Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

TMT: Auch das Glück lässt sich erzwingen

| 207 Lesermeinungen

Die einzigen Gipfelgespräche, die wirklich einen Sinn haben, sind die der Alpinisten
Luis Trenker

Was ist Glück?

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Die Balkontür auf dem Patscher Sattel öffnen, barfuss auf das alte, vom Sonnenlicht silbrig gewordene Holz hinaustreten, das Blau eines frühen Tages im Gebirge sehen – wie am ersten Tag meiner transalpinen Reise, nur kühler.

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In einem Haus sein, in dem man den Schlüssel beim Verlassen einfach an das Brett hängen kann, weil sie einem vertrauen, selbst wenn sie einen erst zwei Tage kennen. Einfach anrufen soll ich, wenn ich das nächste Mal Richtung Süden vorbei komme, um den Jaufenpass zu bezwingen. Sie freuen sich, wenn ich komme.

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Am Vortag eine neue Umwerferschelle in Sterzing finden, die passt, und es erlaubt, wieder alle Gänge auf dem weniger als 500 Euro teuren Rad zu schalten, das ansonsten brav gedient hat. Gib mir einen Fünfer, das passt, sagte der Händler, als er von meinem Weg über die Berge gehört hatte.

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Nicht nachdenken. Nachdenken macht nicht immer glücklich, und würde vielleicht zur Erkenntnis führen, dass dies schon der letzte Tag ist, und das Abenteuer der Alpenüberquerung hin und zurück in fünf Tagen, vom Tegernsee nach Meran und zurück, nun unweigerlich enden muss. Nicht denken, nur sein. Da hilft so ein steiles Gefälle hinunter ins Inntal, und der Fahrtwind bläst die feuchten Augen trocken.

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Nehmen, was man kriegen kann. Es ist der letzte Tag des Ausrollens in einem kleinen Abenteuer mit 36 Grad Hitze im Tal und Graupelschauer auf 2000 Meter Höhe, mit Blitz und Sonnenschein. Wenn da etwas Kultur am Wegesrand zu finden ist, und Zeit bleibt, weil dieser letzte Tag mit einem dicken Sicherheitspolster geplant ist, dann sollte man auch absteigen und verweilen können.

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Das ist, kurz vor dem steilsten, schnellsten Stück bei Ampass hinunter nach Hall in Tirol, die Wallfahrtskirche. Wer hier oben angekommen ist, hat das schlimmste Stück der alten Brennerstrasse hinter sich, und wer hinab fährt, tauscht die im Übermass vorhandene Geschwindigkeit gegen ein phantastisches, lebensfrohes Stück Rokoko ein, das man so in abgelegen scheinenden Dörfern gar nicht erwarten würde.

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Ich bin in den den vergangenen Tagen bergauf wie ein Verdammter zum Höllentor gekrochen, und ich bin hinunter gerast; als wären alle Teufel hinter mir her, aber eigentlich möchte ich ja so federnd leicht durch das Dasein schweben, wie dieser Engel. So geht es mir auch gerade. Es geht mir gut. Ich muss nur noch 40 Kilometer durch das Inntal, und dann den Achenpass wieder hinauf und hinunter, und dann habe ich es geschafft.

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Das Hochkraxeln zum Achensee ist dann, um ehrlich zu sein, kein Schweben mehr, aber Glück ist auch, an einem Brunnen zu halten und die heissen Arme und das Gesicht ins kalte Quellwasser zu halten. Andere sitzen vielleicht gerade beim exklusiven Wein und sprechen über brombeerige Noten und Abgang, und denken, dass wir Glücklichen, wir Reichen dieses Planeten, das auch tun sollten, um unser Konsumglück zu erfüllen. Neben mir brummt der Verkehr den Achenpass hoch, ich fühle den leichten Wind auf der nassen Haut und schütte eine Flasche kaltes Wasser in mich hinein: Ein grösseres Glück kann es in diesem Moment für mich nicht geben.

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Andere würden beim Weg nach oben vielleicht die Lastwagen sehen, aber ich bin positiv gestimmt, und sehe die Bergwiesen und den Blick hinüber ins Zillertal. Ich habe Zeit, ich kann überall halten, und mich auf eine Wiese setzen. Es ist der letzte Tag, es sind nur 800 Höhenmeter, nichts im Vergleich zu den früheren Tagen. Glück ist auch nicht das Wissen, dass so eine Tour möglich sein wird. Glück ist, sich deshalb keine Gedanken mehr zu machen.

tmtik

Als ich dem Jaufenpass von Meran aus hoch gefahren bin, habe ich an einer Plattform Rast gemacht und ins Passeier Tal hinunter geschaut. Hinter mir hielt ein Auto, ein alter Mann stieg aus, und schleppte sich auf zwei Gehstöcken zum Geländer.

Is scho schein, sagte er im südalpinen Dialekt.

Jo!, sagte ich.

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Nehmen, was man kriegen kann, solange es geht. Egal ob auf zwei Stöcken oder auf einem technisch längst obsoleten Rennrad, das jahrelang Staub in einer Garage ansetzte, und mich fast durchgehend treu über alle Berge und durch alle Kurven brachte. Und durch alle Vollbremsungen wie die beim Neuwirt in St. Peter, weil ich da im Vorbeifahren etwas las, was ich vorher nie gesehen hatte, und das eigentlich alles erklärt.

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Andere wissen vielleicht, wie hoch ihr Kalorienverbrauch gewesen ist, und wie schnell sie einen Pass hoch fahren. Andere sind echte Sportler. Ich bin nur ein Geniesser in Bewegung. Ich halte gern an, ich achte nicht auf den Schnitt, ich brauche lang und sehe viel. Glück ist natürlich auch, irgendwann oben auf einem Pass zu sein. Ein Glück. Unter vielen.

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Glück ist es, wenn der Heimweg nicht durch Industrieansiedlungen oder Städte führt, sondern auf einem gesperrten Weg entlang des Achensees. Vor 100 Jahren war das noch der Treffpunkt der Innsbrucker feinen Gesellschaft, als man noch kein Wellness kannte und Luxus die Fahrt mit dem Raddampfer 1. Klasse zum Cafe und zur Torte war. Weit sind wir seitdem gekommen, wir haben Diätpläne, Aspirin, wenn der Bildschirm zu sehr flimmert, und wir haben sogar Tabletten für unsere Depressionen, wenn das alles nicht so schön ist.

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Und noch ein Stück weiter, dann unten am Tegernsee, in Deutschland, daheim. Hier ist es auch schön. Insgesamt war ich schneller als gedacht, es lief alles viel besser als erwartet, und deshalb sitze ich noch eine Stunde am See. Vermutlich sollte ich mir ein paar tiegreifende Gedanken zu einer metaphysischen Bedeutung der Reise machen, aber mir fällt nichts ein. Ich denke nicht. Ich sitze in der Sonne und bin glücklich, erschöpft und gerade klug genug, um vor Anbruch der Dunkelheit heim zu fahren, wo sich die Nachbarn, vor denen ich vor 5 Tagen geprahlt habe, nun anhören dürfen, dass alles gut gegangen ist.

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Eines bleibt dann noch zu tun. Ich habe in Meran zwei Stockschilder gekauft. Eines mit Meran, das ich am Vorbau befestige. Denn wo immer ich auch hinfahre, geht es jetzt emsig wie ein Geissbock in Richtung Meran. Meran ist wirklich schön. Ein Ort, an dem man glücklich sein kann.

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Und ein weiteres Schild vom Jaufenpass für das Sattelrohr. Damit ich, wenn ich das nächste ‚Mal vom Sattel aus zweifelnd auf meine Beine schaue, mich daran erinnere, dass ich dort von beiden Seiten aus zum Gipfel gekommen bin. Wenn das geht, geht alles. So einfach ist das. Deshalb macht man es, und wenn andere schneller, jünger, stärker, klüger sind, dann ist es eben so. Ich bin kein Sportler. Ich bin nur vom Tegernsee nach Meran und zurück auf einem spottbilligen Rad gefahren, und bin gesund, glücklich und zufrieden heimgekommen.

tmtir

Das ist alles.

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207 Lesermeinungen

  1. Ja, ja, der schöne Achensee
    Der Achensee ist zum Glück immer noch ein Geheimtipp.

    Viele kennen ihn nicht. Dafür aber die ganzen überlaufenen oberbayerischen Seen mit ihrer Plastik-Bayerntümelei. Allen voran der völlig überbewertete Tegernsee.

    Wer seine Ruhe haben will sollte die paar Kilometer zum Achensee fahren.

    • Der Thiersee ist auch prima. Der Achensee ist zwar hübsch, aber auf Dauer zu eingekeilt zwischen den Bergen, für meinen Geschmack.

    • Achensee
      Wird gewesen sein der erste Urlaub meines Lebens: vom Vater Huckepack getragen zur Geißalm…

      Jetzt auch schon 44 Jahre her.

      Ein Tal voller Kindheitserinnerungen, in unregelmäßigen Abständen komme ich wieder, immer wieder, und frische sie auf…

      Immer noch ein Geheimtip? – Immer noch schön die Karwendeltäler, aber die Zeit ist auch dort nicht stehengeblieben und hat einige Sünden in den Ort hineingebaut.

      Und wo früher die Gastgeber in erster Linie herzlich waren, sind sie heute vor allem geschäftig…

      Ob der Don sich wohl hat entlang des Weges einen Sprung in den See getraut?

      Das gehört auf so einer Tour doch dazu würde meinereiner sagen…

    • Ich schwimme nicht so gern.

      Ich kann aber nur raten, vor dem Achensee links abzubiegen, da ist es noch anders – Sie wissen vermutlich, wo.

    • Der Achensee
      … ähnelt eigentlich mehr einem Fjord als einem mitteleuropäischen See. Fast schon kitschig schön, wenn man ihn vom Rofan betrachtet. Leute hat´s auch da genug. Aber Gott sei Dank liegt zwischen Achensee und München der Tegernsee, so dass die Münchner Schickis für ein bisschen Wasser und Berge das neue 6er Cabrio nicht über den Achenpass bewegen müssen – gut so!

    • Titel eingeben
      Jo. Falls Sie die österreichische Seite meinen. Und:
      „Hier ist es auch schön.“
      Dachte ich mir auch, als wir aus den Hochalpen zurückkamen. Schwer stelle ich mir vor, nach den Hochalpen wieder in Berlin einzulaufen. Ich würde depressiv werden, sehr depressiv.
      Das mit dem Schlüssel, ja, es sind liebe Leute überall. Mit dem Auto, mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel, fuhren wir auf einem Pass hinter drei 356 zum Bewundern, aber sicherten die damit auch etwas ab, jedenfalls bedankten sie sich, als sie abbogen.
      Radler werden freundlichst überholt, Motorräder vorbeigelassen. In den Bergen sind fast alle rücksichtsvoll.
      Über Wohnmobile allerdings und Busse muss man sich ärgern, denn sie behindern effektiv den Verkehr.
      Ich werde niemals in einem Bus verreisen, dann schon lieber gar nicht. Gegen Wohnmobile habe ich nichts, wenn sie stehen. Man kann sie auf vielen Campingplätzen mieten, aber der Mensch braucht irgendwie sein Haus, das er mitführt, seine eigene Küche und seine Speisen von daheim.
      Soll heißen: Regen mich höllisch auf.

      Danke für Bericht und Bilder, Ablenkung von „Wir gschafteln so weiter“. Falls ich Ihnen mal rein zufällig über den Weg laufen sollte, gebe ich Ihnen ein paar Tipps. Ich setze meine liebsten Orte nicht mehr ins Internet. Über Andermatt sieht’s schon sehr modern aus, soll heißen, alte Wirte aufgekauft von Billigheimern ohne Ausstrahlung.

    • Ich rede ja mit den Leuten und die an der Ellbögenstecke wären froh um etwas mehr Touristen, die nicht auf der Autobahn nach Süden brausen, sondern hier essen. Der wilde Mann in Lans zum Beispiel ist phantastisch.

    • Schööön...
      Ich möchte potentielle Nachahmer auch auf die possierliche Dampf-Zahnradbahn hinweisen, die dem Paßstürmer seit k.u.k. Zeiten das Leben leichter macht, denn sie trägt ihn aus dem Inntal in einem Tempo hinauf, daß er dabei noch Blumen pflücken kann. Wenn man von der Dalfaz-Alm (einer Alm mit uraltem, rhätischem Namen) hinunter blickt auf den See, kräuselt sich manchmal eine leichte Rauchwolke an seinem Südende, wann immer das durstige Gefährt von 1889 seine Tanks mit Wasser aus dem Gebirgssee füllt, bevor es wieder unter dramatischem Fauchen hinunter dampft nach Jenbach/Tirol.

      Der Hüttenwirt berichtete unterdeß, daß sich erst kürzlich auf dieser Alm der Prinz von Thailand (sein Jet steht in MUC geparkt) eine Massage geben ließ, bevor er mit seiner Entourage den Rückweg antrat…

    • Das wäre, hätte ich das Penser Joch gemacht und danach in Sterzing übernachtet, für den Heimweg noch eine Option gewesen, obwohl ich nicht weiss, ob die Räder transportieren. So langsam ist die gar nicht, bergauf hat sie mich jedenfalls voll versägt.

  2. Jetzt reicht es aber
    Werter Don,

    jetzt reicht es aber mit den touristischen Ausflügen und der Selbstkasteiung. Das schmerzt ja beim Lesen.

    Ich möchte bald wieder ein paar trockene Einschätzungen zur aktuellen sozio-kulturellen Lage lesen, gerne auch mit neuesten Bewertungen der enormen intellektuellen Leistungen unserer geliebten Führerin, die jetzt im wilden Terrain der Tautologien unterwegs ist.

    Mit freundlichem Radfahrer-Grusss

    • Es reicht nicht - das ist Lebensfreude, Lebensart - und eine Geschichte, erinnert zu werden
      Sehr geehrter Don,

      danke, für diesen sehr schönen Bericht, von einer Tour, welche sich mit Lust und Begeisterung verfolge ließ. Habe mich gefragt, wo ich etwas vergleichsbares gelesen habe, und es ist kein Wunder, dass einem nichts einfällt. Wo gab es schon solche einen Bericht von so einer Tour.

      Wie gern hat man als Knabe Entdeckungsberichte gelesen, oder aus exotischen Gegenden Welt. Vergleichbar ist allerding nur das unerhörte. Die Edelfeder und die Betrachtungen dazu… Ein Genuss für Geist und Seele.

      Doch, es gehört dazu. Es geht eben nicht nur um Missstände, sondern auch um das, was es wert ist geschätzt oder gar geliebt zu werden. Das geht über viele Debatten, t. w. über Dinge, die schon wieder vergessen sind, verloren.

      Wie heißt es so schön: Schaue auf das was du hast, und nicht, auf das, was du nicht hast. Das soll eine Formel zum Glücklichsein oder werden sein, und so funiktioniert die auch.

      (Küchenspruch meiner Großmutter: Auch an trüben Tagen, sollst du nicht verzagen. Denn sonst „verbiestert“ man leicht.

      Ja, es geht um mehr als z. B. dämmliche Gesinnungswächter, es geht um unser schönes Leben. Was man damit anstellen kann, was sich erleben und genießen lässt, was es wert ist, sich zu mühen und zu schätzen. Es geht auch immer um den Umgang mit Widrigkeiten, Massstäbe und Originalität.

      Danke sehr! Und gern weiter Themen fern ab des aktuellen Getöses.

      Viele freundliche Grüße

    • Gern geschehen.

      Das Schöne ist ja, dass wir heute sehr viel über ferne Länder lesen, aber das, was früher einmal üblich war, längst vergessen ist. Wenn ich eine Empfehlung aussprechen darf: 3 Men on a Bummel von Jerome K. Jerome über eine Radtour in Deutschland vor dem ersten Weltkrieg.

      Das, was unsere Väzer und Grossväter mit dem Sachs-Motorrad und dem Herkules-Rad eroberten, liegt ja noch da und harrt der Neuentdeckung. Man muss nur den Mut haben, es zu tun und sich nicht beeindrucken zu lassen von jenen, die Teezeremonien in Japan lernen.

  3. DON und SISSI
    „Meran ist schön, ein ort an dem man glücklich sein kann“ schreibt DON,

    ja es ist ein genuss nach der heutigen trainingseinheit solche bilder zu sehen, bevor mich die reise in das land des reformers Erzherzog Johann führen wird.

    und was noch auffällt: der DON hat eine super sauber geputzte kette, gratuliere !

    zurück zum zitat: aber werter DON, wusste das nicht auch schon SISSI ? oder ist das etwa bei ihr geklaut ? oder haben sie eine mentale rückführung zu ihr gemacht ?

    all das macht freunde, auch dass mann immer recht bekommt: wann richtet Draghi die bazooka gegen sich selbst ?

    auch bei den Beatles war das album REVOLVER letztendlich die selbstmordwaffe !

    • Sie werden lachen: Am Sisi-Denkmal bin ich diesmal gar nicht stehen geblieben. Ich hätte zwei Twge in Meran bleiben sollen, aber dann wäre das Wetter am vorletzten Tag zu heiss und am letzten Tag zu regnerkisch gewesen.

  4. Respekt
    Respekt Don, die Stockschilder haben Sie sich redlich verdient. Was dem Pilger die Jakobsmuschel ist den freidenkenden Radfahrer das Stockschild vom Pass.
    Und meinen Dank für die schönen Bilder, während ich hier am Schreibtisch wieder in der Schlammzone des Regierens stecke.

  5. Titel eingeben
    So schön wie überraschend, hier „mein“ St.Leonard von oben zu sehen.

  6. Prioritäten, ja leider musste ich KAI absagen !
    ja lieber DON, prioritäten müssen sein, diesmal kein SISSI-denkmal…..mir geht es ja oft auch so………….

    ich konnte ja auch leider nicht zum „BILD100“ empfang, obwohl schon lange eingeladen……….. KAI hat meine absage auch nicht übelgenommen, aber gerne hätte ich die witze der gutlaunten LF in echt gehört………..nach dem witz mit den „stehen drei kurden am strassenrand…..“, den sie von Erdogan erzählt bekam, wiederholte sie auch den witz, den Putin ihr zuflüsterte, der ging so “ drei urkainer und drei ostukrainerebellen treffen Frank-Walter im himmel………“

  7. So schön
    Die Serie Ihrer Tour hat mir ganz außerordentlich gefallen.
    Vielen Dank.
    Wir sollten uns öfter daran erinnern, dass es uns trotz der ernsten Lage, die Sie in Ihren anderen Beiträgen so treffend und genauso lesenswert beschreiben, ziemlich gut geht.
    Jedenfalls unterstelle ich, dass die meisten Ihrer Leser in die Klasse der mindestens wohlhabenden fällt und das daher auf diese ebenfalls zutrifft.

  8. Nette Beobachtung...
    neulich im Urlaub in eben jenem gottgesegneten Ländchen:

    Am Kalterer See bzw. in der lieblichen Umgebung ein Durchdringungsgrad von mittlerweile 50% bei den Bergradln mit Elektroantrieb… dann, beim nächsten Verweilen in Sulden (da kann man, wenn man möchte, mit dem gern auch im Sommer schneebedeckten Madritschjoch mit 3123m den so ziemlich höchsten Passübergang einer Transalp sich antun) nur noch maximal 5% Elektroradln… wahrscheinlich, weil sie da doch über weitere Strecken getragen werden müssen und zwei Akkus und ein Elektromotor sind doch eine zu arge Last…

  9. Oh, Stockschilder
    Das ruft Erinnerungen wach. Meine Oma hatte ein paar Wanderstöcke ganz zugepflastert damit, und als sie irgendwann einen Gehstock hatte, waren da auch welche dran.
    Dann sah sie ihre Fotoalben durch, alles schöne Bilder von Landschaften, Seen und Bergen. Vor allem Berge,mdie hatten es ihr angetan. „Schau! Do bin i früher a nauf, wia a Gams bin i do auffegrennt“.

    Die Reminiszenzen konnte ihr keiner nehmen, auch als die Knie alt und wacklig wurden. Ich glaube meine Liebe zu diesem Land habe ich von ihr. Obwohl sie mich als Kind einmal durch den Wald bei zum Schwammerl suchen gezerrt hat, und wir stundenlang ihr Auto nicht mehr finden konnten ;) ich glaube bei Kierfersfelden war das.

    Wieder ein toller Artikel mit wunderschönen Bildern. Osttirol ist auch eine Reise wert.

  10. TMT vs. "...trockene Einschätzungen zur aktuellen sozio-kulturellen Lage..."
    Lieber Don Alphonso,

    Sie betreiben bitte weiter das eine weiter ohne das andere zu unterlassen….

    TMT ist eine so geniale Reiseerzählung. Zumal wenn man mit all den beschriebenen Orten etwas anfangen kann.
    Und nächste Woche gibt es Apfelstrudel im Grünwalder Hof…so wie früher…immer als Zwischenstation auf dem Weg nach Italien.

    Beste Grüße,
    BonnSei

  11. Strecke
    War das in etwa die Route: https://goo.gl/maps/kLaq9QukAFD2?

  12. Zum Glück
    Glück ist das begleitende Gefühl des Gelingens. *

    Laut Rüdiger Safranski eine Aussage von einem Frankfurter der auch mal in Weimar wohnte und sich u.a. auch am reisen erfreute.

    Wenn ich Goethes Wolfang richtig verstanden habe gibt es natürlich viele Felder auf denen etwas gelingen kann. Je vielseitiger man ist desto größer ist wohl die Wahrscheinlichkeit Erfahrungen des Glücks zu machen. Die Sache mit dem erfahren gelingt ihnen ja sehr gut werter Don Alphonso. – Die Sache des Beschreibens erfreut sie hoffentlich in diesem Fall so wie mich das lesen der selben.

    * Sicherlich nicht der einzige Versuch Glück zu definieren, m.E. aber einer der besten da sie nicht auf Zufall beruht sondern mit dem eigenen bemühen zu tun hat.

  13. Die Berge...
    …nichts ist schöner. Für mich im Sommer wie im Winter. Schöner Blick zurück ins Passeiertal übrigens.

    Kleiner Tipp für Ihre nächste Tour: auf dem Weg zum Jaufenpass einen Abstecher rechts rein ins Wansertal machen und auf der Wanser Alm (noch mit dem Radl erreichbar) einkehren. Weitere Stockschilder gibt’s auf dem Weg dahin in Andreas Hofers Geburtshaus. Tolles Museum, da kann man dem Genießen gleich noch ein bisschen Kultur hinzufügen.

  14. Was ist Glück?
    Ihre Tour zu erleben, schätze ich.
    Meine „Spinning-Touren“ einmal die Woche (für Anfänger)
    führen nur rhetorisch-fiktiv durch Gegenden wie Sie sie erleben dürfen.
    Glück ist…kein (Spinning-)Pech zu haben…genauso geschafft zu sein
    wie Sie auf/nach Ihrer Tour, aber ohne Außennaturerlebnis?
    Glück…balanced Selfies…Selfvlies…das goldene Vlies?
    Die Erde ist ein schöner Ort, ein Ort auf dem man glücklich sein kann?
    Würde gern mal mit Ihnen fahren…aber für Anfänger:=)

    • Glück
      Glück/Kunststück/Entrückt/Entzückt/Verrückt
      Selfvlies/Argo-Fahrrad/Wahrrad/Wahre-heit
      Auf/Nach
      Glück
      Ball-Lanzed/Ball tanzt
      Spinning/Rumspinning/Spin-Hen-nig ;=o
      Viel Glück/Glückspilz/Hans
      Im Glück

  15. Hanniball
    Da behaupte einer Ihr Batzis seid entstanden weil der Hanniball die Fuss- & Geschlechtskranken diesseits der Alpen zurückgelassen habe.

    Das nächste mal dann bitte auf einem Elefanten Don Alphonso.

    • Viel Spass in Carthgo
      Gut das sie dran erinnern das mit Gastarbeitern aus Nordafrika nicht immer gut Kirschen essen ist.

    • Das nächste Mal nächtige ich zumindest im Hotel Elefant zu Brixen.

    • Herrje, Gastarbeiter, Ball (2x"ell) flach halten
      Der olle Hanibal wäre blöde gewesen über das Gebiet der heutigen Bazis im Italien der Römer einzufallen. Das wäre etwa so gewesen als wenn der Napoleon über Athen nach Moskau gegangen wäre um bei Borodino einen vor den Latz zu bekommen.
      .
      Der Hannibal und der Hasdrubal sind nachweislich, von Iberien kommend, beim damaligen Theline, heute Le Teil (westlich Montelimar) über den Rhodanus (Rhône) gegangen und dann mit ihren 50000 Fuß-und Reitersoldaten entweder über die Täler der Drôme und der Durance oder über das Tal des Ain, am Mont Cenis vorbei an den Oberlauf des Po.
      .
      Ob die damals in Bayern lebenden Völker das erlaubt hätten, wage ich zu bezweifeln.(DdH)

    • Wir sind so gemischt, ein paar tunesier machen da das Kraut auch nicht mehr dürr.

  16. Zum Weinen schön, werter Don
    ich habe Tränen der Rührung in den Augen und schäme mich ihrer nicht. Glück kann so einfach sein, man muss nur sein Herz dafür offen haben.

    Nun werde ich noch eine Weile schniefen, die Tränen laufen und mein Glück nachher bei einem frisch selbstgebackenen Apfelkuchen suchen.

    PS: Als ich seinerzeit in den 60ern mit den Eltern in Kiefersfelden Urlaub machte, nannte die Pensionswirtin den Achensee Selbstmördersee. Als wir daran vorbeifuhren, verstand ich sie, die Farben des Wassers sind je nach Wetter magisch anziehend.

    • Es gibt da ein ganz intensives Smaragdgrün, aber eben nicht immer. Der See sieht nie gleich aus. Ganz erstaunlich.

  17. Photos
    Lieber Don,
    die Photos werden immer schöner! Ich bin zwar nicht katholisch, aber mit einem richtigen katholischem Hochamt, mit allem liturgischem Drum und Dran, mit Orgel, schönen Fummel und Singsang (die Messe vielleicht auch noch auf Latein; brauch je eh niemand verstehen, gibt ja so viel unkeusches an der Wand zum Gucken!) in einer Kirche wie St. Johannes in Ampass (gehört zum Stift Wilten), da kann halt eine protestantische (Moral-)Predigt, mit einer PastorIn (oder einer Pastorentochter aus der Uckermark) nur in schwarz mit fadem Gesicht, nie und nimmer mithalten!

    Sancta Maria, Mater Dei,
    ora pro nobis peccatoribus
    nunc et in hora mortis nostrae. Amen!


  18. Stockwapperl, echte Stockwapperl! Die gibt es noch!
    Hielt die schon für ausgestorben, denn ich habe seit Jahrzehnten keine mehr gesehen.

  19. Glück ist, das Glück zu erkennen
    Und Danke zu sagen!

    Dann zitiere ich immer den Herrn Geheimrat:

    „Zum Augenblicke könnt ich sagen, verweile doch Du bist so schön.“

    Lg an das Forum und an DA

  20. Einfach schön.
    Text eingeben

  21. All I am is what I'm going after.
    Es gibt Sammler, und es gibt Jäger.

    Der Sammler erfreut sich an maximalen Besitz, d.h. der Ausdehnung der Komplexität innerhalb einer Grenze.
    Er nimmt was er kriegen kann.

    Der Jäger findet Sinn nur in sich, welches er nur spürt, wenn er nicht besitzt.
    Er jagt, was er nicht kriegen kann.

    Und so sehr den Don seine Herkunft auch zum Sammeln drängt, so sehr bricht der Terrier in ihm immer wieder durch.

  22. Kontemplativ
    Wieder ein wunderschöner Text und man möchte einfach nur dort am See liegen und diese wundersamen Wölkchen am Himmel betrachten. Ein extra Danke für den lautenden Engel und den „Genießer in Bewegung“. Der eine möcht man sein, den andren möcht man kennen. Oder hören. Lieber beides.

    • Danke.

      Nächstes Jahr ist das 200-jährige Jubiläum des Rades und ich überlege, ob man da nicht was machen könnte, bevor andere das Thema ruinieren.

  23. höchste Anerkennung auf englisch
    ……. schlicht und einfach :well done!!!!!!!!!!!!!!

  24. Sonnenschein und kaltes Wasser...
    ..ist oft mehr wert als scheinbar viel „wertvolle“ Genüsse. Da haben Sie aber so was von recht, verehrter Don!
    Ich weiß, es ist nicht vergleichbar und dem Puristen ein Graus; aber als ich letztlich zum ersten Mal nach langen Wochen wieder Zeit und Muße zum Motorradfahren hatte, da mußte das trotz 36 Grad im Schatten sein – den ganzen Tag durch die Eifel; koste es, was es wolle! Wie schön war da die Pause im Kylltal, wo man im renovierten Tempelchen der Lindenquelle bei Birresborn einfach frisches Mineralwasser aus dem Rohr konsumieren kann. Echtes Sauerbrünnchen halt. Nur eine Viertelstunde im Gras an diesem friedlichen Ort und die Welt ist Dein Freund.
    Oder alternativ eine Stunde in der Bahnhofsgaststätte Kordel mit Bratkartoffeln und Schwartenmagensalat. Das Moselfränkisch der Einheimischen erdet einen auf wunderbarste in der „Provinz“.

    • Man darf das hier nicht so laut sagen, weil dauernd geklagt wird, dass man zu wenig Teures zu sich nimmt, aber mir hat noch niemand erklären können, was an „viel Teller mit nix drauf“ gut sein soll. Das Restaurant am Tegernsee, das mit dem Namen eines bekannten Restaurantkritikers warb, hatte jedenfalls die unausgewogensten und kleinsten Semmelknödel, die ich seit langem gegessen habe. Mal scjaun, was da bei der Renaissance der deutschen Identität noch alles zu Tage kommt.

  25. einfach nur mitgeniessen
    Sehr geehrter Don! Vielen Dank, dass Sie uns an Ihrer Reise haben teilnehmen lassen. Mit herzlichem Gruß L.H.

  26. einfach schön,
    danke;

  27. Wieviel schöner...
    …wäre es gewesen, ein Mountainbike genommen zu haben und Asphalt Asphalt sein gelassen!

    • MTB ist auf Langstrecke nicht so meines, aber ich überlege, nächstes Jahr mit dem Crosser über das Zillertal nach Sterzing zu fahren.

  28. Gute Leistung,
    bedenkt man das sichtbar vorhandene Körperfett. Nur weiter so!

  29. Ein alter Mann auf Gehstöcken
    Das ist doch das, was wir alle sein wollen, irgendwann alt zu sein und uns dann bei aller Altersmisere an das zu erinnern, was wir an Schönem erlebt haben, dankbar sein, dass wir es vielleicht noch einmal erleben oder sehen können.

    Einen Blick warf jener alte, gezeichnete Herr – er genoß das Schöne des Anblicks.

    Einfach herrlich.

    Vermutlich wird jener mehr von dem Anblick zehren als Sie, Don Alphonso, aber Sie zeigen uns erneut, im Kleinen, Gegebenen liegt das wahre Glück.

    Dazu passt auch Ihre Abfahrt, als wären alle Teufel hinter Ihnen her. Nein, so sind Sie nicht abgefahren.

    Sie haben es rasanter, windumtoster genossen als jener alte Herr seinen vielleicht letzten Blick, aber in ähnlicher Art.

    Sich selbst fordern, leisten, innehalten, genießen und einfach in sich ruhen.

    Den Moment erleben, ganz einfach. Nicht mehr und nicht weniger.

    • Zwei Gehstöcke und autofahren können ist besser als tot sein, keine Frage.

      Und dass das droht, ist auch nicht zu bezwifeln.

      Aber meine Leitbilder sind die alten Männchen auf der l’Eroica, die in der ü80 Altersklasse immer noch an mir am Berg vorbeiziehen. Da will ich hin, auch wenn es viel Demütigung bedeutet.

      Auf der anderen Seite habe ich ja das Drama mit zu wenig Bewegung an einigen Fällen auch mitbekommen. Das war nicht so schön. Also, in den Sattel und die schönen Funde gibt es obendrauf.

    • Melde gehorsamst
      sagte einst Schweik, der eigenwillige Soldat.

      Melde also gehorsamst, heut nicht auf dem Sattel, allerdings per Pedes durch die frische Luft, das Quartier, Veedel, wie immer man das in Köln nennen mag.

      Und, Don Alphonso, Sie haben den emsigen Geissbock angesprochen – gelegentlich bin ich in einem Chat, dort werd ich meines Kölner Wohnortes wegen Hennes genannt, ebenfalls ein Geissbock – ich werds sicherlich nicht mehr mit den ü80ern der L´Eroica aufnehmen können, ich mess mich am Lebenswillen meiner Vorfahren, seit zwei Generationen allesamt über 80 und das voller Aktivität.

      Das muß ich erst mal hinbekommen.

      Aber gut, ich weiß, um den Sattel komme ich nicht herum, damit ich dass vielleicht auch so hinbekomme.

      Mein bisheriges Rad wurde ärgerlicherweise kürzlich von jemand anderem für behrenswert gehalten, so stehe ich nun radlos und auch ratlos da.

      Leider traue ich den üblichen Radhändlern nicht über den Weg und so überlege ich noch, wie ich zu einem tauglichen Tourenrad für den Anfang komme, mit dem ich mich auch in die Ausläufer des Bergischen Landes wagen kann.

      Und schauen Sie bitte nicht so mitleidig, für Kölner ist das fast so etwas wie die Alpenpässe für Sie :)

    • Ich würde mir da wirlich nu ein gebrauchtes Rad kaufen. Eventuell sollte man mal einen Führer machen, worauf man achten sollte.

    • Radkaufführer
      Es sind ja nicht alle so versiert wie Sie und einige andere der Hiesigen.

      Einige wie ich würden sich sicherlich über solche Ratschläge sehr freuen, könnten diese doch so von Ihren allen Erfahrungen zehren.

      Und sich eben aufmachen, radelnd Schönes zu empfinden und zu entdecken.

  30. Andata e ritorno
    Ein leises memento mori scheint über den Zeilen des Autors zu liegen wie eines dieser Dampfwölkchen, die aus schattigen Schluchten und bewaldeten Hängen im Hintergrund der fotografierten Landschaften aufsteigen.
    Der Frühherbst, Altweibersommer geschmäht, als Bild von Jahres- und Lebensabschnitt?
    Rilkes „Wer jetzt kein Haus baut …“ aktualisiert zu „Wer jetzt kein Rad hat …“ (mit funktionierendem Umwerfer selbstverständlich)?

    Bildlich zu entdecken sind …
    Ein beredtes Selbstbildnis im Spiegel und im Vorbeiflug vor hoch aufgetürmten Steinmauern.
    Etwas Blechtand vom Souvenirladen auf dem hohen Pass oder am Wallfahrtsort.
    Das stehengelassene Rad des Kirchgängers in der Kirchhofallee.
    Die überschäumende, dem Tod trotzende Sinnlichkeit des Rokoko – ein Kompositionswort aus ‚roc‘ (Fels) und ‚coquilles‘ (Muscheln), die letzteren möglicherweise einen ganz persönlichen Jakobsweg andeutend und ein damit verbundenes Gelübde?

    Das etwas zögerliche Ankommen zuhause, im vorläufig gedankenleeren Bewusstsein darüber, dass dort eines Tages der Sensemann wartet oder die Wehmut über ein irgendwann nicht länger zu vermeidendes letztes Heimkommen.

    Alles in allem ein großartiges und unerwartetes Geschenk, das Sie Ihren Lesern mit dieser Serie authentischer Reportagen vorgelegt haben. Danke!

    • Gern geschehen! Das Rüber-und-Nüber habe ich mir tatsächlich lang geschworen, aber für den Pilger bin ich zu ungläubig, hedonistisch und sinnesfroh.

  31. Auf dem Sattel in der Mittelmäßigkeit des willfährigen Kleinbürgertums erstarrt?
    Lieber Don Alphonso,

    ach, wie hübsch, sie sind wieder unterwegs, so als „Stütze der Gesellschaft“, oder?

    „Viele Arbeiter begaben sich unter dem Motto „Flucht in die Natur“ ins Freie.

    Jedoch machten sich bei den Arbeitern auch Zweifel breit, da sie
    befürchteten ihre politischen und gesellschaftlichen Pflichten durch den Sport zu vernachlässigen.“
    (Aus:Fritz Wildung: Arbeitersport. )

    Na, dann hübscheln sie mal weiter so auf Ihrem Sattel.

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe ( http://www.objectbe.blogspot.com )

    • Was ist an „vor der Kiste sitzen und Büroluft atmen und Kantinenessen“ so gut?

    • @Don Alphonso
      Lieber Don Alphonso,

      der Große Intellektuelle fragt „Was ist an „vor der Kiste sitzen und Büroluft atmen und Kantinenessen“ so gut?“

      Wir Alle haben Sie doch kennenlernen dürfen als jemanden, der kein TV-Gerät besitzt, der nicht sein Leben in einem Büro verbringen muß, sondern lieber seine Gedanken am Ufer eines bayerischen Sees niederschreibt, wie auch seine Süßspeise auf der Terrasse eines Caffee´s genießt und nicht in einer Kantine.

      Und wie die hier zahlreichen Kommentare zeigen, lieben die Menschen ja Ihre Ergüsse der Naturbetrachtungen.

      Auch würde kein Mensch illusorische, wie überfordernde Gedanken in sich tragend, in Ihnen einen kleinen Émile Zola, mit einem tagtäglichem „J’accuse“ sehen wollen, nach dem Motto: Und täglich grüßt das Murmeltier.

      Vor wenigen Tagen schrieb Martin Booms in der NZZ:

      „Die Hauptgefahr droht der Demokratie nicht mehr dadurch, dass sie von ihren Gegnern überwunden, sondern dadurch, dass sie von ihnen vereinnahmt wird.“

      So ein Mensch des Geistes, wie Sie, unterbricht da kurz die Betrachtung der Erhabenheit der alpinen Natur und denkt vielleicht: Murphy !

      Ja, Murphy, wo in einer Gesellschaft alles ist und sein kann, ohne, daß daran etwas zu verändern wäre.

      Nun, wer ist schon gerne ein Einzelkämpfer und der Verstand sagt nicht am eigenen Stuhl zu sägen.

      So enden intellektuelle Enzykliken „Der Stütze der Gesellschaft“ zu den brennenden Themen in der frenetischen Betrachtung von Fahrradzubehörteilen in der spätsommerlichen Alpenlandschaft und die Überwindung des „inneren Schweinehundes“ läßt sich auf die Überwindung einiger Höhenmeter reduzieren.

      Sogenannte Intellektuelle sind zarte Wesen und zurückhaltend geworden, wie sie vielleicht auch müde sind.

      Und so mancher dieser eigentlich so wichtigen Spezies verlagert seinen deskriptiven Stil in eine nüchterne Bemerkung wie:

      „Für bayerische Verhältnisse bin ich schlank!“

      Seien Sie herzlich gegrüßt
      ObjectBe ( http://www.objectbe.blogspot.com )

    • ...and it takes a wolf to catch a wolf.
      Sorry, Frau am Pool im Luxus-Exil.

      Wird nicht funktionieren, das mit dem Don.
      Der Don ist zu eigen für Fremdsteuerung, und letztlich zu gut erzogen, um radikal wegzubeißen.

      Es ist wie immer: die lästige bloodwork muss man immer selber erledigen.

  32. Schöön!
    Danke für Ihren gefühlvollen Artikel.

  33. Sehnsucht
    Wie sehnt man sich doch nach diesem wunderschönen TMT Berichten das Alter herbei, bei dem die Kinder alt genug ode schon aus dem Haus sind. Hach…

    Wobei die Bilder sicher zum Teil täuschen. Denn ein Teil der Strecke war sicher vom unüberhörbaren Lärm der Inntal bzw. Brennerautobahn geprägt. Man hört diese Verkehrsmonster ja leider manchmal weiter als man es sieht…
    Wahrscheinlich Anlass genug, diesen Teil der Stecke möglichst schnell hinter sich zu bringen ;)

    Warum eigentlich nur TMT und nicht TMT500?

    • TMT steht für Tegernsee.Meran-Tegernsee und sub500challenge für den Preis des Rades. Ich könnte ja auch mit einer 15 mal so teuren Kiste fahren. Ohne dass es mehr Spass wäre.

      Ich denke, Kinder ab 14 können so etwas machen. Ausserdem habe ich Bekannte, die sich mal 5, 6 Tage losmachen und so etwas tun können. Das ist dann auch gut für das Familienklima :)

      Die Autobahn bekommt man hin und wieder mit, aber nur auf 15km am Brenner und 40 km im Inntal. Wenn erst mal in Bayern die Schule wieder anfängt, wird es nochmal deutlich weniger.

    • TMT
      Anfangs hatte ich es mit Trans-Mountain-Tour übersetzt.

    • Zu denglisch!

    • denglisch
      sub500challenge
      :-)

    • Das ist eine Hommage an Top Gear, die ja auch immer so challenges hatten.

  34. Erinnerungen wurden wach, Danke Don
    Klasse, schöner Bericht über eine Mountainbike-tour, die mich an eine ähnliche Situation erinnerten, die ich persönlich machen konnte vor etlichen Jahren. Mit 2 Fussballkameraden ging es los…allerdings im Schwarzwald.
    Sind runter bis Basel, zwischendurch den Feldberg hoch, im Freien geschlafen im Schlafsack und auch in einer Herberge und privat in Rust nahe dem Europapark. Sind am Rhein entlang zurück um dann die Schwarzwaldhochstrasse in Angriff zu nehmen damit wir wieder nach Hause fahren. War anstrengend aber echt ein tolles Erlebnis. Alles ohne SCHIEBEN.
    Hatten schönes Wetter und gingen auch baden in den Seen, haben immer wieder „getankt“…“Radler“, aber nicht zu viel natürlich, gut gegessen und wurden überall freundlich empfangen mit unseren MBs.
    Das bleibt unvergesslich!
    Schön, daß es Heute noch Menschen gibt, die sich das trauen (bei dem Verkehr).

    • Bitte :)

      So schlimm war der Verkehr gar nicht, und ich habe keinen Zweifel, dass es früher oder später auch mal gut ausgebaute Radfernstrassen über die Alpen gibt.

      Das ändert aber nichts daran, dass man nach meiner Erfahrung auf dem Rad sehr viel freundlicher als im auto empfangen wird, und alles direkter und intensiver erlebt, selbst wenn es keine besondere Bedeutung hat. Man kommt ganz schön weit und hoch und lernt viel über sich selbst.

    • Was Öswtereich fehlt, ist eine funktionierende Demokratie ohne Systemparteien.

    • Österreichische Verhältnisse
      die auch anderswo herrschen, beklagt heute Thomas Schmid in der Welt
      http://www.welt.de/debatte/kommentare/article158000386/Dringend-gesucht-Alternativen-fuer-Deutschland.html

      Sehr stimmig u.a. die Formulierung dort:
      Denn je stärker Parteien wie die FPÖ oder die AfD werden, desto mehr fallen bei den übrigen Parteien im politischen Paarungsverhalten die Hemmungen. Es geht, was geht. Hauptsache, es stimmt rechnerisch: 50 + 1.

    • Ich halte das Verteufeln der AfD und jetzt auch CSU für einen Fehler von Leute, die nicht mehr wissen, was auf dem Land los ist. Die sitzen halt entkoppelt in ihren Redaktionen, wo die meisten sehr ähnlich denken und meinen, die ganzen Hintergründe zu kennen. Solche Beiträge bewirken bei uns gar nichts. Null.

    • Schmid verteufelt nicht die AfD, sondern die Verhältnisse
      bei uns, Österreich und anderswo, die aus Angst vor der AfD o.ä. Parteien Riesen-Koalitionen der etablierten hervorbringen. Demokratisch findet er das nicht, sondern sehr bedauerlich.

      Zitat:
      Politiker sagen nach Wahlen gerne, man werde die Koalition bilden, die der Wählerwille gewissermaßen vorschreibe. Es ist leider, von den Rechtspopulisten so nachhaltig wie nie zuvor an den Tag gebracht, immer klarer zu erkennen, dass das nicht stimmt.

      Es ist gefährlich für das Funktionieren der Demokratie, dass nun plötzlich jedwede Koalition tragbar wird, solange die Neinparteien nicht daran beteiligt sind.

  35. Alles schön und gut,
    aber wer kann sich diesem ständigen geradelten Müßiggang mit wechselnden Fahrrädern durch wunderschöne deutsche Landschaften auf Dauer leisten, wie der geehrte Don ? Mittlerweile ist zwar jeder Deutsche Millionär, aber eben nur „Migranten-“ und nicht Euro- millionär. Die überwiegende Mehrzahl der Leser hier bekommen ihre Schweißausbrüche nicht beim Radeln, sondern beim Steuern erarbei-ten. Daher dienen meiner Meinung nach solche Beiträge eher dem Frustaufbau, statt -abbau.

    • Sie können sich ja ein Rad kaufen. Meines hat, auf den gefahrenen Kilometer gerechnet, einen Euro gekostet, mit der Tendenz zu weniger mit jedem weiteren Euro. Ich fahre jede Woche zwischen 200 und 300 kilometer, insofern amortisiert sich das schon recht schnell. Es ist also nicht teuer, und auch die Hotels waren jetzt nicht überexklusiv.

      Es ist also ein bikkiges Vergnügen. Arbeiten muss ich auch.

    • Frustaufbau
      Ne, Glück ist auch, sich über das Glück und die Freude sowie den Erfolg eines anderen freuen zu können. Und das uns DA an seinem Glück teilnehmen lässt finde ich gut. Danke schön dafür. Nichts ist trauriger als ein verbitterter, neidischer Mensch für den das Glas immer nur halbleer ist. Ausserdem ist es traurig schöne Erlebnisse mit niemanden teilen zu können. Also ruhig mehr solcher schönen Reiseberichte, motivieren sie mich doch, mir auch mal wieder meine alten Bilder anzusehen. Früher gab beim Besuch von Oma und Opa immer Dia Abende auf dem gestärkten Laken.

  36. Zugegeben, etwas holprig mein obiger Auftritt, aaaaber verehrter Don
    „…schütte eine Flasche kaltes Wasser in mich hinein: Ein grösseres Glück kann es in diesem Moment für mich nicht geben.“
    .
    Fürs Erste ganz in Ordnung, gegen Durst und unangenehmen Anstieg der Körpertemperatur, zumal das Wasser der freien Natur köstlich schmeckt (wir nehmen uns in dem kleinen Provence-Örtchen Savoillans aus dem Brunnenrohr am Lavoir, das Wasser vom Mont Ventoux herabführt, immer einige Kanister mit nach Deutschland. Angeblich schon bei den Römern in hohem Kurs. In Verbindung mit dem Holzofenbrot des dortigen Bäckers mit der freundlichen japanischen Frau fast ein Weinersatz)
    .
    Aber in Südtirol-und überhaupt in Italien ganz und gar auf ein Gläschen Wein zu, wenigsten zur cena eines, zu verzichten, käme mir genau so unkommod vor wie eine 15%-Rampe auf 2 Kilometer Länge.
    .
    Ihre Fotos werden immer gestochener und ich sehe, Sie bauen Ihre Stockschilder-Sammlung am Rad weiter aus. Aber denken Sie an die Brücken, an denen peu à peu die Verbote erlassen werden, diese Liebesschlösser anzubringen. Aus Gewichtsgründen.
    .
    Ignorant von diesem Malerburschen, der jenen Spruch an die Hauswand schrieb und die Glaubensrichtung vergaß, die hier dabei ist das Kommando zu übernehmen. Gibt es denn dort in jenem Ort keine Initiative, die darauf drängt diese gewollte oder ungewollte Mißachtung aus der Welt zu schaffen? Oder werden dort Muslime von Haus aus unter „Heiden“ kategorisiert?
    .
    Ich meine, wenn jetzt doch da afrikanische und vorderasiatische, streiche Heimatvertriebene, setze lampedusadeportierte durch die Dörfer nach Norden wandern, sollte doch so viel Anstand sein, das Wort „Heide“ durch „Musi“ „oder „Mosi“ zu ersetzen. Übrigens, dem Wohlklang des Spruches würde ein „e“ am Ende vom etwas despektierlichen „Jud“ keinen Abbruch tun. Reden Sie mal mit Ihren Wirtsleuten. Und weiterhin bonne route.

    • Der Spruch steht da sicher schon länger, und Heide ist alles, was kein Jud oder Christ ist. Es gibt im Islam ein alkoholverbot und im Christentum eines des Geschlechtsverkehrs vor der Ehe. Mei.

      Ich trinke halt keinen Alkohol und ich denke, das ist auch ganz gut so. Ich muss ja was leisten und torkle bergauf auch schon jetzt genug.

  37. Belin
    Helles Glück, übrigens durchaus mit der dunklen Ahnung seines Endes, gibt es auch in Berlin (!) auf der glitzernden Unterhavel auf einer Jolle unter Sonne und Wölkchen bei sanfter Brise …

  38. kein schöner Berg zu dieser Nacht
    Ein Trauma, 33 Leute hängen über Nacht über der Vallée Blanche:

    http://www.spiegel.de/panorama/mont-blanc-mehr-als-100-gondel-passagiere-gerettet-a-1111589.html

    Fahrrad ist sicherer.

  39. ;-)
    Lieber Don Alphonso,

    die Bilder sind wirklich zu schön um wahr zu sein,
    und sie ziehen meinen Geist von der Arbeit in die Freiheit.

    Lieben Dank !

  40. Vom Erzwingen des Glücks würde ich nicht sprechen, vom Festhalten auch nicht.
    Aber es lässt sich viel, sehr viel dafür tun. Ob’s dann Glück wird ist beinah schon egal. Berge, Täler, Flachland, Flüsse, Strände, Fahrrad, Kajak, zu Fuß – alles egal. Ohne eigene(!) Bewegung kein Glück. Es gehört gewiss zu den ganz großen Irrtümern, dass man sich als Autofahrer bewegt. Man wird bewegt. Und zwar auf eine ziemlich fragwürdige Weise mit noch viel fragwürdigeren Folgen.

    Wir sind, ich staune heute noch, dass die Eltern das damals erlaubt haben, mit 15 (kurz vor Jaruszelski) von Halle/Saale über Szczeczin, Ostseeküste, Gdansk nach Warschau und westwärts wieder nach Hause. Drei Freunde mit insgesamt 5 Gängen an den Rädern, einem viel zu kleinen Einfach-Dach-Baumwollzelt, keine Isomatten, zuwenig Geld, schlechte Karten, zu schweres Werkzeug, 8 polnische Vokabeln, nicht so tolle Radtaschen, keine Regenkleidung…

    Wir fuhren in die Weltstadt Warschau ein, etwas bang und gleichzeitig vor Stolz platzend. Die ersten Marlboros, das erste Mal amerikanisches Zuckerwasser aus den hübschen Glasflaschen. Kuttelsuppe für alle, bis die zwei Freunde erfuhren, was da in der hervorragenden Suppe schwamm. Die erste Nachtbar mit dem ersten richtigen(?) Whisky (zuviel). Das erste Klavierkonzert im Łażienkipark am Chopin-Denkmal. Auf dem Trödelmarkt die erste und einzige Wrangler, die dann vier Jahre halten musste. 90 DDR-Mark. Danach war die Reisekasse beinah leer.

    Seitdem bin ich eigentlich nicht mehr vom Sattel runtergekommen. Die Schönheit und das Glück fanden mich erst später. Obwohl:Die Schönheit ist immer mit unterwegs. Selbst schuld, wer sie nicht bemerkt. Und das Glück? Gestern habe ich vor einer Kreuzung mal wieder einen rechts abbiegenden Autofahrer gesehen, der mich nicht gesehen hatte. Also flott abbog. Glück gehabt. Mal wieder. Eigentlich immerfort.

    (Und in Autos steige ich nur, wenn es denn wirklich mal keine andere Möglichkeit gibt. Stinken einfach zu sehr.)

    • Das war die Nachkriegsgeneration meine Eltern waren da auch nicht anders. Die wollten, dass ich auf eigenen Füssen stehen lerne. Daher auch mit 16 in die Fabrik und dort das eigene Rad erarbeitet, und es hat mir nicht geschadet.

      Sagen wir mal so: Glück herauskitzeln und sich daran erinnern. Das kann einem keiner mehr nehmen.

  41. Jo :)
    Glück ist Sekundensache.. schrieb Schnitzler. Das Ihrige ist beim Lesen übergesprungen. Danke. Und wissen Sie was? Ich gönne es Ihnen aus ganzem Herzen.

  42. Was sonst noch so verborgen läuft
    Nebenbei:
    In unseren Zeitungen durch die Bank klein gekocht, versteckt:

    Mutmasslich geplantes Terrorattentat im vierten Arrondissement, nahe Notre-Dame, also touristenreich:
    http://www.nzz.ch/international/europa/mutmasslicher-anschlagsversuch-in-paris-frau-bei-festnahme-angeschossen-ld.115788

    Schöne Tour, übrigens. danke für wie immmer herrliche Buidl.

    • ES IST JA NICHTS PASSIERT!

      Redet noch jemand von Nizza oder Ansbach?

      Die Bilder machen sich wie von allein.

  43. Gepäck
    Sinnlos und wundervoll – eine schöne Anregung und Kontemplation.

    Zurück im praktischen, würde ich mich die gewählte Gepäckträger/ Packtaschenlösung interessieren, die recht old schoolig- elegant wirkt (Filson o.ä.?)

  44. ..." Die Karte zeigt,
    daß man sich an der Seite des eigentlichen großen Brenners befindet, von dem aus sich die Wasser sich ringsum ergießen. Vom Äußern des Menschengeschlechtes habe ich viel aufgefaßt, Die Nation ist wacker und gerade aus vor sich hin. Die Gestalten bleiben sich ziemlich gleich, braune, weltoffene Augen und sehr gut gezeichnete bei den Weibern; dagegen blonde und breite Augenbrauen bei den Männern. Diesen geben die grünen Hüte zwischen den grauen Felsen ein fröhliches Ansehn. Sie tragen sie geziert mit Bändern oder breiten Schärpen von Taft mit Franzen, die mit Nadeln gar zierlich aufgeheftet werden. Auch hat jeder eine Blume oder eine Feder auf dem Hut. Dagegen verbilden sich die Weiber durch weiße, baumwollene, zottige, sehr weite Mützen, als wären es unförmliche Mannesnachtmützen. Das gibt ihnen ein ganz fremdes Ansehn….“ J.W.v.G, 9.September 1786
    .
    Don, wie wäre es mit einem Artikel über fremdländische Kleiderordnung? (DdH)

  45. .
    Ach wie wunderbar, denkt eine Genießerin in Bewegung, die sich erfreut, dass es andere gibt, die ebenso empfinden.

  46. kein Frustaufbau mit den SdG
    @Gast um 8:10 – Ich kenne mich in journalistischen Dingen zwar nicht aus, aber ich würde schon sagen, dass die Leitung eines SdG Bloges im Rahmen der FAZ Arbeit ist. Schließlich muss man ständig neue Ideen haben und politisch auf dem Laufenden bleiben. Ob man nun als Journalist in Berlin herumhängt und darauf wartet, dass die gnädige Frau Kanzlerin irgend etwas sagt, was man dann als gutbezahlter Sprecher im ZDF oder ARD ausführlich kommentieren kann; oder ob man mit dem Radel über Alpenpässe fährt und Photos macht, ist doch eigentlich nicht so verschieden. Oder würden Sie auch sagen, dass die ZDF und ARD Elite mit ihrer Berichterstattung und Kommentaren zum Frustaufbau einladen?
    .
    Außerdem muss ein SdG Blog Autor ständig Kommentare lesen. Manche sind ganz schön lang und nicht unbedingt geistreich. Aber jeder hier darf schreiben, was er will (im Rahmen der FAZ Ethik). Die gutbezahlten Journalisten von ARD und ZDF haben es dagegen leicht. Die haben kein virtuelles Haus der offenen Tür, sondern laden nur ein, wer in ihre deutsche Weltanschauung passt.
    .
    Ich bin froh, dass ich nicht in Deutschland lebe und die ZDF und ARD Elite nicht zwangsweise mitfinanzieren muss. Das würde bei mir zu ernstem Frustaufbau führen.

  47. Schöner Bericht, noch schönere Bilder
    Lieber Don Alphonso,
    es hat sehr viel Freude gemacht Ihre Berichte zu lesen. Schön, dass Sie hoffentlich wieder gesund zurück sind (vielleicht ausser Muskelkater?). Danke für Alles und viel Erfolg für die Zukunft.

  48. Triumph höherer Kurven über flache WSD-Niederlagen
    Welch schöne Aufforderung zu einer Pause!
    Dieser großzügig ausgeschwungene Wasserspender über einem Steinbecken mit seinem Extra-Areal. Und offenbar so gepflegt.
    Kein Stück verächtlich abgelegten Unrats. Null Wahlplakat.

    Erinnert mich an die Quelle vor dem Haus meiner Kindheit. Von diesem Quellwasserort habe ich viel gelernt.
    Zum Beispiel nicht nach Poona zu müssen.
    Und auf das Tragen einer Mala durchaus verzichten zu können, um das Hier und Jetzt Ruhe spendender Orte auf mich wirken zu lassen. Denn Anstrengungen aller Art gibts eh immer.

    Glücklichsein: Ich denke ja nachwievor, jeder ist empfänglich dafür, aber manche mühen sich sehr umständlich ab: Auf einer Reise in die Bretagne war ein Freund dabei, der alle paar Kilometer zum Anhalten nötigte, weil er transzendentale Meditation nach Maharishi Mahesh Yogi absolvieren mußte, etwa so wie ein Klavierspieler seine Fingerübungen braucht. Es war mir nicht peinlich das beobachten zu müssen, ich rätselte nur wie scheinbar unbeeindruckt er vor der Hampelei meiner dänischen Freundin
    ( sogenannte blonde Zigeunerin) bleiben konnte, selbst dann noch als sie auf meinen Rücken sprang und rief: laß den Tyskmann, jetzt reiten wir allein nach Quimperlé, – während seine Freundin im Auto rum schmollte.

    Man muß dem Glück, ob allein oder mit anderen, auch etwas abgewinnen können, wenn man es erzwungen hat.

    Vielen Dank für die erfirischend virtuelle Gebirgstour!

  49. Gezwungenes Glück
    … noch schnell über die Alpen
    .
    http://www.pferdebilder.info/Bilder/32/images/15_3305-730-60.jpg

  50. "Jajasoso" das bin ich....
    Werter Don, wollte nur noch auf die schönen Fotos ansprechen….die sind echt sehr gelungen. Und das Glück ist eben ein Gefühl, welches jeder für sich entscheidet es als solches zu empfinden im entscheidenden Moment, die kalte Dusche der Kehle mit dem Wasser als Glück zu empfinden …JAAA, das kann ich mir echt vorstellen. Hitze und eine trockenen Kehle nach einer anstrengenden Bergauffahrt…was für eine Wohltat, wenn das Wasser den Gaumen und die Kehle benetzt.
    Das andere ist wohl auch Glückssache: mit dem Radl um das Dirndl
    Der Spruch an der Wand der Gaststätte ist echt authentisch und entspringt einer Zeit vor unseren Ur-Grossvätern….scheint noch aus dem späten Mittelalter zu stammen.
    Weiter so Don…

    • Ich mag einfach diese offene Unbefangenheit, die darin zum ausdruck kommt. Der Mensch als Säufer und nicht als Gläubiger.

  51. "... und ein nachträglicher Sommer fiel ein von solcher Pracht, dass es zum Zerwundern war. Wohl
    zweieinhalb Wochen herrschte Himmelsherrlichkeit über Berg und Tal, und ein Tag überbot den anderen an blauender Reinheit.“ http://tinyurl.com/hqgclc3

    Musselinkleider & Leinwandhosen, jaja. Aber vor allem WIE einer da erzählt, das ist wie bekannt der Hit. „Freilich waren da, näher zugesehen, noch die Wiesenblumen, die leise zur Sache redeten und gaben Bescheid über eine gewisse innere Frische der oberflächlich erhitzen Athmosphäre.“ (Ende September 1907, um genau zu sein.)

    Wer das nicht kennt und achtet, kennt Deutschland nicht, nicht Mitteleuropa, und auch die die deutsche Sprache, mit der ihr unbedingt anhangenden Art zu denken. Nie war es anders herum, wie die Auslande, die besseren zumindest, schon lange wissen. Der deutsche Dichter aber wäre nur „das Mittel ihrer inneren Gesamtheit in jedem Augenblicke Präsenz zu verleihen“. Wir wollen es nicht vergessen.

    Recht Informierte führen also ggfls. nie wieder mit dem Rad über die Berge ohne der Wiesenblumen zu achten, die ggfls. rechts und links der Paßstrassen leise zur Sache redeten, oder auch nicht, so ist es nun einmal. Und man unterschiede auch schon mal die Fahrenden gemäß ihrer Kenntnisse im Gespräch, auch das.

    Aber Herr Don ist auch ein Dichter und Erzähler, nur immer weiter so wunderbar!

    • Sie werden lachen: Im Trachtengeschäft in Gmund haben sie gerade wieder Sommerkleiden im vor-Anoo-14-Schnitt. Ganz leicht.

  52. „Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, ...
    …Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.“ ― Wilhelm Busch

    Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass ich an Ihrer TMT-Reise aus der
    Ferne durch Ihre wunderbare Schilderung in Wort und Bild teilhaben durfte. Eine wunderbare „Zeitreise“ zum Ende der „Sommerfrische“. Da ich Ihre befahrene Route aus eigener Erfahrung gut kenne, war es für mich ein Vergnügen, vertrauten Orten durch Ihre Schilderung ganz nahe zu sein.

    Bei Ihrer Reiseschilderung kam mir ein Zitat des Aufklärers Freiherr von Knigge in den Sinn, der einst formulierte: „Zum Reisen gehört Geduld, Mut, Humor und dass man sich durch kleine widrige Zufälle nicht niederschlagen lasse.“

  53. Glück auf zwei Rädern
    (mit Motor dazwischen, sorry) Ich dachte schon häufiger, dass sich möglicherweise einer der glücklichsten Momente meines Lebens bei schönstem Herbstwetter im Kleinwalsertal ereignete, als sich die drei Maschinen (2 x Guzzi, 1 x BMW) mit geringem Abstand wie choreographiert durch eine rechts-links-rechts-Kombination nach oben bewegten. Da ich hinten fuhr, war die Ansicht perfekt und ich glaube, dass auch eine Träne im Spiel war.

  54. Danke.
    Ihre Artikel sind einfach spitze und treffen den Nagel auf den Kopf. Machen Sie bitte noch lange weiter. Es gibt (für mich) sehr wenig Autoren die in Blogs, bzw. im Internet publizieren, welche nicht austauschbar sind. Sie sind einer von denen, die nicht zu ersetzen sind. Nochmals danke.

  55. Don Alphonso, 9. September 2016 um 11:02 Uhr
    „…fast gelyncht.“ In solche einem Fall eine rechte Tracht Prügel kann einen teuren Prozeß mit dudu-Endergebnis einsparen, überhaupt bei der umfassenden Vernetzung der Prügelbedürftigen. Wenn die Dorfpolizei g´scheit ist schaut sie ein Weilchen heimlich zu. Es könnte nacherd auch auf den Eingriff des Staatsanwalts verzichtet werden. Altes französisches Verfahren der Gens d´Armes: kurz mal ums Eck, sicherstellen, dass keine von Dons Berufskollegen da sinnlos rumfotografieren….. Kann Wunder wirken.
    .
    Gegenreden sind bei mir wirkungslos. (DdH)

    • Naja, man kann das auch tradition nenne, aber ganz ehrlich: Es gibt gute Gründe, warum die Kollektivjustiz in Bayern ausgerottet wurde.

  56. Das Glück...
    … ist nicht käuflich, man muss es sich selbst machen. Ob sportlich den inneren Schweinehund überwindend oder mit Blick auf den ersten sonnigen Huflattich am Wegesrand, wenn es endlich apert.Oft sind es Klienigkeiten, man muss sie nur sehen.Es kann ebenso an einem schönen Novembertag passieren, wenn der nach Honig duftende Winterschneeball noch mal zig Schmetterlinge lockt oder im Winter, wenn plötzlich 10 Dompfaffe auf ihm Platz nehmen und man meinen könnte,es seien Rote Blüten.

    In solch einem Brunnen kühlt der/die SennerIn Milch und Rahm und auch das Feierabendbier und wir unsere Unterarme und Ohrläppchen, um frisch weiterzuwandern bzw. zu radeln.

    Ein schöner Reisebericht, Don Alphonso, herzlichen Dank dafür.
    Fahren Sie eigentlich auch Ski – wegen der Geschwindigkeit, die Sie lieben, wenn alle Heiligen Sie schieben…

    • Nein, ich gehe Rodeln. skifahren macht die Landschaft kaputt, und es ist mir zu voll.

    • Titel eingeben
      Unser Naturschutzgebiet ist ein Geheimtip für Tourengeher, auch schön anstrengend. Da stehen am WE immer viel Autos unten auf den Parkplätzen.Rodeln ist auch nett und Tempo kommt auch auf.

    • Pardon, aber dees is grüner Schmarrn
      Nee, also, Skifahren macht michts kaputt. Im Sommer sind da fette Kühe drauf. Voll ist es nur, wenn die Schulkinder Ferien haben und am Wochenende. So’n Schmarrn.
      Skifahren ist ein Wirtschaftsfaktor. Was sollen denn die Tegernseer zu so was sagen oder die Axamer?

    • Es gibt hier fast keine Skigebiete mehr. So einfach. Klimawandel halt.

    • moralisch kein Höhepunkt Ihres Schreibens
      Ich finde es nicht gut, wenn man etwas nicht kann oder will und verbrämt das dann moralisch.
      Das wird leider ständig gemacht in diesem Land.

    • Werter Don, fahren Sie in der Schweiz Ski .... da ist es unter der Woche schön leer ...
      … und am Wochenende sind auch nur die Schweizer dort, die nicht bereits nach Österreich fahren.
      .
      Dass die Landschaft kaputt geht, kann ich auch nur aus Österreich und Frankreich bestätigen. In der schönen Schweiz endet die Saison halt früher oder die Piste wird einfach gesperrt, sobald der Schnee kackbraun wird.
      .
      Die Piste, die ich die letzten Winter hinunter gebrettert bin, die ist heute noch -wie zu allen Zeiten vorher auch- einfach nur eine schöne Almwiese; vom Hochstuckli hinab in das phantastisch schöne Gasthaus an dessen Fusse.

    • Ich bin da irgendwie raus. Ich gehe mit dem Rodel lieber bergauf, als dass ich im Lift sitze.

    • Seen einfrieren
      Man kann auch mit den Brettln bergauf gehen, wie Philomena andeutet. Machen viele hier, in Lenggries auch.
      Der Schnee kommt meistens später und bleibt länger. Sie reden diese Mär nach, aber die muss so lauten:
      Weihnachten ist oft nicht mehr genug Schnee da.
      Der Schnee aber bleibt häufig bis Ende Mai, die Gletscher legen dann sogar ein Stück zu.
      Bremser ist hier also nicht die Natur, sondern der hölzerne Mensch mit seinem System. Die Skigebiete machen nicht länger, die meisten Schulen geben keine Skiferien Ende Januar.
      Die Skigebiete sind alle vorhanden und ab Ende Januar in prima Zustand. Letzten Winter war’s in Bayern etwas dünn, aber das sind nicht die Hochalpen in Bayern, sondern nur der Beginn der Alpen, Vorgebirge, wenn man so will.
      Skifahren Mitte Januar bis Mitte März außerhalb von Bayern: Meistens kein Thema. Lech? Glücklich, wem die Sonne lacht. Ischgl? Idem. Arosa? Einziges Problem die Anfahrt bei Schnee. Saastal? Wunderbar. Einen Tag weniger, und der Preis ist derselbe. Madonna? Kein Schnee?
      Aber es ist doch so: Am 25.12. packt der Familienvatta den Sharan, und es muss immer eine Woche sein, und der nächste Termin ist Ostern. Hamburger, die Skiferien haben, oder Holländer jammern nicht so.

      Gerade hatte ich letztes Jahr im April die Winterreifen ‚runter und musste nach BaWü, da fängt’s doch glatt an, erneut zu schneien. C’est la vie.

      Meine Ahnung: Sie haben’s nicht gelernt. Und das ist gar kein Problem. Dieses Pässeradeln ist sehr imposant und schwieriger als unsere Liftfahrten, die aber schön sind. Und Sie kommen an die gleichen Hütten, nur wenn kein Schnee liegt. Alles paletti. Aber Schnee ist da, gloab mir.

      Letztes Jahr habe ich mir diesen Grindelwaldgletscher angesehen. Ich weiß nicht, ob der eingeschmolzen ist. Der liegt ja voll nach Norden, steil. Ich glaub eher, dass der langsam abgestürzt ist. Grund: Die Schwerkraft.
      Aber das will ich nicht wegreden, wenn die oben drauf liegen wie der Aletsch und exponiert sind, oder wenn sie so hoch liegen wie der Montblanc-Gletscher. Nur hat das wenig mit Schnee zu tun, sondern mit Wärme im Sommer, über die sich keiner mehr freuen darf, weil Klimawandel, oha. Außerdem mit dem Ende der letzten Eiszeit, denn die schmelzen schon lange. Die meisten Alpenseen sind geschmolzene Gletscher, oder. Wollen wir die wieder einfrieren?

    • Werter Oberländer, Sie sagen es ...
      …. was gibt es schöneres als an einem Sonnentag im Weiss der Berge umringt von Gletschern unterwegs zu sein. Wenn die Sonne scheint und der blaue Himmel mit dem Weiss um die Wette strahlt, dann ist es eigentlich fast egal wie und wo.
      .
      Die Gletscher muss man einfach bei schönstem Wetter gesehen haben so lange es noch geht … das ist so ähnlich wie mit den schönsten Korallen-Tauchrevieren. Da ist es auch egal ob als Schnorchler oder mit Rebreather ausgestattet – wichtig ist nur die Brille, sonst sieht man halt nix.

  57. Ein wunderschöner Text mit traumhaften Bildern, auch diesmal herzlichen Dank, lieber Don Alphonso.

    Sonst atmete meine Seele auf, hier über die Leichtigkeit des Lebens lesen zu dürfen, statt mich mit dem Dauerthema Merkel und Flüchtlinge zu beschäftigen… Die Dosierung der thematischen Wechselbäder zwischen den Blogs ist Ihnen, werter Don Alphonso perfekt gelungen, auch das Timing.

    Vielen Dank noch einmal, dass wir durch die reizende Serie an Ihrem Fahrradtour teilhaben durften.
    Die Stockschilder sind sehr schön.

  58. Totalmente OT, aber
    wer entschlüsselt mir die aktuelle Titelseite der „FAZ Woche“. Da trägt so eine Art Mönch ein blau gekleidete Frau mit Megaphon in der Hand.
    .
    Danke im Voraus. (DdH)

  59. Billig, Highligts
    So ganz habe ich immer noch nicht verstanden wieso der Wert des Rades so betont in Erscheinung tritt.

    Mein Viner/stahl war auch ein Schnäppchen,..war!
    Zum Genuss des Fahrens. Als einen weiteren Punkt könnte man beim passfahren die vielen tollen Formationen erwähnen, die man im Gegensatz zum Autofahrer zumindest bergauf schauen darf.
    Die vielen kleinen Pflanzen am Wegrand. Moos , marmootte, Gemsen und Rehe.
    Die durch Wind und UV-Strahlen geformte Arve, .Herbstvegtation.
    Sowas gibt’s. Turmfalke und Merle.. Und so weiter ; sogar fotografieren geht bergauf.

    • Es ging mir einfach darum. es auf einem Rad zu machen, das so viel kostet wie der Durchschnitt. Damit es nicht heisst, ja, mit so einem 7000€Rad ist das ja leicht.

  60. Die Kanzlerin und das Bedürfnisrohr
    am späteren Abend noch Erheiterndes. Die drei Airbus-Helis der Kanzlerin und Minister stehen still, so wie fast alle Maschinen von UvdL. Und nun müssen alle auf die wenigen flugtauglichen BW-Helis umsteigen, d.h. keine blauen Ledersitze, nur ausklappbare Stoffbänke und kein WC-Komfort. Statt dessen drei Bedürfnisrohre und ein Urinal hinterm Stoffvorhang.

    Nun überlege ich, wie ein Bedürfnisrohr aussehen mag, erfordert es Zielgenauigkeit oder… weitergehende Vorstellungen lassen mich fröhlich vor mich hinglucksen.

    • Renate Simon sagt am 1. September 2016 um 16:53 Uhr:Leipziger Westen und diese Leute...
      Text eingeben

  61. Auch das Un-Glück lässt sich erzwingen
    Don,

    von allen Ihren exzellenten Blogbeiträgen ist mir jener am eindrücklichsten in Erinnerung, in dem Sie Ihre „rassistischen“ Hatespeech-Gedanken beim Passieren einiger sich „ungeschickt“ verhaltendender, „geschenkter“ Neubürger beim Betreten der örtlichen Sparkasse beschrieben.

    Als Unternehmer nicht durch das Arbeitszeitgesetz versklavt, verlasse ich oft spät nachts und als letzter das Gebäude im Gewerbepark, um meinen sichtbar unbilligen „Boliden“, der alleine auf dem großen Parkplatz steht, zu besteigen. Bisher unbesorgt.

    Seit seit einigen Tagen eine Gruppe afrikanischer Neubürger ohne jeden ersichtlichen Grund tagsüber in lauter Ghettomanier ebendort herumtollt, prüfe ich nachts vor Verlassen des Gebäudes, ob die Luft rein ist. (Ich rede von tiefster bayrischer Provinz). Ich fühle mich verunsichert. Jeden Tag, jeden Abend habe ich jetzt Angst. Ich gebe das zu.

    Meine Frau gleicht meinen „Ausbeuterfrevel“ durch soziale Tätigkeit mit wechselnden Tätigkeitsorten aus (Altenheime, Krankenhäuser) und berichtete mir heute als Replik auf meinen Bericht, dass sie aufgrund einschlägiger Begegnungen mit dem Fahrrad auf dem Heimweg immer größere Umwege macht, um sich sicher zu fühlen.

    Wir beide tragen durch harte Arbeit seit Jahren dazu bei, dass unser Land ein wirtschaftlich und sozial erfolgreicher Ort ist. Wir zahlen gerne hohe Steuern, weil wir wissen, es dient dem Gemeinwohl.

    Aber all die kleinen Veränderungen in unserem Alltag sorgen seit einigen Monaten dafür, dass wir uns immer unsicherer und weniger zuhause fühlen. Das ist immer weniger unserer Land.

    Unser Lebensgefühl verändert sich. Wir hatten einen Umzug in die Schweiz lang ad acta gelegt. Das wird wieder aktuell. Immer mehr stellt sich die Frage: Merkels Land oder unser Land? Wer geht zuerst?

    Bis wir den Schritt gehen, werden wir alles tun, um hier der Politik zu zeigen, dass sie uns als engagierte Bürger mehr und mehr verprellt. Sie wissen schon, die Alternative zur Alternativlosigkeit. Dass wir dabei nach den Maßstäben von Maas, Kahane und Co. wohl schon Rechte und Nazis sind, ist uns egal (ich bin absurderweise immer noch SPD-Mitglied).

    Unsere Staatsführung scheint zur Wahrung ihrer Prinzipien (bestenfalls) oder ihrer Integrität gegen uns unbekannte Bedrohung (schlimmstenfalls) unserem Land das Unglück aufzwingen zu wollen.

    Dem zum wehren ist Gebot der Stunde, auch gegen hohen Preis. So schnell geben wir nicht auf! Ihr Blog ist dabei ein Lichtblick, die Zahl der Diskussionsbeiträge ebenso. Ich bete dafür, dass wir es wirklich „schaffen“!

    Vielleicht sehe ich Sie in Gaiole und winke Ihnen kurz ein persönliches Dankeschön zu.

    Herzlichst,
    Robert

    • Gern geschehen. Den Eindruck, dass sich gerade viel Richtung Frankreich ändert, habe ich auch.

    • "Merkels Land oder unser Land? Wer geht zuerst?"
      „Merkels Land oder unser Land? Wer geht zuerst?“

      Gut gesagt.

    • Wer geht zuerst, Herr Tresckow?
      Die Frage gewinnt eigenartige Brisanz, wenn ich- wie schon einmal vor einigen Wochen- behaupte, daß anerkannte Asylanten seit Jahren von Steuergeldern bezahlten Heimaturlaub (also der Ort, vor dem sie geflohen sind!) machen.
      Und ich bringe das hier nochmal, da ich mich damals nur auf Aussagen von befreundeten Polizeibeamten berufen konnte, die Sache aber nun ins politische Oberwasser gespült und ineinem Artikel der Welt ventiliert wird.

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article158049400/Fluechtlinge-machen-Urlaub-wo-sie-angeblich-verfolgt-werden.html

      Dabei stellen sich mir mehrere Fragen, a) ob unsere Steuerzahlungen wirklich dem Sozialwohl und der Infrastruktur zu Gute kommen
      b) welche Trennschärfe unser Asylgesetz hat, denn Menschen, die wirklich politische Verfolgte sind wie E.Snowden kommt es ja bekanntlich in praxi NICHT zu Hilfe

    • Die Frage, Herr Feldmann, wird ungern gehört oder beantwortet
      das Mutterschiff hat ja heute teils Kommentare zugelassen, aber so genau möchte die Moderation das alles gar nicht wissen. Meine Kommentare bezüglich GG und Asyl oder nicht Asyl wurden gar nicht erst geprüft, sondern gleich ins Nirwana geschossen.

      Die urlaubenden Asylanten kennt man auch in Schweden, wo es doch sehr verwundert, wenn z.B. Eritreer öfter in die Heimat zu Familienfesten fliegen und fröhlich zurückkehren.

      Ginge es nach unserem GG und den EU-Richtlnien, wäre Snowden Asyl zu gewähren. Aber lieber behandelt man ihn wie einen Staatsfeind erster Güte und von Putins Gnaden.

  62. EU Med stellt sich zum Verkauf an China auf ...
    …. oder wie soll ich das interpretieren:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/europaeische-union-allianz-des-suedens-14427937.html
    .
    Der „Club M…“ ist doch wohl bereits verkauft , oder ..?

  63. Ich schon wieder
    Der geehrte Don hat das Zeug zum Politiker, er kann alles schön rechnen, solange man es nicht hinterfragt.
    Sein Fahrradkilometer kostet ihm 1€, fährt wenigstens 200-300 km in der Woche, macht summa summarum 10400-15600 € für Fahrräder im Jahr, das entspricht in etwa der jährlichen Durchschnittsrente.
    Auch wenn er im Winter nicht radelt, bleibt es ein „Sümmchen“.
    PS.: Zwei „Arbeitstage in der Woche im Sattel, da muss seine Arbeit das reinste Fitnesstraining sein.
    Aber zumindest trägt er zur „Erbauung“ seiner Anhänger bei, was man nun nicht von Politikern behaupten kann.

    • Das bezog sich nur auf das frisch gekaufte Viner Pro Team. Gekostet hat es eigentich gar nichts, denn zerlegt würde es sicher 600 € bringen.

  64. Titel eingeben
    Danke, eine schöne Reisereportage, und ganz ohne Disclaimer.

    Halten Sie bitte den Druck auf Maas und Kahane aufrecht, es droht sich schon wieder zu versenden wie Schäubles Biologismus und die Montblanc-Affäre. Und: Wann lesen wir bei Ihnen über die Rolle der „Neuen deutschen Medienmacher“?

  65. Glück in Bewegung
    Gratuliere zur Gesamtleistung. Die Suche nach dem Glück vom Kopf auch auf die Beine zu verlagern ist sehr vielversprechend. Würde manche Intellektuelle entscheidend weiterbringen. Auch beim Laufen nimmt man durch eigene Kraftanstrengung die nähere Umgebung gesamtheitlich wahr. Das ungeschminkte Bild der Wirklichkeit wird so nicht nur über den Kopf verarbeitet. Man fühlt sich in den Kosmos eingebettet. Die Natur ist die billigste, aber auch nachhaltigste Form der Therapie. Wer sich darin bewegt, hat bessere Chancen, zumindest zeitweise glücklich zu werden.

    • Natürlich ist laufen noch mal billiger aber man kommt halt nicht so weit. Das ist da eteas der Nachteil. Ds Radf kann schnell und langsam. Das ist der Vorteil.

  66. Haussprüche in Südtirol
    Vielen Dank auch für das Foto des Hausspruchs beim Neuwirt in St. Peter. Bei Urlauben im Alpenraum lese ich sie alle mit großem Vergnügen und staune wieviel (Selbst)Ironie oft darin steckt. In einem Neubaugebiet in Latsch (Vinschgau) ist folgender Hausspruch dazu gekommen:

    „Das Bauen ist des Menschen Lust,
    dass so teuer ist han i nit gwusst.
    Bewahr Euch Gott vor schlechten Zeiten,
    vor Maurern und vor Zimmerleuten.“

  67. AG-achtung gefahr HOCHSTUCKLI
    @Köstlich

    bitte vorsicht, scharfe blitze immer in Rothenturm an der kirche und nicht dass eine F18 sie trifft ! die vorletzte hat ja fast den ruderclub in Stansstad noch mit in die hölle gerissen am Lopper !

    @Renata Simon

    die HELIS sind einfach überlastet, die LF hat ja in den letzten 8 wochen nochmals mächtig zugelegt und das in einzelnen kommentaren im netz so genannte „Hündchen der Kanzlerin das in den Mundwinkeln noch Kartoffelsalat vom Buffet hat“ hat ja auch die schwerkraftwende noch nicht eingeleitet, da gehen selbst rotorflügler in die knie.
    und auch meine geliebte Barbie hat irgendwie ein kummerspeckchen angelegt, aber die fährt ja noch primär den gesponserten Audi !

    ja so ist es, nicht jeder kann die figur von Putin haben und mit dem sibirischen tiger trainieren !

    • Die Überlastung hatte ich auch im Hinterkopf, lieber Django
      wollte es aber nicht so direkt angehen. Barbie hat wirklich arg zugelegt, wohl der Schwangerschaft geschuldet, aber es steht ihr nicht. Und die LF, nun ja, ein bisschen viel schwanger sieht sie aus, besonders in dem helltürkis Fräckchen, das sie innert weniger Wochen gleich zweimal mit nach China nahm, und bei dem die Taschen und der untere Knopf doch sehr aufsperren. Li schaute beim ersten Besuch schon ganz verblüfft auf den Knopf und überlegte wohl, ob das, was er sah, auch angehen könne. Ein belegendes Foto ziert seitdem meine Sammlung.

      Hieß es nicht vor Jahresfrist, die LF habe angeordnet, alle Kekse außerhalb ihrer Reichweite zu plazieren? Oder hatte sie nur die Scherzkekse gemeint, die ja reichlich in der Partei vertreten sind. Soll doch die Hälfte gegen ihre Politik sein, allein die Hochachtung(!) vor der LF halte noch zurück.

    • Werter Django, mit Blitze meinten Sie vermutlich Blitzer ?
      Die stehen in der schönen Schweiz ja überall herum, da pass ich schon höllig auf. Denn wie mir der Motorad-Mechaniker mit dem ich kürzlich in Luzern sprach sagte, „aaaah bella macchina … da ziehst am Gas und sitzt im Knast!“
      .
      Die (F18?) Kampfjets fliegen bei schönem Wetter wohl immer mal „ne Runde um ihr Heimatland herum“ (geradeaus den Jet zu fliegen ist in CH glaub ich gar nicht möglich – der Scherz muss erlaubt sein). Die dürfen noch richtig Spass haben die Jungs.

      In DE ist ja kaum noch ein Kampfjet am Himmel zu sehen. Als Kind fand ich das „Kriegsspiel der Grossen“ immer super – wenn auch der Tiefflug einer Phantomstaffel im 2 – 3 Stundentakt doch etwas laut ist. Cobra Helicopter in Formation fand ich immer am coolsten. Die hatten auch noch ein vertretbares Geräuschlevel.

    • ...und bei dem die Taschen und der untere Knopf doch sehr aufsperren
      Danke Ihnen Frau Simon – alleine das hat heut schon gereicht, um meinen Tag zu verschönern ;-)
      Im LVR Landesmuseum eine Ausstellung mit Fotos vom Rhein durch ein Jahrhundert – und potz blitz, ein Wahlplakat der SPD aus dem Jahr 2003 mit dem Slogan: Wir schaffen das.
      Auf manchem Mist wächst halt einfach gar nichts. Nicht mal so hinterlistige 3 Worte.

    • Köstlich, das Kriegsspiel mit viel Knall
      erinnere ich auch noch sehr gut. Starfighter flogen am Weser-/Wiehengebirge entlang, durchbrachen die Schallmauer und in den Schränken erzitterten die Gläser und man selbst schrak fürchterlich zusammen. Die Fighter reduzierten sich selbst, es wurden ja ständig weniger und heute traut sich das wohl keiner mehr über Wohngebieten oder ich wohne in Ddorf soweit von allem ab, dass ich da nichts mehr mitbekomme.

      PS: ich hatte in der Schweiz immer Glück, trotz ziemlich überhöhter Geschwindigkeit zwischen Bern und Lausanne und reichlichen Überholens.

  68. 2. Versuch
    Habe diesen Post gestern um etwa 18.00 Uhr platziert, der ist jedoch irgendwo im Orbit zwischen meinem Laptop und dem Blogs hängen geblieben. Der Blog war gestern unglaublich langsam, das lag vielleicht daran:

    Ein wunderschöner Text mit traumhaften Bildern, auch diesmal herzlichen Dank, lieber Don Alphonso.

    Sonst atmete meine Seele auf, hier über die Leichtigkeit des Lebens lesen zu dürfen, statt mich mit dem Dauerthema Merkel und Flüchtlinge zu beschäftigen… Die Dosierung der thematischen Wechselbäder zwischen den Blogs ist Ihnen, werter Don Alphonso perfekt gelungen, auch das Timing.
    Vielen Dank noch einmal, dass wir durch die reizende Serie an Ihrem Fahrradtour teilhaben durften.
    Die Stockschilder sind sehr schön.

    • Soll ich vielleicht nochmal? Ich hätte ein Zeitfenster, wahlweise für Tegernsee-Penserjoch-Tegernsee oder 4 Tage Mantua.


    • Sorry, das sollte keine Beschwerde sein. Ich war nämlich nicht sicher, ob der Post durchging, weil ich eine falsche Taste gedrückt hatte, sodass der Post ganz plötzlich und ungewollt, weg war.

      Mit der Langsamkeit waren auch Sie natürlich nicht gemeint, sondern das System. Es dauerte gestern eine Ewigkeit, die FAZ-Blog-Seite zu öffnen, und bei den anderen Posts musste ich Ewigkeiten warten, bis sie überhaupt durchgingen. Das Computersystem der FAZ-Blogs war gestern Nachmittag total lahm. Und das lag nicht an menem PC, denn ich konnte alle anderen Websites gewöhnt schnell öffnen.
      Ich würde mich über so etwas bei Ihnen nie beschweren, sorry noch einmal. War ein Missverständnis.
      Genießen Sie alle Ihre Unternehmungen ganz in Ruhe, wie es sich gehört!

    • Wählen Sie Mantua
      dort tun Sie den Dortigen sehr Gutes.

  69. Renate Simon sagte am 9. September 2016 um 22:32 Uhr: Die Kanzlerin und das Bedürfnisrohr
    „Statt dessen drei Bedürfnisrohre und ein Urinal hinterm Stoffvorhang.“
    .
    Wie die B-Rohre aussehen würde mich auch interessieren. Warum aber dann noch ein Urinal?
    .
    Wie oft sind wir früher mit der Transall auf längeren Flügen gewesen. Von einem B-Rohr hinter Vorhang (vielleicht für die Lfz-Führer) wußte ich nichts. Größere Bedürfnisse waren vorher zu erledigen und entsprechend war möglichst wenig zu trinken (notfalls hätte der gute alte ****eimer herhalten müssen). Habe ich nie erlebt.
    .
    Warum sollte die erste Dame im Staate übrigens nicht mal gleichen Gefahren und „Entbehrungen“ in musealem Wehrmaterial ausgesetzt sein wie ihre Soldaten und Soldatinnen, die in alle Winde geschickt werden?.
    .
    Vieles läßt sich einfach nicht mehr verbergen, trotz eines Staates, der im Steuergeld schwimmt und bis 2020 94 Milliarden € ( 94 000 000 000) für Flüchtlinge und das was wir dafür halten bereitstellen will.

    • Allein die Vorstellung ist köstlich
      lieber DdH. Vorhang gibt’s nur beim Urinal. Insofern wird das Bedürfnisrohr noch rätselhafter, würde ich doch zu gern von einer Art Plumpsklo, wie es in F und südlichen Ländern im Boden eingelassen ist, ausgehen. Da wäre doch Zielgenauigkeit angesagt und die Vorstellung, die LF hocke da mit gerafften Jäckchenschößen und Hosenbeine sichernd, fände ich doch sehr erheiternd.

      Natürlich muss man jönne könne, warum sollten nur die Damen und Herren der BW dieses zweifelhafte Vergnügen der Bedürfniserledigung haben.

      Bildmaterial zu den „Hygienevorrichtungen“ steht leider im Netz nicht zur Verfügung, ich hätte ansonsten zu gerne verlinkt.

      Btw. glauben Sie, dass es bis 2020 dauert, um die 94 Mrd. zu verbrauchen? Was allein ein Tuberkulosekranker kostet, zu deren Anzahl man so gar nichts mehr hört. Und wie viele Polio-Fälle gibt es unterdessen wieder im Lande… Ach es kommen schreckliche Zeiten

    • Bedürfnis in der Transall
      Uralte Informationen! Als Soldat, der gerade aktuell Einsätze ableisten muss, sogar solche, in denen tatsächlich scharf geschossen wird, kann ich versichern, dass es in der Transall heutzutage ein abgetrenntes Chemieklo gibt. Sogar für die geschützten Fahrzeuge wie Dingo und Fennek gibt es eine dienstlich gelieferte Lösung. Die Beschreibung der Selbigen würde das Niveau dieses Blogs arg senken, aber die Bezeichnung der Einsatzsoldaten dafür – Kackbox – verrät schon einiges. Die Flugmodelle unserer Alliierten sind meist nicht jünger. Die Hercules hat bei den Transportfliegern der Schweden, US-Amerikaner oder Niederländer meist auch schon 40 Jahre auf dem Buckel. Tatsächlich ist durch ständige Überholung bis auf ein paar Spanten nichts mehr original. Jedem Altvorderen gönne ich habe herzlich die Erinnerung daran, wie unendlich lang Truppenübungsplätze von 14 Tagen sein konnten und wie Crews der Luftwaffe gelitten haben, wenn am Zielflughafen das ****Hotel belegt war.

    • Sorry, Frau Simon
      Wie der Fehlschuß mit dem Leipziger Westen zustande kam, ist mir ein Rätsel. Thema war längst abgehakt. Schönen Sonntag.

    • It's like sex,hardly anyone gets it right the first time.
      Als ich noch jung und schön war…

      Anweisung vom Feldwebel kurz vorm Tieflug des Bell UH 1D:
      „Jungs, wenn Ihr kotzen müsst, …und einige von Euch werden kotzen,… dann ist unbedingt und absolut zu vermeiden, dass „the shit hits the fan“…
      Öffnet Eure Jacke, kotzt rein, schließt Eure Jacke. Genau so und nicht anders….Wird Euch warm halten, wenn wir aussteigen“

      Wurde befolgt.

    • werter Imitator des Mannes mit ohne e
      das ist doch kein Problem, leichte Verwunderung, mehr nicht. Kann passieren. Und wenn der Don die sonntägliche Güte und Entscheidung hätte, ob er nun morgen losradelt (das Wetter kippt am Donnerstag) und nebenan noch freischalten würde, wofür ich mich jetzt schon bedanke, ja dann wäre fast alles geklärt.

      Denn dass sich die Pappnas immer mit ohne e schreibt und spricht, ist sogar mir Ostwestfalen, der manches kann, aber kein schwäbisch, geläufig, muss an schwäbischen Chefs liegen, die wo da auch Pappnasen waren. Ich wollte in die Zeile drüben nicht zuviel reinpacken, darum die Reduktion.

  70. Titel eingeben
    Zeitfenster?
    Bitte, Don, vermeiden Sie nicht solche Politiker-, Reklamefuzzi- und Angeber-Sprache.

  71. Ich bin in der Hinsicht ja einfach gestrickt,
    wenn Don über den womöglich letzten Blick eines alten Mannes in Tal schreibt, nehme ich das wahr und auf.

    Da darf Politisches auch durchaus mal aussen vor bleiben und etwas warten.

    Leute, Ihr kennt Don Alphonso doch und wisst, dass ihr alle die Gelegenheit bekommt, alles über Eure Leber Gelaufene los zu werden.

    Aber bitte, genießt gelegentlich doch einfach auch einmal eine so schöne Auszeit und fühlt mit jenem alten Herrn auf zwei Gehkrücken.

    Danke allerseits

    • Alter Herr
      @ Thomas, es muss doch nicht der letzte Blick sein. Krücken kommen auch bei Jüngeren in den Kofferraum beim Fahren, wegen der Polente.Auch Sportler verdrehen sich die Haxen und fahren Auto. Der Mann hat evtl. eine neue Hüfte bekommen, oder ein Knie?Was weiß ein Fremder…

    • Philomena
      Don schrieb ja, es wäre ein alter Mann gewesen.

      Ich bin halt der Meinung, bei allem, was einem die Galle aktiv werden lässt, ab und an täte eine Auszeit gut und eben so auch hier, wenn Don eben über anderes als Politisches schreibt.

      Über Menschliches eben und es wäre doch viel wert, auch das zu würdigen :)

  72. P. Feldmann - ich habe Ihnen das an anderer Stelle nicht geglaubt. Sorry. Dass sie uns so in den
    Kopf gesch***** haben, ist ja auch schwer zu realisieren.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/asylberechtigte-in-berlin-reisen-ins-land-aus-dem-sie-gefluechtet-sind/14529160.html
    „Hartz-IV-Empfänger haben Anspruch auf 21 Tage Ortsabwesenheit pro Jahr, ohne dass die Bezüge gesenkt werden. Ein solcher „Urlaub“ muss gemeldet werden und wird im Regelfall genehmigt. Eine Pflicht, den Urlaubsort anzugeben, besteht nicht.
    Erfährt ein Betreuer im Gespräch von einer Reise etwa nach Syrien, darf er diese Information wegen des Datenschutzes nicht weitergeben, wie die BA-Sprecherin erläuterte.“

    • Das ist vor allem ein Problem mit den Ostafrikanern, hier: Eritrea. Da gelten Migranten als Devisenbringer.

    • @Gast, Sie haben aber ein gutes Gedächtnis!
      @Don: bei uns sind es „Araber“, aller Couleur.
      Aber Sie können sicher sein, daß das mit allen Nationalitäten und allerorten so stattfindet, WO es gewiefte Sozialbetreuer gibt, die die Anträge für die (seit langem der deutschen Sprache Unwilligen) sogen.“Neogermans“ ausfüllen.
      Da geht gut Geld über die Theke, – wie beim Pschorr auf der Wiesn mit seiner devot gemeinten Malerei (über die ich eine gelungene Bildanalyse eines D.Weber in PI gelesen habe, der dort qualifiziert darlegt, dass es sich um ein ANTIislamisches Bild des Künstlers gg. die Direktive des Auftraggebers handelt.)

  73. Mantua?
    Eugenische Hügel?

    • Ich überlege noch. In Mantua wäre der Gran Premio Nuvolari, aber ich könnte auch über das Pfitscher Joch auf das Penser Joch. Erschwerend kommt dazu, dass die Begleitung nach Mantua absagen musste.

  74. "Auch das Glück lässt sich erzwingen"
    An steilen Alpenpässen vielleicht, aber nicht in sogenannten Musterdemokratien, in denen sich die Exekutive keinen Deut um demokratisch gefällte Entscheide schert …

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fluechtlingspolitik-obergrenze-fuer-deutsche-14429617.html

    Herr Gutschker findet das richtig gut, „denn Demokratien können Fehler aus eigener Kraft ausbügeln“.
    Welche Demokratie, bitte?
    Welcher „Fehler“?
    Und wo ist der „ausbügelnde“ Volksentscheid?

    Demokratie bedeutet nach dieser Leseart, dass Volksentscheide – gefällte oder vermiedene – vollkommen obsolet sind, weil allein die Regierung weiß, wo’s langgehen soll und dem dumben Volk den Weg dahin weisen muss. Wenn nötig mit wiederholten Abstimmungen oder gleich durch Missachtung des Volkswillens.
    Interessant, dass sowas in der FAZ bejubelt wird.

    • Ich habe mit der Politik nichts zu tun.

    • @ Don
      „Ich habe mit der Politik nichts zu tun“

      Oh, pardon, wie habe ich das bloß übersehen können ;–)

    • ...
      Dieser Artikel ist mir auch aufgefallen. Der Herr Autor hinckt den
      Ereignissen hinterher.
      Lt. schweizer Medien teilt ein heftigen Riss parteiunabhängig die polit.Klasse.

  75. Hier bei SdG oder bei DeM den Balsam anstatt Senf hinschmieren?
    Hab´ich so kurz nach dem Salatteller und der halben Flasche 2004-er Côte de Nuits- Villages richtig gelesen beim tranigen Mutterkutter? Der totgeglaubte Bettvorleger wurde reanimiert und fordert, wie einst Jesus Christus´ Chef, den Opfertod der Gottgleichen für die am deutschen Volk begangenen Sünden als Sühne? Mein Gott, wo müssen wir dann hinpilgern? Gibt es in der Uckermark überhaupt Höhlen, aus denen sehend machende Quellen entspringen?
    .
    Ganz kapiert habe ich das von der Angst vorm neuen Herrn und Wind aus Berlin hingekrakelte Geschwurbel nicht.
    „Äääährrr wart meinärrr näschd wörrrdig“- auf Kanaldeutsch nicht darstellbar, denken Sie sich Berlinerisch.
    .
    Bin gespannt auf das Geseibere nach den 19Uhr-Nachrichten.

    • DdH, habe ich was verpasst?
      Sie sprechen in Rätseln, habe mich beim Mutterschiff nach vergeblichem Kommentar ausgeklinkt, bin aber ziemlich sicher, dass es in der Uckermark keine entgegenspringenden, sehend machenden Quellen in Höhlen gibt. Nur sehr schnelles DSL in der Datsche der Unaussprechlichen, der Verteilerkasten steht davor.

  76. Jens sagte am 10. September 2016 um 22:50 Uhr
    „Sogar für die geschützten Fahrzeuge wie Dingo und Fennek gibt es eine dienstlich gelieferte Lösung.“
    .
    Ja so sand´s, die Soldaten Ihrer Majestät. Extra Klo im Kriegsgerät und auf der Heide. Kein Wunder, daß den _Innen beim 3-5 km-Eingewöhnungsmarsch blaue Dixis auf´s an sich grüne Lechfeld oder Fronte Wrede gestellt werden. In Batterie zu fünf.
    .
    Hatten wir auch, Klappspaten (noch den richtigen, Sie wissen schon, „Morgenrot-Feind ist tot“), leere Epa-Schachtel, Vollkornbrot-Dose… Luke auf, Kampfraumentlüftung auf Wahnsinnige-fertisch.
    .
    Erzählungen von Zeitgenossen, als ehem. Angehöriger eines Königlich-Bayerischen-Chevauléger-Regiments kann ich nur vom Hörensagen berichten. Rossbollen galten nicht aus umweltschädlich, der Reitersmann erleichterte sich hinter dem Busch. (DdH)

  77. Von der SPD ist der Satz aber auch nicht
    @Personalberater

    den hatte Honecker schon. Das schaffen wir – hieß es damals bei Erich und nun können wir lange rätseln, wer bei wem geklaut hat. Eins wäre aber schon mal klar, Erich hat es nicht geschafft…

  78. Don, sind Sie schon unterwegs?
    dann viel Vergnügen und gutes Gelingen.

    Übrigens hatte ich doch dieser Tage schon geschrieben, dass die Österreicher noch lange nicht wählen. Der reinste Operettenstaat.

    • Danke, ich berichte von dort – aber mit dem Stasi-IM Dehm müssen wur uns nicht beschweren.

    • Beschweren, aber nicht doch
      wir sind für die große Oper zuständig, Ouvertüre ist längst durch.

    • Operettenstaat
      Vorsicht. Nicht immer.
      In diesem Falle ist das alles in Ordnung. Ausser den vermutlich Neu-Bachelor-Graduierten in der Papierverarbeitung. Denn die Wahlbriefe für die Briefwahl kleben nicht nur schlecht, sondern sind auch nur geklebt. Richtig wäre Kleben und Falzen; oder so etwas, zum Verschränken der Ober- und Unterseite der zwei Papierstreifen die den Umschlag zusammenhalten.
      Was sonst sollte man tun, wenn einige Stimmen in der Briefwahl dadurch automatisch ungültig würden, als den 2. Oktober abzusagen?

    • Herr Dippel, die Probleme sind bekannt
      Wahlzettel und Umschläge, das war vor über einer Woche im Standard schon im Gespräch und meine Schlussfolgerung daraus war halt, dass es mit der Wahl vorerst nix wird. Und siehe da, es wird nix. Aber deshalb müssen wir noch lange nicht frohlocken, wir haben ebenfalls genug Probleme.

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