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Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Bilder vor Bücher als moralisches Menschheitsproblem

| 269 Lesermeinungen

Ich bin die fesche Lola, der Liebling der Säsong!
Ich hab ein Pianola, zu Haus in mein Salong!
Friedrich Hollaender

Sie kennen das als Vertreter des privilegierten Bildungsbürgertums: Sie sehen ein Gemälde mit einer feschen Lola, und der Anbieter erzählt Ihnen eine wilde Räuberpistole, es stammte aus einer alten Villa an Lago Maggiore, wo es auf dem Dachboden Jahrhunderte vergessen geschlummert haben soll. Eine hochgestellte Persönlichkeit! Mit Nerzmantel! Andere würden hier nun an eine Fälschung glauben oder in die Leinwand treten, um dieses Beispiel für Tierquälerei und Klassengesellschaft zu vernichten – aber Sie schauen mit Kennerblick hin und sehen einen kleinen Anhänger an ihrer Brust, ein weisses Kreuz auf rotem Grund, und wissen sofort: Die Dame stammt aus dem Haus Savoyen, das damals im 18. Jahrhundert die Könige von Sardinien stellte.

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Die Datierung des Bildes, das eine neue Firnis brauchen wird, ist leicht: 1760, 1765, das können Sie nach Ihren 20 Semestern Kunstgeschichte im Nebenzwischenpartyfach gerade noch einordnen, und daheim schauen Sie nach, wer damals die Königin in diesem Reich war: Maria Antonia von Spanien. Das Bild passt zum Alter der Dargestellten, und damals war es eben so, dass man sich in repräsentative Gebäude Gemälde der Herrscher hängte: Das war keine grosse Kunst, reine Werkstattserienproduktion, aber es ist doch schön, dass Sie das Gemälde kulturhistorisch zuordnen konnten. Und weil Sie gegenüber dem Händler einen Wissensvorsprung hatten und die Geschichte des Bildes auf dem Dachboden am Lago Magiore selbst dann gut erfunden ist, wenn sie nicht wahr sein sollte, haben Sie natürlich auch von Ihrem Wissen profitiert. Und gekauft, während andere noch zögerten. Denn identifizierte Gemälde hochgestellter Personen haben nun mal einen anderen Wert als beliebige Adlige, deren Namen längst vergessen sind. Ausserdem ist das Bild damit ein Ausweis ihrer Kennerschaft in Sachen Heraldik, europäischer Geschichte und Kunst. Das können Sie unmöglich neureichen Leuten überlassen, die sich das tumb und ahnungslos in ihre Zahnarztpraxis hängen würden. Nein, das gehört Ihnen und in Ihr Jesuitenseminar der Spätrenaissance.

Sie kennen das. Und weil Ihr Kopf so voll von Erkenntnis und Wissen ist, ist dort wenig Platz für den Umstand, dass es daheim ein kleines Problem gibt: Die Wände sind schon voll mit Habsburgerprinzessinnen, lesenden Sybillen, Heiligen, Nackten, Capriccios und genug lasziven Adligen, um Zweifel an ihrer korrekten politischen Haltung zu Fragen der Sklaverei, der Leibeigenschaft und der angeblichen Gleichheit aller Menschen aufkommen zu lassen.

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Und dann ist das Bild auch noch oval. Rechteckige Bilder kann man wie ein Tetrisspiel verdichten, da findet sich, oh Wunder, immer ein Platzerl. Zur Not, die alle paar Monate eintritt, weil man die Sache mit dem Platz oft vergisst, hängt man halt um. Aber diese ovalen Bilder: Die sind, wenn es ans Aufhängen zwischen anderen Bildern geht, ein Graus. Ich habe damit abschreckende Erfahrung, ich weiss, dass es so ist, es bleiben unbrauchbare Ränder, in die man keine rechteckigen Gemälde hängen kann. Es geht nur, wenn man eine ganze Wand mit runden Bildern füllt – aber es dauert noch etwas, bis ich so viele besitze. Ich schaue ja schon immer nach einer kleinen Villa mit hohen Wänden in Meran, deren Erwerb mich schlagartig von allen Sorgen der Gemälde und der deutschen Eigenart befreien würde, unter der man bei Gruppenvergewaltigung mit Bewährung davon und wegen Nichtzahlung von Zwangsgebühren für Pöbelprojekte wie “Funk“ ins Gefängnis kommt. Aber das dauert sicher noch, und so lange ist da also die Savoyenkönigin Maria Antonia mit ihrem intriganten Lächeln und kein Platz, an dem ich sie aufhängen könnte.

Leibeigenschaft, das möchte ich an dieser Stelle bemerken, war übrigens besser als ihr Ruf. Es gibt – auch bei mir – haufenweise Capriccios, auf denen leibeigene Bauern zwischen Ruinen der Antike faulenzen und es nicht für nötig halten, den Unterschied zwischen dorischen und korinthischen Kapitellen zu erlernen. Deren Dasein unterscheidet sich also in Nichts vom Leben Berliner Hipster ohne Tischmanieren, die anstelle der Schweine und Ziegen nun die Communities von Bento und Ze.tt hüten, und bei Twitter nach billigen Dachkammern für das niedrige Gesinde des 21. Jahrhunderts suchen. Es gab früher nur weniger Magersüchtige.

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Was Sie auf diesem Bild noch sehen, ist der Umstand, dass ich bei kleineren Bildern und Gipsabgüssen schon mal die Bücher in die zweite Reihe rücken lasse. Bücher sind auch so ein Thema, denn irgendwann waren auch hier unten die Regale voll, nachdem der allergrösste Teil der Bibliothek ohnehin in der Gästewohnung untergebracht ist. Wenn die Reihen voll sind, staple ich die Bücher noch darüber. Immerhin tue ich nicht das, wozu sich andere Bibliophile gezwungen sehen: Ich mache keine Doppelreihen von Büchern, ich lagere Neuerwerbungen zumeist an den Tegernsee aus. Doppelreihen sind ein Buchbegräbnis des Vergessens, das ist nicht nett. Da findet man nichts, und es ist jedesmal ein Elend, die erste Reihe auszuräumen, wenn man doch etwas braucht. So ein Bildchen räumt man schnell weg, das ist kein Problem. Aber die Frage, die ich mir ernsthaft stelle, lautet: Wie gross darf so ein Bildchen zu diesem Zwecke letztendlich sein?

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Ich mein, ich weiss, dass die Frage sich nicht stellen würde, wäre ich verheiratet: Dann wäre eine bessere Hälfte hinter mir her, dass ich meinen Besitz nicht mit neuen Anhäufungen strukturiere, sondern durch Verkauf konsequent Freiräume schaffe. Sie würde meinen Besitz so verteilen, dass mehr als nur eine Person ungehindert auf der Fläche existieren könnte, auf der sich manche Familie oder ein ganzes Genderdoktorandenkolloquim der HU Berlin drängen muss. Nur sind solche Lebensumstände die Probleme anderer Leute, meine Probleme gehören mir, und daher ist die Frage von grösster Dringlichkeit: Darf so ein Bild, das vor Büchern zu sehen ist, höher als eine Reihe sein? Wie viel darf es verdecken? Ist es nicht gar vorteilhaft, weil aufmüpfige Bände der Edition Suhrkamp aus der Bundesrepublik liberale Einstellungen verraten, die in einer Gegenwart unerwünscht sind, in der eine Ex-Stasi-IM Broschüren über Hate Speech erstellen lässt? Ist man mit Thomas Mann nicht schon ein Bonner Republiksreaktionär, so eine Art Reichsbürger light des Neuesten Deutschlands? Sind hardboiled Diogenesausgaben von Chandler und Hammett nicht gar verwerflich in einer Epoche, in der eine Vergangenheit als Ritzerin die moralische Überlegenheit einer oktoberfestlügenden Autorin definiert? Möglicherweise passt so eine aus dem sittenstrengen Spanien stammende Königin sogar besser in unsere Epoche, und auf dem Plüschsessel macht sie schon eine gute Figur beim Verdecken von Meinungen, die heute im Netz dem Feuer des Shitstorms zum Opfer fallen würden. Dass Jean Genet neben Albert Camus steht – unverzeihlich!

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Faschismus und Feudalismus haben viele Gesichter, aber die Ersteren sehen momentan aus, als nähmen sie öfters mal Chrystal Meth und die Zweiteren wussten noch, wie man lächelt und was sich gehört: Natürlich ist die Frage in Zeiten der Buchmesse nicht ganz unheikel, aber die Bücher sind hinter so einem Gemälde ja nicht weg. Sie sind weiterhin da, man ahnt sie, Suhrkamp und Diogenes spitzen über die Gemälderänder hinaus. Es ist fraglos ein wenig luxuriös, so zu verfahren, aber es erlaubt immerhin, gegenüber gleichrangigen Besuchern zu sagen: “Das ist nur ein Provisorium, aber Sie wissen ja, wie schwer es ist, die passende Villa in Meran zu finden, ich bin wirklich so verzweifelt, und würde sogar an den Lago di Como gehen.“ Sie kennen das alle. Es sieht für mich wie eine echte Lösung für ein echtes Menschheitsproblem der echten Menschen aus. Denn die guten alten Tage, da man einenauch für die Bewohner unerquicklichen Slum abreissen lassen konnte, um darauf einen hübschen Palast zu errichten, sind bei uns endgültig vorbei. Gemälde bleiben, Bücher werden stets neu gedruckt, historische Bausubstanz wächst nicht nach: Das kann nicht gut ausgehen. Ich habe viel nachgedacht, aber am Ende muss man sagen: Ja, es ist legitim, Bilder in Notwehr gegen unsere Zeiten vor Bücher zu hängen.

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Solange es sich um gute Bücher handelt. Es ist ein erbaulicher Umstand, derartige Sorgen und Probleme zu haben, während andere von den neuen Herrschern erfahren, dass sie ohnehin alle Bücher digital lesen und besser im Schnellrestaurant essen sollen. Denn dann brauchen sie weder Bücherschrank noch Küche und können mit ihrer Microwelle als Integrationszusatz auch in neuen, staatlich errichteten Kleinräumen glücklich werden, die bei unsereins allenfalls Vorzimmer wären. Bei uns geht es um die Frage, wo wir einen Nagel einhauen, statt vom Leben genagelt zu werden.

Ich finde, sie hängt da gut. Das Oval bricht die geraden Linien der Regale auf. Es sieht etwas dekadent aus, aber wie gesagt, andere vermarkten sich mit ihrer Neigung zum Ritzen. Ein jeder, wie er kann. Sie kennen das, mit dem Hauen in die Saiten, und dem Treten aufs Pedal.

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269 Lesermeinungen

  1. Wahrer Reichtum
    Ein Genuss Ihren Text zu lesen. Nur … Wo bewahren wir eigentlich unsere Lieblingsblogs auf? Das ist eine mindestens gleichberechtigte Frage, zu den vielen Fragen, die Sie aufgeworfen haben. Während die einen von Reichen schreiben (, bei denen der Reichtum, es war von Millionären die Rede, nicht mal für einen Bugatti Chiron reichen würde,) und ihrer Gier freien Lauf lassen, haben wir eben ganz andere Probleme. Lago di Como …

    • Ja, ich weiss, ich müsste mal ein Buch machen… „Unter Kronleuchtern. Sex, Aufzucht, Torten und Sterben an den scharfen Kanten der besseren Kreie“

    • Scherz beiseite
      Das ist ein echtes Problem des digitalen Zeitalters.

      Blogs wo der Verfasser stirbt oder einfach beschließt (beschlossen wird vom Heiligen Maas) alles zu löschen. Wer an sowas interessiert ist kennt das auch von der sog. Fanfiction, wo noch das spezielle Problem von Mobgruppen hinzukommt welche unter Ausnutzung von automatisierten Report-Funktionen gezielt unliebsame Autoren abschiessen von der Plattform.

      Ich habe verschiedene alte Bücher, zb. ‚Im Westen nichts Neues‘, wo die Staatsmacht doch gerne eine restlose Löschung vorgenommen hätte. Ist aber ned so einfach beim physischen Objekt welches auf bar erworben wurde.

      Im digitalen Zeitalter ? „Hallo Google, Hallo Amazon, ich hab hier nen (fäschlich erworbenen*) Gerichtsbeschluss. Entfernt doch bitte mal alles vom Autor soundso.“

      Würde auch nicht 100% wirken aber doch wohl besser als vergleichbare Anstrengungen (ausser vlt. die ersten Buchverbrennungen).

      Und dann gibts natürlich immer den Trauerfall das der Autor stirbt. Oft stampfen die Angehörigen den Blod/die Internetpräsenz komplett ein.

      *Gerade in den USA am laufen. Man geht vor Gericht mit einer Person welche ‚zufällig‘ so heißt wie das eigentliche Ziel. Die Person gibt dann auch prompt zu ganz schrecklich sorry zu sein so zu unrecht beleidigend gewesen zu sein auf http://www.jucktmich.ned und kassiert ein entsprechendes Urteil(Geht wohl weil geständig und Gericht zu überlastet um zu prüfen wenn alles so offensichtlich ist). Damit geht man dann zu zb. Google. Die schauen nur auf den Namen des Angeklagten und Eigentümers von jucktmich.net, machen sonst nix, und wenn die gleich sind… bäm, Löschung (aus den Suchergebnissen wenn es Google ist).

      Kommt aus dem Milleu der SEO-Anbieter (Suchmaschinenergebnissbeinflussung) wo legal eh mehr als „Nun, wir wurden noch nicht erwischt“ definiert ist.

    • Lieber Carsten Lyck, lieber Hesse (wohnen Sie vielleicht gar in deren Nähe?), darf ich
      Sie wegen gewisser Sammeleienaufgaben auf

      http://www.gesetze-im-internet.de/dnbg/index.html

      aufmerksam machen? (Behauene Steine mit römischen et al. Zeichen werden aber trotzdem länger halten und zur Verfügung stehen, nehme ich mal an…)

  2. Sie guckt unzufrieden
    Köstlich. Sie werden niemals eine finden, die Ihnen das alles abstaubt. Höchstens eine Leibeigene.
    Aber haben Sie schon mal an die Gästetoilette gedacht? Ein ovales Bild macht sich da gut. Toilettenpapierrollen sind schließlich auch rund. Sie hätten dann eine königliche Toilette. Und könnten Ihre Zukünftigen in spe danach sortieren, ob Sie den Anhänger erkennen. Das heißt nein, jetzt nicht mehr. Die meisten können ja lesen.
    Absolut genial. Damit kann man einen ganzen Regentag vergurken, und bei Sonne hängt man es wieder um.

    • Natürlich nicht! aber auch keine, die dann die Scheidung will!

    • Nicht auf die Gästetoilette
      Entschuldigung, aber Gemälde gehören nicht aufs Klo. Auch wenn es nur Werkstattserienware sein sollte.

      Ich finde es ja schon zweifelhaft, Bilder vor Bücher zu hängen, aber bitte sehr, wenn auch die feine Gesellschaft heutzutage schon Platzprobleme hat wie der Pöbel im Schlachthofviertel, von mir aus. Aber nie, nie, nie auf die Toilette!

    • Och, so ein paar Herrschaften würde schon gehen
      Die Geschichte hat so ein paar Gestalten – ein Österreicher drängt sich auf – wo, falls unglücklich erworben/ererbt, eine öffentliche Toilette gerade der passende Ort wäre.

    • Ironie gab's auch mal
      Irony off, Trippmadam, irony off. Ich arbeite nicht mit Emoticons. Ein Autor, der Maria Antonia von Spanien auf einem Gemälde ausmacht, versteht die schon.

    • Geht vielleicht doch?
      In meiner späten Jugend erhielt ich eine Einladung in einen adeligen Haushalt. Gerade war die englische Prinzessin Diana verstorben, und als ich den Ort aufsuchte, den auch der König nur allein besucht, siehe da, ein – zugegebenermaßen nur photographisches – Bildnis der Diana hing auf diesem stillen Örtchen in profunder Rahmung.
      Ich fand das zunächst verwirrend, habe dann der adeligen Familie nach meiner Rückkehr Fragen bezüglich des Orte der Bildaufhängung und allgemeine Fragen zur Intention gestellt. Ich darf im nachhinein feststellen, die Idee genau dort das Prinzessin-Diana-Bild aufzuhängen war eigentlich ganz amüsant.

      Eine kleine Ergänzung ist dazu allerdings notwendig: Als es in den Speisesaal ging, fiel ein größer dimensioniertes Bild des damals regierenden Papstes dominant auf. Es wurde auch vor dem Essen ein Tischgebet gesprochen, und wir befanden uns im nördlichen Europa, in Deutschland. Ehrlich gesagt, ich bin durchaus bekannt als kritischer Geist, was die christlichen Amtskirchen anbelangt, aber ein Tischgebet unter dem Papstantlitz – das hatte Stil!

    • Ich plädiere für Bilder in Bad und Küche
      habe selbst einen alten Scherenschnitt im Badezimmer hängen, den ich immer bei meinen Sitzungen betrachte. Und auch das Gäste-WC meines Mannes hatte ich mit einem Bild ausgestattet, das den Besucher beim Öffnen der Tür geradezu ansprang und von allen sehr gut angenommen wurde und nach seinem Tod bei einer Tochter Unterkunft fand.

      Auch in der Küche hängen bei mir Bilder, ein schönes Stilleben, eine Gouache aus den 20er Jahren und einige Scherenschnitte aus dem 19. Jahrhundert. Dazu alte Kacheln, kleine Blumenstilleben in Essig und Öl, geht alles und irgendwie passt es auch bei und zu mir.

    • Bei mir sind da die Kupferstiche…


    • Wer Bilder in der Küche hat, outet sich als Nicht-Brater. Bzw. Pfannenverächter und Backofenmensch.

    • nee, bei mir wird auch gebraten
      @colorcraze

      und dabei die Balkontür aufgerissen. Die Bilder können das ab, hängen auch nicht direkt überm Herd und ansonsten hilft abwischen. Bisher hat sich noch keines beschwert oder gejammert, woanders hingehängt werden zu wollen, die hängen da gern. Allerdings habe ich keine Schlauchküche, sondern quadratisch, praktisch, gut.

  3. Klassisch
    Geehrter Don,

    besten Dank, endlich mal wieder nach langer, langer Zeit ein ganz klassischer „Don Alphonso“, in dem die Seitenhiebe dezent in die Schwierigkeiten des Lebens fernab der Klassengrenzen eingebettet sind.

    Bitte gerne mehr davon, letzthin war es mir den doch, wenn auch politisch fein beobachtet, dennoch zu calvinistisch ausformuliert.

  4. Hochform
    Verehrter Don,
    bei solchen Anlässen laufen Sie zur Hochform der maliziösen Ironie auf, die mir beim Lesen dann gleich ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubert.
    Die kleine italianisierende Landschaft (manche abgebrochenen Kunstgeschichtler sprechen auch von Bambocchianti) gefällt mir zwar besser als die savoyardische Madame, aber ansonsten sind wir uns einig. Daheim musste ich auch schon zur engen Petersburger Hängung übergehen, eine Salomon Ruisdael Kopie habe ich in meine kleine Bude im RHS verfrachtet und dort an die Querwand verfrachtet, damit die Augen abends etwas angenehmes zum Anschauen haben.
    Würde ich solche Porträts sammeln und hängen, müsste ich vermutlich Fragen von Besuchern nach Verwandtschaft und Familienzugehörigkeit beantworten, die stellen sich bei Landschaftsgemälden oder einer kleinen Anbetung (Tondo, Öl auf Kupfer, nach RKD Frans Francken) natürlich nicht.

    Auf viele weitere schöne Erwerbungen und Hängungsprobleme, solange diese nur Bilder betreffen.

    • Gern geschehen.

      Das Schöne an der Petersburger Hängung ist, dass man viel Material zum rumprobieren braucht, da kam gestern eine dralle Österreicherin um 1780 bei mir an. Aber ein Rest beibt dann auch immer. am Haus in Italien führt kein Weg vorbel.

  5. .
    Ich rate Ihnen dringend davon ab! Lieber noch kurz auf dem Polstersessel zwischenlagern und bald eine geeignete Immobilie erwerben.

    Hier in meiner Nachbarschaft ist dieses kleine Landhäuschen gerade zu verkaufen. Epochenmäßig würde Ihre Savoyerin sehr gut reinpassen.
    http://www.sothebysrealty.com/eng/sales/detail/180-l-2945-mmx6se/splendid-villa-in-the-lucca-countryside-lucca-lu

    • Danke, ich werde es berücksichtigen!

    • Titel eingeben
      Also ich sehe da auf dem untersten Bild einen Spiegel. Der könnte weg. Wenn er fesch bist, brauchter keinen, und wenn er schiach is, is eh ned schod.

      Mittelfristig werden Sie aber das Problem vieler Museen nicht vermeiden können: die meisten haben 95% ihrer Sammlung eingelagert, weil zu wenig Platz. Ist der Keller denn trocken?

      Und so ein italienischer Palazzo, der hat dann auch wieder Stuck, oder Fresken, oder beides, da will man ja nichts vorhängen. Fürs gleiche Geld gibt es in München übrigens gerade mal eine größere Altbau-Etagenwohnung, meistens zu Tode saniert, oft nur Erdgeschoss, und mehr als fünf Zimmer sind es dann meist auch nicht. Grad gestern erst wieder fassungslos gesehen, was man sich heute traut, für so viel Geld anzubieten.

    • Italien ist spottbillig, das Haus, das mir orschwebt, kostet so viel wie eineinhalb zimmer in mittlerer Lage in München


    • das Haus, das mir orschwebt, kostet so viel wie eineinhalb zimmer in mittlerer Lage
      jajaaah, schonschon, aber in die eineinhalb Zimmer müssen sie nie soviel reinstecken wie in ein Haus.

    • Uuh, Finger weg, Don Alphonso!
      Ich beschäftige mich rein hobbymässig seit mehr als 3 Jahrzehnten mit Häusern in der Provinz (Provence), auf dem französischen, italienischen schweizerischen und spanischen Land-Strichen.

      Bitte ganz vorsichtig, es mag das eine oder andere Schnäppchen geben, aber für anderthalb Zimmer München werden Sie kaum etwas Passendes finden (gut, ich kenne Ihren Geschmack nicht gut, außer was die Kunstfigur so von sich gibt), so wie Sie es sich vermutlich vorstellen.

      Immer einen echten Fachmann mitnehmen!

  6. Freuen Sie sich über ihre Probleme,
    werter Don, denn ich kann Sie gut verstehen. Hipster mit e-Reader sind da außen vor, denen wird (schon morgen?) unpassende Literatur einfach aus der Cloud gelöscht. Dann ist immer Platz für mehr hatespeechfreie, genderaktivistische Linksliteratur. Schöne neue Welt.

    Die Dame rechts im zweiten Bild hat es mir angetan. Wahrlich nicht vordergründig schön, so streng und kühl, aber gerade das macht es aus.

    Und erst: Faschismus & Crystal Meth in einem Satz/zusammenhang, klasse, ich hätte vor Lachen fast den Kaffee verschüttet.

    Und zum Schluß ein Vorschlag: sind die Decken noch frei? Wenn Sie genug Platz um die Kronleuchter freilassen, sollten Sie dort noch einige Gemälde unterbringen können. Lehnen Sie sich zum Betrachten einfach im Sessel (weit) zurück und genießen Sie. Na, was meinen Sie?

    • Ja, die muss man mögen. Wien, etwa 1715. Eindeutig Habsburgerin.

      Nein, an den Decken sind Kronleuchter und Stuck, da geht nichts.

    • Die Kreuzbissige erinnert mich an meinen Mann,
      der den gleichen Blick hatte, wenn er sich über mich ärgerte.
      Von Habsburg war er aber wohl nicht, sondern sich ziemlich sicher, vom starken August abzustammen, der dereinst ein Simonsches Försterstöchterlein geschwängert haben soll, neben vielen anderen…

      Eine Cousine gleichen Namens, verheiratet mit einem nicht verwandten Simon hat das ausgiebig erkundet, der Nachweis ließ sich nicht sauber führen, brachte allerdings ein vergessenes Familienwappen an der Kirchenmauer in Kleinzschocher hervor.

    • weit zurückgelehnt
      Der Zahnarzt meines Vertrauens hat eine Kopie des „Bildnis Fritza Fiedler“ von Gustav Klimt an die Decke des Behandlungszimmers montiert. Die Patienten betrachten es mit offenem Mund. Da die Decke der zweiten Folterkammer noch frei ist, empfahl ich dem Doktor, die Freifläche mit „Der Schrei“ von Edvard Munch zu dekorieren. Er unterbrach die Behandlung kurz um sich zu sammeln.

    • @Kulturbanause: Forderung zum Duell
      Sehr geehrter Kulturbanause,

      so geht es nicht, die Dame habe ich bereits für mich erwählt!
      Auch ich kann nichts mit oberflächlicher Schönheit in Hochglanzmagazinen anfangen und finde die auch von Ihnen begehrte Dame hochapart.
      Hinter dem feinen, weissen Gesichtchen mit den markanten Zügen steckt vermutlich ein wacher Geist, wie Sie anhand des kühlen, wissenden, und dennoch extrem energievollen Blickes der Dame ebenso wie ich bemerkt haben.
      Der Fehdehandschu sei Ihnen entgegengeworfen mit diesen Worten, ich werde keinen Abstand zu dieser Dame nehmen, auch wenn sich das lieblich-ungewöhnliche Bildnis noch in des Dons Besitz und Eigentum befinden mag!
      Die Wahl der Waffe überlasse ich Ihnen: Ob Gedichtflorett oder Prosadegen, beides steht zu Ihrer Verfügung!
      Seien Sie ein Mann!

      Knut Gnadenbrotler

    • Habsburgerin
      Immer diese „Hate-speech“ gegen die Habsburger?! Was kann die Frau dafür, dass sie so schön ist!? Das Gemälde war ja sicher auch noch geschönt! Der „leibeigene Maler“ wollte ja weiterhin etwas verdienen und nicht aus der Amadeu Antonio Stiftung, sorry ich meinte Habsburger-Stiftung geworfen werden. Die dortige Hofmalerin durfte erst unlängst in 3sat ihre „Sittenemälde“ (cacatum non est pictum) verbreiten.

      PS: Der Grund, warum Österreich ein Republik wurde und auch bleibt, sind und waren halt die Habsburger. Welcher Tourist würde dafür auch Geld ausgeben wollen?

    • Titel eingeben
      Wenn Sie schon Bilder vor Bücherregale hängen können, dann können Sie auch welche unter die Decke kleben


    • Lichtenberg, Ihr Zahnarzt-Funktionsdeko-Vorschlag hat mich zum Lachen gebracht. Er ist so schön kontraproduktiv. Bisher kannte ich nur Mobilean der Decke. Es lenkte zumindest ein klein wenig ab…

  7. Manchmal ist die Doppelreihe nicht verkehrt
    Bücher in der Doppelreihe zu verstauen ist manchmal nicht ganz so verkehrt.

    Geeignet sind Buchserien, zb. die Silberbände der Perry Rhodan Serie (eher unwahrscheinlich in ihren Wänden anzutreffen, denke ich), die aufgrund ihres Umfang es erlauben Band 1 – 20 in die hintere Reihe, Band 21-40 davor zu platzieren. Vergessen wird da nix, weil ja ‚gleich‘.

    Um etwaige minderjährige Sippschaft zu verlustieren hat man vlt. ja auch ein paar Kilo Lustige Taschenbücher oder Mangas angesammelt (und allein dafür, wirklich) bei denen geht das auch sehr schön- Bei den Taschenbüchern aber Vorsicht! Die Exemplare der grauen Vorzeit, d.h. zweistellige Bandnummern, könnten die lieben Kleinen doch arg mental beuteln. Eigentlich ist alles was man noch vor 10-15 Jahr okay zu drucken war in Comics oder Groschenromanen ist heute schon fast eine sofortige Innenministerkonferenz wert – wär vieleicht auch mal wert wenn darüber jemand schreibt (aber vieleicht nicht ihre Hoheit, scheint mir nicht euer Thema zu sein).

    Bevor ich jetzt aber weiter abschweife: Das Platzproblem des Bücherfreunds kann ich voll unterschreiben. Deswegen ist mein physikalischer Bücherkonsum schon seit Jahren zusammengebrochen – akuter Platz bzw. Verständnismangel warum es denn noch ein Regal braucht.

    Von daher bin ich nicht böse digital lesen zu können. Ein Buch in die Hand nehmen zu können möchte ich nicht missen aber gerade auf längeren Fahrten in den öffentlichen Verkehrmitteln ist es doch sehr angenehm.

    Aber laut Statistik ist in meiner Familie ja eh nur eine in meiner Familie normal was den Buchkonsum angeht (also Nichtleser) von daher bin garantiert nicht representativ in meiner Ansicht.

    • Gut, das ist richtig, aber Kinder sperren wir hier im Speicher ein, da können sie nichts kaputt machen ausser sich selbst.

    • Aber da sind doch ihre Räder ?
      Ich dachte da sind ihre Räder untergebracht ? Klingt jetzt nicht nach der vernünftigsten Idee.

      Hat der bayerische Landadel denn keine (ehemaligen) Kohlekeller ?

    • Der Speicher hat zwei Stockwerke. Und dazwischen eine Falltür.

    • Palazzo Prozzo mit Falltür, aber auch Gesindetrakt?
      Ich würde hier ja so gern mitreden, aber als Sprößling einer Plebs-Dynastie kann ich bei solchen Themen allenfalls die Kulleraugen noch etwas mehr aufmachen.

      Was mir fehlt in dem Beitrag, ist der freiwillige Verkauf der eigenen Freiheit an die feinen Herrschaften im Gegenzug für Kost, Logis, Arbeit und Schutz. Soll gerade in der Spätantike oder dem Barock des Öfteren vorgekommen sein und kann mit Fug und Recht als völlig normale Nebenerscheinung von Protz und Prunk in altem Gemäuer gesehen werden.

      Das hätte vorliegend z.B. den Vorteil, dass das Gemälde durch einen Gemäldeträger stets da platziert würde, wo es gerade gebraucht wird. Ob die Person jetzt bei bento vorgibt, tief zu sinnieren oder so was macht…

      Hat denn der Bau aus der Spätrenaissance keine Kapazitäten für solches Hausgesinde? Würde mich erstaunen…

    • Das gibt es heute wieder. Es heisst Praktikum und reicht vom seuchenherf Bento bis zur Kloake taz.

    • Titel eingeben
      Platzproblem bei Büchern: Ich sortier von Zeit zu Zeit aus und lege dann dies oder jenes Buch vorn auf die Mauer an der Straße, mit ’nem Zettel: „Zum mitnehmen“. Klappt prima. Beim Kempowski besser als beim Sloterdijk. Ersterer war sofort weg, der zweite brauchte zwei Tage.

    • kdm, in meinem Viertel gibt es zwei offene Bücherschränke
      wie ich gestern der Ortsteil-Gazette entnehmen konnte. Welch eine Erleichterung, horte ich hier doch Bücher, die momox nicht annehmen wollte, die wegzuwerfen mir aber frevelhaft vorkäme. Werde also diese Bestände in der nächsten Woche in großen Taschen dorthin bringen und versuchen, sie auch unterzubringen. Und sonst geht immer eine Tüte auf dem Papiercontainer mit entsprechendem Hinweis.

      Und dann werde ich versuchen, etwas Ordnung reinzubringen. Früher hatte ich u.a. eine Sterbeecke mit Büchern der Kübler-Ross u.a. usw. Bücher natürlich in Doppelreihen und gestapelt mangels Gästewohnung und trotzdem Lücken für hübsche Kleinigkeiten, wie ich sie auch beim Don sehe.

    • Trouble is my business oder die hohe Schule der Edel-Kolumnisten
      Das Problem mit den Perry Rhodan Bänden hatten wir auch grade -und iwie ruft die Zeit nicht nur nach Bob Dylan, Joanne Baez und Leonhard Cohen-Alben, sondern auch nach John Le Carre-Romanen.
      Da ich gerne gegen Filterblasen arbeite, fiel mir die Parallele zwischen Don und Deadline-Consti Seibt auf: beide sind wohl durch die hohe Chandler-Schule gegangen und verstehen so ihren Beruf „Trouble is my Business“. Beide zum Nutzen und zur Freude der Leser.

    • Ist das so? Ich übernehme nun mal gern hoffnungslose Fälle, weil die anderen ja auch hoffnungslos selbstüberzeugt und borniert sind.

    • @Ines um 14:43
      Mit Perry Rhodan habe ich so meine eigenen Probleme. Ich habe die ersten 1200 Hefte in 10-er Folgen selbst gebunden (mit Kunstlederrücken!) gut versteckt gelagert. Aber langsam gehen mir die Wandflächen für die restlichen 4000 Bücher aus (Decke geht da leider nicht). Aber ich freue mich, daß ich nicht der einzige Buch-Junckie bin – und Bilder pinsle ich selber.

    • @Al Phonso zu Bento
      Unter uns Verdächtigen:

      Das Magazin heißt nicht bento, sondern männo, es ist kein Jugendmagazin, sondern eine Fachzeitschrift für Legastheniker, Schulabbrecher und Lehramtsstudent*Innen (daher die falsche Schreibweise – „schreiben (und denken) nach Gehör“, Sie wissen schon … natürlich kann man bei männo Wörter außerdem auch tanzen, neben denken und schreiben). Deshalb wird man sich demnächst dort auch nicht an Floskeln stören, wie „das ist ja total zalando“ (= anderes Wort/“Abkürzung“ für „irgendwie total chic und billig“) oder „der/die/das ist echt total valmano“ (= so „edel, mild und elegant, wie ein Premiumprodukt, … kann man aber auch zurückgeben, wenn es nicht gefällt oder bei ‚Spock‘ entsorgen“) usw. und so fort.

      Also bitte in Zukunft immer „männo“ statt „bento“. Der Leser dankt und schickt bei Berücksichtigung gerne als kleines Dankeschön eine Kaffeetasse mit dem eigenen Namen! Also meinem Namen.

    • Perry Rhodan
      Ich dachte immer, ich wäre der einzige,
      der die Silberbände behält nach dem Lesen und dass viele sie einfach weiterverschenken, verkaufen, oder entsorgen aus Platzmangel.
      Wird ja langsam etwas Problematisch bei 134 Bänden, aber noch reichen die Kapazitäten zum nebeneinander aufreihen. :)

  8. Irgendwann in ziemlich ferner Zukunft werden Historiker darüber urteilen,
    ob der Ersatz von über viele Jahrhunderte gezüchtete, trainierte, und zugerichtete Eliten aka Feudalismus durch nachwachsende, beliebig austauschbare und in nichts gefestigte Funktions“eliten“ in westlichen Mediendemokratiuen wirklich eine gute Idee war.

    Ich vermute stark, das Urteil wird eher harsch ausfallen :-).

    Gruss,
    Thorsten Haupts

    • Nein, es ist doch schon heute keine Frage, dass schlecht gekleidete Menschen, die in Kantinen essen, kein Fortschritt sein können.

    • Titel eingeben
      Nun, die Natur gibt in der Regel der genetischen Vielfalt den Vorzug. Aufschlussreich wäre eine rein darwinistische Betrachtung unserer Welt unter dem Aspekt, welche Sitten, Gebräuche, Moralvorstellungen, Kulturen offenbar zu einem höheren Ansporn führen, Überschüsse d.h. Reichtum zu schaffe, und welche davon höhere Reproduktionsraten erzielen als andere. Das ist nicht unbedingt deckungsgleich. Ich wage vorherzusagen, dass das, was sich so manches staatlich substituiertes quergeschlechtliches Blauhaar da so als anzustrebenden Zustand vorstellt, nicht zu den Gewinnern zählt.

    • Die Natur gibt auch einem menschlichen Durchschnittsalter von 30 den Vorzug – das sollte man immer bedenken.

  9. Chandler&Hammett: Sexisten in vorderster Front ?
    ja werter DON, auch ich habe meine Suhrkamp-Bände hochdekorativ in augenhöhe im bücherregal plaziert, jeder besucher erkennt beim blick in das einer hexenküche gleichende arbeitszimmer sofort die herausragende bildung und die ungemeine intensität der kritikphase an den spätkapitalistischen umständen in der post-Kiesinger BRD.

    gerade hatte ich meine erste erfolgreiche ruderperiode abgeschlossen und mich den studentischen umzügen angeschlossen, beeindruckten mich doch die sprintintervalle der protestumzüge ungemein, mit welcher kondition und spritzigkeit der ehemalige zehnkämpfer Rudi Dutschke und der wuchtige Gaston Salvatore die umzüge in einer art dauerlauf über den asphalt jagten, um dann in einem langen sprint der anaeroben schwelle zuzustreben. das war ein intensives ertüchigungsprogramm, das nur durch die meist abschliessende fluchtphase in einem langen sprint hinweg von den faul im wasserwerfer sitzenden obrigkeitsdienern gekrönt werden konnte.

    selbst der heute wie damals nicht gerade sportlich auftretende J.F., heute villenbesitzer in Berlin, versuchte dieses tempo mitzugehen.

    J.F. hatte aber andere fähigkeiten – und da kehren wir um tollen Suhrkamp-Bändlein zurück das vor mir liegt – die meine bildung ungemein beschleunigten. J.F. war ja in einigen Stuttgarter buchhandlungen inzwischen bekannt und gefürchtet, was also tun, wenn das budget knapp und die aussicht auf einen buchdiebstahl keineswegs verlockend war: er schaffte es doch glatt, an einem nachmittag sich in die buchhandlung lesend zu stellen um dann der versammelten gemeinde am abend die 147 seiten von Baran´s „Unterdrückung und Fortschritt“ ebenfalls kostenlos weiter zu vermitteln. ist das schon geistiger diebstahl ?

    bleiben wir eine sekunde bei der weltliteratur und fragen uns, wann DON den noblen preis erringen wird.

    mithalten mit dem kann er ja bald:

    I gotta woman she´s so mean
    She sticks my shoes in the washing machine
    Sticks me with buckshot when i am nude
    Pets bubblegum in my food
    She´s funny, wants my money, calls me honey.

    von Robert Zimmermann, born in Duluth.

    more to come !

    • Suhrkamp
      macht schon Eindruck, aber ordnet man alphabetisch nach Verfasser oder nach Farbe des Buchrückens?

  10. Titel eingeben
    Ich hoere die Frau Stokowski schon an Ihrer Tuere scharren. Da einmal am Tisch sitzen! Kuchen, Tarte und Torte mit Silber vom Porzellanteller essen. Tee in Silberkanne; Schlagobers!
    Staunen, wie angenehm wirklich gediegener Komfort in geschmackvoller Umgebung sein kann.
    Ihre Katzenklappe ist doch klein genung, um Maine Coon cat content auszuschliessen?

    Was empfehle ich als clever shit poster? Richten Sie Ihre Actioncam mal in diesem Raum auf sich selbst und Verlesen Sie Ihre Kolumne. Auf Youtube erreichen Sie noch ganz andere Reichweiten als hier. Mit den Wadln ud dem Loden und gewiss ohne Lycra.
    Die gute Sache nimmt die ganze Hand. Zwei Finger in zwei reich bestueckten Blogs sind Appetithappen, fuer die zu danken ich nicht versaeumen moechte.

    twtrge Gruesse
    Helarctos

    • Ja, das wäre mal eine Idee, aber ich mag nun mal kein Bewegtbild.

    • Nicht so schnell
      Frau Stokowski macht doch erst einmal Winterschlaf.

    • Nein, sie kocht und hasst jetzt schon wieder.

    • Die Kolumne verlesen, och nö
      das wäre ja wie Prantl in der SZ, den ich mir, seitdem er im Video auftritt, ganz einfach schenke. Ihn zu lesen ist die eine Sache, ihn dabei auch noch sehen zu müssen ist zuviel. Auch die Radisch, deren Empfehlungen ich eh nicht folgen kann, ist seit langem für mich erledigt.

    • Das ging ja schnell
      Wankelmut, dein Name sei Weib!

  11. Wie köstlich
    Nachdem icj gestern diesen einen Tweet gelesen hatte (Sie wissen schon, „Der Don Alphonso ist auch nur eine Privatinsolvenz vom Reichsbürgertum entfernt“) muß ich sagen, dieser wunderbare Text ist alles, was ich mir als Reaktion darauf erwartet habe, und noch mehr.

    Beste Grüße aus der Gemeinschaft der Bonner Republiksreaktionäre, und einen schönen Tag noch.

    • Man muss mich nur anstacheln, dann bin ich krawallig.

    • Das ist ja das Schöne
      Wenigstens einer, der den neuen Puritanern Paroli bietet. Ich genieße Ihren Blog sehr, lieber Don. Auch die Leserkommentare hier sind die Lektüre wert, von erheiternd bis erhellend ist alles dabei.

  12. Wie man sich bettet...
    Mit Ihrem Artikel bin ich sehr vergnügt in den neuen Tag gestartet – Dankeschön. Ihre Probleme sind mir vertraut: Ich lebe schon seit Jahrzehnten über meine Verhältnisse (nicht nur die räumlichen), aber immer noch nicht standesgemäß. Insofern wünsche ich Ihnen Ihre Villa und immer genug Zeit und Einfälle, Stasi, Gender und Proletkult genüsslich durch den Kakao zu ziehen.

    • Gern geschehen. Die Idee verdanke ich einem linken Berliner, der behauptet, er mache was mit Medien.

  13. So hat jeder seine Sorgen.
    Text eingeben

  14. Am frühen Morgen...
    nur ein schneller, kurzer Dank für einen weiteren köstlichen Text, lieber Don.
    In viel bescheidenerem Maßstab, als es Ihnen vergönnt ist, kenne ich solche Probleme. Längst stehen immer mehr Bücher in zwei Reihen. Jedoch achte ich gerade darauf, daß Chandler, Hammett – und in diesem Zusammenhang insbesondere der unbedingt zu lesende Ellroy – vorne stehen, ebenso Kisch, Lem, Lenin, ein bißchen Marx/Engels, Joyce und natürlich Le Carré, welchem ich den Nobelpreis ebenso gegönnt hätte wie dem irrlichternden Barden meiner Jugend.
    Das führt zu anregenden Diskussionen mit manchen Besuchern, die sich später gelegentlich, mitunter gar angelegentlich, für solche Literaturtips bedanken. In meinem Alter agitiert man besser auf dem Sofa und nicht mehr so wie früher, als die Arbeiterklasse uns Spartakisten eh‘ nicht ernstgenommen hat, wenn wir vor dem Werkstor Flugblätter verteilten.
    Freue mich schon auf Ihren nächsten Beitrag. Den lese ich dann übrigens im Allgäu – zum viertenmal in diesem Jahr genieße ich die schöne Land- und die Gastfreundschaft in einem netten kleinen Hotel, das ich ganz ohne Internet gefunden habe. So, wie ich immer reise. Suchen und finden, wie es gerade paßt, statt autistisch-alberner Pfennigfuchserei über irgendwelche Portale. Bin auch da ganz Ihrer Meinung. Bis bald!

    • Danke, das nächste Mal gibt es erbschaftssteuer!

    • Alternative Sortierung.....
      Schön fand ich auch die Idee von Jochen Malmsheimer, Bücher von Autoren nebeneinanderzustellen, die sich im Leben gehaßt haben – für mehr Spannung im Regal!

    • Eben: Genet und sein Erzfeind Camus, der ihn im Knast hätte verrotten lassen.

  15. Was für ein wunderbarer Start ins Wochenende!
    Besten Dank für den erbaulichen Text! Das Problem mit den Buchreihen scheint bei der intellektuellen Bourgeoisie aller Einkommensklassen zu bestehen. Glücklicherweise war ich bisher ebenso in der Lage, diese verfluchten „zweiten Reihen“ zu vermeiden, das würde mich schwer belasten. All die schönen Rücken und Erinnerungen!
    Nur der Kindle verstaubt inzwischen irgendwo in einer mir aktuell nicht bekannten Schublade.

    • E-Books sind in FFM dieses Jahr auch kein so grosses Thema mehr, ausser als „Bücher für Nichtleser“.

    • Titel eingeben
      „E-Books sind in FFM dieses Jahr auch kein so grosses Thema mehr, ausser als „Bücher für Nichtleser“.“
      .
      Die Botschaft hör’… Besser: Die Botschaft LES ich gern. Ich wollte schon verzweifeln.
      .
      „Alles, was wir über uns wissen, verdanken wir der Überlieferung aus Büchern, und das seit bald zweitausend Jahren. Bisher aber gibt es keinen Beweis dafür, dass die elektronischen Geräte ähnlich lange überdauern werden.“ (U. Eco).

    • Letzthin gab es mal einen Beitrag darüber, wie schlecht das läuft und wie wenig die technischen Spielereien gefragt sind – schauen Sie sich Sobooks an, die social media Müllhalde.

  16. Irgendetwas läuft hier schief
    Wieso kann dieser „Autor“ ein übers andere Mal staatsstützende und -schützende Stiftungen und ihre sich fürs Gemeinwohl aufopfernden MitarbeiterInnen – ja sogar Staatsorgane selbst – in ihrem Bemühen um ein friedliches Zusammenleben der Völker(*) der Welt hier bei uns zu befördern, aufs Schmählichste verunglimpfen? Würde mich meine Abscheu vor hatespeech (TM) nicht davor zurückhalten, könnte ich tatsächlich ein paar Hinweise dazu geben, wie wir mit solchen … umzugehen pflegen. Da hätte sich das schnell erledigt.

    (*) An die Moderation: Könnten Sie hier bitte ein anderes Wort einsetzen? Ich glaube, man verwendet das heute nicht mehr so.

    • Weil es gelesen wird, deshalb. Es liest doch keiner den Müll, den die kahane da drucken lässt. Ausser ihre Kammerzofen beie Zeit und Tagesspiegel.

    • Ein weiser Mann sagte einst
      „Nur Lügen und Propaganda bedürfen der Stütze des Staates; die Wahrheit steht von ganz alleine aufrecht.“

      Thomas Jefferson

  17. Hach ja, der soziale Wohnbau des alten Adels, mit weniger als 50 Zimmern,
    und unter 10.000 Quadratmetern Wohnfläche, in wie wenigen Generationen wird es darin drückend eng ob der mit gehobener Bildung einhergehenden Anschaffungen !
    Gäbe es noch musikalische Lohnschreiber VON FORMAT (nein, die heute erhältlichen tun es nicht, höre Radio !!), wie einen Mozart udgl., ganze Opern könnte man darüber beauftragen !
    Hier mit Finesse die in den Zeiten der postdemokratischen Verbotsgesellschaft verdächtigen Druckwerke mit bildlichen Darstellungen, deren verdächtiger Inhalt sich, mangels Bildung, den recycelten Stasi-Blockwart*Innen nicht offenbart, ist die Genialität der von alther stammenden Menschen schlechthin.
    So überlebt denn alles in Zeiten der von nur wenigen gewünschten ‚Revolution‘ , Gemälde und Druckwerk, um dereinst, wenn der Spuk vorbei, das Fundament für Wiederbildung zu sein.
    Manch Ritzer wünscht man sich bösartigerweise tiefer, und schneller, als ein Ambulanzfahrzeug im großstädtischen Verkehr, aber-
    Contenance !
    Schöner Artikel, lieber Don !

  18. buch und kunst
    bin zum ersten mal hier, lese Sie allerdings schon viel länger. freue mich immer über die wirklich gut geschriebenen Texte, es ist wirklich ein ernsthafter spaß. danke vor allem für diesen text und den bildern. meine eigene bibliothek mit der kunst steht beim borgo ensemble in nürnberg und verfolgt genau ihr konzept bzw. die ausnutzung der möglichkeiten kunst und buch zusammenzubringen. die kleinen spitzen fallen einem dann sowieso in der freiheit des achtlosen denkens ein. vielen dank dafür.

  19. Bilder vor Bücher? Nö, lieber Bilder in Bücher - Bilderbücher! Oder Bilderrahmen wegbrennen, die
    Übrigbleibendenölpapiere zum Korrosionsschützendeneinwickeln von Silberkännchen verwenden.

    Außerdem ist der Eineoderandererundling doch ein Segen: Da können Sie doch endlich mal Ihre Häßlichensteckdosen ( http://blogs.faz.net/stuetzen/files/2014/08/ding1.jpg http://blogs.faz.net/stuetzen/files/2011/03/19mar1.jpg ) in den Ansonstennichtnutzbarenecken unterbringen:

    https://studio.stupeflix.com/v/PvWzrIihFmXG/ (Keinebange, ist Lediglichsechssekunden lang wegen http://s.coop/25mt2 )

  20. Heraldische Tiere
    Naja, es ist eindeutig ein Hermelin-Mantel (weißes Winterfell, schwarze Schmwänzchen). Ein heraldisch hochangesetztes Tier, so viel Kenntnis Alteuropas darf schon sein.

  21. Versteh ich nicht,
    denken Sie sich doch einfach einen rechteckigen Rahmen um Ihr ovales Bild, dann gibt es beim Hängen und Verdichten kein Problem mehr.
    Ansosnten vielen Dank für den amüsanten und kurzweiligen Blog!

  22. Ich kenne das...
    moralisierende Selbst-Problem der Privilegierten…als ein Vertreter der
    Menschheit.

    Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahr haben möchte, hält er auch für wahr.
    Demosthenes

    Sie erkennen und begreifen das…Bilder…Klagemauern…vor Bücher…
    heilige Schrift lesende Sybillen?

  23. Lieber St. Florian....
    ..verschon‘ mein Haus, war mein erster Gedanke.

    Bei mir stehen Bücher auch in 2. Reihe , beim Sohn sogar in der Diele im Regal und die Tochter hat im Wohnzimmer auch ca.12 pm Bücherregale und stellt auch kleinere Bilder davor…
    Aber Sie? Sie scheinen in einem kleinen Museum zu leben mit Plisseelampenschirm , Plüschsessel und Silberkanne dazu.Wer schwingt denn da den Staubwedel?

    Haben Sie eventuell auch eine Biographie von Johannes Kepler? Und auch ein Familienwappen, welches in Siebmachers Wappenbuch verzeichnet ist?

    • Ich schwinge den selbst, Mittelgrosses Museum träfe es besser.

    • Respekt!
      Ist auch besser, frohes Wedeln dann. Ich denke da auch an gewisse Bedenken und die Police….

      Viel Erfolg in Meran, Südtirol ist doch das Bayern Italiens.🔔

  24. Bonzx wegboxen!
    Bei Ihren Büsten ist das Verhältnis zwischen klassischer Antike und marxistischen Vorbildern geradezu konterrevolutionär! Haben Sie wenigstens ein paar Regimentsflaggen der NVA im Treppenhaus, oder echtes Haupthaar von A. Kahane in einem netten Schrein?

  25. Desorganisationsproblematik auf engem Raum
    Da liegt der Picart, der liebe Freund und Kupferstecher, blinzelt der Dame mit dem markant progenen Kinn zu und wundert sich über die Neuerwerbungen des Hausherrn. Eine milde und kultivierte Form von compulsive hoarding? Immerhin sind keine gestapelten Zeitungsbündel zu sehen, aber von Katzen (kastriert?) war mal die Rede und von reichlich Fahrrädern im Speicher. Mit Werner Enke …?

    Ein guter Freund löste den Platzbedarf seiner beständig wachsenden Sammlung automobiler Pretiosen, indem er kurzerhand eine Einstellhalle im Gewerbegebiet errichten ließ, edel und bequem möbliert, mit Bar und kostbaren Teppichen, Bilder an den reichlich vorhandenen Wänden, die Sammlung erlesener Rotweine in Griffweite. Die Einladungen des Sammlers sind sehr begehrt, die Treffen in überschaubaren und ganz den gemeinsam geteilten Leidenschaften gewidmeten Runden legendär.
    Gewohnt wird woanders, die Gattin mag ihr Alltagsambiente eher skandinavisch kühl.

    Profan? Häuser, egal wie groß, werden früher oder später immer zu eng. Besser, man bekennt sich zu seinen raumgreifenden Trieben und verschafft ihnen die passenden räumlichen Verhältnisse.

  26. Abrissbirne
    Lieber Don, falls jemand das Bild kritisiert, behaupten Sie einfach, sie seien Pansexuell und klagen Sie wegen Diskriminierung.

    http://www.zei
    t.de/zeit-magazin/leben/2016-10/miley-cyrus-pansexuell-abrissbirne-gesellschaftskritik

    • Wennjemand meine Bilder hässlich findet, erinnere ich die Person daran, wie erst ZEIT-Mitarbeiter ausschauen.

    • ???
      Wer würde sich denn einen Zeit Mitarbeiter an die Wand hängen?

      Aber ich gebs zu, möglicherweise ist der Joffe ja noch hässlicher als Maria Antonia.

      Was sagt denn ihr Psychotherapeut zur Sammelleidenschaft hässlichster Personen, solange sie in teurem, alten Öl sind?

    • Ich kann ihn nicht mehr fragen, ich habe ihn ja nicht umsonst im Keller eingemauert.

    • Sollte man viel öfter machen, das Einmauern
      von Psychoklempnern. Leider aus der Mode gekommen, wegen Menschenrechte und so. Schade :-).

      Gruss,
      Thorsten Haupts

    • Ich hatte schon begonnen zu jubeln....
      … dann merkte ich, dass sie den Psychologen und nicht den Joffe meinen.

    • Zum einmauern von Psychotherapeuten
      Es war wohl kein Fachmann. Wäre er einer gewesen hätte er keine Hausbesuche gemacht (unterstellt sie haben ihn in ihrem Keller eingemauert) und er hätte sie rechtzeitig hinausgeworfen oder im wechselseitigen Einvernehmen die Therapie beendet.
      Ich vermute eher Habgier in Verbindung mit einem gekauften/geklauten/gefälschten Titel.
      Habgier geht natürlich auch mit einem regelkonform erworbenen/erarbeiteten Abschluss. Jemand der einigermaßen gut ist müsste aber Wissen wann er die Notbremse ziehen muss. Darüber Hinaus gibt es genug Klienten die über genug Geld verfügen um Einnahmen über dem Kassenniveau zu erzielen. Gute Psychologen arbeiten auch gerne in der Werbebranche.

  27. Arte, vandalismo
    Bei dieser Gelegenheit muss ich Sie mal fragen, ob Sie dies gesehen haben:
    http://roma.fanpage.it/roma-entra-in-quattro-chiese-e-distrugge-crocifissi-e-statue-arrestato-vandalo/

  28. "Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst"
    Lieber Don Alphonso,

    Schillers Worte „Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst“ leitet offensichtlich nicht nur das Leben eines Don Alphonsos. Vielmehr fühlen die meisten Menschen mehr die Sehnsucht zur Heiterkeit in sich als die Anerkennung der Lebensernsthaftigkeit und so schiebt man gerne Bücher und Bilder, sofern man überhaupt welche besitzt, hin und her und bewegt sich in seiner eigenen geschaffenen Kultur.

    Schillers Gedanke hat ja auch schon einige Jahre auf dem Buckel, wie vielleicht das eine oder andere Ihrer Gemälde, das liebliche Frauen mit ihren sehnsüchtig, hoffnungsvollen Blicken, eine ferne Befriedigung erwartend, darstellen oder Bücher, die einen Zustand einer längst vergangenen Zeit beschreiben.

    Vor einem Jahr schrieb Don Alphons: „Ich werde alt“.

    Nun ein Jahr später und wieder ein Jahr älter sinniert Don Alphonso in seinem bürgerlichen Wohnzimmer, was den Bildern nach, zu einer bürgerlichen Bibliothek und Galerie mutierte.

    In dieser, vor den Wirrungen des Lebens trostspendenden Bildungsbürgerlichkeit läßt sich sicher Erholung finden nach den bebenden und zum Nachdenken auffordernden Gedanken des vergangenen Jahres, als Don Alphonso, hochemotional seinen Gedanken unter der Überschrift: „Die 40 Meter, die über Deutschland entscheiden“, freien Ausgang gestattete.

    Der Mensch braucht Ruhe, Schillers Gedanke der heiteren Kunst und vielleicht, um das Argument zu unterstreichen, sollte man sich auch noch an F. Dürrenmatt erinnern.

    „In der Wurstelei unseres Jahrhunderts, in diesem Kehraus der weißen Rasse, gibt es keine Schuldigen und auch keine Verantwortlichen mehr. Alle können nichts dafür und haben es nicht gewollt. Es geht wirklich ohne jeden. Alles wird mitgerissen und bleibt in irgendeinem Rechen hängen. Wir sind zu kollektiv schuldig, zu kollektiv gebettet in die Sünden unserer Väter und Vorväter. Wir sind nur noch Kindeskinder. Das ist unser Pech, nicht unsere Schuld.“

    Dürrenmatts Gedanke ist ja auch so etwas wie Ihre Legitimation „Bilder in Notwehr gegen unsere Zeiten vor Bücher zu hängen“ und die Frage, ob Don Alphonso zu einer „petite désamour“ nach diesem vergangenen Jahr geworden ist, erübrigt sich.

    In diesen Tagen geht es ja auch wieder viel um Bücher, in Frankfurt bei der Buchmesse und unüberhörbar waren die zahlreichen Reden bei der Eröffnung, in welchen betonend die Bedeutung der Meinungsfreiheit hervorgehoben wurde. Die Damen und Herren der Autorenzunft kämpfen ja so richtig für die Meinungsfreiheit, die es zu bewahren gilt, doch so richtig in Anspruch nehmen wollen sie die Meinungsfreiheit dann offensichtlich doch nicht.

    So erinnere ich mich an den 03.02.2016, als die FAZ noch schrieb: Polizei schweigt „mangels Interesse der Öffentlichkeit“ und dieser perfiden Logik scheinen sich die meisten Medien und Journalisten angeschlossen zu haben und einige haben sich in die stille Betrachtung ihrer privaten Galeriebibliothek zurückgezogen, um freundliche Geschichten zu Fahrradteilen zu schreiben.

    Was soll man auch sonst tun in diesen Tagen, wo ein Berthold Kohler feststellt: „Auch mit Sanktionen macht man aus Putin keinen lupenreinen Demokraten mehr.“

    Gute Güte, „lupenreine Demokraten“ das klingt so pathetisch wie „freier Journalismus“ und mit dem Finger auf Putin im fernen Russland zeigen, ich weiß ja nicht?

    Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen und lieber den Mund halten, vielleicht Bilderrahmen betrachten und Bücher hin und her fahren.

    Sollte ich mich jetzt wie Goethe fühlen als dieser einmal gesagt haben soll:
    „ich bin wieder scheissig gestrandet“ ?

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Nun, es ist später. Und ich bin alt.

    • @ ObjectBe
      „das eine oder andere Ihrer Gemälde, das liebliche Frauen mit ihren sehnsüchtig, hoffnungsvollen Blicken, eine ferne Befriedigung erwartend, darstellen“

      Einspruch euer Liebden:
      Nun, ich habe die (zumindest öffentlich gemachten) Käufe und seine freiwillig erzählten Bietkämpfe gegen Zahnwälte (die anderen kenne wir ja nicht) sporadisch mit verfolgen dürfen und kann sagen: Er hat keine lieblichen Gestalten eingekauft.

      In der Mehrzahl hat er arglistige Kaufleute, verschlagen oder lüstern schauende Gesellen und hinterkünftig oder schachernd blickende Damen oder gar Megären eingekauft. Ganz ohne Arg und passend zu des Alphonses Corporate Identity als Kunstfigur: Wie der Herr so’s Gscherr ;-)
      Kein Problem. Bassd scho.

    • @ "der andere Gast "
      Sehr geehrte/r „der andere Gast “
      so ganz persönlich würde ich Ihnen nicht zustimmen können, wenn Sie der Meinung sind, daß dies keine “ lieblichen Gestalten “ auf der Leinwand seien. Sehen Sie nicht diese unterschwellige bayerische Lüsternheit in den Bildern?
      Bei „Bassd scho“ darf ich unterstellen Ihre Nachricht kommt aus dem Mittelfränkischen Raum.

      So können wir uns vermutlich darauf einigen, daß einge der Leinwanddamen Däa schaudh wej a Achala, wenns blidsdh.

      Oh je, und jetzt wollen wir doch wirklich nicht sagen: „Wie der Herr so’s Gscherr“.

      Mit freundlichem Gruß
      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  29. Wohin mit der Literatur?
    Auch bei uns in der protestantischen Mittelschicht im übervölkerten Rheinland wird noch papierbasiert gelesen. Es ist zwar so ein elektronisches Leseteil im Haus vorhanden, aber vor allem gibt es Berge von Erzeugnissen in der Gutenbergschen Tradition.
    Zum Glück hat der unlängst erfolgte Auszug unseres Filius Freiräume geschaffen, um das Problem der doppelreihigen Anordnung von Weltliteratur und eselsohriger Urlaubslektüre zu lindern.
    Gleichwohl harren noch etliche Werke aus dem Nachlass meiner Vorfahren sowohl der Lektüre als auch der angemessenen Unterbringung. Zum Erwerb weiterer Einfachstregale schwedischer Provenienz konnte ich mich bisher aber noch nicht durchringen.

    Zu den Büchern gesellt sich vielleicht künftig eine kleine Kladde mit den in Form und Inhalt eleganten Beiträgen des guten Don. So kann ich der Gefahr des digitalen Vergessens seiner klugen Gedanken entgegenwirken.

    Zur oval eingerahmten Dame mag ich mich nicht äußern. Hier weicht der häusliche Geschmack mit eher abstrakten – den Betrachter zu freien Assoziationen verleitenden – Werken deutlich vom Wandschmuck im Anwesen am Tegernsee ab. Auch besitzen wir bislang nicht genügend Werke, um Teile davon an Zweitwohnsitzwände im sonnigen Süden auslagern zu müssen.

    • Beauftragen Sie einen Schreiner Ihres Vertrauens!
      Das ist immer noch billiger als „Paschen Bibliotheken“ und Sie können jede beliebige Optik realisieren. Ich war schon immer glücklich mit meinen vielen Büchern, habe dabei aber lange bedauert, sie nicht artgerecht zu halten (IKEA-Studenten-Regale erlauben nämlich bis zu VIER Reihungen hintereinander).
      Heutzutage aber betrete ich jeden Tag mit neuer Freude mein Arbeitszimmer und muß mich vor meinen Freunden, den Büchern, auch nicht mehr schämen….

    • Paschen, musste ich feststellen, ist auch nur Pressspan.


    • Nehmt Tischlerplatte! Nehmt Sperrholz!
      Die Bücher sind schwer genug, da braucht man nicht noch schwere Leimgebilde.

    • Das mache ich ja, die Regale sind selbst gebaut.


    • Das mache ich ja, die Regale sind selbst gebaut.
      Brav. Auch das muß man im Leben mal gemacht haben.
      Ein Abstellkammerregal habe ich mal aus MDF gebaut, weil ich zu faul war zuwenig Zeit hatte für langwieriges Bemalen+Lackieren. Das ist noch schwerer als Preßspan. Gewissermaßen ein Tresorgewicht. Aber ich möcht nicht wissen, wie es sich verhält, wenn es mal längerer Zeit Nässe ausgesetzt würde, etwa in einem feuchten Keller.
      Bei Tischlerplatte hat man hingegen nur immer das ewige Kantenproblem. Vorstreichen mit Wandfarbe, an den Kanten mehrfach, dann schleifen und nach Gusto bemalen, anschließend dicken Parkettlack drüber war zwar geruchlich-emissionsmäßig beim Auftragen richtig schlimm, hat sich aber als über die Jahrzehnte recht haltbar erwiesen. (Weiß geht schlecht, Weißlack an Türen wird gelb, und jeder Klarlack ist oder wird gelb. Aber andere Farben sind nicht so das Problem, nicht einmal blau.)

  30. Stuhlbilder
    Schönes verblichenes Gemälde (Adel verpflichtet!) und das Platzproblem gleich mit angesprochen…

    Machen sie es doch wie beim 90.Geburtstag, auf jedem freien Sessel die ovalen Bilder, die in permanenter Konversation für ein modifiziertes „dinner for one“ zur Verfügung stehen – dabei können sie die Sitzordnung auch variieren…

    Die Villa kann dann noch warten.

    • Nein, nicht verblichen. Die Firnis ist nur vergilbt und muss runter. Wenn das gemacht ist, wird es wieder strahlend.

    • Paschen ist übrigens pleite
      Was vielleicht an der minimalistischen Wohnkultur des internetional mobilen Digitalbürgers liegen mag.

    • Ach? Das wusste ich nicht. An meinem Clan liegt es jedenfalls nicht.

  31. Sie - privilegiertes Bildungsbürgertum?
    Lieber Don,

    „Sie kennen das als Vertreter des privilegierten Bildungsbürgertums“
    Ja das kennen wir. Sie jedoch, als mit einem abgebrochenen Kunstgeschichte Studiengang, gehören nicht dazu. Beseitigen Sie diesen Makel des Versagens in einem Fach, dessen Studium, wir wenn überhaupt, nur unseren schönen Töchtern gestatten. Und dann dürfen Sie sich evt, an den Rande unseres erlauchten Zirkels stelllen.

    Salve

    • Sie Witzbold. würden Sie mich kennem, dann wüssten Sie, dass ich nie Kunstgeschichte studiert habe, sondern etwas nicht Unähnliches, aber ganz anderes.

    • @ Bildungsbürger
      Allzu harsches Urteil, denn immerhin hat der Autor sich seine Reputation nicht geguttenbergt oder anschavanisiert, sondern dafür redlich die eigenen Finger wundgeschrieben.
      Innerhalb des Randes der erlauchten Zirkel finden sich – so oder so rum verstanden – bereits genug copy/paste-Existenzen, gilt speziell auch für die Töchter, ob schön oder hässlich.

      Der Makel des Versagens bildet im Übrigen die interessante Narbe einer langen Reihe von Studienabbrechern … Bill Gates, Mick Jagger, Peter Handke, Vincent van Gogh, Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Kurt Masur, Siegfried Lenz, F. A. Porsche, Wim Wenders, Bertold Brecht, Martin Luther, Charles Darwin, Gustave Flaubert, Jacob Grimm, Leo Tolstoi, Friedrich Nietzsche u. v. a. m. (um Til Schweiger und Jürgen Drews hier mal wegzulassen).

    • Möchte den beömmelten Herrn 'Bildungsbürger' zumindest interim rehabilitieren:
      Danke Massa: Auf Wikipedia steht über Don Alphonso/Rainer Meyer:

      Rainer Meyer studierte zunächst Kunstgeschichte.

      Wenn das nicht stimmen sollte (was ja sein kann was wissen wir denn schon …), dann steht ja ein schSch (schöner Scheiß) auf Wikipedia.

      ###

      Zum Platzproblem:
      Verschenken wäre auch nicht schlecht.
      Nicht alle Gemälde sind so gut, dass man sie bis zu seinem Tod dringend behalten muss. Wer gibt, dem wird gegeben.

    • Das ist definitiv falsch. Aber als Freund meiner Privatheit kann ich gut damit leben, wenn da etwas Falsches steht. Zu meinem echten Studium steht m.W. nichts Zusammenhängendes im Netz. Damals war das ja noch reichlich komplex.

    • offtopic
      Tippte seit Jahren nur auf Archäologie. Aber: Ein weites Feld.
      *duck*

      Kunstgeschichtler schauen bei Bildern eher auf Ikonografie, Art der Perspektive. Archäologen hingegen haben in Ägypten als Student gebuddelt – und schauen eher auf kleine Zeichen, Hinweise. Und mögen Altphilologen nicht.

      Gute Archäologen schauen natürlich auf alles, vor allem wenn sie als Buddler zunächst Kunstgeschichte studiert haben ;-)

  32. Schalk
    Der hl Petrus liess sich verkehrt rum aufhängen — und so was wird dann Papst!

  33. Kein Herz für...
    zeitgenössische Kunst?

    • Mässig. Ich habe zwei Rupprecht Geiger und einen Uecker. aber das ist ja auch schon nicht mehr zeitgenässisch.

    • Jüngere
      Geiger kannte ich gar nicht (macht nichts :p), Ueckers Nägel habe ich mal in der Kunsthalle gesehen, so nebenher.
      Ich wollte eher auf noch jüngere Künstler hinaus, wie Taylor McKimens, Yongbo Zhao oder Jonas Burgert.
      Letzterer leider nicht mehr bezahlbar.

    • Wer?

      Äh, nein.


  34. Ich finde, sie hängt da gut.
    Also ich finde, an der Wand wär besser. Das sieht doch sehr nach provisorischer Verlegenheitslösung aus. Sie bräuchten halt mehr ovale Bilder.

    • Ich nehme das als Anlass, mehr zu kaufen und dann hier noch mehr zu jammern.


    • Hm, wahrscheinlich brauchen Sie doch bald eine neue Wand, ein neues Zimmer, eine neue Wohnung oder ein neues Haus, damit Sie die ovalen Bilder dann auch unterbringen können. Weil, sonst müssen Sie doch noch zum Bilderkauf nach Form und Größe übergehen, um um das ovale Bild 4 kleine ovale zu hängen, und dann kommt der Anschluß mit den viereckigen.

    • Ovale Bilder
      Wenn diese denn einer anmutigen Hängung widerstreben, können zierlich
      in Form gebracht werden und das geht so: Man lasse einen passenden,
      rechteckigen Rahmen fertigen mit, sagen wir, blauem Samt hinterlegt.
      Hier wird das Bild der noblen Savoyardin eingefügt und aus diesem
      bauen Rechteck heraus für Zeit und eine halbe Ewigkeit lang
      einen klasse Eindruck machen. Machen die auch in den vatikanischen
      Sammlungen so.

    • Ich habe das bei einigen Portraits, aber der Rahmen ist offensichtlich original – den werfe ich nicht weg.

  35. Der verdammte Besitz
    Göttlicher Beitrag! Wir haben gestern ein ähnliches Problem gelöst, drei Rennräder im kleinen Eingang (normale Räder stehen im Schuppen). Aus der Haustür kam man nur noch, wenn man sich wand. Wir haben zwar auch zwei Etagen Speicher, aber dazu muss man die Räder mehrere Treppen nach oben tragen, wozu wir uns beide neuerdings für zu alt halten. Außerdem nimmt da oben unter anderem die großzügige Werkzeugsammlung meines Mannes immer mehr Platz weg.
    .
    Als Lösung hängt das leichteste der drei Räder jetzt über den beiden anderen an der Wand, da wo vorher eine niederländische Landschaft in Öl hing. Dann brauchte die Landschaft einen neuen Platz… usw.

    • es ist ein ewiges Verschieben. Meine Räder stehen meist 17 Meter über der Strasse – da treiniert man beim Raufschleppen gleich mit und ist nach dem Runtertragen schon warm.

    • enge Treppenhäuser
      Früher haben wir das auch so gemacht. Aber unsere Treppen sind eng und steil – wie in den meisten niederländischen Häusern

  36. Haben Sie sich selbst noch nicht als...
    …Edelmessi bezeichnet? Dann hol´ ich´s für sie nach.

  37. Scheidung
    Wieso fürchten sie die Scheidung? Ich dachte, in ihren Kreisen schließt man einen Ehevertrag. Faschismus und Crystal Meth passt gut zusammen, schließlich haben die Deutschen das Pervitin erfunden und, wenn man dem einschlägigen Autor glauben darf, ihre Soldaten 1940 mit 35 Millionen Tabletten davon nach Frankreich zum Erobern geschickt. Die ahnungslosen Franzosen dachten, die Deutschen müßten doch, so nach vier, fünf durchkämpften Tagen, einmal müde werden. wurden sie aber nicht, dank des Pervitins, und Rommel machte voll auf Speed die verrücktesten Dinge. Und 1954, beim Wunder von Bern, haben sie dann den Ungarn gezeigt, was elf Freunde auf Speed vermögen. Das Ding hat also gute Tradition und patriotischen Wert, unterschätzen sie das nun mal nicht. Die Diogenes-Übersetzungen sind natürlich verdienstvoll, die beiden Klassiker empfiehlt es sich aber doch, neben den schönen Damen auf den Bildern im Original im Regal stehen zu haben. Alles in allem aber ein Don in bester libertärer Gestimmtheit.

    • Ich lese nun mal alles, Helden und Schurken und alles zwischen drin.

    • Mur mal so zur Wissens Auffrischung..
      Meth ist in den bei Drogen etwas fortschrittlicheren Kreisen, also den USA schon längst nicht mehr the drug of choice. Im Bundestag mags ja populär sein…
      Heroin wird in den USA mit billig aus China zu erwerbendem Carfentanil „gestreckt“, ein(!) Milligramm gleichmässig in Backpulver, oder bei 1a Qualität in Heroin verteilt, reichen davon um normales Heroin wie eine 30mg Valium Pille erscheinen zu lassen.
      Carfenantil wird üblicherweise als Elefanten Tranquiliser (I am not making this up!) benutzt und so sterben derzeit allein an dieser neuen Droge in den USA alle paar Wochen genauso viele Amerikaner, wie beim Anschlag auf das WTC.

      Freunde von interessanten Fakten könnte es interessieren, das Carfenantil am Anfang dieses Jahrhundert in einem Moskauer Kino als Aerosol zum Einsatz kam und man dort neben den beabsichtigten paar tschetschenischen Terroristen auch gleich noch 170 Besucher ein für alle Male miteinschläferte.

    • Mir reicht immer noch Tee. Sollte das nicht mehr reichen, schreibe ich nicht mehr.

    • Faschismus und Crystal Meth
      Daran habe ich auch direkt denken müssen, @Alex Schwarcz. Allerdings denke ich, dass die Substanz in grünen Kreisen auch Ablehnung hervorrufen könnte (alles Chemie). Vor allem aber die Darreichungsform in den frühen Vierzigern war als Zugabe der sogenannten ‚Panzerschokolade‘ sicher nicht PC. Im Gegensatz zur damals noch überwiegend kolonialisierten Welt wäre heutzutage neben Ökosiegel also vor allem auf fair trade zu achten.

    • vielleicht gibt es ja bald eine mit korrektem Haschisch vermengte Variante.


    • Unvergessen der von Anwohnern aus dem Korb verkaufte „orientalische Keks“ bei einem Straßenfest in Kreuzberg in den 1980ern.

    • An TDV: Dareichungsformen von Valium/Diazepam
      …wie eine 30mg Valium Pille erscheinen …

      Meine Kenntnis dazu:
      Als Tablette: 2,5,10mg (5 u. 10mg teilbar)
      Als Tropfen: zB Valiquid
      Als Ampulle: 2ml/10mg zur intravenösen Injektion
      Als Rectiole/Microclist: 5/10mg – Flüssigkeit zum einführen in den Enddarm, gerne genutzt nach Anfällen.
      Als Zäpfchen:10mg
      Hätten Sie 10er Valium geschrieben könnte man ihre Ausführungen ernst nehmen. Mit dem Hinweis auf eine 30mg Valium Pille zeigen sie aber eher Unkenntnis.
      Valium ist eine Markenname der Fa Roche.

      Zu Fentanyl aus dem sich Carfentanyl ableitet:
      Fentanyl ist ein synthetisches Opioid, das als Schmerzmittel in der Anästhesie (bei Narkosen) sowie zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen bei Erwachsenen und Kindern (ab 2 Jahren), die nur mit Opioidanalgetika ausreichend behandelt werden können, eingesetzt wird. Fentanyl wirkt als Agonist am μ-Opioidrezeptor. Fentanyl fällt unter das deutsche und das Schweizer Betäubungsmittelgesetz sowie unter das österreichische Suchtmittelgesetz.
      Das Mittel gibt es auch als Pflaster genauer als Transdermales therapeutisches System.´

      Ganz falsch liegen sie aber nicht vgl

      https://de.wikipedia.org/wiki/Carfentanyl

      PS Man könnte beides auch sehr schön als Mittel zum beschleunigten ableben verwenden. Todesursache wäre ein Atemstillstand bei tiefer Bewußtlosigkeit. Eigentlich ein schöner Tot. Ich verstehe gar nicht warum man in manchen Bundestaaten der USA bei Hinrichtungen solche Probleme hat. Jeder Narkosearzt der Army müsste Amtshilfe leisten können. Eine 9mm Patrone wäre aber billiger.

      Was man ggf nicht sagen darf/sollte als Ergänzung:
      Suizid ist keine strafbare Handlung, auch der Versuch nicht. Warum sollte man unerwünschte Kreise(Drogenabhängige) beim abbleben wollen behindern?
      Ich vermute im Übrigen das man in manchen Kreisen deshalb auch Kondome und die Verteilung sauberer Spritzen ablehnt. Das würde das Leiden nur verlängern.

    • Chemische Kampfstoffe
      „Carfenantil wird üblicherweise als Elefanten Tranquiliser (I am not making this up!) benutzt und so sterben derzeit allein an dieser neuen Droge in den USA alle paar Wochen genauso viele Amerikaner, wie beim Anschlag auf das WTC.“

      Chemische Kampfstoffe scheinen mir der Schlusspunkt der Drogenentwicklung zu sein. Als kommerzielle Artikel für den Eigenbedarf haben sie aus Anbietersicht freilich den Nachteil die Kundschaft allzu rasch zu dezimieren. Das ist Geschäftsmodell so disruptiv dass man Subversion vermuten könnte. Jeder kann „die Chinesen“ sein, von den Chinesen selbst, die auf eigene Faust wirtschaften, bis hin zu Leuten, die organisierte Kriminalität bekämpfen, indem sie Massenmord an deren Opfern begehen, so wie spiegelverkehrte Dutertes.

      Was den einschlägigen Artikeln fehlt ist i.ü. eine Aufschlüsselung in betroffene Bevölkerungsgruppen. Aus Gründen politischer Korrektheit kann denen niemand helfen, was wiederum gewollt sein kann, wenn auch nicht gerade von mitfühlenden Gegnern der Objektivität.

    • @KK
      Ich muss ihnen widersprechen… Vielleicht gibt es die 30er ja heute nicht mehr aber im letzten Jahrhundert gab es die, man benutzte die bei psychotischen Schüben….

      Als Nicht-Gutmensch tendiere ich dazu ihren letzten beiden Absätzen zuzustimmen….

    • An TDV Valium gegen psychotische Schübe?
      Klingt nach Unsinn. Ich würde Haloperidol (Haldol) nehmen. Das Zeug gibt es schon ziemlich lange. Früher wurde es gerne in Verbindung mit Neurocil verwendet. Heute nimmt man eher anders. Tavor, ggf auch Diazepam.
      Beide reduzieren die Angst u.die Unruhe,gegen das psychotische Erleben (die Massive Störung der Wahrnehmungsverarbeitung im Gehirn) helfen sie aber nicht. Das ist als ob sie auf einen Kochtopf mitWasser einen Deckel schrauben. Das H. hat eher den Effekt die Hitze zu reduzieren.
      Es spielt dabei keine Rolle ob das psychotische Erleben drogeninduziert ist oder eine andere Ursache hat.

      PS Wenn sie 30mg wollen können sie auch 3 10er nehmen oder die entsprechende Tropfenzahl. Sicherer wäre die intravenöse Gabe.
      Sie müssen die Leute allerdings gut überwachen(was im psychotischen Schub sowieso nötig ist, sie müssen ja eine Eigengefährdung ausschließen) Wichtig ist dabei noch das man selber als Krpfl oder Arzt nicht die größte Gefahr darstellt.
      PSS Man kann sich mit Diazepam auch das Leben nehmen. Todesursache wäre wahrscheinlich ein Atemstillstand.

      PSS Sehr hohe Dosen (>100mg/Tag) können am Beginn einer Entgiftungsbehandlung (Alkoholentzug) nötig sein. Man wäre aber sehr schnell (am 2ten oder dritten Tag wider unter 100mg Diazepam)
      Unser neuer Chef wechselte zum bedauern erfahrener Patienten aber zu Distraneurinkapseln. Bei beiden sind Kreislaufkontrollen notwendig.

      Meine Angaben beziehen sich auf die Zeit zwischen 1988 und 2007

    • An Dreamtimer Drogentote vs WTC
      Die Leute im WTC hat man vorher gar nicht gefragt ob sie ein solches Risiko eingehen wollen. Drogennutzer kennen das Risiko.
      Um bei Zahlen zu bleiben. In Deutschland gibt es ca 10.000 Suizide jedes Jahr und ca 1500??? Drogentote. Die könnte man im Grunde zu den 10.000 addieren.

      Zu den chemischen Kampfstoffen: Ich bin mir gar nicht sicher das ein Loch im Bauch durch einen Geschoss oder einen Bombensplitter einen angenehmeren Zustand herbeiführt. Oder nehmen wir schwerste Brandverletzungen die nicht sofort zum Tode führen (Ich erinnere an die Tötung von 100 Personen in der Nähe von Kundus die sich bei Tankwagen aufgehalten hatten).
      ggf ist es nur ausgezeichneter Lobbyarbeit von Sprengstoffherstellen zu verdanken das die anderen Produkte einen so schlechten ruf haben.

      Bilder sind hin u wieder hilfreich.
      Ich erinnere mich an eines aus dem WWI auf dem eine Reihe von Soldaten zu sehen war die eine Hand auf die Schulter ihres Vordermanns legten und die auf diese Weise in einer langen Schlange geführt worden.
      Alternativ könnte man Bilder von zerfetzten Körpern zeigen oder Personen mit Amputationen.
      Man könnte sich dann Fragen in welcher Reihe man lieber stehen würde

      Auch für den Erhalt von Kulturgütern hätten moderne chemische Kampfstoffe enorme Vorteile. Man würde die Baudenkmäler weniger beschädigen um die sich einige so viele sorgen machen.
      Im Füllkarton vieler Zeitungen war man der Meinung des jetzt aber Schluss sein müsse mit dem Krieg in Syrien als man von den Sachbeschädigungen in Palmyra hörte.

      Chlorgas sollte man allerdings nicht verwenden.
      Allenfalls in Berliner Schwimmbädern aber auch hier kommt es natürlich auf die Dosierung an. Zu viel ist manchmal auch nicht gut.

    • Erkannter Irrtum führt zur Wahrheit.
      Methamphetamin wurde erstmals 1893 durch den japanischen Chemiker Nagayoshi Nagai in flüssiger Form synthetisiert.1919 wurde die Substanz im Zuge der Strukturaufklärung von Ephedrin erstmals in Reinform von Akira Ogata kristallisiert, 1921 patentiert und vom Pharmaunternehmen Dainippon Sumitomo Seiyaku unter der Marke Philopon (jap. ヒロポン, Hiropon) vertrieben. Der Name beinhaltet vermutlich die japanischen Wortteile ‚Müdigkeit‘ (hirō) und ‚mit einem Schlag‘ (pon) im Sinne ‚die Müdigkeit verschwindet auf einen Schlag‘ oder aber das griechische philoponus („Arbeit-liebend“).

    • Passt scho: Handelsnamen Wildnil
      Carfentanyl (auch Carfentanil) ist eine chemische Verbindung, die sich von dem Opioid Fentanyl ableitet. Die Substanz wird im Gegensatz zu anderen Fentanyl-Derivaten nicht in der (Human-)Anästhesie eingesetzt, sondern in der Veterinäranästhesie (unter dem Handelsnamen Wildnil) zur Betäubung großer Wildtiere wie z. B. Löwen, Elchen, Eisbären usw.


    • Chlorgas … Schwimmbädern
      In den 90ern erlebte ich mal eine regelrechte Chlorgasattacke auf einer Toilette in England, ich weiß nicht mehr, ob in einem Bahnhof oder einem Flughafen. Ich wusch mir hektisch die Hände und versuchte möglichst wenig zu atmen und wollte nur noch raus. Da sah ich zu meiner Überraschung um die Ecke einen Pakistani mit einem Sprühwagen, der lustig immer noch weiter sprühte. Der war wohl schon resistent.

  38. A mighty weapon against female empowerment
    Bild vor Buch. Oder: konkret vor abstrakt. Oder: brawn before brain. Oder: Erde vor Himmel. Oder Körper vor Geist. Oder, und darauf läuft es ja wohl letztendlich hinaus: Frau vor Mann. Da haben wir ihn wieder, den Geschlechterkrieg, in dem unsere Zeit verharrt, ohne einen Schritt weiter zu kommen.
    Meint man mit dem Hängen von ovalen (!!=schöne „runde“ weibliche Form?) Bildern vor die Ergüsse des zumeist männlichen Geistes Frauen durch Appeasement beschwichtigen zu können? Ich halte das, mit Verlaub, nicht für die denkbar beste Lösung.
    Was mich stört: es präsupponiert eine (nicht wirklich vorhandene!) Abhängigkeit des Mannes von der Frau. Es bedeutet Erpressbarkeit: Frau sagt: mach jeden gender-Irrsinn mit oder ich lasse dich nicht mehr ran. Ein armseliger Mann, der sich auf so etwas einlässt. Es gibt ein berühmtes Negativbeispiel: den Professor Unrat aus dem „Blauen Engel“. Er läuft der Frau hinterher, lässt sich von ihr erpressen, macht alles was sie will. Und wie endet er? Nicht nur, dass sie ihn betrügt (was ja nicht so schlimm wäre, denn wäre er ein Kerl hätte er Selbiges schon längst vorher getan), sie macht ihn lächerlich bis aufs Blut. Ins Clownskostüm gesteckt zerdeppert man ein Ei auf seinem Kopf. Man sieht die Analogie: Ei (weiblich!) vor Hirn (männlich!). Hätte er beizeiten die geistig-moralische Wende eingeleitet (üb immer Treu und Redlichkeit), er müsste nicht durch Herzinfarkt auf seinem Pult enden, all seiner Ehre beraubt.
    Wovor haben Männer in unserer Zeit des gender-Irrsinns Angst? Dass die gender-Satansableger es schaffen, die Welt wie wir sie kennen neu zu erfinden? Na los, lasst sie anfangen. Rückabwicklung der menschlichen Evolution. Der ganze alte Schrott muss weg. Wir fangen bei den Pyramiden an. Weg damit. Dann die Akropolis. Das Kolosseum. Die gotischen Kathedralen. Das Freiburger Münster. Und halb London. Den Eiffelturm, Sacre Coeur, den Louvre, Notre Dame. Alles was älter ist als 10 Jahre (zehn Monate, Tage, Stunden, Sekunden) wird abgerissen. Man wird Paris nicht wiedererkennen. Alles so schön neu hier! Sind sie nicht toll, die Garagen und Plattenbauten?
    Das Weib in seinem Furor wird aber dabei nicht halt machen: auf zur Bücherverbrennung! Auch da gibt es jede Menge alten Schrott, der entsorgt werden muss. Shakespeare, Schiller, Hemingway, Strindberg (ähem), Hamsun (ähem), Nietzsche (ähem), Goethe, (fxxk you). Alles was in irgendeiner Weise gender in Frage stellen könnte muss weg. Und, so viel kann man jetzt schon vorwegnehmen, viel wird da nicht übrig bleiben.
    Aber jetzt mal im Ernst, Männer: wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass das eintritt? Seht ihr! Lehnt euch in Ruhe zurück. Und überhaupt, welches Druckmittel haben die? Ihren Körper (im Falle der gender-Giftspritzen ist der meistens so, dass man froh ist, ihm nicht zu nahe kommen zu müssen)? Sollte sich doch mal ne Hübsche zu denen verirren, macht die Augen auf! Es gibt massenhaft bildhübsche, unkomplizierte Russinnen, Rumäninnen, etc. die auf gender mindestens so pfeifen wie wir Männer.
    Nein, nein, man muss als Mann sein Ding machen. Es gibt so viele schöne Dinge, für die es sich lohnt zu leben: Autos, Flugzeuge, normal gebliebene Frauen, Literatur, Sport, schmutzige Witze, Natur, etc.
    Und immer daran denken: vielleicht will Lola ja auch nur prüfen, inwieweit man als Mann der Schwerkraft etwas entgegenzusetzen hat (denn das ist doch die männliche Richtung: nach oben und nicht nach unten!). Man sollte nicht unbedingt versuchen, Frauen erklären zu wollen. Nur mal so nebenbei: das Wort „Hysterie“ leitet sich ab vom altgriechischen „hystera“ und das bedeutet „Uterus/Gebärmutter“. Muss man dazu mehr sagen?
    Und immer daran denken: sich nie ein Ei auf dem Kopf zerdeppern und sich von Lola nicht Angst machen lassen!

    • Männer haben einen schweren Stand
      Denn leider wird die geistige Genderdiarrhoe überall fleißig propagiert, auch mit staatlicher Unterstützung. Zudem ist alles Kolonialismus oder Rassismus (da wird auch mal eine Religion zur Rasse) oder kulturelle Aneignung. Neuestes Beispiel: Kanus (werden vorwiegend von „weißen privilegierten Männern“ als Sport- und Freizeitgerät genutzt).

      Wie soll man sich da wehren? Jegliche Gegenrede wird eh bald als Hate Speech gelten.

    • @ Harry Charles
      Endlich mal ’ne klare Ansage. Gut so!

    • @Harry Charles
      Ihr Monolog zur männlichen Selbsterhöhung ist genauso dumpf und ungustiös wie die entsprechenden Verlautbarungen der Gendertrullas zu all diesen Themen.

    • @Civilitas,@Krächzit
      Danke für die Blumen!

    • It's equal, stupid
      Frauen und Männer. Gleichberchtigt. Das ist die Lösung. Natürlich mit Frauendominanz. Wir bewahren Euch vor den Erdogans, Putins, Schröders und Göring-Eckardts dieser Welt und jedem Genderismus, der ist ja frauenrechtsfeindlich. Wissen wir doch, Darling, gell?

  39. Viel Glück!
    Lieber Don,

    „Ihrereins“ haben anscheinend ein ernsthaftes Problem:
    die Deckentragfähigkeit.

    Hoffentlich klappts (als beste Lösung dieses Problems) mit der Villa in Meran.

    Und wenn sich von dort aus Ihr Blick auch noch gen Marling richten lässt,
    mit einem guten Wein auf der Terrasse, versteht sich, dann dürfen wir uns in Folge bestimmt auf weitere unterhaltsame (und, wenn es Not tut, eben auch kritische) Texte und Bilder freuen.

    PS
    Maria Antonia hängt, so wie sie hängt, sehr schön!

  40. wer ist auf Pervitin ?
    @Alex Schwarcz

    nur eine frage zum Pervitin: wenn Rommel das genommen hat, dann hat das sicher auch der GröFaZ genommen, dann haben es Rahn, Walter, Eckel, Liebrich, Turek etc. auch genommen.
    dürfen wir zwischen den erstgenannten politikern/militärs und dem mutmasslichen User VoBe eine verbindung herstellen oder ist das nicht politisch korrekt oder sogar völlig falsch ?
    ich jedenfalls habe mich schon manchmal erschreckt, wenn VoBe im fernsehen bei statements zu sehen war, dieser gesichtsausdruck und diese augen waren mir immer suspekt und riefen alte erinnerungen wach.

  41. Don Alphonso, solange Sie noch leben, gibt es noch Hoffnung ...
    Text eingeben

  42. Fehlt nur noch ein kleines "Dorf" in Gallien.
    Dort scheint man wenig von Sklaverei und Leibeigenschaft zu halten.

    Was die Gleichheit der Menschen betrifft, so darf man eben nicht alles so wörtlich nehmen. Gleichwertigkeit reicht völlig.

    Täuscht mich der Eindruck, oder befinden Sie sich gerade in einem Stimmungshoch, Don Alphoso? Das Lesen der Kommentare zu den Antworten scheint darauf hin zu deuten. Die waren ja erheiternder als der Ausgangsbeitrag.

    • Dorf in Gallien
      ggf kenne ich das Dorf nicht genau genug. Nach meiner Kenntnis gibt es dort keine Bewohner mit Behinderungen. ggf ist das wie bei manchen Stämmen in Südamerika. Dort werden/wurden Säuglinge mit erkennbaren Behinderungen direkt nach der Geburt getötet.

      Ich gebe zu hier geht es eher um Doping.
      Warum muss ich jetzt an die Tor de France denken?
      Keine Ahnung. Ich denke Doping ist ein Problem des Vertragsrechts.
      Wenn man unterschreibt man nimmt nix, soll man sich daran halten.
      Andere sollten sich selbst schädigen dürfen. Es kann natürlich sein das ein Arzt ein Dopingmittel verschreibt. Fürs Herz, die Niere, die Leber, die Psyche, für den Penis, für /gegen die Einnistung befruchteter Eier etc.

  43. Klowand?
    Also bitte. Dafür gibt es doch einige Variationen von Richard Hamiltons „Flower-piece“. Noch besser natürlich: „Un des effets des eaux de Miers“, stipple etching and aquatint, ebenfalls 1973 (auf Klopapier gedruckt).
    (Als Sonia Orwell ihn damals im Pariser Crommelynck-Studio am „Flower-piece“ arbeiten sah, nahm sie ihn beim Arm, führte ihn ein Stück weg und sagte mit ernster Miene: „You know Richard, life’s not all shit and flowers.“)

  44. lesen lachen lassen
    über die ganz famosen Textpassagen und den Bildern, die ein wenig das wiederspiegeln, was die von Bücher & Preziosen bedeckten Wände auch meiner Hütte betrifft und damit das quengelnde Platzproblem. Und ja, auch mein Gästezimmer macht keine Ausnahme: die vielen Vinylplatten mildern jedoch das Malheur, Arthur S. und Georg Wilhelm Friedrich H. in einem Raum untergebracht zu haben , etwas Flöte und Rossini wirkt aber Wunder. Erfreulich.

    Das mehrstündige Telefonat abends mit einem alten Freund gestern, bei dem die Wände nicht viel anders aussehen, war lebhaft – fast wie in alten Zeiten. Allerdings dauerte es mich schon sehr, als er berichtete, das er seine umfangreiche Plattensammlung inzwischen verkauft hat, weil, nun ja, seine Gesundheit …, die Ärzte ihn angezählt haben («… die machen halt ihr Ding, phantastisch..!»}, Medikamente längeren konzentrierten Musikgenuß , wegen Tinitus als Nebenwirkung, verhindern. Lesen geht noch. Natürlich.

    [So ist das also, wenn sich ein photografisches Gedächtnis mit seiner sprechlustigen Zunge nebst unsportivem Rest langsam verabschiedet]

    Ach was, meinte er, Jammern gehört nicht zu seinem Naturell und, um sich ApathischausderWäscheglotzen nicht erst anzugewöhnen, unternimmt er mit seiner Freundin Reisen, – in Bayern gibt es schließlich genügend Gemüt hebende Kirchen und altes Gemäuer. Und Kochen. Da sei er richtig gut geworden.

    Um nicht vom Leben genagelt zu werden, auch wenn die Experten(Ärzte)schaft was anderes avisiert, muß man nicht nur eine gewisse Bereitschaft an den Tag legen, sondern drohendem Stumpfsinn aktiv die Stirn bieten. Ist ja klar!

    Ach, wie gern hätte ich einen Campin im Rahmen.
    Was von Francois Clouet geht aber auch.
    [Agonische Blicke aus Gemälden und Skulpturen: Schmerz soll einen nicht selbst leiden machen, sondern bewegen. Wo fängt Sadismus an? Maso kennt die Antwort.
    MasoMaso- wer ist Maso? Geh ins Hohe Haus, da sind Abziehbilder, die das aber nicht zugeben, was aber gut pushen soll: tiefe Züge aus der Sauerstoffflasche von Leistungssportlern ]

    Albinoni Concerto pour flûte & cordes en Sol majeur Maxence Larrieu / Orch. J.-F. Paillard
    Locatelli Sonate pour 2 flûtes op.4 n°1 J.-P.Rampal / M.Larrieu Erato
    Kuhlau Grand Trio concertant pour 3 flûtes en sol mineur J.-P.Rampal / M.Larrieu / A.Marion Erato

    Was überhaupt sind das für elende Sklaven, die willfährig Schockbilder photoshopen.

  45. Offenbar lebt sie noch
    Eins fällt mir gerade noch auf, vielleicht ist es ja nur meine Beleuchtung, aber nein, es ist echt:
    Oben sieht sie wirklich unzufrieden aus zwischen den beiden Sesseln.
    in der Mitte scheint sie nachdenklich zu gucken.
    Und unten, auf ihrem vielleicht definitiven Platz, wirkt sie sehr angetan.

    Brillant photografiert.

    Die Habsburgerin erinnert mich an eine schon etwas gealterte, durchaus zickige und vom Leben schon leicht desillusionierte Uma Thurman aus „Gefährliche Liebschaften“. Auf dem besten Wege zur Rolle der Glenn Close.
    Eins ist sicher: Ganz ungefährlich waren die Damen damals auch nicht.

  46. Schönes Zuhause
    Was man von Ihrer Wohnung sehen kann gefällt mir besser als Ihr Blog, immerhin ein Lichtblick…vielleicht macht uns die Kunst zu (besseren )Menschen? Als ich jung war hatte ich auch keine Probleme mit Ironie, aber irgendwann rettet sie keinen mehr, nicht auf lange Sicht.

    • Warum wollen eigentlich immer alle gute Menschen sein? Auf meinen Portraits sind immer nur zynische Privilegierte.

    • An Don A.: zynische Privilegierte / guter Mensch
      Ist kein Widerspruch! Wenn man Menschen Schulnoten geben würde hätte ich so manchem privilegierten Zyniker eine 2 geben. Als Legastheniker würde ich aber beim schreiben des Wortes : privilegiert – mindestens 3 Fehler machen und bin froh das ich in diesem Fall abschreiben darf.

      Frau Ehmcke würde von mir nur eine 4 bekommen.

      PS Ich glaube zu Wissen warum Frau Ehmcke und Bob Dylan nur Literaturpreise bekommen: Es geht nicht um (Natur)Wissenschaft und sie leisten keinen Beitrag zum erhalt des Friedens, was ich als Zyniker eigentlich wieder loben müsste. ggf habe ich mich deswegen bei ihr unbewusst nicht für eine 5 oder 6 entschieden.

    • logischer Fehler
      ich hatte den Friedenspreis des deutschen Buchhandles als Literaturpreis gedeutet obwohl es sich nur um eine Werbeevent handelt.

      PS Weis man schon was der Börsenverein vom ggf baldigen Ende der Buchpreisbindung hält? Eigentlich müsste man sich doch freuen da viele Bücher dann billiger werden und ggf mehr Leser finden.

  47. Einen Tresor hinter jedes Bild würde die Sache des Suchens und Versteckens anderer Wertgegenstände
    evtl. auch noch lustiger machen. Oder der Einbau von Scheintresoren zumindest

    Wer aber damit schon „Sie schauen Kennerblick, erblicken huldvoll dargeboten kleinen Anhänger, weisses Kreuz auf rotem Grund, das Haus Savoyen, 18. Jahrhundert“ – für sich bereits „einen Ausweis von Kennerschaft in Sachen Heraldik“ reklamierte, wäre vom Standpunkt wahrer Kennerschaft in Heraldik – es gibt solche Kennerschaft, wie, hüstel, der alterfahrene FAZ-Leser weiß, eher doch nur „ein armer vergleichsweise Tropf“ – und womöglich ein hin- und wieder etwas zu triumphal selbstbegeistert wirkender Mensch noch?

    • Ich könnte eventuell auch noch etwas mehr entschlüsseln, aber so auf Anhieb, bei einem recht zusammenhanglosen Gemälde, ist das schon mal nicht ganz schlecht.

  48. Buchmessen? Die Zeiten von Buchmessen sind vorbei - es handelt sich vielmehr lediglich noch
    um Messen von Druckerzeugnissen, Komma gebunden“ z.B.. Aber „Bücher“ sollte man das meiste dort ehrenhalber grad nicht mehr nennen, seid einiger Zeit womöglich schon nicht mehr so?

    „Heraldikspezialistentum am Beispiel der Kenntnis von europ. Königshäusern des 18. und 19. Jahrunderts“ – könnte auf den ein- oder anderen vom Fach ggfls. doch etwas sehr aufgeblasen wirken?

    • Ja sicher, aber wir sind hier ja unter uns, nicht wahr.

    • Warum
      aufgeblasen, Heraldik ist eine historischen Hilfswissenschaft. So wie auch Genalogie, Numismatik, Diplomatik und Sphragistik.
      .
      Genealogie ist in dem Moment nicht mehr art pour l´art, in dem sie sich mit dem Erbrecht verbindet, um Ansprüche zu begründen und durchzusetzen.

  49. Mediziner
    Ich habe ein ölgerechtes Fischerbild ohne Friesennerz vom Trödlerladen erstanden ohne Unterwasserhosen.

    Meine Frage an Don Alphonso: Taugen Olivenbilderrahmen auch bei hartnäckigen Schopenhauerlesern ohne Wilhelm Buschs Pudel?

  50. Jedem das Seine
    Ja, die einen dekorieren ihre Wohnung mit leeren Pizzakartons und Cola-Dosen und die anderen mit Gemälden und Bücherwänden. Und dort wo sich Kunstsinn und belesene Gelehrigkeit vermählen wächst wahre Bürgerlichkeit.
    Besonders schön ist es ja gerade, wenn der Reichtum nur zum geringen Teil durch der eigenen Hände Arbeit geschaffen wurde, sondern das Ergebnis einer langen Familiengeschichte ist. Denn wollte man so viel durch ehrliche Arbeit verdienen, wo bliebe da der Müßiggang, um die ganzen Kunstwerke zu genießen und zu würdigen. Diese Muße ist es ja gerade, was das Bürgertum von neureichen Emporkömmlingen unterscheidet.
    Auch ich als Leser finde es schön, dass diejenigen, die Sie mit diesem Text zu verhöhnen die Freude haben, einen vergleichbaren Status in ihrem Leben nie erreichen können. Wenn es gut läuft, was nicht sehr wahrscheinlich ist, dann erreichen es deren Urenkel. Aber erleben werden sie das nicht mehr.
    Dass es mit zunehmender Größe der Sammlung schwieriger wird, adäquate Plätze für Ihre Damen zu finden, ist natürlich betrüblich. Und eine zusätzliche Immobilie würde neue Probleme schaffen. Dann muss bei jeder Neuerwerbung hin- und herüberlegt werden, ob das Bild nun besser an den Tegernsee oder die Etsch passt oder ob es doch besser an der Donau aufgehoben ist. Zudem hätte ich etwas Sorgen, ob irgendwo die Kunstwerke während meiner Abwesenheit unter die Räuber fallen.
    Bevor ich den Schritt eines Hauskaufs wagen würde, würde ich wahrscheinlich einen tüchtigen Schreiner beauftragen mir bewegliche Verblendungen vor die Bücherregale zu bauen, an die auf der bücherabgewandten Seite Bilder gehängt werden können. Würden die Verblendungen aufgeklappt, dann könnte wiederum auf die Bücher zugegriffen werden.
    Ich war einmal bei einem Arzt aus guter Familie in der französischen Provinz zu Gast. Da standen auf dem Gang zur Toilette hohe alte Vitrinen voll mit alten Büchern im Ledereinband. Dafür war dann im Salon gegenüber dem offenen Kamin genug Platz, die ganzen Portraits der Vorfahren so zu hängen, dass ein jeder gut zur Geltung kam. So findet halt jeder Wege sich mit seinen Platzproblemen zu arrangieren. Ohne Kompromisse kommt man da nicht weit.

    • Verhöhnen wäre nochmal was anderes. Ich setze nur ein Zeichen gegen gleichmachertum und Duckmäuserei unter dem asylnationalistischen Moralsozialismus.

  51. Titel eingeben
    Was soll die ganze Lamoyanz hier? Kein PLatz ist kein Platz ist kein Platz.
    Also Aussortieren, Wegschmeißen, Verschenken … Will nur keiner haben, ich weiß. Haben auch keinen Platz.
    Nachdem ich 30 Jahre lang viele Bücher von A nach B nach C geschleppt habe, entsorgte ich 800 von denen. War eine Woche Arbeit: worauf kann ich verzichten?! Ähnlich erging es den Musik-CD´s. Was glaubt man nicht, wie befreiend das ist. Also Schluß mit den Gejammere! Gebildet bleibt man sowieso, sofern man es schon war.

    • Titel eingeben
      „Also Aussortieren, Wegschmeißen, Verschenken … Will nur keiner haben, ich weiß.“

      Einfach eine erstklassige Feuerversicherung und alles wieder zu Bargeld machen…. und dann wieder von vorne anfangen.
      Wenn man Glück hat, wird man den alten Jesuiten Schuppen gleich mit los und kann sich endlich ein wirklich angemessenes Domizil in den Hügeln der Toscana zulegen. Angsichts der ihres Mandates verlustig gehenden rot-grünen Bagage müsste da doch demnächst einiges wieder auf den Markt kommen. Die Restbilder und eingemauerten Therapeuten passen da dann alle rein… (falls der nicht mitverbrennt)

    • Titel eingeben
      Bravo!

  52. Titel eingeben
    Das 18. Jahrhundert feiert man hierzulande nicht, Don.
    Maria Theresia ist zu weich, Friedrich ein Menschenfeind und August, der Sachsenpole, ein größenwahnsinniger Religionsabschwörer.
    Und Katharina Putina hatte bekanntlich nur Pferde im Kopf.
    Nicht unser Thema.

    Wir behandeln hier bitte Luther für das 16. (deswegen sind wir so anders als die anderen, unbeirrter, tapferer und ehrlicher zumal), ein bisschen Dreißigjährigen für das 17. (man gönnt uns unsere lutheranische Tapferkeit / unsere angemaßte kaiserliche Würde / unseren unverschuldeten Platz in der Mitte nicht), ab dem 19. dann der unvermeidliche Weg zu Hitler, und ab dem 20. haben wir sogar Bild und Ton für Knopp.

    Hände weg vom 18.!
    Es sei denn, Sie können mit dem einen Bild mehrere Bücher dieses unsäglichen Jahrhunderts verdecken.

    • Das 18. hatte ja auch seine guten Seiten. Lukrativen sklavenhandel, Mätressen und Tafelsilber.

    • In der Tat...
      … aber das Beste haben sie vergessen: die Guillotine.
      Man wird richtig nostalgisch.

    • "Weiche" Maria Theresia?
      Auf jeden Fall widersetzte die gute Frau sich strikt der Abschaffung
      der Folter.
      So weich wie Obama, König der Drohnen.

    • In welchem Jahrhundert
      hat man „Experten“, deren Voraussagen nicht eintrafen, in
      den Kerker geschmissen?
      Das wuerde ich bevorzugen.

    • Es gibt immer noch die Asse. Wo ein Wille ist, ist auch ein Schacht.

  53. Noch'n Gemälde
    Lieber Don, wenn das so weitergeht, sieht’s bei Ihnen aus wie bei H̷e̷m̷p̷e̷l̷s̷ ̷u̷n̷t̷e̷r̷m̷ ̷S̷o̷f̷a̷ Gurlitts in der Wohnung. Sie brauchen eindeutig noch’n Domizil! Der Trend geht zum Drittschloß oder Viertpalast. Am besten exterritorial, man weiß ja nie was für Spirenzchen sich die Obrigkeit in den kommenden Jahren noch einfallen lassen wird. Der Steuerzahler will schließlich gemolken werden…

    • Ich bin ja bekennender Gurlitt-Unterstützer. Sie erinnern sich vielleicht, was aus den vorwürfen wurde.

    • Ja
      Gurlitt war eindeutig überfordert und Opfer eines hysterischen Nazidevotionalienkults; wenn der Gemälde von Stasiopfern, Vertriebenen, Mauertoten oder erschlagenen Jesiden gehabt hätte, kein Hähnchen und Prantl hätte danach gekräht.

      Aber diese (Un-) Ordnung ist trotzdem durch nichts zu rechtfertigen. Ein Museum muss herzeigbar sein, sonst wird es so eine Art Villa d’Annunzio. Und bitte rechtzeitig den Audioguide bespielen, sonst gehen Geschichten zur Provinienz verloren und am Ende war das irgendein halbseidener Onkel, wird Frau Kahane herausfinden und Heiko Maas wird enteignen. Und dann landet das alles im RHS im neuen Museum der Anständigen als Beutegut.

    • Titel eingeben
      > Ich bin ja bekennender Gurlitt-Unterstützer.
      > Sie erinnern sich vielleicht, was aus den vorwürfen wurde.

      Bin da ganz bei Ihnen. Als bekennendem Bargeldanhänger reichte mir ja damals schon die Geschichte mit den völlig legalen 9000 Euronen im Zug. Unschöne Angelegenheit das. Leider wie so vieles in diesem unserem Lande.

    • Das wird heute totgeschwiegen. Dass man da einen Menschen kollektiv hingerichtet hat.

    • Ja, das ist schon schlimm....
      Ich glaub es war in der Zeit, da hab ich gerade die Geschichte von Picasso Schauspieler gelesen um den gerade vor Gericht gestritten wird.

      Er gehörte einer jüdischen Familie die ihn verkaufte und jemand deren Notlage benutzt hatte einen billigeren Preis auszuhandeln….

      Würde mich wirklich mal interessieren was dsa für Menschen sein müssen, die auf so eine Idee kommen, die Notlage anderer zwecks Profites auszunützen.
      Vor den Nazis hat sowas doch NIEMALS jemand gemacht, oder?

    • @Sirisee
      Sagen Sie nichts gegen die Villa d’Annunzio!

      Man kann ihm auch in einer Wohnung hinsichtlich der Farbenpracht und der Ansammlung von betörenden Einzelstücken nacheifern, um ein Zeichen gegen den skandinavischen Kargheitswahn zu setzen.

      Auch der aus Großbritannien herrührende Satz „Ein Raum ist erst dann zu voll, wenn sein Bewohner keinen Platz mehr darin findet“ hat, diesseits von jeglichem Messietum, seine Berechtigung.

    • ... die Villa d'Annunzio
      … war mir einfach zu sehr verräumt und staubig und hatte für mich eine fatale athmosphärische Ähnlichkeit mit der Villa Mussolini in der Nähe von Predappio…

      Don A hat außerdem sicher genug Geld für eine luftige und geräumige Aufstellung…

  54. Die Verursacher als Verhüllung der aktuellen Zustände
    Don Alphonso,

    die von ihnen beschriebene Verwendung des Adeligen-Portraits kommt nichts anderem gleich, als die Verursacher der heutigen Zustände zur Verhüllung eben dieser zu verwenden bzw. die Literatur (ihr Symbol für bessere Informiertheit und eigenständiges Denken, wie Ich es interpretiere) vor der Misinformation, bewussten Verklärung und Oberflächlichkeit der Zeit zu schützen.

    Es sind nach wie vor die „alten Eliten“, die Europa mit einem über Jahrhunderte (wenn nicht länger) gewachsenem Netz aus Machtstrukturen überziehen und lenken. Es sind diese, die alle aktuellen Probleme und Defizite (gerade auch die mangelnde Bildung der Individuen bzw. der bewussten Fehlinformation der Menschen und der damit einhergehenden Schwierigkeit, wenn nicht Unmöglichkeit, sich richtig zu informieren (selbst wenn Ressourcen hierfür gegeben sind)) ursächlich zu verantworten haben (wenn auch die gesamten ihnen anhängenden Strukturen und Entscheidungsträger genauso wenig aus der Verantwortung entlassen werden können – es klärt aber die Sicht, wenn man zu Ursprung geht), da Sie die Geschlossenheit (im Popperschen Sinne) der Gesellschaften Europas erhalten aber eben auch in ein neues Großreich (jetzt halt EU genannt, mit demokratischer Verpackung versehen, aber eben doch ganz das alte) erschaffen wollen.

    Was daraus werden würde, verraten die bereits in Teilen herrschenden Zustände, die Sie mit dem Porträt einer älteren und nach außen subtileren Vertreterin eben dieser zu verdecken suchen, welche eben nicht ein subtileres Pendant aus alten Zeiten sonder de facto eine Art „Vorgesetzte“ der von ihnen so verabscheuten Personenkreise ist.

  55. Bilder
    Jetzt bin ich mit der Gestaltung meiner Praxisräume immer noch keinen Schritt weiter.

    • An J-R: Versuchen sie es mit einem Mobile
      also ein hängendes Gebilde, das von einem Luftzug bewegt werden kann.

      Ich Frage mich ob das auch etwas für Dr. Hannibal L. gewesen wäre.
      Man könnte natürlich auch ganz legal Plastinate von Gunther von Hagens nehmen. Vielleicht stellt er sich sogar selbst zur Verfügung.

      Wie hoch sind denn die Räume.
      Und welche Klienten haben sie?

    • Danke fuer die Tips...
      Ich betreibe in Wirklichkeit gar kein ambulantes Gewerbe, kenne aber Menschen, die das tun. Es war lediglich ein Testballon um ein paar Ideen zu hoeren.

      Der Vorschlag mit den Plastinaten weiss schon mal zu gefallen. Man koennte auch eine kleine Einverstaendniserklaerung diesbezueglich in das kleine Informationsblatt ueber bekannte Vorerkrankungen einfuegen, dass man als Neupatient ausfuellen und vor allem unterschreiben muss.

  56. nein
    nein bücher verdecken – das geht gar nicht

  57. MY FRIEND BOB
    im hauptblatt wird gerade an vornehmer stelle ein mitglied der schwedischen akademie zitiert, Bob sei „unhöflich und arrogant“.

    nun, was kann mann oder frau erwarten, nachdem diese sog. akademie schon die fakälsprache einer frau Jelinik für nobelwürdig erkannt hat (heute auch im hauptblatt präsent, allein dafür, dass sie 70 wird ???), oh herr, wo bleibt das kritische niveau ??

    aber kehren wir zu Bob zurück, was haben diese edlen schweden denn erwartet ? kuschelsex ? einen freudenausbruch, dass jemand in ihr korrektes land der volksheime und wohlblocks einreisen darf ? haben sie angenommen, dass jemand wie Bob in ein land einreist, wo schon das anschauen einer frau einen vergewaltigungsvorwurf rechtfertigen kann ? so kann mann oder besser gesagt die akademie sich irren.

    Bob hat vorgestern – um den rummel zu entgehen – unerkannt meine einliegerwohnung bezogen – und wird heute nachmittag, um die kosten ein bisschen einzuspielen, drüben in Konstanz ein paar takte mundharmonika und gitarre spielen, unerkannt natürlich !

    derweil sinniert die sog. akademie weiter über die texte von Bob, die jetzt erst langsam auftauchen, sein werk ist ja unübersichtlich, allein die lyrics bis 2001 füllen im regal fast 1200 seiten und was er mit den Travelling Willburys getextet hat ist einfach nobelwürdig:

    you don´t need no wax job, you´re smooth enough for me
    if you need your oil changed, i´ll do it for you free
    oh baby, the pleasure would be all mine
    if you would let me drive your pickup truck and park it where the sun don´t shine !

  58. Gefangen im Bild
    Alphons, sehen Sie es mir nach, dass ich so unverblümt bin, aber Sie drehen sich im Kreis! Die Villa in Südtirol löst Ihr Problem nicht, Sie müssen raus aus Ihrer Komfortzone nördlich und südlich der Alpen. Die silberne Teekanne weist Ihnen den Weg……
    Besuchen Sie das Reich der Mitte, trinken Sie in Guangxi weißen Tee aus hauchdünnen Porzellanschalen mit Deckel, wenig größer als ein Fingerhut, genießen Sie pu erh aus dunklem Tongeschirr in Yunnan, verfeinert mit Yakmilch. Verlassen Sie Staub und Kitsch in Plunderhausen und leben Sie JETZT! So viele Begegnungen und Erfahrungen sind heute möglich – ein Menschenleben reicht da gar nicht aus.

    • Ich bin Mitteleuropäer und der Rest kann gern draussen bleiben. So sehe ich das. Kulturgüter kann man importieren.

    • an den gestaden der REMS und des MAINS
      meinten sie Plüderhausen, früher genannt: Schlaglochhausen ?

      warum denn den tee nicht in der Waage in Leer trinken ?

      oder den Riesling vom Aldinger in Plüderhausen ?

      oder den Müller Thurgau aus Randersacker ? den dann beim Akademischer Ruderclub in Würzburg mit vielfältigen erfahrungen und begegnungen bis hin zu dritten art und im beisein des DRV-präsidenten………da wo selbst 90ig jährige noch zu lust-……….äh ich meine ruderstürmen fähig werden ?

    • Titel eingeben
      Mei, Fremdeln ist hier gar nicht angebracht. Der gemeine Mitteleuropäer süddeutscher Prägung und der gemeine Bewohner des Reichs der Mitte verstehen sich oberflächlich doch recht schnell, beide lieben in der Regel Bier und Schweinshaxn. Oder zumindest eines von beiden. UND von „Ausländern“ halten beide nicht so viel.

  59. ICH weine wegen der Leiden des Alfons
    Aber auch deshalb, weil ich etwas neidisch bin und gerne solche Probleme hätte…

    • Als ehemaliger FKrPfl i.d. Psych. helfe ich gerne Herr Keul.
      Eine Umzug in eine kleinere Wohnung könnte ihr Problem wegen eines nicht vorhandenen Problems ggf lösen.

      Ich denke ein verhaltenstherapeutischer Ansatz ist manchmal hilfreich.
      Hier genügt aber wahrscheinlich die : Als ob – Variante.

  60. Da geht es auch um das Davor und das Dahinter -
    um das, was versteckt ist, aber dennoch gefühlt immer da:
    http://www.michael-klonovsky.de/artikel/item/307-der-ganz-europa-destabilisierende-wahnsinn-der-grenzoeffnung

    Er beschreibt die gewollte Zwickmühle, in die ein ganzes Wahlvolk getrieben ist – mit all der Schuld, die wir auf uns laden und auf uns laden werden.
    RIP Rolf Peter Sieferle

  61. Hut ab, Don!
    Ich bin begeistert! Dieser Text ist eine wahre Freude. Sie verbinden die Themen meisterlich mit einer geistigen Leichtigkeit die man heute leider sher oft vermisst. Als ich das Foto mit dem Bild vor Ihren Büchern sah musste ich laut lachen. Was für ein Symbol in der heutigen Zeit! Vielen Dank für diesen Text!
    Ja, ich denke Ihnen geht es wie meinem Bruder. Der liebt seine Freiheit und seine Hobbies so sehr, dass er niemals mehr unter das Regiment einer Dame kommen kann. Der Gedanke ist einfach abwegig und schrecklich. Ab einem gewissen Punkt im Leben kann man die Ehe in der heutigen Form nicht mehr eingehen. Früher oder in anderen Kulturen gab es noch Freiräume in der Ehe. Ja selbst meine Eltern hatten noch ihre Hobbies und Beschäftigungen. Heute aber sehe ich im B ekanntenkreis nur noch streng durchorganisierte Wochenpläne. Ich muss ja nicht wirklich erwähnen wer hier die Dienstpläne aufstellt. Die Männer haben keine einzige freie Minute mehr. Sie können sich weder weiterbilden, noch ihre eigenen sozialen Kontakte pflegen. Deshalb sind viele dann nach einer Scheidung komplett allein. Die Frau hat einfach dafür gesorgt, dass alle Freundschaften und Kontakte nach 20 Jahren 24-7 Bereitschaftsdients zugrunde gegangen waren.

    Um Sie muss ich mir da ja ahrlich keine Sorgen machen! Auch wenn es eine der in-sich-schlechten Handlungen (Neusprech für Totsünde) ist, ein wenig Neid kommt bei mir schon auf, wenn ich sehe wie viel Platz sie haben und mit was für wundervollen Schätzen sie ihn ausfüllen. Ich als kleiner Ingenieur muss da lange frohnen um mir wenigstens eine bescheidene Insel der Schönheit zu schaffen.

    • Naja, die Sache mit den Frauen löse ich hier im Stil des Rokoko: es gubt mittlerweile so etwas wie einen Damenflügel. Da kommt man sich nicht in die Quere.

    • Titel eingeben
      Seltsame Bekannte, die Sie da haben; mir ist sowas noch nie untergekommen; auch bei mir selbst nicht (14 Jahre verheiratet).

  62. Nachtrag zum wunderebareb Blogf über die Kapellen des Altmühltales
    Kurzer Nachtrag zu ihrem Blog zum Altmühltal, seinen christlichen Kapellen und der dortigen, ach so lobenswerten Kultur.
    Am 18.10 gab es im Forum auf ARD alpha ein 45 Minuten Interview mit Dr Thomas Medicus, geboren in Gunzenhausen und ein Journalist und Heimatforscher über dieses Altmühltal, über das er einige Bücher veröffentlicht hat.
    Er belegte zunächst mal, dass diese ganze Gegend schon in den 20er Jahren immer zu den Spitzenreitern gehörte, was die Deutschland weiten %zahlen der Nsdap anging. Er zeigte Fotos einer jener frommen Prozessionen in der in jener zwischen den christlichen Fahnen der braven Gläubigen schon auch Hakenkreuzfahnen ganz stolz mitgetragen wurden.
    Es gab da wohl Anfang der 30er Jahre zwei Morde an Juden, die nicht schnell genug wegzogen waren, und einer der Mörder wurde nach dem Ende des 2.Weltkrieges Schuldirektor in Gunzenhausen.
    Es ist doch immer schön, wenn man ein paar Informationen mehr darüber hat, was das denn für ein wunderbarer Menschenschlag ist, der solche Kapellen in die Landschaft stellen und diese und die dort ansässige Kultur langfristig pflegt…
    Die ganze Sendung gibts hier:

    http://www.ardmediathek.de/tv/alpha-Forum-ARD-alpha/Thomas-Medicus-Buchautor-18-10-2016/ARD-alpha/Video-Podcast?bcastId=34399546&documentId=38409268

  63. auch hübsch
    Sehr hübsch ist der Einfall, gerahmte Bilder auch an die Seiten von Bücherregalen zu hängen. So lässt sich selbst eine Sozialwohnung besser ausnutzen, oder gerade sie.

  64. "Chrystal Meth"
    Bitte, Herr Alphonso, bitte hören Sie auf Crystal Meth mit ‚h‘ zu schreiben. Das tut mir beim Lesen jedes Mal in den Augen weh…

  65. Dekadenter Nonsens
    Aber das Bild, dass Sie zwischendurch zeichnen, war relativ nett anzuschauen.
    Dem aktuellen Zeitgeist entgegengerichtete Buchinhalte verdeckt und geschützt von Kunst, die indirekt verrät was sich hinter ihr verbirgt.

    • Dekandenz ist nie Nonsens.

    • Dekadenz ist
      Zehnzähnigkeit.

      Deka = 10
      dens = Zähne

      Daraus folgt:
      Die Tendenz der Dekadenz führt zur Pentadenz.

    • @Don Alphonso
      „Dekandenz ist nie Nonsens.“
      Sofern man es nicht gerade als sinnvoll erachtet, seine Zeit mit Belanglosigkeiten zu verschwenden, die als Nebenprodukt aus Überfluss resultieren, ist Dekadenz entgegen Ihrer Annahme immer unsinnig.

  66. Warum nur
    entsteigt meinem Bildschirm der Geruch des Eigenlobs?

  67. "Bilder vor Büchern" - falls es noch niemand gesagt haben sollte: Ganz im Vorbeigehen streift uns
    das gegenwärtige Menschheitsproblem. So kurz und knapp.

    Und kommt hier selbstverständlich im Gewand individueller, hochvermögend-hochmögender Erfahrung. Aber das gesunde Untrerbewußtsein unseres FAZ-Top-Bloggers einmal mehr anscheinend auf der vollkommen richtigen Fährte?

    Und ließe sich ggfls. noch billig einwenden bis richtig ergänzen, das wäre ja noch nie anders gewesen, nur der Maßstab in dem dieses heute geschähe, wäre evtl. ungeahnt und unvermutet, ja in der Tat in seinen globalen Dimensionen je unvorgestellt.

    Und das wäre richtig. Denn in jedem Florenz der Medici oder anderer bisher wäre es auch schon immer so gewesen, vorne, in den Repräsentationsräumen zumal, hätten immer nur die Bilder, und wohl nur sie sich des Wandschmucks befleissigt, nebst allerlei sonstigem Raumzierrat üblicher Art dort, wie Wandhalbkommoden und Pracht- bis Prunkvasen darauf. Bücher aber, Gelehrtes zumal, hätte dort auch früher noch nie etwas zu suchen gehabt, Bücher, das wäre stützende Rückwand, resp. stützender Hintergrund, kaum mehr.

    Wobei gerechterdings noch zu ergänzen wäre: Nie schrieb die Menscheit mehr als heute.

    Vermutlich aber schreibt sie mit Lippenstift und Fingerfarben auf die Spiegel, die sie sich aufgehängt hat gleich neben, oder praktischerweise noch vor die Bilder an der Wand. Wir sind eben alle so frei.

    Gegenwartschronisten der stützenden Rückwände wären eben auch gesucht in dieser Zeit. Und wie gut, dass Don Alphonso immer so unmittelbar und mitten aus dem Bauch schreibt. Man liebt ihn dafür.

    • Eigentlich möchte man hier schreien über die vergewaltigungsignorierenden Rassistinnen, die den Kachelmannanschwärzerinnen nachlaufen und den Mund nicht auseinander bringen, wenn es Bewährungsstrafen für Gruppenvergewaltigung gibt, weil die Täter serbischer Abstammung sind und nicht in ihr knallbraun völkisches Denken passen.

    • Eigentlich möchte man schreien
      Die Richter kann ich nicht verstehen. Welche „Erziehung“ soll das sein? Nicht mal soziale Aufgaben haben diese Täter bekommen. Bei denen bleibt sicher im Hinterkopf, dass alles nur ein Spaß war und sie anstellen können, was sie sich ausdenken, es passiert ihnen nichts.
      Ich hoffe sehr, dass das Urteil in die Revision muss.

    • @Don Alphonso
      Die haben sich in der Angst eingerichtet.

      Da sie das nicht zugeben können, aber auch die Klappe nicht halten können, suchen sie sich stellvertretende Kritikziele.
      Bei denen muss man nicht befürchten, dass man selbst oder Familienmitglieder eingeschüchtert, bedroht oder angegriffen werden.

      Und der Mehltau der politischen Korrektheit gibt ihnen mediale Möglichkeiten, ihre Stellverteterkriege zu führen.

    • "Gegenwartschronisten der stützenden Rückwände"
      @Gast
      „Gegenwartschronisten der stützenden Rückwände wären eben auch gesucht in dieser Zeit.“

      Dazu ein Bonmot Orban’s kürzlich nach einer beachtenswerten Solidaritätsbekundung mit der L.F.: „Freunde kritisiert man nicht.“.

      @Don Alphonso:
      „Eigentlich möchte man hier schreien über die vergewaltigungsignorierenden Rassistinnen, die den Kachelmannanschwärzerinnen nachlaufen und den Mund nicht auseinander bringen, wenn es Bewährungsstrafen für Gruppenvergewaltigung gibt, weil die Täter serbischer Abstammung sind und nicht in ihr knallbraun völkisches Denken passen.“

      Hm … wenn ich das aus der letzten billigen Reihe mal so dazwischenwerfen dürfte:

      Irgendeine kleine Minderheit, die ich nicht mal kennen würde, wenn sie hier nicht ständig eine Gratis-Bühne erhielte, irgendeine kleine Minderheit also, die hier permanent unangespitzt in den Boden gerammt wird, soll von uns gleichzeitig als einzige „Befähigte“ verstanden werden zur Lösung des derzeitigen „Menschheitsproblems“, wenn sie denn nur endlich den „Mund auseinanderbringen“ würde ?!

      Mit Verlaub: Da streikt mein Logik-Modul.

  68. Nein, genau das Gegenteil von dekadentem Nonsens - hochnotwendig! Sagten wir
    es bereits? (Bloß weiter so! muß vielmehr unser aller Parole lauten.)

  69. Das Heim als Museum
    Überall diese häuslichen Bibliotheken und Museen. Ganz grauslig. Ich würde sicherlich auch jährlich zehntaustend Kilometer Fahrrad fahren, allein um meinen mit allerlei Kulturgütern geschmückten Sarkophagen zu entkommen.

    Wenn ich Schlösser besuche, die mit mythologischen Motiven übersäte Deckenbemalungen aufweisen, oder große Wandteppiche, auf denen exotische Tiere und Neger abgebildet sind, dann wird mir immer wieder deutlich gemacht, dass die besseren Kreise von einst alles andere als daran interessiert waren in der Vergangenheit zu leben, sondern die Faszination suchten, das Simulative, ihre eigene, aufwendige Art der Annäherung an 3D-Fernsehen, Heimkino und VR-Spiele.

    Das würden sie auch heute noch tun, wenn der hohe Aufwand, der dafür betrieben wird, nicht auf einen Massenmarkt zielte, wenn es ein Reputationsspiel gäbe, bei dem die Mäzene audiovisuelle Technologien für sich und ihren Kreis in Auftrag gäben, statt alte Bilder zu sammeln, nur weil die Originale jetzt ein knappes Gut sind. Man muss sich Ludwig II von Bayern als ganz normalen König vorstellen.

    „Faschismus und Feudalismus haben viele Gesichter, aber die Ersteren sehen momentan aus, als nähmen sie öfters mal Chrystal Meth und die Zweiteren wussten noch, wie man lächelt und was sich gehört.“

    Ach, ich glaube in Berlin wissen genug Leute, wie man in die Kamera lächelt und sie haben auch gelernt ihre unschicklichen Gedanken und Motive hinter Worten zu verbergen. Was dem Bildungsbürger hingegen schmerzlich fehlt ist die Anmutung von Geistestätigkeit, das gelegentliche Aufleuchten von Witz, Bildungsbeflissenheit und Intelligenz. Die haben genug von Volksreden, Gendersprachbehinderung und „wir schaffen das“. Sobald sie von den Eliten abgekoppelt sind, fangen sie an sich selbst in Frage zu stellen. Sind sie selbstbewusst, so entwerfen sie Utopien und denken sich irgendeinen Kommunismus aus, in dem sie wieder eine Rolle spielen. Sind sie hingegen deprimiert, spekulieren sie auf Untergang und Ende ohne anschließende Auferstehung.

  70. Viel Glück!
    Lieber Don,

    „Ihrereins“ haben anscheinend ein ernsthaftes Problem:
    die Deckentragfähigkeit.

    Hoffentlich klappts (als beste Lösung dieses Problems) mit der Villa in Meran.

    Und wenn sich von dort aus Ihr Blick auch noch gen Marling richten lässt,
    mit einem guten Wein auf der Terrasse, versteht sich, dann dürfen wir uns in Folge bestimmt auf weitere unterhaltsame (und, wenn es Not tut, eben auch kritische) Texte und Bilder freuen.

    PS
    Maria Antonia hängt, so wie sie hängt, sehr schön!

    • Das Stockwerk war von 1600 bis 1720 eine Bibliothek, und der Boden hält das aus.


    • Das Stockwerk war von 1600 bis 1720 eine Bibliothek
      Das ist Glück, dann ist es mit Sicherheit solide tragfähig. Wurde ja wohl schon länger erprobt… oder mußte man die Deckenbalken zwischenzeitlich wechseln?

  71. Zorn
    Don Alphonso sagt:
    22. Oktober 2016 um 17:11 Uhr

    Eigentlich möchte man hier schreien über die vergewaltigungsignorierenden Rassistinnen, die den Kachelmannanschwärzerinnen nachlaufen und den Mund nicht auseinander bringen, wenn es Bewährungsstrafen für Gruppenvergewaltigung gibt, weil die Täter serbischer Abstammung sind und nicht in ihr knallbraun völkisches Denken passen.

    Danke Don für die Verbalisierung deines Zorns, den auch ich empfinde.
    Es tut unermesslich gut zu lesen, dass andere ähnlich empfinden.

  72. an PER WÄSTBERG & SARA DANIUS, Schwedische Akademie
    „neue poetische ausdrucksformen“………….die frage ist, ob BOB dafür den preis annehmen wird, er selbst – er kommt gerade aus Konstanz retour – hat da zweifel………aber BOB lässt ausrichten:

    Been stuck in airports, terrorized
    sent to meetings, hypnotized
    overexposed, commerialized
    Handle me with care !

    es ist, als ob die akademie den preis einem menschen gibt, den sie garnicht kennt ! war ja auch bei GG so, aber aus ganz anderen gründen !

    darauf trinken wir jetzt einen Hagnauer Ruhländer, er lächelt schon wieder, niemand in Konstanz hat ihn erkannt, nicht mal am schlechten mundharmonika-spiel !

  73. Flüchtling im Palazzo
    Zu den oben erwähnten 20 Semestern Kunstgeschichte hat’s bei mir trotz Interesse leider nicht gereicht. Es freut mich zu hören, daß es dann doch keine gar so brotlose Kunst ist, wo sich doch dank einschlägigem Sachverstand das eine oder andere Schnäppchen machen läßt. Aus einer der letzten Sendungen von „Kunst & Krempel“ habe ich immerhin die Information mitgenommen, daß ein Bild häufig dann im Ovalformat gemalt wurde, wenn der Künstler Hände nicht sicher zustande bringen konnte. Aber das war bei der spitzbübischen Spanierin oben offenbar nicht der Fall, denn ihre Hände sind ebenso gut zu sehen wie der savoyardische Anhänger.

    Für den Don wäre der einfachste Weg, das Hängungsproblem zu lösen und endlich in einen Palazzo in Italien einzuziehen, dort einfach als politisch Verfolgter Asyl zu beantragen. Auf geht’s, Lieblingsgemälde in den Tornister, und zu Fuß nach Syracus‘. Stuckdecken gibt’s gratis dazu:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/italiens-buerger-helfen-fluechtlingen-in-eigeninitiative-a-1117011.html

    • Sorry, aber das ist mal wieder Ausblenden der Realität, was der Spiegel da macht. In Sizilien ist die Wut enorm.

  74. BOB spricht !
    BOB wird morgen der FAZ ein interview geben, das anders als das „gespräch Rainer Günzler-Norbert Grupe“ verlaufen wird, ort ist voraussichtlich FN hier am see………. als eine art hommage von BOB an das nach einer pop-gruppe benannte luftschiff.

    BOB wird auf den von ihm selbst autorisierten; leicht biographischen film verweisen mit einem sensationellen Richard Gere und das ist die botschaft schon heute:

    https://www.youtube.com/watch?v=JinWAXsvA2M

    „I´M NOT THERE“

  75. Mit Liederzetteln und Blockflöten zu mehr Kultur
    keine Habsburgerin oder Savoyenkönigin hilft uns, Kultur, und zwar die eigene zu bewahren. Ach nein, an Weihnachten verteile ein jeder Liederzettel mit deutschem Liedgut und suche jemanden, der die Blockflöte spielt, auf dass wir unsere Kultur vor den Unbilden anderer bewahren.

    Das Leben kann also so einfach sein, auch mit ovalen Damen, vielen Büchern und Bildern in Petersburger Hängung, die zu splendid gefasst ist. Das ginge noch wesentlich enger, schüfe Platz und sähe immer noch gut aus. Dazu der Liederzettel und heiteres Blockflötenspiel, vielleicht beherrscht ein Nachbarskind in Ermangelung eigenen Könnens noch oder schon diese Kunst und Weihnachten kann kommen.

    Wenn dann die Weihnachtslieder verklungen sind, werden uns sicher von berufener Stelle weitere Rezepte zur Kulturfindung und -bewahrung genannt werden.

    • Mit Blockflöten für oder gegen ...
      … die Blockflöten-Partei anflöten?

      Das Wichtigste steht wieder nicht auf dem Wasch-Zettel, Frau M. So geht das nicht. Die Partei, die Partei, die muß mir schon genau sagen, was ich wo und für wen und in welchem RGB-Blauton-Hemd zu spielen habe, wenn ich mich an meine Blockflöten-Kenntnisse erinnern soll. Und überhaupt. Ohne hinreichende Ausstattung mit eindeutig zuordenbaren Wink-Element flöte ich keinen einzigen schiefen Ton.

      Nicht mal in der Nicolai-Kirche.

      Da seien Ochs und Esel vor.

      Und Balthasar.

    • Steigerung
      Ovale Damen sind schon schwer zu händeln laut dem Don,
      ich behaupte das ultimative sind jedoch rautenförmige Damen.

    • Am schlimmsten sind Rocaille-Rahmern

    • Die Blockflöte ist ja nochmal Ironie hoch drei
      hatte bei meinem Beitrag vergessen, mich einzuloggen, aber gut. Blockflöte und das von der früheren FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, noch freudscher kann eine Fehlleistung nicht sein.

      Ich habe gestern lange sinniert, was noch kommen mag. Nachdem wir die Ratschläge aus Bern vernahmen, nun Zettelverteilung und Blockflötenspiel mit deutschen Weihnachtsliedern, also kein Humtara und Schneeflöckchen auf dass uns die Heimat nicht verloren gehe. Nach Weihnachten gehen wir dann in die Kirche zum Bilder anschauen.

      Und Bannas fragt sich nebenan besorgt, wie lange die Flötenspielerin noch mit der Kandidaturzusage zögern und zaudern will. Ich fürchte, sie will gebeten werden.


      Rocaille, oh je, man bricht leicht ein paar Goldecken ab. Aber nicht verzagen, die Petersburger enger, wie ich sehe, ist da immer noch viel zu viel Luft dazwischen, dann klappt’s auch mit den ovalen und rocaillierten Damen.

  76. Titel eingeben
    Bin ja als Landein 1969 von Westfalen nach Berlin gezogen, zwegens Studium. Mich hat seinerzeit die Faulheit der Berliner irritiert. Jahre später, als ich die Frontstadt mit Tonnen von Tissuewatte (Zewa-Wisch-und-Weg) mittels Lastzug von Mannheim aus versorgte, stelle ich fest, dass sie das Arbeiten an die zugezogenen Türken abgegeben hatten. Zum Beispiel im Subventions-Kunststoffwerk von Ford in Zehlendorf. Für die heutige Einstellung zur messbaren Arbeitsleistung im Reichshauptslum empfehle ich „lilly wood prayer in c robin schulz.“ Da sind unsere zukünftigen Entscheider, die masters of business administration schon mal bildlich festgehalten worden.

  77. Habsburger*Innen
    Werter Don Alfonso,

    auch mir fiel die von Schönheit so kaum bedrückte Dame auf und ich glaubte mich an ein Bild erinnert, das Kurfürstin Maria Antonia von Bayern zeigt, die erste Gattin Max Emanuels. Allerdings gilt es ein spätes Portrait von ihr zu suchen… Die Favoris der Fontange, Lippe und Schläfen sind recht ähnlich – wenngleich bei dem Werk in Ihrer Sammlung deutlich gröber ausgeführt als bei der Vorlage (Horemans???), die einem der Bände in meiner Bibliothek schlummert, auf die ich gerade – da ich z.Zt. nicht in Prantelhausen weile – keinen Zugriff habe.
    Dann wäre allerdings das Werk spätestens in die 1. H. 90er zu datieren…

    Beste Grüße und Danke

    DSDL

    • Das Bild ist ganz sicher um 1710, 20 herum entstanden, die Frisur zeigt das recht deutlich.

    • Die Nase. Das Kinn. Der Mund
      Ich denke es ist die Selbstähnlichkeit die dafür zuständig ist das der Autor dem Bildnis einen würdigen Platz zukommen lassen will.
      Ich gehe davon aus das es eine zeitlich entfernte Verwandte ist.
      ggf könnte man mit Hilfe einer vergleichenden gentechnischen Untersuchung der Farbe des Bilds und der Pigmente von Herrn Alphonso eine Verbindung nachweisen ;-)

  78. Bücher und Uecker
    Meine Bücher habe ich in raumhohen Regalen
    (Fächer: 40/40 mit Rückwand) untergebracht.
    Da kann ich meine Kunstbücher aufrecht hinstellen.
    Gleichzeitig passt hinter kleine Büchern eine zweite Reihe – diese stehen jedoch auf ~7cm hohen Faltkartons.
    So habe ich immer alle Schätze im Blick.
    Bücher über fremde Länder stehen in der hinteren Reihe –
    um davor das Kartenmaterial, das ich ja auch sehr liebe,
    (in halbhohen offenen Kartons) aufbewahren zu können.

    Davor steht mein Lesesessel mit einem an sich leerem Tisch.
    Doch meistens ist er voll mit will-ich-noch-lesen-Zeuch.
    Gegenüber habe ich eine Fensterwand für den tägl.Weitblick.
    Meine beiden andern Wände wollte ich immer schlicht (weiß).
    Für den wunderbaren ‚Uecker‘ habe ich nämlich eine Museums-Jahreskarte.
    Soll doch bitte das dortige Personal ihn vom Staube befreien!
    Ich trinke inzwischen einen Tee und lese…
    .
    https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Uecker
    oder Filme über ihn (1930 geb.) auf Youtube, da kommt seine freundliche Bescheidenheit besonders zum Ausdruck.

    • Eine Frage zum Bild
      …Günther Uecker auf den Trümmern seines Ateliers an der Oberkasseler Straße, Düsseldorf, um 1965…

      Ist der Zustand seiner Arbeitsräume Ergebnis/Teil seiner kinetischen Kunst?

  79. Fundstück
    Lässt sich für Freunde des wir-schaffen-das auch als Hausordnung ausdrucken und rahmen:

    1. Strophe
    Wir Jungen Pioniere gehen der hellen Zukunft zu. Will irgendetwas stille stehn, das lässt uns keine Ruh, will irgendetwas stille stehn, das lässt uns keine Ruh. Hallo, Freunde, nur immer vorwärts, wir Pioniere gehen der hellen Zukunft zu, hallo, Freunde, nur immer vorwärts, wir Pioniere gehen der hellen Zukunft zu.
    2. Strophe:
    Da gehen wir ran und basteln dran und hörn nicht eher auf, als bis es wieder gehen kann in neuem flotten Lauf, als bis es wieder gehen kann in neuem flotten Lauf. Hallo, Freunde, nur immer vorwärts, wir Pioniere gehen der hellen Zukunft zu, hallo, Freunde, nur immer vorwärts, wir Pioniere gehen der hellen Zukunft zu.
    3. Strophe:
    Und hat es einer mal zu schwer, wir helfen ihm heraus. Bei uns gibt’s keine Sorgen mehr, und Frohsinn herrscht im Haus, bei uns gibt’s keine Sorgen mehr, und Frohsinn herrscht im Haus. Hallo, Freunde, nur immer vorwärts, wir Pioniere gehen der hellen Zukunft zu, hallo, Freunde, nur immer vorwärts, wir Pioniere gehen der hellen Zukunft zu.

  80. lese immer noch begeistert mit,
    auch meine Lieblingskommentatoren (das sind jene, die mich zum Lachen bringen, denn naturgewollte Aufgabe der Männer ist es ja, bei den Damen willentlich nicht zu bewirkende Muskelbewegungen hervorzurufen, also solche des Zwerchfells). Schad, daß Ihnen noch keine schönen Habsburgerinnen untergekommen sind, es gibt sie, nicht nur in Öl. Und heiter stimmen uns ebenso die eifrig Genealogie betreibenden stolzen Nachfahren aller volksverbundenen Kleinfürschten.
    Das Bücherproblem kenne ich, ach ja, ich sitze ja in einem prolongierten, ungeheizten Provisorium, auf unausgepackten Bücherkisten. Damit macht man sich vorstädtischen Hausherrn und Pradataschen (pars pro toto, Bürgertum geht anders) verdächtig. Und ihrem Mob (bei Doderer heißen die Troglodyten) ebenfalls.

    • An Försters Liesel: Ich helfe gerne
      Ich habe in St. Irmingard (Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik in Prien/Chiemsee) Lachjoga kennen gelernt. Ich denke mit dieser Technik könnten sie ihr Leben noch freier und unabhängiger gestalten.
      Ich habe natürlich nichts dagegen wenn sie über sich und andere lachen können. Das kann nicht schaden. Und wärs nicht verträgt um den ist es wahrscheinlich nicht schade.

  81. Konfessionen
    @ TDV

    Don Alphonso beschreibt in seinem Beitrag die Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten im Altmühltal. Er bezieht sich dabei ausdrücklich auf Maria Himmelfahrt. Die Marienverehrung spielt bei den Protestanten keine große Rolle. Die von Don gezeigte Kapelle dürfte also katholisch sein.

    Gunzenhausen gehörte einst den Hohenzollern – die dort die Winter verbrachten, weil die Residenz in Ansbach zu kalt war – und war demnach erzevangelisch.

    In protestantischen Gegenden wiederum war die NSDAP sehr erfolgreich. Ultramontane hingegen wählten nach wie vor die BVP (wie das Zentrum in Bayern hieß); Graf von Stauffenberg war Katholik.

    Wenn Sie in Bezug auf den Blutpalmsonntag pauschal schreiben, was das doch „für ein wunderbarer Menschenschlag ist, der solche Kapellen in die Landschaft stellen [sic!]“, halten Sie wohl auch Wallenstein für einen engen Freund von Schwedenkönig Gustav Adolf sowie Ajatollah Chomeini für einen guten Kumpel des Hauses Saud.

    Manche Menschen haben Vorfahren, die dem Reichsrat angehörten. Andere nicht. Letztere sollten vielleicht trotzdem zunächst ihren westfälischen Frieden mit der christlichen Konfessionsgeschichte machen, bevor sie katholische Kapellen – und damit indirekt Großbauern und Landadel – mit Ereignissen in reformierten Gegenden in Verbindung bringen.

    • Zu Graf von Stauffenberg
      Ich weis natürlich nicht welchen sie meinen. Einer wurde in Berlin erschossen, aber nicht weil er Katholik war, sondern weil er rechtswidrig im Sinne des Gesetzes ein Mitglied der Reichsregierung töten wollte.
      Damit jeder Bundeswehrsoldat(in) weis was ihm/r blüht wenn er sich gegen Minister(in) oder Kanzler(in) erhebt wird diese Geschichte des Scheiterns auch heute noch gerne erzählt. Man geht sogar so weit das man im Wachbataillon heute noch bauartähnliche Karabiner verwendet mit denen S von Leben zum Tode gebracht wurde.

      Man macht das heute natürlich anders. Ein Brigadegeneral wurde einfach entlassen weil ihm die Meinung eines Politikers gefallen hat und dies öffentlich kund tat. – Heute werden Staatsanwälte deswegen nicht Minister. Die FAZ hatte berichtet.
      PS Die FAZ hatte auch berichtet das der Vorsitzende des Richterbundes in diesem Landesteil meinte das es nicht sein könne das ein Minister die AfD lobt. Was der Mann davon hält das es Bundesminister der Justiz gibt die der SPD nahe stehen will ich erst gar nicht wissen.

    • Na ja
      Von „Rechtswidrigkeit“ kann bei Staufenberg keine Rede sein. In dem Fall nicht. Eine „Geschichte des Scheiterns“ ist zu negativ; in der Tat lag höchste Größe und kein Scheitern. Sie scheiterte durch eine Reihe misslicher Zufälle.

      Und mW war er u.a. durch die Nähe des Bruders Berthold zum George Kreis (positiv) geprägt, durch seine gute Erziehung und dazu zählte auch der Katholizismus.

      Aber es gab auch protestantische Widerständler. Letztlich ist es eine Frage des Charakters, des Mutes und der Kinderstube.

    • @ Klaus Keller sagt: 23. Oktober 2016 um 16:42 Uhr
      „Einer wurde in Berlin erschossen, aber nicht weil er Katholik war, sondern weil er rechtswidrig im Sinne des Gesetzes ein Mitglied der Reichsregierung töten wollte.”

      Den Grund, warum die Mär vom Einäugigen Grafen stets aufs Neue erzählt wird, haben sie schön beschrieben.
      Interessant ist dabei aber auch noch zu wissen, warum er denn meuchelmorden wollte.
      Das Datum besagt ja schon einiges. 1944 war ja nicht das Jahr in dem man anfing KZs zu bauen oder Angriffskriege zu führen, nein, es war die Zeit wo auch den Letzten klar wurde, dass der Krieg verloren war.
      Das bedeutete für die Gesellschaftsschicht der ost-grundbesitzenden deutschen Junker, dass ihnen grosse Verluste an persönlichem Eigentum ins Haus standen. Die Beseitigung des Führers sollte ja beileibe nicht etwa der Einführung der Demokratie dienen, sondern durch Friedensangebote an die aslliierten genau jene Klasse an der Macht halten die durch Hindenburg die Nazis erst an die Macht gebracht hatte.

      Nun ja… wer will das schon wissen…

  82. White Magazine
    Weshalb wird hier auch nach 220 Beiträgen die sorgfältig hindrapierte italienische Ausgabe des White Magazine geflissentlich ignoriert?

    http://www.whitemagazine.it

    Zumal die Damen sollten den Atem anhalten.
    Tapst die allseits verehrte Kunstfigur auf Freiersfüßen?
    Hat die Auserwählte schon mal die Grenzen ihres künftigen Heimrechts ausgelotet und wie beiläufig eine Zeitschrift liegen gelassen, die jede Rivalin mehr alarmieren müsste als etwa ein mit Spitze geschmücktes Dessousteil im Bad? Ein Magazin, das auf ziemlich fortgeschrittene Pläne hindeutet, den Gastgeber unters Joch zu bringen?

    Man mag sich das bald anhebende Wehklagen, Zähneklappern, Heulen und Haareraufen gar nicht ausmalen, begibt sich – mit Busch und Kopp – schleunigst an einen anderen Ort und sagt – mit Schlich – „Höchst fatal! Hehe! Aber nicht für mich!“

    • Nein, ich wollte darüber – und das darun gefeierte Frauenbild – schon lang mal einen Beitrag machen.

  83. @leningrad
    Die Petersburger hängen keins,se sei sie hätten es.

    und jetzt geh ich ins maxim.

  84. Bildersammlung
    Ja die Toilette als Kunstausstellung macht auch Spaß. Meine Lady erlaubt mir nicht, die erotischen zigeunerinnen aus den Fünfzigern im Wohnzimmer aufzuhängen. Immer wieder kommen dann die erstaunten Gäste aus ihrem WC und wundern sich. Leider habe ich nur 2 Gäste WCs da ist kein Platz mehr. Vielleicht doch die Villa bei Lucca?

  85. Für 150 Euro einen neuen Kühlschrank kaufen
    OT aber lesenswert, könnte in Teilen vom Gastgeber stammen …

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/jarett-kobek-ueber-die-macht-des-silicon-valleys-14492281.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  86. Palazzo
    Triumphal selbstbegeistert muss ich gestehen, dass mich die ovale Dame an meine Ludwig Salvatorischen Balearen von ebay erinnert, es geht wirklich kaum etwas über halbbildungsbedingte Wissensvorsprünge. Daher fallen mir zum Nebeneinanderstellen verfeindeter Autoren auch gleich Robert Neumann [das Wasser stinkt, die Luft ist rein, Hans Habe muss ertrunken sein] und eben H.H. ein, die beide idyllisch gelegene Seen, Palazzi [letzterer schrieb über deren Instandhaltungstücken] und die Wonnen zahlreicher Verehelichungen zu schätzen wussten. Ansonsten: Weiterschreiben, nicht -schreien.

  87. _Solche_ Sorgen möchte ich haben ....
    :p

  88. @ Klaus Keller sagt am 23. Oktober 2016 um 17:16 Uhr
    Heute würde ich auch Haloperidol nehmen, aber damals, und in Indien, gabs das Zeug nicht… Und wenn sie auf einen Kessel mit kochendem Wasser einen Deckel draufschrauben UND ihn vom Feuer nehmen, dann wirkt es ja auch…
    Wissen was man dort in den 90ern mit Leuten mit psychotischen Schüben gemacht hat? Pillen gegeben, und sie mit Handschellen an die Heizung in der Klapse gekettet. Da gibt man schon mal der Versuchung nach es mit den verfügbaren Hausmitteln zu versuchen. Es handelte sich bei unseren Patienten übrigens nicht um Drogenfälle und so haben wir die meisten dieser Fälle nach ein paar Tagen nach Bombay gebracht und in ein Flugzeug zum Heimatland gesetzt. Für einen acht Stunden Flug reichten erfahrungsgemäss 30mg.

    Was aber dies angeht: „Die Leute im WTC hat man vorher gar nicht gefragt ob sie ein solches Risiko eingehen wollen”, so muss ich ihnen widersprechen. Wenn sie sich die Liste der im WTC ansässigen Firmen ansehen so werden sie kaum eine finden die nicht selber von genau jenen Verbrechen profitiert haben auf die das Attentat die Reaktion war…. Wenn jemand meint sein Geld bei Monsanto verdienen zu müssen, dann er ist er nicht unschuldig, falls jemand auf die Idee kommen sollte deren Laden in die Luft zu jagen. Was jetzt natürlich auch für Bayer gilt. Und ich erwarte keineswegs, dass unsere Qualitätspresse das auch so sehen wird und werde damit leben können.

    Mein Vergleich von Carfenantil und Terror war übrigens weit zynischer gemeint als sie annahmen. Ich wollte damit darauf hinweisen, dass wegen der schwachsinnigen und verbrecherischen Drogenpolitik der USA allein durch eine einzige der unzähligen Beimischung zB zu Heroin in kürzester Zeit mehr Menschen ums Leben kommen, als durch sämtliche Terroranschläge gegen das Land….

    Um es noch deutlicher zu machen: Aus ihrem Wissen schliesse ich, dass sie recht genau wissen was in deutschen Krankenhäusern läuft.
    Meine Informationen mögen mangelhaft sein, aber zusammengezählt dürfte es in DE bisher nur um die 10 Tote wegen „Terrorismus“ gegeben haben?
    Hingegen sterben tagtäglich (!) in deutschen Krankenhäusern zehnmal so viele Leute an Infektionen, die sie noch nicht hatten als sie in dieses Krankenhaus reingingen!

    Und zwar jeden Tag, Tag für Tag… wie sie wissen hauptsächlich, weil die dort Beschäftigten, also Ärzte und Krankenschwestern, sich nicht oft genug die Hände waschen. Um noch mal ihre Worte zu benutzen: „Die Leute im WTC hat man vorher gar nicht gefragt ob sie ein solches Risiko eingehen wollen”, die Kranken in deutschen Kliniken hat niemand genau danach gefragt und doch müssen jedes Jahr(!) zehnmal so viele elendiglich krepieren, die keineswegs vorher ihr Geld damit verdient hatten, dass ihre Regierung irgendwo in der Welt Bomben auf Zivilisten geschmissen hat!

    Michael Corleone: „Don’t tell me you are innocent!“

  89. Schrüße häzzlisch
    Isch muss saache, Widder schee geschriwwe, Herr Alfons!
    Awwä was Sieso vier Probleme hawwe, erstaunlisch, wäcklisch!
    Isch happ in mainer Wohnung noch jede Menge Platz vier Bilda
    unn Öhlbilder hab ich schonn gar kai, nidd so als wie Sie, Herr Alfons.
    Isch kennd noch e paa Bilder gebrauche, awwä das iss nadirlisch nur Schbessje!
    Schgrüsie häzzlisch ausm Hässische, machese weidä so.

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