Auswechslung schwierig wäre - Maiziere und Schäuble. Gruss, Thorsten Haupts

0 Wimmerl d. Ä. 15.10.2012, 11:39 Uhr

Oiso des sog i da fei scho, I...

Oiso des sog i da fei scho, I hob mid dem Zeigl scho a moi gar nie nix net ze dua. Net a moi buchschtabian konn I des. Dofia bi I vui z´bled, woaßt. Mei scho, i da Schui hob i ollaweil obgschreibn, beim Meisinger Loisl. Des hot jo a jeda scho amoi gmocht. Net woahrr. Da Lehra hots halt net gschpannt. Wias hoit a so is. Wos isn ea nacha woarrn, da Loisl? Ha? A Illekitima Doktavodda. Mei, aus is. An jedn dabatzt scho amoi im Lem. Nemakwalidädän muaß ma hom. Schpäda teilst wieda aus. Nacha woaßtas wias gangad. http://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen .. Da DA is scho a oarms Hascherl.

0 Schluchten-Ossi 15.10.2012, 11:48 Uhr

@Filou: Aber Poseidon sei mit...

@Filou: Aber Poseidon sei mit seiner Angetrauten zufrieden gewesen, im Gegensatz zum (großen) Bruder. Und wenn Zerberus auch ein Pantoffeltierchen bringt?

0 Der Tiger 15.10.2012, 11:49 Uhr

ThorHa – ……… aber...

ThorHa – ……… aber beide stehen bereit, Mutti abzulösen. (Einer wird gewinnen)

HansMeier555@: Entwurf eines...

HansMeier555@: Entwurf eines Vertrauensbeweises. >Mit dem allervollsten (noch voller als voll) Vertrauen gehen wir der Zukunft ungebremst entgegen. Auch diese Bloggercommunity spricht Ihnen, bis auf weiteres, das völlige, konstruktive Vertrauen aus. Zweifel daran sind nicht angebracht und dienen nicht der Sache. In diesen schweren Zeiten stehen wir Alle voll hinter Ihnen. Unser ungeschmälerte volle Solidarität gibt Ihnen den notwendigen Rückhalt.< .. Er/Sie wusch seine/ihre Hände in allerreinster Unschuld: Mein Gewissen ist sauber. .. Keine/Keiner ist unersetzbar. Das Leben muß weiter gehen. Wir müßen den Realitäten voll ins Auge (Monokel) blicken.

Nachtrag zu: Gerechtigkeit...

Nachtrag zu: Gerechtigkeit ohne Gnade … Die Pest von Camus. . Der Geistliche Paneloux, stellt in seiner Predigt die Pest als gerechte Strafe für begangene Sünden dar. In Lesung /Teil 9 von 19 http://www.youtube.com/watch?v=WXkND-304hA&feature=relmfu … Tarrou stellt dem Arzt die Frage: „Glauben Sie an Gott?“ Und Rieux antwortet: „Nein. Aber was besagt das? Ich tappe im Dunkeln und versuche Klarheit zu finden. Ich habe schon lange aufgehört, das originell zu finden.“ Vordringlich sei jetzt, fährt der Arzt fort, seine Pflicht zu tun. … Der Schluss /Teil 19 „Während Rieux den Freudenschreien lauschte, die von der Stadt aufstiegen, erinnerte er sich nämlich daran, dass diese Freude immer bedroht war. Denn er wusste, was dieser Menge im Freudentaumel unbekannt war und was man in Büchern lesen kann, dass nämlich der Pestbazillus nie stirbt und nie verschwindet, dass er jahrzehntelang in den Möbeln und in der Wäsche schlummern kann…. http://www.youtube.com/watch?v=md-tV4SwK64&feature=relmfu

0 Der Tiger 15.10.2012, 18:58 Uhr

@B4 – Worüber ich den...

@B4 – Worüber ich den ganzen Tag nachgedacht habe ist folgendes: wenn man bergeweise über so abstrakte geisteswissenschaftliche Ding liest wie das Gewissen und man hat ein recht gutes Gedächtnis, übernimmt das Gehirn dann vielleicht automatisch die Ideen der anderen, sogar deren exakte Wortwahl, ohne das man sich dessen bewusst wird? Kann man das jemanden dann später als Plagiat vorwerfen? . Als ich meine Doktorarbeit schrieb (was keine Meisterleistung war) habe ich eine ähnliche Erfahrung gemacht. Aus dies, und dies, das ich gelesen hatte, schloss ich das. Ich schrieb es als meine Idee auf, und las (Gott sei Dank) ein bisschen später, dass jemand anderes diesen Schluss auch schon einmal gezogen hatte. Er war halt sehr logisch. . Wenn man 25 ist, ist man noch ziemlich unerfahren.

0 bertholdIV 15.10.2012, 19:14 Uhr

@DA redakteurInnen, die...

@DA redakteurInnen, die evangelische theologie studiert haben u.a. bei pannenberg http://www.faz.net/redaktion/heike-schmoll-11104266.html mokieren sich über wortglauberei. exegese? bultmann, conzelmann, aland schon mal gehört`? http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/plagiatjaeger-und-ihre-beute-studien-zum-herumdoktorieren-11927003.html ich glaube es geht wirklich um die kanzlerin - so wie sich die faz in die schusslinie wirft @ThorHa sie haben schon recht mit den beiden unersetzbaren ministern. aber ich denke frau schavan ist aus anderen gründen unersetzbar für die machtabsicherung der kanzlerin. apropos diss der kanzlerin. mir hat ein spd mitglied und physiker gesagt man sollte sich diesbezüglich dort umhören wo sie promoviert wurde...

0 bertholdIV 15.10.2012, 19:26 Uhr

@DA soll das hier ein sit-in...

@DA soll das hier ein sit-in wie damals in 2011 werden, als sie ihren rücktritt verkündet haben oder gibt es doch noch einen neuen beitrag? wir meandern hier nämlich schon deutlich rum und selbst frau schavan ermüdet...

@Schluchten-Ossi, als ich noch...

@Schluchten-Ossi, als ich noch mit kleinen Booten grosse Gewaesser besegelte, schloss ich mit Poseidon eine Vertrag: Wer vor von uns Beiden vor dem anderen die meiste Angst hat, muss zur Strafe Blogs lesen und kommentieren. Der Mann Mann ist bei mir erledigt-und seine Familie auch. Da isser, der alte Angeber (ab 1:00): http://www.youtube.com/watch?v=6rn5YqUMghk . Pantoffeltierchen. Ich greife zur Laute und singe nach Bettina Wegener: 'Sind so kleine Fuesschen, darf man ruhig drauf treten...'

@ DA. Re Ueberlick - Your...

@ DA. Re Ueberlick - Your Post 16.10 @ 07.57h, the 1st Paragraph. Re "Die Frequenz...." Will the frequency/number of replies fall now too?

0 donalphonso 16.10.2012, 12:49 Uhr

Entschuldigung. Neben der...

Entschuldigung. Neben der Buchmesse geht es grade drunter und drüber, dazu steht am Samstag auch noch eine grössere Reise an, und ich schreib ja schon!!! Hier geht ansonsten alles weiter wie immer, ein kleiner Schluckauf nach der Buchmesse ist normal.

0 Spectator 16.10.2012, 13:02 Uhr

Synatax und Semantik im...

Synatax und Semantik im doubleclinch oder der schwärende Gewissenskonflikt. (Die pöse Strafe für Leistungsungerechtigkeit) aus schavanplag Original einer Diss. Seite: 143, Zeilen: 03-20 "Zur vergeltenden Gerechtigkeit lassen sich zwei Typen von Strafen unterscheiden: Bei auf Zwang beruhenden Beziehungen im Rahmen einer heteronomen Moral und reinen Pflicht entscheiden sich die Kinder für Sühne-Strafen. Zwischen dem Inhalt der Strafe und der bestraften Handlung selbst gibt es keine Beziehung. Die Sühne wird als moralisch notwendig und als pädagogisch nützliche Vorbeugungsmaßnahme gegen Rückfälle angesehen. Einfluß auf die Verteidigung der Sühne-Strafen nehmen dabei vor allem das individuelle Rachebedürfnis und die einseitige Achtung vor der Autorität der Erwachsenen. Auf Gegenseitigkeit beruhende Strafen entsprechen der Moral der Autonomie und Zusammenarbeit. Sie erscheinen insofern als begründet, als zwischen dem jeweiligen Schweregrad von Vergehen und Strafe eine inhaltliche Beziehung besteht. Solche Strafformen entstehen als Folge der Anerkennung der Gleichheits- und Gerechtigkeitsbeziehungen der Kinder untereinander. " Fundst. Seite(n): 324, Zeilen: 07-22 "Er unterscheidet zwischen zwei Typen von vergeltender Gerechtigkeit: Die Sühne-Strafen entsprächen den auf Zwang beruhenden Beziehungen, der Heteronomie-Moral und reinen Pflicht. Es bestehe keine Beziehung zwischen dem Inhalt der Strafe und der Natur der bestraften Handlung. Die Sühne wird als moralisch absolut notwendig und als pädagogisch nützliche Vorbeugungsmassnahme gegen Rückfälle angesehen. Der Begriff der Sühne ergebe sich aus der Verbindung zweier Einflüsse: dem individuellen Rachebedürfnis und der einseitigen Achtung vor der Autorität der Erwachsenen. Die auf Gegenseitigkeit beruhenden Strafen entsprächen der Moral der Autonomie und Zusammenarbeit. Sie erscheinen “begründet”, d.h. es bestehe ausser dem Verhältnis zwischen dem jeweiligen Schweregrad von Vergehen und Strafe noch eine inhaltliche Beziehung. Diese Strafformen entständen als Folge des [...] Zurücktretens der einseitigen Achtung vor dem Erwachsenen zugunsten der Gleichheits- und Gegenseitigkeitsbeziehungen der Kinder untereinander."

bertholdIV 15. Oktober 2012,...

bertholdIV 15. Oktober 2012, 21:26 Habe im Netz vor Jahren diesssse Diss. mir angesehen. Schauderhaft. Und ich bin nur diesbez. kernphysikalisch ungeprägter Laie. Die Dottoressa hatte dann ja auch später mannhaft ihren Doktorvater sich zur Brust genommen.

0 Der Tiger 16.10.2012, 13:18 Uhr

@B4 – Ich gebe zu, Sie haben...

@B4 – Ich gebe zu, Sie haben Recht und es geht um Mutti! Das wurde mir klar als ich las “Merkel spricht Schavan „vollstes Vertrauen“ aus”. Ich würde Mutti gerne fragen, ob vollstes Vertrauen ein Überschuss an Vertrauen ist – so eine Art 120%. Jedenfalls kann Mutti in Zukunft niemanden mehr nur volles Vertrauen schenken, denn dann wird man immer zweifeln … warum nicht vollstes?

0 donna laura 16.10.2012, 13:22 Uhr

beim sit-in bin ich aber...

beim sit-in bin ich aber dabei, lieber don, man wird sie doch nicht...? mag noch jemand ein antikes seidenbrokatkissen für die bequemlichkeit? beim umräumen habe ich eine ganze kiste davon in einem der gästezimmer gefunden, also greifen sie zu. . lieber bertholdIV, die schavan ermüdet deshalb, weil sie nicht der erste casus in der politik ist; vielleicht auch, weil es schavan ist. zwar sind alle fälle ein wenig anders gelagert, aber die meinungen dazu gehen doch stets in eine ähnliche richtung und wiederholen sich langweiligst. . im übrigen, die idee, dass es um die kanzlerin ginge, die keimt auch hier mit zarten trieben auf. . vielleicht setzt madame auf ihre altbewährte und oft angewandte ermüdungspraxis: man winkt ja bereits genervt ab, wenn man schon wieder etwas von unwissenschaftlichen verfassten wissenschaftlichen texten vernehmen muss - frei nach dem motto: ach was, mutti hat auch ein wenig abgepinselt? gähn. na gut, aber das ist heute doch normal. wieder gähn. kleine pause. riesengähn. augenreib. was, vettel ist gedopt?!? das ist eine nachricht! [motto ende] . untersuchung und anwendung des mechanismus von politisch induzierten zerfallsreaktionen mit einfachem, oft verübtem bindungsbruch und berechnung ihrer geschwindigkeitskonstanten auf der grundlage ausgeklügelter strategischer methoden beherrscht madame jedenfalls ganz hervorragend, sozusagen magna cum laude, quod erat demonstrandum. mal sehen.

0 Schluchten-Ossi 16.10.2012, 15:36 Uhr

Entschuldigung akzeptiert,...

Entschuldigung akzeptiert, geehrter Don Alphonso. Was bleibet dem arbeitenden Menschen auch sonst anderes übrig. @Filou: da sind Sie aber milde davongekommen.

@ Der Tiger 15. Oktober 2012,...

@ Der Tiger 15. Oktober 2012, 20:58 : Wenn ich mich recht erinnere war der Tip so : Lesen Sie eine Quelle nur einmal. Schreiben sie direkt anschliessend den Inhalt mit ihren eigenen Worten auf, ohne erneut in die Quelle zu schauen. Arbeiten Sie immer und ausschliesslich mit Ihren Auszeichnungen, nie mit den Quellen selbst. Verfassen Sie ihre Quellenverzeichnisse ausführlich und ehrlich, auch mit dem Hinweis "zur Recherche inhaltlich benutzt". Bei der Druckversion wird vielles weggelassen, was die "Doktormutter" zumindest einmal gewusst haben sollte.

Ich habe mich gefragt, warum...

Ich habe mich gefragt, warum keine DDR-Doktortiteln in die Mangel genommen werden... Hier fand ich etwas interessantes; es wurden wohl Titel eher geheimgehalten: GEHEIME DISSERTATIONEN IN DER FRÜHEREN DDR http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=3339660&pg=1 Zitat: „ In der jetzt veröffentlichten „Bibliographie der geheimen DDR-Dissertationen“ (mit Registerband stolze 398 Mark) haben BLEEK und MARTENS in einer zweijährigen Fleißarbeit mehr als 8600 Titel von geheimgehaltenen Dissertationen zusammengetragen. In einem parallel dazu erschienenen Buch („DDR-Dissertationen“, 39 Mark) wird die Promotions- und Geheimhaltungspraxis näher erläutert. Anschaulich werden hier die widersprüchlichen Versuche der „sozialistischen Ständegesellschaft“ aufgezeigt, einerseits Kontinuität - möglichst auf „Welthöchstniveau“ - zu halten, andererseits aber die Wissenschaft in das paranoide Staatsicherheitssystem einzubinden."

0 bertholdIV 16.10.2012, 19:13 Uhr

@donna laura da sind sie aber...

@donna laura da sind sie aber tief in die diss von mutti eingestiegen...

0 bertholdIV 16.10.2012, 19:16 Uhr

@plindos man müsste z.B. bei...

@plindos man müsste z.B. bei der frühjahrstagung der dpg öfters mit wissenschaftlern aus der "sbz" ein paar bier trinken, vielleicht plaudern die dann ein bisschen. diesen frühjahr wäre das in regensburg -also beim kneitinger oder im spitalbiergarten...

0 bertholdIV 16.10.2012, 19:21 Uhr

@plindos wenn ich ihre...

@plindos wenn ich ihre anmerkung richtig verstanden habe, glaube ich stimmt die nicht. der zur brust genommene war damals nicht der doktorvater sondern so eine art oberassisten/pd etc., der die promovierenden betreut

0 bertholdIV 16.10.2012, 19:30 Uhr

@plindos ich habe gerade auch...

@plindos ich habe gerade auch begonnen drin zu lesen. wissen sie eine stelle, wo die ganze diss unserer kanzlerin online ist ? ich sehe bisher nur einige seiten bei meinem link.

0 Der Tiger 16.10.2012, 19:46 Uhr

@Holly01 – Die Methode...

@Holly01 – Die Methode leuchtet mir ein, wie sonst kann man 350 Seiten füllen? Wird das in RKK Seminaren weitergegeben? Ich habe ja heute schon gegenüber B4 eingestehen müssen, dass ich bezüglich der Situation von Mutti wahrscheinlich falsch lag. Jetzt muss ich auch noch zugeben, dass ich mich in Frau Schavan total verschätzt haben könnte. Am meisten erstaunt es mich, dass es sich bei dem Thema der Diss. um eine Abhandlung über das Gewissen handelt. Etwas absurderes kann ich mir gar nicht vorstellen.

0 bertholdIV 16.10.2012, 20:11 Uhr

...

@OT http://www.salon-fuer-kunstbuch.at/

0 auch-einer 18.10.2012, 18:04 Uhr

Savall, 12. Oktober 2012,...

Savall, 12. Oktober 2012, 10:45 . Programm der NSDAP, auch-einer. Ähm, wo war der Flohmarkt und welche Frisuren hatten die Herren? . so ist es, savall. der flohmarkt war in einer sächsischen stadt, der ältere herr, der mir das "schlag nach" verkaufte, sah nicht eben auffällig aus. er sagte, es sei noch von seiner grossmutter. . intereressant in dem zusammenhang, dass die pflicht zur arbeit auch in der verfassung des freistaats bayern (der von 1946) steht (Artikel 166 abs 3) und das arbeitslose einkommen mit sondersteuern belegt wird(Artikel 168 Abs 2). Überhaupt steht da einiges im vierten abschnitt des vierten hauptteils, aber man lese selber nach. . was den verdacht nahe legt, dass es die bayern mit ihrem verfassungs-patriotismus nicht so ernst meinen. so ähnlich wohl, wie es ein gewisser mc cormack für die bayrische religiosität festgestellt hat: die christen dort kämen mit der parusieverzögerung gut zurecht. .

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.