Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Leibeigenschaft ist auch nicht mehr das, was sie mal war

| 250 Lesermeinungen

Denken ist eine Anstrengung, Glauben ein Komfort.
Ludwig Marcuse

Du kannst sie doch nicht da oben schlafen lassen, sagten meine Eltern, wenn ich Besuch von mehr als einer Person hatte. “Da oben“ ist meine alte, erste Wohnung in der Altstadt, und sie ist alles andere als gross: Knapp 27m², und man wundert sich, wie dort 3.000 Bücher, eine kleine Küche, ein Doppelbett und ein enges Bad Platz haben. Die Erklärung ist einfach: Gute Raumaufteilung und ein luftiger Blick hoch über der Stadt, der sie hell macht. Meine Eltern jedenfalls fanden, dass ich, wenn ich mehr als einen Gast habe, ihnen als vobildlicher Gastgeber doch die grosse Wohung überlassen und in die kleine Stube im Dach gehen sollte. Alles andere wäre peinlich. So winzig! Das geht doch nicht.

denka

Es ist die Sicht von Menschen gewesen, die wenig für das Leben in der Altstadt übrig hatten. Die Altstadt war bis in die 50er Jahre fast alles, was es an Stadt gab, und danach, in der Epoche der Neubauten und Blocks extrem unbeliebt. Dass wir das alte Haus noch haben, lag an der Beharrlichkeit meiner Grossmutter und am Umstand, dass ich bei der erstbesten Gelegenheit so eine Art familieninternes Rigaer94 gemacht habe: Kaum hatte ein Sachverständiger gesagt, dass die Wohnung im Dachstuhl wegen der Treppe hinauf umfangreich umgebaut werden müsste, was aber wegen des Denkmalschutzes nicht ginge, weshalb sie unvermietbar sei – schon hatte ich den ersten Kronleuchter, dem inzwischen Dutzende im ganzen Haus folgten, an die Decke gemacht. Ich formte Stuck und Bücherregale selbst, ich schliff alte Balken ab, und kehrte zurück in “de oide Kaluppn“, die der Familie nunmehr weit über 150 Jahre Schutz und Heimat war.

denkb

Das war vor einem Viertel Jahrhundert. Damals galt ich als erstaunlicher Exot, andere Familien verkauften gerade noch ihre Altstadthäuser. Heute ist die Stadt trotz Hitze rappelvoll, denn es ist Tag des offenen Denkmals, und Horden ziehen durch herunter gekommene Bruchbuden aus Mittelalter und Barock, die allen höchst begehrlich erscheinen. Es winkt Denkmal-AFA beim Steuersparen, und die ideale Wohnlage in einer dummen, kleinen Stadt an der Donau, deren Reichtum seinesgleichen sucht. Altstadtvermieter ist inzwischen wieder ein Bombengeschäft, sofern man so ein Haus hat, und entsprechend wird hier saniert, was noch zu sanieren ist.

denkc

Es ist ganz leicht, die Anzahl der verfügbaren Wohnungen stagniert, die Anzahl der Zugezogenen, die vom Reichtum angelockt werden, steigt. Und deshalb werden nicht nur die grossen Häuser der Patrizier renoviert, sondern auch alte, schlechte Stadtbauernhäuser, in denen bis vor ein paar Jahren noch Migranten aus Bosnien Parolen an den Wänden hinterliessen.

denkd

Wirklich schäbige Bruchbuden, mit abgetretenen Treppen, maroden Dächern und Decken so niedrig, dass man keinen Kronleuchter aufhängen kann. Vielleicht, so hoffen Käufer, kann man die alten Dielen unter dem Linoleum noch retten. Vielleicht finden die Mieter alte Dachkammern romantisch. Vielleicht sind ihnen die Nachteile egal. Es ist gut möglich, denn der Blick auf Hausmauern, die nur einen halben Meter entfernt sind, schockieren heute längst keinen mehr.

denke

Es kommen Junge und Alte, es kommen Geldige und nicht ganz so Vermögende, es kommen andere Besitzer und solche, die es gern wären. Es ist etwas Stolz auf die eigene, schöne Heimat dabei, auch wenn nicht jeder Speicher wirklich schön ist. Es ist manchmal auch die Überlegung dabei, wie es sein wird, wenn man alt ist und draussen vor der Stadt in einem zu grossen Haus lebt, und nicht alles, wie in der Stadt, ohne Auto erledigen kann. Man stöhnt nicht mehr über die Restaurierungskosten, sondern über die Geldentwertung.

denkf

Man plaudert. Man plant. Man überlegt. Man hört, dass es so gut wie unmöglich ist, ein altes Haus in der Stadt zu kaufen. Man arbeitet heute Türen und Fenster wieder auf. Man hat verstanden, dass Menschen auch gewisse Nachteile des Altbaus in Kauf nehmen, wenn sie die Vorteile geniessen können. Man hat keine echte Konkurrenz. Neubau verheisst schon lang kein Prestige mehr. Auch wenn nun schlaue Leute kommen und denen, die kein altes Haus haben, ein anderes Angebot machen. Comfortapartments. Bis 28m². 194 Stück.

denkg

Das ist aus der Tagespresse. Dort wirbt ein Konsortium um Investoren, die Neubaulöcher, so würde der Patrizier sagen, für teures Geld an Investoren verkaufen. In der Altstadt sieht man die enge, aber gleichzeitig praktisch gelegene Wohnsituation vergangener Zeiten: Die Moderne bietet mit der “Comfortwohnung“ auch nicht mehr Platz, aber dafür den Blick aus Ausfallstrassen, eine Eisenbahnlinie und andere trostlose Investitionsobjekte, mit denen die Familie K. diese Ecke der Stadt früher verschandelte. Zum Glück ist das weit draussen. Da, wo niemand wohnen will. Ausser denen, die keine Alternative haben.

denkh

Ich finde das schrecklich. Meine kleine Dachwohnung war nur eine Wochenendbleibe, denn ich lebte damals in München. Die Comfortapartments sind dagegen als dauerhafter Lebensraum ernst gemeint. Sie sind nur scheinbar im Widerspruch zu den steten Wünschen nach mehr Wohnfläche, der den Deutschen nachgesagt wird: In Wirklichkeit sagt der Durchschnitt gar nichts, denn auf jeden von meiner Art kommen 7 andere, deren Wohnraum wir statistisch von 45m² auf 30 verkleinern (und da rechne ich Zweitwohnsitze nicht mit). Ich kenne eigentlich nur so Leute wie mich: Das heisst, dass viele nicht mehr Platz als solche Comfortapartments haben. Bitter. Aber so ist das in der Single- und Dienstleistungsgesellschaft. Hart arbeiten, hart zusammenrücken. Aber eben draussen vor der Stadt.

denki

Man baut solche Waben nicht so, wie ich das bei meiner Gästewohnung gemacht habe, weil es gerade ging – man macht das da draussen mit Bedarfsanalysen und Einrechnung der zukünftigen Entwicklung. Man bietet das nicht zufälligerweise jenen an, die Geld haben: Sie wissen, es gibt die Besitzenden und diejenigen, die zwangsweise mit dem Raum auskommen müssen. Es ist, im Gegensatz zur Altstadt, alles durchdacht und geplant. Es muss eben reichen. Mehr ist nicht da, für jene, die dort einziehen.

denkj

Und noch etwas. Es gibt eine App. Die Wohnanlage hat eine App, mit der man sie verwalten kann. Der Mieter wird dadurch zu einer Funktion auf dem Mobiltelefon.

denkk

Ich habe heute, wie immer, viel Dreck gesehen. So ist das nun mal, wenn Häuser abgewohnt sind, und restauriert werden müssen. In einem Raum kamen 170 Farbschichten hervor, aufgetragen in 550 Jahren. Das sind Spuren des Lebens. Aber dieses neue Objekt da draussen hat eine Verwaltung und eine App und einen Rundumservice für den Besitzer und einen, der je nach Finanzkraft Comfort oder Comfort L/XL bewohnen darf.

denkl

Hin und wieder mache ich hier Witze darüber, dass die Leibeigenschaft besser als ihr Ruf war, und der aufgeklärte Absolutismus weder Merkel noch AfD zugelassen hätte, und darüber sollte man auch mal nachdenken. Ist es so viel besser, Verwaltungsgegenstand einer App zu sein? Es heisst nicht “Sklaverei“. Andere Städte haben auch 21m² zu bieten. Es ist die Zukunft des Wohnens, die man überall bekommen wird. Genau diesen Comfort. Solange man es sich leisten kann.

denkm

Jedenfalls, das, was meinen Eltern für Gäste als unzumutbar hielten, ist jetzt Mittelklasse-Comfort. Die Villen, die man früher einfach so baute, können sich viele nicht mehr leisten. Die Claims in der Altstadt sind verteilt. Die einen sind drin und die anderen draussen, hinter der App.

denknk

Und einmal im Jahr geht man in alte Häuser und schaut sich an, wie es früher war, und wie das Leben sein wird, das die meisten sich nicht mehr werden leisten können. Wir leben in einer Welt, in der der Comfort bei 21m² beginnt. Das hätten sich meine Eltern nicht träumen lassen, als sie meinten, so eine Dachkammer, das ginge allenfalls für das Wochenende. Eventuell, wenn ich das so deutlich sagen darf, erscheint die Entwicklung dieser Gesellschaft weitaus weniger vorteilhaft, als man vielleicht glauben möchte, wenn man durch längst vergangene, mittelalterliche und überwunden geglaubte Bausubstanz streift. Politiker versprechen Ihnen mehr Wohnungen. Aber keine Villen und Paläste.

denko

Denken Sie mal drüber nach.

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250 Lesermeinungen

  1. Stadtvilla
    Wie jetzt – es gibt doch ein Menschenrecht auf eine Stadtvilla, oder habe ich da all die Sozialdemokraten etwa falsch verstanden?

    Aus Sicht der Initiatoren macht es durchaus Sinn, solch ein Projekt mit kleinen F…zellen (oder wie das auch immer in Neufünfland früher hiess) zu vermarkten, man muss nur genügend Anleger auftreiben. Das klappt zur Zeit schon, Super-Mario sei Dank.

  2. Zuhause ist...
    etwas ganz anderes als Immobilienprospekte zeigen können. Nein, ich will das Plumpsklo, die notdürftig reparierte Fachwerkromantik mit ihren Gerüchen und Holztreppen, die Tonleitern meiner Kindheit waren, nicht verklären. Aber als der sozialistische Städtebau Mutter und Großmutter vom Elend der unfinanzierbaren, von Mangel an Material und Handwerk belasteten Immobilie mit 200 Jahren Familiengeschichte befreite, zerrriss es mir das Herz, obwohl ich dafür die aufregende Lebensweise in der „Hauptstadt der DäDäÄrr“ nicht geopfert hätte. Verluste jener Zeit sind nicht reparabel. Aber es gibt sehr tief nachwirkende Wünsche an die Art, wie einer leben will, wenn so ein altes, baufälliges Haus in seinen Träumen immer noch mitspielt. Mir wird niemals beizubiegen sein, dass sozial ausgewogenes Zusammenleben etwas mit Sozialismus zu tun hat.

  3. Wir sind halt etwas phantasielos...
    60 qm Stadtpalais in Heidelberg waren eine feine Sache bis luxussaniert wurde und die städtische Wohnungsbaugesellschaft die verbliebenen Mieter jeweils mit dem Wert von 3, 4 Quadratmetern zum Umzug animierte… (monatliche Miete bis zum Auszug 2004: 190,71 Euro)

    Ein paar Jahre später faltete ich einmal meinen gesamten Hausstand von 80 auf 24 qm runter, allerdings nicht im städtischen Niemandsland, sondern in einem Waldgasthaus auf einem ‚Gipfel‘ im Odenwald…

    Und auf 4 Quadratmetern, in einer Berghütte am Wilden Kaiser, machte ich die Erfahrung, mit wie wenig Raum man auskommt, wie wenige Habseligkeiten man braucht, wenn man nur am rechten Ort lebt:
    Eine Tasche mit Klamotten, eine Orangenkiste mit Radfahrsachen/Werkzeug, eine Orangenkiste mit Computer/Fotoausrüstung/Büchern…

    Nun steht mal wieder ein Umzug an, die derzeitigen 80 qm empfinde ich für mich alleine auch als zu groß, Büro, kl. Küche, Wohnschlafzimmer, kl. Bad würden ausreichen, aber bitte möglichst wieder etwas mehr abseits, umgeben von Natur, gerne ein kleines Häuschen in Alleinlage…

    Doch da trifft zunächst einmal der Wunsch auf sehr viel Phantasielosigkeit:

    21. Jhd. und wir schaffen es noch immer nicht, daß Wohnen direkt in die Natur zu integrieren…

    Was möglich wäre, zeigt z.B. dieser Ansatz (einer von vielen)…

    http://www.ingenieur.de/mediaviewer/show/437895/437826/14#entry

    (zum Vergleich: Eine Containersiedlung kostet pro Quadratmeter je nach Nachfrage zwischen 1.100 und 2.400 Euro…)

  4. Loch, 21qm, 193 Nachbarlöcher
    „… was meine Eltern für … unzumutbar hielten, ist jetzt Mittelklasse …“

    Besser kann man den Absturz der Schicht, die den Laden zusammenhält, nicht auf den Punkt bringen.

    Danke.

    • Titel eingeben
      Der Zugriff der „Gemeinschaft“ ist erbarmungslos. Von EEG bis GEZ, 19% bis zur Schaumweinsteuer. Teilen, Abgeben, Einsammeln überall.
      Dazu verteuern Vorschriften speziell das Wohnen.

    • Titel eingeben
      Na da wird halt vorsorglich schon das Hartz IV Niveau als Standard umgesetzt, welches dem Single noch zusteht oder was man sich als Berufstätiger noch leisten kann. Ich finde das menschenverachtend.

  5. avantgardistischer Spürsinn fürs Relevante
    Lieber Don Alphonso, bei Ihren heutigen Betrachtungen schwanke ich noch, ob dies einfach nur die Ansichten eines Mitglieds der „affluent society“ sind,

    oder

    die, eines jener letzten Intellektuellen, wie sie Jürgen Habermas in seiner Dankesrede zur Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises im März 2006 beschrieb,

    Der Intellektuelle (Don Alphonso) muß sich „zu einem Zeitpunkt über kritische Entwicklungen aufregen können, wenn andere noch beim business as usual sind. Das erfordert ganz unheroische Tugenden: eine argwöhnische Sensibilität für Versehrungen der normativen Infrastruktur des Gemeinwesens, die ängstliche Antizipation von Gefahren, die der mentalen Ausstattung der gemeinsamen politischen Lebensform drohen, der Sinn für das, was fehlt und ‚anders sein könnte‘, ein bisschen Phantasie für den Entwurf von Alternativen und ein wenig Mut zur Polarisierung, zur anstößigen Äußerung, zum Pamphlet.“

    Im Augenblick tendiere ich zu Ersterem.

    Bis Sie wieder von sich hören lassen, kann ich ja noch darüber nachdenken.

    Mit herzlichem Gruß

    ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

    • Titel eingeben
      Der Habermas scheint doch klarer im Kopf zu sein, als Henscheid einst glaubte.

    • Habermas'sche Euphemismen
      Spricht von *unheroischen Tugend* wiewohl genau wissend, wie heroisch-fordernd deren Kultivation beizeiten sein können: von Dissens bis Dissidenz bedarf es nur wenig, um als vormals wohlgelittener Intellektueller zum Außenseiter und Störenfried zu mutieren/ „mutiert zu werden“. Eingedenk dessen, dass Habermas es noch immer verstand, einerseits mit vorgeblich herrschaftskritischen Anmerkungen doch die Vermutung des -und sei es nur im Kleinen- Heroischen (mutig – „und traut sich das trotz seines Aussehens“…) in Anspruch nehmen zu können, andererseits sich letztlich immer staatstragend *anzubiedern*, wundert dann die herabwürdigende Umdeutung in *unheroisch* wieder nicht: der Intellekt als Paradebeispiel für einen autopoietischen Organismus (im Volksmund: sich winden wie ein Wurm).
      Insofern gebührt Henscheid der Vorzug: mag Habermas über den weiteren Horizont verfügt haben (wobei ja selbst ferne Galaxien nur als Sternennebel erscheinen können: Weitsicht ungleich Klarsicht), den klareren Standpunkt -Hier stehe ich, ich *will* nicht anders- hatte Henscheid.
      Oder- um einen weiteren Spruch zu missbrauchen: Jürgen, hic rhodus, hic salta! – er wäre nicht.. (ach, lebt noch – aber springt sicherlich nicht mehr..)

    • They laugh when you rise too high. And they crush everything you've built with a whim.
      Deutschland und Ihr Umgang mit seinen Dichter und Denker:
      Erst wird der gute alte Habermas von „Frau am Pool im Exil“ zitiert, und als wäre das nicht Strafe genug, stellt man ihn auf Augenhöhe mit Titanic Autoren um ihm dann auch noch Luhmanns Autopoiesis zu unterstellen.

      Beachtlich, am Ende haben sich alle das ihnen passende Stück Fleisch rausgebissen.

    • Ich reib mir die Augen und sage: Das ist jetzt aber nicht wirklich wahr - oder?
      Schöner Wohnen mit DA, ObjectBe, kdm, Habermas und Henscheid!

      Damen und Herren, wir sind auf dem Höhenkamm: Watch your step: Valley is steep // and the mountains so high…

      Habermas und Henscheid hätten sich von Gipfel zu Gipfel zuwinken oder wenigsten diskret zunicken: zuzwinkern! – – : können, – – aber das ist an der kompletten diskursiven Ungeduld und Unrast und Unorganisiertheit Henscheids und der genauso kompletten Humorlosigkeit und Dünnhäutigkeit Habermas‘ gescheitert. Zwei SPDler, die die Gemeinsmkeit auseinandertrieb! Freud hätte vielleicht gesagt: Schade, aber das Muster kommt mir irgendwie bekannt vor.

      Safranski hatte recht, die Goehte-Schiller-Freundschaft so intensiv zu beleuchten: Die ist eines der großen Superwunder unserer Kultur – ja: Aller Kultur, weltweit – Valley is steep // And the mountains so high…

      Man soll aber nicht undankbar sein zwengs seiner Zeitumstände. Walser und Henscheid verstehen sich schon.
      Und Walser und Habermas verstanden sich auch eine Weile.
      Und mal sehen, was sonst noch alles passiert.
      Enzensberger und Sarrazin sind derzeit die erstaunlichste Paarung: Die respektieren einander ausdrücklich. Wenn wir nicht in einer geistigen Lähmperiode lebten, würde das auch außerhalb solcher Rückzugsorte so tief unten im Medienkeller wie hier verhandelt und Echos zeitigen, noch und noch.
      Abernu:// Heißt es nicht : // Aus den Katakomben// ans Licht!?
      „Besser geht immer!!“ (Sprichwort Kloppo, Fußballtreener aussem Schwazzwald!)

      Ahh Schwazzwald – fah“ ich morgen hin, // Geh tief rein (Schlucht), lauf umher und: // Bewunder was ich seh‘ // Und sag: scheh juchee!

    • Wer mag...
      ..kann sich auch Marmelade auf seinen Habermas schmieren, oder einen peanut pie draus backen.

      Wir sind nun einmal sentimental veranlagt, hoffnungslos naiv idealistisch, wittern früh Verrat und wollen gar so jung den Äther transatlantischer Abgeklärtheit nicht ..atmen?

      So you think you can tell
      Heaven from Hell, blue skies from pain?
      Can you tell a green field from a cold steel rail?
      A smile from a veil?

      Die um sich greifende Verzweiflung mag einer Mischung aus Verlassenheitsgefühl und anfliegender Selbstentfremdung geschuldet sein, einer narzisstischen Verletzung klein-bourgeoiser identität; umso ausgeprägter ist die Sensibilität für Grobheiten des Pöbels (von Kauder bis -meinetwegen- Kahane) – who crush everything .. on a whim: everything very dear to whomever (not necessarily costly, without paying dearly..)

      Aber der Mensch stumpft vom Gaffen ab.. (Dazu findet sich bei gugl sogar ein Gottesdienst unter diesem Titel, beginnend mit „Bibeltext: „Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten…“

      jedenfalls: Geistesgröße allein macht nicht integer, und warum wären Haus-, Hof- oder Staatsphilosphen sakrosankt? Die Heiligenverehrer sind vorerst mit freshwoman Theresa beschäftigt.

    • @kdm, @Naphthalin, @Dieter Kief
      Verehrte Damen und Herren,

      eine Diskussion zu Herrn Habermas, hier?

      Verzeihen Sie mir bitte, es war und ist doch nur mein unsicheres Schwanken bei der Einschätzung unseres allseits geschätzten Blogwartes in seinem neuen Stil.

      Vielleicht sind es auch nur all seine neuen Gedanken, mit Landschafts- und Fahrradteilbebilderung oder Kirchenbilderbetrachtungen, die etwas Abseits der, hochaktuellen und uns alle besorgenden Problematik, der sich zwangsverändernden Republik, die mich etwas ratlos machen und welcher er sich ja bisher so freudvoll widmete.

      Und da ich heute gerade ein Buch von Friedrich Wilhelm Graf in Händen hatte, in welchem dieser zum Religionsintellektuellen schrieb:

      „Ihre spezifische Aufmerksamkeit gilt den eine Kultur prägenden, aber bleibend umkämpften Glaubensgütern. Religionsintellektuelle bedienen sich der überkommenen religiösen Sinnstoffe, um Protest zu erheben, Zeichen zu geben, Partei zu ergreifen. Sie nehmen die symbolischen Ressourcen, die Bilder, Zeichen, Erlösungsmetaphern und Heilsgeschichten der bestimmenden Glaubensüberlieferungen für ganz harte Gegenwartskritik in Anspruch, wobei sie oft mit prophetischer Entschiedenheit das Gegebene kritisieren und den kairos grundlegender Umkehr, den Mut zur Glaubensentscheidung für den anderen, besseren Weg beschwören.“

      Ja, da fragte ich mich schon wieder, ist das jetzt vielleicht der neue Don Alphonso, der Religionsintellektuelle, der FAZ?

      Aber nachdem es hier bei Don Alphonsos Betrachtungen um Immobilien ging kann ich auch wieder zu Habermas zurückkehren und seinem Satz:

      „Die Linie zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit geht mitten durchs Haus“

      oder wie es bei IKEA heißt: Wohnen sie noch, oder leben sie schon?

      Seien Sie alle gegrüßt

      ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

    • und statt euphemismus
      sollte es -natürlich- oxymoron heißen. Moron, me..

    • We all lie to ourselves to be happy.
      Walser, Enzensberger, Sarrazin…..??????

      Ihr wisst schon, das Habermas, Jürgen ein Wissenschaftler war? Kein Politiker, keine Schriftsteller!
      Theorie des kommunikativen Handelns? Schon mal gehört?
      Gelesen? Ach, erwarte ich ja gar nicht…

      Aber schön immer wieder beobachten zu können, wie jeder alles in seiner eigenen Welt einordnet, alles wird mindestens auf Augenhöhe eingestampft.

      be happy

    • &Don't worry, Goodnight
      was, falls Sie noch erinnern, macht eigentlich *weißgarnix* so?

      Der glaubte wohl auch, ohne ihm alle Hochachtung zu schulden, geht nichts.

      Aufblickend?

    • "Geistesgröße allein macht nicht integer" Naphthalin
      Ich fange an, Ihre Kommentare zu lieben!

    • Goodnight langsam wortwörtlich zu nehmen, das Tal, die Schlucht gar gebieten den Schlaf - -
      – – zuvor grad das noch

      1) @ Goodnight 22:29 „&“ 2) @ ObjectBe 22:15

      1) Wie soll ich das jetzt sagen: So? – – : Habermas, schreiben Sie, war… – er war aber noch gar nicht, er i s t immer noch – – – springlebendig!, bittschön. Soviel Aplomb und dann sowas.

      2) Friedrich Wilhelm Graf – der Friedrich Wilhelm Graf, der den Atheismus und den rechten Gottesglauben kaum mehr auseinanderhalten – will. Ja mehr noch: Der meint, das nicht mehr können zu sollen. Der Friedrich Wilhelm Graf und jetzt die Rennradln vom DA – und seine alle gewöhnlichen Mittel-Zweck-Verhältnisse weit hinter sich lassende Hingabe im Umgang damit: Das wäre mal ein schönes Podium an irgendeiner Akademie oder in Andechs oder wo (Zwiefalten – wie wär‘ des?). Ein dickschädliger ehemaliger Hanser-Verlagsleiter könnte moderieren. Ich erinnere mich, wie der in der Darmstadt mal gewütet hat – und da schließt sich jetzt ein hier absolut kreisender Kreis!** – als es um zeitgemäße Bibelübersetzungen ging. Er hat richtig getobt wg. – – tatsächlich – neuer Übersetzungen in geschlechtergerechter Sprache usw. – – – ich würde soweit gehen zu sagen: Ein heiliger Funke sei von ihm heraus- und auf die ohnehin supergutelaunte Versammlung übergesprungen: Dieser Schutzwütherich der Luther-Übersetzung in originalem Lautbestand sollte schon moderieren, und zwar mit Hingabe.
      Achso Thema: Innerweltliche Transzendenz zwischen Radl, Haus und Wadl – – eh kloar!

      Sponsor: Shimano, Ikea und die Metzgerei Fleischer aus Hohenstein-Ernstthal oder Zella-Mehlis oder wo: Hohenstoffeln (der ist gut, der ist zweigipflig).

      ** vielleicht kennen Sie diese Formulierung ja von – der fehlt hier noch, ickjloobe – Adorno – es klingt dort aber ein Gran anders (klingt da sozusagen andersgelb, ne?).

    • Mit Verlaub
      manches geht einfach zu weit.

      ObjectBe versucht seit einiger Zeit ja, an Don Alphonsos Eiern zu kratzen oder so, jedenfalls seinen Status als Denkenden infrage zu stellen.

      Seis drum.

      Don Alphonso jedoch als Blogwart zu bezeichnen, das ist eine bodenlose Ungehörigkeit und Diffamierung.

      Da kenn ich nur ein Wort, das zu kennzeichnen, widerlich.

      Tut mir leid.

    • You don't sum up a man's life in one moment.
      @napthalien

      Um auf jemand runterschauen zu können, sollte man auf seinen Schultern stehen.

      Sorry, aber ich bezweifle, dass Sie, noch ich, auf Habermas Schultern stehen.

      Es ist ein beliebter Trick, alle Geistesgrößen auf ihr sonstiges Dasein runterzudeklinieren….um irgendwann eine Ebene zu finden, wo man sich gleichwertig/überlegend fühlt. Funktioniert, da das menschliche Leben vielfältig und die Maßstäbe ebenso ausdifferenziert.
      Hatte Habermas so einen durchtrainierten Körper wie Arnold?
      Hatte er Sex wie Gina Lisa?
      War er treu?
      Ein guter Mensch?

      Ist das von Bedeutung?

      Ergo:
      Es ist bedauerlich, dass Sie sich in der Moderne verlieren und nicht mehr zwischen Differenzierung (Spezialisierung) und Einheit unterscheiden können.
      Ein Habermas ist für mich nur aus wissenschaftlicher Perspektive interessant. Ich hatte keinen persönlichen, sexuellen oder politischen Kontakt mit ihm und auch kein diesbezügliches Interesse. Ich denke Herr Habermas sieht das umgekehrt genauso.
      Folglich stellt sich die Frage, warum Sie persönliche Integrität einfordern?

    • Come on darling. Give us a smile, eh. It's the second best thing you can do with your lips.
      @Thomas

      Dass Frau am Pool im Exil das Bedürfnis verspürt, dem Don „die Eier zu kratzen“, das liegt vielleicht in ihrer Natur.

    • An ihren Taten sollt ihr sie erkennen
      Dankend @ Goodnight, nehme ich das Einigungsangebot an, darauf, dass hier niemand dem Wissenschaftler, KommHa-Theoretiker Habermas das intellektuelle Wasser zu reichen vermag – wiewohl einst als Student der Phil. Soz. Pol. VoWi & JurWiss.ten nicht völlig unvertraut mit dessen Werk, tendierten meine Neigungen -denen ich mglw. zu sehr nachgab- eher gen Rorty&Rawls, Foucault, natürl. Kant+Marx+Nietzsche, und als gimmick Carl Schmitt und Dada; ich bezog mich aber anlässlich des ObjBe’schen Preisredenzitates auf die Öffentliche Person JH als Bundestags-/Regierungshofphilosophen, seinerzeitigem FussnotenFavoriten von PuZ/BzfpB aka BpB – dessen moderater, moderierter Prosa auch ich, unter zeitgeschichtlichen Umständen, die noch von +Strauss, Kohl, den beiden Wenden 82 und 89 und dräuendem Nationalen Rausch geprägt waren, mich allzu oft erlegen fand ohne je ganz den Stachel Camus‘ im Allerwertesten zu übertäuben oder dem Dasein als Konkret&Titanic-lesendem Jüngling/geistig Halbstarken abschwören zu können. Gedient hab ich dann auch irgendwann noch..

      Also der Redner (& somit Politikberater) Habermas, und nehmen wir zur Brust uns einmal noch oa Zitat und stellen dies, wiewohl nur eingeschränkt zulässig, gegen das Heute: „Versehrungen der normativen Infrastruktur“ – Verletzungen wäre doch ein deutlicherer terminus gewesen, aber zu hart, da verfassungsgerichtlicher Kompetenz überlassen – heute beklagen wir, folgenlos, Rechtsbrüche, ungesühnt durch Karlsruhe; „ein Bisschen Phantasie..“ ,“ein Wenig Mut“ genügen gewiss schon lang nicht mehr: wo das Monster sich als Windmühle tarnt, muss gar der Verstand riskiert werden; allenfalls *ängstliche Antizipation* könnte helfen gegen die therapeutisch-herablassende Rede vom Angstbürger. Zugegeben, allles sehr pampig vorgetragen von mir, wie es einem Pamphlet aber nun einmal eignet. Stellt sich mir persönlich in wenigen Tagen nur die Frage, ob ich (AfD) nicht wählen gehe oder doch: dass für meinereinen in&mit dieser Partei kein Blumentopf zu gewinnen ist, geschenkt – aber wenn nirgends Rosen blühen, nimmt man halt auch mal irgendein Dornengewächs, Hauptsache es piekst *die Anderen* Höllenbewohner mehr als einen selbst.

      Und behaupte, das Projekt der Moderne sei nicht so tot, als Post-isten dessen Kult(ur)isten verloren zeihen.

    • An ihren Taten sollt ihr sie erkennen II
      und: dass die *Strukturen* der Menschenwelt nicht vom Himmel gefallen sind, sondern *human* -von Menschen für Menschen- gestaltbar.

      Daran glaubt doch wohl sogar eine *kapitalistische* Elite, wenngleich in recht symmetrischer Weise, top down etcpp.

      Ultima irratio halber kann ich aber auch des Kaisers sein lassen, was seinen -und Not-wendigerweise zuvor meinen- Untergang bedeuten mag.

    • I'm not afraid of death. I'm an old physicist - I'm afraid of time.
      @napthalin

      Die Moderne ist nicht tot, sie erleidet gerade aber einen erneuten Rückschlag. Die Ausdifferenzierung stockt und wird in Teilbereichen zurückgeführt. D.h. für uns ist die Moderne eine Erzählung, die wir nur noch aus der Erinnerung in unserer Zukunft erzeugen können.
      Gab es schon 1914 bis 1945.
      30 Jahre. Das ist der zu erwartende Zeitrahmen. Extrapoliert aus der vergangenen Gegenwart.

      Whatever, als bekennender hardcore-luhmanner ist mir die handlungsorientierte Romantik eines Habermas nicht all zu nahe, d.h. ich beobachte Menschen wie sie scheitern, wenn sie gegen die Strukturen 1 Mio Menschen rein und raus schieben wollen. Trostlos, die Realität. So wie Luhmann sie beschrieben hat. Wahrheitsgemäß.

    • Goodnight
      ich vergess doch immer die Kraft der Naturgewalten :)

    • Erkenntnis "&" Maitresse - ctd.
      @ naphtalin 12.27 Uhr

      Der ist gut:

      „wo das Monster sich als Windmühle tarnt, muss gar der Verstand riskiert werden; allenfalls *ängstliche Antizipation* könnte helfen gegen die therapeutisch-herablassende Rede vom Angstbürger.“

    • Nommal wg. "Erkenntnis '&' Maitresse" - - es höret nimmer auf...ist aber schön - -
      http://www.bild.de/unterhaltung/aktuelles/unterhaltung/promigeburtstag-vom-14–september-2016-eckhard-47810258.bild.html

      – und Bild hat den Eckhard glatt richtig geschrieben – und den Henscheid gleich mit.

      Herzlichen Glückwunsch auch von hier aus!

  6. Angebot und Nachfrage
    In Chemnitz und selbst in den trostloseren Ecken Niederbayerns gibt’s viel Wohnraum für wenig Geld – aber eben auch keine gut bezahlten Jobs wie in Ingolstadt oder München.

    Ingolstadt’s BIP pro Kopf liegt bei 121k, München’s bei 94k, das Hamburg’s nur bei 54k und das Berlin’s bei läppischen 31k. Deshalb werden in Ingolstadt und München Rattenlöcher gebaut, während sich in Hamburg und Berlin Leute „die was mit Medien machen“ eine Zwei-Zimmer Wohnung leisten können und mit Dreck, offener Drogenszene und einer inkompetenten Verwaltung (siehe BER, Elbphilharmonie) weniger Probleme haben.

  7. Zum Thema Wohnsituation
    gab es erst gestern Amüsantes zu lesen:
    Der Politiker Diether Dehm (die Linke) besitzt nach eigenen Angaben eine Ferienwohnung im Tessin.

    Erinnert sich noch jemand an das Plakat von Klaus Staeck „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen!“?

    • Das fand ich auch bemerkenswert.

      Hat sicher nichts mit den verschwundenen SED-Vermögen zu tun.

    • Schlagertexter
      müsste man sein.

    • Naja, der hat es selber verdient
      Dem war erfolgreicher Musikproduzent in einer Zeit, als man noch Tonträger kaufte. Da ist eine Villa im Tessin (das damals auch noch nicht von Russen bevölkert wurde) schon drin, auch ohne Stasigold.

    • Mix! Rip! Burn!

    • Man schreibt auch wieder von einem "jungen" "Flüchtling" - was
      auch immer dieser relative Begriff bedeutet. Unser Herz soll schmelzen, da alle an ein Kind denken sollen.
      Wie alt ist er denn – der „Flüchtling“?
      Aber gabs da nicht neulich auch so ne Sache bei Ihnen am See, Don? Gute Menschen sammelten Geld, um die „Groß-„familie eines „Flüchtlings“ zusammenzuführen. Dann waren die da – die Verwaltung war in diesen Clou nicht einbezogen.
      Und ein Bürgermeister schickte die per Taxi zum Landrat und der die wieder zurück – zur Unterbringung.
      Wer übernimmt da die Folgekosten, die diese Initiative mit dem „guten Herzen“ und dem gesammelten Geld für die Reise verursacht hat?

    • Das ar am starnberger See. Ja. Dumm gelaufen.

    • Ja, der kantige Bungalow auf dem Plakat !
      aber ja, wir erinnern uns, wir erinnern uns aber auch an der Porsche von Herrn Steinkühler und sein Daimler-aktienpaktet.

      das kam vom himmel, nicht vom SED-vermögen, „oh lord pls buy me a mercedes – benz, my friends all drive porsche…………………“

      ja ja, Willi Hoss war der letzte in der gewerkschaft, der noch ein echter arbeiter war……….zudem noch guter volleyballspieler und immer die ruhe weg !

    • eigentlich müsste man über den Dehm schreiben – einfach, weil es ja auch legale Methoden gegeben hätte. Dehm hätte eine Garantierklärung ausstellen können. So bringt er halt einen Migranten und überlässt alles andere dem Staat.

    • Linke und @Garantie?
      “ Dehm hätte eine Garantierklärung ausstellen können. So bringt er halt einen Migranten und überlässt alles andere dem Staat“

      Das scheint doch eine recht archetypische Konstellation der welcome-Jünger zu sein!

    • „Nicht ohne meine Staatsfinanzierung!“. Mir war ganz entfallen, dass der Herr auch IM bei der Stasi war.

    • Titel eingeben
      Dehm kann man in vielerlei Hinsicht durchaus kritisieren. Es wird aber oft vergessen, dass er ein durchaus erfolgreicher Musikmanager war, zwar im eher linken Umfeld, aber auch dem seichten Schlager (1000 und eine Nacht, Klaus Lage, wer hasst es nicht) war nicht abgeneigt.
      Farian, Siegel, Moroder, Bohlen machten nicht viel anderes, treten weitaus schneidiger auf, und man neidet ihnen ihre vermutlich weitaus höheren Millionenvermögen weniger.

      Was Gelder von Leuten mit Stasi Vergangenheit angeht, fände ich persönlich viel interessanter, wohin die AAS Darlehen gingen, von denen neulich hier oder an anderer Stelle die Rede war.

    • ICH HASSE NICHTS MEHR ALS KLAUS LAGE!!!

    • Ist das nicht der Menschenfreund,
      der dem RAF-Terroristen Klar einen Job im Bundestag gegeben hat?

    • @D.A.
      „ICH HASSE NICHTS MEHR ALS KLAUS LAGE!!!“

      Sie sind doch bloß eifersüchtig! Hätten Sie sich rechtzeitig etwas mehr Mühe gegeben, würden Sie auch wie ein Gewerkschaftsfunktionär auf dem Kriegspfad aussehen und auch so gefühlig brummen. Aber wer statt Bier zu trinken und Pommes zu essen, eben mit alten Fahrrädern zugange ist, statt einen neuen VW zu kaufen, mit Fell auf´m Lenkrad, der muss sich über die Folgen nicht wundern. Den Faust-auf-Faust … hart-ganz-haahaart!- Stil muss man eben früh einüben, vielleicht sogar dafür geboren sein! Sind sie nicht. Also werden Sie einsam und alt sterben, wenn sie so weitermachen, jajaja.

    • Dehm...
      war ziemlich erfolgreich in seinem Beruf, die Wohnung im Tessin dürfte da locker drin gewesen sein.
      „Arbeiter“ war er nie. :p

    • Lerryn
      Ich habe hier noch eine LP rumliegen, die ich für ’ne Mark einst auf dem Flohmarkt gekauft habe: „…erkämpft das Menschenrecht!“. Für wenig Geld sozialistische Kampflieder? Ein Schnäppchen!

      Das ist ein Tonträger, die die SPD für ihre Mitgliederzeitung hat einspielen lassen. Die kantigen Arbeiterkampflieder wurden von einem gewissen Lerryn eingespielt und ich habe mich immer gewundert, wer denn dieser rote Barde mit der wuchtigen Stimme sein mochte.

  8. Schon Juvenal (c.a. 100 n. Chr.)
    beschwerte sich in seiner dritten Satire, dass man sich in den Landstädten Latiums ein Haus für den Betrag kaufen könne, den man in Rom für die Jahresmiete eines Apartments ausgeben müsse. Ingolstadt ist wie München nun mal eine der reichsten Städte Deutschlands. Das war in ihrer Jugend nicht so und deshalb kostete Wohnraum dort auch weniger.

    Heutzutage muss man eben nördlich des Mains in verarmten Dreckslöchern wie Köln, Hamburg oder Berlin leben, wenn man mit einem durchschnittlichen Gehalt in einer 100 qm Wohnung leben möchte. Dafür ist es dort schwerer, einen guten Job zu finden und man muss Abstriche bei Schulen, Lebensqualität und, mit Ausnahme von Berlin, bei der Kultur machen. Es ist zwar unschön, aber man kann nun mal nicht alles haben.

    • WELCHE KULTUR IN BERLIN ???
      habe ich da etwas verpasst ?

    • Aber, aber, lieber django... natürlich gibt's in Berlin massenhaft Kultur
      beispielsweise hier http://www.rki.de/ in https://www.google.li/search?biw=1832&bih=982&tbm=isch&q=%22petrischale+kultur%22

      Hingegen die hier https://www.berliner-philharmoniker.de/ eher nicht, denn da spielen weniger Berliner mit als Münchner bei Bayern München, fiesgrins… Obendrein ist dort ein außerordentlich gefährliches Pflaster:

      „Christian-Ulrich Behring , Tagesspiegel-Geschäftsstellenleiter und einer der aktivsten Kulturnutzer der Stadt: Sonntag, 26. November 1972, 11.20 Uhr: Karajan beginnt in zehn Minuten mit Haydns „Jahreszeiten“ – meine Begleitung ist unauffindbar. „Aben Sie noch eine Karte?“, werde ich von einer bezaubernden Unbekannten mit unüberhörbar französischem Akzent angesprochen. Sehr gern gebe ich ihr die Karte, E links, Reihe 3, Sitz 12 – und erlebe mein nachhaltigstes Konzert: Drei Jahre später haben wir geheiratet.“

      (aus http://www.tagesspiegel.de/kultur/block-e-reihe-3-platz-12/447626.html )

    • Ich lebe in Köln in einem wohlgelittenen Stadtteil
      in einer ca. 75 qm großen Wohnung plus kleinem Garten, für sage und schreibe ca. 250 Euro.

      Ok, da Putzen nicht meine größte Leidenschaft ist, beziehe ich das Drecksloch mal darauf.

      Über Lebensqualität wag ich gar nicht mehr zu räsonnieren.

  9. Titel eingeben
    Ich kann da kein Problem erkennen… „Ist es so viel besser, Verwaltungsgegenstand einer App zu sein?” Wer sind wir denn, dass wir uns da ein Urteil erlauben dürfen? Bei meinen Besuchen in Deutschland sehe ich täglich mehr als genügend Leute, die mehr als zufrieden damit wären Verwaltungsgegenstand einer App zu sein.
    Gut, in der kleinen dummen Stadt sind die Luxus Appartments jene erwähnten 28qm gross, für Normalos geht es in der Annonce bis 21qm runter (man muss also weniger putzen!), aber wer weiss, vielleicht ist die angebotene Learning Lounge ja eine Lounge in der man per Wifi lernt, dass ein paar Millionen schwerarbeitender Japanerlein in 12 qm Luxus-Appartments (inkl. Balkon! mit etwas Pech: Fensterlos!) ihr Single-Leben geniessen.
    Und so wie ich die Zeitgenossen kenne wird es zumindest in jener Lounge recht ruhig sein, denn wenn die Berichte wahr sind, und ich sehe keinen Grund das nicht anzunehmen, dann ist es unter solchen Menschen üblich sich per App zu unterhalten, selbst wenn man am selben Tisch sitzt? Da wird dann hin und her ge-twittert, dass es Zeit wird, dass all jene Dinosaurier Menschen die noch so richtige Unterhaltungen in richtigen Wohnzimmern führen (ihren eigenen!) endlich aussterben, oder wie das in noch funktionierenden Kulturen wie Japan manchmal nach wie vor der Fall ist, auf die Berge getragen und dort an einen Baum gebunden entsorgt werden.
    Ich bin mir sicher, jener Herr des Immobilienfonds, der jene 21qm Normal- und 28qm Luxus-Appartments dort hinstellt, der weiss zumindest, dass das an die Bäume binden der Alten das Problem dort auch nicht gelöst hat.

    „Politiker versprechen Ihnen mehr Wohnungen.
    Aber keine Villen und Paläste.”

    Wie altmodisch…. Lernfähige haben es besser, die wissen, dass der Normalo-, im Gegensatz zum Luxus-Japaner, zB in 1x1x2mtr grossen Kapseln ganz hervorragend zurechtkommt, zwischen den vielen Apps die da installiert sind, und zwischen all den anderen humanoiden Apps von denen man bis zum nächsten Morgen in identischen Kapseln umgeben ist.
    Solche Einrichtungen zeigen übrigens deutlich wie unsinnig der Vorwurf der Grünen doch ist, die Massentierhaltung sei verwerflich, oder gar „unmenschlich“, ganz abgesehen von der kostenlosen Versorgung der Unterschicht mit Anti-Biotika mittels Fliech aus effizienter Hühner- und Schweine Haltung.

    Sehr empfehlenswert zum Thema der Roman „High Rise“ von JG Ballard, letztes Jahr recht angemessen verfilmt.

    • Außenansichten
      Sie, TDV: mit ihren Blicken, über den Tellerrand, von außen, auf unser bunte republikanische Suppe – Sie verwirren nur die Einliegenden: die denken am Ende noch, es ginge ihnen ans lieb&teuer Eingemachte
      (Bestandsgarantie der *chancellorette* gilt übrigens nur dafür, was den Politikern lieb ist, die Bevölkerung umso teurer zu stehen kommt)

      Dass sie aber zB Japan beständig lobpreisen müssen wie hier als *noch funktionierende Kultur*, möglicherweise trotz aller Zerfallserscheinungen?

      Führt mich zu der Frage, was denn eigentlich die (*schlechthinnige*) Funktion einer Kultur (oder Zivilisation, Nation etc) wäre?
      Aus dem Naturvergleich könnte man auf *Überleben/Fortbestand einer Population* schließen, wie auch immer verstanden -als Art, oder gar „Rasse“? – was vom *egoistischen Gen* aus aber auch durch Adaption, Assimilation, Usurpation, Infiltration oder was immer korrekte gentechnisch-genealogische Begriffe sein mögen, geschehen kann.
      Latein *ist tot*, das alte Rom -Imperium Romanum- zerfallen, und doch leben Bestandteile der Kultur fort: Romanische Sprache, Bauten und Rechtsprinzipien etc – Vatikan, kathol. Kirche, selbst Ostrom/Orthodoxe..

      Und genetisch leben die Römer (anders als *ausgestorbene* Neandertaler) sicherlich fort -ich glaube, vielen Willkommenkültür-Möchtegernbuddhochrist*x*en wären damit sogar einverstanden: ob sie auch die jetztzeitigen Risiken schon genauso *sub specie aeternitatis* betrachten? Ist’s Wahn, ist’s Erleuchtung, oder vielmehr ein gut vermarktetes Trugbild, Erleuchtungswahn?
      Man könnte auch listig hinterfragen: überlebt die Willkommenskultur sich selbst, wann frisst sie ihre Kinder, oder hat sich gleichsam irgendwann überlebt?
      Die angedeuteten Orwell’schen Dystopien (die manchem persönlich, per *Klassenzugehörigkeit* -Globalistenklasse?- als gar nicht ferne Utopie gelten mag: next in a cinema near you -sorry: schöne neue Youtube-Welt) scheinen doch deutlich auf: in allen Bemühungen der *Wertegemeinschaft* ist von hehren Prinzipien die Rede, aber nicht vom *Individuum*…- nicht von Bürger, Einwohner oder anderen *Rollen*, die ein Individuum tragen kann, allenthalben von (rollenlosen) Menschen (die keine Rolle spielen?), *die Menschen* bla..
      Systeme brauchen keine Individuen, allenfalls -konforme- Elemente: Abschied vom alten Europa (dereinst womöglich in der Rückschau ohnehin nichts weiter als ein *Atlantis* nonkonformistischer Tagträumer..) – nur der Begriff *Demokratie* sperrt (oder ziert) sich noch, verlangt er doch ein *demos*: herrschend oder beherrscht- ach, Nebensache, abschwellendes TraurigReaktionäreDinosaurier-Geheul.
      Und anders als das Rechtsindividuum wird Mensch gern über Gefühle/Emotionen definiert (*Human beings feel*)- Gefühl ist Realität; the net / the pod is my home is my castle, mit soma ist man eh immer im Himmel, auf welcher Erde auch immer; und Menschen sind einander auch nichts weiter als Apps: humanoid im Wortsinne. Go for it, pokemon, Go! (ob es dabei schon jemanden in eine EAE/Flüchtlingslager verschlagen ha, demnächst in eine TZ-Transitzone?)

    • Naphta, Teil 1
      Zunächst mal haben sie mich missverstanden, ich will mit meinen Beiträgen nur immer wieder ein wenig daran erinnern, dass sich DE auf direkten Wege zum weltweiten Tiefpunkt ist, was den Umgang miteinander, bzw den der Altbau-City-Wohnungen besitzenden Klasse mit dem Rest des Landes angeht. Bitte, dabei nicht vergessen, dass das keineswegs eine wertende Aussage ist. Denn das Problem ist letztlich immer noch, dass dieser Rest seit den Kohl-Jahren stets Regierungen wählt, die Politik im Interesse des 1% macht.
      Egal wie tolerant man auch sein mag, auch der Zuzug etlicher Millionen zB muslimischer Muslime hilft mit, bei der Reise nach unten.
      Ihre Frage ist also richtig: „Führt mich zu der Frage, was denn eigentlich die (*schlechthinnige*) Funktion einer Kultur (oder Zivilisation, Nation etc) wäre?”, und sie sehen ja auch den Unterschied der beiden Sichtweisen: Was sie sein könnte und sollte, oder Was sie ist?

      Die Kultur eines Landes bezeichnet wohl all das was dieses Land im Laufe seiner ganzen Geschichte ausgemacht, in unserem Falle Goethe und Hitler in der Vergangenheit und von der Zukunft aus gesehen: in der Gegenwart ein jämmerliches Mittelmass zwischen Nazis und Gutmenschen.
      Kultur? Merkel in Bayreuth, Zaun ums Oktoberfest, und der FC Bayern…..
      Bezeichnend ist wohl, dass die Masse stets das für Kultur und die einzige Wahrheit zu dem Thema hält und akzeptiert, was sich auch immer zum Schmücken des Selbstbild des Einzelnen eignet. Um das Übelste Beispiel zu nehmen: Die Amis also ihren „Exceptionalism“, das Recht sich an KEINE Regeln im Umgang mit dem Rest der Welt gebunden zu fühlen. Sie begründen dies damit, dass sie wegen „no taxation without representation“ einen vorbildlichen „Freiheitskampf“ gegen England führten, um anschliessend als Sklavenhalter die eigentlichen Eingeborenen in Amerika zu massakrieren und Überlebende in Reservate zu sperren.
      Bezeichnend für die Gegenwart ist, dass wohl die grosse Mehrzahl der Erdenbewohner, wenn man sie frägt in welcher „Kultur (oder Zivilisation, Nation etc)“ sie leben möchten antworten würden: Amerika.
      Kultur ist also keineswegs etwas das sich über das definiert, was die zB die Bildungsbürger zum Ziel erklären würden, sondern die Realität.
      Die Zukunft wird auch Deutschland nicht zur Vorzeigekultur definieren, weil man in gedankenlosem Überschwang Flüchtlinge willkommen hiess, sondern als Prototyp der Übernahme eines Landes durch die Neo-Liberalen in dem die erarbeiteten Steuergelder nicht mehr für Bildung Familien oder Kranke verwendet worden sind, sondern zur Rettung von Verbrecher Konzernen, wie Banken die soich aus Habgier verspekuliert hatten, für Atutokonzerne deren Bosse sich bewusst mit betrügerischer Software Vorteile auf dem Markt verschaffen wollten, für Energie Konzerne, die jahrelang mit Atomenergie Milliarden verdient und in die eigene Tasche gesteckt hatten, während die jetzt dabei entstehenden Entsorgungskosten zu 90% vom Bürger zu bezahlen sein werden, der dies durch sein Wahlverhalten ja legitimiert. Muss ich an der verbrecherischen und mörderischen Einsätze der Bundeswehr im Ausland erinnern. Das Mediengeschwätz über die sich überall ausbreitende linke Politik von Merkel, eignet sich ledilich als Beleg für masslose Verblödetheit des Volkes. ALso den derzeitige Stand der Zunächst mal haben sie mich missverstanden, ich will mit meinen Beiträgen nur immer wieder ein wenig daran erinnern, dass sich DE auf direkten Wege zum weltweiten Tiefpunkt ist, was den Umgang miteinander und den der Altbau-City-Wohnungen besitzenden Klasse mit dem Rest des Landes angeht. Bitte, dabei nicht vergessen, dass das keineswegs eine wertende Aussage ist. Problem ist immer noch, dass dieser Rest seit den Kohl-Jahren stets Regierungen wählt die Politik im Interesse des 1% macht.
      Egal wie tolerant man auch sein mag, auch der Zuzug etlicher Millionen zB muslimischer Muslime hilft mit bei der Reise nach unten.
      Ihre Frage ist also richtig: „Führt mich zu der Frage, was denn eigentlich die (*schlechthinnige*) Funktion einer Kultur (oder Zivilisation, Nation etc) wäre?”, und sie sehen ja auch den Unterschied er beiden Sichtweisen, was sie sein könnte und sollte, oder was sie ist?

      Die Kultur eines Landes bezeichnet wohl all das was dieses Land im Laufe seiner ganzen Geschichte ausgemacht, in unserem Falle Goethe und Hitler in der Vergangenheit und in der Gegenwart ein jämmerliches Mittelmass zwischen Nazis und Gutmenschen.
      Bezeichnend ist wohl, dass die Masse stets das für Kultur und die einzige Wahrheit zu dem Thema hält und akzeptiert, was auch immer das Selbstbild des Einzelnen schmückt. Um das Übelste Beispiel zu nehmen: Die Amis also ihren „Exceptionalism“, den sie darauf gründen, dass sie wegen „no taxation without representation“ einen „Freiheitskampf“ gegen England führten um anschliessend als Sklavenhalter die eigentlichen Eingeborenen in Amerika zu massakrieren und Überlebende in Reservate zu sperren. Bezeichnend ist dabei, dass wohl die grosse Mehrzahl der Erdenbewohner, wenn man sie frägt in welcher „Kultur (oder Zivilisation, Nation etc)“ sie leben möchten antworten würden: Amerika.

    • Naphta Teil 2
      Kultur ist also keineswegs etwas das sich über das definiert, was die zB die Bildungsbürger zum Ziel erklären würden, sondern die Realität. Die Zukunft wird auch Deutschland rückblickend keineswegs zur Vorzeigekultur definieren, weil man dort in gedankenlosem Überschwang Flüchtlinge willkommen hiess, sondern als Prototyp der Übernahme, eines Landes durch die Neo-Liberalen, in dem die erarbeiteten Steuergelder nicht mehr für Bildung Familien oder Kranke verwendet worden sind, sondern zur Rettung von Verbrecher Konzernen, wie Banken die sich aus Habgier verspekuliert hatten, für Autokonzerne deren Bosse sich bewusst mit betrügerischer Software Vorteile auf dem Markt verschaffen wollten, für Energie Konzerne, die jahrelang mit Atomenergie Milliarden verdient und in die eigene Tasche gesteckt hatten, während die jetzt dabei entstehenden Entsorgungskosten zu 90% vom Bürger zu bezahlen sein werden, der dies durch sein Wahlverhalten ja legitimiert. Muss ich an der verbrecherischen und mörderischen Einsätze der Bundeswehr im Ausland erinnern?
      Lassen wir es gut sein. Als jemand mal Bertrand Russell fragte was er denn von der menschlichen Zivilisation und Kultur halte, antwortete dieser: „Eine ausgezeichnete Idee, man sollte das mal versuchen!“

      Don, anscheinend gibts jetzt hier ein Limit für Zeichenzahl??????
      Echt? Denken wird unerwünscht?

    • Hätte TDV doch mal recht
      und Liberalität würde unser Land beherrschen.

      Aber nein, jener schreibt sich doch arg wiederholend von Neo-Liberalen, ohne zu sagen, was der damit meint.

      Jener schreibt, es würde zu wenig für Bildung und Soziales an Staatsmitteln ausgeschüttet. Hat sich jener vielleicht einmal die Zahlen in den Haushalten angesehen?

      Wohl kaum, denn sonst wüsste jener, wieviel wofür ausgegeben wird.

      Und jener hat auch nicht verstanden, dass es bei den Bankenrettungen nicht um die Banken an sich ging sondern darum, die Einlagen einfacher Bürger zu schützen und die in einem Falle der Insolvenz sofort fällig wärenden Kredite, die Mittelständler und kleine Unternehmen in Anspruch genommen haben, zu vermeiden.

      Aber mei, wer das Verhalten der Besetzer der Rigaer Strasse 94, glaub ich, in all seinen Facetten gutheißt und mehr davon fordert, von dem kann man keine politischen Forderungen zugunsten der Bürger erwarten.

      Nebenbei, eine Begrenzung gabs immer schon, jedenfalls, seit ich hier aktiver bin, aber Denken, das wird schon gewünscht. Also, TDV, denken Sie bitte deutlich mehr nach. Danke.

    • Titel eingeben
      Thomas….

      Ich weiss nicht ob ihnen zu antworten nicht generell verschwendete Zeit ist, denn jemand der meint Liberalität hätte was mit Neo-Liberalität zu tun, bei dem fehlt es schon arg weit. Der hält wohl das was wir haben auch für eine freie Marktwirtschaft…
      Mit „mehr nachdenken“ hat das was sie anbringen nicht das Geringste zu tun. Bezeichnend für die Art dessen, was Leute wie sie für Denken halten ist, dass sie nicht mal merken, dass alles was sie anbringen eindeutig bereits Content einer gewissen Ideologie ist, die sich gerade über das Nicht-Reflektieren jeglicher Alternativen definiert. Es geht da ausschliesslich um Eigen-Interesse, oder das was man der Masse der Schwafler beigebracht hat für ihr Eigen-Interesse zu halten.
      Wenn sie und ihre Gesinnungsgesnossen sich in den Freuden der geistigen Inzucht suhlen, dann geht es euch keineswegs um Verständnis des Neo-Liberalimus, sondern lediglich um dessen Verteidigung, weil sie, wie Millionen anderer Dummköpfe meinen, Profite für die Grosskonzerne bedeuten auch, dass etwas für sie abfällt. Zumindest solange Banken die Aktienkurse mit „ihrem“ Geld vor dem Absturz schützen

      Neo-Liberal bedeutet, dass nicht mehr das Interesse der Bürger Inhalt der Politik ist, sondern die Interessen der Wirtschaft, und hier wiederum an erster Stelle die Interessen der Finanzwirtschaft. Was sie ebenfalls nicht zu wissen scheinen ist, dass es mir völlig egal ist, was für eine Regierung Schlaumeier wie sie sich wählen, solange ich und das von mir verdiente Gel dnict in diesem System verschwendet werden darf. Wenn 80.000.000 Deutsche da kein Problem mit haben ist doch alles fein, oder?

      Was ausser ihnen glaube ich jeder Mensch weiss ist, dass die Einlagen bei den Banken wesentlich besser geschützt wären wenn man die HRE hätte Pleite gehen lassen und die Einleger ihr Geld, dass sie aus reiner Geldgeilheit und Habgier dort investiert hatten schlicht und einfach verloren hätten. Die Folge wäre gewesen, dass sich die Leute es zumindest zum ersten Mal überlegen würden, ob sie ihr Geld wirklich dem „Berater“ über den Tisch schieben der ihnen die höchste Ziffer vor dem Komma bei den %%% verspricht, sondern vergleichen und recherchieren wie Banken ihr Geld TATSÄCHLICH verdienen und welches Risiko dabei anfällt.

      Ich wohne wie gesagt weit weg habe meine Euro zu einer Zeit angestossen als sie noch was wert waren und betrachte die Entwicklung die ich in DE seit einigen Jahren beobachte mit Genugtuung. Obendrauf noch die Zuwanderer heisst für mich, dass sowohl die rechten als auch die linken Spiesser gemeinsam das Kommende bereitet haben. Es wird also keine Falschen treffen können….

  10. Der Zweck heiligt die Mittel
    Es wird sich halt auch beim Wohnungsbau an dem Gegebenheiten des Marktes orientiert, die Nachfrage bestimmt das Angebot. Bei zunehmender Altersarmut und der Vielzahl der „überqualifizierten Neubürger“ ist es doch weitsichtig solche „Wohnklo’s mit Kochnische“ zu bauen, denn das erspart dem Staat viel Wohngeld, damit kann er dann solche Prestigeobjekte, wie den BER, am Leben halten.

    • Ja, dass es etliche Berufe wie Genderjuniorprofessorin etc. gibt, die nun nicht gerade zum Höheren qualifizieren, macht die Sache natürlich schlüssig. Es gibt keinen Grund, warum sinnlose Berufe sich gute Wohnungen leisten können sollten, wenn der familiäre Hintergrund nicht stimmt.

      Aber wie wird das Leben dann ab 50? Das ist doch die Frage.

    • 80 Prozent aller Jobs sind überflüssig
      @DonAlphonso: Es wird immer mehr sinnlose, mäßig bezahlte Jobs geben. Gestern waren Hamburg, Rostock und Bremen reich – heute sind es noch Ingolstadt, Stuttgart u.a., morgen vielleicht nur noch München.

      Siehe:http://strikemag.org/bullshit-jobs/

  11. Wir bestanden immer darauf oben schlafen zu dürfen.
    Wir, das waren mein Bruder und sechs Cousins und Cousinen. Damals in Rheinpreußen (na gut Rheinland-Pfalz), im Haus der Oma mütterlicherseits. Wenn in Verbindung mit dem Namenstag des Heiligen Antonius von Padua am Wochenende, um den 13. Juni herum zur Kirmes, die gesamte Familie zusammentraf und für die Kinder auf dem Speicher ein Matratzenlager eingerichtet wurde. Dort, wo auch die Räucherkammer war und der Onkel in Glasballons versuchte den Johannisbeerwein reifen zu lassen. Nach den vielen Verkostungen war meistens nicht viel über davon und es war in 3-4 km Luftlinie zu den Steillagen der Moselrieslinge eher eine ziemlich sinnentleerte Freizeitbeschäftigung.
    .
    „…auch wenn nicht jeder Speicher wirklich schön ist.“ Der unserer Erinnerung war der schönste auf der Welt. Neben der Gaudi auf dem Dachboden blieben diese Tage auch wegen der unter dem Birnbaum im Hof aufgebauten Mittagstafel und den leckeren Weinsuppen der Oma im Gedächtnis hängen, denn es sind jetzt mehr als 60 Jahre vergangen.
    .
    Als wir in den frühen Achtzigern nicht geduldig auf die Erbschaft eines Grundstücks warten wollten um ein eigenes Haus darauf zu bauen, schauten wir uns in einem Dorf in der Nähe der Arbeitsstellen ein altes Bauernhaus an, aus Neugierde. Verwinkelt, mit ebenso steilen wie engen und ausgelatschten knarrenden Holztreppen und ähnlich „gepflegten“ Fenstern wie auf dem Foto. Zeuge von Lieblosigkeit dem Eigentum gegenüber (wenn mehr Farbe auf dem Glas als auf dem Rahmen). Der Verkaufswillige deutete an, daß wir im Falle des Erwerbs noch mit den Nachbarn wegen Überfahrrechten verhandeln müßten. Mir sprang in meiner Begeisterung über das Besichtigungsergebnis darauf der Draht aus der Mütze und deutete an, dass dieses „Haus“ sogar als Taubenschlag eine Beleidigung sei. Für die Tauben.
    .
    Warum erzähle ich das mit dem letzten Absatz? Weil sich die Leutchen hier in den ländlichen Vororten meiner Stadt darüber erregen „däss emmer mee Tärke kumme“ (unter „Tärke“ (Türken) wird alles subsummiert was aus dem Orient zu uns gelangt). Dabei werden die alten baufälligen Bauernhäuser, die von den ausgesiedelten Bauern verschachert werden, doch allenfalls von Türken und was so aussieht gekauft. Die damals in den Achtzigern gekommenen Rumäniendeutschen haben sich gute Qualität eingekauft und die Rußlanddeutschen bekamen neue Mietwohnungen gestellt. Ich als Bürgermeister solcher Ortschaften hätte schon mal kalte Füße, wenn ich sähe wie baufällig so manche Unterkunft in zweiter Baulinie dasteht.

    • Es gibt solche und solche Speicher, auf die drastischen Bilder mit abgestellten, gebrauchten Toiletten habe ich verzichtet.

  12. Titel eingeben
    In den 50er und 60er Jahren hatten Familien der arbeitenden Bevölkerung mit 3-4 Kindern auch nur kleine Wohnungen. Da ist bei der heutigen Situation also noch viel Luft nach unten, die genutzt werden will.

    Als Single in einem 21-28 qm Apartment zu sitzen, ist dann doch Luxus. Das muss man den Leuten auch so verkaufen.Das positive Marketing für solche Rollcontainerwohnungen/Mikroapartments läuft doch gut. Und wenn man als Vermieter das Apartment möbliert, kann man auch noch die Mietpreisbremse umgehen.

    Andererseits weiß ich auch nicht, warum einige noch so viel Platz brauchen. Immer öfter steht man ja in quasi leeren, öden Wohnungen mit unendlichen Laufflächen, die mit „Designermöbeln/ kram“ dekoriert sind. Bücher? Digital, wenn überhaupt. Tonträger? Gezogen, wenn überhaupt. Bilder? Höchstens der Massenkrempel aus dem Möbelhaus. Küchenutensilien? Man hat doch den Lieferservice.

    Überhaupt die Küche. Die braucht doch kaum noch einer – das ist ja eher ein Prestigeobjekt als etwas, das man nutzt. Man sitzt ja gerne mit einem überteuerten schlechten Kaffee und Aufbackmüll irgendwo in der hippen Location.

    • also ich brauche eine Küche sehr wohl – und wo bleibt denn da der Teaum om aufstieg, wenn man nicht mal mehr einen Backofen hat? Dann zahlt man 2,70 für ein Stück Zwetschgendatschi, was ein ganzes Blech in Heimarbeit kostet. So kann man auch verarmen.

    • Titel eingeben
      Die Frage die sich gerade im Umfeld großer, quasi regionsbeherrschender Arbeitgeber stellt, ist doch die: vielleicht braucht es für den Wochenendpendler auch nicht viel mehr? Wenn ich weiß, dass ich vermutlich nicht länger als 3, 5 Jahre dort arbeiten werde, warum sollte ich dann meine Familie entwurzeln, und dann in 3-5 Jahren wieder?
      Pendeln ist nicht gut, aber ist die Alternative besser?
      Zumal sich für viele Kinder der Unterschied zum vom der Mutter getrennten Papa vielleicht nur dadurch zeigt, dass der pendelnde Papa eben jedes Wochenende da ist.
      Das Immobilienproblem ist daher zumindest auch eine Folge der Art und Weise, wie unsere wirtschaft funktioniert.

      Natürlich wächst auch der Platzbedarf. Meine Großeltern zogen zwei Kinder in einer 65qm 3 Zimmer Nachkriegswohnung aus 1955 groß, was damals als Luxus galt (Feste Böden! 2 Balkone! Bad in der Wohnung! Küche mit Schiebetür! Einbauschrank!). Heute würde das für eine Person gerade reichen.

    • Weil das ganz sicher nicht nur Pendler sind, sondern auch viele, für die das das Ende der Fahnenstange ist. Hier gibt es schon WG-Zimmer für 500 Euro.

    • WG Zimmer für weniger als 500 EUR
      Das ist doch in Maxvorstadt / Schwabing heute die ganz normale Härte. Also noch nicht mal Altbau, Stuck, Parket, wissenschon. Sondern BJ 1955, 3. Stock, Deckenhöhe 2,40m, Linoleum, Bad aus 1978, irgendwo zwischen Schleißheimer und Leopoldstraße.

      Kunststück, wenn dort die ganze Wohnung (sagen wir mal, WG-geeigneter zuschnitt, 3 Zimmer, 85qm) leicht für 1500 kalt oder mehr vermietet werden kann.

    • Wozu denn auch mehr Platz?!
      Purismus ist doch in und jede Art ‚Nippes‘ verpönt. Dafür reicht die einfache bzw. luxuriöse Käfighaltung doch! – Die Architektin, die unser Haus begutachten sollte, stand fassungslos in der Tür zum Arbeitszimmer meines Mannes und betrachtete nahezu entsetzt die Bücherwände rundum mit ca 10.000 Bänden. „Was machen Sie denn mit all diesen Büchern?!“ fragte sie schließlich entgeistert. Auf das logische „Lesen!“ meines Mannes beschied sie uns, man könne doch heute alles im Internet finden und wenn sie denn schon einmal ein Buch lese, dann werfe sie es danach sofort weg, bei ihr müsse es „clean“ aussehen. Wir fühlten uns schon, leicht amüsiert ob der Verkehrung der Werte, mit unseren Büchern in die Nähe von filzigen Assis gerückt. Da fand sie den versöhnlichen Satz:“ Naja, vielleicht isoliert das wenigstens etwas!“

    • @ Gästin, Bücher "isolieren"
      vielleicht weniger als sie dünnhäutig machen.
      Insgesamt denke ich, daß das vielbesungene Internet weder die grundlegende Fachbuchlektüre (bspw. beim Lernen zur Erarbeitung von Strukturen) und auch kaum die physiologische Präsenz der Briefgespräche (Sloterdijk) der Weltliteratur ersetzen kann.

      Die Grundaussage Ihrer Architektin ist wohl eher, daß sie selbst nicht viel liest.
      Vielleicht ist sie ja die große Ausnahme und hat soviele klare und erhabene Geister direkt in ihrem Umfeld, daß sie zum Kontakt mit den klaren Geistern der Bücher einfach keine Zeit mehr findet. (meine ich ironisch)

    • Titel eingeben
      Jetzt fühle ich mich schlecht in meinen 100 qm, Balkon und Gartenanteil. Warum nicht umziehen? Weil ein Umzug mittlerweile sowohl eine flächenmäßige als auch finanzielle Verschlechterung bedeutet. Bei kleinen Wohnungen ist der Quadratmeterpreis deutlich höher.
      Ausserdem verbringe ich soviel Zeit in den eigenen vier Wänden, da bekäme ich auf kappen 25 qm Knastkoller.

    • ..you dropped 150 grand on a f.ckin' education you could have got for a dollar fifty...
      @Gast

      “ nahezu entsetzt die Bücherwände rundum mit ca 10.000 Bänden. „“

      Sollte Ihr Gatte jede Tag einen Band gelesen haben, so hätte er 27 Jahre durchgelesen. Ohne Pause.

      Vielleicht hätte das wirkliche Lesen eines einzigen Mathematikbuch geholfen, um solchen haltlosen Aussagen vorzubeugen :-)

    • @greenbowlerhat
      Sie haben ja soo recht.
      In genau so einem Haus haben wir früher gewohnt, 50er-Jahre-Bau, zwischen Nymphenburger- und Schleißheimerstraße. Das Haus gehörte einer älteren Dame, die Miete war im Jahr 2000, bei unserem Einzug, noch moderat.

      Leider wurde das Haus ziemlich bald von einer geldgierigen Bauernfamilie aus dem östlichen Umland Münchens gekauft. Man munkelte, sie sei durch den Verkauf ihrer Felder, nachdem diese zu Bauland erklärt worden waren, reich geworden.
      Das Geschäftsmodell der neuen Eigentümer bestand darin, die Miete bis zum Anschlag zu erhöhen, wann immer es möglich war, ohne einen Cent in den Erhalt der Immobilien (mittlerweile wohl mehr als zehn Mietshäuser) zu stecken.
      Nach dem Kauf des Hauses tingelten Vater und Sohn Hausbesitzer durch die Wohnungen der Altmieter, um auf mehr oder weniger subtile Art Angst und Schrecken zu verbreiten: Aber man sei „koa Ruach“, wurde uns versichert.

      Freiwerdende Wohnungen (das ging recht schnell) wurden zimmerweise zum höchsten erzielbaren Preis an Studenten vermietet. Es wurde laut und unpersönlich im Haus.
      Die Altmieter flohen, wenn sich eine Gelegenheit ergab.
      Wir wandten uns nach mehreren Mieterhöhungen, die wir wegen der Lärmbelästigung durch eine angrenzende Lebensmittelproduktion für unberechtigt hielten, an einen Mieterverein, dessen Namen so ähnlich klingt wie „Nieten helfen Mietern“.
      Bei drei Beratungsterminen durch drei verschiedene Berater dort bekamen wir drei völlig unterschiedliche Auskünfte zu unserer Situation, die letzte lautete in etwa:
      In München ist man als Mieter immer am kürzeren Hebel, da kann man nichts machen.

      Kurz darauf fanden wir durch persönliche Beziehungen eine schöne, bezahlbare Altbauwohnung in einem weniger „angesagten“ Viertel, dafür aber wesentlich Isarnäher.
      Ich hoffe und bete, dass die Vermieterin, eine ältere Dame übrigens, nicht auf die Idee kommt, zu verkaufen…


    • Kurz darauf fanden wir durch persönliche Beziehungen eine schöne, bezahlbare Altbauwohnung in einem weniger „angesagten“ Viertel, dafür aber wesentlich Isarnäher.

      „Angesagt“ ist die Seuche. Allenfalls brauchbar zum Verkauf einer Wohnung, die man lange vorher erworben hat.

      Ich hoffe und bete, dass die Vermieterin, eine ältere Dame übrigens, nicht auf die Idee kommt, zu verkaufen…

      Wenn nicht sie, dann die Erbengemeinschaft, nehme ich an.
      Läßt sich kaum vermeiden.

  13. Viele Gedanken entlang eines Anlasses hier bei Ihnen
    Aber zuvor, die Qualität Ihrer Photos beweist sich an der realitätsnahen Schilderung alltäglich Verfalls. So ein Fensterkreuz mit ausfaulender Kittung hat schon einenerstaunlich depressive Durchschlagskraft…

    Zu einem Ihrer Gedanken eine kurze Erinnerung „Es ist manchmal auch die Überlegung dabei, wie es sein wird, wenn man alt ist und draussen vor der Stadt in einem zu grossen Haus lebt, und nicht alles, wie in der Stadt, ohne Auto erledigen kann“

    Als wir in den Speckgürtel Bad Godesbergs zogen, zog kurz danach ein altes Ehepaar unter genau diesen Erwägungen in die Innenstadt. Sie hatten hier draußen fast 50 Jahre gelbt, ihre Kinder bekommen und kamen auch -trotz einiger Wackeligkeit- mit den 2 Etagen gut klar. Beide starben kurz nach dem Umzug und in gewisser Weise war das ihr Glück, denn diese Innenstadt der ehem. internationalen , großbürgerlichen Innenstadt Bad Godesberg hatte sich innerhalb 10 Jahren gewandelt: keine Spaziergänge in der lauen Abenddämmerung und schon gar nicht mehr in den Parks, in denen man früher bestenfalls Liebende und 1-2 Penner störte… ein erheblicher Teil der Geschäfte im oberen Teil der Fußgängerzone nur noch mit arabischer Beschriftung….
    die Traversale nur noch ein orientalischer Bazar ohne deutsche Laute… Die Alteingesessenen im vergeblicher Suche um Hilfe bei Polizei und Ordnungsamt, bspw. gegen die Fäkalisierung von Hausfluren durch #sklaven (Ihr Duktus) der arab.Medizintouristen, die persönlich für alles gesorgt haben, aber sich einen Dreck um Unterkunft und Notdurft ihrer sklaven kümmern… .
    Warum werde ich so episch?
    Weil die von Ihnen besungenen Innenstädte Brennpunkte werden so sie es nicht schon geworden sind.
    Die Besorgtheit Ihres Textes um das Alte, die archäologische Lust des Renovierens (die wir in unserm Bauernhof noch hatten)- alles ein Luxus von gestern. Die alten Modelle sind innerhalb weniger Jahre obsolet geworden. Und wohin können die Alten in Zukunft noch wirklich?

    • Es hängt halt immer vom Ort ab. Früher wollte niemand in die altstadt,k inzwischen ist sie komplett durchgentrifiziert. Bad Godesberg und andere NRW-Städte sind ein ganz eigenes Problem.

    • Ihre Illusionen möchte ich haben!
      „Bad Godesberg und andere NRW-Städte sind ein ganz eigenes Problem.“

      Ich denke, daß Godesberg/NRW eher die Chance einer Zeitreise ist.

      Nichts für ungut!

    • In der schmucken schwäbischen Kleinstadt in der Nachbarschaft...
      …mit einer weitgehend intakten Altstadt mit Dom und noch viel Infrastruktur wollen dort auch nur noch Leute mit Migrationshintergrund wohnen. Die ehemaligen Hausbesitzer oder aktuellen Vermieter bauen sich lieber sterile, Kehrwochen-affinere Einheitsbunker im Neubaugebiet… Wenn man dort auf dem Domplatz beim Eis sitzt, nimmt aktuell das Vorbeilaufen unterschiedlichst eingebundener Frauenköpfe von „Schutzsuchenden“ (die hier gängige bis verbindliche Sprachregelung) sehr zu. Variiert durch „bodenlang verhüllte Parallelstrukturen“, einen Ausdruck, den ich Ihnen verdanke und mit dem ich unlängst in der fernen Bretagne bei einem Club von Bretoninnen mit deutschem Migrationshintergrund Heiterkeit erregte. Die haben natürlich gut lachen, ich habe in ihrer Stadt, sowie in der gesamten von mir in 2 Wochen bereisten Bretagne weniger solcher grobstofflichen Verkleidungen gesehen als gewöhnlich an einem Nachmittag in jener schwäbischen Kleinstadt…Und gut lachen zu ihrem Artikel können die Damen auch, weil in ihrer bretonischen Stadt der Anteil an bezahlbaren Sozialwohnungen bei 55% liegt. Darunter welche in Superaussichtslage direkt am Hafen. Mit halbrunden Wintergärten und Blick auf eine Halbinsel mit von Vauban erbauter Zitadelle…

    • Titel eingeben
      Nach Bayern können siw, nach Bayern. Coburg, Fürth, Bamberg oder Ansbach sind noch bezahlbar. Die Menschen sprechen meist verständlich und die bayerische Polizei kommt schnell. Klärt sogar manchen Einbruch auf.
      Nulltoleranz für Dealer auch in der Kleinmenge sorgt für verdeckten, weniger aggressiven Drogenhandel.

    • @ Merlursus
      Wissen sie, ich bin ja privilegiert.
      Aber was machen all die Menschen, die es nicht sind (und das ist in eher seltenen Fällen persönliches Verschulden)!?

      Bayern wird zeitverzögert im selben Orkus verschwinden. Ich könnte jetzt zwei eindrückliche Beispiele bringen (ja, ich mache es), die zeigen daß Bayern schon längst im Houellebecq-Modus ist: a) Burkindl, b) Zeltgestaltung von Hacker Pschorr auf der wiesn (beides finden Sie im gelobten web, damit ich hier nicht schmerzliche Quellenangaben machen muß). Die elenden Bilder der Bahnhofswelcome Jünger von München kennt der Rest der Welt besser als ich, da ich damals auf einer langen Radtour war.

  14. Truth is like poetry. And most people fucking hate poetry.
    Tja, Subprime reloaded.
    Wir packen CC Altbauhütten in Pakete und geben ihnen ein A+++ Rating (Comfort!) und verscherbeln das an jeden der noch irgendwie ein Kredit abgreifen kann.

    Am Ende hat jeder ein 27 qm Loch und fühlt sich wie Billionär.

    Alle sind glücklich, nur der Don macht schlechte Stimmung.

    Bis zum nächsten Blub.

    Der Kapitalismus hat noch lange nicht fertig…..

    • Nix da. Altbau muss grosszügig und für wenige bleiben.

    • Altbau muss (für uns) bleiben!
      : gross, großzügig, alt, gediegen, für uns erschwinglich.

      So wie unsere 250 Quadratmeter-Villa im Zentrum, fußläufig zum Hauptbahnhof, ruhig gelegen, kleiner Garten.

      Irgendwer muss die Kultur und deren Denkmäler ja erhalten. Und mit Brutal-Beton um uns herum, der viel Licht und Sonne wegnimmt, bieten wir den Stadtbesuchern wenigstens ein optisches Kleinod in ästhetischer Finsternis.

    • Goodnight....
      Sehr weise von Ihnen, das „noch lange nicht“ nicht präziser anzugeben.

    • ..because the one thing I learned in jail is that money is not the prime asset in life. Time is.
      @TDV

      Weisheit ist mein zweiter Name.

      Der Kapitalismus ist eine Struktur. Der wird uns alle überleben. Und noch unzählige Generationen nach uns.

      Präziser kann ich leider nicht in die Zukunft schauen, da endet auch meine Weisheit, sorry.

    • Der untote Kapitalismus...
      …laeuft eben weiter, beisst/infiziert immer wieder neue, bis dahin noch (geistig individuell, sozial, kulturell) Lebende, die dann auch als Zombies nur noch nach mehr Profit gieren usw.

      Diese unersaettliche Gier nach mehr, gepaart mit einigen anderen Hauptfaktoren (Globalisierung, Bevoelkerungsexplosion, Postdemokratie etc), hat die Finanz- und Realwirtschaftssysteme so pervertiert, dass auch ihre Protagonisten das Ende beschreiben.

      Die silberne Kugel ist also schon gegossen! Wann sie abgefeuert wird? Trump-Wahl? Krieg gegen China? Pandemie?

    • Titel eingeben
      Goodnight
      Ich glaube weniger, dass es der Kapitalismus ist, das wäre ja fast noch rational. Denn zumindest für einen Teil der Welt war es unzweifelhaft der Kapitalismus der ungeheuren Reichtum geschaffen hat. Wenn auch auf Kosten der Menschen im Rest der Welt….
      Ich sehe da als das was immer war und immer sein wird, eher die Habgier, den Neid und Geiz… ich weiss, das klingt weniger höflich und vorzeigbar als zu sagen der „Kapitalismus“ ists.
      Die Erbschaftsgesetze zB sind eine ganz wesentliche Ursache für die abscheulichen Zustände und diese sind nicht an den Kapitalismus gebunden und das Kapital könnte durch angemessene Steuergesetze gebändigt werden.
      Sie wissen welchen maximalen Einkommen-Steuersatz es bei Ludwig Ehrhart gab, also in der grössten Blüte der deutschen Wirtschaft?

    • TDV, da müssen wir nicht bis Erhard zurückgehen
      Erhard nannte die steuerliche Belastung in der Bundesrepulik „übermäßig hoch“. Ehrenberg zufolge lag der höchste Steuersatz bei der Einkommensteuer zu jener Zeit in Frankreich bei 71,5, in den Vereinigten Staaten bei 88,0 vH und in Großbritannien bei 88,75 vH, dagegen in der Bundesrepublik nur bei 53 vH.

      53% zahlte ich noch in den 90er Jahren, zumindest einmal im Jahr, wenn Tantiemen dem Gehalt zugeschlagen wurden. Und was soll ich sagen, ich habe mich nicht geärgert, im Gegenteil, ich war stolz, zu dieser Gruppe der Höchststeuersatzzahler zu gehören.

      Das mögen Sie evtl. für blöd halten, ich fand’s gut. Der Solidargedanke ist aber anscheinend den meisten abhanden gekommen.

    • Pieces of paper with pictures on it so we don't have to kill each other just to get some food
      @TDV

      das Grundproblem bei Kapitalismus ist, dass der Staat Eigentum schützt und damit eingreift, jedoch andersherum der Kapitalismus in seiner gegenwärtigen Form nicht existieren könnte bzw. nicht entstanden wäre.

      Der Staat wird eingreifen müssen, wenn er überleben will. Ansonsten enden wir wieder bei Clan-Strukturen.

  15. Titel eingeben
    Das Problem an der Sache ist, dass, wer heute ohne Vermögen von elterlicher Seite ist, sich anstrengt und Ingenieur, Rechtsanwalt, Arzt oder sonst etwas ehrbares mit ehemals guten Aussichten wird, sich auf so eine Zukunft im Comfortapartement XL oder vielleicht, wenn’s gut läuft, im Businessapartement einstellen darf.

    Dann schiebt er die Familienplanung auf, spart sich Einiges zusammen, um dann mit Ende 30 zu merken, dass die Immobilenblase schneller war, dass die Natur einen Strich durch die Familienplanung macht und die sechsköpfige Flüchtlingsfamilie in die „kompakte Zweizimmerwohnung“ für € 1500 monatlich zieht, die er ihr zwar gönnt, die er sich selbst aber nicht leisten wollte.

    Und dann fängt das Nachdenken an.

    • Genau. Kein Wohnraum, keine Familie. Das ist das Konzept, das draussen gebaut wird. Wer Familie will, muss sich hat am Lebensstil der Rumänen in Essen und Libanesen in Berlin orientieren. So geht das nämlich locker.

    • Kinderarmut
      So ist’s auch mit der Kinderarmut, die angeblich immer mehr wächst. Ich vermute den Effekt allerdings gegenläufig: Die schon Armen bekommen immer mehr Kinder, weil sie 1. zuwandern und 2. es sich für die finanziell lohnt.

      Staatliche Kinderförderung muß man abschaffen, dann geht die Kinderarmut auch zurück. War das jetzt zynisch?

  16. Der diskrete Charm der Marktwirtschaft
    Ich habe bis 2008 jahrelang Immobilieninvestoren beraten. Schon 2008 lohnte sich Neubau nicht mehr, da die Kosten zu hoch, die Sanierung von alten Nutzimmobilien (z. B. alte preussische Kasernen) war schon besser. Dass sich Neubau nicht lohnt, dürfte heute nach Erlass weiterer bauordnungsrechtlicher Vorschriften wahrer als damals sein. Lediglich Herr Draghi – ein echter italienischer Patriot – hat die Rahmenbedingungen so geändert, dass es doch noch einige gibt, die in Neubau machen.

    Der Rest ist aber doch eigentlich Marktwirtschaft: In Stendal in Sachsen-Anhalt und in einigen Teilen des Bayerischen Waldes bekommen Sie Wohnraum zu Superpreisen. In Berlin-AltMitte-PrenzlBerg-Pankow mit seiner Hipster/A15ReferentineinemBundesministeriumAyurvedischeKrabbelgruppeSpiegelOnlineTatortFaktencheck-Population dagegen nicht, in Spandau („totallangweiligspiessigdawürd’ichnieeeeeeeeeehinziehen“) dagegen schon. Angebot-Nachfrage-noch Fragen?

    Vielleicht doch: In einem oberbayrischen Gymnasium habe ich in den 80er Jahren gelernt (da gab es ein Fach, das hieß Wirtschaft und Recht), dass bei höherer Nachfrage und gleichbleibendem Angebot die Preise steigen. Gerade seit einem Jahr ist die Nachfrage, soweit ich informiert bin, sehr stark gestiegen. Wenn mir jetzt im aktuellen Spiegel gesagt wird, Merkel habe mit „postfaktischen“ Leute wie mir zu tun, denen es auf Fakten gar nicht mehr ankommt sondern die nur noch nach (minderen) Gefühlen wählen/krakeelen/schlechte Stimmung verbreiten, dann bin ich etwas verwirrt. Man kommt sich ja schon wie ein völlig abgezockter Frühkapitalist vor, wenn man der Meinung ist, dass das, was man ausgibt, irgendwo auch verdienen/verdient haben muss. Aber das hat sich durch die Globalisierung vielleicht auch geändert.

    • Nun – dass die Migration nicht gerade preismildernd wirken wird, ist auch offensichtlich, und auch diese Grupen wollen nicht in den Bayerischen Wald. es wird sich halt auseinander entwickeln, und irgendwann wird der reichere Teil im süden fragen, warum man das Elend im Norden weiter finanziert. In Berlin gibt es dann natürlich weiterhin Verdrängung, einfach wei es sottbillig ist, aber auch in Bukarest ist es teuer.

  17. Süden
    … aber wenn nur noch der Süden reich ist, dann kommen doch alle nur noch in den Süden, was den Norden dann entlastet … auch nicht schön für Sie …

  18. Die fetten Jahre sind vorbei
    Früher war Wohnen nach Gutsherrenart eine simple Frage des Geschmacks, nicht des Bankkontos. Bis in die 80er Jahre hinein konnte man sich am Sperrmülltag feudale Einrichtungen am Straßenrand zusammenklauben. Meine Mutter konnte es kaum glauben, als sie in meine erste eigene Wohnung kam.
    Kristallüster, ein Kleiderschrank aus Kirschholz (Gründerzeit), eine Waschkommode, Thonetstühle und allerlei anderes Kleinmobiliar. Geschirr und anderes ließ sich billig auf Flohmärkten ergattern, für wenig mehr als einen warmen Händedruck.
    Sie fand das schrecklich, wo doch alle Welt gerade altes Zeug entsorgte, und sich lieber Plastik- und Presspanmobiliar kaufte. „Oidvaterisch“ war das Wort das sie benutzte, ich weiß es noch wie heute.
    Und da wohnte ich für wenig Geld, in meinem schönen Altbau mit den schönen alten Möbeln. Gut, wenn man eine Kerze ins Fenster stellte ging sie aus, so zog es da hinein. Der Fensterkitt war teilweise schon ganz angebröselt, im Winter hatte ich Eisblumen an den Fenstern. Wo gibt es das heute noch?
    Aber der Kaminofen hielt mich warm, und die Kohlen für den Kaminofen die Treppen hinaufzuschleppen hielt mich fit. Heute könnte ich das nicht mehr, aber heute könnte ich mir wohl auch nicht mehr leisten, in der inzwischen hochglanzsanierten Wohnung zu wohnen. Mir egal, ich habe gelebt wie eine Fürstin, und dachte das würde nie aufhören. Schön wars.

    • Sperrmülltag
      Ich kann mich auch noch gut an die Sperrmülltage erinnern, am Abend davor sind wir und andere durch die Straßen gezogen, man konnte wirklich tolle Sachen entdecken und mitnehmen, Wahnsinn was die Leute damals weggeschmissen haben.

      Heute ist in der Stadt ganzjährig Sperrmülltag, hat aber nichts mehr mit damals zu tun.

    • Titel eingeben
      Ja Eisblumen in den Fenstern. Die kennen ich auch noch. In unserem Schlafzimmer, das ich mir mit Schwester und Mutter teilte, gab’s gar keinen Ofen und die Fenster ließen sich den ganzen Winter bei Frost nicht öffnen. Aber es gab ja die Wärmflasche und krank waren wir auch nie. Die Sperrmuelltage mussten angemeldet werden mit allem was man rasseln wollte. Ja und das was in der Nacht dazugelernt wurde wurde stehen gelassen und man musste alles beim Amt erneut anmelden. Natürlich musste man die Sachen bis zum nächsten Termin einlagern.

  19. Titel eingeben
    Die Misere ist aber auch zum großen Teil hausgemacht, d.h. von Bauvorschriften, aber eben auch den Ansprüchen der Käufer, verursacht. Das Ziel, möglichst viel Wohnraum mitten in der Stadt bereitzustellen, womöglich neue Stadtviertel und nicht bloss Gebäudeansammlungen herzustellen, passt nicht zusammen mit der Art und Weise, wie heute gebaut wird.

    Die heute so begehrten Wohnviertel wie Schwabing in München oder Nordend in Frankfurt sind sehr dicht besiedelt. Man hat gebaut ohne Abstandsflächen, ohne französische Balkone und bodentiefe Fenster für alles und jeden, ohne Parkplatz- und Kinderspielplatzquote, ohne Wärmedämmungsvorschriften, ohne dies und ohne das aus den 10.000den Vorschriften die das Bauordnungsrecht heute bietet. Bauordnungsrechtlich müsste man Schwabing und das Nordend heute abreißen.
    Und trotzdem will dort jeder wohnen, auch weil es Mischgebiete sind, wo Gewerbe, Handel und Wohnen stattfinden.
    Vor der Stadt, wo es die „Comfortapartments“ gibt, wird weiterhin so gebaut als ob Platz keine Rolle spielt. Und schafft Häuserwüsten, in denen man schlafen kann aber gewiss nicht gerne wohnt. Mit innenliegenden Bädern, viel Platz = weiten Wegen, „reines Wohngebiet“ = weite Wege, dazwischen Retorteneinkaufszentren mit den immer gleichen Ketten. Hauptsache bodentiefe Fenster und in München irgendwie Alpenblick und seien es nur 2mm zu Mittag am Dazu ein Namensbestandteil mit „Palais“, „Garten“, „Bach“ oder ein „The XXX“.

    Im Grunde waren die großen sozialen und/oder baugenossenschaftlichen Wohnungsbauprojekte bis ca. 1930 die letzten, denen es gelungen ist, die richtige Verdichtung bei gleichzeitiger Schaffung von Gewerberäumen zu schaffen. Danach kam eigentlich mehr oder weniger Kasernenbau, auch nach dem Krieg. Eine bekannte Ausnahme in München ist vielleicht noch die Olympiastadt.

    Man würde sich bei manchen Brachflächen, wie die immer wieder durch die Aufgabe von Kasernen oder den Wegzug von Produktionsunternehmen entstehen, einen modernen Haussmann wünschen. In München hat man die Chance mit Obersendling/Siemenswerken vertan, im Norden bei den Kasernen ist es nicht anders.

    • Ich finde ja das Pfannigelände haarsträubend. Seitdem da gebaut wird, fahre ich lieber anders nach München rein. Betonelend pur.

    • Moderne Ghettos
      Sie haben bei den Namenszusätzen noch „-Höfe“ und „-Terrassen“ vergessen.

      Diese Eigenheimkaninchenställe sind die Ghettos von morgen. Und schon wird begehrlich auf Parks, Kleingartenanlagen, Biergärten und großzügige 70er-Jahre-Wohnanlagen mit viel Grün zwischen den (Hoch)häusern gesehen und von notwendiger Nachverdichtung gesprochen. Bei der Klimaveränderung werden die Städte dann zu Hochöfen, so mit noch weniger Grün.

    • Widerspruch!
      „Olympiastadt als Ausnahme“ – also gerade dort hat der um den Beginn der 70er Jahre übliche Brutalbeton doch kulminiert! Kennzeichen sind Balkonbrüstungen aus Beton, gegen die sich auch ein Elefant lehnen kann, ohne herunterzufallen; nicht nur im Oly.dorf, sondern auch an beliebigen anderen Stellen in der Stadt kann man das Alter der Häuser am Äußeren ablesen, das gilt auch für die späteren Braunfels’schen Rundbögen.

      Zum Pfannigelände: Ich komme selten dort vorbei, obwohl es in BaL liegt, aber sooo brutalen Beton wie in den 70ern baut heute keiner mehr. Bleibt abzuwarten, mit welchem Werkstoff der neue Konzertsaal errichtet wird (der Gasteig hat ja auch nur Klinker-Fassade).

      Ein interessierter Münchner

    • Our target for this year's purge is hiding in your home.
      Ja, ja, der böse Fortschritt Beton…

      All die Bekannten die im teuren Altbau in Stuttgart City wohnen, die klagen über schlaflose Nächte wegen Nachbarn, die man durch die Decke hört.
      Alle.

      All die Bekannten die am Stadtrand noch freistehende Häuser erwerben konnten, die klagen über schlaflose Nächte wegen unendliche Grillpartys in der Nachbarschaft.
      Alle. (Autor eingeschlossen)

      Der einzige der noch Nachts schlafen kann, ist der, der sich etwas außerhalb ein 250 qm Beton Penthouse inkl. Klimaanlage gönnte.
      Da ist Ruhe.
      24/7.
      Die Welt kam man da entspannt durch die Sicherheits-Glas-front beobachten und Welt sein lassen.

      Das ist die Zukunft, den die Welt da draußen hat sich geändert.

    • Titel eingeben
      @albrecht: Ich stimme Ihnen zu, Olympiadorf und v.a. die Hochhäuser sehen auch für mich nicht unbedingt reizvoll aus. Aber, offenbar leben die Leute die dort leben, gerne da. Liest man immer wieder und die These lässt sich im weiteren Bekanntenkreis, Freunde von Freunden und Eltern von Freunden, zumindest anekdotisch verifizieren.

    • Das Reihenhaus – von Arbeiterwohnung zum Traum der Mittelschicht
      @ greenbowlerhat
      „Im Grunde waren die großen sozialen und/oder baugenossenschaftlichen Wohnungsbauprojekte bis ca. 1930 die letzten, denen es gelungen ist, die rich-tige Verdichtung bei gleichzeitiger Schaffung von Gewerberäumen zu schaf-fen.“

      Offenbar war das der Zeitgeist, denn es gibt Parallele aus Finnland.

      Alvar Aalto, ein weltberühmter finnischer Architekt, entwarf Reihenhäuser für Arbeitersiedlungen in den 30er bis 60er Jahren. Seine Reihenhäuser stellten Architektur für den kleinen Mann dar. Außerdem entwarf er überall in Finnland als Schwedenhaus bekannte typische Holzhäuser für die Arbeiter von Fabriken und Bergwerken.

      “Establishing the fact that these modest houses were designed to meet the same demands for architectural qualities as Aalto’s more prestigious buildings; these small houses, which were built in the years between 1930-32 and 1963-65, incorporate many of the schemes used in Aalto’s more ambitious and well-known works. Quelle:
      http://www.alvaraaltoresearch.fi/files/5913/6369/7389/AAM_RN_Hodde.pdf

      Hier ein Link, und obwohl in Finnisch, so ist der Titel des Artikels in diesem Zusammenhang interessant: „Suomalainen rivitalo – työväenasunnosta keskiluokan unelmaksi“
      Übersetzung: Finnisches Reihenhaus – von Arbeiterwohnung zum Traum der Mittelschicht. Professor Alvar Aalto, mitten im Bild:
      http://www.museot.fi/nayttelykalenteri/index.php?nayttely_id=12877

      Der Arbeiter wurde respektiert, heute ist er austauschbar und verhandelbar.

      Hier eine Fotostrecke über die Architektur und Innenarchitektur von Eliel Saarinen und seinem Sohn Eero Saarinen, (1873-1950 und 1910-1961), die in 1923 in die USA auswanderten. Die Fotos belegen, dass der moderne Stil sich in über 60 bzw. in fast ein hundert Jahren nicht wirklich wesentlich verändert hat (Foto 5 stammt aus dem Jahr 1918).
      https://www.fastcodesign.com/3040687/the-remarkably-intimate-houses-of-father-son-architects-eliel-and-eero-saarinen

    • Greenbowlerhat....
      In ihrem ersten Beitrag haben sie noch das Problem angesprochen: „Die Misere ist aber auch zum großen Teil hausgemacht, d.h. von Bauvorschriften, aber eben auch den Ansprüchen der Käufer, verursacht. Das Ziel, möglichst viel Wohnraum mitten in der Stadt bereitzustellen, womöglich neue Stadtviertel und nicht bloss Gebäudeansammlungen herzustellen, passt nicht zusammen mit der Art und Weise, wie heute gebaut wird. “

      Keiner hat etwas gegen eine frei Marktwirtschaft in der wegen gestiegener Nachfrage Profit-Möglichkeiten entstehen. Dass diese neuen, stets eine Preisstufe teureren Wohnungen von den Meisten nicht bezahlt werden können ist ebenso normal, wie es ja kein Problem ist.
      Denn, es wäre die Aufgabe eines Staates der im Interesse ALLER regiert, dafür zu sorgen, dass am anderen Ende des „Reichtums“ genügend Sozial-Wohnungen nachgeschoben werden. Hier wäre es hat nötig, dass diese nicht gebaut werden um das gerade in Bayern so verfilzte Politik/Finanz Gesindel zu bereichern, sondern um Wohnraum bereitzustellen.
      Das Problem sind also keineswegs die idiotischen Bauvorschriften sondern der Mangel an gutem Willen bei den Mächtigen und Reichen.
      Die Rigaer ist daher eine angemessene und völlig berechtigte Antwort, bzw sie ist ein Anfang…

    • Bauvorschriften oder wie kommt man zu neuem Wohnraum
      Es gibt auch andere Wege, als der staatsgläubige und vormundschaftliche TDV glauben machen will.

      Unsinnige Bauvorschriften zu ändern, den öffentlichen Personennahverkehr ins Umland auszubauen und preiswert zu gestalten, Abschreibungsregeln und dergleichen vielerlei mehr.

      Aber nein, der gern mißverstehende TDV bevorzugt das Hohelied auf die Hausbesetzer der Rigaer, die auch ganz gern Autos anzünden, Polizisten vermöbeln und dergleichen mehr, also den Rechtsstaat in Gänze missachten.

      Manchmal bedarf es keiner Worte, um einen Brechreiz zu verspüren.

      Mit allem Verlaub, danke.

    • Danke Thomas
      Zu viel der Ehre, sollte ich ihresgleichen zum Kotzen bringen, so fühle ich mich geschmeichelt.

      Haben sie schon mal an einen Infarkt gedacht?

  20. Lanze brechen
    Oftmals stimme ich mit Ihnen überein, Don Alphonso, und in diesem Falle mal nicht.
    Ich beteilige mich gerne regelmäßig am Tag des Offenen Denkmals, und hier in den Einödien des versumpften NRWs, und dann noch in der legendären Città a non grata, gibt es durchaus sehenswerte Wohngebäude – sicher nicht wie die Ihrige Stadtvilla aus dem … 17.(?) Jahrhundert, aber alles andere als heruntergekommene Schabracken der von Ihnen beschriebenen Art.

    Melden Sie sich einfach, wenn Sie mal gen Niederrhein fahren!

    Irgendwie kommen in Ihrem heutigen Artikel meiner Meinung nach eh zu viele Bruchstücke zusammen. Denn Wohnen als Thema ist mehr als nur ein Thema für sich; auch, ob man lieber in einer alten Schabracke wohnen würde, mit Lehmmauern (kennt die Chrome-Rechtschreibprüfung nicht! so wie ich gerade feststelle), individuell, oder in einer Bienenwabe – oder besser: Schlaf-Alkoven – am Stadtrand.

    Häuser mit einem Alter ab 100 oder 200 Jahre haben immer auch Nachteile, für mich allerdings hauptsächlich Vorteile. Aber das ist natürlich subjektiv. So wie es für manche in realiter ein subjektiver Vorteil ist, eine Birne in der Deckenlampe auswechseln zu können, einfach indem man sich hoch reckt. In Häusern meiner Bevorzugung braucht man dazu eine mindestens 2-Meter-Leiter.
    Das alles schon ein Thema für sich … .

    Und auch die Sache mit den Möbeln. wenn es nach mir ginge, würden alle IKEA-Geschäfte dem Erdboden gleichgemacht, weil spätestens mit IKEA die Ver-Ballermann-Isierung des globalen Wohngeschmackes kam. Für weniger weit gereiste Mitleser: IKEA ist in etwa so weit verbreitet, weltweit, wie Coca-Cola. Das ist gerade mal noch keine Pappe. Aber als Möbel möchte ich die ingenieursmässig voll ausgereizte Minimierung auf billige MDF auch nicht bezeichnen. Nun könnte man mich als arrogant bezeichnen, und das stimmt wahrscheinlich auch. Aber reich bin ich nicht, und ich weiss, dass ich wunderbare, gebrauchte, Vollholzmöbel kaufen kann, zu einem Preis von unter IKEA.
    Was dem einen die Eule, ist dem anderen die Nachtigall. Das Kaufen billiger, alter, Handwerkermöbel geht ja nur, weil der allgemeine Geschmack so im Eimer ist, dass IKEA mit Ästhetik belegt wird.
    Also noch ein ganzes Thema, und ganz für sich ausreichend.

    Zur Leibeigenschaft würde ich auch gerne lesen, aber eben etwas tiefer schürfend, als dass diese ’so schlimm nicht‘ sei.

    Vielen Dank für Ihre bisherigen Artikel, genau so wie für die noch kommenden!

  21. Wo soll der Platz herkommen
    Werter Don!

    Tirol hat bekanntlich eine doch sehr andere Topographie, als Bayern. Hier kann man von einer Berg- zur anderen Bergseite alles zu Fuß abgehen. Dazwischen fließt der Inn, fahren die Autos auf der Autobahn, die Züge und leben nicht wenige Menschen. Bereits jetzt gibt es große Diskussionen, weil man halt nicht alles zubauen kann. Es gibt ja auch so allerhand Sachen, die vom Berg herunterkommen und sich im Tal sammeln (damit meine ich nicht, was sich in Innsbruck so alles ans vermeintlich Schutz- und Geldsuchenden ansammelt!). Auch der Inn hat nicht gerade selten Hochwasser und braucht seinen Platz! Was sich hier seit dem Hochwasser 2005 wegen Retentionsflächen abspielt. Es will halt keiner teuren (Bau- oder Gewerbe-)Grund abgegeben. Diese Kampf um die Erdscholle hat gerade erst begonnen!

    PS: Heute vor 333 Jahren wurden ein solcher Kampf um die Scholle bei Wien ausgetragen. Vieles von damals kommt einem auch heute sehr bekannt vor.

  22. Titel eingeben
    Im Grund ist es eine sardonische Gerechtigkeit, dass der deutschen Gesellschaft die Konsequenzen ihrer inzwischen zwanzigjährigen „Lohnzurückhaltung“ vulgo Feigheit jetzt auch architektonisch vor Augen geführt werden.
    Das einzige Problem dabei ist die kollektive und leider wohl auch langfristige ästhetische Geiselnahme derer, die als unbeteiligte Besucher mit der metastasierenden Investorenarchitektur im Weichbild der Städte geplagt werden.

    • Die Lohnzurückhaltung ist ja jetzt vorbei, dafür kommen steigende Gebühren von den Nebenkosten dank Dämmung bis steigende Gesundheits- und sozialkosten. bleibt also alles, wie es ist.

  23. Besitzstandwahrungsperspektiven
    Da ist es nur von integratorischer Folgerichtigkeit, Refiutschies erstmal in Hallenbädern, Turnhallen und Containern aller Art hoch und quer zu stapeln, um ihnen gleich zu Beginn die richtige Perspektive auf ihre künftigen Lebensverhältnisse zu vermitteln. Die Willkommenskultur findet ihre Grenzen, um die sich die Politik drückt, erstmal im Beherbergungsangebot, um dessen kümmerliche Reste an den unteren Sprossen der sozialen Leiter künftig noch härter gekämpft werden wird.

    Die, die haben, sollten sich allerdings nicht allzu sicher fühlen. Besitztümer oder Besitztum überhaupt haben die unersättliche Begehrlichkeit des Staates längst geweckt, mit steigenden Grundsteuern, Mietzinsbremsen und anderen Zudringlichkeiten mehr. Neben jederzeit möglichen Häuserbesetzungen verdüstern auch angedachte, behördliche Zwangseinweisungen den Horizont.
    Wer insgeheim die künstliche Verknappung des Baulandangebotes begrüßte, weil sie ihm Jahr für Jahr stattliche Wertzuwächse bescherte,
    mag noch gar nicht glauben, in welche exponierte Lage sein Besitz geraten kann, wenn immer mehr Habenichtse Verteilungsgerechtigkeit oder Benachteiligungsausgleich über höher zu besteuernde Privilegien fordern.

    Bauen dagegen, eine überlieferte Form der Existenzsicherung und der Vermögensbildung, ein einst selbstverständliches Recht bürgerlicher Selbstverwirklichung, geht ohne Anwalt praktisch nicht mehr. Es erfordert ein früher kaum vorstellbares Maß an Unterwerfung unter den von Behörden verfügten und mit reichlich Hürden gesicherten Tugendterror, der mit dem Beiwort -gerechtigkeit (Standort-, Umwelt-, Sozial-, Klima-, Energie- usw. usf.) jeden Widerspruch unter dem Furor einer verordneten Weltverbesserung erstickt, damit allerdings auch die Lust von Investoren, sich auf so was einzulassen.

    Empfehlung an alle Noch-Habenden in guten Lagen: take the money and run!

    • Ich denke da immer an Sager wie „dann rücken wir halt etwas zusammen“. So sieht das dann halt aus.

    • Titel eingeben
      Als Bauherr brauchen Sie den Anwalt in erster Linie wegen dem Generalunternehmer und nicht wegen dem Staat. Dazu noch den unabhängigen Bausachverständigen. Sonst ist man verloren. Wer da meint, sparen zu müssen, dem ist nicht zu helfen.

      Lustigerweise bauen viele, eigentlich intelligente Menschen ohne diese Leute. Wir erinnern uns: für die meisten die größte Investition im Leben.

    • @ Teetrinker
      Trinken Sie Ihren Tee auf einem Bauamt?

      Das komplizierte Baurecht gerade in den Städten behindert die Bebaubarkeit geeigneter Grundstücke enorm. Die Umwidmung früherer, heute nicht mehr genutzter Gewerbeareale in Wohnzonen z. B. scheitert u. a. an den steuerlichen Interessen der Gemeinden. Ausnahmen und Befreiungen sind auch sonst nur sehr schwierig zu erreichen, weil die Baubehörden sich präventiv gegen Klagen absichern. Die Folge: es werden uferlos Nachweise und nachbarliche Zustimmungen verlangt. Die Nachbarn wiederum nutzen ihre Einsprachemöglichkeiten nicht selten bis hin zur Erpressung und gehen auch vor Gericht, ohne Rücksicht auf Verluste und oft ohne nachvollziehbaren Grund.
      Die Genehmigungszeiten gestalten sich entsprechend lang, ohne weiteres sechs Monate und teilweise über ein Jahr oder mehr.
      „Bauverhinderungsamt“ mag ein böses Wort sein, aber es trifft die Situation nicht schlecht, zumal nach der Einführung zusätzlicher Erschwernisse durch profilierungssüchtige Minister(ien).

  24. 4x4 - oder die Freiheit nur Armeslänge entfernt
    Die Sinnhaftigkeit der normalen Arbeitsdrohne muss auf die minimalst mögliche Einheit reduziert werden. Alle sollen gleich sein – nur die Reichen gleicher. Sklaven des Geldes und der Macht der Eliten sollt IHR sein.

    Dazu muss die verfügbare und wahrnehmbare Freiheit des Einzelnen auf das niedrigste Maß standardisiert werden. Wieso soll es gemeinen Volk besser gehen wie dem gemeinen Eisbär.

    http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/facebook-video-ueber-wilhelma-eisbaerin/-/id=1622/did=17451296/nid=1622/1pbwpcc/

  25. Narf
    Ich weiß momentan nicht ob ich schockiert oder belustigt sein soll.
    Ich dachte mir in jüngeren Jahren daß ich auf 40qm mit Schäferhund und Katze auf der untersten sozialen Sprosse angekommen sei. Heute würde das also schon als Luxus durchgehen?

    Vielleicht ist es aber auch einfach nur vorausschauend. In einer zukünftigen queeren Republik in der langfristige heteronormative Beziehungen der Ausnahmefall sein sollen passt es doch. Frustrierte Arbeitsdrohnen haben dann eh wenig Freizeit zum bewohnen da neben der Genderprofessur auch noch der Putzdienst bei den reaktionären Besserverdienern abgeleistet werden muss um über die Runden zu kommen. Ein wirklich visionäres Anlagekonzept. Da könnte ich mich fast schon darüber ärgern nur Häuser an Familien zu vermieten. Der Aufwand ist entschieden größer wie Sie wahrscheinlich selbst wissen.

    Für Azubis oder Studenten reichen auch ein paar 20qm. Damals wie heute. Aber dauerhaft in sowas leben?
    Da ist ja die Fläche der Gartensauna größer als diese Immobilie. Dafür hat sie keine eigene App. Man muss auch Abstriche machen können.

    • Da wären Sie schon im Business Apartment. Also zwei Stufen über der normalen Comfortzone!

    • Es kommt bestimmt noch schlimmer
      Gerade war ja anlässlich 50 Jahre Star Trek überall zu lesen, wie sehr sich die Wissenschaft von diesen Sci Fi Serien inspirieren hat lassen.
      Bald kommt der Borgdrohnen Regenerationsalkoven, wo man sich abends nur noch hineinstellt. Schlafen auf 0,5 qm, Wohnraum entfällt. Die wache Zeit wird angefüllt mit Arbeit, Aktivismus und Party.

    • 12 pm
      Habe vorhin erfahren, dass ein Ömchen glücklich ist, weil die Enkelin in Regensburg zum Studienanfang ein „Appartement“ von 12 pm ergattert hat. Man könne duschen, kochen und arbeiten.Am WE fährt man heim.Viel besser, als eine WG.

  26. Keine Obergrenze. IHR schafft das oder der Plan der A.M. ++gut
    Die Wohnung, die neuen Klamotten, das neue Handy, Essen und Trinken werden dem Irgend-Etwas-Mit-Flüchtling vom Fußvolk bezahlt.

    Dann gibt es noch 5 x 380 = 1900 Euro Taschengeld damit SIE nicht zu der armen Unterschicht gehören müssen und IHRE freie Zeit sinnvoll verbringen können. Ein Eis beim Italiener zum Beispiel …

    Keine Obergrenze.
    IHR schafft das!

  27. .....
    „Hin und wieder mache ich hier Witze darüber, dass die Leibeigenschaft besser als ihr Ruf war, und der aufgeklärte Absolutismus weder Merkel noch AfD zugelassen hätte, und darüber sollte man auch mal nachdenken. “

    Darüber kann ich nichts sagen, meine Familie war nie leibeigen (zumindest nicht das wir wüssten und der Stammbaum geht schon recht weit zurück).
    Was aber schon auffällt ist das die Exzesse politischer Natur die sich in der Moderne die Bahn brachen unter den Monarchien Europas nicht geschahen. Die Kontinuität einer Monarchie und die lange Ausbildung eines Monarchen schützen, so mein Eindruck, vor gefährlichen Verwirrungen, kriegerisch waren sie schon, aber zumindest immer mit Maß und Ziel. Gerade mit Blick auf England, Skandinavien, Liechtenstein und Luxemburg muss man schon sagen, so ganz schlecht kanns nicht sein…

    Gerade heute sind zwei Dinge recht klar:

    1. Grund und Boden werden nicht mehr.
    2. Die Leute aber schon.

    Und das macht Grunderwerb natürlich sehr interessant. Da die Preise nach oben gehen brauchen weniger betuchte Leute billigere Wohnräume die dann auch mal nicht so gut sein dürfen und da kann dann der Vermögende mit seiner Kapitalanlage gerne aushelfen. Natürlich gegen einen Zins wie ihn heute keine Bank mehr zahlt.
    Das man sich dann natürlich mit längeren Anfahrtswegen, unangenehmem Umfeld und der einen oder anderen Autobahn in der Nachbarschaft abfinden muss versteht sich von selber. Die Massenunterkünfte sehen dann meist auch so heruntergekommen aus wie es die mangelnde Wertschätzung der Bewohner erwarten lässt.

    In den Grossstädten sieht man das ja schon länger, manche Städte versuchen die Probleme zu bekämpfen und andere, wie Berlin, erklären Dreck einfach zum neuen Schick.

  28. Titel eingeben
    Die bautechnische Lösung gibt es schon 60 Jahre, den ISO-668 Überseecontainer, kranbar, stapelbar, einfach zu recyclen. Auf 2,3 x 2,3 x 5,8 m müsste das akademische Prekariat der Reichsmüllstadt rentabel unterzubringen sein. Die Dinger kosten 2000 Dollar, die Versendung von Shanghai nach Rotterdam wäre nochmal 800. Also keine große Summe. Bahntransport von R´dam nach Großbeeren weiß ich im Moment nicht.

    • Das sollte man der Regierung mal stecken!


    • Wie war das nochmal gleich mit den Meldungen von Containerbauern vor ein paar Monaten, sie seien bis an die Kapazitätsgrenze ausgelastet?

    • 2000 Euro reichen mitnichten!
      In Berlin wurde das Studentendorf Eba51 an der Eichbuschallee 51 mit 412 wohnfähigen und möblierten Containern eingerichtet. Jeder Container 12 Meter lang und knapp zweieinhalb Meter breit, Innenmaß also etwas über 25m2.. (Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/3269594 ©2016) Die Investitionssumme irgendwo über 6 Millionen Euro (was sich durch die nachfolgend dargestellten Kosten von Wohncontainern leicht erklärt).

      Einen 14-Quadratmeter-Wohncontainer gibt es am Markt ab rund 6600 Euro. Ein größeres Modell mit Küchenanschlüssen, Duschbad inklusive Toilette und Vorraum beginnt bei rund 8600 Euro. Für eine Bodenplatte kommen bei Bedarf noch etwa 2.500 Euro hinzu. Ebenso sind die Kosten für Grundstück, Anschlüsse an Wasser und Strom etc. zu kalkulieren (nochmals leicht 2.000 Euro). Transport und Aufbau eines einzigen Moduls schlagen mit etwa 500 Euro zu Buche. Kommt ein unterer Gesamtpreis bei einem „Comfort“-Wohncontainer mit etwa 25 m² von mindestens 13.600 Euro, eher 15.000 Euro zustande.
      (http://www.zuhause.de/wohnen-im-container-das-containerhaus-als-guenstiges-eigenheim/id_52635136/index)

      Diese Container werden in der Regel für eine Person ausgelegt, na ja es könnten auch zwei Menschen darin leben. Bitte rechnen Sie sich die Gesamtinvestition selbst aus, die notwendig wäre, alle bisher zu uns `Geflüchteten´ in solchen Containern unterbringen zu wollen (wenn wir denn könnten, weil bekanntlich schon nackte Container in den letzten Monaten sehr, sehr knapp geworden sind, die Hersteller ihre Produktionskapazität nicht so schnell wie der Bedarf wächst anpassen können und deshalb die Preise steigen).

    • Schöner Wohnen in Hochstapel-Hausen ...
      Folkher Braun sagt:
      „Die Dinger kosten 2000 Dollar, die Versendung von Shanghai nach Rotterdam wäre nochmal 800. Also keine große Summe. Bahntransport von R´dam nach Großbeeren weiß ich im Moment nicht.“

      Vielleicht bezahlt und nutzt Berlin aber auch erstmal all die bereits vorhandenen, leerstehenden Container:

      https://www.welt.de/wirtschaft/article157786304/Die-unbezahlten-Altlasten-der-Fluechtlingskrise.html

  29. Gut, das ist die altbekannte, gemütliche Klage
    Aber nun mal zu den Ursachen? Wäre doch mal ein interessanter Versuch. Welche finsteren Kräfte zwingen die Hausbesitzer, diese absurden Mieten zu verlangen? Also Stasi und SED sind es erkennbar nicht. Die haben seinerzeit viel zu niedrige Mieten per Gesetz für alle durchgesetzt. 5 oder auch mal 10% vom Monatseinkommen waren schon etwas wenig. Oder?

    Wenn das (Wohnungs-)Elend eines Tages die sog. Mittelschicht erreicht haben wird, dann wird es auch Veränderungen geben. War immer so. Solange Mehrheiten glauben, sich abkoppeln zu können bzw. noch zahlen können, solange gibt es offensichtlich auch keinen ernsteren Grund mal übers Ganze nachzudenken. Ich find’s ja sehr bedenklich. Und auch etwas ärmlich.

    • Ja, vor allem, weil es ja richtoggehend beworben wird Investoren sehen eine Zukunft, die andere nur vorsichtig befürchten.

  30. Ein Problem der Städte?
    In der wunderschönen norddeutschen Provinz lebte
    ich bis vor 3 Jahren zur Miete in einem alten Reetdach-Haus
    auf 80m2 mit 2000m2 Garten für 350.- plus NK plus HK,
    Wahlweise Holzofen oder Gasheizung.
    Dann zog ich um, in das Dachgeschoss eines Bauernhauses, 120 m2,
    Mitbenutzung von 4 ha Wald und Wiese+Garten für 310.- plus NK plus
    HK wieder Ofen und diesmal Ölheizung.
    Was immer zu berücksichtigen ist, sind die Kosten für ein Fahrzeug,
    ohne das hier gar nichts geht.
    Aber pssssst. Erzählen Sie das den nicht anpassungsfähigen
    Städtern nicht, die auf uns herabschauen aus ihren Wohn-Getthos.
    Die wollen wir nämlich hier nicht haben.
    Morgen erwarten wir 30° und die Nordsee ruft.
    Das Leben ist schön!

    • Mal schauen, wie es in den Bergen wird.

    • Das Kapital und Herrn Rossis Traum vom Glück
      Keine Angst. Das Kapital wird auch bald ihre Wiese entdecken. Früher oder später.
      Spätestens wenn es ans Erben geht. Dann gibt es einen Energiepass und ein Gutachter schätzt den Wert des Hauses. Dann wird der Traum auf normales Maß gemerkelt.

      Also hier im Vorallgäu riecht es nach Altweibersommer …
      Der Holunder reif zum saften…
      Die Libellen fliegen ….
      Blauer Himmel!

  31. Titel eingeben
    Wer hätte gedacht, dass die Altstadt einer selbsternannt reichen Kleinstadt in Batzistan aussieht, wie Bitterfeld 1991. Amazing!

  32. Leibeigenschaft....Stützen der G.
    …..als ich Ihren Text las,erinnerte ich mich schwach an einen Artikel in N24,Welt…Immobilien…“ Bauen und Wohnen „…hier titelte dieses Mannweib ( zZtn Bauministerin ) :
    “ Junge Leute brauchen nicht mehr als 30 qm „…sie sind eh nur zum Schlafen da….in den Großstädten wird Wohnraum gebraucht…

  33. Titel eingeben
    weils gerade um das dackämmerlein geht erinnert mich an spitzwegs berühmtes bild oder um es anders zu sagen was ist der unterschied zwischen bild’s hirschhausen vor der bild und hörzu und dem klugen kopf hinter der faz
    der eine sitzt davor der andere dahinter

  34. "Leibeigenschaft ist auch nicht mehr das, was sie mal war."
    Das ist wohl wahr, insbesondere da sich kaum noch jemand der eigenen Leibeigenschaft bewußt ist. Das war früher anders.

    Ansonsten ist es eine rein kapitalistische, sorry, marktwirtschaftliche Frage, ob die Rendite kleinerer Wohnungen, sogenannter Wohnklos, größer als bei „normalen“ Wohnungsgrößen ist. Die Bedarfsanalyse spielt dabei gerade heute auch eine große Rolle. Und wer nicht die Qual der Wahl hat, muß halt nehmen, was angeboten wird.

    Familienplanung ist in dieser Singlegesellschaft abseits der Provinz denn auch kein großes Thema mehr. Die allseits geforderte und ja auch angestrebte Selbstoptimierung um jeden Preis läßt Schwächen und Fehler einfach nicht mehr zu. Ein Partner, der die sorgsam gehüteten eigenen Fehler und Schwächen noch multipliziert und zu gegebenen Anlaß womöglich auch noch kommuniziert, ist nicht nur finanziell in Zeiten der Sippenhaft zu einem unkalkulierbaren Risiko geworden und möglichst zu vermeiden.

    Der Nutzmensch will es ja nicht anders, hat seine Seele längst verkauft und sich selbst versklavt. Er hat die Alternativlosigkeit seines Lebens längst akzeptiert, kann sich zu keiner Gegenwehr mehr aufraffen. Er ist längst zum perfekten Leibeigenen mutiert, ohne es sich selbst noch eingestehen zu wollen oder zu können. Der App gewordene Mensch.

    Vor Jahrzehnten haben sich Staat, Länder und Gemeinden, hauptsächlich die Städte, vom „Sozialen Wohnungsbau“ verabschiedet, haben die Kosten gescheut und dem „freien Markt“ das Feld und das Heft des Handelns überlassen. Und wenn ich mich recht erinnere, waren die Gewerkschaften auch involviert. Heute macht der „freie Markt“ das, was er am besten kann, Angebot und Nachfrage bestmöglich zu verknüpfen. In einer freien und sozialen Marktwirtschaft kann das zumindest ja nicht falsch sein.

    P.S. Vor Jahrzehnten habe ich mich angesichts der Neubaugebiete schon gefragt, wer da wohl wohnen und leben will, vom Nachbarn lediglich durch einen schmalen Rasenteppich getrennt. Nun ja, heute ist diese Frage wohl obsolet. Obwohl, hier in der Provinz haben wir für die Flüchtlinge schnell Holzhütten in Rahmenbauweise aus dem Boden gestampft. Immer noch besser als Turnhallen oder Container. Nicht nur fürs Auge, auch fürs Gemüt.

  35. Zufluchtsort Land?
    Leute wieder raus aus Frankfurt und in die Peripherie? Gab es schon immer, dennoch wächst Frankfurt immer noch:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/deutsche-landgebiete-erhalten-wieder-zuwachs-14430840.html

  36. Pleine lune fantastique,
    (Ihr schafft das=> eigener Anhang)…….sagte der noble Anführer der Jagdgesellschaft, nachdem Hunde, Treiber und Rosse das Weizenäckerle des Jacquots in Grund und Boden gestampft hatten. Das ist eine große Misere, wimmerte der Leibeigene, unser Herr verwüstet die Ernten mit größerer Sicherheit als die Wildschweine die er beauftragt ist zu vernichten um unsere Felder zu schützen.
    .
    Wer trägt nun die Lasten für die Willkommenskultur? Die gestrige Sendung bei der Will trug wieder nicht dazu bei das ganze zu verstehen, obwohl ja dort immer ganz schön Geisteskraft aufgefahren wird. Und wenn die Stimme des Bettvorlegers dabei ist, also der Barney Geröllheimer aus Närnberch, so ist wenigstens ein wenig Zoff in der hohen Runde.
    .
    Ich bin ja nur noch stiller Genießer beim Kommentariat, aber der Mutterkutter gibt sich aktuell wieder arg zugeknöpft dem Pack eine Stimme zu verleihen. Nein, halt! Die Gesundheit von Frau Clinton kann kommentiert werden.
    .
    Le Comte de Morlange alias DdH

  37. Frau Märsch, schön, dass Sie es für sich so bequem einrichten konnten,
    aber sind Sie sicher, dass Sie es sein werden, die eines Tages die Ernte Ihres Gartens einfahren werden, wenn ES soweit ist, und die hungrigen, nicht anpassungsfähigen Städter auf der Suche nach Essbarem einfallen werden? Und nichts, wie in der Nachkriegszeit, zum Tauschen mitbringen.

    Von Hinunterschauen kann übrigens gar keine Rede sein. Nordsee liegt doch, hält man den Globus richtig rum, eher oben.

  38. Titel eingeben
    Ich habe mir noch nie das Ledigenheim in der nahen Danckelmannstraße von innen angeschaut (konzeptionell scheint das „Investitionsobjekt“ genau sowas zu sein).
    Ich habe nur von einem Hausverwalter gehört, es gäbe in der Nähe ein in den End-70ern (?) gebautes Haus mit 20qm-Zellen, das sich als „fast unvermietbar“ herausgestellt habe.
    Ob sowas „läuft“ oder nicht (Ingolstadt wird genügend outgesourcte temporäre Arbeitspendler und Studenten haben, die Wohnklos brauchen), wird entscheidend von den Zusatzflächen („Learning Lounge“ und wie das betitelt wurde) und ihrer Bewirtschaftung (!! also von Gastgebern, Dienstleistern!) abhängen. Wenn die nicht genügend Platz und Gastlichkeit bieten, wird die Bude eben auch unvermietbar.


    • Anders gesagt, ich würde in diese Bude nicht investieren. Da verliert man nur Geld. Ich halte 20qm-Butzen für Pfusch, der längerfristig zu unflexibel für rentable Vermietung ist. So groß ist die Personengruppe nicht, die für sowas latzt. Da bräuchte man schon schmerzfreie Londoner, daß die sowas nehmen würden. Oder man muß mit derart billigen Preisen dauerhaft überzeugen (eine 20qm Butze, die nur ein Viertel von 40qm kostet, wäre natürlich ein Argument), daß man nur noch wenig über Obdachlosenasyl liegt.

      Einer der Sündenfälle der Gründerzeit in Berlin war der berüchtigte Meyer’s Hof. Das war genau so eine Investorenbutze. Sie wurde in der Stadtverwaltung vor Entstehen seinerzeit sehr kontrovers diskutiert; die Stadtverwaltung wollte die Baugenehmigung nicht erteilen. Schließlich wurde sie doch erteilt, und Zilles Diktum „man kann einen Menschen mit einer Wohnung genauso erschlagen wie mit einer Axt“ hatte eine Adresse.

  39. Münchens Neubau-Tristesse
    Mich überkommt ein jedes Mal deprimierendes Mitleid, wenn ich die Neubauschandtaten an den Bahngleisen zum Münchener Hauptbahnhof sehe. Betonierte Einfallslosigkeit. Bizarre Rendite-Träume von anonymen Investoren. Man hat in diesen Glasschächtelchen sofort die Nase in der Suppe des Nachbarn, wenn man nur das Fenster öffnen könnte. Und das in nahezu bester Innenstadtlage! Solche hingerotzten Geldmaschinen sind die besten Anwärter darauf, schon in zehn Jahren zu Schmuddelimmobilien mit Favela-Status abzurutschen. Wer sowas kauft für den Eigenbedarf ist selbst schuld. Wer sowas mietet, auch.


    • Habe mich vor einige Tagen mit dem Münchner Immobilienmarkt beschäftigt. Was da angeboten wird, ist grauslich. Da scheint bei der Stadtverwaltung der Wille zur Stadt zu fehlen, man setzt einfach Hochhäuser auf Äcker, und das wars dann. Stadtplaner, die sich mit Lebensqualität befassen, scheint man systematisch fernzuhalten.

  40. Bertelsmannstudie: jedes 3. Kind in Berlin arm, jedes 5. in Ostdeutschland
    Sehr kluger Text, und genau beobachtet.

    Zu der Studie: Mal sehen was die vorgeblich linken Parteien, Aktivisten und Journalisten (um nicht „Journos“ zu verwenden, wie solche, die neulich in München mit eingriffen) daraus machen:

    Wollen wir wetten? Es passiert nichts… Wie Bertelsmann es sagt:

    „Ein weiteres Ergebnis: Etwa jedes fünfte Kind in Ostdeutschland wächst in Armut auf. Trauriger Spitzenreiter ist dabei Berlin. Fast jedes dritte Hauptstadtkind gilt als arm. Einen deutlich besseren Start ins Leben haben Kinder, die in Bayern oder Baden-Württemberg groß werden: Hier ist nicht einmal jedes zehnte Kind von Armut betroffen.
    „Eine Politik, die vom Kind her denkt“

    Anette Stein von der Bertelsmann Stiftung sieht den Staat in der Pflicht. Es werde zwar viel über Familienpolitik geredet, auch einiges getan: „Aber ganz offensichtlich wirkt all das nicht“, so Stein.“

    Es wirkt nichts… Wie bei den Parolen, dass Schulen saniert werden müssten…

    Aus: http://www.dw.com/de/mehr-arme-kinder-im-reichen-deutschland/a-19540485

    Dazu passt auch: “
    „Wolfgang Merkel, Politikwissenschaftler und nicht mit der Kanzlerin verwandt, befindet in einer recht manierierten Weise, dass Angela Merkel „die Sprache des Ungefähren“ pflege. Die Kanzlerin erkläre zu wenig. Und, damit hat er womöglich Recht: „Selfies mit Flüchtlingen in die Welt zu senden, war ein Amateurfehler.“ Das sieht Jagoda Marinic, Autorin und interkulturelle Vermittlerin, anders. Die Kanzlerin habe richtig gehandelt vor einem Jahr, die in Ungarn gestrandeten Flüchtlinge aufzunehmen.

    >> Es sei falsch, problematische Einzelfälle herauszunehmen, denn: „Es gibt auch unter Deutschen welche, die wollen – und welche, die nicht wollen.“

    Klar, und denen kürzt man die Leistungen so weit, dass sie nicht selten obdachlos werden (Lafontaine hatte es vor einem Jahr schon angesprochen, vom Saarländer Landtag)…

    Aus: http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-anne-will-spd-mann-stegner-attackiert-soeder-csu-hat-mitschuld-am-erfolg-der-afd_id_5917780.html

    Dort auch, dass der medial gefeierte CDU-Abgeordnete, der 2 Afrikaner aufnahme, einen quasi verloren hat. Und das bei seinen Möglichkeiten (Zwinker).

    Darf ich es hier bitte noch mal anbringen, das bemerkenswerte Interview mit einen Polizisten auf dem HR (Hessischer Rundfunk), dass nirgends gelistet ist: https://www.youtube.com/watch?v=Mr5sEq8OxhA (6 min 35, welche keiner verpassen sollte).

    Darin erklärt der Polizist, wie sie so überarbeitet seien, dass das ausländische Einbrecherbanden bewusst ausnützten. Die Arbeit sei absolut demotivierend. Der zuständige Regierungsvertreter erzählt dann etwas von hohen Krankenständen, und wir wissen, das ist deren Form des Protestes.

    Sie haben recht, Massstäbe verschieben sich immer wieder. Und nicht selten auf sehr bemerkenswerte Art (wie wäre es mit so einer Art Schollenpflicht für Mieter?).

    Viele freundliche Grüße aus der Haupt-Stadt, in der jedes dritte Kind arm ist, ohne dass sich die Politik, oder gar linke Aktivisten daran stören.

    Hauptsache es dürfen aller kommen, die woanders arm sind (nur komisch, wenn man nun hört, dass die sogar genug Geld haben um nicht nur teure Schlepper, sondern Heimreisen zu bezahlen – soll ja nicht so viel Links senden, daher bitte googlen bei goggle-news: Flüchtlinge Urlaub)

    • EH-DA Bürger oder der Zwang zur Lüge seitens des Kapital als notwendige Massnahme.
      Nichts als die Wahrheit.

      „Die Unaussprechliche“ alias A. M. zu Reichsspielführerin zu Berlin ist ja eine blutiger Amateur.
      Dazu noch ein überzeugter Wiederholungstäter. ICH HABE NICHTS falsch gemacht.

      Das dumme deutsche Fußvolk wird sie wiederwählen.

      Das Millionen von Irgend-Etwas-mit-Flüchtlingen systematisch seit Jahren besser gestellt werden ist Controlling-Technisch nur konsequent.
      Da der unterdurchschnittliche arbeitende Bürger EH-DA ist, wird er als Kostenverursacher gesehen, der weder Arbeitskraft noch Steuern erwirtschaftet und nur den Gewinn der Holdings, Shareholder, Führungskräfte und Leistungsträger schmälert.

      Also wird er durch den überqualifizierten Irgend-Etwas-mit-Flüchtling quersubventioniert.

      Ziel ist, kurz- bis langfristig diesen unnötigen Ballast der einfach nur So-Da ist loszuwerden.
      Zumindest jedoch die Kosten für Mittel- und Unterschicht so weit zu drücken, dass im globalen Vergleich Deutschland als Armenhaus dasteht. Kurz gefasst die BRD muss zum Drittland/Billiglohnland umgebaut werden um international mithalten zu können.

      KEIN Obergrenze.
      WIR schaffen das.

      Rückwärts immer – vorwärts nimmer.

    • Wieso sollten sich linke Aktivisten dran stören?
      Arm ist sexy – oder etwa nicht?

  41. Apartments für welche Zielgruppe?
    Ein bißchen geht dieser Blog an den mutmaßlichen Nutzern dieser Comfortapartments vorbei. Als Angehöriger der größten (Pendler)armee dieser Republik weiß ich, wer eine große Nachfragergruppe stellt. Polizisten oder Personal der Pionierschule in Ingolstadt (Don Alphonso: vergessen Sie immer bei der Aufzählung der Arbeitgeber Ingolstadts!) möchte seine Familie auch nicht immer entwurzeln. Hauptfeldwebel/Polizeiobermeister, die sich in Oberviechtach ein Haus leisten können, gehen nur zähneknischend in die teuren Ballungsräume. Die wohnen dann halt mit Trennungsgeld auf 21qm. Bei Audi&Co läufts ähnlich.
    Aber Unterkünfte möchte der Dienstherr auch nur ungern schaffen.
    Außerdem habe ich zweimal mit Schmunzeln zur Kenntnis genommen, dass Kasernen, in denen ich früher als Soldat jahrelang wohnte, später örtlichen Bürgerinitiativen als unzumutbar für die Unterbringung von „Neubürgern“ erschienen.
    Soweit nur zu einer großen Nachfragergruppe dieser Comfortapartments.

  42. Mikroapartments und steigende Ansprüche
    “The modern conservative is engaged in one of man’s oldest exercises in moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification for selfishness.” – John Kenneth Galbraith

    Es gibt die Kehrseite zu den Mikro-Apartments. Oder vielmehr sind die Mikro-Apartments die Kehrseite: Dass diejenigen, die es sich leisten können, sich immer mehr Wohnraum und Luxus beanspruchen.

    Anfang der 90er Jahre haben wir uns nach vielen Jahren Ausland bzw. norddeutscher Provinz wieder in Hamburg niedergelassen. Zunächst wohnten wir in einer unserer als Investition gedachten, zufällig gerade freigewordenen vermieteten Eigentumswohnungen, um uns nach einem Haus Ausschau zu halten. Unsere Freunde rümpften die Nase, weil wir einstweilen in einer Vorstadt wohnten, in welcher „man“ nicht wohnt. Anyway, es wurde erwartet, dass wir wenigstens in eine große Altbauwohnung mit Stuckdecken in Eppendorf einquartieren sollten, nur um wieder nach kurzer Zeit umzuziehen, statt im eigenen Eigentum mietfrei zu wohnen.

    Also fanden wir unsere Traumvilla, die sich ein Margarinenfabrikant in den 50er Jahren hatte bauen lassen, mit einem großen Grundstück, ruhig gelegen. In dem Haus befanden sich noch Originale einer Klingelanlage, mit welcher der Hausherr oder Dame des Hauses das im Souterrain befindliche Dienstpersonal in den oberen Räumlichkeiten bemühen konnte. Auch hatte der vermutlich durch den Krieg traumatisierte Hausherr Verstecke einbauen lassen, als eine Art Vorgänger des „Panic Rooms“, wo man sich in einer Gefahrensituation hätte verstecken können, z.B. hinter den Schlafzimmer-Kleiderschränken in der Dachnische.

    Was ich sagen will ist, dass die Räumlichkeiten, trotz erstklassiger Bausubstanz, wunderschöner Fußbodendielen im Schlafzimmer und Parket im Ess- und Wohnbereich, von der Größe her nicht den heutigen Ansprüchen genügen würden. Allein die Küche wäre viel zu klein. Ich verfolge manchmal die Kochsendung „Perfect Dinner“ auf Vox, die manchmal unerträglich primitiv und nicht sehenswert ist, manchmal jedoch sehr interessant, wenn nämlich in Schlössern und Herrenhäusern gekocht wird. Oder bei der gehobeneren Gesellschaft, oft auch mit viel Stil und gutem Geschmack. Daher weiß ich, wie die Küchen und Wohnungen in ganz Deutschland aussehen.

    Die Küche, die nicht klein waar, sondern Anfang der 90er noch völlig okay war, würde keine Familie, die etwas von sich hält, heute mehr akzeptieren. Eine Küche sollte heute schätzungsweise mindestens 30 qm groß sein – je größer desto besser. Auch wären die Bäder bei den heutigen Ansprüchen zu klein: Ein Bad sollte mindestens so groß sein wie das heutige Mikroapartment, und nicht vergessen: Ein ge-räumiger Einkleideraum ist ein Muss! Ordinäre Kleiderschränke gehen gar nicht.

    Bei den von mir gemeinten Gastgebern der Sendung geht es natürlich nicht um Superreiche, sondern um Menschen, die in dieser Gesellschaft erfolgreich sind: Ärzte, Geschäftsleute, Manager und Anwälte etc.

    Habe irgendwann in einer ÖR Reportage erfahren, dass die Gehälter des Managements in den letzten 15-20 Jahren sehr stark erhöht worden sind und dass die der Vorstände sich vervielfacht haben. Die restlichen Arbeitnehmer verdienen unwesentlich mehr als vor 15-20 Jahren, zum Teil wesentlich weniger. Nicht nur diejenigen, die etwas mit Medien zu tun haben, darben, sondern alle, die sich nicht wehren können, und das können die vielfältigsten Fachberufe sein.

    Die Anzahl der Milliardäre hat sich weltweit seit 2008 verdoppelt. Deren Ansprüche sind unermesslich hoch, davon will ich erst gar nicht anfangen.

    Ja, was am unteren Ende weniger und kleiner wird, wird bei den Gewinnern des Systems immer mehr und immer größer…

    Ich möchte noch daran erinnern, dass die „neue Mitte“ dieses System mit großer Begeisterung gewählt hatte. Ich kann mich noch an den Enthusiasmus und Aufbruchsstimmung bei der Wahl von Schröder sehr gut erinnern. Mutti hat weitergemacht, und jetzt wird man das System nicht mehr los…

    • Gut zusammangefasst...
      „…und jetzt wird man das System nicht mehr los……“

      Die Frage ist halt ob es rot/rot/grün in der Praxis geben kann. In der SPD bräuchte man da ein paar Sozialdemokraten und es ist fraglich ob die noch Interesse haben, bei den Grünen ist so eine Art christlicher FDPler an der Macht, und bei den Linken wird der Wagenknecht-Flügel zusehends ausgebootet. Eine Regierung die den Willen hat die nötigen Steuergesetz Änderung durchzubringen wird man da nicht zusammenbringen.
      Ihre Befürchtungen was das System angeht dürften also wahr werden, denn ein Wirtschaftsaufschwung ist undenkbar weil jegliche neue Produkte fehlen, die einen Kaufreiz erzeugen.

      Marxisten werden ihre Freude haben, denn „Es muss erst alles viel schlimmer werden, bevor es besser werden kann.“
      Und genau das wird es….

  43. Das muss noch enger
    21 m2?

    Viel zu viel!
    Das muss noch knapper, von wegen ökologischem Fußabdruck, effizienter Ressourcen-Nutzung, Klimaschonung, Energiewende, Immigration etc.

    http://www.bigfm.de/buzzhaltestelle/14695/trend-capsule-hotels

    Wenn die Bilder Sie irgendwie an die Schubladen im Leichenschauhaus erinnern, an jedem Zeh ein ID-Zettel, dann sind Sie noch nicht reif für die unvermeidliche Entwicklung hin zum Termitenstaat. Üben Sie besser schon mal, im Kleiderschrank z. B. – und nicht vergessen: die Notvorräte, zwei Kästen Wasser, die Konserven etc. müssen mit rein!

    Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie früher nie gewesen ist.
    Kronleuchter … tzzzzz

  44. Mein Gott, Herbert..
    Sie, DA, Sie Schlingel haben da Marcuse zitiert (und noch keiner hat dazu bemerkt?): den Urheber, ach: Schöpfer, Creator ua des *Eindimensionalen Menschen* .
    Mich wundert ja so manches Mal, ob die Visionäre nicht einfach die Zeichen der Zeit erkannt haben, sondern die Zeichen erkannt oder (aufgezeigt) bekommen haben, dass die Zeit reif sei, die *Menschheit* vorzubereiten auf Kommendes oder zu kommend Vorgesehenes: war 1984 (ex post oder ex ante) eine Vorlage mit -allem Warnton zum Trotz- gestaltenden Einfluss, oder Blaupause aka *Kontaktkopie* (courtesy wikipedia) – entsprechende Kontakte hatten Orwell und Huxley ja, und ach: Marcuse beim OSS… Wenn man sich auf das Schlechteste vorbereitet- will man dann nicht auch die Früchte seiner Vorbereitungen ernten (sunk cost)? For the Greater Go(o)d ….
    Einerlei, wundern, staunen, Augenreiben … und: Weitermachen! – mit spätsömmerlichem Sönnengenüss, Grüss!

    • MARCUSE ist nicht gleich MARCUSE
      werter freund, der Ludwig Marcuse liegt am tegernsee begraben, der Herbert in berlin auf dem dorotheen, wo auch sonst noch interessante leute liegen, schöne anlage, lohnt sich.

      und der 1dimensionale stammt vom Herbert, der hat das in kalifornien geschrieben………..bis heute halten sich gerüchte ob indirekt vom CIA finanziert.

      jedenfalls hat er einen sehr guten grabsteinspruch: „weitermachen“, ja das rufen wir DON zu, auch wenn er HH oder Klaus Lage scheusslich findet, merke: lernfähig ist jeder !

      aber Klaus Lage hat ja dem mehrfachmörder C. Klar, der RAF-medienikone, keinen job angeboten, das war der so immer gelobte spätfeudal auftretende C.Peymann, der doch sehr gealtert ist, aber das hindert doch die kultur- und medienschaffenden nicht, ihn überall anzupreisen.

      und dann, da schliessen sich alle kreise, hat dieser tessiner villenbesitzter DEHM von der partei der sog. Linken dem Klar einen job im bundestag angeboten, DEHM soll ja auch eine zeitlang manager von Kathi Witt, dem freundlichen gesicht des mauer- und todesstreifen- sozialismus gewesen sein.

      na ja, solange DEHM nicht den BDI mit dem freundlichen gesicht des kapitalismus managt bin ich zufrieden. aber auch das könnte ja noch werden, z.b. bei einem treffen im sonnigen tessin, z.b. im Principe Leopoldo (achtung, panama connection!)

      wo hat denn der DEHM seine villa, das tessin ist ja nun nicht gerade klein, medienmacher sitzten am hang in RONCO……….aber gerne würde ich da mal vorbeischauen mit dem radl !!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Lesen ist manchmal offenbar auch eine Anstrengung..
      …und meine Augen habens mir bequem gemacht: den Aufhänger zu sehen, für was mich umtrieb.

      Der (mir bis an oder letzthinnig) nicht geläufige *Nietzscheaner* Marcuse-Ludwig scheint für manches Bonmot gut zu sein: „… von Analphabeten nicht nur in ihr Deutsch übersetzt, sondern auch noch in ihre Wirklichkeit.“ Kommt doch manchmal noch auf, die FreudeSchönerGötterfunken.

      Lassen’s Dehm doch.
      Wir Linken in Neukölln (jetzt hanseatisch: ) s’prechen gar nicht über dehm.

  45. Nord-Südgefälle
    Ich finde es nicht so schön, wie hier gelegentlich auf den Norden geschimpft wird. Hamburg ist keine versiffte Stadt wie Teile von Berlin z.B. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind tadellos sauber und pünktlich. Es gibt eine linke Szene, eine gewisse Subkultur, in welcher die jungen Menschen gerne die Häuser in ihrer Wohngegend mit Graffiti voll schmieren, aber das muss man wohl in einer Millionenstadt wie Hamburg nicht überraschen, zumal das betroffene Gebiet relativ klein ist. Dass manche Medienleute etc. diese Gegend inzwischen „chic“ fin-den und dort wohnen wollen, nun, es handelt sich um keine große Anzahl von Menschen.

    Herr Schill ist sicher noch ein Begriff. Nachdem er als Law & Order Mann die Wahl gewann und danach die CDU lange regierte, hat die SPD begriffen, dass wenn sie auf gewisse Dinge nicht achten, sie wieder die Wahl verlieren werden. Und dass München keine Drogenszene haben sollte, halte ich für eine Legende, was sich durch Googeln auch bestätigte:
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-am-hauptbahnhof-etabliert-sich-eine-neue-drogenszene-1.3050239

    Es gibt sozial schwache Wohngegenden, aber das sind keine Slums. Die städtische Wohnbaugesellschaft achtet z.B. peinlich darauf, dass ihre Mehrfamilienhäuser gut gepflegt werden. In den problematischen Gegenden werden herumliegende Gegenstände jede Woche gesammelt und entfernt. Nirgends liegt Müll herum. (Wenn manche Investoren ältere Häuserblocks kaufen und nichts investieren, sondern damit spekulieren, ist ein anderes Problem.)

    Norddeutschland ist mit Teilen von Berlin bzw. Ruhrgebiets nicht zu vergleichen. Also bitte nicht maßlos übertreiben.

    Einerseits wird darüber beklagt, dass das Land gespalten sei, andererseits wird das Nord-Süd-Gefälle hier zum Teil mit Gusto gepflegt. Solange ich das SPON-Forum regelmäßig las, taten mir die Bayern immer leid, weil sie dauernd, wie ich meinte, zu Unrecht angegriffen wurden. Ich habe sie dann auch manchmal verteidigt. Hier ist es umgekehrt nicht viel besser, sorry.

    Btw. die Altlasten der Elbphilharmonika stammen allesamt aus der Regierungszeit von Ole von Beust, CDU. (Und in 2015 betrug das BIP von Hamburg 61.000€/Person. Dass das BIP in München und Ingolstadt pro Person größer ist, liegt wohl zum Teil an Audi/BMW bei geringerer Einwohnerzahl.)

  46. Titel eingeben
    Ach Gott. Da ist ein Bösendorfer Imperial im Keller. Und Oma hat das Elfenbein immer gut gewienert, und dann ihre Kakteen drauf gestellt. Und jetzt finden finden wir Enkel raus: boah, toll dass wir aus dem Ding nicht Kaminholz machten, in den Jahren, wo Heizöl so billig war. … Zusatzsatz gegen geringverdienende Gendertröten. Don Alphonso-Aufsatz. Fertig.

  47. Trugschluß
    Es steht wohl außer Frage, dass der Wohlstand seit den Gründerzeitvillen stark gestiegen ist. Diejenigen, die sich heute keine 250qm Penthousewohnung leisten können und in 21qm leben müssen, haben vor gut 100 Jahren mit einer sechsköpfigen Familie in einer 20qm Bretterbude gehaust oder mit etwas Glück im 8qm Dienstmädchenzimmer unterm Dach (15 Std. Arbeitstag inklusive). Ich denke diese Gesellschaftskritik zieht (ausnahmsweise) nicht.

  48. Man muss das anders rechnen
    Die 800-1500 Euro, die der Durchschnittsmieter in D abdrückt an einen Vermieter sind dafür da, dass der dadurch akkumulierte Reichtum wenigstens zT in Wohnraum reinvestiert wird, der dann wiederum von der öffentlichen Hand für echte sozial Bedürftige (Hartz IV) oder „Zukunftsdeutsche“ angemietet werden kann.

    Es stimmt schon: Die „Refugee“-Familie mit 4 Kindern und einer kostenlosen 5-Zimmer Wohnung hat durch reine Existenz mehr an Einkommen, als jeder hart arbeitende Durchschnittsverdiener.

    Das bedeutet: Die Miete ist Teil des weit umgreifenden Solidartransfers, damit die Zukunft der „Zukunftsdeutschen“ gelingt, ; das sollte die Behauser der Schuhkartons glücklicher stimmen.

    Das ließe sich nur dann ändern, wenn die Praxis der kostenlosen Wohnungsversorgung für diesen Personenkreis endete (mit den negativen Folgen für die Miethöhe). Das wird nicht geschehen.

    • Schnapsidee...
      „Die 800-1500 Euro, die der Durchschnittsmieter in D abdrückt an einen Vermieter sind dafür da, dass der dadurch akkumulierte Reichtum wenigstens zT in Wohnraum reinvestiert wird, der dann wiederum von der öffentlichen Hand für echte sozial Bedürftige (Hartz IV) oder „Zukunftsdeutsche“ angemietet werden kann.“

      Also wo sie diese Schnapsidee herhaben würde mich ja mich ja schon mal interessieren… Das von diesen Einkünften ja gerade KEINE Wohnungen mit 800-1500 Euro Durchschnittsmiete gebaut werden ist ja gerade das erste Problem, keine noch billigeren das zweite….

      Und „die Praxis der kostenlosen Wohnungsversorgung für diesen Personenkreis“ ist ein Symptom! und nicht die Krankheit.

      Die Krankheit ist ein durch die Medien stabil gehaltenes fünf Eínheitsparteien politisches System, hinter dem eine konsequent seit 30 Jahren verdummte Bevölkerung steht.

      Das Limit für die AfD wird um die 20% liegen, die Mehrheiten bleiben also bestehen. Vor einem Jahr begann die Aera des „Wir schaffen das!“ und ein Jahr später gibt es nach wie vor KEINE Alternative zu Merkel? Und, dass es nicht reicht diese Dumpftusse endlich nur weghaben zu wollen scheint ja leider auch eine Einsicht zu sein, die die Mehrheit überfordert.

      Gerade ihr Kommentar zeigt, dass es ihnen wie den meisten lediglich darum geht, nur ja nichts vom eigenen Besitz abgeben zu müssen, komme da was (oder wer!) da wolle.
      Die wesentlichen Probleme, eine sich permanent zuspitzende weltweite Wirtschaftskrise, die sich schliessende Totalüberwachung der Bürger durch Regierungen die jegliche Reste an Vertrauen gerade verspielen, und der Klimawandel den man in Asien gerade in diesen Tagen wieder nicht mehr ignorieren kann, DAS wären die Probleme.

      Nun, ich kann nicht klagen, es ist ein Film den ich gerne ansehe…

    • Das Recht auf Ranküne
      Hohe Kunst: einem Schauspiele, von an dessen späteren Akte Teilnahme kein Entzug möglich, beizuwohnen in dem Wissen, es sei eine Tragikomödie: göttlicher Humor -Homer und Vergil vereint!
      Die Kategorie Grausamkeit existiert in diesen Sphären nicht; wer Mensch ihnen nahe kommen will, übe Härte gegen sich selbst.

      Anders gesagt: Ich sähe diesen Film nicht gerne, wenn aber nichts anderes im Programm ist: mit gebotenem Vergnügen, also *unter Umständen nicht ungerne*.

      Wie der *Kassandraeffekt* (im Wesentlichen: mitunter aktives Trachten nach Bestätigung pessimist. Prognosen) seine Namensgeberin, die vor dem warnte, was sie doch fürchtete!, verleumdet: und Achill, dessen Meute Penthesilea in Stücke riss, wohl als (wenn auch im Vergleich zu ihr minder) tragischer Held gelten dürfte, so mitnichten ein *Westen* oder sonstwer, der zerstört, was er nicht bekommen kann : vae victores!

  49. Was erwarten Sie von einer neoliberalen Gesellschaft,
    die Linke zumindest als Kommunisten gebrandmarkt hat? Jeder weiß doch, daß Kommunismus weitaus schlimmer als jeder Kapitalismus ist. Zwar mangelt es an Beispielen, aber wen stört das schon. Bei soviel Ignoranz muß man sich über rechten wie linken Extremismus doch nicht wundern. Daß Linke (Aktivisten) sich daran nicht stören, halte ich dagegen für ein Gerücht. Warum sie nichts erreichen, obwohl sie sich seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten redlich bemühen, liegt halt daran, daß immer noch zu wenige Menschen direkt betroffen sind. Das aber wird sich nun ändern, Kinder- und Altersarmut werden bald zu einem nicht mehr zu ignorierenden Thema werden.

    Daß ausgerechnet die Bertelsmann-Stiftung hier das Wort ergreift, selbst doch durch und durch auf der neoliberalen Schiene beheimatet, zeigt, daß man dort erkannt hat, woher der Wind in Zukunft wehen wird und bereits damit beginnt, sein Fähnchen nach dem Wind zu drehen.

    Zu den Flüchtlingsurlaubern bleibt nur eins zu sagen: Asylverfahren beenden und die Einreise verweigern. Denn wer Geld für eine Urlaubsreise hat, steht zumindest im Verdacht, Sozialbetrug zu begehen. Wer dann auch noch dort Urlaub macht, von wo er vor Krieg geflohen ist, kann sein Asylbegehren auch nicht mehr wirksam begründen.

    Mal abwarten, welche Blüten der Kontrollverlust der Politik noch hervorbringen wird. Haben sich AfD und CSU schon zum Thema geäußert?


    • werden bald zu einem nicht mehr zu ignorierenden Thema werden.
      1. das geht noch min. 10 jahre, bis das überhaupt bemerkt wird.
      2. man kann noch viel stärkere Veränderungen jahrelang ignorieren. Das ist überhaupt kein Problem, sondern jahrhundertelange Praxis.

    • Titel eingeben
      „Zwar mangelt es an Beispielen“
      Ich fand ja schon als Schüler, dass die notwendige Todesdrohung für einen Wechsel in ein kapitalistisches Land die ultimative Bankrotterklärung für den Sozialismus sei.


    • Jahrhundertelange Praxis, colorcraze, hat und konnte es nur geben, weil die Kommunikationsstrukturen fehlten und es an Informationen mangelte. Das ist jedenfalls Geschichte, so daß ich die Zukunft nicht ganz so schwarz sehe wie Sie.

      Als Schüler, Gast, habe ich noch gelernt, daß es Kommunismus nie gegeben hat. Und bislang, so scheint es mir, gibt es ihn immer noch nicht. Alles nur Etikettenschwindel.

    • O.M.
      Ich bin sicher unter den 1,5(?) Millionen „Zugezogenen“ dürften sich bei aller Kritik auch etliche tatsächliche Flüchtlinge befinden, oder haben sie da andere Informationen?
      Stellen sie sich also vor, sie seien ein relativ junger Mann der in einem Land lebt in dem auf Grund der wirtschaftlichen Interessen des Westens gerade mal wieder Krieg herrscht. Die Familie legt zusammen und ermöglicht ihnen die „Reise“ nach Deutschland.
      Dort angekommen stellen sie fest, dass es tatsächlich besser ist in DE arm zu sein, als in Syrien, dem Sudan, Afghanistan oder ein paar anderen, nicht arm zu sein. Und so fahren sie „heim“ um den Umzug der ganzen Sippe in die Wege zu leiten…

      Was genau finden sie dann daran so verwerflich?

      Und bitte berücksichtigen sie dabei, dass sie mit jemandem Sprechen, der nicht mit Muslimen zusammenleben will und der weiss, welches Ausmass der Missbrauch dank der „Politik“ der Merkel angenommen hat.
      Welche Schuld genau hat dieser „in Urlaub fahrende Flüchtling“ (früher nannte man solche Phrasen BILD Niveau, ist das jetzt normaler Sprachgebrauch?) an den imperialistischen Kriegen von NATO/USA/EU weltweit, oder der mehrfachen Wahl Merkels durch habgierige Spiessbürger, und die Politik dieser Dame, die jetzt so unangenehme Konsequenzen für sehr sehr viel Deutsche nach sich ziehen???

      Man sollte sich für solch primitive Hetze nicht einspannen lassen. DIESE Leute sind nicht das Problem, soweit sollte man schon noch denken können, oder?

    • Grundsätzlich, TDV, stimme ich mit Ihrer Aussage vollkommen überein.
      Dennoch gebietet es mir der gesunde Menschenverstand, bezüglich der „Urlauber“ Zweifel anzumelden.

      Zum einen kamen die Meldungen aus Quellen, denen ich nicht unbedingt unterstellen würde, sich der Mittel und Wege der BILD-Zeitung zu bedienen. Zum anderen höre ich schlagartig nichts mehr über diese Meldungen, das macht mich immer besonders mißtrauisch.

      Sie selbst schreiben, daß die Familien das Geld „zusammengekratzt“ haben, um wenigstens einem Familienmitglied die Flucht zu ermöglichen. Wie wird dann der „Urlaub“ finanziert, wie soll der Familiennachzug finanziert werden, der ja von der Bundesregierung nach Kräften verhindert wird? Was ist mit den Aussagen, es wären die reicheren Familien, die nach Europa flüchteten? Reich aber ungebildet, paßt das denn zusammen? Und wenn schon reich, wie verträgt sich das dann mit dem Bezug sozialer Mittel?

      Sorry, aber das Ganze ist für mich nicht nachvollziehbar, entbehrt der Logik. Ein Asylant, der in das Gebiet zurückkehrt, aus dem er geflohen ist? Gibt es denn keine anderen Kommunikationswege? Ich denke schon. Der vorgebrachte Asylgrund darf bei solchem Verhalten denn auch wohl ebenso hinterfragt werden wie der Anspruch auf Sozialleistungen. Von „primitiver Hetze“ ist das in meinen Augen weit entfernt. Das ist wohl eher Ausdruck eines durchaus verständlichen Unverständnisses.

      Daß das nur wenige der Flüchtlinge betreffen wird, räume ich gerne ein. Und ich wiederhole auch gern, daß in meinen Augen auch ganz allgemeine existenzielle Gründe eine Flucht und Anspruch auf Hilfe rechtfertigen. Denn in meinen Augen macht es keinen Unterschied, ob der Tod durch eine Kugel oder „nur“ durch Armut droht.

    • Der Irrtum und die Lösung liegt in dem Wort "Flüchtling", das auszusprechen uns
      geboten wurde für alle, die da kommen und willens sind zu bleiben und dafür sogar am Sendlinger Tor campieren.
      Und die Annahmen und Gedanken, die bei uns Deutschen mit diesem Wort verbunden sind.
      Nämlich Armut, Krieg, Vertreibung, Zerstörung, Gefahr für Leib und Leben, die Unmöglichkeit, da wieder hin zu können, Hunger und Leid.

      Welche geniale „Propaganda“ der uns Regierenden!

      Denn die, die da kamen sehen zumeist mitnichten so aus, wie wir uns „Flüchtlinge“ vorstellen. Dennoch – und das ist wieder Propaganda, wurde bisher jeder, der das aussprach, zumindest in die rechte Ecke gestellt und sozial isoliert.

      Differenziert man nun und nimmt an, dass nicht nur die, die wieder zurück fahren um ihre Lieben zu besuchen und zu holen „Immigranten“ sind – dann wird ein Schuh draus.
      Es fragt sich nur, weshalb der deutsche Michel und die Micheline Immigranten alimentieren sollen – denn so was gab es bisher nirgends auf der Welt und wird es auch nirgends wieder geben.

    • @ O.M.
      Aber natürlich: „Dennoch gebietet es mir der gesunde Menschenverstand, bezüglich der „Urlauber“ Zweifel anzumelden.”
      Selbstverständlich wird das alles missbraucht! Nur Deppen glauben, dass jemand der gerade aus Todesgefahr und einem Krieg geflüchtet ist, sich über irgendein Lager, solange er dort sicher ist, beschweren wird!
      Das ist alles eine Farce.
      Aber ich habe ja auf die Ursachen denen das alles zu verdanken ist hingewiesen. Warum sollten diese Leute irgendwelchen Respekt vor dem einem Teil Deutschlands haben, seinem Sozialsystem, wenn doch ein anderer Teil, seine Wirtschafts- und Militär Politik, zumindest mitgeholfen haben in ihren Heimatländer für nicht länger akzeptable Zustände zu sorgen?
      Für mich gibt es zu diesem Thema zwei klare, gleich richtige Standpunkte: Leute die meinen sie haben ein Recht dazu ihre mit unserer Mithilfe ruinierten Länder zu verlassen und hier ein besseres Leben zu suchen, die haben dazu ein Recht!
      Und Deutsche die meinen sie wollen genau das nicht, haben ebenfalls ein Recht darauf sich dagegen zu wehren.

      Das Thema, dass diejenigen Deutschen die jetzt meinen ein Problem damit haben zu müssen genau diejenigen waren, die die Regierungen die Politik mit solchen Konsequenzen machen auch freiwillig gewählt haben, das hatten wir ja schon ein paar mal. BEIDES, sowohl die Zustände dort, wie auch die Flüchtlingsmassen hier haben deutsche Regierungen und nicht irgendwelche Drittwelt-Länder verursacht!
      Wer wie ich in solchen Umständen nicht leben will, dem steht es ja frei zu gehen. Ich kann nämlich nichts sehen was in DE nicht normal wäre….
      Bis vor einem Jahr fandet ihr das ganze System inkl Merkel doch ganz wunderbar, weil ihr davon profitiert habt!
      Und jetzt kommt das Gejammer? Da kan ich nur lachen….

      Ich häng noch einen kleinen Touch Realität an, damit man den Rahmen, in dem das alles abläuft nicht vergisst und sich permanent für Opfer hält. Drei Schlagzeilen von heute:

      „Flüchtlinge in der EU: 160.000 angekündigt – 4741 umgesiedelt“

      „Über einen Mega-Fonds pumpt die EU 116 Milliarden Euro in die Wirtschaft, Kommissionschef Juncker will das Programm jetzt verlängern – und kräftig ausweiten. Den Beweis, dass das etwas bringt, bleibt er schuldig.“

      Am Wichtigsten aber Sonneborns Rede:

      http://deut sche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/09/14/state-of-da-union-satiriker-sonneborn-haelt-brillante-rede-im-eu-parlament/

    • Flüchtlinge
      Was, Number 15, ist daran falsch, Flüchtlinge als Flüchtlinge zu bezeichnen? Die Fluchtgründe haben Sie ja aufgezählt. Falsch wird das Ganze doch erst, wenn aus um Asyl bittenden Flüchtlingen plötzlich Migranten werden.

      Die Bitte um Asyl ist einer rechtlichen Prüfung zugänglich und ebenso ist die Gewährung von Asyl einer zeitlichen Beschränkung unterworfen, die gegebenenfalls erweitert werden kann.

      Die Begrifflichkeit des Flüchtlings ist somit völlig zutreffend, der politisch motivierte Versuch, aus Flüchtlingen bzw. Asylsuchenden zu integrierende Einwanderer zu machen, das ist der „Irrtum“. Dieser untaugliche Versuch resultiert wohl daraus, die entstehenden Kosten zu rechtfertigen. Der permanente Hinweis auf fiktive Gewinnerwartungen in einer imaginären Zukunft durch die „Migranten“ wirkt da nur unterstützend.

      Es ist zwar nur eine Vermutung, aber ich denke, daß die Wirtschaft ein großes Interesse an dieser Vorgehensweise hat. Denn ein jedenfalls potentielles Überangebot an Arbeitskräften wirkt sich in der Regel sehr positiv auf die Lohngestaltung und damit auf die Gewinnerwartungen aus – für die Wirtschaft. Die Forderungen der Wirtschaft belegen dies doch deutlich genug.

      Sorry, aber für mich sind und bleiben Flüchtlinge eben Flüchtlinge. Mit Immigration oder was auch immer hat das nichts zu tun.

      Zum Schluß noch zwei Anmerkungen. Mir drängt sich immer die Analogie der Wiedervereinigung auf, an der die Wirtschaft auch sehr gut verdient (hat) und die bis heute gesellschaftlich ein Verlustgeschäft geblieben ist, insbesondere im Osten.

      Aber auch die Kontraproduktivität des Ehrenamtes (Tafeln, Kleiderkammern etc.) kommt mir immer wieder in den Sinn, denn es nimmt dem Staat die Verantwortung für die Gesellschaft, deren Verpflichtungen er sich dadurch auf eine widerliche Art und Weise entzieht.

    • Zwar sind Sie auf meine Fragen nicht eingegangen, TDV,
      aber zumindest was Ursache, Wirkung und Reaktionen betrifft, sind wir ja wohl einer Meinung.

      Was die absurde Subvention der Realwirtschaft betrifft, so ist das Folge des Unvermögens der globalen Politik die globale Finanzwirtschaft zu regulieren, die solche Subventionen erst notwendig macht, um den bevorstehenden Wirtschaftskollaps möglichst lange hinauszögern zu können.

      Was Sonneborn betrifft, so war weniger seine Rede interessant, als die Reaktion darauf. Denn die unterschied sich in Nichts von den Reaktionen, mit denen auch die Bürger Europas und fast aller europäischen Nationalstaaten permanent zu kämpfen haben: Arroganz und Ignoranz. Das von innen heraus ändern zu wollen, halte ich aus eigener Erfahrung für absolut blauäugig.

    • d'accord....
      Ich sehe wir sind da ganz einer Meinung.
      Die Subventionen des Finanzmarktes dienen dem Hinauszögern des Kollapses, und die Idee etwas an den bestehenden Zuständen ändern zu können, ist blauäugig.

      Meiner Meinung nach, wie sie wohl wissen, alles Hinweise darauf seine Koffer RECHTZEITIG zu packen….

    • Die Koffer
      Im übertragenen Sinne hat die Mehrheit der Menschheit doch längst die Koffer gepackt, TDV. Viele gehen zu keiner „demokratischen“ Wahl mehr, viele demonstrieren, viele greifen zur Gewalt, viele sind auf der Flucht, viele haben frustriert längst resigniert, viele haben dem System längst den Rücken gekehrt – innerlich.

      Aber! In einer globalisierten Welt gibt es keine wirklich erfolgversprechenden Fluchtziele mehr. Denn die Krisen haben globale Auswirkungen bis in die letzte Bambushütte. Japan bildet da keine Ausnahme.

      Das global überall gleiche System der Unterdrückung und Ausbeutung ist zwar im Laufe der Jahrtausende immer subtiler geworden, aber es basiert nach wie vor auf Gewalt, auch wenn sie „demokratisch“ daher kommt. Die Gewalt hat eben viele Formen und wird auf vielerlei Art und Weise gerechtfertigt. Es kommt eben nur auf die Brille an, die den Menschen verpaßt wird.

      Solange die Wurzeln der Gewalt nicht ehrlich benannt werden, kann es daher auch keine Lösung geben. Die heute bevorzugten „Lösungen“ beschränken sich doch im Grunde darauf, der Gewalt mit noch mehr Gewalt zu begenen. Ein Teufelskreis, aus dem es so kein Entrinnen geben kann.

      Survival of the fittest, der pure Darwinismus abseits von Ethik und Moral, das ist im Grunde die herrschende Maxime. Es hat sich nichts geändert. Es wird nur nicht mehr verstanden, da die Umsetzung derart subtil geworden ist, daß kaum noch jemand dazu bereit ist, so weit zu denken. Denn das eigene Hemd ist ja bekanntlich jedem am nächsten.

      Und so belügt und betrügt sich (fast) jeder selbst, denn das macht es leicht, auch alle anderen zu belügen und zu betrügen. Denn die anderen machen es ja auch so, oder etwa nicht. Irgendwie erinnert mich das als Atheist mit katholischen Wurzeln immer an die Erbsünde und an die Vertreibung aus dem Paradies und ich ziehe meinen Hut vor denen, die schon vor so langer Zeit so viel klüger waren als wir, weil sie die Dinge noch zu Ende dachten und brachten.

    • @Otto Meier
      Nur ein Quickie….

      Selbstverständlich alles richtig, aber die Unterschiede zwischen den Ländern dieser Erde sind trotzdem vorhanden.
      In Neuseeland oder Australien kann sich jemand eine Häuschen mit Garten zum Gemüse anpflanzen, und ein paar Obstbäumen leisten. In DE nicht. Zuwanderung in Binnenländern wie DE ist unkontrollierbar, wenn es drauf ankommt, auf eine Insel wie Australien pder Neuseeland müssen sie dann erst mal kommen….

      Jetzt nicht nachzudenken ist ein Fehler den in der 30er Jahren 6 Millionen Juden machten, weil sie hofften, so schlimm würde es schon nicht werden und erstmal finanzielle Verluste vermeiden wollten…

      Mir ist es gleich… lesen sie mal hier:

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=35031

    • Ach ne, TDV.
      Also ich habe, während ich die ersten Zeilen las, nach dem Hinweis auf Werbung oder zumindest das Wort Anzeige gesucht. Der Mann will sein Buch verkaufen und die Nachdenkseiten müssen ja auch irgendwie finanziert werden.

      Richtig, aus meiner Sicht, ist, daß der Westen den ersten Schritt getan hat, das Verhältnis zu Rußland nachhaltig zu beschädigen. Andererseits ist Putin nunmal nicht der lupenreine Demokrat, als den der Genosse der Bosse ihn gern bezeichnet, aus rein eigennütziger Motivlage.

      Aber, Europa ist überhaupt nicht mehr zu einem Krieg gegen Rußland in der Lage, nicht einmal mit den Amis zusammen. Das käme einem Selbstmord gleich, wenn die europäischen Weicheier in einen solchen Krieg geschickt würden. Und von wem denn auch, von den europäischen Politikern etwa, die nicht einmal dazu in der Lage sind, mit den Islamisten in Europa fertig zu werden?

      Davon einmal ganz abgesehen, die Bürger Europas würden sich einem solchen Ansinnen wohl ganz sicher verweigern und Putin ist nicht so dumm, sich derart provozieren zu lassen. Denn am Ende würde es keinen Gewinner geben, nur Verlierer. Mit der Krim hat Putin hoch gepokert, hat im Hintergrund die Fäden gezogen. Dabei kam ihm die Zusammensetzung der Bevölkerung sehr entgegen. Das gilt auch für das Baltikum, dort könnte Putin auch noch zuschlagen, ohne daß der Westen darauf wirklich reagieren könnte und würde. Provoziert wurde er ja auch dort schon genug. Er hätte sicherlich gern die SU zurück, aber nicht um jeden Preis.

      Ansonsten empfehle ich einen Blick auf sonstige „Partner“ der EU. Da man da durchaus zur Zusammenarbeit mit Verbrechern aller Art bereit ist, wird man sich auch mit Putin arrangieren. Letztlich werden die wirtschaftlichen Interessen darüber entscheiden, wann das sein wird. Ein Krieg, auch ein provozierter Krieg, mit Rußland ist in meinen Augen jedenfalls aus einer Vielzahl von Gründen mehr als nur absurd. Es wäre der Gipfel der Dummheit.

      Da ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen kann und ein paar Panzer etc. das auch nicht bewirken können, habe ich die Buchwerbung nicht einmal ganz gelesen. Und was das blödsinnige Geschwafel von Notrationen bei mir auslöst, ist maximal ein Kopfschütteln. Und selbst das war mir noch zuviel bei solch grandiosem Unsinn.

    • Wenn sie meinen....
      … kein Mensch will sie daran hindern so weiter zu machen bisher.
      „Aber, Europa ist überhaupt nicht mehr zu einem Krieg gegen Rußland in der Lage, nicht einmal mit den Amis zusammen. Das käme einem Selbstmord gleich, wenn die europäischen Weicheier in einen solchen Krieg geschickt würden. Und von wem denn auch, von den europäischen Politikern etwa, die nicht einmal dazu in der Lage sind, mit den Islamisten in Europa fertig zu werden?“

      Und sie meinen das würde die Amis davon abhalten einen Krieg zu beginnen, wenn keinen Krieg zu beginnen die Welt-Vormachtstellung in absehbarer Zeit kosten word?
      Nicht Trump, aber Clinton… Sie vergessen auch, dass dieser Krieg nicht in den USA stattfinden wird.

      Die NATO, das ist die USA und was ein Bündnisfall ist bestimmen auch die USA…

    • Selbstverständlich ist alles möglich, TDV.
      Der Blick auf Nord- und Südkorea macht mir da aber deutlich mehr Kopfschmerzen. Letztlich fehlen mir, wie vermutlich fast allen Menschen dieser Erde, wirklich belastbare Informationen über das, was sich da hinter den Kulissen wirklich abspielt.

      Was die USA betrifft, ob Clinten oder Trump das Rennen macht, macht wohl keinen bedeutenden Unterschied. Beide sind Gift für die Zukunft vieler Nicht-Amerikaner. Allerdings, in den USA herrscht schon lange Krieg. Der Meltingpot steht kurz vor der Eruption und auch der Terror kennt keine Grenzen. Und, Innen- und Außenpolitik folgen nicht nur in den USA einem politischen Kalkül, welches von der Wirtschaft, dem Kapital, bestimmt wird.

      Der Bündnisfall lag immer schon im Ermessen der USA, da die USA nunmal die Militärmacht auf dieser Erde sind. Allerdings waren und sind nicht immer alle „Partner“ dazu bereit, alles mitzumachen, was die USA gerne hätten. Sicherlich ein Grund für Obamas vergleichsweise Zurückhaltung, was das Kriegsgeschrei seiner Vorgänger (und möglichen Nachfolger) betrifft. Er wußte, auf Europa kann er sich diesbezüglich nicht verlassen, Engländer und Franzosen waren ja auch eher Statisten bei den Kriegsspielen, ohne die USA nicht wirklich überzeugend.

      Es ist meine feste Überzeugung, daß die USA ziemlich schnell alleine dastünden, sollten sie einen Krieg mit Rußland beginnen wollen. Nur wenn Rußland einen Krieg begänne, wozu ich die mögliche Annektion des Baltikums oder der Ukraine nicht zähle, sähe die Situation anders aus. Bei Putin erinnert eben viel an die Vorgehensweise Hitlers und die damaligen Reaktionen. Ich sehe da kaum einen Unterschied zu heute.

  50. Eine Frage der Situation
    @colorcraze 16:42 – 20 qm Wohnungen sind nicht automatisch Pfusch. Es kommt auf die Situation an. Ich musste mal jede Woche für mindestens drei Tage nach Paris. Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine 20 Quadratmeter große Wohnung genau das richtige ist und viel besser als ein Hotel. Man lebt nicht aus dem Koffer, sondern kann in seinen eigenen vier Wänden seinen Kram lassen.

    • < 20 m2 kann genug sein
      Bei mir war es ein Zimmer im Personalwohnheim eines Krankenhauses.
      Gemeinschaftsduschen, Toilette und Küche. In der Küche gab es ein abschließbares Fach in einem Kühlschrank. Waschmaschine und Trockner die man gegen geringes Endgeld nutzen konnte befanden sich im Keller. Mit dem Telefon im Flur war man erreichbar. Vorteile waren u.a. der niedrige Preis und der Reinigungsdienst für die Gemeinschaftsräume. Das Problem bestand nur darin das man sich die Mitbewohner nicht aussuchen konnte. Für 5 Jahre war das für mich gut genug. – Eine günstige Gelegenheit sich selbständig zu machen. Ein Kollege wohnte dort sehr viel länger da er nach der Ausbildung zum KrPfl Soziologie studierte und eine Teilzeitstelle im KrHs hatte.

    • Tonight, you pukes will sleep with your rifles. You will give your rifle a girl's name....
      Als ich noch jung und schön war…

      da musste ich mehrere Monate in einem ca. 21 qm Raum mit anderen 9 Kameraden leben. Die Toiletten und Duschen auf dem Flur, draußen vor der Tür, eine eigene Kantine und dazu noch ein doller Übungsplatz und ganz viel Spielzeug unten in der Waffenkammer.
      War total aufregend, naja, einige haben geschnarcht, andere gestunken, immer wieder einer masturbiert und man haute sich ab und zu in die Fresse. Aber ansonsten war das ganz dolle, dieses Gemeinschaftsgefühl, diese Nähe, man lernt das Zusammenleben oder nackte Überleben oder so… und freut sich auf die Nächte im Zwei-Mann Zelt.

      Wäre da nicht jeden Morgen um 5:30 dieser Morgenappell gewesen, und die Toilettenreinigung mit der Zahnbürste…….ich würde die Zeit vermissen, echt.

    • An Goodnight - Wege ins Leben
      Das zweifelhafte Vergnügen hatte ich auch. Zum Glück „nur“ max. 6 Personen, allerdings 15 Monate Vollpension. – Ein Teil des Themas preiswertes Wohnen ist ja die Unabhängigkeitserklärung gegenüber dem Elternhaus oder wenigstens der Versuch. Meine Ablösung erfolgte über die Bundeswehr. 15 Monate Wehrdienst, 1 Jahr Arbeitslos und dann als Wiedereinsteller insgesamt 5 Jahre. Danach habe ich erst mit der Ausbildung zum KrPfl begonnen.
      – Das leben in der Kaserne fällt für mich weniger unter wohnen. Meine erste 1 Zimmerwohnung hatte ich allerdings schon als Zeitsoldat. Die hatte aber mehr als 20 m2.

      Da ich kein Abitur habe war es später keine Studentenwohnheim.
      Personalwohnheime der Krankenhäuser können preiswerte Sprungbretter sein. Die müsste man auch in München bezahlen können.

      Das Thema wäre dann noch: Lebenswege oder die Frage wie man sich unabhängig macht. Ich habe einige Leute kennengelernt die als Krpfl mit einer Teilzeitstelle ihr Studium finanziert haben. Darunter Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter und der oben erwähnte Soziologe der sogar später in seinem Beruf arbeiten konnte :-)

      Hierzu ein Witz den er gerne erzählte:
      Trifft ein Soziologe mit Arbeit einen Soziologen ohne Arbeit. Sagt der Soziologe mit Arbeit dem Soziologen ohne Arbeit: Wollen sie Ihre Bratwurst mit Senf oder Ketchup?

  51. Wie ist denn der
    Lebensstil der Rumänen in Essen und Libanesen in Berlin?

  52. Wie man hört,
    geht der Immobilienboom in den Städten zuende. Offenbar kommen immer mehr Menschen zur Vernunft.

    • Vernunft? Echt?
      Ein Immobilienboom beginnt wie jeder Boom dann, wenn Leute nicht mehr für den Eigenbedarf kaufen. Ein Boom, der dann schnell zur Blase wird, definiert sich dadurch dass Leute ihr Geld (oder Kredite) in Objekte investieren, weil sie davon ausgehen, dass sie kurze später, aber noch rechtzeitig, einen Dümmeren finden werden der bereit ist noch mehr dafür auszugeben.

      Vernunft?
      Wo sehen sie denn einen Nachfolge-Markt am Horizont? Womit soll der arme Spekulant denn im nächsten Jahr sein Geld verdienen?

  53. Der Wert, der dem Menschen beigemessen wird,
    korrespondiert wohl auch mit dessen zugestandener Wohnkultur. Und irgendwie habe ich dabei immer die Massen-Nutztier-Haltung vor Augen. Nicht nur das Wohnen betreffend.

    Persönlich lebe ich auch in einem Altbau, leider ohne Stuck etc., dafür aber mit reichlich Abstand zu den Nachbarn. So ein Altbau ist lebendige Geschichte. Im Gegensatz zu modernen Legostein und Styropor Gebilden sind solche Altbauten ja schon fast wie ein Stück Natur. Kleine Schönheitsfehler und Patina erhöhen den Reiz und gehören einfach dazu. Altbauten am Leben und auf dem Stand der Technik zu halten, ohne sie in der Substanz zu entwerten, erfordert allerdings einen gewissen Aufwand und ist nicht immer möglich, was die Unterhaltskosten auf einem doch recht hohen Level hält.

    Dennoch, ich möchte nicht mit den seelenlosen Dingern tauschen, die allenthalben wie Pilze aus dem betonierten und asphaltierten Boden sprießen. Das ist in zwanzig Jahren doch alles nur noch Sondermüll. Vom Wohnraumklima eines Altbaus mal ganz zu schweigen, bietet der Sondermüll doch regelmäßig nur den Schimmelalarm.

    Es scheint mir auch so, daß die desolate gesellschaftliche Entwicklung auch etwas mit den Wohnverhältnissen zu tun hat – oder/und umgekehrt? Jedenfalls hat das Ende der Groß- und auch das zunehmende Verschwinden der Kernfamilie wohl auch etwas mit der Entwicklung im Häusle- und Wohnungsbau zu tun. Wie in Wohnklos, außer durch Unfälle, Familien entstehen sollen, erschließt sich mir nicht wirklich.

    • Reihenfolge begreifen
      Es ist zunächst der ruinierte Begriff von Familie der es gestattet, Wohnklos in Erwägung zu ziehen.


    • Und wer hat die Familie wie, wann und warum ruiniert? War das denn beabsichtigt oder nicht?

    • Aber sie haben es doch geschrieben!
      Es handelt sich um „Massen-Nutztier-Haltung“. Schliesslich haben soich alle marktgerecht zu verhalten, denn diejenigen die die Entscheidungen treffen sind diejenigen die vom herrschenden System profitieren. Es hat sich ja mittöerweile rumgesprochen, dass das kleine Problem des Kapitalismus ist, dass er beständig Wachstum braucht um nicht zu kollabieren. Das war zu Ludwig Erharts Zeiten kein Problem, alle hatten nichts und wollten alles. Heute haben alle alles, also muss die Profite anderswo hernehmen, die Zentralbanken kaufen alles Unrentable auf und auf die eine oder andere Weise wird der Steuerzahler dazu herangezogen, der, wie bekannt, es ja mit sich lassen lässt.

      Noch sind wir halt nicht soweit, dass man von tatsächlicher Verelending sprechen können, aber das Leben in Buden die von ihren Erbauern ja tatsächlich der „Massen-Nutztier-Haltung“ abgeschaut worden sind, sind ein unübersehbarer Hinweis auf die Zukunft.
      Die Zeit naht in der man auch an ihnen, in ihren schönen Altbauwohnung mehr verdienen muss, denn das wird leider immer alternativloser und sytemrelevant ist lediglich die Wohnung, der Bewohner kann gegen einen besser Zahlenden ausgetauscht werden.
      Daran ändert der Besitz einer Wohnung gar nichts… denn die Kosten für den Unterhalt haben, wie sie ja wissen nicht sie, sondern andere unter Kontrolle.


    • Das war eine rhetorische Frage, TDV.

      Wie ist das denn in Japan, welche Gründe gibt es dort, was ist dort mit der Entwicklung der Familie?

      P.S. Da haben Sie hier in einigen Antworten ja mal wieder richtig ausgeteilt. Das hatte ich schon vermißt. ;-)

    • O.M. Familie?
      In Japan?

      In Japan bekommen die Menschen von der Grundschule an beigebracht, dass sie nichts sind, die Nation alles ist. Der japanische Umgang mit seiner Geschichte auf Deutschland sähe so aus, dass nicht die NPD, sondern die ganz normale konservative Regierungs-Partei sagen würde, man habe noch keine wirklichen Beweise für KZs gesehen!
      Der vor einigen Wochen neu beförderte Bildungsminister hat das Recht über Inhalte der Schulbücher zu entscheiden, und so werden die japanischen Verbrecher von 1905 an, nicht drin vorkommen….

      Wenn man genauer hinschaut dann leben hier sehr viel mehr Alte in übelster Armut als man für möglich hält, Obdachlose leben unter ordentlich in Reihen aufgestellten blauen Plastik Planen entlang des Flusses. Sozialhilfe gibt es nur sehr begrenzt, und in solche Lage zu kommen, ist immer eigenes Versagen. Auch die Betroffenen haben diese lächerliche „Kultur“ und „Zivilisation“ dermassen verinnerlicht, dass sie das selber bestätigen.

      Grund der Änderungen ist wohl die neo-liberale Globalisierung, bzw nationale Regierunge die sich deren Regeln unterwerfen. Früher arbeiteten Männer verschiedener Generationen einer Familie für denselben Konzern und ein gewisser Wohlstand war möglich. Heute sind diese Konzerne Teil der Weltwirtschaft und wenn sie nicht sowieso nur mit massiven Geldspritzen am Leben erhalten werden, ist eine Versorgung der Angestellten auf früherem Niveau nicht mehr möglich. Wie in DE auch, sinkt also die Sicherheit, damit die Bereitschaft zu Heiraten und Kinder in die Welt zu setzen. Die Konsequenzen solcher Überalterung sind bekannt….

      Zwei Artikel die das besser als ich sagen

      http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201609140062.html

      http://www.asahi.com/ajw/articles/AJ201609090047.html

    • Das deckt sich mit meinen Erkenntnissen, TDV.
      Die Keimzelle der Gesellschaft, die Familie, wie sie einst bezeichnet wurde, wurde systematisch Wirtschaftsinteressen geopfert. Der Rückzug aus der Gesellschaft wird auch durch die Zahl der Nichtwähler deutlich. Die Vereinsamung manifestiert sich in Wohnklos, wobei die in Japans Städten ja zunehmend nur noch Kabinen in Schlafwagen ähneln sollen. Und daß jeder seines Glückes Schmied ist, vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann, diese Einstellung ist ja auch hier nicht auszurotten und insbesondere von den „Versagern“ der Gesellschaft längst verinnerlicht. Wie sonst wäre eine Agenda 2010 überhaupt möglich gewesen. Der Protest in Japan nach Fukushima kam ja einer Kulturrevolution gleich, blieb aber weitestgehend erfolglos. Es wird spannend sein, zu beobachten, ob die Jugend nicht nur in Japan doch noch einmal auf die Barrikaden geht, um die verkrusteten Strukturen aufzubrechen.

      Allein, ich habe da so meine Zweifel. Vielleicht müssen die Alten doch noch einmal ran.

    • News of the day
      Heute morgen gab es gerade mal wieder einen Artikel zu einem kleinen Teil dieses Thema, der aber recht realistisch ist

      http://www.japantimes.co.jp/news/2016/09/15/business/signs-graying-japan-pensioners-gym-shortage-denture-experts/


    • Die Jugend hat halt (noch) andere Interessen. Zum Teil führe ich das auf die Massenverblödung durch Medien und Netz zurück, da diese ein Leben in Luxus ohne jede Anstrengung verheißen. Daß nicht jeder das nötige Vitamin B hat, um auch ohne jede Qualifikation in gut dotierte Pöstchen zu gelangen, daß nicht jeder ein Beatle, ein Supermodel oder ein Blödelbarde werden kann und wird, daß nicht jeder mit YouTube erfolgreich sein wird, daß es auch Menschen gibt, die nicht zu Höherem berufen sind, das kommt in der Welt des schönen Scheins so gut wie nie vor, man will ja keine schlafenden Hunde wecken.

      Wenn diese Scheinwelt dann als real betrachtet wird, was ja bei soviel pausenloser Suggestion nicht ausbleiben kann, dann zerstören die unvermeidlich harten Bruchlandungen in der Realität auf Dauer jede Gesellschaft.

      Der Jugend kann man diese manipulierten Träume nicht vorwerfen, die Alten aber sollten es besser wissen und solche Träume nicht auch noch fördern. Auch so gesehen ist es nicht sehr verwunderlich, daß von der Jugend nur noch so wenig zu erwarten ist, sieht man von generell sehr leichter Manipulierbarkeit einmal ab, die bestenfalls in Opportunismus, schlimmstenfalls in Gewalt endet.

    • So ist es halt, TDV,
      wenn die Familie dem hochgelobten Individualismus und der zielgerichteten Selbstoptimierung im Sinne der Wirtschaft weichen muß. Dann endet das bei in Wohnklos dahinvegetierenden empathieunfähigen Egomanen.

      Wenn Sinn und Zweck des Lebens nicht mehr das Leben sind, dann vergreist die Gesellschaft. Vielleicht hat Schäuble das ja gemeint, denn die Freude am Sex ist bei den Flüchtlingen ja scheinbar ungebrochen. Schließlich leben auf der Erde ja genug junge Menschen, die dieses Problem sicherlich gerne lösen würden. Es müssen ja auch keine Japaner oder Deutschen sein.

      Ob solche Studien aber wirklich die Realität wiederspiegeln? Sind die Japaner so offen, daß sie wahrheitsgetreue Angaben machen? Spricht man in Japan denn offen über Sex? Ich fürchte, so ganz kann man solchen Studien und Umfragen denn doch nicht trauen.

    • Titel eingeben
      Es iszt einfcher wenn sie all diese Meldungen einfach erst mal so nehmen wie sie sind.
      Glauben sie wenn man ein paar Jaare in Japna gelebt dann dämmert einem auf einmal, dass das Land NICHT DAS GERINGSTE mit dem zu tun hat, für das man es in Europa hält. Unsere Meinungen zu Japan sind uns durch Medien ankonditioniert worden, in denen der eine vom anderen kopiert ohne dass in der Kette auch nur einer wirklich wüsste von was er spricht. Hier gewinnt die Partei Wahlen, die am lautesten plärrt, dass Japan an nichts, was in dem Krieg von 1905 bis 1945 passierte, Japan irgendwelche Schuld hätte. Fast KEINER spricht hier eine Sprache ausser Japanisch, also auch keoin englisch, alle Informationen die die Leute über den Rest der Welt besitzen stammt von offiziellen Stellen, bzw von den die rechts-nationalistische Regierungen unterstützenden Medien.
      Noch ein beispiel für SIe

      http://www.japantimes.co.jp/opinion/2016/09/17/editorials/preventing-youth-suicides/

      JEDEN einzelnen Tag bringt sich ein Schulkind unter 14 um, weil es von anderen Schülern gemobbt und terrorisiert wird, während die Lehrer und andere zuschauen….

    • Das wundert mich alles nicht, TDV.
      Richtig ist, Japan ist nicht nur für mich ein blinder Fleck. Für mich ist die Stellung des Kaisers, der verlorene Krieg, Kamikaze usw. Ausdruck einer in der Vergangenheit gefangenen Kultur ohne persönliche Freiheit. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

      Wenn ich so an meine Schulzeit zurückdenke, in der es keine Sozialarbeiter, Psychologen und Sicherheitsdienste an Schulen gab, in der Eltern und Lehrer das Heft des Handelns noch abseits der Kultusministerien in der Hand hatten, die allerdings auch damals schon recht experimentierfreudig waren, dann komme ich immer wieder auf das Ende der Familie im traditionellen Sinne, womit nicht die starre Rollenverteilung gemeint ist, zurück. Der Schule allein die Schuld für die Entwicklung zuzuweisen, geht in meinen Augen fehl. Da macht man es sich einfach zu einfach.

      Die Suizidgefährdung von Kindern ist in meinen Augen vor allem ein Zeichen gestörter Familienverhältnisse. Wenn die Familie als sicherer Hort für Kinder wegfällt, dann ist eben alles möglich, Suizid oder IS, die Spannbreite der Möglichkeiten ist unendlich.

  54. Das klingt
    ja wie aus dem Kommunistischen Manifest. Sie sind ein verkappter Marxist – offenbar auch ähnlicher Herkunft, gute Familie, Immobilien, mit dem Unterschied, dass der wie seine ganze Familie noch viel hedonistischer gelebt hat als sie.

  55. Hat man je den Geist derart neutralisiert erlebt?
    [Nichtmal in der total verschlammten Londoner Bude von Marx]

    Ja. Ohne Ende. Schon vor der Jahrhundertwende.
    Oder: die Riege der ExDDR. Ein ununterbietbares Schauspiel? Ödester Gesichtsflächen. Wie war denn so etwas überhaupt nur denkbar?

    De-Stabilisierungsinitiativen einer kleinen Gruppe Auserwählter. Das eine Prozent, wie immer mal wieder au passant die Medien berichten, hat das GroßeGanze der Welt im Blick. Nicht die CIA oder so. Zum Bleistift hat sich William „Bill“ Henry Gates III mit seinen engen Freunden (Warren Buffett, David Rockefeller, Ted Turner u.a.) bei Tee und gutem Wetter, auch viel über die Zukunft der Welt unterhalten. Die Einflußsphären dieser vermeintlichen Eliten sind für durchschnittliche Wähler eh nicht nachvollziehbar.

    All die Stiftungen dieses Clubs schieben nicht eben kleine Beträge an Adressaten, von denen es heißt, sie seien die Guten. Also, die, die Existenzen Vieler besser zu machen behaupten. Derart vage Infos mit der angeschauten Realität in Deckung zu bringen, ist nix für rudimentäre Minijobber, da müssen schon akademisch disziplinierte Hardcorerechercheure ran.
    [ A: Du bist ja so fleißig! B: Muß ja!
    Das anschließende EndlosPalaver wie Flageolettton B: Ja, genau so isses ]

    https://www.lektorat-unker.de/jobs/rechercheur
    http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/die-zukunft-der-menschheit-eugenik-und-genozid/

    Asymmetrischer Kopf(bürger)krieg: da muß man nur die Unzufriedenheitsschwelle der breiten Wahrnehmung … also auf längere Sicht …ganzheitliche Demontage ethisch/moralischer Orientierungen… administrativ ist da vieles machbar… Werte /Qualitätsscalen absenken durch bodenlose Demotivationen, everything is broken, ganz leicht mit peniblen Einnahmen-Ausgabenkontrollsystemen privater Haushalte, ökonomisch, habituell fußkugeln, Bewegungsradien erschweren… Demoralisierung durch Entfremdung, durch Scheindiskurse, gezieltem Widersinn (fuzzywording/ sharppicturn) … run Sister run, … Verrohung von Gesellschaftsschichten, die dann auch mit Gewaltsituationen emotional klarkommen (subversiver Optimismus) …

    von Wildschweinen (Sus scrofa) umgepflügte Waldwege, heißt nicht, da gebe es den Tierschutz oder zu wenig Finanzen für Schrotpatronen, das bedeutet Vorsorge für den BlackOut und outdoorgeübten Kochtopf …

    Wovon träumen eigentlich U70Augenmenschen?
    Von sexy BurkiniträgerInnenFaltenwürfe ohne Tragetasche? //The Model das Kraftwerk// Oder großspannige Afro-Single-Bodys ohne alles?
    Stoß- äh, Schoßgebete?
    Vorher jedoch die innovative TV-Energiewende: runtergedimmte 3Watt-Birnen machen keine Kerze. Aber moderne Arbeitsplätze.
    Das bekommt sogar der Ü80Halbschlaf mit.

    Wenn ein Herr Prantl sich in die Runde setzt und dauerlächelnd behauptet, ihr Vorgänger, der Schröder, hätte mehr Format gehabt, unangenehme Entscheidungen durchzuziehen.
    Ist der Ausschaltknopf attraktiv. Intelligent sind ja viele, auch schlau.
    Und was ist mit der flatulenziösen Zudringlichkeit, mit der uns prominente Visagen, – sagen wir in Prechtsendungen, vor Augen geführt werden? Ein hochgezoomter HonorarPhilosoph mit einem Gegenüber, – beide in einer Lichtsinfonie für Bettpfosten getaucht. Manch einer sieht seinen Intimpartner nicht mal so aus der Nähe. (Wegen lauchiger OralAerosole?). Traue keiner Visage, die du nicht ertragen kannst.

    Traue keiner Behausung dessen Fenster du nicht ertragen kannst.
    Platz kann man nicht genug haben, es ist doch gar kein Problem sich breit zu machen.
    Alles unter 50 qm für ein Fußpaar mit Denkvermögen ist inakzeptabel. Wer auf das Verkäufer-Geschwafel solcher Kerker auch nur einen Cent veranschlagt, spricht auch gern über Geschmack ohne ihn zu haben.
    Da werden lediglich zukünftige Adressen für Eillieferungen von Apotheken und Notärzte weitergebaut.

    Über die Leistungsfähigkeit schweren Baugeräts wird viel zu wenig nachgedacht, stattdessen hohl mit Merkellantismen paroliert.
    In Berlin gibt es z.B. Wohnhäuser unmittelbar vor S-Bahnverkehr. Es bleibt ein Rätsel wieso diese immer noch nicht rückgebaut wurden.

    Die Zukunft gehört ganz klar Abbruch-Innovationen: jede Menge Plattenbauten bzw. Wohnkasernen, eine Unzahl von Nachkriegsgemäuer und jämmerlichen Neubauten warten auf euphorisch gestimmte Köpfe, die über die gegenwärtige Autorität von Stümpern ebenso erstaunt sein werden wie einige jetzt schon.

  56. Comfortappartements mit 21m2
    Bei dem Objekt handelt es sich um eine Seniorenresidenz, nehme ich an. Wenn nicht, dann kann man es durch das Anbringen eines entsprechenden Türschildes dazu machen – praktisch für die Investoren!


  57. Ansonsten: Spinat! Echter Spinat! – Ich meine Bild 10. Das mit dem grünen Muster.

    Es gab mal eine Zeit, sie muß so um die Jahrhundertwende gewesen sein – und farbentechnisch hielt die bis in die 1960er an – da verwendete man Chromdioxyd stumpf (so sagt meine Erinnerung über die Beschriftung des Pigmentbehälters).
    Es sollen auch Eisenbahnen lange in diesem Grün lackiert worden sein.
    Die malermäßigen Wandgestaltungen erfolgten mit Mustern, die mit Pinseln, Pausen und später Rollern aufgetragen wurden.
    Wohl in den 1920ern kam der Sockel mit dem Abstandsstrich auf, und hielt sich jahrzehntelang.
    Die Muster zur Wandgestaltung in der Zeit davor waren vor allem in den Küchen oft, tja, Chromdioxyd stumpf.
    Keine Farbe, die mir wirklich gefällt.
    Zwar habe ich viele Grüns gern, aber dieses Grün – äh, näh.

    Chromdioxyd feurig – das gibts auch – ist eine schöne Farbe.
    Aber Chromdioxyd stumpf ist halt einfach ein optisches Elend, bei dem ich froh bin, daß es überwunden ist.

  58. Die große Desillusionierung
    Erneut ein großes Kompliment für Ihre Themenwahl und die Klarheit der Abhandlung! — Wie kommt es, daß die heutige Generation eine so dramatische Verschlechterung der Lebenschancen und des Lebensstandards nicht nur klaglos hinnimmt, sondern sogar noch den amtlichen Statistiken glaubt, die allerorten nur Verbesserungen vermelden? Die Generation, welche in der alten BRD die beruflichen Weichenstellungen vornahm, hatte eine realistische Chance zur Gründung einer Familie (also mit Kindern), und ein „Haus im Grünen“ zu erlangen. Dank des kontinuierlichen Wachstums wurden auch die Nicht-Ganz-Spitzenleute dazu befähigt. — Heute dagegen? In den Wohlstandszonen wie München sind die Immobilien auch für den tüchtigen Normalmenschen unerschwinglich, dort wo’s billig ist, fehlen die Verdienstmöglichkeiten. Das Resultat sind Ihre Wohnlöcher. „Nichts wie weg“ ist nicht zufällig das erfolgreiche Motto eines Reiseveranstalters.— Das Tollste ist m.E., daß das moderne Journalistenprekariat diesen Zustand auch noch verherrlicht und jegliche Ansätze, den aktuellen Zustand zu hinterfragen, mit einem Bannfluch belegt. Die AFD tut deshalb so weh, weil sie unsere Illusionen in Frage stellt: Euro? Krim? Strompolitik? Migranten? – Der entscheidende Punkt ist nicht, ob die AFD recht hat, sondern daß sie die Illusionen der Getäuschten in Frage stellt. — Ein Fall aktueller Illusionszerstörung anderer Art ist die Pneumonie Hillary Clintons. Bei alten Menschen (sie ist 68) mit Risikofaktoren (bei ihr nicht genau bekannt) und besonderen Belastungen (sehr hoch) ist eine Lungenentzündung ein ernste Erkrankung, auch wenn sie selber das wohl noch nicht wahr haben will. Folge: Die Chancen Trumps steigen erheblich. Trump als US-Präsident ist aber für unsere Journalisten unerträglich. Also quält man sich mühsam an die neue Realität heran – ein beobachtenswerter Vorgang.

  59. Blase
    Irgendwann, wenn alle Leute ihr Geld in Immobilien angelegt haben, kommt die Zinserhöhung, und dann kracht’s. Ich weiß nicht, ob ich mich darauf freuen soll oder nicht. Jedenfalls würde es danach etwas leichter für die Übriggebliebenen.

  60. Wachsende Blase?
    Wenn’s kracht wegen der Zinserhöhung, die irgendwann anstehen könnte, dauert’s dann ein Jährchen, und dann purzeln die Preise. Es wird längere Gesichter geben und vielleicht plötzlich wieder bezahlbaren Wohnraum.

    • Wenn die Blase platzt
      freuen sich diejenigen, die flüssige Mittel verfügbar halten, da sie dann preiswert Immobilien erwerben können.

      Ein Bankmitarbeiter, zuständig für Immobilienfinanzierungen sagte mal, diese Bank ginge davon aus, ein Drittel aller Immobilienfinanzierungen würden platzen.

      Vielleicht werden es in wenigen Jahren mehr sein.

  61. Das war die Folge
    von: Du schreibst zu schnell oben, zweimal fast dasselbe, nochmal verfasst.

  62. 20 qm zu € 500+
    Ein Niedriglöhner, Bafög-Student oder ein Aufstocker kann sich solch eine Minibude nie und nimmer leisten. Also liegt die Zielgruppe keineswegs am unteren Ende der sozialen Skala.

    Vielleicht sind das, was hier schon erwähnt wurde, Wochenend-Pendler, oder Singles, die auf einem befristeten Vertrag beschäftigt sind und sich nicht trauen, eine größere Wohnung zu mieten, wegen des Unsicherheitsfaktors.

    Das ist doch die Situation der heutigen Arbeitnehmer, auch vieler Akademiker.
    Bei unserer jüngeren Tochter läuft das so: 1. Vertrag für Probezeit 6 Monate; 2. Vertrag für 2 Jahre einschl. Probezeit aus dem ersten Vertrag = neuer Vertrag 1 ½ Jahre; 3. Fester Vertrag.

    Ein neues Geschäftsmodell zur Maximierung der qm-Miete. Es gibt keinen Ärger mit Kindern oder Haustieren. Minimale Kosten für eine Küche und das Bad. Anlehnend an Nouvelle Cuisine von Paul Bocuse: möglichst wenig Essen auf dem Teller zu möglichst hohen Preisen –> möglichst wenig Platz zur maximalen Miete. Könnte man „Bocusierung“ des Wohnungsmarktes nennen. ;-)

  63. Titel eingeben
    Zu der Hillary würde ich gerne mal was loswerden, wenn der Hausherr mir gestatten wollten, weil es mich wirklich extrem nervt, wie sich die deutschen Medien hier sklavisch an das vom Clinton-Wahlkampfteam herausgegebene Narrativ der Mainstream-Medien der USA halten …

    Frau Clinton scheint eine schwere Form von Parkinson zu haben, es spricht doch sehr vieles klar dafür, man braucht für diese Schlußfolgerung im Übrigen weder einer Verschwörungstherie anzuhängen noch eine Abneigung gegen die Dame zu haben. Die Pneumonie als Folge dieser Erkrankung (gerade auch in Hinsicht auf die bekannten, extremen Hustenanfälle) ist quasi das sichere Zeichen für baldiges Ende der gesundheitlichen Fahnenstange, das übervergnügte Theater für die Medien vor dem Wohnhaus der Frau Tochter 90min nach dem Vorfall gestern paßt auch beängstigend gut ins Bild, da hat dann die wohl rasch und zielsicher verabreichte Medikation wieder gegriffen, was sehr flott geht, auch klassisch für schwere Verlaufsformen von Parkinson, die gesundheitliche Achterbahn, in einem Moment denkt man es ist das Ende und eineinhalb Stunden später, nach Gabe entsprechend starker Medikamente, wirkt sie wieder wie das blühende Leben, wie aus dem Lehrbuch. Und das, nachdem die Frau zuvor wirkte als wäre ihr letzter Auftritt gekommen, sie von ihrer Ärztin und einer weiteren Frau gestützt an einem Sicherheitspoller lehnte, dann, von zwei weiteren Männern gestützt im Versuch, sie rasch in den Wagen zu bekommen wackelte wie ein Pudding auf Urlaub, auch ihre Beine offensichtlich überhaupt nicht mehr bewegen konnte, die Füße klar hinter sich herschleifte, dabei einen Schuh verlor und sowieso zusammengesackt ist wie ein nasser Lappen, als sie in den schwarzlackierten Notfallwagen gehievt werden sollte, derweil bei dieser Aktion also fünf bis sieben Leute mit Müh und Not verhindert haben, daß sie auf der Wagenkante aufschlägt und ihr Sicherheitspersonal sofort einen Sichtkordon bildete gegen mögliche Filmer, der so derart alltäglich, routiniert und perfekt wirkte, daß man annehmen darf, daß ihre Leute diese Art Situation auch nicht zum ersten Mal erlebt und gegen allzu neugierige Blicke abgeschirmt haben.

    Ich würde denken die hat definitv fertig. Selbst die Washington Post hatte heute das eine Video auf der Titelseite. Mediale Beerdigung, auch noch von der eigenen Seite, sozusagen. Obwohl ja noch (angebl. vom Clinton-Wahlkampfteam) massiv versucht wurde, die beiden Filmchen einzufangen, inkl. wilder Löschungen bei YouTube. Danach hieß es dann, alles abseits von angeblichen Hitzeproblemen sei verschwörungstheoretischer Unfug. Und dann kam die Pneumonie-Ausrede. Blöd nur, wenn man mit Pneumonie (angebl. ja schon seit Freitag) dann ein kleines Mädchen herzt, was die Leute schwer irritiert, da alle ja an die „normale“ und üblicherweise hochansteckende Pneumonie denken, die ihnen medial vorgemacht wird, die Frau aber nach Diagnose am Freitag dann am Samstag noch Interviews gibt und Galas der ganz reichen Sponsoren besucht und zu allem Überfluß am Sonntag noch an den Veranstaltungen zum 11. September teilnimmt. Nächster Dreh waren dann heute die Absagen wichtiger Wahlkampftermine, es ist also ernst. Also das Ding ist gelaufen, selbst wenn die Frau irgendwie halt trotzdem weitermacht, die Pharmakologie ist ja da sehr hilfreich heutzutage, zumal wenn die Mittel vorhanden sind, bis hin zu den blauen Spezialgläsern von Zeiss in Sonnebrillenform zum Schutz vor fokalen Anfällen (Blitzlichter, zu schnelle Bewegungen anderer, etc.).

    Die Frau ist ausgerechnet bei der 15-Jahres-Zeremonie zum 11. September in New York zusammengeklappt wie ein nasser Sack und dabei gefilmt worden, sowas ist die ultimative Totalkatastrophe und das mediale Todesurteil für jeden POTUS-Aspiranten. Man kann da drumherumreden, aber ich denke mal, daß die Nummer durch ist, zumal der Medienspin deutlich stottert und heute in den USA aus Kreisen der Demokraten selbst schon das Wort vom Ersatzkandidaten die Runde machte.

    Und jetzt werden ihre Leute halt noch den letzten Spin durchziehen, daß der Trump auf dem unverschuldeten und gar schweren Leiden der unter anderen Umständen selbstverständlich siegreichen Hillary ins Oval Office geraten könne, der üble Kerl.

    Mal sehen, was diese Woche da noch kommt, Trump will ja am Donnerstag im TV seine Krankenakte vorstellen.

    Von alledem abgesehen verstehe ich nicht so ganz, worum es hier diesmal eigentlich geht, Beschreibungen von ganzen „Wohnungen“ in der lächerlichen Größe von nicht einmal der Hälfte der Fläche meines ohnedies schon beengten Salons wirken dann doch eher äußerst befremdlich auf mich, pardon. Wo bitte bringen diese Leute, von denen da oben die Rede ist, denn bloß ihre Globe Wernickes und ihre Silberbuffets unter? Also ich weiß ja nich …

    • JHM, Die Videos waren erschreckend
      die Frau war ja gar nicht mehr bei Sinnen. Im übrigen sieht sie auch im Gesicht arg verquollen aus, die rechte Gesichtshälfte scheint geschwollen zu sein.

      Wie auch immer, ein Kollege hat eine Pneumonie im Büro „auskuriert“, es war grad so viel Arbeit da, mit dem Erfolg, anschließend schwerst herzkrank und voller Wasser zu sein.
      Zwei Jahre später starb er beim Moto Guzzi-Treffen einen einsamen Tod im geliehenen Zelt. Der Veranstalter wunderte sich montags über das einzelne kleine Zelt auf dem vom Regen völlig durchweichten Gelände.


    • Wenns danach geht, hätte es Präsidentschaften von Roosevelt (Rollstuhl) und JFK (Krücken) nie geben dürfen.
      Hat es aber.
      Damals wurden die Mächtigen noch nicht auf Schritt und Tritt abgefilmt, bzw. die Presse hielt dicht…

    • Ein Skandal
      Ist natürlich ganz furchtbar, dass jemand krank ist und dann noch arbeitet und so tut als ob alles okay sei. Dass tut in Deutschland gar niemand nie, gell. lol

      Warum hat sie nicht schon vor Jahren erklärt, dass sie am 9/11 2016 eine Lungenentzündung bekommen könnte. ;-) Soo intransparent, die böse Hillary.

      Das ganze Gefasel über den Vorfall ist absoluter Quatsch, und ich hoffe, dass sie gesund wird, damit Trump keine Chance hat.

    • Gravity can cross the dimensions, including time.
      Wenn die Demokraten jetzt noch einen gemäßigten, bekannten Ersatzkandidaten aus dem Hut zaubern, dann hätten sie noch eine Chance.
      Die Mehrheit will weder Trump noch Clinton. Ein dritter Kandidat wäre da eine Alternative, für alle.

    • @ Tamarisque....,
      …ich schließe mich an. Es ist ein Mörderjob. Wie oft war Helmut Schmidt nach eigenen Aussagen krank und keine hats gewusst.

      Haben Sie schon gesehen?

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/club-of-rome-bericht-fordert-belohnung-fuer-kinderlose-frauen-a-1112145.html

      Das gefällt mir, in der Hoffnung, dass Erdogan dann ruhig 5 Kinder von jeder Muslima fordern kann und der Oberhirte in Nigeria 8.🍸Prösterchen.

    • Nun fällt Bill seiner Frau auch noch in den Rücken
      das sei ihr schon mehr als einmal passiert, sie arbeite ja auch wie ein Teufel
      https://www.welt.de/politik/video158121093/Das-ist-ihr-schon-mehr-als-einmal-passiert.html

      Wenn man Mann mal braucht, kommt das dann dabei heraus…

    • Die machen das schon, die Amis....
      Die Amis hatten zu unseren Zeiten bereits zwei Präsidenten, Reagan und Bush, ohne jegliches Hirn, da werden sie einen dritten jener Spezies wie Trump, oder eine Dame mit den beginnendem Gehirnschaden auch überstehen.
      Ich weiss es gibt ja leider sehr, sehr viele die angesichts des „Wirkens“ des Herrn Obama nicht das geringste über US Politik dazu gelernt haben und immer noch glauben die US Politik würde im Weissen Haus gemacht…

    • Aber nicht doch TDV
      das global office ist nur ein Showroom, mehr nicht.

      Ich las bei James Risen, wie man Bush zum Irak-Krieg gebracht hat, Rumsfeld und Freunden bei der CIA und anderswo sei Dank und sie werkeln immer noch.

    • colorcraze,
      Recht haben Sie mit den Paparazzi.

      Den anderen Teil ihres Beitrages allerdings finde ich unüberzeugend. Schäuble sitzt im Rollstuhl, und Rollstuhlsitzen macht noch überhaupt keinen Nicht-Präsidenten. Und Krücken noch weniger. Hofer, der zukünftige Präsident von felix Austria geht am Stock. Literal.

      Jemand, der zusammenbricht, wenn er zum Auto geht, und aussieht wie das Leiden Christi, mit einer angeblichen Lungenentzündung, da gibt es schon andere Erwägungen. Und das kann ich voll verstehen, im Gegensatz zu einer rein körperlichen Behinderung.
      Da sollte man schon mal besser die Krankenakte genau konsultieren, bevor man diese Person zur mächtigsten Person der Welt wählt.

    • Renate....
      Global Research hat gerade heite morgen einen Beitrag zu dem lächerlichen Spektakel der US Wahlen….

      http://www.globalresearch.ca/cutting-the-cords-of-empire-the-spectacle-of-us-elections/5545649

    • Über doe Datenmanie der Amerikaner, bei denen man alles ins Netz stellen muss, sollte man auch mal schreiben.

    • Danke TDV
      Das Mutterschiff vermeldet heute, Hillarys Ärztin meine, die Dame sei weiterhin fit genug. Wenn das ausreicht, na ja.

      Und zu Donald meint man, er sei mit seinen 121kg zu dick. Der Mann ist nun einmal groß und stämmig, zu meiner Zeit sagte ich zu so etwas, ein Mann zum Ranschmeißen mit Anlauf, den haut nix um. Allerdings wäre Donald trotzdem nicht mein Typ gewesen.

    • Wer war nochmal Vize unter Hillary?

      Allerdings wirkt Trump auf mich schon länger krank. wie wäre es mit Bernie Sanders?

    • Bernie Sanders?
      Vor Monaten dachte ich noch, na ja, so unvernünftig klingt das alles nicht, wie man halt als ziemlich rote Socke so denkt. Entsprechende Kommentare im Mutterschiff wurden aber sowas von netten Mitforisten beanstandet…
      Aber nachdem Bernie Hillarys Positionen übernommen hat, hat er sich doch selbst ins Aus geschossen.
      Gute Frage Don, wer ist Vize unter Hillary, ich habe keine Ahnung, aber halt, wozu haben wir die Suchmaschine. Tim Kaine… und nun? Die NZZ sagte dazu: Hillary Clinton hat sich entscheiden: Der Senator aus Virginia Tim Kaine soll ihr «running mate» werden. Dieser wird zwar kaum mehr Enthusiasmus unter den Wählern auslösen als Clinton selbst. Doch mit der Wahl grenzt sie sich klar zu Trump ab.

      http://www.nzz.ch/international/praesidentschaftswahlen-usa/us-praesidentenwahlen-2016-clinton-holt-sich-tim-kaine-als-vize-an-ihre-seite-ld.107192

      Kaine ist gegen Abtreibungen, das wird den Frauen nicht gefallen, dafür aber 10 Jahre jünger als Hillary…

    • Titel eingeben
      @Renate

      Der zu erwartende Gag in den US Medien, die ja alle aus Eigeninteresse unbedingt Trump verhindern wollen, kann man auf CNN gut beobachten. Da kommen mehrere Experten zu Wort die darauf hinwiesen, wie gefährlich es für Amerika sei, wenn ein Präsident übergesichtig ist.
      Nach all den Monaten hat man nach wie vor nicht ein Argument für Hilary, in dem nicht das Wort Trump vorkommt….
      Am Interessantesten finde ich, wie gelassen die Welt hinnimmt, dass der nächste Präsident der USA, angesichts der Lage, auf jeden Fall ein eigentlich für jeden normalen Menschen völlig undenkbares Mitglied unserer Spezies ist.

      Ohne es zu wissen, lauter kleine Wotans überall, die resigniert das Ende erwarten?

      @Don

      Bernie hat ja genau dem Grunde seine Kandidatur bis zum letzten Tag durchgezogen. Aber wie wir ja wegen Schulz-Wassermann (wer ist eigentlich widerlicher, die, oder Hilary?) mittlerweile wissen, wird die Demokratische Partei Bernie auch ein zweites Mal verhindern. Ich habe Vorauswahl der Kandidaten vor einiger Zeit schon mal wo gesehen und Bernie war natürlich dabei…
      Er würde ohnedies eine noch grössere Enttäuschung als Obama, da er gegen die beiden Häuser nicht ankommen kann.

    • Ich ein Wotan, aber Tyler
      Resigniert das Ende erwarten… ach was, jedenfalls nicht durch Hillary oder Trump. Der übrigens mit 190 cm 107 kg wiegt, ich finde das normalgewichtig. Wurde gestern Abend aus seinem Arztbrief berichtet.
      Ich sagte nebenan im Bergfahrerbeitrag Passo Continue des Don, dass Männer mit der Statur für mich früher sehr anziehend waren. Um den Hals fallen mit Anlauf, ohne Gefahr zu laufen, dass Mann umfällt. Je größer und breiter, desto besser.

      Aber Bernie ist ein Träumer und ein bisschen Spinner, nicht durchsetzungsfähig wie Hillary. Stimmt es eigentlich, dass die früher ihren Bill vertrümmt hat? Er soll fürchterliche Prügel von ihr bezogen haben, so dass man schon überlegte, ihn vor ihr zu schützen. So schaut sie aus, passt in die neue Statistik, dass immer mehr Männer von Frauen misshandelt werden. Sollte der Don auch mal in Bezug auf die Gendertröten in Betracht und seine Schlüsse ziehen.

    • Neues für kleine Wotans wie uns
      Von neiner recht verlässlichen Webseite:

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=35031

    • Den Eindruck habe ich schon länger, lieber Tyler
      das Gekläffe der Nato, Asmussen fing im letzten Jahr seiner Amtszeit plötzlich an, den wilden Mann zu spielen, Stoltenberg macht munter und schlimmer weiter, dazu all die anderen Dinge, deren Summierung wirklich nur den Schluss zulassen, dass es auf einen Krieg hinausläuft.
      Wie sonst sollen alle von ihren Schulden runterkommen, die Wirtschaft läuft nicht rund, Wachstum, welches Wachstum, es muss also irgendwie generiert werden, es ist immer und überall das gleiche Spiel, es war noch nie anders. Die Gewinner stehen fest, also auf in den Kampf gegen was auch immer.

    • Titel eingeben
      Die wirtschaftliche Lage scheint halt so zu sein, dass man, mit was auch immer, von ihr ablenken muss…

      Hab heute mal eine sehr detaillierten Befund zur Finanzwelt gelesen, der uns doch einige Schlupflöcher zum hoffnungsfrohen postiv denken verbaut. Die Quelle ist zwar nicht gerade populär, aber leider ist die Schere im Kopf ALLER Medien des Landes mittlerweile so pausenlos beschäftigt, dass Sinnvolles zum Thema Finanzmarkt sonst nirgendwo mehr zu finden ist.
      Wer sein Geld wie Don in Silberkännchen, Rennrädern, Gemalden und italienischen Delikatessen anlegt, der macht es richtig. Aber viele wird es ein böses Erwachen geben….

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/09/17/alles-falsch-gemacht-der-grosse-crash-rueckt-naeher/

      Die Indizien lassen sich leider nicht bestreiten.

  64. Von wegen "du schreibst zu schnell"
    So schnell kann einer gar nicht schreiben, wie hier die intellektuellen Fassaden bröckeln und Mauern einstürzen. Das 9/11 des kritischen Geisteslebens, wenn gar die Twintowers Habermas und Henscheid in blasierten Kommentaren zu der Sorte klebrigen Staubs aerosolieren, die sich derzeit überall sichteinschränkend breitmacht.

    Wat nu?
    Auswandern? religiös werden? Klöster gründen? die Cognac- und Whisky-Vorräte wegsaufen? sich technisch auf die Krise vorbereiten? nach robusten Mandaten rufen? Wahlen boykottieren? die abgemarxte Sozialismusleiche reanimieren? Abos abbestellen? wahlweise die Zivilgesellschaft oder das Weltenende ausrufen?

    Willkommen in der Wirklichkeit der auf diesem Planeten lebenden Mehrheit! Wohnung, Wasser, Strom, Kühlschrank, Essen, Heizung, Spülklo und Netz-Zugang bilden nicht länger Selbstverständlichkeiten, sondern teuer bezahlte Privilegien, ähnlich wie Jobs, die in weiten Teilen der Wirtschaft Schritt für Schritt überflüssig werden. Wer einen hat, bewegt sich gerade noch diesseits der osmotischen Trennmembran zwischen Zivilsation und Barbarei, die Abstiegsfurcht ständig im Nacken. Existenzformen hart am Rand zur Sklaverei, wie der Gastgeber mit klarem Blick beobachtet.

    Ob’s was hilft?
    Soll es doch gar nicht! Die Sehnsucht nach kathartischem Untergang und der damit verbundene, neurotische Kitzel wollen in einer Gesellschaft des larmoyanten und dekadenten Selbstüberdrusses in jeder denkbaren Weise bedient sein.

    Es mag deshalb keine Kunst darin liegen (Kultur schon gar nicht), die – neben den bereits deprivierten – zunächst mal im Rutschen begriffenen Schichten dauerhaft in Angst und Schrecken zu versetzen, aber in dieser Bedrohung offenbart sich das zweifellos historische Merkelmal der Epoche.

  65. Titel eingeben
    Wegen der explodierenden Preise für Wohnraum in „richtigen Häusern“ habe ich mir mal die aktuellen Preise für ISO-Wohncontainer angesehen. Also: eine Wohnzelle im 20 ft.-Container plus einer Küchen- und Nasszelle auf insgesamt 29,72 Quadratmetern mit allen Einbauten würde rund 12000 Euro kosten. Jetzt muss man natürlich den Bodenerwerb berücksichtigen. Der Quadratmeter kostet in Ostwestfalen zum Beispiel 250 Euro. Da kämen also 7500 hinzu. 19500 Euro auf zwölf Monate berechnet sind 135,41 Kaltmiete. Gehen wir auf Hausgeld und Zusatzkram auf 200 pro Monat. Nach einem Jahr hat sich die Sache für den Investor amortisiert. Danach wird Geld verdient mit der Polyurethan-Blechdeckschicht-Butze. Und wenn der Mieter bettlägerig wird, fährt man die beide Zwanzig-Füßler auf den Rasen vom Altersheim. Drainage, Licht und DSL angeschlossen, und weiter geht´s. Die Zukunft des pauperisierten Rentners liegt in der Blechkiste. Ob auf ISO-Maßen oder personengerecht zugeschreinert für den Friedhof. Alles wird gut.


    • In den USA habe ich derlei schon gesehen: zu Häusern frisierte Container, in denen irgendwo in verlassener Pampa – ich fragte mich, wo das Wasser herkommt – abgestellte Rentner hocken, bis sie tot umfallen.
      Da kommt nicht mal wer vorbei und schaut nach dem Holzmichl, das ist alles viel zu weitläufig.

    • Aber colorcraze....
      „In den USA habe ich derlei schon gesehen“… derlei?

      Fahren sie mal einen Monat lang kreuz und quer durch den mittleren Westen Richtung Süd-Osten. Dann sehen sie mal wie ungefähr die Hälfte der Amis in vergammelten und zerfallenen Buden vor sich hinlebt.
      In den Südstaaten gibts die in DE beklagte 1% Schicht schon immer. Dort hat man zum drauf runterschauen statt Ausländern und HartzIVern die Schwarzen, um sich für was Besseres zu halten…

  66. Die alfonsische Beschreibung
    Des Elends in Deutschland amüsiert mich immer wieder. Meine Eltern haben 5 Kinder in der Nachkriegszeit auf 50 m/2 zu lebenstüchtigen Menschen erzogen. Klo eine Etage tiefer, Zinkbadewanne fürs samstägliche Baden und viele ähnliche Errungenschaften. Es ist ganz schön
    abgehoben, die heutigen Lebenswirklichkeiten aus der Don-Perspektive zu beschreiben. Die durchschnittliche Wohnsitution in D ist im Weltmassstab mindesten OK. So durchgeknallte Standorte wie München mal ausgenommen. Aber wer wird denn gezwungen dort zu wohnen? Wer dort
    unbendingt wohnen will, muss eben Prioritärten setzen. Dann sind 21 m/2 eben Luxus.


    • Es hält Sie, Herr Keul, doch niemand davon ab, sich dem von Ihnen beschriebenen Elend der Nachkriegszeit hinzugeben. Daß andere dieses Amüsement nicht teilen, die Renaissance der Nachkriegszeit nicht mögen, sollte Sie nicht weiter stören.

    • Sogar die neu Hinzugezogenen wehren sich, sollte man sie auf einen
      solchen Standard festlegen wollen. Auch wenn sie, weiß der Himmel, aus welchem Loch kommen sollten.

  67. Werteverluste sind überall
    da ja heutzutage in der Schule und im Elternhaus die Vermittlung von Werten keine Rolle mehr spielt, alles nur noch zweckorientiert ist, warum soll dann das Wohnen eine Ausnahme bilden ? Ich sehe den Betonplattenbau als eine Art Burka der Architektur.
    Es beginnt mit Pidgin-German und endet in städtischen Gemeinschafts- grab, alle Hochkulturen haben bisher ihren Niedergang selbst herbeigeführt.

  68. Oh Don,
    Da war ein Torpedo-Versager meinerseits auf Container-Problematik. Hätte auf die verrosteten Kohlendampfer „Leibeigenschaft“ und Thema „Karnickelställe“ zulaufen sollen. Können Sie drahtlenken?

  69. Paläste statt Wohnungen
    Wenn man sich ansieht wie viele hundert schöne Paläste in Ostdeutschland, Polen und Tschechien aus dem 19 Jahrhundert verfallen und für ein Appel und ein Ei verkauft werden, und dann die heutige Architektur sieht, wird man ganz wehmütig.

    • Da will halt keiner hin, der sozialismus hat ganze Arbeit geleistet.


    • „Da will halt keiner hin“ – ja, aber nicht wegen Sozialismus, sondern weil man eine Stange Geld mitbringen muß, und am besten auch noch einige Leute, die man mitverhalten muß, weil die Gegenden halt völlig verödet sind.
      Ist was für Leute mit viel Geld, Zeit, schwerstausgeprägtem Ruhebedürfnis, tätigem Interesse an Restaurationsarbeiten baulicher Art und Hang zum Landleben.

    • Also Don....
      … das ist nun wirklich das Unsinnigste das sie je von sich gegeben haben.
      Sagen sie bloss, sie wüssten nicht wie hoch die Unterhaltskosten für sowas sind.
      Für das Geld bekommen sie was im Herzogpark…

    • Schabracken
      Ex-schöne-Paläste, bitte.

      da gab es vor einiger Zeit, als die tagesschau noch nicht den a non grata – Pegel bei mir hatte, einen längeren Bericht. Finger weg! Die Maklerin war offenbar nur geldgeil, und fachlich inkompetent. Das werden dort aber die meisten sein, und sich ihre goldenen Nasen an Ruinen verdienen, die ihrerseits am besten mit einer Planierraupe bedient wären.

      Don Alphonso hätte in dem Sinne Recht, dass der ‚Sozialismus‘ dort alles vernachlässigt hat, um die Bestände wenigstens in ihrem jeweiligen Zerfallsstadium aufzuhalten.

      Landleben kann sehr schön sein, alte Gemäuer zu restaurieren auch. Mir geht es nur so wie der Mehrheit: es fehlt am vielen Geld, um etwas wieder aufzubauen, das billiger abgerissen und neu gebaut wäre, denn restauriert. Da sollte man sich schon auskennen.
      So wie die Interessenten in dem oben zitierten Beitrag durch das Gras gestakst sind, tippe ich auf ’nein‘.

      Vorteile in den ehemaligen Teilen der Ostmark ist wahrscheinlich, dass es ältere Handwerker gibt, die zu angemessenen Bedingungen noch was anderes machen wollen und können, als Beton gießen und Plastikfenster einsetzen.

    • Es fehlt nur an Millionen!
      Handwerker aus Polen können das noch astrein! Die hätten dann auch nicht so lange Anfahrtswege – und in GB will man sie ja gerade auch nicht mehr!

  70. Groll
    Von Paddelbooten, Immobilien und Sklaven: Erwin Riess in der VERSORGERIN – Vorwahlsommer am Wörthersee (könnte man sich auch von den 5achterln musikalisch untermalen lassen).
    Brav bleiben, lang brauchen und viel sehen!

  71. Wer hat, der hat.
    Glück (Erbschaft) hilft manchmal – Fleiß (fast) immer!

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