Stützen der Gesellschaft

Stützen der Gesellschaft

Leben, Bildung, Torten und sozialunverträgliches Spätableben unter Stuck und Kronleuchtern.

Der süddeutsche Kulturkreis als Erklärung für soziale Nötigung

| 355 Lesermeinungen

Om 30. Mai ist da Weidundagang, Leid fressds ois z´sam, mia lebm nimma lang.

Es ist der 30. Dezember. Man sollte in der Wohnung sitzen, fröstelnd auf das eisige Grau dort draussen blicken, und heissen Tee trinken. Ich trinke tatsächlich heissen Tee. Mit Zitrone. Das ist so ein Winterritual, das macht man eben so in dieser Jahreszeit: Der Winter sollte fruchtig schmecken, auch wenn es die feineren Noten des Tees zusammen mit dem Zucker erschlägt. Ich trinke also Tee mit Zitrone, aber genauso könnte ich einen Cocktail bekommen. Denn es ist der 30. Dezember, und ich sitze draußen im Sonnenschein, im bayerischen Oberland mit Blick auf die allenfalls leicht vom Schnee angetuckerten Berge. Ich sitze am 30. Dezember in einem randvollen Biergarten, trinke Tee und warte geruhsam auf das Essen.

biergc

Es ist offensichtlich, dass der Mensch in den letzten 200 Jahren eine Entwicklung in Gang gesetzt hat, die unerwartete Folgen zeigt. Früher, als Kind, war ich um diese Zeit beim Skifahren. Auf echtem Schnee, der sich über das ganze Land erstreckte. Der Winter ergriff Besitz vom Berg und Tal, aber wir rutschen auf ihm herum. Wer den Winter heute finden will, muss auf die Gipfel des Mangfallgebirges. Dort, wo Wendelstein und Hirschberg aufhören, klammern sich seine Finger gerade noch fest. Hier unten auf dem Reuthberg ist der Spielplatz voll mit Kindern. Wie im Sommer.

bierga

Irgendwo auf dieser schönen Welt wird eine Konferenz vorbereitet, auf der Politiker besprechen sollen, wie viel Urwald in Afrika gerodet werden darf, um den Hunger der Chinesen zu stillen, wie viele Verschmutzungsrechte nötig sind, um unsere Industrie nicht zu belästigen, und wie wir unsere Häuser in Styropor einpacken sollen. Das hier ist unser Beitrag: Statt in der geheizten Wohnung zu sitzen, sind wir an der frischen Luft und schauen in die Landschaft. Die Zutaten des Essens sind regional. Das ist doch schon ein Beitrag, würde man vielleicht sagen, machte man sich Gedanken, Bevor man weiter an den Tegernsee fährt und mehr Abgase als ein Somalier per pedes in einem Monat produziert.

biergb

Aber die simple Wahrheit ist, dass man sich keine Gedanken macht. Man weiss, wie es auch sein könnte, eisig, mit einem bitterkalten Wind und einem Heimweg im Kriechgang über kaum sichtbare Strassen in einem grenzenlosen Weiss. Es ist falsch, so wie es jetzt ist, aber es fühlt sich richtig an, und so sitzt man hier und bestellt noch eine Dampfnudel mit Honig, früher ein Arme-Leute-Essen am fleischfreien Freitag, und heute eine deftige Spezialität, die man sich leisten können muss, wie all das hier. Unten funkeln nicht die schäbigsten Automobile des Landes. Es herrscht die Hoffnung, dass es ein milder Winter bleiben mag. Man hat sich damit abgefunden, dass Schnee selten wird. Die Leute kommen auch so zu uns, denn woanders laufen mehr Attentäter herum. Ich höre nur selten etwas von Reisen ans Rote Meer. Es renkt sich alles gut ein.

biergd

Zumindest auf diesem schmalen, sonnenüberfluteten Landstrich am Rande der Berge in einem der reichsten Länder der Welt, das reich ist, wenn man zu den Vermögenden gehört, und arm, wenn man nicht dazu gehört. Das hier ist trotzdem eine recht egalitäre Veranstaltung, dieser proppenvolle Biergarten, und weil wir hier alle egalitär vermögend sind, werden die Bedienungen importiert – sie haben zwei neue junge Damen, und sie kommen aus Brandenburg. Sehr freundlich, sehr nett, wie es sich gehört. Man könnte sich über wirklich vieles Gedanken machen, etwa, dass die Welt in sehr vielen Belangen sehr schief und ungerecht sein muss, dass es hier am 30. Dezember ein paar hundert Leuten so gut geht, umsorgt von blonden Brandenburgerinnen und runden Sächsinnen, und drunten kaum ein Parkplatz zu bekommen ist.

biergj

Aber man tut es nicht. Man tut es nicht in jenem Sinne, in dem niedrige Schichten etwas Ungehöriges tun, das man bei uns einfach nicht tut. Es ist kein Imperativ, das Nachdenken bleiben zu lassen. Es ist eine Nachlässigkeit, ein reichlich schuldloses Vergessen, ein Übersehen, das mit einem üppigen Trinkgeld ausgeglichen wird, damit zumindest hier das Leben wieder etwas gerechter wird. Weiter könnte man denken, aber man tut es nicht, und es hat hier auch niemand ein Handy dabei, um nachzuschauen, an welcher Ecke von der Welt der Planet jetzt wieder weiter in sein Verderben rutscht.

biergf

Das tut er zweifellos, und es mag sein, dass dann Riffe weissgebleicht sind, und hier wieder wie im Neolithikum Schildkröten leben, was mir persönlich trotz Klimawandels immer noch lieber als eine Aufsiedlung durch eine noch buntere Gesellschaft wäre. Sprachforscher in Hamburg machen sich Gedanken darüber, ob so eine Einstellung nicht gar unfreundlich ist, aber ich weiss aus eigenem Erleben, wie schwer schon die Zusammenführung von Klassen innerhalb eines Landes ist. Mir sind, ganz offen gesagt, die Reibungsverluste solcher Bemühungen zu hoch, wenn man zusätzlich noch die Grenzen aufgibt. Manche finden, wir müssten etwas abgeben, von unseren alten Privilegien und Vorstellungen. Nein. Warum auch.

biergg

Denn ich war vor drei Jahren in einem Städtchen, die der Familie von Giuseppe Tomasi di Lampedusa gehörte, jenes Schriftstellers, der an einer Stelle im Roman “Il Gattopardo“ sagen lässt: “Es muss sich alles ändern, damit alles so bleiben kann, wie es ist“. Den Spruch hält man uns immer vor. Der bitterarme Ort an der Südküste Siziliens ist aber bezeichnenderweise ein Beispiel dafür, dass sich wirklich alles geändert hat, und geblieben sind eigentlich nur der Zerfall alter Paläste und die Perspektivlosigkeit der Leute. Lampedusas Paradox ist an sich klug und in seinem scheinbaren Widerspruch auch liebenswert. Es wird aber heute von Mangelgebildeten benutzt, die im Gegensatz zu mir noch nie von einem ummauerten Luxusressort mit Privatstrand zu jenem bröckelnden Ort gefahren sind. Ich denke mir seitdem: Wenn schon alles vor die Hunde geht, dann bitte so, dass ich und Meinesgleichen dabei die besten Plätze behalten können.

biergh

Politisch Verfolgte geniessen Asyl, aber ich geniesse auch gern mein Dasein. Es ist erstaunlich, dass man heutzutage mit so einer Haltung fast schon zu einer revolutionären Avantgarde gehört, während ansonsten Empathie und Teilungssucht des Besitzes anderer Leute zwingende Unterwerfungsrituale unter eine Kultur der Achtsamkeit sind. Achtsamkeit ist für mich, dass ich mich an die Geschwindigkeit in Tempo-30-Zonen halte, weil das Oberland Ruhe und langsames Gleiten verdient. Achtsamkeit ist für mich, die Bedienung darauf hinzuweisen, wenn sie einen Espresso vergessen hat. Achtsamkeit für die ganze Welt ist mir zu viel verlangt. Die ganze Welt ist auch nicht gerade achtsam mir gegenüber, sonst gäbe es viel nettere Beiträge über Meinesgleichen, und ich müsste sie mir in diesem Blog nicht selbst schreiben. Zu all den anderen Belastungen, denn kaum komme ich am Tegernsee an, steht auch schon die Katze der Nachbarn vor der Tür und begehrt Einlass, Leckerlis und den besten Platz.

biergi

2017 wird die Welt noch nicht untergehen, aber sie wird rutschen. Es wird noch viele Texte geben, die Forderungen nach sozialerem Verhalten erheben und Einsicht in die Notwendigkeit des Abtretens verlangen, um jene Verteilungskämpfe zu entschärfen, von denen uns versprochen wurde, es würde sie nicht geben. Man könnte es sich aus Gründen der Nachsicht fast überlegen, aber geschrieben wird das von einem ganz bestimmten Typus Autor_Innen, mit dem man aufgrund seiner Häufigkeit, um es in der Sprache meiner Heimat zu sagen, d‘Sei fiadan kennt, der seine Wohnung bei den Steueroptimierern von Ikea mit Wegwerfmöbeln einrichtet und bei dem als Sexpartner eine gesetzeskonforme vorherige Einverständniserklärung wirklich ratsam erscheint, so es denn sein muss. Es sind die Finanzbeamten der Empathie, sie sind anarchistisch wie ein Stapel der Anlage V, und gut wie die Idee der klassenlosen Gesellschaft, in der jeder die gleichen 4m² und eine Reisschale hat. Das ist nichts für mich. Ich bitte also um Nachsicht, wenn ich im schönen neuen Jahr 2017 wieder recht viel schreiben werde, ohne dabei viel nachzudenken, was anderen und ihren überaus berechtigten Minderwertigkeitskomplexen zumutbar ist.

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355 Lesermeinungen

  1. Dank und weiter so!
    Die Kausalität der sächsischen Torte sehe ich, aber die der 200 Jahre Menschheit nicht so sehr. Und selbst wenn es so wäre, ist’s schlimm?
    Herrliches Wetter, guten Start ins Neue Jahr! Weiter so!

    • Was bei uns den Wein gut macht, lässt woanders die Pflanzen eingehen.

    • ja
      es ist schlimm. In den 80ern hat der Club of Rome schon gewarnt. Nichts passierte. Wie immer, wenn der politische Wille fehlt aber gefordert, verabredet und nicht eingehalten wird.
      In der Stadt werden Bäume durch Platanen ersetzt, weil die weniger Wasser brauchen. Zur Erwärmung kommt die Trockenheit. Ein Wanderer fackelt an Silvester am Jochberg, wo sonst Schnee liegt, mal kurz 100ha ab, durch die Isar (die Wilde, Reißende) kann man bei Lenggries in Badeschlappen gehen.Anderswo in D wird zum Wassersparen aufgerufen.
      Der Grund: Keiner will sich einschränken. Davon abgesehen, dass ich lieber Skifahre (auf echtem Schnee) als spazierengehe.

    • Der Unglaube schützt den Freigeist nicht vor Aberglauben.
      Spiegel 14.09.2016: Die Lösung für den Klimawandel scheint für den Club of Rome in der Abschaffung der Menschheit zu liegen. So lautet einer der „radikalen Vorschläge“, Frauen in Industrieländern eine Prämie von 80.000 US-Dollar zu zahlen, damit sie keine oder nur ein Kind bekommen.

    • @peter
      so falsch nicht. kann mich noch gut an die 1kind-politik chinas erinnern, die im Großen funktionierte, im kleinen jedoch zu Grausamkeiten oder Umgehungslösungen führte.
      Man muss nicht Knecht seiner DNS sein, die auf ewiges Leben programmiert ist.
      Ws geht darum, dass die Prognosen erst ins Lächerliche gezogen, dann relativiert und ignoriert wurden. Grund, wie gesagt: Mangelnder politischer Wille wg. Käuflichkeit der Politiker zum einen, mangelnder Wille, einen kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen beim Einzelnen, zum andern. Die jetzige Situation hat der Mensch mit seinem Energiehunger zu verantworten. Ja, auch ich mit diesem post.

  2. Summertime
    Ich empfehle: „Summertime“
    von Janis Joplin (die leider viel zu früh schon 1970 gestorben ist, zu einer Zeit also, als viele der Genderaktivist***nen noch nicht auf der Welt waren): Your Daddy is rich, and your Ma is
    good loking … Es ist angenehm zu hören, wenn die in Mitteleuropa Verbliebenen gezwungen sind , aus dem Fenster zu schauen, aber auch hier auf Teneriffa (23 Grad, leicht bewölkt).
    Ich wünsche allen ein angenehmes 2017, habe aber die leichte Sorge, dass alles noch viel schlimmer wird. Da helfen leider auch die Tremelos nicht weiter mit „Even the bad times are good“.

    • Sicher, es wird schlimmer, aber man muss halt dafür sorgen, dass andere zuerst betroffen sind – vermutlich wird die Politik das auch schon in diesem Sinne tun, denken Sie etwa an die Mietpreisbremse.

    • Joplin, ja, sind sie sicher?
      Beantworten möchte ich das mit einer Szene aus den 90er Jahren, Handelnde sind Bewohner oder exBewohner des beschriebenen magischen Dreiecks.

      A: Du F., du fährst doch am Wochenende auf so ein Liverollenspiel. Was machst du denn da?

      F: 14jährige vermöbeln, die glauben „Somewhere over the rainbow“ wäre von Marusha.

    • Titel eingeben
      Wer den Text von Summertime zitiert und mit einem Namen verbindet, sollte das mit dem Namen des Autors dieses Textes tun und der ist nicht Frau Joplin … die natürlich eine (von einigen hunderten) hervorragende Interpretin dieses Liedes war.
      .
      Ein schöner Endjahresartikel. Danke auch dafür.

    • Gern geschehen! Alles Gute!

    • Summertime
      Als Besitzer verschiedener Versionen von „Summertime“ meine Empfehlung: hören Sie sich die Version des Manhattan Jazz Quartetts (feat. Debbie Davis) an.

    • Ach, Ich würde sie so gerne über den grünen Klee loben
      Aber dieses fantasieren darüber das der Mensch eine Entwicklung in Gang gesetzt hat die dazu geführt hat das bei ihnen heute kein Schnee liegt….Später der Hinweis auf das Neolithikum mit Schildkröten.

      Für alles andere gibt es freundliche Zustimmung und die Bitte unsere Kanzlerin bei der Verfassung von Neujahrsbotschaften zu unterstützen, nur jene von Gabriel könnten schlimmer sein.

      Wikieleaks hat es herausgefunden und u.a. dem Mutterschiff zukommen lassen und das versaubeutelt mir die Vorfreude auf den Jahreswechsel für mindestens 10 Minuten da die FAZ berichtete.
      Mit der Neujahrsansprache schon am Sylvestermorgen konfrontiert zu werden ist einfach eine Zumutung die ich auch nicht vermeiden konnte.
      Es hätte genügt mich mit dieser Katastrophe am 1.1.2017 zu konfrontieren.

      Der Titel hat geügt:

      Islamstischer Terrorismus ist unsere schwerste Prüfung.
      Ich musste sofort an Religionsunterricht in der Grundschule denken.
      Die kleinen können sich gegen einen solchen Tonfall nicht wehren.
      Ich werde den Text nicht lesen und war vor Schreck den Terroristen dankbar das es dieses Jahr nicht der Klimawandel oder der €uro ist.

      ggf meint die Bundeskanzelerin auch gar nicht mich,
      denn für wen das Wort „unsere“ steht wird ja nicht gesagt.
      Für mich ist Terrorismus keine Prüfung sondern ein Straftatbestand
      mit dem man angemessen umzugehen hat.
      Zu prüfen ist allerdings ob da jemand schwerwiegende Fehler gemacht hat und die sind zu korrigieren.

      Da ich mir den Tonfall der Bundeskanzlerin gut vortsellen kann
      meint sie vermutlich etwas völlig anderes.

      Ich kann gar nicht so viele Dampfnudeln essen
      wie ich kotzen möchte.

      Ich werde mich aber wieder beruhigen und ihre Berichte
      aus einem Teil der Welt in dem normale Menschen leben
      hilft mir dabei sehr und ich denke etwas sehnsuchtsvoll
      an die 8 Wochen in Prien, Haus St. Irmingard, direkt am See.
      Man hatte mich ja eingeladen noch mal zu kommen.
      Das ist fast 10 Jahre her. Ich sollte es machen.
      ggf genügt ja 2017 eine andere Unterkunft und
      man beslastet seine Krankkenkasse nicht mit Kosten für
      Vergnügungsreisen.

      Vielen Dank lieber Don für (fast) alles.

      (Auf welche Kontonummer darf ich die Zuwendung
      überweisen?)

    • Nachtrag zu meinem Text 31.12
      Im Mutterschiff wurde die Schlagzeile
      zum Bild der neujahrsansprachensprechenden
      Bundeskanzlerin geändert:

      Mitmenschlichkeit gegen Hass setzen.

      Ich hasse Terrorismus immer noch und
      werde mit diesem nicht mitmenschlich umgehen.
      Da Hass eine menschliche Fähigkeit ist
      werde ich über den Punkt gff noch einemal nachdenken.
      Terrorismus ist ja auch eine Art mit Mitmenschen umzugehen
      nur eine saublöde halt (sry liebe Schweine).

      Wahrscheinlich ist es nicht von Bedeutung was sie sagt,
      und ich kann sich immer über sie ärgern und das
      blödeste vom blöden ist das ich hoffen muss das die nächste nicht von Gabriel, vdL oder Hofreiter kommt sonder wieder von ihr :-(

      Das dies alles als Antwort auf Überlegungen
      zur Sommerzeit erscheint war ein versehen.
      ggf sollte ich mir für das neune Jahr vornehmen
      nur noch harmlose Fehler zu machen.
      Das nächtliche Fasten hatte ich an anderer Stelle erwähnt.

    • Summertime-Variationen
      Im Kontext der hier fliessenden Gedanken finde ich den Bezug auf die Joplin-Fassung gelungen.

      Wer will hier als Schulmeister auftreten und Original-Komponisten sowie-Texter verlangen? Das weiss man doch eh´…

  3. Titel eingeben
    Da kommt ja mittlerweile fast jeden Tag ein neuer Beitrag von Ihnen…wie machen Sie das?
    Ansonsten Ihnen alles Gute fürs kommende Jahr, und weiterhin viel Spaß bei Ihren Radtouren!

    • Ich habe im Dezember zuerst gefaulenzt, weil ich dachte, ich muss auf dem 33C3 fünf Beiträge machen -jetzt fahre ich das Loch eben so zu.

      Danke!

    • Dann...
      … haben Sie die Antwort, wie er das macht. Sie steht ja im Text: „die simple Wahrheit ist, dass man sich keine Gedanken macht.“ Voilà, hier sind Resultate. Kein Wunder dann, dass „es die feineren Noten des Tees zusammen mit dem Zucker erschlägt.“ Das passiert schon mal, wenn man sich keine Gedanken macht, die man pausenlos aufschreibt. Armer Tee. Arme Feinheit. Und armer Zucker.

    • Haben Sie etwas gegen geistige Begrenztheit?

    • Manchen kann man es nicht recht machen
      Sehr geehrter Don,

      danke sehr, für die vielen guten Beiträge „in 16“ und zuvor. Hatte diese und auch diesen sehr viel Freude und Gewinn.

      Die Zufriedenheit scheint ja eher die Verteilung der Gausschen Glockenkurve zu folgen; allen kann man es nicht recht machen. Wie gut, wenn man sich auf der Kurve dort befindet, wo man es vergnügt genießen kann.

      Zumal man sich oft genug fragen muss, ob es dem Kritiker nicht ohnehin um seinen jeweiligen ideologischen Standpunkt geht. Also Kritik um einer anderen Kritik willn. Aus Frust, dass man sie nicht mundtot bekommen kann und nicht alle den Standpunkt der Merkel-Vasallen folgen wollen.

      Mir hat der Text wieder viel Freude bereitet. Wie auch die der vergangenen Tage und auch der von Anna Müller.

      Sicher gefallen einem die Texte auch für sich mal mehr, mal etwas weniger, aber sie sind durchweg klasse. Immer. Was sicher auch Neider auf den Plan ruft (woanders auch Hater genannt).

      Haben Sie einen schönen Jahrewechsel! Und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Das wünsche ich auch den meisten der hier Kommentierenden.

      Vieloe freundliche Grüße aus Berlin

    • Ich schreibe das ja nicht, um den Applaus zu bekomnen, und bin ganz offen affensiv – wenn es welchen weh tut, ist es genau richtig.

      alles Gute! 17 wird hier lustig.

    • Das ist doch mal...
      … zur Abwechslung eine souveräne Antwort. Kennen Sie Selbstironie? Man hätte überraschend,m etwas gemeinsam. Weh tun Ihre Texte übrigens nicht, dafür müssten Sie schneidend, sezieren, dtechend argumentieren, mit unwidersprechlich scharf operierender Logik. Derlei entwaffnet und schmerzt zugleich. Sie könnten das vermutlich, müssten dafür aber mehr investieren; mehr Sorgfalt in der Gedankenführung, wohl gelegentlich auch etwas mehr Selbstbescheidung bei der Themenwahl. Wäre es dann noch ein Blog, „meinungsstark“, rauflustig? Oh ja, dann erst recht. Vielleicht verlören Sie Teile des Gefolges. Das wäre aber nicht arg. Was weh tut, wenn man hier mitliest, sind weniger Ihre oft allzu rasch freigegebenen Texte. Es ist der Wille vieler (nicht so sehr derer, die sich an dieser Stelle beteiligt haben), „Don“ aus der Hand zu fressen, gleich, was sein Text jeweils taugt, weil sie ihn zum Stellvertreter erkoren haben. So sind Sie selbst doppelt funktionalisiert – von Ihren Brötchengebern und Ihren Kunden. Wie fühlt sich das an? Hervorragend, natürlich, natürlich. Ganz sicher – bei freier, stiller, souveräner Selbstbefragung?

    • ... mehr Sorgfalt in der Gedankenführung ...
      Hahaha, ja, ja, und ein Abo von Weihrauch aus dem RHS, eine weiße Hasenpfote und noch dergleichen Humbug mehr.

      Wer Böhmermann für Satire hält (und nicht für unfreiwillige Eigensatire) hat sowieso nix zu melden.

  4. Fröstelnde Winterabende ...
    … durch einen heißen Tee aufzuwärmen, mag sicher eine recht gute Idee sein, eine noch bessere wäre zweifellos ein Glühwein, doch im Ernstfall geht nichts über heiße Schokolade mit einem herzhaften Schuss Kahlua, falls solcher in den frostigen Gefilden des Tegernsees aufzutreiben ist.

    • Alkohol trinke ich halt nicht, und Schokolade ist auch nicht mein Ding, das nehme ich alle Jahre mal. Tee ist mein Sprit.

  5. Konkurrenz belebt das Geschäft
    Der Ton der politischen Akteure und der sie umschmeichelnden Autor_Innen wird umso rauer werden, je näher die Einschläge kommen. Nach der Erkenntnis, dass es beim Kampf um Wohnraum, Arbeitsplätze und auch Abgeordnetensitze von beiden Seiten her nun sehr bald ernst wird, sollte man schleunigst mal darüber nachdenken, mit den Leuten zu reden, anstatt nur über sie.
    Ihnen, Don Alphonso, vielen Dank für das Engagement im Verein für deutliche Aussprache und ein entschleunigtes Hinübergleiten in ein garantiert spannendes Neues Jahr.

    • Gern geschehen. Es ist allerdings schon etwas einsam – nicht, was die Leser angeht, aber im Journalismus finden sich doch auch viele Hasenfüsse, die privat das eine denken und dann doch das andere schreiben,

    • Chlorhühnchen- vs. Terrorangst
      Jan Fleischhauer wunderte sich ja darüber, dass so manche Journalisten angesichts einer tsunamiartigen Chlorhühnchenflut so besorgt zeigten, aber angesichts von Angst vor Terror zum Gottvertrauen aufriefen.

      Es ist halt nicht jeder unabhängig in seinen Entscheidungen wie Sie, viele müssen sich nach der Decke strecken und seis der ihres üblichen Umfeldes.

      Ich glaub ja daran, dass sich mancher Hasenfuß in eine Tigerpranke wandelt, wenn erst mal Status und Reputation und sicheres Einkommen gewonnen ist.

    • Zu Gottvertrauen und anderem
      Wenn man kein Selbstvertrauen hat sucht man sich halt was anderes.

      als KrpflSchüler habe ich in einem Psychiatrieeinsatz
      u.a. folgendes gelernt:
      Wenn man jemandem den Ast auf dem einer sitzt absägen will
      sollte man vorher eine Leiter anstellen.

      Unser lieber Don rennt in der Gegend herum und stellt dankbarer Weise
      Leitern auf oder verweist auf die selben die schon längst dastehen und darauf warten benutzt zu werden.

      Verstehen sie mich nicht falsch.
      Man kann Gottvertrauen und Selbstvertrauen auch kombinieren.

      Die ständigen Warnungen aus Berlin und anderswo vor dem nächsten Sündenfall gehen mir unendlich auf die Nerven. Ich bin für jeden der ermutigt dankbar.

    • Hasenfüsse
      Wer als Journalist ein „Hasenfuß“ ist, hat den Beruf verfehlt. Journalismus im wirklichen Sinne ist, die Interessen des Souveräns als 4. Gewalt zu vertreten und gegen Politiker zu verteidigen.

      Das ist mit Risiko verbunden, dass viele Journalisten auch 2016 mit dem Leben oder ernsten Nachteilen bezahlt haben.

      Wer aber als Journalist nicht bereit ist, seine wirkliche Meinung (als Kommentar) zu vertreten oder nicht die (komplette) Wahrheit, auch wenn sie subjektiv ist, zu kommunizieren, hat seinen/ihren Beruf nicht ausgeübt, seine/ihre Klientel betrogen.

      Mein Dank geht an DA für ein Jahr voller Anregungen, Freude beim Lesen, und dem Gefühl, dass es noch wirklichen Journalismus in Deutschland gibt.

      Die besten Wünsche für DA und die Bloggemeinde: ein Friedliches, Gesundes, und Erfolgreiches Neues Jahr 2017.

  6. 200 Jahre in der Natur und der Wirtschaft
    auspendeln lassen, das ist zwar nicht genug aber „Entschleunigung“ schont den Akku. Immerhin stimmt das Trinkgeld – tatsächlich „alte Schule“. Wer kellnerte weiß, dass die selten bis verschwunden ist.

    Tegernseegang, Waldgang, Schrebergang, Internetgang … der individuellen Fluchten vor den Zumutungen sind noch etliche, die Bibliotheken noch frei zugänglich.

    Wehe uns – auf welchen Gängen, Schlössern und in Ikeaschluchten auch immer – wenn sie verstellt werden, da macht man immer „ungerner“ Platz und stemmt sich dagegen.

    Danke für den Text mit Fotos. Wer weiß, wie sich die Umwelt transformiert…: 2017 mehr Natur wagen.

  7. Das Wetter
    Es muss am Wetter liegen, denn ich hatte die gleichen Gedanken wie Sie. Ich fuhr durch Bayern nach Norden und das Land funkelte, nicht nur die Autos, und auch um Köln glitzerte die Gegend, sogar die Industrie. Wieso muss man alles gegeneinander abwägen?
    Man könnte es doch versuchen mit „sowenig Schaden wie möglich“, als Gedanken.
    Besser als nichts und besser als ein SUV. Sicher wäre es besser für den Planeten, wir wären nicht hier und soviele…aber die Suche nach Schönheit ist doch legitim, wieso Unterwerfung?
    Bitte schreiben Sie weiter, was soll man sonst lesen?

    • Keine Soege, ich bleibe der FAZ treu.

    • Frauen reden oft von Empathie
      Frauen sind nicht gefühlvoller, im Gegenteil. Hier wird das Reden über Gefühle mit Gefühlen verwechselt. Das oft sehr oberflächliche Texten über Gefühle gehört zum Sozialverhalten der Frauen untereinander (und wird dann in Abwesenheit der Betreffenden gern zum Lästern benutzt). Oft werden auch handfeste Egoismen emotional verpackt.
      Mit wirklichen Gefühlen hat das wenig zu tun. Man braucht nur in die Literatur zu schauen: Echte und tiefe Gefühle findet man hauptsächlich bei männlichen Autoren; bei Autorinnen überwiegend Selbstbezug und romantische Stereotype zum Vorteil der Frauen.
      „Problemfälle“ sind Männer häufig, weil sie durch die frauendominierte Gesellschaft von klein auf benachteiligt und von Frauen im Sinne der Frauen erzogen werden.

  8. Feminismus und Egalitarismus-gibt es da Zusammenhänge?
    Nach der südostasiatischen Lehre des Yin und Yang herrscht eine Harmonie, wenn diese beiden Pole des Lebens annähernd in einem Gleichgewicht stehen. Yin steht dabei vereinfacht gesagt für das weibliche, eher passiv-verharrende Element, yang eher für das männliche, dynamisch-vorangehende. (Man sieht an diesem Beispiel übrigens, dass ein riesengroßer Kulturkreis Frau und Mann offensichtlich unterschiedliche Grundeigenschaften zuordnet). Ich bin vermutlich nicht allein der Meinung, dass unsere Gesellschaft derzeit unter einer extremen Verweiblichung leidet, was zu Verwerfungen führt. Ich will aber auch nicht in Abrede stellen, dass es bei uns schon Zeiten gab, wo das yang einen extremen Überhang hatte, was ebenfalls zu unangenehmen Realitäten führte.
    Das alte englische Sprichwort „two wrongs don’t make a right“ sagt es schon: man kann eine Extremhaltung nicht dadurch kompensieren, dass man in das entgegengesetzte Extrem geht, zeitweilig macht es vielleicht Sinn, aber irgendwann muss man dann aus dem Extrem wieder raus. Diesen Weg hat unsere Gesellschaft bis heute nicht gefunden und daher müssen wir uns jetzt rumärgern mit Feminazi- und Genderterror.
    Freud schreibt dem weiblichen noch eine andere Eigenschaft zu: er spricht von Penisneid, eine bisweilen umstrittene These, die aber durch genaue Alltagsbeobachtung oft bestätigt erscheint. Die Frau hat aus diesem Motiv heraus den unbewussten Drang, den Mann (vor allem den starken, soll heißen erfolgreichen Mann), überspitzt gesagt, zu kastrieren, also ihn daran zu hindern, seine Männlichkeit weiter zu entwickeln.
    Vielleicht speist sich die sprichwörtliche soziale Ader der Frau/oder vieler Frauen genau aus diesem Ansatz: sie will dem vermeintlich Schwachen helfen, nicht weil sie für diesen allzu viel übrig hat, sondern nur aus Neid gegenüber dem Erfolgreichen. Das wäre alles noch nicht so schlimm, wenn man nicht immer wieder beobachtet, dass sich Frauen vor den falschen Karren spannen lassen-nämlich dann wenn ausgekochte Männer genau diesen sozialen Trieb erkennen und durch Druck auf die Tränendrüse diesen ganz geschickt ausnutzen. Darf man hier mal folgendes Beispiel anführen, auch wenn es sich etwas extrem anhört (ist aber nicht böse gemeint, nur realitätsverpflichtet): ein Asylbewerber, aus dem Maghreb, dynamisch, dem es nicht schlecht geht und der auch nicht politisch verfolgt ist sucht hier um Asyl nach, weil er weiß, dass „frau“ aus Mitleid gern mal die Grenzen aufmacht. Er kommt dann her, weil er auch mal Audi RS fahren und an Silvesterabend in der Kölner Innenstadt die Puppen tanzen lassen will.
    Wie gesagt, die Theorie vom Penisneid ist nicht bestätigt, aber…
    Es ist übrigens immer wieder zu beobachten, dass Frauen die Demontage eines mächtigen Mannes dann sein lassen, wenn er ihnen unangreifbar erscheint. Überspitzt gesagt: „frau“ schwankt zwischen Mitleid für den „Sklaven“ und der Bewunderung für den „Sklaventreiber“.
    Es wäre doch interessant, auf diesem Hintergrund mal die Emanzipation zu beleuchten. Eine weitergehende Lektüre von Nietzsche und Strindberg sei ebenfalls empfohlen.

    Noch ein paar Anmerkungen zum Thema „Klimawandel“: es gab auch in den letzten Jahren hier bei uns noch schneereiche Winter, aber insgesamt kamen sie früher allerdings IN DER REGEL mit Schnee daher. Wenn jetzt ABER ein paar „grüne“ (der Name ist eigentlich widersinnig, denn für „Natur“ kann er nicht stehen) Besserwisser, zumeist städtischer Provenienz, gefolgt von ein paar in ihrem Sinne indoktrinierten Millenials ankommen um uns wieder Vorträge zu halten: rechnet doch einfach mal nach wie viel Energie ihr vergeudet durch eure Lebensweise, durch übermäßige Nutzung von Handys und Internet (meist für überflüssigen Klatsch und Tratsch), durch übertriebenes Konsumverhalten (ein Mausklick genügt um per Internet-Bestellung eine Heerschar von weißen Kastenwägen ausschwärmen zu lassen, die die Autobahnen verstopfen und den Konsummüll rankarren, der meist zwei Tage später in genau demselben landet), dann reden wir weiter. Als Vertreter der etwas älteren Generation X lasse ich mir von euch nicht meinen CO2 Fußabdruck vorrechnen-er ist vermutlich erheblich kleiner als der Eure.
    Wenn ihr so ökologisch wärt wie ihr immer rausposaunt, dann würdet ihr nicht zulassen, dass durch diesen Genderirrwitz tonnenweise mehr Papier vergeudet wird (und zur Herstellung müssen Bäume gefällt und in einem aufwändigen chemischen Prozess unter Einsatz von viel Energie weiterverarbeitet werden), nur um durch überflüssige Nennung „weiblicher“ Formen die Eitelkeit irgendwelcher aufmerksamkeitsgieriger „Weiber“ (um es mit Nietzsche zu sagen) zu befriedigen.
    Ich sehe mich selbst nicht als frauenfeindlich, ganz sicher nicht, aber es nervt mich ungemein, dass man uralte, typisch weibliche Unarten wie Eitelkeit und Gefallsucht instrumentalisiert um eine ins Paranoide überdrehte PC- und Genderhysterie immer weiter zu befeuern.

    Dies alles ist Teil eines verrohten Globalisierungsdenkens, das letzten Endes schuld daran ist, dass wir hier nicht mehr richtig schöne, konservative Weihnachten mit Bescherung unterm Christbaum nach ausgiebiger Schlittenfahrt haben.

    • Freud
      Ich glaube, dass Freud mit seinem „Penisneid“ genauso irrte, wie mit dem „Ödipuskomplex“ bzw. der „ödipalen Phase“. Das ist ihm nicht vorzuhalten. Wie soll jemand, der irgendein Phänomen als erster beobachtet, entscheiden, ob es sich um „Normalität“ oder „Neurose“ handelt. Aus meiner Sicht besteht Natur aus „Logik“ und „Funktion“. Die Natur hat mit ihren Lebewesen kleine „Raumschiffe“ geschaffen, die Milliarden von Jahren unterwegs sein und auf alle Eventualitäten vorbereitet sein müssen. Da ist kein Platz für Zierrat und Bordüren. Die meisten Dinge haben in der Natur nicht nur eine, sondern aus Gründen der Gewichtsoptimierung sogar mehrere Funktionen (denken Sie daran, was Sie mit dem Mund alles machen können, das Gleiche gilt für die Rezeptoren des Gehirns: sie haben mehrere verschiedene Funktionen gleichzeitig). Warum sollte die Natur also irgendeine Spezies mit dem Verlangen ausstatten, den Vater zu töten und die Mutter zu schwängern? Das würde erstens das gesamte Prinzip der Vererbung, DNS-Brüche mit gesunder DNS zu überschreiben, konterkarieren (Mütter und Söhne haben diese Fehler sehr wahrscheinlich an genau der gleichen Stelle auf den Chromosomen), ein Prinzip, aufgrund dessen es überhaupt 2 Geschlechter gibt und wir uns nicht durch blosse Zellteilung vermehren (ausser, dass es bestimmte Charaktereigenschaften gibt, die zwar zum Überleben einer Spezies notwendig, aber so unterschiedlich sind, dass man sie nicht auf einem einzigen Exemplar einer Spezies „parken“ kann), und zweitens die sehr geringe, aber immerhin vorhandene, statistische Möglichkeit entstehen lassen, dass sich die männlichen Exemplare einer Spezies gegenseitig töten, die, umgerechnet auf Milliarden von Generationen, eine Spezies, die diese Eigenschaft hat, vom Aussterben bedrohen würde. Das wäre reine Spielerei und zu nicht nützlich. Soetwas macht die Natur einfach nicht (als Freud das schrieb, waren der Mechanismus der Vererbung und die DNS noch nicht bekannt).

      Was die „soziale Ader“ der Frau angeht, denke ich an Roy F. Baumeister, ein amerikanischer Psychologen, der ausgeführt hat, dass Männer und Frauen gleiche soziale Fähigkeiten haben, Frauen diese aber im „sozialen Nahbereich“ (Familie, Dorf, Gruppe) ausführen, Männer im „sozialen Fernbereich“ (Militär, Diplomatie, Politik). Daran denke ich jedesmal, wenn eine Frau im Aufsichtsrat einer Autofirma nicht für neue Märkte, sondern für neue Speech-Codes kämpft und eine Verteidigungsministerin einer funktionell unfähigen Armee, anstatt deren Funktionsfähigkeit als Armee wieder herzustellen, Kitas einführt. Denken Sie mal daran, wenn Sie mit einer Frau diskutieren, und die nicht darauf eingeht, WAS sie sagen, sondern WIE Sie es sagen. Hier ist der Link zu der ganzen Ansprache Baumeisters (Is there anything good about men) auf dem 2007er Meeting der American Psychological Association. Danach fallen einem noch sehr viel mehr Dinge auf. https://is.gd/ZwCZNO

    • den Vater zu töten und die Mutter zu schwängern..
      Warum sollte die Natur also irgendeine Spezies mit dem Verlangen ausstatten, den Vater zu töten und die Mutter zu schwängern?

      zu Übungszwecken.
      Es ist nur ein Problem wenn man es als Erwachsner immer noch tun will.
      (in Brasilien wurde kürzlich ein Rivale aus GR getötet)
      Das ist heute zu Tage idR Rechtswidrig.

      Die Familie ist ein Lern und Übungsfeld.
      Wenn es eine gesunde Familie ist findet der Sex mit den Kindern ja auch nicht statt bzw die spielerischen Versuche werden nicht missverstanden. Hierzu gibt es im Netz ein schönes Beispiel wie erwachsene Signale falsch deuten. Daniel C.-B. erzählt etwas bekifft in einem Interview wie schön erotsich sich Kinder ausziehen können.
      Ich vermute es ist aus den 1970ern. Abweichende Sexualpräferenz hält sich lange. Die Therapie heute zielt darauf nicht Täter zu werden.
      Unterstellen wir dem Mann das ihm das gelungen ist.

      Vermutlich ist es aber eher auch so das Erwachsene vor Kindern keinerlei Angst haben und haben das Empfinden sie könnten sich alles erlauben.
      Ob man es dann tut ist etwas völlig anderes.

      PS Deswegen freut es mich immer wieder wenn Don über normales Leben berichtet.
      Ich kenne das aus persönlicher Erfahrung (privat und beruflich) so gut wie gar nicht. Ich hatte aber das Glück das die Störungen in meiner Familie anderer Natur waren.

    • diese Tabletten...
      … muss man regelmäßig einnehmen!

    • @Keller @Marx
      @Keller: sehr geehrter Herr Keller, der Bezug ihres Beitrags zu meinem Blog bzw. dem des Herrn Marx geht mir nicht genau auf. Wie dem auch sei, mein Beitrag bezieht sich auf Erwachsene und was Daniel C.B. so von sich gibt ist schlimm genug. Aber der gehört ja auch zu den Grünen (ist bei denen irgendeiner überhaupt nüchtern?) und mit denen bin ich ja nicht gerade gut Freund, wie meinem Blog unschwer zu entnehmen sein sollte.

      @Marx: Ihre hochinteressante Information mit dem dazugehörigen Link dankend entgegengenommen. Man lernt eben nie aus. „Wenn eine Frau im Aufsichtsrat einer Firma nicht für neue Märkte, sondern für neue speech-codes kämpft…“ Köstlich, ganz köstlich, auch wenn man so etwas eigentlich nicht laut sagen darf (Mit der Nichtwahl von Hillary ist wohl ein ganz böser Giftkelch haarscharf an uns vorbeigegangen). Oder etwa doch bzw. warum eigentlich nicht? Forschung wäre angesagt bzw. wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema gender! Man sollte denen, die uns fortwährend damit nerven entgegnen: die Menschheitsgeschichte ist ja noch nicht abgeschlossen, mal sehen was die Zukunft so bringt. Mit der Wahl des himmlischen Donald Trump hat der ganze satanische Genderwahnsinn eine schwere Niederlage einstecken müssen. Die guten Kräfte setzen sich hoffentlich durch.

    • Harry Charles (unter zwei Prinzen machen sie es nicht?)
      „Ich bin vermutlich nicht allein der Meinung, dass unsere Gesellschaft derzeit unter einer extremen Verweiblichung leidet, was zu Verwerfungen führt. Ich will aber auch nicht in Abrede stellen, dass es bei uns schon Zeiten gab, wo das yang einen extremen Überhang hatte, was ebenfalls zu unangenehmen Realitäten führte.”

      Das Interessante, das Wahre an diesen beiden Sätzen, das, was sie verschwiegen, was aber das Wesentliche wäre, das fehlt, weil es ihnen ja gar nicht in den Sinn kommt… Deshalb als Frage: Warum fällt solche „Verwerfung“ ihresgleichen immer nur dann auf, wenn es für ihre Seite unangenehme Verwerfungen zu haben beginnt?
      Von ihnen, also jemandem dem bei dem Thema allen Ernstes als erstes der Penisneid einfällt, ist kein Kommentar bekannt in dem sie sich zu jenem Mangel an Gleichberechtigung für Frauen äussern, der einem reichen, gebildeten Land wie DE eigentlich unwürdig ist…
      Ist ihnen nie der Gedanke gekommen, dass das männliche Gehabe, das vor den Genderisten als “normal“ betrachtet wurde, ebenso lächerlich war wie deren jetziges Gejaule?
      Warum haben sie in jener guten alte Zeit diesbezüglich nie von Yin und Yang geschwafelt?

      Ihre Empfehlung des „Experten“ Nietzsche was das Thema Frauen angeht ist auch aufschlussreich, also ein Pastorensohn, der nur von Frauen erzogen wurde und der ein einziges Mal in seinem Leben GV hatte (als gevögelt wird man das was er da tat, kaum bezeichnen wollen), und sich dabei auch gleich mit Syphilis ansteckte?

      „Ich sehe mich selbst nicht als frauenfeindlich….“ Ups… na, wenn sie das sagen, dann wird es schon die Wahrheit sein.

    • @ Harry Charles
      Der Bezug meiner Antwort zu Ihrem Beitrag ergibt sich aus, 1. Zitat: „Freud schreibt dem weiblichen noch eine andere Eigenschaft zu: er spricht von Penisneid, eine bisweilen umstrittene These, die aber durch genaue Alltagsbeobachtung oft bestätigt erscheint“. Antwort: Ich wollte ausführen, dass Freud sich meiner Meinung nach in diesem Punkt geirrt hat (so, wie mit dem Ödipuskomplex). und 2., Zitat: „Vielleicht speist sich die sprichwörtliche soziale Ader der Frau/oder vieler Frauen genau aus diesem Ansatz…“. Antwort: diese soziale Ader ist tatsächlich „sprichwörtlich“, denn sie ist eine ganz normale menschliche, keine speziell weibliche Eigenschaft.

    • An Harry Charles
      Meine Überlegungen beziehen sich auf den Satz den
      ich im Titel wiederholt habe. Es mag sein das dies mit ihrem Text gar nichts zu tun hat. ggf aber doch da es darum geht das Verhalten von Menschen zu verstehen (ohne es zunächst zu bewerten, wir machen das oft leider gleichszeitig. mannchmal hilft es die Abläufe zeitlich zu dehnen um zu vertstehen was eigentlich passiert) Es kann sein das sie den Zusammenhang jetzt auch nicht erspüren können. Das macht aber nichts.

      vielleicht ist ja der wichtigste Satz in meinem Text:
      Die Familie ist Lern und Übungsfeld für die Kinder und ob jemand damit
      etwas anfangen kann überlasse ich jedem einzelnen.

    • Lidschis aus China ...
      „Ich sehe mich selbst nicht als frauenfeindlich, ganz sicher nicht, …“

      Na ja, wie das so ist mit dem Selbst- und dem Fremdbild. Das entscheidet man seltenst unilateral. Wenngleich das unilaterales Weltbild gerade für uns ganz offensichtlich zwingend wegweisend ist. Oder dies jedenfalls sein soll. Im Gegensatz zu Vorträgen vor Studenten in Chi…. halt, ich schweife ab. Die „Realität“ stellt sich jedenfalls nach meinem Erleben ganz anders dar. In meinem Umfeld hat der Alltag mit Gender-Ideologie genau gar nichts zu tun. Es ist schlichtweg nicht mal Thema. Davon lese ich lediglich permanent genau hier. Es muß, denke ich mir eins ums andere mal, genau hier also ein ganz spezielles Interesse daran geben, dieses Thema dominant am Leben zu halten. Mitsamt all der damit verbundenen Dichotomien-Pflege der regelmäßig völlig undifferenzierten Art.

      „… aber es nervt mich ungemein, dass man uralte, typisch weibliche Unarten wie Eitelkeit und Gefallsucht instrumentalisiert um eine ins Paranoide überdrehte PC- und Genderhysterie immer weiter zu befeuern.“

      Nun. WENN Ihre Analyse stimmt, dann fragt sich, warum mann das Fernrohr beständig auf genau die rückt, die mann vorgeblich aus seinem Alltag verbannt haben möchte. Und warum mann gleichermaßen sein 5-Jahre-altes-Schnapskonfekt-Rezept auch eher unstimmig als im Narrativ dazu passend ausstellt. Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Und was so ein ordentlicher Narzisst – gleich welchen Geschlechts – ist, der nimmt bekanntlich, was er kriegen kann.

      Die PC-/Gender-„Teile- und Herrsche“-Strategie – und m.E. ist sie genau das, bzw. der Wegbereiter des damit verbunden tatsächlich gewünschten gesellschaftlich akzeptierten Rollbacks hin zur bereits von Dahrendorf prognostizierten Rückkehr in ein Autoritätes Zeitalter, steht aus meiner Sicht jedenfalls nicht zufällig gleichermaßen prominent auf der Tagesordnung. Im Moment noch benötigt mann ganz offensichtlich den Fokus auf die besonders an politischer Schaltstelle ganz offensichtlich völlig fehlbesetzte Frau. Wer diese Frau(en) tatsächlich genau dort haben wollte und steuert, wird dagegen unter dem Tisch gehalten. Vorsicht, Hochspannung. Lebensgefahr.

      Man kann sich dem Thema aber natürlich auch völlig unpolitisch nähern. Denn geben Sie sich bittschön keinerlei Illusionen hin. Am Ende kriegen wir euch alle. Spätestens, wenn sich all die Allerwertesten in unsere Richtung recken, die versorgt werden möchten. WENN Mann schon also schon unbedingt AnalOGIEN zu Freud bemühen möchte, dann bitte mit dem gebührlichen Respekt und der geboten Umsicht. 2/3 der Pflegenden Angehörigen sind nämlich Frauen. Und spätestens an der Stelle versagt denn dann auch Ihre Theorie von der Gefallsucht. Denn ich gehe mal treffsicher davon aus, dass weder Sie noch meine tapferen Schwestern an näheren Details zu dem Thema tatsächlich interessiert sind.

      In diesem Sinne also mein ganz persönlicher Neujahrswunsch: den Schlitten bittschön im Dorfe zu lassen.

      Auf ein erkenntnis- und schneereiches Neues ;-)

    • @ alle
      -den Schlitten im Dorf lassen? Aber gern, nichts lieber als das. Nur sorgt der Globalisierungsdruck (wenn man nichts dagegen unternimmt) dafür, dass es immer weniger Dörfer, immer weniger Dialekte, immer weniger Schlitten und Schnee und immer weniger Idylle geben wird.
      -einige der Antworten auf meine Beiträge zeigen, dass der Geschlechterkrieg voll entbrannt ist und eine Feuerwalze nach der anderen niedergehen lässt. Juhu, weit sind wir gekommen wenn im 21. Jahrhundert Mann und Frau sich nicht aufgeklärt in einer auf weitgehender Harmonie beruhenden Gesellschaft bewegen, sondern permanent immer weiter polarisiert wird. Und noch zwei Nachträge zum Thema Emanzipation/Charakter der Frau:
      1. wo bitte schön werden Frauen denn bei uns, im Land der Schwesig-Quoten benachteiligt? Eine gesetzlich festgeschriebene einseitige Bevorzugung der Frau im öffentlichen Dienst hat nachweislich zu enormen gesellschaftlichen Verwerfungen (und Ungerechtigkeiten zum Nachteil der Männer) geführt. Ein Beispiel gefällig? Ich war einige Jahre als Gymnasiallehrer tätig. Schon zu meiner Zeit als Schüler gab es in etwa gleich viele Lehrerinnen wie Lehrer am Gymnasium. Heute gibt es, auf alle Schulformen bezogen, bundesweit doppelt so viele Lehrerinnen als Lehrer, vor allem im Grundschulbereich. Studien belegen, dass dies dazu führt, dass nicht wenige Jungs infolgedessen zutiefst verhaltensgestört sind, wenn sie eine weiterführende Schule besuchen.
      2. Frauen reden oft von Empathie, eine Eigenschaft, die sie Männern gern absprechen. Nach meiner Erfahrung sieht es bei Frauen damit um keinen Deut besser aus. Die schöne Geschichte von der Prinzessin, die den durch einen Fluch in einen Frosch verwandelten Prinz von seinem Leiden erlöst, indem sie ihn küsst (sich ihm zuwendet), ist ein Märchen, und nur das. In der Realität wird keine Frau so viel Empathie haben, dass sie erkennt, wenn ein unmittelbar in ihrer Nähe arbeitender Kollege leidet. Und selbst wenn es sich dabei um jemand mit ausgezeichneten Fähigkeiten und Anlagen handelt (also um jemand, den zu retten es sich lohnen würde), er wird vor die Hunde gehen, aber ganz sicher wird die Frau ihm nicht helfen. Die ist zu sehr damit beschäftigt, refutschi wällkomm-Plakate hochzuhalten um Leuten zu „helfen“, die es meist weder verdient noch nötig haben. Zumindest tut sie es aber, um sich selbst in den Vordergrund zu rücken und sich als Gutmenschin zu profilieren. Auch hier: uralter Jahrmarkt der Eitelkeiten, nichts weiter.
      Eine bittere, aber realitätsbasierte Bilanz.
      Ich könnte noch tagelang so weiterschreiben, endlos, ganze Bücher könnte ich zu der Thematik verfassen (werde ich vielleicht auch noch tun). Aber eines wird sich sicher nicht ereignen: dass ich klein beigebe. Ich werde die vom Satan geschickten falschen Propheten (die pc- und gender-Apologeten namentlich), ich werde Pseudomoral, Pharisäerhaftigkeit, Verlogenheit, Spießertum, Engstirnigkeit und als „soziales Engagement“ getarnte Unmenschlichkeit weiter bekämpfen. Draufhalten, aus allen verbalen Rohren ballern. Es zeigen sich ja schon Verbündete (USA und GB, vielleicht aus RUS). Vielleicht haben der Kosmos/die Natur/Gott endlich ein Einsehen und lassen einen nicht länger allein im Regen stehen.

    • Lieber Harry Charles, die Prinzessingeschichte geht doch noch viel schöner ohne Kuss:
      http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/pdf/der_froschkonig_oder_der_eiserne_heinrich.pdf

      Ansonsten einfach mal abwarten, bis auch hierzulande irgendwann jemand von der Qualität eines Allan Paul Bakke aufschlägt…

    • "... als „soziales Engagement“ getarnte Unmenschlichkeit weiter bekämpfen "
      @Harry Charles
      In dem Punkt sind wir völlig einig. Zumal ich ebenfalls durchaus Romane schreiben könnte über die im Ergebnis zutiefst asozialen Wirkungen vorgeblich „humanitären“ Aktivismus.

      Was die Verallgemeinerungen angeht, bleibe ich allerdings bei meiner Kritik. Roß und Reiter und konkrete Beispiele sind da sicher hilfreicher. Hätten Sie da mal einen Paragrafen, der statt zu Gleichbehandlung zu derart krassem Frauen-Überhang führt? Wenn uns Schwesigs output schon im Rundumschlag angehängt wird, hätte ich das auch gern sezierfertig auf dem Silbertablett nachgereicht bekommen. Merci vielmalz im voraus ;-).

    • Sie sind nicht frauenfeindlich, sonst bin ich´s auch.
      Auch ich glaube, dass unsere Gesellschaft zum Nachteil aller verweiblicht ist. Weibische Flüchtlingspolitik (weil man die Grenzen angeblich eh nicht schützen kann, macht man sie halt ganz auf) – weibische Empörungsrituale (zum Glück waren im jüngsten Fall selbst männliche Politiker Manns genug, ihrer grünen Kollegin mit deutlichen Worten über den Mund zu fahren). Unsere Gesellschaft verweiblicht durch Frauenüberhang im Bildungssystem, männliche Schüler scheinen sich da oft im falschen Film zu fühlen und sollen dann mit ihren Problemen ausgerechnet zur jungdynamischen Schulsozialarbeiterin mit Doppelnamen gehen. Oder in die Schulcafete, ihren Grant mit fleischfreier Sojazubereitsungs-Wurst runterwürgen. Ob die Belange dieser Jungs später im Beruf von der feministischen Gleichstellungsbeauftragten mit Pumucklfrisur überhaupt noch vertreten werden? Ich wage zu sagen: Feminismus führt nicht unbedingt zu mehr sozialer Gerechtigkeit; im Beruf jedenfalls scheint unter Frauen die Stutenbissigkeit ganz sicher nicht abgenommen zu haben, und die üblichen Mobbingmethoden sind durch politisch korrekte Codierungsgewohnheiten eher perfektioniert, weil subtiler geworden (wie soll man da erst als Migrant mit Sprachbarriere mitkommen).
      Ausserdem führt radikaler Feminismus immer wieder zu grotesken Unterwerfungsgesten gegenüber Dritten (der sinnfälligen Beispiele gibt es übergenug).
      Bei vielen medial multiplizierten Feministentweets unserer Tage muss ich unwillkürlich an die Sprüche des Ekels Alfred denken, den ich Silvester nach den Nachrichten in mein Wohnzimmer gelassen habe: dieser Prototyp erfährt in mancher Feministin seine zeitgeistige Reinkarnation*in.
      Wenn wir also Pech haben oder es falsch anstellen, könnten wir als verweiblichte Gesellschaft im Umgang mit manchen genderunbeleckten Jungmännerscharen noch Konflikte von ganz neuer Dimension erleben. Sehr zum Schaden der friedliebenden bunten Mehrheit nebst wahrhaft schutzsuchender Gäste.

  9. Gefährder
    „Politisch Verfolgte geniessen Asyl, aber ich geniesse auch gern mein Dasein“ So ist es. Aber mein Dasein in Berlin „RSH“ als Zweitheimat wurde mir auch ohne die „Ereignisse“ auf dem Breitscheidplatz recht ordentlich verleidet. Ich erwarte von der Politik, dass die ungefähr 400 bis 500
    „Gefährder“ in Deutschland daran gehindert werden, ihre Absichten in die Tat umzusetzen.
    Wenn die Regelungen des Dublin-Abkommens schlichtweg gesetzeswidrig außer Kraft gesetzt werden können, dann müsste hier auch formaljuristisches Brimborium etwas möglich sein, um weiteres zu verhindern.

    • Ja, das ist blöd, aber wer zuschaut, wie aus einem Park ein Drogenbazar wird und aus einem Ausgehviertel ein Ort der Raubbanden, braucht sich über den Abschluss nicht zu wundern. Der Herr aus Pakistan mit seinen diversen Identitäten darf uns ja jetzt auch auf dem Kopf herumtanzen.

    • Ein unerwarteter, neuer Verbündeter
      in Ihrem Anliegen, die 500 Gefährder unter Kontrolle zu halten.
      Findet sich heute in der Zeit.

      http://www.zeit.de/2017/01/anschlag-berlin-anis-amri-terrorismus-gefaehrder#comments

    • 500 Gefährder
      Optimismus ist oft ein Mangel an Information.

      Das gilt für den Pesimismus auch,
      deshalb:
      Don lesen, unseren lieben Vater im virtuellen…
      Ich neige zu spätpubertärem Überschwang in jede Richtung und
      Ich finde es sehr schön das unsere Gebete hier auch beantwortet werden.

      Pubertät mit 54 ist wirklich furchtbar!
      Nur: Ich weis das

      … ich nichts weis und
      damit weis ich mehr als die
      die nicht wissen das sie nichts wissen.

    • Köstlicher Kommentar, noch köstlichere Antworten
      „500 Gefährder“… echt witzig

      Hören sie sich mal das an:

      https://kenfm.de/kenfm-im-gespraech-mit-uwe-kranz/

      „KenFM traf Uwe Kranz in dessen Privatwohnung. Kranz war sein Leben lang bei der Kripo und hat sich vor allem mit organisierter Kriminalität und später mit Terrorismus beschäftigt. Kranz leitete das LKA in Thüringen als die NSU noch existierte und baute später EUROPOL mit auf.”

      500 ist erstens Wunschdenken und zweitens…. Denken sie doch einfach mal drüber nach, welchen Aufwand es bedeuten würde auch nur ihre geschätzten 500 rund um die Uhr zu bewachen. Was schätzen sie denn so, wie viele Leute man dazu bräuchte? Wo soll man die hernehmen?
      Man kann doch nicht den NSU auflösen, damit all die BND Leute anschliessend alle gegen ihre 500 eingesetzt werden können.

      Und dann denken sie noch kurz dran, dass das Problem von einer Kanzlerin hätte verhindert werden, die bis zu jenem Tag eine grosse Mehrheit des Volkes für ganz, ganz toll hielt und ohne Zwang zum wiederholten Male gewählt hat.
      Warum also soll es für mich ein Problem sein, wenn die Verursacher eines Debakels jetzt mit den Konsequenzen ihrer dämlichen Entscheidungen leben müssen?

      Aber hören sie sich mal das Gespräch mit Jebsen an, irgendwo müssen sie ja anfangen… falls sie das wollen.


    • Der Herr aus Pakistan mit seinen diversen Identitäten darf uns ja jetzt auch auf dem Kopf herumtanzen.
      Von der Sorte gibts noch viele.
      Die Frage ist: machen wirs angelsächsisch, also alle paar Jahre mal „Volkszählung“, oder so wie bisher, rollierend, „alle müssen sich melden“.

    • 500 Gefährder
      ich werde jetzt nicht sagen das die SPD ja schon
      mehr Ortsvereinsvorsitzende hat, schon allein deswegen
      weil ich kein Datenmaterial dazu habe.

    • Die Jacke ist einem näher als die Hose.
      war wahr, ist wahr und wird wahr bleiben.
      Auch wenn einem erzählt wird, dass die Hose zur Oberkleidung gehört.

  10. 2017
    wird in jeder Hinsicht ein spannendes Jahr.

    Ein großes Dankeschön für die vielen guten Texte! Guten Rutsch und ein prickelndes neues Jahr!

    Um es mit James Brown zu sagen: „Keep on doin‘ what you’re doin‘.
    But make it funky!“

  11. anarchistisch wie ein Stapel der Anlage V
    Made my day! :D

    Wie sagt man bei Ihnen? A hund bist scho, oder so ähnlich.

    Vielleicht streuens mal wieder ’ne CD ein. Gabs hier im Blog schon ewig nicht mehr. Kleiner Hörtipp:

    Harmonie Universelle – Corellimania Concerti Grossi (Label: Accent)
    Herzstück der Aufnahme: mit Blech gepimpte Concerti Grossi vom seligen Arcangelo. Als Bajuware sollten Sie ja ohnehin schon rein genetisch blasmusikaffin sein.

    In diesem Sinne: alle Regler auf 11 und einen entspannten Übergang ins duemila diciassette!

  12. Für 2017
    dem Hausherrn und allen Foristi Gesundheit Glück Geld Gold und ein sorgenfreies Leben.

    • Danke, Ihnen natürlich auch und dazu Weltrevolution und Sozialismus.

    • Titel eingeben
      Und Weltfrieden, Weltfrieden natürlich.

      Was sagte ein schlauer Mann mal: „Seid vorsichtig was ihr euch wünscht, es könnte in Erfüllung gehen. “

      Lieber Don, vielen Dank für die vielen Artikel in 2016 und die Aussicht auf viele weiter in 2017.

      Ich wünsche allen einen guten Rutsch.

  13. Von wegen Nötigung.
    Das hermetische Abriegeln von Kulturkreisen ist doch problemlos möglich. Dafür wurde im Land der Dichter und Denker dankenswerter Weise gesorgt. Weil ja bekanntlich nicht ganz dicht sein kann, wer für alles offen ist. Mittelalter 2.0 zwar, aber dafür wesentlich weicher und vor allem laut. SEHR laut. Rutscht gut rein und Alles Gute für 2017!

    http://www.stylebook.de/artikel/jetzt-kommt-die-safe-shorts-fuer-sicherheit-beim-joggen-859888.html

  14. Schad is scho
    Schöne Fotos von Sachsenkam und den Bergen. Früher wären das Herbstfotos gewesen, und eine grantige Einheimische hätte einen bedient und keine Bestellung vergessen. Sie hätte ein 1qm großes Tablett durch die Tischreihen gewuchtet und 20 Tische fehlerfrei bedient. Vorbei. Jetzt kommen sie aus Sachsen und Bedienung ist kein Ausbildungsberuf mehr. Zwischen den Jahren ist man mit den Schlittschuhen auf dem Kirchsee herumgerutscht und war danach froh, dass das Kloster nicht nur eine Terrasse, sondern auch eine Stube hat. Alles Gute, Don, für die Zukunft, auch wenn sie alkoholfrei ist, und fleischfrei auch noch, wenn ich mich recht entsinne. Das hat schon fast was asketisches, und das passt auf den ersten Blick nicht so. Gruß von der anderen Seite des kleinen Bergrücken, von hinter dem Rechelkopf, aus Gaißach. Dort ist es etwas ruhiger als in der Landeshauptstadt, die mittlerweile so bunt ist, dass es weh tut.

    • Die Stube gibt es immer noch, und es gibt auch bayerische Bedienungen, aber sie reichen halt nicht mehr aus, weil es so viell ist und ein jeder kommt. Dafür läuft es aber sehr gut, und die Familien gehen am Kirchsee wandern.

    • Höchstens Teilzeit-Asket!
      Haben Sie, Gast des Gastes, die vorweihnachtliche, rauschhafte Orgie in Christbaumkugeln nicht gesehen?! Das hat mich persönlich übrigens sehr inspiriert, meine diversen Kronleuchter auch üppig aufzuhübschen…Danke, werter Don, für diese Anregung. Und noch mehr für die vielen klugen, unerschrockenen und sprachlich süffigen Artikel.Alles Gute für 2017!

    • Höchstens Teilzeit-Asket!
      Ich habe einen guten Tipp für die Fastenzeit

      Ich faste Nachts und beginne den Tag mit dem Fastenbrechen
      (engl Breakfast) gegen 09.15 mit heißer schwarzer Flüssigkeit in der
      3 Teelöffeln Zucker aufgelößt worden sind. Die letzte Mahlzeit wird spätestens um 22.00 Uhr eingenommen.

      Versuchen sie es doch auch mal als Vorhaben für das neue Jahr.

      4 Wochen nächtliches Fasten für den Anfang.
      Klares Wasser trinken ist natürlich zulässig
      und für Kranke und Schichtarbeiter gelten Ausnahmen.

      PS: Mich würde es nicht überraschen wenn es ein neuer Modetrend werden würde. Der Handel wird sicherlich bald passendes Zubehör anbieten.

  15. Ein schönes Stimmungsbild – wieder einmal danke!
    Vielleicht haben Sie Recht, daß (1) es einen Klimawandel gibt und daß (2) der Mensch ihn verursacht hat. Aber: In der Vergangenheit – auch der jüngeren – hat es erhebliche Klimaschwankungen gegeben, die nicht vom Menschen kamen. Bei der letzten Eiszeit lagen weite Teile des Oberlandes unter dicken Eispanzern, die Moränenlandschaft entstand bei ihrem Abtauen. Und dieses Würmglazial reichte bis 10.000 Jahre vor heute. Die sog. Kleine Eiszeit liegt sogar nur einige Jahrhunderte zurück. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Eiszeit ) .
    Wenn es heute eine globale Erwärmung gibt, muß man sich fragen, warum denn die NASA die Daten noch verfälscht hat. Die wahren Daten hätten zum Beleg gut genug sein müssen. Ich bin wirklich neugierig, was die Trump-Fahnder da noch zutage fördern werden.
    Aber warum sich mit solchen Fragen quälen? Die Wetterprognose für das Oberland der kommenden Tage ist traumhaft. Auf zum Genießen, jeder auf seine Weise. Und auf ins Neue Jahr. Gerade angesichts der unerfreulichen Randbedingungen, Ihnen und den Foristen ein Gutes Neues! (Langfristig sind wir eh alle tot, um Keynes zu zitieren.

    • Gut, es gibt schon andere heftige Schwankungen, wie nach dem Ausbruch des Laacher See Vulkans – aber das war auxch erst mittelfristig ein Segen für die Menschheit, unmittelbar war es eine Katastrophe. Ich wäre also durchaus wachsam.

    • Titel eingeben
      Egal wie viel man recherchiert, es scheint ein sich selbst verstärkender Klimawandel stattzufinden. Sie brauchen sich nur Grönland anzuschauen. Als dort noch alles weiss was, wurde die Sonneneinstrahlung reflektiert. Nun wird mehr und mehr davon grün/braun und absorbiert die Sonnenwärme… Man braucht keinen Physik Nobelpreis um das verstehen.

      Natürlich ist „Klima“ viel zu kompliziert um tatsächlich erkennen zu können, ob menschliches Verhalten einen entscheidenden Einfluss auf die Änderung hat. Was nun nicht heissen sollte, dass der der Habgier geschuldete, perverse Umgang mit der Umwelt akzeptabel ist.
      Aber selbst wenn man den Klimawandel durch Umwelt bewussteres Verhalten stoppen könnte.. man muss schon arg dämlich sein um zu glauben, am menschlichen Verhalten genug ändern zu können… ganz abgesehn davon, dass es ohnedies zu spät ist.
      Aber was solls, Gut-Menschen brauchen halt ein Hobby, die anderen überlegen in dieser Zeit lieber, was sich für sie ändern wird, und stellen sich darauf ein.

    • Klimawandel, @CBA
      Werter CBA: ich glaube auch, daß wir einen Klimawandel erleben. Dennoch versuche ich wachsam ggü gefälschten Statistiken zu sein, die mit einer vorgefaßten Zielvorstellung konstruiert werden. Wie sagt D.A.? „Traue niemandem“.
      Vor allem aber sollte uns interessieren, ob wir Menschen überhaupt den Wandel beeinflussen können oder uns abfinden müssen. Die starken Ausschläge etwa des von mir angesprochenen Würmglazial ( https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%BCrm-Kaltzeit ) und der sog. Kleinen Eiszeit könnten bedeuten, daß die Natur eine Entwicklung durchläuft, die von uns Menschen unabhängig ist.
      Angesichts der großen Mengen Schadstoffe jedoch erscheint mir die These eines menschlichen Beitrages plausibel. Dummerweise wird er aber am wenigsten von Deutschland beeinflußt, sondern z.B. von chinesischen Kohlekraftwerken.
      Man kann gute Gründe gegen die Atomkraft anführen, Fukushima jedoch gehört nicht dazu. Da ging es um ungeschützten Leichtbau in Tsunami-Gebiet, leichtfertige Lagerung verbrauchter Brennstäbe unterm Dach (wie wenn man in einem Holzhaus Sprengkörper auf dem Dachboden lagerte) usw.
      Wir müssen uns nun mit der SOGENANNTEN Energiewende abfinden, die unter Mißachtung des Bundestages von Frau Merkel mittels einer obskuren Kommission (Zusammensetzung: aua) beschlossen wurde. Die bisherigen Ergebnisse sind genauso, wie man es von einer kommunistischen Zentralplanung erwarten würde. Der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Primärenergieverbrauch Deu 2014 (13,077 Petajoule) betrug 11,1%. Davon Biomasse 5,6%P (Konflikt zwischen Tank und Teller). Auf die Windkraft entfielen 1,5%P um den Preis verschandelter Landschaften. Die nähere Analyse offenbart ein Fiasko sondergleichen. Ich bezweifele, daß die Normalfamilie sich auch in Zukunft mühelos den Strom wird leisten können.
      Was soll’s? Gestern von der Zuspitze eine Fernsicht von vielleicht 150KM, heute im Alpenvorland ebenfalls traumhaftes Wetter. So liebe ich den Klimawandel! Und dann keimt die Hoffnung auf, auch im bayerischen Oberland, und nicht nur in Franken, Wein anbauen zu können. I love it!

    • @Don: "Na, man wird sehen!" Aegroto, dum anima est, spes est. (Cicero)
      Für den Kranken besteht Hoffnung, solange er atmet.

  16. Titel eingeben
    Vielen Dank für den Jahresendbeitrag.

    Sie begnügen sich mit der einen wichtigen Aussage; wir sind nicht verantwortlich für die Welt. Wir sind nicht verpflichtet, die Welt oder deren Testosteron-Eliten aufzunehmen, zu hausen, kleiden, nähren und zu beweiben.

    Häretisch ergänzen möchte ich, dass wir und die unseren mit allmählich sich verändertem Klima gut zurecht kommen werden. Wir müssen nicht eine Weltjahresdurchschnittstemperatur von x garantieren.

    Sollten wir als Deutschland in den nächsten Generationen übernommen werden, zu Eurabia werden, dann ist ohnehin finis germaniae.

    • Na, man wird sehen. Ixh hakte es mit dem alten römischer Rechtsspruch, dasas niemandem mehr zugemutet werden darf, als er ertragen kann.

    • Titel eingeben
      Hallo Melursus,

      Das sehen sie falsch. Natürlich sind wir für alles verantwortlich und haftbar zu machen in dieser Welt. Das hat man uns doch seit 70 Jahren beigebracht. Dafür werden wir in jeder Generation zur Kasse gebeten.

      Ich sehe das so, Deutschland wird nicht erobert oder übernommen, es wird schlicht und einfach übergeben.

      Ihnen alles Gute in 2017.

    • Deutschland wird schlicht und einfach übergeben.
      Ein Volk, das sich kaum als solches empfindet, sein Dasein nicht Erklären, seine Gemeinschaft nicht definieren und seinen Willen nicht Artikulieren kann.
      Die Zukunft Deutschlands, wahrscheinlich für den Rest des Jahrhunderts, wird von Außenstehenden entschieden werden, und das einzige Volk, daß das nicht weiß, sind die Deutschen.(Der Londoner Spectator, 16.11.1959)

  17. Gerade Morgenkaffee mit Blick auf "unseren" See im westl. Salzkammergut
    Vielen herzlichen Dank, Sie haben mir aus der Seele gesprochen! Ich folge Ihnen jetzt schon einige Zeit, bin auch auf die „Rebellen“ gestossen. Der Effekt ist fast immer gleich: Man fühlt sich nicht so ganz alleine…

    Ich hoffe, es gibt Multiplikatoren. Mein Wunsch für 2017.

    Beste Grüße aus derzeit Gottseidank nichtWien

    • Das freut mich. Wie gesagt, ich schreibe hier aus Notwehr, weil es das, was ich mache, sonst einfach nicht gibt, und auch sonst niemand Verständnis hat. Sie können jede sexuelle Perversion haben, Sie werden mehr Zuspruch in den Medien finden als als alter, weisser, kluger und vermögender Mann mit Seeblick.

    • .
      und eben deswegen liest man hier.

      herzlichen dank und alles gute!

    • Perversionen
      Danke, Don Alphonso, wie immer, für Ihren Text.
      Und einen Guten Rutsch, wenn auch eher auf einer Bananenschale als auf Schnee und Eis.

      Und dasselbe für alle Mitforisten, auch diejenigen, die hier womöglich nur herumlungern, um zu stänkern.

      Ach ja, zum Titel. Sexuelle Perversionen, warum die Einschränkung? Wir leben in einer Gesellschaft die sich endlich dazu durchgerungen hat, bunt zu werden. In jedem Sinne, ‚diversity‘. Je diversifizierter um so besser, je bunter umso besser, weil die Zukunft bunt scheint, mit bunten Fahnen am Strand, wie KGE sagte, und endlich den kleinkarierten Blick auf Legalität über den Haufen werfend.
      Sie und ich, und noch viele mehr, sind so furchtbar verklemmt; die alten weissen Männer, die sich an 30 in der Ortschaft halten, auf Trinkgeld achten, darauf dass unsere Gäste – also die von uns persönlich Eingeladenen – das erhalten was sie gerne haben möchten bzw. bestellt haben (‚Espresso‘). Das ist schon langweilig. Unbunt. Nicht progressiv. Insgesamt so dreary, so zum Gähnen. So unspontan.
      In Kürze: nicht ertrebenswert, und damit Aspiranten auf der Liste der aussterbenden Eigenschaften.
      Bunt, spontan, illegal, werden deshalb von den Medien Zuspruch finden. Für die mittelalten, frustrierten, prekären Medienleute ist es dann ein Jungbrunnen, mit den jungen, bunten spontanen, illegalen klicken zu können.

  18. Wieder ein Stachel
    im Fleisch der Gerechtigkeitsfanatiker. Gut so!
    Sie hatten neulich ein wunderbares Zitat als Einleitung gebracht: „Hüte dich vor denen, die vorgeben, die Wahrheit zu kennen und suche jene, die die Wahrheit suchen“ (so ähnlich jedenfalls). Das gilt besonders bei Politikern und Bankberatern. Am besten macht man das Gegenteil von dem, was sie anraten.
    Es ist schon seltsam mit dem deutschen Mittelstand, äh Michel. Da gibt er zwanzig und mehr Prozent als sein europäischer Nachbar für ein im eigenen Land produziertes Auto aus und spart dann bei Einrichtung, Kleidung und Nahrung; und dabei wird soviel über Werte geredet. Meist aber meint man ethische Werte, von denen man glaubt, dass die anderen sie haben müssten.
    Allerdings ist die Aldi- und IKEAsierung der größten Bevölkerungsschicht auch die blanke Not, weil dem Mittelstand von Staats wegen immer weiter in die Tasche gegriffen wird (Stichwort Kalte Progression) und gleichzeitig liegt der Bundesetat für das Resort Arbeit und Soziales bei fast 50 %.
    Der Weg zu 4 qm und der Schüssel Reis ist also schon beschritten und wird durch Mietpreisbremsen, Verdopplung der Grundsteuer, Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, viele indirekte Steuern und Besteuerung von Arbeitsleistungen und Erhöhung von Sozialabgaben etc, etc. flankiert.
    Die Ungerechtigkeit, dass die pekuniäre Bewertung meiner Arbeit immer mehr anderen zu gute kommt und nicht meinen Wohlstand und den meiner Familie mehrt, kommt schleichend aber immer drängender.
    Wäre der Abstieg des Mittelstands nicht auch mal ein Thema wert: „Vom Wohlhabenden zum Schnäpchenjäger“, „Die staatlich verordnete Dekadenz des Bürgertums“ oder einfach das M.Thatcher Zitat: „I want my money back“.
    Wie dem auch sei. Auch im neuen Jahr gehen Ihnen die Themen nicht aus. Der Weg vom einig Vaterland zum einheitlichen Elend ist noch lang und bietet zahlreiche Angriffsflächen.
    Eine guten Rutsch, auch ohne Schnee.

    • Da haben Sie recht, aber es fehlen mir die Einblicke in diese Schicht. In meiner Heimat geht es aufwärts, das zieht alle mit, auch die Armen.

    • Guter Gedanke zum neuen Jahr!
      „Der Weg zu 4 qm und der Schüssel Reis ist also schon beschritten und wird durch Mietpreisbremsen, Verdopplung der Grundsteuer, Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, viele indirekte Steuern und Besteuerung von Arbeitsleistungen und Erhöhung von Sozialabgaben etc, etc. flankiert.
      Die Ungerechtigkeit, dass die pekuniäre Bewertung meiner Arbeit immer mehr anderen zu gute kommt und nicht meinen Wohlstand und den meiner Familie mehrt, kommt schleichend aber immer drängender.“

      Erschüttert weinend lese ich ihre tiefe Wahrheiten!

  19. Die Beute lebt! Was tun?
    Don’t Taze Me Bro!™

    Ich gab einer Katze einen Befehl,
    und die Katze gab ihn ihrem Schwanz weiter.
    (China)

    Aktenlage 2017: #keine #übergriffe #auf #fördergelder #mehr«

    Stasinetta Kahanes – Anis Amir Stiftung –
    hat sich die #filmrechte #gesichert – Chanukka.

    Karnation 2017: #die #rück #reise #nach #damaskus

    Lamya Tschador – Neue Deutsche Welle –
    fordert #du #heimat #zurück #must– Allahu Akbar

    Wenn die Maus die Katze auslacht,
    ist bestimmt ein Loch in der Nähe.
    (Nigeria)

    Vielleicht gibt es Bildunterzeilen im neuen Jahr?

  20. @ all
    A gsunds neis Joa!

  21. Bibelkenntnis
    In 1 Tim 5,8 steht:
    Wer aber für seine Verwandten, besonders für die eigenen Hausgenossen, nicht sorgt, der verleugnet damit den Glauben und ist schlimmer als ein Ungläubiger. (Einheitsübersetzung)

    Es ist nicht davon die Rede, dass man die ganze Welt retten soll.

    • Es gibt immer noch sowas wie Eigenverantwortung.

    • @ Don
      > Es gibt immer noch sowas wie Eigenverantwortung. <

      Diejenigen, die so etwas glauben zu haben, werden halt immer weniger. Kein Wunder bei einem Staat, der nach der Bachmannschen Prämisse "Ohne Sorge, sei ohne Sorge…" den Leuten von der Wiege bis zur Bahre Sorglosigkeit verspricht.

    • Bachmann
      bitte nur zitieren, wenn Sie die richtig gelesen haben!

    • Da klagen sie den falschen an....
      Don Alphonso zB hat Eigenverantwortung gezeigt. Er hat sich in seiner Zeit im bardo tödol die richtigen Eltern ausgewählt…

    • #Bibelkenntnis
      In einem der Evangelien sagt Jesus sinngemäß: „Wer mir nachfolgen will, der muss Eltern und Geschwister verlassen“. Die Gesetzgebung befördert das und fängt die Folgen auf, handelt also christlich-humanistisch. Und Fortschritt und Kapitalismus freuen sich.

  22. Herr licher Text, Danke
    Bitte nicht um Nachsicht, denn sie könnte gewährt werden. Außerdem wäre sie nur im umgekehrten Fall notwendig.
    Ich wünsche alles Gute (sich erhalten zu dürfen)

  23. Danke
    Danke für die Gedanken, die immer zum Weiterdenken anregen. Gilt auch für die Kommentare.Auf ein Neues-prost Neujahr!Sagten wir früher zuhause.

  24. Frohes Neues Jahr
    Interessant, wie sich die Sylvesteransprachen in Nuancen unterstreichen.

    Sie, wie es sich für einen Bundeskanzler geziemt, bereiten uns auf die Härten des neuen Jahres vor, zeigen uns aber auch, was sich lohnt zu bewahren und zu pflegen.

    Eine gewisse Angela Merkel, Aristrokatin und Berufserbin, die sie ist, hat großes Vertrauen in die Kraft ihrer Untertanen, diese Sache schon irgendwie hinzubekommen.

    • Ich habe überhaupt nicht vor, mit einer Gesellschaft, für die sich diese Person hält, zusammen zu halten. Ich empfinde die Politik dieser Frau ebenso als Anschlag. Das war die Merkelversion der Bonkeransprache.

    • Bonkermentalität
      Ich meinte natürlich „unterscheiden“ und nicht „unterstreichen“.

      Werden wir im neuen Jahr mit einer Edit Funktion im Blog beschenkt?

    • Vermutlich eher nicht, die IT hier ist so spendabel wie Onkel Dagobert.

  25. Nebenbei erzaehlt
    Die Kellnerin sieht nett aus. Die Lokation unspektakulaer einfach, eigentlich auch der Text.
    Ohne Schnee im Winter in angenehmer Umgebung/ Natur.
    Man gewoehnt sich dran.
    Ind. Tee trinke ich zur Zeit auch, mit Sehnenverletzung zuhause.
    Kuchen und Privilegien?
    Feines Schokokonfekt, aber nur eine am Tag.
    Spanische Musik machen und Vokabeln wiederholen statt party.
    Privilegien teilen muss nicht bedeuten dass man sie verliert.

  26. Titel eingeben
    Correct me, if I’m wrong, aber meiner Erinnerung nach stirbt bei di Lampedusa irgendwann der Hund des Adligen an Altersschwäche, sein Fell wird zum Bettvorleger, der Adlige stirbt, sein Gemach wird ausgekehrt, jemand schnappt das Fell und wirft es im hohen Bogen zum Fenster hinaus, und im Fluge nimmt das Fell kurz die Gestalt des Leoparden im Wappen an – das habe ich als Schüler damals als nettes Dementi des besonders bei Adligen beliebten, berühmten Satzes verstanden. Nota bene: Es muss sich nicht alles ändern, damit alles so bleibt. Es muss alles so bleiben, damit alles so bleibt, und falls – wie zu erwarten – schon qua Entropie nicht alles so bleiben kann, wie es ist, dann muss sich wenigstens möglichst wenig ändern, und dann trägt, wer verändern will, die Darlegungs- und Beweislast dafür, ob und wie die Veränderung nutzt. Statt dessen wird der berühmte Satz oft von Leuten im Munde geführt, die besinnungslos einfach mal ein paar von den unteren Konservendosen aus der Pyramide ziehen wollen, weil sich ja angeblich alles ändern muss, damit alles so bleibt.

    • Da haben Sie natürlich recht, es ist eben immer so, wenn man etwas aus einem Werk reisst, das sehr vielschichtig ist: Man würdigt eine gute Sache, die man nicht erfunden hab, zu einer Phrase herab. Es ist inzwischen so etwas wie ein Totschlagargument gegen alle, die kritische Fragen an der Heilslehre haben.

    • Formulare und ich
      Vorhin habe ich „Der Leopard“ versehentlich in die falsche Zeile eingetragen, und prompt kann das Viech jetzt sogar sprechen. Ja, der berühmte Satz wird gern geraunt, wenn lesende Arbeiter angesichts der ungeplant wirkenden Veränderungen die Heilslehrer fragen, wo das denn alles enden solle? Antwort: „Na, beim alten! Deutschland bleibt Deutschland. Aber alles muss sich ändern, damit Deutschland Deutschland bleibt.“ Ob, die so reden, das selber glauben? Ob sie auch nur ernsthaft darüber nachgedacht haben, was sie da so zusammenreden? Glaub‘ ich nicht.

    • Mensch und Entropie
      IMHO wirkt die Evolution in der Weise, dass sie einen Entropieverlust durch Differen-zierung, also Unterscheidbarkeit der Arten und auch ihrer einzelnen Exemplare, bewirkt – der E.verlust kann natürlich nie grösser sein als der in der Sonne statt-findende Entropiezuwachs. Der Mensch hat aber für seine Spezies die Evolution ausser Kraft gesetzt, da er zur Erinnerung an die Vergangenheit und Planung für die Zukunft fähig ist und damit für sich und seine Nachkommen zu einem Festhalten an Verhältnissen fähig ist, die ’natürlicherweise‘ durch die Evolution überholt würden. Insofern sehe ich die Zitierung der Entropie in Zusammenhang mit menschlichem Verhalten kritisch.
      Just my 2Cents

    • @ Werner
      „Der Mensch hat aber für seine Spezies die Evolution ausser Kraft gesetzt, da er zur Erinnerung an die Vergangenheit und Planung für die Zukunft fähig ist…..“

      Sie meinen das ernst, gell?

  27. Ach Europa
    Sehr geehrter Don,
    ein persönliches Dankeschön für die vielen erhellenden Blogs im abgelaufenen Jahr. Auch weil die Beiträge immer wunderbar ins Leben abschweifen.
    Wenn die Tage wieder länger und wärmer werden, setze ich mich auf meinen 125er Roller und starte eine große Europarundreise, mit Zelt und Kocher, weil ich vergleichsweise alt und arm bin.
    Ich nehme mir immer wenig vor, wenn ich losfahre, aber diesmal möchte ich mir das Europa, das wir mögen, etwas genauer anschauen.
    Deshalb nochmal mein herzlicher Dank für die Inspirationen.

    • Machen Sie das, europa ist schön und hilfsbereit. Und melden sie sich, wenn sie am Tegernsee oder an der Donau vorbei kommen!

    • Titel eingeben
      Rainer, wunderbar… aber wäre der berühmt, berüchtigte alte VW Camper Bus nicht eine bessere Lösung für das europäische Wetter?

  28. Vielen Dank und ein gutes neues Jahr
    Verehrter Don, ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen neuen Artikel von Ihnen auf der FAZ-Seite finde. Ich wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr und uns Lesern (den Leserinnen auch) viele weitere Ihrer lesenswerten Blogs.

  29. Schnee
    Hallo Don Alphonso, Schnee kommt jetzt immerhin im neuen Jahr. Dass es Sie in der Medienwelt gibt, ist eine positive Überraschung; ich habe Sie erst kürzlich entdeckt. Latentem Klima-Blues kann ich nichts abgewinnen; auch wenn es weniger Schnee als früher gibt.
    Mit Blick auf das Jahr 2017 fragte ich mich immer wieder, wie man Maas, Schwesig, Kahane und Konsorten von ihren Posten loseisen könnte. Das geht wohl nur, wenn die SPD vom Regieren befreit wird. Wenn nicht ernsthaft rot, rot, grün droht, dann könnte das nach einer Wahl nur eine Verbindung von CDU/CSU mit der AfD sein. Nein, ich mag diese Leute auch nicht, aber Maas und Co mag ich noch weniger. In diesem Blog habe ich aber gelesen, dass man die AfD nicht wählen könnte. Nur wird sie aber gewählt, egal was wir wählen. Wenn Frau Merkel eine Koalition mit der AfD aushandeln müsste, würde sie höchstwahrscheinlich zurücktreten. So könnte man der Wahl 2017 etwas Positives abgewinnen.

    • Ich rede keinem rein und will auch keinen überzeugen. Ich weiss nicht, was ich wähle, ich weiss nur, was ich nicht wähle, und das ist sehr viel. Beizeiten werde ich das mal erklären. aber wie gesagt, ich bin kein Priester, ich bin Egoist.

    • Horaz, vor Wahl ist
      nicht nach der Wahl.

      Wenn RRG nicht genug Stimmen kommt, und SGGelb auch nicht, wird es eine nächste Auflage der GroKo werden. wetten?
      Wenn Angela Merkel was gelernt hat, früher, dann wäre es, die Vorteile einer Einheitspartei zu schätzen.

    • Gratulation
      ich bin ganz bei Ihnen!

      Man kann nicht immer FÜR jemanden wählen.
      Öfter muss man GEGEN das größte aktuell drohende Übel stimmen!

    • Don sagt : ich bin kein Priester, ich bin Egoist.
      Wo ist der Unterschied? Die Wege zum Heil sind nur sehr unterschiedlich.
      Priester wollen nicht in der Hölle landen und Sie wollen nicht das wir uns hier eine wechselseitig selber machen und verteidigen ihren Standpunkt also ihre innere und äußere Heimat.

      Wenn wir jedem zugestehen das er Egoist sein darf wäre das nicht der schlechteste Ansatz. Jeder vernünftige Egoist hat gelernt wann er sich besser koopertaiv verhält.

      Das schöne da sein im Biergarten würde sonst nicht funktionieren.

  30. Ein paar Sinnsprüche zum Jahreswechsel
    “But how shall we expect charity towards others, when we are uncharitable to ourselves? ‘Charity begins at home,’ is the voice of the world;” – Sir Thomas Browne, 1642

    “‘Charity should begin at himself.” – John Wycliffe 1383

    “Charity begins at home, and justice begins next door.” – Charles Dickens, 1844

    (Fundort: http://bibleornot.org/who-said-charity-begins-at-home/)

    • Da fällt mir noch einer aus der zeit ein...
      „Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann Feind wird.“

      Gross daherschwafeln wenns einem gut geht, aber dann jammern weil ein paar zig-Tausend guillotiniert werden?

      Der Autor dieses Satzes wusste üpbrigens recht genau ob „bibleornot“.

  31. Wuensche 2017
    Selbstreferentielles und wiederholte Angriffe auf selbstgeschaffene Popanze nehmen ueberhand in den letzten Staccatos des Jahres. Hoffe, Sie kehren 2017 zu belegter Kritik zurueck.
    Hoffe auch es hat Ihnen Befriedigung verschafft, dass u.a. Lobo sich Ihnen aehnlicher aeussert, auch wenn sie sich nicht ausdruecklich auf Sie beziehen. Bei Einigen scheint mir ist das neue Liberalen-Bashing angesichts frueherer Aesserungen eher ein Zeugnis ihres Opportunismus.
    Was die Kulturkreise angeht, war mir immer unverstaendlich, warum gerade in denjenigen hiesigen Millieus deren Bedeutung im Zusammenhang mit Migration und Integration nicht thematisiert werden konnte, aus denen viele Expatriierte kommen, die in der Auslandstaetigkeit sich gerade mit interkultureller Kooperation beschaeftigen muessen, wenn sie dort ein wenig Erfolg haben wollen. Vermute, dass die Befuerchtungen zu gross sind, die rote Linie zwischen der kulturellen Identifizierung und Rassismus zu ueberschreiten. Dabei muesste eigentlich im Kopf klar sein, dass der ‚ismus bei Abwertung, Ausgrenzung etc. anfaengt und nicht bei der aufklaererischen Benennung von Unterschieden, zugegeben: instinktiv nicht immer klar. Hoffe, sie koennen das in einer eigenwilligen Prosa durchhalten.
    Gern wuerde ich allerdings mal lesen, dass Sie, statt die Polizei zu rufen, auf fremdartige Geschoepfe zugehen, auch wenn die sich daneben benehmen; verlange ja gar nicht, dass sie es so liebevoll tun, wie sie mit den Bewohnern des Oberlandes und Ihrer Stadt umgehen. Gern laese ich auch, dass Sie mal wieder die wachsende Selbstgerechtigkeit der Philister in Ihrer Anhaengerschaft auf die Probe stellten.
    Verzeihen Sie bitte den Egoismus in meinen Jahreswuenschen an Sie. Es sind leider nur noch wenige Intellektuelle mit Einfluss uebrig, von denen ich Anregungen beziehe und denen ich zutraue, einen vernuenftigen Umgang und Zugang zu Mitmenschen rigoros mit Aufklaerung zu allen Seiten zu verbinden – trotz der versuchten Vereinnahmung auf der einen und der scharfen Ablehnung auf der anderen Seite.
    Danke fuer die fast taegliche Beschenkung im alten Jahr, und kommen Sie gut ins Neue!

  32. Guten Rutsch
    wünsche ich Ihnen – derzeit mit Familie und 3 Kindern zum wiederholten Male unweit von Grassau und Übersee verweilend, die Sonne geniessend und beobachtend, wie sich die Verhältnisse vor Ort in Kernbereichen des Zusammenlebens verändert haben. Schön wars, das Wetter ists und der Rest könnte es wohl wieder werden, wenn alle gescheit wählen. Als Vater von 3 Mädchen ist man ein Stück weit zum Berufsoptimismus verdammt. Wir werden zumindest das in unserer Macht stehende tun, um die im süddeutschen Kulturkreis vorherrschenden Gepflogenheiten an die nächste Generation weiterzugeben. Wer soll es ausser uns denn auch sonst tun.

    • Was sich wirklich ändert: Man kann nicht mehr erwarten, dass andere es für einen tun. Man muss für das Eigene kämpfen.

  33. Gatsby believed in the green light, the orgastic future that year by year recedes before us
    Zwei mal Kemmer Brot auf 7 geschnitten.

    Sagt die Nachricht. Die ich nicht ignorieren konnte. Weswegen ich jetzt hier bin, in der Schlange, hinter der reichen Tochter, vor dem angetrunkenen Mercedes Manager, bei dem Händler, Feinkost, central, in der City, da wo sie alle sind, die, die das Geld bringen, in den Feinkost, in die City, in das Land, jetzt, vor dem Fest, davor und immer.

    Die junge Dame schaukelt zur Unterdrückung der aufkeimenden Erregung ihr Hermes Etui, zart aber wild, die ältere Dame hämmert langsam ihre Einkaufsliste mittels Montblanc zwischen die Ohren der tapfer lächelnden Bedienung, der Parvenü haucht mir in den Nacken, bis ich ihm freundlich zu verstehen gebe, dass wir, trotzdem selben Standes, keine Körperflüssigkeiten außer Blut austauschen werden. Er redet wirr und muss dann kurzfristig zur Fleischtheke wechseln.

    Zeit.

    Ich schaue mich um, hier, in dieser warmen Halle der Moderne, hier, wo die Champagnergläser klirren, die Männer noch Weißgold statt Applewatch schleppen und die Frauen Arbeit nur als saugende Bewegung praller Lippen kennen.

    Ja wir haben es wie gebracht. In Fernwärme geheizten Hallen, in mit Liebe gezupften Daunenfunktionsjäckchen, den Magen gefüllt mit Jazz beschallten Rindviechern, rufen wir uns aus den frisch gespritzten, gezogenen, gefüllten, gestraften, getunten Masken zu, wie doll doch alles war und ist und wird.

    Dann geht die Glasschiebetür auf, ein kalter Windzug zieht an mir vorbei, ich dreh mich um, und schaue hinaus.

    Da draußen sind sie, die jungen fremden Männer, in der Kälte, in dünnen Jäckchen, in Horden, laufen sie herum, kein Weissgold am Arm, nur scharfes Stahl in der Tasche, große dunkel Augen, auf der Suche nach allem was sie kennen und hier nicht finden werden.

    Die suchen kein Kemmer Brot. Das ist gewiss.

    Egal, ja, auf 7 geschnitten, junge Dame, keine Ahnung was das bedeutet, aber bitte. Zahlen an der Zentralkasse? Ach, Service war auch mal mehr Glamour…nun gut.

    In der Schlange vor der Kasse, hinter dem Paar in Pelz von lang ists her, vor dem junge Mann aus sehr guten Haus aber anderem Ufer, da frisst er sich durch, dieser Gedanke, der sich öffnenden Tür, dem Einfall der fremden Männer, wie sich sich auf Frauen und Steak stürzen. Hinein in diese Welt, die sich entkoppelt zu haben hoffte dachte glaubte meinte. Ein bisschen Realität, ein bisschen Evolution, ein bisschen unschön, täte ihr ganz gut, diesen warmen Hallen.

    Vielleicht nur, weil ich auch ein mal ein junger Mann in billigen Jäckchen und großen Erwartungen und noch viel mehr Hunger gewesen sein sollte.

    Vielleicht aber auch nur, weil es unvermeidlich ist.
    Und sich alle an das Unvermeidliche anpassen.
    Die Intelligenten zu erst.

    Whatever, ich habe Brot, ich schließe die Jacke und trete raus.

    Der Kälte des neuen Jahres entgegen.

    Guten Rutsch

    • Geniessen Sie, kaufen Sie Luxus, solange es noch geht.

    • duenne Jacken
      Stimmt nicht, die laufen heute in der Regel mit Pelz bestzten Parkas und Figur betonenden Jeans rum, die Haare hochtoupiert und ganz auf Anmache getuned.

  34. Sonnige Aussichten
    Danke für Ihre Texte und die Kampfeslust.
    Das vergehende Jahr war grauenhaft.
    Habe hier gerne mitgelesen und freue mich trotz allem
    auf 2017. Einige der gräßlichen Gestalten in Berlin werden
    abtreten. Müssen.
    Schönes Katzentier übrigens.
    Alles Gute für Sie!

    • Alles gute! schlimme Jahre machen gute Texte.

    • Oh weh,
      dann werden die Texte nächstes Jahr noch viel, viel besser.
      .
      Dem Hausherren meinen Dank für alles in diesem Jahr.
      .
      Ihm und seinen Gästen alles Gute im neuen Jahr.

  35. Schön haben Sie es da
    Achtsam, mit uns, mit unseren Nächsten und allem, was uns lieb und wert ist, werden wir wohl bleiben müssen, die Neujahrsansprache der Kanzlerin macht keine Hoffnung auf Änderung zum Besseren. Aber wer hätte das auch erwartet.

    Dieser selten schöne, kalte und sonnige Silvestertag, an dem sich der Wind nicht aufmachen mag, das alte Jahr wegzupusten, wird uns hoffentlich in ein friedliches 2017 entlassen. Das wünsche ich uns allen.

    Auch meinen Dank für all die Texte und wunderbaren Fotos, die zu vielen Gedanken über die Zeitläufte bis hin zur Kochlust anregen.

    • Adieu, 2016
      Die Neujahrs-„Ansprache“ des H. v. Altenbockum hat mir schon gereicht.

    • @Lichtenberg
      Ich bin ganz Ihrer Meinung. Der v Altenbockum hat sicher von Herrn Kaube die zukünftige Marschrichtung erhalten. Schlimm ganz schlimm. Der gute Alfonso is the shining light on the hill. I hope that Don can hold his position within the FAZ. Happy New Year.

    • Um das ganz klar zu sagen: Die Ressorts sind deutlich getrennt. Kaube (und ich) sind Feuilleton. Altenbockum ist Politik. Dafür ist Herr Kohler zuständnig. Auf diese Grenzen wird auch geachtet.

    • Als ich meinen Blick nebenan über die Seite schweifen ließ
      und Head und Subtext las, hatte ich schon meine Befürchtungen, der Bürger ist Schuld oder so? Ich habe mir Herrn JvA dann erspart, wollte ich mich doch heute nicht schon wieder so aufregen, bin ja schließlich nicht mehr die Jüngste, das Herz und andere Nickligkeiten brauchen auch mal ein paar Stunden Ruhe.
      Im übrigen fällt auf, dass manche Artikel alle paar Monate wiederholt werden, Terrazzo habe ich z.B. in diesem Jahr schon nebenan gesehen uvam..

      Bei den Nachrichten im TV, sobald Frau Merkel angekündigt wurde, sofort den Ton stummgeschaltet, hinschauen nein, läuft bei mir eh immer nur so nebenbei. Den Text der Ansprache las ich gestern und er hat mich dermaßen erregt, dass ich bei den Mistamseln meinen Gefühlen freien Lauf ließ.

      Nun lausche ich bei 3sat Phil Collins, die Rolling Stones in Havanna werden folgen. Den Ton etwas lauter, hin und wieder erlaube ich mir, mich bei meinen Nachbarn bemerkbar zu machen.
      Klassik zu hören, ist mir schon lange nicht mehr möglich, ohne das heulende Elend zu bekommen. Elend gibt es genug, also Rock und Pop, wippende Füße, beim Gang in die Küche ein paar Tanzschritte und auf keinen Fall JvA oder AM.

      Also schaun wir mal, wie es weitergeht.
      Auf ein gesundes, neues Jahr, ob es glücklich wird, wird sich zeigen.

    • @Don
      Ich bin ca 10% aelter als Renate, immer noch superaktiv, seit über 30 Jahren President of a multinational corporation, und habe schon Pferde kotzen sehen, direkt vor der Apotheke. Ich will damit sagen, dass alles im Fluss ist und die FAZ, so wie auch Otto Moser beobachtet hat, sich in den vergangenen Jahren stark verändert hat. Nur die Veränderung ist sicher. In einem Monat gehts zurück in God’s own country, gern verlasse ich das Narrenschiff Deutschland, denn meine kritischen Beobachtungen decken sich mit denen von Goodnight. Don, gern lese ich ihre narratives und werde gelegentlich kurze Kommentare schreiben.Happy New Year.

    • Renate...
      Altenbockum war immer so…. Wer sich den antut ist selber schuld.

      Mir hat heute einer eine Neujahrsansprache zugeschickt, die man zwar für übertrieben halten kann, aber manchmal zählt neben einer guten Tat, halt auch der dahinterstehende Gedanke:

      http://wearechange.org/bilderberg-website-hacked/

    • Alle gut ins neue Jahr gekommen? Zur FAZ
      Ich habe mir als erste Tat im neuen Jahr dann doch den Kommentar von JvA zugemutet und gelacht.
      Wie kann man nur solche Verrenkungen in einem Text unterbringen, der Kanzlerin ein klitzekleines Bisschen auf einen Zeh steigen, um dann dem Leser zu sagen, er kapiere die Politik ganz einfach nicht.
      Also ganz im Sinne unserer sogen. Politelite oder wie Gauck meinte, die Elite ist ja gar nicht das Problem, sondern das Volk.

      Die FAZ hat sich stark verändert, man wähnt sich teils bei der Bild, bei Focus und Huff oder irgendwelchen Frauenzeitschriften. Wenn ich Kommentare/Tests zu Kosmetika sehe, Artikel, ob es normal sei, wenn ein Kind mit 4 Jahren noch Windeln trägt usw. frage ich mich, was soll das in der FAZ.
      Und wenn gar nichts mehr einfällt, werden halt alte Artikel vorgekramt, der Leser wird’s schon nicht merken. Mein gutes Gedächtnis lässt mich aber noch nicht im Stich und so ärgere ich mich regelmäßig über diese Dreistigkeit.


      @Likedeeler,

      wunderbar, dass Sie noch so aktiv sind. Mich hat der Tod meines Mannes ausgebremst, meine Hyperaktivität ist mir danach abhanden gekommen. An guten Tagen kommt sie zum Vorschein und ich kann dann immer noch andere mitreißen und auch nerven, nicht jeder hält meinen Elan aus.

      Ich gehe mit Ihnen einig, dass Goodnight die Situation drastisch und gut erfasst, was mancher anders sehen mag. Aber warum etwas beschönigen, was nicht mehr schön zu reden ist.
      Ihnen alles Gute.

    • Prosit Neujahr
      So ist’s recht, Frau Simon, Tanzschritte sind gut: …und ran an die Dame, und weg von sie…(kommt aus Hamburg).

      3sat hatte wieder mal Thementag, leider habe ich Freddie Mercury verpasst.Sobald die Gäste in der Wohnung über mir wach sind, scheppert’s bei mir auch.Rossini:Italienerin in Algier, Diebische Elster usw. und Verdi:La Traviata, Ein Maskenball etc.das sind schöne Melodien für heute zum Jahresanfang.

      Die Ansprache haben wir uns, wie jedes Jahr, geschenkt. Geballert wurde schon ab 18:30 Uhr, eine Unsitte…

    • Weil ich Sie hier gerade treffe,
      TDV, danke für den Tipp. Sie meinen den Tierfilmer von der BBC. Da habe ich Einiges gesehen, wenn es hier im TV kam.Von der Moderatorin las ich auch irgendwo, sie ist bei CNN, oder?Leider reicht mein Englisch nur für eine normale Verständigung, bei Fachausdrücken hapert es, leider.

      Ja, es ist ein Elend, was der Mensch mit den Tieren anstellt. Hannes Jaenicke macht hier auch gute Reportagen,es ist zum Heulen.

      Bei uns gab es an Silvester nur Ofengemüse und für den, der’s wollte, Garnelen, die ja auch massenweise gezüchtet werden…

      Nochmals alles Gute.

    • Frohes neues Neujahr allerseits
      Tyler, Sie sagen mir nichts Neues und ich lese nebenan längst nicht mehr alles, aber JvA brachte mich die Nacht tatsächlich zum lachen… Diese Nibelungentreue. Ich werde mir nachher Ken Jebsen ansehen, den Sie an anderer Stelle empfahlen.
      Zu dem jetzt genannten Link, so abwegig ist das ja nicht. Aber anscheinend wollen viele die totale Kontrolle, die Rundumüberwachung, warum sonst sind die entsprechenden Geräte dazu der Renner. Wenn ich allein die Werbung zu Smarthome sehe, schüttelt es mich. Die Verblödung der Masse hat längst begonnen und die wenigen Aufrechten können sich kein Gehör verschaffen.

      Philomena, Freddie Mercury war und bleibt einfach gut, die Rolling Stones nahm ich vorher halt in Kauf. Ich mag die Themenabende bei 3sat sehr und wenn ich es nicht verpasse, wird hier für meine Verhältnisse laut Musik gehört. Hauptsache nicht Helene Fischer o.ä., wir hatten schon Glück, die 70/80er waren musikalisch wunderbar.

      Tja die Ballerei, auch hier scheppert’s immer schon am frühen Abend und mancher hatte nachts um 4 noch Reserve. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass es in diesem Jahr etwas weniger als sonst war, aber ich war nicht einmal in der Loggia, um in die Parallelstraße oder Richtung Stadt zu schauen.

      So, mein Monitor versaut mir doch gleich den ersten Tag des Jahres, er wird immer dunkler… ich liebe diese fiesen Überraschungen. Zum Glück nicht so teuer wie die Steuerkette beim SLK.

  36. Ein holländischer Quizmaster landete in den 70ern einen Hit mit der Frage,
    wann es denn mal wieder richtig Sommer werde. Jetzt haben wir Sommer im Winter und es ist auch nicht recht.

    Insofern gehe ich davon aus, dass – unabhängig von den Zuständen – sich immer wer findet, der die Welt retten und dafür mit einem staatlich alimentierten Posten belohnt werden möchte. Vorzugsweise haben solcherart Menschen irgendwas mit „Soz“ oder „Pol“ in der Fachbezeichnung studiert. Vielleicht sollten wir den Absolventen derartiger Studiengänge ein BGE zukommen lassen, damit uns deren Verschlimmbesserungen erspart bleiben.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen sommerlichen guten Rutsch!

  37. Wenig Schnee, viel Sonne
    So ist es auch hier und kommt alle paar Jahre mal vor. Jemand, der der dt. Biathlon-Mannschaft angehörte, erzählte oft, dass es 1972 oder 73 in den Alpen nirgends Schnee gab. Alle Mannschaften fanden sich damals zum Training in Norwegen ein, wo es um 15:00 Uhr dunkel wurde…1984 waren die Leute an Weihnachten mit den Rädern unterwegs.

    Ich hoffe, werter Don, dass die Katze Frau Simon etwas entspannt. Ein schönes Tier, zufrieden,mit dicken Backen,hockt sie da.

    Ich wünsche Ihnen und allen hier, ein gesundes, zuversichtliches neues Jahr. Einfach wird es nicht werden, nachdem die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft sein sollen, weil 400 Schläfer Europa in Angst und Schrecken versetzen wollen, las ich gestern.Mich bekäme man heute auf keine „Meile“. Dahoam ist’s am dohoamligsten.

    Auch, wenn ich mich wiederhole: Es geht bergauf, sagte sich der Spatz, als die Katze ihn die Stiege hochtrug.

    • Werte Philomena, ich bin doch heute die Ruhe selbst
      die Sonne hat sich unterdessen hinterm Hochnebel versteckt, der Tag fing wohl zu gut an. Ich hoffe nur, der Schnee bleibt aus, in Düsseldorf braucht’s so etwas überhaupt nicht.

      Und sonst werde ich in Ermangelung von Dampfnudeln nachher ein Stück meines Apfelkuchens essen, Kaffee trinken, lesen, mir nicht die Ansprache der Frau Merkel ansehen, das wäre denn doch zuviel von mir verlangt, überlegen, was es bei mir zum Abendessen geben wird, ich bin da in letzter Zeit immer so unschlüssig, mir später das Getöse in der Nachbarschaft anhören, warten, bis es verklingt und zu Bett gehen. Nicht, ohne das neue Jahr mit einem Glas Wein begrüßt zu haben.

      Katzige Beruhigung habe ich lange Jahre mit drei Exemplaren auf einmal gehabt, dazu einen Hund, lang ist’s her und heute möchte und kann ich die Verantwortung für ein Tier nicht mehr übernehmen. Es würde mich doch glatt beunruhigen.

      Ich versuche, es mit dem Spatzen zu halten, man kann die Sache allerdings auch andersrum sehen, wer vom Hochhaus fällt, denkt bis zum ersten Stock auch, bis jetzt ist doch alles gutgegangen…

      In diesem Sinne Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Über sogen. Gefährder und Schläfer denken wir dann im nächsten Jahr nach.

    • 🍾
      So machen wir das, Frau Simon.
      Rutschen’s auch gut rein ins Neue.Bei uns geht es auch gemütlich zu mit Freunden und wenig Essen.

    • Titel eingeben
      Meine Damen,

      So geht das aber nicht. Nun rüsten unsere Sicherheitsbehörden ordentlich auf, um uns Frauen und Deutschlands Gäste auf den Partymeilen unsere Städte ein sicheres Gefühl zu vermitteln und was tun wir? Wir verbringen die Nacht mit Freunde, Wein und Pizza einfach so zu Hause. Dabei sollen wir doch zeigen , dass wir uns unsere Tradition nicht nehmen lassen und unsere Ängste besiegen, blablabla. Ja, da sind doch dann unsere Ordnungshüter und die ganzen Rammblöcke umsonst im Einsatz. Ist schon ein bißchen undankbar von uns.

      Ihnen einen guten Rutsch und ein gesundes Neues.

    • Nun, ich werde unten am See sein. Das ist aber kein Köln.

      (Wenn ich Straftäter wäre, ginge ich nach Bonn oder Düsseldorf, da ist sicher kaum Polizei.)

    • Titel eingeben
      Ja lieber DA,

      In Bayern und Sachsen ist es heute Nacht wohl sicherer als in NRW (ausgenommen Köln). Aber ernsthaft, wer hat da schon Lust zu feiern, wenn in jeder Seitenstraße ein Mannschaftswagen der Soko unter voller Bewaffnung steht, wie beim Weihnachtsmarkt nach dem Attentat.

      Ich denke das Feuerwerk auf dem Augustusplatz vor der Oper wird dieses Jahr nicht der Top Treffpunkt sein. Dafür böllerts hier schon seit dem frühen Abend. Der Großteil der Leute scheint tatsächlich Zuhause zu feiern.

    • In Düsseldorf ist auf dem Burgplatz rattenscharfe Videoüberwachung
      die in der AKS stolz präsentiert wurde. Ja man könne die Gesichter sogar ranzoomen, toll. Und bei Bedarf den Platz mit Licht fluten, halleluja.

      Mir ist es egal, der Burgplatz, die Stadt. Gerresheim gehört ja kaum zu Düsseldorf, Gerresheim ist viel, viel älter, was kümmert uns hier oben also das dumme Dorf da unten.

      Übrigens versank grad an dem einzigen Silvester, das ich jemals mit meinem Mann nicht daheim verbrachte, gegen Mitternacht Düsseldorf im Schnee. Als wir gegen 19:30h in der Königstraße bei Bekannten ankamen, sehr kalt, Eisblumen am Fenster, kein Schnee, aber dann in Massen und kein Taxi mehr zu bekommen.

      Wir leicht und festlich bekleidet frühmorgens gegen halb 4 los und bis zum Karstadt durch so viel Schnee gestapft. Endlich kam gegen halb 5 die erste Straßenbahn und völlig durchgefroren stiegen wir dummerweise eine Station zu früh aus. Ich lag anschließend mit Schüttelfrost im heißen Badewasser und schwor mir, nie wieder Silvester woanders.
      Dabei ist es geblieben. Frohes neues Jahr.

  38. Vielen Dank und alles Gute im Neuen Jahr!
    Vielen Dank für unbändigen Lesegenuß, aufregende Denkanstöße und bezaubernde Bilder!
    http://www.fotocommunity.de/photo/2017-photo-josephine/39071111

  39. Vielen Dank
    Vielen Dank für die vielen guten Artikel und bitte mehr davon in 2017!
    (Naja, wenn es nach mir ginge: Bitte weniger reine Artikel über Fahrräder und Oldtimer, aber jeder hat halt seinen Spleen…)

    Was diesen Text angeht, so musste ich nach

    „Lampedusas Paradox ist an sich klug und in seinem scheinbaren Widerspruch auch liebenswert. Es wird aber heute von Mangelgebildeten benutzt, die im Gegensatz zu mir noch nie von einem ummauerten Luxusressort mit Privatstrand zu jenem bröckelnden Ort gefahren sind.“

    und

    “ (…) ohne dabei viel nachzudenken, was anderen und ihren überaus berechtigten Minderwertigkeitskomplexen zumutbar ist.“

    derart laut auflachen, dass meine Frau leicht irritiert ins Zimmer kam. Das passiert mir selten, wenn ich alleine vorm PC sitze. Danke auch dafür!

  40. Spectaculaer
    Ich musste kurz ueber die Bedeutung dieses Wortes Textzusammenhang
    nachdenken . Die Fotos vermitteln mir eher sanftes und Harmonisches.
    Spectaculaer empfinde ich die Scenerien rund um und im Aostatal, Val grande usw..
    Der Kontrast von Vertrautem, Wald , Stadt, Burgen und dem oft ploetzlichen auftauchen von einfach sehr hohen landschaftselementen, sprich Gebirgen Im Zusammenspiel.
    Mark Twain o. Jack London sahen das aehnlich.
    Nichtsdestotrotz vermittelt ihr Foto einen positiven Eindruck vom Leben
    In der Alpenregion.

  41. Manche machen sich schon Gedanken
    So ein Gamsjäger aus Salzburg, mit dem ich im November 2015 bei 18 Grad in den Leoganger Steinbergen die vierte Gams meines Lebens erlegt habe, und ich. Ich hatte ihn dann anschließend zum mehrtägigen Nachtansitz auf Sauen bei Vollmond nach Ostfalen eingeladen. Bei 14 Grad zwischen den Jahren war der Klimawandel dann schon ein Thema. Gerade Menschen die über Jahre viel draußen waren und sind, Landwirte und Jäger, spüren die offensichtliche Veränderung. Neben der Verehrung Putins könnte mich dies übriges von der Wahl der AfD abhalten.

    Ihnen lieber Don a guads neues Jahr und keinerlei Schreibblockaden. Ich schließe mit etwas bayerischem, das mich hier in Indien gerade über WhatsApp aus Hamburg erreicht hat. Die Welt ist zu klein geworden, eindeutig!

    https://www.youtube.com/watch?v=ShtJ3vrh054&vl=de

  42. Selig sind die Reichen im Geiste
    Jetzt geht sogar die Schere zwischen Gedankenarmut und Gedankenreichtum immer weiter auseinander. Der Kapitalismus ist einfach unfähig, den Gedankenreichtum gerecht zu verteilen. Bleiben Sie reich und gesund, Don Alphonso. Und guten Rutsch.

    • seelig sind die arm im Geiste
      an Vorurteilen und Vorverurteilungen sind.
      Das Zitat aus der Bergpredigt wird immer suboptimal
      gedeutet.

      Es geht um eine offene Grundhaltung.

      Die Idee zu dieser Deutung ist natürlich nicht von mir
      sondern ich habe sie von Eugen Drewermann der sich
      die Mühe gemacht hat u.a. biblischen Texte
      tiefenpsychologisch zu deuten.

      Sein bekanntestes Buch ist: Kleriker
      in dem er über die mutmaßliche Grundhaltung einer
      bestimmten Berufsgruppe nachdenkt.
      Das eine bestimmte Gruppe gerne junge Männer aufnimmt die
      kein interesse an Frauen hat und was uU
      daraus folgt steht (noch) nicht darin.

      PS Ihr Text SFH ist natürlich nur der außere Anlass für meine
      Mitteilung.

  43. Das zweite blau so blaue Foto von unten - wird, nehm ich an, in Erinnerung bleiben, wie -
    – andere diesjahr – das bergaus traut räderschiebende ältere Paar, z.B, dann die weich gefallene reife fränkische Zitrone und die beiden jungen Damen auf dem Feldweg, traut spazierend und …die bayrische Scheune mit dem Kaugummiautomaten darn und… das mit dem mitgebrachten Stöckchen abgestützte rote Rennrad in der Abendsonne (ichjloobe)…

    Hab nochmal Ihre Mistamseln und Dreckspatzen auf der inneren Bühne wiederbelebt und erneut laut lachen müssen!

    Danke

  44. Zuversicht/Gelassenheit
    Zuversicht und Gelassenheit sind bereits die neuen „Unwörter“des Jahres 2017.

    Warum ist man eigentlich so gereizt, wenn man auf das Jahr 2016 zurückblickt? Weil 2016 wohl besser war als das kommende Jahr.

    Mir wird schon unwohl, wenn ich an das neue Duo Trump/Putin denke. Da bekommt die von ihnen benannte Empathie und „Teilungssucht“ noch eine zusätzliche Note.

    Nehmen sie sich auch zuerst, wenn andere am Tisch sitzen?
    Oder halten sie es wie James zum 90. Geburtstag.
    Cheerio, Miss Sophie!

  45. Auf ein besseres (?) Neues
    Verehrter Don,
    von einem Vielleser und Wenigkommentierer ein herzlicher Dank für nachdenklich machendes Gehirnfutter, mit der richtigen Mischung von feiner Ironie und grobem Zynismus gewürzte Realitätspolemik und das unermüdliche Anprangern des mitunter unfassbaren alltäglichen Wahnsinns aus allen erdenklichen Perspektiven (machmal eventuell sogar der Ihrigen!). Ich werde hoffentlich auch im kommenden Jahr weiter von Ihnen profitieren können.
    Es grüßt herzlich
    ein nutzloser Orchideenfachabsolvent

  46. .....
    Mit so einem Beitrag gehts gleich besser ins neue Jahr, vielen Dank.
    Nur der mangelnde Schnee ist ein echtes Problem für mich, daher denke ich bereits an den Kauf eines Hauses in Norwegen, da gibts noch Schnee im Winter und echte Grenzen und es ist gar nicht so teuer wie man denken würde.
    Ansonsten, sie brauchen definitiv mehr Bilder von der Katze es Nachbarn.
    Ich wünsche einen guten Rutsch und ein möglichst angenehmes neues Jahr.

    • Gern geschehen! Wenn Sie etwas höher hinaus gehen, wird es auch bei uns besser. Der Spitzingsee ist ja ein Schneeloch.

    • Schnee in Norwegen
      gibt es heuer ebenso wenig zum Jahreswechsel wie vorigesmal. Vorschlag: Grönland („Grünland“!)

  47. Neujahrsansprache
    Werter Don,

    erneut einen herzlichen Dank für Ihre Beiträge, auch für diesen letzten des Jahres 2016. Gerade habe ich vorab veröffentlichte Auszüge aus der Neujahrsansprache der Kanzlerin zur Kenntnis nehmen müssen. So etwa: „dass es eine Ehre ist, unserer Demokratie und damit den Menschen zu dienen“. Man ist fassungslos, ein Schlag ins Gesicht zum Jahresabschluss.

    Ihnen wünsche ich ein gesundes Jahr 2017, kommen se guuut ribber ins neie Joar, wie man bei uns sagt.

    • Gern geschehen. Diese Frau meide ich und ich wil gar nicht hören, was sie sagt. 500 Jahre Reformierte sind genug.

  48. Höllenritt
    Amigo Don Alphonso,

    habe mir soeben auf YT Ihren Höllenritt auf dem Bike von der Firstalm über den Spitzingseesattel nach Neuhaus angesehen vom 6. August des alten Jahres angesehen. Alle Achtung. Maximal 70 kmh auf Schotter, aber könnte das nicht unbekömmlich enden für den älteren weissen finanziell unabhängigen Herrn? Mit längerem Spitalaufenthalt? Ich hätte schon Bedenken. Bitte doch im kommenden Jahr die Geschwindigkeit zu drosseln (max. 50 kmh): Das kleine Fähnlein hier braucht Sie nämlich dringender denn je in 2017. Gruss aus CH. In diesem Sinne einen Guten Rutsch und ein Frohes 2017. Langweilig wird es sicher nicht werden.

  49. Cat Jeoffry
    Ein feiner Jahresausklang mit schönem Katzenbildnis.

    Dazu ein paar Zeilen aus einer fernen Zeit, mit denen Christopher Smart seinen Kater Jeoffry berühmt gemacht hat.

    For I will consider my Cat Jeoffry.
    For he is the servant of the Living God duly and daily serving him.
    For at the first glance of the glory of God in the East he worships in his way.
    For this is done by wreathing his body seven times round with elegant quickness.

    For having done duty and received blessing he begins to consider himself.
    For this he performs in ten degrees
    For first he looks upon his forepaws to see if they are clean.
    For secondly he kicks up behind to clear away there.
    For thirdly he works it upon stretch with the forepaws extended.
    For fourthly he sharpens his paws by wood.
    For fifthly he washes himself.
    For sixthly he rolls upon wash.
    For seventhly he fleas himself, that he may not be interrupted upon the beat.
    For eighthly he rubs himself against a post.
    For ninthly he looks up for his instructions.
    For tenthly he goes in quest of food.
    For having consider’d God and himself he will consider his neighbour.
    For if he meets another cat he will kiss her in kindness.

  50. Habe drauf gewartet,
    dass ich am letzten Tag des Jahres 2016 von Ihnen noch einen Text zu lesen kriege. Allerdings besteht Suchtgefahr. So schnell können Sie gar nicht schreiben, wie ich nach dem Lesestoff verlange.
    Für 2017 habe ich wenig Hoffnung, dass die Geisterfahrer, die immer sagen, die anderen wären die Geisterfahrer, sich eines Besseren besinnen. Ich habe Kinder und Enkel, für die ich unser schönes Land gern „bewahrt“ hätte. Dass ich damit zu den Ewiggestrigen gehöre, hat man mir nun oft genug zu verstehen gegeben. Ich bleibe stur und verweigere mich dem Mittun an einer Sache, die ich in ihrer Dimension für falsch halte.
    Ihnen wünsche ich einen schönen Jahreswechsel. Bleiben Sie gesund und angriffslustig. Ich lese Sie weiter …

    • Nein, ich denke auch, dass 2017 ein Jahr ziemlich räudiger Konflikte wird – ich habe nicht umsonst vorab gefragt, ob man sich das in FFM mit mir wirklich antun will, noch dazu in verschärfter Form. Man will. Also weiter.

  51. Ein afrikanisches Wort der Hoffnung zum Jahreswechsel -
    Man muß nur lange genug am Ufer des Flusses sitzen, um die Leichen seiner Feinde vorbeitreiben zu sehen .

    Ihnen , Don, und allen Mitlesern und Kommentatoren a seidn guads neichs Joaa, die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt .

    Das Leben ist immer eine Auswahl, aber man trifft sie nicht selbst.

    Genug der Sinnsprüchlein, sonst fordert noch einer Heiligenbilderln dazu,

    das Neue Jahr setzt dort an, wo das alte endigte, und vielleicht schwimmt ja mal was vorbei, was einen freut.

    Ein Hosenanzug, ein grelles Damen-oder eher Frauenkostüm, ein dürrer Alkoholiker mit spitzer Nase , ein fetter Wettesser, oder so was halt.

    Morgen, im neuen Jahr, gibt’s frische Lebensmittelmarkerl (uups, soweit kommen wir erst, ich greife vor) ,

    aber bestimmt wieder viele geschenkte Menschen, die auf keinem Wunschzettel standen.

    Danke jedenfalls Ihnen, lieber Don, für die Extraportion Langmut mit den unaussprechlichen Nebenwirkungen meiner Alphabetisierung ,

    owa- weis woar is !

  52. Was will uns die Farbwahl bei der Neujahrsansprache suggerieren .
    Text eingeben

    • Was will uns die Ansprache selbst suggerieren
      oder genauer, was wird uns da unterstellt was wir wohl
      täten wenn man uns nicht ins Gewissen reden würde.

      Die nächte Neujahrsansprache hätte ich gerne von
      Franz Beckenbauer oder unserem lieben Don.

      ggf als Ergebnis einer Teamarbeit,

      Don verfasst den Text,
      Kaiser Franz trägt sie, bestens verinnerlicht
      und mit Freude und Zuversicht vor.

  53. Titel eingeben
    Danke für all die Texte und einen guten Rutsch!

    Entschuldigung für die im Suff begangenen Fahrraddiebstähle in diesem Jahr.
    Ich werde mich bessern.

    Und bevor ich es vergesse: Chapeauchen!

  54. Prost Neujahr
    Sehr geehrter Don, sehr geehrte Foristen,

    im auslaufenden Jahr waren Ihre Geistesblitze rettende Leuchtfeuer in bewegten Wassern. Herzlichen Dank!

    Für 2017 wünsche ich dem Blogbetreiber eine neue Steuerkette und spitze Feder sowie uns Lesern, dass wir am Jahresende noch vollzählig beisammen sein mögen.

    Da wir in bewegten Wassern segeln, ist auch der Frau Bundeskanzlerin etwas zu wünschen. Nämlich, dass vom Können des 1890 von Bord gegangenen Lotsen ein wenig auf sie übergehen möge. Auf dessen Brücke wird sie nämlich auch nach 2017 noch stehen (in dieser Vorhersage werden Sie, TDV, mir doch beipflichten, oder?), und solange sie einen derart demonstrativ anderen Kurs steuert als es der Alte tat, könnte unser immer noch verdammt schönes Schiff leicht von Piraten gekapert werden. An Bord sind ja schon welche.

    Also Ihnen allen fair winds and following seas!

    P.S.:
    @Goodnight
    Ihr Beitrag da oben (10:32) ist ein echtes highlight.

  55. "eine Kultur der Achtsamkeit": staatliche bzw. nationale Trauerfeierlichkeit?
    1 – http://www.heute.de/in-nizza-gedenkt-frankreich-der-86-opfer-des-anschlages-vom-14.-juli-45637058.html
    Mit einer nationalen Gedenkfeier auf dem Schlosshügel von Nizza hat Frankreich an die Opfer des Anschlags vom 14. Juli erinnert …

    2- http://www.wochenblatt.de/nachrichten/welt/Bei-Berliner-Anschlag-getoeteter-polnischer-Lkw-Fahrer-in-der-Heimat-beigesetzt;art29,413844
    Der beim Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt getötete polnische Lkw-Fahrer Lukasz Urban ist am Freitag in seinem Heimatdorf Banie bei Stettin beigesetzt worden … landesweit blieben zu Beginn der Gedenkmesse hunderte Lastwagen stehen und hupten. An den Trauerfeierlichkeiten nahmen auch Polens Präsident Andrzej Duda sowie Vertreter der polnischen Regierung und Deutschlands teil …

    3 – Staatliche bzw. nationale Trauerfeier zum Gedenken an die Opfer des Anschlags vom 19. Dezember in Berlin?

    • Nicht nur keine Trauerfeier
      Es wird nicht nur keine Trauerfeier geben, es gibt in der Presse auch keine Informationen zu den Opfern, dafür Geschichten über die Täterfamilie.
      Dafür braucht man wohl nicht mal Anweisungen, sondern die Presse versucht auch alleine möglichst wenig Emotionen zu erzeugen.
      Auch die Berichte über die Trauerfeier in Polen , mit einem knienden Staatspräsidenten vor dem Sarg oder die Abholung des italienischen Opfers mit einer Militärmaschine und dessen Empfang durch den italienischen Präsidenten, findet man bei Twitter detaillierter als in der deutschen Presse.

    • Für die Opfer von Berlin
      wird es wohl keine finanziellen Entschädigungen geben:
      https://www.welt.de/vermischtes/article160639609/Fuer-Anschlaege-mit-Lkw-gibt-es-keine-Entschaedigung.html
      K. G.-E.: „Trauer und Mitgefühl. Nichts sonst!“, oder so …

      … und so erinnert Le Monde an die Toten von Nizza:
      http://www.lemonde.fr/les-victimes-de-l-attentat-de-nice/

    • keine Kinder
      In den Kontext passt auch, dass es erst heilig Abend im Heutejournal eine Auflistung gab, welche Nationalität die Opfer hatten, wieviele Frauen und Männer unter den Opfern waren und dass keine Kinder darunter waren.
      Naja, wer sieht schon Heiligabend diese Sendung…

      Wie auch immer, wird ein interessantes Jahr 2017.

      Vielleicht verläuft es ja auch ganz unerwartet, die Phlegräischen Felder sind wohl am köcheln, las ich neulich irgendwo. ;)

      Trotzdem allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

  56. Genießen Sie doch mal den kalten Winter mit Reif und gefrorenen Wasserfällen
    Ich weiß, es ist schwer zu verstehen: Aber ich habe schon viele Weihnachten erlebt in meinen 40 Jahren in Oberbayern, an denen kein Schnee lag, es aber Heiligabend schön warm war. Heuer liegt auch recht wenig Schnee, aber – und das sollte man feiern – es ist richtig kalt, so dass man an die Handschuhe denkt, und das schon eine Weile mit einer kleinen Pause Ende November/Anfang Dezember. In unseren Skigebieten sind mehrere Pisten mit Kunstschnee präpariert, was nur funktioniert, wenn es fein kalt ist.
    Ich weiß, es ist extrem schwer zu verstehen, denn Schnee ist im Kopf gleich Winter. Aber wir haben Winter, einen trockenen Winter, in dem man mittags gut eingepackt draußen hocken kann, wenn man robust ist. Ich mache das nicht, weil mir die Blase schon mal abgeglitten ist, und das ist schmerzhaft und Urologen grausam.

    Der Schnee kommt, Leute. Letztes Jahr – gerade hatten wir die Winterreifen runter – kam er dann noch einmal Ende April nach mehreren Schneefällen zuvor, die lediglich ein Problem aufwiesen: Es war danach zu warm, die Pisten ab Mittag Matsch, Kunstschnee aus Wärmegründen kaum möglich.

    Vor Mai ist also meist nichts mit neuen Rad- und Passberichten, auf die ich mich freue und für die ich herzlich danke, was 2016 betrifft.
    Und falls Sie’s nicht glauben mit dem Prachtwinter, fahren Sie doch mal an den teilweise zugefrorenen Sylvenstein.

  57. Wen interessieren schon Fakten?
    Lieber Don Alphonso,

    schon länger verfolge ich, bislang schweigend, Ihre Texte und freue mich an den Inhalten (meist) und an der Sprache.

    Auf der Schwelle eines schwierigen Jahres zu einem bestenfalls ungewissen Jahr frage ich mich allerdings, ob man den Realitäten nicht mehr entgegensetzen muss als schöne Worte und – Sie mögen mir den Ausdruck verzeihen – Zynismus.

    Die „große Politik“ jedenfalls versucht seit geraumer Zeit, uns mit Worthülsen einzulullen.

    Zum Beispiel:

    „Den Deutschen geht es so gut wie nie.“
    Ich kenne Kleinfamilien, in denen Er und Sie mit hohen Zeitanteilen in sog. anständigen Lehrberufen tätig sind und doch das Budget ins Wanken gerät, wenn Kühlschrank und Waschmaschine gleichzeitig den Geist aufgeben.

    „Deutschland hat die niedrigste Arbeitslosenquote ever.“
    Wer das behauptet, verschweigt, dass die Zahlen nur deshalb so gut aussehen, weil Langzeitarbeitslose, ältere Arbeitswillige, Ein-Euro-Jobber und jeder, der in irgendeiner „Maßnahme“ untergebracht ist, aus der Statistik herausgerechnet werden. Würde man alle, die (bezahlte) Arbeit wollen/brauchen und keine haben, einbeziehen, wäre mit dem Ergebnis wahrlich „kein Staat“ zu machen.
    Und dabei reden wir nicht einmal von jenen, die in Lohn und Brot stehen, aber davon nicht leben können.

    „Die Sicherheitslage ist entspannt.“
    Zurzeit bewegen sich Zigtausende in unserem Land, von denen niemand weiß, wer sie sind, woher sie kommen und welche Vita sie haben. Von vielen weiß man nicht einmal, dass sie überhaupt da sind. Wenn das für die Sicherheitslage ohne Bedeutung ist, könnte man künftig auf Personalausweise, Führerscheine, Autokennzeichen etc. (und erst recht auf Überwachungskameras und andere Maßnahmen aus dem „Big-Brother-Repertoire“) verzichten.
    Falls meine (ziemlich langweiligen) Nachbarn unter Zurücklassen ihrer Papiere verschwänden und unter neuer Identität andernorts wieder auftauchten, würde ich mir Sorgen machen, welches die Triebfeder hierfür sein könnte.
    Vertrauen anderen Menschen gegenüber gründet darauf, dass man den anderen „(er)kennt“, also weiß, mit wem man es zu tun hat. Schon Polyphem in der Odysseus-Sage musste schmerzlich erfahren, dass einem „Niemand“ nicht beizukommen ist.

    „Der Atomausstieg schützt uns.“
    Obwohl in Deutschland selten Tsunamis drohen, wurden wir mit dem als „Lehre aus Fukushima“ verkauften Atomausstieg vor ein Fait accompli gestellt, dessen Kosten und sonstige Folgen für die Energiewirtschaft nicht absehbar sind.
    Dazu passt (gar nicht), dass die Bewohner der Aachen-Köln-Düsseldorfer Region sich durch den maroden belgischen Atommeiler Tihange einer Gefährdung ausgesetzt sehen, die einerseits keinen Politiker und keine Ordnungsbehörde zu konkretem Einschreiten veranlasst, aber andererseits so real zu sein scheint, dass man die eines Tages vielleicht doch betroffene Bevölkerung (jedenfalls die jüngeren Leute, um die zu ringen es sich noch lohnt) mit Jodtabletten versehen will.
    Allerdings sollten die nicht Bedachten sich nicht grämen. Denn die Einnahme von Jodtabletten bei einem Atom-Gau dürfte ungefähr so wirksam sein, wie das Unter-den-Tisch-Kriechen, das man in den 1960er Jahren als Vorsichtsmaßnahme für den Fall eines Atomschlags empfahl.

    Die Aufzählung der unbeachteten Fakten ließe sich beliebig fortsetzen.

    Was mich umtreibt, ist die Erkenntnis, dass all dieses und vieles mehr niemanden zu interessieren, geschweige denn zu kümmern scheint. Unsere Politiker fühlen sich in Talkshow-Fauteuils offensichtlich wohler als auf den harten Schreibtischstühlen ihrer Büros (falls sie überhaupt noch Büros haben). Und in den Talkshows wird dann – ausgerechnet – der Postfaktizismus beklagt.

    Derweil fragt der Bürger/Wähler/Demokrat sich verzweifelt, an welcher Stelle er bei einer der ins Haus stehenden Wahlen sein Kreuzchen machen soll, damit alles nicht so schlecht bleibt, wie es ist, oder womöglich noch schlechter wird.

    Sorry, verehrter Don Alphonso, ich wollte Ihnen und Ihrer Fan-Gemeinde (zu der ich mich, wie gesagt, auch zähle) nicht den Jahreswechsel und die Freude an angenehmen Plätzen und Zerstreuungen verderben – aber dürfen wir alles einfach so vor die Hunde gehen lassen?

    Dennoch oder gerade darum: die besten Wünsche für 2017!

    • Danke
      für Ihre fast beliebig verlängerbare Aufzählung von Situationen, die fast niemanden zu kümmern scheinen. Sie haben völlig recht, dass man etwas dagegen tun muss, müsste und nicht einfach bis zu den nächsten, leider ja noch Monate entfernten Wahlen warten kann, die dann vielleicht auch nur eine Veränderung aber keine Besserung bringen. Aber was tun wir?
      Ich wünsche Don Alphonso, Ihnen und allen Foristen einen guten Rutsch und den Mut und die Energie, weiter ihre Meinung zu den Zuständen in diesem Land und über die Politikdarsteller in Berlin und anderswo klar und laut zu äußern.

  58. Was will uns die Farbwahl bei der Neujahrsansprache suggerieren ...
    … es scheint das stahlblau eines Superhelden zu sein. Das rot der DE Flagge schmiegt sich im Hintergrund an an wie sein Cape.
    .
    Wenn Mutti sich da nicht mal wieder zu viel zutraut und dann doch nix tut!
    .
    Ihnen werter Don und allen Kommentatoren wünsche ich einen guten Start im Jahr 2017, das sicher noch einigen Spass auf dem Weg von Erde-1 über Erde-2 nach Erde-3 bereithält.

  59. Zu den Reibungsverlusten,
    der Anlage V, der Klassengesellschaft und den berechtigten Minderwertigkeitskomplexen in diesem Jahr mal nichts mehr.

    Stattdessen the same procedure as every year und Sylvesterpunsch mit Ekel Alfred. Sckießlich brauchen die grauen Zellen auch mal eine Pause und die ansonsten wenig trainierte Muskulatur ein wenig Stimulanz.

    Danke für die zensurfreie Zone und so manchen Denkanstoß. Allen alles Gute für das nächste Jahr, das kann wohl jeder gebrauchen, auch die Menschen ohne jede Art von Heimat. Es war mir ein Vergnügen.

  60. Gemütliche Einkehr
    mit Panorama geht auch etwas westlich des Reuthberges. Im Propellerstüberl des Landeplatzes Warngau gibt es einen herzhaften Imbiß und einen schönen Alpenblick während der Flugeinlage.
    Gute Aussichten für den Freistaat im Jahre 2017, und Guten Rutsch!
    M. A. Titz

  61. Mon Dieu Don, jezd sama wida bei di Leid
    Herrlich Don! Und die Bilder erst. Was meinen Ansäuerungs-Spitzen-pH-Wert um kleiner 1 von Vorgestern gerade an der langsamen Neutralisierung hindert, ist der Umstand, daß ich seit den 6-Uhr SWR 1-Nachrichten jede halbe Stunde-und im Vorgriff, die Kernsätze der Jahresabschlußrede unserer geliebten Führerin aufgetischt bekomme.
    .
    Ich denke daher an Lorzing an sage mir zum Troste:
    Einst gab es noch Schätze, von Geistern bewacht,
    Und manchen verwegenen Fant,
    Der mutig hinausging in finsterer Nacht,
    Kein Reichtum und Glück in der Hand.
    Da hatten die Geister noch Geld im Haus
    Und liehen es ohne Prozente aus,
    Der Geist war nicht, so wie heut:
    Das war eine köstliche Zeit.
    .
    Gut daß Ihr Text der dienstbaren Geister aus dem Osten in unserer süddeutschen Kulturkreis, ja darüber hinaus erinnert. So werden Ihnen im Hafen von Ajaccio die Miesmuscheln in Tomatensauce ebenso gereicht von einer jungen (auf Nachfrage) thüringischen Dame, in deren Sprachklang sich schon das nahe Sachsen einmischt, ebenso wie der Steckerlfisch im Restaurant Seehaus Schreyegg am Ammersee.
    .
    Selbst in schwäbischen Besenwirtschaften sind die zumeist ansehnlichen, mutig in die Fremde Gehenden (so e Dengere=so manche Ehefrau) nicht mehr wegzudenken. Wir haben hier eine, zuggegeben in einem „Bäsen“, der diese Bezeichnung eigentlich aufgrund der erreichten Sitzplatz-Ausmaße nicht mehr verdiente, solch ein feenhaftes Wesen das sich nach den Moden der fairy tales und fantasy-Stil kleidet. Im Sommer und Herbst trägt sie gar keck einen Efeukranz im Haar.
    .
    Don, bei Ihrem Foto in Zweitverwendung 2016, wenn ihrerseits keine Gewissheit bestünde über Klosterbiergarten Reutberg, so hätte ich auf die Alpe Dornach bei Winkel/Breitachklamm getippt. Was auch immer wieder auffällt ist mittlerweile die Zusammenstellung der Speisen für die Emscher-Tiroler: Löwenkopfschüssel mit (wahrscheinlich) Weißwürschd, dazu Pommes.
    .
    BTW, das Katzenfoto wird Ihnen viele Punkte einbringen. Womit übrigens bewiesen wäre, daß Sie als Tierfreund sicher auch ein Menschenfreund sind, was hier hin und wieder angezweifelt wird. Hätten Sie der Katze bei ihrer Begehr um Einlaß je einen Fußtritt versetzt so wäre es zu diesem Foto nicht gekommen. Achten Sie bitte das nächste Mal bei der Dame auf dem Tableau auf Vollansicht Portrait ohne daß ich jetzt wissen möchte, wem der ancetren Kaminrunterschießer diese Dame zugehörig war. So geht mein Blick stets in den Ritz, man verzeihe mir.
    .
    Der Mutterkutter, ansonsten um keinen in der Moskauer Московский метрополитен Furz verlegen schweigt sich vollkommen aus. Ich weiß auch nicht was ich von des Friedensfürsten zu Washinton letzten Knüppelwurf in Donalds Beine halten soll. Da hat der Böse aber mal unerwartet reagiert.
    .
    Allen Waffenbrüdern hier ein gutes neues Jahr.
    (DdH)

    • Da hat der Böse aber mal unerwartet reagiert
      Wer hat schon Lust darauf, dass der Gegner das eigene Verhalten
      diktiert oder kontrolliert.

  62. Ist es gar eine versteckte Botschaft an den president eclect ?

  63. Dankeschön!
    „Wie man es nimmt, es ist der Biergarten mit dem spektakulärsten Blick auf die Alpen“

    Mit der Einschränkung „den ich kenne“ haben Sie, bescheiden wie Sie nun mal sind, gerade noch die Kurve gekriegt. Es gibt da einen, den ich für spektakulärer halte, aber ich werde den Teufel tun und hier Namen und Ort verraten. Irgendwo möchte man ja noch unter sich und seinesgleichen bleiben, will heißen, nicht ständig die Speise- und Getränkekarte für Nordlichter und Zuagroaste übersetzen müssen.

    Lampedusa übrigens wird seinen Lichtenberg gelesen haben …
    „Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll“

    Ich hülle mich jetzt in feinst verarbeitete Naturwolle aus bayerischer Produktion, schließe die Hirschhornknöpfe (ebenda), setze die Wollmütze von gleicher Herkunft auf, schnüre die Schuhe (Tirol) und pilgere auf stillen Wegen nach Andechs, um dort ein paar Kerzen zu stiften. Nicht weil ich religiös bin, aber weil’s ein alter Familienbrauch ist, und weil man an sowas eisern festhält, auch wenn die morschen Knochen zwicken.

    Für Sie, Don, den alten Sünder, lustvoll bekennenden Zyniker und blendenden Unterhalter, werde ich aus Spaß und Dankbarkeit auch eine aufstellen und Ihnen einen guten Rutsch und ein gesegnetes neues Jahr wünschen.

    In Sachen Youtube drücken Sie heute bitte ein Auge zu, es geht (nur) um Musik und um einen Segenswunsch … „Deus guarde a sorte da gente“

    https://www.youtube.com/watch?v=O5bgbHGIEDU

  64. Dilemma 2017
    „…ich geniesse auch gern mein Dasein.“

    Auch ich erinnere mich noch gerne an meine Kindheit in der 70ern, als wir selbst im hessischen Spessart, Vogelsberg und Odenwald regelmäßig die Wochenenden mit Schlitten und Ski verbringen konnten.

    So sah ich mein Dasein in der Vergangenheit im Wesentlichen durch Kernkraft und Klimawandel bedroht, folgerichtig habe ich jahrzehntelang die Grünen gewählt, die als einzige Partei diesbezüglich eine konsequente Haltung hatten, so auch seltsam manche Gestalten dort anmuteten.

    Heute scheint diese Schlacht geschlagen, zumindest der Zug in aufs rechte Gleis gelenkt, und die Grünen machen sich gemeinsam mit der Kanzlerin auf zu neuen, diesmal sozialen Experimenten, durch die ich abermals mein friedliches Dasein ganz ohne Grund bedroht sehe.

    Nun gibt es eine Opposition, eine einzige, die diesbezüglich eine konsequente Haltung hat. Aber sie redet über die Umwelt wie die Grünen über Flüchtlinge und erklärt mich zum besorgten Bürger. Sellafield, Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima? Alles bedauerliche, vermeidbare Einzelfälle. Klimawandel? Hat nichts mit CO2-Ausstoß zu tun. Solarpanel und Windmühlen? Verschandeln die Landschaft, kosten nur sinnlos Geld und überhaupt, die armen Vögel. Jahrtausendelang strahlender Müll? Kein Problem, wir Deutsche schaffen das.

    So bleibt 2017 das Dilemma: Wen wähle ich, wenn ich die Flüchtlings- und Europolitik der AfD und die Umweltpolitik der Grünen gleichzeitig befürworte?

    • Umweltpolitik der Grünen
      und damit die unserer ulF erhöht den CO2 Ausstoß durch die Abschaltung der KKW beträchtlich. Da der Wind nicht immer bläst und die Sonne nicht immer scheint müssen kalorische Kraftwerke ständig nebenher laufen und damit erlebt die Braunkohle einen ungeahnten Aufschwung.

      Suchen Sie mal nach El Hierro und Windkraft, insbesondere ältere Artikel mit der Vision und dann die realen Zahlen der letzten zwei Jahre. Dabei geht es um 7000 Einwohner der Insel im Atlantik, die dann auch noch einen Vulkankrater als Speichersee für ein Pumpkraftwerk besitzt. Immerhin wird da jetzt der teuerste Strom Spaniens produziert.

      Wenn es nicht Herrn Palmer gäbe, würde ich ja der Ansicht zuneigen, dass man bei den Grünen nur was werden kann, wenn man eine Rechenschwäche nachweisen kann.

    • Der Zug auf’s rechte Gleis gelenkt?
      Ich bin kein Skeptiker, was die Notwendigkeit der Minderung von Emissionen zur Minimierung des anthropogenen Klimawandels angeht. Auch wenn es keine hundertprozentige Gewissheit gibt. Entscheidungen vor dem Hintergrund von Unsicherheiten zu treffen, ist keine Besonderheit des Klimaschutzes. Viele Planungen oder Investitionsentscheidungen erfolgen unter vergleichbaren Bedingungen. Das Problem ist ein anderes. Die negativen Effekte der angeblich alternativlosen Energiewende und des Kernkraftausstiegs sind und werden groß sein. Der Widerspruch gegen diese ist aber nicht minder ideologisch. Der Staat und die Gesellschaft sind, was dieses Thema angeht, zu vernünftigen Entscheidungen nicht in der Lage. El Hierro ist dafür ein gutes Beispiel. Gewinner ist weder die Umwelt noch der Bürger. Es verdienen vor allem grüne Geschäftemacher. So sehen wir es heute vielerorts. Politisch motivierte Leuchtturmprojekte, üppig ausgestattet mit Beihilfen ohne wissenschaftlich-technisch-ökonomisches Knowhow aber mit maximalem Willen zur Geldbeschaffung für eine durchsubventionierte Wirtschaft.

    • Das Problem der Speicherung
      der erzeugten Wind/Solar-Energie ist tatsächlich ungelöst und nur solange irrelevant, wie die Grundversorgung anderweitig garantiert ist. Keine Frage, dass hier ein Irrweg beschritten wird. Trotzdem ist es wichtig, dass überhaupt einmal ein Weg beschritten wird. Korrigieren kann man immer noch – im Gegensatz zu einem explodierten KKW, da gibts dann nichts mehr zu korrigieren, nur noch wegziehen.

      Was den gesparten CO2-Ausstoß durch KKW betrifft. Kernkraft erzeugt derzeit ca. 15% des Stroms hierzulande, also vielleicht 5% der gesamt verbrauchten Energie (Strom, Heizung, Benzin…). Die 5% machen die Kuh nicht fett und sind das Risiko nicht Wert. Umgekehrt, wollte die gesamte Energieerzeugung auf KKW umstellen – wenn es denn ginge – man bräuchte etwa 150-200 KKW in Deutschland. Na dann viel Spaß beim CO2-Sparen.


    • Es ist mir unbegreiflich, wieso man an das technische Problem Speicherung/Pufferung nicht rangeht. Das müßte man doch mindestens parallel zur Ausweitung des Spargelsetzens.
      Das ist auch wieder so ein Politikversagen.

  65. Das Mutterschiff berichtet:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kriminalstatistik-fluechtlinge-begehen-offenbar-weniger-straftaten-14598930.html
    Immer schön in Anführungszeichen, damit bewegten sich die Sexualdelikte (durch Flüchtling, [der Forist]) „auf konstant niedrigem Niveau“ berichtet die FAZ von den Verlautbarungen des BKA und der Rezeption in der Verlautbarungspresse völlig unkritisch via AFP übernahme.
    Mithin ist die Gesamzahl der Staftaten 241600. 1,3 % daraus 3140 – wohlgemerkt für 9 Monate. Auf’s Gesamtjahr hochgerechnet wären also 4190 zu erwarten. Verglichen mit den Zahlen der PKS von 2015 – insgesamt 46081 Fälle – muss also damit gerechnet werden, dass etwa jeder 10. Sexualdelikt von einem Flüchtling begangen wird.
    Und nun frage ich rethorisch: Ist dies ein „konstant niedriges Niveau“?!

    • Niedrigeres Niveau als letztes Jahr
      Der Artikel ist mir auch negativ aufgefallen. Die Erfolgsmeldung schien zu sein, dass es weniger Fälle als letztes Jahr gegeben habe. Dagegen hat der Artikel den „elephant in the room“ ignoriert: entspricht die von Flüchtlingen begangene Anzahl der Sexualdelikte dem Anteil von männlichen Flüchtlingen an der Gesamtbevölz oder ist er höher oder niedriger? Entspricht der Anteil der Überfälle dem Anteil an der Bevölkerung?
      Ich finde es steht der FAZ nicht gut, so eine hingerotzte Agenturmeldung einfach zu übernehmen.

    • Es ist jetzt zwischen den Jahren, da ist in der Redaktion wenig los. ich würde das auch nicht unbesehen glauben – das ding wurde offensichtlich passend zur Rundfunkansprache aus dem Kanzlerbonker lanciert.

    • Titel eingeben
      Letztendlich war es ja bloß Promotion für einen Artikel in der SZ. Ich riskier jetzt mal einen Tipp, ob der ausführliche Artikel plus der Kommentartext dazu die „gesunkenen“ Zahlen in einen relevanten statistischen Kontext einordnet. Nee, die Moral der Geschichte wird sein, dass die Sache mit der Kriminalität durch Populisten aufgebauscht werde, und… da gibt es nichts zu sehen, bitte gehen sie weiter.

      Auch hübsch: der illegale Grenzübertritt wurde herausgerechnet, weil es dem BKA oder der SZ / dem NDR nicht kriminell genug ist oder weil er die Statistik so richtig vermasseln würde, jedenfalls nicht hilfreich. Erinnert mich an dieses Bonmot: „But apart from that, Mrs. Lincoln, how did you like the play?“

  66. an den Don
    Lieber Don,das meiste ist ja von vielen Foristen im Laufe dieses Jahres schon gesagt worden
    Ich möchte mich herzlich für Ihre vielen,einfühlsamen aber auch manchmal “ grausamen“ ( nicht für mich ) ,wahren,ans Herz gehenden undden Finger in die Wunde legenden Blogs bedanken
    Ich schreibe nicht viel,lese aber mit Begeisterung ( zu 99% ) die meist wohlgeformten und geistreichen Kommentare der Foristen.
    Ich sehne mich praktisch danach,Ihre nächste Ausgabe zu lesen…Sie sprechen mir aus dem Herzen,VIELEN DANK dafür.
    Aber es gilt wohl auchmehr und mehr seine/Ihre Worte abzuwägen …in der Zukunft und auch nächstes Jahr,wenn das Wahrheitsministerium seinen “ Dienst “ aufnimmt mit den entsprechenen IM’s von gestern/vorgestern,es gibt da wohl noch genug von?!
    Sie erwähnten es neulich mal nebenbei in einer Ihrer Antworten….ich habe mich darüber erschrocken!!
    SIE stehen bestimmt schon auf der LISTE,Don…
    Das Sch…jahr geht zu Ende,es begann mit FAKE-NEWS am 1.1.2016…von unseren Regierungen…von dem Großteil aller Medien,von ARD und ZDF,und es zog sich durch bis heute,den 31.12.2016 !!!
    Fake news über die Anzahl der Geschenkten,über deren Übeltataen,über alle EINZELFÄLLE,bis hin zu Neujahrsansprache unserer größten Heilsbringerin,auch Raute oder Mutti genannt.
    Übrigens stand in der BAZ ein sehr interessanter Artikel über das Attentat in Berlin ( Merkel“s Tote )…ja,so wurden die Opfer von Ihrem Kollegen dort genannt….über Rücktritt von Politikern….über Verantwortung übernehmen…etc. Sehr interessanter Artikel,empfehlenswert!
    Was mich noch interessieren würde ( ist an alle Foristen und auch an Sie Don gerichtet) : wer weiß etwas über nächtliche Flüge,geheim…von Flugzeugen gefüllt voller “ GESCHENKE „…GOLD…?
    Focus heute : xtausend an den Grenzen zurückgewiesen…das Jahr endet wie es begann, mit FAKE NEWS..
    komme gerade aus Österreich aus dem Urlaub zurück…..Grenzer ?Kontrollen? Polizei?
    Ich glaube mittlerweile,daß ich blind bin
    Guten Rutsch Don

  67. De anima
    Lieber Don,

    ein Dankeschön für Ihren Blog, der mir aus der Seele spricht. Jeder einzelne Text ist ein Genuss. Und nirgends anders wird so klar wie bei Ihnen, wie sehr die Gesellschaft vom egoistischen Kampf um Freiheit, Eigentum und gute Sitten profitieren könnte.

    Rutschen’S gut nüber!

    MK

  68. Guten Rutsch
    Lieber Don,
    Sie haben einen schönen Ort für den Jahreswechsel gefunden. Kommen Sie gut ins neue Jahr. Ich wünsche Ihnen weiterhin viele kluge Gedanken und Einfälle für Ihre Texte.

  69. Ein selbstbegreifungsreiches neues Jahr(hundert-tausend) wünsche ich uns allen...
    damit aus der Erde ein kleines Gallisches Dorf wird,
    in dem weder viele Köche den Brei verderben, noch
    jeder sein Süppchen kocht.

  70. Burkina Faso
    Das trifft auch auf Burkina Faso zu „das reich ist, wenn man zu den Vermögenden gehört, und arm, wenn man nicht dazu gehört.“

    • Kluge Leute finden sich überall
      Hatten sie Zweifel das es anders sein könnte?
      Reichtum ist davon abgesehen keine Schande.
      Armut auch nicht.
      Es kommt immer darauf an was man daraus macht.

  71. Die Sonne scheint auf alle
    Immer wieder inspirierend, wie der Autor von seinem Hochsitz aus viel Land überblickt. Und weil er keine Lust auf Wildbret hat, bleibt er unbestechlich. Jahrhunderte lang haben Bauern über Zehent und Freigeld solche Positionen geschaffen und ernährt. Wenn die gesellschaftlichen Stürme stärker werden, ist es leicht möglich, dass zuerst die Bäume einknicken, die zu schnell zu hoch aufgeschossen sind. Das ist der Lauf der Natur. Die Sonne scheint andererseits auf alle gleichermaßen, wenn sie scheint. Wer sich nur über materielle Güter definiert, wird in Zukunft möglicherweise etwas weniger haben. Es gibt aber auch andere Güter. Wer z.B. an Tagen wie diesen durch den Wald läuft, wird entdecken, dass er nahezu alleine ist. In Besitz eines riesigen Reiches, das niemandem eigentlich gehört. In diesem Sinn alles Gute! Und weiterhin viel Überblick im neuen Jahr!

  72. Schleich di du elendes - ´17!
    .
    Ohne Wehr

    Jeder ist gediegen sich zu biegen;
    Nach seiner Fasson und Wohl.
    Doch kracht´s im Rang der Obrigkeit,
    Der Leut verkauft´s a Scherben Krug –
    Ist´s genug mit Heiterkeit und deren Strom!
    Der ihre Woge Knecht, ein Teufel tut.
    Bitterkeit und Tod; Geschenkter Unterpfand.
    Reue? Keine!
    Pressend! Der letzten Groschen Schuld,
    Geht´s dahin, das deutsche Volk.

    .

    https://pbs.twimg.com/media/C02lIaaXEAARj66.jpg

    .
    .

    Danke für Ihr filetieren der Unzulänglichkeiten der Hauptstadt-Baronessen und Medien Inkompetenz. Meine muss ich ja hier nicht weiter ausführen.^^ Auf das Sie ihre Schlachten gewinnen mögen! Kommen Sie und die Foristen resolut in 2017 an!

    https://pbs.twimg.com/media/C02nbHCUcAA4tsq.jpg

    .
    .

    https://www.youtube.com/watch?v=EtvVP1u9RfE&app=desktop

  73. Próspero año
    Y usted, don Alfonso, como una figura de arte y como un ser humano un contenta prospero año nuevo!
    Así se hace, tengo que tener una razón para hacer clic en el Caribe su blog.

    Gracias que no han mencionado Alemania corpulenta inexpresivo señora M., estaría arruinado el día.

    Carecen de la nieve?
      Yo también. A veces.

    Und ihnen, Don Alphonso, als Kunstfigur und als Mensch ein zufriedenes schönes neues Jahr!
    Weiter so, ich muss einen Grund haben aus dem karibischen Raum ihren Blog anzuklicken.
    Danke dass sie Deutschlands behäbige, ausdruckslose Frau M. nicht genannt haben, mir wäre der Tag versaut.

    Ihnen fehlt der Schnee?
    Mir auch. Manchmal.
    Saludos!

  74. Rentner
    Ja wir sind immer gerne zum Kirchsee gefahren um von dort Richtung Tölz langzulaufen und dann in die Reuthberger Gastwirtschaft einzukehren.
    Nach den Bildern zu urteilen wars damals aber nicht so bevölkert wie jetzt, vielleicht war das auch ein Grund für die Aufgabe der Brauerei.
    Die Kinder sind im Sommer gerne in die Sumpflöcher am See gesprungen. Muss mal wieder die Runde einladen zu einem Spaziergang.

    Hoffentlich ist das alles noch lange geniessbar.

    Alles Gute

  75. kaufen Sie sich doch lieber einen Schlitten
    und fahren Sie vom Zauberberg hinunter, lieber Don. Vielleicht geht es bei Ihnen – anders als bei mir – ohne Schürfwunden und blauen Flecken und verstauchtem Handgelenk ab. Und lassen Sie vorher oben Ihre Tetanus-Impfung überprüfen; aber Sie sind sicher weniger schlampig als ich es bin.

  76. Gutes Karma
    Lieber Don Alphonso,

    (bei meinem letzten Post hatte ich glatt die Anrede vergessen, ich bitte das zu entschuldigen)

    es ist wie immer schön, bei Ihnen zu lesen. Ich gehöre nicht zur Oberschicht, aber ich möchte eigentlich auch gerne das behalten können, was ich habe. Nicht nur materiell, sondern auch ideell.

    Es ist erfrischend, von jemandem zu lesen, der gerne sein Leben genießt und dies auch weiter tun möchte.
    Ich frage mich, woher bei so vielen Leuten so viele Schuldgefühle kommen, dass sie meinen sie müßten nicht nur selbst teilen, sondern auch gleich noch Andere zum Teilen zwingen.
    Sobald ich jemandem meinen Willen aufzwinge, ist doch das gute Karma, das ich mir durchs Teilen verschafft habe, gleich wieder futsch. Überhaupt funktioniert das mit dem guten Karma nur, wenn ich etwas Gutes tue, ohne dabei ans gute Karma zu denken – glaube ich jedenfalls.

    Ich hoffe, dass Sie weiter schreiben – Ihre Beiträge lassen mich alles etwas leichter nehmen, auch wenn es um besorgniserregende Dinge geht.

    Einen guten Rutsch wünscht die Kleine Waldhexe

  77. Das Bauchgrummeln will nicht so recht nachlassen
    Könnte es sein, dass wir uns Ende 2017 sogar nach 2016 zurücksehnen? Sieht doch sehr danach aus.

    Übrigens ist das Spiegel-Interview des österreichischen Außministers recht interessant. Da düfte sich so mancher aus der hiesigen Kommentatorengemeinde wiederfinden.

  78. ... I'm a man of wealth and tast ...
    Die Automatiktür zum Gourmetrempel geht laufend auf und zu. Im Eingangsbereich schubsen und krakeelen überlaut Jugendliche in einem aggressiv gefärbten Ideom. Alle tragen grüne Parkas mit Fellbesatz aus chinesischem Marderhund, am Handgelenk eine AppleWatch. Ihre Haare sind unpassend zum dunklen Teint blond gefärbt und zu Stehtollen hochtoupiert. Gelegentlich deuten sie einander Faustschläge gegen die Schläfen und in die Magengegend an, jedoch auch in Richtung des Eingangs. Das führt dann zum Öffnen der Schiebetür. Der gutgekleidete Herr vor mir, hat den Silvesterabend schon gestern begonnen. Er schwankt alkoholisiert und bläst seinen Champagner-Atem der vor ihm stehenden Dame in den Nacken, die sich umdreht und etwas von „Blut“ zischelt wobei ihre Rechte mit scharfkantigem Brilliantring eine abschneidende Bewegung macht. 7Schnitt.
    Peperoni- und Olivenbrötchen sind mal wieder alle!

    Nun, meine Vorbereitungen auf das nächste Jahr habe ich abgeschlossen: Alle Konserven-, Wasser- und Benzinvorräte wurden erneuert.
    Kerzen, Zündhölzer und Schwedenstahl sowie ein Taschenlampenradio mit Kurbel wurden sicher eingelagert.
    Die größten Euro-Bestände wurden in Goldbarren, in mehrere Kisten Wodka und Fahrräder umgewandelt. Alles gut verstaut und nicht leicht zu finden. Der Waffenschein ist beantragt.
    Muss im nächsten Jahr nur noch das Kreuzchen an der richtigen Stelle gemacht werden – möglichst so, dass man die eingelagerten Bestände nicht angreifen muss … Also nicht alternativ sondern alternativlos?

    Vielleicht kann ich zu Neujahr ja auf der Terrasse frühstücken und den neuen Blog vom Don lesen.

    Allen ein gesundes, friedliches 2017!

    Übrigens: Discountermöbel nicht anzünden, wegen der giftigen Gase! Gut abgelagerte Barock- und Biedermeiermöbel wärmen jedoch hervorragend!

  79. Don ein Egoist: Das macht Mut
    Lieber Don,
    Sie machen mir mit Ihrem Egoismus für Ihre Art zu Leben und Denken Mut.
    Mut, auch zu meinem Egoismus zu stehen. Für meine persönlichen, sozialen, religiösen Werte zu stehen und nicht in diesen allgemeinen, gutmenschlichen und undifferenzierten Altruismus unterzugehen.
    In unserem Egoismus finden sich sicherlich Gemeinsamkeiten. Und wenn jeder genau zu seinem Egoismus steht, für diesen einsteht, wird es auch ein gemeinsames Einstehen für Bedürfnisse geben. Die völlig legitim und menschlich sind.
    In dem Sinne wünsche ich uns allen ein Jahr des Mutes für unsere Bedürfnisse einzustehen.

    Vielen Dank Ihnen Don und dem Forum für sehr bereichernde Texte, Kommentare, Informationen, Meinungen.

  80. Frische Anforderungen
    Ganz herzlichen Dank lieber Don, für ihre interessanten und anregenden Texte und weiter alles Gute für 2017!
    Bis zum Sneak Preview der Berliner Jahresendsülze habe ich mich nicht getraut, da ich vorher schon über Herrn JvA und seinen Beitrag bei der Politikabteilung der Mutter gestolpert bin.
    Eine derartige Verdrehung der Fakten wie sein Fazit habe ich von einem Journalisten nicht erwartet: „Wer ehrlich ist, muss deshalb zugeben: Die größeren Defizite liegen auf Seiten der Bürger, nicht auf Seiten der Politiker. Denn die Bereitschaft, sich auf deren Beruf einzulassen, wird immer geringer.“
    Nur zu meiner Selbstversicherung: wer ist der Souverän in diesem unserem Lande und was heißt nochmal gleich „Minister“ auf Deutsch? Muß ich mich auf den Beruf der Kellnerin „einlassen“, damit ich einen Espresso bestellen darf? Und muß ich mir die Weißwürste selbst aus der Küche holen, wenn sie Veganerin ist und die Löwenkopfschüssel aus moralischen Gründen nicht anfassen mag?

    • o mei,
      der JvA gehört auch zu denen, mit denen man „d‘Sei fiadan kennt“. Welche Haken und Wenden der Mann schlagen kann, um dann punktgenau im vorher feststehenden Ziel weit links von mir zu landen, ist bewundernswert. Das Mutterschiff hat mehrere solche Meister der Feder, gelegentlich, aber immer seltener, falle ich in meiner Echokammer noch auf eine gut gemachte Überschrift dieser Fraktion herein.

      Dennoch habe ich nach 2 Jahren Enthaltsamkeit die Papierausgabe wieder abonniert weil ich eine vorsichtige Kursänderung zu erkennen glaube. Gut, es steht immer noch viel Stuß drin, andererseits gibt man dem Fonse und seinen wackeren Foristen Raum. Auch das wollte ich irgendwie honorieren. Vielleicht wirds wieder.

    • Hoffen wir mal. 2017 wird ein knallhartes Jahr, und wenn ich sehe, wie die unoffensten Dogmatiker bei der Konkurrenz die offene Gesellschaft in Stellung bringen, wackelt hier schon der Watschenbaum.

    • "Muß ich mich auf den Beruf der Kellnerin „einlassen“,.. "
      Sehr gute Frage. Aber sicher nicht auf den Beruf der Kellnerin, sondern auf die Kellnerin als tätige, dienende Person vielleicht?

      So, wie man sich ja offensichtlich auch auf den Autor eines Textes einlassen muss, um dessen Text zu verstehen. Oder mit einigem Recht glauben dürfen möchte, diesen in seiner ganzen Pracht wahrzunehmen.

      Und da ich gerade beim Neujahrsoberlehrern bin:Dieses „Einlassen“ auf einen Menschen sollte doch wohl idealerweise für einen jeden gelten, mit dem ich in Kontakt trete. Sei es die Kellnerin, ein Autor, der Schaffner, die Partnerin oder wer auch immer. Jedesmal auf eine empathische, angemessene Weise. Die Welt sähe sofort anders aus, wenn wir uns wenigstens bemühten, den Gegenüber zu verstehen. Da ist ja nach aller Erfahrung noch lange nicht vom Gelingen der Bemühung die Rede.

      Kommt nicht ein großer Teil allen Ärgers vom Gegenteil? Unverständnis und Unvermögen aller Beteiligten. Oftmals sogar absichtliches.

    • Mir genügt es wenn sich die Kellnerin auf die Rolle als Kellnerin einlässt.
      Das bedeutet ja nicht das sie sich alles gefallen lassen muss.
      Meine Aufgabe ist es mich auf meine Rolle als Gast einzulassen.

      In veschiedenen Kulturräumen (Berlin/Chiemgau) sind die
      Anforderungen im Detail sicher verschieden, ich interpretiere den
      Text aber so das dies gelernt werden kann.

      Der gute Wirt wird ggf beide wenn sie sich nicht angemessen verhalten
      hinauswerfen hat aber im Zweifel eine Fürsorgepflicht gegenüber seiner Angstellten. Wenn Ehefrau oder Tochter kellnern ist ggf noch schneller schluss mit lustig oder auch nicht.

      Ich vermute das es in Bayern Integrationsschnellkurse gibt die offensichtlich besser funktionieren als jene in Berlin.
      ggf in der Art das der pöbelnde Preuße unter Androhung zahlreicher Watschen den Biergarten verlässt.

    • @Gast, 10:12
      Ein Vorwurf? Ich nahm es mir zu Herzen und habe deshalb den JvA-Artikel noch einmal mit anderer Brille gelesen. Wo ist das „Einlassen“ des JvA? Er steht auf einem Podest, ihm missliebige Meinungen sind „Hass“…. ach lassen wir es, die andere Brille hat meinen ersten Eindruck nicht geändert.

    • Nö, Gamskampler, kein Vorwurf. Nur ein Hinweis, der aus einiger Lebenserfahrung resultiert.
      Und oft, zu oft auch von mir, nicht beachtet wird.

      So als Beispiel:Putinversteher. Großes Schimpfwort. Aber wie kann D, können wir denn sonst, also ohne die Bemühungen ums Verständnis und ums Verstandenwerden, Putin und die Russen verstehen? Wir wollen doch auch „verstanden“ werden. So als Deutsche, Männer, Frauen,… Mancher wird nun umgehend behaupten, dass ihm dieses Verständnis anderer egal sei. Aber auch dieser Blog beweist doch mit beinah jedem Kommentar das Gegenteil.

      Sicher, wenn der andere so gar kein Interesse hat, dann wird es schwierig. Wohl wahr.

      Aber wie schon der abgenutzte Indianerspruch sagt:Man sollte vor allen Urteilen und Verurteilungen mal ein paar km in den Mokassins, den bayrischen Bergstiefel, den US-amerikansichen Cowboystiefeln, den asiatischen Zehenschlappen usw. gelaufen sein.

      Aber mir ist schon klar, dass das so Feinsinnigkeiten sind, die so manch andere überhaupt nicht interessieren.

      Und noch einen leicht verspäteten Neujahrsgruß in die Runde.

  81. Titel eingeben
    Ach wäre die Natur doch bei der Eiszeit geblieben. Ganz Deutschland unter Eis, der Meeresspiegel 120 Meter niedriger und vor allem kaum Menschen. Muß himmlisch gewesen sein damals. Aber nein, die Natur ließ das Klima schwanken – ganz ohne Menschen. Und gleich so gewaltig, dass ganze Spezies verschwanden. Dumm gelaufen für die Natur – jetzt hat sie homo sapiens …..

  82. Finanzbeamte der Empathie
    Alle denken nur an sich, nur ich denke an mich.

    Bei der epidemisch ausgebrochenen Logorrhoe auf diesen Seiten versuche ich mich kurz zu fassen.

    Die Gesamtkonstellation ist dermassen brenzlig geworden, dass man als vom Vermögensglück Beschenkter wirklich egoistische Akzente setzen muss, denn von Reichtumsdimensionen eines Bill Gates etwas abgesehen, gäbe es genug arme, hungrige, ungebildete Afrikaner für den Flohmarkterlös jeder Silberkanne, oder des Zwangsversteigerungsergebnisses aus der Enteignung jeder Zweitimmobilie.

    Allen Diskutanten und vor allem unserem Gastgeber ein gutes neues Jahr, vor allem Gesundheit (deren Abwesenheit relativiert schnell die tiefsten Gedanken)!

    Mögen Eure Beiträge prägnant und witzig bleiben!

  83. Ex-Zeitleser
    Ihnen lieber Don einen guten Rutsch und alles Gute fürs Neue Jahr! Ich freue mich auf weitere hintersinnige, spitzfindige und sarkastische Betrachtungen Ihrerseits.

    Zu 2016 bleiben mir u.a. folgende Veränderungen und kleine Begebenheiten des Alltages in Erinnerung: Unsere älteste Tochter nahm heuer ein Studium in einer alten schwäbischen Stadt in Bayern auf. Eine wichtige zu klärende Frage war ihre persönliche Sicherheit und umsichtige Verhaltensweise (d. h Ausrüstung wie Pfefferspray und Alarm sowie Risikovermeidung wie z.B. längere Aufenthalte abends an Bahnhöfen).

    Als (Ex) Jäger war ich 2016 mal wieder auf der unteren Jagdbehörde, was bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Da läuft derzeit ein riesiger Run auf den kleinen Waffenschein aber auch der Jagdschein ist neuerdings außergewöhnlich gefragt. Und weil ich meinen Jagdschein einige Jahre nicht verlängerte, durfte ich nach „Verlängerungsantrag“ die volle deutsche Überwachungsbürokratie genießen (mit Nachfrage bei Polizei, neues Führungszeugnis sowie Kontrollbesuch eines LRA-Mitarbeiters bei mir zuhause….). PS Alles korrekt, ich habe mir noch nie eine Kleinigkeit zuschulden kommen lassen.

    Aber der Gipfel 2016: Als Naturbursche und Amateurland- u. Forstwirt schenkte mir meine Frau zu Weihnachten eines der bekannten Schweizer Taschenmesser. Allerdings darf ich dieses aufgrund des deutschen Waffenrechts (außerhalb der Jagd) nicht mit mir führen, weil sich beim speziellen Typ die Klinge (nur 7cm) arretieren lässt und es sich mit großer Mühe mit einer Hand öffnen läßt. Das überstieg nun mein Vorstellungsvermögen, als dass ein unbescholtener Bürger in D nicht einmal so ein relativ kleines Taschemesserchen mehr im Sack führen darf, während LKWs über Märkte donnern, deren Fahrer sich von deutschen Behörden absolut unbehelligt bewegen konnte….

    Apropos: In ihrem Metier (also i.w.S., ich möchte Ihnen ja nicht zu nahe treten  ) ist einiges in Bewegung. Kai Diekmann verlässt Bild. Ich denke auch aufgrund stark sinkender Auflage. Die deutschen Leit-Medien werden weiter massiv Leser verlieren, absolut nicht ohne eigenen Verdienst.

  84. Dankbar für ein Jahr
    2016 war ein Jahr des Glücks und der Katastrophen – wie viele zuvor. Und je weniger Jahre erwartbar sind, desto mehr weiß einer zu schätzen, wenn Schmerz und Trauer mit „Hurra, wir leben noch!“ einhergeht, erinnert sich der Leiden seiner Eltern und Großeltern und dass sie ihn gleichwohl ermutigten, weniger durch Worte als durch unerschütterliches Vormachen, wie man dem Glück entgegenkommen kann. Lebenskunst ist, aus unvermeidlichen Ungelegenheiten Gelegenheiten zu machen. Ihre Artikel, lieber Don Alphonso, haben beim Ausbalancieren geholfen, dafür am letzten Tag des „Schicksalsjahres“ ein großes, herzliches Dankeschön. Bleiben Sie gesund, mutig und unverdrossen.

  85. Leb'n und leb'n lassen
    Steht wohl auf dem Teller mit der Dampfnudel plus Honig (ist es eine?). Gruß aus dem traditionell schneearmen Norden aus Ex-Preußen umgeben von Brandenburg. Nehmen Sie gute Wünsche für 2017 auch aus der mittleren bis unteren Mittelschicht an? Ich versuch’s einfach mal.

  86. Ahh!
    Diese tiefe Ruhe des Textes hat mich angesteckt. Der Don, der den Untergang der Welt (wie wir sie kannten) beschreibt wie einen Sonnenuntergang am Ngorongoro-Krater. Ich erhebe mein Glas (die Stimme nur, wenn ich gefragt werde) und lausche bis zum Jahreswechsel dem Bullern meines Kachelofens. Mögen alle Leser und Leserinnen unbetatscht honüberkommen!


  87. Ah, der Jahresendartikel.
    Tja, kalt ist es eigentlich schon, aber zuwenig nass, als daß es Schnee hätte. Schätzungsweise kommt der dann wieder im nächsten Jahr, so wie letzten Winter.
    Ich wünsche Ihnen, Don, und dem Kommentariat und denen, die nur mal so drüberlesen, einen geruhsamen Jahreswechsel (hier böllert es schon die ganze Zeit, wie fast immer) – und daß wir 2017 gut überstehen…

  88. Danke und weiter so!
    Heute war auf der Skihütte leider kein Außenplatz mehr zu bekommen. Schade, bei der wunderbaren Sonne, aber auch drinnen schmeckten die Schlutzkrapfen wunderbar.

    Unten im Tal macht man sich trotzdem wieder Gedanken, wie es sich daheim in der großen Stadt so feiert heute Abend….eine Armlänge, und so. Von bunten Bereicherungen dieser Art bleibt man in den Bergen zum Glück verschont. Vermutlich fahre ich deshalb so gerne dorthin.

    Alles Gute für 2017 und bleiben Sie kritisch. Für weitere Texte dieser Art bringe ich Ihnen eine schöne Flasche Lagrein mit, da schreibt es sich entspannter, im kommenden „Prüfungsjahr“ 2017.

  89. Grüße an alle.
    Lange habe ich mich hier nicht mehr gemeldet, aber immer treu mitgelesen. Mögen Rotwein, Schampus und Zitronentee in Strömen fließen. Ich bin gespannt was die ortsansässigen Oligarchen heute so in den Himmel aufsteigen lassen. Jeder Schuss ein Russ hatte früher eine ganz andere Bedeutung. Wirst schon sehn wenn der Russ kommt, hat meine Oma gerne gesagt, und heut Nacht stelle ich mich an die Egerner Bucht und hör, staun und schaun tu ich auch. Cheereo Miss Sophie!

  90. Es muss sich alles ändern,...
    …damit alles so bleiben kann, wie es ist, ist die Legitimation der Revolution von oben. Das wäre alles andere als Kinderfasching, Don Alfonso, wären Sie bei so etwas dabei?

    • Servus Simon,
      die Revolution von oben ist schon fast abgeschlossen, legitimiert durch Parlamente, Ethikkommissionen, Rundfunkräte und die geballte Richtlinienkompetenz. Es ist seit 20 Jahre Kinderfasching, man kann die Bands sehr laut spielen hören. Die Aufzählung der einzelnen Songs kann ich mir sparen.

      Was fehlt noch? Bargeldabschaffung, schärfere Sicherheitsgesetze, bessere Kontrolle der Information. Haben Sie den Eindruck, das sei noch weit entfernt?

  91. Das Vulgäre ist außerhalb Don Alphonsos Gated Community implantiert worden.
    Lieber Don Alphonso,

    schön Worte haben Sie wieder gefunden für den letzten Tag des Jahres.

    Es rührt mich stets wieder an, wenn Sie vom „sonnenüberfluteten Landstrich am Rande der Berge in einem der reichsten Länder der Welt“ sprechen, wo man “ reich ist, wenn man zu den Vermögenden gehört, und arm, wenn man nicht dazu gehört.“

    Ihr Tegernseer Tal, in das Sie irgendwann einmal zugezogen sind, ist so ja eine natürliche Gated Community, abgeschirmt durch alte Kultur und Tradition.

    Meine Erinnerungen an die Gated Community – Tegernseertal – beschränkt sich mehr auf meine Kindheit, als ich noch meine Großmutter zur Sommerfrische nach Bad Wiessee begleiten durfte und manchen Abend etwas ängstlich alleine in meinem Hotelzimmer lag, da meine Großmutter ihrer großen Leidenschaft in der dortigen Spielbank nachging und am darauffolgenden Tag die örtliche Geschäftswelt, wie auch mich an ihren Gewinnen teilhaben ließ.

    Es sind Kindheitserinnerungen an eine bei Ihnen vorherrschende eigene, schöne, Welt für die unsereins gerne hier oder andernorts bezahlt, während man außerhalb Ihres Schutzraumes eine überspannte Gerechtigkeitsidee etabliert nach dem Motto:

    «Lieber alle gleich arm als alle reich – aber einige noch reicher» (Alexander Rüstow)

    So war es Ihnen möglich uns im vergangenen Jahr bei Ihren kurzen Ausflügen aus Ihrem Ghetto viele heitere Geschichten zu beschreiben, die viele Menschen die importierten Häßlichkeiten des Neuen Deuschlands für wenige Augenblicke ein wenig vergessen ließen.

    Da tun Sie schon gut, wenn Sie ankündigen im kommenden Jahr wieder recht viel schreiben zu wollen, denn manchem wird es sicher ein wenig helfen Ihre heiteren Zeilen zu lesen bei den Grausamkeiten, die zu erwarten sind.

    Ohne Ihre Geschichtchen bliebe vielen nur Max Liebermanns Gedanke:

    „Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“

    So wünsche ich Ihnen wie allen geschätzten Kommentarschreibern ein Gutes Neues Jahr

    Mit herzlichem Gruß
    ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

    • Die FAZ startet ins Neue Jahr
      Herr v. Altenbockum von der FAZ schrieb provozierend, unter der Überschrift „Adieu, 2016 – Doch wer ehrlich ist, muss zugeben: Die größeren Defizite liegen auf Seiten der Bürger – nicht der Politiker.“

      Da ich die Meinung der FAZ, vorgetragen durch Herrn Altenbockum nicht teile kann, wie vermutlich viele andere Menschen auch, bezichtigt mich die FAZ der Unehrlichkeit.

      Ein untrennbares Attribut der Ehrlichkeit ist die Ehre, die Ehrhaftigkeit.

      Die FAZ stellt mit diesem Kommentar, vertreten durch Herrn Altenbockum, die Ehre, die Ehrhaftigkeit vieler Leser in Frage und disqualifiziert sich.

      ObjectBe – ( objectbe.blogspot.com )

  92. Danke für ein Jahr
    2016 war – wie manches Jahr zuvor – eines des Glücks und der Katastrophen. Und je weniger Jahre einer zu erwarten hat, desto höher schätzt er es, wenn Schicksalsschläge vom „Hurra, wir leben noch!“ begleitet werden, das er von klein auf bei Eltern, Großeltern, literarischen und anderen Vorbildern erlernen durfte, vom Lächeln unter Tränen, beim Blick in den Sternenhimmel, auf Wanderungen (oder Radtouren) durch die Jahreszeiten in heimatlicher Landschaft. Unsere Vorfahren haben Schlimmeres erlebt als wir, sie haben uns, indem sie zur Selbständigkeit ermutigten, daraus einen lebenslangen Wunsch anerzogen, uns für Krisen und Niederlagen gewappnet.
    „Bangemachen gilt nicht“ und „Eigensinn verpflichtet“ sind ziemlich verlässliche Wegweiser – und Ihre Artikel haben mich in diesem Sinn auf höchst vergnügliche Weise begleitet. Dafür ein herzliches Dankeschön, Ihnen die besten Wünsche: Bleiben Sie gesund, mutig, unverdrossen.

  93. Neujahrsgedanken der niederländischen Stützen der Gesellschaft
    Ich trinke auch Tee – im warmen Haus. Aber bei uns sind die Tage um diese Jahreszeit nicht nur kürzer und grauer, man hat auch ein direkteres Verhältnis zum Thema Klimawandel, Tsunamis und ähnlichem. Die Küste ist nur 3 km von meinem Schreibtisch entfernt, und wenn man mal die großen Sturmfluttore an der Maas aus der Nähe gesehen hat, dann fragt man sich instinktiv, ob die schnell genug schließen können, wenn ein Tsunami herangerollt wird.
    .
    Einer gigantischen Überschwemmung könnten sich nicht mal die niederländischen Stützen der Gesellschaft entziehen, weswegen es hier schon seit dem goldenen Zeitalter angewandte Polderdemokratie gibt. Europaweit angewendet gelingt es nicht einmal Frau Merkel diese zu brechen – auch wenn sie sich noch so bemüht hat und ausgesprochen wohlgeformte Worte in ihrer Neujahrsansprache verwendet.
    .
    Damit wünsche ich Frau Merkel und ihren Verehrern, allen anderen Lesern und Koautoren dieses Blogs, der FAZ und Don ein aufschlussreiches Jahr 2017.
    L.H.

    • Ah, eine Flutanspielung! Wie gut, dass Sie für die Stasischergen des Herrn Maas nicht erreichbar sind. Schönes Neues!

  94. Angewandte Bildwissenschaft
    Oh, je (mal wieder) ein sächsisches Schokoladenmädchen in den Farben einer Münchner Kunstgeschichtsstudentin der 1980er Jahre. Nur der Pott, der heuer serviert wird, ist merklich größer und unterm Häubchen ist sie auch nicht.

  95. danke!
    Danke für diesen Jahresend-Beitrag sowie für alle vergangenen und noch folgenden Beiträge!
    Ohne Ihre Gedankengänge sowie die Schilderungen Ihrer Radtouren und Eroica Teilnahmen wären die (meinigen auf jeden Fall) Jahre ärmer.

    In diesem Sinne…. auf geht’s!

  96. Neujahrsansprachen
    Für die, die sich schon länger bei Tante Erikas ärgern, gibt´s heute um 20:10 eine alternative Ansprache einer bald 5-fachen Mutter: https://www.facebook.com/Dr.Frauke.Petry/photos/pb.782456275140355.-2207520000.1483199897./1330049150381062/?type=3&theater

    • Ich habe es nicht so mit humorlosen Ossifrauen, wenn ich ehrlich bin.

    • Ooooch ,Sü mögn koin Wüzz aus der Uckermork ?
      Lübor Don, dos gehört süch nüch, dos ist donn nich möhr ühr Lond, und die Gute verläßt uns.

  97. auf ein Neues
    “ God bless Don Alphonso!!!!!!“
    Ein gutes Neues Jahr und nicht nachlassen. Weiterhin Ihre
    wirklich anregenden und zum Selberdenken anregenden Texte.

    • Aber sicher! Wir werden viel Spass auf Kosten anderer Leute haben und sie insultieren, wenn es sich anbietet.

    • Jaaaa, INSULTIEREN !! Da bin ich dabei
      in der ersten Reih‘ !
      Tschack, die Bohne, aufs uckermärkische Schiebein, Wumm, auf den Buckel vom Zwerg,
      Pflatsch, in eine sich bietende Wampe, Rrrrumms , was auf die Sitzmaschine, dass dem Pinocchio die Nase vorn abfällt,

      alles legal und verbal, aber mit Schmackes.

  98. Seiet furchtbar und mehret euch nicht! (Höflich aussterben Teil I.)
    Interessanter Text, der Zynismus wird anscheinend sanfter über die Jahre ;-)

    Die kalte Bergpredigt des sanften Don.

    So wie ich sie verstanden habe, in a nutshell:

    1.
    Zuerst vor der eigenen Türe kehren. Das macht stark.
    Dann kann man auch anderen helfen, wenn überhaupt.

    Sonstige Bergpredigten und Sylvesterreden tue ich mir seit Kohl 1986 bewusst nicht mehr an. Sowieso alles vertauschte Dose. Man meide die falschen Pfarrer und ihre schlamperten Medien. (‚Falsch‘ buchstäblich und im übertragenen Sinne gemeint)

    Dem Don und den Seinen hier einen guten Rutsch!

    Flüchtlingen und ihren Familien, die wirklich in Not sind, sich hier einfügen (unser Bier müssen sie nicht unbedingt mögen) und uns respektieren – ebenfalls ein hoffentlich etwas besseres neues Jahr. Egal wo sie sind.

    Post Scriptum:
    Das Grundproblem, die Mutter aller Probleme, ist die Überbevölkerung weltweit. Aber keiner der sonst so bewegten Lügenpastoren spricht sie an. Obama nicht, Trump nicht, der Papst nicht, der Dalai Lama nicht. Die AfD eh nicht. Merkel könnte, sie ist kinderlos. Aber nee ist klar: nicht.

    Nicht nur der Nahe Osten, auch Afrika, Pakistan, Indien, China, Brasilien sind ein platzender Kokon. Zu viele junge Männer mit zuwenig Perspektive und zuviel Wut und Androgenen.

    Das und das induzierte Elend treibt einen Nicht-AfDler wie mich schon um. da muss man gar kein verkorkster Berliner Berufsempath sein. Derart treibt es um, dass einem weder Darjeeling First Flush im Frühjahr noch der feinste Sorgenlikör im Winter (Grand Marnier, 2. Gläschen) schmeckt. Dazu fehlt mir das stoische Gemüt des Don.

    Irgendwelche Lösungsansätze? Wahrscheinlich keine, auf diesen pseudomodernen Symbol-Handlungs-Papst ist kondom-mäßig kein Verlass. Am besten wegducken und ab? Was kann ein Einzelner noch tun außer möglichst unwütend (das macht so einen schlechten Teint) höflich auszusterben? Wäre ein Thema 2017.

    Gruß
    Der Andere Gast

    • Ich wollte das Jahr einfach mit einem katzenbildtauglichen Beitrag beenden.

    • Consider the cat
      Ein Jahr mit einem schönen Katzenbild zu beenden zu können ist voll in Ordnung. Und schon sehr viel, sehr positiv. Wenn man bedenkt.

  99. uff ...
    „ich bleibe der FAZ treu“:
    befürchtete schon die machen den „Dieckmann“;
    schreiben Sie, werter DON, schreiben Sie!
    Guten Rutsch ins Neue Jahr!

    • Nein, Schirrmacher hätte mich nie gehen lassen, und das würde ich ihm nicht antun wollen.

    • Don sagt: Schirrmacher hätte mich nie gehen lassen
      Ich vermute ihre stimmungsufhellende, stützende und ermutigende Haltung war die Ursache.

      Ich kann es mit meinen Fantasien nicht lassen.
      Es wurde nicht berichtet an was er starb.
      zB erlag einem Krebsleiden oder einem Herzerkrankung
      oder einem Unfall. ggf habe ich das auch nur nicht mitbekommen
      mein Vermutung die natürlich falsch sein kann,
      er beendete sein dasein selbst.

    • Zu Frank Schirrmacher
      Das pflegen der Tradition besteht ggf nicht in der Bewahrung der Asche und des seeligen Angedenkens sondern viel mehr im weitertragen des Feuers.

      Frank Schirrmacher ist sicherlich vielen im Gedächnis geblieben.
      Zu dem Gedächnis gehört aber auch folgender Text:

      Der neue Roman von Martin Walser:
      Kein Vorabdruck in der F.A.Z.

      Frank Schirrmachers offener Brief an Martin Walser:
      Lieber Martin Walser, Ihr Buch werden wir nicht drucken…

      Mit dem Schluß:

      Sie, lieber Herr Walser, haben oft genug gesagt,
      Sie wollten sich befreit fühlen.
      Ich glaube heute:

      Ihre Freiheit ist unsere Niederlage. Mit bestem Gruß

      FRANK SCHIRRMACHER

      Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2002, Nr. 122 / Seite 49

    • "Schirrmacher starb 2014 an den Folgen eines Herzinfarkts."
      @ Klaus Keller … 1. Januar 2017 um 12:29 Uhr
      https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher#Leben
      und
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/f-a-z-mitherausgeber-frank-schirrmacher-gestorben-12986733.html schrieb am 12.06.2014
      „Er verstarb … an den Folgen eines Herzinfarkts.“

    • an Externet: Vielen Dank für den Hinweis
      Hin und wieder kann es gut sein seine
      falsche Erinnerung oder Mutmaßung
      einer Korrektur zu unterziehen.
      Man muss sie dazu aber(Straffrei)
      äußern können.

  100. Danke für die vielen bemerkenswerten Artikel
    In unserer Presselandschaft funkeln etliche Ihrer Artikel wie seltene Edelsteine. Für so manche Anregung und sich daraus ableitender Diskussionen sei gedankt.

    Auf dass wir unsere Insel und unsere Lebensart weiterhin verteidigen!

    Ich wünsche uns allen ein friedliches Neues Jahr

  101. Einen guten Rutsch und alles Gute für 2017 von hier nach Bayern!
    2017 wird politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich richtig, richtig spannend. Ich frage mich nur, wie man sich selbst gewinnbringend am besten in den Wahlkampf und die sich daran anschließende Wahl einbringen kann, um kritische Töne wirkungsvoll zu Gehör zu bringen (komm‘ mir jetzt bitte keiner mit der AfD, es müssen andere Möglichkeiten sein). Was werden Sie, verehrter Don, und was werden Ihre Leserinnen und Leser tun?

    • Ich bin ja ganz froh, dieses Blog zu haben – inzwischen höre ich auch, dass es den ein oder anderen Politiker graust, wenn ich schreibe. So soll das sein.

    • Verehrter Don, bei allem Respekt!
      Aber glauben Sie, dass Politiker sich sorgen, wenn hier im Hinterhof der FAZ geschrieben wird? Da hat sich Herr Hanfeld zum Jahreswechsel wohl mehr aus der Deckung getraut. Der Ärmste, wird er demnächst wohl bei achgut oder Tichys Einblick anfangen müssen?

  102. Ein frohes, neues Jahr...
    … und viel Dank für Ihre Texte von 2016 Herr Mayer!

    Für 2017 gilt: Die überwiegende Mehrheit der Menschheit will sich nicht politisch engagieren und sourced dies gerne an hauptberufliche Politiker, Aktivisten und Politjournalisten aus. Wenn sich diese Mehrheit durch die Verhältnisse gezwungen sieht, selbst politisch zu werden, wird es interessant.

    By 2020 at the latest, we`ll party like it`s 1789 (and that won`t be a bad thing, just beware the Ides of Thermidor).

  103. Lieber Don Alphonso, liebe Mitkommentatoren,
    auch ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein Jahr 2017,
    das schöner wird, als wir jetzt denken.

    Dieser blog ist eine echte Bereicherung in meinem Leben,
    im Gegensatz zu vielem anderen.

    Mein Bekannten- und Freundeskreis enthält sehr viele liebe Menschen,
    die noch in einer, durch ZEIT und Prantlhausener Zeitung induzierten, Wohlfühl- und Wohlmein-Blase leben und oft nicht verstehen, was ich bloß immer habe.

    Wenn ich die Texte und Kommentare hier lese, fühle ich mich nicht so allein und unverstanden.

    Dafür vielen Dank!

    • Danke
      Das klingt jetzt zwar (genau wie bei Ihnen) arg nach „Filterblase gesucht und gefunden“, aber ich finde es ebenfalls äußerst wichtig, wie der Don hier einige Themen behandelt hat – vor allem schon im Herbst 2015 .

      Damals, auf der Welle der Willkommensfreude, bin ich schier verrückt geworden ob all des geballten Unsinns der überall (selbst bei der FAZ) geschrieben wurde. Um ehrlich zu sein: Ich kam damals überhaupt nur zur FAZ, weil ich hoffte, die „Konservativen“ würden dem gesammelten Wahnsinn bei SPON/SZ/ZEIT etwas entgegenhalten. Leider war da fast nichts zu finden – außer eben D.A.

      Irgendwann (viel, viel später) hat das sogar mal jemand bei der ZEIT verstanden, geändert hat es dort allerdings nullkommagarnichts:

      http://www.zeit.de/2016/09/medien-fluechtlingsdebatte-berichterstattung-kritik/komplettansicht

      Keine Ahnung, wie es heute um meine geistige Gesundheit stünde, wenn ich diesen Blog nicht gefunden hätte. So jedenfalls hat FAZ online einen Leser gewonnen – meistens über die gespeicherten Links zu D.A’s Blogs.

  104. In Berlin,
    wo der kosmopolitische Adel mit artigen Bürgern beim Abendessen zusammensitzt, wird auch gern einmal renommiert. So manche pflegen ihren Rangfimmel und examinieren die anderen Gäste. Gelegentlich kommt das Wort auch auf die südlichen Provinzen und die dort lebenden pittoresken Verwandten.

  105. Zur Klimawandelhysterie
    Würde der Meeresspiegel wirklich steigen, würden Grundstücke in Küstennähe fallen – tun sie aber nicht, im Gegenteil: Sie steigen.

    Schon vor 30 Jahren wurde behauptet, wenn nicht sofort umgedreht wird, ist es zu spät. Viel ist nicht passiert (im Gegenteil, allein die Chinesen produzieren mittlerweile doppelt soviel CO2 wie ganz Europa), also ist es bereits zu spät und die prognostizierte Katastrophe bereits eingetreten. Genauso falscher Alarm wie Baumsterben, Peak Oil, Rinderwahnsinn, etc. pp.

  106. Tränen
    Vor einem Jahr um diese Zeit habe ich die Hoffnung geäußert, dass das kommende Jahr nicht mehr schlimmer als das vorige werden könne. Heute weiß ich: Ich lag falsch. Und, dass das kommende noch schlimmer werden wird. Eine schwache Hoffnung lebt, dass die schweigende Masse den Kopf wieder anschaltet und hebt, dass Gender-Terror, Stasi-2.0, Wahrheitsministerium, Presse-Feigheit, Denk- und Redeverbote einem bewussteren und interessierteren Umgang mit dem weichen, was wir haben. Danke, Don, dass Sie uns freundlicher Weise immer häufiger daran erinnern. Sie treiben mir manchmal die Tränen der Wut und Ohnmacht in die Augen, manchmal die der Erinnerung an jüngere und unbeschwertere Tage … aber die sind weit angenehmer als das dumpfe Entsetzen, was ich andernorts beim Lesen, Hören und bei genauer Ansicht des Regierungsghettos verspüre. Wir werden ein spannendes Jahr erleben, bleiben Sie dran! May the force be with you!

  107. Kurz vor knapp
    Lieber Don,

    kurz bevor das Jahr vorüber ist möchte ich mich bei Ihnen und allen Kommentatoren dafür bedanken, daß Sie mich immer wieder zum Nachdenken angeregt haben. Und für 2017 wünsche ich mir, daß uns der Autor, der Blog und die heimelige Atmosphäre lange erhalten bleibe.

    P.S.: Ich liebe Katzenbilder ;-) Und Rennräder auch, bin selber ein aficionado

  108. "...müsste ich mir diesen Blog nicht selbst schreiben..."
    Vor drei Jahren – soo lange ist das schon wieder her – mußte man sich seine Ansichtskarten aus Sizilien auch noch nicht selbst schreiben, heute läge das evtl. gar nicht mehr so fern.

    „Und überhaupt nichts mit Narzissmus“, vielmehr reine Verhaltenserweiterung im Experiment: Ach so ginge das, mal was Neues.

    Jaja.

  109. Was die künftige Zensur angeht, ein Beispiel aus München in der Nazizeit
    Der Weiss Ferdl war ein Kabarettist, ein wirklicher, und er trat auch nach der Machtergreifung weiter auf.

    Eines Abends, Bude treten voll, erschien er als Fischhändler, und rief :

    ,, Heeering, Heeering, so fett wia da Geering !!“

    Denunzianten hat’s gar keine gebraucht, weil die Gestapo schon beamtet im Publikum saß.

    Der Ferdl zwei Wochen in die Brienner Strß‘ eingruckt (damaliges Hauptquartie der Gestapo München in der Brienner Strasse).
    DAS war sicher kein Spaß.

    Aber so richtig getraut haben sie sich mit dem Weiß Ferdl nicht,
    also kam er nach zwei Wochen in alter Frische auf die Bühne zurück.

    Als Fischhändler.

    ,,Heeering, Heeering, so fett……………….wia voa vierzehn Tog .“

    Publikum tobt, Reaktion der Behörden- Null.

    Naja, und bis zur totalitären Diktatur haben wir ja doch noch ein paar Zentimeter.

    Nur Mut, auf das Maul, spitze Feder und an Strutzen Hinterfotzigkeit, no werd‘ des schoo.

    Mei Großvater hat den Weiß Ferdl noch ,,live“ erlebt, in München, damals.
    Ob es diese Darbietung war, weiß ich nicht, er ist 1948 schon gestorben.

  110. Würde
    Die Gleichheit gibt es nur in der Würde und die ist schon makellos. Auch wenn jeder weiß, was fair ist, gelingt es doch niemandem, jedem ständig gerecht zu werden. Das liegt allein schon daran, dass es keine zwei gleichen Menschen gibt und daher jeder nur sehr begrenzt dem anderen folgen kann. Der normale Weg eines Menschen ist der, sein Leben selbst zu gestalten und möglichst unabhängig von anderen zu sein. Jeder hat unzählige Talente und ist frei, sie einzusetzen. Zu den Talenten zähle ich auch die Friedfertigkeit, denn es fällt sofort in einer Gemeinschaft auf, wenn ein Friedfertiger viel positiven Raum für jeden schaffen konnte. Ohne Transparenz wird es keine Gemeinschaft mit anderen geben.
    Die Grenze von Hilfestellung liegt da, wo ich durch mein Tun verhindere, dass der andere sein Leben selbständig gestalten kann und ich ihm dadurch etwas sehr Kostbares verwehre. An Verwöhnten wird es deutlich: da sie es gewohnt sind, bedient zu werden, geben sie sich bequem und es schlägt schnell in ein Fordern um. Es wird dann völlig unnötig sehr spannungsreich.
    Staat und Regierung sind an die Verfassung gebunden, in der es heißt, dass wir ein demokratischer und sozialer Bundesstaat sind. ‚Der Arbeiter ist seines Lohnes wert‘, muss dann auch geregelt werden. Die friedlichsten Zeiten waren immer die, in denen jeder erst einmal vor seiner eigenen Haustür fegt.
    Weil jeder vom anderen wusste, dass er sich eigenständig um seine eigenen Angelegenheiten kümmert, konnte viel Vertrauen untereinander wachsen.
    Jeder Versuch einer Bevormundung und damit Beeinflussung, so wie wir es bei etlichen Parteien sehen, ist eine Sackgasse, weil sie dem Menschsein widerspricht.
    Ich wünsche Kraft, Weisheit und Friedfertigkeit für das kommende Jahr!

  111. Eine Insel der Gedankenfreiheit
    Danke vielmals, verehrter Don. Mir hatte das heutige Haupt-Kommentar in der FAZ, in dem behauptet wurde, wir Bürger seien selber für die grössere Defizite dieses Hassjahres verantwortlich, fast den Tag verdorben. Machen Sie bitte weiter so. Einen guten Rutsch gewünscht und Viele Grüsse aus dem Land von Erasmus.

  112. Finanzbeamten der Empathie
    Geehrter Don,

    made my year!

    Ohne Witz (höhö):

    Es musste tatsächlich Silvester, 20:40, werden, um den mit Abstand treffendsten Ausdruck des ganzen Jahres zu finden.

    Besten Dank hierfür und für die schönen Zeilen und Bilder.

    Einen Guten Rutsch in das Neue Jahr Ihnen und dem wertem Videtorium!

  113. Titel eingeben
    Es wird wohl Zeit, sich mit schwerem Gerät einzudecken. Und was fand ich heute in der Vulkaneifel in einem stillgelegten Steinbruch? – Eine Komatsu-Planierraupe, ich denke, so in der 30 Tonnen-Klasse. Ordentlicher japanischer Maschinenbau aus den 70ern. Würde jeden Stützen-Vorgarten zur Zierde gereichen.

    Ansonsten frohes Neues, mehr gerissene Steuerketten, verschlissene Kettenspanner, gebrochene Umlenker, und was die Industrie 4.0 sonst noch aus dem 3D-Drucker zusammenbrät unter Aufsicht der Masters of Business Administration.

  114. Winter
    Der Winter kriecht dieses Jahr zuerst in die Niederungen hinein, in die Nebelwelt der Kälteseen. Immerhin haben wir jetzt hier etwas, vom nahen Atomkraftwerk CO² neutral hergestellten, Industrieschnee ( http://www.wetteronline.de/fotostrecken/2016-12-31-is). So etwas gab es vor 200 Jahren auch noch nicht.

    Das Zwielicht der Nebeltäler hat auch seine gespenstischen Reize. Das alte Jahr ist von einem grauen Leichentuch bedeckt und täglich wachsen die zarten Eisnadeln des Raureifs am Geäst der Bäume, das sich wie dürre Totenhände zum Himmel reckt. Das zauberhafte Schloss der Eisprinzessin wirkt leblos und erstarrt. Und doch fühlt man schon wie das neue Jahr im Keim sich regt. Die letzten Rosenblüten sind im Frost erstarrt doch leuchtend gelb blüht der Winterjasmin. Das nächste Frühjahr wird kommen.

    Beste Wünsche zum Jahreswechsel!

  115. Ich möchte nur mal Danke sagen.
    Lieber Don,
    Sie sind der Fels in der Brandung. Danke für Ihre genialen und treffenden Themen und Ihre Texte. Das ALLERBESTE für Sie und ein wunderbares Jahr 2017; kommen Sie gut rein und passen gut auf sich auf, ja?.

    Don Alphonso sagt:
    31. Dezember 2016 um 10:24 Uhr
    Das freut mich. Wie gesagt, ich schreibe hier aus Notwehr, weil es das, was ich mache, sonst einfach nicht gibt, und auch sonst niemand Verständnis hat. Sie können jede sexuelle Perversion haben, Sie werden mehr Zuspruch in den Medien finden als als alter, weisser, kluger und vermögender Mann mit Seeblick.

    Und für all die Mitforisten auch ein wunderbares 2017.

    Danke.

  116. Achtsamkeit
    Achtsamkeit ist es ja auch, wenn man eine Reise eigenverantwortlich und selbstbestimmt organisiert. Wenn man selbst auf Landkarten guckt, selbst sich über seine Reiseroute informiert. Wenn man zur Planung liest, guckt und telefoniert. Wenn die Planung schon die Vorspeise zur Reise ist.

    Zum zweiten ist Achtsamkeit, wenn man eine Reise mit seiner eigenen Körperkraft bewältigt. Wenn einem jeden Abend seine Muskeln und Gelenke noch einmal ganz anders über den zurückgelegten Weg berichten, wie man es zuvor erlebt hat.

    Zum dritten ist Achtsamkeit, wenn man sein Fahrzeug aus einer Fülle von möglichen mit Bedacht für genau diese Tour ausgewählt hat und wenn man zu diesem Fahrzeug auch eine innige Beziehung hat, weil man es selbst assembliert und gewartet hat.

    Zum vierten ist Achtsamkeit, wenn man die durchquerte Kulturlandschaft, ihre Naturwunder gleichwohl wie ihre Baudenkmäler bewusst mit Neugier und Interesse aufnimmt, wenn man um ihre wechselvolle Geschichte weiß.

    Zum fünften ist Achtsamkeit, wenn man sich auch für die Menschen am Wegesrand interessiert. Wenn man mit ihnen redet, versucht sie zu verstehen und sich selbst dann zu ihren Sprachrohr und Fürsprech macht, wenn man nicht mit ihnen einer Meinung ist.

    Achtsamkeit ist, wenn man versteht, wie ein Landstrich, seine Natur, sein Klima, seine Bauwerke, seine Bevölkerung – wie alles bis hin zu den lokalen Nutztierrassen und Obstsorten ein verwobenes Ganzes ist.

    Zum sechsten ist Achtsamkeit, wenn man gekonnt die Eindrücke des Tages beispielhaft fotographisch festhält, so dass nach dem Hauptgang, der eigentlichen Reise, das Grundgerüst des Nachtisches, der Nachbereitung steht.

    Schließlich ist Achtsamkeit, die Fähigkeit seine Reiseeindrücke abends dann mit Hilfe der Fotos und der Gedanken, die einem tagsüber durch den Kopf gingen in einen schriftlichen Bericht zu gießen. Einfach mit Hochgenuss den Film des vergangenen Tages noch einmal ablaufen zu lassen und niederzuschreiben.

    Es ist alles in allem der Versuch tiefgründig mit allen Sinnen sein Reiseland in sich aufzunehmen und dann auch in der Lage zu sein dies zur Freude und zum Erkenntnisgewinn für andere wiederzugeben.

    Das ist keine bequeme Art seinen Urlaub zu verbringen. Es ist aber das Gegenteil der fremd-organisierten passiv erlebten oberflächlichen Reise.

    Ich glaube diese Art der Achtsamkeit beherrscht der Gastgeber hier sehr gut und seine Gastlichkeit ist immer wieder ein guter Grund, die FAZ Seite im Internet aufzusuchen.

    Einen herzlichen Dank auch noch für den schönen Film von der Abfahrt vom Jaufenpass. Im Kreise der Familie bereitete er uns viel Vergnügen.

    Dem Gastgeber und der bunten Gästeschar wünsche ich ein frohes neues Jahr 2017 !


  117. Dieses Jahr viel Feuerwerk. Durchgängig von 5 bis 2. Schöne Fontänen, vielstufiges Raketen- und Batteriengeleuchte. Wundert mich, aber so ist es halt.

    • Dieses Jahr wohlfeile, rituelle Geisterbeschwörung, durchgängig von 5 bis 2.
      „Wundert mich nicht, aber so ist es halt.“ Wo­mög­lich Metapher und Symbol für den letzten Tanz auf dem brodelndem Vulkan.
      William Shakespeare sagt:Der Spaß ist, wenn mit seinem eignen Pulver der Feuerwerker auffliegt.


  118. Unser Beitrag waren 2 oder 3 Jahre alte Raketen.

  119. U2 und gehobenes bayrisches Bürgertum
    Lieber Don,
    ich schmecke Ihre Texte mit Bedacht ab, versuche, mir einen Reim dazu auf meine eigene Wahrnehmung zu machen. Die ist nicht vom Bayrischen geprägt. Aber das erwarten Sie ja weder von mir noch von anderen Lesern.
    Was Sie in Ihrem bayrischen Umfeld und der gern zur Schau gestellten Exklusivität nicht wissen müssen, ist der Einfluss der Pop-Kultur auf die, auch Ihre (!), Gesellschaft.
    Ich sah gerade auf 3Sat die Band U2 mit einem optisch und musikalisch überwältigenden Plädoyer für „refugees welcome“. Münchner zumindest, wie es mit jungen Tegernseern aussieht weiß ich nicht, mögen sowas. Und da gibt es eine wirklich suggestive Prägewirkung, der nicht einmal ich mich entziehen kann.
    Viele gesellschaftliche Akteure arbeiten ohne hinterhältige Absicht (die anderen kennen Sie) gegen Sie, einfach, weil damit Geld zu verdienen ist. Mir ist klar, wie schwierig Ihre Rolle damit ist.
    Bitte, schreiben Sie auch weiter dagegen an.

    • du auch ?
      In Irland mussten Künstler eine Zeit lang keine Einkommenssteuern zahlen. Die Firma U2 verlegte ihren Sitz in die Niederlande als man das änderte habe ich gelesen. Sehr solidarisch war das nicht meinen Anteile meines Gehirns. ggf wollte man aber damit ein Zeichen gegen die irischen Militärausgaben setzen.

      Man könnte das U2 Konzert in Bayern auch als Ulli H. Support Veranstaltung sehen. Ulli H. hat seine Strafe verbüsst und ich hoffe das ihn sein früherer Arbeigeber wieder nimmt, dem hat er ja nichts vorenthalten. Ich bin in der Sache aber nicht auf dem laufenden.

  120. Das Kleinbürgertum projiziert seine Ängste nach unten
    Typisch die Schilderung von Herrn Goodnight.

    Aber es sind nicht die Unterschichten oder die Immigranten, welche den Wohlstand der Mittelschichten bedrohen. Es sind die „Goldmänner“, die Plutokraten und modernen Oligarchen, worauf Wolfgang Streeck hinweist (ww.sueddeutsche.de/wirtschaft/soziologe-wolfgang-streeck-ueber-goldman-sachs-die-goldmaenner-sind-ueberall-1.1335228).

    Diese bedrohen als herrschende Akteure des Systems die Existenz und die Vermögen der (noch) bessergestellten Mittelschichten. sie Praktizieren legalen Betrug und legalen Raub. Sie können dies, weil sie die Politik und die Medien beherrschen. Und so ihre Gewalt legal machen können.

    Dagegen sich mit .357 Magnum wehren zu wollen, ist pubertär und lachhaft.

    Das kapitalistische System ist Mitte des letzten Jahrhunderts „gekippt“. Daba setzte sich wissenschaftlich-technischer Fortschritt nicht mehr in allgemeinen gesellschaftlichen Fortschritt um. Es begann das Zeitalter des „Vergeudungskapitalismus“ (Adolf Kozlik), der Obsoleszenzproduktion“ und der Kriege. Kriege als Geschäft des militärisch-industriellen Komplexes.
    Seitdem geht es ständig abwärts. In Deutschland hat diese Entwicklung eitwas zeitverzögert eingesetzt. Seitdem müssen die meisten Menschen immer mehr arbeiten und werden immer ärmer. Und am Ende des Arbeitslebens wartet Altersarmut auf sie.

    Aber es sind gerade die Mittelschichten, welche die Realität nicht begreifen können oder wollen, nämlich dass das kapitalistische System seinem Ende zugeht und Kriege und Faschismen die Zukunft bestimmen, so wie es immer war, wenn der Kapitalismus in eine „Kapitalverwertungskrise“ kam.

    Die sog. Linken projizieren ihre Systemängste auf die sog. „Rechten“. Diese „Linken“ wollen in die Zeit der „sozialen Marktwirtschaft“ zurück, welche irreversibel vorbei ist. Und verbreiten die Illusion, eine „linke“ Regierung würde eine völlig andere Politik machen (können). So wie sie dies bei Hollande und Zipras illusionär gehofft hatten.
    Dieses Wunschdenken lässt sich nicht argumentativ beienflussen, da es neurotischer Natur (cf. „Realitätsverdrängung“) ist.

    Die sog. „Rechten“ projizieren ihre Systemängste auf jene Menschen, die sie als „Volksschädlinge“ und „Sozialparasiten“ ansehen, insbesondere Sozialhilfeempfänger und Migranten.

    Beiden fehlt ein Verständnis vom System und den politi-ökonomischen sowie historischen Zusammenhängen.

    Weil sowohl sog. „Linke“ wie auch „Rechte“ einem neurotischen Wunschdenken anhängen und dabei die Systemfrage ausklammern, lässt sich argumentativ auch nichts bewirken.

    MfG
    H. v. Goslar

    • @v.Goslar, was jetzt noch fehlt an Ihrer systemkritischen Analyse
      Ist Ihre Vorstellung einer irgendwie gearteten friedlichen! Lösung des links.rechts.kapitalistisch.sozialistisch geprägten Dilemmas. Ich konnte nichts finden. Und bitte fragen Sie mich nicht. Ich weiß nix!

    • gezielt konsumieren
      @Hartmut v. Goslar – Ja, manches ist komplex und manches ist ganz einfach. Die kleinen lokalen oder regionalen Firmen, Produzenten, Erzeuger, Händler und Dienstleister brauchen unsere Unterstützung, weil hier das System funktioniert. Nur die großen Firmen und Organisationen sind aufgrund ihrer Größe anonym und undurchschaubar. Es liegt also am Einzelnen, die lokalen und regionalen Produzenten und Firmen mit ihren Arbeitnehmern zu unterstützen, auch wenn es schon mal sehr geringfügig mehr kostet. Der lokal bekannte Chef kann in seinem Umfeld nur dann Kunden halten oder anwerben, wenn er seine Mitarbeiter fair bezahlt und behandelt.
      Es liegt am einzelnen Konsumenten, wen er mit seinem Geld unterstützen will und wen auf keinen Fall.
      Konsum gibt es immer, aber in etlichen Bereichen sind wir versorgt und brauchen nichts mehr. Was will ich mit 5 Fernsehern oder Autos?
      Dagegen wurden viele Teuerungen ausschließlich durch unsere Volksvertreter verursacht und sind durch viele Menschen kaum mehr zu bezahlen oder nur durch anderweitigen Konsumverzicht, der dann direkt die lokalen Händler trifft. Als Beispiel nenne ich die Stromkosten oder die rasante Erhöhung der Grundsteuer, die ja auch die Mietnebenkosten erhöhen. Letztgenannte wurde teils deswegen erhöht, weil Gelder für Flüchtlinge nicht von den Landesregierungen an die Gemeinden weitergereicht wurden. Der kleine Bürger zahlt für das politische Versagen.
      Reine politische Entscheidungen haben den Bürger sehr, sehr viel gekostet und dieses Geld wird außerdem dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Beispielhaft: warum müssen Ältere, die unser Land aufgebaut und erhalten sowie Gesellschaft zusammengehalten haben, hohe Zuzahlungen für Medikamente zahlen, obwohl sie jahrzehntelang hohe Summen in die Krankenversicherung zahlten?
      Viele sehen es wie ich: seit ungefähr 30 Jahren gibt es in unserem Land keine wählbaren Parteien mehr. Das ist ein Armutszeugnis für alle Parteien. Nichtwähler sind keine Lösung.

    • Dialektisches Wunschdenken
      „Beiden fehlt ein Verständnis vom System und den politi-ökonomischen sowie historischen Zusammenhängen“

      Da ist es doch mal gut, dass Sie den Durchblick haben, aber
      das küchenpsychologische Geschwurbel zur Herabsetzung von politischen Gegnern, Kleinbürgern und Mittelschichten will am Ende doch nicht überzeugen, auch wenn die Methoden der Pathologisierung und Psychiatrisierung von Oppositionellen und Dissidenten über eine gewisse Tradition in marxistischen Regimes verfügen …

      http://www.zfs-online.org/index.php/zfs/article/viewFile/2399/1936

      Vielleicht entgeht Ihrem von dialektischem Materialismus und dem „Verständnis vom System und den politi-ökonomischen sowie historischen Zusammenhängen„ geblendeten Blick die schlichte Erkenntnis, dass die Natur selber kapitalistisch ist. Sie akkumuliert Kapital, kennt das Privateigentum (einzelner Individuen) an den Produktionsmitteln und die Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt. Schlimmer noch, die Natur kennt sogar das Prinzip der Vererbung und darf aus egalitärer Perspektive als zutiefst ungerecht gelten.
      Nicht abzusehen allerdings, wie ein derart erfolgreiches, in Millionen Jahren von der Evolution hervorgebrachtes System durch etwas ganz Anderes, vermeintlich Gerechtes abzulösen wäre. Wünschen Sie eventuell Trofim Denissowitsch Lyssenko das Wort zu reden?

    • Soziale Systeme werden von Menschen geschaffen
      @BlackBlacky:
      „was jetzt noch fehlt an Ihrer systemkritischen Analyse ist Ihre Vorstellung einer irgendwie gearteten friedlichen! Lösung …“

      Das kapitalistische Imperium ist in den letzten Jahrzehnten immer aggressiver und kriegerischer geworden.
      Ansätze zu einer friedlichen Lösung sehe ich keine. Von wem soll die kommen?
      Das Imperium wird vom militärisch-industriellen Komplex beherrscht.

      @M. Stirner:
      „Vielleicht entgeht Ihrem […] geblendeten Blick die schlichte Erkenntnis, dass die Natur selber kapitalistisch ist. Sie akkumuliert Kapital, kennt das Privateigentum (einzelner Individuen) an den Produktionsmitteln und die Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt. Schlimmer noch, die Natur kennt sogar das Prinzip der Vererbung und darf aus egalitärer Perspektive als zutiefst ungerecht gelten.“

      Völlig daneben.

      Denn die Natur kennt kein Recht, kein Geld, keine Waren, keinen Kredit, keine Lohnarbeit etc.

      Der Kapitalismus – die hocharbeitsteilige, warenförmige Vergesellschaftung – ist ca. 300 Jahre alt. Jede historische Formation hat einen Anfang und ein Ende.

    • Der Kapitalismus, der Müll und die Ewigkeit
      „Der Kapitalismus – die hocharbeitsteilige, warenförmige Vergesellschaftung – ist ca. 300 Jahre alt. Jede historische Formation hat einen Anfang und ein Ende.“

      Gewiss, aber sie wird die letzte der Menschheit sein. Was danach kommt, wissen wir nicht, braucht uns aber auch nicht zu kümmern, denn wir sind dann nicht mehr mit dabei.

      Zum Trost: unser Zivilisationsmüll wird jetzt schon auf dem Meeresgrund konserviert, s.d. man uns auch in hunderten von Millionen Jahren noch nachweisen kann.

      Goldmann hat damit i.ü. nicht viel zu tun, das sind Spekulanten, die sind harmlos und bewegen nur Geld von einer Position zur anderen. Das wirkt nur so bedrohlich, weil es nicht bei Ihnen oder bei mir landet, was im aber auch nichts wesentliches ändern würde. Die Positionen selbst schaffen sie nicht, die Bedürfnisse, die Wünsche und das menschliche Unbewusste schaffen sie nicht und die kapitalistische Ökonomie letztlich auch nicht.

    • @ von Goslar
      „Denn die Natur kennt kein Recht, kein Geld, keine Waren, keinen Kredit, keine Lohnarbeit etc.“

      Da kennen Sie sich aber schlecht aus in der Biologie.
      Noch mal: die Natur akkumuliert Kapital z. B. in Form von Biomasse, Zucker, Nährstoffen, Fett etc. etc.
      Alles „Waren“, für die es einen „Markt“ gibt und Konkurrenten bei der Nutzung von Rohstoffen, bei der Herstellung und beim Konsum.

      „Lohnarbeit“ leisten z. B. Pilze, die umgekehrt und für ihren Stoffwechsel auf organische Stoffe anderer Lebewesen zurückgreifen, in Symbiose oder gar parasitär leben.

      Überhaupt spielt sich der größte Teil der biologischen Prozesse im Rahmen symbiotischer Systeme ab. Selbstverständlich gibt es da Formen von Kredit, von „Geld“ – in Form tauschbarer Naturalien, und Recht, im Sinn eines geordneten, Regeln folgenden Warenverkehrs.

      Ihr Zitat:
      „Der Kapitalismus – die hocharbeitsteilige, warenförmige Vergesellschaftung – ist ca. 300 Jahre alt“

      Und die Erdgeschichte zählt gerade mal 7’000 Jahre (laut den Zeugen Jehovas) ;–)

      Marx hat antike und frühneugeschichtliche Formen des Kapitalismus ignoriert, was keineswegs heißt, dass es die nicht gegeben hat. Außerdem betrachtete der alte Rauschebart Arbeit als einzige Quelle der Werteakkumulation und ließ andere Faktoren wie die Wirkung des Marktes, die Bedeutung von Wissen und Organisation für die Steigerung der Produktivität außer Acht.

      Dass dem Mann und seinen Schriften immer noch so viele Anhänger hinterherlaufen, ist mit Blick auf die erheblichen Mängel seiner Konzeption erstaunlich, eine Art säkularisierte Religion mit allen bekannten Formen einer unkritischen Gefolgschaft und Verzückung.

      Sie wollen doch hoffentlich nicht in den Bundestag im Herbst?!

  121. Genuß ist immer gut, gleich ob man gerade gewinnt oder verliert.
    „Dampfnudel mit Honig, früher ein Arme-Leute-Essen am fleischfreien Freitag, und heute eine deftige Spezialität, die man sich leisten können muss“

    Also laut der Karte des besuchten Biergartens[1] sind das 6,90. Was heißt hier „die man sich leisten können muß“? Und die anderen Preise für Haupt- und Nachspeisen und erst recht die Getränke nähern sich dem mittleren Preisniveau von unten an.

    [1] http://www.klosterbraeustueberl.de/tageskarte/tageskarte.pdf

    „Wenn schon alles vor die Hunde geht“

    Noch sind wir nicht erledigt und so schnell stirbt’s sich nicht. Da werden einige noch ganz überrascht sein.

    • Zuviel Werbung is ja aa nix.
      Kam mir außerhalb der „Saison“ wie ein Fleischfresser- und Autofahrer-Biergarten vor, aber in der hübschen Einödlage nimmt der grünkramoffene prantlhausener Radfahrer eben, was er kriegen kann, auch wenn ihm „Mehlartiges mit Blattspinat“ zu den Ohren raushängt.

  122. Die Bewusstwerdung
    Dieses Land gründet seit ca. einem halben Jahrhundert seine Identität auf inzwischen albern wirkende Selbstkritik-Inszenierungen. Inklusive einer grotesk simplifizierenden Heilslehre, die darin besteht, dass von außen nur Gutes und von innen nur das Schlechte kommmen kann.
    Sie leisten in Ihrem Blog etwas Einmaliges: Die Beschreibung eines positiv besetzten Begriffs von Heimat und Identität. Das wurde und wird nach meinem Kenntnisstand nirgendwo sonst jemals thematisiert, geschweige denn überzeugend.
    Distanzierung und Reflektion sind richtig, aber ohne Fundament gegenstandslos. Was Sie leisten, ist stellt den Beginn eines Akts der Bewusstwerdung dar, der im Kontext wahrlich revolutionär wirkt. Fern des Schrapnell-Getöses von AFD & Co. Ich mache das letzteren nicht unbedingt zum Vorwurd, sie sind womöglich unfähig zu mehr. Das ist es aber, was wir brauchen. Es ist an der Zeit, dass jemand es kann. Wenigstens einer.

    • Der Kommentar trifft es
      Danke für diesen Kommentar. Sie haben die Leistung von Don wirklich treffend beschrieben!

      Und es ist ein Jammer, dass Leute diesen Formats so selten sind. Mir ist kein weiterer Schriftsteller/Journalist/Blogger dieser Klasse bekannt.

    • Selbstfindungskrisen sind normal
      Die Bekannteste nennt sich Pubertät.
      Manche 15 jährige schwanken zwischen vielen Extremen.
      Mit Mitte 50 machen Erwachsene etwas ähnliches durch, bei Männern ggf anders als bei Frauen (Stichwort wäre hier Menopause als biologisches Kennzeichen- es gibt danach neue Freiheiten habe ich gehört)
      Ich denke eines Tages gelingt der Republik so etwas wie
      normales verhalten Erwachsener.

      Mit normal meine ich das es ungfähr mit dem mehrheitlichen Verhalten aller (Staaten) übereinstimmt. Also nicht wesentlich besser oder schlechter in ähnlicher Weise egoistisch wie kooperativ. usw

    • Weil ich hier her gehör´
      Ihren Gedanken und Beobachtungen sind treffend. Wie ich ja schon selbst beschrieb, bekomme ich immer mehr das Gefühl, dieser Identität näher zu sein, als es vielleicht vor ca einem Jahr war. Ich selbst stellte mir die Frage: „Wie weit kann ich mit meiner neu erkannten Identität, gehen?“ Das man dem Stigma als Nazi ausgeliefert ist, ist ja nicht seit meiner Feststellung bekannt.

      Genauso verhält es sich ja mit Heimat. Ist Heimat auch die Rigaer 94? Einen guten Kommentar findet man auf YouTube unter: Retron – „Darf man die Heimat lieben? Ansichten aus der politischen Mitte zum Hass auf die Heimat.“

      Was war „uns“ denn bisher wichtig, dass wir diese Begriffe, für uns selbst, nicht wirklich einvernehmlich waren? Entwickelt sich ein Neu-deutscher? Wird hier etwa der Nationalstolz wieder entfacht? Oder ist der Kommentar von @Hartmut v. Goslar, viel ausschlaggebender, als Heimat oder Identität?

      Extra: https://www.youtube.com/watch?v=BX7XTkRDp8Q <3

    • danke
      Sie nennen sehr treffend Heimat und Identität. Ohne Wurzeln überlebt keine Pflanze.
      Und Sie nennen sehr treffend ‚die albern wirkenden Selbstkritik-Inszenierungen‘. Dazu in aller Kürze: Ich kenne die völlig andere Seite aus den Erlebnis-Berichten der vielen Bürger, die sich früh genug von der Massen-Suggestion distanzierten und sich gegenseitig halfen. Das geschah meistens so leise, dass keiner mitsamt der Familie abgeholt wurde. Diese sehr große Seite der Geschichte wurde bisher gar nicht bis kaum aufgeschrieben oder laut genannt. Das liegt sicher auch daran, dass in jener Generation die Bescheidenheit normal war. Warum dieser wichtige Teil in der Geschichtsschreibung fehlt, ist mir dennoch ein Rätsel. In manchen ev. Chroniken, zum Beispiel in Essen, ist ein winziger Teil zu lesen. Es war übrigens doch ganz normal jüdische Freunde und einen jüdischen Arzt zu haben, bis zu dem Tag, als diese gewalttätig aus der Gesellschaft gerissen wurden. Entsetzen, Machtlosigkeit und enges Zusammenrücken der Zeugen. Die bösen Täter und Mitläufer stellten nicht die große Menge dar. – Aufgrund der unzähligen Berichterstattungen, die ich ab Ende der 50er von Zeitzeugen hören durfte, wäre es mir niemals eingefallen, mich wegen der Gruppe der üblen Täter und Mitläufer schuldig zu fühlen. Im Gegenteil hatte ich großen Respekt vor der Menschlichkeit und dem Mut der anderen Genannten. Von ihnen konnte ich lernen, was unumstößliche Werte sind und wie sie gelebt und weitergegeben werden. Alle waren normale Durchschnittsbürger, die weiterhin überzeugend vernünftig, menschlich und liebevoll waren und andere stützten.
      Und noch weiter zurück ein Erlebnis aus erster Hand: um zu verhindern, dass dieser Diktator an die Macht kommt, wollte eine berliner Gewerkschaft eigentlich einen Generalstreik ausrufen. Sie rangen sehr, sehr lange und ernsthaft um die richtige Entscheidung. Sie rangen. Und entschieden sich schließlich darum dagegen, weil sie befürchteten, dass es nachfolgend zu einem Bürgerkrieg kommen könnte. Natürlich hatte niemand zu jener Zeit eine Vorstellung davon, welch schreckliche Ereignisse später passierten. Was bald nach der Machtergreifung mit den Gewerkschaften geschah, ist dann wieder nachzulesen. Verhaftungen und Zerstörungen. Derjenige, der mir von dem Ringen wiederholt erzählte, sah mich dann anschließend sehr lange schweigend an. – Dies nur mal zur Erinnerung daran, dass es massenweise aufrichtige, kluge und menschliche Bürger gab, die innerhalb ihrer Möglichkeiten alles taten, was sie konnten. Warum haben wir nur eine halbe Geschichtsschreibung? Und so etwas wie eine Erbschuld gibt es nicht. Wer damit hantiert, will andere erpressen und das ist ein großes Unrecht, das wir heute abwehren müssen. Sie tun es. Danke.

    • Verlorenes, @Dr. Plagiator
      „Was war „uns“ denn bisher wichtig, dass wir diese Begriffe, für uns selbst, nicht wirklich einvernehmlich waren? Entwickelt sich ein Neu-deutscher? Wird hier etwa der Nationalstolz wieder entfacht?“

      (Auch) Freiheit, Gewaltlosigkeit und ein Rechtsstaat, der dank aktzeptiertem Verhaltenskodex und Konsens vorwiegend im Hintergrund agieren konnte, waren uns wichtig. Aber wie so oft: Wie wichtig Dinge sind, wird erst erkannt, wenn der Verlust eingetreten ist.

      Um das (ansatzweise) zu verstehen, hätte man Silvester Innenstadt Köln feiern können. Dazu steht etwas in der Zeitung oder im Weg. Ich habe mich in Frankfurt/Main zufällig an das Main-Nordufer verirrt. Dort sah es genauso aus. Reichlich Anti-Lastwagen-Terror-Betonklötze, Sperrgitter und Verriegelungen, ein Durchkommen war deswegen an einigen Stellen schwierig.

      Die Methode, mit der die Securities, fast nur an männlichen Personen interessiert, Ankommende abgetastet haben ließ auf die Suche nach Sprengstoffgürteln schließen. Polizisten mit Maschinenpistolen und gestressten Mienen als Begleitmannschaft. Angekommen musste man feststellen, dass die deutsche Sprache einen Minderheitsanteil von geschätzten 20% aufwies.

      Fairerweise: Das war ein offenbar Immigrantentreffpunkt. Eine auch nur minimale Bedrohungslage war faktisch nicht erkennbar. Meine weibliche Begleitung glaubte allerdings nicht, dass sie alleine dorthin gegangen wäre. So fand sie es nur so „eigenartig“ wie ich auch.

      „… dann ist dies ist nicht mehr mein Land“, O-Ton Merkel. Wie es aussieht, fehlt nicht viel und wir schaffen das.

    • Nur kurz
      Wenn ich Ihnen mit meiner Antwort, antworten würde(ich habe sie abgebrochen), wäre ich der Ostdeutsche, der dunkel deutscher nicht sein könnte, und zu meiner geborenen Schande, sich zum Ost-Pack bekennt – und bestraft gehört. Das wäre wieder ein Aufschrei, der genau die Gemüter befeuert, die glauben, dass das alles so sein müsste, wie es gerade passiert. Was glauben Sie, wo viele Altbundesbürger ihren Lebensabend verbringen? Genau: Im Osten(Weimar z.B.), weil der noch „unbefleckt“(Anzünder) war.

      Wenn ich jetzt weiter Ausführe, ist die Steilvorlage perfekt. Ich belasse es dabei. Ich denke wenn man genau hinsehen möchte, erkennt man den Trugschluss auch als Kommunalpolitiker – und muss sich nicht irgendwelchen Wortklaubereien, einer unlängst dem MHD abgelaufenen Zeit, an der Spitze, als Sahnetörtchen präsentieren.

  123. Wenn die Perspektive zu klein ist
    Oft hilft es, tranzendentalphilosophisch das anscheinend Gegebene auf seine ideengeschichtliche Bedingtheiten zu überderdenken.*
    „Anthropogener Klimawandel“ ist in gewiss3m Sinn die Neuauflage des verschmähten Anthropozentrismus.
    Klimawandel?Ja sicher, dauernd!
    Der Machbarkeitswahn des Positivismus hat sich heute in einen Depressiven Zwang zur Macht fortgeschrieben. Beide sind Medaillen der Selbstermächtigung, die meist nur zur Verschlimmbesserung führt.
    Man kann Tesla fahren soviel man will, es ist nur die erste Reihe im konsumistischen Scheitern! Aller moralistische Mehrwert bleibt eine gefällige Lüge. Ebenso wie die Häresie des religiösen Moralismus nicht durch Bodensprayen von #Gutmensch-Schablonen , und sei es im Kardinalsrock (umso schlimmer, vermeine ich als Katholik), eher die Dummheit und Verblendung füttert als die Plätze im Land und die Köpfe und Herzen der Menschen erhellt!
    Im Dunkel ist es letztlich egal, in welcher Reihe man sitzt oder mit welchem Auge man sieht.

    Trotzdem, beste Wünsche für ein gutes Jahr (im Sinn der Metanoia…Änderungen des Denkens)

    *man lese die Analyse von A.Grau im Cicero
    http://cicero.de/berliner-republik/deutschland-2017-es-ist-zeit-umzusteuern#comment-36756

    • Grau oder Feldmann?
      Sie werden lachen – bei Grau habe ich aufgegeben – bei Ihnen habe ich bis zu Ende gelesen.
      Bisschen unverantortlich vielleicht – aber ich habe grad noch so einen ganz angehmen kleinen Kater im Hinterstübchen schnurren, der mir sagt: Is ok so!

  124. Das Neue fängt traurig an
    Gerade hat man noch das Feuerwerk genossen, vor dem ausklingenden vertrauten Poc-Poc der letzten Raketen gesessen und auf ein besseres Jahr gehofft, da sieht man beim ersten Blick in die Zeitungen, dass die Hoffnung umsonst war:

    1. Im Inland zwar gut organisierte Polizei, wie’s scheint, dennoch große Gruppen von Nordafrikanern beobachtet und eingekreist, tausend angeblich hinter dem Kölner Bahnhof, 300 auf der anderen Rheinseite. Aber noch schlimmer

    2. Das Bataclan-ähnliche Attentat in Istanbul mit bislang 39 Toten und unzähligen Verletzten.

    No Change.

    • (Außen-)Grenzen lassen sich halt nicht kontrollieren -
      und da, wer kommt, herein darf, müssen dann die bereits hier seienden in „Schutzzonen“ „eingepfercht“ werden, um das zu tun, was sie immer hier friedlich und ohne Aufpasser tun konnten.
      Was geschieht, wenn des Nachts die mit viel manpower künstlich hergestellten Sicherheitszonen verlassen werden und man sich in die Dunkelheit auf dem Heimweg macht? Wird man dann auf XY nachlesen können.
      Deutsche Polizisten haben schon vor dem Einmarsch 2015 Überstunden vor sich hergeschoben – im letzten Jahr werden keine abgebaut worden sein.
      Dank ihnen also, für die Arbeit und für den Verzicht auf Freizeit und Zusammensein mit der Familie. Für die eigene Überlastung können sie nichts.

      Nebenan läuft das Neujahrskonzert aus Wien – schon da wird, mit ein wenig Nachdenken klar, dass unsere Gesellschaft des miteinander Walzer tanzen und Feierns nicht zu der Kultur derer passt, die das Feste machen nur nach Männlein und Weiblein getrennt erleben möchten.

      Es sollen ja trotz der Sicherheitsvorkehrungen etliche zu erneutem Taharrushversuchen unterwegs gewesen sein – nicht nur in Köln.

  125. Hauptkommentar der FAZ
    Zunächst ein Frohes Neues Jahr an den Hausherrn und in die Runde!

    Zitat @Johan Adriaansens sagt:
    „Mir hatte das heutige Haupt-Kommentar in der FAZ, in dem behauptet wurde, wir Bürger seien selber für die grössere Defizite dieses Hassjahres verantwortlich, fast den Tag verdorben. “

    Da muß man fast froh sein,daß der verantwortliche Redakteur für Innenpolitik es noch im alten Jahr geschrieben hat und damit nicht gleich 2017 am ersten Tag versaut hat! – Leider kann man den Text nicht ortstreu kommentieren und ich weiß nicht ,ob der Don hier den Disput darüber möchte?
    Wenn nicht,dann bitte an den Kollegen weiterreichen.
    Den oben zitierten Satz möchte ich durch einen zweiten nicht minder fragwürdigen Satz ergänzen. Zitat:“Der Hass ist die unpolitische Übersteigerung von Wut über notgedrungen Unvollkommenes.“

    Ich fühle mich von Herrn von Altenbockum verunglimpft/beleidigt!

    Der Bürger erlebt seit Jahren eine zunehmende Verwahrlosung in der Politik,mit Vertrauensbrüchen,mit Gesetzesbrüchen,mit Rechtsbeugung unter teilweiser Aufgabe des Gewaltmonopols durch den Staat und obendrein offensichtlich gegen grundlegende Interessen der Bürger!

    Der Hass entwickelt sich, weil der Bürger ,der auf diese Mißstände hinweißt, als Querulant/Populist und sehr schnell ,auch mit Hilfe großer Teile der Medienlandschaft,als Rechtsextremer abgestempelt wird.

    Ganz perfide wird es ,wenn z.B. sich ein Ostdeutscher besorgt äußert in Bezug auf Immigration/Ausländerpolitik. – Dann ist er nicht nur rechter Populist sondern es wird ihm auch noch ein Krankheitsbild/ eine Phobie unterstellt,weil es ja dort kaum Ausländer/keine Probleme gäbe. Was für ein krankes/blödsinniges Argument!

    So verächtlich/ehrabschneidend geht man nicht mit besorgten Bürgern um!So erzeugen Politik und verantwortungslose Schreiberlinge letztendlich den Hass,der jetzt wortreich beklagt wird!

    Das alte Prinzip Ursache und Wirkung. – Auch Ihnen Herr von Altenbockum ein Frohes Neues Jahr und Gute Besserung!

    • JvA
      Bei JvA Artikeln sind durch Name und Gesicht des Autors schon hinreichende Warnhinweise gegeben. Merke: auch solche Leute haben Fans und beständige Leser. Es kann ja auch nicht sein, dass gar niemand Frau Merkel und die CDU wählt. In meiner Filterblase kommen sie dagegen nicht vor.

      Ansonsten hoffe ich, dass alle hier gut gerutscht sind, ins Primzahljahr 2017!

    • Ja, indigener , ich beklage oft und ungern den Zustand
      der umseitigen Postille, ich will mich nicht wiederholen, zum Langweilen gibt es den ÖR und die Medienpampe generell .

      Wir sind das Pack, dem man sogar die Kommentarfunktion abdreht, das Maul strafbewehrt verbietet ,dem man jetzt schon das dumme Märchen erzählt, dass die Wahl im Herbst gar kein Bürgerentscheid sein kann, weil der böse Putin mit seinen Hackern allein wählt.

      Wohin steuert unser Land, oder wird gesteuert ?

      Bewegen wir uns irreversibel auf eine Diktatur zu, eine DDR 2.0 ?

      Was immer man im Herbst wählt, es darf nicht CDUSPDFDPLinkeGrünlinge sein, und nicht ungültig, und nicht Nichtwählen.

      Und es sollte eine Partei sein, die eine reale Chance auf Einzug in den Bundestag hat.
      Irgendeine Larifari-Spaßpartei, nur um damit ein politisches Götzzitat auszudrücken, hat m.E. keinen Sinn.
      Ich verstehe den verbreiteten Widerwillen, bei manchen nur Scheu, gegen die AfD, und mache hier keine Werbung.
      Ich bin kein Mitglied irgendeiner Partei, und war ich nie.

      Wunder erwarte ich auch nicht, die unsägliche Bundesente wird auch vom Herbst weg Gonslerin bleiben, mit einer Dreier-oder Viererkoalition aller angeblich demokratischen Kräfte, um das Land fertig zu ruinieren.

      Ich verstehe meine Mitbürger nicht, die solchen Dreck wählen, und den Kurs und Zustand gutheißen.

      Wir werden weiter kritisieren, zetern, aufzeigen, lästern, ich denke nicht daran, fatalistisch aufzugeben.

      Aber ich mache mir halt auch keine Illusionen.

      Wir Westdeutschen, alten Bundesrepublikaner, werden die DDR 1.0 studieren müssen, mit Mitbürgern , die das erleben mußten, reden, und fragen, wie man sich durch eine Diktatur durchwurstelt.

      Die Friedensdividende habe ich mir 1989/90 anders vorgestellt.

    • Danke für den Hinweis, MrSVP ! Der Hanfeld Artikel
      ist sehr gut, und kam ich aus dem Kopfschütteln nicht raus, nach der Frechheit des Herrn Von und zu, nach Gutsherrenmanier die Leibeigenen zum maßregeln.
      Wenn ich die FAZ, besäße, flögen 80% des schreibenden Personals hochkant raus.
      Hanfeld und unser Don natürlich nicht.
      Mehr Hanfeld, weniger von Altbacken.

    • JvA kann mich nicht beleidigen
      ich habe heut Nacht beim Lesen laut gelacht und gedacht, nun spinnt er aber gewaltig.

      Gelesen habe ich den Kommentar nur, weil sich hier schon einige drüber aufregten, JvA aber trotzdem über 200 Empfehlungsklicks hatte.

      Ich werde also zukünftig JvA ebenso meiden wie Hütt und Frankenberger.

    • "So erzeugen Politik und verantwortungslose Schreiberlinge letztendlich den Hass"
      @indigener:

      Dazu gehören immer mindestens 2.

      So ist das eben, kann ich dem Herrn Altenbockum da nur zurufen. Wer all den Neutralisationsmaßnahmen des GG – den Intentionen der Gründungsväter völlig entgegengesetzt – und noch ein zweites Mal, diesmal irreversibel zugestimmt hat, muß mit den Konsequenzen jetzt eben leben.

      Das übrige ergibt sich aus der völlig inakzeptablen juristischen „Behandlung“ von nicht näher definierten „Aufständen“ im Rahmen der Menschenrechts“gestaltung“ unser aller ach so Werte-beflissenen EU.

      Wenn der Herr von Altenbockum das „hysterisch“ findet, dann soll er sich dem Risiko doch gern selbst aussetzen in trauter Eintracht seinesgleichen. Niemand hindert ihn.

      Bleibt also nicht mehr zu sagen als:

      Nie wieder heißt Nie wieder heißt Nie wieder.

      Punkt.

    • Otto Moser sagt: 1. Januar 2017 um 17:42 Uhr - Der Hanfeld Artikel
      Herr Moser,
      geht okay, danke.
      Herr Hanfeld musste unbedingt erwähnt werden, sehr guter Artikel und ihm(Hanfeld-FAZ) auch hiermit nochmals danke.

  126. Titel eingeben
    weia….“hinweist“ natürlich

  127. Tee für Atheisten
    Möge davon auch 2017 immer genug vorrätig sein, wohl bekomm’s!

  128. Nebenbei - es gibt vermutlich auch haufenweise junge Damen aus Bayern, die überall woanders
    auf der Welt Dienstleistung machten. Soziale Intelligenz und herausragende Mobilität gehören nun einmal zu jeder klugen Frau.

    Und welcher Art diese Dienstleistung irgendwo in der Welt wäre, Empfangsdame auf Bora Bora oder vor San Franzisko, oder Partnerin bei McKinsey, jo mei, dös wär halt scho a weng der Herkunftsfamilie mit geschuldet, nett woar?

    Aber es wäre nicht so, dass die alle nicht genauso dienen würden, nur sähe man sie eben nicht so deutlich – durch einen hiesig begrenzten Fokus?

  129. Adieu 2016 von Altenbockum
    Auch ich habe mich maßlos über den Kommentar geärgert. Die seit Jahren nicht vorhandene vierte Gewalt im Staate ersetzt Journalismus durch Beschimpfung der Abonnenten der FAZ und der defizitären Bürger. Beide sind einfach zu dumm die fähigen Politiker und verantwortungsbewußten Journalisten zu verstehen.
    Der Kommentator lebt in einer eigenen Welt:“Die größten Defizite liegen auf der Seite der Bürger und nicht auf Seite der Politiker…..dass solche Vorurteile auf Denkfaulheit beruhen …Macht, die tausendfach Hilfe möglich macht; Politiker die Charaktter zeigen;Amtsträger die sich eben nicht korrumpieren lassen.“
    Was würden Fest oder Schirrmacher zu diesem Unsinn sagen? Nach mehr als 40 Jahren werde ich mein Abo kündigen.

    • Herzchen...
      Der von Ihnen verehrte Schirrmacher (welcher brilliante Gedanke und welches bahnbrechende Werk war es doch gleich, das ihn zum „Intellektuellen“ machte?) hat die FAZ bloß zu einem weiteren linkslastigen Blatt gemacht. Meine Prognose: Die Konservativen wie Göbel, Steltzner und Plickert werden binnen einen Jahres draußen sein und bestenfalls bei Tichy ein Auskommen finden dürfen…

    • Unsinn, Sie wissen nichts über die internen Strukturen. Und auch nichts über Schirrmacher.

  130. Danke für ein weiteres Jahr
    Werter Don,

    ich schreibe hier zwar wenig, möchte Sie aber wissen lassen, dass Ihre Beiträge mir sehr dabei helfen, mir den Glauben an das Schöne in diesem Land zu erhalten. Ich freue mich auf viele weitere Texte von Ihnen, die es, wie die bisherigen, mir wert sind, sie zu archivieren und in Zeiten des Zweifels hervorzuholen.

    Na gut.. ehrlich gesagt habe ich Letzteres nur halbherzig unternommen und nur einzelne Texte archiviert. Einfach, weil Sie ja doch immer wieder gute Texte nachschieben. Wie eine Flatrate. Da lohnt sich das hamstern gar nicht.

    Den Gendertröten und GleichberechtigerInnen wünsche ich, eine schöne Silvesternacht in Köln oder FFM am Mainufer gehabt zu haben. FFM habe ich gestern ausprobiert. War eine Erfahrung, die ich nicht wiederholen muss. Nächstes Mal reise ich direkt nach Kabul.

    Viele Grüße & frohes neues Jahr
    Jacques

  131. @Jasper von Altenbockum
    Ihre Aussage “Die größten Defizite liegen auf der Seite der Bürger” finde ich ein starkes Stück. Ich bin ein Bürger und kein Politiker. Ihrem Verständnis nach trage ich für die konfuse Flüchtlings- und ziellose Europapolitik mehr Verantwortung als Frau Merkel und ihre Regierungsleute.

  132. Ein Hauch von Larmoyanz?
    Ja lieber Don, lesen wir mal wieder die wunderbaren alten Romane von Joseph Roth, von Solschenizyn oder Stefan Zweig. Ihre Altvorderen haben unter dem Epochenwechsel gelitten und ihren Untergang vorhergeahnt, aber sie haben ihre Pflicht erfüllt und haben sich dem Sterben angeboten, vom Opfergang der adligen k.u.k. Leutnants in der Winterschlacht in den Karpaten 1914/15 und dem Untergang der russischen Gardekavallerie.
    Heutige Privilegierte haben den Wehrdienst verweigert, lachen noch heute Tränen über die Fragen der Prüfungskommission und im Traum würde es ihnen nicht einfallen zur Polizei zu gehen, wenn man Teilhaber in der Wirtschaftskanzlei werden kann.
    Die Vorahnung, dass der Genuss nicht mehr so lange wärt, ist nicht unberechtigt.

  133. Aus Sicht einer überzeugten Sozialistin...
    …war auch Köln 2015 gar nicht sooo schlimm. Schlimm ist doch nur, wenn man aus einem kleinen, leicht aus dem Ruder gelaufenen Event Honig saugt, um zur Hatz auf Migranten und Flüchtlinge zu rufen. Sowas schreibt eine Frau! Ich fasse es nicht. Hier lesen, staunen, Abscheu empfinden:
    https://www.wsws.org/de/articles/2016/12/31/koel-d31.html

  134. "dass der Mensch in den letzten 200 Jahren eine Entwicklung in Gang gesetzt hat"
    Wenn man der Theorie des menschengemachten Klimawandels in den letzten 200 Jahren anhängen möchte – evtl. um nicht als Klimaleugner zu einer Schulungsmaßnahme eingewiesen zu werden – könnte sich über die Auswirkungen durchaus freuen.

    Ich empfehle einen Blick auf:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel#/media/File:Holocene_Temperature_Variations_German.png

    Falls wir die Bewegung der letzten 4000 Jahre tatsächlich umgebogen haben, könnten sich die Bewohner nördlicher Regionen besonders freuen. Die Gletscher würden den RHS noch lange vor dem Tegernsee erreichen. Das ergäbe auch eine Menge von Klimaflüchtlingen,
    die dann evtl. auch in Dons Garten zelten würden.

    • @ Hausschwein,
      dazu wird es nicht kommen, ich meine zur Flucht vor den Gletschern. Nach allgemein zu glaubender Auffassung sind wir ja in der Abschmelzphase. Und dann schauen Sie sich mal RHS-Normalnull an (hier: Höhenlage). Liegt jedenfalls tiefer als die guten Teile von Blankenese. Na gut, bei Gosch wäre auch Land unter.
      (DdH)

  135. .....
    Der letzte Absatz – genial.

    Und wie so oft:

    Das Beste kommt zum Schluss :-)

    In diesem Sinne:

    A Guads Neis Jahr 2017, werter Don!

  136. Angewandte Bildwissenschaft
    @don alphonso: „In dem Topf sind Weisswürste“ Im dem Kleid auch?

  137. Sei's drum oder es ist das Gefühl das zählt - nicht das Geld.
    Lieber Don,
    Liebe Bloggemeinde,

    Ihnen und ihren Familien wünsche ich ein gutes neues Jahr 1721.
    Beste Gesundheit und die Kraft ab und zu „Die Zeit anzuhalten“.
    Lieber Don, bleiben sie uns gewogen – Danke fürs Fackel tragen.

  138. Stützen der Gesellschaft im RHS
    Eigentlich wollte ich nur unserer Mental-Stütze Don Alphonso und allen Kommentatoren ein gutes neues Jahr wünschen, aber den folgenden Link kann ich mir nicht verkneifen:

    „Beim „Deutschen Engagement-Tag“ im Berliner „Café Moskau“ an der Karl-Marx-Allee lauschen ihm die Stützen der Gesellschaft. Menschen, die sich in der Flüchtlingshilfe und generell im Ehrenamt engagieren. Damen, die von hinten alle ein wenig aussehen wie Gesine Schwan; junge, leicht zottelige Männer.“

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article160742778/Dieser-Mann-diagnostiziert-die-Panik-der-Deutschen.html

    Happy New Year!!

  139. Es recht zu machen jedermann ist eine Kunst
    … die keiner kann. Interessierte dreschen schon, kaum ist das Jahr angebrochen, wieder auf die Kölner Polizei ein, die unbedingt eine Wiederholung des letztjährigen Desaster verhindern musste, aber auch auf keinen Fall diskriminierend sein dürfe. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/silvester-kontrollen-in-koeln-was-bitteschoen-ist-ein-nafri-a-1128172.html

    Die Beantwortung der Frage, wieso sich schon wieder in mehreren Großstädten solche Großversammlungen von nordafrikanischen Männern gebildet haben, bleibt offen. Und natürlich auch, wer wirklich glauben soll, so etwas werde nicht vorab organisiert; mir tun die Polizisten leid, die neuerdings zu tausenden Zusatzdienste schieben müssen, in einer Form, wie es sie vor zwei Jahren noch nicht gegeben hat.

    Frohes neue Jahr, Don und hoffentlich viele schöne Bilder und Grund für positive Berichte!

  140. kommende Wahlen
    @Otto Moser..“Was immer man im Herbst wählt, es darf nicht CDUSPDFDPLinkeGrünlinge sein, und nicht ungültig, und nicht Nichtwählen.“
    —————————————-

    …und es muß für die 5% -Hürde reichen,sonst reiben sich obige Parteien die Hände!

    Mir ist das Argument „aber die haben ja kein vernünftiges Parteiprogramm“ völlig schnuppe!- Was nützt mir ein Programm in Telefonbuchstärke,wenn anschließend doch Kompromisse ,oder aus taktischen Gründen ganz andere Dinge in Kauf genommen werden?

    Ich sehe das ganz simpel: Die etablierten ändern ihre deutschlandschädliche Politik spätestens dann, wenn der Stimmverlust und der damit einhergehende Mandatsverlust sie massiv von den Futtertrögen vertreibt!
    Da bin ich völlig schmerzfrei und konsequent beim Kreuzchenmachen und es dient ja letztendlich einer guten Sache! :-)

    Apropos gute Sache: Es gab da mal 2002 ein Programm der CDU/CSU.

    http://www.documentarchiv.de/brd/2002/wahlprogramm_cdu_2002.html

    Hier ein paar Leckerli, z.B. Punkt 4 und 6 …und ein paar Auszüge:

    4. Sicherheit für alle – überall in Deutschland

    Kriminalität und Gewalt entschlossen bekämpfen
    Freiheit und Recht gegen den Terror verteidigen

    6. Identität Deutschlands bewahren

    Zuwanderung steuern und begrenzen
    Integration fördern und fordern

    „Deutschland soll seine Identität bewahren. Die von Rot-Grün betriebene Umgestaltung in eine multikulturelle Einwanderergesellschaft lehnen wir ab.“

    „Die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer hat seit 1972 von 3,5 Millionen auf 7,3 Millionen zugenommen, die der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer ist dagegen von 2,3 Millionen auf 2,0 Millionen zurückgegangen. Die Ausländerarbeitslosigkeit hat sich in dieser Zeit massiv erhöht und liegt heute mit rund 20% doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Die Zuwanderung erfolgte also überwiegend nicht in Arbeitsplätze, sondern in die sozialen Sicherungssysteme. “
    „Deutschland muss Zuwanderung stärker steuern und begrenzen als bisher. Zuwanderung kann kein Ausweg aus den demografischen Veränderungen in Deutschland sein.“
    “ Rot-grün schafft mit der ungeregelten Aufgabe des Anwerbestopps Einfallstore für erweiterte Zuwanderung und mit der angeblichen „Härtefallregelung“ und der Ausweitung der Aufenthaltsrechte über die Genfer Flüchtlingskonvention hinaus massive Anreize für Armutsflüchtlinge aus aller Welt. Dies würde in kurzer Zeit zu einer erheblich höheren Zuwanderung nach Deutschland führen, die nicht im Interesse unseres Landes ist.“
    „Wir wollen Schleuserorganisationen das Handwerk legen. Dazu setzen wir auf eine europaweite Strategie. Die Außengrenzen der Europäischen Union müssen gegen illegale Zuwanderung und organisierte Einschleusung gesichert werden. Wir werden auf eine effizientere Zusammenarbeit von Grenzschutz, Polizei und Justiz der beteiligten Länder hinwirken.“
    ————————————–

    Achtung Achtung, Warnung an alle Union-Wähler!! – Obiges hat das Verfallsdatum überschritten(ungültig!) und gilt heute als rechtsradikales Gedankengut!!

    So viel zu Programmen und sich entwickelnde Realitäten!

    • Titel eingeben
      Sehr gut beschrieben, danke.

    • Titel eingeben
      Alter Hut.
      Bei uns leben 100.000de ausl. Sozialhilfeempfänger schon in 2. und 3. Generation.
      Die haben es sich hier gemütlich gemacht und wenn mal Ungemach vom Amt droht, reicht der dezente Hinweis, man wüsste wo sein Haus wohnt.
      Schwupps wird alles genehmigt, was die Herrschaften sich denn so wünschen.
      Ich bin mir sicher, wenn der Zoll da mal nachfassen würde, wäre die Kacke am dampfen.
      Woher haben denn die Bengels AMG, Alpina, Porsche und Co. ?
      Ach ja, die gehören ja dem Onkel oder so.
      Mit der Dönerbude zusammengespart.
      Nee, ist klar.
      Im Sozialgesetz steht schon viele Jahre drin, das Ausländer welche dauerhaft auf Stütze bei uns leben, ausgewiesen werden können.
      Können, also kann Bestimmung, durchgesetzt wird das so gut wie nie.
      Aber die Kommunen jammern, sie hätten kein Geld.
      Wird halt mal wieder die Grundsteuer angepasst, kein Problem.

      Und der Abschuss zum Jahresbeginn.
      Die Deutschen müssen Schutz suchen, vor den Schutzsuchenden.
      Wer findet den Fehler?

      Die <1000 Nafris, welche in Köln vorab aussortiert wurden, war das doch nicht etwa eine Pauschalverurteilung eine bestimmten Gruppe?

      Irgend so ein Klagelied wird doch bestimmt noch jemand jammern.
      KGE, CR, wären doch so Kandidaten.

      Apropo CR, wo ist die eigentlich verschollen.
      Gar nichts mehr zu hören von der.
      Nicht das ich die vermisse, aber das ist mir gerade eingefallen.

    • Lieber Arminius, CR lebt JvAs Kommentaranregungen vor und ist immer präsent:
      Claudia Roth und die Geschichte vom gestohlenen Fahrrad

      Und das können wir ihm vermutlich sogar glauben. Fast wie die Geschichte vom gestohlenen Fahrrad, die eine gutgelaunte Claudia Roth von den Grünen herauskramt – just an dem Tag, an dem der erzgrüne Christian Ströbele bekannt gibt, nicht noch einmal für den Bundestag zu kandidieren. „Dann hat man in den S-Bahnen und U-Bahnen in Berlin gesagt: Geben Sie das Fahrrad zurück, wissen Sie überhaupt, wem sie das gestohlen haben? Dem Christian Ströbele! Und, was ist passiert? Christian Ströbele hat sein Fahrrad zurückbekommen. Und das, finde ich, ist auch eine Anerkennung von möglichen Fahrraddieben.“ Anerkennung hätten sie alle gern. Auch wenn sie dabei nicht unbedingt nach Fahrraddieben, sondern nach ganz anderen Leuten schielen.

      (aus: http://www.mdr.de/nachrichten/politik/meinung/berliner-notizen-FakeNews100.html , ist also hochaktuell, schauen Sie auch http://blogs.faz.net/stuetzen/2016/12/31/der-sueddeutsche-kulturkreis-als-erklaerung-fuer-soziale-noetigung-7316/#comment-146922 )

  141. Naipaul
    The melancholy thing about the world is that it is full of stupid and common people, and the world is run for the benefit of the stupid and the common.(V.S. Naipaul) Deshalb: immer schön jenseits der Zumutbarkeit bleiben!
    Auguri.

  142. ... es gebe keinen Unterschied, sagte der Kardinal ...
    http://www.krone.at/oesterreich/wird-der-islam-europa-erobern-herr-kardinal-krone-interview-story-546448

    Wien – Kardinal Christoph Schönborn erklärt, er nehme den Muslimen den Wunsch nach einem islamischen Europa nicht übel. Auch er wünsche sich, „dass der Nahe Osten wieder christlich wird, wie er es einmal war“, oder auch Nordafrika, so Schönborn in der „Kronen Zeitung“. „So kann ich den Muslimen nicht verargen, wenn sie sich wünschen, dass Europa islamisch wird.“ … http://derstandard.at/2000050065475/Schoenborn-ruft-fuer-2017-zu-mehr-Hoffnung-auf

    – Nie wieder! heißt auf Neudenglisch #NIEWIEDA, lehrt mich der Lampenmast.
    Vgl. http://www.fotos-hochladen.net/view/niewiedaaneinnudgtbvwif.jpg

  143. Religionen eindämmen
    Wir können uns doch nicht beschweren. Unsere christlich-abendländische Kultur besteht ja im Wesentlichen im Privileg zweier Großkirchen, die staatlichen Finanzämter zum Einzug der Kirchensteuer nutzen zu dürfen. Sonst wären die – wie in Fronkraisch – schon lange pleite und weg vom Fenster. Sind wir konsequent, dürfen auch die islamischen „Kirchen“ bei uns Steuern von ihren Mitgliedern einziehen. Frei nach Marx: „Der Zehnte an den Pfaffen ist klarer als der Segen des Pfaffen.“
    Ich höre mir täglich das Gebimmel irgendeiner Kirche an. Und warum darf ich nicht täglich mit dem Caterpillar-Bulldozer durch Düsseldorf fahren, um Wotan und Odin zu lobpreisen?
    Religion ist Privatsache. Wer wem eine Runde Beten ausgeben möchte, mag das tun. Aber privat bitteschön auf dem rechtlichen Level eines Taubenzüchtervereins.

    • Titel eingeben
      „Und warum darf ich nicht täglich mit dem Caterpillar-Bulldozer durch Düsseldorf fahren, um Wotan und Odin zu lobpreisen?“

      Kommt vielleicht noch, so unsäglich wie die christlichen Kirchen als Befürworter der Völkerwanderung auftreten, müssten die doch eigentlich zunehmend diskreditiert sein…eine neo-heidnische Reaktion mag vielleicht eher unwahrscheinlich sein, aber auch nicht ganz auszuschließen.
      Jedenfalls würde ich mir tatsächlich mal als BK und BP Leute wünschen, die nicht meinen, Bürger mit pastoralem Religionsgeseiere erziehen und belehren zu müssen.

    • "Religion ist Privatsache"
      Da ist die New York Times offenbar deutlich anderer Meinung, Herr Braun. Datum und Formulierung der Headline hier finde ich durchaus bemerkenswert …

      „Why Islam Gets Second-Class Status in Germany“ …
      http://www.nytimes.com/2016/12/15/opinion/why-islam-gets-second-class-status-in-germany.html?_r=0

      Nebenbei … wenn es stimmt, dass die tatsächliche Trennung von Kirche und Staat speziell in Frankreich besonders ausgeprägt ist, scheint das Thema „Islamistischer Terrorismus“ mit einer Privatisierung von Religion gerade NICHT aus der Welt geschafft.

  144. Volljährig
    Ich hoffe das Kanzleramt hat denen gratuliert, die heute 18 Jahre alt geworden sind, per Telefax oder was auch immer man da oben treibt; wenn tausende Geschenkte, am 1.1 2017 Geburtstag haben. Party ist ja in einigen Kreisen ziemlich in die Hose gegangen, Dank der zahlreichen Polizisten. Oh! der gleiche Mob wie 2016? Huch…

  145. Klimakatastrophe
    was mich an manchen Foristen hier schon stört, ist die mangelnde Bereitschaft, sich selbst zu beschränken. Ehe man z.B. auf ein kleineres Auto umsteigt, recherchiert man lieber endlos im Internet, um Eigenverantwortung in Alternativlosigkeit abzubiegen. Mit Neusprech wird aus der prognostizierten Klimakatastrophe Klimawandel und aus dem Club of Rome, dessen Durchschnitts-IQ über dem des Durchschnittsforisten liegen dürfte, eine Ansammlung von Spinnern.
    Klar ist die Politik mies wie sonst was, aber man könnte sich schon überlegen, ob Hedonismus und Genusssucht die einzigen Optinen sind, die bleiben, auch wenn man sich fast alles leisten kann.

  146. Da schau' her, der Broder ...
    Der Broder hat auf den (Gott sei Dank nicht stillen) Don verlinkt:

    „Fundstück von Henryk M. Broder / 02.01.2017 / 11:11 /

    Sind das reine Silvesterrisikogruppen?

    Einige sehr populistische Fragen an den Nafri, Politik und Polizei nach Köln.“

    http://www.achgut.com/artikel/fundstueck_sind_das_reine_silvesterrisikogruppen

    Vielleicht bahnt sich ja doch was an?

    Für diesen Merkelischen Augiasstall würde es die Herkulesse schon in Kompaniestärke brauchen.


  147. Lieber Don Alphonso, bin hier etwas spät dran, nur so viel: Das Bild von Ihrem felinen Nachbarn ist hinreißend.

    ****

    @ Thomas Marx „Wenn eine Frau im Aufsichtsrat einer Firma nicht für neue Märkte, sondern für neue speech-codes kämpft…“

    Im Aufsichtsrat kämpft niemand für neue Märkte oder dgl. Der Aufsichtsrat ist ein reines Kontrollgremium und tagt auch nur selten, Minimum vier Mal im Jahr. Niemand plant, gestaltet bzw. managt etwas. Der Aufsichtsrat kann höchstens manche Pläne des Managements/Vorstands ablehnen, aber dazu braucht man eine Mehr-heitsentscheidung, eine Einzelstimme entscheidet nicht.

    Niemand macht Karriere in einem Aufsichtsrat, sondern er ist so etwas wie ein Bonus für diejenigen, die Karriere gemacht haben. Insofern war der Beschluss, hier eine Quote einzuführen, völlig sinnlos. Im Aufsichtsrat muss niemand Überstunden machen und schuften, um Karriere zu machen oder für eine Förderung zu kämpfen. Eher ist das ein Refugium für altgediente Manager, ex Manager und ex Politiker.

    Die Aufsichtsrats-Quote ist imo eine reine Luxusquote. Ich halte eh nichts von einer Frauenquote, aber diese Art Quote halte ich für besonders unsinnig.

    @ Harry Charles „Mit der Wahl des himmlischen Donald Trump hat der ganze satanische Genderwahnsinn eine schwere Niederlage einstecken müssen. Die guten Kräfte setzen sich hoffentlich durch.“

    Hier machen Sie sich einer Ausdrucksweise schuldig, die Sie umgekehrt bei den Genderfeministinnen kritisieren würden. Himmlisch und satanisch – solche Worte sprechen für eine extreme Polarisierung, welche Sie vermeiden sollten, wollte man Ihre Kritik seriös berücksichtigen.

    @ Frauke Amgelin
    Ich wünsche Ihnen eine baldige Genesung!

    • Ganz herzlichen Dank für die guten Wünsche, liebe Tamarisque, ich fürchte nur,
      dass das doch ziemlich lange dauern wird. Die neue RF im 64-Grey-Bereich war zwar schnell herausgeschnitten, die Wunde jedoch heilt erstmal nicht, bleibt also offen – und die fünf Jahre waren fast herum. Naja, letztlich egal…

      Ihnen und Ihrer Familie jedenfalls alles Gute. Und wenn Sie wollen, können Sie jetzt, nachdem die hiesige Gyougletubegemasperre weg ist, vielleicht mit Erfolg nach den übrigen Titeln von „Joan Sutherland, Plácido Domingo, etc.; Richard Bonynge: Suisse Romande Orchestra & Chorus“ suchen…


    • Liebe Frauke Amgelin, ja, ich habe auch schon die erfreuliche Beobachtung gemacht, dass Youtube keine Musik mehr blockiert. Das ist super, besonders auch, weil z.B. HSH offenbar nur noch zahlende Klientel haben will und einen mit ih-ren Aufforderungen zum Upgraden dauernd nervt.
      Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie auch alles Gute fürs Jahr 2017!

  148. Bescheidene Frage
    In meiner Kindheit habe ich die Großen Ferien oft in Niederbayern verbracht und trotz rheinischer Abkunft die Landessprache bald passiv passabel beherrscht. Bei „d‘ Sei fiadan“ stehe ich jetzt aber auf dem Schlauch. Würden Sie mir eine erklärende Antwort …

    • Laut nachsprechen, schon erschließt sich das Gemeinte...
      Herr Stefani, auch ohne längeren Aufenthalt in Bayern ist das für mich als unverschuldet in Hessen Geborenen als eine Dialektvariante von „Die Säue füttern“ erkennbar. Ob’s stimmt, kann ich nicht beweisen, aber plausibel fänd‘ ich’s im gegebenen Kontext…

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