Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Lustvoll der Ausrottung entgegen

| 237 Lesermeinungen

PRVDENTI NON DEFICIT ALTER

Ich glaube, ich rieche auch nach der Dusche noch nach den Abgasen von Bugattis, Ferraris, O.S.C.A.s und vor allem nach diesem Maserati, Startnummer 437. Ich bin hinter ihm durch blaue Schwaden über die Strasse gelaufen, da war die Luft mit Teufelspest gesättigt, irgendwie klebt das in den Poren.

mop

Ich habe es immer noch in der Nase. Vielleicht ist es Einbildung, vielleicht etwas Sehnsucht nach den tollen, lauten, nassen, heissen, stinkenden Tagen. Ich bin mir nicht sicher, ob mir der Geruch nicht doch gefällt, aber ich lasse das Verdeck zurück gleiten und mich dann, 270 Kilometer weit über die Toskana und die Poebene durchblasen und saubertrocknen.

mon

Bei Poggibonsi bekomme ich Gesellschaft, ein britischer Aston Martin zieht auf die zweispurige Autobahn. Ich muss nicht auf den roten Pfeil mit der Aufschrift 1000MIGLIA auf dem Heck schauen, ich weiss, was er hier tut. Italien ist gerade voll mit schnellen Autos, und in einem Tunnel fährt er neben mich, lässt die Seitenscheibe runter, und dann hören wir uns an, wie es klingt und bebt, wenn ein Aston Martin und ein 3,5-Liter-V6 im Tunnel im Duett wie zwei Höllenhunde losbrüllen.

mor

Nicht schlecht, aber wenn man ehrlich sein soll: Alte, gerade, glühend heisse Eisenrohre direkt an der Brennkammer klingen immer noch besser.

moh

Und danach rollen wir gesittet weiter durch die Landschaft, und bekommen Gesellschaft durch andere Schlachtenbummler. Lauter Männer, die sich gerne alte Automobile anschauen und deshalb an einem Mittwoch oder Donnerstag im Mai in ein anderes Auto steigen, nach Italien fahren und das betrachten. Weil es geht. Weil wir privilegiert sind und über das eigene Leben bestimmen. Wir sind hier, weil andere es nicht sein können, aber so ist das eben. Es gbt auf dieser Welt für manche einen Platz im Büro, für andere auf dem Migrationsschiff und für ein paar wenige, meist in diese Welt so geborene Menschen einen Ledersitz in einem schnellen Wagen auf der Autostrada zwischen Siena und Florenz.

mod

Einfach nur, weil sie ein paar andere Autos anschauen wollen. Ganz einfach.

mnc

Würden wir uns alle durch den Berufsverkehr quälen oder die Autobahn hinaus nach Starnberg mit anderen verstopfen, mit all den Opels und Minis, wären viele auch nicht begeistert. Hier sind wir in Italien, wir stören keinen und tun etwas für die italienische Wirtschaft. Kinder drücken sich die Nasen an den Scheiben der Fiats und Lancias platt. Wir kennen diesen Blick. So haben wir gerade auch geschaut.

mof

Auf die antiquierten Objekte unserer Begierden.

mnt

Wir sind nicht schlecht oder böse, die Welt ist halt so, es gibt ein Unten und ein Oben und das Oben – mit all seinen Nachteilen – haben sich die meisten nicht herausgesucht. Wir sind keine amoralischen Verschwender wie die letzten, degenerierten Medici, die das Grossherzogtum Toskana zugrunde richteten, aber auch kein heiliger Franz, der drüben in Assisi allen Besitz ablehnte. Wir sind eine Notwendigkeit des Schicksals und wenn wir es nicht täten, würden es vermutlich andere machen. Die Menschen in den Booten vor Libyen träumen nämlich nicht von einem Rad oder einem alten Auto, sondern von dem Dasein, das wir leben.

mok

Ein Dasein mit vielen Freiheiten. Es ist nicht schlecht, es ist einfach so, und es war schon früher so. Der Kapitalismus hat diese Autos ermöglicht und diese Strassen, er hat dem Kommunismus besiegt und auch im Osten muss sich keiner mehr Vorwürfe anhören, wenn er sich hier dekadente Bilder anschaut. Natürlich sind das auch Bilder einer Klassengesellschaft. Aber deshalb sieht es auch nicht aus wie das Wolga- und Trabbitreffen in der Uckermark.

mnv

So gleitet der Wagen also Richtung Florenz, ein jeder ist auf seinem Platz und eigentlich ist es viel zu schön, um sich vom neokommunistischen Nachfolgeasozialen ausrotten zu lassen, aber: Obwohl ich niemandem etwas zuleide tue, obwohl ich meine Anwesenheit im Sinne der Bildberichterstattung gut begründen kann, und Pressefreiheit auf dieser Strasse lebe, stehe ich daheim auf der Abschussliste. Denn das Volk liest nicht viel von den eleganten Linien eines Jaguars XK120

mnq

oder vom Donnern eines SSK.

moi

Das Volk liest eher, dass die Mietpreisbremse nicht funktioniert. Verbrämt heisst das von “Journalisten“ die nichts Gescheites gelernt haben und deren Medien ihnen keine Teilnahme an der Mille Miglia erlauben, und die damit PR in eigener, wohneigentumsloser Sache betreiben, dass Vermieter zu viele Anteil an ihrem geringen Einkommen erhalten. Ich höre so ein Gewinsel nie von Softwarearchitekten, das kommt immer nur aus den Städten, die das Schreibpersonal in Randlagen rausgentrifizieren. Das ist nicht schön. Aber viele Automarken der Mille Miglia gibt es nicht mehr, und über deren Arbeiter verloren diese Leute keine Träne.

moo

Tränen kommen nur bei den eigenen Problemen. Nie von den edelblauen Abgasen echter Autos mit echten Fahrern.

moj

Warum soll ich jetzt mitfühlen, wenn sie nun in den schlechteren Vierteln die beengten Wohnverhältnisse einer Arbeiterfamilie kennenlernen? Nun, weil sie die Auffassung vertreten, dass die Mietpreisbremse verschärft werden soll. Dass sie dabei indirekt zugeben, dass sie das benötigen, um mehr Geld für Grundbedürfnisse wie Pizzalieferdienste und iPhones zu haben, stört sie vermutlich weniger als mich das leicht unsaubere Framing des Bildes. Jeder eben auf seinem Platz beim Klagen.

mnm

Natürlich rede ich mich leicht. Natürlich habe ich das nicht erarbeitet, das haben Generationen getan, genossen, bewahrt und dann so viel weiter gegeben, dass es auch für andere noch reichte. So geht das nun mal. Vollkommen mit eigener Hände Arbeit, ganz allein, macht das aufgrund der staatlichen Fürsorge bei uns ohnehin keiner, und selbst dann reicht das, wie es der sozial engagierte Schreiber an sich selbst erleben muss, nicht zu meinem Platz in der Toskana. So ist es nun mal.

mnk

Dennoch stehen wir uns nun antagonistisch gegenüber. Jahrelang wurden in Deutschland die Mieten künstlich niedrig gehalten, dass solche Nachwuchstalente ihre Autorenkarrieren billig in vielen Städten basteln konnten, während unsereins nebenbei Rohre entkalkte und Siphons leerte. Jahrelang haben uns solche Figuren von den Freuden des Zinspapiers und des Neoliberalismus erzählt. Jetzt gewinnen wieder die Hausbesitzer. Wie zu Bugattis Zeiten. Es ist nicht meine Schuld, wenn opportunistische Wiesel auf der falschen Seite der Geschichte enden und unter die Räder kommen.

mnp

Wobei wir dennoch alle herangezogen werden, wenn es um die Finanzierung von Elektrotrabbis nach dem 5-Jahresplan der Volkskammer Parlament geht. Zudem kommt sicher noch, wenn sich zeigen sollte, dass nicht ganz so viele Ärzte aus dem nicht ganz syrischen Kabul und Casablanca kamen, eine neue Debatte über Benzinsteuern. Rente mit 73 ist schon im Gespräch. Mit 73 sehen wir als Playboys sicher nicht mehr so gut aus wie dieser BMW328.

mnx

In meinem Fall ist es egal, meine Ablehnung der Unterschicht im eigenen Beruf reicht für Beiträge, bis ich 180 bin. Tatsache ist aber, dass auch überall gerade mehr Vermögenssteuer gefordert wird, um angebliche Reiche zu schröpfen, und wegen Gerechtigkeit. Was danach übrig ist, soll beim Vererben auch nochmal wegen Gerechtigkeit geschröpft werden. Und damit es beim Manne nicht so viel wird, soll zur Frau hin eine in amerikanischen Studien berechnete Gender Pay Gap zwangsgeschlossen werden. Dafür witd dann auch Objektifizierung in der Werbung verboten – laden Sie sich das nächste Bild runter, bevor es eine Frauenbeauftragte wegklagt.

mos

Oh, und haben Sie schon gelesen, dass es bei Besitz und dessen Einzug jetzt eine Beweislastumkehr nach Willen der SPD gegen soll? Seitdem bin ich für die Einführung einer 10%-Hürde bei Wahlen. Wir haben den Kommunismus besiegt, damit wir alle schöne Autos kaufen können und nicht, um den Stalinismus durch die Hintertür einzuführen – für alle, die von Gabriel keine eigenen TTIP-Schiedsgerichte geschenkt bekommen, um ihre Ziele unbelastet vom Rechtsstaat mit den Gabriels dieser Welt auszuklüngeln.

mnn

Natürlich steht nirgendwo, dass man mich jetzt explizit ausrotten möchte. Man würde mir schon das nackte Leben und vielleicht ein Rad lassen, und eine neue Kette alle vier Jahre. Gerade kam diese Prognosstudie zur regionalen Entwicklung in Deutschland – da bin ich an allen Wohnorten ganz vorne mit dabei, und der Reichshauptslum Berlin ist beim Reichtum auf Platz 400 von 402. Ich verstehe, dass das Begehrlichkeiten weckt, das geht mir hier bei manchen Auto ganz ähnlich.

mns

Trotzdem lesen Sie hier keinen Beitrag, in dem ich ein bedingungsloses Grund-Millemigliateilnehmen fordere, oder eine Staats300SL in Spritzfarben. Ich komme aus der richtigen, alten Klassengesellschaft, wo man den Staat so weit wie möglich meidet und die eigenen Dinge selbst regelt “Da kommt die Fürsorge“ war in den Zeiten dieses Automobils etwas ganz Schreckliches.

mnl

Heute ist es üblich, die Fürsorge des Staates zu rufen für jeden, der da kommen und fordern mag. Das sind viele und wir, nun, wir sind zwar gerade auf der Autobahn Richtung Ziel in Brescia schon viele und hinter Modena ein paar Tausend PS im Convoi, alle zusammen, aber in absoluten Zahlen eine Minderheit. Als solche wird man geschützt und bevorzugt, wenn man zu den kopftuchtragenden Antisemitinnen gehört, Verständnis für die Terrortruppe der Hamas kurzfristig verschweigt und Feminismus vorgaukelt. Aber nicht als mitelalter weisser Mann, bei dem alle nur die wehenden Haare im Fahrtwind sehen, und nicht die Arbeit, die in Zeiten wie diesen die Erhaltung und Bewahrung des Geerbten bedeutet. Und die Benzinrechnung will auch kein Politkommissar zahlen.

mnd

Ich komme damit schon zurecht, und mehr habe ich auch gar nicht von diesem Staat erwartet. Vermutlich ist es ohnehin wie bei der Mietpreisbremse, man macht erkennbar wirkungslose Gesetze und am Ende staunen die Kollegen wieder, dass sie erneut für alles und für die geschenkten Menschen zahlen müssen. Wenngleich sie weniger Risiken als normale Arbeiter erdulden müssen, weil sie ihre Rübe-Ab-Forderungen für unsereins sprachlich eloquenter als Islamisten und deshalb konkurrenzlos vortragen.

mnb

Aber bis dahin werde ich vermutlich immer wieder neue Verteilungswünsche für mein Gut und das anderer Leute lesen, und Selbstbereicherungsverlangen durch Leute, die auch mal im Uranbergwerk zeigen könnten, was wirklich in ihnen steckt. Ich hätte durchaus Achtung vor der arbeitenden Klasse der neuen DDR, aber wenn schon, dann bitte richtig und in Wismar. Denn in so einem Land der sozialen Gleichschaltung braucht man auch wieder billigen Strom für die Elektrotrabbis.

mnw

Ich bin mit Rene Brosig dennoch einer Meinung, dass wahrhaft gerechte Verteilung nach Leistung nicht geht, weil wir die arbeitsscheuen Linksaktivisten nicht verhungern lassen können – aber weitergehende Forderungen sind wirklich nicht gut begründet. Selbst wenn die SPD sie ins Parteiprogramm aufnimmt, um von ihrem Ausverkauf durch TTIP abzulenken.

mno

So ist das. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen, es darf gern sozial bequem wie das Alcantaraleder unter mir sein. So geht es dahin mit den anderen, die alle das schöne Wetter geniessen. Aber letztlich bin ich dann doch recht froh, als ich meinen Drittwohnsitz Mantua erreiche – reichlich spät, um mich von der Mille Miglia drüben in Brescia noch zu verabschieden.

mnr

Statt dessen gehe ich in den Palazzo Ducale und schaue die herrlich arroganten Höflinge der Gonzaga auf den Fresken von Andrea Mantegna an. Solange, bis sie abgeschlagen werden, weil das kulturferne Plebs in den Gazetten gleiche NVA-graue Wände für Alle verlangt, die Stoffverschwendung durch gerafften Goldbrokat verurteilt, die Frauenquote nicht erfüllt sieht –

moq

und am Ende bemerkt, dass Andrea Mantegna gar keine Frau war, wie es die feministische Kunstgeschichte in Nordrhein-Westfalens Hochschulen lange geglaubt hat.

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237 Lesermeinungen

  1. Da kommt die Fürsorge ist nun mal heute für eine Mehrheit ein Versprechen
    und nicht mehr – wie in den Zeiten, als ich jung war, für eine damals echte Mehrheit – Drohung und persönliche Scham. Das fing damit an, dass die progressive Literatur der siebziger die Spiesser offensiv verachtete, die sich für Reihenhaus (=oersöniches Vermögen) krummlegten und dafür auf konsum verzichteten. Das galt als freiheitlich und fortschrittlich, heute ist fortschrittlich dann eben das Verlangen nach bedingungslosem Gundeinkommen, subventioniertem Wohnraum, steuerbefreiten Tampons und „kostenlosem“ öffentlichen Nahverkehr.

    Zahlen dafür sollen natürlich nur die Reichen (also Sie, Don), aber psssst und ganz unter uns – es hat sich in der Bevölkerung rumgesprochen, dass das im Ergebnis heisst, alle mit einem Einkommen über dem Median. Immer. Die sind schliesslich – aus Sicht des akademischen Medienprekariates – reich. Weshalb das irgendwie nicht vorwärtsgeht, mit dem Femi und Antigentrifizierungs-Sozialismus, schon seit 30 Jahren nicht, trotz ständigen Drängelns in allen Medien ausser FAZ und WELT. Man kann die Leute nämlich ein- oder zweimal für blöd verkaufen, aber eben nicht immer.

    Sie und Ihr Vermögen sind also (ziemlich sicher). Die Deutschen wählen noch immer und auch morgen keine Sozialisten. Also, sicher aus dieser Richtung. Wie siehts mit Ihren Türschlössern und Alarmanlagen aus? Die rumänische Variante der Zwangsumverteilung geht nämlich robuster vor.

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • naja, versprechen
      vielleicht liegt es auch daran, dass wir heute die jobs für 6-10 millionen menschen nicht mehr haben?
      zeiten ändern sich, in vierzig jahren…

  2. Verbrauch
    Ach, herrliche Helme!
    Bitte schreiben Sie noch den Gesamtverbrauch und in Liter/100km dazu (inkl. Oel), dann drehen einige total durch!

    • Bei mir? 17 in der Spitze.

    • Der Bentleiy Blower mit der 8 auf dem Kühlergrill braucht Vollgas 80-100.

    • Welches Bildchen?
      Welches Bildchen ist denn Sie?


    • Der Bentleiy Blower mit der 8 auf dem Kühlergrill braucht Vollgas 80-100
      Das wär kein Auto für mich. Da steht man ja mehr an der Tankstelle als alles andre – kann man gleich auf Elektroauto umsatteln, damit kommt man noch weniger weit.
      Für einen Wasserskibootsmotor mag das ja angehen, aber Auto…
      17 bei Vollgas, normal wohl etwas weniger, das klingt nach Früh-70er-Jahre-Auto – ist es das?

    • Wenn man den Kompressor ausschaltet, sinkt der Verbauch auf 25.

  3. Titel eingeben
    Bei den schönen Bildern ist der Text aber wirklich nur Nebensache.

    • Ich musste irgendwie die Abstände füllen.

    • Das sehe ich anders, Tommy!
      Das, was DA hier „zwischen den Bildern reingestopft “ hat, ist ein deutliches liberales Bekenntnis (wenn man das larmoyante Rumlaborieren an der Klassengesellschaft- gibt`s, ist doch aber ehr nicht weiterführend- weglässt).

    • Es sind die scheinbaren Nebensächlichkeiten....
      Nee, das sehe ich genau andersherum. Da ich nicht bastle stammen Jaguar und Land Rover von heute. Etwas deutsches käme mir auch nicht in die Tüte! Wäre es nicht die mille miglia sondern die cento miglia vom Lago di Garda, dann wären Segelboote zu sehen. Wären es nicht die polnischen aus Plastik sondern alte und neue aus edlen Hölzern, dann und nur dann träte der Text tatsächlich für einen Augenblick in den Hintergrund, um hernach in voller Breite wie eine Woge an die Bordwand zu klatschen. Apropos Klatschen: Chapeau DA!

      PS Vielleicht ist Tommy schon so abgeklärt, dass er sich voll auf die Abbildungen konzentrieren kann. Das ginge bei mir nur außer Landes (ohne Wegzugsbesteuerung). Es ist eben ein Segen und ein Fluch zugleich als Deutscher geboren worden zu sein.

    • Die vermeintlichen Nebensächlichkeiten....
      Nee, das sehe ich genau andersherum. Da ich nicht bastle stammen Jaguar und Land Rover von heute. Etwas deutsches käme mir nicht in die Tüte! Wäre es nicht die mille miglia sondern die cento miglia vom Lago di Garda, wären Segelboote zu sehen. Wären es dann nicht die polnischen aus Plastik sondern alte und neue aus edlen Hölzern, dann und nur dann träte der Text tatsächlich für einen Augenblick in den Hintergrund, um hernach in voller Breite wie eine Woge an die Bordwand zu klatschen. Apropos Klatschen: Chapeau DA!

      PS Vielleicht ist Tommy schon so abgeklärt, dass er sich voll auf die Abbildungen konzentrieren kann. Das ginge bei mir nur außer Landes (ohne Wegzugsbesteuerung). Es ist eben ein Segen und ein Fluch zugleich als Deutscher geboren worden zu sein.

    • @Patrick Feldmann
      Das mag sein…ich hab den Text aber trotzdem nicht wirklich gelesen…die Bilder von den schönen Autos lenken einfach zu sehr ab :-)

  4. I create nothing. I own.
    Danke für soviel Ehrlichkeit am Abend,

    da kann man nur mit der nackten Wahrheit antworten:

    Sie irren gewaltig.

    Der Kapitalismus überlebte den Mauerfall keine 20 Jahre.
    Seit 2008 haben wir Sozialismus.
    Der Staat hat den Kapitalismus vollständig übernommen, da er sein Betteln (Hilfe, ich bin systemrelevant) erhörte.

    Und gegenwärtig garantiert er den Reichen noch ein BGE.

    Die alten Karren, die Sie da so bewundern, sind nicht mehr und nicht weniger als Tresore, in denen die noch Reichen Ihr Geld vor dem Staat verstecken.

    Ebenso ihre Immobilien. Die sie nur genießen können, weil sie vom Staat finanzierten Polizisten geschützt werden. Deren Hilfe sie ja immer einfordern, wenn die Einbrecher aus dem Osten kommen.

    Ihnen sollte bewusst sein, dass das alles sehr bald enden wird.

    Denn der Schutz Ihres Lebens, ihres Vermögens und ihrer Kunst wird garantiert von 40 Mio. Arbeitnehmern in Deutschland. Und die haben mehrheitlich kein Eigentum. Der Staat muss deren Interessen vertreten, ansonsten ist der Staat nicht mehr.
    Und folglich muss ich Ihnen leider mitteilen:
    Reichtum wird in diesem Land nur geduldet.

    (Manchmal habe ich den Eindruck Sie haben ausschließlich italienische (Kunst-)Geschichte studiert. Nur so lässt sich der Tunnelblick erklären.)

    • Der einbrecher als ein solcher meidet ja Bayern eher und geht dorthin, wo man ihn nicht erwischt und wenn doch bekuschelt. Reichtum wird in diesem Land durchaus auch gelabt, kommen Sie einfach mal an den Tegernsee. Wir kriegen das schon hin. Man muss sich halt seinen Standort genau aussuchen.

    • Create, instead of living off the buying and selling of others.
      Der Einbrecher meidet als solcher Bayern, weil in Bayern eine hoch bezahlte Mittelschicht neben den hohen Mieten auch noch die Steuern für einen umfangreichen Polizeiapparat zahlen kann. Sobald das nicht mehr garantiert wird, ist es ganz schnell aus mit der Ruhe am Tegernsee.
      Deutschland ist kein kapitalistisches Land. Wir hatten hier nie einen wilden Westen. Deutschland läuft immer einheitlich. Als Mitte. Jeder der hier Reich oder Arm ist, der wird verachtet. Der Reichtum am Tegernsee wird versteckt, weil man Reichtum in Deutschland verstecken muss. Der Don würde nicht für die FAZ schreiben dürfen, säße er anstatt in einem Fiat oder einen alten Mercedes in einen neuen Lambo mit Gold-Rolex.
      Und das weiß er auch.

      Whatever, die deutsche Mittelschicht ist die letzte Stütze der Gesellschaft in Europa. Wenn jetzt die explodierenden Mieten auf Bestand umschlagen, dann wird folgendes passieren:
      Der Konsum der deutschen Mittelschicht wird implodieren.
      Das deutsche BIP wird folgen.
      Dann hat sich der Kapitalismus in Europa erledigt.

      Natürlich ist der Kapitalismus zu dumm das zu begreifen, denn er muss dem kurzfristigen Profit folgen.

      Das wird dann der Staat übernehmen. Und nicht mehr ein ausdifferenzierte Staat wie bisher, sondern wir gehen dann eine Schirmt zurück in der Geschichte. So wie es selbst in den USA gerade mit Trump geschieht.
      Überall dort, wo die funktional ausdifferenzierte Moderne gerade gescheitert ist. D.h.: Überall.

      All das kann man vom Tegernseer aus vielleicht nicht erkennen, da man die Welt hinter den hohen Hecken nicht sieht, aber man sollte doch bitte bedenken, dass nicht nur die Arbeiter sondern auch die Besitzer nur eine Funktion in dem System erfüllen. Beide haben ihre Rollen. Die zu erfüllen sind. Der Reiche lebt im Wohlstand, aber trägt die Last der Verantwortung für seinen Besitz. Der Arbeiter verkauft täglich den Körper, ist aber im Besitz unendlicher Freiheit. Wer da welche Rolle erfüllt, das ist dem Kapitalismus egal.
      Dass der aktuell reiche Erbe sich für auserwählt hält und die Genderistin in Berlin die Freiheit nutzt den Don zu ärgern und den Staat zu schröpfen anstatt zu arbeiten, all das ist nur Theater auf der großen Bühne.

    • DOCH! Natürlich würde ich über den Lambo schreiben! Wochenlang! Das wäre mir eine Freude!

      Aber im Ernst, was ist ein Lambo gegen eine Wohnung am Tegernsee? Eben.

    • It's not a question of enough, pal.
      Ein Lambo wäre offen gezeigter Besitz.
      Wohnraum am Tegernsee ist hingegen ein Versteck.

      A difference that makes a difference.

      Kein Wunder, dass das Geld nach Italien ausweichen muss, um seinen Besitz in Dörfern vorzuzeigen. Weil es sich nicht traut, damit durch Berlin zu fahren.

      Und wenn die Bandarbeiter bei Mercedes, Porsche, Audi und BMW demnächst nicht mehr ihre Miete zahlen können, dann ist auch der Süden No Go Area für hochpreisige Automobile, exklusive Uhren und teure Handtaschen.

      Die Welt der Reichen ist schön, aber sie wird immer kleiner. Am Ende tummelt sich alles in der Schweiz.

    • Gut beobachtet.
      Das war mit so noch nicht aufgefallen, aber Sie haben Recht:

      ´Deutschland läuft immer einheitlich. Als Mitte. Jeder der hier Reich oder Arm ist, der wird verachtet. ´

      Letzte Woche stand ein Grundsatzurteil zum Mindestlohn an,
      ob Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld darauf angerechnet werden könnten (so dass auch wirlklich nur 8,50 rauskommen und kein Groschen mehr).

      Das inspirierte wiederum Gabor Steingart in seinem Morning Briefing
      dazu, seine Leser davon in Kenntnis zu setzten, er hoffe,
      die deutschen Gerichte würden zu einem Mindestmaß der Vernunft zurück kehren und der (gierigen) Klägerin klar machen,
      dass sie kein Anrecht auf Zitat
      ´leistungslose Zusatzzahlungen´ hätte.

      Ja, und da war sie wieder, die öffentliche Verachtung der Armen,
      die sich erdreisten über die 1500.- brutto hinaus,
      die eine 40 Stunden Woche bei Mindestlohn einbringt,
      noch einen Aufschlag zu fordern.
      Ich dachte eigentlich in dieser Form wäre sie mit Guido ins Grab gestiegen – aber nein.

      Natürlich gibt es sie den Reichen gegenüber auch.
      Nur von anderer Seite.

      Manche Reiche hinterziehen Steuern,
      oder kennen kluge Winkelzüge im Steuerrecht,
      um die Abgaben gering zu halten.
      Manch ein H4 Empfänger hingegen wird es sich 2x überlegen
      ob er für 200 Euro mehr 40 Stunden seiner Lebenszeit
      an Lohnarbeit verschwendet- um am Ende von Leuten
      wie Steingart öffentlich verachtet zu werden.

      Jeder hat da halt so seine Präferenzen und Methoden.

    • @ goodnight
      Ich halte Ihre Schilderung u d Analyse für treffend.Und wenn ich es recht erinnere, haben Sie ja auch schon mal beschrieben, dass Sie vor Jahrzehnten den Niedergang NYs miterleben mußten und nun in Stuttgart das Selbe sehen müssen.
      Da ich die Situation aus Argentinien in den 1990 kenne(gated communities Alarmanlagen, Wachhütten an jeder Straßenkreuzung), weiß ich, daß auch Reiche…-ein sehr relativer Begriff- am sozialen Frieden hängen.
      In unserer Gesellschaft gilt Eigentum schon jetzt als etwas Verdächtiges(^davon sind andere arm geworden^), als wäre Eigentum etwas Pathologisches. Ein sozialer Staat ermöglicht seinen Bürgern den Aufbau von Eigentum. Ein asozialer Staat nimmt es ihnen, damit er alle zu von ihm abhängigen Almosenempfängern machen kann. Seit 20 a+ hat sich D leider von dieser einfachen Weisheit verabschiedet.

      (Hoffe, ich bekomme jetzt keinen Kulturschock, wenn ich nächste Wo nach Sttgt komme- die Zeit dort auf der Kunstakademie war eigentl.meine schönste Studienzeit)

    • Titel eingeben
      …und was gerne auch vergessen wird: die schöne Wohnung am Tegernsee ist im Gegensatz zum alten Automobil eben das, was ihre Vermögenskategorie aussagt: im-mobil. Registriert im Grundbuch. Und damit äußerst einfach besteuerbar, denn, machen wir uns nichts vor, so grundlegende Dinge wie Rechtsstaatsprinzip und Rechtssicherheit sind heute ja nur lästig.
      Und das Prinzip der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit wird längst so verstanden: der hat noch was, der kann noch was leisten, also denkt euch was aus, wie wir es uns holen können.

      Sehr schön zu sehen bei der aktuellen Diskussion um die Abgeltungssteuer. Die sooo blöd gar nicht ist, wenn man mal nicht gerade mit den ewigen zu-kurz-Denkern spricht.


    • Ja, die Immobilien, die stehen unter Druck seitens des Fiskus wie der Einbrecher; aber sie werden halt gebraucht, und so findet man nach 2 Jahren denn schon noch einen Käufer.

  5. Die Bilder, ...
    … lieber Don, Ihre Bilder entzücken mich immer wieder bei Ihren von mir gerne goutierten Beiträge insbesondere über die MM.
    Darf ich fragen – mit welchem Equipment aufgenommen?

    Neidvolle Grüße,

    A.C.

    • Bitte. Die meisten sind diemal mit einem Panasonic Lumix G3 gemacht, mit dem alten 14-45 Standardobjektiv der G1, das so gut war, dass Panasonic es aus dem Programm nahm.

    • Equipment weitergesponnen
      Gerade wenn man die Offenblende braucht, lohnt es sich, etwas in Qualität zu investieren. Alle Markenhersteller hatten wirklich gute 135er f2,8, die heute so demokratisch sind, dass ein Ausweichen auf Drittmarken nicht wirklich wirtschaftlich ist.
      Bei Offenblende lohnt sich vielleicht aber auch eine kürzere Brennweite und dann f2,0; das Canon FD 100 ist einigermaßen günstig und wohl recht gut; das Olympus OM 100 ist phänomenal, aber noch immer teuer. Und dann könnte man natürlich auch noch das ebenfalls noch immer teure Canon FD 85 f1,2 nutzen und auf 2,0 abblenden, um wirklich knackige Ergebnisse zu bekommen.
      Ganz davon ab sind die anderweitigen Innenaufnahmen immer wieder eine Bereicherung.
      Dank dafür.

  6. Es soll ja noch Politiker geben, die...
    …noch gerne „fremdes Geld“ im (Russ)Lande sehen. Gérard Depardieu, aber auch Müller-Milch, Schumi & Co. lassen grüßen. Wenn die Deutschen auch dezidiert keine Sozialisten wählen (siehe Erstkommentar), mutieren eben die Politiker zu solchen. Bis das Wahlvolk es merk(el)t, ist der Sozi-Zug schon im Rollen.

    • Das wird nur die armen Schlucker treffen, die HartzIV beantragen oder Aufstocker sind und einen Teil des Vermögens irgendwo vergraben haben. Etwa bei Verwandten, die dann ein Problem haben.

  7. Titel eingeben
    Das sind wohl in der Mehrheit solche Autos, wo man beim Tanken unbedingt den Motor ausmachen muss. Sonst wird der Tank nie voll.

  8. "Tränen kommen nur bei den eigenen Problemen."
    Mir geht die Logik nicht aus dem Sinn: Entweder die Grenzen des Landes verteidigen oder sich in seinen Guarded Ghettos abgrenzen. Sich und sein Hab und Gut zu verteidigen, bedarf eines Einsatzes, den wir alte, weiße Männer leicht fordern können, weil die Jungen für uns an die Front müssen. Aber wollen die das? Kann eine Zivilisation wie die unsere, die den Lärm der Straße in röhrenden Luxuskarossen bei offenem Dach genießt, kann eine solche Zivilisation sich einer existenziellen Anforderung bis zur Selbstaufgabe wie in Schlauchbooten stellen? Kann eine solche Zivilisation gegen die hemmungslose Gewalt von Menschen sich verteidigen, die sich selbst als Koran Kamikaze Krieger für den „Fortschritt ihrer Sache“ opfern? Erstmal feiern wir kollektiv und an tausenden Orten, dass wir es wieder einmal über den Winter geschafft haben. Genießen assoziative Gedankenketten, besonders wenn sie eine edle Feder gefällig über die Blog-Bildschirme bringt, doch kennt dabei jemand auch nur einen, den Existenz und Erfahrung dahin gebracht: „Tränen kommen nur bei den eigenen Problemen?“
    Nebensächlichkeiten wie Mietpreisbremse, Erbschafts-, Alkohol-, Tabak- und Treibstoffsteuer sind satte, luxuriöse Probleme. Da lässt sich leicht drüber schwadronieren, schreiben, agitieren, lamentieren – mit lächelnder Leichtigkeit hinter betroffen spielenden Masken. Aber das ändert sich, wenn kakophonische Krisen kulminieren. Wohl wahr, wenn Weise warnen: „Tränen kommen nur bei den eigenen Problemen.“
    Doch bis dahin:
    http://n0by.blogspot.de/2016/05/begluckender-besuch-in-bremen-und.html
    Maienzeitliche romantische Reden bei priesterlichem Pathos beruhigen und versüßen den Schierlingsbecher der unausweichlichen Erkenntnis:
    „Tränen kommen nur bei den eigenen Problemen.“

    • Nein, die Antwort wird sein, dass manche Regionen halt einfach vor die Hunde gehen und andere nicht, und die Slums dann noch mehr Stütze fordern. Berlin als Zukunft der einen Hälfte von Deutscdhland, München als Vorbild für den Rest. Das wird sicher zu Spannungen und Separatismus kommen. Und die unschönen Elemente gehen sicher nicht da hin, wo die Polizei durchgreift, weshalb NRW gleichzeitig Antifa- Gender-, Einbruchs- und Gewaltschwerpunkt wurde.

  9. NRW-Bildung
    Der Schlußsatz ist aber nicht wahr, sondern Ihre Erfindung?

    • Si non e vero, e ben trovato!

    • Dons!
      „NRW-Bildung“
      Da an der Kölner Uni kürzlich ein Seminar (diese akadem.Bedeutungen auch- absolut „schweinisch“) zum „Analverkehr, ohne praktische Anleitung“ ausgeführt werden sollte, gebe ich inzwischen schlimmsten Annahmen zum intendierten Bildungsniveau recht!

    • Es sind sicher nicht alle so, aber Genderlehrstühle sind da schon häufig.

  10. Titel eingeben
    Schön herablassend geschrieben.
    Tolle Fotos.
    Danke für die Unterhaltung am Abend.

    Eine Frage am Rande: könnten Sie sich einen Gastauftritt bei alternativlos vorstellen, um mit Frank und Fefe das ein odere andere Thema zu diskutieren, dass dort sonst nicht einmal mit der Kneifzange angefasst würde? Das wäre mal ein epischer Podcast!

    • Wir haben das mal überlegt, spziell bei „Zentrum für politische Schönheit“, aber nicht auf die Reihe bekommen.

      Und ich komme wirklich selten nach Berlin, das letzte Mal ist jetzt 2,5 Jahre her.

      Herablassung ist die einzige Sprache, die diese Leute wirklich nicht verstehen. Man muss dafür sorgen, dass sie sich dumm und ausgeschossen fühlen.

    • no
      aber dann dürfen sie das doch nicht verraten, jetzt wappnen sich die beitzers und namenlosen zeit, prantl, spiegel, faz und freischaffenden menschen direkt dagegen ;) (den hier
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/die-mannschaft-so-koennen-auch-pegida-anhaenger-bei-der-em-mitjubeln-14255281.html
      direkt nach ihrem post zu veröffentlichen hatte schon….dumbfck niveau)

      naja, die beiden sind ja zuletzt sogar bis zum wendelstein getrampt, da lässt sich doch sicherlich in absehbarer zeit ein treffen vereinbaren? fem-/sjwgedöns, medien wäre mit ihnen bestimmt so ein hammer – ich stell es mir schon vor: wie wendelstein – fefe stellt schlechte fragen und lacht, frank gibt ihnen recht und simuliert knowledge – nur besser!
      sry, frank, nicht bös gemeint!
      aber wirklich interessant und richtig gut könnte eine folge zu migration/kontrollverlust werden.
      das, was fefe ja komplett ausspart.
      lassen sie die empöreria und sjws beiseite, oder machen sie halt nen 3-teiler (ich erinner mich noch mit grausen an linus und fefes aussagen zu helms müllaktion und dresdens feuersturm im empöreria pcast, worauf frank ein wohltuend relativierendes „dafür weiß ich einfach genug über den 2. weltkrieg“ raunte. wobei linus aussage zur meinungsfreiheit (4chan/krautchan) einfach richtig und gut war).

      btw ich schaue gerade *anders schönen* autos im tv beim fahren durch die nacht zu. nordschleife 24h. der kurs macht die fahrzeuge leider nicht hübscher.

    • Felix von Leitner ist privat, wie Frank Rieger auch, ein sehr guter und humoriger Gesprächspartner.

  11. Titel eingeben
    Danke für die vielen schönen Bilder.

  12. Das könnte...
    aber recht spannend werden, wenn da ein geschätzter Alt-Bundeskanzler (SPD) auf einmal genötigt würde, die Quellen seines gegenwärtigen Besitzes offenzulegen…

  13. Titel eingeben
    Die(!) plebs, es it DIE(!) plebs: plebs, plebis, femininum. Lernt man im zweiten oder dritten Jahr Latein. Einem Autor, der sich über fehlende gehobene Bildung seiner journalistischen Kollegen und der Welt im Allgemeinen lustig macht (zu Recht, wie ich meine), sollte so ein Fehler eigentlich nicht unterlaufen.

    Im übrigen habe ich ein solches vergnügliches Lob der Oberschicht (der unteren Oberschicht, denke ich) lange nicht gelesen.

    • Natürlich schreibt das keiner, wie lernen ja, uns zu versteclen und die Gesellschaft dem dreckigen Sumpf der sozialen Kasernierung zuz überlassen. Und warten Sie nur mal ab, das ist nicht mal eben nur ein Trend. Die Hjungerleiderfraktion ohne Chance, jemals eine bürgerliche Existenz zu führen, und mit Freundeskreis in der gewaltoffenenen Antifaszene ist längst im Mittelbau der Medien angekommen.

  14. Nachspülung
    @Don: Wie Sie sicher wissen, ist auch im historischen Motorsport die gelegentliche Intensivbeschallung das wichtigste Kriterium für evtl. vorbeugende Maßnahmen (i.d.R. ab den Schallpegeln der Sport/Tourenfahrzeuge der späten 60er).
    –> Alles andere kann nachher durchgelüftet / abgewaschen / von innen runtergespült werden.

    Grazie für die Photographien.

    Ansonsten:
    ALDER! Hastu dauer Urlaub un muss nie Arbeit?? Isch muss immer Arbeit un wohn Näuköln? Was gäht??

  15. Mögest du in interessanten Zeiten leben
    Ist ja ein chinesischer Fluch. Und wie sagte Kennedy so schön? „Ob es uns gefällt oder nicht, wir leben in interessanten Zeiten.“

    Oft habe ich früher, in besseren Zeiten und behütet im Schoß meiner Familie, den Geschichten meiner Oma gelauscht, und mich gefragt wie es wohl war, diese turbulenten Täzeiten zu erleben. Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Aufstieg der Nazis, zweiter Weltkrieg…

    Und heute? Ziel- und planlose Schnellschusspolitik, Volksparteien die sich selbst zerlegen, Flügelkämpfe, extremistische Wirrköpfe links und rechts außen. An Mäßigung und Dialog scheint kaum jemand interessiert zu sein.

    Wenn schon eine Politikerin der Linken eine antifaschistische linke Torte ins Gesicht bekommt, wohin soll das alles noch führen? Und wenn Herr DeMaiziere – was natürlich utopisch ist – die Anonymität im Netz abschaffen will, steht dann nach jedem meiner Kommentare in Ihrem Blog ein Tortenkommando vor meiner Tür?

    Ach, egal. Alles geht den Bach runter, aber das tut es ohne sexistische Werbung, mit beschlossener Frauenquote und gegenderter Sprache. Vor dem Untergang ist alles geregelt, in typisch deutscher Manier.

    Wobei ich ja noch hier weg könnte, in meine Heimat oder die meines Mannes. Was uns hier hält? Die Erinnerung an ein Land, das wir beide einmal sehr mochten, und eine aufgebaute Existenz. Zwei Dinge, die die neumarxistischen Deutschlandabschaffer_innen wohl nicht kennen. Und die SPD sorgt dafür, daß sie auch bald niemand mehr kennt.

    • De Maizieres Idee einen „Vermummungsverbots“ ist noch so Stück aus dem Irrenhaus und ein Grund, warum die CDU ebenfalls auf unter 18 Prozent gehört. Davor bitte ein Lügenverbot für Politiker. Dann ist die Stimmung auch im Netz besser.

    • Hat sich bald erledigt
      Wenn man sich z.B. die Antworten gewisser Politiker auf Twitter ansieht. Die Selbstdemontage läuft auf Hochtouren.

      https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/736563088800002049

    • Stegner Zitat
      Danke fuer den Hinweis LOL – der Stegner ist nicht authentisch, der ist kein Prolet, der ist nur platt und hat es/sich nicht kapiert.

    • ......
      Das tragisch ist das die Weimarer Republik unter den nachwehen des 1. WK und an Wirtschaftskrise litt, während die BRD nur an Ignoranz bezüglich der Volksmeinung leidet.

      Die Weimarer Republik starb wegen des Volkes, die BRD wegen der Politiker.

  16. Die "Badewanne" reichte mir auch,
    doch dieser Blog macht Lust auf mehr. Danke!
    M. A. Titz

    P.S. „“ = Ford P3

  17. Manifico
    Wenn der Text zum Bild oder umgekehrt – dann hat Don geschossen! Danke wie immer „Große Klasse“

  18. Pygmalions lustvolle Liebe zum toten Gegenstand
    Die Objektorientierung, egal ob hin zu Autos, Kunstwerken, glühend heißen Eisenrohren, Alcantaraleder etc. ist nicht wirklich beunruhigend, sie bildet bloß eine Varianz unter vielen …

    http://www.psyheu.de/4490/objektophilie-menschen-gegenstaende-lieben

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/sexualitaet/erotik/objektophilie-sex-mit-dem-eiffelturm_aid_419231.html

    und natürlich …

    http://www.n-tv.de/panorama/Schwan-liebt-Tretboot-article183467.html

    Ausleben und genießen, statt z. B. für 7, 8 Sekunden Webberühmtheit missliebige Ehefrauen von abgehalfterten Politikern zu torten oder als Minister einer Regierung von unterdurchschnittlicher Performance an der Mietpreisbremse, an Vermögens- und Erbschaftssteuer rumzufummeln.

  19. Mir wurde einst ...
    … ein Geschenk von Bargeld meines Großvaters zum Verhängnis. Er mochte mich halt, hat mein unternehmerisches Engagement geschätzt.

    Als ich diese geschenkten Barmittel dann als Einlage in die Firma einbrachte, wurde mir vom Finanzamt Schwarzgeldeinlage unterstellt.

    Ein von mir befragter und mir gesonnener Fachanwalt sagte mir, es gäbe keine Chance, vor einem Deutschen Finanzgericht mit der Wahrheit durchzukommen.

    Was also die SPD derzeit fordert, ist nichts anderes als Gängelei, denn es wird nicht in Richtung kriminell erworbener Vermögen gerichtet, das ist gerichtet auf all diejenigen, die sich redlich mühen.

    Nun ja, ich lebe in NRW, der hiesige Finanzminister war dabei, diese Forderungen zu formulieren.

    Der war allerdings auch der Verantwortliche für all die vom Landesverfassungsgericht für verfassungswidrig beurteilte Haushalte.

    Hier wundert auch niemanden mehr, dass – man stelle sich das wirklich mal vor – die Ministerpräsidentin nebst Plebs Eidesstattliche Versicherungen abgeben.

    Irre, wirklich irre, was da abgeht.

    Was von jenem Minister zu halten ist, der die Mietpreisbremse in Gesetzestext gebracht hat, wissen wir ja auch alle, nachdem jener Bundesjustizminister kurz vor der Rechtskraft der Norm, dass diejenigen, meist also Vermieter, die Maklergebühren zu zahlen hätten, er selber aber seine Mieter zur Kasse gebeten hat.

    Ich halte es nicht für sonderlich verwerflich, dass Bedürftige Schreiberlinge pro domo schreiben. Das kennt man doch von Sozialisten – halt, sozial Ausgerichteten.

    Aber ich komme über eins nicht hinweg:

    Eine sozialdemokratische Ministerpräsidentin, ihr Innenminister und etliche andere hohe politische Beamte sehen sich genötigt, eine Eidesstattliche Versicherung abzugeben, dass sie allesamt nichts von den Kölner Ereignissen vor dem Mittag des 4. Januars gehört hätten.

    Die Fäulnis ist leider, leider sehr weit vorgedrungen ind Staat und Medien.

    • Ich verstehe nicht, dass Jäger nach all der scheibchenweisen Halbwahrheit immer noch im Amt ist. Das Debakel wird die Regierung auch nicht mehr los lassen – doe kann froh sein, wenn die SPD darüber nur ausblutet und nicht zerbricht.

    • Kein Geld für Schulen, Straßen usw.
      Weil 150 Mrd. Steuern hinterzogen werden und nicht wegen der Migranten… aha, Gabriel holt nun die ganz große Keule raus. Irgendwie muss man ja gegen die AfD motzen und gleichzeitig die eigenen Absichten, an das unter Kopfkissen gehortete Geld zu kommen, schönreden. Wer kann, sollte weit genug laufen, um dem zu entgehen.

      .
      Das Ungemach, das SPD und Grüne in NRW veranstalten, ist unbeschreiblich. Die Kümmerin und ihr Innenminister – von nix Ahnung, davon jede Menge und dazu kräftiges Sitzfleisch.

      .
      Dank an den Don für die schönen Bilder von der Mille Miglia und den wunderbaren Oldtimern. Die Welt versuchte es gestern mit einem Fahrbericht im Mercedes SS von 1930; zu viel eigene Befindlichkeiten des Fahrers, zu wenig Autos, also absolut kein Vergleich.

    • Wenn die Regierung etwas machen wollen würde, dann würden sich Cum-Cum und Cum-Ex-Geschäfte der Staatsbanken anbieten, sowie Google, Facebook und „Double-Irish“-Konstruktionen. Das ginge ganz schnell. auch Ikea konnte man braten.

    • Ehrenwort
      Bin ich der einzige der sich, als er das gelesen hat, an eine Begebenheit im hohen Norden erinnert fühlte?

      „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. Ich wiederhole meine Ehrenwort“

    • Beim letzten Ministerpräsident
      der sein Ehrenwort gab, war das der Anfang vom Ende.
      Schau mer mal.

    • Ich halte das Missmanagement in NRW für so total, dass ich ihr sogar glaube.

    • Such a waste of talent. He chose money over power.
      Irre ist das ganz und gar nicht.

      Irgendwie haben hier alle die Realitäten der letzten Jahre nicht ganz mitbekommen.

      Ihr müsst jetzt ganz tapfer sein:

      Im Jahre 2008 ist das kapitalistischen System implodiert.
      Der Staat musste den Kapitalismus dann retten.

      D.h.: All das Geld, was der Don da auf seinen schönen Fotos ablichtete, all das gehört dem Staat. Der ganze Reichtum ist BGE auf hohem Niveau.

      Und folglich wird der Staat damit machen was er will.
      D.h. er wird es sich holen, wenn er es für seine Wähler aus der mittel- und Unterschicht benötigt.

      Denn: Geld ist nicht Macht!

    • @ Thomas,@ Renate Simon
      Ich verstehe auch nicht, wie man in NRW meint, sich trotz erdrückender Sachlage (bes.gg.Jäger+Kraft), gewinnbringend halten zu können. Sich auf den Polizisten austreten? Denen reicht es und der Skandal begann damit, daß Polizisten der Presse den Anruf aus dem Ministerium steckten.
      Als Polizist kann man zu einer solchen Regierung nicht loyal sein.

    • Es ist halt von Fäulnis durchsetzt
      Man sollte vielleicht wissen, dass die Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, im letzten Wahlkampf massiv für die Gesamtschulen eingetreten ist.

      Ihre eigenen Kinder schickte sie allerdings in eine weit von der Wohnung entfernte private Schule.

      Man sollte vielleicht auch wissen, dass der Finanzminister von NRW. Herr Borjans, der ja reichlich Übung darin hat, einerseits das Landesverfassungsrecht zu brechen, andererseits den Justizbehörden die Mittel zu kürzen, vor dieser Tätigkeit Kämmerer der Stadt Köln war.

      Und welche Selbstherrlichkeit die SPD Köln´s und somit vermutlich auch die von NRW an den Tag legt, zeigte ja nicht zuletzt die Wahlzettelaffaire der letzten Kommunalwahl in Köln wie auch die Vertauschung von CDU und SPD Stimmen im südlichen Kölner Stimmbezirk, der traditionell der SPD eher abgeneigt ist, aber durch die Vertauschung seitens der SPD zu einem feinen Mandat eben für die SPD führte.

      Ich war schon erstaunt, als ich Kraft in den ersten Monaten dieses Jahres tatsächlich in einer Talkshow gesehen habe.

      Eine Ministerpräsidentin, die Wasser predigt, aber selber Wein säuft, ein Finanzminister, der Recht nur von Steuerzahlern fordert, sich selber aber darüber hinwegzusetzen erlaubt, ein Innenminister, der doch tatsächlich meint, den Leuten weismachen zu können, niemand, rein niemand hätte ihn als Verantwortlichen von den Silvestervorgängen in Köln vor dem Mittag des 4. Januars informiert.

      Tja, verantwortungslos sind die Untergebenen ja schon, in NRW, wollen diese doch ihren Dienstherren und -herrinen so vor sich hertreiben und auf dem Altar der Wahrheit opfern.

      So ein Elend aber auch, da wollen einige doch tatsächlich Rechtsstaatlichkeit durchsetzen.

      Das wäre zuviel an Zumutung für die SPD.

    • NRW und die SPD
      Zu erklären oder gar schönzureden ist das Elend nicht und es ist ja nicht nur die Landesregierung. Wenn ich mir die Stadt Düsseldorf ansehe, den neuen SPD-Oberbürgermeister, der seine Hände immer bereit zum Empfang des Handkusses hält, fällt mir auch nichts mehr ein.

      Die Landesregierung sucht seit Monaten die Löcher, durch die die Infos an die Presse fließen, anstatt die Versäumnisse bei sich selbst zu sehen. Und nun schreibt man eidesstattliche Erklärungen…

      Egal, welches Thema man nimmt, hier stimmt gar nichts mehr. Das Personal ist grauenhaft provinziell (wie das in Berlin), vom Düsseldorfer Schick keine Spur. Und nicht nur ich tröste mich an bösen Tagen mit dem Hochzeitsfoto von Kraft, es gibt wenig, das einen so ad hoc mehr erheitern könnte.

      http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/mode/hannelore-krafts-hochzeit-ich-bin-eine-ikone-ich-darf-das/7241900.html

    • es ist in NRW ziemlich offensichtlich, dass die Polizei erheblich sauer ist und keine Lust hat, sich auf der Strasse zu Brei schlagen zu lassen, und dann noch menschliches Schutzschild für Jüger zu sein. Da kommt dann halt mal was raus.

  20. Ich bin in Wismar geboren und aufgewachsen.
    Hatte ein Beruf erlernt wurde Schlachter; hab mir den A… aufgerissen, um am Leben teilhaben können, Mann werden um groß zu sein; und da war es mir egal welcher Staat, es hätte sein können. Ich habe als Lehrling festgestellt, dass ich 50 zig Jahre arbeiten muss. 50 zig Jahre! Und dann erst das Glück hätte, um in Rente gehen oder rübermachen zu können. Damit das Leben nicht ganz enttäuscht sei? Gut fünf Jahre stehen mir noch aus.

    Heut ja! Selbst das Jahr 2000 war damals mir eine Utopie. Was wäre geschehen? wenn es nicht mit dem Kapitalismus gekommen wäre?

    Nichts!

    …habe ich mit einen Staat abzumachen, der seinen gesellschaftlichen Vertrag nicht einhält! Nur eins wollte ich gesagt sehen; irgendwann, fällt selbst der Kapitalismus, es kommt nur darauf an wie…

    Französische Revolution oder selbst angeschissene Wende; oder erst der verarmte fifty-fifty Kapitalismus? Kollektiv um davonlaufen? Wohin? Solange Menschen ins Stadion gehen, um Mario Barth nach zu eifern, haben die den Argwohn des Kapitalismus verdient; oder lasst uns erstmal den Abmahn-Anwalt des TTIP kommen. Dann versuchen die den Kapitalismus seiner reinster Form, vor Gott und Teufel, herabzuwürdigen.

    Geld ist nicht liberal! Und doch ist das Geld bald Digital bis zum Kurssturz.

    Die DDR schuldet mir mein Anteil! Da wir alle für das Volkseigentum gearbeitet hatten, und so ist das ein Vermächtnis von Anerzogenheit; proletarisches Gut, um was uns der Nachfolgerstaat betrogen hat.

    Ich habe mit 15 die DDR verlassen wollen… getan… nicht um in den Westen zu wollen; nein bei Gott nicht! Man klingt das gut! Noch mit 15 wusste ich, dass diese Welt kein Mensch braucht. Und doch sich dreht. Andere Menschen wurden gelbere Herren.

    Sehe das Kapital dem Lohn fehlt. Da Gier das Recht bestielt.

    Ich fahre seit 1992 Fiat, klein fein mein und bin stolz drauf, es gibt nur ein Auto dieser Welt, wo ich neidisch sein könnte, müsste… das Auto habe ich nur einmal gesehen… eine andere Marke, Fiat, hat aber auch nur vier Räder… wäre ich jetzt sehr kleinlich… so gäbe es noch ein fünftes…

    Danke

  21. ich weiss, passt besser zum letzten blogpost, aber
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-vize-gauland-beleidigt-jerome-boateng-14257743.html
    lacht mich ganz oben von der faz mainpage an.
    von den gleichen leuten, die letzte woche dies hier http://www.presseportal.de/pm/120652/3335245
    verbrochen haben?

    ohmann, können Sie den clowns, die so einen clickbaitmüll mit erhobenem zeigefinger verbrechen, nicht in den hintern treten?
    ist hier doch nicht bento oder zeit oder sz…

    • Jeder macht hier, was er will und darf. Ich darf vieles, aber nicht andere anraunzen.

    • Gauland bestreitet die von der FAZ kolportierte Aussage
      Nun ist es die Frage, wem ich glaube.

      Für mich ist die Sache durchsichtig: es ist einfach leichter sich über die vermeintl.Aussage G.s zu erregen als sich den echten Problemen des Landes polit.zu stellen.

      Letztlich ist eben jener politclownismus, den Don soeben beklagt hat. Die Leute wollen Lösungen und nicht getürkte Autodafes.

    • die FAS hat sich lächerlich gemacht
      oben auf der Seite ganz groß die Gaulandsache, kurz darauf nach rechts gerückt, nun imZentrum die Leugnung Gaulands u d ein Artikel, der das journalistisch unsaubere Gebaren der eigenen Leute ahnen läßt!
      Im Resümee hat man einen Bock aufgeblasen, ihn gehisst und als sich das als unhaltbar erwies, ihn wieder eingeholt.
      Eingefangen hat man sich dabei das Misstrauen der Leser sowie ein jurist.Vorgehen Gaulands.

      Unten auf der Seite ein Artikel, der sauber recherchiert, warum die Linke das Rezpt der Torte kennt.
      Ich denke,*SO GEHT JOURNALISMUS*! und als ich nach dem Autor schaue, lese ich den Namen des blogherrn… .

      Wat soll man da noch sagen?

    • ...hat beleidigt...
      Morgens habe ich noch über diese „Meldung“ gelacht, abends hatte sie es schon in die „Tagesschau“ geschafft. Und jetzt muß man lesen, daß die bösen Franzosen die EM gefährden. Neulich schrieb jemand ganz richtig, daß dem Volk jetzt wieder einmal mit dem Fußball der Blick verstellt werden soll.

    • ...alles auf dem Rasen
      Ein AfD-Mann hat einen Fußballspieler beleidigt, parbleu! – Zwecks weiterer Beurteilung wüßte frau gerne, was sich die Männer da während eines Spiels gewöhnlich so alles an Nettigkeiten sagen…

    • Gauland und die FAS
      Dass die angeblichen Äußerungen von Gauland so hoch gehängt werden, ist kein sonderlich guter Stil der FAS. Hieß es erst, man habe die Aussage auf Band, mussten die beiden Redakteure das revidieren, man habe übereinstimmende schriftliche Notizen.

      Potzblitz kann ich da nur sagen, sind die beiden Herren so fit in Steno? Kann ich mir nicht vorstellen, ich war mal sehr fit mit 180 Silben/min., das schaffen die nicht, nicht einmal 120.
      Also wird hier Hörensagen und Wunschdenken wiedergegeben… im übrigen hat es längst Fälle bekannter Spieler mit Migrationshintergrund gegeben, die oder deren Familie in ihrem Wohnumfeld Probleme hatten. So weit weg wäre das also alles nicht.

      Ich bin kein AfD-Wähler oder -Fan, ein solches ein Vorgehen hat mindestens soviel Geschmäckle, wie man’s dieser Partei allgemeinhin vorwirft und wenn man der Partei ans Bein pinkeln will, hat’s doch wohl noch andere Möglichkeiten.

    • Hetzkampagne gegen Gauland
      Da ich die Hetzkampagnen gegen Petry wegen des aus dem Zusammenhang gegriffenen Zitats aus dem Mannheimer Morgen in allen Zeitungen und auch in der FAZ genau verfolgt habe und dies nun nochmals erlebe gegen Gauland, ist dies für mich ein Grund, das FAZ Abo zu kündigen.

      Ich erwarte von dieser Zeitung vor allem Informationen und keine Hetzkampagnen.

    • Das steht ihnne frei -sagen wir mal so: Ich sehe da auch offene Fragen. Wenn man sowas macht, muss es wirklich 100% sitzen.

  22. zur Technik
    Also daß der Aston Martin einen V6er intus hatte, glaube ich erst, wenn ich es sehe. V6er sind eine relativ neue Entwicklung und wurden genommen, wenn es an Bauraum mangelte. Aus der Länge der Fronthaube schließe ich, daß es bei Aston Martin diesen Mangel nicht gab. Daher war es wohl ein Reihen-6-Zylinder, (wie bei BMW, aber ohne den turbinenartigen Lauf), den Sie haben brüllen hören.
    Ich kann es mir vorstellen, ich bin mal im Elbtunnel von einem Testarossa überholt worden, vermutlich im 2. Gang.
    Mit Sonntagsgrüßen Kalchas

  23. Schönheit
    Man sagt, die Seele des Menschen sei dem Schönen zugeneigt.
    Daher ist es meist ein Augenschmaus,
    wenn die Leut‘ Geld UND Geschmack für schöne Dinge haben.

    Nun, bei allzu vielen Neu-Reichen führt leider
    die harmonische Schönheit ein eher prekäres Schattendasein…
    Warum? Wieso?
    Guillaume Apollinaire vermutete:

    “Schicksale, nimmer zu durchschauen
    In Wüsten von Geschichte schwer
    Könige in des Wahnsinns Klauen
    Ein frostdurchbebtes Sternenheer
    In euren Betten falsche Frauen”

    • Ich habe mir die Geschichte der Teilnehmer nicht angeschaut, aber wer es schnell und prollig mag, fährt hier eher nicht mehr mit. Dabei sind sehr viele alte Bekannte wie der Erbe eines Baukonzerns aus Brescia, der hier in der Region auch viele Kirchen restauriert.

  24. Titel eingeben
    Bei den Rennrädern kann ich ja mithalten.

    Aber hier steh ich stumm am Wegesrand…

    Chapeau!

  25. Genießen was man hat
    Ich höre da einen gewissen Drang heraus, das eigene, reichtumsbasierte Lebeschön zu rechtfertigen. Status will zur Schau gestellt werden, nur so im stillen Kämmerlein allein für sich mit den Kunstschätzen wirds doch schnell langweilig… Sehr nachvollziehbar. Gleichzeitig weist der Don mit kleinen Seitenhieben genüßlich darauf hin, dass es andere nicht so gut haben, wofür er selbst ja zum Glück nicht verantwortlich ist…. Mit schön bebildetern Blogbeiträgen auf hohem ästhetischen Niveau zelebriert, ist sogar die Leserresonanz des öfteren anerkennend…
    Nun ja. Unsere Welt ist historisch gewachsen, und ebenso wie im zuvor Feudalismus sind auch jetzt im Kapitalismus Besitz und Chancen sehr ungleich verteilt. Allerdings könnte man sich schon fragen, ob das noch endlos so weiter geht, angesichts von Klimawandel und Flüchtlingsströmen, und dann gibt es ja auch noch die Atombombe…
    Insofern gönne ich dem Don seinen Genuß von Herzen, der mich ein wenig an die Lebenslust erinnert, die im Spätmittelalter aufblühte angesichts der Pestzüge…

    • Nein, ich rechtfertige das nicht. Das ist halt so Es gibt Sturmfluten, Atombomben und Reiche, ob man nun will oder nicht. Ich gehöre am Rande, ganz unten mit dazu selbst wenn ich global betrachtet sicher zu dem 1% Reichsten gehöre. Ich finde die klassenkämpferische Haltung in einem Vollversorgungsstaat wie dem deutschen nur lächerlich und schreibe das auch. Solange diese peinlichen Winsler immer noch eine 1-Zimmer-Wohnung im Wedding bewohnen können, haben sie dankbar zu sein, dass es nicht schlimmer ist.

    • Privilegien und Krisen
      „Nun ja. Unsere Welt ist historisch gewachsen, und ebenso wie im zuvor Feudalismus sind auch jetzt im Kapitalismus Besitz und Chancen sehr ungleich verteilt. Allerdings könnte man sich schon fragen, ob das noch endlos so weiter geht, angesichts von Klimawandel und Flüchtlingsströmen, und dann gibt es ja auch noch die Atombombe…“

      Ich vermute, dass die Reichen jede dieser und auch andere Krisen besser überstehen als arme Schlucker.
      Es ist ja auch nicht so dass in erster Linie die Reichen Opfer von Kriminalität werden. Irgendwas gibt es überall zu holen, und die leichtesten Opfer sind ehrliche Kleinverdiener. Da machts halt die Masse und anstatt bei einer Villa einzubrechen deren Alarmanlage direkte Wachdienstverbindung hat, nimmt man lieber ein paar Mietwohnungen oder überfällt eine Rentnerin am Geldautomaten.
      Wirkliche perfide Arroganz der Macht ist, diesen Rentnerinnen zu erklären dass Angst ein schlechter Ratgeber sei. Wie es unsere Kanzlerin getan hat.

  26. Inspiriert
    Die Fotos zur MM sind einfach genial, auch vom letzten Blog. Sehen manchmal wie „gemalt auf Leinwand“ aus und vermitteln die gute alte Zeit.
    Lieber Don, ich lese Ihre Texte schon lange, Texte und Fotos sind eine Inspiration.
    Zu Politischem will ich mich nicht äußern, zu trostlos, nur soviel: Sie sprechen mir aus der Seele.
    Liebe Grüße und allzeit gute Reise
    Patrick

    • Danke. Ich hätte ja noch einige Bilder übrig und vielleicht schiebe ich nochmal was nach. Normalerweise würde ich das anders gestalten, aber leider funktionieren die Galerien hier nicht.

  27. Titel eingeben
    „…viele Automarken der Mille Miglia gibt es nicht mehr, und über deren Arbeiter verloren diese Leute [Schreibpersonal] keine Träne.“
    .
    Das erinnert mich an die ebenfalls fehlenden Tränen oder auch nur Verständnis bei diesen Fäuleton-Vollschreibern — dafür aber reichlich billiger & ahnungsbefreiter Häme — als Musiker und Komponisten vor etwa 15 Jahren „wg. Internet“ den Großteil ihres bisherigen Einkommens durch Plattenverkäufe verloren.

    • Ein jeder stirbt für sich allein – die Journalisten werden halt Zweitkarrieren als Moderatoren politischer Stiftungen und Vereine aufbauen.

  28. Kunsthistorisch
    zumindest ebenso bedeutend ist der Palazzo del Te als Zentralwerk des Manierismus, wo die wohlgeordnete Welt der arroganten Fürsten und Höflinge ins Ungewisse kippt, die Ordnungen verrückt werden und nichts, keine Figur mehr am richtigen und angestammten Platz scheint. Als privater Ort vielleicht der Höhepunkt der Arroganz, womöglich aber auch ein Zeichen innerer Auflösung und eines Zeitenwandels? Ein interessantes Phänomen, der Manierismus. Mantegna ist natürlich eine Wucht und angesichts seiner Arbeiten könnte man schon sagen: Verweile doch, du bist so schön.

    • Damals geriet die Welt schon aus den Fugen und für die Gonzaga begann der Abstieg zur Regionalmacht. In der Kamera degli Sposi konnten sie noch hoffen, ganz nach oben zu kommen. Ausserdem ist die Welt von Mantegna noch rein höfisch. Die Welt von Romano liebt dagegen das Niedrige. Sehen sollte man beide.

  29. Was Karl Marx mit der Mille Miglia zu tun hat...
    Ja, das ist wahr, es ist der Kapitalismus, der Wohlstand möglich macht, denn Menschen sind widerliche kleine habgierige Kreaturen, die nur teilen wenn es sein muss, oder mittelfristig Vorteile bringt.
    Das Missliche an der Sache aber ist, dass Kapitalismus, der es ja Erben ermöglicht Geld „arbeiten“ zu lassen, noch eine andere Sache braucht, Wachstum. Wenn weltweit kein Wachstum zu sehen ist, bzw noch schlimmer: wenn bei uns keines zu sehen ist, dann nutzt der ganze Kapitalismus nicht mehr viel. Und so rollen in solch misslichen Weltwirtschaftskrisen die Schäubles der Welt durch die Gegend und versuchen ganz verzweifelt mit allen möglichen Tricks irgendwo Wachstum zu sehen, und immer dort wo keines ist. Denn das Wachstum das der Kapitalismus benötigt kann man sich nicht aus Gelddrucken herbeibeten um mittels Inflation Wachstum vorzutäuschen, oder gar der Einführung von Negativ Zinsen, die ja solange es noch Bargeld gibt ausgerechnet den Falschesten, den armen, armen Banken, Verlust bringen.
    In der real existierenden Wirtschaft bleibt also nur Neuverschuldung des Staates um „neue“ Produkte zu subventionieren für die die Schäubles der Welt irgendwo einen Markt zu erkennen glauben. Vom Elektrorollstuhl zum Elektrotrabbi ist es ja nicht weit, das schafft auch jemand von der CDU. Und Trabbi beginnt ja ganz wie Tesla auch mit einem T. Mitgliedern des Teams Merkel reicht solcher Fortschritt. Für Wachstum leider nicht.
    An die Alternative, das Geld bei denen zu holen die welches haben wird man also möglicherweise wohl früher denken müssen, als so mancher hofft. Denn, sorry, systemrelevant sind Erben nicht.

    Eine möglicherweise sinnvollere Lösung für Wachstum, die ja zB der bekennende Sozialist und Populist Bernie liebt, wäre zum Beispiel Teile der miserablen Infrastruktur zu runderneuern. Das schafft Wachstum und Arbeitsplätze, muss allerdings bezahlt werden und die hier nun nahe liegende Lösung, Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer auf geradezu kommunistische Höhen herauf zu schrauben, wie sie der rote Ludwig „Marx hab ihn seelig“ Erhard mal für richtig hielt, das würde einen Aufschrei in der Qualitäts-Medien Landschaft auslösen, den man vom nicht-gemeinen, dem besseren Bürger in solcher Lautstärke nie erwartet hätte.

    Ich würde also folgendes vorschlagen. Die Don Alphonsos des Landes zweigen von ihrer, ich weiss, ich weiss, minimalen Zeit die ihnen neben ihrer harten täglichen Arbeit noch verbleibt, ein paar Stündchen ab, und überreden die apple-, Amazon-, Google- und sonstigen Aktienbesitzer solcher Konzerne dazu, das dazugehörige Management zu überreden, es doch mal bei dreistelligen Millionen Profiten, statt immer gleich Milliarden zu belassen, und dafür Steuern in den Ländern zu bezahlen in denen sie ihre Profite erwirtschaftet haben?

    Das letzte der Bilder im Blog oben erinnert einen unwillkürlich an die wirkungsvolle Methode der Überredung durch „strappato“(?), der sich jene dort abgebildeten Bürger einer sogenannten Hochkultur gerne bedienten, um damit dem Zahlen von Steuern Widerstrebende zu überreden.

    Um dem Nebeneffekt der Altersarmut im Kapitalismus zu begegnen könnte man auch eine minimale Änderung durchführen und das deutsche System dem des Restes der Welt anzugleichen und ALLE in dieselbe Altersversorgung einzahlen lassen, inkl Beamten, Architekten und Zahnärzten. Schliesslich wird man ja nicht wollen, dass die tiefrote Mischpoke der BGE Forderer, mangels Barem sich doch eines Tages dazu veranlasst sieht statt der Cayenne und 7er BMW ganz andere Sachen anzuzünden, und wir wissen ja wie klamm die Versicherungen derzeit sind und das mit dem Schadenersatz eines nicht allzu fernen Tages nicht mehr so glatt wie bisher laufen könnte….

    Und man bedenke, all diese Unannehmlichkeiten nur, weil dieser dämliche Kapitalismus sich weigert ohne die Schmiere des Wachstum weiter zu laufen, wie die es doch auch die wunderschönen Oldtimer bei der Mille Miglia tun.
    Man sollte die Bücher dieses Karl Marx einfach verbieten…. dann hätte dieser blöde Kapitalismus das nie rausgefunden.

  30. Titel eingeben
    Mehr, mehr, ich möchte bitte noch mehr
    die Bilder vielleicht auf instagramm und,
    wenn es nicht zu unverschämt ist,
    mit 1-2 mb auf Dropbox

    und noch mehr Text – obwohl der Don schon auf 7400/min zu drehen scheint.

  31. Sozusagen als Nachtrag, bzw Musterbeispiel
    „Bei VW gibt es offenbar einen weiteren Fall von überzogenen Gehaltszahlungen. Einem Zeitungsbericht zufolge soll Bernd Pischetsrieder nach seiner Absetzung 50 Millionen Euro kassiert haben – für monatlich ein bis zwei Tage Arbeit.“

    • So ist das System nun mal. Die Landesregierung von Niedersachsen ist ja beteiligt.

    • Titel eingeben
      Das ist auch wieder so eine furchbare Neiddiskussion der Halbwissenden. Bekanntlich was P’s Vertrag war kurz vor dem Ausscheiden um fünf Jahre verlängert worden, und man hat dann halt bezahlt, was man bezahlen musste, weil man sich lieber Piech’s Willen gebeugt hat.

      Und: 2007 wäre eine Einmalzahlung in der Gesamthöhe dessen, was nunmehr bis Ende 2012 bezahlt wurde, deutlich belastender für das Unternehmen gewesen, als die Zahlungen zu strecken.

      Die gleichen Leute, die sich jetzt darüber mokieren, finden aber gar nichts dabei, wegen drei EUR mehr Abfindung oder der Auszahlung von Urlaubstagen eines Toten oder wegen drei EUR Bankgebühr bis vor den Bundesgerichtshof („mindestens!“) zu ziehen. Weil, „es ist mein gutes Recht“. Fair enough, dann soll das aber bitte auch für P. gelten. Wir dürfen vermuten, er hat das bekommen, was ihm vertraglich zustand, und kein EUR mehr. Und wenn er dafür wenig bis keine Arbeitsleistung erbringen musste, dann sollte man bei Piech nachfragen.

      Richtig wäre, mal generell über die Angemessenheit von Vorstandsbezügen zu sprechen, und über die lamoryante und falsche These, man würde sonst keine guten Manager bekommen. Dann sollte man gleich auch darüber sprechen, wie gewisse Herren bei der Bundesbahn oder bei Baukonzernen an ihre Posten kamen. Ach, >die< Diskussion will man dann eigentlich doch nicht? Na denn.

    • Sehen Sie TDV,
      das ist auch der Grund, warum bei mir nie ein VW in der Garage stehen wird. Nicht weil das Unternehmen auf Nazi-Humus groß geworden ist, beileibe kein Grund. Was mich z.B. abhält einen, z.B. Golf, zu Kaufen ist das Wissen, dass in jedem der VW-Autos ein Stück Pischedsrieder-Piëch-López-Osterloh-Gewerkschaft…..-Anteil von mehreren Mille Euronen als wertloser Anteil drinne stecken-und ein aufgebauschtes „Arbeits“-Beschaffungsprogramm. Schauen Sie mal nach mit wie vielen Leuten die Nipponesen gleiche Anzahl ihrer Reisschüsseln bauen. Schon bei der Arbeitnehmervertretung lässt der Größenwahn per tanzender brasilianischer Puppen tanzen. Der schwäbische Autohändler J. aus S. und seine geizige Alte rücken beim Kauf eines Golfs daher nicht mal die Fußmatten kostenlos raus. Da kauf´ ich mir doch lieber einen pfiffigen Franzosen bei einem Händler mit zuverlässigen Werkstatt dabei.
      .
      Übrigens, der Nachtpförtner vom Ost-Tor III hatte die Anweisungen gegeben, falls das noch nicht klar sein sollte.

    • Mann oh Mann!
      Greenbowler… „Das ist auch wieder so eine furchbare Neiddiskussion der Halbwissenden.“

      Da fehlts aber weit bei ihnen… Als nächstes werden sie uns wohl noch erzählen, dass all die armen Vorstände ALLER Auto-Konzerne von der Software nichts gewusst haben, gell?

    • Wie die Herrin so das Geschirr
      50 Millionen für fünf Jahre für eine 1/8-Stelle, nicht schlecht für Mr. P.
      Andere schneiden auch ganz gut ab:
      „Erst vor zwei Wochen machte der Fall des VW-Managers Andreas Renschler Schlagzeilen. Das Vorstandsmitglied erhielt der „BamS“ zufolge nach dem Wechsel von Daimler zu VW Millionen Euro fürs Nichtstun. Zudem habe er sich eine monatliche Rente von rund 60.000 Euro für fünf Jahre Arbeit bei dem Wolfsburger Konzern gesichert.“ SPON, 29.5.16

      Merkel hat vor ihrer zweiten Amtszeit ein Wahlversprechen gemacht: Stärkung der Starken. Dies hat sie immer wieder betont. Sie erklärte ihrem Wahlvolk, dass es nur über diesen Weg möglich sei, die Schwachen zu unterstützen. Ökonomen nennen das Trickle-down-Effekt; der Wähler fand das wunderbar und wählte sie wieder.

      Dies ist doch ein geradezu rührendes Beispiel für einen raren Fall, bei welchem ein Wahlversprechen ausnahmsweise gehalten wurde, und nun passt das auch wieder nicht!

      Denn nicht nur stärkt Merkel die Wirtschaft/Finanz mit Steuergeldern oder durch ihren eigenen unermüdlichen Einsatz, sondern die Wirtschaft/Finanz hat infolgedessen eingesehen, dass die Starken unter ihnen sich gegenseitig unbedingt auch nach Kräften stärken sollten.

      Hinzuzufügen wäre noch, dass diese Politik die mentale Einstellung der Big Players dank der Vermählung des Staates als Patron der Wirtschaft/Fínanz in Form einer Art Staatskapitalismus dementsprechend verändert hat. So haben die VW Manager sich z.B. in den USA fortwährend durch ihre hohlen Ausreden für den Betrug an Abgaswerten oder durchs Abwiegeln der eigenen Verantwortung blamiert, eine Unternehmenskultur, welche von den hohen Funktionären der ehemaligen DDR Großkombinate nicht besser hätte realisiert worden können.

    • Pischetsrieder
      Pischetsrieder hat sich wohl davon ein Weingut in der Steiermark gekauft, ebenso einen Oldtimerhandel in Anzing bei München

    • Titel eingeben
      @TDV 30. Mai 2016 um 04:34 Uhr:
      Wie Sie jetzt den Sprung zur Software schaffen, verstehe ich nicht. Das sind doch zwei völlig unterschiedliche Dinge: der eine wurde freigestellt und bekam sein Gehalt weiter, der andere hat böse Dinge getan.

      Richtigerweise müsste der Aufsichtsrat darüber nachdenken, ob nicht auch P. an der Dieselaffäre beteiligt war und deshalb Rückforderungsansprüche bestehen. Vermutlich hat er das auch getan, sonst würde sich der Aufsichtsrat (bzw. seine Mitglieder) selbst schadensersatzpflichtig machen (weshalb es auch immer doof ist, wenn Ex-Vorstände in den AR wechseln, ob mit oder ohne cool-off period).

      Wie gesagt, mir scheint da eine Neiddiskussion zu laufen, die letztlich nichts bringt und von den eigentlichen Themen ablenkt. Aber Hauptsache, man kann kann sich so richtig aktivistisch und sozial und (selbst)gerecht fühlen. Blöd halt, dass Emotionen irgendwann abklingen und nicht nähren, während Möglichkeiten für tatsächliche Ansprüche verjähren oder „vergessen“ werden und vor allem keine sachliche Diskussion über Misstände und die Folgerungen für eine gute Politik mehr stattfindet. Weil sich aufregen ist leicht, was tun ist schwer.

  32. Don, Sie sind schrecklich!
    Sie schießen in einem Tempo Artikel raus, dass man -wollte man Sie hinreichend kommentieren- schon Vollzeit mitmachen müßte.
    Dafür gibts dann aber Tippfehler, die selbst mir aufstoßen („Weil wir privilegiert sind und über IHR? Leben bestimmen.“)

    Was den Inhalt angeht, pointierte Zustimmung. Insgesamt könnte der Blick auf den Gastbeitrag in der FAZ von P.Martin Rhonheimer von Gewinn sein (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/gastbeitrag-welche-wirtschaft-toetet-14235888.html).
    Denn, cum grano salis, sagt der nämlich fast Ähnliches. Und – in Abgrenzung gegen ein falsches Sozialverständnis von Gesellschaft und Papst- sieht auch er im Kapital die eigentlich sozial schöpferische Kraft. Er meint allerdings das arbeitende Kapital. Nicht der Kapitalismus ist unser Feind.
    Was bei Ihnen noch etwas larmoyant erscheint in der Weise Ihres Angriffs und als Apologie der Klassengesellschaft, schildert Pater Rhonheimer als Sozialethiker als eine Fehlentwicklung des Sozialen Denkens. Nicht der Reichtum macht die Armen arm, sondern der entweder nicht reinvestierte Reichtum oder die staatliche Übernahme des Reichtums in konsumierende Verwaltungshände.
    Wesentliches Kernstück einer sozialen Gesellschaft ist das Eigentum, sein möglicher Erwerb und die Verlässlichkeit der sozialen Prozesse.
    Der Sozialversorgungsstaat ist ein zynisches Versprechen, eine Absage an die Freiheit und Würde des Einzelnen, indem er ihn der sozialen Bürokratie ausliefert. ER ist ein Perpetuum der Armut.

    • Danke für den Hinweis.

      Nun, natürlich macht der Reichtumn die Armut „arm“ – einfach, weil Armut völlig normal ist und auch kleine Verbesserungen nicht ausreichen, um an die Reichen heranzukommen. Niemand in Afrika würde 2 Jahrhunderte zurück in der Zeit wollen, auch für Afrika sind die Gegenwart und der Fortschritt prima. Aber neben den sel bstgemachten Problemen kommt halt dazu dass es woanders sehr viel besser läuft. Das kann kein Geschenk ändern. Es ist einfach das Ergebnis von Entwicklungen in Afrika selbst.

    • Nein, da haben Sie
      meine Aussage nicht verstanden. Werfen Sie mal einen Blick in den Beitrag von Rhonheimer- der sagt das vllt. klarer als ich, bzw. der ist auch länger als mein kurzer Aphorismus. Zentral ist die Aussage, dass die Verdächtigmachung von Eigentum nur vordergründig sozial wirkt, im Gru de aber ein Weg in allgemeine Armut ist.

  33. Wenn das so eindeutig wäre
    Text eingeben

  34. Wer zahlt die Rechnung?...Geld/Besitz ist weltweit mobil
    Was die neokommunistische Umverteilungs-Bewegung vergessen (groegroKoaZ schwarz-rot-gruen und ihre ausserparlamentarischen Unterstuetzer), ist die Tatsache, dass Vermoegen/Besitz heute global beweglich ist. Damit ist nicht illegale Steuervermeidung gemeint, sondern der legale, transparente Transfer.

    Wenn ein ‚tipping point‘ in Deutschland/Europa ueberschritten werden wird (die grosse Umverteilung und der undemokratische Zwang zur Mithaftung fuer die Polit-Abenteuer wie Staatsfinanzierung durch EZB, EURO-Manipulation, Migranten, etc.) kann ein Grossteil der netto-staatsfinanzierenden Schichten ihren Besitz, und sich selbst, ins (aussereuropaeische) Ausland transferieren.

    Eine eventuelle Kapitalverkehrskontrolle, um so eine Bewegung zu stoppen, kommt praktisch immer zu spaet – und waere der Offenbarungseid des Staates Deutschland.

    Die Kuh, die man melken will, soll man nicht fressen („eat the rich“). Diese Binsenweisheit sollte man auch (mal wieder) den Sozialutopisten im Parlament und in den einschlaegigen Blogs/Talkshows etc. ins Bewusstsein rufen.

    Es wird in den kommenden 30-50 Jahren keinen Welteinheitsbrei geben. Wer in andere Laender auswandern will, muss der aufnehmenden Gesellschaft etwas bieten. Neben Jugend und Ausbildung/Kenntnissen, ist Vermoegen eines der besten Tueroeffner.

    Die Zurueckgebliebenen werden dann, schrittweise, von amerikanischen oder chinesischen Weltkonzernniederlassungen angestellt (oder auch nicht), die andere Stile pflegen und Meister in der (lokalen) Steuervermeidung sind.

    Deutschland fiele ins Mittelalter zurueck, nicht in das romantische sondern in das dunkle. Die Verbrennung Andersdenkender, die heute ja „nur“ im Netz geschieht, koennte dann wieder real werden.

    Wir werden weiter sagen: ‚Die Erde ist rund‘.

    • Hauptziel dürfte die obere Mittelschicht sein. Da ist was zu holen, um die Unterschichten zu befriedigen.

    • ......
      „kann ein Grossteil der netto-staatsfinanzierenden Schichten ihren Besitz, und sich selbst, ins (aussereuropaeische) Ausland transferieren.“

      Ich habe gehört Brasilien wäre sehr schön wenn man Geld hat (also so 500-1000€ pro Monat, denn damit ist man da schon sowas wie ein Graf).
      Ausserdem liefern die auch nicht aus sobald man ein Kind mit einer Brasilianerin hat.

  35. Wenn
    das so eindeutig wäre, mit dem Schönen und dem Niederen. Ich erinnere an Ihren Kommentar zur Folterung des Juden in Pietros Zyklus zur legenda aurea. In keinem der anderen Zyklen zu diesem Thema kommt diese Darstellung vor. Sie gilt bloß als Alltagsszene, Illustration, erzählerische Abschweifung, die dem Ganzen Würze geben sollte. Piero war ein Modernist, wollte Volkstümliches machen. Ost und West, 1453 der Fall von Konstantinopel und die heraufziehende Türkengefahr, da passte die Folterung, die Entledigung aller Brunnenvergifter, prima dazu. Oh, du schreckliche Schönheit.

    • Vielleicht maqche ich doch etwas über Mantegna, sollte ich noch nach Verona kommen.

  36. Der Stacheldraht hat viele Namen...
    Intelligenz, Internet, Geld, Auto, Wohlstand, Fleiß, Faulheit, Erbe,
    Freiheit, Religion, Glaube, Liebe, Waffe, Kampf, Infrastruktur,
    freie Marktwirtschaft, Oberschicht, Mittelschicht, Unterschicht,…
    Gen-geschicht‘, …Menschgesellschaftenvernetzungsgeschicht’…
    Stacheldrahtgeschicht‘ des Rades…Stacheldrahträder…
    Stacheldrahtkreise…
    „Kriechen sollst du wie ein (Stacheldraht-)Wurm“…
    „Human-Evolution-Rad-Geschicht'“…Draht…Radth…
    „TH“…“Ti-Age“…Zeit-Alter(nierung)…Geistreifung…
    „Der Stachel(draht) sitzt tief“…
    Wir sehen und fühlen vor lauter Stacheldraht ab der Geburt den
    Stacheldraht in, um und mit uns nicht mehr…den geerbten und
    vererbten…und geben und vererben ihn freudig verehrend, anbetend,
    verteidigend, weiter und weiter…scheinbar ohne nachzudenken und
    erfinden immer neue intelligente und weniger intelligente Namen für
    ihn.
    Wer ohne Stacheldrahterbe ist der vererbe…sonst ver“d“erbe?
    Geschicht‘ studiert…die Geschichte des Stacheldrahtes…
    der „Stachelkrone“…nichts reiferes seit der Kreuzigung vor 2016 Jahren…
    Wir nutzen das Pneu-Rad (an Autos), aber wir „be“nutzen es nicht
    im Kopf?….mit hölzernen Vierkanträdern stacheldrahtumwickelt
    rasen wir durch unser und anderer Leben?

  37. Titel eingeben
    Das Krokodil

    Ich bin ein altes Krokodil
    und leb dahin ganz ruhig und still,
    bald in dem Wasser, bald zu Land
    am Ufer hier im warmen Sand.

    Gemütlich ist mein Lebenslauf,
    was mir in´Weg kommt, freß ich auf,
    und mir ist es ganz einerlei,
    in meinem Magen wird´s zu Brei.

    Schon hundert Jahre leb ich jetzt,
    und wenn ich sterben muss zuletzt,
    leg ich mich ruhig ins Schilf hinein
    und sterb im Abendsonnenschein.

    Franz Graf Pocci

  38. "die gute, alte zeit"
    ist kaum schöner anzuschauen. zumal, wenn das landschaftliche bühnenbild und ein kaiserwetter sich zusammentun. da lacht selbst das gepeinigte ökoherz !
    es würde mich übrigens sehr interessieren, von welcher marke die bella carossa mit der nr. 345 (6 bild von oben) ist.

  39. Neokommunismus
    Was wir gegenwaertig beobachten, ist nicht ein erstarkender Neokommunismus, der zumindest intellektuell eine Herausforderung waere.

    Was wir hier in Deutschland erleben, ist ein Erstarken des spiessbuergerlichen, protestantisch-preussischen Pseudosozialismus a la DDR, propagiert von den (geistigen) SED-Kindern/Enkeln (schwarz-rot-rot-gruen). Leider kann man heute nicht mehr sagen: „geht doch rueber, wenn es euch hier nicht passt“.

    Das Ziel dieser Umverteilung ist eben nicht die Abschaffung von Privilegien, sondern die Umverteilung, vor allem auf die Kader/Funktionaers/Unterstuetzer-Schicht (gerne auch Berufpolitiker) die nichts leisten (wollen) aber oben schwimmen wollen.

    Ich war/bin fuer die Wiedervereinigung (wirklich alternativlos ;-) ), haette aber nicht gedacht, je so viel Neo-DDR erleben zu muessen.

    • Unterschied
      „geht doch rueber, wenn es euch hier nicht passt“.

      Der Unterschied zu früher ist, heute BEKOMMT man das gesagt.
      Und das schlimme ist: Viele Hochqualifizierte folgen dem Rat wirklich.

    • Das wird sich zu Guten hin wenden,
      wenn wir die Mustervorlage „Anbetung der Engel“ von Bennozzo Gozzoli, Engel rechts außen, vom Hof geschafft haben werden. Heute wieder, Gedenkfeier in Verdun, wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Unter all´ den Europarettern.

    • Neokommunismus? - eher Sehnsucht nach einer sanften Kulturrevolution a la Mao
      Ich sehe kaum Sehnsucht nach der DDR bei den tonangebenden Schichten. Ich sehe eher eine Semi-Hegemonie eines bestimmten grünen Denkens. Und zwar scheint mir, dass die Aussicht auf eine langfristige „sanfte“ Kulturrevolution, angestossen von A. Merkels Aktionen, bei in die Jahre gekommenen ehemaligien Maoisten, wie sie die „Grünen“ lange Zeit geprägt haben, nostalgische Gefühle erweckt: dazu wären sie in ihrem Alter gar nicht mehr fähig gewesen, aber A.M. „schafft das“! Das man das noch erleben durfte!

      Und eine bestimmte Art von Christen (ein Bein in einer arrivierten Partei, das andere bei einem Kirchen- oder Katholikentag), hat ihr Erweckungserlebnis (cf. KGE und diverse Bischöfe), das sie aus dem tristen Alltag zwischen Energiewende und Mülltrennung zur Rettung der Schöpfung (darunter machen sie’s nicht) herausreisst.

      Da trifft es sich gut, dass auf dem Katholikentag soviel grün vorgezeigt wurde – obwohl ich weiss, dass es – völlig unabhängig von Politik – dafür ernstzunehmende religiöse Gründe geben mag. Kirchenfarben-Symbolik usw.
      Trotzdem paßt es halt – serendipity.

      So etwas geschieht, wenn man der langeweiligen Alltagstristesse einer Wohlstandsgesellschaft (an der leider nicht alle teilnehmen können) entkommen will. A.M., naiv und fremd in diesen Biotopen, hat einfach geguckt, was gut ankommt, die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und hat dafür strahlende feuchte Augen bei der einschlägigen Klientel geerntet, die sich sowas alleine nie getraut hätte. Dabei hat A.M. allerdings übersehen, dass sich die statischen Beziehungen zwischen dem politisch-medialen Komplex und einem Grossteil der Bevölkerung seit langem am besten als „porte-a-faux“ (freitragender Überhang) beschreiben lassen und dass sich dazwischen ein gewaltiger Hohlraum gebildet hat, in den jetzt allerlei Leute eingedrungen sind, die man dort lieber nicht sehen würde. So etwas ähnliches gilt übrigens für ganz Europa, angefangen bei Österreich.

      Übrigens kann Deutschland natürlich weiter Einwanderer und Flüchtlinge aufnehmen – noch haben wirs ja -, aber bitte verantwortungsvoll in vernünftiger, kontrollierter und geordneter Weise. Das wäre humaner, würde allerdings dann nicht mehr Menschheitsträume wahr werden lassen.

      Empfehlenswert wäre es auch, die Begriffe „Migrant“, „Wurzeln“, „Migrationshintergrund“ und „Integration“ ganz tief in die Schublade zu stecken und dort zu belassen. Auch wenn man seit 2015 erstmalig die Gelegenheit hatte, auf der Balkanroute wirkliche Migranten zu sehen (migrantes – lat. die wandernden).

    • Churchill
      Lesen Sie Churchill, @Hagen speziell die Bücher über WWII, und die Stellen über Teheran Konferenz und 1944,45

      Ganz selbstverständlich argumentiert er nach der unglaublichen Auferstehung der deutschen Militärmacht dass sich dies nicht innerhalb 50 Jahren wiederholen darf, dass dies ein Verrat an den Soldaten wäre. Deshalb sei D zu teilen. Preussen sei besonders hart anzufassen, Bayern, Baden Pfalz sanfter um die Teile Deutschlands dauerhaft zu spalten. Churchill dachte sogar, Österreich in einen Südstaat einzubringen. Laut Ch wandte Stalin ein, dass die Österreicher harmlos wären, die Bayern (sic) so hart und zäh wie die Preussen.

      Es ist zu früh, viel zu früh die Frage zu stellen, ob die Wiedervereinigung ein Segen war.
      Zeit ist es, die Ängste der Nachbarn vor dem Superphenix Deutschland ernst zu nehmen und in unsere politischen Irrungen und Wirrungen zu berücksichtigen.

  40. Toscana
    Servus!
    Die Strecke zwischen Florenz und Siena bin ich in den 80ern oft gefahren (mit „anderen“ Fahrzeugen). Da wurde diese Strecke noch „Raccordo“ genannt. In Poggibonsi liegt der Abzweig zur Höhe von St. Gimignano. Dort in der Nähe übernachtete ich gerne in einem Hotel dessen Besitzer meist in Gummistiefel herumlief und der mit einer alten Renault Diana seine Weinberge besuchte.
    Als ich ihn nach einem Platz für mein Rennrad fragte bot er mir seine Garage an die auch voll mit Landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten stand.
    Nach einigen Tagen packte mich die Neugier und ich liftete die Decke eines unscheinbaren flachen Gegenstandes.
    Die Plane verbarg einen Ferrari – selbstverständlich in Rot und flach wie ein Pfeil.

    Weiterhin gute Fahrt an den Autor

    A.F.

    • I accept every time I get in my car there is a 20% chance I could die, and I can live with it, but n
      Ein Ferrari.. na wat für ne dolle Sache.

      Wir könne uns ja mal gerne über Automobile unterhalten, nur befürchte ich, dass hier das Fachwissen genauso reduziert ist wie bei Geld.

      Irgendjemand schon einmal in so einer alten Sportkiste mitgefahren?

      Natürlich nicht, weil die Kisten unbezahlbar sind und folglich nicht mehr bewegt werden, außer mit Tempo 20 bei diesem Millionärs Picknick oben auf den Fotos. Keine Ahnung welche Versicherung das abdeckt. Wie auch immer, das Fahren mit diesen Kisten ist relativ spassbefreit, denn da ist, abgesehen von Servo, auch keine wirkliche Bremse, keine Dämmung, keine Klima, keine Federung, oft kein Dach und dann auch noch ein viel zu flaches Windschutzscheibchen, der Wendekreis ist LKW Niveau, die Kurvenlage zwingt zum vorherigen bremsen, was aber nichts nützt, da weder die Bremse funktioniert noch die Waden ausreichen die Bremse aufs Bodenblech zu pressen. Die Beschleunigung ist zum Teil beachtlich, aber spätestens ab Temp 200 kapitulieren die Unterarme gegen die Fliehkräfte des nichtvorhanden Geradeauslaufs. Abgesehen davon, dass jeder mit einem IQ beyond 70 frühzeitig registriert, dass die Bleche so dünn konstruiert, dass auch die nicht vorhandenen Airbags keine lebensrettenden Wirkung im Falle ihrer Anwesenheit bei einem Aufprall über 30 km/h entfallen könnten.
      Ergo: kein Wunder, dass man halb Italien für einige Tage absperren muss, damit sich überhaupt jemand mit diesen Geräten auf die Straße traut.

      Eine Mercedes A-Klasse AMG kostet 50tds, besitzt unzählige Airbags, 4 Sitze, Klimaautomatik + Entertainment Ausstattung, Allrad und einen Motor, der es ermöglicht, Kreise um Ferraris zu fahren.

      Das ist Fortschritt. Das ist was unser Land ausmacht. Das erzeugt Wohlstand. Das ist die Zukunft.

      Warum fallen dann alte Männer vor alten Karren auf die Knie?

      Das machen die doch auch nicht vor alten Frauen?

      Die Erklärung ist natürlich ganz einfach:

      Nennt sich Entlife-crisis.
      Während in der Midlife Crisis Mann noch glaubt wieder jung werden zu können und sich einen modernen AMG oder Porsche leistet, so wird in der Entlife-crisis das nahende Ende akzeptiert und folglich die besten Jahren des Dasein reproduziert in dem man sich an die Autos seiner Jugend klammert.

      Kann man am Classic Markt beobachten:

      Die alten Karren aus den 20-, 30- und 40er Jahren verlieren gerade an Wert, da die Männer aus diesen Jugendjahrgängen alle wegsterben.

      Whatever, erklärt aber immer noch nicht, warum der Don mitten in der Midlife-crisis für Entlife-crisis Karren schwärmt.

    • @Goodnight
      Ja natürlich gibt es den sogenannten Fortschritt auch im Automobilbau, es kommt aber dann auch darauf an, was man eigentlich will. Wenn man sein gewohntes Mario Kart auf der Straße fahren will, ist so ein voll assistierter AMG natürlich fein – und wenn man dann schneller fährt, als die Physik erlaubt (und die hat leider noch dieselben Gesetze wie immer schon), dann braucht man auch die vielen Airbags (wobei, unter uns: oberhalb von reichlichem Ortstempo helfen die nur noch begrenzt, schon wieder die plöde Physik).
      Aber wenn ich mich nicht irre, geht es bei der Mille doch nicht darum, Rekorde aufzustellen, das kann man getrost den Zahlenprotzern überlassen, die schon in der Grundschule Autoquartett gespielt haben.
      Als ich mit meiner Guzzi gestern an einem blühenden Getreidefeld vorbeifuhr, hatte ich den feinen Honigduft in der Nase und nicht im Innenraumfilter…

    • I respect a man that's good at what he does. Tell you something, I'm very good at what I do.
      @astroklaus

      Die wirklich harten Kerle, die fahren in ihren jungen Jahren Motorrad.
      Und rutschen dann, wie ein Bekannter, in einer Kurve breitbeinig auf einen Leitpfosten.
      Unschön. Aber doch sinnvoll für die nicht so harten Kerl wie mich, die dann doch noch eine Chance bekommen die Frauen abzugreifen, die all die toten und verkrüppelten Motorradfahrer nicht mehr so richtig beglücken können.

      Wenn man jedoch bein Motorradfahren die Blumen riechen kann, dann sollte man lieber dem Don eines seiner alten Fahrräder abkaufen und seine Geschwindigkeit an seinen fehlenden Mut zu Sterben anpassen.

      Whatever, ich beherzige als feiger Autofahrer immer drei Regeln:
      Meide Landstraßen, meide Alleen und fahre und bremse immer so, dass Du mit maximal 70km/h einschlägst.

  41. kleiner Fehler:
    Lieber Don,
    vielen Dank für die schönen Foto´s und den in allen Punkten zutreffenden Text.

    Ein kleiner Fehler in Form der achseits beliebten Political Correctness hat sich jedoch eingeschlichen. Du schreibst:
    Dafür witd dann auch Objektifizierung in der Werbung verboten – laden Sie sich das nächste Bild runter, bevor es eine Frauenbeauftragte wegklagt.
    Inhaltlich sicher richtig – aber eine Frauenbeauftragte darf es doch heute, in Zeiten von Gender-Mainstream sicher nicht mehr geben. Es könnte sich ja eine Drag-Queen o.ä. beleidigt fühlen.
    Frauenbeauftragte ist also out – Genderbeauftragte_r „in“… *lol*

  42. Einer muß die Arbeit ja machen...
    Anbei eine schöne Grafik, die zeigt warum die Stimmung bei unserer Twitter-Irgendwasmitmedien-Elite so schlecht sein könnte…
    Ist ja auch mist, wenn man von den uncoolen Typen mit Mathe- und Physik-LK abgezogen wird.

    http://www.economist.com/blogs/graphicdetail/2015/03/daily-chart-2?fsrc=scn/tw/te/dc/revengeofthenerds

    PS.: Vielen Dank für die schönen Bilder!

  43. Dekadenz
    Lieber Don Alphonso,

    diese über Allem stehende Überschrift: „Lustvoll der Ausrottung entgegen“
    und welch ein Bildgenuß!
    Ich habe in meiner Garage ja auch noch einen 356er stehen, den ich aber nur an schönen Tagen mal ausfahre.

    Nachdem ich Ihre Zeilen gelesen hatte, kam mir der Gedanke an Dekadenz.

    Es gibt, zum Glück, viele Menschen, die diese Automobile nicht nur als nostalgische Relikte aus einer längst vergangenen Zeit betrachten, sondern sie als „schön“ ansehen können. Formen, die heute aus Gründen der Aerodynamik und der archaisch erscheinenden Technik nie mehr gebaut würden, und so ein Bugatti, wie auch einer bei meinem Nachbarn gut abgedeckt in der Garage steht, ist ein Kunstwerk, was bei dem Familienhintergrund der Bugattis keinen verwundern wird.

    Doch sehr viele Menschen, auch in meinem Umfeld, sind der Meinung, daß so ein Oldtimer dekadent sei, wie Luxus im Allgemeinen.

    Aber Sie schreiben, so zwischen Ihren Bildern von dem Anderem, der gegenwärtigen Politik und ihren Auswirkungen, der Implantierung von Wohlstandssuchenden aus Regionen, deren öffentliche Ordnung seit Jahrzehnten nur mit Hilfe von Diktaturen einigermaßen aufrechtzuerhalten war oder sich in ebenso langen Stammesfehden befanden, um einer sogn. Religion willen. Gute Güte !

    Und so schön Ihre Photos auch anzusehen sind, fragte ich mich, was die größere Dekadenz sein mag.

    Das Bewahren, Erhalten, wie auch das Erwerben des „Schönen“, hier Oldtimer. Für Sie scheint es ja auch die Hingezogenheit zu Gemälden und silbernen Kannen zu sein und vielleicht noch zu dem einen oder anderen schönen Teil. Bei mir sind es darüberhinaus Kleider von Armani, Chanel und Saint Laurent und die Philosophie, zu der Hegel schon meinte: »Die Philosophie kann man daher eine Art Luxus nennen, eben insofern Luxus diejenigen Genüsse und Beschäftigungen bezeichnet, die nicht der äußeren Notwendigkeit angehören.«

    Dekadenz (von lateinisch cadere „fallen“, „sinken“, französisch décadence „Niedergang“, „Verfall“, über mittellateinisch decadentia) ist ein ursprünglich geschichtsphilosophischer Begriff, mit dem Veränderungen in Gesellschaften und Kulturen als Verfall, Niedergang bzw. Verkommenheit gedeutet und kritisiert wurden.
    (Wikipedia)

    Ist es nicht vielleicht eine viel größere Dekadenz, was gegenwärtig in der Gesellschaft stattfindet?

    Eine Gleichmacherei um einer angeblichen Gerechtigkeit willen?
    Eine „Willkommens (ich wage das Wort kaum zu schreiben) Kultur“, die nur eine Verflachung der bisherigen zu Folge haben kann?
    Plastikkleidung, überwiegend in schwarz gehalten?
    „Geiz ist geil“?
    „Tatort“ oder öffentlich rechtliches Fernsehen schauen?
    Diffamierung der eigenen Bevölkerung?
    Die sklavische Nachbetung der Merkel Vorgaben, nur um in naher Zukunft mit seinen Kindern in Dürftigkeit zu leben?
    Die Liste ließe sich fortsetzen…….

    Ich würde die gegenwärtig in Deutschland stattfindende Entwicklung eine selbstgewählte, masochistische Dekadenz nennen.

    Mit freundlichem Gruß
    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • How much?
      Geehrtes ObjectBe,

      vielen dank, für die Beweis, dass man sich auch im 21. Jhd noch mittels körperlicher Arbeit das Geld für einen 356er verdienen kann.
      Ich schaffe das hingegen kaum mit geistiger Arbeit.

    • Weltspartag
      Physische Arbeit – nun ja… Lange wird das aber nicht mehr gehen bei jemandem, der sich immerhin noch an die blechernen Sparkästlein in seiner Schule erinnern kann. Dazu ein mittelalterlicher Witz: Kommt eyn Pestkrancker zum Trockenscherer: Bitte recht kurz, Meister! – Freylich, denn lang habt ihr eh nimmer.

    • @"Don Franciscos Schwester" & "Goodnight"
      Geschätzte „Don Franciscos Schwester“
      Werter „Goodnight“,

      das Leben ist eine harte Schule und ich hatte immer eine Vorliebe für die Geschichte.
      Physische Arbeit und Witze scheinen wenig hilfreich für´s angenehme Überleben.

      Ich halte mich da mehr an Friedrich den Großen.

      „Wir sprachen von der Erziehung.

      — Die Hauptsache, wenn man die Menschen leiten will, sagte der König, besteht darin ihren Geschmack, ihre Ansichten und ihre Schwächen zu kennen. Schwächen haben wir alle. Meine Großmutter von Hannover fragte den französischen Gesandten einmal, wie es möglich sei, daß so viele Französinnen sich verführen ließen.

      ,,Majestät,“ erwiderte er, ,,Diamanten!“
‘

      „Aber, wer wird sich für Diamanten verkaufen?“

      „Nun, für hunderttausend Taler!“
,,Abscheulich, für Geld!“

      
,,Ein schönes Perlenhalsband!“

      
„Ich bitte Sie, um Gottes willen, Marquis, hören Sie auf!“ —

      Meine Großmutter hatte eine große Vorliebe für Perlen, das war
      ihre Leidenschaft. Sehen Sie, so sind alle Menschen.“

      Die kleine Schrift erscheint mir sehr empfehlenswert.
      (Gespräche Friedrichs den Großen mit Henri de Catt, Leipzig 1885)

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • A little humor, my dear Zilkov, always with a little humor
      Wertes ObjectBe,

      Man sollte Geld immer nur als Mittel und nie als Ersatz für eigene Ziele betrachten.

      Ich besitze mehrere teure Uhren, doch ich trage ausschließlich meine billige Breitling Aerospace, da sehr leicht (Titan), absolut robust und zuverlässig (da, oh schreck: Quarz), und nicht unbedingt eine klassische Schönheit.

      Ich denke das sind meine Kriterien.
      Die gelten für mich auch bei Fahrzeugen und Frauen.
      Man sollte Dinge einfach maximal in seinem Interesse benutzen können.

      Und sich nicht für sie verbiegen, ihnen huldigen oder sich anpassen.

      Natürlich nur, wenn man Subjekt bleiben will.

  44. Jahrelange Freuden: der Raubtierkapitalissimus
    „Jahrelang haben uns solche Figuren von den Freuden des Zinspapiers und des Neoliberalismus erzählt.“

    Figuren wie etablierte Redakteure mit gutem Gehalt auf den Wirtschaftsseiten der FAZ zum Beispiel.

    Es ist tatsächlich die Frage, ob es Merkels dirty Deals (Erst Welcome, dann Türkei als Ausputzer nehmen) alleine waren, die uns das Erstarken rechts-populistischer Erscheinungen bescherten.

    Wagenknecht:
    „Nicht nur Union und FDP, sondern auch SPD und Grüne sind verantwortlich, dass der „Raubtierkapitalismus freie Bahn“ erhalten hat. „Die Neoliberalen haben da gesät, wo die Rechten ernten.“ Die Regierung kürzt noch bei den Schwächsten. „Das ist die Verrohung, die diese Gesellschaft nach rechts führt.“

    Eine Verrohung stelle ich allerdings auch überall fest.

    Die einen randalieren auf Tumblr, Twitter, Facebook oder wahlweise zündelnd vor Flüchtlingsheimen herum, wählen AfD oder die Le Pen.

    Meine eigene Verrohung mache ich daran fest, fest, dass ich immer ärgerlicher und gleichzeitig auch allem gegenüber immer ignoranter („mir doch wurscht!“) werde.

    Auch ignoranter gegenüber dem bezahlten und gehobenen Provo-Trollen des Don („Klassenkampf von oben“ – „SPON-/TAZ-/Krauterporter-sonstwelche Journalisten sind alle doof außer mir“ – „Alle anderen Blogger unter mir sind Opelfahrer und schlecht angezogene Suppentütenfresser“).

    Glaub‘ nicht, dass das veröffentlicht wird …

    • Buon uomo, hombre
      Der Don ist wohl, wie so viele seiner Kollegen, von Grund auf gutartig. Sarkasmus und Provokation sind gute Stilmittel.
      Gemeinsam die Strukturen kritisieren ist alles, was man tun kann, alle gemeinsam, ob arm oder reich. Die Kanzleralternative muss her, die EZB-Chefalternative, die Juncker-Schultz-Alternative. Das Personal wirkt abgewandt und uninteressiert an den Belangen der ursprünglich! hier lebenden Leute, Altmigranten inklusive. Außerdem leider oft unkreativ. Sowas merken auch Putin und Erdogan.

    • Anbsolut nicht. Ich will mehr für mich und weiss, dass es weniger für andere bedeutet.

  45. Enjoy Life!
    Lieber Don Alphonso, habe diesmal gelesen und gelesen und wurde nicht warm. Und dann, nur ein paar Sätze weiter, hat es bei mir gezündet, und ich habe schallernd gelacht. Einfach nur genial. Und wie immer, auch diesmal schöne Bilder. Herzlichen Dank!

    Ein Schulfreund meines Mannes besitzt einen silver metallic 300SL, den er von seinem Vater geerbt hat. Das Fahrzeug steht in der Garage unter einer Plane, sieht aus wie direkt aus dem Showroom und wird nur zu Sondergelegenheiten bewegt. Einmal hat er den Wagen aus der Garage geholt und uns damit mit seiner damaligen Freundin in unserem Reetdachhäuschen am See besucht. Das war schon beeindruckend, ein glamouröser Anblick. Das Wetter war schön, und wir machten eine Rundfahrt. Wir hatten damals einen neuen SL und fuhren ihm hinterher. Beim langsam Vorbeifahren haben ältere Gäste eines ländlichen Ausflugslokals uns verächtlich angeschaut, ein Herr schnauzte uns böse an: „Playboys“! Wir haben hinterher gelacht, das war schon irgendwie lustig.

    Nicht ganz so lustig ist der folgende Bericht über Italien. Die Nachrichten über das tragische Ertrinken der Flüchtlinge gibt es in allen Medien, doch diese Nachricht fand ich auf Google News nur in „Los Angeles Times“, nicht bei Reuter, nicht bei den Mainstream Medien, und schon gar nicht in den deutschen.

    Die Flüchtlingsanzahl sei stark gestiegen: Seit Montag sind 13.000 Flüchtlinge in Italien angekommen. Es sind vorwiegend Libyer. Italien habe große Probleme, diese Anzahl Menschen unterzubringen.
    http://www.latimes.com/world/europe/la-fg-italy-migrants-20160529-snap-story.html

    ****

    Wer könnte die finanzielle Lage der Nation besser beurteilen als ein Oldtimer-/Luxuskarren-Händler. Zu unserem Bekanntenkreis gehört einer von denen. Ich habe neulich seiner Tochter zufällig begegnet. Sie sagte, dass es in dem ehemals wohlhabenden Kundenkreis ihres Vater aus den 80er 90er Jahren heute kaum noch einen gibt, den es noch so gut geht wie damals—im Gegenteil, vielen ginge es eher gar nicht besonders gut. Sie selbst, um die 30, erzählte mir auch, dass sie keine einzige junge Frau um die 30-35 aus ihrem Freundeskreis kenne, die eine tolle Karriere macht, trotz bester Ausbildung und allen Voraussetzungen. Die meisten schlügen sich durch, mehr recht als schlecht.

    Lieber Don Alphonso, genießen Sie Ihr schönes Leben!

    • My Mama always said you've got to put the past behind you before you can move on.
      Geehrte Tamarisque,

      köstlich, ganz köstlich diese Playboy Anekdote. Auch ich kann von einem Bekannten des Nachbarn meines Freundes eines Familienmitglieds berichten, der auch nicht wusste, was er mit seiner Pagode so den ganzen lieben Tag machen soll, außer putzen. Folglich hat er das Ding einfach verkauft und sich für das Geld eine neues E-klasse Coupé erworben.
      Danach ist er gestorben.
      Traurig das alles. All die nutzlosen Autos die mit Millionenbeträgen gepflegt werden. Während die Gesellschaft kein Geld für die Pflege alter Menschen übrig hat. Verdammte Opportunitätskosten, verdammte.
      Hach, jetzt bin ich doch etwas ins Negative abgerutscht. Tut mir leid.
      Wünsche trotzdem einen lustigen Abend.

    • Flüchtlinge - Lapsus
      Mein Fehler: Es sind natürlich nicht vorwiegend Libyer, sondern die Flüchtlinge kommen aus Libyen, stammen aber ursprünglich aus ganz Afrika.

    • FT.com berichtete am 29.05.2016
      https://next.ft.com/content/aeeba046-25a3-11e6-8ba3-cdd781d02d89 (hinter pay-wall):

      „The likely death toll was confirmed by Carlotta Sami, a UN refugee agency spokeswoman, after one of the busiest weeks on record for the Italian Navy and Coast Guard, which rescued about 15,000 people during operations south of Italy’s shores.“

      Schlagzeilen WON, faz.net, reuters.de (Montagmorgen): Vollausfall.

      Lückenpresse halt. Da wird nichts, aber auch gar nichts besser.

    • Die Lage da ist einfach unübersichtliich. Genaues Hinschauen wäre nätig. Wenn Sea Watch direkte Bilder von einem kenternden Boot macht, muss man schon fragen, wie das kommt.

  46. Im Land der Gauchos
    Geehrter Don, Mann ist geneigt zu sagen: Hier bin ich Macho, hier darf ich sein – und zu danken für die wieder mal tollen Bilder, die uns versichern: Sie sind der Fels in der Brandung des Genderwahns. Sollte der Tegernsee mal zu eng werden, versuchen Sie es in Argentinien. Ich vermute, dieser Geruch in den Klamotten kommt vom synthetischen Öl, das gerne den teuren Motoren verabreicht wird, wie man am Abend bei solchen Events gerne den Brunello oder gar Tignanello aus 1990 schlabbert, im Wissen, nur das Beste ist gut genug. Dieser Geruch macht gierig und weckt den Tiger, kenne das von meiner kleinen Roten aus Bologna und da schreibt sich so ein Rundumschlag auch gleich wie aus einm Guß.
    A presto.

    • Synthese?
      Zumindest die Rennmotoren bekamen früher nur feinstes Rizinusöl, und das hat tatsächlich einen speziellen Geruch.
      Es soll TT-Freaks geben, die nicht nur die die Platte mit dem Sound von Mike Hailwood auf seiner Ducati auflegen (oder seinen Film), sondern dazu auch noch Rizinus auf die heiße Herdplatte tropfen…

    • Titel eingeben
      Zumindest die Rennmotoren bekamen früher nur feinstes Rizinusöl
      Soso.
      Mein Vater empfahl es seinerzeit meinem Bruder zum Betreiben der Speilzeug-Dampfmaschine. Möglicherweise kenne ich den Geruch.

  47. So ist es eben
    „Weil wir privilegiert sind und über das eigene Leben bestimmen. Wir sind hier, weil andere es nicht sein können, aber so ist das eben.“

    My sentiment exactly – letztlich ist unsere Positionsbestimmung im Leben ziemlich zufällig (Zeit, Ort, familiäre Umstände). Wohl dem, der hier ein gutes Los gezogen hat (ich sehe mich da im Mittelfeld, bin aber vermutlich privilegierter, als mir bewusst ist) – trotzdem bleibt es jedem einzelnen überlassen, wie er sich in diesem immerwährend vorhandenen Koordinaten einrichtet.

    Und da bleibt als wesentliche Conclusio meines Erachtens nur: Egal,wo man in diesem Leben steht, „don’t be a ****“!
    Das gilt mit oder ohne schönem Auto :-)

  48. Wunderbar!
    Wunderbar, Don Alphonso! Eine herrliche Kombination toller Bilder mit Paragraphen guten Textes dazwischen. Es geht nicht besser!

    Bitte vorsichtig genug sein, dass man Ihnen nicht auch eine braune Torte ins Gesicht wirft; also rücklings und von hinten, mit Umweg über die Stiftung FAZ!

    Ansonsten bitte weiter so!

  49. kleine Anfrage
    „Selbstbereicherungsverlangen durch Leute, die auch mal im Uranbergwerk zeigen könnten, was wirklich in ihnen steckt. Ich hätte durchaus Achtung vor der arbeitenden Klasse der neuen DDR, aber wenn schon, dann bitte richtig und in *Wismar*.“

    „Wismar“ oder „Wismut“ (Einst „SDAG“, heute „GmbH“)?
    Fischfilets oder Uran?


    • Hatte mich auch verwundert. Aber nördlich der Donau kennt sich DA wohl nicht so gut aus. Schon mit Nürnberg (Franken!) wird es schwierig, danach kennt er wohl nur noch Autobahnschilder mit Aufschrift „Berlin“, aber keine Abzweigungen vorher, und traut sich von Berlin aus, weil dort schon Sand ist, nicht mehr weiter ans Wasser ran.

  50. Titel eingeben
    Schließe mich den Vorrednern an, wie immer tolle Fotos. Sind die eigentlich großartig bearbeitet oder gelingt mittlerweile viel ohne Ausschuß ?
    Lassen Sie bitte auch weiterhin die Metadaten in den Bildern. Da kann ich als Stümperfotograf vielleicht noch was lernen. Vielen Dank !

  51. Titel eingeben
    Ein bemerkenswert mitleidloser Text.

    • Titel eingeben
      Mitleidlos. Ja.
      Aber auch Selbstmitleid-los.
      Und übrigens, Mitleid und Mitgefühl ist nich dasselbe. …

  52. Lustvoll der Ausrottung entgegen.
    Langsam wird es ein bischen zuviel.
    Jedem, dem die Felle davon schwimmen,
    meint er müßte nur auf die Deutschen
    eindreschen um seinen Frust abzubauen.

    Aber das reicht nicht mehr, jetzt ist ganz Europa dran:
    “ Europäer sind unernst, kindisch und zerstörerisch.
    Unsere Wohlstandsgesellschaften sind arglos und anmaßend
    geworden“ liest es sich bei Welt.de

    Was kann der gemeine Europäer dafür, das die globalen Eliten
    die Weltwirtschaft gegen die Wand gefahren haben und nun Sündenböcke
    brauchen?

    • ???
      „Was kann der gemeine Europäer dafür, das die globalen Eliten
      die Weltwirtschaft gegen die Wand gefahren haben und nun Sündenböcke
      brauchen?“

      Dass er sich das widerstandslos gefallen liess? Jeder es wissen wollte sahe es nicht nur, er wusste auch, dass WIE IMMER „der gemeine Europäer“ die anfallenden Rechnungen bezahlen muss.

      Sie wissen doch, einer meiner LIeblingsätze ist:

      „Ausreden interessieren keinen Menschen!“

    • Ausreden interessieren keinen Menschen
      Das sollten sich die gemeinen Europäer zu Herzen nehmen.

      Die Global Player haben aus vollen Rohren auf die Welt geschossen
      und es geschafft in weniger als 20 Jahren alles zu Schrott zu
      fahren und jetzt wollen sie auch noch die stehengebliebenen Reste
      abräumen.

    • Titel eingeben
      Derjenige der ohne Habgier ist, werfe den ersten Stein.

      ;-)

  53. Pas d'accord
    Erstens die Frage aus der üblichen Bildungs- oder Wiedererkennungslücke: Welches Gebäude sieht man hinter der Nr.34, fünftes Bild von unten?

    Zweitens großes Lob für die noch genialere Auswahl an Oldtimerbildern und den bewusst dekadenten Text.

    Drittens ein Einspruch: Würde ich etwas vermieten, würde ich eher auf gute Mieter achten denn auf maximale Rendite. Die Unanständigkeit der ständig wachsenden Preise beim Bauen/bei Grundstücken/bei Neubau, Küche und Bad und die Profitgier mancher Käufer/Vermieter ist wahrlich grenzenlos und erstreckt sich inzwischen von angesagten Gebieten in stinknormale, angeschrieben von Medien, die zum Beispiel Tips geben, wo noch Renditen zu erwarten sind, damit auch jeder Winkel finanziell ausgereizt wird. Für oder von Banken inzwischen das Verbot, Kredite auf die eigen genutzte Immobilie als Garantie zuzulassen.

    Nein, Don: Die armen Leute. Wohin soll das denn ultimativ führen und dann noch zusammen mit massivem Migrationsdruck auf ein ohnehin volles Land, wo nicht nur Wohnungen, sondern auch Lehrer fehlen?
    Wie war das noch mit der Azubine bei Ihrem Konditor?

    Andere merken das möglicherweise inzwischen, die Firma apple zum Beispiel. Wenn die Miete hochgeht, kommt man doch problemlos länger mit dem alten Mobilphone oder Fernseher aus. Und ohne Zeitungsabo, wohlgemerkt. Aktionäre und Firmen merken das auch – die niedrigen Zinsen und die überteuerte Bauwirtschaft schädigen den Markt. Nur Draghi will sich das nicht erschließen.
    Vielleicht habe ich ja unrecht, aber ich fürchte nein.
    Janet Yellen dagegen pendelt dem Gleichgewicht entgegen. Aber die hat auch Griechenland nicht am Hals.

  54. Alle? Haben hier keinen Platz :-)
    Das wollte ich schon immer mal hier reinschreiben…..

    B2T: Ich wäre ja gerne mit meinem Delahaye 175 S Saoutchik gekommen, aber bei dem Sauwetter zierte sich die Lady.

    Die Mille Miglia habe ich vor über 30 Jahren mal an einem Schweizer Bergpass bewundern dürfen, zwei Stunden automobiler Hochgenuß, damals ist man noch zur IAA gepilgert, die komplette Familie, Oma inklusive. Elektroautos gab’s damals auch schon, der Durchbruch für „in 5 Jahren spätestens“ prophezeit, wir warteten. Nach wie vor.

    Brennstoffzelle, war was?

    Ok, die Pinneberger Styling Garage war auch da, aber so waren sie halt, die guten 80er. Flügeltüren-SECs sind wohl verboten bei der 1000Miglia, oder? Na, wie dem auch sei, Italien war mal ein absolutes HighTech-Land zu Mussolinis Zeiten, Nobelpreise für Fermi & Co. inklusive, einer der ersten Heimcomputer stammt von Olivetti, da war der Begriff „Silicon Valley“ noch gar nicht erfunden oder wurde stupent mit Silikontal übersetzt. Von Fachjournalisten.

    Irgendwann kamen dann die Roten Brigaden, den Rest wickeln wir gerade ab, 1990 stellte Italien über 2 Millionen Autos her, heute noch 700 000, das Autoland Italien von der Türkei überholt (1,5 Millionen), Erdogan macht nicht alles falsch. Mal schauen wie lange noch, das Kapital ist ein schreckhaftes Waldtier.

    Schönen Sonntag Abend

  55. (Rad)Touren gibt es auch in Belgien
    Sehr geehrter Don!
    Vielen Dank für die herrlichen Bilder! Gestern bin ich eine kurze Version der Tour de Namur gefahren. Wenn die Hügel so richtig steil wurden und ich Ablenkung brauchte, habe ich mir überlegt, was Sie wohl über diese Tour schreiben würden. Die Adennen sind natürlich nicht Italien. Aber herrliche Schlösser gibt es da auch und 5000 verschieden Fahrräder. Davon habe ich leider keine Fotos, aber die Organisationen haben eins von mir gemacht:

    http://www.sport.be/cyclingtour/tourdenamurcyclo/2016/nl/fotospecial/?fotospecial_id=13495&foto_order=5&language_id=1

    Mit freundlichen Grüssen
    L.H.

  56. Früher konnte man halt vom Verdienst auch Auto Familie Haus bezahlen, nix "Aufstocker"
    Es ist den Armen wie den Reichen untersagt, unter Brücken zu nächtigen.

  57. Titel eingeben
    @Deckard: Der Niedergang der italienischen Autoindustrie ist dem gleichen Umstand geschuldet wie der britischen vorher: phantastische Konzepte, keine Qualität und lausiger Service. „Fehler in allen Teilen“ und „rostet schon im Prospekt“ sind ja gängige Einschätzungen. Dazu kommt die jahrzentelande Weigerung bandverzinkte Bleche oder die kathodische Tauchlackierung einzusetzen. Damit haben die Türken keine Probleme: deren Automobilindustrie wie Ford, Hyundai und Toyota ist komplett importiert.
    Sehen Sie dagegen Fiat Industrial, heute Case New Holland. Die Motorentechnik ist Spitzenklasse, seitdem sie vor 30 Jahren die Motorenentwicklung von Saurer in Arbon gekauft haben. Dagegen wurden im Konzern die Stümpereien von Magneti Marelli zu lange geduldet. MM ist der Erfinder der Common Rail Dieseleinspritzung. Hat aber vor der Marktreife die Technik an Bosch verkauft. Die wären heute Milliardäre.
    Kennen Sie Benelligru, Copma, Cormach, Fassi, Effer, Marchesa und PM-Group? Das sind Hersteller von hydraulischen Ladekränen für Lkw, Schiff und Bahn. Die sind weltweit aktiv. Der Grund ist: das sind in der Mehrheit Familienbetriebe, die sich getraut haben zu exportieren. Damit hatte Fiat immer Probleme (wie die Franzosen im Pkw-Bereich auch).
    Sieht man sich aber die alten Schätze an auf der Mille Miglia, so kostet die Restauration solcher Gefährte oft ein Vermögen. Weil man mehr rekonstruiert als restauriert. Dass die Leute die Autos auch fahren, ist oft eine reife Leistung ohne Brems- und Lenkservo, unsynchronisierte Getriebe, Trommelbremse auf Seilzug und oft noch Volleliptik-Blattfedern. Aber nur so erhalten wir die Kenntnisse und Fertigkeiten unserer Altvorderen, die dafür gesorgt haben, dass heute ein Automobil halbwegs erschwinglich ist. Man stelle sich vor, wir hätten in D-land statt 47 Millionen Autos dieselbe Anzahl Pferde.
    Im September wird die 15. Mille Miglia der Lkw-Oldtimerbranche in Deutschland veranstaltet. Wer Spaß an Büssing, Henschel und Krupp hat, wie ich, kann sich die Renner auf der IAA-Nutzfahrzeuge im September in Hannover ansehen.

    • @ Folkher, bitte ergänzen zu dürfen um Kaelble und Faun...
      FIAT-Fehler in allen Teilen, oh ja! Man sagt(e) der aus 100% Schrott geschmolzene Stahl aus dem etruskischen Piombino für die Karosserien und Konstruktionsteil enthalte die Korrosionskeime für die Löcher, in die man später die Blumentöpfe einhängen könne. Stimmt heute nicht mehr und ich schätze das Turin inzwischen auf Thyssen-Krupp Rasselstein setzt.
      .
      Das mit den Blumentöpfen ist übrigens nicht aus den Fingern gesaugt. Ein Architekt aus Heilbronn zeigte seine Begeisterung über die Qualität seines erst wenige Jahre alten Fiat 124 Coupé (Baujahr 1968) in dem er als Happening Blumentöpfe in die Rostlöcher einfügte. Die Firma FIAT, die damals auch in HN noch eine Produktionsstätte hatte (bis 1969, mit Fa. Drauz als Carrozzerista und NSU), fand das gar nicht lustig und untersagte dem Baumeister sein lustiges, aber imageschädigendes Handeln.
      .
      Meine Erfahrung mit dem „Auto des Jahres“ 1970, einem Fiat 128, nach Bretzelfenster, (rattenscheißgrau sagten die Kameraden), nach 25 PS (?) immerhin mit unvorstellbaren 55 Pferden den Drachensteiner Hang hoch. Bei Regen war eine Kradfahrerhose von Klepper unbedingtes Bekleidungsdetail, Frontscheibe war nicht dicht zu kriegen. Bei 11000 km zeigte mir der Hölldobler (entre nous: Hölli) in Leipheim die fast rundgelaufene Nockenwelle. Er meinte, dass da was mit der Härterei schief gelaufen sei. Ich erzähle jetzt lieber nichts über den zweiten TÜV-Termin, muß ja wieder an mein Brennholz.
      .
      Da Dons Artikel einige Ausflüge nach Italien macht, hier noch eine kleine Zugabe.
      „Italiener am Neckar – das Fiat-Werk Heilbronn“
      „Italiener! Für den Duce, für den Führer, für Italien und Deutschland, für Heilbronn und NSU: Heil, Heil, Heil!“
      (Heilbronner Tagblatt vom 14.08.1939 anlässlich eines Besuchs von 650 Fiat-Arbeitern in Heilbronn)

  58. Meisterklasse!
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  59. die Landsträßchen,
    auf denen kann man sowas machen. Eng, kurvig, noch landschaftsfreundlich angelegt, aber vor allem: wenig befahren vom normalen Verkehr, weil es für den längst geradere Umgehungsstraßen gibt.
    Auf denen nicht so viel Platz und nicht so gemütliches Dahergondeln üblich ist, dafür aber der unvermeidliche Stau (TM).
    Man muß sich so eine Gondelroute aber schon gut ausgucken. Es gibt mancherorts tatsächlich noch erhaltene, kaum mehr genutzte Sträßchen. Albtal im Schwarzwald z.B.
    Versuche mir diese Prozession von Museumsfahrzeugen auf der Via Appia vorzustellen: wenn einer stehenbleibt, ist es vorbei. Versuche es mir auf den Autobahnen um Mailand oder am Frankfurter Kreuz vorzustellen: Hupkonzert wegen Verkehrsbehinderung.

    Aber anzugucken ist es lustig, in was für Formen man das Blechgehäuse um die 4 Räder alles schon gebogen hat, zumal anscheinend weniger die spillrig geklempnerten Urversionen wie #45 und #65 vertreten waren, und mehr die späteren Blechkleiddesignerstücke.
    Und alles so rundgelutscht; ich vermisse als Kontrast mal so was richtig Eckiges.

  60. Schöne Bilder
    Bei der im Bildhintergrund des vierten Bildes zu sehenden Villa reizt es mich, dem Eigentümer ein Angebot zu machen, dass er nicht ablehnen kann. Vielleicht sind Sie so liebenswürdig und verraten uns den Ort der Aufnahme des Bildes?!

  61. Kapitalismus für alle
    Ausgerechnet der Profiteur eines Bedingungslosen Grundeinkommens, das der Don von seinen Vorfahren ereerbt hat, wettert gegen das BGE. Der Teilzeititaliener wettert gegen gegen Einwanderung und der Luftverpester wettert gegen das vermüllte Berlin. Wer erkennt da den Wiederspruch zwischen reden und tun?
    Im übrigen ist der Kapitalismus erst dann vollendet, wenn der Vererbungssozialismus abgeschafft wurde. Wer unbedingt mit einer alten Karre die italienische Luft verseuchen will, sollte den Wagen mit mit seinem eigenen Geld bezahlen.

    • Moment – es ist ein Unterschied, ob ich allein ein BGE habe oder jeder. So ist das nicht gewollt.

    • Titel eingeben
      Das geforderte BGE soll von allen Arbeitenden bezahlt werden, das vorhandene nicht.

  62. Zurück zum Arbeitstitel,
    Text eingeben

  63. Johannes Streck 30. Mai 2016 um 04:20 Uhr ...hat beleidigt...
    Lesen Sie dazu mal die brillanten Erwägungen von M.Klonovsky in seinen acta diurna vom 29.5.16
    Hier ein Eindruck:“das sei „rassistisch“, schäumen Politik und Netz, wobei unsereinem etwas blümerant wird bei diesem mitunter eine Nuance zu schrill und allzu meutenbehaglich zur Schau gestellten guten Gewissen, denn ganz klar ist ja nicht, was Gauland nun tatsächlich gesagt hat und ob er nicht bloß einer journalistischen Spitzbüberei auf den Leim gegangen ist.“

    Aber bevor das geklärt ist, regt man sich im Schatten der Scheinbarkeit erstmal so richtig auf und versichert sich der Reflexe des eigenen ego- und bald ist ja auch EM: jedem Volk seinen Beck im Anspruch auf Realitätsverweigerung

    • Gaulands Äusserung scheint nicht, wie behauptet auf Band -
      https://twitter.com/XYEinzelfall/status/737004767189307396 – vielleicht wollte man das so hören.
      Und das da vielleicht auch, wobei, wie Hebold schreibt, das Ergebnis seiner gestellten Aufgabe ja nicht das in den Medien verbreitete gewesen wäre – hätte man die Aufgabe gelöst:
      http://wolfgang-hebold.de/dieVerheerungEuropas/tagebuch.xhtml

      Vielleicht geht das alles so aus wie das von der SZ recherchierte mit dem angeblichen Schießbefehl: http://www.sueddeutsche.de/bayern/landtagswahlen-wieso-die-afd-auch-in-bayern-zulauf-hat-1.2906410

      Aber es ist nun mal in den dicken Lettern der Schlagzeilen in unserer Welt, nicht mehr zurück zu nehmen und irgend etwas bleibt ja, wie man weiß, immer hängen.

      Heute im Wikipedia Eintrag über Ulrich Beck hab ich diesen Satz gefunden, der, übertragen auf die politische Situation das Niederschreien anderer Meinungen und das Verunglimpfen von Personen mit denselben in anderem Kontext beschreibt.
      Von erkennbarer Selbstkritik der politischen Protagonisten ganz zu schweigen:

      „Nur dort, wo Medizin gegen Medizin, Atomphysik gegen Atomphysik, Humangenetik gegen Humangenetik, Informationstechnik gegen Informationstechnik steht, kann nach außen hin übersehbar und beurteilbar werden, welche Zukunft hier in der Retorte ist.
      Die Ermöglichung von Selbstkritik in allen Formen ist nicht etwa eine Gefährdung, sondern der wahrscheinlich einzige Weg, auf dem der Irrtum, der uns sonst früher oder noch früher die Welt um die Ohren fliegen läßt, vorweg entdeckt werden könnte.“

      RIP – er fehlt.

    • ok, das ist unschön. Das gebe ich zu.

    • @ gast die Ermächtigung zur Kritik
      ist eines DER aufklärerischen Unternehmen schlechthin.

      Aber mir bleibt verschlossen, gegen wen Sie das hier ins Feld führen.
      Von Seiten der FAZ Journalisten ging es um arglistige Täuschung.
      Von Seiten der Leser sollte hängengeblieben sein, dass die FAZ längst nicht mehr ist, für was sie Jahrzehntelang stehen durfte.

      Bei mir lief das sofort als Meldung unter *zu dumm und nützlich, um wahr zu sein*.

      Mahnen Sie also an die Kritikfähigkeit all jener, die diese vermeintl.Botschaft gleich lauthals bejubelten und Fahnen mit Ewigkeitsurteilen hissten? Dann wären wir beieinander!

  64. Oh, wie schön ist Panama
    Herzliches Beileid,
    wenn für Sie und Ihresgleichen kein Bestandsschutz gilt. Für Staatsbeamte ist das anders. Sehrfrühpensionäre fahren eher Bike als Bugatti, dafür genießen die (plötzlich Gesundeten) ihren faulen Lenz, OHNE sich Sorgen wegen der klammen Sozis zu machen. Ärger mit Mietern oder Finanzamt – war da was? Hohe Mieten? Move on!

    Pathologisch unauffällig sind wir Frühchen (meistens) auch, haben wir doch (meistens) ein paar Jahre ehrliche Arbeit hinter uns. Das unterscheidet uns von Gabriel&Co, Anwaltskanzlei der Armen, Schwachen und nicht beamteten faulen Säcke. Das rote Helfersyndrom ist bei Frühpensionären unbekannt.

    Zur Anamnese Betuchter bitte ins Käfer-Zelt, oder diesen Blog lesen. Die Fotos sind zu oft unscharf – beim alten 14-45 kein Wunder, sondern Physik: Lichtstärke (Hubraum, Reichtum) ist durch nichts zu ersetzen. Image Stab. (Turbo, Sozialismus) ist weisse Salbe für Prospekte.

    • Naja, den Bestandsschutz muss man sich schon erarbeiten, aber solange die Umverteiler erster Güte vor allem Torten umerteilen, würde ich meinen, dass sie die Schwerpunkte der Arbeit falsch setzen.

  65. Euer Reichtum kotzt mich an
    mehr ist dazu nicht zu sagen

    • Doch, in solchen Aussagen baden wir.

    • Ja, Herr Nörgler,
      um die Badeentchen trockenzulegen, muß man ganz sicher anders vorgehen!

    • @DA
      Seien Sie aber vorsichtig mit dem Rausschwimmen. An Zynismus kann man, auch wenn es mancher nicht glauben mag, ersticken.

    • Baden Sie, baden Sie, DA!
      Aber nicht im Zynismus ertrinken. Wäre ja doch auch irgendwie schade. Soviel mal noch zur behaupteten Veröffentlichung aller(!) Kommentare.

  66. Gegen sich selber denken
    Lieber Don,

    kann man natürlich alles so lesen und goutieren oder nicht, passt zu Ihrem Kosmos.
    Für meinen Geschmack treten Sie ein bisschen auf der Stelle. Wenn man sich Gender und Tendenzjournalismus und Maas etc. zum Gegner wählt, hat man natürlich schnell gewonnen. Dass die anderen das nie anerkennen werden, wird Sie ja nicht überraschen.
    Aber Ihr achselzuckendes „Wir da oben – Ihr da unten (draußen)“ finde ich ein wenig fad. Ihr Gegner mag einerseits der Umverteiler sein, der das Leben auch nach der Umverteilung nicht genießen kann. Da kann man dann natürlich achselzucken.

    Aber das ganze gewerkschaftliche, linke, sozialdemokratische, lebensreformerische „Es ginge auch anders“-Spektrum hat und vor allem hatte auch die Stoßrichtung, dass man die da oben nicht an der Laterne aufhängen, sondern mit ihnen irgendwie besser zusammenleben sollte. Bloß wie geht das „Irgendwie“? Nicht wie Stegner, logo. Aber dass man nun immer nur sagt: „Ich hab’s ja und Ihr habt Pech gehabt.“? Ich finde das auch ästhetisch unbefriedigend. Mag aber natürlich mein persönliches Problem sein.

    Und bitte: Sie amüsieren sich mit dem andauernden Berlin- und Ost-Spitzen wirklich unter Wert. Man muss nicht das, was man nicht kennt und legitimerweise nicht kennen will, andauernd herablassend anrempeln.

    • Ich sage ja nicht, dass jemand das anerkennen muss. Es ist eine Einstellung in splendid Isolation, weil ich nun mal so geboren wurde und 99% der Erdbevölkerung nie so leben werden. Das sage ich ganz offen und ebenso offen trete ich dafür ein, dass es auch so bleibt – einfach, weil sich nichts verbessern würde, für niemanden, wenn es anders wäre. Hass wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Gewisse Leute bieten sich nun mal an, um sich zu amüsieren, ganz egal, ob sie es schaffen, unsereins auszulöschen, oder ob sie dauerhaft regierungsunfähg werden, wie die Maas-Nahles-Schwesig-SPD und die Göring-Eckardt-Beck-Roth-Grünen mit ihrem Langhaarzausel aus Sauerlach. Das bestimme aber nicht ich, sondern der wähler, und den unterhalte ich so, dass er sich eine Seite klar raussuchen kann. Empathie für meine Person ist mir egal.

    • Katz und Maus
      Mäuschen kommt aus dem Keller heraus,
      möchte die Treppe hinauf, nach oben,
      ob nicht auch da im winkligen haus
      etwas Leckeres aufgehoben.
      Überall gibt es ja etwas zu mausen,
      wo Menschen in ihrem Überfluss hausen.

      Wär nur die große Katze nicht,
      könnte kein König vergnügter leben.
      Immer ist sie auf Mäuse erpicht,
      und es muss doch auch Mäuse geben.
      Aber da predigt man Toren und Tauben,
      die Katzen wollen´s uns Mäusen nicht glauben.

      Gustav Falke

    • Ihre folgende Erkenntnis ist bei der Generation "no bollocks just patience" noch nicht angekommen:
      <<<….. einfach, weil sich nichts verbessern würde, für niemanden, wenn es anders wäre.<<<
      .
      Also weiter lustvoll der Ausrottung entgegen!

    • Don, Ähem....
      Was den Langhaarzausel angeht, so empfehle ich das Interview mit ihm im (ich bittte um Verzeihung) neuen Spiegel.

      ALso ein Depp scheint mir der nicht zu sein….. Ich kann es ihnen gerne als Anhang in einer mail zukommen lassen

    • Danke, ich bin uninformiert glücklich und schaue mir lieber schöne Menschen an.

  67. Was für Autos
    Mein lieber Don, auch wenn ich zur arbeitenden Bevölkerung zähle und einen Faible für altes Autoblech habe sind Ihre Artikel immer wieder ein Labsal geschickt eingesetzter deutscher Sprache, trotz der Seitenhiebe auf meine Heimat Frankfurt. Aber jetzt haben Sie mir mitten ins Autoliebhaberherz einen Traum gesetzt, Bild Nr. 6, Startnummer 345 und eine Pininfarina Karroserie und jetzt versuche ich verzeweifelt herauszufinden welche Bella macchina es ist. Können Sie mir aus meiner Not helfen?

  68. Kindergeburtstagsspiele
    @Don ( 11:19) – “Torten umverteilen” finde ich eine gute Beobachtung. Diese neuste Art des Protestes erinnert mich an SdG Kindergeburtstage der fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Da setzte man zwei junge Gäste mit zugebundenen Augen sich gegenüber und diese mussten sich dann gegenseitig mit Sahne füttern. Ich fand das schon damals ein blödes Spiel.

    • Tortenfreunde
      Falls die da ein paar Hintergründe interessiern (sollten sie), dann finden sie Details hier:

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=33587

      fängt so an:
      „Nach der Magdeburger Tortenattacke auf Sahra Wagenknecht übten sich die leitenden Funktionäre der Linkspartei schnell im Schulterschluss mit ihrer gedemütigten Fraktionsvorsitzenden. Das ist löblich. Noch löblicher wäre es jedoch, ernsthafte Konsequenzen aus diesem Vorfall zu ziehen. Der Täter und seine Hintermänner sind der Partei nämlich sehr gut bekannt und stammen aus dem Umfeld der Antideutschen, einer nach eigener Definition linken Splittergruppe, die sich im Zeichen der bedingungslosen Solidarität mit Israel und den USA vor allem als Steigbügelhalter rechter Kräfte betätigt.“

    • Ja, da hat sich die Linke was Hübsches angefüttert

  69. Baden wir?
    Klassischer Anfall von Geldspeicher-Phobie.

    • Ich sehe, wir haben die Selbe Grundlektüre!
      Relativ früh habe ich allerdings begriffen, dass man div.Bände aus Asterix und Obelix dazunehmen muss, um zu einem umfassenden Verständnis der Welt zu gelangen.
      mfG PF

  70. Bedrohungen und Feindbilder / jeder gegen jeden / aber Systemtreu
    Lieber Don, als Besitzender mit familiärer Grundausstattung gehören sie zu den Privilegierten, sei es Ihnen gegönnt. Ein wenig beschleicht mich jedoch der Verdacht das dies auch eine Einschränkung in Sachen Weitsicht sein kann.
    Klar ist, der Staat will uns enteignen, will also unser Bestes, wie macht man das am Besten, indem man Feindbilder anbietet, bei Ihnen die Berliner Genderisten die auf ihre /aller Kosten Leben und ihre ebenso eingeschränkte Sichtweise als einzig Wahre ansehen und publizieren. Ich gebe Ihnen recht das es viele geben wird die die Hängematte ausnutzen, wobei schlafen in einer Hängematte auch nicht mit Lebensqualität gleichzusetzen ist (es sei denn ich bin kriminell und habe 10000 Euro oder mehr zuhause rumliegen die mir im Falle des Falles irgendwer geschenkt hat), man schläft mehr recht als schlecht und der Satz das „die meisten Menschen nicht mehr als volle Latrinen hinterlassen“ bewahrheitet sich. Da frage ich mich manchmal nur, ob dies nur für die gilt oder das ganze nicht unabhängig davon zu sehen ist ob und in welchem Ausmaß volle Konten vorhanden sind.
    Fakt ist jedoch das auch für den Besitzenden eine gesellschaftlich stabile Basis eine Grundvoraussetzung für Lebensqualität ist. Das viele Arbeitsbereiche mit der Einführung des Euro finanziell abgewertet wurden, medizinische Hilfsheilberufe, Industriearbeit, der ganze Dienstleistungssektor, … Hier arbeiten viele die System treu sind, ihre Aufgaben erfüllen und mit die Grundlage der Gesellschaft bilden. Berufe wie Polizei gehören auch dazu. Ohne familiäre Grundausstattung sind die Personen jederzeit bedroht in die soziale „Hängematte“ abzurutschen wenn irgendetwas schief geht.
    Das gegenwärtige Problem ist doch das die Hängematte ins unendliche ausgedehnt wird ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.
    Egal ob sie hält oder nicht.

    • „dies auch eine Einschränkung in Sachen Weitsicht sein kann.“

      Kern ist, dass die SPD zu euner totalüberwachungsfreundlichen Partei geworden ist, die Sexismus in Form von Genderideologie und Rassismus in Form von einer gewissen Verachtung für ihre ehemaligen Wähler zugunsten einer funktionärskaste stolz vor sich her trägt. So kommt es dann, dass eine Partei, hinter der mal die Mehrheit stand, heute nur noch bei jedem fünften Wähler die Stimme bekommt – mit nichtwählern ein Zuspruch von 12, 13%. Eine wichtige Kraft auf dem Weg zu einer obskuren Splitterpartei, die auch nach krachenden Wahlniederlagen nicht lernt. Zuerst wählte man lieber CDU und FDP, dann lieber Piraten, jetzt lieber AfD. So ist das. Dazu dann noch TTIP als Gipfel des Ausverkaufs und Elektroautos als Geschenk für Ökomuttis zum Abholen der Kinder an der Privatschule. Und munter steigende Mieten. Und wenn wir vonm Polizei reden: Das ist einer der Berufe, bei dem ich nachvollziehen kann, warum die nach den Jahrzehnten als Sparziel heute Parteien wählen, die sie nicht verraten.

  71. Von woher haben sie was?
    @Kall Nörgeler – Natürlich baden wir in Besitz, wie in Dagobald Duck. Ich kann mich köstlich darüber amüsieren, mir vorzustellen, so ein Steuerbeamte käme bei mir zu Besuch, um zu fragen, von wo ich was her habe. “Das Bild da haben sie 1988 in Mexiko City in einer Galerie gekauft? Und sie haben keinen Beleg mehr? Das glaubt ihnen niemand. Wir sind sicher, dass ist eine Form von Geldwäsche. Das nehmen wir ihnen ab und hängen es in die SPD Zentrale.” — “Und warum haben sie so viele Fahrräder? Kein Mensch braucht das! Das Colnago da behaupten sie bei einer Tour de Namur in Belgien gewonnen zu haben? Sie, eine 67 Jahre alte Frau? Das glaubt ihnen auch niemand. Das nehmen wir auch mit. Frau Nahles braucht ein bisschen Exercise.”

  72. Titel eingeben
    „Das bestimme aber nicht ich, sondern der wähler, und den unterhalte ich so, dass er sich eine Seite klar raussuchen kann. Empathie für meine Person ist mir egal.“

    Das habe ich ja verstanden. Mitunter sind Sie etwas feinziselierter als „meine Seite – Deine Seite“ und dann lese ich Sie am liebsten.
    Aber das ist natürlich Leiden auf hohem Niveau….

  73. Zurück zum Arbeitstitel,
    mögen uns auch die bellezze Automobile aus einer Epoche, als bei den älteren Modellen der Carrozzerista noch das Blech über das vom Wagner gefertigte Skelett zu ziehen hatte, in der toskanischen Umgebung auch unsere Sinne verwirren, so sollten sie uns von der wesentlichen und nicht autorisierten Herausforderung im eigenen Geviert nicht zurückhalten.
    .
    „Eifersüchtig wachte sie über ihre Alleinherrschaft. Und nur einem ihrer Beamten lieh sie gern und häufig das Ohr, demjenigen, der ihr oft und laut männliche Selbständigkeit ihres Geistes pries und noch öfter dieselbe still zu bewundern, der den Gedanken, sie beherrschen zu wollen, gar nie zu wagen zu können schien; sie traute nur Cethegus (hier Platz für eigene Eingaben/Intuitionen:……………) Denn dieser zeigte ja nur den einen Ehrgeiz, alle Gedanken und Pläne der Königin mit eifriger Sorge durchzuführen. Nie trat er, wie Cassiodor oder gar die Häupter der gotischen Partei (hier Platz für eigene Eingaben/Intuitionen:……………), ihren Lieblingsbestrebungen entgegen; er unterstützte sie darin; er half ihr, sich mit Römern und Griechen zu umgeben…….( (hier Platz für eigene Eingaben/Intuitionen:……………) …..die alten gotischen Freunde ihres Vaters (hier Platz für eigene Eingaben/Intuitionen:……………), die im Bewußtsein ihrer Verdienste und nach der Gewohnheit, sich manches frei und derbe Wort des Tadels erlaubten, als rohe Barbaren allmählich vom Hofe zu entfernen (hier Platz für eigene Eingaben/Intuitionen:……………), die Gelder, die für Kriegsschiffe, Rosse, Ausrüstung des gotischen bestimmt waren, für Wissenschaft und Künstler oder auch für Verschönerung, Erhaltung und Sicherung Roms zu verwenden ((hier Platz für eigene Eingaben:……………), kurz, er war ihr behilflich in allem was sie ihrem Volk entfremden, ihre Regierung verhaßt und ihr Reich wehrlos machen konnte……
    .
    (aus „Ein Kampf um Rom“ von Felix Dahn, 4. Kapitel, Königsberg, Januar 1876)
    .
    Ähnlichkeiten mit heute handelnden Personen, na, Sie wissans eeh.
    .
    Sagen Sie Don, die Duftwolke an der Strecke, der sich in Ihren Klamotten festsetzte als ob Sie im Jahre 1990 auf der B 19 Richtung Eisenach hinter einer Trabbikolonne hergefahren wären, könnte das vom Rizinusöl als Kraftstoffbeigabe verursacht worden sein?

  74. @Don Alphonso
    Lieber Don, wusste ich doch das sie auf diesem Satz mit der Weitsicht reagieren.
    Stimme ihnen zu ihrer Antwort ja zu und finde vieles auch einfach nur erschreckend. Was die Entwicklung der politischen Parteien angeht so sehe ich da schon feudale Strukturen (Lernfähigkeit ist da nicht mehr vorhanden), Wähler und Bürger werden da schon lange als Die da Unten gesehen. NRW ist bestimmt ein leuchtendes Beispiel und Berlin strahlt nicht minder. Den Sexismus hinter der Genderideologie und den Rassismus sehe ich auch. Entwickeln wir uns doch zu einer Schwarz / Weiß Gesellschaft und die Idee des Multikulti passt insofern überhaupt nicht da Schattierungen nicht mehr vorkommen (werden).
    Politisch gesehen gibt es keine Opposition mehr, nur noch eine große Groko mit einem Einheitsbrei, warum wir da überhaupt noch wählen frage ich mich auch. Die AFD kann man sehen wie man will, die allergischen Reaktionen der anderen Parteien und auch der Medien in dem Versuch ihr beizukommen finde ich eher belustigend und im höchsten Maße hilflos. Politik greift in meinen Augen keine Probleme mehr auf und versucht sie abzuarbeiten, es werden ständig neue geschaffen. Gibt auch eine lustige Studie über Führungskräfte großer Firmen, am auffälligsten sind die die sich ständig bei selbst gelegten Bränden als Feuerwehr Leute präsentieren können..

    • Ein Fachmann analysiert....
      Natürlich ist das alles richtiug und schon dutzende Mal so geschrieben worden. Nur eines ist mir dabei ausnahmslos immer ein Rätsel, vielleicht könne sie mir ja dabei helfen?

      Warum vergessen Denker wie sie bei sowas immer zu erwähnen, dass die Grundvorrausetzung um sowas zu ermöchlichen, ein Volk ist, mit dem man es machen kann.

      Wissen sie warum?

    • aargh, TDV
      jetzt nennen Sie doch mal „ein Volk, daß es nicht mit sich machen läßt“. Mir ist keins bekannt (die Franzosen und Griechen gehen mehr auf die Straße, aber ihre Obrigkeit wird dadurch auch nicht mehr tangiert wie unsere).
      Isländer zählen nicht, die sind zu abgelegen. Schweizer auch nicht, deren Land ist als Bank gesichert. Engländer sind eine Minderheit im eigenen Land und deren Votum wird nicht gehört werden.
      Kurz, Ihr Herumreiten auf den „dummen Wählern“ ist so geistreich wie „die Armut kommt von der Poverté“.
      Das Volk ist machttechnisch uninteressant, solange es mit Brot und Spielen ruhiggestellt wird. Wenn es aufwacht, braucht es Richtungsgeber. Solange man die in alle Richtungen aufstellt, und ihnen die Finanzierung klemmt, passiert garnix.

  75. "Ach was"
    Sehr geehrter Don Alphonso,

    Bei dem Törtchendilemma sprang mir das Marie Antoinette zugeschriebenes Zitat „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“ ins Gesicht. Auch wenn hier quasi die Revoluzzer ihre Kinder fressen. Hoffen wir nicht auf ein Omen…

    Schön ist auch Ihre Replik zum BGE. Faktisch bedienen Sie sich aber einem BGEfgbE – dem BGE für gut betuchte Erben. Leistungslos genießen Sie die Früchte der Leistungen früherer Arbeiter, welche als Unternehmerrendite von diesen fleissigen Geschöpfen abgeschöpft wurde – scheinbar sind sie wohl auch namentlich dafür da…

    Soeben sehe ich das auch Zockerjoe mit dem tollen Wort „Vererbungssozialismus“ auf das Thema anspielte, wollten Sie nicht antworten?

    Aber der neue Kapital-Kommunismus (Verluste sozialisieren und Gewinne privatisieren) wird noch alle Ökonomen und solche die es werden wollen die Stirnadern zum platzen bringen.Wie soll denn Fehlverhalten geahndet werden, wenn es geadelt wird.

    Was halten Sie eigentlich von Goodnights These der Staat hätte nach seinem einspringen (und faktischen Verluste solidarisieren) nun Anspruch auf das Vermögen der unmittelbar und mittelbar Geretteten? Wollen wir doch nicht solche Kommunistische Tendenzen einfahren lassen wo doch der freie Markt Fehlhandlungen abzustrafen hat – hoppla!

    Nun, aber die Fotos sind schön, wenn scheinbar auch aus der Fußgängerzone gemacht – muss ich mir jetzt Sorgen um Ihr BGE machen?

    Gruss Moralkapitalist

    • Ach tatsächlich? Unternehmerrendite als Frucht fleissiger Arbeiter?
      Keine Ahnung, woher der Don sein Vermögen hat. Aber die meisten deutschen vererbten Vermögen in der Preisklasse zwischen 1 und 10 Millionen Euro entstammen dem Handwerk (im weitesten Sinne, Bäcker und Metzger eingeschlossen). Und kamen über 7 mal 12 bis 14 Stunden tage plus Konsum- und Urlaubsverzicht zustande. Unvorstellbar, nicht?

      Was die Unternehmensrendite angeht … Wissen Sie, wenn das SOOOO einfach ist – warum machen dann nicht einfach ein paar Millionen Deutsche ein Unternehmen auf und geniessen faul die Unternehmensrendite ihrer fleissigen Arbeiter? Genau – es sind eben nicht die Arbeiter, die den Unterschied ausmachen. Sondern die Unternehmer.

      Ich bin selbst völlig vermögenslos. Aber die leichtfertigen Erzählungen derjenigen, die nicht mal wüssten, wie man ein Handwerk oder ein Unternehmen aufbaut oder rentabel macht, die waren schon immer albern. Beleg? Nun, wenn es so einfach wäre – siehe oben …

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Titel eingeben
      @Moralkapitalist: Ich kann mich bei vielem ThorHa anschließen, bei einem gebe ich Ihnen aber Recht: Sie fragen, warum denn der Staat nicht Anspruch auf das Vermögen der Geretteten haben solle. Das ist so ein Ding, was ich auch nicht verstehe: warum hat sich der Staat nicht schlicht Aktien geben lassen für seine Hilfe? Kapitalerhöhung, gut ist? Bei der CoBa hat das geklappt und wird wohl irgendwann auch ein hübsches Sümmchen ergeben.
      Klar, man kann sinnieren ob das verdeckte Beihilfen wären, oder eine Enteignung der anderen Aktionäre (wg. Kapitalerhöhung) oder von den Satzungen nicht gedeckt. Aber das wären alles Dinge gewesen, die sich hätten regeln lassen, und allemal besser als das Geld einfach zu verteilen. Die US Regierung hat das m.w. auch bei einem Versicherer gemacht und ist damit ebenfalls finanziell nicht schlecht gefahren.

  76. Chapeaux!
    Der Don. Wie immer glasklar auf den Punkt, merci dafür und immer genug Benzin im Tank…

  77. Entmenschlichung, Ästhetisierung und Rohheit
    „Herablassung ist die einzige Sprache, die diese Leute wirklich nicht verstehen. Man muss dafür sorgen, dass sie sich dumm und ausgeschossen fühlen.“ Warum?

  78. rich and poor
    Von mir aus kann jede/r so reich sein, wie er/sie ist. Selbst komme ich auch nicht auf der Brennsuppn dahergeschwommen, bin aber gut geerdet.Wenn man mal Superreiche kennengelernt hat,die es dadurch wurden, weil sie Tüftler waren und später in der Schweiz leben und jedes Essen auspendeln, um zu eruieren, ob es nun gegessen werden soll, oder nicht…

    Da fahr ich doch lieber auf meinem Aufsitzmäher, pflanze mein eigenes Gemüse und backe eine giftgrüne Waldmeister – Maitorte, ohne die Grünen
    zu wählen.

    Zu Grün: Vor Jahren zeigte mir eine Frau ihr hässliches, smaragdgrünes Armband: hier, 30000 DM, das FA weiß nichts davon.Von mir aus, ich hätte es nicht gewollt.

    Ich finde Modeschmuck viel peppiger und freue mich, dass ich im Louvre noch einen Druck von Egon Schiele, nicht das Übliche, erwischt habe. Der sieht mit schönem Rahmen gut aus.Dafür weise ich alle Offerten für mein selbst erarbeitetes Liebhaberteil ab und verweise auf meine Kinder, die oft geholfen haben.Von nix kam nix, jedenfalls früher.

    Ganz furchtbar finde ich, wenn Reiche auch noch geizig sind und alles billig haben wollen:Gärtner, Putzfrau und Handwerker etc. Von einem renommierten 5*- Hotel höre ich, dass fast kein Trinkgeld mehr gegeben wird wegen Kartenzahlung.Besonders den jungen Reichen kommt es wohl nicht mehr in den Sinn, das Tip als Bargeld beizulegen, wie die Eltern es tun.Da gibt es schon Schnösel und Schnöselinnen.

    Das Ansinnen der Sozen ist falsch, weil es die Falschen trifft, nur in Schland.Es ist doch ein Trauerspiel, dass es innerhalb der EU Steueroasen gibt für gewisse Konzerne. Einer ist dem Andern sein Deibel, nichts zu sehen von Gemeinschaft.

    Deutschland ist ein armes Land mit vielen Reichen, das ist wohl so.Wenn allerdings immer noch mehr Arme hinzukommen, kann es keine Besserung geben.Und was man so liest über Jobcenter, möchte ich nicht erleben. Mich wundert eigentlich diese Ruhe noch im Land bei all der Arroganz der Mächtigen.

  79. FAZ und Don Aplhonso treten teils auf der Stelle, beharren in Uneinsichtigkeit, die Zeit zieht
    gleich der Straße den bunt ruhenden Oldtimern unter den Rädern hin, schönes Alteisen erfreut in stiller Bewegtheit.

    Man schreibe aber doch auch die neuen, jüngeren, lebendigeren Texte, die von sich wissen und wüssten, eine Weg voraus wollten und wiesen:

    „hans sahl 1016 – in memoriam bob dylan“

    our toes too numb to step,
    into our own parade,
    no silents to fade away …

    fragt die toten münder aus

    zu trödlern des unbegreiflichen geworden
    bewahren stichworte unsere agonie.
    wäscherechnungen
    verschollener italien
    unter denkmalschutz,
    das schlechte gewissen der zukunft
    tragen wir relequien
    das glas
    verschollener forschungsinstitute,
    die splitterbücher
    in die digitalkästen gelöschter
    zuständigkeit,
    bewerbt euch
    mehr
    um uns
    für keine
    antwort.

  80. Die Autos sind ein Genuss.
    Lieber DA,
    und ihr Blog ebenso. Ich wuerde mir mit ihnen und den meisten Foristen wuenschen, dass uns und ihnen die DDR 2.0 erspart wird. Nur wundere ich mich, weshalb sie vor ein paar Tagen auf einen Kommentar damit antworteten, dass ihre Praeferenz bei der US Praesidentenwahl Sanders vor Clinton und Trump ist. Sie sagten dass Sanders „Fortschritt“ ist waehrend Trump „Rueckschritt“ ist. Das sehe ich zwar auch so, nur waere meine Wahl anders als ihre, da der „Fortschritt“ unweigerlich in eine Endstation „Real-existierender Sozialismus“ fuehrt wie man es zur Zeit wieder am Beispiel Venezuela live beobachten kann. Trump’s „Rueckschritt“ hingegen ist der einzige Weg der dies und damit auch die von ihnen befuerchtete Ausrottung verhindern koennte. Seine Prioritaet ist es die fundamentalen Interessen seiner Nation und ihrer Buerger ueber die Interessen der Globalisierung zu stellen. In Deutschland wird das genaue Gegenteil praktiziert, komme was wolle. Und was kommen wird beschreiben sie doch sehr schoen.

    • Ich kann da eh nichts eintscheiden. Aber ich sehe nicht, wie Trump die Freiheit und das Wesen der Welt verbessern könnte. Sanders ist sicher nicht odeal, aber man kann es sich nicht immer raussuchen.

  81. Klientelpolitik wie bei der FDP
    Nicht nur E-Autos, die noch nix taugen….und nun macht man noch den Milchbauern Geschenke, obwohl seit langem die Milchquote weg ist und einfach zuviel Milch im Markt ist. Der Verband fordert gar Geld fürs Nicht-Melken. Privilegiert sind die Bauern ohnehin durch die Solar- und und Biogasstromerzeugung, gehören zu den goßen Energieerzeugern hierzulande, was ja nun gewollt ist. Aber die Kühe müssen dann halt zur Schlachtbank – ist auch besser wegen weniger Methangasausstoß. Die Geflügelpreise sind an der Börse in Holland auch im Ar… bzw. unter Null€, ebenfalls durch Überproduktion und Wegfall ausländischer, insbesondere afrikanischer Märkte. Und die Fäkalien für die Biogasanlagen kommen als Restmasse schön auf die dt. Äcker, wobei Niedersachsen jetzt schon in Nitraten ersäuft. Aber Premium-Schweinefleich für 3,98€/Kilo, das ist gut. Alles von Brüssel gefördert. Wer braucht dieses System noch?

  82. "Wir sind nicht schlecht oder böse, die Welt ist halt so ..."
    Was für ein Rundumschlag, Don Alphonso.

    „Ich finde die klassenkämpferische Haltung in einem Vollversorgungsstaat wie dem deutschen nur lächerlich und schreibe das auch. Solange diese peinlichen Winsler immer noch eine 1-Zimmer-Wohnung im Wedding bewohnen können, haben sie dankbar zu sein, dass es nicht schlimmer ist.“

    Ist die Panik wirklich schon so groß, daß Sie das Schicksal bemühen müssen, um Reichtum rechtfertigen zu können? Haben Sie etwa Zweifel am ererbten Luxusleben? Angst vor neokommunistischen Nachfolgeasozialen und arbeitsscheuen Linksaktivisten, die eigentlich nach Wismar gehören? Eigentlich vermißte ich nur noch Leibeigenschaft und Sklaverei sowie die Renaissance des Adels.

    Die Welt ist halt so? Wer oder was soll das denn sein, die Welt? Auf welche Stufe begeben Sie sich da nur? Was Sie da schreiben, ist zwar das Prinzip der Natur, fressen und gefressen werden, Auslese der natürlich primitiven Art, aber wollen Sie wirklich so weit zurück? Zurück auf die Stufe des Einzellers? Mit Zynismus ist das nicht mehr zu erklären.

    Die Welt, die halt so ist, das sind wir alle. Und solange die Gnade der Geburt, das Hineingeborenwerden in ein Land, in eine Klasse oder Schicht; Klassen, Schichten oder andere außerhalb der persönlichen Leistung und objektivierten Leistungsfähigkeit liegenden Gründe dazu führen, daß Ungleichheit im Sinne von derart gestalteter Ungerechtigkeit herrscht, so lange wird das Hauen und Stechen nicht enden. Daher hat ja auch der Kapitalismus auf Dauer keine Chance. Denn er basiert auf der Lüge der Gleichheit, der Chancengleichheit. Die aber endet mit der Geburt.

    Sorry, aber was Sie hier geschrieben haben, sind keine wirklich ernstzunehmenden Argumente oder Aussagen. Aber vielleicht impliziert das ja auch der Titel: Lustvoll der Ausrottung entgegen. Denn das wird dann wohl, abseits jeder Bremse, das Ergebnis sein. Wenn elitäre Minderheiten ihre Macht zu lange mißbrauchen, werden weniger elitäre Mehrheiten ihnen das eines Tages vergelten.

    Ja, die Welt ist halt so. Schon viel zu lange. Aber das muß ja nicht so bleiben, nur weil es einigen so gefällt.

    • Ich sage anderen gern, wie sie einzuordnen sind und wo ihr Platz ist. mir konnte noch keiner erklären, was an Leibeigenschaft so schlecht war und warum es heute anders sein sollte.

    • Die Geschichte der Leibeigenschaft, Don Alphonso,
      die auch nur, so wie heute der Neoliberalismus, eine Geschichte der Unterdrückung, (Selbst-) Ausbeutung und Umverteilung war, setze ich einfach mal als bekannt und unstreitig voraus. Wenn Sie Leibeigenschaft tatsächlich nicht für schlecht halten, steht das aber im Gegensatz zu fast allem, was Sie hier schreiben. Insbesondere was Demokratie, Gewaltenteilung, Parteien, Medien und Freiheit im Allgemeinen sowie Speziellen usw. betrifft, müßten Ihre Beiträge dann wohl unter einem ganz anderen Aspekt beurteilt werden.

      Angesichts dessen, daß Sie anderen gerne sagen, wie sie einzuordnen sind und wo ihr Platz ist, stellt sich mir dann eigentlich nur noch eine Frage: Wie denken Sie eigentlich über die, die Ihnen hier auf Ihre Beiträge antworten?


    • Daher hat ja auch der Kapitalismus auf Dauer keine Chance. Denn er basiert auf der Lüge der Gleichheit, der Chancengleichheit.
      Wie?? Ich dachte, der Kapitalismus basiert auf schaffe, schaffe, Häusle bauen, und dann als Urenkel eine Firma aufmachen?! Aber doch nicht auf sowas Abwegigem wie Gleichheit – natürlich muß Ungleichheit sein, sonst gibt es ja auch keine Käufer und Verkäufer?!

    • Hab´ich es falsch verstanden ?
      Notez bien, Don gibt hier den vermögenden Bourgeois aus einer privilegierten Region mit einem gewissen eskapistischen und lehrreichen Hang zu Italien (per manifestare le differenze politici e mentalità fra di nostre nazione). Er sagt es laut und deutlich, er sei eine Kunstfigur und seine Schreibe ist sein Stilmittel. Das ist auch der Grund, warum sich hier die meisten Leser beständig auf die Schenkel schlagen, bisweilen Tränen lachen. Ich wüßte jetzt keinen Blog, in dem ich mich wohler fühlen würde und wie deutlich erkennbar, geht es vielen so.
      .
      gradevole giornata

    • Titel eingeben
      Tja, colorcraze, falsch gedacht.

    • Hab´ich es falsch verstanden ?
      Die Frage stell ich mir ja gerade, Déjà de l´autre coté…

      Mit Stilmittel kann die aber nicht beantwortet werden, dazu sind die Beiträge zu mehrdeutig. Es sei denn, Ironie, Sarkasmus und Zynismus würden bewußt in alle Richtungen verteilt. Das aber grenzte dann wohl schon an Nihilismus. Daß der Blog mir dennoch auch gefällt, auch wegen der Lesermeinungen und des liberalen Umgangs damit, ergibt sich schlicht daraus, daß auch ich mich hier mit meiner … Meinung einbringe.

  83. "Weil es geht. Weil wir privilegiert sind und über das eigene Leben bestimmen"
    Das ist für KGE, Roth, Stegner & Co. natürlich der Albtraum, dem sich aber beikommen lässt. Die Zauberworte heißen: Solidarität und Regulierung.

    So kann zB der Spritverbauch von Oldtimern reguliert werden im Interesse der Umwelt. Und schon wars das mit der Ralleyteilnahme.

    Und es können sog, Refugees solidarisch einquartiert werden in eines der Domizile in der I-Stadt oder der Hausherr muss halt 25.000 Euro zahlen.

    Oder irgendeinen Nazivorwurf (Applaus von der falschen Seite) oder, wenn es nicht hilft, Tortenwurf am Tegernsee (aber mit einer billigen Industrietorte).

    • Es kann aber auch sein, dass manche dann rebellisch werden und sich daran erinnern, dass alle Gewalt vom volke ausgeht. Oder so. Ich glaube, an der Stelle wurde inzwischen genug gezündelt.

  84. So ist es eben
    Der Autor beschreibt gesellschaftliche Zustände und sagt „So ist es eben.“ Aber „so ist es eben“ kann man nur über Naturgesetze sagen. Gesellschaftliche Umstände sind die Summe des Handelns und der Entscheidungen aller Individuen. Es gibt keine Situation per se im Sinne einer Naturgesetzlichkeit.

    • Sie können eine Oberschicht abschaffen und erhalten dann eine andere, die sie nicht mit dieser ehrlichkeit behandelt. Wenn ich still wäre, würde es keinen stören.


    • Aber die Summe allen Handelns und aller Entscheidungen ergibt halt das historisch Erreichte.
      Ständig fließt die Gegenwart in die Vergangenheit, und für die Zukunft braucht es Deals, die eingelöst werden.
      Da steht man dann schon immer vor einer Situation.

  85. Nach Köln und anderswo an Silvester jetzt also Darmstadt
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/uebergriffe-auf-schlossgartenfest-in-darmstadt-14260871.html
    Bisher 18 Anzeigen – es scheint, als wäre man als Frau in Deutschland vollkommen alleine gelassen.
    Da geht was gehörig schief – und scheint nicht aufzuhalten.

  86. Der Mann richtet sich selbst
    „Es gbt auf dieser Welt für manche einen Platz im Büro, für andere auf dem Migrationsschiff.“

  87. Turbulenzen der Geschichte
    Don Alphonso,

    Sie sind offenbar ein Kulturbourgeois im besten Sinne, vielseitig gebildet, genussfreudig, privilegien-„bewusst“, nebenbei galant. Sich selbst bzw. die eigene Klasse als „Notwendigkeit des Schicksals“ zu bezeichnen, zeugt von außerordentlichem Selbstbewusstsein, wobei ich mich allerdings frage, wieso Sie sich ihrer Geschichte so sicher sind.

    Ist Ihnen noch nicht in den Sinn gekommen, dass die 1%, zu denen sie ohne Zweifel gehören, auch nur von den systemischen „Brosamen“ leben, die ihnen die reichsten 0,1% lassen? Das scheint mir die Ebene zu sein, auf der sich wahre Schicksalsmacht anhäuft. Es gibt noch ein weiteres Oben über dem Oben. Vielleicht wird sich ja eines Tages der Tegernsee mit Berlin im Kampf gegen diese global agierende Superklasse verbünden müssen.

    • Sichsr ist natürlich gar nichts, aber wen ich heute demütige, der hat vorab schon mal was abbekommen.

  88. Aha:
    Reichtum überdauert:
    http://orf.at/stories/2342118/2342111/
    Diese Untersuchung passt m.E. gut zum Thema.

  89. Zu viel Aufgeregtheit hier
    Der eine hat’s der Andere nicht alle wollen’s und so mancher verliert’s
    Aber mit Kapitalismus hat das hier in D noch nie was zu tun
    gehabt.
    Das Gerede von der Umverteilung von unten nach oben ist
    Ein totaler BLÖDSINN
    Jeder Arbeitnehmer der in D ein durchschnittliches Einkommen
    bezieht zahlt mehr an Steuern und Sozialabgaben als er
    selber ausgezahlt bekommt.
    ( In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal darauf
    hinweisen : Die Sozialversicherungsbeiträge die die AG
    abführen gehören dazu zu diesen Abgaben denn auch diese
    muß man als AN miterwirtschaften )
    Da freut sich der Berufspolitiker so viel Geld um gutes zu tun
    oder halt blödsinn anzustellen.
    Und genau an diesem Punkt trifft es sich wieder.
    Auf der einen Seite armer Mieter !
    Weil den sozialen Wohnungsbau brauchten wir ja nicht mehr?
    Auf der anderen Seite Wohlhabende Vermieter!
    Weil intelligent investiert und von den Fehlern der Politprofis
    profitiert.
    Und jetzt wollen sie noch mehr Steuern und Abgaben.
    Das hier ist nach meiner Rechnung nichts anderes als
    Entschuldigt Bitte… EIN SCHEISS KOMMUNISMUS

    • Wohnungsbau
      [Ich gebe unumwunden zu; das hier ist OT!]

      Manchmal bin ich, und noch immer, verwundert, wie leicht sich die Leute über den Tisch ziehen lassen. Im ersten Artikel des Mutterschiffes geht es um den Dieselmotor als Dreckschleuder. Und fast alle Kommentatoren fallen auf den Trick rein.
      Jeder ‚richtige‘, professionelle Motor (ausser bei Rennmaschinen) ist Diesel. Noch hat mir niemand erklären können, aus welcher elementaren Logik heraus das was vom Lieferauto aufwärts alternativlos ist, eine Klasse darunter genauso alternativlos schlecht sein kann.

      Beim Thema Wohnungsbau ist es nicht anders. Da werden Bauvorschriften laufend geändert, so dass immer weniger Wohnraum für immer mehr Geld herauskommt, in allen Details, von der Abwasseranlage bis zum Verkleben von Fassaden mit Sondermüll.
      Spannend daran ist nur, dass die Mehrheit das alles ganz geil findet, weil ‚ökologisch‘, und insbesondere ‚modern‘.
      Viele schreien geradezu danach, noch umweltfreundlicher, noch moderner, noch sicherer, noch komfortabler zu bauen.
      Die elementare Frage, die man eigentlich jedem Sekundarstufenschüler zutrauen sollte, wird jedoch kaum gestellt: Welche Konsequenzen hat das auf den Gestehungspreis und damit auf den Mietpreis?
      Dabei ist das Ganze doch nur installiert, um Wachstum zu generieren, ABM sozusagen, und bezahlen tut es der kleine Mann, der Mieter. Und bezahlt das alles auch noch gerne (siehe oben).

      Und damit bin ich wieder ‚on topic‘, der Lustwindungen auf dem Weg in den Abgrund.

  90. Parallele Welten
    So fern und doch so nah

    Die Anzahl der anti-AFD Artikel auf Seite 1 der FAZ nähert sich bedenklich der Anzahl der pro-Honnecker Artikel in der Endphase der DDR auf Seite 1 im Neuen Deutschland an!

  91. Mir fällt dazu ein Artikel in der FAZ ein
    über den französischen Wirtschaftsminister Emmanuel Macron „Wirtschaftsminister muss Reichen-Steuer nachzahlen“. Nach dieser BILD-Überschrift steht im Kleingedruckten, dass eine bislang auf 1,2 Millionen Euro geschätzte Immobilie von Macrons Frau inzwischen mit 1,4 Millionen Euro veranschlagt wird. Die Reichensteuer Impôt sur la fortune (ISF) greift ab 1,3 Millionen Euro. Als Tiger gestartet, als Bettvorleger geendet, kann man da nur sagen.
    Und die Zielrichtung ist vermutlich die gleiche wie beim Wikipedia-Artikel zu Macron, in dem im ersten Satz außer seinem Ministeramt stand „…Millionär und ehemaliger Investmentbanker bei der Pariser Rothschild-Bank“. Auf meine Intervention mit dem Argument, dass der Millionär auch bei Lafontaine nichts steht, wurde es dann gestrichen.
    Apropos Wikipedia: Zumindest der deutsche Ableger scheint komplett von Putintrollen beherrscht zu sein, eventuell gestützt von Altlinken; man muss sich nur mal die Artikel zum Ende Jugoslawiens, Hufeisenplan und Kosovokrieg ansehen, es gibt auch einen zu „Farbrevolutionen“. Und die Artikel zu George Orwell und seinem Roman 1984 sind fast komplett vom Bezug zum Sowjetsystem entkernt und dafür mit angeblichen zu einer Rede von Roosevelt oder einem britischen Ministerium angereichert.
    Wäre das nicht auch mal ein spannendes Thema, Don Alphonso?

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