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Die Kosten von Luxus und Niedergang

26.11.2012, 14:05 Uhr  ·  Der Herbst ist die beste Zeit für den Nebenkostenschock: Für Reich und Arm wird alles teurer. Aber während die einen für gute Substanz bezahlen, werden die anderen für Vernachlässigung zur Kasse gebeten.

Von

s’Glump is zwoamoi deia.
Meine Grussmutter (wie immer Recht habend)

Ich habe Berlin in Etappen verlassen, und irgendwann im Jahr 2007 kam in unserem alten Büro aufgrund eines Zustellungsfehlers die Hausabrechnung von 2005 an. Ich rauschte also zu einem Termin über die ausbleibende Zukunft des Journalismus in den Reichshauptslum, und stopfte die Unterlagen in den Koffer auf meinem Heckgepäckträger. Der Koffer begleitete mich auf einigen Reisen, und im Sommer 2008 erlebte der Koffer auf dem Träger kurz vor Innsbruck einen sintflutartigen Regensturz, der mich davon abhielt, die Silvretta Classics in der Schweiz zu besuchen. Alles wurde nass, Wasser drang durch alle Dichtungen, ich kehrte um, stellte den Koffer am Tegernsee zum Trocknen in den Keller, und reiste dann mit einem anderen. Weil ich Koffer selten nicht aufräume – wenn man erst mal Adapter und Tabletten anderweitig einräumt, vergisst man sie garantiert – ist dort auch noch meine alte Abrechnung. Und so finde ich sie jetzt auch wieder. So hält man Ordnung, nicht allgemein in meinen Kreisen, sehr wohl aber in dieser Generation.

Bild zu: Die Kosten von Luxus und Niedergang

Aber ich will Sie jetzt gar nicht mit Geschichten über vergessene Meldefristen, illegale Aufenthalte, namenlose Konten und die Geschäftsgrundlage all der neuen Steuerberater belästigen; wichtiger ist das, was in meiner Abrechnung geschrieben steht. Nämlich, dass damals schon in Berlin die Nebenkosten reichlich hoch waren; nämlich so hoch, wie sie am Tegernsee, nach Quadratmetern aufgeschlüsselt, auch heute noch sind. Nun habe ich in Berlin in einer Anlage gewohnt, deren Verwaltung unter dem strengen Regiment einer Frau aus Landshut stammt, und wer Hausfrauen aus Niederbayern kennt, weiss um die Bedeutung: Da ging es akkurat zu, da wurde kontrolliert und geschaut, und wenn mal ein typischer Berliner seine mangelhaften Schreibfähigkeiten mit der Spraydose praktizierte, war das am nächsten Tag wieder weg. Drogenmissbrauch, Bordellbetriebe und Schusswaffenbenutzung wären dort durchaus negativ aufgefallen. Und dennoch, der Hausgang war zwar sauber im Sinne von Abwesenheit von Dreck, aber trotzdem war er mir zutiefst unangenehm.

Es war nicht Patina, die das Auge als Ausdruck von Geschichte schön finden kann. Er war durch mangelnde Beachtung abgewohnt. Ich wurde dort einmal Zeuge einer Wohnungsumgestaltung; vor meinem Fenster stürzten Möbel, darunter auch ein lila Pornobett, das heute in Berlin vielleicht wieder schick wäre, auf die Grünanlage. Solche Menchen gingen da durch. Man sah dem Gang an, dass vor der niederbayerischen Zucht jahrzehntelang wenig getan wurde. Zumindest von den Vermietern; die Mieter hatten so einiges getrieben, und das hatte Spuren hinterlassen. Der Gang hatte auch nach dem Putzen einen säuerlichen Geruch, die Fenster waren billig und verbraucht, das Licht erinnerte immer an einen Gruselfilm, und alles war eng, dunkel und unsympathisch. Man tat, was man konnte, auch wenn es die Mieter belastete: Die Sauberkeit allein hat wenig geholfen, obwohl viel geputzt wurde. Eigentlich jeden dritten Tag. Das war nötig. Daher war es auch so teuer.

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In Berlin jedoch gab es keine Blumenkübel vor dem Hauseingang, die zu jeder Jahreszeit passend bepflanzt werden; am Tegernsee schon. Jetzt im Spätsommer sind sie weg, und bald werden sie wieder Kränze mit roten Schleifen an die Türen hängen; auch das gab es nicht in Berlin. Letzte Woche war ein Zettel in meinem Briefkasten, man werde den Hausgang jetzt neu streichen, und entschuldige sich für die Behinderungen. Ich bin nicht erstaunt, dass hier jemand mitdenkt, aus dem Tal zur Anlage fährt und die Bewohner vorsorglich auf das Kommende hinweist; das betrachte ich schon eher als typisch für diese Region. Was mich dann aber doch erstaunt hat, ist der Vorgang an sich: Der Hausgang war vor dem Streichen ohne jede erkennbare Beschädigung, und danach auch nicht weisser. Er roch lediglich nach frischer Farbe. Das wäre aber nicht nötig gewesen – so in etwa müsste man sich dafür bedanken. Es hatte sich auch niemand beklagt. Man macht das hier einfach turnusmässig, alle paar Jahre wird das Gemeinsame neu gestrichen. Fehlt eigentlich nur noch, dass jemand frisches Blattgold auf die kleinen Kugeln im Geländer aufbringt.

Und das alles zum Berliner Preis von vor 7 Jahren. Eigentlich müsste ich dankbar sein, aber diese Perfektion und Effektivität ist dann doch – man denke an meinen Koffer – auch ein wenig beschämend. Mir geht es dann so wie einer alten Tante, die selber nicht Ordnung halten kann und froh ist, wenn sie etwas findet, das ihre schwarz angestellte Polin übersehen hat: Bei uns im Keller sind die altmodischen Stromzähler. Kunstsammler wissen, dass die Rahmenoberkante immer gern übersehen wird, und staubig ist. Also strich ich über meine Zähler: Kein Staub. Nichts. Auch dort alles sauber. Irgendwer muss einmal in der Woche zu tagschlafender Zeit kommen und wissen, dass auch solche Ecken nicht zu übersehen sind. Einmal feucht abwischen, fertig. In Berlin brauchte man eine Taschenlampe, um die Zahlen durch all den Staub und heruntergefallen Mörtel im Keller ablesen zu können.

Bild zu: Die Kosten von Luxus und Niedergang

Die mittelfristige Folge in Berlin war übrigens eine für den Besitzer enorm teure und nervenaufreibende Angelegenheit, die man in linken Kreisen vielleicht als „Luxussanierung” bezeichnen würde: Bestehenden Mietern mussten in der Zwischenzeit andere Wohnungen überlassen werden, es gab teure Um- und Einzüge, und weil es eh schon egal war, wurden auch die Treppenhäuser freundlich, hell und luxuriös gestaltet, und mit dauerhaftem Marmor belegt, der im Gegensatz zu Linoleum auch nach Jahrhunderten noch schön aussieht, wenn man ihn richtig pflegt. Aber das geht natürlich auch auf die Mietpreise. Und wenn dann wieder die gleichen Rabauken die Wände verramschen, hält das auch nicht lange, und die Nebenkosten der Erhaltung werden steigen. Wenn man Berlin nach bayerischen Vorstellungen erhalten will, wird es enorm teuer. Am exklusiven Tegernsee, wo vollkommen unabhängig von der umgebenden Schneehöhe mein Autostellplatz stets trocken und eisfrei ist, läuft das alles von alleine. Der Bestand ist gut, die Pflege ist ordentlich, da kann nicht viel an unvorhersehbaren Zusatzkosten kommen. Und vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass man der Tant’Theres ihren Hochzeitskleiderschrank etwas vorsichtiger hochträgt, als neu gekauften Wohnmüll aus Schweden. Und dass man Wohnungen nicht zum warmen Gang, sondern nach draussen entlüftet.

Man mag die Goldkügelchen im Geländer possierlich und die Streicharbeiten als überflüssig erachten, und natürlich ist das auch Luxus: Allein, es kostet im Ergebnis nicht mehr. Viel höre ich gerade über die Unverschämtheit der „Zweiten Miete” und den „Hausabrechnungsschock”, der so manchen Berliner finanziell in Bedrängnis bringt: Das ist wohl wirklich so. Da entstehen Kosten durch den Niedergang und die Misshandlung, die an alle weitergereicht werden. Leider steht nirgendwo geschrieben, dass nur Luxus teuer sein muss, und Niedergang billig sein darf: Die Verelendung der Massen, die viele Linke und junge Menschen bei HartzIV erkennen können, und deren Folgekosten sie bemängeln, entstehen nicht weniger in den ramponierten Hauseingängen, deren Fussabstreifer im Übrigen auch eine Funktion haben, und nicht nur zur Zierde dort liegen. Am Ende wird immer eine Rechnung präsentiert, und man hat die Wahl: Will man überflüssiges Streichen oder Totalsanierung?

Bild zu: Die Kosten von Luxus und Niedergang

Als ich vor vier Tagen auf den Berg gestiegen bin, kam ich durch Gasse, ein kleines Dorf oberhalb des Tegernsees, und in einem der Gärten fegte eine Familie das Laub zusammen. Nicht weit entfernt steht auch die tausendjährige Linde, ein Ungetüm von einem Baum auf öffentlichem Grund, und eine Frau von jenem Anwesen machte auch hier noch schnell das Laub weg. Einfach so. Keiner sagte Danke, niemand musste sie dazu auffordern, einfach so. Mit diesem Hof und dem riesigen Garten hätte die Frau das auch nicht nötig, aber sie hat es trotzdem gemacht. So werden Linden tausend Jahre alt. Und es ist keine Frage des Geldes, der Nebenkosten oder der richtigen Wohnlagen. Kosten entstehen nicht aus dem Nichts, und Verantwortungsgefühl kommt nicht von Nichts. Wir zahlen die gleichen Preise, aber für unterschiedliche Ergebnisse. Luxus und Niedergang muss man sich erst mal leisten können.

Ich sollte wirklich mal den alten Koffer ausräumen und die Sachen sortieren.

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (178)
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0 Peter Schulte 26.11.2012, 14:24 Uhr

Das ist der mit Abstand...

Das ist der mit Abstand langweiligste Blog-Artikel, der mir je unter die Augen gekommen ist.

Don, danke für die...

Don, danke für die Erinnerung, warum Gemeineigentum niemals und nirgendwo dauerhaft funktionieren wird. Wo nicht einmal Privateigentum dort funktioniert, wo Vernachlässigung, Missachtung und Gedankenlosigkeit Allgemeingut geworden sind. Und das ist keine reine Frage des ökonomichen Status. Die Stadtverwaltung in Aachen verfügt über eine Reihe denkmalgeschützter Sozialbauten, in einem habe ich mit meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau vor 15 Jahren gewohnt. Bei der anstehenden Grundsanierung hat die Stadtverwaltung auch ein neues Belegungskonzept beschlossen: Anstatt alle Problemgruppen dort zu häufen sollte dafür gesorgt werden, dass ein Mindestbestand an den Mietern geschaffen oder erhalten blieb, bei denen zu erwarten war, dass sie einige grundlegende Regeln menschlichen Zusammenlebens noch verinnerlicht haben. Der Hauptgrund dieser Konzeptänderung war im Kern die "broken window" Theorie, die ausgehend von New York in Polizeikreisen Berühmtheit erlangt hat, weil sie stimmt. Vandalismus beginnt im kleinen und bei der Vernachlässigung einer Kleingkeit. Das rechnet sich am Ende sogar. Nichtrechnen tut sich als Toleranz falsch verstandene Gleichgültigkeit. Weder finanziell noch gesellschaftlich. Gruss, Thorsten Haupts

Da bekommt "Ich hab' noch...

Da bekommt "Ich hab' noch einen Koffer in Berlin" eine andere Bedeutung... Neben den köstlichst treffend dargelegten qualitativen Berlin-Gründen gibt es auch einen speziellen geographischen: Berlin liegt (klimatisch) näher bei Sibirien. PS: Ich hoffe doch, Sie haben die Dame unterm Lindenbaum tatkräftig unterstützt!

0 diktionaftis 26.11.2012, 15:04 Uhr

In Bayern herrschen einfach...

In Bayern herrschen einfach andere Sitten und es gelten andere Regeln. . So muss man zur Wiesnzeit als motorisierter Verkehrsteilnehmer verstärkt mit Besoffenen ("amtsbekannte Gefahrensituation") rechnen - und mit den daraus resultierenden möglichen Konsequenzen … . http://www.justiz.bayern.de/gericht/ag/m/presse/archiv/2009/02219/

0 donalphonso 26.11.2012, 15:29 Uhr

Ja, Peter Schulte, und dann...

Ja, Peter Schulte, und dann auch noch so spiessig! Nieder, nieder, nieder mit dem Don, die FAZ soll ihn endlich rausschmeiss . äh.

Haben Sie Dank, lieber Don....

Haben Sie Dank, lieber Don. Ihr Text wirkt einmal mehr auf mich wie ein 10-Liter-Eimer mit Honig, den man mir in mein Bärengehäge kippt. Ich labe mich an Ihren Einsichten, die ich tief in meinem Inneren für Selbstverständlich erachte, welche jedoch in den Kreisen, in welchen ich mich überwiegend aufhalte, wie Botschaften von einem anderen Stern wirken...sodass Ihre Darstellungen dieser Selbstverständlichkeiten (außerhalb Berlins und südlich des WW-Äquators) mich aufatmen und erkennen lassen, dass meine Eltern mich keineswegs als Kind belogen haben, als sie mir ebensolche Werte nahebrachten -- nur muss man das erstmal akzeptieren können, wenn man des Elternhauses stets die Berliner Auffassung solcher Angelegenheiten vorgelebt bekommt.

Im Übrigen würde ich mich...

Im Übrigen würde ich mich vermutlich redlich um Ihre Hand bemühen, wären Sie auch noch jung, hübsch und weiblich.

Hm, da sitzt man nun in seiner...

Hm, da sitzt man nun in seiner Berliner Mietwohnung und lernt das es deshalb immer teurer wird weil eine niederbayerische Landfrau mal feucht durchwischt. Beruhigend. Mein ostzonal proletarisch geprägtes Hirn ging bisher davon aus, es mit klassischem Spekulantentum zu tun haben. Statdessen sind die Berliner Schlurfis selber schuld, weil bisher nicht richtig geputz wurden. Ein Mopp für den Mob!

0 E.R.Langen 26.11.2012, 15:56 Uhr

Wenn ich groß bin, will ich...

Wenn ich groß bin, will ich auch Spießer werden!

0 astroklaus 26.11.2012, 16:20 Uhr

Eventuell gäbe es da auch...

Eventuell gäbe es da auch noch weitere Erklärungsvarianten, z.B.: zu Jelzins Zeiten habe ich Kollegen in Moskau besucht; die Treppenaufgänge der dort üblichen Wohnblocks sahen mindestens so gruselig aus wie dero in Berlin - und wenn in der (im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten) sehr sorgfältig gestalteten Wohnung mal eine Glühlampe durchbrannte, wurde halt die aus dem Treppenhaus genommen, weil es sonst keine gab. Andererseits gibt es Geschichten, daß zu Zeiten des Immobilienbooms in den USA Hausbesitzer von ihren Nachbarn zur Schnecke gemacht wurden, wenn sie es wagten, draußen Wäsche aufzuhängen - das mindere den Wert des Viertels. (Soweit zu Kommunismus und Kapitalismus.) Eine Mischform gab es bei den Nachbarn meiner Eltern. Dort zog vor etlichen Jahren eine Gruppe Rußlanddeutscher zu, sehr fleißige, eifrige, ordentliche, saubere Leute. Aber - sie wagten es, im Vorgarten Kartoffeln zu pflanzen! Da wurde ihnen von den Alteingesessenen ganz flugs klargemacht, daß das zum hiesigen Stil nicht passe (und das spielte sich in einem typischen Schlafdorf vor den Toren der Stadt ab, wo auf der anderen Straßenseite die Kühe weideten).

Einspruch: Früher gab es z....

Einspruch: Früher gab es z. B. die Allmende (Anger, Wiesen, weiden, Teiche) in allen Dörfern und Marktflecken. Das funktionierte hervorragend bis, ja bis.....Das Erhalten dieses Gemeinguts war von stillschweigenden Selbstverständlichkei durch die Bürger geachtet worden. Heutiges Allgemeingut wird mit dümmlichen Spraymarkierungen vollgerotzt und beschmiert und von ebenso bescheuerten und irrlichternden Intellektuellen zur Kunst erklärt. Es hat noch nie eine Gottheit für Dummheit in den div. sog. Hochkulturen gegeben.

0 Der Tiger 26.11.2012, 16:46 Uhr

Mit der Frau, die das Laub...

Mit der Frau, die das Laub unter der Linde wegkehrt, fühle ich mich verwandt. Mich irritiert der Müll, den die Leute einfach so überall wegschmeißen. Wenn er mich zu sehr irritiert, hebe ich ihn mit spitzen Fingern auf und trage ihn zum nächsten öffentlichen Papierkorb…. Gleichzeitig amüsiere ich mich darüber, was die Leute so von mir denken, die mir dabei zugucken.

"Will man überflüssiges...

"Will man überflüssiges Streichen oder Totalsanierung?" . Es braucht für ein angenehmes Miteinander im Viertel keine hochtrabende Luxussanierung. Die bedient andere Zwecke. . So überflüssig ist das nicht. Im Kern ist das die Broken-Windows-Frage (US). Damit ist Streichen nie überflüssig, sondern setzt das non-verbale Signal "Man geht in diesem Viertel rücksichtsvoll miteinander und mit den Dingen um." Ein Viertel, in dem zerbrochenr Glasscheiben monatelang nicht renoviert werden, spricht dagegen eine ganz andere Sprache. Schnell folgt weitere Zerstörung. . Welches Prinzip tatsächlich Wirkung zeigt. Jeder kann das in den eigenen Zimmern bei sich und Partner/Kindern ausprobieren.

0 hansgeier333 26.11.2012, 17:13 Uhr

"Kosten entstehen nicht aus...

"Kosten entstehen nicht aus dem nichts." Nobelpreisverdächtig. Ist hier wieder einer zu blöd, die Nebenkostenabrechnung zu lesen? Es soll auch einen kleinen Unterschied geben, ob man Eigentümer oder Mieter ist.

0 Schluchten-Ossi 26.11.2012, 17:17 Uhr

Sehr geehrter Don Alphonso,...

Sehr geehrter Don Alphonso, wenn Sie die Silvretta Classic als Oldtimer Rallye meinen, muß ich protestieren: Die findet im Schluchten-Ossi-Land und nicht der Schweiz, sagen wir Schluchten-Wessi-Land, statt. Im Kanton Übrig, um genau zu sein. Aber manchmal ist´s auch hier nicht anders als im Reichshauptslum. Leider.

Vive la difference ...

Vive la difference Sarrazin Buschkowski PorcaMadonna Alle drei von der SPD und sprechen -zwischen unterschiedlichem Laub und verschieden Blüten- einfache Wahrheiten knallhart aus. Wo Dreck liegt, kommt schnell welcher dazu. Ein zerbrochenes Fenster, ein Graffiti ruft das nächste schnell herbei. Aus funktionierenden Hausgemeinschaften geht auch einer zur Beerdigung oder sammelt für Blumen. Ich möchte aber unserem ThorHa widersprechen und dem Hermes beipflichten: In überschaubaren Gemeinschaften funktioniert Eigentum. Man lacht über das Bäucherchen, das den (fremden) Rübezahl oder gar den Satan austrickst. In Gemeinschaft hat die Bewässerung oder Beweidung funktioniert.

Re zur Miete wohnen. Nach der...

Re zur Miete wohnen. Nach der Uni bekam ich eine Stelle in Zug als Junior Trader. Ich fand eine günstige Wohnung Mitte in der Stadt Zug, doch unter der Bedingung "Kein Herrenbesuch"...

Auch Rechtschreibnazitum...

Auch Rechtschreibnazitum führt ab und an zum Verwüsten von Gebäuden: http://www.youtube.com/watch?v=axq3ngoFK_s

0 gheluveld 26.11.2012, 17:56 Uhr

Don Alphonso , wenn Sie vom...

Don Alphonso , wenn Sie vom See nach Berlin auswanderten, stiege an beiden Orten das Durchschnittsvermögen

0 bestpilot 26.11.2012, 18:14 Uhr

verstehe den Spruch Ihrer...

verstehe den Spruch Ihrer Großmutter nicht. Können Sie bitte mal übersetzen.

0 mediensegler 26.11.2012, 18:29 Uhr

Will man überflüssiges...

Will man überflüssiges Streichen oder Totalsanierung? Über diesen Satz habe ich lange nachgedacht. Mit Veränderung der Substantive macht er meiner Meinung nach mehr Sinn. Will man Überflüssiges streichen oder Totalsanierung?

0 Harald101010 26.11.2012, 18:39 Uhr

Nur Zustimmung Als ich 2005...

Nur Zustimmung Als ich 2005 zum erstenmal beruflich nach Berlin kam SCHOCK Müll Dreck Dummheit Faulheit Hier muss was passieren Werte und Ordnung Ich höre jetzt schon wieder alle Linken Oh Gott Was ist das für einer Wenn Ihr so weiter macht erstickt Ihr im Müll Harald

0 mediensegler 26.11.2012, 18:40 Uhr

astroklaus26. November 2012,...

astroklaus26. November 2012, 17:20 Trösten Sie sich, es kommt die Zeit mit vielen Kartoffel in vielen Vorgärten. Allerdings werden die dann bewacht. Da kackt dann auch kein Hund mehr rein.

Linden werden 1000 Jahre alt,...

Linden werden 1000 Jahre alt, wenn - gar: weil! - jemand die Blätter im Herbst da drunter wegmacht? Die Welt ist groß und voller Mysterien.

Mich beschäftigt...

Mich beschäftigt Schirrmachers blasser Artikel. Er schreibt sonst so schimmernd-filigran. Es ist doch klar, wer von dem Gerede, Jeder Mini-Autor könne alles schaffen, profitiert. Die Schaufelverkäufer, die beim Ausruf "Gold!" an die Elenden ihre Schaufeln verkaufen. . Was das für die Zeitungsbranche bedeutet (seine rhetorische Frage), ist damit auch klar. Die Huff hats vorgemacht. . Der Aggregat-Inhaber, der Reichweiten-Inhaber gewinnt. Immer. Ärgerlich, aber wahr: Wer auf einem Aggregat schreibt, sorgt tendenziell für die Reichweite dieses Aggregats, nicht für seine eigene. Die wird immer kleiner als < ... bleiben. Er unterstützt unfreiwillig, dass er klein bleibt. (Analog dem Besitzer der Produktionsmittel in marxistischen Abhandlungen)

0 mediensegler 26.11.2012, 18:51 Uhr

diktionaftis26. November 2012,...

diktionaftis26. November 2012, 16:04 Das Urteil ist rechtskräftig. Unglaublich. .

0 colorcraze 26.11.2012, 18:56 Uhr

@Hermes: ich habe gelesen,...

@Hermes: ich habe gelesen, daß die Allmende auch oft überweidet wurde. @ThorHa: das mit dem "Minimalbesatz an ordentlichen Leuten, die auch mal was wegräumen" dürfte der Schlüssel sein. Allerdings werden die auch irgendwann frustriert, wenn es mehrere Idioten gibt, die jedesmal ihre Werbezettel im Treppenhaus herumschmeißen statt sie in die Papiertonne zu tragen. @gheluveld: das mag wohl sein.

0 colorcraze 26.11.2012, 19:00 Uhr

@Vroni: der Besatzungsmacht...

@Vroni: der Besatzungsmacht sind die Wände der Besatzten wurscht. (Oh, was habe ich mich damals scheckig gelacht über diese Szene absonderlichen Lateinunterrichts. Und über den Streit zwischen der Volksfront von Judäa und der judäischen Volksfront. Und über die erhobenen Sandalen: "Er hat uns ein Zeichen gegeben!!" - ja, Fersengeld, nur zuwenig...)

0 colorcraze 26.11.2012, 19:13 Uhr

@astroklaus: Vorstadt ist eine...

@astroklaus: Vorstadt ist eine amorphe Agglomeration, die sich Stadt dünkt. In der Kleingartenkolonie in der Nähe (naja, schon etwa 2, 3 km weg) muß es auch mal solche gegeben haben, das absurdeste war ein Bungalow mit kurzgeschorenem Rasen, der aussah wie mit der Lupe bearbeitet. Scheint sich aber wieder etwas gelegt zu haben, die Jüngeren pflanzen schon wieder ein bißchen Obst und Gemüse an. @fionn: auch im Schwaben der 80er Jahre noch sehr beliebt, diese Bedingung.

0 colorcraze 26.11.2012, 19:17 Uhr

@hansgeier333: "Es soll auch...

@hansgeier333: "Es soll auch einen kleinen Unterschied geben, ob man Eigentümer oder Mieter ist." Ah, welchen denn? Den Versorgern ist es egal, ob sie Mieter oder Eigentümer beliefern, die schreiben ihre Rechnungen ganz gleich. ("Warmmiete mit alles inklusive" ist nicht Standard, sondern eher bei Untervermietung üblich)

0 colorcraze 26.11.2012, 19:17 Uhr

Die Grussmutter bringt mich...

Die Grussmutter bringt mich ins Grübeln.

0 colorcraze 26.11.2012, 19:29 Uhr

Und dann gibt es noch welche,...

Und dann gibt es noch welche, die meinen, man sollte den Kohlenkeller totalsanieren, verputzen und weiß streichen. Glücklicherweise fand es die Mehrheit der anderen Eigentümer so unsinnig wie ich auch. (Es wäre idiotisch, die Wände so wohnlich zu machen, wenn man nicht gleichzeitig einen sauberen Betonboden statt des gestampften Lehms einziehen würde. Und wie sich ein eingezogener Betonboden in zu niedrigen Baulichkeiten auswirkt, konnte ich bei Cap Arkona im DDR-Bunker besichtigen: kein Bedarf. Zusätzlich noch Keller tieferlegen wird endgültig zu teuer. Also: grober Unfug. Zudem sind da noch rudimentäre Leuchtstreifen aus Kriegszeiten an den Wänden. Wo sollen spätere Generationen sowas Antikes mal zu sehen bekommen, wenn nicht im Keller?)

0 colorcraze 26.11.2012, 19:37 Uhr

Was den Koffer angeht: Sie...

Was den Koffer angeht: Sie können ihn auch noch 5 Jahre liegenlassen und dann den Inhalt einfach komplett entsorgen, weil er nach 10 Jahren weg kann. Wenn nicht im oberen Keller, dann im unteren (im oberen an geeigneter Stelle einen Zettel "Kofferinhalt 2017 entsorgen" anbringen.).

0 salonsurfer 26.11.2012, 20:12 Uhr

Und die Moral von der...

Und die Moral von der bayerischen Geschicht: Gepflegtes Eigentum ist stets vorzuziehen (mit oder ohne Großmutter). Eine weitere Episode aus der Berliner-Blues-Rolle des Don A. Passend dazu "Memorabilia" von Donald Fagen (Steely Dan) auf "Sunken Condos". Kann ja nicht immer nur den Jubelperser abgeben ;-)

0 bestpilot 26.11.2012, 21:01 Uhr

deia, jetzt hat's geklingelt...

deia, jetzt hat's geklingelt Wie ich die Weisheiten meiner Großmutter vermisse.

0 Köstlich 26.11.2012, 21:35 Uhr

Wie schön, endlich hat Herr...

Wie schön, endlich hat Herr Dr. Beck die deutschen "Kosten von Luxus und Niedergang" in Europa verständlich beschrieben - 2 Auszüge daraus: .

0 diktionaftis 26.11.2012, 21:36 Uhr

L' Enfer c'est les autres....

L' Enfer c'est les autres.

0 colorcraze 26.11.2012, 21:54 Uhr

@bestpilot: -v?...

@bestpilot: -v? verbose: . Glump ist zweimal teuer. . - Glump: Gelumpe, Ramsch, Schrott, Mist, Gesocks; unbrauchbares Zeugs, das schon beim Hinsehen kaputtgeht; Wegwerfgadgets; Gegenstände aus unpassendem Material . - zweimal teuer: nämlich im Unterhalt (weil es noch schneller kaputtgeht als man beim billigen Anschaffungspreis erwarten dürfte) und in der Abschaffung bzw. Entsorgung (weil die dann anders als beim Nicht-Glump wieder speziell ist und kostspielig).

0 mediensegler 26.11.2012, 22:34 Uhr

OT: Letzte Blog (keine...

OT: Letzte Blog (keine Zeit) The Great Artiste26. November 2012, 09:41 "... sondern viel lieber bei Coca Cola und Kokosnüsse" Darf es auch Afri-Cola sein, die mit den psychedelischen 7 Jungfrauen hinter der vereisten Scheibe? Die Kokosnüsse kann man weglassen. Sie waren sehr still, als es hier wirklich um $€X ging. ;-) . RoRo 26. November 2012, 10:31 Lese gerne wieder von Ihnen, mal wieder einer, der aus "Real Life" berichtet. . Filou25. November 2012, 23:02 "Wer vons hier ist ein suendhafter Mensch..." Hier, und noch ein bisschen mehr. "Es ist die Welt der aufgeblasenen Kleinkariertheit." Jau, rettet die Zeitreisen. . Vroni25. November 2012, 17:29 "Wie soll man leben." Seit lange Zeit hat Ihr Kommentar mich wirklich berührt. "Es gibt Untersuchungen zufolge eine Tendenz bei LOHA-Öko-Bewussten ..." Habe solche in meiner Nachbarschaft, musste allerdings erst LOHA gurgeln.

0 mediensegler 26.11.2012, 22:43 Uhr

Vroni 26. November 2012,...

Vroni 26. November 2012, 19:45 Warum schreiben Sie nicht Hamsterrad-Besitzer? Sagt der eine zum anderen: "Schau mal, wie Sie laufen, und kommen trotzdem nicht voran" ... und zapfen die Energie einfach in Ihren Akku.

0 The Great Artiste 26.11.2012, 22:46 Uhr

Auch wenn man weiss, wie sehr...

Auch wenn man weiss, wie sehr Roma in Serbien diskrimiert und misshandelt werden, fällt es einem schwer, in der Sekunde für weitere positive Asybescheide zu sein, in der sich eine Gruppe dieser Minderheit Scheibenwaschutensilien aggressiv wie Molotowcocktails schwenkend an einer Verkehrsampel über die wartenden Verkehrsteilnehmer hermacht. Theorie und Praxis des Humanismus. . Sicher - Zero Tolerance funktioniert - allerdings ist der Lernprozess für die Delinquenten nicht unbedingt angenehm mit der so geliebten Kuschelpädagogik vereinbar. Die meisten Segelkreuzfahrten mit jugendlichen Autoabfacklern, Amateurvergewaltigern und Zähneeintretern passieren wohl vor allem, weil die psychologischen Betreuer auch mal auf einer Yacht fahren wollen. . Der Blues um die teueren verwüsteten Berliner Wohnungen ist gut nachvollziehbar, die netten, mit Messern und Ketten spielenden Mitfahrer im Berliner ÖPNV ab 21:00 machen das brodelnde Nachtleben ohne Chauffeurlimousine deutlich unattraktiver. . Zeichen der Zeit, eher noch Vorboten, genauso wie medienseglers Kartoffeln in jedem Vorgarten. . Mit Blick auf einen dieser hübschen See ist es leichter, nachdenklich zu werden, wie das alles weitergehen soll.

0 mediensegler 26.11.2012, 23:45 Uhr

The Great Artiste 26. November...

The Great Artiste 26. November 2012, 23:46 The Great Artiste26. November 2012, 23:46 Sicherheitszonen sind "en vogue" Erst sichert man das Anwesen, dann ganze Stadtteile, später vielleicht ganze Städte, wenn gar nichts mehr geht, kauft man sich eine Insel. . Berlin ist die Ausnahme: Sicherheitszaun drumrum und 50% der BRD-Probleme sind gelöst. ;-)

0 mediensegler 27.11.2012, 00:04 Uhr

The Great Artiste 26. November...

The Great Artiste 26. November 2012, 23:46 "Mit Blick auf einen dieser hübschen See ..." Deshalb segle ich, der Blick auf den Horizont ... ... irgendwann singt dann der Udo: Hinterm Horizont geht`s weiter ...

0 The Great Artiste 27.11.2012, 00:22 Uhr

@mediensegler: Als es um $€x...

@mediensegler: Als es um $€x ging, war ich nicht da. Hatte leider nix zum wischen dabei, weil ich noch aus Überzeugung Festnetz gebunden im Internet bin. . Ich will kein Smartphone mit idiotischen Apps.. . Manchmal vielleicht hätte man es schon gerne..Aber man muss sich treu bleiben, früher war selbst ein Anrufbeantworter sauteuer... . Ansonsten Afri Cola klingt gut..., naja, Jungfrauen müssten es nicht unbedingt sein, und Kokosnüsse am liebsten schon zu Pina Colada oder Flying Kangaroo verarbeitet.. Gute Nacht an alle..

0 tylerdurdenvolland 27.11.2012, 00:47 Uhr

@ Der Tiger26. November 2012,...

@ Der Tiger26. November 2012, 16:46 Das ist schön, das ich kannte ich von mir…. Hier in Japan ist das übrigens völlig normal, bei allen! @ hansgeier333 26. November 2012, 17:13 „Es soll auch einen kleinen Unterschied geben, ob man Eigentümer oder Mieter ist.“ Typisch Mieter, so was zu behaupten…. ;-) @melursus „In Gemeinschaft hat die Bewässerung oder Beweidung funktioniert.“ Solange man selber bewässert und beweidet klappt es natürlich. Das Problem beginnt, wenn es von denen zu viele werden, die bewässern und beweiden lassen. Es ist ein grosser Unterschied ob ich ein geerbtes Haus einfach besitze und meinen Lebensinhalt davon bestreiten kann, oder ob ich einen Schwachsinnsjob machen muss um die Kohle zu verdienen um dann damit die Miete in demselben Haus zu bezahlen. Also genau das, was ThorHa brav wie üblich übersieht. @Mediensegler Auch sie machen den gleichen „Fehler“, den hansgeier moniert. Sie sind offensichtlich „nur“ Mieter. Ergo: Ihre Interessen sind ohne Belang.

0 tylerdurdenvolland 27.11.2012, 00:53 Uhr

@Vroni Mich beschäftigt...

@Vroni Mich beschäftigt Schirrmachers blasser Artikel. Lesen sie ihn noch mal, er ist alles andere als blass. „Jeder Mensch hatte auf seinem Schreibtisch oder in seiner Tasche Geräte, die ihm mehr Kommunikationsmöglichkeiten gaben als dem amerikanischen Präsidenten noch vor zwanzig Jahren“ Man hat den Unterschied zwischen Quantität und Qualität verwischt. Simsen und twittern nennt man heute Kommunikation. Kein Wunder dass Merkel so was betreibt. „Die Richtigkeit einer Meinung beschränkt sich auf„permanente Plebiszite des Konsumenten und seiner „I like“- Befindlichkeit“ und: „wir wissen, eine Person ist ein Depp und gibt viel Geld für nutzlose Dinge aus. Anzeigenkunden werden mehr Geld dafür ausgeben, um diese Leute ins Ziel zu nehmen“ ….denn diese sind die gewaltige Mehrheit. Und am Ende die unangenehme Frage: „Wie kann eine Gesellschaft ohne guten Journalismus überleben?“ Und die noch unangenehmere Antwort ist nun mal: „…riskieren wir eine ganz einfache und ebenso gelassene Vorhersage: gar nicht.“ Blass ????

0 hansgeier333 27.11.2012, 02:25 Uhr

crazycolor, die...

crazycolor, die Betriebskostenverordnung regelt, welche Kosten auf Mieter umgelegt werden können. Dazu zählen gerade nicht die Verwaltungskosten sowie die Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten. Als Mieter würde ich es mir verbitten, für einen unnötigen Treppenhauswandanstrich anteilig aufkommen zu sollen. Nach dem Wohnungseigentumsgesetz ist der Eigentümer der Wohnung aber mit dabei und darf noch aufs „Biechle“, wie seriöse WEG-Verwalter im Schwabenland die Instandhaltungsrücklage nennen, einzahlen. Um die nicht verbrauchsabhängigen Nebenkosten (also eben nicht die zweite Miete aus Energie, Wasser/Abwasser) vergleichen zu können, wäre zunächst die Größe der jeweiligen Wohnung relevant sowie ihr Verhältnis zur Gesamtwohnfläche des jeweiligen Hauses. Möglicherweise hat unser Don ja zu seiner wilden Berliner Zeit ganze Etagen am Kottbusser Tor belegt. Künstlerisch veranlagten Zeitgenossen, die wegen ihres Amphetamin-Tremors keinen Pinsel mehr halten können, kann man durch das Mittelchen beikommen, das auch an den "Stelen" südlich des Brandenburger Tores klebt, falls man den antisemitischen Hersteller mag. Aber wie seinerzeit die Rekatholisierung wird auch die Gentrifizierung in Berlin ihre Zeit brauchen. Und vielleicht findet das Lumpenpack vom Scheunenviertel dank google maps und Android-Apps gelegentlich einmal den Tegernsee eine spontan organisierte Pauschalreise wert.

0 wurmstich 27.11.2012, 06:17 Uhr

nun ja, ich bin auf bayerische...

nun ja, ich bin auf bayerische Steuerberater gestoßen, die auf Kosten ihrer Mieter das Nebenhaus mit Baustrom versorgt haben und ihn als Hausstrom für Keller- und Flurlicht verkaufen wollten...10.000 Euro!!!! Auch deshalb steigen Nebenkosten manchmal ins Unermeßliche! ....und das alles, obwohl die Herrschaften für die Sanierung des Nebenhauses Schwarzarbeiter mit Billigstlohn beschäftigt hatten! So rechnet sich natürlich jedes Abschreibungsobjekt....

mal abgesehen von den linden...

mal abgesehen von den linden und davon, dass das ein unfassbar langweiliger text über ein unfassbar langweiliges sujet ist: die hier nörgeln sollten sich alle mal kümmern, oder wenigstens stifter lesen, um die faszination der pflegens zu erleben. das kann süchtig machen und sehr sehr zufrieden, und ist, wie so viele dinge, die man nachhaltig betreibt, günstig zu haben. aber man kümmert sich nur, wenn man da, wo man ist, auch sein will und wenn man da bleiben darf.

Der Anfang dieser Geschichte...

Der Anfang dieser Geschichte ist doch Poesie. Jedermann weiß, daß LV-Koffer dicht sind, weswegen sie auch bei Schiffsuntergängen als Rettungsinseln verwendet werden. Daß italienische Autos (und mehr noch englische) undicht sind, ist allerdings auch Fakt. Wie dem auch sei: Unter einer Linde im öffentlichen Raum muß nicht unbedingt Laub geharkt werden, es reicht völlig, wenn dort nicht auch noch menschengemachter Müll abgeladen wird. Ich erinnere mich an Schilder in Kalifornien '500 $ for littering' Warum nicht auch hier. Gruß K

@ E.R.Langen, 26. November...

@ E.R.Langen, 26. November 2012, 15:56 - "Wenn ich groß bin, will ich auch Spießer werden!" Sind Sie schon, auf Ihre Art. Ziel erreicht? Gruss, Thorsten Haupts

Es geht also noch immer noch...

Es geht also noch immer noch um das Ausmisten des Augiasstalls? Ha? Schwarz hatts der Herakles damals doch sicher nicht gemacht. Oder? Man schaue nur mal unter dem Stichwort > Putzfrau, München (wahlweise Berlin)< im IN nach, dann erschaut man die Werte-Wunder der sozialen Schichtung in einer Polis in Allemania. Die Bewertung der Werte und deren Einhaltung fängt merkwürdigerweis ganz "unten" an. Da beißt die Schildkrot kein geschuldetes hellenisches €-Werte-Schwänzlein ab. http://de.wikipedia.org/wiki/Augias

0 Der Gärtner 27.11.2012, 09:49 Uhr

Herr Alphonso, wir wissen doch...

Herr Alphonso, wir wissen doch schon, dass in Bayern alles besser ist. Gehen Sie spazieren, geniessen Sie die Sonne, aber bitte hören Sie auf, den eitlen Aufguss des gleichen Meinungs-Teebeutels nach dem anderen hier abzuliefern. Wer soll das bezahlen?

0 Leiselinse 27.11.2012, 09:56 Uhr

Vor ewigen Zeiten - so kommt...

Vor ewigen Zeiten - so kommt es mir heute vor - lebte ich in Berlin (noch mit Mauer). In einer kleinen Wohnung, mit Klo, ohne Bad, undichte Fenster, einem dunkelgrünen Kachelofen. Im Hof, vor meinem Fenster eine prächtiger Kastanie. Das Treppenhaus düster, völlig verwohnt. Dieser Baum war mir um so kostbarer, da er mein Lebensgefühl erhellte, mir Lebenskraft gab. Er war das pralle Leben, bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit anders. Ich war dankbar, dass es ihn gab. Heute lebe ich in ländlicher Gegend in Unterfranken. Hier gab es einen Vermieter, der seine 200 Jahre alte gesunde Eiche vor dem Haus fällen wollte, sie mache nur "Dreck", meinte er (Bäume machen so viel Dreck - das höre ich auch heute noch von vielen "Eingeborenen"). Nach dem ich ihm anbot, öfter das Laub zu kehren und ihm vermitteln konnte, dass dies der einzig große Baum in der Umgegend sei und diese prächtige Erscheinung auf ihn und sein Haus abfärbe, blickte er den Baum mit anderen Augen an. Diese stämmige Eiche steht heute noch. Das Laub zu kehren war mir ein Vergnügen. Einsatz und Kommunikation können Wunder wirken und kosten kein Geld. Aber was wert muss es mir sein.

0 bestpilot 27.11.2012, 10:04 Uhr

@colorcraze: danke, danke, es...

@colorcraze: danke, danke, es ging ja nur ums 'deia'. Gesprochen hät ichs noch verstanden aber geschrieben wars ein Holzbalken im Auge ...

0 E.R.Langen 27.11.2012, 10:12 Uhr

ThorHa: Hihi....

ThorHa: Hihi.

0 Peter Keul 27.11.2012, 10:15 Uhr

Reichshauptslum ist...

Reichshauptslum ist entschieden nicht nett. Bestimmt gibt es auch gediegenes in Berlin. Und wohin mit dem Menschlischen Strandgut, von dem es allein aufgrund der Bezugsmengen in Berlin mehr gibt als am Tegernsee.

@der Gärtner: Das ist nicht...

@der Gärtner: Das ist nicht wahr, die Botschaft hat noch nicht überall die Runde gemacht. Manchmal wird 'bounded rationality' als Problem dargestellt, dabei kann es doch etwas ganz Wunderbares sein!

So gesehen, sind alle...

So gesehen, sind alle Kommentaristen und -innen hier drinnen äusserst stachlige Spießbürger. Keiner von denen läßt sich so ohne weiteres ein Quentlein Butter (echte Markenbutter wie Muttern Hera immer sagte) vom bestrichenen Bütterken nehmen. -- Der Gärtner@: Darüber habe ich mir auch schon öfters den Kopf (unnötigerweise) zerbrochen. Bayern ist eben ein unerforschter Kontinent samt seiner Bier saufenden, schuhplattelnden, jodelnden Ethnie. Die Berichte darüber besorgen mir immer wieder unerschöpfliche Heiterkeit. Haben Sie z. B. ein heiteres Anekdötlein aus Berlin, Cottbus, Schwerin zu erzählen? Na sehnse.

@Colorcraze 22:54 Nur eine...

@Colorcraze 22:54 Nur eine Bekrittelung: Gesocks ist wie Gschwerl oder Gschwaddl eine Bezeichnung für Menschen, nicht für Sachen. @tylerdurdenvolland Sie haben es recht gut ausgedrückt. Die Genossen müssen schon selbst involviert sein. Bei Raiffeisenbanken, in denen die Genossen nur noch wenig Einfluß haben, kann es klappen - abhängig von der Wahl des Vorstandes.

Colorcraze@: Da achtete schon...

Colorcraze@: Da achtete schon der gemeine Eigennutz darauf, dass genau dies nicht geschah. Übrigens, die kleinen Dörfer in der Mark Brandenburg haben oft immer noch einen Dorfanger, meist verziert durch ein Denkmal (ohne Siegesgöttin) für die seinerzeitigen Befreier von Anno 45.

Ich fand Schirrmacher stark:...

Ich fand Schirrmacher stark: "Wo jeder alles hat, um „Weltmärkte“ zu bedienen, gibt es nur einen oder eine Schuldige, wenn nicht eintritt, was versprochen wurde: man selbst." . Was ist Dreck? Von A(sse) - Z(ahnersatz) ein weites Feld. . Dreck vor der Haustür - als Waffe gegen Gentrifizierung? Eine “Mauer“ aus Dreck+Spritzen kann gar nicht zu hoch genug sein, als dass sich nicht genau da eine bourgeoise Bohème breit machen will. http://www.youtube.com/watch?v=eGMTwwb25Ds

0 DkLehmann 27.11.2012, 11:08 Uhr

Ich muss Peter Schulte...

Ich muss Peter Schulte vollstens zustimmen. Völlig wirres Zeugs, was da zusammengeschrieben wurde, aufgeblasene Banalitäten mit der Bchstange zu einer "Story" zusammengeschustert... Sie hätten diesen Blog besser in dem berühmten Koffer abgelegt....

0 donalphonso 27.11.2012, 11:23 Uhr

DkLehmann, ich gebe Ihnen...

DkLehmann, ich gebe Ihnen vollkommen recht, meine Beiträge sind nie stringent und auch selten monothematisch, die fasern aus und gehen hinterlistig mit den Lesern um; manche finden das furchtbar und andere merken, dass der Autor selbst auch einer der Sudler ist, die er in Berlin so angreift. Es ist halt ein Spiel. Manche finden es doof. Aber ich kriege nach vier Tagen ohne Beitrag auch vin anderen Mails, wo der nächste Beitrag bleibt.

Das es zu diesen bemängelten...

Das es zu diesen bemängelten Erscheinungen gekommen ist, hängt sicherlich mit dem erreichten und geschuldeten Status einer hochtechnisierten Überflußgesellschft zusammen. Diese Erscheinungen sind natürliche Regulationen einer auf permanenten Wachstum angelegten Oikonomia. So etwas geht nur über eine bestimmte Zeit. Solch ein hybrides Wachstum bringt seine unwillkürliche, natürliche Selbstvernichtung des Reichtums mit sich. Und sei es, dass sich eine umgekehrte demoskopische Pyramide generiert. S´wird schon. In der Axialzeit der Antike wurde schon einmal eine relative Bedürfnislosigkeit gedacht, gepredigt und vorgelebt. Die Redundanz an Mehrwert, der nicht verkonsumiert werden kann, schafft sich ihr eigenes Grab. Also: Besorgen Sie sich noch heute Ihren persönlichen Weihnachtsvorteil, solange der Vorrat reicht.

DA@27. November 2012, 12:23:...

DA@27. November 2012, 12:23: Sie, als Sudler vom Dienst, könnten doch Herrn DkLehmann ohne weiteres dazu auffordern, er soll mal einen wirklich gehaltvollen. umwerfenden Kommentar absondern, der Ihnen so richtig zeigt, was ne Harke ist. Dass Sie, mit uns wehrlosen Lesern, Katz und Maus spielen, ist eh ein Skandal.

0 The Great Artiste 27.11.2012, 11:48 Uhr

@Peter Schulte,DkLehmann: Wem...

@Peter Schulte,DkLehmann: Wem es nicht gefällt, soll doch einfach weiterklicken. Selbst wenn das vielleicht nicht das absolut spannendste Thema dieses Blogs sein mag - gerade diese Momentaufnahmen im Kleinen wie im Grossen machen doch das Gesamtbild aus, das einen dazu bringt, über so manches nachzudenken, was einem in seiner angeborenen Selbstverliebtheit nie aufgefallen wäre. Es ist, glaube ich, gerade der Reichtum dieser Diskussion, dass man so vom Hölzchen auf Stöckchen springt. . Meine Güte, wir wollen doch hier nicht permanent Nietzsche-Exegese im postmodernen Blickwinkel der Luhmann-Theorien zum Spannungsverhältnis zwischen Wagner und dem Frühkapitalismus betreiben. . Mal zündet die Diskussion, mal etwas weniger, ist doch gut so - ich glaube, gerade die Qualität der Beiträge unseres Gastgebers lebt von der Leichtigkeit, dass wir hier keine so pompöhsen Elefantenbedeutungsschwangerschaften a la Schirmacher erwarten, die fast zwingend knierutschende Zustimmung heischen. . Gerade Brainstorming lebt doch von der Zulässigkeit vordergründig abwegiger Gedanken. . Und so erfährt man von der schönen Begebenheit, dass es Leiselinse mit Überzeugungskraft gelungen ist, einen schönen Baum zu retten. . Also: Reden hilft manchmal. Ich finde es nett, weil hier so viele verschiedene Meinungen im wesentlichen höflich aufeinaderstossen. . Und die Frage, was eine angenehme Umgebung ausmacht, was hilft, was schadet, ist so banal gar nicht . Eurowahnsinn, Liebesleben, Medienzukunft, Nachhaltigkeitsdebatte, das Universum, der ganze Fisch und das Handtuch, gerne demnächst wieder.

0 diktionaftis 27.11.2012, 12:06 Uhr

Ich glaube nicht, dass man in...

Ich glaube nicht, dass man in Caracas etwas mit dem Begriff "Kehrwoche" anfangen kann. Aber - wenn Menschen zusammenleben (müssen), kann man mit ein bisschen Organisation schon "was reißen". Scheint da drüben wohl zu klappen. Schauts amoi do: . http://vimeo.com/49094660

0 Herold Binsack 27.11.2012, 12:15 Uhr

Die einzige Sozialistin am...

Die einzige Sozialistin am Tegernsee und Schirrmachers plötzlicher Anfall von Schwachsinn . @Don Alphonso: Im Gegensatz zu ThorHa lese ich die Aktivität jener Dame, die da die tausendjährige Linde auf öffentlichen Grund gleich mitpflegt, als Beleg für das Funktionieren von „Gemeinwirtschaft“. Belegt doch gar das Alter dieses Baumes die Möglichkeit des Überlebens über gleich mehrere „ökonomische Gesellschaften“ - http://blog.herold-binsack.eu/?p=2215 - hinweg. Die „Gemeinwirtschaft“ funktioniert nur dann nicht (nur noch nicht), wo das Denken von der Privatwirtschaft beherrscht wird. Vielleicht ist diese Dame gar die einzige Sozialistin am Tegernsee. . @Vroni: Sie sprechen mir aus der Seele. Auch mich hat dieser offenkundig rein affirmative Artikel Schirrmachers so schockiert, dass er mich sogar davon abgehalten hat – vorerst hoffe ich –, dazu einen Leserbrief zu schreiben. Wollen wir hoffen, dass das nur ein Anfall von Schwachsinn bei Schirrmacher war. Oder dürfen wir am Beispiel dieses (groß)bürgerlichen Intellektuellen Schirrmacher erleben, wie allzu viel Dünkel so schädlich wirkt wie gewisse (entartete) Prionen im Hirn der vom Menschen missbrauchten Kreatur. . Welch ein Dünkel anzunehmen, dass der Bürger nur per professionelle Boten vom Kapital über den Tisch gezogen werden will. Was erfahren wir denn noch, auch und gerade von der FAZ? Entweder das, was wir längst wissen, oder genau das nicht, was das Subjekt in Unruhe versetzen könnte. . Ich sagte es bereits an anderer Stelle - http://blog.herold-binsack.eu/?p=2211 -, nämlich dass auch die FAZ in nicht allzu ferner Zukunft das Zeitliche segnen wird. Der Berufsintellektuelle wird allerdings noch viel früher ausgestorben sein. . Denn auch wenn der Klassenkampf erfolgreich unterdrückt wird, oder in unschädliche Bahnen abgelenkt, die ökonomische Grundlinie lässt sich so nicht überlisten. Was spätestens mit Beginn des sog. Informationszeitalter auf der Abschussagenda steht, ist die Teilung der Arbeit (ja ist die Arbeit selbst - http://blog.herold-binsack.eu/?p=1715), letztlich die Teilung in Klassen, die gegebene „ökonomische Formation“ also.

Schöner Beitrag, danke....

Schöner Beitrag, danke. Details und Symbolik, hier als Treppenhausästhetik daherkommend, erklären die Welt und ihren Wandel doch viel besser als sozioökonomische Großuntersuchungen und eitle Statements der dazu ehörigen Lehrstuhlbesetzer. Man muss zB nur die Rentner wahrnehmen, die im Müll nach Pfand wühlen, um sich die Entsetzlichkeiten, Dummheiten und Grausamkeiten klarzumachen, die seit Kohl verbrochen wurden. Der Jaques Le Goff vom Tegernsee kann gern mehr in diese Richtung schreiben.

0 Der Tiger 27.11.2012, 12:36 Uhr

@DKLehmann + Peter Schulte –...

@DKLehmann + Peter Schulte – Dons Blog ist keine Pflichtlektüre. Darüber hinaus besteht er aus Dons Bericht und den Kommentaren, die der Bericht auslöst. Wenn Sie das langweilt oder nicht gefällt, können Sie uns einfach ignorieren. Andererseits, wenn Sie kritisieren, sollten Sie Ihr Urteil mit ein bisschen mehr Substanz unterlegen.

0 E.R.Langen 27.11.2012, 12:38 Uhr

Nach vier Tagen?? Wollen Sie...

Nach vier Tagen?? Wollen Sie wieder durchhängen??

0 donna laura 27.11.2012, 12:42 Uhr

lieber Kalchas, '500 $ for...

lieber Kalchas, '500 $ for littering' . leicht verdientes geld, möchte man meinen.

0 donalphonso 27.11.2012, 12:43 Uhr

Ich kann nicht nur nicht...

Ich kann nicht nur nicht schreiben, ich bin auch faul.

0 colorcraze 27.11.2012, 12:47 Uhr

@hansgeier: soll das heißen,...

@hansgeier: soll das heißen, Sie meinen, ein Miethaus hat keine Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten? Nur weil Sie es nicht vorgerechnet bekommen wie bei der Verwendung von Wohngeld (über dessen Fälligkeit sie sich keine Illusionen machen sollten - Gerichtsvollzieher kommt da genauso schnell wie bei nicht gezahlter Miete), sondern es "opak" in der Miete enthalten ist und der Hauseigentümer etwas freier oder eigenständiger wursteln darf als ein von Eigentümern bestellter Hausverwalter? @Tyler: Ihre Stoßseufzer sind berechtigt. Einmal sah ich ein Haus in Eigentümergemeinschaft, bei dem sehr unsinnig nur eine Außenwand gestrichen worden war. Anstatt daß man ein paar Jahre angespart hätte und dann alles gemacht. Die Wohnung war schön, aber mit solchen Nickeln wollte ich nicht zusammenleben. Mutmaßlich sind ihnen Geiz und ihr Eigenrecht so wichtig, daß sie die Gesamtsache - für die man ab und an auch mal zahlen muß, auch wenns einen schwer ankommt - völlig aus dem Auge verlieren. Von der Sorte darf es in einem Haus nicht viele geben, sonst wird das Zusammenleben häßlich. Und es braucht immer jemanden, der das Haus mag und baulich kennt und nicht völlig ahnungslos vor nötigen Wartungsintervallen steht (Rohrreinigen z.B.), damit es nicht verlottert. Wer soviel Sorgfalt nicht aufbringen kann, ist als Mieter besser aufgehoben. @Leiselinse: danke, daß Sie das getan haben. Der gar zu pausbäckige Veränderungswahn ist mitunter fehlgeleitet. @wurmstich: Bau- und Entsorgungskosten sozialisieren ist sehr beliebt.

0 prince Matecki 27.11.2012, 12:51 Uhr

Ich bin sehr hin und her...

Ich bin sehr hin und her gerissen, hause ich unter der Woche doch nun auch seit 2 Monaten in Berlin, allerdings in einem anderen als dem hier oder vom D.A. imaginierten. Nämlich in Dahlem, unweit der Domäne, ein wenig ländlich sittlich da Botanischer Garten der Universität um die Ecke, durchaus gepflegte Teile des Campus der FU mit Seminaris - Campushotel in der Nähe und in den Nebenstraßen Häuser und Villen, den den west- vierteligen Vergleich mit der kleinen dummen Stadt oder auch dem entsprechenden Münchener Viertel nicht zu scheuen brauchen, einschließlich der ein oder anderen (bewachten) Botschaft oder Botschafter- Residenz. Fahren Sie ruhig einmal wieder durch die Pacelli - Allee, da passt der Straßenname (nach dem seinerzeit dort residierenden Nuntius) zum Ambiente. Die einzigen ungepflegten Vorgärten hier sind solche von Liegenschaften, die von der FU aufgegeben wurden und vom Senat noch nicht weiter verwertet worden sind. Auch hier steigen die Mieten oder Kaufpreise, aber verglichen mit Münchens Westviertel im Süden ist es eher noch erschwinglich und in St. Bernhard sind in der Sonntagsmesse noch altes Geld, akademische Titel und ein wenig alter Adel. Nur mit Rokoko können wir hier eher nicht dienen, nur mit Bauhaus.

0 E.R.Langen 27.11.2012, 13:04 Uhr

Verstehe: Sie sehen sich...

Verstehe: Sie sehen sich weniger als Stütze, denn als Träger der Gesellschaft - nach dem Motto: träger geht nicht... Allein - vier Tage sind lang, zu lang für die eifrigen Kommentarier.

0 Schrottplatzkatze 27.11.2012, 13:09 Uhr

Gesetzt den Fall, der Anstrich...

Gesetzt den Fall, der Anstrich war tatsächlich nicht nötig, kann man getrost davon ausgehen, dass eine Verwaltung großzügig an der Handwerkerabrechnung partizipiert. Normalerweise gehört die Genehmigung eines Betrages dieser Größenordnung nicht in den Kompetenzbereich einer Wohnungsverwaltung, sondern muss mit Mehrheit beschlossen werden. Dann kommen eventuell aber andere Tricks zum Zuge, dauernde Heizungsüberprüfungen beispielsweise ;-)

0 Don Ferrando 27.11.2012, 13:11 Uhr

@DA 13:43: Das Buffone e...

@DA 13:43: Das Buffone e Fanullone Blog!

Tyler, das Problem bei...

Tyler, das Problem bei Schirrmachers blassem Aufsatz ist, dass er pseudo-aufdeckend ist. Dass darin unterschlagen wird, dass dieses scheinheilige Glücksversprechen der neoliberaler Gangs an den Einzelnen (um Schaufeln für die Goldgrube zu verteilen), woanders längst auch so ist. Dass das genau ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Und wenn der Einzelne dann versage, dann sei der Einzelne ganz alleine schuld, dann habe er nicht genug an sich selbst geglaubt und Fehler gemacht, und diese ganze Palette an Brainwash-Schwachsinn der Psychoworkshops der Schaufelverkäufer-Ökonomie. Überall, nicht nur in seiner Zunft, bei Einzel-Leuten, Bloggern oder sonstigen Idealisten, die ein publizistisches Format mit wenigen Eigenmitteln engagiert stemmen wollen. . Dann diese ängstliche, konzentrierte Fixiertheit auf "Was ist guter Journalismus" und "braucht eine Gesellschaft ihn". . Vielleicht sollte man/er mal kären, was blass und diffus unter guter = Qualtitäsjournalismus zu verstehen ist. Vielleicht braucht eine Gesellschaft nicht zwingend das, was viele heute unter gutem Journalismus verstehen: einen eleganten hochstehenden Stil, Belesenheit, eine fesselnde Schreibe (= Qualität?). Aber sie braucht so etwas wie eine vierte Gewalt. Die couragiert aufdeckt, statt stilvoll zukleistert. Die sich nicht um PR schert, auch keine PR macht, sondern sagt, was ist. Um der ersten, zweiten, dritten Gewalt auf die Finger zu schauen. Nein, ich zähle die jetzt nicht im einzelnen auf, was das ist. Setze politische Belesenheit bei den Lesern voraus.

0 diktionaftis 27.11.2012, 13:37 Uhr

DA: gschdingada Gschwoischädl...

DA: gschdingada Gschwoischädl

Eine gesegnete Faulzeit...

Eine gesegnete Faulzeit wümschend, lassen Sie sich dabei ruhig Zeit fürs Beschreim der menschlichen Abgründigkeiten. Viele Menschen denken ja, Faulsein sei einfach nur so, oh nein, weit gefehlt. es ist dies ein ungeheurer produktiver Prozess, der viel Energie absorbiert und nur durch weiteres Faulsein usw. http://www.youtube.com/watch?v=3x_itdP2UxE

0 donalphonso 27.11.2012, 13:45 Uhr

Freile!...

Freile!

0 Jonas Amazonas 27.11.2012, 13:55 Uhr

Die - diesmal recht schlichte...

Die - diesmal recht schlichte - Moral der Geschichte habe ich begriffen, aber was ist bzw. woran erkennt man bloß ein "Pornobett"?

0 astroklaus 27.11.2012, 13:56 Uhr

Wen als Ergänzung eine mehr...

Wen als Ergänzung eine mehr grundsätzliche Sicht interessiert als den reinen Internet-Bezug, dem empfehle ich zu Schirrmachers Artikel, auch mal über die Grenzen zu schauen: am 20. November hat Markus Spillmann in der NZZ einige interessante Gedanken aufgeschrieben (http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/macht-ohnmacht--und-viel-schlendrian-1.17824799 bzw. bei den Kommentaren suchen). Die beschriebene Sicht, bewußt nicht "neutral" zu bleiben, ist in D eher verpönt, andererseits ist nach meinem Eindruck die erwünschte Unabhängigkeit bei der NZZ tatsächlich eher glaubhaft als bei so mancher deutschen Qualitätszeitung (bei der die Anzeigenkunden oft ziemlich fett zwischen den Zeilen zu sehen sind) - und soweit ich weiß, schlagen sie sich besser auf dem kombinierten Print- und Onlinemarkt als viele Andere.

0 Der Tiger 27.11.2012, 14:05 Uhr

@Prince Matecki – Sie haben...

@Prince Matecki – Sie haben zwar kein Rokoko in Dahlem, aber mein bleibender Eindruck von Dahlem ist der Weihnachtsgottesdienst in der kleinen alten Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert (soweit ich mich erinnern kann). Widerstand gab es da auch, denn es war die Gemeinde Niemöllers. Selbst wenn Sie katholisch sind, würde ich Ihnen einen Besuch empfehlen.

Sehr geehrter Don, scheinbare...

Sehr geehrter Don, scheinbare Banalitäten - wenn sie erst einmal ausgesprochen sind - schlagen oft hohe Wellen. Und nicht Jeder versteht den Sinn. Ich schätze den Beitrag, und die Diskussion ist ja nicht durchweg unerfreulich. Man kann es nie allen rechtmachen.

0 C. von Egern 27.11.2012, 14:29 Uhr

Nur saubere Toilettenanlagen...

Nur saubere Toilettenanlagen bleiben sauber. So lernt man das in der Gastronomie. Also pissed pissoires = broken windows. So einfach wie wahr, das klappt auch in Wohngemeinschaften. Siehe auch: Dirty sink Theorie.

@ DA : Schön und ich hoffe es...

@ DA : Schön und ich hoffe es irritiert nicht, "urdeutsch". Jeder hat als Kind das Zimmer das er/sie/es herrichtet. Beim Wohnumfeld ist das später nicht anders. Man könnte da inhaltliche Zusammenhänge daherschreiben. Meine Eltern brauchten keine brocken windows, die haben immer gesagt "ein Teil das herumliegt verdirbt den gesamten Eindruck und das zweite Teil legt sich schnell daneben". . @ Vroni 27. November 2012, 14:23 : Könnte der Artikel der Ausdruck von Hilflosigkeit sein? Zeitungen abschreiben, um das Gefühl für Rechtschreibung zu verbessern ist passe. Inhalte sind oft auch passe. Die Erkenntniss, daß ein Normalo von der Strasse vielleicht bessere und gehaltvollere Artikel zu Wege bringt, als ein im Prekariat gehaltener Angestellter, entbehrt die Einsicht, daß der Normalo oft auch ein im Prekariat gehaltener ist. Struktur vermitteln (eine Grundaufgabe von Medien) ist passe. Die Offensichtliche Polarisierung der Allgemeinheit, dei Panikmache und Hetze, im offensichtlichen Auftrag der Werbeeinahmen macht die Medien zu Huren. Nicht jeder mag zur Hure gehen.

0 Der Tiger 27.11.2012, 15:41 Uhr

@astroklaus – Bis vor...

@astroklaus – Bis vor kurzem, das heißt solange sie umsonst war, habe ich regelmäßig die NZZ online gelesen. Jetzt geht das nicht mehr. Ich habe mir ernsthaft überlegt, ob ich mir ein Abonnement leisten soll (neben 1000 euro/Jahr Auslandkioskausgabe der FAZ und NRC Abo). Was die Qualität betrifft, halte ich die Artikel des Herrn Spillmann nicht besser als die der FAZ Herausgebern, aber dennoch sehr interessant, denn er vertritt die Ansicht eines Schweizer, die natürlich in manchen Beziehungen anders ist als die der Herausgeber einer vergleichbaren deutschen Zeitung. . Aber was die Reklame betrifft, finde ich die NZZ online (Papier kaufe ich zu selten, um es fair zu beurteilen) eindeutig irritierender als die FAZ. . Die digitale NZZ einschließlich Sonntagsausgabe kostet 600 Franken/Jahr. Für Leute, die in Zürich ihr Geld verdienen ist das wahrscheinlich nicht viel. Andererseits sind die Gehälter der NZZ Leute Zürich-hoch. Nach längerem Überlegen habe ich eingesehen, dass ich es mir nicht leisten kann... schade. Also kann ich den von Ihnen empfohlenen Artikel auch nicht lesen.

0 donna laura 27.11.2012, 15:42 Uhr

lieber Jonas Amazonas, sagen...

lieber Jonas Amazonas, sagen wir einmal so: a. lila. wer hat schon ein fehlbarbenes bett? b. vermutlich rund oder angerundet. wer hat schon ein rundes bett, der nicht so ein dings mit einem der dämlichsten namen (oft incl. der entsprechenden damen) der welt an der decke hängen hat, das anscheinend gewisse aktivitäten spannender machen soll (wenn man sich nicht mal wieder verheddert, aber so etwas kommt ja nicht vor, weil es nicht vorkommen darf; lachen über diesen unglücklichen umstand im übrigen auch nicht, denn wer lacht darin schon, wenn er zu *hüstel*n beabsichtigt). spannender? c. kleine spiegelleisten. aber wer hat schon solch kleine spiegelchen im boudoir, doch nur der, der hofft, dass sein kleines etwas den rahmen jener miniaturspiegelchen sprengt, also immerhin etwas, irgendetwas zu sprengen vermag, also keinen grösseren spiegel benötigen möchte (http://www.youtube.com/watch?v=boX2bqppQ_w). d. kunstleder. e. ösen für die flauschfesseln. (unweigerlich muss man beim proneaubett und beim unwort flausch an ThorHas 'puschel'-wort denken, die sich als worte beide sich auf der anderen seite der skala der peinlichkeiten im umfeld der latzhose vom martin wiederfinden.) . was mag wohl damals in des geschätzten gastgebers kopf vorgegangen sein? lieber don, sicherlich hätten sie noch eine andere unterkunft gefunden, damals, denn ganz so, wie prince Matecki es beschreibt, existieren auch dort ein paar westviertel. . allerdings ergäben sich unter umständen beim morgendlichen brötchenkauf ein paar kontakte mit der springerpresse - eine wahl allerdings zwischen scylla und charybdis.

0 Der Tiger 27.11.2012, 17:14 Uhr

Was das Geschäftsmodel der...

Was das Geschäftsmodel der NZZ angeht, habe ich mir Gedanken gemacht, als ich des Herrn Spillmanns Ausführung zu dieser Änderung zuhörte (damals noch umsonst). Bei einer Papierzeitung kann man mal eine kaufen, mal nicht. Diese Möglichkeit - täglich zu entscheiden, ob man Interesse an einem bestimmten Artikels/ und/oder genug Zeit zum Lesen hat - besteht online nicht. Ist das klug? Überhaupt, ist es im Interesse der Zeitung, bei jedem Artikel auf grau zu schalten? . (Soweit ich verstehe, kann man 20 Artikel im Monat umsonst lesen, aber nach 20 Artikel weigert sich in meinem Fall die Funktion und neu/update registrieren geht auch nicht.)

Da hat die liebe Laura, nicht...

Da hat die liebe Laura, nicht verwunderlich eigentlich, dasselbe Ferienhaus auf der Florentiner Seite der Toskana besucht. Da war die Dusche mit Glassteinen ummauert, das Schlafzimmer hatte drei Wasserbetten sowie ein italienisch sprechendes Bubblebad und ueber einem Bett hing ein 3 x 4 m langer Spiegel in gefaelschter Barockfassung. . Damals verlor ich meinen Unterleib. Er versucht wieder zurueckzukommen. Bleibt aber immer irgendwie im Verkehr stecken.

Aus dem NZZ-Statement, worum ...

Aus dem NZZ-Statement, worum es um "ev." Einflußnahmen geht:"................wobei es unterschiedliche Ebenen der Dreistigkeit gibt." -- Ein solches Bett ist ein benötigtes Requisit zu einem ebensolchen Film (vermutlich).

Den Anstoß vom werten...

Den Anstoß vom werten Blogwalter aufnehmend, plädiere ich für die Einführung einer neuen Währung, zumindest als alternative Parallele. 1.--O entspr. 1.-- € 1.--O gleich ein Oblomow. Das wäre doch eine der Lösungen für die Reduzierung/Abpufferung des Klimawandels. Denken Sie daran wie ein scheiternder Regierer über Nacht, durch Aussitzen unter Zuhilfenahme einiger drängelnde, unerschrockener, unautorisierter Trabifahrer, eine zerissene Nation einigte. Solches und weiteres Nichtstun sollte doch eine Belohnung, sozusagen im Rückwärtsgang, verdienen. So gewänne auch der Luxus der Faulheit eine verdienstvollere Beurteilung und dessen ungechtfertigter Niedergang würde aufgehalten. Über weitere Konsequenzen lohnt es sich nachzudenken. Auch Sie, werter Herr Binsack, sollten diesen Aspekt unter neo-lenistisch-marxistischen Aspekten unserer Community darlegen und auseinanderklamüsern wollen.

Wow!! Gangnam for Xmas from...

Wow!! Gangnam for Xmas from Texas. http://www.tdg.ch/monde/Gangnam-style-fait-pulser-leur-deco-de-Noel/story/14898206

0 hansgeier333 27.11.2012, 18:37 Uhr

colorcraze, grad egal, wie Sie...

colorcraze, grad egal, wie Sie die nicht aus dem Nichts kommenden nicht (auf Mieter) umlegbaren Nebenkosten nennen: sie sind da. Ein weiterer schöner Vergleich ist, wenn einem ein Mehrfamilienhaus selbst gehört und man daher die Kosten selbst in der Hand hat, oder man nur mangels Masse oder Diversifikationsstreben WEG-Teilhaber ist. Schönes Thema auf WEG-Versammlungen: die Versicherung(en) fürs Haus. Natürlich gibts da keine kick-backs. Aber, wie unser verehrter Hausherr vorgibt: Von der Etsch bis an den Belt: überall(es) dasselbe Wohngeld. Nachtigall, ick hör Dir trapsen. Und den allzeit trockenen Stellplatz für lau. minima non curat praetor.

0 colorcraze 27.11.2012, 18:59 Uhr

@donna laura: Sie brauchen...

@donna laura: Sie brauchen offensichtlich nicht in der Stadt zu leben, um sich das vorzustellen, was es dort so alles nebeneinander gibt... @Tiger: ah, 20-Artikel-Beschränkung. Das geht so ungefähr in die Richtung, die ich dachte, ist aber noch nicht so wirklich ausgereift. Eigentlich müßte man drauf achten, daß die Bots nicht zu voll werden, etwas langsamere Menschen aber doch genügend lesen und kommentieren können. Die sonntägliche Sperrung der Kommentarfunktion bei der NZZ wirkt auf Berliner zumindest sehr befremdlich. Schließlich ist Zeitungslesen und seinen Senf dazugeben doch gerade ein Wochenendsport.

0 colorcraze 27.11.2012, 19:04 Uhr

@fionn: ungehemmte Deutsche...

@fionn: ungehemmte Deutsche würden da jetzt nach LEDs kramen, um das Ganze noch leuchtender und noch stromsparsamer zu machen. - Mal sehen, wie es diesmal wird mit der Weihnachtsdeko, aber ich glaube, diesmal ist man wie schon letztes Jahr relativ zurückhaltend. @prince matecki: tja, Bauhaus. Das ist halt, was einem an der Pacelli-Allee nicht so arg gefällt.

0 Der Tiger 27.11.2012, 19:19 Uhr

Heute haben mich die Herren...

Heute haben mich die Herren FAZ Herausgeber auf eine ernsthafte Probe gestellt: Soll ich mich dazu bequemen, für Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia einen kleinen Kommentar zu schreiben? Aber womit finge ich an? Der aktuelle Beitrag dieses Blogs liest sich wie von einer Erstsemestrigen in Kartographie geschrieben. Mein Doktorvater – Gott habe ihn selig – Prof. Dr. Dr. Erik Arnberger würde sich im Grabe herumdrehen… obwohl er meiner/seinerzeit noch keine große Begeisterung für Computer zeigte.
.
Aber ich habe den Humor der Sophia Amalie Antoinette Infinitesimalia schon einmal herausgefordert und herausgefunden, dass sie keinen hat. Wenn ich ihr dann noch ein paar amüsante Erlebnisse aus meiner echten computergestützten Kartographielehre erzählen würde, wäre das wie Perlen vor die Säue werfen.

0 donalphonso 27.11.2012, 21:04 Uhr

Wir sind Schreiberlinge,...

Wir sind Schreiberlinge, keine Wissenschaftler. Wir brechen, soweit möglich, hinunter. Das mache ich auch. Ich denke, jede Hausverwaltung könnte sehr versierte beiträge über Kosten für Renovierungen mitsamt gesetzlichen Grundlagen schreiben. Aber darum geht es nicht wirklich, und mittlerweile finde ich auch die ein oder andere Einlassung bei DEM (und nicht nur im letzten Beitrag) wenig erbaulich. Nichts gegen Kritik und Debatte, aber inzwischen habe ich schon den Eindruck, dass dort die Trolle bleiben und andere eher keine Lust mehr haben. Und ich würde auch gern auf so ein Ausweichen in dieses Blog verzichten, Dafür fehlt mir nämlich inzwischen auch ein wenig der Humor.

0 Der Tiger 27.11.2012, 21:36 Uhr

Sehr geehrter Don Alfonso!...

Sehr geehrter Don Alfonso! Also als Schreiberling würde ich Sie dann doch nicht bezeichnen. Darunter stelle ich mir einen Eckermann am Stehpult vor, der aus den laut vorsichhingemurmelten Gedanken eines Goethes, der im Zimmer hin- und herläuft, vernünftige Sätze herausfischt. Schreiberling schreiben, was man ihnen diktiert. Dazu scheint mir, was Sie schreiben, viel zu originell und amüsant.

0 mediensegler 27.11.2012, 22:06 Uhr

tylerdurdenvolland 27....

tylerdurdenvolland 27. November 2012, 01:47 "Auch sie machen den gleichen „Fehler“, den hansgeier moniert. Sie sind offensichtlich „nur“ Mieter. Ergo: Ihre Interessen sind ohne Belang." ?! Aus welchem meiner Kommentare entnehmen Sie das? Sie sind doch nach Japan ausgewandert, weil man da besonders höflich ist. Mietern zu erklären, Ihre Interessen wären ohne Belang, halte ich für unhöflich. Und seien Sie versichert, dass ich mich nicht angesprochen fühle. Ohne Mieter haben Hausbesitzer, sofern sie nicht selbst drin wohnen, ein Problem.

0 Helmut Weiß 27.11.2012, 22:28 Uhr

Der Berlin-Knochen ist doch...

Der Berlin-Knochen ist doch abgenagt. Einfach mal bei Google das Stichwort "Vermüllung München" eingeben. Da gibt's was Frisches zu knabbern.

0 bertholdIV 27.11.2012, 22:47 Uhr

@prince matecki mit dahlem hat...

@prince matecki mit dahlem hat derTiger schon ein muss auch für den Katholiken genannt

0 mediensegler 27.11.2012, 23:04 Uhr

Holly 01 27. November 2012,...

Holly 01 27. November 2012, 15:42 Schöner Wohnen, Landlust und gewisse Serien im öffentlich-rechtlichen kollidieren halt öfter mit der Wirklichkeit, bei Jungen als auch Alten. Während man selbst noch repariert und renoviert, stellt man fest, dass andere die Prioritäten auch anders setzen. . Filou27. November 2012, 18:35 Aber Sie sind nicht ohne, hat nur ein Eigenleben. Zumindest versucht er es. Vielleicht im Kreisverkehr falsch abgebogen?

0 mediensegler 27.11.2012, 23:32 Uhr

The Great Artiste 27. November...

The Great Artiste 27. November 2012, 01:22 "hatte leider nichts zum Wischen" der war gut. Bin aus ähnlichen Gründen im ganzen Haus verkabelt, Ethernet, nix W-lan, Wan-Tans sind schon eher mein Ding, nicht gekocht, frittiert, gerne auch mit Fisch, beim Cocktail muss es nicht die große Nuss sein, probieren Sie mal Wodka, Limettensaft und Creme de Cacao weiß, (Weiß gleich unschuldig, auf keinen Fall braun) zu gleichen Teilen, hört sich beknackt an, ist aber echt (lecker darf man hier auch nicht sagen) Mann, was gibt`s hier viele Regeln. . Da fällt mir ein, ich würde hier schon gerne mal die Hausordnung sehen. ;-) . Leiselinse, machen Sie ruhig etwas lauter.

0 mediensegler 27.11.2012, 23:41 Uhr

Der Hausbesitzer hat ganz...

Der Hausbesitzer hat ganz andere Probleme. http://www.1777.de/news/road-built-house-chinese-couple-refuse-move/

Man könnte mal über den...

Man könnte mal über den größten Luxus schreiben seit Aufstieg und Niedergang: Zeit. . Als Kind hatte man soviel davon. @ Holly Trotzdem hätte ich keine Zeitung zur Besserung der Rechtschrift nochmal abgeschrieben. Pah! Aber ich weiß noch, wie ich meiner geliebten Lehrerin ein rotes Eichhörnchen malte mit vielen Blumen darum herum. Da war ich acht.

@ Don Alphonso27. November...

@ Don Alphonso27. November 2012, 22:04 : Werter DA, Sie sollten aber nicht zu streng sein. Ein Schreiberling ist wie ein Verkäufer und kann alles verkaufen aka zur Geschichte zusammen schreiben. Es geht eher um Inhalte, also das Vertreten von selbigen. Selbst wenn es nur noch 2 Nachrichtenagenturen gibt, so muss man doch nicht jeden Schweiss unrefelktiert nachplappern oder noch schlimmer per copy/paste die Blöcke so dreist heraushacken, dass der Sinn auch noch verloren geht. Herunterbrechen um die Leser abzuholen und in die Materie mitzunehmen wäre ja ok, aber man vermißt doch oft den Bogen, der einen irgendwo hinführt. Oftmals hat man den Eindruck, der Schreiber müsste sich selbst erst eine Kopfgeschichte erzählen, um "ein es war einmal" oder ein "es wäre möglich" hinzubekommen. Selbst bei versierten und langjährigen Schreibern (die ansich auch Inhalte vertreten) trifft man immer öfter auf "backen ohne Mehl und kochen ohne Wasser, Untertitel, wenn die keine Inhalte hast, dann sind Relativierungen, Zweifel und Ironie deine besten Freunde". Die Verleger bekommen was sie zulassen und bezahlen, bzw. was die Verleger an Inhalten von Nöten erachten, um die Werbung transportieren zu können. . Wenn die Trolle Sie annerven, dann schalten Sie die einfach nicht frei. Sie haben alle Hausherrenrechte ..... und ich erinnere mich, dass Sie auch schon ein paar mal darauf hingewiesen haben, diese Rechte einzusetzen.

0 Dreamtimer 28.11.2012, 02:53 Uhr

"Im Gegensatz zu ThorHa lese...

"Im Gegensatz zu ThorHa lese ich die Aktivität jener Dame, die da die tausendjährige Linde auf öffentlichen Grund gleich mitpflegt, als Beleg für das Funktionieren von „Gemeinwirtschaft“." . Aus einer gewissen Distanz betrachtet, ähneln sich die kapitalistische und die humanistische Position doch mehr, als sie sich voneinander unterscheiden und als den Humanisten lieb ist. In beiden Fällen arbeitet die Frau, um ihren Erhalt in der Gesellschaft sicher zu stellen; ist sie Humanistin noch mit dem zusätzlichen guten Gewissen, der Allgemeinheit einen Dienst zu erweisen, aus Liebe zu den Menschen oder weil man es zu einem Erziehungsgrundsatz gemacht hat, wie einst im sozialistischen Staat. . Was aber, wenn die primäre Gemeinschaft hier die zwischen einer alten Frau und einem nicht-menschlichen Wesen, eben einer alten Linde ist, die Respekt genießt, ohne das die Frau im Austausch für ihre Arbeit etwas zurückerwartet, ausser vielleicht, dass die Linde weiterlebt? Sie betreibt gerade keine Wirtschaft. Die Linde wird durch sie in die menschliche Gemeinschaft eingeschlossen, ohne dass sie jemals aufhörte etwas anderes zu sein als eine Linde. Sie besitzt keinen mythisch-allegorischen Charakter ( "Lebensbaum" ); sie wird auch nicht von Geistern bewohnt, an die sie spiritistisch glaubte, etwas wodurch die Frau quasi zu einer Hexe würde, die man gut katholisch verbrennt, modern aufklärt und postmodern befreit - damit sie, wiederverzaubert, mit ihrer Hexen-Religion glücklich werden kann. Die Linde ist für sie vielleicht noch ein Geschöpf Gottes wie alle anderen auch, etwas, das nicht weiter interpretiert wird und womit der symbolische Exzess schon wieder endet.

0 Tyler Durden Volland 28.11.2012, 05:08 Uhr

@Don Alphonso, machen sie...

@Don Alphonso, machen sie einfach so weiter so, wie sie es wollen, das ist schon alles ganz richtig so. Sie sehen ja hier zu welchen Diskussionen sie Anlass geben, dass das Vielschichtige manche übersteigt, das braucht keinen wundern. Sie sehen wie viele hier sehr, sehr aufmerksam mitlesen…. @Vroni,. Natürlich haben sie mit all dem richtig, nur ich schreibe und schaue mir halt immer alles von „draussen“ an. Meine Bedürfnisse finde ich nun mal nicht innerhalb des Systems befriedigt, und mir erscheint die Schlussfolgerung Schirrmachers so einleuchtend, weil sie mich nicht stört und ich meinen Lebensstil nicht gegen ihn verteidigen muss. Wer aber Teil des „Systems“ ist, den müsste doch vor dem grauen, was da zu kommen droht, wenn er recht behält (was ich glaube). Sie sehen es doch selber: „Aber sie braucht so etwas wie eine vierte Gewalt. Die couragiert aufdeckt, statt stilvoll zukleistert.“ Schauen sie sich an was aus vor langer, langer Zeit mal Lesbarem, wie Süddeutscher und Spiegel, Zeit, FR und taz geworden ist. Schauen sie sich an wie ALLES, ÜBERALL, rücksichtslos zensiert wird. Gerade die FAZ tut sich dabei recht unrühmlich hervor. Alles was dem eigenen Interesse der Medien Konzerne im Forum widerspricht, wird weg-zensiert. Dadurch entsteht dann die Wahrheit der Schirrmacherschen Klick-Zahlen. Als Beispiel lesen wir seit Jahren Lügen über die Griechenland Lage, gestern nun endlich war die Wahrheit nicht mehr zu verheimlich. Sogar die Tagesthemen sprachen es aus. Die Kredite welche die Privatbanken aus spekulativen Gründen an Griechenland vergeben haben, sind jetzt weitestgehend sozialisiert, und der Steuerzahler beginnt zu zahlen. Haben sie eine Vorstellung davon wie viele (natürlich nicht nur meiner) Beiträge im Wirtschaftsteil, gerade auch der FAZ, diesbezüglich zensiert worden sind, um den Deckel drauf zu halten? Unter dem verlogenen Vorwand der nettiquette? Wie sieht sie denn ihrer Meinung nach aus, die Gesellschaft die Schirrmacher ankündigt, voller Orwellschem NewSpeak? Kennen sie ausser diesem hier auch nur noch ein Forum in dem jeder Wahrheit, auch der der anders Denkenden noch grenzenloser Raum eingeräumt wird?

Sehr geehrter Don, was Prinz...

Sehr geehrter Don, was Prinz Matecki eleganter andeutete: warum haben Sie auch in Schöneberg gewohnt? Genereller: mir fällt auf, dass es bei Ländervergleichen häufig schwierig ist kulturelle von sozialen Unterschieden zu trennen. Gepflegtes Eigentum: zumindestens hier in Frankreich haben wir das Problem der pleiten Eigentümergemeinschaften, weil bei den horrenden Immobilienpreisen nicht bedacht wurde, dass (was für) Nebenkosten anfallen. Heizung ist hier häufig ein schönes Problem (Betrieb und Wartung). Übrigens, bei Wartung, da bin ich mal darauf gespannt, wie sich die schönen neuen Niedrigenergiegebäude machen werden. Letzte Idee in Frankreich: die Heizung verstaatlichen (hat gerade eine Gemeinde im Süden des Pariser Grossraums für eine Grosswohnanlage mit mehreren 1000 Einheiten beschlossen, "damit da kein Spekulant (aka betriebswirtschaftlich funktionierendes Unternehmen) Marge verdient". Dazu muss man wissen, dass dem Dienstleister so 3,6 mio Euro geschuldetwerden und letzterer den Vertrag nicht verlängern wollte, aber auch kein anderes Unternehmen Anstalten machte, das zu übernehmen. Selbstverständlich ist die Anlage sanierungsbedürftig. Bei Eigentümergemeinschaften, die nicht privatisierte Sozialwohnungen sind, in Paris unterscheidet sich die Lage nur in der Grösse der Zahlen.

Medien im Umbruch - wird sich...

Medien im Umbruch - wird sich das Internet halten? http://www.titanic-magazin.de/uploads/pics/Print-oder-digital.jpg . ^^

In der Schweiz sagt man "Von...

In der Schweiz sagt man "Von den Reichen lernt man sparen".

@ DA. Wollen Sie...

@ DA. Wollen Sie bitte "s'Glump is zwoiamoi (..zweimal?) deia" übersetzen.

0 donalphonso 28.11.2012, 08:28 Uhr

"Das MInderwerttige ist...

"Das MInderwerttige ist zweimal teuer", bedeutet, man zahlt bei Schlechtem drauf.

Zur Lage der Zeitungen: Wisch,...

Zur Lage der Zeitungen: Wisch, wisch, fertig gebacken ist der (stinkige) Fisch. -- Wer hätte je gedacht, dass die drögen Brüsseler Beamten und vor allen Dingen die Politiker sich zu solch kunstvoll verschlungener, futuristischen Lyrik aufschwingen könnten wie bei der papierenen Alimentierung Hellas? Keine Sau blckt da noch durch, aber alle nicken die progressiv kreditierenden Schwurbelsätze erleichtert ab. Wie man sieht ist Lyrik keine luxierende, im Niedergang begriffene Literatur-gattung. Der Musentempel ist belebt wie das perennierende Mirakel Europa.

„Das schöne...

„Das schöne Leben“ . @Hermes: So neu ist die Währung vermutlich gar nicht. Literarisch ist Oblomow (von Iwan Gontscharow) ein Genuss, dennoch wäre er als reale Figur, oder auch als Kopf auf einer Euromünze z.B., vermutlich schon eine Zumutung. Lenin hat sich wiederholt wegen der weitverbreiteten „Oblomowerei“ im russischen Volk beschwert, dabei rekurrierend auf den polemisch gebrauchten Begriff schon in der sozialrevolutionären Literaturszene - http://www.eigensinn.zm96.de/artikel.php?id=26. So ironisierte er böse: „Die Oblomows sind geblieben, und zwar deswegen, weil der Oblomow nicht nur ein Gutsbesitzer war, sondern auch ein Bauer, und weil er nicht nur ein Bauer ist, sondern auch ein Intelligenzler war, sondern auch ein Arbeiter und Kommunist. Es genügt uns selbst anzuschauen, wie wir Sitzungen abhalten, wie wir in den Kommissionen arbeiten, um zu sagen, der alte Oblomow ist übrig geblieben, und man muss ihn waschen, reinigen, bürsten und schlagen, bis irgendein Sinn aus ihm herauskommt." (vgl.: http://forum.rollingstone.de/showthread.php?t=41132, zuletzt entnommen 28.11.2012) . Wie nahe sich allerdings (postmoderner Nihilismus und russisch-orientalische Oblomowerei sind, zeigt womöglich die Neigung zu einem gewissermaßen postmodernen Oblomow nunmehr auch im Westen, bekannt hier unter dem Titel „Das schöne Leben“, http://fm4v2.orf.at/zita/222266/main. Ein amüsanter Gedanke, dass diese Literaturfigur nicht nur den Sozialismus, sondern jetzt auch den Kapitalismus zugrunde richten könnte. Als einen interessanten Fund zu diesem Thema möchte ich diesen hier vorstellen: http://www.wikiservice.at/buecher/wiki.cgi?FritzMierau.

Damit das Subjekt sich nicht...

Damit das Subjekt sich nicht erregt (siehe auch: http://blog.herold-binsack.eu/?p=2218) . „Manche schaffen es, sich selbst und ein paar Leute unter den Bedingungen extremer Selbstausbeutung zu ernähren…“ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zukunft-des-journalismus-das-heilige-versprechen-11970610.html) Solches und Ähnliches sind ein Beleg dafür, wie leicht es sich doch Herr Schirrmacher hier macht. Wie unlauter seine Kritik an den Nichtprofessionellen ist. Mit gespieltem Augenaufschlag wird uns da untergejubelt, dass ein FAZ-Redakteur unterhalb der Chefredaktion von seinem Gehalt leben könnte. Weiß doch längst auch das unbelesenste Volk, dass die ganze Branche von der Selbstausbeutung ihrer Lohnsklaven lebt. Ich selbst würde für ein derartiges Gehalt nicht arbeiten, daher bekommt Ihr auch meine Beiträge kostenlos. Aber Scherz beiseite. Es stört mich vor allem die Scheinheiligkeit, mit der uns „Qualitätsjournalismus“ angepriesen wird. Welche Informationen erhalten wir denn, die wir nicht von dpa direkt erhalten könnten, bzw. welche Informationen werden uns vorenthalten, damit das Subjekt sich nicht erregt? Mal abgesehen davon, dass Journalismus mehr ist als Informationen beschaffen.

0 prince Matecki 28.11.2012, 09:25 Uhr

Ach meine lieben Mitleser und...

Ach meine lieben Mitleser und Mitdiskutanten, ich bin ja nur ein ungebildeter Soldat, doch kenne ich auch vom anderen Gesangbuch die St. Annen-Kirche in Dahlem, das ist die alte (Dorfkirche) seit 1225, mithin aus vorreformatorischer Zeit, ebenso wie die Jesus-Christus Kirche, das ist die Moderne, die Anfang der 30er Jahre gebaut, doch einen starken Gestaltungsanspruch in den - eher kleinteiligen - Siedlungsraum hinein stellt. Und ja, Bekennende Kirche und vom U Boot zur Kanzel sagen mir genau so etwas wie ich aus dem Kopf zitieren kann: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag, Gott ist mit uns am Abend wie am Morgen und ganz gewiß an jeden neuen Tag! Es ist, natürlich, in der Todeszelle geschrieben, in jenem lutherischen gleichwohl, in dem man noch wenn man wüsste das anderen Tags die Welt unterginge, heute noch ein Apfelbäumchen planzen wollte, und in Gottvertrauen, etwas das manchen heute abgeht.

Ergänzung: Der letzte Beitrag...

Ergänzung: Der letzte Beitrag - Damit das Subjekt sich nicht erregt - war an Tyler gerichtet, und sollte ihn bestätigen bzgl. seiner Kritik an der Zensur in der FAZ. Denn dieser Beitrag wurde nicht von FAZ freigegeben!

0 HansMeier555 28.11.2012, 09:26 Uhr

Google Erbarme Dich unser...

Google Erbarme Dich unser

Also, wenn man bloss spiessig...

Also, wenn man bloss spiessig geworden wäre... Reaktionär! Die aktuelle Frage der Familie Icke heisst: Scout de France oder Scout d'Europe für die Kleinickes! . Aber eine andere Frage: Wie kommt es, dass unsere Kapitlistischen Freunde sich so benehmen, als wollten Sie den Spruch: von der Ssssofjett Union lernen heisst siegen lernen und mit durch von keinerlei Erfahrung getrübte Dogmatik Menschen und Gesellschaft im Sinne der eigenen Ideologie umzubauen trachten? Gut, der Inhalt der Schriften ist ein Anderer als der derer des Iossip aber sonst?

@Der Tiger: "Dahlem ist der...

@Der Tiger: "Dahlem ist der Weihnachtsgottesdienst in der kleinen alten Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert ... würde ich Ihnen einen Besuch empfehlen." Auf jene Fall! Auf dem die Kirche umgebenden kleinen Friedhof liegen auch Gollwitzer und Dutschke. . Und gegenüber ist die (ebenfalls einen Besuch wert, besonders an "Markttagen") Domäne Dahlem, mit Felder, Kühen, Schafen, Schweinen, Ziegen, einem Hofladen, eigene Küche, etc. ...und dem besten Berliner Weihnachtsmarkt: wie eine große Familie, keine Besoffenen, kein Pöbel, kein elektrische Weihnachtsgedudel ... sondern jede Stunde (oder so) ein Bläserquintett alter Herren.

0 donalphonso 28.11.2012, 10:06 Uhr

Was die Kommentare angeht,...

Was die Kommentare angeht, kann man nicht von "der FAZ" sprechen, es gibt da ganz unterschiedliche Veröffentlichungskriterien. Ich lösche so wenig wie möglich.

0 donalphonso 28.11.2012, 10:09 Uhr

icke, ich glaube, die machen...

icke, ich glaube, die machen das weitaus klüger, denn es hat ja nicht jeder nichts, sondern es gibt Verlockungen des Aufstiegs (immer noch) und dazu noch den neuen Druck von Unten durcj die Gefahr des Abstiegs. Keiner regt sich über Steuerbetrug auf. aber alle schimpfen über Sozialmissbrauch. . Und den Rest fälscht die Bundesregierung im Armutsbericht zurecht. ist doch gar nicht so schlimm.

0 donalphonso 28.11.2012, 10:12 Uhr

HansMeier555, leider vergeben...

HansMeier555, leider vergeben sie uns aber nicht unsere Datenschulden.

0 donalphonso 28.11.2012, 10:14 Uhr

prince Matecki, offen gesagt...

prince Matecki, offen gesagt glaube ich, dass etwaigen wunderbaren Mächten der Mensch nicht viel bedeutet, wenn er sich dauernd so binimmt, und das zurecht. Ich denke mir das immer auf dem Berg: Der Berg ist gross und ob ich lebe oder sterbe, ist ihm egal.

0 HansMeier555 28.11.2012, 10:47 Uhr

Datenschulden? Hab ich solche?...

Datenschulden? Hab ich solche?

Re Der Euro Ohne die PIGS...

Re Der Euro Ohne die PIGS wäre der Euro m.M.n. schon die STAERSKTE Währung der Welt geworden, mit SEHR negativen Folgen für die deutsche Exporteure resp. Wirtschaft insb Jobs. Also, wie die Amerkaner sagen: There is NO FREE LUNCH. ` ==================

0 colorcraze 28.11.2012, 11:01 Uhr

@icke: In Frankreich singt man...

@icke: In Frankreich singt man auch schon "wer hat den Mann mit dem Koks bestellt"?? @Hermes: Oblomow für alle! @DA: vielleicht weil Steuerbetrug der rote Teppich ist, auf dem ein paar Celebrities einherschreiten, und für diese Teilhabe am Glanz tut man doch alles. Den gibt man nicht so gern auf, siehe die Hotels mit dem echten Ledersofa in der Lobby und der Tropfsteinhöhle hinten in London.

Don Alphonso, natürlich,...

Don Alphonso, natürlich, Selbstermächtigung führt zu Schuld eigene; während eben die Schwäche des Staatsglaubens jenseits des Antifaschutzwalles war, die Verantwortung für Alles übernehmen zu wollen (Bewusste Avantgarde...). Aber, haben wir denen nicht immer auch ihren Dogmatismus an sich vergeworfen? Und zu den Guten Mächten: Glaube ist Gnade. Ich wünsche eigentlich Allen (ohne Hohn), beidem nie zu bedürfen. Allein, das Leben ist erfahrungsgemäss so nicht.

@fionn: Ein Satz...

@fionn: Ein Satz Korinthenkackerei: Das amerikanische Sprichwort heisst TANSTAAFL - There Aint No Such Thing As A Free Lunch. Kann man im Prinzip gar nicht oft genug erwähnen Gruss, Thorsten Haupts

DA@28. November 2012, 11:14:...

DA@28. November 2012, 11:14: Nu sind´Se ma nich so pessimistisch. Der ganze Olymp ist mit Ihnen und allen Ihren Gleichgesinnten. Die Rejierung meint es doch nur gut mit sich. Das Haus muß sauber und proper aussehen bis zur kommenden BT-Wahl. Da muß halt der zuville Kehrricht untern Teppich. -- Devin@: Zur Simultanfrage fällt mir ein, dass ich vor einigen Jahren einen hochinteressanten Film bei ARTE (?) sah, der die Theorie einer immens tüchtigen französischen Wissenschaftlerin in praxi widerspiegelte. Ihrem beweiskräftigen Urteil nach sind die Höhlenmalereien in Südfrankreich nichts anderes als auf die Höhlendecke projizierte Sternbilder, incl. einer wunderbaren Kosmogonie ohne Quantensprüngen u. dergl.. Die freundliche Kollegenwelt machte sie natürlich nieder, da diese sonst unter den obsolet gewordenen eigenen Büchertürmen begraben worden wäre. Watt mutt datt mutt. Den Oblomow halte ich, trotz Ihrer bedenkenswerten Ausführungen, nach wie vor für nicht widerlegt, sondern eher für unabdingbar. -- Prince Matecki@: Es sind leider nicht manche, sondern die meisten. Und halten sich viel darauf zugute. Sie rechnen nicht mit der unendlichen göttlichen Geduld.

0 prince Matecki 28.11.2012, 11:42 Uhr

Verehrter Don, womöglich...

Verehrter Don, womöglich reicht es doch wenn Sie zum Berge kommen, dann braucht der ja nicht zu Propheten... oder wie immer diese Redewendung lautet. Den Weihnachtsmarkt da auf der Domäne wie die Domäne habe ich auch entdeckt, dazu den im Botanischen Garten hinter dem Botanischen Museum, da geht es schon recht gesittet zu. @icke für Ihre klein-ickes kommt ja nur scout de france in Frage, die anderen sind ja eher links und die sdf waren früher auch eine Organisation wo sich Mädels und Jungs der SdG kennen lernen konnten, um allfällige "Mischehen" zu verhindern. Die sdf waren früher auch ziemlich katholisch, es gab auch einen etwas überproportionalen Anteil von Adeligen, vielleicht getriggert durch die in Frankreich seinerzeit sehr beliebten "Prinz Eric" Romane von Serge Dalens in der èdition Alsatia, in der Pfadfinder der sdf auch eine wesentliche Rolle spielten. Generationen junger französischer sdf haben das verschlungen. A la bonheure! Ou, comme dirait mon acien ami, le scout de France, d´est un garcon chevaleresque, courageux et brave et bien sur chrétien.

0 Der Tiger 28.11.2012, 11:42 Uhr

@DA – Ich glaube es geht...

@DA – Ich glaube es geht nicht darum, dass den etwaigen wunderbaren Mächten der Mensch etwas bedeutet, sondern dass sie nicht wollen, dass ihre Schöpfung von dummen Menschen kaputtgemacht wird. Wenn diese wunderbaren Mächte in der Lage sind, so danebenbenehmende Menschen zu kreieren, aber gleichzeitig ihre Schöpfung erhalten wollen, dann haben sie auch zugesehen, dass es weniger dumme Menschen gibt, die die Fehler ihrer dümmeren Artgenossen korrigieren. Deswegen werde ich jetzt ins Dorf gehen, Tulpenzwiebeln kaufen und in meinen kleinen Garten vergraben.

0 donalphonso 28.11.2012, 11:51 Uhr

Stimmt, zu Weihnachtsmärkten...

Stimmt, zu Weihnachtsmärkten müsste man auch mal was schreiben.

0 donalphonso 28.11.2012, 11:54 Uhr

fionn, und dafür darf man...

fionn, und dafür darf man auch mal ein paar MIlliarden hinter der roten Linie abschreiben, ich weiss. Zahlt ja nur der Steuerzahler, und dann wird es nachgedruckt. . icke, keine Sorge, wenn man nur alt und krank genug ist, dass man nicht mehr auf die Strasse kann, fällt einem schon einj, was richtig gewesen wäre.

0 donalphonso 28.11.2012, 11:56 Uhr

Hermes, man kann vor den...

Hermes, man kann vor den Problemen ncht weiter davonlaufen, wenn sie mal kommen, bis zur Grenze ist es hier nicht mehr weit, und dann kommt Österreich. Man muss also aufpassen, und ein Vorbild geben.

@prince Matecki: Der Berliner...

@prince Matecki: Der Berliner Botanische Garten veranstaltet keinen Weihnachtsmarkt; hat er noch nie.

"Linke Dekadenztheorie" in der...

"Linke Dekadenztheorie" in der heutigen Printausgabe der FAZ v.Franz Siepe. Als Sozialpathologie bezeichnet. Fulminant ein großes Detail eines Niedergangs beschrieben. Der Übergang über die Beresina 1812. Ebenda.

taucht dann...

taucht dann selbstverständlich bei den Nebenkosten auf. Ebenso ist Marmor auf der Treppe abrechnungsfähig. Aaaargh! Kein Wunder, dass es soviele Auseinadersetzungen vor Gericht gibt.

0 astroklaus 28.11.2012, 12:35 Uhr

Was die Wahrnehmung der...

Was die Wahrnehmung der Qualitätsverschlechterung der "Premium"- Zeitungen angeht, stimme ich den Mitkommentatoren voll und ganz zu! Von der SZ hatte ich mal ein zweiwöchiges Probeabo angenommen, in der Hoffnung, daß Print etwas besser sei als online - gemerkt habe ich aber nichts davon. Die "20-Artikel"-Lösung der NZZ finde ich auch bescheuert - ich mache mir doch keinen wöchentlichen Leseplan im Voraus! (Der Economist hat es aber ähnlich.) Immerhin - was die Bereiche angeht, bei denen ich selber etwas weiß (Physik z.B.) ist die NZZ deutlich besser als die FAZ (bei Fukushima war es mE die einzige brauchbare deutschsprachige Zeitungsquelle), dazu komt die vom Tiger angesprochene andere Sichtweise. Auch machen sie sich immer noch die Mühe, zu einem größeren Thema zumindest auch mal bei anderen Agenturen nachzusehen und nicht nur dpa einzukürzen. Mit erschien aber gerade auch der Aspekt wichtig, eine klare Meinung zu vertreten und nicht mit öffentlicher "Neutralität" zu protzen, wo bei manchen Themen sich etliche Formulierungen so lesen, als seien sie direkt aus den Pressemitteilungen (z.B. der entsprechenden Anzeigenkunden) abgeschrieben... Daraus dann noch einen Unterschied zwischen Qualitätsjournalismus hie, plöde Blogger dort zu konstruieren, erscheint etwas gewagt...

Och neee. Die Erneuerung des...

Och neee. Die Erneuerung des Treppenhauses (auch mit Marmor) hat nichts mit der Nebenkostenabrechnung zu tun. Für Sprayereien haftet natürlich der Verursacher, nicht die Allgemeinheit. Goldkügelchen und Marmorboden sind Sanierungsmassnahmen, ,müssen angekündigt und auf 9 Jahresmeiten umgelegt werden. Was schreiben Sie da eigentlich? AAAAAAAAAArrrrrrrggggghhhhh!!!

Deutschland - das...

Deutschland - das Wirtschaftswunder: - A budget surplus is expected for 2012 - A (in USD200B?) trade surplus ditto ditto - For the first time since 1988, a trade surplus with CHINA is expected. The Americans usually inflate away their debt, so I expect the USD to weaken. What do DA & ThorHa think?

0 donalphonso 28.11.2012, 13:37 Uhr

Ich gaube, der letzte Berliner...

Ich gaube, der letzte Berliner Sprayer wurde 1756 erwischt, seitdem gilt das als Folklore, für die im Idealfall eine Versicherung aufkommt, die wiederum auf die Mieter umgelegt wird. Ich habe hier halt die eine Kostenaufstellung und die andere, und in den relevanten Bereichen entsprechen sie sich. Am Ende zahlt immer jemand. Und das ist nun mal der Mieter, wenn er mietet, und der Eigentümer, wenn er eigentumt.

0 strappato 28.11.2012, 14:24 Uhr

Was die von DonAlphonso hoch...

Was die von DonAlphonso hoch gehaltenen Verhaltensweisen angeht, hat man es im Hauptstadtslum besonders schwer. Berlin ist deutschlandweit führend beim Wohnungswechsel. Nirgends ist die Fluktuation so groß. Beispiel: Wir suchen eine Sekretärin. 4 der 5 interviewten Damen zwischen 33-39 Jahren gaben auf die Frage des Wegs zur potentiellen Arbeit an, eine gerade eine größere Wohung zu suchen. . Nicht die besten Voraussetzungen, um ein nachhaltiges Verhalten zu fördern. . Nun könnte man auf wechselseitige Ursache und Wirkung abstellen, Slum fördert Umzug, Umzug fördert Slum... und am Ende fördert es die drastischen Mietsteigerungen bei Neuvermietung - und damit auch die Entwicklung der Bestandsmieten. . Im Grunde wird Berlin seit der Gründerzeit immer wieder neu erfunden. Für Bewahrung kein gutes Pflaster.

0 Yog Sothoth, Esq. 28.11.2012, 14:26 Uhr

Gibt es eigentlich eine...

Gibt es eigentlich eine Epoche, in der nicht über Dekadenz und Niedergang gejammert wurde? Früher war halt immer alles besser...wow muss das ein goldenes Zeittalter gewesen sein vor 10-20.000 Jahren.. Mir persönlich fehlt zu einem zünftigen Niedergang der vorhergehende Aufstieg, deshalb trinke ich jetzt einen Prosecco auf Luxusprobleme!

0 Herold Binsack 28.11.2012, 14:35 Uhr

Die ursprüngliche...

Die ursprüngliche Voraussetzung wird gelöscht . @Hermes: Ich nehme an, Sie meinen „Simulatorfrage“ und beziehen sich hier auf einen Beitrag von mir in diesem Blog: http://faz-community.faz.net/blogs/planckton/archive/2012/11/25/leben-in-der-matrix.aspx. . Und Ja, was Sie da berichten ist nicht uninteressant. Ich versuche es mal so zu interpretieren: Die Welt ist vermutlich weniger komplex - http://blog.herold-binsack.eu/?p=2215 - als wir sie erfahren. Wir verstehen sie nur nicht, da wir sie im Moment unseres Erlebens sogleich „simultan“ (!) gestalten. Komplex hierbei ist nur, dass dieses „Gestalten“ nicht voraussetzungslos geschieht, und es, da eben von uns in einem fortlaufenden Prozess geschehend, sich dem bereits Gestalteten so einfügt, als würde diese „Voraussetzung“ gerade eben erst geschaffen. Marx hat sich ähnlich über die Entwicklung des Kapitals geäußert. Die Mehrwertproduktion, welche ja bekanntlich (nach marxistischer Diktion) erst möglich ist unter der Voraussetzung des Vorhandenseins einer Lohnarbeiterklasse, ist zugleich die Voraussetzung für die Lohnarbeiterklasse selber. Dieses Paradox löst sich nur auf, wenn wir die Geschichte nicht nur als Abfolge von (historisch-dialektischen) Prozessen (Klassenkämpfen und dgl.), sondern auch von „Verschränkungen“ zwischen dem Konkreten und dem Allgemeinen, also logisch, begreifen. Wobei die wahre „Geschichte“, als dialektische Geschichte begriffen, vom Allgemeinen zum Konkreten aufsteigt. Doch bei der Betrachtung der Geschichte sich uns dann umgekehrt präsentiert. Hierbei vermischen sich „Voraussetzung“ und „Neues“. Dialektik und Logik. Auch die Beziehung zwischen Objekt und Subjekt wechselt ständig, ohne dass es dem Subjekt gelänge, seine Eigenbewegung davon losgelöst zu fixieren, bzw. ein Objekt im ontologischen Sinne zu erkennen. Ständig sind wir beides, Objekt wie Subjekt, Kreatur wie Createur. . Das macht auch das „Kapital“ von Karl Marx als „Geschichte“ so schwer lesbar, denn es ist keine reine Geschichte (vgl.: http://www.dieterwolf.net/ , ich erwähnte ihn schon früher, letzter Zugriff: 28.11.12) Aufsteigend von der Ware, als dem Wesen der kapitalistischen Gesellschaft, beschäftigt sich Marx dann erst im Folgenden auch mit der Ware selber, mit ihrer historischen Bedingtheit, ihrem Formwandel in der Geschichte ökonomischer Gesellschaften, ihren Wechselwirkungen jeweils. Obwohl die Ware damit vorausgesetzt wird, für das Folgende, erklärt das Folgenden erst die Ware. . In den „Grundrissen“ hat Marx dann einen wichtigen Hinweis zu diesem „Paradox“ geliefert. Dort erklärt er nämlich, dass das Kapital halt nicht nur „abstrakte Arbeit“ ausbeutet, sondern auch sog. „natürliche“ Arbeit, „Arbeit sans Phrase“ - http://blog.herold-binsack.eu/?p=2046 -, wie er diese nennt, und wie sie schon zu allen Zeiten zum Menschen gehörte - zu dessen Stoffwechsel mit Natur und Gesellschaft. Das Kapital beutet also seine „fremden“ Voraussetzungen aus, um erst im Nachhinein – darauf begründet - seine „eigenen“ zu schaffen. Und wo das geschieht, ändert sich auch das Wesen der Voraussetzung. Unter kapitalistischen Verhältnissen, der Ausbeutung der Lohnarbeit, gibt es keine ausbeutungsfreien Arbeitsverhältnisse mehr. Selbst als Selbstausbeutung also Ausbeutung. So entsteht der Anschein, als wären Arbeit (sans Phrase) und abstrakte Arbeit schon immer dasselbe gewesen. Als wäre Menschlein schon immer ein ausgebeuteter Lohnarbeiter. Das im Nachhinein Geschaffene erscheint als schon immer gewesene Voraussetzung. Die ursprüngliche Voraussetzung - http://blog.herold-binsack.eu/?p=1949 - wird gelöscht. Und so ähnlich ist es auch mit dem ganzen Kosmos. Ja ein gewisser ist uns vorausgesetzt, ein uns fremder, doch das, was wir heute zu erforschen suchen, ist auch unser Produkt, im Besonderen: unser geistiges.

@ Vroni 28. November 2012,...

@ Vroni 28. November 2012, 01:06 : Um Ihre Kreativität beneide ich ich Sie. Das ist etwas Besonderes, denn man kann es sich nicht erarbeiten. Sie werden schon einen Weg finden, der es Ihnen ermöglich kreativ tätig zu sein und wirtschaftlich angemessen entlohnt zu werden. ...... Verwertungsgesellschaften ... woher kommt dieses Mistwort eigendlich, ich muss mal gurgeln und schauen wer das politisch durchgeboxt hat, war das der dicke Saumagen?

0 hansgeier333 28.11.2012, 15:10 Uhr

Auch wenn ich wieder als Troll...

Auch wenn ich wieder als Troll verschrien werde: Einem Wirtschaftsprüfer und Dr. der Ökonomie war es völlig unverständlich, warum er seine WEG-Nebenkosten nicht vollumfänglich auf seine Mieter umlegen können sollte. Und ein Ökonomie-Prof. an einer Fachhochschule meinte, auf die Kosten der Trockenlegung seiner abgesoffenen Souterrain-Wohnung angesprochen, Verluste würden doch gemeinhin sozialisiert. Und diese Typen sind Stützen der Wirtschaft!

Danke, Prinz Matecki - sind...

Danke, Prinz Matecki - sind Sie sicher, dass Sie nicht sdf und scout d'europe verwechseln ? Scout de France und Scout d'Europe sind beide katholisch, letztere dabei strenger kath, Waldläufer und tendenziell, vor allem in Garnisonsstädten (hier St Germain-en-Laye), mehr vom örtl. Militär als Vorfeldorganisation genutzt. Aber, danke für den Buchtitel.

0 colorcraze 28.11.2012, 16:40 Uhr

@hansgeier:...

@hansgeier: selbstverständlich wird das umgelegt, aber eben halt über Jahre und mit dem ewigen Kampf um Mieterhöhung.

0 colorcraze 28.11.2012, 16:47 Uhr

@DA: Ou, mit dem Sprühen und...

@DA: Ou, mit dem Sprühen und der Versicherung berühren Sie so ein Thema... na ich wills mal abstrakt belassen; es gibt da meistens vereinbarte Höchstgrenzen. Die Versicherungen munitionieren die Hausmeister nicht unbegrenzt.

0 Greenbowlerhat 28.11.2012, 17:21 Uhr

@DA 14:37h: In der...

@DA 14:37h: In der Augustenstraße gibt es jetzt eine "Boutique" mit Klamotten für Sprayer, und einem Riesenregal für Farben in Spraydosen. Die Kleidungsstücke führen natürlich zu einem abgerissenen Hipsterlook, muss man natürlich nicht weiter ausführen. Schlumpfmütze inklusive. Ist also kein reines Berliner Thema, das mit der Sprayerkultur. Denn nur Künstler werden sich da nicht bedienen.

0 colorcraze 28.11.2012, 17:27 Uhr

@hansgeier: worauf Sie für...

@hansgeier: worauf Sie für die Mieter so sehr pochen, ist eigentlich, keinesfalls zu erfahren, wofür die Mieterhöhung nun bestimmt ist, ob für eine Reparatur am Haus oder für das neue Vermietercabrio.

Tyler, bin kein...

Tyler, bin kein Hologramm. . Habe bei Ihnen ständig das mulmige Gefühl, sie wollten mir irgend etwas unterstellen, das ich gar nicht bin. Diese Zuschreibungen, wann hört das auf. Ich komm nicht nur nicht drauf, was es ist - und ich wills eigentlich auch nicht wissen. Alos pidde sich net an einem Hologramm von mir abarbeiten, das führt zu nix Gutem.

Holly "Sie werden schon einen...

Holly "Sie werden schon einen Weg finden, der es Ihnen ermöglich kreativ tätig zu sein und wirtschaftlich angemessen entlohnt zu werden. . Danke für die lieben Blumen ums Eichhörnchen. . Um angemessen entlohnt/vergütet zu werden, führt kein Weg dran vorbei, sich vom Heer der echten und unechten Kreativen zu unterscheiden. Denn der Kunde ist heute bei Design mittlerweile dermaßen ge-, aber auch gleichzeitig ver-bildet, dass ihm ebenfalls seine früher mal brauchbaren Qualitätskriterien abhanden kamen. (Ähnlich wie kaum einer mehr weiß, was beim Journalismus eigentlich noch wichtig ist.) . Also kann man hergehen und ihm ein gutes Kriterium sagen. Das ist zwar etwas oberlehrerhaft. Manche Kunden sind dankbar drum, andere bocken (zum Teil verständlich, man will ja König Kunde sein). . Man kann auch hergehen und sich überlegen, ob es nicht gegenüber Kunden überholt ist, über DAS EINE ULTIMATIVE Qualitäts-Design und DEN EINEN ULTIMATIVEN Qualitätsjournalismus immer verzweifelter die Deutungshoheit zu erlangen. Ob es nicht viel besser ist, zu überlegen: Wo ist das Problem des Kunden und wie kann man es lösen. . Natürlich gibt es in der Kreativitätsbranche wie bei WEG-Versammlungen wie bei Zeitungen auch komische Kunden-Vögel, so wie diese Superdurchblicker, die alles und immer auf den Mieter umgelegt kriegen wollen, daraus ihre Rechte ableiten und staunen, dass das durchaus - noch - nicht so ist. Leider werden sie mehr. Wo sie das alle her haben, waren sie alle in St. Gallen.

0 hansgeier333 28.11.2012, 18:45 Uhr

colorcraze, die Berliner...

colorcraze, die Berliner Räumung ist nunmehr bundesweit zulässig. Die neuen Möglichkeiten werden manchen Confisier Umsatzrekorde brechen lassen. Und die der Witwe Klicko sowieso. Und erst der neue shooting brake. Da kommen selbst eingefleischte Barchettisten ins grübeln. Das Rennrad einfach hinten rein uns ab über die Alpen ins gelobte Land.

0 wolpertinger 28.11.2012, 20:19 Uhr

Von broken windows, pissed...

Von broken windows, pissed pissoirs und dirty sinks war schon die Rede, nicht aber das es auch umgekehrt funktionieren kann: http://www.awm-muenchen.de/wir-ueber-uns/engagement/ramadama.html Es braucht nur eine Gemeinde, freundliche lokale Metzgerei und Brauerei, die die Rohstoffe für das Abschlußgrillen sponsoren, dann ergibt das über JAHRE stabile Aufräumcommunities.

@ Vroni28. November 2012,...

@ Vroni28. November 2012, 19:21 Ich meinte ansich weniger den Zusammenprall von Kreativität mit Geschäftssinn. Kunden sind ätzend, immer und überall. Ich meine mehr solche Sachen : http://www.faz.net/aktuell/reise/nah/schlafen-unter-palmen-vielleicht-konnen-sie-den-fledermausen-sehen-11974869.html . Der Artikel geht mit der Überschrift online. Wer liest da gegen? Keiner .... der Kunde liest gegen und bildet sich eine Meinung. Die FAZ kann 3 Monate absolut gute Arbeit leisten, aber ich habe diese Überschrift im Hinterkopf und sortiere die Inhalte auch so ein. Das Gensteil von gut gemacht ist gut gemeint. . Zurück zum kreativen Part (es ist nicht mein Part, ich bin auf der technisch Seite und das ist sehr viel leichter). Sehr klare Linien über lange Zeit durchgehalten hinterlassen Spuren. 25% auf alles was im Ansatz schon doof, aber es prägt sich ein. Die lila Kuh ist ein stehender Begriff. So weit ich mich erinnere wurden beide Konzepte, als sie vorgestellt wurden, abgelehnt. Ich sehe das Problem darin, das keiner mehr das macht, was auf seinem Namensschild steht. Alle machen was ganz anderes. Wenn ich einen Techniker brauche, dann wende ich mich nie an den Teamleiter, sondern immer an das Sekretariat. Klar nach dem Motto "wollen Sie den Chef sprechen oder brauchen Sie jemanden der Ahnung hat?". Über das gleiche Bild : Unklare Vorgaben, viel möchte, könnte und "ich erwarte", aber keiner nimmt Geld in die Hand. So (aber auch wirklich genau so) sind auch dei Ergebnisse. Sie als Anbieter sind da angeschi**en. Das ist unsere Zeit, kein Problem der Medien. Die Chefs führen nicht und geben keine klaren Konzepte vor, die fischen im Trüben. Das heisst, die schauen nur, wie das Ergebniss zu maximieren ist. Nie festlegen, nie einschränken, nur mäggern in der Sache und am Zwischenergebniss. Wenn nix hilft, dann spielt man das Team intern aus, man bevorzugt offensichtlich und dann läßt man fallen und wechselt das Pferd. Diese "Führungselite" ist McKaugummi beraten und geprägt. Man kann ableiten warum das gewinnbringend sein soll und man kann begründen warum es weiter gemacht wird, aber die Ergebnisse sind mehr als bescheiden und es hat keinerlei Zukunftsperspektive.

0 tylerdurdenvolland 29.11.2012, 07:11 Uhr

@Devin08 Habs schon gesehen…...

@Devin08 Habs schon gesehen… die Zensur ist ja nicht nur deshalb an sich schon inakzeptabel, wenn sie, wie auch bei der FAZ, aus ideologischen Gründen stattfindet. Genau das sagt Schirrmacher ja mit seinen Klickzahlen, die (wie bei Google) dafür sorgen, dass bestimmte Meinungen, zB zu Israel oder Mindestlohn, landesweit als „normal“ erscheinen können, weil sie die getürkten Statistiken anführen, die aber nur wegen der Zensur so aussehen. Man wird also doppelt manipuliert…. Schirrmacher scheint mir aber schon dasselbe wie sie und ich mit Qualitätsmedien zu meinen…. Es ist gar keine Frage, dass dieser D.A. Blog eine Ausnahmeerscheinung ist, was die Zensur, bzw. deren Mangel hier angeht. @ Don Alphonso, sie schreiben: „Und den Rest fälscht die Bundesregierung im Armutsbericht zurecht. ist doch gar nicht so schlimm.“ Dass die Regierung das tut, sehe ich nicht als das grosse Problem sondern, dass diese ganze Sippschaft auch beim nächsten Mal wiedergewählt werden wir. Wie kann man zwischen diesen Leuten die so was wählen eigentlich leben? Wie macht man das? Wenn sich wenigstens noch ab und zu ein Wahnsinniger fände, der ab und zu mal einen von denen totschlägt…. Dann wäre das schon fast wieder ein Zeichen für Normalität? Hab gestern diese arte Sendung über die Armut gsehen. Wenn man da gezeigt bekommt was dieser Schröder oder die vd Leiden zu dem Thema von sich gegeben haben, diese unverfrorenene Lügen, dann übersteigt es mein Auffassungsvermögen warum die noch am Leben sind.... Aber so? Wie macht man das, wie passt man sich an so eine Umwelt. solche Menschen an? Ich versteh euch alle nicht…. Warum verkaufen sie zB nicht ihre gesammelten Immobilien und ziehen sich dann nach Meran oder den Gardasee zurück, leben vom Eingemachten. Und der Rest soll ihnen den Buckel runterrutschen. Ich frag mich das schon seid dem Blog zu dem nächtlichen Lärm und den Glasscherben am Wannsee(?)-Ufer? Warum bleiben? @ThorHa 28. November 2012, 11:27 “Ein Satz Korinthenkackerei: Das amerikanische Sprichwort heisst TANSTAAFL - There Aint No Such Thing As A Free Lunch.” Das ist zwar nicht immer umsonst, aber die Amis fahren damit doch ganz gut, finden sie nicht? Wenn der Satz also auf jemanden nicht zutrifft, dann die meiste Zeit, auf die meisten Amerikaner… @Vroni Man muss seine Schlüsse aus dem Geschriebenen ziehen, mehr Informationen hat man doch nicht…. Weder muss alles Hineingelesene wahr sein, noch etwas falsch, nur weil es der andere dann bestreitet. Ein normales Problem in Foren…

0 prince Matecki 29.11.2012, 07:46 Uhr

@Jeeves 13:18 Gehen Sie in die...

@Jeeves 13:18 Gehen Sie in die Altensteinstraße, Rückseite Institut für Botanik, gegenüber der Pflanzenphyiologie, Sie werden den hübsch geschmückten Eingang zum Adventsmarkt sehen!

Holly, die von Ihnen...

Holly, die von Ihnen inkriminierte FAZ-Headline über Heijen, diesen niederländischen Dschungel-Fake, geht von mir aus sprachlich schon in Ordung. . Klar, man hat sehr kreatief den Duktus der niederländischen Sprache eingearbeitet :-) Was ich als einzelner Leser sprachlich putzig finde: Fledermausen, hrhr. Bin halt ein Kindskopf. . Vielleicht mögen das andere Leser anders sehen und sich empören, dass da wohl ein PR-Kunde der Zeitung zu viel werbisch-kreatief in die Headline dieses wohl sonst recht PR-lastigen Artikels ... hineingeschwätzet hat. Ist mit großer Wahrscheinlichkeit so. . Aber vielleicht legt es daran, dass ich mich als Kreativer halt immer noch nur über DIE PR aufrege, die statt halbwegs interessant zu sein, zu 99% dämliches steifes Business-Dahergelaber ist. Dämlicher Eigenlobhudel, den kein Mensch lesen mag, wo ich elendige Sprach-Krämpfe kriege. . Das wird die Dante'sche Hölle für DIE Kreativen und Journalisten, die in der Moderne versagt haben: sich jeden Tag von früh bis spät hirnloses PR-Geblubber auf BR 5 zwischen diesen fürchterlich gestanzten dpa-Meldungen anhören zu müssen. (Slogan: "In 5 Minuten kann sich die Welt verändern", glaube den haben diese Gefühls-Unempathen punktgenau nach 11/9 entwickelt). . [Disclosure: Bin befangen, euer Ehren. Das Niederländische finde ich herrlich. Verstehs ein bisschen mit etwas Anstrengung (passiver Wortschatz nur) - wenn sie etwas langsamer reden würden ... Fietz= Fahrrad; bromfietz= Mopedla. Diese Sprache ist zum Niederknien. O.k. letzteres war Niederländisch-Fränkisch.]

Tyler, man mag Schlüsse...

Tyler, man mag Schlüsse ziehen. Aber nicht unterstellen. Dieses persönlich werden, das Unterstellen, dieses ehrgeizig Profiler-hafte des mit dem Zeigefinger in Rillen heineinstüren, die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht existieren, ist mir sehr abhold. Dafür nicht. Schluss soweit.

Holly, den Rest sehe ich ganz...

Holly, den Rest sehe ich ganz genauso wie sie. Diese - mit Absicht schwimmende - Kaugummi-Führung geht sauber auf den Keks. Kaugummi ist ein guter Begriff. Trifft m.E. die IT aber ärger als Kreative. Ich glaub, ein echter Tekkie leidet sehr unter diesem unklaren Mist. (Bin eh ein halber.) . Kreative aber sind das jedoch seit Urzeiten gewohnt, dass der Auftraggeber sich in emotional-kreativen Dingen null äußern kann. Und nebenbei in technischen Dingen behauptet, Ahnung zu haben. Das regeln wir mit dem linken kleinen Finger. :-) . Man hat ja auch nix gegen Auftragsklärung, bringt immer was. Doch wenn nicht einmal dem Auftraggebenden die mindesten Dinge klar sind, beißt man still in die Tischkante. Früher war das nicht so schlimm, stimmt. Sie ist schon sehr zerbissen. Zukünftige Historocker werden sich am Kopf kratzen, wieso Büroschreibtische immer solche Bissspuren haben. . Eines Tages steht man auf wie immer und beginnt in Word zu designen und in Excel Filme zu machen. . Und es wird dafür jeden Morgen ein PR-Fuzzie aufstehen, der gerade das als kreativ preisen wird. Darauf einen Calvados. Eher aber Magenbitter.

@ Vroni 29. November 2012,...

@ Vroni 29. November 2012, 12:32 : Es geht ausschliesslich um die Überschrift. Der Artikel ist gut, bzw. durchaus lesenswert. Die Kritik geht nur in die Richtung : versaust du die headline hast du alles versaut. Die Überschrift hinzubekommen ist sehr schwer wenn man originell sein möchte. Aber in diesem Fall, geht das ganze sehr in eine Richtung, die völlig falsche Erwartungen weckt. Die potenziellen Leser klicken nicht mehr drauf, die drauf klicken bekommen nicht was sie erwarten. Ich finde (und eine Meinung sollte man ja schon haben) es ein gutes Beispiel für "voll daneben" (die Überschrift).

Ein sehr erfahrener...

Ein sehr erfahrener Mitarbeiter hat zu dem Thema einen schönen Spruch gemacht : "Als Chef muss man nicht nur nehmen können, man muss sich auch geben lassen können." So sind die heute alle ......

0 KarolaKettenhemd 29.11.2012, 15:08 Uhr

@Holly01 00:24: Áuch wenn...

@Holly01 00:24: Áuch wenn ich Ihnen in der moralischen Unterstützung der berechtigt wild um sich schlagenden Vroni (wenigstens verbal, und selbst das zurückhaltend) aus vollem Herzen recht gebe, hat mich Ihre Erwähnung der FAZ Headline mit den Fledermausen köstlich amüsiert. . Solche Kunden wie sie hab ich nämlich manchmal auch: Voller Ignoranz, daß ein solcher Satz Sinn machen könnte, dazu ein reichlich autitisches Triumphgebaren damit, daß Sie irgendwas gemerkt haben und Gottseidank keine blasse Ahnung davon, daß Sie der Headline voll auf den Leim gegangen sind. . Die wollte schließlich, daß Sie sich ewig dran erinnern, und das ist ihr geglückt, wie Sie selber zugeben. . Ein hervorragender Ansatz, um sich vom Kunden die Wirksamkeit bestimmter Werbemaßnahmen bestätigen zu lassen und am besten gleich eine Honorarerhöhung durchzusetzen. . Ich hoffe, die Headline stammt von Vroni oder aus ihrem Hause. . Nichts für ungut.

Vroni! Fiets, Bromfiets,...

Vroni! Fiets, Bromfiets, Snorfiets, Sleurhutje, Patserauto. . Komentaar uit de daluur.

@ KarolaKettenhemd 29....

@ KarolaKettenhemd 29. November 2012, 16:08 : Auch eine berechtigte Sichtweise und bestimmt gibt es schlechtere.

@ KarolKettenhemd ist was...

@ KarolKettenhemd ist was dran. An dem auf den Leim gehen. . Ein Interessent, der über meine hmhem recht artikelreiche Website zu mir kam (Leim! um bei Ihrem Bild zu bleiben), beschwerte sich bei mir am Telefon, dass meine Artikel dort so entsetzlich lang seien. . Da ich ein schaues Tool habe und zeitnah Spion&Spion-mäßig sofort nachschauen kann, sah ich, dass der - in einem Unternehmen from nine-to-five- angestellte Beschwerdeführer sich ungelogen durch 28(!) Seiten fraß. . Hrhr. Irschendwie muss er ja die Artikel trotz des Stresses am Arbeitsplatz für des Lesens wert befunden haben. Aber sich beschweren: Internet-Artikelll müssen kurzzz sein bassstaa!! :-)

@ Filou Sehr schön!...

@ Filou Sehr schön! Snorfiets, köstlich. ('De snorfiets is een bromfiets met een maximale constructiesnelheid van 25 km/uur.') Snorfiets is een bromfiets met ... Ich krieg mich nicht mehr ein, herrlich.

0 colorcraze 30.11.2012, 14:25 Uhr

Apropos, Werbung die...

Apropos, Werbung die auffällt, ich bekomme gerade eine komplette Anzeige mit Kleingedrucktem ("für ihren Investitionsbetrag gibt es keine Garantie") von BlackRock hier obendrüber. Sind die jetzt schon am Krümelkehren?

@ colorcraze : Im Gegensatz zu...

@ colorcraze : Im Gegensatz zu Bertelsmann hat BR nie vergessen, das viele Krümmel auch schmecken. Der Verzicht auf Kleinvieh (Bank 24 :-) z.B.) ist so eine typisch deutsche Unart.

Vroni, hier gibts was zum...

Vroni, hier gibts was zum Schmunzeln. Das wusste ich auch noch nicht, bestaetigt aber meinen Verdacht, dass die Hollaender doch ein seltsames Volk sind. http://nl.wikipedia.org/wiki/HEMA .

0 Dreamtimer 01.12.2012, 11:25 Uhr

"Das ist unsere Zeit, kein...

"Das ist unsere Zeit, kein Problem der Medien. Die Chefs führen nicht und geben keine klaren Konzepte vor, die fischen im Trüben. Das heisst, die schauen nur, wie das Ergebniss zu maximieren ist. Nie festlegen, nie einschränken, nur mäggern in der Sache und am Zwischenergebniss." . Nun gibt es ja keinen Mangel an Management und Methoden, einschließlich jener, die Manager zu Führern stilisieren. Diejenigen, die sich festlegen, einschränken und klare Konzepte vorgeben, die fischen auch im Trüben, d.h. sie werden von der Realität ausgebremst, was die Paradoxien der Kommunikation nicht verringert. Ich bin, was diese Dinge betrifft, kein Optimist, d.h. ich glaube, es hängt letztlich weitgehend vom Zufall ab, ob die richtige Konstellation von Leuten, in einem bestimmten Moment zusammenarbeitet. Management und Methode können dabei allenfalls genutzt werden, um herauszufinden, was für die Mitarbeiter funktioniert. Ich bin allerdings genug Optimist an das Gesetz der Großen Zahlen zu glauben, sprich, es passiert und wird auch immer wieder passieren.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.