Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Es ist Sommer und die Rente ist sicher

| 243 Lesermeinungen

Kein Ausweg aus der Reichtumsfalle: Mit der Klimaerwärmung werden die Senioren rüstiger, und die Leibeigenen des Rentensystems bleiben unter dem Novembernebel.

So wie ein gut angewendeter Tag frohen Schlaf bringt, so bringt ein gut verbrachtes Leben heiteren Tod.
Leonardo da Vinci

Besagter da Vinci musste 1484 auch von ein paar weniger heiteren Todesfällen Kenntnis nehmen: In Mailand raffte damals die Pest gut ein Drittel der Bevölkerung dahin, und war obendrein auch noch so unfreundlich, das ohne angemessene Rücksicht auf Vermögen und Stand zu tun. Leonardo entwickelte daraufhin die Vision einer Idealstadt mit zwei Ebenen; unten hätten sich in Gewölben wenig erbauliche Aspekte des Lebens abgespielt, und darüber hätten jene wandeln können, die das alles gar nicht so genau wissen wollen, solange die anderen nur brav unten blieben und sie nicht mit Krankheit und Tod konfrontierten. Leonardo arbeitete damals für die Sforza, die sogar in ihrer nicht zimperlichen Epoche eine fragwürdige Berühmtheit als Schlächter und Giftmörder hatten; da ist eine saubere Idealstadt für die einen mit den negativeren Folgen für die anderen recht normal und akzeptabel, so lange man sich auf der richtigen Ebene aufhält. In einer Demokratie wie der unseren gibt es das nicht. Aber dafür Novembernebel über der arbeitenden Bevölkerung von der Mangfall bis an die Alster.

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Und einen Nachsommer rund um den Tegernsee, der es locker mit den Sumpfregenperioden aufnehmen kann, die man in Berlin als „Sommer“ bezeichnet. Ich mache das nunmehr seit 5 Novembern mit, und es ist immer das gleiche: Bergtouren, im Strandcafe sitzen, Sonnencreme kaufen und am Abend die Wettervorhersage hören. Es ist November, da sind die Wolken immer besonders tief. Tiefer als der Tegernsee. Und das teilt dieses Land in 82 Millionen, die über graue Depression reden, und ein paar Zehntausend, die sich mit Hautkrebsprävention beschäftigen sollten. Kurz gesagt, die Idealstadt von Leonardo ist im Zeitalter der S-Klasse gar nicht mehr nötig; man lässt die anderen dort, wo sie sind, und kann sich dann eine Etage höher am Berg überhaupt nicht, also wirklich nicht vorstellen, was die anderen immer über den November jammern. Das fällt einem nur wieder auf, wenn man einen Berg besteigt und von dort aus in die Ebene blickt, wo es eine Wolke gibt. Nur eine, aber die ist ziemlich gross.

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Das war natürlich nicht immer so. Weiter hinten im Tal steht der Wallberg, einstmals berühmt als Skigebiet: Heute ist eine Abfahrt ins Tal nur noch selten möglich. Unten funkelt das ganze Jahr das Wasser des Sees: Früher war es üblich, dass man im Winter über Eis mit Schlittschuhen von Tegernsee nach Wiessee in die Kirche fuhr, und dort das Angebot an möglichen Partnern betrachtete. Spätestens im November war hier tiefster Winter, das Eis hatte die Berge erobert, die Bauern kauerten in ihren Hütten und die Biedermeierdamen des Hofes ergötzten sich beim Pferdeschlittenfahren. Manche nennen die Veränderung „Erderwärmung“, hier verkürzt sich die Rodelzeit zugunsten einer längeren Badesaison, und die ideale Zeit zum Bergsteigen verschiebt sich eben in diesen wunderbaren November, mit dieser glasklaren Luft, so dass man von der Neureuth aus die Kirchen auf dem Hohen Peissenberg mit blossem Auge sieht, 60 Kilometer entfernt. Das kann sich so ein Mensch unter diesen flauschigen und von oben im Übrigen auch sehr hübschen Wolken überhaupt nicht vorstellen.

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Kurz, hier oben ist November keine Drohung mehr, dass einem der Hornung an den Zehen nagt, sondern mehr eine Verheissung von Erdbeermündern, denn solche Bilder, an die Daheimgebliebenen verschickt, mehren natürlich die Heiratschancen der hier Zweitresidierenden, zumal, wenn die Freunde zumeist im Donautal leben, das im November fast so trist wie Sylt im Sommer aussieht. Man kann viel über arrangierte Hochzeiten in der Oberschicht lästern, aber man muss nur einmal an so einem Spätsommertag mit einer kinderwünschenden Frau zum Schlossgymnasium gehen, wo die Kinder an der Uferpromenade mit Blick auf die Blauberge sitzen. Da fällt kein Groschen, sondern gleich ein ganzer Tresor, so idealresidenzstädtisch, wie das daherkommt. So und nicht anders kommt es dann zu den typischen Paaren dieser Region, und ihrem Nachwuchs.

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Und vielleicht ist es auch eine Chance, den Ebenen zu entkommen, und den Schrecken, die dort walten. Es sind ja nicht nur die Nebelschwaden, es ist auch die Angst, bis 67 oder 70 arbeiten zu müssen, immer mehr Rente durch einen Generationenvertrag zu zahlen, den ich meines Wissens übrigens gar nicht abgeschlossen habe und, mit Verlaub, da wäre ich ja auch doof, wenn ich das gemacht hätte: Denn wenn ich zur Neureuth gehe, sehe ich auch, wie sich der Klimawandel auswirkt. Bei so einem Wetter ist es doch kein Wunder, wenn die Rentner hier so prächtig gedeihen und zack zack mit Steckerln hinauf und hinab marschieren. Die sind richtig schnell. Und fit. Ich habe hart arbeitende Freunde aus den Niederungen, die nach der Neureuth ein Vollbad und drei Tage zur Regenration brauchten: Die hiesigen Rentner sind bestens trainiert, die können das im November jeden Tag machen, die brauchen unten nur einen Sprizz und ein Telefon, um sich zur Abendgestaltung zu verabreden. Die Klimaerwärmung macht es möglich.

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Und so verwandelt sich eine Zeit, die für ältere Menschen eher gefährlich und schauderhaftwar, zu einer Periode erfreulichen Daseins. Was in München durch Arbeit an Abgasen unter die Wolke geblasen ist, erwirtschaftet das gute Leben am See, und mit jedem Grad, mit jeder Sonnenstunde wird es besser und länger. An meiner Terrasse führt ein Heilklimawanderweg vorbei, und woher hier Grippe oder Lungenschaden kommen sollte, wüsste ich auch nicht: Das sind einfach ideale Bedingungen zur Lebensverlängerung weit, weit über die Zeit der Arterhaltung hinaus. Der Rentner hat hier keinerlei natürliche Feinde, nur zu wenig beheizte Tennisplätze. Er vermehrt sich zwar nicht, aber er lässt es sich gut gehen. Und mit jedem Tag, da ihn keine Eisplatte zum Stürzen bringt, und er statt dessen mit seinen Enkeln kraftvoll den Garten mit Seeblick vom Laub befreit, muss jemand anderes dafür unten im Nebel länger arbeiten, mehr Abgase produzieren, es wird noch wärmer und Tennis geht auch noch im Dezember ohne Heizung: Ein Teufelskreislauf, der hier die Tage schöner und unten die Nebelschwaden dicker macht. Das Wort Inversionswetterlage ist längst kein meteorologiescher Begriff mehr, sondern ein sozialer Zustand.

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Natürlich renkt sich auch das wieder ein, denn dort unten sind die Folgen von längerer Lebensarbeitszeit, seien wir ehrlich, nichtarbeitslebenszeitverkürzend. Die Entwicklung am See – längeres Leben im sonnigen November – wird aufgefangen durch überalterte Arbeitnehmer, die im Nebel von jüngeren Vorgesetzten um den letzten Nerv schikaniert werden. Natürlich sind die Strassen an den See auf Kosten der Allgemeinheit schön glatt und die Parkplätze sicher, aber dazu müsste man erst mal hierher kommen. In der Renaissance hätte man einfach die wenigen Aufgänge verrammelt, aber so eine Klimakatastrophe passiert wie auch die Rentensatzanpassung ganz, ganz langsam, mit dem gleichen Effekt.

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Ich habe mir da oben mit Blick auf den Nebel, und nach einem längeren Gespräch mit einer sagenhaft sportlichen 81-Jährigen lag überlegt, was ich Tröstliches zum Ende sagen kann. Vielleicht: Die Region ist klein. Hier leben nur ein paar Zehntausend Menschen besser, und weil es schon voll ist, werden es auch nicht mehr. Unser Leben in der Sonne mag länger dauern, aber unsere Zahl ist endlich. Ausserdem ist auch unser Dasein nicht ohne Grenzen: Die Arbeit in den Gärten, das Aufhängen der Gemälde auf brüchigen Rokokostühlen und die zu anstrengende Bergtour, das alles kann böse enden und das Lebensalter kürzen. Man kann also recht gut und genau berechnen, wie teuer das alles wird. Wir liefern nur schöne Bilder und keine versteckten Zusatzkosten.

Und wenn Sie das für zu wenig halten, schauen Sie sich Frau Merkel und Herrn Schäuble und die Beihilfen für Griechenland und die Banken an.

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243 Lesermeinungen

  1. "Mangfall bis Alster" klingt...
    „Mangfall bis Alster“ klingt ja ganz nett, aber mit Hoffmann von Fallerslebens Etsch und Belt kann es doch nicht konkurrieren. Wenn immer er das hört, so behauptet Woody Allen, dann möchte er am liebsten gleich in Polen einmarschieren.

  2. "Die Arbeit in den Gärten,...
    „Die Arbeit in den Gärten, das Aufhängen der Gemälde auf brüchigen Rokokostühlen und die zu anstrengende Bergtour, das alles kann böse enden und das Lebensalter kürzen.“
    Nicht zu vergessen das Fett und der Zucker in und auf Kuchen, Torten, Soßen, etc. pp.
    Übrigens, ‚tschuldigung für die Binse: sterben die meisten Leuten nicht im Bett (und wohl eher weniger durch Aufhängen von Gemälden)?

  3. Der letzte Satz hätte...
    Der letzte Satz hätte wirklich nicht sein müssen. Nun ist die schöne Geschichte schlichtweg verdorben!

  4. Früher, beim Skilaufen, hieß...
    Früher, beim Skilaufen, hieß das Phänomen, das Grenoble verhüllte mer de nuages. Ein treffender Begriff, wie ich finde.
    Der Eintrag ist wiederum überaus gelungen. Zur Zeit kann man ja bei Ihnen fast von einer Strähne sprechen, wenn das nicht suggerierte, dass die früheren Artikel schlechter gewesen wären.

  5. Don,
    sie machen, dass jemandem...

    Don,
    sie machen, dass jemandem wie mir, der faktisch ohne Pause seit August von Dauerregen heimgesucht wird, der seit dem vorherigen Jahr bis ca. Ende Juli diesen Jahres anhielt, der starke Wunsch erwächst, in die Ihre Heimat zu übersiedeln. Hier, im Dauerregen und finanziert vom Ölbedarf der EU und der Chinesen, sind die Renten zwar sicher (wirklich! google: Statens Oljefundet), aber das Leben für jemanden, der hier nicht geboren und aufgewachsen ist, trotzdem wenig wert. Mir war das klar; meine bessere Hälfte zog ‚Lernen durch Schmerz‘ vor, sodass wir nun hier sind und sie langsam begreift und anfängt, meine Sehnsüchte nach einem Leben mit Sonne, vernünftigem Lebensmittelangebot und einer anständigen Sprache zu teilen. Geld kann man nicht essen, in Geld baden ist auch nicht das gleiche wie das Baden in der Sonne, und 6,5h-Tage und wochenlanger Urlaub sind witzlos, wenn es draußen ohnehin regnet.
    Sagen Sie.. wie ist es um die Industrie betellt in Ihrer Gegend? Oder geziemt es sich nicht, sich am Tegernsee mit solchen vulgären Fragen zu befassen?
    Mit besten Grüßen
    Jacques

  6. Der mittelalte Mann um die 45...
    Der mittelalte Mann um die 45 in der weissen Villa denkt oft darüber nach, wie er bei sinkender Bevölkerungszahl sein westvierteltypisches, immobilienlastiges Vermögen von 1 Mio ( und erst die Schulden, herrje) verwalten soll. Das läßt die Sorgenfalten in seinem ansonsten noch jugendlichen Gesicht nicht eben flacher werden.

  7. Oh, ich liebe den Nebel, das...
    Oh, ich liebe den Nebel, das gleichmässige sanfte Licht, die verhüllten Horizonte, dunkle Schemen – das alles gehört für mich unbedingt zu einem anständigen November und Totenmonat dazu, möglichst kühl temperiert. Zum Einbruch der Dunkelheit dann heim- und einkehren, einen Tee oder Whisky, ein Buch… Mit der fahlen Novembersonne dagegen kann man mich jagen: Nichts halbes und nichts ganzes, der tiefe Sonnenstand blendet, der Blick aus dem Fenster verheißt deplazierte Wonnen, die die Jahreszeit dann aber nicht einzuhalten instande ist. Da mögen die Rentner noch so emsig ausschwärmen, mich würde der Gipfel derzeit nicht locken. Im Oktober! Ja da wäre es etwas anderes.

  8. @Prinzessin auf der...
    @Prinzessin auf der Erbse
    Hoheit mögen verzeihen, aber die meisten schönen Geschichten haben ein gar fürchterliches Ende.

  9. nun ist die rente derer dort...
    nun ist die rente derer dort so sicher, wie dies wetter dort ein sommer ist…

  10. mein gott startet der mann...
    mein gott startet der mann durch! (und wo er wohl in fünf jahren sein wird?)
    .
    und hin- u. wieder, wenn die dekadenz zu groß geworden war – auch in der psychologie der einzelperson, nicht nur im gesamten system – musste man die staaten auch einmal zerstören. um sie dann hinterher wieder neu und besser aufzubauen. also top-down zu zerstören, nicht bloß durch ein paar so dumme terroranschläge, die ja sowieso immer nur noch die restlichen abwehrkräfte stärkten und womöglich das siechtum bloß unnütz verlängerten. also regionalkriege böten sich an, regionale weltkriege, um genauer zu sein. und don alphonso fängt an. weil die beschriebe region und ihr wohlstand in tat auch beim nächsten mal zu recht vollkommen ungeschoren davonkommen werden.
    .
    und auch wir empfehlen zu dem gelegenheits-menue r. strauss. wie immer nur westviertel-echt mit karajan. http://www.youtube.com/watch?v=hnF87fo4NQo (und wiki, strauss, kennen wir alle)
    .
    ja, besitz ist nicht wichtig – besitz ist entscheidend. (in aller bescheidenheit)
    .
    und don’s finest? ( triumphale dummheit bekehren heisst sich ihr ausliefern)

  11. dürften wir? noch eines evtl....
    dürften wir? noch eines evtl. anmerken? ganz leise? unmerklich? fast nur wie ein flüstern? was wäre: also, manche bevorzugen auch jeans. die sie selbst zerissen haben. zumal auch in kombination mit ihrem lieblingsfeldbett. welches sie von schlacht zu schlacht begleitet. (wetter, was wetter? seid wann scherte sich denn schlachtenlärm um sowas?)

  12. Nichts bleibt übrig, als das...
    Nichts bleibt übrig, als das Geräusch des Scheols. Wisch.

  13. Ich denke, der Peak Point bei...
    Ich denke, der Peak Point bei den richtig hartnäckigen Bestagern ist so in ca. 10/15 Jahren rum.
    Die Generation, die als Baby den Krieg nicht, oder eben kurz danach den Krieg nicht mehr erlebt hat. Eine bewundernswerte Generation.
    Eine Kur des Öfteren? Kein Problem.
    Lebenslange Festanstellung ? Kein Problem.
    35 Stundenwoche ? Ein Muß.
    Zahnarztbesuche mit allem DummundDran ? Natürlich kostenlos.
    Staatliche Rente / Pension ? Naja, wer nicht ganz so blöd war, hatte es mit 55-58 geschafft.
    Ein Recht auf…..sagen wir, Alles ? Natürlich. Rein rechtlich….Garantiert ! Versprochen !
    Ach, die Liste könnte ewig fortgeführt werden.
    Dass fast Jeder unter diesen extrem schweren Umständen über die angedachte Linie eines normalen Menschlebens regelrecht hinübergeschissen wird, versteht man auch irgendwie.
    Und dass der Schutzengel dieser Gestalten grade zufällig eine Bundeskanzlerin ist, die einen Bundeskanzler als Schutzengel ablöst, wissen die mit den zwei Alu-Stöckchen & der Apothekenrundschau unterm Ärmchen wohl auch zu schätzen.
    All die sanftheimliche Alimentation ging sogar noch klar, müssten nicht mehrere andere Generationen ohne ein Dankeschön dafür ins Gras beissen.
    Und somit ist es keinesfalls in Ordnung.
    Nun gilt es, das kommende, obszöne Gejammer mit Ohrenstopfen zu verringern und zu warten, bis wieder Normalität in der allgemeinen Spähre eintritt.

  14. Ja, ja: Wenn die Sonne lacht,...
    Ja, ja: Wenn die Sonne lacht, Blende 8…

  15. es gibt uns nicht. wir sind...
    es gibt uns nicht. wir sind vollkommen ausgedacht. sogar unser fleisch und blut ist bloß ausgedacht. nur unsere erinnerung ist warm und lebendig.
    .
    .
    Alles geben Götter, die unendlichen,
    ihren Lieblingen ganz,
    alle Freuden, die unendlichen,
    alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.
    .
    und manchmal sogar auf den bergen. wir alle wissen. wir waren auch schon da.
    .
    und modernes alterum? (wenn buchviertel zu buchrückenvierteln verkommen) (was auch heißen kann: in welche ecke rücke ich denn die armen stapel? jetzt, wo ich sie nicht mehr brauche? weil die buchstaben so zerlesen sind…)
    .
    @hansmeier555
    .
    wischweiser. – (was evtl. in spätburgundischer dekadenz auch heißen könnte, dass der wischweise zum weisswischer würde. aber wir würden uns da nie einmischen.)
    .
    und ja, don’s systemkritik sticht: frau dr. merkel verkauft deutschland – und keiner kann damit etwas anfangen. (notierten wir im laufe des nachmittags)
    .
    und wir bitten unser hiersein nicht wahrzunehmen. das ist am einfachsten.

  16. lieber geluveld, mit einer...
    lieber geluveld, mit einer million kommen sie in jenen weltgegenden nicht weit. sie müssten ohnehin zusätzlich noch arbeiten.
    .
    wenn sie sich errechnen möchten, wie hoch ohne kapitalverzehr eine realistische, gemittelte verzinsung (= 3 %) nach steuern (= 2 %) abzüglich inflationsrate (nein, nicht die offizielle, die tatsächliche meine ich) (= -2 %; alle angaben über den daumen gepeilt); zudem gilt, dass selbstgenutzte immobilien nichts abwerfen ausser ihrer dachrinne und ein paar ziegeln.
    und die rente kommt bar auf die kralle…
    .
    unter dem nebel ein tal der tränen…

  17. " wo der Mann wohl in fuenf...
    “ wo der Mann wohl in fuenf Jahren ist?“
    .
    Na bei
    – ach waerst Du doch in Duesseldorf geblieben –

  18. @miner
    Welch eine Echauffage -...

    @miner
    Welch eine Echauffage – aber Sie haben nicht unrecht. Ich vermute, Sie sind ein Mittvierziger, der, da er die Grundrechenarten beherrscht, weiss, dass er ein Mehrfaches in die Rentenversicherung einzahlt, als er jemals herausbekommen wird. So weit so ungut. Mir, Beamter im höheren Dienst, wurde, als ich gerade 60 war, angedeutet, man würde einen Antrag auf vorzeitige Zurruhesetzung postiv zur Kenntnis nehmen. Es ging dabei nicht um meine ‚performance‘, sondern um eine Neubesetzung, der ich im Wege stand. Mal ganz ehrlich unter uns – hätten Sie nein gesagt? Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!

  19. und um für einige evtl....
    und um für einige evtl. nochmals probeweise eine reine argumentfläche aufzuspannen: wenn man sich das frikadellenfleisch der getöteten feinde mit dem blitzenden messerstahl direkt vor den lippen scharf abschnitte, was wäre dazu dann womöglich zu sagen? („nicht mit! den lippen hannibal“, höchstwahrscheinlich) (oder warum die refeudalisierung in der tat nicht unbedingt und in jedem falle auf jegliche zensur ganz verzichten sollte)

  20. demokratie als volksfest
    .
    und...

    demokratie als volksfest
    .
    und wenn man später einmal geschichte schreiben wollte in der tradtion golo manns, also in der besten, dann würde man evl. so formulieren „warum also diese kanzlerin, deren kindheit und jugend vom kampf gegen mauer, stacheldraht, zurücksetzung und unterwürfigkeit in der unterwerfung und krampfhafter selbstbehauptung gekennzeichnet waren, letzten endes im amt den selben weg weiter gehen musste – und am ende sogar wieder zurück, wäre allerdings schon durch bloße psychologie schon damals direkt und sofort zu erklären gewesen. allerdings war das deutsche volk, „der ewiger michel“, so will es scheinen, einmal mehr „viel zu dicht dran“, und in seiner substanz immer noch zu sehr deutscher, auch weiterhin vollkommen unverbildet – und zwar trotz all seiner exportweltmeisterlichen vielvölkerkontakte in alle himmels- und weltgegenden – und damit auch weiter bis zu jenem gewissen grade dumpf, aber hingegeben, mit dem er der welt schon immer „eine pest“ auch gewesen war – anstatt nun endlich, im achten jahrzehnt nach jenem vermaleiten – und auf ewig von ihm alleine angezettelten weltkriege – im weltzustande eines angelsäschischen skeptizismus und großskeptizismus angekommen zu sein, wie man es sich und ihm gewünscht hätte. und so übersahen nahezu alle der deutsche michel, der deutsche bürger jeder größe und finanziellen zuschnitts, dass diese kanzlerin – und zwar inzwischen gefühlt fast mehr, als nur im übertragenen sinne – immer des abends vom kanzleramt auch „nach wandlitz“ fuhr, und ansonsten überall in der eu eine – ihre – politik der stacheldrahtbewehrten herrschaftssitze verbreitete, eine zeit lang noch von den ebenfalls wie machtverblendet verharrenden europäischen staatschefs offensichtlich sogar verzückt an solchen orten begrüsst, deutsches geld und deutsche huld zu empfangen – eine politik der maschinenpistolenbewachten volksferne, die – und zwar vollkommen überzeugender weise – absolut in der tradition der roten preussischen diktatoren in merkels kindheit und jugend stand. und wo jetzt noch keine demokratischen institutionen sich zu bollwerken hinter festungen verwandelt hatten, da schickten berlin und die berlinerin jetzt ihre vorauskommonados von festungs-spezialisten aus, den anderen europäischen regierungschefs zu zeigen, wie man das machte, und zwar nach deutschem vorbilde am besten: wehrhafte demokratie so zu zementieren, dass sie nun endlich wirklich volksfest wurde. und anscheinend hoffentlich für immer.“ zitat golo mann ende.

  21. Und darauf ein gutes Stück...
    Und darauf ein gutes Stück Bündner Nusstorte. Ebenso vorzüglich. Auf dass sich das Nebelmeer in der (auch manch Berliner) Tiefebene lichten möge.

  22. Perfekt 57,
    Die wehrhafte...

    Perfekt 57,
    Die wehrhafte Demokratie tja, mit der soll man sich
    wohl anfreunden.
    Da ist eine mediale Großoffensive, die Sterben und Tod
    wieder im Bewusstsein der Menschen verankert, schon mal
    hilfreich.
    .
    Die natuerlichen Sterbezahlen sind seit 20 Jahren die gleichen.
    Warum jetzt diese Kampagne?

  23. Kann gut verstehen, dass...
    Kann gut verstehen, dass einer, der seit der Kindheit im Donau-Nebelloch gewohnt hat, verrückt nach Sonne ist.
    :-)
    Meine Wenigkeit mag wolkenfreie Postkartenidylle gar nicht so gern, sie ist a bissi langweilig. Ermüdet in ihrer demonstrativen Schönheit. Und Nebel sogar sehr. Besonders wenn er gerade steigt, am frühen Morgen am Fluss, die Bäume wie Geister. Ein perfektes Naturschauspiel, gewaltsam, aber grafisch ungemein zarte Zwischentöne.
    .
    Habe vor einem Jahr im November diese aufsteigende Nebelwand am Spitzing erwischt, das war atemberaubend. Vor allem die Schnelligkeit und die Masse.
    „Abstieg im November“ (2011):
    http://www.blog.vroni-graebel.de/logisches/2011/11/abstieg/
    .
    Wohl dem zukünftigen Rentner, der sonnig wie Nikos Kazantzakis denkt: „Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.“ Er wird es überall gut haben. Aber er sollte trotzdem beizeiten die stupid German Blockheads davonjagen, die sein Volk in aller Ruhe mit Nichtstun schildkrötig langsam ins Elend regieren.

  24. Verehrter Don Alfonso,
    Sehr...

    Verehrter Don Alfonso,
    Sehr malerisch, Ihre Bilder !
    Deshalb, mal wieder, nach langer Zeit, ein kurzer Zwischenbericht meinerseits.
    Dem mögen Sie entnehmen, daß ich (immer noch mit Esszett) ab und zu bei Ihnen reinschaue.
    Also:
    Bin gerade im Shinkansen von Tokyo nach Nagoya. Zug total überfüllt !
    „Labour Thanksgiving Day“.
    Viele der Bürger der japanischen Welt unter den Wolken nehmen in den kommenden drei Tagen ihren „langen Jahresurlaub“ und besuchen die Familie in Osaka oder Hiroshima. Da ich bei meiner Reiseplanung zu spontan war, ist premium „Green Car“ oder subprime „reserved“ Seating leider aus.
    Nun bin ich ja ein Profi-Reisender, denn ich habe einen Rolli, auf dem man locker vom Hocker auch gut und bequem, gegen die Wand gelehnt, sitzen kann.
    … Den habe ich soeben, ganz Gentleman, an eine freundliche japanische Dame, welche ebenfalls flexibel in ihrer Reiseplanung war, ausgeliehen. Ihre eigene Ausstattung, premium, von mir taxiert auf ca. 700000 – 1000000 JP, befähigt sie leider nur zum Survival im „Green Car“.
    Sie hat wunderschöne Mandelaugen und spricht ein excellentes Japanisch.
    Letzteres stellt für einen Mann von Welt natürlich kein Problem dar.
    Rein zufällig steigt sie auch in Nagoya aus.
    Ich habe jetzt noch knapp drei Stunden Zeit, ihr zuzuhören. Sie wissen, verehrter Don, das Zuhören macht den Frauenversteher. … Und vielleicht beginne ich dann, in Hamamatsu, vom Schwabenland zu schwärmen. Vom Häuslebauen, vom Werteschaffen. Aber auch von den Streuobstwiesen und von Spatzen mit Sauce und warum wir uns bei unseren Kraftfahrzeugen auf maximal 250 km/h selbst beschränken. Und da rückt sie doch damit raus, daß sie auch ein schwäbisches Fahrzeug ihr eigen nennt und sich immer schon gefragt hat, was das mit den 250 km/h soll, denn man darf doch auf japanischen Autobahnen nur 100 km/h fahren. (Süß nicht ?).
    … Was ich denn da die ganze Zeit mache fragt sie jetzt. Ich antworte:
    „Ich muß nur noch eine wichtige Mail an mein Büro absetzen !“
    „Oh you are so busy !“ Ein außerordentliches Zeichen höchster Wertschätzung in Japan. …und Ihr erster Satz auf Englisch.
    … Just ist ihr das Gucci Täschchen runtergefallen. Und nachdem ich es ihr liebevoll wieder in die Hand gedrückt habe hat sie mich gefragt, ob ich denn länger in Nagoya bleibe … sie kenne da ein wundervolles altes Japanisches Restaurant …

  25. Man kann nicht mehr tun, als...
    Man kann nicht mehr tun, als ihnen einfach nur zuzustimmen. Nur Ideologen begrenzter Intelligenz können diese heutige Kolumne für nur zynisch halten.
    Wer sich beim Lesen nicht zu lange vom blanken Neid überwältigen lässt, der wird zustimmen, dass so zu leben der noch am wenigsten absurde Sinn des Lebens sein könnte. Und da der Platz am Tegernsee von Anfang an ehrlicherweise als limitiert beschrieben wird, läge es eigentlich nahe sich im Rest der Welt nach ähnlichen Bedingungen umzusehen. Fast die ganze, unendlich lange Küste Australiens ist so (Jaques!), selbst hier an der Bucht von Tokyo, dieselben klimatischen Bedingungen, dieselbe saubere Luft.
    Aber der rechte und linke Spiesser bleibt lieber daheim, unter der grosse Wolke bei den Abgasen und jammert und schimpft, anstatt einfach mal nachzudenken um sein Leben selber in die hand zu nehmen.
    Denn, und nur bei diesem Schlussatz kann ich nicht zustimmen: „Und wenn Sie das für zu wenig halten, schauen Sie sich Frau Merkel und Herrn Schäuble und die Beihilfen für Griechenland und die Banken an.“
    Wer das, was „der Staat“ für ihn tut für zu wenig hält, der soll sich die Wahlergebnisse anschauen, die der Bürger/Wähler/Steuerzahler alle vier Jahre fabriziert, ohne welche die Merkels und Schäubles nicht in Positionen kämen, wo sie die Dinge dann so regeln, wie ihre Klientel ihnen das aufgetragen hat.
    Es gibt so wenig Gerechtigkeit auf dieser Welt…. Man sollte sich darüber freuen, dass es wenigstens ab und zu mal, wie in diesem Falle, die Verursacher des Problems es sind, die dessen Folgen zu tragen und zu finanzieren haben.
    @miner
    „….bewundernswerte Generation…. “ finden sie wirklich? Schaun sie sich den Planeten doch mal an? Gut, andere hätten vielleicht noch Übleres gezeugt, aber „bewunderswert“?
    Wir sind/waren die privilegierteste Generation die je gelebt hat, und keiner von ThorHa bis zu mir wird mit anderer Zeit tauschen wollen…
    Aber auch heute gilt: Wenn man ein Dasein als Opfer nicht will, dann ist es einfach nur dumm in einer Welt voller Egoisten ein Gut-Mensch sein zu wollen. Der Abstand von Gut-Mensch zu nützlichem Idioten ist infinitesimal.
    Sie beschweren sich. „Und somit ist es keinesfalls in Ordnung.“
    Aha! Und nun? Welche Rolle spielt das denn?
    @Donna laura
    Ihre Rechnungen mit der Million mögen korrekt sein, aber der Trick besteht darin seine Zeit eben nicht an solche Rechnungen zu verschwenden, und statt dessen gleich heute mit dem Leben anzufangen. Wem das moralisch zu verwerflich ist, der möge sich auch den Rest seiner Zeit zum Deppen machen.

  26. Lieber Don,

    das ist eine...
    Lieber Don,
    das ist eine wirklich schöne Betrachtung. Danke sehr – wunderbar. U. a. Abgase der Wirtschaftenden, die das Paradies schaffen.
    Wissen Sie, was noch bezeichnend ist? Die Älteren merken, dass sie nicht mehr das Gleiche von den Jungen erwarten können. Ob Ost oder West – langsam entsetztes Erstaunen, wie schwer es für Jüngere ist, das zu erreichen, was ihnen gelang. Dabei sollten sie es doch besser machen: „Wenn wir die Möglichkeiten (gehabt) hätten, die ihr Jungen heute habt!“.
    *
    75jähriger zu mir: „Wir konnten in die große Stadt gehen; Positionen erlangen, welche unsere Eltern nie erlangen konnten; Geld verdienen, das unsere Alten nie verdienen konnten. WIR mussten uns nie verteidigen.“
    *
    Pensionistin: „In den frühen Siebzigern konnte jeder etwas werden, wenn er nicht auf den Kopf gefallen war“. Sie ist entsetzt, dass die Jungen so kämpfen.
    *
    Es reute mich sehr, dass ich nicht dazu kam noch anzumerken, dass man unbedingt Kurts Masurs Beethoven-Sinfonie-Konzerte gehört haben sollte. Dieser gute Tip sollte nicht unterbleiben, ehe man sich über modische Sängerinnen mit modischen Fotos unterhält (nichts gegen Moden – die gehören halt dazu). Kurt Masur – das hat eine Kraft, das ist tiefes Mitfreuen an Meister Beethoven!
    *
    Und wo wir dabei sind: Wann schreiten die Stützen dazu sich gegen den Abbau der Orchesterlandschaft zu wehren. Mrd. für Stützungen von Schuldentürmen. Da sollte doch noch etwas für die Landschaftspflege bleiben.
    Siehe Onlinezeitung Weltexpress: Wie werde ich reich? – Der Deutsche Orchestertag versuchte sich in Rezepten für die Orchesterfinanzierung
    *
    Das erhält sich nicht von allein.
    http://www.weltexpress.info/cms/index.php?id=6&tx_ttnews%5Btt_news%5D=44749&tx_ttnews%5BbackPid%5D=12&cHash=5a5b011d3340d804910a26bac1f751de
    *
    Abschließend: Alles, alles Gute Berthold.
    *
    (Nachtrag: Es ist so wunderbar leicht an Wissen zu kommen und es zu teilen. Die tragbaren Wissensabrufer zu schalen, ist recht oberflächlich. Es ist auch sehr schön Kindern schnell Dinge zeigen zu können. Wiki, Yotube… Das wir die Aufbereiter weniger brauchen, als die Bankvertreter die ‚Erklärer‘ bei den Zeitungen, hat damit zu tun, dass man viel schneller ist, wenn man sucht, was man braucht, als zu gucken, was einem geboten wird. Was ist ein Abend mit selbstgewähltem Programm, gegen Berieselung. Leider ist hinsichtlich der Druckmedien wirklich zu immer weniger Zeit sie zu genießen.)
    *
    Wenn die Jüngeren unausgeruht durchschufften, werden sie noch alle überlebt im Shangri-La am Tegernsee.
    Passend – in Text und Bild: 1973 – Horizonte Perdido – Shangri-La – Lost Horizion: http://www.youtube.com/watch?v=k_iBZiJOmpA
    (die Geschichte ist an sich sehr lesenswert: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_verlorene_Horizont )

  27. Entschuldigung: Habe die...
    Entschuldigung: Habe die Fassung mit Text erst hernach gesehen:
    http://www.youtube.com/watch?v=btYfSAcEyNs&feature=related
    Lost Horizons
    Have you ever dreamed of a place
    Far away from it all
    Where the air you breathe is soft and clean
    And children play in fields of green
    And the sound of guns
    Doesn’t pound in your ears (anymore)
    Have you ever dreamed of a place
    Far away from it all
    Where the winter winds will never blow
    And living things have room to grow
    And the sound of guns
    Doesn’t pound in your ears anymore.
    Many miles from yesterday before you reach tomorrow
    where the time is always just today
    there’s a lost horizon waiting to be found.
    There’s a lost horizon
    where the sound of guns
    doesn’t pound in your ears
    anymore.
    *
    Sänger ist der wunderbare: Shawn Phillips
    *
    Auch schön: Horizons perdus

  28. Der Wanderer über dem...
    Der Wanderer über dem Nebelmeer hängt immer noch in der Hamburger Kunsthalle und nicht in einer spätbarocken Rumpelkammer. Nennen wir die arthritisfreien Tegernsee-Taugenichtse vom Don lieber die Gangster über dem Nebelmeer. Was die sich wohl den ganzen Tag in der Höhensonne erzählen? Erinnert irgendwie an das Ende des Romans Getaway von Jim Thompson. In den Verfilmungen fehlt leider der eigentliche Schluss (Die Protagonisten gehen sich im mexikanischen Luxus-Exil erst auf die Nerven und dann an die Gurgel).

  29. Alleine die Überschrift hat...
    Alleine die Überschrift hat schon einen Lach-Anfall ausgelöst. Ich habe noch nicht weitergelesen und bin schon höchst gespannt, was mich erwarten tut …

  30. Nach lesen dieses Artikels...
    Nach lesen dieses Artikels frage ich mich, warum mir meine Eltern solche Weisheiten nicht mitgeteilt haben. Es hätte die Sklaven-Arbeits-Zeit-Phase doch schon sehr verkürzt.
    .
    Na ja – hat ja auch so geklappt.

  31. "... und die zu anstrengende...
    „… und die zu anstrengende Bergtour, das alles kann böse enden und das Lebensalter kürzen.“
    Und am Ende der Weges wird stehen: „You have been warned…….Tyler.“
    .
    Aber heute doch noch nicht, heute noch nicht, heute freuen wir uns…
    http://www.ownzee.com/attachments/2012/06/pic6/4fd26593-ef20-4e59-b572-489acdbab12d.jpg

  32. Re: Die Rente ist...
    Re: Die Rente ist sicher.
    „Jesus saves, Moses invests“ (E-Sprichwort).
    Ich habe Volkswirtschaft an der Uni studiert und damals angefangen Aktien zu kaufen. Mein Bankberater war neugierig und hat mich sogar zum Lunch und zu einem Besuch bei den Dealers im Dealer Room der Bank eingeladen.
    Doch Aktien sind wie Kleinkinder – man muss ständig auf sie aufpassen.

  33. Für die kommenden modernen...
    Für die kommenden modernen Zeiten hatte sich der Meister Leonardo da Vinci die alleringeniösesten militärischen Hackfleisch-Schlacht-Maschinchen ausgedach: Das würde räumen wie bie der Ernte des reifen Weizens in den fruchtbaren Tiefebenen. Wie schön, dass wir dagegen jetzt in der humanen Postmoderne leben. Betreut von Mutti. Mumifizierte Rentnerbands zum Anschauen und Anfassen als Stapelware mit Dauergenuss-Scheinen ausgestattet. Der hundertzwanzigjährige rüstige Löli, der Almbub, jodelt sich einen runter in die klare, EU-portionierte Norm-Restluft.

  34. @ No.6: da gibt es nur eins:...
    @ No.6: da gibt es nur eins: zugreifen!

  35. Knüller: "Das Wort...
    Knüller: „Das Wort Inversionswetterlage ist längst kein meteorologischer Begriff mehr, sondern ein sozialer Zustand.“ Danke dafür.
    .
    Und immer geht´s nur ums liebe Geld. Das nervt so dermaßen.

  36. @Rittervomgeiste

    das größte...
    @Rittervomgeiste
    das größte problem ist der beweis der natürlichen inneren gerechtigkeit.
    man kann sie schwer beweisen, ohne angezweifelt zu werden. aber, was solls.
    von geburt an vollkommen neidlos, aber absolut angeekelt vom billigen treiben um mich herum, werfe ich den ersten stein.
    und den zweiten.
    und den dritten.

  37. ergo sum, genau wegen solcher...
    ergo sum, genau wegen solcher Vorstellungen habe ich es abgeschwächt. Ausserdem, wer will schon Nebelländer besetzen? Ich will die eher loswerden.
    Jeeves, wenn ich sehe, wie ich bei Auktionen untergepflügt werde, müssen da viele andere Bilder aufhängen, und sie werden es wohl kaum mit Stühlen von Kartell machen.

  38. pade, ich habe das nur als...
    pade, ich habe das nur als Trost geschrieben, dass Nebel nicht das Schlimmste ist.
    .
    palatinus, danke, ich krieche langsam aus meinem persönlichen Nebelloch empor, ich zwinge mich, und vielleicht merkt man das auch. ich werde wieder leichter, seichter und angenehm dümmer (und besetze so eine Marktlücke in dieser Zeitung).

  39. Jacques, Industrie ist...
    Jacques, Industrie ist südlich von München jede Menge: Rüstung, Raumfahrt, Pharma, so viel Geld kommt ja nicht ohne Kriminalität zustande.
    .
    geluveld, das ist eigentlich recht einfach: Die Menschen werden weniger, aber sie sehen auch mehr Quadratmeter als wichtig an. Und wenn sie erst mal kaufen, brauchen sie pro familie gleich 40 Quadratmeter mehr. Das hebt sich also mit dem Bevölkerungsschwund auf.

  40. "Auf die Berge will ich...
    „Auf die Berge will ich steigen, lachend auf euch niederschaun.“ Ja, ja, man kennt das, die Grille und die Ameise. Es ist ja nicht so, daß es neu wäre. Freilich ist es bei Ihnen amüsanter zu lesen als bei einem moralischen Fabeldichter, Don Alphonso. Also seien Sie wieder einmal bedankt.
    Davon abgesehen bin ich ein Nebeltyp mit protestantischem Arbeitsethos und habe Probleme damit, eine dolce-vita-Mentalität zu verstehen. Ich tue mich schwer mit der Vorstellung, daß Arbeit immer nur Strafe sein soll und die Rente Lohn und Ziel menschlichen Strebens. Mittun, etwas bewegen, Teil haben an etwas größerem, das birgt einen eigenen Wert in sich, jenseits der Bezahlung. Wer nichts verdient außer Geld, verdient nichts außer Geld. Meine Blütenträume bestehen jedenfalls nicht aus Nordic Walking auf langweiligen Bergen.
    .
    In Gmund gibt es eine bemerkenswerte Papierfabrik, Jacques. Aber ich glaube nicht, daß die freie Stellen haben, eher eine ziemlich lange Warteliste.

  41. Sire, das kann man ja auch...
    Sire, das kann man ja auch haben, einfach runter ins Mangfalltal, und aufpassen, dass man sich dort nicht hineinstürzt.
    Donna Laura, natürlich sind da Unsicherheitsfaktoren, aber mit ein paar Millionen auf der Seite ist es immer noch besser als mit einem unsicheren Arbeitsplatz.

  42. Hermes, und ein...
    Hermes, und ein Googlesuchtreffer. Damit auch andere hier drüberwischen.
    .
    perfekt!57, der wahre Terrorismus entsetzt nicht, er entmutigt, und das kriegen wir doch ganz gut hin, oder? Und zwar so, dass man sich dabei noch nicht mal die Hände beschmutzt. Macht alles die Politik.

  43. Savall, jeder ist dazu...
    Savall, jeder ist dazu aufgerufen, die Konsequenzen zu ziehen. Ich sage halt, wie es ist. Andere lügen darum herum, das ist alles.

  44. Man könnte es auch mal so...
    Man könnte es auch mal so sagen: Wenn ich einen 98-jährigen am Tegernsee erschlage, ist es Mord.
    .
    Wenn die Besitzverhältnisse aber dazu führen, dass für mein Leben 10 andere 2 Jahre früher ins Gras beissen, ist es Statistik.

  45. Und wieder gefallen die...
    Und wieder gefallen die Impressionen und Fotos vom Tegernsee. Als Ergänzung dazu noch die Webcams auf http://www.tegernsee.com/service/webcams.html.
    .
    Die dort angebotene TegernseeCard mag ja recht hilfreich sein, doch wir verlassen uns lieber auf die kundige Führung unseres geschätzten Reiseleiters Don Alphonso. Und spätestens jetzt sollten seine Verdienste zur Förderung der Ferienregion Tegernsee auch von offizieller Seite anerkannt werden. Werde nächsten Sommer mal vorbeischauen. Ein Kommentatoren-Treffen auf der Neureuth wäre dann sicher ein Höhepunkt :)

  46. auch die generation mallorca /...
    auch die generation mallorca / toscana muss gehen.
    es ist traurig, aber, ganz am ende kommt wie immer die rechnung.
    blöde rechnung !
    und da steckt der teufel im detail. denn der preis für all dieses, bis auf die immer fletschenden zähne verteidigte egomane lautet:
    einsamkeit und unverständnis.
    denn, wer soviel zeit im leben hatte nachzudenken, wird ein ende mit mitleid und applaus fordern. doch er wird enttäuscht sein, dass das publikum ihn nicht versteht. niemals verstehen kann. ja, oft gar kein publikum anwesend sein wird.
    denn wie ein könig, wird er sich nicht in die gefühle des volkes / der nachfolgenden generationen hineinversetzen können. und wenn der stellvertretende oberarzt ( trotz mehrfacher chefarzt-zusatzversicherung ) desinteressiert aus dem zimmer läuft, wenn die kinder und enkel besseres zu tun haben, als sich das tausendste mal die ganz normale krankheitsgeschichte eines längst lebensüberholten anzuhören, werden sie denken: da hab ich doch soviel gutes getan und keiner dankt es mir.
    aber, es ist falsch, denn gutes tun die, die einen mantel verschenken, obwohl sie selbst bitter frieren. nicht die, die einen mantel verschenkt haben, weil sie nicht mehr wussten, wohin mit den ganzen mänteln…und dieser mantel da wirklich sehr hässlich war.
    wie bereits geschrieben: die nächsten 10 – 15 jahre werden knallhart und saubitter….incl. MwSt. und ohne dass man sie irgendwie steuerlich absetzen / geltend machen könnte :-)

  47. ...
    !
    http://www.bergruf.de/bergcam/bay_voralpen_mangfallgebirge.html
    Momentan ist es hier unten noch neblg, aber ich gehe gleich wieder hinauf.

  48. @miner,
    wenn man versucht ALLE...

    @miner,
    wenn man versucht ALLE sein zu wollen , hat man ein Problem,
    vor dem einen der praktizierte Kapitalismus ganz gut schützt.

  49. Ich weiß nicht, wie ich es...
    Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, Don Alphonso. Devin08 hat für so etwas eine glasklare Antwort, Entfremdung, Ausbeutung, Mehrwert, Kap. 24 und der ganze Kram. Es ist ja nicht so, daß ich es nicht kennte. Ich kenne aber auch die Auswirkungen, wenn man sie aufhebt und sie waren unerfreulich. Ich sehe meinen Chef, der qua Definition ein Ausbeuter ist und mich furchtbar knechtet. Und ich sehe einen Unternehmer, der sich viel intensiver abschuftet, als ich es mir jemals vorstellen könnte, bloß um unsere Firma in einem extrem schwierigen Umfeld am Leben zu erhalten. Mein Problem sind nicht die Rentner am Tegernsee, die sind eine kulturhistorische Notiz, die ich nur bei Ihnen finde. Mein Problem sind Billigarbeiter in China und Kunden, die nur noch daran denken, etwas billiger zu bekommen. Geschenkt ist noch zu teuer. Was hat das alles mit den gängigen Ausbeutungstheorien zu tun? Ob ich zwei Jahre länger lebe, ist mir dabei herzlich schnurz.

  50. Marx war eimn Kind seiner...
    Marx war eimn Kind seiner Zeit, und dass alles so komplex werden würde, konnte man nicht ahnen. Das hilft nicht weiter. Die Frage ist wie gestaltet man eine Despotie der Reichen so, dass sie nicht angegriffen wird. Und die Antwort lautet: Mit einer Olchokratie des Billigen. Prestige ist nucht mehr schön, edel oder wertvoll, sondern neu und billig. Das MTB zum Beispiel, mit dem ich auf den Berg fahre, hat runtergewirtschaftet 25 Euro gekostet. Es war vor 20 Jahren ein tolles Rad, heute wird man komisch angeschaut, weil es doch so schöne neue Räder gibt, jedes Jahr. na, und die einen kaufen das und freuen sich im Nebel, und ich sitze am Tegernsee und es macht mir nichts aus. Der Zustand ist leider von der Mehrheit so gewünscht.

  51. @Savall
    Bis jetzt hab noch...

    @Savall
    Bis jetzt hab noch nicht verstanden, warum die Transport-
    kosten bei realen Gütern sich sowenig auf den Preis auswirken.

  52. Lieber Don, ja, der...
    Lieber Don, ja, der zugefrorene Tegernsee im Sonnenschein, der hat mir zu Neujahr 1986 einen Sonnenbrand UNTER meinem Kinn verschafft, ich wurde gefragt, ob ich mich mit irgendwelchen spiegelnden Braeunungshilfen abgegeben haette (ich denke, damit waren diese komischen Silberfolien gemein, die zu Beginn von „Goldfinger“ zu sehen sind).
    .
    Was die Arbeitszeit angeht: Meine beamtete Mutter haette schon gerne laenger gearbeitet, weil aus sie Leidenschaft in ihrem Beruf eine Berufung sah. Aber sie musste halt mit 65 gehen. Kurz drauf aenderten sich die Regeln und die Nachfrage war da, aber da war ihr leben privat schon wieder voll ausgelastet. Mein Schwiegervater, 72, will erstmal bis 75 arbeiten und dann mal was anderes machen, vielleicht als Missionar nach Afrika (und das meint der Ernst). Schwiegermama, etwas juenger, hat verkuendet im Buero sterben zu wollen, alles andere sei langweilig.
    .
    Aber das funktioniert natuerlich nur, wenn man mag, was man so tut. Wenn ich richtig muede bin nach einem langen Tag, dann wuensche ich mir schon eine fruehe und sichere Rente, aber wenn ich mal ein Wochenende frei habe, dann bin ich spaetestens am Sonntagabend genervt und freue mich auf Montag…
    .
    Vermutlich sind wir alle irgendwie krank, und das dicke Ende kommt bald…

  53. In der Tat, Don Alphonso, da...
    In der Tat, Don Alphonso, da sprechen Sie ein großes Wort gelassen aus. Gerade in unserer Branche haben die letzten zwanzig, dreißig Jahre einen Produktivitätssprung gebracht, der bei einem solch alten Produktionszweig für nicht vorstellbar gehalten wurde. Und wem hat es was gebracht? Eigentlich niemandem. Der Druckbranche nicht, der Verlagsbranche nicht, dem Handel nicht und dem Kunden eigentlich auch nicht. Wohin verschwinden die Produktivitätsgewinne eigentlich? Das wäre wirklich mal eine Untersuchung wert. Die derzeitigen Rentner haben die Gnade der rechtzeitigen Geburt. Ich bin ja, wie Sie wissen, momentan mit dem Nemrud Dagi zugange, auch ein Berg.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d6/Turkey_nemrut_dagi_3.jpg
    Schön, nicht? Ich sehe aber die Risse im Gesicht und den Staub ringsum.

  54. E.R.Binvonhier

    Sie scheinen...
    E.R.Binvonhier
    Sie scheinen sehr klug und besitzen investigative Fähigkeiten und ausgezeichnete Kontakte. Aber, das wissen Sie ja bereits…..

  55. Savall (11:48),
    reden wir dann...

    Savall (11:48),
    reden wir dann zwei Jahre vor Ihrem voraussichtlichen Todeszeitpunkt (Estimated date of expiration) noch mal drüber?

  56. Sehr geehrter Don,
    wieder ein...

    Sehr geehrter Don,
    wieder ein herrlicher Beitrag für mich! Denn Ihr Tegernsee und mein Ortasee unterscheiden sich kaum, außer dass es hier am Ortasee weniger Autoverkehr gibt und jetzt nur noch wenige Kaffefahrtenbusse hierher kommen.
    Herzliche Grüße und weiterhin eine gute Zeit am See.

  57. "Geschenkt ist noch zu teuer"....
    „Geschenkt ist noch zu teuer“. Leider wahr.

  58. es platzte aus mir raus, aber,...
    es platzte aus mir raus, aber, es ist kein gutes gefühl mehr für mich hier ( ungewollt ) zu schreiben. somit zieh ich mich jetzt auch wieder schnell aus diesem forum zurück. das dürfte dem hausherr wohl auch recht lieb sein. nachdem ich sein anderes forum bereits mit weisheiten verschone, die wirklich keiner braucht.
    wie jedem trottel dieser zeit, so passiert es leider auch mir hier und da, dass ich kurz denke, ich hätte da etwas zu sagen. ein impuls, leider….

  59. Persephone nimmt sie alle...
    Persephone nimmt sie alle zärtlich in Empfang und tröstet sie. Mit dem Versprechen,
    sie würde ja stellvertretend für all die Verblichenen und Greinenden, demnächst den Frühling am Tegern- und Gardasee auskosten. Und dann berichten von all den oberirdischen Köstlichkeiten.

  60. Mir wurde der Kommentar eines...
    Mir wurde der Kommentar eines älteren Herren und einfleischten FR-Lesers zugespielt:
    ‚Erstaunlich, was so in der Zeitung der Satten und Reichen an Hochgeistigen geboten wird. Ob die am Tegernsee die gallenbittere Ironie verstehen ( verstehen wollen )? Schließlich reichts im Moment noch, und was demnächst kommt, ist angesichts der Tatsache, daß das Leben endlich ist ( wir sind doch Realisten ) scheißegal.
    Aber die Novembernebel werden steigen, langsam, wie die Sintflut, und die sonnigen Plätze werden enger und enger, und die Kirchen auf dem Peissenberg werden ebenfalls versinken. Auch scheißegal – denn die Neureuth wird auch versinken und dann kann sowieso keiner mehr den Peisselberg begucken.‘

  61. Das grundlegende Dilemma ist...
    Das grundlegende Dilemma ist wohl, dass in der globalisierten Welt Strukturen und Strategien gefunden werden mussten, wie man einer Milliarde Chinesen, und einer kaum gezählten Milliarde Afrikanern und dreieinhalb Milliarden weiteren Asiaten und Südamerikanern klar macht, dass das ganz normal ist, wenn in Deutschland die 250km/h Autos gebaut und verkauft werden sollen, während es in Indien eine Errungenschaft ist, dass man für tausend Euro sogar ein neues Auto aus Dosenblech kaufen kann.
    .
    Ein ungeklärter lauwarmer Währungskrieg.
    .
    Es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt nur ein mittelmässiges, immer brüchiger werdendes Gleichgewicht des Gewohnten.
    .
    Der Ärger geht los, wenn plötzlich das Bier in der Kneipe 9,50€ kostet, die Rente wie in Griechenland eingedampft wird und man ab 61 keine Herz- oder Krebs-Operation mehr bekommt.
    .
    Da ist die Aldi-billig, aber StiftungWarentest Gut Wirklichkeit eine der Antworten, sein Köpfchen über dem Stinkenebel der Oligarchenfürze zu halten.
    .
    Rabatte, Ebay, Leasing, junge Gebrauchtwagen etc. Wer ist heute noch so blöd, sich privat einen Mercedes E-Klasse zusammenzustellen? Selbst hartnäckige Vertreter der Jungfernschaft von frisch in die Familie aufzunehmenden Fahrzeugen drücken ein Auge zu und kaufen einen Jahreswagen. Schwarz oder Silber oder Weiss hätten sie sowieso bestellt…
    .
    Wir stolpern schon lange alle in der nach oben offenen Nachspielzeit herum, und wundern uns, dass immer noch kein Schiedsrichter abgepfiffen hat.
    .
    Darauf müssen wir uns einrichten, zusehen, dass uns nicht die Puste ausgeht, wir Nischen finden, um uns zu verdrücken, pfiffige neue Spielzüge ausdenken, mit denen wir vielleicht doch noch ein Tor hinkriegen…
    .
    Dabei mag ich Fussball eigentlich gar nicht, aber er ist so eine wunderschöne Metapher für die Sinnfreiheit unseres Kapitalismus. 7 Milliarden Nationaltrainer würden halt gerne Weltmeister werden.
    .

  62. Tja, E.R.Binvonhier, das mit...
    Tja, E.R.Binvonhier, das mit den Transportkosten ist ein Elend, aber so ist der Wettbewerb. Die Transportkosten von Shanghai nach Hamburg sind niedriger als die Transportkosten von Hamburg zu einem beliebigen Ort in Deutschland. Man kann darüber schimpfen und nach Schutzzöllen rufen, aber es ändert nichts an der Tatsache. Ich will ja im übrigen nicht jammern. Die Verhältnisse, sie sind eben so und die himmelsnahen Herrschaften am Tegernsee haben die Botschaft nur noch nicht vernommen. Sie hatten eben das Glück, in so einer seltenen glücklichen Epoche der Weltgeschichte zu Hause zu sein. Ich werde nur ärgerlich, wenn sie ihr unverdientes Glück für eine Lebensleistung ausgeben.
    .
    Es ist schade, diktionaftis, daß Sie mich so simpel einschätzen. Nein, auch zwei Jahre vor Ultimo würde ich mich nicht anders äußern. Das Leben ist der Güter höchstes nicht. Das mögen 99 % der heute Lebenden für vorgestrig und überstiegen halten. Sie wissen doch aber, daß ich der Historie mehr als andere Respekt zolle. Ich würde nur müde lächeln.

  63. @miner
    Zuerst Ihre degoutante...

    @miner
    Zuerst Ihre degoutante Selbstgerechtigkeit, dann die eindrucksvolle Vorstellung als beleidigte Leberwurst. Pass the sick bag, Alice.

  64. Genügsam sei der Mensch in...
    Genügsam sei der Mensch in seinem Gebaren, jedoch nicht unterwürfig, aber hilfreich. Deshalb wurde irgendwann in grauer Vorzeit von einigen Sdg in Übersee das Zahnrad noch einmal neu erfunden, um die Kräfte von seinesgleichen zu vervielfachen.
    So kam es zum Typus des Rot-Ariers. Die Botschaft von dessen nützlichen Guttaten will kein Ende nehmen. Klappere und dein gutes Gewissen lässt dich nach den Taten ruhig schlafen. Mnemosyne, meine Hochgeschätzte, registriert sie alle und vergißt keine. Sie ist die wahre Schutzgöttin des Internetzeitalters.

  65. Ah das Nebelmeer, ich hatte...
    Ah das Nebelmeer, ich hatte das bei meinem Blick vom Hornberg auch, im Rheintal wälzte sich ein Fluß des Nebels. Aber sonst geht es mir eher wie Savall – spazierengehen ist ja ganz schön, aber auf Dauer nicht vollständig lebenserfüllend. Und wenn man nicht im rumpelnd-heißen Heck-Zeck gerade beansprucht ist, kratzt man sich am Kopf und fragt sich Dinge wie Dreamtimer morgens um 6…

  66. Novemberblues?...
    Novemberblues? Novemberblass?
    Bald mein Spatz …
    Steht in der Faz …
    ein wuchtiges Gedicht von Grass.

  67. @ miner
    ich kann Ihre Wut gut...

    @ miner
    ich kann Ihre Wut gut verstehen. Die Generation vor uns mit ihren schlauen Pensionen denkt nicht im Mindestens darüber nach, wie fett ihr Leben ist und dass die Jungen die Penten der jetzt Alten hart und sauer erarbeiten, als Ausgleich später gar nichts oder nur sehr wenig haben werden.
    .
    Hab da ein menschlich unangenehmes Beispiel in meiner angeheirateten Verwandtschaft, man strotzt dort gegenüber den Jungen vor Selbstgerechtigkeit und schimpft sie als Versager, nur weil man damals noch locker Beamter werden konnte und seinen Arsch absitzen konnte, um früh in Persion zu gehen. Man fragt sich, ob sie überhaupt etwas verstanden haben, ob sie bösartig sind oder oder ob sie einfach nur dumm sind. Das bräsige Motto: Man muss nicht nur nichts von etwas verstehen, man muss damit auch laut herumprotzen.
    .
    Es gibt aber auch Alte, die verstehen, die Ihren Kindern was abgeben., die sich mit brüchigen Biografien unter Merkel durchwurschteln müssen.
    .
    Manchmal muss man eben rausplatzen.
    Alles wird brüchiger – die sonnigen Landschaften sprechen dem Hohn. Die selbstzufriedenen Kohl-Zeiten fielen mir schon schwer, die selbstgefälligen Merkel-Zeiten werden vielen wie Blei in den Knochen stecken. Mich lähmt so eine Schildkrötenartige wie Merkel. Körpersprache: Man beachte ihren permanent eingezogenen Kopf, sie ist wie auf Deckung. Vermutlich zu Recht. Mich lähmt diese ganze Regierung mitsamt ihren unsäglichen Geschichten.
    .
    Ich hab nicht unabsichtlich einen griechischen Schriftsteller (schrieb Alexis Sorbas) zitiert. Und jetzt ein Satz von Seneca: Der Weg hinauf ist schwerer als hinab. Er gilt als bitterer Trost für alle, weil die Schwerkraft im echten und übertragenen Sinn für alle gilt.

  68. liebe achwas / 07.38 u /...
    liebe achwas / 07.38 u / 1.abs., letzter satz: hehe. sehr hübsch.
    .
    lieber don, die rechnung mit den millionen wurde lediglich erstellt, um das missvergnügen der besitzlosen – die gleichwohl dem neonischen licht der erleuchtung entgegenwanken, wenn man vom besten ausgeht – gering zu halten.
    .
    denn wie fionn so treffend formuliert hat, man sollte auf seine papiernen kleinkinder acht geben, dass sie schön wachsen, gedeihen und ordentlich abwerfen, aber ins eigene töpfchen, und nicht etwa abmeiern und anderen die bonbons schenken, was ihnen leider ständig zuzutrauen ist.
    .
    andererseits mein ceterum:
    auf diese weise kann man im umkehrschluss errechnen, wieviel die eigene erwerbsarbeit, also diese beschäftigung unter dem nebel, nun tatsächlich wert ist, wenn man die reale inflation einmal beiseite lässt, die jeder zu berappen hat:
    wenn man 50k p.a. verdient, so kann man also behaupten, dass die eingesetzte arbeitskraft grosso modo 2,5 millionen wert sei. mithin könnte man als millionär gelten (nur so als kleiner tip für die heiratsschwindler unter den lesenden).
    .
    schneller kann man vermögenswachstum nicht generieren, liebe fdp…
    .
    liebe muscat, was hilft euch schönheit, junges blut? das ist wohl alles schön und gut … nach golde drängt, am golde hängt doch alles.
    wie feuchten ton will ich das gold behandeln, denn dies metall lässt sich in alles wandeln, sagte schon der geiz im faust. tja.
    .
    bevor sich tyler an seinem frühstücksaal verschluckt: friseure et alii, die unter knapp € 1.650 verdienen, die sind natürlich keine millionäre.
    .
    für hinweise und fragen nach brutto und netto kontaktieren sie bitte den altbundeskanzler.

  69. @Don
    "Die Frage ist wie...

    @Don
    „Die Frage ist wie gestaltet man eine Despotie der Reichen so, dass sie nicht angegriffen wird. Und die Antwort lautet: Mit einer Olchokratie des Billigen. “
    .
    Sehe ich ganz genauso.
    .
    Wer sich richtig aufregen will (an manchen Tagen will man sich halt mal so richtig aufregen) guckt sich am besten diese ZDF-Reportage diese Woche über Zalando an:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1691356/ZDFzoom:-Gnadenlos-billig
    .
    Zum Beispiel das Zalando-Prinzip der incredible Samwer-Brüder:
    .
    Mit Billigpreisen und unwirtschaftlich viel Werbeausgaben die anderen mittleren Klamotten- und Schuhe-Online-Shops (viel von kleineren Leuten, die hofften, davon leben zu können) dumping-mäßig dermaßen an die Wand nageln, dass sie eingehen. Man fragt sich zur Zeit, wie Zalando sich überhaupt noch finanziert – mit den zu hohen Retouren und den unglaublich hohen Werbeausgaben KANN man keinen Gewinn machen. Aber sie sind nicht dumm, sie tun das, um jegliche Konkurrenz zu zerstören.
    Dann die Preise langsam anziehen. Oder einen Verkaufs-Exit anstreben. Irgendein Dummer kauft das Ding schon.
    .
    Amazon macht das ebenso. Zur Zeit mit „Heute bestellt – heute geliefert“ und null Versandkosten. Das bringt einen kleineren Shop um. Ganz logische Methode um mit viel Kriegskasse die Konkurrenz zum Eingehen zu bringen.
    Aber nicht so, dass die unter Tarif bezahlten Mitarbeiter je davon was hätten …
    Man muss eine Sau sein, wenn man das heutige Wirtschaftsprinzip begriffen haben will.
    .
    Der Durchschnitts-Konsument ist aber so blöde und denkt, der Preiskrieg ist alles nur für ihn, damit er noch billiger mit Wisch einkaufen kann.
    .
    Das Internet hätte mal ein Hort sein können für die, die im echten Leben zu früh aus ihrem Beruf herauskatapultiert wurden. Sie könnten sich mit einem Online-Shop im Netz eine neue Existenz aufbauen. So Typen wie die Samwers aber, die vermutlich noch Subventionen bekommen für ihre unsäglichen Schweinereien, werden aber auch diese Existenzmöglichkeit mit Fleiß schmälern. Und sich als „erfolgreich“ feiern lassen.

  70. In der Unterwelt gibt es...
    In der Unterwelt gibt es keinen Sommer, allenfalls, ausbedungen, für Persephone (Proserpina) eine Halbzeit im Jahreskreis in der Oberwelt. Ansonsten schimmerts darin verdächtig, das ist der unterirdische Reichtum, man sag, er würde von Pluto oder Hades verwaltet, diese Gottheit ist der absolute Gerant (CEO). Da die Mythologie gegenwärtig erstaunliche Urstände feiert in den heutigen hochzinsfinanzierten
    Endprodukten (doch, doch Geld hat viel damit zu tun) hat sich eine besondere geschlossene Kaste einer Renaissance und Revitalisierung unterzogen. Die Plutokratie. So barmt sie gekonnt um ihre systemischen und gehedgten Ersparnisse und erhält deswegen, schon Kraft ihrer alternativlosen und sozialen Bedeutung, Subsidien von allen Seiten, vor allem von den Staaten, in ihren unergründlichen Arsch geschoben. Sie ernährt sich praktisch rektal. Ein umgekehrter Verdauungsvorgang, unique in der Natur. Weiteres dazu ist dem Nachrichten- und dem Wirtschaftsteil der einschlägigen Gazetten zu entnehmen.

  71. "einen 98-jährigen am...
    „einen 98-jährigen am Tegernsee erschlage(n)“
    das 5te Gebot auf saarländisch: Bayre sin a Leit!

  72. Ein Gedicht!
    Rezept für einen...

    Ein Gedicht!
    Rezept für einen köstlichen Apfelfrüchtekuchen
    – von Frau von Arnim, genannt:
    Die Apfelgräfin aus der Uckermark
    500 g Äpfel
    1/2 EL Zimt
    100 g Zucker
    150 g getrocknete Cranberries
    150 g Mandeln geschält
    250 g Mehl
    1/2 Päckchen Backpulver
    1/2 EL Kakaopulver
    1/2 Teel. Lebkuchengewürz
    1/2 EL Kirschwasser
    Äpfel schälen, grob raspeln, mit Zimt und Zucker mischen,
    über Nacht durchziehen lassen.
    Backofen vorheizen auf 200 Grad, bei einem Umluftherd 180 Grad
    Zuerst Cranberries, Mandeln und Kirschwasser unter die Apfelraspel rühren.
    Danach Mehl, Backpulver, Kakaopulver und Lebkuchengewürz mischen und unter die Apfelmischung rühren.
    1 Kastenform einfetten, Apfelteig einfüllen und glattstreichen,
    auf mittlerer Schiene ca. 60 Minuten backen
    (is´schön matschig und nicht zu süß, da Cranberries und keine Rosinen verwendet werden)

  73. Auch die Zubringerdienste...
    Auch die Zubringerdienste haben sich gewandelt. Früher wars Charons Nachen. Mit dem Untergang der Titanic zog ein neues Zeitalter herauf. Die Lohnstückkosten sanken damit. Die Masse bringts in solch unprätentiösen Gesellschaften wie den unsrigen. Dagegen Tragödie und Geschäft liegen wie immer eng zusammen.
    Man bedenke grosso modo allein die Erbschaften

  74. @ vroni 15.23h
    cc: donna laura...

    @ vroni 15.23h
    cc: donna laura 15.13h
    Re Zalando – wo liegt der Firmasitz? In Irland?
    Re Aktien. Es gibt keine Kapitalertragssteuer in der Schweiz.

  75. Es sind nicht nur die Haie,...
    Es sind nicht nur die Haie, die uns den Spass verderben. Es sind auch die kleinen Fische, welche sich aus Bloedheit zum Opfer machen.
    In den spaeten 60gern fing es an, als der Staat seine Segnungen in reichem Masse ueber dem Volk ausschuettete, bis auch der letzte Spiesser korrumpiert war und nur noch ans leistungslose Abgreifen dachte.
    .
    Mich ueberkommt ein heiliger Zorn, wenn ich den Niedergang meines Lieblingsbuchhaendlers denke; die netten Damen, die frueher noch in Koeln-Rodenkirchen die Fachschule des Deutschen Buchhandels absolvierten, verschwanden nach und nach, ersetzt wurden sie durch ahnungslose nette Maedchen, die fragten wie man Solschenizyn buchstabiere, der Computer koenne nichts finden. Der spaeter eingesetzte Geschaeftsfuehrer war ein 30jaehriger Ex-Lehrer, der ausser seinem 2ten Staatsexamen nur den Stolz darauf vorzuweisen hatte.
    Kid und kurz (Jack London) gesagt: Die Ansprueche der Kunden sanken in gleichem Mass wie Qualifikation des Personals mitsank.
    Am Ende machte jeder grosse Pose, wenns aber hiess ‚hic rhodos, hic salta‘ entschuldigten sich alle mit einem alten Skiunfall.
    .
    Jemineh, was hat uns frischdiplomierten, beginnenden Selbstaendigen die sozialdemokratische Angestelltenregierung Knueppel vor die Fuesse geworfen. Man konnte wirklich Verstaendnis fuer diejenigen aufbringen, die resigniert das Handtuch warfen und sich nach einer Beamtenstelle umsahen. Lehrer war so ein schoenes Ideal.
    .
    Also nicht klagen. Wir haben uns mittels Selbstverblendung in den Modder geritten. Wir haben nicht ausgewaehlt, wir waren in den jungen Jahren nicht selbstkritisch genug, wir wollten uns einem warmen Hintern verschaffen, fuer dessen Kosten andere jetzt aufkommen muessen.
    .
    Die Politik ist nicht wirklich schuld, denn die muss auf ihre Waehler achten-und die wollten eine Waermflasche statt winterfester Schuhe. Die Waermflasche wurde gegeben. Das Wasser darin ist kalt geworden.
    .
    (Geschrieben im Exil, dass mir ungewollt immer sympatischer wird)

  76. Vroni,
    bei Zalando sind die...

    Vroni,
    bei Zalando sind die Retouren das Geschäft.
    Geliefert wird erst nach Eingang desKaufpreises.
    Die Rueckerstattung kann Wochen sogar Monate
    dauern.

  77. Vroni, Sie sind mir eine...
    Vroni, Sie sind mir eine rechte Inspiration. Darauf ein Bordeochen!

  78. Man arbeitet mit dem Geld und...
    Man arbeitet mit dem Geld und ein und derselbe Artikel
    kann mehrmals verkauft werden.
    Das Internet bietet schon Möglichkeiten.

  79. Ach, Filou, Sie nehmen mir wie...
    Ach, Filou, Sie nehmen mir wie immer das Wort aus dem Mund. Ich klage nicht. Ich schicke mich wie der Antiquar in „Nachtblende“ in mein Schicksal und werde den Apple-Wischern am Ende mein „Merde“ entgegenrufen. Im übrigen wird uns Sean Connery wie in „Zardoz“ rächen. Aus einem Buch wird ihr Untergang hervorgehen. Die so sicher im Bestehen sich wähnen, ihrem Ende eilen sie zu. Das Wort müssen sie trotz allem stahn lassen. Das lehrt alle Geschichte. Und jenseits der Geschichte, wen schert das schon.

  80. Es muß eingestanden werden....
    Es muß eingestanden werden. Im Tiefsten ist Merkur der Liebe nicht zuträglich. Cupido kämpft dagegen unfair mit Fernwaffen. Ein richtiger kleiner, hinterfotziger, nackiger unfairer, schamloser Drecksack. Immer auf dem Quivive. Allerdings hielten dafür die arrangierten Ehen um so besser. Bimbes ist schon ein wahrer, plastischer, alles zudeckender Kitt.
    Dieser Konkurrent versucht immer wieder mich für Botengänge, ohne Gegenleistung versteht sich, einzuspannen und zu umgarnen. Oft genug bin ich dessen süssem Gezirpe verfallen, etwa mit dessen Worten. Das sind doch n u r unschuldige Liebeshändel.
    Wobei ein Jeder weiß, es gibt keine Unschuld in dieser Welt. War die Mutzenbacherin vielleicht eine Unschuld?

  81. Savahaaaaal! Ich bin heute...
    Savahaaaaal! Ich bin heute ironiefest.

  82. donna laura, der Glaube an die...
    donna laura, der Glaube an die deutsche Immobilie in guter Lage ist ein alter Glaube, aber deswegen noch kein guter alter Glaube.
    Mancher wird demnächst noch davon geheilt werden.

  83. @ E.R.Binvonhier,
    Retouren...

    @ E.R.Binvonhier,
    Retouren kosten den Online-Händler erstmal richtig Geld, weil in D Retouren nach dem Gesetz für den Versandhandel kostenlos zu sein haben.
    .
    Wie das Zalando & Co. finanzieren (lassen) bleibt trotz Ihrer Erklärung ein BWL-Rätsel. Einen normalen Online-Händler bringen Retouren über die 50%-Quote jedenfalls finanziell um. Und der deutsche Wisch-Besteller ist nicht nur geizgeil, sondern auch der Retouren-König Europas …

  84. @fionn,
    halte ich für...

    @fionn,
    halte ich für typisches PR-Gerassel.
    Vielleicht … kräftige Zuwächse im … Umsatz? In PIs?
    Umsatz ist nicht Gewinn.

  85. no.6 23. November 2012,...
    no.6 23. November 2012, 02:35
    Gruß an die wechselnde Nr.2.
    Und lassen Sie sich nicht von den weißen Bällen wieder einfangen.

  86. Vroni 23. November 2012,...
    Vroni 23. November 2012, 15:55
    Die meisten haben nicht verstanden, dass Sie dumm sind, und das ist nicht bösartig.

  87. Und mit diesem "tollen"...
    Und mit diesem „tollen“ wachsenden Umsatz – aber weniger Gewinn – MUSS man ja man die Löhne drücken^^. Das ist Alternativlos.
    Und der Staat stockt die niedrigen Löhne schön brav auf. Auch im Modus alternativlos.
    .
    Im Grunde werden mit den jetzt 20-30jährigen, die jeden Job annehmen müssen, die richtig armen Rentner kreiert. Nicht die, die in 10 Jahren ihre Magerrenten kriegen, sondern die, die in 20-30 Jahren „Rente“ bekommen sollten. Aber bei untertarfilichen Löhnen der ach so tollen Online-Shops kaum mehr was rauskriegen. Was wiederum vom Staat „aufgestockt“ werden muss.
    Die Sozialisierung der Dumping-Unternehmensrisiken.
    .
    Hab noch keinen Politiker vernommen, der nicht nur die Wahrnehmung dazu hat, dass da was deutlich nicht mehr passt, sondern den das so stört, dass er aktiv etwas dagegen unternimmt anstatt schöne Sonntagsreden zu schwingen.

  88. "Geliefert wird erst nach...
    „Geliefert wird erst nach Eingang desKaufpreises.
    Die Rueckerstattung kann Wochen sogar Monate
    dauern. “
    .
    Schneeball-System.

  89. The Great Artiste 23. November...
    The Great Artiste 23. November 2012, 14:25
    War da nicht mal ein Politiker, der den Sinn von Hüftgelenksoperationen über 70
    zur Diskussion stellte?

  90. Hermes, Sie da mit den...
    Hermes, Sie da mit den Fluegeln am Skateboard, ja Sie: Liebe ist charmanter Beschiss unter Nichtgleichen.

  91. in den kleinen städten im...
    in den kleinen städten im sächsischen dreieck sieht das so aus, dass auf dem marktplatz ein ärtztehaus mit apotheke, eine ambulante krankenpflege und zwei bestatter zu finden sind. mehr brauchen die alten dort nicht.
    die jungen wohnen, leben, arbeiten woanders.
    .
    was ist am tegernsee mit dan alten, bei denen fitness und gesundheit nachlassen?

  92. Hermes 23. November 2012,...
    Hermes 23. November 2012, 15:00
    Das mit dem Rot-Arier war gut, den kannte ich noch nicht.
    .
    Liebe Donna, „wie feuchten ton will ich das gold behandeln“
    In diesen Zeiten für Leute unter dem Nebel eine Option für über dem Nebel.
    .
    Hermes 23. November 2012, 16:57
    Was bleibt einem übrig bei der rektalen Ernährung?
    Kotzen oder platzen.
    .
    Filou 23. November 2012, 17:46
    „Das Wasser darin ist kalt geworden“ Schöne Metapher“
    Was mach ich jetzt mit meinem Wetteinsatz, dem Kasten Maggi,
    den ich vorsorglich angeschafft hatte?
    2 Tage hochrechnen gültet nie nicht.
    .
    Hermes23. November 2012, 18:45
    War die Mutzenbacherin vielleicht eine Unschuld?
    Ja, im Vergleich zu heutigen …
    Schäuble heute: Wir fahren ein Stück weit auf Sicht“
    Im Nebel sehr schwierig.

  93. @E.R.BinVonHier: die...
    @E.R.BinVonHier: die Transportkosten bei einem relativ eingespielten System und ausgebauter Infrastruktur bei wenig Hindernissen zu Land und zu Wasser, sind nun einmal gering, vor allem per Schiff. So ein Schiff ist recht genügsam. Und Piraten gibt es immer noch nicht so viele, daß sie ein echtes Hindernis wären.

  94. Don, früher betätigte man...
    Don, früher betätigte man auf einem Schiff bei Nebel das Nebelhorn.
    .
    Es könnten viele Schiffe werden.
    .
    Nicht, dass die über dem Nebel irgendwann Tinnitus kriegen.

  95. Savall 23. November 2012,...
    Savall 23. November 2012, 10:50
    Arbeitsethos?
    Besitzen Sie eine Zeitmaschine?
    Und solange der Po-nager nicht von Frederik erzählt …

  96. Ich habe einen Entschluss...
    Ich habe einen Entschluss gefasst:
    Solange mir niemand schlüssig erklären kann wieso
    die Transportkosten von Shanghai nach Hamburg niedriger
    sind. als von Hamburg an einen x – beliebigen Ort in D.
    Solange möge man mir nicht etwas ueber Rente in Vergangenheit,
    Gegenwart und Zukunft erzählen.

  97. @miner
    Bitte schreiben sie...

    @miner
    Bitte schreiben sie auch weiterhin bei den Stützen, denn Pfeffer gehört dazu. Die nun aufbrechenden Konfliktlinien haben sie genau benannt. Und noch haben Frühverrentete gut lachen, doch um welchen gesellschaftlichen Preis! Den Mantel teilen, kennen das die Wischer (© D.A.) bald nur noch vom Hörensagen?

  98. und natürlich hat er...
    und natürlich hat er weitgehend recht, so meint man. auch wenn das manche womöglich nicht nett finden würden.
    .
    und selbstverständlich nehmen woanders die probleme zu. eben auch den dortigen verhältnissen geschuldet.
    .
    und ist und bleibt altbekannt: der doktor z.b. „muss sich nicht aus symphathie mit dem kranken erst einmal mit derselben krankheit anstecken, um das alles besser zu verstehen“. nein, der arzt hat eine pflicht zu objektivität und professioneller distanz.
    .
    und jeder hat an sich und überhaupt eine wahlfreiheit. müsste, wie bekannt, z.b. eben auch nicht arzt werden, falls ihm das nicht läge.
    .
    aktuelle themen aus bochum und anderswo gingen also evtl. so:
    .
    http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/archiv/nrwkompakt9448_akk-a1-2.html
    .
    http://www.derwesten.de/staedte/velbert/wenn-s-beim-nachbarn-laut-wird-id7289507.html
    .
    wobei wir unseren gastgeber so verstanden wissen wollten, dass die führung eines erfüllten lebens auch möglich wäre, ohne sich die von reifen, erwachsenen menschen in ihren anderen regionen selbstverschuldeten probleme aufzuhalsen. und zwar ohne jemanden dafür, dass er vorübergehend probleme hätte, zu verhöhnen oder herabzusetzen. denn das wäre gegen jeden guten geschmack.
    .
    und außerdem haben wir überall regierungen gewählt und verwaltungen installiert. damit die probleme richtigerweise in der hand bezahlter spezialisten und professionells sind. und nicht in der hand von amateuren.

  99. miner, man tut sich hier...
    miner, man tut sich hier leichter, wenn man nicht alles voll ernst interpretiert. Ironie und Sarkasmus kommen immer wieder mal vor, und ob ich das alles, wie es ist, toll finde, würde ich auch bezweifeln. Aber ich habe auch keine Lust, andere zu belehren.
    .
    Genauso wenig bin ich aber darauf erpicht, mir teas einreden zu lassen. Ich denke, ich weiss schon, was ich tue, und warum. Gelegentliche Angriffe kann ich verschmerzen, aber dieses stetige Abarbeiten an meiner Person, ganz ehrlich: Mir würde das keinen Spass machen.

  100. colorcraze, wenn dann noch die...
    colorcraze, wenn dann noch die Besatzung ihre
    Verpflegung mitbringt, glaube ich Ihnen. ;-)
    .
    Und die Schiffe hat die HSH – Nordbank bezahlt.

  101. auch wir hatten deswegen fast...
    auch wir hatten deswegen fast einen üblen alptraum. und zwar war weiter oben im norden von ihm unter dem inversions-dank-nebel, über den er so nett hinweg blickte und uns davon berichtete, ein klassischer chor verborgen.
    .
    gerade so wie im großen theater oder der ganz großen oper. und von dort tönte, forderte, rief und sang es plötzlich gemscht bis ganz herauf (- und zwar wirklich ganz ohne eben, dass man irgendjemanden hätte sehen könnnen, denn das ja genau die art dieser art von chören): „rapunzler, rapunzler, lass uns dein rad herunter“ und zwar ja länger je mehr und je schauerlicher, also schauerlich tiefer und bedrohlicher und immer zunehmender.
    .
    und also, was wollte man dazu sagen? denn das war ja alles falsch, vollkommen falsch. und es gäbe ja auch keinen chor dort, der riefe. nicht einmal die community hier würde auch nur im traum an so etwas denken. und was hätten sie auch mit seinem rad gesollt? fragen über fragen also. offensichtlich eine anmassende verwechslung auch. aber was einem manchmal alles an unsinn so vors innere erleben steigt und wozu.
    .
    evtl. noch zwei drei links zum tage „aus den großen dunklen ebenen tief drunten“ http://www.youtube.com/watch?v=QeFHiyHtXuQhttp://www.vvb.de/werke/data/2972/showWerk?wid=2972 wirkt aktuell anscheind überall in franz. sprachraum wiederentdeckt. http://luxembourg.broadwayworld.com/regional/LES-R-GLES-DU-SAVOIR-VIVRE-DANS-LA-SOCI-T–MODERNE-38347
    .
    (die wollten wohl alle mit seinem rad dann auch da hoch? und unten ihre pflichten verlassen?)

  102. mediensegler, Maggi? Echt...
    mediensegler, Maggi? Echt jetzt?

  103. aber deutschland lebt, hier...
    aber deutschland lebt, hier ein seminar für 100 euro (ohne hund) http://www.akito-hundetraining.de/die_leine_-_fluch_oder_segen.html

  104. liebe fionn, sicherlich...
    liebe fionn, sicherlich erzähle ich ihnen, was sie bereits wissen: man kann die eine steuer mit einer anderen steuer verrechnen. und ob nun die steuer kapitalertragssteuer oder quallen-, pardon, quellensteuer heisst, scheint unerheblich; wie sie ausgestaltet ist, ist schon erheblicher.
    mir ist so, als ob man in der schweiz diskutiert, ob man die mehrwertsteuer der rente oder des strassenbaus wegen erhöhen sollte; täuscht man sich da etwa? gab es nicht einen scheusslichen skandal um die betreuung des pensionsfonds?
    .
    apropos eins aus der linken tasche, eins in die rechte tasche, eins fallen lassen:
    da gibt es so hübsche spielchen wie die anhebung des portos zur nichterhöhung des soli – jene letztere selbstverständlich nicht kommt wie die erstere sehr wohl -, und zur geringeren anhebung des rentenbeitrages, zwar nur zugunsten der arbeitgeber, doch es sei schon immerhin etwas.
    oder dass dereinst niemand die mehrwertsteuer so sehr erhöhen wollte, und schwupps, sprang sie völlig unvermittelt ganze drei prozentpunkte in die höhe, und man konnte nichts dagegen tun. huch.
    .
    cher Filou, zu ihrem letzten satz: oh ja, das kann man sich vorstellen.
    .
    asthéneia ist keine muse, lieber Hermes. noch nicht.
    .
    lieber geluveld, man sagt, glaube soll berge versetzen. man wird sehen.
    .
    liebe Vroni, vermutlich hat die dame einfach nur keinen ordentlichen hals.
    strauss hatte ja auch keinen.

  105. Filou, an dem Tag, an dem...
    Filou, an dem Tag, an dem Ihnen die Ironie ausgeht setze ich den Revolver an mein Schläfe.
    .
    „Arbeitsethos?“, yepp, Mediensegler, gibt’s noch. Ich könnte Ihnen da Sachen erzählen, die Sie vielleicht nicht glauben würden. Vielleicht soviel: es gibt derzeit noch Unterschiede zwischen „Job“ und „Beruf“. In Bayern sicher nicht mehr, aber in unserer westsibirischen Einöde. Doof, nicht?
    .
    Die Transportkosten schlüssig erklären. E.R.Binvonhier? Colorcraze tat das durchaus. Die Leute bei Blohm & Voss bauen Containerschiffe für 10.000 Container, dann gibt es die Reederei Maersk und 100.000 Arbeitsplätze im Hamburger Hafen. Tja, und unsereins ist nur ein Abfallprodukt der Globalisierung. Und unsere Kinder lernen in der Schule das Ausfüllen von Hartz-IV-Formularen. Schöne neue Welt.

  106. dafür schieben andere ganz...
    dafür schieben andere ganz schön einen hals, um im nebel zu bleiben.

  107. Savall (14:45),
    Sie simpel...

    Savall (14:45),
    Sie simpel einschätzen – aber nein!
    Sollte doch nur ein blöder, profaner Joke sein; da man ja seinen Todeszeitpunkt (normalerweise) eher nicht vorhersagen kann, geschweige denn will.
    .
    (Insofern bin ich ein simpler Gimpel …)

  108. Sorry, Filou, ich wurde eben...
    Sorry, Filou, ich wurde eben belehrt, daß es kein Revolver, sondern eine Pistole ist. Replik von 1630. Auf jeden Fall macht es „klick“, wenn man abdrückt.

  109. Ich weiss, dass es diese...
    Ich weiss, dass es diese riesigen Containerschiffe gibt.
    Sie werden auch riesig Geld kosten in Anschaffung und
    Unterhalt und Finanzierung. Und die Reederei Moeller/Maersk
    verdient ja auch.

  110. "Der Nebel steigt, es fällt...
    „Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
    Schenk ein den Wein, den holden!
    Wir wollen uns den grauen Tag
    Vergolden, ja vergolden!“
    .
    Theodor Storm

  111. Vorgestern mal unterm Bett...
    Vorgestern mal unterm Bett gekehrt. Das ist so‘ ne Veranstaltung wie das Heilige Jahr im Vatikan. Grosse Staubsaugerorgel und das Gebet ‚Oh Herr, mach den Filterbeutel nicht voll‘.
    Ein Buch dort gefunden, von 2002, Henscheid, Die Nackten und die Doofen. Grosser Fund. Suche zum Buch noch die passende Grippe, viel Nebel draussen und ’ne heisse Citrone mit Rum. Kennt hier jemand was Huebsches mit Influenza wo mich anstecken tut? Ist fuer einen guten Zweck.

  112. "dass Sie dumm...
    „dass Sie dumm sind,…“
    .
    Echt jetzt. Ich bin erschüttert.

  113. Mensch: ein Lebewesen, das...
    Mensch: ein Lebewesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen lässt. Manchmal gibt er auch Ruhe, aber dann ist er tot.
    .
    Komisch wie hellsichtig Tucho war.

  114. Donna Laura,
    jetzt wo Sie's...

    Donna Laura,
    jetzt wo Sie’s sagen.
    Vorher hatte ich halslose Ungeheuer nur bei Tennessee Williams verortet.

  115. geehrter Don ,
    die Bilder ...

    geehrter Don ,
    die Bilder hier betrachte ich als Antwort zu meiner Frage
    im letzten Artikel . vielen Dank , T.

  116. Ich gehe mal davon aus, dass...
    Ich gehe mal davon aus, dass einige hier „Ochlokratie“ meinen? Und nicht Olchokratie?
    @ savall
    Sehr witzig, muss ich zugeben, das so kurz irgendwie reinzuschmuggeln. Also ihrer Meinung ist sind Habgier und Geiz der Konsumenten zu verurteilen, während dieselben Eigenschaften bei „Leistungsträgern“ nichts mit „mit den gängigen Ausbeutungstheorien zu tun“ zu tun haben? Die Leute die in China produzieren lassen, die meinen es nur gut mit den dortigen Eingeborenen und wollen ihnen durch Arbeitsplätze zu Wohlstand verhelfen?
    „Die so sicher im Bestehen sich wähnen, ihrem Ende eilen sie zu.“ Sie halten also den Übergang von Wotan zu Gunther eine Verbesserung? Die Krämerseelen sollen herrschen?
    @ E.R.Binvonhier
    Elementary, my dear Watson!
    Trotz Lohndrückerei sind die Stückkosten hier immer noch höher als die in China inkl. Transport.
    Damit kann man sich ein recht realistisches Bild der dortigen Lebensbedingungen machen, und die ethische Qualität der dort produzierenden deutschen Unternehmer korrekt einschätzen.
    @ The Great Artiste
    Seit Jahrzehnten frage ich mich das nun schon: Sind sie sicher, dass dieses Gleichgewicht des Gewohnten tatsächlich brüchiger wird, oder sehen wir die Brüche und die absurde Version der den Menschen mögliche Gerechtigkeit mit zunehmenden Alter nur besser?
    @ Vroni
    Ihre berechtigte Einschätzung von Kohl, Schröder und merkel in allen Ehren, aber sind die etwa vom Himmel gefallen, oder wurden sie nur von den bösen Rentnern gewählt? Ich glaube, sie sollten mal etwas länger über ihr Feindbild nachdenken….. und dann die Konsequenzen aus dieser Einsicht ziehen.
    „Und jetzt ein Satz von Seneca: Der Weg hinauf ist schwerer als hinab.“
    Nur wenn sich der Weg innerhalb des Systems befindet.
    Ausserhalb, zB in den Bergen, ist es umgekehrt… Wenn man das begreift, weiss man was man tun muss…
    @ achwas
    Igitt, igitt, selbst wenn sie Boskopp nehmen… viel zu viel Zucker…
    @ Filou
    Glückwunsch, zum Exil…
    Auch ich wünsche, dass jemand eine bessere Alternative findet.

  117. Ich scrolle natürlich auch...
    Ich scrolle natürlich auch hier immer ein bißchen, denn in einem realen Salon, und das hier wollte doch auch einer sein, teilt sich die Gesellschaft nämlich auch in kleinere Grüppchen auf, man hört dort zu, wos einen interessiert, plaudert dort mit wo man selbst interessiert; aber all das natürlich ohne mit sick bags zu knallen. Leute, die einem nicht so liegen kann man in einem Salon, mit seinen verstreuten Sitzgruppen, Nischen und Räumen wunderbar umgehen, man kann kurz und en passant (aber freundlich-heiter) winken, weiterspazieren und peinliche rencontres vermeiden.

  118. Seltsam, jedesmal wenn der...
    Seltsam, jedesmal wenn der Blog bei seinen Lesern Neid zu erregen versucht, ziehen sich die Kommentatoren auf das Glück zurück, dass sie in regionalen Besonderheiten finden. Es ist wie mit der gerade so gefeierten Küche, die einen Stern um den anderen gewinnt.
    .
    Will man überhaupt irgendwo leben, d.h. das Leben an eine begrenzte Anzahl von Orten, Gebäuden, Blickmöglichkeiten, Temperaturen, Leuten, Witterungen, Geschäften, Mentalitäten binden, auf Kosten aller anderen? Ist das nicht so, als würde man sich tagein, tagaus denselben Film anschauen; im Falle des Don vielleicht eine Schmonzette über die Oberen 10.000 mit italienischem Flair?
    .
    Das passiert immer, wenn man mühsam einen bestimmten Punkt konstruiert. Alle anderen beginnen einem aufzufallen und interessant zu werden. Je mehr Aufklärung, desto stärker die Attraktion der Dunkelheit. Je mehr Struktur, desto stärker die Neigung zur Dekonstruktion. Wenn alle möglichen Orte mit Bedeutung und Geschichte aufgeladen werden, sucht man sich Nicht-Orte, die insignifikant sind. Wird die Idylle verklärt, beginnt man New York zu lieben. Denkt man an die Zeit eines endlosen Rentnerdaseins, klammert man sich an seine Arbeit. Wird die Kultur zu stark, geht der Weise in die Wüste.
    .
    Die Wahrheit liegt nicht in der Mitte einer gedachten geometrischen Linie, sondern im hin-und-her zwischen den Polen.

  119. Bei den saturierten...
    Bei den saturierten Rentenbeziehern im sozialen Sonnenschein ärgern mich besonders jene, die ihre bezahlten Zusatzgeschäftchen ehern festhalten und junge Leute mit falschen Hoffnungen über unverschämt lange Zeiten zu unbezahltem Zuarbeiten degradieren. Da ich auch zum Nepotismus (oder vielleicht besser: spontanem Tantentum) neige, habe ich erst diese Woche eine , leider gar nicht mehr so junge, Dame beiseitegenommen und gesagt: weg von hier, der alte Drachen läßt Sie nie an seine Stelle und wird Sie auch nicht fördern!
    Und besondes unappetitlich geht das in der Politik, da kann zu erheblichen Politikerpensionen noch in Altherrengremien lukrativ weiterpalavert, genetzwerkt und intrigiert werden und ganz zum Schluß, also genaugenommen kurz vorm Schluß, wird noch die ewig versteckt gehaltene Geliebte (wir befinden uns auf christlich-sozialem Gelände) geheiratet, wegen der schönen Pension.

  120. Und Novembernebel draußen in...
    Und Novembernebel draußen in der Natur ist wunderbar, man muß nur erst mal raus!
    Gegen Trübsinn hilft scharf; da ich a lousy cook bin, kaufe ich beim Inder appetitliche Fertiggerichte, mildly sharp ist da bereits ganz schön scharf, dazu schnell zubereiteter Basmatireis. Und weil ich ja nicht weiß, wie gut madras sambhar, dal makhani und mumbai pav bhaji schmecken würden, wenn sie von einer Gruppe wunderschöner und vergnügt plaudernder Damen in Saris zu Hause gekocht worden wären, schmeckts mir auch. (Gulyas würde ich natürlich nie als Fertiggericht kaufen, auch nicht vom Käfer, da kenn ich schließlich den Unterschied).

  121. ....liebe Vroni.

    Diese...
    ….liebe Vroni.
    Diese Schildkröte und ihre kautschukartige, millionenstarke Anhängerschaft, sowie all die anderen Schildkröten neben ihr….lassen einen alles Schöne, alles Schlaue, alles Kraftvolle, was man dem Menschen hier & da unterstellt, in Sekunden vergessen.
    Letztendlich scheint der Mensch ein Leben in Agonie zu lieben. Er stirbt mittlerweile schon oft mit 20 und wird leider erst mit 100 begraben.

  122. " Schneeballsysten"
    .
    Ja.
    Im...

    “ Schneeballsysten“
    .
    Ja.
    Im Internet haelt man sich besser an die Sitten und Gebraeuche
    der Finanzbranche, als an BWL.
    Das erleichtert die Kommunikation auf Augenhöhe.

  123. Im losen Zusammenhang mit...
    Im losen Zusammenhang mit gehabter, geneigter Lektüre als gelernter Astheniker (wg. der Leichtigkeit des Seins, um des unbeschwerten Fliegens willen) dieser Kommentare und anderwärts möchte ich nicht verhehlen, dass mir auch Arsène Lupin als Kultfigur
    nicht gänzlich unbekannt ist. Doch dessen Taten sind wohlfeile Mätzchen gegen die Diebereien, deren Schutz mir anvertraut (ganz im Vertrauen von offiziöser Seite) wurde. Gemeint sind natürlich Diebereien im ganz großen Stil. Was ist der Einbruch in einen Juwelierladen gegen das Plündern eines oder gar mehrerer Staatshaushalte,
    dem Stibitzen von Insiderkenntnissen von Bankvorständen, das Absprechen
    von klitzekleinen Prozentmargen bei Transportkosten zu Wasser und zu Lande und in der Luft,
    das Hochjubeln von Agrarsubventionitis (Ablesbar an den Fieberkurven der Rohstoffbörsen)abgesprochen in abgeschirmten netten Hinterzimmerchen von Hinterzimmern? Das ist dagegen doch liebenswürdige Bricolage, so ein Handtaschendiebstahl gar in einer belebten Fußgängerzone. Wenn schon, dann richtig Abgreifen. Rein Bilanztechnisch gesehen, um ein geflügeltes Wort zu gebrauchen.
    Das läuft geschmiert Sommers wie Winters.
    Ach ja, seufz, die Liebe unter Gleichgesinnten von beseelter, jedoch auf unterschiedlicher Augenhöhe.
    Die Romanschreiber leben von diesem unlösbaren Dilemma. Herzensdiebereien
    sind etwas für ganz Professionelle. Z. B. Heiratsschwindler oder Erbschleicher.
    Es gibt nichts, was es nicht eh schon gibt. In Mode gekommen waren ja auch
    seit einigen Jahrzehnten geistige Diebereien (Anleihen) sogar von reputierlichen Männern und Frauen, denen man das nie und nimmmer….Hehlerei ist dabei ein notwendiges After- vulgo Nachgeschäft.
    Die großen, gekonnten Deibereien werden mit leichter Hand, mit desinvolture getan. Und bleiben deshalb meist ungerochen und werden (meist) nicht entdeckt, werden eher gedeckt. Davon sollte kein groß Aufhebens gemacht werden. Wg. der öffentl. Ruhe. Das wiederum ist eine der vornehmsten Aufgaben einer freihheitlichen Medienbewirtschaftung, die Vorinterpretation von dergl. Events.

  124. Ich war wohl nicht deutlich...
    Ich war wohl nicht deutlich genug, Tylerdurdenvolland. (Reicht eigentlich „Voland“ nicht aus?) Der Geiz ist in unserer, der Druckbranche, nicht Endkundeninduziert, sondern wird von den Verlagen verursacht. Dort sind vor einigen Jahren Roland Berger und Konsorten eingefallen. Seitdem wird bei den Kosten (unseren Erlösen) gnadenlos optimiert. Dabei werden wissentlich die Lieferanten, die Druckereien, in die Insolvenz getrieben. Das ist häßlich. Ironischerweise hilft es den Verlagen selbst nicht weiter. Die stehen genauso unter Druck, weil ihnen die Umsätze wegbrechen. Es ist ein albernes Rattenrennen, bei dem alle verlieren. Aus diesem Grund glaube ich nicht an pöhse Kapitalisten und die Weltverschwörung. Ich sehen bloß arme Irre. In Sachen China denke ich, daß es für einen chinesischen Bauern einen Fortschritt bedeutet, von einem halben Hektar Reisland zu einem Job bei Foxconn zu kommen. Eventuell steht er sich sogar besser als ich, weil er mit 100 Euro Einkommen bei 90 Euro Kosten 10 Euro behält. Während ich bei 1000 Euro Einkommen 1200 Euro Ausgaben habe. Im übrigen halte ich nichts von Gunther, nur etwas von Loge.

  125. @B4 – Damit Sie sich im...
    @B4 – Damit Sie sich im Krankenbett nicht zu sehr langweilen, hat der Chefredakteur der NZZ, Markus Spielmann mit seinem Kollegen Martin Färber für Sie ein besonderes Interview mit Muttis Wissenschaftsministerin organisiert:
    .
    http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/sp-trailer-annette-schavan-1.17841563
    .
    Die beiden Interviewer kann ich sehr emfehlen.

  126. Es stimmt schon traurig, dass...
    Es stimmt schon traurig, dass Deutsche soweit reisen
    müssen, um sich ethisch selbst zu verwirklichen.
    .
    Die armen Unternehmer.

  127. Die Leutchen mit den...
    Die Leutchen mit den favorablen Pensionsregelungen bevölkern ja nicht nur steckenklappernd die schönen Gegenden, auch die meisten Astro,-Tanz-und Traumseminare leben von ihnen. Aber auch unter Grünen kann man sie finden, jaja, wie überhaupt große alte Eminenzen aus der Nähe besehen leider oft nur alte grausliche Drachen sind.

  128. Worte an die Nation sind nur...
    Worte an die Nation sind nur mit (süßem) Kuchen-Doping erträglich.
    Die Kanzlerin wünschte sich (?) in ihrem neuesten
    Video-Podcast für die Printmedien eine gute Zukunft.
    Trotz zunehmender Internetangebote.
    „Pressefreiheit“ stehe in Dialogen mit anderen Staaten auch
    immer wieder auf der Tagesordnung, beteuerte sie.
    Anlass:
    Am kommenden Dienstag wird ein „Deutscher Sozialpreis“ verliehen.
    Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege
    zeichnet mit diesem Preis Print-, Hörfunk- und Fernsehbeiträge zur
    „sozialen Lebenswirklichkeit“ in Deutschland aus.
    Frau Merkel betonte, es handele sich um einen „sehr wertvollen Preis“
    Denn solche Beiträge stellten Schicksale in den Mittelpunkt,
    die „man“ im täglichen Leben so gar nicht sehe.
    Dies waren Frau Merkels warme Worte an die Nation.
    Die Helferlein jener Organisation „bagfw“ – kümmern sich um Schicksale
    die u.a. durch die Politiker und Leader verursacht wurden.
    Und logisch – ein aufgeblasener Wasserkopf macht sich dort breit.
    An den Trögen.
    Cut
    Schildkröten sind wechselwarm und eierlegend. Sie waren bereits
    auf der Erde, bevor sich andere Dinosaurier entwickelten.
    Die ausgeprägte Anpassungsfähigkeit der Schildkröten hat ihr Fortbestehen bis in die heutige Zeit sichern können.
    Schildkröten sehen sehr gut.
    Schildkröten können sich in ihren kognitiven Fähigkeiten mit allen
    anderen Reptilien messen.
    So merken sie sich Futterquellen und Fluchtwege.
    Ihr Orientierungssinn ist ebenfalls hervorragend ausgeprägt
    und scheint sich mit zunehmendem Lebensalter noch zu verstärken.

  129. Für alle die frieren.
    Viren,...

    Für alle die frieren.
    Viren, Bazillen austauschen und dann zeitig zu Bett gehen.
    http://canwefrenchkissnow.tumblr.com/post/34237666420

  130. Öfter musste ich auf der...
    Öfter musste ich auf der Suche nach einer Beschreibung unseres aktuellen Lebensgefühls an den ziemlich gut gemachten (1987)Film von Sidney Lumet „Running on Empty“ denken.
    Eine Familie, deren Eltern in den 70ern einen Terroranschlag light auf ein Napalmlabor ( mit einem aus Versehen schwer verletzten Hausmeister) verübt hatte, lebt versteckt im Untergrund und bricht auseinander, als der Sohn als talentierter Klavierspieler und frisch verliebt mit seinem eigenen Leben anfangen muss.
    .
    Dafür? Dagegen? Sind wir für die Brüche unserer Vorstellungen einer „gerechten“, einer „gewohntgleichgewichtigen“ Welt nur sensibler geworden – oder klaffen die Risse heute wirklich viel weiter auseinander?
    .
    Alle wollen wir nett weiterleben, mit Silberkannen, Barockgemälden, offenen Autos, elf Kindern, Krankenversicherung, Gitarrenmusik, Betriebsrente und entspannten Sonnenschein über nebelverhangenen bruttosozialprodukt hervorknechtenden Tälern.
    .
    Hartz IV, Zwangsräumung und Leberkrebs, bitte nur für die anderen.
    .
    Leider ist das in vielen Fällen nicht nur entscheidungsfaule Dummheit in Aktion, sondern ein Scheisspech, so wie man plötzlich auf seine nackten schwarzen Beinchen schaut, und denkt, „So ein Mist, dass ich hier in einem Missionskindergarten in Ruanda sitze.“
    .
    Gerechtigkeit gibt es nicht. Nur sollten wir aus dem ordentlichen Schluck aus der Pulle, der so vielen hier vergönnt ist, eher etwas Besseres machen, als wir oft tun, so wie miner es gerade oben beschreibt, mit 20 gestorben, mit 100 erst begraben.
    .
    Wenn ich bedenke, wie viele hier mitlesen, und wie wenige zur Tastatur greifen, um Lebendigkeit, Phantasie, Abenteuerlust, Temperament zum Ausdruck zu bringen, sondern eigentlich meistens nur intellektuell hochstehend jammern – da überkommt mich schon ein merkwürdiges Gefühl, in einer Zeit zu leben, in der wir in vorauseilendem Gehorsam uns alles verbieten, was Spass macht. Es könnte ja Bakterien enthalten, stechen, krank machen, oder diskriminieren.
    .
    Übrig bleibt familiengründungsorientierter sozialdemokratisch nachhaltig ökologisch-kuscheliger Bio-Sex und vegane Rübentorte. Vielleicht mit Tofu-Sahne.
    .
    Alles andere ist um das Wohl der künftigen Generationen streng verboten.

  131. nur ganz leisde, ganz am...
    nur ganz leisde, ganz am rande, an äußerster kante, mit schmalster linie, denn wir schreiben heute nicht. haben anderes zu tun:
    .
    jaja, die faz. und die jahreszeiten. bei den einen ists noch weltlich-physikalischer herbst, mit einer tendenz zum literarisch-exponentiellen, und bei den anderen – gleichzeitig – noch immer der sommer. die faz also, aktuell das utopisch weit vorgeschrittenste nunc stans, einmal mehr. (und in originaler continuität…)
    .
    man verstehe also: wir kritisieren nichts.
    .
    denn der gumbrechttext, „nofrete, nofrete, nofretete“, ist einfach wunderbar. ein labsal zum wochenende. „Licht kann man als solches nicht sehen.“ „In jedem Licht enthüllen sich (aber) die Dinge, wie sie sind. Wo die Farben verschwinden, werden die leisen Töne hörbar und treten die Formen hervor, die man ertasten kann. …“
    .
    „Die Gesichter aus jener Zeit religiöser Über-Helle haben grotesk überdehnte Züge und eine androgyne Zweispältigkeit, die sie freisprengt von allem Konventionen des Darstellens – und ihnen eine aggressive Wahrheit gibt.“
    .
    ganz genau so, wie bei „tristan und isolde vom berge“, „denn im Licht der letzten Wärme des Jahres stehen die Dinge in einem Übergang, der kein Vorher und Nachher braucht.“
    .
    Und im Dunkel der Nacht wird die Welt latent.
    .
    jaja, die faz. http://www.youtube.com/watch?v=FiLVIzDtMOY (und woran auch soo-viiel amerika nichts ändern konnte, q.e.d.. wir und der führer wussten es – leider – schon immer)
    .
    „und im hochsommer, der zeit seiner ankunft, lief das jahr in sich selber …“, ein deutsches, sehr deutsches jahr womöglich, um ein wenig genauer zu sein.
    .
    don: „beeing a world-class profiler, you would need to know in advance.
    and beeing a world-class profiler, you would need to konw in advance – especially when proteted by „vorsehung“. and being protected „by vorsehung“,
    you would need to be able to proove that to the world easily. world-war periods, i.e. four to six years, would be considered … . (vom deutschen geist in dieser zeit, jaja. denn maximale kenntnis wären auch mximale unmöglichkeit zugleich)
    .
    das leben ist einfach. (und wir argumentieren hier nicht weiter, weil wir nicht könnten, nicht wüssten, oder eine blockade vorläge, nein deswegen nicht.)
    .
    (und tristan und isolde vom berge bräuchten auch kroetz oder jelinek nicht mehr machen, denn sie nützen nichts. und zwar gerade auch jenseits aller nützlichkeitserwägungen))
    .
    (und „vorsehung“ zerfiele per definitionem in die anteile „können, zufall (auch schon mal zu „glück“ bewertet) u. tatsächliches wirken gottes“. genau die drei und so gemeinsam. sonst wäre es alles nichts – und eben keine „vorsehung“) (woran wir alles auch nicht glauben)
    .
    (und seid wann und für wen wäre die warhheit eigentlich aggresiv? sprachlich gäbe es nur eine lösung? (den lügner, betrüger, täuscher?) jaja, alter mann … .) (und was ein glück, das der gumbrecht so schrieb, so ganz frei und ungeplant)

  132. @ 09:33 - danke miner!(wir...
    @ 09:33 – danke miner!(wir sagten ja, es ist auch ein generationenkonflikt. und viele, die mit ende 40, anfang 50 bereits anfangen alt zu werden, merken das natürlich selber eher nicht. und werden „dagegenhalten“ eher als „komiusch“, überflüssig“, unausgewogen“, „unreif“ „brauche ich zum glück auch nicht mehr“ empfinden. – und selbstbestärkt weiter enger, also unlebendiger, werden wollen.
    .
    und auch dagegen schützt deutschland, die fdgo. spätestens am nächsten oberlandesgericht wird immer noch recht gesprochen. (und wäre dem nicht so, man müsste es auch so honnehmen.) (aber einen „weißen nelson mandela“, „wg. oberlandesgerichtsversagen“ können aber auch wir für die nahe zukunft noch nicht erkennen. noch ist dies land hell.)

  133. Eingemachte Schildkröte.
    Mock...

    Eingemachte Schildkröte.
    Mock turtle soup ist was feines. Vegetarier denken da anders.
    Davon mal abgesehen. Auch Mars mußte Leiden hinnehmen. Nach Hephaistos, diesem hinkenden Pfundskerl aus der Schlosserwerkstatt, nahm das Luder, diese Schlampe, diese Erzhure auch noch, nach dem Schägertypen Mars….ach lassen wir das.
    Jetzt erzählt Mars uns Abends, nach getaner Arbeit bei einem kleinen Bier im Stehimbiss um die Ecke, große Dinge von modernen, chirurgisch sauberen Operationen, mit elektronisch ferngesteuerten Drohnen. sogar über Meere und Kontinente hinweg, ohne sich die Finger schmutzig und so, könne man ausräuchern.
    Im kommenden Sommer würde man schon sehen…Mehr dürfe er nicht sagen.

  134. @foersterliesel 08:36 - wir...
    @foersterliesel 08:36 – wir stimmen aus vollem halse und herzen zu! genau so ist es – und auch teilweise genau so primitiv und asozial. und das mit dem „beiseite-nehmen“ fanden wir klasse – und haben es – daher?*gh*) – auch schon verschiedentlich gemacht. (und uns an uns selbst erinnert, an frühere, gehabte zeiten, wo wir selber solches auch gut hätten gebrauchen können, aber niemand dazu da war, oder alle zu feige oder sonst was.)

  135. "wir und der führer und...
    „wir und der führer und thomas mann und goethe“ – man hatte den hinweis auf die realität der psychologie, nebst ihrer ambivalenz verstanden? und wie sich alles „im deutschtum“ anscheinend immer wieder neu ausprägte – am eben liebsten unreflektiert? und somit am gefährlichtsten?
    .
    wir sind alle führer. (was die welt von uns am meisten fürchtete)

  136. nachsatz. bzgl. einer plumpen...
    nachsatz. bzgl. einer plumpen ablehung jeder hilfe für die ftd, plus schadenfreude womöglich, sähen auch wir, „wg. pflege der landschaft“ – und eben gerade nicht, auch keinen anlass.
    .
    vielmehr erschiene es uns so zu sein, dass die ftd, wie bekannt, womöglich bloß eher opfer eines trendes würde, als andere.
    .
    und dann wäre ein vorgehen nach art „falls irgendwann einmal womöglich hundert zu bekommen wären, dann wir sorgten wir heute am besten klug dafür, das die ftd davon zehn oder fünzehn bekäme. und richtiger weise. und wir aus diesem präzendenzfall dann bei bedarf später den rest.“ parteispendenaufteilungen wurden ja früher sinnvollerweise häufig auch so gemacht.
    .
    und bliebe als womöglich vielen naheliegende möglichkeit eine neue, erweiterte stiftungslösung: „stiftungen, die dem zwecke der förderung der presselandschaft dienen, können als gemeinnützig anerkannt werden. die anwerbung von privatkapital in solche stiftungen kann bei zudem mit staatlichen zuschüssen zum stiftungskapital in höhe von bis zu 45% gefördert werden. das nähere regeln die ausführungsverordnungen.“
    .
    wieviel privatanteil zum stiftungskapital bräuchte man also, um aus den gesamterträgen 200 jahresgehälter (oder so) bezahlen zu können?
    .
    und wer heute noch lachte, in evtl. falscher feindseligkeit, und in abgrenzungsverhalten verharrte, würde evtl. in 8 oder 10 jahren sich schon anderes wünschen?
    .
    zum glück gibt es das alles überwölbende internet. und seine zeitwirkung. aber wo glück ist, ist auch schatten.

  137. es ist sommer, und die rente...
    es ist sommer, und die rente ist sicher. aber nicht für junge redakteure zwischen 28 und 42. evtl. auch nicht für die konservativerer herkunft.

  138. "Ich glaube, sie sollten mal...
    „Ich glaube, sie sollten mal etwas länger über ihr Feindbild nachdenken….. und dann die Konsequenzen aus dieser Einsicht ziehen. “
    .
    Ach Tyler,
    nerv, augenroll.
    .
    Dass Sie auch immer so Bescheid wissen über andere.
    Nun, meine Konsequenzen habe ich schon vor Jahrzehnt gezogen. Indem ich mir ein weniger lähmendes Umfeld/Habitat wählte. Das geht auch in Bayern.
    .
    Man muss einfach nur diese widerwärtigen Schlafvororte meiden, stockkatholische Dörfer und ebenfalls CSU/Tennisvereine/Golf/sonstige Schichel-Vereinsmeierei-Schluffs. Die halbwegs großen Städte in Bayern sind in ihrem Innenkern angenehm schildkrötenfrei. Man muss nicht gleich nach Japan oder Kanada auswandern, um diese Schildkrötenwähler nicht zu sehen. Für andere: Es reicht bereits zu 80%, Schildkröten-Regionen wie den Tegernsee weiträumig zu umschiffen. Was ich schon von je her tat.
    Und narürlich mein sinnloses/sinnvolles Kreuzchen abgeben. Gegen „them“.
    Was ich nicht mehr könnte, würde ich meinen Pass abgeben.

  139. @WotTyler: "ein recht...
    @WotTyler: „ein recht realistisches Bild der dortigen Lebensbedingungen“ – das versucht man sich zu machen. Hinfahren zeigte, daß am Dreck-nicht-Verteilen gespart wird; die Industriegebiete sind heftiger in ihren Rückständen beim Naseputzen als das Ruhrgebiet in den 1970ern. Weiters wurde mir um 1980 gesagt, daß z.B. Gemüse dort eben auch nur ein Zehntel dessen kostet, was es bei uns kostet. So, und jetzt Sie mit ihrer gar zu einfachen Vorstellung, mit dem gleichen Geldbetrag lebte es sich egal wo gleich.

  140. "Wir liefern nur schöne...
    „Wir liefern nur schöne Bilder und keine versteckten Zusatzkosten. Und wenn Sie das für zu wenig halten, schauen Sie sich Frau Merkel und Herrn Schäuble und die Beihilfen für Griechenland und die Banken an. “
    .
    Mehr Hilfe für Banken. Den Griechen hilft das wenig. Die Südstaaten wehren sich strampelnd und schreiend dagegen, in die Armut zurückbefördert zu werden, aus der sie sich in den Euro einschlichen. Sie lebten nicht schlecht von fremdem Geld. Jetzt kommt keins mehr. Stattdessen eine Rechnung nach der anderen. Die Rettungen werden zur Geldentwertung, wenn die Schulden nicht bedient werden. Solche Kredite (von der EZB) sind nicht der Stoff, der Vertrauen in Papiergeld schafft. Eine Schuldenunion ändert daran nichts. An der Lösung der Probleme führt kein Weg vorbei. Er ist steinig.

  141. @ dreamtimer,
    "Seltsam,...

    @ dreamtimer,
    „Seltsam, jedesmal wenn der Blog bei seinen Lesern Neid zu erregen versucht, … “
    .
    Das ist halt der Trigger, der sich überall durchzieht und Leser plus Kommentatoren bringt. Und anderen Blogs nicht.
    .
    Und manche dazu bringt, sich wutschnaubend am Don abzuarbeiten.
    .
    Man probiere mal, auf triggernde Elemente oder Meme zu verzichten. Kein müdes Borstentier wird kommentieren, oder nur sehr wenige. Der Deutsche kommentiert nur, wenn er widersprechen will, wenn ihn was stört. Wenn er Grenzverletzungen wittert, der Apfelbaum zu weit rüberhängt …
    Außer immer der gleiche eine, den nur an der Rechtschreibung was stört, der flattert auch in friedliche, neid-unzerfressene Blogs rein und macht sich dicke ….
    (Müsste aber ebenfall ein typical German sein.)
    .
    Natürlich kann man das Stilmittel „Mir gehts gut und euch gehts schlecht“ in zig Varianten als „Publikumsbeschimpfung“ mit effet durchziehen. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Mancher Kommentator springt ebenfalls auf die Nummer auf: „Ich oben in Kanada/Japan/Norwegen und ihr Dummies müsst hier bleiben“. Leider wirds genau ab da mit solchen Kommentatoren langweilig. (Vorher gehts ja irgendwie noch, man bewundert ja irgendwie, in welchen Unmengen von Varaitionen der clevere Autor das schafft.)
    .
    Nur ist die Frage, ob man wirklich auf Wölfe&Bären und auf dickmachende Torten und Tegernsee neidisch sein muss. Er zeigt ja nicht die Luxus-Pflegeheime und- Villen, wo vor sich hin geschrumpelt wird. Jeden Tag kleine miese Tode. Und keiner sieht sie hinter der Postkartenfassade.
    (Das waren immer die Triggerthemen bei den good old englischen Krimis: das Grauen hinter der schnuckeligen Cornwall-Fassade. Schockierend, ist es nicht.)

  142. Das Hinüberaltern zu einer...
    Das Hinüberaltern zu einer gerontologischen Versorgungsgesellschaft und die Diktatur des Geldes mit seiner politischen Waffe der Demokratie, ist alternativlos. Und wenn dann wieder die Extremen die Straße bevölkern, kann man nun wirklich niemandem einen Vorwurf machen. Uns ging es schließlich immer gut.

  143. Wie wahr:
    "... Politik, da...

    Wie wahr:
    „… Politik, da kann zu erheblichen Politikerpensionen noch in Altherrengremien lukrativ weiterpalavert, genetzwerkt und intrigiert werden …“
    .
    Liebe Foersterliesel,
    sie nennen es Arbeit … ^^
    Da fragt man sich dann komischerweise auch fast nicht mehr, warum sie auf das schräge Brett kommen, dass alle so viel Spaß daran hätten, bis 67 zu arbeiten.
    Aber dann, in einem Moment von Hellsicht merke ich dann wieder: Näh, das ist es nicht. Die wissen genau. Die wissen nur zu genau, dass die meisten Bürger es schon körperlich nicht bis 67 durchhalten werden. Die, die in Schichtdiensten, die „mit Rücken“, die, die keine Erstklasse-Ärzte sich leisten können. Die sind weit vor 67 am Ende.
    Der Trick mit den 67 ist nur, dass man Strafprozentpunkte bekommt, wenn man sich seine magere Rente vorzeitig auszahlen lässt. Um das geht es: verdeckte Sparmaßnahme auf Kosten der Abgehalfterten, die echt nicht mehr können.
    .
    Politik kann man machen bis man 90 ist, Fliesenleger eher schon nimmer …
    Manchmal sollte man sie würgen, nur ein kleines bisschen dass sie erschrecken , … an ihrem kurzen dünnen Politiker-Schrumpel-Schildkrötenhälschen …

  144. @miner,
    wem sagen Sie...

    @miner,
    wem sagen Sie das.
    .
    Das Sicherheitsdenken, das Betuliche, das Rumtaktieren, das Geizsparen bis der Arzt kommt. Einen kreativen Menschen mit wachen Sinnen treibt das in den Wahnsinn.
    .
    Seltsamerweise steht so ein Vogonen-geführtes Volk wirtschaftlich gut da. Noch.
    Das liegt aber nur daran, dass sie ihre untere Hälfte erfolgreich abgehängt haben, quasi ein Volk ohne Unterleib sind. Wenn sie die Griechen, Italiener und Spanier auch abgehängt haben, dann wirds eng: keine Exporte mehr = kein Gewinn. Dann werden die Vogonen nach dem Motto „mehr desselben“ wiederum schauen, wen sie noch alles abhängen können. Mehr können sie nicht. Außer man wählt sie ab. Stehe schon mit gespitzten Stift bereit.

  145. @ Hermes,
    diese Mock Turtle...

    @ Hermes,
    diese Mock Turtle Soup ist doch die Fakesuppe, die gar nicht mit Schildkröte gemacht wird, sondern mit Rindvieh?

  146. Savall 23. November 2012,...
    Savall 23. November 2012, 22:03
    Finde Arbeitsethos nicht doof, nur dass er heute nicht mehr belohnt wird.
    .
    Filou, habe den Kasten verkaufen können, an einen Sternekoch, echt jetzt.
    Viel Spaß mit dem Rum, Citrone können Sie weglassen.
    Widme mich jetzt meiner im Keller gefundenen Schildkrötensuppe.

  147. liebe Vroni, "Jeden Tag kleine...
    liebe Vroni, „Jeden Tag kleine miese Tode.“ ach, tatsächlich? kleine tode sollte man doch ein wenig erfreulicher gestalten können.
    .
    hinsichtlich der ernte mit 67, die eine gnadenlose rentenkürzung darstellt – was purer hintergedanke war, nur so nicht verlautbart, sondern schon vor der einführung mit einem unwirsch klingendem schh beim auf linie spielenden chefredakteur abgetan wurde, damit er seinen johurnalisten auf die finger klopft – noch ein ceterum:
    warten sie einmal den moment ab, in dem die rente und andere soziale leistungen auf steuerfinanzierung umgestellt werden.
    .
    denn im moment noch werden rentenansprüche, wie unerfreulich sie auch ausfallen mögen, erworben, die einklagbar sind und ganz anderen mechanismen unterliegen als etwa *räusper* wohltaten, die aus steuereinnahmen, die per se keine ansprüche generieren, stammen.
    .
    das sind übrigens pläne der spd, die sicher gerne von der cdu übernommen werden, im zuge der nächsten koalitionsverhandlungen. damit die spd auch mal was gewonnen hat. äh, ja.

  148. Savall, ischa schon gut. In...
    Savall, ischa schon gut. In diesem unseren Lande ist es schon voellig ausreichend mit einer symbolischen Handlung die wirkliche Tat zu ersetzen.

  149. @Vroni: Ja, super - die...
    @Vroni: Ja, super – die Vogonenschildkröten abwählen und die Latzhoden-Martins und die nichtssagende Andrea wieder an die leckeren Subventionströge heransetzen.
    Da bin ich eher bei Tyler und denke, man kann in dem ganzen Reptilien- und Schneckenschleimhaus nur seinen eigenen mehr oder minder spassig-sicheren Vorgarten amüsant und leidlich nahrhaft ausgestalten.
    .
    Ich denke, wir sollten wirklich mal mehr daran denken, wo wir hin wollen, anstatt immer nur im Selbstmitleid suhlen, von welcher schrecklichen Übermacht uns gleich das Planetchen unter dem Hintern weggeschossen wird, weil da ein sechsspuriger Hyperspace-Raumschiff-Highway hin muss.
    .
    Jammern nutzt eh nichts, die, denen der ganze Zirkus, so wie er ist, nutzt, sitzen eh an viel längeren Hebeln, und wenn man die Märtyreroption nicht so prickelnd findet, ist vorbeischlängeln gesünder als laut protestieren.
    .
    Denn ich kann mir besseres vorstellen, als wenn zukünftige Generationen mir in einer Star$ucks-Beteria (wie Kirchen dann vielleicht heissen) als heiligem Nepomug (oder Tassilo) den Ständer polieren…

  150. @Savall,
    soll das heißen ,...

    @Savall,
    soll das heißen , diese Profs, die sich
    diese ‚ brave New World‘ ausdenken,
    haben kein Ziel vor Augen. Leiden nur
    an ADS?

  151. Ist „ IGITT“ das...
    Ist „ IGITT“ das „OGOTT“ der Atheisten?
    .
    Immer soll man was GLAUBEN. Möglichst nichts hinterfragen.
    Da wird man schnell lästig.

    Eines muss man wissen.
    Jeder ist im Grunde seines Herzens „ein“-sam.
    Manche fürchten sich
    und packen sich deshalb dies und das hinein.
    Könnte doch sein, dass sowas herzens-blind macht.
    .
    Man merkt es am stärksten, wenn das eigene Kind Schmerzen hat.
    Trotz aller Empathie – (diese ist ja nur eine Spiegelung)
    man weiß nicht, wie sich diese „fremden“ Schmerzen anfühlen.
    Man tut halt was man kann, um sie aufzufangen.
    .
    Wenn man nicht lernt auf diese eigene Ein-samkeit zu achten
    und sie „zivilisationskompatibel“ zu gestalten,
    wird man abhängig + sehnsüchtig. Man sucht und sucht…

  152. Vroni (15:19), das ist ja das...
    Vroni (15:19), das ist ja das geniale am Don, daß er uns immer nur die potemkinschen Fassaden zeigt und behauptet, daß es so sei. Ich glaube ja immer noch, daß die Macht der Ironie gewaltig unterschätzt wird. Apropos, perfekt!57, die beiden wirklichen Ironiker und Weltversteher in einem Satz mit dem Gröfaz zu nennen ist zwar kein Sakrileg, aber intellektuelle Schludrigkeit. Abgesehen davon, daß der Gröfaz kein Deutscher war. Im übrigen würde ich Ihnen folgende Lektüre nahelegen:
    http://tinyurl.com/bl93t4g

  153. Sorry, E.R.Binvonhier, das...
    Sorry, E.R.Binvonhier, das Freischalten ist momentan etwas chaotisch. Meinten Sie meine Meinung zur „schönen neuen Welt“? Sie existiert, hier vor meiner Haustür, in meiner Firma, es ist kein Professorengeschwätz.
    .
    Ich sehe die Zeichen an der Wand, Filou, das ist alles. Die Pistole liegt übrigens bemerkenswert gut in der Hand. Es ist eine Reiterpistole mit Luntenschloß. Natürlich nicht funktionstüchtig, aber sehr echt, kein Plastik. Man kann bemerkenswert gut zielen damit. Mich wundert nicht, daß Gustav Adolf da drüben, hinter dem Hügel, starb.

  154. ANGST als geistige...
    ANGST als geistige Grundhaltung, füllt Kirchen und Kassen.
    Mit Angst lassen sich Kriege anheizen.
    Mit der Angst lassen sich auch vor Ort gute Geschäfte machen.
    Versicherungen, Überwachungskameras, Bodygards.
    Glitschiges Öl zu indischen Klängen auf die Stirn.
    Bournoutgeschwafel, die Kasse zahlt´s ja.
    HormonYoga, Fettabsaugen, Barfußgehen auf hohem Niveau.
    Der Begriff Avantgarde stammt ursprünglich aus dem Sprachschatz
    des französischen Militärs und bezeichnet die Vorhut, also denjenigen
    Truppenteil, der als erster vorrückt und somit zuerst Feindberührung hat.
    Avantgarde könnte Verzicht sein.
    Boykott – ist eine legale Waffe.
    Statt einen Haufen Sch… bei allovertheworld zu ordern-
    stützen Sie Ihre Local Heroes. Dann sind Sie auch einer.
    Schöner Traum?

  155. Ach "Don", wenn Sie wirklich...
    Ach „Don“, wenn Sie wirklich wüssten, wie selbstlos ich bin. Würden sogar Sie anfangen zu weinen….
    Aber, selbst im letzten Todeskampf würde ich noch auf ein Arschloch draufhauen und versuchen, es mit hellen Freuden zu erschlagen.
    Da Sie keines sind….kann in dieser Richtung nix passieren.

  156. @ The Great Artiste
    Woher Sie...

    @ The Great Artiste
    Woher Sie nur die Information nehmen, ich würde SPD wählen …

  157. "... und wenn man die...
    „… und wenn man die Märtyreroption nicht so prickelnd findet, ist vorbeischlängeln gesünder als laut protestieren.“
    .
    Genau DESWEGEN tut sich nichts.
    Verstehen Sie?
    Der Deutsche hält sein Maul halten traditionell für schlaues Vorbeischlängeln. Mindestens seit 1914.

  158. "Jammern nutzt eh nichts, die,...
    „Jammern nutzt eh nichts, die, denen der ganze Zirkus, so wie er ist, nutzt, sitzen eh an viel längeren Hebeln, und wenn man die Märtyreroption nicht so prickelnd findet, ist vorbeischlängeln gesünder als laut protestieren.“
    .
    Vroni hatte weiter oben vorgeschlagen, über Zalando zu jammern, d.h. einen fetten Soziopathen, der kleine Egoisten aus dem Geschäft drängt, die es nicht verstehen, dass System für sich arbeiten zu lassen. Ich finde, das ist durchaus eine gute Idee und man sollte viel häufiger aus den richtigen Gründen mal ordentlich jammern und es dann irgendwie hinbekommen, die Probleme zu lösen.
    .
    Natürlich kann man Kleinunternehmern in einem solchen Fall, nicht paternalistisch kommen, wie der Arbeiterschaft im 19ten Jahrhundert, denen man Kooperation aus Eigeninteresse erst beibringen musste und die nur robust werden konnte, indem harte Solidarität praktiziert wurde, sprich Outliers bestraft wurden. Das war damals eine Idee, der man revolutioäre Sprengkaft attestierte; heute können sich Sozialwissenschaftler Kooperation überhaupt nicht mehr anders erklären.
    .
    Ich vermute, man kann sogar die Finanzindustrie in diesem Sinne refaktorisieren statt sie einfach dem Treiben der Soziopathen zu überlassen, d.h. einen der vielen anderen guten Gründe zu jammern. Dazu muss man sich aber vorher von der Vorstellung lösen, dass sie zum Grundbösen gehört, weswegen jeder in die Wüste geschickt werden muss, der einen der Gefahr aussetzt, sich mit ihr zu kontaminieren – und sei es jemand in einer so drolligen Funktion wie der eines „Online-Beraters“.

  159. @ tyler, wenn der...
    @ tyler, wenn der Einhandsegler x bei Ihnen aufkreuzt –
    backen Sie ihm doch einen Kuchen mit Zucker.
    Honigkuchenpferde leben vom Lecken fremder Wunden.

  160. Also zumindest Steinbrück ist...
    Also zumindest Steinbrück ist für mich auch ein Vogone. (Könntja sein, dass immer noch Unklarheiten herrschen, für was ich stehe.) Vor allem fürchte ich Vogonen-Gedichte, von Vogonen vorgetragen: Die SPD mit ihrer Mindestrente macht mir ebenfalls … hm ‚Spaß‘.###
    .
    (Und dm-Götz Werner auch, auch ein Vogone unter Tarnkappe. Sein BGE wird vor allem den Unternehmen nützen. Hab ich alles in Dons FAZ-Blog a. a. O. dargelegt. Kann ich gern noch mal rauszuppeln – außer einer schreit besonders nett Gnade. Dann nicht.)

  161. Wenn ich etwas notorisch blöd...
    Wenn ich etwas notorisch blöd und bekrittelnswert finde, mache ich einfach einen Bogen drum. Jeder darf das hier nicht mögen, ich lege es auch gar nicht darauf an. Ich verstehe nur oft die Motivation nicht, mit der manche sich daran erregen.
    .
    Vroni, es gab mal von Theo Lingen das schöne Lied „Irgendwie wird kann man sich immer durchlavieren“, das drückt das Dilemma recht schön aus.

  162. Dreamtimer
    auf was für...

    Dreamtimer
    auf was für Begriffe Sie immer kommen: Ich habe nicht das Jammern vorgeschlagen, sondern ein sich kräftiges AUFREGEN. Falls man dazu noch in der Lage ist. Und ja, der kleine Egoist-Online-Händler wird grade von den Großen Exitorientierten Egoisten überfahren. Was soll, es sind alles Egoisten, auch Büro-Angestellte.
    .
    Und bitte gleich über Amazon mit aufregen, denn die zahlen sogar nur untertariflich.
    .
    Handlungsanweisung: (Doch, Germanen brauchen immer eine Handlungsanweisung. Habe ich im E-Mailverkehr gelernt. Sogar Firmenbosse gehorchen wie die Lämmer, wenn ich ihnen eine HANDLUNGSANWEISUNG am Ende der Mail mitgebe, was sie jetzt nach dieser Mail tun sollen. Gibt es so nirgends auf der Welt, ich denke Franzosen oder Engländer würden sich das schwer verbitten …)
    .
    Also Handlungsanweisung an ‚Jammerer‘:
    Das Aufregen sieht in der Praxis so aus, dass man nix über die bestellt, sondern sich seine Bücher woanders holt. Am besten beim regionalen Buchhändler – falls er noch existiert. Don führt es doch die ganze Zeit vor. Dank der kurzfristigen Buchpreisbidung bei knallneuen Büchern und dank Weihnachten im Geschenkrausch dürften dem geizige…, ähm preissensitiven Deutschen der real life Zeitnah-Weihnachtseinkauf, und der ohne jede Versandkosten (das will er doch), absolut leicht fallen.
    Nie war sich-Aufregen leichter durchzuführen.

  163. Ich meinte das...
    Ich meinte das Professorengeschwaetz, das zu der Welt geführt
    hat, die Sie vor Ihrer Tür finden.
    Selbst die Bild muss dem Pöbel zur Meinungsbildung einen Prof
    praesentieren.
    Entweder einen Kini oder einen Professor.

  164. @Vroni: SPD? Na, die...
    @Vroni: SPD? Na, die Alternativen sind doch begrenzt, ob Grün oder SPD ist doch ziemlich dieselbe charismalose Sosse. Wer veranstaltet den geringsten Flurschaden und trifft meine Interessen noch am ehesten? Gar nicht so einfach, sich strategisch richtig zu entscheiden. Oft ist es eine Wahl des geringsten Übels… Und die Piraten müssen erstmal die Irren aus den Seriösen herausfiltern.
    .
    Das mit lokalen Netzwerken, nicht Schuhe (völlig irre eigentlich) im Versandhandel kaufen, nicht beim Wischphone und Grinsgesichtbuch mitmachen, die Finanzindustrie so weit es geht, ins Leere laufen zu lassen, das alles würde ich zum „schlängeln“ zählen, sicher, man kann es auch als Opposition sehen, die ich auch gut finde.
    .
    Unter die Abnicker oder Oberlehrer würde ich mich nicht zählen. Genau hinschauen, wie man leben möchte, und die Löcher im Zaun der integralen Hirndressur finden, würde ich jetzt spontan schreiben. Sein eigenes Leben realisieren, so weit es geht, dabei aber keinen Kult aus dem Bio-Wochenmarkt machen. In der Nähe Verantwortung übernehmen, aber nicht meine Zeit mit der Rettung des gelbschnabeligen Sumpfrohrbohrers verbrennen – sicher löblich; erst verrecken die Bienen, dann der Rest. Nachhaltige Konsequenz kann ganz schön anstrengend werden…
    .
    Feedback ist aber immer gut, wie man wirkt, wo es bei einem selbst hakt.
    Der erste Schritt ist für mich aufwachen, nicht einfach schafstyle weiterwursteln, sondern flexibel „schlängeln“. Mal ja, mal nein – sich bewusst entscheiden, ob man sich jetzt bei Twitter oder Facebook anmeldet oder es bleiben lässt. Ob man ein Angebot von Aldi annimmt oder nicht.
    .
    Man muss nur immer die Realitätsprüfung aktiviert halten, dass man nicht aus Faulheit bei ganz grossen Schweinereien mitmacht. Auch wenn da die Alarmschwelle unterschiedlich hoch liegt. Aber dafür reden wir ja alle hier.

  165. Von weitem soll die...
    Von weitem soll die Schildkröte schon mal über Rindviecher gestolpert sein.
    Das erinnert mich an Herkules, den Obrisstallausmister des Augias, an dieser Type, genau der, welche sich so lässig auf ne Riesenkeule stützt, kann man nicht lang genug herumfabulieren. Vieleicht fällt ja jemandem etwas dazu ein?

  166. Ah, ich verstehe,...
    Ah, ich verstehe, E.R.Binvonhier, oder glaube es zumindest. Es ist nur so, daß die verehrte Professorenschaft nicht mal in der Lage ist, die Welt vernünftig zu interpretieren. Ganz zu schweigen davon, sie zu verändern. Was ich derzeit in der real existierenden Wirtschaft erlebe, ist auf jeden Fall in summa nicht rational zu erklären, so sehr man die jeweiligen einzelnen Gründe durchaus verstehen kann. Meine Frage lautet immer wieder: wohin verschwinden die Produktivitätsgewinne eigentlich? Ich habe im übrigen meinen kleinen Garten, den ich bestelle und werde nicht revoluzzen. Ich habe schon gesehen, wohin das führt: zum nächsten Schlamassel.

  167. @Hermes: Mock Turtle soup, ts...
    @Hermes: Mock Turtle soup, ts ts. Die enthält, wie der Name schon sagt (to mock = nachäffen), doch eben gerade keine Schildkröten. Ich wär ja durchaus für märkische Schildkrötensuppe: wenn man das Luch wieder vernäßt, können da ganz viele Schildkröten leben wie ehedem, als man sie mit Ochsenkarren nach Berlin fuhr, den hausfraulichen Schlachttöpfen entgegen. Das Gewürz kann man von der nachgemachten Schildkrötensuppe ja dann wieder auf die echte übertragen. Es lebe die regionale Küche! (Nun gut, Schnirkelschnecken in Majoransud sind mir nicht so ganz geheuer, aber die Portugiesen essens.) Das wär doch mal eine Exportidee für China, oder nicht?

    @donna laura: „Häuser werfen nichts ab als Dachrinnen und Ziegel“ – das haben Sie mal wieder sehr treffend auf den Punkt gebracht; meine Bauchdecke wurde zu schwerer Gymnastik verleitet!

    E.R.BinVonHier: Menno, ich bin doch nicht Geheimrat Dr. Allwissend und nur ein Landei, keine Reederstochter. Kann doch auch nur weitergeben, was ich bei Braudel gelesen habe (die großen Vermögen werden im Fernhandel gemacht, seit jeher), und was ich so lese und höre.
    Meine Einschätzung ist jedenfalls, daß Containerschiffe nicht exorbitant teuer sind, eben wegen des modularen Aufbaus, und daß Passagierschiffe für Kreuzfahrten weitaus aufwendiger sind. Denn so ein Containerschiff hat nur „3 Beine“ Besatzung; würde mich nicht wundern, wenn das Verhältnis Besatzung zu Frachttonne oft sogar noch günstiger wäre als bei einem Güterzug (und ich denke da durchaus an so Güterzüge wie in USA oder in Afrika, die auch mal Kilometer lang sein können, nicht an die kleinen Rheinwürmer).
    Weiters ist der Transport über Land IMMER mühseliger als der Transport per Schiff. Grund: an Land braucht man Wagen und Straßen (oder Schienen), also eine Wegeinfrastruktur. Das macht Arbeit und kostet. Meerwasser ist einfach da, und ein Hafen ist klein und schnell gebaut – sofern es ein halbwegs günstiges Küstenstück gibt. Dann kommt hinzu, daß Neu- und Ausbau von Wegeinfrastruktur stets umkämpft ist – oder meinen Sie, entschädigungslose Konfiskationen und Vertreibungen lassen sich ohne Kosten durchsetzen? Nicht mal das. Mit dem Schiff fährt man einfach zu, die Fische machen blubb blubb, und gut is’. Gefahr droht allenfalls von einem weiteren Schiff, aber so arg voll wie auf dem Ruhrschnellweg abends um halb sechs ist es nur an wenigen Stellen.
    Dies sind übrigens auch die tieferen Gründe, warum Schröders Blitzeinfall „Northstream“ tatsächlich funktionierte und nach so kurzer Planungszeit bereits fertiggestellt ist; mit Abneigung gegen Nachbarländer hatte das nichts zu tun, nur mit Abneigung gegen uferlose Verhandlungen – die Einwände von 1000 Fischen sind auch in bürokratiis schneller gegessen als die von 1000 Häuslebesitzern und Gemeindevorständen.
    Dann kommt noch hinzu, daß so ein Hafen und Schiff weniger Beteiligte haben als, sagen wir mal, ein Güterzug. Die Stückelung ist nicht so winzig, also können auch größere Anteile gewonnen werden mit einer Fahrt. Ansonsten werden halt auch Währungsunterschiede ausgenutzt, wenn der Container Föns an der einen Küste halt viel billiger ist als an der anderen, haben ein paar Leute durch Heranschiffen der billigen ziemlich viel zu gewinnen.

    Sind Goldkäfer unter uns? Falls ja: ich habe gerade vor wenigen Tagen nachgelesen, daß es in Kairo mal mehrere Jahrzehnte – so irgendwann zwischen 13. und 15. Jhdt. – eine enorme Goldinflation gab, das Gold war nur noch zwei Drittel soviel wert wie ehedem. Und das nur, weil ein enorm goldreicher afrikanischer König auf seiner Pilgerfahrt nach Mekka dort Station machte. Vonwegen dem komischen Glauben, Gold sei inflationsfest.

  168. @ The Great Artiste
    Das...

    @ The Great Artiste
    Das subsummiere ich unter „die Welt retten mit richtigem Einkaufen“.
    Kann man machen. Muss man aber nicht. LOHA-Style statt Schaf-Style schadet sicher nicht.
    Mir wäre das zuwenig.
    .
    Mein Geschmack wäre eher, den etablierten Parteien eine Protestwahl vor die Füße zu legen.
    .
    Nur so viel, dass sich wegen der abhanden gekommenen FDP ihre Schwarzgrün- oder Schwarzrot- oder Grünrot-Szenarien zu Asche verflüchtigen und sie endlich wieder Respekt vor dem Souverän kriegen. Wer der Merkel-CDU richtig einheizen will, muss sich vielleicht diesmal die LOHA-Verlegenheitswahl „Na dann eben die Grünen“ oder dieses feige „Naja, die SPD halt, was will man machen“ und sowieso diese Zahnarzt-Partei verkneifen.

  169. Waehlen, wer meine Interesse...
    Waehlen, wer meine Interesse am Besten vertritt.
    Da kommt für mich nur Frau Dr. A. Merkel in Betracht.
    Nur sie hat die Faehigkeit die ganze Kiste in kürzester
    gegen die Wand zu fahren.
    Am Besten ohne SPD – die bremsen nur.

  170. Vroni, Sie laufen zu großer...
    Vroni, Sie laufen zu großer Form auf. – 23.11., 19:36: sehr informativ und des Rätsels Lösung. – Mich stören die fehlenden Lücken für kleinere, längerfristige Unternehmen sehr.

  171. Leider ein völlig...
    Leider ein völlig inhaltsleerer Kommentar von mir:
    Danke, colorcraze, 20:41.
    (Nee, ich hab doch noch ein bissel Inhalt: auf eine Anfrage bei der Spedition zu einer Fracht nach Moskau hieß es: der Preis sei nur ungefähr, man müsse mit Zoll- und Konvoigebühren unbekannter Höhe an der russischen Grenze rechnen.)

  172. @Savall: tja,...
    @Savall: tja, Produktivitätsgewinne thematisiert mein älterer Programmierernachbar auch ab und an. Aber anscheinend schafft man es nicht, die in die eigenen Taschen zu kanalisieren, und so verdampfen sie…

  173. Sorry, aber bei solchen Sachen...
    Sorry, aber bei solchen Sachen bin ich strikt Obrigkeits-
    hörig. Sind halt Experten.
    .
    Sorry Savall, erst kommt mir die Zeit abhanden, dann die
    Anrede.
    Wie war der Rat: Viren und Bakterien austauschen und früh
    zu Bett.

  174. Auch auf die Gefahr hin, als...
    Auch auf die Gefahr hin, als geizig dazustehen, weil ich keine Nachfolger auf die Pöstchen lasse, geht es mir zur Zeit ähnlich wie Vroni um 20:45. Denn bei keinem habe ich das Gefühl, das er etwas begreift.

  175. @colorcraze: Der Mann hieß...
    @colorcraze: Der Mann hieß Mansa Musa, starb 1332. Die Reise nach Mekka war 1325, der begleitende Troß soll 60.000 (Menschen)Köpfe gezählt haben, von Mali aus also travelling in style.

  176. 80 Prozent der erdachten...
    80 Prozent der erdachten Statistiken beginnen mit 8. Also achtgeben.
    ,
    Zalando Artikel können auch auf Rechnung bestellt werden, Umtauschrecht von 100 Tagen. Habe den Mut, dich deines eigenen..ach schon gut.
    ,
    Die Geiz-ist-geil-Mentalität ist genauso eine Erfindung der Werbeindustrie wie die werberelevante Zielgruppe von 14-49, die neue Mitte oder die Mehrheitsgesellschaft.
    Das Marketing diktiert die Gesellschaftsanalyse, während Probleme in 140 Zeichen verhandelt werden. Das gespannte Verhältnis des Liberalen zur Wirklichkeit.
    ,
    Die erste Frage ist natürlich nicht; warum tut Niemand etwas dagegen, sondern, warum hat man es soweit kommen lassen. Fehlallokation im Konsumismus. Ich ich ich, mein Haus, mein Auto mein Urlaub, mein Glück. Simulierter Nonkonformismus als Rettungsanker einer parasitären Generation. Hm?

  177. zu 20:45, Null Prozent...
    zu 20:45, Null Prozent Waehlerbeteiligung waere doch mal ein Signal.
    Tut nur keiner. Warum nicht?
    .
    Einfach mal zu Hause bleiben, Kuchen backen oder der Nachbarstochter [1] an die Waesche gehen. Stattdessen geht man Waehlen und regt sich ueber das Ergebnis auf.
    Ja, es stimmt, colorcraze (21:25): keiner begreift.
    Irgendwie ist das nicht konsequent.
    .
    Gute Nacht. Egal wie. Egal mit wem. Und warum spielt auch keine Rolle. Gaehn!
    .
    [1] Kann auch der Nachbarssohn sein.

  178. Und auch den ganz Betruebten...
    Und auch den ganz Betruebten wird das Folgende nicht helfen. Herr, es ist Zeit, der November ist sehr gross.
    .
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/caricatura-vi-fotostrecke-90013.html

  179. so ganz überzeugt bin ich...
    so ganz überzeugt bin ich nicht hinsichtlich der hier dargestellten piratprotestwählerischen möglichkeiten.
    .
    die schweine sind noch klein, also ferkel, manche mögen den mäuserich frederick, aber welche säue sich in perlen suhlen und an die tröge drängen, kann man schon jetzt absehen (s. die buchpromotion und die aussage, dass man noch so klein, weil unter 30 sei, und das – ätsch – nicht zähle).
    .
    gewiss nicht sinken wird die zahl der bundestagsabgeordneten, aber das muss einem die demokratie wert sein.
    .
    steuerfinanzierung der rente läuft auf almosen hinaus, in abhängigkeit davon, wieviel der jetset und seine angestellten dem so geschimpften souverän noch zugestehen mag.
    die gesellschaft zur förderung des sozialverträglichen frühablebens sucht noch botschafter.

  180. @Foersterliesel 24. November...
    @Foersterliesel 24. November 2012, 09:23
    Aaah, Danke! Welch wunderbare Definition von „geistiger Inzucht“. Ja, man muss immer auf der Hut vor anderen Meinungen sein, es besteht die Gefahr, dass sich die eigene Überzeugung als falsch herausstellen könnte, igitt, igitt.
    Obwohl ich ihre politische Einstellung weitgehend teile: „Bei den saturierten Rentenbeziehern im sozialen Sonnenschein ärgern mich besonders jene, die ihre bezahlten Zusatzgeschäftchen ehern festhalten“…. Wollen sie uns ernsthaft sagen, sie würden so was niemals tun?
    @Savall
    Volland und Tyler Durden sind beides sehr beliebte Figuren und leider meistens schon belegt, ob die Volland Benutzer auch alle tatsächlich Bulgakov meinen, weiss ich nicht. Nur deshalb die Länge, die mich auch nervt. Da ich politisch so unzuverlässig bin, muss ich mich nämlich täglich bei der FAZ neu-einloggen und den ganzen namen tippen… kann ich nur miserabel….
    „Aus diesem Grund glaube ich nicht an pöhse Kapitalisten und die Weltverschwörung. Ich sehen bloß arme Irre.“
    Wo soll da ein Unterschied sein? Beide spielen ihre Rollen und halten den Laden, über ihr eigenes Elend jammernd, am Laufen.
    Über die Lebensqualität der Wanderarbeiter in China gabs etliche Dokus auf arte und 3sat, sollten sie mal in eine reinschauen, wenn sie meinen der stelle sich besser als sie. Die mediatheken funktionieren recht gut.
    Ein paar hunderttausend von denen sehen ihre Kinder im Heimatdorf einmal im Jahr, und das seit über 10 Jahren. Wir Deutschen sollten nie vergessen, dass wir, wie gesagt, auf sehr hohem Niveau jammern.
    PS: Mir wäre Loge natürlich auch lieber, aber der ist am Ende seit 18 Stunden nicht mehr auf der Bühne erschienen und schweift irgendwo ganz anders umher. Wotans tatsächliche Erben sind nun mal die Gunthers der Welt…..
    „Meine Frage lautet immer wieder: wohin verschwinden die Produktivitätsgewinne eigentlich?“
    Sie haben keine Vorstellung davon, was so eine kleine Südsee- oder Karibik-Insel kostet, für die Zeit: „when the shit hits the fan.“ Man braucht ein Boot, einen Helikopter und jede Menge Benzin Vorrat. Die Zeiten der französischen oder russischen Revolution sind lang vorbei, nur Dummköpfe bleiben sitzen wo man sie finden könnte.
    Stellen sie sich vor, sie heissen Nonnenmacher und wo sie leben weiss jeder, dass sie legal ein paar Millionen öffentlicher Gelder unberechtigt abgezockt haben… würden sie dableiben?
    „Revoluzzen“ soll doch auch keineswegs die Welt besser machen, es ist nur so eine Art emotionaler Hygiene. Man fühlt sich danach besser… für kurze Zeit.
    „Who’s the new boss? Same as the old boss.“ Pete Townsend
    @ The Great Artiste 24. November 2012, 12:55
    „…in einer Zeit zu leben, in der wir in vorauseilendem Gehorsam uns alles verbieten, was Spass macht. Es könnte ja Bakterien enthalten, stechen, krank machen, oder diskriminieren.“
    Da kann ich ihnen nicht folgen. Da hat „ACH WAS 18:54“ ganz recht: „Angst als geistige Grundhaltung, füllt Kirchen und Kassen. Mit Angst lassen sich Kriege anheizen.“
    Was ich in den wenigen Jahrzehnten meines Lebens in DE so abstossend fand war, dass man diese Angst vor „Bakterien enthalten, stechen, krank machen, oder diskriminieren“ immer nur vorschob, weil man selber vor lauter Angst vor dem Leben die Hosen voll hatte und jeden abgrundtief hasste, der das Leben trotz Risiko geniessen wollte. Wem man in der Speisserwelt anmerkt, dass er das Leben liebt, der ist immer eine Provokation. Für solche gabs immer schon mal wieder ein paar KZs……
    Der Neid konzentriert sich bei den Spiessern heute halt auf den einzig und allein verbliebenen letzten Wert in deren Welt, aufs Geld der anderen.
    Man kann es unserem Gastgeber gar nicht hoch genug anrechnen, wie ehrlich er mit dem Thema umgeht….
    @ colorcraze 24. November 2012, 15:00
    „So, und jetzt Sie mit ihrer gar zu einfachen Vorstellung, mit dem gleichen Geldbetrag lebte es sich egal wo gleich.“
    Wo haben sie denn das her? Etwas genauer lesen, bitte….
    @ achwas 24. November 2012, 19:24
    „wenn der Einhandsegler x bei Ihnen aufkreuzt – backen Sie ihm doch einen Kuchen mit Zucker.“
    Ich backe zwar regelmässig, aber nicht süss. Ich backe übrigens das einzige echte Sauerteigbrot in ganz Japan, ganz wie Pfister: Mehl, Salz und Wasser. (Gott segne das Internet und seine Informationen.) Wie fast überall hat man auch in Japan die peinliche Eigenart, die weiche amerikanische Pampe für Brot zu halten. Ein Kilo Weizenmehl kostet hier 3 Euro, Roggenmehl knapp 10 Euro.
    @Vroni
    Sie kennen den Spruch wirklich nicht?
    „Wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann wären sie verboten.“
    So, die Sonne knallt auf das Thermometer und zeigt 31 Grad an… Zeit für den Strandspaziergang, mit Schopenhauer vom mp3 Player im Ohr. Die Welt ist schön, das Leben ist ein herrliches Geschenk.

  181. lieber perfekt...
    lieber perfekt 57,
    dankeschön!
    .
    lieber tylerdurdenvolland,
    naja, manchmal kann es auch in realen Salons zu agonalem Geweihklappern kommen; man unterbricht dann sein Gespräch und verfolgt gebannt das Duell; es müssen aber schon Sechzehnender sein. Nach ein wenig Lachen, Parteinahme und Augenspiel solcherart eroberter Damen beruhigt sichs aber wieder.
    .
    Mir stünden nur ehrenamtliche, unbezahlte Engagements offen. Ich habe aber keine Lust mich noch als alte Frau in Organisationsstrukturen, in denen doch meist die ewigen Betriebsnudeln überwiegen rumzuärgern und engagiere mich im Alleingang und spontan.

  182. @Tyler: Sie haben die...
    @Tyler: Sie haben die Lohnstückkosten verglichen ohne Referenzrahmen (Stadt, Land, Kontinent…).
    @donna laura: Amateurpersonal akklamieren ist ja noch schlimmer. Das brauchts nun wirklich nicht.

  183. Es wird bei uns überhaupt...
    Es wird bei uns überhaupt keine „Revolution“ geben.
    Es wird alles äußerst geschickt vermarktet.
    Rebellion, Angst und Schrecken dienen zur Inspiration.
    Auf der Fashion Week 2011 in London sah man die
    obligatorischen Magermodels z.T. nackt und blutüberstörmt.
    Bengalisches „Feuer“ Kriegsgeschrei in den Stadien.
    Sex, Lies and Videotapes.
    Was soll der Mensch von heute auf seine Fahne schreiben?

    Money makes Werbung makes Money makes the World go round.
    Grüße von Achternbusch:
    Du hast keine Chance, aber nutze sie.

  184. Ja, die Welt ist ungerecht -...
    Ja, die Welt ist ungerecht – wenn man zu den Verlierern gehört, aus welchem Grund auch immer. Ich zähle mich zu den Gewinnern.
    Als bisheriger Nur-Mitleser hat mich ‚The Great Artist‘ animiert, nun doch hier etwas beizutragen, was ich ursprünglich nicht wollte, weil ich weitgehend auf Dons Linie bin und seine Beiträge sehr schätze.
    Ja, die Welt ist ungerecht – und das ist gut. So ist jeder Mensch seines Glückes Schmied, jeder kann/muss das beste aus seinen Möglichkeiten machen.
    Natürlich ist das Leben ein Kampf für alle, die in Richtung ‚gutes Leben‘ streben: Ausbildung, schaffen (ich bin Schwabe), den Erfolg suchen um damit besser leben zu können als andere, eventuell Chef zu werden im Unternehmen oder als Selbständiger mit eigenen Ideen gewinnen – oder auch zu scheitern.
    Was hat das Leben – außer Kampf – sonst zu bieten für Menschen, die nicht von einem Erbe bequem leben können?
    Ja natürlich, auch die Liebe gehört dazu, die Familie, Hobbys usw. Aber auch das funktioniert gut und macht Freude nur,wenn die finanziellen Voraussetzungen geschaffen sind und das Hamsterrad immer weiter in Schwung gehalten wird. Oft zerbrechen darüber Ehen (wie bei mir) und vor allem dann,wenn mit zunehmendem Alter immer mehr der Sinn des Lebens in Frage gestellt wird, bis hin zu der Erkenntnis, dass das Leben eigentlich gar keinen Sinn hat, und es nur darauf ankommt, es gut über die Runden zu bringen – und es sich gut gehen zu lassen.
    Deshalb lasse ich es mir heute mit meiner Lebensgefährtin am Ortasee gut gehen, genieße die gute Luft und was der Piemont sonst noch alles zu bieten hat, und mache mir keine großen Sorgen mehr um meine Zukunft und auch nicht um die Zukunft meiner Kinder und Enkel: Die werden die Welt schon nach ihren Bedürfnissen gestalten und notfalls verändern. Die Evolution hat gezeigt, dass der Mensch anpassungsfähig ist…
    In diesem Sinne: Lassen Sie es sich auch – im Rahmen Ihrer Möglichkeiten – gut gehen. Das Leben ist kurz.

  185. und es gibt neue, junge,...
    und es gibt neue, junge, interessante und aufregende frauen – wie gut, dass die faz prominent berichtet! deutschland inzwischen nicht nur noch völlig dem altertum in die hände fallen lässt.
    .
    die welt kommt also inzwischen tatsächlich hier an. so wie steltzner/bertha schrieb. (beschreibend schrieb, ohne andere wege aufzuzeigen.)
    .
    woanders sah das womöglich subjektiv schon länger so aus:
    .
    „The mass mobilization in Los Angeles called for living wages, decent public schools, affordable and accessible healthcare and housing, and a safe, healthy environment. We demanded economic and social justice, respect, the right to union representation and fair trade. We demanded a system that put people before profits.“
    .
    und in deutschland verlangen inzwischen sogar die westviertel laut ein system, in dem die westviertel noch vor den – gefühlt von ihren realitäten abgelösten – finanzmärkten kämen.
    .
    http://www.google.de/imgres?q=favianna+human+need&hl=de&client=firefox-a&hs=dRG&tbo=d&rls=org.mozilla:de:official&biw=1280&bih=651&tbm=isch&tbnid=rGbg8OrRWTn-fM:&imgrefurl=http://www.favianna.com/port_posters/posters3.php&docid=yCf6KkgVigPxGM&itg=1&imgurl=http://www.favianna.com/images_port/poster_dnc.jpg&w=300&h=386&ei=8vexUOHDF6KH4gSOhICgCA&zoom=1&iact=hc&vpx=4&vpy=282&dur=77&hovh=255&hovw=198&tx=64&ty=122&sig=105684605785062963395&page=1&tbnh=131&tbnw=102&start=0&ndsp=24&ved=1t:429,r:8,s:0,i:106
    .
    und orthodoxe platoniker.
    .
    man wurde heute erinnert – reiner zufall – das die „faz“ schon mal bruno schulz’s „zimtläden“ würdigte. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/diese-wirklichkeit-ist-duenn-wie-papier-1516714.html
    .
    „Die Welt der „Zimtläden“ gehört bis in die letzte Faser dem Traum, dem Mythos und der Illusion an. „Wir halten das Wort üblicherweise für den Schatten der Wirklichkeit, für ihr Abbild. Richtiger wäre die umgekehrte Behauptung: Die Wirklichkeit ist der Schatten des Wortes. Die Wirklichkeit ist dünn wie Papier. Alle Vitalität war ins Gefieder übergegangen.“
    .
    aber seine/dessen „juna“ (josefina szelinska) hat bis heute keinen wiki-eintrag oder mehr. http://www.ebay.de/itm/400257911355?ru=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fsch%2Fi.html%3F_sacat%3D0%26_from%3DR40%26_nkw%3D400257911355%26_rdc%3D1

  186. lieber The Great Artiste, "die...
    lieber The Great Artiste, „die Löcher im Zaun der integralen Hirndressur“ – ja, genau so. sehr hübsch, merci für das ausgelöste gelächter.
    .
    liebe colorcraze, ja, wenn nicht die amateure, was resp. wen braucht es denn dann? nun müsste via klarem vorschlag ein wenig butter an die fische. sonst bliebe es wohl wortgeklingel und schaumschlägerei.
    .
    cher Filou, im prinzip haben sie mit dem nichtwählen recht. man sollte zwar m.e. stets in einer schafherde antizipieren, wie die anderen schafe wählen, damit man selbst mit den geringen möglichkeiten, die man hat, nicht danach komplett geschoren und dann noch auf dem marktplatz unter den augen des plebs filetiert wird; und auch, wieviele schafe denn nicht wählen gehen, denn die quote der nichtwähler ist immense – und welche konsequenzen daraus gezogen werden, nämlich keine. man ahnt mehr, als man es wissen kann, dass wahlen nicht ernstzunehmen sind, und man sollte sich m.e. flexibel durchlavieren, wie bereits der geschätzte gastgeber angedeutet hat, denn der so genannte souverän, das folk, ist der knecht des jetset und seiner angestellten, und der ist –
    mobil und weg…
    mit der korrumpiertheit des hauptstädtischen kasperlvereins durch prestige und verlockungen muss gerechnet werden; der ansicht, dass die spd beim bremsen einer dystopischen entwicklung hülfe, ist man hier nicht. sie ruft zwar nach einer bremse, doch reisst sie bremsbefreit lediglich das steuer ein wenig anders herum als die derzeitigen regierungsparteien, so dass man damit rechnen kann, dass man mit der seite zwar in die wand donnert, aber dennoch donnert.
    um im m.e. unpassenden bild zu bleiben: ende aber ist ende.
    .
    nur setzt man in den massgeblichen institutionen, eine ebene höher, nicht auf ein solches ende, sondern auf die eindämmung von unruhen.
    und da möchte ich das fight-club-mitglied ergänzen: revolutionen sind so befreiend und sinnvoll wie das entfernen einer kruste vom heftigst aufgeschlagenen knie. der schlamassel ist noch grösser als zuvor und man muss als agens schon äusserst viel übersicht haben und die potenz, die dinge kontrolliert in die als richtig angesehene richtung zu lenken.
    und ein solches agens sieht man hier nicht.
    .
    die alternative dazu ist leider ein reflektiert-flexibles durchwursteln, nicht nur in persönlicher, sondern auch in gesellschaftlicher hinsicht. es muss ja hoffentlich nicht ewig mit der uckermärkischen schildkröte oder mit dem schwere(nötige)n reiter aus hamburg sein…

  187. Also nochmal die Rente (das...
    Also nochmal die Rente (das Unwort meines Lebens).
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    Ganz lang ist es her, da kam ich auf den Gedanken, dass Einzahlungen in die Rentenkasse an feste Arbeitsverhaeltnisse gebunden sind. Will heissen, dass, wenn man Pech hat, man ein ganzes Leben lang um einen Job (2tes Unwort) bangen, man sich mit Vorgesetzten (3tes Unwort) arrangieren muss, in das gesellschaftliche Rollenspieltheater, meistens als Dritter Boesewicht, eingebunden, insgesamt das manipulierbare, glaeserne Subjekt staatlicher Betuttelung wird. Eine sichere Sache; man tauscht seine Freiheit gegen Sicherheit.
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    Stolz, frei und arm. Dann soll’s eben so sein.
    Oder auch nicht.

  188. Na, da sind wir ja mal wieder...
    Na, da sind wir ja mal wieder munter beim Fabulieren übers richtige Leben im falschen und umgekehrt…
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    Schafstyle oder LOHA? Schlängeln, lavieren, durchwursteln?
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    Da ist es eigentlich ganz interessant, wie Sie, Tyler, mich missverstehen, obwohl wir beide eigentlich das gleiche meinen. Vielleicht haben Sie mich aber zu wortwörtlich gelesen, als ob ich mich da auch eingereiht hätte, wo ich nur eine rhetorische Form gewählt habe.
    „Diese vorgeschobene Angst, aus gesundheitlichen oder sonstwie sozialen Gründen auf das Leben zu verzichten, sei eigentlich nur Angst pur.“ Das klingt recht (selbst-)berauschend, ist auch nicht falsch, was die Wirkung eines Libertins auf Konformisten betrifft. Die hassen es immer, wenn jemand gut lebt und sich nicht so anständig quält wie sie selber.
    Das mit den KZs für Aussteiger halte ich allerdings ehrlich für eine blöde Formulierung.
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    Die „Ökobegründete-Angst“ sehe ich als die logische Folge der Hemmungslosigkeit des Mauschelmeier-Klubs, ein Reflex, zu begründen, warum man sich nicht traut, genauso rücksichtslos und wild sein gieriges Glück einzufordern, wie es vielleicht ein Londoner Trader oder Balkan-Zuhälter tut.
    .
    Es ist sicher amüsant , über Vogonen-Schildkröten in Hosenanzügen und sich voll betroffen einbringende Lilalatzhosenmartins zu witzeln, aber ohne LOHAS (dank Wikipedia weiss ich jetzt auch, dass das so eine Art upmarket-Ökos sind), sähe die Welt sicher noch ein bisschen gnadenloser aus, als sie eh schon ist.
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    Wie hiess das so schön, im Kalten Krieg, Friede, Frohsinn, Eierkuchen durch das Gleichgewicht des Schreckens? Wenn jedem einzelnen schon eine einzige Atomrakete den ganzen Tag versauen konnte, dann liess man sie lieber stecken.
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    So ähnlich läufts ja heute auch. Die Finanzhaie besorgen das fiktive Spielgeld, die Umweltferkel fracken die Energie herbei, die Promis verjuxen den Luxus, die Menge träumt sich „auch reich“ und will Fussball gucken – und ein paar andere schwenken die rot geschwollenen Zeigefinger, und mahnen, dass das Ganze auf diese Weise demnächst so grandios wie die Titanic an den Eisberg rappelt.
    .
    Und es ist sicher besser, dass da ein paar rumhüpfen, und ein bisschen in die Party pupsen, eh alle in der kalten Nordsee paddeln.

  189. "Die Geiz-ist-geil-Mentalität...
    „Die Geiz-ist-geil-Mentalität ist genauso eine Erfindung der Werbeindustrie …“
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    Nein.
    Der Geiz war vorher schon da. Deutsche waren schon immer geizig, erbsenzählerisch, verkniffen, unfähig zu genießen. Analer, autoritärer Nationalcharakter. Großzüge und genußvolle Einkäufer hingegen findet man in der Schweiz, in Frankreich.
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    Sonst hätte der Spruch nie richtig einrasten können.
    Kein Kunde in Europa ist geiziger als der Deutsche und schichelt so wie er beim Kauf am Cent herum. Das hat damals JvM nur aufgegriffen, nicht selbst erfunden. Da tut man dieser Agentur dann doch zuviel Erfinder-Ehre an und gesteht ihr zuviel Einfluss zu.

  190. Herzlich willkommen, RoRo....
    Herzlich willkommen, RoRo.

  191. @ Roro
    Salve atque vale? Kurz...

    @ Roro
    Salve atque vale? Kurz und schmerzlos?

  192. @RoRo: Da kann ich mich den...
    @RoRo: Da kann ich mich den Willkommensgrüssen unseres Gastgebers nur anschliessen, und bedanke mich für Ihr Kompliment. Es freut mich, wenn ich ein Anstoss war, über genau die Frage, was wir mit unserem eigentlich viel zu kurzen Leben anstellen sollte, so klar nachzudenken und es zu formulieren. Gerade im Aufschreiben lernt man doch öfter, wo man sich in die Tasche schwindelt und sich die Wirklichkeit schöner denkt als sie ist, aber ihren Formulierungen kann man sich im grossen ganzen nur anschliessen.
    .
    Geniessen, die anderen nicht ignorieren, aber auch nicht zum Mass aller Dinge zu stilisieren. Wehe, wenn die Kinder, die es mal besser haben sollten als man selber, dieses „Besser“ dann nicht auch in einem höheren Jahresumsatz oder Universitätstitel sehen, sondern die Tochter in einem Tattoostudio in Berlin und der Sohn in einem Pudelsalon auf Ibiza mit seinem kubanischen Freund.
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    Die Dinge ein Kampf – nicht falsch, das Beste daraus zu machen, und zu erkennen was für einen selbst das Wertvollste ist.
    Es kommt hier auf der Seite auch nicht darauf an, besonders viel Schulterklopfen zu ernten, sondern oft mal – im allgemeinen freundlich- auch in eine andere Denkrichtung geschubst zu werden, um im Dialog Einsichten zu lernen, auf die man in seinem ewigen eigenen Saft nicht gekommen war. Viel Spass!
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    Das war auch mein ursprünglicher Gedanke, dass wir vor lauter „das ist aber schädlich, ungesund und böse“ vergessen haben, worum es im Leben an Traumhaftem, Lustigem, Herzlichem, Leidenschaftlichen geht .
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    Und das sind nicht unbedingt DIE Dinge, die uns die Werbung einredet, sie auch (als Äppel-Addict z.B.) zu brauchen.
    Der dicke Benz ist ja längst voll uncool prollig…
    Siehe @Veil of Ignorance: „Simulierter Nonkonformismus als Rettungsanker einer parasitären Generation.“
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    Warum z.B. tun wir es automatisch als fast irrelevant ab, wenn die Politik überlegt, die Renten als steuerfinanzierten Gnadenakt zu verteilen, wie donna laura anmerkte. Der bei Nonkonformismus jederzeit eingerollt werden kann, wenn man nicht brav ist.
    Wenn die Renten tatsächlich nicht mehr als Anspruch zu erwirtschaften sind, warum halten da alle Frösche im Berliner Tümpel die Quake?
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    Naja, noch sind wir nicht alt…
    Was heisst überhaupt „wirklich“ Leben?
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    Da frag ich mich immer, warum da das Schweigen so laut ist gegen das permanente Martinsgejammer?
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    Warum sind mehr oder weniger extremer Sport so zum Mainstream geworden?
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    Warum die ganzen Wischer überall?
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    Warum sieht man unter den Thirty-Forty-Somethings so wenig glückliche Beziehungen? Von Ehepaaren, und entspannten Eltern ganz zu schweigen?
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    Wenn Donna Laura vor einigen Wochen fragte, für was denn erfolgreiche Frauen in Bezug auf sexuelle Abenteuer sogar zahlen würden?
    Wenn ausser ihr, Mediensegler, oder Filou, oder ich beim Thema Sexualität alle nur „Püh, Privatsache“ schreiben?
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    Wenn wir es zum Schluss von dem, glaube ich, auch von Ihnen, Tyler, betrauerten „Idyll“ am Münchner Eisbach in den Achtzigern reden.
    Woher dieser ganze Selbstoptimierungswahn?
    Nein, mit diesen Röllchen trau ich mich nicht mehr in die Sauna, ausserdem sitzt da der dicke Hässliche (von irgendwo) und glotzt. (Ich will da nicht wieder eine bestimmte Region diskrimieren, das ist voll unfair, meint ihr nicht auch? Aber sonst können wir gerne mal darüber abstimmen, von woher die gräuslichsten FKK-Strand-Saunamonster kommen? )
    .
    Ich glaube, da haben wir uns ein Stück zu sehr angewöhnt, nur noch auf die Aussenwelt zu reagieren.
    .
    Vielleicht weil sie uns unbemerkt längst ziemlich weichgekocht hat, wie Rösler es mit seinem unglücklichen Beispiel von der Schildkrötensuppe in der Talkshow ausführte, als er glaubte, Mutti wie einem Frosch im Topf mit allmählicher Hitzezufuhr sanft eins gegauckt zu haben.
    .

  193. Lieber Great Artiste,
    die...

    Lieber Great Artiste,
    die brennende Frage bleibt doch bei allen weisen Sprüchen: Wie soll man leben.
    .
    [?]
    Soll man als Wahrnehmender zugunsten einer besseren Gesellschaft (was das auch immer ist) eingreifen? Wer nichts wahrnimmt, sieht nichts und hat das Dilemma nicht.
    Wer wahrnimmt, hat bereits Pech gehabt … und spürt subtil – bei einer gewissen Erziehung – eine Art Verpflichtung, bei der es nicht einfach ist, sich ihr zu entziehen. Bin ich der Hüter meines Bruders? Oder geht mir das alles nichts an, was außerhalb meiner vier Wände ist?
    .
    [?]
    Oder soll man als wahrnehmender Durchblicker (falls man wirklich so einer dieser Wenigen ist und keiner selbstherrlichen Fiktion nachrennt) doch lieber nicht eingreifen? Die anderen machen lassen. Die machen das schon, hat seit der Urzeit irgendwie geklappt.
    Und besser in der Form als Jung-Alter seinen gemütlichen vorgezogenen Altenteil nehmen? Des Kämpfens müde, aber diese Müdigkeit mit wortreichem „besonnenen“ Öko-Lifestyle verschleiern? Der ja auch „irgendwie hilft“.
    .
    Ich weiß es nicht.
    .
    [Es gibt Untersuchungen zufolge eine Tendenz bei LOHA-Öko-Bewussten, dass sie im Unterschied zu normal-sündigen „Kauf-Idioten“ glauben, etwas Besseres zu sein, dadurch zu einer gewissen Selbstgerechtigkeit neigen und anderen Menschen gegenüber sich weniger hilfsbereit zeigten, bzw. diese negativer beurteilten.]

  194. @ 15:56 exakt vroni
    .
    und nur...

    @ 15:56 exakt vroni
    .
    und nur weil junge so wunderbar junge sachen machen – die vielleicht so neu dann doch nicht wirken würden für manche – wären sie keine abzuwertenden. (im gegenteil: ihre zukunft macht sie so wertvoll)
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=zhIexQ1DGis
    .
    und foersterliesel: you’re welcome… and always with a smile:
    .
    und die dem blogger parallel zur communication ganz automatisch mit unterlaufende erste und zweite ableitung nach der zeit würde vermutlich ergeben, dass es eben auch hier im blog zwei hauptklassen von posts gäbe: solche, deren links gemeinsinn abgleichend auf eine gemeisam gehabte vergangenheit und ähnliche jugenderlebnissse in ihnen abzielen – und solche mit links, welche auf eine gegenwart und zukunft weisen, die jetzt ist – oder zum glück gleich noch demnächst.
    .
    und willkommen roro, gerne mehr. (*g*)
    .
    und zynismus und scheitern gehören zusammen, so wie glück und erfolg in der liebe und beim geld.

  195. solche, deren links gemeinsinn...
    solche, deren links gemeinsinn abgleichend auf eine gemeisam gehabte vergangenheit und ähnliche jugenderlebnissse in ihnen abzielen – und mehr nicht, und…

  196. "i*m watch- made in italy"...
    „i*m watch- made in italy“ natürlich.
    .
    und selbstverständlich wird unten, in den großen ebenen, auch ständig alles besser, durch moderne videosysteme an bord und den einsatz moderner technik überall ganz allgemein. wenn auch nur langsam. bis dahin bleibt man beser auf dem berg. tüv rheinland geprüft. solange es den noch gibt. (wir sollten unsere bergbahnen ganz sicher auch rechtzeitig ans ausland verkaufen. schon weit bevor von einer überalterten und aussterbenden menschheit bei uns da eh schon keiner mehr hoch will. wir könnten so dem werteverfall noch weiter vorbeugen)
    .
    http://www.youtube.com/watch?v=dY2W_0Op-aE (alkohol und keine funktionierenden bremslichter und noch mehr.)

  197. und bliebe evtl. erneut noch...
    und bliebe evtl. erneut noch ein, vermutlich volkommen unbedeutender, eigener gedankengang unterzubringen (stehts erst mal geschrieben, sehen es oft auch noch andere).
    .
    „die weltlage“ stellte sich nämlich u.a. womöglich auch noch so da:
    .
    in den usa ist es üblich und gepflogenheit, dass jede generation, sobald sie an der reihe wäre, die ihnen gesellschaftlich zufallende rolle und aufgaben als erwachsene und verantwortliche staatsbürger – eben ihrer generation – aktiv, gerne, einsichts- u. verantwortungsvoll zu übernehmen.
    .
    und in dem punkte, sobald sie dran sind, nicht aufmucken, noch abzuweichen.
    .
    denn das prizip der kontinuität durch verantwortlich geübten generationenübergang ist bewährt und unverzichtbar. (und wie der übergang erfolgte: ob die alten freiwillig gingen oder früher, als sie selber wollten, geschoben werden würden, oder die alten nette junge gemeinsam fit machten und kooperativ anleiteten, dabei detail, weniger wichtig)
    .
    und nun käme europa – einmal mehr, und womöglich einmal mehr unreflektiert – antipodisch zu amerika daher.
    .
    um hier – und in gerne geübter (aber unreflektierter) dekadenz – fern zu stehen nämlich, „quasi wie absichtlich eine generation auszulassen“ – „nöh, ich doch nicht, können sehen, wie sie ohne mich fertig werden, bin doch nicht dumm, sozialexperiment fernstehen ist doch viel doller, als am ende der gute alte routine-verantwortungsübergang, wie auch immer; und wo ich doch auch genug geld habe, es nicht zu brauchen, und wo die alten doch auch so dumm und aufgeblasen an ihren ämtern und pöstchen kleben, brauchen sie sich auch nicht zu wundern, wenn ich was besseres wüsste, als wie sie so mein leben zu vertun, mit amt und aufgabe, für nichts; usw., usf.“.
    .
    und auch wir würden der geübten vielfalt in verantwortung – also die zufügung dieses europäischen anteils auf die genannte art- u. weise zum lauf der weltgeschichte, gar nicht wiedersprechen oder gänzlich fernstehen wollen.
    .
    denn das europa in diesem punkte einfach und unreflektiert amerika folgte, wäre zwar recht getan, aber womöglich auch eine nummer zu einfach (für ein sich weiter in frieden und verantwortung entwickelndes deutschland in selbigem europa.)
    .
    nun aber der evtuelle punkt: das es nun aber ausgerechnet die faz sein muss, „quasi die offene mitte der herzkammer eines wohlverstandenen konservatismus“, welche mit hilfe des d.a.-blogs – und in unkenntnis ihrer selbst? – hier speerspitze dessen wäre, wer hätte das gedacht oder vor kurzem auch nur zu vermuten gewagt?
    .
    (und wieviele junge professoren forschen eigentlich schon dran? „cross-atlantisch“ sozusagen auch?) („so lange die anderen hier klug fernstehen, mach‘ ich das auch, ich bin doch nicht blöd. und reicht doch auch so noch“)
    .
    wie gesagt, der d.a.-blog ist aus unserer sicht unverzichtbar, weil experiment eben auch. und weil er soviel zustimmung findet.

  198. @donna laura: nun, das mit dem...
    @donna laura: nun, das mit dem Geiz war schon so gemeint wie Filou das offenbar verständlicher rüberbrachte. Daß es reicht, wenn ein Dutzend Leute wählen, um den eh schon designierten Kandidaten aufs Schild zu hieven (sie glauben doch wohl schon auch, daß die Automatismen noch eingefahren genug sind, um Merkel Rente zu gönnen), haben Sie messerscharf erkannt; meine Haltung ist diesmal nur eben die wie 90 auch: dann sollen die das machen; auch wenns keiner außer mir mitkriegt, mich ekelts an, solche Wahl zu akklamieren.

  199. @Artiste: nun ja, LOHAs sind...
    @Artiste: nun ja, LOHAs sind halt einfach Bürger mit modischem Etikett, oder nicht?

  200. und bliebe evtl. erneut noch...
    und bliebe evtl. erneut noch ein vermutlich volkommen unbedeutender eigener gedankengang unterzubringen (stehts erst mal geschrieben, sehen es oft auch andere).
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    „die weltlage“ stellte sich nämlich u.a. womöglich auch noch so da:
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    in den usa ist es üblich und gepflogenheit, dass jede generation, sobald sie an der reihe wäre, die ihnen gesellschaftlich zufallende rolle und aufgaben als erwachsene und verantwortliche staatsbürger – eben ihrer generation – aktiv, gerne, einsichts- u. verantwortungsvoll zu übernehmen.
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    und in dem punkte, sobald sie dran sind, nicht aufmucken, noch abzuweichen.
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    denn das prizip der kontinuität durch verantwortlich geübten generationenübergang ist bewährt und unverzichtbar. (und wie der übergang erfolgte: ob die alten freiwillig gingen oder früher, als sie selber wollten, geschoben werden würden, oder die alten nette junge gemeinsam fit machten und kooperativ anleiteten, dabei detail, weniger wichtig)
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    und nun käme europa – einmal mehr, und womöglich einmal mehr unreflektiert – antipodisch zu amerika daher.
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    um hier – und in gerne geübter (aber unreflektierter) dekadenz – fern zu stehen nämlich, „quasi wie absichtlich eine generation auszulassen“ – „nöh, ich doch nicht, können sehen, wie sie ohne mich fertig werden, bin doch nicht dumm, sozialexperiment fernstehen ist doch viel doller, als am ende der gute alte routine-verantwortungsübergang, wie auch immer; und wo ich doch auch genug geld habe, es nicht zu brauchen, und wo die alten doch auch so dumm und aufgeblasen an ihren ämtern und pöstchen kleben, brauchen sie sich auch nicht zu wundern, wenn ich was besseres wüsste, als wie sie so mein leben zu vertun, mit amt und aufgabe, für nichts; usw., usf.“.
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    und auch wir würden der geübten vielfalt in verantwortung – also die zufügung dieses europäischen anteils auf die genannte art- u. weise zum lauf der weltgeschichte – gar nicht wiedersprechen oder gänzlich fernstehen wollen.
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    denn das europa in diesem punkte einfach und unreflektiert amerika folgte, wäre zwar recht getan, aber womöglich auch eine nummer zu einfach (für ein sich weiter in frieden und verantwortung entwickelndes deutschland in selbigem europa).
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    nun aber der evtuelle punkt: das es nun aber ausgerechnet die faz sein muss, „quasi die offene mitte der herzkammer eines wohlverstandenen konservatismus“, welche mit hilfe des d.a.-blogs – und in unkenntnis ihrer selbst? – hier speerspitze dessen wäre, wer hätte das gedacht oder vor kurzem auch nur zu vermuten gewagt?
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    und wieviele junge professoren forschen eigentlich schon dran? „cross-atlantisch“ sozusagen. („so lange die anderen hier klug fernstehen, mach‘ ich das auch, ich bin doch nicht blöd. und reicht doch bis zu meinem ende auch so noch“)
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    wie gesagt, der d.a.-blog ist aus unserer sicht unverzichtbar, weil experiment eben auch. und weil er soviel zustimmung findet.

  201. Diese Nation ist in sicherer...
    Diese Nation ist in sicherer Obhut sich wähnend, in Morpheus Armen wohlig schlummernd sich wiegend, satt die nahrhaften Substanzen verdauend. Hinterrücks tun sich die Kleptomanen (meine Schutzbefohlenen) gütlich in der Speisekammer ebenfalls derweil an den Vorräten mästen. Jeder bekommt was ihm in die Pfoten fällt. Die Wach-und Schließgesellschaft ist mit ihren eigenen Problemen,mit der Frage der angemessenen Vergütung und der Pensionshöhe, beschäftigt. Sogar die ruppige Nemesis hat ein Ruhepäus´chen eingelegt. Alles wunderbar in göttlicher Homöstase austariert: Das Alphatier Schildkröte gewinnt dafür jeden Wettlauf gegen Achilleus mit ihrem Verbündeten Chronos.
    Bis Omega ists noch lang hin. Wir haben jetzt Winter- und nicht Sommerzeit.

  202. Filou@: Lieber reich aber...
    Filou@: Lieber reich aber gesund, als arm und krank, seis Panier.

  203. Kleiner Schabernack um Ödipus...
    Kleiner Schabernack um Ödipus (Mamakomplex) zur kurzweiligen Auflockerung gefällig? Bitte tun Sie sich keinen Zwang an und lehnen Sie sich ganz entspannt zurück: LORIOT: Dinner at Italian Luxury Hotel (Oedipussi) bei Youtube…Sie wissen schon.

  204. @Vroni 17:29 jou. Eine Frage,...
    @Vroni 17:29 jou. Eine Frage, die sich mir auch des öfteren stellt.

  205. Achtung Baustelle! Plindos,...
    Achtung Baustelle! Plindos, passen Sie auf , damit Ihnen
    nicht ein Ziegelstein auf den Kopf fällt.
    Aus Versehen.

  206. @ nr. 39
    .
    hier, wie bekannt:...

    @ nr. 39
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    hier, wie bekannt: „Die Ruhestandsplanung fängt lange vor der Rente an“ – also spätesten mit 16 am elterlichen esszimmertisch. nach und nach in die geheimnisse eingeweiht zu werden. um spätestens mit 24 zu fragen: „vater, meinst du wir kriegen das hin für mich mit dreissg mit dem ersten mehrfamilienhaus für mich?“ nicht die schlechteste frage für einen filius würde man meinen.
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/die-vermoegensfrage-die-ruhestandsplanung-faengt-lange-vor-der-rente-an-11969813-l1.html
    .
    und genau genommen geht es natürlich auch weiterhin um finanzielle unabhängigkeit – und weil man mit ihr etwas anzufangen weiß: sie ist wert-an-sich – und eben auch viel mehr, man weiß.
    .
    (und der genannte herr in dem beispiel sollte am besten beide immobilien so schnell wie möglich verkaufen, und stattdessen ein entsprechend gut gelegenes mehrfamilienhaus kaufen – und sich darin eine (kleinere) (not)wohnung für sich selbst reservieren? oder gar alle 6 oder 8 wohnungen darin vermieten – und bei bedarf auch mal in ein nettes kleines, vertrautes hotel ausserhalb ausweichen?
    .
    und wer fühlte sich womöglich nicht an die faz und martin walser erinnert, walser „der immer der familie verloren ging, vorübergehend woanders wohnte um für sich und werk und ungestört zu sein“?
    .
    „Und wenn Walser, dieser akribische Notierer von Auflagenhöhen, Bestsellerplazierungen und Lesungshonoraren, dieser manische Vergleicher von Hotel- und Lebenskostenpreisen wie Erfolgen anderer, Kassensturz macht, so ist das immer wörtlich zu verstehen: Die sechsköpfige Familie will versorgt, das Nussdorfer Haus gehalten, ein neues Auto angeschafft sein. Und dann muss man noch an die leidige Zukunft denken: „Sobald ich Angst habe, kann ich nicht mehr aufhören mit der Vorsorge für später, für dieses lächerliche Alter.““ jaja.
    .
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/martin-walser-tagebuecher-festgelegt-auf-die-stelle-auf-die-die-schlaege-fallen-17034.html („hotelpreiskosten“, daher, man weiß, hier ist faz.)
    .
    … und man könnte sich evtl. auch ein wohnmobil denken, wer wollte, ruhelos an einem ort, entlang irgend einer alten landstrasse in der schweiz womöglich, also der deutschsprachigen schweiz vielleicht sogar.

  207. @Vroni, 17:29: Eine wirklich...
    @Vroni, 17:29: Eine wirklich lesenswerte Abwägung – ich wüsste da auch kein Patentrezept, glücklich zu leben ohne Verdrängung, verantwortlich zu leben, ohne wahnsinning zu werden. Sie haben da das Spannungsverhältnis, „mitzumachen“ oder „dagegen zu kämpfen“ wirklich sehr gut dargestellt.
    .
    Wenn wir alle „unseren“ Truthahn begnadigen oder in den Ofen schieben könnten, dann gäbe es eine Menge freilaufende Truthähne – trotzdem landet in Obamas Ofen ein anderer namensloser, der weniger Glück hatte. In gewisser Weise war der zynische Namensvorschlag des Obervogonen Rumsfeld für die ersten begnadigten Truthähne des Oberhumanisten G.W.Bush sogar komischer: Statt „May“ und „Flower“ „Lunch“ und „Dinner“…
    .
    Als Arbeitshypothese würde ich vertreten, aus der Nähe in die Ferne ethisch verantwortlich zu handeln – wenn man in seinem persönlichsten Umfeld nicht wie die Axt im Walde auftritt, lässt man hoffentlich genug Luft zum Atmen und Denken übrig, um nicht vor lauter Ersatzbefriedigungen einen ökologischen Fussabdruck wie ein Brontosaurier zu hinterlassen.
    Wer Empathie am eigenen Leibe erfahren hat, wird sensibler sein, auch anderen Menschen ihr Stück vom Glück zu gönnen – und nicht jeden Mitmenschen als potentiellen Grabräuber an den Juwelen des eigenen Mausoleums wahrnehmen.
    .
    Obs hilft, oder ob richtiger Attack-Aktivismus edler ist, kann ich nicht beurteilen.
    Aber ich teile RoRos Ansicht, nur ein kurzes Leben zu haben, dass ich nicht zwischen Tränengas und Pflastersteinen verbringen möchte.

  208. Der Waehler also wieder.
    .
    Da...

    Der Waehler also wieder.
    .
    Da ist was dran. Hoert man mal zu, ist es doch erstaunlich, inwieweit der olle Kaugummi an der Schuhsohle das politische Bild praegt.
    Die Revolutiongelueste des kleinen Mannes manifestieren sich in der Demonstration gegen ein Hundeklo in der Nachbarschaft, fuer den unsaeglichen Juchtenkaefer und aehnlichem Pillepalle.
    .
    Wer vons hier ist ein suendhafter Mensch; also saeuft, raucht, faehrt zu schnell, findet Tuerken nicht unbedingt gut, hasst Radlerhysterie, findet Amerika so uebel nicht, mag die irren Israelis, kann weder an Madonna noch an Lady Gaga etwas finden und lacht ueber Leute, die John Lennon fuer einen Intellektuellen halten, von seiner Meinung ueber Niedecken woll’n wir mal ueberhaupt nicht reden?
    .
    Geeeenau! Gehen sie mal mit so einer Einstellung in die Wachstube eines Wohnreservats der gruenen, warmpensionierten Oberlehrer, Beamten und anderer Futternapffresser von Steuergeldern.
    Frueher war die Farbe des Faschismus braun.
    .
    Dort haengt jeder an seinen winzigkleinen Idealen. Sie bedeuten ihnen die Welt. Es ist die Welt der aufgeblasenen Kleinkariertheit.
    .
    Auf diesem Vergnuegungsdampfer verwechselt sogar der Kapitaen Rechts mit Backbord, die Passagiere gagaen aufgeregt im Salon.
    Da bleibt, colorcraze, Sie sehen es sehr vernuenftig, nichts anderes als sich vorsorglich und klammheimlich eine Rettungsinsel zu krallen, um in Kuestenaehe das Festland zu erreichen.
    Denn glaube keiner an eine geregelte Bewaeltigung der Katastrophe. Denn wer im Normalfall nicht richtig tickt, auf den braucht man in der Krise nicht zu rechnen.
    .
    So jetzt reichts mir fuer heute. Musik, Musik! Telemanns ‚Der Tag des Gerichts‘.
    .
    Jetzt weiss ich’s , ueberkluge Koepfe,
    Warum kein Spott, kein kein bittres Lachen
    Euch besser konnte machen.

  209. lieber Hermes (oder soll man...
    lieber Hermes (oder soll man sagen: Plindos? falls nicht, pardon, man wundert sich wo jener stecken mag), solange nicht etwa kronos mit der sichel angerückt kommt, dürfte die entourage der uckermärkischen schildkröte noch ruhig schla-
    obwohl, die haben es schon hinter sich.
    .
    nicht völlig uninteressant die diskussion, wie man leben und weben möchte in seiner viel zu kurzen erdenzeit auf weltengrund.
    .
    ganz grundsätzlich kreist man um die frage, wie man so vermessen sein kann, wahrnehmung definieren zu können, sich selbst und die ‚anderen‘ in einem gegensatz zueinander zu sehen, mit dem besten aller welten auf der eigenen seite selbstverständlich.
    .
    die lohas erscheinen mea parvitas allerdings viel eher als teuer bezahlter schurz vor dem ungewaschenen *hüstel* der marktwirtschaft, mit dem grundgedanken, dass man zwar wüsste, was man alles machen müsste, allein, ein mensch allein unter der sonne ist kaum imstande, die welt zu schultern, geschweige denn sie zu retten. aber natürlich, wenn viele – oder, huch, alle gar – so handelten…
    .
    aus diesem grund erfreut es mich umso mehr, RoRo hier lesen zu dürfen, der augenscheinlich das naheliegendste und nicht unbedingt das schlechteste macht: das leben leben, ohne in ego- oder andere ismen zu verfallen, an der sonne.
    .
    liebe colorcraze, nichtwählen also. man bekommt den eindruck, dass das politische system der bundesrepublik nicht gerade dazu geeignet scheint, dass man sich engagieren möchte, denn nach oben kommen tatsächlich die jasager (und, äh, irgendetwas hat ein bayerischer landrat der spd vor kurzem noch gesagt… ich vernahm es im autoradio, vergessen und dies sei wohl auch besser) und brown-nosing-spezialisten. wenn man nun keinen sinn darin erkennen mag, sich in einer partei zu engagieren, und auch nicht mehr wählen mag, so geht dies system an diesen menschen vorbei. das kann man so halten, dann aber muss man irgendetwas anderes tun.
    .
    meine wenigkeit geht in ihrem land wählen, nicht alles ist rosig, ganz im gegenteil, aber ich votiere für das mir am geringsten erscheinende übel, in intellektueller und fiskaler hinsicht.
    doch bleibt es mithin eine negativentscheidung.
    .
    cher Filou, das bisschen rente – obwohl es trotz der wenigen jahre verwunderlicherweise so wenig auch wieder nicht ist -, das ich aufgrund angestellter erwerbstätigkeit bekommen werde, enthebt auch mich in die von ihnen beschriebene freiheit, lebt man letztlich doch von anderem, auch fürderhin und immerdar, et in saecula saeculorum.
    .
    allerdings argumentierte ich zuvor frei von eigener betroffenheit; man macht sich schon gedanken über das wohlergehen der ‚anderen‘; was ist, wenn der feuchte ton (s.o.) nicht ausreicht zum leben dereinst. und was ist, wenn man dies nicht einmal einklagen wird können, weil es, man wiederholt es ungern, ein almosen sein könnte? was ist dann mit dem system, der gesellschaft?

  210. "nach und nach "in die...
    „nach und nach „in die geheimnisse“ eingeweiht zu werden, (*g*).“ natürlich. denn es handelt sich um die bekannten und oft beschriebenen offensichtlichkeiten, (man bittet einmal mehr um nachsicht.)

  211. Vroni, Die Ausführungen von...
    Vroni, Die Ausführungen von Fromm und den anderen 68`er „Wissenschaftlern“ wurden schon mehrfach widerlegt, Stichwort Statistik. Es gibt keine Ethnie oder Nation, die besonders geizig ist oder so etwas wie einen autoritären Charakter. Früher galten die Juden als geizig. Feindbilder ändern sich, aber die Argumentationsmuster bleiben. Psychologie ist eben weitestgehend Esoterik.

  212. Psychologie mag Esoterik sein...
    Psychologie mag Esoterik sein (da habe ich keinen Einblick, da kein stukkarierter Psychologe).
    .
    Europaweite Kundenumfragen des Werbers sind harte Realität.
    Glaubwürdig, da vermutlich nicht im eigenen Interesse gefälschte Statistik: Denn wer wenn nicht der Werber wollte nicht lieber den großzügigen Kunden. Und der Deutsche tut und tut ihm schon seit Jahrzehnten den Gefallen nicht.

  213. @ RoRo

    „So ist jeder Mensch...
    @ RoRo
    „So ist jeder Mensch seines Glückes Schmied…“
    Fahren sie doch einfach mal nach Dhaka, oder auch nur South Central LA und erzählen sie das denen dort… bin schon gespannt auf ihren Bericht!
    Wenn man so manche Studien anschaut, dann kann man lesen, dass sogar in DE die Chancen sein Glück zu schmieden immer mehr nur noch vom Zustand des Elternhauses abhängig sind, in das man hineingeboren wird. Es sollte auch ihnen einleuchten, dass jemand der in eine „Schmiede“ hineingeboren wird, es ein klein wenig einfacher haben dürften? Die drinnen, wie der Don haben natürlich das Recht alles genauso behalten zu wollen.
    Die Frage ist doch wohl viel eher, wo ist die Grenze der Zustände hinter der der Rest der nicht-Schmiedenbesitzer das Recht hat, mit allen Mitteln gegen privilegierte oder kriminelle Schmiede vorzugehen?
    @Donna Laura
    Kleiner Tip: Nicht alle Nicht-Wähler sind Schafe…
    Selbst noch so viele ehrliche, korrekte, intelligente Ananlysen wie diese:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/europas-zukunft/europas-zukunft-wartet-nicht-auf-bessere-zeiten-11967491.html
    werden mich dazu bewegen können selbst ihn und Wagenknecht zu wählen. „Demokratie“ im Realzustand ist nichts als Augenwischerei. Neben der „alternative“ des „reflektiert-flexiblen durchwurstelns“ darf man aber auch das ganz-Aussteigen wählen.
    Draussen ärgert man sich weniger….. weiss ich aus Erfahrung. Blutdruck ist messbar…. ;-)
    @The Great Artiste
    „Woher dieser ganze Selbstoptimierungswahn?“
    Es geht nicht darum das Selbst zu optimieren. Es geht um die Konsequenzen die man aus Einsichten zieht, oder nicht. Wir haben dieses eine Leben, auf einer eigentlich doch wunderschönen Welt, die aber auf alle Fälle das einzige Paradies sein wird, in dem wir jemals sein werden. Es geht also nicht ums Selbst, es geht ums ganze eigene Leben, und auch nicht ums Optimieren, das ja offensichtlich bereits nach Stress stinkt… Es geht darum jene 80 lebenswerte Jahre nicht zu verschwenden. Bzw natürlich die Restjahre die von jenen 80 noch vor uns liegen, danach geht’s eh nur noch um die Balance zwischen dem Ärger um den unvermeidlichen körperlichen Verfall und der verbliebenen Lebensfreude.
    Seit ich 20 bin und vor der Bundeswehr nach Australien fliehen musste/durfte, hatte ich diese Frage: Wie soll man Leben um seine Zeit nicht verschwenden?
    Also, kein „Selbstoptimierungswahn“.
    Denn das Ende (zugegebenermassen ein anderes Thema) kommt sowieso. Man kanns wie Walter Jens verpassen, oder wie Gunther Sachs mutig nutzen.
    @Vroni
    Sie stellen die wesentliche Frage: Wie soll man leben?
    Ich glaube, es gibt da eine Antwort.
    Ich sage nicht dass es so ist(!), aber stellen sie sich vor es gibt eine ewige Wiederkehr.
    In dem Augenblick in dem sie sterben, werden sie auch schon wiedergeboren. Und zwar in genau dieselben Umstände wie beim letzten Mal. Sie leben dasselbe Leben, das sie jetzt gerade leben wieder, immer wieder, ewig wiederkehrend, immer genau dasselbe.
    Wenn sie zu dieser ewigen Wiederkehr ein eindeutiges JA haben, dann heisst das, sie leben so wie man leben soll…
    @ perfekt!57
    „…und zynismus und scheitern gehören zusammen…“
    Können sie das Lachen der Banker auf ihren Farmen und Karibik Inseln nicht hören?
    Und „in den usa ist es üblich und gepflogenheit, dass jede generation, sobald sie an der reihe wäre…“ …in die jeweiligen Kriege zieht und sich abschlachten lässt:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/buecher-der-woche/f-a-z-romane-der-woche-verzueckungsrausch-im-gemetzel-11969490.html
    @Veil of ignorance (schöner, passender Name…)
    „Psychologie ist eben weitestgehend Esoterik.“
    Gratuliere! Der lustigste Satz im Blog. Wenn ihnen etwas nicht einleuchten mag, dann ist es selbstverständlich falsch….

  214. "Es gibt Untersuchungen...
    „Es gibt Untersuchungen zufolge eine Tendenz bei LOHA-Öko-Bewussten, dass sie im Unterschied zu normal-sündigen „Kauf-Idioten“ glauben, etwas Besseres zu sein“
    .
    Tatsächlich? Wo findet man diese Untersuchungen?
    .
    Nicht, dass ich die Hypothese unplausibel fände. Der Übergang von einem unbewussten, prozeduralen Verhalten primitiver Attraktion und Abstoßung, zu einem, mehr oder weniger stark ausgeprägten Bewusstsein, dass sich darin äußert, dass es für Anziehung und Abstoßung Begründungen sucht, dürfte heute der Hauptgrund neuer moralischer Kräfte sein.
    .
    Die Zurückgebliebenen sollen erst aufgeklärt werden und wenn das keinen Effekt hat, begegnet man ihnen ohne Nachsicht. Aber warum ist das so wichtig? Vermutlich, weil reflektiertes Verhalten nach einer Möglichkeit sucht, selbst wieder prozedural zu werden, sich seiner Begründungen zu entledigen und auf einem höheren Niveau zum Konformismus ( „das macht man doch so“ ) zurückzukehren. Der Weg hinauf ist auch der Weg hinab.
    .
    Die erworbene Differenz wird nun durch Werbung eingeebnet. Das alte System modernisiert sich in den Zeichen der Zeit, in den Koordinaten der neuen Moral, ohne sich im Kern zu verändern. Es entsteht das, was man den „metaphysischen Verdacht“ genannt hat: Wesen und Erscheinung treten auseinander. Es ist die Erde, die sich um die eigene Achse und um die Sonne dreht, nicht umgekehrt. Nichts ist, was es auf den ersten zu sein Blick scheint. Nun kann das Ressentiment einsetzen, d.h. die Zurückgebliebenen rächen sich an der Avantgarde, während diese sich weiter vorantreiben muss, um sich von jenen abzusetzen, die zu einem prozeduralen Verhalten zurückgekehrt sind und betrogen wurden und sich selbst dabei betrogen haben. Bewusstsein ist immer fragil und umkehrbar. Die Nachhut hat nun mehrere Optionen. Getäuscht wie sie wurde, kann sie sich dem Ressentiment anschließen ( die reaktionäre Option ); still halten und glauben, dass die Probleme schon nicht so schlimm sein werden und sich von selbst lösen ( die konservative Option ); weiterziehen und die Arbeit am eigenen Verhalten wieder aufnehmen ( die progressive Option ).
    .
    Den Zustand der „Alternativlosigkeit“ erreicht das System erst in dem Augenblick, wo die progressive Option nicht mehr wählbar ist, d.h. den Progressiven bleibt nur die reaktionäre oder die konservative Option. In Bezug auf das politische und ökonomische System ist dieser Zustand bereits erreicht. Sein Kennzeichen ist der Niedergang der politischen Linken. Der einzig Trost, der ihnen bleibt ist der, dass es nun die Konservativen sind, die die doppelte Negation vollziehen, d.h. sich entweder mit den Reaktionären ins politische Aus schießen ( wie die Reps in den USA ) oder nach und nach linke und grüne Themen besetzen.

  215. Zweifel
    ...

    Zweifel
    Am Scheideweg der Worte muß man schwanken,
    ob dies da besser oder jenes dort.
    Denn der Gedanke hält nicht immer Wort,
    jedoch das Wort hält mancherlei Gedanken.
    Karl Kraus!

  216. @Filou: Schön geschrieben. Es...
    @Filou: Schön geschrieben. Es lebe lange der Juchtenkäfer, dass er immer für so schöne Polemiken gut ist! Aber stimmt schon, wer will denn immer brav sein?
    .
    Nicht so sicher wäre ich, ob die Ökodiktatur (light) so schlimm würde, dass man von Faschismus reden könnte (Einfach grosses Fragezeichen) – aber das Risiko sehe ich auch, wenn ein Oberlehrer seufzend aufsteht, dass man die Menschen eben zu ihrem Glück zwinge müsste: Da haut ihm bald ein Latzhosen-Stalin eins mit dem Spaten über den Kopf, und macht das ganze richtig Grün-Braun. Dann gibts Gulag im Jutebüßerhemdchen barfuss auf Nacktschnecken…
    .
    Ich erinnere mich, dass der Kommunismus ja auch mal mit ganz hehren Motiven angefangen hat, aber dann sich doch nicht so sehr zum Brüller entwickelt hatte.
    Glaube, zur Sonne, zur Freiheit, irgendwie hat das nicht hingehauen.
    .
    Vielleicht ist das Beste, was wir tun können, in den nicht mit Montagsbriefen kastrierten Medien ein kritisches Moment aufrecht zu erhelten, das die paar Gutgewillten unter der entscheidungstragenden Kaste, die donna laura erwähnt, dazu anhält, nicht jede Lobbyschweinerei und nicht jeden Landtagswahlhorizont als einziges Kriterium gelten zu lassen.
    .
    Auch im Rettungsboot stirbt die Hoffnung zuletzt, nicht gerade auf einer Insel mit Kannibalen oder kalaschnikov schwingenden Turbanhelden zu stranden, sondern viel lieber bei Coca Cola und Kokosnüssen…
    I

  217. Liebsten Dank für die...
    Liebsten Dank für die Wünsche und Links: kennt jemand einen Experten dazu?
    Rem sleep brady-arrhythmias
    Lit: z.B: Sleep Medicine
    Volume 13, Issue 6, June 2012, Pages 759–762

  218. The great Artist:
    Ja, ja, die...

    The great Artist:
    Ja, ja, die lieben Kinderlein! Man muss ihnen natürlich eine gute Basis schaffen, ob sie zunächst wollen oder nicht: Ein Studium ist ja eine absolute Voraussetzung, um nach oben zu kommen, was bei uns in den 50er/60er Jahren noch nicht ganz so wichtig war.
    Ich konnte es mit Mittlerer Reife und einer Schriftsetzerlehre noch schaffen, in der Deutschen Verlags-Anstalt zu landen und erfolgreich voran zu kommen (vom Werbeassistenten zum Leiter der Werbe-, Vertriebs- und Presseabteilung), und dann als Selbständiger 30 Jahre lang Werbeagenturen in Stuttgart, München, Leipzig und Warschau zu betreiben.
    Wer damals Biss hatte und vorankommen wollte, kam voran, wobei man – und das gilt auch heute noch – Chancen, die sich einem bieten, erkennen und anpacken muss – trotz vieler Probleme und trotz aller pessimistischen Warnungen von allen Seiten.
    Wer nichts wagt, der hat auch keine Chance, zu gewinnen und glücklicher zu werden, wenn man dann etwas erreicht und es allen gezeigt hat…
    Nichts ist motivierender als der Erfolg! Aber: Erfolg hat auch Schattenseiten, denn es gibt kein Zurück. Man hat Verantwortung für Mitarbeiter, für Kunden – und auch für die Familie, die sich problemlos an den Wohlstand gewöhnt, der aber bei Selbständigen im Kreativbereich kein Abonnement ist.
    Wie schon gesagt: Es ist ein ständiger Kampf, oft auch mehr ein sportlicher Kampf, der lange Zeit motiviert, aber irgendwann auch substanzzehrend wird. Und da darf es dann nicht wundern, wenn man irgendwann auf andere Ideen kommt und sich fragt, was das alles soll.
    Glücklicherweise habe ich schon vor über 20 Jahren mit Freunden zusammen unser Feriendomizil am Ortasee gefunden und ausbauen lassen mit Pool, Sauna und Tennisplatz, mit dem Hintergedanken, im Alter gemeinsam mit den Freunden alt zu werden. Und das haben wir nun begonnen, zu realisieren.
    Unternehmer sein heißt, etwas unternehmen. Ich bin froh, dass ich diese Weisheit schon sehr früh von meinem Vater mitbekommen habe, der aus dem Nichts (er kam aus einer 13-köpfigen Bauerfamilie im Allgäu) in Stuttgart einen kleinen Lebensmittel-Großhandel für die Tante-Emma-Läden in der Stuttgasrter Umgebung aufgebaut hat, und die Familie mit 4 Kindern während des Krieges und danach mit großem persönlichem Einsatz von Mutter und Vater gut über die Runden gebracht hat. Leider starb es schon mit 63 Jahren: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan…
    Frage: Fehlen heute solche Vorbilder?
    Alles reden hilft oft bei Kindern nicht, man muss es ihnen wahrscheinlich vorleben. Meine beiden Kinder machten mir Vorwürfe, dass ich für sie früher zu wenig Zeit hatte. Beide sind heute, getrennt voneinander, Inhaber von erfolgreichen Werbeagenturen. Da kann so viel nicht falsch gelaufen sein…

  219. Dem Ironiker vom Dienst...
    Dem Ironiker vom Dienst gewidmet.
    „hier bediente Pillepalle“

  220. Vielen Dank, schöne Bilder...
    Vielen Dank, schöne Bilder und wahre Worte! Aber:
    Beim Bergsteigen ist der Abstieg oft beschwerlichr als der Aufstieg. Beim Abstieg passieren auch die vielen Unfälle, die das Bergsteigen und Bergwandern als Risikosportart erscheinen lassen…wenn der dann doch nicht so trittsichere Rentner plötzlich die Schlucht hinabstürzt oder einen Herzanfall bekommt.
    Wie auch immer, zu diesem Thema kann man Seiten füllen, heute ohne mich.
    Viele Grüße an die Runde!

  221. Sollte man jetzt Versorger...
    Sollte man jetzt Versorger kaufen? Oder Technologiewerte?

  222. Genau, die Spritzer, die nach...
    Genau, die Spritzer, die nach dem kastrierenden Sichelschnitt so vieles generierten, beschäftigen uns immer noch:
    Wohlfeiles Zitat aus dem heutigen, hiesigen Landboten-Aufmacher:
    „Es wäre schon viel gewonnen, wenn man damit aufhören würde, reine Marktmechanismen metaphysisch zu überhöhen. Und das betrifft nicht nur die Internet-Community, die es in Wahrheit gar nicht gibt, sondern auch die Journalisten, die geliebt und geklickt werden wollen und von Klicks sich ihre Themen vorgeben lassen.“
    Darum alle Macht wider der Titanengelüst ;-)

  223. @donna laura: Abwägung des...
    @donna laura: Abwägung des kleineren Übels habe ich jahrzehntelang betrieben, aber diesmal habe ich die Nase voll. Der Apparat ist sich selbst genug und erschöpft sich in Abnicken, also was solls.

  224. @veil of Ignorance: gar so...
    @veil of Ignorance: gar so apodiktisch würde ich es nicht sehen, es mag zu Zeiten schon Gründe gegeben haben, dieser oder jener Gruppe ein gewisses Verhalten beizulegen. Allerdings ändert sich das je nach Lebensumständen oft auch wieder, und der „alte Ruf“ hängt weiter nach.

  225. @Dreamtimer: daß es so eine...
    @Dreamtimer: daß es so eine Art Wellenschlag gibt, erscheint mir relativ einleuchtend, aber woher die „Avantgarde“ denn jeweils kommen soll, ist mir fraglich. Einfach „gelungene junge Leute“, die das Glück haben, sich über Wasser halten und abfärben zu können?

  226. o.t.
    Graz zum...

    o.t.
    Graz zum Beispiel
    http://steiermark.orf.at/news/stories/2560363/

  227. @Erlangen: fragen Sie im...
    @Erlangen: fragen Sie im Zweifelsfall fionn, die befaßt sich täglich damit.

  228. @B4 – Mit Schlaflosigkeit...
    @B4 – Mit Schlaflosigkeit kenne ich mich sehr gut aus. Vor Jahren – als ich einmal drei Tage hintereinander überhaupt nicht geschlafen hatte, sagte mir eine Ärztin: ‘Man stirbt nicht davon. Aber es ist wichtig, dass man über Schlaflosigkeit nicht in Panik gerät’. Wenn mein Gehirn nachts nicht abschalten kann, dann liege ich halt wach und denke nach…. bis ich (wieder) müde werde und (wieder) einschlafe.
    .
    Wenn ich mir aus Termingründen das Nachtswachliegen nicht leisten kann, lege ich eine meiner Beethoven Klavierkonzerte auf und zwinge mein Gehirn an ein positives, aber nicht aufregendes Image zu denken (z.B. Blick aufs Meer von unserem Ferienhaus aus). Wenn das nichts hilft, mache ich auch noch autogenes Training (Muskeln bewusst an- und entspannen), was – mit etwas Selbstdisziplin – eigentlich immer hilft.

  229. Die „einfache...
    Die „einfache Wahrheit“
    .
    @Don Alphonso: „Wenn die Besitzverhältnisse aber dazu führen, dass für mein Leben 10 andere 2 Jahre früher ins Gras beißen, ist es Statistik.“ Das ist gut. Oder anders ausgedrückt: Man sollte schon unterscheiden zwischen Rentner und Rentier – http://blog.herold-binsack.eu/?p=2031!
    .
    @Savall: „Devin08 hat für so etwas eine glasklare Antwort, Entfremdung, Ausbeutung, Mehrwert, Kap. 24 und der ganze Kram.“ So glasklar ist die Antwort leider nicht, und auch der Don hat hier nur bedingt recht, wo er meint: „Marx war ein Kind seiner Zeit, und dass alles so komplex werden würde, konnte man nicht ahnen. Das hilft nicht weiter.“
    .
    Man schaue nur mal in die „Grundrisse“:
    „Wenn freie Arbeit und Austausch dieser freien Arbeit gegen Geld, um das Geld zu reproduzieren und verwerten, um von dem Geld als Gebrauchswert nicht für den Genuß, sondern als Gebrauchswert für Geld verzehrt zu werden, Voraussetzung der Lohnarbeit und eine der historischen Bedingungen des Kapitals ist, so ist die Trennung der freien Arbeit von den objektiven Bedingungen ihrer Verwirklichung – von dem Arbeitsmittel und dem Arbeitsmaterial – eine andre Voraussetzung. Also vor allem Loslösung des Arbeiters von der Erde als seinem natürlichen Laboratorium – daher Auflösung des kleinen freien Grundeigentums sowohl wie des gemeinschaftlichen, auf der orientalischen Kommune beruhenden Grundeigentums. In beiden Formen verhält sich der Arbeiter zu den objektiven Bedingungen seiner Arbeit als seinem Eigentum; es ist dies die natürliche Einheit der Arbeit mit ihren sachlichen Voraussetzungen. Der Arbeiter hat daher unabhängig von der Arbeit eine gegenständliche Existenz. Das Individuum verhält sich zu sich selbst als Eigentümer, als Herr der Bedingungen seiner Wirklichkeit. Es verhält sich ebenso zu den andren – und je nachdem diese Voraussetzung gesetzt ist als von dem Gemeinwesen ausgehend oder als von den Einzelnen Familien, die die Gemeinde konstituieren, – verhält es sich zu den andren als Miteigentümern, ebensoviel Inkarnationen des Gemeineigentums, oder als selbständigen Eigentümern neben ihm, selbständigen Privateigentümern – neben denen das früher alles absorbierende und über alle übergreifende Gemeineigentum selbst als besondrer ager publicus neben den vielen Privatgrundeigentümern gesetzt ist.“ (Karl Marx, Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie, Das Kapitel vom Kapital, Epochen ökonomischer Gesellschaftsformation, http://www.mlwerke.de/me/me42/me42_375.htm, letzter Zugriff: 26.11.2012)
    Und damit hätten wir auch eine der Antworten auf den sich selbst ausbeutenden, denn eben so wenig freien, Kapitalisten. Niemand mehr ist Herr seiner selbst. Und genau das ist die „historische Mission“ des Kapitals, über dessen Phase der Herrschaft hinaus. – Die Abschaffung der Herrschaft des Menschen über den Menschen, scheint notwendig über die Abschaffung der Herrschaft über sich selbst zu verlaufen. Und es gibt kein Zurück. Je länger wir aber bei dieser historisch eben nur bedingten (kurzzeitig notwendigen) – Formation – des Kapitals – verweilen, desto scheinbar „komplexer“ wird es. In Wahrheit sind es nur die dialektisch wirkenden Widersprüche, in die wir uns so komplex verstricken, und welche uns imaginieren lässt, dass die gegenwärtige Formation „alternativlos“- http://blog.herold-binsack.eu/?p=2191 – sei. Die Rolle des Staates, die Wirkung des Marktes, die Schwierigkeiten mit der Mehrwertproduktion beim Wegfall der Arbeit…Die ökonomische Grundrichtung bleibt dennoch unverändert. Unaufhörlich ausgerichtet auf das Ende der Klassengesellschaften, auf das Obsolet werden „ökonomischer Gesellschaften“. Und genau das wird uns in den Krisen des Kapitals immer wieder vor Augen geführt. Gewinn und Verlust wird da gnadenlos ausgeglichen. Indem der Konsum auf die Produktion runter gedrosselt wird. Das ist die einzige „einfache Wahrheit“.
    .
    @Hermes: „…Subsidien von allen Seiten, vor allem von den Staaten, in ihren unergründlichen Arsch geschoben. Sie ernährt sich praktisch rektal.“ Wo in einer „ökonomischen Gesellschaft“ nicht mehr in der Hauptsache Produktionsgüter, sondern Konsumtionsgüter produziert werden, rechnet sich das eben nur, wenn der Produzent sich dabei so allmählich selber verkonsumiert (vgl. Robert Kurzens „Autokannibalismus“). Und genau das erscheint uns als umgekehrter Verdauungsorganismus. Dass sich dahinter das Obsolet Werden ökonomischer Gesellschaften verbirgt, das scheinen nur die Marxisten wissen zu wollen.

  230. Korrektur: "...was uns...
    Korrektur: „…was uns imaginieren lässt“, muss es natürlich lauten, im vorletzten Absatz.

  231. Salvatorische Klausel:
    Soweit...

    Salvatorische Klausel:
    Soweit zuträglich, sollte man das Leben überhaupt mehr unter künstlerischen Aspekten sehen. Die Musen werden mir wahrscheinlich Recht geben.
    Deshalb sind alle Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen in meinen Kommentaren rein zufälliger Natur und nicht zwingend vorgeschrieben,
    Was immer dies heißen mag.

  232. bIV heute 10:22 Uhr:
    Meine...

    bIV heute 10:22 Uhr:
    Meine Späher berichten, der meistzitierte Artikel dazu einer deutschen Forschergruppe ist aus der Inneren Medizin / Kardiologie / Schlafmedizin der Philipps-Universität Marburg. Vielleicht versuchen Sie es dort einmal?
    Daneben haben italienische Kollegen aus der Kardiologie und Schlafmedizin der Universität Udine Hospital Sta Maria della Misericordia, Udine, einen schönen Artikel in einer aktuellen Zeitschrift dazu veröffentlicht, zwei Patienten mit anders nicht erklärbaren (Brady-) Arrhythmien haben die behandelt, der Artikel ist im Juni 2012 erschienen. Im Zweifel würden die Fachleute meines Verrtauens zum (bedarfs- getriggerten) Schrittmacher raten.

  233. tylerdurchden volland
    Amerika,...

    tylerdurchden volland
    Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, kann mir gestohlen bleiben! Wochenlanger Stromausfall, bei der Einreise behandelt zu werden fast wie ein Verbrecher – wer muss das haben?
    Ich bin viel in der Welt herumgekommen, ich war auch in Amerika und habe dort Freunde: Nichts geht über Deutschland, und 90% der Weltbevölkerung wäre froh, wenn sie nur unsere Probleme hätten.
    Wer nichts lernen will und nicht zum lernen angehalten wird, der wird halt zum Problem. Ein reicher Staat wid es schon richten. Damit müssen wir leben…
    The Great Artist:
    Gunter Sachs hat mir imponiert: Abtreten, wenn es Zeit ist. Hubert Burda hat jetzt in einem Interview u.a. gesagt, er bereite sich jetzt (mit 73) auf den Tod vor, es sei das wichtigstes Projekt von allen, die Überfahrt sei das größte Abenteuer des Lebens. Ich kann es, in dieser Kürze, nicht besser formulieren.
    Dreamtimer:
    Es gibt immer Alternativen – und ich bin zuversichtlich, die neue Generation wird es zu gegebener Zeit richten. Man muss sie nur ranlassen, man muss sie fordern. Die Hoffnung stibt zuletzt.
    Zeitungssterben? Daran glaub ich nicht nach 25 Jahren als Marketingberater der Zeitungsgruppe ‚Stuttgarter Zeitung/Nachrichten‘. Die 4. Gewalt wird uns auch künftig begleiten, wer es fundiert möchte.
    Manche haben den Trend verschlafen – und die Konkurrenten freuen sich, weil für sie der Kuchen dadurch größer wird.
    Um die Überregionalen mache ich mir keine Sorgen.Ernsthafte Probleme werden die Regionalzeitungen bekommen, weil denen der Immobilien-, der Personal- und der Automarkt immer mehr verloren geht, weil da halt das Internet Vorteile hat. Interessant in diesem Zusammenhang der heutige Beitrag von Frank Schirrmacher auf FAZ-online: ‚Zukunft des Journalismus‘.

  234. Quasi...
    Quasi verschränkt
    .
    @Dreamtimer: „Der einzig Trost, der ihnen bleibt ist der, dass es nun die Konservativen sind, die die doppelte Negation vollziehen, d.h. sich entweder mit den Reaktionären ins politische Aus schießen ( wie die Reps in den USA ) oder nach und nach linke und grüne Themen besetzen.“ Gefällt mir gut. Wenn auch ein wenig zu pessimistisch. Ich denke nicht, dass der Prozess abgeschlossen ist, sondern nur mal wieder eine Kapriole durchläuft.
    Mal abgesehen davon, dass der „Niedergang der Linken“ auch ein Symptom der Krise des Kapitalismus ist, in Form Krise der bürgerlichen Wissenschaft im Allgemeinen und der Krise der Kritik im Besonderen.
    .
    Der Marxismus ist eine Wissenschaft. Und der sog. Horizont innerhalb der bürgerlichen Wissenschaft bildet gewissermaßen auch den Horizont für die das Kapital bekämpfende Wissenschaft.
    Diese Krise begann genau genommen just in dem Moment, wo die bürgerliche Wissenschaft ihre letzte wirklich große Entdeckung machen konnte, mit Einstein. Und es ist nicht von ungefähr, dass Lenin seine wichtigste philosophische Schrift wohl nicht direkt aber indirekt diesem Ereignis gewidmet hat.
    .
    Es handelte sich um die Kritik an Mach. An dessen Relativismus. Einstein – http://blog.herold-binsack.eu/?p=2206 – selber war einige Zeit ein Anhänger Machs. Zuletzt allerdings hat er sich von ihm distanziert. Lenin hat sich in „Materialismus oder Empiriokritizismus“ ausgiebig mit Machs Agnostizismus und Empiriokritizismus beschäftigt. Und damit indirekt auch Einstein kritisch begleitet.
    Unabhängig von der Frage, wie man zu einzelnen Positionen Lenins hierbei stehen möchte, Lenin war kein Physiker, so bleibt diese Schrift geradezu apodiktisch. Und es will mir kein Zufall sein, dass in der Online-Ausgabe der „ML-Werke“, dieses Werk genauso behandelt wird, wie schon zu Zeiten der Printausgabe dieser Werke unter Federführung der sowjetischen Revisionisten. – Mit Ignoranz! Und genau diese Ignoranz bezahlte die Linke mit ihrem Niedergang.
    .
    Sie lieben dieses Werk nicht, die Opportunisten in den Reihen der Marxisten, die Agnostiker innerhalb und außerhalb der bürgerlichen Intelligenz. Wahrlich nicht. Fühlen sie sich doch mit der Kritik an Mach selber durchschaut.
    .
    Die Verteidigung der revolutionären Dialektik und des historischen und dialektischen Materialismus ist sicherlich in Zeiten der Mythen, z.B. um die die Quantenmechanik – http://blog.herold-binsack.eu/?p=2209 – kein leichtes Unterfangen. Die „Weltformel“ verbirgt sich dem Suchenden – dem Subjekt – solange die Dichotomie von Objekt und Subjekt den unüberwindbaren Horizont ausmacht: Mal Objekt – mal Subjekt, mal Welle -mal Punkt, mal Energie -mal Materie, mal gekrümmter Raum – mal Verschränkung (http://blog.herold-binsack.eu/?p=900), mal Kapital -mal Lohnarbeit… Unter hinter all diesem und jenem der nicht enden wollende Wunsch nach unendlicher Ausdehnung der Mehrwertproduktion, der Aufhebung der „Entropie“ – http://blog.herold-binsack.eu/?p=1886.
    .
    Aber ohne die Verteidigung der Dialektik und des Materialismus wird sich der Marxismus selber nicht weiter entwickeln. Und ohne diese Weiterentwicklung gibt es keine Überwindung der Krise der Linken. Keinen Sieg über das Kapital. Trotz dessen Krise. Oder gerade wegen. Denn solange bleiben Kapital und Arbeit quasi verschränkt.
    .
    Doch wie gesagt, ist das auch und gerade eine Krise des Kapitals. Und diese gibt uns nicht nur Anlass zur Sorge, sondern eben auch Grund zur Hoffnung. Hoffnung dahingehend, dass der Marxismus in dieser Krise seine Chance ergreift.
    Die Auseinandersetzung mit der bürgerlichen Wissenschaft betrachte ich daher als ein vorrangiges Kampffeld auf dem Gebiet des Klassenkampfes.

  235. @prince matecki
    danke...

    @prince matecki
    danke danke.
    den Artikel habe ich gelesen – hat doch Vorteile wenn man Zugang zum elsevier Netzwerk hat: ich habe frau Professor serafina schon angeschrieben:
    Brief Communication
    Rem sleep brady-arrhythmias: An indication to pacemaker implantation?
    A. Serafinia, Corresponding author contact information, E-mail the corresponding author,
    P. Dolsoa, G.L. Giglia, L. Fratticcia,
    I. Cancellia, D. Facchinb,
    M. Giglic, M. Valentea
    a Center of Sleep Medicine, Neurology Unit, University-Hospital S. Maria della Misericordia, Udine, Italy
    b Cardiology Unit, University-Hospital S. Maria della Misericordia, Udine, Italy
    c Cardiology Unit, University-Hospital Tor Vergata, Rome, Italy
    es gibt auch noch diesen Artikel:
    Janssens, W.a , Willems, R.b , Pevernagie, D.c , Buyse, B.a
    REM sleep-related brady-arrhythmia syndrome
    (2007) Sleep and Breathing, 11 (3), pp. 195-199. Cited 9 times.
    a Department of Pulmonary and Sleep Medicine, University Hospital of Leuven, Herestraat 49, 3000 Leuven, Belgium
    b Department of Cardiology, University Hospital of Leuven, Herestraat 49, 3000 Leuven, Belgium
    c Sleep Disorders Centre, Ghent University Hospital, De Pintelaan 185, 9000 Ghent, Belgium
    ich rufe mal in Marburg an

  236. Dionysos brachte die Menschen...
    Dionysos brachte die Menschen dazu, daß sie nicht mehr Herr ihrer selbst waren. Und das weit vor K. Marxens Erkenntniswindungssatzkonstruktionsmerkmalen,
    Morpheus empfahl immer Schlafmohn.

  237. @prince matecki
    könnte ich...

    @prince matecki
    könnte ich noch bitte einen weiteren hinweis auf die uni Marburg erhalten?
    ich werde nicht fündig..danke

  238. @RoRo: Die Klarheit Ihrer...
    @RoRo: Die Klarheit Ihrer Sprache ist eine echte Bereicherung der Diskussion.
    Wenn Ihre Kinder unabhängig voneinander erfolgreich den Beruf des Vaters auf eigene Rechnung weiterführen, haben Sie doch wirklich etwas erreicht, auf das Sie stolz sein können.
    .
    Zu Gunter Sachs, wenn man nicht allein ist, ist das schwer zu sagen. Am grünen Tisch kaum zu erörtern. Eine verdammt einsame Entscheidung. Ein Kübel, der gerne an einem vorbeigehen darf. Man kann es sich aber nicht aussuchen.
    .
    Und jetzt gehts weiter mit dem nächsten Thema …

  239. "„Demokratie“ im...
    „„Demokratie“ im Realzustand ist nichts als Augenwischerei. Neben der „alternative“ des „reflektiert-flexiblen durchwurstelns“ darf man aber auch das ganz-Aussteigen wählen.“
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    Sie haben Recht, Tyler, andererseits habe ich das sonderbare Gefühl, dass es mich nicht interessiert. Vielleicht ist es dieser seit der Jugendzeit anhaltende Eindruck, sowieso draussen zu sein, mit einer Gesellschaft zu koexistieren, im Sinne eines kooperativen Egoismus, statt sie als eine Umgebung zu empfinden, als eine Gemeinschaft die einen irgendwie enthält, die Ausstiegsgedanken immer flüchtig sein ließen. In diesem Sinne konnte Demokratie von mir auch nie anders als ironisch oder – was auf dasselbe hinausläuft – technokratisch aufgefasst werden, einer Technokratie der Gewaltenteilung und des politischen Friedens, dessen Architektur ich bewundere, während ich dessen Sprache bzw. Soundbites unausstehlich finde. Ich versuche meinen Snobismus hier allerdings ein wenig zu zügeln. Ich nehme der Demokratie auch nicht Übel, dass sie ihrem proklamierten Wesen nicht entspricht, ihrem völkisch-romantischen Pathos, sondern eine besondere Form des politischen Klassizismus ist, der sich zu erhalten versucht, indem er sich vom Volk bestätigen lässt, ein Klassizismus fürs Volk, dem es immer gelang die politisch-romantischen Strömungen, die sich auf ihn einließen zu integrieren, siehe die Grünen oder aktuell, die Piraten.
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    Die Idee, das Leben als eine Art Ressource zu betrachten, die besonders gut vom Ego genutzt und bewirtschaftet werden sollte, damit daraus lauter tolle Erlebnisse gewonnen werden, ist etwas, dass mir auch gelegentlich unterläuft, aber jetzt wo ich sie bei jemand anderem ausformuliert finde, interessiert sie mich schon nicht mehr, d.h. ich finde sie im Grunde kleinkapitalistisch und ein wenig engstirnig. Damit will ich nicht andeuten, dass ich eine Alternative wüsste oder gar etwas übrig hätte für diesen analen Komplex aus Dienst, Pflicht und Opferbereitschaft, mit dem man, um noch einmal Oskar Lafontaine zu zitieren, auch ein KZ betreiben kann.

  240. Von eines Sokrates‘ Vorliebe...
    Von eines Sokrates‘ Vorliebe zum freien und klugen Gespräch bis zur Wissenschaft
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    @Hermes: Sie als „Götterbote“ sollten doch wissen, dass Dionysos auf „dialektische Weise“ quasi den Fruchtbarkeitsgöttinnen entwunden wurde, vom griechischen Patriarchat in grauer Vorzeit. Deutlich erkennbar am „mänadischen Kult“. Nicht unähnlich darin der Palastrevolte unter Federführung Apollons im Orakel von Delphi, welches ursprünglich der Muttergöttin Gaja gewidmet war (vgl.: mein Was dem Manne sein Orakel, http://blog.herold-binsack.eu/?page_id=17). Denn selbst die Phythia ist eine Abwandlung der „Schlange“, welche ursprünglich die Muttergöttin Gaja zu beschützen hatte. Wir kennen diese Schlange auch als „Evas“ Verführerin. Schon in den animistischen Kulten galt die Schlange als Symbol für die Wiedergeburt, wie auch für Weisheit. Weisheit galt gleich dem Wissen von der Fruchtbarkeit.
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    Womöglich 10000 Jahre alt und älter ist ein Mythos (vgl. Etanamythos: http://www.gabriele-uhlmann.de/etana6.htm), welcher die Schlange als Gegenpart zum Adler sah. Hier das quasi „geerdete“ (und vom Mondzyklus abhängige) Wesen, das das Wissen über die Fruchtbarkeit jedes Jahr neu unter Beweis stellt, dort der Vogel, der die Freiheit hat zur Sonne aufzusteigen. Noch in zoroastrischen (oder auch keltischen) Kulten versuchte man beide zu versöhnen, so dass sie sich nicht gegenseitig verschlingen (vgl.: http://www.thomas-linsner.de/gathas.html). Auch in der chinesischen Mythologie gilt die Schlange als weise und verführerisch, als quasi mit weiblichen Attributen also versehen. Diese „Weisheit“ ging aber jeder Philosophie, also der „Liebe zur Weisheit“, welche ja bekanntlich mit dem (männlichen) „Eros“ verbunden ist, voraus, damit auch der Dialektik. Diesem männlichen Mythos nach ist die weibliche Weisheit mit dem Chaos verbunden, welches Eros zu bändigen hätte.
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    So stellte die naive Dialektik von Beginn an eine „männliche Philosophie“ dar. Welche sich mit dem ersten Klassengegensatz herausbilden konnte, wenn nicht gar musste. Und wenn Sie nicht völlig eingenebelt sind, von eines Morpheus‘ Schlafmohn, dürften Sie somit wissen, dass Marx sich schon als Schüler mit den „ersten griechischen Philosophen“, http://blog.herold-binsack.eu/?p=1314, beschäftigt hatte, mit deren Dialektikern und Materialisten im Besonderen: Heraklit, Demokrit, Epikur…
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    Dennoch ist die moderne Dialektik seid und mit Hegel nicht mehr vergleichbar mit der antiken Dialektik, mit der „Liebe zur männlichen Weisheit“. Mit Heraklit teilt sie sich bestenfalls noch den Aphorismus, nämlich „dass alles fließt“. Obwohl der naive atomistische Materialismus eines Demokrit, welcher ohne diese Dialektik gar nicht denkbar gewesen wäre, uns immer noch in Erstaunen versetzt. Nach Feuerbachs Materialismus, resp. eines Marxens Verbindung der Hegelschen Dialektik mit dem Materialismus der Moderne, und nach der Herausarbeitung des dialektischen und historischen Materialismus durch Engels und Marx, ist die antike Dialektik selber in den Rang eines Mythos abgestiegen, zu eines Sokrates‘ Vorliebe zum freien und klugen Gespräch. Stellvertretend für viele andere gute Ausarbeitungen verweise ich hier auf die hochinteressante Darstellung unter: http://www.thur.de/philo/hegel/hegel31.htm, letzter Zugriff 27.11.2012.

  241. lieber Dreamtimer, ihre...
    lieber Dreamtimer, ihre position kann ich im grossen und ganzen nur teilen.
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    diese egomaschine, sein leben als projekt zu betrachten, mit dem gedanken, das grösstmögliche daraus zu machen, erscheint m.e. im prinzip als selbstausbeutung, vor allem, wenn man das leben als ressource, mithin ausbeutbar, betrachtet.
    als ob das selbstverständlichste – das leben -, das zugleich das fragilste und in der konstellation des zufälligen eigentlich unwahrscheinlichste darstellt, nicht einfach als existent angesehen werden könnte, das eben nicht notwendigerweise zu optimieren ist. das nimmt den druck heraus, der als solcher das leben letztlich nur komprimiert, was ich nun nicht als volte insofern verstanden wissen möchte, dass man oberschlau via nichtoptimierung gerade sein leben optimiert, geht es doch letztlich um nichtausbeutung des selbst.
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    selbstausbeutung erscheint als perfideste, weil nun auch mittlerweile unreflektierte unterwanderung des selbst durch den markt: nicht nur der boden wird bewirtschaftet, nein, auch das sebst, so wie wir alle individuen sind: http://www.youtube.com/watch?v=ZvrzgUnCPnU

  242. man erinnert sich an dereinst...
    man erinnert sich an dereinst gelesenes: ich komme wieder, mit dieser sonne, mit dieser erde, mit diesem adler, mit dieser schlange … ich komme ewig wieder zu diesem gleichen und selbigen leben.
    auch ein substitut für einen unsterblichkeitsglauben. man trifft sich auf den achsen.

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