Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Passo Continuo: Kluge denken, Unbelehrbare siegen

| 251 Lesermeinungen

Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden.

Es gibt zwei Arten von Menschen auf dieser Welt: Optimisten und Pessimisten. Optimisten werden sagen, dass das Pfitscher Joch der drittniedrigste Übergang zwischen Nord- und Südtirol ist, und es schon werden wird. Pessimisten werden sagen, dass es von Mayrhofen bis zum Pfitscher Joch 1650 Höhenmeter sind, und die letzten 500 Höhenmeter teilweise geschoben werden müssen. Und dann gibt es noch die Unbelehrbaren wie mich. Die laufen ausser Konkurrenz und sind gestern erst in stockfinsterer Nacht in Mayrhofen angekommen, weil sie sich grandios verschätzten, und sahen so elend aus, dass der freundliche Wirt vom Waldcafe ihnen ein Schnapserl anbot. Unbelehrbare buchen trotzdem auf der anderen Seite in Sterzing ein Zimmer im Schwarzen Adler und geben an, so gegen 16 Uhr dort sein zu wollen. Vier Stunden rauf, eine Stunde Pause mit Alpenpanorama, eine Stunde runter.

ginza

Diese Stunde Pause und noch eine verbrauche ich nicht am Gipfel auf 2248 Höhenmeter, sondern in Ginzling. Der Plan war, hoch zum Schlegeisspeicher zu stampfen und das Joch zu stürmen, die Realität dagegen sieht aus wie ein Märchenland. Da kann man nicht einfach geistlos durchstampfen. Das hat auch etwas damit zu tun, dass es steiler als erwartet durch eine Schlucht nach oben geht, und mir der letzte Tag doch noch in den Knochen steckt.

ginzb

Allein schon die von einem reissenden Bach in den Fels gegrabene Klamm und die gewundene Strasse, die sich darüber entlang der Felsen schlängelt, sind atemberaubend. Ein Brocken Via Mala, ein paar Stücke Ardeche, ein Licht von unnatürlicher Reinheit auf schwarzen Tannen. Die Strasse ist steil, hart und nimmt auf die Wünsche von Radlern nach Entspannung keine Rücksicht.

ginzc

Aber der Vorteil am Rad ist, dass man alle 20 Meter anhalten kann, wo Autos immer weiter müssen. Ich kann unter überhängenden Felsen warten, in engen Kurven, und als das Tal sich dann weitet, darf ich auch verweilen. Ich darf das. Autos müssten schon eine Panne haben, um verweilen zu dürfen.

ginze

Deshalb schaffe ich die ersten 400 Höhenmeter nur in luxuriösen zwei Stunden, und widme mich dann auch weiterhin lieber architektonischen Studien. Wie diesem Ensemble von Sommerfrischehäusern aus der Spätzeit der k.u.k.-Monarchie, als diese Region touristisch erschlossen wurde.

ginzd

Völlig fertig und ausser Atem Stoisch warte ich weiter oben dann auf den richtigen Moment, bis sich erste Quellwölkchen verzogen haben, um dieses Bilderbuch-Gehöft an einem versunkenen Felsen abzulichten.

ginzf

Andere Radler kommen, andere Radler gehen. Ich müsste bei ihrem Anblick so etwas wie sportlichen Ehrgeiz empfinden, aber keine Wade zuckt nervös. Viel zu schön hier. Wer wird sich denn abhetzen. Und ausserdem habe ich noch so viel Zeit.

ginzg

Wohin, fragt mich einer. Nach Sterzing, antworte ich, und er sagt Oha und Na dann gute Fahrt, ganz so, als hätte er Zweifel, ob ich das schaffe. Dabei bin ich schon auf 1250 Meter, und 1000 Höhenmeter sind doch kein Problem. Ich fühle mich gut. Die Sonne scheint. Da oben, erzählt er, gäbe es auch eine Schutzhütte.

ginzh

Ich erfreue mich an den hiesigen Rindern und ihrer stoischen Gelassenheit. Die machen es richtig. Sie haben alle Zeit der Welt und Wiesen, auf denen man sich auch am liebsten wälzen würden, so gut duften sie. Oder ein Picnic machen, mit Körbchen und Silberbesteck. Das ist daheim, das passt nicht aufs Rad, aber dafür finde ich eine ruhige Stelle am Fluss.

ginzi

Es kommt ein alter, weisser Man vorbei, während ich meine Vorräte an Vintschgerln aufbrauche, geht mit den Füssen ins Wasser und fragt mich, wohin ich unterwegs bin. Über das Pfitscher Joch nach Sterzing, sage ich, und er fragt, wie lange ich da denn brauchen würde. 2 Stunden hoch, eine Stunde runter, sage ich, und er sagt, da oben gäbe es aber auch eine Schutzhütte. Es ist früher Nachmittag an einem schönen Spätsommertag.

ginzj

Das Licht funkelt im klaren Wasser. Es ist schön, meine Beine fühlen sich gut an, und es ist nicht mehr weit. Ich verstehe nicht, warum er über Schutzhütten redet. Vielleicht ist es ja ein hübsches Photomotiv, wer weiss. Dann breche ich wieder auf und rolle Richtung Mautstrasse.

ginzk

Es geht über Serpentinen nach oben. Serpentine, Rampe, Serpentine, Rampe, Serpentine, Rampe, und so weiter, immer höher, immer langsamer, denn die Rampen sind steil und die Luft wird merklich dünner. Unter mir rauscht der Bach in einer Klamm, über mir ragen die Gipfel bis auf 3500 Meter auf. Irgendwann sind alle Rampen, die von Serpentinen unterbrochen werden, vorbei.

ginzl

Es kommt dafür eine lange Gerade in 400 Meter langen und rustikalen Tunnels. Es ist da drin niedrig und eng, und ich wäre überhaupt nicht überrascht, träfe ich hier ein paar Zwerge, die mich fragten, wohin ich fahre und mich auf die Schutzhütte hinwiesen. Zwerge wären mir lieber als Autos, deren durch Amplen gebremste Kolonnen ich lieber abwarte. Es ist, mit einem Wort, gespenstisch. Es zehrt an den Nerven. Irgendwann ist es glücklicherweise vorbei.

ginzm

Oben an der Ampel wartet ein Berggott auf einem riesigen BMW-Motorrad. So stelle ich mir einen Berggott vor, langer, weisser Bart, hochgewachsen, steinalt, listige Augen, und er ruft mir zu: Wohin? Sterzing, rufe ich zurück. Heute noch, fragt er und als ich fröhlich Ja! rufe, sagt er anerkennend Haha. Haha, rufe ich zurück und mache eine Pause für Wasserfall und Vieh.

ginzn

Dann taucht, erst in der Ferne wie die Mauer einer verbotenen Stadt, die senkrechte Wand des Stausees auf. Nur deshalb wurde diese Strasse angelegt, die ich mich nun hoch kämpfe, davor war das Pfitscher Joch in neuerer Zeit eine kaum begangene Abkürzung über die Berge. Aber was heisst schon Abkürzung. Als ich fast oben bin, steht die Sonne schon etwas tiefer. Es hat alles etwas gedauert.

ginzo

Dann bin ich oben, und kann die kläglichen Reste der Gletscher bestaunen. So schön es dort unten im Tal ist – die Aussicht hier oben auf den Klimawandel ist bitter. Als der Stausee vor 60 Jahren gebaut wurde, reichten die Gletscher fast bis an den See.

ginzp

Am Beginn der letzten Etappe – 500 Höhenmeter Wanderweg zum Joch – kaufe ich zwei Stocknägel als Erinnerung, vom Stausee und vom Pass. Wohin, fragt der Verkäufer, und als ich sage, dass ich nach Sterzing will, bietet er mir ein Schnapserl an und fragt mich, ob ich bei der Schutzhütte anrufen will. Meine Schutzhütte ist der Schwarze Adler in Sterzing, wo ich eigentlich vor einer Stunde ankommen wollte, nach dem ursprünglichen Plan, also bedanke ich mich und fahre los.

ginzq

50 Meter. Danach bin ich gut durchgerüttelt. und steige ab und schiebe.

ginzr

Genau genommen gibt es hier eine enzige Trage- und Schiebepassage. Sie beginnt 50 Meter hinter dem Gatter und endet auf dem Gipfel.

ginzs

Sie ist erst flach und mit Leuten gesäumt, die einen auf die Schutzhütte hinweisen, und weiter hinten leer und steil. Mein Rad wiegt 20 Kilo. Es ist nicht wirklich die reine Freude, es hier hoch zu tragen. Dann endlich, der Grat.

ginzt

Und die Schutzhütte. Dachte ich. Von unten. Hier oben stellt sich aber heraus, dass es erst eine Alm ist, und der Grenzübergang auf dem nächsten Berg liegt, eine halbe Stunde weiter. Sagt ein Mann und bietet an, schnell bei der Schutzhütte anzurufen, ob da noch ein Platz frei ist. Offensichtlich kamen hier heute noch mehr Unbelehrbare vorbei, die glaubten, der Weg über das Zillertal nach Italien sei eine Abkürzung.

ginzu

Ich lehne ab und marschiere weiter. Da unten, ganz weit weg, der helle Fleck: Das ist der Stausee. Dazwischen liegt die angebliche Abkürzung nach Italien. Ich denke nicht mehr, was auch prima ist, wenn man zu den Unbelehrbaren gehört. Ich schiebe. Ich trage. Ich gehe voran. Denken hätte vor zwei Tagen geholfen, als ich aufbrach, jetzt hilft nur noch die Kraft der Beine und ein starker Rücken.

ginzv

Als ich oben ankomme, geht gerade die Sonne über den Bergen unter. Immerhin ist hier kein Mensch mehr, der mich auf die Schützhütte hinweist, die sich hier jenen öffnet, die nicht mehr 35 Kilometer und 1300 Höhenmeter ins nächtliche Pfitschtal hinab stürzen wollen.

ginzw

Denn wer ist schon so wahnsinnig, so etwas über Schotterstrecken und enge Serpentinen zu tun?

Nur die wahrhaft Unbelehrbaren. Eine Stunde später entschuldige ich mich in Sterzing an der Rezeption für meine äussere Erscheinung und dafür, dass es etwas länger gedauert hat. Draussen rabenschwarzt die Nacht über Weise, Dumme und Unbelehrbare.

64

251 Lesermeinungen

  1. Hach...
    Schon wieder so ein netter Fernwehbeitrag, langsam wird der lesend Mitreisende ein wenig neidisch, tolle Tour, klingt viel spannender als die Fahrt über den doch recht viel befahrenen Achenpaß neulich…

    Aber warum nur nicht die Nacht droben in der Schutzhütte?

    Und warum eine Tour ohne Handy und GPS?

    Selber erst spät drauf gekommen, nutze ich nun seit einem Jahr komoot und bin ganz begeistert, mich im Zweifel immer mit der passenden topographischen Karte orientieren zu können.

    Man kann da auch ganz bequem Touren mit planen, der direkte Weg vom Tergernsee nach Kramsach beispielsweise wäre wohl auch mit 300 Hm weniger möglich gewesen…

    Sportlichen Gruß

    TS

    So eine stabile Wetterlage, da rächt es sich, wenn man nicht das Jahr über auf solch tolle Touren hingearbeitet hat…

    • Titel eingeben
      „bequem“? …ich glaube, das ist es nicht, was der Don möchte.

      Neugierig geworden, was denn der Begriff „Rampen“ im Zusammenhang mit Serpentinen bedeuten möge, kam ich zu einem Journal, dass offensichtlich NUR solche Berg-Rad-Touren euphorisch beschreibt: tour-magazin.de
      Ob’s was taugt? Auf jeden Fall gibt’s da auch entsprechende Fotos.

      Nur weiß ich immer noch nix über „Rampen“.

    • Titel eingeben
      @Klaus:
      Eine Rampe ist grundsaetzliche eine „schiefe Ebene“, daher auch Begriffe wie „Laderampe“ und „Startrampe“. Im Textkontext wuerde ich den Begriff „Rampe“ am ehesten mit „(langer) gerader Anstieg“ ersetzen.

      @Don:
      Vielen Dank fuer die Texte und Fotos. Beim Anblick der heimischen (Neureuth/Valepp/EHJ-Klause gestern) und fast heimischen Bergwelt bekommt man ein wenig heimweh, wenn um einen selbst nur Wueste ist ;)

    • Das freut mich -aber irgendwann kommt man doch zurück, sitzt in der Sonne und lässt es sich gut gehen bei Dampfnudeln in der Monialm!

    • Titel eingeben
      Rampen sind die geraden Strecken zwischen den Kurven…..
      würde ich als Norddeutscher Flachlandbewohner-und-50-Höhenmeter-zu-hoch-findender sagen :-)

    • Pässe
      „…kam ich zu einem Journal, dass offensichtlich NUR solche Berg-Rad-Touren euphorisch beschreibt: tour-magazin.de“
      Auch gut: http://www.quaeldich.de/

    • Das ist halt was für die ganz Harten. Es feht ein Alenführer für die Schwachen, Untrainierten und Kaputten so wie wir.

  2. Danke für Text und Bilder
    die mir die Bergwelt doch näherbringen. Schön ist es dort…

    Auf dann, weiterhin gute Fahrt und gutes Gelingen. Sie schaffen das.

  3. Stoiker
    haha, die Rinder sind stoisch und der handlungsreisende Protagonist ebenso.
    Ich frage mich, wie es den Füssen geht nach der Cross-Einlage mit den Schühchen…

  4. Don, Sie schreiben zu schnell
    und fast könnte man den Eindruck gewinnen „aus dem Auge, aus dem Sinn“. Dabei sind die in vorangehenden Beiträgen besorgten Anfragen wegen eventueller Anfeindungen aus bestimmter Windrichtung nicht einmal beantwortet. Das sieht ja nach Rudersklaventum, in diesem Falle nach Kurbel- und Tippsklaventum aus.
    .
    Werden Sie nach Artikeln oder beschriebenen Quadratmetern bezahlt? Sie sollten vielleicht mit dem Mutterhaus, wenn nicht schon geschehen, auch über die Anzahl der Rückmeldungen verhandeln.
    .
    Aber die Fotos, meraviglioso. Beim letzten Artikel erinnerte das eine oder andere Foto an den Col de la Schlucht, in den Hochvogesen, z.B. das Tunnel.

  5. Titel eingeben
    Verehrter, durchtrainierter Don Alphonso, haben Sie herzlichen Dank für die wunderschönen Bilder und ihren Bericht „Der überlebende Unbelehrbare“. Kolumbus wußte schließlich auch nicht über die wahre Größe unseres Erdenballes Bescheid als er gen Westen aufbrach.


  6. Sie sind also offensichtlich heil angekommen, zum Glück.
    Die Bilder sind klasse! Das schöne Wasser, sowas sieht man nur, wenn man mit eigener Muskelkraft unterwegs ist. Der rustikale Tunnel ist ja noch rustikaler als so manche in Schweiz und Italien… oha. Offenbar wird er wenig benutzt, sonst hätte man sich vielleicht schon die Mühe des Ausbaus gemacht.
    Die Tragestrecke ist aber echt bitter so mit 20 kg +.
    Ihre Kondition ist offenbar recht gut, aber vielleicht sollten sie jetzt schon mal einen Tag Pause einlegen.


  7. Wenn ich mir die Bilder so anschaue: auf dem Berg wird es geologisch.

  8. von einem treuen Fan
    So ganz unklug war dieses Unternehmen nicht. Ich jedenfalls habe darüber mit größtem Vergnügen gelesen – Vielen Dank dass Sie uns daran haben teilnehmen lassen.

  9. Ein schöner Reisebericht
    Ihre Reisebescheibungen sind schöne Literatur, ich verstehe jetzt, warum es vor ein, zwei Jahrzehnten in meiner Großstadt einen Antiquar gab, der sich auf Bücher des 19. Jahrhunderts spezialisiert hatte, die Reiseberichte enthielten. Ich stelle fest, auch ich lese so etwas gerne und empfinde gerade die Ertüchtigung mit dem Fahrrad besonders bewundernswert.

    Dass man heute die Möglichkeit hat, die Reisebeschreibung nahezu direkt auch noch mit schönen Abbildungen zu begleiten, ist schon ein toller Bonus des Computerzeitalters.
    Ich hätte nie gedacht, dass in meinem Bewusstsein etwas als so altmodisch und onkelhaft geltendes wie Reisebeschreibungen so alltagstauglich und modern wirken kann und nicht nur Lust auf mehr machen, sondern durchaus auch in der Lage sind, die Lesefreude und Eigenmotivation anzuregen.

    Besonders interessant finde ich, dass Sie das Gebiet erkunden, in dem meine Urgroßeltern immer Urlaub gemacht haben. Jedes Jahr fuhren sie in die Alpen. Das Wandern war eine Leidenschaft meiner Vorfahren, die mir ähnliche Bilder wie Sie hinterlassen haben, allerdings sind diese alle in schwarz-weiß und zeigen die jetzigen Bäume alle in noch jüngerem Zustand.

    Meine Urgroßeltern sitzen vorwiegend urlaubend an gedeckten Kaffeetafeln. Zwischen den Fotos findet sich manchmal ein Edelweiß, eine Pflanze, die damals noch nicht unter Naturschutz stand, und so nach einer Herbarium-Behandlung den Weg in das Fotoalbum fand, was mich schon als Kind erschütterte, aber da lebten die Urgroßeltern schon lang nicht mehr.

    So wünsche ich weiterhin noch gute Fahrt und hoffe, dass Sie nicht mehr so viel schieben müssen, wenngleich die einmalige Landschaft dadurch vielleicht etwas mehr die sie verdient habende Würdigung erfährt.

    Kommen Sie gesund weiter und dass Sie hoffentlich einen ebenso guten und unbeschwerten Heimweg haben mögen, das wünsche ich Ihnen.

  10. Ach, Don,
    Sie sind wirklich ein Held, und Ihre Reisereportagen zu lesen ist ein goßes Vergnügen. Hat mich übrigens auf die Idee gebracht, den alten Egon Erwin Kisch mal wieder ‚rauszukramen.
    Vor einer Woche bin ich im Ruhrgebiet losgefahren, mit einer nicht allzugroßen BMW, schnell und handlich genug für ein Dutzend der schönsten Pässe, die ich dann gefahren bin (u. a. Stilfser und Timmelsjoch, Furka und Grimsel, Susten, Klausen, Bernina und Silvretta. Den Jaufenpaß natürlich auch, zum zweitenmal in diesem Jahr und diesmal leider ganz ohne Schnee.).
    Alles kein Vergleich zu Ihren Großtaten, von denen ich Seniorenrocker nicht eine überlebt hätte. Aber das Hochalpenglück samt einer ordentlichen Dosis Adrenalin habe ich mir auch geholt und war im Geiste oft bei Ihnen.
    Haben Sie ganz herzlichen Dank! Und machen Sie bitte weiter so.

  11. Gar nicht so hold
    Wahnsinnige und Unbeleerbare, her mit dem Stoff der Träume! Der Berg will besiegt werden, nicht im Kraxeln, im Hinabstürzen. Florale Wiedergeburten für vermasselte Karmen. Korallenlippen hauchen ein Butzi an die arbeitsscheue Mundart. Zahnperlen werden nur einmal die Woche geputzt, die Zirbeldrüse muss frei bleiben, und Baktus sagt fieeees zum eiskalten Quellwasser. Ach Sterne, kommt in meine kräftigen Arme, ach Mond, zerschneid die schwarzpinselnde Nacht mit deinem gestohlenen Glanz, und zeig dein fahles Gesicht den heulenden Wölfen. Der Berggott schenkt dir ein müdes Lächeln aus listigen Augen, steigt auf seinen Feuerstuhl und braust davon Richtung Gipfel. Lad ab die Last von deinen Schultern, deine Last wird täglich abgeholt um 11 Uhr 11, kommt her in die Schutzhütte, die ihr bei dem Wetter nicht draußen schlafen könnt. Hier ist der Gipfel, den jeder besteigen kann. Man nennt mich Dorfmatratze über die man drüberrutschen kann, doch ich bin nur ein Bild, an dem jeder rumbasteln kann. Dulcinea nicht Dolcenaia.

    • Auf die Schönheit der Bäuerin
      Ach schöne Dulcinea, da liege ich darnieder in meiner schmutzigen Rüstung, mit klingenden Gelenken auf der harten Erde der Niederlage. Löwen wollte ich besiegen mit der Lanze, doch sie haben bloß gegähnt.
      Doch du bleibst mein Antrieb, mein ferner Glanz, dein Gesicht sehe ich in den Wolken am Tag und in den Sternbildern in der Nacht. Dein Pfand ziert meinen dürren Hals noch immer. Wie ich las in den Briefen wurdest du mit einer Bäuerin verglichen, die Fleisch klopft mit dicken Armen. Sei versichert, schöne Edle, und wenn deine Arme gar dick und stark geworden sind, so freue ich mich doch um so mehr, bald, ja schon bald ganz fest von ihnen umschlossen und zerdrückt zu werden.
      Hier im Land der Rosinen geben sie nun Heldenkunde im Unterricht, vielleicht wird mein Kämpfen und die zahlreichen Abenteuer die ich mit dem Schildknappen erlebte ja auch Eingang finden in diese Weisen.
      So wollen wir weiter hoffen, und kämpfen, immer dich im Herzen und das Glück im Gepäck.
      Auf bald,
      Dein Herold

    • Ins Leere gesprochen
      Es war eine Honda!!

  12. Sind Sie etwa auf der Suche ...
    nach dem denkbar unmöglichsten Weg nach Italien?
    Immerhin hat das mit der einen Stunde hinunter nach Sterzing geklappt. Und ich bin gespannt, welche Strecke Sie für den Rückweg nehmen. :)

  13. Bravo! Bravo!
    Ließe man sich stets belehren, entgingen einem manche Abenteuer, wär doch schad!
    Außerdem sind Sie offenbar in top Kondition.
    Danke für die schönen Bilder (vor allem diesen an den Felsen gebauten Hof! und die Rindviecher! ) und alles Gute für die Füße!

  14. Wie
    Schaffen Sie das bloß ohne Blessuren oder andere Schrammen? Auf den Flügeln des Gesanges?

  15. Sehr schön, vielen Dank ...
    … dass Sie für die etwas weniger Glücklichen diese Beiträge schreiben, ich genieße das Stück Bergabenteuer hier am Bildschirm sehr.

    Mit neidischen Grüßen

  16. Human beings simply aren't built to function at the cruising altitude of a 747.
    Don,

    allein in den Schweizer Alpen sollen ca. 1500 Berggipfel existieren.

    Sie könnten jetzt also für die nächsten 30 Jahre wöchentlich einen neuen Schweizer Gipfel erklimmen und uns davon berichten.

    Eine wirklich herausfordernde Zielsetzung, insbesondere die letzten 500 könnten angesichts Ihres dann erreichten Alters etwas mühsam werden.

    Whatever, Sie können auch einfach akzeptieren, dass man nicht jeden Berg, der sich einem in den Weg stellt, besteigen muss. Auch ich habe irgendwann aufgehört jede Frau zu be… war nicht einfach, das Loslassen, aber am Ende kann man sich auf einzelne, wichtige Aufgaben im Leben konzentrieren.

    Und Ihre Aufgabe im Leben ist es, da sollten Sie auf die Dame am Pool im Exil hören, Frau Merkel zu beste… äh… zu bearbei… äh…zu fälle….. egal, einfach zu beschreiben.

    Merkel ist Ihr Everest!

    • Schweiz flachgelegt
      Schon der Kafka Franzl hat sich über die Idee gefreut, die Höhen der Schweiz plattzubügeln; was da für ein riesiges Land herauskäme…

    • Das wäre aber langweilig.

    • Titel eingeben
      Mei, die Merkel.
      Ist doch nur Symptom.

      Merkelbeschreibungen, hey hashtag:

      # Der erste Staatschef Deutschlands seit mehreren Jahrhunderten,
      der, bzw. in diesem Falle: die zwanghaft ihre Fingernägel abkaut.

      # Eine Frau, deren erwiesenermaßen überragendes politisches Talent in
      den DDR-Anschluß-Wirren von Helmut Kohl entdeckt und gefördert
      wurde.

      # Ein Bundeskanzler, die die durchgeknallteste Politik verfolgt seit vor
      Konrad Adenauer.

      # Sie weiß sehr wohl, was sie tut; nur wissen wir nicht, was sie weiß.

      Mein Résumé (u.V.):
      Es steckt schon ein Plan dahinter, und nicht nur diese Person, die bald in Rente ist.
      Dieser Plan ist der Everest.

      Disclaimer: Habe olle Merkel und ihre Security mehrmals beim Einkaufen getroffen und während einer zweietagigen Aufzugsfahrt allein mit ihrem Mann sehr engagiert überlegt, was ich ihm sagen möchte, während er wohl dachte: hoffentlich erkennt er mich nicht, wohlwissend, daß es für ihn keine normale Aufzugsfahrt mehr gibt, ebenso wie für seine Frau kein normales Einkaufen mehr.

    • Und vor allem Medien, die alles zur weisen Tat hochschreiben.

  17. Ganz oben auf der Schutzhütte, und doch wieder im Gendersumpf
    Der Schein trügt, auch oben auf der Schutzhütte ist Berlin inzwischen ganz nah. Ich blättere gerade durch das Mitgliedsblatt des Deutschen Alpenvereins („DAV Panorama“), Ausgabe 4/2016. Auf S.67 eine nette, farbige Zeichnung mit rustikalen Klohäusln, links eins mit dem Symbol aus dem Biologieunterricht für „Mann“, rechts eins mit dem Symbol für „Frau“, tja, und dazwischen noch eins mit einem Sternchen. Wie soll sich also der gemeine Zillertaler Schürzenjäger entscheiden?

    Zitat aus dem Positionspapier: „Ende 2015 hat die Bundesjugendleitung beschlossen, den Genderstern * in allen JDAV-Publikationen der Bundesebene zu verwenden und damit das bisherige Ausschreiben der männlichen und weiblichen Form zu ersetzen. Konkret heißt das: Wir schreiben nicht mehr „die Jugendleiterin“ bzw. „der Jugendleiter“, sondern „der*die Jugendleiter*in“. Der Genderstern bietet eine einfache und praktische Möglichkeit, die männliche und die weibliche Form in einem Wort zu schreiben. Zugleich wird durch den Stern ein Hinweis auf diejenigen Menschen gegeben, die sich weder als Mann noch als Frau identiizieren, wie Intersexuelle, Transgender oder andere.“

    Man glaubt mir nicht? Bitte sehr:
    https://www.jdav.de/wissen/wofuer-steht-der-stern-_aid_28221.html

    Und das, nachdem (neben einem aktuellen Artikel zu „Inklusion“) in letzter Zeit vermehrt Jubelstories auftauchen, denn die teuren, für Mitglieder nur gegen Gebühr zugänglichen Kletterzentren werden selbstverständlich für die Gratisbespaßung, äh Integration subsaharianischer Schutzbedürftiger herangezogen, sie könnten sich ja sonst langweilen. Es wundert nicht, daß der Jahresbeitrag demnächst von 120 auf 130 EUR steigt.

    Mir reicht’s jedenfalls, meine Kündigung ist raus.

    • Inzwischen muß man recht viel kündigen, Andy* Hunter!
      Bei mir war es die Bahncard und etliches andere habe ich schon vor geraumer Zeit gekündigt.

      Aber wissen Sie, bei den Fahrradsätteln, da hauen die genders den Stern in die Tonne und holen sich lieber einen „Damen“sattel. Da trennt sich die Spreu vom Weizen ganz brutal.
      Und das ist gut so.

    • Nach 50km bergauf tut jeder Hintern weh, da hilft auch kein Damensattel. Die sind nur die ersten 10km weich und dann kommen die Belastungsschmerzen.

      Ich fahre auch heute noch am liebsten den alten Flite, hier in der Gelversion. Oder den Rolls und Turbo.

    • Deutscher Alpenverein
      Ist der nicht hauptsächlich sowieso nur ein grosser Spaß?

      Als ich noch West-Berliner Bürger war, und der Teufelsberg mit 118 m Höhe die höchste Erhebung meines Landes, war es ein ständig wiederholtes (Gerücht?), dass der DAV seine meisten Mitglieder in West-Berlin habe.
      Von daher wäre es ja nur zu vermuten, dass das was Sie berichten nur eine konsequente Verlängerung über die Zeitachse ist.

      Die Mitgliederzahlen des DAV haben sich – das war nicht Teil Ihres Berichtes, also hier als Ergänzung – in den letzten Jahren multipliziert, und der DAV liegt derzeit deutlich über 1 Million Mitglieder.
      Außerdem brüstet er sich, „jünger und weiblicher“ zu werden.

      Wenn man das alles zusammenzählt wundert Ihr Bericht nicht länger.

      Wundern tut mich höchstens, dass man nicht schon in schöner, nihilistischer Tradition in diesem Land den Rassismus aus dem Namen entfernt, und sich stattdessen ‚Le Alpenverein‘ nennt.

    • Bei uns sind mehr Leute bei der Bergrettung. Gibt es da einen Zusammenhang?

    • Politisierung der Alpen
      Ja der DAV politisiert schon ewig im vorauseilenden Gehorsam, ist aber nicht an der Front der „Forschung“. Nur 2 Geschlechter? Das ist ein don’t! Fast schon rassistisch! Nein, es gibt, so wurde ich belehrt, neben dem biologischen ein soziales „Geschlecht“, welches „Gender“ genannt würde. Gut, bei Facebook kann man imho aus 24 Genderd wählen.
      Also DAV. Das “ Gendersternchen“ ist halt doch ein „Geschlechtssternchen“ und völlig daneben. Beim Bieseln geht’s um Biologie-und nicht um Soziologie.
      Aber die Segrhationsversuche der Gendet-Forschung haben ein Analogon zu früheren Forschungsbereichen, welche von interessierter Seite finanziert wurden. Und diese Forschungen damals führten zur Meha-Katastrophe bezogen auf die Ethik. Damals grenzte der DAV „unwerte“ Menschen aus. Er sollte da also sensibilisiert sein.
      Aber die Alpen haben bislang noch jede Ideologie überstanden-das schaffen die auch!
      Welch herrliche Bilder und Stimmungen!

    • Der DAV hat tatsächlich eine rabenschwarze Geschichte – warum man die aber mit einer krähenpinken Geschichte fortschreiben muss, weiss ich auch nicht.

    • @DA- fragen Sie mal Frauen, was denen wehtut, wenn sie keinen Damensattel fahren!
      Der Hintern ist das Wenigste!
      Das lässt sich anatomisch über die Abstands-Weite der Tuber ischiadica begründen, auf denen der Mensch (auch im Sattel) sitzt.

  18. Das Gute an der Unbelehrbarkeit ist,
    daß es wohl weitere für die Leser/innen derart erbauliche Reiseberichte geben wird.

    Der Anblick des klaren Wassers ließ direkt Kindheitserinnerungen aufblitzen. Irgendwie hatte ich Hemmungen, derart klares Wasser zu verunreinigen.

    Nun ja, diese Hemmungen haben sich im Laufe der Jahrzehnte verloren, um angesichts einer TV-Werbung vor einigen Wochen in ganz anderer Art zurückzukehren. Stand da doch tatsächlich ein Rotwild im klaren Wasser und piselte hinein. Wenn ich da an den gestreckten Apfelsaft denke …

    Ja, die Empfindlichkeiten kennen viele Nuancen und so ruft auch immer mein ökologisches Gewissen, wenn ich gut verpacktes Obst und Gemüse kaufe, weil ich es beim Gedanken daran, wieviel … Hände es bereits berührt haben, sonst nicht mehr essen könnte.

    Schon interessant, welche Assoziationen Bilder doch hervorrufen können. Eine Fundgrube für jeden Psychologen.

  19. Die Fortsetzung düsterer Waldbilder
    „Im März 1845 lieh sich der amerikanische Philosoph und Dichter Henry David Thoreau eine Axt, ging in einen Wald in Massachusetts und schlug Bäume für eine Hütte an einem Teich mit dem Namen Walden. Anfang Juli zog er ein. Etwas mehr als zwei Jahre lang bestritt der 28-Jährige dort ein bewusst einfaches Leben, baute seine eigenen Lebensmittel an – insbesondere Bohnen – las und schrieb. Aus diesem „Experiment“ ging heute vor 156 Jahren das Buch Walden hervor.“

    Vielleicht ist dies mit einsamen Fahrradtouren in der Wildnis ebenso?

    Das gibt Hoffnung.

    Mit freundlichem Gruß
    ObjectBe ( objectbe.blogspot.com )

    • Walten wie walden wie
      Ralph *waldo* Emerson, Transzendenz der Existenz in Emergen.z/c-y, die pax-Evangelikale transAmericana bis zur UckMär’schen exHH-Pfarrerstochter (Alt-Säxin sin angloGoldman? Manchmal reihen sich Glasperlen in Schnüren, offener Stringenz vor dem tiefen Auge…IrrLichter-Spiel)
      – oder: von der frontier-Mentalität zur FronTier-Haltung..

      nun, genug eskapisierenden fr.ei.ied-wähnens. Vielfalt ist dem Einfältigen allemal (/zuviel) Freiheit..
      Wo merkel draufsteht, kommt nicht immer nur Gemerkel heraus: auch dümme Huhner legen mal brauchbare Eier.

    • to be, or not to be
      @naphthalin
      Jede Differenz ist Einheit und jede Einheit auch Differenz.
      Je nach Beobachtung.
      Aber es ist.
      Es wird nicht zu Nicht, nur weil es auch anders könnte, denn auch das Anders ist Differenz zu Gleich.
      Der Sinn zwingt uns immer in seine Form, da können Sie noch so sehr die Flucht in die Beliebigkeit suchen.

  20. Toller Erlebnis, wunderbarer Text, immer ein Genuß!
    Was wären nur unsere langen, leeren, öden Tage in dieser allgemeinen Zeit von Stumpfsinn und großer Gereiztheit ohne diese Einsprengsel dieser wunderbaren Schreibe ganz aus einer anderen Welt!?

    http://tinyurl.com/hanukjk http://tinyurl.com/zxo7cht

    Kleiner Vorschlag zur Erörterung: Womöglich war der genannte und gezeigte Felsen gar nicht versunken? Sondern hatte sich extra aus dem Berg emporgemeisselt, dem Häuschen davor einen Lawinenschutz zu bieten? Und Huii fegte die Lawine heute noch manchnal seitlich vorbei, das nächste Mal werden auch wir evtl. danach fragen.

  21. WER SEIN FAHRRAD LIEBT DER SCHIEBT
    ja, das ist die höhe..früher habe ich ja Rolf Wolfshol bewundert, der sein radl lieber trug als es im dreck versinken zu lassen, aber DON steigert das natürlich, denn da kommt ja die höhenluft dazu und dann wird es langsam kalt, die abfahrt ist zum frösteln und frieren und die beinhaare machen stehübungen…………aber ankommen ist alles und das material heil nach hause bringen !

    ein weiterer beitrag in DONs ESKAPISMUS BRIEF-Serie in seiner frühherbstlichen Tiroler Periode oder „wie entkomme ich den übeln der Berliner Republik?“ später erhältlich in leder gebunden und editiert von KD Wolf.

    alles wird gut, heute abend gibt es hier forelle aus dem teich und ein gutes Murauer Bier, da prallen die berichte über den stand des wettkampfs der unfähigen-superegos in USA einfach an einem ab……morgen dann Salzburg, start der tour in der H.v.K.-Strasse in Anif und dann sicher auch ein stückchen Doppler Konfekt, damit die naturwissenschaft nicht zu kurz kommt.

    und dann las ich gestern abend noch hier gute ratschläge für DON,die lauteten: einfach nicht bremsen und weiterrollen lassen……….aber, das sei mir einfach als empiriker gestattet anzumerken:

    nach jeder geraden kommt irgendwann eine kurve, das ist empirisch nachgewiesen, vor allem bei gefällstrecken, da kommt oft keine kurve, nein, eine Kehre und hinter der Kehre der abgrund !

  22. der TUNNEL
    @Deja aus dem Unterland !

    erinnert auch an den tunnel auf den letzten metern zum Lago di Lei auf der grenze Graubünden zu Italien………grusig und kalt oder je nach zustand auch erfrischend, dann aus dem tunnel heraus und direkt auf die superstaumauer in die sonne !

  23. Ganz allein am Busen der Natur ist Leben pur.
    Wer da keine Stimmen hört, dem ist nicht mehr zu helfen. Eins mit der Natur und sich der eigenen Winzigkeit bewußt, das reinigt Körper, Geist und Seele. Da prallen Sinn und Unsinn des Lebens ungebremst aufeinander. Da wird nicht nur das Wasser klar. Schade, daß so wenige Menschen davon Gebrauch machen (können oder wollen).

    Irgendwie habe ich schon wieder das Gefühl, ich müßte mir dringend mal zumindest eine Auszeit nehmen.

  24. Der Sieg der Unbelehrbaren
    Dass die Unbelehrbaren siegen, stimmt schon. Jetzt engagiert sich die gnädige Frau Merkel sogar für Burkafrauen, und ihre Anhänger werden ihr wieder zujubeln. Aus den Folgen ihres Flüchtlingsselfie hat weder sie noch ihr Anhang gelernt.
    .
    Frau Kanzlerin war anscheinend nie in einer schwierigen Situation, in der sie selbst mit einer Vollverschleierten zu tun hatten. Woher weiß man, dass eine Person das Gewand aus religiösen Gründen trägt? Es kann ja Camouflage sein. Ich war mal in so einer Situation. Wenn es damals in meinem Fall zu einem Rechtsstreit gekommen wäre, wie hätte ich die Person identifizieren können, die mir augenscheinlich fragwürdige Auskünfte gab?
    .
    Ich befolgte die Anweisung der verhüllten Dame nicht, obwohl sie eine der offizielle Computerexperten der Organisation war. Als erfahrener System-Ingenieur beschloss ich das Gegenteil zu tun und kein Mensch hat sich getraut, mich für Terror E-Mails, die angeblich von meinem Computer kommen, vor Gericht zu bringen.

    • "Vielfalt ist die Konsequenz von Freiheit" soll aus dem Mund der LF
      heute geblubbert sein. Ein Satz – in seiner Verdrehtheit schon fast nicht mehr zu übertreffen.
      Die Unhübschheit einer neu Zugereisten in ihrem ungewohnten Habit, mühsam pralle Speckwülste verbergend, mit unpassenden Badelatschen in der Stadt, hat mich gerade sehr erschreckt.
      Vielleicht brütet der Deutsche in Paris deshalb über Fleisch und Angesicht verbergende Gewänder?

    • Es ist halt immer die Frage, wann Vielfalt die Freiheit einschränkt.

    • Öffentlich gelebter Glaube
      @Lisbeth Heuse

      ich habe mich beim Lesen nebenan gefragt, wann in unsere Gerichte und Schulen die Kreuze wieder einziehen.
      Waren wir nicht unterdessen so weit anzunehmen, dass Religion Privatsache sei, also im öffentlichen Raum nicht unbedingt etwas zu suchen habe und nun das… Anscheinend sind der LF die 32%, die Forsa heute für CDU/CSU sieht, noch immer zuviel. Mal schaun, ob die Berliner das am Sonntag berücksichtigen.

    • Was? Ich bin gerade etwas abgeschnitten.

    • @Renate Simon: Wenn Islam Unterwerfung bedeutet dann werden
      sicher keine Kreuze mehr einziehen. Die ersten Kopftücher sind ja da wie dort auch schon wieder erlaubt. Und während wir uns eine Kopftuch- bzw. Vermummungsdebatte aufzwingen lassen, werden sich Kalifen sonstwo ins Fäustchen lachen, da ihr Kalkül aufgeht.
      Dass der Islam, politikwissenschaftlich betrachtet – ein totalitäres Imperialismuskonzept mit Weltherrschaftsanspruch ist, davor verschließen die meisten noch immer die Augen.
      Mehr und mehr glaube ich, dass die „Einzelfälle“ sehr genau geplant verübt werden. Jemand sprach auch von der „heilsamen Furcht“, die dadurch verbreitet wird.
      Und – hat sie nicht viele von uns schon erfasst?

    • Ich mache demnächst mal was zur Kreuerlfrage. Tatsache ist, dass es in allen Bergregionen nur so von Sagenfiguren wimmelt, und wenn da Halbmonde stünden, ginge es dennoch weiter mit der mystischen Aufadung.

    • Abgeschnitten von dieser Welt
      @Don
      Dem kann ja abgeholfen werden, das Mutterschiff brachte gestern

      Zur Religionsfreiheit gehört für Angela Merkel der öffentlich gelebte Glaube – auch mit Burka.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/streit-um-vollverschleierung-merkel-gegen-vollstaendiges-burkaverbot-14435415.html

      @Gast
      Dass die Unterwerfung im vollen Gange ist, weiß ich, sage ich es doch auch immer. Klappt doch perfekt oder? Ich gehe mit Ihnen also in allen Punkten völlig einig.

    • Ja, dann kriegt die AfD halt 25%. Merkel hilft!

  25. Wir schaffen das!
    Wenigstens wir hier, so scheint es mir!

    Sie mit unerschütterlichem Optimismus und offenbar mehr Stamina als manches Bild erahnen lässt, grosser Begeisterung und noch immer auch einen Blick für Motive –
    und wir hier – meistens wahrscheinlich – unten mit beinahe ebensolcher Freude ob Ihrer Schreiblust. Und oftmals – wenigstens bei mir – mangelnder Zeit hinterher zu lesen und hinterher zu kommentieren!

    Gerne weiter so, damit es wenigstens irgendwo stimmt, das ‚wir schaffen das‘. Hier, in den Stuetzen!

  26. Titel eingeben
    Herrlich ich hab so lachen müssen bei einzelnen Passagen. Darauf hab ich mich schon den ganzen Tag auf Arbeit gefreut. Ach ja und die Bilder. Ich glaub ich wäre erst in der Nacht bis zu Schutzhütte gekommen wobei ich mich bei der letzten Etappe wohl heulen an den Rand gesetzt hätte, in der Hoffnung auf Rettung. Hut ab. Auch ich schließe mich der Vorfreude der anderen an und erwarte mit Spannung die Rückreise. Vorschlag am ende des Jahres ein nettes Buch über den Sieg des weißen alten Mannes über die Berge und Pässe.

  27. Gegen den Strom "schwimmen heißt wohl auch gegen das Berggefälle zu "radeln":=)
    Sie wecken „Sehnsüchte“ und „Kindheiterinnerungen“ in…50er/60er
    Jahre mit meinen „Ruhrpott-Eltern“ manche Ihrer Reise-Orte in den Ferien
    „besucht“, aber schon mit Auto „hin“ damals…vor aber Ort zu Fuß.
    Ja, die Berge, der Berg und das Bergen…die Wahrnehmungslosen
    türmen Berge von Gesellschaftproblemen-im-(Sklaven-)Fluß vor sich auf
    und manche türmen dann davor; die Wahrnehmungsfähigen bergen
    die Gegenstrom-Energie des Berggeistes und werden für dieses
    „Bergen“, wenn auch anstrengend, fürstlich belohnt…so scheint es mir.
    Zu recht möchte ich sagen…“Berggeist“ r(atio-vernunft-)echte Wahrnehmungs-Erleben-Belohnung…wegen der uns angeborenen
    Wahrnehmungslebengeschwindigkeit…per pedes…oder maximal Rad…
    „Fahrrad“…nicht „Rasrad“…bei „Nichtbeachtung“…Gegenstromschmerz
    möglich.

  28. Eine sehr schöne, beeindruckende Tour...
    aber ab einem gewissen Straßenzustand wird einem doch eine moderne Federgabel und zumindest eine brauchbar gefederte Sattelstütze lieb und teuer – obwohl es mittlerweile auch Einige gibt, die die Transalp mit Vintage-MTBs aus den Achtzigern des letzten Jahrtausends unter die Reifen nehmen (von den neonfarbig kleidungsmäßigen Lycra-Schrecknissen dieser Zeit gar nicht zu reden…)

    • Offen gesagt könnte man den ersten Teil bei Brandenberg auch locker mit einem Uralt-MTB fahren, und die Strecke hoch zum Pfitscher Joch trägt es sich vermutlich leichter. Gefederte Sattelstützen sind Gift für den runden Tritt.

  29. Der unbelerhbare Optimist
    Es sind grandiose, majestätische Bilder, lieber Don Alphonso. Weil ich zumeist mir die Bilder als erstes anschaue, so dachte ich diesmal zum Teil, omg, das darf doch nicht wahr sein, extremer geht nicht. Und ja, es sind Bilder dabei, welche aus dem Märchenland in „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ entsprungen sein könnten.

    Und der Text erst einmal. Können Sie es mir nachsehen, dass ich ob der bildhaften Beschreibung Ihrer Plagerei das eine oder andere Mal belustig schmunzeln und sogar herzhaft lachen musste, zumeist mit dem Zusatz omg. Die Beschreibung der qualvollen Tour fand ich sehr schön gelungen und streckenweise heiter bis urkomisch.

    Werter Don Alphonso, Sie sind wohl eher ein unbelehrbarer Optimist. Wer sonst könnte solch eine beschwerliche Tour, selbst wenn sie durch eine Märchenlandschaft führt, so beschreiben, dass es durch und durch positiv aufgenommen wird.

    Ein wunderbares Miterlebnis, das Sie uns da bescheren, herzlichen Dank. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die Weiterfahrt, und weiterhin ein gutes Wetter!

    • Danke. Es ist halt einfach so, dass es Grenzen gibt und das Gefühl, dass man sie Stück für Stük verschieben kann. Erst war der Jaufenpass unvorstellber, dann war es das Penser Joch, dann Transalp in zwei Tagen und wie ich gerade merke, sind 2000 Höhenmeter am Tag längst kein echtes Problem mehr. Das spornt an.

  30. Appetit anregende Tour
    Man zieht voller Respekt den Hut, kann sich aber bei aller Bewunderung die Frage nicht verkneifen, was denn der Vegetarier nach solchen Strapazen zu sich nimmt, oder von welchen kulinarischen Genüssen er unterwegs träumt.

    Ein 400 g Steak wird’s in Ihrem Fall ja nicht sein – oder doch?
    Aber was dann? Kaspressknödel und Gröstl? Spatzln? Schlutzkrapfen?

    Noch schlimmer: die hoch verdiente Bottilie Magdalener wird ebenfalls verschmäht. Kräutertee? Kefir? Traubensaft unvergoren?

    • Gestern Abend Kürbissupe und Schlutzkrapfen, vorgestern Pizza. Man ist zufrieden mit dem, was man bekommt.

  31. gruselig
    Held? Vielleicht ein Hexer? Heute hatte ich den Eindruck, das müsse wohl Gedankenübertragung gewesen sein. Hier „hats“ aber gar keine Berge …

    • Alter, weisser Mann, der die Wahl zwischen Erfrieren und Ankommen hat.

    • oh, er wird ankommen,
      der alte, weiße Mann. Womöglich nicht ganz ohne Hilfe oder … Ansporn? Jedenfalls etwas, das ihm zuteil wird, eben WEIL er der alte, weiße Mann ist und niemand anders. Am Ende des Tages kommt er aber dennoch zweifellos aus eigener Kraft an.

    • Ich habe überlegt, ob ich im Zillertal die Bahn nehmen soll – aber es ging auch so.

  32. Titel eingeben
    Irgendwann derwischt sie noch der Boandlkramer… erstmal guade Nacht mit vielen Kalorien.

    • Das ist noch sehr, sehr lang hin.

      Aber ganz ehrlich, lieber den schnellen Bergtod als den Lungekrebstod auf dem Krankenbett.

  33. Rampen
    Das mit den Rampen scheint mir ein Terminus Technicus aus der Quäl-dich-Szene der Bergradler zu sein: Kurze, in die Beine gehende Steigungen auf einer eh schon steilen Bergstraße.

    • Ja. Kurz und immer 10 Meter länger, als dass man da mit Anstand hoh käme und nicht wie ein verhungerter Esel aussieht.

  34. Bliebe am Rande evtl. noch ein kleiner, nebensächlicher Hinweis an die hochverehrte Gemeinde:
    Woanders ist in den kommenden Tagen „Herbsttagung 2016
    On Myself. Autobiografisches Schreiben“ – das ist sicher auch ganz nett, dient vielfach der Unterhaltung, Klärung oder auch, hüstel, „Weiterbildung“ – das beste scheint aber vermutlich (und nicht nur banalerweise) es zu machen, also hin-und-wieder auch einmal so zu schreiben. Autobiographisches Schreiben also u.a. auch eine sinnvolle Zutat.

    Und erneut ans Banale grenzend würden jetz manche meinen und welches Schreiben wäre/gäbe am Ende nicht zu allererst und vorzugsweise Kunde ves Schreiben. Das aber eben noch nicht autobiographisches Schreiben.

    Und auch dieses unterläge, zumal in der Spiegelungs- u. Bruchstückflächenzunahme der persönlichen wie allgm. Ordnung in dieser Zeit, eben auch Veränderungen nach der Zeit. Einfacher gesagt: Autobiographisches Schreiben kommt heute mehr, intensiver und häufiger, ja allgemeiner vor, als je früher. Und das Wachstum scheint bislang keine Grenzen zu kennen, zumal noch soviele Milliarden Zugang dazu erhalten solen und werden. Veränderungsbedingungen, welche aber besonders heute zeitpunktinteressant sein könnte. Mal diesbezüglich einen Reiter auf eine der pers. Karteikarten machen. http://tinyurl.com/hylwtgn

    Aber anscheinend unbewußt auch wiederum gut gewählt das Motto von den Machern, nett. Mal schauen, was dabei herauskommt. http://tinyurl.com/hwz4cox

  35. Evtl. noch einen Linktext vergessen ...
    „TM hat die eigene Person stets als Materialquelle und als produktiven Bedingungsfaktor der literarischen Schaffensdynamik begriffen. Insbesondere die Lectures On myself von 1940 machen das konstitutive Prinzip der Werkpolitik deutlich, derzufolge die Einheit- und Entwicklungslogik der literarischen Schöpfungen in der Person ihres Autors performativ verkörpert werden. Das Narrativ der Personifikation umfasst hierbei stets auch eine bewußt theatral angelegte Komponente; es manifestiert sich sowohl als Charakteristik des Stils wie auch in theatralen Maskeraden der verfremdenden Selbstbespiegelung.“

    http://tinyurl.com/hylwtgn

    „die eigene Person stets auch als Materialquelle und als produktiven Bedingungsfaktor der literarischen Schaffensdynamik mit“ – eigentlich banal, und uneigentlich auch wieder nicht. „Es kommt am Ende eben nun einmal darauf an, wer trinkt, ein Leineweber oder eine Persönlichkeit“, so einer der bekannteren, möglichen, allgemeinen Subtexte dazu.

    Zum Glück sammelt unsere FAZ wenigstens immer noch eben auch unbanalere Existenzen und Schreiber, wie unseren hochvereherten Blogger hier.

    Und „Genies an die Front, kloppt das Alte ehrenvoll in die Tonne, vergesst es schnell, wenn wir wollt, niemand schuldet Dankbarkeit, neue Texte müssen her, diese Zeit zu sein, zu spiegeln, zu verkünden, zu bewahren, zu zernichten“, wir machen es nicht darunter, wälze sich wer, wie er möge darob.

    • Ich nehme eine Portion tucholsky, ein Liter Schnitzler darüber und am Ende mit Bergluft flambiert.

      Die spannende Frage für uns mittelalte weisse Männer ist doch: Schaffen wir das? Und um welchen Preis?

    • Offenbar liest SIE diesen Blog, Don Alphonso,
      denn sie hat sich – etwas – korrigiert in Bratislava:
      Unter dem Schirm von ‚Wir schaffen das‘ hat sie heute postuliert ‚Wir müssen besser werden‘.

      Das ist natürlich *die* Antwort auf Ihre Frage wie es bei uns (mittel)alten weissen Männern ist.
      Den Berichten aus den letzten Wochen der Kunstfigur ist zu entnehmen, dass diese sich schwer anstrengt.

  36. man will immer rauf
    will so sagen: die Endorphine helfen den Unbelehrbaren.
    Und: die in Sterzing sind rustikales Auftreten gewohnt. Waren doch selber Bauern. Nicht so viel denken beim Unbelehrbarsein.

    • Die in Sterzing kennen mich schon. Immer das gleiche Hotel.

      Es ist eine lange qual, aber im Hern brennt sich der Endorphinschock vom Ankommen ein. Man fragt sich dauernd, warum man es tut, und oben weiss man es dann.

  37. Titel eingeben
    Also mir gefallen die Bilder von alten Autos besser, ich finde diese Berglandschaften irgendwie erdrückend. Kann mir gar nicht vorstellen, wie man dauerhaft in einem Tal eingezwängt zwischen diesen Felsmassen leben kann.
    Fahren Sie eigentlich auch mal ans Meer? Wäre doch auch schön.

    • Also nur damit es nicht aufhört, Tommy, ich liebe diese Bilder!
      Und die Einsamkeit, die in ihnen ist. Ja, gerade die Schrofheit.

    • Es kommen noch deutlich mehr. Gestern war es nämlich auch schön*.

      *im Bett liegend gesendet

    • Meer kommt eventuell im November wieder und alte Autos hätte ich noch tonnenweise. Aber es geht ja um den Moment, da man oben steht und in die Weite schaut.

    • ?
      Als ich von der Nordseeküste ins Gebirge wechselte, fragte man mich auch: Was willst du da?Da kann man ja nicht weit kucken.Als man mich später oft besuchte, hieß es:Du hast es richtig gemacht.

      Es ist ja nicht so, dass die Berge die Weitsicht ihrer Bewohner verstellen.

    • Man sieht sehr weit und bekommt auch ein Gefühl für den Gegensatz weite-Enge.

    • Berge
      @tommy, das erste Mal in Innsbruck habe ich mich eingekesselt gefühlt, ganz hoch oben am Patscherkofel und auf der Nordkette die Lichter. Jetzt lebe ich seit 22 Jahren in Innsbruck und Telfs, die Berge sind 2700 m hoch und etwa 1000 m und weniger entfernt und ich fühle mich sehr wohl. Am wohlsten, wenn ich oben bin. Wenn ich in meine Heimat Wien fahre, habe ich bereits in Salzburg das Gefühl in der Puszta zu sein. Man gewöhnt sich an die Berge nur runtefallen sollt man net.

  38. Ein anderer Reisebericht – unspektakulär…
    Recht unauffällige geschätzte 20.000 Höhenmeter insgesamt: Eine Flugreise nämlich von Süditalien nach Deutschland mit zwei Stunden Zwischenhalt auf dem Flughafen Zürich hat mein schönes vierzig Jahre altes Schweizbild kulinarisch beschädigt.

    4 cl Hendrick’s Gin & Tonic zu 16 Euronen, nun ja… – In den zahlreichen Bars und Imbißständen gab es auf meine Frage: „Haben Sie etwas Schweizerisches zum Beispiel mit Bündner Fleisch, Appenzeller oder Greyerzer Käse?“ überall nur Kopfschütteln mit Verweis auf längliche pflaumenweiche Brötchen oft zweiter Frische, irgendwie alle stochastisch mit Riesensalami, Tomaten, Scheiblettenkäse und Klebeschinken belegt.

    Dann die Verfolgung eines Bezahldialogs für ein Fläschchen Coca Cola Zero zu 5,50 SFR zwischen einer Amerikanerin und dem freundlichen Uncle Tom hinter dem Tresen: „Annahme Fremdgeld nur in Scheinen, Wechselgeld nur in Schweizer Währung.“ Nach einigem Kramen in Fächern und Rappengeklingel kam dann für die Frau dieser Deal heraus: „Hier haben sie erst einmal fünf Franken zurück“ und er legte noch aus einem Korb in Form von zwei Bananen das Restgeld von zwei Franken dazu. Mein Kommentar: „African currency!“ und wir haben alle drei herzlich gelacht. Die gute Frau hat dann noch unverständlicherweise gefragt: „This is Africa?“, aber das habe ich wegen der weltbekannten US-Geographieschwäche nicht weiter verfolgt.

    Der Barmann erklärte mir auf meine Frage wegen der einfältigen Geschmacklosigkeit der Reiseverpflegung, daß die Zürcher Flughafengastronomie fest in deutscher Hand sei. Lokales ausgleichendes Abkommen wegen der An-und Abflüge über Deutschland?

    Aber schließlich, kaum zu glauben, Überraschung: In der Ankunftshalle Frankfurt intensiver Duft von einem Stand, der heiße Frankfurter Würstchen aus dem Kessel mit Senf und Brötchen anbietet.

    • Titel eingeben
      Nerv´ hier nicht rum mit deinem langweiligen, krampfhaft politisierten Flugerlebniss und daß dir Preis und Qualität in der Flughafenbar nicht gefallen haben!
      Dafür gibt es ein riesiges Forum: vielfliegertreff.de

      Oder glaubst du wirklich, mit deinem wortreichen Geschwalle über Imbissbuden auf Flughäfen jemanden zu beeindrucken oder auch nur zu interessieren?

    • Bitte…

    • Titel eingeben
      …Verzeihung. Mea culpa.

  39. Nein, nein, verflixt nochmal: Wir wollen die dummen LETZTEN Radfahrerworte immer noch nicht:
    http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/08/28/tmt-vom-zweifel-abfallen-6732/#comment-133324

    Und angesichts des http://blogs.faz.net/stuetzen/files/2016/09/ginzq.jpg Entzückendenrückens fragen wir uns:

    http://www.yourepeat.com/watch/?v=ZrVK5NeqFsc&start_at=63&end_at=67

    Wer ist Ihr Helfenderbegleiter, der wohl auch einige Bilder zusammengekocht hat?

    • Niemand. Ich mache das allein und lege die Kamera auf einen Felsen mit Selbstauslöser.

    • PRUUUUUST! Köstlich!! Der ist oberübergut!!! "...Felsen mit Selbstauslöser."
      Was es nicht alles dort gibt?! Na, nun wissen wir wenigstens, warum Sie ausgerechnet in Solchabnormengefilden umhergeistern: „Felsen mit Selbstauslöser“ – ich krieg mich gar nicht mehr ein… Und der Felsen ist wahrscheinlich auch noch mit einer Vollautomatischfunktionierendenkamerademfahrradhinterhertragefunktion ausgestattet, gelle?! Wird höchste Zeit, dass ich mal hinfahre und eine Felssammlung beginne.

    • Da liegt dann sie Kamera drauf. Also einfach hinfahren, einen 8-Tonnen-Block holen und der Spass beginnt!

    • "...einfach hinfahren, einen 8-Tonnen-Block holen..." - also ich seh schon wieder
      die sich Schlagartigverdüsterndenmienen der Berufsbedenkenträger: Was wird, wenn das nun jeder einfach machte?

      Das wär doch prima, dann wär irgendwann die Passhöhe um einiges niedriger – so wie beim Jaufenpass: Auf den Stocknägeln

      http://www.ebay.com/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2047675.m570.l1313.TR0.TRC0.H0.Xjaufenpass.TRS0&_nkw=jaufenpass&_sacat=0

      steht noch 2100, Sie sind aber mittlerweile dermaßen oft darübergehobelt, dass da ganz offiziell bloß Sechsmeterweniger http://blogs.faz.net/stuetzen/files/2016/09/tmthm.jpg übrig sind…

    • Frau K E Am Gelin
      haben (heute) wohl einen Frosch gefrühstückt?

      Vergnügte Güße (und auf die Kröten achtgeben!)

    • Natürlich nicht den ganzen Frosch, fiesgrins, aber seit wir damals in der Oberstufe
      Muskelphysiologischefroschexperimente machen durften und ich zum Entsetzen der anderen Mädchen und auch der Jungs der Klasse und des Lehrers die Viecher mit Wonne und wie am Fließband auch für die Versuche der übrigen Schüler zerlegt habe, mache ich mir immer noch regelmäßig stiekum das Vergnügen die Nachtruhestörendenbioteichbewohner nicht ganz nachhaltig, aber doch beinahe vollständig zu dezimieren -lecker, lecker, schmatz…

      Kröten? Mitnichtenneffenonkelntanten, steh mehr auf Klöten, lieblächel…

    • sapperlott
      was hier so alles durch die Freischalte rutscht – erinnert mich an seinerzeitig weiländische Verbal-Hornungen Zür’cher Flughafenbeschäftigter bzw dort abhebender Saftschubsen (wie finn’s’n das, was bei DA’s Radlern quillt? – stiekum.. man muss so freie Schalte ja nicht gleich vorführen)
      Sind also einheimische Prinzen, verwunschenerweise, doch genießbar, guten krötologischen Gewissens gar? Rezept?

      (PS: 2-3 comments weiter oben – in der vom Duzend-Kläffer pejorisierten, umso lustigeren banana-money-story, kommt Kloten, ungenannt, vor- reiner Zufall, ich versichere)

  40. Genderwahn im Alpenverein
    @Andy Hunter
    Ich freue mich, zu lesen, dass ich nicht der einzige war, der seine Alpenvereinsmitgliedschaft wegen der Einführung des Genderwahns gekündigt hat – immerhin durfte ich als Reaktion noch eine Beschimpfung lesen wegen meiner „geistigen Blockadehaltung“.

    • Re: Genderwahn im Alpenverein
      Die Bereitstellung alpiner Schutzräume hätte mir eigentlich gereicht, ich brauche weder einen „safe space“ für Transgender, noch Dritt-Toiletten mit Sternchen auf 2000 m Höhe, noch Kletterkurse für sogenannte „Schutzbedürftige“. Ach ja, und den 1:1 Transfer der aktuellen Münchner Klötzchenarchitektur ins Höllental lehne ich auch ab. So gesehen bin ich eigentlich ein Ausbund an geistiger Blockadehaltung, aber egal. Der Verlust bleibt überschaubar, denn die subventionierte Erbswurstsuppe esse ich eh höchst selten.

    • Am nächsten Halt nach dem Bach war so eine Teambuilding-Gruppe, die lernte, wie man zusammen in Neopren durch die Klamm absteigt. Ich habe da etwas zugeschaut und mich an der miserablen Stimmumg erfreut, weil die Teilnehmerinnen dazu wenig Lust hatten. Kann ich aber auch verstehen.

      Man muss das hier wollen, und viele wollen es nicht. Das ist, man muss es so sagen, kein Ort für Drag Queens und Gendertröten. Selbst wenn sie kämen – sie würden es nicht mögen. Können Sie sich vorstellen, dass eine dickliche, stets mies gelaunte SPON-Hasserin frohen Herzens hier hochkeucht? Eben.

    • Ich war da nie dabei und es geht auch ohne.

  41. Tunnel
    Den gespenstischen und auch gefährlichen Tunnel auf dem Weg zum Pfitscherjoch kann man mit dem Rad umgehen – es zweigt voher ein kleiner Weg ab, anfangs recht steil und nur was fürs Mountainbike. Aber dann geht es gut. Lieber ein paar Meter schieben als durch diesen Tunnel.

    • Ja, den Weg habe ich auch gesehen. aber es war schon spät und was mich erwartet, wusste ich nicht. Es ging, aber das zehrt an den Nerven, die man eigentlich für anderes braucht.

    • Genau so ein elendiger Tunnel war es damals,
      allerdings unbeleuchtet, in den der Nachbar vorausfahrend mit Sonnenbrille reinbretterte…

      Gibt es solche am Jaufenpass? Don, Sie meinten es hätte einen mit scharfer Rechtskurve, die mir nach dem Schreck nicht mehr erinnerlich ist, aber der unbeleuchtete Tunnel sah m.E. genauso aus wie der nun auf dem Foto. Wenn’s solch einen (unbeleuchtet) am Jaufenpass in den Endsechzigern nicht hatte, sind wir von Sterzing eine andere Strecke gefahren, viele Felsen am Straßenrand, nirgendwo Leitplanken. Landschaft habe ich gar nicht gesehen, musste ja der Knalltüte hinterherrasen.

    • Es gibt eine einzige, leicht tückische Stelle Richtung Meran: eine 90Grad-Kurve in einem unbeleuchteten, kurzen Tunnel. Mir machen Tunnels nichts aus, aber der hier ist einspurig und bergauf. Als Radler ist das super ätzend, die 400 Meter durchzusprinten, bei 9% Steigung.

    • Tunnel machen mir auch nichts, aber damals war
      es eben diese bescheuerte Situation. Aber nun, ich hab’s überlebt, der Nachbar auch, mein Vater hat ihn nicht geschlagen, allenfalls mit Worten und weiter ging’s Richtung Riccione.

      Ihre Bilder versöhnen mich nachträglich doch mit einigem, was ich in den Bergen erlebte. Wiewohl es im Vilnösstal 14 Tage schönes Wetter hatte, ein Unwetter, ansonsten Sonne pur und ich mit fürchterlichem Heuschnupfen, von dem ich damals keine Ahnung, also auch keine Medikamente hatte. Ständig zugefallene Ohren erinnere ich schmerzhaft.

      Und wenn ich die Geschichte mit den Kuhgittern erzähle, lacht sich hier alles kaputt:
      Ich konnte nicht drüber laufen, ging nicht, mir drehte sich der Magen um, der Kreislauf stolperte und ich stand da wie die Kuh vorm Gitter. Wozu mein Mann dann meinte, ich sei in einem früheren Leben garantiert ein Rindvieh gewesen. Am Rand langtastend arbeitete ich mich dann über diese Dinger… selbst Kellerroste an Häusern brachten mich zum Stehen. Wer weiß, was ich schon alles irgendwann einmal erlebte. TDV wird mir das erklären können oder?

  42. Tragen und schauen
    Das mit dem wandern und tragen ist klasse!
    Ich kenne sowas aus Cogne.
    Und was man dann alles sieht!

    ….sehr schöne Fotos und eine ungewöhnliche, interessante Strecke .

    • Danke. Wobei ich sagen muss, so ein 20 kilo schweres Rad 10 Höhenmeter hochheben, und das auf 2100 Höhemeter – das geht schon auf die Kondition. Danach braucht man erst mal eine Photopause, und so entstehen dann die Bilder. :)

  43. Das hat sich gelohnt!
    Zu den Unbelehrbaren würde ich eher sagen: Sie haben manchmal Glück
    (und die Dummen unter ihnen werden dadurch noch unbelehrbarer).

    Aber die Bilder: ein Traum!

  44. Oha,
    und das mit dem Schuhwerk.
    Die Bilder sind wunderbar, Danke!

    • Die Schuhe sind durchaus bergtauglich, wenn man sich mal an die feste Sohle gewöhnt hat. Ich fahre die jetzt seit 3 Jahren und bin überall hoch gekommen. Sofern es nicht gerade Kletterrouten sind, machen sie alles mit.

  45. Jawoll !
    So etwas ähnliches habe ich auch gemacht, in Andorra und Frankreich (cole du galibier, cole de vars und einige andere). Herrlich!!! Das war meinerseits vor genau 20 Jahren, fünf Wochen mit Sack und Packfahrrad, 3500 km von Genf nach Bordeaux. Herrlich! danke für den Bericht. Stefan aus Potsmuseumsdorf a.d.H.

  46. Schöner Bericht
    Auch wenn man vielleicht etwas mehr über den Autor als die Reiseroute erfährt – es ist ein schöner Bericht.

  47. Noch was anderes, die EU macht grade jetzt anscheinend ernst
    – also vor allem Frankreich mit Deutschland scheinen das zu sein – mit einer partiellen Abkehr von NATO-Brüssel, wie interessant. Schien nicht vor wenigen Tagen bereits an anderer Stelle der Zenit dieser Organisation möglicherweise mit der demnächst kommenden Neubaueinweihung womöglich wie überschritten?

    „Konkret schlägt das von beiden unterzeichnete Schreiben an die Außenbeauftragte Mogherini fürs Erste die Errichtung eines permanenten europäischen Hauptquartiers und eines gemeinsamen Sanitätskommandos vor, ferner die gemeinsame Nutzung eines Logistikzentrums für strategische Ausrüstungen sowie europäische Aufklärungs- und Überwachungssatelliten.“

    „Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian“, in Frankreich hat nun endlich auch das alte Geld verstanden, was die Stunde geschlagen hat. Und franz. Adel ist mehr als Geld. Vor allem aber politisch sehr interessante Zeiten.

    Wie gesagt, Fr. Dr. Merkel arbeitet vermutlich wie ein Pferd, und, so der unveröffentlichte Eindruck, in alle Richtungen – grad so, wie es nötig ist

    • Nach der nächste Wahl in Frankreich ist da eh alles anders. Wer auch immer gewinnt, wird es mit Merkelfeindlichkeit tun.

    • Dirty Don
      ich find es ja immer noch unsäglich, dass so viele sich nicht zügeln können, ihre poelitische Meinung an einer Radtour zu orientieren. Aber mei, ich bin halt ein Rheinländer und bin tolerant.

      Ihre Abfahrt, lieber Don Alphonos, hat uns ja einiges gezeigt.

      Zwei Radler, die grad den Weg bergauf nahmen, zwei Radler, die zögerlicher als Sie abfuhren, zwei Biker, bei denen Sie ein wenig gezuckt haben.

      Aber:

      Letzendlich haben Sie uns gezeigt, was man erst einmal bergauf leisten muß, um so etwas erleben zu können.

      Danke für die Eindrücke und erzählen Sie uns bitte nicht mehr, dass da Teufel hinter Ihnen her gewesen wären. Sie haben es so genossen, wie manche Schauenden.

  48. Atemberaubend. Wie muss das nur "live" sein...
    Herrlich zu verfolgen, zu lesen! Und die Bilder..!

    Gute Fahrt und sichere Ankunft. Und viele schöne Eindrücke vom Wegesrand…

    Ein seliger Leser

    • Danke, es lief auch gestern prächtig. Ich bin schon in Patsch und schreibe dann heute Abend, wie es gelaufen ist.

  49. Titel eingeben
    Jetzt verstehe ich, warum Steyr-Puch den Haflinger und den Pinzgauer gebaut haben: um havarierte Radfahrer aus der Barney-Geröllheimer-Wüste zu bergen. Offenbar haben sich Militarios schon vor 40 Jahren da oben verlaufen. O.k.: ein Universal-Motorgerät tät es auch, das aus Wörth am Rhein. Alle mit Portalachsen wegen der Felsen ringsum.

    • Mit dem Haflinger kommt man da auch nicht mehr durch. Der Wirt der Lavitzalm jedenfalls nimmt die ausgebaute Forststrasse von der italienischen Seite. Ansonsten schicken sie eh den Heli.

    • Einspurig
      Wir haben vor nicht allzuvielen Jahren in Osttirol (oder Westkärnten?) einen Wirt gesehen der einen ziemlich wilden Steig mit dem Motorrad gefahren ist. Bei Bruck an der Mur hat ein Wirt um 1990 seine Sachen (40 kg) noch auf dem Rücken zur Hütte gebracht. Er sagte, er könne mehr tragen als ein Esel. Heute wird das wohl alles mit dem Hubschrauber geschehen.

  50. Die ganzen Radl auf den Berg G'schichten
    …machen mich ja völlig süchtig.
    Klicke nichts lieber im Moment.
    ‚Nur Unbelehrbare siegen‘ – Wunderbar.
    Kann man irgendwo eine Tour mit Ihnen gewinnen – – aber nein das geht ja nicht, dann ist die Magie weg. Nur ein Mann alleine kann das erleben. Glaube nicht, daß eine Frau das jemals wirklich verstehen kann.
    (So, Frau Stok. vom Spo. jezz falln se mal über mich her – oder nee nach kurzen Nachdenken zurückgezogen, was der Mund so alles sagen kann, bevor das Gehirn Einhalt gebietet)
    D., Sie sehen wie sehnsüchtig Sie mich machen, nach der Ferne, dem Aufstieg in die Wolken, nach dem Blick ins Tal.
    Und das alles kostenfrei.
    Nein, keine Sorge, das ist keine Liebeserklärung.
    Welche geheime Botschaft ist die „87“?
    Venceremos, mit besten Grüßen vom Flachlandfisch
    P.S. Don, Sie sind der Meister der Durchstreichungen

    • Es gibt auch etliche Frauen, die Transalp fahren, aber die Mehrheit ist männlich. Man muss das wirklich mögen, sonst wird es zur Qual.

      Mit mir fahren ist mehr so „Entdeckung der LLangsamkeit“, ich bin alles andere als schnell unterwegs und brauche viele Pausen. Das ist auch nicht so spassig.

    • Ohne die @vielen Pausen
      gäbe es nicht die vielen schönen Photos.

      Und die Pausen an sich, während derer ich dann oft erst das Ausmaß der Erschöpfung begreife und erst nur blöd in die Welt stiere, um dann immer mehr und soviel mehr äls mir sonst möglich von ihr zu erfassen… sind göttlich!
      Vor Jahren strandete ich per navi in der Marsch vor Drahe, – kein Mensch, flach, verwilderte Weiden und als ich mich an einen Pfosten lehnte dachte ich, das hier könnte auch pampa secca sein.
      Das Schauen in den Pausen ist fast so wichtig wie die Anstrengung auf dem Rad.

    • Es gibt auch welche, denen mache ich zu viele Pausen – das muss man auch sehen. Für den Flow der warmen Muskeln ist das Gift.

    • Fernweh
      Dann möchte ich Ihnen (und anderen) ein Buch empfehlen.
      Vom polnischen Autor Andrzej Stasiuk: „Der Stich im Herzen“

      Es ist unglaublich wie Stasiuks Erzählkunst
      das Fernweh im Kopf des Lesers in schöne Bildern verwandelt.

      Zitat: „Wir wandern durch die Welt, um von ihr zu erzählen. Und keineswegs, um sie zu erobern, zu verändern, zu erkennen und zu verstehen, sondern lediglich, um ihre Schönheit zu beschreiben. Eine Schönheit, die wir oft nicht begreifen können; doch wir spüren, dass sie in uns fährt mit der Kraft der ersten Liebe.“

  51. Titel eingeben
    Der eine raucht auf Teufel komm´ raus und meint, er werde schon kein Bein verlieren, und der andere stürzt sich mit dem Rennrad Bergpässe hinunter und meint das auch.
    Immerhin:
    Der Raucher kann von mir aus auch brennen, während Ihre gefühlvollen Fotos und Berichte mir zeigen, daß es das Südtirol meiner Kindheit noch immer gibt.
    Vielen Dank und ebenso viele weitere gute Reisen!

    • Gern geschehen.

      Wenn es nach der Todesrate geht, ist der gefährlichste Ort der Welt übrigens das Karenkenhausbett und nicht das Rad.

    • Statistik
      Lieber Don,
      dann müssten Sie in der Regenrinne nächtigen, denn dort ist, statistisch gesehen, kein Todesfall bekannt.

  52. Titel eingeben
    Herrlich, danke für die schönen Berichte und weiter gute Fahrt!

  53. TegernseeerImAusland sagte am 14. September 2016 um 17:55 Uhr
    @Klaus:
    „Eine Rampe ist grundsaetzliche eine „schiefe Ebene“, daher auch Begriffe wie „Laderampe“ und „Startrampe“. Im Textkontext wuerde ich den Begriff „Rampe“ am ehesten mit „(langer) gerader Anstieg“ ersetzen.
    .
    Ähem, wenn der Anfang Ihres Satzes seine Gültigkeit behalten soll, so sind die von Ihnen gewählten Beispiele „Laderampe“ und „Startrampe“ schlechte Beispiele. Laderampen sind heute ebene, in der Regel aus Lagerhallen oder Spezialfahrzeugen auskragende Flächen zum Beladen von Transportmitteln wie LKW, Bahnwaggons oder Transportflugzeugen. Und Startrampen (z.B. für Raketen) stellen auch eher eine Ebene mit einem senkrechten Versorgungsmast dar. Oder haben Sie in Cap Caneveral oder Kourou schon einmal dieses schräge, als „einfache Maschine“ zu bezeichnende Gebilde gesehen, mit denen z.B. die Ostgoten dem Theoderich-Grab in Ravenna den 400 Tonnen schweren Deckel verpassten? Und zuvor die Ägypter ihre Klötzchen für die Pyramiden hochschoben? Die Zeiten von V1 und Matador sind längst vorbei und wassergestützte Flugzeuge bevorzugen inzwischen auch die Ebene des Trägerdecks (wenn man einmal von gewissen britischen „spleens“ des „jumpings“ absieht, die z.T. auch von den Russen nachgeäfft werden).
    .
    Prochainement en rampant le Kellertreppe hoch zum Frühstück.

  54. Im Sinn der europäischen Aufklärung ist Frau Merkels Burka Politik nicht
    @Renate Simon – Bei der Frage Vollverschleierung geht es meines Erachtens nicht um “öffentlich gelebter Glaube” sondern um Sicherheit. Für Frau Merkel ist der Glaube vollverschleierter Frauen wichtiger als die Sicherheit der anderen Bürger für die sie verantwortlich ist. Das ist die selbe Haltung wie beim Selfie im vergangenen Jahr, mit dem sie in der ganzen Welt den Eindruck erweckte, jeder sei in Deutschland willkommen. Die Leute aus anderen Ländern waren ihr wichtiger als die Bürger, die sie gewählt haben und die mit ihrer Einladung an alle umgehen müssen.
    .
    Abgesehen davon finde ich es falsch den Betroffenen gegenüber. Man kann annehmen, dass sich Afrikaner auf Grund von Frau Merkels Selfie aufgemacht haben und dann an den Grenzen abgewiesen wurden oder gar ertranken. Diesen Menschen gegenüber war das Selfie unverantwortlich.
    .
    Das FAZ Bild zum Artikel Vollverschleierung und Frau Merkel zeigt einen von der deutschen Kanzlerin angetanen muslimischen Mann. Das traf den Punkt meiner Kritik. Als Nutznießerin der europäischen Aufklärung sollte man die Unterdrückung von Frauen nicht auch noch unterstützen. Sicherlich kann man annehmen, dass es muslimische Frauen gibt, die aus eigener Überzeugung vollverschleiert herumlaufen wollen. Aber es gibt sicherlich auch solche, die wie Annette von Droste Hülshoff zu Zeiten empfand, als auch deutsche Frauen ein Kopftuch tragen mussten:
    .
    „O, sitzen möcht‘ ich im kämpfenden Schiff,
    Das Steuerruder ergreifen,
    Und zischend über das brandende Riff
    Wie eine Seemöve streifen.

    Wär‘ ich ein Jäger auf freier Flur,
    Ein Stück nur von einem Soldaten,
    Wär‘ ich ein Mann doch mindestens nur,
    So würde der Himmel mir raten;
    Nun muß ich sitzen so fein und klar,
    Gleich einem artigen Kinde,
    Und darf nur heimlich lösen mein Haar,
    Und lassen es flattern im Winde!“

    • Liebe Frau Heuse,
      ich gehe mit Ihnen doch völlig d’accord.

      Waren es im letzten Jahr zum einen der unsägliche Tweet des BamF, dem dann die Selfies folgten, ist es heute Merkels Geschwätz, bei dem sie leider von allem möglichen schwurbelt, aber das eigene Volk vergisst. Anscheinend sind und waren wir ohnehin nie ihr Land, denn die BRD und ihre Zustände wollte sie nie haben.
      Und nun wird ein Theater darum gemacht, ob sie nochmal antritt oder nicht. Aber, sie wird uns nicht verlassen, ihr Werk ist noch nicht vollendet.

    • (Ap)p.er&re-zeptionen
      So fragwürdig die bei Troste?-Hülshoff gezeigte Wahrnehm&Darstell-ung dem Kriegsgott gewogener, alles andere als mellow bewegter Marschmännlichkeit dünkt, mögen Frauen beizeiten eine Gleichsetzung von E-manzipation und -masculation be-denken: *asking the woman’s question* (histor. Ursprung von uprising feminism) erfordert *also asking the man’s question*, will man -nein: soll *(hu)man’s question* (Was macht Menschsein aus?[see f.e. crit: http://www.spurgeon.org/sermons/2666.php%5D) nicht vergessen werden.
      Im Weiteren, bei SuR, geht es -satirisch- um die männliche GebärWillensfähigkeit, weniger satirisch wären dazu *Proxy*Mutterschaft (etwa Elter-schaft eines Homopaares -oder zweier Paare, die sich grün sind- qua ind. Leihmutter) oder Solche infolge Gebärbefähigung nach trans-x-*-isierung Gebärmutwilliger, oder ggfls in Zukunft mithilfe Extrauteringravidität, eccyesis etc – den Dreiklang aus technos, logos und ethos (&eros nicht zu vergessen) mit zu modulieren fordert Alle, he-men &we ..scusi: wo-men alike. Braucht den *hard headed women*, nüchternen RealistInnen hier, kaum gesagt zu werden…

      Achso, dies noch zur *Burka-Bombe*: glaube nicht, dass darunter soviel echtes bummbumm passt, wie an symbolischem Sprengstoff hinein ver&ge-dichtet oder fundamentalisiert werden kann.. säkular und laizistisch sollte die Antwort sein: eine verschleiernde/vermummende Bekleidung, aber keine religiöse (man muss nicht alle Spielchen mitmachen!)

    • "Das Kopftuch ist die Flagge des islamischen Kreuzzuges. Diese islamistischen Kreuzzügler sind die
      soll Alice Schwarzer schon vor langer Zeit gesagt haben. Und wir hier reden über ein Symbol und nicht über das, was hier um uns herum geschieht und uns und unser (Zusammen-)Leben gefährdet.
      In der Prantelhausener haben sie wohl irgendwie die letzten Telefonate des Ansbachers und des Würzburgers veröffentlicht. Die standen bis zum Schluss in Kontakt mit jemandem im Hintergrund, der sie bis in die Mordtaten anwies, unterstützte und begleitete mit für sie hilfreichen Hinweisen auf das Himmelreich danach.
      Wie viele der Einzelfall-Verursacher stehen über ihre phones ebenfalls in Verbindung mit unseeligen Rädelsführern in der Ferne, die solche Attentate inszenieren, gut heißen und uns in Angst und Schrecken versetzen?

      Wir verstehen das nicht, mit unserem kulturellen Hintergrund. Sprechen über Vermummungen. Und die LF erkennt die Burka als „großes Integrationshindernis“ – es geht nicht darum. Nicht um die Vermummung und nicht um die Burka – und schon gar nicht um die Frauen, die diese tragen – nur, wenn sie, wie im Bataclan, die Waffen darunter verstecken.

      Wir haben noch nicht verstanden, dass es um das Überleben unserer Kultur, wie wir sie kennen und lieben, geht. Und dass die andere Seite, die Unterwerfung will, nichts anderes heißt Islam, vernetzt ist in einem Maße, das über alles hinaus geht, was wir zur Zeit auch nur erahnen können.

    • Enkulturation
      Derotrotze *lieben* nicht alle diese Kultur, wie sie sie kennen: etwa Sub(versiv) vs Hoch(mut) versus VolkLore (kein VS .. ?)

      Kultur hat also zu tun; manche will gar nicht geliebt werden. Nicht einmal von allen gelebt (ex vs inclusion) .

      Hmm, diese (ver)Netze – wie geschlossen sollen die sein gegen eine offene netzKultur? Und wer knüpft, wer fischt damit, wer Fisch, wer Fischer, wer Knüpfer? Antworten!!! muss ein jeder Frager sich wohl selbst zurechtlegen. ZB können OpenSocieties recht verschlossene Agenden haben; ein Fugium erstrebenswerter sein als ein Refugium, dies wiederum mehr als entmannendes Lager (castrierendes castrum).
      Religionen, Kulte etc sind wunderbar wandelbar – was Gegensätzlich sich alles christlich nennt und nannte. Interessiert uns Weltliche herzlich, aber wenig. Dito Beth lehem oder Jeru salem Gossip über Islam und wie er die Welt stahl. Brauchen keinen X-Zug gen Armageddon, irgendwo ist immer Apokalypse (Entschleierung^^)
      Und manche mögen Kekse: welcome to, break on through to the other side. The Doors are open…

    • Einer Politkerin,
      die einer religiös orientierten Partei („C“) angehört, sollte man zugestehen, dass der „öffentlich gelebte Glaube“ Priorität
      vor anderen Dingen hat.

    • Glaube vor, noch ein Narr; es schläft ein C in allen Dingen...
      und deshalb gibt und wird es in D keine laizistische Antwort geben auf Burka&Co: der Dominoeffekte wegen, beginnend mit der Streichung des *C* in Parteiennamen (&programmen?: wegen Gebot weltanschaulicher Neutralität [mind. halb-]staatlicher Organisationen) bis hin zu fälliger Aufkündigung von Konkordaten (mit verminderten Folgen: bisheriges KiSt-Aufkommen würden sie halt auf Rundfunkbeiträge etc draufschlagen).

      Spötter meinen (fälschlich: https://fr.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9mocratie_chr%C3%A9tienne) , dass in Frankreich nur deshalb keine Partei Christliches im Schilde führe, weil niemand als Kretin dastehen möchte. Alles Makulatur: die spinnen, nun auch in Frankreich https://fr.wikipedia.org/wiki/Parti_chr%C3%A9tien-d%C3%A9mocrate_(France)

  55. gefährlich
    Die einsame Bergüberquerung über Stock und Stein scheint gefährlich, aber auch auf der normalen Landstraße kann es einen erwischen:
    http://www.merkur.de/bayern/unfall-altoetting-auto-rast-gruppe-rennradfahrer-ein-toter-6749716.html

  56. Ja, auch die ehedem heile Kraxel- und Outdoorwelt...
    ist nicht mehr das, was sie mal war.

    In den USA macht man sich schwere Sorgen, weil Weiße zwar nur (noch) zu 77% in der Bevölkerung vertreten sind, jedoch zu 94% unter den Besuchern von Nationalparks dominieren; davon (offensichtlich ganz schlimm) 39% Baby Boomers, obwohl die bevölkerungsdurchschnittsmäßig eigentlich nur Anrecht auf 24% hätten; man sieht, der alte weiße Mann stellt eigentlich überall nur noch ein Problem dar.

    http://www.nationalgeographic.com/magazine/2016/10/unplugging-the-selfie-generation-national-parks/?utm_source=Facebook&utm_medium=Social&utm_content=link_fbp20160914ngm-parksselfie&utm_campaign=Content&sf35936097=1

    Vermutlich ist er auch für diese schwere Problematik hier verantwortlich:

    http://www.outsideonline.com/2099921/how-gender-affects-your-experience-climbing-gym

    Das Leiden der Frauen in der Kletterhalle, festzumachen u. a. an zwei typisch männlich verantworteten sog. „microagressions“, die da wären: „Unerwünschtes Angestarrtwerden“ und „Ungebetene Ratschläge“, erfahrungsgemäß typische Verhaltensweisen älterer (und bekümmerlicherweise trotz aller Erziehungsmaßnahmen auch jüngerer) weißer Männer.

    Aber vielleicht bessert sich das (zumindest in Deutschland) mit den DAV-Schutzsuchenden-Bespaßungskursen jetzt zügig.

    • Ich fahre allein, da komme ich erst gar nicht in Diskriminierungsversuchung.

      Was anderes, wo bleibt der Beitrag über den Männermangen bei der Pediküre?

    • Lieber Don ...
      … die hartnäckige Weigerung der Männer, auch endlich selbst Kinder zu gebären, finde ich unter Gender-Gesichtspunkten eigentlich viel Schlimmer als das mit der Pediküre …

    • wär's Pädiküre...nunja
      Die -pars pro toto- Rimbaud’schen Schilderungen arabischer Kultur recht erinnernd, und selbst ohne ein Gemeinplatz: ist/war dort bis jedenfalls vor zunehmend-fundamentaler Islamisierung die Übernahme von solch manuellen, unserem Verständnis nach *menial jobs* durch junge Männer (nicht unbedingt effeminierte Epheben mitunter) nichts Ungewöhnliches.
      *Pars pro toto* soll heißen: dem deutschen Kulturraum / Literatur insbes. fehlen (evtl. mangels ausreichender kolonialer Kontakte) originäre Kenntnisse über und Berührungen (oft homoerotischer Natur) mit jenen Kulturen, deren Verlorene heute nicht groß Anstalten zu machen brauchen, an (offene) Türen zu klopfen. Briten und Franzosen erinnern immerhin eine ausgesprochene Höflichkeit, Sanftheit von Bewohnern jener *orientalischen* Kulturräume von Tanger ostwärts. Wiewohl dem zugleich immer auch (europäisch-kulturpessimistisch als *ehr-lich* konnotierte) Grausamkeit korrespondierte. Feinheiten passati… – damit aber genug an salonlinkselitär-aristokratisch-prämodernen Reminiszenzen: Demokratie bringt nun einmal Nivellierung mit sich; die Massen, das können nicht immer nur die Anderen bleiben. Gilt für Status-Konservative, ob reaktionärer oder progressivistischer Couleur, gleicherMa(a)ssen.

  57. Radfahrers Nachtlied
    Über allen Gipfeln
    Ist Ruh,
    In allen Wipfeln
    Spürest du
    Kaum einen Hauch;
    Die Vögelein schweigen im Walde.
    Warte nur, balde
    Ruhest du auch.
    .
    Bei so einer Bergabfahrt spürt man körperlich in jeder Zelle
    > die Zeit – und je nach psych./phys. Kraft: Angst oder Lust.
    Windgeräusche übertönen das Herzklopfen
    Wenn sich Angst + Lust die Waage halten,
    spürt man es: Das Glück.

    Man weiß auch; das nächste Mal wird es anders sein.
    Denn es gibt nur Zukunft und Vergangenheit.
    Die Gegenwart fließt in ihrer Unumkehrbarkeit dahin.
    .
    Und schwubs, in lächerlichen 10 Jahren,
    ist dann so ein Berg auf einmal zu steil. :-)

    • @ Jöthe-Johannwevon
      Ilmenau: 500 m ü. NHN
      Kickelhahn: 861 m ü. NHN

      Höhendifferenz: 361 m => keine Herausforderung für Don, aber kann man da mit dem Fahrrad bis ans Goethehäuschen? Ich war 1989, als drunten noch Birken in den Dachrinnen gezüchtet wurden, mal da oben und habe keinen Plan mehr. (DdH)

  58. Kehre um und staune oder wie man Liebe findet.
    Es ist schön zu lesen das jemand „unbelehrbar“ das tut was ihm sein Herz zuflüstert.

    Das ist wahre Freiheit. Wer dem Eigendünkel dieser kranken Welt entsagt – der entdeckt sich selbst, ist ganz Mensch. Wer die Erde, die Berge und die Bäche – kurz die Welt um sich liebt – den schließt auch die Welt in ihre Arme und gibt ihm Kraft.

    So spürt er doch bei jedem Meter- die der Weg ihn zurück in seine tägliche Welt bringt, wie ungern diese wahre Welt, ihn wieder gehen läßt.

    So ist der Schmerz auf beiden Seiten.

  59. Angeklagt wegen Anmache
    @Perkeo – In der Kletterhalle habe ich noch nie gelitten – jedenfalls nicht unter “ungewünschtem Anstarren”. Umgekehrt überlege ich mir manchmal, ob ich als ältere Dame die athletischen jungen Männer zu sehr anstarre, wenn sie gewandt die Wand hochkraxeln, was mich immer wieder fasziniert. Demnächst muss ich wohl damit rechnen, wegen “Anmache” vor Gericht gezogen zu werden.

    • Wirkt unecht
      mangels Bewegung: Copy&Paste, Montage also, mag hübsch retro sein, ersetzt aber keine postproduction in digitalen Zeiten. Ceci n’est pas Doisneau, d’autant qu’ils voudront.

    • Statt Mottenkugeln...
      Naphthalin = Mottenkugeln – das erklärt die bitterernste Reaktion.
      Mich hingegen hat dieses Foto herzhaft lachen lassen – danke dafür!

  60. Eine wahre Freude
    Lieber Don,
    ich bewundere Sie dafür, dass Sie auf Ihren Touren, trotz aller Anstrengungen einen Blick und etwas Zeit haben, die Schönheit der Welt zu sehen und sie uns zu zeigen.

  61. Kluge denken, Unbelehrbare siegen...
    Eigentlich dachte ich, da kommt noch was Politisches, weil der Don doch für eine realistische Weltbetrachtung steht (Pessimismus u. Optimismus sind m.E. die falschen Kategorien, 1650m sind 1650m u. werden auch nicht weniger, weil die anderen Pässe höher sind).
    Auf jeden Fall: eine tolle Tour mit einer tollkühnen Abfahrt am Ende, alles glücklicherweise ohne Genickbruch „geschafft“ u. mit wunderschönen Bildern dokumentiert. Ist unsere (von manchen in der fraglichen Sache auch als tollkühn eingeschätzte) Kanzlerin vielleicht des Don Schwester im Geiste, die bloß andere Berge erklimmt? Ich glaub ja nicht, dass der Don im Adrenalinrausch uns das vermitteln will. Aber…

    • Titel eingeben
      Jetzt hat er von der Abfahr noch ein Video eingestellt. Vid.me GsengteSau
      Sie wollen das nicht zu Ende sehen, obwohl es gut ausgeht. Machte mich heut morgen wach.

  62. Gewöhn dich dran: Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland.
    Der Autor dieser rassistischen Drohung „arbeitet“ beim Spiegel. Nach einem seiner üblichen rassistischen Hassartikel hat er nun eine passende, wenn auch für so einen groben Hasskeil deutlich zu höfliche Antwort bekommen. Die Antwort der CSU macht wunderbar unaufgeregt deutlich, wie man auf rassistischen Hass antworten kann und sollte.

    • Die CSU steht momentan bei 45%
      und von den befragten CSU-Anhängern würden 40 Prozent eine Kandidatur Merkels begrüßen – 27 Prozent antworteten dagegen mit Nein. 25 Prozent dieser Befragten gaben an, sie seien unentschieden.

      Es ist nicht zu fassen, aber die Antwort auf Kazims rassistischen Brief ist klasse.

    • Dialektik
      und Diskurs(analyse) : Den meisten AfD-Wählern dürften CSU-Antworten nurmehr selektive Effekthaschereien sein, auf Vorlage gesetzte und nur durch Kontrast glanzlichternde Akzente; und einem Teil derer wiederum die fdH-Alternative, das alles ein Möbiusband (angebl. mittlerweile mathematisch formuliert und nutzbar). Schein und Sei(e)n…

      To state the obvious: Der CSU stellt sich (noch nur) die *Bayrische Grenzwert-Frage*, wieviel Anti-Merkel noch Stimmenzuwachs bringt oder zu Verlusten führt (*dynamische Arithmetik*), that’s all.

    • Gar köstlich, die Antwort der CSU!
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/csu-schreibt-an-spiegel-online-viel-aerger-im-bauch-a-1112369.html

      Zumal der Angreifer, meiner Meinung nach, wiederum wadlnbeissend Widerworte hinhackt – man wird ganz wirr im Kopf, wenn man das liest, weil der Versuch kenntlich wird, Tatsachen und Worte zu verdrehen, so dass er mit seiner Meinung im Recht bleibt.
      Er sieht D wohl mit auf Dauer offener Grenze und Sozialsystem allen Muslimen weltweit gehörend, die es unter sich aufteilen dürfen und meint uns mit dem R-Wort derob zu treffen.
      Wobei – ein wenig Eindimensional wirkt das erst einmal schon. Und wird sich auch rasch abnutzen zumal bei einigermaßen intelligenten Lesern, die sich selbst ein Bild machen können.
      So arbeiten sie, jeder an seinem Platz, an der Unterwerfung des Abendlandes.
      Woran mich das Geschreibsel erinnert:
      „Die Sprache des Terrors: Warum wir die Propaganda des IS verstehen müssen, um ihn bekämpfen zu können“ Philippe-Joseph Salazar

    • Der Autor mit den rassistischen Texten
      hat nochmal nachgetreten. Und das ziemlich schäbig. Das ist leider ein Beispiel misslungener Integration.
      .
      Dennoch würde ich dem überschätzten Hassprediger gern eine Frage stellen: wenn Deutschland also, wie er dröhnt, von „immer mehr werdenden“ Muslimen beansprucht wird, wohin soll dann die bisherige Bevölkerung Deutschlands entsorgt werden? Und auf welche Weise soll sie beseitigt werden? Gerne so, wie Muslime einst die armenischen Dörfer und Städte für sich, wie der Mann formuliert, „beansprucht“ haben?

  63. Bevor man sich immer nur im Pessimismus und der Ironie suhlt, ...
    auch wenn unsere Zeitläufte dazu angetan scheinen; es gibt auch zuweilen Positives, und nicht zufällig aus dem alpinen Raum:

    Eine äthiopische Migrantin verschlägt es in ein entlegenes italienisches Alpental, wo sie auf eine findige Idee verfällt, ihr Leben neu organisiert (und sich dadurch finanziert!) und nebenbei vom Aussterben bedrohten Autochthonen (auch wenn es nur eine seltene Ziegenrasse namens Mochena-Ziege ist) zu neuer Blüte verhilft. Und leckerer Käse fällt dabei auch noch ab.

    Und der beste (leicht ironische) Nebeneffekt ist, dass zugleich aus einer studierten Soziologin doch noch ein produktives Mitglied der Gesellschaft geworden ist.

    Die ganze nette Geschichte gibt’s hier zu lesen:

    http://www.alps-magazine.com/alpenleben/agitu-ideo-gudetu-ein-milch-maerchen/

  64. Gehobene Karriereplanung
    @Renate Simon – Ich kenne mich da nicht so aus, aber ich denke hinter dem Kanzlerschaftstheater steckt vielleicht die Absicht, anderswo Karriere machen zu wollen. Frau Merkel sammelt ja schon fleißig internationale Pluspunkte. Werden die Saudis eine weibliche UN-Präsidentin in Person von Frau Merkel unterstützen, wenn sie die Burka zulässt?
    .
    Umgekehrt, wenn man jemanden auf diplomatischem Weg loswerden will, empfiehlt man ihn auf einen anderen Posten außerhalb des eigenen Terrains. Frau Merkel soll ja schon von ihren CDU Kollegen für den Nobelpreis vorgeschlagen worden sein. Wenn es dann mit dem UN Vorsitz auch nicht klappt, dann vielleicht mit dem Vorsitz der EU? Den hielt ja auch noch nie eine Frau.

    • Lisbeth, erschrecken Sie mich doch nicht so
      dieser Tage las ich, dass die UN auch nicht mehr den Status hat, den man ihr noch nachsagen möchte. Aber sicher, da wäre sie evtl. ggf. ganz gut aufgehoben, könnte vielleicht keinen Blödsinn mehr machen, wer weiß das schon. So stramme Sozialisten wie diese Frau und ihren Mann gibt es ja nicht alle Tage, ich habe keine Ahnung, wer so etwas brauchen könnte.

      Nobelpreis wofür denn? Der friedliche hat mit Frieden absolut nichts zu tun, siehe Obama.

      Hat die EU einen Vorsitzenden? Die Kommission hat Juncker, der Rat Tusk und das Parlament hat noch Schulz, der ja händeringend eine neue Arbeit sucht, falls er nicht doch noch dem Parlament weiter vorstehen dürfen sollte. Da ist doch gar kein Platz mehr für Merkel, außerdem dürfte es dann erst recht zu weiteren Zerreißproben innert der Union kommen. Die Beliebtheit von Merkel scheint ja nur noch bei uns halbwegs zu passen, andernorts sieht es doch ganz duster aus.

      Warum müssen wir für eine 61jährige Frau eine Weiterverwertung überlegen, andere Leute leben in dem Alter längst von HartzIV oder heftig gekürzter Rente. Ich fände sie in der Uckermark bestens aufgehoben.

    • Die Friedenstaube
      Nobelpreis: Merkel wurde letztes Jahr wegen ihrer Bemühungen um ein Ende des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine zwischen den prorussischen Separatisten und der ukrainischen Armee nominiert. Auf Grund ihrer Handlung in der Flüchtlingsfrage wird sie diesmal wegen der offenen Einladung und Öffnung der Grenzen viel bessere Karten haben, wenn sie denn nominiert wird.

    • Alp-Traum
      Keiner ist mehr da um ihre Nachfolge anzutreten.
      Keiner will sie haben.
      http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos82720130626merkel-jpg/8526816/1-format43.JPG

    • UN Sekretär (ja, ich machs schon)
      meines Wissens müssen von die fünf ständigen Mitglieder darüber abstimmen und weder Russland noch GB finden Merkel Klasse. Und dafür haben sie mehr als gute Gründe! Auch China oder Frankreich sind nicht wirklich Freunde des organisierten Wahns (von Merkels Seite).
      Bleiben die USA, die verlieren gerade weltweit, z.B. in Asien, richtig an Boden nachdem sie schon lange an Reputation verloren haben.

    • @ Frau Heuse / Frau Simon
      Ich schätze mal, LF wird keine höheren Weihen mehr erhalten. Zwei Beiträge in den Nachrichten gestern Abend genügten mir, um endgültig diese Auffassung zu erlangen. Die „Dame“ (fließt mir nur zäh aus den Fingern) wird von diesem Herbst bis zum nächsten vieles zu erklären haben. Aufräumen muß ohnehin ein Anderer/eine Andere.
      .
      Was mir gestern so an die Nieren ging waren zwei kurze Meldungen.
      .
      1) Die Randale von sog „unbegleiteten jugendlichen Migranten“ in Bautzen, welche die Dreistigkeit haben-und denen erlaubt wird, hier aufzutreten wie die Axt im Walde.
      2) Das Umsichgreifen der Patientengewalt gegenüber Pflegepersonal (so unser Landfunkfernsehen SWR).
      .
      Ich habe kurz recherchiert und konnte keinen Hinweis auf die regelmäßigen Verursacher bei 2) herausfinden. Lange verschwurbelte Artikel, aber ansonsten Tag 1 bis 3 nach Köln. Aus eigener Anschauung weiß ich aber, von wem die Rede sein müßte. Die Krankenhäuser, jedenfalls hier bei uns, haben entsprechend mit muttersprachlichem Personal versucht vorzusorgen.
      .
      Zu 1) scheint dieses Problem ja schon öfter aufgetreten. Aber wo sind die Presseberichte? (in Hamburg scheint man sich mit 1300 dieser Problembären herumschlagen zu müssen).
      .
      Also, wir steuern schätzungsweise so nach und nach auf Bürgerkrieg zu und die AfD wird sich weitere Wahlkampfkosten sparen können. Da wird es für die Dame schwierig werden mehr als, wie im Falle Mappus; ein Stück Wanderweg bei Pforzheim, als Couronne d’honneurs zu erlangen.
      .
      Ach ja, noch kurz zu Burqua und Niquab. Beruflich bedingt sah ich diese Bekleidungsstücke eher nicht als Äußerung religiöser Wahnvorstellung und Selbstkasteiung, sondern unter einem traditionell weitergetragenen Stück Schutzbekleidung im Umfeld voller Fliegenschwärme in Begleitung von Kamel-, Ziegen-und Schafherden. Deswegen haben ja die Männer dort auch idR. diesen großen Lappen um Kopf und Unterkante Nase gewickelt. Wer belehrt mich?

    • Immer diese Mutmaßungen
      DdH

      Heute morgen las ich nebenan, dass Zugbegleiter Kampfsportausbildung und Pfefferspray erhalten, wahrscheinlich, weil die autochthone Bevölkerung sich einfach nicht zu benehmen weiß und aggressiv wird.

      Zu Bautzen hatte gestern JvA den Kommentar Bautzener Exzesse und meinte, es seie müßig zu hinterfragen, wer anfange, man sei ja nicht im Kinderzimmer, um dann zu fragen: Wie lässt sich also verhindern, dass Migranten zum Werkzeug der Extremisten werden?
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-zu-fremdenfeindlichkeit-bautzener-exzesse-14437305.html
      Allerdings meldet JF, dass die Asylanten nicht zum ersten Mal gewalttätig wurden und am vorigen Freitag schon Randale gemacht haben.

      Dafür glaubt die LF in Bratislava, wir können besser werden, klar doch, das schaffen wir. Aber es kommt noch schlimmer, viele Finanzexperten sehen keine Alternative zu Angela Merkel als Kanzlerin. Sollte es dennoch zu einem Abtritt ihrerseits kommen, würden die Märkte mit einem Schock reagieren.

      Nun hat man das auch beim Brexit erwartet und passiert ist nix. Das sollte die LF also nicht davon abhalten, nach NY oder zum Dauerwandern nach Südtirol zu gehen. Der Messner Reinhold wird sich schon opfern und sie begleiten. Dem grausts grundsätzlich ja auch vor nix. Der Don könnte dann einen großen Bogen drumrum machen.

      Wir können lange rätseln, wir werden’s leider abwarten müssen. Und währenddessen wird man uns weiterhin für reichlich blöd verkaufen.

      Was die Sackbekleidung angeht, die Hitze und die Fliegen könnten eine Erklärung sein, Mann trägt ja nix drunter, Danisch hatte da einen Kauferfahrungsbericht und fand die Kutten sehr angenehm. In unseren Breitengraden hat’s zwar etliche Kamele, aber Hitze und Fliegen… also ich passe.

  65. Ausgebremst
    Während die CDU in Niedersachsen sich seit Tagen nicht darüber beruhigen kann die AfD bei KOMMUNALWAHLEN !, bei denen es i.d.R. um längst fällige Instandsetzung von vandalisierten Schulklos oder die Abstrafung persönlicher Animositäten geht („du hast mir die Errichtung des Krematoriums im Industriegebiet nicht genehmigt, ätsch, dann mache ich halt eine Saftpresse oder Schnapsbrennerei daraus“), macht sich Don und einige technisch Versierte in diesem Forum Gedanken über das Verhalten von Fahrradbremsen bei Bergabfahrten. Auf derartige Bremsunterstützung können Sie am gnadenlosen Berg nicht rechnen (komme gleich darauf zurück).
    .
    Das Freudengeheul der CDU über den „endlich gebremsten Aufstieg“ ihres eigenen Fleisch und Blut, na gut, ein paar Sozis wählen auch AfD, basiert im Besonderen auf dem 1%-Ergebnis in West-Niedersachsen. Dort, teilweise Emsland, um Meppen herum, wo auch die Bundeswehr probeballert, ist eh der katholische Fuchs, über den Krug stolpernd, längst in den Brunnen gefallen, den er sich an allen Tagen abends selbst gegraben hat. Die Holländer graben übrigens auf der anderen Seite der Grenze bereits tiefgründig das Moor ab. Damit dürfte alles gesagt sein (Sie wiisen ja. „Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten…. Bitte kein Gemotze aus gm-lichen Ecke!)
    .
    Mein Rat, sollte es Sie dort einmal hin verschlagen, fahren Sie abends mit dem Rad nach Holland rüber, alles flach. Gute Chinesen da drüben.
    .
    Zurück zum Bremsen und Don. Schaue ich mir die stattliche, fotografisch dokumentierte Frontfläche von Don an und setze diese als Referenzfläche A (siehe unten „Referenzfläche“) füge als Annahme den Windwiderstandsbeiwert cw ein Mittelwert von 0,6 (dimensionslos), Luftdichte 1,2 kg/m³, projezierter Körperfläche (Achtung Don, Sie können Einspruch erheben) von 0,6 m² und der Geschwindigkeits-Annahme (50 km/h = rd. 17 m/s), so ermittle ich überschlägig einen Luftwiderstand von etwas über 60 N (Newton= 1 kgm/s2 ), na sagen wir vereinfacht, 6 kg drück Ihnen entgegen.
    .
    Also, selbst wenn Sie Ihren Adonis senkrecht in den Wind stellten, die Arme samt Regencape ausbreiten können Sie auf´s Bremsen, paralinguistisch Micken, nicht verzichten.
    .
    Das „Hals-und Beinbruch als Kontra-Beschwörungsformel erspare ich mir. Allez-y!

  66. Freiheit versus Zerstörung der Freiheit
    Ich klinke mich mal in die Kopftuch/Burka-Diskussion ein.
    „Man kann nicht alles verbieten, was man ablehnt“ sagt dM. Nachdem seine Chefin anfangs noch meinte, dass eine Frau, die eine Burka trägt, sich nicht integrieren kann, so schwenkt sie jetzt ab, will sie doch vermutlich den hellbuntbiodeutschen Koalitionspartner in spe nicht vergraulen.

    Was *man* ablehnt, könne nicht verboten werden, heißt es. Wer ist *man*? Die einzelnen Politiker, die sich nicht trauen oder die Mehrheitsmeinung nicht respektieren?

    Man könne nicht alles verbieten, das man ablehnt. Doch man kann. Eine juristisch tiefgründiger fundierte Grundlage braucht ein Verbot nicht: eine Ablehnung durch die Mehrheit der Menschen genügt. Beispiele: Das Zeigen eines Vogels und des Mittelfingers ist verboten. Nacktradeln kann verboten sein, außer in der Einöde. Durch die Stadt nackt Flitzen oder Radeln ist verboten.

    Die Burka würde nur von einer winzigen Minderheit getragen, so ein Argument gegen ein Verbot. Tja, es ist auch nur eine Minderzahl Menschen, welche die eben genannten Verbote brechen.

    Warum ist das Verbot so wichtig?
    Die Kleidungsstücke Niqab und Burka reflektieren die folgende Message:
    Ich hasse den Westen und lehne eure Grundwerte und euer Grundgesetz ab.
    Ich lehne eure Kultur komplett ab und unterstütze ein Verbot von westlicher Musik, Literatur, Filmen, Theater, bildender Kunst usw. Jeder westliche Kultur-Gegenstand sollte zerstört werden.
    Ich gehorche dem Gesetz der Scharia.
    Ich unterstütze den Dschihadismus, den Krieg gegen Ungläubige. Ihr sollt ausgerottet oder bekehrt werden.
    Die extremistischen Islam-Gelehrten bestimmen über mich und schreiben mir mein ganzes Leben vor, z.B. ob, wann und aus welchem Anlass ich das Haus verlassen darf;
    ob ich arbeiten darf;
    ob ich Freundinnen haben darf und welche.
    Ich habe es nicht vor, mich zu integrieren, ganz im Gegenteil: Ich habe mein Leben dem Salafismus/ islamistischem Extremismus gewidmet.
    Nur Frauen, die diese Kleidung tragen, sind rein.
    Westliche Frauen sind unreine Huren und verdienen keinen Respekt.

    Fazit: Das Kleidungsstück ist ein Symbol gegen die Freiheit und gegen alles, was das Leben in westlichen Ländern lebenswert macht. Es ist ein Symbol für den Dschihadismus: für das Ermorden von Ungläubigen. Es ist ein Symbol für die Zerstörung der westlchen Kultur.

    Wäre es nicht sinnvoll, ein Verbot *jetzt* zu erlassen, bevor die Verbreitung dieses menschenfeindlichen Kleidungsstückes überhandnimmt? Aber darauf will man das hier wohl lieber ankommen lassen. Damit Deutschland „bunter“ wird, in tief Schwarz mit einem vermummten Gesicht.

    Habe mir neulich in einer Doku-Sendung die Formulierung eines Islamwissenschaftlers gemerkt: Der Umgang der Deutschen mit den Migranten ist eine Mischung aus Naivität, Gutmenschentum und skrupelloser Politik. Mit skrupelloser Politik waren die Waffenlieferungen und die Beteiligung an Kriegen gemeint.

    Btw. Kriminalstatistik: In 2015 wurden ca. 69.000 Straftaten durch Migranten verübt. Laut einer gestrigen Dokusendung auf 3Sat waren es in 2016 in einem halben Jahr bereits ca. 122.000 Straftaten.

    • Urhea!
      Gut, was Sie da in aller Deutlichkeit ausführen, nachdem immer so getan wird, als drehe sich die Debatte um ein läppisches Stück Textil und nichts sonst.
      Weil, in Sachen Bekleidung sind wir doch alle so tolerant, anders wären die täglich zu beobachtenden öffentlich begangenen und ungeahndeten Gräuel nicht zu erklären … Männer Ü80 in Shorts (der rutschende Bund unter der Brust festgezurrt), in weißen (grauen) Socken, XXL-Frauen in Leggings. Bei den Jüngeren, Schlankeren scheint oft der Po das bisschen Höschen zu fressen usw. usf.
      Optisches Grauen wohin man blickt, zumal im Sommer. Alles menschlich, gell? Toleranz, Toleranz …

      Und auf diesem zugegeben glitschigen Glacis würde die politisch versierte Salafistin – hierzulande oft als komplett gebrainwashte Konvertitin am Fernsehen zu betrachten – die Debatte gern führen, vehement Toleranz heischend und verbriefte Freiheitsrechte beanspruchend. Immaterielle Güter, die in ihrer Religion nicht vorgesehen sind und die in praktisch keinem der muslimischen Staaten gewährt werden.

      Burka und Niqab stehen exakt dafür, was Sie hier verdienterweise aufführen.

      Die von ihren Trägerinnen scheinheilig auf der Basis von Grundrechten (die sie in Wahrheit ablehnen) erhobenen Forderungen gehen mir so was von am Achtersteven vorbei. Es ist nichts als dialektische Schlaumeierei, wenn die Intoleranten lautstark Toleranz für die Intoleranz fordern.
      Echt bescheuert ist es dagegen, wenn die angeblichen Eliten der Gesellschaft sich darauf einlassen.

    • Danke Tamarisque für Ihre klaren Argumentationen
      in der Sache. Man muß sich die Logik nämlich wirklich gegen den Zeitgeist klar machen!
      Selbst in der katholischen Kirche gibt es inzwischen glücklicherweise wieder Amtsträger, die das nivellierende Mantra der „drei brüderlichen Monotheismen“ aus unseren Schulbüchern selbst relativieren und zu dem schlichten Schluß kommen, daß der Islam eine Eroberungsideologie ist.
      http://www.freiewelt.net/nachricht/eroberung-europas-ziel-der-moslems-10068516/

    • Eselskappe
      Ich bin im friedericischen Sinn für die Freiheit nach eigener Façon. Dazu gehört auch die Freiheit, daß sich jeder so gut blamiert, wie er kann. Ich bin also für Hijab, Niqab und wie sie alle heißen.

      Meinetwegen könnten die Damen sich auch einen Putzlappen auf die Kalotte legen, oder eine Eselskappe aufsetzen, das Statement wäre dasselbe.

      Es ist ein selten eindeutiges äußeres Zeichen, daß sich wohlwollender Gedankenaustausch mit der entsprechenden Person oder gar Fortpflanzungs- äh Integrationsanstrengungen nicht lohnen, da die Person mit einiger Wahrscheinlichkeit religiös verblendet ist, meinen Werten entgegengesetzt denkt, und sich aus dem allgemeinen nicht-muslimischen Genpool ausschließen möchte. So spare ich Energie.

    • Ganz praktisch, Andy Hunter
      Theoretisch würde ich ja genauso denken, wie Sie das hier tun, A.H.
      Jedem die Eselskappe, die er aufzusetzen sich anstrengt!
      Aber rein praktisch, müßen Sie mal vor Ort in den sich ausbreitenden Brennpunkten verfolgen, was diese burkinischen Eselskappen mit der Straße und dem Umfeld tun!!

      Da ist kein Platz mehr für mildernde Theorie irgendeiner Semiotik, das ist brutale Praxis.

    • Titel eingeben
      Da kommt noch etwas dazu: Rosinenpickerei
      Denn die Damen mit Niqab und Burka nutzen die Freiheiten einer aufgeklärten, toleranten und säkularen Gesellschaft, da sie sich z.B. nicht mit einer Religionspolizei, Begleitung durch Brüder/Ehemann, Autofahrverbot oder kurz gesagt, den ganzen Mist was laut extremistische Islam-Gelehrte zu befolgen ist herumschlagen müssen im Gegensatz zu den Ländern wo die Teile usus und gar vorgeschrieben sind.

      Okay ist zwar ein verkappter „Geh doch nach drüben“ aber warum bin ich mir ziemlich sicher, dass diejenigen die hier in den Teilen herumlaufen in solchen Ländern ziemlich schnell die Lust verlieren würden, da aus der Freiwilligkeit (Ich will…) ein Zwang (Du musst) wird und wehe es schaut noch wo eine Haarsträhne heraus…..

      bombjack


    • Doch man kann.
      Schon schon.
      Aber wer traut sich?
      Die MUFL bräuchten auch friderizianische Holzbeine als Lehrer, damit sie hier zu was kommen, aber man läßt sie in ihren eigenen Dummheiten verenden.

  67. Pingback: In Berlin | READ ON MY DEAR, READ ON.

  68. Take a picture!
    Sagen Sie mal, wer photographiert Sie eigentlich immer? Muss da jemand die gleichen Strecken hinter Ihnen radeln?

  69. Titel eingeben
    „Ich trage. Ich gehe voran.“

    Feiner Text. Danke.

  70. Was bei der Burka/Niquab-Chose auch mal wieder auffällt,...
    ist die dreist-schlitzohrige Argumentation der staatlichen Befürworter bzw. Hände-in-den-Schoss-Leger in dieser Sache.

    Verweist man in solchen Angelegenheiten fürsorglich gerne auf mögliche Urteile eines im Zweifelsfall alles ausbremsenden EuGH, hört man diesbezüglich gegenwärtig, wo ein solches eindeutiges Urteil längst vorliegt, kein Sterbenswörtchen.

    Stattdessen muss auf einmal wieder das gute alte Grundgesetz, religiöse Freiheit, Menschenwürde etc. pp. zur Unterstützung der pflichtschuldigst vorgetragenen Bedenkenhuberei herhalten.

    Tatsächlich glauben unsere Staatsschauspieler immer noch, das Volk, der große Lümmel, bemerke solche Winkelzüge nicht.

    Und pünktlich am Sonntag Abend ab 18.00, werden die Mahnungen erschallen, alles sei gut, man müsse die weise ergriffenen Maßnahmen lediglich besser erklären bzw. vermitteln, ansonsten jedoch sei es (wie bereits vor 200 Jahren) „dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.“

    • So wird es kommen, am Sonntagabend
      @Perkeo
      und wenn man nebenan das Gesülze von Geißler liest, fällt einem nur noch ein, am deutschen Wesen usw.

      http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/geissler-zur-fluechtlingskrise-die-csu-entwickelt-sich-zur-totengraeberin-der-union-14436581.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    • Vollverschleierung
      Leider finde ich den Artikel nicht. Es ist wohl so, dass selbst der Verfassungsschutz gewisse Salafistenläden beobachtet. Da werden Niqabs und Tücher schon für kleine Mädchen verhökert. Die Läden nehmen überhand in Städten und werden als gefährlich eingestuft.Es ist nicht zu fassen, dass die Politiker und auch die Wähler das nicht sehen und begreifen wollen.Da tut sich was.

      Beim Plasberg sprach jemand von einem Optiker in Garmisch, der ein Extrazimmer für die Niqabdamen hat. Dort könnten sie mit weiblichem Personal Sonnenbrillen anprobieren, also welche ihnen am Besten steht.
      Ist doch eigentlich egal, wenn alles schwarz auf schwarz ist, dachte ich so. Da kämen doch höchstens farbige Bügel ins Spiel.

    • Gibts dann nach 18 Uhr
      endlich Brioches „pour sujets sans défense ?“ Was glauben Sie?

    • @Renate Simon
      Naja, was will man von jemandem erwarten, der 2000 Jahre später ganz genau (ohne einen Anflug von Ironie) weiß, „was Jesus heute sagen würde“.

      Die jetzige Merkel-CDU muss doch der fleischgewordene feuchte Traum von Leuten wie Geißler und Süssmuth sein, die sich Kohl in den Achtzigern und Neunzigern als Herzjesu-Fraktion zur Bespassung des linken Flügels leistete.

      Was Geißler aber nicht berücksichtigt: Von den ach so erfreulichen 80%, die die AFD nicht wählen, wird auch ein immer geringerer Teil sein Kreuzchen bei der CDU machen; ich bin gespannt, wann die CDU realisiert, dass sie mit ihrer so schön prinzipientreuen Kanzlerin kein Zugpferd, sondern eher einen Mühlstein am Hals hat – und vom Zeitpunkt dieser Erkenntnis bis zur Palastrevolte kann es beim traurigen Zustand der Partei dann auch noch mal eine ganze Weile dauern.

      Ich bin gespannt, wer dann den Fremden-Federn-Artikel im Mutterschiff verfassen wird…

    • Die Hälfte der CDUler hat es realisiert
      @Perkeo

      da kann der alte Geißler das Blaue vom Himmel schwätzen.

      Geißler als Jesuit steht höheren Mächten natürlich wesentlich näher und wenn sie Merkel heißen. Je älter er wird, umso weniger graust es ihn anscheinend. Die Kohlsturztruppe war ein Fall für sich und sehr merkwürdig, um das mal nett auszudrücken, vielleicht übt Geißler nun so Buße.

      Sollte Merkel wirklich auf den Posten in NY spitzen, erklärt sich evtl. ihre Zurückhaltung bezüglich einer weiteren Kandidatur, der Posten wird Ende 2016 frei.
      Ihre Nachfolger werden in den Startlöchern stehen, ob wir mit dem oder der dann einverstanden sein werden, muss man abwarten. Allerdings fiele mir auf meine alten Tage nicht ein, doch noch mein Kreuz bei der CDU zu machen, komme da wer will.

      Sonntag wird die CDU wieder ein Debakel erleben, die LF fordert es ja ständig heraus. Wem will sie eigentlich damit was beweisen oder hofft sie, vom Hof gejagt zu werden? Ich habe immer den Eindruck, wenn ich sie im BT sehe, dass sie ihr Glück, dass ihr noch immer niemand ins Kreuz fällt, nicht fassen kann.

      Spon hat einen Artikel zur Wahl, das Foto zeigt Merkel mit geschürzten Lippen, d.h. sie lügt gerade mal wieder, meine Beobachtung.
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-vor-wahl-in-berlin-der-naechste-absturz-kommt-bestimmt-a-1112467.html

  71. Ohne Insider Wissen
    @Renate Simon – Wenn meine Beobachtung stimmt, dann handelt es sich um eine Stelle, von der Frau Merkel annimmt, dass sie demnächst frei oder geschaffen wird. Dabei handelt es sich offensichtlich um Insider Wissen. Welche und wo das sein kann, weiß ich nicht. Ich wohne weit weg von Berlin.
    .
    Was Frau Merkels Alter betrifft, sind 61 Jahre nichts. Frau Clinton ist immerhin 68 und strebt an, mindestens vier Jahre als Präsidentin der Vereinigten Staaten zu wirken. Herr Trump ist sogar 70 und hat das gleiche Ziel.
    .
    Das Frau Merkel Fans hat, ist unbestritten. Haben Sie dieses Interview gelesen:
    .
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/geissler-zur-fluechtlingskrise-die-csu-entwickelt-sich-zur-totengraeberin-der-union-14436581.html
    .
    Demzufolge hat sie “fast alle relevanten geistigen und politischen Schichten Deutschlands auf ihrer Seite: einen großen Teil der kulturellen Szene, die katholische und evangelische Kirche, die Gewerkschaften, die Diakonie, die Caritas und die meisten Nicht-Regierungsorganisationen” hinter sich.
    Was Geissler wirklich ausdrücken will, ist: “Frau Merkel ist zu noch Höherem geschaffen.”

    • Die Vereinten Nationen haben demnächst den Generalsekretärsposten frei
      @Lisbeth Heuse

      vielleicht spekuliert Merkel darauf. Aber da ich auch nicht im RHS wohne, sondern im Dorf an der Düssel, habe ich und überhaupt keine weiteren Kenntnisse. Und ganz ehrlich, mir wäre es wurscht, wenn sie Ban ki moon ablöst, Hauptsache das Elend hier hätte ein Ende.

      Zum Alter, ich finde Hillary und Trump entschieden zu alt, um für mindestens 5 Jahre den Präsidenten zu machen. Ich bin unterdessen 70 und weigere mich zu sagen, ich sei doch noch sooooo jung, wie eine Ärztin mir vor 3 Jahren weismachen wollte. Man ist in dem Alter nicht mehr jung, fühlt sich vielleicht so, aber das ist etwas ganz anderes. Wenn’s danach ginge, wäre ich meistens immer noch 25.

      Das unsägliche Interview mit Geißler habe ich gelesen, der Mann wird immer unerträglicher. Dass die Kirchen, ausgerechnet, auf Seiten von Merkel stehen, verwundert mich nicht, ist es doch die beste Gelegenheit, die Trennung vom Staat ein wenig rückgängig zu machen. Wenn der Islam zu Deutschland gehört… will man nicht zurückstehen und bringt sich in Position.

      Alles in allem keine guten Entwicklungen und solange Merkel alle unter ihrer Fuchtel hat, wird es nicht besser, ganz im Gegenteil. Auf die Vernunft der Wähler zu hoffen, halte ich für vergeblich, wie sollte ich mir sonst all die Merkel- oder Kohljahre erklären. Da kann man wirklich nur noch auf höhere Weihen hoffen.

    • Keine Kapitulation!
      Da gibt’s ja einige Worte, die aus dem Führerbonker überliefert sind *…ehrlich… ist nicht mehr mein Land..* -korrigiere: „.. wahrlich (ich sage euch) keinen Rechtsanspruch auf Demokratie .. (, die unvergänglich wäre, die gibt es nicht)..* also jetzt aber: „Das deutsche Volk ist es nicht wert, zu überleben“ -geschenkt, lediglich Nerobefehlserteiler AH zugeschrieben (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13487378.html) und die Schoten der AM darf man sich hier zu erhitztem Geblüte führen: https://de.wikiquote.org/wiki/Angela_Merkel

      Aber *Kapitulation*! Ein starkes Wort, rechtfertigt wohl nur durch die Prämisse eines *Erklärungs-Krieges*.

      Seit wann die von Geißler genannten Organisationen (idR Jurist. Personen; ja, geistige&politische, aber:) *Schichten* sind (man denke an Bevölkerung; Volksschichten, Dahrendorf’sche Zwiebel, *homologer Raum der Lebensstile* etcpp an histor.-soziologischem Inventar) ?
      Gottlob (oder Dank wem auch immer: We didn’t build that) sind noch Individuen -people. not corporations- wahlberechtigt, und nicht wohlstmeinende Kuratel-Usurpatoren (nannies)

  72. Imbiß
    #sylt456
    O, o, eine Weile habe ich nachgedacht, warum jemanden der offensichtlich schon stark vorgespannte Draht so schnell aus der Mütze springt…
    a) Die Reim- und Reizwörter hießen wohl hier in ihrer Verschlagwortung „zweite Frische, Geschmacklosigkeit und Imbiß“?
    b) Aber warum liest sylt456 das überhaupt?

    Ja, einen Imbißstand auf Sylt zu betreiben, das wäre alternativlos ultimativ .

  73. Mässigen wir uns; bitte,..
    Wiederhole, wie aO bereits gesagt: die Burka etc, ihr symbolischer Gehalt, ist (auch/besonders) das, was *wir* draus machen – net mal ignoriere wäre ja alternativ weitgehend möglich (und wer etwa ne/n Flitzer/in anstarrt, Voyeur?)
    Wobei *Verbot* ja nicht gleich Strafrecht ist- *Erregung öffentl. Ärgernisses* nurmehr als sehr enge StR-Norm besteht (183a), meist als grober Unfug bzw *Belästigung der Allgemeinheit* §118 Ordnungswidrigkeit – *Falsch-Kleiden* wie etwa *FalschParken* durchaus vorstellbar, den einen zu wenig, anderen schon zuviel harassment..

    *Menschenfeindlich* (und all die anderen inflatorischen Verbalflatulenzen) : schauen’S mal im gestrigen Gastbeitrag von CDUGenSek peter tauber (blinder, dümmer -geht’s immer noch ne nümmer) im Tagesspiegel, wie der das Wort gebraucht- Eine allround-Keule „mit Noppen wie ein Sexspielzeug“ (DA) für Hartgesottene nur.

    Anti-Islamismus: ist die 2. kolonne – oder das verschwiegene/geleugnete Geschwister – der ExceptionalistUniversalistInterventionistHumanistEtceteristDemocrazies, vgl. NeoConLibs. Danach gehts gegen Buddhis, hindus, Christen, Juden zuletzt.., gegen -ismen, -tismen, -logien und alle anderen tradierten -ionen. Golem bleibt allein übrig, schaun mer mal; mag sein: ‚tis folly to be wise, where ignorance is bliss. Klug Kontrollierte Torheit dann eben.

    • Tut mir wirklich leid, Sie haben sehr kluge Kommentare hier geschrieben.
      DER hier gehört ganz sicher nicht dazu, sondern er ist eine pure Elogie des Relativismus, der letztlich nur in einen traurigen Solipsismus mündet.

      Nicht jede Positionierung, die man als „anti“ bezeichnen kann, ist unkritisch und generalisierend in ein gesamtes ANTI, sondern gelegentlich ist die Positionierung GEGEN einfach nur ein Ausweis klaren Denkens. Wie meiner Meinung nach in der Frage des Islam! *
      Ich kenne zwei Äußerungen des Islam (wirklich nur 2!), die ich für tolerabel halte: das ist das Alevitentum, das von islam.Seite oft nichtmal als islamisch anerkannt wird, und es ist der Sufismus, der Jahrhunderte im Islam bis heute verfolgt wird.

      Zu Ihrer Burka Relativierung: Es ist mitunter vollkommen egal, wofür ich die Burka halte. Wesentlicher ist, wofür sie genutzt wird. Und ganz wesentlich ist die Frage, welche Rolle das Gesicht in UNSERER GEsellschaft spielt.

      Man kann Pfeile auch falsch herum auf den Bogen legen. Sie schießen dann schlicht nicht.
      Zeichen sind nicht beliebig nutzbar, sie haben eine Wirkungsgeschichte und einen Kontext. usf.

      * Je mehr ich mich seit der 1.Teillektüre des Koran mit 14 A damit beschäftigt habe, desto mehr wurde Desinteresse zu Kritik und nun zu Abscheu. Und ich stelle inzwischen die Fundamentalfrage, ob der Islam überhaupt als Religion bezeichnet werden kann, oder ob er nicht schlicht eine Ideologie ist.

      Grüße an Kreuzberg (das ich schon in meiner Berliner Zeit bigott und peinlich fand)

    • *Verbrennen mit leuchtender, rußender Flamme*
      Rauchen Sie das Zeug – ich meine Naphtalin – oder legen Sie einfach keinen Wert darauf, auch nur halbwegs verstanden zu werden?

      Von wegen *Anti-Islamismus: ist die 2. kolonne … etc. etc.*

      Schreibt hier – ganz nach Houellebecq – der Geist der europäischen linken Anti-*NeoConLibs*-Bruderschaft des Islamismus?
      Nette Verwandtschaft, ein Herz/eine Seele: anti-globalistisch, antikapitalistisch, antiwestlich.

    • Ein Mensch ohne Eigenschaften
      schreibt manchmal hier, vielleicht: der Viele in eine Falle *(letzte) Große Abendländische Aktion* laufen sieht, eine janeisch doppelgesichtige: ultimativ-nihilistisch kulturchauvinistisch. Unsere Kultur(geschichte) hat Einiges im Programm, das leicht zu reaktivieren uns dem, was *am-Isl-am* uns kritisch ist, ähnlicher machen kann als lieb. Von wegen überwunden!? Nichtmal die letzte Finanzkrise ist *überwunden*, soll sie gar nicht…

      Ein Sophist / Sufist? Der wisch mit den Neuronen tanzt..

      Kein Stockholm-Syndrom. Zeichensouveränität! („Nicht jedes Spielchen mitmachen“: sonst PyrrhusSiege und Freudlose Hanibalistiken, Odysseen eigenen Schwurs)

      Rollback einer 5. Kolonne Ankaras? possible, das Pass-Doppel haben’s ja.

      Fragen Sie nur zu: wollte er Voltaire oder nur Volten schlagen.
      Ich bin für Transparenz. Bei allem, auch bei der Burka. Na, wie schaut’s?
      *Sozialwidriges Verhalten*? „Die ökonomisch funktionierende Gesellschaft hat Mittel genug, den in der wirtschaftlichen Konkurrenz Unterlegenen und Erfolglosen oder gar einen ›Störer‹ außerhalb ihres Kreislaufs zu stellen und ihn auf eine nichtgewaltsame, ›friedliche‹ Art unschädlich zu machen, konkret gesprochen, ihn, wenn er sich nicht freiwillig fügt, verhungern zu lassen.“

      Große Müdigkeit – in Neukölln. Nicht X-berg, nicht X-kölln;
      N-Nk, Rollbaerckviertel!

      Tu ein Jeder, was er für richtig hält. Do the right thing. Do what thou wilst. Love is the law. Love under the law: Versündigt’s euch halt nicht.


    • Sie haben offenbar auf meinen Post geantwortet.
      Menschenfeindlich. Sorry, Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Mit dieser „nuancierten“ Haarspalterei komme ich nicht mit und will es gar nicht.

      Wir haben fünf Jahre in einem mehrheitlich muslimischen Land gelebt und ha-ben dort, im Gegensatz zu den meisten Deutschen, die untereinander in ihrem Little Germany hockten, Freundschaften geschlossen, die bis heute dauern. In-donesien, das gegen den Extremismus und den Terror kämpft. Dort sieht meine keine Frauen in Burka oder Niqab.

      Und bitte, kommen Sie nicht mit Albernheiten, wie danach drohende Verbote des Buddhismus und Hinduismus etc. etc. Das ist die Art Klugschnackerei, die ich von meinen beiden Töchtern (und auch von mir selbst) kenne, als die (ich) in der Pubertät waren.

      Und btw. ich habe nichts gegen das Kopftuch oder den Tschador, der traditio-nell in Saudi-Arabien getragen wurde. Iranerinnen bedecken auch nicht ihr Ge-sicht. Burka und Niqab stehen für Salafismus und Extremismus, für den Hass. ISIS zwingt die Frauen, eine Burka zu tragen. Syrische Frauen, die sich befreien konnten, verbrennen ihres Burkas. Mit denen möchte ich mich solidarisieren und nicht mit *menschenverachtenden* Ideologien.

    • We've been face to face, yeah. But I will not hesitate. Not for a second.
      Ja, die 68er, bezeichnen alles, was sich mittels Detailbetrachtung von klaren Strukturen entfernt als Intelligenz.

      Ihr seid Vergangenheit, ohne es bemerkt zu haben.

      Die Zukunft gehört den Goodnights.

      Den klaren Stukturen.

      Dem „Moderne versus Islam“.

      Da könnt Ihr jammern und schreiben und weinen und toben und zitieren und all Eure Bibliotheken nach großen Namen absuchen.
      Egal.
      Auch egal, ob der Islam irgendwie gar nicht so ist wie es in der Differenz erscheinen hätte sein sollen.
      Völlig egal.

      Der Sinn fordert die Differenz.

      Versteht Ihr nicht, weil Ihr nur Menschen beobachtet. Und damit nur die Schatten der Realität.
      Euer ganzes Leben nicht einen Funken Realität beobachtet. Traurig.

    • Radlprinzipienuntreue
      So weit begriffen. Sie zitieren einen Artikel von Michael Wolf, der wiederum Carl Schmitt zitiert …

      http://www.linksnet.de/de/artikel/23373

      Der Text erscheint auf den ersten Blick OT, aber bei der Lektüre enthüllt sich eine vertiefte Beschäftigung mit dem von breiten, stets in Furcht und Schrecken gehaltenen Gesellschaftsschichten praktizierten Radfahrerprinzip: nach oben buckeln nach unten treten.

      Sind Sie als ›Störer‹ persönlich betroffen?
      Das wäre zwar bedauerlich, aber keineswegs fatal. Es sei denn, Sie machten Ihr Schicksal allein von staatlicher Zuwendung abhängig. Das dürfen Sie zweifellos, wenn Sie hilflos oder gebrechlich sind.
      Falls Sie aber über gesunde Arme und Beine verfügen, gibt es immer einen Weg, sich anders als nach den staatlich verordneten Leitsternen zu orientieren. Dazu müssten Sie sich in erster Linie befreien von Versorgungsansprüchen, seien sie rechtlich/politisch begründet oder nicht.
      Gehen Sie Ihren eigenen Weg, oder schwingen Sie sich aufs Rad. Die Dinger liegen zu hunderttausenden ungenutzt herum. Alles andere wird sich weisen, wenn Sie erstmal unterwegs sind.

      Kein billiger Rat eines Privilegierten, sondern die gelegentlich unter harten Bedingungen erworbene Lebenserfahrung eines wandernden Taugenichts. Bewegung ist alles.


    • @ Goodnight
      Die verquere Logik haben Sie originell und treffend beschrieben.

      Die 68er fühlten sich in den aktiven Jahren wie Revoluzzer und verhielten sich zum Teil auch so. Sie waren in einem Land aufgewachsen, das zu jener Zeit mit dem „Aftermath“ einer dunklen Ära des rechtsextremen Faschismus des Dritten Reich zu kämpfen hatte, was teils durch einen bigotten Umgang damit gekennzeichnet war. Die Kommunistische Partei war verboten.

      In meinem Heimatland Finnland war der Kommunist kein Exot, weder ein Revolutionär noch ein Held, sondern vertrat in einem ganz normalen demokratischen Rahmen den finnischen Arbeiter – er war nicht anders als ein SPD-Mitglied in Deutschland. Der Kommunist konnte ein Spießer sein. Sein KP Parteibuch verlieh ihm keinerlei Glamour, nichts Spannendes. In meinem Land stellten Kommunisten schon mal sogar die Regierungsmehrheit. Das war ein Land, in welchem eine sozial gerechte Grundhaltung der Menschen die Normalität war. Darum musste niemand sich damit kokettieren oder so tun, als ob diese Lebenseinstellung etwas besonders Heldenhaftes oder Exotisches sei bzw. einen dazu befähigte, Andersdenkende wie Pariahs (für die 68er sind Andersdenkende beinahe automatisch Spießer, und Spießer sind für sie Pariahs) arrogant belehrend bzw. abfällig beleidigend zu behandeln. So viel zu der vermeintlichen „Toleranz“. Nun, in meinem ehemaligen Heimatland hat sich die politische Landschaft inzwischen grundlegend verändert. Ein anderes Thema.

      Aber ich sollte Verständnis haben. Denn manche Alt-68er fühlen sich vermutlich orientierungslos. Ihre alten Comrades haben sie verraten, sind bürgerlich geworden. In all jenen europäischen Ländern, in welchen die KP Ende der 60er Jahre noch eine bedeutsame politische Rolle spielte, ist der Sozialismus/Kommunismus nur noch eine gesellschaftliche Randerscheinung. Maos China hat sie verraten; Cuba ist dabei. Ein hoffnungsfrohes Revival des Sozialismus in einem Land wie Venezuela ließ das Land ins Chaos stürzen. Der Alt-68er und seine jungen Weggefährten müssen sich gerade neu erfinden – das ist meine Lesart.

  74. GoldfingerSpritz
    Sind sie jetzt durch, am Pass, also drüber hinweg und wieder dahoam?
    Wenn ja, Hütli schwenk!
    Sie sind ein kühler Typ Mensch, nicht so steif wie die meisten konservativen Mitleser, ihrer Gehirnorgasmen.

    Nun ist Zeit für die kleinen Berge und Täler…

    Cheers

    PS: nicht jede Print(e), lässt die Presseschau durch.

    PSS: wenn die Grenzen demnächst bei euch wieder offen sind, dann verschiebt sich DunkelDeutschland. haha

  75. @ naphthalin sagte am 15. September 2016 um 21:58 Uhr
    „*Pars pro toto* soll heißen: dem deutschen Kulturraum / Literatur insbes. fehlen (evtl. mangels ausreichender kolonialer Kontakte) originäre Kenntnisse über und Berührungen (oft homoerotischer Natur) mit jenen Kulturen, deren Verlorene heute nicht groß Anstalten zu machen brauchen, an (offene) Türen zu klopfen.“
    .
    Dann nenne ER mir eine Kolonialmacht, die ihren afrikanischen Kindern eine schöne Reminiszenz gewidmet hätte als das Deutsche Kaiserreich.
    .
    Lied an!

    Wie oft sind wir geschritten
    auf schmalen Negerpfad => (huch)
    wohl durch der Steppen Mitten
    wenn früh der Morgen naht;
    wie lauschten wir dem Klange,
    dem alten trauten Sange
    Der Träger und Askari:
    Heia, heia, Safari!
    .
    Steil über Berg und klüfte
    durch tiefe Urwaldnacht;
    wo schwül und feucht die Lüfte
    und nie die Sonne lacht;
    durch Steppengräserwogen
    sind wir hindurchgezogen
    mit Trägern und Askari:
    Heia, heia, Safari!
    .
    Und saßen wir am Feuer
    des Nachts wohl vor dem Zelt,
    lag wie in stiller feier
    um uns die nächt’ge Welt;
    und über dunkle Hänge
    tönt es wie ferne Klänge
    von Trägern und Askari:
    Heia, heia, Safari!
    .
    Tret‘ ich die letzte Reise;
    die große Fahrt einst an;
    auf, singt mir diese Weise
    statt Trauerlieder dann,
    daß meinem Jägerohre
    dort vor dem Himmelstore
    es kling‘ wie ein Halali:
    Heia, heia, Safari!
    .
    Lied aus!
    .
    Anekdote eines, inzwischen gestorbenen Hilfssergeanten der Schutztruppe um Lettow-Vorbeck in Deutschsüdwest auf Anfrage eines Reportes: „Können Sie sich noch an einige deutsche Worte aus ihrer Dienstzeit erinnern? „Ja Herr, Worte von Offisier: Steh´auf, du faule Sau !“ Ist das nicht herzallerliebst?
    .
    Btw: als Techniker verstehe ich längst nicht alles was Sie von sich geben. Sie haben sicherlich etwas mit „Sozial********“ studiert?
    .
    Weitermachen!

    • Safari halal? Scharia hurra!
      Reim komm ‚raus, du bist umzingelt: *Halali -Safari*. Gar köstlich, danke für die Probe.

      Ja, die Wilhelminiker: *Heia* – *Weia …Wagalaweia! Wallala, weiala weia!* Kommunikation als Wagnis: Doch wo solche Idiome aufeinandertreffen, muss man sich wohl verstehen.

      non stop sense!

    • @naphthalin - Wenn s Lyrik sein soll
      empfehle ich, ungefragt, Dir (sonst Keinem) Fachsprachen von Ulf Stolterfoht oder auch gerne Thomas Kling.
      Aber das muß man dann auch können, Andreas!

  76. mal was anderes
    http://deportes.elpais.com/deportes/2016/09/15/actualidad/1473952506_996321.html
    142Km/h mit einem „Rad“ mit rein menschlicher Kraft auf dem Salzsee. Auf der Startseite der el pais ist auch ein schönes Bild. Man muß nur wollen.

    • Fred Rompelberg 1995 268km/h
      allein mit Muskelkraft im Windschatten.
      Die Entfaltung der Übersetzung muß man sich mal anschauen!

  77. Siegen Unbelehrbare? Siegt die neue Stimme der Linksradikalen, die FAZ?
    Gestern waren sie sich ausnahmsweise einig: Polizei, Spiegel, Focus, sogar die Zeit.

    Bloss der alte Mainkutter titelte unter ‚Fremdenfeindlichkeit‘: ‚Jagdszenen in Bautzen‘, ‚Fremdenfeindlichkeit: Schon wieder Bautzen‘ und zitierte einen Polizisten mit
    „rund 80 „augenscheinlich gewaltbereite“ junge Männer und Frauen, davon viele aus dem politisch rechten Spektrum und zum Teil stark alkoholisiert, „zusammengerottet“ “
    Könnte ja sein, schließe ich gar nicht aus. Allerdings lässt sich aus diesem Artikel nur eine Urheberschaft schließen. Und diese steht konträr zu allen anderen Berichten.

    Fehler zugeben ist schwer, und dann schreibt es sich halt heute früh so wunderbar:
    „Es reicht nicht zu fragen: Wer hat angefangen? Wir sind schließlich nicht im Kinderzimmer.“
    Jasper von Altenbockum findet ergo die Frage nach dem ‚wer hat angefangen‘ zweitrangig. Und dann schreibt er von Rechtsextremisten, Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte.
    Er gesteht zu, dass auch Asylbewerber ein willkommener Gegenstand politischer Agitation seien: „Wie lässt sich also verhindern, dass Migranten zum Werkzeug der Extremisten werden?“
    Wow. Diese Art (engl.: Kunst) der Logik hätte ich anderweitig Jakob Augstein zugeschrieben. Eine Urheberschaft ist jeweils bei den deutschen Radikalinskis auszumachen: entweder gehen Rechtsradikale auf Migranten los, oder Linksradikale instrumentalisieren Migranten.

    Für mich mich als alten Linken liest sich das allerdings anders: nach Newspeak als rassistische Fremdenfeindlichkeit.
    Offenbar ist Herr von Altenbockum nicht willig, Migranten genauso eigenen Willen und intrinsische Motivation zuzuschreiben, wie er das – wie selbstverständlich – den Deutschen tut.
    Wenn es unangebrachtes stereotypisierendes kolonialistisches Gedankengut gibt, wäre es genau solches.

    • The appearance of law must be upheld, especially while it's being broken.
      Der Bürgerkrieg.

      Wie angekündigt.

      Erst der Anfang.

      Keiner kann ihn stoppen.

      Wenn der Staat die Grenzen nicht mehr schützt, dann werden Grenzen innerhalb des Staates entstehen.

      Grundlagen der Politik.

      Aber unsere Politikschauspieler werden jetzt jammern und schreien und weinen.

      Irgendwann wird ein Mann erscheinen und all die Kinder von der Bühne nehmen.

    • Oh Herr,
      JvA, die irrlichtende Positionsfunsel des Mainkutters, quasi ein hessischer Binnen-Klabautermann, Kompass ohne Nordausrichtung, Seekarte aus Zeiten der Karthager, als die Welt bei den Säulen des Herkules endete. Mal hie, mal da, aber nie auf Gegenkurs RHS. Schade um den schönen Namen.

    • Wo der Uwe Dippel gegen Jasper von Altenbockum recht hat, hat er recht - -
      – – besonders schön, dass Sie so trefflich recht haben, in ihrem superkompakten Schlußabsatz.

      Grad bei Steve Sailer gelesen – der traktiert praktisch das gleiche Phänomen:

      Do you ever get the feeling the Establishment is suffering a collective nervous breakdown as its projections about “rantings” and “hateful” become every more obvious?

      – Er sagt das vor dem Hinterrund von Hillarys entsetzlichem Fehler (aus ihrer = unserer? – Sicht), ein Viertel der amerikanischen Wählerschaft als bedauernswerte Triefnasen (=“deplorables“) herabzuwürdigen – und obendrein ausgerechnet einer Lesben-Schwulen-Minderheiten-Versammlung zur Belustigung als Trophäe vor die Füße zu pfeffern. – Ein Albtraum. –
      – – Wenn es je einen öffentlichen Schuss eines Präsidentschaftskandidaten ins eigene Knie gab – dann war das einer…

      Jasper von Altenbockum eiert ebenfalls schon eine Weile erheblich desorientiert (jedenfalls für FAZ-Verhältnisse) in der Gegend herum. Was ganz schlecht ist: Er erscheint zunehmend als offener Parteigänger der Kanzlerin – aber sozusagen hintenrum. – Wenn er das in Kommentaren usw. macht – ok – aber hintenrum oder indirekt – wie vor zwei Wochen ca. in seiner unterirdischen Sarrazin-Kritik und jetzt wieder in seinem Bautzen-Artikel: Das sind fürcht‘ ich auch hier: Heftige Schläge ins eigene Kontor.

  78. Easy Rider oder der Ritt vom Jaufenpass
    Eine tolle Fahrt, man schaut gebannt zu, bremst, strampelt kurz, um wieder auf Tempo zu kommen und holla, was für ein Ritt.

    Ich habe ja den leisen Verdacht, werter Don, dass Sie sich nur auf die Pässe quälen, um diese Abfahrten machen zu können. Was Ihnen im Winter der Rodel, ist im Sommer das Rad. Lützows wilde, verwegene Hatz.

    Hat Spaß gemacht, danke fürs Video.

    • Liebe Renate Simon, sein Filmchen nennt er zwar
      „Von der oberen Firstalm über den Spitzingseesattel nach Neuhaus“ (duröhrevariable: TV-ibxPkFiY ), aber eigentlich wollen wir ihn ja auch endlich mal aufwärts fahren sehen, also „Von Neuhaus über den Spitzingseesattel zur oberen Firstalm“ (schön gemütlich, versteht sich):

      https://studio.stupeflix.com/v/oPvDHY2DykIU/

    • Liebe Frauke,
      bei Ihrem Film wird einem ja ganz anders, rückwärtsfahrenderweise den Buckel nuff. So wird das nix, ich fürchte aber, dass Don uns nicht an seinen Qualen bergauf bildlich teilhaben lässt. Dabei ist das doch das wahre Heldentum. Vielleicht überlegt er sich’s fürs nächste Jahr, wenn er entspannt „nur“ 2ooo Höhenmeter und 1oo km Weite täglich erreichen will.

    • Liebe Renate Simon, das hat doch was, wie er die Autos bergauf "rasend" überholt.
      Kamera hat er bereits am Fahrrad. Nächstes Jahr will er auch noch Japanerinnen mit „einflechten“, das kann dann erst recht was werden:

      https://studio.stupeflix.com/v/MCifRWk7x8uI/

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      „Du schreibst die Kommentare zu schnell. Bitte etwas langsamer.“

    • Liebe Frauke Amgelin,
      gehe ich recht in der Annahme, dass Sie ein richtiges Spielkind sind? Allerdings bin auch ich schon sehr gespannt auf die eingeflochtene Japanerin im zart durchsichtigen Kleid mit der Wespentaille, die neben dem eigentlich ja nicht dicken Don noch zarter wirken wird. So haben wir doch immerhin schon mal etwas, auf das wir uns freuen dürfen. Man muss Gott ja für alles danken, genau so geht’s weiter ;-)

    • Spielkind, liebe Renate Simon? Ganz klar: JAWOLL!!! Denn das ist hier ja eine
      Ironie- vulgo Wortspiel-Wiese, schmunzel…

      Kosaka Meguru, die Japanerin auf der Durchsichtigendurchlöchertenfahrradsattelkonturähnlichenplexiglasplatte, ist eine der etwas Üppigerausgestattetennordjapanischenwonneproppen, wie Ihnen TDV sicher gerne bestätigen wird. Tauchte die zusammen mit dem Äußerlichgutzuihrpassendenkunstfigurenschöpfer auf dem Pass auf, verlöre der wegen des Gewichtsdesfansandrangs noch mehr Höhe und die Erkennbarbrüchigrissigenstraßenbeläge rutschten murenartig hangabwärts…

    • Es war einfach eine erstaunliche Erscheinung, dort oben zwischen Geröll und Asphalt eine Frau zu sehen, die viel besser nach Paris oder Mailand gepasst hätte.

    • Soso, eine Erscheinung, grinsegrins...
      Naja, der Aufstieg hat wahrscheinlich für eine Unterzuckerung gesorgt, zudem ist die Luft dort oben doch schon einigermaßen dünn, da kommen Erscheinungen durchaus mal vor…

  79. Der tollkühne D.A. auf seinem Esel
    Schön zu sehen, wie eine gesengtesau sich quält, und den Spaß dann auch noch teilt.

    Danke

  80. Ok, nochmal ein GroKo Aufreger für Radfahrer u. Steuerzahler
    Es passt nicht so wirklich zu den berückendenBerphotos, aber da andere hier auch schon die gliebrige politische Welt reinholten, bringe ich es doch zur allgemeinen Kenntnis der Steuerzahler und Radfahrer.
    Bei rbb-Inforadio sagte Merkel:
    „Viele sind noch in den Integrationskursen oder warten darauf. Insofern glaube ich, dass wir da einen etwas längeren Atem haben müssen, aber jederzeit auch bereit sein müssen, praktikable Lösungen zu entwickeln. [..] Wir haben neulich im Kabinett diskutiert, dass das Umschreiben einer syrischen Fahrerlaubnis in eine deutsche 500 Euro kostet. Und natürlich hat ein Flüchtling nicht sofort 500 Euro. Also hilft da vielleicht ein Darlehensprogramm. Wenn man dann verdient, kann man diese 500 Euro zurückzahlen. Es werden überall Kraftfahrer gesucht.“

    Ich finde das wirklich gut, daß unsere Politiker so das Große und Ganze wie eine Eiterbeule im Auge haben.

    • Mit Dons Fahrtwind im Ohr
      muss ich doch hier geschwind meinen Senf dazugeben. Ist es nicht erstaunlich, was alles möglich gemacht wird? Darlehen, die, wie wir uns gut vorstellen können, nie zurückgezahlt werden, dafür Tausende Leute mehr auf der Straße, aber in welchen Autos? Gibt es dann dafür auch noch Darlehen oder werden die im Zuge der Elektrifizierung verschenkt, damit bis 2020 die gewünschte Anzahl mit Steckdosenanschluss unterwegs ist.
      Denn wo überall die Kraftfahrer gesucht werden, ist mir ein Rätsel, wissen Sie mehr Herr Feldmann?
      Fragen über Fragen…

    • Fahrer? Bitte nicht
      für meinen Geschmack sitzt bereits zu viel Spezialpersonal au Volant von Sprintern.

    • Ich denke, die Kraftfahrer, die derzeit schon einen harten und erbarmungslosen Job haben,
      wird es interessieren, daß Ihnen jetzt Billigst-Konkurrenten auf den Hintern geheftet werden.

      Mich als Radfahrer interessiert es, da es also noch gefährlicher wird mit Leuten, die noch nichtmal unsere Straßenschilder lesen können und die auch kein Verhältnis zu zivilisiertem Verkehr haben. (Der Unterschied von dem Einen zum Anderen wurde mir ekklatant bei meiner Rückkehr aus GB in Belgien verdeutlicht). Zudem weiß ich schon, wie hier junge Araber in 150.Tsd.euro-teuren Nobelkarossen heizen. (Wenn Sie die überholen, steht denen Blutrache in den Augen: zivilisiert ist deutlich etwas anderes)

      Als (leider treuer, da zu blöd, um zu betrügen) Steuerzahler höre ich bei dieser Petitesse, denn was haben WIR im letzten Jahr nicht sinnlos an Milliarden geschächtet, mit einem diskreten Schmerz klingende Peristaltik im Mittelbauch.

      Und desweiteren habe ich bereits im Frühling von Geschichten gehört (gehört! ich habe dazu keine Quellen, mit denen ich das belegen kann), und das würde leider in das allgemeine Bild passen, daß sogen.Flüchtlinge mit unversicherten Autos (wie geht das?) Unfälle bauten und die Beschädigten auf allen Ansprüchen sitzen blieben. Wie gesagt, es würde nicht aus dem Bild fallen und es braucht in der derzeitigen Situation (s.bspw.Bautzen), die ich durchaus anders sehe als bspw. die FAZ, kein Anschüren des Dramatischen, denn das Belegbare reicht schon über alle Maßen, brauchen!

      Ne, mehr habe ich nicht (als vllt. doch noch auf die guten Kommentare von Michael Klonovsky, acta diurna 15.9-16.9 hinzuweisen).
      mit gutem Gruß
      PF

    • PS. Ich wäre dafür, daß Leute, die so einen Quatsch wie Merkel erzählen, in Zukunft als Kraftfah
      Ihren Mann stehen dürfen (also unter genau den Konditionen!).

      Bodennähe und Bescheidenheit

    • BK Qualifikation
      Wie manch anderes ist es nicht nachzuvollziehen wie unsere verehrte BK auf 500 Euronen kommt.

      Im Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz sind 140 Stunden a 60 min + Pruefung fuer ‚Neulinge‘ vorgeschrieben (Details weis Herr Gugl).

      Ich habe mehr nur fuer die Verlaengerung des Scheines ausgegeben mit 35 Stunden Fortbildung + Gebuehren + +

      Aber vielleicht ist es fuer die Eingebrorenen halt teurer, weil kein Hilfsfall.

  81. Gottlob kennt der Don den Weg durchs Gebirge besser...
    aber hier als Schmankerl zum Wochenende nun doch ein realsatirischer Kurpfälzer Beitrag zum Thema: Die Kanzlerin und ihre grandiosen Einfälle bzgl. der syrischen Berufskraftfahrer – Theorie und Praxis.

    http://www.rnz.de/nachrichten/mannheim_artikel,-Mannheimer-Bus-irrte-durch-die-Stadt-%E2%80%93-Fahrer-kannte-den-Weg-nicht-_arid,221988.html#null

    Mir tut der arme Mann genau so leid wie die Fahrgäste… irgendwie alle ahnungslose Opfer eines grandios schiefgelaufenen „Manhattan-Projekt“-Experiments.

  82. Unterwegs
    Neue Idee aus Berlin: Migranten sollen Lkwfahrer werden, der Vorschlag, dass sie in der Altenpflege tätig werden sollen, scheint schon abgehakt – beides gleich illusionär. Ich habe noch die Aussage von höchster Stelle im Ohr, „da kommen Chemielaborant“. Wer souffliert hier?

  83. Das Alter ist keines
    @ Renate Simon
    „Zum Alter, ich finde Hillary und Trump entschieden zu alt, um für mindestens 5 Jahre den Präsidenten zu machen. Ich bin unterdessen 70 und weigere mich zu sagen, ich sei doch noch sooooo jung, wie eine Ärztin mir vor 3 Jahren weisma-chen wollte. Man ist in dem Alter nicht mehr jung, fühlt sich vielleicht so, aber das ist etwas ganz anderes. Wenn’s danach ginge, wäre ich meistens immer noch 25.“

    Die Amtszeit ist 4 Jahre, nicht 5. Das Alter hat etwas mit dem state of mind zu tun, being young at heart, mental aufnahmefähig, vielseitig interessiert und flexibel. Im alternden Körper kann man sich aus dem Grund subjektiv noch nach wie vor „jung“ fühlen.

    Nelson Mandela wurde mit 72 Jahren aus dem Gefängnis entlassen, wurde im Alter von 76 Jahren zum Präsidenten von Südafrika gewählt, verblieb bis zum Alter von 81 Jahren im Amt. Die ihm am Herzen liegenden Interessen hat er bis zu seinem Tod mit 95 Jahren aktiv verfolgt.
    Grandma Moses fing erst mit 76 an zu malen, wurde weltberühmt und verstarb mit 101 Jahren.

    Ein Problem der westlichen Gesellschaften – im Gegensatz zu China z.B. – ist die Überhöhung der Jugend und die Herabwürdigung bzw. Unterschätzung der Erfahrung und Weisheit der Alten.
    Obwohl beide Kandidaten nicht meinen Vorstellungen entsprechen, finde ich es phantastisch, dass die Amerikaner (im Ursprungsland der wirtschaftspolitisch motivierten Jugendwahn) für das höchste Amt des Landes sich für ältere Kandidaten entschieden haben.

    Btw. Bernie Sanders ist mit 74 noch älter, aber absolut young at heart and soul, und deshalb waren seine Anhänger auch mehrheitlich enthusiastische junge Menschen, vor allem Studenten.

    • sehe ich ähnlich
      ist aber nicht bei allen so, Tamarisque!

    • Tam, P.Feldmann, na gut, und welchen Job schlagen Sie mir vor?
      wie erwähnt, meistens gefühlte 25, nicht erwachsen (das wird nichts mehr), noch immer halbwegs gut und auch ungeschminkt viel jünger als Hillary aussehend, Blutbild gestern nach Auskunft des Doc super, demnach also erschreckend gesund, was also soll ich noch reißen? Entscheidungsreife Vorschläge erbeten.

    • Liebe Frau Simon, schwierige Frage
      und es wäre vermessen, Ihnen darauf zu antworten angesichts dessen, was ich nur bruchstückhaft von Ihnen weiß.

      Aber wenn ich das Wenige so vor meinem inneren Auge passieren lasse, dann wären Sie die ideale Kandidatin für sinnvolles (!) politisches Engagement. Aber ich sehe Sie eben vor diesem inneren Auge jetzt schon sich aufbäumen…
      Also, was soll ich sagen?

    • @ Renate Simon
      Wenn ich sagte „Politik“, dann meinte ich Sie nicht in so etwas schicken zu wollen! -> Bilder: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/auto-von-afd-chefin-petry-geht-in-flammen-auf/

    • Ich wäre in die Politik gegangen, Herr Feldmann,
      und zwar mittels Eintritt in die SPD in jungen Jahren. Aber bei meiner Sturheit und Bockigkeit sowie Ablehnung jeglicher Obrigkeit, ergo auch des Fraktionszwangs, hätte ich nie Karriere gemacht, sondern mich gleich wieder ins Aus geschossen, also habe ich den Versuch gar nicht erst gestartet. Dabei wäre ich wohl eine gute Rednerin geworden, aber nun, manch einer vergeudet seine Talente so gut er kann.

      Was man mit AfD-Leuten oder -Material veranstaltet, hat mit Demokratie nichts zu tun und ist einfach unsäglich. Aber darüber regen sich unsere „Eliten“ natürlich nicht auf, sind ja bloß alle Nazi usw., da drückt man Augen und Ohren zu.

    • Der unbestreitbare Vorteil des Alters
      , Frau Simon, ist, daß man freie Bahn hat. Erste Effekte spüre ich schon.
      Und irgendwie ist das Radfahrerleben des D.A. auch so eine Effektreihung.
      Karriere- an dem Faden konnte man mich noch nie ziehen… und jetzt schon gar nicht mehr!
      Beinfreiheit

    • @Renate Simon: Bernd Zeller
      Wie schreibt Bernd Zeller in der Zeller Zeitung heute anlässlich des Brandanschlags auf Petry: „Deutschland ist leicht entflammbar“

      Das Zündeln der Stegners und Gabriels, des Packs, -das Schweigen der Merkels und der „Anständigen“ macht den Nachhall sehr laut.

      Und man kann sicher gehen: Jener Deutsche, der in Spanien in seinem Solipsismus Feuer zu machen versuchte, hatte auch nicht vor, die ganze Ebene zu entzünden. Aber zum Schluß brannte das Land und die Spanier fragten sich, woher dieser Deutsche das Recht nahm.

      Ich habe heute eine sehr gute Analyse zum Anfang der Zerstörung gelesen, in der eine Theorie von amerikan.Soziologen (30 A alt) zitiert wurde: die Zerstörte Fenster Theorie. Es beginnt mit etwas Vandalismus, dem sich niemand entgegenstellt. Dann fliehen die Vernünftigen und schließlich ist der Kiez/ die Stadt verloren. Genau DAS findet derzeit statt.
      https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2016/berlin-ausser-kontrolle/

      Ich denke, Hausverkauf steht an.
      Es sei denn, die sogen.Anständigen stehen endlich auf und bekennen sich zu Werten und zur Demokratie (das ist das Gegenteil des Bekenntnisses zum Islam ist Deutschland).

    • Häuser ohne Fenster
      Herr Feldmann, die Studie ist absolut richtig. Mit einem Fenster fängt es an, geht dann ungehemmt weiter bis hin zur kompletten Demontage. Die Zerstörungswut kennt anscheinend kein Erbarmen.

      Da Sie offenbar das Auswandern erwägen, machen Sie es, Sie sind anscheinend flexibel genug und auch vor allem finanziell unabhängig.

      Der Aufstand der Aufständigen dürfte doch noch einiges dauern, z.Z. sammelt man sich noch nicht einmal und wer dann die Bahnsteigkarte löst ist auch noch nicht geklärt… es wird also dauern. Zeit, die man in solchen Zeiten eigentlich nicht mehr hat.

      PS: Die Beinfreiheit habe ich immer gehabt bzw. mir genommen, aber in einer Partei käme man als junger Mensch mit solchen Allüren sehr schnell an seine Grenzen. Da werden einem einfach die Flügel gestutzt.

  84. Tunnelgeister
    Ja, in so einem Tunnel begegnen einem auch sicher einmal Zwerge, oder das Venedigermännlein, und bieten einem an, einen zu einem Schatz zu führen. Man sollte darauf aber nicht eingehen, denn es bedeutet wohl nur, dass man sich gerade gesundheitlich ziemlich übernimmt, oder ziemlich verfahren hat im einsamen Bergtunnel. Ich fuhr letztens mal im fahlen, dämmrigen Licht des alten Elbtunnels, es waren in Gegenrichtung einige Leute da unterwegs. Am Ende des Tunnels erschien irgendwann eine düstere Gestalt, schälte sich dort aus dem Halbdunkel, gab dort in der Ferne knurrige Geräusche von sich und gestikulierte erregt. Mit einer Mischung aus Argwohn und Neugier beschleunigte ich in Richtung dieser Figur, um mehr über sie zu erfahren. Bei weiterer Annäherung erwies sie sich dann als Polizist und brüllte, in dieser Fahrtrichtung müsse man das Rad aber schieben, ich solle mal absteigen! Das sei doch auch ausgeschildert! Wir haben dann noch geplaudert, es hatte alles mal wieder verkehrsrechtliche Gründe, er trägt dort die Verantwortung, und ich zeigte mich reuig und einsichtig und schob meines Wegs.

  85. Young at heart kennt kein Verfallsdatum *)
    *) so lange der alte Mensch mit guter Gesundheit gesegnet ist.

    Ein Nachtrag – dieser Satz ist leider nicht mitgekommen:
    Es gibt kein einheitliches „Verfallsdatum“ für alte Menschen, an welchem sie aufhören sollten, ihre ggf. beruflichen Ziele zu verfolgen und ihre Träume zu verwirklichen.

    Und noch eine Korrektur, pardon: im Ursprungsland des Jugendwahns.

    • Verfallsdatum...
      liebe Tamarisque, ich plädiere grundsätzlich fürs sozialverträgliche Frühableben. Bin aber bald damit wohl auch zu spät.
      Ansonsten habe ich auf Ihre obige Antwort geantwortet und harre nun der Dinge, die Sie mir vorschlagen werden.

    • Young at heart
      Liebe Renate Simon,
      doch, ich fühle mich erwachsen, spätestens seit 40. Das hat für meine Begriffe mit der Fähigkeit zur Leichtlebigkeit, zur Lebensfreude, Genussfähigkeit, Spaß und Begeisterungsfähigkeit nichts zu tun. Wäre ich nicht erwachsen, würden meine Töchter mit ihren Sorgen und Nöten kaum zu mir kommen, um meine Meinung oder ggf. sogar meinen Rat zu suchen. Aber genauso können wir drei Spaß miteinander haben – wir lachen und machen manchmal auch viel Quatsch, wenn wir zusammen sind. Beides geht.

      Sie haben doch gemeint, dass Hillary Clinton und Trump viel zu alt seien. Ich finde das nicht. Aber was hat das mit Ihrer Situation zu tun?

      Nur, weil ich die beiden nicht für zu alt finde, sollte ich Ihnen jetzt Jobvorschläge machen. Warum?

      Warum finden sie, dass die beiden zu alt sind? Warum wäre Bernie Sanders zu alt gewesen?

      Sicher haben diejenigen mehr Glück, die einen Beruf oder eine Berufung haben, die sie so lange ausüben können, wie sie möchten. Doch das ist, wie ich meine, ein anderes Thema. Ähnlich, wie die Diskriminierung von Arbeitnehmern Ü50 in diesem Land auch ein Thema für sich wäre, über welches man sich zurecht aufregen sollte.

    • Nun denn, wir sind uns mal wieder nicht ganz einig
      liebe Tamarisque.

      70+ ist alt Punkt. Erwachsenwerden oder -sein ist wohl, wenn man Kinder hat, zwangsläufig mit drin, ich habe keine und insofern mir mein kindliches Gemüt bewahrt. Es bewahrt einen allerdings nicht vor manchem Fehler, den man als „Erwachsener“ nicht gemacht hätte.

      Natürlich kann man seine Arbeit, so man hat und auch noch Freude dran, auch mit 70 noch ausüben, das stelle ich ja gar nicht in Abrede. Mir hat man meine ja mit knapp 56 weggenommen, ich habe versucht, auf eigenen Füßen weiterzumachen, nun ja. Bayer wird schon sehen, wie’s ausgeht.

      Allerdings ist mir meine Sterblichkeit täglich bewusst, die Einschläge kommen näher und die besten Leute sterben mit nicht mal Mitte 70. Ich hoffe keinesfalls, uralt zu werden, es wäre mir ein Graus, zumal alle anderen merken, wenn es im Oberstübchen nicht mehr funktioniert, man selbst ist von der Erkenntnis leider oder glücklicherweise befreit.

      Will sagen, es gibt Ausnahmen, wobei Mandela, den ich sehr verehrt habe, viel Elend hinterlassen hat, wem geht es dort nun besser? Grandma Moses hatte das Glück, ihre naiven Bilder in einer Zeit zu malen, in der diese Naivität gefragt war. Gemalt hat sie aber wohl in erster Linie für sich selbst oder sehe ich das falsch?

      Das sind alles Ausnahmen, die nicht unbedingt die Regel bestätigen. Ist es nicht auch ein wenig egoistisch von den Alten, den Jüngeren keinen Platz zu machen?
      Wir beklagen einerseits, dass in der Politik junge vernünftige Leute fehlen, gibt man ihnen aber auch die Chance, sich dort zu entwickeln und Führungsstärke zu beweisen? Ich meine nein. Es sind die Alten, die den Platz verweigern und nicht weichen wollen. Das ist hier so und in Amerika nicht anders.
      Oder warum muss ein Geißler, Müntefering und wie sie alle heißen, sich noch immer in den Vordergrund spielen, größtenteils mit Aussagen, die einen doch heftig zweifeln lassen. Das Streben nach Macht und Bedeutung lässt diese Leute nicht ruhen, es ist ihnen aber wohl nicht einmal bewusst.
      Das gilt auch für Clinton, Trump, Sanders und viele andere. Bewundernswert finde ich das nicht.

    • Titel eingeben
      Tja, die Sache kann man so oder so sehen. Wegen des Jugendwahns wurden/werden andererseits junge Menschen, die weder Talent noch Erfahrung hatten, zu tollen Jobs gefördert, z.B. Ministerin Schröder. Junge Autoren*innen* wurden und werden bevorzugt. Etc. etc.

      Junge Menschen werden eingestellt, nachdem 50+ entlassen wurden, nur weil sie zu teuer sind. Das ist die traurige Kehrseite der Medaille.

      Müntefering und Geißler waren nie gut, insofern geht es nicht unbedingt ums Alter. Ich möchte wetten, dass Sarah Wagenknecht dagegen auch noch im Alter toll sein wird. Ich wünschte, dass Scholl-Latour noch leben würde, mit seinen 90+ hätte er mehr Grips als ganze Mannschaften von anderen „Experten“ in Bezug auf die heutige Situation mit den offenen Grenzen und den Einwanderungswilligen.

      Ja, es geht natürlich zum Teil um Ausnahmefälle. Aber Trump z.B. wurde gewählt, obwohl er viele jüngere Mitbewerber hatte. Und Bernie Sanders wäre für die Politik der USA von unschätzbarem Wert gewesen. Bei solch einem politischen Ausnahmetalent wie ihm sollte das Alter keine Rolle spielen. Und wie gesagt: Die Mehrzahl seiner Anhänger waren jung, die wollten keinen anderen wählen.

      Liebe Renate, man kann und muss nicht immer einer Meinung sein, das wäre ja langweilig. Solange der Austausch nicht persönlich bzw. beleidigend wird, empfinde ich das nicht negativ, sondern eher positiv.

    • Scholl-Latour hätte 150 werden können
      und niemand aus der sogen. Elite würde auf ihn hören. Seine Erfahrungen, seine Warnungen haben die Entscheider nie interessiert. Ich gehe davon aus, dass man seine Bücher nicht einmal gelesen hat.

      Wie ja auch die LF Sarrazins Buch, über den/das man trefflich streiten kann, einfach des Lesens unwürdig befand. Man kann es sich so einfach machen, man sollte dann aber bessere Konzepte haben. Leider ist es so, dass man gar keines hat und trotzdem oder gerade drum ein ganzes Volk in Geiselhaft nimmt und nun den unsäglichen Spruch wir schaffen das als Ansporn verstanden wissen wollte.

      Bräuchte ich einen Kameltreiber, ginge ich in die Wüste, bräuchte ich einen Leithammel, wäre ich ein Schaf.
      Ich habe einen Zorn, der mich umtreibt, ich weiß nur noch nicht wohin.

    • Noch eines Tamarisque
      wenn junge Leute so für Trump und Sanders votieren, erkläre ich mir das damit, dass heute einfach die Vorbilder fehlen. Wenn ich an meine späte Jugend denke, es waren ganz andere Zeiten, wir hatten u.a. Willy Brandt, mehr Demokratie wagen, was dann auch nicht klappte, aber so ähnlich muss man dann wohl die Entwicklung in den USA sehen. Nur dass die Alten dort eigentlich meine Generation sind, unsere Vorbilder waren deutlich jünger. Und heute, wo sind die Vorbilder für die Jugend, ich wüsste keines. Die LF kann es ja wohl nicht sein.

      Ach überhaupt LF, Bahners hat nebenan einen Artikel, der mir die Nackenhaare kräuselt und mich an vielem zweifeln lässt. Kritik an der LF ist frauenfeindlich, die Frau ist ein Neutrum, merkt der das nicht?

  86. Optimisten sagen...
    …, der werte Don fährt noch bis in den Oktober mit dem Radl bei schönstem Herbstwetter über den Jaufenpass. Pessimisten denken bei strahlendem Sonnenschein schon ans Aufziehen der Winterbereifung ;-)

Kommentare sind deaktiviert.