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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Die Zwangskollektivierung des Reichtums

| 66 Lesermeinungen

Lenin hätte seine Freude an diesen Pauschalurteilen: Wenn Amateursoziologen Klassengrenzen festlegen, werden alle feinen Unterschiede weggesäubert.

Ich kenne nur noch Deutsche!
Wilhelm II. Anno 1914

„Peinlich berührt“ umschreibt das Gefühl der inneren Ablehnung vielleicht am besten. Vermutlich ist das anerzogen, aber es überkommt mich, wenn ich manchmal die Klagen in der Presse lese, wir lebten in einer Gesellschaft des Neids und der Missgunst, die ihre Leistungsträger mit Füssen träte und sich daran ergötzte, wenn sie fallen. Zum Glück, aber mag es manchen scheinen, hat die Elite ja noch weitere heldenhafte Handlanger wie die auch in dieser Zeitung aufschlagenden Kommentar-Orks der AfD und die flinken Wiesel der FDP – naja, die ja wohl inzwischen eher gar nicht mehr – die nicht müde werden, für die Leistungsträger, Besserverdienenden und Bessergestellten zu kämpfen.

Mein privater Eindruck ist, dass es bei diesen Hilfstruppen drei Stadien der Entwicklung gibt. Zuerst die Neureichen-FDP-Larven, die sich etwas von dieser Welt erwarten und sich für eine Elite in den Kampf werfen, der sie gern bald angehören würden, so wie der junge Ritter, der den Drachen Sozialneid den Kopf abschlägt, oder das wenigstens behauptet, und so die Tochter des Königs erwirbt, von der er glaubt, er fände die im Umfeld der Jungen Liberalen. Dann ist da der Medienvertreter, der denkt, er müsste seine publizistische Macht für die Leute einbringen, deren Firmen ihm manchmal ein wenig Fingerfood und exklusiven Zugang zu Informationen am Kaminfeuer eines überteuerten Hotels zukommen lassen, ein Hotelmonstrum, das Investoren nur in die Landschaft klotzen, damit Ärzte- und Wirtschaftsverbände ihre Mitgliedsbeiträge darin verjubeln. Da sind sie auf dem Gipfel der Macht. Der ist, offen gesagt, aber eher niedrig, und dann geht es bergab in den Sumpf der Wütenden und Enttäuschten: Die JuLi-Gattin sorgte für eine teure Scheidung und mit der Karriere als Pressesprecher wurde es nichts, und jetzt machen sie eine Wutpartei und haben den – es ist ja nicht so, dass sie nicht auch mal richtig liegen – durchaus zutreffenden Eindruck, dass sie zu kurz gekommen sind.

Pardon, ich pauschalisiere. Das ist nicht nett, selbst wenn ich wirklich jemanden entfernt, sehr entfernt kenne, der erst als New Economy Gründer und in der FDP versuchte, es dann als Business-Experte auftrat und inzwischen bei der AfD auffällig wird. Mir persönlich geht es eigentlich recht gut, ich kann nicht klagen und habe auch nicht den Eindruck, übermässig in der öffentlichen Kritik zu stehen. Mir sind an keinem meiner Wohnorte bislang brandschatzende Mobs aufgefallen, Berlin ist weit weg und bei uns herrscht Vollbeschäftigung. Niemand diskriminiert mich hier, wenn ich die Petersburger Hängung als mein Ideal bezeichne, und darüber klage, dass mir langsam die Wand ausgeht. Das alles kann ich tun, ohne mich bedroht zu fühlen. Und dann kommt doch wieder so eine Person daher, schreit Zeter und Mordio und meint, mal wieder etwas für die vom Neid der Mehrheit verfolgten Elite schreiben zu müssen. Man sieht es ja an – und dann kommen Namen, die man allgemein kennt und die gerade vor irgendwelchen Gerichten um irgendwas streiten und sich die Schädel einschlagen.

Peinlich berührt ist da der richtige Begriff und „In die Zange genommen“ passt da auch, denn natürlich gibt es nicht „Die Elite“, die da von Unwohlgeborenen verteidigt wird. Diese Personengruppe, die über Herkunft und Besitz verfügt und laut diverser Untersuchungen nicht auf da Brennsuppn daheagschwumma ist und an Diridari hod, ist in sich gross, von Unterschieden gespalten und ganz sicher keine Einheit. Da gibt es welche, die sagen „Mir langt’s“ und andere, die sagen, unter dem Aston machen sie es nicht. Da gibt es welche, die zu Privatbanken gehen und andere, die bei der Bauernbank Genossenschaftler sind. Es gibt welche, die sich totackern und andere, die einfach nur gern den Sonnenuntergang am Tegernsee anschauen. Es gibt Entwicklungen und Reifeprozesse, Versagen und Lernen, es geht manchmal zu wie in Sodom und öfters wie im katholischen Internat. Der Besitz, nach dem man von aussen, von all den AfDMedienFDP-Krawallschachteln beurteilt wird, ist da gar nicht so bedeutend. Es geht nicht darum, ihn zu haben, sondern darum, was man aus dem Leben macht.

Ein paar der Reichen, über die man hierzulande wegen einiger Prozesse gerade spricht, wohnen oder wohnten am Tegernsee. In Haftung genommen fühle ich mich aber nicht von der Masse der Menschen – die ziehen friedlich an meiner Terrasse auf dem Heilklimawanderweg vorbei und erfreuen sich an den blumenreichen Bergwiesen – sondern von denen, die mich bei einer Gruppe einsortieren wollen, deren juristisch bekannt gewordene Vertreter unfreiwillig TV und Boulevardpresse beliefern. Und die vermutlich erwarten, dass wir uns nun zusammenrotten und ihre Zeitungen kaufen, ihre Parteien wählen oder sie wenigstens auf einen Tee einladen, wenn sie uns schon ungefragt so in die Öffentlichkeit zerren und mit Leuten verknüpfen, die uns gar nicht vorgestellt wurden.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass diese Zwangssolidarität immer dann erschaffen wird, wenn etwas nur so mittelgut gelaufen ist. Es wird Die Bankenfeindlichkeit beklagt, auch wenn ich Banken kenne, die sich in der Finanzkrise anders als Deutsche Bank und Hypo Real Estate verhalten haben. Es wird Die Fortschritts- und Technologiefeindlichkeit bejammert, nur wenn manche eine dritte Startbahn, einen Transrapid zum Flughafen, einen unterirdischen Bahnhof oder eine Stromtrasse verhindern. Es wird die Ablehnung Des Feminismus beklagt, auch wenn die Kritik erst aufkommt, wenn Aktivistinnen anderen „in die Fresse fisten“ wollen. Es wird die Abwendung von Den Piraten kritisiert, ohne zu erwähnen, dass deren unerfreuliche Extremisten Bürgerrechte als Vorwand für ihre eigene Agenda benutzen. Es wird pauschal über Kapitalismusfeinde hergezogen, nur wenn manche das Unfreiversklavenhandlungsabkommen (so heisst, das, glaube ich) mit den USA ablehnen.

Dabei bieten die letzten hundert Jahre genug Anschauungsmaterial, wie ungemütlich und unschön das kollektive Zusammenrotten hinter Fehlentscheidungen ausgehen kann. Erster Weltkrieg, serbischer Nationalismus, linke und rechte Kaderparteien, Nibelungentreue, kapitalgedeckte Rente in den USA, Vertuschung von Kindsmissbrauch in der Kirche – das alles ging nicht wirklich gut aus, und die Lasten trugen viele Gutgläubige, die damit eigentlich gar nichts zu tun hatten. Es wird vieles über die besseren Kreise in diesem Land erzählt, und über ihre Privilegien: Die gibt es. Und eines der angenehmsten Privilegien ist es, dass man aus seiner Lebenssituation heraus keinen Grund hat, sich einem Kollektiv anzuschliessen, das einem nicht mehr bieten kann, als man ohnehin schon hat. Im Gegenzug will man nicht von anderen Kollektiven als Teil eines feindlichen Kollektivs erachtet werden.

Das heisst natürlich nicht, dass man für manche, ich sage mal, von Gerichten bisweilen missverstandene Formen der Traditionspflege wie Hausschwarzaufstocken oder steuerlich günstige Mietverträge mit Kindern kein besonderes Verständnis und Nachsicht hätte. Natürlich gibt es milieutypische Verhaltensweisen wie das nicht zu genaue Nachfragen über die Herkunft beim Kunst- oder Fondserwerb, die bei uns im milderen Lichte gesehen werden, selbst wenn die Mehrheit bei passender Gelegenheit deshalb Empörung zeigt. Und trotzdem kommt es immer auf den Einzelfall an und vor allem darauf, dass es am besten überhaupt keine Möglichkeit für irgendwelche Wichtigtuer wird, sich auf unsere Kosten zu profilieren. Vulgärsoziologie betreiben wir schon genug selbst, wenn es um die Frage der Schwiegertöchter geht, weitere Handreichungen und Gruppendynamiken möchte ich höflich dankend, aber bestimmt zurückweisen und der Chef des FC Bayern, bittschön, wohnt auch auf der anderen Seite vom See.

HINWEiS:

Bessere Kommentarmöglichkeiten wohnen vorläufig noch auf dem Kommentarblog.

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66 Lesermeinungen

  1. Titel eingeben
    Nein danke, kein Valium für mich! (Mariupol, Odessa).

  2. Was soll das sein?
    Satire? Dazu irgendwie zu langweilig und nicht wirklich aktuell.
    Sie kommen zu spät, Don.
    Zu spät um auf die FDP einzudreschen (die sind schon untergegangen), zu spät um auf Hoeness einzudreschen (Tip: Die Medien sind grade bei der Ukraine), zu spät um sich über die Banken aufzuregen (Occupy ist durch).

    Irgendwo so bei ungefähr der Hälfte des Manuskripts beschleicht einem der Gedanke grade eine unerhörte Zeitverschwendung zu begehen. Doch nicht nur sind die Minuten für immer weg, nein, irgendwie ist das Ganze so abartig, dass man sich zum Kommentar genötigt fühlt.

    • Zum Glük muss ich nicht jedem immer gefallen. Und andere Beiträge gibt es auch in Hülle und Fülle.

  3. Geschwafel
    So ein Geschwafel!

    • Es ist vollkommen absehbar gewesen, dass mit der ersten Kritik an der AfD hier auch grässere Mengen Empörter aufschlagen, die mit einem Satz sich zu übergeben belieben. Kleiner Hinweis: Ich sehe an den IPs, wer vohn Ihnen die Funktion hier zum Trollen missbraucht und lösche dann eben ohre Rücksicht. Solche Einzeiler wie da oben jedenfalls kommen hier auch nur einmal durch, ich versuche, angemessen höflich mit meinen Lesern umzugehen und wäre um ein gewisses Mass an Zurückhaltung sehr dankbar. Setze das aber notfalls auch mit anderen Mitteln durch, damit dies kein Schreiwettbewerb wird.

    • Heul doch.
      Text eingeben

    • Richtig
      Habe mir schon lange abgewöhnt, in diesem Geschwafel einen besonderen Sinn zu erkennen. Wegen der reißerischen Überschriften schaut man halt doch ab und zu mal wieder rein, um dann
      erneut dieselbe Feststellung zu machen: immer diese kokettierende Wahre-Werte-Bildung-alter Reichtum-Apologetik. Sie können das selbstverständlich zensieren. Daß nun aber eine zunehmende Anzahl von Lesern diesen Eindruck gewinnt, das liegt an Ihnen.

  4. Eigenwillig oder eigennützig?
    Es ist bemerkenswert, dass dieser Beitrag in der FAZ über das Thema balancierter Kapitalismus die Sense „Zwangskollektivierung“ ausfährt. Es ist damit zu rechnen, dass Kommentare wie dieser unter die Kategorie „Sozialneid“ fallen.
    Don Alphonso, schlafen Sie gut aber verpassen Sie nicht die soziale Revolution!

  5. Ich habe an dieser Stelle schon wirklich hervorragende Beiträge gelesen !
    Vermutlich hat jedoch jeder auch einmal schlechtere Tage. Allerdings verursacht das ständige Herumreiten auf der Tegernsee Romantik beim morgendlichen Frühstück einen starken Würgereiz. Noch ein paar solcher Beiträge und der Blog hat sich dann erledigt. Das dürfte sich auch bis Frankfurt herumsprechen.

    • Ich schreibe jetzt seit gut 16 Jahren Dinge in dieses Netz und von Anfang an fanden sich Leute, die mir meinen Niedrgang vorher sagten. Dass Frau Schickedanz, Herr Beisheim und Herr Hoeness hier wohnten und man in ihren Fällen auch grosses Aufheben um die Personen machte, ist nun mal so. Und dass die Debatten um diese Personen und Reiche in Deutschland gerne pauschalisierend gefahren werden: Mei. Darauf erlaube ich mir zu antworten. Wer es nicht mag, muss es nicht lesen. Wenn das eine Bestrafung sein soll: Bedaure, wir kennen uns ja nicht einmal.

    • Auch wenn es
      ein schlechter Beitrag sein sollte, ich finde ihn übrigens auch nicht besonders gelungen, dann muss man das eben unter „Meinungsfreiheit“ abtun. Das hat doch nichts damit zu tun dass man nun gleich den ganzen Blog in Frage stellt. Wie der Autor schon schreibt „…dass meine Ansichten ärgerlich sein können.“
      Das ist doch gut so, oder etwa nicht?

    • Das ist ein Angebot. Das ist das, was ich mache. Man kann es annehmen oder ablehnen oder idealerweise besser machen. Ich glaube aber nicht, dass ich hier wäre, wenn ich Lesern nach em Mund schreiben würde. Dass manche formalen Kriterien wie Stringenz nicht immer erfüllt sind, ist mir vollkommen bewusst und ich mache das gern so.

    • Neue
      Es fällt tatsächlich auf: ’ne Menge neue Namen als Kommentatoren. Und bisher alle negativ.

  6. Nein
    man muss nicht immer jedem gefallen. Aber der Artikel ist weder „Fisch noch Fleisch“ wie man so sagt. Es ist keine Position erkennbar und der Totenkopf unpassend würde ich mal sagen. Es hat keinen Bezug, es sei denn man will auf Stalin, Hitler oder Pol Pot anspielen, aber das vermisse ich. Ich habe auch keine finanziellen Sorgen aber solidarisiere mich eher mit denen, die nichts haben weil die Welt einfach ungerecht ist. Und die Leute die an Ihrem Haus am Tegernseee vorbeiwandern sind sicher nicht die „minderbemittelten“ Neider aus berlin oder dem Ruhrpott.

    • Äh – Stalin? Pol Pot? Was die Bildr für mich sagen ist, dass jede Form der Kollektivierung tödlich ist, sei es, dass man vor die Hunde geht, wie es oft genug war, indem man für eine schlechte Sache eingespannt wird. Abgesehen davon gibt es in diesem Blog kaum einen Beitrag, der Logisch und kunsequent aufgebaut ist. Einereits, weil ich nicht mehr als plaudern will und andererseits, weil das auch seine Berechtigung hat. Es ist halt anders. Dass es mitunter verstört, mag ja sein, aber auch damit kann ich leben.

    • Schön
      dass Sie plaudern wollen, aber es kommt doch eher auf Inhalte an. Kollektivierung hat es in dem Sinne nie gegeben, weder im tiefsten Kommunismus und schon garnicht im Kapitalismus. Vielleicht noch in der Steinzeit oder heute noch bei indogenen Gruppen im Urwald. Aber von jeher hat es immer eine Klassifizierung von denen da „Oben“ und denen da „Unten“ gegeben. Ich gehe mal davon aus dass Ihre Plauderei eher denen da „Oben“ gewidmet ist da die da „Unten“ damit nichts anfangen können. Und nochmal, die da so wanderlustig an Ihrem Grundstück am Tegernsee vorbeiwandern, sind sicherlich nicht diejenigen die als da „Unetn“ eingestuft werden wollen. Also eher selbstzufriedene Wohlstandsbürger die sich eher gedankenlos den Wonnen des Reichtums hingeben und für die da „Unten“ nur ein verächtliches „ach, die gibt es auch?“ übrig haben oder in sinnlosen Foren Beiträge über Schmarotzertum verbreiten, nicht berücksichtigend dass viele von diesen selbst von Steuergeldern leben und somit die eigentlichen Schmarotzer sind.
      Wahre Kollektivierung hat es in dem Sinne nie gegeben, will auch niemand (das würde ja bedeuten dass Alle gleich sind, von Merkel, Ackermann und Co. bis zum H4 Empfänger) und das hat es auch nicht unter Honecker, Stalin, Hiteler oder Pol Pot gegeben. Was es aber gibt ist eine Klassifizierung, und da sind wir wieder bei denen da „Oben“ und denen da „Unten“. Und damit es allen richtig schmackhaft gemacht werden kann gibt es eben die „Geissens, Feldbuschs und Co.“ damit der deutsche Michel seine „Brot und Spiele“ hat. Sehr zum Ergötzen derer da „Oben“ die sich über die Dummheit derer da „Unten“ kaputtlachen. Dass das Ganze aber einen politischen Hintergrund hat, „Brot und Spiele“ oder „Schmeisst Käse unters Volk, der Kaiser kommt“ , das übersehen Sie geflissentlich wenn Sie am frühen Morgen auf der Terrasse Ihren Kaffe schlürfen und dem lieben Herrgott danken dass Sie ein sorgenfreies Leben haben mit einem wunderschönen Panorama. Was für Sie die Alpen sind ist für mich eben der Hindukusch.

    • Nun ja, es ist nun mal ein Privileg dieses Blogs, die Ansichten von der angenehmen Seite des Lebens ganz ungeschminkt und ohne falsche Rücksichten zu bringen und das durchaus in diesem leicht unintelligenten Dahergerede, wie man es eben nun mal so macht. Das finden dann einige für dekadent und andere für rot-grün versifft und ich will eigentlich nur ein wenig offen plaudern. Es stimmt natürlich, schlechtere Kreise kommen hier kaum vor, aber das macht nichts, denn es gibt ja jede Menge andere Blogs und Autoren, die sich dauernd über soziale, sexistische, rassistische, genderöse oder sonstige Benachteiligung empören.

      Mir ist durchaus bewusst, dass meine Ansichten ärgerlich sein können. Aber so ist das nun mal.

    • Gut so
      Macht ja auch manchmal Sinn etwas sinnfrei vor sich hinzudenken. Aber in Ihrem Falle ist es eher dekadent als rot-grün versifft. Schlechtere Kreise kann man sicherlich anderswo kommentieren lassen wie in der BILD, wo man nicht über Schalke, Dortmund, Bayern und natürlich Hoeness hinausdenkt. Es sei denn es wird mal wieder das H4 Schmarotzertum angeprangert, was ja auch Teil der Politik ist um dem geneigten Bürger immer wieder mal aufzuzeigen dass es ja noch viel schlimmer kommen kann als wenn man als Lagerarbeiter oder Maurer, gut für Feministinnen auch die Verkäuferin, ausgebeutet wird und vor dem Monatsende schon nichts mehr in der Schatulle ist.

      Jeder, der eigene Ansichten vertritt, ist heuer ein Ärgernis für den anderen, sei es der Arbeitgeber, der Abgeordnete oder Minister (Merkel hat da ihre Erfahrungen), sogar der Dönerverkäufer wenn ich ihm sage dass sein Döner sch….. schmeckt. Aber anstatt etwas zu ändern werden die Leute ärgerlich. Neidgeselleschaft, der ich, gottseidank und 3 Kreuze, schon vor Jahren entkommen bin. Wenn Leute sagen, dann wandere doch aus, wirst schon sehen, ich habe es gemacht und brauche mich nicht um andere Leute Meinung kümmern. Wenn ich ärgerlich bin dann über mich selbst wenn ich einen Fehler mache, die anderen die nicht nach dem deutschen Selbstverständnis mit mir mitarbeiten, nehme ich zur Kenntnis. Ist halt so und im Job hat man halt seine Werkzeuge um sich abzusichern.

  7. AfDMedienFDP-Krawallschachteln
    In der (geistigen?) Dämmerung mag man freilich hinter jedem Busch „AfDMedienFDP-Krawallschachteln“ vermuten. Bricht wieder Tag an, blickt man aber unweigerlich in die häßliche Fratze der grün-rot versifften deutschen Medienwirklichkeit: Fast zwei Drittel der hierzulande tätigen Journalisten sympathisieren – nicht ganz überraschend – mit Grün oder Rot (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s-p-o-n-der-schwarze-kanal-warum-sind-so-viele-journalisten-links-a-895095.html) – und pushen ihre unausgegorenen Ideen gleichermaßen hemmungs- wie erbarmungslos.

    • Ich bin eigentlich recht ideologiefrei, dank Lebenserfahrung, und habe gegen so ziemloch alle Parteien schon geschrieben. Habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass Kleinparteien Unzufriedener die unangenehmste Gefolgschaft hat. Krawallmacher halt, die Wörter wie „versifft“ verwenden.

    • Im Übrigen bin ich bei der Europawahl in Südtirol und muss bald briefwählen. Und ich weiss beim besten Willen nicht, was ich ankreuzen soll. Nur, was ich auf keinen Fall ankreuzen will und das ist das meiste.

    • Pfui?
      Hoppla, hab‘ ich doch tatsächlich das Pfui-Wort „versifft“ verwendet (wahrscheinlich im Kontrast zu erkennbar sachorientierten Bezeichnungen wie „Neureichen-FDP-Larven“) und mich so klar als „Krawallmacher“ und „Unzufriedener“ positioniert. Das sind ja recht stringente Schlußfolgerungen, congrats.

    • Ich bin ein grosser Freund der Meinungsfreiheit im Internet und lasse vieles zu, was die FAZ selbst löschen würde, aber erwarten Sie nach dem Freischalten bitte kein verständnis, wenn Sie dann als Krawallmacher auffallen. Ich sehe jedenfalls nicht, wo diese Zeitung „versifft“ sein sollte und ich selbst, wenn wir das schon ansprchen wollen, habe Ansichten, die in kein Schema passen. Es gibt Punkte der Übereinstimmung mit vielen Parteien und trotzdem lehne ich diese Parteien als solche wegen ihrer Probleme ab. Mir geht es da wie vielen. Aber deshalb wird von denen noch lang nicht das Theater gemacht, das gemeinhin Piraten und Afd-Anhänger machen, wenn man deren Organisationen kritisch betrachtet. Wenn man will, dass es in den Kommentaren knallt, schreibt man über die AfD und löscht 80% der Kommentare, dann geht das so lala. Aber ich kenne wirklich keine anderen Parteien, deren Anhänger so empfindlich sind.

    • Deutsch
      Wir sprechen doch beide Deutsch? Ich wüßte nicht, daß ich die FAZ oder Sie persönlich als „versifft“ bezeichnet hätte (ruhig nochmal den Post lesen). Vielleicht sind ja Sie in wenig „empfindlich“?

    • Und die Frage, warum andere Parteien das irgendwie abkönnen, und die Kleinen nicht, finde ich schon auch interessant. Wie auch die Neigung solcher „Liberalen“ Parteien, dann bei der FAZ zu fordern, man möge mich entlassen. Diese Lust am persönlichen Schädigen, das ist wirklich eine Spezialität.

    • Titel eingeben
      Als ob die „Lust am persönlichen Schädigen“ ihr Zuhause in einer bestimmten politischen Ecke hätte. Wurden schon mal Teilnehmer einer Parteiveranstaltung z. B. der SPD oder CDU ‚offensiv abfotografiert‘? Waren es wirklich „Liberale“, die z. B. für Sarrazins Ausscheiden aus dem Vorstand der Deutschen Bundesbank gesorgt haben?

    • Ich kann hier nur für mich und meine Erfahrungen sprechen. Offensiv wurde meine Entlassung bislang nur von Piraten und AfD befordert, und was ich über die schriebm war im Vergleich zur CSU wirklich harmlos.

      Und es ist schon ein Unterschied, ob ich eine manchen unbequeme Haltung bei einer Zeitung habe, oder im Vorstand einer wichtigen Institution. Bei mir gehört das zum Berufsbild, bei der Bundesbank eher weniger. Abgesehen davon werden Sie bei mir keine Thesen finden, die auch nur in die Nähe dessen kommen, was diese Person da geschrieben hat.

    • Diese Person da
      Da bin ich mir ganz sicher. Herr Sarrazin ist jedenfalls kein 3/8-Gebildeter, wie viele seiner nicht selten mit Schaum vorm Maul auftretenden ‚Kritiker‘.

    • Das geht noch durch, einen anderen Kommentar eijer weiteren Person mit Unterstellungen habe ich jetzt gelöscht und das bleibt jetzt auch so. Also, reissen Sie sich zusammen, wenn Sie hier Ihre Zeit nicht vertun wollen.

    • Titel eingeben
      Hochinteressant, welche meiner Antworten Sie in der ‚Mobilversion‘ dieses Blogs löschen (z. B. jene, in der ich mich dagegen verwahre, Sie oder die FAZ „versifft“ genannt zu haben). Wenn Sie das übertreiben, bleibt nur noch ein langer Monolg übrig (aber vielleicht ist das ja beabsichtigt)…

    • Ich habe nur einen „Peter Pallaske“ gelöscht, sonst nichts. Wie die Mobilversion aussieht, kann ich nicht beurteilen. Wäre deshalb sehr dankbar um weniger schnelle Urteile.

    • Titel eingeben
      Da sind sie wieder. :-) All good in the hood.

    • Wie auch immer: Wenn Sie die ganze Presselandschaft oder Die Journalisten angehen, dann bezieht das natürlich auch die FAZ mit ein. Und wenn Sie auf so etwas beharren, finde ich offen gesagt einen Monolog gar nicht so schlimm. Sie sind hier Gast und genauso könnte ich vermuten, dass Ihr Auftritt hier angenehmere Zeitgenossen verscheucht. Ansonsten sind die Kommentare mein Privatvergnügen und ich möchte Sie freundlich ersuchen, das alles in Ihre Überlegungen zur Kommunikation mit mir einfliessen zu lassen.

    • My blog, my rules
      Ja nun, allenthalben unangenehme Zeitgenossen („Krawallmacher“, „Unzufriedene“ usw. usf. – alles waschechte argumenti ad hominem) zu beklagen und dann mehr Sachlichkeit im Ton anzumahnen, verträgt sich nicht besonders. Offensichtlich soll auch dem Herrn im Hause gestattet sein, was der bloße „Gast“ nicht darf. Schön, daß das so offenherzig eingeräumt wird.

      Gleichwohl bleibe ich natürlich dabei, daß ich weder Sie persönlich noch die FAZ mit Termini der o. g. Preisklasse belegt (oder als „versifft“ bezeichnet) habe. Darüber, auf wen oder was sich (u. a.) meine Kritik an großen Teilen der (gewiß nicht „der ganzen“) Presselandschaft letztlich „bezieht“, können Sie sich natürlich in letzter Instanz zu urteilen anmaßen. Es bleibt aber ein falsches Urteil.

      Ich denke, Kommentare, die sich in persönlichen Beleidigungen erschöpfen, soll man in Blogs ruhig löschen. Jenseits dessen wird aber ein Interesse an einem öffentlichen Diskurs – und was sonst sollte ein Blog mit Kommentarfunktion dienen? – letztlich nur vorgetäuscht (insoweit überaus vielsagend Ihre Zweckbeschreibung „mein Privatvergnügen“). Sollte man dann aber auch groß drüberschreiben, damit die „angenehmeren Zeitgenossen“ gewarnt sind.

    • Der war gut:
      […]“… möchte Sie freundlich ersuchen, das alles in Ihre Überlegungen zur Kommunikation mit mir einfliessen zu lassen.“

      Heyho
      der Kater

    • 'versifft' ist manchmal aber genau das richtige
      Oh, ich hab‘ heute in einem Kommentar im „Tagesspiegel“ das Wort versifft benutzt, um Berlin trefflich zu kennzeichnen.

  8. click baiting
    Auf der diesjährigen re:publica war auch „click baiting“ ein Thema. Natürlich ist es nicht verwerflich und gutes journalistisches Handwerk, mit zugkräftigen Überschriften Leser zu angeln. Aber so ein Autor wird oft Opfer seiner irreführenden oder unscharfen Überschriften: waghalsige Gedankenverbindungen, mäandernde, ziellose Gedankenketten, eitle Wortschöpfungen und zu Tode gerittene running gags oder wie man sich sonst noch als Schreiber ein Bein stellen kann. „Click baiting“ steigert die Clicks, aber läßt die Zahl der Kommentare und wirklich interessierten Leser schrumpfen.

    • Solche Wortspielereien mache ich schon immer. Und natürlich sehe ich eine lange Tradition im Geschäft mit der erzwungenen Vereinheitlichung sozialer Gruppen. Dass ich das nicht schätze, sollte man mir zugestehen und zum Glück muss ich mich hier wegen der Zahlen nur vor der FAZ rechtfertigen, was mir im Übrigen nicht schwer fällt.

  9. die Überschrift lässt vermuten:
    da hat doch tatsächlich einer den ESM-Vertrag gelesen
    daher wohl auch die treffende Auswahl der Bilder…

    • Ich nehme halt an Bildern mit, was ich kriegen kann und generell finde ich es ja ab und zu besinnlich, sich mit dem Tod zu beschäftigen, dem Basso Continuo des Lebens.

      Andere bedienen sich bei Bildsammlungen. Das finde ich wiederrum unredlich.

  10. Positionsbestimmung
    Am leichtesten hat es der Misanthrop in dieser Welt, der niemandem etwas beweisen muß, weil er (fast) alle verachtet. Aber Misanthropie kann man nicht lernen, man muß eine Begabung dafür haben. Snob zu sein steht dagegen jedem offen. Es braucht dafür nicht einmal ein gewisses Minimum an Wohlstand, sondern eben so viel, daß man sich frei fühlt, was eine subjektive Angelegenheit ist. Aber teure Schuhe muß man unbedingt tragen.

    Ja, wir können die Heerscharen derer bedauern, die es niemals nimmer auch nur zum Snob bringen werden. Gewürm, das sich durch die Erde frißt und selbst zerfressen ist von Gier. So weit, so gut.

    Ihre Position zur Alternative für Deutschland kann man aber nicht teilen. Nicht daß wir meinten, uns jetzt schützend vor diese Partei stellen zu müssen, denn wo andere eine Altherrenpartei erkennen, über die sie sich mokieren dürfen, sehen wir etliche gestandene Leute, die eigentlich nichts mehr beweisen müssen. Lucke, Gauland und Henkel sind keine politischen Emporkömmlinge, sondern sind auch schon in ihrem ersten Leben jemand gewesen, anders als Lindner, Gabriel, Merkel oder Roth. (Wobei Lindner wenigstens mal eine Firma in den Sand gesetzt hat.)

    Als Misanthrop und Kulturpessimist könnten wir sogar beipflichten, daß die Existenz von Deutschland überbewertet wird. Aber dann wird mir doch irgendwie weh bei dem Gedanken, daß unser schönes Land als Verwertungsmasse für höhere Kapitalinteressen gedacht ist. Wo ist denn die Alternative zur Alternative für Deutschland? Die Alternative zur Alternative ist eben das „Unfreiversklavenhandlungsabkommen“ (Danke für das Wort, köstlich!), das all die anderen, die sich in der Mitte tummeln, unbedingt wollen. (TTIP, vermindert um das Chlorhühnchen, dann geht es schon.)

    Und wie sieht denn Ihr Europa aus, Don, durch das Sie so gern gondeln, vom Tegernsee bis nach Sizilien und an die Riviera? Es ist das Europa der 60er Jahre, welches wir in Ihren Schilderungen erkennen, nicht das Turboeuropa des 21. Jahrhunderts. Sie könnten daraus natürlich ganz andere Schlußfolgerungen ziehen, als wir dies tun, aber als Sympathisant linksliberal-grüner Positionen sind Sie bislang auch nicht aufgefallen.

    Man kann sie alle zu Recht verachten („Die Clique, die klatscht, ist das gleiche Kaliber wie die Clique, die pfeift, die einen sind von rechts dumm, die andern sind von links dumm“ – Gottfried Benn), aber als Blogger, der etwas auf sich hält, sollte man seine Fraktion benennen können. Wie dem auch sei, zum Abschluß wollen wir das Kompliment loswerden, unter Snobs sozusagen, daß wir uns über Niemandes Beiträge so gern und genußvoll ärgern wie über die Ihren.

    • Mangels vorzeigbarem Adel englischer Prägung und der gänzlich anderen Struktur der deutschen Oligarchie würde ich nur ungern mit Begriffen wie „Snob“ hantieren. Weil sie das Problem m.E. nicht richtig umreissen. Tatsächlich sind wir in einer Zeit des Niedergangs der alten Eliten und in einem klasseninternen Zuspitzungskonflikt – Marx würde sagen, eine nachursprüngliche Akkumulation. An meiner Heimatstadt sieht man das sehr schön, wie sich aus recht einheitlichen Honoratioren und Funktionsträgern eine neue Schicht abspaltete, die heute ganz andere Fumktionen in der überregionalen Wirtschaft hat. Gleichzeitig aber gibt es so einen sentimentalen Hang zur guten, alten Zeit vor den grossen Umbrüchen der 90er Jahre. Was man heute übergreifend schätzt, ist das Europa vor dem Ende des kalten Kriegs. Vielleicht die 12 jahre zwischen 1977-1989, und an das wird erkennbar angeknüpft, indem etwa vergessene Regionen wie der Tegernsee neu entdeckt und aufgesiedelt werden. Das passt so gar nicht zur Klassentrennung der Briten vor dem 1. Weltkrieg.

      Zu Herrn Henkel und seinen Einschätzungen müsste man wirklich mal was schreiben, ich kenne wirklich viele, den den abgrundtief hassen, weil er viele menschen einfach ein grundfalsches Stereotyp mitgibt. Es gibt wirklich solche Leute und um solche Personen auch heftige Konflikte. Henkel verkörpert so ziemlich alles, was mir zum Glück aberzogen wurde. Und ich weiss, dass ich mit dieser Antipathie nicht allein bin. Henkel ist attraktiv für Leute, die ihre Wohnungen von der Freundin der Frau vermakeln lassen.

  11. Atlantikbrücke usw usf
    Ich möchte nicht verschweigen, dass ich den Text nicht intensiv gelesen habe, er ist mir zu seicht.
    Es gibt die Möglichkeit nach „Wie die Rückkehr des deutschen Militarismus vorbereitet wurde“ zu gurgeln.
    Im 3. Absatz ist der link zu diesem öminösen Text, der dei deutsche Wirklichkeit nachhaltig verändert hat.
    Wer dann noch input benötigt, dem empfehle ich als zweite tat bei gurgel das Interview von KenFM mit Hr. Wimmer.

    Zu dem ganzen Themenkomplex der Medienmanipulation den sogenannten Alpha-JornalistInnen, dem Gejammer und Geschimpfe könnte ich (wie jeder anderes vieles schreiben), aber ich möchte nur eins schreiben:
    Die USA sind Pleite.
    Die USA organisieren Raubzüge über den Globus, um sich finanziel über Wasser zu halten und alle Gläubiger einzuschüchtern.
    Die Amis lassen 1/3 ihrer eigenen Leute in bitterer Armut vegetieren.
    Die Amis zerstören mit fracking ihr eigenes Land.

    Was denken diese Speichellecker eigentlich, was die Amis für sie übrig hätten?
    Eine eigene Einflusszone innerhalb der anglikanischen? Lächerlich.
    Die 5eyes aus Mordor ruhen schon lange auf Deutschland, ansich hat man nie wirklich weggeschaut.
    Niemand in Europa ist erstaunt, das „Deutschland“ wieder „da“ ist, alle haben auf den Tag gewartet.

    Diese 50 Spinner können nun einen Wettopf einrichten, wer die vor Gericht bringt:
    Die Konterrevolution (kaum) oder die Amis die sich der Gläubiger und machtkonkurrenten entledigen, indem sie allen in Europa Schuldenerlass versprechen, wenn sie die Deutschen schlachten?
    Ich tippe ja auch die Amis. Da ich den amerikanischen Hang zum Pathos und zur show kenne, würde ich denklen die möbeln die alten Räume in Nürnberg wieder auf.

    Wenn das die deutsche Elite ist, dann gute Nacht IM Erika ……

    • Sachte, sachte
      Ist Ihnen schon mal die Idee gekommen, dass
      die deutschen Transatlantiker, für die USA ein
      Ziemlicher Sargnagel sind.
      Was die wohl alles
      Den ‚Amis‘ erzählen, was sie erreichen können,
      Wenn man nur auf sie hört.

    • Wer erzählt denn wem?
      „Die“ erzählen den Amis überhaupt nichts. Das ist eine versklavte, ihrer Meinungsfreiheit beraubte und durch Überwachung / Erpressung disziplinierte Scheinelite.
      Die Amis wissen genau via Totalüberwachung, was man in Deutschland durchsetzen kann und wie man das am besten argumentiert.
      Die deutschen Eliten wissen das nur über die USA, ansonsten sind die schlicht zu wenig informiert, was in Deutschland vor sich geht.
      Ich kauf den sogar ihr „Erstaunen“ ab. Das haben die Amis in den Vorbereitungsgesprächen sicher anders projektiert und vorhergesagt.

      Ich mukiere mich über die Dummheit selbst die Hosen auf eine der Art dumme art und weise runter zu lassen und sich dann zu wundern, daß alle auf den Hintern drauf hauen.
      Keine Weitsicht.
      Keine Planung.
      Kein Konzept.
      Nur lippenlesen made in USA. Und da sage ich : wer so dumm ist und so auf den leim kriecht, der hat die Folgen auch verdient. Die sind zwischen die Mühlsteine gekrochen und die drehen sich nun.
      Dumme Sache für Deutschland…….

    • Titel eingeben
      Und nein, das die Amis das der deutschen Elite anders vorhergesagt hat, ist kein Widerspruch in sich.
      Ich denke den Amis kommt die verwerfung zwischen deutschen Medien / deutsche Politik einer seits und öffentlichem Empfinden / öffentlicher Wahrnehmung anderer seits sehr gelegen.
      Die Meinungsbildung ist in Deutschland damit massiv gestört.
      Das ist trübes Wasser in dem sich gut fischen läßt.

    • Titel eingeben
      Ach ich hab das zentrale Stichwort vergessen, Entschuldigung:
      das ist amerikanisch, also — alternativlos —

    • a propos Atlantiker
      Auf „KenFM“ zu verweisen ist nicht gerade ein intelligenter Vorschlag, der Mann ist im Radio nicht umsonst rausgeflogen wg. verschwurbeltem sehr rechtem Gelaber.
      Wenn man schon die Atlantiker erwähnt, die hier in D. die Meinung der „Qualitäts“medien steuern, dann wäre das gugeln nach ‚Anstalt‘ und ’29. April‘ sinnvoller; dort ab 36:10 wird’s erklärt.

    • Ich dachte es ist Unfähigkeit
      Diese Versagerquote: Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und jetzt Ukraine
      Kann natürlich auch Absicht sein, um die USA als einziger Anziehungspunkt
      für das ganz große Geld erscheinen zu lassen.

      Der einzig sichere Hort auf dem Globus – eine Arche Noah!

  12. Dekanz
    Eigentlich eine Charakterstudie für Dekadenz. Klar, ist es schönes, sich seinen Hobbies zu widmen, als sich mit solchen Niederungen auseinanderzusetzen. Beim einen sind es die Rosen, beim anderen halt Wände mit Bilder tapezieren.

    Die eigentlichen Probleme sind ja auch der Zwang und die Maßlosigkeit. Für das Gros der Bevölkerung besteht der größte Teil der Tagesbeschäftigung aus Zwangsarbeit. Dem Zwang Geld zu verdienen. Oft genug bleibt für den Rest nicht mehr viel. Die Mehrung des Reichtums, gerne auch ganz zwangslos über willige Helfer der Banken, geht in der Regel auch zu Lasten der Allgemeinheit. Da besteht auch längst kein Maß mehr. Rendite und Mehrung ist alles, was zählt.

    Ups, da haben wir ja schon gleich drei Todsünden. Geiz, Völlerei (Maßlosigkeit) und Faulheit (Ignoranz). Teilweise kommen dann noch Hochmut und Wollust hinzu.

    • Ich denke, dekadenz im eigentlichen und auch ferneren Wortsinne wäre noch einmal etwas anderes. Aber man kann das natürlich so definieren, wenn man will, und das Wort bis zur Sinnfreiheit aufbohren. Bitte um Vergebung, wenn ich mich daran nicht beteilige, ich hatte in der letzten Zeit zu viel Nazibrüllerei bei Twitter.

    • Oha, Don, Sie haben hier ja wirklich ein erlauchtes und erlesenes Publikum versammelt.
      Und mir damit wieder 100 Gründe dafür geliefert, es doch lieber mit den versifften Systemparteien zu halten, solange ich noch die Wahl habe. Die Alternativen sind leider dumm oder eklig, meistens beides zusammen.

      Gruss,
      Thorsten Haupts

  13. Shitstorm
    .
    Who the f*ck is Twitter ??

  14. Hallo donalphonso
    eigentlich haben Sie mit Ihrem Artikel komplett das Thema verfehlt. Niemend hat so richtig zum Thema etwas gesagt, es geht nur um Kleinkrieg ob links, grün, arrogant, snobistisch etc.
    Auch meine Zuschrift wegen Kollektivierung, „Oben“, „Unten“ haben Sie eigentlich nicht beantwortet sondern mit einigen Allgemeinplätzen abgetan. Dabei gibt dieses Thema „Kollektivierung“ so vieles her, oder etwa nicht? Ist Kollektivierung nicht in Parteien angesagt wo Gleicjhmacherei gefordert wird und wer ausschert und eine andere Meinung hat wird gemassregelt? Ist in Konzernen keine Kollektivierung angesagt wenn am Mittwoch der Dienstwagen gewaschen werden und dem Supervisor vorgeführt werden muss? Oder der Krawattenzwang auch eines Bauleiters in einem Lebensmittelkonzern? Ist es nicht eine Zwangskollektivierung in die H4 Leute gepresst werden? Immer mit dem erhobenen Zeigefinger, der ist faul und taugt nichts? Ist die Presse nicht zwangskollektiviert in ihrer Meinung über Putin und Russland? Nur der Augstein im SPON macht da mal eine Ausnahme und viele Foristen wenn es um das Thema Ukraine geht. Macht die Merkel nicht eine Form der Zwangskollektivierung indem sie den Deutschen ihren Willen aufdrängt in Bezug auf die Beziehungen zu den USA oder der Ukraine? Förderung von faschistischen Gruppen, einer korrupten Timoschenko, die Russland gleich mal ausradieren will. Und so weiter, ich glaube das Thema kann man endlos betrachten aber hier im Blog streitet man sich um das was ich oben geschrieben habe. Zum Glück habe ich als gelernter DDR Bürger eine geschulte politische Meinung.

    Schönen Sonntag noch.

    • Es gibt hier, gklaube ich, keinen Beitrag, bei dem ich das Thema je getroffen hätte. Das macht ja den reit aus!

  15. gast
    Mozart meinte mal:kommt Töchter lasset uns klagen.
    Oder war das Johann Sebastian Bach?

  16. Kollektives Klagen
    oder Heulnummer deluxe.

  17. Wer will schon zwangsvereinnahmt werden?
    Ich finde den Text recht gelungen. Unabhängig von der politischen Einstellung möchte doch niemand von uns im Wesentlichen auf ein Gegenstand der Menge der „Reichen“, „ALG2-Empfänger“, etc. reduziert werden. Dabei ist es ganz egal, ob die Vereinnahmung in guten oder bösen Absichten besteht.

    Warum sollte es in der sozialen Gruppe der Wohlhabenden nicht sehr unterschiedliche Wahrnehmungen darüber geben, ob die Gesellschaft sie aufgrund ihres Besitzes aus Neid ablehnt; oder ob die Häme gegenüber einzelnen Mitgliedern des – meinetwegen – Tegernseern Villen-Stands nicht am Einzelverhalten eben dieser Menschen liegt.

    Ich kann öffentlich gewordene „Traditionspflege“ wie Steuerbetrug anrüchig finden. Im Idealfall beurteile ich nicht die ganze Person nach einem Delikt. Einem Personenkreis per se zu unterstellen, die wären nur wohlhabend, weil sie zu wenig Steuern zahlen, wäre kleingeistig. Auf der anderen Seite ist es genauso niederträchtig, Kritik am Einzelverhalten als Sozialneid abzustempeln.

  18. faz kaputt
    Oje, was für Genies waren denn da wieder am Werke: Nachdem ich monatelang mit dem Zustand leben musste, dass ich Leserkommentare unter Artikeln nur lesen konnte, wenn ich die betreffende Seite extra per Rechtsklick in einem neuen Fenster aufmachte (muss man ja auch erst mal drauf kommen!), weil der Klick auf das, ähm, wie nennt man das, Menü nicht funktionierte. Funktioniert nun garnix mehr. Ich scroll runter – da sind die eingeklappten Kommentare. Ich klick drauf zum ausklappen – passiert aber nix. Ich klick sortieren nach Eingang – passiert nix. Ich klick auf alles anzeigen – nix angezeigt. Nur bewerten kann ich. Weiß dann allerdings nicht, was ich da eigentlich bewerte. Da wars ja vorher noch besser mit extra Seite. Ich les doch die Kommentare so gerne!

  19. Titel eingeben
    das sind ja zwei gaenzlich verschiedene stroemungen hier auf diesem blog und dem koemmentarblog

  20. Pingback: Zerknirscht wegen vergessener Zweitwohnsitzsteuer? | Stützen der Gesellschaft

  21. Klassengrenzen für Aufsteiger.
    Am Lustigsten finde ich immer, wenn Leute, wie die von Dir geschilderten FDP Aufstiegsanwärter oder Journalisten, die nie auch nur in die Nähe eines entsprechenden Einkommens, von Vermögen ganz zu schweigen, kommen, die Pfründe der Reichen verteidigen. Und das auch noch mit Vehemenz. Davon soll es ja auch in diesem Blatt einige geben. Sie moderieren mit Freuden jeden Beitrag weg, der den Reichen schaden könnte. Dabei sind die doch garnicht so kleinlich. Na gut, mich juckt es nicht. Steig ich halt in meinen Jaguar und fahre eine Runde.

    • Pardon, ich lasse so viel durch, dass es deshalb schon hochgezogene Augenbrauen gibt. Nirgendwo wird hier so schonend eingegriffen, und wenn ich lösche, sage ich das in aller Regel auch, Ausnahmen sind nur wirklich vollkommen indiskutable Äusserungen.

    • Aber Don, Du warst doch nicht gemeint!
      Ich meine die netten Kollegen aus der Redaktion, die ex Junge Union Mitglieder und jetzigen Journalisten, Verteidiger der Freiheit und der Reichen gegen alle Machenschaften von links.

  22. "Stadien der Entwicklung"
    Interessante These :-)
    .
    Mein war bislang:
    Wenn man jung ist, ist man links oder hat kein Herz.
    Wenn man älter und erfahrener wird, ist man rechts oder hat keinen Verstand.
    .
    Schönen Tag

  23. Keiner zwingt
    die misgünstigen Leser zur Teilnahme. Don Alfonso fördert offensichtlich müßige Gedanken. Wem die Qualität des Schreibens als eigenständige Unterhaltung nicht genügt, kann ja auch Spiegel lesen. Da stecken profunde Weisheiten in jeder Zeile. Mehrere.

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