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Stützen der Gesellschaft

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Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der Super Corsa des Lebens

| 187 Lesermeinungen

Vieles wollen – nichts verlangen – alles bekommen.

Es beginnt mit Schmerzen im verlängerten Rücken. Nach 5 Kilometern hinauf zum Castell Brolio stellt sich ein ungutes Gefühl ein, das auf Dauer nicht zu ignorieren ist.

lerofa

Es ist, als habe sich eine Frauenministerin dort breitgemacht und beklage Sexismus. So etwas schmerzt normalerweise im Kopf, denn wenn Genderaktivistin Gina-Manuela-Lisa Schwesig einen Aufstand gegen den Sexismus fordert, ist das so, als würde der Verband der Wodkaindustrie einen Aufstand gegen Rotwein verlangen. Sehr guter Rotwein wird hier oben in den Hochlagen des Chianti angebaut, aber der Sattel passt zu meinem Sitzmuskel wie ein Seeigel. Ich fahre von hier aus mit diesem Rad vielleicht morgen 140 Kilometer über Stock und viele Steine – ich brauche einen Sattel, der wie die junge Kahane zur Stasi passt.

lerofb

Also rolle ich zurück nach Gaiole in Chianti, das dieses Wochenende dank der L’Eroica die Welthauptstadt der Freunde von geplatzten Reifen, Rost und ruppigen Wegen ist. Einmal im Jahr stürmen Tausende dieses malerische Dorf, um dort keine seltsamen Spinner mit einem abseitigen Freizeitvergnügen zu sein, sondern Teil einer weltumspannenden Bewegung, die schon durch ihr Äusseres zeigt, wie wenig sie zur Gegenwart gehören möchte.

lerofc

Es geht hier grob gesagt darum, mit alten, verkehrsunsicheren Rennrädern Schotterpisten und Berge zu bezwingen, die diesem Ansinnen diametral entgegen stehen. Es ist ein wenig wie Bloggen gegen die Meinungsunfreiheitkampagne der deutschen Regierung oder Ermitteln gegen den Finanzsumpf der Deutschen Bank, aber es ist in schöner Landschaft, es machen viele, und nachher glaubt man, es hätte gar nicht so weh getan, wie es tatsächlich geschmerzt hat. Dazu muss man aber erst einmal über die Naturgewalten und die eigene Schwäche siegen, und das geht nur, wenn der Sattel passt. Ich brauche einen anderen Sattel.

lerofd

Nun gibt es an diesem Wochenende vermutlich keinen Wunsch, den der Freund von alten Rädern nicht erfüllt bekommt. Es gibt Mechaniker, die alte Schrottmühlen wieder bereit für den Einsatz machen. Es gibt einen Markt, in dem auch das Abseitigste zu bekommen ist. Es gibt mehrere Geldautomaten im Ort, die man besser früher besucht – denn ein Limit für Einkäufe hat hier jeder, und jeder hält sich daran wie der Bundesnachrichtendienst an die Gesetze. Es gibt die allgemeine Überzeugung, dass man hier besser auf Vorrat kauft, wo es im Überfluss vorhanden ist, als teuer zu bezahlen, wenn es später tatsächlich gebraucht wird, aber nur schwer zu beschaffen ist.

leroff

Kurz, es gibt tausende von Ausreden und alle sind sie gut. Was es nicht gibt, ist ein passender Sattel. Ich hätte gern einen Brooks B17. Aber alle Sättel, die ich in die Hand nehme, sind entweder zu teuer. Oder zu hart. Oder zu alt. Oder zu breit. Oder ramponiert. Oder farblich unpassend. Oder verbogen. Oder eben nicht von Brooks. So muss man sich fühlen, wenn man im Rettungsboot auf dem Meer kein Trinkwasser bekommt. Es gibt alles im Überfluss. Aber nicht das, was ich dringend brauche. So sehr ich auch suche und in der zweiten und dritten Reihe schaue, in verstaubten Kisten wühle und – oh. Ein Patelli Super Corsa in Weiss und Rosa.

lerofg

Als ich jung war und nichts hatte ausser einer Wohnung in Münchens bester Lage, ein Auto und eine Apanage, die für eine 4-Tage-Feierwoche gerade so ausreichte, wenn ich beim 3-Tage-Wochenstudieren nicht zu sehr über die Stränge schlug, gab es in Sendling einen kleinen, aber sehr feinen Radladen namens Baldi. Der Besitzer war damals, in der Zeit vor dem Internet, in der Lage, alle italophilen Wünsche zu erfüllen. Man konnte zu ihm gehen und sagen: Ich möchte ein Rad in dieser und jener Grösse mit folgender Ausstattung, weiss soll es sein wie der Testarossa von Sonny Crockett und rosa wie ein Hemd von Ricardo Tubbs. Dann rief Signor Baldi bei Signor Patelli in Bologna an, und vier Wochen später hielt man sein Wunschrad in Händen. Wenn man Zahnarzt war und vor dem Cafe eine sportlichere Figur abgeben wollte, als man eigentlich hatte. Super Corsa! Das war schon eine Ansage. Und ein Grund zum Neid bei den Jüngeren, die sich kein Rad bestellen konnten.

lerofh

Aber die Älteren werden alt und können irgendwann nicht mehr, und die Jüngeren rücken an ihre Plätze. Es gibt welche, die die früheren Generationen mit unerbittlichem Hass verfolgen, und der Welt ihren eigenen Stempel aufdrücken wollen. Es gibt welche, die sind nicht progressiv, sondern einfach nur voller Hass auf das, was ihnen nicht alles gibt, was sie für richtig und angemessen halten. Es gibt welche, die Chancen und Belohnungen tatsächlich bekommen, und das nicht achten, weil sie denken, das sei ja wohl das Mindeste, was man erwarten könnte. Es gibt welche, die keine Dankbarkeit für Privilegien zeigen, sich schlecht benehmen und mokieren, wenn sie die Privilegien verlieren. Sie sagen nicht, dass sie einen falschen Sattel montiert haben. Sie glauben, die Welt hätte die Pflicht, ihnen den besten Sattel unter den Hintern zu schieben. Sozialismus ist für sie, genau das zu fordern und die Leute draussen vor Kreuzberg zu hassen, die wirklich benachteiligt sind und das Falsche ganz ohne fünfzackige Sterne wählen.

lerofe

Ich habe den falschen Sattel montiert und stehe jetzt vor einem Patelli Super Corsa der Miami Vice Ära. Der Zustand könnte besser sein, es ist eine Menge Arbeit damit verbunden, und ich könnte nun weiter Sättel suchen und Verkäufer anraunzen, weil ihr Angebot nicht meinen Wünschen entspricht. Aber ich bin kein Sozialist, der die Welt so haben will, dass sie zu seinen egomanen Zielen passen muss. Ich bin privilegiert, und wenn neue Privilegien des Wegs kommen, sollte man nicht lange fragen und zugreifen. Der falsche Sattel war ein neuer Schmerz, aber das nie gekaufte Patelli schmerzte schon vor einem Viertel Jahrhundert – da muss man eben Prioritäten setzen. Man kann nicht gleichzeitig mit dem Rad fahren und in der Sonne sitzen. Eins nach dem anderen.

lerofi

Erst das Patelli. Dann der Sattel. Das ist der Super Corsa meines Lebens. Manchmal eilt man dahin, manchmal muss man schieben, es hängt von den eigenen Beinen ab, von der Schwäche des Fleisches und der Stärke des Geistes und gar nicht mal immer vom Vermögen der Vorfahren. Das hilft einem nämlich auch nicht über den Berg, auch wenn Nichtsnutze, die einem die Privilegien checken, ohne dass man sie darum gebeten hätte, etwas anderes behaupten.

lerofj

Vieles ist einfach Zufall. Ich suchte einen Sattel und fand einen Rahmen, gestern schien die Sonne und heute Nacht begann der Regen, der immer noch herunterprasselt, während ich das hier schreibe. Es ist kurz vor fünf Uhr, bald breche ich auf und weiss nicht, welchen Corsa ist super oder weniger super, sondern nass und dreckig befahren werde. Vielleicht fahre ich in einer Stunde in ein Unwetter, vielleicht rolle ich um 10 Uhr mit jungen Damen in Sommerkleidern durch eine bukolische Landschaft. Man muss nehmen, was man kriegen kann.

lerofk

Fahren. Geniessen. Ankommen. Glücklich sein. Das sind genug Privilegien für so einen – hoffentlich nicht verregneten – Tag in der Toskana. Oh, und einen Brooks fand ich dann doch noch. In meinem Gepäck. Ich habe ihn mitgenommen und das vergessen, als ich auf den Merkt ging, um den Patelli zu finden.

lerofl

So kann es gehen, auf dem Super Corsa.

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187 Lesermeinungen

  1. ..wie immer Danke!
    …es ist nach 05:00 und ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Tour. Danke für diesen und den Grossteil der vorangegangenen Texte…Manches würde ich gern etwas differenzierter von Ihnen Lesen, aber das ist wohl andererseits auch eine Frage der Meinungsbildung…;o)

  2. Privileg?
    Oder doch nur Konsumismus? Lieber Don, inwieweit identifizieren Sie sich mit dem Supercorsa? Und hängt Ihr Selbstwertgefühl vom Erwerb desselbigen ab? Ich erwerbe übrigens derzeit Streuobstwiesen.

    • Es ist einfach ein hübscher Fund gewesen. So wie eine gute Torte. Und ich konnte nicht schlafen.

  3. Titel eingeben
    carpe diem Don Alphonse

  4. Helm ab!
    Ah, ein klassischer Ausreißversuch – nicht ganz sattelfest – aber dafür mit der Brechstange? Ein gestählter Bergrebell und klamm sein? Da genügt ein kurzer Schlenker und in Siena bietet Ihnen die »Banca Monte dei Patsche« einen Rahmenkredit in unbegrenzten Höhen. Schönes Wochenende, diesmal leider nur eine 3 minus)

    • Ich habe gekauft „Wie eine wuide Bremma“, wie man in bayern sagt. Nur habe ich halt auch Grenzen. Wenn nicht beim Geld, dann beim Transport.

  5. Fähigkeit zur Fortune
    Geehrter Don,

    vielen Dank für einen erneuten, schönen Text von und über die L’Eroica und Ihr Erleben derselben.

    Zur unterlegten Botschaft fällt mir eine zutreffende Gamer-Weisheit ein:

    „Skill ist, wenn Luck zur Gewohnheit wird!“

    In diesem Sinne: Viel Spaß und viel Erfolg beim Rennen!

    • Dabke, ich kann vermelden, es ging alles gut.ausser ein paar Dingen, die der Dramatisierung der Geschichte helfen werden.

  6. Titel eingeben
    Oh Toskana! So schön dort. Ist schon ein paar Jahre her, denke aber immer noch an die tolle Zeit dort. Sollte ich wieder mal hin. Eigentlich wollte ich ja zu den Einheitsfeierlichkeiten nach Dresden, doch nach der Aufrüstung dort fehlt mir ein bißchen die Leichtigkeit italienischer Mentalität.

    Sie zeichnen ja ein trauriges Verhältnis zwischen den Generationen. Da habe ich wohl bei meiner Tochter einiges richtig gemacht.

    Ich verstehe zwar nichts von Fahrradrahmen, aber einen alten Schmerz heilen zu können ist schon ein besonderes Geschenk / Privileg.

    Also viel Spaß beim der Restaurierung und nehmen Sie uns bei der ersten Fahrt mit.

  7. "Oder eben nicht von Brooks."
    „So muss man sich fühlen, wenn man im Rettungsboot auf dem Meer kein Trinkwasser bekommt.“ – Köstlich, werter Don. Habe mich nach dem Frühstück mal wieder köstlich amüsiert. Danke.

  8. Weiter so!
    Schön geschrieben, wie so oft. Dann mal viel Erfolg! Nebenbei, Thema Erfolg: kann es sein, dass sich die Reichweite dieses Blogs erhöht oder liegt es nur am Inhalt? Ich frage nach, weil auf Twitter das Geheul von genau denjenigen, die getroffen werden sollen, doch erheblich zunimmt. Normalerweise verharrt man in den entsprechenden Kreisen ja eher selbstgerecht in der selbstgewählten Blase.

    Wie dem auch sei, weiter so. Es erhöht den Spaß noch mal deutlich, wenn man sieht, wie ein natürlich voll-kom-men abgeklärter „TV-Prinz“ wieder und wieder vor Wut seine kleinen Fäustchen ballt, und sich doch so viel vergebliche Mühe gibt, das zu verbergen. :-)

    • Ganz ehrlich, ich achte nicht so auf die Zahlen, da spielen zu viele Faktoren mit hinein. Aber es ist schon recht beliebt bei manchen.

    • "erhöht den Spaß"
      Vielleicht sollte man die „schönsten“ Hass-Twitter-Texte contra den Don irgendwo separat veröffentlichen? …damit auch normale Menschen (also Nichttwitterer) daran Spaß haben können…

    • Ja, das sollte ich mal machen. Die und die Positionen deerer, die das tun.

    • Hübsche Idee
      Ja, durchaus, so eine kleine „Hall of Shame“ hätte schon was für sich. Besonders wenn die Idee mit der Kreuzreferenzierung der Positionen tatsächlich funktionieren sollte.
      Aber ich weiß nicht, neben der Fahrrad- und Silberkännchen- nun auch noch eine Butthurt-, ähm, Hate-Tweet-Sammlung? Wird das nicht doch langsam zu viel?

    • Es ist mal interessant zu lesen, was die „Guten“ so alles von sich geben und sich danach noch immer gut und tolerant fühlen.

  9. Traumhaft, danke!
    Wieder mal ein Text zum verschlingen … nein, zum Genießen! ;) Die perfekte Lektüre zum frisch gebrühten Sonntagmorgenkaffee.

  10. Werter Don, ich wünsche bestes Wetter ...
    … auf Ihrer kommenden Tor-Tour.
    .
    Nächstes Jahr schaffe ich es hoffentlich auch mal zur L‘ Eroica – und wenns nur zum Feilschen und Kaufen von schönen Fahrradteilen ist.

  11. Splendido!
    Hat schon was, wie Sie die Nervensäge an der passenden Körperstelle verorten. Man hofft und wünscht Ihnen natürlich, sie ginge Ihnen (und uns) an eben dem *** auch bald vorbei.

    Coraggio!

  12. Mein böser Ratschlag an den Radfahrer -
    Auto mit Klimaanlage !

  13. Eigentlich einfach!
    Und beinahe buddhistisch:
    Das Leben nehmen wie es kommt, sich am Heute freuen, und wenn einem dann die Kiste über den Weg läuft, die man sich vor einem Vierteljahrhundert wünschte, endlich leistet, und dann auch noch den benötigten Sattel findet, und zwar im eigenen Gepäck, also ohne Geldausgaben, könnte man fragen, ob der Schmerz in ungegenderten Körperregionen nicht sogar zu etwas geführt hat, dass man beim Verfluchen (nein, kann kaum sein, bei einem Sohn aus gutem Hause!) des erstweiligen Sattels nie erwartet hätte.

    And now for something completely different:
    https://www.youtube.com/watch?v=qCj6YNIpqmA

    • Mich hat es heute nicht auf den Sattel, sondern auf den Hintern gelegt. soviel dazu.

    • Hauptsach Rindsleder
      Super-Corsa klingt nach Opel

    • Gute Besserung!
      Auch wenn mir etwas auf der Zunge läge, ich schlucke es runter, und belasse es bei den guten Wünschen, in der Hoffnung, dass sich dort keine Frauenministerin zu lange breit machen wird.

  14. Ein..Zwei..
    Drei..Deutigkeiten auf den Punkt gebracht. Sehr schön.

  15. pure di fave
    also ich bin immer zum Riesenhuber…

  16. All the bright precious things fade so fast... and they don't come back.
    Als ich noch jung und schön war,

    ….da gelang es mir, mittels dieser Jugend und Schönheit, in Kreise hochzuschlaf…. äh… hineinzugeraten, die man als Oberklasse bezeichnen hätte können. Es war diese Welt, wo der Swimmingpool, Heli-Skiing in Canada und die gepanzerte Limousine plus Personenschützerfahrzeug nicht nur hearsay sondern nackte Realität war und blieb.

    Ich, in meiner proletarischen „Hab ich auch schon so im Kino gesehen“-Unwissenheit, erwartete hier und jetzt die Erfüllung jeglicher Ideale des prallen Lebens, von wöchentlicher Sex-Drogen-Poolparty über DiamantenRolex bis zur täglichen Qual der Wahl: Lambo oder Ferrari oder Porsch.

    Jedoch, oh Schreck, dem war nicht so.
    Es war völlig anders.
    Das Leben der Reichen war genauso trostlos wie das Leben des Don.

    Ja, es gab Urlaub in Hawaii und Schweiz, es gab Privatschulen, Job-Angebote in New York City, es gab große Limousinen und teure Abendessen in noch teueren Restaurants.
    Aber all das waren nur kurze Pausen in einer Welt, in der schon die Kinder Tag und Nacht arbeiten mussten. Ja, ich habe noch nie mehr Kinderarbeit erlebt als in dieser Oberklasse. Das war jeder Tag durchgeplant von Kulturunterrichtung (Geige für die Begabten, Klavier für den Rest), sportlicher Ertüchtigung (Tennis für die Begabten, Segeln für den Rest), Social Activities (UN-Jugendgruppe für die Begabte, JU Ortsverband für den Rest) und am Wochenende wurden die nationalen und internationalen
    Kontakte gepflegt (Oper, Events, Tennisclub, und, vor dem Internet, ganz viel Briefe nach USA schreiben).
    Es wurde von den Kindern erwartet, dass sie mindestens promovieren (Jura oder/und Medizin), keinen Lebenspartner anschleppen, der nicht auch mindestens mit Dr. anzureden wäre, und dann ihr Leben mit mindestens zwei Kindern und zwei ordentliche Weltkarrieren erfolgreich abschließen.

    Das war, so empfand ich es damals, „voll krass“.
    Das sollten die „oberen Zehntausend“ sein? Sklaven des Kapitalismus und des Familienclans zugleich. Arbeitsroboter mit 120 Std. Woche?
    Wozu all das ganze Geld, all das Eigentum, all die Titel, wenn man sich nicht darauf ausruhen kann? Wenn man nicht alles verprassen und zeigen und blenden und Frauen beeindrucken kann? Genauso dumm wie diese Philippe Patek Uhren Werbung: „Man trägt keine 20 tsd. € PP für sich sondern bewahrt sie eigentlich immer auch für die nächste Generation. “
    Wo ist da die Freiheit, wo ist das die große Erzählung vom Paradies, wo ist da die Realität die man mir immer im Kino auf der großen Leinwand gezeigt hatte?

    Whatever, ich bemerkte schnell, dass auch ich nur ein Teil dieser Pausen war. Wohl so ne körperliche Pause. Die dann auch noch schnell in Konkurrenz zu Ski- und Tennislehrern geriert. Weil jeder Mensch, jeder Sex und jede Romantik ausschließlich der Karriere und dem Erfolg und dem Reichtum dient und sich den Interessen zu unterwerfen hat.

    Ich habe mich dann von dieser Welt verabschiedet, habe beschlossen Selfmade Billionär zu werden, habe mir einen fetten BMW und eine bunte Rolex gekauft, jahrelang Sex und RocknRoll gelebt und werde jetzt, wo ich feststelle, dass da immer noch keine gepanzerte Limo und kein Swimmingpool vor bzw. hinter meiner Hütte steht, den Sozialismus in diesem Land einfordern.

    Hauptsache nicht Sklave von Eigentum und Familientradition und Arbeitsethik.
    Wollen wir doch mal sehen, ob ich und all die Gendertröten nicht doch noch locker durch Leben ohne Realität rutschen können…

    • Sage es ungern, aber was Unspektakuläreres als reiche Deutsche werden Sie kaum finden.

    • And though... you can shake my hand and feel flesh gripping yours: I simply am not there.
      Naja, reiche Amis sind noch viel langweiliger, die leben in Holzhütten, machen nie Urlaub, kennen keine Mode und das kulturelle Leben beschränkt sich auf Zigarre rauchen und Golf spielen.
      Schlimmer geht nur noch in der Schweiz, da bedeutet reich sein: Mit dem Opa-Ferrari (F-12) das 80 km/h Tempolimit einzuhalten.

      Eigentlich ist die Welt der Reichen immer total langweilig, weil alle nur in ständiger Angst vor Verlust des Reichtums verharren, da geht keiner mehr ein persönliches Risiko ein. Das Dasein wird bestimmt von der Notwendigkeit die erreichte Position zu halten, d.h. sich dem erreichten Umfeld maximal anzupassen und zusammen nach unten zu verteidigen.

      Das erste was man in dieser Klasse opfern muss ist das „Ich“, man dient nur noch der Klasse, dem Status, dem Eigentum. Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Und das Sein ist eine gleichgeschaltete Klasse…ohne jeglichen Witz, Aufregung oder Irritation.

      Die Ausnahme von der Regel sind bzw. waren die Russen. Die haben es richtig krachen lassen…..wohl wissend, dass man Eigentum in einem Sozialismus nicht wirklich auf Dauer halten kann.

    • Widerspruch!
      Don Alphonso, da liegen Sie glaube ich, und ein wenig kenne ich das, falsch. Der unspektakulärste Reiche dieser Welt ist im Schnitt der Niederländer. Lassen wir Freddie Heineken mal außer Acht.


    • So sind sie, die Vermögensbewahrer. Für Extravaganzen haben sie nicht viel übrig. Die Sorte gibt es auch ein paar Nummern kleiner als Mittelklässler.

      So flamboyante Reiche wie Branson (in gewisser Hinsicht auch Trump) sind eher die, die reich in der 1. Generation sind, jedenfalls deutlich reicher als ihre Eltern. In klein entsprechen ihnen mMn die Bauunternehmer. Die sind noch risikofreudig und machen auch mal Blödsinn.
      Aber wenns uns Zusammenhalten und Vererben geht, hört die Risikofreude auf.

  17. Super! Und wie wunderbar! Auf den Schwenk
    ganz am Ende mit dem dann selbstironischerweise doch noch bei sich gefundenen Sattel, hüstel, beginnend altersgerecht oder wg. lebendiger Festplattenüberfüllung im Hirnkastel so nicht mehr ganz präsent gehabt, wartete der geneigte Leser exquisiter Kurzgeschichten internationalen Niveaus bereits – und war dann doch überrascht, als die Pointe kam – so geht die wahre Kunst!

    Und ja auch das sollte ggfls. nicht unerwähnt bleiben erwähnt – Lob der Vergangenheit – ein 3- oder 4-Tage/Woche-studieren, um sodann mit dem Wochenrest auch etwas eigentliches zusätzlich noch anzufangen, das gab es damals in der Tat noch.

    Und halt wg. Bachelor/Master-Studiengängen im heutigen System von Verhaltensunfreiheitsstudieren der deutschen Regierung leider so ziemlich bis vollkommen verunmöglicht – und zwar auch das auf Sicht „vermutlich sehr zum Schaden des Standortes Deutschland“. Aber wen interessierte das heute noch?

    • Ja, es ist kein Wunder, dass die Jugend verdorben ist, bei solchen Studiengängen. Da bleibt keine Zeit mehr für echte Laster.

    • Das Laster
      zu meiner Studienzeit war, dass man Zeit hatte, in andere Studiengänge zu schnuppern und an deren Vorlesungen, Seminaren teilzunehmen.

      Ich verzweifle fast, dass ich seinerzeit kaum Sinn für wahre Laster hatte, nun denn, so geht das Leben halt.

  18. Le Don ou l'optimisme?
    Das erinnert mich heute schon sehr an Candide: „Travaillons sans raisonner, […], c’est le seul moyen de rendre la vie supportable.“

    Ich bin aus verschiedenen Gründen kein Freund der AfD, aber wirklich nicht, geschweige denn der „Neuen Rechten“.

    Aber wenn das Verhalten der Bundesministerin das sein soll, was die Spitze der linken politischen Bewegung zu bieten hat, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Zukunft rechts ist.

    „Mir wird nachgesagt, ich sei empfindlich – das ist sexistisch.“ Wahnsinn.

    • Ich sage, die Person ist eine Fehlbesetzung und sollte gehen.

      Das ist nicht sexistisch.

    • Bitte, Don Alphonso
      Jene Ministerin ist gelernte Finanzbeamtin.

      Diese wollen Sie doch nicht wirklich auf rechtschaffene Unternehmer als Betriebsprüferin an den Hals wünschen?

      Erfreulicherweise habe ich auch andere in dem Verein kennen gelernt, aber allzuoft wars nicht und die Drangsalierenden waren bei weitem in der Überzahl.

      Vielleicht könnten wir uns ja darauf einigen, dass sich Gina-Iwana Schwesig als Tourismusförderin für ihre Heimat einsetzt, da könnte sie ja vielleicht sogar endlich Positives bewirken. Fein wärs ja.

  19. Hate Speech
    Nanu!? Noch keine Kommentare!? Hat die FAZ jetzt einen Hate-Speech-Filter verordnet bekommen?
    Ende der Mikroaggression.

  20. Müsste es nicht vielleicht
    im Textabschnitt vor dem Foto mit den beiden Flaggen nach dem Wort Corsa „ich“ statt „ist“ heißen, um einen Sinn zu ergeben?

  21. Über untaugliche Sättel und Steine im Schuh
    Das Gleichnis vom untauglichen Sattel verdient es in den Kanon nützlicher Lebenseinsichten aufgenommen zu werden.
    Es erinnert mich an die Empfehlung meines Großvaters: „Wenn du einen Stein im Schuh hast, nimm ihn raus.“ Gemeint ist gleich und nicht irgendwann später, wenn der Schaden eingetreten ist.

    Nun hat man ein Leben lang Gelegenheit, Leute zu beobachten, die es vorziehen, humpelnd und jammernd durch die Welt zu laufen, ihre Lebensverhältnisse, den Job, die Partnerschaft etc. zu beklagen und sich fortwährend als Opfer der Umstände oder des Schicksals zu gerieren, während sie in Wahrheit zu faul sind, ihre missliche Lage entschlossen zu ändern.

    „Nimm den Stein raus“ lautet deshalb der Rat für Menschen, die sich lieber in wehleidigem Selbstmitleid suhlen, als ihre zur alltäglichen Gewohnheit geronnenen Verhaltensweisen zu hinterfragen.

    Die perverse aber vergleichsweise harmlose Sucht, sich auf individueller Ebene an Problemen eher weiden, gar damit zu renommieren statt sie zu lösen, wird dort gefährlich, wo sie zur kollektiven Neurose von gesellschaftlich/politischer Dimension anschwillt.

    Mit Blick auf das in diesem Blogbeitrag zitierte politische Personal hilft nur noch der verwandte, angeblich den Dakotas zuzuschreibende Tipp „Wenn das Pferd tot ist, steig ab“.

    • Selbstmitleid könnte ich auch.

      Man muss manchmal einsehen, dass es einfach nicht geht. aber besonders Ehen sind anfällig für Täuschungen. Zu einem Sattel habe ich zum Glück keine emotionale Bindung, denn ansonsten bin ich auch anfällig für solche Fehler.

  22. Ja, nee ...
    … is klar: den Brooks im Gepäck vergessen.

  23. Verkehrsunsicher?
    „L’Eroica: Es geht hier grob gesagt darum, mit alten, verkehrsunsicheren Rennrädern Schotterpisten und Berge zu bezwingen, die diesem Ansinnen diametral entgegen stehen.“

    „Verkehrsunsicher“: bitte nicht verallgemeinern! Mein 82er Eroica-zugelassenes Ein-Besitzer Bianchi ist zwar alt, mit Patina – aber technisch in einem perfekten Zustand. Und der installierte San Marco Concor wäre auch für 200km Schotterstraße gut… ;-)

    • Es gibt fraglos einen Fortschritt, und viele alte kisten haben deutliche Nachteile. Nach einmal L’Eroica werden die auch überdeutlich, spziell bei den Bremsen.

    • Ich habe mir auf den alten Hobel ...
      … die neueren Super Record Bremsen (BR11) draufgeschraubt. Da mir die Dual-Pivot zu klobig war habe ich mir 2 Sets bestellt und fahre jetzt vorne und hinten die elegantere aber weniger effektive Mono-Pivot.
      .
      Ob ich damit wohl bei der L’Eroica zugelassen würde – der ganze Rest (Bremshebel und Züge) ist weiterhin Original ?
      .
      Nun ja, so dolle ist die Bremsleistung mit dem neuen Krams auch nicht.
      Zur Not montier ichs eben wieder um.

  24. Baldi schien Schockmethoden zu haben, unwürdige bergbikende Laufkundschaft von der vorsichtigen Annäherung an italienische Fahrradtechnik abzuhalten: Er erzählte ihnen beispielsweise, das Geheimrezept gegen Kundenbeschwerden über quietschende Felgenbremsen sei eine kleine Menge Öl … auf die Felge.

    Sind die Furchtlosen auf lerofh.jpg nun Steigbügelhalter epochewidriger Plastikhutmode – oder konfiszieren sie als Kulturwächter gerade das Rad?

    • Die lassen vom Kind poserphotos machen.

      Über den Baldi gibt es viele schöne Legenden, speziell zu seiner selektiv ausgeübten Freundlichkeit.

  25. Progressiv? Zum Lachen-Präpotent und halbstark komm eher hin!
    Dabei ist die ganze unappetitliche Lindenstraßengutmenschsülze nicht nur das in der Überschrift genannte, dieser unerträgliche Kitsch ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein mit rot-grüner Soße überzogener, altbekannter Spießerkomposthaufen. Unter der alternativen Pampe schimmert es in Wirklichkeit braun. Und zwar die unreifste Ausführung davon. Piefkes mit kurzen Hosen eben (keine Angst, damit sind hier nicht Radfahrerhosen gemeint, denn die künden ja von ehrlicher Anstrengung).
    Schlagworte: Gartenzwerg- und Waschlappen-TV. Pseudohumanitäre Barbarei, neue deutsche Multikultitrivialität. Zu bedauern sind die damit Aufgewachsenen, denn die kennen ja nichts anderes. Heulen und Zähneknirschen erwartet sie, wenn sie irgendwann mit der Realität konfrontiert werden-da hilft kein Betteln und kein Beten. Denkfaule Pantoffelhelden, die über Internetklatsch- und Tratsch ihre Dünnbrettbohrerei multiplizieren.
    Und das im Lande eines Goethe, eines Hermann Hesse, eines Heinrich von Kleist. Der Schlachtruf aller Nullen könnte lauten: Fuck you Intelligenz! Fuck you kultureller Tiefgang. Hier kommen die Schenkelklopfer, die am liebsten staatlich verordnetes Gucken von neuem Tatort und Lindenstraße durchsetzen würden.
    Ist es zu viel verlangt, wenn man den lieben Gott bittet, jetzt endlich einzuschreiten? Die Geschmacksnerven sind überstrapaziert, das Maß des Erträglichen längst überschritten. Man hofft auf eine internationale Revolte aller Menschen guten Willens gegen jede Form neuer Engstirnigkeit.
    **** THOSE NITWITS!

    • maciste grüßt den harry charles
      „tot sind alle götter…“ – auf eine „internationale revolte aller menschen guten willens“ (?) setze ich keinen cent. wo die tapferen sich abwenden, ist der weg frei für die fürchterlichen. wir werden dann schnell erkennen, ob wir noch eine „deutsche dreifaltigkeit“ mobil machen können.
      battle on.

    • @Harry Charles
      SO schlimm ist diese altbackene Fernsehserie?
      Wirklich?
      Vielleicht sollte ich doch mal reinschauen?

  26. Hoffentlich!
    Hat das Wetter dann doch nicht mitgespielt! Ich wünsche Ihnen die Damen in Sommerkleidern!
    Die Delta Bremsen mit dem De Rosa – Logo … ein Schmuckstück, absolut … eines unter vielen, da bin ich mir sicher. Den Versuchungen bei solchen Veranstaltungen sich finanziell zu ruinieren nicht nachzugeben ist ja eine fast unmenschliche und heldenhafte Anstrengung!
    Wie lief das Rennen? Wir werden es erfahren, ich bin mir sicher und freue mich schon auf den Bericht!

    • Es war durchwachsen, vom Regen in der Nacht über Nebel am Morgen bis Sonne zum mittag und Schauer am Nachmittag. schön war es, wir haben das Beste daraus gemacht.

      Billig ist es dort nicht, aber die Qualität stimmt. Der Rahmen war nun wirklich nicht teuer.

  27. Cycling Is the New Golf
    Lieber Don Alphonso, vielen Dank für den heutigen unterhaltsamen Blog, in welchen Sie noch die Lieblings-Anti-Hate-Ministerin und das Gender passend eingeschleust haben.

    Wussten Sie schon, dass Sie voll im Trend sind bzw. in Deutschland wahrscheinlich der Trendsetter? ;-)
    Habe neulich eine TV-Doku über die als meine temporäre Heimat geliebte Met-ropole Hong Kong gesehen. Zwei smarte chinesische Jungunternehmer haben über ihr Hobby „cycling“ berichtet, und einer von den beiden meinte: „Cycling is the new golf.“ Habe recherchiert, und siehe da, ich habe etliche Links gefun-den, hier zwei Beispiele:
    „Millionaire entrepreneur explains why cycling — and not golf — is the new sport of choice for young professionals“
    http://www.businessinsider.com/cycling-is-the-new-golf-2015-2?IR=T

    Amüsant, wie enthusiastische Radsportler darauf kontern:
    http://velonews.competitor.com/2016/08/news/road/heres-why-cycling-is-not-and-never-will-be-the-new-golf_419009

    Und ein bisschen Gender muss auch noch sein: die letztwöchige Kolumne von Stokowski. Ich lese sie gelegentlich, kommentieren tue ich nicht, weil das eh zensiert wird. Diesmal war ihr Thema der neue Gender-Ausdruck „Mansplaining“. Damit meint man Männer, welche den Frauen mit allen möglichen schlauen Ratschlägen auf die Nerven gehen, Zitat:
    „Von mittelalten Männern kriege ich ungefragt Ratschläge bezüglich meiner be-ruflichen Tätigkeit, Urlaubs-, Garderoben- und Frisurplanung, bezüglich meiner Ernährung und der Häufigkeit meiner sexuellen Erlebnisse, und das in beruhi-gender Regelmäßigkeit.“

    Also mir ist in meinem nicht allzu kurzen Leben solch ein Exemplar Mann noch nie begegnet. Habe auch noch nie gehört, dass andere Frauen sich über so etwas beschweren. Im Allgemeinen beklagen die Frauen im Gegenteil, wenn überhaupt, darüber, dass der Mann sich für ihre Angelegenheiten nicht interessiert, dass er nicht zuhört etc. etc. Ich weiß nicht, welche Männer S. kennt.

    Ist doch traurig, dass frau jede Woche pünktlich etwas schreiben muss, selbst, wenn ihr nichts Gescheites einfällt. Aber hey, Hauptsache, frau hat ein neues Gender-Wort parat, mit welchem sie die Männer etikettieren kann. Darauf lässt sich leicht genug Unsinn aufbauen.
    Btw. Welche NGO begutachtet eigentlich diese neue Diskriminierung?

    • Schnell eine gründen!

      Radfazhren ist das neue Golf, wenn man sich ein Rad an die Bürowand hängt. Ich schreibe das hier mit einem blauen Fleck auf einer Hinternbacke, einem schrägen Magen und dreckigen fingern. Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen.

      Ausser man braucht eine Ausrede, mit der Gattin keinen Sex zu haben.


    • @ Don Alphonso
      Ist auch keine wirklich sinnvolle Alternative zwischen sportlichen Vorlieben, denn durchs Golf kommt niemand ins Schwitzen (höchstens mental). Habe nie verstanden, was daran so reizvoll oder prestigious sein soll, einen winzigen Ball hinterherzulaufen, um den von Loch zu Loch zu fördern. Hektare an Rasenmonokultur, Riesenflächen, die dauernd gewässert werden müssen, enormer Energieverbrauch, auch durch den dauernden Einsatz von Mähmaschinen, Plattwalzern etc. – der Energieverbrauch wird in Deutschland auch noch subventioniert. Mein Vater sagte mal: Das Golf ist ein Sport für ältere Herren. Als Langstrecken- und Marathonläufer konnte er Golf als Sport nicht für voll nehmen.

    • Wollen
      Sie sich jetzt auch noch als Paartherapeut erweisen?

      Bleiben Sie uns zumindest als belebendes Beispiel.

  28. Tut mir Leid!
    Wie immer, wenn ich die schöne Stimmung des Sonntagnachmittags kurz unterbreche. Aber auch das gehört zur corsa des Lebens: Zum richtigen Zeitpunkt ein Auge zuzudrücken. Oder auch zwei.

    Der mittlerweile offenbar betriebsblinde Steuermann des Mutterkutters hat beim Kartenspiel die grössere Karte übersehen, und dafür die kleinere gezogen. Wahrscheinlich war die kleinere Karte einfach problemloser zu ziehen, und würde erwartungsgemäß mehr ‚feel good‘ ausstrahlen:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/f-a-s-exklusiv-es-kommen-nur-noch-14-000-asylsuchende-pro-monat-14462343.html#lesermeinungen

    Nun ja, der letzte anchor existiert nicht mehr, wahrscheinlich waren die Lesermeinungen, die es zwischendurch mal gab, nicht passend zur sonntäglich-nachmittäglichen Torte gestrickt?
    „Nur noch“, das ist ja gleichbedeutend mit ‚zurücklehnen‘, und ‚alles in Butter‘. Zufällig auch in Übereinstimmung mit Seehofers vorgeblichen Plänen.

    Die grössere Karte hat der Steuermann allerdings nicht gezogen, vermutlich darauf hoffend, die Leserschaft habe eh kein Interesse an dem unqualifizierten, jugendlichen Geplänkel des Sebastian Kurz:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article158501236/Kurz-uebt-scharfe-Kritik-an-deutscher-Fluechtlingspolitik.html
    Ausserdem stimmt die Rechnung, als Gleitsumme, noch immer: 14000 mal 12, da bleiben noch 32000 unbelegte Quotenplätze übrig, damit Angela Merkel der Welt den ‚good will‘, also die deutsche Willkommenskultur demonstrieren kann. Und Seehofer … .

    Aber lassen wir das. Ich wollte ja die Stimmung nicht verderben, nur kurz auf die Sehschwäche des Steuermannes am Ruder am Mainufer hingewiesen haben.
    Und nun bitte die Torten weiter genießen, bitter wird’s sowieso alles früh genug.

    • FAS. Das ist FAS. Bitte das zu bedenken.

    • Den Artikel habe ich mir erspart, Herr Dippel,
      allein die Head sprach Bände, das musste ich nicht auch noch lesen. Dafür an anderer Stelle die Meinung von Kurz gelesen, recht hat der Mann und nun sehe ich, dass das ungarische Referendum aufrund zu geringer Wahlbeteiligung ungültig ist. Die 45% abgegebener Stimmen waren aber eindeutig Nein.

      Unterdessen ließ die LF ja wissen, sie habe nicht ihre Politik geändert, sie habe Politik gemacht… was soll uns das nun wieder sagen, was macht sie denn sonst seit Jahr und Tag?

  29. der Baldi
    Tja, der Baldi i.d. Lindwurm, jetzt ein Imbiß.

  30. Miami Vice
    Ein sehr schöner Text – ich bin ja kein Rennradfahrer, sondern transportiere eher mit einem Panzerschweren klapprigen Tourenrad Rieslingflaschen durch die Flusstäler des deutschen Weingartens. Aber mir ist sofort klargeworden: Ein „Patelli Super Corsa der Miami Vice Ära“ ist etwas, das im Leben fehlen kann. Yes.

  31. Kometenhafter Aufstieg
    Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als Scheswig neu in der Politik auftrat, zuvor kannte man sie nicht. Ich erfuhr von ihr aus landesweiten Medien, die diesen Aufstieg umfangreich begleiteten und mir von ihr berichteten: diese junge Frau mache gerade Karriere bei der SPD und errege Aufsehen, werde gefördert, etc. Dort wurde sie abgebildet und als Hoffnung beschrieben, auch sei so eine junge blonde Frau in so einem Altmännverein doch mal was tolles. Es würde den Wähler ansprechen und auch zeigen, dass die SPD eine junge und attraktive Partei ist. Von politischen Inhalten, Positionen oder Kompetenzen war damals allerdings weniger die Rede, was etwas verwunderte, obwohl die Frau Scheswig auch sicher politisch interessiert war – warum sollte sie sonst eine Parteikarriere anstreben. Sie wollte glaube ich junge Leute besser vertreten. Jedenfalls verdankt sie ihren Aufstieg leider wohl auch, u.a., primitiven männlichen Instinkten und entsprechender Aufmerksamkeit für jüngere blonde Frauen. Sie hat also schon durchaus recht damit, dass es zuviel Sexismus gibt.

    • Ich habe nicht den Eindruck, dass sie jenseits von gesponsorten Partnern ein grosser Sympathieträger ist.

    • Der Sexismus existiert aber doch auf beiden Seiten
      und ist kein Kind heutiger Tage. Zu meiner Zeit redeten viele Frauen über männliche Knackärsche und Männer über Titten, um das mal ganz brutal und ehrlich zu sagen. Deswegen gab es keinen Aufschrei, das war einfach so und hat es sich geändert?

      Das Mutterschiff analysiert gerade die Story von Mäusen und Menschen in Berlin, http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sexismus-und-die-cdu-suesse-maeuse-sind-gefaehrlich-14462388.html
      und mein Kommentar dazu hängt in der Warteschleife, womöglich ist er später verschwunden.

      Schwesig, tja, was soll man dazu sagen? Blond, halbwegs hübsch und sonst, was sonst… Erwähnt, dass sie Küstenbarbie genannt wird, ich halte das für einen ehrenwerten Titel, aber nicht für Sexismus.

    • Titel eingeben
      Ja, heute nicht mehr so sehr. Man müsste die alten Berichte noch mal rauskramen.

    • When you love someone, you've gotta trust them. There's no other way.
      Die wahre Kunst einer Frau ist es, sich erst hochzuschlafen und dann die Männer wegen Sexismus zu verklagen.

      Kann man im privaten Bereich und in großen Unternehmen beobachten, in der Politik war und ist das bisher nicht möglich, weil in der Politik Macht die einzige Ware ist, und die kann man nicht einklagen. Vielmehr verliert man sie in dem Moment, wo man klagt.

    • Titel eingeben
      Liebe Frau Simon,

      ach ja die gute Zeit als Männer noch Hosen trugen, wo Frau genau sah was sie bekam. Heute haben die Mädels Pech, die Kerle tragen Hosen als hätte sie Windeln drunter. Gott sei dank gibt’s die knackigen Biker. Bin letzten hinter einem her in Schritttempo, bei dem mir das Wasser aus dem Mund tropfte. Wildes Hupen trieb mich vorwärts. Meine Hoffnung, die nächste Ampel, erfüllte sich nicht. Huch, ich bin sexistisch. Na und, steckt in den Genen.

    • Ach ja, der Sexismus
      Hier €U und UN…Gleichzeitig sollen Kranke und Verletzte aus dem Osten Aleppos evakuiert werden, insbesondere Frauen, Kinder und ältere Menschen.

      Interessant ist auch immer wer nicht schützenswert ist.

      vgl auch: Black Lives Matter in den USA, das ist zwar nicht sexistisch aber Lives Matter hat sich die Organisation wohl mit Absicht nicht genannt und somit klingt das Ganze dann halt rassistisch. Ist auch blöd.

      PS Was meint man eigentlich mit CDU wer soll da ausgeschlossen werden? ;-)

    • Police lives matter wäre ja auch mal ein Thema. sobald Menschenfreundlichkeit nur noch gruppenbezogen ist, ist da ein Fehler.

    • Aus der Begutachtung männlicher Hinterteile
      @Nur ein Leser

      habe ich mich stets rausgehalten, ich schaute immer nur auf die Hände. Aber einmal hat’s mich auch gerissen, an einer Ampel stand vor uns ein Ford Mustang (ich liebe dessen Motorsound)… ich wäre fast aus dem Sternauto des Gatten gesprungen, in den Mustang rein, allerdings hätte der Fahrer dann aussteigen müssen. Zum einen sah er ziemlich dämlich aus und ich wollte den Mustang zu gern allein fahren. Und dann sprang die Ampel auf grün und weg war er.

    • Männer reden halt nicht so offen, wenn sie aus körperlichen Gründen zurückgewiesen werden. Aber es wird wohl niemand bezweifeln, dass das nicht genauso passiert.

    • @D.A.
      Naja, das funktioniert schon anders. Solange ein Mann nicht rundheraus häßlich ist (sehr selten) kann man ihn auch schön finden (dämlich darf er aber auch nicht sein, oder sagen wir: nicht allzu sehr). Andere Sinne sind aber unbestechlich. Früher wussten das die Männer und machten die Probe: „Ist Dir kalt?“ und dann bekam die Dame eben die Jacke umgelegt (unabhängig von der Temperatur). Hat sie die angenommen und anbehalten, war alles klar. Davor gibt´s keine vernünftige Entscheidungsgrundlage für … nun ja: hitzige, intime Kommunikation. Soviel zum Internet. Aber in ihrer Sportkleidung haben sie ja gute Karten, solange sie ihr vegetarisches Essen nicht ausgerechnet mit Knoblauch versetzen. Wenn Sie nach -zig Kilometern fertig irgendwo ankommen und angelächelt werden, sollten Sie vielleicht mal zurücklächeln.

    • Sie kennen mich ja nicht, und gelächelt haben wir nicht.

    • @D.A.
      Ach so ja, ich vergaß: Wer natürlich Rad fährt, damit er keinen Sex zu haben braucht (ging mir auch schon so) – . Nehme also alles zurück und behaupte das Gegenteil. Versuchen Sie es mit Brillantine, Parfüm und einem Schnauzer. Oder so. Viel Erfolg!

    • @D.A.
      „Sie kennen mich ja nicht“

      Nein, in der Tat! Aber fragen Sie sich selber, was Ihre Eltern dazu sagen würden? Ich stelle mir das folgendermaßen vor (korrigieren Sie mich, falls ich mich täusche!): Es ist ein hartes Schicksal, ein schöner, reicher, männlicher Erbe zu sein. Die Masse an potentiellen Partnerinnen erschreckt auch den Härtesten! Da dürfte es Ihnen kaum anders gehen als dem armen Ostler, als er 1990 der ersten, großartigen Joghurt-Kühltheke bei Bolle ansichtig wurde: Böser Entscheidungsstress, Heulen, Zähneklappern – Fluchtreflex! Nur dass das Fliehen den Hunger auch nicht stillt … Also müssen Kriterien herbei. Was sagen denn die Eltern: „Junge, such Dir jemand in Deiner Liga, halte Dir bloß die Goldgräberinnen vom Hals!“

      Da ist was dran. Man sollte sich sozialen Stress ersparen, wo es nur geht; was will man denn auf Dauer mit einer anfangen, die vielleicht die Gabel falsch hält oder Puccini nicht kennt oder nicht weiß, wie man sich kleidet? Den Papa spielen, sie erziehen? Das haben Sie doch wahrlich nicht nötig. Ihre Auswahl bleibt zweifellos immer noch gewaltig! Die übrigen sortiert man weiter nach Schönheit (die meisten Männer sind optisch orientiert). Aber – Don Alphonso ist ja außerdem ein Sonntagskind, denn er hat nämlich ein Talent, das ihm Freude bereitet. Er erzählt gerne Geschichten! Demnach: Wer unter den jungen Damen inspiriert ihn dazu? Und welche tut das, ohne dass die Geschichten versehentlich ins Bizarre abgleiten (Achtung, Irren-Alarm, Rückzug!) Und schon bleiben nur noch wenige übrig. Das geht heutzutage alles sehr bequem – zur Not per Internet und/oder Privatdetektiv, bloß keine Panik auf der Titanic.

      Diese reduzierte Vorauswahl nun final zu sortieren, sollte der Don schließlich seinem geistigen Eigentümer überlassen, meint er es so gut mit ihm, wie dessen eigene Großmutter. Also dem Mann, der sich so heroisch auf dem Fahrrad plagt, und zwar möglichst, bevor ein völlig ungeeigneter Sattel noch jede Entscheidung ad absurdum führt:

      Als dann – zu den letzten Kandidatinnen gefahren und den Proll rausgehangen. Schwitzend, schnaufend, schmutzig. Da bin ich – jetzt freu Dich!

      Die, die sich entsetzen, können Sie getrost wieder streichen. Völlig egal, ob sie ihrer guten Erziehung den Vorzug vor Ihnen geben, oder ob sie nicht auf männlichen Schweiß im allgemeinen oder den ihren im besonderen stehen. Akademischer Ehrgeiz hilft da echt nicht weiter, das gibt halt keine erfreuliche intime Kommunikation, die sich nunmal nur einstellt, wenn man sich gegenseitig begehrt.

      Diejenigen, die tapfer die contenance bewahren, sind aber schonmal keine überempfindlichen Mimosen. Da geht was!

      Und sollte eine darunter sein, die – lächelt und Sie fragt, ob Ihnen in Ihrem Shirt nicht zu heiß ist, dann haben sie jedenfalls alles getan, um den Jackpot zu knacken. Dann können Sie das nächste Mal auch im Kaschmiranzug kommen und die dazugehörige Show abziehen – das kann dann auch nichts mehr verderben.

      „… und gelächelt haben wir nicht.“ – Wie gesagt.

      Weidmanns Heil!

      , und gelächelt haben wir nicht.

  32. Paßt...
    Im zweiten Absatz – zwischen den beiden ersten Photos – „Es ist, als … Kahane zur Stasi passt“ – haben Sie sich, werter Don Alphonso, einmal mehr selbst übertroffen. Besser geht nicht ! Hoffe eine gute Fahrt gehabt zu habe – ohne allzuoft aus dem Sattel gehen zu müssen…

  33. 160 km rund um den see
    werter DON, immer denken, 160 km, manche rudern das bei Lac Leman in einem stück rund um den see, das müsste doch ein trost sein.
    aber es ist herrlich, nachts an Evian vorbeizuruder und die deutsch-französische geschichte dann im kopf zu haben, das lenkt ab, findet auch immer ende september statt.

    soll ihre leistung nicht schmälern ! ihnen fallen da ja ganze artikel und die töllsten formulierungen ein, wie immer wir Gina Lisa Manuela Margot nun auch nennen wollen, sie ist doch einfach nur süss.

    ja, ich finde Barbie-Bezeichnungen auch sehr sexistisch, obwohl ja Barbie eigentlich mit Sex nicht viel zu tun hat, ist ja eine kinderpuppe und eher ein neutrum. also, das müsste nochmals in einen grösseren diskurszusammenhang gestellt werden, wer könnte denn da denn als moderator auftreten, kardinal Marx, der Präsident des Paritätischen Wohlfahrtverbandes oder gar der GARANT ? aber nein, das geht ja nicht, der macht ja im Iran auf erfolg, welchen werden wir wohl nie erfahren.

  34. Blaue Flecken und schöne Bilder
    gegen blaue Flecken und die damit verbundenen Schmerzen nehme ich immer Pferdesalbe, es gibt m.E. nichts Besseres.

    Warum aber einen schrägen Magen? Keine Kässpätzle oder leckere Torten in der Nähe oder Unverträgliches gegessen?

    Ansonsten ein schöner Bericht, etwas suchen und anderes finden, das man seit Jugendtagen schmerzlich vermisst. So kann’s gehen und ist das reine Glück.

    Ich wünsche gute Besserung und mit dem doch noch gefundenen Brooks unterm Allerwertesten gute Fahrt, weitere Berichte werden dankbar erwartet.

  35. Subsidarität aus Prinzip
    Ein Brook-Sattel im Gepäck und er wusste es nicht. Wir schaffen das mit der Eroica nur wie genau wissen wir noch nicht. Nach langem vergeblichen Suchen nach Hilfe liegt die Rettung in den eigenen Kompetenzen.

    Zum Sattel: Ich habe gelesen man muss ihn erst mal 300km einfahren damit er sich den anatomischen Gegebenheiten anpassen kann. Ein gebrauchter Sattel wäre ggf eine untaugliche Hilfe gewesen da er sich einst einem anderen Fahrer abgepasst hat. Ein neuer wäre auch Stilecht gewesen aber eben auch keine Lösung.

    Ich habe in den letzten Wochen auch wieder einige kleine Touren in Angriff genommen und ein Teil des Problems war die Sitzgelegenheit. Vor allem dann wenn man wieder besser wird und die Strecken länger sein dürfen. Ihren Sattel-Tipp hat mich suchen lassen. Das Ergebnis am Ende war aber mir mein KTM-ATB (Bitte nicht erschrecken) genauer anzusehen.
    Der heutige Ausritt war länger als sonst und Beschwerdefreier. Es hatte genügt den Sattel ca 1-2 cm nach hinten zu schieben.

    Man sollte also immer schauen was man selber noch bewerkstelligen kann.

    Das könnte man auch Freu Dr. M. raten die ja oft möchte das andere ihre Ideen umsetzen, aber die wollen oft gar nicht.

    PS:Danke für ihre Texte und die damit verbundenen Anregungen.
    Auch wenn meine Berggipfel nur 350 Meter haben.

    • @ Klaus Keller: "Freu Dr. M."-Das klingt südbadisch (Ez. Freu- Mz. Freue)
      Aber das nur nebenbei. Aber, Don den Seeigel, griech. „echinos“, in Relation zu Ihrem verlängerten Rücken, franz. „l´échine“ ist Allerfeinstes balancieren mit Sprachen, daher, Hut ab!
      .
      À propos Hut. Die stilechtecht in alte Spitze gekleidete Dame würde ich niemals als Italienerin vermuten. Geht mir doch sehr in Richtung Ascot-Meryl Streep-Verschnitt, von denen, ihren finanziellen Schnitt am Finanzplatz London gemacht, sich ja in Tuscien , vor allem in der Provincia die Siena, nicht allzu wenige niedergelassen haben sollen (fürchterlicher Schachtelsatz).
      .
      Sensenstiel am Damenrad mit Trägervorbau oder ist das eine Stelze? Der im Arbeitsschutz Geschulte muß das fragen. Der Rest, also das Sensenblatt ist auf dem Foto nicht erkennbar. Mir kommen da Bilder aus meiner Kinderzeit in den Sinn, als im Frühtau gegen 5 Uhr morgens, wackere Landmänner mit Nachkriegs-Rotzbremse und die Falten vom Einsatz beim Afrka-Korps im Gesicht, Sense auf dem Buckel oder am Rahmen befestigt, hinausradelten um das Viehfutter flach zu legen, das dann später, als die Sonne schon hoch am Himmel, mit dem Leiterwagen+Roß oder Kuh eingefahren wurde. Manches mal hatten sie auch so eine Moschdflasche dabei. Übervorsichtige wickelten sogar einen alten Jutesack um das bereits um 04:30 dorfweit zusammen mit den Hähnen hörbar gedengelte Blatt.
      .
      Nur eine Frage noch, verehrter Meister. Die beiden Berg-Räder, die dort so nonchalant an das Barrique gelehnt stehen sind bei der Eroica aber sicher „oltre concorrenza“? Oder wollen die nur die Schmalbereiften ärgern?

  36. Sozialismus
    Ich bin vor einigen Wochen über eine außerordentlich kompakte Sentenz zu Sozialismus gestolpert, die ganz gut passt:

    „The basic premise of socialism is: I’m here; I’m breathing; give me crap.“ Ben Shapiro
    (talentierter amerikanischer Nachwuchs-Republikaner)

    Könnte man im Kontext des Blogeintrags noch erweitern um: „[…] I’m here; I’m breathing; it’s difficult; give me crap.“

  37. Abgelenkte SuperHelden
    Vor einigen Tagen war in der SZ zu lesen: Péter Györkös, Ungarns Botschafter in Deutschland mag Zäune und erklärt: »Es gibt kein Grundrecht auf ein besseres Leben.«
    http://www.sueddeutsche.de/medien/tv-talk-bei-hart-aber-fair-die-bevoelkerung-in-afrika-wird-schneller-wachsen-als-der-arbeitsmarkt-1.3170256

    Man darf das mit einiger Gelassenheit erweitern: Es gibt ein natürliches Grundrecht sich für einen geeigneten Sattel zu interessieren und die sich bietende, gute Gelegenheit, sich ihn anzuschaffen, dann auch wahrzunehmen.

    Farbsensible Leute geben, was vielen nicht klar ist, ohnehin genügend Verzichtserklärungen ab und passen geduldig den glücklichen Moment ab. Zweifellos ist es ein schönes Privileg, Qualität nicht nur zu erkennen und sie, nach etlichen Irrungen und Wirrungen, zu bekommen, sondern sich auch um adäquate Neider kümmern zu dürfen, die sich für anerkennende Gesten nicht zu schade sind und nicht in eine Notwendigkeit verfallen spontan senfgelb anzulaufen.

    Aber nein, das sollte keine Anspielung auf das Bild mit der zweiundvierzigfünfundsiebzig sein.

  38. Thema?
    Don Alphonso, Sie haben es doch gerne mit – oder sollte ich sagen: über? – den Neo-Feminis*mus.

    Haben Sie zufällig vor, was zur zwei-eiigen Zwillingsschwester von Gina-Lisa Lohfink zu machen? Letztere hat sich bekanntermaßen den Körper vergrößern lassen, um ihre Sichtbarkeit aufzublasen; nicht ganz erfolglos, wie es scheint, so dass wenigstens ein paar Fußballer sich dafür interessierten, die sie dann aber leider versuchte, flach zu legen. Hat ihr ja dann auch eine rote Karte eingebracht … .

    Die andere wurde heute ganz nett öffentlich zerlegt, sogar von berufener weiblicher Feder, und dann sogar auf der Anschlagtafel des Kutters an prominentester Stelle. Angeblich handelt es sich um eine Maus, obwohl, wer nicht auf den Kopf gefallen wäre, schon beim ersten Windhauch ein ‚I smell a rat‘ hat vermuten dürfen.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/sexismus-und-die-cdu-suesse-maeuse-sind-gefaehrlich-14462388.html

    Sie hatten ja schon einiges zu dem Thema, dass zukünftig ein Verstoß gegen den §177 StGB anstatt vom Gericht vom Opfer festgestellt werden soll.
    Und schlauerweise – wie nicht anders vermutet – hatte sich ja auch die in diesem Blog schon erwähnte Frau Scheswig in ihrer unendlichen Intelligenz gleich mit auf das Pferd geschwungen, und sich gegen Mutmaßungen verwehrt, dass sie wiederum eine norddeutsch angehauchte Schwester von Barbie sei.
    Mal wieder dumm gelaufen, Frau Scheswig, ist da zu konstatieren, wenn die Vorreiterin stante pedes vom Pferd fällt.

    Bitte, Frau Scheswig, jetzt aber nicht weinerlich werden!

  39. Chancengerechtigkeit
    Es kommt wohl in der Tat nicht darauf an, dass allen genau die gleichen Chancen geboten werden, wie immer wieder behauptet wird. Es reicht, wenn ein jeder ein paar wenige zu seinen Neigungen und Talenten passende Chancen hat und dann eine davon erkennt und konsequent wahrnimmt.
    In der Regel scheint mir eher das Chancen erkennen und nicht das Chancen bekommen das Problem zu sein.

  40. Technikfragen
    Sehr geehrter Don, ich lese Ihre Beiträge immer wieder gerne, sie gehören leider zu den wenigen Adressen, die mich im Netz überhaupt noch interessieren.

  41. blod die Kosten für Sättel
    „entweder zu teuer.“

    Da habe ich aufgehört, zu lesen. Ist auch schon später. Morgen vielleicht weiter.

    Was machen denn so die Buildel und die Immos?

  42. Jetzt ist aber Sense!
    Schiebt die Frau im dritten Foto (Fahrrad mit Korbflasche vorne) etwa eine riesige Sense durch diese touristische Veranstaltung oder sieht das nur so aus?

    Steckt da irgendeine Symbolik hinter der Sensenfrau?

    • Ja, das ist eine Sense. Ich fand sie klasse. schwarze witwe auf Italienisch.


    • Die Sense ist mir erst durch Sie aufgefallen.
      Mir hingegen stach das Kleid der Frau in die Augen: dicke Spitze mit halbdurchsichtigem Untergewand. Denn derlei habe ich vor wenigen Wochen auch in Venedig an ein paar Mehr-oder-weniger-Einheimischen gesehen, scheint gerade der neuste Schrei zu sein.
      Und die Dame in Glencheck gefiel mir auch sehr gut. Wenn ich auch beiden so eine Schotterpistentour nicht so recht zutraue, für die Stadt sind sie gut angezogen.
      Und wieso „schwarze Witwe“ – sie ist doch knallweiß mit Hut wie die Persildame?

    • Doch doch, die fahren da durchaus mit. Ich habe Bilder!


    • Die fahren mit? In der Aufmachung? Alle Achtung!!!
      Das ist jedenfalls ein klasse Anblick!

  43. 2 Fragen
    Sehr geehrter Don, ich lese Ihre Beiträge immer wieder gerne. Eine willkommene Abwechslung zu dem Rest im Netz, der mich zunehmend langweilt.

    Ich habe zwei Fragen:

    Nachdem ich das Rennrad für mich als Sport entdeckt habe, habe ich bislang nur eines erworben, es ist aus Carbon, federleicht, fährt sich sehr gut und macht mir viel Spaß. Warum brauche ich noch eins? Bitte, bitte liefern Sie mir einen Grund, Sie kennen sich scheinbar damit aus.

    Ist das auf Bild Nr. 5 von oben eine RR-Bremse? Falls ja, hat sich Frage Nr. 1 erledigt.

    Besten Gruß

  44. 33C3
    Don, bist du auch dieses Jahr beim 33C3 dabei oder war das ne einmalige Sache? Letzes Jahr habe ich dich da leider verpasst.

  45. Klasse geschrieben... Forza Eroici!
    Hoffe, Sie sind gut durchgekommen und freue mich bereits sehr auf den Bericht!

    (Ist denn schon wieder ein Jahr vorbei?…)

    Der Tour zu ehren, wird hier bald der passende Beethoven „gegeben“. Da kann man auch nichts verkehrt machen (es ist ein klein wenig wie mit dem Sattel, man hat es bei sich, nur denkt man nicht immer dran)…

    (Ulkig die Nachrichtenlage und die Schlagzeilen nach der Unterlassungsklage… Wie es anhub, und dann… Besonders interessant waren Bunte und Promiflash – besonders verdreht, wen wunderts, SPON)

  46. Das Rätsel um den Autor
    Ich lese ebenfalls seit langer Zeit diesen Blog (und den anderen, aber auch viele mehr) und bin als Nicht-Bayer wider Erwarten (?) immer in freudiger Erwartung auf den nächsen Artikel. Eine Schwäche für ältere Fahrräder/modifzierte Rennräder (80er Jahre) teil(t)e ich, solange ich noch eines hatte, welches von einer Dame im Haushalt frecherweise in meiner Abwesenheit auf den Sperrmüll gestellt wurde und bis nach meiner fernmündlichen Intervention, bereits von den Geiern endverwertet war. Leichter Rahmen, extrem dünne Reifen. Nie wieder werde ich aus eigener Kraft so schnell sein, wie vor ca. 15 Jahren (und nie wieder jünger – Aua). Jetzt fahre ich nur noch Auto oder lasse ohne großes Aufsehen und Protzigkeit fahren, den einen oder anderen.

    Der Blog ist mysteriös. Allmählich kommen mir 80er Witze in den Sinn:

    „Treffen sich zufällig der Papst im Papamobil, Claudia Roth mit eigens für sie allein eingerichtetem ÖPNV (Gelenk-Bus) auf der Gegenspur, Horst Seehofer fest im Sattel reitend auf seinem Generalsekretär auf dem Bürgersteig an der Ampel, Achim Achilles nur mit Turnschuhen bekleidet auf der Busspur und Don Alphonso mit Supercorsa (Peppone) natürlich nicht auf dem Fahrradweg an einer Kreuzung am Tegernsee, (Heribert Prantl lauert – wie immer – als Papparazzi hinter der Hecke in seinem Hubschrauber,) und alle beginnen über x zu diskutieren…“

    Wie würde das weitergehen? Mord und Totschlag? Ab in den nächsten Swinger-Club?

  47. Titel eingeben
    Hm, das Bild Nr. 3 täuscht mich nicht darüber hinweg, daß Fahrradfahren bei allen Mittelmeeranrainern eigentlich eine mit viel Schweiß verbundene Wettkampftätigkeit ist.
    Die hübsche Norditalienerin, die auf einem Hollandrad Bein zeigt, ist nur eine Trophäe des wachsamen Auges des Don.
    Nur sehr langsam wechselt man in Südtirol von Sport zu Stil.

    Ganz anders in Nordeuropa: In Kopenhagen z.B. ist die halbe Stadt auf schönen City-Bikes (ala Holland) unterwegs. Die jungen Damen tragen Business-Kostüme und nicht irgendwelche Plasitkhosen mit Windeleinlage. Dto. die Herren.
    Man sieht weder Strampelidioten auf Rennrädern in albernen Klamotten, noch Prolos, die das Pedant zur Harley, nämlich das Mountain-Bike, fahren.

    Schön sieht das vielmehr aus. Das hat richtig Würde, wie die da alle so aufrecht auf ihren Rädern sitzen, gut gekleidet sind und diesen nordisch offenen Blick haben.

    • I'm pretty sure there's a lot more to life than being really, really, ridiculously good looking.
      Jesus, gibts keinen Erkunde-Unterricht mehr?

      Da wo der Don herkommt, da ist immer ein Berg. Nennt sich Alpen. Die beginnen kurz hinter Düsseldorf und ziehen sich runter bis zum Mittelmeer. (Schon mal über Genova nach St. Tropez abgebogen? Obwohl das wohl schon die Apenninien sind…).
      Da fährt weder Frau noch Mann mal locker mit nen Hollandrad 100 Höhenmeter, da ist alles irgendwie doch deutlich anstrengender als eine Gerade mit Rückenwind zwischen Kampen und Braderup.
      Anzumerken wären auch die meteorologischen Unterschiede, d.h. dort ganz weit unten gibts gar keine Wolken. Da hat die Sonne freie Fahrt, da wird es schon im März wärmer als die Sauna im A-ROSA. Folglich ist die körperliche Betätigung dort unten etwas deutlich anstrengender.

      Was zur Frage führt, warum die Hamburger, Sylter und Dänen soviel Cabrios und SUV erwerben. Ohne Sonne und ohne Berge. Liegt vielleicht daran, dass sie der Umgebung ihre „der Verkäufer bei Braun Hamburg sagte es wär der aktuelle Trend“ pinken PoloRalphPferdmitSpielerMegaFettPrint-Shirts vorzeigen wollen. Jedoch, gut gekleidet geht anders, einfach mal ein x-beliebiges Dorf in Italien aufsuchen, da kann man lernen.

      Empfehle offene Blick in den Spiegel.

      Und Erdkunde-Unterricht.

    • Goodnight
      Düsseldorf liegt ja noch relativ flach, selbst Köln, in dem ich lebe.

      Allerdings lauert das Bergische Land mit seinen Höhen, aber das würde Don Alphonoso nicht mal ein Lächeln abringen.

      Allerdings versuch ich ja immer wieder mal, ihm einen Rat für von ihm zum Radeln Ermunternde zu verleiten, die den ortsansässigen Radhändlern nicht so ganz über den Weg trauen.

      Nach Düsseldorfer oder Kölner Flachetappen könnten ja erste Steigerungen des Bergischen Landes einladen und wer weiß, vielleicht sogar dereinst die L´Eroica oder die Alpen.

      Ich weiß, ich bin insistierend.

    • @Thomas:
      Wenn man nichts anderes vor der Haustür hat, kann man sich an den Hügeln rund um Erkrath und Mettmann durchaus für Eroica und Alpenpässe qualifizieren. Been there, done that. Für effektives Intervalltraining ist das Niederbergische genau richtig. Oder von Fähr Rödel (bei Leichlingen) hoch nach Grünscheid, 20 Prozent Steigung, wenn man die mit 39×28 fahren kann ohne umzufallen, sollte auch die kleine Runde in Gaiole oder Buonconvento drin sein.

    • No you're bum does not look big in those cycling shorts
      @Thomas/Marco

      Hügel rund um Erkrath?

      Der einzige Hügel bei Erkrath liegt zwischen Hilden und Haan und misst 60 Meter über Null.
      Merke: Düsseldorf (incl Suburbia) ist geografisch auf dem Niveau von Holland. Da ist nix mit Höhentraining, da ist nur Rollerskaten.

      Hingegen kann man sich im Bergischen Land ab Wuppertal schon mal dem Herzinfarkt mit einem Mountainbike annähern. Wenn man jedoch, wie ich, frühzeitig bemerkt, dass die Oberschenkel nicht für 400+ Watt ausgelegt sind, endet man wider bei seinen frühmorgendlichen Laufrunden am Rheinufer.

    • Steigungstraining oder Rheinufer
      @ Marco und Goodnight und andere Interessierte

      Meine Hochdahler (heute zu Erkrath gehörend) liegt lange zurück. An sich erinnere ich mich nur an zwei Steigungen, die eine führte zum Bahnhof hoch und ist schon ein klein wenig anspruchsvoller als der Hügel zwischen Hochdahl und Hilden, die andere war eine steilere Fußgängerbrücke über die Autobahn, über die zu laufen mich Sonntags ein für mich damals uralter Herr einlud und abholte.

      Doch das Laufen habe ich dann erst in Köln intensiviert, nicht am Rhein sondern um den Decksteiner Weiher, mal die kleine Runde, mal die große, mal ein oder auch zweimal und immer mit langem Sprint am Ende. Ok, was für mich ein Sprint war, wäre für andere vielleicht ein Auslaufen gewesen, immerhin konnte ich damals zwei Stunden lang unter gleißender Sonne intensiv Sport treiben.

      Wie weit bin ich davon doch entfernt.

      Jetzt wäre als wohl das nahe gelegene Bergische Land angebrachter, um Steigungen zu trainieren und mich zumindest für die kleine Runde zu qualifizieren.

      Denn eins hab ich schon früh gelernt und habs nicht verlernt, auf die Zähne zu beißen und mich zu quälen.

      Und solch körperliche Anstrengung fördert ja nicht nur das körperliche Wohl, meine Erfahrung ist, dass der Kopf in jener Zeit, in der man sich stark der körperlichen Herausforderung stellt, zu wunderlich guten Erkenntnissen findet bei so manchem, was einen beschäftigt.

      Noch allerdings fehlt mir die Sachkunde, solang hab ich noch eine kleine Ausrede vor den Herausforderungen des Radelns und erst recht des Bergischen.

  48. Vergessen Sie bitte nicht ...
    … den von Ihnen angedachten Radeinkaufsführer für solche, die unkundig, aber sich von Ihnen angespornt fühlen.

    Schön wärs, den für aus Ihrer Feder zu vernehmen.

  49. L`Erotica
    Don Alphonso als Rudi Altig bei einer Sado – Maso Betätigung auf der Flucht vor der Eintönigkeit und Langeweile der besseren Gesellschaft am Tegernsee . Stellt dieses etwas übertriebene Ausleben eines sogenannten Hobbies letztendlich nicht nur die Flucht aus der offensichtlich ungeliebten Realität in Bayern dar ? Warum nur immer die ständigen Italienaufenthalte, wenn es im Süden unserer Republik – natürlich nur westlich der ehemaligen Demarkationslinie, so einmalig schön ist ?

    • warum?
      weil es nunmal nur deshalb im Süden der (Bananen)Republik so schön ist, wenn man gelegentlich dieses Land verläßt. Da bietet sich eben bella italia an. Der Sommer ist auch nur deshalb so schön, weil er auf den Winter und das Frühjahr folgt – wenn er denn folgt.
      Und Radfahren ist nur für Zalando-Kunden und iphone-Apostel etc. ein SadoMaso-Tun.

    • Werte Ursula,
      in meinem Studium hatte ich ein Referat zur Neuproduktfindung zu schreiben.

      Unter anderem lernte ich da, dass nicht nur das intensive Beschäftigen und am Ball bleiben zum Erfolg führt, sondern unser Geist all das fein verarbeitet und deshalb sehr häufig bei grad ganz anderen Beschäftigungen die besten Einfälle kommen.

      Vielleicht kommt dieser Aspekt bei Don Alphonso ja auch zum Tragen.

  50. Einheitsfeier
    Ich bin mal so dreisst und Stelle eine kleine Zwischenfrage:

    Ich lese immer nur Einheitsfeier und Tag der deutschen Einheit usw.
    Ist der Tag der deutschen Einheit nicht unser Nationalfeiertag?
    Ist es bäh Nationalfeiertag zu sagen?

    Bei den vielen Nudgern und Psychotrickeristen heutzutage muss man ja auf jede Nuance und Wortschöpfung achten.

    • Nationale Nationalfeiertage, nationale Symbole und sonstige Interessen.
      S. Gabriel, Deutschlands Wirtschaftsminister und Chefbeschimpfer der Deutschen Bank, fliegt lieber in den Iran. ggf nimmt er dort ein Paar Stunden Unterricht im Auspeitschen oder versucht eine iranische Bank nach Berlin zu locken, oder nach Frankfurt. – Die Deutsche Bank ist traditionell Chefsündenbock für das Bankwesen. Hausbank der SS war die Commerzbank und die Dresdner war auch brauner als die Deutsche Bk die immerhin seit 1870 tätig ist. Einer ihrer Gründer wurde zum Tode verurteilt, konnte aber fliehen. Nein nicht wegen seiner Derivategeschäfte. Es ging um sein Tätigkeit als Revolutionär 1848.
      – Also Sie haben die Regierung gestürzt? Ach , Herr Präfekt, Leider nicht genügend antwortete Bamberger. Er studierte dann das Bankwesen in London und ging nicht wie Goldman und Sachs (aus Franken) in die USA.

      Ich hoffe unsere Regierung wird bald nachhaltig gestützt. Besonders unser furchtbarer Wirtschaftsminister. Ich befürchte aber das es zunächst schlimmer wird bevor es besser werden kann.

      PS Den Mord an Alfred Herrhausen konnte diese Republik bis heute nicht aufklären. – Ein Politiker im nahen Osten wurde mit einer ähnlichen Technik getötet. – Lichtschranke in Verbindung mit einem gerichteten Sprengsatz — Heute kommen die Anschläge auf die Deutsche Bank aus einer anderen Richtung aber mit ähnlicher Zielsetzung.

      PSS Zur Türkei und Deutschland
      Die Verbindung ist auch nicht uninteressant.
      Die Baufirma Philipp Holzmann baute u.a. an der Strecke Istanbul-Bagdad mit einer Verzweigung Richtung Mekka. Die Deutsche Bank finanzierte das Projekt zum Teil. – Von Lawrence v. Arabien Wissen wir von den Angriffen der Araber auf die Strecke im WW I. Er schreibt in seinem Buch die 7 Säulen der Weisheit auch über deren Beweggründe.
      – Einige Araber profitierten von den Mekka-Pilgern. Sie mussten schließlich geschützt werden (Schutzgelderpressung nennt man das Heute) Mit der Eisenbahn drohte ein Einkommensverlust. Es ging ihnen also weder um die Briten oder die Osmanen und um die Deutsche Bank schon gar nicht. Man muss schon tiefer bohren um herauszufinden wer welche Interessen hat.

    • Das haben Sie schon richtig gesehen
      Das ist so wie mit den „Wintermärkten“, die auch demnächst wieder kommen.

      Da wird still und heimlich an Multikulti gearbeitet, fanatisch, energisch und unaufhaltsam wie die Wühlmäuse.

      Und in fünf Jahren benennt das R2G offiziell als „Einheitsfeiertag“, denn die deutsche Nation / das deutsche Volk ist bis dahin demographisch-kulturell erledigt und wird haben das „spannende, einmalige Experiment, das uns bislang gut gelungen ist. Es gibt auch Dinge, an denen wir weiter arbeiten und die wir erklären müssen, aber das darf uns den Blick auf das Geleistete nicht verstellen“ (BP Steinmeier, 2018).

    • Natianalfeiertag
      Ich weis gar nicht was sie wollen? Der Pöbel feiert doch! Pöbler wie Sigmar Gabriel halten sich für was besseres und pöbeln am Nationalfeiertag über die Deutsche Bank zum Beispiel. Das macht die FAZ auch in dem sie u.a. Ackermann vorwirft das Merkel ihn kaufen oder wenigstens mieten wollte. Das Sparkassen SPD Mitgliedern fünfstellige Beträge für unsinnige Plaudereien in die Handdrücken hat der Elitepöbel schon wieder vergessen. Zur Staatsnähe sein noch gesagt: Axel A. Weber wurde auf Vorschlag von Bundesfinanzminister Hans Eichel(SPD) als Nachfolger des zurückgetretenen Ernst Welteke zum neuen Präsidenten der Deutschen Bundesbank ernannt. Heute sitzt er im Verwaltungsrat der UBS. Das will der Elitepöbel auch nicht wissen. Was der linke Elitepöbel erst recht nicht wissen will: Welche SPD nahen Gewerkschaftsmitglieder in Aufsichtsräten der Banken sitzen und vermutlich viele Entscheidungen abgenickt haben. zB Übernahme von Bakers Trust oder Morgan Grennfell.

      Man kann sich auch mal irren aber das Leute wie Frank Bsirske im Aufsichtsrat sitzen werde ich nie begreifen. Ziel der Elitepöbler ist natürlich Achleitner

  51. Schön
    daß das begehrte rosige Blechding doch noch zu Ihnen gefunden hat! Wirklich glücklich macht uns ja nur die Erfüllung sehr früher Wünsche.
    Viel Vergnügen beim Schrauben, Assemblieren und Verschenken!
    .
    Bad News, leider:
    http://www.kleinezeitung.at/politik/aussenpolitik/4880668/EUMigrationskommissar_Europa-braucht-mehr-als-70-Millionen-Zuwanderer
    .
    http://www.ortneronline.at/?p=42916

  52. Dornenkranzdreher
    Der Schmerzensmann am Kreuz des Alugestänges, dem speichengeflochtenen und lederbesattelten Leidenswerkzeug seines selbst auferlegten Martyriums, Kunstfigur unter dem Schleier von Manoppvelo, strampelnder Dulder misandriner Lanzenstiche und aller Erscheinungen der „negativen Andrologie“, unerschrockener Streiter wider die „biologistische Heterophobie“ und das diffuse „Unbehagen am Mann“, Restvertreter einer naturirrtümlichen „Schwundform“, unwillig sich dienstverweigernden Umwerfern zu unterwerfen, widerborstiger Widerständler versus die hypothetische „maskuline Defektologie“ und den grassierenden Burmesterismus, begnadeter Störer des „Murmeltiertags der Männerressentiments“, mögliches Opfer einer „Testosteron-Vergiftung“, Verfasser essigschwammgesäuerter Texte, Rachetrost oder Trostrache des darniederliegenden Feuilletons, – dornenkranzdrehender Erlöser seiner Leser („sie sehen die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch“) …

    (Zitate: http://de.wikimannia.org/Misandrie und http://www.wgvdl.com/forum2/mix_entry.php?id=248773 )

    Von wegen …

    „Ich möchte einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins“

    und …

    „Der Anteil der Männer muss auf etwa 10 % der menschlichen Rasse reduziert und festgeschrieben werden.“

    oder …

    „Parallel dazu entwickelt die Forschung Konzepte, wie man durch Eingriffe in die Biologie des Mannes das Gewaltzentrum neutralisieren kann, bevor es zu spät ist, bevor ein Megagenozid einen größeren Teil der Menschheit auslöscht“
    (apl. Prof. Dr. med., Prof. biol. h. c. Rolf-Dieter Hesch – http://www.hesch.ch/beschaeftigungen/denken-lesen )

    Kurzum, Radeln und Schreiben so lang es geht und erlaubt ist, bzw. genug der uneroischen Anwandlungen.

    Gut geschlagen, Don, auch in der unbedeutenden Niederlage.

    Das kleine gallige Dorf verneigt sich und dankt

  53. Brooks...
    Ich empfehle Brooks mittlerweile dringend in der „Cambium“-Variante – schaut gut aus, ist vergleichsweise preiswert und fährt sich gleich von Anfang an komfortabel, ganz im Gegensatz zur alten Ledervariante, die mehrfach mit löffelweise Sattelfett im Backofen eingelassen werden musste und dann so ab 1-2000 km anfing, hinterteilmäßig gefällig zu werden.

    Und wenn die Teilnehmer solcher Vintage-Veranstaltungen als Kopfschutz doch wenigstens einen ollen Sturzring oder, wenn’s denn gar nicht anders geht, einen alten Bell V1 PRO (http://www.bhsi.org/history.htm) auftreiben könnten…

    • Helm finde ich dort wirklich wichtig – die Strecken sind einfach zu rabiat, und es sind viele Leute unterwegs. Es passiert dort eh schon genug, bei der Verpflegung am sonntag ist jemand leider umgekippt.

      Ich bin ansonsten Freund der wirklich ehrlichen Räder wie damals, und die Cambriumoptik ist nicht so meins. Der jetzt verbaute Professional war super, ich habe den gar nicht gespürt.

  54. Wie wäre es mit etwas Musik zum Abschluß
    Auch passend zum Feiertag – Nein nicht Wagner oder Beethovens Eroica.
    Nein, nein, nein nur Etwas Franz List ;-)
    Wer nicht viel Zeit hat ab 15:27
    Viel Spass

    https://www.bing.com/videos/search?q=Franz+Liszt+Les+Pr%c3%a9ludes%2cSymphonische+Dichtung+Nr.+3&&view=detail&mid=4F281A38AC58DD5D4B854F281A38AC58DD5D4B85&rvsmid=23D249B5AF45D4AC474023D249B5AF45D4AC4740&fsscr=0&FORM=VDFSRV

  55. halt halt halt das geht nicht mit dieser Musik zum Abschluß
    Nehmen wir etwas anderes
    Daniel Barenboim ~ West Eastern Divan Orchestra
    Das ist unverfänglicher
    ab 13:39 wer nicht viel Zeit hat.
    Viel Spass

    https://www.youtube.com/watch?v=e3zbIG0MN4o

  56. Ich habe leider noch etwas vergessen
    Gabriel hätte Barenboim natürlich mit in den Iran nehmen können.
    Der Iran hätte dem Dirigenten und einem Teil der Musiker wie letztes Jahr die Einreise verweigert. Barenboim hat auch einen israelischen Pass und durfte deshalb nicht mitkommen. Ich gebe zu es ging auch um ein anderes Orchester. Man braucht wohl so eine Art Arier-Nachweis den Gabriel sicherlich vorlegen kann. Hier geht es ja um Kultur und auf die kann man ja verzichten. ggf sind wir eines Tages weiter und ein west-östliches Orchester mit schwulen, lesbischen und asexuellen Musikern gibt mal ein Konzert in Teheran oder Mekka geben. Ich denke das wird noch eine Weile dauern. Ich hoffe das wir vorher Gabriel los werden. Was das mit der deutschen Einheit und der Eroica zu tun hat? Gar nichts wenn sie mich fragen.

  57. Vergessen sie was ich geschrieben habe
    und nehmen Sie sich Zeit für den gesamten LvB in 20:38 Minuten.
    Da ist wirklich alles drinn vom Klavier solo, Streichquartett, Trio, Klavierkonzert, Solostimmen und Chor. Ich hatte zunächst bedenken war am Ende dann doch freudig überrascht.

    https://www.youtube.com/watch?v=KGSP9ZPWURw

    Wenn das nicht die Stimmung etwas aufhellt kann ich ihnen auch nicht helfen.

  58. Ich bitte um Entschuldigung aber ich muss noch mal stören
    https://www.youtube.com/watch?v=H287izzj8HM

    Musste sein. Dieses mal 20:15 Minuten.

    Der Super Corsa des Lebens
    für Klavier Chor und Orchester

  59. Anderswo kann man auch den Dialog über den Sattel führen
    Wunderschöner Artikel- liest sich mit den tollen Bildern besonders schön, wenn man in Gaiole dabei war und L’Eroica-Liebhaber ist!
    Habe die 75km Gott sei Dank ohne Regen und mit einem halbwegs erträglichen Brooks geschafft.
    Würde Sie, lieber Don Alphonso, gerne mal zur VELOICA nach Weinheim einladen! Sie hat dieses Jahr zu ersten Mal stattgefunden. Die FAS berichtete in der letzten Ausgabe. Dort findet die Diskussion/der Diskurs über den Sattel noch am Tag zuvor bis tief in die Nacht mit vielen Teilnehmern statt.

    • Danke für das angebot – es ist ja noch eine Weile hin und ich bin gern bereit, wenn es dann passen sollte – dieses Jahr gab es ein Problem bei der geplanten Teilnahme in Limburg kurz vor dem Start. Aber generell: Gerne.

  60. Un po` in ritardo
    „,,,passt zu meinem Sitzmuskel wie ein Seeigel..“ Sehr schöne Beschreibung einer Empfindung, die mir für den Fall der Bahnrad-Fahrerin im Sprint, Kristina Vogel, hier im Forum immer noch nicht ausdiskutiert erscheint.
    .
    „Bei ihrem denkbar größten Erfolg, dem Olympia-Sieg im Bahnrad-Sprint der Frauen, flutschte Kristina Vogel der große Rückhalt allerdings unter dem Po weg. Im Wortsinn.“
    .
    Lustig finde ich das Foto mit den ziemlich unmotiviert ausschauenden Herren bei ihrem Versuch, eine Person auf das Hochrad zu hieven-und das im Angesicht des Gallo Nero-Darstellers in Gaiole. Und wer sein Fahrrad liebt, der schiebt, dachten sich mindestens die drei Blaßbeinigen und somit sicherlich untrainierten Herren, die da zypressengesäumt frohgemut des Weges kommen.
    .
    Und, Verzeihung, extra ein Nachtrag für @ djangohatnemonatskarte dem ich familienfeierbedingt nicht sofort antworten konnte auf die Frage: „Dove a Marina di Carrara si incontrano i camionisti di marmo per pranzare?“
    .
    Allora: Viale Giovanni da Verrazzano 1, 54033 Marina di Carrara => Django, wir waren schon eine ganze Weile nicht mehr dort. Ist inzwischen ein schnieker Laden geworden, aber immer noch Camionisti dort. Ist so nahe am Marmor-Verladehafen, dass man die Kräne und Marmorlager sieht.
    Ein italienischer Fernfahrer sagte mir, daß auch das
    Ca‘ Del Gusto in der Viale Galileo Galilei in Marina di Carrara gerne von den Camionisti di marmo besucht würde (ca. 1 km vom Hafen weg)
    .
    Für den Fall, Django, daß Sie mal bei der Eroica Ihr Rad über größere Strecken zu schieben vorhaben, empfehle ich „per la cena“ den „Casprini da Omero“, Antico Albergo Etrusco-Ristorante & Genuinita Alimentari am Passo (!) di Pecorai (Locazione), gehört zu Greve in Chiant. Buon divertimento.
    (DdH)

    • Die Herren, die da schieben, sind das Faggin-Werksteam mit dem Firmenboss, und das, was sie da hochschieben, habe ich auch noch jedesmal schieben müssen: Westrampe zum Castel Brolio hinauf, weil einfach zu steil. Es gibt welche, die das auch durchfahren, aber nach der 140er Runde schieben das 2 von 3 Teilnehmern.

  61. Titel eingeben
    Die FAZ will online „kostenpflichtig“ werden; allerdings nur für „das Beste aus der Zeitung“.
    Das würde bedeuten: den Don lesen zu dürfen, kostet bald Geld.
    (?)

    • Davon weiss ich nichts, ausserdem ist das hier Online. mit Zeitung ist das Printprodukt gemeint, aber da schreibe ich im Schnitt nur einmal im Monat.

    • Titel eingeben
      Das war von mir ironisch gemeint & als Lob der Don’schen beiträge.

  62. @ Don Alphonso sagte 4. Oktober 2016 um 09:44 Uhr
    Danke, Don. Westrampe zum Castel Brolio also. Werde ich mir bei Gelegenheit anschauen. Wanderfüßig aber. Werksteam also. Zu welchen Martyrien doch heutzutage eine Berufsausübung führen kann. Ich will die Leutchen beileibe nicht kritisieren, aber wenn sie einen Rennradschmied vertreten, so wäre es werbewirksamer wenn sie più bella figura machten.

    • Ich finde das eine gute Figur. Echte Männer fahren, so lang es geht, sie schieben, wenn es nicht mehr geht, und sie schreiten voran, solange sie leben. Nur die Toten bleiben zurück.

  63. Ich würde mir nur einen von mir selbst gekauften neuen Fahrradhelm aufstülpen
    @Perkeo – Ich bin vor 5 Wochen mit meinem Rennrad aus unbekannten Gründen schwer gefallen. Als mein Kopf mit hartem Aufprall auf den Asphalt schlug, kam mir spontan der Gedanke: ‘Jetzt verstehe ich den Sinn eines Helmes.’ Der Arzt guckte sich den Helm an und riet mir sehr eindringlich, mir einen neuen zu kaufen. Dieser wäre seiner Polsteraufgabe gerecht geworden, aber das könnte er kein zweites Mal.

    • Das ist richtig. so ein Helm ist ja nicht teuer, ein Kopf dagegen sehr.

    • Für 50 Euro kriegt man nicht viel Gehirn - aber man schützt es gewaltig
      Stimmt, weniger als 50 Euro hat der Helm (und auch mein neuer) gekostet, der mich vor einer schweren Gehirnerschütterung bewahrt hat. Wie viel Gehirn kriegt man schon für 50 Euro?

    • Für 50 Euro Hirn
      ach liebe Frau Heuse, manch einem reicht das. Mir würden sogar spontan Namen dazu einfallen. Wie sagte meine Mutter immer, für keine fünf Pfennig Verstand.

    • @ Lisbeth Heuse
      „Wie viel Gehirn kriegt man schon für 50 Euro?“

      Kalbshirn z. B. knapp 3 kg
      Schweinehirn ca. 6.7 kg

      Rinderhirn – falls erhältlich – liegt preislich wohl irgendwo dazwischen.
      Fragen Sie einfach nach …

      http://www.umdiewurst.de/bestellung_kat.php?kat=in&id=23

      Dass sich hier vornehmlich Leute eindecken, die’s in der Politik zu was bringen möchten, ist natürlich ein übles Gerücht.

    • Keine Frage, Kopfschutz ist obligat!
      Als ich das erste Mal so richtig flog, und zwar über die Kühlerhaube eines Käfers, der mir die Vorfahrt genommen hatte (ist jetzt gut dreißig Jahre her), war das mit einem kunstledernen Sturzring, den damals nicht allzu viele trugen (und die Profis, außer in Belgien, wo das Pflicht war, schon gar nicht). Dem Kopf passierte gottlob nichts, das Bein war etwas angeknackst und das schöne (preiswerte) Kotter, mit dem ich in meine Fahrradkarriere gestartet war, war Schrott.

      Worauf ich kurzerhand mein von der Großmutter jahrelang gefülltes Sparschwein schlachtete, und den Betrag in die Anschaffung eines schönen dunkelgoldmetalliclackierten (das gab’s damals nicht nur bei Mantas!) Vicini mit Campa-Record-Ausstattung investierte.

      Und sobald er in D erhältlich war, gönnte ich mir auch den ersten ernst zu nehmenden Fahrradhelm, eben den erwähnten Bell V1 PRO.

      Mit dem (und seinen regelmäßig erneuerten) Nachfolgern mir über Jahrzehnte nix passierte, bis ich vor zwei Jahren auf dem Mountainbike mit dem Vorderrad in eine Querrinne heftig eintauchte und prompt einen grandiosen Abgang (oder besser Abflug) über den Lenker hinlegte – Ergebnis: Beule im Helm, Arme und Beine ordentlich verschrappt, aber sonst alles heil.

      Also, keine Frage, Helm muss sein, aber z.B. der Bell (der bei mir im Keller pietätvoll schlummert) ist auch noch immer funktional, und, wenn man in moderatem Tempo dahinzuckelt, tut’s auch noch einer der guten alten Sturzringe (die schönen Cinellis u.ä. von ehedem sind scheint’s auch nicht schwierig zu bekommen).

  64. Eine Frage
    Werter Don, nur einmal aus Neugier: wieviele Fahrräder besitzten Sie, grob geschätzt?

    • 120, nehme ich an. Aber ein paar habe ich in den letzten wochen verschenkt.

      Sie dürfen nicht übersehen, dass ich das ein oder andere Projekt auch aus dem Schrott rette, herrichte und abgebe. Einfach weil mich die erschwendung krank macht.

    • 120
      Das wäre der Grundstock für ein schickes kleines Museum.


    • Sie wissen halt, was das für Schätzchen sind. Für einen Unkundigen sind es halt einfach nur „alte Rohre“. Daß Sie die wieder aufbauen, finde ich ganz in Ordnung; es wird sich sicher manche(r) drüber freuen, der eins bekommt.

  65. Hübsch
    Mir gefallen die beiden ihr Rad schiebenden jungen Damen!

  66. Licht und Schatten
    Don,
     
    durch dampfende Nebelschwaden rollen die reichen, alten, weißen, aber topfitten Herren leise surrend vom barocken House on the Hill unter regennassen Nachtbäumen die Schotterallee hinab nach Gaiole. Klickend schließt sich hinter ihnen das schmiedeeiserne Tor.  Die Damen wenden sich in der Dämmerung noch einmal seufzend im Schlaf; der Tag wird zu warm sein zum Tennis, aber der Pool ist zum Glück noch nicht eingewintert.

    Wir  fressen bei herrlichstem Spätsommerwetter Höhenmeter vom Feinsten, mit Anfahrt und Rückfahrt zur Villa sind es am Ende 125 km mit 3000 hm, das Gros auf feinstem toskanischen Schotter. Der kleine Schauer am Nachmittag kommt gerade recht zur Abkühlung. Dank der Food Stops und etlicher nicht ganz unwillkommener Reifenwechsel mit Ausblick auf die malerische Landschaft reicht die Kraft sogar noch zum Dinner auf dem Castello, natürlich mit intensivem Gedenken an den Barone Ricasoli.

    Ein Wochenende im seligen alten Europa. Das es – wie in den noch älteren Zeiten – bald nur noch hinter den hohen Mauern der Chateaux, Palazzi, Villen und Compounds geben wird.

    Denn die Stopps in der einen und anderen italienischen Stadtperle auf dem Rückweg weisen in eine dunklere Zukunft.

    Kaum ein öffentlicher Park, in dem Einheimische sich nach getanem Tage- oder Lebenswerk noch unter einem schattigen Baum ausruhen können. Alle Bänke sind besetzt von jungen, schwarzen Männern, die wissen, dass dieser Raum nun ihnen gehört.  Kaum ein Denkmal auf einem öffentlichen Platz, dessen Inschrift man ohne ein unfreiwilliges Studium der Dialekte der auf den Stufen verweilenden Maghrebiner aus der Nähe betrachten kann.

    Die schönsten Ecken des öffentlichen Raumes sind vielerorts verloren an die Neuen. Keine Durchmischung, kein Austausch, kein Schmelztiegel, jeder nimmt was er kann, und die Jüngsten, Lautesten, Rücksichtslosesten sitzen halt auf den besten Plätzen.

    Die armen, alten, weißen, wenig fitten Männer stehen ratlos vor den Parks und an den Ecken der Plätze, die sie und ihre Väter gebaut haben. Und sie werden wählen gehen. Warum sich die armen, jungen weißen Männer das so gefallen lassen? Mir ist ein Rätsel, dass dort nicht jeden Tag Bautzen ist.

    Ach ja, die neue 115 km-Strecke sollten Sie mal versuchen. Und auch wenn beim Verstauen eines Rennrades und der Black-Tie-Garderobe in einen Roadster natürlich die Übersicht über Tüten und Taschen schneller verloren geht als Fahrer schnöder Pampersbomber es sich vorstellen können: eine potenzielle mehrstündige Schlammschlacht bekommt einem Unicanitor deutlich besser als einem Brooks. Erstaunlich bequem, die Dinger.
     
    Herzlichst
    Robert

    • @Robert Tresckow Schöner Text zum Nachdenken
      „….Derjenige, der von der Provence gesprochen hat ohne über seine Ewigkeit hinweg dieses Geheimnis im Kopf eingeschrieben zu haben wie in einem alten Pergament, selbst wenn er sie mit leichter Heiterkeit geschmückt hatte, mit Gesang der Zikaden und lässigen Persönlichkeiten mit fremdem Akzent die am preisgekrönten Anisschnaps nippen, selbst wenn er ihre Gerüche und ihre Reize gefeiert hat, selbst wenn er die die funkelnden Gräber in einigen Friedhöfen auf dem Lande oder für Seeleute beschattenden düsteren Zypressen hervorgehoben hat; der da hat nichts als die Provence gestreift. Es ist ein Land um auf Fußspitzen einzudringen. Je nachdem ob Sie von sich behaupten sich leistungsfähig oder elend zu fühlen, wird sie Sie als zweifelhaften Eindringling oder aufgeklärten Kenner empfangen.
      .

      Robert T. sagte
      „Die schönsten Ecken des öffentlichen Raumes sind vielerorts verloren an die Neuen. Keine Durchmischung, kein Austausch, kein Schmelztiegel, jeder nimmt was er kann, und die Jüngsten, Lautesten, Rücksichtslosesten sitzen halt auf den besten Plätzen.“
      .
      Ich verweise auf die letzten Zeilen aus Pierre Magnans Textausschnitt aus „Ma Provence d´heureuse rencontre“ hin (und ersetzen Sie Provence durch Deutschland) : „Es ist ein Land um auf Fußspitzen einzudringen ……..“

    • Etwas anderes Empfinden
      Ich weiß nicht, wo Sie das so beobachtet haben. Das ist fast eine Ausladung, nach Italien zu fahren. Ich selbst war dieses Jahr zweimal in Italien, der vorzüglichen Werbung des Don, die einem Lust macht auf das Land, folgend. Ich habe das nicht anders beobachtet als in früheren Jahren: Ja, da hocken ein paar Migranten herum, aber nicht mehr als in deutschen Städten. Ja, sie hocken in Gruppen, und manchmal sind ein paar Bänke besetzt. Ja, nachts sollte man nirgends durch Parks gehen. Das haben wir in München mit dem Englischen Garten schon lange.

      Ein riesiger Schwarzer streckte in Florenz die Hand horizontal aus. Währemd wir wortlos vorbeigingen, machte er eine boxende Bewegung mit dem Ellbogen und sagte etwas Obszönes in seinem Dialekt.
      Aber hier daheim schob sich ein Kleiner aus dem NO direkt neben mich an die Kasse, ohne dass er Waren gehabt hätte. Bevor ich zahlte, sagte ich ihm, er solle zwei Meter weit weg gehen. Der könne kein Deutsch, meinte die Kassiererin lakonisch, woraus ich schloss, dass er das öfter versucht. Daraufhin schon ich ihn langsam einen guten Meter zurück und zahlte. Er verpisste sich daraufhin.

      Unser Problem läuft insgesamt hinaus auf Belästigung, Gewaltbereitschaft und Kriminalität, verschärft durch solche lakonische Passivität, auch der Gerichte. Es dürfte ein Prozentsatz von unter 25 sein, der ein sehr schlechtes Licht auf alle wirft. Die Passivität schadet den anderen und uns.

      In Italien waren manche Ecken schon immer kriminell, von meinem Gefühl her ist Florenz absoluter Spitzenreiter. Im Zentrum von Florenz fast nur noch Billiggeschäfte und die üblichen Endlosschlangen. Ich hake die Stadt erstmal ganz ab. Ich habe gute Bücher über das Medici-Firenze, weswegen man hinfährt. Aber anders war es nie.

      Mehr bedrückt, was man heute von der Polizeigewekschaft im sogenannten Mutterschiff hört über deutsche Bahnhöfe und die laute Klage über laxe Gerichte. Das müsste sich ändern.

      Italien ist noch immer viele Reisen wert, die Geldbörse und das Handy gut verstaut, keine Handtaschen, auf Einkäufe achten. Muss man hier inzwischen auch.

      Die Hoteliers und Restaurantbetreiber waren reizend – sie freuen sich, wenn wir weiter oder auch wieder kommen. Ach, übrigens speisen wir nachts gar nicht oder im Hotel. Mein Blickwinkel ist tagesgeprägt.

      Tanti saluti

  67. gibst was NEUES ?
    gestern: Guada al Tasso, Donnaolimpia, Ornellaia und noch schweizern radlern mit der pumpe ausgeholfen……….gibt es in meiner abwesenheit ergebnisse mit dem Garanten aus dem Iran………der humane islam ?
    ist Margot noch im amt ?
    männer schon ausgerottet ?
    LF vor der wiederwahl ?

    • Hey @ Django,
      Si guardi! Aber, Guardo del Tasso, „il guardo“ del Tasso“ soviel Zeit sollte sein. War der Torquato schon dort, in den Colli? Fragen Sie mal den Barone R. oder den cacciatore del cinghiale aus Sassetta.
      .
      Und wenn Sie schon da unten auf unserer Frequenz sind, fahren Sie doch bitte auf der Rückreise einen Spähtrupp und prüfen nach, ob die Adressen in Marina die Carrara, die ich Ihnen durchgefunkt habe, weiterhin zu empfehlen sind.

    • chingiale aus SASSETTA
      HEUTE nur durchfahrt dort zum ort von DONs frühjahrslektion, die er uns aus Suvereto erteilte…..auf dem radl natürlich……..leider stehen statt Wildschwein die besuche in den bedeutendsten ruderbootwerften der welt an, heute am morgen:
      Filippi-Werft in Donoratico, das ist wie formel 1.
      keine ruderschwaben im unterland denkbar ohne diese weissen renner.
      hat der GARANT aus dem wunderland Iran schon erfolge mitgebracht……..oder ist er, wie wir von der sex-ex-von-kachelmann hören auch nur ein „armseliger feiger mann“ ?.

  68. Wo wir gerade über Italien sprechen, die neuesten Zahlen. Reuters Oct 4, 2016
    Italian coast guard says over 5,600 migrants rescued in single day off Libya

    ROME – At least 5,650 migrants were rescued on Monday as they tried to reach Europe on about 40 boats, one of the highest numbers in a single day, Italy’s coast guard said.

    A spokeswoman said one migrant had died and a pregnant woman had been taken by helicopter to a hospital on the Italian island of Lampedusa, halfway between Sicily and the Libyan coast.

    One coast guard ship rescued about 725 migrants on a single rubber boat, one of some 20 rescue operations during the day. Three were still underway and the spokeswoman said the number saved could reach 6,000 by the end of the day.

    About 10 ships from the coast guard, the navy and humanitarian organizations were involved in the rescues, most of which took place some 30 miles off the coast of Libya.

    According to the International Organisation for Migration, around 132,000 migrants have arrived in Italy since the start of the year and 3,054 have died.

    • Was hindert die EU daran, ...
      … die überwiegend illegalen „Migranten“ nach Libyen zurückzubringen?

    • Liebe Deutsche in nRW.
      Liebe Deutsche in NRW.
      Was ihr vielleicht schon vermutet habt, bekommt ihr jetzt schriftlich. Ihr steht nicht mehr im Mittelpunkt des politischen Interesses,
      Euer Landtag hat soeben die Verfassung geändert.
      Bei Amtseiden schwören Politiker bisher , ihre Kraft
      “ zum Wohl des Deutschen Volkes“ einzusetzen.
      Sie beeiden in Zukunft stattdessen , “ dem Land NRW“ zu nutzen.
      Die Entselbstung im Namen der Moral ( welcher Moral eigentlich? ) geht weiter.

    • @ gast aus west-berlin sagt
      Vermutlich kann man sich auf EU-Seite einfach nicht entscheiden, welche libyische Hafenstadt man ansteuern soll, da alle Städte sich um die Rücknahme der Auswanderer förmlich reißen.

      Kleiner Scherz.

    • Tja, gute Frage
      gast aus west-berlin

      aber, die LF entdeckt nun ihr Herz für Afrika.

      Wenn ich als deutsche Bundeskanzlerin dafür sorgen will, dass es uns Deutschen gut geht, dass die Europäische Union zusammenhält, muss ich mich auch darum kümmern, dass es in Europas Nachbarschaft so zugeht, dass Menschen dort Heimat auch als Heimat empfinden können. Konkret heißt das in unserer Zeit, dass wir uns in neuer Weise mit Afrika befassen müssen.“
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article158557046/Deutschland-fuer-Fluechtlingskrise-mitverantwortlich.html

    • Sandra
      Würde sich mal die Landesregierung von NRW zum Wohle des Landes NRW einsetzen, wäre es auch zum Wohl des Deutschen Volkes.

      Allein es fehlt an allem.

    • Titel eingeben
      gast aus west-berlin sagt:

      “Was hindert die EU daran, … die überwiegend illegalen „Migranten“ nach Libyen zurückzubringen?“

      Als das alles begann, und alle (inkl. mir selber) noch gar nicht fassen konnten (=wollten), dass eine deutsche Kanzlerin, auch wenn sie Ossie ist, so dämlich gar nicht sein kann, dass die im Wasser aufgefischten ans europäische Festland brachte, statt sie wieder heimzubefördern…
      In einem offiziellen Hafen würde man die wohl nicht an Land lassen und andere Möglichkeiten gibt’s in Nord Afrika wohl kaum…
      Wenn die Sch….. Amis nicht in Libyen noch eine weiteren halbwegs funktionierenden Staat zerstört hätten, weil Regime-Change für die so eine Art Nationalsport ist, hätte man das Problem zumindest schon mal nicht.

    • Sandra
      Das ist einfach nur eine exaktere Stellenbeschreibung. Man will dem Land NRW nutzen, ist die Erkenntnis, dass man selbst nur noch Nutzvieh ist.

  69. Was hindert die EU daran?
    Die Politik der EU hindert die EU daran. Den Nachrichten war zu entnehmen, dass die meisten Migranten ca. 30 Meilen vor der lybischen Küste abgeholt werden. Eine Art Shuttle Service. Dies plus der Einladung plus der Gewährung von monetären Leistungen plus der „Duldung“ nicht anerkannter Asylbewerber sorgt dafür, dass der Zustrom nicht abreissen wird. Die Migrationsbewegung hat gerade erst begonnen … Gunnar Heinsohn sieht zwei mögliche Haltungen: 1. Der australische (oder japanische) Weg, d.h. das Zielland möchte seine wirtschaftliche Stellung halten oder verbessern und 2. Der schwedische (oder deutsche) Weg, d.h. Menschlichkeit geht uns über alles. Auch wenn wir dabei untergehen.

  70. Veränderungen
    Am Sonntag spielten Bläsergruppen von miteinander befreundeten Jagdgesellschaften im alten Botanischen Garten, so platziert, dass überall unter den alten Bäumen des Arboretum die Klänge des Jägerchors aus dem Freischütz und anderer Musikstücke zu hören waren. Dazu traten die Musiker in jeweils unterschiedlicher Tracht auf, dekorativ schimmerte die Jagd- und Waldhörner. Hätte mir das vor Jahren auch schon gefallen oder hâtte ich das traditionelle und traditionsbewußte Auftreten langweilig gefunden? Habe ich mich verändert oder sind es die heutigen Umweltbedingungen, dass mir dieses kleine Konzert so wohltuend erschien?

    • Die heutigen Umweltbedingungen ...
      … verwandeln uns in „Identitäre“. Das mag uns archaisch erscheinen, ist aber völlig normal. Auch der werte Don ist bereits ein entschiedener Identitärer. Wachsende identitäre Selbstwahrnehmung – so schien doch ganz deutlich der Subtext seiner überaus gelungenen „Passo Continuo“ Serie zu lauten, der seine Beiträgen schon fast in Alphorn-Orchester-Stärke grundierte.

      Jeder Anblick eines Kopftuchs als aggressives Expansions-Symbol der gegnerischen Seite macht mich entschiedener. Das auf unerbetenste Weise eindringende Mittelalter zeigt mir – jedes Mal ein wenig mehr – woher komme, wer ich bin, und was ich nicht will.

  71. Hallo Leute, si guardi ancora una volta!
    http://www.coltibuono.com/ => unter „Storia“ => „Dai cicli-stucchi….“

    http://www.coltibuono.com/dai-cicli-stucchi-all-eroica

    DdH

  72. Eroica mit macchina
    Bin neulich eine gräßliche Schotterstraße gefahren mit meinem Faradayschen Käfig immerhin, im Nebel, fühlte mich unwohl, kein Mensch nirgends. Da sagt mein Sohn: „Auf dem Schild steht, dass die Eroica hier lang kommt.“ Fühlte mich gleich bedeutend wohler, wissend, dass schon Schwierigeres auf der Strecke (nordlich von Montalcino) bewältigt worden ist. Danke, Don. Wusste nicht, dass die Tour da unten weiter geht.
    Frohes Schaffen!
    Musste an Sie denken, als ich einen Brunello aussuchte. Was dem einen sein Brooks, ist dem anderen sein Brunello.

  73. Veränderungen
    Das war ich, nicht „Gast“!

    • Ma che pensate Lei, Madama?
      Trachten, Jagd- und Waldhörner, im Arboretum auch noch. Voll dem Wagnerianer, häää? Haben Sie den Artikel in der Apothekerzeitung nicht mitbekommen. Dort sind niederschwelligere Merkmale aufgeführt „um sie zu erkennen“
      DdH

  74. Pingback: Und immer wieder geht die Sonne auf – Provinzialische Nachrichten

  75. Titel eingeben
    Wie HM555 habe ich einen Bericht über einen nieder-gelopezten Opel erwartet. Ich habe den Fehler 1994 selbst begangen. Opel Astra Caravan mit Isuzu Turbo-Intercooler. Und was muss ich lesen?- Über eine Fahrrad-Fahrt. Der Niedergang der bürgerlichen Produktionsweise ist selbst im FAZ-Fölletong unaufhaltsam.

  76. Titel eingeben
    Fraktur hat oben einen Link offtopic gepostet, wahrscheinlich in der Hoffnung, mit D.A. einen der hierzulande rar gewordenen Journalisten darauf zu stoßen, der diese Bezeichnung verdient.

    Es geht um den Syrer, der jetzt 4 Frauen und 23 Kinder nachholen darf, was den deutschen (?) Staat im Jahr nach den angehängten Berechnungen 330.000 Euro kostet.

    http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/klartextfabrik/2016_10_03_dav_klartextfabrik_frauen-kinder.html

    Dazu passend gibt es das Video der Flüchtlingshelferin, die ein Buch über ihre Arbeit geschrieben hat, und die sagt, der Familiennachzug sei im vollen Gang, es werde bloß nicht darüber berichtet.

    https://www.youtube.com/watch?v=FBU2YbBMYic

    Lieber Don, mit Müller, Altenbockum oder Plickert gibt es doch noch Kollegen im Haus, deren Kompass einigermaßen intakt geblieben ist, für die das ein Thema wäre. Machen Sie aufmerksam, oder noch besser: Machen Sie selbst (passt ja vielleicht in Ihre Recherche zu einschlägigen ZEIT-Artikeln). Danke!

    • ...
      Im genannten Artikel fragt sich der Autor auch wie ein Mann in Syrien
      mit 4Frauen und 23 Kindern seine Familie ernähren konnte.
      Das ist eine interessante Frage.
      Vermutlich nicht indem er einer Arbeit im Sinne des deutschen
      Arbeitgeberverbandes nachging. Er macht es hier wie er es in
      Syrien wohl auch gemacht hat – with a little help of his friends.

  77. Das Inter-Netz ist doof
    Gebe ich in die Suchmaschine „Corsa“ bekomme ich auf 14 Seiten „Opel Corsa“ angezeigt. Und FB freudelt lustig drauf los.
    .
    Wenn ich mich richtig entsinne „corsa“=> ital.: laufen, rennen, Fahrt (la corsa di Don nella Toscana), Kurs (naut.), und die Schaltung von Dons Rennrad hat „dodieci corse“ (?), eine „vettura da corsa“ ist alles andere als ein Corsa vom ehemaligen Nähmaschinenschmied, sondern ein Rennwagen, „corsa di vuoto“ ist dann, wenn dem Don bergab die Kette runtergesprungen ist. Dons Fahrten auf den manchmal nicht geteerten Straßen sind „corse sulle strade bianche“
    .
    Und das una sella dello stabilimento Corsa was mit Fahrradsattel zu tun hat zeigte ich oben schon auf=>http://www.coltibuono.com/dai-cicli-stucchi-all-eroica. Das Schönste im Zusammenhang mit der Vorsilbe „corsa/corse“ (finde ich) jenes weibliche Kleidungsstück, daß ich der ein-oder anderen Dame, sehe ich mich so um, noch anempfehlen könnte.
    .
    Den Corsa meiner Gattin hatte ich vor 8 Jahren verschenkt, weil er mehr Öl als Benzin benötigte. Er soll aber heute noch laufen. Inder Gegend um Hoffenheim.
    (DdH)

  78. Don Alphonso sagte am 6. Oktober 2016 um 18:00 Uhr:
    „Corsa steht für Rennkurs oder Rennstrecke“

    Ähäm Don, es sei mir erlaubt darauf hinzuweisen daß es genau das heißt wie oben beschrieben (fem. la corsa)
    Der Rennkurs/Strecke ist ein „corso“ (mask. il corso)Kommt von „correre“= laufen)=> il corso=> Lauf, Verlauf (z.B. einer Straße/Allee)
    DdH

  79. Inspiration!
    Ich muss sagen, diese Berichte von L’eroica (und die vorherigen Touren) motivieren mich, mein (Sommer-)Alltagsrad mal wieder ordentlich in Schuss zu setzen und diese Tour in Zukunft auch mal in Angriff nehmen. Puch Mistral SLE dürfte alt genug sein, glaube ich?
    Vor allen Dingen ordentliche Bremsen; die ollen Weinmann-Felgenstreichler mögen für meinen Kilometer Weg zur Arbeit im fränkischen Flachland ausreichen, sind für tatsächlichen Einsatz aber völlig unbrauchbar.

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