Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Österreichische Sklaven oder wie die CSU lernt, den griechischen Schuldenschnitt zu lieben

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De gressdn Lumpn kemman vom nechsdn Doaf

Ins gleissend helle Licht unserer bayerisch-deutschen Geschichte tritt der Österreicher gegen Ende des 9. Jahrhunderts in Form des Ungarnsturms, der, aus dem Osten kommend, das schöne Bayernland und weniger wichtige Regionen überfällt, ausraubt, plündert, missbraucht und schändet. Ein halbes Jahrhundert müssen wir uns mit dieser Geissel der Zivilation herumschlagen – dann haben wir sie auf dem Lechfeld besiegt, vertrieben, im Anschluss daran in ihren finsteren Vorbalkan verfolgt und ihnen als Sklaven und Untertanen der Bayern die Kultur gebracht. Der Österreicher hätte also allen Grund gehabt, uns dankbar zu sein, aber nach seiner Entlassung in die Freiheit im 12. Jahrhundert hat er nicht aufgehört, Bayern zu piesaken. Keine Erbfolgekriege, keine Revolutionswirren, die die Horden dieses postungarischen Balkanvolkes das nicht als Vorwand missbrauchten hätten, und bei uns eingefallen wären. Und als wir ihnen in Zeiten der Aufklärung die Pockenimpfung bringen wollten, haben sie unter Andreas Hofer einen Volksaufstand gemacht, weil sie dachten, ohne Pocken wären sie nicht mehr so gottgefällig schön.

bierga

So sind sie, die Österreicher: Ex Oriente nix, gar nix. Ihre räuberische Natur kommt heute noch in Form des Pickerls zum Ausdruck, mit dem sie als Wegelagerer dem Bayern den Weg in seine Kolonie Gardasee erschweren. Das Verhältnis zwischen kulturbringenden Bayern und rückständigen Österreichern war also noch nie wirklich gut, und nicht von ungefähr lautet ein alter Spruch des Oberlandes „Lieber bayerisch sterben als österreichisch verderben“. Dass dann unsere Landesregierung auch noch den Österreichern – und hier wiederum den Kärntnern, die aufgrund ihrer Liebe zu Jörg Haider innerösterreichisch den Ruf der Österreicher unter Österreichern haben, – die Hypo Alpe Adria Bank abgekauft hat, war eine fatale Fehlentscheidung. Österreichs einzige sinnvolle Rolle in der Weltenmechanik liegt im Niemandsland und Pufferzone zwischen Bayern und dem Balkan. Wie kann man da nur eine Bank kaufen, die genau in diesem Balkan, wie man weiss, fragwürdigste Geschäfte macht?

Bayern ist diese Katastrophe im letzten Moment losgeworden, indem man die Österreicher so angesprochen hat, dass sie es verstehen: Indem man sie erpresst hat, die Bank wieder zu nehmen und mitsamt den restlichen maroden Banken dem Untergang entgegen zu taumeln. Teuer war der Spass, aber immerhin war es ein Spass, Österreicher beim Jammern zu hören, dass sie die Schulden der Bank nicht begleichen können und Kärnten mehr oder weniger bankrott sei. Schöne Antworten hätte man ihnen da geben können, im griechischen Stile: Sie hätten ja das ein oder andere Schloss verkaufen können, ihre weltweit zusammengerafften Kunstsammlungen oder auch den ein oder anderen Berg. Oder gleich das Burgenland, wo die SPÖ mit der FPÖ koaliert. Wir hatten über tausend Jahre Zeit, uns Forderungen einfallen zu lassen, wenn wir sie endlich mal auf Knien sehen: Die Abtretung von Salzburg etwa wäre auch keine schlechte Sache. Und die Autobahn an den Gardasee.

biergb

Natürlich wollte Österreich die Zeche prellen und keinen Pfifferling herausgeben, und so traf man sich vor Gericht. Es sah eigentlich ganz gut aus für Bayern, und unabhängig vom Ausgang hätte man der ganzen Finanzwelt auf Jahre bis zur letzten Instanz zeigen können, wie der Österreicher so ist, wenn es ans Zahlen geht. Fraglos hätte das dem Planeten vor Auge geführt, dass unsere Bayerische Sicht der Geschichte die richtige ist, weil wer zahlt, schafft an, und wenn sie gar nicht mehr hätten zahlen können, hätten wir biblisch geantwortet: Wer Knecht ist, soll Knecht bleiben, und die Leibeigenschaft wieder eingeführt. So hätten sich die paar Milliarden gelohnt.

Statt dessen hat sich der Freistaat Bayern auf Verhandlungen eingelassen und auf die Hälfte der Forderungen verzichtet. Noch nicht einmal die Kärntner dürfen wir versklaven, und es gibt auch keine Garantie, dass die nächsten 77 Jahre nur Bayern das Wettlesen in Klagenfurt gewinnen dürfen.

Ich habe nachgerechnet: Dieser Milliardentribut kostet pro Bayern zweihundert Mark. Das sind hundert Euro oder 20 Mass Bier im Biergarten. Das schenken wir denen einfach so. Um Prozesse zu vermeiden, um das frostige Klima im Alpenraum zu verbessern. Nach tausend Jahren österreichischer Übergriffe stellt sich die CSU hin und wirft ihnen über eine Milliarde hinterher, als Dankeschön für all die Demütigungen. Der Zeitpunkt war wohl gerade günstig, die CSU poltert gegen Griechenland, da merkt das keiner, denken die, wenn sie einen 50-Prozent-Schuldenschnitt durchschmuggeln, als wäre es ein Hektoliter Strohrum vom Achensee für das Waldfest in Kreuth. Das muss man hier erst einmal verdauen. Daher auch der Strohrum.

biergc

Auf der anderen Seite aber zeigt das: So eine Geste ist möglich, sogar gegen Österreicher. Und Kärntner. Nach all der Geschichte ist es auch für die gegen Griechenland so polternde CSU möglich. Was aber hat uns der Grieche getan? Der Grieche hat uns schöne Vasen und Statuen zukommen lassen, mit denen wir unsere Antikensammlungen gefüllt haben, die wir dann nie besuchen. Der Grieche hat uns nie überfallen, nur als Hilfstruppe war er bei den Belagerungen der Türken vor Wien dabei, aber das ist doch nichts, was man als Bayer nicht verstehen könnte. Ja, vielleicht hat das sogar die Österreicher etwas gestutzt, so dass sie eine Weile von uns ablassen mussten. Die Griechenliebe hat uns schöne Bauten in München geschenkt, die Walhalla ist ein griechischer Tempel, in der Residenz gibt es einen Herkulessaal, den wir auch nie besuchen, und die Säulen, die dieses Blog zieren, wurden dort entworfen. Es mag stimmen, dass das politische System der Griechen ganz massive Ähnlichkeiten mit dem hat, das man auch bei den Österreichern vorfindet, aber man muss auch einmal sagen, dass wir von den Griechen kulturell so profitiert haben, wie die Österreicher von uns hätten profitieren können.

Die Bildzeitung versteht das nicht, weil es mit Kultur zu tun hat. Aber wer einen Biergarten besucht, der merkt, dass das Volk die hundert Euro an die Österreicher schon verschmerzt hat. Ein ähnlicher Schuldenschnitt für Griechenland würde pro Person im schlimmsten Falle ungefähr 270 Euro kosten. Aber diesmal nicht nur die Bayern, sondern auch Schwaben, Frankfurter, Rheinländer und jede andere Art von Preussen. Auch die Österreicher müssten zahlen.

Da sehe ich eine gute Möglichkeit für die Staatspartei, aus dem bisherigen Kurs gegen die Griechen heraus zu kommen. Alles, was man braucht, ist eine grössere internationale Krise wie den Zusammenbruch der Aktienmärkte in China. Dann sind die Leute wieder froh, in Europa zu leben. Für die Verluste durch einen Schuldenschnitt haftet der Bund, und es wäre doch gelacht, wenn man das nicht als Grund nehmen könnte, warum wir erstens eine Maut für alle brauchen und zweitens Bayern weniger Bundesfinanzausgleich zahlen will. Das ist zwar hanebüchen und mindestens so dreist wie die Schummelei der Griechen beim Euroeintritt, aber es sichert hier wie dort den Machterhalt, und wir können uns das leisten wie den Apfelstrudel zur Nachspeise.

biergd

Die Österreicher dagegen werden gleich wieder das Geld los, das wir ihnen gaben, und das für ihre marode Bank draufgehen sollte. Das geht an die Griechen. Mit Zins und Zinseszins. Man darf so einen Schuldenschnitt nicht isoliert betrachten, man muss ihn ganzheitlich sehen und als guter Europäer überlegen, wem er am wenigsten schadet: Uns. Und wem am meisten:

….

Ich sehe da also durchaus eine gute Chance, dass die Bayerischen Staatsregierung über das Wochenende eine Wende einleiten kann, die ihnen beim Volke angesichts der nachbarschaftlichen Schuldenversklavung ganz sicher nicht schaden wird, und ich hätte dann gern die Rosenkranzmadonna von Caravaggio aus dem Kunsthistorischen Museum Wien für meine Küche, da ist nämlich noch etwas Platz. Das haben wir heute im Biergarten so besprochen und die P. wird das dem Seehofer, der keine drei Kilometer von hier wohnt, auch so darlegen.

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  1. Netter Vergleich...
    … und es wird auch so ähnlich kommen, fürchte ich fast.
    Aber die kulturellen Errungenschaften der Österreicher sollten nicht ganz unbeachtet bleiben: Wiener Schnitzel, Marillenknödel, und die Mentalität des lieben Augustin ;-)

    Gruß, AC

  2. War das nicht
    – um der historischen Genauigkeit willen – so, daß der Oberbefehlshaber der Verteidiger auf dem Lechfeld ein Sachse war und auch sein Flügeladjutant und Lanzenträger Konrad der Rote jedenfalls kein Bajuware, und daß auch das Schlachtfeld, dessen genaue Lage man wohl nicht kennt, das aber sicher nicht in der Nähe des Westviertels der kleinen dummen Stadt zu suchen ist, sondern eher in – horribile dictu – Schwaben zu verorten ist? Genau da ist auch der Grund für den sogenannten Länderfinanzausgleich (von Süd nach Nord, also von BY nach NL) zu suchen! Sowas verjährt doch nicht, oder?
    LG Kalchas

    • Die Drecksarbeit für den Sachsen haben wie immer vor allem wir gelsitet, weiss die Volksbildung.

  3. Es hat sich ausgefelixt mit Austria
    Wir müssen noch mal über die Sendlinger Mordweihnacht sprechen.

  4. Abstieg
    Der wahre Abstieg Griechenlands begann schon 1862, als der Wittelbacher Otto vertrieben wurde.
    Unter ihm hatte Griechenland begonnen, sein Schulden abzubauen.
    Danach ging es unaufhörlich bergab.

  5. Satire ist gut, genau Zahlen wären besser....
    Ja, die Zahlen stimmen, allerdings nur auf den ersten Blick. Denn Sie vergessen zu erwähnen, dass es sich erstens nur dann um 270 Euro pro Deutschen handelt wenn exkl. Hartz 4ern, Mindestrentner und Kleinkindern gerechnet wird.
    Haben sie den tatsächlichen Betrag pro Steuerzahler zur Hand?
    Zweitens wäre eine andere interessante Zahl der GESAMTbetrag pro Steuerzahler, also nicht nur der für die Kosten eines ersten, relativ harmlosen Schuldenschnitts.

    Am Interessantesten wäre allerdings ein Hinweis darauf, dass dieses Geld ja ausschliesslich dazu dient, jene von den deutschen (und anderen) Gross-Banken bewusst vergebenen faulen Kredite zurück zu zahlen. Mutti hatte das ihrem Freund Joe nämlich mit Steuergeldern garantiert, denn sonst hätte der diese Folge Kredite natürlich nicht vergeben. Der ist Schweizer und jetzt, am Zahltag, nicht mehr deutscher Steuerzahler.
    Dass die in den letzten Jahren an die Griechen vergebenen Kredite zum grossen Teil der Zinszahlung für die davor gegebenen Kredite dienten, also das Geld gar nicht erst nach Griechenland gegnagen ist, das verschweigen Sie, wie das auch so ziemlich alle jene deutsche Medien tun, von denen man „oben“ den Verdacht hat, sie könnten in die Hände der „normalen“ Deutschen gelangen.

    Ebenfalls fehlt mir ein Hinweis darauf, wie hoch denn die Kosten für den Steuerzahler gewesen wären, wenn man dem absurden Tun Merkel/Schäubles und dem IWF weit früher einen Riegel vorgeschoben hätte.
    Im neuen Bloomberg Magazin finden sie dazu einen aufschlussreichen Beitrag:

    http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-07-09/proof-that-merkel-is-europe-s-economic-bully

    Oder, um es den seit Eisenhower ersten US Präsidentschaftskandidaten sagen zu lassen, den sogar ich schätze:

    “No single financial institution should have holdings so extensive that its failure could send the world economy into crisis. If an institution is too big to fail, it is too big to exist.”

    Bernie Sanders, (hoffentlich) 45. Präsident der USA

    • Also dass das für das Entlasten der Banken drauf ging, ist doch wirklich allgemeines Wissen. Es passt nicht in den Lauf der Geschchte. Kein Anlass für Verschwörungstheorien.

    • Darum geht es nicht...
      Dass wir beide und etliche der Anwesenden das wissen, ist natürlich klar.
      Sie kennen doch mein Hobby: Das Problem ist, dass KEINES der Massenmedien dies so schreibt.
      Jeden Tag, in jedem Blatt, auf jeder Webseite, in allen TV und Radio Nachrichten mindestens ein halbes Dutzend Artikel zum Thema, nicht in einem ein Wort darüber.

      Merkel/Schäuble gaben Garantien für Kredite, als alle Beteiligten bereits wussten, dass die Kredite faul waren, wo steht das?

      GR brauchte das Geld um die Zinsen für betshende Schulden zu zahlen. Dass damit der eigentliche, ja bereits unbezahlbare Schuldenberg nochmals vergrössert wurde, wo steht das?

      Dass durch die Austeritätsprogramme natürlich die Chancen auf Rückzahlung nochmal um eine Nummer verschlechert wurden, ist auch klar, wo steht das?

      Dass die Wahlkampfchancen der Partei die an der Regierung ist wenn man dies endlich ausspricht, im Eimer sind, und dass man deshalb weitere Milliarden hinterherschiebt, wo steht das?

      Die Finanzwelt weiss seit Jahren, dass GR „seine“ Schulden niemals zurückzahlen kann, wo steht das?

      Zeigen sie mir einen Artikel, inklusive in den Stützen, der diese Farge stellt !

      Und… wieviele % der Deutsche sind sich dessen ihrer Meinung nach bewusst?

      Und das ist also alles Zufall und keineswegs Absicht?

  6. salzburg
    ja, so ein deal wäre doch die chance gewesen, salzburg wieder zu bayern zu holen, vertan, mit den karawankenbären wurde wohl schlecht verhandelt.
    die abtretung an die österreicher war wohl der grösste bayrische fehler, wir müssen uns vorstellen, mozart, karajan, doppler, trakl und noch manch anderer – das alles wären bayern und die schönsten fischer von erlach ellipsen noch dazu und gescheite festspiele gäbs dann in bayern auch noch.

    • Salzburg
      wurde erstmals 1805 und endgültig dann nach dem Wiener Kongress Österreich zugeschlagen. Das hat Mozart nicht mehr erleben müssen. WENN Mozart als Österreicher zu qualifizieren sein sollte (er selbst nannte sich mehrfach „Teutscher“), dann bestimmt nicht deshalb, weil seine Geburtsstadt nach seinem Tod an Österreich fiel. Sonst müsste man ja auch Kant einen russischen Philosophen nennen.

    • Naja, das war damals noch alles das Heilige römische Reich deutscher Nation, da hat man nicht gross unterschieden – nur halt die Bayern, die wussten, wer da neben ihnen lebt.

    • Das stimmt:
      Sehr wichtig war der Unterschied nicht, aber er wurde schon gemacht. Die vielen Einzelterritorien des Heiligen Römischen Reiches wurden in Reichskreisen zusammengefasst. U.a. gab es einen bayerischen und einen österreichischen Reichskreis. Und Salzburg gehörte zum bayerischen.

    • Salzburger Nockerl
      Der dicke „Bulle von Tölz“, als der anno 2002 in Salzburg (auf DVD) Detektiv spielte, der vertrat ebenfalls die Meinung: „Der Österreicher hätte also allen Grund gehabt, uns (Bayern) dankbar zu sein“. Noch was an diesem launigen Krimi voller fiel mir auf: der Name eines (Münchner!) Schauspielers war allen Ernstes: Tristano Casanova.

    • mozart
      mozart hatte ja auch schwäbische wurzel, sein vater war augsburger. er selber war dann wohl eher wiener. jeder hat seine freiwillige oder schicksalhafte wahlheimat.
      es gibt da ja immer wieder verwirrungen, danke für die klarstellungen hier.
      amerikaner halten ja hitler immer noch für einen deutschen und beethoven für einen begnadeten österreicher bis hinauf in höchste oder allerhöchste regierungskreise.

    • Titel eingeben
      Nach dem, wie hier „prominente Persönlichkeiten“ zu Deutschen gemacht werden, weil es ja um die Wahlheimat gehe….nun ja, dann war Hitler eindeutig Bayer!
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hitler

  7. Essen und Europa
    Es tut mir leid, einen wenig relevanten Kommentar zum eigentlichen Thema des Beitrags abzugeben, aber die Fotos sind einfach zu attraktiv. Wo gibt es denn das so schön( angerichtet)e Essen, darf man das wissen?

    Zur „(Einig) Europa-Idee“: Es zeigt sich, dass es wohl keine realistische Idee sondern leider nur eine schöne Ideologie ist, die wohl nie Wahrheit werden wird. Europa, EU und der Euro ist nice-to-have als Einbettung und weitere Pufferzone um das herum, das uns wirklich als Heimat wichtig ist, aber nicht viel mehr, oder? Also ungefähr so wie D (oder Ö) als Puffer um Bayern herum, um beim Artikel zu bleiben. Who would die for „Europe“?

    • Ich denke, man muss sich entcheiden. entweder Europa – aber das müsste man dann wirklich brutal renovieren. sowas wie die EU-Kommission ist eine entsetzliche Entwicklung und gehört durch demokratische Strukturen ersetzt. Oder man will das nicht mehr – dann sollte man es halt einebnen, und dann kann man sich auch alte Nationalismen leisten, wie es die Ungarn schon längst tun. Diese Lippenbekenntnisse zusammen mit Partikularinteressen sind ein trauriges Schauspiel und machen die Idee kaputt.

    • Danke....
      Ja, Don, genauso ist es. Das Problem ist, dass man Änderungen nicht will und unter allen Umständen so weitermachen wie bisher, denn das hat man unter Kontrolle.

      Einen Anfang könnte man damit machen von allen Hausdächern zu rufen, dass das Problem mit der lächerliche Inkomtenez des Herrn aus Oggersheim begann, der von jeder Menge Fachleuten gewarnt worden war, dass eine gemeinsam Währung ohne gemeinsame Währungspolitik, genau dorthin führen wird, wo wir jetzt sind.

      Warum kann eine Krugmann das in der rechten New York Times schreiben, aber in De kein einziger Journalist? Auch dies wieder Zufall?

      Das hat alles nicht das gerinbgste mit Verschwörungstheorien zu tun, denn jeder der es wissen kann es ja wissen. Es geht um „unsere“ gleichgeschalteten, manipulierenden und meinungsmachen Medien.

      Daher das Wort Lügenpresse.
      Gestern(?) habs in BR Alpha-Forum eine Sendung mit Gabriele Krone Schmalz, da wurde dies mal wieder deutlich gemacht

    • Titel eingeben
      @DA: Zustimmung. entweder wir machen ernst mit dem Bundesstaat, Länderfinanzausgleich, einheitlichen Gesetzen, aber eben auch dem Auftrag zur Schaffung einheitlicher Lebensverhältnisse (was auch möglichst einheitlichen Vollzug von Steuergesetzen umfasst) und schaffen eben auch eine demokratische Struktur – meinetwegen einen EU Kanzler samt EU Ministern, die vom wiederum demokratisch gewählten EU Parlament gewählt werden, während v.a. nationale Einrichtungen (Tier 2) und teils auch regionale/BuLä (Tier 3) sowie lokale (Tier 4) Kompetenzen abgeben.
      Warum sollte das nicht auch mit einer Kern-EU funktionieren.

      Oder man lässt es ganz bleiben, belässt es bei einer Zollunion, behält seine „Freiheit“, darf die Kostgänger rauswerfen, muss sich dann aber wohl auch wieder an die USA anschmiegen.

      Ich meine ja, es wird weithin massiv unterschätzt in diesem Land, wieviel Gutes die EU für uns bedeutet, wieviel Zeit- und Kostenersparnis sie bringt und wie sehr die EU nicht nur Förderer sondern teils auch Voraussetzung für unseren Wohlstand geworden ist.

      So sähe z.B. unser halbes BGB anders aus. Widerrufsrecht bei Fernabsatz? Pustekuchen. Verbraucherschutz beim Kauf? Pustekuchen. Kein Geld wechseln bei jedem Grenzübertritt? Pustekuchen. Überall Arbeiten dürfen, hinziehen dürfen, oder schlicht nur ohne Visum und stundenlange Kontrollen einreisen dürfen? Pustekuchen. Mal über die Grenzen wandern, weil drüben die reiferen Beeren, die größeren Pilze stehen? Pustekuchen.
      Und das sind nur die schlichten Beispiele die mir grad einfallen, wahrscheinlich die unwichtigsten dazu.

  8. Eierschwammerln
    Auf Nudeln sehen aber sehr gut aus. A bisserl Speck dazu wäre ganz nett. Ja aber der gute Don ist halt Vegetarier.

    • Man könnte natürlich auch Speck dazu haben; die Sache ist halt, dass dieser Biergarten auch auf die Wünsche der gar nicht so seltenen Vegetarier achtet.

  9. Aber Bayern gehört doch zu Österreich....
    …wie erst jüngst in einer angesehenen baierischen Zeitung zu lesen war: http://www.der-postillon.com/2015/06/urkunde-aus-dem-16-jahrhundert.html.

  10. Man muss nicht alles zitieren... nur weil es schäbig ist
    Lieber Alphonso, deine selektiven Zitate über das Verhältnis zwischen Bayern und Österreicher stammen aus der geistigen Welt der besoffenen Stammtische. In Wahrheit ist dieses Verhältnis besser als jedwelches andere Nachbarschaftsverhältnis in Europa. Aber was soll’s schließlich brauchst du ja ein Thema um etwas zu schreiben und provozierend muss es dann schon sein, sonst liest es ja niemand in der heutigen Welt der BILD-Unzeitung-Unkultur.

    • Ich weiss, Ironie ist ein hartes Brot, aber der Beitrag ist eigentlich eine Parodie auf die einstellung der CSU und denkt deren Egomanie konsequent zu Ende.

  11. Peanuts
    Angesichts der 1000en von Milliarden (€ nicht DM) die nach Berlin und NBL geflossen und versunken sind kann man nicht mal mehr von Peanuts sprechen.

  12. Versklavung des Wiener Musikantenstadel
    Nicht zu vergessen, das Wiener Musikantenstadel des 20. Jahrhunderts:
    .
    Andre Heller, der beinahe sogar das deutsche WM Stadion dekorieren durfte (soweit ich mich erinnern kann):
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=7y865m5FRdY
    .
    Auch Kreisler wäre gekommen:
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=ZQUdY4QWAqs
    .
    und Erik Brauer, der auch gemalt hat:
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=hDeFYKmgePQ
    .
    Außerdem gibts da viele Hundertwasserhäuser.

  13. Titel eingeben
    Man ist als Schwabe dieser Tage ja doch Einiges gewohnt. Allerlei wird man geheißen. Aber wenn man sich jetzt auch noch von bairischen Schreiberlingen einen Preußen schimpfen lassen muss hat der Spaß dann bald ein Loch.

    Noch dazu im Kontext einer Distanzierung zu den Barbaren aus Österreich die ja nur plump zu verschleiern sucht, dass es da doch bemerkenswerte Gemeinsamkeiten statt der vermeintlichen Unterschiede gibt, was im Übrigen auch für das Ursprungsland des unpassenden y im Bayer gilt:

    Familie und Karriere sind in allen drei Provinzen nur auf den ersten Blick zwei unterschiedliche Themenkomplexe.

  14. FAZit
    Nach dem Grexit kommt der Öxit, und dann (so hoffe ich zumindest) der Bexit, wobei das B -Sie ahnen es bereits- natürlich für Bayern steht …

    • Nach dem Grexit wackelt Italien bis in die fundamente, insofern ist das alles unfassbar fahrlässig, was die da gerade betreiben.

    • Finnxit
      In der internationalen Presse gibt es Meldung über die Absicht der Finnen sich vorsorglich (und weise!) aus dem Sraub zu machen.
      In der deutschen Presse könne sie dazu lange suchen…

  15. Über die enge und fruchtbare Beziehung
    zwischen Bayern und Hellas ließe sich noch viel ergänzen: Bayern verdankt seine Schreibweise mit Y, „dem griechischen I“, dem Philhellenismus seines Königs Ludwig I. Dessen Engagement im griechischen Freiheitskampf wurde von wem scharf abgelehnt? Richtig: Vom Außenminister Metternich der Großmacht Österreich. Als letztes Aufflackern einer eigenständigen bayerischen Außenpolitik, die unter Strauß so oft die Republik in Atem hielt, positionierte sich Max Streibl im Namensstreit zwischen Griechenland und der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien klarer auf Seiten der Griechen als es der Bundesregierung Recht war. Große Zeiten!
    Wie geschichtsvergessen, dass Seehofer, Söder und Konsorten glauben, sich dadurch profilieren zu können, WENIGER griechenlandfreundlich zu sein als Gesamtdeutschland. Der einzige Trost: Es bleibt beim Theaterdonner, der für die Stammtische betätigt wird. Ob es zu einem dritten Rettungspaket kommt, wird bestimmt nicht in München entschieden.

    • Man sollte da wirklich zurück zur Tradition und sich der wahren Feinde besinnen. Und die sind nun mal immer nebenan.

  16. Für eine Austerity perpetual ....
    wird in der online faz über und unter dem Abbild eines unsicher dreinblickenden regierenden Griechen geworben.
    .
    Gefällt mir gut.

    • Nervt. Nervt alles. Für diese KKampage der deutschen Medien werden wir noch teuer bezahlen.

  17. Werch ein Illtum
    Der abgebildete Apfelstrudel weist die Richtung, aus der teutsche Kultur kommt. Mit dem weichen ‚d‘ klingts und schmeckts besser. Apfelstrutel – greisslich!

    Rückwärts gesehen sind bayr. & preuss. Zivilisation Exportschlager aus dem Böhmisch-Österreichischen. Erst die Vertriebenen zeigten der staunenden Landbevölkerung im Oberland, wie man Verdautes mit Wasser entsorgen kann etc… Auch ihr preuss. Pedant, bis dato nur soweit lernfähig, die Wurzeln statt die Früchte des Südamerika-Imports zu essen, lernten von Exil-Salzburgern, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als Ackern und Spießrutenlaufen.

    Dass heutige Griechen mit dem alten Hellas in Verbindung gebracht werden, ist ebenso falsch. Die gehören kulturell zur Türkei. Anschluss wäre die nachhaltige Lösung. Damit wäre auch der US-Geopolitik Genüge getan.

  18. Ja Ja aber aber
    Otto der Große&Bischof Ulrich von Augsburg, Lechfeld, Karl Martell, Prinz Eugen werden in bayerischen Schulen nicht mehr gelehrt. Wie auch Lepanto könnte das unser Verhältnis zu Mitbewohner stören.

    Ja, das griechische Geld ist weg, verloren und nicht rückholbar. Ein Schuldenschnitt 100% entspräche dem kfm „weg mit Schaden“
    Aber, die kommen gleich wieder und wollen wieder Geld. Da ist die 380 MrD Keule vielleicht noch nützlich. Gegenüber willfährigen Möchtegerngläubigern wie Schultz und Juncker.

    Bernau schrieb in der FAZ über drei kürzlich erfolgte Schuldenschnitte und Haircuts.

    PS Weißer Adler auf weißem Grund; Wer kennt die Kriegsflagge Austrias?

    • Aber, aber....
      „Ein Schuldenschnitt 100% entspräche dem kfm „weg mit Schaden““

      kfm…. natürlich, aber politisch?

      Politisch? Das Merkel/Schäuble Gesindel wird einen Dreck tun und zugeben man habe den deutschen Steuerzahler um 160 Milliarden beschi**en!

      Warum werden hier so viele banale Wahrheiten verschwiegen.

  19. Lieber früher als später.....
    Lieber früher als später

    Der kreative Gedanke des Autors Österreichische „Schulden“ in Naturalien zu verrechnen erscheint verlockend, doch so wie Griechenland, zu Recht, Ausgleichszahlungen von Deutschland für das ausgelebte Barbarentum der Deutschen im 2. Weltkrieg fordert, könnte Österreich, ebenfalls zu Recht, Ähnliches fordern, nachdem was die Deutschen dort angerichtet und die Österreicher hierfür lediglich mit 95 Millionen D-Mark abgefüttert haben.(a)

    Übrigens Deutschland hat NIE seine Schulden bezahlt ! (b)

    Ich denke Österreich sollte hier mal über die Bücher gehen und seine berechtigten Forderungen stellen!

    Aber bleiben wir im eigenen Land. Seit nun Jahrzehnten alimentiert der fleißige Westen, die Bayern voran, die DDR und nie, niemals wird auch nur annähernd, das mit Lebensleistung der Westdeutschen Bevölkerung erarbeitete Geld, sich amortisieren !

    Ich hätte mir als Gegenleistung und Verrechnungseinheit auch gerne den einen oder anderen Band aus der Anna Amalia Bibliothek geholt, doch die konnten ja nicht einmal auf die Bücher aufpassen und haben sie verbrennen lassen. (Deutschland hat einfach einen Faible fürs Bücherverbrennen.)

    Aber der Grundgedanke, zurück zum Tauschverrechnungshandel ist gut ! Der Euro wird früher oder später doch nur noch zum Abwischen gut sein.

    Mit freundlichem Gruß
    B.Klingenberger

    a – http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-04/reparationszahlung-wiedergutmachung-kriegsschuld-deutschland#comments

    b – http://www.zeit.de/2015/26/thomas-piketty-schulden-griechenland

  20. @DA 14:59
    Ich glaube, da liegen Sie fällig falsch. Trotz aller crisi ist Italien doch eine große Volkswirtschaft, die soleicht nicht kippt.
    Natürlich gibt es dort auch Schlendrian, Bürokratismus und Korruption.
    Aber das ist mit der Bananrepublik Griechenland nicht vergleichbar.
    Fahrlässig ist es, sich weiter von den griechischen Regierungen erpressen zu lassen, egal, ob diese sich schwarz, rot oder weißblau lackieren!

    • Das Problem wären die Abschreibungen der Banken und des Staates. Und vermutlich ahnt Renzi, dass ein Grezit nur die Generalprobe für weitere Schritte sein könnte.

    • adenauer
      von ihm gibt es den spruch: sollten die österreicher jemals reparationen verlangen, werde ich ihnen die gebeine von adolf hitler übersenden.
      er hat, wie immer, recht.
      zur ansteckungstheorie eines grexit: herr draghi sagt: keine ansteckungsgefahr. wer soll es denn besser wissen ? kaum einer kennt die italienische schuldensituation und die lage der banken in italien besser als er. was bauen wir denn da für verschwörungstheorien auf ?
      die italienische industrieproduktion ist zum dritten mal in folge leicht angestiegen, eine normalisierung in sicht. italien hat (ganz im gegensatz bespielsweise zur usa) einschnitte zur sanierung der öffentlichen haushalte durchgeführt.
      griechenland und italien sind wirtschafts- und staatsstrukturell nicht vergleichbar und derzeit herrscht dort eine sehr gemässigte und geläuterte politische klasse. in griechenland bolschewisten und faschisten in einer regierung.
      denen frisches geld zu geben ist fahrlässig, auch die ddr hat immer wieder frisches geld bekommen und doch war sie irgendwann pleite, heruntergekommen und versifft. es wird in gr nicht anders enden.
      nehmen wir das geld und setzen es für unsere hochschulen ein oder bauen die krebsforschung aus

    • warum sollte man den Griechen vertrauen?
      warum sollte man den Italienern vertrauen?

      warum sollte man den Franzosen vertrauen?
      usw. und so fort.

      Erinnert sich noch jemand an die Bankenkrise?
      Da vertraute auch eine Bank der anderen nicht mehr.
      Die Euro-Staaten sprangen ein, nur um jetzt das
      gleiche Problem zu haben.
      Haben die Banken etwas aus ihrer Vertrauenskrise gelernt?
      M.W. nicht.

    • DAS ist das Problem, Don...
      An dem Tag, an dem man den Griechen den Schuldenschnitt zugesteht, werden Italien, Spanien und Portugal die eigenen Rückzahlungen einstellen.
      Genau dies ist die Konsequenz der deutschen Politik und deren Aufgabe, und die der Troika und des IWF, besteht darin, dies zu verhindern.

      Sicher können sie uns einige deutsche Medien zitieren die dies genau so schreiben?
      Es führt leider kein Weg daran vorbei… das eigentliche Problem sind die Medien

  21. Ich habe einige Jahre in Kärnten gelebt . . .
    . . . und kann bestätigen was die Österreicher an den Deutschen am meisten lieben. Deren Geld. Mit dem typischen Charme (in Wien Schmäh) versteht man den Deutschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Alpe Adria war sicherlich führend als man sich der Bayerischen Landesbank verkaufte. Aber zu jedem idiotischen Geschäft gehören zwei Dumme. Dem der mehr Verständnis für die Kärntner Dreistigkeiten nachlesen will empfehle ich das Buch „Herr Groll im Schatten der Karawanken“ von Erwin Riess. Hier lässt sich nachlesen wie die Uhren in Österreich und besonders in Kärnten ticken.

  22. Titel eingeben
    B.Klingenberger,

    Wer ohne jede Scham ausgerechnet diesen gekauften Marxisten Piketty als Quelle für irgendwas außer Nasebohren hernimmt und dann noch obendrein auf die „Zeit“ verweist ist doch nicht ernstzunehmen! Man könnte ohnehin denken, daß die deutsche Linke zu weiten Teilen, zumal ganz links im Spektrum, am liebsten das gesamte Staatsvermögen aus lauter sozialromantischer Schuldhysterie bis zum Staatsbankrott an die Welt verteilen und danach das Land auflösen würde, wenn sie nur könnte. Es muß sich wahnsinnig gut anfühlen für manche Leute, ihr überdrehtes „historisches Gewissen“ derart abstrus wie eine Monstranz vor sich herzutragen und dabei zu glauben, daß wenn man nur überall noch mehr bußfertig von Völkermord schwadronierte und immer noch mehr zahlte käme dabei irgend etwas heraus, welches sie als Teil dieser ihnen so verhaßten Nation und deren Geschichte endlich von all diesen widerlichen Makeln der gerade im letzten Jahrhundert mehr als nur unrühmlichen Historie reinwaschen könnte. Ich denke, die ruhelosen Geister der Millionen Toten stehen da deutlich dagegen. Man kann nicht das namenlose Grauen überall in Europa, für welches Auschwitz als Name stellvertretend steht, im bitteren Nachschlag allein mit Geld mildern wollen und dafür irgend etwas erwarten, man kann nur dafür zu sorgen versuchen, daß ein solcher Horror niemals wieder dieses Land und diesen Kontinent heimsuchen kann. Das sollte 70 Jahre nach Ende der Schoah eigentlich klar sein. Davon abgesehen, daß Griechenland sehr wohl (durchaus diskussionswürdige) Reparationen erhielt, das wenig erbauliche Thema allerdings seit geraumer Zeit in einer Weise bis ins kriminell banale vereinfacht als wohlfeile Dummenkeule für ganz Blöde hergenommen wird, daß es jedem Menschen graust, der auch nur einen Hauch Geschichtskenntnisse besitzt.

    Und dann diese geradezu lächerliche Vorstellung, daß Österreich, augerechnet Österreich, das sich jahrzehntelang in einer unrühmlichen Opferrolle gesuhlt hat, die ihm nicht zustand, irgend etwas von Deutschland fordern könnte. Der Heldenplatz war 1938 ebensowenig leer wie es keinen deutlichen Widerstand im Lande gegen den Anschluß gab, und doch waren dann, nachdem der Widerstand zerbrochen worden war bei so ziemlich allen Gräueln der Nazis im Kriege die Schluchtensch… schlußendlich fleißig mit dabei, und danach waren sie bis vor zehn, fünfzehn Jahren von wegen der Staatsräson stets unschuldige Opfer des deutschen Irrsinns aus dem österreichischen Braunau und hatten sowieso mit all dem unappetitlichen deutschen Dreck nichts zu tun. Aus geopolitischen, finanziellen und mancherlei anderen absolut nachvollziehbaren Zwängen und Gründen nach 1945. Lesen hilft bekanntlich, aber man kann sich Geschichte auch extrem einfach machen, nicht wahr, dann muß man sich nicht der Mühe des Denkens unterziehen.

    Was Griechenland betrifft geht es doch beileibe nicht um die anhand internationaler Gepflogenheiten völlig abwegige Idee von staatlichen Schulden und deren etwaige Rückzahlung als vielmehr ganz schlicht um Geopolitik, Finanzen und Macht, um Europa als eine heillos chaotisch anmutende sich noch in den Geburtswehen befindliche finanzielle und geo- und machtpolitische Größe in einer sich radikal und rasant wandelnden Welt. Es geht um Rivalitäten und auch um Revanchismen, die weit in die Geschichte zurückreichen, und es geht wieder und wieder um Macht, in Berlin, Paris, London, New York, Moskau und Peking, in Ankara, Teheran, Kairo, Riadh und Jerusalem, es geht um Achsen, um Ressourcen und um Zukunft und nochmals und immer wieder um Macht, und wer das immer noch nicht sehen will und nicht versteht, daß man bei dieser ganzen elenden Veranstaltung dieser Tage entspannt auf wenigstens drei Generationen geopolitisch nach vorne sehen sollte um auch nur ansatzweise zu kapieren, was hier gerade in Form des griechischen Dramas abläuft, der hat grundsätzlich etwas überhaupt nicht verstanden.

    Varoufakis hat ja dieser Tage behauptet, daß Schäuble vermittels des griechischen Dramas und des italienischen Damoklesschwerts eiskalt und ohne Rücksicht auf Verluste den „Schrecken Gottes“ in die Franzosen jagen wolle, um Paris hinsichtlich des inzwischen klar von Deutschland dominierten €uro ein für allemal den Mumm und die Spielchen auszutreiben …

  23. Ein Fleisssternderl kann man ja vielleicht geben....
    …aber letztlich in seiner Bemühtheit doch nur unlustig

  24. Titel eingeben
    apfelstrudel ist schon eine gute grundlage für kärntendiskussionen

  25. Hallo
    Ich habe mich gestern übern einen text in der sz aufgeregt, bzw die kommentare, die aufliefen zum thema *knobloch verharmlost rechte gewalt“. flamte auf twitter iso eine *feministin* (CHristineGAP) https://twitter.com/_Kuz/status/619684832617046016 (first tweet). wurde daraufhin geblockt. heute kann ich nicht mal mehr sz …wie heisst das?… riviaa?! seiten aufrufen, bekomme fehlermeldung.

  26. Herr
    Kompliment, auf den Punkt gegart!

  27. WO BLEIBT
    Herr Haupts ?
    Diese Kunstfigur ist wirklich ein fein ziselierter Avatar der immer wieder Schwung in die Plauderei bringt, mir fehlt sein kontärer Kommentar.
    Bitte wieder aktivieren, oder ist er durch eine Wehrsportübung gerade nicht abkömmlich ?

  28. Südtirol/Österreich/Bayern & da Strauß
    Eine andere interessante Lösung hat mir ein Bayer vor vielen Jahren beim Skifahren am Lift erzählt: „I sog imma, Esterreich und Bayern mia dan uns z’somm, hoin uns Sidtirol und da Strauß wird unsa Kini. Donn san ma endlich de scheiß Preissn los“. Ich hätte auch noch gerne das Trentino wegen Zugang zum Gardasee und so. Ich denke Regierungssitz: Schloß Neu Schwanstein??

    • Das ist auch meine Auffassung. Es gibt einfach keinen Grund, Reiche immer nur zu vergrössern. So etwas geht immer schief. Man muss Einheiten finden, die funktionieren

    • Frei nach Warren Buffet
      “ Ich investiere in Firmen, die auch ein Idiot führen könnte.“

  29. Der EUR ist als Versuch einer politischen Abkürzung zu einem gemeinsamen Europa gescheitert...
    …. weil er zusammenfügt was zusammen nicht funktioniert.
    .
    Da helfen auch weitere 74 Mrd. nicht, die ich in unserer deutschen Schuldentilgung lieber „investiert“ sähe als in griechischen Beamtengehältern und Pensionen sowie einem riesigen Spekulationserfolg einiger Hedgefonds.

  30. Wie man ein Land demütigt
    Hier Österreich dort Griechenland.

    Bedauerlich

  31. Kasperletheater
    @DA, TDV: Das sehe ich ähnlich. Entweder einer gründliche europäische Renovierung (SEHR schwierig) oder mehr nationale Zuständigkeit (jedem seinen Hamsterkäfig..) . Globalisierung und Digitalisierung schaffen einfach das Selbstbewusstsein von Otto Normalverbraucher und Tom Average ab;
    es war kein Hexenwerk, aber man konnte stolz darauf sein, mit einem 18m Gliederzug rückwärts in eine Einfahrt rangieren zu können.
    Jetzt wachsen Kinder mit ihren Mäusekinos auf, und erleben eine so perfekte Welt, dass sie nur noch deprimiert an jede Hauswand, jede Glasscheibe mit Spraydose oder Kratzer pinkeln können. Respekt, Alter!
    WOFÜR???
    ( Guter Artikel zu Post-Work Gesellschaft im Atlantic, TDV)

    Wir können es nur abwarten, auch als Wirtschaftshistoriker kann man sich nicht an praktikable Rezepte aus der Vergangenheit erinnern – es scheinen einem nur zwei Alternativen offen zu stehen: Grexit mit integralem Bankenkollaps, oder ein Fass ohne Boden immer weiter füllen.

    • ....
      Da ich nicht weiss ob sie drüben mitlesen, meine Antwort hoer nochmal

      Guten Morgen TGA,

      „Globalisierung und Digitalisierung“ sind meiner Meinung nach ein sehr viel grösseres Problem als GR und Euro und EU. Dass die das Selbstbewusstsein abschaffen ist ein Nebneeffekt, da das was die Betroffenene vorher hatten auch gerade viel wert war, wie die Apps auf der Apple Uhr, oder ein paar Jahre davor der Porsche und die Rolex.
      Es wäre das Thema dem sich ja leider auch der Don hier verweigert, obwohl ich seit langem genau darüber motze.
      Die Globalisierung ist selber eine (nicht zu vermeidende) Konsequenz der Digitalisierung… Ich kann das alles eigentlich gar nicht mehr andres ausdrücken, als mit der Freude darüber bereits so alt zu sein, dass ich das Kommende wohl nicht mehr in seiner ganzen Entwicklung erleben muss.
      Orwells 1984 war nur ein Ammenmärchen.
      Ich lese tagtäglich andere Mosaiksteinchen bei denen sich eines ans andere fügt. Geiheime Gerichte gegen Medien oder Net Konzerne in den USA, deren Erlasse niemand veröffentlichen darf? Aus Australien erreichte uns gestern die Meldung, dass man ein Gesetz einbringt, dass jede Verschlüsselung verbietet, die die Obrigkeit nicht dechiffrieren kann? Auch die USA wollen das selbstverständlich, dort ist es nur noch nicht als Gesetz eingbracht

      http://www.salon.com/2015/07/10/the_fbi_is_demanding_a_dangerous_new_surveillance_tool_%E2%80%94_and_simply_asking_us_to_trust_it/

      Schon vor zwei oder drei Jahren hab ich hier geschrieben, dass diese Entwicklung nicht aufzuhalten ist und der Zug ist bereits abgefahren… und bin dafür belächelt worden.

      „Griechenland“ ist nur ein Teil dieses Prozesses. Es ist tatsächlich der Kampf des Obrigkeitsstaatlichen Prinzipes, gegen das Prinzip der Demokratie. Und so wie auch ein uns allen bekannter Herr bestätigt hat, dass es sich hier um den Kampf der Reichen gegen die Armen handelt „Und meine Seite siegt“, so zeigt das Einknicken von Tsirpas, dass auch im grösseren Masstab sein Seite siegt.
      Regeln und Verträge, alle von Anwälten und Finanzleuten unter Mithilfe der Politik siegen über die Menschen und das was man heute noch Demokratie nennt. Wobei sogar Verträge nur dann Beduetung haben wenn sie der einen nützen. Wir man ja an Masstricht und beim Thema Schuldenübernahme gesehen hat. Und es gab keine Aufschrei, der blöden Massen!

      Wer es noch nicht gelesen hat, dem sei das Intreview mit Varoufakis empfohlen,

      http://www.newstatesman.com/world-affairs/2015/07/yanis-varoufakis-full-transcript-our-battle-save-greece

      Am bsten hat es einer der wenigen verbliebenen Journalisten unserer Zeit, der Australier John Pilger formuliert

      http://www.globalresearch.ca/the-problem-of-greece-is-not-only-a-tragedy-it-is-a-lie/5462175

      Er sieht als Einziger, dass auch Syriza keineswegs die Menschen vertritt und, dass die Zeite des sotaildemokratischen Sozialstaates längst und unwiederbringlich vergangen sind:

      „Varoufakis omits all mention of the Social Democratic Party that split the Labour vote and led to Blairism. In suggesting people in Britain “scorned socialist change” – when they were given no real opportunity to bring about that change – he echoes Blair.
      The leaders of Syriza are revolutionaries of a kind – but their revolution is the perverse, familiar appropriation of social democratic and parliamentary movements by liberals groomed to comply with neo-liberal drivel and a social engineering whose authentic face is that of Wolfgang Schauble, Germany’s finance minister, an imperial thug.“

  32. österreichische schule
    hätten die griechen in den letzten jahrzehnten die erkenntnisse der östereichischen schule angenommen und umgesetzt, wären dort heute blühende landschaften, auch im hochsommer.
    sich aber auf konsumgetriebene luftikuse wie krugman, stiglitz, galbraith oder gar jeffsachs zu verlassen ist tollkühn und fordert immer heraus, dass andere das frühstück bezahlen.
    ja in der ökonomie und bei den torten sind die össis ihren nachbarn immer voraus.

  33. Salzburg wieder deutsch....?
    In der Tat gehörte Salzburg nicht nur als selbständiges Fürsterzbistum zum Sanctum Imperium, damit wie oben schon korrekt beschrieben zum bairischen Reichskreis (y bekam Bayern erst danach….), deswegen ist der Herr Erzbischof dort auch traditionell „primas germaniae“, und nicht etwa „austriae“.
    Also die sollten wir schleunigst wieder eingemeinden.
    Was Vergleiche, neudeutsch auch „haircuts“ genannt, angeht, macht Frau Bundeskanzlerin gerade in feinsinnige Sophistik: einen „klassischen“ werde es mit ihr nicht geben. Dann lieber a la mode? Das würde dann nochmal Verlängerung der Kredite bedeuten, warum fällt mir da „ad calendas graecas“ ein? Und Herabsetzung der Zinslast?
    Dann doch lieber boef a la mode. Den Strudel dann als Nachtisch.

  34. Ösis sind NIEMALS ungarn
    Lieber Autor, als Ösi, dem sein Land selber auf den Arsch geht, stimme ich grosso modo Ihrem Befund zur. nur eine AUSNAHME: Historisch kamen die Überfälle von den Ungarn bzw Awaren und selbst wir Ösis wurden von den massakriert. Werfen Sie niemals Ungarn und Ösis in eine Topf. DAs wollen beide nicht. – Und dass die Bayern die Hypo gekauft haben, ist der GIER der bayr Staatsregierung zuzuschreiben. Die wurden auf einmal Grössenwahnsinnig, nachdem es die Hypo schon war. a guate miteinand.

  35. blah
    es ist noch zu bemerken, die Kärntner sind keineswegs die Österreicher in Österreich, sie sind die Bayern in Österreich!

    denn: sie leben im Süden, sprechen eine Sprache, die der Rest nicht versteht, wählen seltsam und sehen sich ständig vom Rest der Nation bedroht, verfolgt und ausgenommen. Eben wie die Bayern.

  36. Der Bayer ist zu keiner intensiven Feindschaft mit dem Ösi fähig, dafür gibts Preissn
    Meine Frau und ich haben beide Migrationshintergrund. Ich aus besagtem Balkanpufferstaat und sie aus der schwäbischen Provinz. Seit zwanzig Jahren sind wir nun hier ansässig und volken die Bayern um! Die nehmens bisher relativ gelassen.

    Der folgenden Unverschämtheit von dem Don muss ich aber nun schon entgegentreten:

    „Es mag stimmen, dass das politische System der Griechen ganz massive Ähnlichkeiten mit dem hat, das man auch bei den Österreichern vorfindet, aber man muss auch einmal sagen, dass wir von den Griechen kulturell so profitiert haben, wie die Österreicher von uns hätten profitieren können.“

    Der etwas ungeschickte Vergleich der politischen Systeme mag ja noch „irgendwie“ mit viel gutem Willen angehen. Man mag über die höhere Effizienz der bayrischen politischen Korruption versus den östlichen Ansätzen philosophieren.

    Aber : Wo bitte kann ein Ösi „kulturell“ von den Bayern profitieren???

    Die Bayern sind tolerant aber oft halt relativ einfallslos wie ihre CSU. Auf jeder Berghütte oder auch dem Oktoberfest wird fast ausschließlich österreichisches Liedgut zum Besten gegeben. Im Vergleich zu Wien ist München eher dörflich, aber es lebt sich bei weitem bequemer. Selbst in tiefster bayrischer Provinz werden Bahnhöfe zu Sissi Museen umgebaut, weil Bayern anscheinend nur Trampel als Herrscherinnen hatte.

    Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Österreich endet meist in Megakatastrophen. Aber was können wir dafür, dass ein verkannter Postkartenzeichner hier dick Karriere macht. Jörg Haider hatte bekanntlich die Bayrische CSU als sein Vorbild. Das ist das eigentliche Problem. Der Bayer mag die Ösis und fällt auf seine größten Gfrasta rein. Der Preiss wird selbst bei größter Unterwürfigkeit verachtet, sofern er nicht von vornherein als überarrogant nicht einmal ignoriert wird. Die Ösis dürfen die Bayern verarschen und gehen trotzdem als irgendwie goldig durch. ihr seid doch selber schuld und wollt es so!

    Eine große Katastrophe aus Sicht der Ösis, die aber hier kaum jemand mehr wahrnimmt, war der Verkauf der Bank Austria an die Hypovereinsbank. Da wurden wir Ösis von den Bayern aber sowas über den Tisch gezogen, dass 3 HAAs nicht reichen würden. Der Ösi redet da weniger darüber, aber merkt sich das.

    Dieses Geschäft hat den damaligen Vizekanzler Schüssel sowas von gewurmt, dass er lieber die große Koalition mit den Sozis aufgekündigt hat und dann mit Jörg Haider zusammen ging.

    Aber ok, BMW, Siemens und die Münchner Schicki Micki FC Byern Bussi Gesellschaft sei euch gegönnt.

    Aber Kultur !?!

    • Ja natürlich haben sie profitiert, nachdem unsereins die Awarenmark erobert und das Christentum gebracht hat. Das ist zwar schon etwas her, aber die Zinsen hätten wir auch noch gern.

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