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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Schöne Strafzinsen für die Grube bei der Bauernbank

| 201 Lesermeinungen

Oh mei. Oiso nah.

Ist mir das alles peinlich.

Es fängt schon damit an, dass fremde Leute doch tatsächlich “Raiffeisenbank“ schreiben, wenn sie über hier jüngst eingeführte Strafzinsen für das Tagesgeld berichten. Raiffeisenbank in Gmund am Tegernsee, da, wo ich eine FAZ-Aussenstelle für Reichtum, gutes Leben und Torten mit Almblick betreibe. Es gibt hier keine Raiffeisenbank, Das sagt hier niemand. Wer dort Geld liegen hat, sagt natürlich “Bauernbank“. Bei Bauernbank weiss hier jeder, was gemeint ist. Da, wo die Bauern ihre Genossenschaft haben.

bauaa

Und dann wird auch noch von Tagesgeldkonto geschrieben. Tagesgeldkonto gibt es hier bei uns natürlich auch nicht, weil wo kämen wir denn da hin. Das ist die Gruabm, oder auf Hochdeutsch die Grube.

Mit der Gruabm hat es folgende Bewandtnis auf sich: Wenn bessere Kinder überzogene Wünsche vortragen, so antworten die Eltern meist “Jo du Drietschahl moansd I hau mas Mei ans Discheck hi schau dassd nauskimst“, zu Deutsch: “Junge Dame, bitte haben Sie Verständnis, dass Ihre armen Eltern aufgrund sonstiger Verpflichtungen nur unter grössten Entbehrung Ihren Wünschen entsprechen könnten, weshalb wir Sie ersuchen möchten, uns ein wenig diskreten Freiraum für weitere Überlegungen Ihrer Abgabe an ein Waisenhaus zu schenken.“ Der andere, seltenere Spruch geht so: “Jo moansd Du mia homma Gruabm mim Göid?“, wobei dieser Satz die Frage aufwirft, ob die Familie unterhalb des Plumpsklosetts einfach nur mit der Schaufel hinein stechen müsste, um das Geld dortselbst zu fördern. Das Risiko bei dieser Frage ist, dass ein Kind “Jo freile bei da Bauanbank“ antwortet, was nämlich nicht selten stimmt: Bewegliches Geld für Geschäfte liegt bei besseren Familien irgendwo, aber die Reserven für schlechtere Zeiten werden gern den bombensicher haftenden Bauernbanken anvertraut.

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Glücklicherweise ist es jedoch so, dass Kinder dieses System im ganzen Umfang erst begreifen, wenn sie selbst Kinder haben und genötigt sind, denen selbst Mores beizubringen. Es gibt also beständig, seit langem, eigentlich überall bei uns die Neigung, so eine Grube bei der Bauernbank zu haben, und da machte es überhaupt nichts aus, wenn der Zins niedrig war: Hätte man schnell mal den ein oder anderen grösseren Betrag dringend gebraucht, hätte man ihn dort geholt. Meistens geht das bei meinen Mitmenschen hier anders herum, und die Beträge kommen eher herein. Die legt man irgendwohin, wo man nicht nachdenken muss. Und deshalb werden die Gruben grösser und grösser und belasten nunmehr unsere Bauernbank.

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Wobei es da ja um läppische Summen geht. Diese Wiese zum Beispiel ist diejenige, auf die ich von meiner Terrasse aus schaue. Sie gehört einem alten Mann, der in einem Rollstuhl sitzt. Momentan ist sie an einen Bauern verpachtet, und vielleicht, wenn der Bürgermeister es schafft, sie aus dem Flächenschutzprogramm zu nehmen, wird das einmal Baugrund. Dann sind das Abermillionen. Das ist aber dem Mann im Rollstuhl egal, und den Kühen ist es auch lieber so. Kann sein, dass sich einige Erben einmal ärgern, wenn es kein Baugrund wird. Aber wer ernsthaft meint, die paar hunderttausend Euro, die pro Anleger strafbezinst werden, spielten da eine grössere Rolle – der kennt die Bauernbankanlegerbauerndörfer hier nicht.

bauad

Da sind nämlich wirklich grosse, alte Höfe. Der Tourist sieht nur Wiesen und Bäume und macht sich keinen Eindruck vom Vermögen, das hier im Grund und Boden steckt. Wer hier einmal mit einem Waldbauern durch seinen Forst gegangen ist und gehört hat, was hier für Werte in den Himmel wachsen, was hier Generationen lang aufgebaut wurde, der kann sich über den Gehauf in den deutschen Medien wegen der paar Gruabm bei der Bauernbank nur wundern. Die wahre Rendite ist dunkelgrün, 30 Meter hoch und braucht Jahrzehnte, um realisiert werden zu können. Die Gruabm haben bei Bauern nichts mit Reichtum zu tun, das ist nur ein Teil der Sicherheit.

bauae

Deshalb merkt man hier auch gar nichts von der Aufregung. Es ist schon nett, in einer Gemeinde zu leben, wo die Bauern zu viel Geld in der Gruabm haben, aber das ist halt so und hat auch damit zu tun, dass man hier nur sehr selten bauen darf. Baugenehmigungen sind kaum zu bekommen, wir leben mitten im Landschaftsschutz, und während woanders die Gruabm spätestens geleert wird, wenn die Kinder heiraten, werden hier nur ehemalige Gesindehäuser aufgestockt. Wer sein Geld nicht weltweit verbreiten will, geht halt zur Bauernbank. Und wer zur Bauernbank geht, hat sonst keine hohen Ansprüche an materielle Güter. Es gibt bei uns Bauern, die sich alles mögliche leisten könnten. Trotzdem bekommt das dritte Kind auch noch den Bulldog vom ersten, und die Mädchen stricken im Winter Mützen für den Hofladen.

bauaj

Das weiss man alles nicht, wenn man hier nicht lebt. Das verstehen Wirtschaftsseiten nicht, weil für sie das Vermögen nur dort ist, wo das Konto ist, und nicht im Wissen, dass es mit der Familie weiter geht und dass es vielen reicht, wenn sie am Abend auf der Bank vor dem Haus in der Sonne sitzen, und der Enkel neben ihnen spielt. Wer hier nicht lebt, glaubt an die Mär vom Tegernseemillionär und macht vielleicht Bilder von der AAA-Lage St. Quirin, die auch zu Gmund gehört und Leute beheimatet, die man superreich nennt. Die Bauern wohnen oberhalb, versteckt zwischen Wiesen und Baumreihen, und es macht ihnen nichts aus, wenn die Genossenschaft, bei der sie selbst Teilhaber sind, darauf achtet, dass die Bücher sauber bleiben. Die Gruabm will man nicht bei einer Bank, die in London zockt. Unsere Bauernbank macht sich noch Gedanken um ein paar hundert Euro bei 100.000 Einlage. Das ist in meinen Augen die gute Nachricht hinter der Geschichte. Anleger haften für Verluste. Und da wird auch auf Reiche keine Rücksicht genommen. Man schaut hier noch auf Heller und Pfennig. Bauernbank halt.

bauag

Wer das nicht will, kann ja woanders hin gehen. Auf den Lüftlmalereien wird noch gesoffen, gekartelt und gehurt, da geht das Geld noch dahin und das Tal ist voller Legenden über verzockte Höfe. Die Realität ist längst eine andere: Erst im letzten Winter haben die Staatsanwälte hinten in Rottach ein Anwesen ausgenommen, weil da ein betrügerischer Anlageberater das Geld seiner Kunden mit Autorennen durchgebracht hat. Oberhalb des Sees geht es ruhig zu, man denkt nicht in Jahren, sondern sehr viel weiter, wie es eben so ist, wenn man nicht ein Mensch ist, sondern Teil einer Geschichte, die aus bitterster Not und Armut kommt und heute, weil man Glück hatte und das nahe München so reich ist, eine Gruabm bei der Bauernbank hat. Und ein Hoftor voller Schilder. Und einen Anteil an der Käsereigenossenschaft des Tegernseer Tales.

bauah

Das sind die grossen Geschichten, die hier das Leben bestimmen. Strafzins mag den Anleger in Hamburg schrecken, und die überflüssigen Millionen werden den Ruf der Gemeinde mehren, aber so ist das hier nicht. Es ist ein Fragment eines Daseins, das man nicht versteht, wenn man nicht das Ganze kennt. Es ist ein mikroökonomisches Warnsignal in einem davon weitgehend entkoppelten, makroökonomischen System, in dem es Dinge gibt, die man bewerten kann, und andere, die sich entziehen. Ich habe davon ein ganz kleines Eckerl am äussersten Rand so einer Wiese, die nicht mir gehört – aber ich kann sie anschauen, und ich, wir alle, wir profitieren davon, egal wie reich wir laut Gruabmstand angeblich sind.

bauai

Heute Nacht waren die Sternschnuppen da. Aber was an so einem diamantfunkelnden Sternenzelt dran ist, verstehen jene nicht, die nur schnell ein Bild der Bauernbank, vom See, oder der Gemeinde aus dem Internet herunter laden und in ihren alarmistischen Beitrag bauen.

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201 Lesermeinungen

  1. Alternative Anlageformen
    Jo mei, noch gibt’s die Kreisspasskasse. Muss halt mancher Fussballfunktionär sein Festgeld-Konto verschieben. In der Schweiz war das ja sowieso nie. Dort ist’s ja noch lustiger mit den Negativzinsen. Dass die Lebensversicherer allerdings solche Negativzins-Anleihen schon länger halten, ist dem Lebensversicherungspoliceninhaber ja gar nicht bewusst. Es stellt sich nur die Frage, wieso rationale Menschen sich auf solche „Deals“ mit Negativzinsen bewusst einlassen – ok, Bequemlichkeit darf man nicht unterschätzen.
    Aber solange es Käse von der Käsereigenossenschaft und günstig Holz und Wälder gibt, ist das alles noch nicht so schlimm.

    • Die Kreissparkasse hat gerade übelste Skandale hinter sich und einen miesen Ruf.

    • SSP
      Ich bin bei der Stadtsparkasse. Muss ich mich fürchten?

      Ich fürchte mich jetzt mal, sicherheitshalber.

    • Kaum. Wenn es nicht zu viel Tagesgeld ist.

    • Lebensversicherungspoliceninhaber
      Lebensversicherungen müssen qua Gesetz („Verordnung über die Anlage des gebundenen Vermögens von Versicherungsunternehmen“) einen bestimmten Teil des eingenommenen Gelds in Staatsanleihen investieren.Zusammen mit der Niedrigzinspolitik von Goldman-Sachs-EZB-Draghi führt das dazu, dass der Staat sich praktisch 100 %ig drauf verlassen kann, dass er seine mit Minuszinsen ausgestatteten Staatsanleihen loskriegt. Klar, er hat die Versicherer ja gesetzlich dazu gezwungen… und den Rest der Staatsanleihen kauft dann später die EZB auf, um angeblich Geld in den Markt zu pumpen.

      Der eigentliche Zweck der Niedrigzinspolitik der EZB – nämlich den Kreditmarkt anzukurbeln – kann dagegen nicht erfüllt werden, da der Gesetzgeber durch die Einführung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie und von „Basel III“ die Kriterien für die Vergabe von Krediten dramatisch verschärft hat. An die Verbraucher und die Unternehmer aus der Realwirtschaft (also jene paar Hansl, die tatsächlich noch Produkte erzeugen und eben nicht nur Geld hin und herschieben, „was mit Medien“ machen, nutzlose Beratungsdienstleistungen verkaufen oder die Staatsverwaltung weiter aufblähen um noch der letzten Minderheit „Gleichberechtigung“ zu verschaffen) werden deswegen eher weniger als mehr Kredite ausgegeben. Wirtschaftswachstum kann mit dieser Politik nicht entstehen, stattdessen werden Blasen im Anlagemarkt erzeugt.

      Wenn man nicht wüsste, dass die Situation durch Dummheit und Ahnungslosigkeit (Politik) sowie Gier (Goldman-Sachs und Konsorten) entstanden ist, könnte man meinen, das sei eine Verschwörung zulasten der Sparer, Unternehmer und Versicherungsnehmer, zugunsten von quasi-pleitegegangenen Staaten und Spekulanten…

    • Der Verschwörung ist halt die notgedrungene Folge.

    • "Dummheit und Ahnungslosigkeit (Politik) sowie Gier (Goldman-Sachs und Konsorten)"
      Diese Eigenschaften sind allerorten vorhanden, und zwar sowohl als auch. Dazu kommt dann noch die gehörige Portion „Selbstüberschätzung“, das jeweilige Produkt nach außen als „alternativlos“ zu verkaufen.
      Jeder, der Vernunft hat, merkt es und ist dennoch machtlos.
      Denn erklär mal einer einem Verrückten, dass er verrückt ist.
      Der Kaiser ist nackt. Und die Kaiserin auch.

  2. Titel eingeben
    Es fehlt ein Aspekt. Bauer und Bäuerin produzieren ja auch Nachwuchs. Nur einer bekommt den Hof. Der andere wird Landmaschinen-Mechaniker, was heute einer der anspruchsvollsten technischen Ausbildungen ist. Der nächste macht eine Lehre bei der Bauernbank. So weiß der Bauer immer, wie es seinen Maschinen und seinem Geld geht. Besser kann man es nicht haben. Einziges Lebensrisiko: Die Lieferzeiten für den nächsten Benz-Diesel. Die betrugen früher bis zu drei Jahren. Das waren schlimme Zeiten für den Landwirt.

  3. Nur die Ruhe Banken unterm Sternenzelt
    Nur die Ruhe Banken – Beispiel Schaffhausen

    Zinssatz 0,01%/ p. A.

    Aus erzieherischen Gründen für Menschen bis 25 (und Beträge bis 50 00 Sfr.) – 0,5%

    Historie

    Ersparniskasse – die erste Schaffhauser Bank

    Im Frühjahr 1817 wurde die Ersparniskasse als Tochter der gemeinnützigen Hülfsgesellschaft und als erste Bank in Schaffhausen gegründet mit dem Ziel, Kleinverdienern und Dienstboten das Sparen und den Umgang mit Geld zu erleichtern.

    Mit strenger Hand wurde das Bankinstitut in der Folge direkt vom Vorstand der Hülfsgesellschaft geleitet. Am 12. November 1937 erfolgte anlässlich einer Generalversammlung der Hülfsgesellschaft die Umwandlung in eine Stiftung. Die Hülfsgesellschaft trat nun ins zweite Glied. Am 23. Oktober 1992 wurde das Bankinstitut in eine Aktiengesellschaft überführt.

    Der gemeinnützige Gedanke ist heute noch spürbar, ebenso die Verbindung zur Gründerin. So fliesst jedes Jahr ein beträchtlicher Teil des Reingewinns an die gemeinnützige Hülfsgesellschaft in Schaffhausen.

    unterm ersten Foto und statt uns

  4. "Schönheit vergeht - Hektar besteht" ...
    … so die Printausgabe Ihres Aussenstellenbetreibers auf den hinteren Seiten.
    .
    Im Feuilleton geht die südländische „Großzügigkeit heute unrasiert …“ und feiert als gäbs kein Morgen, obwohl der ja auch nur 1/4 Hektar gross ist.

  5. Was hat die Bauern-Raiffeisenbank mit dem Islam gemeinsam?
    Lieber Don Alphonso,

    vorab bemerkt scheint Ihre „FAZ-Aussenstelle für Reichtum, gutes Leben und Torten mit Almblick“ ein kleines Abstimmungsproblem in der Begriffszusteilung zu haben, denn, wie gestern in der FAZ zu lesen war, scheint das Wort „Bauernbank“ in Frankfurt unbekannt.

    Doch, was hat die Bauern-Raiffeisenbank mit dem Islam gemeinsam?

    Ich denke, beide sind sich selbst am nächsten und weichen dem Druck aus, den sie „von Oben“ erhalten.

    Die „Bauern-Raiffeisenbank“ gibt den Druck der EZB weiter an die „paar Hansl“, die jetzt ein paar Strafzinspunkte an die Genossenschaft abdrücken müssen.

    Die Sache hat jedoch Symbolcharakter.

    Im Tessin gilt seit dem Juli ein sogn. Burkaverbot, bzw. es ist per Gesetz verboten sein Gesicht zu verhüllen.
    Gestern war ich genötigt ein sogn. Einkaufszentrum im Süden Luganos aufzusuchen.

    Die Islamischen, ja was? Man weiß ja nicht was darunter steckt, umgehen das Verbot, indem sie jetzt keinen Gesichtsschleier mehr tragen, sondern einen medizinischen Mundschutz, wie Sie ihn vom Zahnarzt oder von Prof. Klaus Brinkmann von der Schwarzwaldklinik kennen, wenn er zum Messer griff.

    Gleichgültig, ob Bauern-Raiffeisenbank oder Islam beide geben den Druck zurück.

    Ich habe ja auch ein Konto bei der Raiffeisenbank und ich finde ganz gut was die jetzt beginnen umzusetzen, ebenso wie bei denen vom Islam.

    Da weiß man doch wie man dran ist und kann die Straßenseite wechseln bevor die Bombe hochgeht.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    ObjectBe (objectbe.blogspot.com)

    • Ich weiss, dass solche Verbote durchaus manche Landesregion unattraktiv ercheinen lassen. Der Tegernsee wäre besonders betroffen.

    • Tessin
      Hallo ObjectBe,

      wissen Sie eigentlich wie viele Menschen schon wegen diesem unsäglichen Gesetzes gebüsst worden sind? Ich sage es Ihnen. Eine Person.
      Eine Schweizerin, die zum Islam konvertiert ist.
      Mehr nicht. (Stand 03.08 / Nachfrage von der Nordwestschweiz beim Präsidenten der Vereinigung der Tessiner Gemeindepolizisten)
      Sie haben richtig erkannt, dass der Mundschutz auch eine „Verhüllungsmassnahme“ ist, nur müssten dann im Umkehrschluss auch alle
      asiatischen Touristen, vernehmlich aus dem japanischen bzw. chinesischen Raum, gebüsst werden, da sie sich auch vermummen.
      Werden sie aber nicht, also lässt dies nur einen Schluss zu.
      Das Gesetz ist diskriminierend.
      Meine Kritik an diesem Gesetz bedeutet aber nicht, dass ich Verschleicherung gutheisse. Es ist Teil eines Systems, welche einer Personengruppe die Rechte entsagen will. Aber hier sollten wir uns teils
      auch ziemlich zurückhalten. Im Kanton AI wurde das Frauenstimmrecht, auf Druck eines Gerichtsbeschluss, auch erst 1990(!) eingeführt.

      Übrigens wenn Sie Angst haben, dass es scheppert, würde ich eher auf
      junge Männer mit Rucksäcken (ist das jetzt diskriminierend, wenn ich diese Gruppe hervorhebe?) anstatt auf verschleierte Frauen achten.
      Nur ergibt sich aus diesem Fakt mehrere Probleme.
      a) es sind zu viele u.a. auch ich
      b) man kann die jeweilgen Personen schlechter in good or bad einordnen

      Ein schönes Wochenende ObjectBe

      Dahoam

    • I'm a good citizen.
      Man erlaube mir zwei kleine Anmerkungen:

      1. nach der Willkommens- nun bitte die Solidaritätskultur:

      Burka Pflicht für alle Frauen mit BMI>25

      2. Was dem einen die Psychiatrie ist dem anderen die Rechtschreibschwäche:

      http://www.bz-berlin.de/berlin/nach-brisanten-mails-der-erklaerungsversuch-der-pewobe-im-wortlaut

    • Wir schaffen das, weil wir es schaffen müssen!

    • Seuchengefahr im Tessin ? - @ Don Alphonso, @ Dahoam
      Lieber Don Alphonso, Sehr geehrte(r) Dahoam,

      Don Alphonsos „Wir schaffen das, weil wir es schaffen müssen“

      klingt doch sehr nach verordnetem Zweckoptimismus. Ich sehe Sie da schon in den ( zu großen Fußstapfen) von Rainer Maria Rilke und Stefan Zweig, die im Gegensatz zu Ihnen sehr freimütig von ihrer Tätigkeit des „Heldenfrisierens“ sprachen.
      Die Redaktion wird´s freuen.

      Ich komme gerade aus „Foxtown“ im Mendrisio zurück, wohin ich eine liebe Freundin begleitet habe. Eigentlich ist dies kein Ort, den ich freiwillig aufsuchen würde. Doch scheint „Foxtown“ ein Art El Dorado für Schnäppchenjäger und verhängte Frauen mit medizinischem Mundschutz. Ich würde Ihnen gerne einige Bilder zeigen, die ich gemacht habe, was hier Don Alphonso vorbehalten ist (doch demnächst mehr hierzu auf meinem blog ).

      Wenn „Foxtown“ auch als Outletstore nur alte und abgegriffene Ware verkauft, so ist diese doch bei Valentino oder Salvatore Ferragamo schön anzuschauen und von einer angenehmen Ästhetik, die von kasperlhaften Verhüllten mit medizinischem Mundschutz vollkommen zerstört wird. Ich empfinde dies äußerst deprimierend.

      Eigentlich bedürfte es keines Gesetzes. Ich kam gerade von den Festspielen aus Salzburg zurück, noch in Gedanken bei William Shakespeare ( Der Sturm) und war angenehm überrascht wenigstens dort noch nicht derartigen Absonderlichkeiten begegnen zu müssen.

      Mit freundlichem Gruß

      ObjectBe (objectbe.blogspot.com )

    • A great civilization is not conquered from without until it has destroyed itself from within.
      Übrigens habe ich mich diese Woche mit einem Betreiber einer Sicherheitsfirma unterhalten, der mir über die Goldgrube Flüchtlingsmarkt „dank Angie“ berichtete. Das Problem wäre halt Personal zu finden, für Mindestlohn oder Tarif macht das keiner mehr mit. Was er verstehen könnte, da er ständig neue Sicherheitswesten und Jacken nachliefern müsste: Die würden von den „Kunden“ aus Spass immer mal beim Vorbeigehen „angeschnitten“, ab und zu auch mal tiefer. Was aber noch harmlos wäre im Gegensatz zu Attacken mit Gabeln etc….

      (P.S.: Die eigentlich von ihm genutzte Bezeichnung für seine „Kunden“ habe ich aus Rücksicht auf „hatespeech“ weggelassen)

  6. Herrlich!
    Die Aneinanderreihung der Bilder, die Beleuchtung nicht nur der Aufnahmen, sondern auch der Verhältnisse hinter der ersten und zweiten Reihe ist großartig.
    Der Strafzins ist erst gedacht ab 100k und dürfte dazu führen, dass vermehrt angelegt wird, was seinen Sinn erklärt. Die Wirtschaft profitiert nicht gerade, wenn jeder sein Geld in Beton steckt oder hortet.
    Zurück zu den Verhältnissen: Andernorts (Dolomiti Superski zum Beispiel), wo sie ihre ursprünglichen Werte (auf der Bank in der Abendsonne sitzen, während die Enkelkinder spielen) vergessen und alles verscherbelt oder verbaut haben, arbeiten sie sich ohne Ende kaputt bis in die Nacht. Der italienische Staat honoriert das mit horrenden Steuern. Ob sie noch zufrieden sind, darf angezweifelt werden. Natürlich zeigen sie dem Touristen ihr sonnigstes Gesicht. Fazit: Das Grün der Wiesen und Bäume macht die Leute nicht kaputt, der Kapitalismus dagegen hat das Potential dazu. Er kann müde machen und verbittern.
    In diesem Land, in dem man traditionell gern die „Reichen“ beneidet, hat in Wirklichkeit kaum einer Ahnung davon. Die Bauern in der Abendsonne kann man beneiden um ihre Gelassenheit nach getaner Arbeit oder arbeitsreichem Leben. Das wäre ein gesunder Neid. Der andere dagegen ist krank weil oberflächlich.
    Ich kann nur sagen: Gott schütze die Bayern, ihre Bauern, ihre Fluren, ihre Zünfte, schön am Maibaum dargestellt. und sorge dafür, dass sie weiterhin stellenweise von Gier verschont bleiben.

    • Ja, das kann man wirklich nur hoffen. Und darauf, dass die, die es sich leisten können, den richtigen Käse und die Heumilch kaufen.

  7. Fehler 504
    Sehr geehrter Don Alphonso!
    Ich vergaß zu schreiben, daß ich unter Ubuntu arbeite. Habe jetzt Fehler 504 gegoogelt und dort steht, daß eine fehlerhafte DLL-Datei verantwortlich ist, also wahrscheinlich ein fehlerhaftes Windows-Update, kommt schon öfter vor. Ich mußte schon 2x den Norton-Kundendienst bemühen. Ich habe es jetzt unte Windows 7 mit Explorer, Opera und Firefox probiert, einwandfrei.
    Gruß
    Helmut Rothleitner

  8. Bin gespannt
    Bin gespannt, wie das weitergeht mit den Strafzinsen für Private.
    Bei 200.000,00 EUR sind 0,4 Prozent Strafzinsen immerhin 800 EUR.

    Ich mach mir jetzt mal einen netten Kopf um die Wohlhabenden und Soliden und ebenfalls um die gutsituierten Bauernschädel (bin ja nicht so, obwohl es gibt schlechtsituierte Bauernschädel auch, von denen meien ewnigkeit abstammt und die ihr kleines Geld dunnemals auch auf die Raiffeisenbank trugen. Wohin sonst.):

    Streuen

    Das Geld 8% um den Globus gescheucht. Wird dann richtig blöd, wenn keiner auf der Welt sich mehr die Mühe macht, selbst ein Unternehmen hochzuziehen, sich oldschool krumm zu machen als Unternehmer und etwas zu arbeiten, sondern lediglich ebenfalls investiert. Herrenloses Geld. Was man damit alles machen könnte. Ein Tropfen geheucheltes Mitleid.

    Aussitzen

    Die Bauern und diejenigen, die ihr Geld auf eine Strafzins(‚was solls‘)-Bauernbank tragen, werden auch das aussitzen.

    Noch mehr Wald kaufen

    Wald geht immer.

    Les otros:

    Den klassischen Berliner Tropf ohne jedes Bauern-Vermögen nach Don’schem Narrativ trifft es nie, mangels Masse? Weil er eh nix zum auf die Bank tun hat? Das denkt der nur. Er wird deutlich mehr für sein bisserl Girokonto blechen, wo sein mageres Bloggergeld draufkommt. Denn die Banken müssen schauen, wo sie noch was erwirtschaften können. Das geht prima beim kleinen Mann, der nicht ums Girokonto herumkommt.

    Ich gehe jetzt einen Wald kaufen. Gut einen kleinen. Naja, vielleicht eine Bambus-Hecke. Oder Blumen? Oder Grasbüschel. Gras geht.

    • Es betrifft ja nur das Tagesgeld, und die ersten 100.000 sind frei. Ich habe vorher recherchiert und feststellen müssen, dass es auch Menschen gibt, die weniger als 100.000 neben anderen Anlageformen herumliegen haben.

      Unfassbar. Aber wahr.

    • Titel eingeben
      Nunja, bei Privaten ist es doch so: mehr als 100.000 für mehr als ein paar Wochen auf dem Tagesgeldkonto herumliegen zu haben, ist nicht wirklich vernünftig. Ja, es mag Gründe und Situationen geben, wo ein Auto oder ein Haus gekauft werden soll.

      Aber für längerfristige Anlagen mit Zeithorizont >5-7 Jahre könnte man doch über Anlagemöglichkeiten abseits vom Tages- oder Festgeld nachdenken, und das müssen ja nicht unbedingt Schweinehälften oder Container oder Schiffsbeteiligungen sein. So ein paar langweilige DAX ETF tun es doch schon.

      Wenn man so hört, dass manche Leute Tagesgelder in siebenstelliger Größenordnung halten, hört es bei mir dann auch auf mit dem Verständnis. Da sind dann allein schon die Dividenden so hoch, dass man seinen Lebensunterhalt davon verdienen kann, und das Vermögen nie antasten müsste, pauschaler Kapitalerstragssteuer von 25% sei Dank (die ja übrigens auf bereits versteuertes Einkommen der ausschüttenden Gesellschaften erhoben wird, man vergesse das nicht und daher eine Mogelpackung ist, weil de facto zu mehr Steuern führend als voher).

  9. Danke
    Für die Zeit des lesenden Verweilens erinnerte ich mich an das andere Deutschland – das sich nicht abschafft – und sich auch nicht abschaffen lässt. Und solange es dort mit den Enkeln passt, können die Quartalsergebnis-Verweser und ihre Magog-Gläubigenschar … in schönstem Genderarrangement und Bereicherungsfreuden ….vergehen und verwesen.

    • Naja, bitte, es ist halt so, dass es zerbrechen wird in die einen und die anderen. Ich gaube, das kann man nicht aufhalten, und der Föderalismus wird ein Übriges tun. Man wird sich an unterschiedliche Realitäten gewöhnen müssen.

  10. Sternschnuppen....
    mich peitscht der Neid!
    Waren Sie zur Besichtigung und zur Vermeidung des Umgebungslichts auf dem Berg?

  11. Schön ist er geworden
    Seit der ersten Meldung über die Raiffeisenbank in Gmund und deren Entscheidung, dass wer hat, auch dafür die Kosten zu tragen hat, ar ich darauf gespannt, was Don Alfonso aus dieser Steilvorlage machen wird. Mir gefällt es und Danke für die Gedankenanstöße zum Wochenende.

  12. Genossenschaften
    Danke für den schönen Text, hatte bei der ersten Erwähnung in der Presse auch gehofft, dass etwas entsprechendes von Ihnen kommt.

    Wobei Macht und Finanzen bei Genossenschaftsbanken auch ein Thema für sich sind, aber das ist dann eine andere Geschichte.

    • Das ist richtig, aber in Österrreich würde ich da auch nicht hingehen. Die Schurkereien bei uns im Tal macht mehr die Sparkasse. Und an der Bauernbank mag ich einhfach die Ehrlichkeit, mit der einem manchmal auch etwas ausgeredet wird.

    • Titel eingeben
      Die Genossenschaft an sich halte ich für eine unterschätzte Gesellschaftsform. Sie ist eigentlich wunderbar geeignet, dem Kapitalismus ein sozialistisches Element einzuimpfen, indem nämlich die Genossen sowohl Kunden als auch Teilhaber ihrer Genossenschaft sind, und somit einerseits Verantwortung tragen, zumindest in Höhe des eingesetzten Kapitals, und auch Einflussmöglichkeiten, andererseits als Kunden und Konsumenten selbst wahrnehmen wie das eigene Unternehmen agiert und am Markt wahrzunehmen ist. Im landwirtschaftlichen und Einzelhandelsbereich hat das lange gut funktioniert.

      Sicher, im Bankenbereich in Österreich haben sich ungesunde Strukturen gebildet, nicht zuletzt auch deshalb, weil der in jenem Land allgegenwärtige Filzpilz seine myzel auch hier überall hineingesteckt hat. Auch in Deutschland gibt es zunehmend zentralistische Strukturen, was allerdings teilweise auch der Tatsache geschuldet, dass eben die meisten Genossen heute passiv sind. Denn wer ist denn z.B. Kunde einer Genobank und geht hin zu den Hauptversammlungen? Freilich, die für die Bankbranchenkrise immer noch recht ordentlichen Dividenden steckt man dann auch gerne ein.
      Aus eigener Anschauung kann ich aber berichten, dass die GenoBankenszene sehr bunt und lebendig ist, und das meine ich durchaus im positiven Sinne. Da gibt es große (z.B. Kassel, BadenBadenRastatt) und kleine Banken die grad mal 1 Mitarbeiter haben, skurrile Banken wie die Skatbank und im weiteren Sinne auch die früher mal Sektorengebundenen Banken wie die Beamtenbanken oder die Spardabanken.

      Wer sich deren Geschichte anschaut, sieht, wie dort immer wieder auch soziale bzw. aus heutiger Sicht auch sozialistische Gedanken mit reinspielten, ohne dass man die totale Revolution wollte.

      Auch bei ganz anderen Feldern scheint das Konzept „Genossenschaft“ sooo schlecht nicht zu sein. Von den Bauern der Berchtesgadener Molkerei hört man z.B. nicht gar so lautes Klagen über die Milchpreise – kein Wunder, erzielen sie doch einerseits durch vereinte Kräfte höhere Preise für ihre Produkte, andererseits bleibt eben die Molkereispanne letztendlich auch bei ihnen hängen.

  13. Was kostet ein Fach im Tresorraum
    Man könnte ja überlegen ob man Scheine in Fächern günstiger aufbewahren kann. So riesig müssten sie ja nicht sein selbst dann wenn man nur Hunderter nehmen würde. – Die Idee ist doch schon grenzwertig wenn man glaubt das einem jemand Geld sicher aufbewahrt und man für dessen Mühen auch noch Geld bekommt anstatt ihn zu bezahlen.

    • Mit Bargeld macht man sich verdächtig. Es ging einfach nur darum, eine andere Anlageform anzudenken. Wer wirklich mehr als 100.000 flüssig rumliegen hat, braucht es nur selten.

    • ....
      Man kann auch (wenn man denn so will) neues Eigentum kaufen.
      Zwangsversteigerungen sind da recht interessant, wo man manchmal auch eine Liegenschaft unter dem Schätzwert kriegt, die kann man dann verpachten oder vermieten und kriegt dabei wenn mans halbwegs richtig anstellt noch Geld raus anstatt Geld drauf zu zahlen.

      Für flüssiges Kapital muss man dann halt wohl dieses Eigentum wieder mit Kredit belasten oder kauft eben nur wenn man den Notgroschen dafür nicht braucht. Allerdings scheint es bezüglich des schnellverfügbaren Notgroschens schon so das mittlerweile unterm Kopfpolster lagern fast besser ist.

      Zumindest hierzulande (südlich des Bodensees) gibt es kaum eine bessere Anlage als den guten alten Hektar. Die Bevölkerung wächst, der Platz bleibt gleich, die Rechnung ist eigentlich recht einfach.

    • Titel eingeben
      @KlausKeller: was meinen Sie denn, woher die Idee kommt, die 500 EUR Scheine auslaufen zu lassen? Für viele Unternehmen aber auch Banken, die über Tresore verfügen, sind Bargeldbestände mittlerweile günstiger als diese Gelder auf Konten einzubezahlen. Ich gebe das wahrscheinlich nicht richtig wieder, aber es war zu lesen: ist die Summe des Geldes ausreichend groß und die Stückelung auch, kostet die Aufbewahrung von Bargeld etwa 0,12% p.a., vor allem Für Tresor und Wache. Bei einem Minuszins von 0,4% erinnert sich dann so mancher gerne an den leerstehenden Tresor im Keller, in dem man früher die Lohntüten aufbewahrte.

    • Weil es so schoen glaenzt und glitzert
      Bares im Tresor ist schon gut aber wenn man besorgt ist viel Papiergeld zu „verwanlten“ dann empfehleich das ‚barbarsiche Metal“ GOLD zu bewundern. Es sieht so schoen aus, hat wohl fluktierender Wert, aber kann sogar zu Gewinn fuehren, wenn man zur rechten Zeit kauft und Verkauft. Goldene Regel: Wers Gold hat der regelt…. oder wie mein Nachbar Zocker proklamiert: „He who has the gold, rules“ Ansonsten „Buy Low. Sell High“ … oder „go short“ wenn man als Spieler den Nervenkitzel geniesst.

  14. Nix für ungut, aber
    sollte es im Abschnitt unter dem Traktorbild nicht besser „geleert“ heißen in folgendem Satz:
    “ während woanders die Gruabm spätestens gelehrt wird, wenn die Kinder heiraten,…“

  15. sehr gelungen!
    Als in den Frühnachrichten davon die Rede war, haben wir an Sie gedacht und freun uns jetzt über Ihren Text! Immer fleißiger und vielseitiger !

  16. Generationen
    Lieber Don,

    schon lange freue ich mich immer auf jeden neuen Blog. Dieser ist wieder besonders schön. Er erinnert mich an meine Kindheit in einer der Randregionen des Freistaats. Wie Sie sagen: Werte – nicht nur finanzieller Art – werden über Generationen aufgebaut. In Familien, Kommunen und Nationen. „Biable, des isch alls für ui!“ hieß das aus dem Mund meines Großvaters.

    • Umgekehrt muss man natürlich auch sagen, dass man die Werte wollen muss – wer einfach nur Geld verdienen will und sich nach dem besten Job richtet, dem ist das alles vollkommen egal.

  17. Auenland-Weisheit
    Besiegt am Ende Mordor! Danke dafür

  18. Titel eingeben
    Was für ein maerchenhafter Artikel. Als ob da bei der Bauernbank in nennenswertem Umfang Bauerngeld rumliegen würde. Auch noch von den ansaessigen Batzi-Bauern, die immer noch wie schon seit Jahrhunderten bitterarm sind.

    Trotz des im Vergleich zu Vorkriegszeiten minimal höheren Lebensstandards (gibt halt keine Hungersnöte mehr, Gratulation) durch dıe urlaubszeitlichen (Zwangs-, wer holt sich schon freiwillig fremde Leute ins Haus)Vermietungen an im Vergleich brutalst wohlhabende norddeutsche Touristen und des auch über Batzistan üppig ausgeschütteten EU-Subventionsfüllhorns. Eine wirklich fantastische Geschichte!

    Und dann noch der Wald, wie konnte ich das vergessen. Der gehört ja nun wirklich schon seit Jahrhunderten den Batzi-Bauern, das weiss doch jedes Kind und mit den 2-Vorsteuer-Prozenten die der so abwirft, kann man sich tatsaechlich eine kleine Handvoll rumaenischer Hilfsarbeiter leisten und die Kinder statt in den Stall zum studieren schicken! Sogar bis nach München, dass muss man sich mal vorstellen! Das ist eine richtige Grossstadt, die haben sogar eine U-Bahn!

    • Ach. kommen’S doch mal vorbei und überprüfen Sie Ihre Meinung, etwa im Unterbuchberger Hof. Da werden Sie schauen.

      Kühe sind bei uns, wann immer es geht, auf der Wiese.

    • gutgeschossen!daswartell!
      Ja die Batzi-Bauern!Bergbauern bei uns. Die Alp lassen sie sich von deutschen, rumänischen und sonstirgendwelchen Volontiers bearbeiten, sahnen dicke Subventionen vom Bund ab – und stimmen selbstverständlich SVP (die Partei der vertriebenen Milliardären)@@@€€€$$$£££

    • Titel eingeben
      Ihr Einwand bzgl. der Situation der Landwirte ist sicher nicht ganz unberechtigt, das Tegernseer Tal ist hier aber sicher ein nicht zu verallgemeinender Sonderfall. Ich musste beim Artikel trotzdem schmunzeln, erinnerte ich mich doch an eine Begebenheit vor einigen Jahren in Rottach, als ich mit meiner damaligen Freundin ein paar Tage in Wiessee verbrachte, und dort, während wir die Strasse entlangschlenderten eine bildhübsche Jungbäuerin auf so einem ?400.000+€ Bulldogungetüm vorbeibrauste,meine Freundin hat es nicht realisiert, ich hatte große Augen und meine Traumfrau vor Augen ;-)

    • Titel eingeben
      Den reichen Bauernadel wie uU den Unterbuchberger gibt es überall in Deutschland, das ist weder typisch Tegernsee noch sonstwie repräsentativ. Der „Protz-Bischoff“ TvE ist ja auch so ein Fall, man kennt solche Leute (leider). Sicherlich haben die auch ein paar Eusen bei der Bauern- und sonstigen Banken und ich denke, dass passen sie gemeinsam mit den Steuerhinterziehern, Fußballspielern, „Sängern“, Erben und Ex-Unternehmern auch sehr gut hin.

  19. Vielen Dank
    Ein sehr sehr schöner Beitrag, wie immer, wenn es nicht um Berliner geht. Die stören in ihren Texten immer so. Es wäre schön, wenn die Zeitungen hin und wieder darauf hinweisen würden, dass Geld auch einfach nur Abfallprodukt eines zufriedenen Lebens sein kann. Und sein sollte.

    • Das hier ist ja meine Kernheimat, es geht um Essentielles, und das versteht eh keiner in Berlin.

  20. Wunderbar das Lebensgefühl getroffen, danke Don Alphonso!
    Zwischen dem Berliner-(Frankfurter?) Leben, wie es sich in den Köpfen z.B. eines Herrn Justus Bender abspielt und dem von Ihnen skizzierten und wunderbar bebilderten Lebensstil am Alpenrand, an dem teilzuhaben ich die unverdiente Gnade habe, liegen Welten. Nachdem heute wieder einmal ein Beitrag von mir zu „Die AFD will keine Diktatur, sie will die Katastrophe“ wegzensiert wurde, empfinde ich zunehmend, daß dieser Typus sich wie ein Ertrinkender verhält, der am Arm des Retters so lange zieht, bis dieser mit ins Wasser stürzt. / Zu den besonderen Eigenschaften solcher Leute gehört die Existenz als Mieter, der im SPD-Bürgermeister seinen Beschützer sieht, obwohl die Politik gerade darauf abzielt, das Abhängigkeitsverhältnis zu erhalten, statt selbstbewußten Eigentümern Rede und Antwort zu stehen. Von den wirklich wichtigen Fragen wie generationenübergreifendes Handeln, Stille (Autos müssen ganz weit weg sein), Ostufer (wegen der Abendsonne) und Stil drinnen wie draußen wissen sie nichts. Das dazugehörige Lebensmotto ist „Nichts wie weg“ aus der miserablen Existenz, statt „Staycation“ – den Urlaub zu Hause genießen und mit Tagesausflügen nach Minga, Salzburg, Linderhof oder in die Berge anzureichern. Bei schlechtem Wetter ist man in wenigen Stunden in Verona and beyond. Zum Glück ist Frankfurt von uns weiter entfernt und Berlin noch viel weiter weg: STA->Verona 400KM, STA ->FRA 430 KM, STA->Berlin 610KM.

    • Campo di Seina ist gleich weit weg wie der Alexanderplatz in Berlin. Und hier wird nichts zensiert.

    • Tzentzur!
      @Charles Belle Alliance:
      Nichts draus machen, aus der Zensur! Insbesondere nicht bei der FAZ, dem ehemals (?) so genannten Mutterschiff.
      Die zensieren wirklich nach dem Zufallsprinzip. Am ärgerlichsten ist, dass der Beitrag dann echt verschwindet.

      Also, könnte man nicht einen Blog aufmachen, auf dem alles Zensierte erscheint? Das wäre dann womöglich lustiger und interessanter zu lesen als die Kommentare die durchkommen. Die Spammer sollten dann allerdings auch dort keine Chance haben.
      Es wäre auch interessant die Zensoren zu vergleichen. Vergleichen, weil meiner Erfahrung nach bei FAZ ganz anders zensiert wird als bei der Welt. Und an die Wand gestellt wären die Zensoren damit sowieso, weil auch diejenigen die mich mitleidig anschauen wenn ich von einer ‚gelenkten Lückenpresse‘ spreche, sich anfangen würden zu fragen, wieso denn diese oder jede harmlose Meinung gegen die Kommentarrichtlinien verstößt.

      @Don Alphonso: Sie meinen wahrscheinlich meinen Lieblingsplatz, Campo di Siena? Und das würde mich dann doch überraschen und ich hätte dazugelernt.
      Mit dem Text kann ich heuer weniger anfangen; dafür sind die Bilder umso schöner.

    • FAZ Artikel
      Lesen Sie in der Print Ausgabe lieber die Artikel von Philipp Plickert als Justus Bender. Sonst ärgert man sich zu sehr.
      Grüße von der Nachbarschaft am Ostufer!

    • Politeia, VIII
      Justus Bender? Der platonische Politikredakteur? Selten so gelacht, wie über seinen heutigen Experimentalartikel. Die AfD windet sich im Kehricht. Das ist Satire?

    • Trau schau wem
      Auffallend, diese in letzter Zeit gehäuft auftretenden Demokratieerklärer, in der Zeit, in der Welt und jetzt auch bei der FAZ. Tenor: Demokratie heißt eben gerade nicht „Herrschaft des Staatsvolks“ – wo kämen wir da hin – ne eher die vertrauensvolle Delegation eben dieser Herrschaft an Leute mit zwei Semestern Theaterwissenschaften, erschlichenen oder erfundenen Doktortiteln, mit Drogen- oder Pornoproblemen etc. etc. – kurz, eine repräsentative Auswahl typischer Volksgruppen.

      Gab’s da jüngst wieder ein Medienseminar an höchster Stelle in Berlin, diesmal zum Thema „Verantwortungsvolle Demokratievermittlung nach dem Brexit“? Oder treffen sich die Herren und Damen der Redaktionen ganz zufällig auf den gleichen Äckerchen der medialen Bewirtschaftung?

      Das marschiert alles Richtung Blockflöte oder DDR reloaded.
      Glauben die echt, sie würden damit durchkommen? Mit ein paar ergoogelten Hinweisen auf altphilologische Bildung und daraus abgeleiteten Herrschaftsansprüchen einer wie immer gearteten Elite?

      Ausgerechnet Platon, im Urteil von Nietzsche: „ein Vertreter der Sklaven- und Herdenmoral“ und – hinsichtlich seines Werks – mit „höherer Schwindel“ bewertet.

    • Mit den Artikeln von J.Bender in der FAZ verhält es sich
      wie mit denen von Stefan Locke zu Pegida. Hat man per Überschrift das Thema und in der zweiten zehntel Sekunde den Namen des Autors, so kann man sich jede Lektüre sparen, denn ein jemals gelesener Artikel erklärt alle anderen zu 100%. Ein intellektuelles Streben nach Erkenntnis, bzw. ein darauf bauender Lerneffekt ist nicht erkenntlich.
      Phillip Plickert ist in der Tat das genaue Gegenteil!
      Freut mich, daß das hier im Forum ähnlich gesehen wird!

      Platon war, jeder, der ihn nur streifend geles3n hat, fällt mit der Nase darauf, ein Verächter der Demokratie (s. Biographie). Insofern hat Bender sich damit, entgegen der Absicht intellektuell attestierter Eulogie, ins geistesgeschichtliche Abseits geschossen.
      Kommt die Pseudo (die Übersetzung darf ich wg. maas^scher Gründe hier leider nicht liefern) Kanzlerin mit ihrem ungelesenen und unverstandenen Kant daher, kann es ihr Apologet nicht unter Platon tun. Warum kommt niemand mit Dilthey oder Levinas? Die taugen nicht zur selbstbeweihräuchernden Eulogie, da die, vor denen man sich als gebildete Elite erheben will, sie genauso wenig kennt wie man selbst.
      Komischerweise geht es der Moral der Moralischsten immer nur um Macht ( über die von ihnen so deklarierten #dunkel/un-moralischen#).

    • Endlich, FAZ
      @charles belle Alliance
      Statt der Kommentare von Justus Bender, aus dem Witschaftsteil der FAZ.

      Da sind nun endlich die Artikel zu finden, die man über Monate vermisst hat.

      Wenn man im letzten Herbst auf diese glasklar erkennbaren Zusammenhänge hingewiesen hat, wurde man gleich in die rechte Ecke gestellt.

      Die Grenzsicherung wird aber immer noch nicht durchgeführt. Das Recht wird weiterhin gebrochen.

      Da müssen wohl erst für die Altparteien katastrophale Wahlergebnisse her, bis endlich die bestehenden Gesetze wieder angewendet werden.

      http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/was-man-aus-der-fluechtlingskrise-lernen-konnte-14386339.html

      http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/bevoelkerungsentwicklung-die-grosse-migrationswelle-kommt-noch-14376333.html

  21. Titel eingeben
    Dieses Aufzeigen von so etwas wie einem Kompass, mit dem man auch auf lange Sicht immer Kurs halten kann, hat sehr gut getan. Es ist so leicht, die Übersicht zu verlieren. Schön, dass es noch Ecken gibt, in denen die Schnelllebigkeit keinen hohen Stellenwert zu haben scheint.
    Danke für den Beitrag!

    • Gern geschehen. Wenn man in der Natur ist, hat man ein ganz anderss Gefühl für Zeit, und wenn man nicht alles gleich wieder ve3rkauft, auch eines für Verantwortung.

    • @Gast
      Vielleicht ist der Trick ja, dass man das Leben in der Gesellschaft nicht als Nullsummenspiel begreifen sollte. In materiellen wie immateriellen Fragen. Solch positive Untertöne sind wohl Dons Alleinstellungsmerkmal heutzutage.
      Er kriegt es jedenfalls hin, trotz permanenter Reichtums- und Erbschaftsprovokationen (so obligatorisch wie das Berlinbashing ;)) nur konstruktiven Neid hervor zu rufen. Wirkt wie Koffein oder irgendwelche Partydrogen, oder beides zusammen.

  22. Titel eingeben
    ein guter Kommentar, der vielleicht einmal bei den Investbanker auf den Nachttisch gelegt werden sollte

  23. der gute Winzer
    Werter Don,

    ein Winzer aus dem Rheingau eriklärte mir dies einmal so:
    ein guter Winzer hat drei Ernten. Die erste hat er im Keller, die verkauft er gerade. Die zweite hat er auf’m Wingert. Und die dritte hat er auf der Bank.

    Man muß nicht am Tegernsee leben, um wirtschaften zu können. Aber es könnte helfen.

    • Ich glaube, das ist überall ähnlich – nur vergisst man das leicht, wenn man BWL studuert.

    • Nicht nur, wenn man kein BWL kann
      Das Problem der Nicht-3-Ernten haben auch die, die nie in der Lage waren, etwas größeres > 1 Monatsgehalt anzusparen.

      Obwohl sie sehr wohl wissen, dass es müsste. Aber nicht können. Die sehr wohl bewusst keinen Plastik- und Pressspan-Sperrmüll kaufen und keine Shopping-Anfälle bei H&M bekommen, dennoch auf keinen grünen Zweig kommen. Das vergisst sich auch leicht.

  24. Schreibfehler
    Hall Don,: „wir leben mitten im Landschaftsschutz, und während woanders die Gruabm spätestens gelehrt (geleert) wird,“ vermutlich hat da die Rechtschreibeprüfung in die falsche Richtung korrigiert.

    Muss nicht veröffentlicht werden und besten Gruß, schätze ihre Beiträge sehr. Macht neben all dem anderen Klump der im Netz zu lesen ist zur Abwechslung Freude!!!

    Und als Europäer in Südamerika brauchst ab und zu a paar „Lichtblicke“!

    LG aus Chile,
    Rainer

    PS.: Falls es ein künstlerischer „Fehlgriff“ gewesen sein sollte und ich habs nur nicht kapiert – sorry- habe hier kaum Gelegenheit Deutsch zu sprechen.

  25. Wieder ein kleines Lehrstück über die wahren Werte
    die es zu bewahren und an die nächste Generation weiterzugeben gilt. Das kommt hier in NRW ebbes zu kurz, man müht sich sehr das Ziel zu erreichen, endlich Drittweltland zu werden. Fein, dass es anderswo noch ganz anders ist.

    Aber sagen Sie, haben Sie letzte Nacht wirklich Sternschnuppen gesehen? Da würde mich doch der blanke Neid packen, denn ich schaue seit Tagen, aber meist ist der Himmel so voller Wolken, dass ich einfach keine Chance habe, auch nur ein Fitzelchen einer Schnuppe zu entdecken. Und dann wundere ich mich über evtl. Glücklosigkeit… denn das Wünschen hört nicht auf.

    • Es war hier nach Sonnenuntergang noch sehr klar, und die Luft war sauber. So ab 10 war es dann stockfinster. Aber es war auch kalt. Ich bin mit dem Auto hinten runter gefahren, habe das Dach aufgemacht und geschaut.

    • Nachts ist es bei uns auch kälter als draußen
      und vor allem auch noch nass.

      Heute vor 13 Jahren hatten wir 39°, das waren noch Zeiten… ich hatte gemeinsam mit dem polnischen Bekannten einen kleinen Laden, allerdings haben wir das Geld rein- und nicht rausgetragen, aber Freude hat es gemacht. Die viele Stammkundschaft vor dem Fenster, das ich mehrmals in der Woche umdekorierte, der Markt schräg rüber, die Eisdiele fast nebendran und heute, heute ist alles anders und es ist nicht unbedingt besser.

      Und bei dem Wetter hat man nicht einmal Lust auf Eis, übrigens, wo ist die Torte? Wir hatten lange keine mehr.

    • Morgen dann Zwetschgendatschibilder.

      Es ist kühl, aber wir hatten oben in den Bergen auch schon mal im Juli Schnee.

  26. Wie geht es weiter?
    Der Istzustand ist den alten bayerischen Regeln und Traditionen geschuldet. 150 km nördlich, in Franken, herschte Realteilung. Jedes (eheliche) Kind erbte etwa gleich. Die Landschaft geriet zum wild gemusterten Flickenteppich. Das führte zu interessanten gärtnerischen Spezialkulturen, zu Gemüsebau, Tabakanbau, Obstkulturen, Karpfenweihern und zu den Greeweiblä, die für ein paar Mark Bargeld mit der Seniorenkarte den Zug nach Minga nahmen und dort den Meerettich feilboten.

    In Bayern erbte der Hoferbe. Die andren Geschwister wurden Knecht, Pfarrer, Soldat oder wanderten ab. Große stolze Höfe überdauerten Generationen, überdauerten Familien.

    Große Höfe sind scheinbar Unsummen wert, werfen aber nur geringen Ertrag ab.
    Da muß sich keiner arm rechnen. Mit Weidewirtschaft oder Braugerste verdient keiner was. Für Weizen und Mais reicht es an der Donau, unterhalb 300m NN. 10-30 Euro bringt der Doppelzentner Weizen brutto. 30 DZ kommen von 10.000 m² ordentlichem Acker. Gibt 300 – 900 Euro/ha Jahresbruttoertrag. Viehzucht bringt weniger.
    Der Hofladen mit etwas Bargeld ist da keine unnütze Liebhaberei. Richtiges Geld stammt von einem größeren Verkauf Holz, aus einem gutem Erntejahr, aus einer Hochzeit oder Erbschaft oder einen verkauften Stück Land. Das man damit nicht umher wirft ist klar.

    2016 erbt jedes Kind zu gleichen Teilen, nichteheliche Kinder oder Samenspenden haben Erbersatzansprüche in gleicher Höhe.
    Der Hof kann vom vorausblickenden Patriarchen in eine Firma mit entsprechendendem Gesellschaftvertrag verändert werden. Dann bekommen die „weichenden“ Erben einen Anteil ohne Kündigungs- oder Verkaufsmöglichkeit und ohne Stimmrecht. Der nächste Bauer bekommt seinen Teil und einen Vorabanteil am Gewinn.
    Andre machen eine Familienstiftung.

    In den meisten Fällen gibt es heillose Erbengemeinschaften. Wie sich das 2060 darstellen mag?
    Es wird schlimmer werden als die Grundbücher in der SBZ 1990. Hoffentlich schaffen Seehofer/Aiwanger gute Regelungen für die unternehmerische Fortführung der Höfe, wenn die Erbengemeinschaften sich nicht einigen können. Wenn die Enkel in Berlin Asche sehen wollen, der MünchnerRückster-enkel über den Bauern lacht und der Audiarbeiter zumindest lächelt.

    Dann hoffe ich den alten Don vom Tergernsee wie einen Ludwig Thoma oder zumindest einen Georg Lohmeier zu lesen. Den Herrn Realitätenbesitzer.
    By the way, die Zählung des Reichtums auf Bankster-weise, nach verfügbarem baren Vermögen ist nicht so abwegig. Die Reichen haben ihr Geld liquide, sicher, global gestreut und von Wohnsitzen in unterschiedlichen Rechtskreisen aus erreichbar. Der schware Tegernseer Grundbesitzer wird immer etwas bekommen. Viel bekommt er nur, wen nicht 90 oder 100 andere auch verkaufen wollen.

    OT Das möchte ich noch zu den gierigen Neidern sagen. Wie soll der Bauer die Erbschaftssteuer von 14 oder 28% alle 25 Jahre erwirtschaften? Wald bringt 1% im Jahr. Also Verkauf, Zerstückelung für die Steuer.

    • Es ist halt so, dass viele die Höfe gar nicht wollen und sich auszahlen lassen. Da gibt es auch gute Geschichten. Mir ist speziell bei uns nicht bang.

    • Titel eingeben
      Vielen Dank für diese Infos – ein Musterbeispiel dafür, wie man aus Kommentaren ungeahnten Gewinn ziehen kann. Denn was denn der Besitz so abwirft, wie man mit so einem Hof rechnen muss und welche Konstruktionen das verlangt – das könnte man vielleicht recherchieren, aber man müsste erst drauf kommen und bekäme es nie einfach so vorgesetzt. Schon gar nicht ungefragt dort, wo man sich über den Stand und Lauf der Welt vermeintlich informieren lässt.

      Keine 10 Cent Umsatz pro Quadratmeter! Wer da noch einen Maiskolben mit schlechtem Gewissen klaut… Aber Vorsicht mit der Bauernbank. Ein paar unbedachte Selfies vom Don und sie erlebt einen Kapitalzufluss, der selbst mit Negativzinsen nicht mehr beherrschbar ist.

    • Fonse, der Beitrag scheint mir arg wohlmeinend gegenüber der Bauernbank
      Auch die haben schon manchem gutgläubigen Realitätenbesitzer, dessen Hausfrau einst 400 Geranienpflanzl brauchte, auf die Gant geholfen. Die Sparkassen wirken auf Kreisebene, die dezentraleren Raikas mit ihren lokalen Honoratioren-Kommanditisten sind hellhöriger mit regem Informationsaustausch und auch keine Menschenfreunde. Das scheint nur so. Verrat und Betrug lauern allerorten. Als Realitätenbesitzer bist Du gut beraten, mehrere Konten zu haben und nicht allzuviel über Deine Sorgen zu reden. Und die gibt es, siehe oben.

    • Das sowieso. Risikostreuung und niemand wissen lassen, wie viel es wirklich ist!

  27. verschiedene Vorstellungen vom Leben
    Recht hat er der „Don“.
    Um zu studieren ging eine meiner Töchter in die Stadt. Hier lernte sie neue Menschen und einen anderen Lebensstil kennen. Immer öfters kommt sie heim. Bei einem solchen Besuch sagte sie, „ weißt du Papa, in der Stadt meinen die Leute sie sind was besseres als die Leute vom Land. Sie machen sich über uns lustig. Sie sind besser und teurer angezogen, fahren die größeren und prestigeträchterigen Autos und präsentieren sich besser. Ich weiß nicht woher das kommt. Fast keiner hat eine eigene Wohnung geschweige ein Grundstück. Urlaub, Klamotten und Autos sind auf Pump gekauft. Hier (in unserem Ort leben 8 Familien) hat jeder Immobilien, keiner hat ein großes Auto obwohl wahrscheinlich jeder einen neunen Porsche bar bezahlen könnte. Das sind zwei verschiedene Vorstellungen vom Leben.“
    Wegen Strafzinz wird man seiner (bei uns heist es) „Darlehenskasse“ nicht untreu. Allenfalls prüft man ob ein größeres Schlißfach nicht günstiger währe.

    • Ja, das denke ich mir auch manchmal, wenn einer erst sagt, er kann sich seine Nebenkosten nicht leisten und dann einen neuen Mac braucht. Aber viele sind damit zufrieden und gejammert wird erst, wenn sie eine neue Wohnung suchen.

  28. Kulturunterschiede
    Tja, da fehlt ein kontrastiernder Text zu einem aus prekären Verhältnissen stammenden und in der IrgendetwasmitKultur-Szene vegetierenden Berliner Nebenerwerbsdealer, der mit seinem Stiefsohn aus der Lebensabschnittbeziehung auf der Warschauer Brücke steht, ihm väterlich den Arm über die Schulter legt, mit der anderen Hand rundum deutet und sagt: „Eines Tages gehört das alles dir!“.

    Die „Gruabm“ übrigens besteht hier aus einer im Spühlkasten des Klos versteckten Plastiktüte. Das hat der Junior spätestens mit 11 raus, denn zwischendurch geht er ja auch mal zur Schule und erfährt dort vor und nach den Lektionen, worauf es im Leben wirklich ankommt.

    „Sternschnuppen“?!?
    Die jibts hier allenfalls auf dem unvorsichtigerweise gewählten Nachhauseweg mit der U8 oder der S9 z.B.


  29. Letztendlich doch alles nur Peanuts – auch wenn man jetzt nur noch mit den leeren Schalen handelt und nicht wie seinerzeit die große Vordenker-Bank mit gesalzenen Ültje-Kernen!

  30. Zum Georg Rainer Lohmeyer
    https://www.youtube. com/watch?v=NPF3so0Kmfc bringt Sie zu Folge 1 des Könlich bayerischen Amtsgericht

  31. Echte Bauern ähneln sich länderübergreifend
    Lieber Don Alphonso, wieder ein ganz wunderbarer Text, und wie immer sehr schöne Bilder, herzlichen Dank. Ihre Beschreibung über die Lebensart der Bauern war für mich sehr aufschlussreich, auch im Vergleich zu den Erfahrungen, die ich in Finnland gemacht habe.

    Mein Vater ist mit knapp 70 Jahren verstorben, und meine Mutter hat Jahre später einen Jugendfreund wieder getroffen. Beide waren verwitwet, sie mochten sich, und meine Mutter ist in sein Haus mit eingezogen; ihr eigenes Haus stand in der Zeit leer.

    Der Lebensgefährte meiner Mutter gehörte zu den drei Familien, welchen die Ländereien in und um meine kleine Heimatstadt am Saimaa-See gelegen waren und welche sie unter sich teilten. Also drei Bauernfamilien, die, ginge es nach dem Wert des Besitzes, selbst nach finnischen Verhältnissen, wo das Land nicht so teuer ist wie in Bayern, geschweige denn am Tegernsee, sehr wohlhabend sind. Doch das ist ein Menschenschlag, und das beschreibt Don Alphonso so treffend, dem das Vermögen etwas anderes bedeutet als dem Durchschnittsbürger, der von einem Lottogewinn träumt, um damit seine Träume zu erfüllen.

    Der Lebensgefährte meiner Mutter hieß Tauno, ein Rentner, der keine Landwirtschaft mehr betrieb, sondern auch zum Teil davon lebte, dass das eine oder andere Stück Land zum Bauland wurde. Das war ihm allerdings egal, er hatte ja genug. Es war eher die wachsende Stadt, welche neues Bauland brauchte.

    Tauno arbeitete immer noch fleißig in seinem Gemüsegarten, angelte seinen Fisch im eigenen See und erlegte das Wild im eigenen Wald. Als wir in Finnland in Urlaub waren, badeten wir in seinem See, verweilten uns in seinem Strandhäuschen und sonnten uns auf seinem Bootssteg.

    Teile seiner Wälder hatte Tauno an den örtlichen Jagdverein verpachtet, und jeden Herbst gab es ein Fest, „hirvipeijaiset“, um das Erlegen der Elche zu feiern, ein großes Ereignis für die städtische Jagdgemeinde.

    Das Gegenteil davon die Familie, die ich hier neulich beschrieb, deren Sohn, ein verwöhnter Junge, nebst seinem Neffen, drogensüchtig wurden. Die Familie war zum großen Reichtum durch den Zufall gekommen, dass deren großer Hof mit seinen Ländereien mitten in einer wachsenden Großstadt gelegen war. Nur war in der Familie von der bescheidenen down to earth Mentalität und Lebensart der Bauern nichts zu verspüren, ganz im Gegenteil. Sie waren überaus statusbewusst und dem Luxus zugetan. Niemand sammelte Teekannen oder Gemälde, (was etwas aussagen soll, was ich nicht aussprechen will. Bis ich diesen Satz las: „das Tal ist voller Legenden über verzockte Höfe“ wollte ich auch nicht erwähnen, wie die Familie ursprünglich zu dem Hof gekommen war, weil ich befürchtete, dass das hier wieder unter „Fabeln von Tamarisque“ verbucht wird. Aber so war das, und wir lernten in Hong Kong durch Zufall sogar jemanden aus der Familie kennen, welche den Hof verloren hatte, einen inzwischen pensionierten Manager, der in einem multinationalen Konzern Karriere gemacht hatte).

    ***
    Tauno war ein stiller, zurückhaltender Mann, der bescheidenste, den ich kenne. Meine Mutter verbrachte glückliche Jahre mit diesem liebenswerten Mann zusammen, was mich für sie gefreut hatte und mich immerzu beruhigte, lebte ich doch nicht in ihrer Nähe, sondern in Good Old Germany oder in fernem Asien.

    • Danke. Fairerweise muss man sagen, dass der Ort, aus dem die Bilder stammen, schon für sich ein Kleinod ist. Es ist nicht Gmund selbst, sondern ein zur Gemeinde gehörendes Dorf nebenan, und wirklich bildschön. Und wenig bekannt.

    • bildschön, das glaube ich Ihnen
      und der klammheimliche Romantiker in mir sagt, Sie sollten besser eine Dornhecke um das Kleinod wachsen lassen, damit es niemand finden kann und es bewahrt bleibt; für andere Zeiten und andere Menschen. Was man exponiert, verliert man.

  32. Der Stammbaum zeigt's: Menschen sind wie Äste, Familien können Eichen sein
    Werter Don,

    hier, im Sauerland, wo die nebelverschleierten Felsen und bemoosten Regenwälder schon viele Anzugträger aus den Metropolen verjagt haben, da gibt es ebensolche Bauern, die nicht in Jahren oder Jahrzehnten denken, sondern in Generationen. Da stehen auf den Grabsteinen und Kriegerdenkmälern immer die selben Familiennamen, und noch heute hängt in der Wirtschaft die Messingtafel mit den bei Stalingrad im grauen Eis vergangenenen Mitgliedern des Kirchenchors. Der Juniorchef blickt jeden Morgen vor der Buchhaltung in die Ölgemälde-Augen des Firmengründers, der einst das mehrfach aufgepolsterte Küchensofa anschaffte, auf dem die Kinder noch heute beim Frühstück sitzen. Da wird in Generationen gedacht und nicht in Quartalen, was eine Spanne ist, die in den schnellliebigen Metropolen oft vergessen wird. Es ist eine Spanne, mit der manche Familie den dreißigjährigen Krieg, Hungersnot, Hexen- und Mannwolf-Teiche, Kabinettkriege, die Wirren des 20. Jahrhunderts und ganze Staaten überlebt hat. Es ist gut zu wissen, dass es diese Perspektive gibt. Sie hat schon mehr überwunden als Gender und Power Point-Schubser.

    • Ja, lassen Sie nur mal wieder eine Hungersnot kommen, dann werden die Städter ihr Eiphone gegen zwei Eier eintauschen.

  33. Ende der Fahnenstange
    „Das verstehen Wirtschaftsseiten nicht, weil für sie das Vermögen nur dort ist, wo das Konto ist, und nicht im Wissen, dass es mit der Familie weiter geht und dass es vielen reicht, wenn sie am Abend auf der Bank vor dem Haus in der Sonne sitzen, und der Enkel neben ihnen spielt.“

    Wahrscheinlich ist es das bedrückendste Zeugnis für die Verwahrlosung, die die westliche Welt ergriffen hat, gerade auch im Bereich des Finanzwesens, dass das nicht mehr verstanden wird. Aber Ihre Hoffnung, das Idyll am Tegernsee werde auch künftig im Grunde unberührt erhalten bleiben, erscheint mir – wieder einmal – doch recht illusorisch. Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber meinen Sie nicht, das ist Ihrerseits auch einfach Wunschdenken? Es mag sein, dass Deutschland auseinanderbricht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die EU auseinanderbricht. Aber spurlos wird das auch an Bayern und seiner Provinz nicht vorübergehen. Dafür sind die Auswirkungen zu gravierend. Vermutlich wird es am Tegernsee aber angenehmer sein als im Ruhrgebiet, das gebe ich gerne zu.

    Nebenbei, lieber Don, haben Sie heute schon in die „Presse“ geschaut? Ich möchte Ihnen und der geneigten Leserschaft diesen Artikel (nebst Kommentaren) sehr ans Herz legen:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5067582/Zuruckgewiesen-in-Deutschland-gestrandet-in-Osterreich

    Die einzigartige Kombination aus moralisierender Dummheit und amoralischer Niedertracht, die für das Merkel-Regime charakteristisch ist, hat sich schon heute einen Platz in den Geschichtsbüchern verdient.

    • Nun, ich kenne ein paar Leute von denen und es scheint mir schon so, als meinten die das ernst. Das Tal und die Region sind schon sehr prägend.

    • Titel eingeben
      @Krampus
      In den Kommentaren zum Artikel der Presse.com findest sich ein Hinweis zu den zahlreichen heimlichen Nachtflügen aus der Türkei an die deutschen Flughäfen mit neuen Migranten.
      Wieso findet man hierzu in der deutschen Presse nur bei Kopp und der JF etwas?
      Lückenpresse?

    • @Desperado
      Ich hatte die Lektüre der Kommentare empfohlen, weil sie einen guten Einblick geben, wie man in Österreich auf die Sauereien an der deutsch-österreichischen Grenze reagiert und was deshalb wohl im Oktober bei der neuerlichen Stichwahl herauskommen wird. Der Kommentar zu den Nachtflügen ist erst später erschienen. Was diese angeblichen Nachtflüge angeht, hat die „Junge Freiheit“ ja selbst keinerlei Hinweise finden können, dass sie tatsächlich stattfinden.

      Dass sonst keine Medien auf den diesbezüglichen Verdacht eingegangen sind, liegt wohl daran, dass er bislang im Grunde nur in bestimmten Kreisen geäußert worden ist, mit denen Journalisten aus den Mainstream-Medien nicht viel zu tun haben (wollen). „Lückenpresse“ würde ich das aber nicht nennen.

      Außerdem wäre hier ja mehr erforderlich gewesen, als Agenturmeldungen zusammenzurühren und mit einer Prise Weltanschauung abzuschmecken. Das ist heutzutage aber in der Regel zu viel verlangt. Im vergangenen Herbst waren die sog. „Journalisten“ in Deutschland ja zum Großteil auch nicht in der Lage, mal nach Österreich oder Slowenien zu fahren, um sich das Desaster mit eigenen Augen anzuschauen. Es spricht auch Bände, dass die „Junge Freiheit“ ihre Arbeit hier selbst über den grünen Klee lobt, obwohl man es nicht unbedingt investigativen Journalismus nennen kann, mal eine Nacht am Flughafen zu verbringen.

      Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass Journalisten der meisten Medien auch keinerlei Interesse hätten, den Sachverhalt aufzuklären, wenn er denn zuträfe. Aber an dieser Geschichte dürfte einfach wirklich gar nichts dran sein.

    • Zu den Flügen nach Köln
      haben die JF und Tichys Einblick geschrieben

      https://jungefreiheit.de/debatte/interview/2016/eine-nacht-auf-dem-flughafen-koelnbonn/

      http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/ein-maerchen-aus-koeln/

      An dem Gerücht scheint nichts dran zu sein, wenn man auch unserer Elite alles mögliche zutraut.

    • Die Wahrheit der Gerüchte, @ Renate Simon
      Aber das ist doch die eigentliche Nachricht bei @Fluchthilfe KölnBonn, Frau Simon!
      Inzwischen traut man unseren sogen.Funktionseliten JEDEN Gesetzesverstoß und überhaupt alles zu!

      Und das ist dann die Wahrheit im Gerücht.

  34. Raiffeisen - ach was?!
    Der Verein hieß bei uns in der Familie immer Raffeisen, und mein bäuerlicher Großvater sagte, daß der das „i“ im Namen nur irgendwann vom Kaiser verliehen bekommen habe. Vgl. auch den berliner Raffke.

    • Bauer ist auch im Bayerischen nicht immer positiv. Wenn man es gehoben will, sagt man „Oeconom“.

  35. Titel eingeben
    Warum kein Edelmetall, und das im “ Erdschließfach“ auf eigenem Grund?

    • Das läuft anscheinend lieber unbeobachtet.....
      In den einschlägigen Medien kann man erfahren, dass der Goldverkauf einen nie gekannten Höchststand erreicht hat. Weitaus höher als damals, 2009, als die Banken gerettet werden mussten….

    • Titel eingeben
      „Goldhandel unbeobachtet“, „nie gekannter Höchststand“, munkel, munkel, rabunkel, facepalm. Ein Viertel mehr als 2009 war es 2011 und 2012. Genauso viel wie jetzt, ein Siebtel mehr als im 10-Jahres-Durchschnitt.

    • Silberkannnen kann man ja benutzen.

  36. Our greatest accomplishments cannot be behind us, cause our destiny lies above us.
    Ja, Ja, ja, wir sind alle total bodenständig….

    Jetzt aber mal off record:

    Es ist doch ein Armutszeugnis, wenn im 21. Jhd. die wertvollste Ressource immer noch Grund und Boden darstellt. Wie vor 2100 Jahren.

    Genauso dämlich wie die nie enden wollende Vergötterung von Gold.
    Da sind wir dann schon weit vor Christi Geburt.

    Und, sorry, gegen solchen Götzenwahn ist selbst der Islam ein Fortschritt.

    So, das mal zur Klarstellung auf welchen Level hier kulturell operiert wird.
    :-)

    Und jetzt bitte weitermachen mit dem Bashing junger Menschen, die technische Geräte mit Fruchtemblem vergöttern.

    • Immer noch loeber Grund als iphone.

    • You're not my class,Canton,and you never will be. You'd have to die first and be born again.
      Kann Grund lustige Bilder anzeigen? Kann Grund Hollywoodkracher abspielen? Kann Grund uns mit tausend nackten Frauen verbinden? Kann Grund übersetzen? Kann Grund Pokemons finden?
      Nope.

      Grund kann nix, außer irgendwie da sein.

      Irgendwann kommt der Putin und holt sich den Grund, ohne zu zahlen.
      Und dann wird auch der letzte Don erkannt haben, dass der Grund auf dem er steht, nur ein virtuelles Konstrukt ist, ein Pokemon sozusagen.

      Nicht mehr und nicht weniger.

    • @ Goodnight
      Das hier müsste Sie begeistern …

      library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1957/1957-12-a-740.pdf

    • Schon Marc Twain sagte ...
      „Buy land – they stopped making it“ – dieser Trend kann sich mit steigender Zahl an Menschen nur verschärfen.

    • 'In the end'? Nothing ends, Adrian. Nothing ever ends
      @Bodin

      Das passiert doch schon. Habe doch schon mal erwähnt dass der Immobilienboom eine ganz wunderbare Falle ist:
      Seitdem die Schweiz die Daten der Steuersünder ausliefert, fließt alles Geld zurück in deutschen Grund und Boden, wo einmal festzementiert, es nicht mehr flüchten kann, wenn der deutsche Staat dann die einmal hinterzogenen Steuern mittels unendlicher Gebührenphantasie wieder reinholt. Mit Zins natürlich, weil beim Staat wird der noch berechnet :-)

      Was glauben Sie, wer sonst die Rente bezahlen wird? HartzIVler? Mindestlöhner? Durchschnittseinkommler? Flüchtlinge?

      Der Staat geht immer dahin, wo noch etwas zu holen ist.
      Und das ist nicht Berlin.

      Alles im Leben ist Konstrukt. Vermögen hält sich immer nur über Jahre, ab und zu über Jahrzehnte und in wenigen Einzelfällen schafft es Jahrhunderte.

      Alles fließt…ohne Ende.
      Nur der Mensch rettet sich in die Illusion, mittels Vermögen einen Anker geworfen zu haben….

  37. Raiffeisenbank..................
    stand auf der Schwäbischen Alb nur auf den formularen, es war einfach die Schparr-und Darlehenskas………………

  38. Mr. Bayern, wie haben Sie das gemacht?
    Ich will Ihnen nicht vorenthalten, Don, dass wir auch untreu waren. Mit offensichtlichen Szintigenen versehen, waren wir mehrfach mal weg, durchaus passend zur Globalisierung und nicht unnützlich für die Kinder.
    Der erste Oberlandaufenthalt war im Grunde unausgeschöpft. Wir zogen von München hierher und vermissten über Jahre die sonnabendlichen Einkäufe beim Käfer, das Ausgehen, die Essen mit Freunden, die dann seltener kamen.
    Erst als wir weg waren, wurden wir Oberländer. Die Berge wuchsen in der Vorstellung in magische Höhen, und wir schauten in der Ferne, dank Satellit, die Schneeberichte an. Alle Sitten und Gebräuche bekamen, mit einem Hauch von Nostalgie überzuckert, ihren eigenen Charme. Wenn wir zu Besuch waren, fühlten sich die Kinder wieder zu Hause.
    Schließlich kamen wir wieder zurück. Meine positiven Betrachtungen zu Bayern sind also nicht wie bei Ihnen beim Aufwachsen entstanden, sondern beim Kommen und Gehen, beim gelegentlichen Heimweh nach dem Brauneck, dem Spitzing, den Seen, dem Sylvensteinspeicher und der Isar. Die importierte Weißwurst in der Ferne hat nicht das gleiche Gewicht, und überhaupt, morgens ausgehen, um eine Weißwurst zu verzehren, ist etwas Besonderes. Der Sohn schrieb in der Ferne in der Schule ein Essay über die bayerische Wirtschaft, für das er viel Lob bekam. Die Landwirtschaft hatte darin einen gebührenden Platz.
    Es kann also etwas, das Land: Es kann einem Wurzeln geben. Dafür wird man dankbar, wenn man älter wird und die Flügel lahmer.
    Was man nicht vergessen sollte, ist die Einschmelzung italienischer Elemente wie auch die Möglichkeit zu kurzen Fahrten zu Marillenknödeln in Österreich oder Pasta gleich hinter dem Brenner. Bayern hat liebenswerte Nachbarn, über die früher schon mal Witze gemacht wurden.
    Der Norden und der Osten aber sind auch nicht zu verachten, die Rhön, der Spessart oder in der Mitte das Altmühltal wie auch die Passauer Gegend. Und das Lechtal mit Augsburg will ich nicht vergessen, wenn auch die Isar mir der schönste Nebenfluss der Donau scheint, insbesondere nahe ihrem Ursprung mit Karwendelblick.
    Wenn uns nochmal langweilig wird, gehen wir vielleicht eine Zeitlang nach Frankreich oder nach Italien, je nach Möglichkeiten, wissend, dass Bayern uns gedanklich nie verlässt und wohl Heimat geworden ist, was, wenn man mobil ist, als Gewinn betrachtet werden muss.
    Im Ausland werden wir unweigerlich auf die Sisi angesprochen und müssen genau erklären, woher sie kam. Auch heute noch sieht man Mädchen im Dirndl mit hochgelegten Zöpfen, die an die unverbrauchte Schönheit der Romy Schneider, die ja die angeblich schönste Frau des neunzehnten Jh gemimt hat, erinnern. Diese Menschen, die uns fragen, oft auch Jüngere, wollen hierher reisen, wenn wir fertig sind mit der Beschreibung. Und für einige sammle ich schon Unterkünfte, Adressen mit Authentizität.

    Titel nach „Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ von Francois Truffaut

  39. Nett: Terrasse gehört einem alten Mann, Momentan ist sie an einen Bauern verpachtet-
    „Ich persönlich frage mich, warum westliche Regierungen die Forschungsergebnisse in Psychologie und Pädagogik so vehement ignorieren.“ las man bei Don A. und anderswo. http://tinyurl.com/h4wtq7o

    und ob es den bauern recht ist, dass sie so „enttarnt“ wurden? unsere bauern hier leben ähnlich, sehr ähnlich, und es wäre ihnen nicht recht. was müsste auch der angestellte vom randlagigen hüstel, neubaugebiet (eine strasse, z.b. für gut verdienende luxemburgpendler) von den fianzierunsbedingungen der nächsten neuen bbiogasanlage, 7stellig, klar, nebst herfbeiführung eines vorstandsbeschlußes der eigenen genossenschaftsbank wissen? leider gibt es soviel unverstand. und abneigung gegen harte arbeit. so ein hof steht auch früh auf, auch fürs kleine geld.

    der vorteil auch unserer bauern: sie lassen immer jeden gelten, der auch in zerarbeiteten sicherheitsschuhen daherkäme. oder zerwaschenem flanellhemd. aber klare augen sollte man haben und keinen unsteten blick.

  40. Armut ist keine Schande
    Kürzlich in Zürich wollte ein Mann seine hart am Fiskus vorbeigeschleusten 100 Tausend Franken abheben. Dezent am Schalter blickt er verstohlen nach links und rechts und sagt im Flüsterton. Ich möchte gerne 100 Tausend abheben. Sagt der Schaltermitarbeiter: Sie bruchet gar nöd so zu flüschtern. Bi us in de Schwiz isch Armut kai Schande.
    Es soll übrigens auch Anleger aus dem Tegernseer Tal gegeben haben.

    • Wenn das Borjans? Borjahns? ach was, Schäuble wüßte
      Aber eine Frage bleibt: Ziffern auf dem Kontoauszug oder auf Baumwolle, – sehen wir so aus als hielten wir das für Geld?

  41. Was soll das kleinliche Geschacher um zu geringe oder gar Minuszinsen
    Schauen Sie sich die aktuellen Kupons für griechische Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit an (7,89%). Ich finde, soviel Vertrauen sollte der Raiffeisenkunde vom Tegernsee den Griechen doch entgegen bringen. Zumal zwischen Athen und München lange Zeit ein zwar nicht immer ungetrübtes, aber dennoch zweckdienliches Verhältnis bestand. Würde innert dieses Zeitraums kein Öl und Gas in der Ägäis exploriert werden können, gäbe es noch die Möglichkeit für die Hellenen, die dann aus Rußland über das türkische Rumelien nach Griechenland und weiter über Serbien und Ungarn nach Mitteleuropa verlaufende Gasleitung in Geiselhaft für weiteres Geld aus Brüssel zu nehmen.
    .
    Renditen aus griechischen Staatsanleihen-so sicher wie das Amen in St. Ägidius in Gmund am Tegernsee, also AAA+ und segnender Hand von W. Sch. darüber (allerdings ein hinterfotziger und verkniffengehässiger Badener aus Ofebureg)
    .
    Don, die Fotos mit den Höfen in grüner Landschaft. Un sogno, eben AAA mit cinque stelle. Lindengesäumte Feldränder, Lindenallee als Zufahrt. Verschnittreste aus dem Sägewerk, so akkurat gebündelt und gesetzt wie die Weinflaschen im Hofkeller zu Würzburg, Wiesenmahd wie mit dem Lineal gezogen, Viehtränke mit Schutzdach (vermutlich blitzschutzgeerdet), die Häuser wie Bilderbücher, Stalltüren mit Preisorden und Ehrenzeichen, deren Anzahl jeden Sowjetmarschall vor Neid erblassen ließen…Und das alles soll gem. Berlin-NWO einem ausgetauschten Volk anheim fallen? Ja, soll denn Maghreb werden am Tegernsee, Gmund zu Neu-Aleppo?
    .
    Nur der trauten Situation auf dem Lüftlbuildl würde ich in der Realität-und zurückversetzt in die gedachte Zeit, nur wenig Spielraum bis zu einer zünftigen Rauferei einräumen. Auch hier erahne ich tief klaffende Klassenunterschiede zwischen Hoizknecht und Herren. Der Linksaußen, offensichtlich als Nichtteilnehmer an der Schafkopfrunde, womöglich ein später Dazugestoßener, zudem unbehütet, wagt es der Zenzi die Pratzn auf´s Gesäß zu legen, dergestalt dass ihr vor Schreck das Tablett zur Schräge gerät. Das hätte nicht gut ausgehen können.

    • Der Maghreb war mal schön
      Sehr schön bechrieben. Bevor sowas in irgendeiner Weise Maghreb wird (undenkbar), wird die Situation eher dazu führen, dass die Hoferben nicht mehr studieren gehen und daheim bleiben und zusammenhalten.

      Heute in Ismaning, durch das man mal kommt, wenn man die A99 plus A9 stadtnah umfährt, standen sie tatenlos vor einem schönen weißen neuen Haus herum. Ich beobachte das öfter. Mir ist immer wieder ein Rätsel, wie sie es schaffen, tatenlos herumzustehen, statt sich am Klein-PC, sprich i-Phone, dem Erlernen der Sprache zu widmen.
      Irgendwann machen sie sich auf nach Berlin Sonnenallee. Wer sich hier durchbeißt, nimmt meistens die Mentalität an. Bier ist dabei nicht unhilfreich. Der Don kommt hier nur bierlos durch, weil er in Bayern aufgewachsen ist und die Sprach kann.
      In der Emmeramsmühle haben sie zur Zeit Schweinsschäufele, nicht zu verachten.

      In der Schweiz haben sie Kellner, die vor 4-5 Jahren zugewandert sind und 1a Schwyzerdütsch können. Hierzulande macht man einfach zu wenig Druck. Es ist ja nicht so, dass diese Menschen keine Heimatländer hätten, in denen sie keine Fremdsprache lernen müssen.

      In dem Moment, in dem die Maghrebländer eine Perspektive bekommen oder Syrien wieder aufgebaut wird, sind die Besseren von ihnen wieder weg. Die anderen werden weiter für Herumstehen vom Steuerzahler supportiert werden.


    • Sie haben die durch die Bilder entstandenen Eindrücke wunderbar beschrieben. Solche Details an den Bildern haben mich fasziniert, so etwas sieht man im Norden nicht. Bayern ist wie eine andere Welt, zum Teil sogar eine märchenhafte. Entzückend, wie auch das mit den Blumenbogen geschmückte Boot im vorherigen Blog.

      Was mir besonders gut gefällt, ist der festliche Kopfschmuck der Kühe, wie unten im Link. Traumhaft.
      http://www.bayern.by/traditionell-anders/seekuehe/

      Nur derjenige, der Tiere liebt und verantwortlich mit ihnen umgeht, organisiert solche Details wie das Schutzdach über der Tränke. Wer Tiere achtet, zeigt dies durch die Teilnahme der feierlich geschmückten Tiere am Festzug an besonderen Feiertagen. Mögen diese wunderschönen Traditionen möglichst lange bestehen bleiben.

    • Die sind hier eher wieder auf dem Vormarsch, ich kann da gern mal was dazu machen.

    • an DA
      Fahren Sie mal samstags oder sonntags auf die Speckalm hoch, da sehen Sie links, auf halber Höh, eine Grupe von 30-50, die Haarfarbe der Frauen sowie die Beine kann man nicht erkennen. Das Wesentliche daran aber ist, dass sie dort bei 30°C im Schatten ein offenes Feuer machen und die Wirte sagen, die Polizei interessiere das nicht die Bohne. Keine Roma, nur aus Ro.

  42. Grundsatzdiskussion
    Text und Bilder sind – wie eigentlich immer – schön und informativ. Doch möchte ich ein bißchen Wasser in den sprachlichen Wein gießen und mir einige grundsätzliche Hinweise erlauben, die mir in Blog und Kommentarbereich etwas zu kurz kamen.

    Ich bin weit davon entfernt, dem derzeitigen Kapitalismus ein Loblied zu singen, ebenso empfinde ich keinerlei Neigung zu sozialistischen oder gar kommunistischen Staatssystematiken. Letztere habe ich in den Zeiten des „real existierenden Sozialismus“ auf Urlaubsfahrten in verschiedene osteuropäische Länder kennengelernt, es stellte sich aber nie eine rechte Begeisterung meinerseits für diese Lebensweise ein. Es fehlte einfach an zu vielem.

    Das die „soziale Marktwirtschaft“, die inzwischen nicht mehr ganz so sozial ist, auch nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann, zeigt sich meiner Meinung nach an dem Tegernseer Strafzinzphänomen.

    Die Gründung einer Bank ist eigentlich ganz einfach: Menschen vertrauen einem Institut Geld an, egal ob vom Sozialamt erhalten oder durch Generationen gehütete „Grubenschätze“, jeder bringt halt Geld und Löhne und was er sonst noch so hat zur Bank, weil es dort sicher aufgehoben scheint.
    Und der Bankdirektor läßt das Geld arbeiten, was ganz simpel geschrieben nichts anderes heißt, als dass er das Geld zu höheren Zinsen weiterverleiht, als die Zinsen, die er für die Einlagen in seiner Bank ausgibt. So entsteht ein Geschäft, an dem die Bank grundsätzlich verdient, ebenso wie die verschiedenen Konto- und Anlageninhaber.

    Der „Strafzins“ ist eigentlich ökonomisch undenkbar, außer man verschenkt gerne Geld. Geld verschenken ist an und für sich nichts schlechtes, viele Menschen geben gerne Almosen an Arme und ganze Familien und Staaten leben von Geschenken der internationalen Staatengemeinschaften.

    Doch kann eine Bank Geld verlangen für zur Verfügung gestelltes Geld? Eigentlich nein. Oder das Geld ist an einem anderen Ort jenseits der Bank so unsicher, dass man quasi „gerne“ Geld bezahlt, um dieses dem möglichen Zugriff von irgendwem, vielleicht durchreisenden osteuropäischen „Facharbeitern“, zu entziehen.

    Was bedeutet dies für das Staatswesen? Der Staat kann seiner Schutzfunktion für den Bürger und dessen Eigentum nicht mehr nachkommen, trotz höchster Steuersätze, die sich schon weit vom biblischen „Zehnten“ entfernt haben. Doch wohin soll die Reise gehen?

    Es geht natürlich immer nur vorwärts, doch befindet sich die Geldwirtschaft wohl erstmalig an dem Punkt, wo Geld nicht mehr in der Menge nachgefragt wird, dass es gewinnbringend verliehen werden könnte. Exemplum: Der Tegernseer Bauer will nicht noch mehr Weideland kaufen, das Viehzeugs macht eh schon viel Arbeit und der studierte Sohn will lieber was mit Immobilien machen, statt mit Viehwirtschaft. Nebenbei investierte er in ein Startup, das irgendwie gar nicht so recht „upte“, aber zumindest hat man nichts verloren.

    Die heutigen Bankdirektoren, ich wage einfach mal diese These, sind vermutlich schlechte Bankkaufleute, aber gute Geldbewahrer.
    Bei der italienischen „Strafzinsdrohung“ aus Brüssel/Frankfurt von Herrn Draghi handelt es sich quasi um die Bitte, doch endlich Geld (in Europa) zu investieren. Damit tun sich Banken traditionell etwas schwer, sie verleihen lieber Geld. Das Risiko trägt dann der Kreditnehmer, der dann für alle Eventualitäten zur Rechenschaft gezogen werden kann. Und kann er nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, weil er sich verspekuliert hat, dann tritt die bankeigene Kreditausfallversicherung auf den Plan, sodass die Bank kein Geld verliert. Bank sein ist also so ähnlich, wie eine Gelddruckmaschine haben, also gewissermassen tatsächlich die im Text beschriebene „Gruabn“.

    Die Bank müsste also alles unternehmen, um Geld unter die Leute zu bringen. Tut sie aber nicht. Sie vergibt keine Kredite an Rentner und Arbeitslose, weil sie meint, sie erhalte das Geld möglicherweise nicht zurück und kann sogar Statistiken vorweisen, die genau diese These belegen. Auch nur schwach solvente Kleinunternehmer bekommen nicht unbedingt Kredite. Wer sich mit dem Bankenwesen ein wenig befasst hat, weis, dass es interne Klassifizierungen von Bankkunden gibt, die über Kreditwürdigkeit entscheiden. Ich befürchte, dass diejenigen, die kreditwürdig sind, inzwischen die sind, die Strafzinsen zahlen müssen, weil sie halt nicht mehr wissen, wohin mit ihrem Geld, eigentlich ein schöner Zustand, wie ihn der Don sehr treffend beschrieben hat. Das Problem ist nur, das auf der anderen Seite der Waage – und in großen Teilen der Bevölkerung – leider zu wenig Geld vorhanden ist, und auch an bezahlbarem Wohnraum mangelt es jenseits der ländlichen Gebiete sehr. Doch der Bauerssohn, der Immobilienhändler geworden ist, wird einen Teufel tun und preiswerten Wohnraum schaffen, nein, er läßt Luxussanieren, weil sich das mehr lohnt. Schließlich will er das Geld, das seinem Vater wegen der „Strafzinsen“ verlustig ging, wieder hineinholen und auch noch einen kleinen Ertrag erwirtschaften, weil man ihm beigebracht hat, dass das so richtig ist.

    Folgendes Ergebnis läßt sich aus dieser beschriebenen Systematik schließen: Sowohl Bankentscheider als auch reiche Sicherheitsbedürftige werden kein Geld zu preiswerteren Zinsen an nachfragende Ärmere verleihen, weil die internationale Geldpolitik lediglich Großunternehmen fördert und mit diesen ansehnliche Gewinne generiert. Kleinere Experiment werden nicht mehr gewagt, und somit werden auch keine „Peanuts“ erwirtschaftet. Die Wirtschaft stagniert, ist sogar rückläufig, wie der Strafzins als Indikator anzeigt und auch die reichen Leute werden ärmer gemacht.

    Ich behaupte, dies ist weder gut für die Reichen, und erst recht ganz schlecht für die Ärmeren. Wenn Geld nicht mehr arbeiten kann, steht Potenzial still, dass heißt, sein Wert wird sinken, es existiert ein Überangebot. Es grüßt das italienische Inflationstrauma a la Draghi. Die Forderun

    • What are you, a monk?
      Yep, auch das Geld ist nur ein Konstrukt.
      Sein Wert ergibt sich aus der Nachfrage.
      Und wenn die Nachfrage nach Geld nicht mehr da ist, dann ist das ganze Geld nix mehr wert.
      Das genau passiert gerade.

      Sie, der Don und selbst ich könnten jetzt sofort zur Bank um die Ecke…nee, die wird ja gerade geschlossen…also zu einer der noch existierenden Bankfilialen gehen und uns Tausende von Euro für nahe Null Komma nix Zinsen holen.

      Früher undenkbar, heute kein Problem.

      Und?

      Na?

      Genau!

      Wir wollen das ganze Geld gar nicht.

      Das ist der Witz.

      Weder Staat noch Unternehmen noch Bürger interessieren sich für das ganze Geld, was die EZB den ganzen lieben Tag in den Markt pumpt.

      Ich glaube ja, dass der ganze Sex im internet daran Schuld ist.

    • Gsundheid is as wichdigsde.

    • Money for Nothing
      Die Banken haben sich in den letzten drei vier Jahrzehnten immer mehr spezialisiert und sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Kundengruppen neu organisiert. Die erste Reorganisation, an welche ich mich erinnern kann, war die Ausgliederung der „Retailkunden“ vom Kerngeschäft der Deutschen Bank in den 90er Jahren.

      Private Banking ist immer beliebter geworden, und welch ein vermögender Kunde lässt sich nicht gerne in extra Räumlichkeiten diskret beraten. Zur Zufriedenstellung der betuchteren Klientel gehören Einladungen zum Vortrag eines prominenten Redners mit anschließendem Gourmet Dinner, zum VIP-Zelt beim Tennisturnier oder Galopp-Derby oder zum Segeltörn. Da fühlt man sich gleich etwas wichtig genommen und glaubt allzu gerne, optimal beraten zu werden.

      Die globalen Geldeliten sind eine Kaste für sich, haben sich vom traditionellen Bankgeschäft abgekoppelt. Sie sind die Zielgruppe des Private/Corporate Ban-king der TBF-Banken. Diese haben ihre Hedge Fonds entweder ausgelagert oder kooperieren mit den Größten der Branche. Große Unternehmen beteiligen sich direkt an den Portfolios der Private Equity Investoren, z.B. in London.

      Die Betreuung der Laufkundschaft, die übrig bleibt, ist eine Massenabfertigung, die man am Liebsten möglichst automatisiert/digitalisiert. Bei jenen Kunden verdient die Bank an Überziehungszinsen oder an kurzfristigen Konsumkrediten. Sichere Geldanlagen oder Bausparverträge sind inzwischen eher lästig, weil nicht lukrativ genug. Daher auch die freiberuflichen Finanzberater, welche die Kunden im Namen der Bank zu mehr oder weniger unsicheren, angeblich rentablen Geldanlagen zu überreden versuchen.

      Es ist ja nicht so, dass niemand das Geld haben will. Doch für einen Hypotheken- oder geschäftlichen Kredit verlangen die Banken inzwischen viel höhere Sicherheiten als dies vor ein paar Jahrzehnten noch der Fall war.

      Es hat sich also ein Dreiklassen-Finanzmarkt entwickelt. Oben bläht sich eine Mega-Inflation in Form einer wachsenden Spekulationsblase auf; unten ist das Geld des Volkes nicht mehr der Mühe wert, damit Geld zu verdienen, weil die Zentralbank-Billig-Geldpolitik es so will. Dementgegen steigen die Renditen aus Spekulationen der Geldeliten seit 2008 unverändert, und niemand kontrolliert, wie mit dem Billiggeld spekuliert wird. Auf diesem, obersten Marktsegment werden damit Billionen umgesetzt.

      Und damit das hier nicht zu traurig wird, hier ein „visionärer“ Song zur heutigen Zinspolitik, just for fun: ;-)
      https://www.youtube.com/watch?v=wTP2RUD_cL0

    • "Es fehlte einfach an zu vielem."
      35 verschiedene Joghurts im Regal des Supermarktes, zum Beispiel?

    • Money's only something you need in case you don't die tomorrow...
      @Tamarisque

      Yep, das mit der Entkopplung der Finanzmärkte ist gut beobachtet. Der eigentliche Witz ist ja, dass die Inflation genauso behandelt wird wie Terrorattacken: Es wird einfach nicht darüber berichtet, dass es bei Immobilien doch seit mehreren Jahren unendliche Inflation irgendwie doch ein bisschen vielleicht…. sind ja nicht im Warenkorb, die Immobilien. Oder Gold, oder Schmuck, oder Kunst oder Yachten, oder…. meine GMT, deren Wert sich in den letzten 1,5 Jahren verdoppelte…ganz ohne offizielle Inflation.

      Was schlussfolgern lässt, dass die Kommunikation sich auch irgend entkoppelt hat, von der Realität.

      Wie auch diese Geschichte von den Sicherheiten, die Kredite erschweren:

      Bitte, fragen sie mal den Don über die New Economy und die Sicherheiten, die da eingefordert wurden.
      In California fragt auch heute keiner nach Sicherheiten, die pumpen all ihre Geld in Geschichten, d.h. Wörter, Konstrukte, d.h. explizit in Unsicherheiten.
      Und auch im deutschen Ländle bekomme ich den Konsumkredit für 4%, die Immobilienfinanzierung für 1% und das Automobil für 0%, ebenso wie das Iphone beim Elektrohändler….alles bei Vorlage einer Gehaltsabrechnung.

      Nie, war es einfacher sich absolut und völlig und total zu verschulden.

      Nur keiner macht es.

      Und genau deshalb sollte man.

      Eigentlich.

    • Goodnight, GMT!?
      Gerne würde auch ich meine GMT in anderthalb Jahren verdoppeln. Irgendwie glaube ich aber nicht, dass sich meine Greenwich Mean Time in dieser Zeit sinnvoll verdoppeln könnte.

      Bitte erleuchten Sie mich, was sich denn in solch kurzer Zeit verdoppeln lässt. Derzeit fällt mir nichts anderes ein, wenn auch nur mit großen Strapazen, das KG, das KörperGewicht.

    • Greed is good
      @Dippel

      Es handelt sich um eine popelige fünfstellige Rolex GMT (Armbanduhr!!), deren Wert gerade explodiert, weil Rolex neue Keramtiklünetten entworfen hat, diese aber irgendwie nicht billig in Rot hinbekommt und daher die sechsstellige Nachfolgerversion mit roter Lünette nur in Weissgold zum Listenpreis von 32tsd something gehandelt wird. Die Differenz zur schlichten schwarzen StahlVersion zu 8tsd something wird jetzt im Gebrauchtmarkt kompensiert.

      Hinzu kommt dass meine GMT noch das original Tritiumblatt und Zeiger besitzt und irgendwie nie poliert wurde. D.h. die Uhr zeigt Nachts keine Zeit mehr an, aber strahlt dafür radioaktiv. Und ist zerkratzt. Was alles den Wert nocheinmal erhöht.

      So ist das mit den echten Werten.

  43. Erholsam...
    Ihre letzten Beiträge ohne das ganz Flüchtlings und Twitter Gedöns sind ganz wundersam erholsam und erfreulich. Und diesmal sogar lehrreich, sie haben da meine Frage besser beantwortet als es jedes FInanaz Medium könnte (oder wollen kann…)
    Zwei Fragen bleiben mir immer noch. Als man hier mit den Negativzinsen begann habe ich für weit weniger als Tausen Euronen einen stattlichen Safe gekauft, der wegen der starken Nachfrage sogar Lieferzeit hatte!
    Einziges Problem war, dass der grösste Geldschein hier nur eine 90 Euro Note ist, da wird der Aktenkoffer schwer….

    Frage:
    Warum geben Leute ihr nicht angelegtes Geld einer Bank gegen Bezahlung zur Aufbewahrung?
    Und:
    Warum geben Banken ihr Geld an die EZB zur Aufbewahrung? Etwas das ich mir nach wie vor immer noch nicht in der Praxis vorstellen kann.

  44. Titel eingeben
    Als ich vor 27 Jahren mein Konto von der Volksbank Warendorf nach Düsseldorf transferierte, musste ich feststellen, dass Hyänen meinen beabsichtigten Erwerb eines 50 % Anteils an einer Eigentumswohnung organisieren wollten. Meine Immobilienpartnerin und ich sind deswegen zur Stadtsparkasse hier gewechselt. Um anschließend festzustellen, dass die keinen Deut besser sind. Inzwischen sind wir beide wieder Kunden bei Volksbank Gronau-Legden und Volksbank Baumberge, weil, da wirkt die bucklige Verwandschaft, die einen nicht beschei??t. So muss das auch sein.

  45. Wenn die Feministen arg weit vom Apflemaum fällt....
    Recht interessante Schilderung eines bekannten „Skandals“, für diejenigen, die wie ich das alles nur aus dem Blog hier kennen:

    http://www.zeit.de/2016/34/jacob-appelbaum-sexueller-missbrauch-vorwuerfe/komplettansicht

    • Vielleicht derbröselt eine der bei der Zeit arbeitenden Feministinnen auch mal einen dortigen Chef – die haben sich ja mit Ex-FAZ-Bloggeruinnen ein ganz besonderes Volk eingefangen, die so einen Mobbingversuch auch ma bei mir gemacht haben.

  46. Ein ganz neues Wohlstandsgefühl
    Hat denn mal jemand nachgerechnet, wie lange man sein Erspartes auf dem Konto liegen lassen kann, bis es sich komplett aufgelöst hat ? Neben dem Zins wird nun ein neuer Vergleichswert eingeführt werden. Wie hoch ist die neue Halbwertszeit für verdampfendes Vermögen ? Künftige neue Werbung der Raiffeisenbank am Tegernsee – in nur zehn Jahren haben Sie noch 90 Prozent des Vermögens. Wir schrumpfen Ihr Vermögen schneller als andere. Dies wird auch dem Tegernseer Bauern nicht egal sein – Landbesitz hin oder her. Der Rest hier dürfte unter der Rubrik Romantik einzuordnen sein.

    • Ich lege mein Geld gerade wieder in Silber-Brexit-Kannen an.

    • woher kommen, wohin gehen wir Armen und Reichen?
      Fachkundige Informationen, nicht nur zu Negativzinsen, finden sich auf dem vorzüglichen Blog von Daniel Stelter. „Thinking about the obvious.“

  47. Wieder mal schöne Fotos, aber...
    Oh weh, eine sexuelle Belästigung in bauag.jpg – lassen Sie das mal nicht die Betroffenheits-Stasi mitbekommen!

  48. "Strafzinsen"
    Ich kommentiere hier nicht allzu oft, weil du Don, schon zu den meisten Themen alles geschrieben hast, da muss ich nicht auch noch meinen „Händlmoa“ dazugeben. Nur hier ist es mir ein Anliegen.
    Ich bin nicht so überzeugt, dass man das Weitergeben der Strafzinsen,
    wenn es auch hier nur ein überschaubares Klientel betrifft, auf die leichte
    Schulter nehmen sollte. Es hat für mich eher den Anschein, als wäre eine Bastion eingerissen worden und dass dies noch nicht das Ende vom Lied ist.
    Zur Zeit behelfen sich die Banken mit immer neuen Gebühren, um Geld zu verdienen, nur die Kunden sind auch nicht so doof, dass die diesen Stunt nicht bemerken würden. Was danach kommt, kann man sich ausmalen.
    Die 80 Milliarden, die die EZB, jeden Monat in die Märkte pumpt und die Null-Zins-Politik scheinen mehr oder minder auch nur vergebene Liebesmüh zu sein, wenn man sich die Zahlen, auf die diese Politik ja eigentlich abzielen soll, genauer ansieht. Ausser Belgien hat kein Land des Euroraums
    eine Inflation von 2%. Die meisten weit drunter. Und bei Belgien bin ich mir ehrlich auch nicht so hunderprozentsicher, ob diese Zahl auch stimmt.
    Eigentlich könnte man es fast als witzig, eher zynisch, ansehen, dass genau die, die diese Geldpolitik durch „den Hals nicht vollbekommen“ ausgelöst haben, jetzt meckern, dass sie nichts mehr verdienen und sich jetzt das Geld bei Dritten holen, die mit dem Auslöser nichts zu tun haben.
    Nun ja, money makes the world go round.

    Übrigens. Nettes Kunstwerk, dass neben der Eisdiele im Dorf steht.
    Musste letztens schon zweimal hinschauen, bis ich Herrn Ehrhard erkannt habe. Obwohl die Zigarre schon ein eindeutiges Merkmal ist.

    Servas dawei

    Dahoam

    • Indirekt sagt der Beitrag ja auch, dass man unsere Bauernbank nicht mit den grossen Banken vergleichen kann. Das ist eine ganz andere Geschichte.

  49. Ergänzung zum Thema Nachtflüge von Migranten
    Über die Nachflüge wurde im ungarischen Fernsehen regulär in den Abendnachrichten berichtet. Wie dort berichtet, wurden 50000 Flüchtlinge von Griechenland nach Deutschland geflogen. Sehr interessant, dass man hier davon gar nichts hört…

  50. @ DA: wurde Blog zu Gleichstellung ist Mord wegzensiert?
    Text eingeben

    • Blogs zensiert?
      @Gast: Njet.
      Sieht aber so aus, ist auch eine der Glanzleistungen der IT-Abteilung (zumindest in den letzten Monaten gewesen): Unter ‚Stuetzen‘ fehlte der eine oder andere Beitrag, oftmals der vorletzte. Den habe ich mir dann jeweils aus der Hauptüberschrift ‚Blogs‘ geholt, weil er da noch gelistet wurde.

      Bei den ersten paar Mal hatte ich eine ähnliche Vermutung gehabt; die man aber getrost as acta legen kann.

    • Es wird hier nicht zensiert. Merken Sie sich einfach die URL des Blogs da finden sie alle Beiträge:

      http://blogs.faz.net/stuetzen/

      oder

      http://blogs.faz.net/deus/

      Chronologisch geördnet. Es sind zwei unterschiedliche Blogs. Ein einziges Mal wurde durch rinr Intrige gegen den Wunsch des Herausgebers ein Beitrag gelöscht – danach brannte hier die Hütte, die Betreffenden kriegten was mit und NIE WIEDER ist das seitdem vorgekommen. Und bei den Kommentaren schalte ich 98% frei – alles ausser Linkspam, Beleidigungen und Schleichwerbung.

    • Tut mir Leid, Don Alphonso,
      gehe ich jetzt gerade z.B. auf deus ist der Beitrag vom 5. August (Säuberung und gelenkte Meinungsfreiheit im Social Media Gulag) der alleroberste.

      Und auf stuetzen fehlt er zwischen den anderen. Ich habe das alles als PDF, falls notwendig. Hätte ich Ihre E-Mail, hätte ich das auch schon parallel hierzu geschickt.

      Nein, Don Alphonso: zensiert wird hier nicht, und das ist prima!
      Aber die Technik ist suboptimal.

    • Ok, also ich probiere das mit diversen Browsern – bei mir geht alles. Was für ein Betriebssystem und welchen Browse nutzen Sie?

    • "Gleichstellung ist Mord" nicht mehr...
      …in der Liste der Blogs, wenn von FAZ.NET angesteuert – damit fuer Suchende, die nicht DA-Aficinados sind, nicht mehr zugaengig.

    • Ah, technische Probleme. Keine Absicht.

    • Browser und OS sollten nichts ausmachen ..
      Dennoch: Chrome und Firefox auf *buntu zeigen beide dasselbe (nicht).

      (Und nur für den Fall dass jemand aus der Technik gaaanz genau alles wissen will:
      Linux kubich 3.13.0-93-generic #140-Ubuntu SMP Mon Jul 18 21:21:05 UTC 2016 x86_64 x86_64 x86_64 GNU/Linux
      Description: Ubuntu 14.04.5 LTS)

      Aber ich glaube nicht, dass ich der einzige bin. Gast von weiter oben hat sicher das gleiche erlebt, und als Zensur interpretiert.

  51. Ostdeutschland
    Dasselbe Bild könnte man auf weite Teile Ostdeutschlands übertragen, wenn man den dortigen -ebenso alten- Bauergenerationen nach der Wiedervereinigung das massenhaft unrechtmäßig zwangsenteignete (Bodenreform) Agrarland zurückgegeben hätte oder wenigstens substituirt hätte. Im Gegenteil hat der „neue“ Staat zum 2. Mal geklaut: ZITAT-

    Zu DDR-Zeiten hatten viele DDR-Bürger solches Land geerbt. Aber nach der deutschen Einheit von 1990 hat der Fiskus der neuen Bundesländer den meisten von ihnen das Eigentum daran wieder entzogen, indem sich das jeweilige Land als „besserberechtigt“ ausgeben und die Erben als „nicht zuteilungsberechtigt“ darstellen durfte. So wurden diese Erben gezwungen, ihren Grund und Boden, also meist den wesentlichen Teil ihres kleinen Vermögens, an den Staat abzutreten. Aber den Ländern gelang es nicht immer, die Erben, denen sie die Grundstücke wieder wegnehmen wollten, rechtzeitig ausfindig zu machen. Denn das musste vor dem 2. Oktober 2000 geschehen sein. Die Frist hatte den Sinn, Rechtsfrieden herzustellen. Da die Länder sahen, dass sie es bis dahin nicht schaffen würden, alle Erben zu finden, verfielen sie auf die Idee, sich zum gesetzlichen Vertreter dieser Erben bestellen zu lassen. In dieser Vertretereigenschaft übertrugen sie die Grundstücke kurzerhand an sich selbst und ließen sich im Grundbuch als Eigentümer eintragen. So war gerade auch Brandenburg vorgegangen. Zitat Ende-

  52. Sunbeng
    af da
    sunbeng sizn
    und a weng
    in dsun schau
    a weng dam drah
    und va bessane
    zeidn drama

  53. Ich weiß nicht so recht...
    Sind Sie sich , werter Don, ganz sicher, dass die Gruabm nicht die Ritze zwischen den beiden Matratzen des Ehebettes ist?Hier nennt man das Griable.
    Von der Aussicht her bin ich ähnlich priviligiert. Hinterm Haus ist nur Land(schaft), vorn stehen in großem Abstand 3 Häuser.

    Ich hoffe nur, Ihnen passiert das, wie im Unterallgäu.:-(

    https://m.youtube.com/watch?v=htVQLK1Vq_E

    Unserer Raiba geht wohl noch gut.Hat sie uns doch letzten Montag ein Konzert der Besten von internationalen Meisterkursen geboten. Erstaunlich , welch hochkarätigen Nachwuchs die Musikwelt hat.Somit habe ich zum ersten Mal ein Wunderkind (10) live erleben dürfen: Maya Wichert aus München spielte Violine wie ein junge Göttin.Tschaikowsky, Valse Scherzo mit Klavierbegleitung.

  54. bäuerliches Zugriffsrisiko
    Die von Banken jedweder Art an ihre Kunden weitergereichten Kosten, die aus Geld- oder Finanzpolitik resultieren, sind ein Indikator, für einen Umstand an welchem auch in Generationen denkende und solide wirtschaftende Bauern (als Geldermögen- und Immobilienbesitzer) nicht herumkommen.
    Sie zeigen, dass notfalls immer die Eigentümer realer Sachgüter wie bspw. Immobilien, für den ruinösen Nonsens haften, den Geld- oder Finanzpolitik verbrechen. Je immobiler, desto höher die Haftung – weil immobil und damit notfalls verfügbar. Deswegen streuen bspw. Investmentbanker ihr Vermögen auch über internationale Immobilien und legen es darüberhinaus in beweglichen Sachgütern an, wie bspw. dekadenten Uhren oder eben Kunstgegenständen. Minimiert sozusagen das Zugriffsrisiko, welchem wohlhabende Bauern vollständig ausgeliefert sind.

    In ihrem Wirkmechanismus unterscheiden sich Strafzinsen auf Giro- und Tagesgeldkonten, Zwangshypotheken und Zwangsenteignung nämlich nicht – der Staat greift in allen Fällen auf das Eigentum seiner Bürger durch und die Höhe ist abhängig vom Ausmaß der eigenen wirtschaftlichen Inkompetenz.

    • Theoretisch wird das Bauerngeld weniger, aber praktisch behält der Don recht -
      Text eingeben

    • Zwei Dinge....
      „Sie zeigen, dass notfalls immer die Eigentümer realer Sachgüter wie bspw. Immobilien, für den ruinösen Nonsens haften…“

      Stimmt natürlich, nur, sie haben die Wörtlein „als Allerletzte“ vergessen!

      Und wir wollen mal beiseite lassen, dass sie solche Finanzpolitik ja mit Sicherheit erst dann stört, wenn sie an der Reihe mit dem Zahlen sind.
      Korrekt hiesse das also:

      „Sie zeigen, dass notfalls immer die Eigentümer realer Sachgüter wie bspw. Immobilien, ALS ALLERLETZTE, für den ruinösen Nonsens haften…“

      Vergessen zu erwähnen haben sie natürlich auch mal wieder, dass eine Regierung sowas nur mit Völkern machen kann, die es mit sich machen lassen.
      Ich bin mir des weiteren sicher, dass jede Regierung für einen tollen Rat von ihnen dankbar wäre, wenn sie eine Alternative dazu vorschlagen.
      Ich meine, wenn bei den Sparern und den tatsächlichen Steuerzahler mal gar nichts mehr zu holen ist.

  55. @ Don Alphonso sagte am 12. August 2016 um 18:13 Uhr
    „Ja, lassen Sie nur mal wieder eine Hungersnot kommen, dann werden die Städter ihr Eiphone gegen zwei Eier eintauschen.“
    .
    Genau, was soll er mit diesem Elektronikschrott, wenn selbst der Weg zwischen Küche und Kuhstall bereits mit Afschar-Farsi-Madan-Persern ausgelegt ist und das in Gelsenkirchener Barock eingerichtete Wohnzimmer mit einem Safawidischen ? Wenn die rumänischen Saisonarbeiter mit Chronometern von A. Lange & Söhne Lange oder Audemars Piguet grundvergütet werden und auf dem Acker statt dem eh durchsichtigen Trollinger, vermischt mit Rhenser oder Bad Peterstaler Mineralbrunnen, Dom Pérignon zum zweiten Frühstück gereicht werden?
    .
    Ich halte mal für meine Familie das langfristig als Holzlager gepachtete Wiesengrundstück für schlechte Zeiten als Kartoffelacker vor, ebenso die als Weinstüble bezeichnete Dependance im Garten für Hühner und Karnickel. Für a Säula würde sich auch noch ein Kabuff finden. Von Ziegen würde ich allerdings Abstand nehmen.

    • Wenn ich mal eine Kuh klauen muss, weiss ich, wohon ich gehe! Die wird dann im Keller luftgetrocknet.

  56. Ma sogt jo nix, ma redt jo bloß
    Och, das Bisserl Bauerngeld und die nostalgische Zuneigung zu den indigenen Völkern, Traditionen und Weltanschauungen im Süden der Republik.

    So muss Journalismus …

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/beim-deutschlandfunk-ist-die-nachricht-nicht-alles-14384899.html

  57. Die Geschichte vom atzerother Bäuerchen,
    so wie sie der A erzählt hat nachdem auch sein Frau, et Gret, an Leukämie krepiert war.
    Der A hat nicht nur beim Herrn auf der Hüh geschafft sondern auch bei den Herrenjagden ausgeholfen. So stand er also dabei als ein hohe Herr den Ministerpräsidenten fragte, ei Pitter, darf man denn in deinem Land nit baue?
    Denn ein Landhaus im Schutzgebiet wollten die Beamten der ehemaligen Rheinprovinz nicht genehmigen.
    Na, die sind dann aber rundgemacht worden!
    Als das Jagdhaus stand und der Bürgermeister und sein Sohn sich ein nettes Zubrot als Jagdaufseher verdienten, störte nur noch der Hof unten am Bach die exclusive Alleinlage Lästig! Und auch der Parteifreund auf der Hüh, der mit der Giftfabrik, war unglücklich mit dem Bäuerlein, das Fragen stellte, ob sein krankes Vieh und das Fischsterben bis runter in den Rhein vielleicht was mit der umgekippten Kläranlage und den Wasserproben, die leider monatelang abhandengekommen und danach unbrauchbar gewesen waren, zu tun gehabt haben könnte.
    So hat dann der heilige Sankt Florian geholfen unds Bauernhäusel abgebrannt.
    Aber das Bäuerlein wollte nicht weichen, sondern weiterwerkeln.
    Hah, das hatte der sich so gedacht. ER hat nämlich keine Baugenehmigung mehr gekriegt…
    So hat er dann geklagt und das Verwaltungsgericht, das seine Pappenheimer kannte, beschied, dass der Bürger Recht und der Bürgermeister Unrecht habe und die Baugenehmigung zu erteilen sei.
    Nur, die Oberen waren natürlich näher dran an der Weisheit und der Politik, hoben dies Urteil auf und als das Bäuerlein dann in letzter Instanz den Anwalt der Gemeinde und die Hohen Herren das nächste Wochenende besprechen sah, da wusste es das es ruiniert war.
    Den A hat aber ein schlechtes Gewissen geplagt wenn er an dem kleinen Wohnwagen vorbeikam in dem das atzerother Bäuerchen dann hausen musste, denn er hatte ja immer heimlich in der Nacht das Giftzeug abgelassen, so wie sein Herr es befahl, der großzügig war und beliiebt, weil er die Jugend, die Freunde und die Förderer zu den schönen Damen in die „Sauna“ einlud.
    So haben sie denn auch alle weiter die Schnauze gehalten als der W und der K und die Gret und das Enkelchen vom E und das Kleine und der…. und… und an Leukämie verreckt sind.
    Reich geworden ist kein Bäuerlein im Dorf, dem einen haben sie eine Straße durch den Stall geplant, dem anderen die Anliegergebühren verrechnet, das ihm Wiesen und Feld verging, der letzte hat vor ein paar Jahren aufgegeben.

  58. Analogien
    Fällt nur mir hier das Grimmsche Mädchen von „Hans im Glück“ein? Ist wohl eher eine Fabel.

  59. Ein Gedankenspiel angesichts der "Strafzinsen"…
    Sollte ich vielleicht zur Bank meines Vertrauens gehen und um einen schönen siebenstelligen Kredit für ein Mehrfamilienhaus bitten, für den mir die Bank dann Bitteschön obendrauf ein halbes Prozent Zinsen zu zahlen sollte??? Ich meine wenn sie für das Einlegen kassieren, dann sollten sie doch für das Rausgeben bezahlen wollen, oder?
    Und die Steine wären ja als Sicherheit da…

    • Da würde ich mich prompt anschliessen.


    • In Spanien, las ich vor ein paar Wochen im Netz, sollen Kreditnehmer ähnlich argumentiert haben. Dort sind anscheinend Immokredite an den EZB-Zins gebunden. Weiß aber nicht, ob da mehr draus wurde wie etwas Rechtsanwalts- und Gerichtsbeschäftigung, habe nichts mehr davon gehört.

    • Mein Gott was seid ihr albern......
      Warum fordert ihr nicht gleich Banbken und Regierungen hätten im Interesse der Bürger zu handeln?

  60. Eines Morgens wachen wir auf
    Eine weitere Meisterleistung der Verdeutlichung des Werts von Lokalkolorit und der regionalen Geschichtschreibung. Lesenswert.

    Man fragt sich allerdings, was der bayerische Landmann sagen wird, wenn er feststellt, dass ihn alle praktizierte Solidität nicht gegen die zentralistisch-sozialistische monetäre Machtpolitik der europäischen Zentralbank geholfen hat. Wenn er feststellt, dass sie wirklich nur Konkursverschleppung betrieben hat, wie es die Überpeniblen und Korinthenkacker, die nicht mit den Füßen auf dem Boden stehen können, vorher geflüstert hatten. Die behauptet haben, dass Strafzins in Wirklichkeit die Bemäntelung vandalenhafter Enteignung zugunsten von Bankrotteuren und politischen Wahnideen ist. Dann, wenn er feststellt, dass die Allegorie vom Gruabm gar keine war und dass dort tatsächlich nur die eigentliche Substanz liegt.

    Ungefähr so, wie Henryk Broder es auf den Punkt gebracht hat: „Eines Morgens wachen wir auf und irgendwas ist anders. Wir können etwa unser Geld nicht mehr abheben. Wie in Griechenland. Nur schlimmer.“

    • Dann ist das Geld weg und die Güter sind noch da. Bei den anderen ist alles weg. Und was nicht weg ist, geht zum Bauern, weil er Essen hat.

    • von Gerechtigkeit
      steht etwas am Tor zur Hölle und davon wird dann reichlich praktiziert werden. Lastenausgleich oder so ähnlich wird die moderne Variante heißen, um die Umverteilungsmaschinerie auf bislang ungeahnte Drehzahlen zu treiben. Der Staat und sein Politpersonal als Verursacher der Krise als gerissenste aller Bankrotteure werden logischerweise auch Wege finden, größte Profiteure zu werden.

      Mit anderen Worten: Die Güter erwischt es genauso, sie sind anschließend derart mit Abgaben belegt, dass die Eigentümer sie zu Niedrigstpreisen auf den Markt werfen müssen. Die Katholiken nannten (nennen?) das vanitas mundi. Was zum Trost bleibt, sind immerhin die althergebrachten Werte, auf die ja man ohnehin bauen sollte, nicht nur als Bergbauer. Z.B. Luft und Liebe.

  61. #das ist nur ein Teil der Sicherheit#
    Aber niemand sollte so naiv sein, zu glauben, daß es nicht nur eun Vorgeschmack ist und bald auch an andere Sicherheiten gehen wird.

    Die Sternschnuppen kann die Finanzwelt nicht besteuern und verspielen. Den Reichtum des Sternenhimmels ( im Positiven mit den Cynikern gesprochen) können sie uns nicht nehmen, den Blick auf diese wirklichen Reichtümer des Lebens hat sich die große Masse der hiesigen Mitmenschen aber schon lange verbauen lassen (zynisch im heutigen Sinn gesprochen) – und das hat durchaus etwas mit der Priorisierung von SICHERHEIT VOR FREIHEIT zu tun, gerade wenn man das Spiel unter absoluter Diktion betreibt. Als moralistischen Ablasshandel für die geahnt falsche eigene Lebensform holt man nun die Armseeligen der Welt (halt alle, die ein smartphone halten können) zur Dauerspeisung und rechnet dabei nicht mit 2 stelligen Millionenbeträgen ( an Personen). Das ist so ziemlichndas veritable Gegenteil von @nachhaltig @.

    Wie ich schon mal sagte, der Geist des Konservativen ist ein Denken in langfristigen Bezügen. Und da bin ich ganz Eskimo. Und ich freue mich über jeden bayrischen Eskimo, auch im Münsterland gibt es noch einige.

  62. to big to fail
    Geehrter Don, Sie sagen es: was juckst jene, denen auch die Überschußmilch vergütet wird wie auch die Energie aus den Biogasanlagen, die mit einer Fäkalien-Mais-Getreide-Melange die Böden kontaminieren und dadurch zu den größten Stromerzeugern des Landes wurden. Spätestens nach der (geplanten) Abschaltung der AKWe 2022 sind die Bauern (Energie)systemrelevant, Neusprech: to big to fail. Lobbyarbeit erfolgreich. Die brauchen den Heumilchkäse ebenso wenig wie die Sportartikelhersteller samt Vereine die Zuschauer in den Stadien. Die stören eher.

    Schöne Bilder machen das wieder erträglich.

    Schönen Sonntag

    • Über die Milch hier – Heumilch ist ein Mangelprodukt, Bergheumilch gleich gar – müsste man auch mal reden.


    • Was ist denn so besonderes an Heumilch?
      Selbst Ullrich um die Ecke bewirbt seit neustem bayrisches Heumilch-Joghurt. Aus Neugier, weil Sie „Heumilch“ schon mehrfach erwähnten, habe ich mir eins gekauft, aber noch nicht probiert.
      Ich dachte immer, Gras mit Butterblumen (für die Farbe!) und Klee ist das einzig wahre Kuhfutter, nicht trockenes Heu für magere bleiche Winterbutter. (Das mit den unterschiedlichen Butterfarben war zu meiner Kinderzeit noch so)

  63. Geschmacklosigkeit sonders gleichen
    Die Frage, ob das Verhalten der EZB gerechtfertigt erscheint, wird durch die vorgetragene Verharmlosung auf hohem Niveau hintergangen. Die „Kehre“, die hier versucht wird, hat ein Ausmaß von Geschmacklosigkeit, das ich Ihnen, werter Alphonso, so nicht zugetraut hätte. Es handele sich eigentlich in Gmund um keine wirliche Bank, ist allerdings ein rhetorischer Kunstgriff, der nur auf den ersten Blick geglückt ist. Die „Gruam“ ist dann allerdings zuviel des „Guten“. Würde mich interessieren, wie Sie Meister Schäuble kategorisieren, der für Schuldverschreibungen Negativzinsen verlangt, nur ein bauernschlauer Opportunist oder Verteidiger der gerechten Sache?. Man muss sich nicht für dieses Geschreibsel schämen, es ist ja nur Ihr Job. Manchmal sollte man selbst in Ihren Kreisen einfach ’s Maul halten. Schönen Tag auch.

    • Bitte um Nachsicht, wenn ich das Gegrunze übergehe.

    • Verharmlosend...
      …ist da höchstens die Suggestion, das durch kein Gesetz, durch keinen Parlamentsbeschluß gedeckte Verhalten der EZB sei vernünftig. De facto ist es und empfinden es viele als sowas wie Diebstahl in Nadelstreifen. Würde meine Meinung ja vielleicht ändern können, würde mir einer der Geldverschwender-Protagonisten mal schlüssig erklären können, warum jahrzehntelang für soziale Zwecke bis zur personellen Austrocknung kein Euro übrig war, für kriminelle Banden aber übers Wochenende Milliarden verfügbar gemacht werden können. Da lob ich mir den Bauern, dessen Planungshorizont den der EZB meilenweit überschreitet, und der vor allem etwas dafür tut und gibt und nicht nur nimmt.

    • Anton, da helf ich doch gerne...
      „Würde meine Meinung ja vielleicht ändern können, würde mir einer der Geldverschwender-Protagonisten mal schlüssig erklären können…“

      Sie tun es weil sie es können, und weil alle von ihrer Sorte es sich widerstandslos gefallen lassen.
      Die wären also schön doof, bzw genauso doof wie Sie, wenn sie es nicht täten.

      Fragen sie einfach, ich erklär sowas gerne.

  64. ... mag ich einfach die Ehrlichkeit, mit der einem manchmal auch etwas ausgeredet wird.
    Genau das kann man in einer bestimmten Ecke der tiefsten ostdeutschen Provinz wiederum über die Spaßkasse sagen. Kostenlose Girokonten waren da zwar schon immer undenkbar, den Rentnern angedrehte Lehman-Zertifikate allerdings auch. Scheint da durchaus erhebliche regionale Unterschiede zu geben.

    Mit ihrem dichten Geschäftsstellennetz (mit dem sie sich nicht schwertut, ihre Gebühren zu rechtfertigen) ist diese Spaßkasse dann auch neben der hier deutlich weniger präsenten Raffeisenbank (sagt man auch hier so) das einzige Geldhaus, das man in dieser Gegend kennt. Die ganzen stolzen Geschäftsbanken haben hier längst ihre Zelte abgebrochen. Die kennt man nur noch aus dem Fernsehen, wenn sie wieder gerettettettettettet werden müssen.

    Zum Thema Negativzinsen sagt der Spaßkassendirektor übrigens: Im Privatkundengeschäft platterdings unmöglich. Dann heben die Leute eben gleich alles ab und die Sache hat sich insgesamt erledigt. (Evtl. zur Einordnung zu bedenken: Kunden mit Gesamteinlagen von 100.000 gelten da als vermögend. Auch im Dorfklatsch.)

  65. @ Oberländer sagte am 13. August 2016 um 19:29 Uhr
    „Der Maghreb war mal schön.“ => kann ich nicht beurteilen, war damals nicht dort. Mais alors, je devrais accuser la France de l’avoir dirigé le Maghreb dans son destin funeste.=> La RF war ja bis in die Sechziger Diejenige, nach deren Pfeife man dort zu tanzen hatte. Und im südlichen Teil (den Don hier öfter als Durchgangszone für Austauschbevölkerung erwähnte) kommt es heute noch vor, dass der fest geschnürte brodesquin des Legionärs das spärliche Türchen des tighremts aufstößt um einen Morgengruß per Handgranate zu entbieten.
    .
    Zurück zu Bayern und der Aussicht auf Bevölkerungsaustausch. Sie schreiben:“ …wird die Situation eher dazu führen, dass die Hoferben nicht mehr studieren gehen und daheim bleiben und zusammenhalten.“
    .
    Wohl eher ein Wunschtraum. Mit dem Unterschied, daß früher die Bauernbuam wenigsten noch bei die Jager in Reichenhall, Mittenwald, Bertesgaden, Füssen oder Brannenburg gedient hatten. Kenntnisse, die einmal von Vorteil sein könnten im Lande. So wie damals bei Poitiers. Gilt nicht nur für Bayern, sondern auch für das Münsterland mit seinen schön stehenden Einzelhöfen mit den gekreuzten Pferdeköpfen unterm Eichenbosqet ebenso wie im Zweiständerhaus des Obsthofes im Alten Land…

  66. 8-2= bleiben noch 1rechts und 5 links
    Einwandererheimprojekt: für die zwei Felder da 2 Millionen.
    Der Bauer: hm ———– hm ————-äh ———-hm ————okay.

  67. @Lichtenberg, 12.08.2016, 22:49
    Jbe jetzt als Plato-„Kenner“; bin vor Lachen fast von der Couch gefallen. Gibt es im Mutterschiff noch Chefredakteure, oder so was in der Art, die sich solche Geniestreiche vorher durchschauen? Die Verachtung für die (Rest-)Leserschaft scheint von Woche zu Woche zuzunehmen.

  68. alter Wein in neuen...
    Heumilch, Heuhotel, Heuduft, Heuseife…erinnert mich irgendwie an Ohne Makler oder wie Bio. Also Heu ist doch, entschuldigense, getrocknetes Gras – was aber fressen denn die Viecher sonst, im Winter, als das?! Und in den Bergen sammeln sich doch die Wohlstandsgase der kontaminierenden Städter – legen sich sozusagen als Schutzlaminat auf das Gras -, die mit dem Diesel-SUV den Bergheumilchkäse auf dem Viktualienmarkt mit den Ellbogen erstehen, weil die Jagdhunde und das Golfgeschirr nich solange allein verweilen wollen. Die guten Produkte behalten die Bauern für sich, der Dreck kommt auf den Discounter-Prämium-Markt. Würd ich auch so machen. Machen die Italiener und Spanier genauso. Und irgendwie krieg ich da Heuschnupfen.

  69. .
    Mir scheint, man hat hier schon vergessen, wer als erster unter die Räder sozialer Revolutionen gekommen war, wessen Enteignung und Kollektivierung am konsequentesten vorangetrieben wurde, wer sich am wenigsten vor den politischen Plänen der Neuerer schützen konnte. Da nutzte den Landbesitzern auch ein kruder Substantialismus und die Aussicht in Subsistenzwirtschaft zu überleben nicht viel.

    0.4% Strafzins sind vielleicht kein allzu hoher Preis für die Kontinuität einer künstlichen Normalität. Man kann das wie eine weitere Steuer behandeln, wie eine unangenehme Sache, von der es heißt, sie sei so sicher wieder Tod.

    • Sie vergessen da was.....
      Nicht mal ein Anarchist hätte was dagegen wenn man eine Zeit lang 0.4% Strafzins abzocken würde…. wenn das nur wenigstens mal das Kleinste der ökonomischen Probleme lösen würde..
      Hier geht es jedoch ausschliesslich um die Rentabilität der Banken.

      Was die meisten schon längst vergessen haben, sind die Maul Aufreisserei des Rollstuhlfahrers und der anderen Spezialisten, was die 2008 angekündigte und klammheimlich wieder weit weggeschobene Bankenregulierung betrifft!
      Ihr braven Bürger müsst also nur die Rechnungen bezahlen die ihr euch selber, ganz allein, eingebrockt habt!
      Also hören sie mit ihrem Gejammere auf!

  70. Passt total garnicht zum Thema; tut mir auch Leid
    Es scheint, es zögen leise laue Lüftchen durch Flutlingshausen.

    Eben sehe ich auf dem Lotsenschiff – ohne Vorankündigung und meines Wissens ohne Not – einen Artikel ganz oben: „Australien ist kein Vorbild“ (http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/europa-und-das-problem-illegaler-einwanderung-14386155.html).
    Und parallel dazu in der tagesschau “Australische Flüchtlingslager Nauru – Von einer Hölle in die nächste“ (http://www.tagesschau.de/ausland/australien-fluechtlinge-nauru-misshandlungen-101.html). Ebenso ganz gross und ganz oben.

    Es kann noch immer Zufall sein, ich glaube an den aber nicht unbedingt. Es sieht eher danach aus, dass Bewegung ins Thema kommt, und die Entscheidungsträger im Mainstreamjournalismus die Notwendigkeit zu dem sehen, was in good old English als ’stonewalling‘ bezeichnet wird; also eine dicke Abwehrmauer zu bauen. Prophylaktisch. Irgendwas scheint da im Gange zu sein … .

    Wir leben in spannenden Zeiten!


    • Im Guardian gab es vor ein paar Tagen „Doku-Leaks“ zu Nauru. Ich habe mich ca. 2 h darin vertieft, und hatte den Eindruck, schlimmer als wie es z.T. bei uns in den Unterkünften zugeht (Christen die angegriffen werden, Frauen die vergewaltigt werden, Schlägereien, diverser Streit) ist es dort offenbar nicht. Es wird da eine weltweite Kampagne gegen Australiens Grenzpolitik gefahren, das ist wohl der Hintergrund.

  71. Das ist die schöne Konkretisierung
    einer allgemeinen Erscheinung. Ganz ohne antiamerikanischen Rassismus darf man behaupten, dass die dortige allgemeine Einstellung ist „Eben investiert, sofort rentiert.“ In Europa und zumal Deutschland weiß man, was man an den Familienfirmen hat, die auf Kontinuität angelegt sind. Und der Schaden der gesetzlichen Erbgerechtigkeit ist nicht zu übersehen (siehe Kommentar oben). In unserer Gemeinde ist eine mittlere Firma geschlossen worden, weil die Erben sich nicht einigen konnten. Auf dem Gelände entsteht jetzt ein Konglomerat von Einfam.häusern. Bei den Bauern ist die Erbteilung genauso schädlich, und die EU sorgt mit ihrer lobbygesteuerten Agrarpolitik dafür, dass schließlich alle Höfe von Agrar-AGs abgelöst werden (die größte Agrarfirma in D ist gerade Pleite gegangen). Freie Bauern waren den Herrschenden schon immer ein Dorn im Auge. Gibt es eine Lebensmittelhysterie, in der Regel agrarindustriell induziert, stehen „die Bauern“ am Medienpranger, nicht „die Agrarindustrie“ (das Wort hat zu viele Silben), nicht der Bauernverband. Wer ein Wort für kleinere Betriebe einlegt, dem wird von ahnungslosen Aldi-Kunden Sehnsucht nach dem Bauernhof mit im Misthaufen scharrenden Hühnern vorgeworfen.

  72. Das Jammern der Bauern
    Ja, ja, das Jammern der Bauern. Als ob der beispielsweise der Milchpreis überhaupt noch eine Rolle spielte beim Wirtschaften. Die Kühe, die Weiden – das ist Alibi. Tatsächlich lebt der oberbayerische Bauer von ganz anderen Dingen. Vom Wald? Mag sein. Das ist nettes Zubrot, wie ein stolzes Hobby betrieben. Der Rest sind Mieteinnahmen – und Subventionen… Man nehme das EEG, also das Energie-Einspeise-Gesetz. Das macht so manches Scheunendach – und die Scheunendächer hier sind groß! – sehr lukrativ. Es gab da auch so schöne Dinge wie Flächenstilllegungsprogramme von der EU – da wurde man für’s Nichtstun bezahlt. Oder die lieben Zuschüsse für Umnutzungen. Der Einbau eines Hofladens? Wird gefördert! Die teilweise Umnutzung zu Mietwohnungen? Wird gefördert! Man kann auch kleine Handwerksbetriebe einziehen lassen. Das wird erst staatlich bezuschusst, dann gibt’s Mieteinnahmen. Dazu gibt’s selbstverständlich noch all die anderen kleinen Handreichungen als da zum Beispiel wären: Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete und Agrarumweltmaßnahmen. Ganz nach dem Motto, Kleinvieh macht auch Mist, summieren sich allein diese zusätzlichen Zuwendungen in unserem Minidorf auf jährlich über 150.000 Euro (man kanns beim Bundesministerium für Landwirtschaft nachrecherchieren, die Zahlen müssen mittlerweile öffentlich gemacht werden). Dafür lässt sich die eine oder andere Geranie an den Balkon hängen.

  73. Titel eingeben
    „man denkt nicht in Jahren, sondern sehr viel weiter, wie es eben so ist, wenn man nicht ein Mensch ist, sondern Teil einer Geschichte“
    Man würde sich wünschen dass diese Denkweise weiter verbreitet ist; nicht nur innerhalb von Familien und Unternehmen – nein, auch in den Führungsgremien unseres Staatswesens wäre diese Denkweise wünschenswert.
    Allerdings wären dann einige Dinge wohl anders zu bewerten…

  74. ...
    In vielen Onlineforen stosse ich immer wieder auf einen sehr sonderbaren Gebrauch des Wortes „Umkehrschluss“. Noch erstaunlicher wird dieser Begriff nicht mit einer semantischen Bedeutung, sondern als subjektiver Ausdruck Bildungsbuergerlichkeit genutzt.

  75. Titel eingeben
    Man könnte hier erwähnen, das die wichtigste Raifeisenbank für das Tegernseer Tal, hinter der Grenze liegt …

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