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Gewinner, Sieger und andere Verlierer

13.02.2013, 08:27 Uhr  ·  Es liegt nur am Marketing: Pferdefleisch und Wuchermieten müssen besser vermittelt werden, um dem Konsumenten weiterhin das angenehme Gefühl der Bevorzugung zu geben.

Von

Die Naturen, welche die besten zu sein glauben, bedürfen am meisten der Zügelung.
Xenophon

Wir, die wir hier im Tegernseer Tal leben, bemerken trotz unserer bevorzugten Lage, dass es im Rest der Welt nicht ganz so fein zugeht. Ich sehe es eigentlich jeden Tag, wenn ich bei der alteingesessenen Bäckerei bin und dort Kuchen kaufe. Ach so, und Brot natürlich auch. Neben der Kasse sind dort auch Zeitungen. Nicht alle sind fein und so, dass man sie hier ohne Ansehensverlust herumliegen lassen könnte, und von den Schlagzeilen aus erfährt man, was Menschen so umtreibt, wenn sie nicht hier leben und wirklich normal sind, und nicht nur normale Kleinmillionäre. Zum Beispiel die hohen, viel zu hohen Mieten, die wir eigentlich immer angemessen oder als zu niedrig begreifen – das ist so ein Thema, da kommt es ganz darauf an, von welcher Seite des Grundbuchamtes man es betrachten möchte. Oder der Pferdefleischskandal.

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Da ist nämlich die Zeitung mit der bundesweit grössten Auflage und oben, auf der ersten Seite, gleich diese Anzeige. 400 Gramm Hackfleisch von Rind und Schwein für 1,59 Euro. Sicher werden sich da viele gedacht haben: Das ist ein Lockangebot ohne Gewinn oder gar mit Verlust, das ist so billig, damit wir in den Laden gehen, dafür ist manches dann eben entsprechend teurer, aber man wäre doch dumm, wenn man das nicht mitnehmen würde, 400 Gramm, das ist echt viel Fleisch, und normal wäre es sicher teurer. Aber wenn man, wie jetzt im Fall des Skandalpferdefleisches, den Weg solcher Waren über Zwischenhändler und Subunternehmer aus ganz Europa kennt, könnte man sich schon Gedanken machen, ob das Fleisch nicht von besonders billigen Schweinen und Rindern kommt. Und der Handelskonzern trotz des Preises nicht auch noch Gewinn macht.

Jedenfalls, so eine Anzeige auf der ersten Seite dieser Zeitung ist nicht billig, und man darf davon ausgehen, dass dieses Angebote von 4 Euro für ein Kilo dessen, was sie als Fleisch bezeichnen, ausreichend Breitenwirkung zur Refinanzierung hat. Man muss unterstellen, dass die Kunden das so wollen. Der Geschmack – Rind und Schwein sind nicht identisch – ist da wohl eher zweitranging, und es ist da auch nicht so wie bei jedem besseren Metzger, der vor den Augen der Kundschaft echtes Fleisch, das keine Schlachtnebenprodukte enthält, durch den Fleischwolf dreht. Beschaffung, Qualität und Wille der Kundschaft machen es möglich. Dass dann etwas hineinrutscht, das die Gewinnspanne erhöht: So ist der Kapitalismus. Mit welchen Methoden Tiere zur Schlachtreife gebracht werden, die solche Preise erlauben – diese Frage nicht zu stellen, ist auch der Kapitalismus auf Seiten der Kunden. Ich sehe da keinen Verbrecher und kein Opfer. Ich sehe da nur Spiessgesellen, die für sich das Beste herausholen wollen.

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Nun wissen wir, die wir hier am Tegernsee leben, dass das Beste für Alle nicht möglich ist: Hier leben 20.000 am See und über 80 Millionen tun es in diesem Land nicht. „Das Beste” definiert sich dadurch, dass es auch vieles gibt, das weniger gut ist, oder schlecht, oder widerlich, oder das Wohnraumäquivalent für ein Kilo Hackfleisch für 4 Euro. Die Ungleichheit, die Grundlage unserer Gesellschaft und generell aller Gesellschaften dieser Erde ist, teilt die Menschen in Gewinner und Verlierer ein, die einen leben auf 300 Quadratmeter am See und die anderen quetschen sich in WGs auf 12 Quadratmeter und sorgen dafür, dass bei uns die Lasagne nicht aus dem Kühlregal kommt, sondern liebevoll mit viel Zeit von Hand gemacht wird, mit Zutaten, die penibel ausgesucht wurden. Die Waren aus dem Kühlregal jedoch werden unter dem freundlichen Wort „convenience Food” vermarktet, also angenehmes und bequemes Essen. Nicht „der letzte zusammengekochte Dreck, den man überhaupt nicht mit Don Alphonsos Familienrezepten vergleichen kann”, sondern eben bequem und zeitsparend in der Zubereitung. Und das ist der Trick des Kapitalismus und seiner niedrigen Anhänger: Schlecht ist nicht mehr schlecht, sondern einfach nur anders gut.

Und so kommt es eben, dass kleine, aber regional verantwortungsbewusst arbeitende Metzger und Bäcker um die Ecke schliessen müssen, weil sie die EU-Vorgaben zum angeblichen Verbraucherschutz in ihren kleinen Räumen nicht mehr umsetzen können. Und eine Backfabrik, in der es Mäusekot und andere, ähnliche Zutaten gibt, mit von Spezialisten durchgerechneten Filialen und billigem Personal weiterhin Waren verkauft, die nicht wirklich so sind, wie es die schönen Werbephotos vermitteln: Mit Landschaft im Hintergrund, grünen Wiesen und einem Leben, das so heil zu sein scheint, wie es vielleicht noch bei uns ist, aber ganz sicher nicht in den Ballungszentren. Wer einen derartigen Ausblick wirklich vor der Terrasse hat, ist ein Gewinner. Wer die Bilder im Outlet eines Nahrungsvertriebs hat, fühlt sich trotzdem nicht als Verlierer, und die Musik dudelt jeden Zweifel weg. Oh, und: In der Metzgerei heute Sonderangebot, 400 Gramm feinstes Hackfleisch für nur… Schnell hin! So sehen Sieger aus.

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Sicher, es ist ein Skandal, wenn man Rindfleischreste kaufen will und dafür Pferdefleischreste bekommt. Hier ist eine Grenzüberschreitung, die das Gesetz berührt. Aber wenn man einmal die juristischen Argumente beiseite lässt, ist es nur ein Aspekt eines Systems, das immer jedem vermitteln will, zu den Siegern zu gehören. Niemand sagt heute: Du arme Sau musst jeden Tag zwei Stunden mit schrecklichen Leuten pendeln, es heisst statt desssen „bester Anschluss an die U-Bahn” – ein Sieger! Niemand sagt heute: Sechs Tage im Monat schuftest Du für Deinen Blechhaufen, mit dem Du nur im Stau stehst, und für den es keinen Parkplatz gibt; statt dessen: Alcantara-Leder, 420 PS und viel Exklusivität für nur 120.000 Euro – ein Sieger! Niemand sagt heute, das Mobiltelefon wirst Du in einem Jahr wegwerfen, und das neue Modell, das Dir der Konzern gibt, wirst Du anderweitig voll gezahlt haben; man sagt, dass man das heute haben muss, um vorne mit dabei zu sein – ein Sieger! Und wenn sie dann am Wochenende über die Mangfallbrücke im Urlauberstau genervt nach Süden zockeln, vor ihnen 420 PS und 14 GB Pr0neaux und Popmusik auf dem Telefon, dann sehen sie vielleicht mich, zu Fuss, auf dem Heimweg mit einer Jutetüte und geben richtig Gas, damit ich es nicht wage, die Strasse vor ihnen zu überqueren – Sieger eben.

Oder eben ein notwendiges Übel, denn irgendwer muss ja die Wirtschaft am Laufen halten. Wir hier im Tegernseer Tal sind ja recht autonom und könnten uns oft selbst versorgen, aber der Kapitalismus wird nicht fett, wenn wir immer nur zum neuen Hofladen in Gasse spazieren und den Käse auf dem Rückweg von der Radeltour bei der Naturkäserei erwerben. Firmen wie Foxconn und jeder Geflügelzüchter brauchen die anderen, kaufwütigen und an der Entstehung desinteressierten Kunden, Ikea wäre nichts ohne das Bedurfnis, bei jedem flexiblen Umzug für das Wohl des Arbeitgebers den Wohnraum neu zu erwerben. Sicher, man könnte den Konsumenten nun auseinandersetzen, dass Firmen, die mit ihren Mitarbeitern, Subunternehmen und Tieren so umgehen, vielleicht auch nicht zimperlich beim Hintergehen ihrer Kundschaft sind, und dass die ganze Debatte um Wuchermieten nur davon ablenkt, dass sie immer, jederzeit, überall, maximal ausgenommen werden, so weit es der Markt und die Werbung eben erlauben.

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Man könnte erklären, dass der sogenannte Skandal gar keiner ist, sondern nur die Normalität, die gerade kein gutes Marketing hat, und nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass Verlierer nun mal nicht andere Sieger sind, sondern Verlierer. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass wir bald noch bessere Kontrollen zum Verbraucherschutz haben werden, die noch mehr kleine Familienbetriebe ruiniert. Wir werden Gesetze sehen, die den Besitz von Mietimmobilien für normale Menschen unattraktiver machen, um die „Spekulation” zu beenden und das ganze System wieder in die Hände der Finanzwirtschaft zu legen, denen andere Geschäftsfeldet – Libor-Manipulation, kommunale Abzocksysteme, CDOs, CO2-Zertifikate – abhanden kommen. Wir werden neue Gewinner haben, und allen wird dabei vermittelt, dass sie Sieger sind. Und sich das System rührend um sie, ihr Kilo Fleisch für 4 Euro und das Werbephoto von der Natur über der Tiefkühltheke bemüht.

 

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  Lesermeinungen zu diesem Artikel (289)

Das Leben ist kein...

Das Leben ist kein Nullsummenspiel Ihre Kritik an den Tatsachen trifft ins Schwarze. Die Verknüpfung zwischen den 12m² WG und den 300 m² am See geht ins Leere. Persönlich habe ich schon auf etwa 12 m² gelebt. während des Studiums und in den USA. Es ist nicht toll, aber es ist ausreichend und in diesem Lebensabschnitt angemessen. Einschränkung, Fleiß (studium) und Investition kann zu einem materiellen Zuwachs führen. Für mich reicht es nicht zu 10.000 m²im Tegernseer Tal. Aber es reicht leicht für 10.000 m² im Trubachtal wo nicht so viele hinwollen, es aber auch schön ist. Zum Zweiten: Lieber toleriere ich Reiche, egal ob Bill Gates oder KT zu G, B.Becker und Konsorten, als eine quasiegalitäre Gesellschaft. Die soziale Mobilität ist sehhr eingeschränkt, aber es ist besser als jede Nomenklatura. Sie kennen Michael Kohlhaas? Heute können Sie eine Klage gegen Liz Mohn zumindest überleben. Zum Dritten: Jedes Haferl findet ein Deckerl und die Marktwirtschaft ist der beste Platz, damit möglichst viele Menschen halbwegs glücklich werden. Lieber erlaube ich vielen Menschen falsche Entscheidungen, als die Entscheidungen für mich von einer Bürokratin treffen zu lassen. Zum Vierten: Danke für die vielen schönen Entscheidungshilfen in Ihren Blogs

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0 antagonist 13.02.2013, 09:30 Uhr

Die gute alte Zei:...

Die gute alte Zei: Homophagus. * Der neue Konsumentenslogan:Veni, vidi, vici. * Ich bitte Sie, welcher anständige Mensch ist denn heutzutage noch Fisch oder Fleisch? * Kennen Sie vielleicht die neue Knorpel-und Innereienverordnung aus Bruxelles? * Das Beste ist uns grad gut genug für unsere Kleinen. Ja was glauben Sie denn, was in den Babynahrungsgläschen alles so drinn ist? ** Zweimal die Woche machen unsre Tiefkühllaster die Tour von Kalabrien bis nach Helsinki und retour. ' Der Döner Ihres ganz speziellen Vertrauens. (Ein Esel wer an Esel denkt.)

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Es geht doch nicht um...

Es geht doch nicht um Tegernsee oder Nichttegernsee. Es gibt auch in Bremen oder Bochum Konditoreien, Wochenmärkte und gutes Essen. Und regionale Verbundenheit. Und weit muss man vom Tegernsee ja wohl auch nicht fahren um Billighack zu bekommen und auf den Festplatten in den hübschen Bauernhäusern stapelt sich doch der gleiche Pr0n wie überall. Man hält es in den Westvierteln (und ist der See mehr als ein Panoramawestviertel) überall eben unter der Decke, man hat natürlich besseres Essen, bessere Wohnverhältnisse etc. das war schon immer so und wird auch immer so sein.

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"...und allen wird dabei...

"...und allen wird dabei vermittelt, dass sie Sieger sind. " . Ja, this is marketing, you stupid. Alles Gute kommt aus Bingo-Amerika. (Wie ich heute wieder erfahren durfte: Schwungvolle Rede des first man, aber helfen wirds nix, das steht jetzt schon fest.) . Meine Mama vermietet, hat auch eine unverbaute Aussicht auf ihrer Terrasse und soundsoviel Grund. Ob sie sich aber als Sieger titulieren würde? Für sie wäre das dreiste Chuzpe in ihren Augen und unpassend.

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Die Hackfleischanzeige gerade...

Die Hackfleischanzeige gerade jetzt ist doch kein Zufall, sondern klarer Ausdruck kaufmännischen Denkens. Pferdefleischskandal = Kaufzurückhaltung, kurzfristig, max. 3 Tage - das ist schon zu lange für Hackfleisch. Ich (Herr Rewe) habe noch 4 Tonnen Hack auf Lager oder in der Lieferkette. Bevor das schlecht wird, hau ich das zum Supersonderpreis raus. Irgendwer greift schon zu. Sehr charmant der Gedanke, dass der Jutebeutel der Beutel der Sieger ist. Das habe ich vor 25 Jahren schon geahnt. Hätt ich ihn doch aufbewahrt. Vielleicht kann man die noch kaufen? Jetzt nehme ich noch meine Leinentasche und gehe Einkaufen. Hackfleisch soll günstig sein...

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@melursus. Das Trubachtal,...

@melursus. Das Trubachtal, einzigartig. Warum haben Sie das Geheimnis hier ausgeplaudert? Ob man da in diesem Sommer noch hinfahren kann? Aber wenn's schon mal raus ist: Ein Seidla von Meister in Unterzaunsbach, dazu eine Forelle aus der Trubach, und alle Seen da unten können mir gestohlen bleiben.

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... koennen wir mal was...

... koennen wir mal was anderes als immer nur "Tegernsee, Tegernsee, Tegernsee" machen?

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0 antagonist 13.02.2013, 10:08 Uhr

Der Tiger@: Ihr Vorwurf...

Der Tiger@: Ihr Vorwurf trifft. Hatte erst an Hildegard von Bingen gedacht, aber die kriegt man in jedem Esoterikladen für billig Geld. Abaelard et Heloise wären ein feiner, distinguierter Kompromiss gewesen. Mdme. Curie und die Lise Meitner waren mir zu strahlend. Hannah Ahrend sprengt den Rahmen. An Sie dachte ich, wußte Sie aber nicht richtig unterzubringen :-( Nach Derrida (s. Link) sei Philosophie eine phallokratische Angelegenheit. http://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_in_der_Philosophie * Beckenbauer war der Bringer: "Schaugn ma ma amoi, wer ma scho segn." Das ist wahrer, weiser Existentialismus je schlechthinig. A Schmankerl, ein Muß, fier a jede Suppn.

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0 E.R.Binvonhier 13.02.2013, 10:10 Uhr

"Lieber erlaube ich vielen...

"Lieber erlaube ich vielen Menschen falsche Entscheidungen, als die Entscheidungen für mich von einer Bürokratin treffen zu lassen." . Danke, melursus. . Wenn man nur nicht immer selbst so verflixt genau wüsste wie andere sich zu verhalten hätten.

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0 antagonist 13.02.2013, 10:19 Uhr

Zivilisation: In jeder...

Zivilisation: In jeder Hack(fleisch)ordnung gibt es immer einen Unter.

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0 Thorsten Haupts 13.02.2013, 10:19 Uhr

Bei aller (und geteilter)...

Bei aller (und geteilter) Liebe zu handwerklich gut gemachten Lebensmitteln aus vernünftiger, boden- und artenschonender Erzeugung. Und bei voller Zustimmung zu der auch von mir geteilten These, erhöhte Qualitätsstandards hätten häufig (nur) die Funktion, kleine Wettbewerber aus dem Markt zu drängen: Die Alternative zu Infustriefood, d.h., nicht krankmachenden Lebensmitteln geringer aber gleichbleibender Qualität zu günstigen Preisen sind mitnichten der Bäcker und der Metzger nebenan. Sondern diese Alternative ist Hunger. Weshalb der Beitrag tatsächlich nur von jemdem geschrieben werden konnte, der diesen Gedanken nicht einmal mehr theoretisch wälzen muss. Ein Luxusbeitrag. Die Ernährung von 7 oder 9 Milliarden Menschen ist mit kleinparzelligen Biohöfen und Hochstandard-Manufakturen und einzelnen Lebensmittelhandwerkern nicht zu bewerkstelligen. Die Kritik an der Industrienahrung ist billig, wenn man sich besseres zu doppelten oder vierfachen Preisen leisten kann, ohne darüber nachdenken zu müssen. ... Gruss, Thorsten Haupts

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0 Helmut Weiß 13.02.2013, 10:26 Uhr

Ein Blick vom Wallberg auf den...

Ein Blick vom Wallberg auf den Tegernsee zeigt ein zersiedeltes Ufer, mühsam finanzierte Bausparobjekte und Ferienwohnungen von mediokrer Architektur, ein sauber geteertes Wegenetz, wo die wohlhabende und gebildete Russin auch mit sehr hochhackigen Schuhen spazieren gehen und mit ihrem Mann die anstehende Waldpflege diskutieren kann, sorgfältig gefegte, ekelfreie Supermarkt-Parkplätze ohne trinkende und urinierende Dauergäste, lebhafter SUV-Verkehr zwischen den unzähligen Discounter-Filialen, wo preiswertes Hackfleisch in Mengen verkauft wird, eben wie es an jedem Rand einer Großstadt aussieht. Die Wohnorte für Sieger verrate ich hier wohlweislich nicht. Anmerkung: In unserer hiesigen Land-Filiale einer großen Lebensmittelkette wird der Rohling für das "Schabefleisch" erst nach Begutachtung durch die Kundin vor deren Augen öffentlich durch den Fleischwolf gedreht. Nur wegen der Prüfung auf Phenylbutazon müssen wir uns noch etwas einfallen lassen.

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0 diktionaftis 13.02.2013, 10:30 Uhr

Liebe/r Schmidt (11:07), der...

Liebe/r Schmidt (11:07), der "Tegernsee" ist wohl metaphorisch zu sehen. Ein Ort, wo viele Leute in finanzieller Sorglosigkeit leben. Und meist auch noch gebildet sind. Und es sich leisten könnten, Ökologie und Ökonomie nicht als diametrale Antagonisten zu betrachten; und häufig sogar danach handeln. Oft aber auch nicht (Dagobert-Duck-Syndrom). Und so weiter. . Das ist halt ein typisches SdG-Thema.

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0 antagonist 13.02.2013, 10:34 Uhr

One man one vote. Der...

One man one vote. Der weltläufige, naturwüchsige Tegernseer Käse immer auf dem Siegertreppchen: http://www.youtube.com/watch?v=bSbd2zH5Kns

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Das Problem ist in diesem Satz...

Das Problem ist in diesem Satz gut versteckt: "Wir hier im Tegernseer Tal sind ja recht autonom und könnten uns oft selbst versorgen." Genau - in einem kleinen, ländlichen Bereich ist die Selbstversorgung kein Problem, besonders wenn die Bewohner auf die Dinge verzichten, die eben nicht selbst hergestellt werden können bzw bereit (und in der Lage) sind, dafür einen angemessenen Preis zu bezahlen. Aber ein großer Teil der Bevölkerung haben eben genau diesen Luxus nicht und lebt nicht in einer Region, die Selbstversorgung erlaubt. Während man langfristig dafür vielleicht eine Lösung finden kann, glaube ich nicht, daß dies kurzfristig geht - kurzfristig müssen diese Menschen irgendwie ernährt werden, und das geht wohl nur durch industrielle Produktion. Ein großer Teil Europas hat nicht genug Platz, um die Bevölkerung mit lokalen und ökologisch angebauten (d.h. ohne intensive Bewirtschaftung) Produkten zu versorgen. Die - meiner Meinung nach - romantischen Ideen zur Herkunft der Nahrung sind ein Produkt der Nahrungsmittelsicherheit, in der wir leben. Der Fortschritt in der Landwirtschaft in den letzten 200 Jahren wurde ja nicht durch die Gier der Landwirte getrieben, sondern u.a. um die Nahrungsmittelversorgung zu garantieren. Und dank dieser Entwicklung müssen wir (in Europa) uns eben keine Sorgen mehr um eine Unterversorgung machen - wir produzieren sogar Überschüsse; aber das war lange Zeit eben nicht so selbstverständlich. Gefühlsmäßig stehe ich den im Artikel hier geäußerten Ansichten auch deutlich näher als denen in meinem Kommentar, und wahrscheinlich wirkt es recht pharisäerhaft, auf der einen Seite die industrielle Herstellung zu loben und dennoch traditionell hergestellte Produkte zu kaufen. Aber ich sehe berufliche eben beide Seiten und merke, daß die Angelegenheit deutlich komplizierter ist, als man es gerne hätte.

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@diktionaftis: ist mir...

@diktionaftis: ist mir wurscht, ich will lieber nichts mehr von bayerischen Binnengewaessern hoeren. Schon gar nicht immer in der FAZ, ist ja allmaehlich alles weiss-blau kontaminiert hier ...

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0 antagonist 13.02.2013, 11:18 Uhr

Thorsten Haupts@: Wunderschön...

Thorsten Haupts@: Wunderschön Ihre Argumentationskette. In sich absolut schlüssig. Gegenwärtige Weltbevölkerung 1963>3,2 Milliarden, 2013>6,8 Milliarden, 2050 prognostizierte 9,1 Milliarden. Da bei ihner Betrachtung die Industrialisierung weltweit in etwa mit diesem Wachstum in korreliert ist das eine wunderbare Zukunft die uns, samt Nachkommen erwartet. Zumal D. eine gegenläufige demographische Entwicklung durchläuft, besser gesagt durchhinkt. In seinen Folgen alles supa. Allein die Berge an Hackfleisch die da noch produziert werden lassen einen erschauern.

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0 hansgeier333 13.02.2013, 11:26 Uhr

Die Werbung für Hackfleisch...

Die Werbung für Hackfleisch ist doch im Zusammenhang mit den italischen Nudeln darunter zu sehen. Erst damit wirds ein schmackhaftes Gericht und Schnäppchen. Die magere Marge macht der Supermarkt über die weiteren Zutaten für die Sosse wieder wett: Gewürzkomposition in der Tüte, Tomatensosse in allen Geschmacksrichtungen, einen vin rouge dazu... Warum nicht nochmal richtig prassen und fressen vor der Fastenzeit? Ist nicht immer Reichstag zu Worms, wo die Fastenzeit kurzerhand ausgesetzt wurde.

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0 prince Matecki 13.02.2013, 11:26 Uhr

Wozu auch der Artikel der FAZ...

Wozu auch der Artikel der FAZ von Roland Reuß mit seinem flammenden Aufruf für echte Buchhandlungen passt, gegen die Internet-Vertreiber. Wenn es denn nun so einfach wäre. Daheim gibt es im Stadtzentrum noch drei Buchhandlungen, zwei davon gehören zu Ketten. In Bonn waren es noch 2, davon eine aus einer Kette. Hier in Berlin (Verzeihung für die Erwähnung) gibt es natürlich mehr. Ich pflege nun aus Papierzeitungen bei Rezensionen von Büchern, die mich interessieren, die bibliographischen Angaben auszuschneiden, bei Rezensionen im Netz kopiere ich diese auf einen gespeicherten "Bücherzettel" auf meinem Rechner. Nun ergab der Herbst, dass in Bonn in beiden Buchhandlungen zusammen von 14 Büchern aus der Liste 3 (sic!)vorrätig waren. Ja wenn mir dann die Buchhändlerin freudig versichert, man könne mir das für anderntags bestellen, warum soll ich in die City fahren, parken, durch die Buchhandlung stöbern, wenn ich das Ergebnis auch daheim mit Bestellung am Rechner haben kann? Hier in Berlin erwies sich das Kulturkaufhaus Dussmann immerhin als besser als sein Ruf, ich konnte auf der Liste vier weitere vorrätige Titel im Einkauf vor Weihnachten gleich mitnehmen, am letzten lese ich noch. Aber insgesamt, wenn man vom Buch haptisch und typographisch schwärmt, im Gegensatz zu Reader, dann muss man auch dafür sorgen dass es real verfügbar ist. Einige sehr schöne Leseerlebnisse verdanke ich Büchern, die ich einfach so in früheren, sehr großen gut sortierten Buchhandlungen gefunden habe - oder vielleicht haben sie mich gefunden. Das ist dann das was über der "Kommode" steht, der alten fredericianischen Bibliothek: nutrimentum spiritus (fragwürdige Latinität, aber vom Alten Fritz so festgelegt). Womit wir wieder beim Fleisch, beim Verbraucher und der Qualität wären.

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0 Der Tiger 13.02.2013, 11:40 Uhr

@antagonist – Hannah Ahrend...

@antagonist – Hannah Ahrend wird dieser Tage reichlich oft zitiert. Hildegard von Bingen fiel mir auch ein. Aber ich muss zugeben, dass ich von beiden Damen nichts gelesen habe, an was ich mich auf Anhieb erinnern könnte. . Dafür aber etwas von Annette von Droste-Hülshoff: "Wär' ich ein Jäger auf freier Flur,
 Ein Stück nur von einem Soldaten,
 Wär' ich ein Mann doch mindestens nur,
 So würde der Himmel mir raten;
 Nun muß ich sitzen so fein und klar,
 Gleich einem artigen Kinde, 
 Und darf nur heimlich lösen mein Haar 
 Und lassen es flattern im Winde!"

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wahrscheinlich ist Einsamkeit...

wahrscheinlich ist Einsamkeit in einer 12 m² Bleibe besser zu ertragen als in den 300 m² Luxusdomizielen, und ohne die Großstadt mit den vielen negativen Begleiterscheinungen würde das beschriebene Paradies (autonom, dass ich nicht lache) auch nicht lange funktionieren; ich plediere für ein Leben und Leben lassen, soll jeder nach seiner Facon glücklich werden;

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@lutz Wenn ein paar Leser,...

@lutz Wenn ein paar Leser, selbst wenn 100 Leser kommen, wird es für die "Fränkische" zu verkraften sein. Vor gefühlten hundert Jahren kamen viele, viele Berliner, auch für mittlere Urlaube. Negativ fielen die nur aud durch: "Ist das billig hier" Und auch aus Nürnberg bleiben viele Ausflügler Gäste weg. Die treffen ihre Entscheidungen. Teils für die Chaiselongue-Nordwand, teils fürs Seenland. @E R Binvonhier Danke

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0 superschwiegersohn 13.02.2013, 11:56 Uhr

Ich glaube, wir alle sind...

Ich glaube, wir alle sind Gewinner. Der eine kriegt seine Pferdelederschuhe an die Füsse, der andere das Pferdehack in seine conveniente Lasagne. So ist das Universum doch eigentlich perfekt, außer vielleicht aus Pferdesicht.

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Industrielles Fleischerzeugen...

Industrielles Fleischerzeugen bedeutet IMMER Leid für Tiere. . Früher hat der Bauer zwar auch nicht immer nur seine Kühe gestreichelt - soviel zur regionalen Tegernsee-Bauernromantik, die ich für etwas verlogen halte. Doch heute wird Tier-Leid tausendfach industriuell skaliert. Vor allem für den Export. Und man darf sich als sich etwas Besseres dünkender Käseesser nichts vormachen: Auch die industrie-hafte Milcherzeugung bedeutet großes Leid für die Kälber und Mutterkühe. . Es mutet paradox an: Europa hat immer mehr Vegatarier in der Bevölkerung, doch neben den Wohnstätten des vorbildlichen Vegetariers werden Millionen Tiere für den Billigfleischexport und für Milchseen geknechtet. Weil der Fleischhunger der nach vorne strebenden Staaten enorm zunimmt. Nicht kaufen und nicht essen als Konsumverweigerung des Denkenden bringt die Idee, dass Tiere Wesen sind mit Rechten, also kaum voran. Reicht nicht mehr. Von wegen man isst nur noch Käse statt Feisch und ist fein raus, das ist Selbstbetrug. . Ich selbst bin kräftig spendendes Mitglied bei Animal's Angels. Einer seriösen gemeinnützigen Organisation, die sich des Leids der Tiere auf den Transportwegen annimmt. https://www.animals-angels.de/ . Seid keine versnobten Distinguierer, helft. .

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Re Obama gestern... Es geht...

Re Obama gestern... Es geht bachab. Sind die Amerikaner die Verlierer?

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Tegernsee ist Yoknapatawpha...

Tegernsee ist Yoknapatawpha County. Eine Metapher und nur in Ausschnitten ein realer Ort. . Im übrigen kann ich Ihnen nur zustimmen, ThorHa. In meinen, wenig begüterten Kreisen ist eine Alternative schlicht nicht vorhanden. Maximal kann man im Supermarkt noch zwischen billig und nicht ganz so billig wählen. Auch die Bäcker- und Fleischerfilialen gehören zu Ketten und verdienen nicht mehr Vertrauen als die großen Händler. Ich habe aber auch keine großen Bedenken, was die Qualität betrifft. Die großen Hersteller haben viel mehr zu verlieren, als der Handwerker um die Ecke. Deshalb glaube ich sogar, daß die hausinternen Kontrollen dort schärfer sind. Eben niedrige Qualität, aber nicht schädlich. Insofern stimmt Don Alphonsos Analyse, daß ein stillschweigendes Einverständnis zwischen Produzent und Konsument besteht. Scheinheilig finde ich bloß Leute, die bei 4 Euro noch Spitzenqualität erwarten und deren Lieblingswort „Angebot“ heißt.

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0 The Great Artiste 13.02.2013, 12:31 Uhr

Wieder mal ein Klassiker! Aber...

Wieder mal ein Klassiker! Aber es bleibt wahr: Gleichheit für alle durch eine Kaste von (Brüsseler) Gleichmachern, die natürlich auf sehr viel angenehmere Art ihre Luxusgleichheit und ihre Eitelkeit geniessen können, oder Mauschelmeier, Mohn, Aldi, Lidl und Konsorten ziehen uns mit Angeboten, die wir kaum ablehnen können, das Fell über die Ohren. . Die Erkenntnis dieses Dilemmas könnte einen zu einer relativ einfachen Lösung animieren: Entweder man wird Opponent und zieht sein persönliches Glück aus einer möglichst grossen Autonomie - auf 90% des Entertainmentangebots im Netz und in den Medien könnte man ziemlich leicht verzichten. . Oder man akzeptiert seine begrenzte Reichweite, seine Endlichkeit und sein Makro-Gewissen (kein Fracking, keine Tierquälerei, keine Verwüstungen für Biosprit etc.) und überlegt ganz simpel, was einem denn als persönliche Lebensumstände gefällt. F%ck the Juchtenkäfer... . Und dann sollte man das Schöne, für das man sich entschieden hat, auch sehen - und so wie unser Gastgeber treu sein seinem "Tegernsee", dem was einem im Leben am wertvollsten ist. . Bloss nicht totgrübeln über die tausend negativen Aspekte, all die Dinge, auf die man durch diese Entscheidung verzichten muss, um eben nicht von diesem ewigen "Vielleicht auch ganz anders" von seinen drei AlterEgos aus seinem inneren Zuhause vertrieben zu werden. . Und warum haben fast alle Religionen darauf hingearbeitet, aus Sex eine Katastrophe zu machen? Weil es die wirkungsvollste Methode ist, dem Menschen Handeln gegen seine Instinkte anzugewöhnen. . Wer keusch und sittsam lebt, kuscht viel leichter auch vor anderen Zumutungen, die eben nur zu seinem Allerbesten von weisen Vorvätern so beschlossen worden sind. . Interessant finde ich dabei besonders, dass es meines Wissens kaum Frauen gab, die mehr sexuelle Freiheit gefordert oder versucht hätten? . Warum kann das besagte FKK-Paradies nicht auch für Frauen attraktiv sein? Warum ist es ein Synonym für hemmungslos konsumierenden männlichen Hedonismus inkl. ausbeuterischen Menschenhandel geworden? . Frauen kämpfen nicht für erotische Befriedigung (eh hoffnungslos bei DIESEN Männern???) sondern für Freiheit von männlicher sexueller Belästigung. Eine natürliche oder eine kulturelle Entwicklung? . Die Rauschebart Inc. der Ahnen ( inkl. des Philosophenkanons) ist meist eine zeitlose Verkörperung der Macht der aktuellen Herrschaftselite.

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0 homobulla 13.02.2013, 12:32 Uhr

Ehrlich gesagt verstehe ich...

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum beim Hinweis auf die Ekelhaftigkeit der Convenience-Pampe gleich der Welthunger als einzige "Alternative" ausgerufen werden muss. Ich mache aus Bio-Produkten eine Lasagne, die selbstverständlich besser und billiger(!) ist als das prekäre und überteuerte(!) Schleimfood von Nestlé. Ist also wirklich ein Mensch durch seine wirtschaftliche Lage gezwungen, diesen Dreck zu essen? Nein. . Meine besonderen Freunde sind aber die von der 10-Goldringe-an-einer-Hand-Fraktion, die erst ihren Jaguar auf dem Parkplatz quer parken und dann zum billigsten Formvorderschinken greifen. . Obwohl sie wetteifern in meinem ganz persönliche Ranking noch mit denen, die auf die PR-Slogans der Konzern-Lobbyisten hereinfallen und nun kritiklos das hohe Nestlé- und Monsanto-Lied singen, nur mit "Industriefood" von Großkonzernen sei dem Welt-Hunger beizukommen. Da lachen ja sogar die Käfighühner. . "In vielen Ländern ist der Landbesitz sehr ungleich verteilt, die Mehrheit der Hungernden sind LANDLOSE Landarbeiter und Kleinbauern. Landreformen wären vielerorts ein Ansatz, um die Ursachen von Hunger und Armut anzugehen." Wikipedia >Welthunger

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Wozu diese...

Wozu diese Industrieversessenheit? Das Problem ist die totale (industrielle) Überproduktion von Fleisch, das ja, wie man sieht, auch kräftig beworben wird. Qualitativ vertretbare Ernährung nach Bio-Standards wäre möglich, wenn wir nicht alles an unser Fleisch verfütterten. Gut leben und essen lässt es sich auch ohne viele PS und ohne diese Fleischberge. Außerdem sind eh alle zu fett und die US steuern auf eine Diabetikerquote von 30-40% zu. Wie könnt Ihr da noch die Industrie loben? Die Frage ist immer dieselbe: Was leistet die Wirtschaft, die immer nur Leistung verlangt ohne Gegenleistung. Im Falle der Fleischindustrie plus EU-Bürokratie sieht mans jetzt.

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Xenophon: wer kennt den schon?...

Xenophon: wer kennt den schon? Ich bisher auch nicht, aber gerade gestern in "Wie zusammen leben" von Roland Barthes folgendes gelesen: "Ökonomie der Landgüter: Xenophon, Ökonomik, niederer Landadel...Aufräumen. Eine Marotte von Xenophon: sorgsam sein, Sorge tragen für, sich kümmern um, achten auf: epimeleisthai. Von der Kategorie der Sorgsamen ausgeschlossen (weil unerziehbar) sind: . die unmäßigen Weintrinkeer . Leute, die einen unheilvollen Hang zum Liebesgenuß haben" (Xenophon, Gespräch über die Haushaltsführung" in: Ökonomische Schriften). . Und weiter bei Barthes: "zu beachten: In Zivilisationen, die Sklaven halten, vollzieht sich die Trennung zwischen Bedürfnis und Begehren ganz von selbst. Siehe dazu Xenophons Schilderung des Zusammenlebens in der antiken Gesellschaft, das in seiner Ökonomik beschriebene "Haus": durch und durch hierarchisch und funktional organisiert. Das Problem Bedienstete / keine Bediensteten stellt sich erst nach dem Ende der Sklaverei. Es wird aktiv/pertinent in der christlichen Welt". . Und weiter: "Blumen: assoziiert mit dem Mythos vom Paradies. Xenophon: Gärten = Paradies" (alles aus: "Wie zusammen leben" von Roland Barthes). . Man sollte den Don also öfters mal beim Wort nehmen und nicht (nur) darauf warten, ob man für den eigenen Lieblings-Diskurs ein Stichwort findet, um sofort loszulegen. Eigentlich hatte ich mir gestern für diesen Blog etwas ganz anderes im nämlichen Buch angestrichen: . "Man stößt hier wieder auf jenen Wert, den ich nach und nach unter dem Namen "Zartgefühl" (delicatesse) zu bestimmen versuche (ein Wort, das in der heutigen Welt ein wenig aufreizend klingt). Zartgefühl möchte besagen: Distanz und Rücksichtnahme, eine Beziehung ohne gewichtige Tiefe und dennoch von lebendiger Wärme. Ihr Grundsatz wäre: den anderen nicht lenken, nicht manipulieren, sich von Bildern (der einen, der anderen) fernhalten, alles vermeiden, wovon sich das Imagnäre der Beziehung nähren könnte..." . Das ist die Kunst dieses Blogs - Tegernsee hin oder her.

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0 E.R.Langen 13.02.2013, 12:41 Uhr

Ich hatte die Gegend am...

Ich hatte die Gegend am Tegernsee für idyllisch gehalten. Aber 20 k Menschen? Puh. Wenn man allerdings Google Earth bemüht, muss man dem Don glauben. Da ist der See eine Wanne - umstellt von Neubaugebieten und Gewerbeflächen. Natur findet woanders statt. Falls überhaupt. (Selbst die Binnenalster hat mehr Grün "um zu".)

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Am...

Am Zürisee: http://www.facultyaffairs.ethz.ch/

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0 hansgeier333 13.02.2013, 12:49 Uhr

Warum die Inselaffen kein...

Warum die Inselaffen kein Pferdefleisch futtern: http://www.youtube.com/watch?v=flFSHWhi8TQ

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0 Der Tiger 13.02.2013, 12:57 Uhr

@prince Matecki – Ich dachte...

@prince Matecki – Ich dachte so ginge es nur mir, weil ich deutsche Bücher in einer niederländischen Buchladen kaufe. Deswegen, unter anderem, habe ich mir längst abgewöhnt, Bücher zu kaufen, die im Feuilleton als interessant rezensiert werden. Stattdessen gehe ich in secondhand Läden. Die sind vollgepfropft mit Lesematerial und ich kann mich direkt überzeugen, ob ein Buch nicht nur dem FAZ Kritiker, sondern auch mir selbst so gut gefällt, dass ich es mir leiste. Darum bin ich halt nicht auf dem neusten intellektuellen Stand, aber langweilig ist es mir nie.

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Prima Text. Da stimmt doch mal...

Prima Text. Da stimmt doch mal wieder alles: Geld-Geiz-Gier

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0 Der Tiger 13.02.2013, 13:18 Uhr

@The Great Artiste -...

@The Great Artiste - betrifft: “Frauen kämpfen nicht für erotische Befriedigung (eh hoffnungslos bei DIESEN Männern???) sondern für Freiheit von männlicher sexueller Belästigung” …. Naja. Dafür habe ich tatsächlich nie gekämpft, das ließ ich von selbst ergeben (mit ein bisschen Charme natürlich). Wie man als Frau Männer einwickelt, würde ich nie näher beschreiben, denn womöglich lesen meine eingewickelten Männer das. Das wäre konter-produktiv. Die meisten Männer wollen die Verführerrolle – soll man ihnen im Anblick des Gelingens auch ruhig zugestehen. . Was die berühmten sexuellen Belästigungen betrifft, kann ich nur bestätigen, was mir meine promovierte Mutter beigebracht hat: Eine elegant angezogene und sich entsprechend benehmende Dame zu belästigen, trauen sich die Brüderles nicht.

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@Vroni: "Industrielles...

@Vroni: "Industrielles Fleischerzeugen bedeutet IMMER Leid für Tiere." Hier möchte ich gerne widersprechen, denn das ist eine starke Vereinfachung. Auch industrielle Fleischproduktion bedeutet nicht mehr Leid für die Tiere - warum sollte es. In England gibt es große Schweinefarmen, bei denen die Schweine im freien Leben; das ist ganz sicher industrielle Produktion, aber für die Tiere bedeutet das wohl nicht mehr Leid als beim Bauern allein im Stall eingesperrt zu sein. Das Problem sind vielmehr die Rahmenbedingungen: der Verbraucher will Fleisch, das billig (also muß die Produktion so billig wie möglich erfolgen - und das verursacht leid) und lokal erzeugt (also karrt man die Tiere erst einmal über viele 100 km in ein anderes Land, denn der Schlachtort ist in diesem Fall wichtig) ist. Die Lösung ist einfach - weniger aber dafür besseres Fleisch essen. @homobulla: "Der Welthunger" Der Welthunger ist durchaus ein Problem, denn wenn alle Menschen sich den Luxus einer Lasagne aus Bio-Produkten leisten würden, wäre der Platz recht schnell recht eng. Der Preis ist dabei gar nicht so sehr das Problem, sondern andere Ressourcen wie Ackerflächen und Wasser. Eine Kuh, die auf der Weide steht, braucht nunmal erheblich mehr Platz als eine im Stall - und im Stall kann man zusätzlich die Wärme und Ausscheidungen sinnvoll (d.h. zur Energiegewinnung) nutzen. @Driver "Loben der Industrie" Es geht nicht darum die Industrie zu loben, sondern industrielle Herstellung (für mich zählen da auch Dinge wie Ställe, Agrochemikalien und Gentechnik dazu) von Nahrungsmitteln. Und ich bezweifle, daß wir 5 Milliarden Menschen ohne Probleme mit Bioqualität füttern können - das wird sogar in Europa nicht einfach.

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0 Takanohana 13.02.2013, 13:28 Uhr

Danke, lieber Don. Bislang...

Danke, lieber Don. Bislang habe ich mit äußerstem Vergnügen Ihren Blog gelesen und still genossen. Das aber, mit Verlaub, einer Ihrer stärksten Texte. So wie die Großkonzerne ihre Lieferanten knebeln und sich dann über die Qualtität bzw. deren Mängel beklagen, so jeder von uns, der das Beste zum kleinsten Preis erwartet. Im Übrigen, Gewinner oder Verlierer ist nicht zuletzt eine Frage des Stand- und Gesichtspunktes. Gemäß Ihres bajuwarischen Fussballnachbarn ist stets der Zweite schon der erste Verlierer, ob der Aufwand stets der Erste zu sein das lohnt...

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Lieber Great Artiste, Sie...

Lieber Great Artiste, Sie wollen ehrliche Antworten auf Ihre Fragen? Schon mal in Wiki unter 'Bonobos' nachgeschlagen?

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0 Thorsten Haupts 13.02.2013, 13:55 Uhr

@homobulla: ... Beim...

@homobulla: ... Beim Wettbewerb der absichtlichen Falschdarstellungen mache ich gerne mit: Das Verhungernlassen armer Menschen, immer schön biologisch-organisch, konkurriert in meinem Ranking mit dem Verhungernlassen durch Landreform, exemplarisches Beispiel die Ukraine 1932/1933. ... Jetzt geht´s gleich zwei Leuten besser, der Tag wird gut. ... Gruss, Thorsten Haupts

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I love Don A....

I love Don A.

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Lieber Don, diesen Artikel...

Lieber Don, diesen Artikel speichere ich mir ab, zum privaten Gebrauch, Sie formulieren so schön, was ich denke oder mir einbilde zu denken. Eine Anmerkung für die, die sich um die Ungleichheit sorgen: erst neulich wurde eine Studie veröffentlich (Name Quelle und ehrlich gesagt auch die genauen Zahlen vergessen), die für die DDR die gleichen Zahlen wie heute in D ermittelte: Ca. 10 % sind gleicher als die anderen, und 30 % ziemlich gleich, und ganz unten tummeln sich 10 % Habenichtse. Und dann fiel mir zum Essay folgendes chinesisches Gedicht ein, wie neulich in der "Zeit" zitiert, von Qu Yuan aus der Zeit der Streitenden Reiche: "Stillstand ist die letzte Hoffnung alles andere Verrat. In der Ferne das Rufen der Reiter Sie kommen nie an. Sie reiten geschwind und so emsig und sie reiten im Kreis."

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0 Anwaltsgattin 13.02.2013, 14:28 Uhr

Der Diskussion darf ich...

Der Diskussion darf ich vielleicht noch hinzufuegen: Die enorme Rolle globaler Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen, die hand in hand mit der Lebensmittelindustrie arbeiten und "Geschmacksloesungen" anbieten um den Verbraucher das Grosse Fressen zu ermoeglichen. Das grosse Kotzen bleibt demnach aus, weil alles "lecker" schmeckt. Und die dann, ich meine den globalplayer Symrise in Holzminden, auch noch mit dem deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet werden, weil sie ein paar Baeuerlein auf Sri Lanka die Vaniileschoten vergolden, die dort schon immer wuchsen, die Schoten...

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"warum soll ich in die City...

"warum soll ich in die City fahren, parken, durch die Buchhandlung stöbern, wenn ich das Ergebnis auch daheim mit Bestellung am Rechner haben kann?" . Solch schlichtes Faulheitsgeständnis hört man häufig. Als Entschuldigung dafür, dass man schlicht faul ist. Hackt's noch, Prinz (!) Matecki, o.s.ä. ?

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@ThorHa 1455 ich habe zwar...

@ThorHa 1455 ich habe zwar gelernt, daß die Leser im Forum gealtert und gebildet sind, möchte aber Ihren Beitrag ergänzen um: verantwortlich, Josef Wissarionowitsch Dschugaschwilii, geboren in Georgien und damals Chef der eUdSSR unter dem s-istischen Kampfnamen der Stählerne. Ukraine klingt nämlich zu harmlos. Allgemein empfehlen möchte ich das Schwarzbuch von Courtois

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0 homobulla 13.02.2013, 14:39 Uhr

@GuX Der cleverste...

@GuX Der cleverste Nutzniesser der Theorie: "Nur so kann der Hunger der Welt gestillt werden", den ich mal diese Argumentation ohne rot-zu-werden aussprechen hörte, war ein südamerikanischer Betreiber einer monströsen Antibioti..äh...Lachsfarm. Die Logik, warum dann die 8 Tonnen Sardinen, die er verfüttern muss, um 1 Tonne Lachs rauszubekommen, nicht direkt an die Hungernden gehen, erschloss sich mir nicht. Stattdessen sind von diesen Lachsfarmen ganze Küstenstriche verseucht und auf Jahrzehnte vergiftet. Und die durch die umgekippte Umwelt arbeitslosen Fischer der Region können jetzt ihre Netze fressen. . Bedauerlicher Einzelfall? Nein, das hat System. . Ich kann mich auch gleich weiteraufregen, z.B. über die subventionierte Hähnchenmast in der EU. Was glauben wir denn eigentlich, wo das hinkommt, was wir hier nicht essen wollen? Also Hälse, Rücken, Mägen, Flügel? Das wird zu großen Klumpen eingefroren und (zusammen mit unserem Elektroschrott) nach Afrika verschifft. Dort wird es zu Dumpingpreisen (ist ja EU-subventioniert) auf den Märkten verklappt. Wenn die ansässigen Kleinbauer-Hühnerzüchter dann ruiniert sind, werden die Preise (für das natürlich auch meist mit Samonellen verseuchte Fleisch - wer kann schon eine lückenlose Kühlkette nach Afrika garantieren, gerade bei diesen Preisen...) knackig angehoben. So geht das mit der "industriellen Nahrungsmittelversorgung der Welt". . Und wer es nicht glaubt: http://doku.me/huhner-wahnsinn-das-eiskalte-geschaft-mit-dem-geflugel/ . Es geht doch bei Bio- Regional- oder sonstiger vernünftiger Qualität nicht um meine persönliche Gesundheit, oder eine Marotte oder gar um Luxus, sondern um die Wahrnehmung dessen, was wir anrichten, wenn wir diese global organisierten Verbrecher mit unserer Billigfresserei bei ihren Machenschaften noch unterstützen und mit unseren sauer verdienten Penunsen gedankenlos dabei subventionieren, wie sie Teile der Welt zugrunderichten.

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0 colorcraze 13.02.2013, 15:29 Uhr

@Driver: das mit dem „wir...

@Driver: das mit dem „wir sind alle zu fett“ weise ich mit Empörrung zurück. Nein, ich bin NICHT fett, ich bin gertenschlank. Die Verfetteten und die, die es nicht sind, möchte ich denn schon auseinandergehalten haben. @homobulla: danke für Ihre Philippika, ich sehe das ähnlich. Zwar ist das auch nur ein Teilbereich der Realität, aber es ist eben so, daß, wenn man zu geizig ist, einen groß genugen Teil seines Einkommens für Essen auszugeben, zwangsläufig die Qualität des Angebots sinkt. (Ansonsten: Tegernsee autonom, naja, im Traum vielleicht.) - Aber die Darstellung mit dem Marketing, mit dem man die Verlierer tröstet, hat was. Trost heißt auf englisch ja comfort, und das Wort umfaßt durchaus die beiden Bedeutungen „Trost“ und „Komfort“. (Und „Trust“ soll mit „Trost“ verwandt sein, las ich neulich. Sehr eigenartig, was das für Hirnwindungen nach sich zieht. Der germanische Trost geht auf die Firma und die Rechtskonstruktion und der lateinische auf Möbel und Einrichtung, sozusagen.

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0 homobulla 13.02.2013, 15:47 Uhr

@ThorHa Was war das denn für...

@ThorHa Was war das denn für eine ukrainische Nebelkerze? ;-)

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@Geehrter Don, ich verneige...

@Geehrter Don, ich verneige mich vor dieser Generalabrechnung und stimme vollumfänglich zu. Erinnert mich hier und da an Houellebecq`s Karte und Gebiet. Die Kunst muß heute zurückstecken...... Es gibt meines Erachtens kein besseres Spiegelbild der Gesellschaft als solcherlei Anzeigen. Es ist zum Kotzen. Und wenn ich nur so einen Dreck einkaufen kann, werde ich halt zum Vegetarier. Wer braucht "Fleisch" von Tieren, die ein elendiges Dasein fristen, denen en passant die Eier abgeschnitten werden und dabei nicht umfallen können, obwohl sie es wollten - und dabei in ihrer eigen Scheiße ersaufen...... Wurde neben dieser Anzeige auch der Vodka für 4,99 beworben?

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0 The Great Artiste 13.02.2013, 15:56 Uhr

Es macht mich wirklich viel...

Es macht mich wirklich viel glücklicher, dass ich mich nicht über die Berührung des Menschen, der jeden Morgen mit mir aufwacht, nach einigen Jahren immer noch sehr freuen kann, als wenn ich wüsste, dass mein Schnitzel eine unbeschwerte Kindheit mit viel Matsch, Auslauf und Leckerli erlebt hätte. . Bei dem ganzen Bio, Vegan, NoSex kriegen wir irgendwie die Prioritäten durcheinander, als inkorporierte SchlechteGewissen auf zwei Beinen betreiben wir durch Symbolverzicht einen Ablasshandel an Karma-Punkten, aber lassen es dann an ganz anderer Ecke wieder richtig krachen, wenn es vielleicht um Karriere, Position der Kinder in der Hackordnung, Verträge, Sport geht. . Ich hätte als kleiner Junge sicher auch losgeheult wie Fliegeralarm, wenn ich auf einen Ponyhof geschleppt worden wäre, wo nach der Kutschfahrt dann Fohlenfilet mit Pilzen und Pommes auf den Tisch des dazugehörigen Gasthofs gekommen wäre. Wenn man aber weiss, dass bei der Produktion von Sportpferden ein gehöriger Teil an Ausschuss produziert wird, den man kaum als Mustangherden in die Bayerische Provinz entlassen kann - was soll man dann machen? Einen riesigen Pferdefriedhof? Da ist doch auffuttern besser als einbuddeln. . Traurig aber Wirklichkeit. Ich hab da immer noch ein etwas merkwürdiges Gefühl, aber schmecken tut das prima. . @muscat, tiger: Ich denke, wenn mich in jungen Jahren öfter mal eine (normal) attraktive Frau "nur" abgeschleppt hätte, statt von einigen guten Freundinnen immer wieder zu hören, dass Sex ja so etwas "ganz anderes" wäre, um sich dann mal wieder bei mir auszuheulen, dass das letzte verführende Testosteron-Torpedo auch mal wieder der letzte Heuler gewesen sei, wäre ich deutlich früher ein ausgeglichener Mensch geworden. Und bei Bonobos gehts ja laut Wikipedia auch nicht ganz fürchterlich zu...

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0 Black Beauty 13.02.2013, 16:07 Uhr

Das funktioniert genauso wie...

Das funktioniert genauso wie auf der Großbaustelle: In Schweden verschwinden jährlich 9000 Pferde, und in Lasagne taucht einhufiges Rindfleisch aus Rumänien oder sonstwoher auf. Nicht jeder hat einen Apfelbaum am Tegernsee, und -ja- ich nahm meinerseits schon Fleisch vom Discounter zu mir, allerdings kein gehacktes. Es wurde mir potenziell gefährliches Rindfleisch in UK serviert, sogar leckere Pferdesteaks in Brüssel, und was genau in diesen subventionierten Bücherregalen enthalten ist, weiss ja -bei Lichte betrachtet- auch niemand wirklich. Nunja, angesichts "privatisierter" Wasserversorgung, gerne auch genommen in Kombination mit "gedoptem" Schiefergas, ist es schön, wenigstens bei der Beschaffung von Lebensmitteln mitreden zu können. Freihandelszone ? À votre santé ! Aber: Man möge mich nicht falsch verstehen, Freiheit ist eines der höchsten Güter, und 'Wahlfreiheit' wird ja auch für jeden Blödsinn ins Feld geführt, igitur quidquid agis, prudenter agas et respice finem. http://www.skanskan.se/article/20130213/NYHETER/130219915/1007/-/9-000-hastar-forsvinner

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@homobulla, danke für Ihren...

@homobulla, danke für Ihren Kommentar. Ich hörte vor kurzer Zeit, daß letztlich ein Skandinavier oder besser Norweger hinter den Machenschaften im Südamerikanischen steckt, der sogar den WWF sponsort, der widerrum dessen Produkte bewertet.......Soweit man lesen konnte, ist die argentinische und chilenische Küste auf lange Zeit kontaminiert, damit unsereins den Lachs, ein ehemals Gourmetprodukt, für 8€/Kilo verschlingen kann: Lachs und Gambas satt o. ä. Texte.

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0 HansMeier555 13.02.2013, 16:11 Uhr

Eine Eigenschaft der...

Eine Eigenschaft der Lebensmittelproduktion ist, dass man sie nicht inderselben Weise nach China oder Honduras auslagern kann wie die Fertigung von Mikrochips oder Textilien. . Darum diese Skandale immer: man kann die Skelette nicht so gut auf anderen Kontinenten verbuddeln.

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@homobulla Ohne Fischfarmen...

@homobulla Ohne Fischfarmen wird die Überfischung nur zunehmen; und man sucht auch nach geeigneten Alternativen zum Füttern, allerdings ist das nicht so leicht. Aber genau hier spielt eben eine sinnvoll industrielle Herstellung eine Rolle; man kann Prozesse durchaus so steuern, daß es weder zu einer Verseuchung noch zu mangelnder Qualität kommt. Die sinnvollere Alternative, nämlich Verzicht, ist deutlich schwieriger durchzusetzen. Das andere angesprochene Thema, nämlich die reichlich sinnlosen Subventionen (und viele andere ordnungspolitische Maßnahmen) sind wieder eine andere Sache. Natürlich ist es Unsinn, Überproduktion zu subventionieren - aber das ist es auch, wenn es einen Familienbetrieb betrifft. Ein echter Markt wäre vielleicht sogar besser, weil dann durch die höheren Kosten für Produktion und Transport europäische Produkte nicht einfach in Entwicklungsländer abgeschoben werden können.

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The Great Artiste, ach was,...

The Great Artiste, ach was, Sie haben den Damen wahrscheinlich einfach nur kein gescheites Essen angeboten, sonst hätten die Sie sofort genommen. Aber Dosenravioli statt einer schönen dicken und reifen Ananas... das geht halt nicht. Mittlerweile stellen Sie es schlauer an (wie die Bonobos), vermute ich?

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0 Bassorider 13.02.2013, 16:18 Uhr

Beste Stadtlage. 200 Meter bis...

Beste Stadtlage. 200 Meter bis zum Bioladen. Die Überzeugungsradfahrer, die mich in meinen 132PS/Bj.1995 immer feindselig anschauen und sich natürlich für besser und Gewinnner halten, sind auch nur Verlierer. Sie frieren auf dem Rad in den Müllmannwesten über den häßlichen Jack W*****n-Jacken und den bescheuerten Styroporhelmchen auf dem Kopf. Mir ist warm und es sind 10 Minuten zum Job. Und ich kenne die Praktiken des Bioladens zu dem sie radeln. Wer Leute kennt weiß eben mehr. Der Inhaber ist vom Fundigrünen zum Gewinner geworden. Macht waschkorbweise Geld und zockt seine Mitarbeiter im übelsten Kapitalistenstil ab. Klasse war die Ostereieraktion. Mit "Naturfarben" bemalte ökologisch erzeugte Eier für die Kleinen, die im Fahrradanhänger angekarrt wurden. Die ökologisch wertvollen Presente stammten vom echten Discounter. Ein Gewinner hat eben nichts zu verschenken. Jede(r) wird halt beschi**en wie sie/er's braucht. Ein Hoch auf Lasagne, diese oder eben jene!

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0 astroklaus 13.02.2013, 16:33 Uhr

Ob's da einen Zusammenhang...

Ob's da einen Zusammenhang gibt? Ich habe eine Zeitlang in Frankreich in der "Provinz" gelebt, dort sah man wesentlich weniger dicke Autos als hier, aber die Lebensmittelpreise waren deutlich höher - und trotzdem (oder deswegen?) haben die Leute das bezahlt. Es ist dort auch ganz normal, auf dem Markt ungerupftes Geflügel zu bekommen, nicht nur die eingeschweißten nackten Eisklötze. Im großen Supermarkt gibt es natürlich auch eingeschweißtes Hackfleisch, aber selbst dort stammt das bei den besseren Läden nicht aus einer Fabrik irgendwo, sondern wird vor Ort produziert und abgepackt. Tendenziell tut man dort halt eher sich etwas Gutes anstatt das Geld in Statussymbole zu stecken - hier ist es eher umgekehrt. Dabei befürchte ich bei Vielen, daß sie gar nicht mehr wissen, wie denn gute Qualität aussähe oder wie es schmeckte. Daher ja auch die Inflation der Biosiegel, mit der die Prüfung dann wieder irgendeiner Institution überlassen wird. Nur - was sollen die denn prüfen außer irgendwelchen Äußerlichkeiten? Und da ist man dann schnell wieder bei Verfahrens- und Dokumentationsvorschriften, die für ein Kleinunternehmen wesentlich zu viel Aufwand bedeuten. Ein guter Bekannter meiner Eltern, ein kleiner Milchbauer mit ganz hervorragender Qualität hat nachgerechnet und ist zum Schluß gekommen, daß er bei jedem verkauften Liter draufzahlt und konsequenterweise umgesattelt. Wenn aber andererseits beim Vorstoß der Milchbauern, 40 Cent pro Liter zu fordern, sich der nächstbeste Politiker aufbläst und dann Buttersubventionen für die darob schwer gebeutelten HarzIV-ler fordert... Nun ja, Landwirte gibt's nur ein paar Prozent, Leute, die's gern noch etwas billiger hätten, dafür um so mehr...

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...

. http://www.youtube.com/watch?v=UH31DtLqktA&playnext=1&list=PL1A205E717089422F&feature=results_video . sexy

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0 Der Tiger 13.02.2013, 16:44 Uhr

@Great Artiste – wenn Sie...

@Great Artiste – wenn Sie mittlerweile ein ausgeglichener Mensch geworden sind, ist das doch völlig ausreichend. Dass man in jüngeren Jahren emotionaler ist, ist doch auch charmant. Da hat man später etwas, worüber man grinsen kann. Goethe soll ja auch schon über vierzig gewesen sein, bevor er seine echte große Liebe traf: „Eine Welt zwar bist du, o Rom; doch ohne die Liebe
 Wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom.“

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0 homobulla 13.02.2013, 16:50 Uhr

@nico Das ist der Strand des...

@nico Das ist der Strand des "Tegernsees", an dem wir alle sitzen: http://ziadhelmizitounvisual.blogspot.de/2011/05/photographing-exodus-juan-medina.html

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@Savall, natürlich...

@Savall, natürlich Übereinkunft. Spitzenqualität erwarten, sie wird ihm doch verkauft. Viele Begriffe sind ja überhaupt nicht qualitätsmäßig geschützt bzw. darf jeder Pferdemetzger - warum kein Pferdefleisch, wenn es nicht gerade für die Rennstrecke zurechtgespritzt wurde - seine Prdukte mit "Premium Qualität" bezeichenen. Das Pferd(chen) ist nur wie der gestrandete Wal sensibel besetzt, insbesondere bei den Jüngsten, man bildet zur Not Lichterketten. Es fehlt einfach ein Standard für Qualitätsbezeichnungen. Bespw. hat einer der Discountermafia sein Olivenöl stets als extra vergine bezeichnet, obwohl es nachgewiesenermaßen Lapant ist. Und Würste für 4€/Kilo werden als Premium dargeboten. Mit welcher Berechtigung? Weil vilelleicht die untergerührten Putzlappen aus 100% Baumwolle sind? Oder die Cuter täglich mit Amoniak gereinigt werden? Die reichsten in D sind die Handelsketten. Hahaha!

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Da moechte ich doch zu 15:31...

Da moechte ich doch zu 15:31 wegen des vorausgehenden Kommentars von pMatecki doch grummelnd einschreiten. Es ist der Markt, nichts anderes als der schnoede Markt der die Verflachung, Angebotsbeschraenkung und den Verkauf von Massenauflagen ermoeglicht. Der Markt ist der lesenwollende Mensch, orientierungslos durch die Welt mehr oder weniger geistiger Hochleistungen irrend. Warum irrt er? Jede Schule der Welt hat es bisher geschafft, das Vergnuegen am Buch wegzulehren. In dieses Vakuum springen die laut schreienden Buchbeschwaetzer, bekannt aus Presse, Funk und Fernsehen. Die Namen sind uns allen gelaeufig: der unsaegliche MRR, die Schnattergans aus Koeln, die feinsinnige Tante von 'Literaturen' (was fuer ein hochtrabender Titel), der Hinrichter mit der Muelltonne; all diese Leute verursachen die aufschwellende Stapelware auf den Ladentischen und letztendlich die staendige Nivellierung des Angebotes. Das hat gute Kritiken bekommen, denkt sich der Geisteskonsument und kauft den Schmarrn. Der Rest des verkaeuflichen bedruckten Papiers bleibt vorlaeufig unbeachtet. . In meiner Gegend auf der hoellaendischen Seite hat es niemals im Umkreis von 50 Km einen nur halbwegs qualifizierten Buchhaendler gegeben. Hinter der Grenze nach Deutschland einen Einzigen, betulich, von alter Schule; in den Regalen fand sich so mancher huebsche Ladenhueter, der sogar den Weg in mein verqualmtes Haus fand. Dann kam eine Kettengeschaeft, das Publikum war froh, nicht mehr zu suchen, denen wurde 'Qualitaetsliteratur' sprichwoertlich aufs Auge gedrueckt. Es war das Ende des stillen Schmoekerladens, dem ich so manchen Zufallsfund verdanke. Und damit endete auch das Abenteuer des Suchens und Findens. . Was ich damit sagen will, ist folgendes: Wer weiss, was er will, braucht nicht mehr zur Buchhaendlersgehilfin seiner stillen Liebe zu gehen, er kann ruhigen Gewissens das Amazonasbordell besuchen. Triebabfuhr. Aber der Reiz ist weg. Damit verschwinden auch die Zeiten, als man mal eben wegen des besonderen Engagements der Hilfskraft ein Pralinchen offerierte. Es hat also alles nichts mit Faulheit zu machen, sondern mit dem Niedergang des Sinnlichen in der Kultur. . Zum vorigen Blog, da wurde ja gewaltig genamegedropt. Gestern im Bett las ich etwas sehr senffaehiges: "Wussten sie z.B. dass sich Schopenhauer bei der Dosierung seiner Hegel-Beschimpfungen - "Hanswurst", "Afterphilosoph", "Bierwirtphysiognomie" usw.-juristisch beraten liess?" (Mit Dank an den alten Herrn Mentz, dessen Literaturempfehlungen ich allerdings auch nicht mehr folgen moechte.)

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Der Tiger, . ups - ein...

Der Tiger, . ups - ein bisschen etwas habe ich ihm verraten. . Ich habe heute eine Buddhistin gefragt, bzgl. ihrer Frage. (Verantwortung und so) So sagte: "Don't know, does it matter?" Ich sagte: "Yes, it does." Sie: "Maybe for you." . Ich find' die Buddhistin sexy.

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Ich als Gelegenheits-Koch...

Ich als Gelegenheits-Koch finde es schwierig, den Untergang des Abendlandes am billigen Hackfleisch festzumachen. 1,59 ist für mich kein Argument, weil ich Alleinesser bin und ich nie auf den Preis schaue, wenn ich das Zeugs aus der Tiefkühltruhe zerre. Ich meine aber, zuletzt einen deutlich höheren Preis dafür bezahlt zu haben. Letztlich ist es mir auch egal, weil - Alleinesser. Bei einer vierköpfigen Familie, wo Mutti schon morgens ein Kribbeln überfällt weil sie nicht weiß, mit was sie die hungrigen Mäuler nach der Rückkehr aus der Schule stopfen soll und zugleich daran denkt, daß sie in diesem Jahr noch so viel Knete sparen muß, damit ein Strandurlaub für alle drin ist, mag das anders aussehen. Hackfleisch ist - das habe ich als Gelegenheitskoch gelernt - so herrlich universell verwendbar. Es passt irgendwie zu allem. Zu Chilli, Spaghetti... Einfach rein damit in die Pfanne, anbraten, Gewürzmischung drüber - "Passt scho!" Das aus meiner Sicht mafiöse wenn auch gleichzeitig armselige Geschachere mit Lebensmitteln ist jedoch direkte Folge von EU-Subventionen. Klar kann die Fleischfabrik in Transsylvanien günstiger arbeiten als der Fleischermeister in Donauwörth. Das geht so nicht weiter. Dem Subventionskrempel muß ein Ende gesetzt werden.

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@astroklaus, bravo. Kein...

@astroklaus, bravo. Kein Franzose würde diesen Käse aus den Handelsketten hierzulande essen. Das Durchschnittsbewußtsein dort zu Lebensmitteln ist ein anderes. @GuX, die EU hat gerade einen guten Schritt gemacht und die Zurücksetzung des Beifanges vrboten. Zumeist ein Vielfaches des Objekts der Begierde. Wer sagt denn überhaupt, daß Mensch täglich Omega3 und Kotelets essen muß und was passiert mit dem Überhang? Am einfachsten zurück in den Cuter bei höherer Temperatur und feinerer Scheibe. Verzicht fängt beim Verbraucher, meine ich, an. Den braucht man nicht durchzusetzten. Wieso muß ein Metzger oder Bäcker ein derartiges Angebot haben? Meist ist die Antwort: weil es der Kunde wünscht. Ich nicht!

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0 Bruckbacher 13.02.2013, 17:37 Uhr

Heute ist Pizza-Tag ! "...

Heute ist Pizza-Tag ! " Formaggi & Pomodori" ,absolut vegetarisch dazu Bio-Johannisbeersaft,reine Südhanglage,von Hand gequetscht man gönnt sich ja sonst nix dem Pizza-Hersteller haben sie seinen Doktotitel noch nicht aberkannt das ist doch schon mal was so ein gebildeter Mensch könnte bestimmt eine Pferdefleisch-Pizza entwickeln nur muss dann natürlich auch drauf stehen was drin ist "Pizza cavallo" oder Pizza trakehna" oder "Pizza Fury" aber um an tierisches Eiweiß zu kommen bräuchte man keine Rinder oder Pferde somit auch keine Massentierhaltung und Quälerei Thoreau konnte,wie er selbst in "Walden"berichtet,eine gebratene Ratte mit bestem Appetit verspeisen Lucullus und Aspicius brachten sogar Eidechsen runter aufgrund dieser Leistung kennt man sie auch noch nach über 2000 Jahren so sehn Sieger aus!

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0 C. von Egern 13.02.2013, 17:52 Uhr

¡Gracias! Señor. Habe wieder...

¡Gracias! Señor. Habe wieder gerne mitgelesen, Und wieder vielen Dank an die Gäste, welche schneller formulieren, als ich meist denke. Hier am unteren Ende des wirklichen Tegernsees gibt es eine Filiale der Gebrüder A. Ich meine bisher noch keinen größeren A..i gesehen zu haben. Ich habe auch noch nie so viele SUVs von "Premiumherstellern" und "Edelsportwagen" vor einem Diskounter gesehen wie hier. Die wirklich Vermögenden wissen eben wie man vermögend wird und bleibt. Man sieht hier auch nicht wenige Pelzträgerinnen einkaufen. Ja, an der Südseite des Sees dürfen Pelze getragen werden. Niemand würde hier eine Dame in Nerz ansprühen, nicht eimal im A..i. Was ich als Einheimischer im A..i verloren hab? Ach,...ich kauf hier nur Toilettenpapier, hüstel. Ausserdem grenzt der Parkplatz direkt an ein Landschaftsschutz Gebiet. War übrigens lustig, wie am Vorabend der Eröffnung des L..ls in Tegernsee Süd unser A..i abbrannte. War aber laut der Ermittlungen nur Koinzidenz, kein Dallas. Nicht einmal Brandstifter gib es hier, es ist fast schon zu schön. Ich muß wohl bald dieses Idyll fliehen, da es hier zuwenig Angebote zur Beschäftigung meinerseits gibt. Sch.... Großstadtberuf. Aber ich komme wieder, zwecks der Natur und der lieben Verwandtschaft.

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Der Tiger, . sie heißt "So"....

Der Tiger, . sie heißt "So". Das ist ihr Name. . -------------------------------------- Ich esse kein Fleisch, seit meiner Kindheit. Man man sich verwesendes Fleisch ansieht, möchte man das nicht in seinem Körper haben. Mir schmeckt es auch nicht. Vor ein paar habe ich mal ausnahmsweise etwas Fleisch gegessen und musste mich danach mehrmals übergeben. Außerdem kaufe ich nach Möglichkeit nur in kleinen Bioläden und keine Massenware. Man kann sich vegetarisch sehr hochwertig und vielseitig ernähren. Alles nicht neu - ich wollte nur diesen Standpunkt vertreten. Ich vermisse nichts.

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0 Schorsch Wagner 13.02.2013, 18:00 Uhr

Chapeau Monsieur Don...

Chapeau Monsieur Don Alphonso, war die Woche für EINEN Tag in Garmisch. In der Klinik lagen Privatpatienten in 4-Bett Zimmern herum und beobachteten den roten Helikopter wie er frisches Fleisch mehrmals am Tag heranschweben liess. Sehen so Gewinner aus? Mir scheint, die Inflationierung sämtlicher Bereiche des Lebens ist in vollem Gange...

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Roß und Reiter in die/der...

Roß und Reiter in die/der Wurst.

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0 Booooster 13.02.2013, 18:00 Uhr

Der Verarbeiter in Frankreich...

Der Verarbeiter in Frankreich heißt Comigel. Man mag es comisch finden. Aber irgendwie muss ich immer an "Tricatel" denken... Geht das nur mir so? Irgendwie ist Luis de Funès immer noch aktuell.

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Man könnte natürlich auch...

Man könnte natürlich auch sagen: Was kann die TK-Lasagne dafür. Schmeckte man es, wenn Zebrafleisch oder das eines koreanischen Hundes drin wäre? So kann dann auch Analog-Käse dabei sein - sozusagen als alles überdeckendes Gratinat, denn danach sucht jetzt wohl keiner. In meiner WG-Zeit und auch später war Lasagne - vulgo Auflauf - immer etwas Handgemachtes. Solcherlei TK-Angebote gab es da noch nicht. Und Fleisch holte man beim Metzger. Aber da gab es auch noch keine CDS bei Banken und Riesterrenten. Insofern sollte man vor dem Gespräch mit dem Finanzoptimierer zunächst eine TK-Lasagne essen.

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Schön, daß es mir Roland...

Schön, daß es mir Roland Reuß gestattet vom Hackfleisch zur Werkausgabe zu kommen, ohne das Thema zu verlassen. Zur Einstimmung noch ein Zitat aus seinem letzten Büchlein "Ende der Hypnose - Vom Netz und zum Buch": "Klugscheißer: 'Das Buch ist doch nur eine gedruckte Datei.' Ein Baum ist doch nur Zellstoff, Mineralien und Chlorophyll, der Mensch ein Agglomerat von Eiweißen, Fett und Kohlehydraten. - Zwanzig Jahre 'Netz' und schon hat man verlernt, was eine Wesensbestimmung sein könnte." Und doch muten mich Don Alphonsos und Roland Reuß' Beiträge wie Paraphrasen zu Burkes "Reflections on the Revolution in France" an. Gut geschrieben, richtige Bemerkungen enthaltend, aber nicht mehr zeitgemäß. Der Geist ist aus der Flasche und läßt sich nicht mehr zurückzwängen. Das gilt in schöner Eintracht für Lebensmittel und Bücher. Denn der stationäre Buchhandel wurde nicht von Amazon, sondern von den Buchhandelsketten unterminiert. Ebenso wie die Lebensmittelhändler sich den Discountern anpassen mußten oder verschwanden. Meine Lieblingsbuchhandlungen verschwanden auf jeden Fall vor dem Internet und jegliche Umsatzbemühungen meinerseits konnten es nicht verhindern. Natürlich trauere ich diesen Schatzhöhlen nach. Eine gut geführte Buchhandlung ist sehr viel mehr als eine Ansammlung verkaufbaren Papiers. Aber diese Zeiten sind vorbei und werden nicht wiederkommen. Ich versuche also, dem ganzen etwas positives abzugewinnen. Bei Amazon ist es das Erschließen der Backlist. Wer noch aus früheren Zeiten den Schlagwortteil des KNO-Katalogs durchackern mußte, weiß wovon ich rede.

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0 Köstlich 13.02.2013, 19:12 Uhr

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0 perfekt!57 13.02.2013, 19:15 Uhr

so lange es nicht demnächst 2...

so lange es nicht demnächst 2 jutetüten werden, noch eine für über den kopf ... um überhaupt keine anderen mehr sehen zu müssen. weil nur noch einer am t-see lebt, und 80.020.00 woanders? smile. (warum auch wir gegen das vermummungsverbot sind? weil hier regel eins greift: du sollst nie sehschlitze in jutetüten schneiden! auch nicht bei nacht!) . wobei, so rotel-expeditionsreisen in die sahara sollen was haben. da schläft man zwar dann auch wie in einem sarg zwischen resopalwänden (pics bei rotel online, sieht fast etwas aus wie "großstadtjapan für arme"), aber das naturerlebnis tagsüber muss atemberaubend sein. und überall diese felszeichnungen, schließlich weiß man ja länsgt, dass ca. alle 20.000 jahre die erdachse kippt, und dann ist die sahara auf einmal über nacht wieer der reinste garten eden (und oberbayrische seen liegen unter hundert meter eis. aber dann sieht man sie ja auch nicht mehr. aber wie waren wir denn jetzt eigentlich darauf gekommen? ah-ja: in unserem zukünftigen saharaparadies gibt es natürlich auch wieder unsere exklusiven orte. nur nicht für alle.) http://www.rotel.de/reise-details.html?no_cache=1&tx_fecommuniacsreisedatenbank_pi1[communiacs_rrdb_id]=033%20&tx_fecommuniacsreisedatenbank_pi1[cat_index]=cat2013 http://www.rotel.de/rollendes-hotel/fahrzeuge.html . und die spannweite realexistierender möglichkeiten ist heute ja dankenswerterweise so groß: in einer kommunalka hatten wir leider auch noch nicht gehaust. kommt aber sicherlich auch noch. (wo ein wille ist, ist auch ein weg). es muss ja nicht gleich so aussehen: http://www.mdz-moskau.eu/zusammen-ist-man-weniger-allein/ "Als ich bei meinem Auszug mit meinem großen Koffer aus dem Treppenhaus auf die Straße trat, fielen mir Kuchenklumpen auf den Kopf" . alles echte künstler halt: http://www.google.de/imgres?hl=de&client=firefox-a&hs=IPO&sa=X&tbo=d&rls=org.mozilla:de:official&biw=1920&bih=976&tbm=isch&tbnid=mhALF4h-WFtAIM:&imgrefurl=http://maurovoloschin.blogspot.com/&docid=fY1kNGfdjSryTM&imgurl=http://2.bp.blogspot.com/--FirAAXxNv4/UPw2Yk9a4jI/AAAAAAAAAEw/mCyL7elinVw/s1600/kommunalka_familia.jpg&w=800&h=532&ei=seQbUZ_6Fon64QSyqIDwDg&zoom=1&iact=hc&vpx=970&vpy=291&dur=526&hovh=182&hovw=274&tx=144&ty=98&sig=101087987558753357240&page=1&tbnh=143&tbnw=219&start=0&ndsp=63&ved=1t:429,r:15,s:0,i:127 . (und uns also halten die leute immer die tür auf, egal, was wir anhaben, komisch nicht? oder wollten uns womöglich grundsätzlich enger dabei haben. aber auch das hat hier nichts verloren, wir bitten um nachsicht. wir danken also, dass er sich für uns alle immer soviel mühe gibt, danke!) (obwohl wir es nicht/kaum wert sind)

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0 E.R.Binvonhier 13.02.2013, 19:30 Uhr

...da blickt ja keiner mehr...

...da blickt ja keiner mehr durch! . Wende mich jetzt der Molekular-Küche zu. Perfekt angepasst an meine DNA.

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0 perfekt!57 13.02.2013, 19:33 Uhr

"Deshalb bin ich mir auch...

"Deshalb bin ich mir auch sicher, dass wir bald noch bessere Kontrollen zum Verbraucherschutz haben werden, die noch mehr kleine Familienbetriebe ruiniert." . wobei, die faz-kommantare zu diesem artikel hier behaupten das gegenteil: der us-vorstoß "als tronjanisches pferd, im dienste der 1% der us-vermögen" (zu denen auch don a. nicht gehört) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/amerika-und-eu-freihandelsvorstoss-trifft-auf-zustimmung-12074229.html . und was für gefährliche politische höchstunkorrektheiten unsere alten männer wie von sinnen aussprechen, angeblich: "Diese Betonung des „ganzen Herzens“ bedeute, sagte Benedikt, dass der Mensch, der sich zu Gott wende „im Denken und Fühlen, im Kern seiner Entscheidungen und bei der Auswahl seiner Taten völlig und radikal frei ist“ - so wie eben ein Papst, der sein Amt nicht mehr ausüben kann und will." http://www.faz.net/aktuell/politik/papst-ruecktritt/generalaudienz-benedikt-und-die-radikale-freiheit-12073209.html „Heiligkeit - Dank sei dir“: . mit der einstellung könnte er wohl auch kaum eine gemeinsame freihandelszone werden. . " Udo goldstein (goldi53) - 13.02.2013 19:30 Uhr Wer hat den "Vorteil"? Als Lektüre zu diesem Thema empfehle ich das aktuelle Buch von Stiglitz „Preis der Ungleichheit“ in dem er anhand von aktuellen Fakten nachweist, wie die Spaltung der amerikanischen Geslleschaft von der „1%-Elite“ mit substilsten Mitteln vorangetrieben wird. Dieses würde der EU in der einen oder anderen Form auch bei einer transatlantischen Freihandelszone mit den USA drohen.Also liebes EU-Parlament, aufgepasst, denn die Vorteile würden wieder nur bei sehr wenigen landen, die Nachteile aber wieder einmal bei der „normalen“ EU-Bevölkerung. . Jochen Breiske (jochenb...) - 13.02.2013 19:21 Uhr Was kommt danach? Aha. Eine Freihandelszone also.Sooo groß scheinen die Vorteile aber ja nicht zu sein. Dann hoffen wir mal, dass da nicht erneut viel mehr und vor allem: Viel mehr Ideologie nachgeschoben wird, will heisse, zwanghafte Political Correctness, Prüderie, Zero-Tolerance-Attitude bei jeder Bagatelle ... " . wir leben in interessanten zeiten. . wobei, wie ein wortrapunzel die sprechklagen runterlassen von den tegernzinnen alleine wird evtl. wirklich kaum helfen. man(n) müsste womöglich schon selber mannhaft in die pilitik gehen ... . aktiv werden, "nicht nur retter in der not schön aussehend herrlich und in freuden willkommen zu heißen wissen". . und wir mißtrauen den danaern, zumal wenn sie hoch verschuldet handelsgeschenke bringen. (was keine ablehnung an sich ist, sondern lediglich vorsicht) . wir werden also bald weniger verbraucherschutz haben, um die kleinen, soliden familienbetriebe zu ruinieren. aber einseitig im dienste der großunternehmen parteiisch einstufende und untersuchende kontrolleure dazu. . wobei, es muss ja nicht wieder gleich so wie früher kommen. normale europäische gymnasialbildung, man weiß: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dschungel (wozu unsere schule früher alles gut war, nicht?) (nicht bloß für eine sachbearbeiter-karriere bei klein & krämer ... .)

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0 perfekt!57 13.02.2013, 19:48 Uhr

wobei auch einzelne etwas...

wobei auch einzelne etwas beitragen können. also, das tv erinnerte kürzlich daran, welchen immensen einfluss richard wiggs auf das conorde-programm hatte. speziell wg. des überschallknalls. . http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Wiggs http://www.youtube.com/watch?v=QvpqSO4P7ng . "It is a popular misconception that the sonic boom occurs only at the moment a supersonic plane "breaks the sound barrier." In fact, the boom is a type of shock-wave, or pressure disturbance, caused by the movement of the plane through the air, much like the wave produced by the bow of a ship as it moves through water: just as the bow wave is produced for the entire journey of the ship, so the sonic shockwave occurs throughout the duration of a supersonic flight." . "In December 1970, the US Senate voted to prohibit commercial supersonic flights over the USA and to restrict SST noise levels at US airports. Sweden, Norway, the Netherlands, West Germany and Switzerland indicated that they would be unlikely to permit supersonic over-flying across their territories. Ireland had drafted legislation, and Canada prohibited supersonic over-flight. Faced with such opposition and restrictions on routes, the makers of Concorde persisted with plans to fly super-sonically over "sparsely populated" territories such as Africa and Australia. The British Aircraft Corporation's attitude was revealed in a comment, made public by Wiggs, by their Press Chief Charles Gardner, who dismissed the possibility of opposition since it would "only affect a bunch of old Abo's." (derogatorily referring to the Australian Aborigines)."

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0 perfekt!57 13.02.2013, 19:50 Uhr

"Deshalb bin ich mir auch...

"Deshalb bin ich mir auch sicher, dass wir bald noch bessere Kontrollen zum Verbraucherschutz haben werden, die noch mehr kleine Familienbetriebe ruiniert." . wobei, die faz-kommantare zu diesem artikel hier behaupten das gegenteil: der us-vorstoß "als tronjanisches pferd, im dienste der 1% der us-vermögen" (zu denen auch don a. nicht gehört) http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/amerika-und-eu-freihandelsvorstoss-trifft-auf-zustimmung-12074229.html . und was für gefährliche politische höchstunkorrektheiten unsere alten männer wie von sinnen aussprechen, angeblich: "Diese Betonung des „ganzen Herzens“ bedeute, sagte Benedikt, dass der Mensch, der sich zu Gott wende „im Denken und Fühlen, im Kern seiner Entscheidungen und bei der Auswahl seiner Taten völlig und radikal frei ist“ - so wie eben ein Papst, der sein Amt nicht mehr ausüben kann und will." http://www.faz.net/aktuell/politik/papst-ruecktritt/generalaudienz-benedikt-und-die-radikale-freiheit-12073209.html „Heiligkeit - Dank sei dir“: . mit der einstellung könnte er wohl auch kaum eine gemeinsame freihandelszone werden. . " Udo goldstein (goldi53) - 13.02.2013 19:30 Uhr Wer hat den "Vorteil"? Als Lektüre zu diesem Thema empfehle ich das aktuelle Buch von Stiglitz „Preis der Ungleichheit“ in dem er anhand von aktuellen Fakten nachweist, wie die Spaltung der amerikanischen Geslleschaft von der „1%-Elite“ mit substilsten Mitteln vorangetrieben wird. Dieses würde der EU in der einen oder anderen Form auch bei einer transatlantischen Freihandelszone mit den USA drohen.Also liebes EU-Parlament, aufgepasst, denn die Vorteile würden wieder nur bei sehr wenigen landen, die Nachteile aber wieder einmal bei der „normalen“ EU-Bevölkerung. . Jochen Breiske (jochenb...) - 13.02.2013 19:21 Uhr Was kommt danach? Aha. Eine Freihandelszone also.Sooo groß scheinen die Vorteile aber ja nicht zu sein. Dann hoffen wir mal, dass da nicht erneut viel mehr und vor allem: Viel mehr Ideologie nachgeschoben wird, will heisse, zwanghafte Political Correctness, Prüderie, Zero-Tolerance-Attitude bei jeder Bagatelle ... " . wir leben in interessanten zeiten. . wobei, wie ein wortrapunzel die sprechklagen runterlassen von den tegernzinnen alleine wird evtl. wirklich kaum helfen. man(n) müsste womöglich schon selber mannhaft in die pilitik gehen ... . aktiv werden, "nicht nur retter in der not schön aussehend herrlich und in freuden willkommen zu heißen wissen". . und wir mißtrauen den danaern, zumal wenn sie hoch verschuldet handelsgeschenke bringen. (was keine ablehnung an sich ist, sondern lediglich vorsicht) . wir werden also bald weniger verbraucherschutz haben, um die kleinen, soliden familienbetriebe zu ruinieren. aber einseitig im dienste der großunternehmen parteiisch einstufende und untersuchende kontrolleure dazu. . wobei, es muss ja nicht wieder gleich so wie früher kommen. normale europäische gymnasialbildung, man weiß: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Dschungel (wozu unsere schule früher alles gut war, nicht?) (nicht bloß für eine sachbearbeiter-karriere bei klein & krämer ... .)

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0 perfekt!57 13.02.2013, 19:55 Uhr

wir bitten einmal mehr um...

wir bitten einmal mehr um nachsicht für zu hohen post-anteil in diesem moment. . hatten wir dies verlinkt, wie meinen es passt hierher, alles nicht neu, man muss die standards ggfls. auch mal wieder senken können, falls wir inzwischen objektiver weise schon längst überreglementiert wären: . "Zur Recherche hatte Sinclair sieben Wochen lang im Armour Trust, einer der größten Fleischfabriken Chicagos, gearbeitet. Nach dem Erscheinen des Buches sank der Absatz amerikanischer Fleischkonserven schlagartig, als man von den kriminellen Zuständen in den Schlachthöfen las. Arbeiter mit TBC hatten ins Fleisch gehustet. In Ermangelung von Toiletten und wegen der Akkordarbeit wurde ins Fleisch uriniert. Arbeiter fielen in Bottiche, ertranken und wurden eingedost. Letztere Behauptung des Autors konnte allerdings als einziger Punkt der ansonsten nachgewiesenen Missstände nicht belegt werden. Jack London nannte das Buch: „Onkel Toms Hütte der Lohnsklaverei.“ Die direkte Folge war ein neues Lebensmittelgesetz, gegen den Widerstand der Trusts. Verbessert wurde danach die Qualität der Fleischkonserven, nicht verbessert wurden die Bedingungen für die Arbeiter. Sinclair schrieb daraufhin: „Ich zielte auf das Herz und das Gewissen der Amerikaner, aber ich traf sie nur in den Bauch.“ . In seinem Stil erweist sich das Werk als Mischung einer drastischen Sozialreportage mit einer von manchen als eindimensional empfundenen Handlung, eine indirekte Quelle für die Strömungen der amerikanischen Sozialreformer zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Methoden der so genannten „muckraking novels“, also das Schmutz-Aufwühlen, den Schmutz der Großindustrie und der Hochfinanz zu recherchieren und kritisch an die Öffentlichkeit zu bringen, den Opportunismus, die Korruption, Bereicherung und Bestechung aufzudecken, dies hat Sinclair hier zum literarischen Prinzip ausgebaut."

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0 E.R.Binvonhier 13.02.2013, 19:56 Uhr

Werter Schorsch Wagner, eine...

Werter Schorsch Wagner, eine Inflationierung des Geldes ist ohne die Inflationierung sämtlicher Bereiche des Lebens nicht vorstellbar. . Da gibt es keine ' Chinese Walls' .

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0 perfekt!57 13.02.2013, 20:03 Uhr

wir bitten um nachlaß, es ist...

wir bitten um nachlaß, es ist die faz, und die faz ist gut. und wenn also nicht grad die faz, dann aber ihre leser sind es: . "Paul Hansen (PaulePa...) - 13.02.2013 19:57 Uhr Freihandel ist immer eine gute Idee - nur Dumping ueber Regellosigkeit vielleicht nicht so sehr... Nachtigall? Wenn das Agrarthema ausgeklammert wird, bleibt nicht mehr viel..... Und was ich befuerchte, wenn die es zur gegenseitigen Anerkennung von Standards kommt, dass dann das beruehmte "Rennen ins Niveaulose" stattfinden wird. Die EU hat in vielem die hoechsten Standards, und von denen sind viele noch schwach. Wollen wir wirklich "wild west" Regeleungsfreiheit? Es wird also sehr von den Details abhaengen, ob dieses Freihandelsabkommen eine gute Idee ist. . Torsten Krause (tkrause) - 13.02.2013 19:50 Uhr also Herr Schmid, ich will Ihre Euphorie nicht daempfen ... aber der Steuermichel wird sich nach alternativlosen Steuererhoehungen und Vermoegensbereinigungen nur noch den VW Golf leisten koennen ... der dann allerdings aus El Paso kommen wird; no Problem, der UP kommt ja schon heute aus der Slowakei und der Polo aus Spanien ... und den Rest der Flotte wird es nur noch bei VW of America und VW China geben." http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/amerika-und-eu-freihandelsvorstoss-trifft-auf-zustimmung-12074229.html

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0 perfekt!57 13.02.2013, 21:00 Uhr

das gerede von "autonom im...

das gerede von "autonom im tal" ist im grunde genommen natürlich als genau so klug anzusehen wie ein "autonom auf dem berge" - es sei denn, wir alle werden ja nicht müde, es laufend zu betonen, es hätte allerlei spielerische und freiwillige aspekte. . aber man schaue einmal hier, die ersten fünf minuten zumindest http://www.youtube.com/watch?v=LD_wUNb0cw8: jedem historiker ein greuel. wieviele hände mr. obama schütteln muss, für den preis der regierungsfähigkeit. denn ohne diese, für diese und durch diese alle kein regierungshandeln. was eine "pest", so ein leben - und was für einen hoher preis er also bezahlte, offensichtlich, nicht wahr? denn wollte sollte er selber seine bücher schreiben, seine kinder selber zur schule bringen, neben ihnen abends am tische zu sitzen, sie aufwachsen zu sehen und ihnen liebend zuzuhören, von ausflügen, erlebnissen und ereignissen, in alle der für die algemeinheit und an sie vergeudeten zeit? wo sich doch so viele hinzudrängten, es leicht noch besser zu können. das öffentliche amt. . also eine art es zu sehen, es so zu sehen: es gäbe evtl. auch andere, ja. . und don hat recht: die verkürzung der allgemeinheit auf arbeitstellen evtl. doch nicht alles. wir sind weiter und breiter. und wollen auch so sein und bleiben. . gleichzeitg will es nicht leicht fallen mal eine bild auf den schirm zu zaubern von diesen "grünen schelifen" - eine überraschende errungenschaft - und so positiv. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/obamas-state-of-the-union-wachstum-als-leitstern-12061212.html wg. "grassierende Waffengewalt" - da war unsere berichterstattung offensichtlich weit hinterher, nicht?

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0 E.R.Binvonhier 13.02.2013, 21:24 Uhr

Meine um 20:56 aufgestellte...

Meine um 20:56 aufgestellte Behauptung ist meinem tiefsten Glauben entsprungen. . "Wir sind Papst."

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0 donna laura 13.02.2013, 22:03 Uhr

lieber don, kaum zurück,...

lieber don, kaum zurück, schon blickt man in abgründe; ganz recht; so kann nicht nur die beschaffung von lebensmitteln und büchern zur auch sozialethischen distinktion beitragen, auch, s. ihre zeitungsabbildung, das schalten von scherzhaft gemeinten inseraten, insofern deren witz so mancher in seiner verzweiflung nicht mehr zu erkennen in der lage ist, was doch recht bezeichnend für die fazialpalmierende europa scheint. . in diesen zeiten gibt es für alles ein für und ein wider, denn seit man über geschmack streiten kann, tut man es auch. . eine der errungenschaften einer bürgerlich* geprägten gesellschaft mündet m.e. darin, dass man nicht nur wissen darf, was einem selbst mehr zusagt als anderes - und dies auch ungezwungen vor sich hinschnattern muss -, sondern dass man geschult durch handfestes halbwissen** sich als hilfsexperte fühlen darf, doch letztlich von professionellen experten (bsp. solar - methan - fracking; nebenerwerbsbauer - biobauer - tricatel; ein solcher experte weiss 'es', denkt er) geknechtet wird; so zumindest hat es hin und wieder den anschein. je weniger man tatsachlich wissen kann, umso mehr nimmt man wohl an, müsse man glauben und wohl fechten, um letztlich - als sieger dazustehen. . als sieger dastehen. nicht verlieren. recht haben. von oben herunter- äh: blöken. ihre diagnose ist da nicht ganz falsch, lieber don. ich denke, dass der strassenkampf sich in einer schwer zu formulierenden art und weise seit einigen jahren schon verschärft, gerade unter fremden; da wird mit blicken gemeuchelt, da laufen fussgänger, ohne sich umzusehen, oder eben mit triumphierendem blick ziemlich langsam auf die strasse, und dabei hätte man so oder so nicht einmal nicht gehalten, weil sich das eben so gehört. aber dann der blick!- dass man verlierer sei. naja. dabei liesse sich das anwenden von selbstverständlichkeiten wohl kaum als sieg bezeichnen. . eine anwendung einer gewissen differenzierungsfähigkeit erscheint m.e. allerdings nicht völlig sinnlos, anstatt stets jeden noch so dahergelaufenen zuzuloben, wie dies seit jahren in den sogenannten qualitätsmedien recht anschaulich zu betrachten ist, besonders devot in den als komödiantisch bezeichneten sendungen, wie auch in der erziehung. . dies erinnert nicht nur ein wenig an newsspeak und duckspeak, kulmierend im doubleplusgood. und was darunter bleibt, gilt dem narziss als kränkung des zombieichs. ein kunststück, dass die kritikfähigkeit - die fähigkeit zur stichhaltigen kritik und die fähigkeit, sich damit argumentativ (1. damit, 2. nicht wutschnaubend) auseinanderzusetzen - leidet. ----- * bürger? ach. tatsächlich doch? hüstel. ** denn was ist schon 'wissen' in zeiten, in denen wissensanteile sich zusammensetzen wie ein rasant wachsendes fliegenauge.

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0 donna laura 13.02.2013, 22:08 Uhr

man hat mir zugetragen, es...

man hat mir zugetragen, es gebe ein funktionierendes system der raschen buchbestellung, und sogar buchläden verfügen mittlerweile über telefon und sogar internetanschluss; weiterhin gibt es an universitäten in den verschiedensten fächern leselisten, die examinierte normativ betrachtet durchgearbeitet haben sollten. amazonien würde ich bestenfalls als reisende, nicht als bestellende beglücken, aber manch anderer kann sich anders kaum behelfen, doch, kind, bedenke die folllggenn. . das gestrige name dropping der grossen namen reizt; um beim thema zu bleiben, so lebt mea parvitas mit einem zwiespalt zwischen vermutlich hoffentlich einigermassen dankbaren wallachen auf der einen und der jagd im frühmorgendlich-dunstig- zartspinnwebigen hochsitz auf der anderen seite. das eine lebt, tot ist das andere.

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0 perfekt!57 13.02.2013, 22:10 Uhr

übrigens eine wenn man so...

übrigens eine wenn man so will alles in allem erstklassig "sozialdemokratische" rede(1) - obama spricht sogar offen von "klassenkampf" ("you can call this "class-warfare"") - was die anwendung gesellschaftlicher vernunft im hinblick auf die durchsetzung gerechter, also gleicher besteuerung eben nicht sei. die durchsetzung allgm. und gleicher besteuerung für die 98% der gesellschaft, die weniger als 250.000 brutto p.a. versteuerten, also das gebot der stunde www.youtube.com/watch?v=LD_wUNb0cw8 . 1- wobei sich obama einer masse/großen zahl von angelegenheiten widmen muss, die auf manche eigentlich wie selbstverständlichkeiten wirken (so dass er es eigentlich nicht müsste, wichtigeres zu tun hätte). aber so ist das nun einmal, wenn im laufe von jahrzehnten zu vieles ins arge kam und repariert werden muss (und bei einem präsidialsystem, welches für europäer manchmal eher wie die ausübung der handlungsvollmacht in einer firma mbh vorkommt, so eine gewisses vorurteil von außen womöglich). aber auch das halt altbekannt. . und also wir sind nicht papst. wir sind nicht mal blogger. wir sind überhaupt nicht. . und obama sprach also auch von nicht-gewinnern, nicht-siegern und all den anderen auf den vermutet ersten plätzen.

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0 colorcraze 13.02.2013, 22:42 Uhr

@donna laura: oh, bei der...

@donna laura: oh, bei der Kälte waren Sie auf der Jagd? Respekt. - Tschä, was man gegen die Wissensfragmentierung tun könnte, weiß ich auch nicht - nicht jeder kann 10 Jahre "bio", 10 Jahre "Gen" und 10 Jahre "gemischt" bauern, um vergleichen und die Erfahrungen verbinden zu können - zumal der Markt, einzige Quelle des nötigen Diridari, seine unerbittliche Fuchtel schwingt. Beispielsweise. - @perfekt: sind Sie eigentlich auch irgendwie buddhistisch angehaucht, daß Sie so gern Details sammeln?

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Passend zum...

Passend zum Gewinner-Verlierer-Thema ein kleiner Einspruch meinerseits. Natürlich ist es bequem und einfach, seine Bucheinkäufe über Amazon abzuwickeln, bei schneller Zustellung an den folgenden Tagen. Doch wer zahlt den Preis dafür und unter welchen Arbeitsbedingungen wird dies ermöglicht? . Gerade im ersten Programm den schockierenden Bericht "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" gesehen. Da werden zum Weihnachtsgeschäft Leiharbeiter aus ganz Europa angeworben, um dann nach der Anreise bei einer Leiharbeiter-Firma Trenkwalder zu landen, mit deutlich niedrigeren Löhnen. Sie werden in Ferienunterkünften auf engstem Raum untergebracht und mit überfüllten Bussen zu den einzelnen Amazon-Lagern transportiert. Da wird dann teilweise 15 Tage hintereinander gearbeitet, auch in der Nachtschicht. . Doch das Übelste ist eine von Amazon angeheuerte Security-Firma mit Namen H.E.S.S, deren Personal auch mit Thor-Steiner-Kaputzen auftritt und die Leiharbeiter ständig beobachtet, sei es in der Kantine oder in ihren Nachtquartieren. Das alles wird von deutschen Stellen geduldet, wer von den Leiharbeitern aufmuckt, kann seine Sachen packen, unter Aufsicht von H.E.S.S.-Security. Amazon, eine streng durchrationalisierte Firma, deren Arbeitswelt wir nie zu Gesicht bekommen, beim Klicken am heimatlichen PC, das ist wirklich ein trauriges Lehrstück aus dem Web. Sieht so die Zukunft des Online-Handels bei den Internet-Giganten aus? Werde meine nächsten Bucheinkäufe doch lieber in einer realen Buchhandlung tätigen, bin wirklich schockiert.

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Das Symbol, das an die Stelle...

Das Symbol, das an die Stelle tritt. Das Symbol als Platzhalter, als nächtliches Strandtuch am See. Das Symbol, das auf etwas anderes verweist: Auf ein Symbol, das auf ein Symbol, das auf ein Symbol, das... Das Leben als Symbol. Der Tod als Symbol. . You cannot leave the Nexus.

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...

. http://www.youtube.com/watch?v=bRVNvztrlR8 . happy

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Liebe Donna Laura, wundern Sie...

Liebe Donna Laura, wundern Sie sich nicht länger. Heißt es doch, Bürger kommt von Burg. Wer hat die schon! Sehen Sie!

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I'm using a nano modification...

I'm using a nano modification called hype resistence. It works very well. . I'm not a communist, satanist, nudist, buddhist, capitalist and I am not Papst. I'm just a kinky girl that writes strange comments. A bit lunancy maybe but sexy.

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Die Texte dieses Autors sind...

Die Texte dieses Autors sind Selbstvergewisserungen. In dem mantraartigen Wiederholen, als Tegernsee-Anrainer eine vermeintliche Elite darzustellen, wird zweierlei übergangen: Erstens unterschätzt der Autor kolossal den Wohlstand uns anderer Bundesbürger. Die meisten von uns leben ebenfalls völlig frei von materiellen Sorgen. Zum anderen haben wir unsere Quartiere ja nicht grundlos meist in Großstädten aufgeschlagen. Im Gegensatz zur Idylle ländlichen Lebens besuchen wir täglich Konzerte, Opern, Museen, Vernissagen und dürften in kultureller Bildung wohl eher voranstehen.

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Nachtrag zur...

Nachtrag zur H.E.S.S.-Security: War gerade auf deren rotbraunen Webseite, dort werden auch sogenannte Schießtermine angeboten: . "Ab sofort bietet unser Unternehmen ein Gäste Schießtraining für jeden der Interesse hat an. Folgende Waffen können geschossen werden: - Pistole Glock 17 / 19 (Kal. 9mm)- - Pistole Star PK 30 (Kal. 9mm)- - Revolver Weihrauch Hunter 3" (Kal. 38 Spez. / .357 Mag)- - Revolver Ruger 6" (Kal. .357 Mag)- - Büchse Repetierer offene Visierung (Kal. .22 lfb)- - Halbautomat mit Zielfernrohr (Kal. .22 lfb)- - GSG 5 (Nachbau MP 5K / Kal. .22lfb / je nach Verfügbarkeit)- - Glock 17 als MP - Umbau (Kal. 9mm / je nach Verfügbarkeit)- . - Schießbahngebühr pro Teilnehmer 10,00€" Der Link dazu lautet harmlos: . http://www.hess-security.de/gaste_schieben.html

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Lieber Don, ein starker...

Lieber Don, ein starker Beitrag, der - wie sich zeigt - viel Wirbel erzeugt. Als Marketing- und Werbemann kann ich dazu nur sagen: So ist es! Geiz ist geil, ich bin doch nicht blöd'! Ich will das beste zum kleinsten Preis, und der Staat soll gefälligst aufpassen, dass die Qualität super ist. Da beißt sich die Katz' in den Schwanz. Vroni: Leid für Tiere! Ob industrielle oder individuelle Tötung von Tieren, macht für mich keinen Unterschied: Abmurksen bleibt abmurksen. Buchhandel: Ich habe vor 30 Jahren den ersten Marketing- und Einkaufsverbund von Buchhandlungen in Deutschland auf die Beine gestellt - als Initiative gegen die aufkommenden Ketten. Nach wenigen Jahren habe ich die Gesellschaft wieder aufgelöst, weil viele Verlage uns blockiert haben und meine über 100 Buchhändler doch lieber individuell mit den Verlagen klüngeln wollten. Heute sind viele Buchhandlungen pleite, weil sie nicht geglaubt haben, dass eine Gruppe stärker ist als der einzelne Händler. Aber jetzt haben auch die Ketten schon Probleme...

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Wo die Versorgung mit...

Wo die Versorgung mit ausreichend Nahrungsmitteln das erste Menschenrecht geworden sein wird… . Die Ernährungsproblematik – und da gehört das Problem der Wasserversorgung mit dazu – ist ein wichtiges Indiz dafür, dass der Kapitalismus, das heißt: die Abhängigkeit der Welternährung vom Profitdenken, historisch an seine Grenzen gelangt ist. Wenigstens die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter Hunger oder Wassermangel, bzw. ist nicht ausreichend gesundheitlich versorgt. Und die andere Hälfte ist damit beschäftigt, sich vor einer solchen Katastrophe zu fürchten. Und das alles nur, damit eine kleine sog. Elite über die Alternativlosigkeit des Kapitalismus räsonieren, will heißen: sich dessen Vorteile sichern darf. Das Essen von Fleisch oder Fisch durch diese Minderheit – und ich bin kein Vegetarier oder Mitglied von Animal Peace/-Angels –, geht zu Lasten der Grundversorgung eben dieser Weltbevölkerung. So ganz nebenbei ist es ein Hauptgrund für die aktuelle Umweltkatastrophe. Ernährungsphysiologisch betrachtet ist Fleisch für den Menschen eher schädlich als nützlich, auf jeden Fall entbehrlich. Doch da Fleischessen u.a. auch ein Statussymbol ist, geht der Fleischkonsum in die Höhe. Man gönnt sich ja sonst nichts. . Ob als Schwein, Rind oder Pferd, oder als Fisch, ob industriell oder beim Metzger um die Ecke verpackt – selbstschlachtende Metzger gibt es ehe kaum noch –, oder ob als „Biofleisch“ gar, Tiere müssen aufhören Nahrungsmittel für den Menschen zu sein. Da es sich hier aber auch um liebgewordene Gewohnheiten eben dieser Menschen handelt, also quasi um eine „Kultur“, die der „Markt“ gerne pflegt, kann man nur bewusst und organisiert dagegen steuern, das heißt: eben dies nicht dem Markt überlassen. . Der Kapitalismus wird diese Gegenbewegung nicht organisieren. Im Gegenteil. Er betrachtet sie als Bedrohung, als Eingriff in die „Menschenrechte“, vermutlich. Denn offenbar ist es ein Recht Tiere zu töten. Die Gesellschaft des Menschen wird entweder lernen bewusst und planmäßig zu handeln, und das setzt die Aufhebung von Klassen wie die Abschaffung des Eigentums an Produktionsmitteln voraus, oder recht bald untergehen. Und wo die Versorgung mit ausreichend Nahrungsmitteln das erste Menschenrecht geworden ist, dort werden wir keine Fleischproduktion mehr vorfinden. Und das und nichts anderes sind die Lehren aus all diesen Lebensmittelskandalen.

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0 E.R.Binvonhier 14.02.2013, 01:34 Uhr

Perfekt!57@x, Lassen Sie es...

Perfekt!57@x, Lassen Sie es gut sein; Man darf sich doch noch an alte Schlagzeilen der Bild erinnern, besonders wenn diese so herausragend einen Trend abbilden.;)

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0 Duke Nukem 14.02.2013, 03:23 Uhr

Als tumber Simpel (aber...

Als tumber Simpel (aber praktisch begabt) lebe ich ganz unbedarft und vor allem convenient. Mein Leben als Underdog gestattet mir selten einen Blick über den Tellerrand und das Tragen von Scheuklappen hilft, Zumutungen aus dem näheren Umfeld zu vermeiden. Beim Einkauf interessiert mich der Preis, nicht die Provenienz, beim Verzehr nicht die Liste der Inhaltsstoffe, sondern der Geschmack. Der ist einfach, aber ich kenne nichts anderes. Den Blick aufs Tegernseer Tal neide ich keinem, denn ich bevorzuge den Blick auf mein megageiles 3D-Pixelwunder in Wandgröße (meiner 12 qm-Butze in Berl...'tuldigung, der Kapitale). Porneaux rules, Pastorale sucks. . Einfach ist es, ein zufriedenes und bequemes Leben zu führen, denn ich lebe in einer glücklichen Zeit, in der Vater Staat fürsorglich einem jeden Obdach gewährt, ihn kleidet und nährt, wärmt und, subtil aber konsequent erzieht, ein gutes Stimmviech zu sein. Muuuhhh! . Was bedeutet eigentlich Tittitainment? Neulich, an der Schlange vor Kasse des Diskounters meines Vertrauens, hörte ich zwei gepiercte Girlies darüber sprechen.

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0 Bruckbacher 14.02.2013, 05:44 Uhr

demnächst als...

demnächst als Schlagzeile: . "Bio-Mahlzeiten gegen Sex"

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0 donalphonso 14.02.2013, 06:01 Uhr

Der war gut....

Der war gut.

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0 HansMeier555 14.02.2013, 06:04 Uhr

Woraus sind eigentlich die...

Woraus sind eigentlich die Pferde gemacht?

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@ markus …und - wir haben...

@ markus …und - wir haben noch die möglichkeit, an jedem wochenende in die idylle ländlicher romantik einzufliegen. angesichts des von @ antagonist vorgestellten werbeclips zu tegernseer käse wäre hier zu fragen, ob die von don alphonso beschworene idylle wirklich so erstrebenswert ist, denn die lokale käse-werbung erschreckt wohl eher ästheten, kulturell gebildete und intelligente menschen und lässt auf jenen dort vorherrschenden sozialen hintergrund der vermeintlichen elite schließen, den ich schon länger beim lesen dieses blogs vermute: kleinbürgerliche träume vom großbürgertum solcher, die „etwas auf der hohen kante“ haben und sich nun über „die looser“ erheben, um sich erhaben dünken zu können. mögliche ironie des don alphonso in bezug auf solche gesellschaftspolitische positionierung kommt nicht „richtig rüber“ oder ist einfach zu bayerisch. gruß aus paris. :-)

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Beim Lesen der Epistel des...

Beim Lesen der Epistel des Dons würgte es mich. . Mir und meinen Geschwistern ist noch in Erinnerung, wie unser Vater an seinen Herrenabenden für seine Gäste Delikatessen mit Inbrunst zelebrierte: Bries! Nieren! Leber! Alles vom niedlichen Kälbchen! . Filet, welches fürchterlich stank, ließ bei ihm das Wasser im Mund zusammenlaufen… . Und dann…dann erzählten sie sich wieder und wieder, wie sie früher den Kitt aus den Fenstern fressen mussten.

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0 Tjalf Boris Prößdorf 14.02.2013, 06:39 Uhr

Hackfleischverordnung ... der...

Hackfleischverordnung ... der Metzger meines Vertrauens dreht das Hackfleisch nicht vor meinen Augen, sondern in der Kühlkammer durch den Wolf - weil die Verordnung einen gekühlten Fleischwolf verlangt. Eine Investition, die ein kleiner Betrieb nicht leisten kann. Warum verlangt die Verordnung das? Weil an der Fleischtheke im Supermarkt so viel Unfug passiert ist: da mußte die Verordnung halt mal an die Realität angepaßt werden. Und so werden die Mißbräuche der Großen immer schön in Strafen für die kleinen umgewandelt. Im Übrigen habe ich von meiner Tante ein Kochbuch geerbt, Marke „Ein Kuchen = Ein Dutzend Eier ...” — das enthält aber auch zwei Dutzend Seiten über die Kunst, verfälschte Lebensmittel zu erkennen. Da kann man in's Grübeln über die Vorteile industrieller Nahrungsmittel kommen — an denen stirbt man wenigstens nicht so schnell.

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Im Westen nichts...

Im Westen nichts Neues. ? ! Von Erich Maria Remarque. Das Buch zur Fastenzeit. Besonders für Ungläubige.

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Die Gewinner heute sind die...

Die Gewinner heute sind die Nestle-Aktionäre. Seit 1954 wurde jedes Jahr die Dividende erhöht, und heute von CHF1,95 auf 2,05.

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Here's a sexy joke: Two monks...

Here's a sexy joke: Two monks are walking in the monastery garden. One monk says to the other "All you ever talk about is sects, sects, sects".

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0 Tyler Durden Volland 14.02.2013, 08:22 Uhr

@Vroni Ich kann ihnen nur...

@Vroni Ich kann ihnen nur zustimmen, aber…. Wie oft haben wir in der Glotze Berichte gesehen die die Zustände in der Massentierhaltung zeigen? Und trotzdem gibt es selbst im gebildeten Deutschland aber-Millionen die dieses Zeug kaufen und fressen. Und trotzdem gibt es eine Regierung nach der anderen, die diesem Treiben auch in 2013 noch zusieht, und es gibt die aber-Millionen die nötig sind um solche Regierungen immer wieder an Macht zu bringen… „Animal's Angels“ mögen ihr persönliches Gewissen beruhigen, an der Sache ändern sie nichts. Solange der Besitzer einer solchen Tierfolter-Fabrik einmal im Jahr 100.000 Euro an seinen FDP/CDU/SPD Ortsverband spendet, anstatt um sein Leben zu fürchten, weil ihm ein militanter Tierschützer den Kopf wegschiessen könnte, solange wird sich nichts ändern. Erklären sie mir, warum sie „Animal's Angels“ unterstützen? @homobulla Ich dachte schon fast ich sei der Einzige dem aufgefallen ist, dass einige hier so tun, als die einzige Alternative zu diesem Schei$$ eine weltweites Biafra. Es wäre auch unserem Don anzuraten mal die gerade gerade gezeigten Dokus zum Lobbyismus in Brüssel und der Macht Verteilung dort etwas genauer zu betrachten bevor er solchen, bei ihm Gott-sei-Dank sehr selten vorkommenden Mist verzapft: „Deshalb bin ich mir auch sicher, dass wir bald noch bessere Kontrollen zum Verbraucherschutz haben werden, die noch mehr kleine Familienbetriebe ruiniert.“ Don: Die Regeln werden keineswegs für die Verbraucher gemacht, sondern um die Profite auch einiger der Anwohner am Tegernsee zu garantieren. Sagen sie bloss nicht, das wäre ihnen unbekannt? (Der Rest des heutigen Blogs ist natürlich wie immer völlig korrekt.)

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0 astroklaus 14.02.2013, 08:53 Uhr

Daß "gleiche" Vorschriften...

Daß "gleiche" Vorschriften für alle in den meisten Fällen dazu führen, daß die Großen einen weiteren Vorteil haben, sit leider nichts Neues. Man muß nicht (unbedingt) bei Marie Antoinette anfangen (Wer sich kein Brot kaufen kann, soll doch Brioche essen), aber schon vor etwa 30 Jahren beklagte sich mein Fahrradbauer, daß er jetzt mit seinem Ein-Mann-Betrieb etliche neue Buchhaltungsvorschriften erfüllen müsse, ohne aber einen Buchhalter bezahlen zu können. Und auch viele kleine Tankstellen sind an den Umweltschutzauflagen gescheitert, Autoverwerter und andere kleine Entsorgungsunternehmen dito. Als es noch keine "Wertstoffsammelhöfe" gab, fuhr noch der "Schrott-Paule" im Schrittempo durch den Ort mit einer Schelle. Nun ist alles staatlich geregelt und die Überwachung an irgendwelche Behörden delegiert. Funktioniert es deswegen nun wirklich besser? Klar, das Unfallauto beim Schrott-Paule, aus dem das restliche Öl in den Boden läuft, das gibt es nicht mehr. Dafür haben wir nun die Monster mit dem grünen Punkt, die offenbar außerordentlich gut verdienen - und den Rentner-Sheriff, der sich auch schon mal Prügeleien mit dem Nachbarn liefert, wenn der es etwa wagen sollte, die PE-Papier-Verpackung des Gammel-Hackfleischs nicht zu trennen und korrekt zu "entsorgen" (was für ein "schönes" Wort!)

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0 Thorsten Haupts 14.02.2013, 09:07 Uhr

@ Tjalf Boris Prößdorf -...

@ Tjalf Boris Prößdorf - verfälschte Lebensmittel: ... Irritieren Sie niemanden mit Fakten. Es ist den meisten Menschen nicht einmal mehr bekannt, wie viele Lebensmittelvergiftungen es in der vorindustriellen Lebensmittelzeit gegeben hat. Heute ist das die "gute alte Zeit", Industrie = böse, Denken beendet. Nur wenige Menschen wissen, dass wir mit unserer heutigen Darmflora die Ernährung des englischen Königshauses im 18. Jahrhundert vermutlich nicht überleben würden. ... Gruss, Thorsten Haupts

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0 Thorsten Haupts 14.02.2013, 09:16 Uhr

@Devin 08: ... Europa hat eine...

@Devin 08: ... Europa hat eine Fleischessertradition, genug Flächen für Vieh und gemessen an seinem Agrarland eine nicht zu grosse Bevölkerung für eventuelle Selbstversorgung. Warum wir damit für den Hunger auf der Welt verantwortlich sind, der in erster Linie einer zu schnell wachsenden Bevölkerung (zum Teil in agrarisch grenzwertigen Regionen) geschuldet ist, weiss ich nicht. Bin kein Neo-Marxist, nur die wissen alles. Was ich allerdings oberflächlich kenne ist z.B. das indische Problem. An sich genügend Lebensmittelerzeugung, aber durch vorindustrielle und vorsintflutliche Lagerungs-, und Transportbedingungen verderben davon bereits 1/3, bevor sie den Verbraucher überhaupt erreichen. Mehr Kapitalismus würde hier zu einer deutlich besseren Lebensmittelversorgung führen. Nur praktiziert Indien genau das, was uns die selbsternannten Ökologen und Nachhaltigkeitspropheten für Europa empfehlen - kleinteilige Erzeugung, kleinteilige Weiterverarbeitung, fast ausschliesslich lokale und unterkapitalisierte Handelsketten. Lokal, regional, nachhaltig. Als Ergebnis davon hungern Menschen ... ... Gruss, Thorsten Haupts

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fionn, abgesehen davon, dass...

fionn, abgesehen davon, dass die Aussage im zweiten Satz nicht stimmt... Was soll uns Ihr Hinweis sagen? Schauen wir uns vielleicht lieber mal zwei aktuelle Meldungen an: http://www.bloomberg.com/news/2013-02-14/nestle-reports-slowest-annual-sales-growth-in-three-years.html Gewinner sind bisher v.a. die "fat cats" gewesen, aber das hat nun womöglich bald ein Ende: http://www.bloomberg.com/news/2013-02-13/fat-cat-pay-makes-swiss-so-mad-ceo-salaries-facing-national-vote.html

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0 Thorsten Haupts 14.02.2013, 09:20 Uhr

@Savall -...

@Savall - Buchhandlungen: ... Völlig korrekte Beobachtung. Das Buchhändlersterben wurde durch Thalia, die Meyersche und andere sogenannte Vollsortimenterketten ausgelöst, deren Geschäftsmodell Amazon nur konsequent zu Ende geführt und mit den neuen Einkaufsmöglichkeiten des Digitalzeitalters verknüpft hat. ... Gruss, Thorsten Haupts

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0 prince Matecki 14.02.2013, 09:52 Uhr

Ich bin durchaus für...

Ich bin durchaus für Effektivität. Einkauf, von Lebensmitteln wie von Büchern, ist ein Ergebnis - orientierter Vorgang. Ich habe, als Single, neben dem Dienst und der Tätigkeit nebenbei in einer kath. Kirchengemeinde (am Spieltisch der Orgel) nicht beliebig viel Zeit dafür. Ich lese gern und höre gern Musik und spiele auch ( Cembalo, Orgel, Klavier und seit neuestem Bassgambe). Dafür muss man üben ("Üben hilft" meinte meine Klavierlehrerin in den prähistorischen 60ern), auch das kostet Zeit. Ich kaufe dort wo ich erwarte, dass meine Qualitäts- und Preiserwartungen erfüllt werden. Wenn es am Samstag nach dem Einkauf schnell gehen muss schrecke ich auch zuweilen vor Tiefkühl - Convenience Produkten nicht zurück, es gibt - auch ernährungsphysiologisch - schlimmeres als eine TK-Gemüsepfanne. . Bei Büchern folge ich einigen Rezensenten, die sicher nicht mainstream sind, so geriet ich etwa an Bücher von Paulus Hochgatterer oder ähnliche nicht heftig beworbene Sachen. Von einer guten Buchhandlung erwarte ich, dass Bücher die in 2 oder 3 von 4 Feuilletons folgender Zeitschriften besprochen sind, auch vorrätig sind: FAZ, Süddeutsche, Die Welt, NZZ. (Besonders die "Literarische Welt" am Samstag ist deutlich besser als der Ruf der Springer-Presse) Wenn Buchhandlungen aber weniger als 10 % solcher Bücher, die auf meiner Liste gelandet sind, auch da haben, dann wird das Ergebnis nicht erreicht. Insofern unterscheide ich mich von Menschen, die nicht primär das Ergebnis, sondern das Erlebnis eines Stöberns in der Buchhandlung anstreben. (Ich vermute, dass man Lebensmittelkauf im Alltag deutlich stärker als Ergebnis - orientiert betrachtet, wenn man berufstätig ist) Nichts anderes wollte ich mit dem ersten Posting oben beschreiben. Da ich nebenbei als Pendler an den Wochenenden noch Fahrtzeiten verliere (auch wenn ich im Auto meist Musik höre) und meine "häusliche Logistik" auch noch nebenher läuft, mitsamt gestärkter und gebügelter Diensthemden, ist die Zeit für Stöbern ohne Ziel begrenzt. Allenfalls im Urlaub kann ich mir das leisten, dann fallen auch schon einmal ein paar schöne Pleiade Bände in den Korb, wie vor Jahren in einer sehr gut sortierten (frankophonen) Buchhandlung in Lausanne.

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Die Amazon-Reportage gibt es...

Die Amazon-Reportage gibt es jetzt in der ARD-Mediathek zu sehen und die FAZ bringt eine informative Frühkritik: . http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/ausgeliefert-leiharbeiter-bei-amazon?documentId=13402260 . http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/faz-net-fruehkritik/fruehkritik-leiharbeiter-bei-amazon-made-in-china-12080064.html . Beim Interview auf hr-online berichten die beiden Reporter Löbl und Onneken folgendes: . Irgendwann wurden wir auf das auffällig bullige Äußere der Männer aufmerksam, manche von ihnen trugen Jacken von "Thor Steinar", einer in der Szene beliebten Marke. Dann dieser Name: H.E.S.S. Security - wie der Name von Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß. Der Geschäftsführer der Firma zeigt sich auf Fotos im Internet mit verurteilten Rechtsextremen. . http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36094&key=standard_document_47527877

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0 HansMeier555 14.02.2013, 10:09 Uhr

Mir doch Wurst...

Mir doch Wurst

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0 Der Tiger 14.02.2013, 10:28 Uhr

Wenn ich so die diversen...

Wenn ich so die diversen Kommentare dieses Blogs lese, kann ich nur hoffen, dass sich die anscheinend dominante Meinung zu meinen Lebzeiten nicht durchsetzt. Ich finde nichts besser als ein gutes Steak mit einem Glas Rotwein. Für das Steak zahle ich einen guten Preis, aber dann schmeckt es mir auch besonders gut. Die übelste Zeit meines Lebens habe ich damit überlebt, dass ich jeden Mittag Steak gegessen habe. Denn wenn ich gut gegessen habe (natürlich nicht zu viel), habe ich immer gute Ideen. . Viele meiner Freunde sind Vegetarier. Aber solange sie mich mein Steak in Ruhe und ohne Vorwürfe essen lassen, bleiben sie meine Freunde. Dann koche ich auch vegetarisch … nur für Sie.

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zu 13. Februar 2013, 23:08,...

zu 13. Februar 2013, 23:08, stimmt, mindestens seit den mittleren 70ern. Neben dem Telefon stand ein Kaestchen in dieses tippte das Buchhaendlersfraeulein Bestellnummern ein. In der Nacht wurden diese Daten vom Grosshaendler telefonisch abgerufen. Am anderen Mittag stand der Transporter von LiBri vor dem Geschaeft: Mein Buch war da! . Es brauchte dafuer nicht Amazon. . Die Abschaffung des kiloschweren LiBri-Kataloges und die Umstellung auf CD's (mit dazugehoerigem Computer) machte den Damen und Herren der Branche schwer zu schaffen. Computer, dieses Teufelsspielzeug? Man besprenkelte die Ladentheke mit Druckerschwaerze gesegnetem Weihwasser, liess eine Priesterin von der Gruenen Kirche kommen (Latzhose, kein Parfum, Kernseife, leichtes Ziegenodeur). Es half nichts. Eines Tages war es da, dieses Ungetuem US-amerikanischen Herrschaftsanspruchs, bei dessen Gebrauch man sich absichtlich unbeholfen anstellte. . So schlich sich der leise Tod durch Realitaetsverweigerung in die netten, kleinen Buchhandlungen. . Zur selben Zeit in Paris bestaunte ich das Minitel-Geraet eines befreundeten Architekten. Deutschland war doch sehr hinter dem Mond. . http://de.wikipedia.org/wiki/Minitel

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0 hansgeier333 14.02.2013, 10:52 Uhr

Thorsten, die Engländer...

Thorsten, die Engländer können halt kein Pferdefleisch verdauen. Weissdochjeder.

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0 HansMeier555 14.02.2013, 10:53 Uhr

Solang sich der Esel...

Solang sich der Esel vegetarisch ernährt hat

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0 HansMeier555 14.02.2013, 10:55 Uhr

Die Redewendung kommt nicht...

Die Redewendung kommt nicht daher, dass die Wurst zwei Enden hat.

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0 Yog Sothoth, Esq. 14.02.2013, 11:44 Uhr

Wissenschaftler haben...

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Vegetarier auch zu einem großen Teil aus Fleisch bestehen! macht sie das nicht unglaubwürdig?

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Der Tiger Auch ich liebe...

Der Tiger Auch ich liebe Fleisch - und natürlich auch Fisch und Meeresfrüchte. Ein Essen OHNE ist kein gutes Essen für mich. Ich habe jedoch nichts gegen Vegetarier: Soll doch jede(r) essen was sie/er will. Gruß RoRo

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0 Thorsten Haupts 14.02.2013, 12:06 Uhr

@Der Tiger: Keine Sorge, zu...

@Der Tiger: Keine Sorge, zu Ihren (voraussichtlichen) Lebzeiten ganz sicher nicht. In Deutschland liegt der Vegetarieranteil (inkl. Veganer) bei 10% - und das ist schon die optimistische Schätzung des Interessenverbandes. Ein richtig gutes Steak aus einem Fleischrind ist etwas Feines, lassen Sie´s sich schmecken. Gruss, Thorsten Haupts

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0 Der Tiger 14.02.2013, 12:09 Uhr

@Prince Matecki – Einkaufen...

@Prince Matecki – Einkaufen braucht nicht nur dem Shopping Ergebnis zu dienen. Ich gehe vorzugsweise in Läden mit Bedienung. Mein Gemüsehändler namens Leo ist ein hochinteressanter Gesprächspartner. Ich gehe täglich zu Leo, damit ich weiß, was im Dorf gerade aktuell ist. Manchmal (eigentlich reichlich oft) sind auch andere interessante Gesprächspartner zufällig gleichzeitig im Laden. Die meisten scheinen mich zu kennen – ich sie aber nicht. Oft kommen die aus den hiesigen Botschaften. Leo kennt die meisten, denn er liefert Gemüse für die Botschafterpartys. Dann reden wir über Politik oder tun wenigstens so. Leo gibt die Stichworte. Leo hat auch einen Gehilfen, einen Lehrling im weiteren Sinne. Der ist schon fast so gut, dass er Leos politischen Gemüseladen eines Tages übernehmen kann. Ich werde in tatkräftig unterstützen.

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0 Der Tiger 14.02.2013, 12:12 Uhr

P.S. Leos Laden ist keine...

P.S. Leos Laden ist keine vegetarischer. In seiner köstlichen Erbsensuppe (nach dem Rezept seiner Mutter) schwimmen Speck- und Wurststücke – nicht zu viel und nicht zu wenig.

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Tyler "Und trotzdem gibt es...

Tyler "Und trotzdem gibt es selbst im gebildeten Deutschland aber-Millionen die dieses Zeug kaufen und fressen. " . Mahlzeit! Das ruft man doch noch zu Mittag in deutschen Kantinen. So ein Volk hat weder Ahnung vom Fressen, noch davon, wie man sich anredet. Ist also nicht weiter verwunderlich. Ein Mangel an Kultur und diese Art, sich zu ernähren. Das ist eins. Über die Esskultur der Briten lasse ich mich seit der Passage in Asterix auch sehr gerne aus. Noch viel schlimmer. Meine Englandbesuche waren geprägt von verzweifelter Suche nach guten indischen Restaurants dort. In Irland ähnliches: bin ich nur französisch essengegangen, wenn ich ESSEN wollte. . Und ja: Warum soll ich ausgerechnet IHNEN erklären, warum ich die Animal's Angels unterstütze? O my god, jemand, der eine gemeinnützige Organisation unterstützt, muss sich jetzt sogar erklären ... . Nur so viel: Es wäre unterlassenen Hilfeleistung, es nicht zu tun. Hoffentlich verdursten oder erfrieren Sie nicht irgendwann tagelang und voller Todesangst in einem viel zu engen, überfüllten Bus. Mit Nachfühlen und Empathie haben Sie es ja nicht so. Obwohl Sie wegen der ...... Deutschen vorgeben, überzeugt bei den viel freundlicheren Japanern zu leben.

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Leuts, viele schlaue Sprüche...

Leuts, viele schlaue Sprüche hier. Viele gute Beobachtungen. Worte wie Biafra, Effektivität, Preis, Lobby. . Irgendjemand, der mit der Kreatur Mitleid Hat? Nein? Ne? Dachte ich mir. Stützen halt: kalt, materiell eingestellt, lieber nur schlau reden, bloß nicht handeln, aber vom Rahm leben wollen.

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0 astroklaus 14.02.2013, 12:31 Uhr

@ prince Matecki: Ein Problem...

@ prince Matecki: Ein Problem für die kleineren Buchhandlungen ist aber auch, daß sie mit den Büchern aus Ihrer Rezensionsliste nicht annähernd soviel Umsatz machen wie mit dem bei den großen gleich am Eingang postierten Extra-Stand mit der "Spiegel-Bestsellerlste" oder ähnlichem. Der Unterschied in den Verkaufszahlen ist ganz enorm (wobei "oben" in die Millionen geht und "unten" noch nicht bei den Verkaufszahlen von Frau Unselds Büchern endet.) Außerdem sind viele Leute heute an "1-Klick-Bestellung" gewöhnt: als ich einmal bei einer kleinen Buchhandlung ein ziemlich exotisches Buch nachgefragt habe, schaute der Besitzer fast erstaunt, als ich ihm sagte, daß ich gerne am nächsten Tag wiederkäme, um es abzuholen. Vermutlich sind sonst etliche zur großen Kette im Stadtzentrum weitergegangen, in der Hoffnung, das Buch dort direkt zu bekommen. Dort wiederum habe ich vor Weihnachten erstaunt festgestellt, daß auch im dicksten Trubel die Beratungs- und Bestellplätze ziemlich verwaist waren. Offensichtlich hatten die meisten Leute schon genaue Vorstellungen - und die standen auf der Bestsellerliste (mit der sich die Kette natürlich schon reichlich eingedeckt hatte).

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0 The Great Artiste 14.02.2013, 12:35 Uhr

sects, sects, sects! Der war...

sects, sects, sects! Der war schön, Fionn. . @sambossa: da war ich nahe dran, einen ähnlichen Beitrag zu schreiben. Das ist wirklich Kapitalismus in seiner hässlichsten, gerade noch legalen Form. Ich kaufe eh nicht gerne im Internet (ausser in Notfällen, oder e-bay für internationale Raritäten) und fände es sehr amüsant, wenn der nach Radionachrichten losgetreten Shitstorm Konsequenzen hätte. . Anderes Thema: Wenn eine Reiterin sagt, sie esse kein Pferdefleisch, weil sie es "unfair" fände, kann ich das sehr gut respektieren - eine Katze streicheln, die andere süss sauer in die Pfanne schnetzeln, das geht nicht. . Aber kleine Ferkel und Kaninchen sind auch süss. . Wenn der Fleischkonsum deutlich zurückgänge aus einer Veränderung des Mainstream-Bewusstseins, würde ich das durchaus begrüssen, Vegetarisch essen hat eine Menge für sich. Aber ich hasse es, daraus eine Religion zu machen - man kann zum Beispiel ein gutes thailändisches Curry mit Kokossauce mit Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Möhren, Ingwer, Bambus- und Sojasprossen - und ein bisschen Schweinegeschnetzeltes oder Huhn machen - und reduziert seinen Fleischbedarf deutlich. Nachdem ich allerdings mal Hafer- und Sojamilch (bähh!) gekostet habe, wäre ich für vegane Ernährung erst recht nicht zu begeistern. . Und ich bleibe dabei: Weil wir uns zu oft zu besseren Menschen per Verzicht quälen wollen, weil wir uns schwer tun, unser Leben - so wie es ist- genau im Spiegel anzusehen, kämpfen wir tausende von Scheingefechten, bei denen wir von den Medien bereitwillig mit synthetischer Entrüstung gefüttert werden, um uns dann ein bisschen als Sieger zu fühlen. . Pferdefleisch, Brüderle, Umweltzonen, haben eine ganz andere Qualität als Amazon-Schweinereien oder Fracking, weil dass wirklich unserer Arbeitswelt und unseren Lebensgrundlagen an die Wäsche geht. .

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0 HansMeier555 14.02.2013, 13:12 Uhr

Sondern verweist auf den...

Sondern verweist auf den Inhalt

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Lieber Great...

Lieber Great Artiste, "Pferdefleisch, Brüderle, Umweltzonen, haben eine ganz andere Qualität als Amazon-Schweinereien oder Fracking, weil dass wirklich unserer Arbeitswelt und unseren Lebensgrundlagen an die Wäsche geht. . In Wirklichkeit geht einem doch ALLES ohne Gewichtung an die Wäsche. Weil es insgesamt zuviel ist. Es ist die Menge. Auch der relativ unwichtige Brüderle ist irgendwann einfach insgesamt zuviel. Mir persönlich war beispielsweise ja schon der v. und z. Guttenberg des Schlechten zuviel. Mir war schon der erste Dioxin-Ei-Skandal zu viel. (Irgendwer noch Erinnerung daran? Ne, nä.) Fracking ist dann auch nur eines von den vielen Dingen, die dermaßen zuviel sind, dass man seinen Ohren bei all der gängigen Umwelt-Arschlocherei nicht mehr trauen möchte. Hintergrund: Bin als Bauernkind aufgewachsen (bevor ich in den Status eines Arbeiter-/Handwerkerkinds in einer Kleinstadt gewechselt wurde). . Als Bauernkind auf dem Dorf isst man viel bessere Sachen: frische Butter, Milch warm direkt von der Kuh - habe die Oma deswegen immer früh um fünf abgepasst und machte Theater, kriegte ich keine mehr rechtzeitig, bevor sie an den Milchhof verkarrt wurde - und selbst gebackenes Brot. Eigene Wurst. Und ist auf der Gegenseite sehr früh schon einige Zumutungen gewöhnt, die ein Stadtkind nie sehen wird. Musste zum Beispiel als Vierjährige frisches Blut aus der Schlachtung rühren. Oder zusehen, wie man dem Huhn den Kopf abhackt. Seelische Grausamkeit an Kindern? Aber ja. Aber damals war das normal. Da kannte man die Worte KiTa, ADHS, Überbehütung noch nicht. . So wird Kind ans Schlachten und das harte Bauernleben konditioniert. Ich könnte heute - die Ausbildung vorausgesetzt - im Grunde locker den Beruf eines Chirurgen ausüben: bei Blut und Schnitten ins zuckende Fleisch fall ich nicht um. Herz-OPs im TV, kein Problem. Als Grafiker war mir der Umgang mit OP-Skalpellen und zuckendem Fix-o-gum-Geschmier vertraut. . Grad deswegen, aus dieser gnadenlosen Abhärtung heraus, will ich aber die schützen, die sich nicht schützen können, die sinnlos ohne jede Narkose für 1,49 das Pfund gequält werden und die daraus nie wieder aufwachen werden.

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0 Schluchten-Ossi 14.02.2013, 13:19 Uhr

Heute wurden zwei Bauernhöfe...

Heute wurden zwei Bauernhöfe im Silbertal wegen Rinder-Tbc gesperrt. Der Tegernsee ist im Vergleich zum Silbertal eine Zone der Schwerindustrie. . In Tirol, sozusagen in des geehrten Gastgebers Hinterhof, wenig ansehnlich wie manchmal gemeint wird, wurde das Wild, das seit dem dritten Reich einer "Hege und Pflege" seitens der Jägerschaft bedarf, letztes Jahr mit Nachtsichtgerät und Schalldämpfer durch das Heer erlegt - wegen der Tuberkulose. . Ich erbitte mir mit einer tiefen Verbeugung von Don Alphonso eine kurze kunstgeschichtliche Betrachtung über St. Veit´s Tanz oder St. Antonius´ Feuer. Danke auch für die bisherige Unterhaltung allen, die hier mitmachen. . PS: Stamme von Allesfressern ab. Notfalls wäre ich sehr wahrscheinlich Kannibale, weiß es aber nicht mit Sicherheit, habe bisher Glück gehabt.

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0 Der Tiger 14.02.2013, 13:36 Uhr

@Vroni – warum werden Sie...

@Vroni – warum werden Sie nicht gleich Vegi-angel. Mein Schnittlauch hat vielleicht auch eine Seele, die wehtut, wenn ich ihn abschneide. Aus der Tatsache, dass ich gerne Steak esse, können Sie nicht einfach schließen, dass ich der von Ihnen erwähnte Tierhaltung und –Schlachtung zustimme. . Mein Kater Leo fängt Mäuse. Das ist offensichtlich in seiner Natur und es schmeckt ihm. Er frisst auch gerne Fleisch vom Metzger. Beim Metzger im Dorf wissen sie schon, dass ich immer auch 200 gr Suppenfleisch für meinen Kater kaufe. . Ich weis nicht, ob es Gott gibt. Und ich weis nicht, wer immer uns erschaffen hat und was hinter der Idee des Leben steht. Aber offensichtlich ist das Aufessen von anderem Leben Voraussetzung von unserem Leben.

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0 The Great Artiste 14.02.2013, 13:43 Uhr

@Vroni: Kann ich gut...

@Vroni: Kann ich gut verstehen, ich würde den individuellen Einsatz nach individueller Entscheidung auch immer als völlig annerkennenswert respektieren, irgendwann ist es einem alles zuviel - man könnte wirklich den Tag mit "schreisse" schreien verbringen... Mir geht es vor allem um eine Medienlandschaft, die z.B. aus dem jetzt gefundenen Schmerzmittel(logisch) im Pferdefleisch die Riesengeschichte machen und nicht etwa die Berichterstattung benutzt, nachdenklich zu machen, wenn uns Pferde leid tun zum Schlachten, warum dann nicht süsse Ferkelchen? . Und um die persönliche Kraft, seinen Protest so zu bündeln, dass noch ein Leben übrig bleibt. Man kann nicht gegen alles sein. Aber wenn der Griff zum Lidl Hackfleisch mit ein bisschen mehr Gedanken und vielleicht etwas seltener erfolgt, ist ja schon was gewonnen. . Das Bewusstsein erhöht auch den Druck auf den Handel, mit Fleisch leidlich anständig umzugehen. Immerhin ist es meist logistisch gut betreut, nicht stundenlang - weil teuer- damit beim Biometzger offen in der Kühltheke Fliegen gefüttert, einige Bioläden haben so etwas Amateurhaftes. . Ich finde ihren Widerspruch zu meinem Statement einen wertvollen Beitrag aus einem anderen Blickwinkel - es geht ja nicht um piep, piep wir haben uns alle lieb, sondern darum dass unsere mainstream-Wirklichkeit sich in die bessere Richtung weiterentwickelt. Dass z. B. Arbeitsbedingungen wie bei Amazone auch bei Kaufentscheidungen berücksichtigt werden.

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Vroni, . das Leid der Tiere...

Vroni, . das Leid der Tiere belastet mich sehr und ich tue auch etwas dagegen, etwas in einer Organisation (und das nicht erst seit gestern) und ich handele und wähle auch dementsprechend.

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@Vroni: Kein Mitleid? Mitleid...

@Vroni: Kein Mitleid? Mitleid in der Tierhaltung ist etwas recht kompliziertes, denn man begeht sehr leicht den Fehler, die Haltung der Tiere zu sehr nach menschlichen Gesichtspunkten zu betrachten. Aus diesem Grund gehen die Ansichten zu artgerechter Haltung auch weit Auseinander und nicht alles, was dem Menschen als grausam erscheint ist es auch. Die einzige konsequente Haltung wäre, auf Tierprodukte ganz zu verzichten; sobald wir Tiere verwenden, greifen wir in ihr normales Leben ein und wissen letztendlich nicht, welche Auswirkungen das hat. Bitte nicht falsch verstehen - ich rede hier nicht von grausamen Arten der Tierhaltung, bei der sich die Tiere gegenseitig den Schwanz abbeißen oder kaum Platz zum stehen haben. Aber die Unklarheiten beginnen schon bei der Frage, wie man am besten Hühner, Schweine, etc hält. Ohne Menschen wie Sie/Dich, die sich für eine Verbesserung dieser Verhältnisse einsetzt, würde es diese Diskussion nicht geben, und daher halte ich diesen Einsatz für sehr wichtig. Andererseits gibt es aber kaum einfache Lösungen, die auch durchführbar sind.

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Dass die Medien jetzt so auf...

Dass die Medien jetzt so auf die "Das Pferdefleisch hat Medikamente, die für den Menchen schädlich sind"-Argumentation abfährt, ist auch wieder typisch. . Vor nix hat ja der 1,49-Hackfleisch-Konsument ja mehr Angst als vor ... ausgerechnet Schmerz-Medikamenten. Könnt einen Lachkrampf kriegen, diese scheinheilige, überempfindlich-zickige, hysterische Ego-Duselei: Noin, ieehh, Schmerzmedikamente! Skandal!! . Als wenn Billg-Fraß-Konsumenten vor lauter Billig-Hühnerfleischkonsum nicht längst schon voller Antibiotika wären. Man isst ja schon extra Fleisch, wenn die Grippe im Anmarsch ist, ned woahr, weil einem der Arzt das Antibiotikum nicht mehrverschreiben will. Höhö. Und als wenn unsere Flüsse, unser Grundwasser nicht schon längst voller ausgeschiedener Medikamente wären. Aber nein, die Medien in ihre Deutungshoheit haben den Hauptgrund entdeckt, weswegen man kein Pferdefleisch essen sollte. . Ich ess keins, weil es brunzlig schmeckt. (Es wurde mir einmal aufgedrängt, zu probieren, nie wieder.) Genauso Wild oder Eselsfleisch. Schmeckt nicht. Und das Schweinefleisch oder Rindfleisch heutzutage schmeckt auch nicht. Wässrig, lapprig, ohne Eigengeschmack (ja Fleisch hat Eigengeschmack, aber wer nie ein selbst aufgezogenes Schwein hatte, wird das nie wissen). . Da viele nicht einmal merken, dass eine solche Sache eigentlich nach gar nichts schmeckt, wundert mich der Erfolg der industriellen "Fertigung" nicht. Und der Erfolg der industriellen Fertigfraß-Panscherei auch nicht. . Man braucht tatsächlich fortgeschrittene Kochkünste Stufe III, aus so einem schlechten Stück was zu machen, dass man es essen kann ohne es wegwerfen zu müssen (was die bessere Option wäre). Viele junge Frauen kriegen das geschmackliche Hintunen nicht mehr hin. Dinge wie Röst-Geschmacksstoffe herstellen, Dinge wie Fond herstellen, wirklich richtig würzen, Fremdwörter. Also ist der Schritt zum künstlich mit Zucker und Glutamat "schmackhaft" gemachtem Convenience-Food nicht weit. Gerade Lasagne ist für viele junge Frauen schon nicht mehr handwerklich herstellbar. Allein die drei verschiedenen Soßen, die rein müssen. Und wie geht Béchamel-Soße nochmal? Sie wissen es nicht. Es ist ja so praktisch, etwas fertig Gekauftes in den Ofen zu schieben. Genau dafür hat man die 30.000,00-Euro-Bulthaup-Küche ja gekauft. Naja, man spart sich den Ganz zum Doktor, sich Schmerzmittel oder ein Antibiotikum verschreiben zu lassen.

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0 donna laura 14.02.2013, 13:50 Uhr

liebe colorcraze, danke für...

liebe colorcraze, danke für ihren zuspruch, auch wenn ich eigentlich nur aus schneereichen, unwirtlichen höhenlagen mit jagertee im angewärmten bauch und stöcken und langhölzern in den verfrorenen händen zurückkehrte. ob es jetzt minusgrade sind oder 5 grad, macht es schon fast nicht mehr aus; mir frostbeule und schlafmütze ist es eigentlich eher zu früh als zu kalt, aber so ist es eben. . ach, liebe Vroni, da haben sie recht. herzlosigkeit und gedankenlosigkeit. sie erinnern sich doch sicher, was man bereits zum thema einst darlegte; man kann doch nicht über jedes stöckchen springen, das einem hingehalten wird, und auch das wissen sie aus erfahrung wahrscheinlich wesentlich genauer als meine wenigkeit. ich schiesse tiere, auch weil ich der waldpflege und der schadensbegrenzung auf den feldern - und den weinbergen! sonst gäbe es deutlich weniger wein, aber mehr gut genährte wildsäue - wegen muss, zum anderen ist das fleisch wirklich gut (keine mast, auch wenn den viechern man ab und ab auslegeware anbietet, damit sie nicht hungern und darob erkranken), wenn man nicht gerade etwas recht betagtes erwischte (eintopf, tagelang, erst hohe, dann sehr lange niedrige temperatur) oder krankes erwischen musste. schlimm sind nur die begleiter, die mir, um mich zu schonen, die ganze zeit beim ausweiden dazwischengehen wollen, um selber metzeln zu dürfen. der blutgeruch ist schon nicht sonderlich ansprechend, aber man kann im leben kaum spiegelei braten, ohne eier zu brechen. . letztlich geht es doch wohl darum, den kreaturen ein relativ angenehmes leben zu bescheren, so es in der eigenen macht steht. verknüpfen könnte man die diskussion mit der haustierfrage, um die schwächeren gemüter vollends zu entnerven: tiere, die ohne den käufer gar nicht leben würden (gut, ausser mäusen, mardern oder katzen), die ohne ihn nicht in gefangenschaft leben würden; eine ziemliche verfügungsgewalt. . so, wie man kinder in die welt setzt und ihnen namen gibt; auch daraus entstehen zumeist ansprüche, und nicht die geringsten. . lieber The Great Artiste, moses, immanuel und louise sind ein paar zirkuspferde, die aufgrund verschiedener gebrechen nicht auf dem teller zwischen kraut und rüben, sondern wohl auf der halde des schlechten wissens und gewissens gelandet wären. . allerdings soll es auch reiterinnen geben, die pferdefleisch verzehren: vollrecycling. oder haben sie schon mal gesehen, wie jemand seinen abgewrackten wagen verspeist? . hm, wie wohl katze schmecken mag (laut berichten der famille aus kriegstagen soll es zuzeiten des öfteren kaninchen gegeben haben, allerdings ohne kopf und beine...) oder schwan; den gab es früher auch anlässlich grösserer gesellschaftlicher ereignisse. . in meinem leben verdanke ich pferden sehr vieles, vielleicht das wichtigste, doch dies darzulegen, muss entfallen, unterliefe es doch die gebotene diskretion. . alles in allem recht liebliche geschöpfe. vermutlich würde ich dennoch fast alles essen ausser hühnerkrallen, nacktmulle oder wasserkäfer and friends.

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0 donna laura 14.02.2013, 14:06 Uhr

(apropos süsses ferkelchen:...

(apropos süsses ferkelchen: http://www.ksta.de/debatte/kommentar-zum-rosenmontag-das-schwein-bestimmt-das-bewusstsein,15188012,21647396; ähem.)

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0 homobulla 14.02.2013, 14:18 Uhr

@Vroni "Die Welt ist kein...

@Vroni "Die Welt ist kein Machwerk und die Thiere kein Fabrikat zu unserem Gebrauch." "Das Tier ist im wesentlichen dasselbe wie der Mensch." Schopenhauer

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0 astroklaus 14.02.2013, 14:24 Uhr

Richtig zubereitete...

Richtig zubereitete Hühnerfüße sind wie französischer Käse: der Geschmack ist ganz wesentlich besser als die "Anmutung" (bei den Füßen der Anblick, beim Käse der Geruch - obwohl, der Lieblings-Ziegenkäse mußte für einen meiner französischen Kollegen schon *ganz* grün sein....

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0 donna laura 14.02.2013, 14:25 Uhr

liebe Vroni, leider sehe ich...

liebe Vroni, leider sehe ich mich gezwungen, ihnen zu widersprechen, doch gibt es durchaus fleisch, das schmeckt. es kostet eben ein wenig mehr. schade, dass ihnen wild und pferd nicht zusagt; wirklich gute qualität.

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0 homobulla 14.02.2013, 14:29 Uhr

@x :-) Das ist...

@x :-) Das ist sexy. . Empathie ist sexy

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donna laura, Sie verdanken...

donna laura, Sie verdanken Pferden "das Wichtigste"? Na, das lassen Sie Vroni mal besser nicht lesen. ;-)

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Lieber Great...

Lieber Great Artiste "....seinen Protest so zu bündeln, dass noch ein Leben übrig bleibt. Man kann nicht gegen alles sein." . Doch. Ich. Bin langsam gegen alles. Mein - dennoch gebündelter - Protest sieht so aus, dass ich einfach das tue, was mir von Mitteln und Zeit her zur Verfügung steht. . [Zur Zeit überlege ich mir, ob ich nicht den einen oder anderen nichtsnutzigen, da durch permanente Dumm-Änderungen sinnentleerten, Auftrag sausen lasse und mich lieber physisch vor Ort engagiere. Für eine gemeinnützige Organisation. Statt mich virtuell mit Leuten und Dummbratzen herumzuärgern, die es nicht wert sind. Lieber nur die Arbeit, das auch mich überzeugt. Quality Time now - statt als Zeichenmäuschen Augenschund herstellen und sich davon tagelang seelisch erholen müssen. . Stupide Buchhalterarbeit oder Herumstehen am Stand in der Kälte machen mir altem abgehärtetem Bauernkind deutlich weniger aus. Als dumme Texte, dumme Bilder und Auftraggeber, die darin noch herummurksen, alles vorgestern haben wollen, sich sich dennoch aufführen wie Rotz am Stiel, wenn's ans Zahlen geht. . Habe solche engstirnigen homo-oeconomicus-Leute insgesamt so satt, die unser Wirtschaftssystem so bestimmen, dass es so aussieht, wie es aussieht, und mit ihrem "Wer zahlt schafft an"-Gutsherrenton dazu noch zum Schlechteren zwingen. . War neulich auf einer Beerdigung von jemandem angeblich Christlichen, der sich zu Tode geraucht hat, wegen COPD frühpensionert, und seinen ältesten Sohn aber seit Jahren als Loser beschimpfte und sich vor dem Tod nicht mehr mit ihm versöhnt hatte. . Da kommt man ins Nachdenken, was das Gewinner-Zeugs eigentlich immer soll. Es schafft nur Leid. Auf dem Friedhof war genau in den 20 Minuten seiner Grabversenkung ein Schnee-Blizzard. Hat angefangen, als man den Sarg hintrug - war beendet, als der Sarg endlich im Grab war. Da war der Blizzard sekundenschnell vorbei. Honi soit.]

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0 colorcraze 14.02.2013, 14:44 Uhr

@sambossa: was Sie da...

@sambossa: was Sie da erzählen, überrascht nicht wirklich, denn in ähnlicher Art wurde das in der Industrie seit jeher gehandhabt. @RoRo: Tschä, wenn die auf Sie gehört hätten, hätten sies vielleicht noch 5 oder 10 Jahre länger gemacht. Aber gegen den ausgereiften, monopolischen Internetversandhandel (Amazon brauchte X Jahre in den Miesen, bis es dann richtig rund lief) ist nicht witklich anzukommen. @ThorHa 10:16: Ihren ersten Satz möchte ich ganz dick unterstreichen, und hinzufügen, das erstere kommt von letzterem: man kann es sich leisten, und es ist den örtlichen Gegebenheiten angepaßt. – Indien, so schreibt Braudel, sei, bevor es zeitenweise als Opfer der englischen Industrie gekrallt wurde, landwirtschaftlich enorm leistungsfähig und marktwirtschaftlich gewesen. Eine Obst- und Gemüsemode hätte die nächste gejagt, und die Bauern hatten die unpassenden Pflanzen schon ausgerissen und den Boden für die nächste Modepflanze schon vorbereitet, bis die Vorhut der Händler ankam und berichtete, was sie dieses Jahr einkaufen wollten. Sowohl Kommunikation wie Abdeckung des Bedarfs funktionierten wohl sehr gut. Vor vielleicht 3-500 Jahren.– Daß die zur Zeit noch ein paar mehr Straßen und etwas kräftigere Handelsketten brauchen könnten, haben sie wohl schon selber gemerkt; zumindest am Straßenbau sind sie dran. Sie habens schonmal gut hinbekommen, das werden die wieder hinbekommen. - In Indien gibt es traditionell wenig Fleischesser, dafür sind die mit den Pflanzen enorm diversifiziert. Vor ein paar Jahren gab es diesen Streit um den Niehm-Baum (auch Neem geschrieben, mit langem i ausgesprochen), als Konzerne den patentieren wollten und somit den kleinen Bauern an den Karren fahren, die die Früchte seit jeher als Insektengift verwenden. Einen Waschmittelbaum haben sie auch, von dem zerstößt man die Nüsse und tut sie ins Wasser, und bekommt davon eine wirksame Waschlauge. – Bei uns ist das alles Petrochemie, auch wenn das nicht sein müßte. In Italien gibt es z.B. seifenhaltiges Waschpulver, das gut riecht (vermutlich geraspelte Kernseife) – sowas bekommt man in D nirgends. Leider. Dabei wäre Seifenherstellung im Zeitalter des Rapsölüberflusses doch sicher kein Problem. Ansonsten erscheint mir weder die reine Kleinbäuerlichkeit noch die totale Industrialisierung als Optimum, es muß etwas dazwischen sein. – Was auch zu dem Thema „Verderb durch Transport- und Lagerungsprobleme“ gehört, sind die Verpackungen. Die sind in den letzten Jahrzehnten recht raffitückisch geworden, ich denke da gerade an die aufgeschnittene Salami in Schutzatmosphäre. @Vroni: Meine Mutter sah mal einen elendigen Tiertransport und war erschüttert, anscheinend hatte der Fahrer nicht die Zeit, die Viecher rechtzeitig zu tränken. Von daher: ja, da passiert Schindluder. Abstellen könnte man es wahrscheinlich aber nur durch dezentrale Schlachthöfe und eine Einschränkung des Handels mit Schlachttieren. Dann bräuchte es aber wieder funktionierende Kühlketten bis kurz vor den Kochtopf. Nach Amerika und China funktioniert das wahrscheinlich, nach Afrika nicht. - Was durch die Zentralisierung verändert wird, ist das Angebot an Teilen. Vom Hühnchen bekommen die Deutschen das Brustfilet, die Amerikaner die Flügel, die Chinesen die Füße und die Italiener die Schenkel, oder so ähnlich. Es wird nicht mehr das ganze Tier an einem Ort aufgegessen, so daß es einen Tag Kalbswade, den nächsten Leberle gibt. Stattdessen gibt es noch abgepackt Schnitzel, Hackfleisch und Rückensteak, und damit hat es sich.

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"... doch gibt es durchaus...

"... doch gibt es durchaus fleisch, das schmeckt. es kostet eben ein wenig mehr. . Sicher, liebe Donna Laura. Ab und zu ein grasgefüttertes Rind oder Schwein aus bäuerlicher Haltung. Stimme Ihnen zu. . Aber auch das muss ich immer weniger haben. Habe die orientalische Gemüseküche entdeckt. Auch die persische Küche ist nicht zu verachten. Selbst gemachte Falafel, nach ägyptischer oder israelischer Art, ein Traum. Ab und an mache ich auch noch eine echte chinesische Wan-Tan-Suppe Eigenbau mit Sake, aber das war es schon mit dem Fleisch (muss Hack rein , ieeh!!^^ oder Krabbenmet, noch mehr iieeeh!! versaute Krabben vollgepumpt mit Anitibiotika). Heute gibt es Schwammerln mit Semmelknödel. Das können die ganz junge Frauen ja nicht mehr richtig. Dass diese grad das alte bayerische Vegetarische kaum mehr können, gefällt mir mittelaltem Drachen ausnehmend gut. Verschafft mir ein Gefühl der regionalen Überlegenheit. :-)

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0 Matthias Mersch 14.02.2013, 14:46 Uhr

Habe gerade Hackfleisch aus...

Habe gerade Hackfleisch aus sehr dubioser Shanghaier Vorstadtquelle gegessen, dazu getrunken erstaunlich alkoholreichen Grauen Burgunder aus der Pfalz und La Veille Tour de Seguin angeblich aus dem Bordelais. Ob die Getränke die schädliche Wirkung des Fleisches aufheben oder potenzieren weiß ich nicht. Aber @prince Matecki, Ihre Haltung verstehe ich nicht: Wie Sie habe auch ich die vielleicht interessantesten Büchern zufällig im Buchregal beim Händler entdeckt, weshalb mir ein Buchversand niemals Ersatz für eine Buchhandlung aus der nichtvirtuellen Welt sein kann. Dass der Händler um die Ecke nicht das bevorratet, was man nach vorherigem Entschluss nach Hause tragen möchte, ist eine uralte Erfahrung, aber was hindert Sie daran, per Telefon zu bestellen und die "City" dann aufzusuchen, wenn Ihnen der Sinn nach menschlicher Gesellschaft steht und dabei en passant das Buch abzuholen? Eine Registrierung bei Amazon widerspricht meinem Sinn für Diskretion, einmal ganz abgesehen davon, dass dieser Betrieb Arbeitnehmerinteressen verhöhnt und sich zum Büttel staatlicher Zensurpraxis macht. Ein derartiges Geschäftsmodell sollte durch den Souverän König Kunde boykottiert werden.

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Tja, homobulla, der Schopi war...

Tja, homobulla, der Schopi war schon ein ganz Kluger. . [Auch seine Frauenfeindlichkeit find ich klasse. Mag ebenfalls wie er Tussen nicht. Die mit knallrosa Oktoberfest-Dirndl, Silikon-Balkon drüber, rosa Nagelkrallen - diese mit dem "man muss den Mann manipulieren, damit er pariert"-Geschwätz]

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0 colorcraze 14.02.2013, 14:58 Uhr

@homobulla: sie hatten mich...

@homobulla: sie hatten mich gerade schon ein klein wenig neugierig gemacht auf Schopenhauer. Aber nach diesen Zitaten ist es wieder vorbei. Er WILL das Geben und Nehmen einfach nicht verstehen. @GuX: Zum ersten Abschnitt sehr viel Zustimmung.

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0 colorcraze 14.02.2013, 15:08 Uhr

@Herr Mersch: bah, die...

@Herr Mersch: bah, die jahrhundertelange Erfahrung besagt, daß genug Alkohol (Wein) das Schlimmste abtötet. Ein Problem könnte allenfalls die kurze Kochzeit sein, die in China bei den meisten Gerichten üblich ist. @prince Matecki: daß Sie so musisch sind und mehrere Instrumente spielen, hätte ich nicht gedacht. Respekt!

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0 colorcraze 14.02.2013, 15:12 Uhr

@Herr Mersch: und mit dem...

@Herr Mersch: und mit dem Diskretionsargument haben Sie völlig recht. Das wird viel zuwenig beachtet.

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Lieber The Great...

Lieber The Great Artiste, "Dass z. B. Arbeitsbedingungen wie bei Amazone auch bei Kaufentscheidungen berücksichtigt werden." . Bei mir finden diese Sauereien schon Berücksichtigung, keine Angst. Kann mich erinnern, immerhin einen Film über Zalando, Amazon und Konsorten hierher verlinkt zu haben. Bei mindestens einem der beiden kann man als Arbeiter angeblich nicht einmal mehr in Ruhe sch... , ähm aufs Klo gehen. Das erzürnt mich als alte Gewerkschafterin (bin bei VER.DI) und alte Linke, die als Student in Fabrikhallen gejobbt hat, enorm. . Dem Menschen geht es also schon so wie dem Rinde auf dem Transporter. . . Einfach nicht mehr bei denen bestellen und den Politikern das Ding unterm Hintern heiß machen, ist das Gebot der Stunde. Bei Zalando fällt es mir nicht schwer, kann Schuhe bestellen eh nicht leiden - bei Amazon habe ich immerhin seitdem Arbeiterskandal meine neue Kreditkarte nicht mehr aktualisiert, öhm. . Bestelle, wenn überhaupt, fast nur noch bei privaten Marketplace-Anbietern. Am Ende des Jahres werde ich mich gänzlich von Amazon entwöhnt haben und der Amazon-Sucht insgesamt Good-Bye gesagt haben. (Ich mach das mit meinen Süchten immer so, diese Entprogrammierung in Schritten gelingt ganz gut.) . Update: Die Entwöhnung gelingt noch schneller, als ich dachte: Viele Marketplace-Teilnehmer stellen oft nur grottenschlechte, mangelhafte Rechnungen aus. Wenn überhaupt. Oft nur Lieferscheine mit nix drauf. Der glatte Wahnsinn, wenn es mal eine Betriebsprüfung geben sollte. In Zukunft wieder ab zum - hoffentlich noch vorhandenen Buchhändler - und ordentlich ausgestellte Rechnung. So ist der Status.

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