Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Kleinere Wohnungen für kleine Leute

| 255 Lesermeinungen

Montags kein Brot, Freitags kein Bier,
Erich, dafür danken wir dir.

„Bist Du nicht sehr einsam, wenn Du so eingeschneit wirst?“, wollte die Anruferin wissen. Sie ist Anruferin, weil sie eigentlich kommen wollte, aber wer schlau ist, bleibt jetzt daheim und lässt andere auf eisglatten Strassen in die Gräben krachen, um nie im winterverzauberten Oberland anzukommen.

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Nein, antworte ich und schaue hinaus. Nein, wirklich nicht. Es geht mir gut. Die Vorräte reichen noch drei Tage, die Heizung ist warm, die Katze schläft auf dem Sofa, ich höre Telemann und blättere in der World of Interiors. Das ist Zufriedenheit: In einer warmen Wohnung am Ende des Landes und der Zivilisation sitzen, Telemann hören, hinaus schauen auf den Bergwald und ein Magazin lesen, in dem Briten. Italiener und Franzosen beklagen, dass die Houses, Palazzi und Chateaus eigentlich viel zu gross sind, aber verkleinern kann man sie auch nicht, immerhin sind es historische Bauten, und Bibliotheken und Sammlungen pflegen ohnehin in neue Räume zu wuchern. Ich mag solche Klagen und Sorgen. Es gibt so viel hässliches Elend auf der Welt, von Afghanistan bis zu Altmaiers Tweets, da ist es doch erfreulich, wenn es auch einmal schönes Elend gibt. Zum Beispiel, dass Rokokogemälde für Wände zu klein sind, oder Flügel über den Balkon in den ersten Stock gebracht werden musste. Ein jeder trage seine eigene Last, so ist es gerecht, und so wird auch niemand überfordert.

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Denn mit grossen Liegenschaften muss man umgehen können. Arme Leute haben da nichts zu suchen. Oh, bitte, das ist natürlich nicht meine Meinung, und so etwas steht natürlich auch nicht in der World of Interiors, ganz im Gegenteil, dort gibt es auch Arme, aber sie sind anders und werden nicht müde zu erzählen, welche Unsummen so ein Restaurierungsprojekt verschlingt. Manche können sich die Rettung ihrer Liegenschaften auch nur Raum für Raum leisten, erst den Salon, dann die Galerie, dann das Treppenhaus, dann die Deckengemälde – aber solche Arme meine ich nicht. Ich meine schon richtig Arme. Also, das heisst, als arm sollte man sie eigentlich nicht bezeichnen, sozial bedürftig ist auch fies, und irgendwie haben Kollegen das voll drauf, das mit der nicht diskriminierenden Schreibe. Die können wirklich sagen, dass Arme in grossen Wohnungen nichts verloren haben und man ihnen sowieso besser Baracken hinstellt, bei denen an allen Ecken und Enden gespart wird. Und zwar so, dass es weder unten ein Parkettende noch oben eine Deckengemäldeecke gäbe.

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Deshalb finde ich diesen Beitrag hier bei allem Grusel auch phantastisch. Gleich zu Beginn erklärt er den Lesern, dass die Wilmersdorfer Witwe mit ihrer riesigen Gründerzeitwohnung eine Klischee ist. Das freut natürlich gleich jeden Sozialneidigen, denn wer ausser Erben, Vermögensverwaltern und Organisatoren mehrmonatiger Weltreisen mag schon solche Witwen? Eben. Niemand. Dann stimmt der Leser also freudig zu, um es dann gleich richtig hinein gerieben zu bekommen: Berliner leben oft in zu grossen Wohnungen, die ihnen zu teuer sind. Steht da wirklich. Die verfügbaren Wohnungen passen weder zum Einkommen noch zum Dasein als Single, also werden zwei Strategien vorgeschlagen: Kleinere Wohnungen und deutlich billigeres Bauen. Maximal 40m² für einen Kleinhaushalt und 1550 Euro Baukosten für den Quadratmeter.

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Ich werde nie so ein wortgewandter Journalist sein, als dass ich überteuert vermietete Baracken aus Rigips mit Styroporverkleidung auf billigen Flächen einer ehemaligen Sondermülldeponie mit der Panegyrik “Absenkung von Baustandards, um Baukosten zu senken und kleine Einheiten lukrativer zu machen“ loben könnte. Aber letztlich ist as auch egal, denn das ist es, was angesichts des Zustroms von Flüchtlingen aus Bürgerkriegsregionen wie Schwaben, Syrien, Irak und Bayern nach Berlin tatsächlich gefordert wird. Eine Absenkung der Standards und weniger Wohnraum. Für mich – der ich übrigens sehr wohl allein in Wilmersdorferwitwenverhältnissen lebe, nur echte Spätrenaissance statt Gründerzeit – wäre das so, als sagte mir jemand: „Dir geht es zu gut. Check mal Deine Privilegien. Wir haben hier Bedürftige, pass Dich besser mal denen an.“

Ich möchte das nicht. Ich empfände das offen gesagt als Frechheit, und natürlich sagt mir das auch keiner: Ich bin am richtigen Ende der sozialen Nahrungskette. Aber anderen wird das sehr wohl nahegebracht. Da gibt es ein Problem, da ist ein Mangel, da muss man eben weniger Raum auf mehr Leute verteilen. Statt fünf Prozent mehr Mehrwertsteuer zehn Prozent weniger Wohnfläche. Letzthin las ich in der Prantlhausener Zeitung einen Beitrag, man bräuchte heute keine Bücherregale mehr – da liegt es nahe zu sagen: Mieter, du hast ein iPhone und raubkopierte Bücher, die vier Quadratmeter weniger schränken dich nicht ein, du kannst dann auch viel leichter umziehen. Simplifiziere dein Leben, löse den Blick von irdischem Tand, hebe die Augen zu wahren Werten der Gemeinschaft und werde eins im Glauben mit deinen Brüdern und Schwestern, woher sie auch kommen mögen, um das Himmelreich mit seinen Clouds und transzendenten Netzwerke – habe ich Ihnen schon erzählt, dass ich in einem ehemals berüchtigten Jesuitenseminar wohne, einem Bollwerk der Gegenreformation?

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Also, für mich wäre das jedenfalls eine grobe Beleidigung des Geistes, aber wenn es Linke gibt, die sich jetzt hinter Merkel scharen, warum sollte es keine Mieter geben, die mit weniger Raum nicht auch zufrieden sind? Es ist schliesslich für eine gute Sache, und man hat gelesen, dass es die Wilmersdorfer Witwe mit der Gründerzeitwohnung gar nicht gibt. Da muss dann eben jeder alternativlos etwas mithelfen und seinen Beitrag leisten, und auch die Planwirtschaft der DDR mit ihrer Platte war deutlich besser als ihr Ruf – dann steigt aus den Trümmern der Gründerzeitwohnung die sozialistische Weltrepublik. Mit der Jugend des deutschen Volkes kann man das machen, die ist noch leicht für die grosse Frage der Zeit zu entflammen: Der Glaube versetzt Berge. Dieser bergeversetzende Glaube muss uns alle erfüllen.

Nur Zyniker vom Tegernsee würden dann sagen, dass die letzten beiden Sätze, so talkshowaktuell sie auch klingen mögen; aus der Sportpalastrede von Goebbels stammen, und der Zuwachs an Wohnraum im alten, demokratischen Westen eines der Kernversprechen des sozialen Aufstiegs war. Offen gesagt kenne ich auch niemanden, der denkt, er sollte sich räumlich verkleinern. In meinem Umfeld geht es immer nur um Zukäufe, und ob es Migration gibt oder nicht, ist vollkommen egal, denn dieses Preissegment ist ohnehin nicht für alle gedacht. Was mich aber an solchen beifallsheischenden Beiträgen der Verkleinerungspropaganda wirklich erstaunt, ist der Unterschied zu Herrn Goebbels: Der wollte im Sportpalast die Plutokraten, die Luxusgeschöpfe, die reichen Drückeberger, die Privilegierten, also Leute wie Sie und mich im eigenen Volk für den Krieg einspannen, der vor allem in seiner sozialen Dimension total werden sollte. Heute geht man ganz selbstverständlich davon aus, dass man für viele Baracken brauchen wird, und Kunden hat, die ohnehin keine andere Wahl haben.

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Das alles ist weder mein Wunsch noch meine Erfindung, das fordern andere und dem Volk ist es, mag es scheinen, völlig egal – nur der bei den Grünen unbeliebte Herr Danisch und ich, wir regen uns darüber auf. Ich finde das wirklich ungerecht. So etwas entmutigt die Menschen, wenn sie lesen, dass es für sie nur halb so teuer sein darf. Die Standards sind für sie angeblich zu hoch. Was soll das werden? DDR der späten siebziger Jahre? Wohnpappe? Ist die Ikeasozialisierung schon so weit fortgeschritten?

Gerne würde ich das weiter ausführen, aber leider bin ich zeitlich etwas pressiert: Ich muss noch schnell dem Verkäufer einer Schäferszene aus dem Boucherumfeld – ich habe sie erstanden, weil sie mich an die Malereien in der Villa Pisani erinnert hat – mitteilen, dass er sie auf keinen Fall in die kleine, dumme Stadt an der Donau schicken soll, sondern hierher, weil ich ja am Tegernsee eingeschneit bin, in meiner winzigen Behausung am Ende der Zivilisation, und ausserdem habe ich sogar noch etwas Platz, um das Gemälde aufzuhängen. Danach wird es aber wirklich schwierig. Das ist schon ein Elend, wenn man so wenig Platz hat.

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255 Lesermeinungen

  1. Don, manchmal können Sie wirklich, aber so richtig wirklich,
    gemein sein. Weiter so.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

  2. Sorgen eines Eingeschneiten
    Köstlich, ich hatte passend dazu Tee und shortbread mit Orangenstücken, Meine Gemälde passen in Petersburger Hängung allerdings noch gut an die Wände, die großen Formate sind ja durch Krieg und Vertreibung perdu oder in den Depots der Brüder in Leningrad, ach Verzeihung jetzt wieder St. Petersburg.
    Dazu Musik aus dem Radio das Konzert der drei Berliner Orchester als Willkommen für die Flüchtlinge. Beifall zwischen den Sätzen, aber der kommt sicher von Herzen, und wer wird da schon musikwissenschaftlich kleinlich sein. Gerade brettert Sir Simon mit dem BPO durch den Schlußsatz von Beethoven VII.
    So werden wir den Zumutungen der Moderne noch eine Weile fest ins Auge sehen.
    Herzliche Grüße aus dem Hauptslum, Abteilung Königin Luise Straße.

    • Da hoffe ich, dass es zu keinerlei Zwangseinquartierungen kommen wird, nach dem Motto „Ein Zimmer kann jeder opfern“.

      Der Applaus zwischen den Sätzen mag vielleicht etwas rustikal sein, aber auf der anderen Seite ist das auch wieder historische Aufführungspraxis.

    • Hab's auch gehört - per Livestream.
      War wunderbar – bis auf das Klatschen zwischen den Sätzen – leider auch beim Mozart-Klavierkonzert … Und bis auf die Tatsache, dass von Prokofiev nur ein Satz und von Beethoven nur zwei Sätze gespielt wurden. Aber was gespielt wurde, wurde phantastisch gespielt. Schöne Grüße nach dem Reichshauptslum – nächste Woche komme ich euch besuchen!

    • Eingeschneit in Berlin?
      Nun, hier im Westen ist die klassische Musik auch keine verlässliche Zuflucht mehr, oder sind die Kölner derzeit besonders dünnhäutig? http://www.bz-berlin.de/deutschland/klassik-konzert-wegen-poebelnder-besucher-abgebrochen. Doch der Schnee taut schon, Hund und Katz liegen zuhause vorm Kamin.

  3. Wir sollten den Bibeltext (Matthäus 21,18-22) genau lesen, damit wir
    auch wissen, was es bedeutet, wenn Politik, religiös fundiert, sich daran macht, Berge durch Glauben zu versetzen.

    18 Früh am nächsten Morgen kehrte Jesus nach Jerusalem zurück. Unterwegs bekam er Hunger.
    19 Als er einen Feigenbaum am Straßenrand sah, ging er hin; aber er fand nichts als Blätter daran. Da sagte er zu dem Baum: »Du sollst niemals mehr Frucht tragen!« Und sofort verdorrte der Baum.
    20 Voller Staunen sahen es die Jünger und fragten: »Wie konnte der Baum so plötzlich verdorren?«
    21 Jesus antwortete ihnen: »Ich versichere euch: Wenn ihr Vertrauen zu Gott habt und nicht zweifelt, könnt ihr nicht nur tun, was ich mit diesem Feigenbaum getan habe. Ihr könnt dann sogar zu diesem Berg sagen: ‚Auf, stürze dich ins Meer!‘, und es wird geschehen.
    22 Wenn ihr nur Vertrauen habt, werdet ihr alles bekommen, worum ihr Gott bittet.

  4. Werter Don....
    …wirklich herzerfrischend, von diesen Ihren Sorgen erfahren zu dürfen. Ich verstehe Sie ja nur zu gut.

    Auch im erfreulicherweise immer noch recht schönen Österreich versucht die dunkle Seite der Macht – also die linke – gerade, den Menschen beizubringen, dass ihre Rechte als Bürger, als Liegenschaftseigentümer und als Anrainer im Umfeld der neu zu schaffenden Asylantenghettos genau nichts wert sind. Und da ist es schon beruhigend, wenn es zum neuen Ungemach dieser Zeit wenigstens einen gewissen räumlichen und pekuniären Abstand gibt….

  5. Raum ist in der kleinsten Hütte...
    Ging der Spruch nicht so? Das steht natürlich im Widerspruch dazu, wie man noch vor kurzem gegen die Gentrifizierung wetterte, und alten Omas ihren Lebensabend in zu großen Altbauten ermöglichen wollte. Konnte ja auch keiner absehen, daß die große Stunde des Wohnungsmarktes erst jetzt, durch intersektionale antirassistische sozialistische Bedarfsplanung schlägt.

    • Die alte Oma arf nur bleiben, wenn sie bereit ist, am Projekt mitzuwirken – ansonsten ist sie eine herzlose alte Schachtel und fast ganz sicher eine Arisiererin.

  6. Titel eingeben
    Merkels Äußerungen mit der Sportpalastrede in Verbindung zu bringen, halte ich eigentlich nicht für zielführend. Der spezielle Klang und das Gerede von Glaube entspringt wohl eher ihrer religiösen Prägung (man kann den NS natürlich als politische Relgion auffassen…aber das sind ja allenfalls allgemeine Ähnlichkeiten). Ansonsten treibt Merkel nur den Konsens weiter Teile des deutschen Bürgertums in den letzten 30-40 Jahren auf die Spitze.

    „Letzthin las ich in der Prantlhausener Zeitung einen Beitrag, man bräuchte heute keine Bücherregale mehr“

    Das könnte sogar sein, dass Bücher wirklich nur noch Prestige- und Repräsentationsobjekte für bessergestellte Schichten mit traditionalistischer Prägung werden.

    • Ich stosse mich einfach an solchen dummen, esotherischen Phrasen. Politik ist Politik und kein Gottesdienst und kein Glaubensbekenntnis – wer das will, soll bitte nicht die anderen damit belästigen.

    • @DonAlphonso
      Da gebe ich Ihnen durchaus Recht, das ist aber im Grunde parteiübergreifend so, Kretschmann und Göring-Eckhardt sind bei den Grünen genauso; auch bei SPD und sogar bei der Linkspartei ist die Gott-Fraktion ja durchaus vertreten. Paradoxerweise scheint das sogar zuzunehmen, obwohl die Gesellschaft an sich immer säkularer wird.

    • Gab es in der DDR nicht auc so eine sozialistische Christenströmung, die es systemkonferm versucht hat? Dieser Biermann hat doch sowas auch mal gemacht.

    • Titel eingeben
      Herr Kissler hat die Merkelsche Bergpredigt im Cicero sehr gut analysiert, ich empfehle den Artikel dort zu lesen.

    • @DonAlphonso
      „Gab es in der DDR nicht auc so eine sozialistische Christenströmung, die es systemkonferm versucht hat? “

      Soweit ich weiß, war Merkels Vater doch so einer, wurde ja auch der „rote Kasner“ genannt. Bin da aber nicht so im Detail informiert. Mich irritiert nur diese ostentative Religiosität in der Politik, die meinem Eindruck nach eher zunimmt. Das entspricht aber eigentlich nicht den Realitäten in der Gesamtgesellschaft. Ich denke auch, dass die prominente Haltung von Kirchenvertretern und christlich geprägten Politikern zugunsten der aktuellen Migrationspolitik früher oder später zu einem harten anti-religiösen oder zumindest anti-christlichen backlash führen wird.

    • Naja, die Kirchen sind fraglos Profiteure der Kosten. Bei mir daheim gab es Knatsch, weil die Caritas der CSU zu nett war. Bittere Geschichte.

    • @tommy
      Bücher wären wohl so ziemlich das letzte, von dem ich mich trennen würde. So wie nur Bares Wahres ist, sind bedruckte oder beschriebene Seiten ziemlich fälschungssicher. Was man vom Internet nicht behaupten kann, siehe Merkels: „…verdammte Pflicht und Schuldigkeit…“. Das liest sich heute schon ganz anders.

    • Vielleicht ist es auch wirklich schon so weit,
      dass nur noch Beten hilft. Anders kann ich diese Politik nicht verstehen.
      Leute – wir stehen kurz vor dem Abgrund – und Pfarrer, andere Prediger und ein Haufen Argloser in der Regierung, wohin man auch schaut.

    • @Dengar
      Es ist aber teilweise wirklich eine Platzfrage, und eine Büchersammlung muss man schließlich auch organisieren, will man nicht irgendwann als Messie enden und unter einem umgestürzten Bücherstapel begraben werden. Ich persönlich kaufe unter anderem auch deshalb kaum Bücher (der andere Grund ist Geldmangel), sondern leihe aus der Universitätsbibliothek aus. In der Hinsicht ist das Internet schon tatsächlich auch ein Fortschritt, man kann da sehr viel an Klassikern finden (z.B. Gibbons Decline and fall of the Roman empire, was ja mittlerweile einen gewissen Aktualitätsbezug aufweist).
      Bücher werden aber sicherlich auch in Privathaushalten nicht ganz verschwinden.

    • tommy, stimmt, der Kasner war so einer
      1953 in die DDR gegangen, kleine Pfarrei, dann Templin ein unbesorgtes Leben mit allen Privilegien. Unbeleckt von der Realität, zwei Autos, eins dienstlich, eines privat und alle Bücher aus dem Westen, die man in der DDR eigentlich nicht haben durfte, Gesprächskreise im Arbeitszimmer mit Stolpe, LdMaizière und etlichen anderen sowie den Kirchenfürsten aus West-Berlin. Glasnost von Gorbatschow gefiel dem Alten dann so gut wie der Tochter und beide träumten vom neuen Sozialismus. Diesen Traum macht Tochter ja nun bei uns wahr.

      Dazu empfehle ich das Buch von Günther Lachmann, das frühere Leben der Angela M.

    • tommy, noch eins
      Merkel ist nicht fromm. Sie hat mal ziemlich schnippisch auf eine entsprechende Frage geantwortet, nur weil man in einem Pfarreshaushalt aufgewachsen sei, würde man nicht automatisch fromm.

    • Buecher gegen Cloud - Handeln statt Opium fuers Volk
      Die Vinyl-LP ist immer noch der haltbarere Musikspeicher, besser als CD, HDD, Cloud, was Haltbarkeit angeht. So ist es auch mit digitalen Buechern – mit der Besonderheit, dass das Wissen in der Cloud leicht „upgedatet“ werden kann, immer von dem/der die Meinheitshoheit, Technologie und/oder Macht hat.

      Geschichtsfaelschung also nicht nur durch die Sieger (siehe zB Caesar und Gallien; Richard III, der garnicht der Boesewicht war), sondern in Zukunft durch Google, NSA uam.

      Also: gedruckte Buecher behalten, pflegen, schaetzen, weitergeben!

      Statt Beten (Opium fuers Volk) hilft nur Handeln. Zumindest durch das richtige Kreuzchen (was immer das auch ist) bei der Wahl oder durch Engagement, oder was auch immer. Tu was!

    • Titel eingeben
      „Also: gedruckte Buecher behalten, pflegen, schaetzen, weitergeben!“
      .
      Wirklich alle?
      Ich verschenke Bücher, die ich seit 30 Jahren nicht mehr angefasst habe und wohl auch in der Zukunft nicht… oder ich schmeiß sie gleich weg. Zum Beispiel all die vor Jahrzehnten wegen einer Mode gekauften (oder als Jugendlicher geklauten), die mir heute nur peinlich sind oder die schlicht überholt sind. Der komplette Hesse fiel bei mir darunter. All die Taschenbücher, die man nach einmaligem Lesen sowieso… Nur Klassiker und Bücher, in die ich ab und zu wirklich reinschaue, oder die ich sogar wiederlese, finden mittlerweile ihr Gnadenbrot in meinen Regalen. Mit der Musik muss ich’s inzwischen ebenso machen. Schiere Platznot. Trotzdem kauf‘ ich immer noch mehr Bücher und Musik als ich weggebe oder -werfe. Weil man immer wieder was entdeckt, was man in den letzten Jahrzehnten übersah (Perec!) – oder man war noch zu doof dafür (Diderot, Lichtenberg…). Auch danke an den Don für so manchen Musiktip; besonders hervorzuheben: der Sänger Marco Beasley.

    • .
      nun soll es ja tatsächlich wohnungen geben, in denen kein bücherregal mehr zu finden sei, und gar welche, die mit einem buch nicht sonderlich viel anzufangen wissen; mehr als einmal musste man da beim schenken in ein unbedarfes gesicht schauen. wen man alles so kennt, ts. aber überreichen sie zum geburtstag mal eine app.

      allerdings sorgt auch die burg hier zuweilen für verwunderung. sehr verblüfft zeigte sich bei seinem ersten besuch ein freund, weil er umgehend feststellte, dass er ja keine bücher sehen könne! im salon sicher nicht, ausser ein paar coffee table books von ausstellungen. hier lässt man gerade an einer bibliothek bauen – ein umbau -, aber da sind schon ungefähr drei stück in den alten wandschränken, demnach unsichtbar, und die anderen fünf treiben sich in zwei anderen zimmerchen herum, dafür dann zuweilen doppelreihig. ach ja, eines im obersten stockwerk ebenso, aber da liegen sie bloss weit verteilt auf grossen ablagen herum.

    • @RenateSimon
      „Merkel ist nicht fromm.“

      Auf mich wirkt das anders…ihre wiederholten Äußerungen, dass Leute, die Angst vor Islamisierung haben, in der Bibel lesen und in die Kirche gehen sollen, weisen für mich schon auf eine tiefe (und in diesem Amt problematische) Frömmigkeit hin.
      Dass die Bevölkerung Deutschlands mittlerweile zu erheblichen Teilen aus Menschen besteht, die mit Religion nichts anfangen können, scheint dieser Frau unbekannt zu sein. Und andere CDUler wie z.B. der angeblich so moderne Tauber äußern sich ähnlich. Für mich ein weiterer Grund dafür, dass die CDU demontiert werden muss.

    • @ Samsara
      …und so trat da das unangenehm Bigotte der alten BRD zu Tage; die Selbstgefälligkeit einer oberflächlichen Kritik, die Verantwortungslosigkeit, die in der Ignoranz der größeren zugunsten der kleineren Probleme besteht, und die Sucht, im anderen stets den größeren Sünder erkennen zu wollen. – Bißchen Weihrauch gefällig?

      Ich fürchte, sowas kann jeder Praktikant zusammenpinseln, das ist nicht schwer. Jeder charakterschwache Praktikant, heißt dass, der die Verwendung des Wortes „Ich“ eben vor dem Hintergrund des eigenen Horizonts bloß mit Machtgeilheit in Verbindung bringen kann und primitive Witze für mitteilbaren Humor hält. Da kann man nichts tun, da hat es in der frühen Kindheit an Aufklärung gefehlt. Tragisch.

    • tommy, nee, fromm ist die nicht
      Was Sie hier als tiefe Frömmigkeit sehen, ist was anderes. Die totale Verblendung vielleicht, Ideologie sicher.
      Im Verbund mit Marx und Beddingsbums, ich kann mir den Namen des zum Lächeln Verdammten nicht merken, halte ich Merkels Sprüche für reine Demagogie und Moralisierung.

      Die CDU hat völlig vergessen, dass gelebter Glaube etwas ganz anderes als die moralinsaure Frömmelei ist, die man uns zeigt, weil man das C im Namen hat.

      Andersrum, wo wird mehr gelogen als in der Kirche?

  7. smart-Wohnungen mit 40qm für singles und Paare
    sind das neue kommunale Wiener Wohnmodell; Witwen in größeren Sozialwohnungen werden animiert in kleinere Sozialwohnungen zu ziehen; während Witwen in Privathäusern allerlei Entmietungsstrategien ausgesetzt sind; Grüne planen ökokorrekte Holzhäuser für Flüchtlinge und Studenten in der Satellitenstadt Aspern und die kommunalpolitisch maßgebliche Gruppe – Linke – wohnt im Dachausbau oder ehemaligen Großbürgerwohnungen, die zwischendurch auch mal WGs beherbergt haben konnten…oder in den oberen Stockwerken von Genossenschaftsbauten. Und auch linke Papas können so manches richten. –
    .
    Und sonst: unsere jungen Afghanen wollen nicht untätig bleiben und proben grade den take over am Markt für harte Drogen, die Nigerianer und Eritreer werden auf der Straße mit Messern angegriffen… vor ein paar Jahren gab es solche Übernahmeversuche von Tschetschenen, aber die wandten sich dann dem Dschihad zu.

    • Das klingt aber alles sehr scheusslich. Der Gemeindebau gilt in eutschland trotzdem als ähnlich leuchtendes Beispiel wie die Willkomenskultur in Schweden.

    • ökokorrekte Holzhäuser
      für 860.000 Euro/Stück habe ich gelesen, da soll heftige Freude bei den Ureinwohnern aufgekommen sein.

    • Gemeindebau
      Die Einzimmerwohnungen in den Wiener Gemeindebauten aus der 1.Republik hatten 20-25qm, aber Toilette und Wasser innen und waren eine große Verbesserung angesichts des Wohnelends am Ende von WK1.. im Karl Marx Hof z.B. wurden solche Kleinwohnungen inzwischen teilweise zusammengelegt, um größere Einheiten für kinderreiche Migrantenfamilien zu schaffen. Aber Sozialorganisationen (Sucht-und Bewährungshilfe etwa) haben noch KOntingente solcher Kleinwohnungen zur Vergabe an ihre Klientele. Der Wiener Gemeindebau – aus der Wohnbausteuer finanziert – war eine bedeutende soziale Innovation, verbunden mit vielen Gemeinschafts-und politischen Freizeiteinrichtungen. Liebevoll und in allen art deco Details aufwendig renoviert sind diese Bauten teilweise bereits wieder devastiert; die gegenwärtigen Bewohner haben kein Interesse für die
      historische Dimension; sozialer Aufstieg erfolgte in den Genossenschaftsbau (mit Eigenkostenanteil) oder ins winterfeste Kleingartenhaus im Schrebergarten.
      Die großen Gemeindebauhöfe waren auch politische und soziale Basis der Februarkämpfer; Residuen dieses Kulturkampfes der ersten Republik werden eifrig gehegt.

    • liebe Frau Simon,
      als aufmerksame Leserin sind Sie besser informiert als ich! Im Baugeschäft gibt es seltsame Interessenskoalitionen, man kann dabei leicht sehr viel verdienen…im Laufe der Jahre hab ich etliche Aufstiege mitangesehen, die immer und unweigerlich mit qm-Zuwächsen einhergingen, aber leider inzwischen auch alte Menschen kennengelernt, die ihre jahrzehntelang bewohnten Räumlichkeiten verloren, in einem Fall verbunden mit totaler Enteignung (juristisch: Eigentumsübergang an den Hausbesitzer). Ein alter Mietvertrag, interessante Wohnlage und keine Angehörigen sind eine sehr gefährliche Kombination. Man behaupte daher vorbeugend immer einen Neffen bei Gericht zu haben!
      Der Wohnungsmarkt hat sich nach 89 mit Zuwanderung und dem Zufluß zu waschender Gelder so verengt…

    • Liebe Försterliesel, der Neffe bei Gericht
      würde hier in Düsseldorf nichts bewirken können. Allerdings mangelt’s in Düsseldorf an so schönen alten Häusern, gut in Oberkassel an den Ringen stehen welche, bewohnt von denen, die das Geld haben, aber grundsätzlich ist Düsseldorf fürchterlich arm an Historie.

      In der Welt war gestern der Vorschlag zu lesen, sich bezüglich der Neubauten für Migranten an den Gründerzeitvierteln, wie man sie z.B. am Prenzlauer Berg noch findet, zu orientieren und dafür innerstädtisch Flächen zu nutzen. So etwas hat Ddorf nicht, hier treiben Gehry u.a. ihr Unwesen, ich mag das nicht Architektur nennen. Aber die meisten finden das schick.

  8. Kanonen
    Da war doch neulich was mit bayerischen Kanonen…

    Noch ist es ja zulässig, dass Deutschland sich, zwar mit schwachbrüstigem Zeugs, bewaffnen darf – und davon wohl auch reichlich Gebrauch macht. Ich überlege tatsächlich seit Monaten, ob es über kurz oder lang wohl zu Enteignungen und Zwangseinquartierungen kommen kann, und wenn ja, ob Militär und Polizei bei Weigerung dann tatsächlich auf ihre bis an die Zähne bewaffneten Mitbürger losgehen würden.

    Ich kann mir das im Moment nicht vorstellen, aber falls mir Zweifel kommen, möchte ich schon mal freundlichst um die Überlassung einer der Kanonen bitten…

    • Das wir ein Hauen und Stechen – aber bei denen, die sich wirklich nicht wehren können, sprich, sozialwe Wohungsbau und Mieter, deren Vermieter gierig werden.

    • Das ist ein interessantes Thema.
      Ich schrieb ja schon von unserem kleinen Dorf mit 78+x Südländern, darunter sind mittlerweile 16 Fehlbeleger. Unser Bürgermeister hat Order, diese in Wohnungen unterzubringen, auf daß Nachschub Platz finde. Im Dorf geht da nichts, diesbezügliche Anstrengungen wären auch kontraproduktiv, denn jeder Sozialfall belastet die Gemeindekasse. So lässt man nolens volens Fehlbeleger Fehlbeleger sein und rechnet mit deren Sehnsucht nach den urbanen Zentren, es kann unsretwegen auch der Tegernsee sein. Von dort, den Zentren, liest man schon Vorschläge, die Südländer seien idealerweise auf dem Land unterzubringen, es gäbe reichlich Platz, die Landschaft sei schön und das sei der Genesung Traumatisierter förderlich und die Integration gelänge besser.

      Das gibt noch böses Blut, insbesondere wenn die Familienzusammenführung voll angelaufen ist. Eigentlich seltsam, daß eine Naturwissenschaftlerin sowas nicht vorher bedenkt. Dabei hätte man das alles mit 2 Sorten Mäusen gut ausprobieren können.

      Und, D.A. Danke für den Beitrag. Eine Geschichte über das Zauberwort Integration sollte noch sein.

    • Kanonen und andere Püsteriche nützen Ihnen überhaupt nichts, denn
      Wohnungen mit solchem Inhalt (kann man mittlerweile sehr schön von außen erkennen!) werden über „Gas“angriffe eingenommen. (Haben Sie sich nicht schon öfter über Polizeiberichte in Supermärkten einschlafender Eindringlinge gewundert? Und gefragt, wie die durch die Türen einfliegenden Kleinvögel, die da drinnen bei dem überreichlichen Nahrungsangebot nicht verhungern müssen, letztlich wieder einkassiert werden? Eben, eben…)

    • @Frauke Amgelin
      Gasmasken, hm?

      Ich bin vermutlich zu naiv, mir alle Fieslistigkeiten ausmalen zu können, wie man mich aus meinem Haus befördert, bzw. Mitbewohner zu mir reinstopft. Ich dachte immer, bei den eingeschlafenen Einbrechern lag’s am Alkoholkonsum an Ort und Stelle, und wie blöd die wären, nicht bis zu Hause warten zu können. Gas also.

      Meinen Großeltern (fünf Kinder, zwei davon in Kriegsgefangenschaft), haben sie nach dem Krieg sage und schreibe 17 Personen zugewiesen in einen, zugegebenermaßen nicht ganz kleinen, Bauernhof. Aber die daraus resultierende Enge und der Verlust an Privatheit muss erdrückend gewesen sein, und das waren noch Landsleute.
      Ich mag mir das gar nicht weiter vorstellen.

    • @Gamskamoler
      Ja, die Verschiebung der Zuwanderer…

      Ich lebe in dem einwohnerschwundgeplagten Dunkeldeutschland, in einem Städtchen mit ziemlich viel leerstehender Platte. Nun hatte unsere Wohnungsbaugesellschaft schon vor zwei Jahren den Abriss…äh den Rückbau beantragt, genehmigt und gefördert bekommen, allerdings erst letztes Jahr mit der Realisierung begonnen. Unsere glorreiche OBin (eine A.M. im Kleinformat) kam nun auf die Idee, stattdessen Migranten dort einzuquartieren, doch erwies sich die WBG als resistent. Der Abriss geht munter weiter, dafür wird jetzt ein ohnehin häufig leerstehendes Hotel zweckenfremdet. Gut für den Betreiber, schlecht für unsere ohnehin hoffnungslos überschuldete Kommune, weil teuer.

    • WK II Fluechtlinge nicht mit Armutsmigranten in einen Topf
      WK II war ein anderes Ereignis in jeder Dimension als (bisher noch) die gegenwaertigen Konflikte. Auch die damaligen Fluechtlinge und die aufnehmende Bevoelkerung hatten viel mehr Gemeinsamkeiten und Solidaritaet, als alle, die Neumigranten.

      Selbst bei den Syrern, die wirklich aus Kriegsgebieten kommen, ist der Wunsch, aus sicheren Drittstaaten nach Deutschland zu kommen, ein Wechsel des Status von (Kriegs-)Fluechtling zu Armutsmigrant.

      Fakten (!) die bei allen Diskussionen, besonders zu Ethik und Moral, zu beruecksichtigen sind.

    • Titel eingeben
      Deswegen, haben die Gründer der USA nach dem ersten Amendment sofort das zweite in die Constitution geschrieben, damit die Bürgerrechte des ersten Amendments, bechützt sind.
      „Ha“

  9. Aber Don...
    …eingeschneit sein und das ohne offenen Kamin. Ts, ts, wo bleibt denn da die boarische Gmüdlichkeit? ;-)

    • Kachelofen wäre hier das Mass aller Dinge. Thing ist, ich habe keine Lust auf den damit verbundenen Schmutz.

    • .
      so unbequem ist ein kamin auch nicht, wenn er gut zieht. zudem kann man mit den richtigen apparaturen ganz gut kehren und saugen lassen.

    • @D.A.
      Kriege ich die Doppelbödigkeit dessen nicht mit?

  10. Unüberhörbar
    Sportpalast-Sound und Nero-Befehle – Töne, die nicht zu überhören sind, linguistischen Vergleichen zweifellos standhielten und wieder einmal nur hier angesprochen werden.
    Am Tag nach Merkels Geisterstunde: Applaus, Hymnen, Jubelgeschrei, die Bevölkerung unterm Strich einverstanden oder resigniert.
    Ich begreife es einfach nicht.

  11. Titel eingeben
    „DDR der späten siebziger Jahre? Wohnpappe? Ist die Ikeasozialisierung schon so weit fortgeschritten?“

    Ich denke, so ein Standard wäre nicht mal das Schlimmste. Immerhin wurde in der DDR kaum Wohnraum abgerissen, so wie im Westen! Was irgend bewohnbar war, wurde auch weiter bewohnt (oder behaust, wie man will). Die Warmsanierer und Allesausprinzipabreißer und hernach die Rigips/Styropor-Karnickel-Neubauten mit der besonders effektiven Platzausnutzung pro teurem Quadratmeter kamen ja erst später. Und wenn ich sie mir so ansehe – insbesondere die Infrastrukturfreiheit der neu betroffenen Gebiete – dann, ja dann – erkenne ich, dass es tatsächlich doch noch schlimmere Gegenden gibt als Hellersdorf; das hätte man als bornierter Ossi wirklich nicht vermutet, aber man lernt eben doch dazu! Nun betrifft Sie das alles nicht, lieber Don. Mich wird es treffen, mich trifft es ja schon in der näheren Umgebung. Also weshalb spotten Sie eigentlich über fremder Leute Elend? Langeweile?

    • Ich spotte nicht. Ich schreibe nur darüber, dass es die ärmeren Schichten voll trifft. Eigentlich sollten die sich selbst aufregen, aber sie tun es nicht.

    • wenn Sie so weitermachen,
      lieber Don, dann gehören Sie bald offiziell zum Volk. Das würde ich mir an Ihrer Stelle gut überlegen; ist leider kein Kuchenessen. Vielleicht müssten Sie dann sogar wieder Alkohol … als Aufnahmeritual …

    • Sich aufregen, 24/h. Warum es "die Armen" durchaus tun.
      Alle die, die unter Dons Schicht (welche ist das überhaupt) gewähnt werden, haben zu viel zum sich öffentlich Aufregen. So ist das, ganz andersrum!

      Das ist der Grund. Seit Schröder, seit dem Rückzug von Staat UND Unternehmen aus der sozialen Verantwortung regen sich die „Armen“ innerlich rund um die Uhr 24 Stunden am Tag auf.

      Leider müssen sie auch mal schlafen, leider müssen sie auh mal arbeiten gehen, sich arbeitsfähig halten oder die schmale Rente gut bewirtschaften. Da ist da sich permanent Aufregen ganz schlecht für die Gesundheit, die noch übrig ist (= Stress = schlechte Immunabwehr = nicht mehr arbeiten können = oder seinen Kram nicht merh blicken = Abstieg).

      Bloggen oder kommentieren tun die wenigsten, maximal die mit „Tagesfreizeit“. (Which means ALG II). Falls, falls sie sich mit ihrer mageren verhartzten Suppe ein Notbüchlein leisten können mit DSL-Anschluss.

      Daher haben Leute mit 3 Wohnungen den Eindruck, die Leute mit Einraum-Wohnung würden sich nicht aufregen.

      Oder den Eindruck, dass die alte Dame, die Angst hat, aus ihrer Wohnung, in der sie über 20 Jahre lebte, ausquartiert zu werden, sich nicht aufrege. Tut sie doch, seitdem braucht sie mehr Bluthochdruckmittel, seitdem ist sie noch häufiger beim Arzt. Aber sie bloggts halt nicht in der Gegend rum und kommt auch sonst nicht vor in den verschiedenen bekakelteten Mileues der beruflichen Meinungsbildner (vormals als Journalisten bekannt).

      Doch. Sie tuns. Innerlich.
      Um den Preis von Depressionen, Ängsten, dauernder Müdigkeit und Stress-Symptomen

      Wer das nicht checkt, lebt halt in seiner Herum-Tut-Blase. Und kennt andere Verhältnisse halt nicht.
      Kein Vorwurf, nur eine Feststellung.

  12. Prantlhausener Klopapier
    „Letzthin las ich in der Prantlhausener Zeitung einen Beitrag, man bräuchte heute keine Bücherregale mehr…“

    Möglicherweise werden andere Länder aus dem Ruin Deutschlands irgendwann einmal die Lehre ziehen, einen Straftatbestand der Boykotthetze o.Ä. gegen die Errungenschaften der (abendländischen) Zivilisation und Bildung einzuführen. Das wäre zwar auch nicht unbedingt liberal, aber irgendwie muss man sich ja wehren.

    • Das war ein Ausrutscher, ich glaube im Stilressort- Es gint eigentlich um Sauna in der Wohnung. Selten schräg, aber so ist nun mal das publizistisch angenehme Umfeld.

  13. Short people
    Lieber Don,

    Ihre Bergpredigten hören sich allemal tröstlicher an als das jeden Glauben zersetzende Geflöte von höchster Kanzel herab.
    Bleibt zu hoffen, dass Ihre Beiträge in die Pressemappen an der Spree finden. Ob sie dort eine/r versteht?

    Etwas Abwechslung zu Telemann vielleicht, wenn’s länger schneien sollte … https://www.youtube.com/watch?v=1NvgLkuEtkA

    • Ich bin ja eher so ein verdorbener Abbe des Rokoko mit Pfründen und ohne echte Überzeugung, dafür bei Bedarf halbmoralisch und ansonsten Allesfresser.

  14. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt (II)
    Ich meinerseits muss allerdings zugeben, dass ich von Zeit zu Zeit mit dem Gedanken spiele, in das Fass von Diogenes zu ziehen. Solche Gedanken können sehr hilfreich sein, wenn andere so etwas wollen. Wenn man sich jederzeit von seinem Besitz trennen kann, ist man weniger erpressbar.

  15. Köstlich
    Das einzige an der prantlhausener Zeitung, das etwas taugt, ist der Regionalteil. Daher habe ich sie schon lange abbestellt und lese ihn nur noch im stehcafe mit Croissant etc. Danke Don, Grüße vom Ostufer des etwas geräumerigeren starnberger Sees – Lore

    • Freut mich, gern geschehen. Irgendwie haben die Prantlhausener ihre Lässigkeit verloren, das ist sehr schade.

  16. Fortnum and Maison in Tirol
    Dear Don!

    Ich gehe aber schon davon aus, dass die Teekanne von Frank Cobb, Sheffield kommt und der Tee bei Fortnum and Maison gekauft wurde. Sonst kann ich gerne mit einer Dose „Earl Grey“ (gerade aus London mitgebracht) aushelfen. Ich höre dazu aber lieber Vaughan Williams oder Gustav Holst (Mars und Neptun sind derzeit meine Favoriten). Dazu lese ich juristische Grundlagenaufsätze, zB über das Eigentum, oder Franz Gschnitzer „Freiheit des Geistes“ aus Heft 15 der Schriftenreihe „Politische Zeitprobleme“ aus 1947. Über die Zeitlosigkeit bzw. Aktualität so manch alter Texte kann man nur staunen!

    Let’s have a break!

    • Dear Fochwürden, Sheffield ja, aber Mappin and Webb. Tee ist ein ganz ordinärer Cay. Ich fürchte, mit Earl Grey kann ich wenig anfangen.

    • Titel eingeben
      Fortnum and Maison: das Veuve Cliquot des Tees.
      London: ein Ort, an dem sie ihre Mutter verkaufen würden, wenn es nur ein guter Deal wäre (also für Verächter des Merkantilen und Anhänger des Otium das Allerletzte, schlimmer als NY).
      In B. (und in Hamburg natürlich) laufen jede Mengen von solchen Scarlet-Pimpernels herum, mit falschen triplen Namen und lila Socken, meistens sind es Krawatten-Verkäufer.
      Daß Don Alphonso Cay trinkt, beruhigt mich also sehr, ich hätte aber gern die Katze auf dem Kelim gesehen, beim nächsten Schneesturm bitte Photo!

    • Kommt noch.

  17. Titel eingeben
    eine Villa von Michelangelo ist zu kaufen, inklusive originaler völkerwanderungsgerechter baulicher maßnahmen
    http://blog.sfgate.com/ontheblock/2015/11/23/real-escape-michelangelos-tuscan-villa-for-sale/

    • Sehr schön.

    • Wunderschön....
      Genau das was ich suche, aber 8 Millionen, gut, nur $, aber trotzdem… Wie soll meinesgleichen heute noch acht Millionen übrig haben?
      Wie sagte Pelzig letzte Woche? „Man muss der RAF dankbar sein, dass sie das Thema Altersarmut wieder aktuell gemacht hat.“

  18. 500qm
    In der heutigen FAZ kann man den italienischen Gegenentwurf zu den Berliner low cost 40qm sehen:
    http://www.faz.net/-gpc-8cegv

    Aber wer will schon auf einem Kaff in Italien verkümmern, wenn in Berlin der Bär los ist.

  19. Gut zu wissen...
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    ich finde es beruhigend, dass ich mit meinem Unbehagen nicht alleine stehe: die Vermengung von Politik mit Glauben finde ich gruselig, auch wenn es angeblich um eine gute Sache geht. Ich mag keine Politiker, die mir – wenn ich nur fest genug an sie glaube – eine Art pseudoreligiösen Erkenntnisgewinn versprechen. Die gute alte Ratio ist mir diesbezüglich deutlich angenehmer.
    Sehr angenehm finde ich auch, wie Sie über soziale Unterschiede schreiben. Sie genießen Ihr Leben, aber Sie erheben sich dabei nicht über Andere. Wenn nur alle „Reichen Leute“ so wären…
    Ich lese Ihre Beiträge immer mit Vergnügen – vielen Dank dafür!

    Freundliche Grüße von der Kleinen Waldhexe

    • Danke, das freut mich sehr.

      Religion hat nun mal lang genug vieles bestimmt, und wenig war wirklich gut. Man sollte es wirklich privat betreiben, finde ich.

    • Don Alphonso sagt: 1. März 2016 um 21:21 Uhr
      Geehrter Don, das sag er doch mal den Neuankömmlingen – und besonders denen, die sich auch heute noch fest und Wort wörtlich an das vor Jahrhunderten Geschriebene halten, es in sich tragen und unreflektiert ausleben, egal wo sie sich befinden. So ein bisschen Amputation, Steine schmeißen, Frauen derart anmachen und generell missachten geht weit über das hinaus, was wir hier die letzten Jahrzehnte erleben mussten. Ich glaube, nur Teufelsaustreibungen gab es noch kürzlich.
      Innerlich verkorkste Menschen durch missverständliche Regeln, Aussagen und Anweisungen gibt es aber auch hier, wenn auch zumeist bereits gezähmt.

  20. Bauhaus ade
    Maria Ludwig Michael Mies steht ja leider nicht mehr zur Verfügung um das neue deutsche Bauhaus zu begründen.

    Zudem passt der Stil nicht mehr in eine Zeit wo kein Stil und Geschmack zu haben als chic gilt. Wo sich Biedermeiermief als geistige Haltung hin zur politischen Korrektheit wandelte.

    Gott sei dank bin ich arm und geistlos.

  21. Genetik ist die Lösung
    Bereits im Jahre 1972 mutmaßte die britische Rockband Genesis (mir fällt kein passender Vergleich zu Telemann ein) in einem Songtext zutreffend über die Lösung des angesprochenen Wohnraumproblems: gentechnische Manipulation der Menschlichen Durchschnittsgröße:
    „now that People will be shorter in hight, they can fit twice as many in the same Building site.“
    Darauf wird es dann wohl kurz oder lang (eher kurz) hinauslaufen…das schöne daran ist, dass ich inzwischen alt genug bin, um sowas wohl nicht mehr – oder nur in Ansätzen – erleben zu müssen.
    Zugegeben muss ich allerdings, dass Genesis das ganze schon für 2012 prophezeit haben, aber das war ja das Jahr, dass wir eh alle nicht überleben sollten, oder?
    (Genesis, Foxtrott, Get ‚em out by Friday, 1. Song auf der A Seite…muss man nicht kennen, aber die B-Seite sollte man dann doch kennen…“Suppers Ready“ ;-)

    • supper's ready ist
      ein Muss. Das Fortwirken Ovids über zwei Jahrtausende hinweg. Die Musiker der damaligen Besetzung von Genesis waren alle Absolventen englischer high-end „public schools“. And it shows. — Verliebe mich geradezu zum wiederholten Male in Jonis Cotton Avenue und erhole mich von dem Super-Gutmenschen-Konzert in der Philharmonie mit aktiver Hilfe meines Freundes Jack D. Wie lange wird die Philharmonie noch stehen?

    • Menschliche Durchschnittsgröße
      Die verringert sich mit zunehmenden Alter, so dass auch in der Raumhöhe gespart werden kann. Ich selbst habe schon fast 3cm an Körpergröße eingebüßt, da geht noch was.

    • .
      die höhe wäre ja noch etwas: aber man möchte zu bedenken geben, dass es doch zumeist der umfang ist, der sich ins negative wendet und die wände der behausung näher rücken lässt.

    • Ernährung genügt auch
      In Japan ist die Jugend ca. 20-30cm grösser als die Generationen davor. Es heisst, dass es die Ernährung ist, da statt wie früher Reis/Fisch/Tang etc. nun vielmehr Rind/Schwein/Geflügel gegessen wird (es ist noch nicht raus, obs an den Hormonen im Fleisch liegt). Insofern wäre ein Veggie-Day z.B. 6-mal die Woche ein guter Ansatz – wie vorausschauend die Grünen doch waren ;)

    • Die Vermehrung des Umfangs, werte Donna Laura,
      ist der Selfiegeneration gar nicht bewusst. Man sieht nur sein Gesicht, den Rest da drunter sieht man nicht. Das geht soweit, dass sich diese Leute dann auf Gruppenfotos nicht mehr selbst erkennen…

      Unsere Generation pflegt sich noch im Ganzkörperspiegel wahrzunehmen, aber wer von den Jüngeren hat heute noch so etwas?

  22. Weltsicht auf Schnee
    Herrlich blasierte Weltsicht auf Schnee und Glaubensbekenntnisse aller Orten, werter Don
    Empfehle auch weiterhin den Darjeeling der Teekampagne, garantiert rückstandsfrei aus Bio-Anbau.

    Nur beim Sportpalast schlägt der Nazometer leider aus!

    • DDR reloaded
      Wer sagt noch, die BRD hätte die Integration der DDR nicht wirklich geschafft? Die letztere ist gerade dabei uns zu schaffen: hier wird bald alles DDR, Plattenbauten, WBS70, ANTIFA inkl. passender politischer Rhetorik und Möblierung in Form von Blockflötenparteien. An der Spitze von det Janze eine frömmelnde Pfarrerstochter, für deren Erweckungsruf Deutschland und Europa schon zu klein erscheinen. „Dann ist das nicht mehr meine Welt“ steht als Bekenntnissteigerung zu erwarten, wenn der Recep, der Wladi und der Barrack nicht wunschgemäß spuren.
      Fehlt nur noch der antifaschistische Schutzwall, der uns an der Ausreise hindert, wenn wir uns dem wachsenden Elend entziehen möchten, während „EUROPA zerbröselt“. Kiyak & Co. werden Rat wissen. Dissidenten dürfen dann vielleicht wieder für IKEA Möbel zusammenpappen, um die massenhaft zu schaffenden Unterkünfte auszustatten.
      Der Kreis, eine Art zwanghafte Wiederherstellung der eigenen Vergangenheit, wäre geschlossen. Volksmund: „Um seine Jugend zurückzubekommen, muss man nur seine Torheiten wiederholen“.

    • Tee-Kampagne
      Ausgerechnet in Prantlhausen gibt es ein paar kleinere Kräuterläden die diesen wunderbare first flush zu einem wesentlich billigeren Preis anbieten. Damit es für ein weiteres Gemäld reicht… (am Alten Peter und am Pariser Platz).

    • DDR und Schutzwall
      Das wir eine umgekehrte Uebernahme der BRD durch die DDR erlebt haben, merkt man auf jeden Fall in Politik und Medien…

      Der Schutzwall um Deutschland wird aber von Resteuropa gebaut werden, um die aus Deutschland Herauswollenden davon abzuhalten.

      Das werden Altdeutsche und Altmigranten sein, die die neuen Zustaende (in 5-10 Jahren) nicht mehr aushalten, aber eben auch Neumigranten, die feststellen, dass Deutchland dann „abgegrast“ sein wird. – Enttaeuschung und Frust ueberall.

  23. Titel eingeben
    Wir müssen die Wohnungsfrage vom Ende her sehen. Irgendwann brauchen wir für den deutschen Durchschnittsrentner mit der Durchschnittsrente von 1200 Euro brutto eine adäquate Behausung. Die haben wir zur Zeit nicht. Hingegen gibt es von den Mitgliedern der Intermodal Steel Building Units Association schon seit Jahren die Lösung: Container nach ISO-Normen 668, 1162 und 1496-2 (isolierte Boxen), kranbar, stapelbar. Die in 20 ft.-Ausführung, macht außen 14,78 m2 Grundfläche, innen 13,67. Drei Stück zusammengestellt gibt 41 m2 Wohnfläche. Die können wir heute für die Zugereisten zusammenstellen. Auf dem Containerschiff Emma Maersk können 14000 Stück in einer Fuhre geliefert werden. Der neue Hafen Wilhelmshaven hätte endlich zu tun. Gleisanschluss ist vorhanden. Reviernahe Zustellung durch Kranfahrzeuge von Hammar Maskin (ordentliches schwedisches Qualitätsprodukt). Und nach dem Erstbezug kommen unsere Grusi-Rentner ´rein.

    • Titel eingeben
      Im Westen der USA habe ich dergleichen schon gesehen, da stellten sich Rentner solcherart fertig ausgebaute Container in die Pampa.
      Was ich mich dabei aber fragte, war, woher bekommen die Wasser und Strom (es war kilometerweit von jeder Ansiedlung entfernt), und wo bekommen die Essen her. Ich mein, man wird ja nicht jünger und die Entfernungen dadurch auch nicht kürzer.

    • Bestechende Idee, Folkher.
      Als letzthin dieser Reiskahn in der Elbe feststeckte entfloh diese Idee meinem Hirn und Munde. Böse Blicke von rechts, von einer Gattin die auch schon mit dem Gedanken spielte unsere Einliegerwohnung, wo recht regelmäßig an Wochenenden die aushäusigen Kindern und Enkel wohnen und die von Oppa in Teilen als Funkerkabine zu Don benutzt wird, mit Leuten aus dem Heiligen Land zu belegen. Nix da, eher wird Feuer gelegt-und unsere Hütte aus österreichischer Gebirgslärche > 1500 m-gewachsen würde sehr gut brennen, glauben Sie mir. Und der Oppa wäre dann mal weg, auf Jakobsweg und Via Francigena, per sempre/por siempre.
      .
      Zurück zum 20-Füßler und chinesischen Großdschunken. Wie man hört baut Korea bei Hyundai Heavy Industries jetzt jede Woche eine neue. 19500 Wohneinheiten pro Dschunke könnten somit auf KGE´s, der Bischöfin und Claudis Vorschläge hin inzwischen in Latakia/Syrien oder in Casablanca/Marokko direkt bezogen werden ohne dass Schutzsuchende die lästigen müllgesäumten Umwege bei den Skipetaren gehen müssten, die sich sogar noch die Wegweisung zu Loch im Maschendrahtzaun oder die Kneifzange fürstlich bezahlen lassen. Es ist ja so wenig Liebe unter den Menschen.

  24. 40 Quadratmeter...
    nun gut, ich habe inkl. Loggia seit 10 Jahren üppige 54. Aber das Elend einer kleinen Wohnung ist, man findet nichts wieder oder geht es nur mir so. In Zeiten, als ich mich auf 108 bis 160 Quadratmetern tummeln konnte, war das kein Problem, aber jetzt, ich suche mich dumm und dusselig. Ich packe manches mit dem Gedanken weg, das brauchst du demnächst und dann ist es auf wundersame Weise verschwunden. Was ich hier schon gesucht und nicht gefunden habe, kann ich nicht aufzählen.

    Ein weiteres Elend solch kleiner Wohnung ist, dass man all die Bilder, die man im Laufe der Jahre gesammelt hat, sie in großer Zahl mal in einer 160m² Maisonettewohnung am langen Treppenaufgang in Petersburger Hängung, alle möglichen Sujets munter durcheinander und das sehr gut aussehend, unterbrachte, nun neben Kleiderschrank, ausgerahmt in Grafikmappen oder im Keller hortet.

    Bücher… um die 3.000 mussten beim Umzug aus 142m² in 90m² schon weichen, die neun alten 80-90er Billy-Regale, in denen sie auf viel mehr Böden als vorgesehen in Doppelreihen hintereinander standen und eine Maßarbeit, ein Bücherregal mit wunderbar großen Schubkästen drunter, waren nicht mehr unterzubringen. Gleiches Schicksal ereilte die Vinylplattensammlung samt Anlage, ich mag an das Elend gar nicht mehr denken.
    Das Dilemma des immer größer werdenden Platzmangels ergab sich auch aus dem irren Raumgreifen eines vorübergehenden LAGs, der gottlob dann auszog, was mir meine Bücher aber nicht zurückbrachte, deren Unterbringung mir heute eh nicht mehr möglich wäre.

    Dieses Elend des Sichverkleinernmüssens wird die Witwe in Berlin wohl demnächst kennenlernen, es ist nicht angenehm, aber wer fragt schon alte, arme Leute nach ihrem Empfinden.

    Wenn ich die 40m² in Relation zur Behausung eines deutschen Schäferhundes setze, dem lt. Gesetz 15m² zustehen, der einen viel größeren Bewegungsdrang als ich hat, wäre eine weitere Reduzierung meiner demnach viel zu großen Unterbringung nur logisch. Ein Gedanke, der den Berlinern sicher auch noch kommt.

  25. Angleichung der Massen
    Der in Solln geborene Normannische Schrank Curd Jürgens hat damals hellsichtig auf entsprechende Vorwürfe gemeint, er habe gar nichts dagegen, daß auch die deutschen Arbeiter künftig im Rolls Royce fahren. Angleichung der Massen, wie Köche sagen.

  26. Große Zeitungen für kleine Wohnungen um einsame Singles? Jede Idylle währt zwar wie
    bekannt ewiglich, aber hin und wieder dürfte man auch mal in die Zukunft schauen, oder zumindest mal nach vorne? Und nicht immer nur befriedigt mit dem Fotoapparat nach unten, oder an sich selbst herunter.

    Hier: „Wolfgang Bernhardt (* 6. Dezember 1935 in Hanau) ist ein deutscher Manager, Unternehmensberater und Hochschullehrer. Bernhardt ist Mitglied der katholischen Studentenverbindungen K.St.V. Brisgovia Freiburg und K.St.V. Frankonia-Straßburg zu Frankfurt am Main im KV.“

    Wie lange also will Deutschland weiter ausschließlich überwiegend aus solchen Biographien heraus verantwortlich für die ganze Welt die Globalisierung mitgestalten? Oder wollte ganz Deutschland ggfls. nicht schon längst etwas ganz anderes? Und bräuchte auch viel mehr davon? Wie also mit den USA und anderen auch nur Schritt halten mit solchen, mit vermutlichen allgemein gut und leicht richtig einzuschätzenden rheinisch-katholischen Gedankenwelten solcher von früher? Oder gäbe es sichtbare Andervarianten von, sagen wir Jahrgang 1972-76 fürs erste, die den himmelstürmenden Digitalfortschritt und Weltzivilisationszusammenhang der allgm. unverbindlichen Individualspiritualität stellvertretend fürs eigene Vaterland frei, gebunden aber verantwortlich neu, ganz anders und doch zuverlässig, und jeder nach seinem eigenen Gusto, als hieße Konrad heute schon Fritz mit Vornahme, bereits auf ihre Fahnen geschrieben hätten?

    Wo in aller Welt also lägen für uns morgen Rom, Köln am Rhein und Groß-Rhöndorf an der Print? Ok, auf us-bewachten Festplatten zu allererst und für immer, und zeitlich bestimmt länger in die Zukunft, als es bis zum Tage handgeschriebene Bibeln gäbe, aber wo sonst noch?

  27. Wo sich ...
    Wo sich Biedermeiermief als geistiger Hanf zur politischen Korrektheit hin wandelt. Deutschland heute.

  28. Tippfehler
    als hieße Konrad heute schon Fritz mit Vorname

  29. Quod licet Iovi, non licet bovi
    Lieber Don Alphonso,

    wie schön sie ihre ach so bescheidene Eremitei beschrieben haben, tief eingeschneit im noch winterlichen Bayern, und drinnen so gemütlich, großzügig warm und voller Kulturgenüsse. Da glaube ich mir gut vorstellen zu können, wie die stille Freude zusätzlich wärmt, lesen zu können, daß andere denselben kleinen Herausforderungen gegenüberstehen wie wir, wenn es um den praktischen Umgang mit all den schönen und wertvollen Dingen geht, die man so gerne um sich hat.

    Ich kenne ja das von Ihnen beschriebene Problem aus eigener Erfahrung. Wenn ich auf die Straße gehe sprechen mich immer wieder Menschen darauf an, daß ich so ganz alleine in diesem großen Haus wohne, wo in jenem ja eigentlich mindestens drei Tessiner Familien leben könnten. Ich halte das ja für furchtbar übertrieben. Denn, wenn ich guter Dinge bin und das Gespräch fortsetze, lenke ich das Gespräch schnell auf meine Bücher, die ich gerade lese, was stets zur Folge hat, daß der oder diejenige, um schnell weitergehen zu können, dann meist schnell sagt: „Wissen Sie, wir Tessiner haben höchsten 2 oder 3 Bücher an der Wand stehen. Womit ich ihm zu Abschied sagen kann, daß ich eben wegen meiner vielen Bücher so ein großes Haus brauche.

    Große Räume geben Raum für freies Denken, für Kultur, für Genuß, für viele Gäste zum Gedankenaustausch, für einen großen Tisch zum Speisen mit Freunden und das Hausmädchen muß auch sein Zimmer haben.

    Mit kleinen Wohnungen geht oft der Kulturverlust einher. Man kauft, weil die Küche zu klein ist Fertiggerichte oder geht gar mit seinen Crocks schnell mal auf die Straße zum Essen.

    Wir hatten das ja gerade vor ein paar Tagen vor aller Augen vorgeführt bekommen.

    Das Bild dieser Person in der Zeitung:
    (http://www.merkur.de/politik/merkel-rande-eu-gipfels-pommes-bude-imbiss-bruessel-fauxpas-6146396.html)

    auf welchem sie an der Imbissbude „Maison Antoine“ mitten in Brüssel steht: Gute Güte, wie sollte man jungen Menschen begreiflich machen, daß das Amt eines Bundeskanzlers mit einer gewissen Di­s­tink­ti­on verbunden ist. Diese Person ißt auf der Straße.

    Solch archaisches Verhalten erinnert den gebildeten Beobachter an den Soziologen Georg Simmel und seine „Soziologie der Mahlzeit“, als jener schrieb:
    „Das gemeinsame Essen und Trinken, das selbst dem Araber den eben noch todfeindlichen Fremden in einen Freund verwandelt, löst eine ungeheure sozialisierende Kraft aus, die übersehen lässt, dass man ja gar nicht wirklich »dasselbe«, sondern völlig exklusive Portionen isst und trinkt, und die primitive Vorstellung erzeugt, man stelle hiermit gemeinsames Fleisch und Blut her.“ Und weiter: „Das Essen aus der Hand hat etwas entschieden Individualistischeres als das mit Messer und Gabel, es verknüpft den einzelnen unmittelbarer mit der Materie und ist die Äußerung der reserveloseren Begierde.“…“Die Essgebärden des Ungebildeten sind hart und ungelenk, aber ohne überpersönliche Reguliertheit; die des Gebildeten besitzen diese Regulative, indem sie beweglich und frei wirken – wie ein Symbol davon, dass die soziale Normierung ihr eigentliches Leben erst an der Freiheit des Individuums gewinnt, die sich auf diese Weise als das Widerspiel des naturalistischen Individualismus zeigt.“

    Eine offen zur Schau getragene Aversion oder möglicherweise gar Unvermögen
    jedes feineren Empfindens zur Kultur des Speisens?

    Das unterentwickelte Formalitätsniveau dieser Person an der Imbissbude „Maison Antoine“ wurde ausgeglichen durch Luthers Ausspruch:“ „Gott behüte mich vor Gäbelchen“.

    Fern ab von der Idee, daß eine Mahlzeit ein Fest und die Einverleibung köstlich bereiteter Speisen als persönliche Ästhetik des (kulinarischen) Geschmacks gelten können sehen wird hier mehr nach dem Roman „Der abenteuerliche Simplicissimus“ verfahren, wo ja zu lesen ist: „unsere Hände waren auch unsere Gabeln und Löffel“.

    Nun ja, man sollte nicht unterschätzen, daß auch das primitive Essen mit Fingern von manchem ein hohes Maß an Selbstkontrolle erfordert.

    Aber wer eine solche Unkultur bei der Nahrungsaufnahme pflegt kann und will sicherlich nicht für eine Wohnung des gehobenen Bedarf aufkommen und diese würdevoll ausgestalten und in einer solchen leben.

    Die präskriptiven Handlungen bei der Nahrungsaufnahme zeichnen nicht nur unsere Kultur aus, sondern spiegeln auch den Charakter einer Person.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe (objectbe.blogspot.ch)

    • Wenn es nur die Frittentüte wäre
      die ganze Person ist völlig stillos. Wenn ich Vergleiche ziehe, an Frau Mikl-Leitner oder Mme Lagarde denke, zu denen man so oder so stehen kann, aber beide Damen mit sehr viel Stil und Eleganz und gedanklich zu Merkel schweife… überkommt mich das Grauen. Und man wünscht sich dann doch etwas mehr Lametta.

    • Mme Lagarde - ja, chic
      und mit der guten Figur einer Synchronschwimmerin (eine in Frankreich bei Damen beliebte und sehr anstrengende Sportart, aber Französinnen sind auch sehr diszipliniert beim Essen ).
      Zu Frau Mikl-Leitner (die ÖVP-Frauen haben oft einen Hang zur artsy-kraftsy Hyperdekoration, dort dürfte eine einschlägige Stilberaterin ihr Unwesen treiben)
      http://diepresse.com/home/meinung/4857719/KUF-Peter-Kufner_Karikaturen

    • Mikl-Leitner, mir fiel sie nur in den letzten Tagen auf
      sie trug den Schal über der Schulter nicht ganz so lässig, wie es Mme Lagarde schafft. Ob nun mit Stilberaterin oder wie auch immer, im Gegensatz zu unserer Trutsche (die ja auch Berater hat, aber vielleicht ist das deren Absicht, die Frau so unmöglich aussehen zu lassen) allemal ein Lichtblick.

      Die Karikatur ist so schön böse, wunderbar. Leider mangelt’s da bei uns auch an guten Kräften, die alten sind müde und zahm geworden oder wie Pispers immer sagt, am besten karikieren könne man Merkel nur, wenn man sie wörtlich wiedergibt.

    • Kurz und Kilkl-Leitner wurden in Berlin brutal unterschätzt.

    • ObjectBe, Sie werden mir nicht glauben,
      bei der schimmernden Wehr Ihres Nachbarlandes, däm chrose Kanton, gibt es Menschen, die behaupten bei einem Blick über die Tische beim Mittagessen in einem Offizierskasino noch genau den ehemaligen Grenzverlauf feststellen zu können. Beim Fußvolk sowieso. Soweit zur Dame aus Templin (trug sie beim Gang zu Lukullus wieder ihren Kutschermantel, wie damals untergehakt in Paris?)

    • Mikl-Leitner und Kurz
      Zustimmung DA.
      Man sehe nur mal Merkel und M-L nebeneinander vor dem eigenen geistigen Auge, es liegen ganze Welten zwischen den beiden Frauen. Mal abgesehen von den Äußerlichkeiten… es ist einfach nur betrüblich.

      Dem Kurz traut man wohl wegen seines Schönlings-Äußeren nicht allzu viel zu. Allerdings täuscht das Aussehen gewaltig über den doch hellen Kopf. Auch da fallen Vergleiche mit unserem Personal negativ aus. Bei uns sehen alle nicht besser/schlauer aus, als sie sind und denken.

      PS: Warum ereifern Sie sich so über Beck? Ich sehe es auf Twitter, der Mann war doch schon immer so und irgendwie auf Speed. Die ScheinHeiligkeit der Grünen kannte noch nie eine Grenze. Mir ist die ganze Partei suspekt.

      Wenn wir dann noch wüssten, was Merkel in der Schweiz intus hatte, um die reizende, aber ängstliche Fragestellerin in die Kirche zu schicken, wären wir ein Stück weiter. Denn dass sie was intus hatte, steht für mich außer Frage.

      Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs.

    • lhypocrisie, die Dame aus Templin hat nur den einen Mantel
      und suggeriert ärmliche Verhältnisse, die der Gatte nun als Vorstand in Friedes Stiftung aufzubessern sucht.

    • @ Renate Simon & Foersterliesel
      Nett, daß Sie geantwortet haben. Man macht sich so seine Gedanken zum Aussehen. Ich sehe hier ja Madeleine Albright als vorbildlich, die mit der Symbolkraft ihrer Broschen stets noch eine zusätzliche diplomatische Botschaft überbringen konnte.

      Mit herzlichem Gruß
      ObjectBe (objectbe.blogspot.ch)

    • ObjectBe, ach ja, Madeleine Albright und ihre Broschen
      die hatte ich gänzlich verdrängt. Was Madeleine die Broschen waren, sind Merkel wohl merkwürdigste Ketten aus allerlei Stein, im Dutzend sicher billiger zu haben.
      Manchen Ketten wird ja ebenfalls Symbolkraft nachgesagt wird, so der sogen. Schlandkette, bestehend dem Aussehen nach wohl aus billigstem Plastik.

      Ich sach ja, entweder hat man Stil oder man hat keinen. Dafür finden die Deutschen Merkel so furchtbar nett bescheiden und übersehen, dass die meisten von ihnen genauso schepps rumlaufen. Insofern passt es fast schon wieder.

  30. Bitte noch eine Photographie von der Katze - bitte!
    Text eingeben

  31. ...Religion als Privatsache...
    …von weg. Religion sollte Privatsache sein…. Ihren sono molto contento Blick auf den See kann ich sehr gut teilen, aber ich verstehe nicht wie sie heute beim Schneefall sich des Drecks scheuten und deshalb nicht Feuer gemacht haben. Die Asche bleibt im Ofen und fertig. Die weiße Pracht und die rote Glut in Verbindung mit guter Musik… Das wär es gewesen. Gerade im Oberland schätze ich die gewachsene (und sehr wahrscheinlich auch sterbende) private Religion. Die vielen (auch lokalen) Feiertage, die Menschen in Ihrer Tracht. Ich bin raus aus dem Verein, was nicht heißt, das Sternsinger nicht reingebeten werden in dem Wunsch mir mal ordentlich die Weihrauchverebelung zu geben und dafür auch entlohnt zu werden, also nix Kirche sondern spiritueller Gutmensch mit dem Hang zum Vernunftrassisten als Attitüde, also definitiv sollte Religion Privatsache sein. Aber ich liebe es sehr, wenn diese Menschen hier im Oberland ihre private Religion gelegentlich und selbstredend, immer in einem feierlichen Rahmen, öffentlich machen.
    Das hat was. Und ich hoffe, das bleibt so. Mit Schnee. Ohne Klimawandel. Und ohne Müll.

  32. Pingback: Wagenburg Kanal, Kiefholzstraße, Berlin Neukölln – Gunslingers Blog

  33. @tommy "anti-religiösen oder zumindest anti-christlichen backlash"
    sehe ich auch so. Aber dort verrennen sich manche gerade mit der Kanzlerin

  34. Wer suchet, der findet, oder so ähnlich.
    Weehrter Alphonso, dieser gscheade Blogeintrag erinnert mich an eine
    Episode, die mir vor noch an zu langer Zeit widerfahren ist.
    Wohnungssuche im nord-östliche Einzugsgebiet unserer Landeshauptstadt.
    Die von Ihnen bemängelten „Wohnlöcher“ sind hier schon lange Realität,
    und zu einem sauba unverschämten Preis, Mietmässig, zum kaffa glangts hoid no ned, ausser man ist a wengerl gstopft, Sie verstehen.
    Glücklicherweise habe ich dann doch noch ein Kleinod gefunden Nur nach 9 Monaten fast täglicher Besichtigungstour, frage ich mich wirklich, wohin die Reise geht, beziehungsweise geht es noch mieser? Anscheinend ja, und dass lässt mir das Blut gefrieren, wenn nur noch s’Diridari zählt und die Qualität schon heute mehr als nur zu wünschen übrig lässt.
    45qm Kellerapartment am Dorf für knapp 700,- warm als Beispiel.
    Ach ja, Smartphoneempfang gab es auch keinen, das wäre ja Luxus.
    Entschuldigen Sie bitte meine kleinen Ausflüge ins Baierische, dass kann schon mal passieren, wenn nach einem Text einem der Grant heimsucht.
    Ihr Dahoam

  35. Bumerang
    Die Erwartungshaltung nicht nur der Flüchtlinge und Kirchen,
    dass jetzt in D Manna vom Himmel regnet und die
    daraus resultierenden Verteilungskämpfe mag ich mir nicht
    vorstellen.
    Ob Frau Merkel diesen Frust, der ihr von dieser Seite entgegen schlägt aushält, bezweifle ich.

  36. Solidarität?
    Nun, man kann mit sehr viel weniger auskommen, als man glaubt. Wobei meine Bedürfnislosigkeit möglicherweise kein Maßstab ist. Aber die Notwendigkeit der Solidarität sollte man doch nicht außer Acht lassen.

  37. Don ist der Vorreiter einer Medienkampagne
    WELT.de hat, wie könnte es anders sein, Dons Beitrag unverzüglich aufgenommen und bereitet bereits heute das Thema im Regierungssinne auf:

    http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article152819526/Warum-Gutverdiener-so-viele-Sozialwohnungen-blockieren.html

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article152736886/Wie-wir-jetzt-Platz-fuer-Fluechtlinge-schaffen-muessen.html

    Glückwunsch!

    • Ich bin ja dafür, zuerst jeden megrationsbefprwortenen Journalisten verantwortungsdemokratisch auf ein zimmer zu begrenzen und den Rest an seine Freunde zu geben. Der Typ, der gearade im SPON vorlügt, die ausgaben für Flüchtlinge würden allen Bürgern – und nicht nur Aldi, Lidl, Caritas und Unterkunftsbetreiber – helfen, wäre ein super Anfang.

    • Gamskampler, haben Sie aber in der Welt auch gesehen,
      dass der Kommentarbereich fast durchgängig gesperrt wurde? Ich traute gestern schon meinen Augen nicht, aber auch der Haubrich-Artikel ist betroffen, ebenso der über Sinn und viele andere.
      Die Stimmung im Volk kocht wohl allmählich über.

  38. Was soll das?
    In Deutschland werden jeden Tag 700 000 qm mit Hoch- und Tiefbau vollgemüllt. Da muss an ALLEN Ecken und Kanten be- und eingeschränkt werden. Die Spätrenaissance wird vermögenssteuerlich reduziert.

  39. "Aber das Elend einer kleinen Wohnung ist,
    man findet nichts wieder oder geht es nur mir so“ ?

    Nach langen, langen, langen Jahren in einer ca. 40m2 Wohnung kann ich die Frage bzw. das Statement mehr als bestätigen ! – wie mir in meiner seit einem halben Jahr bewohnten 90m2 Behausung, im Vergleich, mehr als bewiesen und klar geworden ist!

    @ Renate Simon sagt:1. März 2016 um 22:19 Uhr
    40 Quadratmeter…

    • Abwarten – wenn die Forderungen für Integration steigen, ergibt sich das mit dem Besitz von ganz allen, dann finet man alles, was noch da ist.

    • @Publicola, Don
      Danke, ich dachte schon, es liegt an mir, wäre ja durchaus möglich, es ist wirklich zum Verzweifeln.

      Don, wenn es soweit ist, bin ich aber dauerhaft weg. Und nach mir die Sintflut.

    • Ich rate zu Südtirol oder Österreich, hier namentlich Tirol. Oder eben Bayern, wo man sich auch zu helfen weiss.

    • Don, ich dachte eher an die Nordsee

    • Das wäre mir zu nahe an den roten Enteignugsbrigarden er ZEIT.

    • Don, mit denen hätte ich doch nix zu tun
      alldieweil in Ascheteilchen mit Schwimmenlernen in der Nordsee beschäftigt. Ich sagte doch dauerhaft wech…

    • @ R. Simon
      Jetzt fassen Sie sich aber mal, Frau Simon! Sie werden doch hier nicht gestritten haben, nur um sich dann in Salzwasser aufzulösen, was ist denn das für eine Idee. Kochen Sie sich einen Johanniskrauttee und warten Sie auf den Frühling.

    • GnM, doch doch, das ist beschlossene Sache
      nach vier erfolglosen Schwimmkursen, in denen ich immer wieder absoff, geht’s zum letzten in die Nordsee. Ist alles in allem die billigste Lösung und beansprucht absolut keinen weiteren Raum. Ich halte das für durchaus umweltfreundlich mit Zweitnutzen für mich.

  40. Die, die schon länger hier wohnen.
    Habe jetzt in den Medien erfahren, dass ich kein Deutscher bin, sondern „einer, der schon länger hier wohnt“. Das heißt dann ja im Endeffekt, dass ich jetzt mal an der Reihe bin, Platz zu machen.

    Insofern werde ich mir wohl zusammen mit der Wilmersdorfer Witwe eine neue Bleibe suchen müssen. Es ist wirklich so weit gekommen in diesem Land, dass diejenigen, die hier generationenlang gelebt haben und deren Ahnen hier etwas geschafft und aufgebaut haben. das von uns gehegt und gepflegt wird, zukünftig keine angestammten Rechte mehr haben sollen. Alles soll geteilt werden, ohne dass man sich vorher die Menschen anschaut, mit denen geteilt werden MUSS!

    Facebook, Google und amazon freuen sich schon auf diese neuen iMenschen, deren Besitz auf ein Tablet passt und deren Individualität gleich null ist. Digitale Ameisen im Moloch einer Netzinternationalität, die auf den einzelnen keine Rücksicht nimmt. Und oben lachen sich die Profiteure kaputt.

    • Nett ist ja auch „Bio-Deutsche“. Wenn ich sowas in einem Beitrag lese, möchte ich immer den Verfassungsschutz rufen. Es gibt kein Grundrecht auf rassistischen Linksfaschismus,

    • Biodeutsch
      „Biodeutsch“ klingt wie Satire – kannte ich noch gar nicht.

      Wie viel Mühe sich unsere Politiker doch geben, um nicht „Rasse“ zu sagen, wo es doch das ist, was sie meinen.

    • Steht öfters in Online-Holtzbrinckzeitungen, also Tagesspiegel und Zeit. Da, wo man auch über Schutzsuchende spricht un Telefonüberwachung für Demonstrationsteilnehmer fordert.

      Wer wissen will, wie man in Diktaturen Wording durchsetzt, finet dort Anschauungsmaterial.

    • @Don Alphonso
      Biodeutsche erinnert mich immer so an irgendwelches Gemüse.

      Den Vogel schoss nach meinem Dafürhalten Anfang des Jahres Sybille Berg ab, die in ihrer SPON-Kolumne von „Geburtshintergrund“ schwafelte.
      Dazu fiel mir dann nichts mehr ein.

    • Naja. Eine Feministin meinte mal, man sollte bei ihr den körperlichen Zustand berücksichtigen.

    • Biodeutsche, war das nicht Özdemir,
      der davon anfing?

    • Ich weiss es nicht. Wirklich.

    • @Münsterländer
      „Es ist wirklich so weit gekommen in diesem Land, dass diejenigen, die hier generationenlang gelebt haben und deren Ahnen hier etwas geschafft und aufgebaut haben. das von uns gehegt und gepflegt wird, zukünftig keine angestammten Rechte mehr haben sollen.“

      Herr Heitmeyer aus Bielefeld würde Ihnen jetzt Befürwortung von „Etabliertenrechten“ vorwerfen…ganz schlimm!
      Ich gebe Ihnen im Grunde Recht, leider ist aber der Zeitgeist in den meinungsbildenden Schichten ein anderer.

  41. Glücklich auf zwei mal sechs Metern
    Seitdem mich der Arbeitsmarkt als Rentner von den meisten Pflichten befreit hat, lebt es sich im Wohnmobil von zwei mal sechs Metern Grundriss weitaus ruhiger, sorgenloser und angenehm als daheim auf 85 Quadratmetern. Meine Befindlichkeit bessert es nicht, ob Essen in Plastikgeschirr oder in goldenen Tellern kommt. Meine Befindlichkeit bessert sich, sofern mir die Eindrücke von Menschen und Umgebung bekömmlicher sind. Es scheint mir gerade so wie in der Ernährung: Luft ist wichtiger als Wasser, Wasser ist wichtiger als feste Nahrung, am wichtigsten sind die Eindrücke, welche beleben, erheben oder ermüden und ermatten. Dass Don dies beispielhaft aus seinem Refugium in verschneiter Idylle beschreibt, ist nachvollziehbar. Dass mir Friede und Freude auf zwei mal sechs Metern seit Wochen, Monaten, Jahren im Wohnmobil, von den Grenzen der Ukraine bis an den Rand der Sahara, das Leben, die Rente, mein Altern versüßt und erleichtert, ist den Eindrücken gedankt, welche flüchtig und nur in der Erinnerung zu halten sind, doch eben unvergesslich und Sinn gebend und bildend.
    http://nobydick.de

  42. Gesülze
    Schnöselige Panik, Existenzangst. Gähn

    • Ja, es ist wirklich abscheulich, was hier steht. Da haben Sie vollkommen recht. Leider lesen es die Leute.

    • In Köln oder Kiel vielleicht...
      diesseits des Weisswurschtäquators sind wir da doch etwas entspannter.

  43. sorgen des großen fusses
    durch bestandsschutz privilegierter wohnraum im aussenbereich darf mitunter nicht erweitert werden, wenn die gemäldesammlung wächst. kleine erweiterungen sind zulässig, aber nur, wenn die Wohnfläche je Wohneinheit ein bestimmtes Maß nicht überschreitet. Da muss man dann schon tricksen, und eine zweite Wohnung für die Tochter deklarieren oder sich was ähnliches einfallen lassen. womit man auskommen kann ist in diesen fällen nicht die frage.

    • Wie man in Miesbach öfters sah, greifen auch die Spitzen der Gesellschaft dann zum Schwarzbau, wie etwa einem grosszügigen Wohnschippen oder zu einem ein Meter angehobenem Dach.

  44. "Wir müssen" - müssen wir?
    Der Herr Haubrich von der WELT tutet ins gleiche Horn und ich denk, ich hör nicht recht.
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article152736886/Wie-wir-jetzt-Platz-fuer-Fluechtlinge-schaffen-muessen.html

    • Was der Mann nicht kapiert: Bauen hat heute ganz andere Anforderungen. Fenster, Fluchtwege, Parkplätze, Lärmvorschriften, Freiflächen – das alles war in der Gründerzeit viel einfacher. Ich habe ja einiges mit Leuten vom Bau zu tun und die schütteln alle nur den Kopf, wenn sie so einen Müll hören. Oder in der taz, die „Instandsbesetzen“ vorschlägt. Da kocht jedes Plebs seine eigene ideologische Suppe.

    • Ach so, und die verfügbare Fläche pro arbeitendem Normalmieter in Berlin lag daaals bei 7 m².

    • Werter Don, die Bauvorschriften
      wuren doch schon im letzten Jahr ziemlich schnell gekippt. Parkplätze braucht man nicht unbedingt, junge Leute wollten doch eh kein Auto mehr und was einheimische Häuslebesitzer teuer bezahlen müssen, energetisch was auch immer, braucht man auch für Migranten nur sehr bedingt.
      Grundsätzlich ist die energetische Vermüllung der Fassaden ein Skandal. Aber das betrifft ja nur Einheimische, die Neubürger brauchen das nicht, dafür baut man wohl wie in den 60er Jahren. Maximale Nutzungsdauer 15 Jahre, wobei man wohl die Demografie bei den Migranten übersieht.

    • Titel eingeben
      „Instandsbesetzen“ – aw my gawd, die träumen immer noch von den Endsiebzigern, als viele Westberliner weg- und Schwaben zuzogen. Kinners, die Zeiten sind längst vorbei, auch wenn die Rigaer noch so verbarrikadiert wird.
      Die preußische Brandschutzverordnung erwies sich als wegweisend (hat selbst – Jahrzehnte später – gegen Bomben von oben geholfen), aber die wuselige Enge der Gründerzeit und auch der Jahrhundertwende – wenn das Dienstmädchen ein Bett von 1,70x 0,70 aufstellen konnte, war das schon Luxus, wie ich den Abmessungen unserer heutigen Kleiderkammer entnehme – wird doch nichtmal den Neuankömmlingen zugemutet.
      In den 1950ern wurde viel Schwarzbau geduldet, aus jener Zeit stammen stammen „übergroße Lauben“ (deutlich mehr als 35 qm) in der Größe veritabler EFHs.
      Gerade eben komme ich vom Einkaufen und sah, daß die letzte Lücke in der Zwischenstraße nun auch gerade neu bebaut wird, nachdem eine Halbbrache in den letzten 3 Jahren mit 5geschossigen ETWs und Tiefgarage (dort war vorher Parkplatz/Freifläche) bepflanzt wurde, die Möbelwagen kommen gerade an.
      Mit Nachverdichten ist zumindest bei mir auf der Ecke nicht mehr viel (Dachgeschosse wurden schon in den 80ern ausgebaut).
      Was die Bauvorschriften angeht, kann ich Ihnen nur beipflichten, für Neubauten sind die inzwischen arg, gerade was „Energie“ angeht. Da ist nichts mit mal-eben-so ein geräumiges Holzhäuschen in die Freifläche hinsetzen.

    • Ich habe den Artikel auch gelesen und dabei gedacht,
      der Mann kannte Prenzlberg und Kreuzberg wohl nicht aus der Zeit, bevor das alles renoviert wurde. Als ich nach Berlin kam – Ende der 70er (ich kam da aus London), war ich völlig entsetzt, dass einem da Wohnungen angeboten wurden mit Außentoilette auf der halben Treppe, die man sich mit Nachbarn teilen musste (die Toilette, versteht sich!) und niemand wunderte sich darüber – gewundert hat man sich nur über mein Entsetzen …

  45. Ohrenschmaus
    Einsichtig habe ich – als meine Kinder auszogen – meine
    zu große Wohnung für (sanfte!) Nachmieter frei gemacht.
    Meine lieben Nachbarn, die alt waren und freundlich
    20 Jahre lang die Geräuschkulisse meiner Kinder ertragen
    hatten, sollten auf keinen Fall durch irgendwelche Chaoten
    gequält werden.
    Das freundliche Lächeln dieser sympathischen Nachmieter
    würde auch meinen Nachbarn gefallen, da war ich sicher.
    Ich war beruhigt, dass durch meine weise Voraussicht
    die gute Atmosphäre im Haus Bestand haben würde.
    .
    Dann stellte sich heraus, die Dame war > OPERNSÄNGERIN.
    Oje.Herjemineh.
    Nun, sie haben sich arrangiert. Es wird wohl wegen des
    gemeinsamen Talents zum ‚feinen Ton‘ gelungen sein.
    Und das > mittendrin im Hauptstadtslum Kreuzberg.
    Applaus! Applaus!

    • Ach, sängerinnen sind fein, da gibt es nichts zu jammern. In ordentlichen Städten gibt es ja genug Übugsraum.

  46. Le monde diplomatique...
    Wohnungen bauen, zusammenrücken… bitteschön, das ist doch alles geistiges Klein-Klein… und „sich klein machen“, das ist doch heutzutage fast schon unanständig.

    Der richtig große Wurf ist in der „Monde diplomatique“ zu finden, ersonnen von einer französischen „Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab (EDL) Berlin“ und einem österreichischen „Romancier und Essayist“. Dieses zukunftsträchtige Team schlägt vor, den „noch nicht so lange hier Wohnenden“ nach dem Vorbild der Besiedlung Amerikas einfach größere Siedlungsflächen und eine kleine Anschubfinanzierung zur Verfügung zu stellen, so dass in einstmals verödeten Landesteilen (man denke an Meckpomm) pulsierende neue Metropolen wie Neu-Aleppo, Neu-Kandahar oder Neu-Enugu quasi autonom entstehen könnten. Integration sei nicht nötig, die neuen Zentren könnten autark ihre Angelegenheiten bestimmen.

    Eine gewisse Durchmischung finde dann ohnehin im Laufe der Zeit aus Notwendigkeit oder reiner Neugier statt, sei es, dass die Neuankömmlinge in den alten Landesteilen sich mit den dortigen Badesitten vertraut machen wollten oder die eingesessenen Alt-Bewohner in den neuen Zentren einmal die prickelnde Atmosphäre einer authentischen Steinigung erleben wollten (o. k., die Autoren haben jetzt leicht andere Beispiele gewählt, aber da geht halt die Phantasie mit mir durch).

    In der „Welt“, die sich das Thema offensichtlich als Steckenpferd ausgesucht hat, kann man bereits seit einigen Monaten mitverfolgen, wie die Köpfe der Architekten und Stadtplaner vor Begeisterung förmlich heißlaufen – eine neue „Gründerzeit“ stehe vor der Tür.

    Aber dazu würde ja der zunehmend wilhelminisch anmutende Tonfall der Debatte „…verdammte Pflicht und Schuldigkeit…“ dann doch ganz gut wieder passen.

    • Die Architekten haben auch die Neuvolksbauideen des Grossdeutschen Reiches euphorisch gefeiert. Ich weiss nicht, ob es schlau ist, sich bei den Heimatschutzarchitekten hinten anzustellen.

    • Titel eingeben
      Die Architekten haben auch in den 20er Jahren geschwärmt vom Neuen Bauen, und arg viel wurde nicht gebaut.
      Gruselig die „Charta von Athen“.
      Architekten sind meistens arbeitslos, und wenn nicht, dann angepißt von den Schönheitsvorstellungen potentieller Bauherren. Also schwärmen sie halt.

    • "globale Almende"
      http://monde-diplomatique.de/artikel/!5274030
      „Studenten die billigen Wohnraum suchen, werden sich WGs in Neu-Damaskus einrichten“

      Danke für den Hinweis. Hier waren die Grünen schon vor der Flüchtlingskrise euphorisch über das Anwachsen der Stadt und plädierten für Verdichtung, Überbauung, Aufstockung und Begegnungszonen… Gründerzeiten eben.

  47. OT
    Nach den Vorwahlen in den USA, gibt es jetzt ein ‚Regime change‘?

    • Ja, wir werden warten müssen
      Bei Trump: Regime-Change, bei Clinton: Politics as usual…

      Dass Trump und Clinton zur End-Wahl antreten werden, weiss man seit Monaten. Bernie wurde von ihr vorgeführt und er hat seinen Mangel an aussenpolitischem Wissen nur dadurch kompensiert, dass er alles nachplappert was Clinton sagt. Das macht ihn unmöglich, und unwählbar für linke Amis.
      Die Dame, wohl die einzige Frau die noch widerlicher ist als Merkel, sie steht für alles, was an den USA so eklig ist, Geld, Korruption, Banken, Lügen und Schleimerei. Wem beim Anhören ihrer Freuden Rede am Supertuesday abends, die aus nichts als leeren Phrasen und Allgemeinplätzen bestand nicht schlecht geworden ist, der muss ein Depp sein! Sogar den CNN Leuten ist das aufgestossen, und die sind sicher keine Trump Fans (bis jetzt)-
      Sie steht für Politics as usual Kriege, Morde und Geld!

      Das Erfreuliche ist, dass (und eine Überraschung für mich) ausgerechnet die Amis als erste weltweit die Schnauze voll haben von Politics as usual. Eigentlich kein Wunder nach der Erfahrung die man mit dem Mörder Obama gemacht hat. Dass die Reps mit ihren absurden Schwachköpfen keinen normalen Menschen zum Kandidaten küren werden, war auch klar. So was haben die nun mal nicht.

      Also mal nachdenken über Trump… der Mann ist ja ein wenig ein Isolationist… Während Clinton Europa weiter in einen Krieg gegen Russland zu puschen versuchen wird, hat Trump keine Lust dazu haben noch ein paar Milliarden mehr für einen weiteren Krieg raus zu schmeissen.
      Er wird sich mit Putin zusammen setzen, wwir werden es sehen.

      Mit anderen Worten Trump wäre aus zwei Gründen für mich eine erfreuliche Wahl. Er wäre gut für Europa und schlecht für die USA… da lacht mein Herz.

      http://www.reuters.com/article/us-usa-election-trump-advisor-idUSMTZSAPEC2Q6G3JRH

    • Wissen Sie was TDV?
      Ich bin mir da gar nicht so sicher, ob Trump schlecht für die USA und gut für Europa wäre. Abwarten. Der Mann ist ein Egozentriker, Opportunist und Grossmaul. Nur dumm ist er nicht …

      Ich hätte erheblich mehr Angst vor dummen Moralisten oder hochintelligenten Idealisten. Meine Schlussfolgerungen aus der Menschheitsgeschichte.

      Gruss
      Thorsten Haupts

  48. @ D. A.
    Der Vergleich mit den DDR 70ern ist schon interessant. Die offiziell eigentlich mal behelfsweise konzipierten Q3A-Bauten aus den 50er und 60er Jahren stehen nämlich alle noch. Aber die offiziell nicht mehr behelfsmäßig geplanten Häuser aus den 70er Jahren der DDR wurden vieler Orten wieder abgerissen. – Für offensichtlich noch weniger Dauerhaftes. Scheint bald so, als wären die Dinge haltbarer, je offensiver das Etikett „übergangsweise“ dran klebt.

  49. realismusaffin und optimal gekontert - chapeau !
    „Don Alphonso sagt: 2. März 2016 um 11:07 Uhr
    Ja, es ist wirklich abscheulich, was hier steht. Da haben Sie vollkommen recht. Leider lesen es die Leute.“

    • ....
      Don Alphonso ist halt ein Menschenfreund.
      Bis zum bitteren Ende (also der möglichen Einquartierung einer Fundi-Moslem Familie, wegen derer er seine Rokokobrüstchenbilder verhängen muss) wird er weiter hoffen, dass unter den politisch korrektren Gut-Menschen da draussen, wenigstens einer sein muss, der bei einem adäquaten semantischen Anschub lernfähig wird…

    • Nein, ich hasse nur alle Menschen gleich.

  50. ...
    und überhaupt – wie jetzt, Spätrenaissance statt Gründerzeit? Ist es nicht noch ein wenig früh für die Grube des D. A.? Ich meine, über die Spätrenaissance gelesen zu haben, dass da „überindividualisiert“ wurde. Steht irgendwo im Zigarettenbilder-Album, das hier rumfliegt.

  51. Ach, Don Alphonso
    mir ist echt weh ums Herz, wenn ich an all diese schönen und gepflegten Villen in Aleppo oder Damaskus denke. Fast alles „gabutt“. Aber über 4000 gibt es noch im Angebot: http://www.4321property.com/syria/

  52. als moralischen Imperialismus...
    bezeichnete Orbán treffend die deutschen Asylpolitik.
    Diesen bekommen nicht nur unsere europäischen Nachbarn, sondern auch die deutsche Bevölkerung im Fernseh-Gottesdienst von Frau Merkel und den Willkommens-Fans aufgezwungen.

    @ Don Alphonso sagt:
    1. März 2016 um 19:59 Uhr
    Ich stosse mich einfach an solchen dummen, esotherischen Phrasen. Politik ist Politik und kein Gottesdienst und kein Glaubensbekenntnis – wer das will, soll bitte nicht die anderen damit belästigen.

    Warum dieser Moralismus?
    Weil das Gesetz gebrochen wird, muss man sich an die Moral halten und religiös argumentieren.

    Hierzu Prof. Schachtschneider:
    „Zunehmend setzt sich der Moralismus, nicht zu verwechseln mit der Moralität als Triebfeder der Sittlichkeit, gegen das Recht durch, selbst, wie dargelegt, gegen das Verfassungsrecht. „Politik ist ausübende Rechtslehre“, sagt Kant. Der Rechtsstaat ist demgemäß die Wirklichkeit des Rechts. Es gibt keine Moralität gegen das Recht. Das Prinzip der Sittlichkeit, das Sittengesetz, ist die Pflicht, das Recht zu verwirklichen. Nicht jedes Gesetz ist im positivistischen Sinne schon Recht, aber die Gesetze müssen geachtet werden, solange sie nicht geändert sind. Moralität ist der gute Wille, das Rechtsprinzip zu verwirklichen, in allem Handeln. Wenn sich alle Bürger dessen befleißigen, geht es dem Gemeinwesen gut, sonst nicht. Der Moralismus ist eine Form der Rechtlosigkeit. Seine Maxime ist gegenwärtig der Egalitarismus. Moralismus ist das Gegenteil von Humanität und führt in den Bürgerkrieg.“

    Wenn Frau Merkel im Interview behauptet, die Grenzen seien ja schon offen gewesen, so werden entscheidende Details ihrer Politik verschwiegen.

    Per twitter des BAMF vom 25.8.2015 wurde mit der Nachricht, dass Deutschland für Asylverfahren aller Syrer zuständig ist und das Dublin Verfahren ausgesetzt wurde, der Exodus massiv verstärkt.

    https://twitter.com/bamf_dialog/status/636138495468285952

    Die Organisation „Pro Asyl“ hat anschließend die neue politische Haltung Deutschlands in den Flüchtlingslager in der Türkei und im Libanon und Jordanien verbreitet.

    Bei der Entscheidung zur Aussetzung des Dublin Verfahrens wurden weder der deutsche Bundestag noch Europäische Gremien beteiligt.

    Die Ungarn Situation mit anschließendem „Willkommensgruß“ von Angela Merkel wurde durch diese rechtswidrige Maßnahme der Bundesregierung erst geschaffen.

    • Dazu kam bei der BamF ja noch das kitschige Video in allen Sprachen
      dieser Welt. Ich habe mir das angesehen und immer wieder nachgeschaut, wann man es denn endlich aus dem Netz nimmt. Es hat ewig gedauert, ich habe Bosbach darauf hingewiesen, der übrigens immer brav und sehr nett antwortete (ich bin ja auch eine nette und sachliche Mailschreiberin im Gegensatz zu anderen, die den rechten Ton zu gut treffen) und dann kapierte man im Januar auch beim BamF, dass das Video in allen Variationen lahmgelegt werden muss.

      Die Twitterei sollten die sich wirklich allesamt abgewöhnen, es schadet mehr als es nützt und so richtig können tun sie’s eh nicht. Es ist wohl noch zu neuland.

    • Neuland
      Die Österreicher kriegen das mittlerweile besser hin. Die haben inzwischen einfach die „They lie“-Kampagnen aus Kanada* und Australien kopiert, mit denen dort vor Schleppern und anderen kriminellen Elementen im Dunstkreis der Migrationsindustrie gewarnt werden soll.

      Zugegebenermaßen ist die Sachlage in Deutschland aber anders: Regierung und BAMF dürften hier bis auf Weiteres auch weiterhin eher selbst zu den kriminellen Elementen zu rechnen sein.

      * Dort regelmäßig auch im ganz normalen Fernsehen.

    • Schön geschrieben, Juristin
      Und doch mit einem unpassenden Titel.

      Ja, ich fand Ihre Ausführungen sehr erhellend, und werde diese nicht vergessen.
      Aber der zitierte Imperialismus ist nicht die Umbiegung der Moralität.
      Es schaudert mir regelmäßig, wenn ich den offenbar – vielleicht im Sinne Heideggers – unterirdischen Imperialismus erlebe, der als enorme unsichtbare Front insbesondere vor denen her getrieben scheint, die sich diesem selbst verbal entleiben. Um den vorherigen Satz nicht zu lang werden zu lassen: und in voller Überzeugung entleiben.
      Schlaue und reflektierte Menschen können den auch schon so erleben, bei uns mussten viele Jahre außereuropäisches Ausland dazukommen, um detektieren zu können, wie häufig wir Europäer mit unserem prinzipiell guten, gleichmacherischem Ansatz eigentlich Neo-Imperialisten sind.

      Zuerst war es mir aufgefallen zu einer Konferenz über methodisch-didaktische Fragen. Die Doyen aus Europa, eine Wissenschaftlerin durch und durch, berichtete überzeugend und klar, wie ein bestimmter Inhalt vermittelbar ist, über welche Similaritäten und Wege … . Beim besten Willen konnten wir das nicht bestätigen. Das Material, als climax von Generationen von Forschern aus Europa liebevoll entwickelt – es funktionierte nicht. Das kann nicht sein, überall erprobt, effektiv, … es entstand eine Spannung. Bis die gute Dame selbst vor den Studenten stand, und nichts funktionierte, wie es bei ihr seit Jahrzehnten glatt durchging. Im Auto sagte ich zu ihr, es sei eine ‚europäische Arroganz‘, zu erwarten, dass die ganze Welt so lernt, wie Europäer lernen. Ich setzte noch nach, und frug, wieso sie anderen Kulturen effektiv das Recht abspräche, andere Lerntraditionen und -methoden als europäische besser anzunehmen. Zuerst war sie natürlich stinksauer; heute sind wir Freunde.

      Lange Rede, kurzer Sinn: Auch beim Umgang mit meinen zahlreichen arabischen Freunden und (ehemaligen) Studenten stellten sich kulturelle Unterschiede und Traditionen heraus, die ich als ‚durchaus akzeptabel‘ und auch ‚durchaus anders‘ einzuschätzen gelernt habe. Ohne zu stereo-typisieren: Meine arabischen Studenten haben eine Art sie verbindender Weltsicht gehabt, die sich deutlich von der europäischen unterscheidet. Genau dasselbe kann ich von den chinesischen Studenten sagen.

      Und hier ist der springende, nein, der imperiale Punkt. Manchmal muss ich lachen, meistens könnte ich eher heulen, wenn ich erlebe, wie die [wie soll ich das verständlich und korrekt sagen?] Gutmenschen und Neo-Linken mit einer unglaublichen Arroganz und einem zum Himmel schreienden imperialistischen Duktus postulieren, dass alle Menschen, im Moment aber insbesondere natürlich die Flüchtlinge, alle ihre – also die der linken Gutmenschen – Weltsicht im Grunde teilen.
      Welche unglaubliche Arroganz, welcher Kulturimperialismus! Welche Bevormundung, einem anderen nicht einmal das Recht einzuräumen, einer bestimmten abstrakten oder konkreten Einheit mit einer anderen Perspektive entgegenzutreten!

      Und ganz genau hier sehe ich Orban angesiedelt. Die Deutschen wissen ‚mal wieder‘ [furchtbar!], was *die* richtige Asylpolitik ist. Mit oder ohne Einverständnis der zu Asylierenden. Da kommt es nicht drauf an. Am deutschen Asylverständnis soll die asylsuchende Welt ‚mal wieder‘ genesen.

      Welche Freiheit erlebt denn ein Asylsuchender in Deutschland, wenn jeder schon besser weiß, was dem Asylsuchenden gut tut, auf jeden Fall besser als der Asylsuchende selbst.

      Da sehe ich nicht einmal Menschlichkeit, nur vorgegebene, und vielleicht sogar als voller Überzeugung. Da sehe ich nur arrogante Selbsterhöhung, Selbstbeweihräucherung und erfülltes Helfersyndrom.

    • Juristin, sie scheinen es noch nicht gemerkt zu haben...
      .. was wir brauche sind seine oberpeinlichen Phrasen aus vergangenen Zeiten, die es älteren weissen Herren ermöglichen ihre Pfründe über die Zeiten zu bringen…
      Es sind Typen wie Schachtschneider die verhindern, dass sich je was zum Positiven ändern wird.
      „Es gibt keine Moralität gegen das Recht.”

      „Nein, Euer Ehren, der Herr Obersturmbannführer und ich, wir sind unschuldig! Wir sind nur den Vorschriften gefolgt.“
      Und auch ein Bürgerkrieg wird solche „Recht“- Gläubigkeit schon verhindern.
      Allerdings müssen halt ein paar andere Länder für den Krieg herhalten, aber wenns unserem Rechtsstaat dient, dann müssen halt manche auch Opfer bringen…

      Rechte, Gesetze und Verträge haben dann, und nur dann, eine Bedeutung, wenn der sie geltend Machende genügend Macht, notfalls auch Gewalt besitzt, um sie durchzusetzen.

      Das war bei Maastricht nicht anders als bei Schengen und Dublin, und wenn dieses Obrigkeits/Schachtschneider hörige Deppenvolk nicht sehr viel besser aufpasst wie bisher, dann wird sich TTIP in diese Gruppe einreihen.

  53. Corrigenda
    Zwei Dutzend Tippfehler. Das ist auch eine ästhetische Beleidigung.

    • Fehler als Kulturgut!
      @ Liebe Bella Unschön

      Hbn Si gewuzt, daz ain trojer Lesr dri Augn hat?
      Ncmliach zvei aüssre and ain inres!

      Daher!

  54. Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf ...
    Ach, waren das Zeiten: Leipzig, Waldstraßenviertel, gläserner Aufzug, Parkettfußboden, Stuck im Treppenhaus, 5,50 Euro/qm NKM.

    Aus den Schalmeienklängen der Billigbau- und 40qm-Propagandisten spricht selbstverständlich die Panik des politischen Establishments.
    Zur Tarnung durften vor einem Vierteljahr noch angegraute Emiritierte erklären, wie sinnvoll doch eine dezentrale Unterbringung sei … doch jeder, der sich mit Immobilien und Bauwirtschaft auskennt weiß seit geraumer Zeit, daß es keinen Wohnungsbau abseits von „Unterkünften“ gibt, der binnenn drei Jahren Wohnraum für geschätzte 2-2,5 Mio. erstellen könnte.

  55. "Ein jeder trage seine eigene Last, so ist es gerecht, und so wird auch niemand überfordert."
    Nun, ich hake den Beitrag mal unter Ironie ab, oder?

    Denn das mit der eigenen Last, der Gerechtigkeit und Überforderung müßte ich ja sonst als schlechten Scherz oder Volksverdummung auffassen. Oder ist hier irgendjemandem ein solcher Fall bekannt? DA?

    Was die Wohnungsgröße betrifft, so kennen Hartz-IV-Empfänger diese Problematik ja nun schon länger. Die wurden und werden ja auch gern um- und einquartiert. Ob die Sozialpflichtigkeit des Privateigentums allerdings jemals ernsthaft in Erwägung gezogen wird, wage ich denn doch zu bezweifeln. Sicherlich nicht für Flüchtlinge. Also da müssen sich unser Don Alphonso und andere wohl keine ernsthaften Sorgen machen.

    • Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht. dass ich nach der voreiligen Abschaffung von Sklaverei und Leibeigenschaft die Klassengesellschaft für die beste aller möglichen Welten halte.

    • KLASSENKÄMPFE
      richtig DON, denn die geschichte ist immer die geschichte von klassenkämpfen, sagte schon der grandiose ökonom Karl Marx………….also wird es immer klassengesellschaften geben.

    • Einer trage des andern Last ...
      Nun, Don Alphonso, ich will ja niemandem zu nahe treten (oder doch?), noch religiösen Wahn oder sozialistischen Irrsinn vertreten, aber so langsam frage ich mich wirklich, was von all den Werten, von Ethik und Moral, von Menschenwürde und Nächstenliebe, von Humanismus oder Demokratie und was es sonst noch alles für Segnungen der Aufklärung etc. gegeben haben soll, geblieben ist.

      Und da kommt mir doch immer wieder, auch angesichts Ihres von mir zitierten Satzes, die Bibel in den Sinn. Nicht weil ich an Gott glauben würde, sondern weil die Bibel sich in all dem vorgenannten wiederfindet. Anstatt nun selbst zu predigen, überlasse ich das mal einem Profi:
      http://www.erf.de/service-und-shop/predigten/ein-jeder-trage-die-last-des-andern/117-3383?range=detailDataset

      Vielleicht, obwohl ich nicht wirklich daran „glaube“, regt diese Predigt ja doch dazu an, einmal über Sinn und Wert des (eigenen) Lebens nachzudenken.

      P.S. Sklaverei und Leibeigenschaft sind doch nicht abgeschafft, sie sind nur deutlich subtiler geworden. Und eine Klassengesellschaft ist vermutlich überhaupt nicht zu vermeiden und muß ja auch nichts Schlechtes sein. Das aber bedarf jedenfalls der Werteumsetzung in allen Klassen.

    • Ich bin Historilker. Historiker sind entweder zynisch oder angesichts der Menschheit Selbstmörder. Ich bin zynisch. Aber wenigstens auch bewusst.


    • Ein Zyniker, ja, das habe ich schon vermutet. Und ja, das kann ich gut verstehen.

  56. VORMÄRZ
    beim neiderblassenden lesen und dem besinnlichen blick über den see – heute im Turner-nebel teilverhüllte bilder vor mir – kommt mir doch das dichterwort aus dem vorläufer der FAZ, dem Hessischen Landboten in den sinn: „friede den hütten, krieg den palästen“…………………….aber das wäre ja in D ein inzwischen noch verbotener aufruf.

    was kommt: sehen wir ja an den grenzen, wo die mittelalterliche technik des rambocks für das überwinden mazedonischer grenzzäune aktuell von gewaltbereiten jungen männern, die uns bald als nachbarn begegnen perfektioniert wird.

    erinnert mich schwer an Taras Bulba mit Yul Brynner und der unerreichten Christine Kaufmann.

    aber dichter und begabte schriftsteller wie DON haben berechtigte vorrrechte: gönnten wir dem grantler und sprachschöpfer Thomas Bernhard doch schon zu vorzeiten seine 3 jeweils übergrossen wohnsitze innerhalb einer fahrzeit von 20 minuten mit seinem VW-käfer, die er bevorzugt allein – die „Tante“ war meist in wien – glücklich bewohnte………………hinzu kommt ja sein halbwohnsitz, primär zum beschauen der abendprogramme des fernsehens bei einer befreundeten familie und dann wohnte er ja fast im kaffeehaus in Gmunden, den stoff für seine werke fand er ja primär in Kurier, Kleine Zeitung oder Kronen Zeitung. und wie oft er bei der „Tante“ in wien nächtigte, das können wir nur aus der stichprobe eines dokumentierten jahresablaufs ablesen. hinzu kommt die vereinahmung des Bräunerhofs in der Stallburggasse. grosse gehirne brauchen raum ! und topfenstrudel !

    lieber DON, so entsteht weltliteratur !

  57. Der übliche, methodische keynesianische Schwachsinn feiert Party
    @DA „Der Typ, der gerade im SPON vorlügt, die Ausgaben für Flüchtlinge würden allen Bürgern helfen“

    … Grundidee: Spendierhosen sind die perfekte Kur aller ökonomischen Defekte und Versagerstrukturen sind. Weiterentwickelt ist es ausreichend, seinen Rasen zu mähen, im Internet zu bestellen und dafür Staatsfinanzierung in Anspruch zu nehmen.
    Für Flüchter gibt es dank maximal erreichbarer Berufs-Minimalqualifikation sowieso keine anderen Gelegenheiten. Daher versteht es sich, dass SPONische Ökonomieexperten im Gefolge gelernter Professoral-Keynesianer (die nicht ganz anders klingen) Ahnungslose unermüdlich aufklären, wie wohlstandmehrend Ressourcenvernichtung, Ineffizienz, Verschwendung und Geldvernichtung sind.

    Das ist wesentlicher Bestandteil der Vorstellungswelt des Linksteils der Gesellschaft und ohne solche Vorstellungen wäre die Migrationswelle unmöglich gewesen. Die andere, vielleicht noch wichtigere Komponente ist die Möglichkeit durch demonstrativen Import von Armut Enteignungswellen starten zu können.

    DA, Sie sind schon auf der richtigen Spur. Alles, was derzeit läuft, sind nur Vorbereitungshandlungen für die große Transformation. Wir befinden uns in der Aufwärmphase. Zwangseinquartierungen werden vielleicht sogar ein kleiner Teil der Maßnahmen sein. Ideen, wie das ganze weiter betrieben werden kann, werden den Linken nicht ausgehen. Bis jetzt sind sie trotz kleinerer Rückschläge höchst erfolgreich, das Konzept ist zugegeben so sehr ausgefeilt, wie es perfide ist.

  58. Terrorismus
    Ganz interessant auch im hiesigen Zusammenhang – „grotesk“ trifft es wohl nicht so ganz:

    „Groteske Entwicklung an der griechisch-mazedonischen Grenze: In einem vertraulichen Regierungsdossier, das der ‚Krone‘ vorliegt, wird über eine neue ‚Serviceleistung‘ diverser Hilfsorganisationen berichtet – die Flüchtlingshelfer verteilen Gratis-Bolzenschneider an Asylwerber, damit diese den Zaun zerstören können. In der Nacht auf Montag gab es 104 Aufgriffe.“

    http://www.krone.at/Welt/Grenzzaun_Asyl-Lobby_verteilt_Bolzenschneider-Neues_Service-Story-498610

    • Wenn man...
      über Twitter Idomeni verfolgt, bekommt man einen Eindruck davon, wieviele Organisationen (NGOs, Bild- und Textreporter, „irgendwas mit Medien“ und „irgendwas mit Geflüchteten“) da ihr Süppchen kochen.

      Beim medial aufgeblasenen „Sturm auf den Grenzzaun“ war die Anzahl der Kameras mit derjenigen der nach vorne geschobenen Kinder und Frauen vergleichbar, erst knapp dahinter (und damit natürlich nicht mehr so im Blickwinkel ebendieser Kameras) betätigten sich energische junge Männer mit selbstverfertigten Rammböcken.

    • Krampus, haben die Angst,
      dass ihnen die Kundschaft ausgeht? Ich habe grad schallend gelacht…

  59. Corbusier ade
    Für die unfreiwilligen, gleichwohl Telemannaffinen Habenichtse in MikroKartonagebehausungen, insbesondere auch für ältere Zwangsumgesiedelte in hochgestapelten Altersresidenzen, welche ihre Vinylschätze hergeben mußten und stattdessen nun über ein inhaltsleeres Smartphone verfügen, eine Freiraum imaginierende Empfehlung wert: http://www.veniceclassicradio.eu/. (per App TuneIn oder FStream funktioniert es prima) Dieser italienische Sender verzichtet allerdings komplett auf jedwede Nachrichtenschleife und SpeechBlaBla).
    Merkelinfos gibts jedoch ohnehin an jeder Straßenecke.

  60. "Peoples Project"
    Wie könnte es anders sein? In Bayern sind schon die ersten dieser der völkerübergreifenden Transhumanz nach den sozialbegrünten Sommerweiden Gefolgten in ihre hopplahopp errichteten Pferche einquartiert.
    http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article146904173/Reihenhaeuser-fuer-Fluechtlinge.html
    .
    Gemessen am bisher vorderasiatischen gewohnten Standard außergewöhnlich komfortabel, da ich den in diesem Zusammenhang nicht ganz konvenablen Begriff „luxuriös“ vermeiden möchte. Auch um eine gewisse Trennschärfe zu den von Don beschriebenen eigenen Wohnverhältnissen zu wahren. Immerhin mit fußständig möglichem Lampenwechsel, ohne Scrafitto und anderes stucco und ohne Keller. Daher auch in Baugebieten mit hohem Grundwasserstand oder zu niedrigen Bacheindeichungen möglich.
    .
    Nicht jeder in der Nachbarschaft der Komfortpferche sei einverstanden. Es käme Zorn auf und es sei die Rede von „Luxus-Asyl“. Auch die Relativierer schaffen sich Proporzgehör indem sie darauf hinweisen, dass die aus den ehem. Ostgebieten Geflüchteten ähnlicher Garstigkeit ins Auge gesehen hätten. Hier erlaube ich mir allerdings einen bescheiden daherkommenden Eigeneinwand, indem ich als Endvierzigergeborener darauf hinweise, beobachtet zu haben glaube, dass die Schlesier und Ostpreußen nach 12-Stundentagen und samstags ab 14 Uhr in vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit ihre 85 qm-Siedlungshäuschen mit angeklebtem Ziegen-oder Hühnerstall errichteten. Und zum Mittagessen ging man nach Hause oder man wurde wehrmachtsessgeschirrversorgt um der unterstützten Familie nicht zur Last zu fallen.
    .
    Dergleichen werden WIR den zur Schleppergewinnmaximierung smartphonevorinformierten Neubürgern natürlich nicht zumuten können, auch wenn die Bauindustrie und die Zulieferer heftig über mangelnde Kapazitäten klagt. Bevor Eigenhandanlegung gefordert wird dürfte eher über ein nationales Arbeitsdienstprogramm- oder noch wahrscheinlicher, Zwangsbelegung in Ballungsräumen nachgedacht werden. Sollte denn die letzte Volksbefragung ganz umsonst gewesen sein?
    .
    Also, Ballungsräume wie Frankfurt oder Stuttgart sollten es schon sein. Mit Sicherheit kein Mensch hatte den noch Daheimweilenden die quasileerstehenden Dörfer mit hoher Rollatordichte in der Westpfalz aufs Display übermittelt. Mit Sicherheit auch nicht das uckermärkische Templin, dessen glückseligen und Schultheis Detlef man vorgestern Abend bei Plasberg strahlen sehen durfte. Na, wenn das nicht Mut machte, für die zukünftige Aufnahme der in Libyen Wartenden.
    .
    Aus der unmittelbaren benachbarten Praxis. Der alte Herr neben uns, der eine ganze Etage mit 85qm bewohnte und bei dem wir morgens immer wieder Wert darauf legten, dass er zum Zeichen seines Wohlergehens die Rollläden ganz hochzog, ist kürzlich mit 85 Jahren verschieden. Er war geborener Potsdamer, DDR-Flüchtling, im richtigen Leben Bautechniker. Seinen nicht immer ohne Hindernisse verlaufenen Lebensweg durften wir in der Einsegnungshalle erfahren. Sein sozial eingestellter Wohnungsbesitzer (Schwabe!), der ihm die Miete immer scheidungsrentengerecht hielt, fragte mich, ob ich einen Nachmieter wüsste. Meinen hinterfotzigen Vorschlag, angesichts des aktuellen Bedarfs an sozialamtfinanzierten Mieten den Leerstand doch einfach auf dem Vorstadtrathaus zu melden, reverbierte mit einem Blick der aussagte, dass man nicht mit allem Scherz treiben sollte.
    .
    PS, Don, der Hinweis mit „Schwaben“? Damit sind die westlich des Lechs bayerisch kolonisierten gemeint, oder? Herrscht dort neuestens Krieg?

  61. Beschlagnahme von Wohnungen...
    für „Flüchtlinge“?

    @ NN
    Dann lesen Sie doch mal dies…

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/wohnungen-fuer-fluechtlinge-palmer-ohne-zwang-geht-es-nicht-mehr-14017622.html

    • Ach ja, der Palmer, recht hat er aber doch. Und als "Juristin" sollten Sie das doch auch wissen.
      Schließlich geht es hier ja nur um leerstehenden Wohnraum, nicht um Aus- und Einquartierungen wie bei Hartz-IV. Und da greift nunmal die Sozialpflichtigkeit des Eigentums, welche unter bestimmten Voraussetzungen durchaus die Beschlagnahme von leerstehendem Wohneigentum zuläßt.

  62. Minimalismus, fragt sich nur für wen - Deutschland wird kleiner.
    Lieber Don,
    schön für sie das sie die Weite in ihrem Domizil genießen können, sei es ihnen gegönnt.
    Was die neuen Pläne angeht den zur Verfügung stehenden Wohnraum für Individuen zu verringern und die Baustandards zu senken, na, ein anderer hieß doch Neu-Damaskus / Trabantenstädte nur für die neuen Einwanderer.
    Jeden Tag erleben wir neue Stilblüten unserer Experten (wer heute alles so genannt wird), unisono steht dahinter aber immer das Konstrukt das es feststeht das diese Menschen kommen und ich vermute auch bleiben sollen. Teils vermute ich einen starken Lobbyismus der mit dahintersteht, es gibt so einige Gruppen die von der aktuellen Situation sehr profitieren.
    Was ihre Situation angeht, genießen sie die Gegenwart. Wenn ich mir die realen Kosten der gegenwärtigen Krise, und wir haben ja nicht nur eine, als Normalsterblicher versuche vorzustellen … werden die kleinen Wohnungen vielleicht das kleinere Übel sein.
    Was allgemein den Raum angeht, so mache ich mir mehr Sorgen um den Verlust des öffentlichen Raums. So lebe ich zum Beispiel in einer (Klein) Stadt die bisher für mich und andere viel Raum, auch in der Natur und am Fluss etc. in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stehen hat. Ein Angebot was von vielen über die angenehmen Monate die uns in Deutschland bleiben stark genutzt wird. Eine Einschränkung in diesem Bereich würde bei uns viele Menschen, vor allem junge Menschen stark treffen.
    Wie real solche Überlegungen sind zeigt schon der Umstand, das trotz widriger Wetterverhältnisse zusätzliches Personal zur Sicherung eingestellt wurde.
    In diesem Raum werden wir die Einschränkung der bestehenden Ressourcen, was Raum angeht, wohl als erstes bemerken.
    Wie zuvor schon einmal erwähnt, unser Leben wird archaischer und existenzieller, mit all den dazu gehörenden Folgen.

  63. Kuchen essen
    „Ja, ich kenne das nur zu gut“ denke ich mir und lege die New York Times zur Seite. Seufzend erhebe ich mich aus meinen déchets encombrantsstuhl und schaue über die schneebedeckte Landschaft Bremen Walles. Mein 50qm Palazzo, welchen ich mir mit Frau, Bruder und Kind teile, ist ein schöner antiker Nachkriegsbau. Ich wandere ziellos in die Bibliothek, leider kann ich sie nicht renovieren, denn das Billy Bookcase ist Denkmalgeschützt. Dann schaue ich auf das Cthulhu Gemälde aus dem Jahre 2016. Ein echter Littek. „Es ist schön priviligiert zu sein“ resümiere ich die Worte eines Bloggers, während von draußen irgendwo ein Betrunkener die Böhsen Onkelz rezitiert. Dieser arme Tropf, hat nur Bier und seine Untermenschenmusik. Das Prolletariat kann einem wahrlich leid tun. Kein Brot. Soll er doch Bier trinken. Das hat sowieso dieselbe Anzahl an Nährstoffen. Mehr oder weniger.

    Die Nachbarin, eine Araberin, hat ihr téléphone portable unters Kopftuch geklemmt und hängt Wäsche auf. Ich leiste mir den Luxus, eine Frau zu besitzen. Schließlich bin ich als Gentleman für die Finanzen zuständig. Ja. Wir sind eine konservative Familie. Werte sind Wertvoll. Sonst würden sie nicht so heißen. Ich zähle meine Portokasse. Dabei erinnere ich mich an einen Artikel des berühmten Mr. Alphonso. Es ging um die Abschaffung von Bargeld. Ich gehe durch, wie viele Pfandflaschensicherheiten wir noch haben. Ja, die Altersvorsorge ist sicher. Es tut gut zu wissen das man abgesichert ist. Ich nehme mir noch einen gâteau fini. Er schmeckt bitter bei dem Wissen, das es arme Reiche gibt, die nicht Wissen wo sie ihre Gemälde aufhängen sollen. Ich überlege ob ich vielleicht einen Spendenaufruf starten sollte, damit diese bedauernswerte Geschöpfe einen Angemessen Flügel haben, so wie es sich gehört. Schließlich geht es hier um Politik. Und Kultur. Ich nehme mir meine Milch und stelle positiv überrascht fest, das diese vollkommen Kulturlos ist. Aber irgendwie werde ich nicht Satt. Ich sollte den Gürtel enger schnallen, schließlich gibt es Menschen die Leiden. Und nun nimmt man ihnen auch noch den 500€ Schein. Schlimm.

    Ich ärgere mich über die Politik und die Wirtschaftsbosse. Im Herzen bin ich ein Anarchist und ich möchte mir meinen Luxus nicht wegnehmen lassen. Wo kommen wir denn da hin, wenn niemand mehr italienische Gemälde in Bar kaufen kann? Jeder hat doch ein Recht auf Sicherheiten? Nur Narren investieren in Gold und geben ihr Geld bei der Bank ab. Die Zinsen sind eh viel zu klein, als das sie lukrativ wären. Ich überlege meine Portokasse in Getreidenudeln zu investieren. Nudeln stehen hoch im Kurs und Nudeln werden immer gebraucht. Menschen haben Hunger. Das ist ein Menschenbedürfnis. Doch dann fällt mir ein, dass die Lebensmittelpreise immer weiter sinken. Nein. Ich werde nicht in Nudeln investieren. Zu Unsicher. Ach, diese Monotonie! Ein Gefühl der Nutzlosigkeit überkommt mich. Ich arbeite, aus Spaß per se. Ich wurde schließlich protestantisch erzogen.

    „Eigentlich weiss ich gar nicht warum ich das hier mache.“ Sage ich zu mir und lege meine Schreibfeder zur Seite, um meine Korrespondenz zu unterbrechen. Aber irgendwer muss schließlich für die Rechte der unteren Oberschicht kämpfen.. Wenn ich es nicht mache, wer dann? Es ist eine Bürde.
    „Darum wir auch, dieweil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist.“ Sinniere ich den Hebräer 12:1. Ja! Ich muss kämpfen und schreiben! Ein Jeder soll hören mein Wehklagen! Auf das diese Welt eine bessere wird! Nun bin ich wieder motiviert! Ausserdem werden meine Texte ja von vielen gelesen! In einer gutbürgerlichen Zeitung! Dem Pöbel gefällts! Also muss ich weitermachen…

    • Um Absätze ergänzt. Wirklich, wer so lange Texte ohne absätze liefert, riskiert, dass ich nicht freischalte.

  64. Innere Einstellung
    Was soll’s? Karl der Große, Friedrich der Große und Bonaparte der Große, um nur einige zu nennen, sind meistenteils auch mit ihren Zelten und Feldbetten zurecht gekommen. Die hatten ganze Weltreiche vor der inneren Nase, da war das Äußerliche nur insofern wichtig, als dass man die Untergebenen damit protzend in die Schranken weisen musste. Oder fragen Sie mal Zuckmayer, Oskar Maria Graf, Rousseau, Ringelnatz in welch‘ kleinen Hütten ihre Werke teilweise entstanden sind. Bei denen war die innere Größe eher umgekehrt proportional zur äußeren Ausdehnung.

    • Letztlich haben wir alle nur gut einen quadratmeter, auf dem wir sein können. Das muss man bedenken.

  65. "dem Volk ist es, mag es scheinen, völlig egal –"
    Leider ist das auch mein Eindruck: Merkel kann machen, was sie will, die Hörigen halten ihr weiter den Arsch hin und denunzieren jeden, der wagt, von der alternativlosen Scheide zwischen Gut und Böse abzuweichen und seinen Glauben an die hähere Erhabenheit der Gottgleichen Moralischsten unter den Sterblichen- oder gehört sie schon zu den Unsterblichen- zu verweigern? (Letzteres wäre mir nicht so lieb) Der moderne Häretiker glaubt nicht an Merkel und ihre vegetativ bedingten Visionen eines Moralin-Blasen-blubbernden-Prostestanten-Paradieses.

    Denn das war doch vorher schon klar, wenn man die Leute nicht im Fernsehen vor den nassen Grenzhäuschen stehen lässt, sondern ins Land schleust, dann wird es eng werden in einem Land mit ohnehin schon höchster Bevölkerungsdichte. ERst reduziert man den Wohnraum der Schwachen und dann macht man ZWangseinquatierungen bei den Starken.

    Und ja, die Prekären wurden schon vorher – nicht nur im Wohnungsmarkt- an den Rand gedengelt. Aber dass das jetzt Sozialisten wie Merkel-Roth-Oppermann auf die Spitze treiben, ist kurios.

    Die (herbeigelenkte) Völkerwanderung stellt die soziale Frage neu… .
    Und Merkel predigt im hohlen moralistischen Ton des Politischen Protestantismus. Alexander Kissler hat das gut analysiert (http://www.cicero.de/salon/merkels-auftritt-im-ersten-die-volkspredigerin/60572) .

    Jemand wird all die offenen Wechsel der letzten 5-10 Jahre bezahlen.
    Und nachdem man die Armen ärmer gemacht hat, wird man die Liebe zu den Reichen entdecken. Winterliche Barriere hin oder her.

  66. Merkel und der Sportpalast, @ tommy
    „Merkels Äußerungen mit der Sportpalastrede in Verbindung zu bringen, halte ich eigentlich nicht für zielführend. Der spezielle Klang und das Gerede von Glaube entspringt wohl eher ihrer religiösen Prägung (man kann den NS natürlich als politische Relgion auffassen“

    ich verweise hier nochmal auf die Analyse A.Kisslers in Cicero , Merkel als Predigerin des Polit.Protestantismus.

    Im Übrigen sehe ich Merkel in ihrem Moralismus sehr nahe bei den Nationalsozialisten. DAs waren auch Moralisten, also Leute, die wollten, dass an ihrem Wesen die Welt genesen sollte, und die ihr das auch vorschreiben wollten. Man soll sich nicht vom Schlafmützenton dieser Frau täuschen lassen, sie ist nichtmal eine Technokratin mit Inhalt: signifikant ist ihr Machtanspruch bei gleichzeitiger Inhaltsleere. Und dies im Gewand moralistischer Zwangsjacke!
    Zur Klarstellung: ich hätte nichts dagegen, wenn Merkel und die Merkel-Hörigen sich diese Zwangsjacken selbst anlegten.
    Ich bekämpfe sie, weil sie sie mir – und anderen freier Denkenden – anlegen wollen- und dass noch im Namen eines moralistisch gekapperten Christentum! Für mich als Katholik ist das reine Blasphemie. Und auch da liegen Merkel und Hitler mit seinem „Vorsehungs“-Geraune nicht weit auseinander.
    Also kurz: Merkel und Reichsparteitag- passt! Und da ist der Sportpalast nicht arg weit weg.
    mfG PF

    • Titel eingeben
      Ich stimme Ihnen gerne zu, was das momentane mundtotmachende moralintraufende Belehren einer grün-schwarzen Deutunhoheit anbelangt. Aber die deutschen Nationalsozialisten als „Moralisten“ zu klassifizieren, geht m.E. doch ziemlich fehl …..

    • Ich sage nicht Morqal. Ich sage Moralismus.

    • http://www.duden.de/rechtschreibung/Moralismus
      Die Antwort bezog sich nicht auf Sie, sondern auf „PFeldmann“, der einen eindeutigen Bezug herstellte bzw. Nazis als „Moralisten“ kategorisierte …. vielleicht gibt es mittlerweile sogar Ähnlichkeiten im Duktus zu grün-schwarzer Meiungsmache *eg*, die Kategorie ist bei einem totalitären Regime aber (gänzlich) verfehlt, das über andere Mittel der Meinungs-Durchsetzung verfügt(e).

  67. Titel eingeben
    Volker Beck mit Chrystal Meth erwischt.
    Wie viele seiner Äußerungen hat er wohl stoned getätigt?

    • Chrystal Met(amphetamin) @Gast
      Ich gehe davon aus, dass „stoned“ hier nicht so viel Schaden in der Psyche und im Umfeld anrichtet wie es das infernalische Metamphetaminderivat ChrystalMeth macht. Letzteres ist nämlich das genaue Gegenteil des „friedenstiftenden“ (und adipös und obstipativ machenden) TH4/Marihuana.

      ChrystalMeth ist so etwas wie mentales Viagra mit sozialem Dauerpriapismus bis zur beschleunigten Enderschlaffung.
      Die neuromorphologischen und sozialen Veränderungen sind erheblich!

      Darf man Invewstmentbanking und die folgenden Blasen und Krisen vllt. nur als Folge eines bestimmten Typus von Menschen, die Dauerbekokst sind mit Cocain, verstehen. So halte ich Crystal noch für viel desolater: es macht genuin verantwortungslos und asozial.
      Der dabei empfundene intellektuelle Mehrwert ist im Übrigen rein subjektiv – objektiv schneiden „Geputschte“ deutlich schlechter ab als wären sie clean.

      Ich möchte gar nicht wissen, wer da noch was nimmt- im Bundestag und der sogen.Regierung… . Ich erinnere an Hartmann-Edathy. Und bei Figuren wie Oppermann und Roth kann ich mir den Zustand gar nicht anders erklären.
      Obwohl ich froh wäre, wenn die Affäre Beck hier ein genaueres Hinsehen bei Entscheidungsträgern – vllt. sogar durch verschärfte Strafanwendung in solchen Bereichen (denn inhaltlich handelt es sich um mutwillige Fahrlässigkeit zum Schaden des deutschen Volkes), – nur ich bin mir sicher, dass es so viele sind, dass kaum einer daran rühren wird!

    • Volker Beck
      Eigentlich wollte ich nichts Politisches zu diesem vollkommen unpolitischen Thema (wieviel Wohnfläche brauchen kleine Leute) beitragen.
      Aber hier reißt es mich, meine Überlegungen während meines Frühstückes loszuwerden: Warum ist er so politiker-ungewöhnlich sang- und klanglos schnell zurückgetreten? ich für meinen Teil schließe nicht aus, dass er als Kurier unterwegs war, die Kügelchen an den Willy-Brandt-Platz Nr. 1 zu transportieren.

    • Ich enke eher, die zwangsläufigen Fragen lautem, wie er überhaupt so weit gekommen ist. Da gibt es eine Vorgeschichte, und die ist das eigentliche Problem.

    • ...
      Mir gibt das Timing zu denken.

      Wie in Fall Edathy

  68. Mirage II
    Solange das blaue Motobecane Mirage II an die Wand passt, ist es groß genug

  69. Die Türkei versaut Flintenuschi die Paradeabnahme
    die sie im Hubschrauber am 3.3. vornehmen wollte. Die Frau schreckt auch vor nichts zurück und schon gar nicht vor tollen Pressefotos bei ihren „Einsätzen“.
    Die Türkei erlaubt der Nato-Flottille noch immer nicht, in türkische Gewässer einzudringen.
    Da wird das nächste Gipfeltreffen am 7. ja sehr erfolgreich verlaufen…
    dafür stapeln sich die Zuwanderer in Griechenland.

  70. Blengranaten, Tränengas und Wasserwerfer gegen Frauen und Kinder.
    Groß war die Aufregung, als in Stuttgart gegen friedlich demonstrierende Bürger, Frauen und Kinder, das Machtmonopol des Staates aktiv wurde. Nun, da es gegen Flüchtlinge und um sichere Grenzen, um Wohlstandssicherung geht, ist kaum Aufregung zu verspüren. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es die ersten Toten durch Grenzschützer gibt.

    Tote gibt es aber schon hier und jetzt. Und das sind nicht nur die Werte, sondern auch die Objektivität und die Menschlichkeit. Es mutet geradezu lächerlich an, wie auch hier jede einzelne Strafttat oder Verfehlung der Flüchtlinge akribisch zusammengetragen wird, ohne auch nur eine einzige Tat der Rechtsextremisten zu nennen, deren Zahl doch deutlich höher liegt. Sind die Rechtsextremisten plötzlich die Guten, wird ihr Handeln nicht mehr nur stillschwigend geduldet, sondern schon still und heimlich begrüßt? Nein, lächerlich ist das falsche Wort, gefährlich ist das, wie sich die Wahrnehmung nach und nach verändert.

    • Negation der Realität
      „Groß war die Aufregung, als in Stuttgart gegen friedlich demonstrierende Bürger, Frauen und Kinder, das Machtmonopol des Staates aktiv wurde. Nun, da es gegen Flüchtlinge und um sichere Grenzen, um Wohlstandssicherung geht, ist kaum Aufregung zu verspüren. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es die ersten Toten durch Grenzschützer gibt.“

      Von Ihnen hat man ja schon viel Absonderliches im Blog lesen können, NN, aber nun kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich persönlich habe ja für die „Wutbürger“ in Stuttgart, die auch Schuldkinder vor ihren Karren spannten, keine besonderen Sympathien. Doch dürfte ein gewisser Unterschied bestehen zwischen diesen im Schlossgarten blockierenden „Wutbürgern“ und Menschen, die versuchen, einen gesicherten Grenzübergang mit improvisierten Rammböcken gewaltsam zu stürmen, die dabei Beamte mit Steinen bewerfen, zum Teil „Allahu akbar“ grölen und absichtlich (!) Kinder in die vorderste Reihe zerren. Im Wesentlichen tobten da übrigens – mal wieder – stämmige junge Männer. All das ist auf den Bildern aus Mazedonien auch zu sehen.

      Wenn man solche Leute daran hindert, nach ihrem Belieben innerhalb Europas zu migrieren, geht es nicht allein um „Wohlstandssicherung“, sondern ganz banal bereits darum, die öffentliche Sicherheit und überhaupt den Staat zu schützen. Glauben Sie ernsthaft, Leute, die sich so verhalten, würden nicht auch sonst zur Gewalt greifen, um ihr vermeintliches „Recht“ durchzusetzen?

      „Tote gibt es aber schon hier und jetzt. Und das sind nicht nur die Werte, sondern auch die Objektivität und die Menschlichkeit. Es mutet geradezu lächerlich an, wie auch hier jede einzelne Strafttat oder Verfehlung der Flüchtlinge akribisch zusammengetragen wird, ohne auch nur eine einzige Tat der Rechtsextremisten zu nennen, deren Zahl doch deutlich höher liegt. Sind die Rechtsextremisten plötzlich die Guten, wird ihr Handeln nicht mehr nur stillschwigend geduldet, sondern schon still und heimlich begrüßt? Nein, lächerlich ist das falsche Wort, gefährlich ist das, wie sich die Wahrnehmung nach und nach verändert.“

      Das ist fast noch absurder. Erstens werden die Straftaten, die von „Flüchtlingen“ begangen werden, leider nach wie vor keineswegs so „akribisch zusammengetragen“, wie Sie meinen – dann würde das nämlich die Polizei zuverlässig und für jedermann nachvollziehbar erledigen, und es gäbe belastbares kriminologisches Material. Bislang gibt es hauptsächlich ein paar Privatpersonen, die veröffentlichte Polizeimeldungen sammeln. Zweitens zeigt selbst das Material, das es gibt – darunter auch die Ausschnitte aus dem letzten Bericht des BKA -, dass es natürlich *wesentlich mehr* Straftaten durch „Flüchtlinge“ gibt als durch Rechtsextreme, auch Gewalttaten. Schon angesichts des Zahlenverhältnisses kann das ja gar nicht anders sein. Sonst müssten die „Flüchtlinge“ schon alle kleine Engelchen sein, die ihre teils prekären Lebensumstände gar nicht berühren. Ich weiß nicht, wie man dazu kommt, solche absurden Behauptungen aufzustellen.

      Im Übrigen werden rechtsextreme Straftaten in Deutschland – insbesondere Gewalttaten – *selbstverständlich* nahezu einhellig abgelehnt. Ich kann nicht erkennen, dass sich daran bislang viel geändert hat. Wer meint, es gebe dafür eine breite Akzeptanz, leidet wohl unter Wahnvorstellungen. Was es aber tatsächlich gibt, ist das von größeren Teilen der Medien wie der Politik propagierte Tabu, über die Kriminalität unter Ausländern/Asylsuchenden offen zu sprechen und das als Argument anzuerkennen, wie man die Zuwanderungspolitik ausrichten sollte. *Das* ist töricht und gefährlich, weil es völlig legitime Fragen betrifft. Auch sonst würde man ja den Diskurs, wie gesellschaftliche Veränderungen sich auf die Kriminalitätsbelastung auswirken, ja nicht verweigern oder davon abhängig machen, einen Disclaimer vorzuschalten, man missbillige ferner aber auch in scharfer Form XY.

      Abschließend sei noch gesagt, dass es zig Internetseiten gibt, auf denen Sie jede Menge finden werden zu echten oder vermeintlichen (Straf-)Taten von Rechtsextremen – auch genug in der Presse. Mit Ausnahme vielleicht von Sachsen kann man da wohl auch keinem Bundesland vorwerfen, momentan zu wenig zu tun.

    • Da gibt es tatsächlich einen Unterschied zwischen den Demonstranten und den Flüchtlingen, Krampus.
      Und zwar den, daß sich die Flüchtlinge in einer menschenunwürdigen und durchaus zumindest gesundheitsgefährdenden Situation befinden, durch die ihnen quasi das Recht auf Notwehr zusteht. Daß Sie das nicht verstehen (wollen), dessen bin ich mir durchaus bewußt. Zumindest aber sollten Sie sich entscheiden, ob dort nun Kinder oder „stämmige junge Männer“ in der ersten Reihe stehen. Aber auch die Bezeichnung von Menschen als „solche Leute“ läßt wohl keinen Zweifel daran aufkommen, wes Geistes Kind Sie sind. Öffentliche Sicherheit und Ordnung oder gar der Staat wurden und werden jedenfalls schon deutlich länger durch Rechtextremisten denn durch Flüchtlinge gefährdet. Denken Sie nur einmal an NSU und NPD-Verbotsverfahren.

      Mit der akribischen Zusammenstellung waren die Beiträge (nicht nur) in diesem Blog gemeint, deshalb schrieb ich ja auch „hier“. Ich weiß auch nicht, welche absurden Zahlen Sie da fabulieren: Im letzten Jahr gab es laut Innenministerium 13.846 rechtsextreme Straftaten in Deutschland, die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen. Die Straftaten der Flüchtlinge, selbst unter Berücksichtigung von Köln, können da zahlenmäßig nicht mithalten. Aber um die Zahlen ging es mir auch weniger, als um die Feststellung, daß rechtsextreme Straftaten hier überhaupt nicht vorkommen, die Wahrnehmung eben sehr einseitig ist.

      Das Verneinen der Realität ist somit auch ein eher billiger Vorwurf, da die Beiträge hier immer nur einen kleinen Ausschnitt beleuchten. Nur, so total einseitig wie beispielsweise bei Ihnen sollten sie dennoch möglichst nicht sein. Die Probleme durch die Flüchtlinge bestreitet doch niemand, aber es gibt sie nunmal und nun müssen sie auch gelöst werden. Abschottung aber ist keine Lösung, höchstens eine Vertagung und damit eine weitere Verschärfung der Probleme.

    • Malen nach Zahlen
      @NN

      „Und zwar den, daß sich die Flüchtlinge in einer menschenunwürdigen und durchaus zumindest gesundheitsgefährdenden Situation befinden, durch die ihnen quasi das Recht auf Notwehr zusteht.“

      Also nun haben Sie echt den Vogel abgeschossen, NN, obwohl ich das ungefähr so schon erwartet hatte: Leute, die die Möglichkeit haben, erst in der Türkei und dann in Griechenland Schutz zu erhalten und auch Hilfe in Anspruch zu nehmen (Hotspots) – sofern es sich denn tatsächlich um Kriegsflüchtlinge handelt -, sollen also „quasi“ aus „Notwehr“ das Recht haben, die Grenze eines weiteren Nicht-EU-Landes zu überrennen? Denken wir Ihren Gedanken mal zu Ende: Hat dann die gesamte Dritte Welt „quasi“ ein Recht auf derartige „Notwehr“ gegenüber den Staaten, in denen die Lebensverhältnisse besser sind?

      „Daß Sie das nicht verstehen (wollen), dessen bin ich mir durchaus bewußt.“

      Und ich bin mir bewusst, dass Sie sich halt nicht an die Fakten halten (wollen), sondern an deren Stelle irgendwelche Phantasien setzen. Deswegen blenden Sie ja auch zum Beispiel völlig aus, dass viele der Leute, die in Griechenland angelandet sind, *gar nie* vor Krieg geflohen sind.

      „Zumindest aber sollten Sie sich entscheiden, ob dort nun Kinder oder ’stämmige junge Männer‘ in der ersten Reihe stehen.“

      Das muss ich nicht. Ich bin flexibel genug, um zu erkennen, dass stämmige junge Männer durchaus mal in vorderster Reihe mit dem Rammbock hantieren und Steine werfen und dann – auch für geeignete Bilder – kleine Kinder nach vorne zerren können.

      „Aber auch die Bezeichnung von Menschen als ’solche Leute‘ läßt wohl keinen Zweifel daran aufkommen, wes Geistes Kind Sie sind.“

      Du meine Güte, ist jetzt schon die Bezeichnung „solche Leute“ für Personen, die gewaltsam eine Grenze erstürmen wollen, zu viel des „Guten“ für Sie? In Deutschland pflegt man über Mobs sonst bekanntlich weniger fein zu sprechen („Pack“, „keine Menschen“ etc.).

      „Öffentliche Sicherheit und Ordnung oder gar der Staat wurden und werden jedenfalls schon deutlich länger durch Rechtextremisten denn durch Flüchtlinge gefährdet. Denken Sie nur einmal an NSU und NPD-Verbotsverfahren.“

      Ich finde, dass man einer Gefährdung nicht noch eine weitere hinzufügen muss, die zahlenmäßig deutlich größer und potentiell sogar völlig unkontrollierbar ist. Die Behörden hatten früher schon Ihre liebe Not mit Neonazis, Linksextremen und Islamisten, und die Zahl der Personen in diesem Umfeld war doch eher überschaubar und nimmt nun im Zuge dieser Politik auch erheblich zu.

      „Mit der akribischen Zusammenstellung waren die Beiträge (nicht nur) in diesem Blog gemeint, deshalb schrieb ich ja auch ‚hier‘. Ich weiß auch nicht, welche absurden Zahlen Sie da fabulieren: Im letzten Jahr gab es laut Innenministerium 13.846 rechtsextreme Straftaten in Deutschland, die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen. Die Straftaten der Flüchtlinge, selbst unter Berücksichtigung von Köln, können da zahlenmäßig nicht mithalten. Aber um die Zahlen ging es mir auch weniger, als um die Feststellung, daß rechtsextreme Straftaten hier überhaupt nicht vorkommen, die Wahrnehmung eben sehr einseitig ist.“

      Lieber NN, dem erwähnten BKA-Bericht lässt sich entnehmen, dass es bis Ende Dezember 2015 über 200.000 Straftaten gab, die eindeutig „Flüchtlingen“ zugeordnet werden konnten, darunter 240 Straftaten gegen das Leben. Die Bundesländer NRW, Hamburg und Bremen sind in dem Bericht allerdings nicht einmal berücksichtigt, wobei NRW mit Abstand am meisten Asylsuchende aufgenommen hat. Insofern sind Ihre Behauptungen wirklich völlig abwegig, und dass Sie sie wiederholen, ist noch unverständlicher.

      Tatsächlich wurden diese Zahlen übrigens bereits als kleiner „Erfolg“ verbucht, weil die Kriminalität unter „Flüchtlingen“ nicht im selben Maß anstieg wie die Zahl an Asylsuchenden. Dazu:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlinge-und-kriminalitaet-bka-nennt-zahlen-14078095.html

      „Das Verneinen der Realität ist somit auch ein eher billiger Vorwurf, da die Beiträge hier immer nur einen kleinen Ausschnitt beleuchten. Nur, so total einseitig wie beispielsweise bei Ihnen sollten sie dennoch möglichst nicht sein. Die Probleme durch die Flüchtlinge bestreitet doch niemand, aber es gibt sie nunmal und nun müssen sie auch gelöst werden. Abschottung aber ist keine Lösung, höchstens eine Vertagung und damit eine weitere Verschärfung der Probleme.“

      Doch, Sie bestreiten diese Probleme, Sie erkennen ja nicht einmal an, dass es eine derartige Anzahl an Straftaten gibt.

      Und die Frage ist eben sehr wohl, ob man sich solche Probleme ins Land holen möchte oder nicht, denn es trifft keineswegs zu, dass „Abschottung“ per sei keine Lösung sei. Darüber hätte man schon diskutieren müssen, bevor man die Grenzen geöffnet hat, und man sollte es erst recht für die Zukunft tun. Im Übrigen könnte man dann auch mal darüber diskutieren, welche Schlüsse man daraus ziehen mag, dass syrische Staatsangehörige vergleichsweise selten auffällig werden, Nordafrikaner hingegen sehr häufig. Es ist ja so, dass Leute wie Sie mit ihrer Schwarz-Weiß-Malerei und Tabuisierung jede Differenzierung unmöglich machen.

      Auch den Vorwurf der Einseitigkeit weise ich zurück. Noch einmal: Dass man selbst nicht bei jeder Gelegenheit auf die wohlbekannten Zahlen zu rechtsextremen (oder auch linksextremen, die gibt es natürlich auch noch…) Taten hinweist, heißt nicht, dass man diese Taten nicht wahrnimmt oder dass man sie gar insgeheim billigt. Und ich sagte ja bereits: Sonst wird diesen Zahlen im öffentlichen Diskurs breiter Raum eingeräumt. Gerade deshalb wirkt es ja so deplatziert und aberwitzig, dass Sie sich empören, wenn man hier und andernorts auch mal die andere Seite betrachtet.

    • Ich möchte nicht noch deutlicher werden, Krampus.
      Daher ganz knapp und ohne Polemik:

      Niemand ist dadurch aus der Pflicht entlassen, im Rahmen seiner Möglichkeiten und seines Werteverständnisses, zu helfen, nur weil andere sich bereits in der Hilfe engagieren. Insbesondere nicht dann, wenn deren Überforderung auf der Hand liegt, für jeden sichtbar ist, der nicht die Augen davor verschließt.

      Und ja, jeder Mensch hat das Recht, auf dieser Erde so gut es geht zu leben – überall. Alles andere, willkürlich und durch Gewalt entstandene Staaten mit ihren Grenzen und Nationalisten zum Beispiel, gründet sich schon auf Unrecht und kann niemals ein Recht in dem von Ihnen beschriebenen Sinn für sich in Anspruch nehmen.

      Daher spielt es grundsätzlich auch überhaupt keine Rolle, ob es sich nun um Kriegs- oder Armutsflüchtlinge handelt, da beides letztlich aus dem vorgenannten Unrecht resultiert. Und gegen Unrecht darf sich jeder Mensch nach Kräften wehren. Und ja, das gilt dann auch für die gesamte Dritte Welt, die diesen Status zu nicht geringem Teil auch uns zu verdanken hat.

      Dort stehen auch keine kleinen Kinder oder junge Männer, kein Mob, Pack oder „solche Leute“ vor den Grenzen, sondern Menschen wie Du und Ich, die jedes Recht der Welt auf ein menschenwürdiges Leben haben – genau wie wir. Und mit den euphemistisch als Hotspots bezeichneten aber eher KZs ähnelnden Lagern verhält es sich nicht anders. Es herrschen dort menschenunwürdige Verhältnisse, die jeden Grund zur Notwehr geben.

      Was die Zahlen betrifft, so spielen Sie auch weiter mit gezinkten Karten, Krampus. Das BKA weist den Zuwanderern und nicht den Flüchtlingen 186.235 Straftaten zu. Im Vergleich zu 2014 ist das eine Zunahme um 70.000, die, selbst wenn man sie nur den Flüchtlingen zuweisen würde, immer noch weit unter der Zahl der rechtsextremen Straftaten liegt. Allerdings ist es eher wahrscheinlich, daß die 800.000 Flüchtlinge weit weniger als 70.000 Straftaten begangen haben. Und beschränkt man sich auf die Kriegsflüchtlinge, die knapp 50% der Flüchtlinge ausmachen, so dürfte ihr Anteil an den 70.000 Straftaten wohl kaum mehr als die Hälfte, wenn überhaupt, ausmachen. Selbstverständlich heiße ich auch das nicht gut, aber das ist doch nun wirklich angesichts der Gesamtkriminalität und ihrer Ursachen kaum der Rede wert, dient nur rechtsextremem Populismus.

      „Gerade deshalb wirkt es ja so deplatziert und aberwitzig, dass Sie sich empören, wenn man hier und andernorts auch mal die andere Seite betrachtet.“

      „Auch mal“? Wäre das so, hätte ich kaum darauf hingewiesen.

    • Neuerlicher Brei
      Zu Ihrem Kommentar möchte ich eigentlich auch nicht mehr viel sagen, NN, denn es ist sinnlos. Wenn Sie meinen, es gebe ein Recht auf weltweite Freizügigkeit für jedermann, ist das halt eine Meinung, die Sie – aus gutem Grund – auf der Welt fast exklusiv haben und die auch nirgendwo eine rechtliche Entsprechung findet. Schlicht beschämend ist es demgegenüber, in Bezug auf die Hotspots in Griechenland von so etwas wie „KZs“ zu sprechen. Das geht weit an der Realität vorbei. Aber es passt zu allem anderen, was Sie so von sich geben, und hilft, das einzuordnen.

      Nur auf eines möchte ich noch einmal etwas ausführlicher eingehen: Ich spiele nicht mit „gezinkten Karten“. Es ist eine Frechheit, mir so etwas zu unterstellen. Ich würde *nie* Zahlen verfälschen – schon gar nicht, um nachteilige Aussagen über Personengruppen zu treffen. Sie hätten halt einfach mal den angegebenen Link nachlesen sollen. Dem verlinkten FAZ-Artikel können Sie nämlich entnehmen, dass im neueren polizeilichen Sprachgebrauch „Zuwanderer“ schlicht für „Flüchtling“ steht und dass 2015 selbstverständlich über 200.000 Straftaten verzeichnet wurden, die (wie gesagt ohne NRW, Bremen und Hamburg) allein diesem Personenkreis zugeordnet wurden. Hugo Müller-Vogg hat die Zahlen übrigens mal (konservativ) für NRW, Bremen und Hamburg hochgerechnet und kam dann auf insgesamt auf ca. 275.000 Straftaten durch Asylsuchende:

      http://www.rolandtichy.de/kolumnen/mueller-vogg-gegen-den-strom/mit-den-fluechtlingen-steigt-die-kriminalitaet-und-die-zahl-der-opfer/

      Absolut betrachtet geht es um einen erheblichen Anstieg, der für Bürgerinnen und Bürger allemal fühlbar ist, und die (nicht hochgerechnete) Zahl von 208.344 Straftaten durch Asylsuchende liegt natürlich weit über der rechtsextremer Straftaten (absolut: 13.846). Wobei es sowieso Ihr Anliegen ist, nicht meines, da immer wieder auf- und gegenzurechnen. Wie groß der Anstieg tatsächlich war, darüber lässt sich nur spekulieren. Aber darunter lag er jedenfalls nicht. Zu den genauen Zahlen siehe auch:

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article152320433/Zuwanderer-aus-diesen-Laendern-begehen-viele-Straftaten.html

      „Ihre“ Zahlen, die Sie dann auch noch mit Schwurbel-Brei überziehen (bei dem Sie plötzlich doch zwischen verschiedenen Kategorien von „Flüchtlingen“ differenzieren wollen, obwohl es Ihrer Meinung nach ja an sich gar keinen Unterschied geben soll), haben Sie leider einem veralteten Bericht entnommen, der lediglich den Zeitraum Januar bis November 2015 abdeckte – und dann haben Sie diese Zahlen auch noch falsch verstanden, weil Sie um die Nutzung des Begriffs „Zuwanderer“ durch die Behörden nicht wissen. All das kann passieren, wenn man etwas nicht glauben will und ein bisschen googelt, auf das Google wiederlegen möge, was man nicht glauben will. Aber von den Faken haben Sie eben keine Ahnung.

    • Wenn wir ehrlich sind, Krampus, hat von den Fakten niemand wirklich eine Ahnung.
      Zu meiner Schande muß ich aber eingestehen, daß in meinem Kopf immer 138.460 statt 13.846 rechtsextreme Straftaten herumgeisterten. Ein Fehler, der mir wirklich peinlich ist.

      Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß die den Zuwanderern zugeschriebenen 200.000 Straftaten sich nicht nur auf die 800.000 Flüchtlinge beziehen. Vielmehr ist die Zahl der Straftaten im selben Zeitraum eben „nur“ um 70.000 gestiegen. Und selbst diese Zunahme ist eben nicht nur den Flüchtlingen zuzuordnen. Insoweit bleibt es bei den gezinkten Karten. Lesen Sie dazu mal:
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kriminalitaet-von-fluechtlingen-in-stuttgart-die-armutsdelikte-ueberwiegen.d760028f-c9e4-408a-974a-d17d459cceea.html
      Dort sind die Zusammenhänge sehr schön beschrieben. Insbesondere in Bezug auf Tätergruppen und ihrer Zuordnung. Die Statistik läßt nämlich überhaupt nicht erkennen, ob es sich bei den Tätern um neu hinzugekommene Flüchtlinge handelt. Daß dieser Umstand nicht beachtet wird, läßt nur den Schluß zu, daß dies einzig dem Zweck dient, Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Und das, Krampus, ist das, was mich so ärgert, um das nochmals klarzustellen.

      Ob Sie das dann als Brei oder was auch immer bezeichnen, kann mich nicht tangieren, da Sie ganz eindeutig der Fraktion „Deutschland den Deutschen“ angehören. Und wissen Sie was? Auch das tangiert mich überhaupt nicht. Denn ob Sie oder ich es wollen oder nicht, die Realität hat diesen Wunsch längst ad absurdum geführt. Das ist Fakt. Es wäre besser, Sie fänden sich mit der Realität endlich ab und würden Ihr Augenmerk verstärkt darauf richten, aus dieser Situation das Beste zu machen. Aber das vermisse ich bei all der Hysterie nicht nur bei Ihnen.

    • @NN
      „Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß die den Zuwanderern zugeschriebenen 200.000 Straftaten sich nicht nur auf die 800.000 Flüchtlinge beziehen. Vielmehr ist die Zahl der Straftaten im selben Zeitraum eben „nur“ um 70.000 gestiegen. Und selbst diese Zunahme ist eben nicht nur den Flüchtlingen zuzuordnen. Insoweit bleibt es bei den gezinkten Karten.“

      Also langsam reicht’s, NN. Ich habe Ihnen jetzt mehrmals detaillierte Quellen vorgelegt, aus denen sich ergibt, dass das, was ich geschrieben habe, so *schwarz auf weiß* in dem neuen BKA-Bericht steht und dass ich mitnichten mit irgendwelchen „gezinkten Karten“ spiele. Im Übrigen sind Ihre Ausführungen wirr.

      Zur Klarstellung jetzt noch ein letztes Mal: Die 208.000 Straftaten, die das BKA – wie gesagt ohne NRW, Hamburg und Bremen – für 2015 verzeichnet hat, betreffen ausschließlich derzeitig Asylsuchende (nicht sonstige Personen, die man gewöhnlich als „Zuwanderer“ bezeichnen würde), vulgo „Flüchtlinge“ – egal, wann sie ins Land gekommen sind. Warum sollte es auch eine Rolle spielen, ob jemand 2013, 2014 oder 2015 als „Flüchtling“ kam?

      Und: Im Jahr 2015 gab es nach diesen Zahlen *92.000* Straftaten durch Asylsuchende mehr als im Vorjahr.

      Ich habe auch selbst nie behauptet, dass es bei den insgesamt 208.000 Straftaten allein um Personen gehe, die 2015 ins Land gekommen sind. Im Gegenteil: Die Probleme mit manchen Asylsuchenden gibt es ja schon sehr viel länger, insbesondere was die Nafris betrifft. Nur werden die Zahlen irgendwann halt so groß, dass man es nicht mehr unter Kontrolle hat und auch nicht mehr unter den Teppich kehren kann. Zumindest Letzteres ist jetzt der Fall. Zumal eben nicht im selben Verhältnis neue Polizisten hinzukommen. Wenn man offene Grenzen hat, ist es übrigens auch praktisch unmöglich, das sicherzustellen.

      „Lesen Sie dazu mal:
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kriminalitaet-von-fluechtlingen-in-stuttgart-die-armutsdelikte-ueberwiegen.d760028f-c9e4-408a-974a-d17d459cceea.html

      Der Artikel hat doch mit den von Ihnen behaupteten Zahlen rein gar nichts zu tun, NN, und er widerlegt vor allem auch nichts von dem, was ich geschrieben habe – auch wenn er sehr apologetisch ist. Natürlich sind z.B. junge Männer immer eine Problemgruppe, das habe ich doch auch schon selbst ausgeführt. Allein schon *deshalb* ist eine Migrationspolitik hochproblematisch, die bedingt, dass vor allem junge Männer einwandern.

      „Es wäre besser, Sie fänden sich mit der Realität endlich ab und würden Ihr Augenmerk verstärkt darauf richten, aus dieser Situation das Beste zu machen.“

      Mit der illegalen Massenmigration, die – falls sie so fortgesetzt werden sollte – diesen Staat zerstören wird, werde ich mich ganz sicher nicht einfach so abfinden. Ansonsten sind Ihre neuerlichen Unterstellungen einfach unsinnig. Sie haben ungefähr so viel mit der Realität zu tun wie Ihre „Überzeugung“, es gebe ca. 138.000 rechtsextreme Straftaten. Allein dass Sie sich so etwas einbilden (obwohl Sie die Zahl oben selbst richtig zitierten!), sagt ja schon vieles. Eine geordnete und rationale Zuwanderungspolitik einzufordern, statt mit gesinnungsethischem Kitsch mehr schlecht als recht gerechtfertigtes nationales Harakiri zu akzeptieren oder gar zu beklatschen, hat mit „Deutschland den Deutschen“ nichts zu tun.

      Im Übrigen bin ich aber durchaus der Meinung, dass es die Entscheidung der hiesigen Staatsbürger ist, wer einwandern darf und wer nicht, genauso wie die Osteuropäer entscheiden dürfen, wen sie aufnehmen wollen und wen nicht. Das nennt sich demokratische Selbstbestimmung und geschieht in einem Rechtsstaat mithilfe von Gesetzen. Auch deshalb finde ich es sehr schlecht, wie das alles gelaufen ist. Denn Merkel hat sich eben nicht an die geltenden Gesetze gehalten.

    • Na also, Krampus, geht doch. Zumindest ansatzweise.
      „Im Jahr 2015 gab es nach diesen Zahlen *92.000* Straftaten durch Asylsuchende mehr als im Vorjahr.“

      Ob 70.000 oder 92.000 Straftaten, darüber mag ich nun wirklich nicht mehr streiten. Fakt ist und bleibt aber, daß mindestens 800.000 Flüchtlinge mehr in 2015 dazu und dazu, daß es sich hauptsächlich um Paß- und Meldevergehen sowie Schwarzfahren und (Lebensmittel) Diebstähle handelt, ins Verhältnis gesetzt werden müssen. Wobei die Diebstähle hauptsächlich auf Bandenkriminalität zurückzuführen sind, begangen von Tätern, die in der Regel nur zu diesem Zweck in Deutschland sind, nicht aber um nach Asyl nachzusuchen. Darauf und nur darauf habe ich hinweisen wollen, das Versagen von Politik und Bürokratie in diesem Zusammenhang habe ich genannt. Und da sind wir uns ja nun scheinbar einig.

      Selbstverständlich kann jeder Staat selber bestimmen, ob und wen er ins Land läßt. Wenn er aber in humanitären Krisen die Hilfe verweigert, dann sollte er sich nicht mehr mit Werten schmücken, die ihm nicht zustehen. Das meinte Merkel, als sie sagte, dann sei das nicht mehr ihr Land. Und genau so ist es auch.

      Und da hier seit Wochen gegen die Flüchtlinge mit dem Ziel geschrieben wird, diese möglichst aus Deutschland fernzuhalten, erlaube ich mir immer wieder, dagegen zu schreiben. Insbesondere auch bei haltlosen Vorwürfen gegen Merkel. Denn sie hat sich nicht nur an die Gesetze gehalten, die es eben nicht verbieten, zu helfen, sondern sie hat geholfen, als es dazu an der Zeit war. Das der überwiegende Rest Europas sich anders verhält, ist ein Armutszeugnis. Und was sich nun in Griechenland und an anderen Grenzen abspielt, ist einfach nur menschenverachtend.

      Mir ist schon klar, daß ich Sie, Krampus, und andere nicht überzeugen kann, das zeigt auch die Wahl in Hessen, aber etwas differenzierter würde ich mir den Umgang mit dem Thema schon wünschen. Insbesondere mit Blick auf brennende Asylunterkünfte etc., die sie keines Wortes würdigen. Und das, dabei bleibe ich, sagt mehr als tausend Worte.

    • Noch ein Versuch, der letzte ist wohl irgendwie gescheitert.
      Wie Sie, Krampus, selbst schreiben, ist die Zahl der Straftaten 2015 bei ca. 800.000 neuen Flüchtlingen um 90.000 gestiegen. Ob es nun 70.000 oder 90.000 sind oder wer diese Straftaten nun begangen hat, alte oder neue Flüchtlinge oder garkeine Flüchtlinge, darüber mag ich nicht mehr streiten. Jedenfalls sind es keine 200.000 und mehr hatte ich nicht geschrieben.

      Was Merkel betrifft, so handelt sie nicht nur vorbildlich humanitär, sondern jedenfalls nicht gesetzeswidrig. Denn die Gesetze verbieten es ihr nicht, Flüchtlinge in hoher Zahl ins Land zu lassen.

  71. Vielleicht ist alles nicht so schlimm...
    …und Wohnraum in der Berlin wird bald frei. Ein oller Grünenpolitiker mit großem, liebe-vollem Herz für Kinder hat sicher bald etwas anzubieten. Wenn das, was die Polizei über seinen Crystal Meth-Konsum sagt, stimmt. Rein optisch würde ich sagen: schon länger.

    • Chr chr chr.

    • "Rein optisch"
      scheint er in seiner Gilde kein Unikum zu sein. Dachte bisher immer, was die wohl geraucht hätten. Die Claudi z.B. wenn sie von Strandnächten mit gut gebauten türkischen Jungs erzählte… aber Crack? Nun erklärt sich aber vieles.

    • Titel eingeben
      Es gibt für die sog. „Armutsmirgant*innen“ bzw. auch sog. „Wirtschaftsflüchtling*innen“ keinen Rechtsanspruch, in Europa oder anderen Wohlstandsregionen der Welt Aufnahme, Lebensunterhalt (durch Sozialhilfen) zu finden und sich dauerhaft niederzulassen. Und ebensowenig haben europäische Staaten eine Rechtspflicht, „Armutsmigranten“ aufzunehmen, zu versorgen etc..

      Es ist ein Konstrukt der kosmopolitisch orientierten global ethics u.Ä., dass Bürger wohlhabender Staaten eine moralische Pflicht hätten, anderen in unterentwickelten Ländern zu helfen (was gerade die BRD mit den Entwicklungshilfe-Milliarden ja wohl am ehesten getan haben wird) …. das Ganze wurde von Pogge, Benhabib etc. ja schon durchgespielt und umfassend ausgeweitet, was dann als diffuse Narrative von Grünen, profitierenden Wohlfahrtsverbänden, herzvollen Dauerschwätzer*innen, exponierten Protagonisten der Grosskirchen mit ihren Gehältern um die monatlich 10Tausend € unter’s Volk gebracht wurde, damit dieses Verzicht leisten möge, sich in Sack und Asche hülle und seine Schuld erkenne.
      Denn, ganz klar: Selbst wenn Deine Ellis schwer geschuftet und Steuern gezahlt haben, Dein Wohlstand ist ungerecht erworben, denn schließlich hat die BRD profitiert von unsäglichen Arbeitsbedingungen, Niedriglöhnen etc. in Asien, Afrika, Südamerika …..
      Selbst wenn man mit VWL-Kenntnissen und Ökonomiegeschichte hier partiell zutreffende Korrelationen aufzeigen könnte, genügt es nicht, um mit diesen Standard-Plattitüden ungehinderte Massen-Migration zu rechtfertigen, wie das bisher geschehen ist.
      Bis Mr. Tusk kam. Und hoffentlich erfolgreich bleibt.

      Und bezüglich der Migrantenkriminalität gibt es ja wohl leider ieine frappierende Dunkelziffer. Lustige Erlasse zu einer „NIchtverfolgung“ in Schleswig-Holstein sprechen Bände.
      Wer helfen will, sei nicht gehindert. Wer über genügend Wohnfläche verfügt, kann mindestens einen Migranten aufnehmen … Voran!

  72. Eine "Luftbrücke der Herzen"...
    ..schlagen unsere österreichischen Nachbarn vor.

    http://mobil.krone.at/phone/kmm__1/story_id__498606/sendung_id__28/story.phtml

    Die Landeerlaubnis für die fetten Jets würde wohl eher nicht in Bayern erteilt.
    Hier hat die Gemeinde Maisach schon eine Obergrenze beschlossen. Vielleicht kommt es doch noch zur von Ihnen werter Don, kürzlich vorgeschlagenen Lösung. (Seehofer loswerden. Für immer.)

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/asylbewerber-maisach-beschliesst-obergrenze-1.2882080

  73. Titel eingeben
    Ich hatte mal einen langhaarigen Hund aus dem Kaukasus. Der durfte von wegen der Sozialisierung ab und zu in die Wohnung. Er benahm sich ganz ordentlich, bis auf seinen Schwanz (Rute), der alles runterfegte, was nicht angeklebt war. Lange Rede kurzer Sinn: man glaubt ja gar nicht, wie lange das Hundehaarewegfegen von 130m² dauern kann, auch wenn diese Fläche durch rundherum stehende Bücherregale bereits heftig dezimiert war. Da kommen einem in der Tat die ersten Zweifel, ob man solche Wohngebilde braucht.

  74. HimmeHergottSakramentNoAmoi!
    Für KriegsFLÜCHTLINGE müssen keine Wohnungen gebaut werden!
    Ist denn das so schwer zu verstehen?

    Wen wir als Kriegsflüchtling ins Land lassen, den haben wir zu versorgen. D.h. Essen zu geben und einen Aufenthalts- und Schlafplatz in einem üblichen Büro-Container. Da ist es im Winter heiß von der Elektroheizung an der Wand, und kalt von unten und im Sommer heiß von oben, wenn die Sonne drauf brennt. Und in solchen Containern leben und arbeiten tausende von Arbeitern und Angestellten in DE. Und ein Kriegsflüchtling wird dankbar dafür sein in so einem Container wohnen zu können. Und man könnte auch noch ein Klimagerät im Sommer spendieren und der Flüchtling wird noch dankbarer sein.

    Und wenn der Krieg dann vorbei ist, dann wird der Flüchtling zurückkehren nach Syrien. Und die Container können woanders wieder verwendet werden.

    Und wenn der Flüchtling in DE bleiben will, dann soll er wie ein ganz normaler Arbeitsmigrant behandelt werden.

    Ist das denn alles so schwer zu verstehen?

  75. Titel eingeben
    @ der andere Gast (2. März 2016 um 13:44 Uhr) :

    Die alte Dame bloggt aber in der Gegend herum – und kommt auch sonst vor: z. B. bei der FAZ online! – Habe herzlich über Ihren Beitrag gelacht, Herr „anderer Gast“! Wunderbar, die „magere verhartzte Suppe“ und das „Notbüchlein mit DSL-Anschluss“, das man/frau sich nicht leisten können soll. Und die „bekakelteten Mileues der beruflichen Meinungsbildner (vormals als Journalisten bekannt)“, einfach krass gut! Habe nur schreckliche Angst!!, dass mir vor lauter Lachen der Blutdruck so ansteigt, dass ich noch einen Notarzt rufen muss. – Ach ja, es kommt ja gar keiner mehr, die sind ja auch schon abgeschafft in unserer mittlerweile sozialen Wüste.

    • Nun denn! ;-)
      Doch gemeinhin bloggen alte Damen wirklich nicht.

      Sie besuchen, maximal. Zum Tee.

      Endet nicht immmer gut:
      Der Besuch der alten Dame

      Oh, aua, die Rache alter reicher Damen!
      Sie wird gar fürchterlich sein.
      (Die Rache, nicht die alte Dame; aber obwohl …)

  76. Vorschlag zur Güte
    Als 1,6er Wohnberliner schlage ich diskriminierungsarm, veganaffin und völkerverständigend den Begriff ‚Brennsuppler‘ für Arme Nachf. vor. ‚Auf der Brennsuppe dahergeschwommen‘ wäre auch richtungsneutral im Minenfeld der politischen Richtungen, und: Berliner lernen die Sprache ihrer Stillamme kennen.

  77. Der neue Trend: mobile Wohncontainer
    Ein Glückwunsch zu der Miniatur-Pagoda, lieber Don Alphonso! Golden silk tassel am Wandlüster, reizend. Solche Details sind das i-Tüpfelchen der Inner Decoration. Und auch diesmal: sehr schön geschrieben.

    Zitat Don Alphonso: „Mieter, du hast ein iPhone und raubkopierte Bücher, die vier Quadratmeter weniger schränken dich nicht ein, du kannst dann auch viel leichter umziehen.“

    Stichwort Mobilität. Ich fand mal ein EU Dokument, in welchem den Niederlanden seitens der EU diverse Vorschläge zwecks Reformpolitik gemacht wurden. Es wurde darin moniert, dass die Holländer viel zu viel Wohneigentum besäßen, was das Land bzgl. der Flexibilität und Mobilität der Beschäftigten stark beeinträchtige. Es sollten Strategien erdacht werden, wodurch der Erwerb vom Wohneigentum unattraktiv gestaltet werden sollte, damit diese wirtschaftsaffine Schwäche eliminiert werden könnte. Beispiel war z.B. Verschlechterung der Konditionen für Hypothekenkredite.

    So rührend sorgt die EU um das Wohl ihrer Bürger. Ähnlich sorgt auch Mutti für ihr Volk. Alles marktkonform safe. Tja, etwas Gutes bewirkt die Flüchtlingskrise also auch noch für die Wohnungswirtschaft: Abschaffen der strengen Bauvorschriften! Da lacht das Investorenherz. Tja, liebe Leute, das wird der neue Trend: Investiert in Wohncontainern auf Rädern! Max. 30 qm.

    • Holland-mobiles Wohnen,
      haben Sie den Trend in Holland nicht mitbekommen? Man baut vermehrt ins reichlich vorhandene Wasser. Ponton statt Keller. Wegen rel. gleich bleibender Temperatur und Einlage von Naturboden mit Ziegel-Deckschicht sogar als Wein-und Vorratskeller nutzbar. Bei den vorausgesagten Wasserstandserhöhungen ist man dann flexibel und legt einfach ab zwecks Ortsveränderung. Wahrschau, Richtung Rheingau oder bei kleineren Wohneinheiten auch gerne Burgund oder Midi. Ahoi.

  78. Jaja, Göbbelszitate
    Der Mann wusste leider, wie man richtige Beobachtungen in haarsträubende Zusammenhänge bringt.

  79. Kleinere Wohnungen für kleine Leute
    Ich gebe zu, es ist fies, aber ich habe beim Lesen der Überschrift sofort (im Affekt sozusagen) an Heiko Maas in einer kleinen Wohnung denken müssen.

    • Das Öffnen zu den Toren der Bauhölle.

    • Schwarzarbeit am Bau
      Es waberte bei Hart-aber-Fair durch den Raum und auch an anderen Stellen konnte man es schon vernehmen: beim Bau gäbe es „Fachkräftemangel“ auch für einfache Arbeiten und da könnten dann doch Migranten/Flüchtlinge angestellt werden.
      Und das im Bauvorschriften-reduzierten Deutschland einer dazu auch noch deregulierten Leiharbeit.

      Da kann gar nichts anderes rauskommen als Pappmaché-Häuser, die genauso gebaut und mit den selben Arbeitsrecht flankiert werden, wie das ein Gewisser G. Wallraff ausführlich in seinem „Ganz unten“ beschrieben hat. (Kurz gesagt: die Leute werden übel malochen müssen, werden häufig um Lohn geprellt, bei Krankheit schnellstens fallen gelassen, Arbeitsschutzgesetze werden in Serie ignoriert und wenn sie darüber aufmucken wollen, wird ihnen gesagt werden: geh zur Aufsichtsbehörde oder Polizei und deine nächste Duldungsverlängerung kannst Du Dir abschminken. Und jetzt mach weiter!)

      Ich habe immer mehr den Eindruck, es läuft so, wie Gilles Deleuze das mal über manche Leserbriefe schrieb: „von allen verfügbaren Möglichkeiten wählt ihr immer die niederste, gemeinste und schlechteste.“ Deleuze meinte damals die Interpretation seiner Worte, ich meine die Ausschöpfung verfügbarer Möglichkeiten unter dem Ziele, dass es nicht wieder so werde wie in Wallraffs „Ganz unten“. Die Hoffnung darauf habe ich aber fast vollständig begraben. Wahrscheinlich wird es noch schlimmer, denn nun ist ja bekannt, was man nicht derart falsch machen darf, als das ein Wallraff darüber ein Buch verfassen würde.

  80. Entscheidungsträger und Crystal Meth
    White punks on dope
    https://www.youtube.com/watch?v=kP8nGNbk7oQ

    Endlich wissen wir, was sich manche Politiker so reinpfeifen, das erklärt doch so manches an akuter Verwirrung.
    „Ich war immer für eine liberale Drogenpolitik“, erklärte Herr Beck zu dem hübschen Fund und damit meinte er „Was ich meine, darf gemacht werden und giltet somit für alle“. Das erinnert uns doch fatal an etwas, nämlich „Wenn ich den Menschen meinen Weg richtig erkläre, werden sie ihn mitgehen. Meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit besteht darin, dass dieses Europa einen gemeinsamen Weg findet.“ Heißt: Was ich sage, giltet nicht nur für hier, sondern sogar für ganze Europa. Es muss dabei nicht mal gefragt werden, wer hält sich mit solchen Petitessen auf!
    Gibts hier in der Runde irgendwelche psychiatrischen Sachverständigen, die uns das erläutern können?

    Oder stellt sich nicht folgende Frage: Wenn ich eine hohe Position in einem Land habe, welches Verständnis habe ich dann von meinem Handeln, handle ich als Individuum oder als Repräsentant? Mir scheint, das ist ein Missverständnis, und zwar ein sehr altes, das sich schon lange durch die Menschheitsgeschichte zieht.

    Herr Augstein und und Frau Berg melden sich prompt als Pflichtverteidiger, obwohl sie keiner gefragt hat:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/drogenvorwuerfe-kretschmann-verurteilt-becks-schweres-fehlverhalten-14102825.html

    Mal sehen, ob demnächst wieder ein passendes, nur leider methodisch verfehltes Aufrechen- und Relativierungsmodell hervorgezaubert wird nach dem Motto „Eins und eins gibt null“.

  81. Sozialistisch
    Hallo, Don Alphonso!

    Habe Ihre Kolumne dieses Mal sehr genossen!
    Warum müssen Sie eigentlich immer auf uns Linken herumhacken? Als alter Marxist – im Unterschied zu den den Neo-Linken, die zur Not ihre 80 Quadratmeter mit 2 Kindern in zwei Wohnungen a 40 Quadratmetern aufteilen – stehe ich zu der Maxime „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ (Karl Marx).

    Und ganz ohne Ironie: Zu ‚Eigentum verpflichtet‘ gehört auch eine Stadtplanung die insbesondere auch das kulturhistorische Erbe schützt, und Örtlichkeiten erhält oder gar bessert, die dem Auge des Betrachtendem eine gewisse Ästhetik bieten können.
    Wenn wir schon von Umweltverschmutzung bei Schallereignissen sprechen, um ein Beispiel zu erwähnen, wie sollten wir dann eine Stadt einschätzen, in der sich Straßenzug um Straßenzug die immer gleichen Plattenbauten in den Pfützen spiegeln? Wie sollten wir uns verwundern, wenn dann außer den Menschen auch eine latente Depression einzieht?

    Kultur ist nicht eine Krücke, sondern das Rückgrat der Gesellschaft.

    Viele Grüsse,

    Uwe Dippel

    P.S.: Und wenn Ihnen die Altbauwitwenwohnung in Wilmersdorf dann eines Tages doch zu gross werden sollte, bitte Bescheid geben.

    • Weil die Kräfte der Beharrung immer so sein werden, aber die Kräfte des Fortschritts nie so werden dürfen. Ich bin alt genug, die alte CSU zu kennen. Ich habe damals den Kopf dafür hingehalten. Ich werde nicht zuschauen, wie der Fortschritt da weiter macht, wo die CSU aufgehört hat.

  82. Grundgesetz versus Moralismus
    @TDV
    Sie schreiben etwas wirr.
    Momentan (und auch auf EU Ebene) stellt sich doch Frau Merkel mit ihrem Moralismus über das Recht und die Verträge.
    Wozu hat man eine Rechtsordnung, wenn nur die „kleinen Leute“ sich daran halten müssen?
    Wieso gibt es den Grundsatz der Gewaltenteilung, wenn das Parlament bei den wesentlichen Themen (Grenzöffnung, Masseneinwanderung) nicht entscheidet? So etwas fällt nicht nur unter die Richtlinienkompetenz einer Bundeskanzlerin.
    Wieso ändert man die Gesetze nicht, wenn man sie offenbar für falsch hält? (Beihilfe zur illegalen Einreise ist weiterhin strafbar, § 18 AsylG)

    Man muss mit Prof. Schachtschneider nicht politisch übereinstimmen, aber -wie er- gelegentlich mal Verfassungsbeschwerde einzulegen, wenn sich die Regierung nicht an das Grundgesetz hält, finde ich richtig.
    (So übrigens auch aktuell in der Asylpolitik)

    Leider ist das Verfassungsgericht mit seinen politisch besetzten Richtern oft zu schwach, um wirklich das Grundgesetz durchzusetzen.

    Mal sehen, wie unsere Verfassungsrichter beim EZB Verfahren (OMT Programm, Kompetenzüberschreitung) entscheiden…

    TTIP verhindern, da bin ich bei Ihnen.

    • @Juristin, falls Sie das noch lesen sollten:
      TTIP ist ein VERTRAG. Die Bedingungen bevorzugen den Stärkeren; sehr spannend, wer das demnächst mal sein wird! Bei Ceta wurden schon Abstriche vorgenommen (Schiedsgerichte). Aber selbst wenn wir an der Überzeugung festhalten, dass die Amerikaner auf ewig die Stärkeren sein werden, werden wir wohl oder übel am Verhandlungstisch bleiben müssen. Sonst schließen andere TTIP ab und wir stehen draußen.

      Und das BVerfG ist nicht „schwach“. Es ist vorhanden.

  83. Gedopte Logik?
    Die Logik des Herr Volker Beck verstehe ich nicht. Er legt seine Fraktionsämter nieder aber bleibt Bundestagsabgeordneter. Warum fühlt er sich den Grünen gegenüber schuldig, aber nicht den Bürgern, die ihn gewählt haben und für seine Arbeit bezahlen?

  84. Genug ist genug...
    …schreibt der Bayernkurier (CSU) zur ARD Sendung „Anne Will“.

    https://www.bayernkurier.de/inland/11140-genug-ist-genug

    Heute ist das Interview mit Hans-Werner Sinn interessant, in dem er den angeblich so gewaltigen Kosten einer Grenzsicherung widerspricht.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article152864656/Es-ist-Aufgabe-der-Kanzlerin-Staatsgebiet-zu-schuetzen.html

  85. Alle Singles auf Hartz-Niveau bringen?
    Die insinuierten 40qm für Singles, die man aus moralisch zwingenden Gründen im Artikel andachte, entsprechen übrigens in etwa dem, was einem Hartzer maximal mitfinanziert wird (ich meine, die Obergrenze sind 45qm für einen Single) bzw. welche ein Single ohne Beanstandung durchs Arbeitshaus bewohnen darf (bei zb. 50qm kann das Amt sagen: raus da). Wieso man bei Hartzern meint, das machen zu dürfen, ist allerdings gesetzlich geregelt. Wie man so etwas aber quasi der ganzen Bevölkerung vorschreiben will, würde mich mal sehr interessieren. Und natürlich auch, ob wir dies Land dann wieder DDR nennen.

    Schon erstaunlich, wohin die Reise geht. Aber was will man von einem Staat erwarten, der auch im Monat 7 der absoluten Asyl/Migrationskrise es immer noch nicht vermocht hat, wenigstens genügend Unterwäsche für alle Herbeigerufenen und Hereingelassenen zu organisieren (Unterwäsche ist auf allen „diese Spenden benötigen wir“-Listen, die ich in den letzten Monaten bzw. letzte Woche gesehen habe, immer noch ein großer Renner). Die Bürger dieses Landes müssen auch da dem Staat den Hintern nachtragen und teuer beim Händler Einzelpackungen kaufen und die in die Unterkünfte tragen, was man natürlich irgendwie marktliberalistisch toll oder sozialromantisch berührend finden kann – ich finde es verantwortungslos und beschämend ob der Inkompetenz und der Hände-in-den-Schoss-Haltung. Wirtschafts- und Sozialministerien haben es bis heute nicht geschafft, einfach mal eine große Order auf dem Weltmarkt zu machen. Wieviel Unterwäsche könnte man für 1 Mio. Euro mit einem Male auf dem Weltmarkt erstehen, wieviel könnte man da durch Massenrabat sparen und in weitere Wäsche investieren? Überlegungen jenseits der politischen Filter- und Meth-Blase.

    Auf deutsch gesagt: zu unfähig, Schlüpper zu bestellen. Aber Europa einigen wollen. So haben wir das gerne.

    • Das mit der Unterwäsche ist wirklich ein schweres Problem
      Übrigens, Unterwäsche ist kein Einmal-Artikel. Es soll Leute geben, die diese Waschen.

  86. Keine Wahl
    Zu Mikl-Leitner und Kurz – die interessantesten Interna erfährt man immer aus den Boulevard-Medien:

    „Auch ein konkretes Beispiel vom Herbst führt das Ministerium an. So verzeichnete man am 4.11.2015 exakt 9930 Einreisen nach Österreich. Aufgrund einer von Deutschland bestimmten Reduktion der Übernahmen wurden vom Nachbarn jedoch lediglich 5937 Menschen ins Land gelassen. Fazit: Im „Wartezimmer Österreich“ verblieben allein an diesem Tag 3993 Flüchtlinge.“

    http://www.krone.at/Oesterreich/Deutschland_bremst_laengst_heimlich_den_Asylzustrom-Zahlen_belegen_-Story-499021

    Kein Wunder, dass Österreich stinksauer ist.

  87. Titel eingeben
    Höre Telemann und lese Fonsi :3

  88. @ Renate Simon 3. März 2016 um 12:48 Uhr Nachbrenner
    Modekram ist nicht so meine Domäne, aber wenn die Gattin chic angezogen ist, so hat man doch seine Freude.
    Kanzlerin und Chic, da wundert es mich dann doch dass hier noch nie das Dekoletée von einst, zu Bayreuth, bei Wagner thematisiert wurde. Das geht mir heute noch nach. Man könnte fast schon von kognitiver, affektiver und psychosozialer Beeinträchtigungen reden.
    .
    Zu den abgeschabten Ärmelbeugen ihrer Samtjacke haben Sie ja schon Ihr Urteil gefällt. Die Frau ist so oft in Paris und ich frage mich, warum legt sie sich zu ihren einfallslosen Blazern nicht mal ein Hèrmes-Tuch um. Zur Ehrenrettung, erinnere mich noch genau an einen Artikel bei Dons Arbeitgeberin aus dem Spätherbst 2013: „….Seit zwei Jahren bedient sich die Kanzlerin vornehmlich der Modelle aus dem französischen Haus Longchamp.“ Na immerhin.
    .
    Ihr verrutschtes schwarzrotgold brachte es immerhin zu tagelangen Schlagzeilen in der Zeitung ihrer Förderin und die ḗlektron-Halskette soll vermutlich eine Reminiszenz an ihre verlorene Heimat darstellen, in der darüber hinaus gehendes Geschmeide eher als bourgeois galt-wie in großen Kreisen übrigens das Essen mit Messer und Gabel (gleichzeitig). Hallooooo, verzeiht mir bitte, jetzt nicht mehr, muß aber bei den Schlössernächten immer wieder unsicher hin-und herwechselnde Besteckteile bemerken.

  89. avarice sordide
    http://www.in-nocence.org/public_forum/read.php?3,146037,146037,page=1#msg-146037
    Diese Sorte Geiz hat bei uns schon die Flüchtlinge der Charta 77
    beherbergt und verköstigt und mit der Saualm gut verdient
    und wird auch an den hier versickernden Illegalen verdienen…

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