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Verbindender Wohlstand und trennende Katastrophen

06.02.2013, 19:11 Uhr  ·  Über 800 Kilometer kann man nach Rom reisen, eine Liebe finden, ein Gedicht schreiben - oder beruflich im Stau nach München stehen, und eine veritable Mittlebenskrise bekommen, wenn man sich falsch entscheidet.

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Katastrophen verbinden, Wohlstand trennt.
Parole in der DDR vor der Eroberung der BRD

Diese Parole kam zu einer ganz bestimmten Zeit, im Winter. Wenn es die DDR mal wieder dank der Nähe zu Sibirien richtig romantisch bis über den Stacheldraht eingeschneit hatte, und sogar die lebensnotwendige Braunkohle eingefroren war. Erzählungen zufolge wurden dann die jungen Leute, die heute als Boheme gelten, in die Tagebaue und zu den Kraftwerken geschickt, um dort das System und den Sozialismus vor dem Zusammenbruch zu bewahren, und auch mal die Helden der Arbeit in der Provinz kennenzulernen. In der Ostalgie klingt das dann wie Landpartie mit Eis und Kohlenstaub, und es soll schon lustig gewesen sein, mit fast so viel Wodka wie eine Opernpause in Berlin heute, und man war auch so leger gekleidet. Heute jedoch fallen bei uns in den angeschlossenen Westgebieten 20 Zentimeter Neuschnee, und die Katastrophe nimmt ihren trennenden Lauf. Denn ich wäre gern getrennt.

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Also, pflege ich normalerweise zu sagen und über den Kuchen nach draussen zu schauen. Draussen stehen manchmal Kühe auf der nach Bergkräutern duftenden Weide, oder, wie jetzt, ein adretter Schneesturm führt die romantische Gewalt der Natur vor, und nicht nur Matsch und Kälte, was man mit einem Tee und Zentralheizung wirklich geniessen kann. Also, ich kann mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, in München zu leben und zu arbeiten. Vor drei Jahren, als dieses Blog gerade richtig gut lief, da wollte mich ein Münchner Verlagshaus quasi mit Blankoscheck bei der FAZ herauskaufen, und letztes Jahr kam da diese Agentur und wollte, dass ich zu ihnen wechsle, München sei doch viel näher als Frankfurt, aber, ganz ehrlich, also (Riesengeste auf die idyllische Alpenlandschaft draussen): Nein. Wirklich. Frankfurt, München, Wladiwostik oder wo auch immer, ich würde da nicht wollen. Und selbst München: Ich kann überhaupt nicht begreifen, was die da alle tun und warum die dort alle hausen, wenn man doch genauso gut hier leben könnte.

Meistens schiebe ich an dieser Stelle formschöne Ideen aus der Zeit nach 1945 ein, als man Berlin vier ahnungslosen Nationen aufhalste und überlegte, das zerstörte München am Starnberger See wieder aufzubauen, dass es aus der Ferne wie ein neues Lausanne oder Zürich, aber leider mit Frankfurter Baukultur ausgesehen hätte. Jedenfalls, ich verstehe das überhaupt nicht. Denn München ist ja nicht weit weg, da kann man hinfahren, wenn man will, die Strassen sind gut ausgebaut. Hin und wieder mache ich das sogar, bis es mir nach zwei Stunden zu viel wird, und ich wieder an den See fahre. Ich verstehe es einfach nicht, wie man in dieser Stadt dauerhaft leben kann. Feinstaub, Raser, Lärm, keine Sterne am Himmel und kein Hofladen, und die Konditoren, nun ja, Diätsachen, dort stirbt niemand am Zuckerschock. So also spreche ich, der ich das Schicksal der 20.000 am See teile.

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Nun ist es aber so, dass ich momentan leider auch öfters das Schicksal all der Millionen teile, für die der Weg zur Arbeit etwas weiter ist als meiner, der im Bett beginnt, sich über Wiesen und vorbei an Panoramen zum Konditor am See hinunter schwingt und dann zurück auf die Terrasse führt, wo der Rechner steht. Im schönen München sind – teilweise die Grundlage für diese angenehmen Tätigkeiten bildend – Räumlichkeiten, in denen etwas getan werden muss, und das erfordert meine Anwesenheit. Und weil Handwerker das haben, was man in Unkenntnis des angenehmen Daseins als geregelten Tagesablauf bezeichnet, lerne ich die an einem Sommernachmittag sehr hübsche Cabriostrecke zum See nun aus der Perspektive derer kennen, die sie täglich befahren müssen. Um 7 Uhr in der Früh. Ich sehe die Welt aus dem Leid der Massen, die sich durch den Stau in die Innenstadt quälen. Und was soll ich sagen: Meine Seelenruhe leidet. Ich sitze am Steuer eines Autos und bin schlecht gelaunt.

Immerhin, ich bin angekommen. Man sieht unterwegs meistens den ein oder anderen Unfall, wenn es geschneit hat, oder auch mal vier oder oder sieben. Manche betrachten das, als sei es eine Sensation und gaffen; für mich sieht das eher aus wie etwas, das jeder Mensch von Geist meiden sollte. Man kann schon schick verunfallen. Aber im Gegensatz zu einer in der Begeisterung überschnell angegangenen Serpentine in den Bergen sind solche Auffahrereien aus sich heraus distanzlos, unhöflich und lediglich Ausweis von Frust und Drängelei. Plötzlich versteht man hier das Konzept der Mittlebenskrise: Wer Mitte 40 ist und jeden Tag in seinem geleasten 3-er Kombi in so einem Umfallstau steht, mit der Aussicht, das nochmal 20 Jahre lang zu machen, und all die PS unter der Motorhaube bringen hier auf der Strasse so wenig wie das Zeitzubringen im klimatisierten Büro, der sieht sein weiteres Dasein natürlich kritisch. Und sicher ein wenig kritischer als sein Altersgenosse, der am See zwar auch nicht weiterkommt, sich aber damit abgefunden hat, weil am Ende des Steges das Wasser kommt, und momentan zu kalt zum Baden ist.

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Pendeln nach München, das hat da etwas von Hängen, am Hals, im Wind des Schicksals und hin und her, aber am Ende bleibt doch alles beim Alten, nur die Schlaglöcher werden immer tiefer und der Benzinpreis wird höher. Ich habe das jetzt zehnmal gemacht und stelle mir schon schwere Fragen nach dem Sinn des Daseins, und ich ertappe mich dabei, Mietern abzuraten, eine Wohnung zu nehmen, wenn sie weit zur Arbeit fahren müssen: Diese Mobilität kann einem wirklich den Tag verderben, wenn man weiss, dass droben auf der Neureuth schon wieder die Sonne scheint. Und in meinem Dasein ist es nun mal so, dass es genug Leute gibt, die einen am Abend empfangen: „Na, waren Sie wieder in München? Wir haben am Mittag geläutet, weil wir einen Tisch beim Xxxxx bestellt haben, aber Sie waren nicht da, wirklich schade, das war heute noch einmal wie Frühling.” Und man selbst weiss nur von Matsch, Unfällen und Warten im Stau zu berichten, und all den verbissenen Gesichtern, die darauf warten, dass ein Lämpchen die Weiterfahrt erlaubt, und ein anderes Lämpchen dazu mahnt, Ölkonzernbosse noch etwas zu bereichern. Mehr hat man von diesen 800 gefahrenen Kilometern nicht zu berichten. 800 Kilometer. So weit ist es von hier auch nach Rom und zum Glück nicht mehr zurück.

Das ist traurig, aber was sollte man auch sonst berichten. Vielleicht, dass in München Stockwerk für Stockwerk voll mit Menschen ist, die ebenfalls so eine Anreise hinter sich haben und entsprechend gereizt sind. In diesen Kaminen des Systems ist der einzige Ausweg nach Oben, also nehmen sie die schlechte Laune und setzen sie in Intrigen, Druck und Leistung um. Nur manchmal ahnen sie, dass es auch anders sein kann; die Kollegen der SZ entdecken mitunter beim Blick aus ihrem Büroungetüm die Berge und twittern dann, ergriffen und menschlich, Bilder vom Panorama. Wenn ich auf der Neureuth oder dem Hirschberg bin, mache ich ab und zu Bilder in die Gegenrichtung und denke mir: Hic sunt dracones unter den gelben Inversionswetterlagen. Und ich bin dann überhaupt nicht ergriffen, sondern lediglich froh, nicht dort zu sein. Denn hier verbindet die Menschen der Wohlstand auch im Schnee, während der Matsch beim Pendeln alle zu Einzelkämpfern und getrennt streitenden Risiken macht. Sollte es einst wirklich so gewesen sein, dass der Ostdeutsche im Kampf an der winterlichen Kohlenfront, beim Schienenaufhacken und Waggonwärmen seine Gemeinschaft fand, dann ist davon heute im Stau nichts mehr zu spüren. Alle wollen weiter kommen. Um vielleicht mal in einem der Türme zu hausen, die entlang der Verkehrskatastrophe gebaut werden.

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Hier wird natürlich keine Kohle geschippt, sondern Geld geschöpft, erfrieren wird niemand und wenn das System zusammenbricht, liegt es nicht am Wetter, sondern am Vergessen der Währungsrisiken und der Inflation durch die Gelddruckerei. Aber auch das wird nicht einen, selbst wenn die Verantwortlichen dann, aus ihren Banken und Fonds entlassen, sich wieder bei den anderen einreihen. Ich sehe die abgekämpften Gesichter der Unfallverursacher und sage mir: Eure Katastrophe trennt Euch von den im Wohlstand Geeinten. Nett ist das natürlich nicht.

Aber was hätte die Welt davon, wenn dereinst ein frustrierter Manager mit seinem geleasten 3-er Kombi in mein Heck kracht? Nicht mal eine gute Geschichte. Daher nehme ich diese 800 Kilometer und vier Jahre aus der Ferne bei der FAZ als Lektion, dass unter dem Inversionswetter nichts, kein Job, keine Agentur, kein Medienhaus und kein Leben ist, das mir zusagen könnte, und bleibe, wo ich bin. Getrennt, aber ich glaube nicht, dass man in München ein Auto mehr auf den Strassen wirklich vermissen würde.

 

 

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (169)
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0 Prinzessin auf der Erbse 06.02.2013, 19:27 Uhr

Der Einsatz im Winter ging an...

Der Einsatz im Winter ging an mir, Mitte 40, tatsächlich vorbei. Ich habe womöglich in einem Paralleluniversum der DDR gelebt.

0 hansgeier333 06.02.2013, 20:02 Uhr

"Am Ende des Steges kommt das...

"Am Ende des Steges kommt das Wasser" - Plagiat oder selbst erfunden?

0 Köstlich 06.02.2013, 20:25 Uhr

Wer Mitte 40 ist und jeden Tag...

Wer Mitte 40 ist und jeden Tag in seinem geleasten 3-er Kombi in so einem Umfallstau steht, mit der Aussicht, das nochmal 20 Jahre lang zu machen, und all die PS unter der Motorhaube bringen hier auf der Strasse so wenig wie das Zeitzubringen im klimatisierten Büro, der sieht sein weiteres Dasein natürlich kritisch. . Und sicher ein wenig kritischer als sein Altersgenosse, der am See zwar auch nicht weiterkommt, sich aber damit abgefunden hat, weil am Ende des Steges das Wasser kommt, und momentan zu kalt zum Baden ist. . Schöne Aussicht auf die nächsten 20 Jahre des weiteren Daseins - wer nicht alle 2 Jahre einen neuen 3-er least muss das ggf. nur weitere 10 - 15 Jahre ertragen. Ggf. hilft dem hinterfragten Dasein ja auch mal ein Wegsein (aus München meine ich).

0 Wimmerl d. Ä. 06.02.2013, 20:33 Uhr

Wannst vui Gschpaßl hom...

Wannst vui Gschpaßl hom wuist, nocha leih I da mein oidn, Stoigegpflägtän Lanz Bulldog un wonn nix ma gehd, gö, kemman meini Spezln aa no mid de ihrigen. Ramma damma. Kimmst locka ohne Schtau bis zum Schtachus und Tegernsee zruck. Freii Foahrrt, netwoahrr fier freii Bierga. Ois so Buaschn wiar I. http://www.youtube.com/watch?v=8Q6Nx8VaAH0

0 donna laura 06.02.2013, 20:37 Uhr

es erfreut zu sehen, mit...

es erfreut zu sehen, mit welchem gewinn man unter zuhilfenahme rhetorischer figuren - hier eines chiastisch gewendeten epanodos bzw. eines epanodisch verschränkten chiasmus (da gibt es sicher klügere experten, die es genauer wissen dürften) - einen text recht lesbar macht. und das mit fieber. compliment. und gute besserung.

0 Wimmerl d. Ä. 06.02.2013, 20:40 Uhr

Einä sölchene Gaudi homa...

Einä sölchene Gaudi homa friehna aa ghobt, nacha samma zum Eisschtockschiassn. Eighoazt innärlich warr a muaß. http://www.youtube.com/watch?v=L_UvPDUM6GY

0 Folkher Braun 06.02.2013, 20:48 Uhr

Bester DA: Endlich mal wieder...

Bester DA: Endlich mal wieder ein Transport- Thema. Zunächst: Als ehemaliger Lkw- Fahrer beim Kraftverkehr Bayern, der oft in Minga aushelfen musste, möchte ich den Einheimischen vor Ort bestätigen, dass sie bei Eis und Schnee mit ihren Autos umgehen können. Wir hatten beim KVB durchweg MAN- Büssing Unterflur- Lkw, wegen der Traktion. Das Problem in München sind die Preußen. Die fahren die 3er- Heckschleuder sommers wie winters nur volles Roääär und wundern sich dann, dass es einen Unterschied gibt zwischen Haftreibung 0,8 (Asfalt trocken) und 0,1 bis 0,2 (Schnee). Ergebnis: Beule. Dann DDR. Zwischen 1970 und 74 war ich gut 14 mal Betriebsarbeiter bei der Deutschen Reichsbahn (Werkstudent). Und zwar im Reichsbahn Ausbesserungswerk Grunewald. Gerade in der Winterzeit, wo das OSI bestreikt wurde, waren wir Reparierer vom RAW Gd bei Eis und Schnee immer draußen zum Weichen gangbar machen. Meine Spezialität war, die Toiletten bei den Waggons der Alliierten wieder funktionsfähig zu bekommen. Unsere Besatzer pflegten ihren halben Hausrat in die Klappe zu drücken, gemischt mit ihren sonstigen Hinterlasenschaften. Das ging auch bei - 20 Grad C. Und: zu unseren Zeiten fuhr die S- Bahn. Daraus ist zu folgern, dass Bahn nur als sozialistischer Betrieb funktionieren kann.

0 superschwiegersohn 06.02.2013, 21:08 Uhr

Werter Don, wenngleich wir...

Werter Don, wenngleich wir Rheinländer uns in Kürze der kollektiven, alkoholinduzierten Liebe widmen werden (der Düsseldorfer schlecht gelaunt und unverkleidet, der Kölner hingegen in bester Stimmung und idealerweise klasssich, d.h. als Karikatur der ehemaligen französischen Besatzer verkleidet, der anlassangereiste Münchner im übrigen ganzganz toll als Oktoberfestgänger gewandet und verständnislos ob der Tatsache, dass ihn nicht alle kölschen Mädels ob dieser kreativen Top-Leistung direkt sexuell bedienen möchten), ist es doch so, dass auf der kurzen A57 zwischen Köln und dem Dorf an der Düssel ähnlich unschöne Zustände, gewissermaßen komprimiert, herrschen. Was soll ich sagen? Ihre Beobachtungen sind zutreffend und auch hier oben bei uns Kölnern und Kölner Vorstädtern an der Düssel wird vielen ein seelenloses Ziel vorgegaukelt, das mit echter Menschlichkeit und dem Genuss der Natur... all dem, was uns Menschen wirklich entspannt und den Seelenfrieden fördert, eben nichts zu tun hat. Wer es jeweils erreicht, wird erneut sein Glück nicht finden (außer vielleicht in der Kölner Südstadt mit züchtigem Domblick, so wie bei mir). Besonders zutreffend sind Ihre Beobachtungen im Detail... der 3er-Fahrer an sich ist in der Regel irgendeine Deklination des "Managers"...alleine: Was ist er noch, wenn sein Brötchengeber die Leasingrate für das subjektiv-feudale Mittelklasse-Fuhrwerk nicht mehr aufzubringen gedenkt und das selbsternannte Alpha-Tier "mit der Großen Sense" zwecks Bilanzkorrektur seines Konzerns wegoutgesourced wird? Derzeit wird in unserer schönen, neuen EUdSSR aber alles noch besser: Die OECD mahnt an, dass "wir" uns nicht genug um die ausländischen Helferlinge bemühen. Ich meinerseits kenne hier in Köln nun Architekten aus Spanien, die mit 10 Jahren Berufserfahrung für 800€ brutto an den Start gehen. Spätestens wenn dieses Modell sich weiter durchsetzt dürften Sie nostalgisch an die Zeit zurück denken, in der sich echte Mittelklasse-Autos in das Blech Ihres Fuhrwerks bohrten....

0 donna laura 06.02.2013, 21:16 Uhr

lieber Folkher Braun, schön,...

lieber Folkher Braun, schön, wieder einmal von ihnen zu lesen. diese von ihnen beschriebene kompetenz mag sich nun gleichwohl nicht auf alle exemplare, die ein lenkrad in der hand zu halten ermächtigt sind, erstrecken. allein heute - die strasse war nur ein wenig feucht und nicht sonderlich kalt - fuhr mir jemand ins heck (ts, nicht, was sie wieder denken mögen!). es gab trotz geringer geschwindigkeit einen hübschen knall, man resignierte bereits innerlich (der x-te auffahrunfall, immer diese unfähigen hektiker mit miesen bremsen), aber es war nichts geschehen ausser ein wenig zeitverlust. die ondulierungen hatte der wagen schon zuvor. alle spaltmasse wie gehabt, nur der delinquent darf sich einen neuen nummernschildträger zulegen, und man schüttelte darob einander erleichtert die hand. die begleitenden erbinnen hat der kleine unfall erfreut und der maman eine visitenkarte eingebracht. so lernt man leute kennen.

0 perfekt!57 06.02.2013, 21:25 Uhr

"nach 1945 ein, als man Berlin...

"nach 1945 ein, als man Berlin vier ahnungslosen Nationen aufhalste", sagen wir mal so: man nmmt an, dass er solch wirklich dummen und absolut geschmacklosen mist auch schon mal schreibt, um hier gegenrede zu ernten. also hiermit erfolgt. . und hamburg wirkt bei nämlichem wetter auch schon mal nicht viel anders. aber heimat ist halt mehr als ein begriff. evtl. auch mehr als eine genuss. oder selbstgenuss. . weil er auch schon mal von kreisler & berlin handelte: . "Schauspielerinnen wie Elisabeth Bergner, Tilla Durieux, Therese Giehse, Annemarie Hase, Lucie Mannheim, Grete Mosheim, Camilla Spira und Helene Weigel, Schauspieler wie Siegfried Arno, Albert Bassermann, Curt Bois, Alexander Granach, Ernst Deutsch, Kurt Gerron, Erwin Geschonneck, Joachim Gottschalk, Paul Graetz, Peter Lorre, Hans Otto, Conrad Veidt, Otto Wallburg und Adolf Wohlbrück, Sängerinnen wie Fritzi Massary, Sänger wie Ernst Busch und Richard Tauber, Theater-Regisseure wie Fritz Kortner, Wolfgang Langhoff, Erwin Piscator und Max Reinhardt." http://www.willy-brandt-haus.de/kunst-kultur/erzwungenes-finale-ende-der-vorstellung/ . und die sendung hier war klasse, podcast "wg. innerem kreislerzusammenhang" empfohlen, 1000x informativer als es das typische eingangsbild vermuten ließe. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/querkoepfe/1973883/ . man weiß: http://www.youtube.com/watch?v=EDqh_iBkPtA

0 perfekt57 06.02.2013, 21:41 Uhr

"so lernt man leute kennen" -...

"so lernt man leute kennen" - das ist uns schon mehr als einmal passiert. (*g*) nur anders herum. wir fahren auf dem rennrad. und die jungen muttis morgens um halb elf, völlig verwirrt "durchs ganze leben", fahren einen von hinten absichtlich übern haufen. damit sie einen kennenlernen, verbinden und zu sich zum bemuttern nach hause schleifen können. so lernt man frauen kennen: tagesfreizeit mit rennrad. und immer zwischen kindergarten, schule und supermarkt hin und her. oder im kreis. wenn sich onst nichts anbietet. (büro ist dagegen ja eh doof, ja.) . (und lügen lernt man so auch, ganz wie selbstverständlich. wenn nämlich abends der soeben heimgekehrte gatte anruft und fragt wie denn das hat passieren können, und ob es wehgetan hätte - und seine kluge (!) frau entschuldigt, die wär sonst nicht so, könnte im allgm. gut fahren und er könnte es sich auch nicht erklären und seine versicherung würde selbstverständlich für aufkommen, (und man sich die gegenfrage "und für den kaffee und kuchen bei ihnen im esszimmer hinterher auch noch? - und überhaupt sie haben reizende kinder, wenn sie da sind" verkneift, weil sicher ganz unpassend) und ob er auch nochmals persönlich bei uns und dem rad vorbeikommen müsste.) (einer von denen war evtl. sogar soldat und auf "spang afb" stationiert, das aber schon wieder eine andere geschichte, und nein, es war nichts, wirklich nicht, eine frage der ehre.)

0 The Great Artiste 06.02.2013, 22:16 Uhr

Nachdem ich die charmante...

Nachdem ich die charmante Diskussion Ihrer Gastautorin durch Abwesenheit in ihren wesentlichen Zügen versäumt habe, bieten Sie ja den passenden Anschluss an die Frage, ob eine Ehe ohne Kachelofen eine Überlebenschance hat. . Was sind die Dinge, mit denen wir uns definieren, oder die Dinge, die uns immediat in die Flucht schlagen, wie die hässlichen nackten Flossen von Herrn P. in seinen Treckingsandalen im Fernsehen? . Weisse Socken? Opel Asconas? Gelfrisuren? Fixies? (Nicht die Windeln...) Falsche Doktorarbeiten, die genauso stinklangweilig, unlesenswert, bar jeglichen geistigen Fortschritts für die Menschheit gewesen wären, wenn sie originär und wasserdicht gewesen wären? . Was ist an uns echt? Bin ich ein besserer Mensch, wenn ich keine zerwirkten, geschmorten Tierleichenteile genussvoll verzehre? . Was steht wirklich heraus aus diesem ganzen Berg von Belanglosigkeiten? Die Münchner Jugendstilwohnung im Lehel mit drei Meter Deckenhöhe und sieben Zimmern? Das Haus mit Blick auf den Vierwaldstättersee und Dreifachgarage, auch für einen 1937er Bentley 41/2 Liter? ( Wie gehts Ihrem Sunbeam, übrigens?) Ein 75 qm Wohnklo mit 12 qm Garten in Chelsea für 3 Mio £? . Umsonst ist der Tod. Aber was macht unser Leben davor aus? Der Luxus? Die Spleens? Die Liebe? Der Sex? Die Freundschaften? Die Heimatregion? . Mit allem Respekt, liebe Donna Laura, muss ich gestehen, die seltenen Geschöpfe der Wortkunst, die Sie in ihrem Beitrag erwähnen, zu wenig zu kennen, um sie zu den grossen Genussmitteln zählen zu können, aber dass kleine Unfälle ohne schlimme Folgen nicht nur das Kinderherz zuweilen erfreuen, dürfte zu den Freuden des Lebens durchaus dazu zu gehören. Deswegen ist der Katastrophenfilm ohne Sachschaden und bleibende Verletzung ein so sehr geschätztes Märchen. . Ich würde (wieder einmal) mit Gary Larson einig sein, dass es dazu im Gegenteil nicht angeraten ist, mit einem Alligator an der Leine auf die Hundewiese im Park zu gehen, um sich einzubilden, dass man gut Frauen kennenlernen kann, wenn Panzerschuppi sich mal wieder einen Zwergpudel einverleibt hat. . Konsequenter Individualismus ist auch kein Garant für Lebensglück..

Für die Freizeitgestaltung...

Für die Freizeitgestaltung gibt es am Tegernsee glücklicherweise ganz viele gute Bars, Restaurants, Arthouse-Kinos, Theater, Opernhäuser, Antiquariate usw. Jetzt sind mir nur gerade deren Namen entfallen.... Don wird aushelfen!

0 Folkher Braun 06.02.2013, 23:07 Uhr

Werte Donna Laura, miese...

Werte Donna Laura, miese Bremsen gibt es heute im Grunde nicht mehr, nur blöde Fahrer. Ich habe beruflich mit Bremssystemen zu tun - o.k. bei Autos oberhalb 7,5 Tonnen Gesamtgewicht - und erlaube mir deswegen ein Urteil: Der Hansel ist einfach zu nah aufgefahren und da nützen dem auch die heute üblichen elektronischen Helferlein nicht mehr. Zum Beispiel der BA (Brems- Assistent). In heutigen Autos wird die Geschwindigkeit des Durchtretens des Bremspedals sensiert. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit des Drauftretens interpretiert Ihre Bremsanlage das als Notbremsung und steuert den vollen Bremsdruck durch. Weil man aus der Verkehrspsychologie weiß, dass die Fahrer nie voll drauftreten. (Angst um das Automobil). Meine geschäftsführende Gesellschafterin und ich haben seit rund sieben Jahren solche Autos. Deswegen mussten unsere Hunde von hinten (Kofferraum) auf die Rücksitzbank umziehen, weil wir unsere Mitbewohner nicht in der Heck- Knautschzone haben wollen. Die übrigens konstruktiv keine ist. @Wimmerl: die einzigen richtigen Schlepper waren die vom Schlüter. Ist nicht von mir herausgefunden worden. Sonder von meinem Onkel Horst Braun. Der war 35 Jahre bei Mc Cormick in Neuss.

In der S8 Wir lauschen den...

In der S8 Wir lauschen den Schienen, den Rädern. Ratlos. Leer. Nach einer Weile ergreift uns eine Melancholie. Wir blicken auf die herannahenden Felder. Ein Raureif hat sich über sie gelegt. Und silberne Wesen. Wir denken, mein Gott, wie sehr wir dieses Land lieben und wie sehr wir es hassen. Am Flughafen steigen wir aus. Wir haben noch Zeit. Wir betrachten die Anzeigen. Pending, pending. Eine Frau in einem Stefanel-Kleid sieht uns von einem Plakat aus an. Wie schön sie ist. Wir werden sie heiraten. Wir nehmen es uns fest vor.

0 Tyler Durden Volland 07.02.2013, 03:53 Uhr

Man empfindet es beinahe als...

Man empfindet es beinahe als unlauter, wenn so auf den deutlichen Qualitätsunterschied hingewiesen wird, der zwischen einem Leben in München, inkl. der täglichen Schinderei nicht nur bei An- und Abfahrt, sondern auch bei der Arbeit, ohne die für diesen Unterschied wesentlichen Vorraussetzung zu erwähnen. Es gibt da (was an gleicher Stelle öfter schon verschwiegen wurde) gewisse Privilegien, die keineswegs eigener Leistung, sondern der Gnade der Geburt in der „richtigen“ Familie zu verdanken sind. Auch ist die Möglichkeit seine Lebenskosten am Computer zu Hause decken zu können, relativ neueren Datums, und so muss man sich als Normalo erstmal einige Jahre lang das nötige Kleingeld zusammen verdienen, falls man denn in besserer Landschaft leben will. Und auch dann ist die eigene Lebensqualität ja weniger vom genauen Wohnort, als vielmehr davon abhängig, wie gut es einem gelingt so wenig Zeit wie irgendmöglich ans Geld verdienen verschwenden zu müssen. Eine Einsicht die jenen 3er Fahrern abgeht, was aber rein gar nichts mit München zu tun hat, oder? Das im Blog beschriebene Problem ist nämlich keineswegs das im-Matsch-im-Stau-stehen, sondern das im-Matsch-im-Stau-stehen müssen…..

...Nur um diese Frau aus dem...

...Nur um diese Frau aus dem Kopf zu bekommen. Die Z. . Pending. Wie lange das dauert. Wir betrachten den Boden. . . Die Prinzregentenstraße. Wo führt sie denn hin? Den Berg runter und durch einen Tunnel und dann wieder hinauf und dann kann man nach Schwabing fahren oder zum Stachus. Was soll ich am Stachus? Und kann mir einer erklären, was ich in Schwabing soll. Eis essen und Schuhe kaufen? Oder gibt es da sonst noch was? Na also. Deswegen fliege ich ja nach Nowosibirsk. Da herrschen minus 60 Grad Celcius. Und da kleben sich die Leute Blumentapeten an die Wand und haben Aquarien und Tischdecken aus Plastik. Na und!? Ich kenne da eine Frau, die Z. Die Z. malt Bilder, dafür ist die Welt noch nicht reif. Sie nimmt kein Geld für ihre Bilder. Sie verschenkt sie. . Und wenn die Y., meine Frau, mich fragt, gibt es eine Frau in Russland, die du liebst? Was sage ich denn dann? . . Wie lange das dauert. Wir betrachten das Plakat. Hübsch sieht sie aus in ihrem Stefanel-Kleid. Wir stehen auf, gehen näher hin. Sie ist hinreißend. Wie sie da steht - mit ihren bunten Strümpfen und diesem sommerlichen Kleid. Wollen Sie unsere Frau werden, werden wir sie fragen.

Auf ARTE läuft grade die...

Auf ARTE läuft grade die Serie "Landträume"; es handelt sich überwiegend um Stadtflüchtige aller Herren Länder die abseits der Großstädte und Trampelpfade ihren Gartentraum leben. Oft sind die Landschaften so weit dass man nicht einmal mehr von Nachbarn reden kann.

0 bertholdIV 07.02.2013, 07:24 Uhr

@DA: immobilienmarkt als basis...

@DA: immobilienmarkt als basis des wohlstands? aha, da sollte man aber aufpassen @Folkher Braun: sehr interesannte infos. erinnert mich an die toiletten im ice und die immer gleiche frage. funktioniert noch ein nenneswerter anteil, nachdem die garnitur schon 2h unterwegs ist. sonst:ich finde, dass die leute in münchen bei schnee immer viel zu langsam fahren...

"Wohltuender Szenenwechsel zum...

"Wohltuender Szenenwechsel zum "wunderbarsten Ort von der Welt" wie Goethe frohlockte, als er 1787 während seines Palermo-Besuches durch den gerade angelegten "Orto Botanico" (Via Lincoln www.orto.botanico.palermo.it) wandelte und seine Naturstudien trieb...." Aus "Das Inkognito. Goethes ganz andere Existenz in Rom" Roberto Zapperi 1999 C.H. Beck Verlag, München ISBN 3 406 44587 X (mein Buch des Jahres 2001)

0 whatcrisis 07.02.2013, 08:02 Uhr

Nach mir die Flut, vor mir der...

Nach mir die Flut, vor mir der Steg an dessen Ende man ins Wasser gehen kann, auch wenn es zum Baden nur etwas zu kalt ist - das könnten auch des Kinis letzte Gedanken gewesen sein. . Fluchtgedanken, oder Vom Pfeifen im bayrischen Bergwalde. . Italien, du hast es besser: klassischer Topos unter allen bekennenden und praktizierenden Deutschen mit Emigrationshintergrund. Die Aussichten dort: zwar nicht immer und nicht wirklich besser, aber wenigstens ist das Badewasser wohltemperiert, und allein das ist eine Aussicht, die man nicht geringschätzen sollte, gerade im Hinblick aufs Alter. . Man könnte die dunkel dräuenden Fluten aber auch wegsingen und -tanzen, ohne dass man dazu ein Wittgenstein oder Träger(in) eines erschlichenen Doktortitels sein müsste: https://www.youtube.com/watch?v=O2jvdu1PzJE

0 antagonist 07.02.2013, 08:12 Uhr

donna laura@: Vom ML lernen,...

donna laura@: Vom ML lernen, heißt die Welt in einer neuen Morgenröte sehen lernen. Der fulminante Sieg nach all den Katastrophen an den Kreuzungen ist dann folgerichtig unser, wie Wohlstand und alles. Der Sieger nimmt sowieso allles mit: „Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen.“ – Karl Marx- Watt sachste? Weil hück Wieverfastelovend is, dörfe Se mia ooch ä Bützche jeve! Wenn Se wolle ooch derer zwey. Alaaf! Eine Rakete!

@perfect: Danke für den Tipp...

@perfect: Danke für den Tipp der Ausstellung. Jetzt weiß ich, wo ich heute mit meiner Gattin hingehen kann. Interessanter Hinweis des Willy-Brandt-Hauses: "Ausweis mitbringen", das gibt's sonst wohl nur im Jüdischen Museum (?). Volker Kühn gestern im Radio hab' ich auch interessiert zugehört, über sein (gar nicht mal neues) Buch zu "Kabarett im KZ". Das war auch mir neu.

0 Tom Wagner 07.02.2013, 08:19 Uhr

Ein sehr schöner Text, den...

Ein sehr schöner Text, den alle Pendler unbesehen unterschreiben könnten. Jedoch - den Manager im 3er BMW gibt es nicht. Der fährt 5er. Mindestens. Eher 7er. Oder gleich einen SUV von Audi oder BMW. Ich lebe selbst auf dem Land, habe jedoch das große Glück, hier einer Tätigkeit nachzugehen, die mir eine Bezahlung wie in der Stadt verspricht, aber in Wohnortnähe ausgeübt werden kann. Dieses Glück haben die Meisten jedoch nicht. Wer sich für das Landleben entscheidet, sollte auch hier sein Geld verdienen können. Sonst bringt das nicht viel.

0 the_chief 07.02.2013, 08:25 Uhr

bzgl.: x 07. Februar 2013,...

bzgl.: x 07. Februar 2013, 05:19 wunderschoen! schreiben sie mehr solche texte, wenn ja, wo findet man sie gesammelt?

0 bertholdIV 07.02.2013, 08:57 Uhr

@Folkher Braun 07. Februar...

@Folkher Braun 07. Februar 2013, 00:07 bremsen interessantes thema. ich habe mal die diss von jemanden korrektur gelesen, der über elektronische bremssysteme in pkws promoviert wurde und mein russischer freund hat noch bei einem mathematischen beweis geholfen; ja die russischen mathematiker... was hat sich denn auf dem thema getan - die o.g. diss ist schon 10 jahre her.. nichts oder?

0 Hape Etzold 07.02.2013, 08:58 Uhr

Wahrscheinlich lässt sich 95%...

Wahrscheinlich lässt sich 95% der Büroarbeit genauso gut vom Home Office aus erledigen. Die viel beschworene Kommunikation unter den Kollegen im Büro erschöpft sich oft sowieso auf Emails, am Stuhl des Kollegen Sägen und die Demonstration der eigenen Unersetzlichkeit. Das ginge auch ohne tägliches Pendeln. Das würde vielleicht auch der Familienpolitik eine neue Dynamik geben. Aber die Beharrungskräfte in Deutschland sind immer ein bisschen größer. Der neue 3-er Kombi muss ja auch vorgeführt werden.

0 hansgeier333 07.02.2013, 09:14 Uhr

Nicht jeder Steg hat ein Ende,...

Nicht jeder Steg hat ein Ende, an welchem das Wasser Kommt: "Nämlich vor des Meisters Hause Floß ein Wasser mit Gebrause. Übers Wasser führt ein Steg, Und darüber geht der Weg. - Max und Moritz, gar nicht träge, Sägen heimlich mit der Säge, Ritzeratze! voller Tücke, In die Brücke eine Lücke. -" Ging am Tegernsee etwa das Geld aus für den Weiterbau? Sollte es einmal eine Seebrücke werden?

Hoffentlich, sagte der nach...

Hoffentlich, sagte der nach seinem Begriff noch nicht ausreichend wohlhabende Mittvierziger zu sich, bleibt nach meinem Erbantritt noch genügend Steg übrig.

Moral Hazard Autofahrer...

Moral Hazard Autofahrer fahren nach Abschluss einer Versicherung leichtsinniger, weil ein eventueller Schaden durch die Versicherung gedeckt wird. . Moral Hazard In Regierungen/ Verwaltungen: Die Grünen um Bärbel Höhn schaffen Arbeit - für 4 Euro/pro Stunde. Im Bundestag werden Putzkolonnen ausgebeutet. http://www.rentenreform-alternative.de/Versorgung%20der%20Politiker.htm . Wer daraus schließt, dass ein frühzeitig erworbenes dickes Fell schützt, muss wissen, dass nicht jeder ein Borstenvieh streicheln mag….

Geehrter Don, sehr schöne,...

Geehrter Don, sehr schöne, ergiebige Geschichte. Man fragt sich, wie groß ist die Portion an Angst, Schlaflosigkeit und Unsicherheit dort am Steuer der Unfallbetrachter im Stau, in Kenntnis der Leasingraten, Hypotheken des Inflationsangsthauses, Arbeitsplatzverlust, kranke Kinder, Ehe schwächelt uswusf. Vielleicht denkt der ein oder andere bei Ankunft des Krankenwagens: der hat’ s vielleicht hinter sich.

...im übrigen hatte ich...

...im übrigen hatte ich angenommen - nach vier Jahren, Sie könnten mittlerweile das Ende des Steges ignorieren und...

0 donalphonso 07.02.2013, 11:11 Uhr

Man könnte den Steg weiter...

Man könnte den Steg weiter bauen :-)

0 E.R.Binvonhier 07.02.2013, 11:20 Uhr

@perfekt57, die Dame im...

@perfekt57, die Dame im Stefanel-Kleid schadet Ihrer Konzentration - "x" wird Ihnen immer ähnlicher.;)

0 donna laura 07.02.2013, 11:23 Uhr

na, lieber antagonist, sie...

na, lieber antagonist, sie waren wohl auf wiki unterwegs. ein rhetorisches diplodocus kennt nicht jeder; das tut mir leid. . "Was steht wirklich heraus aus diesem ganzen Berg von Belanglosigkeiten?" lieber TGA, *hüstel*. also, mir fiele da schon etwas ein.

0 Thorsten Haupts 07.02.2013, 11:29 Uhr

Der Don hat in einem weiteren...

Der Don hat in einem weiteren lesenswerten Blog den Blick auf eine nach wie vor gültige Grundsatzentscheidung der deutschen Gesellschaft geworfen - die klare Bevorzugung der Trennung zwischen Wohnen und Arbeit. Würde das Pendeln nicht seit vielen Jahren staatlich (Verkehrsinfrastruktur, Steuern), kommunal (Ausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten) und individuell bevorzugt, würde es das vom Don beschriebene Problem schlicht nicht geben. Und vermutlich auch weniger Unternehmen in/an Grosstädten. ... Das hat, verehrter Tyler, mit Vermögensvererbung nur insofern zu tun, als sich für Vermögensbesitzer die Frage des Pendelns erst gar nicht stellen muss, sie sind in ihrer Entscheidung von ökonomischen Überlegungen schlicht frei. ... Für viele andere stellt sich die Frage auch nur deshalb, weil man das Beste aus allen Welten mitnehmen möchte. Und das Pendeln für den geringsten aller dafür zu zahlenden Preise hält. Aufgrund neuerer technischer Entwicklungen kann man das Ende dieser Lebenszeitvernichtung durch tägliches Arbeitspendeln allerdings recht sicher prognostizieren. ... Gruss, Thorsten Haupts, ein Jahrzehnt lang Wochen(end)pendler, allerdings autolos

0 Der Tiger 07.02.2013, 11:50 Uhr

@bertholdIV – Mit Bezug auf...

@bertholdIV – Mit Bezug auf einen Kommentar, den Sie vor einigen Monaten schrieben: Die Angelegenheit der Frau Schavan ist mir immer noch ein Rätsel. So viel Aufwand für die grauste Maus der Regierung! Wer hat etwas davon, dass sie abtritt oder von Mutti jetzt abgetreten wird. Bei Wulff und Guttenberg konnte ich ja noch verstehen, dass Muttis Kräfte ein Interesse daran hatten, potentielle Potentaten loszuwerden. Aber das die graue maus der Mutti Konkurrenz sein könnte, ist doch jenseits aller Machtphantasie.

0 antagonist 07.02.2013, 12:19 Uhr

Über den Steg hinaus gesehen:...

Über den Steg hinaus gesehen: Und was ist mit dem Reformstau, gar mit dem Bildungsstau, der sich sich nun unvermeidlich nach der drohenden Demissionierung anbahnt? Hä? Vom Investitionsstau, trotz billigem Gelde, ganz zu schweigen. Der Stau der vielen Aufsteiger, die sich vor dem Zugang in die Oberschicht in großen Scharen sammeln, ignoriert dieser Beitrag ebenso völlig. S. Armutsbericht der Bundesregierung. Was ist dagegen schon der morgendliche Stau auf den Münchner Zufahrtsstraßen (ein zusätzlicher Ring muß her! Die Radialstrassen müßten achtspurig ausgebaut werden)? Fragen über Fragen die dringend der Dikussion bedürfen. Stattdessen werden immer wieder Meditationen und Vermutungen über die Tegernseer Landschaft und deren Bewohner geboten. So nicht! Mei Liaba

0 antagonist 07.02.2013, 12:43 Uhr

donna Laura@:...und jetzt...

donna Laura@:...und jetzt hatte ich mich doch so auf zwo Bützche ( in mingem Narrenbützche) jefreut. Stattdessen, antagonist, armer plagia-Tor: Doppeltplusungut. ** Im Grunde genommen ist das Faktum allein für sich genommen schon eine irrre Angelegenheit, Dass die sog. zivilsierte Menscheit dem Moloch Auto alles unterwarf: Städtebau, Arbeits-und Familienverhältnisse, Landschaftsraubbau und Ressourcenverbrauch im grössenwahnsinnigen, pathologischen Stil in Szene setzte. Und dann noch als Gipfel der alljährliche Ferienstau von Ingolstadt bis Innsbruck. Eine groteske, lahmende Bittprozession von nicht zu überbietender Blöd-und Dämlichkeit.

0 bertholdIV 07.02.2013, 12:48 Uhr

@Der Tiger 07. Februar 2013,...

@Der Tiger 07. Februar 2013, 12:50 nein: mutti ist schavans erfindung oder der personen, die hinter anette s. stehen. so geht das spiel. wenn das bei schaviplag stimmt, hat anette s eine habil eines franziskaners aus 1978 einfach... und das ist solange unter den theologen niemandem aufgefallen? braucht es noch mehr erklärungen? das sind jetzt schon zu viele.

0 Folkher Braun 07.02.2013, 12:54 Uhr

@bertholdIV: Pkw: brake by...

@bertholdIV: Pkw: brake by wire ist - soweit ich weiß - wieder vom Markt genommen (Benz), also hydraulischer Druck und elektrische Regelung. Lkw: pneumatisch mit elektrischer Regelung. Brake by wire ist technisch vorhanden. Weil aber nicht kombinierbar mit den aktuelle ECE R- 13- Bremsen "in der Schublade."

0 donna laura 07.02.2013, 12:56 Uhr

(auch ich möchte mich noch...

(auch ich möchte mich noch TGA anschliessen und Isabella Hilger für ihren artikel, der sich an nicht ganz zu vernachlässigende prioritätenausgestaltung der lebensführung versuchte, danken. mein wochenende verbrachte ich eingeschneiterweise fern jeglicher funktionierender technik, und dann einzusteigen, wenn gerade von kunstangelegenheiten, von denen meine wenigkeit so gar nichts versteht, die rede ist, hätte ich unpassend gefunden. aber das nächste mal gerne.)

0 donna laura 07.02.2013, 13:03 Uhr

liebe Der Tiger, graus als...

liebe Der Tiger, graus als stichwort; das grauen die steigerung im herzen der regierung. . wobei es tatsächlich kaum zu vermuten steht, dass madame sie loszuwerden beabsichtigte; das waren mit sicherheit andere, und die möchten zu gerne mit fefes spezialpopcorn in der geballten faust sehen, wie weit madame gehen würde, um eine ihrer langjährigen vertrauten vor dem abgrund zu bewahren; und, so dürfte die hoffnung sein, dass sie vielleicht mitstürzte. aber sie ist ja nicht allein auf der brücke ihrer, dieser welt. wie der don vor kurzem es noch formulierte: abyssus abyssum invocat. . die thèse de doctorat von merkel hat man sich sicherlich bereits vorgenommen und konnte wohl kaum mehr als eine schnute zu ziehen. . im übrigen finde ich es bemerkenswert, wie sie ihre umgebung ausgestaltet: ihresgleichen, verschwiegen, einander nach kräften loyal, und die nahen xy-träger (an was anderes wagte ich nicht im ernst, nicht im scherz zu denken) sind drohnen, kampfdrohnen gar. bss.

Erst als ich in die USA...

Erst als ich in die USA gezogen bin, war ich endlich gezwungen meinen Führerschein zu machen. Egal wo ich Arbeit finden wollte, es führte kein Weg am Auto vorbei. Klar wollte ich in der großen Stadt arbeiten. Ein, zwei Stunden Fahrtzeit, größtenteils im Stau? Kein Problem. Hab ich genau einmal gemacht. Dann habe ich mir ausgerechnet, daß ich pro Tag vier Stunden im Auto säße, das macht im Jahr ... da kam richtig Lebenszeit raus. Und in der großen Stadt hätte ich mir nur eine ganz kleine Wohnung leisten können. Jetzt arbeite ich in einem kleinen, dummen Städtchen außerhalb der großen Stadt, wohne in einem Haus an einem (Stau)see, meine Fahrtzeit beträgt 15 Minuten und macht im Cabrio auch noch Spaß. Der Job ist nicht ganz so wie er sein könnte, aber solange sie mich ab und an ein bißchen schreiben lassen, bin ich zufrieden und dreh mich im Bett nochmal um, wenn die anderen Verrückten um 4.00 Uhr morgens zu ihrer Beschäftigung in der großen Stadt aufbrechen.

0 hansgeier333 07.02.2013, 14:07 Uhr

Gab es da nicht einen...

Gab es da nicht einen bewundernswerten Bundesbankdirektor, welcher, von beinahe allen Pflichten außer der der Anwesenheit entbunden, arbeitstäglich von Berlin nach Frankfurt mit der Bahn zur „Arbeit“ fuhr und ein (nicht doctorantes) Werk der zeitgenössischen Trivial-Literatur zur Menschheitsgeschichte verzapfte? Solche Männer braucht das Land!

0 Der Tiger 07.02.2013, 14:08 Uhr

@donna laura - Was das...

@donna laura - Was das Schnute ziehen betrifft, bin ich mir nicht so sicher. Eine Pastorentochter in der DDR, die studieren durfte und das sogar in Moskau, hatte ausgesprochen ungewöhnliche Privilegien. Gegenleistungen sind dafür gängig.

0 whatcrisis 07.02.2013, 14:09 Uhr

@Der Tiger 07.02. 12:50 - Man...

@Der Tiger 07.02. 12:50 - Man unterschätze die grauen Mäuschen nicht. Was die alles so wissen könnten, wovon wir nichts zu ahnen wagen... wenn ich an die Akten- und Datenvernichtungsaktion im Bundeskanzleramt zurückdenke, so etwas geschieht ja nie grundlos - da könnte ein aus dem Amt entlassenes Mäuschen und sein Insiderwissen das schlimmere Übel sein als eine offenbarte moralische und rechtliche Flexibilität. . Wer es an die Seite des oder der Mächtigsten im Staate geschafft hat, noch dazu als "Freund" und Ratgeber, den sollte man keinesfalls unterschätzen. Manch graue Eminenz hat sich länger gehalten als die eigentlichen Macht- und Amtsinhaber, bspw. Joseph Fouché. Frau Merkel ist nicht zu beneiden, scheint mir; sie segelt zur Zeit möglicherweise zwischen Scylla und Charybdis. . Grau ist das neue Schwarz. Auch in politicis. Keine Skandale, keine schlechten Nachrichten, keine verfänglichen Zitate oder Interviews unter zwielichtigen Umständen, das ist schon mehr als die halbe Miete bzw. Amtszeit, zumindest im derzeitigen Bundeskabinett. Und so ist die S. bislang weder durch besondere Innovationen noch durch besonders originelle Ideen oder Initiativen aufgefallen. Nun aber steht sie im Brennpunkt und sorgt für weiteren Imageverlust. Als gäbe es da überhaupt noch etwas zu verlieren... Aber: "Wir sind auf einem guten Weg!" O-Ton M. Die beste Bundesregierung aller Zeiten. Nach bescheidener Selbsteinschätzung. So weit können Eigen- und Fremdwahrnehmung auseinanderliegen... . Semper aliquid haeret, etwas bleibt immer hängen. Und so reihen sich die "Meilensteine" dieser Regierungskoalition aneinander und werden mehr und mehr zur Last: Mühlsteine, die nach unten ziehen. Wobei der letzte der alles entscheidende ist. Nur weiß man das leider nicht so genau, welcher nun der letzte ist. Das Problem der kritischen Masse quasi. . Das Grauen dieser Legislaturperiode erinnert fatalerweise immer mehr an das bleierne Grau des Endes der Ära Kohl: Stillstand, Stau allerorten, Problemflut. Ob sie auch ausbaden müssen, was sie angerichtet haben? Fast wäre es ihnen ja zu wünschen. . Am besten waren sie noch, wenn sie nichts taten. Oder wenn man sie daran hinderte, ihre Pläne zu Gesetz zu machen. Wenn da nur nicht diese Wahnsinnsschulden wären. Was man von verschwenderischen schwachen Monarchen wie dem Kini ja auch denken kann. Am Ende hat der Steg jedenfalls ein Ende, und es ist nicht schön, wenn man darin nicht schwimmen kann, sondern untergehen muss.

Unsinn, der Moritz wars...

Unsinn, der Moritz wars allein!

Alles Lüge. Das mit der...

Alles Lüge. Das mit der Brücke war Max!

Beim Flanieren steh' ich nicht...

Beim Flanieren steh' ich nicht selten an einer Ampel und schau mir die Blechkarawane an: in jedem externen Wohnzimmerchen sitzt meist nur eine Person und die ist selten fröhlich. Und ich freu' mich immer wieder, dass ich vor vielen Jahren den Entschluss fasste, kein Auto mehr besitzen zu wollen. Kein Stress, keine Kosten von einigen hundert Euros jeden Monat, ...mir geht's prima. Und wenn mein Ziel weiter weg liegt: mit Bus oder S-Bahn ...und in den Ferien nach Südtirol mit der Eisenbahn: ich kann sogar entspannt lesen dabei.

Jemand weiter oben: "Im Grunde...

Jemand weiter oben: "Im Grunde genommen ist das Faktum allein für sich genommen schon eine irrre Angelegenheit, Dass die sog. zivilsierte Menscheit dem Moloch Auto alles unterwarf: Städtebau, Arbeits-und Familienverhältnisse, Landschaftsraubbau und Ressourcenverbrauch im grössenwahnsinnigen, pathologischen Stil in Szene setzte. Und dann noch als Gipfel der alljährliche Ferienstau von Ingolstadt bis Innsbruck. Eine groteske, lahmende Bittprozession von nicht zu überbietender Blöd-und Dämlichkeit." . Sag' ich doch!

0 prince Matecki 07.02.2013, 14:54 Uhr

@Der Tiger Man sollte nicht...

@Der Tiger Man sollte nicht unterschätzen, dass es in den Naturwissenschaften nicht ohne Fachkompetenz ging, und die DDR wusste dass sie Naturwissenschaftler (und Ingenieure) brauchte, nur so war eine halbwegs funktionale Position im "Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe" zu halten. Da half auch kein "Marxismus - Leninismus". Genau so konnten sich einige (wenige) Arztsöhne und kirchlich gebundene als Ärzte halten in der DDR. Wie A.M. wurden sie nie einer Promotion B gewürdigt (in der DDR das Gegenstück zur Habilitation im Westen, die "Promotion A" war eher das Gegenstück zur leichteren Promotion a la freier Westen, in der Humanmedizin gab es zeitweise nur Diplommediziner als Studienabschluss, Promotion B nur für Universitätskarrieren). Damit konnten solche Pfarrerssöhne und -Töchter nie Ordinarius oder Institutsleiter werden ( ab Ende 60er, für die Zeit davor gilt dass Medizin und Naturwissenschaften universitär nie ohne "alte Eliten" funktionieren). So erging es Frau M., die eben nicht ein Ordinariat für sich erreichbar sah und sich - durchaus erfolgreich - auf die Politik warf. Ansonsten, das mit den Eminenzen ist nicht völlig falsch, den grauen, oder auch anderen Farben.

0 Latifundius 07.02.2013, 15:23 Uhr

Schöner Text, aber ich sehe...

Schöner Text, aber ich sehe das auch eher wie Tylerdurden: Es ist halt etwas sehr einfach, über die Pendler zu lästern, die selten eine andere Wahl haben. Ich weiss auch, wie ich mein Leben genussvoller gestalten kann, es zahlt mir nur leider niemand was dafür. (Und nein, ich fahre nicht 3er, sondern S-Bahn ins Büro, damit ich irgendwann auch genug Reserven habe für das Philosophieren am See).

Ich schlage ein kleines...

Ich schlage ein kleines Gedankenspiel vor: All diejenigen, die morgens mit dem Auto vom Land nach Muenchen zur Arbeit fahren, wuerden sich eine Wohnung in der Stadt besorgen. Mit Eheweib und Kindern. Wie wuerde diese Stadt dann wohl aussehen?

Re (trennende) ...

Re (trennende) Katastrophen. Auf SFR 1 TV today: "EU will Meldepflicht für Cyber-Vorfälle für Unternehmen einführen, die Opfer einer schwerwiegenden Cyberattacke sind. Die Meldepflicht soll für ausgewählte Branchen gelten Z.B. Energieversorger, Banken, Spitäler aber auch öffentliche Verwaltungen. .... Die EU Staaten sollen zudem nationale Sicherheitszentren einrichten, um im Falle von Angriffen aus dem Internet sofort reagieren zu können".

0 astroklaus 07.02.2013, 15:49 Uhr

@prince Matecki/Tiger Bei...

@prince Matecki/Tiger Bei genügend "anwendungsfernen" Fächern gab es sogar eine allseits geduldete Zusammenarbeit mit dem bösen Westen. Wir hatten in der Radioastronomie schon vor 1989 eine Zusammenarbeit sowohl mit der DDR als auch mit der UdSSR, die zu Teilen sogar über die jeweiligen offiziellen Akademien der Wissenschaft liefen. Das schloß auch gegenseitige Besuche ein, wobei das für die "Ostler" naturgemäß interessanter war als für die "Westler". Sogar direkte technische Unterstützung hat es in diesem Rahmen wohl gegeben: die Moskauer Kollegen hatten Schwierigkeiten mit einem Lizenzbau eines bei uns entwickelten elektronischen Gerätes. Daraufhin durfte einer der Ingenieure damit kommen, das Gerät wurde in Ordnung gebracht - aber aus irgendeinem Grund war nun die Luftfracht für die 80kg zu teuer (oder vielleicht auch das Risiko zu hoch, daß es beim Transport wieder beschädigt würde). Daraufhinschickte die Akademie noch drei andere Kollegen nach Deutschland: vier mal 20kg erlaubtes Gepäck macht 80kg... (was der erste Kollege mit seinen persönlichen Sachen gemacht hat, ist nicht überliefert...)

0 donna laura 07.02.2013, 16:03 Uhr

ich fürchte, dass ich sie...

ich fürchte, dass ich sie jetzt nicht verstanden habe, liebe Der Tiger...

liebe donna laura, - es ist...

liebe donna laura, - es ist schwer, gute Nummernschildträger zu bekommen.

the_chief, . bedaure. "x" ist...

the_chief, . bedaure. "x" ist Teil eines No-free-Lunch-Theorems. "x" ist nicht Method Acting. Es existiert ausschließlich in der Box.

0 Der Tiger 07.02.2013, 16:53 Uhr

@Prince Matecki – Es ist mir...

@Prince Matecki – Es ist mir durchaus klar, dass der reale Sozialismus Naturwissenschaftler und Ingenieure brauchte. Wenn A.M. eine brillante Physikerin wäre, würde ich Ihrer Meinung bedingt zustimmen. Ich kenne persönlich recht viele Physiker(innen)und auch andere MINTer(innen). Auf Grund meiner Erfahrung mit diesem Menschenschlag würde ich sagen, dass A.M. sicher die Beste der Klasse war. Aber brillant – im Sinne von Haben und Entwickeln innovativer Ideen – kommt sie mir nicht vor. Als die DDR zusammenbrach, war A.M. 36 Jahre alt. Wenn sie eine begeisterte Naturwissenschafterin gewesen wäre, war sie noch nicht zu alt, um ihre innovativen Ideen in eine Habil zu gießen. Stattdessen ging sie in die Politik. Für mich ein Zeichen, dass Physik für sie nie echt spannend war. . Eher würde ich denken, dass die Beste in einer DDR Klasse wie die Beste in meiner BDR Klasse war. Sie machte grundsätzlich was der Lehrer wollte und wollte immer dem Lehrer gefallen. . „Bedingt“ habe ich geschrieben, weil ich mich sehr gut daran erinnern kann, dass Bekannte meiner Eltern aus der DDR geflohen sind, weil ihre Kinder nicht einmal auf die Höhere Schule durften – geschweige denn studieren. Dabei handelte es sich nicht einmal um Pfarrerkinder, sondern um weltliche Akademiker. In einem Fall war der Vater sogar selbst Ingenieur. An den Leistungen kann es nicht gelegen haben. Diese Kinder (ungefähr in meinem Alter) haben in der BRD Abitur gemacht und studiert.

Krawatten verbinden auch. Also...

Krawatten verbinden auch. Also her damit. . Hicks. . Verzeihung.

0 Der Tiger 07.02.2013, 18:11 Uhr

@astroklaus – Austausch gab...

@astroklaus – Austausch gab es schon. Der Womens Club von Königstein hat einmal einen Austausch mit russischen Politikerinnen organisiert. Zwei von denen schliefen bei uns. Die eine war Ministerin irgendwo in der UDSSR, die andere hohe Funktionärin in einem Betrieb. Meiner Mutter hat nicht nur ein fabelhaftes Abendessen bereitet, sondern auch noch eine Bekannte eingeladen, die fließend russisch sprach. Nach einigen Gläsern Wein – und als sich herausstellte, dass die Ministerin auch deutsch sprach - entstand eine ausgesprochen interessante Unterhaltung zwischen den politisch interessierten Damen. Das war in den späten Sechzigern oder frühen Siebzigern.

Richling: Schavans Flugskandal...

Richling: Schavans Flugskandal http://www.youtube.com/watch?v=Bhe0LJ45KA4

0 antagonist 07.02.2013, 19:10 Uhr

Das Auto als fetish,- Liebes-...

Das Auto als fetish,- Liebes- und Prästischobjekt befördert über, u. a., Marken, darüber hinaus als Distinktionausweis im Sinne vermeintlicher Klassenzugehörigkeit (in einer Gesellschaft in denen selbst Oberschichtler Schwierigkeiten mit sich selbst haben und nicht wissen wohin sie gehören) dienend. Somit aufgestaute Gefühle innert der Community, welche geradezu nach einer Katastrophe lechzen. (Ver-)Stauräume wie Garagen an Einfamilienwohnhäusern, erstere größer wie früher eine Sozialbauwohnung. Ausgelegt für Zweit-und Dritt,-ja was sag ich, Viertwagen. ** Ein Mensch ohne Abitur ist keiner.

0 The Great Artiste 07.02.2013, 20:24 Uhr

Wahrscheinlich lässt sich die...

Wahrscheinlich lässt sich die heutige undurchdringliche Komplexität der Politik am besten von einem leidenschaftslosen Frosch mit kaltgestellten Eingeweiden, um einmal Nietzsche und nicht Rösler in der Merkel-Debatte zu zitieren, bearbeiten, Stückchen für Stückchen, und nicht in einem grossen genialischen Wurf, den der soeben zitierte Philosoph stets als seine Arbeitsmaxime proklamierte, mit persönlich zweifelhaftem Ende als Knut der Eisbär auf dem westöstlichen Divan seiner nazissischen Schwester. . Ein bisschen akademisches Hirn, bloss nicht zuviel, eine Prise Pfarrhausdemut, um nicht abzuheben, ein Machtinstinkt wie die Mama von Al Capone, um die ganzen eitlen Merze der CDU zu Bio-Pelzkragen zu verarbeiten, und die Beharrlichkeit eines Braunkohlebaggers, alle Zweifel dieser Welt aus dem Weg zu räumen, in dem man die Probleme dieser Welt einfach wie einen riesigen Wollpullover von der Grösse eines Fussballfeldes an einer Eckballfahne zu stricken anfängt. Irgendwo würde es enden. Wozu braucht man Visionen? Visionen hat man in der Psychatrie. . Das bittere ist, wenn man davon ausgehen kann, dass die Absichten Merkels, von absoluter Denkmalsehnsucht abgesehen, wahrscheinlich noch deutlich lauterer sind als die Ziele manch anderer Global Player in Lobbys und sonstigen lupenreinen Demokratien. . So wird sie eines Tages Unsterblichkeit als das ewige geringste Übel erringen. Nicht berühmt für irgendwas, sondern dafür, dass sie es hat bleiben lassen.

0 Der Tiger 07.02.2013, 21:43 Uhr

@donna laura – There is no...

@donna laura – There is no free lunch, da hat X den Kern getroffen. Aber da heute mein Geburtstag ist, zwei hoch sechs, erlaube ich mir meine Überlegungen der letzten Jahre hier noch ein bisschen weiter zu entwickeln. . Beim Zuhören während des Abendessen mit den zwei Russinnen hat der kleine Tiger von der Komplexität des realen Sozialismus gelernt und dass die Russen ihre Pfoten im Leben der Satellitenstaaten hatten, genau so wie die Amis die ihren in der BDR. Was er ja schon sehr eindrücklich erfahren hatte: . http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2011/12/23/der-von-guttenoben-zu-untenwulff-sauber-gebratzelte-konservative.aspx . Konsequenterweise konnte jemand ein Denunziant sein (nämlich den Russen gegenüber) ohne in den Stasi Akten als solcher aufzutauchen, oder nur so dokumentiert, dass nur ein Kenner verstand, was das Kürzel bedeutete. . Darüber hinaus hat der kleine Tiger verstanden, dass die jeweiligen Mächte das bilden, was ich heute Netzwerke nennen würde. Aber was ich damals so nicht hätte ausdrücken können. . In der berühmten Stasi Akten Dokumentationsstelle arbeiten bis heute Angestellte der DDR Zeit und natürlich erst recht in der Amtszeit des heutigen Bundespräsidenten. Also stelle ich mir seit geraume Zeit die Frage, wusste er nicht, das heißt, dass er dümmer als ein kleiner Tiger ist…. oder er wusste und bekam den ersten und den zweiten Posten ganz gezielt darum.

0 bertholdIV 07.02.2013, 21:57 Uhr

@Prince Matecki...

@Prince Matecki
A.M. wurde doch nicht mit einem ( so typischen) physikalischen thema promoviert oder?
de.plagipedi.wikia.com/.../Merkel,_Angela:_Untersuchung_des_Mechanismus_von_Zerfallsreaktionen_
mit_einfachem_Bindungsbruch_und_Berechnung_ihrer_Geschwindigkeitskonstanten
_auf_der_Grundlage_quantenchemischer_und_statistischer_Methoden_%28Dissertation%29
wenn die kanzlerin auf den publikationen vor ihrer diss nicht nur aus gefälligkeit drauf steht (darf ich mit aufs paper/autorenliste oder muss ich ins aknowledgement?) ist das relativ unspektakulär. das ist zwar nicht wirklich viel, was sie publiziert hat, aber 2 pubklikationen in einer anständigen wissenschaftzeitung, reichen in der regel um promoviert zu werden,
außer sie haben einen streit mit ihrem doktorvater/mutter...
aber wenn man es sicher wissen will, wie es wirklich war, müsste man die laborbücher ansehen oder mal bei exkommilitonen rumfragen.

0 Tyler Durden Volland 07.02.2013, 23:21 Uhr

@whatcrisis 07. Februar 2013,...

@whatcrisis 07. Februar 2013, 15:09 Das Problem ist ja nicht dass „grau das neue schwarz“ ist sondern, was das in einer Demokratie für Konsequenzen hat. Da muss man nur mehr die Mehrheit für sich einnehmen, ALLES andere ist unwesentlich. Das Mittelmass will sich mit seinen Führern identifizieren können. Sogar der Zeitpunkt an dem die Demokratie mit dem Streben in Deutschland begann und zur Post-Demokratie wurde, lässt sich zeigen. Es war der Übergang von Helmut Schmidt zu den Kohl, Schröder und Merkel. Sie schreiben es ja ähnlich: „Das Grauen dieser Legislaturperiode erinnert fatalerweise immer mehr an das bleierne Grau des Endes der Ära Kohl: Stillstand, Stau allerorten, Problemflut. Ob sie auch ausbaden müssen, was sie angerichtet haben? Fast wäre es ihnen ja zu wünschen.“ Ja, die Schuldigen werden es ausbaden müssen, nur mir scheint, sie verkennen die Verursacher? Die genannten letzten drei Kanzler wurden vom Volk auf völlig legalem Weg ins Amt gebracht. Schröder ist zB wegen seines Freundes Putein das Musterbeispiel dafür wie es aussieht, wenn ein solcher etwas ausbaden muss. Nein, es mag überraschen, aber auf der Welt geht es gerechter zu. Es sind die Verursacher die die Chose ausbaden müssen: Die Bürger, Wähler, Steuerzahler… Ich finde das recht erfreulich. @Der Tiger Glücklich, wer solche Eltern hatte wie ihre Bekannten. Es war mir immer ein Rätsel wie es Menschen geben konnte, die nicht ihr Leben riskieren würden um aus einem solchen Gefängnis herauszukommen. Für mich wäre das nie eine Frage gewesen….

0 donna laura 07.02.2013, 23:33 Uhr

wie schön, liebe De Tiger,...

wie schön, liebe De Tiger, und glückwunsch zu 128, alle achtung. aber ich bin doch mehr verwirrt als verwundert, von ihnen adressiert worden zu sein, ohne dass sie meinen belang aufgriffen (was nämlich sie meinten). verwirrt nun vollends: free lunch? sprach ich davon? unmöglich, ich interessiere mich nur für free beer. . lieber TGA, die "Beharrlichkeit eines Braunkohlebaggers" gefällt. . liebes x, hauptsache, rasende hektiker kaufen einen anschmiegsamen träger. allerdings bin ich mit so etwas auch auf der autobahn auf der fasanenjagd. nicht ganz ohne erfolg. vogel weg, schild weg. ich sollte es einmal mit rebhühnern versuchen.

Der Tiger, . nachträglich...

Der Tiger, . nachträglich alles Gute zu Ihrem Geburtstag, der Tiger! Ich bin nicht gut in Tischreden, daher nur kurz: Es ist eine große Bereicherung, mit einer Dame wie Ihnen zu verkehren. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich wünsche Ihnen viel Freude, Glück und Gesundheit!

0 Folkher Braun 08.02.2013, 01:05 Uhr

@Der Tiger: Es ist nach...

@Der Tiger: Es ist nach meiner Ansicht nicht gerechtfertigt, die wissenschaftliche Arbeit in der DDR pauschal zu diskreditieren. Die beste Übersetzung von Adam Smith: Wealth of nations ist nach wie vor von Peter Thal (Akademie Verlag 1963). Dagegen ist Recktenwald (München 1978) ein Wicht, was man einfach daran sieht, dass er "wealth" mit "Wohlstand" übersetzte. Es wird bei uns ja gern die Zentralverwaltungswirtschaft der UdSSR (und spätere Adepten) mit "Sozialismus" identifiziert. Es gibt weder ein en "Sozialismus" als ausformulierte Wirtschaftsordnung noch kann man aus "Das Kapital" von Marx einen solchen destillieren. Die mir früher bekannten Sozialismus- Vertreter von SEW und SED waren leider von der obersten Parteileitung mit blödsinnigen Interpretationen der alten Schriften gefüttert worden, so dass sie nicht mehr in der Lage waren, den einfachen Zusammenhang von Gebrauchswert und dem Zwang, ihn als Tauschwert darzustellen - als Herstellung der gesellschaftlichen Klammer - in ihre Lebenswelt umzusetzen. Stattdessen lasen sie lieber Stalins "Geschichte der KPdSU."

0 Bruckbacher 08.02.2013, 05:55 Uhr

Das wäre eine Lösung: die DB...

Das wäre eine Lösung: die DB Bahn muss Güterwaggons mit Ein-Personen-Transport-Boxen anbieten. Wenn man einen Bahnhof unter die Erde buddeln kann muss auch sowas drin sein. Die-Ein-Personen-Pendler(DEPP)-Box hätte viele Vorteile: Wer will denn schon beim Zug fahren einem Tätowierten gegenüber sitzen? Wer will sich durch Handy-Geklingel in seiner Andacht stören lassen? Wer will dauernd durch die lüsternen Augen einer Frau abgetastet werden? Wer will ein billiges Discounter-Deodorant riechen müssen? Die DB DEPP-Box würde einem individuelles Reisen garantieren. 1m x 1m x 2m, schall- ,blick- und geruchsdicht und natürlich abschliessbar. So können auch Sozialphobiker mit dem Zug pendeln. Am Zielbahnhof kann die DEPP-Box auf eine Fahrrad-Rikscha umgeladen werden. Komplett mit Fahrgast und Gepäck. Westviertler,die sich dann abstrampeln dürfen gibts ja genug

0 Bruckbacher 08.02.2013, 05:58 Uhr

Hast du die Schnauze voll von...

Hast du die Schnauze voll von dem Gesocks dann steig ein in deine Pendler-Box !! . Narhallamarsch !!!

0 prince Matecki 08.02.2013, 08:02 Uhr

bIV, dazu kann ich wenig...

bIV, dazu kann ich wenig sagen. Was ich aus dem Kontakt mit (hauptsächlich) Medizinern und Pfarrern unmittelbar nach Wende / Wiedervereinigung weiß, ist dass es in der DDR nicht immer so zielgerichtet zuging. Zugehörigkeit zum "roten Adel" (Sohn eines Arztes der in Moskau ín Exil gewesen war) eröffnete Spielräume ebenso wie guter persönlicher Kontakt zum "Rat des Bezirkes" und zum SED Vorsitzenden dortselbst. Im selben Bezirk konnte ein nach dem Krieg als Oberstabsarzt im Norden gestrandeter Internist Professor werden und blieb trotz evangelischer Kirchlichkeit bis zur Emeritierung im Amt, sein Schwiegersohn konnte immerhin noch als Infektiologe und Tropenmediziner außerplanmäßiger und Oberarzt werden. Immerhin gab ihm der Ordinarius, dann ein Parteimitglied mit Kandidatur zum ZK der SED, zu Verstehen dass für dem Sozialismus so fernstehende wie diesen Tropenmediziner nie, "nicht mal in Jena" ein Ordinariat zu haben sei. (Insider werden die Personen erkennen). Im selben Bezirk wurde ein sehr aufrechter, nicht zu Kompromissen geneigter evangelischer Pfarrer, Leiter eines kirchlichen Heimes für behinderte Kinder, schikaniert wo immer es ging. Dessen drei Söhne konnten kein Abitur machen und wurden Musiker, Cello spielen oder anderes geht nun eben nicht mit ML und da wurden an den Musikhochschulen schon mal Ausnahmen zur Parteilinie gemacht. Auch Kirchen wurden nicht in allen Bezirken und Städten gesprengt, in Rostock gleich zwei ( die kath. aus dem 19. Jh und St Jürgen, englische Spätgotik aus dem 14.) während in Wismar die Ruine stehen blieb und nach der Wende wieder restauriert werden konnte. Da steckte also im selben Bezirk nicht immer nur reine (Partei-) Logik dahinter, sondern menschliche Aspekte und örtliche Besonderheiten schlugen (manchmal erbarmungslos) durch.

0 bertholdIV 08.02.2013, 08:43 Uhr

@Folkher Braun 08. Februar...

@Folkher Braun 08. Februar 2013, 02:05 zustiummung: auch ich würde die ddr-wissenschaften oder die der udssr nicht diskreditieren, zumindest was ich an büchern oder wissenschaftlern kennengelernt habe.

0 Dreamtimer 08.02.2013, 09:08 Uhr

"Le Corbusier’s modernism...

"Le Corbusier’s modernism segmented the city by function, stretched it out, and increased its scale while leaving it in a recognizable form. The world-spanning (and world-shrinking) systems of air travel and container shipping atomized the metropolis and sprayed it into the air, letting it circulate wherever the wind carries it. Airports and seaports are simply the visible points where these globally-networked abstractions make contact with the city." . http://www.ribbonfarm.com/2013/02/05/machine-cities-and-ghost-cities/#more-3784 . Der Aufsatz behandelt einen Fall von "Infrastruktureskalation". Man kann einige der in den letzten Monaten hier im Blog angesprochenen Themen, wie den Rückbau von Infrastruktur, das Berufspendeln oder auch die geplante und verworfene Flughafenerweiterung in München in einen Zusammenhang bringen und der Autor sieht die Dinge von einem Ende her, während der Don sie aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet. . Disclaimer: der Artikel handelt nicht von Mutti, die i.ü. weit weniger wichtig ist, als sie viele hier machen.

0 whatcrisis 08.02.2013, 09:28 Uhr

Denn sie wissen nicht was sie...

Denn sie wissen nicht was sie tun: Doktoranden und Doktorväter. Die einen wissen nicht, woher die Gedanken nehmen wenn nicht stehlen, die anderen nicht, worum es geht und woher es kommt. Und was man den Betreuern und Begutachtern von Promotionsschriften nicht vorwerfen kann, das natürlich erst recht nicht deren Verfassern: Ahnungslosigkeit. Das alles ist verzeihlich, hört und liest man dieser Tage häufig, mit Erstaunen. Akademischer Alltag? So scheint es. Science? Excellence? Not our department... . Am Ende wird sich die S. noch tatsächlich um die Wissenschaft verdient machen: durch - wenn auch ungewolltes - Anstoßen einer überfälligen Debatte und Reform des Promotions(un)wesens, aber auch anderer Missstände im universitären Betrieb. Stoff genug für einen #aufschrei gäbe es ja. Doch heutige Studenten und Doktoranden bleiben erstaunlich ruhig. Resignation? Anpassung ans Unvermeidliche? Vermutlich. Warum sollten sie auch anders reagieren als der Rest ihrer Generation, der auch nichts anderes übrigbleibt, als hinzunehmen, sich zurechtzufinden, anzupassen und durchzumogeln, äh durchzufinden. . In der Familienpolitik werden angeblich Milliardenbeträge ohne jede Wirkung ausgegeben, und das gilt als Missstand und heißes Thema. Der gleiche Vorgang im Hochschulwesen hingegen scheint okay: dafür ist anscheinend noch genug Geld da. Staatlich subventionierte Produktion redundanter Informationen - das ist gewissermaßen Kulturförderung, so ähnlich wie die Kaffeekränzchenkulturvereine betuchter Erbtanten... Bei Mäzenatentum und Caritas geht es auch nie um Leistung oder Verdienst. Sondern um reine Gunst, ganz willkürlich. Und unbürokratisch selbstverständlich. Studien- und Promotionsordnungen, Verordnungen überhaupt: alles Spaßbremsen, was für Pedanten, Pendler und Puerokraten. Da stehen wir doch drüber. Aber hallo.

0 homobulla 08.02.2013, 09:39 Uhr

@antagonist Helau. In der...

@antagonist Helau. In der psychonanalytischen Traumdeutung - wenn ich mich recht dunkel erinnere - bedeutet das "Auto" angeblich soviel wie das eigene "ich" oder "selbst". Schön schräges Spiel, Ihre Gedanken unter dieser Prämisse zu lesen. Haha!

0 whatcrisis 08.02.2013, 09:54 Uhr

Lieber TylerDurdenVolland, den...

Lieber TylerDurdenVolland, den Wählern alle Schuld und Verantwortung für das aufzuladen, was die von ihnen Gewählten getan und verursacht haben, halte ich dann doch für überzogen. Freilich bedeutet jede Wahl für jeden Wähler die Möglichkeit, frühere Fehlentscheidungen korrigieren zu können. Wählen als Ziehen einer Bilanz oder einer Lehre aus der Vergangenheit. Was ich übrigens für effektiver halte als das Wählen im Vertrauen auf Heilsversprechen für die Zukunft. . Im übrigen finde ich, dass man nicht nur die Wissenschaften der DDR oder der UdSSR nicht diskreditieren sollte, sondern generell jede ernsthaft betriebene Wissenschaft. Nichts diskreditiert die Glaubwürdigkeit und den Forschungsanspruch von Wissenschaft jedoch so sehr wie Lug und Betrug. Und gerade deswegen ist eine gewisse Härte und Hartnäckigkeit bei der Verteidigung wissenschaftlicher Codizes gegen ihre Feinde und Schädiger unverzichtbar und notwendig.

0 oberlehrer 08.02.2013, 09:58 Uhr

"Erzählungen zufolge wurden...

"Erzählungen zufolge wurden dann die jungen Leute, die heute als Boheme gelten, in die Tagebaue und zu den Kraftwerken geschickt, um dort das System und den Sozialismus vor dem Zusammenbruch zu bewahren, und auch mal die Helden der Arbeit in der Provinz kennenzulernen." Ist es tatsächlich so, dass Wehrdienstleistende heute als "Boheme" gelten? Zumindest gegen Mitte/Ende der 80er hatte die DDR verstärkt Soldaten in die Braunkohle geschickt; aus meinem Verband wurde ein ganzer Haufen abkommandiert.

0 homobulla 08.02.2013, 10:02 Uhr

"Herr, schenke mir eine Seele,...

"Herr, schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen, und lass nicht zu, dass ich mir allzu viel Sorgen mache um dieses sich breit machende Etwas, das sich „Ich" nennt." (Thomas Morus)

0 whatcrisis 08.02.2013, 10:13 Uhr

Die Verschiebung von...

Die Verschiebung von Verantwortlichkeiten ist ein ganz eigenes Faszinosum, finde ich. Nicht nur bei Wahlen. Siehe zB hier http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2004092/ "(...)wir konnten das damals noch gar nicht so genau feststellen. Das gilt aber nicht nur für die Gutachter, das gilt dann auch für die Doktoranden, und darüber muss einmal auch eine Diskussion geführt werden." Wolfgang Böhmer, CDU. . Schief bis verschoben anscheinend auch die allgemeinen Kenntnisse über Vorsatz und Fahrlässigkeit: Als ob es rechtlich darauf ankäme, ob Fehler beim Verfassen einer Doktorarbeit dem Verfasser fahrlässig oder vorsätzlich unterlaufen wären. Der Vorwurf vorsätzlichen (also arglistigen) Täuschens bezieht sich zu recht - und allein - auf die Unterschrift unterm Werk, mit der versichert wird, wissenschaftlich gearbeitet zu haben. Und diesbezüglich gibts keine Ausreden und Ausflüchte a la ich war halt schlampig (sic!).

0 Der Tiger 08.02.2013, 10:28 Uhr

Sehr geehrter Herr oder Madame...

Sehr geehrter Herr oder Madame X! Über Ihre Glückwünsche zu meinem Geburtstag habe ich mich sehr gefreut. Mit vielem Dank Der Tiger

0 prince Matecki 08.02.2013, 11:36 Uhr

Hat nicht Niklas Luhmann...

Hat nicht Niklas Luhmann sinngemäß gesagt, dass der plagiierende Forscher, der feige Offizier, (...) ein Rollenmodell, ja damit einen ganzen Berufsstand diskreditieren? Und wurde das nicht, sogar mit Verweis auf die Primärquelle, in due course zitiert? Dann kann nicht gelten, dass man nicht wusste was man tat.

0 prince Matecki 08.02.2013, 11:56 Uhr

PS siehe dazu...

PS siehe dazu http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/komplizierte-selbsterhaltung-1.17988134

0 perfekt57 08.02.2013, 12:11 Uhr

@ 08:34 in maschinenbau oder...

@ 08:34 in maschinenbau oder gesellschaftswissenschaften? (*g*) .. @binvonhier - danke - er steht zu uns wie mephisto zu goehte. ungefähr.

0 Thorsten Haupts 08.02.2013, 12:32 Uhr

@whatcrisis - Wahrung...

@whatcrisis - Wahrung wissenschaftlocher Standards: ... D´accord. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass in der sozialdemokratischen Bildungseuphorie der siebziger besonders stark alle Standards in den sozial- und kulturwissenschaftlichen Fächern in entsprechend regierten Bundesländern vollständig unter die Räder gerieten. Mit anderen Worten - meine Pauschalvermutung ist, nach eigenen Hochschulerfahrungen Mitte der achtziger, dass ein Grossteil der damaligen Doktorarbeiten in diesen Fächern z-B. aus Bremen oder Nordrhein-Westfalen ein Prüfungsverfahren nach heute (wieder?) gültigen Regeln nicht überlegen würden. ... Was die Universitäten nur allzu genau wissen, die mit der Miene des unschuldig Getäuschten heute so tun, als hätte man bei ihnen Standards immer hochgehalten. Hat man nicht, wie fast jede/r weiss, der Ende der siebziger bis Ende der achtziger ein Studium an einer Hochschule mit einer starken geisteswissenschaftlichen Fakultät in einem sozialdemokratischen Bundesland aufgenommen hat. Aber Institutionen tun sich mit Lebenslügen ähnlich schwer wie Menschen ... ... Gruss, Thorsten Haupts

0 whatcrisis 08.02.2013, 12:47 Uhr

Quand on a la lanterne de...

Quand on a la lanterne de Diogène, il faut avoir son bâton. Nicolas-Sebastien de Chamfort, den ich schon immer mal hier zitieren wollte. . Er hat auch sonst viele schöne Gedanken über Bescheidenheit und Ruhm, Charakter und Prinzipien, Eigenliebe und Ehrgeiz geschrieben, und ich blättere gerade mit Vergnügen in seinen Maximes et Pensées, übrigens in einer Diogenes-Ausgabe mit einem nahezu SdG-verdächtigen Titelbild: https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41QIlsXh1uL._SL500_AA300_.jpg

0 whatcrisis 08.02.2013, 13:03 Uhr

Patina: euphemist. für "ein...

Patina: euphemist. für "ein bisschen verrottet"... vgl. dazu http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2001994/ . Lesenswert, auch wegen der unbefangenen (!) offenen Rede. So etwas ist ja rar in Zeiten von copy&paste-Recherche und stets geldknapper, somit gefälligkeitsdependenter Institutionen (und nein, ich meine nicht Philologenverbände, Rektorenkonferenz o.a. Kostgänger, sondern die Presse).

0 whatcrisis 08.02.2013, 13:35 Uhr

@Thorsten Haupts Nun, für...

@Thorsten Haupts Nun, für Korrekturen ist es ja nie zu spät, auch für längst überfällige nicht. Man kann Autobahnen ausbauen oder den Verkehr reduzieren oder sogar intelligent lenken, um mal einen Schlenker zurück zum Thema zu machen ;) . Es kommt nicht darauf an, das Elend zu perpetuieren, sondern es entweder von vornherein zu vermeiden oder im nachhinein zu vermindern. Man könnte sich von Fehlern und Versäumnissen emanzipieren und durch Erfahrung und Lehren gestärkt aus ihnen hervorgehen. Wenn man wollte.

0 Der Tiger 08.02.2013, 13:49 Uhr

@Prince Matecki - Den Artikel...

@Prince Matecki - Den Artikel in der NZZ, auf den Sie hinweisen, fand ich sehr interessant. Ohne Ihren Hinweis hätte ich ihn nicht gelesen. Ich bin nur ein simpler Tiger. Gedanken über das Gewissen habe ich mir noch nicht viel gemacht. Mein alter italienischer Freund drückte diese simple Einstellung einmal folgendermaßen aus: ‘Man muss jeden Abend in den Spiegel gucken können, ohne sich vor sich selbst zu genieren.’

0 antagonist 08.02.2013, 14:48 Uhr

whatkrisis@: Der Glaube an den...

whatkrisis@: Der Glaube an den Weihnachsmann ehrt Sie. Rührend.

0 aristius fuscus 08.02.2013, 14:57 Uhr

@TorHa: also sind wieder mal...

@TorHa: also sind wieder mal die bösen Sozis an allem Schuld -Ihr übliches Mantra. Bekanntlich hat ja auch Guttenberg seine Dissertation an einer durchsozten Uni eingereicht, genauso wie die Dame von der FDP (Name entfallen und zu faul, nachzuschlagen). War mir neu, dass Bayreuth und Heidelberg zu Bremen oder NRW gehören, aber man lernt ja gerne dazu. Un die Diskussion wieder auf Sachebene zu bringen: die Standards haben sich nie geändert, der einzige Unterschied zu früher (womit ich die Zeit von vor 50 oder 100 Jahren meine): man schaut heute einfach genauer hin. Es hat immer schon Dünnbrettdissertationen gegeben, und der prozentuale Anteil dürfte wahrscheinlich sogar ein Konstante sein. Ist natürlich nur eine Vermutung, genauso wie Ihre Mutmassung.

Die Sozen sind natürlich auch...

Die Sozen sind natürlich auch in derTilman Krauses WELT Schuld: “Schavan ist ein spätes Opfer des SPD-Bildungswahns.” (Dank an Stilstand.de)

0 Der Tiger 08.02.2013, 16:10 Uhr

@aristius fuscus – ich denke...

@aristius fuscus – ich denke schon, dass das Übel auf beiden Seiten liegt – der Doktorandin und Ihres Doktorvaters. Letzterer kann doch nicht im Ernst geglaubt haben, dass die 350 Diss-Seiten von der jungen Dame kommen.

0 aristius fuscus 08.02.2013, 16:15 Uhr

@Jeeves: Ja, das habe ich auch...

@Jeeves: Ja, das habe ich auch gelesen. Alles was aus dem Springer-Sumpf hochsteigt, kann man in zwei Kategorien unterteilen: 1. grottenschlecht und 2. so schlecht, dass es unfreiwillig komisch ist. Das gehörte in die 2. Kategorie. Habe mich selten so amüsiert.

Es ist so viel gesagt, daß...

Es ist so viel gesagt, daß mir zu sagen fast nichts mehr übrig bleibt. Nun denn, soviel noch: Natürlich ist das Nichtpendelnmüssen ein Distinktionsmerkmal und sogar ein sehr luxuriöses. Es gehört zur Trias des derzeitigen wahrhaftigen Luxus', nämlich Verfügung über Zeit, Raum und Stille. Besitz und "Männerspielzeug" wie eine Nobelkarosse oder ein Apfel-Gadget sind nur etwas für neureiche Proleten, die dann auch folgerichtig erbärmliche Sendungen auf teuren Fernsehgeräten anschauen. Immerhin sei uns armen Proleten zugestanden, daß das Pendeln nicht in unserer Entscheidungsbefugnis liegt. Gerade hier in Sibirien, westlicher Abschnitt, sind die Firmen von den Innenstädten in weitab liegenden Gewerbegebiete gezogen und machten uns zu Pendlern wider Willen. Ich mag es auch nicht besonders. Allerdings ist es für mich keine verlorene Zeit, weil sich mein Mercedes- oder Setra-Chauffeur um alles kümmert.(Neuerdings haben wir auch VDL. Großartige Fahrzeuge, Gruß nach Holland!) Ich kann also lesen und sehe die Angelegenheit mit einem lachenden und weinenden Auge. . Zur Braunkohlengewinnung ist zu sagen, daß ich Studenteneinsatz dort nicht kenne. Die Leidtragenden waren in der Regel Soldaten. Aber das mag je nach Bildungsinstitution und Region unterschiedlich gewesen sein. Uns brachte man eher das Landleben nahe (Äpfel ernten, Rüben verziehen). Ich erinnere mich auch, mit gewissen Lücken, an einen mehrwöchigen Einsatz in einer Brauerei, Faßabfüllung. Übrigens finanziell sehr lukrativ. . TGA, "...mit persönlich zweifelhaftem Ende als Knut der Eisbär auf dem westöstlichen Divan seiner nazissischen Schwester." Das ist ganz großes Kino. Danke dafür.

0 HansMeier555 08.02.2013, 16:35 Uhr

Katholiken greifen an!...

Katholiken greifen an!

0 antagonist 08.02.2013, 16:37 Uhr

Hurra! Der Stau ist...

Hurra! Der Stau ist aufgelöst! Der französische Käse Cordon-bleu-blanche-rouge kann weiter produziert werden. Die größte Physikerin aller Zeiten hatte in der Nacht die Zitzen der Kuh Germania freigegeben. Alles lag sich im Freudentaumel in den Armen. Das notleidende Herz Europas, Bruxelles, schlägt nun wieder fest und rund. Die drohende Infarktkatastrophe ist notabene abgewendet. Wie isses nur möchlich?

0 E.R.Binvonhier 08.02.2013, 17:03 Uhr

Dem SPD - Bildungswahn konnte...

Dem SPD - Bildungswahn konnte man doch leicht den 'Mut zur Lücke' entgegensetzen. Ist doch etwas anderes als Täuschung . Der Mut zur Lücke spart Lebenszeit, ist mir soeben beim Lesen eines Artikels über Eiszeitliche Kunst aufgefallen. Für mich stellten diese kleinen weiblichen Figürchen nie etwas anderes dar als Schwangere. Ich habe auch nie etwas anderes gelesen, als dass es Fruchtbarkeitssymbole seien. Von einer Venus Hottentote wurde ich verschont.

0 E.R.Binvonhier 08.02.2013, 17:20 Uhr

...obwohl den empfohlenen...

...obwohl den empfohlenen Ausstellungskatalog hätte ich schon gerne. Weiß jemand wie man da rankommt, ohne die Ausstellung besuchen zu müssen. . Ich würde da ungern stören.

@a.f. - "... Sozen an allem...

@a.f. - "... Sozen an allem Schuld ...": ... ??? Nö. Nur an der Aberkennung von Schavans Doktortitel, Guttenberg war ein völlig anderer Fall. ... "Bekanntlich hat ja ..." Bekanntlich gibt es in Deutschland wie in Usbekistan Korruption, also sind beide Länder gleich korrupt. ... Gruss, Thorsten Haupts

Et tu, E.R.Binvonhier? Hab den...

Et tu, E.R.Binvonhier? Hab den Artikel auch gelesen und find das "Venus"-Bashing einfach albern. Nichtsdestotrotz war der Hinweis auf die haptischen Qualitäten jener Figuren erhellend. Wir sind es ja so gewohnt, museale Stücke auf keinen Fall anzufassen, daß uns diese Dimension ganz entgeht. Im großen und ganzen sehe ich mich aber bestätigt, daß die Menschen vor 40.000 Jahren auch nur Leut gewesen sind. Eine simple These, die aber auf die archäologischen Ergebnisse angewandt, erstaunliche Ergebnisse zutage fördert. Und nicht nur dort.

Hilfe - how do I get into...

Hilfe - how do I get into Gumbrecht's Blog to read the comments?

@TGA, Savall "...mit...

@TGA, Savall "...mit persönlich zweifelhaftem Ende als Knut der Eisbär auf dem westöstlichen Divan seiner nazissischen Schwester." Nicht nur das, das Miststück von einem Sukkubus von Weib mit ihrem Ratzefummel hat sich das mittlere Familiengrab genommen, den Eisbär am Rand geparkt. Wer eine Schwester hat, braucht für den Spott nicht selber sorgen.

0 bertholdIV 08.02.2013, 19:57 Uhr

@Prince Matecki danke für den...

@Prince Matecki danke für den artikel in der nzz sehr schön, aber vielleicht eine nummer zu viel der ehre für die dame. das ist glaube ich einfach von dieser schon genannten habil abgeschrieben. was ich nicht verstehe. nicht nur seit dem als dozenten, was ich gehört habe, sehr guten kurt krenn und seinen priestern von der werkbank, gab es immer auch kandidaten, die sich mit der uni schwer taten. aber es gab wege etwas eigenständiges und methodisch sauberes zu machen, von mir aus, die g-ttesdienstbesucher in der heimatpfarei in abhängigkeit von der außentemperatur z.b.

0 colorcraze 08.02.2013, 20:55 Uhr

@Dreamtimer: Tschä, Le...

@Dreamtimer: Tschä, Le Corbusier hat über die CIAM und die Charta von Athen seine brachialeren Ideen („alles abreißen und neubauen“) noch sehr architekturtheoretisch unterfüttert, heute geht das auch ohne viele Worte. Wobei mir bei „Infrastrukturvergrößerungen“ eher der Bau des Petersdoms, der Pariser Boulevards, der im 19. Jhdt. überall sprießenden Bahnhöfe vor Augen stehen – also Umbau innerhalb der Stadt -, und die „autogerechte“ Segmentierung ein Auslaufen der Funktionen darstellt, das inzwischen mit den JWD-Flughäfen – als extremstes Beispiel bringt er zu recht Denver – eine weitere Steigerung erreicht hat. Die monotone Monstrosität von Flughäfen und Containerterminals ist aber schätzungsweise weder singulär noch wirklich neu; wenn ich an Leuna oder Hennigsdorf denke, oder auch an die BASF, sind das ähnliche Dimensionen des Nichtstädtischen (daran, daß er bereits „leichte Verdichtung“ mit „Stadt“ gleichsetzen will, sieht man, daß er Amerikaner ist –Mitteleuropäern* käme dabei allenfalls „Land“ oder vielleicht „Ansiedlung“ in den Sinn – „Dorf“ auch nicht, das ist landwirtschaftlich geprägt -, aber jedenfalls nicht gleich „Stadt“.). Die Schwerindustrie im 19. Jhdt. war doch auch schon in ummauerten Arealen. Aktuell ist die wüstenhafte Menschenleere solcher Gebiete, weil fast nur noch Maschinen und Roboter zugange sind. In Antalya sah ich eine alte Hauptverkehrsstraße und eine neue. Die alte: vierspurig, links und rechts kleine Häuschen, ab und an mal eine Tankstelle mit Kiosk. Man hätte da auch gut als Fußgänger entlanglaufen können. Die neue: 6spurige Autobahn, Abstandsgrün und Einfahrten in riesige verspiegelte Gebäudeklötze, innerhalb deren Lifts und Laufbänder nötig sind, um da in absehbarer Zeit durchzukommen. Als Fußgänger war man da ein Outlaw ähnlich wie in den USA. – Pervers finde ich nicht so sehr gelegentliche Großstrukturen, sondern eher wenn sie nicht mehr eingebunden werden, und dann nur noch Monster an Monster herauskommt. * bei Finnen ist das anders, bei denen beginnt Stadt auch schon ab 50 Einwohnern. - @ThorHa: ja hat denn die Sch. in einem sozialdemokratischen Bundesland promoviert? Mir scheint, es gibt da auch noch eine andere Variante, siehe v.G.. - @BinVonHier: wenn archäologische Funde gleich zum Kultobjekt hochstilisiert werden, verdrehe ich auch immer die Augen. Das meiste werden Gebrauchsgegenstände gewesen sein. Sicher, der Kult prägt den Alltag, aber es wird da meist so getan, als seien die Leute früher alle frömmlerisch gewesen, und das kann ich nicht so recht glauben. - @Savall: ein angenehmer städtischer Luxus ist jedenfalls, wenn man sich jederzeit ein Taxi leisten kann. An wenigen Tagen hat man damit Pech, weil man keins erwischt (z.B. am 1.1. um 1 Uhr), aber fast immer kommt man zügig da an, wo man hinwill.

0 gelegentlich 08.02.2013, 21:37 Uhr

@ThorHa Ihr Bild mit dem...

@ThorHa Ihr Bild mit dem sozialdemokratischen Schlendrian an einigen Unis ist so grell überzeichnet dass es einfach falsch ist. Verletzungen von gut bekannten Standards zugunsten von Leuten, die man parteipolitisch fördern wollte, an Unis mit stabilem schwarzen Filz sind mir noch zu gut in Erinnerung. Konzedieren würde ich, dass in benannter Epoche die Bildungseinrichtungen so schnell vergrößert wurden dass es in der Tat Probleme gab, beim Personal die Standards zu halten, was die Sekundärtugenden angeht. Intellektuell waren ja die "stabilen" sechziger Jahre nicht so prickelnd. Als man den Muff von 1000 Jahren aus den Bäumen geschüttelt hat ist natürlich nicht nur der Staub herunter gekommen, es fiel auch manches vitale Blatt mit ab. Aber wieviele davon hatte der Staub vorher erstickt?

0 homobulla 08.02.2013, 21:44 Uhr

@E.R.Binvonhier "...obwohl den...

@E.R.Binvonhier "...obwohl den empfohlenen Ausstellungskatalog hätte ich schon gerne. Weiß jemand wie man da rankommt, ohne die Ausstellung besuchen zu müssen." Im Online-shop des Museums: http://www.britishmuseumshoponline.org/exhibition-books/ice-age-art-arrival-of-the-modern-mind/invt/cmcf23332/?stylecat=books_media Ganz legal. De rien.

Yepp, colorcraze, Verdichtung...

Yepp, colorcraze, Verdichtung is the message. Ich brauch um mich herum jedenfalls Großstadt. Zehn, Kneipen, zwanzig Bäcker und fünf Buchhandlungen auf den Quadratkilometer. Ich hab es nicht so mit der Natur, nur wenn eine Glasscheibe zwischen mir und derselben ist. . Der Katalog erscheint erst am 18.02., E.R.Binvonhier: http://tinyurl.com/a5lggrc

@Der Tiger Sie zu lesen ist...

@Der Tiger Sie zu lesen ist schön. Ich mag Sie, soweit es der Respekt erlaubt. Danke.

Stadt oder Land?...

Stadt oder Land? . Topographie: . http://www.youtube.com/watch?v=3EnIfG_RyHg . Das Grauen hat überall ein Gesicht.

0 The Great Artiste 08.02.2013, 23:19 Uhr

@ Savall, Fritz: Danke,...

@ Savall, Fritz: Danke, danke. . Immerhin, bei aller üblichen Medienschelte, ist heute der neue Film "Promised land" von van Sant (oder so ähnlich, zu faul zum gugeln) geschrieben und mit Matt Damon(Respekt!) , in mehreren Nachrichtensendungen breit vorgestellt worden. Eine intensive Beschäftigung mit dem Elendsthema "Fracking", das gerade von unserem lieben guten Onkel Obama massiv als Arbeitsplatzhoffnung promotet wurde. . Immerhin, bevor sie in Europa flächendeckend das Grundwasser versaut haben, so wie in Colorado, Pennsylvania.... . Immerhin zappeln nicht alle an Lobbyistenfäden, die man sich kaum mehr traut zu benennen, wenn man gelegentlich Fefes gesammelte Katastrophen liest. . Bewahren wir uns die Freiräume so lange und so gut wie es geht, auch wenn man immer öfter (ich glaube, mit Tucholsky) sagen könnte, dass man gar nicht soviel fressen könnte, wie man kotzen möchte.

0 Folkher Braun 08.02.2013, 23:38 Uhr

Bester Savall, kommense nach...

Bester Savall, kommense nach Düsseldorf: Ein Viertel der Kneipen wurden in den letzten fünf Jahren dichtgemacht, Bäckereien gibt es nur noch von den zwei Konzernen. Die größte Buchhandlung am Ort ist wirtschaftlich am Taumeln und unser Oberbürgermeister rüffelt Feuerwehrleute, weil die ihre Überstunden mal bezahlt haben wollten (jetzt nicht mehr). Da bevorzuge ich das platte Land. Eine Kneipe, ein Bäcker, ein Buchhändler und kein CDU- Immobilien- Verwalter als OB, sondern ein Landwirt. Der Umstieg von D auf´s Land ist bei uns in Arbeit. Denn diese Partei- Dumpfbacken- Verwaltung mag sich keiner mehr antun.

PS . Und Ähnliches gibt es...

PS . Und Ähnliches gibt es auch in sehr vielen Stadtteilen und Vororten Münchens zu finden. Eine Nummer kleiner, aber nicht weniger schlimm. . Alle Filme von Wieland sind übrigens empfehlenswert. Er schult mit seiner bissig-sarkastischen Art und dem hohen Fachwissen das Auge. Das Auge, das sich an all die Geschmacklosigkeiten schon so gewöhnt hat, wie der berühmte Frosch an langsam erhitztes Wasser. . Man bedenke, der Film ist von 1984! Was hat sich geändert seitdem. NICHTS! Und es wird sich auch nichts ändern. . Der Autor meckert nicht nur - er zeigt gute Beispiele für gelungenes Bauen. In Stadt und Land. Interessierte bitte den Film komplett ansehen. Und auf Youtube ist noch mehr.

0 E.R.Binvonhier 09.02.2013, 01:05 Uhr

...aber, aber colorcraze vor...

...aber, aber colorcraze vor 40 000 Jahren waren die Leute arm und hatten kein Geld, da fangen sie doch immer an zu frömmeln, hofft der interessierte Zeitgeist. Außerdem dürften Menschen etwas rar gewesen sein, der Wunsch nach Fruchtbarkeit scheint mir nachvollziehbar. . @ homobulla, savall danke. für Ihre Hilfe. . Und nun noch etwas Feminismus: Wer stellte diese Artefakte her? . Mann, oder doch Frau?

0 E.R.Binvonhier 09.02.2013, 01:53 Uhr

Soweit erinnerlich hat man bei...

Soweit erinnerlich hat man bei den Fundstätten der Figürchen keine menschlichen Knochen gefunden, oder andere Hinweise auf Besiedlung. . DIE haben das Pendeln gleich mit erfunden. Sie hatten wohl doch nicht mehr Angst vor der feindlichen Umwelt, als ihre heutigen Nachfahren.

0 Dreamtimer 09.02.2013, 02:20 Uhr

"Wenn archäologische Funde...

"Wenn archäologische Funde gleich zum Kultobjekt hochstilisiert werden, verdrehe ich auch immer die Augen. Das meiste werden Gebrauchsgegenstände gewesen sein. Sicher, der Kult prägt den Alltag, aber es wird da meist so getan, als seien die Leute früher alle frömmlerisch gewesen, und das kann ich nicht so recht glauben." . Ist es nicht naheliegend überall Kulte und Rangordnungskämpfe zu unterstellen, wenn man Akademiker ist? Schließlich reflektiert es doch sie selbst als Ethnie und der akademische Code fällt heute v.a. deswegen so unangenehm auf, weil effektive Kommunikation Titelmarkierungen ignoriert. Plagiatsfälle werfen nur ein besonders grelles Schlaglicht auf akademische Desinteressiertheit, die das Publikum nach wie vor überrascht, denn Akademikern wird zumindest eine tiefgehende Kenntnis der Fachliteratur und des jeweiligen Themas unterstellt, an dem sie arbeiten und ihre Doktoranden als Gehilfen arbeiten lassen und das relative Wissen ist im Vergleich zu dem gewöhnlicher Laien ja auch immer noch beeindruckend.

0 Tyler Durden Volland 09.02.2013, 02:21 Uhr

@whatcrisis „……, den...

@whatcrisis „……, den Wählern alle Schuld und Verantwortung für das aufzuladen, was die von ihnen Gewählten getan und verursacht haben, halte ich dann doch für überzogen.“ Auch auf die Gefahr hin damit penetrant zu wirken: Ausser dass die Idee ihnen persönlich nicht gefällt haben sie kein Argument, gegen meine Schuldzuweisung? http://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie @fionn Gumprecht erlaubt keine Kommentare. Angesichts der peinlichen Inhalte, kein Wunder. @TGA Hier ist der Fracking Link zum verteilen, kann man gar nicht oft genug weitergeben: https://www.youtube.com/watch?v=phCibwj396I Teil 2 auf derselben Seite oben rechts

0 HansMeier555 09.02.2013, 04:59 Uhr

@fionn . Wie lange kann die...

@fionn . Wie lange kann die Schweiz noch überleben?

0 HansMeier555 09.02.2013, 08:36 Uhr

Vielleicht hat Schavan mit 25...

Vielleicht hat Schavan mit 25 wirklich geglaubt, dass Wissenschaft so läuft. Nach dem ersten Probekapitel sagt der Prof: "Sieht doch gut aus, schreiben Sie weiter so".

0 donalphonso 09.02.2013, 09:01 Uhr

HM555, fionn, so lange wie die...

HM555, fionn, so lange wie die menschliche Dummheit und Gier.

0 donalphonso 09.02.2013, 09:04 Uhr

fionn, Tyler Durden Volland,...

fionn, Tyler Durden Volland, nach dem, was dort zu lesen ist, soll er ein berühmter Intellektueller mit wenig Zeit und vollem Terminkalender sein. Ich nehme an, dass man sich dann mit derartig irdischen Zumutungen wie Kommentaren nicht auseinander setzen möchte. Andere haben immerhin 2 oder 3 Kommentare, auf die niemand eingeht (an der Stelle Entschuldigung wegen meines Schweigens, ich war immer noch krank und dauernd offline in München)

0 donalphonso 09.02.2013, 09:07 Uhr

colorcraze, man muss Le...

colorcraze, man muss Le Corbusier zugute halten, dass er seine eigenen Ansätze nicht für die einzig und für immer Richtigen angesehen hat, und im Zweifelsfall auch seine eigenen Entwürfe niedergelegt oder aber umgedacht hätte, wenn die Abrissbagger angerückt wären. Was den Abriss angeht, so ist jeder NRW-SPD-Bürgermeister schlimmer gewesen. Bewahrung war im 20. Jahrhundert einfach kein Daseinskonzept.

0 antagonist 09.02.2013, 09:43 Uhr

Der Sozialismus und sein Traum...

Der Sozialismus und sein Traum (ver-)brauchen viel Raum. Der Kapitalismus auch. Mittwoch in der Früh kommt eh der Amtsabrissbagger. Arsch zu Asche. Das Grauen der späten Nachgeburt. Wer wird denn da so geschmäcklerisch sein?

0 donalphonso 09.02.2013, 10:16 Uhr

Man muss ihnen wenigstens...

Man muss ihnen wenigstens sagen, wie hässlich das alles ist.

0 antagonist 09.02.2013, 10:27 Uhr

DA: Gewiss wahr. Die Kritik ...

DA: Gewiss wahr. Die Kritik nimmt doch nur eine hauchdünne Minderheit zur Kenntnis. und diejenigen, die es in der Hand hätten, sind mit Wichtigerem beschäftigt. Und so wucherts halt munter weiter vor sich hin. Geht doch. Feit se nix.

0 homobulla 09.02.2013, 10:43 Uhr

@E.R.Binvonhier "Wer stellte...

@E.R.Binvonhier "Wer stellte diese Artefakte her? Mann, oder doch Frau?" . Wir werden wohl nicht mehr dahinterkommen. Zeittypischer ist ja doch die Tatsache, überhaupt in Betracht zu ziehen, dass es eventuell sogar Frauen gewesen seinen könnten. Unerhört! Das spricht aber natürlich eher Bände über uns, als über die Urahnen. Ich erinnere mich an einen Ausflug ins (alte) Neandertal-Museum Anfang der 90er Jahre. Dort wurden – von ein paar Individuen mit Hängebrüsten, die passiv am Feuer hockten abgesehen – quasi ausschließlich männliche Exemplare des homo neanderthalensis dargestellt. Da hab ich dann auch spontan verstanden, warum sie ausgestorben sind. . Aber vielleicht hilft uns ein Blick zu den Künstlern der Arktis weiter? Die prähistorische Kunst der arktischen Bewohner zeigt ja noch starke Verwandtschaft mit den uralten Artefakten der Steinzeit. Ist aber zeitlich eben nicht so weit weg und damit vielleicht als kleines "Fenster" zu gebrauchen. Es gab eine tolle Ausstellung in Houston , 2011. Toller Katalog übrigens! “UPSIDE DOWN Arctic Realities”. . Dort wird u.a. festgestellt, dass die meisten Figurinen, sowohl der arktischen Kunst, als wohl auch der Frühzeit, kopfüber um den Hals getragen wurden. . Die pendelten dann also an den Pendlern übers Eis. :-)

0 whatcrisis 09.02.2013, 10:56 Uhr

@HM555 09:36 Mit 25 schon...

@HM555 09:36 Mit 25 schon dement? Oder derart lebensfremd? Das lernen die Kleinen doch schon spätestens in der 4. Klasse (wenn es um den Schulübertritt geht): abschreiben ist verboten; und zeitgleich beginnen sie zu lernen und zu üben, wie man es richtig macht (sich nicht dabei erwischen lässt). Nein, so naiv sind nicht einmal katholische Mädchen. @Tyler Durden Volland Rein empirisch und historisch lässt sich zu politischer Verantwortung nur wieder und wieder feststellen, dass es sie nicht gibt. Die einen haben das nicht gewusst, die anderen das nicht geahnt; die einen das nicht gewollt, die anderen das nicht getan. Hinzu kommen Immunität und Indemnität. Sonst würde ja auch niemand solche Jobs machen. Postmodern formuliert: ein kompliziertes, multifaktorielles Versagen, äh, Geschehen - um mich mal im Ausdruck um ein wenig Objektivität zu bemühen. Zurück zur Empirie, die so ihre Vorzüge schon hat: Nichts geschieht ohne Ursache. Und: freilich, alles hängt mit allem zusammen. So dass auch jeder Relativierer auf seine Kosten und sein Vergnügen kommen darf. ;)

0 homobulla 09.02.2013, 11:25 Uhr

@E.R.Binvonhier Ich wage hier...

@E.R.Binvonhier Ich wage hier mal eine wilde Hypothese: Wenn man dem Kurator der Upside-Down-Ausstellung glauben schenken möchte, dann bedeutet das Kopfüberhängen der Figurinen, dass es sich wohl um Tote, verstorbene Ahnen handelte. (Das wird im Katalog sehr schlüssig und ausführlich ausgearbeitet) Könnte es nicht vielleicht sein, dass die noch früheren Menschen sogar ursprünglich echte Knochenstücke ihrer verstorbenen Verwandten um den Hals trugen, und dass sich diese in der kulturellen Entwicklung zu Figurinen aus Elfenbein weiterentwickelten – aber diese noch dasselbe meinten? Also nicht unbedingt Fruchtbarkeit, sondern Zugang zu der Welt der Verstorbenen, vielleicht Schutz für die Lebenden? Also: E.R.Binnichtvonhierbinvonderanderenseite.

0 antagonist 09.02.2013, 11:35 Uhr

Ein ismus stolpert nie von...

Ein ismus stolpert nie von allein daher. Sein Antagonist begleitet ihn im mindesten. Das macht die Welt so bunt und munter.

@ Tyler Durdand Volland. @...

@ Tyler Durdand Volland. @ DA Is that so? Anyway, vielen Dank für die Antwort. @ HM555 re die Schweiz - Schon ist die Schweiz da seit 800 Jahren und es braucht eine Volksabstimmung um die Schweiz abzuschaffen, nehme ich an.

0 homobulla 09.02.2013, 12:06 Uhr

@E.R.Binvonhier . Ich kann mir...

@E.R.Binvonhier . Ich kann mir im übrigen kaum vorstellen, dass es ausgesuchte “Künstler” waren, die ihre Fan-Gemeinde mit Figuren beliefert haben, da hat wahrscheinlich jeder (oder jede) seine eigene Bagage gefertigt, die er dann am Hals hatte. . Aber vielleicht sind es ja auch gar nicht die Nachkommen gewesen, die ihre Ahnen dargestellt haben, vielleicht haben die “Mütter” und “Väter” sich selbst geschnitzt und sie Ihren Kindern mit auf den Weg gegeben. Selbstportraits. Wäre ja durchaus denkbar.

0 donalphonso 09.02.2013, 12:06 Uhr

fionn, meines Erachtens ist...

fionn, meines Erachtens ist ein Blog ohne Kommentare so sinnvoll wie ein Auto ohne Motor, aber ich bin ja auch kein Intellektueller.

0 donalphonso 09.02.2013, 12:12 Uhr

antagonist, nun ja, irgendwann...

antagonist, nun ja, irgendwann muss man doch damit anfangen, und überhaut denke ich, dass vieles auch wieder verschwinden wird. Solche neuen Häuser sind nichts für die ewigkeit, und in München haben wir den Umstand, dass Altbau inzwischen teurer als Neubau sein kann.

@ DA 12.06h Bin 110% Ihrer...

@ DA 12.06h Bin 110% Ihrer Meinung. Wenigstens muss Gumbrecht den Bloggern klar machen, die sollen keine Kommentare hinterlassen....die werden sowieso keine Antwort bekommen... Re die Schweiz. Zum Glück ist man mit dem Auto in ein paar Stunden schon in der Romandie oder Ticino. Und das Vereinsleben (es gibt ca. 300 Vereine allein im Kanton Zug), die vielen Ausländer sowie niedrige Steuersätze sind "a big Plus".

0 E.R.Binvonhier 09.02.2013, 12:34 Uhr

@homobulla, 11:43 und...

@homobulla, 11:43 und 12:25 Auf mich wirken Ihre Überlegungen so überzeugend, dass ich sie mir erst mal zu eigen mache. Danke.

Zeit, Raum und Stille sind...

Zeit, Raum und Stille sind tatsächlich große Geschenke an uns. Für meine Person kann ich allerdings sagen, dass ich sie meist nur mit Nachdenken, Lesen, Filme sehen und Frauen über die Strasse helfen verbringe, mit dem sicheren Gefühl unter meinen Möglichkeiten zu bleiben. Es fällt einem nicht wirklich etwas sinnvolles ein. Da ich pendeln für mich verabscheue, habe ich nie mehr als 3 km von meinem jeweiligen Arbeitsplatz gewohnt. Es kommen damit aber andere Probleme. Ich kenne Kollegen, die aus dem Pendeln eine hohe Kunst machen und nicht leidend wirken. Mir fehlt dazu das Talent, aber als Distinktionsmerkmal taugt Nicht-Pendeln m. E. nicht; vielleicht in München. Aus Gründen, die mir selbst nicht ganz klar sind, lese ich diesen Blog gern, fühle eine gewisse Empathie für unseren Gastgeber. Klar scheint mir, dass diese Obsession mit Distinktionsmerkmalen eine Art Running Gag dieser Seiten ist, und das all das Getöse, all die Luxussucht um unsere Habseligkeiten nicht wirklich darüber hinwegtäuschen kann, dass am Ende des Steges kein Wasser warten wird; Menschliche Komödie halt. Ich litt auch einmal kurze Zeit unter einem Luxusfieber, u. a. Gips und Bronzeköpfe gesammelt; Caracalla am Swimmingpool. Geta im Gästezimmer. Es macht Freude, ist aber enorm kindisch und kam noch vor irgend einer Midlifekrise. Universitäten: Habe an Forschungseinrichtungen und Universitäten in Süddeutschland und Norddeutschland gearbeitet. Es wird überall nur mit Wasser gekocht. Im Süden kocht es nur früher, weil man näher an den Alpen ist, und es ist dann meist auch nicht wirklich heiß. Das Stammpersonal der Einrichtungen allerorten besteht zu 70% aus Mitgliedern und Mitgliederinnen von Seilschaften, so dass Hamburg dann auch oft nur im Breisgau liegt, und Würzburg ein Vorort von Münster scheint. Ich stelle keine Ausnahme dar, meine "Gang" war anfangs nur weniger etabliert, und als junge Wilde schmückten wir uns auf Kongressen zu oft mit den Zähnen unserer "Feinde". Der Spaß ist aber unwiderstehlich.

0 E.R.Binvonhier 09.02.2013, 12:44 Uhr

...

"E.R.Binnichtvonhierbinvonderanderenseite." . Oooh, diese stete Kampf um die Erinnerung.

Wir sind das Zentrum des...

Wir sind das Zentrum des Zyklons. Wir sind das pochende Herz im Inneren des Tieres. Wir sind die Blumen am Wegesrand. Wir sind die Zelte am Nanga Parbat. Wir sind die toten Matrosen vor den Küsten. Wir sind Ultramarin und Rosmarin, Thymian und Purpur. . Wir sind Don A.! . :)

0 donalphonso 09.02.2013, 13:09 Uhr

fionn, das ist leider typisch...

fionn, das ist leider typisch im Umgang mit den Lesern: So behandeln, als hätte man noch Millionen andere.

0 donalphonso 09.02.2013, 13:15 Uhr

Aurispa, ich bin mir sehr wohl...

Aurispa, ich bin mir sehr wohl der parziellen Lächerlichkeit dieses Charakters bewusst, und dqass ich meine Makel so herausstelle, ist auch ein wenig präventiver Schutz. Ausserdem finde ich Fehler sympatisch und Reinheit kann ja jeder.

Die Schreibe von diesem...

Die Schreibe von diesem Gump... ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Er hat Probleme, die viele Intellektuelle haben: Papageienartig viel Second-Hand-Denke in monologartige Sätze packen. Das Gegenteil von Dialog. Er will kein Gespräch, er möchte Bewunderung. Ein Gespräch bedient sich vielfältiger stilistischer Mittel. Die hat er nicht.

0 perfekt57 09.02.2013, 13:51 Uhr

und von gesundem fleische...

und von gesundem fleische umzingelt? (wir sind der eiter, der dem stachel schmeichelt) (der ärmste wäre ja sonst auch so verlassen und ganz alleine) (postmodern-gegenwärtige "variationen der strahlenkrone", oder von "heil dir im siegerkanze" ggfsl. eben auch) . und kleine fluchten, heute aber anders, als immer schon? (https://www.youtube.com/watch?v=xBlQZyTF_LY) . Und Wie stieg der Jupiter, Hinab bei der Geburt, der helle Gott; Er konnte in die Geheimnisse nicht schauen... (vom wortgebrauch, in verbindung mit gedanken und eindrücken und vorstellungen, jaja. man weiß http://gutenberg.spiegel.de/buch/3306/6 . @ don a. 13:04 "Wir sind Hurtz", fehlte da treffenderweise womöglich auch noch. . und chanel no 5 zu vollkommener nacktheit reichten? (eine partnerin, die nach tier röche, käme auch uns nicht über die schwelle.) . aber wir sind weit.

Don Alphonso, freut mich für...

Don Alphonso, freut mich für Sie; you are a real Mensch. Sicher ein Teil Ihres Geheimnisses. Seine eigenen Fehler zu kennen, mit dem Rest zu mögen, sich dennoch möglichst nicht auf den Leim gehen, sondern ironisch Distanz zu sich selbst haltend. Dann hält man es mit sich selbst gut aus. Persönlich scheitere ich bisweilen noch daran, dieses Konzept verlässlich auch auf die Wahrnehmung der Anderen zu erweitern. Vielleicht sind sie da schon weiter. Überlege übrigens nach Frankfurt ins Liebieghaus zu fahren, (siehe FAZ Artikel heute) hätte aber im Gegensatz zu Ihnen keinen weiteren Anlass. Sie sind hier ein Glückspilz.

homobulla, . hab' mir den...

homobulla, . hab' mir den Katalog bestellt. Hochinteressent, auch das mit dem kopfüber. Ist ein wenig wie: Plötzlich, als ich kopfüber stürzte, war da eine Form.

0 perfekt57 09.02.2013, 14:12 Uhr

und nur eines noch: auch die...

und nur eines noch: auch die "deutsche nationalfrage" zeigt sich plötzlich wieder offen. (nach 1989 schien sie ein für allemal beantwortet - und erledigt. euopa aber - und diese unseelig schwachen kräften, die uns mehr nicht-regieren, als es zu tun, sind daran schuld. (1) vor allem eben auch, dass kaum geredet - und noch weniger gedacht erscheint) . (1- die geschichtlich handelnden scheinen sich der tatsache, dass mit dem fortschreitenden europäischen integrationsprozess eben auch die deutsche nationalfrage "wieder auf gemacht wird" - überhaupt nicht bewusst. sein. "und selbstverständlich entlang anderer grenzlinien" mag man entschuldigend anführen, "ja das sicher". aber entlnag welcher grenzen und ziehungen auch mmer: in der vergangenheit tat es der lauf der geschichte nicht dauerhaft ungestraft auf immer. wir müssten mehr reden!) (but anyway..) (und man kennt sowas: http://www.amazon.de/deutsche-Nationalfrage-deutschen-Literatur-1980-1995/dp/3830057849) . und leider gibt es in mitteleuropa keine dauerhafte entspannung zwischen geist & kunst, literatur & politik. (die gegenwartsliteratur ist halt zu dürftig, daran liegts) . (nein, keine literatur reagiert gegenwärtig oder zukünftig noch auf not, krieg, elend, vertreibung oder schlechte politik: dies hieße den falschen kräften fahrlässig den antrieb überlassen. (der vietnamkrieg erst hat die woodstockkünstler überhaupt möglich gemacht, danke mister nixon!)

0 donalphonso 09.02.2013, 14:15 Uhr

Na, zum Glück habe ich wenig...

Na, zum Glück habe ich wenig Hirn und Bildung genug, um nett plaudern zu können, und das, was ich habe, behalte ich für mich.

Aurispa, . ja, der Spaß ist...

Aurispa, . ja, der Spaß ist da. Aber ist das exemplarische Vorführen eines Scheitern nicht ein wesentliches Merkmal von Kunst? Und wenn im Drama alle recht haben, hat auch der recht, der behauptet, alle hätten unrecht. Und wenn der Zweifel die Grundlage jeden Denkens ist - ich behaupte, das ist so - dann ist er auch das Ziel jeden Denkens. Also der Zweck.

0 Köstlich 09.02.2013, 14:31 Uhr

.... die bessere? Hälfte ist...

.... die bessere? Hälfte ist rum.

0 homobulla 09.02.2013, 14:48 Uhr

@ X, kopfüber “Diogenes...

@ X, kopfüber “Diogenes soll bei seinem Tode verordnet haben, ihn gar nicht zu begraben; andere hingegen behaupten, er habe gesagt, man solle ihn so begraben, daß der Kopf nach unten und die Beine nach oben kämen, weil, wie er hinzusetzte, da bald eine große Veränderung vorgeht, wo das oberste zu unterst gekehrt ist.” Georg Christoph Lichtenberg, 1765

0 Der Tiger 09.02.2013, 14:49 Uhr

@bertholdIV – Wie schon...

@bertholdIV – Wie schon gesagt, ich kenne mich in der wissenschaftlichen Erforschung des Gewissens überhaupt nicht aus, aber was mich jetzt beschäftigt ist die Frage, wie die Dame ihre mangelnden Gewissensbisse vor Gericht verteidigen will. Wenn die erste Instanz einen Verfahrensfehler testiert, wird sie damit bis zum Bundesverfassungsgericht gehen und da um ihre Würde streiten, weil man ihre Ehre als Bundesministerin verletzt hat?

0 Der Tiger 09.02.2013, 15:10 Uhr

@X – Als ich ein 10-12...

@X – Als ich ein 10-12 jähriger Tiger war, habe ich mich sehr intensive mit der Frage beschäftigt: ‘Ich will kein Prinzip haben. Kann ich aus Prinzip kein Prinzip haben?’ (Der Grund war, dass es mich genervt hat, wenn Erwachsene keine Grund nannten, sondern sagten: “aus Prinzip ist das so/macht man das nicht/erlaube ich dir das nicht …. “) . Irgendwann gab ich auf und überließ das Problem des prinzipiellen Prinzips anderen.

0 C. von Egern 09.02.2013, 15:11 Uhr

So, das war jetzt wieder sehr...

So, das war jetzt wieder sehr nett, von Ihnen allen zu lesen. Ich danke dem Gastgeber ausdrücklich und sende herzliche Grüße an die Gäste. Jetzt geh ich mit dem Schlitten auf den Riederstein, weil da weniger los ist als auf der Neureuth. Ausserdem ist das direkt vorm Haus.

0 perfekt57 09.02.2013, 15:14 Uhr

und man schaue sich evtl. hier...

und man schaue sich evtl. hier drin noch einmal die schweißskulptur aus stahl etwas genauer an. http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/libyen-gadhafi-nato-kommando . und was sähe man? nun, wir alle genau dasselbe. diese skulptur von gestern, also aus den 1950gern, der zeit von eisen & kohle & stahl & panzer(ung) & raumordnung & körperlich-fasslicher grenzziehungen und aluminium & kerosin und beton & steinen und lächerlich treffsicherer raketen - wirkt inzwischen wie massiv von innen ausgehöhlt: . mehr noch. die fortwährend erfolgreich (sic!) von außen neu aufgetragene tünche (farbe plus "weitreichende konstantvorstellungen") verhüllte vielleicht nur eines: nämlich dieses "wie mit gewollter patina von innen". (und die womöglich immer noch viel zu vielen bzgl. gegenwart und zukunft falsch, zu teuer, mißweisend angelegten, veralteten planstellen; bitte freisetzen auch!) . menschheit im raum, also gestern, nicht interessen-ausgeglichen zwischen bits & bytes, am beispiel, http://de.wikipedia.org/wiki/Volk_ohne_Raum und ähnliche. . die nato bröckelt von innen. lochfraß kommt häufig von da. http://de.wikipedia.org/wiki/Lochfra%C3%9Fkorrosion . "Die Nato werde seiner Ansicht nach in Zukunft weniger in Einsätzen engagiert, stattdessen aber besser für Einsätze vorbereitet sein." ("viel mehr mit den veralteten kräften in der kaserne bleiben" also, p..) letzter satz in: http://www.spiegel.de/politik/ausland/sicherheitskonferenz-in-muenchen-biden-fuer-freihandel-usa-und-europa-a-881097.html . und gumpert redet wie eine alte, über(ver)sorgte und alleine gelassene besserviertelfrau erlernter konservativität ("was besseres lernen bis gelernt haben", also): "entweder ihr ertragt mich, jetzt wo ich alt, weise und unabhängig von beziehungen und so klug bin - oder ich rufe die polizei und lasse euch alle abführen. das ist nämlich mein gutes altes recht. auf dass ich mich durch jahrelanges leiden an mir selbst, meiner stellung und verzögerten persönlichkeitsentwicklung aktiv schwer vorbereitete. und überhaupt, ich bin nicht alt. ihr seid bloß jung, neidisch, unreif und ungebildetet: was durch mich aber zu beweisen war. und durch meinen aus dem nähkästchen angehäuften bildungsklatsch." wie ein mann argumentiert er in manchem moment womöglich also nicht. (ein mann fragt nach harter arbeit). und trotzdem ist gumpert klasse. viel besser jedenfalls als nichts. . gumpert haltung halt vorbildlich. auch da, wo er wie eine absichtlich-unreflektierte reifungsverzögerung daherkäme (für gleichaltrige nicht, nein). dieses "fokussiert auf intensiven selbstgenuss im jetzt" schon klasse. oder, dass man es so lesen kann. und klar für jüngere verboten. wo käme man da schließlich hin, wenn das alle dürften, nicht wahr? die freiheit kann schließlich - und besonders in zeiten schwerer not - nicht so weit gehen, dass jedermann die freiheit ausnützte. und ende könnte man professoren keine überlegenen ruhestandsgehälter mehr zahlen? nein, "freiheitswildwuchs" ist duch den echten bourgeois immer frühzeitg vorzubeugen. "freiheit ist theorie - für alle anderen!" jedenfalls jetzt, wo ich erfolgreich selber alt wurde, mich selbst so machte - die welt so verstehen, hieße sie richtig verstehen? (nein, wir haben für uns selber genug, fühlen frei von jedem diesbezüglichem neid, versuchen lediglich, uns auszudrücken.) . und "maschinenbau und soziallehre": wir hatten im parlando hier für bertholdiV raum gelassen. zu sagen: "nicht der maschbau wars, sondern die mathematik. war höchste ostblock geheimlehre. bestbetrieben. und wenn in den veröffenlichungen die differentialoperatoren noch der art "l-e-n-i-n s-u-c-k-s" angeordnet waren, kaum ein "oststaatsbüttel" hätte das womöglich sogleich folgenschwer zu deuten gewusst." (man kennt die beispiele: http://de.wikipedia.org/wiki/Taschenbuch_der_Mathematik) heute ists allerdings anders. . wobei es sich aber lediglich um weiterenwicklungen handelt, keine weltuntergänge: http://www.faz.net/aktuell/politik/politische-buecher/scholl-latour-die-welt-aus-den-fugen-im-winter-da-schneit-es-12005030.html . was uns aber sofort zu einem weiteren punkte brächte, nämlich zur überfälligen diskussion des begiffes von der "überdosis im jetzt". ...

0 The Great Artiste 09.02.2013, 15:25 Uhr

@Tyler: Ganz sinnvoll, sich...

@Tyler: Ganz sinnvoll, sich den Wiki-Artikel zur Postdemokratie mal ab und an sich wieder zu Gemüte zu führen; kommt einem irgendwie alles verdammt vertraut vor. . Und danke, für die "Fracking" Videos - sehr bezeichnend ist der auch auf der Seite gelistete "Pro Fracking" Film der GAasgeier. Babys, blauer Himmel und Geschwalle. Immer wieder "Facts" - aber keine einzigen aufgeführt. . Wirklich erschreckend, wenn es gelungen ist, sogar die Presse von diesem Thema abzuhalten... Wegen ein paar Jahren billigerer fossiler Energie versaut man sich seine Grundwasserreserven. Dass die Sache weit ernster ist, als der alberne Bahnhof und sein Juchtenkäfer, sieht man meiner Meinung nach vor allem daran, dass man trotz der alarmierenden Gemengelage so gut wie jeden Protest und jeden offenen Diskussionsbedarf versucht, unter den Teppich zu kehren. Aber dafür verschärfen wir zum Wohl der Neuwagenindustrie immer schön weiter unsere Umweltzonenaufkleber... . Ähem, Tucholsky und kotzen. Laut Wiki wars der wohl nicht, sondern der jüdische Maler Max Liebermann (1847-1935) beim Anblick des Fackelzugs zu Hitlers Machtaneignung Januar 1933 . Das schlimmste an diesem Tag war, dass noch niemand sich WIRKLICH ausmalen konnte, was darauf folgte, weil es in seiner ganzen Finsternis noch in der Zukunft lag. . Zumindest dieser Aspekt kann einem heute ganz genauso zustossen, siehe Postdemokratie, siehe Fracking...

0 perfekt57 09.02.2013, 15:39 Uhr

was uns aber sofort zu einem...

was uns aber sofort zu einem weiteren punkte brächte, nämlich zur überfälligen diskussion des begiffes von der "überdosis im jetzt". ... . wogegen sich unser gastgeber (auch und gerade rebellisch) nämlich unbewusst wohl auch auflehnte, wäre nämlich dies. . gefühlt womöglich für den rest seines lebens götzendienst, anbetung und instandhaltung am übermass des immer selben einer lebensleistung einer gerade abtretenden generation leisten zu sollen. . am beispiel - und ganz ohne kritik an personene: was die achtikten der vorageganenen genaraionen an kühnen neuen skulpturen ausdachen und bauten "geht auf keine kuhhaut". und ist alles schön. sehr schön. schwer verständlich. oder ganz leicht. und ein genuss. . solange alles halt noch neu ist. also relativ das. und auch gedanklich noch nicht mehr als das. . also zu oft bedacht. und damit abgenutzt und langweilig. und baufällig demnächst auch noch. . man denke also an all die philharmonien, wolkenkratzer und kongresse usw.. und an ihre beumeister. die sich überlebensgroßen ruhm schufen. auf ewig. . man weiß: http://volcania.wordpress.com/2011/03/27/sir-norman-fosters-hightech-welt/ http://www.as-p.de/ http://de.wikipedia.org/wiki/Tadao_And%C5%8D usw. usf.. . und nun bringt diese objektive überdosis an hinterlassenschaft für die nachfolgenden generationen nur eines mit sich: neue last. dauerlast. ständige last. instandhaltungskosten. viele solche davon: ewiges leben sucks. . und womöglich eine gefühlte verpflichtung zu daueranbetung, in ewigkeit: "oh, wie toll die alle waren!" (1) . das aber womöglich das genau gegenteil von freiheit. "freedom stars with a clean sheet of paper" - und so auch sehen wir diesen blog. . (und können allsamt - mit einer gewissen art der unreife und anscheinend mangelnden intellektualität und fehlender reflexion - nicht aufhören damit, zu machen, was sie immer taten, zu bauen also - und wären sie 80 oder 90. das aber doch nicht das ziel des lebens?) (http://www.panarabiaenquirer.com/wordpress/one-more-massive-thing-says-dubai-building-boss/ - wer soll denn in 30 oder 50 jahren danach alles sehen - und wie und warum? sklavenarbeit für unsere enkel? und wer fragte die?) . darum auch hatten wir diesen feinen, älteren herrn verlinkt, "irgendwie kaum noch auf der überholspur", "mehr so längst bei sich selbst angekommen, in bescheidenheit" sozusagen. http://www.youtube.com/watch?v=tH5jx-I1Z3o . es gibt repräsentanten einer epoche, ja. . und "gsci - avoiding the principles of tabula rasa - deconstructing the builders" wird das genannt. of course. (*g*)

0 perfekt57 09.02.2013, 15:44 Uhr

was uns aber sofort zu einem...

was uns aber sofort zu einem weiteren punkte brächte, nämlich zur überfälligen diskussion des begiffes von der "überdosis im jetzt". ... . wogegen sich unser gastgeber (auch und gerade rebellisch) nämlich unbewusst wohl auch auflehnte, wäre nämlich dies. . gefühlt womöglich für den rest seines lebens götzendienst, anbetung und instandhaltung am übermass des immer selben einer lebensleistung einer gerade abtretenden generation leisten zu sollen. . am beispiel - und ganz ohne kritik an personen: was die archtikten der vorangeganenen generationen an kühnen neuen skulpturen ausdachten und bauten "geht auf keine kuhhaut". und ist alles schön. sehr schön. schwer verständlich. oder ganz leicht. und ein genuss. womöglich immer wieder. . solange alles halt noch neu ist. also relativ das. und auch gedanklich noch nicht mehr als das. . also zu oft bedacht. und damit abgenutzt und langweilig. und baufällig demnächst auch noch. . man denke also an all die philharmonien, wolkenkratzer und kongresse usw.. und an ihre baumeister. die sich überlebensgroßen ruhm schufen. auf ewig. . man weiß: http://volcania.wordpress.com/2011/03/27/sir-norman-fosters-hightech-welt/ http://www.as-p.de/ http://de.wikipedia.org/wiki/Tadao_And%C5%8D usw. usf.. . und nun bringt diese objektive überdosis an hinterlassenschaft für die nachfolgenden generationen nur eines mit sich: neue last. dauerlast. ständige last. und instandhaltungskosten. viele solche davon: ewiges leben sucks. . und womöglich eine gefühlte verpflichtung zu daueranbetung, in ewigkeit: "oh, wie toll die alle waren!" . das aber womöglich das genau gegenteil von freiheit. "freedom stars with a clean sheet of paper" - und so auch sehen wir diesen blog. . (und können allsamt - mit einer gewissen art der unreife und anscheinend mangelnden intellektualität und fehlender reflexion - nicht aufhören damit, zu machen, was sie immer taten, zu bauen also - und wären sie 80 oder 90. das aber doch nicht das ziel des lebens?) (http://www.panarabiaenquirer.com/wordpress/one-more-massive-thing-says-dubai-building-boss/ - wer soll denn in 30 oder 50 jahren danach alles sehen - und wie und warum? sklavenarbeit für unsere enkel? und wer fragte die?) . darum auch hatten wir diesen feinen, älteren herrn verlinkt, "irgendwie kaum noch auf der überholspur", "mehr so längst bei sich selbst angekommen, und in aller bescheidenheit sozusagen". http://www.youtube.com/watch?v=tH5jx-I1Z3o . es gibt repräsentanten einer epoche, ja. . und "gsci - avoiding the principles of tabula rasa - deconstructing the builders" würde das genannt. of course. (*g*)

0 homobulla 09.02.2013, 17:38 Uhr

@E.R.Binvonhier, @X In dem...

@E.R.Binvonhier, @X In dem Artikel in der FAZ über die Schau in London wurde ja auch über die Körperhaltungen spekuliert, mit der Annahme, dass sie alle schwanger gewesen seien. Was ich auch deshalb für Quatsch halte, da es auch viele Figuren mit schmaler Taille gibt (also höchstens 6. Woche:-) Aber mir lief da jetzt gerade noch etwas über den Weg, was ich Ihnen nicht vorenthalten kann: . “... die Überraschung der Ethnologin Felicitas Goodman, als ihr auffiel, dass auf vielen prähistorischen Darstellungen dieselben Körperhaltungen zu finden sind, wie sie Naturvölker einnehmen, wenn sie jene Veränderung der Bewusstseinslage herbeiführen wollen, die mit Trance bezeichnet ... wird. Derart in Trance Befindliche bringen lebhafte bildlich erlebte Geschichten hervor, deren Inhalte wiederum von der eingenommenen Position abhängig sind und ganz unerwartet in den Bereich uralter Mythen führen, wie sie uns zum Teil mit verblüffender Übereinstimmung in verschiedenen Kulturkreisen begegnen...” . (Also im Prinzip wohl wie Buddha-Figuren, die ja nicht als Götterbilder der Anbetung dienen, sondern dem Buddhisten ein plastisches Vor-Bild sind, wie die Versenkung am besten zu bewerkstelligen sei) . Also könnten unsere Urzeit-Figurinen vielleicht sogar ein Art “Schlüssel” gewesen sein, der das Geheimnis verrät, in welcher Körperhaltung nun am besten der Zugang zu Schichten dahinterliegender Welten und Ihren Ahnen etc. zu finden ist?

0 antagonist 09.02.2013, 18:25 Uhr

perfeKt57@: Von den Meistern...

perfeKt57@: Von den Meistern der Dombauhütten vor dem 15. Jahrhundert kennt man, bis auf wenige Ausnahmen, noch nicht einmal die Namen. Allenfalls ihr Meisterzeichen in Stein irgendwo in einen Strebepfeiler eingraviert. Dagegen die heutigen Architekten, die mitnem Namen, meinen: Publish or vanish. (Das Büro muß rotieren, die Akquise laufen.)

Doch, TGA, es gab genug Leute,...

Doch, TGA, es gab genug Leute, die "...sich WIRKLICH ausmalen konnte[n], was darauf folgte, weil es in seiner ganzen Finsternis noch in der Zukunft lag." Beachten Sie, wer sich alles im Februar in die Emigration begab. Aber ich sehe den Punkt, den Sie meinen. Trotzdem, soweit wie unter Schicklgruber sind wir noch nicht. Allerdings meine ich, daß der nächste Totalitarismus nicht nationalistisch und rassisistisch, sondern ökologisch bemäntelt wird. Der Schoß ist fruchtbar noch, war es jederzeit.

0 E.R.Binvonhier 09.02.2013, 20:02 Uhr

@antagonist 19:25, Passt zur...

@antagonist 19:25, Passt zur Elbphilharmonie, die Architektenhonorare sind mittlerweile höher, als der ganze Bau ursprünglich kosten sollte.

0 colorcraze 09.02.2013, 20:20 Uhr

@Folkher Braun: das ist nicht...

@Folkher Braun: das ist nicht schön, daß auch in Düsseldorf so eine Verschlechterung der Infrastruktur erleiden muß (für mich sind Geschäfte und Kneipen städtische Infrastruktur, nicht bloß die Straßen – die großen Straßen sind typischerweise Peripherie, die kleinen das „Da und Mittendrin“). Ich hatte allerdings schon von einer Bekannten gehört, daß im Ruhrgebiet ein schlimmes Kneipensterben eingesetzt haben soll. Wenn Sie noch ein tadellos funktionierendes Dorf finden, in dem tatsächlich noch Kneipe, Bäcker, Buchhändler und bäuerlicher Bürgermeister beisammen sind, dann ist das aber ein echter Glücksfall. Ich habe schon so viele halbtote Dörfer gesehen, die das nicht hatten, und sonst gibt es auch viel die aufgeblähten „Ansiedlungen“, die weder Dorf noch Kleinstadt sind, sondern hingewürfelte Wohnhäuser mit einem XXL-Parkplatz-Supermarkt an der Kreuzung. - Fracking: heute nach langer Zeit mal wieder „Spiegel“ gelesen. Demnach besteht Grund zu höchstem Alarm, denn „man will es noch in dieser Legislaturperiode vor dem Wahlkampf durchs Parlament bringen“. Ich halte das für eine ausgemachte Sauerei. Wir waren bisher recht gut versorgt mit Grundwasser, aber so dick, daß wir es mutwillig großflächig und langanhaltend verseuchen könnten, haben wirs auch nicht. NRW wohl vorneweg. - @Binvonhier: tja, wissen wir denn, wieviel Leute hier vor 40.000 Jahren herumliefen? Am Ende waren das gar nicht so wenige, und sie waren gar nicht so isoliert, wie man meint, sondern besuchten sich gegenseitig... - @Dreamtimer: Akademiker als Ethnie, das ist jetzt mal lustig. - @homobulla: das mit der Schmucktrageweise der Arktisbewohner ist interessant (auch wenn es natürlich hierzulande, weil anderswo, anders gewesen sein kann), auch die Idee mit der „Trancehaltung“, die durch manche Figürchen abgebildet wird, ist mal was, wie ich finde, „Lebensnäheres“ als turboimaginierte Großgötterkulte.

0 colorcraze 09.02.2013, 20:31 Uhr

@perfekt: mit der...

@perfekt: mit der „Verpflichtung zur Daueranbetung“ sagen Sie was. Allerdings war derlei in den besten Fällen bisher eine Art neugestiftete Gemeinschaft, die durch das Gebäude mitdargestellt wurde. Wann fing es an mit diesen Einzelpersondenkmälern? Mit der Verfürstung der norditalienischen Städte vermutlich?

Danke Don, wissen Sie...

Danke Don, wissen Sie eigentlich, wie wohltuend es ist, wenn duch Sie immer wieder solche Werte vertreten werden? Es kommt vielleicht gar nicht nur auf eigenen Gegebenheiten an. Es gibt auch welche, die weite Wege und nervige Massenbüros meiden können, die nicht ihre Möglichkeiten haben. Die aber das Gleiche schätzen und vorziehen. Zur DDR: Bei schweren Witterungslagen, wurden Armeeeinheiten in die Braunkohl verlegt. Vielleicht auch andere delegiert. Aber Bohemiens? Nein - das hätte man gehört. (Volker Braun wurde dorthin zur "Erziehung in der Produktion" geschickt. Das waren letztlich relativ wenige, üble Fälle, die keinen Massennoteinsatz darstellten. Es gibt da aber eine andere Frage: Wenn der Winter wie wüst tobte, dann gingen wir Schulklassen eben auf die Straße um die Schule und pickten die Gehwege frei. Wir haben sogar unsere Klassenräume gefegt und gereinigt (es gab auch noch Reinigungsleute für regelmässige, gründliche Reinigung. Anpacken, gemeinsam in der Not zusammenstehen und sich, wenn es darauf ankam, für nichts zu schade sein - dafür stand ja sogar einmal der Adel. Wenn ich, ohne Nachzudenken, dem Prof. an der FU-Berlin die Tür aufhielt, oder ihm gar den Overheadprojector tragen half, gab es gleich Gezische. Warum aber sollte ich mir dafür zu schade sein? Warum sind manche Sachen nicht selbstverständlich? Heute scheint es zunehmend selbstverständlich, anderen den Vortritt zu nehmen. Ja cooler zu sein. Halt wie ein Star. Bilder, die Ihnen gefallen dürften - der Text vielleicht auch: Lasst uns auf die Reise gehn - Witthüser & Westrupp http://www.youtube.com/watch?v=GHPsFPKTmQU Text: Thomas Rother Lass uns auf die Reise gehen, andres Land zu suchen! Wo man den Sommer ohne Whiskey erträgt und den Winter ohne Kohlen auskommt, wo das Lieben nicht müde macht. In andere Landschaft. Lass uns auf die Reise gehen, andres Land zu suchen! Wo die Heimat der schreitenden Reiher ist, der Sommer den Tieren im Maule liegt und wo ´s keine Tränen gibt. In Andere Landschaft. Leg dir etwas Kleingeld hin, das Kleingeld der Träume. Über die Lieder von Abschied und Ankunft: Der Abschied ist leicht und die Ankunft ist schwer. Der Rückweg ist dunkel und weit aus anderer Landschaft. Lass uns auf die Reise gehen, andres Land zu suchen! Wo Mauern und Zäune schon abgebaut sind, wo Wiesen ohne Kettenspur grünen und wo man ohne Theater stirbt. In Anderer Landschaft.

0 Tyler Durden Volland 10.02.2013, 07:31 Uhr

@x „Die Schreibe von diesem...

@x „Die Schreibe von diesem Gump... Er hat Probleme, die viele Intellektuelle haben.“ Wer will darf von mir aus gerne an den lieben Gott glauben, wenns halt weiter nicht reicht…. Aber als Intellektuellen sollte man so jemanden nicht bezeichnen. Um ein Intellektueller zu sein , bedarf es eines Minimums an intellektueller Redlichkeit. G. lebt nicht umsonst unter Amerikanern und hat seine wahre Heimat dort unter Seinesgleichen gefunden. @whatcrisis Ich mag die Menschen zu wenig, bzw ich mag zu wenige der Menschen, als dass ich für Ausreden noch empfänglich wäre. Natürlich wissen die meisten nicht wessen Interessen diejenigen, die sie da wählen, immer schon, und letztlich auch immer wieder, vertreten haben und werden. Sie könnten es aber wissen, wenn sie es denn wollten und genau deshalb sind sie dafür verantwortlich. Denn sie zwingen durch ihr Verhalten auch Andere die Konsequenzen ihrer Dummheit ertragen zu müssen. Nicht jeder ist privilegiert genug einfach seine Koffer packen zu können, sich umzudrehen und einfach wegzugehen. All die vielen kleinen Sauereien können durchaus an einen Punkt kommen, an dem das Quantitative ins Qualitative umschlägt. Wenn Heerscharen von Menschen eine Vollzeit Arbeit ausführen und von dem dabei verdienten Geld ihre Familie nicht mehr ernähren können, dann ist dieser Punkt eindeutig erreicht. Wer sich dies bieten lässt, und sogar an der Wahlurne stets dasselbe Gesindel erneut wählt, der ist nicht unschuldig. Das Mindeste was er verdient ist, dass er mit seiner Arbeit und seinem Geld die Staatsschulden an die Bank Anteilseigner bezahlt, wie es gerade geschieht. Nur warum müssen all die anderen, die sich vergeblich gegen diese Zustände gewehrt haben, den Kakao durch den sie gezogen werden auch noch auslöffeln? Das ist der Zustand den ThorHa immer beschreibt, wenn er meint wir sollten doch dankbar dafür sein, dass wir wenigstens im Frieden leben dürfen. Jenes, wie sie es ganz richtig nennen, „komplizierte, multifaktorielle Versagen“ ist ein gewolltes und inhärentes Prinzip der Demokratie, und alleine deswegen wird das allgemeine Wahlrecht auch weiter bestehen, oder: Wenn Wahlen etwas ändern könnten, dann wären sie verboten…. Die einzig wirkliche Wahl besteht zwischen dem Hochziehen gewisser Charaktäre am Laternenpfosten, (ein adäquates Mittel gegen ihre „Immunität und Indemnität“) und dem oben beschriebenen Abbezahlen von Schulden anderer Leute bei den Privat Banken durch die Wähler. „Sonst würde ja auch niemand solche Jobs machen“ ist kein Argument, sondern eine üble Mischung aus Blau-Äugigkeit und Zynismus. Ausreden hat nämlich jeder…… aber in mittlerweile 5 (fünf !!!) Jahren Finanzkrise nicht eine einzige neue Bankenregulierung zu verabschieden, sollte das nicht auch dem Dümmsten zu denken geben? Nun ja, solange ich nicht mitbezahlen muss, soll es mir recht sein, denn: @Azur hat recht: "Lass uns auf die Reise gehen, andres Land zu suchen!" Zumindest lebe ich schon mal wo die "Heimat der schreitenden Reiher ist."

0 perfekt57 10.02.2013, 17:34 Uhr

italien? vermutlich. oder...

italien? vermutlich. oder schon früher. und es ist wochenende. und fast ruhe auf den nachrichtenkanälen. daher allerbeste nachrichtenzeit: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schiefergasfoerderung-basf-sieht-potentiale-durch-fracking-auch-in-deutschland-12057846.html http://www.n-tv.de/wirtschaft/BASF-interessiert-article10094991.html . "Der Chemiekonzern BASF sieht für die umstrittene Förderung von Schiefergas auch außerhalb von Nordamerika erhebliches Potenzial. „In Europa sind besonders Deutschland, Frankreich und Polen zu nennen“, sagte BASF-Vorstand Harald Schwager in einem Interview..." http://www.focus.de/finanzen/news/energie-basf-laesst-bei-fracking-foerdermethode-fuer-gas-nicht-locker_aid_916714.html

0 perfekt57 10.02.2013, 19:04 Uhr

und stützen der gesellschaft,...

und stützen der gesellschaft, ausnahmsweise einmal woanders, "verbindende herkunft und gemeinsame ziele" sozusagen - "und wäre es auch "der vatermord"" hat keiner gsagt, hat aber fast so etwas: . "Jaschin (29.6.83) ist einer der Urheber der Aktion Putin muss gehen, die den Rücktritt des russischen Premierministers Wladimir Putin zum Ziel hat. Jaschin ist unverheiratet. Im Juni 2012 erschien in der russischen Presse die Nachricht, dass er mit der Fernsehmoderatorin und Oppositionellen Xenija Sobtschak (5.11.81) liiert ist. http://de.wikipedia.org/wiki/Ilja_Walerjewitsch_Jaschin http://de.wikipedia.org/wiki/Xenija_Anatoljewna_Sobtschak . "Seit 2012 engagiert sich Sobtschak zunehmend politisch. Im Februar moderierte sie eine neue Sendung mit dem Titel "Gosdep", in der sie den oppositionellen Blogger Alexei Nawalny interviewte. Die Show wurde nach nur einer Folge abgesetzt, aber im Internet fortgeführt. Im Juni wurde ihre Wohnung durchsucht, in der sich zu der Zeit auch der Politiker der außerparlamentarischen Opposition Ilja Jaschin befand, mit dem Sobtschak liiert ist. In der Wohnung wurde über eine Million Euro in bar beschlagnahmt, dessen Herkunft bisher nicht geklärt ist." . Anatoli Alexandrowitsch Sobtschak - Der überzeugte Reformpolitiker war von 1991 bis 1996 Gouverneur (Bürgermeister) Sankt Petersburgs und gilt als politischer Ziehvater Wladimir. Sobtschak war zu Zeiten der Sowjetunion Professor für Rechtswissenschaft an der Universität Leningrad. Zu seinen Studenten gehörte Putin. Als Sobtschak 1991 Bürgermeister von Petersburg wurde, holte er Putin als Stellvertreter ins Amt. Sobtschak galt als von der Marktwirtschaft überzeugter Reformpolitiker. Putins. http://de.wikipedia.org/wiki/Anatoli_Alexandrowitsch_Sobtschak - Seine Tochter ist die Fernsehmoderatorin Xenija Sobtschak. . falls merkel sich also weiter zur "schwarzen zarin" wandelte (wir sehen das nicht), zöge das den unmut "des westviertelnachwuchs von der reinen lehre" nach sich? inkl. eigener oppositionsbewegung? und das wäre dann was? kolportage? . immerhin stehen die blogger anderer staaten hier noch überhaupt nicht auf der menuelektürekarte. und erscheinen nicht auf dem radar.

0 sebiprivat 11.02.2013, 16:55 Uhr

"Also, ich kann mir beim...

"Also, ich kann mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, in München zu leben und zu arbeiten. " Aber ist doch so günstig hier... ... und bleibt es vorerst auch. Nicht neuen Wohnraum schaffen und das Pendeln fördern, sondern Anreize schaffen, dass Arbeitsplätze über ganz Deutschland sinnvoll verteilt sind. Muss doch gehen, heutzutage...

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.